Nr. 42. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags: Beilage Die Neue Belt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Das Wahlkartell der Zollwucherer. tvar Donnerstag, den 19. Februar 1903. Expedition: SW. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. innerhalb des Kartells denkt. Es handelt sich um den Plan, Kreisen einen heftigen Angriff androhen, sofern es ihnen nicht die Wahlkreise zu organisieren, in Wiesbaden und Iserlohn gegen den Freifinn zu Hilfe in welchen gemeinsame Intereffen gegen die Socialdemokratie wahr- kommt. In Dortmund, Bochum und Duisburg soll das Die Vorgänge beim Zollfampf waren nur eine General- zunehmen sind. Centrum den Nationalliberalen ohne eigne Kraftprobe gegen probe. Das Kardorff- Kartell erprobte seine Kräfte für die Ueber die in Betracht kommenden ostelbischen Wahlkreise die Socialdemokraten beistehen. Umgekehrt würden dann die kommenden Reichstagswahlen. Das vor keiner Gewaltthat hat die nationalliberale Parteileitung ungefähr folgende Auf- Nationalliberalen in Düsseldorf, Krefeld und Köln zu Gunsten des Centrums verzichten. zurückschreckende Bündnis der Zollbande von Ströcher über fassung: Spahn bis Bassermann ist nicht nur wegen des Zolltarifs, Der konservative Besitzstand in Oberbarnim und In Süd- und Südwestdeutschland wollen sich gleichfalls sondern wegen der Reichstagswahlen geschlossen worden. Luckenwalde, der konservativ- antisemitische in Potsdam Centrum und Nationalliberale gegenseitig unter die Arme Die Zeiten der Kartellwahlen kehren wieder. Unter scheint stark gefährdet. greifen. Die Nationalliberalen verpflichten sich, dem Centrum dem Kosakenschrecken der Septennatswahlen schlossen sich In Ruppin, Kalau, Stralsund, Landsberg a. W., seinen Besitzstand in Mainz, Würzburg und Kronach zu sichern, 1887 Konservative, Reichsparteiler und Nationalliberale Landeshut und Hirschberg i. Schl. werde die Social- und wollen dafür mit Centrumshilfe den Socialdemokraten E2 zu gemeinsamer Aktion zusammen. die demokratie den Freifinn überflügeln. Dann kommt in Karlsruhe und Pforzheim abnehmen, sowie Kaiserslautern und Erinnerung ift Gerade in Süd- und Südwestdeutschland heute nicht uninteressant der ersteren drei Kreisen der Konservative mit dem Social- Speyer erobern. Freiherr v. Hammerstein, der nachmals im Zuchthaus Ver- demokraten in Stichwahl und der konservative Besitzstand fürchten die Nationalliberalen den Abfall liberaler Streise Torene, der seitens der Konservativen das Geschäft leitete. Von erscheint damit gefestigt. den sie nun durch klerikalen Zuzug zu ersetzen begehren. niemand wurde das Kartell heftiger befehdet als vom Centrum. Landsberg a. W., Landeshut und Hirschberg gehen damit Das ungefähr ist das nationalliberale Angebot im KartellDie Klerikale Presse spottete damals über den„ Knobloch- dem Freisinn verloren. Die Kandidaturen wären schacher. Es wird zwar noch zwischen den Ordnungsparteien Bund". Auf gegen die Mameluckenpartei!" erscholl der zu vereinbaren, im Zusammenhang mit Görlig, manche Auseinandersetzung um die Größe des Anteils geben Kampfruf. Umgekehrt bezeichneten die Nationalliberalen Waldenburg und Reichenbach i. Schl. - wie beim Zollkampfaber schließlich werden sie auch Windthorst als den Totengräber der deutschen Einheit. Das In Görlitz kann es kommen, daß die Ordnungs- wie beim Zollkampf handelseins werden. Die Furcht vor Centrum beharrte auf seiner Opposition, obwohl es der Papst parteien"-( das ist der Kriegsname des Kartells) der Socialdemokratie löscht alle Partei- Unterschiede aus: selbst regierungsfreundlich zu stimmen suchte. Es gab denn schon jetzt stärker sind als der stark in Abnahme begriffene Börsenjuden und Agrarier, Handwerksmeister und Großauch den verrufenen Kartell- Reichstag, dessen erste That eine Freisinn. Dann Stichwahl zwischen Ordnungsparteien und industrielle, liberale Pfaffenfresser und tiefschwarze JesuitenBeeinträchtigung des Wahlrechts war insofern als er die Socialdemokraten. alles eint sich im Kampfe gegen die Socialdemokratie. Legislaturperiode auf fünf Jahre verlängerte. In den Wahlen Von Waldenburg hofft man, daß es den Socialdemokraten Sehen wir doch, daß auch der Freisinn hier und da von 1890 brach das Kartell elend zusammen. abgenommen werden könne, während man den Centrumskreis dem Kartell Dienste leisten darf. So wird den nächsten Jezt taucht das Gespenst wieder auf. Aber es hat sich Reichenbach für stark bedroht hält. Wahlen der Klassencharakter so scharf und unzweideutig auferheblich geändert. Das Kartell von 1903 umschließt die Aus dieser Auffassung ergiebt sich das folgende Kont- geprägt werden wie nie zubor. Uns überrascht diese Entsämtlichen Brotwucher- Parteien, die unter Kardorffs promiß: die Nationalliberalen stellen den Kartellfandidaten wicklung nicht, noch weniger erschreckt sie uns. Wir wissen daß wir allein Führung Recht und Gesetz nichtswürdig brachen. Ein brüder- in Görlitz, Hirschberg und Waldenburg, stimmen zum Entgelt längst, stehen Welt eine Und dieser starken, liches Band umschließt das katholische Centrum, den weiland in Reichenbach für das Centrum und in den andren Kreisen Feinden ringsum. gerade in Kulturkampf Liberalismus und die beiden konservativen für die Konservativen. reinen Einsamkeit liegt unsre trogige, unbezwingbare Parteien. Ausgeschlossen sind nur die Freifinnige Vereinigung Um Brandenburg der Socialdemokratie zu entreißen, will Kraft. Das von manchen Freisinnigen gesungene Lied und Volkspartei; Eugen Richter ist trotz seines Zollverrats nur hie man die äußersten Anstrengungen machen und rechnet dabei von dem Kartell der Linken gegen die junkerlichund da als Aushilfe der Gnade teilhaftig geworden, in das Kartell sogar auf freisinnige Hilfe. agrarische Reaktion ist eitel Wind. aufgenommen zu werden. Außerdem sind die Cirkus BuschIn Frankfurt a. D. sind, wie vom nationalliberalen Partei- aller Ordnungsparteien" aber vom Junker, Pfaffen, Banfier Männer des 7% Mart- Bolles formell nicht dabei, was aber vorstand beflagt wird, die Nationalliberalen verstimmt, weil bis zum biederen Mittelständler ist die greifbare Wahrheit und nicht viel bedeutet, da die Konservativen ja doch ihre Geschäfte Herr Felisch den bisherigen freikonservativen Standidaten ver- das bedeutsame Wahrzeichen der nächsten Wahlen. Ein neuer besorgen. Es handelt sich also um ein Wahlkartell der drängt hat, ohne daß man ihn auch nur gefragt hat. Kartellreichstag soll erstehen, der bestimmt ist, die Rechte des mittleren Linie", von dem man anzunehmen hat, daß ihm In der Provinz Sachsen, Anhalt und Braunschweig Volfes, in erster Linie das Wahlrecht, zu zertreten. An uns auch die Unterstützung der Berliner Regierung gehören wird nach nationalliberaler Auffassung der Freisinn von den wird es sein, die Hoffnungen der Ordnungshorde zu Schanden wird, deren erwartetes Wahlprogramm im wesentlichen Socialdemokraten in den Kreisen Merseburg, Nordhausen zu machen. übereinstimmend mit dem Kartellprogramm sein dürfte. Die und Langensalza verdrängt, so daß die Rechte die nationalSpitze des Kartells richtet sich natürlich gegen die liberale Stichwahlhilfe braucht. Dafür wird eine Beendigung Socialdemokratie. der konservativ- liberalen Rempeleien in Halberstadt und Wanz" Es gehört zur Taktik der Spießgesellen der Kardörfferei, leben gefordert. Ferner verlangen die Nationalliberalen die daß sie ihren Seelenbund zu verschleiern suchen. Man wünscht, Unterstützung aller Drdnungsparteien in Aschersleben, Naumwie beim Zollkampf, das Kartell nicht offen zu legitimieren. burg, Braunschweig, Holzminden, Dessau, Bernburg, NeuMan spielt wieder die Komödie der Uneinigkeit, haldensleben und Wolfenbüttel. In diesen Kreisen sollen die während man hinter den Coulissen bereits den Pakt abschließt. Ordnungsparteien" insbesondere den Nationalliberalen gegenSo spottet die Korrespondenz für Centrumsblätter" eben sehr über dem Vorstoß der Landwirtsbündler und Antisemiten über die„ Utopie" eines Zusammenschlusses aller an dem helfen, die als extreme Rechte" in die Kartell- Acht gethan sind. Zustandekommen des Zolltarifes beteiligten Parteien.„ Die Was Nord- und Nordwest- Deutschland anlangt, so Konservativen" so heißt es in dem Centrums- Organ haben die Nationalliberalen in Mecklenburg nichts zu fuh ,, die sich dem Bunde unterworfen haben, sollen dem handeln. Hamburg und Lübeck bleiben den Roten. Auch Centrum und den Nationalliberalen ihre Mandate Bremen ist, wie sie befürchten, nicht mehr zu halten. garantieren, während der Bund darauf ausgeht, möglichst In Hannover und Schleswig Holstein liegen sich die viele Abgeordnete dieser beiden Parteien durch extreme Nationalliberalen mit den Bündlern und Antisemiten in den Agrarier zu verdrängen? Die Konservativen sind ja selbst Haaren. Sie heischen in dieser Kazbalgerei mit den Extremen ihrer Mandate nicht sicher, da der Bund sich vorbehalten hat, die Hilfe der Ordnungskonservativen. = bon Das Kartell Randgloffen zum Militär- Etat. Es wird uns geschrieben: Im Folgenden soll auf einige unfres Wissens bisher nicht beachtete Pofitionen des Militäretats hingewiesen werden, bei denen mit Leichtigkeit Ersparnisse gemacht werden können und gemacht werden müßten. Es werden im Etat für die Regimentskommandeure und die sämtlichen Stabsoffiziere des 1. Garderegiments zu Fuß den Kommandeur des Lehr- Infanterie- Bataillons je 1440 M.„ Tischund des Regiments der Garde du Corps sowie für gelb berlangt. Weiter erhält jeder Hauptmann der erst genannten Regimenter 720 M. Der Spaß dürfte jährlich auf mindestens 25 000 m. fich belaufen. Warum bekommen denn diese Herren ein besonderes Tischgeld, obwohl sonst in ganz Deutschland fein Oberst, kein Stabsoffizier und kein Hauptmann ein solches bezieht? Haben die Herren vielleicht stärkeren Appetit? Wenn die übrigen 336 preußischen Oberste, 945 Bataillonsfommandeure und 3177 Hauptleute sich mittels ihrer Gagen sattessen können, so werden es wohl die Herren vom ersten Garderegiment zu alle diejenigen Konservativen auszumerzen, die für den Zoll- In Oldenburg soll das Startell eine beliebte Persönlichkeit 3u Fuß c. auch fertig bringen. Auf Seite 92 des Etatsgefeges ist ferner berzeichnet: tarif gestimmt haben. Und die Nationalliberalen sollen dem Centrum seine Mandate garantieren, das sie schon aus kulturkämpferischen Gründen wie bisher befehden werden und gegen " 0 aufstellen Konfession, will sagen Partei gleichgültig. Diese Douceurgelb bei dem Regiment der Garde Beliebtheit kommt dann mit den vordringenden Socialdemo- du Corps 3000 M." Was bedeutet das? Wer bekommt dies Geld? Warum braucht das Regiment, in das bekanntlich nur sehr traten in die Stichwahl und mit freisinniger Hilfe zum Siege. reiche Leute als Offiziere eintreten können, ein Douceurgelb, während Für das freisinnige Kiel und das nationalliberale Harburg alle übrigen deutschen Regimenter fein solches erhalten? Gleich nach das sie insbesondere in Süddeutschland den erbittertsten Strieg führen? Sie liegen ferner nicht allein mit den Konservativen hegt man ernste Besorgnisse sie werden rot. diesem Douceurgeld heißt es: Ieiderzuschußgeld für jeden und dem Bunde in Fehde, sondern auch unter sich. In dem Dafür möchte man Flensburg den Antisemiten abnehmen, Offizier bei dem 1. Garderegiment zu Fuß, bei dem Regiment Garde du einen Wahlkreise suchen sie ein Bündnis mit dem Bunde der indem die Nationalliberalen sich mit den Freijinnigen ber 180 m." Weshalb dieses Privilegium? Können alle andren Offiziere des Corps sowie für den Kommandeur des Lehr- Infanterie- Bataillons Landwirte, so in Koburg, in Hannover sind sie höchst entständigen, die gelegentlich doch ins Startell einbezogen werden. Deutschen Reiches ihre Uniformen ohne staatlichen Zuschuß bezahlen, rüstet über alle Versuche des Bundes, in ihre Domäne ein- Im Königreich Sachsen, Thüringen, Kurheffen, so wird es den Offizieren vom 1. Garde Regiment zu Fuß, vom zubrechen." Waldeck werden folgende Abmachungen vorbereitet. Für Regiment der Garde du Corps und dem 10 000 m. beziehenden Solche Auslassungen bezwecken nichts wie eine Ver- Pirna und Kassel fürchtet man, nicht minder auch für Kommandeur des Lehr- Infanterie- Bataillons auch möglich sein. Diese soeben besprochenen Forderungen sind so recht charakteristisch. wischung der Fährte ganz wie bei der Zollposse. Damit Flöha, Altenburg, Plauen. In Pirna, Kassel und Plauen während man falt lächelnd zusieht, wie die Invaliden der untersten aber fünftig nicht Eugen Richter wieder der staunenden Welt hofft man auf den Freifinn. Die Kartellverhandlungen in Grade darben und hungern, schanzt man aftiven Offizieren, die jährverrät, erst die täppische Wahltaktik der Socialdemokratie Sachsen sind bisher zu keinem rechten Ergebnis gediehen. lich 8000-10000 M. Gage beziehen, auch noch 1440 M. Tischgeld habe die feindlichen Kartellparteien zusammengeschweißt, sei In Thüringen sind die nationalliberalen Aussichten gleichfalls folie einen Kleidergeldzuschuß zu und giebt einem Regiment, das millionäre in seinen Reihen zählt, 3000 W.„ Douceur gel d" I schon in diesem Augenblick auf Grund unbestreitbarer wenig aussichtsvoll. Wohl aber giebt man sich der Hoffnung Auffällig find auch die relativ sehr hohen Summen, die für die Informationen festgestellt, daß sehr eifrig und hin, Weimar, Sonneberg und Hanau für die Ordnungsparteien unterhaltung der Armee Fahrräder( also nicht Neusehr ernsthaft an dem Kartell gearbeitet wird. wieder zu gewinnen; auch hier wird der Freifinn in die anschaffungen) verlangt werden: Bro 1903 191 552 M., nachdem Für die zehn Der Generalstab der nationalliberalen Partei hat bereits Kombination einbezogen. In Weimar soll ein nationalliberaler, 1902 fchon 186 650 M. bewilligt wurden. preußischen Kriegsschulen werden zur Neuanschaffung von einen vollständigen Mobilmachungsplan ausgearbeitet. Wir in Sonneberg ein freisinniger Sammelkandidat den Retter aus Fahrrädern in Summa 64 500 M. rateniveise gefordert. Die werden im Folgenden einiges von diesem Plan mitteilen, der der Not spielen. Dafür sollen Nationalliberale und Freifinnige State pro 1908 beträgt 12 900 M. Wir müssen hier doch die Frage aufwerfen, wozu die Kriegsschulen so viele Fahrräder brauchen. Auf gewissermaßen den Kuhhandelsvertrags- Entwurf in Hanau einem Konservativen Gefolgschaft leisten. der Nationalliberalen darstellt. Wir erfahren aus diesem Westfalen, Frankfurt a. M., Nassau, Rheinprovinz: der Kriegsschule werden die künftigen Offiziere in erster Linie theoretisch ausgebildet. Die zur Verfügung stehende Zeit ist so autonomen Tarif des Wahlschachers, wie sich die Leitung In Höchst und Bielefeld bieten die Nationalliberalen dem wie so schon sehr knapp, allzu knapp. Soll vielleicht den Kriegsder nationalliberalen Partei die Verteilung der Mandate Centrum Trok; sie werden ihm beim Kubhandel in diesen schülern auch noch das„ Nadeln" gelehrt werden, das sie ganz gut = Abgeordnetenhaus. = 11 Im Mittelder Social Bet der Truppe Yernen können, so weit sie es nicht schon Die socialpolitische Generaldebatte fand durch Erschöpfung der hat keine längere Zukunftsdauer als das gesamte ditalistische Ber verstehen? Ein Militär Fahrrad kommt übrigens auf 210 M. Rednerliste ihren natürlichen Abschluß. Dagegen begann die General- hältnis, dessen einzige Bürgschaft nur der alte Kaiſer iſt. Erwägt man, daß die Armee die Fahrräder in Massen bestellt, so debatte über die vielfachen Materien, die neben der Socialpolitik erscheint der Preis sehr hoch. Wird da am Ende wieder einmal ein dem Reichsamt des Innern unterstehen. Im Gegensatz zu diesen Schwierigkeiten wird die Wehrvorlage Armeelieferant schnell zum Millionär gemacht? Herr Beckh Coburg in Destreich, wo die Verhandlung im Abgeordnetenhause morgen Recht harmlos nehmen sich nach dem Etat die Manöverkosten feierte mit seinem 70. Geburtstage auch das Jubiläum seiner beginnt, glatt durchgehen. Hier hat sie Rang und Titel einer aus. Sie betragen nämlich inklusive Vergütung für Flurbeschädigung 70. Vogelschutzrede. Herr Pachnicke forderte eine Fahrordnung Staatsnotwendigkeit" erhalten; und seitdem im Jahre 1878 der nur 2092 880 M. Der Grund hierfür ist sehr einfach: Der größte für Automobile und Fahrräder und Herr Stockmann verlangte, deutschen Bourgeoisie der Versuch so übel bekommen ist, gegen den Teil der Manöverkosten ist eben über den übrigen Etat verstreut und daß das Schwein, das der Tagelöhner zum Markte bringt, von der Stachel zu löcken, seitdem sie ihre Feindschaft gegen die bosnische tritt unter allen möglichen Titeln auf. Hier Remedur zu schaffen und zu Untersuchung des Tierarztes verschont bleibt. Es sind recht ver- Offupation den Verlust der Gunst der Krone gekostet hat, mag sich verlangen, daß endlich einmal Klarheit darüber wird, wie viel die schiedenartige Gebiete, in denen Graf Posadowsky von Amtswegen feine bürgerliche Partei mehr in ernsthaften Widerspruch mit den Manöver, vor allem die Kaisermanöver wirklich kosten, Bescheid wissen muß. wäre auch Sache des Reichstages. Forderungen der Militärverwaltung setzen. Die Korrumpierung des Sehr interessant sind auch die Gebührnisse auf Pferdeöstreichischen Parteilebens zeigt sich darin, daß fast alle Parteien die rationen. Der Kriegsminister und sämtliche kommandierenden Abstimmung über die Wehrvorlage eine der principiellsten Fragen Generale haben Anspruch auf je 8 Nationen. Was diese doch schon Es wird Das Abgeordnetenhaus hat am Mittivoch die zweite Lesung des der parlamentarischen Thätigkeit freigegeben haben. älteren Offiziere mit 8 Pferden anfangen, Pferden anfangen, weiß niemand, Etats der Handels- und Gewerbeverwaltung fortgesetzt und nicht also im Parlament ein wahres Manöverbild geben: von jeder denn jedes Pferd muß doch im Tage mindestens eine nur das Gehalt des Ministers bewilligt, sondern noch eine ganze Partei werden die radikalern an die Wähler der fünften Kurie bis zwei Stunden im Freien bewegt werden. Somit hätte ein Reihe andrer wichtiger Etatspositionen im Ramsch erledigt. gewiesenen Abgeordneten gegen, die„ Gemäßigten", das sind die folcher General ungefähr 4 Leute nötig, nur um seine Pferde zu Die sogenannte General debatte glich einer gemütlichen Unterhaltung privilegierten Abgeordneten, für die Vorlage stimmen. Angenommen reiten oder zu fahren. Erhält aber ein General 8 Rationen, so am Biertisch. Wie kannegießernde Philister verbreiteten sich die Herren wird sie werden; das Parlament ist viel zu schwach, um mit macht dies im Jahr etwa 4000 M. aus und viele Tropfen geben ein über alle möglichen Fragen, über das Börsengesetz, den Befähigungsber Krone können Krieg suchen zu Meer. Ferner sind mehrere höhere Offiziere, die gar keinen Truppendienst thun, sondern Vorstände von Militär- nachweis, die Kanalvorlage, den Zolltarif, die socialdemokratische Obstruk- punkt der Diskussion stehen zwei Anträge Bildungsanstalten find, zu drei Rationen berechtigt. tion, das Schlafstellenunwesen in den Großstädten, die schlechten Stiefel, demokraten, von denen einer bei dem jetzigen Kontingent verWozu benötigt der Direktor einer Kriegsschule, einer Kriegsakademie zc. die man angeblich in Warenhäusern kauft, und über tausend andre bleiben, der andre die neuen Soldaten bewilligen will, wofür er 3 Pferde? Wenn ein solcher Herr 1, höchstens 2 Pferde hat, genügt welterschütternde Fragen. Daß dabei an eine Vertiefung der aber die Einführung der zweijährigen Dienstzeit es vollauf. Debatte nicht zu denken ist, leuchtet von selbst ein. Von Bedeutung verlangt. Daß Destreich für diese Reform reif ist, unterliegt Eine vollkommen überflüssige Ausgabe, die nicht weniger als ist die Mitteilung des Handelsministers, daß der Entwurf eines keinem Zweifel; auch nicht, daß sie kommen wird. Aber die Militärca. 19 000 m. pro Jahr verschlingt, ist darin zu sehen, daß eine Börsengefeges bereits im Oktober fertiggestellt war, aber dem Reichs verwaltung will sie teurer verkaufen, eine nochmalige Erhöhung der ganze Bataillonsmusit für die Haupt- Kadettenanstalt gestellt wird. Eine Kadettenanstalt bedarf einer Bataillons- tage mit Rücksicht auf die parlamentarische Lage nicht zugegangen ist. Präsenzziffer als Entgelt herausschinden. Daneben gehen noch andre musik nicht. Das bayrische und sächsische Kadettencorps kommen In Wirklichkeit ist die Einbringung der Novelle unterblieben, Forderungen, unter denen die nach einer Reform des aus dem ohne Musik aus, also kann das preußische wohl auch darauf ver- weil die Regierung die Agrarier nicht vor den Kopf stoßen 18. Jahrhundert stammenden Militär- Strafprozesses obenan steht. zichten. will. Herr Möller erkennt selbst an, daß die Erwartungen, die Auch hier wird die Militärverwaltung, wenn sie sich's nicht mit den Seite 250 des Etats giebt einen kleinen Einblick in die sonder sich an das Börsensteuer- Gesetz geknüpft haben, nicht in Erfüllung Parlamenten ganz verschütten will, nicht mehr lange zögern bare Sparsamkeit, die bei militärischen Bauten geübt wird. Dem gegangen sind, er giebt zu, daß im reichsfiskalischen Interesse eine tönnen. fommandierenden General in Meß soll ein Dienst- Wohn- Herabsetzung des Börsenstempels notwendig sei, aber aus Furcht vor gebäude, also ein Gebäude nur zum Wohnen, errichtet werden. Den Agrariern wagt er nicht, die Konsequenz aus seinen AnBureauräume befinden sich nicht in diesem Haus. Trotzdem werden dafür 570 000 m. verlangt. Die Einrichtungskosten- ein komman- schauungen zu ziehen. Und nicht nur der Minister, sondern dierender General hat Anspruch auf eine möblierte Dienst- auch die Nationalliberalen, find allmählich zu der Ein- Wahlrechtsfreunde. Die Post" flagt wiederum über den wohnung find auch nicht inbegriffen. Diese werden erst in sicht gelangt, daß das Börsensteuer- Gesetz ein großer Fehler war. neuesten Kurs zur Bekämpfung der Socialdemokratie". Das Vercinem späteren Etat erscheinen. Der kommandierende General in 3war haben sie feiner Zeit im Reichstage für das Gefeß gestimmt, halten des Grafen Bülow und des Grafen Posadowsky nüze ebensoMezz kostet somit alles in allem( 30 000 M. jährlich bar, 8 Rationen, aber nur, weil sie seine Wirkungen nicht voraussahen, wie wenig wie das socialpolitische Entgegenkommen der bürgerlichen freie möblierte Dienstwohnung) auf 60 000 m. jährlich. Und die Abg. v. Eynern wehmütig verkündete. Und diese Leute reden sich Massen viel mehr in Aussicht stelle, nämlich die Alleinherrschaft des Parteien. All das sei aussichtslos, weil die Socialdemokratie den andren kommandierenden Generäle werden nicht viel billiger sein, ein, Staatsmänner allerersten Ranges zu sein! da sie ja alle ebenfalls Palais bewohnen. Proletariats. Und nun empfiehlt die" Post" ihre eigne Kur. Die Einen breiten Raum in der Debatte nahm die Mittelstands- Massen, meint sie, glauben an die socialdemokratischen Verheißungen. Insbesondere die Herren Felisch( f.), Dr. Haben sie doch mit dem gleichen und geheimen Wahlrecht einen Arendt( ft.) und Gamp( ff.) haben immer noch nicht eingesehen, it arten Hebel zur Erlangung der Macht in der Hand, daß der Mittelstand dem Untergang geweiht ist und daß dieser Unter- und sehen sie nicht dank diesem Hebel und dank der Schwäche und gang durch keine gesetzlichen Maßnahmen aufgehalten werden kann. Mattherzigkeit der staatserhaltenden Elemente in Deutschland die Da ist Herr Möller doch einſichtiger. Er hat wenigstens schon das macht der Socialdemokratic von Tag zu Tag steigen?" Hieraus ereine erkannt, daß die selbständigen Eristenzen immer mehr ab- giebt sich die Scharfmacherlosung: nehmen und daß das Handwerk dem Fabrikbetrieb weichen muß. Zu seinen Gunsten wollen wir annehmen, daß er bis zum nächsten Jahre seine nationalliberalen Kenntnisse wieder etwas erweitert. Vielleicht wird dann noch einmal ein moderner Mensch aus ihm. Weiter wird dann ein Gebäude für die Bureauräume des retterei ein. Corpskommandos in Metz und seiner Intendanturen gewünscht. Die Geschichte kostet auch„ uir" 503 000 M. Wir haben im Obigen hauptsächlich kleinere Forderungen unter die Lupe genommen. Aber auch diese Betrachtung, die sich leicht weiter ausdehnen ließe, zeigt, daß alle Versicherungen von der großen Sparsamkeit, die angeblich herrscht, blauer Dunst sind. Politische Ueberlicht. Berlin, den 18. Februar. Reichstag. Die Freisinnigen legten eine auffallende Zurückhaltung an den Ehrwürden Stöcker ist in den letzten Jahren arg herunter- Tag. Nur die Abgg. Fund( frs. Vp.) und Deser( Hospitant der gekommen. Sein glatt rasiertes Priestergesicht ist mager geworden, frf. Vp.) beteiligten sich an der Debatte, letzterer um zu erklären, und die tiefen Runzeln, die es durchfurchen, lassen die außerordent- daß er für seine Person für die Ausdehnung der socialpolitischen liche Entwicklung seines Mundwerks noch mehr als früher hervor- Gesetze auf den selbständigen Handwerker ist. Dagegen hielt treten. Dieser förperliche entspricht nur dem geistigen Verfall des kein einziges Mitglied der freisinnigen Parteien 03 für Mannes. Zu den stärksten gehörte er nie. Er hatte eine Zeitlang nötig, bei dem wichtigen Kapitel Fabrikinspektion das Wort den Glauben zu verbreiten verstanden, daß er den socialdemokrati- zu ergreifen. Die Herren scheinen mit den jcgigen schen Berliner Arbeiter in Livree eines Hoflakaien zu fleiden ver- Zuständen in der Gewerbe- Aufsicht äußerst zufrieden zu sein, obwohl stehen werde, und als dieser aussichtslose Versuch gescheitert war, in dem Etat kein Fortschritt in der Richtung einer Ausgestaltung des wurde er sehr rasch ins alte Eisen geworfen. Die Veröffentlichung Instituts der Fabrikinspektion zu bemerken ist. des Scheiterhaufenbriefes nahm ihm den letzten politischen Kredit Den Schluß der Sigung bildete eine Debatte über das Fortbei den Konservativen. Seitdem sitzt er unter der Rechten wie eine bildungsschulwesen. Kuriosität, wie eine Mumie. Er ist ein politisch toter Mann, das weiß alle Welt, nur er selber weiß es nicht. Alle zwei Jahre etta till er sich von seinem Leben im Reichstage überzeugen, und da ihm nie etwas Neues einfällt, kam er es nur in der alten Form thun, daß er die Socialdemokratie beschimpft. Er mag sich vielleicht einbilden, daß er sich auf diese Weise als wertvolles Mitglied des Ordnungskartells in empfehlende Erinnerung zu bringen vermag. Aber auch dann Salinenverwaltung. müßte er es etwas geschickter anfangen, als er es heute that. Bebel hat sicherlich sehr viele heftige Feinde im Reichstag, die ihn mit allen Kräften ihres Herzens haffen und ihm den Untergang wünschen. Aber Singer konnte heute mit Recht sagen, daß von all diesen wütenden Feinden auch nicht einer die Lauterkeit des Charakters, die Ehrlichkeit der Gesinnung unsres Genossen in Zweifel zu ziehen wagen würde. Und nun kommt Herr Stöcker und beschuldigt Bebel in dürren Worten des Meineides. Denn das hat er gethan, wenn auch die drei Präsidenten seinen Worten die mehr als liebenswürdige Interpretation gaben, daß er nur gesagt habe, in schweizerischen Blättern habe ein gewisser Schumann eine derartige Beschuldigung gegen Bebel erhoben. * * * Deutsches Reich. " ,, Wenn nicht den Arbeitern klar zur Erkenntnis gebracht wird, daß an einen Erfolg der socialdemokratischen politischen Bestrebungen absolut nicht zu denken ist, erscheint es völlig ausgeschlossen, die Arbeiter aus deren Banne zu befreien. Daß man ihnen diese Erkenntnis nicht durch theoretische Belehrung beibringen fann, leuchtet ein. Dazu gehört ein drastisches argumentum ad hominem( unmittelbarer Beweis). Ein solches von größter Wirksamkeit wäre die Beseitigung des Hebels, mittels dessen man die Alleinherrschaft des Proletariats zu erreichen hofft. Daran denkt aber niemand und so fehlt es dent jüngsten Kurse an der unerläßlichen Voraussetzung des Erfolges, wohl aber bringt er ein neues trennendes Moment in die Reihen der staatserhaltenden Parteien, während doch fester Zusammenschluß gegen die Socialdemokraten bei den nächsten Wahlen gerade eine Lebensfrage ist." an das drastische Mittel, das die" Post" empfiehlt, denkt? Wir Ob wirklich unter den Männern des neuesten Kurses„ niemand" neuem, daß die Beseitigung des allgemeinen gleichen Reichstagsziveifeln überaus. Jedenfalls aber zeigt die obige Ausführung von Die meisten Redner sprechen sich wahlrechts das heißeste und mit aller Hartnäckigkeit verfolgte Ziel für die obligatorische Fortbildungsschule von Staats wegen aus. der" Post"-Konservativen ist. Denjenigen, die solche Pläne jetzt vor Der Minister aber erklärt, daß dieser Wunsch mit Rücksicht auf die den Wahlen ableugnen, ist die Offenherzigkeit der„ Post" vorFinanzlage auf Jahre hinaus unerfüllbar sei. Kulturaufgaben müffen zuhalten. eben in Preußen immer zurückstehen. Am Donnerstag soll der Etat der Handelsverwaltung zu Ende beraten werden. Dami folgt der Etat der Berg, Hütten- und Die östreichische Militärvorlage. - Der Nachfolger Hollebens hat mit seinen seltsamen Auslassungen gegenüber dem Vertreter des ,, Berliner Tageblatts", auch in der bürgerlichen Presse ein be= denkliches Schütteln des Kopfes erregt. So meint die „ Deutsche Tageszeitung": " Ein ganz neues Zeitalter der Diplomatie eröffnet aber Herr Speck v. Sternburg mit der Kundgebung seines Leitsazes, daß er als Botschafter nicht nur seinem eignen Lande, sondern auch dem Lande, bei dem er accreditiert sei, zu dienen habe, daß Amerikas Interessen auch die seinigen seien. Mit diesem Sazze steht er jedenfalls bahnbrechend da, denn auf eine so hohe Warte hat sich bisher noch kein Diplomat zu stellen verstanden. Sie alle ohne Ausnahme haben an der beschränkten, nunmehr auch antiquierten Anschaumig festgehalten, daß der diplomatische Vertreter eines Landes ausschließlich diesem seinem Lande zu dienen habe. Herr Speck v. Sternburg beschreitet neue Bahnen." Und die„ Kölnische Volts- 3tg." erklärt: " " Die Auslaffungen, welche das Berl. Tagebl." dem Herrn Speck v. Sternburg in den Mund legt, sind allerdings sehr feltsamer Art, so seltsam, daß wir ihre Authenticität vorläufig bezweifeln möchten. Es erscheint uns nicht denkbar, daß ein Diplomat mit gesunden Sinnen sich die Renom misterei leisten kam, er beabsichtige, das Verhältnis zwischen zwei Ländern so zu gestalten, daß sich alle Welt darüber wundern soll". " -st- Wien, 16. Februar.