Nr. 51. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 r., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Belt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Erichcint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pig., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für I die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die Lage in Holland. Amsterdam, 26. Februar. Eine gewaltige Krise durchzudt gegenwärtig die holländische Arbeiterbewegung und mit ihr das ganze Land. Das Wachstum der Gewerkschaftsorganisation der Transportarbeiter hat in diesem Lande, dessen Stapitalismus hauptsächlich im Transportbetriebe wurzelt, einen Konflikt zwischen Kapital und Arbeit hervorgerufen, wie es einen ähnlichen in den leidenschaftlichsten Zeiten der holländischen Arbeiterbewegung nicht gegeben hat. Sonntag, den 1. März 1903. die Interpellationen Dienstagmittag 1/2 Uhr behandelt werden sollen. Inzwischen rast die Regierungspresse besonders wider die Socialdemokratie, die sehr thätig ist und überall der Realtion entgegenarbeitet. Unser Amsterdamer Korrespondent macht uns vom 27. Februar folgende Mitteilungen: Ein Zeitungsbericht meldet, daß der Amtsrichter mehrere Personen und Zeitungsreporter ausgefragt habe über den Inhalt ciner Rede, die Genosse van der Goes in einer hiesigen Verfammlung vor Reservisten gehalten hat und worin er u. a. gefagt haben soll: Ich sage: Schießt nicht! doch wenn geschossen werden muß, wist dann, nach welcher Seite geschoffen werden muß." 營 Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Politische Uebersicht. Post- Etat. Berlin, den 28. Februar. Unter den Petitionen, die am Sonnabend zunächst zur Erlebigung famen, befand sich auch die eines strebfamen Staatsanwalts, der die Deportation als Kampfmittel gegen den„ inneren Feind" empfiehlt. Die Petitionskommission hatte dieſem freundlichen Verlangen die unverdiente Ehre angethan, es als Material dem Reichskanzler zu überweisen, obwohl selbst Herr Nieberding vor gar In erster Instanz ist die heutige Krise auf einen Streit der nicht langer Zeit sich als Gegner der Deportationsstrafe bekannt hat. Amsterdamer Hafen und Handelsarbeiter zurüdzuführen. Diese Der Rat unsres Genossen Thiele, die Petition verdientermaßen in rührigen, etwas impulsiven Elemente, aus deren Mitte auch die beden Papierkorb zu werfen, wurde von den anwesenden 15 Abgeordneten Tannte Boykottbewegung wider England entstanden ist, sind zur Brotestversammlungen werden überall vorbereitet und abgehalten. der Rechten, des Centrums, der Nationalliberalen und Freifinnigen Zeit gut organisiert und haben nach einem gelungenen Streit im as feit langen Jahren nicht möglich war und kaum in Bälde er- abgelehnt, die vom Bureau als Mehrheit des Hauses proklamiert Jahre 1900 mit den großen Transport- Gesellschaften( Fehmen") ivartet werden konnte, hat unsre Regierung mit ihrem Waffen wurde. in Amsterdam ein Uebereinkommen getroffen, worin unter gellire und mit den vorbereiteten Sklavenketten erreicht, nämlich Dann begann die Beratung des Post Etats, die bis in anderm ein Lohnfaz festgelegt war, welcher von einer der daß die Einheit in der socialistischen Bewegung riesenschnell eine recht späte Stunde fortgesetzt wurde. Auf der Ministerbank Gesellschaften( het Blauwvhoedenbecm) nicht aufrecht erhalten wurde. Fortschritte macht. Ueberall arbeiten Socialdemokraten nahm Herr Kraette an der Stelle Plak, die Graf Posadowsky Es kam daher Anfang Januar zu einem Streif, der alsbald die ge- und Freie Socialisten( Anarchisten) zusammen und bilden während so langer Wochen inne gehabt hat. Er leitete die Beratung famten großen Transportgesellschaften umfaßte und infolgedessen große so mit dem übrigen Teile der Arbeiterschaft eine fefte Phalang feines Etats durch einen längeren Vortrag ein, der durch Handelsschiffe im Hafen lagen, ohne gelöscht zu werden. ant dent unbergeßlichen Podbielsti Es war aber der Firma Müller u. Co. gelungen, Streifbrecher gegen die Zwanggefeße der Regierung mit ihrer willigen Mehrheit unfreiwillige Nebebliten Hoffentlich werden nunmehr auch die dem Parlamentarismus erinnerte. Go rühmte der Staatssekretär seiner Verwal in Dienst zu nehmen und vermittelst dieser ein Schiff auszuladen. feindlich gesinnten Arbeiter einsehen lernen, daß der Parlamentarismus tung nach:" Jeder Postbeamte, der gestorben ist, erhält Die Firma verlangte, daß diese Waren von der holländischen einen für die ganze politische und sociale Betvegung bedeutungs- bon uns ein Ruhegehalt." Das war aber auch das Eisenbahngesellschaft erpediert werden sollten. Nun waren aber die vollen Faktor darstellt und dementsprechend ihren antiparlamentarischen einzige, was er zum wirklichen Ruhme der Post zu verkünden Eisenbahnarbeiter, welche diese Arbeit verrichten sollten, mit den Standpunkt aufgeben, so daß das Zusammenarbeiten nicht nur für hatte. Im übrigen ist auch unter ihm die Knauferei an der TagesDockwerkern und Handelsarbeitern in einer Föderation. von die gegenwärtige Situation andauert. Transportarbeitern vereint, welche infolge der Resolution des Inter nationalen Transportarbeiter- Kongresses in Paris 1900 seit vorigem Jahre in Holland errichtet ist. D ordnung. Die Wünsche des Neichstages auf Schaffung hinreichender Assistentenstellen, um die Wirtschaft mit Diätaren einzuschränken, Die Haltung der Liberalen. Gestern nachmittag wurde durch so daß jeder Diätar nach spätestens fünf Jahren angestellt die Zweite Kammer die Reihenfolge der Beratungen festgestellt wird, find nur zum Teil erfüllt worden, angeblich aus dienstlichen Die holländischen Eisenbahner( etwa 17 000 an der Zahn, von Zuerst sollen die Abteilungs Beratungen stattfinden und hiernach Rücksichten, thatsächlich wird aber wohl die finanzielle Frage ausdenen unter dem Einfluß dieser Bewegung heute 12000 in einem erst die Juterpellationen von Genosse Troelstra und dem Liberalen schlaggebend gewesen sein. Berein organisiert sind, zerfielen bis vor lurzem in zwei Meß behandelt werden. Die ganze Tinte Seite, also alle In der Debatte waren die Redner aller Parteien sich darüber Drganisationen: die Kategorischen Vereine"( Maschinisten usw.) und Liberalen stimmten mit unfren Genoffen( 86 Stimmen) gegen diefe einig, daß der Reichstag fich mit den 2000 neuen Bostassistentender„ Niederländische Vercin"( Beamte, Schaffner, Arbeiter usw.). Die Reihenfolge, die ganze rechte Seite( 49 Stimmen) stimmte dafür. stellen statt der geforderten 3000 nicht abspeisen lassen dürfe, und die erstgenannten( etiva 2500 Mann start) waren zum Teil„ Rur- Gewerk Scheinbar ein gutes Vorzeichen für den weiteren Verlauf betreffenden Titel des Post- Etats wurden dann auch der Budgetfchaftler" oder mehr oder weniger anarchistisch angehaucht, mit einem der Kammerverhandlungen. Db. das Gewissen der Liberalen kommission zur Prüfung überwiesen. frommen Schauder vor der Politit" und den Politikern". Die fchlägt oder ob diese in der Verlegenheit der Regierung ein Mittel Sonst spielte in der Debatte die Behandlung und Entlohmmg 3tveitgenannte Organisation, damals 5000 Mitglieder stark, deren schen, diese zu Fall zu bringen, um selbst wieder ans Ruder zu der Unterbeamten wieder eine große Rolle. Genoffe Singer Sit Utrecht, steht ganz und gar unter socialdemokratischer Führung gelangen mit Hilfe der Socialdemokraten und einigen vielleicht nahm sich der Unterbeamten warm an. Der Anregung des freiund gehört dem Komitee für das allgemeine Wahlrecht an. In der demokratisch angehauchten Mitgliedern der rechten Seite, ist ein Ver- finnigen Abg. Eidhoff allen Postbeamten das Gehalt viertellegten Zeit fanden zwischen den beiden Organisationen mehrere muten Ihres Korrespondenten. Ob letzteres begründet ist, müssen jährlich auszuzahlen, trat er als unzwedmäßig entgegen, während Verhandlungen statt, welche ihre Umbildung in eine Organisation bie nächsten Tage erweisen, die Auslassungen selbst der alt- liberalen er sich dem Wunsche dieses Redners, das System der Stellenzulagen bezwedten. Bresse in den letzten Tagen, nach welchen fie fich anscheinend nicht gänzlich zu beseitigen, vollständig anfchloß. Unfer Nebner wies weiter Auf die Juitiative des Kategorischen Vereins hin wurde be- für„ Ausnahmegeseze" bereit finden lassen wollen, was doch die darauf hin, daß die Klagen über die ungerechte Verteilung der geschlossen, daß, falls die Direktion die Arbeiter verpflichten würde, die vorliegenden in jeder Hinsicht sind, scheinen das ausgesprochene hobenen Stellen noch immer nicht verstummt sind. Auch die Arbeitsboylottierten Waren der Fehme zu expedieren, die Arbeit nieder- Bermuten zu bestätigen. zeit der Unterbeamten geht oft genug über 60 Stunden in der Woche zulegen sei. Der Direktion wurde berichtet, daß, falls sie auf die hinaus, ein Fehler, dem durch die Anstellung von mehr Kräften abs Beförderung bestehen sollte, Konflifte mit dem Personal zu Auch die„ chriftlichen" Arbeiter, die Angehörigen der christlichen geholfen werden muß. Auch die Sonntagsruhe ist mir mangelhaft erwarten feien. Deffen ungeachtet wurden zwei Arbeiter, Gewerkschaftsvereine, die plöglich wie Schwämme aller Orte aus durchgeführt, und die Urlaubsbewilligungen hängen von der Willfür welche sich weigerten, diese Ware zu„ bearbeiten", vorläufig dem Erdboden wachsen und als organisierte Streifbrecher in diesen der Amtsvorsteher ab. Ueber lange Arbeitszeit flagen auch die entlassen. Auf ein Wort der Führer hin lag nunmehr jedoch schweren Tagen vor und zubereitet werden, scheinen zu proletarischem Telephonistinnen, denen bei ihrer nervenaufreibenden Thätigkeit sofort der ganze Eisenbahnverkehr Amsterdams still. Zugleich wurde Bewußtsein zu erwachen. Noch vor einigen Tagen setzten diefe in häufigere Ruhezeiten zu gönnen find. Das schlimmste aber ist, daß der Direktion angefagt, daß, falls sie auf ihre Forderung, bontottierte ihren alten Führer, den jezigen Ministerpräsidenten vollkommenes in der Postverwaltung der Buddesche Geist der Maßregelung und Ware zu expedieren, nicht verzichtet, ein allgemeiner Eisen- Bertrauen. Sie trauten ihm dergleiche Zwangsmaßregeln Unterdrückung jeder selbständigen Regung herrscht. Die Beamten dürfen bahner- Ausstand im ganzen Lande proflamiert werden würde. nicht zu. Die eingereichten Gefeßentwürfe müssen sie von migliebigen Vereinen nicht beitreten und nicht Blätter lefen, die den Die Direktion bat, sich erst mit der Regierung beraten zu der Treulosigkeit des Ministers überzeugt haben, der bis Vorgesetzten unbequem sind. Für die ungerechtfertigte Entlassung dürfen: dafür wurde ihr eine kurze Frist gegeben, und als jegt den kleinen Leuten" stets Sand in die Augen streute, nunmehr von Pofibeamten aus Gründen, die außerhalb ihres Dienstes liegen, innerhalb dieser Frist die verlangte Antwort nicht eintraf, wurde jedoch nur allzu deutlich seine ganze Demokratie zu seinen übrigen hatte Ginger givei ellatante Fälle anzuführen. am Sonnabend, den 31. Januar, der allgemeine Streit telegraphischalten Lumpen" legte, wie er selbst in der Kammer seine hin und Das System der Verteidigung, das sich Herr Kraette zurecht proklamiert, der innerhalb einer Stunde den ganzen Eisenbahn- wieder modernen Auslaffungen und Schriften aus früheren Jahren gelegt hatte, bestand darin, daß er die Kenntnis der vorgetragenen verkehr Hollands zum Stillstand brachte. Die Regierung hatte hier nannte. gegen nichts zu thun gewußt, als daß fic alle Automobile für den Postdienst reklamiert hatte. Der Schlag war so überraschend und als noch an demselben Abend die Direktionen in die Forderungen der Arbeiter willigten- der Sieg so gewaltig, daß jeder holländische Arbeiter fich doppelt so groß wie gewöhnlich und jeder Bourgeois sich, o so flein!" fühlte. Am Sonntag lief alles wieder wie vorher es war aber ein Riß in die Verhältniffe gekommen der Klaffenkampf, welcher in diesem lleinbürgerlichen Lande von der Bourgeoisie immer mit theologischen und ideologischen Nebeln verhüllt wird, hatte feinen Medusenkopf gezeigt und alle Philister standen versteinert da. Soweit die Zuschrift unsres holländischen Genossen und Abgeordneten Troelstra. Den weiteren Verlauf der Dinge kennen unfre Lefer. Der holländische Spießer und Bourgeois rief, sobald er sich von seiner Erstarrung erholt hatte, nach echtem Spießer und Bourgeoisbrauch, nach dem Polizeibüttel, den ihr dic Regierung mit dem ehedem demokratischen Ministerpräsidenten Kuyper an der Spize auch fofort apportierte. Und zwar in Gestalt der in den letzten Nummern unsres Blattes bereits eingehend charakterisierten Anti- Koalitions- und Wahlentrechtungs- Gesehe. * Mit Rüdsicht auf eine eventuelle Mobilisation haben die respektiven Befehlshaber der militärischen Abteilungen alle Bürgermeister des Landes ersucht, um Angabe der Anzahl der in ihrem Orte disponiblen Mannschaften der„ Schuttery"( Bürgerwehr), felbft die ältesten Aufgebote. Bie Het Boll" vernimmt, wird der Abgeordnete und Genosse Troelstra bei feiner Interpellation an den Kriegsminister noch die folgenden Fragen richten: a) ob beabsichtigt wird, das Militär zu verpflichten, bei einem eventuellen Streit im Eisenbahnbetrieb Dienst zu thun an Stelle der streitenden Maschinisten usw., und bejahenden Falles, auf welche gefeglichen Bestimmungen man sich dabei stüze; b) ob der Minister veranlassen lann, mit Rücksicht auf die großen Kosten dieser außergewöhnlichen Einberufungen, die wie der holungs- lebungen der Aufgebote von 1897, 1898 und 1900 für dieses Jahr ausfallen zu lassen. " Beschwerdefälle in Abrede stellte. Sonst wandelte er ganz in den bag er das Verbot des Deutschen Postboten" aufrecht erhalte, weil Spuren Buddes und erklärte mit allem Pathos, dessen er fähig war, dieses Blatt die Beamten„ aufreize". Aber gerade mit dieser Be Hauptung scheint der Herr Staatssekretär Unglück zu haben. Redner des Centrums und der Nationalliberalen versicherten ihm, daß der Postbote" in legter Zeit Buße gethan habe. Der Titel Staatssekretär wurde bewilligt. Am Montag geht die Beratung des Post- Etats weiter. Kanalfomödie. Die Komödie des Mittelland- Kanals, das einzige Zugstück des Landtages in feiner diesmaligen Legislaturperiode, wurde am Sonnabend im Abgeordnetenhaufe, nachdem es längere Zeit vom Repertoire verschwunden war, wieder aufgeführt. Die Rollen waren nur zum Teil nen besetzt. An Stelle des Herrn von Thielen trat Herr Budde auf, während die Rolle Miquels überhaupt nicht wieder befest war. Die Konservativen hatten an die Regierung die Anfrage geDie Verfolgungen werden fortgesetzt. So meldet das„ Nieuws- richtet, ob fie im nächstjährigen Staatshaushalts- Etat Mittel in anblad voor Nederland", daß am Mittwoch sieben Männer durch die gemessener Höhe zur Beseitigung dringender Notstände in den Am Donnerstag wurde in der Zweiten Stammer eine leb- Bolizei auf der Straße verhaftet wurden wegen Verbreitung von Stromgebieten der unteren Oder, Spree, Havel und Elve fordern gedenke. Die Nationalliberalen, die hierin hafte Debatte geführt über die Frage, wann die Interpellationen aufrührerischen Flugblättern. Auch in Haarlem wurden einige über die Lage behandelt werden sollen. Die Mehrheit wolte die Eisenbahn- Arbeiter protokolliert, weil sie einigen Ordnungsleuten einen Borstoß gegen den Kanal witterten, brachten sofort eine Gegen- Interpellation ein, worin sie um bescheidene Auskunft über Entwürfe zur Knebelung der Arbeiter erst in den Geftionen beden Stand der neu zu erwartenden Kanalvorlage baten. Beide handeln; die Liberalen, Radikalen und Socialdemokraten wollten die Interpellationen standen auf der Tagesordnung. Ihre Besprechung wurde aber nicht verbunden, weil die Konservativen, die schon vor dem bloßen Worte Kanal einen heiligen Schauder empfanden, dagegen Protest erhoben. „ Läftig fielen". Interpellationen gleich in öffentlicher Sigung behandeln und Das Berteidigungs Romitce beschloß: 1. 200 000 Manifefte im ließen sich ohne Ausnahme sehr abfällig aus über den Ent- ganzen Lande zu verbreiten; 2. alle örtlichen Komitees anzufpornen, wurf, der die Beeinflussung von Streifbrechern strafbar machen ohne Verzug den Anfang zu machen mit der Abhaltung von Protest und den Eisenbahnern und öffentlichen Angestellten durch Androhung versammlungen; 3. die fofortige Bildung von örtlichen Komitees schwerer Strafen das Recht des Ausstands und damit das Koalitions- vorzunehmen; 4. fofortige Vorkehrungen zur Beschaffung von Geldrecht überhaupt rauben will. Es wurde beschlossen, daß die neuen mitteln zu treffen. Gefchentwürfe am Dienstag in den Settionen untersucht und Die Antwort, die Minister Budde im Namen der Regierung verlas, ließ an Klarheit alles zu wünschen übrig. Die Regierung erkennt die Mißstände in den genannten Stromgebieten an, sie be dauert es, daß die zu ihrer Beseitigung im Jahre 1901 geforderten folgerichtige Ausdruck der flerifalen Theorie zeigt, was man in Depesche den Kein zu großen Erfolgen der Reichs und KaiserMittel nicht bewilligt wurden, und stellt eine neue Vorlage für die Deutschland zu gewärtigen haben wird, wenn die klerikale Herr- Idee gegenüber dem Centrum erkennt. Wie sich doch alles se nächste Session in Aussicht. Gerade das, worauf es ankommt, wird schaft weiter fortschreitet. Die Konsequenz der flerifalen Welt- wunderbar fügt! in dieser Antwort verschwiegen. Die Stromregulierungen bildeten anschaung führt troß aller Phrasen von Freiheit der Wissenschaft, hat dem Kaiser offenbar sehr interessante Aufklärungen gebracht. Die hervorragende Persönlichkeit des nichtbayerischen Centrums" 1901 einen Teil der Kanalvorlage. Sollen sie mm 1904 von dieser der Religion und der Schule mit Notwendigkeit zur totalen Sie hat ihm erzählt von den heißen Neigungen des Centrums, dem Tosgelöst oder wieder im Zusammenhange mit der Kanalvorlage in Unfreiheit auf allen Gebieten. Leo XIII. felbst hat es in Staiser zu dienen, und zudem von der Großmacht der katholischen Angriff genommen werden? Es scheint, daß zur Beseitigung der feinen amtlichen Auslassungen wiederholt und nachdrücklich Geistlichkeit, die das Volf so vortrefflich zu lenken wisse. Wie bald Hochwassergefahr an der Elbe ein besonderes Projekt dem Landtage ausgesprochen, wie die moderne Kultur und die klerikale ist die Swinemünder Entrüstung, wie bald der Zorn des Centrums vorgelegt werden soll, während die übrigen Meliorationen in einer Weltanschauung in unverträglichem Gegensatz zu einander stehen. verraucht! Wir sagten es am ersten Tage voraus, da diese Affaire neuen Kanalvorlage enthalten sein sollen. Doch läßt sich bei der„ Lasset", so heißt es bereits in seinem Hirtenschreiben, die Kirche begann. schwächlichen Haltung und der fortwährenden Sinnesänderung des und das 19. Jahrhundert", das er noch als Kardinalbischof von Der Swinemünder Depeschenzank ist bald nur noch ein feltStaatsministeriums in Bezug auf diese Vorlage irgend etwas Perugia verfaßte,„ lasset die Philosophen, die Schriftsteller und fames 3wischenspiel, von der Fronie der Geschichte gedichtet, in der Positives nicht sagen. Künstler, welche von dem Gift des modernen Unglaubens berührt wachsenden Freundschaft zwischen Kaiser und Centrum. Das Centrum weiß dabei auch kleine Ketzereien zu übersehen. wurden, an eurem Geiste vorüberziehen, und ihr werdet sehen, daß Es weiß, was es thut, wenn es selbst über den Abweg zu Delitzsch fie entweder aller Vorzüge entbehren, oder daß die wenigen, die sie und Harnack milde Christenliebe breitet! befizen, mit großen Mängeln und Fehlern vermischt sind. Es sind Flüsse voll trüben und schmuzigen Wassers", sagt Joseph de Maistre von Voltaire und Rousseau, die einige Edelsteine mit sich dahintragen"; sie haben dieselben.. aber nicht aus der Quelle des Unglaubens ihres Glaubens Auch die Antwort der Regierung auf die zweite Anfrage ist nicht von Belang. Die Regierung hält nach wie vor an der Auffassung fest, daß die baldige Ausführung eines Kanals von Dortmund nach dem Rhein durch das Emscherthal als Teilstrede eines Rhein- Weser- Elbe- Kanals notwendig ist. Diese Versicherung haben wir aus dem Munde der leitenden Staatsmänner so oft gehört, daß sie keinen Eindruck mehr macht. Die " viel und so wenig wie die frühererflärung bedeutet genau so geschöpft, sondern als Ueberrefte von dem sie Saaldekoration! Kanal feiner Zeit" wiederkommen wird. Zast scheint es, als Habe die Regierung die Hoffnung auf das Zustandekommen des Werkes, für das sich der deutsche Kaiser in eigner Person verbürgt hat, aufgegeben. des Grafen Bülow, daß der zurückbehalten." Hat man sich nicht selbst über des deutschen Reichstages flerifal- philisterhaft entrüstet, stehen nicht die bedeutendsten Werke der deutschen Litteratur, die der Lessing, Schiller, Goethe, Kant, Fichte, Hegel u. s. f. u. f. f., der Stolz und der Ruhm unsres Volkes in der gesamten Welt, als verboten und schädlich, als Flüsse voll trüben und schmutzigen Wassers" auf dem Inder? Die Debatte bevegte sich in den alten Geleisen. Kanalgegner und Kanalfreunde, Vertreter des Ostens und des Westens, Agrarier and Industrielle fichten alte Erinnerungen aufzufrischen und die alten Kanalreden zu wiederholen. Eines aber trat in der Debatte wieder klar zu Tage: der unverwüstbare Optimismus der Linken, daß mit dem neuen Minister ein neuer Geist ins Ministerium eingezogen sei. Trotz aller Enttäuschungen drückten sie Herrn Budde ihr volles Vertrauen aus. Und das in demselben Augenblick, wo weitere Beförderungen früherer Kanalrebellen gemeldet werden! Nach Erledigung der Interpellationen begann die zweite Beratung des Etats der Bauverwaltung, die demnächst fortgesetzt werden soll. Am Montag findet die Besprechung der Interpellation über die Vorgänge in Trier statt. Ein Kulturkämpfchen. ant Daß aber angesichts der Stellung des Centrums in Deutschland ein klerikaler Bischof es sich einmal beikommen läßt, auch auf dem letzten und einzigen Gebiet, auf dem heute von einem gewissen Gegensatz zwischen liberaler und klerikaler Auffassung vielleicht noch mit einem Anschein von Ernsthaftigkeit die Rede sein kann, die klerikale Allmacht zu appellieren, ist gar nicht verwunderlich. Verwunderlich ist nur die kindliche Einfalt unfrer Liberalen, die sich ob dessen mannhaft entrüsten, gerade jetzt entrüften, wo sie sich im Reichstage zu Heloten des katholischen und konservativen Klerikalismus herabgewürdigt, wo sie es über sich gebracht haben, beim Klerikalismus umt ein Wahlfartell, um Mandate betteln zu gehen. Entweder man ist ein ehrlicher und konsequenter Gegner des Klerikalismus, und dann schließt man mit ihm keine Packe, in denen man die eigne Weltanschauung aus materiellem Interesse schmählich verschachert. Oder aber man verbindet sich mit dem Centrum und dann muß man es vollständig schlucken. * Deutfches Reich. Die Arbeiten des Reichstages. Unternehmersehnen nach Zuchthauskurs. Es wird berichtet: " ,, Auf der Konferenz des Deutschen Arbeitgeber- Schuhverbandes, die in dieser Woche in Berlin stattgefunden hat, waren offiziell die Verbände von Barmen, Berlin, Bielefeld, Bremen, Krefeld, Dresden, Düsseldorf, Elberfeld, Görlig, Staffel, Köln a. Mh., Leipzig, Mannheim, Mainz. Stettin, Stuttgart u. a. vertreten. Es wurde ein vollkommenes Einverständnis über die gegenseitige Unterstütnng bei Ausständen und Sperren erzielt. Es wurde ferner beschlossen, beim Reichskanzler die Abänderung des§ 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung, der gewisse Koalitionshandlungen und damit zu beunter Strafe stellt, zu beantragen und gründen, daß der Paragraph völlig ungenügenden Schutz gegen die lebergriffe und den Terro= rismus Ausständiger bietet. Besonders das brutale Vorgehen von sogenannten Streikposten und das Verhängen von Sperren über einzelne Betriebe müßte, da diese dadurch ruiniert würden, unter Strafe gestellt werden. Die Konferenz cinigte sich darüber, daß bei ungerechtfertigten Ausständen die weitgehendste moralische und materielle Unterstügung der von einem Ausstande oder einer Sperre betroffenen Meister usw. eintreten müsse. Die Selbsthilfe soll aber bis zur äußersten Grenze der Zulässigkeit ausgeübt werden. Von allen Unterverbänden aus joll eine planmäßige Agitation in den benachbarten Bes zirken ins Leben gerufen werden." Die Meldung der brutalen Pläne der Unternehmerklasse müsse der Arbeiterschaft ein Sturmsignal werden! Das ist eine der höchsten Losungen des beginnenden Wahltampfes: Gegen die brutalen Vergewaltigungspläne der Unternehmerverbände Für freies Koalitionsrecht! An die Gewehre! Der Vorgang zeigt eindringlich, wie eifrig das Unternehmertim Wenn nan gewisse liberale Blätter ernst nehmen könnte, so stehen wir in Preußen unmittelbar vor dem Ausbruch eines ge= Zudem giebt es selbst auf dem geistigen Gebiete- außerhalb wühlt, um das schon so vielfach eingeengte Stoalitionsrecht der Arbeiter weiter abzutragen. In demselben Augenblick, da die Verwaltigen Kulturkampfes. Die liberalen Schwerter blizen wider die der Socialdemokratie feinen wirklichen Liberalismus mehr. Kein schwarzen Stutten. Die Geistesfreiheit erhebt sich gegen die fleritale Riberaler bekennt sich mehr zu der einzig möglichen Lösung der treter der Unternehmerklasse sich vorbereiten, einander weitgehendsie Sinechtschaft. Und alles dies, weil am Montag im Abgeordneten- Schulfrage: Radikale Trennung der Stirche vom Staate, Erflä- Unterſtügung zu sichern und ihr Stoalitionsrecht bis zur äußersten Hause über die Korumiade interpelliert werden soll. Man braucht rung der Religion zur Privatsache. Das ist ja Grenze der Zulässigkeit" zu gebrauchen, in demselben Augenblid beaber kein Prophet zu sein, um mit Sicherheit voraussagen zu können, um sturz. Darum ist das Centrum schon wegen seiner lirchlichen drängen sie die Regierungen, den Arbeitern das gleiche Recht noch daß nichts herauskommen wird, als eine Lächerlichkeit. Es ist eine Konsequenz die stärkere Macht, und die Liberalen müssen sich damit mehr zu entziehen. absurde Vorstellung, zu glauben, daß das preußische Abgeordneten begnügen, ein wenig zu bellen; beißen können sie nicht. Haus oder gar die Regierung irgend etwas Durchgreifendes gegen Das Trierer Stuliurfämpfchen ist eine Farce, und muß es die klerikale Herrschaft unternehmen werde. Bestenfalls wagt man sein! ein paar kräftige Worte. Und selbst diese kräftigen Worte sind den tapferen Parteien und der Regierung sehr unbehaglich. Man hat Tange gezögert, die Interpellation auf die Tagesordnung zu setzen; ja man hat sogar, um hinter den Coulissen fuhhandeln zu können, die Geschäftsordnung verletzt, die bestimmt, daß eine Interpellation Der Seniorenkonvent des Reichstages nahm am SonnAn die Gewehre!" ruft die, Parole", das Blatt der am Tage nach der Einbringung auf die Tagesordnung gejezt abend die Mitteilung des Präsidenten entgegen, wonach die Geschäfts- Striegervereine. Der blutige Ruf gilt der Socialdemokratie, werden muß. Tage des Reichstages sich derart geändert hat, daß an einen Seffions- die zu bekämpfen jedem Einzelnen zur besonderen Ehrenpflicht" geDie liberale Bourgeoisie, die alle Kirchenpflichten fromm erfüllt, schluß vor Ostern nicht mehr zu denken ist. Durch die Einbringung macht wird". Zwar will man nicht, in Ermangelung der Kleins hat auch gar kein Recht, sich über den Bischof Korum zu entrüsten, der Novelle zum Krankenversicherungs- Gesetz und die allseitig ge- kalibrigen, mit den Schützenfest- Flinten losziehen, aber in Worten der nur that, was ſeine Pflicht ist. Die Vorgänge find bekannt. In wünschte Verabschiedung dieses Entwurfes sowie die Fertigstellung ist der Aufruf wahrhaft würdig des tapferen Striegertums. Er Trier existiert eine staatlich unterhaltene höhere Töchterschule und des Gesetzes betreffend Verbot der Herstellung von Zündhölzern mit fiindigt nichts weniger an als einen Kampf um Leben und eine von den Ursulinerinnen geleitete konfessionelle Sajule. Da weißem Phosphor wird eine, wenn auch kurze, Zagung nach Es ist fürchterlich, sehr fürchterlich! Tod zwischen den bürgerlichen Parteien und der Socialdemokratic". Diese nun finanzielle Not leidet, hatte der Bischof Korum um so mehr Anlaß, den Besuch der konfessionellen Schule zu fördern und von dem Besuch der paritätischen abzuschrecken. Es war sein gutes Recht, mit Kirchenstrafen( Verweigerung der Absolution) gegen die verhaßte staatliche Schule vorzugehen; denn die ton fessionelle Schule ist das Lebensprincip des seleritalismus, und die Kirche hat die Pflicht, ihre Grundsäge durchzufämpfen. Freilich pflegt bei uns das Centrum seine Ansprüche der Knechtschaft unter dem Titel der Freiheit" zu erheben. " Ostern nötig. Bor Ostern soll nur noch der Etat verabschiedet werden. Nach Mitteilung des Präsidenten stehen hierfür 24 Sigungstage zur Verfügung, die, wenn keine allzu große Ausdehnung der Diskussion stattfindet, ausreichen werden. Nach den Dispositionen, die der Seniorenkonvent im Einverständnis mit dem Präsidenten getroffen hat, wird der Reichstag am 28. März die Osterferien beginnen und am 21. April seine Sigungen wieder aufnehmen. Man hofft dann die beiden Gesetze bis zum 30. April in zweiter und dritter Beratung zu erledigen, um an diesem Termine die Session schließen zu können. Das in dritter Beratung noch zu erledigende Kinderschutz- Gesez soll zwischen der zweiten und dritten Beratung des Etats fertiggestellt werden. SP Es fehlt freilich auch nicht an erheiternden Bemerkungen in dem Aufruf der Parole". Er beginnt mit den Worten: " " Die Kriegervereine als solche fönnen sich natürlich nicht in den Strudel des politischen Gebietes begeben. Das verstößt gegen ihren Beruf und gegen ihre Grundfakungen." Darauf aber heißt es sogleich: Die Kriegervereine follen Tändischer Größe begegnen." Dann wird die socialdemokratische diesmal mit einmütiger Kraft den grundsätzlichen Widersachern vaterGefahr entsegensvoll geschildert. Und die Parole" ist, ihrem Beruf und ihren Grundsatzungen folgend, so fern von aller Parteibethätigung, daß sie schließlich die bürgerlichen Parteien auffordert, endlich ihren Parteipflichten eingedent zu werden: " " 1 " So sagte Windihorst in seiner Rede vom 11. Mai 1886: ,, Bir besitzen in der Verfassung keinen Schulzwang, sondern einen Und die bürgerlichen Parteien stehen noch immer unthätig, Unterrichtsztvang; andrerseits aber haben wir in der Verfassung die ratios, verfeindet beiseite. Sie begreifen immer noch nicht, was sie bei den nächsten Wahlen zu verlieren haben. Da wird es Unterrichtsfreiheit und daneben die Staatsschule. Hier sind wir Zeit, daß sich Stimmen im vaterländischen Lager vernehmen jedoch auf dem Wege, mir Staatsschulen herzustellen und sie mit lassen, um sie auf das Gefährliche und unverzeihliche ihres allem möglichen Zivang zu umgeben, aber die Unterrichtsfreiheit Verhaltens aufmerksam zu machen. Hier ist es der schöne wird gar nicht ausgeführt. Dadurch entziehen wir den Eltern den Wilhelm II. und das Centrum. Beruf der Kameraden in den Kriegervereinen, bahnbrechend zu Unterricht und den Einfluß auf die Kinder, und auch den Kirchen die Vor nicht vielen Monaten hat sich der Kaiser in empörtem Unwirken, denn der Kampf gegen die Socialdemokratie ist jedem Einwirkung, die sie haben müssen." In seiner Abgeordnetenhaus- willen gegen das bayrische Centrum gewendet. Mittlerweile, geivis Einzelnen zur Ehrenpflicht gemacht. Der Ruf„ An die Gewehre!" Rede vom 4. Juni 1883 heißt es: Jah persönlich erkläre, daß ich den nicht infolge, aber nachdem das Centrum sich sehr lebhaft ist ertönt. Der deutsche Soldat ist da prompt zur Stelle." Die Kriegervereine sollten das Eine doch einmal bedenken, daß Schulzwang unhaltbar finde( Inruhe), unhaltbar finde.( Sehr gegen die kaiserliche Einmischung in die bayrische Politik verwahrt hat und nachdem der bayrische Ministerpräsident ob allzu großer 3 weizüngigleit stets die schlechteste Waffe ist. Gie gut im Centrum.) Das wird nicht morgen und übermorgen Liebenswürdigkeit gegenüber Berlin zu Fall gekommen ist, mittler- follten endlich aufhören, sich als„ unparteiisch" aufzuspielen, erkannt werden, das weiß ich, aber die Wahrheiten müssen zunächst weile scheint die Meinung des Kaisers sich gänzlich gewandelt zu während sie in Wahrheit recht eigentlich politische ausgesprochen, die Thesen müssen angeschlagen werden..." Aller- haben. Der Münchener Post" werden aus Berlin interessante Gründungen sind, wofür gerade der Wahlaufruf der dings die Grammatik und die Algebra kann man an sich nicht Mitteilungen hierüber gesandt. Ihr wird erzählt: „ Parole", den die Konservat. Korresp." freudig weiter Tonfessionell färben, aber die Lehrer, welche Algebra und Grammatik„ Die Stimmung innerhalb der verantwortverbreitet, den schärfsten Beweis erbringt. Die Heuchelei der lehren, tönnen, während sie diese Disciplin lehren sollten, lichen Reichsregierung, als ihr die Demission des Herrn Unpolitik ziemt alten Soldaten am wenigsten. Traurige Heuchelei allerlei furiose Dinge dazwischen mengen( Sehr richtig! im von Crailsheim und dessen Ersetzung durch Herrn von ist es, die politischen Zwecke der Kriegervereine hinter dem Gerede Bodewils bekannt wurde, war sehr gedrückt. Es wurde diese zu verstecken, daß die Kriegervereine„ vaterländische Größe" vers Centrum), und das ist es gerade, was selbst auf diesem Wendung als ein weiterer Erfolg des Centrums, als teidigen gegen deren Widersacher. In Wahrheit wird natürlich die unzweifelhaft neutralen Gebiet die Simultanschulen bedenklich macht. eine stärkere Einengung des Protestantismus echte vaterländische Größe", die sich freilich nicht in Drillsystem ... Nun fann ich mir wohl allgemeine moralische Lehrjähe denken, schon unt deswillen empfunden, weil die Behandlung und Reservelieutenanterei erschöpft, sondern auf Kulturarbeit beruht, die man ohne weiteres für jede Konfession aussprechen kann, aber oder vielmehr aufgedrungene Schonung der Centrums- von der Socialdemokratie geschützt und gefördert. Die die eigentlich positiv christliche Religion kann nur ausgesprochen partei im Reichstage der Reichsregierung insbesondere dem Kriegerbereine sind nichts als ein Mittel, das System der Kasernens sverden in einer bestimmten Sonfession, in einem bestimmten Be- Herrn Reichskanzler bereits genug der Schwierigkeiten be unterthänigkeit auf das bürgerliche Leben zu übertragen. fenntnis. Dieses Bekenntnis aber ist für jede verschiedene Kirche reitet. Des Ferneren berührte die Empfindung peinlich, daß nach ein andres und muß deshalb jeder voll und ganz erhalten werden. dem Weggange des Herrn v. Crailsheim, welcher stets auf getrübteste Beziehungen zwischen Berlin und München gehalten Centrum und Koalitionsrecht. Man könnte sagen, das ist ja nun auch in der Simultanschule in Daß das Centrum ein eind hatte, es schwieriger werden würde, diese Beziehungen nunmehr des Koalitionsrechts der in öffentlichen Betrieben beschäftigten Arbeiter zwei nach Konfessionen verschiedenen Lehrstunden und Lehrstuben zu immer im Einklange mit der persönlichen Politik des kaiserlichen ist, haben die Vertreter der preußischen Centrums machen. Das ist es aber eben nicht, denn es ist neben der Lehre Herrn zu halten. Dieses lettere Bedenken wog desto schwerer, fraktion bei der Diskussion über die Kriegserklärung des Eisens auch weiter notwendig die Uebung der Lehre, und es muß der weil in letzter Linie das freundliche Entgegenkommen des Kaisers bahn- Ministers Budde gegen den Eisenbahner- Verband ja mit ganze Unterricht in allen Fällen ohne ohne Ausnahune getragen von Swinemünde aus die jetzige politische Konstellation in Bayern aller nur wünschenswerten Deutlichkeit ausgesprochen. Immerhin werden von dieser int der betreffenden Konfession zum fann es nichts schaden, wenn wir hiermit registrieren, daß sich die zu verursachen im stande war. religiösen Auffassung.