600 244 dold Pa Nr. 53, 3 I come sad st Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. story plug Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Mittwoch, den 4. März 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernfbrecher: Amt IV, Nr. 1984. Die tödlichen Unglücksfälle in Preußen. Proletarierfinder. Preußen. Broletarierfinder. So verschieden die Ursache des tödlichen durfte. Seine Kritik galt damn weiter den schlechten Unterkunftsdurch Unglücksfall fanden, befinden sich getviß zumeist des Beitritts zu den Konsumbereinen für die Angestellten steigern Unfalls sein mag, es ist zumeist die Arbeiterin, die blutenden räumen für das Fahrpersonal, der sächsischen Tarifreform und dem Seit dem Jahre 1869 wird in Preußen der Statistik der tödlichen Herzens ihr hilfloses Kind allein oder fremder Pflege lassen muß, freundlich nachbarlichen Eisenbahnkriege zwischen Preußen und Unfälle besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Abgesehen, von der Er um sich im Daseinskampfe ihr Brot zu verdienen, wobei es dann Sachsen. Während Herr Schrader von der Freifinnigen Verhebung der Todesursachen durch die Standesbeamten wird durch die nur zu oft vorkommt, daß das Kind durch Verbrennen, Erstiden, einigung das Koalitionsrecht der Eisenbahner verteidigte, folgte Ortspolizeibehörden eine besondere Erhebung über die tödlichen Un- Ertrinken, Sturz usw. einen plötzlichen schrecklichen Tod findet. Graf Limburg Stirum den Spuren des Herrn v. Kardorff. fälle veranlaßt. Waren diese besonderen Erhebungen anfangs Von Interesse ist weiter noch die Feststellung Dr. Prinzings, Er gönnt allen Staatsarbeitern die Koalitionsfreiheit mit dem sehr unvollständig, so ist die Statistik im Laufe der Jahre daß in Preußen die Ledigen weit häufiger tödliche Unfälle erleiden Galgen sofortiger Entlassung daneben und heuchelte große Furcht doch immer zuverlässiger geworden. Nimmt man jest als Verheiratete. G. v. Mayr hat die gleiche Feststellung gemacht. vor einem Generalstreit. Ihm gab Genosse 3 u beil die entsprechende eine Bergliederung der Gesamtziffer der tödlichen Unglücks- Dr. Prinzing erklärt die Thatsache damit, daß die Ledigen mehr Antwort. fälle vor, so zeigt sich in grellen Farben, wie die socialen Zustände zu den gefährlichen Arbeiten herangezogen werden", sowie auch, daß Am Mittwoch geht die Debatte weiter. innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft wirken. Taufende von die Verheirateten vorsichtiger zu Werke gehen, daß sie weniger Kindern kommen um, weil die Mütter der Eriverbsarbeit nachgehen häufig in der Trunkenheit verunglücken." Jedenfalls hat auch hierAbgeordnetenhaus. und sich im Existenzkampfe sorgen müssen, Tausende blühender bei die fapitalistische Ausbeutung ihr Anteil. Den jungen und Menschenleben gehen plötzlich und unfreiwillig zu Grunde in dem fräftigen Arbeiter beschäftigt der Unternehmer eben lieber, während des Etats der Bauverwaltung fort. Zu einer lebhaften Das Abgeordnetenhaus setzte am Dienstag die zweite Beratung Drängen und Jagen um das tägliche Brot und jede gesteigerte er den verheirateten und zumal den älteren nicht ohne Not annimmt. Debatte führte die von der Regierung geforderte Anstellung eines Produktivität in Landwirtschaft oder Industrie zieht ihre blutige Die tödlichen Unfälle sind auf dem Lande erheblich zweiten Unterstaatssekretärs. Die Budgetkommission hat diese Spur durch das Volksleben, wird mit der Vernichtung zahlloser häufiger als in den Städten, mit Ausnahme des ersten Lebens Position gestrichen und die Konservativen im Verein mit dem Existenzen bezahlt. jahres und der höchsten Altersklassen, in welchen das Umgekehrte Centrum gaben sich die erdenklichste Mühe, auch im Plenum die In dem„ Centralblatt für allgemeine Gesundheitspflege" bringt der Fall ist. Streichung durchzusetzen. Der Grund dafür ist darin zu erblicken, Dr. Fr. Prinzing eine lehrreiche und übersichtliche Darstellung des Aus seiner ganzen Darstellung zieht Prinzing den Schluß, daß die konservativ- flerifale Mehrheit schon seit Jahren eine Los Zahlenmaterials über die tödlichen Unglüdsfälle in daß, außer der Unfallverhütung in den Fabriken, auf dem lösung der Wasserbau- Abteilung vom Ministerium der öffentlichen Preußen. Prinzing berechnet, daß in den Jahren 1894-97 in Gebiet der Unfallverhütung überhaupt noch sehr viel zu thun Arbeiten und feine Unterstellung unter das Ministerium für LandPreußen durchschnittlich pro Jahr 9655 tödliche Unglüdsfälle beim übrig bleibe. Daß dies auch unser Standpunkt ist, brauchen wir wirtschaft anstrebt, und daß sie in der Bewilligung eines neuen männlichen, 2461 beim weiblichen Geschlechte, zusammen 12 116 töd- nicht erst besonders zu betonen. Die große Zahl der tödlichen Un Unterstaatssekretärs eine Vereitelung ihres Planes wittert. Zweifellos liche Unfälle zur Kenntnis der Behörde kamen. Bis 1895 hatte die fälle speciell in Preußen sind eine Folge des hastigen, erregten, find die Konservativen im Recht, wenn sie von ihrer parlamentarischen Zahl im Verhältnis zur Bevölkung abgenommen, alsdann kam die ruhelofen Charakters, den die kapitalistische Produktion in ihrem Machtstellung der Regierung gegenüber Gebrauch machen. Steigerung. Prinzing erklärt dies daraus, daß zunächst die Ein- Fortschreiten unsrer ganzen Existenz gegeben hat. Die Vertönnen uns nicht der Ansicht des freisinnigen Abg. Dr. Barth an führung der Unfallversicherung zahlreiche Vor- fürzung der täglichen Arbeitszeit wird daher neben schließen, daß die Organisation der Ministerien Sache der Erekutive ist, fehrungen gegen gegen Unfälle zur Folge gehabt hat. Dann den Unfallverhütungs- Maßregeln ganz wesentlich dazu beitragen, die Die Schaffung einer neuen Stelle ist mit Geldkosten verknüpft, und Tam infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs die große gehäuften Menschenopfer zu verringern, die alljährlich aus deshalb hat der Landtag ein Wort mitzureden. Andrerseits aber Entwicklung von Industrie und Verkehrswesen, welche eine Verben Reihen von Jung und Alt dem kapitalistischen Produktionssystem darf nicht vergessen werden, welches Geschrei dieselben Konservativen mehrung der tödlichen Unfälle hervorrief. Scheidet man Mord und gebracht werden müssen. Totschlag aus, so kommen auf je 100 000 Einwohner in Preußen tödliche Unfälle 1891-95: 60,2 männlich, 14,7 weiblich; 1896-1900 dagegen 64,1 männlich, 15,2 weiblich. Ostpreußen Westpreußen Pommern Bojen Schlesien Schleswig- Holstein 57,2 28,3 54,9 26,6 42,2 22,6 44,0 24,9 42,8 47,0 25,3 23,8 Politische Ueberficht. Reichstag. Berlin, den 3. März. Wir vor Jahren austimmten, als der Reichstag einen dritten Direktor im Auswärtigen Amt ablehnte. All' das, was sie damals dem Reichstage vorwarfen, verüben sie jetzt selbst. Die Konservativen huldigen auch hier wieder dem Grundsatz: Wenn zwei dasselbe thun, so ist es nicht dasselbe. Die Regierungsforderung wurde übrigens vom Hause mit sehr schwacher Mehrheit bewilligt, die konservativ- flerikale Mehrheit" bildete zufällig die Minderheit. Und das trotz der Diäten! Die weitere Debatte war belanglos. Am Mittwoch wird die Beratung des Etats der Bauvertvaltung fortgefegt. Voraussichtlich tommt dann auch der Antrag Dr. Hirsch( frs. Bp.) u. Gen. betr. den Bauarbeiterschutz zur Erledigung. Der Kampf in Holland. Unser Amsterdamer Korrespondent meldet uns vom In den einzelnen preußischen Provinzen ist die Unfallhäufigkeit sehr verschieden groß und man bemerkt sowohl in Bezug auf das Alter der durch Unfall Getöteten als der Art der tödlichen Unfälle an sich, deutlich den Einfluß der Produktions- Der„ Ehrenfold der bedürftigen Veteranen" 120 m. jährlich weise. So ist die Zahl der Unfälle im Kindesalter in den in deutscher Reichswährungtam am Dienstag beim Etat des östlichen Provinzen Preußens, vor allem in Ost- und Westpreußen, nvalidenfonds wieder einmal ausgiebig zur Erörterung. ferner in Schleswig und Hannover größer als in Sachsen, Westfalen, Bei weitem nicht alle Veteranen sind so glücklich, selbst wenn Rheinland und Hessen- Nassaut. Es tamen auf je 100 000 Lebende sie den Berechtigungsschein in der Tasche haben, wirklich in jeden Geschlechts tödliche Unfälle von weniger als 15jährigen, in den Besitz dieser Spende zu gelangen. Die 324 000 M., männlichen männlichen weibl. Geschlechts die in den Etat für 1903 für die unterstützungsberechtigten Kriegsteilnehmer eingesetzt sind, reichen lange nicht aus. Das wurde von allen Seiten zugegeben. Aber was thun? Der Schaßsekretär 1. März: hat zugeknöpfte Taschen, und der Invalidenfonds, der aus der Die Protestversammlungen nehmen ihren Fortgang und find französischen Kriegsentschädigung gebildet ist und aus dem dieser äußerst start besucht. So sprach Genosse J. H. Schaper, Abgeordneter Ehrenfold geschöpft wird, steht vor dem Bankrott. Da haben die zur zweiten Kammer, in einem von 800 Personen abgehaltenen Meeting Steuerprojektenmacher freies Spiel. Von der Wehrsteuer war Sonntag in Groningen. Scharf fritisierte er die Mitteilungen In den übrigen preußischen Provinzen, wie auch in Berlin find wieder viel die Rede, für die der in militärischen Dingen be- vom Minister Knyper vom letzten Mittwoch in der zweiten Kammer Diese Zahlen erheblich niedriger. Ohne Zweifel spielt die Erwerb& sonders zuständige Herr Dr. Arendt schwärmte. Als und sagte in der Debatte u. a.:„ Wir( die socialdemokratische Gruppe arbeit der Kinder eine große Rolle und Prinzing folgert, daß die weiterer Anhänger meldeten sich Prinz Schönaich- Carolath, in der zweiten Kammer) werden thun, was wir können". In Berwendung der Kinder bei landwirtschaftlichen der Antisemit Werner und in etwas bedingter Form auch Rymwegen fprach Genosse van der Goes auf Einladung von Arbeiten eine Vermehrung der Zahl der Unfälle der Centrums Abgeordnete Kirsch. Schatzsetretär Freiherr 15 Gewerkschaften. Es wies darauf hin, daß die herrschende Kasse im Kindesalter mit sich bringe." Angesichts dieser Fest- v. Thielmann dagegen steht dem Gedanken recht steptisch gegen- durch die Einberufung der zwei Aufgebote tausende unnötigerweise stellung ist es gut, sich an die Wutanfälle zu erinnern, welche über, und zwar weil die Wehrsteuer in Frankreich und Destreich, wo aus ihrer Arbeit herausgerissen wurden und das Geld der Steuerdie preußischen Junker bekamen, als beim Kinderarbeit- Gesetz die sie besteht, sehr geringe Erträgnisse liefert. Neben der Wehrsteuer zahler vergeudet habe. Socialdemokratie den Versuch machte, die wehrlosen Landarbeiter- ivurde die Vorlage des längst angekündigten Militär- In Haarlem, wo Troelstra, Mendels und Ammerlaen sprachen, Kinder der schändlichen Ausbeutung der Edelsten und Besten zu ent- Pensionsgefeges energisch gefordert. war die Versammlung von 1900 Personen besucht. Genosse Troelstra reißen. Je patriarchalischer die junkerliche Ausbeutung, je strupel- Nach dem Etat des Invalidenfonds, der unverändert genehmigt wies auf die Zustände in der heutigen Gesellschaft hin, vornehmlich loser der kapitalistische Kindermord in der Landwirtschaft. wurde, kam der Etat des Reichs- Eisenbahnamts an die auf die Mißstände bei den Eisenbahn- Gesellschaften. Die von der Ganz anders wird jedoch die Reihenfolge der Provinzen be- Reihe. Dieses Amt, dessen Aufsichtsbefugnisse eine reine Dekoration Regierung vorgeschlagene Enquete sei eine Folge des Januarzüglich der Häufigkeit der tödlichen Unfälle der Erwachsenen. find, da alle wirkliche Macht bei den Eisenbahnministerien der Streits und beweise, daß dieser nötig und nüßlich gewesen sei. häufigsten sind diese tödlichen Unfälle in Westfalen Einzelstaaten, in der Hauptsache aber bei Preußen liegt, gab auch Haltet die Waffe des Streits, sagte er, als unantastbar fest, und Schlesien, in der letzteren Provinz insbesondere im in diesem Jahre Anlaß zu einer ausgedehnten Eisenbahndebatte. Das ist teidigt Euch bis zum äußersten. Regierungsbezirk Oppeln. Es hängt dies offensichtlich mit schließlich noch das einzig Gute bei diesem Amt, daß das preußische In allen Versammlungen wurden scharfe Protestbeschlüsse gegen dem hohen Ausbeutungsgrade der Arbeiter Berg Abgeordnetenhaus nicht das alleinige Forum bei diesen Fragen die Zwangsgefeße angenommen. bau zusammen. Für die christlichen und patriotischen Gruben- bildet. Es war selbstverständlich, daß alle die Fragen, die vor In den Garnisonspläten wird den Milissoldaten verboten, unfre barone steht die Dividende höher als das Menschenleben der kurzem erst dort erörtert sind, hier wieder angeschnitten wurden: die Versammlungen zu besuchen. Die Straßen, wo die VersammlungsBergarbeiter. Das ist nie anders gewesen und besteht auch heute Reform der Personentarife, der Zolltarif, die Fürsorge für die An- lokale liegen, werden durch Militär besetzt, welches ihre Kameraden noch fort. 1895 tamen auf je 100 000 männliche Personen über gestellten, das Organisationsrecht der Eisenbahner, die brüste Ver- vom Besuche abzuhalten hat. In Haarlem ist den Milizen selbst ver15 Jahre in Preußen 73,8 tödliche Unfälle, auf je 100000 preußische weigerung einer wissenschaftlichen Enquete über ihre Lage usw. boten, ein von der Haarlemer Arbeiterschaft viel besuchtes Café, tvo Bergleute entfielen im gleichen Jahre 222,9 tödliche Unfälle. Von seiner Gegnerschaft gegen das Koalitionsrecht der Eisenbahner auch Kleine Versammlungen abgehalten werden, zu besuchen, wahrs Im Jahre 1900 gehörten von je 100 männlichen Verunglüdten in legte als erster Herr Profeffor Sasse Zeugnis ab und gab damit scheinlich auch weil der Bund von Milizen und Alt- Miligen dort seine Preußen zum Bergbau, Hütten- und Salinenwesen: in Westfalen 37,8, Herrn Schulz vom Reichs- Eisenbahnamt Gelegenheit, sich, wenn Sigungen hielt. im Rheinland 16,9, in Schlesien 17,3 und in der Provinz Sachsen 8,8. auch in der Form zurückhaltender, doch dem Sinne nach ganz fo Auch in Winfehoten sind zwei Arbeiter, der LadungsJe nach dem Lebensalter ist die Ursache der tödlichen Unfälle wie sein preußischer Meister Budde über das Koalitions- meister de Nys und der Kondukteur van der Molen, aus dem Dienst sehr verschieden. Jm erwerbsfähigen Alter, wenn sich die recht zu äußern. Die Rechte ermunterte den Präsidenten entlaffen worden, weil sie in Nieuw- Beerta ein Manifest verbreiteten. tapitalistische Produktion gierig der Arbeitskraft bemächtigt, find des Reichs Eisenbahnamtes durch ihren Beifall. Herr Het Bolt" teilt mit, daß Genosse van der Goes gerichtlich die gewerblichen tödlichen Unfälle sehr häufig. Inv. Kardorff citierte den Streit der holländischen Eisen- verfolgt wird unter der Vermutung, von„ mündlicher Anstiftung in erschreckend häufiger Weise findet das weibliche Geschlecht bahner als warnendes Erempel". Er regte die Einführung der Deffentlichkeit zu einer strafbaren That". Er ist für morgen vor durch Verbrennen und Verbrühende den Tod, während dies einer Fahrtarten Steuer an, einen Gedanken, den der Frei- Gericht geladen. beim männlichen Geschlechte nur in frühester Kindheit sinnige Dr. Müller- Meiningen sofort als wertvolles Material Ferner meldet man unsrem Blatte aus dem Haag, daß Geheimhäufiger der Fall ist. In mehr als der Hälfte der Fälle ist bei gegen die Konservativen feftnagelte. und andre Polizisten in der Uniform von Gendarmen und Jägern Knaben im Alter von 5-15 Jahren das Ertrinken die Ursache der Für unsre Partei sprachen Stolle und Zubeil. Stolle wies in den Straßen der Stadt herumgehen in der Hoffnung, Leute tödlichen Berunglückung. Was die tödliche Berunglüdung auf den Busammenhang zwischen der langen Arbeitszeit des protokollieren zu können, welche anti- militaristische Flugblätter ausder Kinder im 1. Lebensjahre anbelangt, so gehen in Eisenbahnpersonals und der steigenden Unfallgefahr hin, der sie geben. Am " ber= Preußen die Städte voran. Auch Prinzing erklärt diese Thatsache ausgesetzt sind. Er stellte für die Berliner Direktion die unerhörte Wie die Blätter berichten, hat das Komitee zur Sicherung des daraus, daß die kleinen Kinder daselbst oft ohne Aufsicht gelassen Thatsache fest, daß in einem Jahre innerhalb ihres Bezirkes mehr Dienstes im Falle eines Streifs alfo das Streifbrecher- Komiteewerden, wenn die Mutter dem Erwerb nachgeht!" als 2000 Angestellte zu Krüppeln geworden sind. Lebhaft trat unser im ganzen 67 Maschinisten aufzutreiben gewußt, die sich nicht Unter den 27,5 männlichen und 28,8 weiblichen Säuglingen, die Redner für das Koalitionsrecht der Eisenbahner ein und verschämen, ihren Kameraden in den Rüden zu fallen. unter je 100 000 Lebenden nach Prinzings Aufstellung urteilte die Buddesche Schneidigkeit, wie sie sich im preußi Das Amsterdamer Berteidigungskomitee, das sich, wie bereits geStädten Preußens einen plöglichen Tod schen Abgeordnetenhause breit macht und bis zum Verbot meldet, Sonnabendabend konstituierte, hält nächsten Mittwochabend in den im größten Saale Amsterdams, dem Paleis van Boltsolyt, der un- Lebens den viele Jahrhunderte alten Riesenbau des Klerikalismus.) gefähr 4000 Personen faßt, ein Riesenmeeting ab zur Verbreitung des Wie die indische Krönungsfeier trotz all ihres Pompes das in Protestes gegen die Pläne der Regierung. seinen Fugen sich bereits lösende britische Empire nicht um so wird auch der " Wie„ Het Volt" vernimmt, wurden Sonnabend einige Miliz- einen Tag länger zu stützen vermag, Soldaten vom 4. Bataillon, 3. Compagnie, nach Hoorn verfekt, weil römische Jubiläumspomp das Leben der römischen Hierarchie nicht sie socialistische Propaganda betrieben. Die andern Compagnien um eine Stunde verlängern. Allerdings find es andre Mächte, die wurden beordert, strenge Aufsicht auszuüben. der verderblichen Herrschaft Roms ihr sicheres Ende bereiten. Die Der Generaldirektor der Post und Telegraphie( General- Post- politischen Mächte, der Kapitalismus, die Bourgeoisie haben im meister) hat eine Dienstorder erlassen an alle bei dem Post- und allgemeinen ihren Frieden mit Rom geschlossen. Mag die franTelegraphenwesen in Dienst Stehenden, worin in den augenblicklichen zösische Bourgeoisie in ihrer Mehrheit auch gegen die Anmaßungen schweren Zeitumständen alle Beamten ermahnt werden, mit dem des Klerus einen Kulturkampf fämpfen, in den andren Ländern ergrößten Eifer und vollkommener Treue ihre Pflicht zu thun nach den blickt man in der katholischen Kirche nur den willkommenen WaffenBefehlen ihrer Vorgesetzten. Sie sollen sich fernhalten von allen bruder gegen das um seine Emancipation kämpfende Proletariat. " Wühlereien". Die gestrige Kulturkampf- Debatte im preußischen Abgeordnetenhauſe beweist das. Ernstliche Erschütterung ihrer Machtstellung droht der Kirche deshalb mur vom Proletariat, das die Kirche als ge= fährlichen Hort der Reaktion bekämpft. Also auch hier fürchtet man die Solidarität des Beamten personals mit den Kameraden aus der übrigen Arbeiterschaft! ,, Sollten Beamte oder kleinere Beamte," fährt der Erlaß fort, ,, bestehen, welche sich nicht fügen können, so wird ihnen an empfohlen, Entlassung aus dem Dienst nachzu suchen." Eigentümlich scheint diese famose Dienstorder die Thatsache zu illustrieren, daß man seit einigen Tagen in Amsterdam z. B. beinahe teine Postboten mehr in Uniform sieht, sondern beinahe nur Aushilf"(?)