Nr. 49. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. es Freitag, den 27. Februar 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Prunkbanten und Privatbereicherung durch das Expropriationsverfahren angeblich für den Uebungsplatz Herren ins Gedächtnis gerufen, daß der preußische auf Reichskosten. Die Verhandlungen der Budgetkommission des Reichstags vom Donnerstag bieten einen bedeutsamen Einblick in die Finanzwirtschaft des Militarismus. unerhört, daß die Heeresverwaltung einem Landwirte die Furcht bor dem Ausfall der Wahlen hat die ein Stück Land abgenommen habe, das schließlich an den Staat als Arbeitgeber noch viel zu wünschen übrig Grafen von Dohna zur Arrondierung seines Besitzes abgetreten läßt. Nun, die Arbeiter werden sich durch solche Redensworden ist. arten nicht bethören lassen, sondern den Wert der Wahlreden Bezüglich der andern Ueberschreitungen wurde daran erinnert, richtig einzuschäzen wissen. daß schon bei der Beratung der ursprünglichen Forderung von Daß es daneben nicht an heiteren Momenten fehlte, daBei der Einbringung des Etats wurde wie so oft schon seitens fechs Millionen Mark im Jahre 1900 aus der Mitte der damaligen für sorgten die Herren vom Centrum, der fromme leß und der Regierungsvertreter erklärt, daß die verschiedenen Ressorts in Budget- Kommission die Ansicht vertreten wurde, es werden die der streitbare Dasbach, die gegen die verkehrte Weltordnung ihren Ansprüchen sehr maßvoll und bescheiden gewesen seien, daß Herrichtungskosten des Platzes viel teurer kommen, als vorgesehen wetterten angesichts der Thatsache, daß Frauen im Eisenes daher nicht möglich sein werde, den Rotstift walten zu lassen. war. Darauf sei aber von der Heeresverwaltung geantwortet bahnbetrieb beschäftigt sind, und die im Geiste schon die Zeit Jetzt stellt sich heraus, daß der Bewilligungseifer und die dem worden, daß den Kostenanschlägen genaue Schäßungen zu gekommen sehen, wo der Mann nicht mehr das Oberhaupt Militarismus stets gern bewilligte Nachsicht der bürgerlichen Parteien Grunde liegen. Jetzt stelle sich heraus, wie berechtigt die ursprüng- der Familie ist, sondern Strümpfe stopfen und am Kochherd die Militärverwaltung dahin getrieben hat, selbst vor die Forderung lichen Bedenken gewesen seien. Von mehreren Rednern wurde die stehen muß. Gegen die Verwendung von Frauen im Eisender allerüberflüssigsten Dinge nicht zu scheuen sowie in unglaub- Ansicht vertreten, daß die Heeresverwaltung eine neue Vorlage hätte bahndienst ist natürlich nichts einzuwenden, wohl aber verdient es licher Sorglosigkeit die Bereicherung einzelner Privatpersonen zu machen müssen, nachdem sie erkannt hatte, daß die Kosten um scharfen Tadel, daß die Besoldung der Frauen für die gleichen fördern. 50 Proz. höher als der Voranschlag sein würden. Generalmajor Leistungen eine geringere ist als die der Männer. Das ist Nicht genug, daß das heutige Militärsystem den armen Zahlern Gallwig versicherte, daß letzteres deshalb unmöglich gewesen 3. B. bei den Fahrkartenausgebern der Fall. der indirekten Steuern und den Aufbringern der Wucherzölle eine sei, weil sich erst allmählich herausgestellt habe, daß Der Minister versprach, genau wie sein Vorgänger, wohlMilliardenla st auferlegt, selbst die Verwaltung dieser also aus die Kosten viel zu gering abgeschäßt seien. Das Expropriations- wollende Berücksichtigung aller geäußerten Wünsche, wobei er der Mühseligkeit und Armut errafften Summen wird in einer Art verfahren sei thatsächlich nur zu dem Zwecke durchgeführt worden, es nicht unterließ, ein langes Loblied auf die socialpolitische betrieben, die nun selbst das Entsetzen der geduldigen Budget- um das nötige Land für den Üebungsplatz zu erlangen. Erst später Einsicht seiner Verwaltung anzustimmen. Kommission erregt. sei das Land an den Grafen von Dohna abgetreten worden. Auch Freitag wird die Beratung fortgesetzt. Vorher stehen Es wäre ganz irrig, wollte man annehmen, die in der Budget- der Kriegsminister bedauerte nun natürlich eine so hohe Nach- kleinere Etats auf der Tagesordnung. Kommission zur Sprache gekommenen Vorkommnisse seien doch forderung. Die Heeresverwaltung sei jedoch daran unschuldig, sie aber nichts als Ausnahmefälle, sonst nicht vorkommen habe sich auf die ihr empfohlenen Sachverständigen verlassen müssen, Der Kampf gegen die Arbeiterknebelung in Holland. und sich nicht wiederholen können. Im Gegenteil! Militarismus und die hätten sich in ihren Schätzungen so sehr verhauen. Da der und Privatbereicherung stehen in innigsten Zusammenhängen, arbeiten Plaz nun einmal gekauft ist und auf Herrichtung desselben schon Es ist höchst bezeichnend, daß noch in derselben Woche, einander fleißig in die Hände. Nicht nur die Ausbeutung des Reichs- große Summen verwendet sind, konnte die Sache nicht mehr rück- in der die freisinnigen Landtags- Abgeordneten dem säckels durch die fabelhafte Ueberteuerung der Krupp und Stumm gängig gemacht werden. angekündigten Kampfe des Eisenbahngenerals Budde in anerkennensbei der Panzerplatten- Lieferung, die lange Zeiten hindurch von der Die Kommission strich aber, um ihre Unzufriedenheit mit der tverter Weise entgegengetreten sind und das Koalitionsrecht auch für Militärverwaltung geduldet wurde, bleibt unvergessen. Beit Ueberschreitung auszudrücken, von der ersten Forderung 500 000 m. die Eisenbahn- Arbeiter in Anspruch genommen haben, ein freiverderblicher ist die Propaganda der profitbegierigen Privatindustrie und die zweite Forderung ganz. Im nächsten Etat freilich sinniges Blatt, das Berliner Tageblatt", es für für ganze Gewehr-, Kanonen-, Flottenvorlagen. Die in der Budget- müssen diese Summen selbstverständlich doch bewilligt werden. durchaus gerechtfertigt erklärt, daß den holländischen EisenbahnTommission besprochenen Fälle sind darum nichts als das Symptom Außerdem nahm die Kommission einstimmig eine Resolution an, Proletariern durch eine Ausnahme- Gesetzgebung ihr Koalitionsrecht eines verderblichen Systems und die Beseitigung solcher allzu üppig durch welche der Reichskanzler aufgefordert wurde, in Zukunft zu eskamotiert werden soll! Eine so prompte Bestätigung seiner Beaufgeschossenen Mißstände läßt den Untergrund, aus dem fie erwachsen, derartigen Forderungen stets genaue Kostenanschläge aufstellen zu hauptung, daß die freisinnigen Reden ja nur den Charakter von gänzlich unberührt. laffen und für den Grunderwerb die Verkäufer vorher auf bestimmte 23 a hireden trügen, die ja nicht besonders ernsthaft Preise zu verpflichten. zu nehmen seien, hat wohl der Eisenbahn- Minister selbst schwerlich erivartet! Politische Uebersicht. Berlin, den 26. Februar. Der Reichstag " Das ,, Berliner Tageblatt" motiviert seine Billigung der geplanten Ausnahme- Gesetzgebung mit der angeblich dringenden Gefahr eines neuen Eisenbahnerstreits in Holland. Die Mitteilung eines holländischen Scharfmacherblattes, das Regierung und Parlament durch die Nachricht zu besonderem Eifer anzuspornen sucht, daß von Im Folgenden geben wir den Bericht aus der Budgetkommission: In der Sizung am Donnerstag wurde zunächst die Debatte über den Prachtbau in Frankfurt a. M. fortgesetzt. Die Militärverwaltung fordert, wie schon gestern mitgeteilt ist, zum Ankauf eines Grundstücks in Frankfurt a. M. und dem darauf zu errichtenden Neubau, einen Kostenaufwand, dessen Verzinsung fich auf 60 000 bis 70 000 Mark pro Jahr belaufen würde. Der Bau ist bestimmt für erledigte am Donnerstag die zweite Beratung des Etats des Reichs- feiten der Eisenbahner- Organisation geplant sei, am 1. August in den kommandierenden General, der jetzt eine Wohnung amts des Innern. Am längsten hielt noch das Reichs- Vereinen neuen Streit einzutreten, genügt ihm, skrupellos die von innehat, die dem Reich an Miete 22 000 Mark tostet. Diese Woh- sicherungsamt auf. Hier hatte Genosse och lebhafte Klagen den Herren Krieger und Barth so schön proklamierten liberalen nung entsprach nur den bescheidensten Ansprüchen einer Familie von über den langsamen Geschäftsgang des Reichs- Versicherungsamts Grundsätze über die Koalitionsfreiheit schnöde zu verleugnen und wenigen Mitgliedern"; darum die Notwendigkeit des Neubaues! vorzutragen, das mit Geschäften überbürdet ist und bei dem sich bedingungslos zu der Kasernendisciplin Buddes zu bekennen. Auf konservativer Seite erklärte man sich bereit, für die mindestens drei Senate neu errichtet werden müßten, wenn die Aber ganz abgesehen von der Unzuverlässigkeit der ScharfmacherForderung einzutreten, die vorgeschlagenen Grundstücke zu erwerben Arbeiter nicht mehr so lange auf die Erledigung ihrer Reklamationen meldung: das Recht des Streitens ist mit dem Koalitionsund die Bedingung zu stellen, daß der Kostenaufwand für den Bau warten sollen. Hieran schloß unser Redner eine Kritik der ewigen recht nun einmal unlöslich verbunden. Das ganze Koalitionsrecht selbst ermäßigt werde. Abg. Singer warnte davor, sich hierauf Versuche der Berufsgenossenschaften, die Nenten der Verunglückten der Arbeiter wird in dem Augenblick vollständig wertlos, einzulassen. Nach dem Vertrage zwischen der Stadt Frankfurt a. M. herabzudrücken. Zum Teil geschieht das unter Verlegung flarer wo den Arbeitern dies wichtigste Mittel, von ihrer koalierten Macht und der Heeresverwaltung verpflichte sich letztere durch den Austausch gesetzlicher Bestimmungen. Daß die Berufsgenossenschaften sich un- Gebrauch zu machen, genommen wird. Ein Koalitionsrecht ohne der Grundstücke, an der betreffenden Stelle das Kommandantur- Gebäude gestraft den Anordnungen des Reichs- Versicherungsamts entgegen Streifrecht ist ein humbug, ein Hohn auf das wirkliche zu errichten. An eine erhebliche Ermäßigung der Kosten für dieses stellen können, ist ein Beweis dafür, daß das Amt selber es an der Koalitionsrecht. Entweder man gesteht den Eisenbahnarbeitern ein Gebäude sei aber gar nicht zu denken. Er vermute übrigens, daß erforderlichen Energie den Unternehmern gegenüber fehlen läßt. wirkliches Koalitionsrecht zu oder man degradiert sie gleich Budde zu in dem vorgesehenen Brachtbau in Frankfurt a. M. der alte plan An diese gründliche Kritik der Leistungen dieser Reichsbehörde ummündigen, rechtlosen Sklaven des fiskalischen oder privaten Arbeitwieder auftauche, den der Reichstag schon früher zurückgewiefen habe, schloß sich eine höchst unwichtige Polemik zwischen den Abgg. gebers- ein Drittes giebt es nicht! als es sich um den Post- Neubau in Frankfurt a. M. handelte, nämlich| Gamp, Dr. Crüger und Schrader über die Frage, wer der Der Hinweis auf das durch einen etwaigen Eisenbahnerstreik dem Plan, geeignete" Räume für den Fall eines hohen" Besuches zu Träger unfrer socialpolitischen Gesetzgebung sei. Herr Gamp nahm gefährdete breite öffentliche Interesse ist völlig verfehlt. Ebenso schaffen. das Verdienst für die konservative Partei und das Centrum in An- wichtige Intereffen der Allgemeinheit können auch auf zahlreichen Königlicher Generalmajor Gallwit versicherte, daß er feine spruch. In gewissem Sinne mag er recht haben: unsre socialpoli- andren Gebieten vorliegen. Wollte man das Koalitionsrecht Mitteilung über die Einzelheiten des geplanten Baues machen könne", tische Gesetzgebung ist ja auch danach ausgefallen. Ueberall zeigen sich nur auf Arbeiterkategorien beschränken, bei denen nur das da dieselben noch gar nicht ausgearbeitet seien. Schließlich wurde die Spuren des arbeiterfeindlichen Wirkens unfrer ausschlaggebenden Interesse beschränkter Interessentengruppen in Frage käme, so der konservative Antrag sowie die Forderung des Etats mit allen Parteien. Das führte Genosse Stadthagen den Herren zu Gemüte. müßte man Millionen von Arbeitern das Koalitionsrecht nehmen. Stimmen gegen die der Konservativen abgelehnt. Mit großer Frische wies er den Konservativen und Ultramontanen So z. B. aus Gründen der Verkehrssicherheit" den Seeleuten Nachdem mehrere weitere Positionen des Etats unverändert be- ihre Sünden gegen die Landarbeiter nach, die von der Kranken- und erftarbeitern. Ferner den Kohlenarbeitern, willigt worden waren, entspann sich eine sehr ausgedehnte Debatte versicherung auf Betreiben dieser Parteien bekanntlich ausgeschlossen den Gas- und Elektricitätsarbeitern usw. usw. Was über die Forderung von 1 Millionen Mark zur Eriverbung eines find. Dann zeigte er aus den offiziellen Ziffern, mit welch unendlich bliebe unter solchen Umständen vom Koalitionsrecht überhaupt noch Truppen- lebungsplatzes für das 6. Armeecorps( Neuhammer) so- niedrigen Löhnen sich die Landarbeiter in weiten Gegenden Deutsch wie Errichtung der nötigen Gebäude in Verbindung mit der Forderung lands begnügen müssen, wie ungenügend die Unfallverhütungs- Vorvon 120000 M. als erste Rate für artilleristische schriften in der Landwirtschaft sind und wie sehr es noch an der Einrichtungen auf diesem Truppenplatze. Als die Mittel für nötigen Ueberwachung fehlt. Als Forderung für eine wirkliche diesen Platz in den Jahren 1898 und 1900 gefordert wurden, waren Unfallversicherung stellt er auf, daß die volle Verantwortlichkeit der die Kosten auf sechs Millionen Mark veranschlagt. Jetzt hat sich Unternehmer festgestellt würde, daß den Krankenkassen das Recht zum herausgestellt, daß sich die Kosten in Wahrheit auf neun Millionen Erlaß von Unfallverhütungs- Vorschriften gegeben und Arbeiter Mart belaufen. Diese Kostenerhöhung ist dadurch verursacht worden, kontrolleure mit der Ueberwachung ihrer Durchführung betraut daß für den Grund und Boden 690 000 M. mehr bezahlt werden würden. sollen, als seiner Zeit geschätzt worden war, daß ferner die Herrichtung Am Freitag wird nach Erledigung von Petitionen mit der Bedes Plages eine Mehrausgabe von 1095 000 m. verursachte und ratung der Krankenkassen Novelle begonnen werden. endlich weitere unvorhergesehene Arbeiten ausgeführt werden müssen. steht der Post Etat auf der Tagesordnung. Der allergrößte Teil des Landes ist vom Burggrafen Alfred v. DohnaMalling gekauft und um mehr als 600 000 M. teurer bezahlt worden, als seiner Zeit das Land abgeschätzt war. Abgeordnetenhaus. Außerdem übrig? " Daß gerade die Eisenbahnarbeiter in erster Linie des Koalitionsrechts bedürftig sind, beweist schon die Lage der preußischen Eisenbahnarbeiter mit ihrer überlaugen Arbeitszeit und ihren erbärmlichen Löhnen. In Holland, wo an der Stelle des hungrigen Fiskus nicht minder profithungrige Aktionäre stehen, liegt die Sache wahrlich nicht anders. Statt den Arbeitern die Notwehr gegen die Ausbeutungspraktiken der Dividenschlucker unmöglich zu machen, sollte der öffentliche Unwille sich gegen die Eisenbahn- Gesellschaften selbst richten. Ein gelinder Druck in dieser Beziehung im Verein mit dem entschlossenen Willen der organisierten Arbeiterschaft würde genügen, jede Streifmöglichkeit auszuschließen. Auch ist es eine geradezu tindische Ansicht, anzunehmen, die Forderungen der Eisenbahnarbeiter würden unter solchen Umständen eine Schraube ohne Ende bilden. In Frankreich, der Schweiz und In der Debatte wird von allen Rednern eine so große Ueber- Die am Donnerstag fortgesetzte Beratung des Etats in Dänemark bestehen ebenfalls starke Eisenbahner- Organisationen, schreitung aufs schärfste verurteilt. Es wurde darauf hingewiesen, daß der Eisenbahn- Verwaltung stand im Zeichen der ohne daß man etwas von einer etwa ins Agrarische ausartenden schon die ursprüngliche Rechnung von 6 Millionen Mart als eine sehr kommenden Wahlen. Es ist erstaunlich, mit welchem Eifer Begehrlichkeit vernommen hätte. Ein unberechtigtes Bunfthohe bezeichnet worden sei. Denn es handle sich um eine reine Sandwüfte, auf einmal die Redner der verschiedensten Parteien sich zum privileg würde schon die Arbeiterschaft selbst niemals dulden. für die der damals ausgesetzte Preis geradezu exorbitant war. Um Sprachrohr der Wünsche der Eisenbahn- Angestellten machen. Sobald aber einer Streifbewegung die Sympathie der Arbeiterschaft so weniger sei es zu entschuldigen, daß nachträglich die Preise für Vier Sessionen hindurch haben sich die Mitglieder des Hauses fehlt, wäre ihre Niederlage von vornherein besiegelt, ihr Ausbruch den Grund und Boden noch weiter erhöht worden seien. Uebrigens nicht um die Lage der Beamten und Arbeiter gekümmert, vier wäre schon unmöglich. Alle Argumente gegen das Koalitionsrecht sei der Graf v. Dohna zwar sehr gut bei diesem wunderbaren Sessionen hindurch hat die Mehrheit die Tribüne des Parlaments der Eisenbahnarbeiter können deshalb nur der verwerflichsten kapitaGeschäft gefahren, viele Bauern dagegen hätten sich wegen nur zur Geltungmachung ihrer eignen Interessen, zur listischen Ausbeutersolidarität, der Abneigung gegen das Koalitionsangeblicher Benachteiligung bitter beschwert. Ferner fei Knebelung und Ausbeutung des Volkes benugt; erst recht überhaupt entspringen! Ueber die Ausnahmegesehe liegen jetzt folgende eingehendere Nachrichten vor: Wirken uns nicht vorstellen können. Aber die Gottheit Christi liegt als Thatsache dem ganzen Christentum zu Grunde; aus der histo rischen Entwicklung ist es nicht zu erklären; auf der Gottheit Christi beruht die ganze Ausbreitung, die Lehre und der Einfluß des Christentums. Ein jüdischer Rabbi hätte nie für die Welt das werden können, was Christus ihr geworden ist. Wäre er nicht der Sohn Gottes in diesem besonderen Sinne seiner Gottheit, so wäre sein Erlösungswerk nichtig und damit fiele auch seine fittliche Autorität hin." In den auf Ausstände von Eisenbahnangestellten bezüglichen drei Gesezzentwürfen, welche der Ministerpräsident gestern in der Ziveiten Kammer einbrachte, wird u. a. bestimmt, daß Staatsbeamte und alle in cinem öffentlichen Dienstzweige oder im öffentlichen Eisenbahndienste beschäftigte Personen, die sich weigern, Arbeiten, welche sie unternommen haben oder zu denen sie Kein Atheist wird eine solche freche Beschimpfung des Märtyrers durch ihren Dienst selbst verpflichtet sind, auszuführen, Christus jemals aussprechen, wie dieses othodox wahnsinnige Blatt Wie Christus sich als Gottes mit 6 Monaten Gefängnis bestraft werden können; die Strafe kann, hier in hypothetischer Form. wenn Zusammenrottung von zwei oder mehr Personen vorliegt, für Sohn symbolisch schwärmerisch bezeichnet haben mag, so nennen die Schuldigen und für die Führer des Aufstandes bis auf 4 Jahre ich Fürsten symbolisch von Gottes Gnaden". Wenn man nun Gefängnis erhöht werden. Die jetzige Eisenbahn- Compagnie erklärt, es sei eine unhaltbare Vorstellung, daß ein Mensch deshalb ,, Gottes Gnaden" sei, weil ihn der Zufall der Geburt auf einen des Heeres soll so organisiert und verstärkt werden, daß sie Thron geworfen, beschuldigt man sie darum der Lüge und des den Dienst auf einigen Strecken, wenn auch in be- Betrugs? Lügner und Betrüger würden sie doch erst dann, wenn schränktem Maße, ausführen kann. sie subjektiv von der Unwahrheit ihres Anspruchs überzeugt värden, wenn sie selbst an ihre Mission nicht glaubten. Die freilich alle Bernunft tötende mythologische Auffassung, daß man das Nichtweil es eben nicht vorstellbar Vorstellbare glauben müsse, Das Eintreten in einen Streik ohne Einhaltung der Kündigungsfrist soll also mit Gefängnis von 6 Monaten bis zu 4 Jahren bestraft werden. Das ist aber die völlige Aufhebung des Koalitionsrechts! Nach der Meldung des„ Tag" soll obendrein auch noch mit 6 Monaten Gefängnis bestraft werden, wer einen Eisenbahnangestellten moralisch(!) zwingt, einer Organisation anzugehören! Ueber die momentane Situation ist mitzuteilen: In Hinblick auf die ungeheuerlichen militärischen Maßnahmen, die im stritten Widerspruch stehen zu der ruhigen, durchaus gesetzlichen Haltung der Arbeiterklasse, fann man der Versicherung der holländischen Regierung, daß sie keinen Belagerungszustand plant, faum Glauben schenken. Auch jetzt liegen wieder Nachrichten über außerordentliche Maßregeln vor. Der Zeitung " De Tijd" wird z. B. aus Haag geschrieben:„ Als ein Beweis, wie weit die Regierung bis in alle Einzelheiten ihre Vorbereitungen geregelt hat, mag der Umstand dienen, daß an Beamte in den Fächern des Dienstes, die mit dem öffentlichen Verkehr in Verbindung stehen, cine geheime Instruktion verabreicht wurde; auch an Feldwächter, sogar in fleinen Gemeinden sind solche Order erteil worden. In tonangebenden Kreisen herrscht hier wirklich einige Vesorgnis. Jedenfalls, wird diese Woche eine sehr wichtige sein." von Ihn sollte sein Freund, der Artillerie- Lieutenant Rode, unterstützen, und zivei Gardisten, die Kahnschiffer waren, namens Leibnitz und Brandt, sollten beim Rudern helfen. Häring war im Jagdanzug und hatte zwei Pistolen und ein Dolchmesser in der Tasche, während die beiden Leute von ihrem Obersten selbst visitiert wurden, ob sie auch gänzlich waffenlos wären. Bevor die Vier das Boot bestiegen, um nach der bezeichneten Abfahrtsstelle zu fahren, wo sie den Prinzen und seine Begleiter erwarten sollten, zog der Oberst v. Döring, der die Vorbereitungen geleitet hatte, die beiden Offiziere beiseite und sagte zu ihnen:„ Es kann auf ein paar Menschenleben in dem gegenwärtigen Mordtrödel nicht ankommen. leber hundert liegen bereits in Berlin erschossen. Was sich dort weiter ereignet, entzieht sich jeder Berechnung. Jetzt liegt alles daran, den Prinzen in Sicherheit zu bringen. Auf der Citadelle hier will er durchaus nicht bleiben, er will jeden Schein persönlicher Feigheit vermeiden. Vorläufig will er nach der Pfaueninsel. Sollten Sie den Prinzen jedoch weiter begleiten müssen und Ihnen dabei die beiden Burschen im Boot hinderlich oder gar verdächtig werden, dann schaffen Sie dieselben mit kurzem Prozeß über die Seite. Schießen Sie aber dabei um Gottes Willen nicht. Jeder derartige Lärm würde nur verhängnisvoll wirken. Wir wissen ganz bestimmt, daß man den Binzen nach dem Leben trachtet; aber welche Wege man dabei einzuschlagen gedenkt, darüber schwebt geheimnißyolles Dunkel." ist, gilt doch auch für Christus selbst. Er dürfte auch reife Vernunft derartige Mystik ablehnt, so bezweifelt man damit das Unvorstellbare glauben, daß er Gottes Sohn sei. Wenn die Was für ein Heldentum, das wagt, gänzlich waffenlose Leute, doch nicht die Ueberzeugungsreinheit dessen, der daran glaubte. sobald sie nur hinderlich" bei der Flucht erschienen, einfach Man schämt sich eigentlich, über diese überwundenen Dinge meuchlerisch zu morden! Kein Attentat auf ein gekröntes Haupt ist ernsthaft zu reden. Aber die fromne Logik des„ Reichsboten" ist jemals von so unsagbarer Feigheit und viehischer Roheit gewesen, doch lehrreich dafür, mit welchem Unsinn die Orthodorie die Köpfe als diese Aufforderung zum Meuchelmord! Und damit vergleiche anfüllt, ohne Schen selbst, das was ihnen am heiligsten ist, bes man, wie 1848 die Wolfshelden der Freiheit zu sterben wußten! dingungsweise zu schmähen. Und solche Elemente üben einen entDer Bund der Kaufleute, den wir gestern erwähnten, ist jetzt in scheidenden Einfluß auf unsre Jugend. Charakteristisch für die plötzlich entstandenen theologischen mit 219 000 Mitgliedern haben sich zusammengeschlossen. Trotz der Berlin gegründet worden. 170 kaufmännische Vereine und Verbände Disputationen ist die Erscheinung, daß zwar alle Richtungen mit dem Brief des Kaisers unzufrieden sein müssen, daß sie diese Un- Zahl wird diese zusammengewürfelte Geſellſchaft widerſtrebender zufriedenheit aber fast durchweg in die Form begeisterter Zustimmung Interessenten bedeutungslos bleiben. fleiden: Er ist unser, beten brünstig die Stöckerianer; er ist unser, Die Herren Polizeilieutenants. In der letzten Sigung der jauchzen ebenso begeistert die Herolde des Liberalismus. Der Hamburger Bürgerschaft wurde ein Antrag gestellt, drei PolizeiReichsbote" verivertet sogar die Rede geschäftlich, indem er sie als lieutenants aus dem Budget zu streichen. Bei dieser Gelegenheit Flugblatt verhandelt. Neben der Breslauer Rede wird also nun entwarf Genoffe Stolten ein anmutiges Bild von dem Treiben wohl die Epistel über die Offenbarung in den Fabriken aushängen. dieser höheren Stellvertreter Gottes. Er führte nach dem„ Hamb. Echo" aus: aul Die byzantinische Lüge frißt immer tiefer." Die Lieutenantscharge ist im ganzen sehr unüz. Die Lieutenants Preußische Eisenbahn- Vorlage. Die dem Abgeordnetenhause wiederholen im wesentlichen die Thätigkeit der Wachtmeister und Wie das„ Utrechter Dagblad" meldet, haben die Bürger- zugegangene Sekundärbahn- Vorlage fordert 83% Millionen Mark. schnauzen hier und da mal einen Schuhmann an. Es handelt sich meister aller Gemeinden mit Eisenbahnstationen von der Regierung Fast 14 Millionen sollen für eine Hauptbahn von Saarbrücken nach bei den Lieutenantsstellen nur um Sinekuren für Offiziere, die sonst die Anweisung erhalten, am 24. Februar und an den Bous verwendet werden; von den 15 Nebenbahnen, die gefordert nicht unterzubringen sind. Da ist z. B. der Lieutenant v. Jensen- Tusch. folgenden Tagen ihre Gemeinden nicht zu verwerden, fallen 11 auf die östlichen Provinzen; 7 Linien fallen auf Der Herr ist schon zweimal disciplinarisch mit einem Verweise beYaffen, um jederzeit Mitteilungen der Regierung entgegennehmen die Provinzen Posen und Westpreußen und sollen der Förderung straft. Kürzlich ist er von einem Schugmann total betrunken Auch die Marine wird mobil gemacht gegen die Arbeiter des Deutschthums" auf dem platten Lande in diesen Provinzen auf der Straße aufgelesen, in eine Droschke gepackt und nach Hause schaft. Das Wachtschiff„ Bulgia" in Vlissingen hat Order erhalten, zu können. können. um, so bald der Befehl eintrifft, nach Amſterdam abfahren zu Von der Arbeiterschaft wird fortgesetzt alles aufgeboten, um einem Unglück vorzubeugen. Die organisierten Arbeiter selbst sind schon soweit vorgeschritten, daß sie sich nicht durch die Maßnahmen der Regierung zu thörichten Handlungen provozieren lassen. Nun gilt es haupt sächlich, das Militär mehr und mehr mit Klassenbewußtsein zu durch dringen. Am Dienstag hat auch in Utrecht der Verband der Milizen und Alt- Milizen ein Flugblatt unter dem Militär verbreitet, um Aufklärung zu schaffen und Solidaritätsgefühl bei den in Waffen steckenden Söhnen des Volkes zu wecken. In Arnhem haben 41 Arbeiterorganisationen eine Protestversammlung gegen die Einberufung der Milizen abgehalten. Sie war von 1800 Personen besucht. Die Truppen waren an diesem Abend in den Kasernen Tonfigniert. * * Deutsches Reich. Harnad's Antwort auf Wilhelm II. Epistel an Hollmann haben wir gestern bereits erwähnt. In den allerunterthänigsten Bedenken dieser liberalen Hoftheologen steckt weder Kraft noch Klarheit. Der Mann hüllt seinen zahmen Widerspruch in eine Wolke überschwänglicher Lobsprüche. Aber in dem Gewirr findet sich doch eine fräftigere Stelle, die im Wortlaut wiedergegeben sei. Harnad äußert sich u. a. über die Schuld der Schule: " Daß ein Teil der Mythen und Legenden des Alten Testaments samt wichtigen Elementen der altisraelitischen Kultur aus Babylon stamme, war längst bekannt. Daß diese Thatsache der landläufigen Borstellung von der Inspiration des Alten Testaments tödlich sei, stand ebenso fest, und zur Widerlegung dieses Glaubens bedurfte man nicht erst den Rekurs auf Babylon: hundert andre Beobachtungen hatten ihn schon längst zerstört. dienen. gefahren worden. Als der Schutzmann den Herrn Lieutenant auf andern Seite wieder heraus.