( Sehr Ausdruck kommenden Derartige Erwägungen, die sich den leitenden Stellen auf- Germania" in ihrer letzten Nummer auch völlig zu wahr! im Centrum.) Und weil das in einer Simultanjajule nicht drängten, fanden naturgemäß auch den Weg zu dem Kaiser. stimmend zu den niederländischen Ausnahme= Man mag aber nicht wenig erstaunt gewesen sein, als der Gejegen äußert. Daß die„ Germania" jede gegen die Koalitionszu erreichen ist, so sind sie zu verurteilen."„ Auch für uns ist dic Kaiser keineswegs diese Bedenken teilte. Er gab, im Gegenteil, freiheit der Eisenbahnarbeiter gerichtete Ausnahmegesetzgebung Wissenschaft und ihre Lehre frei. Auch ich habe keine Bedenken der Ansicht Ausdruck, die Ausscheidung der Protestanten aus dem billigen würde, warja nach den Erklärungen des Centrums- Abgeordneten bayrischen Ministerium und die damit dem Empfinden der katholischen im preußischen Abgeordnetenhaus anzunehmen. Festgenagelt zu Geistlichkeit, die ja doch das Bolt lenkt", bereitete Genugthung, werden verdient jedoch, daß die Germania" auch fein Wort des Tadels werde günstig für den Reichsgedanken und die für jenen Paragraphen hat, durch den das Koalitionsrecht aller ArKaiser Idee wirken. Bayern wird seinen Partitularismus beiter bedroht wird. Jenen Paragraphen nämlich, der mit drei aufgeben" meinte der hohe Herr. Monsten Gefängnis und Aberkennung des Wahlrechts bc= droht, wer Streifbrecher belästigt" oder ihnen gegenüber Mittel" anivendet, die geeignet sind, Furcht einzuflößen". Und doch ist die Bestimmung des holländischen Ausnahmegeseßes noch ungeheuerlich gegenüber dem§ 1 des deutschen Zuchthausgesetzes unrühmlichen Augedenkens, indem doch wenigstens minder fautschulmäßig von 3 wang, Drohung, Ehrverlegung und Verrufs erklärung" die Rede war! Die standalöse Haltung des führenden zu erklären: die Schulfrage ist nur zu lösen auf dem Boden der Freiheit, wie denn alle Gegensäge nur gelöst werden können auf dem Boden der Freiheit. Geben Sie uns die volle Unterrichtsfreiheit, und wir werden über die Schulfrage einig sein."( 3. April 1871.) Bekannt ist, daß der Kaiser Meinungen, die er einmal gefaßt hat, nicht leicht aufgicbt, und es muß daher auch in diesem Fall dem Gang der politischen Verhältnisse vorbehalten bleiben, die Meinung des Kaisers zu bestätigen oder zu widerlegen." " Freiheit für den Klerifalismus, das ist die Forderung. Der Klerifalismus erfennt lediglich seinen eignen Lehren Daseinsberechtigung und damit ein Recht auf freie Bethätigung zu. Jede nicht Ileritale Auffassung, alles was der klerikalen„ Sitte" widerspricht, ist Bisher meinte man, die Geschichte von Swinemünde fei zu vom Uebel und auf jede Weise zu unterdrücken. Daher ist die einem Sieg des Centrums geworden und der Sturz Crailsheims Handlungsweise des Bischofs Korum von seinem Standpunkte aus bedeute gleichfalls einen heftigen Nasenstüber in der Richtung nach nur Tonsequent. Das Trierer Beispiel als der typische und durchaus Berlin. Jest erfährt man, daß der Kaiser in seiner Swinemünder Centrumsorgans verdient deshalb doppelte Beachtung! " " stützen. niemals. in Aus Seffent. 27. Februar.( Landtag.) zur Mittelpunt Fragen zeigten einen hohen Grad von Julerejse am öffentlichen hat er schon unter dem Staiserreich für seine socialistischen leber der heutigen Verhandlung stand die Beantwortung der Interpellation Leben. Noch lehrreicher war das Fehlen jeder unterengungen gefochten und Gefängnis erduldet. Die Pariser Kommune Köhler, betreffend Berufung cines" physiokratischen" scheidungslinie zwischen den beiden Parteien. fand in ihm einen begeisterten und Heldenhaften Verteidiger. Er wich Nationalökonomen an die Universität Eichen. Der Abg. Von einem Konservatismus im tontinentalen Sinne des Wortes war der Versailler Uebermacht mit unter den letzten Barrikadenkämpfern. Köhler will nicht länger dulden, daß an der Landesuniversität bei diesen Diskussionen nichts zu spüren. Es giebt im britischen Nach der Rückkehr aus dem Egil war er unter den erſten, die die „ ein den Börsenkreisen nahestehender Professor und ein jüdischer Parlament nur eine einzige Richtung: die liberale. socialistische Bewegung wieder in Fluß zu bringen suchten. Zuerst Privatdocent" eine„ bauernfeindliche" Volkswirtschaft lehren. Er verYangt darum die Berufung eines entschiedenen Agrarzoll- Professors Das Zweiparteien- System, auf dem die britische Konstitution in in Paris und sodann im Ardennen- Departement, auf einem unund bringt als die geeignetste Persönlichkeit den bekannten Dr. den letzten Jahrhunderten aufgebaut wurde, ist verschwunden. Deshalb dankbaren Boden, unter rückständigen, vom Unternehmertum ges Es war Apostelarbeit inr Ruhland in Vorschlag. Staatsminister Rothe lehnte es ab, bringen es die lehrreichsten Debatten zu keiner neuen socialpolitischen nechteten Arbeitern und Kleinbauern. einen andren Gesichtspunkt bei der Besetzung der Lehrstühle walten Praris, wie sich dies am schlagendsten bei den Debatten über herrlichsten Sinne des Wortes. Er durchwanderte das rauhe Land zu lassen, als den anerkannter wissenschaftlicher Tüchtigkeit. Er werde Arbeitslosigkeit und Wohnungsreform gezeigt hat. Erst das Auf- zu Fuß, von Ort zu Ort die frohe Botschaft des Socialismus vers jedem Versuch, die akademische Lehrfreiheit aus politisch- tendenziöjen treten einer unabhängigen parlamentarischen breitend, den Entbehrungen, den Mißhandlungen und dem Hohn Absichten einzuschränken, entgegentreten. Bezeichnend genug für das Arbeiterpartei, d. h. ciner wirklichen Opposition, seitens der von den Unternehmern aufgehetzten Arbeiter trotzend.... Centrum war, daß sich sein Redner, Abg. v. Brentano, sofort mit Eifer könnte hier Wandel schaffen. auf die Seite des Abg. Köhler warf und dessen Vorgehen im Namen Mit welchen Schwierigkeiten diese und es ist Cléments Apostelarbeit, die in den Ardennen die socia auch Keirlistische Saat bestellt hat, die dann eine so reiche Ernte liefern sollte. der Freiheit der Wissenschaft" in Schutz nahm. Abg. David entstehende Bewegung zu kämpfen hat, bewies wies demgegenüber auf die Art hin, wie Centrum und Antisemiten Hardies Eintreten für die Arbeitslosen. Hardie hatte sich Heute gehören die Ardennen zu den bestorganisierten socialistischen mit der Freiheit der Wissenschaft" umgehen, sobald es sich um die vorher mit dem Abgeordneten Richard Bell verständigt, daß dieser Gegenden Frankreichs. An der gereiften Ernte sich persönlich der Form cines Mandats zu beteiligen, das war Cléments Sache Zulassung socialdemokratischer Wissenschaftler zu den Lehrstühlen der den Antrag unterstützen solle. Bell aber zog es vor, den AntragUniversität handle. Gegen die Schaffung weiterer Lehrstühle st eller im Stich zu lassen, so daß eine Arbeitslosen- Debatte an der Landesuniversität sei nichts einzuwenden. Dann aber gar nicht stattgefunden hätte, wenn nicht John Burns in die Seine Bestattungsfeier auf dem Père- Lachaise- Friedhof gestaltete müsse gleiches Recht verlangt werden, auch für die ſocialiſtiſche Bresche gesprungen wäre, um Hardies Antrag zu unter- fich zu einer imposanten Kundgebung. Mehrere tausend Socialisten, Richtung. Bauernbündler und Ultramontane brachten schließlich darunter trotz des Werktages auch zahlreiche Arbeiter. folgten einen Antrag ein, die Regierung solle eine weitere Professur schaffen, An seiner Bahre die einem Vertreter der„ agrarwissenschaftlichen Richtung" zu über- Die Sigung von gestern tvar hauptsächlich der irischen Landbill Cléments Sarge mit Verehrung und Liebe. tragen sei. Die Antwort von unsrer Seite war die Einbringung gewidmet. Mr. John Redmond, der Führer der irischen Fraktion, sprachen geeint die Vertreter aller socialistischen Organisationen und Richtungen. eines Amendements, wonach auch für die socialistische Richtung ein machte den Verfuch, den Sekretär für Irland zu veranlassen, sich Lehrstuhl zu schaffen sei. Wir wollen die Probe aufs Erempel über die kommende Landbill zu äußern. Der Versuch war zwar Die ideale Persönlichkeit des Toten hat selbst den Feinden machen", erklärte der Abg. Ulrich, wir wollen sehen, wie weit bei erfolglos, rief indes eine Diskussion hervor, in der die Redner aller Achtung abgenötigt. Der Pariser Gemeinderat hat, tros feiner Ihnen die„ Gleichberechtigung aller Richtungen" in Wahrheit geht." Barteien sich bereit erklärten, für eine endgültige Lösung der irischen nationalistischen Mehrheit, auf socialistischen Antrag eine ewige Die Beratung des Antrages wird auch den Freisinnigen, die durch Landfrage zu wirken. Auf Einzelheiten ging nur John Morley ein, der unentgeltliche Grabstelle auf dem Père- Lachaise- Friedhof bewilligt den Abg. Gutfleisch ihre Liebe zur Freiheit der Wiſſenſchaft fund- im lekten liberalen Kabinett Sekretär für Irland war. Er sagte: und weiterhin beſchloſſen, Cléments Namen einem Parijer Plaz zu gaben, die Gelegenheit geben, diesen schönen Grundsatz durch die „ Die Landbill... wird erstens eine sehr bedeutende, geradezu That zu erhärten. gigantische Geldsumme beanspruchen, die aber vollständig von den Ein neuer Klostersfandal. Kaum ist der Skandal von Die Post" entflammt ob des Vorgangs in der Hessischen irischen Bauern zurückgezahlt werden wird; zweitens eine leine Nantes, durch den vor aller Welt die menschenmordende Auss Kammer in wildester Entrüstung. Sie raft: Geldsumme, die von den britischen Steuerzahlern aufzubringen sein bentungssucht enthüllt wurde, die in den Stlöstern betrieben wird, Fm Großherzogtum Hessen scheint die Socialdemokratie that wird. Die Gesamtrente Irlands beläuft sich auf rund 4 Millionen vorüber, und schon ist ein neuer Skandal, bei dem fromme Diener sächlich schon mit den bürgerlichen Parteien völlig auf eine Stufe Pfund Sterling( 80 Mill. Mark) jährlich. Nach dem Bericht der ge- der Bretagne, wo die Pfaffen die Herrschaft über die Maffen nochy Christi die Hauptrolle spielen, in Sicht. In Brest, der Hauptstadt gestellt zu werden.... meinsamen Konferenz der Grundherren und Pächter soll diese Gesamt vollständig in der Hand haben, sind zwei Brüder der dortigen Wie wir schon telegraphisch meldeten, ist ein Antrag von rente als drei Prozent Zinien eines Kapitals betrachtet werden, was christlichen Schule wegen unjittlicher Handlungen, begangen socialdemokratischer Seite, einen socialistischen Professor nach Gießen zu berufen, einem Ausschusse überwiesen. Die Kammer hätte die Summe von 130 Millionen Pfd. Sterl. ergiebt. Ferner soll an ihren Schülern, verhaftet worden. Der Vater eines der Schüler gewiß besser gethan, über diesen Antrag einfach zur Tagesordnung die Gesamtrente um 15 bis 25 Proz. ermäßigt werden, durch hatte Anzeige erstattet; der Direktor des Schule versuchte ihn zur überzugehen, denn ein socialdemokratischen Wünschen genügender schnittlich um 20 Proz., d. h. um 800 000 Pfd. Sterl. Diese Zurücknahme der Anzeige zu veranlassen. Der Beschuldigte war Professor muß in jedem geordneten Staate unmög- Differenz wird von britischen Steuerzahlern aufzubringen sein. entflohen, wurde aber von der Polizei ergriffen. lich sein, zumal ein Professor der Nationalökonomie, der etiva Auf welche Weise dies geschehen soll, wird das Parlament entscheiden." Schüler ist von dem Untersuchungsrichter vernommen worden und im Stile der bekannten Kautskyschen Vorträge über die sociale Demgegenüber stehen Ersparnisse an Polizei und Justizverwaltung. es scheint, daß noch mehr der geistlichen Herren beteiligt sind. Revolution docieren würde. Man hätte diesen Antrag überhaupt Morley rechnet, daß eine Anleihe von 122 Millionen Pfd. Sterl. große; am 26. Februar fand eine Demonstration vor dem Kolleg Die Aufregung unter der Bevölkerung in Brest in eine sehr nicht ernstlich behandeln sollen. Jedenfalls beweist der Umstand, nötig sein wird, un den Austauf der Grundherren zu vollziehen. statt, an der gegen 3000 Personen beteiligt waren. Gegen die daß ein solcher Antrag von einem Socialdemokraten eingebracht wurde, genugsamt, bis zu welchem Grade der Größenwahn der Auch John Burns beteiligte sich an der irischen Debatte. Brüder wurden heftige Reden gehalten. Ulm stürzler schon gediehen ist, daß sie ein Verlangen zu stellen er fagte:„ Das Parlament steht am Vorabend höchst wichtiger wagen, dessen Erfüllung nichts andres wäre als ein Hinarbeiten des Aenderungen in Frland und Großbritannien. Alle sind Staates auf seinen eignen Ruin. Mit Nachgiebigkeit und Ver- darüber einig, daß wir bedeutende Konzessionen söhnlichkeit einem unersättlichen Feinde gegenüber wird nichts an Irland machen müssen. Die jest debattierte Reform erreicht. Man hält ihm nur den Steigbügel, damit er, sobald er hätte schon vor 50 Jahren in Angriff genommen werden müssen. im Sattel sigt, den freundwilligen Helfer über den Haufen reitet. England muß den Fren helfen und alle knauferigen Rücksichten beiWenn man in Hessen auf dem Wege freundschaftlichen Verkehrs mit der Socialdemokratie beharrt, wird die Folge mur die sein ſeite lassen. Das Problem ist viel zu groß, um es durch kleine können, daß die Umsturzpartei schließlich im Lande allmächtig Wittel beseitigen zu können." " wird." blatt Rotkoller. An deutschen Höfen. " Schweiz. geben. Eine Anzahl Der Humbert Prozeß dürfte, wie mitgeteilt wird, in der zweiten Justizrat Hälfte des Monats Mai zur Verhandlung gelangen. Cherot wird unter Assistenz von drei Beisitzern, wovon zwei frühere Minister sein sollen, die Verhandlungen führen. Bei den Steuereingängen im Rechnungsjahr 1902 sind bis zum 1: Februar 1903 die diretten Steuern um 21 535 000 und die ins direkten Steuern um 92 059 210 Frants gegen den Voranschlag zurückgeblieben. Im Vergleich zu dem Vorjahre bedeuten diese Zahlen einen Mehrbetrag an Steuereingängen von 14 760 500 bei den direkten und von 21 511 720 Grants bei den indirekten Steuern. Italien. Die" Post" But ist über alles Maß ergöglich. Sic sieht nicht, daß die hessische Sammer unmöglich den Antrag Köhler annehmen und zugleich den jocialdemokratischen Antrag ablehnen konnte. Sic Auch eine Wahlforruption". Zürich, 27. Februar.( Eig. Ber.) sieht auch nicht, daß das Furchtbare einer socialistischen Profejfur Eine sehr interessante Entdeckung ist dieser Tage im Kreise V der denn doch noch weitab ist von der Verwirklichung. Deputiertenkammer. Der Unterstaatssekretär des Auswärtigen Doch der Stadt Zürich, zu dem das Professorenviertel Fluntern, ferner Baccelli erwidert auf eine Anfrage, daß sichere Nachrichten Boft" ist nicht wohl ohne täglich zweimal Morgen- und Abend- Hottingen, Hirslanden und Riesbach gehören und in dem die über den gegenwärtigen Aufenthaltsort des Muliah Liberalen die Mehrheit haben, gemacht worden. Danach ist bei der nicht vorlagen, daß der Mullah aber zweifellos weit von am letzten Oftober- Sonntag 1902 stattgefundenen Nationalratswahl Benadir entfernt sei. Die Genehmigung zur Landung der englischen eine Urne mit 1567 Stimmzetteln vergessen uni daher nicht mit- Expedition in Obbia fei unter der Bedingung erteilt worden, daß die gezählt worden. Da die Stimmendifferenz, welche zwischen dem militärischen Maßnahmen möglichst derart geleitet würden, daß der letztgewählten bürgerlichen Kadidaten Fritschi und unserm Genossen Mullah an einem Ueberfall auf Benadir gehindert werde. Ernst bestand, nur 1190 betrug ersterer erhielt 10 449, Ernst Die Annahme, daß die italienische Regierung be 9259 Stimmen, so ist nicht ausgeschlossen, daß die Nichtzählung abfichtige, ganz oder teilweise ihre Rechte auf das Somali and an England abzutreten, sei gänzlich un der 1567 Stimmzettel das Ergebnis der Wahl selbst begründet, im Gegenteil, auch die italienische Regierung habe Auch die beiden medlenburgischen Großherzog tit mer Tenten von Zeit zu Zeit die allgemeine Aufmerksamkeit auf beeinflußt hat. Im V. Streise erhielten Fritschi 1404, unser zwar in freundschaftlicher Weise die englische Regierung zur Landung ihre zarten Hofgeheimnisse. Go war es, als vor einigen Genosse Ernst 1060, so daß die Differenz nur 344 Stimmen be in Obbia ermächtigt, habe es aber ihre stete eifrige Sorge sein lassen, Jahren der Klapperstorch sich vorzeitig in Mecklenburg- trägt. Die Wahl Fritschis ist inzwischen vom Nationalrat anerkannt in würdiger Weise ihre Stellung als Schutzherr aufrechtzuerhalten. Strelig einstellte. Diese Vorgänge erfüllten damals staats- worden, ob num nachträglich etwa noch die Kassation der Wahl Schweden. erhaltende Gemüter mit banger Sorge. Dann wurden sie erfolgt, hängt wohl vom Ergebnis der Stimmenzählung durch das glüdlicherweise vergessen, bis zu dem Augenblick, wo der gefährliche Statistische Aint der Stadt Zürich ab. Allgemach mögen die Ehe- Jrrungen" und Liebesivirren an deutschen Höfen zu einem ständigen Kapitel werden. Zwar wird so vieles geheimnisvoll verborgen, aber genug wird offenbar, um das Menschlich- Allzumenschliche des Gottesgnadentums vor aller Welt zu zeigen. www Italienische Hehereien in der Schweiz. Revision des Unfallverhütungs Gesetzes. Beide Kammern des die Regierung Partei- Nachrichten. Bogel sich wieder in höheren Regionen thätig zeigte. Diesmal be- nimmt man durchaus nicht an, daß das„ Vergessen" dieser Wahl- Reichstages haben am Mittwoch ohne Votierung auf Vorschlag des suchte er Mecklenburg- Schwerin. Es waren zunächst HofTreise, dann die biedere Bürgerschaft, wo geraunt und geflüstert urne einer wahlmacherischen Abficht zuzuschreiben ist, aber ebenso zu ersuchen, das Gesetz über den Schuß gegen Berufsgefahren sowie wurde; leider nicht mit dem jittlichen Ernst, den die Situation er sicher ist, daß die Gegner von„ Wahlforruption" der Socialdemokraten das Gefeg über die Beschäftigung von Frauen und Kindern in ins heischte! Der Großherzogin Anastasia war von den reden würden, wenn der Fall in Außersihl vorgekommen und unser dustriellen Betrieben und die damit zusammenhängenden Bes Aerzten Luftveränderung verordnet worden. Indessen vermochten die Genosse Ernst gewählt worden wäre. Um aber in Sacheu die Stimmungen einer Prüfung zu unterwerfen, Vorschläge zu den notweichen Lüfte der Riviera das lebel nicht zu bannen. Genug, nötige Klarheit zu schaffen, hat unsre Fraktion im Großen Stadtrat wendigen Abänderungen zu machen und besonders auch eine bessere eines Tages meldeten die konservativen„ Dresdener Nachrichten" den eine bezügliche Interpellation an den Kleinen Stadtrat gestellt. Markierung der Grenze zwischen industriellen und handwerksmäßigen Ausbruch eines unlicbjamen Hofstandals, und Kenner des menschBetrieben vorzuschlagen. Die Lücke, die das schwedische Unfalllichen Herzens wollten darin, daß gerade in der Stadt der weiland verhütungs- Gesetz in dem letzterivähnten Punkt aufweist, bereitet den Kronprinzessin Luise diese Nachricht ihren Weg in die Presse fand, Gewerbe- Inspektoren fortgesetzt große Schwierigkeiten. einen Aft ausgleichender Gerechtigkeit schen. Was den Sachsen recht Aus der Schweiz wird uns geschrieben: Der schweizerische Afrika. fein mußte, durfte den Mecklenburgern billig erscheinen. Anastasia, Bundesrat hat in den letzten Tagen einen neuerlichen Beweis dafür die Mutter des regierenden Großherzogs, hat sich also damit befaßt, erhalten, wohin seine ewige Liebedienerei und Rüdgratlosigkeit Zwangsanglisierung in Transvaal. In Pretoria ist eine Verdie mecklenburgische Linie weiterhin zu spalten, ein Schritt, gegenüber Italien führt. Ein in Locarno im Kanton Tessin er- fügung betreffend die Organisation des öffentlichen Unterrichts in der ver angesichts ihrer Witwenschaft und ihrer Stellung als Groß- scheinendes Blatt„ Popolo e Liberta" soll an der dortigen italienischen Kolonie Transvaal erschienen. Danach soll u. a. der holländische Herzogin- Mutter Ueberraschung bei allen denen hervorrufen mußte, Solonie Kritik geübt haben, worauf sich diese versammelte und eine Unterricht einschließlich des Religionsunterrichts nicht über 5 Stunden vie in Fürsten und Fürstinnen Geschöpfe besonderer Art zu erblicken Petition an die Regierung in Rom behufs Inter- wöchentlich umfaffen. vorgeben. vention in der Schweiz beschloß. Dieses Vorgehen gleicht wie ein Ei dem andern den langjährigen Heßereien Wahlvorbereitungen. Der„ Uitländer", der Engländer in Johannesburg, um ein EinNeber die Wahlbewegung sagt die„ Nordd. Allg. Ztg.", das schreiten Englands herbeizuführen und die denn auch der englischen Regierung den formellen Vorwand zum Eroberungsfrieg gegen die Farteiprese. Tas„ Sächsische Volfsblatt" in 3 ivio an hat Regierungsorgan, in ihrem Wochenrückblid: Was die Wahlbewegung anlangt, so nimmt zwar die Boeren gegeben hatten. Die vom schweizerischen Bundesrat feit seit Ende November 1200 neue Abonnenten gewonnen, so daß seine Nominierung von Kandidaten einen regen Fortgang, aber wir Jahren gegenüber Italien geübte Liebedienerei, die im Falle Syl- Auflage jest 10 500 beträgt. Die Justice", unser Londoner Parteiblatt, foird am vermissen noch immer einen größeren Zug in der Bewegung. Er veſtrelli zu einem neuen Gelegenheitsgefeß gegen die Preßfreiheit freulich ist das Zustandekommen des Wahlkartells zwischen geführt, hat den Kamm der königl. Italiener in der Schweiz mächtig 14. März ihre 1000. Nummer herausgeben, was bei einem WochenDie Festnummer wird Konservativen, Nationalliberalen, Bund der Landwirte und Reform- anschwellen lassen und mur in dem Begehren an die italienische blatte schon ein langes Leben bedeutet. partei im Königreich Sachsen. Im Gegensage dazu scheint Regierung um Intervention den vorläufigen Höhepunkt erreicht. Bon besonders start erscheinen und entsprechende Artikel sowie als Beis der Parteienwirrwarr in andern Teilen des Reiches sich noch zu da bis zu dem direkten Verlangen, die Schweiz zu annettieren, ist lage einen Abdruck der ersten, am 19. Januar 1884 erschienenen Nummer des Blattes enthalten. fleigern. Wenigstens werden aus verschiedenen Wahltreisen nicht nur ein fleiner Schritt. Auch wenn man den Vorgang nicht tragisch nimmt, so verdient iur Differenzen zwischen einander nahestehenden Parteien, welche Für unser Magdeburger Parteiblatt wird wieder einmal bisher gemeinsam in den Wahlkampf gingen, sondern auch inner- er dennoch die schärfste Verurteilung, denn er kann leicht den halb einzelner Parteien gemeldet, welche über die Kandidatenwahl Schweiz aufs neue entfesseln und zu Tumulten führen, wie sie Mitte Jahren 1897 und 1898 die Buchhandlung der„ Volisstimme" schweizerischen Chauvinismus gegen die ca. 80 000 Italiener in der eine Polizei- Aktion unternommen. Bekannt ist, daß schon in den ausgebrochen sind." der 90er Jahre in Außerfihl vorkamen und worunter auch die große lange eit polizeilich bewacht wurde. 336 Schußleute hielien der Der schlichte Bergmann aus dem Centrum" fliegt aus einem Masse aller jener Italiener leiden mußte, die den ebenso dunnmen Reihe nach getreulich die Wacht vor dem Laden und jagten jeder= Wahlkreis in den andern. In Katto win, wo man ihn auf- pie dreisten Provokationen ihrer Landsleute in Locarno vollständig mann weg, der sich die Auslage ansehen wollte. gestellt hatte, mögen ihn die besseren Centrumskreise nicht haben. fernsteheit. Die schärfste Verurteilung verdient anläßlich dieses Vor- hat dem Blatte sehr genügt. Nachdem nun einige Jahre darüber Er wurde infolgedessen fallen gelassen und Herr Leto da ganges wiederum aufs neue die widerspruchsvolle Politik des hingegangen, scheint etwas Aehnliches im Werke zu sein. Wie das Bundesrats mit der rückgratlojen Liebedienerei nach außen und der Blatt berichtet, geht zur Zeit ein Polizeikommissar in den Gasts wieder aufgestellt, der früher abgelehnt hatte. Den schlichten Berg- brutalen Rücksichtslosigkeit nach innen gegen das arbeitende Wolf. wirtschaften um und fragt, ob die" Volksstimme" abonniert wird. Die Auskunft trägt er sorgsam in eine Liste ein, die er bei sich führt. Die Umfrage fann natürlich nicht den Zweck haben, irgendivent das Abonnement auf das socialdemokratische Blatt zu verleiden, da die Polizei hierzu kein Recht hat, und so kann sie nur den Erfolg haben, auf das Blatt aufmerksam zu machen, daß es fleißig mann verjeẞte man furzerhand in den Wahlkreis Beuthen und sägte dort den Mäßigkeitsapostel Pfarrer Kapiga ab. Wie lange der Bergmann Krolik in Beuthen Kandidat bleibt, steht noch dahin. Ausland. Die Adresdebatte und die irische Landbill. London, 26. Februar.( Eig. Ber.) Die diesjährige Adreßdeballe frug von Anfang bis zu Ende einen ernsten Charakter. Die Auseinandersetzungen über Wohnungsreform, Arbeitslosigkeit, Heeresreform, die irische Landbill und über die wichtigsten auswärtigen Frankreich. J. B. Clément. Paris, 27. Februar.( Eig. Ber.) Gestern wurde Jean Baptiste Clément zu Grabe getragen. Sein Name ist über Frankreichs Grenzen hinaus wenig bekannt, er verdient aber in das goldne Buch des internationalen Socialismus eingetragen zu werden. abonniert werde. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Versammlungsrecht und Polizei. Diese Reklame Selbst von proletarischer Herkunft, hat er unter äußerst schwierigen Umständen sich zu einem Dichter und VorJu Halle follte in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag tämpfer des Proletariats emporgerungen. Geboren 1837, leine Verfamuntung der Gajnpirtsgehilfen stattfinden, in der übe die Auslegung der Bekanntmachung des Bundesrais zum Schuhe| beide Stammfirmen als Beitrag zum Obligationszinsendienst abs der Gastwirtsgehilfen beraten werden sollte. Die Versammlung geführt werden. Der noch verbleibende Gewinn wird nach obigem follte 1 Uhr nachts beginnen; sie begann 10 Minuten vor 1 Uhr Schlüffel 55: 45 verteilt. Erreicht hierbei der Anteil von S. u. H. und wurde um 1 1hr aufgelöst wegen Eintritts der die Höhe von 2 Millionen nicht, dann ist dieser aus dem Schuckert Polizeistunde. schen Anteil auf diesen Betrag zu ergänzen. Für die weiteren Gastwirtsgehilfen haben bekanntlich in der Regel nicht früher drei Jahre fällt das der Firma S. u. H. in den ersten drei Jahren Zeit, Versammlungen zu besuchen; durch Anwendung der Polizei- zustehende Vorzugsrecht fort. stunde wird ihnen das Versammlungsrecht einfach genommen, ob wohl im Vereinsgesetze kein Wort davon steht, daß Versammlungen des Nachts verboten wären. Hus Induftrie und Handel. Der Fall Eyner". Leipzig, den 28. Februar. Zu Beginn der heutigen Verhandlung kritisieren die Sachverständigen die Hingabe der Wechsel im Beirage von 22 Millionen Mart durch die Aufsichtsratsmitglieder der Trebergesellschaft an die Leipziger Bank und erklären alle nach dem Herbst 1898 mit Stassel gemachten Geschäfte für ungehörig. Die Wechselhingabe sei zivar nicht die Bilanz, wohl aber den Geschäftsbericht zu verschleiern bestimmt und geeignet gewesen. Zeuge taiserlicher Rat Dr. Aufpiber- Wien fagt über Schmidis Fusionsprojekte aus, wenn die Trebergesellschaft sich ein halbes Jahr länger hätte halten können, wäre die Fusion aller Tochterunter nehmungen einschließlich der stärksten Skonkurrenz derfelben perfekt und Staffel gerettet gewesen. Schmidt habe zweifellos ein grandioser, aber feineswegs unausführbarer Trust vorgeschiebt. Der Ausdrud ... Momödie" für die Generalversammlung vom 3. Februar 1899 fei viel zu scharf. 3euge giebt aber zu, daß eine Anzahl Tochterunternehmungen bereits damals Not litten. In der Nachmittagsverhandlung bekundet der Fabrikbefizer Rippberger aus Ncheim, daß das Bergmannsche Patent unbrauchbar sei. Alsdann werden wiederum eine Anzahl Briefe über verschiedene vormittag 9 Uhr vertagt, sest, es soll jest mit den einzelnen Unternehmern unterhandelt werden. Die 3 immer er fordern, je nach dem Alter des Gesellen, Stundenlöhne von 33-42 Pf.. 3chnitündige Arbeitszeit, Aufschlag für Ueberstunden- und Sonntagsarbeit und andres. Auch über diese Forderung soll mit den Unternehmern verhandelt werden. Der Verband des Kattowißer Gewerkschaftskartells, bestehend aus vier Personen, hatte sich vor der Straffammer in Beuthen wegen die Deutsche Bank verhältnismäßig am wenigsten angefochten. Die gericht in Kattowiz hatte die Angeklagten zu je 15 Mr. verurteilt, weil sie Dentiche Bant. Von allen deutschen Großbanken hat die Krise Vergehens gegen$ 2 des Vereinsgefezes zu verantworten. Das Schöffen Erschütterungen, die andre Bantinstitute erlitten, haben vielmehr der Polizei das Mitgliederverzeichnis und die Statuten nicht vor das Bestreben der Deutschen Bank, ihren Geschäftskreis weiter und gelegt, und eine Versammlung des Kartells nicht angemeldet hatten. weiter auszudehnen, außerordentlich begünstigt. Das zeigt sich Die Straffammer als Berufungsinstanz erkannte dahin, daß wiederum in dem neuen Jahresausiveis, den foeben die deutsche daz das Startell fein Verein fei, und deshalb auch Bank veröffentlicht. Es beträgt danach der Rohgeivinn ohne Vortrag fein Witgliederververzeichnis und feine Statuten einzureichen vom vorigen Jahre 33 478 395 Mart( 31 800 854 i. V.). Jm brauche. Wegen dieser Angelegenheit erfolgte Freisprechung. Wegen einzelnen erbrachten Wechsel und Zinsen 13 341 718 Mart Nichtanmeldung der Versammlung, die nach Ansicht der Angeklagten ( 14 061 281 i. 3.), Sorten und Coupons 350 565 ( 239 106), Effekten und Stonfortien 5 836 939 Mart( 4 361 432), gelegenheiten beschäftigt habe, wurde das Urteil erster Instanz Mart nicht anmeldepflichtig war, weil sie sich nicht mit öffentlichen AnProvifion 9 187 257 Mart( 8378 480), Kommanditen und bestätigt. dauernde Beteiligungen bei fremden Unternehmungen 4761 915 Mart( 4 760 552). Bom Schus der Arbeitswilligen. Während des vorjährigen BauNach Abzug der Geschäftsunkosten, Abschreibungen auf Bank arbeiterstreits in Hamburg hatten die Hamburger Unternehmer, die gebäude usw. bleibt ein Reingewinn von 20 623 563 M.( gegen bekanntlich Deutschland und Destreich nach Streifbrechern absuchten, 20 501 997 W. im Vorjahre), betreffs dessen Verwendung die Ber- auch in Bochum ein Bureau in einer Schankwirtschaft errichtet, waltung vorschlägt: 1312 333 M.( 1901: 1300 199 M.) an die um Arbeitswillige anzuwerben. Der Vorsitzende der Bochumer ordentliche Reserve zu überweisen, 11 Broz. Dividende( wie im Zahlstelle des Maurerverbandes, Urban, besuchte nun diese Wirtschaft, Vorjahre) zu verteilen und 783 763.( 1901: 774 378 M.) auf um die dort erscheinenden Arbeitswilligen über den Stand der nene Rechnung vorzutragen. Die Reserven erhöhen sich durch diese Dinge in Hamburg aufzuklären. Zu einem Arbeitswilligen soll Zuweisung auf 55 283 295 M. gleidh 34,55 Proz. des mit 160 Urban gesagt haben:„ Wenn Du nach Hamburg fährst, Millionen Mart voll eingezahlten Aktienkapitals. werden Dir Sie Knochen Taput geschlagen, und und dasselbe Die Gesamiumfäße beliefen sich auf 56 783 Millionen Mark passiert Dir, wenn Du wiederkommst. Diese Aeußerung, die gemacht zu haben Urban entschieden bestreitet, und die auch ( gegen 51 815 Millionen im Jahre 1901). Die Bilang beweist eine weitere Ausdehnung des Geschäfts; bei dem Vorfall anwesende Zeugen nicht gehört haben, führte zu auch die Liquidität hat sich gebessert. einer Anklage aus§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Der einzige Berichter gemachte Angaben aber dem Gericht genügten, um den Anverhandlung nicht aufzufinden war, dessen vor dem UntersuchungsTastingszeuge war der angeblich Bedrohte, der zwar für die Gerichtsgeffagten zu fechs Wochen Gefängnis zu verurteilen. Transaktionen verlesen und danach die Verhandlung auf Montag Samburg 13 284 Geeschiffe von insgesamt 8 689 000 Reg.- Tons Schiffsverkehr in Hamburg. Während des Jahres 1902 find in Raumgehalt( Netto) angekommen, und zwar 9624 Schiffe von 7 943 000 Reg.- Tons mit Ladung sowie 3660 Echiffe von 746 000 Reg. Tons lecz und in Ballast. Bon Hamburg abgegangen sind im Jahre 1902 im ganzen 13 283 Eceschiffe von 8 666 000 Reg.- Tons, nämlich 10 093 Schiffe von rund 6 010 000 Reg.- Tons mit Ladung und 3190 Edhiffe von 2 650 000 Reg.- Tons leer und in Ballast. Dem Vorjahre gegenüber hat sowohl die Zahl der in Samburg angekommenen und von dort abgegangenen Schiffe als auch ihr Raumgehalt um rund 3: Proz. zugenommen. Die Berliner Handelskammer über die Kaufmannsgerichte. Die Handelskanumnern haben in ihrer Mehrzahl zu dem vorliegenden Entwurf über Kaufmannsgerichte bereits Stellung genommen. Viel fach wurden diese Urteile zugleich zu Ausfällen gegen die bestehenden Gewerbegerichte oder richtiger gegen die Arbeiterbeisiger benugt; und in den meisten der vorliegenden Gutachten kommt der Haß der Unternehmer- Korporationen gegen jede jocialreformatorische Maßnahme zum Ausdruck. Unter diesem Zeichen standen auch die Verhandlungen der Berliner Handelskammer, die gestern stattfanden. Die Notwendigkeit zur Errichtung von Kaufmannsgerichten wurde einfach verneint. Unter dem Deckmantel teine Sondergerichte" verbirgt sich nur das Verlangen, den Angestellten keinen Einfluß auf die Rechtsprechung einzuräumen. Während die Angestellten eine schnelle und billige Nechtsprechung erlangen wollen, um ihre Streitigkeiten vor den Richter bringen zu können, erflärt die Berliner HandelsTammer jich gegen die Kaufmannsgerichte, weil niemand seinem ordentlichen Richter entzogen werden soll". Wenn aber doch der artige Gerichte errichtet werden sollen, dann nur im Anschluß an die Amtsgerichte. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Klavierarbeiter! Die Kollegen der Firma Dee in St. Johanna. Saar ersuchen wegen drohender Differenzen um Fernhaltung des Zuzuges. Der Werkführer der Firma ist auf der Suche nach Arbeitern in Berlin anwesend. " Gewerbegerichtswahlen fanden dieser Tage in Neustadt bei Koburg, einem Orte der Porzellan- und Spielwaren- Industrie, statt. Die Beteiligung war nur gering. Die von den organisierten Arbeitern aufgestellten Kandidaten wurden mit 17 gegen 2, bezw. 33-48 gegen 15 Stimmen gewählt. Als Kuriosum mag erwähnt werden, daß die Arbeitswilligen von givei am Orte befindlichen Borzellanfabriken cine cigne Kandidatenliste aufgestellt hatten, mit der sie natürlich fläglich durchfielen. Husland. Die Galanterieschlosser in Wien haben den Arbeitgebern folgende Forderungen eingereicht: Verkürzung der Arbeitszeit auf 91%, Stunden, volle Bezahlung der Feiertage, Freigabe des 1. Mai, Abschaffung der Accordarbeit. Gerichts- Zeitung. Die Branchen- Kommission des Holzarbeiter- Verbandes. Streifvergehen vor der Berufungsinstanz. Vor der Berufungs Zum Goldaderfchen Bäckersireif. Wie groß die Unzufriedenheit fammer des Landgerichts I hatte sich am Freitag der Metalldreher Natürlich verlangt die Handelskammer auch die Zulassung von auch unter den Verkäuferinnen im Goldaderichen Betriebe ist, davon B. wegen Vergehens gegen den 153 der Gewerbe- Ordning zu Rechtsanwalten zur Vertretung. Die Verufungssumme soll nicht zengen die vielen Zuſchriften und persönlichen Mitteilungen von jezigen verantworten. Der Thatbestand ist furz folgender: Am 23. Sepüber 100 M. erhöht werden. Anspruch auf Originalität hat der und ehemaligen Berläuferinnen an die Streitleitung. Wahre Leidens- tember v. J. anläßlich des Borsigschen Dreherstreiks war der AnVorschlag, die Zuständigkeitsgrenze hier nach den befonderen geschichten sind diese, meist kurzen Lebensabschnitte bei den Goldader- geklagte in der Seestraße an die von der Fabrik kommenden Gehaltsverhältnissen durch das Orisstatut zu bestimmen. Die Zu- fchen Fleischtöpfen". Chitanen und Luälereien seitens der Kontrolleure Arbeitswilligen Schwarz( jezt in Frankfurt a. D.) und ständigkeit der Staufmannsgerichte für Streitigkeiten aus der Kon- find zum System in diesem Betriebe geworden. Das System der Jaques in der Absicht herangetreten, sie zum Mitstreifen furrenzlausel wird nur gewünscht, wenn der Anschluß dieser Gerichte Lehrmädchen und deren rigoroser Ausbeutung sowie Ueberlastung der zu überreden, und hatte sie gefragt, ob sie auch bei Borsig an die Amtsgerichte erfolgt und beide Parteien damit einverstanden Ausgelernten flingt aus allen diesen Klageliedern. Eine Verkäuferin arbeiteten. Die Antivort lautete:" Das geht Dich' n Dr.. find. Das Wahlverfahren soll kein direktes sein. Die Beijizer sollen ist durch lleberarbeit, verbunden mit unendlich kränkender Behandlung an." Hierauf hat der Angeklagte die Hand erhoben und gesagt: nach Vorschlägen der Handlungsgehilfenvereine durch die Handels- nerventrant geworden. Ra, wartet man, ce fommt noch mal' ne andre Zeit, dann kriegen Tammer ernannt werden. Wenn aber doch die allgemeine direkte Sie mußte ein fehr gangbares Geschäft mit einem Lehrmädchen wir Euch noch." Diefen Vorgang fah der Kriminalschußmann MühlenBahl eingeführt wird, dann hält die Handelskammer das Proportional- allein besorgen. Vor Weihnachten nahm man ihr auch diefe Hilfsberg, der den B. darauf furzer Hand verhaftete. Von der StaatsBahlsystem für das beste. Ferner wird dann das aktive und paffive fraft noch fort, und sie mußte in der flottesten Geschäftszeit allein anwaltschaft wurde gegen B. num Anilage erhoben, weil er durch Wahlrecht für alle männlichen und weiblichen Angestellten, die das im Geschäft stehen. Am Weihnachtsheiligabend verlaufte sie für über" Drohung" andre Arbeiter zur Teilnahme an einem Streit zu bewegen 25. Lebensjahr erreicht haben, verlangt. Private Schiedsgerichte 400 m. Bare allein. Dafür wurde ihr später danibar erklärt, fie gesucht hätte. Vor dem Echöffengericht wurde der Angeklagte jedoch freis sollen ausgeschlossen fein. Gutachten soll das Kaufmannsgericht nicht tauge noch nicht mal zur zweiten Berläuferin. gesprochen, weil in jener Aeußerung keine Drohung zu erbliden sei. Gegen fällen und Anträge nicht stellen können. Es ist nach Meinung In der größten Stälte war fein Ofen im Laden. Als dieser diefes Urteil hatte der Staatsanwalt Berufung eingelegt. Der Zeuge der Handelskammer ihr alleiniges Recht, über Handlungsgehilfenfragen endlich nach langem Bitten gesetzt wurde, sollte fie feinen Coats Jaques befundete, daß er sich belästigt und bedroht gefühlt zu entscheiden. Ebenso werden die Bestimmungen über die Kauf- brennen. Als fie solchen für eignes Geld faufte, habe. Kriminalschuhmann Mühlenberg hat die Aufgabe gehabt, mannsgerichte als Einigungsämter verworfen. wurde er ihr fortgenommen und nach dem Hauptgeschäft befördert. Die Arbeitswilligen von der Arbeit zu begleiten, weil sonst die In der Diskussion erklärte sich der Herr Kolonialwarenhändler Ein Kontrolleur erlaubte fich öfter freie unanständige Redensarten. Gefahr bestand, daß diese von den Streifenden durch UeberRiedel grundsätzlich gegen jede Art von Kaufmannsgerichten; Herr Auf die Frage, warum fie gerade so chikaniert würde, erklärte ihr redung oder sonstwie ebenfalls von der Arbeit abgehalten würden. Ledermann trat für Anschluß an die Gewerbegerichte ein. Herr der Herr:.Das hängt alles von Umständen Die Aeußerung des Angeklagten hat er ganz genau gehört, die Syndikus Do we sieht in dem Anschluß der Kaufmannsgerichte an a b." Ein ander Mal wurde ihr bedeutet, fie folle provozierende Bemerkung der von ihm geschützten Arbeitswilligen die Amtsgerichte eine Angliederung an eine Rechtsinstitution, den Lehrmädchen das Führen der Bücher lernen, damit, dagegen merkwürdigerweise nicht. Der Staatsanwalt beantragte in dem Anschluß an die Gewerbegerichte hingegen einen solchen an wenn sie rausgeschmissen würde, gleich Erjaz da wäre". Nachdem gegen den bisher gänzlich unbescholtenen Angeklagten 14 Tage Geeine sociale Stampforganisation. Herr Dr. Gerschel fie fiber ein Jahr da war und die Behandlung immer schlechter und fängnis, denn in der Aeußerung und Handbewegung liege zweifelbehauptet, daß die gewählten Gewerbegerichts- Beisitzer häufig wenig verlegender wurde und sie oft über Kopfschmerzen tlagte, fagte los eine Drohung. Rechtsanwalt Dr. Heinemann als Verteidiger geeignet als Richter wären jedenfalls hatte er mur Arbeitgeber ihr der Kontrolleur, das täme vom vielen Herumtreiben". des Angeklagten plädierte für Freisprechung unter der Begründung, beijißer im Auge. Herr Bry, cin Oberscharfmacher der Holz Sie fündigte endlich und das Entlassungszeugnis laufete folgender- daß die versuchte Einwirkung auf die Arbeitswilligen eine durchaus industriellen, tritt für Ernennung der Beifizer ein, weil maßen: legale gewesen sei und die juristischen Merkmale des Begriffs der die allgemeine Wahl Aufregung und Interessen Konflikte Die Entlassung erfolgt auf eignen Wunsch, da ich mit ihren Drohung hier nicht gegeben seien. Das Gericht stellte sich jedoch zwischen Chefs und Angestellten hervorrufen könnte. Auf Leistungen nicht zufrieden war." völlig auf den Standpunkt des Staatsanwalts, hob das Schöffengleicher Höhe der Beweisführung bewegte sich die ganze Debatte. E. Goldader. gerichtsurteil auf und verurteilte den Angeklagten zu der beantragten Zum Schluß wurden mit überaus großer Majorität die KommissionsStrafe von 14 Tagen Gefängnis. In der Begründung sagte der vorschläge angenommen. Vorsitzende in gewohnter Weise, das Vorgehen der Streifenden mit solchen Mitteln fei verwerflich, die Arbeitswilligen müßten daher energisch geschützt werden. Die Verhandlungen der Handelskammer dürften zur Aufklärung über die Stellung des Unternehmertums nicht wenig beitragen; fie zeigen den Handlungsgehilfen besser als lange Auseinandersetzungen, wie außerordentlich wohl es ihre guten Herren Chefs mit ihnen meinen. Sientens u. Halste Schuckert- Gesellschaft. Wie bekannt, ist vor kurzem zivischen den beiden obigen Gesellschaften vereinbart worden, eine neue Gesellschaft zu gründen, welche die hauptsächlichsten Bestandteile der beiden bisher getrennten Aftiengesellschaften übernimmt. Ueber die wesentlichsten Bestimmungen dieser Vereinbarimgen, die demnächst den einberufenen Generalversammlungen offiziell folgendes mitgeteilt: Kommentar überflüssig. Für die Verkäuferinnen eristiert eine achttägige ungefeßliche Kündigungsfrist. Deshalb sicht es Herr Goldacker gern, wenn die Verkäuferinnen selbst gehen. Wie es gemacht wird, siehe oben. Ein Kontrolleur fagte zu einer Verkäuferin: Ich werde wohl auch bald von Goldacker weggehen. heute noch da, vielleicht kann" er es jetzt. Ich foll die Verkäuferinnen triezen, und das kann ich nicht. EiLetzte Nachrichten und Depefchen. Das Publikum, namentlich die Frauen mögen diesem anständigen Betriebe ein lebhaftes Juteresse bewahren. Der Vorstand des Bäcker- Verbandes. Deutfches Reich. Macedonien. Eisenbahn Unglüdsfälle. London, 28. Februar.( W. T. B.) Während des gestrigen Belgrad, 28. Februar.( Meldung des Wiener f. 1. Zelegr. Rorr.Bureaus".) In Erwiderung der Reformnote verweist der„ Trgovinski Glasnit" auf eine fürzlich durch die Blätter gegangene Mitder Atrionäre beider Geſellſchaften vorgelegt werden sollen, wird jest Frauli. 3tg." In einer Versammlung der Arbeiter der Lanzschen Behaupt Zum Konflikt in der Langfchen Fabrit in Mannheim meldet die teilung, nach der Serbien den status quo auf dem Balkan wünsche. Das Blatt protestiert energisch gegen eine derartige Die neue Gesellschaft wird ihren Eis in Berlin und eine Fabrit wurde die Einhaltung einer achttägigen Kündigung be- Behauptung; kein Serbe könnte die Aufrechterhaltung des status Zweigniederlaffung in Nürnberg haben. Von dem auf 90 Millionen schloffen, wenn auch die Meinung vorherrschte, daß der Ausstand Bernichtungskampfe, welchen fanatische Albanesen, unterſtügt quo wünschen, der gleichbedeutend sei mit einem grausamen Wiart festgesezten Stammkapital der Siemens- Schudert- Werke ohne Kündigung wirkungsvoller gewesen wäre. Die Direktion hat von türkischen Truppen und fürlischen Behörden, gegen das G. m. b. S. entfallen auf Siemens u. Halste 45,05 und auf Schudert die Enbloc- Kündigung der Arbeiter nicht angenommen; jeder ferbische Bolt in Alt- Serbien und Macedonien führten. Wenn Ruß44,95 Millionen; eingezahlt werden vorerst 80 Millionen. Zwed Arbeiter müsse persönlich fündigen, land feinen orthodoxen Brüdern helfen wolle, dürfe es ihnen nicht des Unternehmens ist die Ueberlassung und Fortführung des bon Die Hafenarbeiter der Unterwefer- Orte sind in eine begreifliche die Hände binden, sondern müsse zu Zwangsmaßregeln greifen, beiden Firmen bisher selbständig betriebenen und Fabrikations- und Erregung verfekt durch eine Bekanntwachung des Norddeutschen damit ernste Reformen ernstlich ausgeführt und der grausame Verkaufsgeschäftes auf dem Gebiete des Starkstromes. Von Seite Floyd. Belanntlich ist der Ausstand der Hafenerbeiter vor furzem status quo für immer beseitigt werden könne. Dabei müsse ihm der Firma Siemens u. Halske wird demgemäß in die Gemeinschaft dadurch beendet worden, daß die Direktion des Lloyd den Ver- auch Serbien nach Kräften behilflich sein. eingebracht das in Charlottenburg belegene Dynamowerk sowie das tretern der Streifenden die Zusage machte, es folle durch ein gerichtin Berlin- Westend belegene Stabelwert nebst Mejjinggießerei, ferner liches Verfahren festgestellt werden, ob der entlassene Arbeiter, wegen das Inventar und Lager der Abteilung für Beleuchtung und Kraft, dessen der Streit ausbrach, oder der Vorarbeiter, der die Entlassung der Lagerbestand für elektrische Bahnen, fämtliche die bezeichneten herbeigeführt hatte, im Unrecht sei, und wer von beiden Unrecht Univetters wurde ein aus 8 28agen bestehender Zug beim Passieren Arbeitsgebiete betreffenden Patente, Musterschutz und Lizenzrechte, habe, der folle dann entlassen werden. So hatte es die Kommiffion des Viaduktes über den Leven Fluß in der Nähe von Ulverston vom sowie ferner die zu diesen Werken und Abteilungen gehörenden aufgefaßt, so hatte fie es den Ausständigen mitgeteilt, und diefe Eturm um geworfen. 32 Berionen trugen Verlekungen davon, Augenstände, abzüglich Kreditoren, während die Firma Schudert hatten daraufhin die Arbeit aufgenommen. Die Mitteilung einbringt die in Nürnberg belegenen Werke nebjt Grundstüden, der Kommission ist in der Arbeiterpresse fofort veröffentlicht bier werden vermißt; vermutlich sind sie in den Fluß geschleudert Maschinen, Rohmaterialien usw., die Außenstände, abzüglid) worden, ohne daß die Direktion des Lloyd die Richtigkeit Streditoren, die Patente uft. Die Einbringung geschicht zu dem derselben bestritten hat. Erst jest, nachdem acht Tage verstrichen Gekentert. Buchwerte per 1. April 1903. Für den richtigen Eingang der Außen- find, veröffentlicht die Direktion eine Bekanntmachung, worin die stände hat jede der einbringenden Gesellschaften der G. m. b.. Mitteilung der Kommission als unzutreffend bezeichnet wird. Von eines Sturmes fenterten gestern guvei Fischerboote. Die Besaßung Haugesund( Norinegen), 28. Aebruar.(. T. B.) Während aufzufommen. der eventuellen Entlassung des Vorarbeiters foll teine Rede gewefen des einen Bootes, vier Mann, find acirunten, von der des andren Die Gewinnverteilung findet nach folgenden Grundsäben statt: fein. Die Kommission bezeichnet auch jetzt noch ihre Auffassung als Bootes ertranfen drei Mann, während zwei gerette wurden. Nach den ersten sechs Geschäftsjahren, welche als llebergangszeit betrachtet werden, findet eine Gewinnverteilung statt im ungefähren zutreffend. Die Arbeiter halten das jenige Vorgehen der Direttion Verhältnis von 55 Broz. für Siemens u. Halste und 45 Bros. für für eine Herausforderung, der mit aller Energie entgegengetreten New York, 28. Februat.( W. T. B) Infolge Nachgebens der werden soll. Schuckert. In den ersten sechs Geschäftsjahren ist die Firma Schienen entgleiste in der vergangenen Nacht ein Eisenbahnzug in Siemens ut. Halste ein wenig mehr bevorzugt. Es sollen zu Lohnbewegung im Baugewerbe in Osnabrück. Die Maurea der Nähe von Lenon- City( Tennessee), wobei fünf Eisenbahnnächst in den ersten drei Geschäftsjahren( 2% Jahre) nach vor- fordern einen Stundenlohn von 43 Bf.. den die Unternehmer aber angestellte und eine Frau ums Leben kamen und eine größere Anzahl genommener Amortisation je 1 Million Mart für das Jahr an nicht bewilligen wollen. Die Arbeiter halten an ihrer Forderung Personen verlegt wurden. worden. Verantwortl. Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Bucheruferci u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagengu. Unterhaltungsblatt. Nr. 51. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 1. März 1903. Bortolinterziehung tann aber bei solchen Zusätzen doch absolut leine II. Klasse noch 64-66 Stunden, bei denen III. Klasse und den AgenRede sein. turen 69-70 Stunden wöchentlich. Mir scheint bei dem anstrengenden Was das Personal aulangt, so möchte ich den Staats- Dienst dieser Beamten eine wöchentleche Arbeitszeit von 60 Stunden 270. Sigung. Sonnabend, den 28. Februar 1903, fekretär fragen: warum werden die Gehälter aller Postbeamten nicht das Höchstmaß zu sein. Man sollte mehr Unterbeamte einstellen, um nachmittags 1 hr. vierteljährlich ausbezahlt? Es ist das augenblicklich nitr bei ein die Arbeitszeit herabjezzen zu können. Beim Reichstage würde der zelnen Kategorien der Postbeamten der Fall. Hat man ungünstige Herr Staatsfelretär teinen Widerstand finden. Ein Mangel der Erfahrungen damit gemacht? Man spart doch auch Arbeitskräfte langen Arbeitszeit ist auch, daß die Unterbeamten nicht die volle damit. Die Avancementsaussichten der höheren Postbeamten sind Sonningsruhe haben können. Ebenso wie die Klagen über mangelaugenblicklich recht schlecht. Sie würden sich noch verschlechtern hafte Sonntagsruhe hören wir auch dauernde Klagen über die höchst wenn sich das Gerücht bestätigte, daß eine Anzahl Juristen in den mangelhaften Urlaubsbewilligungen. Von Jahr zu Jahr erfolgen bei Reichs- Postdienst eingestellt werden sollten. Beabsichtigt der Staats- einer ganzen Anzahl von Bostämtern diese Urlaubsbewilligungen höchſt fefretär überhaupt die Anstellung von Juristen? ungenügend und zum Teil nach Gunst. In einzelnen Fällen soll Am Bundesratstische: Kraetfe. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Petitionen. Petitionen um Erlaß eines Gesetzes über die Anlage und den Betrieb von Straßenbahnen werden als Material überwiesen, ebenso Petitionen auf Abänderung des Handels gesetzbuches; auf Abänderung des Strafgesetzbuches ( Rehabilitation strafrechtlich verurteilter Personen). Y Die Stellenzulagen bilden eine fortgesette crux( Streng) ein Urlaub erst erteilt werden, wenn der Beamte fünf Jahre im Petitionen betr. die Erteilung der Befugnis zur Ausstellung von für die Beamten fast aller Kategorien. Der Staatssekretär hat im Dienst gewesen ist. Das liegt nicht einmal im Intereſſe der VerBefähigungszeugnissen für den einjährig frei vorigen Jahre erklärt, daß er sich von dieser meiner Auffassung nicht waltung selbst, denn der Urlaub soll doch auch dazu dienen, die willigen Militärdienst an die nichtstaatlichen Lehrer- allzuveit entferne. Da eine allgemeine Regelung dieser Verhältnisse Arbeitskraft des Beamten zu stärken. lleber die Arbeitsseminare werden zur Erwägung überwiesen. noch in weitem Felde zu liegen scheint, so müssen wir die Verzeit der Telegraphiſtinnen werden mir Mitteilungen gemacht, Eine Petition des Vereins Münchener Kellnerinnen mehrung der Zulagen in diesem Etat dankbar anerkennen. Sollte wonach die Dienstzeit dieser Damen gelegt ist von 7 Uhr morgens wird, soweit darin die Einführung einer zweijährigen Zehr es aber nicht zeit gewünscht wird, durch lle bergang zur Tagesordnung Bedingungen zu schaffen? möglich sein, für alle Stellenzulagen gleiche bis 2 Uhr mittags oder von 2 1hr mittags bis 10 Uhr abends. Sie Heute sind einzelne diefer haben nur eine Pause von 20 Minuten zum Frückstück resp. Abenderledigt, im übrigen als Material überwiesen. Bulagen pensionsfähig, andre nicht. Warum erhält tein einzelner essen. Diese muß aber morgens vor 9 1hr oder nachmittags vor Durch llebergang zur Tagesordnung erledigt werden die Petitionen betreffend die Aufnahme einer Hypotheken- oftdirektor in der Provinz eine Stellenzulage gleich den Berlinern? 5 Uhr laut Verfügung erledigt sein, so daß eigentlich ihr Rwed gar Die Repräsentationstosten in der Provinz find sicher höher als die nicht erfüllt werden kann. Jedenfalls ist eine 7 bis 8 stündige statistit. in Berlin. Wie bei allen Beamten, so besteht auch bei den Bost Thätigkeit an den Fernfprechapparaten geradezu gesundheitsschädlich. Eine Petition der Neuen Berliner Maschinenbauerkasse auf Ab- beamten ein Mißverhältnis zwischen Wohnungsmiete und Wohnungs-( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Dieser Dienſt dürfte höchstens änderung des Krankenversicherungs- Gesetzes wird der Kommnission geldzuschuß. Die Regelung dieser Frage ist indes auf später zu 4 Stunden dauern, denn auch eine fortgesetzte vierſtündige Dienstzeit wird zur Vorbereitung der Novelle zu diesem Gesetz als Material über- verschieben. Ein großer Mißstand bei der Postverwaltung ist, daß völlig genügen, um die Nerven dieser Damen in solche Schwingungen zu Eine Petition des Staatsanwalts Wagner in Zweibrüden die höheren Beamtenstellen meist durch Bureaubeamten besetzt versetzen, daß sie alle Ursache haben, sich ein paar Stunden aus werden, die den wirklichen Betrieb nicht kennen, da sie nie zuruhen. verlangt die Einführung der Strafverschidung. Die eine leitende Stelle im Betriebe eingenommen haben. Es dürftev Noch einige Bemerkungen über das Recht der Reichs. Kommission beantragt Ueberweisung als Material. aber nur Männer in die Aufsichtsstellen gesezt werden, die lange postbeamten in allgemeinen. Es scheint fast, als ob die Jahre der Prayis hinter sich haben.( Bravo! links.) Reichspostverwaltung lüstern ist den Lorbeeren, die nach sich der preußische Eisenbahn- Minister vor kurzem geholt hat. Folgende Vorgänge lassen darauf schließen. Wir haben stets den Standpunkt vertreten, daß die Verwaltung kein Recht hat, sich un die außerdienstliche Thätigkeit ihrer Beamten soweit nicht irgend ettvas Ehrenrühriges passiert zu fümmern. Leider sind wir noch nicht so weit, wie die andren Staaten, daß auch die Beamten das Koalitionsrecht ausüben können, aber jedenfalls fönnen wir auch unter wiesen. Abg. Thiele( Soc.) wiederholt den von ihm schon in der Petitionskommission gestellten Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung. Er erinnert an die 1898 und 1900 geführten Reichstags- Debatten über die DeportationsDas Haus( etwa 20 bis 30 Abgeordnete find im Saale an wesend) beschließt nach dem Antrage der Kommission. Hierauf wird die zweite Beratung des Etats beim Etat der Reichs post- und Telegraphenverwaltung fortgesetzt. Staatssekretär Krätke: nehmen. Abg. Singer( Soc.): i Ich kann es im Gegensatz zum Herrn Vorredner nur begrüßen, frage, bei welchen alle Parteien und alle Parteien und auch Staatsjekretär daß die Reichs- Boftverwaltung die Entschädigung für die Privatposten Nieberding sich entschieden gegen die Deportation ausgesprochen nicht aus Anleihen genommen hat. Man kann doch nicht etwas haben. Auch die Gutachten der Gouverneure in den deutschen auf Anleihe nehmen, dessen dauernden Wert man zu berechnen gar Kolonien sprachen sich sämtlich gegen die Deportation aus. Die Er nicht im stande ist. Auch der Rat des Herrn Vorredners, für den jetzigen Verhältnissen verlangen, daß die Verwaltung fahrungen mit der Deportation in Rußland, Frankreich und England Widmungen auf Drucksachen ein Schema zu schaffen scheint mir ihre Beamten ungeschoren läßt, wenn sich um ihr find durchaus nicht ermutigend.( Sehr richtig! links.) Der Petent, durchaus verfehlt. Ich zahle lieber 5 bis 10 Pf. Porto mehr, Ein Verbot an Beamte, Staatsanwalt Baguer, wolle die Deportation auch gegen innere als mir von der Postverwaltung vorschreiben zu lassen, in welcher außerdienstliches Verhalten handelt. an einem Verein Feinde" angewandt wiffen; über hohle Phrasen komme er in seiner Weise ich die Widmung eines Gegenstandes an einen Freund machen irgend ein Zeitungsorgan zu lesen, sich Begründung nicht hinaus.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) foll. Ebenso halte ich den Wunsch des Herrn Eidhoff nicht für 3 beteiligen, geht weit über das Recht der Postverwaltung Es liege fein Grund vor, die von römischen Kaisern erfundene berechtigt, daß alle Beamten vierteljährlich ihr Gehalt ausgezahlt die Beamten in eine Art Sklaverei gebracht, Nun ist in der Petitionshinaus.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Dadurch werden Strafart der Deportation für Deutschland einzuführen, wenn auch bekommen. Ich kann mir denken, daß eine Anzahl Beamten den neuerdings manche Unfitte aus jener Zeit bei uns aufgefrischt werde. Wunsch haben werden, das, was sie von ihrem Monatsgehalt sich kommission ein Fall zur Sprache gebracht worden, in dem ein Post( Bravo! bei den Socialdemokraten.) beamter nach 16 jähriger Dienstzeit entlassen worden ist, weil er auf für die Mietezahlung usw. aufbewahren, nütlich anzulegen. den Deutschen Postboten" abonniert hat und gewagt hat, für eröffnen? Ganz allgemein die Stellenzulagen pensionsfähig zu die Behörde haben nichts genutzt. Die Petitionsfommission hat uns Weshalb sollten auch die Postbeamten dem Reiche Kredit dieſe Zeitung einen Artikel zu schreiben. All seine Beschwerden an machen, wie der Vorredner das wünschte, halte ich für nicht richtig, die Behörde haben nichts genutzt. Die Petitionskommission hat unwenn ich auch mit ihm das System der Stellenzulagen gern beseitigen glaublicherweise unter besonderer Mitwirkung der Herren vom Centrum würde. Die Klagen über unzureichenden Wohnungsgeldzuschus, die gegen die Stimmen der Linken entschieden, daß die Entlassung aus dem Inhalt des Artikels gerechtfertigt sei. Nach der„ Germania" Herr Hug vorbrachte, sind ja ganz allgemein. Sie können aber mite soll der Artikel aufgereizt haben zum Widerstand gegen die vorerledigt werden im allgemeinen Service- und Wohnungsgeldzuschuß damit die Verhandlungen abzukürzen. Infolge der noch immer be- Parteigenossen nicht benutzt hat, um dahin zu wirken, daß dies Gesetz im die vorgesetzte Behörde herauszulesen. Der Artikel fordert lediglich die Ich möchte der Beratung einige Worte vorausschicken und hoffe Geset. Es ist bedauerlich, daß Herr Hug seinen Einfluß auf seine gefeßte Behörde. Redner verliest den betreffenden Bassus des Artikels. Aus diesem Artikel ist doch nichts von Widerfetlichkeit gegen stehenden Depression in Handel und Verkehr waren wir gezwungen, vorigen Jahre sachgemäß erledigt wurde. Seiner Fraktion ist es Stollegen zum treuen Festhalten an dem Organ, das ihre Interessen die Einnahmen möglichst vorsichtig zu tagieren. Wir hoffen, daß zu danken, daß die Frage auf fünf Jahre vertagt worden ist.( Sehr vertritt, auf. Wenn wirklich gestützt auf diesen Artikel die Entlassung außer den 15 Millionen, die als Wiehreinnahmen vorgesehen sind, richtig! bei den Socialdemokraten.) In Bezug auf den Etat, glaube erfolgt ist, so wäre das ein Standal allerersten Ranges.( Sehr noch die vier Millionen, 11111 die bie Letzten Gin ich, ist weder der Pessimismus des Herrn Staatssekretärs noch der nahmen bor Dem Anschlage zurüdgeblieben varen, ein- Optimismus des Herrn Vorreduers berechtigt. Ich glaube ja nicht, richtig! bei den Socialdemokraten.) Die„ Germania" stützt sich darauf, geholt werden. Abstriche sind diesmal von den übrigen daß die mageren Jahre schon vorüber sind, aber jedenfalls lag für daß der Beamte 9mal in den 16 Jahren Ordnungsstrafen erhalten hat. Der Vertreter der Reichspostverwaltung hat aber Stefforts bei der Reichs- Postverwaltung nicht gemacht worden, den Herrn Staatssekretär auch kein Anlaß vor, die Wünsche des in der Kommission trotz ausdrücklicher Aufforderung die Art dieser Unfre Wünsche filr Stellenzulagen und Teuerungszulagen Reichstages vom vorigen Jahre nicht zu berüdsichtigen. Strafen nicht genannt und daraus fann man wohl mit Recht schließen, Herr Staatssekretär hat seinen Beamten und auch wohl haben alle Berücksichtigung gefunden. Es hat eine Vermehrung dem Reichstage eine leberraschung bereitet, indem er getreu dem daß es sich hier mur um ganz geringfügige Strafen, wie z. B. 811der Beamten und 11nterbeamten Stellen it 11 5070 stattgefunden. Davon entfallen auf Beamte 2341, auf glorreichen Vorbilde bei dem chinesischen Feldzuge eine Ligen- und spätkommen zum Dienst ust. handelt. Ich bitte den Staatssekretär, ich über diesen Fall zu äußern. Wenn ein solches Berfahren der Unterbeamte 2729. Allerdings war es nur möglich, 2000 Affiftenten- Streifenvermehrung bei seinen Beamten angeordnet hat. Wir haben sich über diesen Fall zu äußern. Wenn ein solches Verfahren der stellen zu berücksichtigen. Die Assistentengruppe besteht jetzt die Freude, zu sehen, daß eine Anzahl dieser Beamten jetzt mit Poftverwaltung um sich greifen würde, dann würde die Poſtgegenwärtig aus ca. 8000 unangestellten Beamten. Unser goldenen Lizen und goldenen Schleifen auf ihren Schultern geschmückt verivaltung nicht mehr auf treue und ehrliche Beamte rechnen tönnen. Eine solche Maßregel zieht nur die Heuchelei unter wunsch geht dahin, das Diätariat dieser Beamtenstelle möglichst umhergeht, und wir wissen, daß dies eine Auszeichnung sein soll für den Beamten groß.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) abzukürzen. Wir müssen aber auf dienstliche Verhältnisse Rücksicht Diese Herren haben ja jetzt auch das Recht erhalten, sich Ober- poftverwaltung herrschen, ein merkwürdiges Licht wirft. Ich habe diejenigen, die eine 15jährige Dienstzeit hinter sich haben. Noch ein Fall, der auf die Moralitätsansprüche, die in der ReichsHier scheint der Man kann die Aussichten dieser Beamten nur so verbessern, daß Schaffner, Ober- Brieffräger usw. zu nennen. man sie in Bostämtern III. Klasse, die sich in kleinen Orten, auch freundnachbarliche Einfluß des Reichs- Schaamtes auf die Post- hier Mitteilungen, wonach einem Manne, der in Frankfurt a. M. bei auf Dörfern befinden, anstellt. Sie werden aber zugeben, daß das verwaltung eingewirkt zu haben. Der Direktor im Reichs- Schazamt dem Bostamt beschäftigt war, von seinem Vorgesetzten die Erlaubnis keine sehr günstige Anstellung ist, es liegen da Schwierigkeiten in Ziele erklärte uns hier neulich, daß Titel erstrebenswerter feien zur Heirat verweigert wurde, weil seine Braut drei uneheliche Ein färglich befoldeter unterer Bostbeamter Rinder hätte. Der Mann führte seinem Vorgesezten gegenüber aus, daß er Bezug auf die Wohnungs- und Schulverhältnisse vor und auch dienst als Gehaltszulagen. wolle das Mädchen heiraten und miffe. liche Schwierigkeiten, die darin bestehen, daß die Vorsteher solcher nimmt viel lieber eine Zulage von 200 m. als solche Kinkerlitzchen Die Bedenken des Borgesetzten, daß der Mann nicht Bostämter III.& lasse in demselben Rang- und Dienstverhältnis stehen( Heiterkeit) die nur einen äußerlichen Wert haben. im stande sei, die Frau und drei Kinder zu ernähren, Was die sogenannten gehobenen Stellen anlangt, so wollen die trafen nicht zu, weil zwei Kinder bei Verwandten und wie die Affiftenten. Weiter sollen, um mehr Stellen für die Assistenten zu schaffen, bei den Poſtämtern I.id II.alaste feine weiblichen Personen lagen über die ungerechte Verteilung dieser Stellen immer noch eins in einem katholischen Stift untergebracht wurde. Beim OberEs wird immer wieder behauptet, daß Postdirektor wurde der Mann nicht vorgelassen. Er heiratete am dienung der Fernsprech- Anlagen. Weiter sind vorgesehen 1200 Zu- die Ueberführung in diese Stellen, die ja nicht nach einem Plane 25. April v. J. und wurde am 2. Mai entlassen.( Hört! hört! bei lagen für gehobene Unterbeamten. Entlassungen von Angestellten der obersten Verwaltung erfolgt, sondern in das Belieben der Amtsfind stets nur da erfolgt, wo, wenn der Beamte fest angestellt wäre, vorsteher gestellt ist, sich sehr häufig nach Gunst und nicht nach den den Socialdemokraten.) Das ihm ausgestellte Zeugnis, das mir vordas Disciplinarverfahren auf Entlassung eingeleitet worden wäre. Leistungen richtet. Eine ganze Stategorie von Beamten soll der liegt, erklärt seine Leiftungen für befriedigend. Weder eine Beschwerde Die Reichs- Postverwaltung hat nicht weiter gehen können als zur Vergünstigung dieser Stellen, mit denen eine Zulage von 200 m. an die Postbehörde, noch ein Immediatgesuch an den Kaiser hatte Erfolg. Forderung von 2000 neuen Stellen. Das war feine Laune, sondern verbunden ist, gar nicht teilhaftig werden, und zwar das ganze Bahnpost- Personal auf Nebenstreden. Vielleicht prüft der Staatsbethätigt hat, ist aber keineswegs gerecht. Wer in aller Welt hat Die Auffassung, die die Reichpofiverwaltung in diesem Falle bringender Zwang forderte diese Einschränkung. sekretär diese Verhältnisse einmal. Weiterhin hat der Staatssekretär nicht genügend begründet, wes- Es ist doch das Gegenteil von moralisch, jemand zu hindern, ein sie zum Richter eingesetzt, wann ein Unterbeamter heiraten darf? Abg. Eichhoff( frf. Vp.) an, daß sich die Redner zum Titel wegen die Reichs- Postverwaltung ihrem Bersprechen auf Wehreinsehung gegebenes Versprechen zu erfüllen und einen Zustand wieder guign Staatssekretär" der Besprechung aller derjenigen Fragen ent- von Boftassistentenstellen nicht nachgekommen ist. Aus den vom Staatos halten möchten, die sich bei den einzelnen Titeln erledigen sekretär selbst angegebenen Zahlen, wonach über 1400 Stellen vor- machen, den die vorgesetzte Behörde für unmoralisch ansah. ließen. Er befinde sich damit im Einklang mit den im Senioren handen sind, die den für eine feste Anstellung zu stellenden Be- Reichspost- Verwaltung hat nur das Recht zu verlangen, daß der Mann feine Pflicht erfülle, aber kein Recht zu solchen dingungen entsprechen, geht hervor, daß sehr wohl eine Verwendung Eingriffen in die persönliche Freiheit. Dieser Gewissenszwang be Stonvent geäußerten Wünschen. für 3000 nene Assistentenstellen vorhanden gewesen wäre. Präsident Graf Ballestrem schließt sich diesem Wunsche an. Staatssekretär hat uns mitgeteilt, daß er die sogenannten ge Staatsbürger ansieht, die ihre Arbeitskraft für eine Entlohnung dent weist, daß auch die Reichspostverwaltung ihre Beamten nicht als freic Zwingen fönne er aber niemand. flügelten Kolonnen" behalten müsse. Diese Herren kommen aber hier Staate zur Verfügung gestellt haben, sondern als willenloses Werkzeug Abg. Hug( C., schwer verständlich) bringt verschiedene Wünsche gar nicht in Frage, weil der Bedarf an festen Stellen über diese ihrer Wacht. Diesen Zustand beklage ich aufs tieffte, und kann nur der Handelskammer in Konstanz über den postalischen Grenzverkehr Ziffern hinaus vorhanden ist. An dem platonischen wohl hoffen, daß wir im nächsten Jahre solche Beschwerden nicht wieder mit der Schweiz vor. Bezüglich des Wohnungsgeld- Zuschusses feien wollen der Postverwaltung für alle ihre Beamten zweifle ich durchaus vorzubringen brauchen.