- Personal ohne Uniform. " Ein Zeitungsbericht sagt, daß der Prinz der Niederlande, der Prinzgemahl der Königin also, die Absicht habe, nächsten Freitag einer Versammlung des Vereins für Kriegswissenschaft beizuwohnen, wo ein Vortrag gehalten werden soll über Zusammenwirkung zwischen See- und Landmacht sowohl in Friedens- als Kriegszeit". nur „ Der Vorwärts" behauptet, das Koalitionsrecht der Eisens bahner sei durch die preußische Verfassung gewährleistet, weil es darin heißt: Alle Preußen haben das Recht, sich zu solchen Zweden, welche den Strafgesetzen nicht zuwiderlaufen, sich zu ver einigen." Das socialdemokratische Blatt verschweigt aber, daß es in der Verfassung weiter heißt: Die Ausübung dieses Rechtes werde insbesondere zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit durch ein Gesetz geregelt. Das ist nicht nur durch das preußische Vereinsgesez, sondern auch, was speciell die Vereinigung zum Behufe der Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen betrifft, durch die Reichs- Gewerbe- Ordnung geschehen. Ausdrücklich aber ist in der Gewerbe- Ordnung(§ 2) bestimmt, daß dieses Gesetz keine Anwendung findet auf die Eisenbahn Unternehmungen. Da wir nicht annehmen können, daß der„ Vorivärts" aus Unkenntnis das Gegenteil behauptet, muß der Schluß gezogen werden, das socialdemokratische Blatt beabsichtige die Eisenbahner mit Vorbedacht falsch zu unterrichten, um ihnen weismachen zu können, daß sie in Bezug auf das ihnen angeblich verfassungsmäßig gewährleistete Recht„ vergewaltigt" werden." = die Vergebens versucht die ultramontane Presse das Papsttum mit Die Gewerbe- Ordnung bedeutetallerdings insofern eine Ausführung socialem Nimbus zu umkleiden, um den Jubiläumspomp auch den proletarischen Elementen verständlicher erscheinen zu lassen. Vergebens der preußischen Verfassung und des Vereinsrechtes, als sie für die ihr unter wisse Koalitionshandlungen Strafe stellt. Für die fiert z. B. die„ Kölnische Volfs- Zeitung" das Bapsttum als unterworfenen Arbeiter Koalitionsverbote aufhebt und gesociale Institution, preist sie den Papst als socialen und Friedens Arbeiter, der Gewerbe Ordnung nicht unterstehen, papft. Gerade die socialen Encycliken des Papstes beweisen findet Verfassung und Vereinsrecht in ihr keine Einschränkung den preußischen Erweiterung, es bleibt folglich bei die veraltet patriarchalischen Anschauungen des oder höchsten kirchlichen Würdenträgers und seiner Berater. Da, wo der Gesezen, die, weil sie teine Verbotsbestimmungen für EisenbahnKlerus am mächtigsten ist, wo der Einfluß des Papstes am weitesten arbeiter kennen, das allgemeine Grundrecht der Koalition ihnen ausreicht, ist das sociale Elend am größten: in Italien, Spanien und drücklich garantieren. Der§ 6 der Gewerbe- Ordnung nimmt u. a. Belgien. Und nicht minder unverdient ist der Titel des Friedens" die advokatorische und Notariats- Praris", sowie auch die Ausübung der Heilkunde" von ihrem Geltungsbereich aus. Nach der Bapstes. Wann hätte der Papst und die Kirche jemals energische Logit der„ Koni. Korresp." hätten danach auch die Bureauschreiber Stellung gegen den Krieg im allgemeinen und irgendwelche Kriege der Rechtsanwälte und die Aerzte kein Koalitionsrecht. im besonderen genommen? Mag sich die Kirche noch einmal in all ihrem Glanze sonnen, die Tage ihrer Macht sind gezählt. Der Socialismus rückt un aufhaltsam vor. die j * * Deutfches Reich. Ein scheinbar offiziöser Bericht, der zu denken giebt. Ueber die geheime Instruktion, die den Chefs der Eisenbahnstationen übergeben wurde, berichtet die Zeitung„ De Seingeber" auf Grund zuverlässiger Mitteilungen noch folgende Einzelheiten: In den Stationsgebäuden soll im Falle eines allgemeinen Streits in der Regel nur ein Zugang eröffnet sein, die übrigen sollen geschlossen und bewacht werden. Das Publikum soll mur zu den Wartesälen und Perrons zugelassen werden und nur soweit es mit für die betreffenden Züge gültigen Billets versehen ist. Berronkarten sollen nicht ausgegeben werden. Erst kurz vor Abgang der Züge soll das Publikum zu den Perrons zugelassen werden. Wer nicht mit dem Buge abfährt, für den sein Billet gilt, muß den Perron wieder verTassen. Der Stationschef soll mit der größten Strenge gegen Zufammenrottungen von Eisenbahnangestellten oder andren Personen des Zolltarifs und machte dabei eine Mitteilung, von der er selbst auf den Stationen und den daran grenzenden Gebieten vorgehen und sie, wenn nötig, mit Hilfe von Militär und Polizei auseinandertreiben. Die Organisation der Milizsoldaten. Am Sonntag wurde zu Haag im Abstinenzler- Café eine Abteilung des Verbandes der Milizen und Alt- Milizen gegründet. Der Saal war voll besetzt, trotzdem das ganze Lokal von Militär bewacht war, um die Milizsoldaten in Uniform vom Besuch der Versammlung abzuhalten. In den Vorstand der neuen Abteilung wurden Genosse Ter Laan und vier andre Parteigenoffen gewählt. Die neue Abteilung hat sich dem Lokalen Verteidigungskomitee angeschlossen. Frankfurt a. M., 3. März. Der Frankf. 3tg." wird aus Amsterdam depeschiert: Die Staatseisenbahnen haben mehrere Arbeiter entlassen, die sich an der Agitation beteiligt haben. In Enschede erklärten sich die meisten Eisenbahnarbeiter für den Streit. Die hiesigen Cigarrenarbeiter werden nicht in den Streik eintreten, da sie sich nicht in die Politik mischen wollen.(!) Haag, 3. März.( W. T. B.) Heute vormittag hat in den Bureaus der Zweiten Kammer die Prüfung der drei mit dem letzten Ausstand der Eisenbahnangestellten zusammenhängenden Gesetzentwürfe begonnen. Die Bureaus wählten zu Referenten zivei Antirevolutionäre, einen Katholiken, einen Liberalen und einen Demokraten. Bündler- Geheimnisse. Am Montag veranstalteten die Bündler in Magdeburg ihre Parade für die Provinz Sachsen. Da gab es die üblichen Reden der Wangenheim und Hahn. Aber es gab noch einige Kleinigkeiten darüber hinaus. Herr v. Wangenheim sprach über die Vorbereitungen sagte, daß sie bisher Geheimnis gewesen sei: Man hatte sich im Wirtschaftlichen Ausschuß so schön ge= einigt und zwar auf Säge von 6,50 M. und 6 M., leidlich hohe Viehzölle und annehmbare Zölle auf andre für uns wichtige Produkte. Auch die Regierung hatte dem zugestimmt. Allein die Arbeit war für den Papierforb; obwohl von der allerhöchsten Stelle erklärt worden war:„ Es wird schon gemacht werden", lagen wir nachher doch wieder drin in der Patsche. Die Parole war plöslich eine ganz andre geworden." " Recht glaubwürdig ist dies neueste Geheimnis" des Herrn v. Wangenheim nicht, schon deshalb nicht, weil man weiß, daß der Kaiser sich überhaupt um die trockene Zollgeschichte nicht besonders gefümmert hat. Herr v. Wangenheim hatte noch eine weitere„ Enthüllung". Ueber die fünftigen Handelsvertrags- Verhandlungen fagte er: " " Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" macht noch tollere Sprünge. Während der Eisenbahnminister selbst erklärt hatte, er denke nicht daran, das Koalitionsrecht seiner Arbeiter anzutasten, meint das Regierungsorgan: " Die socialdemokratische Presse hat dafür ein um so unbeschränkteres Vereins- und Versammlungsrecht auf Grund der Artikel 29 und 30 der preußischen Verfassung verlangt. Dem steht aber das Recht und die Pflicht der Eisenbahnverwaltung gegenüber, für einen nach jeder Nichtung hin fortgesezt ungestörten Betrieb zu sorgen, zumal die Eisenbahnen nicht nur Verkehrsmittel sind, sondern auch eines der hervorragendsten und umfassendsten Landesberteidigungsmittel bilden. Sodann übt die Eisenbahnverwaltung durch die Bahn- und Stredenpolizei staatliche Hoheitsrechte aus. Es ist selbstverständlich, daß solche nicht in die Hände von Angestellten gelegt werden können, denen ein Koalitionsrecht gegen die Anordnungen ihrer Vorgesetzten zur Seite stünde. Da das Eisenbahnwefen der Gewerbe- Ordnung nicht untersteht, so hat die Eisenbahnverwaltung das unbeschränkte Recht und damit im Hinblick auf die beredten Erfahrungen andrer Staaten die Pflicht des Koalitionsverbotes." Mit andren Worten: Jrgend ein Minister hat das Recht und die Pflicht", sich über Verfassung und Gesetz hinwegzusehen, wenn er das für zweckmäßig hält. Der Minister hat die absolute Gewalt, ohne nach Gesetzen zu fragen, zu thun, was er für gut hält: der Uebermensch als Eisenbahnminister, der Absolutismus des Reſſortchefs! Ein Minister, der das Koalitionsrecht verbietet, verlegt seinen auf die Verfassung abgelegten Diensteid. Augen rechts! In einem Leitartikel, der die Neueinteilung der preußischen Landtags- Wahlfreise befürwortet, tröstet die Freis. 3tg." " Wie ich aus zuverläſfigster Quelle weiß, sind die Viehzölle die Konservativen damit, daß auch sie dabei Mandate gewinnen als Kompenfationsobjekte an Rußland ausersehen. Bei den Getreidezöllen, die gebunden, sind keine Konzessionen möglich und könnten. Wenn Berlin 24 Abgeordnete erhält und diese auf 10 bis 12 Wahlkreise verteilt werden, so haben in einzelnen dieser Kreise an den Industriezöllen hat Rußland kein Interesse." Damit aber die viehzüchtenden Bauern durch diese unangenehmen die Konservativen Aussicht, die Mehrheit zu gewinnen, während sie Aussichten nicht etwa zu Vorwürfen gegen die Bündler veranlaßt jegt gänzlich leer ausgehen." Aehnlich verhalte es sich mit Teltowv= Beeskow, dessen beide Mandate voraussichtlich in diesem Jahre den werden könnten, erklärte der Bundesoberst weiter: " Man sagt Ihnen immer, wir thäten nichts für Euch. Das ist Konservativen verloren gehen werden". Was ihn diese zarte Nüdfalsch. Freifinnige und Socialdemokraten haben uns einfach versicht auf die Reaktionäre aufzwingt, verrät der Boltsmann mit den hindert, die Viehzölle zu binden, jetzt aber drehen sie den Worten:" Wenn freilich die Rechtsparteien wie bisher fortfahren, Spieß um und sagen: Seht, die Agrarier haben ihre Getreidezölle die freifinnige Volkspartei bei den Wahlen auch dort heftig zu beins Trockene gebracht und Euch kleine Bauern läßt man im Stich. fämpfen, wo eine starke socialdemokratische Partei im Hintergrunde Dieses Argunient wollen Sie sich für die Wahlen merken und steht, so können die Socialdemokraten in einzelnen Teilen von Berlin einen bestimmenden Einfluß auch auf die Landtagswahlen gewinnen." überall annageln." Leider bleibt dieses Argument aber dennoch richtig. Wenn, was he der große Eugen der so weit überwiegend socialdemokratischen Ein Socialdemokrat Bürgermeister von Kopenhagen. Wie zu allerdings wahrscheinlich ist, die Viehzölle in den Vertragsverhand- Bevölkerung Berlins auch nur einen focialdemokratischen Landtagserwarten war, ist unser Parteigenoffe J. Jensen, der Vorsitzende Lungen in erster Linie als Handelsobjekt benutzt werden, so ist das Abgeordneten zugesteht, winselt er lieber die Reaktion an:" Augen des Gesamtverbandes der Gewerkschaften Dänemarks, am Montag die Schuld derjenigen, die den Zolltarif durchgeführt haben. Selbst rechts! Richtert Euch!" zum Finanzbürgermeister Kopenhagens gewählt worden. Die Wahl die Regierung hätte sich gern auf eine Bindung der Viehzölle einWahlvorbereitungen. erfolgte, wie uns ein Telegramm meldet, mit 19 gegen 15 Stimmen. gelassen, wenn die Agrarier dafür die Bindung der Getreidezölle Aber die Agrarier sorgten zunächst für ihr Korn München. Es wird uns vom 2. März berichtet: Damit ist ein Mann an die Spitze der Verwaltung der dänischen zugelassen hätten. Die Münchener Parteigenossen haben in einer öffentlichen BerHauptstadt berufen worden, der früher Malergeselle war, also und für die Verteuerung der Futtermittel, so aus der Arbeiterschaft hervorgegangen ist, und nun seit Jahren als daß dann eine Bindung der Viehzölle allerdings ganz aus- fammlung die Kandidaten für die beiden Wahlkreise aufgestellt. In München I wird Genosse Georg Birk, in München II Genosse b. Vollmar wieder kandidieren. oberster Leiter der Gewerkschaften sowie als socialdemokratischer geschlossen war. Follethings- Abgeordneter für die Interessen der Arbeiterschaft kämpft. Die bürgerlichen Parteien haben zu den Wahlen bisher noch Mißbrauch der Berufsgenossenschaften zu politischen Zweden beDie Arbeiter Kopenhagens haben dieses Ereignis durch einen Fadel- treibt Baumeister Felisch, konservativer Landtags- Abgeordneter, nicht offiziell Stellung genommen. Liberale Blätter berichten, zug gefeiert, der sich vom Rathaus aus über Vestre Boulevard nach tonservativer Reichstags- Kandidat und Vorsitzender des Vorstandes daß die Liberalen aller Schattierungen einschließlich der National" Socialdemokratens" Gebäude in der Norre Farimagsgade bewegte der Nordöstlichen Baugewerks- Berufsgenossenschaft. Uns liegt ein socialen in München I fich auf die Standidatur des Profeffor und von dort nach dem alten Volkshause in der Nömersgade. Das gedrucktes Cirkular vor, an dessen Spize sich der Vermerk Dr. 20 geeinigt" haben. Die liberale" Augsburger Abendbefindet:„ Nordöstliche Baugewerks- Berufsgenossenschaft". Die Auf- zeitung" bezeichnet diese Kandidatur jedoch als eine wenig glückliche. Haus war illuminiert, ebenso die drei andern Voltshäuser am schrift des" Cirkulars lautet:„ Ein wichtiger Hinweis zur Dr. Lok befize nicht diejenigen Eigenschaften, die nötig sind, um Jagtvej, Klövermarksvej und Enghavevej. besonderen Beachtung". Was aber sagt das Cirkular? gewählt zu werden; er sei Norddeutscher, was bei vielen Wählern Zunächst klagt es, daß durch die vom Reichstage und von den Re- schon ein Stein des Anstoßes sei. Außerdem ist Logz vor einigen gierungen im Jahre 1900 beschlossene Erhöhung des Reservefonds Monaten bekanntlich mit ziemlichem Geräusch aus dem liberalen der gewerblichen Berufsgenossenschaften für die Mitglieder der Berufs- Verein ausgetreten. Bei der letzten Reichstagswahl gab es in München I genossenschaften die Zahlung höherer Beiträge herbeigeführt worden zwischen dem socialdemokratischen und dem liberalen Kandidaten eine Stichwahl, in der das Centrum den Liberalen Schwarz unterstützte fci. Dann fährt es fort: „ Die Anhäufung des Reservefonds ist nicht nötig, aber für und ihm so zum Siege verhalf. Nun haben aber die ultramontanen das ganze Gewerbe schwer schädlich, weil den Genossenschafts- Blätter wiederholt mit aller Entschiedenheit erklärt, daß die Liberalen mitgliedern Betriebsmittel entzogen werden, die sie für ihre Ge- diesesmal auf die Centrumishilfe nicht rechnen dürfen; sie haben schäfte notwendig haben. Es ist daher dringend erforderlich, daß fogar die Meinung ausgesprochen, daß der Socialdemokrat schon im die Vorschrift auf Erhöhung des Reservefonds wieder aufgehoben ersten Wahlgang durchgehen werde. Ob sich diese Annahme erfüllt, Auf alle Fälle aber hat wird. Die Berufsgenossenschaften haben in dieser Richtung ihr läßt sich natürlich nicht voraussagen. möglichstes gethan, an den Genossenschaftsmitgliedern Professor D. Loß die denkbar schlechtesten Aussichten auf das liegt es nun, auch ihrerseits soviel dazu beizutragen, wie es Reichstags- Mandat. ihnen möglich ist. Die Arbeiterschaft hat alle Ursache, diesen Tag zu feiern. Zwar bricht mit der Wahl Jensens nicht das socialdemokratische Zeitalter für Kopenhagen an, und das ist selbstverständlich, denn die Macht befugnisse eines Bürgermeisters der dänischen Hauptstadt sind sehr beschränkt, aber daß ein Socialdemokrat als oberster Verwaltungsbeamter gewählt wurde, ein Arbeiter, das ist ein so bedeutsames Zeichen für den Siegeszug der Arbeiterklasse, daß eine Feier wohl am Plage ist. Die Befürchtung, daß der neue Bürgermeister von der Regierung Das wäre nicht bestätigt werden könne, erscheint unberechtigt. jedenfalls ein gewagtes Stück für eine radikale Regierung, die felbft was man früher auch nie für möglich gehalten hätte einen wirklichen Bauern in ihrer Mitte hat. Es erscheint darum schon als etwas Selbstverständliches, daß das socialdemokratische Kopenhagen einen Arbeiter an der Spitze der Verwaltung hat. Die fünfundzwanzigjährige Jubiläumsfeier der Papst- Krönung ist heute in Rom mit großem Pomp und unter gewaltigem Zulauf begangen worden. Auf die Entfaltung ungewöhnlicher, die schauIuftigen Massen fascinierender Pracht versteht sich die katholische Kirche besser noch als irgend eine weltliche Autorität. Wenn schon bei uns in Deutschland die Firmungsreise eines Bischofs den Charakter