Nr. 99. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 fg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern spred- Anschluß: Amt I, Nr. 4186... Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 28. April 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. In der Straffache gegen den Redakteur Kurt Matthias Strafe hat seinerzeit nicht blos innerhalb unserer Partei- Weiter konstatirte Schippel die Thatsache, daß die Wilhelm Baake zu Berlin, geboren den 24. April 1864 zu Breslau, freise Aufsehen erregt. Naive Gemüther, Gemüther, zu denen Arbeiter bei der Alters- und Invalidenversicherung in ihrer Diffident, vorbestraft, wegen Beleidigung durch die Presse, J.IA übrigens, wie wir wissen, Schippel selbst nicht Eigenschaft als Versicherte und als Steuerzahler doppelt zu 504. 91. hat die II. Straftammer des Königl. Landgerichts 1 zu gehörte, trugen sich vielfach mit der Hoffnung, das den Beiträgen herangezogen werden, und weiter bestritt er, Berlin am 13. Februar 1892 für Recht erkannt: Daß der Angeklagte der Beleidigung schuldig und deshalb Reichsgericht werde das Urtheil des Chemnißer Gerichts- daß die Schutzölle den Arbeitern Nußen gebracht hätten; mit einer Geldstrafe von( 800) Dreihundert Mart, der im Un- hofes umstoßen und frische Richter, welche nicht mehr unter dieselben hatten Vortheile nur für die Fabrikanten vermögensfalle für je( 10) zehn Mart( 1) ein Tag Gefängniß zu den Eindrücken der Aufregung der Wahlagitation und der gebracht. substituiren, zu bestrafen: dem Gendarm Diekmann die Befugniß ebenso unerwarteten wie unwillkommenen Siege der sozial- Diese Angaben sollen nun falsch sein und Schippel soll zuzusprechen, die Verurtheilung des Angeklagten auf Kosten des- demokratischen Partei stünden, würden, wenn vielleicht auch gewußt haben, daß sie erdichtet oder entstellt sind, und diese felben binnen( 4) vier Wochen nach Zustellung des rechtskräftigen nicht am Urtheile, so doch am Strafmaß erheblich ändern. Erdichtung und Entstellung habe er nur zum Besten gegeben Urtheils durch Einrückung des verfügenden Theils des Urtheils Wer so hoffte, ist, wie unsere Leser jetzt wissen, enttäuscht zu dem Zwecke, um Staatseinrichtungen, in diesem Falle in das Hauptblatt der Zeitung Vorwärts" und zwar an der Spitze des Blattes bekannt zu machen; alle Exemplare des Haupt- worden. Unser Parteigenoffe muß seine 9 Monate absitzen. Die Arbeiterschutz- Geseze, verächtlich zu machen. Bei dem blattes des Vorwärts" vom 10. Mai 1891, sowie die zu ihrer Wenn wir sagten, die Härte des Urtheils hat seinerzeit hohen Bildungsgrade, so meinte der Chemnitzer Richter, Herstellung bestimmten Platten und Formen unbrauchbar zu allgemein überrascht, so hatte dies seinen Grund in hätte sich außerdem der Angeklagte der wohlthätigen machen; dem Angeklagten auch die Kosten des Verfahrens auf der Art des angeblichen Bergehens. Dieses sollte in Wirkungen" der Arbeiterschutz Gesetze voll bewußt sein zuerlegen. Von Rechts Wegen. einzelnen Wendungen einer Wahlrede liegen, welche müssen. Schippel behufs Förderung seiner Kandidatur gehalten hat. Wir werden auf den Werth der Arbeiterschutz- Gesetze Von allen sächsischen Reichstags- Wahlkreisen ist wohl keiner nachher durch ein aus der Praxis gegriffenes Beispiel das heißer umstritten, als Chemniß, das sächsische Manchester. gebührende Licht werfen. Hier möchten wir nur die Frage Bereits im Norddeutschen Reichstag durch den Sozialisten stellen: Wie viele Redner der Oppositionsparteien hätten Försterling vertreten, schickte es später, 1874 und 1877, nicht hinter Schloß und Riegel gesteckt werden müssen, und " Abonnements- Einladung. Mit dem 1. Mai eröffnen wir ein neues Abonnement Johann Most in den Reichstag. Bei den Attentats- welcher Redakteur eines[ oppositionellen Blattes wäre dem auf den „ Vorwärts“ Berliner Volksblatt. Der Bezugspreis des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der ,, Neuen Welt" als Gratisbeilage beträgt 1 Mark 10 Pfennige monatlich frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 1,10 M. für den Monat Mai entgegen. wahlen 1878 von der reichstreuen Mischmaschpartei, gleichen Schicksal entgangen, wenn Staatsanwälte und welche zit diesem Behufe eine eigene Knüppel- Richter im übrigen Deutschland nach demselben Maße gegarde organisirte, zurückerobert, fiel das Mandat messen hätten, mit dem gegen den Abgeordneten für Chemnit bei der Wahl 1881 wieder an unsere Partei und gemessen worden ist? wurde auch 1884 behauptet. Die Faschingswahlen 1887 Durch die bekannten kaiserlichen Erlasse und die Wahlbrachten dem Mischin asch auch in Chemnitz wieder den Sieg, programme der Kartell parteien sind die Sozialgesetzgebung und diese Scharte auszuweßen, dazu machten unsere und vor allem die sogenannten Ar beiterschutz- Geseze mitten Chemnizer Freunde im Verein mit Schippel, der selber ein in den Wahlkampf gestellt worden. Besonders die soeben Chemnißer Kind, sich in seiner Vaterstadt zum ersten Male fertig gewordene Alters- und Invalidenversicherung, die um ein Mandat zum Reichstag bewarb, die gewaltigsten Krönung" der Sozialreform, war es, welche der sächsische Anstrengungen. Diese waren auch von Erfolg gekrönt. Ordnungsbrei als Hauptzugstück für den ArbeiterstimmenMit rund 24 000 gegen zirka 14 000 Stimmen wurde fang auszunützen versuchte. Damit war für die Kandidaten Schippel im ersten Wahlgange gewählt, und die Wuth der und Redner unserer Partei die Aufgabe gestellt, diesen vielHerren von der„ Ordnungspartei" über dieses Ergebniß belobten Arbeiterschutz unter die Lupe zu nehmen und den fannte keine Grenzen. Wählern zu sagen, was sie von diesen neuesten Schöpfungen des praktischen Christenthums zu erwarten haben. Wenn nun bei der Gelegenheit Schippel den Arbeitern vorrechnete, daß sie bei der Aufbringung der Rentensäge für die Alters- und Invalidenversorgung in doppelter Weise betheiligt sind, einmal durch den direkt erAus der Verhandlung hobenen Beitrag und dann durch den Staatszuschuß, welcher werde sich ergeben, welche Mittel angewandt wurden, um aus der Reichskasse geleistet wird, deren Einnahmen selbst den Wahlkreis zu erobern." wieder hauptsächlich aus indirekten Steuern auf nothwendige Diese Mittel sind inzwischen bekannt geworden, und Lebens- und Genußmittel bestehen, wo steckt da die entunser Genosse wird in den nächsten Wochen wegen An- stellte oder erdichtete Thatsache? wendung derselben seine neunmonatliche Sigung antreten. Ist es denn nicht wahr, daß die ca. 1200 Millionen, Wegen Vergehens gegen§ 131 des Straf Gesetzbuchs Worin bestanden nun die Entstellungen und Erdichtungen", welche der Reichshaushalt in seinen Einnahmen aufweist, so ist unser Parteigenosse, der Reichstags- Abgeordnete Schippel um derentwillen Schippel so schwer büßen muß, und welche weit von außerordentlichen Deckungsmitteln, Darlehen 2c. jeht endgiltig zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt. Vor so sehr das Entsehen des Chemnitzer Gerichtshofes erregten? abgesehen wird, in ihrem Löwenantheil sich aus Zöllen und dem Reichsgericht, bei welchem Schippel Revision eingelegt Schippel hat behauptet, daß die Regierung vor allem Verbrauchssteuern zusammensetzen, wobei die Konsumartikel hatte, war der Prozeß beinahe volle zwei Jahre anhängig die Jutereffen des Großkapitals wahrnehme und daß der der großen Masse, also doch wohl der Arbeiter, am meisten geblieben, da infolge der Abgeordneten- Eigenschaft des An- Staat, so weit er Arbeiter in direktem Betriebe beschäftige, zu bluten haben? geklagten das Verfahren eingestellt worden war. genau nach denselben Grundsäzen verfahre wie das Groß- Aber Schippel hat die wohlthätigen Wirkungen der Die Verurtheilung Schippel's zu der ungewöhnlich hohen kapital, d. h. die Arbeiter ausbeute. Arbeiterschutz- Geseze geleugnet und durch seine Kritik derZwei Monate nach dem Wahltag stand der neugewählte Abgeordnete vor dem Chemnizer Gerichtshof, und wie sehr der Ausgang der Wahl in den Gemüthern noch nach Die Redaktion und Expedition des wirkte, dafür ist die nachstehende Aeußerung des Vorsitzenden des Gerichtshofes bei Beginn der Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berhandlung charakteristisch: Entstellte Thatsachen. Feuilleton. Nachbruc verboten.) P Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. [ 99 Die erste Instanz war darüber einigermaßen verwundert gewesen, da ihr wichtige Einwände nicht zur Ertenntniß famen; sie hatte deshalb der weiteren Voruntersuchung keinen besonderen Fleiß zugewendet und nur auf Verlangen des Vertheidigers außer Rollmann und semeni Prokuristen auch noch die beiden Kommis, welche wir bereits teunen, vorgeladen. " 1 streiten uns jetzt hauptsächlich nur noch um die Perrücke, die Person, ich meine das Strafquantum ist uns zum guten Theil unter den Häuden entlaufen, da die vier Monate Gefängniß durch die Untersuchungshaft zum größten Theile als verbüßt erachtet werden dürften." „ Leider wahr," erwiderte Streit ernst, und wenn ich nicht gewußt hätte, daß meine Klientin freigesprochen merden müßte, würde ich mich wohl vor einem solchen Rechtsmittel gehütet haben." Sie sind also wirklich in dem Glauben, daß Ihre Klientin unschuldig ist?" " Ich habe die volle Ueberzeugung und werde Sie heute noch zu derselben befehren." Nachdem das Protokoll der ersten Verhandlung ver lesen worden, ertheilte der Präsident dem Vertheidiger das Wort, um seine Einwände gegen das erste Urtheil zu begründen. Aller Augen wandten sich auf den Advokaten; selbst den Mitgliedern des Gerichtshofes konnte man eine zient liche Spannung im Gesicht ablesen, als Streit sich erhob und mit ruhiger Stimme begann: wenn man Wir stehen, meine Herren Richter, hier vor einem Falle, der ganz und gar geeignet ist, uns vor allzu großem Vertrauen auf unseren juristischen Scharfsinn ernstlichst zu warnen. Viel baufälligere Schuldbeweise werden von Gerichtshöfen als geführt erachtet und Verurtheilungen dar" Das täme auf eine Wette an. Ich verdenke es Ihnen auf gegründet, die häufig die Annahme zulassen, daß mögübrigens nicht, Herr Streit; Sie haben viel Bech im Leben licher Weise ein Unschuldiger mit Strafen belegt worden. gehabt, Sie machen die größten Anstrengungen, um über Der vorliegende Fall war gewiß derartig beschaffen, Wasser zu kommen, und Sie scheinen mir das Zeug zu be- daß die Man kann es sich bei dem Aufsehen, welches der Prozeß igen, es auch dahin zu bringen. Aber diesen Fall hätte ich stand, Schuldfrage fast außer allem Zweifel bereits erregt hatte, wohl erklären, daß diesmal das zunicht bei der schlichten Ver= hörende Bublikum, wenn auch nicht zahlreicher, denn das an Ihrer Stelle gewiß nicht angegriffen, er bringt Sie ſicherung des Mädchens, daß sie unschuldig sei, als Mensch fühlte, dieses Wesen ist ein reines, schuldloses, das mehr gestatteten die Räume nicht, so doch viel erwartungsvoller wieder zurück." Es fäme dies auch auf eine Wette an," meinte Streit Glauben verdient, als alle unsere Logik, unser vermeintlicher den Saal betrat. Der Gerichtshof war für diesmal aus anderen Personen zusammengesetzt, nur der Staatsanwalt seinerseits lächelnd, und Beide trennten sich hierauf, denn Scharfsinn. war der frühere geblieben; aber an Stelle des Dr. Raffmaus der Gerichtshof erschien und alsbald wurde auch die An" Der berühmte Vertheidiger, welcher bei der ersten Vererschien der Advokat Streit, der alsbald die Blicke Aller geklagte vorgeführt. handlung hier an meiner Stelle stand, kam auch leider über auf sich zog. Aber das Herz ihrer im Saale anwesenden Freunde die aller gewöhnlichsten juristischen Geschäftsphrafen nicht Der Staatsanwalt fonnte sich nicht enthalten, auf erbebte, als sie die schlanke Gestalt und das bleiche Antlitz hinaus. Er sprach an dieser Stelle die denkwürdigen Streit zuzutreten und nach flüchtiger Begrüßung zu fragen: wieder erblickten, denn die lange Kerkerhaft hatte auch hier Worte:" Nach den Geständnissen der Angeklagten find Wir dürfen uns wohl auf eine besondere Ueber- ihren zerstörenden Einfluß nicht verfehlt; der elastische Gang nur zwei Fälle möglich entweder sie hat die Spizen raschung gefaßt machen, Herr Advokat? denn mit der blos war verschwunden, ein mattes Schleichen an seine Stelle in mehr oder weniger strafbarer Absicht entwendet und in formellen Einwendung werden Sie die Haft Ihrer Klientin getreten, und ein halb ersticktes Hüfteln erklärte das den Koffer gepackt, um sie aus dem Hause zu bringen, nicht in so erheblicher Weise verlängert haben wollen. Wir Schwinden der Rundungen in den zarten Körperformen. oder es hat eine frevelnde Hand, in der Absicht, sich an der " Wir wollen von der Altersrente nicht reden, diesem Dekorationsstück, das spekulativen Unternehmern in einer Reihe von Fällen Anlaß bot, den Rentnern am Lohne den Betrag der Altersrente zu fürzen. Wie es aber mit der Invalidenrente bestellt ist, dafür mag nachfolgendes Beispiel sprechen. " felben Staatseinrichtungen verächtlich gemacht". Schippel| selbst unter Anklage steht, wurde nach Entdeckung der That- des Jahres vom 1. April 1890/91 u. A. auch die AnI soll zwischen Beitragsleistung und Renten einen Vergleich sache, daß die Walsall- Verschwörung" von Lockspiteln gelegenheit Oppen lebhaft erörtert. Der konservative gezogen haben, bei dem die„ Krönung der Sozialreform" gemacht worden, die Praxis dieser Herren beschrieben, wie Landbote von Oppen hatte als Domänenpächter abgehauft allerdings etwas sehr schlecht weggekommen ist. Aber kann denn sie jeden vernünftigen Rath für niederträchtige Feigheit er- und war in solchen Nöthen, daß die Regierung ihm der Kritiker etwas dafür, wenn das zu kritisirende Objekt flären, die besonnenen Genossen als schwachmatische Jämmer 40 000 M. Pachtgelder schenkte, und er offenbar ein hoher die Kritik nicht bestehen kann? linge oder Verräther hinstellen und unmittelbare Gewaltthat Grad des Nothstandes sich kurz darauf ein Rittergut Unser Genosse glaubt nicht an die wohlthätigen Wir mit Gift, Dolch, Dynamit fordern. kaufte und ein Landtags- Mandat annahm. Der deutsch fungen" der Arbeiterversicherungs- Gesetze, und das hat ihm Man weiß, wozu Ihring- Mahlow einst aufforderte. freisinnige Abgeordnete Pa pendieck stellte den That der Richter als erschwerenden Umstand angerechnet. Aber und man weiß auch, daß Herr von Buttkamer seiner Zeit bestand fest und hob ferner hervor, daß im Regierungsbezirk mit Schippel glauben wir, glauben Hunderttausende den Anarchismus und den Anarchisten im Reichstag zärt Gumbinnen, wo die Affäre Oppen sich abgespielt hat, noch deutscher Staatsbürger, glauben vor allem die Arbeiter liche Schmeicheleien gesagt hat. Kurzum, überall das näm- andere wundersame Dinge sich ereignet hätten. Man habe nicht an diese Wohlthätigkeit". Und die Thatsachen geben liche Spiel, überall, hier früher, da später, die nämliche z. B. auf der Bezirksregierung einem Bächter zu verstehen diesen Zweiflern Recht und den Chemnizer Richtern Fruttifizirung" des Anarchismus- als Karrikatur des gegeben, daß es einen schlechten Eindruck mache, Unrecht. Letztere haben unseren Genossen auf eine Reihe Sozialismus und Wauwau. wenn er seine Pachtgelder so pünktlich be= von Monaten dem Strafgefängniß überliefern können, aber Und nun wundert man sich, daß es unter den Taufenden zahle! Der Landwirthschafts- Minister von Heyden damit ist die Thatsache nicht aus der Welt geschafft, daß und Tausenden von Individuen, die in der heutigen Gesell- erklärte, die Domänenverwaltung die Domänenverwaltung habe stets unter die Wohlthaten" des Alters- und Invalidengesetzes in einer schaft Kandidaten für die Gefängnisse und Irrenhäuser sind, Billigung des Abgeordnetenhauses" von dem dem Recht ganzen Reihe von Fällen noch hinter den Gaben der Individuen sich finden, welche die Predigten und Hezereien des Pachtnachlasses Gebrauch gemacht, wenn der Bächter Armenpflege zurück bleiben. des Lockspielthums ernst nehmen, dem gesellschafts- unverschuldet in Vermögensverfall gerieth" oder damit der retterischen Lockspiel aus den Händen entschlüpfen und auf Bächter sich eine bescheidene Existenz neu gründen" könne. eigene Faust Gesellschaftsrettung treiben in der ihnen an- Dieser fühl ausgesprochene Grundsatz des Rechts auf's empfohlenen Weise." Dasein für bankrotte preußische Großgrundbefizer und ver Die Politik des Rothen Gespenstes rächt sich. Den frachte Domänenpächter, das ist die echte unverzückerte Sozialismus wollte man tödten, er hat sich aber gefeit ge- Sozialreform von Oben. Wenn der Proletarier, der kleine zeigt gegen das Gift er befindet sich in bester Gesundheit Mann unverschuldet, ein Opfer der wirthschaftlichen Zustände, Die Bernstein Arbeiterin Sch. leidet, laut ärztlichem und hat die sch machvolle Taktit seiner Feinde so gründlich zu Grunde geht, wer giebt ihm dann die Mittel zur NeuAttest, an vollständiger Gelenksteifheit und damit ver- zu Schanden gemacht, daß auch der blödeste Angstphilister gründung einer bescheidenen Existenz"? Ihm bleiben die bundener Schwäche der rechten Hand, sie ist zur dauernden sich schämen würde, die Thaten Ravachols und feiner Ge- Landstraße, die Arbeiterkolonie, das Asyl für Obdachlose, Thätigkeit unfähig. Auf ihren Antrag um Invalidenrente nossen der Sozialdemokratie in die Schuhe zu schieben. Das und wenn er im Elend verkommt Arbeitshaus und Zuchterhielt die Arbeiterin nun folgenden Bescheid: ist eine schwere Niederlage unserer Feinde. Und noch schwerer haus. Herr Miquel salvirte sich und erklärte, der Danzig, 1. April 1892. wird ihre Niederlage dadurch, daß die öffentliche Meinung Finanzminister habe mit diesen Trinkgeldern, gegen die er Auf Ihren bei dem Königlichen Landraths Amt des sich gegen die Männer des Rothen Gespenstes wendet. übrigens nichts einzuwenden hatte, nichts zu thun; Kreises Danziger Höhe gestellten Antrag auf Bewilligung Welcher Abstand von 1878! Damals gelang es noch, der Bakschisch für verschämte Arme des Agrarier einer Invalidenrente, vom 18. Januar, erhalten Sie hiermit die Sozialdemokratie in den