( Große Heiterkeit.) Auch andre der ber einen Seite in die Droschte hineinbugsierte, fiel dieser auf der Ein Lieutenant weil er am Herren Lieutenants find betrunken gewesen. Glockengießerwall brennende Straßenlaternen ausgedreht hat! v. Sudow ist disciplinarisch bestraft worden, daß die Herren Stürmische Heiterkeit.) Das zeigt doch „ Deutsche 3tg." 2c. haben die aufsehenerregende Entdeckung gemacht, Wer trägt den Schutzoll?„ Germania",„ Märk. Volkszeitung", daß der Vorwärts" mit einem Male sein freihändlerisches Dogma" über die letzten venezolanischen Zollerhöhungen verleugnet hat. Und wodurch? Dadurch, daß wir in einer Notiz die Erhöhung der Einfuhrzölle um 30 Proz. und die Erhöhung der Erportzölle auf Kaffee und Kakao- erklärt hatten, daß es durch Lieutenants nichts zu thun haben und deshalb auf allerlei Allotria diesen Schachzug Castro in der That verstanden habe, feine Ab- verfallen.( Sehr richtig!) Die viele freie Zeit, welche den Lieutezahlungen an das Ausland vom Ausland selbst tragen zu nants zur Verfügung steht, legt auch der Staatskasse viele Opfer laffen. An eine in demselben Sinne gehaltene Auslaffung der auf, weil die Herren die Dienstpferde zu Spazierritten benutzen und sie sehr strapazieren. Rhein.- Westf. Btg." hatten wir die Anmerkung geknüpft: " In der That, die Konkurrenz der Mächte wird schon dafür sorgen, daß das Ausland die 30 Proz. Bollerhöhung für die eingeführten Industrieprodukte fast vollständig zu tragen haben wird. Und auch die Ausfuhrzölle auf Kaffee und Kakao werden zum guten Teil vom Auslande getragen wverden, da der billige fogenannte Maracaibo Kaffee nicht entbehrt werden kann." " Agrarier- Wohlfahrtseinrichtung. Daß die Fürsorge der Regierung für die Agrarier auch nach Annahme des Wuchertarifs gleich rege bleibt und zu den großen Hilfsaktionen immer neue kleine hinzufügt, kann man aus einer Verfügung ersehen, die der preußische Minister des Innern, Frhr. v. Hammerstein, am Anfang des Jahres an den Vorstand des deutschen SparkassenVerbandes erlassen hat. Dieselbe lautet: " Und wegen dieser ebenso zutreffenden wie harmlosen Bemerkung Gelegentlich der vor kurzem von dem Herrn Minister für Landwird ums nunmehr von den ultramontanen und alldeutschen wirtschaft mit Vertretern der preußischen Landschaften abgehaltenen Brotivucherern vorgeworfen, wir hätten damit den bisher ver Verhandlungen über die Schuldentlastung des ländlichen tretenen Sag aufgegeben, daß die Konsumenten im Grundbefizes usw. ist auf die Notwendigkeit hingewiesen Inlande den Zoll in Gestalt verteuerter Artikel bezahlen müßten. worden, die Mitwirkung der kommunalen Sparkassen zur Förderung So schmerzlich es uns ist, diese Saltomortale- Logit vermögen wir der landwirtschaftlichen Kreditgewährung an den bäuerlichen und nicht mitzumachen. Wir halten es nämlich noch immer mit dem fleinen Grundbesitz in Anspruch zu nehmen. Es ist hierbei seitens alten Erfahrungssatz, daß feine Regel ohne Ausnahme ist. Die der Vertreter der Landschaften behauptet worden, daß seitens der wirtschaftliche Analphabeten- Logik der genannten Blätter ist uns zu Vorstände der kommunalen Sparkassen den Wünschen der Landhoch und zu neu. schaften nicht immer Unterstügung gewährt, sondern in mehrfacher Die Thatsache, daß in der Regel, unter normalen Um Weise Schwierigkeiten bereitet worden seien. Die Wünsche ständen, das konsumierende Inland den Einfuhrzoll der Landschaften gehen dahin: 1. Die Sparkassen möchten auf notwendige Einfuhrartikel zu zahlen habe, und zwar sowohl für sich bereit erklären, den durch den Pfandbrief- Stredit der Industriewaren wie Lebensmittel, bleibt unerschüttert bestehen. Die Landschaften nicht deckenden Teil des gesuchten RealBollauswucherung Deutschlands durch den neuen Zolltarif bleibt kredits der kleineren Grundbefizer als bare Nachtragsdarlehen nach wie vor eine unumstößliche Thatsache. Aber deshalb bleibt es bis zu zwei Drittel des landschaftlichen Tarwertes zu gewähren. doch richtig, daß die venezolanischen neuen Zollerhöhungen 2. Die Sparkassen möchten bei Umwandlung von Sparkassenzum guten Teil das Ausland zu tragen hat. Hypotheken inlandschaftliche Pfandbrief Darlehen löschungsfähige Gemeingut aber war diese Erkenntnis nicht geworden. Man Bei Venezuela handelt es sich nämlich nicht um normale, sondern Quittungen über zurückzuzahlende, an die Landschaft übergehende fann den Theologen hier keine Schuld beimessen. Sie hatten in Büchern, Broschüren und Vorlesungen ihre Pflicht gethan. Unfre un sehr anormale Zustände. Hier handelt es sich um die Hypotheken bereits vor der Rückzahlung des Kapitals erteilen, wenn deutsche Litteratur besitzt ein so eminentes Werk wie die Geschichte bie, un mur ja den lieben Konkurrenten zu verdrängen, mit Mitte In Fälligkeitstermin übernommen worden sind, damit die mit der EntIsraels von Wellhausen; es ist für jeden Gebildeten ge- arbeiten wird, die für den Weltmarkt im allgemeinen nicht in nahme eines Zwischenkredits verbundenen Weiterungen und Kosten schrieben, klassisch nach Inhalt und Form. Neben diesem Frage kommen. Die mit Deutschland konkurrierenden Mächte werden vermieden würden. 3. Die Sparkassen möchten einen thunlichst großen Werke steht noch ein halbes Dußend ausgezeichneter Bücher, alles aufbieten, den durch die deutschen Exekutions Teil ihrer Bestände in landschaftlichen Pfandbriefen anlegen. Ich deren jedes vollen und bequemen Aufschluß giebt über die alt- abenteuer entflammten Deutschenhaß wirtschaftlich nach Kräften bemerke hierzu, daß auch mir eine kräftigere Mitwirkung der komtestamentliche Litteratur und Geschichte. Aber Kirche und Schule auszunuzen. Man wird also Deutschland um jeden Preis zu munalen Sparkassen auf dem Gebiete der Förderung des bäuerlichen im Bunde haben diese Erkenntnisse niedergehalten, indem sie sie unter bieten suchen. Man wird also auch die Bollerhöhung Kredits geboten erscheint und würde es daher mit Dank erkennen, Wie groß die Deutschland schon jetzt wenn der Vorstand des deutschen Sparkassenverbandes gegebenen aus ihren Grenzen verbannten. Sie sind freilich nicht allein die einstweilen tragen. gemachte Konkurrenz in Venezuela ist bei der Eroberung neuer Falles nach Anhörung der provinziellen Sparkassenverbände sich Schuldigen. Trägheit und Angst tamen ihnen entgegen. Märkte scheut ja das internationale Kapital vor der schlimmsten näher darüber äußern würde, ob und wie wie weit unter strenger Es ist ein Verdienst der Delitzschen Vorlesungen, daß jetzt Schmutzkonkurrenz nicht zurück beweist schon die That- Aufrechterhaltung des unantastbaren Princips, wonach die zinsbare Bevon den Dächern gepredigt wird, was bisher ein verhallendes sache, daß die deutsche Einfuhr nach Venezuela von 14,2 Millionen legung von Sparkassenbeständen nur auf völlig sichere Art im Sinne der im Jahre 1894 auf 4,7 Millionen im Jahre 1900 zurückgegangen ist! Ziffer 5 des Sparkassenreglements vom 12. Dezember 1838 erfolgen darf, Vermutlich wird num Wilhelm II. die Muße des nächsten Sonn- und das, trozdem der venezolanische Handel zum größten Teil in eine Förderung der von den Landschaften geäußerten Wünsche seitens tags benügen, um an Hollmann einen Brief gegen Harnack zu den Händen deutscher Firmen in Venezuela liegt! Wie also von der kommunalen Sparkassen angängig erscheint." fchreiben, der auch vor Laien auszusprechen gewagt habe, was er dem Satze, daß die Importzölle im allgemeinen von den Nun kann es den geldbedürftigen Agrariern nicht fehlen. Wenn höchstens unter Gelehrten nur andeuten dürfte, nämlich, daß der konsumenten getragen werden, Venezuela in den ganz be- sie das Geld, das sie auf ihre Grundstücke aufnehmen wollen, nicht Mangel an wissenschaftlicher Aufklärung Schuld der Kirche und sonderen Fällen eine Ausnahme bilden kann, dürfte nunmehr von der preußischen Central- Genossenschaftstaffe Schule sei, welche die biblischen Mythen als offenbarte Wahrheiten selbst der ultramontanen Presse klar geworden sein. bekommen können, dann müssen es ihnen jezt die Kirchspiel-, verkünden und in diesem frevlen Thun von der biblischen Trägheit Daß aber das Ausland die Preissteigerung durch Flecken- und Landgemeinde Sparkassen oder die Kreis- und Amtsund Angst der heilig gewordenen Bourgeoisie bestärkt werden, zu der Gyportzölle zu tragen hat, wenn die Exportgegenstände not- Spartajien, ja selbst die städtischen Sparkassen liefern, die nicht in letter Linie ja auch die Halben der liberalen" Theologie wendige Gebrauchsartikel darstellen, ist vollends nicht allzuschwer damit völlig in den Dienst des ländlichen Grundgehören. zu begreifen. Der venezolanische se affee und Kakao sind aber besiges gestellt werden. Denn einen solchen Wink des derartige unentbehrliche Gebrauchsartikel! Ministers werden sich die Vorstände der genannten Sparkassen, die Mit der famosen Entdeckung unsrer Zollwucherer war es also ja mit Ausnahme der städtischen meist selbst Grundbesizer sind, nicht wieder einmal nichts! unbefolgt laffen. Wort war." Der., Reichsbote" widmet dem Harnackschen Liberalismus einen ergrimmten Artikel. Ueber die Leugnung der Gottheit Christi bemerkt das Blatt, das im 20. Jahrhundert in Berlin erscheint: " antworten." W Nun mögen die Arbeiter, Handwerker und andern fleinen Leute in Ost- und Westpreußen und Pommern, die ja so hohe Löhne und reichliches Einkommen haben, tüchtig sparen und das Ersparte auf die Sparkasse tragen, damit diese es den gnädigen Herren Grundbefizern zu einem niedrigen 3insfuß bis zu zwei Drittel der landschaftlichen Tare geben können; denn wenn sie etwas haben wollen, sind die Herren ja alle nur fleine Grundbesizer. Klosterbrüder und Klosterstürmer. „ Wenn Harnack sagt, Christus habe selbst nicht von seiner Nur nicht zu viel reden! so rät die" Post" ihrem Budde, indem Gottheit gesprochen, so hat er es doch zugelassen, wenn seine Jünger davon sprachen und er selbst hat es vor Gericht beschworen, sie seine Schneidigkeit feiert. Sie fordert ihn auf nicht zu oft und daß er in diesem göttlichen Sinne der Sohn Gottes ist und er 34 viel zu sprechen, sondern bei geringeren Fragen seine Kommissare hat außerdem so oft sich Eigenschaften beigelegt, zum Beispiel: reden zu lassen und auf müßige Anzapfungen überhaupt gar nicht zu ,, mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Offenbar fürchtet die" Post", daß ihr Geliebter die heilige Sache Erden", „ ich und „ ehe denn Abraham ward, bin ich", der Vater sind eins". Niemand kommt zum Vater denn durch der Scharfmacherei allzusehr kompromittieren tönnte. mich" die er nur sich beilegen konnte, wenn er das ist, als was Die Märzenangst der Gottesgnaden- Leute. Es ist bekannt, daß die Apostel ihn predigten und die Kirche ihn bekennt. Wäre er in den Märztagen 1848 am Hohenzollernhofe eine furchtbare Angst nicht teilhaftig an dem Wesen Gottes, wäre er ein bloßer Mensch, herrschte. Die Herren waren voll von wildesten Verschwörungs- Der Kampf um die Männertlöster hat in Baden so hätte er nimmer solches von sich aussagen dürfen; im Munde phantasien. Sie glaubten sich überall von Meuchelmördern umgeben. Breßfehden hervorgerufen, die als Beleidigungsklagen vor Gericht eines Menschen wären alle die zahlreichen Aussprüche von seiner Der jüngst veröffentlichte Märzbrief des Prinzen Friedrich Wilhelm, endigen. göttlichen Natur und Macht Blasphemie und Christus wäre mit später Staiser Friedrichs, ist der beste Beweis dafür. Offenbar schien Am Donnerstag begann vor dem Schöffengericht in Achern ein nichten der Idealmensch, sondern ein gotteslästerlicher Schwärmer ihnen der Volksfrieg gefährlicher als der Krieg gegen andre Bölter, Prozeß, in dem der Klosterſtürmer Prof. Böhilingt als Kläger und Betrüger. Es giebt kein drittes, eins oder das andre; wo sie weit vom Schuß gefahrlosen Heldenruhm sammeln dürfen. auftrat. Böhtlingt, der an der Technischen Hochschule in Karlsruhe entweder ist seine Gottheit Wahrheit und er ist unser Heiland und Professor Wilhelm Onden hat unlängst nicht uninteressante Mit- ein Lehramt bekleidet, hat gegen die Männerklöster zwei Erlöser, oder er ist ein Lügner und Betrüger. Ob wir uns die teilungen über die Flucht des Prinzen Wilhelm seit 1897 der Broschüren gerichtet:„ Die Fahrt nach Canossa" und„ Der Kapuziner Bereinigung Gottes mit einem Menschen vorstellen können, darauf Große" nach der Pfaueninsel veröffentlicht, die er jetzt ergänzt. ist da!" Auf die erstere Schrift hin hat das Erzbischöfliche tann es nicht ankommen wir können uns auch die Verbindung Die Angaben sind den Aufzeichnungen des Majors a. D. Häring Ordinariat in Freiburg i. B. Strafantrag gegen Böhtlingt wegen Beund Vereinigung nicht vorstellen, welche ihn zu einem Jdeal entnommen, der die Aufgabe hatte, den Prinzen Wilhelm auf einem schimpfung der katholischen Kirche gestellt, dem jedoch von der menschen macht, wie wir überhaupt die Person Gottes und sein Boot die Havel abwärts nach der Pfaueninsel zu bringen. Staatsanwaltschaft in Frankfurt a. M. feine Folge gegeben wurde. Eine deswegen eingelegte Beschwerde des Erzbischofs Dr. Noerber beschlossen, die Einladung der Konservativen, betreffs für beide Kammern direkte sein. Hinsichtlich der Wählbarkeit find ist gegenwärtig noch beim Oberlandesgericht anhängig. Auf der Besprechung über die Aufstellung einer gemeinsamen Sandi für die Erste Kammer Beschränkungen vorgesehen, die darauf hinGegenseite erschienen allerlei heftige, zum Teil sehr persönliche An- datur gegen die Socialdemokratie, nicht grundsätzlich ausgehen, daß nur solche Personen kandidieren können, die in griffe, die hauptsächlich in dem in Achern erscheinenden Acher- und abzulehnen. Der Redakteur Dr. Kindler in Weimar polemisiert in politischen Körperschaften oder im öffentlichen Leben eine längere Bühler- Boten" zum Abdruck gelangten. Der Redakteur dieses Blattes ist dem freisinnigen Organ gegen diesen Beschluß, derselbe sei nur von Thätigkeit entfaltet haben. denn auch wegen eines dieser Artikel, in dem auf die russische Abstammung einer einen privaten Charakter habenden Zusammenkunft gefaßt. Dänemark. Böhtlingts und die Erlangung seiner Karlsruher Professur in be- Mit den Konservativen sei nur zu verhandeln, wenn sie sich schriftlich leidigender Weise hingewiesen wurde, vor einiger Zeit bereits zu verpflichten würden, aber nur dann, für einen freisinnigen Kandidaten einer erheblichen Geldstrafe verurteilt worden. Aber auch in der einzutreten. Das Blatt schreibt ferner:„ Ungeschickter konnte man feuilletonistischen Beilage dieses Blattes, die von dem Pfarrer den Wahlkampf auf freisinniger Seite für Weimar nicht einleiten." Rödel in Urloffen geleitet wird, wiederholten sich solche Angriffe, wenn es galt, die Schriften Böhtlingks kritisch zu würdigen, und als bei einer solchen Gelegenheit Pfarrer Rödel sein Endurteil über den Verfasser der" Fahrt nach Canossa" dahin zusammenfaßte, daß dieser unter der Kappe nicht ganz richtig sei", erhob Böhflingt auch gegen ihn Klage, die nunmehr zur Verhandlung gelangen soll. Die maß gebenden Führer der nationalliberalen Partei und des Centrums in Baden, Oberbürgermeister Dr. Wilckens Heidelberg und Pfarrer Wader Karlsruhe sind als Zeugen geladen. = = Als Zeugen für den geistigen Zustand des Kulturkämpfers? Im übrigen sind solche Kazbalgereien wertlos. Denn in demselben Baden wirbt Herr Wacker die liberalen Gottesleugner zu einem Kartell gegen die Socialdemokratie. Erst das Geschäft, dann das religiöse Vergnügen! Husland. Die englische Militärdebatte. Ein Socialdemokrat als Bürgermeister Kopenhagens. Die socialdemokratischen Stadtverordneten der dänischen Hauptstadt, die feit furzem die Mehrheit im Stadtparlament bilden, wenn auch nur mit einer Stimme, haben für den erledigten Bürgermeisterposten den Genossen J. Jensen, den Vorsitzenden des Gesamtverbandes der dänischen Gewerkschaften, als Kandidaten aufgestellt. Die Bürgermeisterwahl, die am 2. März stattfindet, wird ohne Zweifel zu Gunsten unsres Genossen ausfallen. England. Amerika. London, 28. Februar.( Eig. Ber.) Die zweitägigen Auseinandersetzungen im britischen Unterhause über Armeereform waren in jeder Beziehung lehrreich. Denn es handelte sich nicht um Einzelheiten und untergeordnete Punkte, sondern um zwei entgegengesetzte Unterhaus. In der Fortsetzung der Adreßberatung bringt Howard Grundgedanken, die zwei verschiedenen Auffassungen der Weltlage Vincent( t.) einen Abänderungsantrag ein. Der Antragsteller erentspringen. Wie bekannt, hat der gegenwärtige Kriegsminister, klärt, daß die neuerdings bedeutend erhöhte Einwanderung mittelMr. Brodrick, in den letzten zwei Jahren eine umfassende Reorgani- fahr bilde und die Wohlfahrt, die Arbeits- und Wohnungsverhältnisse loser Fremder nach East End in London eine schwere nationale Gefoser Fremder nach East End in London eine schwere nationale Gefation des Heeres in Angriff genommen. Er läßt sich bei dieser der englischen Arbeiterklassen in ernster Weise schädige. Redner Arbeit von folgenden Gesichtspunkten leiten: Erstens glaubt er, der fordert die Regierung auf, ihre Versprechungen zu erfüllen und in Mißerfolg in Südafrika sei der mumerischen Schwäche der britischen nächster Zeit einen entsprechenden Gefeßentwurf einzubringen, indem Ein zu Freiheitsstrafe verurteilter Korvettenkapitän. Armee geschuldet gewesen; zweitens sei Großbritannien von einer er darauf hinweist, daß die Zahl der in den letzten Jahren in EngUnter hermetischem Ausschluß der Deffentlichkeit wurde während Invasion bedroht. Brodricks Reform richtet sich deshalb in erster land angekommenen Fremden 81 401 betragen habe gegen 70 610 im der letzten fünf Tage vor dem Wilhelmshavener Kriegsgericht ein Linie auf Schaffung von neuen Regimentern; es sollen sechs Jahre 1901. Unter diesen Fremden feien eine beträchtige Anzahl BeProzeß gegen den Korvettenkapitän 3. D. Kayser geführt. Das Armeecorps gebildet werden. Dann macht er das Vereinigte König- strafter gewefen; auch die Zahl der Ausländer in der Handelsmarine Wenige, was in die Deffentlichkeit ficerte, ließ darauf schließen, daß reich zur Operationsbasis; der größte Teil der regulären fei bedenklich gestiegen. es fich hier um Verrat militärischer Geheimnisse, Armee soll in Großbritannien und Irland garni- kenne die Schwierigkeit der Einwanderungsfrage an. Handelsminister Gerald Balfour erwidert, die Regierung ers wenn nicht gar um Landesverrat handelte. Ein großer Zeugen- foniert werden. Diese Reform erfordert erstens sehr be- mission sei mit eingehender Prüfung der Angelegenheit betraut, Eine Kom apparat, etwa 30 Personen, unter denen sich auch eine aus deutende Ausgaben, etwa 30 Millionen Pfund Sterling bevor dieselbe ihre Arbeiten beendet habe, sei es unmöglich, eine ländische Dame befand, war aufgeboten worden. Kayser war( 600 Millionen Mark) jährlich; ferner fehlt es in Großbritannien Entscheidung zu treffen. Howard Vincent zieht hierauf seinen Anzulegt im Reichs- Marineamt zu Berlin beschäftigt. Er wurde auf einer Dienstreise verhaftet. Später wurde Kayser kränklich und an dem nötigen Terrain zur Ausbildung der Armee. Brodricks trag zurück. er wurde deshalb nach dem Lazarett gebracht, von wo aus er in Gegner, zu denen sowohl konservative wie liberale Abgeordnete Begleitung zweier Offiziere jedesmal per Droschke nach dem Gericht gehören, behaupten den gegenüber, daß der ganze Reformplan Pinkertons an der Arbeit. In den Wrightschen Kohlengruben gefahren wurde. Das Urteil lautete auf drei Monate Festung fehlerhaft sei. Erstens wüchsen die Ausgaben für die Armee ver- im Raleigh County kam es am Abend des 24. Februar zu einer wegen Ungehorsams gegen Dienstbefehle. Bei der Begründung hältnismäßig viel schneller als die für die Flotte, auf welch letztere regelrechten Schlacht zwischen 100 Hilfsmarschällen und Hilfssheriffs des Urteils wurde die Oeffentlichkeit wiederum ausgeschlossen. die Sicherheit Englands sich hauptsächlich stützen müsse. So reich und 250 ausständigen Grubenarbeitern, welche die EisenbahnbockEngland auch sei, so könne es doch nicht beiden brücke in Brand gesetzt hatten und den Bundesbeamten nicht geVerteidigungsformen in gleichem Maße Rechnung statten wollten, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Menge, tragen. Die Lasten würden unerträglich werden. Zweitens sei welche mit Winchesterbüchsen bewaffnet war, eröffnete das Feuer eine reguläre Armee zur Verteidigung des Vereinigten Königreiches auf die Beamten, die das Feuer erwiderten. Das Gefecht dauerte nicht nötig. Hier müsse man sich auf die Flotte und auf eine mehrere Minuten. Drei Ausständige wurden getötet, fechs Bürgerwehr verlassen; Brodricks Plan thäte aber nichts zur tödlich, drei schwer verlett, auf seiten der Beamten wurden Schaffung einer Bürgerwehr. Die reguläre Armee müsse so ein farbiger Hilfsmarschall farbiger Hilfsmarschall getötet und zwei verletzt. Ein stationiert werden, daß fie der eigentlichen Verteidigungs- Beamter der Chesapeake and Ohio- Bahn erhielt einen Schuß front des britischen Weltreiches nahe sein sollte. in den Arm, tötete aber seinen Angreifer. Die Ausständigen Diese imperiale Verteidigungsfront bildet eine schräge Linie von wurden schließlich zurückgeworfen und von der Polizei verfolgt. Japan. Die Hauptgarnison des britischen Reiches sollte die KapKapstadt bis Japan, also Kapkolonie, Aden, Indien, Hongkong und 49 wurden verhaftet. kolonie bilden, umsomehr als das Mittelmeer aufhört, eine sichere strategiſche Route für England zu sein. Schließlich verlangen die Gegner Brodricks die Schaffung eines Generalstabes und eines Intelligenz- Departements. Von Krupp darf nicht gesprochen werden! Der Verlag von Birk u. Co. teilt der Münchener Post" mit: „ Wir übergaben der hiesigen Filiale des Scherl- Verlages und Rud. Mosse nachstehendes Inserat für die Woche" resp. die " Fliegenden Blätter": Verlag von G. Birk u. Co. München Der Fall Krupp Seine Ursachen und seine Folgen Preis 50 Pf. Porto 5 Pf. In allen Buchhandlungen oder direkt vom Verlage. " Darauf erhielten wir die Mitteilung, unterzeichnet Aug. Scher! G. m. b. H.,„ daß unsre Redaktion die Aufnahme des Inserats ablehnt". Und Rudolf Mosse schreibt:" Ihr Inserat betr. des Werkes Krupp kann in den Fliegenden Blättern" nicht aufgenommen werden." Wahlvorbereitungen. Berlin. In einer Versammlung des Kreisverbandes 4 des Berliner deutsch- konservativen Wahlvereins wurde der Redakteur A. B. Wegner als Reichstags- Kandidat für den vierten Wahlkreis aufgestellt. Konservative Wahlagitation in Spandau. Zum Mittwochabend hatte der Neue Wahlverein" fast sämtliche Mitglieder der Arbeiter- Ausschüsse und eine auserwählte Anzahl andrer Arbeiter der Staatsbetriebe, darunter auch den schlichten Albrecht", durch folgendes hektographierte Schreiben zu einer vertraulichen Besprechung eingeladen: Spandau, den 23. Februar 1902. Geehrter Herr! Der Vorstand des N. W. erlaubt sich, in der Annahme, daß Sie gewillt sind, bei der bevorstehenden Reichstagswahl gegen die Socialdemokratie thätig zu sein, Sie zu einer vertraulichen Besprechung auf Mittwoch, den 25. Februar, abends 8 Uhr, in Pohles Restaurant, S., ergebenst einzuladen. Für den Fall, daß Sie am Erscheinen behindert sind, unsre Bestrebungen aber zu unterstützen bereit sind, wird um geft. Mit teilung an den Unterzeichneten gebeten. Schweiz. Ein Attentat auf die Demokratie. schluß der Venezuela- Streitigkeiten von Der Zar als venezolanischer Ober- Schiedsrichter. Das bei AbBowen unterzeichnete Protokoll, welches besagt, daß die Vorzugsansprüche der verbündeten Mächte dem Haager Schiedsgericht zur Entscheidung überwiesen werden sollen, enthält u. a. die Bestimmung, daß der Zar drei Schiedsrichter aus den Mitgliedern des Haager Schiedsgerichtshofes auszuwählen habe. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. 7. Sigung vom Donnerstag, den 26. Februar, nachmittags 5 Uhr. Zürich, 25. Februar.( Eig. Ber.) Die verbündete Stadt- und Land- Reaktion hat im Kantonsrat ein neues Attentat auf die demokratischen Volksrechte verübt. Worum das Volk Jahrzehnte lang gekämpft, worum im Kanton Zürich mehrere große Volksbewegungen, gewaltige, wenn auch friedliche Revolutionen siegreich geführt wurden, das giebt ein entartetes Epigonengeschlecht aus rein parteipolitischen Gründen, aus reinem bornierten und blinden Haß gegen die SocialVorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sitzung um 1/26 Uhr. In einer besonderen Vorlage liefert der Magistrat die Bedemokratie im Handumdrehen preis. Mit 152 gegen 59( wovon gründung der in den Etatsentivurf für 1903 aufgenommenen Ge 37 socialdemokratische) Stimmen hat der Kantonsrat die Abschaffung haltsveränderungen nach. Diese Veränderungen, d. h. Aufder Volkswahl der Lehrer in der Stadt Zürich und besserungen, waren schon im Etatsentwurf für 1902 zum Teil entdie Wahl derselben durch den Großen Stadtrat halten gewesen, von der Versammlung aber abgelehnt worden, weil ( Stadtverordneten- Versammlung) beschlossen. Liberale und Demokraten, sie dieserhalb besondere Vorlagen für nötig erachtete. Stadtherren und Dorfmatadoren standen fest zusammen, um ein allgemeine Grundfäße für die Anrechnung früherer Dienst- und Ebenso legt der Magistrat eine Denkschrift vor, welche wichtiges Volksrecht abzuwürgen und die Bevölkerung der Stadt Beschäftigungszeit auf das Beamtendienstalter bei Feststellung des Zürich zu entrechten, schlechter zu stellen, als die Einwohnerschaft Diensteinkommens aufstellt; diese sollen auf 12 frühere Bureaudes unbedeutendsten Dorses. Unfre Genossen Seidel, Eris- assistenten, jezige Magistratssekretäre, Anwendung finden und dafür mann, Pfluger und Ernst, wie auch der Chef des Er- ein Betrag bis zu 25 000 M. zur Verfügung gestellt werden. zichungswesens, Regierungsrat 2oder, wehrten sich ent- wonach einer Reihe von gemeinnügigen Vereinen neue Endlich ist der Versammlung eine Magistratsvorlage zugegangen, schieden gegen diese Entrechtung der Stadt Zürich, letzterer betonte Unter anderm oder erhöhte Zuwendungen gemacht werden sollen. Der Vorsigende. auch im Gegensatz zu den den Gewaltstreich beschönigenden Redensarten soll der Gesellschaft„ Urania" ein Zuschuß von 8000( bisher 6000), gez. Lüdicke, Rechtsanwalt und Notar. des Kommissionsreferenten, daß der Große Stadtrat eine politische dem Komitee für die Herstellung des Archenholdschen Fernrohrs Obgleich die Eingeladenen vorher doppelt und dreifach gefiebt Behörde ist, die nach politischen Grundsätzen beschließt und der 8000( 6000), dem Berliner Asylverein für Obdachlose 10 000( biswaren, fühlten sich die Herren, doch nicht so sicher, denn man erklärte rund heraus, daß es morgen doch der Rieger weiß daher die Wahl der Lehrer nicht übertragen werden soll. Es könnte her 8000) Wart zugewendet werden. Dem Fischereiverein für die Die ein Lehrer leicht darum nicht gewählt werden, weil er Politiker ist. Provinz Brandenburg" soll eine extraordinäre Zuwendung von am Sonnabend in der„ Laterne" stehen würde"! Herren Einberufer troffen förmlich über vor Arbeiterfreundlichkeit; Seidel erklärte offen und brandmarkte damit treffend den 500 Mart zufallen. der Rechtsanwalt Frhr. v. 2ynder redete die anwesenden reaktionären Streich, daß er von einer Amtsbehörde nicht gewählt Auf Antrag Wallach gehen sämtliche drei Vorlagen ohne Debatte an den Etatsausschuß. Arbeiter mit Kameraden" alt, und der bekannte worden wäre, ebensowenig ein Pestalozzi, der nicht nach dem Willen Meister Hannemann sprach dieselben fogar mit Werte derselben wäre. Der„ Demokrat" Dr. Wettstein, Redakteur der Der ärztliche Dienst in unsren Krankenhäusern. Kollegen" an. Herr Pauli geriet förmlich in Be- Züricher Post", der umgefallen und aus einem Gegner des Der Antrag Landau und Genossen betr. die Anstellung geisterung für seine lieben Arbeiter" und er versprach, alle attentates dessen Befürworter geworden, deckte seinen Umfall mit eines dem Direktor koordinierten dirigierenden Arztes ihm bekannten Wünsche der Arbeiter diesmal im Reichstage vorzuber albernen Phrase, daß je größer die Stadt, desto mehr die Volks- für die chirurgische Abteilung des Krankenhauſes Friedrichsbringen, und„ energisch zu vertreten"( die Erlaubnis des Kriegsdieser Einrichtung ministers hierzu hat er sich bereits eingeholt. D. B.) allerdings wahl zu einer Boffe werde. Die acht Kreise der Stadt scheinen für gain und die allmähliche Einführung bei den andren Krankenhäusern ist bont Ausschuß, der alles werde sich nicht erfüllen"! Was jedoch von der ihn nicht zu existieren. Mit einer solchen Begründung könnte man über die Angelegenheit in drei Sigungen beraten hat, mit " äußersten Linten an Wünschen und Beschwerden vor- auch jedes andre Volksrecht abschaffen. 9 gegen 6 Stimmen abgelehnt worden, ebenso mit 8 gegen 7 Stimmen ein Vermittelungsantrag, wonach auf den äußeren Stationen der Krankenhäuser an Stelle der Oberärzte dirigierende Aerzte anzustellen sind, welchen je die Hälfte der Kranken zur völlig selbständigen Behandlung übergeben werden sollen, wonach ferner diesen dirigierenden Aerzten der chirurgischen Stationen das gleiche Gehalt wie den dirigierenden Aerzten der inneren Stationen gezahlt werden, auch eine Ausschreibung dieser Stellen stattfinden soll. Referent ist der Stadtv. Dr. Kühlmann( fr. Fr.). und " " getragen werde, würde er aber nicht unterstützen und mag cs Gegenüber diesem elenden reaktionären Machiverk des Vernoch so berechtigt sein"! Es wurde dann bekannt gegeben, daß waltungsgesetzes für die Stadt Zürich kann es schon heute für die demmächst 3-4 Versammlungen stattfinden sollen, zu denen der socialdemokratische Partei auf die Volksabstimmung hin mur ein entZutritt aber nur gegen Karten gestattet werden solle, um die Socialdemokraten fernzuhalten!„ Wir Deutschen fürchten Gott, sonst schiedenes„ Nein!" geben. In den Orkus mit dem reaktionären Wechselbalg! niemand in der Welt!" Frankreich. Das Deficit des Budgets pro 1901 beläuft sich auf 125 Millionen, desjenigen für 1902 auf 129 Millionen; das diesjährige weist bereits 29 Millionen Deficit auf. Zur Deckung desselben scheint eine Anleihe unvermeidlich zu sein. Italien. Frankfurt a. D. Lebus hat nunmehr bereits einen dritten " Ordmungs, kandidaten erhalten. Zunächst sollte der bekannte BauStadtv. Ladewig erklärt sich namens der großen Mehrheit der meister Felisch, den die„ Kreuz- Zeitung"" einen der gemäßigsten Neuen Linken für den Antrag Landau. Es müsse Wandel geschaffen Politiker aus ihren Reihen" nennt, gemeinsamer Kandidat gegen die werden; Stillstand auf diesem Gebiete sei Rückschritt. Wie der Socialdemokratie sein. Dann trat der jetzige Vertreter des Streises, Stadt mit dem Antrage ein schlechter Dienst erwiesen, den Direktoren der freikonservative Haake, der zunächst verzichtet hatte, als ein Mißtrauensvotum ausgesprochen werden solle, sei ihm unzweiter Mandatsbewerber auf. Jetzt haben die liberalen Parteien", erfindlich. weil selbst den Nationalliberalen die konservativen Kandidaturen zu Die Doktrinen Tolstojs vor Gericht. Ein Verleger in Mailand Stadtv. Landau( A. 2.) schließt sich der letzteren Auffassung weit rechts stehen, sich zusammengefunden und den Geh. Regierungs- hatte eine lebersetzung des kleinen Werkchens von Tolstoj:„ Die an und protestiert gegen die auch in der Presse aufrat a. D. Schwabach als ihren Kandidaten erkoren. Bemerkens- Agrarfrage und der Militarismus. Welches ist die Lösung?" herausgetretene Andeutung, als ob der ganze Antrag eine„ Mache" sei. wert ist dabei das Kompliment der rechts- nationalliberalen„ Oder- gegebent. Die Schrift wurde konfisziert und der Verleger angeklagt. Der Antrag sei schon seit 1894 wiederholt gestellt worden, enthalte Beitung" an die Freifinnige Volkspartei und die Eine ganze Anzahl Schriftsteller und Gelehrte wurden vor Gericht also gar nichts Neues. Der Antrag strebe nicht eine Vermehrung Freifinnige Vereinigung ob ihrer außerordentlich maß- citiert, um sich über den moralischen und wissenschaftlichen Wert der des Aerztepersonals, sondern die Herbeiführung einer Organisation vollen Haltung", die sich in der Zustimmung zu der nationalliberalen Lehrjähe des Grafen Tolstoj zu äußern. Schließlich wurde der An- an, welche die Kranken der äußeren Station zwei koordinierten Kandidatur allerdings glänzend bewährt. getlagte entgegen den Anträgen des Staatsanwalts freigesprochen. dirigierenden Aerzten unterstellt, fo daß nicht mehr Gegen den Petroleumzoll. Die Arbeiterschaft Italiens fucht eine Schwerkranken dem Direktor vorgeführt, die leichteren Fälle Für Jüterbog- Luckenwalde- Bauch- Belzig haben die Konservativen allgemeine Voltsbewegung gegen den Petroleumzoll in die Wege zu dem Oberarzt überlassen werden, sondern alle Fälle, an Stelle des Abg. Kropaticheck, der von seiner Kandidatur leiten. Der Zoll und die Steuern auf Petroleum find in Italien so schwere wie leichte, in gleicher Zahl beiden Aerzten überwiesen zurückgetreten ist, den früheren Landrat des Kreises, Ober- hoch, daß der Preis auf das fünffache feines realen Wertes hinauf- werden. Die Eingabe des Vorstandes des Geschäftsausschusses der Regierungsrat a. D. v. Derzen aufgestellt. Der Bund der Land- geschraubt worden ist. Berliner ärztlichen Standesvereine erkläre 150 bis höchstens wirte hat sich seine Zustimmung noch vorbehalten. 200 ranke als das Maximum für einen chirurgischen Direktor. Die Furcht vor den finanziellen Rückwirkungen des doppelten Operationssaales, des doppelten Hilfspersonals und des doppelten Armamentarimus brauche niemand einzuschüchtern. Die Regelung der Angelegenheit im Sinne des Antrages auf dem Verwaltungswege würde eine Halbheit sein. * * Für Stolp Lauenburg stellen die Konservativen und der Bund der Landwirte den bisherigen Abgeordneten will wiederum als Kandidaten auf. Freifinn. Aus Weimar wird uns berichtet: Eine Konferenz, einberufen bon den freisinnigen Landtags Abgeordneten, hat Niederlande. die Einen Gesetzentwurf zur Wahlrechtsreform haben die freisimmig demokratischen Mitglieder der Zweiten Kammer eingebracht. Danach soll das Wahlrecht zu beiden Kammern allen im Lande ansässigen Niederländern, Männern sowohl wie Frauen, vom 21. Lebensjahre ab zuerkannt werden; ausgeschlossen sollen nur Geistestranke Stadtrat Straßmann: Auch der verewigte Geheimrat Virchow und solche Personen sein, die fortdauernd von Armen- Unterstügung hat das Bedürfnis für einen doppelten Direktor bei einer Krankenleben und jeder socialen Selbständigkeit bar sind. Die Wahlen sollen zahl von 270 nicht anerkannt, sondern wollte davon erst hören, wenn die doppelte 3ahl vorhanden wäre. Jezt haben wir I aber erst durchschnittlich 340. Die Zahl der Kranken auf der inneren daß Station war stets erheblich höher.( Widerspruch.) Beim Nebeneinanderarbeiten zweier Chirurgen sind Konflikte nicht ausgeschlossen. 73 Bisher find noch alle auswärtigen Besucher unsrer Krankenanstalten höchst befriedigt gewefea. " Stadtv. Körte( Fr. Fr.) spricht sich gegen den Antrag aus. Die Zunahme der Krankenzahl auf der äußeren Station könnte eine derartige Umwälzung nicht rechtfertigen. Im Operationssaal müſſe ein Wille herrschen. '" Oberbürgermeister Kirschner: Das Stenogramm wird ergeben, die letzte Behauptung unwahr ist. In namentlicher Abstimmung wird der Antrag Landau mit gegen 36 Stimmen angenommen. Schluß 9 Uhr. Aus Industrie und Handel. Der Fall Erner". ist. Wir haben aber schon im vorigen Jahre die Ansicht vertreten, daß die Absetzung der 5,4 Millionen Mark nicht ausreichend sei und glauben, daß auch mit der jezigen neuen Abschreibung die Aktiven kaum auf ihren wirklichen Stand heruntergebracht sein dürften. Im übrigen weist das Gewinnconto die bekannten, bei den meisten der bisherigen Abschlüsse nachweisbaren Züge auf. Zu dem Bruttogewinn haben nämlich beigetragen: Sorten und Couponsconto. Zinsenconto Wechselconto Provisionsconto Effekten- und Konsortialconto abz. Zinsen. 1901 133 487 0. 5 710 239 1902 • 135 487 M. 5 872 374 3 563 726 5 103 985 17 " " 1 4 887 153 5 087 968 " 11 " " Leipzig, den 26. Februar. Stadtv. Dr. Friedeberg( Soc.): In der vorletzten Sigung der Stadtverordneten ging ein Sturm der Entrüstung durch Finanz- und Handelszeitung" des Hugo Loewy erörtert, wobei die In der heutigen Verhandlung werden die Geschäfte mit der die Versammlung, als nachgewiesen wurde, daß Schwer Leipziger Bank die Garantie des Rückaufes für mehrere Millionen traute von den Krankenhäusern zurückgewiesen worden sind, obwohl russischer an Loewh verkaufter Treberobligationen übernahm. Ferner noch Betten vorhanden waren; man sollte daher mit dem Erwähnen kommen verschiedene nach Ansicht der Sachverständigen ungewöhnliche 4 650 290 Verlust 348 327 fremder Lobsprüche gegenüber der hiesigen Krankenhaus- Verwaltung Transaktionen zur Sprache, deren Zweck es war, eine möglichst beträchtliche Zunahme der Verpflichtungen; die Depositen stiegen von Was die Bilanz anbetrifft, so zeigt sich auf der Passivaseite eine etwas vorsichtiger sein. Es ist mir möglich gewesen, in der Kom- flüssig aussehende Bilanz der Leipziger Bank zu stande zu bringen, von 77,6 auf 93,2 Millionen Mark, Accepte von 102,7 auf 115,4 mission ztvei Fälle vorzuführen, wo der Direktor den Kranken vier so u. a. die Hingabe von 22 Millionen Wechseln der Kasseler Auf- Millionen Mark, Kreditoren von 151,7 auf 185,8 Millionen Mark. Monate lang nicht gesehen hatte! Man sollte uns also nicht zu sehr sichtsratsmitglieder an die Leipziger Bank, für welche Summe die Bei den Aktiven findet sich eine Verminderung des Kajsabestandes drängen, noch mehr solches Material herbeizuschaffen, wenn es Trebergesellschaft durch die Leipziger Bank entlastet wurde. Die freilich auch nicht leicht ist, solches beizubringen, weil der Wechsel wurden aber nicht eingelöst. um ca. fünf Millonen Mart, doch sind andrerseits die verfügchirurgisch Kranke nicht die Kritik der ihm widerfahrenden baren Guthaben um ca. zwei und die Effekten- Reports Dann gelangt ein Brief Schmidts an Egner zur Verlesung, in Behandlung befizt. Würde einer von Ihnen sich operieren dem dieser mitteilt, daß er 3 Wechsel in Gesamthöhe von 3 600 000 1m 25 Millionen Mark gewachsen. Ferner sind gestiegen Kronen auf die galizische Tochtergesellschaft schicke. Er bitte dringend, die Effekten von 34,9 auf 39,2 Millionen Mark, die Debitoren von die galizische Gesellschaft nicht davon zu benachrichtigen, da in der 208,2 auf 223,9 Millionen Mark. Verwaltung Spißbbengesindel schlechtester Art säße und man Gefahr eines c Preßangriffes liefe. denen Stadtv. Sanitätsrat Ruge( N. 2.) hält durch den Antrag Landau eine Verbesserung der Situation der Kranken durchaus nicht für gewährleistet. Die Uebelstände, welche sich aus der Privatprayis erbei dem jetzigen Oberarzt sei das nicht der Fall. Redner bittet, den geben, würden sich auf den neuen dirigierenden Arzt übertragen; Antrag im Interesse der Krauten abzulehnen. Stadtv. Dr. Langerhans( A. L.) fürchtet, daß die Stadt großen Unbequemlichkeiten entgegengeht, wenn nicht etwas Aehnliches wie der Antrag Landau angenommen wird. Er gehe lieber voran, als daß er später nachzukommen gezwungen sei. Nach einigen Jahren werde unausbleiblich das Wachstum der äußeren Stationen so start geworden sein, daß man zur Teilung schreiten müsse. Redner fann das Sträuben gegen die Reform nicht begreifen. Deutschlands Außenhandel im Januar 1903. Nach dem soeben vom Statistischen Amt herausgegebenen Januarheft der monatlichen Nachweise über den auswärtigen Handel hat der deutsche Außen handel sich im ersten Monat des laufenden Jahres außerordentlich günstig gestaltet, sowohl die Einfuhr als die Ausfuhr hat beträchtlich zugenommen. Es betrug: Verfammlungen. lassen bloß auf die Diagnose hin und ohne daß der Arzt nachher den Operierien wieder zu ſehen bekommt? Im Ausschußz führte ein Magistratsvertreter an, daß die Gutachten unter der Flagge des Direktors fegeln. Das war eine sehr richtige Bemerkung: Die Gnt achten segeln unter seiner Flagge, find aber nicht von ihm verfaßt. Sachverstandiger Plaut bemerkt, Schmidt hätte in Galizien Daher die vielfachen Klagen über diese Gutachten, unter überhaupt an keine Tochtergesellschaft eine berechtigte Forderung, im Eine Volksversammlung für den fünften Wahlkreis tagte ant oft die Begutachteten leiden müssen. Gerade in Gegenteil, als die Trebergesellschaft zusammenbrach, machten die Mittwoch in der Tonhalle. Der große Saal und die Galerie waren den letzten Jahren sind die Anforderungen die Anforderungen der Chirurgen Tochtergesellschaften 11 Millionen Gegenforderungen geltend. Eyner voll besetzt, es waren mindestens 1500 Personen anwesend, die mit ganz bedeutend gestiegen, entsprechend der Vervollkommnung bemerkt, daß durch die Annahme der Wechsel die Leipziger Bant großer Aufmerksamkeit dem Vortrage des Reichstags- Abgeordneten Ser Operationsmethoden und der hinzugekommenen Untersuchungen ihre Sicherheit erhöhte und andrerseits 900 000 M. erhielt; um diese Antrick über:„ Die Bülowsche Heimatpolitik und durch die Röntgenstrahlen. Die Zahl der Kranken für jeden Chirurgen Summe wäre im Falle der Nichtannahme die Konkursmasse ärmer die Interessen des Wolfe 3" folgten. Diese sogenannte mus also verkleinert werden. Die Tüchtigkeit des Direktors fommt getvesen. Die Sachverständigen sind der Ansicht, daß die Leipziger Heimatpolitik, die bekanntlich ihre Krömung in dem neuen, durch ja den Kranken keineswegs in vollent Maße zu statten, das geht Bank auf Grund dieses Briefes die Beziehungen mit der Treber- Rechtsbrüche aller Art zustande gekommenen Zolltarif gefunden haben schon wegen seiner Privatklinik, wegen seiner tonsultativen Braris gesellschaft hätte abbrechen müssen, erkennen aber an, daß durch An- soll, wurde von dem Redner durch Vorführung eines reichen Thatnicht an; hier liegt ein Krebsschaden der ganzen Organisation, nahme der Wechsel der Leipziger Bank ein wirtschaftlicher Nuken sachenmaterials scharf beleuchtet. Besonders wies der Redner nach, der endlich einmal abgestellt werden muß. Ich mache damit erwachsen sei. wie verderblich der neue Zolltarif für die Holzindustrie wirken muß, feinem Direktor einen Vorwurf, aber die Krankenhäuser könnten Im weiteren Verlaufe der Sizung kommt zur Sprache, daß der wie schwer nicht allein die Arbeiter, sondern auch der Mittelstand, wissenschaftlich bei andrer Organisation mehr leisten. Verlangt man Leipziger Bank mehrere Hypotheken von den Treberwerken über die Kleinmeister geschädigt werden durch die 50-200 Proz. betragen doch von jedem Arzte, der eine Privatklinik eröffnet, daß er das ihm geben worden sind, für die die Trebergesellschaft zu entlasten war. den Zollerhöhungen auf alle Arten Holz, auf Werkzeuge und zuströmende Material wissenschaftlich verarbeite! Bei der heutigen Erner weist auf den großen wirtschaftlichen Nutzen aus diesem Ge- Materialien, die dieser Industrie unentbehrlich sind. Der Vortrag Organisation fann eine Besserung nicht eintreten. Wir streben auch schäft für die Leipziger Bank hin. Sachverständiger Plaut erkennt flang aus in die Mahnung, mit höchstem Eifer daran zu arbeiten, vor allem eine Vermehrung der Aerzte an, damit die Versorgung den wirtschaftlichen Nugen des Geschäfts an, der Hauptziveck aber daß alle die durch die Bülowsche Heimatpolitik Geschädigten aufgeder Kranken besser wird, sie ist jetzt nicht eine solche, die der Stadt sei die Entlastung der Trebergesellschaft gewesen. Die Verhandlung flärt und aufgerufen werden, sich der Socialdemokratie anzuschließen, würdig wäre.( Unruhe.) Wir sollten uns vor einer wiederholten wird sodann auf morgen vormittag 9 Uhr vertagt. um dieser Partei bei den bevorstehenden Wahlen zu einem glänzenden Blamage, wie wir sie erst neulich haben erleben müssen, hüten. Siege zu verhelfen. Stürmischer lang anhaltender Beifall zeugte ( Beifall.) Losschwindel. Die Warnung vor dem Ankauf fremder Staats- dafür, daß die Anwesenden mit dem Vortrage einverstanden waren. Stadtrat Weigert: Der Antrag Landau hat ja viel Beachtung lose auf Ratenzahlungen und vor den„ Serien- Los- Gesellschaften" Der Vorsitzende Wets forderte unter Hinweis darauf, daß auch die gefunden; seine Begründung ist aber doch nicht mit der nötigen Vorsicht in der Dienstag- Nummer hat zur Folge gehabt, daß uns ein ganzes Freisinnigen im fünften Streise bereits eifrig für die Wahl thätig sind, erfolgt.( Unruhe.) Man hat uns vorgeworfen, daß wir unsre er- Bündel von Zuſchriften aus unserm Leserkreise zugegangen ist. alle Arbeiter auf, im vollsten Maße ihre Pflicht zu thun, damit die probten Assistenzärzte zu Oberärzten gemacht haben. Wir haben Teils wird in diesen Briefen über ähnliche Angebote wie jene des Bestrebungen der Gegner zu nichte gemacht werden. damit nur ihren Verdiensten Rechnung getragen. Bei zwei leitenden Bankgeschäfts Mercur" berichtet, teils enthalten die Zuschriften Chirurgen nebeneinander müssen Reibungen entstehen. Die allerlei lagen solcher Leser, die sich zur Teilnahme an derartigen Die Charlottenburger Gewerkschafts- Kommission hatte zum Sympathie des Publikuns wird unfren Krankenhäusern auch ohne Losgesellschaften haben verleiten lassen. Diese Klagen hier zu ver- 23. d. M. eine Delegiertensizung mit Hinzuziehung der Gewerkden Antrag Landau erhalten bleiben. öffentlichen, würde zu weit führen, zumal es im Grunde genommen schaftsvorstände einberufen, um die Ausfertigung der von der Generalimmer dieselbe Geschichte ist, welche die Einsender erzählen. Wir Kommission der Gewerkschaften Deutschlands verlangten Jahreskönnen nichts andres thun, als nochmals vor der Beteiligung an statistik über die Angabe der Mitgliederzahl, Streits, Innungen, solchen Spielvereinen zu warnen. Wer sein Geld dafür ausgiebt, Tarifvereinbarungen usw. vorzunehmen. Bemerkt sei, daß von 16 wirklich ihr Geld zu schwer verdienen, um es auf diese leichtsinnige meinsame Bibliothek der Gewerkschaften Charlottenburgs am 1. März hat es meist direkt weggeworfen; und unsre Arbeiter müssen doch an der Statistik beteiligten Gewerkschaften eine Mitgliederzahl von 2549 zu verzeichnen war. Hierauf wurde mitgeteilt, daß die geWeise zu verlieren. dieses Jahres im Volkshause, Rosinenstraße 3, eröffnet wird. Die Ausgabezeiten sollen Sonntags, vormittags von 8-10 Uhr und Dienstags und Donnerstags, abends von 8-10 Uhr, abgehalten werden. Die Versammlung wählte zum Bibliothekar Porzellanarbeiter Pösenecker und zu dessen Stellvertreter Schneider Hurol. Die nunmehr wieder aufgenommene Diskussion über die weitere Ausgabe eines gedruckten Jahresberichtes konnte wegen der vorgeDie Einfuhr in Tonnen zu 1000 Kilogramm: 3 203 699 rückten Zeit nicht zu Ende geführt werden und wurde zur nächsten Oberbürgermeister Kirschner: Die Zunahme der Zahl der gegen 2 966 956 und 3048 436 in den beiden Vorjahren. Von Sitzung vertagt. Von Sigung vertagt. Die Steinfeger und Plätterinnen fehlten. äußeren Kranten rechtfertigt das Verlangen einer Blenderung nach 43 Bolltarifnummern zeigen 26 eine verstärkte, die übrigen eine Ein socialdemokratischer Wahlverein für Friedenau ist in einer dem Antrage Landau nicht. Erden, Erze(+ 99 066), Getreide Der Antragsteller hat die Forderung, wenig verminderte Zufuhr. feine Behauptung von den Mängeln des bestehenden Zustandes zu(+85 664", Stohlen(+ 65 841), Abfälle(+ 22 318) brachten am 24. d. M. abgehaltenen Versammlung ins Leben gerufen worden. beweisen, als eine formula magistratualis ins Lächerliche zu ziehen wesentlich höhere, Holz(-56 124), Steine( 9718), Drogerie, Bur Aufnahme gelangten 57 Mitglieder. In den Vorstand wurden versucht. Es ist dies aber eine Forderung des gesunden Menschen- Apotheker- und Farbewaren(-8187 wesentlich geringere Mengen. gewählt: Paul Schmidt, erster Vorsitzender, Karl Kösling, Stellverstandes. Die Behauptung, wir hätten nur einen selbständigen Arzt auf Die Ausfuhr in Tonnen zu 1000 kilogramm: 3 149 758 vertreter, Herrm. Bernſee, Kassierer, May Flieg, Schriftführer, Otto der äußeren Abteilung, ist falsch; wir haben zwei felb- gegen 2 474 258 und 2 414 739 in den beiden Vorjahren. Es lassen Hille, Beisitzender. Vereinsversammlung ist für jeden Dienstag nach ständige Aerzte. Auf dem Wege des Antrages ist Besserung 30 Zolltarifnummern eine Zunahme der Ausfuhr erkennen. dem 15. feſtgeſetzt und finden dieselben bei Grube, Kaiser Allee, Ecke nicht zu erreichen. Vielleicht geht es auf dem Wege der Hierunter ragen hervor: Stohlen(+ 529 936), Erden, Erze Stubenrauchstraße, statt. Kenderung der Instruktion dahin, daß der Direktor nicht berechtigt,(+122 619), Eisen(+20 270). Unter den Nummern mit einer sondern verpflichtet ist, dent Oberarzt eine Anzahl Keranker Abnahme der Ausfuhr sind nur Materialwaren mit einem Ausfall zur ſelbſtändigen Behandlung zuzuweisen. Ich habe als Laie den von 17 860 Tonnen von besonderer Bedeutung. Größer als biefer Letzte Nachrichten und Depeschen. Mut einer eignen Meinung, obwohl es heute nahezu Dogma ge- Großbritannien und die Vereinigten Staaten von Amerika teilen Ausfall ist die Abnahme der Rohzucker- Ausfuhr um 38 361 Tonnen. Zur Arbeiterknebelung in Holland. worden ist, daß derjenige, der sich nicht unbedingt der Meinung der sich in diesen Ausfall. Haag, 26. Februar.