eines Triumphzuges annimmt, so kann man sich denken, daß an Prachtaufwand mit der römischen Krönungsfeier höchstens die indische Krönungsfeier im Januar dieses Jahres in Konkurrenz treten dürfte. Die Nachfolger des Stifters des Christentums, der nicht hatte, wohin er sein Haupt legen konnte, denken über den irdischen Glanz wesentlich anders als der Zimmermannssohn aus Nazareth. In die Vorbereitung für die zukünftige Reichstagswahl ist vielfach bereits eingetreten. Hier bietet sich Gelegenheit, für die Aufhebung der betreffenden Borschrift zu wirken. Deshalb empfehlen wir Ihnen, den Kandidaten für den Reichstag Ihres Wahlkreises über seine Stellungnahme zu der in Rede stehenden Vorschrift zu befragen, und ihm, wenn möglich, das Versprechen abzunehmen, für die Beseitigung derselben zu stimmen. Ju Hagen wurde der Abgeordnete Richter als freifinniger Kandidat neu bestätigt. In einer Wählerversammlung wiederholte Herr Richter, um die Feigheit der eignen Partei zu beschönigen, die üblichen Unsinnigkeiten gegen die socialdemokratische Zolltaktik. Gegen die Realtionsparteien sprach Richter, nach dem Bericht der Rh. W. 8tg." faum mit einem Wort; er will ja mit ihrer Wahlhilfe wiedergewählt werden. Ihr persönliches Intereffe und das Interesse Ihrer Kollegen Dr. Dertel wieder als standidat der Konservativen, der AntiIm 9. fächsischen Wahlkreise( Freiberg) ist der jegige Vertreter fowie das Allgemeinwohl fordern dieses." Unterzeichnet ist das Cirkular, welches die Interessen einzelner femiten und des Bundes der Landwirte aufgestellt worden. Die Unternehmer liebenswürdig in das Intereffe des Allgemeinwohles Nationalliberalen haben nach der Kartellabmachung auf einen eignen verfälscht, mit den Worten:" Der Genossenschaftsvorstand. Felisch." Kandidaten verzichtet; es muß ihnen eine angenehme Aufgabe sein, Herr Felisch betreibt Wahlagitation innerhalb der berufs- für den Oberhäuptling der Handelsvertrags- Feindschaft einzutreten! genossenschaftlichen Organisation, die nach den Gesetzen feinen andren Aufgaben zu dienen hat als den berufsgenossenschaftlichen. Herr Felisch mag als Privatmann unter seinesgleichen, so viel ihm beliebt, für die Wahl von Kandidaten agitieren, die den Interessen der Berufsgenossenschaft dienen; für den Vorstand der BerufsUnd nebenbei: Auf wessen Kosten ist denn das liebliche Wahl genossenschaft ist solch Verfahren ungehörig und unerlaubt. Cirkular gedruckt und verbreitet worden? Etwa aus dem Sädel der Baugewerks- Berufsgenossenschaft? das Ausland. Frankreich. In der Kammer wurden am Sonnabend die Debatten über das Noch in andrer Hinsicht läßt sich ein Vergleich ziehen zwischen Staatsmonopol auf Allohol zu Ende geführt. Die Budget- Kommission hatte unter Artitel 24 d einen Antrag eingebracht, wonach der Staat der Krönungsfeier in Rom und in Indien. Hier wie dort glänzender vom 1. Januar 1905 an Monopol auf Brunk und glänzende Nichtigkeit. Es wäre sehr falsch, die Macht Fabrikation, Raffinerie, Importation und Verkauf von Alkohol und den Einfluß des katholischen Klerus unterschätzen zu wollen, aber erhalten sollte. Vom Augenblick der Veröffentlichung das Krönungsjubiläum ist darum doch nichts andres, als ein hohles Das Koalitionsrecht der Eisenbahnarbeiter. Welcher Unsinn in Gesetzes an sollten neue Konzessionen auf Gastwirtschaften Schaugepränge. Die Macht der Stirche stützt sich auf ihre ungeheuren der reaktionären Presse zu Tage gefördert wird, um den Eisenbahn- nicht mehr erteilt werden. Jaures war der wesentlichste Befürmateriellen Machtmittel, auf die brillante Organisation ihrer Hierarchie, arbeitern das verfassungsmäßig, garantierte Koalitionsrecht zu worter des Projekts und hat im Laufe der Debatten berauf die Rückständigkeit der von ihr beherrschten Massen. Aber von nehmen, dafür ist eine Aeußerung der Konservativen Korrespondenz" schiedene Male das Wort genommen, um seine Projekte zur Annahme zu empfehlen. Der Finanzminister Noubier erklärte, daß die Frage der heutigen Krönungsfeier durchzudt fein Strom verjüngenden charakteristisch, die folgendes schreibt: des Größere Aussichten hat das Monopol auf Petroleum, über welches im Anschluß hieran diskutiert wurde. Der socialistische Deputierte Coutant unterbreitet eine Resolution, in welcher die Regierung ersucht wird, baldmöglichst ein Projekt betreffend die Verstaatlichung der Petroleum- Raffinerien vorzulegen. Der Finanzminister erklärt, daß er diese Resolution acceptiere, und dieselbe wird fodann mit 319 gegen 188 Stimmen angenommen. noch nicht reif sei und verlangte die Rückverweisung des Antrages, werden doch die Verhältnisse dahin führen. Wir wünschen, Bilanz aufzustellen, da die Bücher in musterhafter Ordnung gewesen und aller der zu demselben eingebrachten Amendements an eine daß die Entscheidungen in der Wasserbau Verivaltung jetzt feien und eine volle Uebersicht über die Vermögenslage gewährt Specialkommission. Vaillant beantragt eine Resolution, wonach von dem Minisier selbst getroffen werden. Würde aber hätten. Er habe keinerlei Wahrnehmung gemacht, die darauf schließen die Regierung aufgefordert wird, bis zum Jahre 1905 der für dies Wasserbau Wesen ein besonderer Unterstaatssekretär ließ, daß Erner eine Täuschung der Gläubiger der Bank versucht habe. Kammer ein Projekt betreffend das Staatsmonopol auf eingefeßt, so würde dieser vielfach selbständig Entscheidungen zu Sodann werden mehrere Briefe verlesen, aus denen hervorgeht, Alkohol vorzulegen. Nach Beendigung der Generaldiskussion wird treffen haben. Daher werden wir für die Aenderung der Kommission daß Erner der Firma S. Bleichröder auf eine Anfrage nach mit 346 gegen 189 Stimmen beschlossen, sämtliche Anträge an eine stimmen, die den Wünschen des Herrn Ministers nach Entlastung der Höhe der Treberengagements bei der Leipziger Bank unrichtige Specialkommission zurückzuverweisen. ebenfalls in weitgehendem Maße entgegenkommt. Auskunft erteilt hat. Wegen dieser Angelegenheit war Egner ivegen Ein Regierungskommissar betont, daß die Schaffung eines Unter- Verschleierung verurteilt worden. Erner erklärt, er hätte der Firma staatssekretärs, die eventuelle spätere lleberführung der Wasserbau- Bleichröder nicht mehr mitteilen dürfen als andern Aktionären. Die Abteilung an das landwirtschaftliche Ministerium nicht hindern könnte. Firma Bleichröder, die ein Guthaben von 4 Millionen Mark hatte, zu bewilligen und den Kommissionsantrag abzulehnen. Aus meiner engagements befannt geworden wäre, hätte sie den Konkurs der Wenn ihr die Höhe der TreberAbg. Frhr. v. Zedlis( ft.) bittet die Forderungen der Regierung fei nicht geschädigt worden. langen parlamentarischen Erfahrung kann ich mich nicht entsinnen, Leipziger Bank beantragen müssen und nur an die Konkursmajse daß einem Minister, der um einen Vertreter zu seiner Entlastung eine Forderung gehabt. So habe die Firma Bleichröder noch vor lehnung würde direkt ein Mißtrauensvotum für den Minister bedeuten. bat, diese Forderung nicht bewilligt worden wäre. Eine solche Ab- Ausbruch des Konkurses 3 Millionen zurückerhalten. Die Frage, ob später einmal die Wasserbau- Abteilung der landwirtschaftlichen Verwaltung zugeteilt werden könnte, muß hier ganz ausscheiden, denn daran ist vorläufig nicht zu denken. Kommissionsantrag eintreten, so liegt darin nicht der Schimmer Abg. v. Arnim( f.): Wenn meine politischen Freunde für den eines Mißtrauensvotums gegen den Herrn Minister. Wir wollen nur nicht, daß die Möglichkeit, die Wasserbauverwaltung dem Landwirtschafts- Ministerium zu unterstellen, in weite Ferne gerückt wird. Abg. Daub( natl.) tritt für die Forderung ein. Die„ Guten Hirten" von Nanch. Der Appellationshof von Nanch hat nunmehr in der Klagefache von Fräulein Lecoanet gegen die Kongregation der Guten Hirten das Urteil gefällt. Die Ordensgesellschaft wurde zu einem Schadensersatz von 10 000 Frank sowie zur Tragung fämtlicher Unkosten verurteilt. In den Motiven wird gefagt, es sei Fräulein Lecoanet gelungen, den Wahrheitsbeweis für ihre Behauptungen anzutreten. Es handelt sich bekanntlich hier um das Fräulein, welches im Jahre 1877 als Waise in das Wohlthätigkeits- Institut" der Guten Hirten aufgenommen wurde, und welches dort gleich wie ihre Leidensgefährten, bei der Wäscherei und andren Näharbeiten dermaßen ausgebeutet worden ist, das sie das Sehvermögen verloren hat. " Generalfonsul Dr. Paul Schwabach, Mitinhaber der Firma S. Bleichröder- Berlin, erklärt, seine Firma habe mit der Leipziger Bank im regen Geschäftsverkehr gestanden und daher ein großes Interesse daran gehabt, zu erfahren, ob die Angriffe der flare Auskunft gegeben habe, habe seine Firma ihre Engagements Frankfurter Zeitung" auf Wahrheit beruhten. Da Erner feine bei der Leipziger Bank von vier auf eine Million reduziert. Bei dent Ausbruch des. Konkurses habe die Firma noch 400 000 W. bei der Konkursmasse anzumelden gehabt und außerdem eine halbe Million nominal Leipziger Bankaftien besessen, die ziemlich hoch in den Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Durch die Haltung der Konservativen Büchern geftanden hätten, durch den Konkurs aber wertlos geworden gewinnt diese Angelegenheit, die ja finanziell von ganz unter fcien. Hätte Erner die Wahrheit geschrieben, so würde seine Firma geordneter Bedeutung ist, doch eine gewisse tonstitutionelle fofort der Leipziger Bank die Ultimogelder gekündigt haben. Die Herren fürchten, daß durch die Schaffung Auf Befragen des Verteidigers, Justizrats v. Gordon, beDie Debatten über das Unfallversicherungs- Gesez find an einem eines Unterstaatssekretärs der gegenwärtige Resfortzustand bemerkt der Zeuge, wenn er erfahren hätte, daß die Treberengagements entscheidenden Wendepunkt angekommen. Die Dis feftigt werde, wonach dem Minister der öffentlichen Ar- 85 Millionen betrugen, würde er gesehen haben, daß die Leipziger fussionen, welche bereits einige Wochen andauern, haben gezeigt, beiten auch die ganze Wasserbau- Verwaltung, unterſtellt ist, und Bank vor dem Konkurs ſtehe. Ob seine Gesellschaft vor dem Konkurs daß über das Projekt soweit auseinandergehende Auffassungen sie wünschen, daß diese Verwaltung dem Landwirtschafts- Ministerium Aktien der Leipziger Bank verkauft habe, könne er nicht sagen, er herrschen, daß es kaum möglich sein wird, innerhalb der angegliedert werde. Das Vorgehen der Konservativen bedeutet direkt wie jedoch, daß seine Firma noch zwei Tage vor dem Konturs Kammer zunächst zu einer Verständigung zu gelangen. Die einen Eingriff in das Recht der Exekutive der Regierung. Die Rück- Aftien der Leipziger Bank gekauft habe. Klerikalen selbst sind in ihrer Meinung geteilt. Der Deputierte sichtslosigkeit, mit der die Herren hier vorgehen, steht Justizrat v. Gordon beantragt, daß die Rechtsanwalte Belgien. Das Unfallversicherungs- Gesez in der Kammer. bis Donnerstag zu vertagen. die Bilanz noch der Rechenschaftsbericht vom Februar 1901 gewähre Sachverständiger Kommerzienrat Sicßfind erklärt, weder ein Bild der Geschäftslage der Leipziger Bank. Das Treber= müssen, größere Reserven zurückzustellen und nicht noch aus anverengagement hätte jedenfalls erwähnt werden müssen. Das persönliche Ehrgefühl hätte die Verwaltung der Leipziger Bank veranlassen trautem fremden Gelde Dividende zu zahlen und Tantiemen zu er de Broqueville machte deshalb den Vorschlag, den Entwurf und die in sonderbarer Disharmonie mit ihren sonstigen Beteuerungen, 3ehme und Rosenthal als Zeugen geladen werden, die begroße Zahl der hierzu gestellten Unteranträge an eine Special- daß fie auf das nachdrücklichste die Exekutive der Regierung funden würden, daß, nachdem die wahre Sachlage bekannt gewesen fommission zu nochmaliger Durchberatung zurückzuverweisen. und das Recht der Krone wahren.( Sehr richtig! links). As unter fei, am 25. Juni 1901 ein aus Sachverständigen bestehendes KonEs müsse ein Werk geschaffen werden; nicht das einer dem Fürsten Bismard der Reichstag einmal einen dritten fortium sich bereit erklärt habe, das erforderliche Kapital für die Partei, sondern ein nationales Wert, an dessen Zustandekommen alle Direktor im Auswärtigen Amt nicht bewilligen wollte, waren Fortführung der Geschäfte der Leipziger Bank aufzubringen, und daß Parteien in gleicher Weise beteiligt und interessiert seien. Eine es gerade die Herren Konservativen, die auf das Leb- dieser Plan nur durch das Erscheinen des Communiqués gescheitert Weiterberatung im gegenwärtigen Moment habe keinen Zweck. Hymans hafteste gegen einen derartigen Eingriff in die Erekutive der Ne- sei. Nosenthal werde außerdem noch bekunden können, daß am von den Liberalen und Vandervelde für die Socinlisten erklärten ihr Ein- gierung protestierten( hört! hört! links) und in der konservativen 3. Juli 1901 ein ebenfalls aus Sachverständigen bestehendes Konverſtändnis mit dieſem Vorschlag. Der Minister Francotte jedoch sprach Presse erhob sich ein Höllenspektakel. Wir sind der Meinung, daß klare fortium sich bereit erklärt habe, Schmidt zur Fortführung der Ges sich entschieden gegen jede Verzögerung aus und verlangte die Rechte der Erekutive nicht durch Eingriffe des Parlaments ge- schäfte drei Millionen zur Verfügung zu stellen. Der Gerichtshof Beratung der einzelnen Artikel. Woeste, der Führer der klerikalen schmälert werden dürfen und werden daher für den Unterstaats- beschließt, dem Antrage stattzugeben. Mehrheit, trat für die Vertagung der Abstimmung über den Antrag sekretär stimmen. Mehr werde ich nicht sagen, sonst wirft mir der Broqueville ein; es müsse der Regierung Gelegenheit gegeben Herr Minister wieder vor, ich hätte eine Wahlrede gehalten. werden, sich vorerst mit ihrer Mehrheit zu verständigen. Unter( Heiterkeit.) großem Widerspruch der Opposition wurde beschossen, die Diskussion Recht, in solchen Organisationsfragen unsern Einfluß geltend zu Abg. v. Savigny( C.): In unsrem Budgetrecht liegt auch das machen. Die Verteidigung des Rechtes der Erekutive durch Herrn Dr. Barth machte bei der Gesellschaft, in welche dieser Herr im Reichstage geraten ist, einen eigentümlichen Eindruck.( Unruhe links.) Abg. Krieger( frs. Bp.): Ich kann mich den Ausführungen des Herrn Dr. Barth nur anschließen. Abg. v. Löbell( k.): Wir wollen auch auf den Minister keinen Zwang ausüben, sondern befinden uns vielmehr in der Defensive. in der„ Vossischen Zeitung" wurde bereits am 12. Januar, also bevor der Etat bekannt war, die Schaffung dieses neuen Unterstaatssekretärs angekündigt und begrüßt, weil damit dem Bestreben gewisser Kreise, die Wasserbau- Verwaltung dem LandwirtschaftsMinisterium anzugliedern, ein für allemal ein Ende gemacht würde. Diese Aeußerung kann doch nur aus dem Ministerium der öffent lichen Arbeiten stammen. Minister Budde: Ich habe die Notiz seiner Zeit auch gelesen, sie entbehrt jeder thatsächlichen Unterlage. Notizen berichtigen sollte, müßte ich mir noch eine ganze Anzahl von Wenn ich alle solche Räten mehr erbitten.( Heiterfeit.) Italien. Für und gegen den Papft. Im Gemeinderat der Stadt Rom ist ein Konflikt zivischen den Liberalen und Klerikalen ausgebrochen. Die Klerifalen, 30 unter 80 Abgeordneten, verlangten die Absendung einer Adresse an den Papst gelegentlich seines 25 jährigen Jubiläums. Die Liberalen widersetzten sich dem und so zogen die Klerikalen vom Kapitol hinab, um für sich allein eine Ergebenheitsadresse an den Papst zu richten. England. Der Denaby- Prozeß. London, 28. Febr.( Eig. Ber.) Die Bergwerksbefizer von Denaby Berechnen den ihnen durch den Streit verursachten Schaden auf 120 000 Pfd. Sterl.( 2,4 Millionen Mark). Die Regreßflage wird in den nächsten Tagen eingereicht werden und ist gegen die Föderation der Bergleute von Yorkshire gerichtet, im letzten Grunde gegen den allgemeinen Verband der britischen Bergleute, dem die prozessierte Gewerkschaft angehört. Ein Schlußantrag wird hierauf angenommen, Persönlich erklärt Abg. v. Arnim( f.) gegenüber dem Abg. Barth, daß es ihm fern gelegen habe, in das Recht der Krone einzugreifen. In der Abstimmung erheben sich für den Titel 2 nach der Regierungsvorlage die beiden freisinnigen Parteien, die und Freikonservativen, ant= heben. sei noch niemals vorgekommen, daß eine Bank von 48 Millionen Sachverständiger Direktor Herrmann pflichtet dem bei. Es forderliche Deckung geliehen habe. Ebenso unbegreiflich sei es, die Aftienfapital 91 Millionen an eine Industriegesellschaft ohne cr= 22 Millionen Wechsel von den Aufsichtsrats- Mitgliedern der TreberGesellschaft als üblichen Umsatz zu bezeichnen. Plaut schließt sich diesen Ausführungen an. Der Rechens fchaftsbericht sei eine Verschleierung stärkster Form. Selbstverständ lich hätte keine Dividende gezahlt werden dürfen; dann wären die Aktien allerdings gefallen. Professor Lambert erachtet ebenfalls eine Verschleierung für vorliegend, die Abschreibungen der Reserven erklärt, die Verwaltung der Leipziger Bank fei jedenfalls verpflichtet halte er nicht unbedingt für erforderlich. Sachverständiger Plant den fie nach gewissenhafter Prüfung annehmen mußte. gewesen, die Debitoren nach dem Werte in die Bilanz einzustellen, L Der Geschäftsgang in der Porzellanindustrie ist in den Haupts centren noch immer ungünstig. Die Aufträge sind meist so gering, daß eine weitgehende Betriebseinschränkung erfolgen muß. In Berlin ist nicht nur die Arbeitszeit verkürzt, es fanden in letzter Zeit auch öfter Entlassungen wegen Arbeitsmangels statt. In der sehr verbreiteten Hausindustrie drücken die Kleinmeister die Preise start herab. In Meißen, wo außer der königlichen der Betrieb sowohl in den Privatfabriken wie in der königlichen Manufaktur noch zwei private Etablissements vorhanden sind, ist Dem Bergarbeiter- Verband ist bekanntlich durch Gerichtsbeschluß intersagt worden, die Streifenden durch Geldmittel zu unterstügen, weil der Streit der dortigen Bergleute wider das Gesetz verstoße. Die Streifenden werden jedoch aus andren Quellen genügend unterſtüßt. Den Unternehmern gelingt es nicht, Streifbrecher heranzuziehen, weil die Ausständigen zahlreiche Streitbrecherposten auf- Nationalliberalen stellen. Viele Bergarbeiter Familien, die bekanntlich aus ihren den scheinend die Minderheit. Unternehmern gehörenden Wohnhäusern vertrieben wurden, sind in Präsident Kröcher bittet um die Gegenprobe. Es erheben Zelten untergebracht, und haben stark unter der jetzigen rauhen sich das Centrum und die Konservativen. Witterung zu leiden. Präsident Kröcher: Das Bureau ist einig, daß jezt die Minder- Manufaktur teilweise beschränkt. Ieberstunden werden nur von Allgemeine, andauernde Bewegung.) heit steht; der Titel ist also nach der Regierungsvorlage angenommen. Die Bergleute gegen den Ausfuhrzoll auf Kohle. In einer Konferenz, auf welcher 716 000 organisierte Berglente vertreten ivaren, wurde eine Resolution angenommen, in welcher es heißt, daß die Bergleute nach wie vor gegen die Erhebung eines Ausfuhrzolles auf Kohle Protest einlegen. Der Zoll habe die englische Kohlenindustrie in schädigender Weise beeinflußt. Es wurde eine Delegation gewählt, welche beim Schazkanzler die Aufhebung des Zolles fordern soll. Rußland. Die weitere Debatte ist unerheblich. fegung der Etatsberatung.) Nächste Sizung: Mittwoch 11 Uhr.