Augen der Massen zu einer thums werde im Landwirthschafts- Ministerium ges zum Bescheide, daß derselbe aus folgenden Gründen abgelehnt Partei von Meuchelmördern und gemeinen Verbrechern zu reicht. Während die Deutschfreisinnigen scharfe Kritik wird: Die angestellten Ermittelungen haben ergeben, daß stempeln und der Volkszorn, der sich heute in Frankreich übten fortschrittliche Domänenpächter sind wegen ihrer Sie noch im Stande sind, bei der Bearbeitung roher Bernstein- gegen die Männer des Rothen Gespenstes richtet, richtete fich Parteirichtung nicht mit gleichem Maße gemessen worden Stücke 30-40, also im Durchschnitt 35 Pfennige täglich, damals gegen die Sozialdemokratie. Das ist eine Ver- focht das Zentrum, an ihrer Spize Junker Sch alscha, zu verdienen, sodaß der Jahres- Arbeitsverdienst, welchen änderung der Lage, welche beweist, wie vollständig die der spaßhafte Semmel- Alexander, für die Regierung. Im Sie noch erhalten können, den im§ 9, Abs. 3 des Gefeßes Sozialdemokratie ihre Gegner moralisch" überwunden hat. Uebrigen ging diese Debatte aus wie das Hornberger Schießen. vom 22. Juni 1889 normirten Mindestbetrag bei Weitem Die Politik des Rothen Gespenstes, deren innerste In Sachen des Rügischen Bauernlegens übersteigt. Sie sind daher noch nicht erwerbsunfähig im Geheimnisse und letzten Hoffnungen soeben von Fürst Bis- scheint die Regierung dem Druck von Außen endlich nach Sinne des genannten Gesezesparagraphen 2c." mard an die große Glocke gehängt worden sind, hat elend gegeben zu haben. Bei der zweiten Berathung des Antrags Das also ist das praktische Erempel auf die wohl Schiffbruch gelitten. Die Staatsmänner, denen das Rothe Neukirch auf Annahme eines Gesezentwurfs betreffend thätige Wirkung der Arbeiterschutz- refp. Versicherungs- Gespenst so lange Hauptregierungsmittel gewesen ist, werden eine vorläufige Bestimmung über die Regulirung der Gefeße". Und wer solche gefeßliche Leistungen gebührend nach anderem Handwerkszeug zu suchen haben. Die gutsherrlich bäuerlichen Verhältnisse behufs der Eigen würdigt und den Wählern Angesichts von Neuwahlen, Bourgeoisie aber mag sich mit ihren Kommis darüber aus- thums Verleihung in Neuvorpommern und Rügen" bei welcher Gelegenheit in der ganzen Welt der Kritik einandersetzen, daß diese ihr eine so böse Suppe eingebrockt theilte freierer Spielraum gewährt wird und zu welchen Zeiten haben. sogar Napoleon III. seine drakonischen Ausnahme- Verordnungen außer Kraft setzte, klaren Wein einschänkt, der erdichtet oder entstellt Thatsachen, um Staatseinrichtungen verächtlich zu machen" und wandert bei uns auf neun Monate in's Gefängniß Von " Rechts Wegen. Politische Leberlicht. Berlin, den 27. April. Neue Reichsanleihe. Auf Grund der Gesetze vom 16. Februar 1882( Hamburger Bollanschluß), vom 16. März 1886( Nord- Ostsee- Kanal), vom 22. Februar 1892( Marine), bas der Landwirthschafts- Minister mit, Staatsministerium wünsche eine Regelung der Sache noch in dieser Session. Darauf wird der Antrag der Justizkommission überwiesen. Hoffentlich ist der Rossäth Danckwardt nun ein für allemal der Willkür des Junkers Platen entrissen. Am 28. April soll die große Schlacht geschlagen werden, der Nachtrags- Etat( Gehalt des Ministerpräsidenten) tommt zur Berathung. Nachdem der Landtags- Komödie erster Aft so lustig verlaufen ist die Herren wagten, als die Krisis aktuell war, nicht, sie zu debattiren und schoben die Sache auf die lange Ferienbant, fönnen wir einen Die Beiker gebiffen. 30. März 1892( Reichsheer, Marine, Reichseisenbahnen), zweiten Aft erwarten, der so luftig ist, wie eine 10. April 1892( Nachtrag zum Reichshaushalts- Etat für Hennequin'sche Posse. Die französische Polizei hat diesmal mit dem Rothen 1892/93) soll eine breiprozentige Reichsanleihe Gespenst recht schlechte Geschäfte gemacht. Sie wollte die im Gesammtbetrage von 148 706 995 m. aufgenommen Preußische Staatsschulden. Wie der dem Landtag Gesellschaft retten, und der Anarchismus, den sie hübsch an werden. So wächst die Last des Reichs, das in der kurzen zugegangene dreiundvierzigste Bericht der Staatsschuldender Kette zu haben glaubte, hat ihr in die Finger gebissen. Beit seines Bestehens die Kunst Schulden zu machen meister- Kommission über die Verwaltung des Staatsschuldenwesens Wir find unchriftlich genug, unsere Schadenfreude einzu- haft erlernt hat. im Rechnungsjahre vom 1. April 1890/91 ergiebt, bezifferte gestehen. Und sie gilt nicht blos der französischen Polizei. sich die am 31. März 1890 vorhandene verzinsliche Es hat sich hier wieder einmal das alte Sprichwort er Aus dem Abgeordnetenhause. Wie freigebig die Staatsschuld auf füllt: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. preußische Regierung ist, wenn nothleidende Großgrund4 775 853 459 Mark 72 Pf., Seit Jahrzehnten züchtet man den anarchistischen besiger im Schweiße ihres Angesichts Fideikommisse stiften am 31. März 1891 dagegen auf Wauwau, um den Sozialismus lahm zu legen und ihm und sich nothgedrungen die ganze Stempelgebühr oder doch 5 692 918 793 Mark 7 Bf., Steine in den Garten zu werfen. In Paris- wie auch einen erklecklichen Theil derselben schenken lassen müssen, ist was einem Mehr von in der Schweiz, in London u. s. w. hat man mit Bolizei bekannt genug. Daß die Sonne der Gnade auch über die 917 065 333 Mart 35 Pf. geld Zeitungen unterhalten, die in jeder Nummer Mord, Gerechten leuchtet, welche Domänen pachten und die Bacht- entspricht. Für diese fünf Milliarden 692 Millionen Raub und Plünderung predigten, und Rezepte zur Be- summen nicht zahlen können, weil sie Buckerfabriken 918 793 Mart 7 Pf. war für das Rechnungsjahr vom reitung von Dynamit- und sonstigen Sprengstoffen gaben. gründen" oder aus anderen Ursachen abwirthschaften, das 1. April 1890/91 ein 8insensoll von Die Organe und Agenten der Polizei schimpften auf die zeigt die Geschichte der letzten Bachtnachläffe, die wir kürz221 890 197 Mark 16 Pf. „ feige Sozialdemokratie", die nicht den Muth habe lich nach den amtlichen Akten erzählt haben. In der aufzubringen. Diese riesige Laft ist von den preußischen Steuerwelterlösenden That nur die Gewaltthat, Sigung des Abgeordnetenhauses vom 27. April wurde zahlern zu tragen, dant dem Militarismus, der in erster Dynamit und wieder Dynamit könne helfen. In beim Bericht der Rechnungskommission, betreffend die Reihe diese furchtbaren Ansprüche an das Bolt erhebt. Wie dem anarchistischen Londoner Commonweal", ber jetzt Uebersicht von den Staats- Einnahmen und Ausgaben weit ist es auf dieser Bahn bis zum Zusammenbruch? zur Angeklagten zu rächen, diese Spigen in ihren Roffer gebracht; ein Drittes giebt's nicht. Leider fehlt zur Annahme jenes zweiten Falles alle und jede Handhabe, sowohl was Die etwaige Person des Urhebers, als was die Möglichkeit des Ausführens betrifft." vermeintlicher Weise einen sonnenklaren, unerschütterlichen daß Herr Rollmann das Packetchen erst an demselben Sonn Schuldbeweis geführt, sie hat damit in den Augen manches tag erhielt, an welchem es ihm soll gestohlen worden sein; Juristen ein kleines Meisterstück geliefert, und doch hat sie es ist auch kein solches Packet weder vom Personal des Ges etwas vergessen nachzuweisen, was auch der damalige Geschäfts jemals gesehen, noch vom Buchhalter ins Inventur richtshof feltsamer Weise zu erörtern vergaß: sie hat in buch eingetragen worden. Es ist aber auch weder die AnWas das Entweder- Oder" des Herrn Dr. Raff- feiner Weise nachgewiesen, daß die in dem Koffer vorhanden geklagte, noch der angeblich Beschädigte an jenem Sonntag maus betrifft, so will ich seinem Scharfsinn hierin keines gewesenen Spigen auch wirklich aus Rollmann's Geschäft in das Geschäftslotal gekommen, ebenso wenig als falls entgegentreten, wohl aber muß ich mein Erstaunen waren." erstere die Privatwohnung des letzteren betreten hat. barüber ausdrücken, wie er die Stellung eines Vertheidigers Die Bewegung im Saale wuchs dermaßen, daß der Aus allem diesen geht als Thatsache klar und die Ents plöglich mit der des öffentlichen Anklägers vertauschen und Präsident um größere Ruhe bitten mußte; der Staats- deutlich hervor: die Angeklagte fann felbft die Schlußfolgerung auf die Schuld seiner Klientin anwalt zuckte verächtlich mit den Achseln, er hatte einen wendung nicht vorgenommen haben, ist demnach von ziehen konnte. Muß ich es schon ernstlich beklagen, daß die stärkeren Einwand erwartet, und auch die Richter schüttelten der Klage freizusprechen. Ich fönnte, meines Erachtens, Staatsanwaltschaft es regelmäßig für ihre Pflicht hält, etwas verwundert die Köpfe. Partei gegen den Angeklagten zu nehmen, als läge dem Streit ließ sich hierdurch indessen nicht im Mindesten Staate etwas daran, daß möglichst Viele verurtheilt wer- stören, sondern fuhr fort: den, so muß ich ein solches Verfahren von Seiten eines Der von mir hervorgehobene Mangel in der SchuldVertheidigers geradezu als unverzeihlich bezeichnen. Und beweisführung wird auf den ersten Blick unerheblich er der verehrliche Gerichtshof wird mir um so mehr Recht scheinen, und doch werde ich an seiner Hand zu den übergeben, als ich bereit bin, nachzuweisen, daß nicht das raschendsten Resultaten gelangen. Denn wenn ich nach Entweder" des Herrn Dr. Raffmaus richtig war, sondern weise, daß die Spigen sich überhaupt nicht im Geschäft das Dder", indem ich nachweise, daß allerdings ein Ver- Rollmann's befunden haben, so liegt auf der Hand, daß" Hat sie wirklich keinen Feind gehabt? Ich kann be brechen vorliegt, aber nicht das der Beruntreuung, begangen die Angeklagte sie dort auch nicht hat wegnehmen können. haupten, sie hat einen gehabt; dieser Feind hat die Spigen in durch meine Klientin, sondern das der Ehrenschändung, der Sie soll sie aber dort weggenommen haben und nirgends- den Koffer gebracht, und dieser Feind ist Niemand anders, böswilligen Schädigung, des falschen Zeugnisses, des Meineids. wo anders, so ist von dem Beschädigten und von der Auflage als der vermeintlich Beschädigte, als der Prinzipal Rollmann Nun, da wird auch die Staatsanwaltschaft noch Arbeit genug behauptet worden. Was meinen Sie nun wohl, meine selbst." vorfinden und um so eher geneigt sein, ihre Beute fahren zu lassen. Herren Richter, wird der Beschädigte behaupten, daß ihm Hier wurde die Bewegung im Saale so mächtig, daß Ich sage also: der vermeintliche Diebstahl ist nichts als die Spigen im Geschäft abhanden gekommen sind, wenn sie der Präsident drohen mußte, den Saal räumen zu lassen, eine böswillige Erfindung; die Spitzen find allerdings durch ihm in der Stube entwendet wurden? Daß aber die wenn sich das Publikum nicht ruhig verhalten wolle. Streit eine frevelnde Hand, welche die Nachsucht leitete, in den Spigen noch nicht im Geschäft waren, beweise ich durch den aber fuhr gelassen und wie im Geschäftston fort: Roffer gebracht worden, und ich werde sowohl die Person Umschlag, der bei der letzten Verhandlung dort vom Gerichts-" Laffen Sie mich, meine Herren Richter, den Vorgang des Urhebers, als die Möglichkeit der Ausführung flar genug tische fiel, und von mir in Gegenwart des Gerichtsdieners so schildern, wie er, meiner Schäzung nach, vorgegangen vor Jedermanns Augen führen." Uhlig und anderer Personen aufgehoben wurde. Dieser sein mag. Es wird behauptet, Fräulein Reichelt habe nichts " " meine Aufgabe hiermit für erfüllt ansehen, will aber zur völligen Schuldfreistellung meiner Klientin und zur Aufflärung dieses höchst denkwürdigen Falles ein wenig weiter fragen. Wenn die Angeklagte die Spigen nicht entwenden konnte, so muß sie Jemand anders in den Koffer gelegt haben. Die Frage ist nun: wer mag, wer kann ein solches Bubenstück verübt haben, da die Angeklagte, wie man sagt, teine Feinde hatte? Eine großartige Bewegung gab sich bei diesem Ver- Papierumschlag ist hier, er unterscheidet sich von allen Spizen- als Liebe und Güte im Rollmann'schen Hause erfahren. sprechen im Saale kund. Selbst der Staatsanwalt, der eben umschlägen im Rollmann'schen Geschäft durch seine filber- Die Sache ist ziemlich richtig; nur war der Liebe und in Begriff gewesen war, Beschwerde wegen des Beute graue Farbe. Aus dem ferzeichen erfuhr ich die eng- Büte ein zu großes Maß zu bemerken. Herr Rollmann wird fahren lassen" zu erheben, hielt erwartungsvoll inne." Streit lische Papierfabrik, in der gefertigt worden, aus dieser als ein sehr galanter Herr angesehen, der namentlich schien sich einige Augenblicke an der allgemeinen Spannung wiederum die englische Spitzenfabrit, von der Herr Rollmann sich gern und viel mit hübschen jungen Mädchen zu weiden, warf dann dem verblüfften Staatsanwalt einen sie bezogen. Und hier ist der mir freundlich übersandte behäftigt und manches Abenteuer bestanden haben soll, triumphirenden Blick zu und fuhr fort: Originalbrief, durch welchen Herr Rollmann jene Spigen Auch seine Verkäuferin fand Gnade in seinen Augen. ( Fortsetzung folgt.) Die Staatsanwaltschaft hat bei der ersten Berhandlung bestellte. Es geht nun ferner aus dem Postjournal hervor, Der neueste Erlaß des Königs Stumm. Der Be-| Betriebslänge von 37 043,76 Kilometer Folgendes: Jm März und die Aufmerksamkeit von den jammervollen Zuständen fuch des Königs von Preußen gab dem Herrscher von Neun- dieses Jahres betrug die Einnahme: a) aus dem Personen- der arbeitenden Klassen abzuwenden, ist offenkundig. firchen Anlaß, folgenden Ütas zu verkünden:. verkehr: im ganzen 21 656 181 M. oder 2 292 806 M. An meine Arbeiter! Se. Majestät der Kaiser haben die weniger als in demselben Monat des Vorjahres, auf Ravachol. Die Prozeßkomödie wurde dem Herrn Gnade gehabt, mich zu beauftragen, der gesammten Arbeiter 1 Kilometer Betriebslänge 596 M. oder 10,51 pet. weniger Oberstaatsanwalt durch das echte Dynamit- Attentat auf das schaft des Neunkirchener Werkes Allerhöchst Ihren Dank für als in demselben Monat des Vorjahres; b) aus dem Güter Café Bern verdorben. Die Farce des Rothen Gespenstes ihre loyale Haltung und das Verständniß, welches sie den auf das Wohl der arbeitenden Klassen zielenden gerechten Be! verkehr: im ganzen 67 482 628 Mt. oder 2 155 554 m. läßt sich schlecht spielen angesichts des blutigen Ernstes strebungen Sr. Maj. entgegenbringen, auszusprechen. Es ist weniger als in demselben Monat des Vorjahres, auf jener Ratastrophe. Der Prozeß verlief sehr langweilig. mein höchster Stolz, euch(!!) dieses Allerhöchste Anerkennen über- 1 Kilometer Betriebslänge 1827 M. oder 4,09 pet. weniger Ravachol posirte als Märtyrer und gekränkte Unschuld und mitteln zu können." als in demselben Monat des Vorjahres. In der Zeit entwickelt so viel sentimentales Pathos, daß er von ben gänzen. ... " 11 n " 51 vom Beginn des Etatsjahres bis Ende März d. J. betrug gefühlvollen Geschworenen mildernde Umstände" zugebilligt Die Schloß- Lotterie. Offiziös werden jetzt die die Einnahme: A. Bei denjenigen Bahnen, deren Rechnungs- bekam, und infolgedessen nicht zum Tod, sondern„ nur“ zu phantastischen Bauprojekte bestätigt, über die unsere Leser jahr die Zeit vom 1. April bis 31. März umfaßt, a) aus lebenslänglichem Buchthaus verurtheilt wurde. Ebenso bereits früher unterrichtet worden sind. In der autori- dem Bersonenverkehr: im ganzen 266 772 575 m. erging es einem seiner Mitangeklagten, während die andern tativen" Mittheilung heißt es:" Richtig ist, daß man oder 9 673 489 M. mehr als in demselben Zeitraume des zwei freigesprochen wurden. Ravachol soll nun wegen der behufs Niederlegung der Gebäude zwischen Kurfürstenbrücke Vorjahres, auf 1 Kilometer Betriebslänge 9112 M. oder von ihm eingestandenen Mordthaten noch besonders der und Breitestraße die Idee einer Botterie mit erwogen hat. 2,14 pt. mehr als in demselben Zeitraume des Vorjahres; Prozeß gemacht werden. Ein Theil der Presse ist ärgerlich Doch ist es nicht ausgeschlossen, die Mittel auch auf andere b) aus dem Güterverfehr: im ganzen 690 536 913 M. über die" Milde" des Urtheils; im Ganzen nimmt man Weise zu beschaffen. Ein bestimmter Entschluß ist noch oder 18 889 450 M. mehr als in demselben Beitraume die Sache jedoch nicht tragisch und bemerkenswerth ist, daß nicht gefaßt." Das geheimnißvolle Wesen„ Man", das auch des Vorjahres, auf 1 Kilometer Betriebslänge 23 187 M. die Versuche zur politischen Fruktifizirung“ der Dynamitdas Lottospiel mit erwogen hat", wird vielleicht die Güte oder 1,25 pet. mehr als in demselben Zeitraume des Vor- attentate eher ab- als zugenommen haben. haben, sowohl sich zu demastiren als auch den jahres. B. Bei denjenigen Bahnen, deren Rechnungsjahr Berlinern, dem borussischen Volke und der staunenden mit dem Kalenderjahre zusammenfällt, a) aus dem zerstört wurde in die Luft gesprengt ward es nicht, das Der arme Constans! Als das Café Very in Paris Welt im Allgemeinen das Räthsel zu lösen, wie die Personenverkehr: im ganzen 11 111 315 M. oder aus ist nur wenig beschädigt- da glaubte Mancher, der Mittel" für diese unproduktiven und kostspieligen Unter- 268 969 M. weniger als in demselben Zeitraume des Weizen des Herrn Constans werde nun blühen. Und vor nehmungen auf andere Weise" beschafft werden sollen. Borjahres, auf 1 Kilometer Betriebslänge 1610 M. oder Allem glaubte es Herr Constans selber. Es ist aber wieder Herrn Richter's Steuerschmerzen. Daß wir Herrn jahres; b) aus dem Güterverkehr: im ganzen und Gönner der Ravachol und Genossen, und er ist heute 2,54 pet. weniger als in demselben Beitraume des Vor nichts. Die öffentliche Meinung sieht in ihm den Erfinder Richter, den fanatischsten Verfechter der fapitalistischen 26 889 069 M. oder 764 264 M. weniger als in dem- unmöglicher als je. Er mag sich an das alte Sprüchwort Interessen, mit Bismarck und Schorlemer- Alft zusammen- felben Zeitraume des Vorjahres, auf 1 Kilometer Betriebs- erinnern: Wer Andern eine Grube gräbt, fällt felbst toppeln, weil sie selbander die Vermögenssteuer bekämpfen, länge 3858 M. oder 2,92 pCt. weniger als in demselben ift ihm offenbar sehr unangenehm. Mit der Wahrheit hinein. Zeitraume des Vorjahres. nimmit er es bei seiner