( W. T. B.) Die Zweite Kammer beschloß Sachverständigen unterordnet, nicht mehr verdient, ein Stück Brot sich in diesen Ausfall. zu essen. Diese Sachverständigen verstecken sich jetzt hinter der All- Ueber die Schädlichkeit der Exportpraxis der Noh- und Halbstoff. mit 50 gegen 35 Stimmen, die drei mit dem letzten Ausstand der gemeinheit und nehmen dann den Mund recht voll. Sie vertreten fartelle heißt es in dem soeben vom Aeltesten- kollegium nächsten Dienstag in den Bureaus der Kammer prüfen zu lassen, Eisenbahn Angestellten zusammenhängenden Gefeßentwürfe am aber vielfach nur eigne Interessen. Die größten Lärmmacher find der Berliner Kaufmannschaft veröffentlichten Bericht über während die Beratung der betreffenden Interpellationen später stattnicht immer die besten Musikanten, sonst wäre die Pauke das Haupt- Handel und Industrie von Berlin im Jahre 1902": finden soll. Die liberalen und socialistischen Abgeordneten hatten instrument.( Große Heiterkeit.) Im Berichtsjahr trat die Wirksamkeit dieser Bereinbarungen Stadtv. Caffel( A. 2.) tritt namens der großen Mehrheit seiner besonders darin zu Tage, daß die Preise der syndicierten Artikel diese Beratungsweise bekämpft, die indessen durch die RegierungsFraktion für den Antrag ein. Der Oberbürgermeister habe nicht so weit heruntergingen, wie dies bei der starken Bedarfs- partei zur Annahme gebracht wurde. mit der Behauptung, daß wir zwei selbständige Aerzte minderung zu erwarten gewesen wäre. Dies war nur dadurch zu haben, einen bloß rhetorischen Effekt erzielt. Auch Virchow ereichen, daß die Produktion thunlichst beschränkt und der im Ingehöre zu den schlechten Musikanten des Oberbürgermeisters; denn lande nicht verwendbare Teil der Erzeugung zu Verlustpreisen in Paris, 26. Februar.( W. T. E.) Deputiertenkammer. Int 1894 sei er derselben Meinung gewesen, wie die heutigen Antragsteller. das Ausland geworfen wurde. Somit hatten die inländischen AbDie damals für die innere Abteilung geschaffene Reform habe sich nehmer einen Beitrag zu zahlen, um die Versorgung der mit ihnen weiteren Verlaufe der Sigung wurde die Beratung des Artikels 24 heute der allgemeinſten Billigung zu erfreuen, und auch gegen diefe fonkurrierenden ausländischen Verbraucher zu sehr billigen Preisen des Finanzgesetzes begonnen. Derselbe ist von der Kommission in hätten sich 1894 die ärztlichen Direktoren erklärt. Die ärzt zu erleichtern. Das Vorgehen der Syndikate tam denjenigen In die Vorlage eingefügt und bestimmt, daß vom 1. Januar 1905 an das Monopol der Herstellung, der Natifikation, lichen Standesvereine hätten absolut kein ärztliches Inter- landswerken sehr zu statten, welche ihren Bedarf an Rohmaterialien der Staat des Verkaufs von Alkohol haben soll. esse vertreten.( Zustimmung.) Professor v. Bergmann habe ganz oder zum größten Teil aus eignen Betrieben decken. Dagegen der Einfuhr und ihm( Redner) erklärt, er tönne nicht begreifen, wie ein Arzt gegen hatten alle diejenigen Werke schwer zu leiden, welche Roh- und Halb- Jaurès weist auf die Notwendigkeit des Alkoholmonopols hin, denn wenn der Staat dieses nicht an sich reiße, diese Neuordnung sein tönne. Ebenso hätten sich Fürbringer material kaufen müssen, denn die Verkaufspreise der Fabrikate stanIsrael, Senator und Mendel geäußert.( Stadtv. Landau: Hört! hört!) den außer Verhältnis zu den Einkaufspreisen der Materialien. würden sich die Lieferanten und Industriellen desselben beSachliche Gründe habe aber der Oberbürgermeister dem Antrag Wenn auf der einen Seite behauptet wird, daß durch diese Preis- mächtigen. Jaurès schäßt die Kosten für den Ankauf der großen Landau nicht entgegenzusetzen vermocht. Von der Selbständigkeit" politik die Rohstoffverbände die Krisis gemindert, der Preissturz auf- Brennereien auf 6 oder 7 Millionen Frant; für die andren nicht andes Oberarztes habe Birchow seiner Zeit eine nur recht geringe gekauften Brennereien könnte der Staat festiegen, wie viel Alkohol sie Meinung gehabt. herstellen dürfen. Meline ruft: Und die Freiheit?" Jaurès erwidert: Oberbürgermeister Kirschner: Wir sind ja gar nicht principielle Wie? Sie, der Mann der Zolltarife und Reglementierungen, sprechen von Gegner, wir sagen nur, daß seit 1894 die Verhältnisse sich nicht so Freiheit? Er führt dann aus, daß die kleinen Produzenten Vereinigungen bilden könnten zur gemeinsamen Destillierung ihrer verschoben haben, daß der Antrag eine Notwendigkeit wäre. Ist Produkte und fügte hinzu, daß das Alkoholmonopol den kleinen der zweite Direktor die rettende That, so durfte Herr Landau Landwirten die Fortschritte der Wissenschaften bringen würde. Die bei Friedrichshain" nicht stehen bleiben.( Sehr richtig!) Weiterberatung wurde auf Freitag vertagt. Gründe für den Antrag sind auch jetzt nicht angegeben. Man beruft fich auf Autoritäten, beide Teile rufen Herrn Birchow an. Wie ich den Verstorbenen gekannt habe, würde er diese Art des Kampfes nicht gebilligt haben.( Lebhafter Widerspruch; Stadtv. Cassel: Sie aber haben beleidigt!) Er wollte nie befehlen und herrschen, sondern nur belehren und überzeugen. Stadtv. Dr. Neumann kann die Entrüstung begreifen, die dem Antrag vom Magistratstisch entgegengebracht wird. Er träte für den Antrag ein, weil er in ihm einen Fortschritt unsrer öffentlichen Krankenpflege erkenne. Stadtv. Mommsen( Fr. Fr.): Noch nie ist ein Antrag so unsach lich begründet worden, wie dieser. Herr v. Bergmann und Herr Israel werden sich in ihrer Klinik keinen zweiten koordinierten dirigierenden Arzt gefallen laffen. Ein Schlußantrag wird angenommen. " " gehalten worden sei, so ist auf der andern Seite doch auch zu fonstatieren, daß durch dies Verfahren die Gesundung der Industrie berlangsamt wurde, da der inländische Verbrauch nicht die Anregung erhielt, die ihm sonst nach industriellen Krisen durch sehr niedrige Preise geboten wurde." Das Altoholmonopol. Macedonien. Dresdener Bank. Einen Tag später als im vorigen Jahr ist diesmal die Dresdener Bank mit ihrem Rechnungsabschluß heraus gekommen; und es mag hier hinzugefügt werden, daß, so weit das Gewinn- und Verlustconto sowie die Bilanz ein Urteil gestatten, das Institut sich von den schweren Schlägen, die es im Jahre 1901 erlitten, ziemlich erholt hat. Der Bruttogewinn Sofia, 26. Februar.( Meldung des Wiener Telegraphen- orbeträgt einschließlich 36 120 Mart Vortrag aus dem Vorjahre respondenz- Bureaus.) Das allgemeine Urteil über das Reformen19482771 M.( im Vorjahre 15981 680 M.). Nach Abzug von 5 709 427 9. projekt lautet hier abfällig. Die Macedonier erklären auch viel ( im Vorjahre 5 604 125 M.) Handlungsunkosten und Steuern, ferner weitergehende Reformen für unannehmbar, wenn ihre Durchvon 84 144 2. Abschreibungen auf Mobilien, verbleibt ein Rein- führung von den Mächten nicht garantiert werde. Die amtlichen gewinn von 13 689 199 m.( i. V. 9 892 732 M.), der nach dem Gestreife schweigen, da keine offizielle Mitteilung des Projektes schäftsbericht folgende Verwendung finden soll: Abschreibungen auf an Bulgarien erfolgt ist. Am schärfsten äußert sich bisher Bantgebäude 600 000 W., auf Effetten- und Stonfortial Conto gegen die Reformen des Organs Karawelow's Breporen". Das 2 700 000 W., auf Conto- Corrent- Conto 300 000 M., Pensionsfonds Blatt" Witschete Boschka" nennt das Projekt internationalen 75 590 M., Tantiemen an den Aufsichtsrat 286 649 M., Tantiemen Cynismus" und predigt Krieg und Aufstand. Dennoch ist zweifellos an die Direktoren 1 134 626 M., Gratifikationen an die Beamten auch ein Teil der Macedonier gewillt, die Durchführung der vor725 000 M., Dividende( 6 Proz.) 7 800 000 m., Vortrag auf neue geschlagenen Reformen abzuwarten, bevor sie das Reformprojekt Rechnung 67 338 m. ganz verwerfen. In persönlicher Bemerkung protestiert Stadtv. 2 andau gegen die fast demagogische Art, mit der der Oberbürgermeister Die Dividende betrug im Vorjahre nur 4 Proz., ist also diesgegen ihn plädiert habe.( Vorsteher rügt diesen Ausdruck.) mal um 2 Broz. höher. Üleberraschend dürfte manchem die erneute Cincinnati, 26. Februar.( W. T. B.) Der durch die FeuersDieses Vorgehen müsse ihn persönlich tief verlegen. Ebenso protestiert hohe Abschreibung von 2 700 000 Mark auf dem Effekten- und brunst angerichtete Schaden wird nunmehr auf 3 Millionen er gegen die den 600 an der Eingabe beteiligten Aerzten zu teil Stonfortialconto fommen, im vorigen Jahre Dollar geschäßt. Die Feuersbrunst ist die verheerendste, von welcher gewordene Herabwürdigung. 5,4 Millionen Mark auf diesem Conto abgeschrieben worden die Stadt bisher heimgesucht wurde. Verantwortl. Nedakteur: Carl Zeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Nr. 49. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. nachmittags 1 hr. Am Bundesraistische: Graf Posadowsky. Abg. Hoch( Soc.): 10 Freitag, 27. februar 1903. Abg. Hilbek( natl.): Infolge der Mahnung des Präsidenten, die amtlichen Zahlen unrichtig sind, nach denen die Renten berechnet Debatte nach Möglichkeit abzukürzen, verzichte ich aufs Wort. werden, so würde das einen schweren Vorwurf gegen die Behörden 268. Sigung. Donnerstag, den 26. Februar 1903, Die Landwirtschaft ist durch die Versicherungsgesetzgebung genau so in der Landwirtschaft und wo solche vorhanden sind, fehlt es an Abg. Gamp( Rp.) polemisiert gegen den Abg. Röfice- Dessau. bedeuten. Besonders schlecht sind die Unfallverhütungs- Vorschriften stark belastet wie die Industrie. Abg. Röfide hat vergeblich versucht, der nötigen Ueberwachung. In Sachsen müssen 7 Beamte 181 000 BeAuf der Tagesordnung stehen zunächst Betitionen. jeine jebigen Parteifreunde in ihrer Stellung zu den Versicherungs- triebe überwachen, das dürfte selbst in dem hellen Sachſen unmöglich gefeßen reinzuwaschen. Ueber eine Petition der Handelskammer zu Mülheim a. Rh. glückt. Diese Mohrenwäsche ist durchaus miß- sein! Die gesamte Landwirtschaft zahlte für leberwachung ihrer Betriebe Die gegen den Erlaß eines Gesetzes über den Verkehr mit Honig haben Freunde des Abgeordneten Röside ganze 8841 Mark. Das ist die schwere Belastung der Landwirtschaft. wird ohne Debatte zur Tagesordnung übergegangen. fich am spätesten für irgendwelche focial Die traurige Folge davon ist, daß 55 890 Personen im Jahre 1901 politischen Aufgaben interessiert, und zwar ver- in der Landwirtschaft so schwer verunglückten, daß fie länger als Als Material werden überwiesen Petitionen betr. die Ver- möge ihres manchesterlichen Standpunktes. Die beiden fon- 13 Wochen frant waren und daß die Zahl der schweren Unfälle in hütung von Milz brandvergiftungen, sowie eine Petition fervativen Parteien und das Centrum sind die Träger unsrer social- der Landwirtschaft die in der Industrie bedeutend übersteigt.( Hört! wegen Durchführung der gefeßlichen Fürsorge für verunglückte politischen Gesetzgebung gewesen.( Widerspruch links.) Ich habe hört! bei den Socialdemokraten.) Und da wundern Sie sich, daß es Feuerwehrleute und eine Petition betr. Einstellung der mich auch nicht gegen die landwirtschaftlichen Unfallverhütungs- Vor- die Arbeiter bei Ihnen nicht mehr aushalten! Fabrikation von Korbwaren in den Strafanstalten. schriften ausgesprochen, sondern wir waren nur gegen die einheit- Eine Besserung wird hier nicht eintreten, ehe nicht die volle VerUeber eine Petition der Heringsfischerei Dollart zu Emden liche Schematisierung, die keine Rücksicht auf die besonderen Verhält- antwortlichkeit der Unternehmer ausgesprochen wird, che nicht den betr. Verwendung der im Etat für die deutsche Hochsee- nisse der Landwirtschaft nahm. Abg. Rösicke- Dessau sollte sich doch bei Arbeitern in den Krankenkassen das Recht gegeben wird, fischerei bewilligten 400 000 m. geht das Haus zur Tages- seinem HerrnBruder einmal über diese Berhältnisse informieren oder, wenn Unfallverhütungs- Vorschriften zu erlassen und ordnung über. Zur Berücksichtigung wird dem Reichskanzler überwiesen| Herr Röside- Dessau ist ein sehr liebenswürdiger, amüsanter Herr, Ausführung dieser Vorschriften ernannt werden. ihm der zu agrarisch ist, zu mir nach Pommern kommen.( Heiterkeit.) che nicht Arbeiter Kontrolleure zur Ueberwachung der eine Petition betr. Abänderung der Bestimmungen über die Vor- der auch großes Verständnis für einen guten Tropfen Wein hat. bildung zum Studium der Zahnheilkunde. Sonnen Sie( nach rechts) sich nicht in dem Ruhm, Väter des Darauf wird die zweite Lesung des Etats des Reichsamts friedigt werden.( Bravo! rechts.) ( Heiterkeit.) Er wird in dieser Beziehung bei mir vollkommen be- Schlechten zu sein, was in den Gesezen enthalten ist, sondern sorgen des Innern fortgesetzt beim Kapitel„ Reichs- Versiche Sie dafür, daß dieses Schlechte aus dem Gesetz heraus und bessere Abg. Dr. v. Jazdzewski( Pole) schließt sich den Beschwerden des Bestimmungen hineinkommen. Noch besser wäre es, wenn die Arbeiter rungsamt". Abg. Molkenbuhr darüber an, daß Unfälle auf dem Wege von und selbst dafür sorgten, indem sie nur solche Vertreter in den zu der Arbeit nicht entschädigt werden, und klagt darüber, daß auch Reichstag senden, die sich nicht noch damit brüsten, daß Die Geschäfte des Reichs- Versicherungsamtes haben in letzter in den Bosener Genesungsheimen und Krantenanstalten evangelische die Unfälle von Jahr zu Jahr steigen.( Bravo! bei den SocialZeit, wie die Verwaltung selbst anführt, namentlich auf dem Gebiete Diakonissen angestellt seien, die ebenso wie die Aerzte dieser demokraten.) der Unfallverhütung, ganz erheblich zugenommen. Dies ist nament- Anstalten noch dazu der polnischen Sprache nicht mächtig seien. Abg. Rösicke- Dessau( frs. Vg.) polemisiert gegen den Abg. Gamp. lich der Fall gewesen, seitdem am 1. Januar vorigen Jahres die Abg. Dr. Crüger( frs. p.): Die letzten Worte des Abg. Gamp Herr Gamp behauptete wieder, daß die Normal- Unfallverhütungsneuen Unfallversicherungs- Gesetze in vollem Umfange in Kraft ge- waren charakteristisch für einen„ notleidenden" pommerfchen Grund- BVorschriften des Reichs- Versicherungsamtes undurchführbar seien, in treten sind. Es genügt deshalb auch die Schaffung befizer, wie er in Wirklichkeit aussicht. Die Konservativen der That aber sind sie von einer Reihe landwirtschaftlicher Berufseiner neuen Stelle für einen Senatspräsidenten und und das Centrum sind höchstens die unfreiwilligen Träger der genossenschaften eingeführt. einer neuen Mitgliederstelle nicht, um der Ueber Versicherungs- Gesetzgebung gewesen.( Sehr gut! links). Sie( nach Die Herren von der Socialdemokratie sind ja nie sehr bescheiden I astung des Reichs Versicherungsamts abzuhelfen. Diese rechts) waren doch diejenigen, die für die Umsturz- und die( Heiterkeit); am unbescheidensten ist aber immer Herr Stadthagen, leberlastung führt zu einer viel zu langsamen Erledigung Zuchthaus- Vorlage geschwärmt haben! Und jezt vor den der auch heute wieder alle socialpolitischen Fortschritte einzig und der Reklamationen der Arbeiter. Die Baugenossenschaften lassen sich Wahlen auf einmal dies Burschautragen eines social allein für die Socialdemokratie in Anspruch genommen hat. Solche von vornherein sehr viel Zeit, bis sie die Gewährung einer Rente politischen Eifers bei den Konservativen! Den Beschwerden Behauptungen werden durch die ewige Wiederholung nicht wahrer. aussprechen. Die 13 Wochen gehen in der Regel vorüber, ohne daß des Abg. Hoch über die langsame Erledigung von Reklamationen Ich will darauf jetzt nicht näher eingehen, weil es viel wichtiger ist, der verunglückte Arbeiter eine Mitteilung bekommen hat. Zur Er- feitens des Reichs- Versicherungsamtes schließe ich mich an. daß wir sobald wie möglich zur Krankenversicherungs- Novelle ledigung der etwaigen Reklamationen brauchen dann die Schieds- Ich möchte weiterhin darauf hinweisen, daß die schlesische Ver- tommen, die hoffentlich noch in dieser Session erledigt wird.( Bravo! gerichte und das Reichs- Versicherungsamt nicht weniger lange Zeit. ficherungsanstalt gegenüber den Bestrebungen auf Bau von Arbeiter- links.) Unter der Ueberlastung hat auch die Rechtsprechung der Schieds- wohmungen eine ganz ablehnende Stellung einnimmt. Sie steht gerichte erheblich gelitten. Ein großer Teil der Berufsgenossenschaften damit im Gegensaß zu allen übrigen Versicherungsanstalten. hat in neuester Zeit die Kontrolle der Rentenempfänger dahin Abg. Schrader( frf. Vg.): Das Zustandekommen des Strankengeregelt, daß genau untersucht wird, ob irgend ein Rentenempfänger versicherungs- Gesetzes ist in hervorragendem Maße dem Wirken des einen etwas höheren Lohn empfängt, als er dem Grade der ihm Abg. Lasker also eines Mitgliedes der Linken zu verdanken. Gegen bei der Feststellung der Rente zugesprochenen Erwerbsfähigkeit die andern Versicherungsgesetze haben wir lediglich ihrer Form wegen entspricht. gestimmt. Dagegen haben die konservativen und das Centrum sich auf das lebhafteste gegen die Einbeziehung der ländlichen Arbeiter in das Krankenversicherungs- Gesetz gewehrt. = D Abg. Stadthagen( Soc.): # Abg. Gamp( Rp.): Herr Lasker hat zwar für die Krankenversicherung gekämpft, aber er hat die Freunde des Herrn Schrader nicht überzeugen können. Diefe haben vielmehr von ihrem manchesterlichen Standpunkt aus gegen das Princip der Zwangsversicherung und des Eingreifens des Staates gestimmt. Herrn Röside bemerke ich, daß wir auf dem Lande die eingehendsten Unfallverhütungs- Vorschriften haben. Wir Wenn der Lohn des Rentenempfängers niedriger ist, geschieht natürhaben doch ein großes Interesse daran, Unfälle möglichst zu verlich nichts, ist der Lohn aber höher, so wird der Rentenempfänger hindern. Die Steigerung der Unfallziffern ist auf die Verzum Vertrauensarzt der Berufsgenossenschaft geschickt, und dieser untersucht, ob sich der Zustand des Betreffenden nicht gebessert hat. mehrung der Anmeldungen zurückzuführen. Herr StadtDies Berfahren steht im Widerspruch mit dem Sinn und Wortlaut hagen hat seine Urlaubsreise hinter sich und hat infolgeDie Fehler der Versicherungsgesetze sind so groß, daß man sich beffen mit gewohnter Frische( Heiterkeit) ausführlich über diese unfrer Versicherungsgesetze. Denn die Rente soll nicht nach dem nur wundern kann, daß die Konservativen durchaus Vater dieser ganze Materie gesprochen. Wir haben noch keine Urlaubsreise machen Lohne, den der Arbeiter erhält, berechnet werden, sondern nach der Gesetze sein wollen. Gewiß, Herr Gamp, Sie sind Vater des können und müssen warten, bis wir wieder so viel Kraft haben, ihm Einbuße seiner Erwerbsfähigkeit. Wenn er vorübergehend einen Teils dieser Gefeße, der es verschuldet, daß von Jahr zu Jahr ebenso eingehend zu antworten.( Heiterkeit.) Bei der Festsetzung höheren Lohn erhält, so ist das durchaus nicht immer ein Erfolg die Zahl der Unfälle steigt, Sie sind daran schuld, daß noch heute der ortsüblichen Tagelöhne der ländlichen Arbeiter muß natürlich seiner größeren Erwerbsfähigkeit. Der Arbeiter hat unter dieser die ländlichen Arbeiter der Wohlthaten eines Teils der social- Rücksicht genommen werden auf den verschiedenen Wert des Bragis fchiver zu leiden. Hierbei spielt auch ein Begriff eine Rolle, politischen Gesetze nicht teilhaftig sind. Geldes auf dem Lande und in der Stadt. Eine Wohnung Der in der letzten Zeit in der Rentengewährung der Berufsgenossen- Unfre Befürchtung, daß das Reichs- Versicherungsamt immer mehr von zwei Zimmern, Küche, Stammer, mit noch einem Morgen Land, schaften aufgetaucht ist, daß sich nämlich der verunglüdte Arbeiter unter den Einfluß der Unternehmer fommen werde, hat sich leider die auf dem Lande etwa 40 Mark loftet, würde hier in an den Verlust irgend eines Gliedes und an die Beschränkung feiner als richtig erwiesen. Das geht schon daraus hervor, daß sich Berlin etwa 350 bis 400 Mark kosten. So ganz einfach liegen also Erwerbsfähigkeit gewöhnt habe, und daß infolge dessen die die Fälle mehren, in denen angenommen wird, daß sich der die Verhältnisse nicht. Die ländlichen Arbeiter verdienen meist Rente niedriger sein könnte als früher. Diese Pragis hat zu den Arbeiter durch eigne Fahrlässigkeit den Unfall zugezogen einen größeren Reallohn, als die städtischen und können sich infolge wundersamsten Fällen geführt. Einem Holzarbeiter, dem der rechte habe und der Unfall also nicht als Betriebsunfall angesehen dessen besser fleiden und besser wohnen, als die Arbeiter in den Arm vollständig verstümmelt war, wurde von der Norddeutschen Holz- wird. Zweifellos ist, daß der wirkliche Kern des Versicherungs- größeren Städten.( Widerspruch links.) Berufsgenossenschaft einzureden versucht, er habe sich an den gefehes, die Entschädigungspflicht der Unternehmer für die Verlust seines rechten Arms in so hohem Grade gewöhnt, daß Unfälle Staatssekretär Graf Posadowsky: in ihrem Betriebe, die Socialdemokratic zum er ihn zur Unterstützung des linken Arms in gewisser Weise ge- Bater hat, er ist von Bebel bereits in den siebziger Abg. Dr. Crüger erwähnte den in die Presse lancierten Gedanken brauchen könne, wodurch seine Erwerbsfähigkeit nicht so sehr Jahren bei Beratung des Haftpflicht Gesetzes gefordert worden. der Errichtung einer Reichssparkasse in Verbindung mit der vermindert sei. Es müßte für solche Fälle den Arbeitern möglichst Die Rechnungsergebnisse der Berufsgenossenschaften haben wieder Invaliditäisversicherung. Dieser Gedanke ist bereits bei der Beweit entgegen gekommen werden und Sachverständige auch auf feiten die absolute unzulänglichkeit der Unfallversicherungs- Gesetzgebung ratung des Invalidenversicherungs- Gefeßes erörtert worden. Die der Arbeiter darüber befragt werden, ob wirklich ein höherer Grad erwiesen. Diese Ergebnisse haben aber wieder klargelegt, daß, je zentrierung des Kapitals in einer Reichspostsparkasse geltend gemacht ie großen wirtschaftlichen Bedenken, die seiner Zeit gegen die Konder Arbeitsfähigkeit wieder eingetreten ist. mehr Unfälle prozentual und relativ sich ereignen, desto größer der Leider werden auch fouft die gefeßlichen Bestimmungen von den Gewinn ist, der infolge der Unfallversicherungs- Gesetzgebung den wurden, treffen auch gegenüber einem solchen Projekte zu, dem die Berufsgenossenschaften nicht immer beachtet. Vielfach wird so z. B. Unternehmern erwächst. Sämtliche schlechten Gedanken, die in der Regierung übrigens absolut fernſteht. 3. entgegen dem§ 69 Abs. 3 bei der Herabsetzung der Rente nicht socialen Gesetzgebung stecken, stammen von den bürgerlichen Parteien, hessischen Gemeinden die Beiträge zur Unfall- und Juvalidenversiche Es ist ferner früher Klage geführt darüber, daß in einzelnen immer auf Antrag des Betreffenden ein andrer Arzt gehört. Es wird der gute Kern aber von der Socialdemokratie. einfach auf das Gutachten des Vertrauensarztes hin er- Die Unfälle sind in als Gemeinde Umlagen erhoben würden. Die hessische rung grauenerregender Weise gestiegen. sannt und auch die Schiedsgerichte geben dem Verlangen des Ar- Einen Teil der Schuld daran mag die Thatsache tragen, Regierung beruft sich dafür auf ihre Steuergesetzgebung und bebeiters nicht nach. Weiter flagen die Arbeiter darüber, daß daß in den gemischt sprachigen Landesteilen die Unfallverhütungs- Unfallversicherungs- Beiträge als Gemeindebeiträge einziehen zu lassen. hauptet, daß sie durchaus berechtigt sei, die landwirtschaftlichen ihnen Reise Entschädigung zum Termin nicht gewährt wird und Vorschriften nicht in verschiedenen Sprachen zur Kenntnis der Arrotzdem nachher gesagt wird: weil der Rentenempfänger zum Schieds- beiter gebracht werden. Die Verhinderung der Unfälle ist viel( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) gerichtstermin ohne Grund nicht erschienen ist, wird sein Anspruch wichtiger als die Gewährung des Almosens, das den Arbeitern ge- besonders die Zurüdweisungen von EntschädigungsDer Wunsch des Abg. Molkenbuhr, in der Statistik Schiedsgericht zuerst dem Arbeiter mitgeteilt hatte: Wir halten Ihr haben herumschlagen müssen. Im Jahre 1901 ist die Zahl der bei der Arbeit festzustellen, hat folange teinen 3wed, abgewiesen. Redner führt eine Reihe von Fällen an, in welchen das währt wird, nachdem sie sich lange mit den Berufsgenossenschaften besonders die Zurüdweisungen von Entschädigungsansprüchen für Unfälle auf dem Wege zur und von Erscheinen nicht für notwendig", nachher aber sein Anspruch ab- den gewerblichen Berufsgenossenschaften versicherten Personen gegen gewiesen war auch mit Rücksicht auf das Nichterscheinen zum Termin. über 1900 von 6 928 000 auf 6 884 000 zurückgegangen, ein Beweis, als nicht die Gesezgebung in diefer Richtung geändert ist, Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die Praris des Reichs- daß die Krise auch die Großbetriebe ergriffen hat. und eine solche Aenderung hätte doch sehr schwere Bedenken. Versicherungsamtes gegenüber den von uns vorgetragenen offenbaren von dem Zuwachs der Bevölkerung in den Betrieben niemand unter- gegen könnte man die Statistik allerdings in der Richtung erweitern, Berstößen gegen das Gesetz ist eine je nach den Senaten ganz ver- gebracht werden, und außerdem sind Arbeiterentlassungen erfolgt. Daß eine besondere Spalte für Hilflose und völlig Erwerbsunfähige chiedene. Es ist aber Pflicht des Reichs- Versicherungsamtes, die So liefert auch die amtliche Unfallversicherungs- Statistik einen eingerichtet werde. Berufsgenossenschaften und Schiedsgerichte auf die ftritte Befolgung Beweis für das offiziell früber bestrittene Borhandensein nicht ungünstiger, sondern günstiger geworden; der Standpunkt, daß Die Spruchpraris des Reichs- Versicherungsamts ist für die Arbeiter ser gesetzlichen Bestimmungen hinzuweisen. Wenn es dieser Pflicht zahlreicher Arbeitsloser im Jahre 1901. Diese Zahlen hätten doch nicht ungünstiger, sondern günstiger geworden; der Standpunkt, daß nicht immer nachkommt, so liegt ein Teil der Schuld auch an seiner lieber- der Regierung nicht unbekannt sein dürfen, als wir hier im Reichs- der Arbeiter sich durch das Uebertreten eines bestehenden Verbots dann würden auch die Rekurse schneller erledigt werden. Heute Unfre damaligen Angaben erweisen sich jetzt als richtiger als die Angaben 28. Juni 1902 aufgegeben worden.