( Eig. Ber.) Die Rollen zwischen dem östreichischen Reichsrat und dem ungarischen Reichstag sind seit furzem einigermaßen vertauscht: der berüchtigte und als arbeitsunfähig verschriene östreichische Reichsrat produziert ohne Anstrengung die schwersten Gesetze, wogegen der gerühmte Reichstag die Generaldebatte über die Wehrvorlage schon seit Wochen genießt. Es wird also diesmal der noch nie dagewesene Fall eintreten, daß ein gemeinsames Gesetz in Destreich fertig wird, in Ungarn aber nicht wenn die Obstruktion der Unabhängigkeitspartei nicht im letzten Augenblick ausläßt. Es handelt sich Nein Herr Stöcker hat, gestützt auf die Autorität dieses famosen um eine neue Wehrvorlage, die wohl als die verfassungs„ Schweizers", die alberne Beschuldigung sich zu eigen gemacht. Er mäßig nötige Betvilligung der Aushebung der Rekruten aufführte dabei eine wundervolle Komödie mit diesem unbekannten tritt, aber die Gelegenheit benützt, 11111 das jährliche Schumann auf. Er that so, als wisse er gar nicht, daß hinter diesem Rekrutenkontingent von 103 100 Mann auf 125 000 Manu biederen Schweizer Bürger der Polizeispiel Normann zu erhöhen. zu erhöhen. Die Unabhängigkeitspartei trifft in Budapest große Schumann steckt. Ein Schauspieler hätte von Herrn Stöder Anstalten, um das rechtzeitige Zustandekommen der Vorlage zu verTernen können, wie er in seiner dritten Rede sich scheinbar ver- eiteln. Das ist nicht so schwer, denn das Gesetz muß, um benutzt geblich bemühte, auf den Namen dieses vielgenannten Normann zu werden zu können, längstens März zu stande kommen: vor den Tomumen, wie er sich scheinbar die Zunge zerbrach, um diese zwei Asſentierungen. Das einzige Hilfsmittel der ungarischen Obstruktion In der That zeigt der Interviewer- Weihrauch des Mosse- Blaktes Teichten Silben auszusprechen. Schon diese Mätzchen zeigen, wie ist das Reden, aber das kann sehr ausgiebig besorgt werden. Das den Nachfolger Hollebens in ungemein komischer Beleuchtung. Daß schlecht die Dinge für Herrn Stöcker verliefen. Das Ende war, daß ungarische Abgeordnetenhaus hat nämlich für eine Obstruktion zwei man deshalb aber gleich die Authenticität des Interviews des er unfren Genossen das Anerbieten machte, er wolle erklären, daß sehr nützliche Einrichtungen. Erstens einen bestimmten Sigungs- Berliner Tageblatts" in Zweifel ziehen müßte, will uns nicht einer Bebel für unfähig halte, einen Meineid zu leisten, wenn unsre schluß. Die Sigungen dauern geschäftsordnungsmäßig von 10 1hr leuchten. Die Diplomatie des Bülow- Kurses hat sich ja auch bisher Genossen erklärten, sie hielten ihn, den Stöcker, deffen auch nicht morgens bis 2 Uhr nachmittags; und nur durch einen Neu- schon durch ihre Driginalität ausgezeichnet. So stand z. B. die föstliche Selbstkritik, die unser gegenwärtiger Gesandter in China, für fähig. Bebel braucht keine Ehrenerklärungen Stöckers, der mit beschluß kann die Sitzung bis 3 1hr verlängert werden. Mumm v. Schwarzenstein, an seiner Sach- und Landesdiesem Vorschlag nur beweist, daß ihm die öffentliche Moral ein tenntnis geübt hat, an Kuriosität hinter dem humoristischen Selbstlob Handelsgeschäft ist. des Herrn Sped v. Sternburg nicht zurück. Bebel selber war in der Sigung nicht zugegen. Unfre Genossen Reißhaus, Wurm, Ledebour und Singer ließen Herrn Stöcker die diesjährige Züchtigung zu teil werden. Zu Hilfe tam ihm niemand. Selbst der Beifall der Rechten ließ im Verlauf der Debatte nach, und das widerliche Gelach verschwand aus dem Gesicht des eisenstirnigen Pfaffen. Höchst fleinlaut flangen seine letzten Ertviderungen, die er an Herrn enzmann zu richten hatte, der zur Charakteristik Stöckers aus eigner Erfahrung etliches Material beizubringen wußte. Die zweite Einrichtung ist die, daß der ungarische Reichstag für eine Debatte keinen Schlußantrag kennt; die Clotüre, ohne die nun keine Majorität auszukommen vermag, ist in dem auf althergebrachten Gewohnheiten beruhenden ungarischen Reichstag noch nicht Sitte. Da überdies jeder, der einen„ Beschlußantrag" einreicht, ein Schlußwort erhält, so kann die Opposition in der Generaldebatte etwa 150 Reden halten die nicht zu Ende sein werden, bis der Frühling gekommen sein wird. Außerdem: Die aufsehenerregende Abbernfung Hollebens mitten im Venezuela- konflitt auch so ein diplomatisches Suriosum, das in der Geschichte der Diplomatie kaum ein Gegenstück finden dürfte- liefert ja bereits den Schlüssel zu dem Mysterium der Spec- Diplomatie. Die Rücksichtslosigkeit, mit der Holleben zu dem denkbar ungeeignetsten Zeitpunkt Gesundheitsrücksichten befohlen wurden, weil er sich in Amerila u Die Opposition richtet sich in Ungarn nicht so sehr gegen die beliebt gemacht hatte, mußte ja dem Nachfolger Hollebens Vermehrung des stehenden Heeres, sondern eigentlich gegen die„ ein- die Meinung einflößen, daß er die Politik des auswärtigen Liebesheitliche" Armee, in der die Ungarn den letzten Rest des einstigen werbens, in die Holleben sich trotz der Prinz Heinrich- Reise und der Von Socialpolitik war bei diesem Gange der Verhandlung schwarzgelben Einheitsstaates erkennen. Zumal die deutsche Armee- Denkmalsstiftung nicht rasch genug einzuleben vermocht hatte, nach natürlich nicht viel die Rede. Reißhaus gab eine Kritik der Gewerbe- sprache, die man trotz des Verzichtes auf den Einheitsstaat, aus Sträften forcieren müsse. Speck v. Sternburg nahm nun die erste Inspektion in Sachsen- Meiningen, und Hersfeld regte die für militärischen Gründen nicht opfern kann, sticht den ungarischen Gelegenheit wahr, sich enthusiastisch zu jener Besuchs, Geschenksdie Seclente wichtige Frage an, ob die am 1. April d. J. in Kraft Chauvinisten in die Augen. Die„ nationalen Aspirationen" erfreuen und Verbrüderungs- Politik zu bekennen, mit der man momentan die Sprödigkeit Ameritas zu besiegen wähnt. tretende neue Seemannsordnung auch für die vor diesem Termine sich aber auch weit in die Regierungspartei hinein großer abgeschlossenen Heuerverträge gelte. Sympathien, insbesondere bei der mit den Liberalen vor drei Von den übrigen Parteien sprachen noch Herr Grüger, der Jahren verschmolzenen Nationalpartei, deren einstiger Führer und tollere Vorschläge. Im Scherlichen„ Tag" giebt ein Justizrat F. Karl Der Drang nach Verkümmerung der Volksrechte zeitigt immer durch wirres Gerede seine Position zu verbessern suchte, und Herr jetziger Präsident des Abgeordnetenhauses, der bekannte Schönredner in einem langen, offenbar ernst gemeinten Artikel folgendes zum Schwarze Lippstadt, der in einer antisemitelnden Rede die Bereit- Graf Apponyi, fie in einen regelrechten Wunschzette zusammen besten: Wer sich der Wahl enthält, ist offenbar mit der Regierung willigkeit des Centrums ausdrückte, bei den kommenden Wahlen gefaßt und als Zukunftsforderung der Regierung übermittelt hat. zufrieden, und das von ihm nicht ausgeübte Wahlrecht fällt fich dem großen Ordnungskartell gegen die Socialdemokratie an- Daß der einheitliche Charakter der Armee auf die Dauer nicht billigerweise an die Regierung selbst hein. Auf Grund dieses zuschließen. cutfrecht zu erhalten sein wird, ist allen Einsichtigen fiar; auch sie heimgefallenen Rechtes" ernennt min die Regierung Abgeordnete " Die ( Kronstimmen)." Praktisch könnte sich also bei der fünftigen einen Kommissar entsandt, der für den Konflikt der Regierung ein-| deshalb glauben sie sich noch den Lurus leisten zu können wider die Reichstagswahl folgendes ergeben: Berechnete Zahl der eingeschriebenen trat. Von einer Ueberschreitung der Amtsbefugnisse könnte absolut Bündler aufzustehen. Ursprünglich hieß es, daß der Charlottenburger Wähler: 12 229 224, hiervon lein Drittteil Wahlenthaltungen. Es keine Rede sein. Wie hätte sich denn der Landrat ausdrücken sollen Zuderheilige, Geheimer Regierungsrat und Professor Paasche dazu würde sich also die Zahl der Abgeordneten, die nach Maßgabe der bei Kennzeichnung eines Mannes, der schon achtmal wegen Be- ausersehen sei, den Bundeshäuptling Röside aus feinem legten Volkszählung beztv. vorausgegangener Aenderung des Wahl- leidigung vorbestraft sei, einmal sogar mit 300 M. Die Aeußerung derzeitigen Wahlkreise zu verdrängen und daß man ihn gesetzes sich auf 566 zu belaufen hätte, um ein Drittteil mindern sei lediglich im dienstlichen Interesse erfolgt, nämlich als es sich nun Deshalb nach Neustadt auf den nationalliberalen und nur noch 378 betragen.( Bruchteile zu Gunsten der Gewählten darum handelte, die Staatsanwaltschaft zu informieren. Renommiertag eingeladen habe, um ihn mit den Pfälzern bekannt gerechnet.) In der Hand der Reichsgewalt würden sich auf diese Das Ober- Vewaltungsgericht erklärte den Konflikt für bezu machen. Doch Kaiserslautern ist ein nicht bloß von den Bündlern Weise 188 Mandate vereinigen." gründet, so daß das Strafverfahren gegen den Landrat sondern auch von den Socialdemokraten start gefährdeter Wahlkreis, Die" Minderung" der Zahl der faktisch gewählten Abgeordneten v. Nehden wegen Beleidigung des Herrn Meyenberg endgültig sodaß es Herr Paasche mit der Angst vor dem Durchfall zu thun beum 188, die von der Regierung zu ernennen wären, wünscht der einzustellen ist. Das Gericht führte aus, daß im vorliegenden fam. Er scheint sich alsdann in den andren fünf Kreisen der Pfalz Knabe Karl durch Los oder innerhalb der einzelnen Parteien nach Fall eine Ueberschreitung der Amtsbefugnisse des Landrats nicht umgefehen zu haben, doch ein sicherer Siz bietet sich in der Pfalz Maßgabe der erhalten Stimmen vorzunehmen. Wahnsinn ohne anzunehmen sei, wenn er unter den obwaltenden Umständen den für die Nationalliberalen nirgends mehr. So zog er es denn Methode! Tierarzt einen gewissenlosen, notorischen Ehrabschneider nannte. vor, der Pfalz den Nücken zu kehren und sich in seinem bisherigen Es ist sehr merkwürdig, daß das Ober- Verwaltungsgericht so Wahlkreise Kreuznach- Simmern den ihm aber auch die Bündler Eugen Richter und das preußische Wahlrecht. gar nichts von der berühmten Absicht zu beleidigen" zu wissen streitig machen auf den wohlverdienten Durchfall bereit zu Die Freifinnige Zeitung" lehnt es ab, auf unsre Frage ein- fcheint, das bei den Beleidigungsklagen gegen die Presse eine so machen. Gleich den Nationalliberalen ist auch das Centrum noch zugehen, ob Herr Eugen Richter etwa andre Gründe für seinen Ein- bedeutsame Rolle spielt! Einem Landrat ist auch der derbste auf der Kandidatensuche. Aussichten hat das Centrum im Wahlkreise spruch gegen die vom Minister in Aussicht gestellte Aenderung des Ausdruck dienstlich gestattet, während wir keinem socialdemokratischen Germersheim und Pirmasens. In diesem Wahlkreise geVerfahrens bei den Wahlen der Abgeordneten durch die Wahl- Blatt raten möchten, etwa einen Staatsanwalt, der von der Social- denkt es den bekannten Schreier Dr. Heim aufzustellen. männer habe, als die von uns vermuteten und dargelegten. demokratie allerlei wüste Schandthaten wider besseres Wissen be- Nationalliberalen haben ihren bisherigen Vertreter Leinenweber Und aus welchem Grunde? Weil der„ Vorwärts" die Aenderungen hauptet, einen gewissenlosen, noterischen Ehrabschneider zu nennen. wieder aufgestellt. des Wahlreglements nur von dem Standpunkt aus, ob eine solche Aenderung den Socialdemokraten nützlich oder schädlich ist", be= Rekrutenmißhandlungen, die in solcher Weise betrieben wurden, eine Kunde, die uns mehr als Dußende von Leitartikeln beweist, Dieser Tage verbreitete ein nationalliberales Blatt der Pfalz handelt. Ja, ja, der Eigennutz der Socialdemokraten kennt keine daß zwei der Gepeinigten sich durch Desertion aus ihrer Lage daß unsre bisher gut nationalliberale Bourgeoisie anfängt, Grenzen. Wir dürfen wohl feststellen, daß wir mit unsren neulichen zu befreien suchten, bildeten den Gegenstand einer Anklage gegen fromm zu werden. Wie die„ Zweibrüder Zeitung" berichtet, beabDarlegungen den Gedankengang des großen Eugen richtig geschildert 3. bayrischen Cheveaurleger- Regiments in Dieuze vor dem Kriegs- Buhl aus Deidesheim aufzustellen, brei Unteroffiziere und einen Gefreiten der 5. Eskadron des sichtigt das Centrum im Wahlkreise Homburg Kusel Franz haben. Wer ist Franz Buhl? Bezüglich unsrer Kritik der Kreitlingschen Vorschläge meint die gericht zu Landau in der Pfalz. Die Anklage wegen Mißhandlung Franz Buhl ist der Sohn des ehemaligen nationalliberalen richtete fich gegen die Unteroffiziere Freisinnige Zeitung", wir hätten übersehen, daß unsrer Forderung Weigelt, Ulmer, früheren Reichstags- Abgeordneten und Vicepräsidenten des deutschen Germann und den Gefreiten Walter. Weigelt das„ Wahlgeset" entgegenstehe. Als solches kann hier nur die Ver benutzte um den Rekruten Geld Reichstags Armand Buhl. Franz sein Sohn soll strenggläubiger ordnung vom 30. Mai 1849 gemeint sein; aber deren§ 21:„ Die feine Stellung als Vorgesetzter, abzunehmen, da er Wahlen erfolgen abteilungsweise durch Stimmgebung zu Prorecht viel für seine Person brauchte. Katholik sein und deshalb will ihn das Centrum als seinen Mann tokoll 2c." läßt es, wie wir früher zeigten, zu, daß durch der hatte es gut. Vier Nekruten jedoch, die ihm nichts borgen vertreten hat. Wer den Nationalliberalen zum Hohn in dem Wahlkreis präsentieren, von den Untergebenen ihm Geld lich, den sein Vater so lange Jahre als nationalliberaler Abgeordneter Reglement ein Verfahren wie bei den Stadtverordneten- Wahlen vorgeschrieben wird, nur daß drei Listen entsprechend den drei Ab- konnten, weil sie selbst nichts hatten, wurden von ihm int der schlimmsten Weise Das würde einen Riesenspaß absetzen, wenn der fromm gewordene teilungen geführt werden. Wenn die Freis. 3tg." weiter schreibt: drangsaliert, besonders die beiden Soldaten Langknecht und „ Es ist auch nicht richtig, daß eine Stimmabgabe der dritten Sohn wider den Schatten des kulturkämpferischen Vaters ankämpfen Philipp. würde. Sie erhielten bei dem Klasse von 11 bis 2 Uhr das Opfer eines halben Arbeitsgeringsten Anlaß Schläge entweder mit der Faust oder mit der tages erfordert", so verrät sie wieder ihre Unkenntnis der oder gar Fußtritte. Auch der Unteroffizier Germann hatte„ Leipz. Tageblatt": Die Nachricht, daß Rechtsanwalt Dr. Zehme Peitsche, Ueber die vormalige Kronprinzessin von Sachsen meldet das Arbeiterverhältnisse. Arbeiter, die sehr weit von ihrer Wohnung in Arbeit stehen, so daß sie in der Mittagspause nicht nach Haufe, es auf Langknecht abgesehen; er schlug ihn häufig und sich nach Nyon begeben hat, bestätigt sich nicht. Prinzessin Luise das heißt in ihren Urwahlbezirk gelangen können, ein großer Ulmer und Walter hatten sich den Soldaten Philipp als Opfer aus im stande sein werden, ein Gutachten über ihren Geisteszustand abversette ihm Fußtritte. Die beiden andren Angeklagten wird in der Métairie so lange verbleiben, bis die dortigen Aerzte Teil der Omnibus- und Straßenbahn- Angestellten, alle Arbeiter mit englischer Arbeitszeit, alle Schichtarbeiter, deren Schicht ersehen. Ulmer schlug ihn, weil er sich beint lleben von Karabiner zugeben. Das körperliche Befinden der Prinzessin ist zufriedenzwischen 11 und 2 Uhr nicht Tabtritt usw., sind nicht in der Lage, und ins Gesicht und fügte ihm sonst noch schwere Miß- ihren Rechtsanwälten bereits festgesetzt, doch kann vorläufig nur so griffen ungeschickt benahm, mit der Faust gegen die Bruststellend. Ihr zukünftiger Aufenthaltsort ist im Einverständnis mit zwischen 11 und 2 Uhr auch nur auf eine Minute im Wahllokal zu handlungen zu. erscheinen, ohne einen halben Arbeitstag zu opfern. Weiß das die und ohrfeigte ihn aus den geringfügigsten Anlässen. Destreich- Ungarns liegt. Walter versetzte dem Philipp Peitschenhiebe viel gesagt werden, daß derselbe nicht innerhalb Deutschlands und Redaktion der Freifinnigen Zeitung", weiß das Herr Kreitling nicht Langknecht und Philipp konnten schließlich die Mißhandlungen nicht - oder wollen sie es nicht wissen? " und mehr ertragen und wurden fahnenflüchtig. Sie wurden jedoch ergriffen und vom Kriegsgericht zu je einem Jahr sechs Monaten Mit Gott für König und Vaterland! Ein Bild vom Gefängnis verurteilt. Die rohen Rekrutenschinder kamen mit Veteranen- Elend giebt folgendes Inserat im Westhavel- ungleich milderen Strafen davon: Weigelt erhielt 42 Tage, Ilmer ländischen Kreisblatt": 35 Tage, Germann 12 Tage und Walter 24 Tage Mittelarrest. Eine öffentliche Bitte! Ein 68jähriger Beteran, der die Feldzüge 1864, 1866 und 1870/71 im Infanterie- Aus Hessen, 17. Februar. Laudtag. Die dreitägige GeneralRegiment Nr. 24 mitgemacht hat, der Arbeiter Ferdinand debatte zum Budget wurde heute zu Ende geführt. Abg. Ulrich Heinsdorff, Mitglied des Landwehrvereins zu Rathenow, wies dabei auf die Notwendigkeit hin, die Staatseinnahmen durch ist durch eine schwere Krankheit in größte Not geraten. Verschärfung der progressiven Einkommensteuer und progressive GeHeinsdorff ist seit Oftober 1900 ununterbrochen frank und arbeits- staltung der Vermögenssteuer zu erhöhen. Das sei nicht nur die unfähig. Im Januar 1901 mußte er sich in Berlin einer schweren einzig gerechte, sondern auch die einzig zuverlässige Art der Darmoperation unterziehen, die so unglücklich verlief, daß die Bilanzierung unsrer Finanzen. Die jetzige Einrichtung, daß 3 Millionen Erkremente noch heute auf fünstlichem Wege durch eine Deffnung gleich 20 Proz. der Steuereinnahmen auf dem indirekten Wege( Stempel) in der rechten Bauchgegend abgeführt werden müssen. Seiner und eine Million durch die Lotterie aufgebracht werden, müsse aus fleißigen Frau amd halbertvachsenen ist der Welt geschafft werden. Die antisemitischen Bauernbündler, durch die beständige Hilfeleistung, deren der Kranke bedarf, die sich neuerdings mit einigen agrarischen Nationalliberalen zu einer jede Gelegenheit zum Nebenverdienst genommen, so daß die Hessischen Volkspartei" zusammengethan haben, eröffneten ihre diesFamilie vollständig auf die Almosen wohlthätiger Menschen an- jährige Thätigkeit mit einem Vorstoß gegen die übertriebene Social: gewiesen ist. Die bisher von Freunden, Verwandten und Kameraden politik", die, wie der Abg. Brauer meinte, mur dem Sinulantentum geleisteten Unterstützungen reichen bei der immer größer werdenden Vorschub leiste. Die Antwort gab ihm der Abg. David, der den Not längst nicht mehr aus. Und dieser Veteran, der in drei Bauernvertretern" nachwies, daß sie in Wahrheit nur die Interessen Kriegen fürs Vaterland gekämpft hat, bezieht jest in seinem der größeren Bauern, also eines kleinen Teils der bäuerlichen Be68. Lebensjahre eine wöchentliche Invalidenpension von nur völkerung im Auge hätten. Die große Masse der hessischen Bauern 2,63 Mart! Wir bitten daher alle mildthätigen Menschen, beschäftige keine fremden Arbeitskräfte. Aber für diese und diesen Unglücklichen zu unterstützen, damit cr am Abend die noch kleineren Leute auf dem Lande hätten die Verseines Lebens wenigstens vor der äußersten Not bewahrt bleibt. treter der„ Manschettenbauern" nichts übrig. Die Entgegnung Beiträge nimmt Herr Pastor Frizz Löwe zu Rathenow, den Kindern " Ausland. Stadt und Land. Zürich, 16. Februar.( Eig. Ber.) Die fortgesetzten Beratungen des Züricher Kantons rats über die administrative Reorganisation der Stadt Zürich standen unter der geflissentlich genährten Furcht der socialdemokratischen Herrschaft über dieselbe. Zu allen reaktionären Streichen gegen die Stadt Zürich sind die reaktionären Landvertreter zu haben, die dies Beherrschte in felbe am liebsten völlig bevormunden möchten. früheren Zeiten die Stadt das Land, so beherrscht heute umgekehrt das Land die Stadt. Die herrschsüchtigen Landvertreter möchten, um dabei ihren Willen aufottropieren zu können, die ganze Stadtverwaltung gefeßlich regeln, um so der Stadt jede Selbständigkeit zu nehmen, die doch das kleinste Dorf besitzt und das sich dieselbe nicht nehmen lassen würde. Freilich konnte den reaktionären Bauernpolitikern der Kamm derart nur deshalb so schwellen, weil reaktionäre Stadtherren aus Furcht vor der Socialdemokratie das Land gegen die Stadt rebellieren. Die Gevinnung der getverblich- industriellen Arbeiter auf dem Lande und somit möglich auch der ausgebeuteten Proletarier in der Landwirtschaft würde der Socialdemokratie ermöglichen, die verbündete Stadtund Landreaktion erfolgreich zu bekämpfen. Im einzelnen sei erwähnt, daß das obligatorische und fakultative Referendum beibehalten wird und daneben jeder einzelne Stimmberechtigte das Recht hat, dem Großen Stadtrat eine Motion einzureichen, die zur Volts- Abitimmung gebracht werden muß, wenn sie 2000 Unterschriften, in unsres Genossen brachte die Herren so in Harnisch, daß sie ihre bezw. 20 Mitglieder der genannten Behörde sie verlangen. Eine bürgerlichen Angelegenheiten 600 Unterschriften, trägt, oder 30 beiden Hauptrebner, die Abgg. Korell und Hirschel, mit zwei großen Neuerung bedeutet die Zulassung der Proportionals Reden vorschickten. Alles in der Absicht, die Regierung scharf zu machen gegen die von Posadowsky angekündigte Fortführung der Wahl des Großen Stadtrats und seiner Kom= Socialreform". Damit bestätigten sie nachdrücklichst, daß sie sich in missionen, über deren Einführung die städtische Volksabstim= ihrer ganzen politischen Stellungnahme in erster Linie als Arbeit- mung zu entscheiden hat. Die Einführung eines bestimmten Systems geber fühlten. Die Abgg. David und Ulrich konstatierten das der Proportionalwahl bedarf aber der Genehmigung des zum Schluß der Debatte und begrüßten diese Demastierung im Recht dieses Genehmigungsrecht des Kantonsrats ein Verhinderungsalso Bevormundung. Greulich nannte mit Das Bekenntnis eines Oberzöllners. Der badische Centrums Interesse der Aufklärung der Landbevölkerung bei den kommenden recht und warnte die Reaktionäre ernstlich davor, die socialdemoAbgeordnete Hug( I. Wahlkreis, Konstanz) wies kürzlich im Reichswahlen. tag darauf hin, daß in der Schiveiz die Nahrungsmittel wesentlich fratische Partei zur Obstruktion zu zwingen. Die Warnung blieb billiger sind als bei uns, z. B. ein Kilo Brot um 6-7 Pf. ,,, weil erfolglos; abgelehnt wurden ferner die Anträge unsres Genossen in der Schweiz teine Getreidezölle eingeführt Dr. Studer, betreffend Immunität für die Reden im find".„ Es ist klar sagte Abg. Hug, daß wenn bei uns die Für Jena stellen die Nationalsocialen und Bodenreformer Herrn Großen Stadtrat( mit 131 gegen 51 Stimmen) und betr. die Wählbarkeit der Frauen in die Armenpflege, Getreidezölle erhöht werden, der Preisunterschied ein Damaschke als Kandidaten auf. noch größerer wird." Der Abg. Hug trägt dabei den Wunsch sowie der Antrag Pflüger, daß nur vom Volke gewählte Beamte beder badischen Bäcker vor, welche die Zollfreiheit der Broteinführung von Für den 1. fächsischen Wahlkreis( Bittau- Dstriz) ist Dr. So II- rechtigt seien, Bußen zu verhängen. der Schweiz nach Deutschland von 3 kilo auf 1 stilo her abgesetzt haben stein in Görlitz als Kandidat der Freisinnigen Volkspartei aufwollen. Herr Hug erkennt aber auch die Ansicht der Konstanzer gestellt worden. Selbst Mitglieder der Freisinnigen Volkspartei Handelskammer für begründet an, welche die bisherige Zoll- halten diese Kandidatur für einen gänzlich verfehlten Versuch, im befreiung ungeschmälert lassen will. Aber nicht deshalb, um 1. sächsischen Kreise nochmals die völlig zersplitterten freisinnigen damit den Arbeitern das ohnehin traurige Los etwas zu verbessern, Kräfte zusammenzuführen. sondern aus der Furcht eines profitlichen Finanziers, die Arbeiter möchten sonst in der Schweiz wohnen, dort die in DeutschKirchplatz 11, entgegen. Dr. Böhrig. Dr. Dum strey. Pastor 2ötve. Das Reich hat für wichtigere Dinge Geld nötig, für Venezuela und China, für Panzerflotten und Burgenbauten wo soll es da der armen Veteranen gedenken. Laßt sie betteln gehen, wenn sie hungrig sind! Wahlvorbereitungen. * Yand verdienten Löhne verzehren und mit einem Hohn gegen die Bund der Landwirte beschlossen, an den jezigen Vertreter, den freiIm Reichstags- Wahlkreise Sangerhausen- Eckartsberga hat der Erfinder des deutschen Brotwuchers ihre Steuern an die Schweizer konservativen Abgeordneten Scherre die schriftliche Bitte zu richten, Republik entrichten. Daher die Anwandlung centrumsgnädiger für den Fall seiner Wahl im Reichstage der Fraktion der ReichsArbeiterfreundlichkeit. partei nicht wieder beizutreten. zu Gronau ein. eine Auskunft * Kantonsrats Eine erfreuliche Niederlage bereitete der bäuerlichen Realtion und Beutelust unsre Fraktion im Kantonsrat durch einen geschickten Schachzug. Die schweizerischen Bauern sind in Bezug auf die Plünderung der öffentlichen Stassen vollständig auf der Höhe der deutschen Agrarier. Wurde da im vorigen Jahre im Kanton Zürich ein gemeinnnüßiger Hilfsfonds" zur Linderung von Notständen forderte ein bäuerlicher Vertreter daraus unterstüßung seiner großer Volkskreise oder ganzer Landesgegenden infolge Elementarschäden, Epidemien und induſtriciler Strifen gegründet und nun wähler, welche durch Hagelschlag gelitten. bezügliche Versicherung und die Staatskasse des Nun besteht aber eine Kantons Zürich bezahlt jedem Bauern, ob reich oder arm, die Gewiffenloser notorischer Ehrabschneider amtlich keine BePolicegebühr wie 25 Proz. der Versicherungsprämie, auch eventuelle Ultramontane Wahlvorbereitungen in Bayern. leidigung. In der hannoverschen Gemeinde Gronau lebt ein TierNachzahlungen, welche Ausgaben Jahr für Jahr über 60 000 Fr. arzt Meyenberg, ein Bürgervorsteher( Stadtverordneter), der schon München, 16. Februar.( Eig. Ver.) Das bayrische Centrum betragen. Wenn irgendwelche nachlässige Bauern diese günstige Ver= öfter hat von sich reden machen. Dieser Herr beschuldigte durch beginnt den Wahlfeldzug, indem es eine fürchterliche Musterung unter sicherungsgelegenheit nicht benutzen, so haben sie im Schadensfalle Strafanzeige den Vorsteher des Bürgervorsteher Kollegiums in den bisherigen Mandatsinhabern abhält. Das offiziöse Centrums gewiß kein Recht auf Unterſtüßung. Von socialdemokratischer Seite Gronau, Herrn Gesemann, er habe städtisches Land gestohlen bezw. Drgan erklärt heute, die Zeit der Gnadenkandidaturen sei wurde nun beantragt, aus dem genannten Fonds Beiträge an die unterschlagen. Die Staatsanwaltschaft holte beim Landrat v. Rehden nun vorbei, wo„ Hochdero X. X. oder Hochgeboren N. N. geruht hat, in Städte Zürich und Winterthur zur Unterstübung ihrer beschäftigungsDer Landrat stellte zu- dero hochgeborene Hände ein Mandat von der Misera plebs contribuens losen Arbeiter zu leisten. Das war ein böser Strich durch die Beutegleich gegen Meyenberg Strafantrag wegen wiffentlich huldvollit entgegenzunehmen, um sich dann niemals mehr bei den Wählern zugs- Rechnung, der agrarische Regierungsrat Nägeli bekämpfte beide falscher Bezichtigung des Herrn Gesemann, indem schen zu lassen." Es sei nicht mehr wie vor 30 Jahren und ein Anträge und so wurden sie mit 146 gegen 69 Stimmen abgelehnt. er ausführte, Meyenberg sei ein gewissenloser notorischer heißer Kampf stehe bevor. Deshalb müsse man von den Kandidaten Sollen die Arbeitslosen nichts haben, dann brauchen auch die Bauern Ehrabschneider, der schon 8 bis 9 mal wegen Beleidigung vorbestraft verlangen, daß sie sich verpflichten, während des Wahlkampfes alle- nichts. fei und wahrscheinlich noch öfter bestraft worden wäre, wenn sich zeit am Playze zu sein und möglichst viel Versammlungen zu halten Bedauerlich ist diese Gestaltung des Verhältnisses der Arbeiter nicht die von ihm verletzten Personen vielfach vor ihm fürchteten. imd als gewählte Abgeordnete jährlich vier- bis sechsmal ihren zu den Bauern aber doch, denn die Klein- und Schuldenbauern hätten Meyenberg verklagte darauf den Landrat wegen Beleidigung, Wählern Rechenschaft abzulegen. alles Interesse daran, mit der Arbeiterschaft Arm in Arm gegen das das Verfahren gegen Herrn von Nehden wurde aber vom Schöffen- Diesen Grundsätzen entsprechend hat man auch bereits gehandelt. beide Teile ausbeutende Kapital zu Felde zu ziehen. gericht vorläufig eingestellt, nachdem die Regierung zu Hildesheim In Regensburg wurde dem Abg. v. Lama bedeutet, daß er nicht zu Gunsten des Landrats den Seonflikt erhoben hatte. Die wieder kandidieren dürfe; ja, man hat sogar von ihm verlangt, Regierung machte geltend, das Strafverfahren gegen Herrn daß er auch sein noch nicht abgelaufenes Landtagsmandat niederlege, Die„ Morning Post" meldet aus Tanger vom 17. Februar: v. Rehden sei unzulässig, weil er aus amtlichem Anlaß wogegen er sich aber noch entschieden sträubt. Auch Graf Freysing, gehandelt habe, als er der Staatsanwaltschaft jene Auskunft gab. Hierbei auf den die obige Kundgebung in allen Teilen vorzüglich paßt, hat Das langsame Vorgehen der Regierung von Marokko bei Unterdrückung des Aufstandes führt der Sache des Prähabe er seine Amtsbefugnisse nicht überschritten. Im übrigen wäre erklärt, daß er nicht wieder kandidieren wolle. Meyenberg wegen wissentlich falscher Anschuldigung des Bürger- Da die Ultramontanen wiederholt erklärt haben, daß weder die tendenten neue Kräfte zu. Der Abgesandte des Sultans vorstehers Gesemann zu einer Geldstrafe von 500 m. verurteilt Liberalen, noch der Bauernbund für sie eine ernstliche Gefahr mehr Mulch Arafa ist an der Rifftüste gelandet, kann aber wegen des bedeuten, so muß es wohl die Socialdemokratie sein, die den Herr- Widerstandes der Riffstämme nicht in das Innere des Landes vorschaften die Hölle heiß macht und sie zu so ganz ungewöhnlichen Anstrengungen zwingt. worden. Meyenberg betonte in seiner Erividerung auf den Konflikt, daß der Landrat auf keinen Fall solche Ausdrücke hätte brauchen dürfen, selbst wenn er aus amtlichem Anlaß gehandelt habe. Der gutachtlich gehörte Erste Staatsanwalt erklärte den Konflikt für nichtbegründet, Die Nationalllberalen in der Pfalz, so wird uns von dort geSer Landrat wäre nicht im Rahmen seiner Amtsbefugnisse geblieben. schrieben, verleben zur Zeit qualvolle Stunden. Die Landbündler Dagegen erklärte der Oberstaatsanwalt in Celle den Konflikt für haben, chne sie um ihren Rat zu fragen, im ersten, fünsten und sechsten begründet. Wahlkreise ihre eignen Kandidaten aufgestellt und nun müssen die cheZit der Verhandlung vor dem Ober- Verwaltungsgericht hatte maligen Herren der Pfalz zusehen, wie ihnen die Felle davon schwimmen. der Minister des Innern in der Person des Regierungsrats Joswig Aussicht auf direkten Erfolg haben sie in gar keinem Wahlkreise und rücken. Marokko. Frankreich. Für Armenien und Macedonien. Am vergangenen Sonntag fand im Theater Château d'Eau zu Paris eine von 4000 Personen besuchte Versammlung statt, die sich mit der macedonischen und armenischen Frage beschäftigte. Neben Rednern andrer Parteien nahmen auch Pressence und Jaurès das Wort. Eine Resolution, in welcher entschieden gegen die neuesten Gewaltthätigkeiten der Türken in Macedonien protestiert und von der franzöfifchen Regierung ver Tangt wird, daß sie für Durchführung des Berliner Vertrages Sorge trägt, fand einstimmige Annahme. England. Die Aristokratie im Heer. Abends um 6 Uhr war Da der Verbrauch an Roheisen pro Kopf mur 75,6 kg, die Pro- I senden solle. Herr Kapitän Kloch suchte sofort alle Arbeitsnachweise duktion aber 150 kg betragen hat, ergiebt sich, daß beinahe die auf und trommelte 300 Arbeitslose zusammen. Auf seine Frage, wo man Marseille, 18. Februar. Gestern abend kam es zwischen Mit- Hälfte der ganzen Erzeugung ins Ausland abgestoßen worden ist. die genauen Vereinbarungen treffen könne, schlug einer der Arbeitsgliedern des internationalen Dockerverbandes und Die Alfenschen Portland- Cementfabriken, deren Aktien kürzlich an begab er sich auf die Polizei, ersuchte um die Genehmigung, zwei losen das Gewerkschaftshaus vor, worauf der Kapitän einging. Nun Mitgliedern des nationalen Hafenarbeiter- Verbandes der Berliner und Hamburger Börse an einem Tage um ca. 12 Proz. Stunden später eine Versammlung abhalten zu zu einem blutigen Streit, wobei Revolverschüsse gewechselt in die Höhe schnellten, veröffentlichen ihren Geschäftsbericht für das können und erhielt diese auch. wurden. Da die Polizei außer Stande war, die Ruhe wieder her- Jahr 1902. Es ergiebt sich daraus, daß der Absatz sich beträchtlich der Saal des Gewerkschaftshauses von über 300 Arbeitslosen zustellen, wurden Truppen requiriert. Mehrere Personen wurden erweitert hat. Es gelang nicht nur, die Produktion des Jahres von Leuten in der größten Notlage- besucht. Die polizeiliche Ueberverwundet. Man befürchtet weitere Zwischenfälle. 