Vertheidigung wieder einmal auch gar nicht genau. Für eine rationelle Vermögenssteuer sind Der Durhamer Streik. Nachdem die ArbeitsDer bayerische Deutschfreifinn. Wenn die Frei einstellung 6 Wochen lang gedauert hat, find die Ausschußwir stets eingetreten, aber der Miquel'sche Plan, soweit sinnige Beitung" nicht einer notorischen Unwissenheit mitglieder der Kohlenarbeiter- Gewerkschaft mit Delegirten darüber Näheres bekannt ist, befriedigt uns nicht, weil er, in allen süddeutschen Angelegenheiten fich erfreute, tönnte des Grubenbesizer- Bundes zusammengetreten, um über eine falls er überhaupt nicht bis zum St. Nimmerlenistag fie das feige Fernbleiben der bayerischen Deutschfreisinnigen Beendigung des Streiks und über Regelung des künftigen verschoben wird, nicht tief genug ins kapitalistische Fleisch bei der Reklamation" der Wahlrechtsreform- Petitionen im Verhältnisses zu berathen. Da die Mehrheit der Kohleneinschneidet. Bereits am 21. April( Nr. 93 des Vor- Landtage nicht mit der Flause entschuldigen, die Verwirksarbeiter sich noch vorige Woche für die Fortsetzung des wärts"), also mehrere Tage vor dem Bekanntwerden des lichung der Reform sei ohne Verfassungsänderungen nicht Streits ausgesprochen hat, so tönnen diese Verhandlungen Miquel'schen Steuerprogramms, schrieben wir: möglich und Verfassungsänderungen würden nach der von nur einen rein berathenden Charakter haben. Wenn sie " Herr Miquel will Wort halten und die preußische Gin der Regierung und der Rammer angenommenen staatsrecht aber ein für die Arbeiter befriedigendes Ergebnis liefern kommensteuer durch weitere gefeggeberische Maßnahmen er- lichen Meinung unter der Regentschaft als nicht erlaubt und den Streikenden annehmbare Borschläge gemacht werden 5. h. dem auf Besitz gegründeten, und dem unfundirten, dem Ar- von Achberg", auf dem Parteitag in Nürnberg sich mit Sicherheit erwarten. Die Grubenbefizer haben die angesehen". Daß der edle Beckh, der Herzog tönnen, dann läßt sich auch die Zustimmung der Mehrheit beitseinkommen der bürgerlichen Klassen, ein Steuerpolitischer Unterschied gemacht werden. Und zwar will Herr und seinen Leuten dieses handfefte Märchen angeredet Niedersehung eines dauernden Lohnausschusses vorgeschlagen, Miquel diese„ reinliche Scheidung" in der Weise durch hat, wissen wir. Will die" Freifinnige Zeitung" uns nun der zu gleichen Theilen aus Vertretern der Arbeiter und führen, daß er eine zufäßliche Bermögenssteuer schafft. Wir erklären, wie es möglich war, daß das bayerische Brannt der Grubenbesitzer zusammengesetzt sei, und die Löhne haben nicht das Mindeste dagegen einzu- weinsteuer- Reservatrecht unter der Regentschaft reguliren soll. Die Arbeiter sollen Einblick in die Geschäftswenden, daß diefe Kapital- Rentensteuer ins Leben gerufen vom Landtag- die Deutschfreisinnigen natürlich ein- bücher der Grubenverwaltungen haben. wird, je schärfer die Schraube angezogen wird, desto besser. geschlossen mit Bauten und Trompeten preisgegeben Aber Herr Miquel müßte nicht Herr Miquel sein, wenn man trotz der schon lautwerdenden Kassandrarufe der Bourgeois: wurde, daß diese Maßregel von der Regierung sanktionirt Vom perfischen Gesandten. Zu der Warnung des blätter etwa erwartete, daß er gegen die großen wurde, obwohl es sich um eine verfassungsmäßig festgelegte Reichs- Anzeigers" vor dem früheren persischen Gesandten Vermögen scharf vorgehen werde. Hat er doch Einrichtung handelte? Damals ging es trotz der Ver- wird gemeldet:" Der vormalige persische Gesandte Mirza mit Löwenmuth wider den für die Riefeneinkommen bestimmten fassung. Jezt geht es nicht wegen der Verfassung. Aber Malcolm erklärt gegenüber der im deutschen Reichs- AnHöchstsah von vier Prozent, den sogar unsere Landrathskammer diesmal handelt es sich um die Erweiterung des Wahlrechts, zeiger" gegen ihn veröffentlichten Warnung, daß ihm der festhielt, im Landtage gestritten!" und dazu ist der Deutschfreisinn zu freifinnig!- Schah und die persische Regierung mehr als 800 000 Frts. Und wenn der wahrheitsliebende Chef der Freifinnigen schuldig seien, welches Geld er aus Privatmitteln dazu ver Beitung" uns eine bisher verborgen gebliebene Wahrheit zu Autisemitische Pläfirchen. Unsere Leser werden wandt habe, die Unkosten während der letzten europäischen enthüllen glaubt, oder zum mindesten sich gebärdet, als enthülle sich des französischen Edelsten der Nation" erinnern, Reise des Schahs zu decken. Alle Gläubiger hätten von er fie uns, wenn er schreibt, der Vorwärts"„ könnte eines Barons von Chivray der vor einigen Monaten ihm Zahlung verlangt, während sein Souverän jede Zah auch merken, daß es bis jetzt in diesem Steuerprogramm wegen einer allzu naturalistischen Theateraufführung zu einer lung verweigerte. Er habe daher die Lotterie- Bollmacht als weit weniger auf eine Entlastung des Arbeitseinkommens längeren Gefängnißstrafe verurtheilt wurde. Befagter Pfand zurückbehalten." als auf eine Entlastung des Realbesizes ab- Edelster" ist ein grimmiger Antisemit. Jetzt erfahren wir, gesehen ist," so flunkert er mit sogar bei ihm staunenswerther daß die Saxonia- Schweine, die neulich in Leipzig ganz ähn Unverfrorenheit. In unserer Besprechung des Steuerliche Allotria getrieben haben, wie jener Baron, ebenfalls programms( Preußische Steuerreform", Nr. 96 vom 24. April) wüthende Antisemiten sind. Der Verein hat in seinen heißt es ausdrücklich: Statuten einen Paragraphen, der Juden von der MitgliedEine Steuerpolitik, die den Ueberschuß der Erträgnisse schaft ausschließt. Um das Bild vollständig zu machen, nicht für soziale Zwecke verwerthet, sündigt gegen das oberste hatten die Mitglieder der Saxonia auch einen- es ist kein Aus der sozialdemokratischen Preffe. Gebot der positiven Sozialpolitit, die kleinen Leute, die arbeiten Scherz!- Sittlichkeitsverein teutscher Männer" gegründet, Schwäbische Tagwacht"( Nr. 93 vom 22. April): Der den Schichten der Bevölkerung zu entlasten. Und bei der Ueber- und wenige Tage vor der bekannten Orgie fand in den- Anarchismus ist in seinem Wesen reaktionär, in seinem Denken weisung an die fommunalen Verbände bedürfte es angemessener selben Räumlichkeiten ein ernsthaftes ernsthaftes- Sittlichkeits- tonfus, in feiner Tattit tindisch... Die Anarchisten soweit Direttiven. Borläufig steht nur Gins feft, die feft" statt, auf dem Reden über Keuschheit gehalten, und sie echt sind sind Revolutionäre des Affekts, des Temperaments, Entlastung der Befizenden durch Verminde- viel von deutscher Tugend" Gegensaz zu„ welscher Laster des blinden Gifers, der nur schadet, der Oberflächlichkeit und rung der Realsteuern." Unwissenschaftlichkeit. Die Sozialdemokraten sind Revolutionäre Herr Richter meint, daß wir„ blind und leidenschaftlich haftigkeit" geprahlt wurde. Leider sind wir nicht in der der Vernunft, der wissenschaftlichen Erkenntniß, der Besonnenheit. allem zujubeln, was die Vermögenden höher belastet". Eine Lage fagen zu können, ob der zwieschlächtige Verein jene gerechtere Vertheilung der Steuerlaften, die das Kapital Orgie als Saxonia" oder als Sittlichkeitsverein teutscher Das weimarische Ministerium hat in zwei Verfügungen, schärfer packt, findet natürlich unseren Beifall. Blind und Männer" abgehalten hat. deren eine das Verbot einer Volksversammlung in Buttelstedt, die andere ein solches im Neustädter Kreise betraf, anerkannt, leidenschaftlich" aber ist nur ein Vertreter der KapitalistenKlasse wie Herr Richter, der schon, als die ersten Nach- Internationale Dynamiterei. In Rom und daß nichts entgegensteht, fozialdemokratische Bersammlungen, in richten über das Miquel'sche Projekt in die Deffentlichkeit anderen großen Städten Italiens wurden in der Nacht vom denen sozialdemokratische Agitatoren aufzutreten beabsichtigen, brangen, gemeinsam mit dem Westfälischen Kourir", dem 25. auf den 26. April die Führer der Anarchisten" ver- au verbieten. In den Verfügungen des Ministeriums heißt es: Die sozialdemokratische Partei hat öffentlich und mit Nach Blatte des Herrn von Schorlemer- Alft, dessen Kritik er bei haftet. Die belgische Regierung plant ernstliche Druck ausgesprochen, daß es ihre Absicht sei, ihre Agitation auf fällig abdruckte, gegen jede Belastung der Vermögenden Maßregeln gegen den Gebrauch des Dynamits zu ver- das Land zu tragen. Wenn in Ausführung dieses Vorhabens eiferte. Nur hübsch bei der Wahrheit bleiben! brecherischen Zwecken und beabsichtigt den Verkehr mit außerhalb der Reichstagswahlzeiten Versammlungen angefündigt Dynamit strenge zu regeln."- Mit dem Dynamitsput, werden, in denen bekannte sozialdemokratische Redner und schreibt der Brüsseler Berichterstatter der Frankfurter Agitatoren aufzutreten beabsichtigen, so liegt Grund zu der Ans Beitung"( Nr. 117 vom 26. April), treiben die Polizeis und nahme vor, daß ein derartiges ausgesprochenes agitatorisches die gerichtlichen Behörden ein sehr gefährliches Spiel, indem sie Verhalten schließlich nicht ohne Gefährdung der öffentlichen Ruhe und Ordnung bleiben werde. Das Ministerium vermag es baher nicht zu mißbilligen, wenn aus dieser Besorgniß heraus meintliche Auffindung von Sprengstoffen anstellen. So auch bereits im einzelnen Orte, dessen Verhältnisse je nach haben noch neulich mit großem Apparat Untersuchungen in Lage des Falles zu beurtheilen den Lofal- und Bezirks- Bolizeis Horun und Boafsu stattgefunden, weil man Tags vorher behörden in erster und zweiter Instanz überlassen bleiben müsse, ein Päckchen mit Dynamitpatronen auf der Straße auf durch entsprechendes Verbot geeignete Vorsorge getroffen werde." gefunden hatte. Daraufhin bilden sich die ruhigen Stadt- Weimar besitzt kein Vereins- und Versammlungsgefeß; man bewohner ein, es drohen Gott weiß welche Gefahren. So sieht, daß unfere dortigen Genossen dabei noch schlechter fahren, schlimm ist es doch nicht, und das weiß die Polizei sehr als die Genossen in den übrigen deutschen Waterländern, schlechter Noch immer kein Entschädigungsgeseh. In Görlig stätten eine polizeiliche Verordnung ergangen, die den Ver- fachste, um dem abzuhelfen, wäre die energischfte Agitation für gut. Kürzlich ist nämlich an alle Gruben und Steinwert noch als felbst im ultrareaktionären Sachsen, das hinsichtlich des Versammlungsrechts gleich hinter Mecklenburg kommt. Das eins ist am 26. April der Bauer gutsbesizer Pfeiffer aus waltungen verbietet, ihre Arbeiter im Besitz von Spreng die Schaffung eines Reichsgesetzes, welches die VersammlungsWendisch- Ossig, der wegen Anstistung zum Meineid zu drei stoffen zu lassen. Jufolge dessen ist den Arbeitern verboten und Vereinigungsfreiheit gewährleistet. Die politische Konstellation Jahren Zuchthaus verurtheilt gewesen war und siebenzehn worden, Dynamit oder sonstige Sprengstoffe nach Hause zu ist hierfür aber in jeder Hinsicht eine so ungünstige, daß zu beMonate bereits im Buchthaus gesessen hat, infolge der nehmen. Nun sind aber fast alle Arbeiter in den Kohlen fürchten, das Reichs- Versammlungsgesetz würde hinter den Wiederaufnahme des Verfahrens vom Schwurgericht frei- gruben und Steinbrüc en mit Sprengpatronen versehen, mecklenburgischen und sächsischen Partitulargesehen noch um ein gesprochen worden. Wer entschädigt den Unglücklichen für deren sie für ihre Abeit bedürfen. Nicht alle beziehen paar Pferdelängen zurückbleiben. Es bleibt unserer Ansicht nach die Qualen der unschuldig erlittenen Haft, für die Verluste, faufsweise ihre Sprengstoffe an der durch die Verwaltungen nichts übrig, als das Ergebniß der nächsten Reichstags: Wahlen die er erlitten, für die wirthschaftliche Schädigung? Die eröffneten Verkaufsstelle. Es ist eine bekannte Sache, daß des deutschen Volkes einigermaßen zur Besinnung zurückgerufen, Reichsunmittelbaren entschädigt preußische Staatsweisheit es fast in jedem Dorfe der Kohlenregion mehrere Läden so wird auch der Boden bereitet sein, auf dem es möglich ist, für den ihnen angethanen Tort", daß sie nämlich gleich giebt, wo die Sprengstoffe billiger als durch die Gruben- ein brauchbares Gesez über das Vereins- und Bersammlungsrecht anderen Sterblichen fortan Steuern zahlen sollen. Für die verwaltung verkauft weroen. Da helfen feine polizeilichen zu schaffen. Opfer der Justiz ist nichts übrig! Verordnungen; eine genauere Auf, icht würde mehr nützen. Die Sozialdemokratie des Herzogthums Gotha hielt Soldatenmishandlungen. Wegen eines Auffages Dieselbe ist aber stets unterblieben, so daß, wie gesagt, fast über Soldatenmißhandlungen ist gegen den Stuttgarter jeder Grubenarbeiter oder Steinbrecher bei sich im Hause zu Ditern in Gotha einen Parteitag ab, welcher von etwa Beobachter", ein Organ der Volkspartei, Anklage er- Sprengstoffe hat, die er jetzt nicht anmelden kann, ohne sich hausen, Jchtershausen, Tambach, Dietharz, Langenhain, Friedrichpolizeilichen oder sonstigen Unannehmlichkeiten auszusehen; roda, Goldbach, Güntersleben, Finsterbergen, Ruhla und Siebbeswegen wirft natürlich Jeder den verleben besucht war. Nach einem beifällig aufgenommenen Referat Betriebsergebnisse deutscher Eisenbahnen. Nach dächtigen Gegenstand von sich, so gut es eben des Genossen Joos über die Presse und ihre Bedeutung" wurde einer im Reichs Anzeiger"( Nr. 100 vom 27. April) ver geht. Das ist der wirkliche Sachverhalt bei den zahl Genosse Hildebrandt einstimmig als Vertrauensmann wieder. öffentlichten Uebersicht für den Monat März dieses Jahres reichen Fällen der Auffindung von Spreng- gewählt und dann beschlossen, sich an den bevorstehenden Landergiebt sich für die 71 Bahnen, welche auch schon im ent- stoffen, von denen so viel Aufhebens gemacht worden tags- Wahlen zu betheiligen und mit allen Kräften dahin zu sprechenden Monat des Vorjahres im Betriebe waren und ist und noch gemacht wird. Die Absicht der Reaktion, wirken, daß Bertreter unserer Partei in den Landtag kommen. zur Beraleichung gezogen werden konnten, mit einer Gesammt- durch den Dynamit Popanz die Philifter einzuschüchtern im Nochmals die Koulissen des Welfenfonds. Aus Zürich wird der Magdeburgischen Beitung" geschrieben: Cäsar Schmidt, der Verleger der„ Koulissen des Welfenfonds", habe von der Veröffentlichung darum abgestanden, einen wirklichen Mißbrauch mit Nachrichten über verweil der Berner Bundesrath selbst dahinter ein Erpressungs manöver gewittert hatte. Dem entsprechend wurde Schmidt von der Polizei aufgefordert, die Originale vorzulegen, was er jedoch verweigerte. Er betheuert jetzt in einem Rundschreiben, die ganze Schuld falle auf den in Deutschland wohnenden Autor. Warum neunt er denn den hoch stehenden" Verfasser nicht?! hoben worden. = D Parteinachrichten. abzuwarten. Sind die reaktionären Parteien durch das Votum Theater. Donnerstag, den 28. April. 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis Opernhaus. Der Ring des Nibe Freitag, den 29. April, Abends 8 Uhr, in Brochnow's Salon( früh. Drschel), lungen. Schauspielhaus. Das heilige Lachen. Deutsches Theater. Don Carlos. Lessing Theater. Luft. Die GroßstadtBerliner Theater. Nora. Wallner- Theater. Der Löwe des Tages. Residenz- Theater. Die Journalisten. Friedrich- Wilhelmädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas Theater. Schuhe. Sebastianstr. 39: Versammlung der Parteigenossen. Drei Paar 380/12 ages Ordnung: = 1. Vortrag des Stadtverordneten Vogtherr. 2. Diskussion. 3. Wahl von Delegirten zur Parteikonferenz für die Provinz Brandenburg. 4. Wahl eines Mitgliedes zur Preßkommission der Berl. Voltstribüne". 5. Verschiedenes. " Das Erscheinen der Parteigenossen des Wahlkreises ist erwünscht. Der Vertrauensmann. Idolph Ernk- Theater. Fräulein Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Bellealliance Theater. Schulze. • PechKroll's Theater. Fra Diavolo. Oftend- Theater. Der Fall Cle menceau. Feenpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Borstellung. Winter arten. Spezialitäten- Borstellu..g. Freitag, den 29. April, Nachm. 2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: 457/3 General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 3. Unser Stiftungsfest resp. Wahl eines Vergnügungs- Komitees. Der Vorstand. Kaufmann's Variété. Spezialitäten- Verein d. Buchdruckerei- Hilfsarbeiterinnen Borstellung. F Am I. Mai American- Theater. Spezialitäten Ausflug nach Wilmersdorf, Restaurant Schulze, Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Riesin und 127/11 Berliner und Augustastraßen- Ecke. Treffpunkt: 10 Uhr Vormittags am Potsdamer Bahnhof. Zur Feier des Tages: Grosses Schlacht- Fest. Von Morgens 10 Uhr ab: Verlagsbuchhandlung des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Jm Laufe der nächsten Woche erscheint: Krankenversicherungs- Gesetz vom 15. Juni 1883. In der Fassung der Novelle vom 10. April 1892. Mit erläuternden Anmerkungen, einem Anhange, enthaltend die Krankenversicherung der in land- und fortwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen, das Gesetz über die eingeschriebenen Hilfskaffen und alphabetischem Sachregister. Ca. 290 Seiten Taschenformat elegant fartonnirt. Preis 1,20 Mark. Die Brauchbarkeit und Nüglichkeit unseres Krankenversicherungs Gesetzes" wird dadurch erhöht, daß es sich hier um feine Tertausgabe handelt, daß vielmehr jeder Paragraph in gemeinverständlicher Weise kommentirt ist. Frische Blut- und Leberwurst à Portion 50 Pfennig. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Buppen- Fee Achtung. 6. Wahlkreis. Atung. Aama, Das Komitee der Mai- Feier des 6. Wahlkreises macht die Genossen darauf aufmerksam, daß die Eintrittskarte nicht zu einem Lokal bestimmt ist, sondern daß im 6. Wahlkreise alle Genossen, die eine Eintrittsgrößte Riesin, tarte haben, mit derselben alle acht Lokale besuchen 16 J. alt, 9 F. groß. können. Prinzeß Pauline, 16 Jahre alt, 40 Zentimeter groß. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr ab. PassagePanopticum. Riese, 9 Fuß. Zwerg, 25 Zoll. Mann m. Steinkopf. Pigmy v. StanleyZwergvolk. 10-1 4-9 Uhr Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert mit humoristisch. Vorträgen. Großer Frühstücks- u. Mittagstisch fowie 6 Billard 3, 3 Regel bahnen und 2 Säle. F. Sodtke. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit'80/ 81. Täglich Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pfg. 2289L Hellmuth Peters. Empfehle mein Lokal zur Zahlstelle. -Vereinszimmer, Garten, Regelbahn. Prenzlauer Allee 36b. Vereinszimmer 2575b 2707b mit Pianino( 20-25 Personen) ist noch für einige Tage zu vergeben. P. Sternbeck, Görlizerstr. 42. Empfehle Vereinszimmer vis- à- vis Feuerstein's Vereinslokal. Jakob Lenz, Alte Jakobstr. 69. Nach Erscheinen zu beziehen durch die Expedition des Vorwärts", Berlin SW., Beuthstr. 3. Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen nach auswärts bitten wir um gefällige Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen schon jetzt Beifügung des Betrages.( Porto extra.). Maifeier. Den Anfang der Feier haben wir der Bequemlichkeit Friedrichshagen. wegen schon Morgens um 8 Uhr angesetzt. Der Arbeiter- Bildungsverein Gleichzeitig ersuchen wir die Genossen, sich vor dem von Friedrichshagen macht zur Feier 1. Mai mit Eintrittskarten zu versehen, weil keine öffentliche Kasse stattfindet. 38/17 Das Komitee. Gesang- Probe. N bes 1. Mai eine Fußpartie nach Woltersdorf. Versammlungsort: Restaurant Blanke, früh 7 Uhr. Abmarsch 8 Uhr über Schöneiche Schönebeck. Treffpunkt in Woltersdorf: Restaurant Lehmann. 184/5 Der Vorstand. Achtung! Die Sänger vom Arbeiter Sängerbund, welche am 1. Mai auf Gold- und Silberarb. und ArbeiteTivoli mitzuwirken haben, werden ersucht, sich zu einer Gesangprove am Freitag, den 29. April, Abends 8%, Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48a, einzufinden. Die Noten zu folgenden Liedern: Arbeiter- Waterlandslied, Voltshymne, Mahnruf, Arbeiterlied, Marseillaise, Hoch Ferdinand Lassalle, Ein Sohn des Bolles, bitten wir gefälligst mitzubringen. Pünktliches und Zahlreiches Erscheinen der Sangesbrüder ist im Interesse der Maifeier sehr erwünscht. Das Feft- Komitee. Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf und Umgegend. Mai- Feier 468/3 Ausflug nach Lichterfelde- Lankwitz bei Hamm, Amalienstraße. Abmarsch pünktlich 122 Uhr von E. Hilgert, Mariendorf. Sämmtliche Genoffen von Mariendorf und Tempelhof sind hierzu eingeladen. Achtung, Reinickendorf! Große Arbeiter- Mai- Feier in Böttcher's, Seeschlößchen", Markstr. 1-2 Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert 182/2 rinnen und verw. Berufsgenossen. Die Kollegen, welche gewillt sind, am 1. Mai die Fußtour mit oder ohne Familie mitzumachen, werden ersucht, Morgens um 8 Uhr sich am Rottbuser Thor gefälligst einzufinden. 2716b Die Agitationskommiffion. 3entral Kranken- und Begräbnißkasse der Tattler und Berufsgen. Deutschlands Hoffnung ( eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 64) Berlin, örtliche Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern der Freien Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins zur Nachricht, daß das Mitglied Theodor Sprenger am 26. April d. J. gestorben ist. Die Beerdigung findet am 29. d. M., Nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Muskauerstraße 28, aus statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Ginsegervereins der Tischler für die Herzlichen Dank den Kollegen des Beerdigung meines Mannes Otto sensel. Die betrübten Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen und herzlichen Beweise der Theilnahme und Kranzfpende bei der Beerdigung unseres lieben Bruders, des Tischlers Adolph Reich, sagen wir allen Kollegen, Bekannten, sowie dem Fachverein der Tischler unseren innigiten Dank. 2705b Geschwister Reich, Berlin- Kaulsdorf. Danksagung. 2701b der Krankheit meiner Braut Martha Allen Denen, welche mir während Berwaltungsstelle ist von jetzt ab: Die Adresse des Kassirers der hiesigen für die innige Theilnahme bei der Heise hilfreich zur Seite standen, sowie Beerdigung meinen wärmsten Dank. Joh. Saffenbach, N. Borsigstr. 24, Gleichzeitig spreche ich im Namen der 2. Hof III. Sprechstunden an Wochen- Mutter meiner Braut für die mildtagen Nachm. von 5-7 Uhr. 289/15 thätige Gesinnung, welche Freunde wie Bekannte derfelben bewiesen habei, meinen Dank aus. H. Brokermann. Achtung! Achtung! Sonntag, den 1. Mai 1892: Maifeier in Bischof's Restaurant, Treptow, Geausgeführt von Mitgliedern der freien Vereinigung der Zivil- Berufsmufiter Baumschulenſtraße, wozu Vereine, Se und des Arbeiter- Gesangvereins ,, Weiße Rose. noffen und Freunde freundlichst eins Die Heren Sabedank zugefügte Beleidigung nehme ich hiermit zurück und erkläre denselben für einen Ehrenmann. 2695b O. Matting. Sonntag, den 1.Mai, Theater Vorstellung, Tanz und sonstige Belustigungen. labet Das Komitee. 12576b bleibt mein Hut- Geschäft gefchloffen. Anfang 3 Uhr. 378/17 Festzeichen und Programms an der Kasse gratis. Entree 25 Pf. Das Fest- Komitee. Maifeier für Rixdorf. Steppdeken!! Sonntag, Vormittag 10% hr: Zwei große öffentliche Bolts2307b Versammlungen in den Lokalen Niesegk, Bergstr. 129, und Wiersing, Knesebecfftr. 77. Tagesordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Referenten sind die Allen Genoffen und Bekannten Genoffen A. Gerisch und G. Kessler. empfehle mein 2706b Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Nachmittags 3 Uhr: Angenehmer Aufenthalt f. Proletarier. Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert W. Thierbach, Friedrichsgracht 16, an der Brücke. NIVERSAL METALL Schutzmarke. ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG goldene eu.silberne Die in der ganzen Welt rühm lichst bekannte ,, Helm- Putz- Pomade" ist nur unser Erzeugniss. Dosen mit anderen Helmen und nicht mit unserer Firma, weise man als werthlose Nachahmungen zurück. verbunden mit lebenden Bildern und Ball, in den drei Lokalen: Niesegk, Bartha und Wiersing. Maifestzeichen werden an der Kasse gratis vertheilt. Entree 25 Pf.- Die Genossen werden ersucht, sich vorher mit Billets zu versehen. Das Komitee. 422/4 Johannisthal. Da wir in diesem Jahr durch widrige Umstände verhindert sind, selbstständig eine Maifeier zu veranstalten, und mehrere Genossen Berlins doch vielleicht gewillt sind, am 1. 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April 1892. 9. Jahrg. verfall gerathen war, habe ich stets einen Erlaß an Pachtgeldern Verwaltung blos nach den formalen Regeln verfahren, man befürwortet, um dem Betreffenden zu ermöglichen, von Neuem muß in allen Ressorts der Staatsverwaltung in der kommunalen und eine bescheidene Existenz zu beginnen. Die Be- privaten Verwaltung vielfach Billigkeit walten lassen; so würde dingungen, welche die Domänenpächter eingehen müssen, sind sehr es auch nach Erlaß eines Etatisirungsgesetzes bleiben müssen. streng und müssen streng sein; andererseits müssen dieselben das Was man in der Regel als tönigliche Gnaden bezeichnet und Am Ministertische: Miquel, von Heyden, von Vertrauen zu der Staatsregierung haben, daß sie wohlwollend wobei man über das fönigliche Begnadigungsrecht in Zivilsachen Bötticher und zahlreiche Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht zunächst der Bericht der behandelt werden. Dem Domänenpächter auf Weestenhof sind streitig ist, ist in der That nur eine Vermeidung von Härten. 30 000 m. erlassen worden. Der Betreffende hat bei Ueber- Abg. v. Kardorff( freit.): Auch wir theilen den Wunsch Rechnungskommiffion, betreffend die allgemeine Rechnungnahme der Pachtung ein Vermögen von 110 000 m. nachweisen auf balbigen Erlaß eines Romptabilitätsgesetzes, verkennen aber über den Staatshaushalt des Jahres 1888/89. müssen. Er hatte durch Ueberschwemmungen und durch den Zu- die Schwierigkeiten der Fertigstellung eines solchen nicht, die wir Die Kommission beantragt die Entlastung unter nachträglicher fammenbruch einer Zuckerfabrik bedeutendes Kapital verloren. Mein indeß bald überwunden zu sehen hoffen. Aber auch beim Be Genehmigung der Etatsüberschreitungen und der außeretatsmäßigen Amtsvorgänger war der Ueberzeugung, daß der Mann sich nicht stehen eines solchen Gesezes würde der vorliegende Fall nicht Ausgaben. mehr halten könne; deshalb wurde ihm die Domänenpacht ge- anders erledigt werden können, denn von diesen Dingen bekommt Abg. Kieschke: Der Staatszuschuß an Waldeck ist in der Kündigt, zumal fich gleichzeitig die Gelegenheit bot, diese ja der Finanzminister feine Kenntniß. Ohne solche Erlasse geht alten Höhe von 310 000 M. gezahlt worden, trotzdem die Ein- Pachtung an eine andere fistalische Verwaltung abgeben zu es eben nicht, und man muß dem Minister das Vertrauen nahmen Waldecks so erhebliche gewesen sind, daß 26 000 m. ertönnen. Meine Absicht war, daß der Mann aus dem Zusammen- schenken, daß er dabei nach Recht und Gerechtigkeit entscheidet, spart worden sind. Um diesen Betrag hätte der preußische Zu- bruch ein fleines Vermögen von zehn bis zwölf und ich glaube, das Haus meint mit mir, der Minister solle schuß gekürzt werden müssen. Das ist aber nicht geschehen, an- Tausend Thaleru retten sollte, um etwas Neues an- auch in Zukunft bei der früheren Praxis bleiben. geblich um eine alte Verwendung Walded'schen Staatsvermögens zufangen. Niedriger kann man in solchen Fällen faum greifen. Abg. Bachem( 3.): Ich glaube nicht, daß in den vorliegenaus dem Jahre 1867 wieder zu decken. Die Kommission hat Der Betreffende hatte bei der Zuckerfabrik 60 000 verloren, aber den Spezialfällen der Minister zu weit gegangen ist. Das Recht darauf verzichtet, diese Frage diesmal zu entscheiden. Das be- mit größter Energie die Domäne in einen so vorzüglichen Zu- zum Erlaß von Pachtrückständen besteht für die Regierung, liebte Verfahren widerspricht jedoch dem, was bei der Gewährung stand gesetzt, daß er voraussichtlich den Schaden durch den Er- wenn auch nicht geschrieben, so doch historisch. Bedenklich ist mir des Zuschusses verhandelt worden ist. Geb. Ober- Finanzrath Lehnert: Der Fall, daß dieser Zu hätte. Außerdem war für ihn ungünstig, daß nicht ein anderer gewährt, um dem aus dem Pachtverhältniß scheidenden Bächter trag des Rübenbaues eines einzigen Jahres wieder eingebracht nur der Punkt, daß der Minister einen Bachterlaß zu dem Zwecke schuß zu hoch ist, ist erst einmal eingetreten und wird sich wahr Domänenpächter an seine Stelle trat und das ganze Juventar eine sichere Existenz in Zukunft zu lassen, das grenzt an Wohlscheinlich nicht mehr wiederholen; es ist im Gegentheil die aller verkauft werden mußte. Die andere Domäne im Gumbinner thätigkeit, und die dürfen wohl Private üben, aber in solchen größte Wahrscheinlichkeit dafür vorhanden, daß er nicht aus reichend sein wird. Es hat sich schon zu wiederholten Malen Bezirk war von dem Betreffenden im Jahre 1882 in Pacht ge- Fällen nicht der Staat. nommen, und zwar in einem sehr geringwerthigen Bu Abg. Richter( dfr.): Der Abg. Bachem hat einige Grundder preußische Zuschuß derartig unzulänglich erwiesen, daß, um stand. Bon dem Pächter mußte ein Vermögen von zirka fäße ausgesprochen, die meines Erachtens nicht unwidersprochen das Fehlende zu decken, aus den waldeckschen Kassenbeständen 135 000 Mart nachgewiesen werden. und aus dem Kapitalvermögen das Erforderliche zugeschossen großer, vielleicht zu Derfelbe ging mit bleiben dürfen. Er meint, es liege im Sinne einer liberalen großer Energie an werden mußte. Das hat in Waldeck wenig Anklang gefunden. Des wirthschaftlichen Zustandes der Domäne, er hat ungefähr Bacht gewährt werde, wenn der Reinertrag die Höhe der Pachtdie Hebung Behandlung der Domänenpächter, daß diesen ein Nachlaß der Das Verhältniß mit Waldeck ist eine staatsrechtliche Sonderbar 25 000 Mark zu Meliorationszwecken aus seinem Ver- summe nicht erreicht. Die Domänenpachten werden abgeschlossen feit, so etwas Außergewöhnliches, daß die preußische Verwaltung mögen beigesteuert und 258 Hettare meliorirt. den Landtag bittet, seine Zustimmung dazu zu ertheilen, daß der Leistung, welche sehr hoch angeschlagen werden muß. Der Be- ganze Zeit garnicht sicher berechnen. Unter allen Umständen Das ist eine auf 18 Jahre, die Konjunkturen lassen sich im Voraus für die Zuschuß wie bisher unverkürzt gewährt und als außerordentliche treffende gerieth in Vermögensverfall zu einer Zeit, als die ganzen wird deshalb ein Risiko bei der Pacht übernommen und dies findet Ausgabe in den Etat eingestellt werde. Abg. Virchow( df.): Nach den Erklärungen der Regierung auch heute meiner Ueberzeugung nach nicht so günstig beurtheilt Jemand davon gehört, daß, wenn die Konjunkturen günstiger ausBerhältnisse in Ostpreußen im Niedergang begriffen waren, welche auch in der Pachtsumme seinen Ausdruck. Hat denn schon jemals in der Kommission soll durch dieses Verfahren fein Präjudiz ge- werden können, als es seitens des Vorredners geschehen ist. Wir fallen, der Bächter feiner Bachtsumme etwas zugelegt hätte?( Heiter schaffen werden. Es liegt also fein Grund vor, die außeretats- müssen die Verhältnisse dort mit einiger Besorgniß ansehen. Es feit.) Eine große Zahl später selbständiger Grundbesitzer ist reich mäßige Ausgabe oder Etatsüberschreitung, welche der Finanz besteht eine gewisse Blutleere, ein Mangel an Geld und Menschen. geworden aus den Domänenpachten, namentlich in der Proving minister im guten Glauben gemacht hat, jezt abzulehnen. Die Domänen verwaltung hat den Pächtern über die schwierigen Sachsen. Bei der Neuverpachtung wird oft die dreifache Pacht Der Antrag der Kommission wird darauf angenommen. Zeiten hinweghelfen zu müssen geglaubt. Nach den alljährlich summe von der bezahlt, die der bisherige Pächter gegeben hat. Es folgt die Berathung der Uebersicht der Staats- zur Kenntniß dieses Hauses gelangten Berichten waren die Pacht- Ebenso wenig wie man verlangt, daß der Bächter in günstigen einnahmen und Ausgaben für 1890/91. rückstände im letzten Etatsjahr angeschwollen von 430 000 m. Jahren etwas zu seiner Bachtsumme zulegt, ebenso wenig fann auf 1 800 000 M., in diesem Jahre werden sie ungefähr auf man umgekehrt aus ungünstigen Konjunkturen einen Bachterlaß gleicher Höhe bleiben. Gegen den Herrn, welchem die 40 000 m. herleiten. Der Minister sagte, die Domänenpachten, wie sie erlassen sind, bestand im Ministerium eine gewisse Mißstimmung, gegenwärtig bezahlt würden, feien viel zu hoch. Dieser Ausweil derfelbe eine lebhafte Agitation zur Verbesserung der spruch ist sehr bedenklich und kann sehr eigenthümliche Folgen Lage der Domänenpächter entfaltet hat und in seinen nach sich ziehen. Wenn die Herren erst hören, daß sie nach AnAba. Papendieck( dfr.): Wir lesen in dem Bericht der Angriffen auf die Staatsregierung vielleicht etwas zu weit sicht des Ministers zuviel zahlen, so wird das nicht gerade dazu Kommission von verschiedenen Pachterlassen an Domänenpächter. gegangen war. Aber gerade das hat mich bestimmt, ihn bei beitragen, sie in ihrem Eifer, ihre Pacht pünktlich zu bezahlen, Einem derselben sind 30 000 m. erlassen worden, weil er durch Auflösung des Pachtverhältnisses nicht schlechter zu behandeln zu stärken, sondern im Gegentheil müffen solche Erklärungen fie Betheiligung an einer Zuckerfabrik in finanzielle Verlegenheiten als jeden andern. Auch hier beabsichtige ich, daß der Mann aus provoziren, nachlässig zu werden und mit Anliegen zu kommen, gerieth. Ich möchte den Referenten der Kommission fragen, ob dem Zusammenbruch ein kleines Vermögen rette. Er ihre Bachtsumme zu ermäßigen. Worauf gründet sich überhaupt in der Kommission irgend etwas mitgetheilt ist, woraus hervor besitzt allerdings jetzt ein Rittergut, aber unter ungünstigen Ver- diese allgemeine Behauptung, daß die Pachtsummen zu hoch geht, daß der Domänenpächter zunächst mit seinem eventuell vor- hältnissen. feien? Die Pachtverträge sind nicht alle in einem Jahre handenen Privatvermögen in Anspruch genommen ist. Ferner Abg. Rickert: Warum sind die Herren von der Rechten abgeschlossen, in jedem Jahre wirkt die Abschätzung der allfind 40 000 M. einem Domänenpächter im Regierungsbezirk heute so schweigfam über die„ Nothlage der Landwirthschaft", gemeinen Ertragsverhältnisse auf die Normirung der Bacht Gumbinnen erlassen worden, welcher große Aufwendungen zur während Sie uns in jedem Jahre beim Etat beweisen wollen, in verschiedener Weise. Es fann wohl sein, daß Pachten Verbesserung seiner Wirthschaft gemacht hatte. Man ist wie sehr die Landwirthschaft bei uns heruntergekommen ist? Ich zu hoch sind, die in den Gründerjahren abgeschlossen sind, sie in der Provinz etwas aufgeregt über diesen Fall, weil hoffe, daß den Herren in Zukunft der Appetit vergehen wird, können aber auch zu niedrig sein, wenn sie aus Jahren stammen, man weiß, daß der betreffende Domänenpächter als er aus folchen Zahlen die Noth der Landwirthschaft deduziren zu wo man ungünstiger über die Landwirthschaft dachte. Es ist nach diesem Erlaß die Pachtung aufgab, sich ein Rittergut wollen. Wenn der Minister fagt, daß er es Domänenpächtern eine eigenthümliche Erfahrung, die wir heute machen, daß der gekauft hat. Der Herr fist hier im Hause und wird im sehr hoch anrechne, daß sie in der Mehrzahl der Fälle das Pacht Finanzminister all diesen Dingen vollständig fern steht. Früher Verzeichniß aufgeführt als Rittergutsbesitzer auf Friedrichsfelde. objekt nicht vernachlässigen, so war dies Lob sehr überflüssig, war er zugleich der Ressortminister der Domänenverwaltung und Das dürfte für andere Domänenpächter kein gutes Beispiel geben. Denn die Bächter haben nur ihre verfluchte Pflicht und hatte als solcher eine Kontrolle auszuüben, wenn es sich um NachWenn der Referent über diesen Fall keinen Ausschluß geben kann, Schuldigkeit gethan.