- Ueber die Bildung der aftung. Es hätten zum mindesten 3 Senate neu geschaffen werden müssen, tage im Jahre 1902 unsre Arbeitslosen- Interpellation einbrachten. außerhalb des Betriebes stelle und für einen dadurch erlittenen Unfall nicht zu entschädigen sei, ist vom Reichs- Versicherungsamt am müssen 15-16 Fälle am Tage durchgearbeitet werden. Weiter ist der Polizei und der Regierung. Man hätte nun annehmen sollen, daß sie mit Reservefonds der Versicherungsanstalten wird dem Haufe in nächster es aber auch ein großer Mangel, daß das Reichs- Versicherungsamt der Verminderung der Zahl der Arbeitsstunden des einzelnen Ver- Reservefonds der Versicherungsanstalten wird dem Hause in nächster feinen Zwang auf die Berufsgenossenschaften ausüben tann. ficherten infolge der Strife auch die Zahl der Unfälle entsprechend 3eit eine Denkschrift zugehen. Was die Mitgliedschaft von BerufsWenigstens ist dies die Ansicht des Herrn Staatssekretärs. In der vermindert habe. Aber das Gegenteil ist der Fall. Selbst die Zahl genossenschaften beim Centralverband der Industriellen betrifft, so ist That aber sind die Berufsgenossenschaften verpflichtet, die Unfall- der schweren Unfälle zeigt eine erhebliche Steigerung( von 7,6 auf 8,7 bas Reichs- Versicherungsamt formell nicht in der Lage, eine solche verhütungsvorschriften des Reichs- Versicherungsamts zu befolgen, resp. auf 1000 Arbeiter). Diese Zunahme bietet ein grauenhaftes Bild Mitgliedschaft zu verbieten. die von demselben vorgeschriebenen technischen Aufsichtsbeamten der Verheerungen gegenüber Leben und Gesundheit der Arbeiter, fie anzustellen. Nach§ 22, Abs. 2 des Gewerbe- Unfallversicherungs- deutet darauf hin, daß doch bestimmte Umstände vorhanden sein Das Vorgehen der hessischen Regierung, welche die Gefezes sind die Genossenschaften verpflichtet, über die leberwachungs- müssen, infolge deren der Arbeitgeber einen Vorteil von der Unfall- Beiträge zur Unfall- und Invalidenversicherung auf die Schultern thätigkeit der technischen Aufsichtsbeamten und deren Ergebnisse dem versicherungs- Gefeßgebung in der Weise hat, daß, je mehr Unfälle der Arbeiter abwälzt, verstößt offenbar gegen den§ 34 des landReichs- Versicherungsamt Bericht zu erstatten. Herr Staats- vorkommen, das Unternehmertum als Ganzes umsomehr gewinnt. Das ist wirtschaftlichen Unfall- Versicherungsgefeßes, wonach die Mittel zur sekretär erklärte seiner Zeit, daß diese Berichte selbstverständlich ver- einer der betrübendsten Gründe für die absolute und relative Zu- Deckung der von der Berufsgenossenschaft zu leistenden Entschädigung öffentlicht werden würden. Nun wird dies aber von den nahme der Unfälle. Der§ 95 des Unfallversicherungs- Gesetzes, durch Beiträge aufgebracht werden, welche auf die Mitglieder Berufsgenossenschaften dadurch umgangen, daß sie die Berichte zu dessen Streichung wir beantragten, ist von der Mehrheit noch ver- umgelegt werden. Der Reichstanzler hat die Verpflichtung, die spät einsenden.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Weiter schlechtert worden und dadurch ist die Verantwortlichkeit der Arbeit hessische Regierung darauf aufmerksam zu machen, daß auch fie fich besteht die Bestimmung, daß die Gesamt- Rechnungsergebnisse geber auf ein Minimum reduziert, ja geradezu eine Prämie auf die den Reichsgesetzen zu fügen haben.( Sehr richtig! bei den Socialeines Rechnungsjahres alljährlich dem Reichstage vorgelegt werden Bummelei und auf die Fahrlässigkeit gegenüber der Gesundheit demokraten.) Herr Gamp meinte, ein Jahresarbeitsverdienst von sollen. Das Reichs- Versicherungsamt hat seiner Zeit der Arbeiter gesetzt. Namentlich bei den Baugewerbs- Berufs- 550 M. auf dem Lande fei doch ziemlich hoch. Worauf es allein anselbst zugegeben, daß der Reichstag aus den bisherigen Berichten genossenschaften zeigt sich deutlich, daß, so lange nicht den Arbeitern kommt, ist festzustellen, ob ein erwachsener Mann mit Frau und Kindern cin richtiges Bild sich nicht bilden könne. Eine Ver- das Recht gegeben wird, der Festsetzung und leber- sich von einem solchen Jahresverdienst ernähren kann. befferung dieser Berichte ist aber ebenfalls am Widerstande der Berufs- wachung der Unfallverhütungs- Vorschriften in weitem Umfange mit der mit 550 M., in andern Gegenden gar mit 366 M., auskommt, genossenschaften gescheitert. Die Bedeutung der Berufsgenossenschaften zuwirken, die sociale Gesetzgebung geradezu immer mehr Ver- den müßte Herr Gamp zum Finanzminister in Preußen vorschlagen. geht ja auch daraus hervor, daß, während der Absendung eines wundungen und schwere Unfälle zur Folge hat. Ich glaube nicht, daß irgend ein Großgrundbesitzer mit der doppelten, Geh. Rates zum Gewerkschaftskongreß die langwierigsten Dekorations- Fast noch trauriger als in der Industrie sieht es in der oder dreifachen, oder vierfachen Einnahme auskommen würde. Herr Konflikte vorhergingen, die Einladung der Berufsgenossenschaften von Landwirtschaft aus. Sie, Herr Gamp, sollten sich doch überlegen, ob Gamp wird nicht bestreiten können, daß die Zahl namentlich der der Regierung mit Freuden angenommen wurde. Man erklärte, daß nicht Ihre Stellung speciell mit daran schuld ist. Bei den ländlichen landwirtschaftlichen Unfälle in erschreckendem Maße gestiegen ist. Das man die gewichtige Stimme der in den Berufsgenossenschaften ver- Arbeitern, die ja in Wahrheit die„ notleidenden Agrarier" find, giebt ist keine Theorie, sondern leider traurige Praris. Ich möchte der einigten Herren Bertreter der Berufe stets aufmerksam würdigen es durchschnittlich Jahreslöhne für erwachsene weibliche Arbeiter von Rechten raten, endlich einmal von ihren engherzigen, tapitaliſtiſchen, werde." Bei dieser Abhängigkeit des Reichs- Versicherungsamts von 320-340 m., bei den männlichen erwachsenen Arbeitern von 360-540 manchesterlichen socialpolitischen Anschauungen abzugehen.( Bravo! den Unternehmern ist es kein Wunder, wenn seine Thätigkeit den Mart. Kein Jahres- Arbeitsverdienst ist auf 600 oder gar 900 M. fest- bei den Socialdemokraten.) Wünschen der Arbeiter wenig entspricht.( Bravo! bei den Social- gesetzt, dagegen finden sich Jahres- Arbeitsverdienste von 300 Mark Damit schließt die Debatte. Demokraten.) besonders in Schlesien. Ebenso ist in Ostpreußen der allerhöchste Lohn Das Kapitel„ Reichs- Versicherungsamt" wird bewilligt, Präsident Graf Ballestrem: Das Wort hat der Abgeordnete auf 600 M. festgesetzt. Da ist eingerechnet das Deputat, die Wohnung usw. ebenso debattelos die Kapitel Physikalisch- technische Reichsanstalt" Hilbd. Sie werden sagen, in der That find die Löhne höher. Wenn aber diese und„ Kanalamt". ant Es konnte Abg. Stadthagen( Soc.): Das Ein Mann, Beim Kapitel, Aufsichtsamt für Privatversicherung" Die Rohrleger und Helfer der Firma Schuppmann, welche| strenge Befolgung der Abivehrmaßregeln ans Herz legen. Damit wünscht fürzlich in den Ausstand getreten waren, verhandelten gestern in wäre der Sache der Arbeiter weit besser gedient." Abg. Dr. Müller Meiningen( frs. Vp.) statistische und sonstige Gegenwart des Firmeninhabers vor dem Einigungsamt des Das Blatt verschweigt böswillig, daß der Bergarbeiter- Verband amtliche Veröffentlichungen über die Thätigkeit des Aufsichtsamtes. Gewerbegerichts. Anlaß der Differenzen war die Verweigerung der durch seine Zeitung die Bergarbeiter sogar sehr gründlich über die Besonders über die Erledigung der Beschwerden möge Auskunft ge- tarifmäßigen Fahrzeitvergütung an die Rohrleger und Bezahlung Gefahr aufgeklärt hat, daß er sie zu strengster Befolgung der gegeben werden. der Helfer mit 35 anstatt der vereinbarten 37%, Pf. Stundenlohn. gebenen Vorschriften aufgefordert hat und daß die organis Staatssekretär Graf Posadowsky regt die Herausgabe eines Die Firma hatte schon vor Beendigung des vorfährigen Rohrleger- jierten Bergarbeiter gegen einzelne, die die Vorschriften ver Jahresberichtes über die Thätigkeit des Aufsichtsamtes für Privat- streits die Forderungen der Arbeiter unterschriftlich anerkannt, iar tegen, rücksichtslos auftreten. Es verschweigt auch ferner, daß versicherung zu. Die meisten bisherigen Beschwerden hätten sich jedoch jetzt der Meinung, daß durch die Beendigung des Streifs, der Bergarbeiter- Verband es aufgedeckt hat, daß leider die als unbegründet erwiesen. bei welcher vor dem Einigungsamt andre Tarifbestimmungen fest- Grubenbefizer in zahlreichen Fällen die Vorschriften nicht beachten, Abg. Dr. Semler( natl.): Das Aufsichtsamt hat bisher alle Be- gesetzt wurden, ihre Unterschrift nicht mehr bindend sei, weil sie keiner die vorgeschriebenen Einrichtungen nicht schaffen und sie nicht im schwerden so schleunig wie möglich erledigt. Unternehmer- Organisation angehört und daher auch den zwischen dieser vorgeschriebenen Zustande erhalten, so daß den Arbeitern die BeAbg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Bp.): Ich habe dem Dr. Semler und den Rohrlegern vereinbarten Tarif nicht anzuerkennen brauche. folgung der Vorschriften oft unmöglich gemacht ist und es verschweigt feine Veranlassung gegeben, hier als freiwilliger Regierungskommissar Von der Schlichtungskommission des Berufes wurde eine Einmischung endlich, daß in dem bestehenden Sonderausschusse zur Bekämpfung aufzutreten.( Heiterkeit.) in diese Differenzen principiell abgelehnt, weil es sich um einen un- des Wurmes nicht nur die Maßregeln der Gruben als unzulänglich, Staatssekretär Graf Rojadowsky: Angesichts einer gewissen Un- organisierten Unternehmer handelte, daher die Anrufung des sondern auch die bestehenden behördlichen Vorschriften von Aerzten geduld, die sich gegenüber der Erledigung der Geschäfte des Aufsichts- Einigungsamts. Nach mehrstündiger Verhandlung einigten sich die als mugenügend bezeichnet worden sind. amtes gezeigt hat, bitte ich zu erwägen, daß die Materie, mit der Parteien auf folgende Hauptpunkte: Die Firma erkennt den am sich das Amit zu befassen hat, zum Teil vollkommen nen ist, daß die 12. November 1902 zivischen den Rohrlegern und ihren Arbeitgebern Entscheidungen meist präjudizieller Natur und daher sehr schwierig vor dem Einigungsamt abgeschlossenen Tarif nunmehr an. In der sind und daß noch keine homogenen Elemente sich in der Beamten Entlassung dreier Monteure wird keine Maßregelung erblickt, jämt schaft herausgebildet haben. Es muß sich erst ein Stamm von liche am Streit beteiligten Arbeiter werden wieder eingestellt und Specialisten für diese Fragen bilden. Die Beamten des Aufsichts- wird die Arbeit am 27. Februar morgens wieder aufgenommen. amtes arbeiten mit der äußersten Aufopferung. Künftige Differenzen sind ebenfalls dem Einigungsamt zu unterbreiten, ehe es zu Arbeitseinstellungen oder Aussperrungen kommen darf. Abg. Dr. Semtler( natl.): Hätte ich gewußt, daß der Staatssekretär selbst sprechen würde, hätte ich vielleicht nicht das Wort genommen. Trotzdem muß ich die Belehrung des Dr. Müller- Meiningen zurückweisen.( Heiterkeit.) Abg. Dr. Müller- Meiningen( fri. Vp.): Der Staatssekretär hat selbst zugegeben, daß wenigstens vorübergehend Stockungen im Geschäftsbetriebe vorgekommen sind. Damit schließt die Debatte, das Kapitel wird bewilligt ebenso ohne Debatte das Extra- Ordinarium des Etats des Reichsamtes des Innern, dessen zweite Beratung damit been det ist. Das Haus vertagt sich. Nächste Sigung Freitag 1 hr.( Petitionen, KrankenkassenNovelle, Post- Etat.) Schluß 51 hr. Partei- Nachrichten. Achtung, Former und Gießerci- Arbeiter! Die Kollegen von Gradenwiß haben wegen Abzüge die Arbeit nieder gelegt. Die Differenzen bei Pohl bestehen fort. Desgleichen Sie Sperre bei Gitner. bei Keyser u. Schmidt dauert unverändert fort. Wir ersuchen Achtung, Mechaniker, Uhrmacher, Schlosser, Dreher! Der Streit den Zuzug streng fernzuhalten. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Drtsverwaltung Berlin. Deutsches Reich. gestellt von Dr. Richard Freund, sind in einem handlichen Materialien zur Frage der Arbeitslosen- Versicherung, zusammen Heftchen der Nr. 22 der„ Socialen Praris" beigelegt. Die Zusammenstellung giebt eine lebersicht über die Litteratur, Sie schon bestehenden Einrichtungen sowie in besonderer Zusammenstellung die in der Litteratur verstreuten Borschläge und Projekte. Die Arbeit wird allen Interessenten das Studium der Frage erleichtern. , Die Einführung des Proportional- Wahlsystems für das Gewerbegericht haben in Halle die Hirsch- Dunckerschen beantragt. Die Arbeiterbeisiger des Gewerbegerichts, die sämtlich Vertreter der freien Gewerkschaften sind, sprachen sich einstimmig für die Proportionalwahl, die Unternehmerbeifizer aber einstimmig dagegen aus. Magistrat und Regierung lehnten den Antrag ab. Das Grund ist, wie im Stadtverordneten- Kollegium ausgesprochen wurde, System sei zu umständlich und noch zu wenig erprobt. Der wahre daß man befürchtet, es würden dann auch etliche socialdemokratische Unternehmervertreter gewählt werden. Eine nachahmenswerte Neuerung hat, wie die„ Bremer BürgerRückgang christlicher Gewertvereine. Die Bergarbeiter- Zeitung" Beitung" berichtet, der Gemeinderat in Bant eingeführt. Um auch schreibt: Der Lippesche Zieglerverein hat nach seiner Lohnarbeitern oder überhaupt minder Bemittelten zu ermöglichen, neuesten Abrechnung 900 Mitglieder verloren und zählt noch 3000. die Aemter von Schöffen und Geschworenen auszuüben, hat er beDie Ortsgruppen in der Maingegend haben sich ganz aufgelöst. schlossen, den Schöffen eine Vergütung von 4 M. und den GeRapide geht es mit dem bayrischen Eisenbahnerverband schworenen eine solche von 6 M. pro Tag aus der Gemeindekasse zu Aus den Organisationen. Die Dortmunder Genossen be- bergab, der ja auch zu den christlichen Gewerkvereinen gerechnet wird. gewähren. schlossen, ihre Parteigeschäfte dem socialdemokratischen Verein zur 1901 hatte er 20 000 Mitglieder, 1902 nur noch 18,000 und jetzt giebt Krankenkassen- Schwindel. Erledigung zu übertragen. Es soll dadurch eine bessere Flüssig sein Organ nur 16 000 an! 4000 Verlust in zwei Jahren, das ist machung von Geldern sowie eine bessere Verbindung der Genossen viel, zumal der Verein vom bayrischen Centrum gehätschelt wird Macher eines in Chemnitz bestehenden Schwindelunternehmens, Mit einer geradezu genialen Unverfrorenheit verstehen es die untereinander erreicht werden. Die Vereinsbeiträge wurden von was das Zeug hält.- Die beiden Vereine haben schon allein arme Stranke zu prellen. Dort bestand eine„ Sächsische 20 auf 30 Pf. pro Monat erhöht, welchen Betrag jezt jeder Genosse 3000 Mitglieder verloren, kommt noch hinzu der auseinandergerissene Central Krantenfasse". Als das Geschäft bedenklich wurde, zu leisten hat, während früher die meisten Genossen auf den Partei- Siegerländer Verein, dessen 8000 Mitglieder zum größten löste sich die Kasse mit Taschenspieler- Geschwindigkeit auf und die farten der Vertrauensleute 10 Pf. bezahlten. Die Eisener Teil den Zechengewerkverein verstärkten, sonst hätte er gar nichts an Mitglieder hatten das Nachsehen. Seit dem 20. Januar betreiben Genossen haben am Sonntag beschlossen, vom 1. März ab einen Zuwachs aufzuweisen. Der Rest schwankt hin und her, wie aus der die Gründer ein neues Geschäft unter der Firma„ Allgemeiner besoldeten Wahlleiter anzustellen. Gewählt wurde Genosse Neumann." Christl. Arbeiterzeitung" zu entnehmen ist. Brotwucheragitation, deutscher Unterstützungsverein". Den Opfern der ersten besoldeten Wahlleiter anzustellen. Gewählt wurde Genosse Neumann. Großmannssucht und sonstiger Unfug der großen Führer sorgen da- Gründung versprach man Berücksichtigung ihrer alten Ansprüche, für, daß es weiter bergab geht. wenn sie in die neue Kasse übertreten. In einem Cirkular an die Husland. Betrogenen sagt man: Seidenwinderinnenstreit in Basel. 40 Arbeiterinnen, meistens" Dem Unterstügungs- Verein wurde sofort ein Gründungsfonds Italienerinnen, der Seidenzwirnerei Köchlin, Burhardt u. Co. in von 10 000. seitens einiger Mitglieder(!) zur Verfügung und Basel haben wegen der fortwährenden Lohndrückereien, die all- weitere Summen in sichere Aussicht gestellt, so daß derselbe ohne mählich die Monatsverdienste auf 37, 33, 24 und fogar 15 Franken weiteres für Mitglieder der Sächsischen Central- Krankenkasse, deren reduzierten, die Arbeit eingestellt. Der Durchschnittslohn pro Monat Ansprüche ja geseßlich durch die beschlossene Auflösung erlöschen, wird verlangen Lohnerhöhung. beträgt 37 Fr. und das Lohnmaximum 46 Fr. Die Streifenden unterſtügend eintreten können und eine wesentliche Störung des Betriebes nicht möglich ist. Für die alten Mitglieder bleiben Beiträge und Unterstützungen die bisherigen." Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 24 und 26 M. Lohn. Die Streifbrecher der Goldackerschen Großbäckerei erhalten schon jetzt den wohlverdienten Fußtritt für ihre Raußreizerdienste. Die alten Löhne standen meistenteils auf 21 M., nur Einzelne hatten 28 M. Lohn in steigender Skala vorgesehen. Den Streitbrechern Der geschlossene Vertrag hatte 22 bis wurde noch mehr und zwar 24 bis 30 m. versprochen und auch teilweise bezahlt. Jetzt hat Herr Goldacker durch die Backmeister Der Streit in den Steinbrüchen von Bacécles( Belgien), welcher den Arbeitswilligen mitteilen lassen, daß von nächster Woche an über vier Monate gedauert hat, ist zu Ende. Die Streikenden beder Mehrzahl wieder nur 22 M. gezahlt wird. Der Mohr hat seine schlossen, die Arbeit in allen Brüchen wieder aufzunehmen, nur in Schuldigkeit gethan, er kann gehen. Die meisten dieser Arbeitswilligen den Steinbrüchen des Unternehmers Delfosse bleibt der Streit behaben 5 und 6 M. und mehr für die Stelle beim Arbeitsvermittler stehen, bis dieser die Organisation der Arbeiter anerkennt. ( Seelenverkäufer) bezahlt, und sind fast alle schon wieder entlassen worden, haben also fast nur für diese Kommissionäre gearbeitet und Streitbrecherdienste verrichtet. Teilweise werden die Verkäuferinnen für den jezigen schlechten Geschäftsgang verantwortlich gemacht und dementsprechend behandelt. Die Arbeiterschaft mag für weitere Unterhaltung des Herrn Goldacker sorgen. Der Vorstand des Bäckerverbandes. Sociales. Zur Reform der Krankenversicherung. Da Ein Arbeiter, der auf diesen Leim gegangen war und auch schon bis 1. März Beiträge entrichtet hat, wurde krank und verlangte unterstützung auf Grund seiner in der aufgelösten Kasse erworbenen Rechte. Statt der Unterstützung erhielt er, wie die Sächsische Arbeiterzeitung" berichtet, ein Schreiben, worin ihm mitgeteilt wird, daß schon 5000 M. an frühere Mitglieder der Sächsischen Centrals tasse ausgezahlt worden seien und dann heißt es: " z it Polizeilich geschlossen wurde die Kasse„ GIüdauf" Hessische Silfs Krankenkasse für ganz Deutschland Kassel, eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 75. Für die 3eit nach dem Schließungstage, dem 10. Februar 1903, können keine interſtützungsansprüche mehr geltend gemacht werden, dagegen müssen noch Beiträge gezahlt werden. Aus der Frauenbewegung. ,, Nun find aber in den leztvergangenen Tagen durch eine Anzahl sogenannter Arbeiter- Zeitungen derartige gehässige Angriffe gegen In der Socialen Pragis" wiederholt Dr. Richard Freund seinen den Verein erfolgt, daß sich der Aufsichtsrat desselben veranlaßt schon früher gemachten Vorschlag der Verschmelzung der Kranken- gesehen hat, bis auf weiteres Mitglieder der Sächsischen Centralversicherung mit der Invalidenversicherung. Er wünscht, daß Krankenkasse nicht mehr, ferner aber nur dann wieder zu unterstützen, den Invalidenversicherungs- Anstalten lokale Hilfsorgane bei- wenn dieselben mindestens 8 Wochen dem Verein angehören und Die geplante Aussperrung der Täschner, Gürtel- und Galanteriegegeben werden, denen die lokalen Geschäfte der Kranken- ihre Beiträge geleistet haben. Arbeiter und Invalidenversicherung übertragen werden. Die Beiträge Ohne Erfüllung dieser Bedingung erfolgt von jetzt an Unterbeschäftigte am Mittwoch eine stark besuchte Sattlerversammlung. zu dieser gemeinsamen Kranken- und Invalidenversicherung stützung nicht mehr. Von der Vereinigung der Berliner Lederwaren- Fabrikanten ist der sollen von den Arbeitern und den Unternehmern zu gleichen Teilen Das heißt also, der Mann bekommt kein Krankengeld und so Ortsverwaltung des Verbandes ein Schreiben zugegangen des getragen und beide Teile dann auch wie schon heut bei der wird es andren auch gehen. Das ist ja bei dieser Art Kassen nichts Inhalts, daß sie die kürzlich erfolgte Arbeitsniederlegung bei der Invalidenversicherung gleichmäßig zur Verwaltung herangezogen Neues; nen ist aber die Frechheit, mit der die Kritik der Preffe den Firma Fährmann lediglich als einen erneuten Vorstoß gegen fämt werden. armen Opfern als Grund dafür angegeben wird, daß sie sich beliche Fabrikanten betrachten. Es handele sich nicht um einen Die Verschmelzung beider Versicherungen entspricht ganz unsren trügen lassen müssen. Abwehr, sondern um einen Angriffsstreit, und erblicken die Wünschen; unser letter Parteitag hat sie auch gefordert, dagegen Fabrikanten in dem„ anmaßenden Gebahren" der Gehilfenschaft nicht können wir der vorgeschlagenen Art der Verwaltung nicht zustimmen. nur eine Bevormundung, sondern einen direkten Eingriff in ihre Wir wünschen die volle Selbstverwaltung durch die Versicherten. geschäftlichen Dispositionen, der eventuell die Specialindustrie Auf einen Mangel in der Verfolgung des Rechtsweges in Unteraus den Fugen bringen und von dem Belieben der Gehilfenschaft stützungsansprüchen aus dem bestehenden Geseke macht Oberlandes abhängig mache. Die Fabrikanten fordern deshalb, daß die Arbeit gerichtsrat Dr. Neukamp in Köln aufmerksam. Nach§ 58 Abs. II des bei der Firma Fährmann bedingunglos bis zum 27. Februar Gesetzes sind Entscheidungen der Aufsichtsbehörden innerhalb einer morgens wieder aufgenommen wird, widrigenfalls die Lohnarbeiter Frist von 4 Wochen im ordentlichen Rechtswege anzufechten, sofort am 28., und die Accord- und Heimarbeiter nach fertiggestellter soweit sie nicht den Verwaltungsgerichten zugetiesen sind. Arbeit ausgesperrt werden sollen. Ehe die Angelegenheit Objekte von mehr als 300 m. vor die Landgerichte gehören und Fährmann nicht erledigt sei, könne man sich auf Verhandlungen arme Kläger erst des Armenrechts bedürfen, ehe sie einen Anwalt Was haben die Frauen von der heutigen Staats- und Genicht einlassen. Unterzeichnet ist das betreffende Schriftstück von erlangen können, so fann leicht die Frist von 4 Wochen verstreichen sellschafts- Ordnung zu erwarten? Den beiden Volksversammlungen, 21 Fabrikanten. An der Aussprache hierüber beteiligten sich u. a. che sie zur Anstrengung der Klage gelangen. Nach Lage der Gesetz- die sich am Dienstag im Norden und Nordwesten Berlins mit Sembe, Weyher und Sassenbach. Sie wiesen darauf hin, daß es gebung ist aber, wie der 1. Civilsenat des Ober- Landesgerichts Köln dieser Frage beschäftigten, schloß sich am Mittwoch eine dritte die Fabrikanten augenscheinlich auf eine Kraftprobe abgesehen hätten, am 28. Januar 1903 entschieden hat, nach Verstreichung der Frist, im Südosten an. Die ebenfalls von der Vertrauensperson denn den viermaligen Unterhandlungsversuchen seitens der Arbeiter auch wenn den Kläger kein Verschulden trifft, die Wiedereinseßung der proletarischen Frauen einberufene Versammlung, die recht haben jene sich einfach ablehnend gegenüber verhalten. Die Meinung in den vorigen Stand unmöglich. Der genannte Richter schlägt gut und besonders zahlreich von Frauen besucht war, tagte im der Versammlung fam in folgender einstimmig angenommener Refo- deshalb vor, daß die Möglichkeit der Wiedereinsetzung bei schuldloser Etablissement" Südost" in der Waldemarstraße. Genossin Klara lution zum Ausdruck: Die Versammlung erklärt sich zunächst mit den von der Dris- Fristverfäumnis ausdrücklich im§ 58 des Stranken- Versicherungs- ey I referierte. Sie verstand es, in knappen aber Haven Zügen ein gesetzes ausgesprochen werde. eindrucksvolles Bild vom Wesen unsrer auf Ausbeutung beruhenden verivaltung gegebenen Antworten einverstanden. Sie betont ebenSelajiengesellschaft zu entwerfen, der gegenüber die Arbeiterschaft nur falls, daß es sich im Fall Fährmann um eine Abwehr und nicht um Nur die Socialdemokraten sind Freunde der Kaufmannsgerichte. auf ihre eigne Straft angewiesen sei. Was die herrschenden Klassen einen Angriff handelt. Die Versammlung lehnt daher die Forderung Das bestätigt uns die Konservative Korrespondenz", indem sie schreibt: an socialpolitischen Maßnahmen und Anregungen böten, seien nur der Fabrikanten, den Streit bei Fährmann bedingungslos für beendet leber das Einbringen der Kaufmannsgerichts"-Vorlage herrscht Halbheiten oder gar leere Versprechungen, mit denen man, wie es zu erklären, ganz entschieden ab. Sollten die Unternehmer diefen jezt tiefes Schweigen. Man wird also wohl mit ziemlicher Bestimmt die letzten parlamentarischen Verhandlungen bewiesen, dem Volke Vorwand benützen, um der Gehilfenschaft den Krieg zu erklären, so heit annehmen können, daß dieser Entwurf dem sterbenden" Reichstage Sand in die Augen streuen wolle, nachdem man ihm kurz vorher sieht sie diesem Beginnen ruhig entgegen. Im Vertrauen auf die nicht mehr zugeht. Möglicherweise aber hat sich der Eifer, neue durch den Zolltarif das Brot vom Munde weggenommen habe. Richtigkeit ihrer Ansicht, daß es sich im Fall Fährmann nur um Sondergerichte zu schaffen, in leitenden Kreisen abgekühlt, so daß wir( Lebhafte Zustimmung.) Nachdem Rednerin die Novelle zum Krankeneine Abwehr handelt, erklärt sich die Versammlung bereit, die Ent- von den Kaufmannsgerichten in der geplanten Form überhaupt ver- versicherungs- Gesetz und den Entwurf des Gesetzes über die kaufscheidung darüber, ob ein Angriff oder eine Abwehr vorliegt, dem schont bleiben. Der dem Bundesrate vorliegende, seltsamerweise von männischen Schiedsgerichte kritisch beleuchtet und die Entrechtung des Getverbegericht zu überlassen und sich nach dessen Entscheidung zu richten. der Frankfurter Zeitung" wie man annehmen muß, unbefugt weiblichen Geschlechts auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens Ferner wird beschlossen: In allen Werkstellen, in denen die Aus- veröffentlichte Entwurf hat von fast allen Seiten eine sehr abfällige besprochen hatte, kam sie zu dem Schluß, daß die Frau gleich dem sperrung vorgenommen wird, sind sofort die vor einigen Wochen Beurteilung erfahren. Selbst frühere Freunde derartiger Gerichte männlichen Proletar am besten für sich wirke, wenn sie daran mitaufgestellten Forderungen von neuem einzureichen. Die Versammlung sind bedenklich geworden. Vor allem aber find die Kaufleute arbeite, die Macht der Socialdemokratie zu stärken. Die beste giebt sich das Versprechen, dann mit allen Kräften rücksichtslos für als Prinzipale entschiedene Gegner des Entwurfs, und das fällt doch Gelegenheit zu kräftiger Agitation in dieser Richtung sei bei den die Durchführung dieser Forderung einzutreten. Sollte in einer wohl schwer ins Gewicht. Endlich aber sind alle Juristen in der Reichstagswahlen gegeben.