( Kleinere Vorlagen. Fort- Tagesarbeitern 12 bis 15 M. In Köln- Ehrenfeld ist der Betrieb Schluß 4 Uhr. Partei- Nachrichten. Solchen Arbeitern gemacht, die beim Brennen beschäftigt sind. Im ganzen find zur Zeit in Meißen ca. 950 Arbeiter thätig. Der Wochenverdienst beträgt bei Accordarbeitern ca. 25 M., bei insofern eingeschränkt, als die Arbeit an die Accordarbeiter mur mangelhaft ausgegeben wird, wodurch die Accordarbeiter vielfach gezwungen find, mehr oder minder lang zu feiern. Die Accordlöhne schwanken zwischen 16 und 36 M. pro Woche. An Orten, wo die Porzellanmanufaktur weniger stark ent widelt ist, gelingt es den einzelnen Betrieben, sich über die ungünstigen Zeiten besser hinwegzufezen. So sind in MagdeburgNeustadt. die Porzellanarbeiter zur Zeit ziemlich voll beschäftigt. Auch in Düsseldorf findet volle Beschäftigung statt. Doch übt der starte Andrang von außerhalb einen ungünstigen Einfluß auf die Parteipresse. Die Parteigenossen des Wahlkreises Offenbach Brutale Verabschiedung finnländischer Richter. Gegen das Ver- haben beschlossen, am 1. Juli 1903 das„ Offenbacher Abend halten des Gouverneurs General Kajgorodorf bei den Straßen- blatt" in Barteiregie zu übernehmen. Die lebergabe durch den demonstrationen, die am 18. April vorigen Jahres in Helsingfors bisherigen Eigentümer Genoffen Ulrich erfolgt ohne Entschädigung. stattfanden, waren bei dem Hofgericht in Alabo mehrere Privatklagen Der Druck des Blattes wird Ulrich auf 10 Jahre übertragen. Wenn Löhne aus. In München ist die Arbeitszeit ebenfalls regelmäßig. eingelaufen, worauf das Hofgericht das Rathausgericht in Helsingfors die Parteigenossen das Blatt in eigner Druckerei herstellen wollen, Entlassungen sind gegenwärtig ebenso wenig zu gewärtigen wie Neuanties, eine Untersuchung über das Verhalten des Gouverneurs so müssen sie als Entschädigung dafür die Druckerei Ulrichs kaufen. einstellungen. vorzunehmen. Auf dieses durchaus pflichtgemäße Vorgehen des Hof- Das Blatt ist jetzt schuldenfrei. gerichts hat die russische Regierung dadurch geantwortet, daß sie Die„ New Yorker Boltszeitung" feierte dieser Tage rheinisch- westfälischen Kohlensyndikats, die, wie gestern berichtet wurde, Kartell Enquete. Nach der Untersuchung der Verhältnisse des 16 Mitglieder des Gerichts verabschiedete, und zwar ohne das Jubiläum ihres 25 jährigen Bestehens. Pension, und andre an ihrer Stelle ernannte. Es ist das beihren Anfang genommen hat, soll zunächst über die oberfanntlich nicht das erste Attentat, das die russische Regierung gegen Totenliste der Partei. In Dortmund starb im Alter von schlesische Kohlenkonvention, das westfälische Coatssyndikat und die finnländische Gerichtsbarkeit ausübt. So wurden bereits früher 48 Jahren der Schneider August Labeth, der sowohl auf gewerk- das sächsisch- thüringische Braunkohlensyndikat und darauf über neun Assessoren vom obersten Gericht verabschiedet. Ebenso arbeitet schaftlichem wie politischem Gebiet vorbildlich gewirkt hat. die wichtigsten Kartelle der Eiſenindustrie verhandelt werden. sie beständig daran, die finnischen Beamten durch russische oder Fern von der Heimat, auf einer Reise in Tunis, starb der Wie es heißt, werden die Erhebungen sich über 35 Kartelle russische Gesinnung zeigende zu ersetzen. Barteigenoffe Richard Künzel, Musterzeichner in Wurzen erstrecken; vermutlich aber wird Diese Zahl im Verlaufe ( Sachsen). Seine Freunde widmen ihm in der Leipziger Volts- ger Enquete noch erhöht werden. Man rechnet nach der„ C. C." an zeitung" einen warmen Nachruf, worin sie seine eifrige agitatorische fachkundiger Stelle mit einer mehrjährigen Dauer der Parteithätigkeit rühmen. Kartell Enqnete. = Aftonbladet" meldet aus Aabo: Am Sonnabend haben alle noch im Amte befindlichen Mitglieder des Hofgerichts in Aabo mit Ausnahme eines regierungsfreundlichen Aktuars und eines Registrators ihr Abschiedsgesuch eingereicht. Außerdem reichten von den 16 außerordentlichen Mitgliedern des Hofgerichtes 15 Gesuche um Befreiung vom Dienste ein. Abgeordnetenbaus. 35. Sigung vom Dienstag, den 3. März, 11 Uhr. Am Ministertische: Budde. Die zweite Beratung des Etats der Bauverwaltung wird fort gesezt beim Kapitel Ministerium". Zum Titel 2 beantragt die Kommission statt: 1 Unterstaatssekretär mit 18 000 M. 1 Direktor 15 000 " Wahlkreis Prenzlau- Angermünde. Sonntag, den 8. März, nachmittags 1 Uhr, findet in Schwedt a. D., im Lokale des Herrn Rahn eine Streiskonferenz statt. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. 2. Aufstellung eines Kandidaten. Aus Industrie und Handel. Der Fall Erner". Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Bäckerstreit bei Goldacker dauert unverändert fort. Seitens der Kontrolleure und einiger diensteifrigen Verkäuferinnen wird dem Publikimi erzählt, der Streik sei beendigt. Dies ist unwahr. Herr Goldacker will freiwillig nicht nachgeben. Er hat zu Dritten geäußert, wenn die alten Arbeiter zu ihm kommen und um Arbeit Leipzig, den 3. März 1903. Der gerichtliche Konkursverwalter der Leipziger Bank, Notar also: wenn sich die Streifenden anbetteln, stellt er sie sofort wieder nachfragen würden, würde er sie sofort wieder einstellen. Das heißt Otto Freytag, sagt aus, die Konkursverwaltung habe bisher ein und wirkt natürlich auch die zum großen Teil unbrauchbaren 30 Broz., später noch 20 Proz. Konkursdividende bezahlt. Ein Streitbrecher hinaus. Für eine solche unwürdige Aufnahme der großer Teil der Aktionäre habe als Gläubiger Ansprüche erhoben Arbeit bedanken sich allerdings die Streikenden. Die Schreiben und zu sehen: 2 Direttoren mit je 15 000 m. unter der Behauptung, sie seien durch die in der Verwaltung der sonstigen Mitteilungen der jezigen und früheren Verkäuferinnen und Abg. v. Wangenheim( f.) tritt dafür ein, daß die Wasserbau Bank begangenen Verschleierungen zum Ankauf von Aktien verans fogar Lehrmädchen an die Streifleitung mehren sich und wird dieVerwaltung an das landwirtschaftliche Ministerium überwiesen wird. laßt worden. Wenn diese Ansprüche abgewiesen würden, könnten Diese Entwicklung würde durch die Schaffung eines Unterstaats- noch ungefähr 15 Proz. verteilt werden. Es seien 95 Millionen selbe von deren Leidensgeschichten ein besonderes Flugblatt heraussekretärs für das Wasserbautvesen bei diesem Etat weiter auf- Passiva angemeldet worden. Ein großer Teil davon werde aber von gebent. geschoben werden; daher werden meine Freunde gegen diese For- der Konkursverivaltung bestritten, so daß die Passiva 74 bis 76 Unbegründete staatsanwaltliche Aktionen gegen Streifende. derung stimmen. Millionen betragen. Als Obligo der Treber- Gesellschaft habe die Wie wir vor furzem berichteten, ist gegen mehrere Minister Budde: Es besteht nicht die Absicht, eine Aenderung Konkursverwaltung 91 Millionen angemeldet. Man habe sich jedoch Klempner ein Vorverfahren wegen Landfriedensbruchs eineintreten zu lassen in den Beziehungen der Wasserbau- Verwaltung durch Vergleich mit der Konkursverwaltung der Treber- Gesellschaft geleitet worden. Das Verbrechen soll anläßlich des Klempnerstreits zum Etat des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten. Der neu zu auf 56 Millionen geeinigt. Davon seien bisher an die Konkurs- begangen worden sein. Die Angeschuldigten waren sich zwar feiner fchaffende Unterstaatssekretär soll lediglich zu meiner Entlastung verwaltung der Leipziger Bank 2 Broz. gezahlt worden. Bur Handlungen bewußt, durch die sie den Landfrieden gebrochen haben, dienen, die absolut notwendig ist. verläufigen Weiterführung des Treber- Unternehmens habe die Kon- aber es waren doch Belastungszeugen gegen sie aufgeboten worden, Der Vorstand des Bäckerverbandes. Abg. v. Savigny( C.): Wenn auch jetzt nicht die Absicht besteht, fursverwaltung 500 000 M. gegeben. Der Zeuge erklärt ferner, unter denen an hervorragender Stelle der berüchtigte Klempner eine andre Organisation des Wasserbau- Etats herbeizuführen, so es sei ihm in verhältnismäßig furzer Zeit möglich gewesen, eine Moser stand, der sich sowohl als Streifbrecher wie als Raubmörder einen üblen Nuf erworben hat und wegen Mordversuchs zur Zeit im werden, wollen sie am 1. April in den Streik treten. Sociales. fei. " Zuchthause sitzt. Was dieser und andre„ Ehrenmänner" über den Stuccateure in Groningen haben beschlossen, die Arbeit bei Krankenkassen, die so schlecht ständen, bald ein; hier, wo es sich Die nie über 3000 Mark hinausgekommen. Sonst schreite die Behörde angeblichen Landfriedensbruch organisierter Arbeiter zu fagen am 2. März niederzulegen. Sie verlangen Lohnerhöhung. Die um eine Innungskaffe handle, habe sie noch nichts gethan. Die wußten, reichte jedoch zur Erhebung einer Anklage nicht aus. Die Bleiarbeiter in Apeldoorn befinden sich wegen Lohn- Kollegen in der Kasse hätten wiederholt die Auflösung und den Staatsanwaltschaft hat deshalb den Angefchuldigten mitgeteilt, daß forderungen im Streit.- Der Streit der Gigarren- Uebertritt zur Ortstasse angeregt. Die Innung weigere sich aber das Verfahren gegen sie eingestellt ist. arbeiter in Deventer ist nach neunwöchiger Dauer zu mit der Motivierung, sie wolle nicht wieder Scherereien haben. Mit Ebenso verlief ein andres Verfahren gegen streifende Arbeiter. Gunsten der Arbeiter beendet worden. Die Bäder in diesen Scherereien" meinten die Herren die Thatsache, daß der Unfre Leser werden sich erinnern, daß die Arbeitgeber- Zeitung" Leeuwarden haben Forderungen an die Arbeitgeber gestellt. Stassierer der Orts- Krankenkasse in strengster Erfüllung seiner Pflicht mit unverfrorener Dreistigkeit streikende Former der Firma Wolter Sie verlangen besonders Abschaffung der Nachtarbeit. beschuldigte, in dem vom Streik betroffenen Betrieb bei Nacht und Zaandam befinden sich die Metallarbeiter der großen In unnachsichtlich gegen die Restanten unter den Meistern vorgegangen Herr Saeger, der bereits im November der Staatsanwaltschaft Rebel eingebrochen zu sein, Werkzeuge und Formen zerstört und andre Fabrik von Westermann im Streik. angezeigt wurde, soll jezt inhaftiert worden sein. Es entspann Gewaltthaten verübt zu haben. Diese Angelegenheit ist durch die fich eine lebhafte Debatte, in der den kranken Kollegen zum Vorwurf Polizei, die es zweifellos nicht an dem bei solchen Gelegenheiten gemacht wurde, daß sie die Scheine unterschrieben hätten, bevor üblichen Eifer hat fehlen lassen, eingehend untersucht worden, aber Saeger die Summen hineinschrieb. Dadurch wäre es S. nur möglich es hat sich nichts Belastendes für die Streifenden ergeben. Die Arbeitgeber- Zeitung" schrieb seiner Zeit, die Untersuchung sei geworden, höhere Sätze, als ausgezahlt wurden, auf den Scheinen zu vermerken und den Mehrbetrag einzustecken. Klingner betonte im Gange und werde ziveifellos ergeben, daß die Streifenden die In der soeben erschienenen Nummer 22 der Neuen Zeit" be- noch, daß der Magistrat als Aufsichtsbehörde bezw. sein Vertreter Schuldigen sind. Wird das Unternehmerblatt, dessen Chefredakteur schäftigt sich Genosse Wurm bei der Besprechung der Novelle zum bei der Revision die Fehler auch nicht gefunden habe. Die Ver fo empfindlich gegen Stränkungen der eignen Ehre ist, daß er Ver- Krankenversicherungs- Gefeß mit unsern Darlegungen über die Be- sammelten sprachen in einer Resolution einstimmig ihre Enttreter von Arbeiterinteressen wegen Beleidigung allerdings ohne deutung des§ 16 des Invalidengesetzes und bezeichnet sie als irrig. rüstung aus über die Vorkommnisse in der Innungs- Krankenkasse den gewünschten Erfolg vor den Richter forderte, die den Dann schreibt er: und verpflichteten sich, dahin zu wirken, daß die Jnnungskasse aufstreifenden Formern angehängte ehrenkränkende Beschuldigung nunmehr zurücknehmen? gelöst und ihre Mitglieder der Ortskaffe zugeführt würden. Darauf wurden Branchenangelegenheiten besprochen. Es wurde festgestellt, daß vielfach statt der 1900 errungenen neunstündigen Arbeitszeit wieder die zehnstündige Arbeitszeit üblich sei und weniger als der Minimallohn von 24 M. gezahlt werde. Man verpflichtete sich, in cine energische Agitation für den Anschluß an den Holz" Achtung! Former und Gießerei- Arbeiter. Bei der Firma Gradenwiz haben die Kollegen wegen Abzüge die Arbeit niedergelegt. Der Betrieb ist gesperrt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Die Gießerei von Eitner ist ebenfalls noch ge fperrt. Die Aussperrung der Täschner betreffend, ersuchen uns die Herren Rob. Loth und Wilhelm Strube im Namen der Fabrikanten Vereinigung bezüglich des in unsrer gestrigen Nummer enthaltenen Berichts um Aufnahme folgender Berichtigung: Juvalidenversicherung und Krankenversicherung. " Wenn für Erwerbung der vorübergehenden Invalidenrente dieselbe Stufe der Erwerbsunfähigkeit erreicht werden müßte, wie zur Erwerbung einer dauernden, dann wäre der 1899 im Invalidengefez abgeänderte§ 10(§ 16) gar nicht erforderlich, denn bei ein Drittel Erwerbsfähigkeit erhält jeder Versicherte, auch ohne daß er erst 26 Wochen frank ist, die Invalidenrente." arbeiter- Verband einzutreten, damit wieder bessere Lohn- und Die Gürtler haben in ihrer letzten, besonders gut besuchten Verwöchige Krankheit erhält bei ein Drittel Erwerbsfähigkeit nur derDas ist nicht richtig. Ohne vorhergegangene fechsundzwanzig- Arbeitsbedingungen erzielt werden können. sammlung beschlossen: Ueberstunden in diesem Jahre unter allen jenige Invalidenrente, der nach menschlicher Voraussicht dauernd nur Umständen zu vermeiden. Nur in ganz besonderen Fällen, und zwar nach vorheriger Verständigung mit der Organisation dürfen leber- noch ein Drittel erwerbsfähig ist, dessen Zustand also als unheilbar stunder bei erhöhtem Lohn gemacht werden. angesehen wird. Hat dagegen die Erwerbsunfähigkeit bereits 26 Wochen bestanden, dann bedarf es keiner Untersuchung und keines Nachweises mehr ob und daß der Zustand des Bewerbers unheilbar sei. Darum ist der§ 16 des Invalidengesetzes(§ 10 des alten Gesetzes) nicht unnötig, aber er ist unzulänglich. Es sperrten sämtliche 21 Unterschriebene mit Ausnahme eines Das ist bisher nicht so deutlich empfunden worden, weil neben Herrn, welcher infolge seiner Begründung von seiner Verpflichtung der inneren Verschiedenheit in den Begriffen Erwerbsunfähigkeit nach nachträglich entbunden wurde; als gesperrt waren gemeldet: dem Invalidengesetz und dem Krankenversicherungs- Gesetz auch die 175 männliche, 31 weibliche und ca. 25 Heimarbeiter, in Summa große Zeitlüce zwischen beiden Gesetzen bestand. Die gesetzlichen Bekanntlich ist die Aussperrung infolge des vor dem Einigungs- Verpflichtungen der Krankenversicherung erloschen bereits nach drei amt geschlossenen Vergleichs bereits beendet, und deshalb nicht recht zehn Wochen, die Invalidenrente bei nicht dauernder Invalidität beverständlich, weshalb die Fabrikanten es nach dem Friedensschluß gann erst nach 52 Wochen. Diese große Zeitlücke, die auch den noch noch für nötig halten, festzustellen, daß sie als rücksichtslose Unter- Heilbaren von der Rente ausschloß, der in der Zwischenzeit so frant nehmer gehandelt haben. war, daß er auch als erwerbsunfähig nach der Definition des Invalidengefeges gelten konnte, machte sich natürlich viel schmerz licher fühlbar und fesselte deshalb die Aufmerksamkeit. Jegt soll dieser Mangel beseitigt werden und da wird es erst deutlich, daß daneben noch ein andrer Mangel besteht, dessen Beseitigung im Interesse der Versicherten sehr zu wünschen ist. ca. 230 Personen. Achtung! Mechaniker, Uhrmacher, Schloffer. Der Streit bei Keyser u. Schmidt dauert unverändert fort. V Deutscher Metallarbeiter Verband( Ortsverwaltung Berlin). Deutfches Reich. Die Unternehmer des Töpfergewerbes in Chemnitz haben den feit mehreren Jahren bestehenden paritätischen Arbeitsnachweis geDer Schutz der Gastwirtsgehilfen vor dem Reichstage. In den kündigt und erklärt, von jezt ab nur noch Ofensetzer ohne die Ver- Drucksachen" des Deutschen Kellnerbundes, Union Ganymed, werden mittelung des Arbeitsnachweises einzustellen. Da dieses Vorgehen die Verhandlungen des Reichstages über die Anwendung und Ausder Unternehmer vermuten läßt, daß sie es auch auf eine Herab- legung der Bekanntmachung des Bundesrats zum Schuße der Gastminderung des vereinbarten Tarifs abgesehen haben er fann