( Bustimmung links.) Ich würde mich im läffe von Pachtverpflichtungen handelte. so möchte ich an die Staatsregierung die Anfrage richten, ob das Gegentheil sehr wundern, wenn sie ihre kontraktmäßig überMinister v. Heyden: Ich bin mir nicht bewußt, die allalles dem Ministerium bekannt ist. Im Regierungsbezirk Gum- nommenen Pflichten vernachläffigten. Die gedrückte Lage der gemeine Aeußerung gethan zu haben, daß die Domänenpachten binnen kommen verschiedene Dinge vor, über die man sich viel- Landwirthschaft erkenne ich aus eigener Kenntniß an, ich viel zu hoch feien. fach verwundert. So z. B. mußte ein anderer Domänenpächter bedauere die Uebertreibungen von jeder Seite. In Abg. v. Schalscha( 3.): Wenn man gute Erfolge haben jahrelang warten, ehe er die Entschädigung für Brandschaden jedem einzelnen der hier in Rede stehenden Fälle sind will bei der Verpachtung der Domänen und man hohe Pachten von der Domänenverwaltung ausgezahlt bekam. Bufällig trifft es nicht die allgemeinen ungünstigen Konjunkturen, unter erzielen will, so kann das nur dadurch erreicht werden, daß die es sich, daß in diesem Falle der Domänenpächter freifinnig ist. denen die Landwirthschaft zu leiden hat, sondern die besonderen Leute das Vertrauen zur Domänenverwaltung haben wenn ( Murren rechts.) Ich möchte die Anfrage an den Referenten persönlichen Verhältnisse, welche die Nothlage herbeigeführt haben. einmal ein schlechtes Jahr kommt, so haben wir es nicht bezw. die Staatsregierung richten, ob es immer der Fall ist, daß( Oho! rechts.) Der erste Bächter hat sich bei einer Buckerfabrik mit Halsabschneidern zu thun, sondern mit anständigen Leuten. Domänenpächter nach stattgehabtem Brande die Gebäude aus verspekulirt. Damit hat also die allgemeine ungünstige Lage der Dann können wir das Risiko bei der Pacht eingehen, eigenen Mitteln aufbauen und dann sehr lange auf die Ent- Landwirthschaft nichts zu thun. Würden Sie bei einem Kauf- um mit dem, was wir in guten Jahren mehr erzielen, das schädigung warten müssen. Ferner ist einem Domänenpächter mann, der sich verspekulirt hat, die gleiche Entschuldigung gelten Fehlende in schlechten Jahren zu ersehen. Eine gewisse Libera von Seiten der Domänenverwaltung gefagt worden, er möge laffen? Würden Sie ihm nicht vielmehr seine schlechte Moral lität in den Forderungen ist noch kein schlechtes Geschäft. doch nicht so regelmäßig die Pacht bezahlen, das mache vorhalten, daß er über seine Mittel spekulirt? Der Minister Damit schließt die Debatte. teinen guten Eindruck. Wenn solche Winke gegeben fagte, es hätte ihm sehr daran gelegen, daß der betreffende werden, so scheint mir das nicht ganz in der Ordnung Pächter mit einem Kapital von 36 000 m. herausgehen konnte, Der Bericht der Staatsschulden Kommission für das Jahr zu sein. Die Nothlage der Domänenpächter im Regierungsbezirk um sich eine andere Existenz zu schaffen. Es scheint, als wenn 1890/91 wird ohne Debatte der Rechnungskommission über Gumbinnen ist nicht so arg. Ich bin überzeugt, wenn die Herren das Staatsministerium denn der landwirthschaftliche Minister wiesen. vernünftig wirthschaften und zu Hause bleiben, anstatt nach fann doch nicht allein solche Grundsätze aufstellen und befolgen Berlin zu gehen, so würden sie nicht in einen solchen Vermögens- den Grundsatz aufgestellt hat, daß ein Mann aus einer Patsche, und Dra we auf Annahme eines Gesetzentwurfs, betreffend eine Es folgt die zweite Berathung des Antrages Neukirch verfall tommen. Ich bin auch Besitzer in Ostpreußen, und es in die er sich selbst hineingebracht hat, mit einem Vermögen von vorläufige Bestimmung über die Regulirung ber gutsherrlichen geht mir nicht so gut wie früher, aber vernünftige Wirthe können 36 000 m. herausgeht. Ich weiß nicht, ob in der Rechnungs- und bäuerlichen Verhältnisse behuss der Eigenthumsverleihung in vorläufige Bestimmung über die Regulirung der gutsherrlichen nicht flagen, es gehe ihnen so schlecht, daß sie nicht bestehen fammission diese Praxis bekannt gewesen ist. Den Finanzfönnen.( Widerspruch rechts.) Wenn die Staatsregierung ben minister frage ich: Sat er bei allen diesen Fällen mitgewirkt, Neuvorpommern und Rügen. Domänenpächtern, wenn sie ihre Pacht nicht regelmäßig zahlen, und zwar auf der Grundlage, welche der landwirthschaftliche Graf Behr: Als Einwohner von Neuvorpommern möchte Erlasse gewährt, so müßte sie auch den Leuten, die nicht in der Minister hier angegeben hat; ist diese Grundlage durch das ich mich dahin aussprechen, diesem Gefeße die Zustimmung zu Lage sind, ihre Zinsen zu bezahlen, zu Hilfe tommen. Das Staatsministerium festgestellt worden, existiren überhaupt Grund- geben, da es durchaus der Billigkeit entspricht und die würde ich niemals billigen, aber es wäre folgerichtig. fäße, nach welchen solche Pachtniederschlagungen stattfinden? Berhältnisse in Neuvorpommern einer Regelung dringend Minister v. Heyden: Wenn wirklich einem Domänenpächter Minister v. Heyden: Der Finanzminister ist mit dieser bedürftig sind. Ich glaube aber, einige Bestimmungen des seitens der Regierung an die Hand gegeben sein sollte, nicht so regel Sache nicht befaßt worden, und fonnte auch gar nicht damit Gesetzes gehen zu weit, indem fie wohlerworbene ohne Weiteres mäßig Bacht zu zahlen, so würde ich teinen Anstand nehmen, das als besaßt werden, denn seitdem die Domänenverwaltung auf das Rechte Dritter beseitigen wollen, Ab= einen Unfug zu bezeichnen. Ferner soll ein zufällig der freisinnigen landwirthschaftliche Ministerium übergegangen ist, ist die Regelung machungen, die nach dem 1. Januar d. J. stattgefunden haben, Partei angehöriger Domänenpächter die Brandentschädigungen erst des Verhältnisses zwischen Pächtern und Verpächtern Sache des sollen ohne Wirkung sein; das kann doch nicht in der Absicht nach großen Weiterungen erhalten haben. Ich bin nicht in der Lage, landwirthschaftlichen Ministeriums. So lange wir eine Domänen- des Gesetzes liegen. Es soll doch nur zwischen Besitzern und mich darüber auszusprechen, weil mir von der Sache nichts verwaltung haben, hat sich diese für berechtigt gehalten, in Ver- Bauern ein erträgliches Verhältniß hergestellt werden. Ich glaube bekannt ist. Mir ist nur bekannt, daß die Domänenverwaltung mögensverfall gerathenen Bächtern die rückständige Pacht zu er- daher, daß wir alle Veranlassung haben, diesen Punkt noch einer feinen Unterschied macht zwischen Pächtern verschiedener Bartei- lassen, soweit die Verhältnisse dies als billig erscheinen ließen, näheren eingehenden Erwägung zu unterstellen, und beantrage dastellung und daß sie den Grundsay befolgt, die Gelder für Brand- um ihnen die Möglichkeit zu gewähren, sich eine neue Existenz her, das Gesetz an eine Kommission zu verweisen. Das Herrenschäden aus dem dazu bestimmten Fonds so rasch wie möglich zu schaffen. Dagegen hat das Abgeordnetenhaus niemals haus wird dieses Gesetz doch nicht eher verabschieden, bis wir und ich habe geglaubt, daß das das definitive Gesetz ihnen zugeschoben haben. Es wird also in flüssig zu machen. Wenn im Regierungsbezirk Gumbinnen das Widerspruch erhoben, auch diesmal das wohlwollende Verfahren gegen keiner Weise dadurch verzögert. Ich bitte im Interesse des ZuGerücht verbreitet ist, daß einem Domänenpächter so und so viel Saus würde. Eine Barallele zwischen Den standekommens des Gesches, dasselbe an die Kommission zu ver= gegeben sei zu Verbesserungen und sonstigen wirthschaftlichen Bächter billigen andern Berufsständen fann fann hier nicht weisen. Einrichtungen, so kann ich die Richtigkeit eines derartigen Ge- Landwirthen und Minister v. Heyden: Ich habe früher schon meiner perrüchts nicht fontrolliren. Aber für jeden mit unseren Verwal- gezogen werden. Die Domänenpächter stehen zum Staate in tungsgrundsäßen einigermaßen bekannten Mann liegt es auf der einem Vertragsverhältniß; fie können höchstens mit einem in fönlichen Meinung dahin Ausdruck gegeben, daß es gut sein Hand, daß den Domänenpächtern zu Meliorationen, Drainagen, Konkurs gerathenen Kaufmann verglichen werden und mit seinen würde, wenn die Materie gefeßlich geregelt würde. Inzwischen hat sich das Staatsministerium mit der Sache beschäftigt; Begebauten Gelder bewilligt werden unter der Bedingung einer Gläubigern. Abg. Papendieck: Ich habe in meinem Geschäft ebenso ver- dasselbe ist bereit, sich an dem Zustandebringen dieses Gesezes gewiffen Antheilnahme ihrerseits. Aber in allen diesen Fällen find bestimmte Grundsätze vorgeschrieben, welche gleichmäßig ge- fahren müssen, wie die in Rede ſichenden Domänenpächter, habe zu betheiligen und wünscht diese Angelegenheit noch in der Der Staat hat ein Interesse daran, aber dabei genau berechnet, ob die Vergrößerung meines Betriebes diesjährigen Tagung zu Ende zu bringen. Ich glaube, daß dies daß die Domänenpächter das Vertrauen hegen, daß sich so rentiren würde, daß ich meinen Verpflichtungen würde gelingen wird. Das Nothgefeß hat deshalb nur eine unterfeine Handhabung der wohlwollende nachkommen können und womöglich noch Vortheil daraus zöge. geordnete Bedeutung. Im Uebrigen glaube ich, daß den Be Bachtrechte eine für die Domänenpächter ist und Den einzelnen Ver- Was wäre aber gewesen, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre? denken bezüglich der Faffung eine gewisse Berechtigung nicht hältnissen Rechnung trägt. Von diesen Grundsägen ausgehend, Hätte der Staat mir auch Hilfe gebracht? Ich bin doch ebenso abgesprochen werden kann. Ich glaube daher, daß es gut sein wird, den Gefeßentwurf an die Justizkommission zu ver hat die Staatsregierung unter Mitwissen dieses Hauses nie Be gut wie ein Domänenpächter! benken getragen, von ihrem Rechte Gebrauch zu machen und in Finanzminister Miquel: Der Erlaß von Pachtrückständen weisen. einzelnen Fallen um die Niederschlagung von Domänen- Bacht ist lediglich Sache des landwirthschaftlichen Ministers und Abg. Neukirch( dfr.): Ich bin sehr befriedigt über die entgeldern zu bitten. Wenn ich die Ueberzeugung gewonnen hatte, fommt gar nicht zur Kenntniß des Finanzministers, weder gegenkommenden Erklärungen, die heute der Minister namens der Man kann nicht in einer großen Staatsregierung abgegeben hat, und die wesentlich anders lauten daß der betreffende Domänenpächter unverschuldet in Vermögens. fachlich noch formal. Man kann handhabt weeden. nur -Der Antrag der Kommission wird angenommen. W as feine früheren Worte. Ich hoffe, daß das Gejez noch in fgeführt werden tann, sondern daß die von wahrer Erkenntniß dieser Tagung zum Abschluß kommen wird. Ob Zedlig oder Bosse, ob Volksschul- Gesetz oder nicht, getragenen Arbeiterorganisationen das erhoffte Ziel erreichen das ist im Grunde ganz egal. Der Kultusminister hat im EinMinister v. Heyden: Ich habe meine persönlichen An- werden." In Itzehoe wird der Umzug ohne weiteres nicht verständniß mit dem Justizminister auf den Bericht eines Oberschauungen damals fchon ausgesprochen und jetzt die der Re- genehmigt und Zanzerlaubniß mit Rücksicht auf den diesmal präsidenten eine Verfügung getroffen, die zur Nachachtung fämmt gierung. Zwischen beiden besteht aber fein Unterschied. gerade am 1. Mai vor sich gehenden Dienstbotenwechsel lichen Regierungen mitgetheilt worden ist. Darin heißt es:" Ich nicht ertheilt. Nach den" Ihehoer Nachrichten" ist das höheren trete Gurer Exzellenz Ansicht bei, daß der Vater eines schulOrts" schon angeordnet. pflichtigen Kindes selbst dann, wenn er für seine Person einer staatlich anerkannten Religionsgesellschaft nicht angehört, gleichUeber den Mangel an Rednern, über den die Partei- wohl verpflichtet ist, das Kind am Religions genoffen mancher Orte tlagen, sagt die Schwäb. Tagwacht": unterricht in der öffentlichen Volksschule Theil Wir sind überzeugt, daß rednerische Kräfte in Menge unter den nehmen zu lassen, sofern er nicht den Nachweis erbringt, Selbstvertrauen, an der rednerischen Kourage. Sie meinen, der behördlichem Ermessen( vergleiche Allgemeines Landrecht II§ 13) Arbeitern vorhanden sind, es fehlt Vielen nur an dem nöthigen daß für den religiösen Unterricht des Kindes anderweit nach öffentliche Redner müsse eine gedrechselte Sprache reden, auf in ausreichender Weise gesorgt ist. Ein Gletches rhetorischen Stelzen laufen, in gefünftelten Ausdrücken seine Ge- gilt danken darlegen. Aber das ist ganz falsch, wir haben schon licher Erziehung befinden, sondern dem Erziehungsrecht der von solchen Kindern, welche sich nicht in väter Reden von Arbeitern gehört, welche gesprochen haben, wie ihnen Mutter, eines Vormundes oder Pflegers unterstehen. Sofern der Schnabel gewachsen," und diese Reden waren besser, ge- jedoch derjenige Elterntheil, dessen religiöses Bekenntniß über die diegener und eindrucksvoller, als manche sorgfältig vorbereitete, Ronfeffionalität des dem Kinde zu ertheilenden Religions aus- und einstudirte Rede. Die Hauptsache ist, daß man etwas unterrichts entscheidet, zu dem für diese Entscheidung maßgeben Richtiges, Bernünftiges zu sagen hat und daß es dem Sprecher den Zeitpunkte einer staatlich anerkannten Religionsgesellschaft damit Ernst ist, daß seine Worte aus dem Herzen kommen. Go angehört hat, darf auch der religiöse Unterricht des Kindes, sagt Faust zu seinem Famulus Wagner: Abg. Knebel: Es besteht kein Zweifel, daß die Erklärungen des Ministers heute ganz anders lauten, als bei der vorigen Berathung des Gegenstandes. Es ist mit Freuden zu begrüßen, daß der Minister heute sagt, daß er selbst Werth darauf legt, das Gesez noch in dieser Tagung zu Stande zu bringen. Die Bedenken, welche noch bestehen, wird auch die Justizkommission nicht ganz beseitigen können. Unrecht geübt worden. Es hatten diejenigen, welche in der An den Bauern ist thatsächlich Zwischenzeit seit dem 1. Januar Verträge eingegangen sind, ein sehen müssen, daß die Sache gefeglich geregelt werden würde. Ich erkenne tein dringendes Bedürfniß an, daß das Gefeß an die Justizkommission verwiesen wird, will aber dem Antrage nicht widersprechen. Der Antrag wird darauf der Justiskommission über wiesen. Ueber die Petition von Ruinig und Gen., Droschtenbesitzer und Droschkentutscher in Berlin, um Abänderung des Gefeßes über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850 dahin, daß der Polizei und Verwaltungsrichter auch die Nothwendig teit und Zweckmäßigkeit der Polizeivorschriften zu prüfen habe, geht das Haus ohne Debatte zur Tagesordnung über. Es trägt Berstand und rechter Sinn Mit wenig Kunst sich selber vor; Und wenn's euch Ernst ist, was zu sagen, It's nöthig, Worten nachzujagen?" Ueber die Petition des Ernst von Weber in Dresden um Erlaß eines strafgesetzlichen Verbots der Vivi Das beste Mittel, ein guter Redner zu werden, ist, sich fettion und über die Petitionen des Kammernherrn von gediegenes sozialistisches Wissen zu erwerben, durch fleißiges Rosenberg und des Rentners Böder- Oberst in Han- Studium unserer Parteiliteratur und Lesen unserer Parteipreffe, nover um Regelung der Vivisektion geht das Haus, verbunden mit gründlichem Selbstdenken. Wer sich über die in Erwägung, daß die wissenschaftliche Vivisektion und die Ver- Grundgedanken unserer Bewegung flar ist, dem legt sich das fuche mit lebenden Thieren in genügender Weise von der Regie- Wort felbft auf die Lippen, wenn er sich das Herz faßt und das rung überwacht werden, zur Tagesordnung über. Kanzelfieber, die Angst, sich zu blamiren, überwindet. Es ist wie beim Schwimmen: nur frisch hinein ins Wasser!" Mehrere Petitionen von Eisenbahnbeamten um Benfions- oder Gehaltsaufbesserung werden gleichfalls ohne Debatte durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. * Todtenliste der Partei. Am 20. April wurde in Schluß gegen 4 Uhr. Nächste Sizung Donnerstag Wermelskirchen die Genessin Frau Dannheuser 11 Uhr.( Nachtragsetat.) Parteinachrichten. beerdigt. Polizeiliches, Gerichtliches ze. gleichviel, ob derfelbe in der öffentlichen Voltsschule oder als anderweiter Ersatz- Religionsunterricht stattfindet, nur in einer dem Bekenntnißstande jener Religionsgefell schaft entsprechenden Weise erfolgen. Der Erfahunterricht ist wie jeder Privatunterricht von der Schul- Aufsichtsbehörde zu beaufsichtigen... ,, Die Vereinigung zur Bekämpfung der Racenhehe" hatte zum Dienstag Abend in dem Handwerker- Bereinsfaale in der Sophienstr. 