( Großer Beifall.) Im selben Sinne Werkstatt eine feilweise Aussperrung geplant sein, erklären sich die Verurteilung der neuen Institution einig. Sie sprechen sich mit sprachen dann noch unter lebhafter Zustimmung die Genoffinnen nicht Betroffenen mit den Ausgesperrten solidarisch und verlassen aller Schärfe gegen die Einſegung neuer Sondergerichte mit vollem Baader und Wengels. Einstimmig wurde die bereits gestern ebenfalls die Werkstatt. Rechte aus. Freunde des Gesezentwurfs sind im großen und ganzen mitgeteilte Resolution auch hier angenommen. das ist sehr bezeichnend." = Hierzu wurde noch ein Zusazantrag angenommen, dahingehend, nur die Socialdemokraten und ihr socialreformerischer Anhang, und Berein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den daß, falls es zur Aussperring kommen sollte, jeder der davon nicht betroffenen Kollegen pro Woche eine Mark als Extra- Unterſtügung Die Handlungsgehilfen, die sich bisher ohne Ausnahme für die 2. März, findet in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, unfre für die Ausgesperrten zu zahlen hat. Gerichte ausgesprochen haben, mögen es sich merken, daß außer der Generalversammlung statt. Um recht zahlreiches Erscheinen der Der Vorstand. Was den Streik der Militärsattler bei der Firma Socialdemokratie keine andre der politischen Parteien für ihre Mitglieder bittet Becker u. Co. anbelangt, so ist Aussicht zu einem für die Arbeiter Forderungen eintritt. Wir hoffen, daß alle Amtsblätter die für sie Lichtenberg. In öffentlicher Frauenversammlung sprach Frau günstigen Abschluß vorhanden. Ein Teil der Fabrikanten scheint bestimmte Notiz der„ K. K." abdrucken werden. Die Handlungs- Emma Jhrer über die Beteiligung der Frauen an den bevorstehenden der Firma den Streit geradezu zu gönnen, weil von derselben durch gehilfen werden das zu lesen verstehen. Reichstags Wahlkampfe. Die Nednerin forderte alle Frauen und fortgesettes Unterbieten bei Bergebung der Militärarbeiten auch der Ueber die Wurmkrankheit im Ruhrrevier schreibt die Rheinisch- Mädchen auf, sich den Organisationen für die Wahlarbeit zur VerUnternehmergetvinn so bedenklich herabgedrückt ist, daß er selbst Westfälische Zeitung", das Blatt der Grubenbarone, einen Be- fügung zu stellen, um so viel als möglich auf die Wahl Einfluß zu durch bedeutende Lohnkürzungen nicht mehr wett gemacht werden schwichtigungsartikel. Das Blatt beschwert sich darin über Ausnutzung gewinnen. Als die Rednerin die Rechtlosigkeit der Frauen bei den kann. Die Versammlung sagte auch diesen Streifenden ihre mora- eines willkommenen Agitationsstoffes" durch die socialdemokratische geplanten Kaufmannsgerichten tritifierte, ertönte demonstrativer Beifische und finanzielle Unterstützung zu. Vier Verbandsmitglieder, die Presse und schreibt am Schlusse: fall. Eine entsprechende Resolution wurde angenommen. jedoch in dem Betriebe geblieben waren, wurden wegen 1111= solidarischen Verhaltens einstimmig aus dem Verbande aus geschlossen. " " Statt aber den traurigen Gegenstand als Agitationsmittel aus- Frau Ihrer wurde dann von der Versammlung als Kreis- Verzumußen, sollte der Bergarbeiter- Verband seine Mittel dazu ver- trauensperson anerkannt, die Wahl einer Orts- Vertrauensperson aber wenden, seine Mitglieder über die Gefahr aufzuklären und ihnen für die nächste Frauenversammlung vertagt. Victoria " Queensland " 340 000 Männer 300 000 Frauen 300 000 132 000 297 000 101 000 " " Südaustralien 93 000 88 000 " " Westaustralien 64 000 " Tasmania.. 41 000 30 000 40 000 " " " Zusammen ... 970 000 Männer 856 000 Frauen Verfammlungen. Das Stimmrecht der Frauen in den Bereinigten Staaten von sehen werden, so daß sie bei Feuersgefahr doch fofort ins Freie| Jn derartigen Betrieben sind die Arbeiter rettungslos verloren, wenn Australien. Welchen Einfluß das Stimmrecht der Frauen bei den gelangen können. Es müßte ferner verlangt werden, daß für pein- durch irgend einen Umstand Feuer ausbricht. Hinzu kommt, daß sich nächsten Wahlen in Australien haben wird, geht aus der nach- lichste Sauberkeit gesorgt wird, daß die Abfälle, die in verschiedener viele Betriebe in großen, sehr stark bewohnten Mietskafernen be= stehenden Zusammenstellung der Wähler in den einzelnen Staaten Hinsicht noch gefährlicher sind, im Laufe des Tages mehrmals aus den finden und die Bewohner stets in großer Gefahr schweben. Es wurde hervor, die der Melbourner Vertreter des„ Daily Chronicle" seinem Arbeitsräumen entfernt und an einer feuersicheren Stelle unter- tritifiert, daß Arbeit in der Hausindustrie angefertigt wird, wobei Blatte schickt. Diese Liste giebt in runden Zahlen als berechtigte gebracht werden. Entschieden zu verurteilen sei die Beschäftigung nicht nur der Mann, sondern auch Frau und Kinder beschäftigt werden. Wähler an, in von den verhältnismäßig vielen jugendlichen Arbeitern, denen das Von mehreren Rednern wurde darauf hingewiesen, daß durch das Neusüdwales notwendige Verständnis für die Gefahren derartiger Betriebe fehlt. übliche Accordsystem die Arbeiter verhindert sind, die notwendige VorDer Referent, dessen Ausführungen allseitig mit lebhaftem Beifall sicht zu beachten und daß durch die erbärmlich geringen Löhne der aufgenommen wurden, wendet sich sodann besonders dagegen, daß ständige Wechsel des Arbeitspersonals herbeigeführt wird. dieses gefährliche Material auch in der Hausindustrie gearbeitet wird, dadurch, daß die Löhne so miserabel und folge dessen so viel jugendwie es noch vielfach geschieht und macht im weiteren verschiedene liche und ungeübte Arbeiter beschäftigt werden, und daß die UeberVorschläge, die geeignet sind, die Gefährlichkeit der Betriebe wesent- arbeit in so hohem Maße stattfindet, werde die Feuersicherheit sehr lich zu beschränken, ohne daß den Unternehmern erhebliche Schwierig wesentlich ungünstig beeinflußt. feiten verursacht werden. Nachdem noch der Abgeordnete Wurm in feinem Schlußivort Die hierauf folgende, sehr sachliche Diskussion war auch insofern betont hatte: daß hier eine Polizei- Verordnung, die sich nur auf den interessant, als, bis auf einen Fabrikanten, der den rückständigsten, Bezirk Berlin beschränken würde, nicht genügt, sondern daß für die socialpolitisch verständnislosen Unternehmer- Standpunkt vertrat, ganze Celluloid- Industrie eine Bundesrats- Verordnung erlassen und eine große Furcht vor behördlichen Verordnungen zeigte, völliges werden muß, wurde einstimmig nachstehende Resolution be= Einverständnis zwischen den Fabrikanten und Arbeitern über die schlossen: Notwendigkeit gefeßlicher Bestimmungen zur Beseitigung der vor- Die Versammlung der Unternehmer und Arbeiter der Celluloidhandenen Uebelstände zum Ausdruck kam. Von Vertretern Fabrikation erkennt an, daß für die Feuersicherheit in den Betrieben der Verbandes der Celluloid Industriellen wurde mehr als bisher Corge getragen werden muß. Insbesondere müßten angeführt, daß sie mit den Vorschlägen des Referenten durchaus für die Aufbewahrung des Rohmaterials und der Abfälle überall einverstanden seien, daß ihr Verband sogar schon vor Jahren massive Räume mit feuersicherem Thürverschluß eingerichtet und ähnliche Bestimmungen aufgestellt hat, die aber nicht allgemein be- für mehrmaliges Fortschaffen der Abfälle am Tage gesorgt werden. achtet werden, zumal der Vereinigung, die ja auch über keine Erekutiv- Auch sollen in jedem Betrieb zwei Ausgänge vorhanden sein, die stets gewalt verfügt, nur ein Teil der in Betracht kommenden Fabrikanten unverschlossen und nach außen zu öffnen sind. Die Versammlung angehört. Es liege im Interesse der Fabrikanten selbst, die mög- erwartet, daß die Hausindustrie, das Ueberfeierabend- Arbeiten, sowie lichsten Vorsichtsmaßregeln zu treffen, bevor sie durch große Schäden das Mitnehmen der Arbeit nach Feierabend nach Hause beseitigt wird. dazu gezwungen würden. Die Vorschläge, die der Referent gemacht 3ur Erstickung von entstehenden Bränden müssen in jedem Betriebe, habe, seien nicht nur praktisch notwendig, sondern auch ganz gut entsprechend der Zahl der Beschäftigten, Wassergefäße vorhanden sein, durchführbar. In Wohnhäusern sollte die Celluloid- Fabrikation über die zu feinem andern Zweck benüßt werden dürfen und ständig mit haupt verboten werden. Von den Rednern wurde zugegeben, daß Wasser gefüllt sein müssen. Die Versammlung erivartet, daß sich die die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter nicht am Plaße ist und darauf Unternehmer zu Verhandlungen bereit erklären. geachtet werden müsse, einen Stamm geübter, erfahrener Arbeiter im Betrieb zu erhalten. Im übrigen erklärten sie sich einverstanden damit, daß durch behördliche Verordnungen die Durchführung der Vorsichtsmaßregeln erzivungen wird. Die Feuersgefahr in den Celluloidwaren- Fabriken. Mit diesem Thema beschäftigte sich am Mittwoch eine, auch bon Fabrikanten zahlreich besuchte Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Celluloidwaren- Fabrikation. Das Referat hielt Reichstags Abgeordneter Wurm, der einleitend die ihm berichteten Zustände erörterte und darauf hinwies, daß diejenigen Sicherheitsmaßregeln, welche für so gefährliche Betriebe unbedingt nötig wären, im allgemeinen nicht getroffen find, wodurch nicht nur für die beteiligten Arbeiter selbst, sondern auch für die Bewohner des Hauses, in dem sich ein derartiger Betrieb befindet, eine stete Gefahr für Leben und Gesundheit vorhanden ist. Gefeßliche Bestimmungen über die zu treffenden Vorsichtsmaßregeln sind leider noch nicht erlassen. Allerdings ist eine Polizei- Verordnung vom Jahre 1880 vorhanden, die aber nicht genügt und zumeist auch nicht genau beachtet wird. Das mindeste, was verlangt werden müsse, ist, daß der Lagerraum feuersicher, verschlossen und ganz entfernt von den Arbeitsräumen eingerichtet wird; daß genügend und gut funktionierende Löschvorrichtungen, besonders auch in den Arbeitsräumen vorhanden sind. Die Arbeitsräume müssen mit je zwei Ausgängen versehen sein und zwar so, daß sie im gegebnen Falle auch wirklich benützt werden können. Eine solche Vorschrift besteht gegenivärtig schon, es ist aber festgestellt, daß die zweite Thür gewöhnlich verſchloſſen ist und damit der Zweck vereitelt wird. Wenn schon vorgebeugt werden soll, daß diese zweite Thür von den Arbeitern ohne Not benutzt wird, so könnte diese ja mit einer Plombe verFür den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 27. februar. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Das Mädchen von Navarra. Die Abreise. Die Rose von Schiras. Schauspielhaus. König Heinrich der Fünste. Deutsches. Monna Vanno. Berliner. Dornröschen. Leffing. Der blinde Passagier. Neues. Die Lokalbahn. Residenz. Lutti.( Loute.) Westen. Die Sparmamsell. Central. Gräfin Pepi. Thalia. Der Camelienonkel. Belle Alliance. = Am Telephon. Hierauf: Cupido u. Co. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Wohlthätige Frauen. Schiller N. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Das zweite Gesicht. Carl Weiß. Berliner Rangen. Buntes. Die Kinder der Ercellenz. Luisen. Otto der Faule. Kleines. Nachtasyl. Trianon. Die Notbrücke. Frau Luna. Creole- Cake- Walfers. Apollo. AmericaMetropol. Neuestes! Allernenestes! Casino. Cavalleria rusticana. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Baffage- Theater. Specialitäten. Passage- Panoptikum.Specialitäten. Balast. Berliner Luft. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Im Hörsaal 6 Uhr: Dr. B. Donath: Einführung in die WechselstromErscheinungen". Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central Theater Heute Anfang 7 Uhr. Gastsp. d. Wiener Operetten- Gesellsch. Novität! Zum erstenmal: Novität! Gräfin Pepi. Operette in 3 Aften von Victor 2con. Musik von Johann Strauß. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag: Zwei Vorstellungen. Thalia- Theater. Dresdenerstraße 72/73. Anfang 7 Uhr. Der Camelien- Oukel. Morgen und folgende Tage: Der Camelien- Onkel. Sonntagnachm. 3% Uhr: Charleys Tante. Luisen- Theater. Zum erstenmal: Otto der Faule. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends& Uhr: In der humanistischen Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula der Friedrich- Werderschen Ober- Realschule, hält am Sonntag, vormittags 10% Uhr, Herr Dr. Rudolf Benzig einen Vortrag über:" Das Leben cin Spiel". Damen und Herren haben freien Zutritt. Von den Arbeitern wurden die Mißstände in den verschiedenen Socialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags: Betrieben der Celluloid- Fabrikation einer sehr lebhaften Kritik unter- Wahlkreis Kalau- Luckan. Sonntag, den 1. März, abends 5% Uhr, im „ Vorwärts"-Hause beim Genossen Augustin Versammlung. Um recht zahlzogen und nachgewiesen, daß es vielfach gänzlich an Schuß- reiches Erscheinen ersucht der Vorstand. Neue Mitglieder werden aufvorrichtungen mangelt und jede Vorsicht außer acht gelassen wird. genommen. Gäste willkommen. Schiller- Theater: Cirkus Schumann Frische Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Freitagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Freitagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Das Land Tirol. Quitipiel in 4 Atten von Ad. L'Arronge. Lustspiel in 3 Atten v. D. Blumenthal. Im Hörsaal um 6 Uhr: Dr. B. Donath: Sonnabendabend 8 11 hr: Wohlthätige Frauen. Sonnabendabend 8 11 hr: Das zweite Gesicht. Freitag, den 27. Februar 1903, abends 7, Uhr: Gala- Sport- Vorstellung mittags an Blutund Leber- Wurst in bekannter tadelloser Qualität. Lindenstr. 69, „ Einführung in die Wechselstrom- Sonntagnachmittag 3 Uhr: Sonntagnachmittag 31 hr: Hervorragendes Sport- Programm Rich. Augustin, of pattere. Erscheinungen." Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstrasse 165. Neu! Miss Karri die schöne Tätowierte. Neu ausgestellt: Otto Reutter. Gr. Promenaden- Konzert. Heimat.. Sonntagabend 8 1hr: Wohlthätige Frauen. Renaissance. Sonntagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. mit den neuen Debüts. Es ist mir gelungen, Mr. Diavolo mit seinem unkopierbaren Akt „ Vorwärts"-Haus. Frühstücks- und Mittagstisch. Sigungszimmer. Residenz- Theater Cirkus Busch, Looping the Loop W. Noacks Theater. Direktion: Sigmund Lautenburg. Anjang 7%, Uhr. Lutti( Loute). Schwank in 4 Aften von Pierre Veber. Morgen und folgende Tage: Lutti. Sonntagnachmittag 3 Freitag, den 27. Februar 1903, abends 7 Uhr: Grosse Vorstellung. Direktion: Robert Dill. für einen Tag zu prolongieren. Brunnenstrasse 16. Seelöwen, Boeren, Elefant und Pferd. Die lustigen Heidelberger. Benefiz für Jovza Karsten. Dir. Busch mit seinen Orig.- Dress. Sonntag: 2 grosse Vorstellungen. Dahomey mit Elefanten- Schauspiel. Sonnabend Benefiz für Frl. Mohnke. Sein Doppelgänger. Winter- Garten. Trianon- Theater. Georgenstraße, zivischen Friedrich- u.Universitätsstraße. Passage- Theater. Die Notbrücke. Letzte Woche des sensationellen FebruarProgramms. Anf. Sonnt. 3, Wochent. 5, Abendvorst. 8 U. Ende 11 U. AGA die schwebende Jungfrau. Wettfahrt im Todesring. Willy Prager. 14 erstklassige Nummern. Belle- Alliance- Theater. 7½ Uhr: Am Telephon. Cupido& Co. 8 Uhr: Morgen 7, Uhr: Er. Hierauf: Die Dame aus Trouville. Sonntag 3 Uhr bei il. Breij.: Kean. Metropol- Theater. Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Gastspiel Julius Spielmann. Lustspiel in 3 Aften von Fred Grésac und Francis de Croisset. Anfang 8 Uhr. Sonntag 3 Uhr: Die Liebesschaukel. Buntes Theater Köpnickerstrasse 68. Anfang abends 8 Uhr. Volkstümliche Vorstellung ( Parkett 1,60 M.): Vorletztes Auftreten von In beiden Vorstellungen gleich reichhaltiges abwechselndés Programm. SteidlLinienstraße 132, Theater Dranienburger Thor. Täglich 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Urkomische Soiree Yvette Guilbert Steidl- Sänger efiel Die Kinder der Excellenz. Keine erhöhten Preise!! Sonnabend, den 28. Februar, zum erstenmal: Winterschlaf. Casino- Theater Sonntag 3 Uhr, kleine Preise ( Parkett 1,10 M.): Jugend. Carl Weiss- Theater. Wiederauftreten des Direttors Gerin Berliner Rangen. Carl Weiß. Große Gesangs- Ausstattungsposse in 7 Bildern von Ernst Ritterfeldt. Musik von R. Leonhard. Anf. 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabendnachm. 4 Uhr: Kindervorstellung. May und Moritz. Apollo- Theater. Heute u. Sonntag Frau Luna. abend 8 Uhr: Um 9, 1hr: Erstklass. Specialitäten. Um 10%, Uhr, neu: Lothringerstr. 37. Heute zum letztenmal: Lehmann Cavalleria. Contab. 3. erfiennal: Berliner Herzen. 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Rangloge 2,20 M., Orchester- Fauteuil Anjang 8 Uhr. Sonnabend: Otto der Faule. Sonntagnachm. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Sonnabend, den 7. März: 8 Uhr: Otto der Faule. Letzter Metropol- Theater- Ball. Montag: Die Cameliendame. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3 Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Grosser Bock- Trubel. Um 10 Uhr abends Einzug Gambrinus mit Gefolge. Sanssouci Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns 2,20 M., I. Parkett 1,70., II. Barfett 1,20 M., Rang- Fauteuil 1,20 M., Seiten- Barkett 1,20 M., Reservierter Play 1,00 M., Entree 0,50 M. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nordeutsche Sänger. Nachtasyl. Gesellschaftshaus„ Offend" Nach jeder Soiree: Tanz- Kränzchen. Lott ist dot. Sensationsparodie. Memelerstraße 67. 22865 Noch einige Sonntage sow. zweiter Säle zu Seitlichkeit Osterfeiertag zu vergeben. E. Herzog. Burgstraße 22. Früher: Jeen- Palast. 8 Uhr. Riesenerfolg. 8%, ihr. Berliner Luft. 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Nächsten Sonntag, 1. März: Adolf Menzel- Abend ( mit Lichtbildern). Vortragender: Philipp Spandow. Billets a 50 Pf. mit Garderobe und Programm in den Buchhandlungen von Kantorowicz, Potsdamerstr. 135; Freund, Kleiststraße 21; Winkelmanns Buchhandlung und Lehrmittel- Anstalt, Martgrajenstr. 43/44; Challiers Musithandlung, Beuthstr. 10; Herrmann u. Co., Rene Promenade 5. Dieser Hut, moderne Form, echt Filz. foftet 1,50 9. 5482* Special Hut- Engros- Lager Einzelverkauf zu Fabrikpreisen im Comptoir Neue Königstr. 48, 1 Treppe, am Alexanderplat. Gröfste Huswahl aussergewöhnlich billige Preise Filzhüte für Herren neueste Form, mit Futter M. 1,50, mit Atlasfutter 2,00, Hochfeine Qualität M. 2,50, ertrafeine 3,00, beste Qualität 4,50. Cylinderhüte. Chapeau claques in grösster Auswahl! PrinzenDr. Simmel, Str. 41. [ 59/ 6* Specialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4. 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Kinderaufführung eines Märchenspiels„ Der Weg zum Licht" von in Fiebigs Ball- Salon, Referent Herr Bartel- Berlin. 2. Freie Aussprache. Gr. Frankfurterstr. 28, Die Konsumvereins- Mitglieder sowie die Mitglieder der Rabatt- Berthold Schröder, Vokal: und Juftrumental- Konzert," Moderne verbunden mit Reigenfahren, ausSparvereine werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. mit Programm an den bekannten Stellen und Sonntagvormittag in der geführt vom Arbeiter- Radfahrer- Verein Aula, Kleine Frankfurterstraße 6, Mitglieder 25 Pf., eingeführte " Voran". Gäste 50 Vf., Kinder in Begleitung Erwachsener frei!- Es wird sind bei E. Reiss, Aderstr. 134, zu mur eine beschränkte Anzahl von Billets ausgegeben! Der Aufsichtsrat. J. A.: Mar Knöfel. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute, Freitag, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ulfer 15: Sitzung der Ortsverwaltung. Sonntag, den 1. März 1903, vormittags 10 Uhr Versammlung aller in Treppengeländer- Fabriken beschäft. Arbeiter ( Tischler, Stellmacher, Drechsler, Bildhauer zc.) im Lokale des Herrn Hoffmann ,,, Englischer Garten", Meranderstr. 27c. Tages- Ordnung: 1. Bericht der am 15. Februar gewählten Stommission. 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über eventuelle Forderungen. 4. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und werden fämtliche Kollegen ersucht, zu erscheinen. Die Kommission. Verband der Bananschläger Deutschlands. Partei- Speditionen: 62/1 Eintritt a Person 50 Pf. Billets haben und werden auf Wunsch gern zugesandt. 24826 Gäste willkommen. Das Komitee. Arbeiter- Radfahrerverein ,, Berlin". Sonnabend, 28. Febr.: Maskenball Berlin zweiter Wahlkreis: Hermann Werner, Mittenwalder straße 30, v. part. Dritter Wahlkreis: St. Friz, Prinzenstr. 31, Hof rechts part. Vierter Wahlkreis O.: Robert engels, Gr. Frankfurterstr. 133, of part.- SO.: Paul Böhm, Lausißerplaz 14/15 ( Laden). Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedelerstr. 8, im Laden.- Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stoltenburg, Wiesenstr. 41/42. Rosenthaler Vorstadt, Gesundbrunnen, Reinickendorf( Ost und West), Wilhelmsruh und Schönholz: Hermann Raschte im Böhmischen Brauhaus. Brunnenstr. 93, Hof part. I. Schönhauser Vorstadt: Kari Mars, Kastanien Allee 95/96. Alt- Glienicke: B. Pries, Wilhelmsruh bei Schneider. Donners Sonntag, 2 Uhr, Koppenplatz nach Rudowerstr. 68. Charlottenburg: Gustav Sharnberg, tag: Versammlung bei Merkowski, Sesenheimerstr. 1, Ede Goethestraße, vorn I. Deutsch- Wilmers- Andreasstr. 26. dorf: B. Nickel, Uhlandstr. 108, part. FriedrichsbergFriedrichsfelde- Wilhelmsberg- Hohenschönhausen: Dswald Grauer, Berlin O., Frankfurter Allee 198. Grünau: Gustav Miers, Köpeniderstr. 21. Rixdorf: Ostermann, Brinz Handjergstraße 7, im Laden. Schöneberg: Wilhelm Bäumler, Martin Lutherstr. 51, Laden. Ober- Schöneweide: Richard Fürt, Edisonstraße 4, born 2 Treppen. Schöneweide: Bonafowsky, Berlinerstr. 8. thal: Paul Mann, Bismardstr. 7. Size, Hadenbergstraße 8. NiederJohannisAdlershof: Gustav Köpenick: Friedrich Woid, Ortsverwaltung Schöneberg. Grünſtr. 29.- Friedenau- Steglitz: Bernice, Stirchstr. 15 Sonntag, den 1. März 1903, vormittags 10 Uhr, bei Hauser, Hauptstr. 97: Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. . in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstr. 8, und Fr. Schell hase, Ahornftr. 15 a.- Baumschulenweg: Stod, Ernststr. 2, II. Neu- Weissensee: Joseph Rein, Friedrichstr. 38, Ede Streustraße. Rummelsburg: Forgbert, Prinz Albertstr. 5 a. Pankow:. Summert, Floraſtr. 43. Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen Aufnahmen neuer Mitglieder finden ſtatt außer in den Versammlungen Werte dort zu haben. Auch werden Inserate für Berlin bei Barthmann, Hussitenſir. 75, Senſor. Amt 3, 2058; Migori bei den Vorwärts" entgegengenommen. in den Bahlstellen: Charlottenburg bei Hagen, Bismardstr. 50, Fernjpr. 470; Breil, Nosenstr. 24, Fernspr. 312; Schöneberg bei Rochlik, Tempelhoferstr. 17. 24706 Der Vorstand. Einsegnungs Jedes Wort: Anzüge in den neuesten façons in blau und schwarz Kammgarn Julius und Cheviot. Lindenbaum, Grosse Frankfurterstrasse 141, Ecke Fruchtstrasse. 688L " Bitte ausschneiden. Detail- Verkauf zu Engros- Preisen. Garantiert aus Nind: bezw. Schweinefleisch offeriert: sogenannte Berliner Mett: bezw. Bratwurst schnittfeste Cervelat und Salamiwurst Thüringer Not- und Zwiebel- Leberwurft geräuch. Bauch- und Rückenspeck " " Schinkenspect " a Pfd. 60 Pf. 85 " 60 vom hiesigen Bichhof 80 " 85 " " 75 " Schweinetämme ohne Knochen Butter-& Fleischwaren- Handlung Micke, 3272* Gr. Frankfurterstr. 105, am Straussberger- Platz. Abessinierbrunnen Wichtig für Dreher! kompl. jetzt 12. an. Erdbohrer leihweise umjonst. 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Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 49. 20. Jahrgang. diming b sooj stin ng 08 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 27. februar 1903. 97, Berlin- Nordhausen- Kaffel- Frankfurt 90 auf jeder Teilstrecke, nackte Leben retten. Ein Hamburger Taucher ist bereits an der Berliner Partei- Angelegenbeiten. Berlin- Nürnberg- München 88, zwischen Berlin und Nürnberg, Unfallſtelle eingetroffen, um den Dampfer zu heben. Berlin- München 79, Berlin- Dresden 31, Berlin- Wien 34 auf jeder Große Veränderungen im Landes- Ausstellungsgebäude werden in Zur Lokalliste! Friedenau. Der Männer- Gesangverein„ Rütli" Teilstrecke, Hamburg- Kopenhagen 22 auf jeder der 7 Teilstrecken, einigen Monaten den Besuchern der Großen Berliner Kunstausstellung ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes) veranstaltet am Sonnabend, Frankfurt a. M.- Paris 44, Berlin- Düsseldorf 80, d. h. während entgegentreten. Gegenwärtig ist man dabei, nach dem Entwurf des ben 28. Februar 1903 ein Winterbergnügen im Lokal Kaiser des Ausstellungsjahres. Am 28. November wurde ferner die Leitung Architekten Balde ben quadratischen Mittelsaal 3 mit den links und rechts Wilhelm- Garten", hierselbst. Wir machen die Parteigenossen Berlin- Oppeln- Gleiwit in Betrieb genommen. sich anschließenden gleich großen Räumen( 25 und 35) zu einer langund die Arbeiterschaft darauf aufmerksam, daß dies Lokal zu Nochmals: Ein polizeieifriger Briefträger. Aus dem Bureau gestreckten Halle von 60 Metern Breite zu vereinigen. Die stark verVersammlungen nicht zu haben ist. Wir ersuchen, die angebotenen der Paketpost, in dem der polizeieifrige Briefträger beschäftigt wird, blichene Pracht des Kuppelsaales am borderen Eingang des Gebäudes Billets zurückzuweisen und das erwähnte Vergnügen unter allen Um- wird uns aus dem Kreise der dort angestellten Briefträger mitgeteilt, werden die Besucher der Ausstellung nicht mehr wiedersehen. Diese ständen streng zu meiden. gas thi vodit impr gillimis daß der freitvillige Polizei- Offiziant geistig nicht gerade hervorragend einst so glänzende Ausstattung, die Professor Woldemar Friedrich entGrünau. Die Genoffen werden auf die am Sonntagnachmittag begabt sei, daß ihm deshalb seine sonderbare Handlungsweise worfen und mit dem großen Deckengemälde geschmückt hatte, rührt 3 Uhr im Lokale des Herrn Duchauffour, Köpnickerstraße 79, statt weniger schwer anzurechnen sein dürfte. Jedenfalls wird uns ver- noch von der internationalen Jubiläums- Ausstellung von 1886 her. findende Voltsversammlung aufmerksam gemacht. Genosse sichert, daß kein andrer Briefträger dieser Geschäftsstelle in einem Die in Gips ausgeführten plastischen Arbeiten hatte Otto Lessing Wir übernommen; die Garantiefrist für die Haltbarkeit der Stuccatur Paul Hirsch spricht über:„ Die bevorstehenden Reichstagswahlen." ähnlichen Falle einer gleichen Handlungsweise fähig fei. glauben hinzufügen zu dürfen, daß auch die Angestellten der übrigen ist längst verflossen, und der Künstler hat neuerdings selbst Alt- Glienice. Sonnabend ist Mitglieder- Versammlung des Geschäftsstellen sich in der Beurteilung des von uns kritisierten Vor- darauf gedrungen, daß sie im Interesse der allgemeinen Sicherheit Wahlvereins mit Vortrag, der Referent wird in der Versammlung gehens mit ihren Kollegen des Nessorts B. 24 völlig einverstanden entfernt werde. bekannt gemacht. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend not- fühlen dürften. wendig.lang Der Vorstand. Wilhelmsberg- Hohenschönhausen. Sonntagmittag 12 Uhr findet eine Volksversammlung für diese Orte und die Umgegend bei Scholz in Hohenschönhausen statt. Reichstags- Abgeordneter Friß 3ubeil wird über die Vorgänge im Reichstage und die bevor stehenden Wahlen sprechen. Die Parteigenossen werden ersucht, alle Beteiligten auf die Versammlung aufmerksam zu machen. Nieder- Schöneweide. Der Wahlverein hält am Sonnabendabend 81% Uhr bei Franz, Grünauerstraße seine ordnungsmäßige Vereinsversammlung ab. Gäste haben Zutritt; auch werden neue Mitglieder aufgenommen. Lokales. ni dall and Die Schleifenfahrt, die im Cirkus Schumann so gewaltiges AufEingedämmter Patriotismus. Eine Korrespondenz meldet: Bur sehen erregt hat, ist das Ziel manches Rennfahrers und namentlich Verhinderung der Belästigungen, welchen der Kaiser bei seinen täg fann man es solchen Herren, die im Sportpart ihre Zeit durchlebt lichen Spazierritten, besonders seitens der halbwüchsigen Jugend haben, nicht verdenken, wenn sie im Cirkus nach weiterer Berühmtausgesetzt war, sind nunmehr umfassende polizeiliche Maßnahmen heit trachten. Der bekannte Flieger Baul Mündner hat sich seit getroffen worden. Die Menschenmasse, die den Kaiser zu verfolgen Wochen in den Künsten der Schleifenfahrt bemüht, und auch vor pflegt, wird am Brandenburger Thor durch dort aufgestellte Schutz seine Unsterblichkeit haben die Götter den Schweiß gesetzt. Die mannsposten nach dem Promenadenweg gedrängt. Auf dem legteren mißglückten Versuche der ersten Zeit haben Mündner vor weiteren wird vor den Rasenstreifen an der Reitwegseite der, wie wir bereits Mihen nicht abzuhalten vermocht, und jetzt ist er so weit, daß früher gemeldet, auch durch Seile gesperrt ist, eine Stette von Fuß daß er gestern mittag im Cirkus Busch eine Probefahrt Schuyleuten aufgestellt, welche vor allen Dingen das Ausbrechen der zu unternehmen vermochte. Lange hat es, wie gesagt, gedauert, deutsche Radler alle Massen an den Uebergängen zu verhindern haben. Am Ende des bis der Chikanen heraus hatte, Promenadenweges, am Denkmal Friedrichs des Großen, sorgen be- und mancher blaue Fleck blieb der Deffentlichkeit vorenthalten. So rittene Schußleute dafür, daß die zudringlichen jungen Burschen in einfach im Grunde die Sache aussteht, so schwierig sind die Vorgenügender Entfernung von der Reiter- Kavalkade bleiben. Das bereitungen. Schon bei der Konstruktion der Schleife kam es zu gegen findet der Fuhrverkehr fast gar keine Störung mehr. Die einer Kollision zwischen Theorie und Braris; aber Herr Mündner Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Unterbrechung desselben dauert höchstens zwei Minuten, um soweit wußte alle Fehler zu beseitigen. Das Gewicht des Rades mußte bis auf 90 Pfund vermehrt werden, und einer besonderen Gestaltung Ueber Mangel an Arbeit können sich die Stadtverordneten jetzt es notwendig ist, dem Kaifer einen freien Weg zu schaffen. bedurften die Gummireifen. Auch die neue Schwierigkeit, daß das nicht beklagen. Die gestrige Sigung dauerte wieder bis gegen Herr Groschuff, der langjährige Präsident des Straffenats am Nad eine unangenehme Neigung zum Steigen zeigte, wurde durch 9 Uhr, und doch wurde von der langen Tagesordnung, die der preußischen Kammergericht, ist in der Nacht vom Mittwoch zum entsprechende Verteilung des Gewichts überwunden, so daß Versammlung borlag, nicht die Hälfte erledigt. Den Donnerstag plöglich verstorben. Er soll einem Herzschlage er- das Vorderrad nicht mehr in die Höhe ging. Wohl das Anfang machte der Antrag Landau, der für die chirurgischen Abteilungen der städtischen legen sein. Groschuff ist 68 Jahre alt geworden. Er gehört zu der schwerste war, auf der seltsamen Bahn heimisch zu werden; Krantenhäuser eine Neuregelung des ärztlichen nicht kleinen Zahl von Juristen, die vom Staatsanwaltsamt aus in in manche Unebenheit hatte der Fahrer sich hineinzufinden. Dienstes fordert. Die Verhandlungen über diesen An- eine höhere Richterstelle versetzt worden sind. Zu Beginn der Doch schließlich wurde Mündner aller Nücken und Tücken Herr, und trag nahmen allein drei Stunden in Anspruch. Der Aus- achtziger Jahre that er sich im nördlichen Belagerungsgebiet als am Montag glückte ihm zum erstenmal eine Schleifenfahrt. Seitdem In dem Augenblick der Fahrt hat unser schuß war zu einem ablehnenden Beschluß gekommen, weil Socialistenverfolger hervor. Unfre Parteigenoffen in Altona wissen geht alles nach Wunsch. der Vorschlag Landaus keine Verbesserung bedeute und nur die von seinem Wirken unter dem Socialistengesetz manches zu erzählen, zunehmen, damit er auf der durch Kugeln ausprobierten Fahrlinie Künstler natürlich seine ganze Geistes- und Körperkraft zusammenstädtische Verwaltung Ein bewegliches Tau, an dem Sandsäcke angebracht find, der Berichterstattung Ausdient am Schluß der Todesfahrt als Hemmung, auch sind im Falle der Not Handfeste Männer als Bremser zur Stelle. Bemerkt fei Im Plenum wurde gestern nachne Grund bloß stelle. und nicht zum geringsten mag es seiner Verfolgungssucht zu danken bleibe. schusses in eingehender Debatte das Für und Wider des Antrages gewesen sein, daß die Bevölkerung der vier„ belagerten" Städte uns erneut erwogen. Stadtv. Dr. Landau( Alte Linke) hatte seinen in Massen ihre Sympathie zuwandte. da er dabei auf Eisenträger fiel, so fchien es anfangs, als wäre er ernstlich zu Schaden gekommen. Doch bald hatte er sich erholt, und da das Rad heil geblieben war, so hielt ihn nur das Mahnen seiner Freunde und Sportgenossen davon ab, die Fahrt alsbald zu wiederholen. Antrag neu eingebracht und begründete ihn in längeren Aus- Obermeister Schumann. Aus den Organisationen ausgeschlossen noch, daß Herr Mündner ein Störpergewicht von 165 Pfund hat. führungen. Von focialdemokratischer Seite wurde er durch unsren ist jetzt der wegen der Sittlichkeitsaffaire inhaftierte Schuhmacher- Sein Vorgänger, Mr. Diavolo, hat im Cirkus Schumann für ein hatte zuerst Stadtrat Dr. Straßmann ins Treffen geschickt, bewegung eine Anzahl Aemter inne hatte. Der Verband deutscher Looping the Loop, der Rennfahrer Steffens, der gestern auf Genossen Dr. Friedeberg nachdrücklich unterstützt. Der Magistrat meister Louis Schumann, der, wie bekannt, in der Handwerker- Monatsgehalt von 16 000 M.„ gearbeitet". Nicht so glücklich wie Mündner war ein andrer Nachahmer des dem nachher Stadtrat Weigert beisprang. Aus der Fraktion des Schuhmacher Innungen veröffentlicht soeben eine Bekanntmachung einem Werkplatz in Schöneberg eine für ihn gebaute Schleife beAntragstellers sprach für den Antrag mit besonderer Wärme der des Inhalts, daß wegen Erhebung der Anklage gegen Schuman fahren wollte. Er stürzte in der Auslaufseite der Schleife ab, und Stadtverordneten- Borsteher Dr. Langerhans. Unmitelbar nach der Ausschluß aus dem Centralvorstand notwendig wurde und einihm erhob sich Oberbürgermeister Kirschner, um als dritter Redner stimmig beschlossen worden ist. Desgleichen hat die Berliner Schuhdes Magistrats den Landauschen Gedanken als aus bloßem macher- Innung in ihrer lezten Sizung auf Grund des§ 44 des Standesintereffe hervorgegangen zu bekämpfen. Stadtv. Innungsstatuts Schumann seiner sämtlichen Aemter für verlustig Caffet führte Herrn Kirschner in einer Erwiderung von bemerkens- erklärt. werter Schärfe ab. Es war interessant und beinahe amüsant zu sehen, wie der Führer der sonst so magistratsfreundlichen Alten bei der Stadtverwaltung im Januar d. J. 58 897,73 M. eingegangen. An Vermächtnissen und Geschenken für wohlthätige Zwecke sind Linken" gegen das Stadtoberhaupt losging. Herr Kirschner antwortete, Darunter befinden sich an größeren Zuwendungen: a) ein Veraber seine Beredtsamkeit versagte diesmal. Die Debatte ging weiter, bis ihr mächtnis des Oberarztes Dr. Vogelgesang in Höhe von 53 068,71 W.; einen Schlußantrag b) von einem ungenannten Stifter 5000 M. zur Beschaffung von ein Ende bereitet wurde. In persönlicher Bemerkung Brennmaterial für hilfsbedürftige Personen. rechnete noch Stadtv. Landau mit dem Oberbürgermeister ab; dann folgte die Abstimmung, und der Antrag wurde mit 73 Stimmen Der bekannte Gerichtsarzt Privatdocent Dr. Puppe, der seit gegen 36 angenommen. Der Magistrat wird sich freilich dadurch mehreren Jahren als Nachfolger des Dr. Döring als Arzt am faum bestimmen lassen, seinen ablehnenden Standpunkt aufzugeben. Untersuchungsgefängnis thätig ist, hat einen Ruf als Professor an Der Landausche Vorschlag ist zwar bei weitem nicht die großartige die Universität Königsberg i. Pr. erhalten und wird Berlin am Reform, für die Herr Cassel ihn ausgeben wollte, aber er würde 1. April d. J. verlassen. Seit dem Tode des Geheimen Rats doch manches in unsren Krankenhäusern bessern. Allein: die städtische Professor Dr. Lewin, der lange Jahre das Amt des Arztes am beim alten bleiben. in vier verschiedene Hände übergegangen. durch Verwaltung darf nicht bloßgestellt werden- darum muß alles untersuchungsgefängnis versehen hatte, ist dasselbe kurz nach einander des§ 1 des Krankenversicherungs Gesetzes wird erstreckt Röder ihrer Schülerzahl um mehr als 300 gehabt, hauptsächlich infolge der Die Realschulen Berlins haben im Jahre 1902 eine Zunahme Gröffnung der neuten 13. Realschule am Schleswiger Ufer. Ende wurden in diesen zwölf Schulen 5391 Schüler und in der 13. Schule 1901 hatten die zwölf älteren Realschulen 5879 Schüler. Ende 1902 298 Schüler gezählt, also in allen Realschulen zusammen 5689. Die 13. Realschule, die gegenwärtig erst aus zwei sechsten Klassen, zwei fünften, zwei vierten und einer dritten besteht, hat in den beiden sechsten und den beiden fünften Klaffen bereits einen stärkeren Bejuch als irgend eine der zwölf älteren Realschulen in diesen Klassen. Das Thema der heutigen Vorträge Tautet:" flege, Ernährung Hygienische Vorträge der Central Kommission der Krankenkassen. bes Säuglings". Das Thema wird an vier Stellen besprochen werden und zwar heute, Freitag, den 27. d. M., in den Schulaulen Gneifenauftr. 7, Bantstr. 8, Tilsiterstr. 4/5, Winterfeldtstr. 16. Vortragende sind die Herren Doktoren J. Hirschfeld, Norbert Auerbach, Julius Lewin und Leibholz. Beginn der Vorträge pünktlich 8 Uhr. Butritt frei für jedermann. Für die Verhandlung des Wucherprozesses Pariser sind, wie zur Der Magiftrat hat in Uebereinstimmung mit der Gewerbedeputation beschloffen, mit Zustimmung der Stadtverordneten Richtigstellung falscher Nachrichten mitgeteilt wird, die Tage bes Bersammlung ein Ortsstatut über die Krankenversicherung der 6. bis 8. April angefegt. Die Verhandlung wird vor der 3. Straf Handlungsgehilfen und Lehrlinge zu erlassen und wird der kammer unter Vorsitz des Landgerichts- Direktors Rösler stattfinden. Stadtverordneten- Versammlung eine entsprechende Vorlage zugehen Der Angeklagte Pariser, der gegen eine höhere Kaution auf Yaffen. Der Magistrat hat diese Angelegenheit wiederholt in Er- freien Fuß gesetzt ist, befindet sich zur Zeit in Italien, giebt aber Miß Jfadora Duncan wird demnächst auch als Rednerin vor tvägung gezogen und ist zu der Ueberzeugung gekommen, daß wirt- bon jeder Veränderung feines jeweiligen Aufenthaltsortes dem Vordem Berliner Publikum erscheinen. Die Künstlerin gedenkt an schaftliche Rüdfichten die ortsstatutarische Ausdehnung der Stranten- sigenden der Straffammer sofort Kenntnis. Donnerstag, den 5. März, im Verein Berliner Presse" über ihre versicherung der Handlungsgehilfen und Lehrlinge notwendig erEine glänzende Pleite hat, wie jetzt festgestellt worden ist, der Kunst zu sprechen. Der für diesen Tag geplante Dichterinnen- Abend scheinen lassen. Zur Begründung dienen eine Dentschrift und ein flüchtige Engrosschlächter Richard Röder aus der Thaerstraße 42 wird auf einen späteren Termin, voraussichtlich Ende März, verlegt. Beschluß der Gewerbedeputation sowie gutachtliche Aeußerungen gemacht, dessen Geschäftslokal sich in dem Hause Kaiserstraße 47 be- Die Abonnements haben für beide Abende Gültigkeit. Der Verkauf beteiligter Arbeitgeber und Handlungsgehilfen. Vom Magistrat werden folgende Sagungen vorgeschlagen:" Auf Grund des§ 11 ber fand. In dem über sein Vermögen eröffneten Konkursverfahren soll der Eintrittskarten für den Duncan- Abend beginnt heute in ben Städte- Ordnung für die sechs östlichen Provinzen der preußischen nämlich die Schlußverteilung erfolgen. Bei dieser Verteilung sind bekannten Buchhandlungen und im Berliner Presseklub, Unter den Städte- Ordnung für die sechs östlichen Provinzen der preußischen einer Mitteilung des Verwalters 120,54 M. beborrechtigte und Linden 88. Monarchie vom 30. Mai 1858 und des§2 des Strankenversicherungs 17 855,30 M. vorrechtlose Forderungen zu berücksichtigen. Da jedoch Gesetzes vom 10. April 1892 wird unter Zustimmung der Stadt ein zur Verteilung verfügbarer Wassenbestand nicht vorhanden Behr nach der Neanderstraße 18 gerufen, weil hier in einem Steller Feuerbericht. Donnerstagnachmittag gegen 2 1hr wurde die berordneten- Bersammlung nachstehendes Drtsstatut für den Gemeinde- ist, Το aus. fallen sämtliche Forderungen bezirk Berlin erlassen. Artikel I. Die Anwendung der Vorschriften wie noch erinnerlich sein dürfte, im Mai v. J. unter Hinterlassung Vormittags 8 Uhr mußte in der Vortstraße 34 B ein Feuer abist, Matragen, Fässer und allerlei Gerümpel in Brand geraten waren. einer Schuldenlast von etwa 30 000 M. und unter Mitnahme wertauf männliche und weibliche Handlungs- Gehilfen fowie voller Diamanten, Kleider und Wäsche aus Berlin geflüchtet und gelöscht werden, das Stroh und andres Verpackungsmaterial erLehrlinge, welche nicht schon nach§ 1 des Kranten- wird seitdem von der hiesigen Staatsanwaltschaft I wegen betrügerischen griffen hatte. Kurz vorher gingen in der Wilsnaderstraße 20 versicherungs Gesetzes versicherungspflichtig sind und deren Bankrotts und wiederholten Betruges steckbrieflich verfolgt. Kurz vor Kleidungsstücke und Gardinen in einer Wohnung in Flammen auf, Arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt sechszweidritte! Mark für feiner Flucht kaufte er noch von mehreren Vichkommissionsfirmen während in der Prinzenstraße 102 Wäscheſtücke durch Feuer verden Arbeitstag oder, sofern Lohn oder Gehalt nach größeren Zeit- 181 Stud Rindvieh, ohne den Kaufpreis an dem verabredeten Zahlungs- nichtet wurden. In der Nacht zum Donnerstag erfolgte ein Alarmı abschnitten bemessen ist, zweitausend Mark für das Jahr berechnet, termin zu erlegen. Außer den auf diese Weise geprellten Wiehhändlern nach der Ackerstraße 162, ivo in einer Wohnung ein Brand entDieses Drtsstatut tritt mit dem nicht übersteigt. Artifel II. hat auch der Hauswirt die Miete für mehrere Monate und die Auf- standen war, der Kleider, Decken, Möbel 2c. erfaßt hatte. 1. Oftober 1908 in Straft." Die zunehmende Bedeutung des Fernsprechers im Fernverkehr ihre in der Testen Zeit seines Hierseins gemachten baren Auslagen die Gefahr bald zu beseitigen. Alarmierungen, die außerdem in den wärterin, die ihm während seiner Witwerschaft die Wirtschaft führte, vergeblichen Bemühen, die Flammen zu erstiden, erlitt eine Frau Brandwunden an den Händen und im Geficht. Es gelang der Wehr, innerhalb des Reiches sowohl als im internationalen Verkehr zeigt zu fordern. Da Röder vor seinem Zuzuge nach Berlin in London legten 24 Stunden nach der Blumenstraße 62, Wienerstraße 36, eine der Korrespondenz Groß- Berlin vorliegende Zusammen- ansässig gewesen war, so nahm man an, daß er sich von neuem stellung nach dem Stande vom 31. Dezember 1902 über die Angaben nach England gewandt habe. Die dieserhalb angestellten Recherchen Bücklerstraße 14 und noch nach einigen andren Stellen erfolgten, waren auf ganz unbedeutende Anlässe zurückzuführen. der Verbindung verschiedener Stadt- Fernsprechleitungen mit ein- führten schließlich zu einem günstigen Resultat; er wurde ander im ganzen Reichs- Postgebiet. Es giebt jezt 3817 derartige in London ermittelt und festgenommen. Seine Auslieferung Anlagen. Die Länge der Leitungen beträgt 814 000 Kilometer. Nicht an Deutschland scheint fid) über Gebühr zu vers weniger als 272 760 Gespräche werden auf ihr täglich abgewickelt. zögern. Dies dürfte darin feinen Grund haben, daß die Die längste der Leitungen ist immer noch die von Berlin nach englische Regierung zunächst Vorlegung von beschworenen Aussagen Paris mit 1186 Kilometer, deren Benußung stetig wächst. Geschädigter verlangte; es mußten daher erst verschiedene GeschäftsWährend auf ihr 1901 mur 30 Gespräche täglich gewechselt wurden, leute, mit denen Röder seiner Zeit in Verbindung gestanden hatte, wurde fie 1902 54 mal am Tage in Anspruch genommen. Die vom Untersuchungsrichter beim hiesigen Landgericht I eidlich verzweitlängste Leitung Berlin- Budapest mit 980 Stilometer Doppel nommen und die mit diesen aufgenommenen Protokolle durch Verleitung wird jetzt 29 mal täglich benutzt. An dritter Stelle ſteht die mittelung des Auswärtigen Amtes in London den dortigen Behörden inländische Leitung Berlin- Memel mit 948 Kilometer, die auf jeder übermittelt werden. Seitdem hat man von einer Erledigung der ihrer 7 Teilstrecken 81 mal täglich benutzt wird. Es folgt die Leitung Angelegenheit nichts gehört. Auf die Ergreifung des Flüchtigen Berlin- Stuttgart- Basel mit 923 Kilometer und 42 Gesprächen hatten die geschädigten Viehkommissionäre eine Belohnung von täglich, gegen 17 im Vorjahr. Berlin- Osterode- Königsberg mit 4000 m. ausgesetzt. 713 Kilometer wird jest 63 mal auf jeder Teilstrecke benutzt. Alle Aus den Nachbarorten. Bei dem In der letten Sihung der Charlottenburger StadtverordnetenBerfammlung gaben unfre Genoffen der unpolitischen" Mehrheit Gelegenheit, ihre fociale Fürsorge, beren sich diese Herren bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit rühmen, durch die That zu beweisen. Der Versuch fiel so aus, wie es für Kenner der Verhältnisse von vornherein feststand. Die socialdemokratischen Anträge wurden samt und sonders abgelehnt. Der erste Antrag bezweckte die Einsetzung einer gemischten Deputation zur Beratung a) des Erlasses von Arbeitsordnungen für alle städtischen Betriebe, b) einer Reform der für die Bewilligung von Ruhelohn und Hinterbliebenenübrigen Fernleitungen haben weniger als 700 Kilometer. Am meisten Untergang eines Berliner Dampfers. Der der Berliner Krahn Versorgung für städtische Arbeiter und Angestellte geltenden Grundgesprochen wird zwischen Berlin und Frankfurt a. M., wo 367 Ge- gefellschaft gehörige Eilgut- Dampfer Berlin" ist in früher Morgen fäße. Stadtv. Sirsch betonte in der Begründung des Antrags die präche täglich auf 4 unmittelbaren und einer tombinierten Leitung stunde auf der Oberelbe unweit Higader bei Lauenburg unter Notwendigkeit einer einheitlichen Arbeiterpolitik durch die Gemeinden wvies an der Hand eines reichhaltigen Materials stattfinden. Zwischen Berlin und Köln werden 248 Gespräche tägs gegangen. Das Unglück erfolgte vermutlich durch Eindringen von und lich gewechselt, außerdem auf der Leitung Berlin- Hannover- Köln Wasser in den Aschkasten, da die Wellen infolge des herrschenden nach, daß die Verhältnisse der städtischen Arbeiter Charlotten noch fehr viel wünschen übrig lassen. Vor 52 Gespräche auf jeder Teilstrecke. Die Zeitung Berlin- Wien wird schweren Sturmes fehr hoch gingen. Von andrer Seite wird hierzu burgs tomme es an, darauf das Berlin- Dortmund gemeldet, daß der Dampfer, Berlin" durch Kollision mit einem Schlepp- allem Koalitionsrecht der jeẞt 100mal im täglichen Durchschnitt benutzt. 