jedes wirtsgehilfen besprochen. Das Blatt. das keineswegs socialdemoVierteljahr gekündigt werden, ist der Zuzug von Dfensegern nach fratisch ist, kommt dabei zu folgendem Schluß: Chemnitz aufs strengste fernzuhalten. Wäre in diesen Tagen die deutsche Socialdemokratie als die vom Staatssekretär v. Posadowsky anerkannte Interessenpartei aller Arbeiter und Angestellten nicht für den Arbeiterschuß im Gastwirtsgewerbe eingetreten, es wäre schlecht um uns bestellt." Feilenhauer und Schleifer! Bei vert. Stief, Feilenfabrik, Chemniz, sind ernste Differenzen ausgebrochen. Die Arbeiter haben die Arbeit niedergelegt. Zuzug von Feilenhauern und Schleifern ist strengstens fernzuhalten. Im Steinbruchsbetriebe von Köhler in Meißen sind 60 Schleifer, Steinmetzen und Pflastersteinhauer in den Streit eingetreten. Die Ursache der Arbeitsniederlegung sind Lohnreduktionen. Wagennullen. Gegenüber der Behauptung des Abgeordneten Schult im Landtage, das Wagennullen im Ruhrbezirk sei gar nicht so schlimm, teilt die Arbeiterzeitung" in Dortmund mit, daß im November v. J. auf Zeche Minister Achenbach, Firma Stumm, einer Kameradschaft von 16 Mann von 835 geförderten Wagen 358 gestrichen worden sind. Die Leute haben also beinahe die Hälfte ihrer Arbeit umsonst machen müssen. Die Schneidergesellen in Jena haben, soweit ihnen nicht schon vor einer Woche gefündigt worden ist, am 2. März die Kündigung eingereicht. Die Arbeitgeber der zweiten Tarifklasse haben sich bereit erklärt, die Hauptforderungen( Beseitigung der Heimarbeit, Verantwortliche Bauleiter. Der Nürnberger Magistrat beschloß zehnstündige Arbeitszeit und Minimallohn von 18 M. für Tag vor einiger Zeit, daß für jeden Bau ein verantwortlicher Bauleiter schneider, fowie Lieferung der Nähzuthaten) anzuerkennen. aufzustellen und der Behörde namhaft zu machen sei. Hiergegen war Beschwerde zur Regierung erhoben worden, die jedoch den BeZuzug von Buchbindern usw. nach Erlangen ist fernschluß als berechtigt anerkannte. Eine Anzahl Architekten wendeten zuhalten. Etwa 85 Arbeiter und Arbeiterinnen stehen bei der sich hierauf an das Ministerium und forderten, daß während der Firma Feldmann wegen Einführung eines die Arbeiterschaft be- verschiedenen Stadien des Baues nur jeweils für die betreffenden nachteiligenden Accordsystems in Streit. Arbeiten eine verantwortliche Persönlichkeit zu benennen sei. Auch Streit thüringischer Griffelmacher. Infolge Lohnstreitigkeiten ist diese Beschwerde wurde erfreulicherweise abgewiesen, so daß also auf dem Hagensbruch bei Groß- Neudorf der größte Teil der Griffel- die Verfügung in Straft tritt. macher in den Ausstand getreten. der in den Gemeindebetrieben beschäftigten Arbeiter fand am Montag Lichtenberg. Eine sehr gut besuchte öffentliche Versammlung bei Gürsch statt. Schubert referierte über die Forderungen einer Teuerungszulage, Bezahlung der Differenz zwischen Lohn und Krankengeld, Errichtung von Arbeiter- Ausschüssen und Abschaffung der im Gastverk üblichen 24 Stunden- Schicht. Gemeindevertreter Kühne erklärte sein volles Einverständnis mit verschiedenen Forderungen und empfahl den Gemeindearbeitern die Anfertigung einer entsprechenden Petition, die außer den Gemeinde- Kollegien jedem Gemeindevertreter zugestellt werden müsse. Die Versammlung richtete durch Annahme einer entsprechenden Resolution an die Gemeinde- Kollegien den dringenden Wunsch, so lange eine beſſere Lohnentschädigung nicht stattgefunden hat, den Gemeindearbeitern eine Teuerungszulage zu gewähren. Ferner sagt die Resolution: Es steht zu erhoffen, daß die Gemeinde- Kollegien dem Beispiele andrer Kommunen folgen und für die Befferstellung der Gemeindearbeiter in socialpolitischer Hinsicht Schritte unternehmen werden, die es uns ermöglichen, gleich den andren derartigen Arbeitern in den Genuß ciner solchen Wohlthat zu gelangen. Die Gasarbeiter wünschen im Interesse der Gesundheit und des geistigen Wohles die Abschaffung der 24 stündigen Wechselschicht. Die Gewährleistung des beschränkten Koalitionsrechts ist allen Gemeindearbeitern zugesichert. Es wurden noch verschiedene Mißstände in den Betrieben zur Sprache gebracht. So hatte man einem Laternenwärter, welcher bei Ausübung seines Berufes von Strolchen überfallen und mißhandelt worden und eine Zeit lang arbeitsunfähig geworden war, nicht allein seinen auf diese Zeit fallenden Lohn abgezogen, sondern er hatte noch die Mehrkosten seiner Vertretung, die durch den höheren Lohn seines Vertreters bedingt wurden, aus seiner Tasche zahlen müffen. Auf seine dieserhalb an den Vorgesetzten gerichtete Beschwerde wurde ihm von demselben geantwortet: Ja, werden Sie doch nicht frank." In einem andren Betriebe, wo die Arbeiter den horrenden Lohn von 30 Pf. die Stunde erhalten, und eine Lohn zulage verlangten, wurde ihnen die Antwort zu teil, der Betrieb rentiert sich nicht so, daß den Wünschen nachgekommen werden kann. Im übrigen würden sich so viele Arbeiter finden, die gern die Stunde für 25 Pf. arbeiten würden. = " = una In der öffentlichen Versammlung der Arbeiter- Radfahrer Rigdorfs, welche am 24. Februar stattfand, sprach Gaida über: „ Die Reichstagswahlen und die Arbeiter- Radfahrer". Redner forderte am Schlusse seines Vortrages die Arbeiter- Radfahrer auf, sich dem am Orte bestehenden Wahlverein anzuschließen, ferner bei den Agitationsarbeiten im Kreise, welche große Anforderungen an die Radfahrer stellen werden, thatkräftig mitzuwirken. In der Diskussion führte Stöfel näheres über das Thätigkeitsfeld der Arbeiter- Radfahrer aus. Stellvertreter gewählt. Gaida wurde als Vertrauensmann und Arndt als Aus der Frauenbewegung. Rigdorf. In einer fast nur von Frauen besuchten öffentlichen Versammlung behandelte Genoffe Davidsohn das Thema: Drei Forderungen der Socialdemokratie. Dem Referenten wurde für den Die Frage der Zuständigkeit des Gewerbegerichts für Land- sehr leicht verständlichen Vortrag reicher Beifall zu teil. In der Steinsetzer. Bei dem Unternehmer Kapperer fin Pinneberg schafts- Gärtner ist immer noch streitig. Der Gärtner Weber ver- Diskussion wurde darauf hingewiesen, daß dieser Vortrag der ( Schleswig) haben die Steinfeger und Rammer die Arbeit nieder- langte durch Stlage beim Berliner Gewerbegericht von seinem früheren Schlußstein der Programmbesprechungen bilde und daß in den gelegt, weil der genannte Unternehmer den Vorsitzenden der Filiale Arbeitgeber Berndt 40 M. rüdständigen Lohn und eine Lohnent- nächsten öffentlichen Versammlungen die wichtigsten Punkte des des Steinseherverbandes, der bei einem Streit der Hilfsarbeiter ver- schädigung wegen unberechtigter Entlassung in Höhe von 24 Mt. Der Reichstags- Wahlgefeges behandelt werden sollen. Genosse Justmann mittelnd eingreifen wollte, gemaßregelt hat. Außerdem fordern die Beklagte wandte ein, daß das Gewerbegericht für Streitigkeiten aus forderte die Frauen auf, sich gewerkschaftlich zu organisieren, die Rammer 5 Bf. Lohnerhöhung pro Stunde. Sämtliche Streifende den Arbeitsverhältnissen der Gärtner unzuständig sei. Kläger wäre öffentlichen Versammlungen zu besuchen, da dieses der einzige gefezfind organisiert. Zuzug von Steinfegern, Rammern und Hilfs- übrigens schon vom Amtsgericht abgewiesen worden. Der Kläger liche Weg sei, auf dem die Frauen für ihre Aufklärung sorgen arbeitern ist fernzuhalten. giebt zu, daß er wegen derselben Forderung schon beim Amtsgericht könnten. getlagt habe. Dort sei ihm nach verschiedenen Verhandlungen die Ein Streit der Mangler, an dem 33 Mann beteiligt sind, ist in Slagerücknahme wegen Unzuständigkeit des Amtsgerichts angeraten zu Sarau ausgebrochen. Die Situation iſt den Ausſtändigen günstig. worden. Er ſei dem Rai gefolgt, um nun beim Gewerbegericht au Letzte Nachrichten und Depefchen. Der Bürgermeister will einen Vermittelungsversuch machen. Droschkenkutscherstreit in Köln. Bei der Auszahlung des Lohntes an die Angestellten der Rheinischen Tarameter- Gesellschaft erklärte der Inspektor den Kutschern, daß der Lohn von 14 M. und 10 Proz. der Brutto- Einnahme vom 1. März auf 7 M. und 20 Proz. festzusetzen fei. Darin erblicken die Kutscher eine bedeutende Minderung ihrer Einnahmen und haben heute morgen bis auf sechs Mann die Arbeit eingestellt. Jut Baugewerbe Stuttgarts ist der kürzlich zwischen den organifierten Arbeitern und Unternehmern abgeschlossene Tarifvertrag am Montag in Kraft getreten. Es soll dahin gewirkt werden, daß auch diejenigen Arbeitgeber in Stuttgart, Cannstatt und Feuerbach, die der Meisterorganisation nicht angehören, die neuen Lohn- und Arbeitsbedingungen anerkennen. Der Ausstand in der Lanzschen Fabrik in Mannheim wurde am Sonnabend vor dem Einigungsamt verhandelt, zu einer Einigung kam es jedoch nicht, da der Direktor auf die Benutzung der Kontrolluhren besteht, was die Arbeiter entschieden ablehnen. Husland. Unwetter. flagen. Kläger beruft sich dafür, daß er Gewerbegehilfe und daß Alterspension der französischen Grubenarbeiter. das Geiverbegericht zuständig sei, auf ein Urteil des Berliner Ge Paris, 3. März.( W. T. B.) Die Deputiertenfammer nahm werbegerichts. In diesem unter dem Vorsitz des Gewerberichters Eine lange Debatte Dr. Gerth gefällten Urteil ist ausgesprochen worden, daß die Ge- eine Reihe von Artikeln des Finanzgefeßes an. verbegerichte zuständig seien für Landschaftsgärtner, die Neu- An- entspann sich bei der in das Budget eingefügten Regierungsvorlage lagen fertigstellen, zum Beispiel bei Villen oder sonstigen Privat- betreffend die Erhöhung der Alterspension der Grubenarbeiter. häusern usw., wobei es sich um das Verpflanzen der in der forst- Mehrere Redner verlangten Trennung der Vorlage vom Budget. und landwirtschaftlichen Gärtnerei großgezogenen Gewächse( Bäume, Nachdem die Regierung und die Budgetkommission sich hiergegen Sträucher usw.) handele. Solche Arbeiten habe auch Kläger geleistet. ausgesprochen. wurde ein auf Ausscheidung der Vorlage aus dem Der Vorsitzende Dr. Meher erklärte, daß seiner persönlichen Budget Hinzielender Antrag mit 349 gegen 187 Stimmen abgelehnt. Meinung nach das Gewerbegericht für Landschaftsgärtner nicht zuständig sei. Zu einem Urteil kam der Gerichtshof noch nicht. Da aus den vorgelegten Aften des Amtsgerichts nicht zu ersehen Paris, 3. März.( W. T. B.) Depeschen aus La Rochelle, Brest war, ob dort dem Kläger die Klagerücknahme aus fachlichen und Bordeaux berichten von einem heftigen, chflonartigen Sturme, Gründen oder nur wegen angeblicher Unzuständigkeit des Amts- der im ganzen westlichen Frankreich herrscht. Bei La Rochelle iſt gerichts angeraten worden sei, soll der betreffende Amtsrichter zu auf hoher See ein großer Schiff, dessen Nationalität noch nicht festciner amtlichen Erklärung darüber aufgefordert werden. Wenn gestellt ist, untergegangen. In Bordeaux hat der Sturm Dächer fachliche Gründe den vom Kläger befolgten Rat des Amtsrichters und Schornsteine von den Häusern gerissen und Telegraphen- und veranlaßt hätten, dann könnte Kläger die Forderung überhaupt nicht Telephondrähte zerstört. mehr erheben. Handele es sich aber um die Zuständigkeit, dann müsse fich das Gewerbegericht in einem neuen Termin mit dieser Frage näher beschäftigen. _bal ou Verfammlungen. Die öffentliche Stellmacher Versammlung, die am Sonniag = Neapel, 3. März.( W. T. B.) Gestern abend herrschte hier ein heftiges Unwetter; ein zu der östreichisch- ungarischen Yacht„ Veglia" gehöriger Matrose wurde durch Blisschlag getötet; mehrere Stellen der Stadt find überschwemmt, verschiedene Drähte der elektrischen Leitung für die Straßenbahn und die Beleuchtung wurden zerstört. Eine deutsche Bark gestrandet. Berzance. 3. März.( W. T. B.) Es bestätigt sich, daß die an In Holland finden gegenwärtig, abgesehen von der gewaltigen Beivegung, die mit dem Vorgehen der Eisenbahner und der, Amsterdamer Gemeinde- Arbeiter zusammenhängt, in verschiedenen Berufen und verschiedenen Orten Lohnbewegungen oder Streits statt. Die Bimmerer in Amsterdam verlangen von den Unternehmern eine Erhöhung des Stundenlohnes von 25 auf 28 Cent. Die stattfand, beschäftigte sich mit den Vorkommnissen in der Stellmachers Forderung wurde abgelehnt. Den Unternehmern ist eine Bedenkzeit Innungsfrankenkasse. Wie schon im„ Bortvärts" mitgeteilt worden, der Küste von Cornwals in der Nacht zum Sonntag gesunkene bis zum 15. März gewährt. Die Zimmererorganisationen der ver- hat sich der Kassierer der genannten Staffe, ein ehemaliger Stell- Bark eine deutsche war. Es handelt sich anscheinend um die Bark schiedenen Richtungen gehen geschlossen vor, auch die katholische machermeister Saeger, in vielen Fällen aus den Mitteln der Kasse" Luna" aus Hamburg, da Wrackstücke mit diesem Namen an das Bereinigung„ St. Joseph" hat sich verpflichtet, mit zu streiken, wenn bereichert, indem er Stassenfcheine fälschte. Aus den Darlegungen Land angefchwemmt sind; auch eine Leiche wurde angeschwemmt. es dazu kommen sollte. Die baugewerblichen Arbeiter des Vorstandsmitgliedes Lemke ist hervorzuheben, daß die Mitglieder Penzance, 3. März.( W. T. B.) Einige Meilen nordwestlich in Utrecht haben Forderungen auf Lohnerhöhung an die der Kasse schon vor Jahren die Anstellung eines andren Kassenführers von Landsend sind vier Leichen, die wahrscheinlich vom Schiffbruche Unternehmer gestellt. Diese lehnten die Forderungen schroff verlangt hätten. Die Innungsmeister hätten ihn jedoch gehalten, der Hamburger Bart" Luna" herrühren, aufgefunden worden. ab und drohen für den Fall, daß ein Streif aus weil man sich angeblich einen besseren Staffierer als Saeger nicht Explosion. bricht, eine allgemeine Aussperrung Haag haben die Arbeiter des Baugewerbes Lohnforderungen ge- ihm hatten, denn Saeger sei den Wünschen der Jnnung ftets ent- New York, 3. März.( W. T. B.) In einer Cementfabrik in ftellt. Hier hat auf Veranlassung der Arbeitskammer des Bau- gegen gekommen und habe gewissermaßen als lebendige schwarze New Village( Staat New Jersey) fand gestern abend eine Explosion getverbes der Unternehmerbund eine Kommission zur Erwägung der Liste gedient. Die Jnnung habe dem Herrn gegenüber stets eine statt. Dieselbe entstand in einem Kohlenschuppen durch Entzündung Forderungen eingesetzt. Die Maler in Deventer verlangen gewisse Nachsicht walten laffen. Die Kaffe, die einen Refervefonds von Gas. Ein großer Teil der Fabrik wurde zerstört,-5 Personen ebenfalls Lohnerhöhung. Falls ihre Forderungen nicht bewilligt von 10 bis 12 000 Mart haben solle, sei trotz ihres langen Bestehens sollen getötet, 25 bis 30 verletzt sein. ant. Auch in wünschen könnte. Die Herren hätten allerdings gewußt, was jie an Berantwortl. Redakteur: Cart Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 53. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 272. Sigung. Dienstag, den 3. März 1903, nachmittags 1 hr. Mittwody, 4. März 1903. Abg. Dr. Semler( natl.): Wenn von dem Reichstag große( Burufe rechts: Ieberhaupt nicht!) Das ist Ihr StandSummen für Zwecke der Landesverteidigung verlangt werden und punkt! anderseits die dringendsten Bedürfnisse der Veteranen nicht erfüllt Ich beklage es sehr, daß es der preußische Eisenbahnminister nicht werden, so ist das ein bedauerlicher Widerspruch. Wenn das so fort- für der Mühe wert gehalten hat, bei diesem Etat hier zu erscheinen. geht, werden auch die Parteien, die principiell stets für das stehende( Lebhafte Zustimmung links. Abg. Fischer Berlin( Soc.) ruft: Heer usw. eintreten, in die unerwünschte Erwägung eintreten müssen, Im Landtag ist's leichter!) Ich erwarte, daß die reaktionäre Eisenob man nicht wirklich an der Landesverteidigung so lange Abstriche bahnpolitik Sachsens von den andren Eisenbahnverwaltungen nicht Be- machen sollte bis die Ansprüche der Veteranen erfüllt sind. nachgeahmt werden wird. Am Bundesratstische: Frhr. v. Thielmann. Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite ratung des Etats des Reichs- Invalidenfonds. Abg. Graf Schönaich- Carolath( natl.): Der Herr Staatssekretär Die thüringische Bevölkerung insbesondre hat unter der Politik In Kap. 83:" Zuschüsse zum Dispositionsfonds des Kaifers zu Steuer in Frankreich eremplificiert. Er hat aber vergessen, daß Thüringen von dem neuen preußischen Eisenbahnminister, daß er hat bezüglich der Wehrsteuer auf die geringen Erträge einer solchen der preußischen Eisenbahnverwaltung schwer zu leiden. Man hofft in ſtützungen" werden zur Gewährung von Beihilfen an hilfsbedürftige wir 28 Millionen mehr Einwohner haben als Frankreich. Wenn die Beschwerden wenigstens teilweise abstelle. Dem Fleiße und der Striegsteilnehmer aus dem Feldzuge 1870/71 und den früheren Kriegen im Jahre 1880 der Reichstag die Wehrsteuer abgelehnt hat, so folgt industriellen Rührigkeit der thüringischen Bevölkerung entsprechen die („ Ehrenfold") 9 Millionen Mark gefordert. Bei der Verteilung dieses daraus nicht, daß andre Männer zu einer andren Zeit eine solche dortigen Verkehrsverhältnisse in keiner Weise. Bauen Sie in Thüringen Fonds sollen neben denjenigen Kriegsteilnehmern, die sich schon am Stener nicht annehmen fönnen. Wenn die Regierung der billige Bahnen, dann wird dort das Gewerbe neu aufblühen und die 1. April 1903 im Genusse von Beihilfen befanden, auch diejenigen Aufforderung nicht nach kommt, so wird der Reichstag die Armut zurückgehen! Teilnehmer berücksichtigt werden, die zu diesen Zeitpunkt Initiative ergreifen müssen. ..als bezugsberechtigt zwar anerkannt waren, aber bis dahin wegen Mangels an Mitteln unberücksichtigt bleiben mußten." Für diese Letzteren Teilnehmer sind von den 9 Millionen Mark 324 000 m. bc= stimmt. Schatzsekretär Frhr. v. Thielmann: V ivenn Abg. Stolle( Soc.): Aus Präsident des Reichs- Eisenbahnamtes Dr. Schulz: Die Wünsche Abg. Hilpert( f.) spricht die Hoffnung aus, daß den berechtigten des Vorredners waren doch hauptsächlich an die Adresse des preußischen Ansprüchen der Veteranen endlich Genüge geschehen möge. Eisenbahnministers gerichtet. Die Verhältnisse auf der Werrabahn Abg. Kirsch( C.): Ob ich für oder gegen die Wehrsteuer haben sich gebessert. Dazu, daß der preußische Eisenbahnminister bin, darüber will ich mich nicht äußern; jedenfalls kann die diesen Verhandlungen beiwohne, scheint mir keine Veranlassung vorDie Kommission( Berichterstatter Abg. Graf Oriola( natt.) Ablehnung einer solchen Steuer vor 20 Jahren die Regierung nicht zuliegen. Der preußische Eisenbahn- Etat ist in der vorigen Woche beantragt unveränderte Bewilligung dieses Titels. veranlassen, jest nicht einen erneuten Verfuch zu machen. Ein im preußischen Abgeordnetenhause verhandelt worden. Abg. Prinz Schönaich- Carolath( natl.): Eine große Zahl von Militär- Pensionsgesetz sollte uns wenigstens vorgelegt werden, damit Veteranen entbehrt immer noch der Beihilfe von 120 W. jährlich. Ruhe im Lande eintritt. Der Termin des Inkrafttretens kann ja ein Die 324 000 m. reichen deshalb in keiner Weise aus, um auch späterer sein. Wir haben durchaus das Recht, hier über alle Angelegenheiten nur die dringendste Not zu mildern. Es ist nicht länger zu erfragen, Damit schließt die Diskussion. Dem Kommissionsantrage ent- der Verkehrssicherheit, des Tarifwesens usw. zu sprechen. Ich habe daß fortgesetzt als berechtigt anerkannte Veteranen- Ansprüche sprechend wird Kap. 83 unverändert angenommen, ebenso debattelos schon vor einiger Zeit auf die lange Arbeitszeit der Eisenbahnaus Mangel an Geldmitteln abgewiesen werden. Das ist ein des der Rest des Etats. beamten und die große Zahl der Unglücksfälle hingewiesen. Deutschen Reiches untvürdiger Zustand! Wie lange follen wir Es folgt der Etat des Reichs Eisenbahnamtes. den amtlichen Mitteilungen geht nun hervor, daß auf 1000 vereigentlich noch warten? Jm letzten Jahre ist wieder eine Reihe von Abg. Dr. Bachnide( frs. Vg.): Die Forderungen von Reformen sicherte Eisenbahn- Angestellte im Eisenbahn- Direktionsbezirk Berlin Striegsinvaliden hingestorben, die vergebens Jahr für Jahr auf ihre auf dem Gebiete des Personenverkehrs und von Herabsetzungen der 11,9 Berletzte kommen, im Eisenbahn Direktionsbezirk Danzig Anerkennung als hilfsbedürftige Invaliden gewartet haben, da die Tarife müssen trog der jüngsten Debatten im preußischen Abgeordneten 9,40, in Elberfeld 9,39, in Königsberg 9,26, zusammen Behörden den Nachweis völliger Erwerbsunfähigkeit und Hilf hause immer wieder erhoben werden. Herr Budde hat sich für eine in allen preußischen Eisenbahn Direktionsbezirken im Durchlosigkeit von ihnen verlangten. Es muß endlich etwas geschehen;" Personenverkehrs- Reform", aber gegen eine eigentliche Tarifreform schnitt auf 1000 Versicherte mehr als 9 verletzte Personen. ich komme deshalb auf den mir zwar nicht gerade sehr sympathischen erflärt. Diese Ziffer der Unfälle übersteigt sogar die Unfallzahl im BauVorschlag der Wehrsteuer zurück. Von dieser Steuer sollen nur die Nun, auch eine Vereinfachung des Personenverkehrs foll uns gewerbe! Im Königreich Sachsen kommen auf 1000 versicherte betroffen werden, die vermögend dazu sind, nicht aber wirklich willkommen sein. Aber das ist doch mehr der Standpunkt der Ver- Personen nur 4,57 Verlegte, in Württemberg 4,36, in Baden 3,17. Kranke, Krüppel und Elende. waltung, des Schalterbeamten, nicht des reisenden Publikums. Der Worin liegt dieser gewaltige Unterschied? Warimm hat die Berliner Abg. Dr. Arendt( Rp.): Ich teile die Befürchtung, daß die Etats- Reisende will billiger fahren. Man sollte die Rückfahrkarten ab- Presse, die doch sonst mit der Leuchte der Erkenntnis in jeden Winkel positionen für die Invalidenunterstützung in diesem Jahre wieder schaffen und den Preis der einfachen Fahrt auf die Hälfte des Rück- hineinleuchtet, noch nicht auf die ungeheure Zahl der Unfälle im nicht ausreichen werden. Eine Etatsüberschreitung kommt ja leider fahrpreises herabsetzen. Das Reichs Eisenbahnamt ist zwar Eisenbahn- Direktionsbezirk Berlin hingewiesen? Ist es nicht hier, wo es sich um die Mittel des Reichs- Invalidenfonds handelt, eine Aufsichtsinstanz für die einzelstaatlichen Eisenbahn- Ver- unerhört, ivenn in einem Jahre allein innerhalb der nicht in Frage. Der Gedanke der Wehrsteuer scheint mir durchaus waltungen, aber ihm fehlt die Macht, es ist in seiner Entwicklung Berliner Betriebsverwaltung mehr als 2000 Augestellte zu volkstümlich. Ich hoffe, daß ich für eine hierauf bezügliche zurückgeblieben. Zumal Preußen thut doch, was es will. So müßte Krüppelu gemacht werden? Hier muß Wandel geschaffen Resolution, die ich zum Pensions- Etat einbringen werde, die zu viel energischer auf die Einführung billiger Vorort werden, nicht feitens des preußischen Eisenbahns stimmung der Mehrheit dieses Hauses finden tarife gedrungen werden, und zwar vornehmlich aus social- ministers, so seitens des Reichs- Eisenbahnamts!( Zustimmung bei werde. Wir müssen unsre Kriegsteilnehmer vor der Schande be- politischen Rücksichten. Die in Sachſen geplante Tarifreform bedeutet den Socialdemokraten.) Die Zahl der Unglüdsfälle hat von Jahr wahren, der Armenpflege anheimzufallen. Das bedeutet nicht die das Gegenteil einer Verbesserung; die neuen Tarifvorschläge zu Jahr horrende zugenommen. Aufreizung zur Begehrlichkeit! Welches Programm hat der Schatz- stellen fast überall eine Erhöhung der bisherigen Rückfahr- Zur Sicherheit der Eisenbahn gehört in erster Linie, daß die sekretär für die Invalidenunterstützung aufgestellt? preise dar. Die Arbeitsverhältnisse der Angestellten in der Beamten ihren Beruf mit Freude erfüllen können und ihre Rechte preußisch- hessischen Eisenbahngemeinschaft sind, wie Dr. Zimmer- nicht gefährdet wissen. Das ist aber bei den heutigen Verhältnissen mann fürzlich in einer vom Verein für Socialpolitik heraus- in Preußen gar nicht mehr möglich. Die letzten Verhandlungen im Ich halte den Gedanken, den Invalidenfonds dadurch zu ent- gegebenen Schrift nachgewiefen hat, keineswegs besonders günstig preußischen Abgeordnetenhause haben deutlich gezeigt, woher der Tasten, daß die Veteranenbeihilfen auf den ordentlichen Etat über- und halten den Vergleich mit der Privatindustrie nicht überall aus. Wind weht. Ich bin erstaunt über den Aufwand von Schneidignommen werden, für durchaus richtig. Die Verhandlungen der Es wird geklagt über zu geringe Besoldung und zu lange Arbeits- feit, den ein erst wenige Monate im Amte befindlicher Budgetkommission haben aber ergeben, daß in diesem Jahre und zeit, besonders Nachtarbeit der Frauen. Sehr anfechtbar sind die Minister gegenüber seinen Arbeitern zur Schau trägt. voraussichtlich auch im nächsten Jahre die ordentlichen Ausgaben des Auffassungen des preußischen Eisenbahnministers über das Koalitions- Den Eisenbahnarbeitern ist nach der Gewerbe- Ordnung das Reiches eine Erhöhung um 9 Millionen beim besten Willen nicht recht der Eisenbahnarbeiter. Seine Anschauungen können nur Heuchelei Koalitionsrecht garantiert. Der Minister aber verweigert es ihnen vertragen. Der Not gehorchend, muß man diese 9 Millionen also unter den Angestellten großziehen. Die preußische Eisenbahn- und zwar mit dem direkten Hinweis auf die Socialdemokratie, die beim Conto des Invalidenfonds belassen. Selbstverständlich werden verwaltung hat nicht einmal gestattet, daß der Verein für Social- den Betrieb untergrabe, und auf den Hamburger Verband. Dieser aber diese Ausgaben nach der Erschöpfung des Invaliden politik seine Erhebungen auf ihr Bereich ausdehne, während der Verband hat nach der Getverbe- Ordnung das Recht, Angelegenheiten fonds auf den ordentlichen Etat übernommen werden müssen. Bu östreichische Eisenbahnminister dem Prof. Philippowie das größte Ent- feines Berufs zu besprechen. Im§ 1 der vom Minister erlassenen einer Beunruhigung der Invaliden liegt gar kein Grund vor. Sie gegenkommen in Aussicht gestellt und ihm sogar einen Beamten zur Ver- Dienſtvorschrift heißt es, daß Arbeiter sich nicht beteiligen dürfen an werden die ihnen zustehenden Pensionen jederzeit umverkürzt erfügung gestellt hat, der in Gemeinschaft mit dem vom Verein für Social- ordnungsfeindlichen Bestrebungen. Was versteht man darunter? halten. politik bestellten Referenten die Fragebogen auszuarbeiten hat. Es ist Bei uns in Sachsen nennt sich die Koalition der Rechtsparteien bis Ein Gefehentwurf über die Wehrsteuer ist im Jahre 1880 fchon aber nicht bekannt geworden, daß dadurch in Destreich die Disciplin zu den Nationalliberalen hinab( Ruf bei den Nationaleinmal dem Reichstage vorgelegt worden. Die Steuer sollte danach gefährdet wird. liberalen: Hinab? Heiterkeit.) Ordnungsparteien. Die Freiim Beharrungszustande rund 20 Millionen bringen. Der Reichstag Interessant wäre es noch, die Meinung des Reichs- Eisenbahnamtes sinnigen gehören nicht zu dieser Koalition. Wird ein Eisenhat aber diesen Gesetzentwurf damals gegen damals gegen eine einzige über die auf eine Centralisation der Eisenbahnverwaltungen gerichteten bahner, der einem freisinnigen Verein angehört, entlassen? Stimme abgelehnt und es ist für die verbündeten Regie- Bestrebungen zu hören. Gewisse Vorteile einer solchen Zusammen- Laut Artikel III dieser Dienſtvorschrift sollen sich die Arbeiter nicht rungen immer ein schweres Ding, einen mit fo großer fassung der Bahnverwaltungen wären ja nicht zu verkennen. So einmal gemeinschaftlich besprechen können. Durch diesen Artikel III Majorität abgelehnten Gefeßentwurf wieder ein- würde man z. B. nicht mehr das württembergische Gebiet umgehen, wird der§ 152 der Gewerbe- Ordnung geradezu erhaben.( Sehr zubringen. Deshalb muß dieser Fall seitens der verbündeten sondern die gegebene direkte Linie wählen. Preußen hat aber durch richtig! bei den Socialdemokraten.) Was hat denn der Hamburger Regierungen doch auf das allersorgfältigste überlegt werden. aus keine Veranlassung, auf eine solche Centralisation zu drängen, Verband verbrochen, daß gerade er auf die Prostriptionsliste gesetzt Die einzigen größeren Staaten Europas, die eine Wehrsteuer haben, es fann warten. Ich bitte speciell auch den preußischen Minister- wird. Er hat bis heutigen Tages allein die Rechte der find Destreich- Ungarn und Frankreich. In Destreich- Ungarn trägt präsidenten, sich unsrer Forderungen einer Tarifreform anzunehmen. Eisenbahn Arbeiter zu wahren gesucht. Hat er etwa jemals diefe Steuer meines Wissens weniger als 5 Millionen, in Frankreich( Beifall links.) versucht, einen Streit zu infcenieren? Und ist es nicht weniger als 2 Millionen. Dabei sind beide Staaten bekannt durch Abg. Dr. Haffe( natl.): Bezüglich der Reform in Sachsen kann bekannt, daß auch organisierte Arbeiter sich wohl scheuen, leichtfinnige ihr großes Talent, Geld aus den Steuerzahlern herauszuholen. ich dem Herrn Vorredner durchaus beitreten, es ist lediglich eine Streits heraufzubeschwören?( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) ( Heiterkeit.) Die Sätze unsres Gefeßzentwurfes von 1880 erscheinen Reform im fiskalischen Interesse. Dagegen kann ich seinen Aeuße- Ich habe früher häufig Beschwerden vorgebracht über die zu mir danach thatsäch viel zu hoch gegriffen zu sein. Ich glaube, daß rungen über das Koalitionsrecht der Eisenbahnarbeiter nicht bei- lange Arbeitszeit der Eisenbahnarbeiter, über die mangelhaften man ohne eine ernste, ja vielfach vielleicht grausame Schädigung treten. Nach der Gewerbe- Ordnung find die Eisenbahnarbeiter nicht Materialien und über die schlechte Einrichtung der Wartesäle usw. Einzelner nicht eine Summe von jährlich 20 Millionen aus dieser Steuer mit dem Koalitionsrecht ausgestattet wie andre Arbeiter. Ich habe hier eine amtliche Bekanntmachung vom 23. Februar 1902 herausschlagen könnte. Es kommt hinzu, daß die Veteranenbeihilfen Präfident des Eisenbahnamts Dr. Schulz: Herr Dr. Pachnicke aus dem Eisenbahn- Direktions- Bezirk Halle. Darin wird festgestellt, feit 1895 um das fünffache gestiegen sind. Sie betragen jetzt erwähnte die auf Centralisation des deutschen Eisenbahnwesens ge- daß die Räume, in denen das Zugpersonal übernachtete, bei der Re9 Millionen Mark, und auch diese Summe ist noch nicht als end- richteten Bestrebungen. Diese Frage ist im Lauf und es ist am besten, vision teilweise in sehr unsauberem Zustande befunden wurde. Die gültig anzusehen. Soll etwa auch die Wehrsteuer von Jahr zu Jahr wenn man die Entwicklung abwartet. Sie wird nicht schnell Fensterscheiben waren zum Teil zerschlagen- und das im Winter bei steigen? Das wäre eine Utopie, auf die die verbündeten Ne sein, aber sie wird hoffentlich zu einem gedeihlichen Ziele starter Kälte. Die Herren auf der Rechten forgen wohl dafür, daß gierungen nicht würden eingehen können. Die Behauptung, daß führen. In Bezug auf die Enquete des Vereins für in ihren Ruhställen zerbrochene Fenster zurecht gemacht werden, Die 324 000 m. nicht reichen werden, ist ganz unbegründet. Man Socialpolitik hat Herr Budde sich bereits geäußert, ich damit die Kühe nicht krank werden. Aber die Eisenbahn- Direktion fann nichts besseres thun, als es bei den Kommissionsbeschlüssen zu fühle mich nicht veranlaßt, auch meinerseits darauf einzu sorgt nicht dafür, daß die Arbeiter nicht in Räumen mit zerbrochenen belassen. gehen. Was die Frage des Koalitionsrechts der Eisenbahn- Fenstern übernachten müssen. Vielfach fehlten Stühle, oder Bänke, Abg. Wattendorff( C.) spricht sich kurz für den Kommissions- Arbeiter betrifft, so habe ich früher bereits mehrfach erklärt, daß das oder Decken für die Pritschen, und da sollen die Arbeiter und antrag aus. Reichs- Eisenbahn- Amt sich um das Verhältnis der Eisenbahn- Ver- Lokomotivführer von ihrer schweren Anstrengung ausruhen. Ju Abg. Graf Oriola( natl.): Auch ich glaube, daß die 324 000 2. waltungen zu ihren Beamten und Arbeitern nicht fümmert und nicht mangelhaftem Zustande befanden sich auch die Wascheinrichtungen; nicht ausreichen werde. Die ganze Frage des Militärpenſions befugt ist, fich darum zu kümmern.( Sehr richtig! rechts.) Vom die Lampencylinder waren seit langer Zeit nicht mehr geputzt. Wo Gesetzes kommt am besten beim allgemeinen Pensions- Etat zur Ver- Interesse der Landesverteidigung aus, für das das Reichs- Eisenbahn bleibt das Reichs- Versicherungsamt, wenn derartige Zustände durch handlung.( Zustimmung bei den Nationalliberalen.) Amt vor allem zu sorgen hat, kann ich es aber nur begrüßen, wenn einen amtlichen Erlaß bestätigt werden? eine zwar wohlwollende, aber strenge Disciplin bei den EisenbahnVerwaltungen herrscht.( Bravo! rechts.) # Abg. Werner( Antis.) wendet sich gegen den Schatzsekretär. Es Redner geht des weiteren auf die sächsische Tarifreform ein. muß beunruhigen, wenn erklärt wird: der Invalidenfonds ist erWährend die fächsische Eisenbahnverwaltung bei einer früheren Tarifschöpft. Die ungleichmäßige Behandlung der Veteranen erregt all- Abg. v. Kardorff( Np.): Mit der letzten Acußerung des Herrn ermäßigung die Erfahrung gemacht hatte, daß sich der Verkehr un gemeine Unzufriedenheit. Mir sind eine Anzahl Veteranen bekannt, Borredners bin ich durchaus einverstanden, ebenso wie mit den Aus- 100 Broz. gesteigert hatte, also die Herabsetzung der Tarife eine Seren Bezugsberechtigung anerkannt ist, die aber kein führungen des Herrn Budde über das Koalitionsrecht der Eisenbahn- Mehreinnahme gebracht hatte, hat sie in diesem Jahre eine Erhöhung Geld erhalten und nun Armenunterstützung von Arbeiter. Ich weiß nicht, ob Herr Pachnicke es für einen idealen der Tarife vorgeschlagen, die besonders für die Geschäftsleute und den Gemeinden beziehen. Das ist wahrhaft beschämend. Zustand hält, wie er jetzt in Holland besteht, wo der Verkehr auf Arbeiter, die viel reisen müssen, fehr ungünstig ist. Zu ihrer EntDie Beteranengelder, 120 M. jährlich, hätten nicht aus einmal aufhört bei einem allgemeinen Streit. Strenge Disciplin ist schuldigung führt die sächsische Eisenbahnverwaltung an, sie müsse dem Invalidenfonds genommen werden dürfen, sondern aus andren gerade bei der Eisenbahn am allernotwendigsten. Im Interesse der ihre Rente erhöhen. Das hat sie aber nur nötig, weil sie nicht Fonds. Bei der schlechten Finanzlage hätte das ja seine Schwierig Finanzen wäre es sehr erwünscht, wenn eine Reichs- Stempel genügend Energie in dem sächsisch- preußischen Eisenbahnkriege gefeit gehabt, aber man hätte anderwärts sparen können z. B. bei den steuer auf Fahrkarten eingeführt würde in der Höhe von zeigt hat. teuren lebungsplätzen. Wir müssen uns nach neuen Steuern um 10 Proz. für die erste Klaffe, 5 Proz. für die zweite Klasse und 1 Proz. Das Bestehen dieses Eisenbahnkrieges, das früher stets geleugnet sehen, und da ist die Idee einer Wehrsteuer nach dem Vermögen für die dritte Klasse. Eine solche Steuer würde 25-30 millionen Mart wurde, besonders auch von dem sächsischen Grafen Hohenthal, wird der Dienstuntauglichen nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. einbringen und es würden eine Unzahl Ausländer diese Steuer mit icht sogar von dem" Voigtländischen Anzeiger", einem streng Hoffentlich haben wir in diesem Jahre unsre Klagen zum letztenmale tragen. Was dagegen die Gütertarife anbetrifft, so ist hier fonservativen Blatte zugegeben, und wenn selbst Herr Hasse den vorgebracht. Mut fand, von einem sächsischen Eisenbahnkriege zu sprechen, so Abg. Graf v. Roon( t.): Jch teile das Bedauern, ja die Em- cine Ermäßigung in vielen Punkten durchaus angebracht. Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): müssen die Dinge wirklich sehr schlimm liegen.