1032 000 Faß zu verkaufen, sondern noch von dem 190 000 Faß wachung war ebenfalls anwesend. Kapitän v. Kloch erklärte, er betragenden Lager 132 000 Faß abzuliefern, so daß die Gesamt wolle seinen lieben Schlesiern" Arbeit bringen. Er versprach jedem ablieferung 1164 000 Faß( 1901 1036 000 Faß) beträgt und etwa Engagierten freie Hin- und Rückreise. Schutz vor den Streifenden; 56 000 Faß Vorrat am Schlusse des Jahres am Lager verblieben. außer Soft und Logis täglich 4,50 M. Lohn, konnte dagegen nichts London, 16. Februar.( Eig. Ber.) Da die geradezu idioten Diesem Umstande ist es auch zu verdanken, daß die Abrechnung ein über die Dauer der Arbeit sagen. Nach ihm bat der schnell herbeihaften Vorkommnisse im Garde- Regiment bald im Barla- recht günstiges Bild zeigt und ein Brutto- Ueberschuß von mente zur Sprache kommen werden, so mögen sie hier furz erwähnt 1 739 607,28 M. erzielt wurde. Für den ziemlich plößlich ein Genosse 3 immer, ums Wort und stellte den versammelten Arbeitsgerufene Verbandssekretär der Handels- und Transportarbeiter, werden. Das Offizierkorps der Garden besteht ausschließlich aus tretenden Bedarf konnten bessere Preise erzielt werden, ebenso losen vor, zu welcher schimpflichen Rolle sie gebraucht werden sollen. aristokratischen Söhnen, die in ihrer Verkommenheit feine brachte der Verkauf vom Lager guten Gewinn auf den Buchpreis. Das Gleiche thaten unter größter Bestürzung des Agenten noch andre begabten und gebildeten Kollegen dulden. Wirft Das Gewinn- und Verlustconto ergiebt nach den gewöhnlichen Ab- Redner. Da der Herr v. Kloch auch vergeblich auf weitere Infor das Schicksal einen solchen in ihre Mitte, so wird er ſchreibungen im Betrage von 251 745 W.( 1901 243 530 20.) auf mationen gewartet hatte, die ihm telegraphisch zugehen sollten, konnte durch die frivolsten Chikanen wieder hinausgeefelt. Diese Filiale gehoe, 92 463 M.( 97 747 M.) auf Filiale Uetersen, ein Vertrag mit den Arbeitslosen nicht zu stande kommen. Die zit Chikanen nennt man ragging": die Zerstörung des persön- 37 552 M.( 38 379 M.) Fewersche Fabrik, 23 500 M.( 24 246 M.) auf Streifbrecherdiensten Gewillten wurden auf den folgenden Tag in lichen Eigentums und die Boykottierung des Offiziers. Noch Fahrzeuge und Grundbesitz, Hamburg und Lübeck, zuſammen den städtischen Arbeitsnachweis bestellt, doch dürften nicht viele auf mehr, es herrscht dort eine Art von Körperzüchtigung, die 405 260 M.( 403 903 M.) und einer Extra- Abschreibung von die Versprechungen eingegangen sein. nur noch in den rückständigsten Volksschulen Preußens vorkommen 69 999 M. auf unsre Beteiligung bei dem Syndikat untermag. Wie Admiral Cochrane letzten Dienstag in den Times" er- elbischer Portland- Cement- Fabriken einen Brutto Ueberschuß zählte, werden junge Offiziere wegen ganz unbedeutender, bon 1739 607 2.( 1 396 924 M.) erkl. des vorjährigen UeberKlavierarbeiter Streik. In der Pianofortefabrik von Gebrüder etiquette widriger Vergehen auf den natten Hintern trages von 45 041 M.( 43 187 M.). Der Vorstand schlägt vor, den Zimmermann A.-G. in Mölkau bei Leipzig sind die Arbeiter in den geprügelt! Der Artikel des Admirals erregte selbstredend Ueberschuß wie folgt zu verteilen: 13 847 W.(-) zum gefeßmäßigen Ausstand getreten wegen fortgesetzter Herabsetzung der Accordlöhne. außerordentliches Aufsehen. Der Inhaber des Regiments, Oberst Reservefonds zur Abrundung auf 1200000 W., 75000 M.( 50000 m.) Die Ausständigen fordern Wiederherstellung der Accordpreise, welche Rinloch, wurde bereits pensioniert. dem Extra- Refervefonds, 25 000 M.( 25 000 M.) dem Beamten- bor dem 1. Oktober v. J. bestanden. Die Zahl der Streifenden beSchweden. Pensionsfonds, 50 000(-) dem Baufonds für Arbeiter- Wohnhäuser, trägt 178. 7 Jntonierer und Bezieher sowie 23 Hilfsarbeiter haben 10 000 M.( 10 000 M.) Gratifitationen an Beamte und 15 Proz. sich dem Streit nicht angeſchloſſen. Maßregeln gegen den deutschen Zolltarif. Auf Anregung aus( 15 Proz.) Dividende zu verteilen. 235 937 M. sollen in Berüd- Die wegen des Offenbacher Schriftgießerstreiks gekündigten beiden Kammern befaßte sich der Steuerausschuß des schwedischen fichtigung schwebender Differenzen und möglicher Ausfälle, die auch Schriftgießer in Frankfurt a. M. haben die Herausforderung der Reichstages mit dem deutschen Zolltarif und den Gefahren, die noch bei dem Syndikat unterelbischer Portland- Cementfabriken ent- Unternehmer mit Entrüstung aufgenommen. In einer Versammdaraus für das Erwerbsleben in Schweden erwachsen, und beantragte stehen können, vorgetragen werden. Sollte diese Reserve sich als lung, die sich mit dieser Angelegenheit beschäftigte, war eine starke dann in den Kammern, die Regierung aufzufordern, Untersuchungen unnötig erweisen, jo kommt dieselbe dann den Aktionären wieder Minderheit dafür, daß man die Kündigung mit sofortiger Arbeitszu veranstalten und womöglich noch in der gegenwärtigen zu gut. Die Abschreibungen sind wieder in alter Weise vor niederlegung beantworten solle. Schließlich einigte man sich dahin, Session dem Reichstage Vorschläge darüber zu machen, we I che daß vorläufig eine abwartende Haltung eingenommen und der Maßregel ergriffen werden sollen, 11 m die Der Tod des Bankiers Fr. Burghalter in Potsdam ist, nach Sündigung passiver Widerstand entgegengesetzt werden solle. Das Schäden zu mildern, die verschiedenen Zweigen zurückzuführen, und zwar soll sich der Genannte erhängt haben. schäftsleitung für die Dauer der Verhandlungen, welche die Vereinem heute an der Börse verbreiteten Gerücht, auf Selbstmord Personal der Firma Flinsch hat nach Verständigung mit der Gedes Erwerbslebens in Schweden aus den neulich Als Grund wurden zerrüttete Vermögensverhältnisse angegeben. trauensmänner mit den Firmenvertretern führen, die Arbeit einbeschlossenen deutschen 3ollsägen erwachsen. Zu Burghalter hat früher einen großen Aufwand getrieben und gestellt. diesem Antrag lagen zwei Motivierungen vor, eine schutzzöllnerisch bedeutende Summen für den Wassersport aufgewendet. gefärbte von der Mehrheit des Steuerausschusses und eine freihändlerische von der Minderheit empfohlene. Die der Mehrheit wurde in der Ersten Kammer angenommen. In der Zweiten Kammer fiegte nach längerer Debatte die Motivierung der Minderheit, nach welcher der deutsche Zolltarif nicht durch schwedische Zölle bekämpft werden soll, mit 104 gegen 85 Stimmen. Es wird jetzt Sache des Steuerausschusses sein, einen Ausgleich zwischen den beiden Motivierungen herbeizuführen. genommen. Gewerkschaftliches. Warnung vor Kanada! Metallarbeiter, als Dreher, Hobler, Stoßer, Schlosser, Monteure 2c., sich für Die Töpfer in Breslau haben beschlossen, den bestehenden Tarif vom 1. April ab auf ein weiteres Jahr zu verlängern, da eine Lohnausbesserung, so wünschenswert sie auch ist, unter den jezigen Verhältnissen nicht erlangt werden kann. Husland. Die Arbeiter in den Schwefelgruben von Albani haben die Arbeit niedergelegt. Es war ihnen angekündigt worden, daß ihre Löhne, die jetzt 2,20, 2,30, höchstens 2,50 Fr. pro Tag betragen, auf 1,92 Fr. herabgesezt werden müßten. Von dieser Summe gehen noch 40 Pf. für Del, Pulver usw. ab. Für 1,50 Fr. also sollen die Arbeiter ca. 300 Meter unter Tage, etwa 150 Meter unter dem Meeresspiegel, arbeiten. Man hat der Direktion Gendarmen und Militär zur Verfügung gestellt. werden nachdrücklichst davor gewarnt, sich zur Auswanderung nach Kanada verleiten zu lassen. Namentlich Arbeiter dieser Brauche in Düsseldorf und Umgegend mögen sich mögen sich hüten, Rußland. die Canadian Locomotiv Company Limited, Russische Briefschnüffelei in Finnland. Der Befehl des General- Kingston, Kanada, aniverben zu lassen, für зи die gouverneurs über amtliche Brieföffnungen ist nun, nachdem die ein Ingenieur Baumgärtner in Düsseldorf, HansaRegierung in dem neuen Generalpostdirektor ein gefügiges Werkzeug Haus, Leute fuchen soll. Deutsche Arbeiter dieser Branchen, dafür gefunden hat, den finländischen Bostanstalten zugestellt worden. die sich hatten dorthin locken lassen, sahen sich vor die Thatsache ge- damer Bäckermeister haben die Forderungen der Gesellen abgelehnt, Die Lohnbewegung der Bäder in Amsterdam. Die Amster In dem Cirkular heißt es unter anderm:" Im Hinblick darauf, daß stellt, daß sie als Streitbrecher verwandt werden sollten, außerdem sich aber bereit erklärt, den Lohntarif von 1900, wonach die Wochenübelgesinnte Personen sich der Post bedienen zur Versendung periodischer erklärte die Compagnie die Kontrakte, die mit dem Ingenieur löhne 13, 14 und 15 Gulden bei 78 Stunden Arbeit betragen, von Schriften und andrer Drucksachen regierungsfeindlichen Inhalts, hat Am Sonnabend und Sonntag wurden in der Minister des Innern es für nötig erachtet, dem Bersonal der Post Baumgärtner abgeschlossen waren, für ungültig und wollte den neuem anzuerkennen. in Finnland zu befehlen, daß die Bostanstalten, soweit sie von den beliebige Bedingungen Bedingungen diktieren. Weil sie sich zwei Bäckerversammlungen 590 Stimmen für Arbeitsniederlegung, betreffenden Behörden davon unterrichtet werden oder auf anderm dies nicht gefallen lassen wollten, liegen sie nun mittellos auf der 126 dagegen abgegeben, außerdem 27 weiße Zettel. Der Vorsitzende Wege Verdacht entsteht, daß in den Korrespondenzen Briefen, Straße. erklärte, daß er auf Grund dieser Abstimmung den Streit nicht Paketen oder Kreuzbandsendungen sich gedruckte oder auf andre Etwaige weitere Auskünfte werden erteilt von Wm. Boland, befchloffen habe, nur dann die Verantwortung zu übernehmen, wenn proklamieren könne, da die Föderation der Bäckerorganisationen Weise reproduzierte Schriftsticke regierungsfeindlichen Inhalts, oder Room 36, 18 Victoria St. 300 Falbey Avenue. Toronto Ontario, fich 3ivischen 700 und 800 Mitglieder für den Streik erklärten. Die solche, die von der Censur nicht genehmigt find, befinden, in Gegen- Canada. An diese Adresse mit lateinischen Buchstaben geschrieben Bersammlung beauftragte dann die Vorstände der föderierten Orwart des Empfängers öffnen und die verbotenen Schriften dem wolle man sich bei etwaigen Engagements nach Kanada auf alle Fälle ganisationen, zu erwägen, ob es zweckmäßig ist, mit den Meistern Gouverneur des Ortes zwecks weiterer Maßnahmen übersenden." Hus Induftrie und Handel. = Kohlenmarktes. Sur Lage des rheinisch- westfälischen Im Gegensatz zum Eisenmarkt, der infolge der Nachfrage von verschiedenen Auslandsmärkten sich in den letzten Wochen noch reger Arbeitern wenden. Die rheinische Parteipresse und die Fachpresse wird besonders auf diese Angelegenheit aufmerksam gemacht. Verhandlungen anzuknüpfen. Letzte Nachrichten und Depefchen. Das italienische Militärbudget. Berlin und Umgegend. Rom, 18. Februar. Die Kammer nimmt die Besprechung des Zum Bäckerstreit bei Goldacker. Wie sehr Herr Goldacker die Antrages Mirabelli betreffend die militärischen Ausgaben wieder auf. gestaltet hat, beginnt der Ruhrfohlenmarkt mehr und mehr abzu- Organisation haßt und wie blindwütig er gegen jeden verfährt, der Minister Morin stellt einige Behauptungen Mirabellis über die flauen. Auch die„ Deutsche Bergiverks- Zeitung" meint in ihrer seine Maßnahmen mißbilligt, wird durch folgendes bewiesen: Am Marine richtig und erinnert daran, daß England, Frankreich, Goldackerschen Betriebe beschäftigte Rußland, Deutschland, Destreich- Ungarn, Uebersicht über die Marktlage: Wenn auch in der ersten Hälfte Sonntag fagte der im Goldackerschen Betriebe beschäftigte Rußland, die Vereinigten im Intereffe ihrer Ehre hier dieses Monats die durchschnittlichen arbeitstäglichen Verschichungen Stallmann, daß die Arbeiter Staaten und Japan ihr Marine Budget fast verdoppelt der Ruhrzechen an Stohlen, Coats und Briketts noch etwas höher gar nicht anders konnten, als so zu handeln, wie sie es hätten, während Italien es um 11 Millionen herabgesetzt habe. waren, wie in der gleichen Zeit des Vormonats, so kann doch nicht gethan. Herr Goldacker erfuhr dies und entließ den Stallmann auf Stalien habe im Hinblick auf seine geographische Lage, auf der Stelle. bestritten werden, daß seit Ende vorigen Monats der Geschäftsgang Mittlerweile bemüht sich der Unternehmer, dem die Auswanderung und auf die Interessen, die es schüßen müsse, eine auf dem Kohlenmarkt wieder entschieden ein ruhigerer geworden ist. Publikum gegenüber den Menschenfreudlichen zu spielen. So hat er, starke Flotte nötig. Was Ciccottis Hinweis auf Lissa betreffe, so Die feste Grundstimmung hat sich zwar nicht geändert und der Ab- dem bisher jede Schonung seiner Angestellten völlig fremd war, antwortete er, die Marine habe einen Unglückstag gehabt durch den ruf ist auch weiter im großen und ganzen durchaus befriedigend ge- Platate anfertigen lassen, auf denen für die Verkäuferinnen eine blieben, die Anforderungen erfolgen jetzt aber nicht mehr so stürmisch, Beschäftigungszeit von 61% Uhr morgens bis 8 Uhr abends fest- Fehler eines einzigen. Aber seit 36 Jahren strebe sie darnach, arwie noch vor einigen Wochen. In den verflossenen Monaten hat sich geſetzt ist. Nun, toir sind der Ansicht, daß der Geschäftsrückgang beite fie daran und bereite sich vor auf den Tag, wo sie gezeigt, daß die Leistungsfähigkeit der Syndikatszechen der Nach dem Herrn jezt schon gestattet, die Arbeitszeit zu verkürzen. An Probe ihres Könnens ablegen könne.( Lebhafter Beifall. Unterfrage mehr wie gewachsen ist und Kohlen hinreichend vorhanden sind, der Berliner Arbeiterschaft aber liegt es, eine noch fürzere Be- brechungen auf der äußersten Linken. Nach weiteren Ausführungen so daß den Ansprüchen der Verbraucher in fast allen Sorten schnell schäftigungszeit und weniger aufreibende Thätigkeit für das Laden- des Abg. Ciccotti erklärt der Präsident, die italienische Marine habe sich stets der vollen Liebe und des ganzen Vertrauens des Parlaments Der Vorstand des Bäcker- Verbandes. genug entsprochen werden kann. Händler und Werte begnügen sich personal herbeizuführen. und des Vaterlandes erfreut.( Lebhafter Beifall.) Die Sigung daher mit kleinen Lagervorräten und beeilen sich durchgängig mit wird sodann geschlossen. ihren Kohlenbezügen durchaus nicht. Es muß füglich bezweifelt werden, ob dieses Verhalten richtig ist, denn unvorhergesehene Fälle, die einen stärkeren Kohlenverbrauch zur unmittelbaren Folge haben, fönnen jederzeit eintreten. Die Verladungen über die Rheinhäfen find trotz des ungünstigen Wasserstandes noch ziemlich beträchtlich gebliben, da die Verschiffungen nach Holland und Belgien noch recht beträchtlich sind. Nach dem Oberrhein wird dagegen zur Zeit verhältnismäßig wenig verladen, oberhalb Mannheim ruht die Schifffahrt fogar fast ganz. Daß es unter solchen Umständen nicht möglich gewesen ist, die aus dem verflossenen Monat auf einigen Zechen verbliebenen Bestände an Kohlen zur Verladung zu bringen, ja daß diese Bestände sich stelleniveise noch vergrößert haben, bedarf keiner besonderen Erwähnung, zumal wenn berücksichtigt wird, daß infolge des andauernd überaus milden Wetters auch der Bedarf an Haus brandkohlen mehr und mehr zurückgegangen ist. Der Eisenverbrauch des deutschen Zollgebietes belief sich, auf Roheisen reduziert, nach Berechnung der Fachzeitschrift„ Stahl und Eisen" im letzten Jahr pro Kopf der Bevölkerung auf nur 75,6 kg gegen 89,2 kg im Jahre 1901 und 131,7 kg in 1900. Für die Zeit feit 1890 ergiebt sich danach folgende Entwicklung des Verbrauchs und der Erzeugung: Eisenverbrauch für den Kopf der Bevölkerung einheim. NoheisenVerbrauch Erzeugung kg kg t 1890 3 920 951 81,7 97,1 1891 3 448 700 69,7 93,8 1892 3 712 795 74,3 98,8 1893 3 659 070 72,5 98,7 1894 3 720 515 73,9 105,5 1895 3 741 349 71,9 105,1 1896 4 728 230 90,1 121,4 1897 5 535 382 104,1 129,8 1898 5 658 949 105,8 136,6 1899 6 935 145 128,4 150,8 1900 7 377 389 1901 5 083 313 1902 4237 580 181,7 89,2 75,6 152,1 140,7 150 Die Graveure und Stempelschneider in den Schriftgießereien befinden sich bekanntlich im Ausstande. Nachstehendes Schreiben möge beweisen, mit welchen Mitteln unternehmerfreundliche Leute dem Streit entgegenzuwirken suchen: Geehrte Frau Gestern teilte mir Herr Triems, Berlin, mit, daß die Graveure bei Wöllmer alle streifen wollen, natürlich auch D. mit, trotzdem er vor kurzer Zeit erst 1,50 M. Zulage erhalten hat und Herrn Triems in Bezug auf seine Ausbildung Dank schuldig ist. Herr Triems versichert mir, wenn D. einmal aufgehört hat, daß er nie wieder dort ankommt. Ich halte es für meine Pflicht, Sie hiervon in Kenntnis zu seßen und grüße Sie bestens. May Heil. Lohnbewegung in Ungarn. Budapest, 18. Februar.( W. T. B.) Die Bädermeister hielten heute eine Versammlung ab, in welcher über Angelegenheiten, die die Bäckergehilfen betrafen, beraten wurde. Letztere erhielten hiervon Kenntnis und wollten in den Sigungssaal eindringen. Es entstand ein wüster Lärm und es wurde die Polizei benachrichtigt. Inzwischen schlossen sich ausständige Schuhmachergehilfen den Bäckergehilfen an. Es tam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Zehn Verhaftungen wurden vorgenommen. In den umliegenden Straßen, deren Geschäfte geschlossen wurden, patroullieren Posten von Polizisten. Gegenwärtig( 9 Uhr abends) herrscht Ruhe. Zur näheren Erklärung diene folgendes: Herr Triems ist Faktor der Wöllmerschen Stempelschneiderei. Herr May Heil ist jetzt Rückgabe beschlagnahmten venezolanischen Eigentums. Hausbesizer in Leipzig- Lindenau und war früher auch einmal Puerto Cabello, 17. Februar.( W. T. B.) Commodore Scheder als Gehilfe in unfrer Branche thätig und weiß, wie die Unternehmer hat am 15. Februar fünfzehn beschlagnahmte venezolanische Fischermit ihren Leuten umspringen. Er selbst wurde nach jahrelanger boote ihren Eignern zurückgegeben. Thätigkeit bei der Firma Kloberg, Leipzig, als zu teure Straft Der erwähnte Kollege D. bezieht jetzt nach schnellstens entlassen. vierjähriger Lehrzeit, nachdem er bereits zwei Jahre als Gehilfe thätig ist, mit der erwähnten Zulage zusammen pro Woche einen Lohn von 21 M. Die Streiffommission. Politischer Mord. Konstantinopel, 18. Februar.( B. H.) Im Auftrage des macedonischen Komitees wurde der als türkischer Spion bekannte Cafétier Perili in Rumbeili bei Adrianopel ermordet. Bauunglück. Die Täfchner faßten in ihrer Branchenversammlung am Diens tag den Beschluß, den am 15. Februar abgelaufenen Vertrag mit Riel, 18. Februar.( B. H.) Heute nachmittag brach die Mittelden Fabrikanten nicht wieder zu erneuern. Da die Fabrikanten wand eines Neubaues ein, wobei ein Arbeiter schwere Quetschungen jedes Entgegenkommen, insbesondere auch Verhandlungen vor dem im Gesicht und an den Armen und Beinen erlitt; zwei Gesellen und Einigungsamt des Gewerbegerichts abgelehnt haben, so geben die Täschner einem vertragslosen Zustand den bisherigen unzulänglichen ein weiterer Arbeiter wurden leichter verlegt. Man nimmt an, daß Abmachungen gegenüber den Vorzug und behalten sich vor, zu ge- Mauer und die schwere Belastung des Gerüstes die Ursache des Einlediglich das Fehlen von Verankerungen des Gebältes mit der gebener Zeit ihren Forderungen den nötigen Nachbruck zu verleihen. Sturzes waren. Die Differenzen der Lackierer bei Orenstein u. Koppel sind noch Die Ortsverwaltung. nicht beigelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Deutsches Reich. Bereitelte Werbung von Streifbrechern für Bremerhaven. Aus Breslau wird uns geschrieben: Der Vertreter des Norddeutschen Lloyd" in Breslau hatte am Dienstagnachmittag ein Telegranum aus Bremen erhalten, daß er dahin 400 Arbeiter sofort London, 18. Februar.( B. H.) Ein Telegramm aus NordKarolina berichtet, daß der Dampfer Dlive" während eines Sturmes gesunken ist. 18 Mann der Besatzung sind umgekommen. Petersburg, 18. Februar.( W. T. B.) Heute nacht wurde in der Jiaats- Kathedrale ein Einbruch verübt und aus dem Rahmen des Heilands- Bildes drei Brillanten im Werte von etwa 100 000 Rubel geraubt. Merantwortl. Redakteur: Earl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderet u. Bertagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 42. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Jonnerstag, 19. Februar 1903. 261. Sigung. Mittwoch, den 18. Februar 1903, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf v. Posadowsky. Eine Anzahl von Petitionen werden als nicht geeignet zur Erörterung im Plenum erachtet. Darauf wird die zweite Beratung des Etats des Reichsamts des Innern fortgesetzt beim Titel, Staatssekretär". Abg. Dr. Crüger( frs. Vp.): wahr!) spricht sich für den Befähigungsnachweis im Baugewerbe aus.- Herr Albrecht meinte, mein Sollege Stößel habe anständiger gesprochen, als Trimborn und Sittart. Gegenüber den Angriffen der Herren Wurm und Hoch sind meine Kollegen aber noch lange nicht grob genug gewesen.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Wie können Sie in dieser Weise eine Partei angreifen, auf deren Mithilfe bei der Socialreform Sie Tag für Tag angewiesen sind! " Abg. Stöcker( wildk.): Uns Das nennt dann Herr Die SocialAhnung.) Ein Fabrikant ist kein Arbeiter. Herr Peus hätte lieber die Manöver angeführt!( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) nicht auf das biblische Gebiet übergehen sollen. Er giebt zwar im Die Aufmerksamkeit der Gewerbe- Inspektion in Sachsen- Meiningen Handbuch an, er hätte 1883 Theologie studiert: da möchte ich auf eine Krankheit aufmerksam machen, die sich bei hätte er aber etwas mehr Ternen sollen.( Heiterkeit den dortigen Arbeitern häufig vorfindet. Sie fängt mit Bläschen rechts.) Er berief sich auf das Bibelwort: Ihr sollt euch auf den Händen an, schließlich ist der ganze Körper mit Geschwüren nicht Schäze sammeln auf Erden und sagte, ich hätte ein großes bedeckt und die Nägel an Händen und Füßen lösen sich los. Bauerngut. Es ist aber nur ein kleines Bauerngut im Hoch- macht es gewiß kein Vergnügen, hier Jahr für Jahr dieselben gebirge, und wer glaubt, daß man mit einem solchen Schäße Klagen vorzubringen. Wenn aber die Gewerbe- Inspektion und die sammeln könne auf Erden, steht mit solcher Ansicht tief unten auf Regierung halbwegs guten Willen zeigen würden, die Beschwerden zu der Leiter socialpolitischer Erkenntnis.( Sehr gut! und große Heiter untersuchen, könnten die Verhandlungen in diesem Parlamente befeit rechts.) Peus meinte weiter, Grundsäge, die für die große deutend abgekürzt werden. Allgemeinheit gelten, brauchten von einzelnen nicht verwirklicht zu Die angebliche Berichtigung, die von socialdemokratischer Seite werden. Man kann aber doch nicht soweit gehen, daß man im gegen meine Charakterisierung der Entstellungen meiner Stede ge- allgemeinen den Unternehmergewinn als Blut- und Schandgeld beHerr Reißhaus hat troß meiner Richtigstellung das über die Abg. Hoch erklärte zunächst, ich hätte diejenigen Konsumvereine in demokraten Unternehmergeschäfte machen. Das ist einfach kindlich.( Sehr richtig! rechts.) Am Weihnachtsabend gehen die Kinder desgeben worden ist, hat auch nicht den Schatten einer Berechtigung. zeichnet, im besonderen aber es ganz erlaubt findet, wenn Social- Kurrende Gesagte nicht zurückgenommen. Wer nicht mal offenbar Univahres zurücknehmen kann, den kann man wirklich nur bedauern. Kreuznach vergewaltigt und ausgeschlossen, die socialdemokratische( Lachen bei den Socialdemokraten.) Mitglieder haben. Ich habe das für unrichtig erklärt. Dann sagte Herr Albrecht sprach vom Wissen und Glauben. Er meinte, halb gern 5 Stunden singen, weil sie überall beschenkt und zum Abg. Hoch in einer persönlichen Bemerkung, ich hätte die Konsumvereine wenn man alles wüßte, brauchte man nichts zu glauben.( Sehr Neißhaus fünfftündige Arbeitszeit! Herr Reißhaus hat sich ver( Sehrssen und Trinken aufgefordert werden. ausgeschlossen, die mit der Socialdemokratie in enger Verbindung richtig! bei den Socialdemokraten.) Sie( zu den Socialdemokraten) Reißhaus fünfstündige Arbeitszeit! ſtehen, und berief sich für diesen Satz auf das ABC- Buch Eugen stehen also auf dem wirklich beneidenswerten Standpunkt, zu glauben, sprochen und von der„ öffentlichen Gemeinheit" über mich gesprochen. Richters. Herr Hoch hätte aber das ABC- Buch mindestens voll- der Mensch könne alles wissen! Denken Sie doch an Sokrates, der In dem Fall Witte bin ich in der nichtsnusigsten Weise ständig citieren sollen. Es heißt dort:„ Man hat es getadelt, daß stolz darauf war, daß er nichts wußte! Glauben und Wissen sind daß nach dem Prozeß nicht die Spur von Unrecht an mir geblieben berleumdet worden, Herr Neißhaus scheint aber nicht zu wissen, auf dem Kreuznacher Verbandstage Konsumvereine ausgeschlossen zwei ganz verschiedene Gebiete. Wo das Wissen seine Grenze hat, ist. Mir hat noch kein Mensch nachgesagt, außer schlechten Subjekten, sind, weil sie mit der Socialdemokratie in enger Verbindung stehen da sezt der Glaube ein. Wenn man von Rot und Leberund geleitet werden von der Anschauung, daß die Privatbetriebe wurst redete, könnte man sagen: Wenn ich so und so viel Notwurst daß ich bewußt die unwahrheit gesagt habe. demokratie sollte sich statt um mich lieber um den Fall überhaupt unberechtigt find. Die Socialdemokratie sucht jetzt den gegessen habe, brauche ich keine Leberwurst mehr zu essen. Dafür Bebel kümmern, Ausschluß fälschlich so auszulegen, als ob er gegen Arbeiter- Konsum würde diese Art von Bildung passen.( Heiterkeit rechts. Lachen bei( Große Unruhe bei den Socialdemokraten; Burufe: Von einem der öffentlich des Meineids beschuldigt ist. vereine überhaupt gerichtet gewesen sei." Also das direkte Gegenteil den Socialdemokraten.) Herr Albrecht sagte: Soviel ich weiß, Spitel 1) Ich habe in meiner Sache zur Klage aufgerufen( Zuruf von dem, was Abg. Hoch gesagt hat.( Abg. Wurm: Ist ja nicht nimmt es Herr Stöder mit der Wahrheit nicht sehr genau."( Leb- Spizel hafte Rufe: Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Außerhalb bei den Socialdemokraten: Nach 18 Jahren!), möge Herr Bebel Betreffs der Gastwirtsverordnung habe ich, wie Abg. Moltenbuhr des Reichstages würde man sagen: Sie( zu den Socialdemokraten) Gewiß.( Abg. Singer: Na also!) Ich konstatiere, daß ich mit basselbe thun.( Abg. Singer: Der Prozeß schwebt ja!) selbst anführte, nach dem Stenogramm gesagt:" Diese 24 stündige betragen sich wie dumme Jungens!( Stürmische Zu der öffentlichen Gemeinheit genau so lange zu thun gehabt habe, Ruhezeit muß so bald wie möglich in der jekt vorgesehenen stimmung rechts.) Aus einer mir zugesandten Nummer des Art beseitigt werden." Nach dem„ Vorwärts" soll ich gesagt" Courier" vom November 1902 geht hervor, daß es auch in als ich in das Wespennest der Juden zu stechen wagte.( Lachen haben:„ Vor allem muß die 24 stündige Ruhezeit beseitigt werden." 3hren( zu den Socialdemokraten) Neihen Ausbeutung giebt. Es trifft, so haben mehrere angegeben, fie feien Gigarrenfabrikanten. links.) Was die Arbeiter in der socialdemokratischen Fraktion bes Da hat Abg. Molkenbuhr noch die Kühnheit, hinzuzufeßen, das sei heißt dort: Bir nennen einen Ausbeuter einen Ausbeuter, Wenn sie das nicht sind, so find sie eben gar nichts.( Heiterkeit rechts.) ganz dasselbe! Es ist doch in Wirklichkeit ein himmelweiter und wenn er der patentierteste Socialdemokrat wäre!" Sie, Unterschied! Der„ Bortvärts" vom 15. Februar verdreht dann die Sie den Kapitalismus beschimpfen und besudeln, Abg. Wurm( Soc.): die Thatsachen munter weiter und stellt sie auf den Kopf. Danach indem Sie auch erlaubten Gewinn mit dem Namen„ BlutHerr Stöcker hat den traurigen Mut gehabt, von einem Meineid soll Abg. Molkenbuhr die wörtliche Uebereinstimmung des Steno geld" und Schandgeld" belegen, Sie treiben also ganz Bebels zu sprechen, obwohl er weiß, daß die Beschuldigung, Bebel gramms mit dem Vorwärts"-Bericht festgestellt haben. dieselben Dinge, und wenn ein Mann Ihnen entgegentritt, jo habe einen Meineid geleistet, von einem notorischen Lump und Schuft Die ausgeschlossenen Konsumvereine haben hier bedenkliche zweifeln Sie an feiner Wahrheitsliebe. Etwas andres liegt viel ausgeht, von einem gerichtlich notorischen Spizel, der im Dienste Wortführer gefunden. Kaufmann, der Redakteur des Hamburger näher: es ist Ihnen schon in der vorigen Sigung vorgehalten der Polizei stand, bald nach rechts, bald nach links schreibt, Wochenberichts, hat in der„ Socialen Praxis" selbst einen Artikel worden, daß Herr Bebel von dem Schweizer Schumann des Mein- bald gegen die Socialdemokratie, bald gegen den veröffentlicht, worin die Notwendigkeit einer Trennung unter den eids beschuldigt worden ist.