15 eine große Boltsversammlung einberufen. Der Matador dieser Vereinigung, Herr Karl Schneidt, eröffnete die Versammlung, die zu großer Mehrheit aus Antisemiten be stand. Herr Schneidt, von großem Tumult begrüßt, legte infolge deffelben den Vorsiz nieder, den der Antisemitenführer Kaufmann Bodet übernahm. Er brachte ein Hoch auf den Kaiser aus, Sinige blieben ſizen, und der erste Aft der Keilerei begann. Einzelne Personen flogen aus dem Saale. Dem bestimmten Referenten, Journalist Blankenstein, wurde nun das Wort gegeben, um über das Thema: Judenflinten, Antisemitenfinten" zu sprechen. Die In Breslauer Versammlungen muß jetzt jeder Rede wurde oft durch wüsten Tumult und Prügeleien unterRedner dem überwachenden Beamten Vor- und Zunamen, sowie brochen. Einige Male wurde die Versammlung vertagt. Im Stand und genaue Adresse angeben. beschleunigten Tempo brachte Referent seine Rede zu Ende. In Bleicherode( Thüringen) wurden zwei Genossen Dann sprach Herr Bodek; neuer Sturm, neue Prügelei! Als Bur Maifeier. Auch in diesem Jahre ist die Maifeier von 880 bezw. 15 M. Geldstrafe verurtheilt, weil sie eine verbotene ulegt der antisemitische Schloffermeister Haase sprach und erden meisten Behörden zum Gegenstande von Maßregeln gemacht Bersammlung abgehalten haben sollten. Der Sachlage lag, wie lärte, daß er der radikalen Böckel'schen Richtung angehöre, aber worden, welche wiederum deutlich vor Augen führen, daß die Thür. Trib." in Nr. 49 berichtet, folgendes zu Grunde: das Ahlwardt'sche Treiben betämpfe, da erreichte der Sturm man auch dem ernsthaftesten Bestreben der klassenbewußten deut- m 31. Januar sollte Genosse Hülle in Kemstedt in einer Weber- feinen Höhepunkt, Stöcke wurden geschwungen, Stühle flogen versammlung sprechen. Da er am selben Tage in Ellrich bei durch den Saal, ein Mann wurde von der Vorstandstribüne schen Arbeiter, ihre soziale Lage auf gefeßlichem Wege zu ver- Nordhausen referirte, so wurde ein Nordhäuser Genosse an seiner heruntergefchleudert und im Saale mörderisch mit Händen, Fäusten, bessern, nicht das Verständniß entgegenbringt, das den An- Stelle dahin berufen. Die Versammlung tonnte aber nicht statt und Füßen behandelt, bis der überwachende Polizeilieutenant die gehörigen der befizenden Klassen entgegengebracht wird. Das ist an fich betrübend, aber im Uebrigen nur geeignet, die Auffassung der finden, weil sie formell nicht richtig angemeldet war, und der Versammlung auflöste und die Rämpfenden auseinanderbrachte. Sozialdemokratie zu bestätigen, welche im jezigen Staat und feinen Referent sollte sich bei ihm vorstellen. Go ungefeßlich diese bezweckte Verminderung der Zahl der Sunde herbeigeführt. Die Amtsvorsteher ausdrücklich beim Anmelden angeordnet hatte, der Die Erhöhung der Hundesteuer hat die vom Magistrat Drganen historisch die politische Organisation der besigenden Klaffen erblickt. Angesichts des Charakters der Maifeier als einer De- Forderung war, fand doch keine Versammlung statt, um nicht mehrzahl der Hunde, welche der erhöhten Steuer zum Opfer monstration der Arbeiterschaft und angesichts des Uebelwollens, mit dem Gericht in Ronflitte zu gerathen. Es wurde dennoch gefallen sind, wurden bisher von Leuten gehalten, welche nicht fo welchem die Maifeier bei den befizenden Klassen begegnet, ist es Strafantrag gestellt. Trozdem nun sämmtliche Beugen ihre be- gefallen find, wurden bisher von Leuten gehalten, welche nicht so nun selbstverständliche, unbedingte Pflicht der Arbeiter, überall, im schworene Aussage dahin abgaben, es habe wohl ein Gespräch halten, 20 M. ausgeben zu können. Die Zahl der großen Röter, reichlich verdienen, um für das Vergnügen, sich einen Hund zu größten wie in dem fleinsten Orte darauf die größte Sorgfalt zu aber teine Rede sein, erfolgte doch die Verurtheilung. Nur der bekannte, beſſere" Bublikum, das sich Racenhunde hält, tann im Gigen bei Tisch stattgefunden, von einer Versammlung fönne ber Renommirhunde", hat nicht wesentlich abgenommen, das richten, daß nicht durch einzelne Elemente der imposante Verlauf britte Angeklagte wurde freigesprochen. des Festes getrübt und damit die Wirkung der Demonstration auf Blauenscher Grund. Wie schon mitgetheilt wurde, weniger gutfituirten Bevölkerungsklassen Hundefreunde, die jetzt die herrschenden Klassen beeinträchtigt wird. Da die Feier am hat die Dresdener Amtshauptmannschaft dem Männer- Gesang auf das Vergnügen verzichten müssen, einen Hund um sich zu 20 M. Steuern ruhig entbehren. Es giebt aber auch unter den Sonntag stattfindet, liegt es nahe, daß aus den Reihen der In- Berein Plauenscher Grund" ein Vokalfonzert verboten, daß am sehen. Außer dem Magistrat und den Hausbefizern hat Nieman differenten raudaulustige Personeu feien fie dazu von unseren 1. Osterfeiertag in der Rothen Schänke stattfinden sollte. Es großes Interesse an der Dezimirung der Hundeschaar, im Ber Gegnern veranlaßt oder nicht im Andrang der Maffen fan wie die ungeziemend sich betragen und so der Polizei, die überall fand deshalb, wie die" Sächsische Arbeiter- Beitung" mittheilt, hältniß ist die Zahl der Hunde in kleinen Orten eine viel " Schneidigfte" Befehle bekommen haben wird, den Anlaß schaffen, nur ein harmloses geselliges Beifammensein statt, bei welcher größere, als in Berlin. Wenn sich die Hundeliebhaberei in andem Fest einen uns unwillkommenen Abschluß zu geben. Gelegenheit von Gesangvereinsmitgliedern einige Lieder gesungen und von dem Der Telegraph wird nach bekannter Gepflogenheit den auch gemessenen Grenzen hält, wird Niemand etwas gegen diefelbe und jenem auch ein komischer einzuwenden haben. Wenn der Arme an einem Hunde Ges für die albernsten Grufelgeschichten jezt besonders empfänglich ge In der zehnten Abendstunde tam Vortrag geboten wurde. Der Saal war überfüllt. fallen findet, so ist es nicht nothwendig, ihm das Vergnügen zu machten herrschenden Klassen strupellos Kleines zu Großem auf die Polizei, 3u rauben, indem man es ihm durch eine hohe Steuer unmöglich bauschen, was im letzten Alpendorfe und im weltentlegenſten verhindern, daß weiter gesungen werde. Zwei Gendarmen stiegen macht, sich einen Hund anzuschaffen. Wenn aber diese HundeFischerdorfe an der See Mai- Manifestanten" Ungehöriges be- auf das Podium und packten einen gerade ein Kouplet fingenden liebhaberei ausartet und die Röter in unglaublicher Weise gangen haben sollen. Da folche Nachrichten, seien sie so schlecht Namen der Amtshauptmannschaft jedes weitere Singen und Front gemacht werden. Ein bürgerliches Blatt brachte dieser Gast, um seine Personalien festzustellen. Sie verboten dann im verhätschelt werden, so muß gegen diese Uebertreibung begründet wie sie wollen, wirkungsvoll zusammengestellt der Reaktion immerhin gewünschte Dienne leiften, so erhellt für die drohten dem Wirthe die Arretur an für den Fall, daß noch Lage eine Schilderung von dem gar gewaltigen Gehaben etwelcher tlassenbewußte deutsche Arbeiterschaft von selbst, daß am 1. Mai Jemand fingen würde. Daß sich der Gäste infolge diefer un- angejahrter Hundetanten, welchen ihr Hunde- Asyl als der anjeber Ginzelne von ihr aufs ernstlichste darauf sieht erwarteten Störung ihres harmlosen Vergnügens eine große Auf- genehmste Aufenthalt auf der Welt erscheint. Die Röter werden und mit dafür sorgt, daß Alles ordnungsmäßig regung bemächtigte, ist wohl nicht zu verwundern. Jedermann bort behandelt, als ob sie von Marzipan wären und als ob es verläuft, daß den Gebärdenspähern und Geschichtenträgern der fragte fich vergebens, was es wohl Gefährliches und Ungefegliches fein anderes Glend auf der Erde gäbe als das eines Hundes. Realtion teine Möglichkeit bleibt, die Maifeier anders als durch sammen sißen und einzelne der Anwesenden etwas fingen. Es bringend geboten, als es angezeigt gewesen wäre, burd, bet, sein möge, wenn eine Anzahl Menschen in einem Lokale bei: Gin Maßhalten, nach dieser Richtung hin erscheint ebenso zumal werden gut thun, an den Eingängen der Lokalitäten gelang aber den Bemühungen besonnener Leute, die Aufgeregten Hinausschrauben der Steuer die armen Leute nicht zu zwingen, Darauf zu sehen, daß verdächtige Personen, wie man sie uns an ich mit der Lösung der Preisfrage unterhaltend, ob Singen eine ich ihrer Thiere entledigen zu müssen. strafbare Handlung ist oder nicht. Der Wirth führt selbstverständlich Beschwerde. gegnerischerfeits gern auf den Hals schicken wird, keinen Bulaß finden. In den von ihr für den 1. Mai gemietheten Lokalen hat die Sozialdemokratie das Hausrecht und das bringe man gegenüber allen jenen Leuten mit dem nöthigen Ernst zur Geltung, von denen mit Recht vermuthet werden kann, daß sie an der Maifeier theilnehmen, um dieselbe zu stören und dadurch die Wirkung der Demonstration für den Achtstundentag zum Vortheil des Ausbeuterthums abzuschwächen. Tokales. An die Arbeiterschaft Berlins! Die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft hat einen Ent wurf zum Projekt der Errichtung einer elektrischen Untergrundbahn in Berlin ausgearbeitet, dessen Ausführung nach dem ge machten Rostenanschlag 41 Millionen Mart erfordern würde, von denen auf die Friedrichstraße 12 000 000 berechnet sind. Die jährlichen Betriebsausgaben sind darin auf 2 880 000 Mart ver anschlagt und der mit diesem Geschäft jährlich zu erzielende Ueberschuß, bei einem zugrunde gelegten Fahrpreis von zehn Und nun, ihr Arbeiter Deutschlands, rüstet Euch zur Mais Pfennig pro Tour auf 2 800 000 Mart. Die Stationsanlagen in feier damit der Weltfeiertag des Proletariats seine auf den Einem lange gefühlten Bedürfnisse entsprechend, sind nun- der Friedrichstraße sind in Entfernungen von 500 Meter, sonst Gesetzgeber beabsichtigte Wirkung voll und ganz ausübe. Ob ihr mehr die Sammelbons für den Unterstützungsfonds der sozial- aber bei der Stadtbahn" von 12-1500 Meter in Aussicht ge im Lohn und Brot eines Andern der Wissenschaft oder der In- demokratischen Partei für alle 6 Berliner Reichstags- Wahlkreise nommen worden. Dieselben sollen dadurch gebildet werden, daß dustrie, der Landwirthschaft oder dem Handel, der Kunst oder gleichmäßig hergestellt. Diese Bons gelangen vom 1. Mai neben dem Fahrtunnel ein zweiter von gleichem Profil und in dem Verkehr, den Privaten oder der Gemeinde und dem Staate an zur Ausgabe. Alle bisher gebräuchlichen sind daher ungiltig einer Länge von etwa 40 Meter errichtet wird. An Stelle der dient, gleichviel- jeder Arbeitende, wessen Alters und und aus diesem Grunde zurückzuweisen. Zwischenwände zwischen beiden wird beabsichtigt eiserne Stüßen Berufs, wessen Geschlechts und Herkommens er sei, er ist uns Der neue Bon enthält in schwarzer Schrift die Worte: zu wählen. Die Stationsperrons in der Friedrichstraße würden willkommen als Gesinnungsgenosse; er soll am 1. Mai nicht Für den sozialdemokratischen Unterstüßungsfonds 11 Meter unter Der Straßenoberfläche in einer Breite fehlen, sondern durch sein Erscheinen mit einen Baustein zur 10 Pfennige. von 3,3 Meter errichtet werden und sollen dieselben auf sämmt. Heimstätte beitragen, die der im Banne der Selbstfucht, des JrrEs befinden sich ferner auf den Bons die rothen Buchstaben lichen Stationen durch hydraulische Aufzüge und Treppen thums aller Art verkümmernden Menschheit nur errichtet werden S. P. D. B., welche bedeuten: Sozialdemokratische Partei Deutsch- mit den Empfangsräumen verbunden werden. Beim Betrieb kann von der welterlösenden Sozialdemokratie. würden die Weichen in Wegfall kommen und die Wagen durch In Bremerhafen ist der Umzug genehmigt worden; ber Als besondere Erkennungszeichen befinden sich im Papier der Echienenanlagen in Schleifenform aus einer in die andere Fahr rothe Fahnen dürfen jedoch nicht mitgerührt werden.- Der Bons 2 schräge Striche, ein sogenanntes Wasserzeichen, um richtung geleitet. Eine schwierigere Einrichtung würde aber bei den Kreuzungsstationen, wie z. B. an der Friedrichs- und Erfurter Regierungspräsident hat das dortige polizeiliche Verbot unbefugtam Nachahmen vorzubeugen. eines Um- oder Auszugs unter Mitführung von Fahnen" be Die Parteigenossen werden ersucht, die in ihrem Besitz be- Leipzigerstraße erforderlich werden. Hierbei sind die Empfangs stätigt; er finde keine Veranlassung, auf Abänderung der polizei- findlichen alten Bons bei den Vertrauensmännern sofort um- räume der Stationen in den Kellergeschossen der Eckhäuser, zu lichen Verfügung hinzuwirken, da aus dem zum 1. Mai ds. 38. tauschen zu wollen. lands, Berlin. unter Mitführung von Fahnen geplanten Umzuge eine Störung Vertrauensmann der sozialdemokratischen Partei, Berlin I. Die Adressen der Vertrauensleute sind: August Täterow, Mauerstr. 9, vorn III. Ferd. Kleinert, Lühowstr. 113. Wilhelm Börner, Ritterstr. 108, Bigarrengeschäft. St. Friß, Simeonstr. 22, Hof II. Friz Zubeil, Naunynstr. 86. Robert Wengels, Roppenstr. 41. Heinrich Baumgarten, Bosenerstr. 4, III. Ludwig Möller, Sophienstr. 12, III. W. Gieshoit, Boyenstr. 40, part. denen von der Straße entsprechende Bugänge geschaffen werden müßten, angelegt gedacht, um die Gebäude nicht ganz antaufen zu müssen. An solchen Stellen wird beabsichtigt, die sich freuzenden Fahrtunnels übereinander hinweg zu führen. Die Wagen sollen eine Länge von angeblich 81/2 Meter erhalten und find je auf vierzig Personen berechnet. Die Züge würden aus Lokomotive und drei Wagen bestehen und in Zwischenräumen von 1 Rilometer verkehren. Die Geschwindigkeit ift auf 20 Kilometer berechnet und die Fahrzeit- Zwischenräume auf drei Minuten. 48 Lokomotiven und 144 Wagen find für den ständigen Betrieb, also exkl. der Reserven in Aussicht genommen, wovon auf den Friedrichsstraßen- Berkehr 17 Lokomotiven und 47 Wagen zu verwenden beabsichtigt wird. Die Stromerzeugungs- Stationen sind an den Endpunkten der beiden großen Arenstrecken gedacht, von denen auch gleichzeitig die sich an schließenden halben Ringstrecken gespeist werden könnten. In Betreff des Stromvertheilungssystems würde wahrscheinlich der Wechselstrom in Anwendung gebracht werden. der öffentlichen Ordnung sowohl in Bezug auf den Straßenverkehr, als auf die polizeilich zu wahrenden Interessen der Sonntagsruhe mit Recht zu besorgen ist." Mit Recht? Die Arbeiter Gotha's feiern das Fest im Jägerhaus zu Sundhausen. - In Lüdenscheid darf der Festzug stattfinden unter der Bedingung, daß rothe Fahnen nicht mitgeführt werden. Die Arbeiter Neu Ruppins unternehmen einen Ausflug in den Wald, da ihnen ein entsprechendes Lokal nicht zur Verfügung steht. Die Arbeiter des Kreises Randow Greifenhagen haben den Umzug nicht genehmigt erhalten; sie feiern den Tag durch Ausflüge und Familienfest, welches lettere in Grabow und Bredow arrangirt wird. Tannenberg i. S.: Saal abgetrieben. Das Maifest der Bremer Arbeiter wird auf der Hackenburg abgehalten, wie die Bremer Bürger- 3tg. mittheilt, auf fast demselben Plage, wo während der 48er Bewegung das Bremer Volt sein Schüßenfest abhielt. Hier war es, wo die Mitglieder des Vereins mit dem Namen„ Todtenbund" passendes Lokal zur Verfügung steht, so sehen sich die Genossen gelegentlich eines Schützenfestes verhaftet wurden." Seitdem hat veranlaßt, zur Demonstration für den Achtstundentag einen Aus- erhöhte polizeiliche Aufmerksamkeit, welche den Wurstfabrikanten fich vieles geändert, das Schüßenfest hat allgemach seinen Bolts- flug nach Lichterfelde- Lankwiß bei Hamm, Amalienstraße, zu ver- in Bezug auf ihre Bezugsquellen zugewandt wird, hat es zu charakter verloren, der Schützenverein hat sich vom eigentlichen anstalten und werden die Genossen beider Orte ersucht, der Wege gebracht, daß der Absatz von Roßfleisch an hiesige andere Bolke getrennt und das Bolt sich selbst seine Feste geschaffen. Würde des Tages gemäß, fich zahlreich daran zu betheiligen. Schlächter fast gänzlich aufgehört hat. Dafür hat sich aber ber Nicht mehr wird in dem Wahne jener Beit gelebt, daß durch Der Abmarsch findet pünktlich 12% Uhr vom Lokale des Herrn Handel nach der Umgebung Berlins gezogen, von wo mancher Geheimbünde und Verschwörungen die Menschheit zur Freiheit E. Hilgert, Mariendorf, Ackerstraße, aus statt.( Siehe Inserat.) Schlächterwagen bei den hiesigen Pferdeschlächtereien vorfährt, " Wilhelm Grunwaldt, Chorinerstr. 30, vorn IV. Gustav Wigel, Elisabethkirchstr. 18. Johann Pfarr, Wilsnackerstr. 49. Da in Tempelhof und Mariendorf zur Maifeier kein Zum Verbrauche von Pferdefleisch in Berlin. Die uf eene Banke im Sinne dieser Aufgabe um dann schwer beladen wieder heimwärts sich zu wenden. Die gemacht haben. Doch nun zur Sache. Sie sollen am Nachmittag| Proletariat, vorbehalten, und Firmenschrift wird für solche Fälle mit Kreide übermalt und in des 17. März dadurch groben Unfug verübt haben, daß sie sich schloß 1889 der Pariser Kongreß den Bund der interrichtiger Erkenntniß der schwebenden Gefahr vorübergehend un- mit dem Handlungsreisenden B. in der Bülowstraße schlugen. nationalen Solidarität und setzte den 1. Mai als Tag fest, Leferlich gemacht. Das auf solche Weise aus Berlin entnommene Was haben Sie darauf zu sagen? Angefl.: Weiter nischt, an welchem die Arbeiter aller Länder, um dem Solida Pferdefleisch kommt dann, wie ein Lieferant solcher Waare fich als det an die janze Jeschichte nur die Hundesperre Schuld ritätsgefühl Ausdruck zu geben, manifestiren, das heißt Kund= ausdrückt, als delikate Bauernwurst wieder hierher zurück. Im is. Ich werde mir doch nich unwillkürlich mit eenen gebungen veranstalten sollen und so zu gleicher Zeit Uebrigen tragen auch Berliner Gastwirthe zu dem Konsum von fremden Mann uf die Straße in eene Schlägerei in- die Forderung der Befreiung des Proletariats erheben, zunächst Roßfleisch bei, und es werden von diesen namentlich die Filets lassen? Die Beere paßt mir nich.- Vors.: Erzählen Sie den eine Milderung der Knechtschaft des arbeitenden Volkes durch sehr begehrt, weil sie um die Hälfte billiger find, als diejenigen Sachverhalt, aber ohne Umschweife. Angefl.: Sehen Sie Schaffung von Schußgefeßen heischen sollten. Was kann bescheidener der Rinder. Aus dem Vorstehenden erklärt es sich, daß die Herr Jerichtshof, ich bin von Hause aus Glasschleifer jewesen. fein, als die Forderung des Achtstundentages, d. h. einer EinZahl der geschlachteten Pferde in den letzten Jahren einen be- Det is aber von wejen den Stoob een so unjesundet Jeschäft, det schränkung der Arbeitszeit, die von allen Parteien im Prinzip deutenden Zuwachs erhalten hat. Während nämlich die Anzahl die merschten nich alt werden, un meine Frau mir det Nachts als berechtigt anerkannt wird? Wenn die Bourgeoisie so thut, solcher Thiere im Jahre 1888 fich auf 2400 belief, weist wecken mußte, det ick vor Durscht man nich umkommen dhat. als ob diese Forderung den Umsturz der bestehenden Gesellschaft das Jahr 1890 einen Ruwachs bis auf 3500 auf. Eine Als nu die Hundesperre injericht wurde, hörte ick, det verschiedene bedeute, so ist das nichts weiter, als Heuchelei: in der That hat einzige hier in der Gerichtstraße befindliche Schlächterei ver- Herrschaften in die Bülowstraße sich zusammenjejründet hatten, sie mehr Furcht vor der friedlichen, als vor einer gewaltsamen braucht zur Sommerzeit zehn Pferde wöchentlich und in jeder die eenen zuverlässijen Mann suchten, der mit ihre Hunde Arbeiterbewegung. Woche des Winters durchschnittlich 30. Hierin ist allerdings die spazieren jehen sollte, die Stunde 30 Fennje. Als ich det hörte, Redner betont dann, daß bei dem Beschlusse des Pariser Lieferung für die Thierarzneischule und den Zoologischen Garten denke ich so unwillkürlich, Heinrich denke ich, det wäre fo'n Kongresses von einer Arbeitseinstellung am 1. Mai nicht die einbegriffen, welcher lettere täglich nicht weniger als sechs Posten for dir, die Beere fonnte mir passen. Ick melde mir, un Nede gewesen, daß dieser Gedanke dabei nicht einmal angedeutet Zentner fauft. richtig, ich werde anjenommen. Nu jung et los, Morjens um achte worden ist. Wohl sei vorher im Laufe der Verhandlungen zuerst mit Jeheimeraths beede Möpse, Mittags mit den Bantjeh einmal der Gedanke einer gemeinsamen internationalen ArbeitsDer vor der Kaserne in der Wrangelstraße an feinen Hühnerhund un Nachmittags mit den Lieutenant seine einstellung angeregt worden, man habe denselben aber als ungefchoffene Zimmermann Treber befindet sich noch im beeden Teckel. Ich habe Allens unwillkürlich propper besorgt un durchführbar von vornherein abgelehnt. Als die deutschen Dele= Krankenhause Bethanien. Es sind fürzlich wieder Knochensplitter die Thiere hatten mir jerne.