( Sehr wahr! bei pörung darüber, daß das Militär- Pensionsgesetz wieder nicht zur den Socialdemokraten.) Kommt es doch vor, daß Waren wie Butter, Verabschiedung kommt. Die Veteranen, welche gesetzlichen An- Der Vorschlag einer Fahrkartensteuer hat uns jetzt vor den Schmalz 8 Tage lang liegen gelassen werden, bis sie in verdorbenem spruch auf Versorgung haben, müssen unbedingt alle versorgt werden. Wahlen gerade noch gefehlt. Die Wähler werden Ihnen darauf die Zustande an ihren Bestimmungsort gelangen. Das Reichs- EisenbahnDie Kommiffion hat es mir abgelehnt, den Invalidenfonds auf Antwort geben, Herr v. Stardorff!( Abg. v. Kardorff ruft: Das ist amt hat die Verpflichtung für einen guten Durchgangsverkehr der Grund einer ungewissen Schäzung itoch mehr zu belasten. Es muß mir ganz egal! Heiterfeit rechts.) Die Herren Agrarier halten ja Waren durch die verschiedenen Eisenbahn- Verwaltungen zu sorgen. so bald wie möglich dafür gesorgt werden, daß die Veteranen aus von dem ganzen Eisenbahnverkehr nichts. Sie wollen den Städtern Der Minister Budde nimmt seinen Arbeitern nicht nur das Koalitionsdem Etat und nicht aus dem Invalidenfonds befriedigt werden. am liebsten alle Verkehrserleichterungen nehmen. Herr v. Kardorff recht, er verwehrt ihnen auch, sich an Genossenschaften zu beteiligen. Abg. Dr. Arendt( Np.): Bezüglich des Militär- Pensionsgesetzes ist ein aufgeregter Gemütsmensch.( Große Heiterkeit.) Er will( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.)" Eisenbahnarbeiter, die bin ich mit den Herren Vorrednern vollkommen einverstanden. Der Herabsetzungen der Gütertarife, aber nicht der Personentarife. Da Mitglieder eines Konsumvereins waren, dessen Leitung sich in socialHerr Staatssekretär hat heute wenig Talent zum Herausschlagen von kommt der agrarische Pferdefuß deutlich zum Vorschein.( Sehr gut! demokratischen Händen befand, wurden gezwungen, ihre Mitgliedschaft Steuern bewiesen, er hat beinahe eine Rede gegen die Wehrsteuer links.) zu kündigen, und ein Eisenbahnarbeiter, der Mitglied des Aufsichtsrats gehalten und wer weiß, ob er nicht vielleicht noch einmal in Die Ernennung eines neuen preußischen Eisenbahnministers er dieses Konsumvereins war, wurde entlassen, obwohl er zwanzig Jahre im Die Lage tommt, eine solche Stener zu beantrogen. Daß die scheint uns als der beste Anlaß, um unsre Forderung einer Tarif. Eisenbahndienst gestanden hatte.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Summe für die Veteranen auch im nächsten Jahre wieder nicht aus- reform wieder vorzubringen. Wie sollen besonders die Vertreter der Wo bleibt da das gleiche Recht für alle? Kann man etwa den reichen wird, scheint mir nach den Ausführungen des Abg. Grafen kleinen Bundesstaaten, deren Bahnen von den preußischen aufgesogen socialdemokratischen Arbeitern vorwerfen, daß sie ihre Berufspflichten Oriola ganz zweifellos. find, ihre Beschwerden vorbringen, wenn nicht hier im Reichstage? nicht erfüllen? Im Gegenteil, gerade die socialdemokratischen Abg. Schrader( frs. Vg.): Gäste willkommen. Arbeiter werden die tüchtigsten sein. Möge doch einmal der Kriegs- wurde nur die Forderung von 1,9 Millionen Mark um 400 000 m.| Aufpassers übernommen. Erschien im Lokal ein fremder Gast, der minister dem Beispiel des preußischen Eisenbahnministers folgen und und die Forderung von 19 392 400 M. für den Ausbau der Landes- vielleicht ein Kriminalbeamter sein konnte, so rief Wünsch das merkalle jungen Leute, bevor er sie in den Krieg schickt, erst fragen, ob befestigungen auf 16 Millionen Mark. Jedoch sind die würdige Wort„ Stücken!" ins Zimmer hinein, worauf die Spieler fie Socialdemokraten sind oder einem socialdemokratischen Konfum- gestrichenen Summen nicht etwa endgültig erspart, sondern mit großer Behendigkeit das auf den Tischen liegende Geld in ihre vereine angehören.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) nur bis zum nächsten Jahre zurückgestellt. Eine sehr aus- Taschen steckten und ein harmloses Spiel begannen. Die Bankhalter Lebten wir in einem Rechtsstaate, so müßten alle Staatsbürger auch gedehnte Debatte rief hervor die Forderung von 1,7 Millionen Mark sollen stets ein gutes Geschäft gemacht haben. Viele von spielenden gleiche Rechte haben. So aber verlangt man von den Arbeitern für die Ausführung von Ersatz- und Verstärkungsbauten sowie Ver- Bäckergesellen opferten wiederholt ihren ganzen sauer verdienten Steuern an Gut und Blut, verweigert ihnen aber die ihnen zu vollständigung der artilleristischen Ausrüstung in Ulm 1. U. infolge Wochenlohn. Die Angeklagten erwirkten durch ihr offenes Geständstehenden Rechte. Ein derartiger Zustand ist himmelschreiend! Wir Aufgabe der Stadtumwallung des linken Donau- Ufers, dritte Rate. nis, daß ihnen mildernde Umstände zugebilligt wurden. Herzberg werden nicht aufhören, gleiche Rechte für alle zu fordern.( Beifall Abg. Gröber legte folgende Resolution vor:" Die Erwartung wurde zu drei, Sommerfeld zu sechs, Mattner zu zwei und bei den Socialdemokraten.) auszusprechen, daß der Stadtgemeinde Ulm, falls sie durch den Ankauf Wünsch ebenfalls zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Präsident Dr. Schulz: Abg. Stolle hat seine Beschwerden nicht des Festungsgeländes einen nachweisbaren Schaden erleiden sollte, ausreichend genug specialisiert, als daß ich näher darauf eingehen auf ihr Ansuchen eine Ermäßigung des Kaufpreises insoweit gewährt Centralverband der Konditoren und verwandter Berufe. könnte. Ich werde ihm dankbar sein, wenn er mir fünftig werde, als die Kaufsumme den im Mittel berechneten Betrag Heute abend 8, Uhr Mitgliederversammlung im Vereinslokal Linienstr. 96. Wichtige Tagesordnung. Gäste willkommen. specielle Beschwerden thunlichst rechtzeitig mitteilt der Wertschätzungen, die dem Vertrag zu Grunde lagen, übersteigt Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perückenmacher. Ich werde dann die Fälle untersuchen lassen, wir können und für diesen Betrag nach Ablauf von 15 Jahren durch Weiter-( 3weigverein Berlin). Mittwoch, den 4. d. M., abends 10 Uhr: Außerordentliche uns darüber unterhalten und die Sache würde wirklich gefördert veräußerung oder sonstige Verwertung derjenigen Geländeteile, welche Generalversammlung bei Günzel, Rosenthalerstr. 57: Wahl der Delegierten werden. Ueber die Ausführung des Abg. Stolle zum Koalitions- nach den örtlichen Verhältnissen und den heutigen gesundheitlichen An- zum recht der Eisenbahnarbeiter gehe ich schon aus den erwähnten Gründen forderungen zu Baustellen verwendbar sind, ein Ausgleich nicht ge- Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschnicht ein. Dagegen muß ich seinen Bemerkungen über die Betriebs- wonnen worden ist." Zur Begründung dieser Resolution teilte Abg. lands, Bezirk Berlin. Mittwochabend 9 Uhr: Sigung in den Arminhallen, ficherheit auf den Eisenbahnen widersprechen. Die Unfälle auf den Gröber mit, daß seiner Zeit die alten Festungswerke in Ulm auf Kommandantenstraße 20. Tagesordnung: Erledigung wichtiger Verbandspreußischen Eisenbahnen haben sich nicht vermehrt, sondern sind im das Drängen der Stadt beseitigt wurden, weil letterer sonst die Gegenteil bedeutend zurückgegangen. Preußen steht in dieser Be- Möglichkeit für ihre weitere Entwickelung abgeschnitten gewesen wäre. verordneter Dr. Friedeberg im Arbeitervertreter- Verein Donnerstag leber die neue Krankenversicherungs: Novelle spricht Stadtziehung günstiger da als fast alle andren Bundesstaaten. Auch die Infolgedessen sei die Stadt gezwungen gewesen, das frei gewordene abend 8%, Uhr im großen Saale des Gewerkschaftshauses. Zusammenstöße und Entgleisungen haben sich stetig vermindert. Terrain nicht etwa zu seinem wirklichen Werte, sondern für diejenige Ueber Tuberkulose und Beschäftigung spricht Prof. Dr. Sommer. Summe zu übernehmen, welche zur Bestreitung der Kosten fürfeld Donnerstagabend 8%, Uhr in den„ Arminhallen", Kommandanten die neuen Festungsanlagen erfordert würden. Inzwischen aber habe straße 20, im Berein ehemaliger Belziger"( Verein zur Bekämpfung der Bir alle wiffen, daß das Reichs- Eisenbahnamt seiner Aufgabe, die Städtebefestigung eine solche Entwicklung durchgemacht, daß die Tuberkulose). Nach dem Vortrage Lichtbilder über die Bekämpfung den Betrieb der Eisenbahn- Verwaltungen zu überwachen, nur ganz Neubauten in Ulm auch vom militärischen Standpunkte notwendig der Suberkulose als Volkskrankheit. Zu dieser Versammlung sind Damen ungenügend nachkommt. Auch heute hat ja der Präsident des Reichs- geworden seien. Daher sollte durch die vorgeschlagene Resolution und Herren Herzlich willkommen. Eisenbahnamtes teilweise die Verantwortung von sich abgewiesen der Weg eröffnet werden, auf dem eine etwa vorliegende Benach oder seine Kompetenz abgelehnt. Es wäre sehr angebracht, wenn teiligung der Stadt Ulm gut gemacht werden könne. Geheimer Eingegangene Druckschriften. der preußische Eisenbahn- Minister hier erschiene. Heute war er Regierungsrat Herz versicherte, daß die Stadt Ulm ein ganz gutes Von der Hütte", Zeitschrift für das Volk und seine Jugend( Dresden, ja im Abgeordnetenhause beschäftigt, aber wenn er den Wunsch Geschäft gemacht habe, wenn sie das erworbene Land als Bauplätze Verlag H. Wallfisch) ist soeben das 23. Heft erschienen. Aus dem Inhalt hätte, an unfren Verhandlungen teilzunehmen, würde natürlich bei verkaufe. Roman von Wilhelm des Heftes heben wir hervor: Liebe ist ewig. Im übrigen sei auch das Reichsschazzamt bereit, Festsetzung der Tagesordnung darauf Rücksicht genommen. von Bolenz. Das falls wirkliche Härten nachgewiesen werden, zu Liebe übers Grab. Gedicht. Von Robert Pruz. deren Kugels Reichs- Eisenbahnamt ist Aufsichtsbehörde über sämtliche Eisenbahnen feitigung die Hand zu bieten. tiere. Bon X. Y. 3. Der junge Schiffer. Gedicht. Von Friedrich Hebbel. Die Stadt felbst aber sei des Deutschen Reiches, auch über die preußischen. Ich kann deshalb durchaus zufrieden mit dem abgeschlossenen Vertrage. Dies gehe von Schillers Räubern. Von X. Der gesunde Menschenverstand. Von J. Stern. Die Erstaufführung nur raten, alle Beschwerden, besonders auch aus den thüringischen aus einem Telegramm an den Kaiser und aus einem Schreiben an Bruz. Haß und Liebe. Gedicht. Bon Robert Mozart im Kampfe mit seiner, Zeit. Von Karl Huß. Auss Kleinstaaten, zunächst auf dem gewöhnlichen Wege an das Reichs- den Reichsschazsekretär hervor, in denen die städtischen Körperschaften sterbende Tiere. Von Kurt Grottewig. Aus einem japanischen TageEisenbahnamt zu richten. Eventuell bleibt dann noch die Möglichkeit, durch den Oberbürgermeister ihren unterthänigsten"," gehorsamsten", buche. Bon G. Often. Mahnruf an die Reaktionären. Gedicht. Von die Sachen hier zur Sprache zu bringen. Ludwig Anzengruber. Mar Liebermann. Von John Schikowski. tiefgefühlten" Dank für den Abschluß des Vertrages aussprechen Anemonen. Die Straße glänzt. Gedicht. Von Franz Diederich.- KunstDie Durch die Auffassungen des preußischen Eisenbahnministers über lassen. Abg. Singer: Zu wünschen wäre es gewesen, daß der beilage: Mar Liebermann von Nikola Perscheid. die politischen Rechte der Angestellten müssen die Arbeiter verbittert Oberbürgermeister von Ulm der heutigen Sigung beigewohnt, und selbst werden. Wir werden ja voraussichtlich schon morgen Gelegenheit gehört hätte, in welch spöttischem Tone seine Dankadressen von dem lungen und Kolporteure zu beziehen. Süddeutscher Postillon Nr. 5 ist erschienen und durch alle Buchhandhaben, uns beim Etat der Verwaltung der Eisenbahnen mit Herrn Regierungsvertreter behandelt worden seien. Das wäre eine harte Budde selbst über diese Fragen zu unterhalten. aber gerechte Strafe für den Servilismus, dessen sich der OberDie Reformen des Güter- und des Personenverkehrs hängen bürgermeister befleißigt habe. Im übrigen beweifen jene Dant eng zusammen. Der Personenverkehr darf von einem verständigen adressen gar nichts, sie seien nur eine, allerdings geschmackloſe Marienfelde. Es ist nicht angängig, den Bericht, der uns fünf Tage Eisenbahnminister nicht auf seine absolute finanzielle Ergiebigkeit Formalität. Ferner sei es ausgeschlossen, daß in absehbarer nach der Sizung zugesandt ist, noch aufzunehmen. hin, sondern nur in seiner Einwirkung auf die hebung des all- Beit das ganze Terrain bebaut werden würde. Drontheimerstraße. Steiner hat recht; es hat in Preußen viel mehr Münzgemeinen Verkehrs betrachtet werden. sei der Preis, welcher der Stadt Ulm auferlegt wurde, Prägung zu 2 Silbergroschen Deshalb prägungen gegeben, wie Sie anführen, aber es hat niemals eine Münze preußischer Die unbedingte Voraussetzung einer Vereinheitlichung aller in der That ein viel höherer, als dem Nutzungswert entspreche. leicht aller in der That ein viel höherer, als dem Nutzungswert entspreche. Leicht zu seiner Annahme dadurch verführt, daß die Prägung zu 2, Silber 24 Pf. gegeben. Ihr Gegner wird viel deutschen Eisenbahnverwaltungen wäre eine ausreichende Normierung Es sollte aber an dem Grundsatze festgehalten werden, daß bei der groschen 1/12 Thaler der Rechte des Reiches über das Eisenbahnwesen. Sonst könnte umlegung der Festungswerke die Stadt nur den wirklichen Wert des groschenstück genannt wurde und daß sie beim Uebergange zur Markwährung 30 Pf. 2 gute Groschen häufig furzweg Zweileicht das ganze deutsche Eisenbahnwesen dem preußischen Finanz- frei werdenden Terrains zu bezahlen, nicht aber die gesamten Kosten mit 25 Bi.( Reichswährung) bewertet wurde. Es gab in Preußen Zweiminister überantwortet werden.( Sehr richtig!) Manche Mittelstaaten der neuen Festungswerke aufzubringen habe. Hierbei müßte auch itüde und 1, Thalerstücke, vorher auch ½, Thalerstücke. Dann Thaler. thalerstücke und Einthalerstücke, der Thaler 360 Pf.; ferner bis 1881, Thaler wären wohl ganz zufrieden, wenn wir ein Reichs- Eisenbahn- darauf Rücksicht genommen werden, daß eine moderne Stadt für ftüde Gesetz hätten. Es ist auch einmal ein solches ausgearbeitet genügend Luft und Licht, für die sogenannten Lungenstücke, sorgen Achtgroschenstücke 8 gute Groschen= 120 Pf., Viergroschenstüde worden, das den Bundesstaaten vorgelegt werden sollte. Wahr- müsse. Aus diesen Gründen sei eine nachträgliche Korrektur des 1 guten Groschen 4 gute Groschen, Zweigroschenstücke 2 gute Groschen und bis 1857 auch scheinlich wissen das nur wenige selbst von den Herren der Re- Vertrages durchaus angebracht. 15 Pf. und einen halben guten Groschen 4s Thaler, gierung. Hoffentlich lassen Reichstag und Reichskanzler es sich mehr mann hielten es für bedenklich, einen solchen Präcedenzfall zu halben Silbergroschen Die Abgg. Büsing und Stock der auch Sechser genannt wurde. Die Silbergroschen= 0 Thaler und die 60 Thaler, die gleichfalls Sechser hießen, wurden als bisher angelegen sein, die Eisenbahn- Interessen des Reiches zu schaffen, während die Abgg. Kirsch und v. Arenberg sich für die erft 1857 eingeführt. wahren.( Beifall links.) Annahme der Resolution aussprachen. Der Geheime Regierungsrat Heine. 4. Str. Singer, 6. Kr. Liebknecht, in der Nachwahl Ledebour. Streitende 1903. Natürlich, ja! Kattowi. 2. Sr. Fischer, 3. Ar. Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Herz war ganz erstaunt, daß aus seinen ersten Ausführungen der 776. Gewerbegericht, Zimmerftr. 91. Nr. 0,17. Brief erhalten. Besten Abg. Singer Spott herausgehört habe. Schließlich wurde die Debatte Dank. auf morgen vertagt. Juriftifcher Teil. " Gerichts- Zeitung. Be= = = Briefkaften der Redaktion. 1 = = = Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 92 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. A. B. C. 150. 1. Dem Tanzlehrer kann nicht verboten werden, sein Der preußische Eisenbahnminister hatte, wie ich konstatieren kann, den lebhaften Wunsch, an unsren Verhandlungen teilzunehmen. Er war aber heute durch die Beratung seines Etats im Abgeordnetenhaus festgehalten und glaubte außerdem, daß die ihn betreffenden Fragen erst morgen zur Verhandlung kommen würden. Der Minister wünscht ausdrücklich den Herren von der socialdemokratischen Partei Rede und Antwort zu stehen.( Abg. Singer: Wir ihm auch!) frau Luise Rinkert aus Cöpenick verfolgt, welche gestern unter Kursus die Veranstaltung einer öffentlichen Tanzluſtbarkeit liegen und dies Von einem tragischen Geschick wird die 24jährige Arbeiter- Ehe- Honorar in Raten leisten zu lassen. Wohl aber kann in dem angeblichen An einer Konzentration des Eisenbahnwesens hat Preußen kein der Anklage der fahrlässigen Brandstiftung und der fahrlässigen unter andrem auch aus dem Zahlungsmodus entnommen werden. 2. Sofinanzielles Interesse, wohl aber die Mittelstaaten. Es liegt Tötung vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts II stand. Der einer Lustbarkeitssteuer belegt, ist sie ungültig. Selbstverständlich sind auch weit die Polizeiverordnung Tanzbelustigungen geschlossener Vereine mit aber ein politisches Interesse bor, daß die Mittelstaaten Ehemann der Angeklagten hatte sich an einer Schlägerei beteiligt, von geschlossenen Vereinen veranstaltete öffentliche Luftbarkeiten( das heißt ihre Eisenbahnen behalten. Darin liegt eine wichtige bei der ein Mensch das Leben eingebüßt hatte. Rintert wurde des- Lustbarkeiten, zu denen nicht nur ein eng umgrenzter Personenkreis Zutritt Garantie für die politische Selbständigkeit der Mittelstaaten. halb zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Frau und seine hat) steuerpflichtig. 3. Ja. Herr Stolle behauptete, Eisenbahnarbeiter hätten 15-16 Stunden Dienst. beiden kleinen Kinder, ein dreijähriges Mädchen und ein 4 Monate und O. R. B. 4. Auf welche Anfrage Antwort Sie sich beziehen, ist nicht ersichtlich. Wollen Wenn er den Bericht der preußischen Eisenbahnverwaltung gelesen hätte, alter Knabe, waren nun ihres Ernährers beraubt. Die Stadt Sie eine frühere Anfrage ergänzen, so muß die ganze Frage würde er wissen, daß das nur alle paar Wochen ausnahmsweise Cöpenick brachte dieselben im dortigen Armenhause unter, wo ihner wiederholt werden. 