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) nach Erlaß des neuen badischen Wohnungsgeld- Gefeßes die Reichs- nicht. Aber das kann den Beamten nicht über den Mangel an einer Staatssekretär des Reichspostamts Krätte: Bostbeamten im Großherzogtum Baben weit schlechter gestellt als die fefien Stellung, die sie glauben verdient zu haben, hinweghelfen. badischen Beamten. Redner hofft, das im Jahre 1904 eine neue Der Staatssekretär felbst bezeichnete es als erstrebenswert, daß jeder Der dem Vorredner nahestehenden Presse macht es geradezu reichsgesetzliche Regelung der Wohnungsgeld- und Servisverhältnisse Angestellte nach fünfjährigem Diätariat in eine fefte Stellung Vergnügen, jedes Mal, wenn einer dieser unglücklichen Unterbeamten erfolge. Die Postagenten seien zu gering bezahlt und entbehrten fomme. Wenn das aber durchgeführt werden soll, foll, fo wegen Bergehen verurteilt ist, darauf hinzuweisen, es sei geradezu Affiftenten muß die eine höhere Biffer ein Standal, daß vielfach der Somtagsruhe. Zahl der Postverwaltung Lente als der Staatssekretär verlangte. Der Kindern mit einem fläglichen Gehalt herumlaufen läßt. Das Abg. Eickhoff( frf. Vp.): Die Gründe für den vorübergehenden vermehrt werden, Einnahme- Ausfall der Postverwaltung liegen flar auf der Hand. hauptsächliche Wunsch der Beamten besteht in dem Verlangen einer flingt aus Ihren( zu den Socialdemokraten) Blättern immer Bei den diätarisch beschäftigten Beamten hervor. Wir müffent aber doch dafür sorgen, daß Allein die Aufhebung der Privatposten hat 7,4 Millionen geloftet. gesicherten Anstellung. Dazu kommt die Ermäßigung der Tarife im Drts- und Vorortsverkehr schwebt die sechswöchentliche Kündigung immer über ihrem Haupte, Be amte oder angehende Beamte nicht zu früh solche Verund eine Alenderung des Fernsprechwefens. Es wäre durchaus forreft was die Unsicherheit ihrer Situation außerordentlich verschärft. Es hältnisse eingehen.( Unruhe bei den Socialdemokraten.) Wir vergewesen, die Kosten der Uebernahme der Privatposten durch Anleihen mag ja sein, daß Kündigungen nur in solchen Fällen vorgekommen bieten den Leuten nicht zu heiraten, aber sie können doch damit zu decken. Wir haben abfolut teine Veranlassung, wegen des Reichs find, wo gegen festangestellte Beamte die Disciplinaruntersuchung warten bis zur Anstellung.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Ja, Bostetats trotz der augenblicklichen schlechten Finanzlage tribe in bie auf Kündigung eingeleitet worden wäre, aber der Staatsfetretär Sie lachen darüber, Sie legen fich die Fälle zurecht, wie es Ihnen Ich werde ihm später noch einige paßt, und sehe ich es ruhig auseinander, dann wollen Sie nichts Zukunft zu schauen. Ich kann daher an den Staatssekretär mir die kann nicht alles sehen. mitteilen, iu denen wahrscheinlich die Sache fo hören.( bg. Singer: Wir hören ja!) Den letzten Specialfall bringende Bitte richten, sich durch nichts von dem Wege Fälle der materiellen un d der Personal Reformen lag, daß, nachdem die untergeorducten, Behörden ihre Entscheidung kenne ich nicht. Wir sind aber keineswegs fo rigoros. abhalten zu lassen. Vorläufig sind die mageren Jahre im getroffen hatten, man nicht gern von oben weiter in die Dinge ein 56 Proz. der angestellten Beamten sind verheiratet. Wir entscheiden Bostetat zu Ende. Mit den Neu- Einrichtungen verfährt die Posts greifen wollte. Man sollte es den Beamten aber auch ersparent, eine dabei nach dem einzelnen Falle. Angaben wie die, daß der eine verwaltung im allgemeinen durchaus liberal. Im fo auffälliger ist eventuelle Zurücknahme der Kündigung durch Beschwerden ergreifen Bruder diefes Kind zur Pflege und der andre jenes, treffen unter ein Fall, der fürzlich einem Dresdener Gelehrten passiert ist. zu müssen. Ein Beamter, der das Verbleiben im Amte erst der Be Umständen nicht zu. Den Beamten wird von den Angehörigen des Diefer fandte ein von ihm verfaßtes Wert einem Freunde mit der schwerde gegen einen Vorgefeßten verdankt, hat weder auf dieser Mädchens vielfach derartiges vorgetäuscht, sie werben verleitet und Widmung:„ Herrn N. N. mit freundlichen Grüßen vom Verfaffer." noch auf einer späteren Stelle ein besonders glückliches Dasein. stehlen und dann machen Sie( zu den Socialdemokraten) uns Vorwürfe. Die Sendung wurde ihm zurückgestellt, weil sie nicht als Drucksache Was die diätarisch beschäftigten Bostassistenten anlangt, so sollte man Wahrscheinlich war auch in dem vorliegenden Falle der Oberbehandelt werden könne. Auf seine Beschwerde berief sich die ihnen zum mindesten, sobald sie über fünf Jahre beschäftigt find, poftbirektion feine Sicherheit gegeben, daß die Verhältnisse wirklich Dresdener Oberpoftdirektion auf eine Entscheidung des Reichs dasselbe als Tagegelder gewähren, was die angestellten Assistenten so lagen, wie der Mann angab. Die Oberpostdirektion aber hai postamts, wonach hondschriftliche Zufäße wie mit herzlichem Gruß" an Gehalt beziehen. Denn die Arbeit ist doch dieselbe. Die doch die Verantwortung dafür, daß so wenig Verbrechen wie möglich icht als Widmung auf einer Drucksache anzusehen seien. Von einer Arbeitszeit der Unterbeamten ist vielfach bei den Bostämtern I. und vorkommer Zur Geschäftsordnung regt Der die mit Die bier Etwa " Abg. Lenzmann( frf. Vp.): Hbgeordnetenbaus. Am Ministertische: Budde. Auf der Tagesordnung stehen zunächst zwei Juterpellationen betreffend wasserwirtschaftliche Fragen. Die Interpellation der Abgg. v. Arnim, v. Löbell( f.) und Genossen lautet: Beabsichtigt die fgl. Staatsregierung im Etat für 1904 Mittel in angemessener Höhe zur nachhaltigen Beseitigung dringender Notstände in den Stromgebieten namentlich der unteren Oder, Spree, Havel und Elbe zu fordern? Die Abgg. Dr. Beumer und Genossen( natt.) haben folgende Interpellation eingebracht: Sind die Vorarbeiten für den Bau eines Schiffahrtskanals vom Rhein zum Dortmund- Ems- Kanal durch das Emscherthal( als Teilstrecke des Rhein- Weser- Elbe- Kanals) so weit abgeschlossen, daß die zu wählende Linienführung endgültig feststeht? Ist die fgl. Staatsregierung für diesen Fall bereit, um eine abermalige, die wirtschaftlichen Interessen des dortigen Industriegebietes schädigende Verschiebung dieser Linie zu vermeiden, alsbald und wenn möglich noch in dieser Tagung mit einer Kreditforderung an den Landtag heranzutreten, um den Grunderwerb für die projektierte Linie zu sichern? Was den andren Fall anlangt, so ist mir nicht bekannt, wie Abg. Werner( Antis.) tritt für Vermehrung der Postassistenten das Urteil über den Mann ausgefallen ist. Beamten, die nicht wegen Stellen und Erhöhung der Gehälter dieser Beamten ein. Verbrechen oder Vergehen entlassen sind, wird dies im Beugnis be- Was den Deutschen Postboten" anlangt, so kann ich mir fagen, 33. Sigung vom Sonnabend, 28. Februar, 11 Uhr. scheinigt, damit sie nicht falschem Verdacht seitens ihrer späteren daß dieses Blatt jetzt durchaus fachliche Artikel enthält, es ist feines Arbeitgeber ausgesezt sind. wegs socialdemokratisch, sondern im Gegenteil durchaus fönigstren Im vorigen Jahre Klang aus Ihrer( zu den Socialdemokraten) und patriotisch. Redner tritt des weiteren für Beseitigung des Partei es war nicht Herr Singer, sondern ein Genosse Gratifikationsivefens und Erhöhung der Sonntagsruhe bei der von ihm heraus:„ Warum kümmerst du dich nicht um Poſt ein. das Privatleben deiner" Beamten und sorgst nicht dafür, daß sie noch einen Nebeneriverb haben. Heute sagen Sie: Kümmern Sie Um 47 Uhr noch zu sprechen, ist weder für den Redner, noch sich überhaupt nicht um das Privatleben der Unterbeamten. Dem Verbote des„ Postboten" stehe ich ruhig und kalt gegenüber. die Zuhörer angenehm. Ich möchte mir Herrn Oriola erwidern, Ich habe dieses Verbot bei meinem Amtsantritt vorgefunden und daß wir den Weg der Resolution, auf den wir im vorigen Jahre halte es aufrecht. Soll die Postverwaltung ruhig mitansehen, wie die gewissermaßen hereingefallen sind, nicht wieder wählen werden. Der Herr Staatssekretär meinte, der Verkehr sei nicht in der erwünschten Unterbeamten innnötig aufgehezt werden? Redner verliest mehrere Stellen aus dem„ Postboten" zum Be- Weise gewachsen. Er hätte aber trotzdem sein Versprechen erfüllen können und um die in Aussicht gestellte Anzahl von neuen Stellen weise seiner Charakterisierung des Blattes. So stand am 28. Februar d. J. darin der Satz:„ Wenn alle Kollegen sich ducken schaffen zu können, eine Anzahl von Postämtern entlasten können. wollten, wären wir noch um 50 Jahre zurüid."( Vielfaches anstatt daß Sie Ihr Wort gegenüber den Poſtaſſiſtenten mit Be( Sehr richtig! links.) Suchen Sie lieber bei Postbauten zu sparen, Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Ant einer Stelle Den Herrn Staatsjagt ein Mitarbeiter:„ Glaubt nicht an den alten ujung auf die Finanzlage nicht einlösen. jefretär möchte ich bitten, die Postbeamten anzuweisen, daß sie Schwindel, daß es einen Herrgott giebt." Soll Briefe auf denen die Adresse deutlich zu erkennen ist, wenn auch ich das gutheißen? Solange ein folches Blatt derartige irgend etwas dabei nicht genau den Vorschriften entspricht, ausAufreizung treibt, werde ich es verbieten und die UnterWas den Fall anbetrifft, den Herr Singer Es erfolgt zunächst die Beratung der ersten Interbeamten warnen, es zu lesen.( Lebhafte Zustimmung rechts.) Wer zuliefern haben. das Blatt lesen will, mag sich eine andre Beschäftigung suchen. Ich aus der Petitionskommission angeführt hat, so irrt Herr Singer pellation. Minister Budde erklärt sich bereit, die Interpellation sofort zu bin verantwortlich für gute Disciplin im Reichs- Postdienst. Wenn nur darin, daß das Centrum hervorragend mitgewirkt Auflehnung gepredigt wird, ist dies aber nicht möglich. Solange ich habe bei dem Beschluß, diese Petition nicht zur Berücksichtigung zu beantworten. überweisen. Das haben nur die Konservativen und Abg. Freiherr v. Dobeneck( f.) begründet die Interpellation der im Amte bleibe, dulde ich solche Aufreizungen nicht.( Lebhafter Bei- Nationalliberalen gethan, während sich die Socialdemokraten Konservativen. Die darin enthaltenen Forderungen find schon feit fall rechts.) und Freisinnigen sehr energisch des Mannes annahmen. Jahrzehnten erhoben worden. Es ist im volkswirtschaftlichen Interesse Vom Centrum wv ar der regelrechte Vertreter geboten, daß die untere Oder, Spree, Havel und Elbe wenigstens In dem zuletzt vom Abg. Singer angeführten Falle wäre das nicht anwesend, zum Schluß der ganzen Debatte erst hat ein wieder in den Stand gesezt werden, in dem diese Verkehrswege fich Heiratsverbot der Postbehörde nicht zu billigen, falls es die eignen einziger Centrumsmann das Wort ergriffen und aus seinem persön früher befunden haben. Das ist eine Forderung, die durchaus uns Kinder des betreffenden Mannes waren. War das aber nicht der lichen Eindruck heraus, den er in der Debatte gewonnen hatte, sich abhängig von andren Projekten erhoben werden muß. Die jetzigen Fall, so hätte die Postverwaltung ganz recht gehandelt, in den Nationalliberalen angeschlossen.( Hört! hört! links.)- Der be- Zustände sind unhaltbar.( Beifall rechts.) dem sie dem Bostangestellten einen so schmachvollen Ghe- treffende Artikel enthält nichts als den Dank an seinen treuen Be- Zur Beantwortung der Interpellation nimmt das Wort stand verbot.( Zustimmung rechts.) Weiterhin kann es aber rater, den„ Postboten", dafür, daß er in ihm eine Zeitschrift besize, Minister Budde, der Postverwaltung unmöglich angenehm sein, daß in einem welche die Interessen der Bostbeamten voll und ganz vertrete. Von der folgende Erklärung verlieft: Die Staatsregierung erkennt das Gericht surteil aufgeführt ist, die Gehälter der Bost- Unterbeamten einer Aufreizung ist in dem Artikel keine Rede. Das, was der Herr Vorhandensein dringender Notstände in den Stromgebieten namentfeien so gering, daß mildernde Umstände für eine begangene Unter- Staatssekretär vorlas, war ja etwas derb, aber es ist Daß nur 2000 anstatt 3000 neue ja jetzt modern, lich der unteren Oder, der Spree, der Havel nach wie vor bereits schlagung einzutreten hätten. sich recht schroff auszudrücken. Jeden willig an. Zur Beseitigung dieser Notstände, namentlich zur Stellen geschaffen werden, wird in den Kreisen der Bostassistenten falls durfte man deswegen nicht einen Mann entlassen, der der Hochwasser- Gefahr, Verminderung zur Förderung große Enttäuschung hervorrufen. Herr Singer hat von den neuen Lizen fechzehn Jahre Jahre im Dienst war und im nächsten Jahre Landeskultur, teilweise auch zur Verbesserung der Schiffbarund Schleifen sehr geringschäßig gesprochen. Man soll solche Dinge gewiß Anspruch auf Pension gehabt hätte. Nun wird dem Betreffenden feit und zur Erhaltung des Stromlaufs, sind deshalb von nicht zu hoch schätzen, aber man soll auch nicht über vom Staat verliehene vorgeworfen, er habe seine Autorschaft abgeleugnet, also gelogen. Der Regierung bereits- leider vergeblich die erforderlichen Ehrenzeichen so absprechend reden. Herr Singer beurteilt da die Dazu war er aber berechtigt. Er hat behauptet, seine Frau habe Psychologie der Bostbeamten doch falsch. Redner tritt schließlich für ihn bei dem Artikel inspiriert. Die Frau leugnet das, aber sie hat pellanten, die erwähnten Notstände thunlichst bald beseitigt zu sehen, Mittel im Jahre 1901 gefordert worden. Der Wunsch der Intervermehrte Sonntagsruhe der Postbeamten ein. Der Paketpostverkehr mit ihm im Ehescheidungsprozeß gelegen und ist als der schuldige wird von der Regierung durchaus geteilt, und sie hofft, daß es sollte wenigstens während der gottesdienstlichen Stunden die Straßen Teil verurteilt worden. Dieser Aussage war also nicht ohne möglich sein wird, für 1904 entsprechende Mittel in Berlin nicht beunruhigen.( Bravo! rechts.) weiteres zu glauben.( Bravo! links.) Abg. Stöcker( wildk.): Staatssekretär Kractke: Ich hoffe, daß es gelingen wird, den Paketpostverkehr in Berlin Staatssekretär Krätke: Abg. Sittart( C.) der zur Verfügung zu stellen. Für die Elbe war in der wasserwirtschaftlichen Vorlage von 1901 feine Forderung eingestellt. Das für sie dringend erwünschte Hochwasserregulierungs- Projekt ist Prüfung bedarf und da über seine etwaige Ausführung auch zunächst mit den Interessenten verhandelt werden muß, besonders zu behandeln sein. Auf Antrag des Abg. v. Papenheim( f.) erfolgt Besprechung der Interpellation. Abg. Dr. Friedberg( natl.): Finanzielle Rüdsichten sind für die Einsetzung der Postassistentenauf die Zeit bis 10 Uhr vormittags am Sonntag zu beschränken. Es Stellen nicht maßgebend gewesen, sondern lediglich dienstliche Gründe. inzwischen zwar eingestellt, wird aber, da es noch eingehender sind bereits Erwägungen in dieser Richtung im Gange. Was die gehobenen Interbeamtenstellen betrifft, fo so habe Uebrigens ist es eine falsche Darstellung, wenn behauptet wird, ich ich verfügt, daiz bei der Auswahl für folche Stellen hätte ein direktes Versprechen abgegeben. Soviel ich mich erinnere, hat außer dem Dienſtalter nicht das Hauptgewicht auf dienstliche auch Herr Singer damals wiederholt betont, daß ich nichts Festes Kenntnisse, sondern auf Imsicht, Gewandtheit und Entschlußfähigkeit versprochen hätte, sondern nur meine Absicht kundgethan habe. gelegt wird. Nicht mehr die Amtsvorsteher treffen die Auswahl, fondern die Postdirektionen. Gegenüber Herrn Singer bemerke ich, daß die Auszeichnungen auch zur Kenntlichmachung der be- legt nochmals den Standpunkt der Centrumisvertreter in der Petitions- Meine politischen Freunde erkennen die Mißstände, aus denen treffenden Beamten dienen sollen, damit auf Bahnhöfen z. B. die kommission gegenüber dem Beamten dar, der nach sechzehnjähriger heraus die Interpellation gestellt ist, durchaus an. Diese Forderungen andern Beamten wissen, an iven sie sich zu wenden haben. Die Dienstzeit entlassen worden sei. Wir standen zuerst unter dem aber erscheinen in der Interpellation ohne Zusammenhang mit demZuversicht, daß wir mehr als 2000 Beamten dies Jahr anstellen können Eindruck, daß dem Manne Unrecht geschehen sei. Im Ver- jenigen, was bei der wasserwirtschaftlichen Vorlage von allen Parteien würden, ist dadurch getäuscht worden, daß sich der Verkehr nicht in laufe der Diskussion änderte sich unsre Ansicht und zwar durch die als„ Kompensation" bezeichnet worden ist. Daraus, das die Regierung sich der erwarteten Weise gehoben hat. Der Vorwurf des Herrn Eick- lebertreibungen der Socialdemokraten in der Kommission, die damals bereit erklärt hat, im Zusammenhang mit der wasserwirtschafthoff, unsre Verwaltung sei zu bureaukratisch, trifft nicht zu. Licht und Schatten ungerecht verteilten und die Behörde ganz ins lichen Vorlage diese und andre kompensationen zu gewähren, geht hervor, Ganz falsch ist die Zeitungsmeldung: wir wollten Juristen Unrecht sehen wollten. Wir haben nur getadelt, daß er einen Artikel daß andre Notstände in andern Landesteilen ebenso dringend der Beaustellen. Ich habe daran noch nie gedacht, auf diese in dem Postboten" geschrieben hat, worin er die vorgesetzte Behörde seitigung bedürfen wie die hier geschilderten. Auch im Westen unsres Weise die schlechten Avancementsverhältnisse der höheren angreift. Da habe ich gesagt: Wie ist es, wenn ein Genosse Vaterlandes bestehen Notstände, die gleichfalls beseitigt werden Beamten noch zu verschlechtern. Urlaub wird so viel als irgend gegen den Vorstand der socialdemokratischen Partei müssen. Es geht nicht an, in wasserwirtschaftlicher Beziehung einen möglich erteilt. In allen Fällen ist ein größerer Urlaub freilich schreibt? Er fliegt hinaus. Dasselbe Recht hat auch die Landesteil vor dem andern zu bevorzugen. Wenn nicht durchführbar.- Die Dienstzeit wird von uns fortgesetzt Postverwaltung. Privatim habe ich nach Schluß der Sigung der uns wieder eine wasserwirtschaftliche Vorlage vorgelegt wird, in der kontrolliert und wir sehen darauf, daß die 60 Stunden möglichst Betitionskommission den Vertreter der Postverwaltung gebeten, auch Mittel zur Beseitigung der Mißstände an der unteren Oder, nicht überschritten werden. Gnade für Recht ergehen zu lassen und den Mann doch einzustellen. Havel, Spree wieder enthalten sein werden, so werden wir mit Der Postbote" hat jetzt versprochen, jeden scharfen Ausdruck zu Freuden wieder dafür stimmen.( Beifall bei den Nationalliberalen.) unterlassen. Da sollte der Herr Staatssekretär doch einen Strich durch die Vergangenheit machen und den„ Postboten" wieder zulassen. Abg. Singer( Soc.): Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.) Abg. Frhr. v. Zedlik- Neukirch( ft.): Die dringenden Notstände in den Stromgebieten, die die Interpellation erwähnt, müssen so bald wie möglich beseitigt werden, was ja auch die Regierung durch den Mund des Ministers zugesagt hat. ( Beifall und Heiterkeit, da der Redner schon nach diesem einen Satz die Tribüne wieder verläßt.) Abg. v. Loebell( f.): wünscht einen Postvertrag mit der Schweiz und Holland. Diese Staaten sind mit uns durch nationale Bande so eng verknüpft, daß auch eine enge postalische Verbindung dringend notwendig ist. Ein anfänglicher eventueller Ausfall für die Finanzen von etwa 3/4 Millionen Mark kann bei dem Etat der Post gar nicht in Betracht Herr Sittart hat gar nichts bewiesen. Darauf kommt es doch kommen und würde außerdem in einigen Jahren wieder eingeholt wirklich nicht an, ob er, nachdem der Beschluß in der Petitionswerden. Es ist doch ein arger Mißstand, daß von St. Louis bis kommission gefaßt war, sein gutes Herz entdeckt und privatim Emmerich das Porto mur 10 Pfennig tostet, während man für einen für den Entlassenen gebeten hat. Es kommt darauf an, wie er geWir haben aus der Erklärung des Ministers mit Befriedigung Brief von Deutschland nach der Schweiz und Holland noch immer stimmt hat.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Er hat mit 20 Pfennig zahlen muß. Es gehen 11 Millionen Brieffendungen den Konservativen und Nationalliberalen gestimmt. Nun hat Herr entnommen, daß die Regierung die dringenden Notstände anerkennt von Holland nach Deutschland, von Ungarn, mit dem wir im Bost- Sittart weiter behauptet, meine Genossen in der Kommission hätten und sobald als thunlich die erforderlichen Mittel in den Etat einverein stehen, nach Deutschland aber nur 7 Millionen Brieffendungen. den Ausgang verschuldet. Das ist doch eine recht unvorsichtige stellen will. Wir hätten auf eine eingehende Besprechung verzichten Er hat sich damit selber attestiert, daß Von der Schweiz nach Deutschland gehen sogar 14 Millionen Brief- Aeußerung. er tönnen, wenn nicht Dr. Friedberg im Gegensatz zu den Ausführungen des nicht nach fachlichen Gründen geurteilt hat, sondern nach Ministers diese Angelegenheit wieder mit dem Mittelland- Kanal versendungen jährlich. von andrer Seite gekommen find. quickt hätte. Wir verdenken es den Freunden des Mittelland- Kanals Die Post- Unterbeamten Klagen nicht nur über schlechte Bezahlung, den Ausführungen, die fühlen uns nicht, daß sie für ihn eintreten, aber ebensowenig wird man uns anders beschaffen, als wir. sondern vielfach auch über unwürdige Behandlung. Oft müssen sie Da ist die Bureauräume, ja sogar die Privatwohnung des Postvorstehers durch die Ausführungen der Centrumsredner niemals in unfren Ent- verargen können, wenn wir es als unsre erste Aufgabe ansehen, die selbst reinigen.( Hört! hört! links.) Als ein Unterbeamter sich eines schlüssen beeinflußt. Wir richten uns nach der Sache.( Sehr wahr! unerhörten Notstände an der Oder, Spree und Havel, unter denen die Landwirtschaft schwer leidet, zu beseitigen. Jene einst Tages weigerte, diese Reinigung zu übernehmen, erfolgte Anzeige bei den Socialdemokraten.) bei der Ober- Postdirektion, und der Unterbeamte erhielt wegen Unfre Parteitage und Versammlungen geben den schlagenden Be- blühenden Landstriche sind immer wieder vertröstet worden der Stromläufe. Das fann Gehorsamsverweigerung cine ziemlich empfindliche Geldstrafe, weis dafür, daß es in unsrer Partei nicht Sitte ist, jemand, dereine andre auf eine endliche Verbesserung ( Bravo! rechts.) Ich hoffe, während der Bureauvorsteher mit einem gelinden Verweis davon Meinung hat, als die durch das Vertrauen der Genossen an die Leitung nicht länger geduldet werden. des Wohles gesamte Haus im Interesse des tam. Man sagte dem Unterbeamten, er hätte sich beschweren der Partei berufenen Personen, aus der Partei auszuschließen. daß einen bestimmten Fall cines folchen Vaterlandes mit uns für Beseitigung dieser Mißstände eintreten wird. können, vorher aber den Gehorsam nicht verweigern Nennen Sie uns doch dürfen! Hier behandelt man also die Postbeamten wie Soldaten- Ausschlusses. Uebrigens paßt das ja auch gar nicht hierher. Der( Bravo!) Abg. Herold( C.): Burschen! Einer solchen lebertragung militärischer Anschauungen Betreffende hat ja selbst nach der Auffassung des Herrn Sittart auf das civile Beamtengebiet müssen wir unter allen Umständen nichts gethan, was eine Bestrafung rechtfertigen könnte. Trotzdem widersprechen.( Beifall links.) Staatssekretär Krätke: Von einem solchen Fall ist mir nichts bekannt. Ich würde es für vollständig ungehörig erachten, wenn an einen Unterbeamten die Forderung gestellt würde, solche Privatdienste zu leisten, und die Verweigerung als Ungehorsam angesehen und bestraft würde. Wenn der Betreffende Beamte sich an mich wenden würde, so würde ich eine solche Strafe ohne weiteres niederschlagen. er hat Herr Sittart für diese Strafe gestimmt. " Wir das Wir werden stets alle Bestrebungen unterstügen, welche auf Beseitigung der Mißstände an der unteren Dder, Havel und Spree gerichtet sind, wünschen aber, daß dadurch die Beseitigung der im Westen bestehenden Mißstände nicht verzögert wird.( Bravo!) Abg. Brömel( frs. Vg.): Aus dem von mir verlesenen wesentlichen Teil des Artikels geht doch hervor, daß es sich keineswegs um eine Aufreizung gegen die Behörden handelt. Die Abgg. Graf Oriola, Lenzmann und Berner, alle, die heute gegen die Entscheidung der Reichspostverwaltung in Bezug auf Wir haben die Ankündigung des Ministers mit Genugthuung die Postaffiftenten gesprochen haben, haben die Aſſiſtenten gegen die daß die Regierung entschloffen ist, Behörden aufgereizt. Was nennen Sie denn aufreizen? Wenn es begrüßt und erwarten, nach Herrn Sittart ginge, dürften die Beamten wahrscheinlich nur eine solche Vorlage selbst nur als Teil einer größeren wirtschaftnoch die Beschreibungen von Festen lesen, bei denen der Herr Staats- lichen Borlage unter allen Umständen zur Annahme zu bringen. Es Abg. Kirsch( C.): Ich würde es für richtig halten, die gehobenen sekretär die Güte gehabt hat, sich zu beteiligen, und auf denen recht handelt sich hier um eine Forderung, die im allgemeinen LandesStellen" ganz abzuschaffen und die Beträge zur Erhöhung der Unter- viele Hochs auf irgend welche Personen ausgebracht sind. ir interesse liegt, und man soll notwendige Verbesserungen nicht darumt beamten- Gehälter zu verwenden. Gegenüber dem Abg. Singer be- wollen nicht, daß ein Beamter seiner Ueberzeugung verlustig gehe. unterlassen, weil man eine andre notwendige Verbesserung nicht Was übrigens das Abonnement des Postboten" anlangt, so gleichzeitig erreichen kann. Ich kann die Auffassung des Herrn merke ich, daß das uns im vorigen Jahr vorgelegte Wohnungsgeldzuschuß- Gesez gar nicht erledigt werden konnte; es wurde uns im muß doch was dem einen recht ist, dem andern billig sein. Wenn Friedberg, daß es sich bei dieser Forderung nur um Kompensationen April vorgelegt und sollte mit rückwirkender Kraft vom 1. April v. J. den Bostboten" die Herren der höheren Verwaltung abonnieren, gegen den Mittelland- Kanal handelt, nicht teilen, diese Mißstände an gelten. Den Fall, den Abg. Singer aus der Petitionsfommission dann muß das auch den Assistenten gestattet sein.( Sehr richtig! find schon seit sehr langer Zeit vorhanden. Für die Herstellung eines Großschiffahrtsweges Berlin- Stettin liegt das dringendste anführte, können wir erst besprechen, wenn uns der schriftliche Kom- links.) Bedürfnis vor. Sowohl die Seeschiffahrt wie der Warenverkehr missionsbericht vorliegen wird. Hiermit schließt die Diskussion. Der Titel Staatssekretär wird Stettins ist erheblich zurückgegangen, während sich die Reederei Lübecks um das Bierfache gehoben hat. Auf die Frage Abg. Graf Oriola( natl.) bezeichnet die Verweisung des Titels be willigt. Bostassistenten" an die Budgetkommission als erwünscht. Diese Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Bp.) beantragt alle Titel, die auf Beamten haben durch die Etatsaufstellung eine schwere Enttäuschung die Postassistenten Bezug haben, der Budgetkommission zu über- des Mittelland- Kanals einzugehen, wird die folgende Interpellation Gelegenheit geben. erlitten. Der Tendenz des vom Abg. Dr. Müller- Sagan zum weisen. Der Antrag wird von den 23 noch antvesenden Abgeordneten( die Titel 22 eingebrachten Antrages, 1000 neue Assistentenstellen in den Etat einzustellen, stimmen wir daher durchaus zu. Nur möchte ich, damit Budgetkommission zählt 28 Mitglieder), wie der Vicepräsident Büsing den aus dem vorigen Jahre bekannten staatsrechtlichen Erörterungen verkündet, mit großer Mehrheit"( Große Heiterfeit im Hause und entgehen, anregen, diesen Antrag in die Form einer Resolution um- auf den Tribünen) angenommen. zuwandeln. Daß die Postverwaltung Blätter verbietet, die bei den Nach debatteloser Erledigung einiger weiterer Titel vertagt Bost- Unterbeamten Haß und Unzufriedenheit erregen und sie in ab- das Haus die Weiterberatung auf Montag 1 hr. scheulicher Weise aufreizen, halten wir für durchaus berechtigt. Auf Schluß 7 Uhr. den Beamten in der Post beruht das Wohl des Publikums. ( Heiterkeit.) Wir verlangen deshalb nicht im Jnteresse der Verwaltung, sondern des Volkes Disciplin!( Beifall bei den Nationalliberalen.) Abg. Sattler( natl.): Die Verquidung des Mittelland- Kanals mit den Flußregulierungen ist nicht unsre Schuld, sondern die Herren der Rechten verlangten beim Mittelland- Kanal diese Regulierungen als Kompensation und es gelang ihnen, die Regierung auf diesen Weg zu führen. Wir haben uns immer bereit erklärt, diese Mizzstände zu beseitigen. Wir erwarten aber von den Herren der Rechten, daß auch sie wie wir das thin, die wirtschaftlichen Bedürfnisse aller Provinzen, auch der westlichen, mit gleichen Maße messent. ( Bravo! bei den Nationalliberalen.) Abg. Krieger( frf. Vp.): Auch wir erkennen die Mißstände an der unteren Dder, Spree, Havel und Elbe an; wir erwarten aber, daß die von dem Heren Minister angekündigte Vorlage nur im Zu sammenhang kommen wird mit den Kanalprojekten, wie sie in der wasserwirtschaftlichen Vorlage enthalten waren.( Bravo! links.) Abg. Dr. Sattler( natl.): Nicht von unsrer, sondern von jener Seite( nach rechts) ist der Gedanke der Kompensationen" in die wasserwirtschaftliche Vorlage hineingebracht worden.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Abg. Frhr. v. Zeblik( ft.) hält nach der Erklärung des Ministers eine weitere Erörterung der Kanalfrage für unnötig. Die Desertion der Seeleute in der deutschen Handelsmarine nimmt von Jahr zu Jahr zu. Nach dem lehien Jahresberichte des Hamburger Secamtes desertierten 1898: 811 Mann, 1899: 901 Mann, 1900: 1014 Main, 1901: 1324 Mann und 1902: 1344 Mann. Ein sicherer Beweis für die schlechte Lage der Seeleute. Abg. v. Eynern( natt.) bestreitet gegenüber dem Abg. Herold, daß 1899 die Nationalliberalen schuld an der Ablehnung des Mittelland- Kanals gehabt hätten. Abg. Ocfer( Hosp. d. frs. Vp.): Meine politischen Freunde Der Achtstuudentag für die Bergleute. Brüssel, den 25. Februar. halten nach wie vor an der großen wasserwirtschaftlichen Vorlage fest Bekanntlich eriſtiert in Belgien fein Gesetz, das die Dauer der täg Abg. v. Löbell( f.): Ich nehme Notiz davon, daß die National- und hoffen, daß dem Landtage in der nächsten Session die gesamte lichen Arbeitszeit irgendwie beschränkte. Von den 116 274 Arbeitern liberalen bereit sind nach Kräften an der Beseitigung der Mißstände Vorlage wieder zugehen wird.( Beifall links.) der belgischen Minenindustrie, hierin einbegriffen 5455 Frauen und im Osten mitzuwirken.( Heiterfeit rechts.) Wir fassen die Be- Abg. Dr. Barth( fri. Vg.): Wäre 1899 der Dortmund- Rhein- 9153 Kinder( unter 16 Jahren), arbeiten nach der Berufszählung feitigung der Notſtände an der Havel, Oder, Spree, Elbe nicht als Kanal gebaut worden, so hätten wir dadurch einseitig die holländischen( 1896) nur 7,95 Pro3. weniger als 8 Stunden pro Tag; 7,48 Proz. Kompensationen auf. Bei der Kanalvorlage handelte es sich um die Häfen bevorzugt. Deshalb waren wir Gegner dieser Teilstrecke. 8-9; 43,76 Pro3. 9-10, 26,53 Pro3. 10-11 und 14,18 Pro3. Herbeiführung von Vorteilen, nicht um die Beseitigung von Alle Freunde des großen Kanalprojektes find wohl einig darin, daß sie sich mehr als 11 Stunden täglich. Nach diesen offiziellen Ziffern kommt also Notständen. Das ist ein großer Unterschied. Die Ge- durch das Verhalten der preußischen Regierung in dieser Frage schichte wird darüber entscheiden, auf welcher Seite bei schwer enttäuscht fühlen.( Sehr richtig! links.) Das ganze Projekt och fast für die Hälfte der Bergarbeiter die tägliche Arbeitszeit auf den Verhandlungen über die Kanalvorlage die größere politische wäre auch seiner Zeit zur Annahme gelangt, wenn die Mehrheit mehr denn 10 Stunden zu stehen. Die socialistische Kammerfraktion macht nun neuerdings den Klugheit war, bei uns oder bei Ihnen zu den Nationalliberalen, dieses Hauses die Ueberzeugung hätte haben können, daß die Staats- Verfuch, auf gesetzlichem Wege die Arbeitszeit allmählich bis auf Gelächter bei den Nationalliberalen.) Meine politischen Freunde regierung mit ihrer ganzen Energie hinter diesem Projekt stände. 8 Stunden zu verkürzen. In dem der Kammer unterbreiteten Enthaben volles Vertrauen zu dem Minifier.( Beifall rechts.) ( Lebhafte Zustimmung links.) Die Mehrheit wußte da= wurf verlangt sie vom ersten Jahre nach der Votierung des Ent Abg. Dr. Friedberg( natl.): Sie( zu den Konservativen) empfinden mals, daß innerhalb der preußischen Regierung fehr ein wurfes ab die Einführung des neunstündigen und vom dritten Jahre die große Verantwortung, die Sie mit der Ablehnung der Kanal- flußreiche Elemente vorhanden waren, die vont diesem vorlage auf sich geladen haben,( Lachen rechts) und um Ihre Schuld Projekt nichts wissen wollten. ab die des achtstündigen Arbeitstages für alle Arbeiter der Minena ( Sehr wahr! links.) So ist industrie. einigermaßen gut zu machen, haben Sie diese Jnterpellation gestellt. es gekommen, daß durch die Schuld der Regierung selbst aus dem ( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Projekt nichts geworden ist.( Lebhafte Zustimmung links.) Die Art Abg. v. Eynern( natl.) weist auf die Notlage im Westen hin. und Weise, wie die Regierung die Angelegenheit weiter behandelt Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Die Flußregulierungen in Often hat, nimmt mir das Vertrauen, daß aus der Sache überhaupt etwas und der Bau eines großen Schiffahrtsweges im Westen sind zivei wird. Ich habe mich darüber gewundert, daß Herr von ganz verschiedene Dinge. Wir haben nie Stompensationen gefordert, Gynern über die Aeußerungen des Ministers seine volle sondern nur auf die wirtschaftlichen Verschiebungen hingewiesen, die Befriedigung ausgesprochen hat.( Abg. v. Eynern:" volle nicht!" durch den Kanal zu Ungunsten des Ostens eintreten müßten. Wir heiterkeit.) Die Antwort des Ministers war so underwaren uns bei der Ablehnung der Kanalvorlage zwar unsrer Verbindlich wie möglich. Der Kanal wird erst gebaut werden, wenn antwortung bewußt, aber wir haben nicht das Bewußtsein, daß wir die Regierung sich loslöst von ihrer Schwäche und zeigt, daß sie mit irgend etwas gut zu machen haben, sondern wir haben die Un- ihrer ganzen Energie und Autorität hinter diesem Projekt steht. gerechtigkeit Ihres( nach links) Verlangens empfunden, daß diese( Lebhafter Beifall links.) Flußregulierungen mit der Kanalvorlage zu verquicken seien. ( Lachen links.). Abg. v. Eynern( natl.): Auch bei uns im Westen muß Mißständen des Verkehrs abgeholfen werden, die ohne unsre Schuld entstanden sind. Abg. v. Pappenheim( f.): Es wohnen noch andre Leute im Westen als Herr v. Ehnern. Wir andren wollen nicht Flußregulierungen und Kanalbauten verbinden.