( Stürmische Unterbrechungen bei den Kaiser Schmähungen Iosläßt; allerdings ist das ein Konsumvereinen ausdrücklich anerkannt ist. Sie( zu den Social Socialdemokraten. Empörte Rufe: Ach! Normann- Schumann, der Mann, der Herrn Stöcker sehr nahe steht, weil er mit ihm zusammen demokraten) haben diese Sache hier angeschnitten, und ich habe Spigel!) Kümmern Sie sich doch um Herrn Bebels Meineid und den bekannten Scheiterhaufenbrief verfaßt hat.( Abg. Stöcker: Ihnen die gebührende Antwort gegeben!( Lachen bei den Social- nicht um meine Wahrheitsliebe.( Lebhafte Rufe der Entrüstung und Blanke unwahrheit) Es ist auch nicht so, daß Herr Stöder demokraten.) andauernde große Unruhe bei den Socialdemokraten. Abg. verfolgt wird, seitdem er den Mut hatte Stöckerscher Mut! Abg. Schwarke- Lippstadt( C.) Ledebour ruft: Er hat von Bebels Meineid gesprochen!( Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) in das Wespennest der Juden Er hat also einen Abgeordneten des Meineides be- zu stechen, sondern umgekehrt, als Sie( zu Stöcker) Shiff. sichtigt!) bruch gelitten hatten, wollten Sie sich damit ein neues Relief Abg. Reißhaus( Soc.): geben, um sich durch die Judenheze an gewissen Stellen Die Beschimpfungen des Abg. Stöder treffen unsren wieder einschmeicheln zu fönnen.( Ruf rechts: UnGenossen Bebel nicht. Diese Worte beschmutzen ihm nicht erhört!) Der Prozeß über den nach Norrmann- Schumann im einmal die Stiefelfohlen.( Lebhaftes Oho! rechts. Sehr gut! bei Tausch- Prozeß von Bebel angeblich geleisteten Meineid schwebt den Socialdemokraten.) Es berührt eigentümlich, Herrn Stöcker, den i a. Es wird sich herausstellen, daß dieser Stöckersche Anwurf, den Pastor, den Verkünder der christlichen Nächstenliebe, in dieser Weise er sich hier wieder geleistet, genau so viel wert ist wie alles, was Wir brauchen bloß in Köln all das wiederzugeben, was in hier auftreten zu sehen. Etwas weniger Ueberhebung wäre für ihn er gegen uns vorzubringen pflegt. Ich habe keine Lust, mich den Zolltarif- Verhandlungen an Beschimpfungen auf unfre Seite ge- doch sehr am Blaze. Die Wahrheit dieses Mannes, der den Fall weiter mit Herrn Stöckers Vergangenheit zu beschäftigen und schleudert worden ist, um sicher zu sein, daß Trimborn wieder- Ewald hinter sich hat, der mit seinem Amtskollegen gehe zu dem eigentlichen Gegenstand unsrer Verhandlungen über. gewählt wird. Was haben Sie denn für den Arbeiter gethan. Sie witte den bekannten Prozeß geführt hat, ist bei ich will furz auf die Angriffe eingehen, die gegen mich im Lauf follten dem Grafen Posadowsky dankbar sein, daß er feine Kom- allen diesen Angelegenheiten sehr start angezweifelt worden, und seine der Diskussion erhoben worden sind. Meine Behauptungen über die missare zu dem Gewerkschaftskongres geschickt hat. Durch Ihre An- Fahrlässigkeit beim Eides- Ablegen ist vor dem Gericht amtlich fest- Kruppschen Wohlfahrtseinrichtungen haben sich Wort griffe werden Sie es aber voraussichtlich dahin bringen, daß von gestellt worden.( Große Unruhe rechts.) Ein solcher Mann kann nicht für Wort als richtig herausgestellt. Herr Dr. Paasche hat gegen Dieser Braris wieder abgegangen wird. Aber das ist Ihnen ja beanspruchen, daß man seinen Worten ohne weiteres glaubt.( Bu- Behauptungen polemisiert, die ich nicht aufgestellt habe. gleichgültig, Sie brauchen gerade unzufriedene Arbeiter.( Sehr ſtimmung bei den Soc.) Es ist sehr charakteristisch, daß er über- Wie die Kruppschen Arbeiter selbst denken, geht richtig! im Centrum. Lachen bei den Socialdemokraten.) haupt noch die Stirn hat, hier öffentlich aufzudem von Sachse verlesenen Eingesandt in dem ultramontanen Šie behaupten, das Centrum habe nichts Wesentliches in Social- treten.( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Meine Essener Blatte hervor. Giebt der Arbeiter sich reform geleistet, feine jetzigen Anträge feien Wahlmanöver. Ich lege Freude habe ich gehabt an seinen Worten von der Rotwurst und der der privaten Wohlthätigkeit einzelner Unternehmer preis, so wird er hiermit 326 Anträge auf den Tisch des Hauses, die das Cen- Leberwurst. Aus dem Munde eines so spitfindigen Theologen, wie dabei übers Ohr gehauen. Daraus geht hervor, wie notwendig es trum auf dem Gebiete der Socialreform im Laufe es Herr Stöcker sein möchte, hören sich doch solche Plattheiten ist, die staatliche Arbeiterversicherung so zu gestalten, daß sie die der Zeit eingebracht hat. Graf einer Partei, die sehr merkwürdig an.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten. Ich Privatwohlthätigkeit der Unternehmer überflüssig macht. wie die Herren Wurm und Hoch den Hoch den Klassenkampf hätte es nie gewagt, solche Plattheiten zu sagen. Auch die Be- Posadowsky beschwerte sich darüber, daß ich von Geheimerlassen predigt, ist nicht mehr auszukommen, tvenn Sie den hauptung, in unsrer Fraktion gäbe es nur drei Arbeiter, ist eine echt gesprochen habe. Er hat darauf den Inhalt des einen noch unKampf wollen, wir nehmen ihn auf, alle Parteien Stöckerfche Behauptung, die nach näherer Prüfung fofort in sich zu bekannten Erlasses hin mitgeteilt. Er wird gut thun, solche Erlasse müssen zusammenstehen gegen die Socialdemokratic. Bei Philippi fammenbricht. Keine Fraktion des Reichstags hat so in richtiger Weise von vornherein zu veröffentlichen, dann werden sehen wir uns wieder, so sagte Herr Bebel und so hieß es auch im viele Abgeordnete, die Arbeiter sind oder aus Arbeiter auch unsre Vorwürfe unterbleiben. Meine Angaben über die Cirkus Busch. Nun wir nehmen den Kampf nach links und nach kreisen hervorgegangen find, wie die unsrige. Bergwerksinspektion, die Herr Hilbek in Zweifel gezogen hat, rechts auf: bei Philippi sehen wir uns wieder!( Bravo! im Biele Cigarren Fabrikanten beschäftigen nicht werden von allen Sachkennern bestätigt. Nun zu Herrn Dr. Crüger. Centrum.) einen einzigen Arbeiter. Solche Fabrikanten giebt Was Herr Eugen Richter im ABC- Buch über den Grund des AusAbg. Stöcker( wildk.): es auch hier in unsrer Mitte. Herr Stöcker hat schlusses der unabhängigen 98 Genossenschaften gesagt hat, be= daß die Kurrende- Kinder müssen, Herr Zubeil hat gestern behauptet, ich beute die Kinder zugeben eine fünf- stätigt und verschärft den Satz, den mein Kollege Hoch vom der Berliner Kurrende in einer Weise aus, wie es faum stündige Arbeitszeit hatten und in einem Lokal mit Damen- ABC- Buch verlesen hat.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) jemals in einer Fabrik vorkomme. Von einer Ausbeutung kann bedienung gesungen haben. Er behauptet, wir Socialdemokraten Das Verfahren des Herrn Dr. Crüger ist von Herrn Barth und feine Rede sein, es ist kein Betrieb, sondern Missionssache hätten keinen Sinn für solche schönen Sitten und für religiöse Dinge. Herrn Rösicke scharf getadelt worden. Herr Crüger will Versteckens und das wissen die Kinder auch. Wenn sich das auf die Zeit be- Wir haben aber für wahre Religion ein sehr reges und empfind- spielen: er behauptet, die Vereine seien ihrer wirtschaftlichen Aber die wirtschaftliche ziehen sollte, in der die Kinder fingen, so bemerke ich, daß die Kinder fames Gefühl.( Stürmisches Gelächter rechts.) Nun, über den Herrn Tendenz wegen ausgeschlossen worden. mur 1 bis 2 Stunden am Tage fingen, nur ausnahmsweise am Hofprediger a. D. Stöcker hat die öffentliche Meinung ihr Tendenz aller Konsumvereine ist dieselbe: sie konzentrieren Weihnachtsabend und Silvester von 5 bis höchstens 10 Uhr. Sie Urteil abgegeben, und ich habe diesem Urteil nichts hinzu- die Verteilung der Waren und vernichten kleine Existenzen. Wenn Herr Dr. Crüger behauptet, seine Konsumbereine thäten das nicht, so streuter gehen zu armen kranken Leuten, die sie bestellt haben, um auch, den zufügen!( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Eindruck von Weihnachten zu bekommen, wofür natürlich kein Pfennig Charakteristisch war es auch, daß Herr Schwarze Lipp damit den kleinhändlern nur Sand in die Augen, gezahlt wird. Von Ausbeutung kann man mur reden, wenn man stadt anführte, zwei jüdische Abgeordnete unsrer Partei hätten die in seinen Kreditgenossenschaften fizen. Er verkettet und verquickt nichts von der Sache versteht oder aus Böswilligkeit, die ich bei hier die Interessen der Arbeiter wahrgenommen. Die Herren vom die Konsumbereine mit den Kreditgenossenschaften. In Wahrheit Herrn Zubeil nicht annehme. Weiter fagte Herr Zubeil: Jch scheute Centrum find also bereits auf das antisemitische Niveau hinabgefunken! find die unabhängigen Konsumbereine ausgeschlossen weil fie fich in den Händen socialdemo= mich nicht die Kinder in Lokale mit Damenbedienung zu Die Witwenversicherung ist nur das Zuckerbrot, das Sie( zum worden, schicken, damit sie dort fingen und Geld in Empfang nehmen, Centrum) dem Arbeiter bieten, um ihn die Bewucherung der Lebens- tratischer Arbeiter befanden. Herr Crüger hat dann alles zur höheren Ehre Gottes." Das ist ein Beispiel für mittel, die Sie betreiben, vergessen zu laffen. Herr Dr. Crüger weiter mein Wort von der Kluft, die zwischen Besitzenden und Nichtdie Art, socialdemokratische Abgeordnete die bürgerliche beklagte sich über unfer Citieren; er follte aber selber beffer besitzenden besteht, citiert und gefragt, wozu denn der Abg. Er begreift es also immer noch nicht, Gesellschaft anklagen. Es ist dies nur ein einziges Mal ge- citieren: so hat er eine Außerung Moltenbuhrs nach Wurm gehörte. es bei dem politischen und wirtschaftlichen Kampfe schehen aus Irrtum.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Der dem amtlichen Stenogramm nicht richtig wiedergegeben. Herr Gamp das darauf antommt, aus welcher Bevölkerungsschicht Stadtmissionar tam auf Aufforderung des Geschäftsführers mit den hat wieder einmal über Dinge gesprochen, die er nicht fennt; dazu nicht Kindern in das Lokal, ohne zu wissen, daß es ein Lokal mit Damen- gehört der§ 129 der Gewerbe- Ordnung, der Handwerker- Paragraph. man her borgegangen ist, sondern welche Tendenzen man verbedienung war, die Kinder haben nur Weihnachtslieder ge- Wie wollte er dem Handwerk helfen? Doch auch nur durch neue folgt. Wo ich von einem Kampf der Tendenzen, von einem Kampf All die Anträge des der Klassen gesprochen habe, da haben Sie einen Kampf der sungen und es ist dann gesammelt worden. Das ist alles. Verordnungen und Verfügungen. Als ich davon hörte, habe ich gleich gesagt: wenn man irgend wie Centrums und der Nationalliberalen find nichts als Wahl- Personen daraus gemacht und mir untergeschoben, ich hätte Haß wüßte, daß solche Lokale auf dem Hof feien, sollte man auch auf dem manöver. Wenn es Ihnen ernst damit wäre, hätten Sie die Forde- und Verfolgung gepredigt. Für uns aber find die Personen der Die Socialdemokraten haben Unternehmer titr die Personifitation einer einer öfo= Hof nicht fingen. Aber so machen es die Herren. Irgend etwas rungen längst verwirklichen können. 1877 bei Beratung der Gewerbe- Drdnung einen nomischen Kategorie, wir den betrachten Klassenwird ihnen zugetragen und ohne zu prüfen greifen sie mich an und bereits der all die armen die in Gefeßzentwurf eingebracht, den naturgeschichtlichen Prozeß und die Korrende- Einrichtung, für Forderungen der kampf als bereits enthielt. Herr v. Hehl machen den einzelnen nicht verantwortlich dafür, was den Vorstädten ein Segen ist, weil sie eben ohne jegliches heutigen Resolutionen feines Klassenstandpunktes wegen durch die wirtschaftVerständnis für jedes religiöse Gefühl find.( Sehr richtig! rechts.) hat wieder sein warmes Herz für die Konfektionsarbeiter er Wie unbeschreiblich traurig ist das! Sie wollen das Volk fund gethan. Er sagte, es wäre bereits 1896 auf das Elend der lichen Verhältnisse gezwungen thut. Vielleicht gelingt es Ihnen doch vertreten und haben keine Ahnung, was in den Herzen des Volkes Konfettionsarbeiter hingewiesen. Ich kann, ohne ruhmredig zu sein, noch einmal, Herr Dr. Crüger, diese Auffassung zu verstehen. Wenn lebt und womit man eine arme trante Arbeiterfrau wohl behaupten, daß ich bereits im Anfang der achtziger Jahre die wir den einzelnen Unternehmer bekämpfen, so geschieht es immer wenn er über das Maß des durch die wirtnoch erquiden tann. Herr Sachse hat mir das Wort entgegen öffentliche Meinung gezwungen habe, sich mit den Zuständen nur dann, gehalten: Chriftlich- social ist Unsinn! Ja, hat denn das Wort und in der Konfettionsindustrie zu befassen. Die schaftlichen Verhältnisse Gebotenen hinausgeht und Haß und den Tag legt. die Stelle, woher es fam, für Sie Autorität? Wozu sagen Sie mir Wormser geitung" fordert Herrn v. Heyl auf, seine Be- Verfolgung gegenüber feinen Arbeitern an das also?( Buruf bei den Socialdemokraten: Für Sie!) Chriftlich hauptung, es sei eine Verleumdung, daß er das Gerade in den letzten Tagen haben wir ein etlatantes Beispiel für focial ist seit 30 Jahren ein anerkannter Begriff, in Wien hat es Koalitionsrecht seiner Arbeiter beschränke, außer diese Art des Kampfes erlebt. Ich sprach von der Continentaldie Socialdemokratie und das ganze Judentum dazu auf den Kopf halb des Hauses zu wiederholen, damit die Sache gericht Kautschut Compagnie in Hannover, die bei 50 Proz. lich ausgetragen werden könne. Herr v. Hehl wird ja mum Dividende ihre Angestellten schlecht entlohnt und zu leberstunden gefchlagen.( Sehr gut! rechts.) Es giebt in der socialdemokratischen Fraktion Gelegenheit haben, seine Wahrheitsliebe vor zwingt. Die Antwort der Direktion hat nun darin bestanden, daß Redner geht hierauf auf die Gewerbe- fie die Arbeiter dazu antrieb, eine Adresse zu unters nur drei wirkliche Arbeiter, die es heute noch sind. Bei Gericht zu beweisen. Die Zahl der Zuwider- zeichnen, worin sie versichern, sie hätten die Ueber zehn Abgeordneten steht im parlamentarischen Handbuch dabei, daß Inspektion in Sachsen- Meiningen ein. wollen. Wann wird denn fie als Arbeiter gelernt haben. Andre, die auch Arbeiter waren, handlungen gegen die Bestimmungen zum Schuße der jugendlichen arbeit selber haben einmal dieser Unfug, diese grobe Roheit, bie haben nur ihren gegenwärtigen Stand angegeben. Sie halten es Arbeiter ist sehr groß, bei 330 revidierten Betrieben wurden endlich zu diesen sogenannten freiwilligen Unterschriften also nicht mehr für nötig und nüglich zu bemerken, daß sie ge- 857 Uebertretungen festgestellt, Bestrafung der Unternehmer ist aber Arbeiter Schämen fich denn diese UnterYernte Arbeiter find.( Zuruf bei den Socialdemokraten: Unglaublich!) in feinem Falle erfolgt. Sehr groß ist auch die Zahl der bewilligten zu zwingen, aufhören? Wenn einer sich als Cigarrenfabrikant einzeichnet, ist er kein Ar- Ueberstunden, fie betrug 35 733.( hört! hört! bei den Social- nehmer gar nicht? Es ist doch die größte Gewissenlosigkeit, die beiter.( Zuruf bei den Socialdemokraten: Go! Go! Sie haben feine demokraten.) Als Grund für die große Zahl der Ueberstunden werden man sich nur denken kann, wenn man die Arbeiter zu solchen Unterfo Mit Leute M die = aus fchriften zwingt. Die Kautschut- Compagnie in Hannover Hat ja] Bergehen strafrechtlicher Verfolgung ausgefest war. Abg. Singer: Ich bin durchaus durchdrungen von der Ueber hochgestellte Freunde. Als neuestes Aufsichts- Herr Stöcker wußte also, daß er sich auf einen der anrüchigsten Ge- zeugung, daß das die Anschauung des betreffenden Herrn Präsidenten rats Mitglied ist der Stadtdirektor Tramm gewährsmänner berief, den irgend jemand anführen kann. war, aber dadurch wird an den Worten des Abg. Stöder wählt worden. Mit diesem Magistratsposten wird also Genau so hat Herr Stöcker gegen mich operiert. Wenn er sein nichts geändert. fraten.) Staatssekretär Graf Pojadowsky: " und dem ge= gegen " Abg. Singer: er Vicepräsident Büsing: er ein fetter Aufsichtsrats- Posten bei dem fünfzig- Urteil über mich dahin abgegeben hätte, daß ich ein Stußer sei, Vicepräsident Büsing: Mir erscheint es doch notwendig, den prozentigen fapitalistischen Ungeheuer verbunden, ein Posten, der wäre ich mit einem Achselzucken darüber hinweggegangen. Er hat Wortlaut der Aeußerung des Herrn Stöcker festzustellen. Stöckers Herrn Tramm wohl das vierfache des Gehalts einbringen wird, das aber als Urteil der Proletarier hingestellt, indem er aus der Schlußfäße lauten:„ Kümmern Sie( zu den Socialdemokraten) den er als Stadtdirektor erhält. In Deutschland haben wir einen Bergarbeiter- Zeitung" einen Artikel citierte. Er sagte, ich wäre sich darum, sehen Sie zu, daß Herrn Bebels Meineid klarsolchen Fall noch nicht gehabt.( hört! hört! bei den Socialdemo- neulich am Rhein gewesen, unt gegen die neutralen gestellt wird und Lassen Sie mich in Ruhe!" Aus Gewerkschaften zu agitieren. Das neulich" war im Oktober der ganzen Stelle geht doch hervor, daß Herr Stöcker nur Bezug Die Herren Trimborn und Sittart haben den Bischof 1901( hört! hört! bei den Socialdemokraten) und ich war genommen hat auf das, was in schweizerischen Blättern über Herrn Ketteler gegen uns ausgespielt und behauptet, er hätte lange von dem Gewerkschaftskartell in Essen und mehreren socialdemokratischen Bebel gestanden hat. Der Herr Präsident hat also keine Vervor uns seine socialpolitischen Forderungen aufgestellt. Wir haben Organisationen im Ruhrkohlengebiet aufgefordert, eine Aussprache anlassung, auf Grund dieser Aeußerung gegen Herrn Stöcker einimmer gesagt, wenn das Centrum sich mehr nach Ketteler über das Verhältnis der Partei zu den Gewerkschaften herbei- zuschreiten. richten würde, würde es nicht so arbeiterfeindlich sein. Aber zuführen. Anlaß dazu hatte das Verhalten des sehr verdienstvollen zu behaupten, daß wir von dem Socialreformer Ketteler erst gelernt Gewerkschaftsführers Hué gegeben, der damals heftige Angriffe hätten, setzt doch ein großes Maß geschichtlicher Unkenntnis voraus. gegen Es fällt mir nicht ein, mit dem Herrn Präsidenten über diese die socialdemokratische Partei gerichtet hatte und Die erste Schrift Kettelers erschien 1848. Damals war die Welt eine Gewerkschaftspolitik befürwortete, die nach der Ansicht Auffassung zu rechten. Wir werfen auch dem andren Präsidenten voll vom Socialismus; das" Kommunistische Manifest" der Mehrheit meiner Partei nicht die richtige ist, z. B. hatte er mit nicht vor, daß er Bebel nicht geschützt hätte. Aber aus den eben war im Februar erschienen, alle Politiker beschäftigten sich Herrn Naumann zusammen Versammlungen abgehalten. Hué hatte daß er darin Bebel des Meineids bezichtigt.( Lebhafter Widerspruch verlesenen Schlußworten geht doch deutlich hervor, mit der socialen Frage und suchten an ihr herumzudoktern. Bald zugesagt, zu der Auseinandersehung zu erscheinen, kam aber nicht. rechts.) Wenn Worte noch einen Sinn haben, können sie gar nicht darauf fand das erste Arbeiterparlament in Berlin statt Nachdem ich abgereist war, erschienen in der Bergarbeiter- Zeitung" ( Erneuter anders verstanden werden. lebhafter Widerspruch und forderte den geseglichen Normalarbeitstag. Eine Artikel, die alles Mögliche gegen die socialdemokratische Partei vorausgedehnte socialpolitische Litteratur stammt aus diesen Tagen. brachten und sich gegen meine Parteigenossen Bebel und Auer rechts.) Es wäre besser, Herr Stöder erklärte einDem Kettelerschen Werke„ Arbeiterfrage und Christentum", das 1867 richteten. Herr Stöcker aber stellte es so bar, als ob sich die Anfach, er hätte ich geirrt, als er diese Beschuldigung Bebel erhob, sich hinter diese erschien, find alle Lassallesche Schriften vorangegangen. Wie kann man griffe gegen mich persönlich richteten und während es sich um da jagen, Ketteler sei der Begründer der Socialreform in Deutsch- Verlegenheitsausbrüche eines Mannes, der fachlich sich nicht flüssig, in diesem Hause auch nur ein Wort zu erwidern, selbst wenn Interpretation versteckt hat. Im übrigen erscheint es mir überland? Das zeugt von großer Unkenntnis oder Ueberhebung. Die auseinandersetzen konnte, handelte, stellte es Herr Stöcker socialen Bestrebungen Kettelers sind nicht erfolgt um der Arbeiter so dar, als gäben diese Artikel die nur ganz bedingt von der Möglichkeit eines Meineides Bebels ge= Meinung der willen, sondern um des Centrums willen. Er sah ein, daß das Proletarier über die socialdemokratischen Führer wieder. Seit ( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) sprochen wäre. Der Centrum einem den Arbeiterfragen nicht länger vorübergehen Verfasser alt der Artikel ist ja strenge genug Menschenalter fämpft Bebel für seine Ueberzeugung dadurch dürfe. Das eigentliche Wesen der socialistischen Bewegung, ftraft worden, hier im Hause! Troß seiner Gegnerschaft zu allen andern Parteien daß Herr Stöcker ihn überhaupt als den Kampf der Arbeiter um ihr Recht, aber hat Gewährsmann anführte, ich denke, er wird sich gegen diese Bundes- hat er sich eine geachtete Stellung erworben. Wer auch nur von das Centrum nie begriffen. Auch Bismarck hat den Arbeitern brüderschaft noch wehren. Uebrigens geht aus Hues Ausführungen Begriff dafür, was ein anständiger Mensch bedeutet. der Möglichkeit eines Meineids bei ihm spricht, der hat keinen keine Rechte, sondern höchstens Wohlthaten verleihen wollen, auf dem letzten Gewerkschaftskongresse in Stuttgart auch hervor, daß um sie lenksamer und gefügiger zu machen. Wenn die bürgerlichen er seine Ansicht in der Neutralitätsfrage geändert und jetzt mehr auf( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) Barteien wahre Socialpolitik treiben, so werden wir sie darin stets unfrem Standpunkte steht. Für Herrn Stöckers Methode unterstützen. Je mehr Sie aber den Arbeitern geben, Sie ändern sehr bezeichnend ist weiter, daß er meine Ausführungen über die Mir ist ein Irrtum vorhin passiert; ich habe das Stenogramm es nicht, daß die Arbeiter zu der Einsicht kommen, daß sie noch viel Neutralität der Gewerkschaften aus einem Centrumsorgan, der der zweiten Rede des Herrn Stöcker verlesen.( Ruf links: Ah!) Ich mehr zu verlangen haben. Wir kämpfen um unser Recht, nicht mit Westdeutschen Arbeiterzeitung", die nicht einmal an dem verlese nun die betreffende Stelle aus seiner ersten Rede: Stöckerscher Gehässigkeit, sondern mit dem Ziele, daß endlich die Orte erscheint, wo ich gesprochen habe, citiert, wo sie„ Ich finde, Ihnen liegt etwas näher. Es ist schon in der vorigen Menschenliebe an die Stelle der Menschenbedrückung trete!( Lebhafter total entstellt sind und mir direkter Unsinn in den Mund ge- Sigung darauf hingewiesen worden, daß von einem Schweizer Beifall bei den Socialdemokraten.) legt wird, statt sich auf socialdemokratische Blätter zu beziehen. Herr Namens Normann, aber auch von sehr vielen andern, und von an= Abg. Dr. Herzfeld( Soc.): Stöcker bringt jetzt seine Entstellungen, wie es scheint, lediglich vor, um gesehenen Schweizer Blättern Herr Bebel des MeinIn der am 1. April d. J. in Kraft tretenden Seemanns- ich als Anwalt des schlichten Mannes für den bevor- eids bezichtigt wird. Ja, meine Herren, fümmern Sie sich um Ordnung sind bekanntlich gewisse Schutzbestimmungen für die stehenden Wahlkampf in Erinnerung zu bringen. Er fungiert jest Herru Bebels Meineid und nicht um meine Wahrheitsliebe." Ich Seeleute getroffen. Es ist nun für die Seeleute von großem den er auf der Rechten fand, beweist, daß die Rechte bereit ist, unter Stöcker in der zweiten Rede fagte. als Chef des reaktionären eerbannes; der Beifall, finde, daß das dem Sinn nach dasselbe ist, wie das, was Herr Interesse, zu wissen, ob in den bereits abgeschlossenen Heuer der Firma Stöcker- Normann- Schumann in den Wahlkampf zu treten. verträgen, die über den 1. April hinaus in Kraft bleiben, Das war früher anders, als Herr Stöcker seine Methode der Abg. Singer: Das mag die Auffassung des Herrn solche Vereinbarungen enthalten sein dürfen, die den Bestimmungen der neuen Seemanns- Ordnung nicht entsprechen. berühmten Scheiterhaufen- Brief gegenüber dem Fürsten ersten Rede Bebel des Meineids beschuldigt hat. indirekten persönlichen Verdächtigungen in seinem Präsidenten sein. Thatsache bleibt, daß Herr Stöcker in seiner Bleiben diese Vereinbarungen über den 1. April hinans Bismarck empfohlen hatte. Damals haben Sie( nach rechts) das wirksam, oder werden sie mit diesem Termin nichtig? Meiner Ansicht Tisch tuch zwischen sich Vicepräsident Büsing: Dieser letzteren Aeußerung kann ich als nach find die Herrn Hof- Präsident nicht beitreten. Schutzbestimmungen der Seemanns- Ordnung öffentlich- rechtliche und können durch Verträge nicht abgeändert prediger a. D. zerschnitten. Jezt, wo sich die Methode Abg. Singer: werden. Ich habe hier eine große Anzahl von Heuerverträgen methode überein. Mir ist es gewiß nicht angenehm, mich überhaupt den Namen Normann durchaus nicht besinnen. gegen die Socialdemokratie richtet, stimmen Sie mit dieser Herr Stöcker that aber jo, als könne er sich auf großer Gesellschaften, in denen solche der Seemanns mit Herrn Stöcker befassen zu müssen. Es mußte aber geschehen,( Seiterkeit bei den Socialdemokraten.) Jm Tausch- Prozeß hat er eine Ordnung widersprechenden Vereinbarungen ent= halten sind. Ich lege einige dieser Verträge auf den Tisch des damit solche Behauptungen nicht unwidersprochen im Wahlkampfe große Rolle gespielt, er wurde bekannt durch die Dienste, die Hauses nieder. ausgenutzt werden können.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) er der Polizei oder höher stehenden Personen geleistet hat. Abg. Lenzmann( frs. Vp.): Ich hätte Lust, auch mit Herrn Herrn Stöcker mußte diese Persönlichkeit bekannt sein, und dann Die vom Vorredner aufgeworfene Frage würde sich in ihrer Stöcker ein Hühnchen zu pflücken und ihn an den Prozeß Witte durfte er sich auch nicht auf ihn als Gewährsmann beziehen. That Kompliziertheit für eine Gramensarbeit eignen. Nach der neuen zu erinnern, wo wir seine Wahrheitsliebe, feine Nächsten er es dennoch, so kann er sich nicht wundern, wenn man auf ihn liebe und seine christliche Feindesliebe kennen gelernt das Sprichwort anwendet: Sage mir, mit wem Du umgehst, und ich Seemanns- Ordnung können die darin enthaltenen Schutzbestimmungen haben. Aber ich will die Etatsverhandlungen nicht durch eine Polemik werde Dir sagen, wer Du bist.( Sehr gut! bei den Socialdemodurch Verträge nur insoweit abgeändert werden, als das im mit Stöcker aufhalten, sondern meine Ansicht über die vom Kollegen traten.) Von unsrer Seite ist Gesez ausdrücklich zugelassen ist. Das ist also öffentwenigstens in allen offiziellen liches Recht vom 1. April d. J. Dem gegenüber liegt, wie der Vor- Herzfeld berührte Frage äußern. Das öffentliche Recht der Reden und parlamentarischen Verhandlungen niemals der Herr redner ausgeführt hat, eine große Anzahl von Heuerverträgen also Verträge geschlossen oder werden sie bis zum 1. April d. I. hat ihm Seemanns- Ordnung geht dem Privatrecht vor. Sind Abgeordnete Stöcker des Meineids beschuldigt worden. Man vor, die Bestimmungen enthalten, die, wenn sie nach dem geschlossen, die der Seemanns- Ordnung widersprechen, so gelten von feiten des Gerichts, daß inumer nur gesagt, es wäre anerkannt worden 1. April geschlossen wären, gegen die öffentlich- rechtlichen nicht die Wahrheit Vorschriften der Seemanns- Ordnung verstoßen würden und deshalb sie vom 1. April ab nicht mehr. gesagt habe. Wenn aber Herr Stöcker sagt, nur Lumpe hätten ihn als ungültig anzusehen wären. Die schwierige Frage ist die: Haben Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich bedaure, darauf hinweisen des Meineids beschuldigt, dann giebt er damit eine Charakteristik diese öffentlich- rechtlichen Bestimmungen der Seemanns- Ordnung eine zu müssen, daß wir in dieser Streitfrage verschiedene Fälle desjenigen, auf den er sich berufen hat, daß er Bebel des rüdwirkende Kraft gegenüber einem jus quaesitum? unterscheiden müssen und zwar die Fälle, wo Heuerverträge vor meineids beschuldigt habe; wenn nur Lumpe Herrn Stöcker des der amtlichen Publikation der Seemanns- Ordnung abgeschlossen Meineids bezichtigen, dann, meine ich, giebt es für die Verworfenheit Vom rein privatrechtlichen Standpunkt würde ich wahr- worden sind und solche, die nach der Publikation geschlossen solcher Subjekte, die Bebel des Meineids beschuldigen, überhaupt scheinlich sagen, daß es sich hier um ein jus quaesitum wurden und über den 1. April d. J. hinausgehen. Bei den ersten keinen Ausdruck.( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) handelt, vom socialpolitischen Standpunkt würde ich wün fann man zweifelhaft sein, bei den Ießten aber ist es klar, schen, daß die Schutzbestimmungen der Seemanns- Ordnung daß sie ungültig sind, soweit ihre Bestimmungen der SeemannsAbg. Stöcker( wildkons.): Abg. Singer hat ich darf wohl überall sofort zum Schuße der Seeleute in Kraft annehmen, im Namen seiner ganzen Partei erklärt, man hätte treten. Ich kann in dieser schwierigen Frage keine autoritative Drdnung widersprechen. mich niemals des Meineides beschuldigt. Wenn Herr Singer von Entscheidung abgeben und der Auslegung der Gerichte nicht vormir fordert, ich solle erklären, daß ich den Abg. Bebel nicht greifen. Die ganze Rede des Herrn Ledebour machte den Eindruck, daß des Meineides für fähig hielte, so will ich das Redner hält im weiteren gegenüber dem Abg. Dr. Barth seine ihm das, was ich gesagt habe, äußerst unangenehm war.( Gelächter sehr gern thun, wenn die Herren erklären, daß sie Ausführungen über die Entwicklung der englischen Landwirtschaft bei den Socialdemokraten.) Ich begreife das. Wenn er aber so mich dessen auch nicht für fähig halten.