- Vors.: Wenn Sie nun nicht girten von dem Pariser Kongreß im Juli zurückkehrten, da habe aus der Wunde entfernt worden. Seine Vernehmung hat noch bald zur Sache kommen, denn entziehe ich Ihnen das Wort. man, weil das Mandat des Reichstages bereits im Februar des nicht stattfinden können; zwar wurde dies vor einiger Zeit ver- Ange tl.: Bin schon bei, Herr Jerichtshof. Sehen Sie, mit die nächsten Jahres ablief, auf eine Auflösung desselben in jedem sucht doch mußte das Verhör auf Wunsch des Arztes wieder Möpse un den Hühnerhund, det jung Allens jlatt, aber mit die Augenblick gefaßt sein müssen, und sich deshalb ganz der abgebrochen werden, da der Kranke start am Wundfieber litt. Die beeden dreimal bestillirten Teckel! Die Hunde haben den Deibel Agitation für die Neuwahlen gewidmet, die ja in jedem Falle Drts- Krankenkasse der Zimmerleute hat, wie das„ Kl. Journ." im Leibe un sind Ihnen nich zu bändigen. An jenen Nach- vor dem 1. Mai 1890 stattfinden mußten. Zufällig habe Bismarck berichtet, die Auszahlung des Krankengeldes so lange beanstandet, mittag jehe id mit meine beeden Teckel uf die Promenade eine passende Gelegenheit zu der üblichen Ueberrumpelung des bis nachgewiesen ist, daß Treber unverschuldet zu der Ver- lang und freue mir über sie, wie sie so allerleihand deutschen Volkes, zur Auflösung des Reichstages, nicht gefunden und so wundung gekommen sei. Diesen Nachweis hat Treber nicht zu Säße machen. Da fitt denn en vielleicht habe ihn auch ein stärkerer Wille gehindert führen. Die Orts- Krankenkasse hat vielmehr den Nachweis zu junger Mensch mit'n janz kurzen Ueberzieher un janz seien die Wahlen erst im Februar erfolgt, und mit den Nachwahlen führen, daß Treber seine Verwundung verschuldet. Uebrigens weite usjekrempelte Hofen, wo die Beene mit die rothen habe die Partei noch bis Mitte März zu thun gehabt. Hatte sie zeigt der Fall Treber, daß es mit der gefunden" Wirkung der Strümpe so'n Ende lang raustiekten un in der Hand hatte er so lange feine Beit, sich um den 1. Mai zu kümmern, so trat nunmehr neuen Geschosse nicht weit her ist. Das Geschoß sollte nicht blos fo'n mächtig dicken Stock. Det war so'n richtiger Patent- Fatte, die Fraktion zusammen und warnte Angesichts einiger entdurch seine Tragkraft und intensive Wirkung, daß die Kugel durch wat sie heitzudage een Jichel nennen. Na, meine beeden Teckel sprechend gefaßter Beschlüsse vor einer Arbeitseinstellung am 5 Personen dringt, Wunder thun, sondern auch, wenn die Kugel die rothen Strümpe sehen un von hinten unter die Bank durch 1. Mai. Wenn man bedenkt, daß den 1/2 Millionen Stimmen, nicht gerade edle Organe traf, den Getroffenen so glatt durch dran rumschnuppern, det war eens. Jct fonnte sie unwillkürlich die bei der Reichstags- Wahl auf Sozialdemokraten gefallen löchern, daß die Heilung der Wunden ohne Schwierigkeit er- nich halten, so sehre ich mir ooch in die Leine lejen dhat. Js waren, 61/2 Millionen Stimmen gegenüber standen, die für Kanfolgte. jut. Mein Urian wird det merken, det ihm wer an seine didaten der bürgerlichen Pa abgegeben waren, worunter sich Die Schwindler, die unerfahrenen Dienstmädchen als Knochen is un wird den eenen Teckel, der Athanas heißen doch wenigstens 6 Millionen arbeiterstimmen befanden, so muß Die Schwindler, die unerfahrenen Dienstmädchen als Rolporteure Schauerromane anboten und sie bei der Gelegenheit hat, mit den Abfah vor'n Kopp stoßen, det er sich fugelt. man zugeben, daß, wenn die Fraktion die Arbeitseinstellung anDet machte uf den Hund 111 von Dorne rin eenen gerathen hätte, wohl in einzelnen Industriezentren ein aussichtsgewöhnlich durch irgend welche Vorspiegelung zur Hergabe eines unanjenehmen Eindruck. Nu hätten Sie blos die beeden loser Kampf aufgenommen worden wäre, der größere Theil der Behnmarkstücks bewogen, mit dem fie, ohne das erwartete Klein- Köter sehen sollen. Sie sprungen immer um ihn rum un wollten Arbeiter aber dem Rathe nicht gefolgt sein würde. Die Partei geld herauszugeben, verschwanden, sind jegt fämmtlich fest: ihm zu Leibe un er war ufjesprungen un wollte wegjehen, konnte hätte eine Niederlage erlitten und die Bourgeoisie dem ar genommen worden. Eine andere Art Schwindel w.rd jetzt bei aber nich, indem seine Beene sich in die Hundeleine verheddert beitenden Volke die Knie in den Nacken gesetzt und ihm das bis. den Dienstmädchen in folgender Weise ausgeführt: Es erscheint Vorf.: Sie sollen Stricke von sechs Metern Länge chen Freiheit, das es noch hat, geraubt. ein Mann, der sich als Reisender des hiesigen Photographen benutzt haben.- Anget L.: Wat der Jeheimerath is, der det waltenden Umständen ging aber die Feier 1890 friedlich vorüber. Röhl vorstellt, ein Album mit gutgemachten Photographien vor- fennen muß, weil er zu'n Thierquälerverein jehören dhut, der Im Jahre 1891 wuchs die Betheiligung. Die Bourgeoisie hatte legt und die Mädchen auffordert, sich in dem von ihm vertretenen hat mir jesagt, die Strippe fönnte ziemlich lang sind, davon hätte die Arbeiter zum Streit provoziren wollen, aber die Arbeiter Geschäft photographiren zu laffen. Die Bedingungen seien der Polizeipräsident nischt vorjeschrieben. Also id muß mir man gingen nicht in die Falle. Redner bespricht das Blutvergießen, äußerst günstig. Die Betreffenden hätten zunächst einen Bonds ieber den Menschen erbarmen un jehe hin un beruhije die beeden das die französische Regierung in Fourmies und die italienische für 3 Mart von ihm zu erstehen und nach dem Photographiren Tecfel un bücke mir unwillkürlich un mache seine Beene von in Rom herbei ührte, und zeigt, daß dies den Regierungen nichts Dann nur noch 2 Mart nachzuzahlen. Nach einigen Tagen erscheint regelmäßig bei den Mädchen, die auf den Vor: Die Strippe los. Aber anstatt sich zu bedanken, wat dhut er? genüßt, sondern nur zur Stärkung der Arbeiterbewegung beiEr nennt mir een Subjett! Sehen Sie, Herr Präsident, det getragen hat. schlag eingegangen sind, und die 3 Mark bezahlt haben, ein durfte nich kommen. Die Beere konnte mir nich paffen. Un Nun rüsten sich die Arbeiter zur Feier des nächsten ersten zweiter Mann, der sich als Kassirer des Photographen Röhl da is et denn so jekommen, det mir unwillkürlich die Hand aus- Mai und die Bourgeoisie muß fehen, wie dieses Fest sich bei den auszugeben pflegt und noch eine Nachzahlung fordert unter dem jerutscht is, aber von wejen Schläjerei? Davon feene Ahnung. Arbeitern fest eingebürgert hat. Das Maifest der Arbeit Borgeben, daß ein Irrthum seitens des Reisenden vorliege oder Borf.: Reden Sie doch keinen Unsinn, Sie sagen ja selbst, wird noch gefeiert werden, wenn andere Feste längst daß noch ein geschmackvolles Album geliefert werden solle. daß Sie ihn geschlagen haben. Natürlich ist die Schuld auf vergessen sind. Die Dynamit- Attentate, mit welchen die Wenn die Mädchen dann zum Photographen Röhl kommen und photographirt zu werden erwarten, erhalten sie die Auskunft, Ihrer Seite. Wenn Sie Hunde zu führen haben, denn machen Polizei in den verschiedenen Ländern die Bourgeoisie in Sie es so, daß Sie Niemanden dadurch belästigen. Angefl.: Angst jagen wollte, haben diesen Erfolg nicht gehabt. Redner daß das ganze Geschäft nur ein Schwindel des früheren, seit Jck meene doch, det unwillkürlich die Hundesperre an die janze zeigt, wie überall die Anstifter als von der Polizei beauftragte Längerem schon entlassenen Reisenden des Herrn Röhl sei, über Jeschichte Schuld is. Lockspitel entlarvt worden sind. In Frankreich, wo man seit dessen Aufenthalt keine Mittheilung gemacht werden könnte. Die Als der Angeklagte das auf 15 M. Geldstrafe lautende Urtheil faft einem Jahrhundert das Lockspielthum in Polizeifold hat, Bahl der auf diese Weise um 3 und mehr Mark beschwindelten vernimmt, verläßt er den Gerichtssaal mit dem Bemerken, daß wollte man mit der Juszenirung von Attentaten nicht nur die Mädchen ist sehr groß. Einer dieser Schwindler mit Namen er weitergehe, die Beere passe ihm nicht". Maifeier hintertreiben, sondern auch Rußland einen Gefallen Podszulsty hat jest festgenommen werden fönnen. thun. Dort find infolge der Mißernte alle Bande des Staates Reichsgericht. In dem Prozesse gegen den Dr. jur. de und der Gemeinde gelockert, und die russische Regierung hat nun Die Schloffersfrau Kliem aus Rigdorf, die sich Anfang gonge und den Chef- Redakteur der Kreuz- Zeitung", Freiherrn Angst vor den Flüchtlingen, welche sich im Auslande befinden. Februar in Männerkleider steckte und einen Raubmordversuch v. Hammerstein, wegen Beleidigung des Geheimen Sanitäts- Sie möchte namentlich das Asylrecht zerstört sehen, damit sie auf ihren Hauswirth unternahm, darauf im Untersuchungsraths Dr. Baer wurde, wie der„ Berl. Presse" aus Leipzig tele- ihrer entflohenen Opfer wieder habhaft werden und dieselben gefängnisse anscheinend den wilden Mann" spielte, ist nach Beobachtung ihres Geisteszustandes in der Charitee nach dem graphirt wird, die Revision des Staatsanwalts unschädlich machen kann. Das weiß man in Frankreich jetzt allUntersuchungs- Gefängnisse zurückgeführt worden. Das Gutachten gegen die Freisprechung v. Hammerstein's zurückgewiesen, gemein, und daher ist die Folge der Attentatsversuche nur die der Charitee- Aerzte lautet, nach Angabe hiesiger Blätter, daß Dagegen- ebenfalls auf Revision des Staatsanwalts gegen allgemeine Entrüstung gegen die Polizei. de Jonge statt auf Einstellung des Verfahrens gleichfalls auf Nach dem Stande der Vorbereitungen in den verschiedenen Frau Kliem zur Zeit der That nicht im vollen Besitz ihrer Freisprechung erkannt. de Jonge war bekanntlich auf Grund des Ländern, auf die Redner des Näheren eingeht, haben wir, so Geisteskräfte und daher auch nicht im Besitz der freien Willens Gutachtens des Sanitätsraths Dr. Baer in die bekannte Schöne schließt Redner, die Gewißheit, daß der 1. Mai überall für uns bestimmung gewesen, nunmehr aber wieder völlig geistig gesund sei. berger Heilanstalt„ maison de santé" gebracht. Indem das einen Erfolg bedenten wird. Bieten wir Alles auf, den Sieg Einen Schädelbruch erlitt gestern Mittag an der Ecke der Reichsgericht, statt auf Einstellung des Verfahrens auf Frei unserer Sache durch Aufklärung und Pflege der Propaganda zu Kronen- und Charlottenstraße ein unbekannter Mann, der besprechung erkannte, hat es die zurechnungsfähigkeit des Dr. de beschleunigen. Geloben wir uns am 1. Mai, alle Kraft einzutrunken aus einer Destillation gekommen war und bei dem Jonge und die wenigstens fubjektive Berechtigung zu feinen unter fegen für die Emanzipation des internationalen Proletariats Versuche, eine Droschte gegen den Willen des Rutschers zu be- Anflage gestellten Beschuldigungen gegen Dr. Baer und verschiedene und die Befreiung der Menschheit; und halten wir unseren steigen, hinterrücks auf das Pflaster stürzte. Der Verunglückte, andere Autoritäten auf dem Gebiete der Geisteskrankheiten an- Schwur- so wird dieser Tag nicht bloß eine Festfeier, sondern auch eine Etappe zu weiteren Siegen. dem das Blut aus dem rechten Dhre floß, wurde nach der Stürmischer Beifall folgte diesen Ausführungen, über die, Charitee gebracht. Reichsgericht. In einem Strafverfahren wegen Beleida Gegner fich zum Worte nicht meldeten, bie Versammlung in Arbeiter- Bildungsschule. Am Dienstag, den 3. Mai, be- bigung einer Stadtverordneten- Versammlung eine Diskussion nicht einzutreten beschloß, um nicht die Wirkung ginnt in der Süd- Dit Schule, Reichenbergerstr. 138, ein neuer hat das Reichsgericht, IV. Straffenat, durch Urtheil vom 1. De des Vortrages abzuschwächen. Beim Verschiedenen forderte Frau Kursus für„ Mathematit und mathematische Geographie", worauf sember 1891 ausgesprochen, daß die zur Verfolgung einer Be- Gubela auf, auf Beseitigung der Gesinde- Ordnung hinzuwirken die Mitglieder besonders hingewiesen werden. Der Kursus wird leidigung gegen eine politische Körperschaft, als welche und erzählte einen ihr zur Kenntniß gekommenen Fall, in welchem ein ein Jahr dauern und ist ein Neueintreten nach Anfang des eine Stadtverordneten Versammlung aufzufassen ist, erforderliche Ermächtigung dieser Körperschaft an die für Antragsdelikte beKursus nicht angängig. stimmte dreimonatige Frist nicht gebunden ist. hatten. erkannt. Versammlungen. Unter den ob16jähriges Dienstmädchen aus zwei Diensten mit nachgewiesenermaßen falschen Angaben über den Entlassungsgrund habe scheiden müssen. Mit dem alten Dienstbuche bekomme das Mädchen nun feine Stelle mehr, und ein neues weigere fich das Polizeipräsidium ihr auszustellen. Herr Pötzsch stellte einige unwahre Gerüchte bezüglich des Gastwirthsgehilfen Vereins richtig, die ein Kommissionär in Moabit in Umlauf setzt, um im Trüben fischen zu können. Danach ist es erlogen, daß der genannte Berein für das Erkennungszeichen, das 6 die ihm angehörenden Kellner ausgiebt, Mart cr Polizeibericht. Am 26. d. M. Morgens wurde der Maurer Rückert im Hause Friedrichsgracht 48 in einem, im Umbau be griffenen Zimmer, in welchem brennende Koatstörbe aufgestellt waren, durch Kohlendunst betäubt aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Im Humboldthafen, gegenüber dem Hamburger Bahnhofe, wurde die Leiche eines unbekannten, etwa 40 Jahre alten Mannes angeschwemmt. Auf dem Schlesischen Im 6. Wahlkreise fand am 26. April im Saale der Kronen- an Bahnhofe gerieth Vormittags ein mit der Prüfung der hydrau- brauerei, Alt Moabit eine Volksversammlung statt, die von etwa fordert. Der Verein nimmt vielmehr nur 1 Mark Einlischen Aufzüge beschäftigter Schlosser mit dem rechten Fuße in 2000 Personen besucht war. Reichstagsabgeordneter Liebknecht tritte geld und 70 Pf. Monatsbeitrag, wofür er kostenlos das Getriebe eines plöglich in Bewegung gefeßten Fahrstuhls sprach über die Bedeutung des 1. Mai und verwies zu Stellung vermittelt und dadurch allerdings den Kommissionären und erlitt eine so bedeutende Verlegung, daß er nach dem Kranken- nächst darauf, wie bei dem Herannahen des 1. Mai es sich zeige, die Möglichkeit nimmt, Stellung suchende Kellner auszubeuten. hause Bethanien gebracht werden mußte. In der Berliner daß der Unterschied zwischen den verschiedenen Nationalitäten Die Kellner, welche ein Wirth von dem Arbeitsnachweise des Velvetfabrit, Köpnickerstr. 18-20, stürzte ein Arbeiter bei der ein geringer ist, daß aber überall zwei Klassen sich gegenüber Vereins erhält, muß der Wirth sich verpflichten, angemessen zu Arbeit in einen mit kochendem Wasser gefüllten Bottich und er- stehen. Die eine rüstet sich in allen Ländern zur Feier des 1. Mai, bezahlen. Das( jetzt blane) Erkennungszeichen, das der Verein litt schwere Brandwunden am ganzen Körper, so daß seine Ueber die andere ist deswegen mit Angst erfüllt. Wenn man bedenkt, an seine Mitglieder ausgiebt, hat den Zweck, zu beweisen, daß führung nach dem Krankenhause Bethanien erforderlich wurde. welche Machtmittel der Bourgeoisie zur Verfügung stehen, da sie der betreffende Kellner durch Zugehörigkeit zur Organisation für Im Laufe des Tages fanden fünf Brände statt. die Polizei, das Militär und die kapitalistische Bresse besitzt, so die Besserung der unwürdigen Lage der Kellner eintritt. Diesen erscheint diese Angst als ein Symptom des Berfalls der heutigen Beweis fann nur jenes Erkennungszeichen erbringen. Erlogen Gesellschaft, an deren Dauer und Festigkeit die Bourgeoisie selbst ist, wie in der Natur der Sache liegt, das weitere Gerücht, daß nicht mehr glaubt. Oder haben etwa die Arbeiter der Gesell- am 1. Mai das für 20 Pi. zu beschaffende Mitgliedsbuch des schaft den Fehdehandschuh hingeworfen zu einer Straßenschlacht, sozialdemokratischen Wahlvereins den Beweis auch erbringen zu einem blutigen Duell? Nein, die ganze Maifeier ist eine tönne. Dem Wahlverein kann ja auch Jeder angehören, der eminent friedliche, und muß ihrem Wesen und Zweck nach nicht Mitglied des Gastwirthsgehilfen- Vereins ist und also auch „ Die jauze olle Hundesperre is meiner Ansicht nach ville eine friebliche fein, an einen Kampf hat Niemand gedacht. Die an dem Bestreben zur Beseitigung der maßlosen Ausbeutung der mehr zum Schaden wie zum Vortheil for die Hunde, det is mein Maifeier soll ein Fest zur Besiegelung des Bundes der Arbeiter Kellner feinen Antheil nimmt, vielmehr der Ausbeutung, indem unwillkürlicher Standpunkt in dieser Anjelejenheit un dabei bleibe im Lande und auf der ganzen zivilisirten Erde sein, ein Fest, wo er sich ihr selbst völlig unterwirft, noch förderlich ist. Also nur ict." So äußerte sich der Arbeiter M. von der Anklagebant des der Ginzelne aller Brüder, und namentlich auch der Brüder in den das( blaue) Erkennungszeichen der Kellner ist als maßgebend zu Schöffengerichts aus, als der Vorsitzende die Frage an ihn richtete, anderen Ländern gedenken soll, auf daß dem Nationalitätenhaß ein betrachten. Die Herren Liebknecht und Jahn und Frau Gubela ob er sich des ihm zur Last gelegten groben Unjugs für schuldig Ende gemacht wird. Auf die Geschichte des 1. Mai eingehend, forderten demnächst auf, die Arbeiter Bildungsschule befenne. Bors. Auf Ihre Ansicht über die Hundesperre erinnert Redner daran, daß es 1889, das Jahr des hundertjährigen durch Erwerbung der Mitgliedschaft kräftig zu unterstützen, indem fommt es nicht an, machen Gie blos feine überflüssigen Redens- Jubiläums der großen französischen Revolution, war, in welchem fie auf die großen Dienste hinwiesen, welche diese Schule, in der die arten. Uebrigens find Sie schon vorbestraft?- Angefl.: die Vertreter der Arbeiter aller Länder den Bund der Solidarität Arbeiter und Arbeiterinnen mit den Waffen des Wissens versehen wer Ja, zweemal.orf.: Weßwegen?