( Beifall rechts.) Nach weiteren kurzen Bemerkungen des Abg. v. Eynern( natl.) schließt die Besprechung. Es erfolgt die Verlesung der zweiten Interpellation.( Emscherthal- Kanal und Mittelland- Kanal.) Minister Budde erklärt sich bereit, auch diese Interpellation sofort zu beantworten. Abg. Schmieding( natl.) begründet diese Interpellation. Auch unsre Interpellation fordert die Beseitigung dringender Mißstände, genau wie die erste Interpellation. Herr v. Arnim behauptete neulich in der Budgetkommission, der Dortmund- Ems- Kanal decke nicht einmal die Betriebskosten. Ja, was wollen Sie denn von einer solchen Teilstrecke mehr verlangen? ( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Würden die Wasserstraßen gemäß unsren Wünschen ausgebaut, so werden Sie( nach rechts) erstaunt sein über den großen Verkehr, der sich dort entwickeln wird.( Zustimmung links.) Die Frage bezüglich des Ausbaues der Emscher und der Lippe darf nicht lauten: Emscher oder Lippe, sondern Emscher und Lippe.( Lebhafte Zustimmung bei den Nationalliberalen.) Ich hoffe, daß die Regierung beiden Interpellationen eine gleich freundliche Aufnahme zu teil werden lassen wird.( Beifall bei den Nationalliberalen.) Minister Budde Damit schließt die Besprechung der Interpellation. Es folgt die zweite Lesung des Etats der Bauverwaltung. Beim Titel„ Miniſtergehalt" bemängelt Abg. Gothein ( frf. Vg.) die jeßige Tarifierung der Binnenschiffahrts- Abgaben. Der Titel„ Ministergehalt" wird bewilligt. Die Sigung wird Nächste Sizung Montag 1 Uhr.( Interpellation Bach vertagt. manu( natl.) und Genossen wegen der Trierer Schulverhältnisse. Schluß 4 Uhr. Sociales. Gegen die Kaufmannsgerichte wendet sich auch die ölnische Zeitung". Besonders die Wahl der Beifizer durch die Beteiligten hat es ihr angethan. Sie schreibt darüber: " Hus der Frauenbewegung. W- non Sur Geschichte der Sittenpolizei. Die„ Breslauer Morgenzeitung" berichtet aus der Sihung des dortigen Stadtausschusses einer Fall, der wieder einmal ein grelles Licht auf das Wirken der Sittenpolizei wirft. = Ein Hausbesizer, der mehrere Ehrenämter verivaltet, petitionierte um die Erlaubnis zum Bierausschank in der in seinem Hause befindlichen Restauration. Das Polizeipräsidium erhob dagegen Widerspruch mit der Begründung, daß die Ehefrau des Petenten im Jahre 1896 ur jittenpolizeilichen ontrolle geschrieben und unter derfelben Laut Ausweis der Polizei Atten zwei Jahre geführt und wegen gewerblicher Unzucht mit einem Tage haft bestraft worder sei. Der Haus befizer beantragte mündliche Verhandlung vor dem Stadtausschuß. um die gegen seine Frau erhobene Beschuldigung zurückzuveisen und die wahren Thatsachen anzugeben. Der Verteidiger des Klägers, Rechtsantvalt Schreiber, führte gegen die Behauptung des Polizeipräsidenten an, daß die Ehefrau des Petenten weder unter fittenpolizeilicher Kontrolle gestanden, noch bestraft worden sei. Es liege hier ein Fall vor, der geradezu empörend sei: Als die Frau noch Braut des Klägers war, ist sie bei der Cer Polizei denunziert worden, gewerbliche Unzucht zu treiben. Sittenkommissarius, dessen Namen der Vertreter nannte, citierte Einmal wird heute überhaupt schon genügend gewählt. das Mädchen vor das Polizeipräsidium, und hier wurde das Sodann aber erscheint es wenig richtig, gerade die Richterämter Mädchen, das weinend ihre Unschuld beteuerte, unter der einem parteipolitischen Wahlgetriebe auszusetzen. An und für sich Drohung, daß es sonst durch den Blechwagen werden die Beijißer von Standesgerichten schon geneigt sein, sofort dem Gefängnis überführt werde, ge= instinktiv für die Interessen der ihrem Stande angehörenden zwungen, ihre Unterschrift unter das vorgelegte Schriftstück, das Partei stärker einzutreten, als sich mit der vom Richter zu jedem Sittenmädchen vorgelegt wird, zu setzen. Der Name des fordernden Objektivität vereinigen läßt. Wenn nun aber gar ein Denunzianten wurde dem Mädchen nicht genannt. Nach gegebener lebhafter parteipolitischer Wahlkampf um die Richterämter ent- Unterschrift wurde das Mädchen der" Schmerzhaften"*) übers brennt, so wird die richterliche Unparteilichkeit noch mehr in die wiesen und einen Tag darin behalten. Das Mädchen wollte die Brüche gehen, und es wird dann nicht mehr nach Recht und Gefeß, Schande nicht haben, als Prostituierte zu gelten, es verließ sofort sondern nach Neigungen und Wahlprogrammen entschieden. Mit Breslau und blieb bis zur Verheiratung fort. In den Akten wurde Recht ist deshalb gefordert worden, daß die Ernennung der Bei- es jedoch als Kontrollmädchen weiter geführt. Es hat unterdessen fizer der Kaufmannsgerichte ebenso wie diejenige der Schöffen nie unter Sitte gestanden, weder in Breslau noch anderwärts. Es und Geschworenen aus einer vorher aufzustellenden Jahresliste war ordnungsmäßig ab und angemeldet. Der Verteidiger erdurch das Los erfolgt." Demgegenüber sei daran erinnert, daß vor einiger Zeit die gerichtliche oder polizeiliche Strafe müsse ordnungsmäßig dem lärte, daß auch von einer Strafe nicht die Rede sein könne, eine „ Kreuz- Zeitung" auch über dieses Thema geschrieben hat. Nachdem Uebertretenden zudiftiert sein, das sei hier nicht der Fall gewesen; verliest zur Beantwortung folgende Erklärung: Es ist allseitig be- fie ausgesprochen, daß man anfangs gefürchtet habe, in den Gewerbe- das Mädchen sei einfach auf Anordnung des Beamten abgeführt kannt, daß die Staatsregierung die baldige Ausführung eines Kanals gerichten werde der Parteigeist der Socialdemokratie" herrschen, worden. von Dortmund nach dem Rhein durch das Emscher Thal als Teil- fährt sie fort: Auf Grund dieses Vorkommnisses erhebe nun das Polizeistrecke eines Rhein- Weser- Elbe- Kanals für notwendig erachtet. Ich Die Zeiten haben sich auch hier geändert. Die Vorsitzenden präsidium Einspruch gegen ein Konzessionsgesuch eines Mannes, der erkläre namens der Staatsregierung, daß sie nach wie vor an der Gewerbegerichte haben sich als start genug erwiesen, um sich nie etwas hat zu Schulden kommen lassen, der die Achtung seiner dieser Auffassung festhält.( Bravo! bei den National- unzulässigen Uebergriffen pflichtwidriger(?) Beisiger erfolgreich Mitbürger genießt und dem Ehrenämter übertragen find. So unliberalen.) Was die besondere Anfrage der Interpellanten anbetrifft, entgegenzutreten; das politische Moment, das der Wahl zu bescholten der Mann dasteht, so ist auch der Frau nicht das ge ob die Vorarbeiten für diesen Kanal so weit abgeschlossen sind, Grunde lag, trat bei Ausübung ihrer Funktionen als Richter mehr ringste Nachteilige nachzusagen. Und die Polizei behauptet, daß daß die Weglinie endgültig feststeht, so kann ich mitteilen, daß diese und mehr zurück, und heute treffen die Entscheidungen der Ge- bei Erteilung der Konzession die Frau im Geschäft mitwirken würde, Feststellung bis heute noch nicht hat erfolgen können, denn in den werbegerichte ebenso das richtige, find ebenso gut begründet und modurch das Gewerbe zur Völlerei mißbraucht werden fönnte. in Frage stehenden Geländen schreitet bekanntlich die Bebauung mit rechtlich haltbar, wie diejenigen der ebenfalls aus Vertretern der Das Kollegium erteilte die nachgesuchte Genehmigung ohne großer Schnelligkeit fort. Es sind in der ursprünglich geplanten Arbeitgeber und Arbeiter zusammengesetzten Schiedsgerichte für weiteres. Gelbit, wenn das wahr wäre, was das Polizeipräsidium Straße neuerdings angelegt worden: ein Hochofenwerk, mehrere Arbeiterversicherung und wie die der ordentlichen Gerichte. Bei behauptet, so könnte es doch als Grund zur Versagung nicht an Arbeiterkolonien von Bechen und viele einzelne Häuser. Daher den Handlungsgehilfen aber dürfte das politische Element noch habe ich eine Nachprüfung der Linienführung angeordnet, weniger von Bedeutung sein." die zur Zeit stattfindet, aber noch nicht abgeschlossen werden Die Stölnische Zeitung" wird doch wohl die Streuz- Zeitung" fonnte. Hiermit erledigt sich der zweite Absatz der Frage nicht socialdemokratischer Gesinnung verdächtigen wollen. die Staatsregierung, da die von selbst, indem führung noch nicht feststeht, jetzt auch noch nicht mit dem Grunderiverb für einen Dortmund- 9hein- Kanal vorgehen kann. LinienAbg. v. Pappenheim( f.): Wir werden, wenn die Vorlage kommt, pflichtgemäß prüfen und unsre Entscheidung danach treffen. Nachdem der erste Teil der Interpellation von der Regierung nicht mit Ja beantwortet worden ist, erübrigt sich eine Vesprechung des zweiten Teiles. gesehen werden. Mit der Verheiratung muß die Schuld eines Sittenmädchens als gefühnt betrachtet werden, und daß nach der Verheiratung das Betragen der Frau zu Tadel Anlaß gegeben habe, dafür habe die Polizei nicht den geringsten Beweis führen können. Diefer standalöse Fall dürfte hoffentlich die Ueberzeugung feftigen, daß mit der geforderten Abschaffung der Bestimmung in § 361 des R.-St.-G., so wünschenswert das an sich auch wäre, die Allmacht der Sittenpolizei und die Möglichkeit der Mißhandlung anständiger Frauen keineswegs beseitigt wäre. Hier hilft nur die vollständige Beseitigung der Sittenpolizei und wenn die in letzter Beit aufgedeckten Fälle diese Erkenntnis weiteren Streifen vera mittelten, dann hätten sie wenigstens etwas Gutes gewirkt. " Weißensee. Am 17. Februar fand im Prälaten" cine öffentliche Frauenversammlung statt, in der Frau Ihrer über das Thema sprach: Warum müssen die Frauen Socialdemokraten werden? Ihre Ausführungen fanden bei den zahlreich anwesenden Frauen reichen Beifall. Nach längerer Diskussion wurde Genossin Ihrer einstimmig als Kreis- Vertrauensperson gewählt. Vom deutschen Koalitionsrecht. Der Streit der Arbeiter der Kronenbrauerei in Lüneburg ( Provinz Hannover), welcher im vorigen Jahre stattfand, hatte hauptsächlich zum Zived, die Wiedereinstellung eines gemaßregelten Stollegen zu erzivingen. Zugleich hatte man aber auch Lohnforderungen gestellt. Durch eine Voltsversammlung wurde der Boykott über das Kronenbier verhängt und in der nächsten Zeit geAbg. Herold( C.): Das Ziel, was die Nationalliberalen mit langten in den Häusern Zettel zur Verteilung, auf denen an diesen ihrer Interpellation vertreten, hätten sie schon im Jahre 1899 er- Beschluß der Volksversammlung erinnert und die Leser ermahnt reichen können. Es scheint, daß sie jetzt zu der Erkenntnis gekommen wurden, kein Kronenbier zu trinken, bevor nicht die Forderungen der sind, daß sie damals nicht richtig gehandelt haben, als sie den Arbeiter erfüllt seien. Verschiedene Verteiler des Flugblattes, sowie Dortmund- Ems- Kanal ablehnten, weil nicht der ganze Mittelland- Herr Rant, der es unterzeichnet hatte, und der Drucker Biedermann Kanal zu stande kam. Wir werden abwarten, welche Vorlage uns erhielten Strafmandate wegen llebertretung des§ 60 des handie Regierung machen wird, und werden danach unsre Stellungnahme növerschen Polizei- Strafgesetzbuchs vom 25. Mai 1847. Während Brits. Die Parteigenoffinnen und Genossen werden hierdurch einrichten. Ein viel dringenderes Bedürfnis als für Kanäle liegt§ 59 dieses Gesches Streifverabredungen verbietet und mit Geübrigens für den Ausbau des Kleinbahnnetzes vor.( Schr richtig! fängnis bis zu 4 Wochen oder mit Geldstrafe bis zu 50 Thalern im Centrum.) bedroht, bestimmt§ 60: Mit gleicher Strafe sind errufs Abg. Ehlers( frs. Vg.): Im wesentlichen ist die Interpellation et tlärungen durch Handwerksgesellen oder sonstige Arbeiter ja durch die Erklärung des Ministers erledigt. Es kommt jegt nur zu ahnden". noch darauf an, daß die einzelnen Parteien ihr mehr oder minder Rank und Biedermann riefen die Gerichte an, wurden aber großes Wohlwollen für den Mittelland- Kanal aufs neue dokumen sowohl vom Schöffengericht wie vom Landgericht Lüneburg, ersterer tieren.( Heiterfeit.) Wir befinden uns da in einer etwas schwierigen zu 40 Mark, Biedermann zu 15 Mart, verurteilt. In der UrteilsLage. Wir haben uns seinerzeit Hals über Kopf in die Begeisterung begründung des Landgerichts wurde ausgeführt, daß§ 152 der für den Mittellandkanal hineingestürzt. Das ist uns sehr schlecht Geiverbe- Ordnung nach seinem Wortlaut nur das Verbot der bekommen.( Heiterkeit.) Man hat uns vorgeworfen, daß wir Koalitionen aufhebe, die der Erringung befferer Lohn unfren Parteitopf au diesem Feuer des Kanals wärmen und Arbeitsbedingungen dienten. Inbem§ 152 diefe wollten.( Heiterfeit.) Es hat sich wieder bestätigt, daß Zwecke besonders nenne, spreche er aus, daß die Koalitionsverbote Susanne reajt hat, wenn sie sagt:„ Die wird gar bald verachtet, die soweit bestehen bleiben könnten, als die Vereinigungen oder sich zu rasch ergiebt." Das gilt auch von Parteien. Unter diesen Verabredungen nicht die Erringung besserer Lohn- und ArbeitsIlmständen halte ich es für das beste, daß wir unsre Stellung zur bedingungen bezivedten, 3. B. wenn sie die Wiedereinstellung eines fünftigen Vorlage uns vorläufig vorbehalten, und ich erkläre, entlassenen Arbeiters zum Zived hätten. Infoweit wären auch die das Polizeigefängnis. daß ich nicht dafür einstehen fann, daß wir dieselbe$$ 59 und 60 des hannoverschen Polizei- Strafgesebbuchs noch rechtsBegeisterung für das Unternehmen dokumentieren werden, gültig.§ 60 wäre hier anzuwenden, weil die Lohnforderungen nur es früher in unsrer Invorsichtigkeit gethan ganz nebenbei gestellt seien, deshalb nicht in Betracht kämen, und es haben. Herr Herold meinte, die Nationalliberalen hätten schon 1899 sich somit um eine Verrufserklärung handle, die die WiederDieses Ziel erreichen können. Das ist nicht ganz richtig. Damals einstellung eines Arbeiters bezweckte, alſo um eine der nach obigen Beuthstr. haben soeben das Märzheft ihres 9. Jahrganges erscheinen Ivie wir = = aufmerksam gemacht, daß Montag, den 2. März, abends 8%, Uhr, im Lofale des Herrn Bethge, Chausseestr. 34, eine Wolksversammlung stattfindet, in welcher Genosse Bartels einen Vortrag über " Die Frauen und die Socialgesetzgebung" halten wird. Um zahlDie Vertrauensperson. reichen wie pünktlichen Besuch bittet Adlershof. Die Frauen und Mädchen werden darauf aufe merksam gemacht, daß Sonntag, den 1. März, nachmittags 4 Uhr, im Lokale des Herrn Fechner, Oppenstr. 56, eine öffentliche Frauenversammlung stattfindet, in welcher Frau Dr. Gradnauer einen Vortrag über das Thema:„ Soll die Frau Sllavin sein und bleiben?" Des interessanten Vortrages wegen erwartet zahlhalten wird. auch von den Parteigenossen des Ortes reichen Besuch Die Kreis- Vertrauensperson. *) Schmerzhafte Tante" nennt in Breslau der Volksmund Eingegangene Druckfchriften. Die Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin SW. 19 war es klar, daß die Bewilligung des Dortmund- Ems- Kanals das Ausführungen auch jetzt noch verbotenen Vereinigungen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Baul Göhre: Tajjen. Ranke und Biedermann legten beim Kammergericht Revision Die Socialdemokratie und die Monarchie. Eduard Bernstein: Ein Aus. ( Sehr definitive Begräbnis des Mittelland- Kanals bedeutet hätte. ein. Rechtsanwalt Wolfgang Heine bekämpfte die Vor- blick auf die bevorstehenden Reichstagswahlen. Heinrich Wehler: Die richtig! links.) Es sollte nur irgend etwas geschehen, um Dr. Billy Hellpach( Censt Gystrow): die Engagements, die von sehr hoher Stelle eingegangen entscheidung von verschiedenen juristischen Gesichtspunkten aus und Strantenversicherung in Deutschland. Dr. Bruno Borchardt: Die Nach der Gemütsruhe, mit der bis- betonte unter anderm auch, daß§ 60 des angezogenen Strafgefeges Der Kampf gegen die Geschlechtskrankheiten. waren, einzulösen. Stellung der Socialdemokratie zu den höheren Schulen. Gustav Heinke: her der wir gänzlich durch§ 152 der Gewerbe- Ordnung beseitigt sei. Mittelland Stanal behandelt ist, haben Julius Deutsch: Die LehrlingsDer Straffenat des Kammergerichts sprach die Angeklagten, dem zum zweiten Bauarbeiterschutz- Stongieß. lein großes Vertrauen, daß aus der Sache im nächsten Jahre Politik von Richard Calwer. Wirtschaft von Socialistische Bewegung von S. Staßenstein. Gewerk etwas werden wird. Mar Schippel. Die Entwickelung unsrer Verkehrsunter- Antrage des Anwalts folgend, mit folgender Begründung frei:§ 60 bewegung in Destreich. Genossenschaftsbewegung von nehmungen wird leider allzusehr vom Gesichtspunkt eng begrenzter des Hannoverschen Polizei- Strafgesetzbuchs befasse sich ausschaftsbewegung von Ernst Deinhardt. Socialpolitik von Paul Kampffmeyer. Landwirtschaftlicher Interessen beurteilt.( Sehr richtig! lints.) Bei schließlich mit solchen Verrufserklärungen, die von Arbeitern Gertrud David. Bücher von den Flüssen handelt es sich aber nicht nur darum, daß die anliegenden gegen Arbeitgeber zum Zwecke der Erlangung besserer Lohn- und Kommunalpolitik von Dr. Hugo Lindemann( C. Sugo). Notizen von Dr. Rudolf Blasfat, Wiesen nicht überschwemmt werden, vielmehr sind sie auch als Arbeitsbedingungen unternommen würden. Er betreffe also die Dr. Eduard David und Wally Bepler. Der Preis des Heftes Materie, die durch§ 152 der Gewerbe- Ordnung geregelt sei, er fei Dr. B. Borchardt, Fanny Imle und Adolf v. Elm. Verkehrswege geschaffen.( Beifall links.) somit durch§ 152 im vollen Umfange aufgehoben und beträgt 50 Pf.; vierteljährlich 1,50 M. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, rechts ungültig. Die sofortige Freisprechung sei gerechtfertigt, Stolporteure und Postanstalten( Boft- Zeitungskatalog Nr. 7425), ferner direkt ( Zusendung unter Kreuzband oder int geschlossenem Couvert). Probchefte stehen denn ein Vergehen gegen ein andres Strafgesetz sei auch nicht er- durch den Verlag der„ Socialistischen Monatshefte", Beuthstr. 2, Berlin SW, 19 tennbar. auf Verlangen jederzeit kostenfrei zur Verfügung. Abg. Wallbrecht( natl.) betont das Interesse der Provinz Hannover am Mittelland- Kanal. Die Interessenten würden gern den Bau der Linie Magdeburg- Hannover auf eigne Kosten vornehmen. Die Negierung habe aber die Konzession verweigert.( hört! hört!) Sociale BERLIN C. KÖNIG- STRASSE 11-14 N. JSRAEL Ausstellung der Neuheiten: * BERLIN C. 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Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruderei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 60/3 Mr. 51. 20. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 1. März 1903. Berliner Partei- Angelegenbeiten. felben Grunde erneut abgewiefen werden. Jm Berliner Kranken- Privat- Elementarschule des den ältesten Berlinern noch bekannten Tönnen. " " 1 Mariendorf und Umgegend. Dienstag, den 3. März, abends 8 Uhr, findet im Lokale von Adel, Tempelhof, Germaniaftr. 20, eine Wahlvereins- Versammlung statt, in der Stadtverordneter Ernst Obst einen Vortrag über das bestehende Reichstags- Wahlgesetz halten wird. Gäste, auch Frauen, sind hierzu eingeladen. Der Vorstand. A Nowawes Neuendorf. Mittwochabend 8 Uhr bei Hiemke, Wallstraße: Versammlung. Vortrag über das KrankenversicherungsGesez. Referent: Genosse Karl Gruhl. Kommunales. Maifeier. Wegen der wichtigen Tagesordnung erwartet zahlreiches Erscheinen Der Vorstand. " Schulkinder im Dienste der Agitation für den Freifinn! Von Beit zu Zeit kann man in der freisinnigen Tagespresse und in den zum Freijinn haltenden pädagogischen Fachblättern recht bewegliche Klagen darüber finden, daß Schulkinder von dieser oder jener Respektsperson zum Austragen regierungsfreundlicher Wahlflugblätter usw. benutzt worden seien. Wir stimmen dem Freisinn und im besonderen den Lehrern durchaus bei, wenn sie solche Vorkommnisse scharf verurteilen. Der Unfug beschränkt sich aber nicht auf die Provinz und nicht auf die regierungsfreundlichen Parteien. Auch in Berlin kommt Aehnliches vor, und zwar wird der Unfug hier zu Gunsten des Freisinns geübt. " Der Anstalt gegebenen Rat noch einmal wieder und nnißte aus dem- schule" bezogen worden. Die genannte Schule, die 1846 aus einer hause am Urban, das sie nun aufsuchte, erging es ihr nicht anders. Schulvorstehers Ferbit in eine Kommunal- Armenschule" um Zweiter Wahlkreis. Der Wahlverein hält am Dienstag, abends Wir können ihn nicht aufnehmen," sagte man ihr auch hier, es gewandelt worden war, hatte sich bis 1853 auf dem Grundstück 8 Uhr, eine Versammlung im Hofjäger- Palast", Hasenheide 52/53, ist kein Platz da; aber fragen Sie doch morgen noch einmal an." Neue Grünftr. 23 befunden. Drei Jahrzehnte später genügte auch ab. Genosse Waldeck Manasse spricht über: Zweierlei Arten von Frau K. fragte am nächsten Tage ein ziveites Mal an und wurde das Haus Alte Jakobstraße 112 den gesteigerten Anforderungen Die Schule siedelte in das neuere Schulhaus Alte Vaterlandsliebe". Für Frauen ist das Segment" reserviert. Ferner ein zweites Mal wegen Plazmangel abgewiesen. Darauf brachte nicht mehr. giebt der Vorstand bekannt, daß diejenigen Mitglieder, welche für sie den Jungen zur Charité. Hier wurde nach einander von zwei Jakobstraße 127 über, doch blieben in dem älteren Hause Nr. 112 den Monat März ihren Beitrag bezahlen, die Broschüre:" Der Um- Aerzten eine Untersuchung des Kranken vorgenommen und feine noch bis 1890 mehrere Klassen als" Filialschule" bestehen. sturz im Reichstage" gratis auf allen Zahlstellen in Empfang nehmen Aufnahme zugesagt. Hinterher stellte sich aber heraus, daß kein Schwere Anschuldigungen gegen den Vorstand des Rabatta Bett mehr frei war. Es blieb daher nichts andres übrig, als unter Sparvereins„ Norden" wurden in einer Versammlung des AllAchselzucken den Jungen wiederum zurückzuweisen. Nun ging's nach gemeinen Vereins der Gewerbetreibenden Berlins und Umgegend, Wahlverein für den vierten Berliner Wahlkreis( Often). Diens- dem Krankenhause in Moabit. Das Ergebnis war dasselbe: man die gestern abend in den Germania- Sälen tagte, erhoben. tagabend 8 Uhr findet Große Frankfurterstr. 117 eine Versammlehnte auch hier die Aufnahme ab, doch wurde zur Abwechselung Referent, Herr Färber, wies an der Hand eines von ihm erlassenen lung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichs- einmal nicht Plazmangel als Grund angegeben, sondern der Um- offenen Briefes darauf hin, daß sich der Rabatt- Sparverein tags- Abgeordneten Friz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. stand, daß der Kranke in Rigdorf wohnte. Ein letzter Versuch wurde Morden" in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt Wilmersdorf. Mittwoch, den 4. März, abends 81% Uhr, findet von der verzweifelnden Mutter noch beim Krankenhause am habe und somit der 70 000 Mitglieder zählende Verein nur durch Er, Redner, ist in Wittes Volksgarten, Berlinerstr. 40, die regelmäßige Wahlvereins- Friedrichshain gemacht und führte endlich zum Ziel. Ein einziges die fünf Vorstandsmitglieder verkörpert werde. Versammlung statt, in der Genosse Reichstags- Abgeordneter H. Förster Bett oder vielmehr eine auf den Fußboden gelegte Matrage war aus dem Verein ausgeschlossen worden, weil er an dem Vorstand über die Vorgänge im Reichstag referieren wird. In Anbetracht hier gerade noch frei und der Junge konnte aufgenommen werden. Fünf Kritik ausübte. Dem Vorstande gehörte ein Mann an, welcher des uns bevorstehenden Wahlkampfes ist zahlreicher Besuch nötig. Minuten später kam schon wieder ein andrer Kranker an, der num bereits wegen entehrender Bergehen vorbestraft ist. Der Referent Gäste, auch Frauen, haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. zurückgewiesen werden mußte. Erleichtert atmete Fr. R. auf; fast hatte die Ausschließung dieses Mannes beantragt und nachdem hätte sie auch hier noch wieder vergeblich angeklopft. Die Fahrten der Betreffende sein Amt daraufhin niedergelegt, solle er jetzt wieder Steglitz. Die Versammlung des Wahlvereins findet am Mitt von einem Krankenhause zum andern hatten ihr nicht mir eine be- dem Vorstande angehören. Die Kassenrevisionen würden in recht woch im Restaurant Schellhafe, Ahornstr. 15a, statt. Vortrag des deutende Zeitversäumnis und entsprechenden Verdienstausfall, sondern mangelhafter Weise durchgeführt. Wie in der letzten Generals Genossen Gerber: Die Ziele der Krankenkassen". Da wichtige obenein erhebliche Geldausgaben verursacht. Solche Zustände sind in versammlung mitgeteilt wurde, betrugen die Ausgaben für den Vereinsangelegenheiten zu beraten sind, ist das Erscheinen aller der That einer Großstadt unwürdig. Es scheint aber, daß Vorstand 8000 M.. diverse Ausgaben für den Vorstand 17 000 M. Mitglieder Pflicht. Gäste haben Zutritt. man sich jetzt auch an maßgebender Stelle" dieser Einsicht nicht( diese wurden nicht näher präcifiert), so daß also der Vorstand für mehr verschließt. Die Verhandlungen, die vor 14 Tagen die Stadt fich 25 000 m. beansprucht habe. Die Einberufung zur General verordneten- Versammlung über die Krankenhausüberfüllung geführt versammlung erfolgte einen Tag vor der Abhaltung derselben, ins hat, und die aufsehenerregenden Mitteilungen, die besonders unfer folgedessen nur 49 Personen anwesend waren. Der Revisor habe Parteigenosse Stadtv. Dr. Weyl dort gemacht hat, sind nicht ohne seine franke Frau nach Italien geschickt und mache jetzt eine täg Wirkung geblieben. Im Magistrat wird der Plan erwogen, durch liche Ausgabe von etwa 40 M., obwohl er seiner socialen Lage nach Aufstellung von Baraden dem Plazmangel abzuhelfen. hierzu gar nicht im stande sein könne. Leute, welche von dent Vorstand des Nordens" protegiert werden und bei demselben ein Einkommen von etwa 1500 m. haben, erhielten 300-400 mM. für Marken ausgezahlt!! Wenn sie ein Einkommen von 3000 m. nur für Ausgaben verwenden würden, könnten sie höchstens für 150 M. Rabatt- Marken besitzen. Die 70 000 Mitglieder des Vereins sind völlig rechtlos. Sie könnten keine außerordentliche Revision verlangen, ebenso wenig eine Versammlung einberufen. Nachdem der Referent, wie auch die nachfolgenden Redner gegen die Rabatt- Spar- und Konsumvereine im allgemeinen sich ausgesprochen, gelangten zwei Resolutionen einstimmig zur Annahme. In der ersteren erklärten sich die Anwesenden mit den Maßnahmen des Vereins der Gewerbetreibenden Berlins und Umgegend voll Ein Fall solcher Art wird uns aus der 15. Gemeinde- und ganz einverstanden, während in der zweiten Resolution die schule in der Kastanien- Allee mitgeteilt. Herr Lehrer Otto, Staatsbehörden und der Reichstag ersucht werden, den Offiziers Vorsitzender des freifinnigen Bezirksvereins der Schönhauser und und Beamtenvereinen nicht mehr zu gestatten, die Waren für die Der Ertrag der städtischen Werke im Etat für 1903. Prenzlauer Vorstadt, hat am Freitag Schulfnaben der 1. Klasse Sonfumgenoffenschaften aus Fabriken direkt zu beziehen, ferner die Die Mittel, die zur Befriedigung der Bedürfnisse des Stadt- dazu benut, freisinnigen Parteigenossen seines Stadtteils ein Konsum- und Rabatt- Sparvereine zu besteuern und außerdem die Haushaltes erforderlich sind, werden in Berlin heute zum größeren Schreiben zu überbringen, durch das sie zum Eintritt in den ge- Errichtung weiterer Warenhäuser nicht mehr zuzulassen. Teil durch Steuern aufgebracht, zum kleineren durch den Ertrag des nannten Verein und zum Besuch der nächsten Versammlung aufKämmereivermögens und der städtischen Werke, sowie durch Abgaben gefordert werden. Es ist schon an sich unzulässig, daß ein Lehrer Hat der frei privater Erwerbsgesellschaften usw. Bei den Werken ist die feine Schüler zu solchen Botengängen verwendet. Summe, die sie zu den Einnahmen des Stadthaushalts- Etats bei- finnige Verein, dessen Vorsitzender Herr Lehrer Otto ist, kein Geld, tragen, in der letzten Zeit sogar noch zurückgegangen. Es ist um erwachsene Boten zu nehmen oder sich der Post zu bedienen? zwar nicht die eigentliche Bestimmung der städtischen Werke, großen Doppelt unzulässig ist es, daß hier Schulkinder durch ihren Lehrer Gewinn abzuwerfen- auch die Gaswerte, die Wafferwerke, der Wieh- und in den Dienst der Agitation für eine politische Partei geftellt werden. Bädermeister im Kommunalwesen. Eine Deputation der Berliner Schlachthof, die Markthallen sind ja in erster Linie als unmittelbar Das ist ein skandalöser Mißbrauch, den sich kein begemeinnützige Einrichtungen gedacht, ähnlich den stanalisationswerten Sonnener Lehrer zu Schulden kommen lassen wird. Herr Lehrer Otto hat übrigens vor seinen Schülern kein Ge- Bäckermeister, die durch das Verbot der Armenverwaltung betreffend und dem Abladewesen aber man hatte sich doch gewöhnt, die in manchen Jahren recht ansehnlichen Ueberschüsse, die einige der heimnis aus dem Inhalt des Schreibens gemacht. Er hat, wie uns Lieferungen an Armenpfleger betroffen sind und deshalb teilweise städtischen Werke dem allgemeinen Stadtfäckel zuführen konnten, als bersichert wird, den Wortlaut auf die Wandtafel geschrieben und ihre. Aemiter niederlegen wollten, ist wegen dieser Angelegenheit bei ihn durch die Jungen abschreiben lassen; das Papier dazu hatte dem Stadtrat Dr. Münsterberg vorstellig geworden. Dr. Münsterangenehme Zugabe zu betrachten. Im Jahre 1903 werden aus den Werken 3 058 003 2. für aller selber geliefert. Das Schreiben lautete:" Infolge Ihrer Mit- berg erklärte, daß das Magistratskollegium das Verbot erlassen habe, genieine städtische Zwede verfügbar werden( 20 476 M. weniger als gliedschaft im Wahlverein dürften Sie und wir das größte Intereffe weil sich bei der Lieferung von Brot an Stadtarme arge Mißstände genieine städtische Zwecke verfügbar werden( 20 476 M. weniger als baran haben, unfrer liberalen Sache fortan gemeinsam zu dienen. herausgebildet hätten. So hätten z. B. einzelne Armentonunissionen im Jahre 1902, für das schon rund 600 000 m. weniger angesetzt Deshalb bitte ich Sie inständigst, indem ich Sie zu unsrer Ver- Brotlieferungen in Höhe bis 300 Mark pro Monat an einen Für Bäckermeister vergeben. Das könne nicht mit rechten Dingen waren als für 1901). Die werbenden Betriebe sollen 5794 209 22. Sammlung freundlichst einlade, unser Mitglied zu werden." Ueberschuß bringen( 439 740 M. weniger als 1902). Lieferungen für die Stadt übernehme, so soll vom 1. April ab Hiervon gehen aber für die einen 3 ufuß aus allgemeinen städti- die eigenhändige Unterschrift des Herrn Otto mußte Plak gelassen zugehen. Ebenso wie es unstatthaft sei, daß ein Stadtverordneter schen Mitteln erfordernden Betriebe 2736 206 2. ab( 419 264 M. Die Schreibübung, die der Herr Lehrer Otto da seinen auch kein ein Ehrenamt bekleidender Bürger eine Lieferung erhalten weniger als 1902), so daß sich die eingangs angegebene Summe er Schülern zugemutet hat, ist ein noch stärkeres Stüd, als beziv. behalten dürfen. Von der Deputation wurde eingewendet, daß giebt.( Was die einzelnen Werke an Reserven zurückbehalten, soll hier der Laufburschendienst, den er von sich freiwillig" meldenden Jungen doch ein Unterschied zu machen sei zwischen den Stadtverordneten außer Betracht bleiben.) Unter den werbenden Betrieben stehen die fich erweisen ließ. Die Lehrer sollen ihre Beispiele möglichst aus und den Bürgern, die zur Annahme dieses Ehrenamtes, das mit Gaswerke, wie immer, an erster Stelle; doch werden sie diesbem Leben" nehmen; in dem vorliegenden Fall ist das geschehen. bieler Arbeit verknüpft fei, verpflichtet sind. In der Regel würden mal nur 3 354 666 M. Ueberschuß abiverfen( 158 263 M. weniger). Ein Beispiel aus dem Leben ist das oben mitgeteilte Schreiben in Brotlieferungen nur bis 30 und 40 M. pro Monat ausgegeben. Die Verringerung des Ueberschusses erklärt fich größtenteils ber That aus dem Leben eines freisinnigen Berliner Gemeinde- Wenn irgendwie Berstöße vorgekommen feien, so habe die Armen daraus, daß aus dem Verkauf der Nebenprodukte eine beträcht- schullehrers. verwaltung es in der Hand, jederzeit dagegen einzuschreiten. Dagegen habe man die Verfügung der Armendirektion als eine Beleidigung liche Verminderung der Einnahmen zu erwarten ist, besonders aller Armenkommnissions- Mitglieder empfunden. Stadtrat Dr. MünsterBrit. Eine öffentliche Versammlung für Frauen und Männer findet am Montagabend 8 Uhr in Bethges Lokal, Chausseestr. 39, statt. Genosse Bartels spricht über:" Die Frau in der SocialGesetzgebung". Zahlreichen Besuch erwartet Die Vertrauensperson. Lokales. werden. Daß es in manchen Rabatt- Sparvereinen nicht ganz sauber zugeht, ist eine alte Thatsache, und man kann es den Kleins gewerbetreibenden nicht verdenken, wenn sie solchem Treiben scharf auf die Finger sehen. Thöricht und aussichtslos ist dagegen ihr Kampf gegen Konsumgenossenschaften und Warenhäuser, weil sich das Pad der wirtschaftlichen Entwicklung nun einmal nicht rücks wärts drehen läßt. des wegen des Nückganges der Coatspreise. Aus den Wasser- Allgemeine Betriebsvorschriften für Straßenbahnen mit Maschinenwerken wird auf 2 095 730 M. gerechnet( 15 828 M. weniger), aus betrieb sollen für den ganzen Bereich der preußischen Monarchie berg gab den Herren die Versicherung, daß niemand im Magistrat dem Vieh und Schlachthof auf 343 813 M.( 265 649 M. erlassen werden. Eisenbahnminister Budde hat die Direktionen daran gedacht habe, den einzelnen Herren zu nahe zu treten. Er sei weniger). Von den Zuschüssen, die für städtische Werke zu leisten Berlin und Elberfeld beauftragt, einen diesbezüglichen Entwurf persönlich dafür, daß die Verfügung eingeschränkt werde.