111mal. Die Zahl der täglichen Gespräche ist ferner: Berlin- Essen zuge led wurde. Die Besayung fonnte nur mit Inapper Not das Arbeiter zu sichern, sie vor willkürlichen Entlassungen zu schüßen But warmes Herz für die Arbeiterklasse anzupreisen. Gerichts- Zeitung. Als ein kleiner Nardenkötter, der an verschiedenen Personen " Vermischtes. Cincinnati, 26. Februar. In der vergangenen Nacht brach um 21 Uhr in den oberen Stockwerken des Opernhauses Feuer aus. Das Theater und einige anstoßende Gebäude wurden von den Flammen zerstört. Der Schaden wird auf 2 Millionen Dollar geschätzt. Berichten zufolge find Menschen nicht umgekommen. Briefkasten der Redaktion. Juriftifcher Teil. Dent Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends fommen wollen. illid das Beschwerderecht gegen Maßregelungen zu ordnen. Auch die doch ist dadurch kein Einhalt geschehen. Das Passieren der Ver- Ein Kleinstädtisches Sittenbild. Wegen schwerer Kuppelei hatte Grundsätze für die Bewilligung von Ruhelohn und Hinterbliebenen bindungsstraße zwischen hier und Karlshorst ist bei Dunkelheit sich am Mittwoch der 63 jährige Arbeiter Gottlieb Schneider aus dem versorgung seien reformbedürftig; Berlin, Potsdam, Spandau und stets mit Gefahr verknüpft. Die Polizei scheint ihr Hauptaugenmerk Landstädtchen Belzig vor der Potsdamer Straffammer zu ber eine ganze Reihe andrer Gemeinden haben weit günstigere Be- auf die Ueberwachung socialdemokratischer Versammlungen zu antworten. Seine eigne über 50 Jahre alte Frau wurde von ihm stimmungen für die Arbeiter getroffen. Sollte die Reliktenversorgung richten, denn dort sind beide Ortsgendarmen während der ganzen zur Unzucht angehalten, und seine erwachsenen Söhne benutte er, irgend welche Bedeutung haben, so müßte den Arbeitern endlich ein Sizungsdauer vertreten, ohne bisher auch nur den geringsten Anlaß um die jungen Leute, die seine Frau besuchten und ZahlungsRechtsanspruch gewährt werden. Die finanzielle Belastung der Stadt zum Einschreiten gefunden zu haben. Diese Ausdauer wäre wahrlich schwierigkeiten machten, zu verprügeln. Schneider wurde zu 1 Jahr sei so gering, daß Charlottenburg ohne große Opfer bahnbrechend zum Schußze der Bürger außerhalb der Versammlung besser an Woche Gefängnis, 2 Jahren Ehrverlust und Stellung unter 1 vorangehen könne. Oberbürgermeister Schuste hrus wandte gebracht. wandte gebracht. Die Eröffnung der Stadtbahn- Station Polizei- Aufsicht verurteilt, seine Frau erhielt 6 Wochen Haft, feine sich gegen den Antrag. Es liege fein Grund zur Alen- Lichtenberg Friedrichsfelde wird bestimmt am ersten beiden Söhne erhielten wegen Körperverlegung 3 bezw. 2 Wochen derung des bisherigen Zustandes vor, da die Arbeiter sich Mai noch nicht erfolgen, trotzdem die Bahnhofs- Anlagen nahezu Gefängnis." über nichts zu beschweren hätten; man möge nicht Hoffnungen und fertig find. Mit Eröffnung derselben wird eine Verteuerung des Eine Studenten- Wette. Vor dem Charlottenburger SchöffenWünsche erwecken, die bisher ruhig geschlafen haben. Aehnliche Aus- Fahrpreises bis Alexanderplatz eintreten, da dies die 6. Station iſt. gericht hat sich der Student Max Begemann wegen förperlicher führungen machten die Redner der Mehrheitspartei, die Herren Optimisten behaupten zwar, es solle beim alten Preis von 10 Pf. gericht hat sich der Student May Begemann wegen körperlicher Mißhandlung zu verantworten. Bei einem Viergespräch über die Stüdlen und Rostock, während Stadtv. Buta Kommissions- bleiben. Wer's glaubt! Abhärtung, der sich die spartanische Jugend unterziehen mußte, beratung beantragte und Stadtv. Dr. Crüger fich für den zweiten, Von einem Eisenbahnzug überfahren und getötet wurde bei hatte der Student behauptet, es gebe auch jetzt noch Knaben, die aber gegen den ersten Teil des Antrags aussprach. In seinem Werder a. H. der 77jährige Obstzüchter Karl Bander, welcher freiwillig Züchtigungen über sich ergehen ließen; er wette, daß sich Schlußwort übte Stadtv. Hirsch scharfe tritik an der eigenartigen seine am Blassowersee wohnende Tochter besucht hatte und nun auf ein derartiges Kind finde. Die Freunde Begemanns nahmen die Socialpolitik der bürgerlichen Parteien, die für die Arbeiter stets dem Rückweg gerade beim Ueberschreiten des Eisenbahndammes am Wette an. Es gelang dem Studenten, einen Knaben aufzutreiben, nur schöne Worte übrig hätten. Gegenüber den Ausführungen des Oberbürgermeisters wies Redner auf die Verhältnisse in der Gas- Phöbenerweg von einem Schlaganfall betroffen wurde, wobei er zu der sich bereit erklärte, sich 18 Stockhiebe gegen Zahlung von 2,50 M. Falle kam und liegen blieb. Der gleich darauf von Magdeburg versetzen zu lassen. Die Prügelei wurde in der vereinbarten Weise anſtalt hin, die genau so schlechte ſeien, wie vor Ausbruch des Streiks kommende Personenzug fuhr dem alten Mann den Kopf und die vollzogen und Begemann, der sich von dem mißhandelten Knaben im Frühjahr 1901. Die Abstimmung ergab sowohl die Ablehnung Beine ab und schleppte die einzelnen Körperteile bis nach dem noch eine Quittung über die Prügel und das Geld geben ließ, ge= des Antrags auf Kommissionsberatung als auch die Ablehnung des Bahnhof in Werder mit sich fort. wann die Wette. Die Sache gelangte zur Kenntnis des Vaters des Antrags selbst. Der zweite socialdemokratische Antrag betraf die Wohnungs- Wenn das Kind in den Brunnen gefallen. Infolge des schweren Kindes, der Strafantrag stellte. Das Schöffengericht fah, wie uns frage. Die Antragsteller fordern, daß die Stadt auf dem von der Unglücksfalles an der Grünauer Fähre, wobei ein Berliner Fuhrherr geschrieben wird, das Verhalten Begemanns auffallenderweise in Luisen- Kirchengemeinde gekauften Grundstück kleine Wohnungen er samt seinen drei Pferden den Tod in der Dahme fanden, sind von einem außerordentlich milden Lichte an und verurteilte ihn nur zu richtet. Auch diesen Antrag begründete Stadtv. Hirsch, der ein- der Wasserbau- Inspektion umfassende Vorsichtsmaßregeln getroffen 50 M. Geldstrafe event. 10 Tagen Gefängnis. leitend einen geschichtlichen Rückblick auf die Behandlung der worden, um ein ähnliches Vorkommnis zu verhüten. Alle Fähren Wohnungsfrage in Charlottenburg gab, die vor drei Jahren an sollen in Zukunft während der Nachtzeit durch starke Eisenketten abgeschnitten, jezt aber völlig eingeschlafen ist. Die Mehrheit habe gesperrt und durch eine Laterne erleuchtet werden. Bei der Friedrichsdurch ihre früheren Beschlüsse der Bevölkerung mur Sand in die hagener Fähre, bei der sich namentlich Sonntags große Menschen- Ein heftiger Vulkanausbruch hat sich wieder in Merito ereignet. Augen streuen, sie habe den Anschein erwecken wollen, als ob etwas masien anzusammeln pflegen, soll diese Kette zu gewissen Zeiten auch Nach einem Kabel- Telegramm hat, einer Nachricht aus Guadalajara geschieht, während in Wirklichkeit nichts geschieht.( Unruhe.) Die am Tage vorgelegt werden, da es vorgekommen ist, daß bei starkem( Mexiko) zufolge, am 24. d. M. ein heftiger Ausbruch des Vulkans Frage, ob in Charlottenburg noch eine Wohnungsnot bestehe, sei Andrang die vornstehenden Leute ins Wasser gestoßen worden sind. Colima stattgefunden. Der Vulkan ist noch in Thätigteit. Die Lava unbedingt zu bejahen, es ständen nur 1,66 Broz. aller Wohnungen zerstörte zahlreiche Farmen. In der ganzen Umgebung wurden die leer, der Prozentsaz der leerstehenden kleinen Wohnungen sei sogar Einwohner von einer Panik ergriffen. Viele Leute verließen den noch geringer. Die Obdachlosigkeit habe zugenommen, die MietsHafen von Manzanillo, da sie eine Flutwelle befürchten. Der Auspreise feien auch im legten Jahre wieder gestiegen, die Zahl bruch war von starken Erderschütterungen begleitet. der Personen, die in überfüllten Wohnungen hausen, sei von der vorletzten bis zur letzten Wohnungsaufnahme von 6561 auf 9051 angewachsen, Hunderttausende müsse die Armenverwaltung jährlich aus- herumgedoktert hat, stand gestern der Kaufmann Erwin Freund geben zur Vermeidung von Ermissionen und als Zuschuß zu Mieten, vor der ersten Strafkammer des Landgerichts I, um sich auf eine das Schlafstellenunwesen habe einen ungewöhnlichen Umfang an Anklage wegen Betruges und Diebstahls zu verantworten. Der Anjenommen; die gesundheitlichen Zustände in vielen Wohnungen geklagte, der einen etwas erotischen Eindruck macht und auf manche Personen einen stark suggestiven Einfluß ausgeübt zu haben scheint, spotten jeder Beschreibung. Redner führte zum Beweise für seine liebte es, als„ Oberarzt Dr. Freund" aufzutreten. Er ist ein Behauptungen eine Fülle amtlichen Materials an und bezeichnete es als Pflicht der reichsten Stadt Preußens, endlich Wandel zu schaffen außerordentlich nervöser Mensch und fein ganzes Auftreten ließ starke Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit aufkommen, die gestern vom und ohne Rücksicht auf die Intereffen einzelner Hausbefizer das Gerichtsarzt Dr. Puppe allerdings zerstört wurden. Was der Angeklagte Wohl der Gesamtheit wahrzunehmen. In der sehr erregten mehr- aus seinem Leben erzählte, zeigte, daß der aus guter schlesischer Familie von 7 bis 9½ Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. stündigen Debatte fuchten die Redner der Unpolitischen und der stammende junge Mann vom Leben arg hin- und hergeschüttelt W. B. 2. 1. Nein. 2. 30 Jahre. A. S. 22. Wiederholen Sie Fraktion Alt- Charlottenburg die Ausführungen unsres Genossen worden ist und schließlich gänzlich Schiffbruch gelitten hat. Er hat die so nicht verständliche Frage genau. M. K. 36. Ja. R. 2. St. zu bestreiten. Sachlich widerlegen konnten sie sie nicht, fie das Gymnasium in Ratibor bis zur Quarta besucht, ist dann mit Das verdiente Geld kann eingeflagt werden. A. K. 8. Kündigung mur fuchten durch allerhand Redensarten den Kern der Frage verschiedenen Unterbrechungen in kaufmännischen Geschäften thätig am 15. zum 1. zulässig. 2. Geschieht von selbst. Nach der später publizierten zit umgehen, wobei fie natürlich nicht vergaßen, ihr Das thun diese geweſen und hat schließlich mit einem ihm zugefallenen väterlichen auslegung der listen ist aber Stontrolle durch Nachsehen jedes einzelnen Elender. Kommen Sie in die Sprechstunde, da die Fragen, Erbteil von 30 000 m. selbst in Görlitz ein Warenhaus- Geschäft geboten. Herren immer, wenn sie einen socialpolitischen Antrag ablehnen. etabliert. Er wurde dabei sein ganzes Geld los und ging völlig so wie gestellt, nicht verständlich sind. B. 8. 1. Ja. 2. Nein. 3. Ja. Namentlich Herr Ströhler, der Vorsteher der Versammlung, mittellos nach Hamburg, wo er sich bereits auf das Kurieren legte. außergerichtlich niederschreibt. Jeder aber muß dies auf einem besonderen 2. A. 100. Es genügt, daß jeder von Ihnen seinen lehten Willen hatte den traurigen Mut, das Vorhandensein einer Wohnungsnot Dort ist er im Jahre 1901 wegen Betruges verurteilt worden und ging Bogen thun, den er ganz und gar allein schreibt, mit Datum versicht und rundweg abzuleugnen. Er rühmte sogar die Unthätigkeit der M. 99. Wiederholen Sie die Frage Gemeinde, indem er ausführte, man habe sehr wohl gethan, die nach Verbüßung seiner Strafe nach Berlin. Hier wandte er sich an das mit seinem Namen unterschreibt. Armenamt der jüdischen Gemeinde, wurde von dieser fortlaufend unter Angabe, ob die Frau noch verheiratet oder ob sie geschieden bezw. Sache nicht zu überſtürzen. Stadtv. Hirsch wies in seinem B. M. 30. Das Verhalten unterstützt und erhielt auch eine ganze Reihe von Speiſemarken für Witte ist. G. Sp. 14. Ist unpfändbar. Schlußwort auf den Wandel der Anschauungen des Herrn Ströhler die Volksküche der jüdischen Gemeinde in der Gormannstraße. In der der Staffe erscheint nicht gerechtfertigt. Richten Sie schriftlichen Antrag dorthin hin, von dem seiner Zeit die Initiative zur Ergreifung von Maß- Borderstube dieser Anstalt sollen, wie der Angeklagte behauptet, und erbitten Sie schriftliche Antwort, mit der Sie in die Sprechstunde nahmen gegen die Wohnungsnot ausgegangen sei und der nun Aerzte, Gelehrte und Künstler verkehren. Er lernte daselbst einen wenn Sie mit dem Bertragsentwurf in die Sprechstunde kommen. . 2. 50. Die Fragen lassen sich nur beantworten, darin warnt, irgend etwas zu thun. Außer unfrem Genossen trat jungen Schriftsteller fennen, dem er fich als Arzt" E. 77. 1. Nein. 2. Nur der erste. 3. Nein. V. 107. Der Verein nur Stadtverordneter Dr. Crüger für unsren Antrag ein. borstellte, er behauptete, er fei Oberarzt der Charité besteht weiter, sodaß das Vermögen den Mitgliedern desselben gehört. In namentlicher Abstimmung beschloß die Versammlung und erzählte, daß er als kaiserlicher Militärarzt die Auf Herauszahlung haben Sie keinen Anspruch.- F. B. 21. lins unbekannt. bon Liberalen und gegen 15, Socialdemokraten G. K. Es genügt, daß Ihre Braut Ihren Geburtsschein und die abgegebenen Stimmen, auf Antrag des Stadtv. Gleim, die Feldzüge in Afrika und China mitgemacht habe. Die Natur Glashütte 10. Daß die Fabrik- Krankenkasse Beschlußfassung auszusehen, bis das Ergebnis der von der Mehrheit hat ihn mit ziemlich großen und roten Händen, wie sie sonst Aerzten, Militärpapiere milnimmt. ergiebt sich aus dem uns nicht bekannten Statut Ihrer Krankenkasse. früher beantragten Ausschreibung vorliege, mit andern Worten, die nicht eigen zu ſein pflegen, ausgestattet, er hatte aber hierfür eine lediglich die Minimalleistungen festjet, ist zulässig. Ob es der Fall ist, sehr plausible(?) Erklärung, indem er sehr naiv behauptete, er habe C. M. Der Mieter, dem Fistus gegenüber bleibt aber der Vermieter Sache auf den St. Nimmerleinstag hinauszuschieben. sich die Hände während seines Aufenthalts in Afrika erfroren! haftbar. M. P. 21. Eine Verfolgung in Amerika ist in dem Ihren Nach Erledigung dieser Anträge wurden dann im Handumdrehen Seine augenscheinlich schlechte finanzielle Situation erklärte er da- Bruder betreffenden Fall unmöglich, eine solche auf deutschem noch etwa 20 Punkte der Tagesordnung erledigt, darunter die Vor- durch, daß er infolge seines Aufenthalts in China start in Schulden Boden möglich, aber unwahrscheinlich. A. B. 24. Sat Tagen betr. die Errichtung eines Reform- Realgymnasiums und be= treffend Gewährung einer Beihilfe an die vereinigten Weber- Innungen geraten sei. Genug: er erregte das Intereſſe des Schriftstellers, seit dem 1. Januar 1902 weder eine Ratenzahlung, noch eine oder schriftliche Anerkennung stattgefunden, fo dem es pekuniär recht gut ging, der aber doch seine Mahlzeiten sonstige mündliche M. 9. Nein. der Provinz Brandenburg; gegen diese Vorlage wandte sich Genosse in der jüdischen Volksküche einnahm. Dies Interesse hielt auch ist die Forderung verjährt, eine Klage also aussichtslos. Nörgler. Nur in dem Falle ständen Ihrer Ehefrau und Ihren Kindern Scharnberg namens unsrer Partei. Gegen 10 Uhr mußte die an, als der Angeklagte, dessen Nervosität immer größer Versammlung wegen Beschlußunfähigkeit geschlossen werden. geworden war, Aufenthalt im jüdischen Krankenhause nahm und eine Hinterbliebenen- Rente zu, wenn Ihr Tod infolge des Unfalles herbeigeführt würde. R. K. 51. Wenn die Ehegatten fein wechselseitiges Eine Straßenbahn Rigdorf- Johannisthal dürfte in nicht allzu bort von Dr. Jacobsohn behandelt wurde. Als er aus dem Kranken- Testament machen( ein Beispiel finden Sie S. 238 Nr. 55 und 56 des in ferner Zeit gefchaffen werden. Die Direktion der Großen Berliner Hause entlassen wurde, fand er dauerndes Unterkommen bei seinem den öffentlichen Bibliotheken ausliegenden Arbeiterrechts), so erben die Vers Straßenbahngesellschaft hat sich bereit erklärt, unter gewissen Be- neuen Freunde, bei dem er eine Art Faktotum wurde. In dessen wandten mit. Die Höhe des Erbteils richtet sich nach dem Grade der VerB. 2. Zelle. Freilich ist die Versäumung einer Kaiserdingungen ihre Linie Moabit- Nirdorf über den Mariendorfer Weg Wohnung hat er unter dem Namen„ Dr. Goldmann" bezw.„ Ober- wandtschaft. nach Johannisthal zu verlängern. Es handelt sich um die Linie, arzt Dr. Freund" herumgedoktert und mit Vorliebe Frauen beziv. geburtstags-, Sedans- und dergleichen seier" teine Versäumung eines Schul Unterrichts. Das für dergleichen Sachen in letter Instanz endet und junge Mädchen behandelt, bei denen er ausgedehnte körperliche Unter- zuständige Kammergericht hat aber wiederholt die entgegengesezte die jetzt Ecke Herthastraße und Hermannstraße der nach. mit einem Vertrage Stadtgemeinde fuchungen vornahm. Nach seiner eignen Darstellung hat er sich nach Ansicht vertreten. Eine Berufung wäre demnach voraussichtlich erfolglos. bis zweite Wagen Rigdorf später jeder zweite zum Rigdorfer und nach eine viele Flaschen Gift umfassende Apotheke angelegt, die Willy 15. 1. Bett und Geld ist Willys Eigentum. With erhält, falls Gemeindefriedhof am Mariendorfer Weg durchgeführt werden einigermaßen an Nardenfötters berühmtes Laboratorium erinnerte. Kein Testament vorliegt und die Stiefmutter nicht nach Brandenburger Recht muß. Der andre Wagen würde nach dem Projekt der Straßenbahn- Besonderen Schaden scheint er nicht angerichtet zu haben, auch waren die erben will, drei Viertel der Nachlaßmasse. 2. u. 3. Der Vornund kann, Gesellschaft über die Herthastraße hinaus jedesmal nach Johannis- Honorare, die er verlangte, nur sehr bescheidene. Sein ehemaliger falls dies im Interesse des Kindes liegt, Willy anderweitig erziehen lassen. that laufen. Mit der geplanten Linienführung, die für die Ge- Freund behauptete, daß er durch die falschen Angaben des An- Er thut gut, zunächil die Mißstände, die sich bei der jebigen Erziehung herausgestellt haben insbesondere das Milchaustragen durch Rüdsellschaft wegen der Durchquerung von Britz und der Benugung schon geklagten über deſſen Persönlichkeit dazu bewogen worden sei, ihm sprache mit der Stiefmutter zu beseitigen, damit das Kind nicht vom Regen vorhandener Geleiſeſtrecken die angenehmste wäre, sind aber die nach und nach 400 M. zu opfern und daß ihm der Angeklagte bei in die Trause tommt. Ein Recht zur Erziehung steht der Stiefmutter, die Interessenten nicht ganz zufrieden. Sie wünschen und erstreben die einer Gelegenheit auch einen Hundertmarkschein widerrechtlich weg- nicht Vormund des Kindes ist, nicht zu, wenn der Vormund mit der ErH. Sch. Mit Einwilligung Ihres StiefFührung der Bahn durch die Cannerstraße, über die Canner Chaussee bis genommen habe. Nach beiden Richtungen hin fehlte es an ge- zichung nicht einverstanden ist. Baumschulenweg, Ecke Späthstraße, durch diese bis zur Johannisthaler nügenden Belastungsmomenten. Dagegen hielt der Gerichtshof in vaters und Ihrer Mutter können Sie Umschreibung des Namens beim StandesChaussee und nun, wie bei dem ersten Projekt vorgesehen, nach zwei Fällen den Angeklagten des Betruges gegen Patienten, die sich beamten beantragen( vergl. S. 221 Nr. 12 des in den öffentlichen LeseM. y. 1. Zu spät. 2. Leider nein. Johannisthal hinein. Dies könnte leicht ermöglicht werden durch die ihm anvertraut, für überführt und verurteilte ihn zu 4 Monaten hallen ausliegenden Arbeiterrechts). Puttlig 666. Der Unterstüßungswohnfig wird nach zweijährigem Verlängerung der neu zu erbauenden und vertraglich zum 1. April Gefängnis. Aufenthalt an dem Aufenthaltsort erworben, falls während der zwei Jahre zu eröffnenden Linie Alexanderplatz- Schlesischer Bahnhof- NiydorfIn recht gemeiner Weise hat der Lithograph Eugen Petrich, der Betreffende keine Armenunterstützung erhalten hat. Wird er innerhalb Cannerstraße. Die Kolonie Baumschulenweg, die sich immer mehr der gestern vor der neunten Straffammer des Landgerichts I stand, der zwei Jahre unterſtüßungsbedürftig, so wird er zunächst von dem Drtsarmenverband, in dessen Bezirk er sich aufhält, unterstützt. Dieser Verband entwickelt, würde hierdurch ebenfalls eine Straßenbahn- Verbindung das Bertrauen eines bedauernswerten blinden Mannes gemißbraucht. erhält dann Erstattung von der Gemeinde, in der der Unterstützte seinen mit Nigdorf und Berlin erhalten. Er war von dem erblindeten Rentier Wiechmann, der hier mehrere Unterſtüßungswohnsiz hat, also in der Regel von der Gemeinde, in der der Neu- Weißensee. Wegen Majestätsbeleidigung wurde Häuser befigt, als Führer und Faktotum engagiert worden und hatte Unterstützte ohne Unterſtügungen zwei Jahre lang ununterbrochen wohnte. vor einigen Tagen der durch Krankheit gänzlich erblindete als Vertrauensmann des Blinden alle möglichen finanziellen An- Diese Heimatsgemeinde tann Abschiebung verlangen. Das Abschiebungsrecht Als sich Herr Wiechmann zum steht auch der Gemeinde des neuen Aufenthalts zu. Die Höhe der UnterSchlächter Emil Blankenfeld von der fünften Strafgelegenheiten zu erledigen. bon dem stügungsfäße ist nicht gefeklich festgelegt, sondern wird von Fall zu Fall fammer zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Die Verhandlung Sommeraufenthalt in Misdroh befand, erhielt er die Nachricht, daß der Steuerzettel über die von der Armenkommission festgesett. D. J., Neuenhagen. Sie A. V. Ja. fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. B., welcher durch Angeklagten einen fleinen Handel mit Fleischwaren mühsam den Unterhalt zu entrichtende Grundsteuer in Höhe von 652 M. präsentiert worden haben sich nach dem Vorgetragenen nicht strafbar gemacht. m. n. 10. Nein: mangels einer bestimmten Kündigungsfrist beträgt seiner Familie, bestehend aus Frau und drei unmündigen Kindern, fet und daß der Angeklagte zur Begleichung dieses Postens Geld die Kündigungsfrist für Mietsverträge ein Bierteljahr; es kann dann bis des öfteren von seinen Kollegen auf dem haben müsse. Herr W. schickte ihm umgehend einen Check über am 3. Januar, April usw. zum 1. April, Juli usw. gekündigt werden. bestreitet, wird K. G. Sie brauchen sich mit Ratenzahlungen nicht einverstanden er Viehhof und Getränken trattiert, 652 M., auf ein hiesiges Bankgeschäft lautend, ein. Der Angeklagte der Markthalle mit wobei er gewöhnlich dem Guten zu viel zuspricht, und in solchem hat das Geld auch erhoben, aber nicht an die Steuerbehörde ab- flären. Es ist aber zweckmäßig, zumal der Ehemann nicht haftet. Zustande soll er bei einem Gespräch mit Nachbarinnen unschickliche geführt. Nach der Rückkehr des Herrn W. beichtete er diesem, daß Waldeck. Eine Verjährung liegt keineswegs vor; dieselbe träte frühestens Aeußerungen über das Kaiserpaar gemacht haben. Als Denunziantin es das Geld angeblich verloren habe. Nach seiner Behauptung habe im Jahre 1924 ein. Auch die rückständigen Raten zu zahlen sind Sie verW. 200. 1. Gegen die Betrat die Frau des Gummiarbeiters Krenzin auf, welche den so wie er das Geld in eine kleine Brieftasche gethan, die er zu einer pflichtet, wenn Sie nicht in der Berufung ein obfiegendes Urteil oder durch Berständigung einen Bergleich erzielen. Auf dem schäftigung am Sonntag läßt sich geseklich nichts erreichen. Die übermäßige so schon unglücklichen Menschen munmehr auch noch auf ziemlich Cigarren- Düte in die Brusttasche gestedt habe. Als geradezu roh Hinterperron eines Straßenbahnwagens stehend, habe er fich Arbeitszeit läßt sich nur durch Vereinbarung oder Lösung des Vertrages Lange Zeit seiner geringen Freiheit beraubte. muß man es bezeichnen, wenn sich die Mitteilung bewahrheitet, daß eine Cigarre angesteckt und dabei wahrscheinlich mit der Cigarren- ändern. 2. Zum Abzug des Lohnes ist der Chef nicht berechtigt. Ihr Sohn Die kann beim Gewerbegericht auf Zahlung des abgezogenen Lohnes Nachbarinnen ihre Kinder aufstacheln, dem unglücklichen Menschen düte die Brieftasche unbemerkt herausgerissen und verloren. A. T. E. Ja. D. Nein. die über ihn verhängte Strafe nachzurufen ganze Geschichte flang sehr abenteuerlich, insbesondere weil der mit Aussicht auf Erfolg klagen. W. N., O. M., A. B. C. 200. Ja. Genoffe vom NettelbeckAngeklage feinerlei Schritte unternommen hatte, um das verlorene Das Lichtenberger Gewerbegericht wird am 6. März zum ersten Geld wieder zu erlangen; der Blinde gab sich aber zufrieden plat. 1. Ein Darlehn verjährt in 30 Jahren. 2. Von Minderjährigen gemachte Schulden sind in der Regel unklagbar. Ob auch in Ihrem Falle mal zu einer„ Gesamtsigung" zusammentreten, um auf Antrag der Die Sache fam erst zur Sprache, eine Schnld nicht besteht, läßt sich nur nach genauer Darlegung des SachArbeitnehmer- Beisiger gemäß§ 75 des Gewerbegerichts- Gesetzes und und erstattete keine Anzeige. Wegen der legteren beantworten. Legen Sie den Fall in der Sprechstunde flar des§ 48 des Ortsstatuts einen Ausschuß zur Begutachtung und als sich herausstellte, daß der Angeklagte feine Stellung zu um- verhalts und nach Einsicht der etwaigen Schuldscheine, Alagen, Urteile A. R. Stellung von Anträgen usw. zu wählen. Auch wird über das Ge- fangreichen Veruntreuungen benugt hatte. seiner Zeit zu ein Jahr drei Monaten Rastatt. 1 und 2: Nein. 3. Die Höhe hängt von einer Reihe Umstände such des Gärtnervereins" Flora" verhandelt werden, der den Wunsch Gefängnis verurteilt und die Geschichte von dem Verlust der ab. Sie finden eine Darlegung der einschlägigen Verhältnisse im ersten hat, daß die Arbeiter der Zier- und Handels- Gärtnereien der GeHoffmeister 27. Beantragen Sie bei der Steuerdeputation des werbe- Ordnung unterstellt werden. Es würden dann Bundesrat und 652 M. einer späteren Prüfung vorbehalten. Diese fiel nun sehr zu Nachtrag zum Arbeiterrecht.( Führer durch das Unfallversicherungs- Gesek). Reichstag um Abänderung der Gewerbe- Ordnung ersucht werden ungunsten des Angeklagten aus nachdem in dem früheren Pro- magistrats Niederschlagung der Steuer unter Darlegung des Sachverhalts. zesse dessen sonstige Streiche bekannt geworden waren, fand feine von Anfang an sehr wenig Vertrauen erweckende Erzählung gar keinen Friedrichsfelde. Einbruchsdiebstähle und Raubanfälle, letztere in Glauben mehr. Der Gerichtshof hielt ihn der Unterschlagung für unbebauten Straßen, mehren sich in legter Zeit auffällig. Es gelang überführt und verurteilte ihn zu einer Zusatzstrafe von 6 Monaten wohl fürzlich, eine Bande jugendlicher Strolche dingfest zu machen, Gefängnis. Berantwortlicher Redakteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. mit 35 von müssen. in der wurde er 1 Wetter Prognose für Freitag, den 27. Februar 1903. Zunächst ziemlich warm, vorwiegend trübe mit leichten Regenfällen und lebhaften südwestlichen Winden; später ausllarend, aber etwas fühler. Berliner Wetterbureau.