( Stürmisches aufrecht. Wenn weiter gefordert worden ist, daß wir gegenüber thut, als dürfe man hier auf mich und andre Personen allen Schimpf Gelächter bei den Socialdemokraten. Rufe: Das ist ein der Auslegung der Gastwirts- Verordnung sofort eine und Schmach häufen, während Herr Bebel eine geheiligte Person Geschäft!) deklarierende Gesezesnovelle hätten erlassen sollen, so möchte ich ist, so verstehe ich das nicht. Da war der Herr Abg. Lenzmann( frs. Vp.): davor dringend warnen. Das wäre durchaus verfrüht. Was den heißt er doch gleich? Wie? ( Ein Nachbar ruft dem Herr Stöcker hat inich provoziert, auf den Prozeß Stöcker- Witte Schutz der Bergarbeiter angeht, so habe ich auf die im Redner den Namen Normann zu.) Nichtig! Da war der D, vorigen Jahre hier gegebenen Anregungen sehr eingehende Herr Normann, den Sie mit Schimpfworten überhäuft zurückzukommen.( Lebhafte Rufe: O, o! rechts.) Der Hofprediger a. D. überhäuft Stöcker sah sich in seiner Christenliebe veranlaßt, gegen den Prediger Erhebungen anstellen laffen. Es ist festgestellt, daß haben. Ob das wahr ist, will ich nicht untersuchen. Ich kann nur Witte einen Injurienprozeß anzustrengen, weil von Witte eine mit Ausnahme Preußens Fälle, daß jugendliche Arbeiter sagen, mich haben nur Zumpen als Meineidigen bezeichnet.( Rufe verleumdung gegen Stöder ausgesprochen sein sollte. Ich war durch Heben zu schwerer Lasten dauernden törperlichen Schaden bei den Socialdemokraten: Das thaten Ihre Richter! Berteidiger des Herrn Witte in der Instanz, in der Stöcker verurteilt wurde. erlitten hätten, nicht vorgekommen sind. Es wird von den jugend- Lesen Sie doch das Urteil vor! Lärm rechts.) Ein lichen Arbeitern nicht verlangt, daß sie in den Bergwerken die Staatsanwalt hat mir erklärt, daß es ganz falsch sei, davon Ich habe damals unter Billigung des Gerichts den Angeklagten Förderkarren heben. auch nur zu reden.( Gelächter bei den Socialdemokraten.) Wie Stöder darauf hingewiesen, daß er am allerwenigsten einem Amtsbruder Unwahrheit vorwerfen dürfe, und ich habe behauptet, Fernerhin wurde darauf hingewiesen, daß in einer Fabrik an hätte ich mich Herrn Ledebour gegenüber vorsichtiger ausdrücken daß vor wenigen Tagen der Angeklagte Stöcker öffentlich die Un60 Tagen Ueberarbeit geleistet worden sei. Ich glaube kaum, daß sollen, als ich es gethan habe? Ich habe die„ Westdeutsche wahrheit gesagt habe in einer Volksversammlung in Elberfeld. Dort es sich so verhält. Die Verwaltungsbehörden sind nur Arbeiterzeitung" mit ihrem ganzen Titel genannt: Organ hatte Stöcker über die Duellaffaire mit dem Reichstags- Abgeordneten berechtigt an 40 Tagen des Jahres Ueberarbeit zu gestatten. für die Interessen der arbeitenden Stände". Herr Ledebour Hätten sie es an mehr Tagen gestattet, so hätten sie außerhalb sagte, der Titel fönnte zu dem Glauben Anlaß geben, Philips gesagt:" Der Kartellträger war natürlich ein jüdischer ihrer Zuständigkeit gehandelt. Endlich wurde erwähnt, daß von es sei ein socialdemokratisches Blatt. Ich finde das un- Reichstags- Abgeordneter Gustav Kauffmann, der der preußischen Bergiverksverwaltung den Arbeitern das Recht auf geheuerlich. Die socialdemokratischen Blätter fönnten doch Neffe des Generalpostmeisters Stephan!( Heiterkeit Benußung der sogenannten Hauskohle verwehrt worden sei. Es ist höchstens" Organe zum Verderben der arbeitenden nur eine Reglementierung dieses Rechtes eingetreten, weil ein großer Stände" heißen.( Bravo! rechts.) Die rote Fahne war mir die links.) Herr Stöcker aber nahm die Sache sehr frumn. Er schrieb Mißbrauch damit geübt worden ist. an mich, ich solle einen gewissen Verpflichtungsschein, in dem Herr Hauptsache am Citat. Herr Ledebour hätte ja nur zu sagen Stöcker sich zur Geheimhaltung einer Angelegenheit verpflichtete, brauchen:„ Ich habe das Wort von der roten Fahne nicht gebraucht". Herr Stöcker hat sich nicht gescheut, meinen Freund Bebel, über Das hat er nicht gethan. Also bleibe ich im Einklang mit den herausgeben. Ich that das nicht unter Berufung auf meine Amtsverschwiegenheit. Nach Nach Schluß Schluß des Prozesses schrieb Herr deffen Charakter wohl überall in diesem Hause, abgesehen von Herrn dortigen Socialdemokraten, die von Salonproletariern gesprochen Stöder zum ziveitenmal an mich. Ich lehnte sein Verlangen Stöcker, die beste Meinung herrscht, des Meineids zu zeihen. natürlich wieder ab. Dann schrieb Herr Stöcker zum drittenmal, wenn ich jetzt den Schein nicht herausgäbe, betrachte er mein Vicepräsident Graf Stolberg: Ich habe nicht gehört, daß Herr Für unsre Partei ist es absolut gleichgültig, was erhalten als ein illoyales. Nach Rücksprache mit Kollegen Stöcker Herrn Bebel des Meineids bezichtigt hätte.( Lebhafter Wider- Herr Stöder fagt.( Lebhafte Zustimmung bei den Social- aller Parteien habe ich dies dritte Schreiben überspruch bei den Socialdemokraten.) Ich hätte das nicht zugelassen. Demokraten.) Lesen Sie unsre Presse, unsre Versammlungsberichte, haupt nicht mehr beantwortet. Herr Stöcker wandte sich Herr Stöcker hat nur gesagt, daß schweizerische Blätter den Abg. Bebel so werden Sie immer finden, daß bei den Aeußerungen Stöckers nach Ablauf von drei Monaten an den Ehrenrat meiner des Meineids beschuldigt haben. das Gefühl der Lächerlichkeit oder das Gefühl des Anwaltskammer( Lebhafte Rufe: Hört! hört! links.) mit der Mitleids in uns wachgerufen worden ist.( Lärm rechts.) M Abg. Ledebour( fortfahrend): Nun, Behauptung, ich verdiene, aus dem Anwaltsstande entfernt Am Schluß seiner ersten Rede, als Sie nicht das den Gefallen thun; auch das Gefühl des Etels haben wir bei auf mir sigen lassen. wenn Sie noch ein andres Gefühl genannt haben wollen, will ich Ihnen zu werden, weil ich den Vorwurf der Illoyalität hätte Präsidium führten, hat Herr Stöcker zu uns gewandt gesagt: Stöckerschen Aeußerungen gehabt.( Lebhafte Zustimmung bei den Stöcker verlangte ich vom Ehrenrat einen solennen Auf diese Denunziation des Herrn Bekümmern Sie sich um Bebels Meineid. Ich bitte Sie, sich das Socialdemokraten. Lärm rechts. Rufe: Zur Ordnung!) Ich will Beschluß mit Siegel und Unterschriften, Stenogramm, - das unkorrigierte Stenogramm kommen zu lassen. nur kurz charakterisieren, was Stöder gegen unsren Freund Bebel nicht Herr Stöder in Voltsverfantmlungen mit falschen Behauptungen Vicepräsident Graf Stolberg: Herr Stöcker hat in seiner zweiten vorgeführt hat. Wenn Stöcker jo kämpfen würde, wie andre Gegner gegen mich operieren könne. Diesen Beschluß, der meine RechtRede diese letzten Worte seiner ersten Rede dahin ausgelegt, fämpfen, dann hätte er nicht die Beschuldigung des Meineids gegen fertigung aussprach, erhielt ich auch. Nun rufe ich Herrn daß er damit gemeint habe den Meineid, dessen der Abg. Bebel in Bebel erheben dürfen, sondern er hätte nur sagen dürfen, Stöcker zum Zeugen auf: Wer ist in diesem Prozeß der Vertreter Schweizer Blättern beschuldigt werde. Damit hat er nicht gesagt, daß folche Beschuldigung int einem schweizerischen der Wahrheit und der christlichen Nächstenliebe gewesen, er oder ich? daß Herr Bebel einen Meineid begangen hätte. Das hätte Flugblatt erhoben worden ist. Er hat sich aber unter( Lebhafter Beifall links.) weder Präsident Graf Ballestrem noch ich zugelassen.( Unruhe bei den Schuß der Herren Präsidenten begeben, Abg. Stöcker: Nicht ich habe einen Injurienprozeß gegen die ihm diese Interpretation erst den Mund gelegt Herrn Witte angestrengt, sondern umgekehrt, Herr Witte Abg. Ledebour: Nicht aus eigner Ehrlichkeit hat er in seiner hat mich verklagt und ist in der legten Instanz Ich wünsche nur, daß das Stenogramm nachgesehen wird. Für zweiten Rede das erklärt, sondern gezwungen durch die vollkommen abgewiefen worden.( Abg. Lenzmann die Methode des Herrn Stöder bezeichnend ist, daß er Interpretation des Präsidenten. Niemand wird leugnen ruft: Sie sind zu einer Geldstrafe verurteilt worden! Heiterkeit seinen Gewährsmann mit den Worten eingeführt hat:" Ein können, daß Stöcker Bebel des Meineids bezichtigt hat. und Unruhe.) Herr Lenzmann, Sie wissen nicht mehr, was Sie Schweizer Schumann." Er wußte sehr wohl, daß es sich um Vicepräsident Büsing: Derjenige Herr Präsident, der während fagen.( Große Heiterkeit.) Mir ist zugebilligt worden, ich hätte den bekannten Lockspitzel Norman- Schumann handelte, der im Tausch- der Nede des Herrn Stöcker fungiert hat, hat diese Aeußerung nicht unrecht gehandelt, wenn ich sagte, witte habe ein prozeß eine hervorragende Rolle gespielt hat und nach der Schweiz nicht so aufgefaßt, sonst wäre er zweifellos gegen Herri Schriftstück gefälscht. Das war der Schluß des flüchten mußte, weil er hier wegen verschiedener schwerer Stöder eingeschritten. Ganzen. Die Duellforderung war nur eine Komödie. Da fam den Socialdemokraten.) Abg. Ledebour( Soc.): haben. haben. eine Abg. Stöcker( wildk.): Abg. Singer( Soc.): int wie Rechtsanwalt". In Wahrheit war der Kartellträger der dami+ ein Herr, den ich für einen Juden hielt.( Große Heiterkeit links.) So I hervor. Mehrere Abgeordnete erinnern daran, daß die großen Johannisthal. Am 12. d. M. tagte im Lokale von Senftleben was Unsinniges: Herr Lenzmann sagt, ich hätte mein Ehrenwort, Forderungen für neue Uebungspläge während der letzten Jahre in eine öffentliche Versammlung. Genoffin Frau Tie z behandelte in über diese Sache nicht zu sprechen, gebrochen. Das könne er schrift der Hoffnung bewilligt worden seien, dadurch eine Verminderung ihrem Vortrage:" Die Frau in der Socialdemokratie" mit zündenden lich beweisen. Ich erklärte es für eine unwahrheit, daß ich damals der Manöverkosten herbeizuführen. Im Gegensatz hierzu sei aber das Ehrenwort gegeben hätte; falls Herr Lenzmann das angebliche eine sehr große Steigerung der Ausgaben für die Manöver einSchriftstück, wonach ich mein Ehrenwort gebrochen haben sollte, nicht getreten. Die Debatte wird dann auf Donnerstag vertagt. beibringe, so laste auf ihm der Vorwurf, daß er als Rechtsanwalt eine mich aufs äußerste beschimpfende Aeußerung gebraucht hätte. Wenn ich das in dem Schreiben an die wird. ratung antworten. noch nie Betitionskommission. thatun " " Verfammlungen. Worten die Stellung der Frau in unsrem heutigen Staate, um dann überzugehen zu den Forderungen, welche die Socialdemokratie stellt, damit die Frau als gleichberechtigte Staatsbürgerin anerkannt wird. Als Vertrauensperson der Frauen wurde die Genossin Frau Mann gewählt. Nachdem noch zum Abonnement auf den Vorwärts" aufgefordert und die Männer ermahnt worden ivaren, sich dem WahlAnwaltskammer als illoyal bezeichnet habe, so habe ich eher zu aufgetauchte Streitfrage zu sehr lebhaften Debatten. Es handelte wegen Eintritts der Polizeistunde, welche hier für Arbeiter auf In der Petitionskommission führte am Mittwoch eine schon oft verein für Johannisthal anzuschließen, mußte die Versammlung wenig als zu viel gesagt.( Oho! links.) Vicepräsident Büsing: Wir diskutieren hier über socialpolitische sich darum, für welche Petitionen sich der Reichstag für unzuständig 10 Uhr festgesetzt ist, geschlossen werden. Fragen.( Große Heiterkeit.) Ich erteile das Wort dem Abg. Lenz- erklären soll. Seit etwa drei Jahren vertritt der Abg. He gelmani, bitte ihn aber, fich thunlichst an dieſes Thema zu halten. allen den Fällen für unzuständig erklären soll, in denen entwurf der niederländischen Regierung, der sich auf die Revision Frauen als Gemeindebeamte in Niederland. In einem Gesez maier( Rp.) die Anschauung, daß sich die Kommission in ( Erneute Heiterfeit.) gegen rechtskräftig Abg. Lenzmann: Es war natürlich ein Lapjus, wenn ich den wird. Lange Zeit fanden seine dahingehenden Darlegungen teinen Qualifikation der Standesbeamten, der städtischen Steuereinnehmer gewordene Irteile Einspruch erhoben einiger Artikel des Gemeindegesezes bezieht, ist, wo von der Angeklagten Stöcker einmal als Privatkläger bezeichnet habe. Ich Boden. Erst seit demt vorigen Jahre, seitdem der Abg. Lenz- und der Gemeindefekretäre die Rede ist, ausdrücklich nur aur habe in meinen obigen Ausführungen feinen Zweifel darüber gelassen, welche Prachtrolle er spielte. Ich habe ausgeführt, daß in jener mann( frs. Vp.) der Kommission angehört, hat Herr Hegelmaier männliche Personen Bezug genommen, so daß das weibliche Duellgeschichte nach einem schriftlichen lebereinkommen einen Bundesgenossen gefunden. Herr Lenzmann erklärte seiner Zeit Geschlecht von diesen Beamtenstellen ausgeschlossen wird. Hiergegen in eine hatte Diskretion bewahrt werden sollen. Daß dieses schriftliche in der Kommission: Würde der Reichstag sich zuständig erklären für hat nun die niederländische Vereinigung für Frauenwahlrecht" eine Abkommen in meine Hände gekommen sei, habe ich niemals be- die Beurteilung eines rechtskräftig gewordenen Urteils, so würde Eingabe an die Zweite Kammer gerichtet, worin die Kammer ersucht hauptet. Das habe ich Herrn Stöcker gleich nach seinem ersten dadurch eine parlamentarische Justiz geschaffen, die schlimmer wird, ihre Zustimmung zu jener die Frauen zurücksetzenden BeBrief mitgeteilt. Mein Vorwurf der Unwahrheit knüpfte sich wäre als Klassenjustiz. Er führte dabei folgenden Fall an:" Selbst ſtimmung zu versagen." Es zeigt sich mehr und mehr," heißt es in an seine Aeußerung in Elberfeld, der Kartellträger sei ein wenn das Reichsgericht einen Mann, der es unterlassen hätte, vor dem Schriftstück, daß die besoldeten und unbesoldeten Stellen in jüdischer Rechtsanwalt gewesen. Wenn Herr Stöcker den seinem Hause zu kehren, deshalb zum Tode verurteilen würde, so den Bureaus der Departements der allgemeinen Verwaltung, den früheren Reichstagsfollegen Gustav Kauffmann müßte der Reichstag sich trotzdem für unzuständig erklären, falls der Gemeindefekretariaten, der Reichspost- Sparbank und den großen für einen jüdischen Rechtsanwalt gehalten hat, so ist das eine Au 3- Betreffende sich mit einer Petition an ihn wendete. Diese Dar- Handels- und Bankiers- Comptoiers in höchst befriedigender Weise von legungen erregten damals allseitiges Befremden, aber rede, die ihm niemand hier im Hause glauben fächlich hat sich gestern die Mehrheit der Petitionskommission Stellungen einzig und allein deswegen, weil sie im Gesch genannt Frauen bekleidet werden, so daß es unbillig wäre, gleichartige Abg. Stöcker( wildkons.): Ich halte es für völlig n Witwe eines Arbeiters in Siebenlehn in Sachsen beschwerte sich, zu dem Standpunkt des Abg. Lenzmann bekehrt. Die werden, für die Frauen unzugänglich zu machen." begründet, solche Sachen hier vom Zaune zu brechen.( Rufe: Schluß! Schluß!) Die Schuld trägt allein Herr Lenzmann. Ich daß ihr zu Unrecht keine Rente zuerkannt worden sei, obwohl ihr werde es ihm im öffentlichen Leben wieder vorhalten und Mann cinem Betriebsunfall erlegen wäre. In der Sache dann werden wir dort die Sache regeln.( Lachen links.) selbst ivaren alle Mitglieder der Konumission einig, daß der Petition eine Vicepräsident Büsing erklärt die Diskussion über die socialweitere Folge nicht gegeben werden Der socialdemokratische Wahlverein für den dritten Berliner politischen Fragen für geschlossen.( Bravo!) Die Abstimmung über fönnte, weil der Rechtsanspruch der Frau durchaus Reichstags- Wahlkreis hielt am 17. Februar im Märkischen Hof eine die Resolutionen wird erst in der dritten Lesung erfolgen. berechtigt war.& wurde auch beantragt, die Petition gut besuchte Versammlung ab. Dr. Friedeberg referierte über Persönlich bemerkt für ungeeignet zur Erörterung im Plenum zu erklären, das Thema:„ leber welche Machtmittel verfügt das Proletariat δα eine Rechtsverteigerung nicht vorliege. Abgeordneter zur Niederwerfung der Klassenherrschaft?" Der Redner erkennt an, Abg. Zubeil( Soc.), er werde Herrn Stöcker in der dritten Beenzmann verlangte dagegen, das Votum sollte lauten: daß die Gewerkschaftsbeivegung, die politische Bewegung und andre Abg. Moltenbuhr( Soc.) verwahrt sich gegen den Vorwurf des ungeeignet zur Erörterung im Plenum, weil der Reichstag Institutionen der Arbeiter( Genossenschaften) für die Hebung der Abg. Crüger, in fälschlicher Weise die Uebereinstimmung zwischen nicht zuständig sei und nicht in die Rechtsprechung eingreifen Lebenslage der Arbeiter von größter Bedeutung sind. Die Gewerkdem Stenogramm der Crügerschen Rede und dem„ Vorwärts"-Bericht tömte. Nach seinen vorausgegangenen Ausführungen besagt dieses schaften, die Genossenschaften oder der politische Kampf im Parlament fonstatiert zu haben. Der im" Vorwärts" weggelassene Kleine grundsätzlich wichtige Votum mehr, als aus dem Wortlaut zu lesen wären aber ungeeignet, die Klassen lage des Proletariats zu verNebensatz sei ganz ohne Bedeutung. ist. Einen Eingriff in die Rechtsprechung hat die Petitions- ändern, der heutigen Gesellschaft den Klassencharakter zu nehmen, kommission Nunmehr erteilt Vicepräsident Büsing zur weiteren Beratung Die Herrschenden würden versucht und nie für ihr Recht worauf es in letter Linie ankomme. des Titels Staatssekretär das Wort dem erachtet. Wohl aber hat sie in jedem Falle geprüft, fre Stampfesmittel lahmlegen, sobald der Bestand der KlassenAbg. Beckh- Coburg( frf. Bp.): Bei den letzten aufregenden Reden ob eine Rechtsverweigerung vorliegt. Nach Annahme des Lenz gesellschaft bedroht erscheine. Die Macht des Proletariats liege fühlte man sich an das Wort des Dichters erinnert: Ein Schlachten Betition von vornherein abgelehnt werden, in welcher ein rechts- a it ch in andren proletarischen Institutionen, aber nur dann, ivenn mannschen Votums müßte konsequenterweise die Erörterung jeder auch im Parlamentarismus, auch in der Gewerkschaftsbewegung, war's, nicht eine Schlacht zu nennen.( Heiterkeit.) Ich komme auf eine andre Frage, die des Vogelschutzes.( Heiterkeit.) Der kräftig gewordenes Urteil der höchsten Instanz vorliegt. Nicht ohne ein Proletariat dahinterstehe, das revolutionär denkt, mit profeStaatssekretär hat versprochen, nach der Ratifikation der Pariser Interesse ist die Thatsache, daß ein freisinniger Volksparteiler und tarischem Bewußtsein erfüllt und bereit ist, revolutionär zu Vogelschutz- Konvention folle eine Revision unfres heimischen ein konservativer Reaktionär in dieser Auffassung der Rechte des handeln. Redner deutet auf den Generalstreik als Mittel zur Beseitigung der Klassenherrschaft und fordert eine positive Erziehung Vogelschutz- Gesetzes von 1888 in Aussicht genommen werden. Ich Reichstags sich die Hand gereicht haben. der Arbeiter zum revolutionären proletarischen Denken und möchte den Herrn Staatssekretär fragen, wie es hiermit steht. Empfinden, das ihm heute verflacht erscheint. Deshalb verlangt er Abg. Dr. Pachnicke( Frs. Vg.) wünscht die Aufstellung Wahlprüfungs- Kommission. Zunächst wurde in der gestrigen auch energisch die Durchführung der Arbeitsruhe am 1. Mai, wodurch einer einheitlichen Verkehrsordnung für Kraft Sigung der Bericht über die Wahl im Wahlkreise Elbing- zugleich würdig die Reichstagswahlen vorbereitet würden, für die fahrzeuge, Fahrräder und Automobile. Die Be- Marienburg festgestellt, dessen Mandat Herrn v. Oldenburg mit aller Energie zu wirken sei. Der Vortrag fand großen Beistimmungen über das Signal- und Beleuchtungswesen für diese gesezwidrig zuerkannt wurde, der aber außerdem nicht einmal die fall. Es entspann sich eine lebhafte Debatte. Röseler wünscht Fahrzeuge sind in den einzelnen Staaten ganz verschieden. Man Mehrheit der Stimmen erhielt. Kommissionsbeschluß: ungültig den Parlamentarismus nicht unterschäßt zu sehen und erklärte den fann aber unmöglich von jedem, der mit einem Automobil durch das feitserklärung. Generalstreit für bedenklich. Mahle findet es im Gegensatz zum Reich fährt, verlangen, daß er alle Reglements im Kopf hat. Ein Dann wird in der Prüfung der Wahl des konservativen Abg. Referenten sehr vernünftig, wenn einzelne Gewerkschaften, die beim einheitliches Reglement ist dringend notwendig. Will fortgefahren( Stolp in Pommern). Gegen diese Wahl Stampf um den 1. Mai besonders litten, sich die Frage vorlegten, ob Abg. Dr. Stockmann( Rp.): Die Ausführung des Fleisch besch a u- liegen so viel Einsprüche vor, daß, wenn nicht ein schnelleres die Opfer im richtigen Verhältnis ständen zur Bedeutung der Feier. Gesezes hat in meinem Wahlkreis große Beunruhigung hervorgerufen. Verfahren eingeschlagen wird, es fraglich fraglich ist, ob über- Viel wichtiger als diese seien die Kämpfe, die das in Gewerkschaften Es wird von allen Tagelöhnern, die vor Weihnachten ihr Schwein haupt ein Bericht zu stande kommt und an das Plenum vereinte Proletariat das ganze Jahr führe. Harndt spricht seine schlachten, wovon sie einen Teil verkaufen und das übrige für den gelangt. Die pommerschen Granden, die Buttkamer, lebhafte Genugthuung über den Vortrag aus, ebenso stimmten Hausgebrauch verivenden, verlangt, daß sie das Schwein vorher Massow, 3izewige, Gamp 2c. furz, die Rittergutsbesitzer eh der und Kahn dem Referenten bezüglich des Generalstreits untersuchen lassen. Das widerspricht einer Erklärung des Herrn haben es sich etwas kosten lassen, um eine konservative Wahl zu und der Pflege des revolutionären Geistes zu. Nach der Wahl werde Staatssekretärs, der seiner Zeit zugab, daß die Tagelöhner- stande zu bringen, und haben gezeigt, wie das geheime Wahl- man sich näher darüber unterhalten müssen. Es wurde angeregt, schlachtungen nicht unter das Gesetz fielen. recht zu diesem Zwecke mißhandelt werden muß. Kuh Dr. Friedeberg solle seinen Vortrag im Druck erscheinen lassen. Staatssekretär Graf Posadowsky: Ein Entwurf zur Revision unfres fleisch, Noggen, Roggen, Bier, Schnaps, Cigarren 2c. ri betonte, daß jeder von uns auch jetzt schon bestrebt sei, überall Vogelschutz- Gesezes ist ausgearbeitet. Ich habe mich mit dem Herrn wurden verteilt, um die Wähler geneigt zu machen für die Wahl socialistische Gesinnung zu verbreiten. Niemand glaube, daß die Landwirtschaftsminister über die weitere Förderung der Angelegenheit Wills. Aber auch Drohungen mit Arbeitsentlassung, unerhörte, gefeß- ökonomische Umwälzung durch das Parlament erfolgen werde. Der in Verbindung gefeßt.( Bravo!) Eine einheitliche Verkehrsordnung für widrige Wahlkontrolle usw. mußten dem gleichen Zwede Stampf gegen die Unwissenheit müsse geführt werden. So werde Fahrräder und Automobile ist in Vorbereitung und wird hoffent- dienen. Mit all' diefen Hilfsmitteln brachte man aber nach und nach auch das Militär beeinflußt. In dem Augenblick, wo lich sehr bald zum Abschluß gelangen. Nach§ 2 des Herrn Will nur in die Stichwahl und in dieser erst erhielt wir den Generalstreit mit Erfolg proklamieren könnten, sei die Masse Fleischbeschau- Gesetzes ist der gewerbsmäßige Verkauf nicht er 12 861 Stimmen, sein freisinniger Gegner nur 11 677. aufgeflärt, da brauchten wir den Generalstreit nicht mehr. untersuchten Fleisches verboten. Ich habe damals erklärt, daß Der Gesezwidrigkeiten sind jedoch so viele vorgekommen, daß sicher Dr. So II stein, der sich als Bourgeois vorstellt, rät zur Grüneine gelegentliche entgeltliche Abgabe von Fleisch als gewerbsmäßig mehr Stiminzettel fassiert werden müssen, als die Majorität Wills dung von Produktivgenossenschaften. Nachdem noch Börner nicht anzusehen sei, und der Herr Kommissar des Reichs- Justizamts beträgt, so daß die Ungültigkeitserklärung das Ende fein wird. zur Frage der Maifeier im Sinne Mahles gesprochen, hob der Neist der Erklärung beigetreten. Den Einzelstaaten ist aber die Be- Der Wahlprotest enthält 115 Nummern resp. Einsprüche, von denen ferent in feinem Schlußivort hervor, daß er die Unterstützungsfugnis erteilt, weitergehende Vorschriften zu erlassen. Geschieht dies, für mehr als die Hälfte Beweiserhebungen stattgefunden haben. einrichtungen der Gewerkschaften durchaus billige. so kann die Reichsinstanz daran nichts ändern. Bis jetzt sind noch nicht die Hälfte der Fälle geprüft. Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Donnerstag Der Protest verdiente veröffentlicht zu werden; man würde staunen, 1 Uhr. wie das Wahlrecht von den Krautjunkern zur Farce gemacht wird. Schluß 6 Uhr. Ju dieser Sizung kassierte die Wahlprüfungskommission auf Grund der Beweiserhebungen im Bezirk Gum bin sechs konser vative Stimmen, in Deutsch- Budow 27, in Midrow 74, in Jeseriz 14. In letterem Bezirk nahm, um nur ein Beispiel zu zeigen, der Wahlvorsteher, Baron v. Buttkamer Wählern vor der Thür des Wahllokals die Zettel ab, die natürlich konservative vor dem Wahllokal der herrschaftliche Gärtner verteilen mußte, nannte dann die Namen der Wähler und legte in einem bezeugten Falle den Zettel in die Wahlurne, ohne daß der Wähler das Wahllokal betreten hatte. So und in vielfach raffinierterer Weise wurde es gemacht, Wills Wahl durchzudrücken. Fünf Jahre lang übte will dieses glanzvolle Hell Parlamentarisches. Budget- Kommission. Partei- Nachrichten. 11 Der socialdemokratische Wahlverein für den vierten ReichstagsWahlkreis( Süd Ost) hielt am Dienstag eine gut besuchte Verfammlung in der Urania", Wrangelstraße, ab. ReichstagsAbgeordneter Förster sprach über die Vorgänge im Reichstage. n cingehender Weise erörterte der Referent die Stellung der verfchiedenen Parteien zu den bedeutendsten politischen Fragen und ihr Vorgehen gegenüber der Socialdemokratie. Nachdem der Redner noch das sehr zweideutige Verhalten der bürgerlichen Parteien zum gleichen, direkten und geheimen Wahlrecht beleuchtet, führte er aus, daß diese Parteien, bei denen nur der Grundfab: Aufrechterhaltung ihrer Klassenvorrechte und Ausbeutung der Arbeiterklasse gilt, keinen Glauben verdienen und lediglich die Socialdemokratie die Garantie bietet, daß sie für die Erhaltung und Erweiterung der Volksrechte eintritt. Der Vortrag wurde von der Versammlung mit Tebhaftem Beifall aufgenommen. Inter Verschiedenes" ersuchte St. Scholz, gelesene Vorwärts"-Nummern, Broschüren usw. ihm zur Agitation in der Provinz zur Verfügung zu stellen. Der Vorfizende Hoffmann gab bekannt, daß am 1. März bei Graumann, Naunynstraße, ein Vergnügen des Wahlvereins stattfindet und richtete sodann die Aufforderung an die Versammelten, noch mehr wie bisher für den Anschluß an die Organisation zu agitieren und für die größere Verbreitung des Vorwärts" Sorge zu tragen. " für Die Handels, Transport- und Verkehrsarbeiter erledigten am Montag die Tagesordnung der abgebrochenen Generalversammlung vom 4. Febritar, woselbst Anträge zum Hamburger Verbandstage beraten und die Wahl der Delegierten dazu vorgenommen wurde. Gewählt find als Vertreter der Hausdiener Steinide und Nürnberg, für die Kutscher Schulz, für die Kohlenarbeiter Bled, für die Möbel- Transportarbeiter Bachmann, die Leitergerüstbauer Streitner, als Verwaltungsvertreter Werner und als Revisor der Hauptkasse Kraker. Nach der Diskussion über den gedruckt vorliegenden, im Vorwärts" bereits erwähnten Jahresbericht der Ortsverwaltung wurde dem Kaffierer Decharge erteilt und ihm 50 M. Mankogeld bewilligt. Infolge der erhöhten Ausgaben für Krankenunterstützung und Die Tanz- Husaren. In der Sigung am Mittwoch wurde die Debatte über die Gehaltserhöhung für die Oberstlieutenants der Infanterie fortgesetzt. Für diese Gehaltserhöhung treten der Kriegsminister und der Vertreter der bayrischen Regierung General von Enders und namentlich Graf v. Roon ein, der das Heil und die Mandat aus, zur Ehre des geheimen Wahlrechts. Schlagfertigkeit der Armee arg gefährdet sieht, wenn nicht sofort den Oberstlieutenants mehr Gehalt bezahlt wird. Abg. Roeren versichert denn auch, daß er eigentlich für diese Gehaltserhöhung sei, fie aber erst im nächsten Jahre bewilligen werde, wenn ein neues Militärgesetz gemacht und dann alle diese Verhältnisse Eine reich illustrierte März- Zeitung, die dem Andenken an den von neuem geregelt werden müssen. Schließlich wird die Forderung unvergeßlichen Vorkämpfer des Proletariats, Karl Marg, feit von den Socialdemokraten, Freisinnigen und dem Centrum ab= gelehnt. Hierauf werden die weiteren Besoldungsforderungen dessen Tode 20 Jahre verflossen sind, gewidmet ist, wird die Partei unverändert bewilligt. Dabei kamen die Wünsche der Zahl- und Fr. Mehring schildern die Bedeutung des großen Toten für buchhandlung herausgeben. Die Tertbeiträge von S. Kautsky meister und Regimentsschneider auf Aufbesserung ihrer die Wissenschaft und für die revolutionären Kämpfe des Proletariats. Gehälter zur Sprache und wurden der Regierung zur Berücksichtigung Den illustrativen Schmuck besorgt ein hervorragender Künstler, der empfohlen. Dagegen wurde zur Tagesordnung übergegangen über in Mittelbilde den Schlachtruf der Arbeiterklasse" Proletarier aller eine Petition, welche für die Gemeinen eine Erhöhung der Löhnung Länder vereinigt Euch!" zu einer prächtigen Apotheose der Siegesum 10 Pf. pro Tag fordert. Zur Weiterentwickelung fraft des Socialismus geformt hat. Der Preis beträgt 10 Pf., in des Selbstfahrerwesens find 100 000 m. gefordert. General von Einem teilt auf eine Anfrage mit, daß durch die bisherigen Partien billiger. Bestellungen sind bis zum 1. März an die BuchHandlung Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 69, zu richten. 