( Warum?) find, kommen 95 664 M. auf den Urbanhafen( 5 428 M. mehr gemeinsam mit den Vertretern der Verkehrspolizei durchzuberaten; Er werde in diesem Sinne der Armendirektion und dem Magistrat als 1902). Alles übrige, 2 640 542 M., beanspruchen die Kanali in einer im März stattfindenden Konferenz dürften die Grundzüge berichten, er hoffe, daß ein für beide Teile zufriedenstellender Modus fationswerte nebst Stiefelfeldern( 424 692 M. weniger der neuen Betriebsvorschriften endgültig festgelegt werden. Die gefunden werde. Die Bäckermeister sollen andrerseits dafür sorgen, als 1902). Die Rieselfelder könnten sich zur Not allein erhalten, selben werden in eingehendster Weise alle Vorschriften zusammen- daß die Armenpfleger ihre Aemter nicht niederlegen. Das wurde aber nicht die Kanalisationswerke. Hätten indes die Hausbesitzer, faffen, welche sich beziehen: auf den Zustand und die Unterhaltung zugefichert. Man glaubt, daß die Differenzen in gütlicher Weise beis denen durch die Kanalisation die Fortschaffung der Fäkalien der Straßenbahnen selbst, der Leitungs-, Stromerzeugungs- und gelegt werden. abgenommen worden ist, als Kostenbeitrag eine Kanalisations- Umformeranlagen, den Zustand, die Unterhaltung und Untersuchung Unfanterer Wettbewerb durch eine Kurpfuscher- Anzeige. Herr Tschermack, der Verantwortliche abgabe nicht von 11% Proz., sondern von 2 Proz. des Nutzungs der Betriebsmittel, die Einrichtungen für die Handhabung des Beder Inseratenteils fo würden wertes dadurch triebes( einschließlich Signalwesen), die Betriebsführung und die Bes Deutschen Tageszeitung", war auf Grund des Gesetzes noch rund 1 700 000 m. gedeckt, und der Zuschuß aus dem ſtimmungen für das Publikum. Für das letztere dürfte von besonderem über den unlauteren Wettbewerb und des Preßgesekes verklagt Stadtfädel würde um ebenso viel verringert. Markthallen und Ab- Intereffe sein, daß die Aufsichtsbehörden fünftig die bequeme Ein- worden, weil er die Annonce eines Naturheilkundigen in die Zeitung ladewesen nehmen bezüglich des Ueberschusses bezw. Zuschusses eine richtung der Trittbretter, die Beleuchtung, Heizung und Lüftung der aufgenommen hatte, die unter der Ueberschrift:" Sieg der Naturs Sonderstellung ein. Für das Abladewesen wird mehr aus Wagen 2c. durchgreifender als bisher zu überwachen gedenken und heilmethodel" die Heilung einer großen Anzahl von Strankheiten gegeben als eingenommen, aber es wird kein Zuschuß aus all- daß wahrscheinlich auch dem Unfuge des Auf- und Abspringens in versprach und auch die Behauptung enthielt, das angewandte gemeinen städtischen Mitteln, sondern nur ein Vorschuß gezahlt, der voller Fahrt, der zu so zahlreichen Unfällen geführt hat, ein Verfahren sei der sich erste Weg zur Heilung aller Krankheiten. in besseren Zeiten zurückerstattet werden soll. Für 1903 find als Riegel vorgeschoben werden wird; wenigstens enthält der jetzt vor- Besonders der letzte Sak erregte Anstoß. Den Strafantrag hatte Vorschuß 43 878 M. angesezt( 16 448 m. mehr als für 1902). Die liegende Entwurf die Bestimmung, daß zur Sicherung der Fahrgäste der Vorstand der Aerztekammer gestellt. Der Angeklagte wurde Markthallen nehmen mehr ein als sie ausgeben, aber sie stellen gegen ein Herabfallen während der Fahrt die Plattformen mit vom Berliner Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 50 m. vers von ihrem Ueberschuß nichts für allgemeine städtische Bivede zur geeigneten Abschluß- Vorrichtungen versehen sein müssen, welche die urteilt und das Landgericht I verwarf seine Berufung. Es führte Verfügung, sondern führen ihn ungeschmälert ihrem Ergänzungs- Schaffner oder Wagenführer zu bedienen haben, und daß das aus, daß in der Annonce, d. h. in einer öffentlichen Bekanntund Erneuerungsfonds zu. Für 1903 wird auf 305 921 M. ge- Besteigen und Verlassen in Bewegung befindlicher Wagen sowie das machung", in der Abficht, den Anschein eines besonders günstigen eigenmächtige Deffnen der Plattform- Verschlüsse solcher Wagen bei Angebots hervorzurufen, wissentlich unwahre Angaben thatsächlicher rechnet( 76 746 M. mehr als 1902). Dieser Fonds, der bereits auf 5 Millionen angewachsen ist, foll Strafe verboten sein wird. Auch das Stehenbleiben auf den Tritt- Art über gewerbliche Leistungen gemacht worden feien(§ 4 des bekanntlich nach den Absichten des Stadtv. Cassel und seiner Freunde brettern, eine Unfitte, die ebenfalls häufig zu Unfällen führt, Gefeßes). Zu dieser Annahme berechtige vor allem der Sak, das um einige Millionen erleichtert werden, damit die Balancierung das Sigen auf den Plattformbrüstungen, das Aufsteigen auf einen angewandte Heilverfahren sei der sicherste Weg zur Heilung aller des Stadthaushalts Etats noch einmal ohne vom Schaffner als„ besetzt" gekennzeichneten Wagen, das Aufsteigen Krankheiten. Steuererhöhung ermöglicht wird. Ebenso sollen auch die an den Haltestellen, bevor die aussteigenden Fahrgäste den Wagen Gasanstalten einen Teil ihrer Reserven hergeben. Zu solchen Mitteln, verlassen haben, das Mitnehmen brennender Cigarren in die Nichtdie natürlich nur vorübergehend helfen können und die Steuer- raucher- Abteile 2c. würde danach künftig mit Strafe belegt werden erhöhung voraussichtlich nicht verhüten, sondern nur hinaustönnen. Sehr zweckmäßig erscheinen auch die genau präcifierten schieben werden, muß jest gegriffen werden, weil die Kommune Vorschriften, welche das Spurhalten des Fuhrwerks auf und un es versäumt hat, sich rechtzeitig neue Einnahmequellen zu schaffen. mittelbar neben den Geleifen bei Strafe verbieten. In Aussicht Die Unterlassungsfünden des Freisimms der Berliner Gemeinde- genommen sind für alle diese Zuwiderhandlungen Geldstrafen fei der sicherste Weg zur Heilung aller Strankheiten, enthalte die bis zur Höhe von 60 m., event. Haftstrafe. verwaltung fangen an, ihre bitteren Früchte zu bringen. Diese Betriebs vorschriften sollen unbeschadet der fonzeffionsmäßigen Rechte der Unternehmer auch auf bereits genehmigte Straßenbahnen An die Beibehaltung von Abweichungen genehmigen. Bon der Neberfüllung der Krankenhäuser. Eine in Rigdorf wohnende Witwe K. teilt uns einiges aus den wendung finden; doch kann die Aufsichtsbehörde in besonderen Fällen Der Angeklagte legte Revision ein und machte unter anderm geltend, der Vorstand der Aerztekammer fei gar nicht zur Stellung Der Straffenat des Kammerdes Strafantrages befugt gewesen. gerichts verwarf aber die Revision mit der Begründung, daß§ 4 des Gefeßes über den unlauteren Wettbewerb ohne Rechtsirrtum angewendet worden sei. Die Angabe, das fragliche Heilverfahren unwahre Behauptung, dies Verfahren beseitige je de Krankheit. Der Vorstand der Aerztekammer fei auch zur Stellung des Strafantrages berechtigt gewesen, denn die Aerztekammer sei ein gezogenen Gesetzes. Verband zur Förderung gewerblicher Interessen im Sinne des an Erfahrungen mit, die sie kürzlich hat machen müssen, als sie ihren Von den älteren Gemeindeschulhäusern Berlins verschwindet Eine Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung des Kurpfuscher. an einer Erkrankung der Wirbelsäule leidenden Sohn operieren Das Haus Alte Jatobstr. 112, das tums hat sich gestern in Berlin gebildet. Der Fall Nardenfötter lassen und auf Anordnung des Arztes in ein Krankenhaus bringen nun wieder eines. wollte. Frau R., die tagsüber ihren Erwerb außer dem Hauſe jest abgebrochen wird, um einem Erweiterungsbau der Reichs- scheint demnach nicht ohne Früchte bleiben zu sollen. Die Gesell nachgeht, ist genötigt gewesen, eine halbe Woche hindurch bruderei Blab zu machen, wurde zuletzt von der städtischen Blinden- fchaft beabsichtigt sich an den Diskussionen in den Versammlungen andern anstalt benutzt, vorher aber hatte es Jahrzehnte hindurch als Ge- der Kurpfuscher, Naturheilkundigen usw. zu beteiligen, um auch dort den Kranten einer Anstatt zur v0.11 zu schleppen, ehe ehe es ihr gelang, ihn unterzubringen. meindeschulhaus gedient. Vor jebt einem halben Jahrhundert, im belehrend zu wirken. Aufklärende Flugschriften sollen ebenfalls vermit begab sich dem Jahre 1853, war dieses Haus, nachdem es von der Stadt angekauft breitet werden. Auch ist die Begründung einer wöchentlich ers dem Jungen zunächst nach Streis Krankenhause in Brig, wurde wegen Playmangel und durch entsprechende Um- und Eriveiterungsbauten als Schul- scheinenden Zeitschrift beabsichtigt. Der Mindestbetrag für ein gewiesen, lam am nächsten Tage gemäß einem ihr in der haus eingerichtet worden war, von der 4. Kommunal- Armen Mitglied der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung des KurpfuscherSie thums ist auf 1 m. jährlich festgefeßt worden. Beitrittserklärungen 1.Brauchen wir eine Cenjur?" Zutritt findent nur Mitglieder des Schließlich wurde die peinliche Scene dadurch beendet, daß der nehmen entgegen Professor Dr. Sommerfeld, Wilsnackerstraße 52 oder Goethe- Bundes. Anmeldungen von Mitgliedern sind an die Vorsitzende die Stellung der Frage zuließ. Ob die Angeklagte in der praktische Arzt Dr. Siefart, Tauenzienstraße 3. Die ersten Geschäftsstelle des Bundes, Französischestr. 8, oder an eine der mit diesem Falle die Rolle des lachenden Dritten spielen durfte, wird öffentlichen Vorträge finden am Sonntag, den 8. März, vor- Plakaten belegten Buchhandlungen zu richten. mittags 1/12 1hr im Bürgersaale des Rathauses statt. Wir werden darüber weitere Mitteilung machen. nicht berichtet. alt der Im Vogelhause des Berliner Zoologischen Gartens ist eine Die aus der Bretagne verschwundenen Sardinen sind allem Ander schönsten Meiſenarten, die Lasur- Meise, aus dem westlichen schein nach in deutschen Gewässern wieder aufgetaucht. Es war in Von der Stadtbahn. Eine Neu- Ordnung in der Wagenfolge ist Sibirien eingetroffen. Sie erinnert in der Färbung an die Blau- der letzten Zeit viel von dem großen Elend berichtet worden, gelegentlich der am vorgestrigen Tage erfolgten Ausschaltung der meise, unterscheidet sich aber von ihr durch den stufigen Schivanz das über die Fischerdörfer der Bretagne dadurch hereingebrochen ist, alten Stadtbahnivagen vorgenommen worden. Vorgestern wurden und die zarteren Farben des Gefieders. Das grauweiße Köpfchen daß die Sardine, deren Fang den alleinigen Erwerbszweig für sämtliche Stadt- und Ningbahnzüge die im Vorortsverkehr ge- ist mit einem schivarzblauen Augenstrich geziert, cine ebensolche zahlloser Fischerfamilien bildete, in diesem Jahre bräuchlichen Eisenbahn- Waggons in Betrieb genommen. Während Binde verläuft über die weiße Brust. Die Flügel- und Schwanz französischen Küste gänzlich ausgeblieben ist. Jetzt kommt früher die Wagen für Nichtraucher sich vor und hinter der zweiten federn sind lasurblau mit weißer Zeichnung, weiß ist der Leib und nun von den Fischern, die vor der Elbmündung an der Wagenklasse, also in der Mitte des Zuges befanden, sind sie jetzt als zartgrau der Nacken und Rücken, vom Hinterkopf durch eine tief- Westküste Holsteins dem Fange obliegen, eine Kunde, die an Anfang- und Schlußwagen angeordnet. Der zweite und vorletzte blaue Binde abgesetzt. Dieses Vögelchen, das im Norden Ruß scheinend eine unerwartete Lösung des„ Sardinenrätsels" bringt. Waggon sind je zur Hälfte für Raucher und Nichtraucher eingerichtet, lands und in Sibirien bis zum Baitalsce schr häufig ist, wird in Die deutschen Fischer haben die Wahrnehmung gemacht, daß an verwährend die Wagen vor und hinter der zweiten Wagenklasse nur Ostpreußen zuweilen als seltener Gast gefunden, gehört also auch schiedenen sonst fifcharmen Stellen plötzlich reiche Fischgründe ents Rauchercoupés enthalten. Jeder Zug führt zwei Wagen zweiter zu den deutschen Arten. Man hat sie früher als den östlichen Ver- standen sind, die eine besondere Art Heringe in ungeheurer Klasse, von denen ciner für Rancher und einer für Nichtraucher treter der Blaumeise angesehen, neuerdings sie aber wegen ihrer Menge bergen, so daß die Fangausbeute überaus groß ist. Diese bestimmt ist. Die Höherlegung der Bahnsteige erfolgt, wie bereits antren Schwanzbildung in eine besondere Gruppe gestellt. dort sonst kaum gekannte Heringsart hat sich als überaus wohl mitgeteilt wurde, vom 3. März an. schmeckend erwiesen und die von vornherein naheliegende Annahme, daß es sich hier um die von der Bretagne verschwundenen Sardinen handelt, soll nach den von der holsteinischen Westküste eintreffenden Berichten inzwischen noch durch weitere Thatsachen bestätigt worden sein. Aus den Nachbarorten. Opfer des Straßenverkehrs. Außergewöhnlich groß ist die Zahl der im Monat Februar im Straßenverkehr Berlins verunglückten Berfonen. Sie ist gegen den Vormonat von 23 auf 34 gestiegen; von den Unglücksfällen nahmen S einen tödlichen Verlauf. Hiervon Schiller- Theaters am Donnerstag, den 12. d. M., abends 8½½ Uhr, Jm Charlottenburger Volkshaus veranstaltet die Direktion des entfielen 2 auf die Stadtbahn, 2 auf Straßenbahnen( in einem einen Robert Schumann- Abend. Eintrittskarten find zum Falle Selbstmord), während die übrigen tödlichen Unfälle durch Preise von 40 Pf. einschließlich Programm und Garderobe im VolksBier, Lastwagen und Droschken verursacht wurden. Von den 26 Schwerverletzten find 12 in den Betrieben der Straßenbahn- haus und in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Gesellschaften zu Schaden gekommen, darunter 7 beim Auf- resp. lbsteigen während der Fahrt. Beteiligt waren an den Unfällen 11 Frauen und 23 Männer. Aus dem Eisenbahnzug sprang cin 14 jähriges Mädchen, das die Polizei, un es schädlichen Einflüssen zu entziehen, den Eltern fort genommen hatte und von zwei Frauen zu einer Familie nach Fürstenwalde bringen ließ. Zwischen Friedrichshagen und Wilhelms hagen öffnete die Kleine plötzlich die Thür des Wagens, sprang beraus und blieb auf dem Bahndamn liegen. Anstatt die Notleine Fit ziehen, fahen ihre Begleiterinnen nur zum Fenster hinaus. Alls hich dann Streckenarbeiter dem Mädchen näherten, sprang dieses auf and entlief. Es ward aber bald darauf zwischen Fichtenau und Rahnsdorf am Arm eines nicht viel älteren Begleiters von einem Bolizeibeamten getroffen, der sich gleichfalls in dem Zuge befunden and den Vorfall gesehen hatte und das Mädchen wiedererkannte. Das jugendliche Paar wurde nach dem Amt gebracht; der„ Ritter" wurde dort wieder entlassen, aber die Maid festgehalten. Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Troubadour. Javotte. Mittags: Wohlthätigkeits- Matinee. Montag: Die weiße Dame. Slavische Braut Der Prokurist Wilhelm Gladow in Potsdam, dessen Verhaftung werbung. Dienstag: Don Juan. Mittwoch: Louije. Donnerstag: Margarethe wir gestern meldeten, wird beschuldigt, nicht nur seinem durch Selbstreitag: Tannhäuser. Sonnabend: Louise. Sonntag: Robert der Teufel mord geendeten Chef, dem Bantier Burghalter, wissentlich bei seinen Montag: 8. Symphonic- Abend der Königlichen Kapelle. Mittags: Matince. Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Die Journalisten. Montag: Beruntreuungen Beihilfe geleistet, sondern auch nach dessen Tode Die Gerechtigkeit. Dienstag: Im bunten Rod. Mittwoch: König Laurin. Wertpapiere im eignen Interesse beiseite geschafft zu haben. Der Donnerstag: Die Gerechtigkeit. Freitag: Die Welt. in der man fich lang 61 jährige Gladow war etwa vierzig Jahre in dem Geschäfte thätig, weilt. Sonnabend: Gyges und fein Ring. Sonntag: Die Räuber. als dessen eigentlicher Leiter er galt, und soll bemüht gewesen sein, Montag: Geschlossen. Burghalters Selbstmord und Verfehlungen zu vertuschen. Das Neues tgl. Opern Theater. Sonntag, den 1. März: Uriel Acosta. Banthaus ist gestern gänzlich geschlossen worden. Die Wertpapiere. Nächsten Sonntag: Im bunten Nod. welche Gladow beiseite geschafft hatte, gehören dem Sanitätsrat 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Schiller- Theater- 0.( Wallner- Theater.) Sonntag 3 Uhr: Heimat, Montag, Dienstag, Mittivoch: Wohlthätige Dr. La Pierre, welcher 70 000 m. bei Burghalter deponiert hatte. Frauen. Donnerstag, Freitag, Sonnabend: Das zweite Gesicht. Sonntag Er erfuhr, daß Gladow mutmaßlich für 60 000 M. Papiere in seinem 3 Uhr: Die Braut von Mejjina. 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Besitz habe, und erwirkte darauf die gerichtliche Beschlagnahme der selben als sein Eigentum. Unmittelbar darauf erfolgte die Verhaftung Gladows. Schiller- Theater- N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag Uhr: Renaissance. 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Montag, Dienstag, Mit.woch: Das zweite Gesicht. Donnerstag, Freitag: Wohlthätige Frauen. Sonnabend: Der Meister von Balmyra. Sonntag 3 Uhr: Jugendfreunde, 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Montag: Für den Neubau des Wilmersdorfer Nathauses, der mit einem Kostenaufwand von 3 Millionen Mark zur Ausführung kommen Deutsches Theater. Sonntag: Monna Banna. Nachmittags:( 3 soll, hat, wie die„ Voss. 3tg." meldet, die Terraingesellschaft Süd- lebe das Leben. Montag: Monna Banna. Dienstag: Der arme Heinri..). Straßensperrung. Die Weddingstraße von der Kösliner- bis zur westen" der Gemeinde den erforderlichen Baugrund in Größe von Mittwoch: Monna Banna. Donnerstag: Einsame Menschen. Freitag: antstraße wird behufs Verlegung von Druckrohrleitungen vom etwa 800 Quadratruten, am Heidelberger Play, gegenüber dem Monna Vanna. Sonnabend: Der Schleier der Beatrice. Sonntag: Der 2.5. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Bahnhof Schmargendorf belegen, kostenlos zur Verfügung gestellt. Schleier der Beatrice. Nachmittags: Die versunkene Glode. Monna Banna. Eine Brandstiftung beschäftigt die Kriminalpolizei. Gestern Die Gemeindevertretung hatte in ihrer letzten Sigung bekanntlich Neues Theater. Sonntag: Die Lokalbahn. Nachm.: Ledige Leute. Dienstag: Die Lokalbahn. Mittwoch: Der Erdgeis.. früh um 7 Uhr wurde die 4. Compagnie von zwei Seiten aus nach ein Angebot einer Grundfläche am Fehrbelliner Platz des zu hohen Montag und Donnerstag und Freitag: Schöne Seelen. Hierauf: Die Lokalbahn. der Chauſſeeſtr. 95, nahe der Kesselstraße, gerufen. Als Brand- Preises und gewisser Bedingungen wegen abgelehnt. inspektor Julius dort mit mehreren Löschzügen eintraf, stand ein Der Rigdorfer Magistrat stellt in seinem Verwaltungsbericht für Sonnabend: Erdgcist. Sonntag: Schöne Seelen. Hierauf: Die Lokalbahn. Cigarrengeschäft, das nur durch eine Bretterwand von dem Re- das verflossene Jahr fest, daß zur Zeit der letzten Stadtverordneten- Nachm.: Nachtasyl. Berliner Theater. Sonntag und Montag: Alt- Heidelberg. Dienstag, ftaurationslokal von A. Schwabe getrennt ist, in Flammen. Die Ergänzungswahlen( im November 1902) die Zahl der Wahl- Mittwoch und Donnerstag: Agnes Sorma. Biel Lärm um Nichte. Feuerwehr drang in den Laden ein und löschte das Feuer durch berechtigten 17 075 betragen habe. Davon entfielen auf die Freitag: Alt- Heidelberg. Sonnabend: Agnes Sorma. Nora. Sonntag: träftiges Wassergeben mit einer Schlauchleitung ab. Die Er 1. Wählerabteilung, 98, auf die 2. Abteilung 1438 und auf die Agnes Sorma. Biel Lärm um Nichts. anittelungen nach der Entstehung des gefährlichen Brandes er: 3. Abteilung 15 539 Wähler. An den Wahlen beteiligten sich in der Theater des Westens. Sonntag: Die Sparmamsell. Nachm.: Der Montag: Chopin- Abend. Miß Duncan. Dienstag: Die gaben, daß der Laden von Ditsokki vorsätzlich in Brand ge- 1. Abteilung 54 gleich 55,1 Broz, in der 2. Abteilung 354 gleich Troubadour. steckt sein muß, denn es wurden mehrere räumlich von ein- 24,61 Proz. und in der 3. Abteilung 902 gleich 5,8 Proz. der Sparmamjell. Mittwoch: Gastspiel Miß Duncan. Donnerstag: Die lustigeur Weiber von Windsor. Freitag: La Traviata. Somabend: Undi:: c. vermutlich zur Rechtander getrennte Brandherde festgestellt, die offenbar mit Ueber Wahlberechtigten. Zugleich wird : La Traviata. Nachm.: Der Postillon von Lonjumeau. Monteg: Sonntag: die Verlegung angelegt worden sind. Die Bretterwand war an einer fertigung des elenden Dreiflassen Wahlsystems Der Zigeunerbaron. Stelle durchbrochen, vermutlich, um die späteren Feststellungen nach teilung der Steuern angegeben. Der Gesamtsteuerbetrag Thalia Theater. Allabendlich: Der Camelienonkel. der Entstehung des Brandes zu erschweren. Die Thäterschaft steht ist 1 205 247 Mark. Die Wähler der ersten Abteilung Leffing- Theater. Allabendlich: Der blinde Passagier. noch nicht fest; die Polizei ist noch mit den Vernehmungen beschäftigt. zahlten 426 492 M., darunter 82 882 M. Einkommensteuer, 13 765 M. Residenz- Theater. Allabendlich: Lutti. Sonntag, den 1. Märt, Außer diesem Brande mußten noch mehrere Wohnungsbrände in Ergänzungssteuer, 167 744 M. Real- und 162 100. Personalsteuer. nachmittags: Sein Doppelgänger. Sonntag, den 8. März, nachmittag.: der Petersburgerstr. 47, Suffitenstr. 41, Hagelsbergerstr. 16 usw. Die Wähler der zweiten Abteilung zahlten 425 907 m., darunter Seine Kammerzoje. gelöscht werden. Möbel, Gardinen usw. wurden dort von den 100525 M. Einkommensteuer, 17089 M. Ergänzungssteuer, 174081 M. Flammen vernichtet, teilweise auch Hausschaden verursacht. Realsteuer, 134 211 M. Personalsteuer. Die Wähler der dritten Abteilung steuerten 352 847 M., darunter 135 866 M. Einkommen stener, 779 M. Ergänzungssteuern, 36 843 M. Realsteuer und 179 358 W. Personalsteuer. Der Höchstbestenerte der ersten Abteilung zahlte 73 195 W., der der zweiten Abteilung 1331 M. und der der dritten Abteilung 90 M. Einer späteren Meldung zufolge wurden unter dem Verdachte ber Brandstiftung die Gastwirte Echwabe und Fuchs sowie der Cigarrenhändler Ochotki, sämtlich aus der Chausseestr. 95, feftgenommen. Ein tödlicher Unfall ereignete sich vorgestern in dem Hause Beuthstraße 4. Der 17jährige Arbeiter Willy Senkbeil wurde bei der Bedienung eines Fahrstuhls, auf dem Bretter nach dem vierten Stock geschafft wurden, von einem herabstürzenden Brett am Kopfe getroffen und auf der Stelle getötet. Vermischtes. Sturmfatastrophen in England. Kleines Theater. Allabendlich: Nachtasyl. Sonntag, den 1. und 8. März, nachmittags: Einafter und Serenissimus Zwischenspiele. Trianon- Theater. Allabendlich: Die Rotbrücke. Sonntag, den 1. und 8. März, nachmittags: Die Liebesschaufel. Central- Theater. Allabendlich: Gräfin Pepi. Sonntag, den 1. und 8. März, nachmittags: Der schöne Higo. Belle Alliance- Theater. Sonntag bis Dienstag: Er und Die Dame aus Trouville. Mittwoch bis Sonntag: Am Telephon und Cupido u. Co. Luisen- Theater. Sonntag: 3 Ühr: Der Hüttenbefizer. 8 Uhr: Otto der Faule. Montag: Die Cameliendame. Dienstag: Otto der Faule. Mittwoch: Der Postillon von Lonjumeau. Donnerstag: Der Fall Clémenceau. Freitag: Zum erstenmal: Preciosa. Sonnabend: Die Maschinenbauer von Berlin. Sonntag: 3 Uhr: Wilhelm Tell. 8 Uhr: Der Fall Clémenceau. Buntes Theater. Sonntag: Nachmittags: Jugend. Abends: Wer ist schuldig? Winterschlaf. Montag: Der Postillon von Lonjumeau. Dienstag und Mittwoch: Wer ist schuldig? Winterschlaf. Donnerstag: Jugend. Freitag: Wer ist schuldig? Winterschlaf. Sonnabend: Logeit brüder. Sonntag: Nachmittags: Jugend. Albends: Logenbrüder. Urania Theater, Taubenstr. 48/49. Sonntag, Montag und Dienstag: Ein rätselhafter Selbstmord beschäftigt gegenwärtig die Polizei. Dem Tag" wird gemeldet: Der Sturm, welcher Donnerstag Die 60 jährige Kaufmannswitwe Marie Rosenhagen, geb. Lange, nacht und gestern über ganz England dahinraste, stellt sich erst jetzt wohnte im zweiten Stock für sich allein. Ihrer um einige Jahre als einer der furchtbarsten und heftigsten seit vielen Jahren heraus. jüngeren Schivester, die nicht verheiratet ist, fiel nach dem vor elf Der Orfan hat nämlich fämtliche Haupt- Telegraphen- Leitungen Jahren erfolgten Tode des Vaters das Haus Zimmerstraße 15 zu. im Norden Englands zerstört, so daß die telegraphische Das Land Tirol. Mittwoch: Durch Wald und Flur. Donnerstag: Da Die lettere benutte die Hälfte des ersten Stockes. Beide Schwestern Verbindung des größten Teils voit England und von Land Tirol. Freitag: Durch Wald und Flur. Sonnabend: Das Land Tire. werden als sehr wohlhobend geschildert. Nachdem man am ganz Schottland mit London völlig unterbrochen ist und Apollo Theater. Heute nachmittag 3 1hr gelangt Lysistrata": Donnerstagabend die Fran Rosenhagen in guter Stimmung gesehen alle Nachrichten mur allmählich durch die Züge hierher gebracht Ausführung, außerdem treten die America- Creole- Cafe- Walfers und die ne hatte, blieb sie seitdem verborgen, und auch kein Laut drang aus werden. Die Gewalt des Sturmes erreichte in London und andren Specialitäten auf. ihrer Häuslichkeit. Am Sonnabendmorgen teilte die Schwester ihre Gegenden des Landes Ziffer elf von der zwölfteiligen Beaufort- Josefine Bettori singt die Titelvolle. Hierauf debutieren die neuengagierten Besorgnisse der Polizei mit, die die Wohnung durch einen Schloffer Stala, was einer Geschwindigkeit von etwa 120 Kilometer in der öffnen ließ. Frau Rosenhagen hing entfeelt an einer Thürklinke. Stunde gleichkommt. Der Schaden, den das Univetter in den Was da vorgekommen ist, konnte bisher nicht ermittelt werden. großen Städten anrichtete, ist enorm und beläuft sich auf viele Millionen Mark. März Specialitäten. Abends 7 Uhr geht Frau Luna" in Sec; Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Im wissenschaftlichen Theater der Urania findet der Vortrag Zahllose Dächer und Schorn O. E. 27. 1. Die Auflösung des Reichstags fam beliebig oft er. " Das Land Tirol" mit seinen wunderbar plastischen Gebirgs: teine, Kirchtürme, elektrische Drähte wurden einfach folgen. 2. Das spezifische Gewicht des Goldes ist 19,55-20,7, de des panoramen und großartigen Scenerien und lebensfrischen Natur- niedergeblasen und viele Menschen verloren unter herabstürzenden Blatins 21,504, der Preis des Goldes beträgt ca. 1400 M. pro Pjun der Auch von allen Küsten werden des Platins ist den größten Schwankungen unterworfen. 1889 zum picl bildern den Beifall aller Besucher. Der Vortrag wird mit Aus- Trümmern ihr Leben. foftete das Kilogramm 950-1000 M., um 1890 auf das Doppelte zu steigen. Schiffsunfälle berichtet, doch fehlen noch alle nahme von Mittwoch und Freitag in diefer Woche allabendlich zur zahlreiche iederholung gelangen. Am Mittwoch und Freitag wird der neue Einzelheiten, eben infolge der Zerstörung der Telegraphen- 1894 betrug der Preis dann wieder 1300-1400 m. K. 2. Schlagen Sie im Adreßbuch Band 2 Theil IV nach unter Vortrag Durch Wald und Flur" gehalten. Ein fenfationeller Unfall betraf den Schnell= Gewerbetreibende". 2. V. 34. Sit im Vorwärts" Nr. 50 im BriefIm Hörsaal spricht drähte. - Langer. Heer und Marine am Dienstag Herr Dr. G. Naß über„ Die Glasfabrikation" und zug aus Carnforth, als er gestern früh um 4 Uhr auf der fasten unter B. S. 2. bereits beantwortet. Erich. Nein. Alkoholgegner. am Freitag Herr Professor Müller über„ Die Gesamtleistung der Brücke über den Leven bei Ulverston fuhr. Der Sturm rafte mit zusammen rund 600 000 Mann. Pflanzenwelt und deren Bedeutung für das Leben überhaupt". erschreckender Gewalt, und der Führer eingedenk der Tay- Bridge- 1. Es belaufen fich 1902 die Ausgaben für das Reichsheer: a) fortdauernde Katastrophe-mäßigte das Tempo, als er plötzlich ein Hindernis auf 568 Millionen, b) einmalige 55 Millionen. Für die Marine: a) for: Die Besucher des Berliner Aquariums finden unter den Be- auf den Schienen bemerkte, welches sich als der herabgerissene dauernde ca. 87 Millionen, b) einmalige ca. 80 Millionen. 2. Die Ausgaben ftänden von Land- und Wassertieren verschiedene neue Anfömmlinge Telegraphendraht erwies. Der Zug wurde zum Stehen gebracht 176 Millionen, der Versicherungsanstalten der Invaliden- 2c. Versicherur der Krankenversicherung betrugen in allen Kassen überhaupt 1900: aus der Klasse der Reptilien. In dem, dem unteren Ausgange nächst und hatte kaum angehalten, als eine Windsbraut sämtliche 92 Millionen. 3. Für Elementarschulzwede wurden 1899 bei 59 300 Boltsgelegenen Seewasserbecken hat eine Meerschildkröte Unterkunft geacht Personenwagen umstürzte und auf das Nebengeleise der schulen im Deutschen Reiche, mit 8 660 000 Schulkindern, 341 Millionen Mark funden, deren Fleisch zur Bereitung der den Feinschmeckern wohl Brücke warf. Die nun folgenden Scenen in der Finsternis spotteten aufgewendet. 2. N. 7. Eine amtliche Regelung oder Reglementierung bekannten töstlichen Suppen dient, während sie und mit ihnen auch jeder Beschreibung. Die Passagiere versuchten aus den Fenstern wie bei uns hat in Fr. nicht stattgehabt, auch steht dergleichen für Fr., andre Volksschichten das lebende Tier kaum aus eigner Anschauung herauszuflettern, konnten sich aber im Sturm nicht aufrechthalten. soweit sich das übersehen läßt, nicht bevor, luch die Akademie der WifenLennen. Es ist eine echte Suppenschildkröte aus dem indischen Ozean Eine Dame und zwei Kinder wurden in den Leven geschleudert. schaften in Paris übt darauf keinen direkten Einfluß. Alles ist dabei der und zwar ein noch junges Tier, denn diese Art wird bis 2 Meter Endlich kamen Retter, die sich mit Seilen aneinander gebunden freien Entwicklung überlassen. lang und 5 Centner schwer. Da sie schwieriger zu erlangen ist als hatten. Ungefähr dreißig Passagiere sind verletzt, zum Teil schwer. Die im atlantischen und im Mittelmeere vorkommende Habicht Ferner wurde die Menai- Hängebrücke, welche Carnarvonshire mit Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends schnabel- Schildkröte, so hat sie für eine wiſſenſchaftliche Schauanstalt Anglesey verbindet, schwer beschädigt. In Holyhead ist eine ganze ouch höheren Wert als jene. Die indische Insel Ceylon lieferte drei Kirche von ihren Fundamenten geblasen und in Trümmer gelegt A. S. 22. Welche Quittungsmarte zu leben ist, richtet Exemplare einer diefer Insel eignen Schlange aus der Gattung der worden. Die Hiobsposten mehren sich noch mit jedem neu ein- fich nach der Höhe des Jahresarbeitsverdienstes, jedoch ist der Jahres. Menn- Nattern( Coryphodon), die auch Verwandte in Süd- und arbeitsverdienst nicht der thatsächliche, sondern wird wie folgt berechnet: treffenden Zuge. Nordamerita befizen. Diese indische Spezies, große schlank gebaute Als Jahresarbeitsverdienst gilt, falls nicht für einzelne Berufszweige von Mattern mit tegelförmigem Kopf und langem, dünnem Schwanz, fällt Richter und Staatsanwalt. Eine peinliche Scene fand in Ham- gesetzt wird, der 300fache Betrag des ortsüblichen Tagelohnes im Sinne der höheren Verwaltungsbehörde ein andrer Jahresarbeitsverdienst fest burch ihr ansprechend mattgelb getöntes und mit helleren Streifen burg nach dortigen Blättern im Schwurgerichtssaale zwischen dem des§ 8 des Krankenversicherungs- Gesetzes. Von dieser Regel giebt und Bändern gezeichnetes Schuppenkleid auf; sie lebt am und im Vorsitzenden des Gerichtshofes, Landrichter Dr. Engelschall und dem es folgende fünf Ausnahmen: 1. für Mitglieder einer Drts, Waffer und jagt Frösche, fleine Säugetiere und wohl auch Fische. Vertreter der Staatsanwaltschaft, Dr. Söhke, statt. Letzterer wollte Betriebs, Fabrik, Bau- oder Innungs- Krantentasse Der Direktor des Botanischen Gartens, Herr Geh. Regierungsrat nach seinem Plaidoyer noch eine Anfrage an die wegen Brand- gilt der 300fache Betrag des für ihre Krankenkassenbeiträge maßgebenden Professor Dr. Engler, welcher unlängst von einer Reise aus Deutsch- stiftung angeklagte Weißnäherin Kähler richten, doch verweigerte durchschnittlichen Tagelohnes oder wirklichen Arbeitsverdienftes( die Höhe ergiebt Ostafrika zurückgekehrt ist, wird in der Gesellschaft für Erdkunde am der Vorsitzende die Wiedereröffnung der Beweisaufnahme, da die sich aus dem Statut) als Jahresarbeitsverdienst. 2. für Knappschafts. mitglieder gilt der 300fache Betrag des vom Kassenvorstand festgesetten 7. März d. J. abends 7 Uhr im Architektenhause, Wilhelmstr. 92/93, Sache genügend Klargestellt sei. Dr. Söhle beharrte bei seiner Forde durchschnittlichen täglichen Jahresarbeitsverdienstes, falls dieser den ortsa einen Vortrag halten über die Vegetationsformationen von Dit rung und verlangte mit etwas lauter Stimme, daß ihm gestattet werde, üblichen Tagelohn übersteigt, 3. für Seeleute gilt der Durchschnittsbetrag an die Angeklagte noch eine Frage zu richten. Hierauf erklärte der des für die Berechnung der Unfallrente behördlich festgesezten Jahresafrika auf Grund einer Reise durch Üsambara zum Kilimandscharo, Vorsitzende Dr. Engelschall, daß er sich den letzten erregten Ton" arbeitsverdienstes, 4. für die in der Land- oder Forstwirtschaft des Staatsanwalts verbitte. Dieser erwiderte:" Ich verbitte mir beschäftigten Personen, falls sie nicht zu den unter 1. angeführten geIn der Versammlung des Goethe- Bundes in der Philharmonie eine derartige Kritik meines Tones und meines Sprachorgans." hören, gilt der von den höheren Berwaltungsbehörden festgesette durch am nächsten Sonntag, den 8. März, sprechen Hermann Sudermann Hierauf entgegnete der Vorsitzende:„ Sie haben sich nichts zu ver- schnittliche Jahresarbeitsverdienst, und 5. für Lehrer und Erzieher, falls nicht ein Jahresarbeitsverdienst von mehr als 1150 m. nachgewiesen wird, gilt " Maria von Magdala und das religiöse Drama", Ludwig bitten. Sie wissen, daß ich Leiter der Verhandlung bin und daß 850 bis 1150 m. als Jahresarbeitsverdienst. Von diesen Regeln Fulda über Kunstgefühl und Schamgefühl", Abg. Müller- Meiningen mir als solchem das Recht zusteht, auch den Staatsanwalt zu weicht endlich wieder folgende Vorschrift ab: ist im ber Politik und Bühne", Neichstags- Abg. Wolfgang Heine über kritisieren und zur Drd zu rufen." Der Staaten valt be- voraus für Wochen, Monate, Bierteljahre oder Jahre eine feste bare Ver Die" socialen Aufgaben des Theaters", Gch. Rat von Liszt: stritt mum, daß dem Vorsitzenden ein solches Recht zustehe. gütung vereinbart und ist diese höher als der nach obigen Regeln maßgebende erläutert durch Lichtbilder. über von 7% bis 9½ Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Durchschnittsbetrag, so ist diese Bergütung bei der Berechnung des Jahresarbeitsverdienstes zu Grunde zu legen. Bergl. auch unter F. G. 8. - Kiel. 1. Ja. 2. und 3. Beschränkungen nach dieser Richtung estehen nicht. Selbstredend kann die Schörde Sie einziehen, falls nach Ihrer Anficht ein Grund zur Befreiung nicht mehr vorliegt. 4. Ja. Unfall 93. Der Berechnung des Jahresarbeitsverdienstes in Unfallsachen wird nicht ftets der wirkliche Verdienst zu Grunde gelegt. Die Berechnungsart ersehen Sie aus Seite 43 und 44 des ersten Nachtrages zum Arbeiterrecht. Das Buch liegt in den öffentlichen Lesehallen aus. Gegen eine irrige Berechnung ist Berufung zulässig. Ob in Ihrem Fall die Rente zutreffend berechnet ist, Dem Tischler Gottlieb Tix zum vollendeten 60. Lebensjahr ein dreimal donnerndes Hoch! 25106 Die Licgnizer. Unserm Schwiegervater Herrn Gottlob Tix zu seinem 60. Geburtstage cin donnerndes Hoch, daß die ganze Simeonstraße wackelt! 25076 Hermann. Robert. Otto. Am Freitag, den 27. Februar, verschied nach kurzem Leiden mein lieber Mann, der Bodenleger Wilhelm Bernsee. Dies zeigt tiefbetrübt an Die trauernde Witwe nebst Sohn. Die Beerdigung findet Dienstag, 3. März. nachm. 3hr, von der Halle des Neuen LuisenKirchhofes aus statt. am 717L Socialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied der Bodenleger Wilhelm Bernsee am Freitag, den 28. Februar, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 3. März, nachm. 