- Angetl.: Wejen schlossen. Aus dem dritten Stand, welcher in der französischen den, um Aufklärung verbreiten zu können, uns leistet. Der monat Preßverjehen. Borf.: Was? Wegen Preßvergehen? Mann, Revolution um seine Befreiung ftritt und welcher damals noch liche Beitrag des Mitgliedes beträgt nur 25 Pf. und die Theilnehmer was fällt Ihnen ein? Sie sind ja einmal wegen ver- das ganze französische Volt mit Ausnahme des Adels und der am Unterrichte haben 50 Pf. für denselben zu zahlen. Soll dieses suchter Erpressung mit 14 Tagen Gefängniß und einmal Geistlichkeit umfaßte, hatte sich schnell das Großbürgerthum ent- Institut, auf das die Arbeiter Berlins stolz sein können, bestehen, wegen Diebstahls von Prestohlen mit 3 Tagen bestraft. Und wickelt, das schon drei Jahre nach dem Sturm auf die Bastille so muß es mindestens 4- bis 5000 Mitglieder haben. Der Vordas nennen Sie Preßvergehen? Wollen Sie hier heute Wize Desmoulins für schlimmer erklärte, als der Feudaladel gewesen. figende forderte noch auf, den Beschluß der Versammlung vom machen?- Angell.: In jeringsten jarnich, id wollte mir nur Es wurde reaktionär, und die Freiheit und Gleichheit, die Forde- dritten Feiertage hochzuhalten und Ahrend's Brauerei, deren furz zusammenfassen, een Bekennter von mir hat mir den Rath rung, mit welcher der dritte Stand in die Revolution eingetreten Bächter die Lokalität zur Maifeier verweigert, bis zum jejeben, er schreibt bei eenen Rechtsanwalt erfter Klaffe. war, tonnte durch die Bourgeofie nicht durchgeführt werden. 1. Mai 1898 au meiben, na.nentlich follten auch die Borf.: Der Mann muß sich einen schlechten Scherz mit Ihnen Das bleibt dem fälschlich sogenannten vierten Stand", dem jüngeren Parteigenossen, welche dort bisher tanzten, während Gerichts- Beitung. zu Dieses Jahres anderswohin tanzen gehen. Mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie, dem kurz vorher ein ebensolches auf den die Versammlung verlassenden Referenten vorausgegangen war, schloß die Versammlung. " " 41. Abends Restaurant Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, vor dem Restaurant gesessen und das mit Zeitungspapier und . Stablert, Reichenbergerstr. 1139.- Raudtlub Dbne jorge, bends 9 ur, Leinwand umwickelte Packet Dynamit allmälig mit dem Fuße in in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2. Rauchtlub Kernipige, Abends das Restaurant gestoßen, derart, daß nur die Lunte auf der 8% Uhr, bet A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchflub Arcona, Abends Terrasse blieb. Er habe alsdann die Lunte mit der Zigarre an 9 Uhr, bei Siemenlinstt, Reichenbergerftr. 71.- Rauchtlub Arabi Pafcha, gezündet und sich entfernt. Auch der Kellner Sherot erhielt Abends& Uhr, bet Berndt, Berlebergerſtr. 17. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelfir. 84. neuerdings Drohbriefe. Der Polizeipräfekt hat besondere Maßnahmen zum Schuhe Lherôt's getroffen. tub Rückwärts, Abends 8 Uhr, bei Arndt, Pallisadenſtr. 47, Literarisches. 95 Stat Fortschritt und Armuth. Die bekannte sehr lesenswerthe Schrift Henry George's, des amerikanischen Bodenreformers: Fortschritt und Armuth, ist in einer wohlfeilen und recht lesbaren Uebertragung( von F. Dobbert) bei Otto Hendel, Halle a. d. S., erschienen. Das Buch kostet 1,75 Mark. Vermischkes. Paris, 27. April. Der Justizminister wird dem Vernehmen nach die Erzbischöfe von Air und Avignon wegen Mißbrauchs ihrer Amtsbefugnisse, begangen durch den Erlaß des jüngsten Hirtenbriefs, vor dem Staatsrath zur Verantwortung ziehen. Der Munisipalrath von Paris hat an den Minister des Innern Loubet ein Schreiben gerichtet, in welchem die Aufmerksamkeit desselben auf die traurige Lage der Opfer der jüngsten Explosion gelenkt wird. Loubet erwiderte, er habe befohlen, daß den Letzteren Hilfe geleistet werde. Er werde außerdem einen Gesetzentwurf einbringen, betr. die Entschädigung von Personen, die durch Dynamitattentate zu Schaden gekommen sind. " Im 5. Wahlkreis tagte am 26. April eine sozialdemofratische Voltsversammlung, in welcher Genosse W. Wach einen beifällig aufgenommenen Vortrag über: Sozialismus", hielt. Den zweiten Punkt der Tagesordnung: Stellungnahme zur Berliner Parteikonferenz für die Provinz Brandenburg", leitete Genosse B. Jost durch ein kurzes Referat ein. Er betonte, daß es in der Provinz Brandenburg noch Wahlkreise gäbe, in denen bei der letzten Reichstagswahl Die Sozialdemokratie sehr wenig Stimmen zu verzeichnen hatte. So z. B. feien in Priegniß nur einige zwanzig, in Sternberg nur einige fünfzig Stimmen abgegeben worden. Obgleich seitens der Berliner Genossen bezüglich der Agitation in den Provinzkreisen schon viel geschehen sei, wäre es nothwendig, noch viel mehr zu thun. Um Einheitlichkeit in die Agitation Brüffel, 27. April. Die Chronique" veröffentlicht einen zu bringen, müsse Brandenburg, wie es schon andere Artikel, in welchem behauptet wird, daß der unabhängige KongoProvinzen gethan haben, auch eine Parteikonferenz abhalten. staat im Widerspruch mit den Beschlüssen der Brüsseler AntiDeshalb sei der kürzlich im Vorwärts" veröffentlichte Aufruf tlavereifonferenz bei einem Waffenfabrikanten in Lüttich 20 000 erlassen worden. Diese Konferenz habe die Preßverhältnisse in Soziales Elend. Jm Leipziger Rosenthal schnitt ein Perkuffionsgewehre bestellt habe, um dieselben als Tauschartikel der Proving ebenfalls zu regeln, was nothwendig sei, damit unser Schußmann einen Erhängten ab, in dessen Kleidern sich ein gegen Elfenbein zu verwenden, während der Rongostaat beſtes Privatpersonen die Einfuhr von Gewehren verbiete. beffer als bisher verbreitet werde. Redner empfahl dann die Bettel befand, auf dem geschrieben war: Giner, der nicht weiß, Blatt fordert wegen dieses Vorgehens des Kongostaates volle Wahl einiger Delegirter. Als Vertreter des 5. Berliner Wahl- wo er sein Haupt hinlegen foll, macht hier seinem Leben ein Aufklärung und will die Regierung eventuell hierüber in der freises auf der Konferenz für Brandenburg wurden, nachdem Ende. Aus der Ferne." Der Unglückliche mag ungefähr 35 bis Rammer interpellirt wissen. Griepentrog im Sinne Joft's gesprochen, die Genossen 38 Jahre alt gewesen sein. Die Selbstmorde, schreibt hierzu Athen, 27. April. Nach einer amtlichen Depesche hat an CI. Mager, Jost und Schulz gewählt. Darauf berichtete der Wähler", mehren sich in letzter Zeit in gräßlicher Weise, der türkisch- griechischen Grenze zwischen einer Abtheilung türkiFriz Berndt für die Maifeier- Kommission der Genossen im und zumeist ist die Ursache bittere Noth und Nahrungssorgen. scher Truppen, welche die Grenze bei Kalaka überschritten hatte, 5. Wahlkreis über deren Thätigkeit.( Siehe Annonce in Welche furchtbare Anklage gegen die herrschende Gesellschafts- und griechischen Hirten ein Kampf stattgefunden, in welchem ein der Mittwochnummer des, Vorwärts"). Es wurde ordnung! dann mitgetheilt, daß sich der Dekonom des, Schweizergartens" um Erstickt an einem Stückchen Fleisch, das ihm beim Abend. türkischer Soldat und zwei Hirten getödtet und mehrere Theil die Aufhebung des über sein Lotal verhängten Boykotts bemühe. Es effen in die Luftröhre gerathen war, ist in Halver( Westfalen) nehmer am Rampfe verwundet wurden. Die türkischen Truppen sei dies derselbe Wirth, welcher seiner Beit zur Lokalkommiffion ein fünfzigjähriger Schlosser. Als der Arzt tam, war der Arme 80gen sich darauf wieder über die Grenze zurück. ( Depeschen des Bureau Herold.) fich geäußert hat, er fei so lange ohne die Arbeiter fertig ge- bereits eine Leiche. worden, er werde auch noch länger ohne sie fertig werden. Die Ein Schuhmann wurde in Wiesbaden wegen Sitt. Loudon, 27. April. Der Ausstand der Maschinenbauer im Versammlung nahm einhellig einen Antrag an, welcher den Mit- lichkeitsverbrechens zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilt Norden Englands ist beendigt. Die Arbeiter tehren zu den von den Prinzipalen gestellten Bedingungen nach den Werkstätten gliedern der Lokalfommission im 5. Wahlkreis aufgiebt, die Ab- und sofort in Haft behalten. lehnung dieses Gesuches bei der Lokalkommission zu bewirken. zurüc Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie gingen die Versammelten dann auseinander. Berliner Naturheilverein 2. Heute Abend 8 Uhr im Klubhaus, über: Die Kuhne'sche Kur im Naturheilverfahren. Hierauf beschließende Bersammlung des Ost- Bezirts. Kommandantenjtr. 72: Bortrag des Herrn Rechtsanwalt Lothar Boltmar Handlungs- Gehilfen und-Gehilfinnen. Heute Abend 8 Uhr: Deffent: liche Bersammlung in der Refsource, Kommandantenstr. 57. Bortrag: Die Stellenlosigkeit der Handlungs- Gehilfen und Abhilfe dessen. Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, bet Schröder, Wiesenstr. 39.. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Gieshoit. Süd- Ost, bei Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecke. Spinoza, Abends 8 Uhr, bei Hoffmann, Wrangelstraße 32. gerwegh, Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 54, Ecke Laufiberstraße, bei Schayer. Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund zu richten. " In den Flammen umgekommen. Beim Brande des Malzgebäudes einer Brauerei in Ottenhain bei Löbau wurden zwei Feuerwehrleute von einer einstürzenden Giebelwand in die Flammen geschleudert. Beide sind todt. Briefkaffen der Redaktion. Das F. W. 100. Allerdings können Sie flagen. walder Orts- Krankenkasse nicht. Sch., Fürstenwalde. Wir kennen die Statuten der Fürstens London, 27. April. Die Arbeitersperre in der Baumwoll Industrie scheint sich auf unbestimmte Zeit auszudehnen. Die Spinnereibefizer versammelten sich heute und beschlossen, auf In der Chloroform- Narkose ist in Soest ein 14jähriger ihren Bedingungen beharren zu wollen. Knabe gestorben, der sich beim Zahnarzt einen Bahn ziehen ließ. London, 27. April. Die Anarchisten Nicholl und Mowbray, Ein zurückgenommenes Denkmal. Eine eigenthümliche der Herausgeber und der Redakteur des Commonweal", find Wirkung hat die Selbst einschäzung zur Einkommen heute von dem Polizeigericht in Bowstreet unter Anklage gestellt steuer in dem Städtchen Naumburg am Queis gehabt. worden. Dem vor Jahresfrist dort verstorbenen Stadtverordneten, ehemaligen Apotheker Vielstich sollte, wie das Liebenth. Wochenbl." meldet, von der Stadt ein Denkmal gesetzt werden, das be reits bei seinen Lebzeiten in der Hersel'schen Kunst- Thonwaarenfabrit angefertigt war. Da jedoch die Erbin des Verstorbenen ein weit höheres Einkommen angegeben hat, als das der geselligen Arbeitervereine betreffen, sind nur an die Borstände derfelben einem Manne ein Denkmal zu sehen, der die Stadt Jahre lang von dem Erblasser versteuerte, weigern sich die Stadtverordneten, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs um eine Menge Prozente der Einkommensteuer verkürzt habe. ftunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Das bereits angetaufte Denkmal foll deshalb nicht aufgestellt, Annenstraße 9, bei Prog. Unverzagt, Köpenickerstraße 127a, bei fondern in einem Nebenraume des Rathhauses aufbewahrt Küfter. Kornblume, Blumenstraße 54, bei Wuttte. Frühling= Iuft, Flottwellstraße 6, bet Bartel. Brezelschluß, Annenftr. 16, werden. bet Keßner. Weiße Rose, Reinickendorf, Residenzitr. 101, bet Garus. Gestorben ist in Paris im Alter von 60 Jahren der aus Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bei Friefecte. Dorf Lille gebürtige Komponist Eduard Lalo, welcher u. A. die glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguststr.- Ecke bei Schulz. Alte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. Einigteit,( Outmacher), Bappel- Oper Le Roi d'ya" schrieb. Allee 3-4, bet Krause. Butunft 1, Stegliz, Kurhaus Friedenau. Der Afrikaforscher Duvehrier, ehemals Präsident der Harmonie, Tempelhof, Dorfstr. 10, bei Gerth. Veilchenblau, Kottbufer Damm 39, bet Jafob.- 8utunft 2, Nted.- Schönhausen, Buchholzerstr. bet Pariser Geographischen Gesellschaft, ers choß sich in Sevres. Hempel. Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Jüdenstr. 55, bei Ein Maffenschwindler. Am 6. Mai findet vor dem PreßFrischmann. Edelweiß, Melchiorstraße 15, bet Stehmann. Borar, burger Gerichtshofe die Schlußverhandlung gegen den ehemaligen Admiralstraße 38, bet Lülow. Seeger'scher Gesangverein, Wiener Bankgeschäftsinhaber Ludwig Heim statt. Blumenstraße 46, bei Wendt.- Maiglöckchen 2, S.-D., Manteuffelstr. 67, bet Springstubbe. Eintracht, Glienice bei Adlershof, bei Reller. Heim ist des Verbrechens des Betruges in 280 Fällen, des VerGinigteit 2, Groß- Lichterfelde, Amalienstraße, bet Hann. Soffgehens des Betruges in 89 Fällen, des Verbrechens der Unternung 3". Brandenburg, Neust. Markt 2, bet Weydmers. Frete Sänger, schlagung in 191 Fällen, des Vergehens der Unterschlagung in Kreuzberger Harmonie, Lindenstr. 106, bet Poppe. Nordstern, 267 Fällen und des Verbrechens des betrügerischen Bankrotts anMorgengrauen,( Bäcker), 3 bis 6 Uhr geklagt. Nachmittags, Barnimftr. 16, bei Heindorf. Treue Brüder, Ahrendt straße 23. Libertee, Gisenbahnstraße 20.- 2iedes Echo, Neichenberger und Forsterstvaßen- Ecke, bei Spindler. Echo 2, Langeftr. 108, bet Nebelin. 8utunft 3, Welten, bei W. Grunow. Müllerstr. 7 bet Meichardt. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Donnerstag: Humoristischer Verein Pautenschwengel, bet Sommer, Stallschreiberstr. 58. Rujitverein Animo, bet Schmidt, Wrangelstr. 141. Geselliger Verein Brüne Eiche,( vor dem halle'schen Thor), bei Raporte, Solmsstr. 1 Bergnügungsverein hilaritas, bet Tempel, Breslauerstr. 27. Stauchklub Graue Wolte, bet Jörte, Krautstr. 6. Theaterverein Fideler Geist, bet Schneider, Adalbertstr. 8. Gesang-, Tuvn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Männer- Aachen, 27. April. In der Tuchfabrik von F. u. M. Meyer in Burtscheid haben etwa 300 Weber die Arbeit eingestellt. München, 27. April. Die hiesige Polizeidirektion verbietet anläßlich der Feier des ersten Mai für die Stadt München das gruppenweise Ümherziehen nach Art eines öffentlichen Aufzuges, ferner das Tragen und Aufstellen von Fahnen, Lichtern, Wahrzeichen, Abbildungen u. s. w., endlich Musitmachen oder Erregung von Lärm durch Singen. Gefangverein Alt- Dessau, Abends uhr, bet A. Niemann, Görliger ftraße 42. Gefawzsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißensee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends bet Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer- Gesangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faujumann, Reichenbergerstr. 78a. Mufitverein Osiris, Abends% 9 Uhr, bei Roll, Adalberstr. 21.- Mufit verein Frisch- Auf, Aunenstr. 14, bei Ehrenberg. Theaterverein effing, Abends 9 Uhr, bei Musehold, Landsberger Straße 81. Privat- Theaterverein, Fideler Getst 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18. Turnverein Gesundbrunnen( Behrlings- Abtheilung) turnt Montag und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Banfftr. 26. Geselliger Verein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwedterftraße 44. Geselliger Verein Regina, Dranienstr. 121, bei Seifert. Gefelliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Annenstraße 9 bet C. Proz. Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punti 9 Uhr, bet Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends 8% Uhr, bei Helterhoff, Antonftr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, bei Scholz, Kastanien- Allee 35. Möb 14 J. Th., Altenwalde. Verlangen Sie von der Staatsanwaltschaft Mittheilung über die Ursache der Beschlagnahme der Bücher und verlangen die Rückgabe; eventuell wenden Sie sich an das Amtsgericht. Adlershof. Ob Sie ein Recht haben, in Ihrem Garten vor dem Hause eine rothe Fahne aufzubiffen? Das kommt ganz auf die Polizei an, ob sie darin eine Störung der öffentlichen Ordnung, groben Unfug und wer weiß was erblickt. Unserer Ansicht nach können Sie eine Fahne aufstecken; die Polizei kann anderer Ansicht sein. H. Bl., Reichenbergerstraße. Von der Mittheilung der Thatsache, daß eine bekannte fürstliche Persönlichkeit gestorben Die ist, kann eine Tageszeitung nicht Abstand nehmen. Abonnenten müssen doch wissen, ob eine solche Person noch lebt oder todt ist; das gehört mit zur allgemeinen Bildung. R. 2. 888. Die Arbeitsordnung muß Bestimmungen über Anfang und Ende der regelmäßigen Arbeitszeit enthalten. Die Bestimmung: Auf Verlangen muß Sonntags gearbeitet werden" fann in der Arbeitsordnung stehen, gilt aber nur soweit, als bie Sonntagsarbeit nicht gefeßlich verboten oder eingeschränkt. Die Arbeitsordnung brauchen Sie nicht zu unterschreiben, aber der Fabritant braucht Sie dann auch nicht in Arbeit zu nehmen oder fann sie nach der gefeßlichen oder vertragsmäßigen Kündigung frist entlassen. Apollo. Wann tagt Apollo? Wir wissen es nicht! E. Sch. Das ändert für uns gar nichts, ob der Eine oder der Andere den Spekulationsgewinn einstreicht. In diesen Dingen ertheilen wir feinenfalls einen Rath. W. T. Grafe, Bromberg. Wir brauchen seitens einer Gewerkschaft oder eines Vertrauensmannes unseres Partei den Nachweis, daß sich die Sache so verhält, wie Sie schildern. F. Hoffmann, Jagowstr. 16. Es ist richtiger, wenn Sie Paris, 27. April. Der Polizeikommissar Dresch, welcher die Ihre Erklärung der mit der Prüfung der Sache beauftragten Verhaftung Ravachol's seiner Zeit ausführte, erhielt heute ein Kommission übergeben. ,, Sielmann" unterzeichnetes Schreiben, in welchem der Absender Für die Arbeiter Bildungsschule von Herrn D. F unter Todesdrohungen gegen Dresch und den Generalprofurator 15 W., von Herrn Andreas B. 20 M., von Herrn Gustav Bock Beaurepaire mittheilt, er sei der Urheber der Explosion im Re- 4,50 M., Ueberschuß einer Verlosung im Böhmischen Brauhause staurant Very. Der Absender giebt gleichzeitig Einzelheiten über 3,50 M. dankend empfangen. die Ausführung des Attentats; er habe, ruhig Kaffee trinkend, H. Gumpel, Barnimstraße 42. Spiegel und Polster- Waaren. Grosse Betten 12 Mk. ( Oberbett, Unterbett, zwei Rissen) Ganze Ausstattungen in Mahagoni u. 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