69. Versuche die Verwendbarkeit der Selbstfahrer für militärische Zwecke erwiesen sei. Jedoch sollen die Versuche auch in Zukunft fortgesetzt werden. Bei den Ausgaben für die Kasernen bittet Abg. Spahn nähere Auskunft bezüglich der Verlegung der Husaren von Düsseldorf nach Krefeld. Der Kriegsminister persichert, daß auch diese Sache ordnungsgemäß geregelt worden sei. Schon seit längerer Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse feierte Sterbegeld beantragte die Ortsverwaltung, auch fernerhin einen Zeit habe sich die Kaserne für die Husaren in Düsseldorf als völlig Sonntag, den 15. Februar, sein viertes Stiftungsfest. Eine fest- Extra Beitrag von 20 Pfennig pro Quartal zu erheben, ungenügend erwiesen. Eine Verlegung dieser Truppen nach Krefeld liche, frohe Stimmung erfüllte die zahlreich erschienenen Mitglieder weil andernfalls die Unterstüßungssäße reduziert werden sei zwar geplant gewesen, aber mit Rücksicht auf die dadurch ver- und Gäste. Das Programm bot eine Fülle des Guten; besondere müßten. Der Antrag wurde an die erweiterte Ortsverwaltung zur ursachten Kosten noch immer verschoben worden. Jene Bemerkung Begeisterung erweckten die vorzüglichen Recitationen des Fräulein nochmaligen Prüfung zurückverwiesen. Für die innere Örtsdes Kaisers zu den Ehrenjungfrauen, denen er Tänzer besorgen Luise Dumont vom Deutschen Theater. Der Gefang des Herrn verwaltung wurden sodann gewählt: Werner als 1. Bevoll wolle, sei nichts als ein Scherz gewesen. Im Anschluß hieran sei Pape und des Doppelquartetts wirkten sehr stimmungsvoll und der mächtigter, Dertel als 2. Bevollmächtigter, Steinide als dann bei dem Festmahl dem Kaiser die Mitteilung von den Verhält- Humor kam diesmal in einer glänzend gelungenen Episode zu seinem Staffierer, Uthes als Arbeitsvermittler, als Beisiger Mohr, nissen in der Kaserne der Husaren gemacht worden. Der Kaiser habe Recht. Nachdem eine Damen- Abteilung des Turnvereins Fichte" Serud ow und Freude, und als Revisoren Straube, darauf geantwortet, er habe gegen die Verlegung der Truppe nach durch einen reizenden Reigen den Tanz eingeleitet hatte, vereinte me artgraf und Binte. Zum Schluß wurde ein Antrag der Krefeld nichts einzuwenden. Nun sei jene Depesche abgegangen, die derfelbe die Anwesenden lange in fröhlichem Beisammensein. Ortsverwaltung, für die Verbandsbeamten 50 Proz. der Beiträge ihm( dem Kriegsminister) allerdings ebenfalls aufgefallen sei. Er habe Montag, den 16. Februar, hielt der Verein seine regelmäßige zur Unterstützungs- Genossenschaft zu zahlen, abgelehnt. verlangt, daß die Angelegenheit durch das Kriegsministerium in der Mitgliederversammlung ab. Herr Professor Dr. Grawit sprach Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschüblichen Weise erledigt werde, und das sei auch geschehen. Er habe über:" Die Bedeutung und Verhütung der Bleichsucht". Den aus- lands, Bezirk Berlin. Donnerstagabend 8 Uhr, öffentliche Versammlung die Verhältnisse an Ort und Stelle untersuchen lasen und gezeichneten flaren wissenschaftlichen Ausführungen folgte eine leb- in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20( großer Saal). Es spricht sei zu dem Schluß gekommen, daß daß die Verlegung der hafte Diskussion. Reichstags Abgeordneter Emil Rosenow über:" Die Entrechtung der Husaren nach Krefeld in jeder Beziehung vorteilhaft sei. Am 2. März findet unfre Generalversammlung statt, zu welcher Handlungsgehiljinnen". Zahlreichen Besuch erwartet Der Bevollmächtigte. Die Manöverkosten" rufen eine ausgedehnte Debatte wir um zahlreiche Beteiligung der Mitglieder bitten. 12 Aus der Frauenbewegung. " Eingegangene Druckschriften. Von der illustrierten Nomanbibliothek„ In Freien Stunden liegen die Hefte 5 und 6 des neuen Jahrgangs vor." Der Goldmensch", ein volkstümlicher Roman des ungarischen Dichters M. Jokai, erscheint als Hauptroman. Neben diesem gelangt die schlichte, hauptsächlich die Jugend fesselnde Erzählung der beiden beliebten Schriftsteller Erdmann- Chatrian:" Frau Therese" zum Abdruck. Die Hefte erscheinen wöchentlich zu 10 Pf. Bestellungen nehmen jeder Kolporteur sowie die Expeditionen der Parteiblätter und die Post( PostBeitungs- Katalog Nr. 3856) entgegen. Wir können unsren Lesern das Abonnement empfehlen. -B gefettert, statt dieser hat der Reichstags- Präsident einen mächtigen Gummi-| preußischen Staatsverband erforderlich. A. B. C. 150. Die besondere schlauch in der Hand. Auf der nächsten Seite finden wir den Entwicklungs- Abmachung über den Ausschluß der Kündigungsfrist ist gültig. E. B. 38. gang des Geschlechtes derer v. Ballestrem. Das Schlußbild zeigt uns den Nein.-H. M. Verschaffen Sie sich Abschrift der Urkunden und kommen Sie stolzen deutschen Aar in jämmerlicher Verfassung, laut auftreischend sucht er dann in die Sprechstunde. Wolter 102. Zu einer Klage liegt hier kein H. S. 64. Nein. dem vertrakten Sumpfe zu entkommen. H. B. bringt in seiner Zeichnung Anlaß vor. P. J. 42. 1. Nein. 2. Landes- Verauf Seite 4 eine Satire auf die Gerechtigkeit übenden Staatsorgane. ficherungsanstalt Klosterstraße. 3. Jeder Arzt. 4. Aerztliches Gutachten Vom Terte find hervorzuheben die Gedichte: Ohm Krügers Sterben. und die Karten. W. W. Die Forderung ist zu hoch. N. 73, D. Bassermann, von Imperto. Die Heerschau der Bündler. Rauhbein, Chemnik. Sie sind zur Zahlung der angegebenen Beträge verpflichtet. von Adolf Lepp. Lieder aus Capri, von W. W. Dichterpensionen. 100. O. Anders. 1. u. 2. Ja. F. B. 100. 1. Die Petitionen sind Halali. Die verkannte Bourgeoisie. Die Nummer ist bei allen Buch- dem Reichstag vorgelegt, aber nicht in ihm ausgearbeitet worden. 2. bis 4. handlungen und Kolporteuren für 10 Pf. zu haben. Wenn den Arzt ein Verschulden trifft, können Sie ihn haftbar machen. Unfall ist das nicht. Wenden Sie sich an einen Anwalt. M. y. Nein. Alfred. Sie haben keine Ansprüche. W. S. Der Schuldschein braucht nicht gestempelt zu werden. 2. 3. Weitere Nachteile als den Verlust des Wahlrechts für die diesjährige Wahl haben Sie nicht. Bei späteren Wahlen sind Sie wieder wahlberechtigt. C. E. K. Wiederholen Sie die Anfrage mit der Angabe, welcher Religionsgemeinde Sie angehören. Westerkowsky. Sind die 1000 M. nach Uebereignung der ganzen Wirtschaft an die Frau in die Wirtschaft verbaut worden, dann haben Sie für die 1000 m. nicht aufzukommen, sind sie vorher verbaut, dann in Höhe von 1000 M. Schulze 18. Sie müssen für die unbekannten Eigentümer durch das Amtsgericht einen Pfleger bestellen lassen, dem Sie dann die Räder gegen Bezahlung Ihrer Kosten aushändigen oder mit dem Sie sich über eine anderweite Verwendung der Räder einigen. Eigentum an den Rädern erwerben Sie durch Zeitablauf nie. Briefkaften der Redaktion. Allen Anfragen, die auf Antwort rechnen, ist die Abonnements: Quittung beizufügen. Die Erledigung erfolgt grundsätzlich nicht brieflich. Anfragen juristischer Art sollten auf dem Couvert immer den Vermerk haben: Juristischer Teil. 2. H. 118. Je nach der Konstruktion der Maschine schwankt die Leistung zwischen 1000 und 1500 pro Stunde. C. 2. Erhalten. Alte Halunkenstückchen. 1. Er kann, aber mit großem Zeitverlust. 3. Nein. 2. Fällt demnach weg. Außerdem reden E. 100. Der D- 3ug hat Plakgebühr, fährt in der Regel schneller, hat Sie mit dem Rektor der Gemeinde- und dem Direktor einer Realschule. aber auch zuweilen Wagen der dritten Klasse. Bielleicht erfahren Sie etwas im Bureau der Gastwirts- Gehilfen, Dirksenstraße 39 I. Juriftifcher Teil. 2. K. 10. Ja. C. 47. Leider nein! Witterungsübersicht vom 18. Februar 1903, morgens 8 Uhr. Von der Hütte", Zeitschrift für das Volk und seine Jugend( Dresden, Verlag H. Wallfisch) ist soeben das 22. Heft erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Liebe ist ewig. Roman von Wilhelm von Polenz. Wie ein Panorama entsteht? Von Fred Hood. Spruch. Von Grillparzer. Bom Theaterspielen. Von Paul Bröcker. Gesellschaft. Gedicht von Friedrich Vischer. Die rote Nelte. Von Gisela Michels- Lindner. Ein Schicksalslied und sein Dichter. Von Franz Diederich. Eine un glaubliche Geschichte. Von Karl Ewald. Franz Lenbach. Von Dr. John Schikowski. Ein Augenblick. Gedicht von Friedrich Vischer. Kunit Beilage: Franz Lenbachs Björnstjerne Björnson. Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralstelle für Arbeitsmartt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow, Berlin, Berlag von G. Reimer). Die als Organ des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" erscheinende Zeitschrift enthält in Nr. 10 des 6. Jahrganges unter anderm: Rundschau über die Lage des Arbeitsmarktes. Allgemeines: Die Berichterstattung über den oberschlesischen Arbeitsmarkt. Situationsberichte aus einzelnen Gewerben: Bergbau( Besserung im vierten Quartal 1902. AbsatzDie juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends schwierigkeit im Januar. Arbeitsverhältnisse in Oberschlesien); Schiffbau von 7 bis 9½ Uhr abends ftatt. Geöffnet: 7 Uhr. ( Beschäftigungsgrad auf deutschen Werften); Tertilgewerbe( Geschäftsgang Elenden. Ihr Vertrag ist gültig; Sie dürfen nicht ziehen. N. H. im Januar. Üeberarbeit in Sachsen); Sattlerei( Arbeitsverhältnisse der 100. Verjährung ist nicht eingetreten, wenn Sie den Tabak für Ihren Militäreffekten- Sattler); Baugewerbe( Aussichten für das kommende Früh- Gewerbebetrieb entnommen hatten; sie ist eingetreten, wenn das nicht der Swinemde. 772 WNW 2Nebel jahr. Bauthätigkeit in Provinzorten). Statistisches Monatsmaterial: Fall. Genoffe Schöneberg. Das Weihnachtsgeschenk brauchen Sie sich Hamburg Wetterbericht. Arbeitsnachweise. Krankenkassen. Streifverzeichnis nicht abziehen zu lassen, ein Zeugnis fönnen Sie beanspruchen. Auf Er- Berlin 775 WNW für Deutschland, Destreich- Ungarn, Schweiz. Verwaltung der Arbeits- teilung wäre beim Amtsgericht zu flagen. nachweise: Ausgleichsstelle für städtische Arbeiter in Berlin. Parteigenosse 6, NW. Ber-Frantj./M. Nachbar- flagen Sie den Arbeitgeber auf Schadensersak. C. N. 47. Nein. gebiete der Arbeitsnachweis- Verwaltung: Verein für Unfallverlegte. Beilage: A. Mohr. Wenn Sie sich mit den drei Nichtzahlern geeinigt haben, daß Mitgliederliste des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise nebst zahlenmäßigen fie nicht mehr mitspielen sollen, dann nehmen die drei auch nicht an einem Angaben über Januar 1903. etwaigen Gewinn teil. Ist eine solche Einigung nicht erfolgt, dann nehmen Der Südd. Postillon bringt in seiner Nr. 4 das 12. Bild aus seinem die drei am Gewinn teil, müssen aber auch ihren Klassenanteil zahlen. Gothaischen Kalender:" Ballestrem"; eie Präsidentenglocke ist in die Ecke| M. St. 68. Es ist nicht Naturalisation, sondern nur Ausnahme in den Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 19. Februar. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Feuersnot. ( Pagliacci). Bajazzi Schauspielhaus. Im bunten Rock. Deutsches. Die Wildente. Berliner. Dornröschen. Leffing. Der blinde Passagier. Neues. Die Fliege. Vorher: Der Oberlehrer. Residenz. Lutti.( Loute.) Westen. König Tod. Thalia. Der Camelienontel. Central. Das Mädchen von der Heilsarmee. Belle Alliance. Am Telephon. Hierauf: Cupido u. Co. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Der Meister von Palmyra. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Heimat. Carl Weiß. Das sechste Gebot. Buntes. Jugend. Luisen. Der Waffenschmied. Kleines. Erdgeist. Trianon. Die Notbrüde. Apollo. Nakiris Hochzeit. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Casino. Cavalleria rusticana. Balast. Berliner Luft. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Passage Theater. Specialitäten. Paffage- Panoptikum.Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Invalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Neu! Miss Karri die schöne Tätowierte. Neu ausgestellt: Otto Reutter. Gr. Promenaden- Konzert. Passage- Theater. Anf. Sonnt. 3, Wochent. 5, Abendvorst. 8 U. Ende 11 U. Ganz Berlin zerbricht sich den Kopf über Aga die schwebende Jungfrau. Mysteriöses Theaterstück in 1 Akt. The three Devils: Die Wettfahrt im Todesring. 14 erstklassige Nummern. Central Theater Metropol- Theater Heute Anfang Uhr. B Ensemble Gastspiel der Wiener Operetten- Gesellschaft von Venedig in Wien unter Leit. d. Dir. Gabor Steiner. Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Das Mädchen von der Heilsarmee. Allerneuestes! Amerikanische Operette in 5 Bildern, bearbeitet von 2. Stren u. C. Lindau. Thalia- Theater. Dresdenerstraße 72/73. Anfang 7 Uhr. Der Camelien- Onkel. Morgen und folgende Lage: Der Camelien- Ontel. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Romeo und Julia. Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Gastspiel Gastspiel Julius Spielmann. Emil Thomas a. G., Henri Bender. Frid Frid, Fl. Siding, Hansi Reichsberg. 300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Luisen- Theater. Apollo- Theater. Gastspiel des Opern- Theaters des Westens: Deute 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Heimat. Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen Schauspiel in 4 Aften von Hermann von Adolf Wilbrandt. Freitagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Sonnabendabend 8 1hr: Wohlthätige Frauen. Sudermann. Freitagabend 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Sonntagabend 8 Uhr: Jugend. Schluss der Saison 3. März. 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Markthalle Andreasstr., Stand 16/18 Heize mit 476L Anhaltische Kohlenwerke ギ MONOPOL Mariengrube * Brikets* Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid, ir Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 42. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenbaus. Donnerstag, 19. februar 1903. allgemein zu der Ueberzeugung gelangt, daß das Börsengesetz nicht erfolgt sei, habe der in der Arbeitsordnung ausgesprochene eine geradezu verheerende Wirkung geübt hat. Die Aufhebung des Kündigungsausschluß für den Kläger keine Geltung. Für ihn gelte Terminhandels hat den fleinen Getreidehändler vernichtet und die die gesetzliche vierzehntägige Kündigungsfrist. Es wurde dann großen noch größer gemacht. Das Börsengesetz hat die kleinen darüber verhandelt, ob ein gesetzlicher Entlassungsgrund vorBantiers eristenzlos gemacht und die großen Banten gezüchtet. Die liege. In dieser Richtung wurde folgendes festgestellt: Der Kläger Ersparnisse sammeln sich jetzt bei den großen Banken und werden arbeitete am Entlassungstage in einem Saal, wo eine Maschine ins Ausland getragen. Geld muß genau wie Waffen und Festungen montiert wurde. Als er gerade mal von seiner Arbeit wegsah und gepflegt werden. Unser Ministerium ist leider nicht einheitlich zusammen- sich für die Montierung hinter ihm interessierte, kam der Schwager Vorwurf erheben, daß sie infolge agrarischer Wünsche den berechtigten den Raum. Der Herr raisonnierte, daß Kläger sich gar nichts umgesetzt. Der Handels- und Gewerbestand kann gegen die Regierung den des einen Chefs, der zugleich am Betriebe mit Geld beteiligt ist, in Forderungen des Handels- und Gewerbestandes nicht nachgiebt. zusehen habe. Es kam zu einem kleinen Wortivechſel, wobei Kläger meinte, der betreffende Herr hätte ihm überhaupt nichts zu sagen. ( Beifall links.) 24. Sigung vom Mittwoch, 18. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Möller. Die zweite Beratung des Etats der Handels- und Gewerbeverwaltung wird fortgesetzt. Abg. Fund( freiſ. Vp.) fragt an, wie es mit der Reform der Börsengesetzgebung stehe. Besonders die Bestimmungen über den Differenzeinwand und den Terminhandel bedürften der Abänderung. Ebenso bedarf die Stempelsteuer- Gesetzgebung einer Revision. Die jetzige Gesetzgebung kommt auf eine völlige Vernichtung des kleinen Bankierstandes heraus.( Sehr richtig! links.) Abg. Deser( Hosp. d. frf. Vp.) polemisiert gegen den Abg. Gamp. Daraufhin wurde Kläger entlassen. Im Gegensatz zum Vertreter - Was die Rede des Herrn Handelsministers anlangt, die von den Abg. Dr. Arendt( ft.): Daß einzelne Bestimmungen des Börsen- der beklagten Firma erachtete der Gerichtshof jene Aeußerung des Herren der Rechten auch vom formellen Gesichtspunkt aus bean- gefeges abänderungsbedürftig seien, werde auch von den Agrariern Klägers nicht für eine grobe Beleidigung, die hier einzig als Entstandet werden, so glaube ich, daß die Herren weit weniger Ver- nicht bestritten, dagegen habe sich das Verbot des Terminhandels lassungsgrund in Betracht käme. Auf Anraten des Vorsitzenden eranlassung genommen hätten, über diese Frage zu sprechen, wenn der durchaus bewährt, auch der Stempel sei nicht zu hoch. flärte sich nunmehr der Vertreter des Beklagten für diese bereit, den Herr Minister etwa im Lande Mitglieder für den Bund der Landschulen in den Ditmarken. Abg. Ernst( frs. Vg.) befürwortet die Förderung der Fortbildungs- vollen Betrag der Klägerischen Forderung in Höhe von 54 Mark zu ivirte oder die konservative Partei geworben hätte.( Sehr wahr! zahlen. links.) Die Mahnung des Herrn Ministers an die Handelskreise. ihre Die Abgg. Nölle, Mehner und Vorster werden aufgerufen, find Interessen energischer zu vertreten, wird hoffentlich überall im Lande aber nicht anwesend.( Heiterkeit.) beachtet werden. Wenn Herr Möller aber sagte, wir möchten dafür forgen, daß mehr Vertreter des Handelsstandes in die Volksvertretung tommen, so möchte ich ihn bitten, zunächst dafür zu sorgen, daß unser Antrag auf Aenderung der Wahlkreise durchgeführt wird, früher werden wir seiner Aufforderung wohl beim besten Willen wenig nachkommen können.( Sehr richtig! links.) Die Diskussion schließt. Der Titel„ Ministergehalt" wird bewilligt. Unterhaltung von Fortbildungsschulen". Eine längere Debatte entsteht beim Titel„ Zuschüsse für die staatlichen obligatorischen Fortbildungsschule. Abg. Metger( natl.) wünscht die Schaffung einer allgemeinen Minister Möller erklärt, daß dieser Gedanke vorläufig keine Aussicht auf Verwirklichung habe. Die Finanzlage gestatte das nicht. Die weitere Beratung wird auf Donnerstag 11 Uhr vertagt, außerdem steht der Etat der Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung auf der Tagesordnung. Auf eine Anfrage des Abg. Dr. Friedberg( natl.), wann der Präsident die Interpellation wegen des Bischofs Korum und der Trierer Schulzustände auf die Tagesordnung zu setzen gedenke, erwidert in Verbindung gesetzt. Er hat mir aber geantwortet, daß er Präsident v. Kröcher: Ich habe mich mit dem Kultusminister fühestens heute abend in der Lage sei, mir mitzuteilen, wann er die Interpellation beantworten könne. Schluß 4 Uhr. Sociales. Barbarei. Die Zuständigkeit der Gewerbegerichte. Zivei Former, die bei der Firma Pintsch in Fürstenwalde gearbeitet hatten, machten beim Berliner Gewerbegericht Ansprüche aus jenem Arbeitsverhältnis geltend. Es war zunächst die Zuständigkeitsfrage zu erledigen, da der Vertreter der Firma die Zuständigkeit des Berliner Gewerbegerichts bezweifelte. Es wurde festgestellt, daß der Inhaber der Fürstenwalder Fabrik, Herr Pintsch, in Berlin wohnt und hier auch eine Fabrit, seinen Hauptbetrieb hat. Der eine der Kläger wohnt jetzt auch in Berlin. Das Berliner Geverbegericht, Kammer V, unter dem Vorsitz des Herrn Wedel, erflärte sich unter den obwaltenden Umständen für zuständig, und zwar mit Rücksicht auf den§ 27 des neuen Gewerbegerichts- Gesetzes, worin es heißt:" Zuständig ist dasjenige Gewerbegericht, in dessen Bezirk die streitige Verpflichtung zu erfüllen ist oder sich die gewerbliche Niederlassung des Arbeitgebers befindet oder beide Parteien hat der Kläger die Wahl." ihren Wohnfit haben. Unter mehreren zuständigen Gewerbegerichten Für den einen Kläger erachtete das Gericht die Zuständigkeit schon dadurch gegeben, daß bei Einreichung der Klage sowohl er wie der Arbeitgeber Bintsch in Berlin wohnten. Und bezüglich des andern Klägers zog man in Betracht, daß Herr Pintsch auch in Berlin eine gewerbliche Niederlassung hat, und zwar den Hauptbetrieb. Die Phosphorzündholz- Kommission hatte am Mittwochvormittag eine Besprechung mit einigen Fabrikanten von Schwefelhölzern, von denen fie Auskunft erbat, welche Einwendungen sie gegen die Sicherheit der von der Regierung in Aussicht genommenen Zündmasse zu machen hätten. In mehrstündiger Debatte wurde von den Fabrikanten der Standpunkt vertreten, daß die neue Zündmasse, die leicht entzündlich und erplosiv sei, wenn sie eintrockne, fchiedenen Stadien der Herstellung die Eintrocknung der Zündmaffe die Fabrikation der Zündhölzer sehr gefährlich gestalte, weil bei vers unvermeidlich sei. Erstens könne in der Mischmühle etwas Masse eintrocknen und zur Entzündung gelangen, zweitens beim Transport der Mischung das dabei auf den Fußboden Verspritzte sich entzünden, drittens beim Tunken der Hölzer Wasse daneben sprißen und eintrocknen und viertens fei beim Lagern durch Erwärmung und Stoß die Explosionsgefahr Bedenken für nicht stichhaltig gehalten, denn alle diese Gefahren sehr groß. Seitens einiger Kommissionsmitglieder wurden diese lassen sich leicht vermeiden, wenn die bei Herstellung von ZündEinrichtungen getroffen werden. massen selbstverständlichen Sicherheitsvorkehrungen und technischen Morgen, Donnerstag, wird die Kommission eine ordentliche Sigung abhalten, in der über die von den Fabrikanten vorgebrachten Einwände Beschluß gefaßt werden soll. Handelsminister Möller: Zur Wahlkreiseinteilung werde ich mich nicht äußern; diese Frage gehört nicht zu meinem Reffort. Was die Aeußerungen anlangt, die ich außerhalb dieses Hauses gemacht habe, so möchte ich noch kurz bemerken, daß es gar nicht darauf ankommt, was ich persönlich über diese Dinge dente, sondern es muß Aufgabe der Kreise, die Herr Fund vertritt, sein, die öffentliche Meinung, die gegenwärtig gegen sie ist, umzustimmen. Wir von der Regierung sind nicht im stande, die öffentliche Meinung zu machen, die öffentliche Meinung zu korrigieren, ob sie falsch ist, ist Ihre Sache. Es ist nicht Mangel an Mut, sondern politische Klugheit, wenn wir Gesetze zu gewissen Zeiten nicht bringen. Das Börsengesez ist vorbereitet und hätte in dieser Session zweifellos eingebracht werden können, aber jeder, der die politische und wirtschaftliche Lage im Reichstag kennt, wird mir zugeben, daß es nicht vernünftig und denkbar gewesen wäre im Herbste, wo die Frage des Bolltarifs im Vordergrund des Interesses stand, diese Vorlage einzubringen und daß auch im gegenwärtigen Augenblid keine Aussicht wäre, das Gesez zu stande zu bringen. Es ist nicht daran zu denken, daß die jetzt dem Reichstag vorliegenden Gesetze alle fertig werden, noch viel Nach Artikel 95 des Einführungsgefeßes zum Bürgerlichen weniger ein neues. Die Revision des Börsengesetzes ist gewiß not- Gesetzbuch steht der Dienstherrschaft gegenüber dem Gesinde kein wendig, es handelt sich nur noch um die Grenzen, innerhalb deffen Büchtigungsrecht zu. Welchen Wert diese Vorschrift in der Praxis fie fich bewegen soll. Die Abänderung des Stempelsteuergesetzes ist für das Gefinde hat, das zeigt ein Strafverfahren, das jetzt durch Reichsfache. Der Herr Reichs- Schatzfekretär hat bereits darauf hin- Entscheidung des Kammergerichts beendet wurde. gewiesen, daß die Wirkung der letzten Erhöhung der Stempelsteuer Magd, Fräulein Nowad, ein paar Ohrfeigen gegeben, weil Der Gutspächter Jordan in der Provinz Posen hatte seiner eine andre gewesen ist, als die, welche diejenigen erwartet hätten, fie feiner Meinung nach die Milchkannen nicht genügend gereinigt welche das Gesetz machten. Im großen und ganzen sind die Erträge hatte. Fräulein N. verließ darauf den Dienst. Auf Antrag Jordans aus der Steuer zurüdgegangen. Es fragt sich, ob nicht im reichs- wurde sie wegen unberechtigten Verlassens des Dienstes auf Grund fiskalischen Interesse eine Herabsetzung der Stempelsteuerfäße zu des Ausnahmegesetzes vom 24. April 1854 in eine Geldstrafe geempfehlen ist. Eine Stellungnahme der Regierung liegt in dieser nommen, an deren Stelle eventuell Saft treten sollte. Sie beantragte Frage nicht vor. Abg. Felisch( f.) verlangt, daß endlich einmal gesetzlich festgelegt den Schlägen gelitten habe und die erhaltenen Ohrfeigen selber sie richterliche Entscheidung und machte geltend, daß ihr Gehör unter wird, was ein Fabrik- und was ein Handwerksbetrieb ist. Redner bittet die Regierung, mehr wie bisher Maßnahmen zum Schuße des berechtigt hätten, den Dienst vorzeitig zu verlassen. Das Schöffen Handwerks zu treffen. Die heutige Politik der Regierung muß not- und hielt die Strafe aufrecht und das Landgericht Posen verwarf gericht glaubte an teine Beschränkung des Gehörs infolge der Schläge wendig dahin führen, auf der einen Seite Arbeiter, Socialdemokraten die Berufung der Angeklagten mit folgender Begründung: zu schaffen, auf der andern Seite das Großkapital.( Sehr richtig! rechts.) Allerdings habe die Dienstherrschaft nach§ 95 des EinführungsDer Unterschied zwischen Meister und Gefelle darf nicht gefeßes zum Bürgerlichen Gesetzbuch kein Büchtigungsrecht. Dadurch verivischt werden. Das letzte Handwerksgesetz, nach dem sich jeder würden aber nicht die Bestimmungen der Gesinde- Ordnungen „ Meister" nennen durfte, hat dem Handwerk sehr geschadet. Eine berührt, die die Gründe zum Verlassen des Dienstes angäben. Nach obligatorische Meisterprüfung halte ich für unbedingt not-§ 137 der preußischen Gesinde- Ordnung, könne das Gesinde u. a. wendig. Redner verlangt ferner nochmals die Einführung nur den Dienst verlassen, wenn es mit ausschweifender des Befähigungsnachweises für das Baugewerbe, und pro- oder ungewöhnlicher Härte behandelt werde. Eine solche testiert gegen die Ausführungen des Grafen Posadowsky über den Mittelstand. Der selbständige Mittelstand bedarf dringender einer Witwen- und Waisenversicherung als der Arbeiter. Der Arbeiter ist heute nicht mehr der wirtschaftlich schwächste Stand, sondern der große handwerkliche Mittelstand; für diesen muß vor allem gesorgt werden.( Bravo! rechts.) Das Kammergericht verwarf die gegen dieses Urteil eingelegte Minister Möller: Die Abgrenzung zwischen Handwerks- und Revision und meinte ebenfalls, daß trotz der Verneinung des Fabrikbetrieb ist außerordentlich schwierig, wir müssen uns im Büchtigungsrechts der Herrschaft im Einführungsgesetz zum Bürgerallgemeinen danach richten, wie die oberste Gerichtsbehörde entlichen Gesetzbuch der Dienstbote nach der noch zu Recht bestehenden scheidet. Daß das Handwerk dem Untergang geweiht fei, Bestimmung des§ 137 der preußischen Gesinde Ordnung im habe ich niemals gesagt. Ich habe lediglich betont, daß das Hand- Büchtigungsfalle doch nur zum sofortigen Verlassen des Dienstes Die Errichtung einer Arbeiterkammer, die durch Antrag unsrer werk bei der Entwickelung der Arbeitsmittel nicht überall in den berechtigt sei, wenn die Züchtigung in einer aus- Genossen im Landtage von Reuß i. 2. gefordert wurde, ist gegen die alten mittelalterlichen Formen weiter leben kann. Gewisse Teile schweifenden oder ungewöhnlichen Härte be focialdemokratischen Stimmen abgelehnt worden. des Handwerks find allerdings in den alten Formen nicht haltbar. it e he. Das Nichtvorliegen einer solchen habe das Landgericht festSo werden sich die Schuhmacher bei der Entwickelung der maschinellen gestellt, ohne sich eines Rechtsirrtums über den Begriff der ausSchuhfabrikation darauf beschränken müssen, für anormale Füße und schweifenden oder ungewöhnlichen Härte schuldig zu machen. Die Arbeitslosigkeit in London. feine Maßarbeit weiter zu arbeiten. Ein näheres Eingehen auf die Das bedeutet demnach, daß es zwar verboten ist, das Gesinde London, 16. Februar. Die Arbeitslofenfrage hört Frage des Mittelstandes würde nur zu unfruchtbaren Debatten führen. zu schlagen, daß sich das Gesinde aber trotzdem ruhig schlagen lassen nicht auf, die öffentliche Meinung zu beschäftigen, Lezten Freitag Zweifellos ist, daß die Zahl der Selbständigen abgenommen hat. Daran muß daß troß des Reichsgesetzes an dem Landesgesche gar nichts Schaffung von Arbeitsgelegenheit diskutierte. An den Debatten bes fand im Gebäude des Grafschaftsrats eine Stonferenz statt, die die fann feine Gesetzgebung etwas ändern, vielfach ist aber das Einkommen geändert ist. Der Fall lehrt aber auch, daß Geseze allein uns nicht teiligten sich besonders John Burns, Will. Crooks( Bürgermeister vore der jetzt abhängigen Leute größer als früher, wo sie noch selbständig von barbarischen Sitten befreien können, es gehört dazu auch, daß Poplar und Mitglied der Fabier), Georg Lansbury( Socialdemo Die Gutachten, welche ich über die Frage des Befähigungs- alle Faktoren des öffentlichen Lebens von einem fortschrittlichen, nachweises bei den Provinzialstellen eingefordert habe, sind jetzt humanen Geiste durchdrungen werden. Ein humanes Empfinden fratische Föderation). Steadman( Parlamentarisches Komitee des eingegangen. Das Staatsministerium wird auf Grund derselben zu sieht eben in Ohrfeigen und in jeder Art von Schlägen gegenüber Trades- Unionskongresses) und J. R. Macdonald( Sekretär des der Frage Stellung nehmen. Was mein Schreiben an die Hand- dem Gesinde eine ungewöhnliche und ausschweifende härte und es Komitees für Arbeitervertretung). Die angenommenen Re= werkskammern anlangt, so habe ich dieselben lediglich ersucht, Gut- wäre auch bei den bestehenden Gefeßen„ ohne Rechtsirrium festzu- folutionen empfehlen 1. die Vornahme von mumizipalen Arbeiten achten auf Grund der örtlichen Verhältnisse einzusenden und sich stellen", daß die dem geprügelten Mädchen zu teil gewordene Be- zur Verschönerung Londons; 2. von staatlichen Arbeiten, wie Straßen, nicht einfach den Gutachten des Innungsverbandes deutscher Bau- handlung eine solche sei, die zum sofortigen Verlassen des Dienstes die Socialdemokratische Föderation eine große ArbeitslosenAufforstung und Dammbauten. Einen Tag darauf organisierte gewerksmeister anzuschließen. Eine auf diese Weise zu stande ge- berechtigt. Es handelt sich dabei gar nicht um einen Irrtum im kommene Enquete hätte natürlich gar keinen Wert.( Sehr richtig! Recht, sondern um einen Irrtum im Empfinden.