3 Uhr, von der Halle des neuen läßt sich ohne Einsicht in die Ihnen zugesandten Papiere und ohne Ihre münd- eine 20 Pfennigmarte, Lohntlasse III( Jahresarbeitsverdienst von mehr als liche Rüdsprache nicht sagen. A. B. 1. Ja. 2. Ja. 3. In 4 Jahren, 550-850) eine 24 Pfennigmarke, Lohnklasse IV( Jahresarbeitsverdienst von vom Ablauf des Jahres ab gerechnet, in dem zuletzt gemahnt oder ge- mehr als 850-1150) cine 30 Biennigmarke, Lohnklasse V( über 1150) cine pfändet war, verjähren Gerichtskosten in Preußen. O. 2. 77. Das 36 Pfennigmarke zu leben. Ueber die Berechnung des Jahresarbeitss Gericht wird voraussichtlich die Bildung des Vereins als Scheinmanöver er verdienstes vgl. Antwort unter 2. S. 22. Th. 2. 9. Ihre Schwester achten und Ihre Berufung verwerfen. 2. Das Gericht kann jeden als Ver- kann bei dem Vormundschaftsgericht den Antrag stellen, fie für großjährig teidiger zulassen, verpflichtet ist es, Rechtsanwälte als Berteidiger zuzulassen. zu erklären. Verweigert der Bater die Einwilligung zur Eheschließung auch 3. Das von Ihnen erwähnte Spiel ist stets ein Hazardspiel. F. D. Ja. nach erfolgter Großjährigkeitserklärung, so kann das Vormundschaftsgericht 3. G. 8. Lohnklasse I( Jahresarbeitsverdienst bis 350 M.) hat eine dann seine Einwilligung ergänzen. R. R. in N. 1. In fünf Jahren. 14 Pfennigmarke, Lohnklasse II( Jahresarbeitsverdienst von mehr als 350-550) 2. Das ist möglich, aber unwahrscheinlich. Orts- Krankenkasse das ahrräder Bierbrauer- Gewerbe zu Berlin. Fahrräder verfallene, einzig günstiger Fahrraderwerb Erstklassige Marfen: Brennabor, Adler, Opel, Dürkopp, Wanderer, Presto us. in großartiger Er haltung spottbillig, auch für Damen. Neue Fahrräder in vollkommenster Technik, hochelegant, unerreicht preiswert bei garantierter Solidität. 91/ 5* Fahrräder- Leihhaus Berlin C. Neue Schönhauser Str. 11. Gardinenfabrik Lager aus Plauen in Sachsen Bruno Güther, Berlin, 651L Luisen Kirchhofs am Fürsten 80 Grüner Weg 80, part. bruner Weg aus statt. 250/3 Der Vorstand. Turn- Verein ,, Fichte". Am 26. Februar verschied nach furzem schweren Leiden das Mitglied der 1. Damen- Abteilung Anna Lehmann. Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Auferstehungs- Friedhofes, NeuWeißensee, Weißenseer Beg, aus statt. am 25476 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Verband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsy. Deutschl. Verwaltungsstelle Berlin u. Umg. Todes- Anzeige. Die Beerdigung des am Eingang vom Flur( kein Laden). Verkaufe in meinem seit 33 Jahren bestehenden Special- Gardinengeschäft 800 bis 1000 Reste in Zwirn, Mul!, Tüll u. englische Gardinen für ein bis vier Fenster passend spottbillig. Neuheiten treffen täglich ein. Tuchstoffe Paletotstoffe spottbillig. 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Während seiner 12jährigen Thätigkeit erwarb er sich die größte Hochachtung im Verein; sein Andenten wird uns in ehrender Erinnerung bleiben. Statt besonderer Meldung! Freitag früh 10 Uhr verstarb meine liebe Frau, unsre gute Mutter Louise Neuhauss geb. Billhardt im 37. Lebensjahre nach kurzem, aber schwerem Krankenlager. Dies zeigen tiefbetrübt an Heinrich Neuhauss nebst Kindern. Beerdigung am Sonntagnachmittag 3 Uhr vom Trauerhause ( Friedenstraße 51) aus auf dem Friedhofe der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee. 25146 Danksagung. Für die zahlreichen Beweise der Teilnahme, die mir und meiner Familie anläßlich des Todes meines lieben Mannes, des Restaurateurs Friedrich Behrens, Choriner ftraße 7, entgegengebracht wurden, sage ich allen, besonders auch dem Socialdemokratischen Wahlverein des 6. Reichstags Wahlkreises meinen innigsten Dank. 2538b Berlin, den 27. Februar 1903. Witwe Lina Behrens. Dr. med. Schaper homöop. Arzt u. Spez.- Arzt f. Haut- u. Harnleiden, Frauenkrankheiten. 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Möge es regnen oder behördlicher Mißgriffe fei. Medizinalrat Dr. Leppmann gab Allgemeinen deutschen Musiker- Verband", fand am Freitag in schneien, in kurzer Zeit sind die Straßen gesäubert und wenn zu sein Gutachten dahin ab, daß er den Angeklagten nicht für geistes- Dräsels Festsälen statt, um gegen den Beschluß des Bundes= Winterszeiten in unsren Vororten noch der Droschkenschlitten" eine gesund erachten könne. Es sprechen, wie der Sachverständige des rate in der Militärfonkurrenz rage zu progewohnte Erscheinung ist, so ist dieses Gefährt in der Metropole so näheren darlegt, mindestens starke Momente dafür, daß der An- testieren. Der Präsident des Verbandes. Ernst Vogel, schilderic gut wie unbekannt. Daß es, um diese Firigkeit in der Reinigung geklagte zur Zeit der Abfassung der Broschüre sich in einem Zustande ausführlich, wie sich der Verband in den 30 Jahren seines Bestehens zu erreichen, eines gewaltigen und festorganisierten Apparates bedarf, anormaler Geistesverfassung befunden habe, der die freie Willens- wiederholt mit bescheidenen Petitionen an den Reichstag und den erscheint flar, wenn man erfährt, daß nicht weniger als rund bestimmung ausschloß. Medizinalrat Dr. Mittenzweig Bundesrat, an den Reichskanzler, den Kriegsminister und direkt au 10 000 000 Quadratmeter Straßengebiet von der Stadt ständig zu schließt sich diesem Gutachten dahin an, daß nach seiner wissenschaft den Kaiser gewandt hat, um die verderbliche Konkurrenz, die dic reinigen sind, von denen etwa 6 000 000 Quadratmeter täglich dieser lichen Ueberzeugung Herr v. Münch kein geistesgesunder Mensch und Militärkapellen den Civilmusikern bereiten, ein wenig einzudämmen. Procedur unterworfen werden. Die Straßen werden durchschnittlich schon lange trant sei. Der Angeklagte v. Münch verteidigte sich aber alle diese Bemühungen sind bis jetzt erfolglos geblieben. Gine dreimal wöchentlich ordnungsmäßig gesäubert; eine Anzahl wiederum energisch gegen die Zweifel an seiner geistigen Gesundheit, denen im Jahre 1900 an den Reichstag gesandte Petition wurde in der täglich einmal, andre dagegen ein oder zwei Mal die Woche, je nach die Sachverständigen Ausdruck gegeben, und suchte nachzuweisen, daß Betitions- Kommission hinsichtlich des ersten Punktes, die Aufhebung dem Charakter, der Lage oder dem Verkehr der Straße. Auch die die Broschüre nur die berechtigte Abwehr gegen eine ganze Reihe von der Fahrpreis- Vergünstigung der Militärkapellen, dem Bundesrat Beschaffenheit des Pflasters trägt wesentlich dazu bei, wie oft und Drangfalierungen sei, die ihm württembergische Gerichte und Be- zur Berücksichtigung, im übrigen zur Erwägung überwiesen und demin welcher Weise gereinigt wird. Bei Holz- und Asphaltpflaster ist hörden fortgesetzt widerrechtlich bereitet haben. Staatsantvalt entsprechend beschloß auch das Plenum des Reichstages in der der Kot möglichst bald und forgfältig entfernen, schaftsrat Schmidt stimmte dem Gutachten dahin bei, daß be- Sigung vom 6. Juni 1902. Der Bundesrat aber entschied, daß Sand und Kies zu streuen, Asphalt mit Wasser reich- rechtigte Zweifel an der zurechnungsfähigkeit des Angeklagten zur der Petition reine Folge zugeben fci Wie drückend Lich zu begießen und mit Gummischrubbern abzuziehen, Zeit der That vorhanden seien. Er beantragte in subjektiver Be diese stonkurrenz der Militärkapellen wirkt, das zeigt eine in Dortweil sonst das Pflaster glatt und der Gang der Pferde ziehung die Freisprechung des Angeklagten auf Grund mund aufgenommene Statistit. In dieser Stadt von 150 000 Gin unsicher wird. Das zur Bewältigung dieser Arbeit benötigte Personal des§ 51 St.-G.-B., in objektiver Beziehung die Vernichtung wohnern, die keine Garnisonstadt ist, konzertierten im Jahre 1902 besteht aus einem Direktor, einem Inspektor, neun Oberauffehern, der beschlagnahmten Broschüre und Unbrauchbarmachung der Platten insgesamt 41 Militärkapellen an 160 Tagen. Sie zählten zusammen von denen einer die Funktionen des Depotverwalters versieht, einem und Formen. Der Angeklagte verlangte, nicht auf Grund des 4452 Mann und ihr Verdienst belief sich auf 33 721 M. Daß solche Oberaufseher im inneren Dienst und 29 Aufsehern. Das Arbeits-§ 51 freigesprochen zu werden, sondern auf Grund des§ 193 und Ueberschwemmung mit Militärmusit dem Civilmusiker die Griſtenz personal ist zusammengesetzt aus 112 Vorarbeitern, 493 Arbeitern weil die Wahrheit der von ihm behaupteten Thatsachen bewiesen unmöglich machen muß, ist selbstverständlich. Der vom Staat be I. Lohnklasse, 493 Arbeitern II. 2ohuklasse, 70 Arbeitern III. Lohn- sei. Er suchte dies nochmals in umfangreichen Ausführungen dar- foldete und erhaltene Militärmusiter kann ein Engagement m Klasse und 358 Arbeitsburschen, insgesamt besteht es aus zulegen. Der Gerichtshof erkannte nach dem Antrage des 20-50 Bros. billiger annehmen als der Civilmusiker, der sich und 1567 Köpfen. Ein Vergleich der Kopfzahl der ständigen Arbeiter Staatsanwalts. feine Familie selbständig erhalten soll. Dazu tommt die Vorliebe mit der zu reinigenden Fläche ergiebt, daß auf jeden Stopf eines großen Teils des Publikums für das bunte Tuch. Der Rednec 6442 Quadratmeter Straßengebiet, 3896 Quadratmeter Fahrdamm wie3 mehrere Plafate zu Militärkonzerten vor, die mit ihren bunten fläche und von der täglich zu reinigenden Straßenfläche 3754 Quadrat Bildern mehr für eine Cirkusvorstellung als für ein Stonzert geeignet fläche und von der täglich zu reinigenden Straßenfläche 3754 Quadrat erscheinen. Zum Schluß empfahl der Redner eine Resolution, e meter entfallen. Im Hauptdepot sind außerdem noch drei Flickbereits in mehreren Städten Deutschlands angenomen worden is schneider, zwei Zimmerleute, ein Anstreicher und ein Arbeiter thätig und worin die Versammlung ihre Verwunderung darüber ausspricht, Die Oberauffeher haben ein Anfangsgehalt von 2400 M., steigend in 18 Jahren bis 3300 M.; die Aufseher fangen mit 1500 M. an daß der Bundesrat die bescheidenen Wünsche des Musiier- Verbandes und enden nach 20 Jahren mit 2200 M. Neben freier Dienst 28. Februar legte der Verteidiger der Angeklagten, Rechtsanwalt verlangt wird, daß die schrankenlose Konkurrenz der Militärmusiker In der Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht II am abschlägig beschieden hat, dies aufs tiefste bedauert und von neuem bekleidung wird ihnen für die Ausübung ftraßenpolizeilicher Seine, dar, daß nach den neueren Entscheidungen des Stammer- abgestellt wird. Funktionen eine jährliche Zulage von 180 W7. gewährt. gerichts die Zusammenfunft teine Versammlung" gewesen sei; es Der Arbeitslohn beträgt für die ältere Hälfte der Vorarbeiter hätte sich nämlich nur um eine Besprechung von etiva 20 Arbeitern 4,25 M., die jüngere Hälfte der Vorarbeiter 4 M., die Arbeiter der einer bestimmten Werkstatt unter einander und mit dem von ihnen I. Lohntlasse 3,75 W., die Arbeiter der II. Lohnklasse 3,50 W., die 70 Arbeiter der III. Lohntlasse 3 M., die Arbeitsburschen zur Hälfte eigens dazu berufenen Angeklagten Zander gehandelt. Solche 70 Arbeiter der III. Lohntlasse 3 M., die Arbeitsburschen zur Hälfte privaten Zusammenfünfte seien nicht als Versammlungen im Sinne 2 M., die jüngere Hälfte 1,75 M. Die Handwerker im Hauptgerätedepot werden wie die Vorsprochenen Angelegenheiten öffentliche, denn sie hätten lediglich die des Vereinsgefezes anzusehen, ebensowenig seien die dort bearbeiter mit 4,25. bezahlt. Die Plazaufseher auf den öffentlichen Verhältnisse in der Klemmeschen Werkstatt betroffen. Ab- und Einladeplägen, die aus den Arbeitern der Straßenreinigung Der Amtsanwalt beantragte gegen jeden der Angeklagten 15 M. entnommen werden, beziehen täglich 4,75 M. Lohn. Der Lohnfaz der Arbeiter auf diesen Plägen ist inzwischen auf 4 M. erhöht worden. bemerken: Ueber den Begriff I., II. und III. Lohuklasse ist folgendes zu Alle Arbeiter, die neu eingestellt werden, erhalten zunächst einen Tagelohn von 3 M. Die Zahl dieser Arbeiter beträgt aber nur 70 Stöpfe, fie rüden meist noch innerhalb des ersten Dienstjahres in die höhere Lohnstufe auf. Sämtliche Arbeiter der städtischen Straßenreinigung erhalten freie Dienstkleidung, ebenso wird ihnen auch das Arbeitsgerät von der Verwaltung gestellt. Der Tagelohn wird 14tägig gezahlt und auch für Sonn- und Festtage nicht gekürzt, gleichgültig, ob an diesen Tagen voll gearbeitet wird oder nicht. Was ist eine Versammlung? Der Schlosser Julius 3 ander, Vertrauensmann des Metallarbeiter- Verbandes in Stegliß, und der Restaurateur Grube dort waren wegen einer nicht an gemeldeten Versammlung, in der öffentliche Angelegenheiten beraten worden wären, angeflagt; Zander sollte als Redner, Grube als Inhaber des Lokals bestraft werden. " Geldstrafe. Das Gericht schloß sich den Ausführungen der Verteidigung an und sprach die Angeklagten frei. zur -1 Central Verbandes der Civilmusiker, ein. Für ein schärferes Vorgehen trat Hoch, der Vertreter de stellie radikalere Forderungen als der Referent, wies besonders auch darauf hin, wie notwendig es für die Musiker ist, daß sie ihre politischen Rechte in verständiger Weise ausnüßen, wenn sie in Staat und empfahl die unten abgedrudte Resolution. In der weiteren und Gemeinde die Anerkennung ihrer Forderungen erzwingen wollen, Diskussion sprach der Reichstags- Abgeordnete kopsch. Er warnte vor Hineinziehung der Politik in die Diskussion und meinte, daß die Frage gar nichts mit der Politit zu thun habe. Dann erflärte der Redner, der seiner Zeit im Reichstag für die sollte ut Beit des Gtreits an den Stanalarbeiten an der Kaiser Freund der Musiker für ihre Wünsche eintreten werde. Demgegen Streifpostenverfolgungen. Der Maurer Christian Bütsa Petition der Musiker gesprochen hat, daß er auch in Zukunft als ein Wilhelm- Brücke cine Straßenpolizei- Kontravention begangen haben, über führte der Reichstags- Abgeordnete Ledebour wegen deren gegen ihn ein Strafbefehl in Höhe von 30 t. erlassen aus, daß die Frage der Militärmusiker- Konkurrenz gerade eine worden war. In der auf seinen Widerspruch anberaumten Gerichts- wirtschaftspolitische sei, deren Lösung wesentlich von der verhandlung bei dem Schöffengericht, Abteilung 144, zu Berlin am Stellung der Parteien abhänge. Die laue Stellungnahme der 27. Februar bekundete der Schuhmann Krysat, er habe den An- Petitions- Kommission ist lediglich dem Umstand zuzuschreiben, daß geklagten zuerst auf einer Seite des Bürgersteiges der Brüde stehen dort die reaktionären Parteien die Mehrheit bilden. Die Socialsehen und ihn aufgefordert, weiter zu gehen. Der Angeklagte habe demokraten wollten selbstverstädlich die ganze Petition zur Beriddies gethan, jei aber nach kurzer Zeit zurückgekommen und sei auf sichtigung überweisen. Die Herren, die den Militarismus befördern, der andren Seite der Brücke hin- und hergegangen, habe auch furze haben eben auch nichts gegen das Fortwuchern der Konkurrenz der Militärmusik einzuwenden. Die Musiker aber haben auch noch in Die regelmäßige Arbeitszeit beginnt nachts um 12 1hr und Beit auf dem für Fahrverkehr gesperrten Fahrweg der Brüde ge andrer Hinsicht ein sehr großes Interesse an einer freiheitlichen EntEr habe den Angeklagten endigt gegen 8 Uhr morgens, einschließlich einer halbstündigen Eßpause. standen. Darauf habe er ihn sistiert. Die Mannschaft, die am Tage arbeitet, hat Dienst von morgens 7 Uhr nur aufgefordert, wegzugehen, weil er ihn mit andren Leuten dort widelung unsrer politischen Verhältnisse, denn nur in einem freien bis abends 7 Uhr, auf Frühstück, Mittag und Vesper entfallen drei habe sprechen sehen und weil er ihn deshalb für einen Streifposten Lande kann echte Kunst gedeihen. Der Redner sprach sich im übrigen Stunden, so daß hier die wirkliche Arbeitszeit neun Stunden beträgt. gehalten habe, er habe fich für berechtigt gefühlt, alle Streitposten für ein bollständiges Verbot des Konzertierens der Militärkapellen Die Leute werden in allgemeinen gleichmäßig zum Tages- und dort wegzuweisen. Was der Angeklagte mit den Leuten gesprochen aus. Die Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Bei der Abstimmung über die Resolutionen wurde die des Nachtdienst herangezogen. Für die Sommermonate ist eine Ein- habe, und ob es sich überhaupt auf den Streit bezogen habe, ja, ob richtung getroffen, die den Arbeitern einen dienfifreien Tag in der Der Angeklagte gab an, daß er beim Arbeitsuchen mi andren Die folgende von dem Vertreter des Central- Verbandes eingebrachte richtung getroffen, die den Arbeitern einen dienstfreien Tag in der diese Leute überhaupt Arbeitswillige gewesen wären, wisse er nicht. Allgemeinen deutschen Musiker- Verbandes abgelehnt, dagegen Woche bieten soll, derart daß sie von beendeter Arbeit am Sonntag Stollegen an diese Stelle gekommen sei, daß einer von ihnen nach der mit großer Mehrheit angenommen: morgen bis Montagnacht vollkommen frei haben, ohne Lohn einzu- Bedürfnisanstalt am Dom gegangen wäre und ihn etwas lange Die öffentliche Civilmusiker Versammlung protestiert ganz büßen. Um dies zu ermöglichen, wird Montags die sonst täglich zu hätte warten lassen, worauf er den andren gesagt hätte, es dauere entschieden gegen die Ablehnung der im Oktober 1900 an den ReichsLeistende Arbeit auf das notwendigste Maß eingeschränkt. Ein ordnungsmäßiger Wechsel in der Verteilung der täglichen ihm zu lange, er müßte jezt gehen. Der Amtsanwalt beantragte, tag abgesandten Petition des Allgemeinen deutschen Musiker- Verdie Geldstrafe aufrecht zu erhalten. bandes durch den Bundesrat. In Erwägung, daß infolge der Arbeiten giebt die Gewähr, daß jeder Arbeiter in der Reihe in den Der Verteidiger, Rechtsanwalt Heine, führte aus, daß nach Ablehnung der äußerst geringen Forderungen der Betition eine ernste Genuß des dienstfreien Tages tommen muß. Hiernach läßt sich schon den eignen Angaben des Schuhmanns die Aufforderung überhaupt Silfe für den deutschen Musikerſtand von dem gegenwärtigen Reichsdurch die Arbeiter ſelbſt leicht kontrollieren, ob alle Dienstleistungen nicht im Verkehrsinteresse erlassen sei, auch nicht im Interesse des tag nicht zu erwarten ist, in fernerer Erwägung, daß die Ablehnung auch regelmäßig und der Reihe nach auf sämtliche Arbeiter ver- Schutzes der Ruhe und Ordnung, sondern daß sie lediglich auf dem der Petition nur möglich sein konnte infolge der Unkenntnis des Gewisse besonders schwere Arbeiten, denen alte schwächliche Leute irrigen Glauben beruhte, die Polizei hätte das Recht, Leute, die sie Bundesrats fotie des Reichstags über die Verhältnisse des deutschen Musikerstandes, fordert die Versammlung die Reichsregierung auf, nicht mehr recht gewachsen find, z. B. das Baggern der Sentgruben für Streifposten hielte, aus einem bestimmten Rayon gänzlid, weg bald eine Enquete über die socialen Verhältnisse der Mujiler zu ber suiveifen. und Gullies, werden mehr auf die jüngere Mannschaft verteilt, was Das Gericht trat dieser Auffassung bei und erkannte auf auftalten. Die Versammlung hält es für unbedingt notwendig, daß von dieser in fameradschaftlicher Art auch gern hingenommen wird. die civilmusit geschäftliche Thätigkeit des Militärmusikers im Freisprechung. Weiter wird den Arbeitern nach zehnjähriger Dienstthätigkeit ein Interesse des gesamten Musikerstandes zu seiner Erhaltung und zur Ruhegeld und eine Hinterbliebenen- Bersorgung derart gewährt, daß Ein roher Patron stand am Sonnabend in der Person des Bermeidung weiterer Verkümmerung vollständig untersagt wird. nach diesem Zeitraum 150 des Einkommens und für jedes weitere Obermeisters Ringenbach von der Fabrik Berliner um den Forderungen der Civilmusiker als solche sind noch z Jahr 10 mehr berechnet wird. Außer diesen Bezügen, die den Bleiche" in Niederschöneweide wegen schwerer Körperscrivähnen: gänzliches Verbot der musit- geschäftlichen Thätigkeit der Arbeitern andrer städtischer Betriebe auch zustehen, ist für die Straßen- berlegung auf der Anklagebant der fünften Straffammer des Staats- und Kommunalbeamten, Regelung des Lehrlingswesens und reiniger seitens der Stadtverordneten eine besondere Ausnahme- Landgerichts II. Mitangeklagt war der von ihm verletzte Arbeiter Anwendung der Socialgesetzgebung auf den Musikerstand Bestimmung getroffen, die folgendermaßen Tautet: Schilde. Der Anklage lag folgender Vorfall zu Grunde: Am Nachdruck zu geben, erklärt die Versammlung: Es ist Pflicht jedes deutschen Musikers, seine Stimme mit den Stimmen des Voltes in die Wagschale zu werfen, sich an den politischen Wahlen zu beteiligen rnd bei den Reichstags-, Landtags- und Kommunalwahlen nur dem Abgeordncten seine Stimme zu geben, der sich verpflichtet, obige Fordcngen mit aller Kraft zur Durchführung zu bringen." teilt werden. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß die ständigen Arbeiter zwei Garnituren Dienstkleider besigen, von denen die eine als Sonntagsanzug gilt. Die Gesamtausgaben für die Berliner Reinigung stellen fich für 1901/02 auf rund 4 Millionen Mark. Gerichts- Zeitung. F Dic Resolution soll dem Bundesrat zugestellt werden. mehr Den am 1. April 1901 im Dienste der Stadt befindlichen 15. Juli v. 3. forderte der Arbeiter Schilde von dem Obermeister Straßenreinigungsarbeitern, welche innerhalb der nächsten zehn Jahre Ringenbach seine Entlassung, welche ihm dieser aber erst nach Verdienstunfähig werden, sind die ihnen nach den bisher gültig gewesenen lauf von etwa einer Stunde gab. Mißmutig durch das lange Warten Grundfäßen gegenüber dem vorliegenden Gemeindebeschluß etwa zu- machte Schilde dem Obermeister gegenüber einige verdrießliche Beftehenden Mehrbezüge neben ihrem Ruhegelde noch im Wege der merkungen, die zu einem ziemlich heftigen Wortwechsel zwischen besonderen Unterstützung zu gewähren. beiben führten. Im Berlauf desselben vergaß sich der Arbeiter so weit, dem Meister einen kleinen Stoß zu verfeßen, welchen dieser nun derartig erwiderte, daß der Arbeiter rücklings hinfiel, dabei mit dem Stopf auf die Fliesen schlug und mit einem Schädelbruch besinnungslos liegen blieb. Hierauf entfernte fich der Meister, kehrte aber gleich darauf wieder zurück, Iniete auf den Daliegenden nieder und schlug dann in wilder Wut auf diesen los, um, wie er sagte, feine Autorität den andren Arbeitern gegenüber zu beweisen. Der Uns mensch mighandelte sein wehrloses Opfer in so brutaler Weise, daß Der ehemalige Reichstags- Abgeordnete Rittergutsbesitzer Oskar nach Aussage eines Zeugen dessen Gesicht aussah wie ein rohes Freiherr v. Münch stand gestern vor der neunten Straffammer des Stücke Fleisch". Landgerichts I, um sich wegen Beleidigung des königl. württem- Schädelbruch eine Verlegung des Glasförpers am linken Auge, durch bergischen Staatsministers v. Pischeck, des Medizinalrats welche die Sehschärfe vermindert ist, ferner starte blutunterlaufene Dr. Diet, des Oberamtmanns Stieferhofer und andrer, Gesichtsschwellungen und eine Anzahl kleiner Wunden. Schilde selbst Dem württembergischen Ministerium des Innern unterstellten Be- giebt an, daß er gegenwärtig noch sehr kopfschwach ist und teilweise amten und Behörden zu verantworten. Den Vorsiz führte Land- sein Augenlicht eingebüßt habe. Seine damalige Erregung dem gerichtsrat Kämpfe, die Anklage vertrat Staatsanwaltschaftsrat Meister gegenüber führt er auf eine erst kurz vorher beendete StrantSchmidt. Der Verhandlung wohnten als psychiatrische Sachverheit zurück. Nachdem der Obermeister dann endlich seine Wut gestillt ständige die Medizinalräte Dr. Leppmann und Dr. Mitten hatte, schrie er den Mißhandelten wie besessen an: Raus aus der a weig bei, die sich über den Geisteszustand des Angeklagten äußern abrit, raus mit dem Kerl!" Dieser erhob sich schließlich, taumelte Besollten. In diefer Straffache hat am 4. November v. J. schon dann nach einem Waschbecken und wusch sich das Blut ab. cinmal Termin angestanden. Der Verlauf desselben hat dem An- merkenswert ist, daß von den zahlreichen Arbeitern jener Fabrik auch geklagten Veranlassung zu einer Beschwerde über die Richter gegeben nicht ein einziger den Mut fand, ihrem mißhandelten Kollegen beiDas Urteil lautete für Mingenbach auf 200 M. und und als das Kammergericht diese Beschwerde zurücwies, erhob er aufpringen. wieder Beschwerde über das Kammergericht. Er hat sich auch mit für Schilde auf 30 M. Geldstrafe event. für je 5 M. einen Tag Eingaben an den Präsidenten des Landgerichts I und an den Justiz- Gefängnis. In der Begründung hob der Vorsitzende hervor, daß minister gewandt und darin zum Ausdruck gebracht, daß nicht dem bei dem Obermeister nur bis zu einem gewissen Grade Notwehr in Swinemde. 749 N23 Gefeße gemäß verfahren würde. Vor Eintritt in die gestrige Ber- Betracht kommen fönne, die brutale Mißhandlung des wehrlosen Hamburg handlung stellte der Angeflagte den Antrag, die beiden psychiatrischen Arbeiters charakterisiere sich als eine überaus rohe Handlungsweise. Berlin Sachverständigen abzulehnen, dem Anfrage wurde aber vom Doch auch der Arbeiter Schilde habe bestraft werden müssen, weil Gerichtshofe nicht stattgegeben. Unter dem 30. Januar 1902 ber- er feinem Borgesetzten zuerst einen Stoß gab. In Anbetracht der öffentlichte Frhr. v. Münch, der jetzt in Schöneberg wohnt, unter ihm erwachsenen törperlichen Nachteile aber sei die Strafe nur niedrig em Titel" Württembergische Rechtspflege und bemessen worden. Verwaltung" eine Broschüre, die den Gegenstand der jetzigen Der socialdemokratische Wahlverein für Schöneberg hielt am Dienstag eine Mitglieder- Versammlung in Obst's Festsälen ab. Der Trofe Gaal var bis auf den letzten Plaß gefüllt, und nahmen die rfchienenen den Vortrag des Genossen Zubeil mit Beifall entgegen. Derselbe sprach über die bevorstehenden Reichstagswahlen. But Agitation für dieselben wurde ein Wahlkomitee, aus 9 Personen besichend, gewählt. In dieser, auch von zahlreichen Frauen besuchten Bersammlung, wurden 79 Neu- Aufnahmen vollzogen. Ein ärztliches Attest konstatierte außer dem Arbeiter Samariterkolonne( gegründet 1888). Montag, den März 1903, abends 9 Uhr, in der Centrale, Dresdenerstr. 45: Vortrag über Transport Verunglückter und Erkrankter. Nach dem Vortrage praktische uebungen. Neue Teilnehmer werden stets aufgenommen. Sonntag, den 8. März, vormittags pünktlich 10 Uhr: Besichtigung des Pathologischen Museums in der Charité( Eingang Merander- lifer) für sämtliche Mitglieder. Sonnabend, den 14. März, 15. Stiftungsfest in den gesamten Räumen von Frankes Festfälen, Sebastianstr. 39. Näheres Annonce am 8. März. Witterungsübersicht vom 28. Februar 1903, morgens 8 1hr. Stationen Frantj./M. Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter 2Regen 749 WSW 2Regen 751 53 4woltig 754 S Temp. n. C. 5°.= 4º R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. oto 748 23 752S 2Schnee 1 4 moltig 6 66ebedt 11 5 Haparanda 742 Stil Nebel-3 5 Petersburg 751 S 10 Cort 6 wolkig 11 Aberdeen 760 523 1 bededt 6 Paris 762 D 1woltig Wetter Prognose für Sonntag, den 1. März 1903. Kühler, zeitweise heiter aber noch veränderlich mit geringen Niederfchlägen und ziemlich frischen westlichen Winden. München Wien Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 1. März. Freie Volksbühne. Metropol= Theater. 13. u. 14. Abteilung. Der Eindringling. Der Kammerfänger. Litteratur. Anf. 23, Uhr. Lessing Theater. 6./7. Abt.: Dämmerung. Anf. 2% Uhr. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Der Troubadour. Javotte. 0 Montag: Die weiße Dame. Slavische Brautwerbung. Schauspielhaus. Die Journalisten. Montag: Die Gerechtigkeit. Nenes Opern Theater. Acosta. Uriel Deutsches. Monna Banna. Nachmittags 2, Uhr: Es lebe das Leben. Montag: Monna Banna. Berliner. Alt- Heidelberg. Montag: Dieselbe Vorstellung. Leffing. Der blinde Passagier. Montag: Dieselbe Borstellung. Neues. Die Lokalbahn. Nachmittags 3 Uhr: Ledige Leute. Montag: Die Lokalbahn. Residenz. Lutti.( Loute.) Nachm. 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Montag: Lutti. Westen. Die Sparmamsell. Nachm. 3 Uhr: Der Troubadour. Montag: Chopin- Abend von Miß Isadora Duncan. Central. Gräfin Bepi. Nachmittags 3 Uhr: Der schöne Rigo. Montag: Gräfin Bepi. Thalia. Der Camelienonkel. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Heimat. Das Land Tirol. Schauspiel in 4 ften von Hermann Montag: Dieselbe Vorstellung. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Castans Panoptikum Friedrichstr. 165. Neu!! ,, Der künstliche Sudermann. Sonntagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Lustspiel in 4 Aften von Ad. L'Arronge. Montagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Dienstagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Renaissance. Lustspiel in 3 Akten von Franz v. Schönthan u. Franz Stoppel- Elfeld. Sonntagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Neue Freie Volksbühne. Montag, den 2. März d. J., abends 8 Uhr, im Kaisersaal bei Buggenhagen am Morikplatz: Künstler- Konzert Lustspiel in 3 Aften v. D. Blumenthal. von Anton Hekking( Bioloncello), Arthur Schnabel( Klavier), Montagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Dienstagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Se Mer Kinsite Mensch Trianon- Theater. Cirkus Schumann Sensationelle Neuheit!! Intern. Reise- Theater, Bildercycl. ,, Venedig" m. Vortr. Berliner Bilderbogen! Georgenstraße, zwischen Friedrich- u.Universitätsstraße. Die Notbrücke. Der Untergang Berlins durch Die den Mont Pelé. Die schöne Tätowierte Miss Karri. 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Abends das phänomenale RiesenProgramm sowie Jouny Fitzsimmons Bernhard Rose- Theater Die lustigen Heidelberger austral. Preisboxers Jack Lewis. Bernhard Marx, Humorist. Marie Werder, Soubrette. Nachmittags 3, Uhr: Charleys AGA die schwebende JungMontag: Der Camelienonkel. Belle- Alliance. Er. Hierauf: Die Dame aus Trouville. Nachmittags 3 Uhr: Stean. Montag, Er. Hierauf: Die Dame aus Trouville. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Wohlthätige Frauen. # Nachmittags 3 Uhr: Heimat. Montag: Wohlthätige Frauen. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Das zweite Gesicht." frau, prolongiert. 14 neue erstklassige Nummern. Buntes Theater. Köpnickerstrasse 68. 3 Uhr bei kleinen Preisen ( Parkett 1,10 M.): JUGEND. 8 Uhr: Winterschlaf. Vorher: Wer ist schuldig? Montag, den 2. März: Nachmittags 3 Uhr: Renaiſſance. Ensemble- Gastspiel des Theaters Montag: Das zweite Gesicht. Carl Weiß. Berliner Rangen. Nachmittags 3 Uhr: Das Schloß am Meer. Montag: Berliner Rangen. Der Postillon von Lonjumeau. Komische Oper in 3 Akten von Adolf Adam. Buntes. Binterschlaf. Wer ist schuldig? Belle- Alliance- Theater. Nachmittags 3 Uhr: Jugend. Montag: Der Postillon von Lon- Nachmittags 3 Uhr, bei kleinen Preisen: jumeau. Luisen. Dtto der Faule. Nachmittags 3 Uhr: Der Hüttenbesizer. Montag: Die Cameliendame. Kleines. Nachtashl. Nachmittags 3 Uhr: Don Carlos auf der Schmiere. Montag: Nachtasy!. Trianon. Die Notbrüde. Nachmittags 3 Uhr: Die Liebesschaufel. Montag: Die Rotbrüde. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Montag: Dieselbe Vorstellung. Casino. Berliner Herzen. Nachmittags 4 Uhr: Ein Sohn des Volkes. Apollo. Specialitäter. Frau Luna. 72 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Lysistrata. Wintergarten. Specialitäten. Kean. Abends 72 Uhr: " Er Drama in einem Aufzuge. Hierauf: Die Dame aus Trouville. Metropol- Theater. Badstraße 58. Sonntag, den 1. März 1903: Ein ehrlicher Makler. Volksstück mit Gesang in 4 Akten von Leon Treptow. Anfang 62 Uhr. Nach der Tanz. Vorstellung: Stadt- Theater. Alt- Moabit 47/49. Das Mädel ohne Geld. Posse mit Gesang in sechs Bildern F. Berg und Ed. Jacobson. Uhr. aus Humoristische Bilder modernen Studentenleben. Neu! Im 2. Akt der gestörte Ausflug der Studenten durch einen wolkenbruchartigen Regen. anssouci. Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanz- Kränzchen. Lott ist dot. Alfred Wittenberg( Bioline). Gästekarten a 50 Pf. find an der Abendkasse zu haben. Der Vorstand. J. A.: Heinrich Neft, Stassierer. Neues Konzerthaus 150/6 Am Alexanderplatz im Grand Hôtel Täglich: Grosses Elite- Konzert. ( Außer Montag und Sonnabend) Anfang 8 Uhr,( Sonntags 5%, Uhr). Vereine und Gesellschaften erhalten Säle zu Festlichkeiten und Albert Mörner. [ 4892*] Versammlungen gratis. Germania- Prachtsäle. Chauffeeftr. 103. Arnold Scholz. Chauffeestr. 103. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Hamburger Sänger. Direktion: Otto Steidl und Wilh. Wolff. Stets wechselndes Programm. 2152 Eintritt 50 Pf. 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Diskussion. 238/2 Für Frauen ist für das gewünschte„ Segment" gesorgt. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Zweigverein Berlin. alet, Loppe Mittwoch, den 4. März, abends 8 Uhr, in Kellers Festfälen, Koppen- Straße 29: General- Versammlung aller zum Lohngebiete Berlin und Umgegend gehörigen Verbands- Zahlstellen. 1. Geschäftsbericht und Abrechines Drnung: 2. Beschlußfäſſung über die Verlängerung Tages- Ordnung: vom Jahre 1902. des Vertrages. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Mitglieder. Verbandsbuch legitimiert ohne dasselbe kein Eintritt. 136/12 Die Verbandsleitung. J. A.: Karl Panser. f. d. 4. Berl. Reichst.- Wahlkreis( 6sten). Berliner Konsumverein. Dienstag, 3. März, abends 81, Uhr, Gr. Frankfurterstraße 117: Versammlung. Tages- Ordnung 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil. 2. Dis fusion. 3. Berhiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht 242/10 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 3. März, abends 8½ Uhr: Versammlung im Moabiter Kasino, Wilsnackerstr. 63. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Kaliski über: Demolierter Liberalis: mus. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste, auch Damen haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 3. März 1903, abends 8 Uhr, im Lokal von Keller, Koppenstr. 29: Versammlung Central- Verwaltung: Krautstr. 