( Für einen Kleinen Demonstration im Trafalger Square, zu deren Bewachung nicht Teil der Auflage wiederholt.) weniger als 1200 Polizisten gesandt wurden. Die Polizei erwartete Unruhen und traf sehr umfassende Maßregeln. Die Demonstration berlief jedoch in bester Ordnung, die Polizei benahm sich sehr taftvoll, obwohl die Reden einen scharfen, revolutionären Ton hatten. Eine der vielen roten Fahnen zeigte einen Totenkopf und die Aufschrift: Tod dem Kapitalismus! Es sprachen u. a. Mr. Steadman und die Genossen Hunter Watts, J. Macdonald( Sekretär des Londoner Gewerkschaftskartells) tvaren. links.) Abg. Reichardt( natl.) tritt für möglichst baldige Reform des Börsengesetzes ein. Behandlung liege hier nicht vor, denn die Angeklagte habe nur( 1) ein paar Ohrfeigen erhalten, und Ohrfeigen seien die bequemste und gewöhnlichste Art einer gelinden Züchtigung. Somit ſei sie nicht zum Verlassen des Dienstes berechtigt gewesen und nach dem Gesetz vom 24. April 1854 zu bestrafen. Die Verbindlichkeit der Arbeitsordnung. M Bergleuten in hohem Maße. Sie wurde dort zuerst im Jahre 1884 Die Wurmkrankheit grassiert auch unter den belgischen an einem Bergmann in Lüttich entdeckt, der im rheinischen Kohlender medizinischen Kommission von Lüttich wurde eine öffentliche bergbau beschäftigt gewesen war. Auf Betreiben des Präsidenten Untersuchung eingeleitet, welche sich auf Jahre hinaus erstreckte. Trob des Widerwillens der Unternehmer und auch eines Teils der Arbeiter gelang es der Kommission, bis zum letzten Jahre ca. 10 000 von den 24 000 im Lütticher Kohlenrevier existierenden Bergleuten zu untersuchen. Es hat sich herausgestellt, daß 55 Proz. der Unterſuchten mit der Wurmkrankheit behaftet waren; in einzelnen Orten waren es 60 und mehr Prozent. Die Untersuchungen in den andern Beteiligten, vor allem der Unternehmer, weniger günstig. Kohlengebieten waren bei dem mangelnden Entgegenkommen der Abg. Deser( Hofp. d. frf. Bp.) polemisiert gegen den Abg. Nach§ 134a der Gewerbe Ordnung ist bekanntlich für jede Vorster und seine Aeußerungen zur Kartellfrage und den social- Fabrit, in welcher in der Regel mindestens zwanzig Arbeiter bepolitischen Anträgen im Reichstage. Von der Socialpolitik habe die schäftigt werden, eine Arbeitsordnung zu erlaffen, und nach demselben Industrie nur profitiert, weil sich ein tüchtigerer Arbeiterstand heran- Paragraphen erfolgt der Erlaß der Arbeitsordnung durch Aushang. bilden konnte unter der Arbeiterschutz- Gesetzgebung. Redner schließt Diese Bestimmungen des§ 134a Abfah 1 in Verbindung mit der fich dem Verlangen nach schleuniger Revision des Börsengesetzes an. Borschrift des§ 134c, wonach der Inhalt der Arbeitsordnung für Das bedauerlichste sei, daß die Regierung den Notstand anerkenne, Arbeitgeber und Arbeitnehmer rechtsverbindlich ist, hat das Gewerbeaber nicht den Mut habe, ihn abzustellen, weil es sich eben um die gericht sehr oft dahin ausgelegt, daß der ordnungsmäßig zu stande Börse handele. Würde es sich um landwirtschaftliche Interessen gekommene Aushang der Arbeitsordnung ihren Inhalt ohne handeln, wäre schon längst Abhilfe geschaffen. Ein hervorragender weiteres rechtsverbindlich mache. Einwände der Kläger, daß Industrieller, der sonst mit der Wirtschaftspolitik der heutigen§ 134e Abfah 2 vorschreibe, die Arbeitsordnung sei jedem Arbeiter Der Präsident der Lokalregierung, der sich bis jetzt geweigert Regierung einverstanden ist, habe ihm gesagt, die Revision des Börsen- bei seinem Eintritt in die Beschäftigung zu behändigen und ihnen sei gesetzes sei für das deutsche Wirtschaftsleben wichtiger als der Zoll- fein Eremplar behändigt worden, erflätte das Gericht für unerhebfarif. Es sei ja ein Entwurf ausgearbeitet, man sollte ihn wenigstens lich, soweit es sich um die Verbindlichkeit der Arbeitsordnung handle. der Deffentlichkeit übergeben. Das wäre nur eine Ordnungsvorschrift, wegen deren Nichtbefolgung der Arbeitgeber zwar bestraft werden könne, ohne daß darunter die Verbindlichkeit der Arbeitsordnung leide. Wir haben öfter über derartige Fälle berichtet. Abg. Gamp( frt.) erklärt sich gegen die Aufhebung des Verbots des Termiuhandels für Getreide, mit dem die Landwirtschaft sehr damit zufrieden fei, weil die Getreidepreise dadurch stabil geworden feien. Redner verlangt Hilfe für den Handwerker, namentlich durch Be- Jebt ist nun die Kammer V des Gewerbe friedigung seines Kreditbedürfnisses. Es sollte eine Handiverterbank gerichts von dieser Auffaffung abgegangen. Bei gegründet werden, die von der Regierung mit 10-15 Millionen der Firma Heilbronn u. Sohn, die mehr als 20 Arbeiter beschäftigt, Mark dotiert werden müßte. Eine weitere wichtige Frage sei die hängt eine Arbeitsordnung aus, durch welche die gefeßliche Arbeiterfrage. Dem übermäßigen Zuzug der Arbeiter nach den Sündigungsfrist ausgeschlossen ist. Einem Instrumentenarbeiter, der großen Städten und Industriecentren müsse Einhalt gethan werden. wegen unberechtigter plöblicher Entlassung eine Entschädigungsflage Wer keine genügende Wohnung nachweiſen tönne, müffe abgeschoben führte, war aber die Arbeitsordnung nicht behändigt worden, und werden. In Düsseldorf sei eine Verordnung nach dieser Richtung hierauf berief er fich. Wegen dieser Unterlassung der gesetzlichen sehr segensreich in Straft. Verpflichtung wäre die Arbeitsordnung für ihn nicht verbindlich. Der Gerichtshof sprach sich dafür aus, daß der bloße Aushang der Arbeitsordnung nicht genüge, sie verbindlich zu machen, weil das Gesetz ausdrücklich auch die Behändigung vorschreibe. Da diese Abg. v. Eynern( natl.): Der größte Teil meiner politischen Freunde hat im Reichstag für die Börsensteuer gestimmt. Ich würde mich nicht angeschlossen haben. Inzwischen ist man bei uns fast Justice"). Die angenommene Resolution lautete:" Die Versamm( Redakteur der lung der Arbeitslosen fordert die Regierung und besonders den. Präsidenten der Lokalregierung auf, für Arbeitsgelegenheit zu sorgen, da die besigende Klaffe die Arbeiter aufs Pflaster wirft, sobald sie aus ihnen feinen Profit herausschlagen kann und sobald die Arbeiter mehr Reichtümer erzeugt haben, als die Reichen verzehren können." hatte, eine Deputation der Arbeitslosen zu empfangen, ließ fofort nach Abhaltung der Demonstration durch die Central News erflären, daß er bereit sei, mit den Vertretern der Arbeitslosen zu tonferieren. Berliner Partei- Angelegenheiten. Erster Wahlkreis. Wir machen auf die am Montag, den 23. Februar stattfindende Voltsversammlung in der Tonhalle, Friedrichstr. 112, aufmerksam, in derselben wird Genosse Moltenbuhr über das Thema referieren:" Womit sollen bei den nächsten Reichstagswahlen Arbeiterstimmen gefangen werden?" Jeder Parteigenosse muß zur Stelle sein. Der Vorstand. Dritter Reichstags- Wahlkreis. Sonntag abends 6 Uhr in den „ Arminhallen", Kommandantenstr. 20( großer Saal), öffentliche Bersammlung mit Frauen. Nach dem Vortrag geselliges Beisammensein und Tanz. Entree infl. Garderobe 20 f. Fünfter Wahlkreis. Der Wahlverein hält heute, Donnerstag-[ nächsten Woche eine Versammlung abhalten, in der die hier| versammlung des Vereins Berliner Milchpächter Verbandssyndikus abend 81% Uhr, im Alten Schüßenhause, Linienstr. 5, seine General- furz geschilderten Mißstände zur Sprache gebracht werden sollen. versammlung ab. Tagesordnung: Bericht aller Funktionäre. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Lokales. Dr. Flatau. In der Klage dreier Genossenschafter auf ungültigkeitserklärung der Beschlüsse der letzten Generalversammlung der Kunstbegeisterung als kleineres Uebel. Die Ausschmückung des Milchcentrale stehe zum erstenmal Ende März vor dem Landgericht I Großen Sterns im Tiergarten, worüber wir mehrfach be- Termin an. Bezüglich der Prozesse der Milchcentrale gegen die aufrichtet haben, soll, wie die Zeitungen jetzt melden, auf Kosten der gelösten Genossenschaften erscheine es sicher, daß die GenossenGroßen Berliner Straßenbahngesellschaft erfolgen. Wie schaften von derjenigen Milch, die ihre einzelnen Mitglieder auf das zusammenhängt, darüber weiß eine in den Angelegenheiten der selbständigen Kontrakt verpachtet haben, die geforderten Abgaben Das Gesundheitswesen im Stadthaushalts- Etat für 1903. " Großen" oft gut bediente Korrespondenz folgendes zu melden: nicht zu entrichten brauchen. Nach den Sagungen würde nur die Von den Ausgaben für das Gesundheitswesen gilt das Sterns von seiten der Großen Berliner Straßenbahn kann nicht als Abgabe von 2 bezto 2½ Pf. unterliegen. Die Uebernahme der Kosten für die Ausschmückung des Großen von der betreffenden Genossenschaft selbst verpachtete Milch der felbe wie von denen für das Schulwesen: sie sind eine Kapitals Beweis ihrer kunstfreundlichen Gesinnung aufgefaßt werden. Im Laufe der Prozesse anlage, die reichlichen Gewinn bringt. Bildung und Gesundheit ist vielmehr als eine Gegenleistung zu betrachten gegenüber der nur kommen, der es wahrscheinlich mache, daß alle Forderungen der Sie sei übrigens ein neuer überaus wichtiger Umstand an den Tag gefind zwei gleich wichtige Grundpfeiler der Bevölkerungswohlfahrt. Die Stadt Berlin will im Jahre 1903 nach dem Entwurf des Großen Stern ziehen zu dürfen. Bekanntlich sollte dort nach Be- fäßlich unter dieser Bedingung erteilten Erlaubnis, Oberleitung über den Milchcentrale gegen die bäuerlichen Milchgenossenschaften grundneuen Stodthaushalts- Etats für ihr Gesundheitswesen 9 157 965 M. feitigung des Accumulatorenbetriebes Unterleitung durchgeführt Formfehler in den Beitrittserklärungen, abgewiesen würden. Es handle sich um einen ausgeben( 617 709 M. mehr als 1902). An Einnahmen werden der den gesetzlichen erivartet 2821 300 M.( 150 686 M. mehr), also find aus dem Stadt- Blazes außerordentliche technische Schwierigkeiten bereitet und auch während die Gültigkeit der Dies hätte bei den vielen Kreuzungen und Weichen des Bestimmungen zufolge deren Nichtigkeit nach sich ziehe. säckel zuzuschießen 6 336 665 M.( 467 023 M. mehr). Der größte Teil im späteren Betriebe würden Störungen nie zu vermeiden gewesen eigenhändiger Ausfertigung und Unterzeichnung abhinge, feien Beitrittserklärungen von deren dieser Ausgaben wird aber für die bloße Krankenpflege berbraucht, fein. Auch die Mehrkosten kommen dabei in Betracht. Die Aus- die Beitrittserklärungen hier auf Formularen des Bundes der Landund nur ein fleiner Reſt kommt auf die vorbeugende Gesundheits- gaben für die Statuen wurden als das kleinere Uebel gern wirte, zum Teil auf mechanischem Wege hergestellt, teils von pflege. Hier zeigt ein einziger Blick in den Etat, wie sehr das von der Straßenbahn übernommen, wodurch die jetzige Lösung, die fremder Hand geschrieben und erst nachträglich mit den Unterhriften Berliner Gesundheitswesen noch in den Anfängen von allen vorgeschlagenen entschieden die glücklichste ist, ermöglicht der Vorstandsmitglieder der Genossenschaften versehen. Auch jei die steckt. Man begnügt sich in der Hauptsache damit, die Kranken wurde. wieder gesund zu machen. Für die Aufgabe, die Gesunden möglichst Bezeichnung der zugehörigen Firma vielfach unvollständig. Selbstnicht krank werden zu lassen, wird noch wenig gethan. Vielleicht der Berliner Straßenkunst die weitesten Perspektiven. Gefällig der Prozeßparteien bis vor das Reichsgericht gebracht werden Sollten diese Mitteilungen sich bewahrheiten, so eröffneten sich verständlich werde diese bedeutsame Frage von einer oder der andern wird's anders, wenn unser städtisches Gesundheitswesen einmal einen feiten aller Art von oben herab wären denkbar, wofür Aktiengesell- und man könne den Genossenschaftern nur raten, bis zur Entscheidung neuen, leistungsfähigeren Leiter bekommt. patriotischen Denkmälern erkenntlich zeigen müssen. Stunstpolitisch lassen. schaften und andre Großunternehmer sich durch Stiftung von der Frage jede weitere Zahlung an die Milchcentrale zu untereinwandfreie Siegesalleen entständen die schwere Menge und die Das Mittel, die " werden. Sibirische Fische in Berlin. Der Berliner Fischmarkt ist um Die Abteilung, Krankenpflege" steht im Etat für 1903 mit 7870 490 m. Ausgabe( 428 504 m. mehr als 1902), mit 2051 165 M. Einnahme( 96 195 M. mehr) und 5 819 325 M. Zuschuß Societät der stubenreinen Bildhauer erlebte goldene Tage. Die Eine strengere Durchführung der polizeilichen Milchrevision findet ( 332 309 M. mehr). Davon kommen auf die Krankenhäuser Frage, ob die öffentliche Moral sich ebenfalls dabei wohl befinden gegenwärtig bei den Milchhändlern statt. Die mit der Durch. 8 253 050 7. Ausgabe( 81 924 27. mehr), 1349 915 M. Ginnahme würde, kommt angesichts des guten patriotischen Zweckes nicht weiterführung der Kontrolle beauftragten Beamten erscheinen nicht mehr ( 25 075 M. mehr), 1903 135 M. Zuschuß( 56 849 M. mehr), auf die in Betracht. Anerkennung verdient übrigens das Kunstverständnis wie bisher in Uniform, sondern gehen in Civil und sind deswegen Irrenhäuser 4 617 440 M. Ausgabe( 346 580 M. mehr), der Großen, das sich ein wenig unhöflich zwar durch die Be- weder den Händlern noch dem Publikum kenntlich. Die Revisionen 701-250 Dr. Ginnahme( 71 260 M. mehr), 3916 190 M. Zuschuß zeichnung einer der Siegesallee angepakten Ausschmüdung aus werden jetzt täglich und zwar in beſtimmten Stadtvierteln bei ſämt( 275 460 M. mehr). Für die Krankenhäuser ist dieselbe Frequenz an- kleineres Uebel" recht drastisch zu erkennen giebt. lichen dort wohnenden Händlern ausgeübt und nach Bedarf werden genommen wie 1902. Eine Frequenzsteigerung ist auch kaum mehr auch Milchproben versiegelt mitgenommen. Aber nicht nur die möglich, weil die Anstalten einen großen Teil des Jahres hindurch im Jahre 1902 wieder zahlreicher gewesen als im vorher produkte nach Berlin bringen, werden schärfer kontrolliert und die Berliner Zu- und Wegzüge. Die Zuzüge nach Berlin sind hiesigen Händler, sondern auch die Bauern, welche ihre Milchvoll besetzt sind. Wer sonst noch Aufnahme wünscht, wird abgewiesen, wie die Krankenhausdebatte in der letzten Stadtverordneten- Sitzung gehenden Jahre, das eine Verminderung der Zuzüge und gleich revidierenden Beamten haben in den letzten Tagen mehrfach Veraufs neue gezeigt hat. Für die Irrenhäuser sind wieder höhere zeitig eine Vermehrung der Wegzüge gebracht hatte. Nach den jest anlassung gehabt, allzuschr gewässerte Milch sofort zu vernichten. Frequenzen angenommen worden, woraus sich auch die hier auftretende Berlin 130 497 männliche, 108 105 weibliche, zusammen 238 602 Per- einige neue Flußfische aus Rußland, speciell aus Sibirien bereichert abgeschlossen vorliegenden Meldungen zogen im Jahre 1902 nach Kranken abzuweisen, hat hier sein Bedenkliches; da hilft man sich sonen, während 1901 nur 126 213 männliche, 106 058 weibliche, zu- worden, von welchen, wie die„ Allg. Fischerei- Zeitung" mitteilt, der dann mit vermehrter Benutzung von Privatanstalten. Durch die sammen 232 271 Personen hier zugezogen waren. Andrerseits haben allmählich näher rückende Fertigstellung der neuen Anstalten für die sich im letzten Jahre die Wegzüge von Berlin zwar beim erste Waggon vor einigen Tagen eingetroffen ist. Ein Berliner Hofnoch vermehrt, lieferant unternahm zu dem Zweck, neue Fischsorten namentlich in Stranken beziv. Jrrenpflege werden diese Zustände wenigstens teil- weiblichen Geschlecht noch aber beim männlichen Westsibirien, ja in der Mandschurei kennen zu lernen, eine dreiweise beseitigt werden. An den Ausgabesteigerungen, die der Etat vermindert, und auch die Gesamtzahl der wieder Wegbei den einzelnen Kranken- und Irrenhäusern vorsieht, find übrigens ziehenden ist geringer geworden. Als von hier weggezogen fchiedene Störarten und Koregonen, z. B. die Nelma, hervorzuheben. monatige Reise; unter seinen Neu- Einführungen sind besonders ver= mehrfach auch die Löhne beteiligt, aber hauptsächlich infolge Verwurden gemeldet 1902: 106 668 männliche, 94 201 weib liche, zusammen 200 869 Personen, dagegen 1901: Auch für den Lachsimport aus Sibirien eröffnen sich neue Aussichten, mehrung des Personals. 110 418 Für die Abteilung„ Gesundheitspflege" find angesetzt männliche, 92 373 weibliche, zusammen 202 791 Personen. Mit dem„ Bianca" angekauft hat, um ihn mit Kühlvorrichtungen verschen zu da eine Hamburger Firma von einem dortigen Reeder den Dampfer nur 1 287 475 M. Ausgabe( 189 205 M. mehr als 1902), 770 135 W. Buſchlag, den das Statistische Amt wegen der Unvollständigkeit der Einnahme( 54 491 M. mehr), 517 340 m. Zuschuß( 134 714 m. mehr). Meldungen zu den Wegzügen macht, haben rechnungsmäßig als Lachs vom Amur nach Hamburg dienen und jährlich eine Reise lassen. Der Dampfer soll hauptsächlich zum Transport von frischem Hiervon kommen auf die Heimstätten, die eigentlich mehr weggezogen zu gelten 1902: 128 770 männliche, 104 401 weibliche, machen, die im März angetreten wird; die Rückkehr mit voller Ladung noch zur Krankenpflege gehören, 354 200 m. Ausgabe( 34 230 m. aufammen 233 171 Personen, dagegen 1901 133 299 mämliche, des gefrorenen frischen Lachses erfolgt dann im Monat Dezember. mehr), 246 700 M. Einnahme( 22 710 M. mehr), 107 500 M. Zuschuß 102 463 weibliche, zusammen 235 762 Personen. Der Ueberschuß ( 11 520 M. mehr). An dem Rest sind die Badeanstalten beder zugezogenen über die Weggezogenen stellt sich Artisten- Rififo. Ueber einen schweren Unfall, der sich vorgestern teiligt mit 630 975 M. Ausgabe( 154 149 m. mehr), 493 635 m. ir 1902 auf nur 1727 männliche, aber 3704 weibliche, zusammen abend bei einer Schaustellung im Passage- Theater ereignet hat, Einnahme( 31 681 M. mehr) und 137 340 W. Zuschuß( 122 468 m. 5431 Personen. Das Jahr 1901 hatte beim weiblichen Geschlecht schreibt man der„ Voss. Stg.": Eine der ersten Programmnummern mehr!). Der Badeanstalts- Etat schließt diesmal ungünstig ab. einen Zuzugsüberschuß vou 3595, beim männlichen dagegen einen des Abends bildete ein sogenannter Melange- Aft, von zwei Artisten Der Zuschuß ist von 14 872 M. auf 122 468 M. gestiegen, nament- Fortzugsüberschuß von 7086 gebracht, so daß sich damals im ganzen ausgeführt, die unter dem Namen„ The great Latinos" auftreten. lich deshalb, weil den Volks- Badeanstalten eine Kanalisations- ein Fortzugsüberschuß von 3491 ergab. Der zweite Teil dieser Nummer vollzieht sich auf einer schwebenden gebühr von rund 100 000 m. auferlegt worden ist; doch fließt diese Die Monteure und Leiterträger der städtischen öffentlichen Be- Leiter. Die beiden Artisten stehen, bevor sie mit der Ausführung Summe ja an andrer Stelle dem Stadtfäckel wieder zu. Troz leuchtung haben sich durch ihren Arbeiterausschuß an die Direktion dieses Tricks beginnen, einander auf den Enden der Leiter gegenhoher Zuschüsse sollen die Badeanstalten weiter vermehrt werden. der Gaswerte gewandt, um einzelne Verbesserungen ihrer materiellen über und halten sich das Gleichgewicht. Während die Artisten Die Desinfektionsanstalt, ein im Verborgenen blühendes Lage und der Arbeitszeit zu erzielen. Die Direktion hat nunmehr gestern diese Stellungen einnahmen, wurde der eine von ihnen, der Veilchen, soll 179 100 m. ausgeben( 1244 m. weniger als 1902), die Forderungen mit folgender eigentümlichen Begründung ab- im bürgerlichen Leben den Namen Brog führt, 26 Jahre alt und 29 800 M. einnehmen( 100 M. mehr), 149 300 m. Zuschuß erhalten gelehnt: der Sohn eines Maschinenbauers in Wien ist, von einem plötzlichen ( 1344 M. weniger). Die Gebühren schrecken von allgemeiner Be 1. Einen andern Lohntarif für Monteure und Arbeiter auf Schwindelanfall ereilt, so daß er abstürzte. Die natürliche Folge davon nußung ab. zustellen, 2. Sonntagsarbeiten, Stontrolleurvertretungen und den Kasten- war, daß auch sein Gefährte, der Schiller heißt, sich nicht halten fonnte und transport von und nach der Arbeitsstelle besonders zu zahlen, lehnen auf die Bühne fiel. Brog erlitt infolge des wir hierdurch ab. Die gezahlten Löhne find für die Arbeiter( Leiter- Sturzes einen doppelten Schädelbruch und wurde für tot träger) dieselben, wie sie die Arbeiter andrer Betriebszweige der Platz getragen. Der im Zuschauerraum anivesende städtischen Gaswerte erhalten und höher, wie sie andre Betriebe, Theaterarzt ordnete die Ueberführung des Schwerverletzten nach der Eisenbahn, Post, Straßenbahn 2c. zahlen. Die geteilte Arbeitszeit Charité an, wo bei ihm auch innere Verlegungen festgestellt wurden. am Tage und am Abend liegt in der Eigenart des Be- Sein Berufsgenosse und Leidensgefährte Schiller, ein junger Mann triebes.( Diejenigen Arbeiter[ Monteure], welche die Glühkörper im Alter von 22 Jahren, ist mit einem Armbruch davongekommen. aufzusetzen und die Brenner zu reinigen haben, erhalten bereits unmittelbar nach dem Absturz der beiden Artisten wurde der Vorhöhere Löhne, welche den Arbeitsleistungen entsprechen. hang herabgelassen, so daß das Publikum sich gar nicht darüber Handwerkerlöhne werden für diese Arbeiten nicht gezahlt.) flar wurde, daß sich auf der Bühne ein Unfall ereignete, vielmehr Für den früheren Arbeitsschluß an den Tagen vor den Festen, in dem Glauben, daß es sich um einen gewandt ausgeführten Trick welcher für die im Abenddienst bei der öffentlichen Beleuchtung be- handelte, lebhaft flatschte. Die Vorstellung wurde programmäßig zu schäftigten Arbeiter nicht angängig ist, werden, wie in andren BeEnde geführt. trieben zwei Ueberstunden vergütet. Entschädigungen für Laufzeiten von und nach den Arbeitsstellen werden nicht gewährt und für die Sonntagsarbeit von 2-3 Stunden 5 Stunden vergütet. Dies erscheint als vollständig ausreichend." Den Schluß der„ Gesundheitspflege" bilden die Ausgaben für das Impfwesen, für das immer noch nicht städtische Rettungswesen und für die gleichfalls nicht städtische Sanitätskommission der Polizei. Mehr giebt's auf diesem Gebiete vorläufig nicht. In ein paar Jahren werden wir noch das städtische Amt für Nahrungsmittel- Untersuchung haben, aber andre hierher gehörige Wünsche bleiben noch immer un erfüllt. Wird der Berliner Freifinn auch mal so weit kommen, einzusehen und zuzugeben, daß die Förderung der Volksgesundheit kein„ Lugus" ist, sondern zu den unerläßlichen Aufgaben einer Stadtverwaltung gehört? Gefahren der Celluloidwaren- Fabriken. Das Brandunglück in der Michaelkirchstraße ist noch in aller Gedächtnis. Bald nachdem das Unglück geschehen war, ging die Mitteilung durch die Presse, daß die zuständige Behörde gegen Feuersgefahren in diesen Betrieben verschärfte Maßnahmen erlassen wolle. Hierzu schreibt man uns aus den Kreisen der organisierten Arbeiterschaft: Das Tragen der Kästen von den Arbeitsstellen nach den Wohnungen und zurück, sowie die Aufbewahrung, erfordert der Betrieb. Wie der Laternenwärter ohne Bezahlung für die AufZunächst besteht schon jetzt im allgemeinen die Bestimmung, daß bewahrung seiner Anzündemaschine und der Handwerker für die die Betriebe zwei Ausgänge haben müssen. Aber wie wird diese Be- Unterbringung und den Transport des Werkzeuges Sorge zu tragen stimmung beachtet? Wo der zweite Ausgang wirklich vorhanden ist, hat, muß der Arbeiter bei der öffentlichen Beleuchtung auch den da ist er auch meist verschlossen. Allerdings soll der Schlüssel neben Transportkasten von und nach der Arbeitsstelle tragen und aufder Thür in einem Glaskasten aufbewahrt werden, doch hat ihn in bewahren. vom " Ein Schankaften- Dieb hat in der Nacht zum Mittwoch in der Ritterstr. 54 mit Erfolg gearbeitet. Er zertrümmerte die Scheibe des zu dem Musterlager von Fürst gehörenden Kastens und entnahm dem obersten Fach vier Herren- und elf Damenketten. Bei der schleunigst angetretenen Flucht verlor er nicht weit vom Thatort nach der Alexandrinenstraße zu zwei von den ersteren Ketten, die ein Bäckerjunge am Mittwochmorgen fand und bei der Polizei abgab. Dadurch wurde der Diebstahl entdeckt. stande dieser Organisation erhalten wir folgende Zuſchrift: Der Goethe- Bund rafft sich zu neuer Thätigkeit auf. Vom VorDie Frage der Theatercensur wird in einer Versammlung vielen Fällen der Werkführer in Verwahrung. Aber beim Ausbruch Vom Vorstand des Vereins der in Gemeindebetrieben be- mittags, in der Philharmonie erörtert werden. Vorträge haben die der Mitglieder des hiesigen Goethe- Bundes am Sonntag, den 8. März, eines Brandes wird namentlich in solchen Betrieben, wo viele schäftigten Arbeiter wird uns dazu geschrieben: Dieser Zuſchrift Herren Ludwig Fulda, Geheimrat v. Liszt, Hermann Sudermann, weibliche Arbeitskräfte Arbeitskräfte beschäftigt sind, eine derartige gegenüber stellen die in Betracht kommenden Arbeiter fest, daß die Reichstags- Abgeordneten Müller- Meiningen und Heine zugesagt. Verwirrung herrschen, herrschen, daß über dem Suchen viel fost sie nicht einen andern", sondern einen zeitgemäßen" Lohntarif bare Zeit verloren geht. Hier müsse bestimmt werden, gefordert haben, der nicht wie jetzt es dem Gutdünken des Hygienische Vorträge der Central- Kommission der Krankendaß, so lange sich Menschen im Betriebe befinden, die Ausgänge Inspektors überläßt, die Lohnentschädigung festzusetzen. Der kassen. Das Thema der heutigen Vorträge lautet:" Unfre immer offen zu halten sind. Ferner käme bei der Feuer- Stundenlohn von 35 Pf. soll höher ſein, wie bei der Ernährung". Im Arbeiterhaushalt, der nur über beschränkte gefährlichkeit des Rohmaterials dessen Aufbewahrung in Frage. Bost und bei der Eisenbahn. Abgesehen davon, daß Einnahmen verfügt, kommt es darauf an, diese auch richtig zu ver= In einzelnen Betrieben sind 3-400 Kilogramm Material in Holz- es der Stadt schlecht ansteht, die Verhältnisse andrer Behörden als wenden. Ganz besonders trifft dies für die Ernährung zu, die so regalen an der Wand dicht neben dem Eingang aufgestapelt. Bricht Beweis zu nehmen, kann man im Ernste doch die Thätigkeit eines gehalten fein muß, daß sie bei möglichst geringem Kostenaufwande dann Feuer aus, so ist der Ausgang versperrt und fein Mensch ver- polnischen Streckenarbeiters mit der eines Glühlicht- Monteurs wahr- dem Körper möglichst viel Sträfte zuführt. Hiergegen wird aber läßt lebend die Fabrit. Solcher Gefahr ließe sich verhältnismäßig lich nicht vergleichen. Weiter sei bemerkt, daß die angedeutete„ Gigen- vielfach aus Unkenntnis gefehlt, auch ist es nötig zu wissen, welche leicht dadurch vorbeugen, daß in einem Winkel des Betriebes ein art des Betriebes" für die Oberkontrolleure als Grund dient, Speisen der Gesundheit nüßlich, welche schädlich oder überflüssig gemauertes Abteil, mit einer Eisenthür versehen, als Lagerraum her- Zulagen zu verlangen, während man die geringfügigen Wünsche der sind. Das Thema" Unfre Ernährung" wird an fünf Stellen gerichtet würde. Zur größeren Sicherung könnte in diesem Raume Arbeiter aus dem Handgelenk abthut. Geradezu einzig ist die ab- besprochen werden und zwar heute Donnerstag, den 19. d. M., noch eine Brausevorrichtung angebracht werden, die im stande wäre, lehnung des Transportes der Materialientäſten mit der Begründung, in den Schulaulen Wrangelstraße 128, Schönhaufer Allee 166, das feuergefährliche Material schnell unter Wasser zu setzen. Auch daß der Laternenwärter seine Anzündemaschine und der Handwerker Keibelstraße 31/32, Quibowstraße 115 und Rirdorf, Kaiser sonst müsse darauf gehalten werden, daß in den Arbeitsräumen für die Unterbringung des Handwerkzeuges zu forgen hat. Die Monteure Friedrichstraße 208/210. Vortragende find die Doktoren Otto Wasserbehälter zur sofortigen Verwendung bei Feuersgefahr vor- und deren Leiterträger haben neben ihrer Handwerkszeug- Tasche Stulz, Brat, W. Kramm, Willy Hirschlaff und Glücksmann. handen sind. Solche Vorrichtungen bestehen bereits in einer ständig einen 13pfündigen Materialientasten die größeren Beginn der Vorträge pünktlich 8 Uhr. Zutritt frei für jedermann. Celluloidwarenfabrik im Norden Berlins. wiegen gegen 26 Pfund mitzuführen, für dessen Inhalt sie auch Die Leiche eines jungen Mädchens wurde gestern in der Spree Besonders käme aber die Aufbewahrung der bei der Ver- während ihrer Pausen verantwortlich sind. Nach gethaner Arbeit, an der Mühlendamm- Schleuse angetrieben und gelandet. Die Tote arbeitung entstehenden Abfälle in Frage, da diese viel leichter also tief in der Nacht, schleppen sie sich mit dem Kasten nach Hause. wurde als die seit dem November v. J. verschwunde unverehelichte brennen als ganze Platten oder Stäbe. Auch hier müßte dafür um ihn des Morgens vor Anfang der planmäßigen Arbeitszeit Frida Schneider aus Friedrichsfelde refognosziert. Es wird an= gesorgt werden, daß man die Abfälle mehrfach am Tage beiseite wieder mitzunehmen. Würde man einem Handwerker zumuten, ſeine genommen, daß das junge Mädchen Selbstmord begangen hat. fchaffte und daß sie dann nicht wie bisher in Salzsäcken, sondern zur Arbeit benötigten Materialien in solcher Weise mit sich herumBei einer eigentümlichen Explosion schwer verletzt wurde gleichfalls unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen im abgesonderten zuschleppen, so wirde eine Bezahlung dafür auch ohne weiteres eintreten. Mittwochabend der Böttcher August Kobrom aus der RitterRaum lagerten. Darauf, daß es in diesem Punkte an der nötigen Bei der Stadt hingegen ist es anders, dort will man nicht einmal straße 125. Er hatte für eine galvanische Anstalt einen Bottich in Sorgfalt fehlte, find viele gefährliche Brände der legten Zeit zurück- die Sonntagsarbeit, zu deren Verrichtung einschließlich des Weges Arbeit, der jedenfalls von erplosiven Flüssigkeiten durchtränkt war. zuführen. Besonders verwerflich muß es noch genannt werden, von und zur Wohnung gegen 5 Stunden notwendig find, mit mehr wie die spätere Besichtigung ergab, hatten sich auch auf dem Boden Baß einzelne Unternehmer ihre Arbeiter veranlassen, nach Feier als 5 Stunden Lohn entschädigen, trotzdem fie in den Sommer des Bottichs starte chemische Rückstände abgelagert. Als nun Kobroiv abend Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Es kommt vor, daß monaten bis 12 Uhr nachts währt. An Tagen vor Festen wurde sich mit dem Bottich zu schaffen machte, entstand plötzlich eine auf diese Weise mehrere Kilo Rohmaterial in den den betreffenden Arbeitern bisher einmal am Weihnachtsabend engen Explosion. Unter donnerähnlichem Knall flogen die Fenster der Wohnungen der Arbeiter liegen. Noch schlimmer ist natürlich der eine Vergütung von zwei Stunden gewährt, welche jedoch am Tage nach dem Hofe hin belegenen Werkstelle heraus und die nach der nicht selten geübte Brauch, das Material gänzlich in der Haus vor Neujahr wieder wegfiel. Aus Laternenwärter-, Schlosser- und Straße hin führenden Räume wurden in dichten Rauch eingehüllt. industrie verarbeiten zu lassen; bietet diese Arbeitsform den Arbeiterkreisen wird viel über nichtachtende und schroffe Behandlung Die von mehreren Seiten alarmierte Feuerwehr rückte in großer Unternehmern doch die Möglichkeit, den Lohn auf das äußerste zu feitens einiger Borgesetzten geklagt. Es wäre doch wünschenswert. Stärke heran, trat aber nicht sonderlich in Thätigkeit, weil der durch brücken. Die Arbeiter und deren Nachbarn aber ahnen nicht, in daß letztere eine vorurteilsfreie ruhige und höfliche Behandlung ihren die Explosion entstandene Brand bereits abgelöscht war. Dagegen welcher Gefahr sie schweben. Untergebenen gegenüber belieben würden. legte sie dem Böttcher Kobrow, der bei der Explosion schwere BrandVom Milchkriege. Ueber den Stand der Prozesse, die sich aus wunden davongetragen hatte, einen Notverband an und sorgte für dem Milchkriege ergeben haben, berichtete in der gestrigen General- feine Ueberführung nach dem Krankenhause. Um die Behörde auf ihre Pflichten aufmerksam zu machen, werden die organisierten Arbeiter der Celluloidbranche im Laufe der -Großfeuer wütete gestern früh von 7 Uhr an in dem Mode-[ Triebe von Weidenbäumen, sogenannte„ Weidenkäßchen", mehrfach die Preise aufs äußerste zu drücken. Dem könnte mit Erfolg ents Warenhaus von Jacques Cohn, Ecke Müller- und Sellerstraße. Der von Dieben abgeschnitten worden. Der Wächter Weber hatte sich gegengewirkt werden, wenn die Arbeiterinnen öfter zusammen Brand verbreitete fich so rasch, daß bei Ankunft des ersten Löschzuges vorgenommen, diesem Treiben Einhalt zu thun und den Dieb ab- kommen würden, um sich gegenseitig über ihre Lohn- und Arbeitsbereits die Flammen aus allen fünf nach der Sellerstraße führenden zufassen. Gestern früh hörte Weber ein verdächtiges Geräusch auf verhältnisse auszusprechen. Durch Anschluß an die Organisation, Schaufenstern schlugen. Die in den oberen Stockwerken wohnenden dem Kirchhofe. Er bewaffnete sich mit einem Revolver, den er mit die bei einem Wochenbeitrag von 20 Pf. auch Krankenunterstützung Mieter wurden durch Feuerwehrmänner ins Freie gebracht und das Schrotpatronen geladen hatte und ging aus seinem Wachtraume gewährt, könnte die Lage der Arbeiterinnen um vieles verbessert Feuer gleichzeitig von der Müller- und Sellerstraße aus angegriffen. heraus. Nach kurzer Zeit fand er einen Menschen, der schon eine werden. Die Ausführungen des Redners fanden lebhaften BeiVon der Sellerstraße aus konnten die Flammen in verhältnismäßig Anzahl Zweige mit einer Säge abgeschnitten hatte, auf einem Baume fall. Ueber die Thätigkeit der Arbeiterinnen- Agitationskommission kurzer Zeit zurückgedrängt werden; um so mehr Arbeit erwuchs der fizzen. Weber forderte den Dieb auf, von dem Baume herunter- berichtete Fräulein Weiß. Diese Kommission, die vor 2 Jahren Wehr aber in den nach dem Hofe zu belegenen Lagerräumen. Hier zuſteigen. Der Mann that das, gab aber aus einem Revolver gebildet wurde, hat den Erfolg erzielt, daß die Arbeiterinnen sich nicht wurden die Löscharbeiten durch starke Verqualmung erschwert, so daß mehrere Schüsse auf Weber ab, der nun seinerseits einigemal seine mehr so ganz fremd wie früher gegenüberstehen. Die Zahl der erst nach zweistündiger Arbeit die Gefahr für beseitigt galt. Das Waffe auf den Gegner abdrückte. Dann ergriff der Dieb die Flucht. organisierten ist freilich zu der der in der Industrie beschäftigten Feuer hatte an dem Klosettschachte entlang seinen Weg auch nach den Weber, der durch zwei Schüsse schwer verwundet war, mußte von Arbeiterinnen noch recht gering. Die Werkstubenversammlunge oberen Stockwerken genommen, wurde dort aber rechtzeitig erstickt. Der Verfolgung Abstand nehmen. Er suchte einen Arzt auf, der ihm die die Kommission einberuft, waren zuerst gut besucht, später lic Die Mieter entgingen dadurch größerer Gefahr, daß das Geschäfts- einen Notverband anlegte, und begab sich dann auf Anraten des jedoch der Besuch zu wünschen übrig. Die Rednerin forderte die haus bereits entsprechend den neuen baupolizeilichen Vorschriften Arztes in das städtische Krankenhaus. Eine Kugel ist ihm durch Anwesenden auf, für zahlreicheren Besuch der Werkstubenversammüber Warenhäuser umgebaut war. Der durch den Brand verursachte den rechten Mittelfinger gegangen, die andre Kugel hat den Unter- lungen sowie der am Mittwoch nach dem 15. jeden Monats stattSchaden ist ganz bedeutend, da das großze, aus Sammet, Seiden- arm verwundet und ist bis zum Ellenbogen gedrungen. Der gefähr findenden Versammlung der Filiale der Posamentiere zu sorgen. stoffen, Trifotagen usw. bestehende Lager fast ganz vernichtet ist. liche Bursche ist anscheinend ein Gärtnergehilfe, der die Weiden- Die Verhandlung über die Maßregelung bei der Firma fäßchen an Gärtnereien oder in den Markthallen verkauft. Er ist 2. Knopfmacher wurde vertagt, weil noch keine vollständige etwa 19 oder 20 Jahre alt, 1,69 bis 1,72 Meter groß, hat blondes Klarheit über den Fall herrscht. Es soll darüber zunächst in einer Haar, fleinen Schnurrbart, rundes, volles Gesicht und kräftige kombinierten Sizung verhandelt werden. Die Wertstube ist gesperrt Statur. Meldungen sind an die Charlottenburger Kriminalpolizei, und streng zu meiden. Kirchhofstr. 3, Zimmer 53, zu richten. Aus den Nachbarorten. In Schmargendorf hat es in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung abermals mit dem Gemeindevorsteher Hohmann in Geldangelegeheiten einen Konflikt gegeben. Der Gemeindeverordnete Rammrath hat an die Gemeinde ein jährliches JagdBachtgeld von 340 M. zu entrichten, das nach seiner und eines Zeugen Behauptung regelrecht bezahlt worden ist, in der Kasse Sociale Rechtspflege. Gerichts- Zeitung. " Eine Versammlung für alle im Treppenbau beschäftigten Perfunen tagte am 15. d. M. in Englischen Garten", um sich mit der Frage zu beschäftigen: Wie schaffen ivir bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen?" Das einleitende Referat hielt Patloch. Er gab Der Lederarbeiter W. verlangte im Klagewege vom Fabrikanten bekannt, daß im Treppenbau ungefähr 350 bis 400 Personen be= sich aber nicht vorfindet. Da Herr Rammrath die Quittung Bander 12 M. rückständigen Lohn für 2 Gros Tresors. Der Ver- fchäftigt find. In Betracht kommen für Berlin 24 Werfstellen. Auf nicht wiederfinden konnte, hat er unter Vorbehalt den Betrag noch treter des Beklagten rechtfertigte die Vorenthaltung des Lohnes für die einzelnen Berufe entfallen: Drechsler 120, Tischler 78, Stelleinmal am Vormittag des Verhandlungstages eingezahlt. Herr Ge- die 288 Portemonnaies damit, daß sie schlecht gearbeitet seien. Auch macher 76, der Rest verteilt sich auf Bildhauer, Polierer und meindeverordneter Jung und das Mitglied der Rechnungskommission wurde Widerklage erhoben und geltend gemacht, daß dem Be- Maschinenarbeiter. Die Lohnverhältnisse in den einzelnen WerkNeumann gaben der Ueberzeugung Ausdruck, daß Herr Rammrath klagten ein Schaden von 55 M. durch die schlechte Arbeit stellen sind sehr verschieden; so wird in einzelnen Werkstellen ein eine Versäumnis sich nicht habe zu Schulden fommen entstanden fei. Die sachverständigen Beisiger der Stundenlohn von 35 bis 40 Pf., in den meisten aber ein solcher von lassen. Als man noch darüber nachdachte, wvie dieser Kammer II des Gewerbegerichts stellten durch Augenschein fest, 50 bis 52 und 56 Pf. gezahlt. Weiter wurde vom Referenten auf Fall aufzuklären sei, kam weiter zur Sprache, daß der Gemeinde- daß direkt schlecht von den 2 Gros mur 89 Stück find. die Mißstände, die fast in allen Werkstellen vorhanden sind, hin= vorsteher sich um einen Betrag von 204 M. zu Ungunsten der Gemeinde Der Kläger betonte, daß er bei dem geringen Preise und dem er- gewiesen, nämlich daß Ankleideräume und Waschgelegenheiten faſt geirrt hat. Es handelte sich hier um den Ankauf des Grundstückes Misdroyer- haltenen schlechten Material die Arbeit nicht hätte besser machen überall fehlen, ebenso die Schußvorrichtungen an der Maschinen. straße 8 zu Kirchhofszwecken. Während der Gemeindevorsteher der Hoff- können. Der Gerichtshof unter Vorsitz des Herrn v. Schulz ver- In der Diskussion wurden von sämtlichen Rednern die Angaben des nung Ausdruck gab, daß er den Betrag vom Verkäufer des Grundstückes, urteilte den Beklagten Zander, an den Kläger 8,25 M. Lohn für die Referenten bestätigt. Im großen gangen ist in allen Werkstellen Baumeister Sohm, wiedererhalte, sprach Gemeindeverordneter Jung sich als verwendbar befundenen Tresors zu zahlen. Dagegen wurde der noch viel zu wünschen übrig. Es wurde eine Kommission gewählt, dahin aus, daß die Gemeinde beim Ankaufe des Grundstückes Kläger und Widerbeklagte W. verurteilt, an den Beklagten und die einen Tarif ausarbeiten soll, um die Preise und Lohnverhältnisse arg übervorteilt worden sei. Nachdem zum erstenmal im Juli, zu widerkläger Zander 17 M. Schadensersatz zu zahlen, wofür ihm die in allen Werkstellen zu regeln. Tetzt am 14. Oktober von der Gemeindevertretung der Ankauf des 89 als schlecht befundenen Tresors auszuhändigen sind. genannten Grundstückes wegen zu hohen Preises( 280 M. pro Rute) Centralverband der Brauer.( Sektion I.) In der letzten Mits abgelehnt worden sei, sei auf erneute Vorlage des Herrn Gemeindegliederversammlung gab Preuß den Bericht der Agitations= vorstehers am 28. Oktober der Ankauf für 350 M. pro Rute genehmigt fommission. Es haben stattgefunden: 20 Sizungen, 15 mündliche worden. Ein Herr Bruck aus Südende, ein intimer Freund des Herrn Verhandlungen mit einzelnen Brauereien und 3 Sigungen mit Vers Gemeindevorstehers, habe sofort am nächsten Tage nach dem tretern des Vereins der Brauereien Berlins und Umgegend bezüglich Beschluß der Gemeindevertretung das Grundstück für den Eine Streitangelegenheit Tag der Anklage wegen Vergehens gegen des§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Heyder ergänzte den Be= Preis von 14.000. ant sich gebracht, 11117 es wenige die Gewerbe- Ordnung und versuchter Nötigung zu Gründe, welche richt und gab die Abrechnung der Kaffe obengenannter Kommiffion. Tage später für 15 625 M. der Gemeinde Schmargendorf gestern vor der 10. Straffammer des Landgerichts I gegen die Rohr- Einer Einnahme von 384,35 M. steht eine Ausgabe von 214,12 M. zut verkaufen. Herr Jung behauptete auf Grund des leger Albert Abel, Gustav Wucherpfennig und Baul Heinrich gegenüber. Im Anschluß hieran brachten einzelne Kollegen Miz vorliegenden Materials, daß dem Zwischenhändler von seiten verhandelt wurde. Am 15. Oktober v. J. war der größte Teil der stände aus ihren Betrieben zur Sprache. In die Agitations- omeines Mitgliedes der Gemeindeverwaltung oder der Gemeinde- Berliner Rohrleger in den Ausstand getreten. Die Angeklagten er- mission wurden neugewählt: W. Richter, Heyder, Tröger, Schmus und Schwedler. Von den ringfreien Brauereien haben die Abvertretung Vorschub geleistet sein müsse, verlangte die sofortige fuhren, daß zwei ihrer Kollegen, welche sich dem Ausstande nicht anBorlegung des Kaufvertrages, ferner Feststellung, ob Herr Bruck geschlossen hatten, auf einem Neubau in der Hafenheide beschäftigt machungen bezüglich des§ 616 des B. G.-B. bis jetzt anerkannt: seiner Beit Umsatzsteuer entrichtet habe, und drohte andernfalls, waren. Sie begaben sich am 24. Oktober dorthin und trafen die Hilfebein II, Staiserbrauerei, Charlottenburg, Werdersche Brauereien beiden Kollegen die Sache am nächsten Tage der Staatsanwaltschaft auch bei der Arbeit an. Zunächst ver- und Eberswalder Niederlage. einzureichen. Der Gemeindevorsteher erklärte, nicht gewußt zu haben, suchten die Angeklagten durch gütliche Vorstellungen die Verband der Civilmufifer.( Ortsverwaltung Berlin.) In daß Herr Bruck in Wirklichkeit als Käufer aufgetreten sei. Die Arbeitenden zu bewegen, sich ihnen anzuschließen. Als der Generalversammlung am 17. Februar wurde mitgeteilt, daß Gemeindevertretung beschloß, eine llntersuchungskommission das keinen Erfolg hatte, wurde ein schärferer Ton an- der Befizer des Lokals" Elysium, Landsberger Allee 40/41, bei vereinzusetzen, der die Aften in der Kaufsache vorzulegen find. Wie geschlagen und einer von den drei Besuchern wer der Redner schiedenen Geschäften eine Kapelle, bestehend aus Postbeamten, be= den Wilmersd. Nachr." mitgeteilt wird, konnten die Akten in dieser gewesen, hat sich mit Sicherheit nicht ermitteln lassen drohte schäftigt: Die Kollegen, welche dort beschäftigt sind, wandten sich Sache jedoch bisher nicht aufgefunden werden. Von der Er- damit, daß der Bau am folgenden Tage mit 50 Streikenden um- beschwerdeführend an das Postamt 16 und erhielten folgenden Be= teilung der Decharge für das Rechnungsjahr 1901 wurde unter diesen stellt werden würde. Hierin erblickte die Anklagebehörde eine gesetz- scheid: Umständen natürlich Abstand genommen. widrige Beeinflussung und versuchte Nötigung. Die Angeklagten be- ,, Auf die am 19. Januar hier vorgebrachte mündliche Beschwerde stritten, diese inkriminierte Aeußerung gethan zu haben, die Zeugen wird Ihnen erwidert, daß nach Prüfung der Angelegenheit keine § 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs und die Rixdorfer Gewerbe- blieben aber dabei, daß einer derselben sie gethan und dessen Be- Veranlassung vorliegt, dem Briefträger 2. das gelegentliche Musizieren deputation. Die städtischen Arbeiter in Rigdorf wollen festgesetzt gleiter durch ihr ganzes Verhalten zu erkennen gegeben hätten, in dem Lokal„ Elysium", Landsberger Allee 40/41, zu untersagen. haben, daß ihnen im Sinne des§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs daß sie ihn zustimmten. Der Staatsanwalt hielt beide Ver- Die Versammlung drückte ihre Mißbilligung über das Schreiben bei Krankheitsfällen, militärischen lebungen und in Fällen, wo sie ohne gehen für erwiesen und beantragte gegen die Angeklagten je durch Annahme einer Resolution aus. Der Verband soll die Sache ihr Verschulden eine nicht erhebliche Zeit den Dienst nicht versehen einen Monat Gefängnis. Die beiden Verteidiger, Justizrat Modler weiter verfolgen. können, der Lohn weiter gezahlt werde. Die Gewerbedeputation für das Nichtverbandsmitglied Heinrich und Rechtsanwalt Heinemann hatte sich mit diesen Anträgen zu beschäftigen. Der Decernent hielt für das Mitglied des Metallarbeiter- Verbandes Abel plaidierten für das Verlangen an sich für beachtenswert und meinte, es käme wohl Freisprechung insbesondere aus dem Gesichtspunkt heraus, daß nicht für Rigdorf bezüglich der Kranken das Berliner Vorgehen in Be- erwiesen sei, wer die drohende Aeußerung gethan habe. Das sei tracht, wonach bei unverschuldeter Krankheit der Lohn unter Abzug zweifellos mur einer gewesen. Dafür seien aber die beiden andern des Krankengeldes in der Regel 4 Wochen lang, und nach einer ge- nicht verantwortlich, da der Satz: Mitgefangen, mitgehangen" nicht wissen Beschäftigungsdauer 6 Wochen lang gewährt wird. Trotz aller für die Justiz gelte, ja das Gegenteil einer solchen ist. Sympathie hierfür müsse aber wegen der finanziellen Verhältnisse Der Gerichtshof hielt nicht eine versuchte Nötigung, dagegen Rigdorfs die Frage der materiellen Belastung der Stadt aber das Vergehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung für vor ernst erwogen werden. Es wurde vorgeschlagen, ein Jahr zu liegend. Das den Arbeitern gesetzlich gewährte Koalitionsrecht solle warten, um die Erfahrungen der neuen Betriebskasse abzuwarten. denselben gewiß nicht verkümmert werden, aber anderseitig habe die Dagegen beantragte eine Minderheit, gleich Beschluß zu fassen, wobei persönliche Freiheit und das Rechtsbewußtsein der Arbeitswilligen betont wurde, daß diese Angelegenheit doch mit der Krankenversicherung Anspruch auf Schuß, und kein Mann in Deutschland, der arbeiten an fich gar nichts zu thun habe. Der Antrag, den Wünschen der wolle, dürfe daran gehindert werden. Arbeiter gleich gerecht zu werden, wurde jedoch abgelehnt und Die Strafe fei für jeden Angeklagten gleich, auf je eine Woche beschlossen, die Vorlage auf ein Jahr zu vertagen. Wegen der„ ein- Gefängnis, bemessen worden. Zwar sei nicht festgestellt, wer die heitlichen Regelung" vertagte die Deputation gegen die Stimmen drohenden Worte gesprochen habe. Die beiden andern aber haben der Minderheit zugleich auch die Erledigung derselben Frage be- dem Droheuden zugestimmt und kommen als Mitthäter in Betracht. züglich der Entlohnung während der mitilärischen lebungen und sonstiger nicht verschuldeter Arbeitszeit- Versäumnisse. Der Decernent Wegen versuchter Erpressung hatte sich gestern der Klempner begieriger fich Belehrung geholt hatte, wurde fte vort erachtetete dies um so eher für angebracht, weil die ver- Adolf Levy vor der dritten Straffammer des Landgerichts I zu einer andren abgelöst und so fam es, daß der Plazz schiedenen städtischen Betriebsverwaltungen schon jetzt in den ge- berantworten. Er befand sich in Not und griff zu einem schamlosen vor der sonst nicht sonderlich beachteten Gerichtstafel den ganzen Tag nannten Fällen Rücksicht nähmen und nicht gleich Abzüge machten. Mittel, um sich daraus zu befreien. Er richtete an einen Großkauf- nicht leer wurde. Wer an naturalistischer Lektüre Behagen fand, kam Ein weiterer Antrag der städtischen Arbeiter auf Ruhegeld- mann, den er nur dem Namen nach kannte und von dessen Lebens- allerdings voll auf seine Kosten. Objekt des lebhaften Studiums Gewährung und Hinterbliebenen- Versorgung wurde ebenfalls vorführung er nicht die geringste Ahnung hatte, einen frechen Erpresser- war ein Gerichtsbeschluß, dessen Inhalt wir, so weit es die Rücksicht läufig zurückgestellt. Das vorhandene Material foll den Deputations- brief. Er stellte darin die völlig aus der Luft gegriffene Behauptung auf unsre Leser und der Sittlichkeitsparagraph des Strafgesetzbuches mitgliedern zugänglich gemacht werden und der Magistrat soll in- auf, daß der Adressat als ein Mann bekannt sei, der sich fortgesetzt gestattet, andeutungsweise wiedergeben wollen. Der Beschluß berzwischen über die finanzielle Frage Ermittelungen anstellen. gegen§ 175 Str.-G.-B. verfündige. Er, der Schreiber, habe die fündet, natürlich inter voller Namensnennung, daß die Den Gasarbeitern wurde für Ueberstunden ein Lohn- feste Absicht, das lichtscheue Treiben des Adressaten zur Kenntnis der am 7. Februar 1886 geborene Dienstmagd Marie B. B. in zuschlag von 50 Pro3. zugebilligt. Staatsanwaltschaft zu bringen, falls ihm nicht bis zu einem be= Fürsorge Erziehung gegeben werden soll. Dann stimmten Tage ein Schweigegeld von 20 000 M. an einem genau folgen die ungeschminkt mitgeteilten Gründe für diese AnUeber das Statut der Betriebs- Krankenkasse der Stadtgemeinde bezeichneten Orte eingehändigt werden würde. Der Empfänger ordnung: Der Magistrat hat am 8. Oftober 1902 den Antrag Rigdorf hatte die Rirdorfer Gewerbe- Deputation am Montag zu des Briefes, auf den die dreiste Beschuldigung absolut nicht paßte, gestellt, das oben bezeichnete Dienstmädchen zur Fürsorge- Erziehung befinden. Die Kasse soll am 1. April ins Leben treten. Gegen setzte die Kriminalpolizei in Kenntnis und begab sich in Begleitung zu bringen, da dasselbe in der schamlosesten Weise Unzucht getrieben einzelne Bestimmungen des Magistratsentwurfs wurden von den eines Polizeibeamten zur festgesetzten Stunde an den bezeichneten habe. Der Geistliche, der Pfleger und die Mutter des Mädchens Arbeitervertretern Bedenken geäußert. So wurde angeregt, zu Ort. Der Angeklagte war aber nicht sichtbar. Bald darauf traf sind gehört worden. Die angestellte Ermittelung hat ergeben: streichen, daß das Krankengeld erst vom dritten Tage nach dem ein zweiter Brief ein, in welchem dem Adressaten dringend nahe Das Mädchen war im Sommer vorigen Jahres bei dem LandTage der Erkrankung ab zu gewähren sei. Die Mehrheit entschied gelegt wurde, zur Vermeidung von Schmach und Schande den nun mann H. in Glücksburg in Dienst. Während dieser Zeit hat aber dagegen. Ebenfalls fiel eine Anregung, die Bestimmung zu mehr auf 25 000 M. erhöhten Betrag zu zahlen, aber allein zu fie in unglaublichster Weise Unzucht getrieben. Sie war fast keine streichen, wonach in der Wahl des Arztes während derselben Krank- kommen, da die Anwesenheit eines Dritten bei derartigen Affairen Nacht im Hause, sondern trieb sich mit Männern herum, heit ohne Zustimmung des Vorstandes ein Wechsel nicht überflüssig sei. Diesmal gelang es, den plumpen Erpresser einzu- meistens mit Ziegelei- Arbeitern. Wenn sie bei ihren unzüchtigen vorgenommen werden darf. Nach dem Entwurf soll der Vorstand fangen. Er vermochte sich im Termin nur damit zu entschuldigen, fibern und aus zwei Vertretern der Stadtgemeinde, nämlich dem richt verurteilte den nur unwesentlich vorbestraften Angeklagten zu gut wiederzugebende Stelle des Inhalts, daß das liebebedürftige bestehen: aus vier von der Generalversammlung zu wählenden Bei- daß ihm die Not jenen teuflischen Plan eingegeben habe. Das Ge- Handlungen ertappt und zur Rede gestellt wurde, lachte sie frech und schamlos. Nun folgt in dem amtlichen Aftenstück eine nicht Vorsitzenden und dem Kaffenführer, der augleich einem Jahre sechs Monaten Gefängnis. Mädchen in einer Nacht acht Männern je viermal zärtlich zugethan Stellvertreter des Vorsitzenden sein soll. Hierzu war und dann eine sehr deutliche Schilderung der körperlichen Folgen wurde beantragt, festzusetzen, daß der stellvertretende Vorsitzende solcher unerhörten Opferwilligkeit. Nachdem weiter dargestellt worden, daß die Dienstherrschaft vergeblich dem Mädchen die Kleider weggenommen hat, um sie von ihrem Treiben abzuhalten und daß die Person sogar tagsüber von der Arbeit weggelaufen ist, um sich mit Männern herumzutreiben sowie schließlich an einer häßlichen Krankheit gelitten hat, folgt die Mitteilung, daß das ungeratene Kind vorläufig im Martinstift untergebracht ist. nicht der Kaſſenführer, sondern ein von der Generalversammlung Versammlungen. Wahre Häuschen auf dem Seehof eine öffentliche Volksversammlung. Tros Teltow. Am Sonntag tagte hierselbst im Lokale zum Schweizerdes schlechten Wetters hatten sich auch viele Dorfbewohner eingefunden, so daß der Saal dicht gedrängt voll war. Abgeordneter Zubeil sprach über die politische Lage. ReichstagsBeifallsstürme folgten der Rede des Genossen Zubeil. Der Verlauf der Versammlung berechtigt zu der Hoffnung, daß hier bei den Reichstagswahlen ein großer Zuwachs für die Socialdemokratie ver zeichnet werden kann. Vermischtes. Naturalismus an der Gerichtstafel. Aus Flensburg wird uns berichtet: Dieser Tage war der Flur unfres Amtsgerichts lebhafter als sonst frequentiert. Leute, die im übrigen nichts auf dem Gericht zu thun hatten, sammelten sich vor dem schwarzen Brett und studierten dort mit schmunzelndem Behagen eine der vielen Bekanntmachungen. Sobald eine Schar Wiß= zu wählendes Kassenmitglied sein solle. Der Decernent erklärte sich entschieden gegen eine solche Aenderung und die Mehrheit lehnte fie Die Posamentiere hielten am Dienstag eine namentlich auch ab. Die Kassenmitglieder werden in vier Klassen eingeteilt, je nach dem Arbeitsverdienst, und die Beiträge demgemäß auf 45 Pfennige, von Frauen zahlreich besuchte Versammlung ab, in der Berger 30 Pf., 24 f. und 15 Pf. pro Woche festgesezt. An Unterstüßung über" Der Aufschwung in der Posamentenkonfektion und die Löhne gewährt die Kasse: Vom Beginn der Krankheit ab freie ärztliche Be- der Posamentenarbeiterinnen" sprach. Für die männlichen Arbeiter handlung und freie Arznei, Brillen, Bruchbänder usw. Bei Er der Branche, so führte der Redner aus, sei jetzt ein Wochenlohn von Es mag ja sein, daß an der Marie B. auf alle Fälle Hopfen verbsunfähigkeit wird vom vierten Tage ab einschließlich für jeden 30 M. fast überall erreicht worden und als niedrigster Lohn, für und Malz verloren ist. Aber das Gericht scheint ja andrer Meinung Kalendertag, also auch Sonntags, bis zu 26 Wochen ein weniger Leistungsfähige, 27 M. Dagegen würden die Arbeiterinnen zu sein, eben weil es zur sittlichen Läuterung des Mädchens die Serankengeld in Höhe von drei Fünfteln des durchschnittlichen Tage- vom Unternehmer nach Belieben bezahlt und daran sei hauptsächlich Fürsorge- Erziehung angeordnet hat. Und von diesem Standpunkt Yohns, der bis auf weiteres für die erste Klasse auf 3 M., für die der Umstand schuld, daß sie größtenteils nicht der Organisation an aus scheint uns die öffentliche Darstellung des unzüchtigen Treibens zweite Klasse auf 2 M., für die dritte Klasse auf 1,50 M. und für gehören. Die jetzige gute Zeit sollte von den Arbeitern ausgenutzt dieser Person denn doch sehr bedenklich. Wer derart gebrandmarkt Gute Arbeiterinnen der Posamentenkonfektion follten ist, wie dies offenbar an Nymphomanie leidende Mädchen, wird bei die vierte Klasse auf 1 M. festgesetzt ist. Einstimmig erklärte sich werden. die Deputation für die Einführung der freien Arztwahl. mindestens 18 M. Wochenlohn, jüngere mindestens 15 M. berlangen. dem Versuch, zu einem gesitteten Leben zurückzukehren, überall abSchwieriger ist die Regelung der Löhne bei Heimarbeit. Hier gewiesen werden und muß daher wohl oder übel wieder dent Laster herrscht infolge des Mangels an gesetzlichem Schuh unbeschränkte verfallen. Und daher thäte die Gerichtsbureaukratie gut, in fünftigen Ausbeutung der weiblichen Arbeitskraft und der Kinder. Die Fällen ähnlicher Art sich etwas weniger naturalistisch zu geben. Bou Jolierung der Arbeiterinnen macht es dem Unternehmer möglich, der Rücksicht auf die Deffentlichkeit garnicht weiter zu reden. In Charlottenburg wurde gestern früh der Kirchhofswächter Anton Weber von einem Dieb durch Revolverschüsse schwer verlegt. In letzter Zeit sind auf dem alten Luisentirchhof die jungen Socialdemokratischer Verein im 5. Berl. Reichstags- Wahlkreise. Donnerstag, den 19. d. M., abends 8% Uhr, im Alten Schützenbaufe, Linien- Stasse Nr. 5: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorsitzenden, des Kassierers und der Revisoren. 2. Bericht der Vertrauensleute, Preß-, Lokal- und AgitationsKommission. 3. Vereins- und Parteiangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Bahlreiches Erscheinen erwartet 245/2 Der Vorstand. Achtung: Arbeiter- Radfahrer Achtung! vom Kreise Niederbarnim. Sonntag, den 22. Februar 1903, nachm. 2½, Uhr: Oeffentliche Versammlung aller Arbeiter- Radfahrer v. Kreise Niederbarnim in Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee 86( Kronprinzengarten). Tages Ordnung: 1. Die Arbeiter- Radfahrer und die kommenden Reichstags- und Landtagswahlen. 2. Wahl des Vertrauensmannes. 3. Berschiedenes. 271/3 Die Vertrauensleute sowie die Vorstände der Wahlvereine vom Kreise Niederbarnim sind hiermit freundlich eingeladen. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. + Männer- Vortrag+ morgen, Freitagabend 8%, Uhr, Kommandantenstr. 20( Arminh.) über: Seguelle Störungen, Schwächezustände, Gonorrhoe. Erklärt an Lichtbildern vom prakt. Naturheilkund. Grundmann. Naturärztliche Sprechst. Kuranstalt Köpnickerstr. 72, 11-2, 6-8, Sonntags 10-12. Bortrag ist für Männer sehr wichtig. Broschüre und Eintritt 20 Pf. Steinarbeiter! Freitag, den 20. Februar, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexander Straße 27 c: Versammlung. Zages Drdnung: 1. Fortsetzung der Beratung aus der letzten Versammlung. 2. Die neue Tarifvorlage feitens der Steinmek- Innung. Das Erscheinen aller Kollegen erwartet 172/5 Der Vertrauens mann. Central- Kranken- u. Sterbekasse der Zimmerer ( Eingeschr. Hilfskasse Nr. 2, Hamburg). Dertliche Verwaltung Berlin. Freitag, den 20. Februar, abends 81 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 7: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1902. 2. Wahl der Revisoren. 3. Ber schiedene Kassenangelegenheiten. Der Vorstand. Neu! Berliner Hütte! Neu! ,, Schwemme" 259/1 Prinzen- Str. 44.( nach Münchener Art). am Moritzplatz. Grösste Sehenswürdigkeit Berlins. Zum Ausschank gelangt: Berliner Hüttenbräu in Masskrügen 1/2 Liter 12 Pf., 1 Liter 23 Pf. Warme Speisen nur zu 30 u. 40 Pf. a Portion.*** 601L* Paul Ladewig, Jedes Wort: 5 früher Geschäftsleiter der Frankfurter Hütte. Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter straße 9, parterre. + 37* Borjährige elegante Herrenhosen nus feinsten Stoffen 9 bis 12 Mart. Berkauf Sonnabend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21, II. 14965* Krawattenstoffe, große Auswahl. Wallnertheaterstraße 30. 2236b Freie Volksbühne. Sonntag, 22. Februar, nachmittags 2%, Uhr: Metropol- Theater. 11./12. Abteilung. L'intruse. Der Kammersänger. Litteratur. Lessing- Theater. 3./5. Abteilung. Dämmerung. Schauspiel in 5 Akten von Ernst Rosmer. Die Bühnenhefte No. 6 u. 7 sind in den Zahlstellen erhältlich. Der Theaterzettel wird im Theater unentgeltlich verabfolgt. 8. Serie im Metropol- Theater vom 8. März ab: Helden. Komödie in 3 Aufzügen von Bernhard Shaw. Sonnabend, den 14. März, in der Brauerei Friedrichshain: März- Fest. Beethoven- Konzert Mitwirkende: Berliner Tonkünstler- Orchester. Dirigent: Franz v. Blon. Recitation: Fräul. Luise Dumont vom Deutschen Theater. Festmarken a 50 Pf. in den Zahlstellen. 228/8 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. AnkerAnker Brikets PrinzenDr. Simmel, Str. 41. 61/ 9* * In dem Inserat Centralverband Die Beerdigung des Steinbruders der Maurer, Maskenball, soll es Eduard Engelskirchen nicht Brey heißen, fondern Brosy wie auf dem Zettel stand. Orts- Krankenkasse der Gastwirte u. verwandten Gewerbe zu Berlin. Ausserordentliche General- Versammlung der gewählten Vertreter der Kasse am Donnerstag, den 26. d. M., nachmittags 3, Uhr, im Lofale des Herrn Wannemacher, Dresdenerstr. 45. Tages- Ordnung: 1. Vorstandswahl. Wahl eines Arbeitgeber- Vertreters für die Wahlperiode 1903-1905. 2. Bericht des Borstandes über die Anstellung und Thätigkeit der Bezirks- und SpecialAerzte fowie über den Vertrauens arzt. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Berlin, den 18. Februar 1903. Der Vorstand. Poppe, Borsigender. Braun, Schriftf. fann heute nachmittag nicht erfolgen, da die Leiche beschlagnahmt ist. Die trauernde Witwe. Deutscher Buchbinder- Verband. ( Bahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser langjähriges treues Mitglied, der Buchbinder Ernst Kinnemann ( Rohrmann) am Montag nach kurzem Krankenlager verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstagnachmittag 4 Uhr vom Trauerhause in Adlershof, Helbigstraße 24, aus statt.[ 23/10 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Todes- Nachricht. Am 16. d. Mts., nachmittags 4, Uhr, verstarb nach dreitägigem an der Lungenentzündung unser Werkführer Herr Ernst Kinnemann Gross- Fischerei- Export- Artikel. Santenlager Neueste, wahre, billigste Preise. Per Nachnahme. Feinste Salzfettheringe, Fak, 400 St. 10 M., Faß, 200, 5 M.; schöner Fisch, größerer zu empf., 300 St. 11 9., 150 St. 5%, M.; zarter Fisch, Faß, 500 St., 9 M., Faß, 250, 41, M. Volthering, Milch und Rogen, groß, Faß 11 M., 2 Faß 5/2 M. 8 Liter- Dose Bratheringe 32 M. 400 Gold- Bücklinge 5%, M., 800 St. 10 M. 2652* Per Poft überall franco hin. 4 Liter- Dose, 100 St. Delikateßher., Bismarcher. 3 u. 3, M., 70 Brat heringe 2, u. 3 M., bis 100 Noll: möpse 3 u. 32 M., Ruff. Sard. 3 M. Salzheringe, 70 St., zart, 2,70, größere, 60 St., 3 M., große Vollheringe 3 M. Kifte Gold: Bücklinge, fein, 120 St., 3 M., gr. Voll- u. Fett- Bücklinge 3. Kifte Sprotten 22, 2 Kisten 4, M. W. Schwandt, Swinemiinde. Räucherei, Brat: u. Marin.- Aust. 603L* Sofastoffe Riesenauswahl aller Qualitäten. 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