7. Abteilung I, Luisenstadt. Michaelkirchplab 4. Abteilung II, Often. Krautstraße 7. Zorndorferstraße 59. Liebigstraße 7. Eintrittsgeld 20 Pf. Verkaufsstellen: Abteilung III, Moabit. Rostockerstraße 21. Havelbergerstraße 6. Emdenerstraße 45. Abteilung IV, Rummelsburg. Türrschmidtstraße 6. Abteilung V, Lichtenberg. Frankfurter Chaussee 48/49. Mainzerstraße 4. Abteilung VI, Stralau. Stralauer Alec 17f. Geschäftsanteil 10 Mark. Rummelsburg. Mittwoch, den 4. März 1903, abends 8%, Uhr, im Lokal des Herrn Weigel, Türrschmidtstraße 45: Mitglieder- Versammlung. 012 I 106/1 Tagesordnung: 1. Vortrag:" Die Organisation des Konsums."( Unser Lieferantensystem.) Referent: Reichs tags- Abgeordneter Peus. Diskussion. 2. Wahl eines Schriftführers. Nur Mitglieder haben Zutritt. Mitgliedsbuch oder Karte legitimiert. Lackierer. Dienstag, den 3. März, abends 8 Uhr: Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- fer 15, Saal III. Tages- Ordnung: Recitationen aus„ Nathan der Weise". 2. Anträge der Ortsverwaltung. 1. Bortrag des Herrn Dr. Max Alberty über G. E. Lessing mit 3. Verschiedenes. 107/4 Die Ortsverwaltung. Zahlreichen Besuch erwartet der Rohrleger und Helfer. Musikinstrumenten- Arbeiter. Tages- Ordnung: 1. Der letzte Streit der Rohrleger und Helfer bei der Firma Schuppmann, die Verhandlungen vor dem Einigungsamt und wie führen wir unsern Tarif durch? Referent Stollege Wiesenthal. 2. Diskussion. Alle Rohrleger und Helfer müssen in dieser Versammlung erscheinen. 112/14 Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Maßschneider der Luisenstadt. Fachverein. Montag, den 2. März, abends 82 Uhr, bei Graumann, Naunyn Straße Nr. 27: Werkstatt- Delegierten- Versammlung. Dienstag, den 3. März, abends 8%, Uhr, in Feuersteins Festfäle, Werkstatt vertreten ist. Alte Jakobstraße 75: Oeffentliche Verfammlung. Tages Drdnung: 1. Die nengegründete Vereinigung der kaufmännischen Geschäfte im beiter? Referent Rollege Ritter. 2. Diskussion. Kampie gegen den unlauteren Wettbewerb und wie bezahlen sie ihre Ar 162/9 Die Kollegen nachstehender Firmen: Heitinger, Zobel, Schulmeister, Perleberg, Vandsburger, Lindenbaum, Leinweber, Baer Sohn, Basedow, S. Böhm, Grätz, Lewinsky, Schendel, Schallamach und Stier sind zu dieser Bersammlung besonders eingeladen und werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. Steinarbeiter! Dienstag, den 3. März, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27e: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: Tages- Ordnung: 1. Bortrag über: Unfre Aufgaben im Jahre 1903. 2. Diskussion. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, dafür zu sorgen, daß jede Sonntag, den 22. März: Urania- Vorstellung. Sur Aufführung gelangt:„ Die deutsche Ostseeküste". Billets sind in den Zahlstellen bei Grundmann, Naunynstr. 78; bei Schwarzer, Frankfurter Allee 99, und bei Krusemark, Rigdorf, Jägerstr. 67, sowie bei den Vorstands- Mitgliedern zu haben. 145/12 Der Vorstand. Centralverband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin). Sonntag, den 1. März, nachm. 5 Uhr, bei Voigt, Nitterstr. 75: Versammlung. Zages Drdnung: Vortrag des Herrn Gewerberats Dr. Werner v. Hefter über: Saug- und Generator- Gasanlagen". Weitere Beschlußfassung betreffs des Ablehnungsbeschlusses des Centralverbandes. Der Vorstand. Die Abteilungsleitung. Montagabend 10 Uhr, Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: Versammlung. Tages- Ordnung: Was lehren uns die letzten drek Bersammlungen vom Centralverband und deren Angriffe? Referent: Kollege Wesch c. 2533b Gäste willkommen. UNVERGLEICHLICH füllkräftig und haltbar sind GUSTAV LUSTIGS echt chinesische MANDARINMONOPOLDAUNEN gesel. geschütt das Bid. W. 2.85. Daunen, wie alle inländischen garantirt neu, 3-4 Bfd.zu großem Oberbett ausreichend. Viele Anerfennungen. Verpackg.umjonst. Versand nur allein von der ersten Bettfebernfabrit m.elektr.Betrieb. GUSTAV LUSTIG.BERLIN S.PRINZENSTR.46. Wichtig für Dreher! Praktische Anleitung für Dreher in der Berechnung der Wechselräder. In dem Buch erklärt ein Fach mann kurz und für jedermann verständlich die Berechnung der Wechselräder.( In einigen Stunden zu er lernen.) 24066 Preis nur 1.50 Mark. Zu beziehen d. Verlagsbuchhandlung Joh. Ellguth in Rath- Düsseldorf. S. Lelbiger Thusouvenfund Landsbergerstr. 40 Ecke Lehmannstr. Herrenstiefel Zug, Schnür u. 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Die Stollegen werden darauf aufmerksam gemacht, daß die ibliothek sich im Bureau Rosenthalerstr. 57 befindet und der Umtausch r Bücher alle Freitagabend von 7-8 Uhr stattfindet. 133/7 Tages- Ordnung: 79/8 1. Berichterstattung des Kollegen Surtow sth über Bauarbeiterschuß. 2. Wahl von Delegierten zum Bauarbeiterschutz- Kongreß. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Die Obleute. Stock- und Celluloid- Arbeiter. Montag, 2. März, bet Bareinz, Brückenstr. 7: Kommissionssitung. Mittwoch, 4. März, bei Bareinz, Brüdenstr. 7: Vertrauensmännerfikung. Achtung! Achtung! Arbeiter- Radfahrer Charlottenburgs! Maler u. Anftreicher Radfahrer- Verfammlung. Donnerstag, den 5. März, im Volkshaus, Rosinenstraße Nr. 3: Berlins und der Vororte. Oeffentliche Tages- Ordnung: 1. Die Arbeiter- Radfahrer und die kommenden Reichstagswahlen. Zahlreiches Erscheinen erwartet 11/13 Dienstag, den 3. März 1903, abends 8 Uhr: Referent: Gaida- Rigdorf. 2. Wahl des Vertrauensmannes. 3. Berschiedenes. Große Versammlung Der Einberufer. Isolierer u. Rohrumhüller. Dragonerstraße 15: im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal). Sonntag, den 1. März, nachmittags präcise 2 Uhr, bei Patt, zu dem von der Zunung uns überreichten Oeffentliche Verfammlung. Stellungnah Accordtarif- Ent Tages- Ordnung: Die Herren itgeber aus der Accordtarif- Beratungskommission" find zu dieser Versa- mlung besonders eingeladen worden. Tages Ordnung: Die Aussperrung der Kollegen bei Rheinhold u. Co. und die Solidarität Wir erwarten mun, daß alle im Malergewerbe beschäftigten der Kollegen der Firma Haacke u. Co. Die Versammlung wird präcise eröffnet. Personen in dieser für uns so überaus wichtigen Versammlung erscheinen. Der Gehilfen- Ausschuss. 3. A.: L. Jakobeit, Alt- Borhagen 8. 284/5 ang: Kistenmacher. Montag, den 2. März d. I., abends 8%, Uhr: tung! Ausserordentl. General- Versammlung bei Kussin, Andreas Festsäle, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: 1. Welche Vorteile bietet der Holzarbeiter- Verband den kleinen FachOrganisationen gegenüber? Referent: Genosse Klingner. 2. Diskussion. Verschiedenes. 103/1 Mitgliedsbuch legitimiert. Das Erscheinen aller Kollegen ist der wichtigen Tages- Ordnung halber unbedingt notwendig. Der Vorstand. J. A.: Karl Jeckel, Rummelsburg, Türrschmidtftr. 34. Der Einberufer. Konsum- Verein Charlottenburg. E. G. m. b. H. Dienstag, den 3. März 1903, abends 8 Uhr: 1 Oeffentliche Versammlung im Volkshaus, Rojinenstr. 3( großer Saal). Tages- Ordnung: 105/20 1. Vortrag über: Die Konsumvereine und Rabatt- Sparvereine". Referent Herr Bartel- Berlin. 2. Freie Aussprache. Die Stonfumvereins- Mitglieder sowie die Mitglieder der RabattSparvereine werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. .: May von in allen Lederarten und elegantesten Façons, usw. 4,35, 4,90, 5,50, 6,10, 7,60 Elegante Einsegnungsstiefel zu staunend billigen Preisen. 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Die Mechaniker hatten sich am Mittwoch sehr zahlreich in Buggenhagens Saal eingefunden, um über den Streit bei der Firma Keyser u. Schmidt zu sprechen. Cohen führte in seinem Referat aus: In dem nunmehr fiebenwöchigen Streit haben die Beteiligten eine musterhafte Haltung bewahrt. Trotz aller Annoncen der Firma seien von auswärts teine Arbeitswilligen gekommen, in Berlin aber erhalte sie keinen vollwertigen Ersatz. Seitens der Streikenden sei alles geschehen, um die Differenzen beizulegen, jedoch vergeblich. Eine Verhandlung vor dem Einigungsamt hat die Firma abgelehnt unter Hinweis auf den bekannten Beschluß des Metallindustriellen- Verbandes, der seinen Mit gliedern derartige Verhandlungen nicht gestattet, wenn sie nicht in eine nach Tausenden von Mark bemessene Konventionalstrafe fallen wollen. Bei einer Besprechung mit der Streit- Kommission aber forderte der Firmen- Chef die bedingungslose Aufnahme der Arbeit; erst dann wolle er die Klagen der Arbeiter wohlwollend prüfen, ideoch behalte er sich auch dann noch vor, zunächst nur 15 von den 66 Streifenden einzustellen. Auf diese Zumutungen konnten die Streitenden selbstverständlich nicht eingehen, und so verliefen die Unterhandlungen resultatlos. Der Streit wird um so energischer fortgesezt, als die Zustände in der Fabrik sozusagen fast alles zu wünschen übrig lassen. Dort will einfach jeder kommandieren, einer so, der andre so. Die Accordpreise sind wohl auf Massenherstellung berechnet, doch da den Arbeitern nur wenige Stück eines Auftrages zur Ausführung überwiesen werden, Sonntag, 1. März 1903. so stellt sich der Verdienst äußerst gering. Hinzu kommen noch die logene Angabe machte, er sei aus Nache von streifenden Kollegen mit mangelhaften Werkzeuge. Eine notwendige Folge dieses Systems ist Salzsäure begossen und dadurch zeitweise erwerbsunfähig geworden. die Pfuscharbeit. Die Streifenden fordern die Postbehörden auf, eine Auch bei der Firma Keyser u. Schmidt sind ähnliche Elemente gehegt fachmännische Nachprüfung der von der Firma gelieferten Arbeiten und gepflegt worden. So meldete sich dort vor einiger Zeit ein vorzunehmen, da schon dadurch deren Minderwertigkeit festgestellt 3 uhälter als Arbeitswilliger und wurde bereitwilligit werden kann. Auch bei diesem Streit haben die Ausständigen und eingestellt. Dieser Mensch hat sich nur deshalb zur Arbeit bequemt, ganz besonders die Streitposten unter dem übertriebenen Diensteifer weil ihm sonst das Arbeitshaus winkte. Einem Lehrling gegenüber der Polizeibeamten zu leiden. Sistierungen sind an der Tages aber führte er derartig unflätige Redensarten, daß dessen Vater des= ordnung. Wenn die Schuhleute nicht so überaus schroff gegen die wegen bei der Firma vorstellig wurde. Auch die Streif- Kommission Ausständigen vorgingen, würde kaum jemand etwas von dem Streif wandte sich im sittlichen Interesse der Lehrlinge deswegen an den in der Johannisstraße merken. Die Beamten aber schnauzen die Firmen- Chef, erreichte jedoch nichts; vielmehr wurde der Lehrling er-, Streitposten barsch an, und wenn diese dann nicht sofort gehen, drohen mahnt, fernerhin nicht mehr mit den Streifenden zu sprechen. Als sie ihnen mit Verhaftung; dabei sammeln sich wie gewöhnlich Neu- nun aber der Firma mitgeteilt wurde, daß diese Sache in der heutigen. gierige an, und ein Auflauf ist fertig. Wie weit diese polizeiliche Versammlung zur Sprache gebracht werden solle, da schrieb sie an den Jagd auf Streitposten geht, läßt sich am besten aus der Thatsache Verbandsbevollmächtigten, sie habe jenen Zuhälter nach Fertigstellung ermessen, daß lettere bis jetzt nicht weniger wie 35 Straf| seines Accordes( nicht cher) entlassen. Troß der liebevollen Sorgmandate zu je 30 m. erhalten haben. Die Streifenden sind falt, mit der die Arbeitswilligen von den Unternehmern und der nun der Ansicht, daß diese Sündflut von Strafmondaten mit viel mehr Bolizei behandelt werden, hoffen die Streifenden auf den endgültigen Berechtigung auf die Schußleute hätte nieder hen müssen, als auf Sieg. Nach lebhafter Debatte, die sich durchweg im Sinne des die ihr Koalitionsrecht ausübenden Arbeite te haben deshalb auch Referats bevegte, wurde folgende Resolution angenommen:„ Die alle richterliche Entscheidung beantragt. Finer teilte Cohen mit, Versammelten nehmen mit Freuden Kenntnis von der vorzüglichen daß anläßlich des Klempnerstreiks nunmehr gegen ihn und mehrere Haltung der Streikenden und erkennen an, daß der Streik nur zu be= Klempner eine Anklage wegen Landfriedensbruchs rechtigt ist. Sie verpflichten sich den Streit zu unterstützen und dafür erhoben sei. Als Hauptbelastungszeuge soll hierbei der kürzlich wegen zu sorgen, daß kein organisierter Sollege bei Seyfer u. Schmidt in Mordversuchs zu langjähriger Zuchthausstrafe verurteilte Klempner Arbeit tritt, bis die Mißstände in diesem Betriebe beseitigt find. geselle Moser auftreten, der damals als Streifbrecher bei der Firma Schwarz in der Linienstraße arbeitete und der Polizei die völlig erNiemals wiederkehrende Gelegenheit bietet der augenblicklich grosse und einzig dastehende Räumungs- Verkauf wegen ganz bedeutenden Erweiterungsbaues des " Kaufhauses Wilhelm Joseph BERLIN, Grossgörschenstr. 1. SCHÖNEBERG, Hauptstr. 153. Die besonderen Vorteile, welche die Firma bietet, erstrecken sich gleichmässig auf fast sämtliche vorhandenen Warenbestände und die vorher disponierten und täglich einlaufenden Frühjahrs- Neuheiten. s1982dbox Erbitte Prüfung meines Angebots ohne Kaufzwang. Kleiderstoffe. 97 Reinwollene Cheviots in allen Farben, doppelt breit Mtr. 48 Pf. 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Juli:" Ohne ihn man sagen, die christlichen Nedensarten, womit Bismarck so gern Bismarckiana.allstwären die Verhandlungen trotz des Abekenschen Telegramms im hausieren ging, seien die reine Heuchelei gewesen, von Herzen habe Sande verlaufen, und nicht bloß wegen der Vorgänge in Ems, er es mit der ganzen Klaffe, zu der er gehörte, nicht bloß für uns sondern weil die Franzosen selbst drauf und dran waren, den bedenklich, sondern sogar für verdienstlich gehalten, die eisernen Herr Stöder hat neulich im Reichstag aus dem ihm eigentüm Degen wieder in die Scheide zu stecken." König Wilhelm Würfel ins Rollen zu bringen, wo die Gelegenheit günstig erschien, lichen Verhältnis zur Wahrheit heraus mit heiligem Feuer die hatte die Erklärung abgegeben, daß er den Rücktritt des Prinzen und man könne ihm wegen dieses Raubtierstandpunktes so wenig Socialdemokratie aufgefordert, die von ihr verbreitete Auffaffung Leopold von der Thronkandidatur voll und ganz billige. Napoleon einen fittlichen Vorwurf machen, wie dem Tiger, der sich auf seine über die Entstehung des siebziger Krieges als endgültig widerlegt zu und seine Minister aber würden, wie wir heute wissen, sich mit dieser Beute stürzt. widerrufen. Wenn Herr Stöcker sich mit Eifer dafür ins Zeug legt, Erklärung zufrieden gegeben haben: in dem Kronrat, am 14. Juli, Wie man auch darüber denken mag, so viel ist jedenfalls sicher, etwas für unwahr zu erklären, so ist das ein erfreuliches Anzeichen drang der Antrag des Kaisers, die Frage einem Kongreß zu unter- daß die deutsche Nation in ihrer Masse damals so friedliebend war dafür, daß die Wahrheit auf dem Marsch ist. So ist es auch in breiten, durch; die Befehle zur Mobilmachung wurden rückgängig wie heute, und daß Bismarc dies sehr wohl wußte. Seine Bekanntdiesem Fall. Was noch vor wenig Jahren jedem Wohlgesinnten als gemacht; Gramont selbst hörte auf zu widersprechen und bemerkte, schaft mit der Friedensliebe der Deutschen spricht aus allen socialdemokratische Lüge erschien, gehört jetzt unter die That- daß in der Zustimmung Wilhelms zu dem Verzicht des Hohenzollern- offiziellen Verlautbarungen, womit er in den Tagen des Kriegsausbruchs sachen, an denen kein auf wissenschaftliche Bedeutung Anspruch prinzen die Garantie für die Gegenwart. liegen könne und der an die Deffentlichkeit trat. So, wenn er den König am 19. Juli in erhebendes Geschichtswerk Geschichtswerk stillschweigend vorbeigehen fann; Songreß diejenige für die Zukunft schaffen möge. Diesem allem der Thronrede fagen ließ:„ Wir haben mit flarem Blick die Vermag man die Bismarcsche Umredigierung der Einser Depesche schob Bismard durch seine Redaktion des Emser Telegramms, die antwortung ermessen, welche vor den Gerichten Gottes und der zum Zwecke der Herbeiführung des Krieges nicht nur ent nur ein paar Säße strich und kaum ein Wort hinzufügte, den Riegel Menschen den trifft, der zwei große und friedliebende Völker im fchuldbar finden, sondern sogar für eine nationale Großthat er vor. Nun lautete es so, daß der König nicht nur die unerhörte Herzen Europas zu verheerenden Striegen treibt. Das deutsche wie flären: aus der Welt schaffen kann man sie nicht mehr. Ein Blick zumutung Frankreichs abgelehnt, sondern daß er sie nicht einmal das französische Volt, beide die Segnungen christlicher Gesinnung auf die neuesten Erscheinungen der Bismard- Litteratur, so weit sie angehört, daß er dem Botschafter auf die Frage selbst und steigenden Wohlstandes gleichmäßig genießend und begehrend. ernst genommen werden können, beweist das vollauf. unmittelbar die Thür gewiesen habe. Es war genau der sind zu einem heilsameren Wettkampf berufen, als zu dem blutigen Selbst Herr Ottokar Lorenz, der sein historisches Meisterstück an Sinn der Legende geworden, die fehr bald allen der Waffen" Wegen der Friedensliebe des dentschen Voltes der schwierigen Aufgabe liefert, die geschichtlichen Thatsachen nach Zeitungen stand, wonach der König dem Botschafter auf mußte Frankreich als der allein schuldige Teil, als der ruchlose Ans der Handlangertheorie zurechtzuschustern, tommt auf seiner Hals- der Promenade selbst den Rücken gewandt und ihm auf greifer und Störenfried erscheinen, wenn der furor teutonicus entbrecherischen Bahn um den Stein des Anstoßes, so sich Emser der Stelle die Ablehnung durch den Adjutanten habe sagen lassen. fesselt werden sollte. Und das war der Zweck des ganzen Depesche nennt, nicht ohne Carambolage herum. Er schlägt wie in Bismard wußte sehr wohl, was er that, als er seine Redaktion am Bismarckschen Manövers, das Klein zum Schluß seiner Ausfeinem früher an dieser Stelle gebührend gewürdigten Werke: Spätabend des 13. unter die Massen werfen ließ und sie zum Teil, führungen über die Entstehung des siebziger Strieges zu" Kaiser Wilhelm und die Begründung des Reiches" einen feiner wie nach München hin, mit besonderem Kommentar versehen, den fammenfassend also charakterisiert: Bismard aber hat nun in poffierlichsten Purzelbäume, um an dem unangenehmen Faktum Vertretern Preußens an den fremden Höfen übersandte; sie war, seinem Fache die höchste Meisterschaft erreicht. Nachdem er borbeizugehen, daß der Heldenkaiser, tvie er bont der wie Wilhelm selbst, als er sie in Ems am Morgen las, erschreckt bei der Hohenzollern- Kandidatur im geheimen den großen Tragweite und dem eigentlichen eigentlichen Zwed der spanischen fagte, der Krieg und sie sollte, wie Gramont ausrief, der Schlag Drahtzieher abgegeben hat; nachdem er alle Welt über seine GeThronkandidaten- Intrigue Bismards nicht die blasse Ahnung auf Frankreichs Wange sein, das rote Tuch, wie Bismard in seinen finnung in der spanischen Sache getäuscht hat; nachdem er ber hatte, so fich eines schönen Tages durch feinen Hand- Memoiren schreibt, das den gallischen Stier zur Wut reizen würde. hülle Dein Haupt, gottesfürchtiger König! Frankreich in AlusTanger nolens volens in einen Strieg mit Frankreich hinein- Es war die letzte und größte Karte in seinem Spiel, die Bismarck führung eines Allerhöchsten Auftrages" bis aufs Blut gereizt hat; gestürzt fah. Da passiert denn Herrn Lorenz ein tragikomisches damit auf den Tisch warf." Daß Herr Lenz es trotzdem fertig nachdem er, ganz seiner That bewußt, die grause Furie des Strieges Mißgeschic. An einer Stelle erzählt er uns: Was man die bringt, den siebziger Krieg als den„ gerechtesten unsrer Kriege" zu entfesselt hat, zieht er als europäischer Musterknabe in den Krieg!" Fälschung der Emser Depesche genannt hat, werde von den Parteien bezeichnen, von dem Depeschen- Redakteur, che die Puppen zum Wenn die Mitwelt" nach Kleins Ausdruck ,, über ihn fein ausgenügt, um Bismard von der einen Seite als den Anstister des Tanzen kamen, zu behaupten: Bismarck wünschte den Krieg Verdammungsurteil ausgesprochen" hat, so mur deshalb, weil sie Krieges anzuflagen und zu verurteilen und von der andern Seite nicht", und den Charakter des spanischen Manövers als einer nicht die blasfeste Ahnung hatte von dem sauberen Spiel, das der den Beweis zu liefern, daß der große Kanzler im rechten Augen- Falle für Badinguet" zu verkennen, fei nur nebenbei Bundeskanzler trieb. Dadurch kann aber das Urteil der Nachivelt, blice noch das, was an dem Hergang der Emser Ereignisse zu bemerkt. Aber dieser Giertanz nimmt ein Ende, wenn die die dem Redakteur der Emser Depesche in die Karten sieht, nicht wenig ernst und würdevoll erscheinen konnte, mit geschickter Hand zu Emser Depesche in Frage kommt: davon kann bloß noch die dreiste beeinflußt werden. Und man muß schon in einem äußerst ergänzen gehabt hätte." Es wird dann mit ein paar Worten über Lüge versuchen, ein Tittelchen hinwegzunehmen. gespannten Verhältnis zur Wahrheit stehen, um mit Herrn Stöcker das wiederholte Bismarcksche Bekenntnis hinweggeschlüpft, wie er am Die Klarste und unbefangenste systematische Darstellung der Vor- in dem erfindungsreichen Schwarzkünstler einen unschuldsvollen 13. Juli 1870 die Abekensche Depesche aus Ems, die ihres fried- geschichte des siebziger Krieges, die bisher in deutscher Sprache Engel zu erblicken. fertigen Charakters wegen ihn und feine Mitpaladine Moltke existiert, findet sich in einer Bismard- Biographie, deren erster Band Wenn man aus dem Kapitel der Emser Depesche sich überzeugt und Roon aufs tiefste niederschlug, so daß den beiden Tischgästen im abgelaufenen Jahr erschien, während der zweite die Zeit von hat, mit welcher Virtuofität Bismard Lug und Trug für seine der Appetit verging, dahin umredigierte, daß Moltke erfreut 1871-1898 behandelnd noch aussteht. Der Verfasser, Dstar Zwecke arbeiten ließ, so liest man mit Genuß, was in der Vorrede ausrief:" Vorhin war's eine Chamade, jezt ist's eine Fanfare." Das Klein,") ist augenscheinlich kein Historiker von Beruf. Seinen Stoff bes neuesten Bismard- Buches aus der Fabrik des bekannten Vielerflärt Herr Lorenz für eine reizende Erzählung", eine von den behandelt er rein nach der persönlichen Seite. So entspricht seine schreibers Poschinger) gefagt ist: Wohl hat mau den märchenhaften besten Erinnerungen der großen Beit", die Bismard in einem Schrift nicht den Anforderungen, die man heute an eine Biographie Reichtum geahnt, welchen der unerschöpfliche Lebensjcjacht dieses heiteren Sinne" erzählt habe, und fährt eilends fort: Wahrhaft im höheren Sinne des Wortes stellen muß. Trotzdem hebt sich der Mannes barg, doch jedesmal steht man staunend der Thatsache erstaunlich war es aber doch, daß es am Ende des 19. Jahrhunderts vorliegende erste Band des Kleinschen Buches vorteilhaft aus gegenüber, daß die letzte goldene Ausbeute noch reicher, noch wundernoch Leute gab, die dann immer noch an die Wahrheit des Luft- der Masse der Bismarck- Litteratur. hervor. Denn der Verfasser barer geworden, als der Kühnste erwarten komite. Forscht man dem spiels von dem Glas Wasser" glaubten und nichts andres behaup- tritt recht unbefangen an seinen Stoff heran und ist durchaus nicht Grunde solchen Reichtums nach, so kann man, im Bilde bleibend, feten, als daß durch Auslassung von einem Dußend Worte in der befliffen, die zahlreichen Schönheitsfehler seines Helden wegzu sagen: derselbe ist nur dadurch erklärlich, daß der Fürst in sogenannten Emser Depesche eine der größten Katastrophen verursacht retouchieren. Er giebt sich redliche Mühe, Bismarcks Persönlichkeit je dem einzelnen Augenblicke das Gold der Wahr. worden sei. Darüber werden nun solche, die geschichtlicher Dinge und Treiben zu schildern, wie sie wirklich waren, wobei freilich der heit in unvergänglicher Münze ausgeprägt hat." lundig find, wohl keine Erörterung wünschen... Sätularmensch noch viel zu gut wegkommt. Es ist in der That eine goldene Ausbeute aus diefer Kompilation Das wäre die Lorenzsche These: die Antithese liefert der Das Urteil, das Klein über Bismards Handlungsweise bei Aus- herauszuholen, die Bismarck im Umgang mit seinen Hamburger nämliche Herr Lorenz fünf Seiten weiter, wo er augenscheinlich das bruch des siebziger Krieges fällt, wird den meisten Lefern seiner Freunden nach deren eignen Berichten schildert: allerdings weniger für früher Gesagte schon wieder bergessen hat und in seinem Darstellung der ganzen Berwicklung, die durch die Depeschenfälschung den Politiker und den Geschichtsforscher, als für den Freund eines gemonarchischen Eifer also über den 13. Juli fich ver zur Katastrophe wurde, wohl zu milde erscheinen. Klein meint u. a.: funden, unfreiwilligen Humors. Hier ist ein Pröbchen von dem in nehmen läßt: Eine fleinliche Geschichtsschreibung ist auch in" Es bleibt für Moralisten in der Geschichte eine lezte Frage. Bis unvergänglicher Münze ausgeprägten Gold der Wahrheit. Nach diesem letzten Abschnitt bemüht, alles so darzustellen, als ob auf marc versandte die Emser Depesche in dem klaren Bewußtsein, durch einem opulenten Diner bei Woermann, mit dessen Menu uns in deutscher Seite immer noch bloße Defensivpolitik gemacht worden sie den Krieg zu entzünden, beging er damit eine unmoralische einer Anmerkung der Mund wässerig gemacht wird, that Bismarc wäre, wodurch man bloß die Stimmung der nachkommenden Ge- Handlung? Ja und nein. Die offizielle Moral der Epoche, zu seinem Gastgeber folgende bedeutende Rede: Nun will ich schlechter abschwächt. Es war aber bereits am 13. Gott sei ge- welcher er angehört, muß ihn unbedingt verdammen. In Ihnen einmal einen Vortrag über Ihre Weine halten. Ihr 1874 er lobt in der deutschen Nation ein Friedericianischer Geist erwacht. des die auch über Moral wird abgestimmt!-Château Lafitte war der beste, den haben Sie zuerst gegeben, den Man war nicht mir entschlossen, sich zu schlagen, sondern man wünschte schon die Mitwelt hat über ihn kein Verdammungsurteil hätten Sie eigentlich zuletzt geben sollen. Rotweine interessieren die Franzosen zu verderben und zu vernichten. Der große ausgesprochen. Sie empfand die kriegerische Auseinandersetzung mit mich bei den Hamburgerit zumeist; deshalb erivähne ich auch Staatsmann that alles, um den Entscheidungstampf rasch und gründ- Frankreich als eine Unerläßlichkeit zur Vollendung der deutschen rühmend Ihren Chateau Léoville, aber der Lafitte war doch besser. lich herbeizuführen und es nicht wieder zu einem faulen Frieden Einheit und beurteilte Bismarck nach dem großen nationalen Biel, Auch Ihre 86er Deidesheimer Dopp- Auslese hat mir sehr getommen zu lassen. Das diplomatisch Entscheidendste, was Bismarck das er verfolgte, und nach weiter nichts. Man hat da einen mundet." Von der nämlichen Qualität wie diese und ähnliche fofort ins Wert setzte, um das Kriegsfeuer in Frankreich zu schüren historischen Beleg dafür vor Augen: Daß die Moral eines Voltes unsterbliche Reden sind die geschichtlichen Thaten, die uns Poschinger ( d. h. eben die Umredigierung und Versendung der Emser Depesche), nichts Positives, sondern etwas Relatives ist, über das sich in ge- diesmal vermittelt. Manches von den zwerchfellerschütternden wird von der lahmen Geschichtschreibung gewöhnlich gar nicht oder wiffen großen Momenten das Bolt selbst souverän hinwegsetzt. In Humoristica, die hier mit der ernstesten Wiene von der Welt zuin nur ganz nebenher erwähnt. Während er doch durch entschlossene der That wird ihm dann das furchtbarste Mittel durch den erhabenen besten gegeben wird, hat freilich ganz erheblichen kulturhistorischen Maßnahmen zeigte, daß in der preußischen Politik Entschlüsse, Bwed geheiligt.. Er kommt dann auf Caprivis Versuch zu Wert. Eine wichtige Stolle spielt z. B. in diesem Buche wie des alten Friz, den Nubikon nötigenfalls zu über- iprechen, Anno 1892 in Reichstag abzuleugnen, daß die Emser die Bismarcksche Pfeife, die fir gewöhnlich Professor schreiten, noch nicht vergessen feien, läßt man ihm Depesche den Anstoß zur französischen Striegserklärung gegeben habe, Schweninger anzünden darf. Sind aber Besucher da, fo auch noch am 13. Juli die Nolle des Lammes spielen, und meint: So hatte in der Hauptsache der Abgeordnete Wilhelm reißen sich diese darum, der Ehre dieses Pakaiendienstes das von dem Wolf oben am Bache bedroht wird. Glücklicherweise Liebknecht mit den Darlegungen des Reichskanzlers leichtes Spiel. gewürdigt zu werden. Einmal hatte Frl. Victoria v. Massow, war aber das Bild schon in diesem Augenblicke sehr verändert, und Ueber Bismards Handlung fagte er:„ Das ist nicht eine patriotische die Tochter des früheren konservativen Reichstags- Abgeordneten,„ den oben am Bache stand Bismard." Jeder Kommentar dazu ist Großthat, das ist ein Verbrechen, wie die Welt ein zweites kaum Vorzug, ihm die Pfeife in Brand zu setzen". Bei einer andern Geüberflüssig. je gesehen hat!" Ein Urteil, das auf dem Standpunkte legenheit brachte es der Präsident der tgl. Eisenbahndirektion Altona, Von einer ganz andren Auffassung der Neichsgründungszeit, dieses edlen Socialisten vollkommen haltbar erscheint, aber in Wahr Herr Jungnidel, auf folgende Weise bis zu dem nämlichen Gipfel als sie Lorenz eigen ist, geht der Berliner Universitätsprofessor Mar heit nur eine schweriviegende Anklage, nicht gegen einen Einzelnen, irdischer Glückseligkeit:" Als nach beendetem Frühstück, bei welchem Lenz aus in seiner türzlich in 2. Auflage erschienenen Geschichte sondern gegen eine gesellschaftliche Organisation bedeutet, welche ich wie gewöhnlich die Ehre hatte, neben dem Fürsten zu sißen, dem Bismarcks"*), die den Sonderabdruck eines Artikels der Allgemeinen Handlungen Einzelner zuläßt, die für die Allgemeinheit die un- Fürsten feine lange Pfeife gereicht wurde und Prof. Schweninger fich Deutschen Biographie" darstellt. Ihm ist Bismarck nicht der Hand- geheuerlichsten Folgen haben kann." anfchickte, ihm die Pfeife mit einem langen hölzernen Fidibus ait Langer, sondern der Heros, der das Reich begründet hat. Lenz geht Da kommt der Redakteur der Emser Depesche denn doch gar zu zuzünden, sagte ich:" Herr Professor, Sie haben gewiß schon oft die mit seinem Helden durch Dick und Dünn. Um seine Gefimmung als billig weg, die deutsche Nation zu schlecht. Bismarck hat sein eignes Ehre gehabt, Seiner Durchlaucht die Pfeife anzuzünden, Lassen eine durchaus unanrüchige erscheinen zu lassen, genügt es, darauf Urteil gesprochen in der Cirkulardepesche, die am 29. Juli 1870 ver- Sie mir heute einmal diese hohe Ehre." Der Fürst lachte freind hinzuweisen, daß er die Attentate von 1878 der Socialdemokratie in die fandt wurde. Davin fagt er u. a.:" Ich war nicht der Meinung lich und hob die Pfeife nach meiner Seite hin, worauf Echuhe schiebt. Nicht einmal zu der wirtschaftsgeschichtlichen Richtung hat derjenigen Bolitiker, welche dazu rieten, dem Krieg mit Frankreich ich dieselbe in stand setzen durfte." Jenes Lachen wird wohl er irgendwelches Verhältnis außer dem eines erbitterten Gegners, der deshalb nicht nach Kräften vorzubeugen, weil er doch unvermeidlich ein sardonisches gewesen sein, denn wie der alte Menschendie Deutsche Geschichte" Karl Lamprechts in nicht eben fair, durch sei. So sicher durchschaut niemand die Absichten der göttlichen Bor- verächter über den Gößendienst, den feine Verehrer mit ihm trieben, im aus nicht geistreich zu nennenden Weise als ein ganz oberflächliches, fehung bezüglich der Zukunft, und ich betrachte auch einen siegreichen Innersten dachte, darüber findet sich eine charakteristische Aeußerung wertloses oder vielmehr durch falsche Auffassung gefährliches Produkt Krieg an sich immer als ein Unglüd, welches die Staatskunst den aus seinem Munde in Poschingers Buch. Vom Fenster aus befritisch heruntergerissen hat. Seine Bismarck Biographie stellt Böllern zu ersparen bemüht sein muß. Ich durfte nicht ohne die trachtete er eines Tages eine Ansammlung von Menschen, die ihn diplomatische Geschichtsschreibung im Sinne der Rankeschen Schule Möglichkeit rechnen, daß in Frankreichs Verfassung und Politik zu sehen wünschten, und meinte zu den umstehenden: Da stehen dar, zu deren Hauptleuchten Lenz gehört. Aber obwohl er ein Mann Veränderungen eintreten könnten, welche beide große Nachbarvölker wieder einige Verrückte." Die Gelvährsmännin, eine Tochter des von ganz zweifelsfreiem Monarchismus und Patriotismus ist, in über die Notwendigkeit eines Krieges hinweggeführt hätten eine Hamburger Bürgermeisters Petersen, möchte aus der chnischen Sachen der Emser Depesche kommen seine Ausführungen auf eben Hoffnung, welcher jeder Aufschub des Bruches zu gute tam." Am Aeußerung einen harmlosen Scherz machen. Das glaube wer Lust das hinaus, was von unsrer Seite durch den verewigten Liebknecht das, was Bismard hier höchst verwerflich und gottlos findet, hatte hat. Uns anderen erscheint das Diftum als eines der wahrhaftigsten zuerst ans Licht gebracht worden ist: daß Umredigierung der Emser er im Augenblick des Schreibens bereits selber gethan. Nun könnte Worte, die der Redakteur der Emser Depesche in seinem erfindungsDepesche den Kriegsausbruch veranlaßt habe, der sonst vermieden reichen Leben gesprochen hat. worden wäre. *) Geschichte Bismards. Von May Lenz. Zweite, unveränderte Auflage. Leipzig, Verlag von Dunder u. Humblot. 1902. Der *) Bismard und seine Welt. Grundlegung einer psychologischen Biographie. Bon Oskar Klein- Hattingen. Zwei Bände. Erster Band: Von 1815-1871. Berlin 1902. Ferd. Dümmlers Buch handlung. *) Fürst Bismarck und seine Hamburger Freunde. Von Heinrich von Boschinger. Hamburg 1903. Verlagsanstalt und Druckerei A.-G. ( vormals J. F. Richter). Grosse Fest- Saaler ,, Neue Welt Hasenbalde ist fertiggestellt und wird am 1. März d. J. eröffnet! Der neue Riesensaal, der grösste Saal Berlins und Umgebung, 4500 Personen fassend, steht dem geehrten Publikum, den geehrten Verbänden, Vereinen und Innungen zu Festlichkeiten, Versammlungen und Ausstellungszwecken vom 1. März er. ab zur Verfügung. Bestellungen werden im Comptoir daselbst, Hasenhaide 108-114, entgegengenommen. Zur Eröffnungsfeier, die noch besonders an dieser Stelle bekannt gegeben wird, sind Eintrittskarten vorher in der ,, Neuen Welt" sowie Chausseestr. 108 ,, Germania- Prachtsäle", zu haben. 641L* Klein. Haus mit II. Berkstatt nebst Obstgarten bei gering. Anzahl. bill. verkäufl. Vorort Bernau. 6602* Zimmermann, Weinbergstr. 58. Cigarren- Händler Graumanns Festsäle F. Heinisch, Naunynstrasse 27. Max Brinner, resp. fuer fich etablieren will, bezieht nur abgelagerte, und Sonntage an Bereine zu vergeben. 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