2. S. 11. 1. und 2. Nein. X. y. Nein. mal vorkommt. Die Bekanntmachung aus halle über die Revision der zwei kleine Räume angewiesen wurden. Bahnhofsräume beweist doch gerade, daß die Eisenbahn- Verwaltung Räume war heizbar, vor dem Kachelofen befand sich noch ein kleiner fann Selbstbeköstigung auf eigene Kosten verlangen, nach der preußischen 2. 3. 1. Männliche und weibliche Angestellte. 2. Lediglich in dienstDer eine dieser beiden licher Beziehung, soweit das erforderlich ist. 3. Der zu Haft Verurteilte ernstlich bemüht ist, bestehende Mißstände zu beseitigen. Noch ein ciferner Ofen, der zum Kochen benutzt wurde. Wort zum Koalitionsrecht der Eisenbahn- Arbeiter. Am Silvesterabend Praris nicht der zu Gefängnis Verurteilte. 4. Berein für Feuerbestattung, Der Staat heizte die Angeklagte den Kochofen, um dem kleinsten Kinde eine Breitestraße 5. berbietet den Arbeitern nicht, sich toalieren, zu G. 5. 13. 1. Die Hälfte des Stempels ist zu zahlen. Suppe zu bereiten. Später legte sie es in einen Kinderwagen, der 2. Nein: Sie müssen Aufnahme in den preußischen Staatsverband be es ift das Recht des Arbeitgebers darüber zit stimmen, unter welchen Bedingungen er seine Arbeiter annimmt. Töchterchen zu einer Flurnachbarin, einer Frau Brock. Gegen elf be als Bett diente, und als es eingeschlafen war, begab sie sich mit dem antragen. Formulare für solchen Antrag erhalten Sie durch den Wahlvereins- Vorsitzenden. H. P. Gothenstr. Liegt ein Möbel Leih- und Die Eisenbahnverwaltung muß darauf halten, daß ihre Arbeiter Uhr brachte die Angeklagte ihr älteres Kind zu Bett und ging dann Kaufvertrag vor, so ist noch keine Verjährung eingetreten. Handelt es feinen Streit unternehmen können. Bei der ausgezeichneten wieder zu der Frau Brock. sich nur um Die beiden Frauen plauderten bis einen Kaufvertrag, so ist die Forderung verjährt. Drganisation, über welche die Socialdemokratie verfügt, könnte 2 Uhr nachts. Dann kam eine dritte Bewohnerin des Armenhauses 5. K. F. 162. 1. Ja. 2. Nein. 3. Ja. M. 99. Ja. es dahin kommen, daß sie eines Tages von Berlin aus einen von einer Silvesterfeier zurück. Ihr fiel auf, daß der Flur mit Befragen. R, P. 27. 1. Die Frist beträgt 10 Jahre. 2. Das dürfen Sie ohne allgemeinen Streit proflamieren kann und dann wird sie ihre Rauch angefüllt war. Sie eilte in das Zimmer der Frau Brock und zum Unterhalt erforderliche Betrag Ihnen belassen werden. 2. Nein. Urban 103. 1. Ja, es muß aber der für Ihre Frau und Sie Macht benutzen, um die Herrschaft über den Staat zu machte von ihrer Wahrnehmung Mitteilung. Die Angeklagte begab Behdenickerstr. 16. Ihr Sohn gehört kraft Gesezes der Krankenkasse an; erlangen. Deshalb freue ich mich, daß der Herr Eisenbahn- sich nach ihrer Wohnung. Die Räume waren mit einem dichten an diese soll er sich wenden. Thiel N. W. 21. Ihre Frau soll auf minister entschlossen ist dafür zu sorgen, daß seine Arbeiter nicht Qualm angefüllt und als Thür und Fenster geöffnet waren, tamen dem im Statut vorgezeichneten Wege schleunigst aus der Kaffe austreten, an Organisationen teilnehmen, die von Socialdemokraten geleitet in der Nähe des Ofens helle Flammen zum Ausbruch. Die Kinder sonst muß bis zum Austritt gezahlt werden. G. 2. Geburtsurkunden werden.( Bravo! rechts.) waren erstickt. Das Mädchen mußte sich im Todeskampfe zum Bette erklärung des Vaters für die noch nicht 21 Jahre alte Braut werden auf der Verlobten, die Militärpapiere des Bräutigams und die Einwilligungs hinausgewälzt haben, denn es lag auf dem Fußboden. Das Feuer dem Standesamt erfordert. A. N. 200. 1. u. 2. Nein. E. N. wurde bald gelöscht. Es war dadurch entstanden, daß Funken aus Liegnių. 1. u. 2. Sie können Widerklage unter schriftlicher Darlegung dem Kochofen hinausgefallen waren und das um den Ofen herum des Sachverhalts( Hervorhebung der Schimpfworte und der unappetitlichen aufgestapelte Holz in Brand gesetzt hatten. Aufforderung, Angabe von Zeugen) Strafantrag bis zum Erlaß des Urteils erster Instanz erheben. 3. Ja. 2. M. 100. 1. Ja. 2. Nein. aber Da die Angeklagte geständig war und ihre Fahrlässigkeit einräumte, so erübrigte sich jede Beweisaufnahme. Der Gerichtshof verurteilte die Angeklagte nach dem Antrage des Staatsanwalts ฮ น einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten. Abg. Beckh- Coburg( frs. Vp.) wünscht bessere Zugverbindungen durch Thüringen. Abg. Zubeil( Soc.): Vom Grafen Limburg- Stirum und seinen Freunden haben wir feine andre Stellungnahme zum Koalitionsrecht der Arbeiter erwartet. ( Sehr richtig bei den Socialdemokraten.) Redner beleuchtet des weiteren die Eisenbahnverhältnisse in Spandau. Der Verkehr ist auf allen Bahnhöfen außerordentlich gestiegen, das hat aber nur dazu beigetragen, die Verhältnisse auf den Geleisübergängen zu ver schlechtern und immer mehr Verkehrsstodungen und Ein Spielerprozeß beschäftigte gestern die vierte Straffammer Unglüdsfälle in den betreffenden Straßen Spandaus herbeizuführen. des Landgerichts I. Der Former Heinrich Herzberg, HandelsZum Teil finden solche Störungen des Straßenverkehrs statt, daß mann Hermann Sommerfeld hatten sich wegen gewerbsmäßigen die Arbeiter nicht zur Zeit an ihre Arbeitsstelle kommen können, weil Glücksspiels, der Schankwirt Gustav Mattner und der Pfeffer= die Eisenbahnverwaltung nicht für llebergänge über die Geleise sorgt. füchler Gustav Wünsch wegen Beihilfe dazu zu verantworten. Ein Hoffentlich wird diesen unhaltbaren Verhältnissen endlich abgeholfen. fünfter Angeklagter, der Bichkommissionär Hermann Henke, war Es scheinen aber erst noch mehr Unfälle passieren zu müssen, ehe nicht erschienen, der Gerichtshof beschloß dessen Verhaftung. Gegen endlich eine durchgreifende Beseitigung der Mißstände eintritt! die Angeklagten wurde folgender Thatbestand festgestellt: Mattner Wie steht es nun mit den Lohnverhältnissen der Spandauer war bis vor kurzem Inhaber einer Schankwirtschaft im Hause HeiligeEisenbahnarbeiter? Der ortsübliche Tagelohn in Spandau beträgt geiststr. 38. Das Lokal wurde vorzugsweise von Bäckern besucht, 3,50 M. Die Eisenbahndirektion aber zahlt ihren Arbeitern einen die sich an ihren freien Abenden, des Dienstags, Donnerstags und Anfangslohn von 2,60 m. und nach zehnjähriger Sonntags einstellten. Die Bäder wußten, daß sie dort ihrer beunterbrochener Dienstzeit einen Lohn von 3,10 M.! Auch das kannten Leidenschaft, dem Hazardspiel, fröhnen konnten. Dies Accordarbeit- System in Spandau muß abgeschafft werden. Der wußten auch die drei ersten Angeklagten, die an den erwähnten Minister scheint teine Beit zu haben, sich um diese Mißstände zu be- Abenden nie fehlten. An allen Tischen wurde eine Bank aufgelegt fümmern, er braucht ſeine ganze Zeit wohl zum Kampfe gegen die und eine Tante, Deine Tante" gespielt. Die Angeklagten waren Socialdemokratie!( Beifall bei den Socialdemokraten.) unt= Geh. Oberbaurat v. Misani: Die preußische Eisenbahnverwaltung ist zum Umbau der Spandauer Bahnhöfe bereit, sie ist aber noch nicht zu einer Einigung mit der Stadt Spandau gekommen. Darauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Mitt woch 1 Uhr.( Außerdem: Etat der Verwaltung der Eisenbahnen und Justiz Etat.) 0 Schluß 64 Uhr. Parlamentarifches. Budget- Kommission. In der Sigung am Dienstag wurde die Beratung der einmaligen Ausgaben für die Ver waltung des Reichsheeres fortgesetzt. Die meisten Forderungen wurden ohne Debatte unverändert angenommen. Gekürzt " zumeist Bankhalter. Das Spiel fing häufig schon um 3 Uhr aber häufig bis zum Höchstbetrage von 20 M. steigerte. Die Karten nachmittags an und begann mit dem Mindestsatz von 50 Pf., der sich wurden von den Spielern selbst mitgebracht, welches von dem Schankräumte Mattner ein, daß er das Spiel als Hazardspiel gekannt und wirt Mattner als Entlastung für sich angeführt wurde. Im übrigen es geduldet habe, obgleich sich in seinem Lofale Plakate befinden, wonach Glücksspiele verboten waren. Besondere Vorteile habe er davon nicht gehabt, nur habe der gewinnende Bankhalter den Spielern häufig einen sogenannten„ Landwehrmann" zum besten gegeben, 6. h. ein großes Weißbierglas voll Bayrischbier, welches 50 f. toftete, aber von den Spendern mit 1 M. oder 1,50 M. bezahlt wurde. Der Angeklagte Wünsch, der ebenso wie die Angeklagten Hente, Herzberg und Sommerfeld, bereits mehrfach wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels vorbestraft ist, hatte an den Spielabenden die Rolle des Werten Freunden und lieben Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und lieber Vater, der frühere Maschinenformer 26015 Carl Bunk am 2. März nach langer Krantheit von seinen schweren Leiden erlöst worden ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 5. März, nachmittags 5 Uhr, auf dem Neuen Schöneberger Kirchhofe in der Maystraße statt. Emilie Bunk. Elisabeth Bunk, Tochter. Allgemeine Kranken- u. Sterbekasse der Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands ( E. H. 86, Hamburg). Berwaltungsstelle Berlin A. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied Paul Jeschke am 26. Februar verstorben ist. Die Beerdigung findet am 4. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des AuferstehungsFriedhofes in Weißensee aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Von der Reise zurück Dr. med. Schmincke prakt. Arzt, N., Stargarderstr. 10, I. Junungs- Krankenkaffe der Schneider-( 3wangs-) Innung zu Berlin. Die Herren Vertreter obiger Rasse werden hierdurch zu der Ordentlichen General- Versammlung am Donnerstag, den 12. März, abends 8 Uhr, im Evang. Vereinshause( Saal II), Dranienstraße 106, eingeladen und gebeten, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 271/9 Zages Ordnung: 1. Rechenschafts- Bericht für das Jahr 1902 und Erteilung der Ent laftung. 2. Feststellung des Gehalts für den Rendanten. 3. Verschiedenes. Die Vertreterkarte legitimiert. Der Vorstand. C. Adler, Borsigender, Zimmerstr. 68. Baustellen in Erkner, Neu- Zittau, Dabendorf, Rute von 8 M., idyllisch gelegen, bequeme Zahlungsbeding. verk. Schulz, Rirdorf, Weserstr. 202. Bermittl. ges. u. erhalten Land gratis. Vereinszimmer, großes frei, Simeonstraße 23, Flid. 14848* Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 4. März. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Louise. Schauspielhaus. König Laurin. Neues Opern- Theater. Geschlossen. Deutsches. Monna Vanna. Berliner. Viel Lärm um Nichts. Leffing. Der blinde Passagier. Neues. Erdgeist. Residenz. Lutti.( Loute.) Westen. Isadora Duncan. ChopinAbend. Central. Gräfin Pepi. Thalia. Der Camelienonkel. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: - Premiere: " Durch Wald und Flur". Wanderungen eines Naturfreundes. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Lustspiel in 4 Aften von Ad. L'Arronge. Donnerstagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Freitagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Passage- Theater. Cirkus Schumann Anfang Sonnt. 3, Wochent. 5, Ende 11 Uhr. Sensation. sportliches Ereignis! Boxkampf Belle- Alliance. Er. Hierauf: Die des amerikanischen MeisterDame aus Trouville. 9 Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Wohlthätige Frauen. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Das zweite Gesicht. Carl Weiß. Das Jungfernstift. Buntes. Winterschlaf. Wer ist schuldig? Luisen. Der Postillon von Lonjumeau. Kleines. Nachtafyl. Trianon. Die Notbrüde. Metropol. Neuestes! Allernentestes! Casino. Berliner Herzen. Apollo. Specialitäten. Frau Luna. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Paffage Theater. Specialitäten. Vaffage Panoptikum.Specialitäten. Palast. Berliner Luft. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Durch Wald und Flur. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Heute abend 72 Uhr: Gastsp. b. Wiener Operetten- Gesellsch. Gräfin Pepi. Operette in 3 Aften von Joh. Strauß. Morgen u. folgende Abende 71/2 Uhr: Gräfin Pepi. Sonntagnachm. 3 Uhr: Das Mädchen von der Heilsarmee. schaftsboxers Young Fitzsimmons und des austral. Preisboxers Jack Lewis.( Abends 10 Uhr.) Bernhard Marx, Humorist. Marie Werder, Soubrette. Ganz Berlin zerbricht sich noch immer den Kopf über AGA die schwebende Jungfrau. 14 erstklassige neue Nummern. Castans Panoptikum Friedrichstr. 165. Neu!! ,, Der künstliche Mensch?" Sensationelle Neuheit!! Intern. Reise- Theater, Bildercycl. ,, Venedig" m. Vortr. Berliner Bilderbogen! Der Untergang Berlins durch den Mont Pelé. Die schöne Tätowierte Miss Karri. Grammophon. Konzert. KasperleTheater von 11-1 u. 4-10 Uhr. Mittwoch, den 4. März 1903: abends 72 Uhr: Ausserordentlich gr. Vorstellung. Equestrisches Riesenprogramm. Internationaler Reiterkongress. Die berühmten Monstredress. des Dir. Albert Schumannn. Die lustigen Heidelberger Neu! im 2. Akt Neu! Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Lustspiel in 3 Akten v. D. Blumenthal. Donnerstagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Freitagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Belle- Alliance- Theater. Abends 7%, Uhr: „ Er“. PP Drama in einem Aufzuge. Hierauf: Die Dame aus Trouville. Sanssouci. Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanz- Kränzchen. Lott ist dot. Ein bengalischer Tiger. Der Ausflug d. Studierenden über- Säle zu Festlichkeiten. rascht durch einen Wolkenbruchregen. WINTER CARTEN Unter Mitwirkung d. Dir. Carl Weiß. Das Jungfernstift. 765 Vollständig Operette in 4 Akten von Ernst Guinot. Neues Programm:" Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabendnachm. 4 Uhr: KinderVorstellung: Prinz Diamant. Kleines Theater, Bernhard Rose- Theater Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Badstraße 58. Mittwoch, den 4. März 1903: Schmetterlinge. Nachtasyl. Große Boffe mit Gefang Thalia- Theater. Trianon- Theater. Dresdenerstraße 72/73. Anfang 72 Uhr. Der Camelien- Onkel. Morgen und folgende Tage: Der Camelien- Onkel. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Pariser Taugenichts. Hierauf: Ich heirate meine Tochter. Georgenstraße, in 4 Aften von W. Mannstädt. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Freitag: Extra- Borstellung. Mittwoch, den 18. März: Benefiz zwischen Friedrich- u.Universitätsstraße. für Herrn Sarl Lohrmann. Die Notbrücke. Diene Ungarin. Gr. Boffe Lustspiel in 3 Aften von Fred Gréfac und Francis de Croisset. Anfang 8 Uhr. Sonntag 3 Uhr: Die Liebesschaukel. Luisen- Theater. Metropol- Theater. Anfang 8 Uhr. Gastspiel des Opern Theaters des Mit glänzender Ausstattung: Westens: Der Postillon von Lonjumeau. Komische Oper in 3 Atten v. A. Adam. Donnerstag: Der Fall Clémenceau. Freitag: Benefiz für W. Kruszynsfi. Zum erstenmal: Preciosa. Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. mit Gesang. SteidlLinienstraße 132. Theater Dranienburger Thor. Letzte Woche, die urtom. Burleste: Unser Kakelnest. Täglich: Nachmittags 4 Uhr: Cirkus- u. Affentheater bon Mons. Loyal, dressierte Pony, Affen, Hunde, Papageien, Kakadus u. a. Sonnabend: Die Maschinenbauer von Emil Thomas a. G., Josef Josephi. Sinder halbe Preise. Berlin. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Anfang 7 Uhr. Henry Bender. Frid Frid, Fl. Siding, Hansi Reichsberg. 300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Sonnabend, den 7. März: Lutti( Loute). Letzter Metropol- Theater- Ball. Schwank in 4 Aften von Pierre Veber. Deutsch von May Schönau. Morgen und folgende Tage: Lutti. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Apollo- Theater. Heute Mittiwod Frau Luna 8 Uhr: mit dem elektrischem Ballett. 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März, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Sonntag, den 8. März 1903, vormittags 9 Uhr: General- Versammlung der Verwaltungsstelle Berlin im Cirkus Schumann, Am Cirkus, in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße. Tages- Ordnung: 1. Erledigung der von der letzten General- Versammlung zurückgestellten Punkte. 2. Stellungnahme zum Verbandstage. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Versammlung im Friedrichshain fällt aus. 112/16 Die Kollegen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen, da uns der Naum nur kurze Zeit zur Verfügung steht. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Mittwoch, den 4. März, abends 8 Uhr: Volksversammlung in der Conballe, Friedrichstr. 112. Tages Ordnung: 1. Der Zarismus und seine inneren Feinde. Referent Reichstags- Abgeordneter Eduard Bernstein. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet 245/13 Der Einberufer. Zur Einsegnung! Uhren unter Garantie. Goldwaren etc. zum fast halben Preise. Barth's Konkursmassen7232* Ausverkauf Friedrichstr. 54. Groß- Destillation Engel- Ufer 15( Saal 1): General- Versammlung der Vertreter der Kassenmitglieder und der Arbeitgeber. Tages- Ordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1902 nebst Bericht der Revisoren. 2. Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern der Arbeitnehmer. 3. Vortrag des Herrn Dähne über: Das Unfall- und Invalidenversicherungs- Gesek. 25876 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute, Mittwoch, ab. 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 1: Branchen- Versammlung Vorwärts- Buchhandlung SW., Lindenstrasse 69. Tonriftenund Radfahrerkarten, Stadtpläne! Stadtpläne von Berlin von 30 Pf. bis 1 M. Stadtpläne von Berlin mit sämtlichen Vororten v. 50 Pj. bis 3 M. Umgebungskarten von Berlin, 85, 132 und 500 Meilen um Berlin, mit Entfernungsangaben von Ort zu Ort, foloriert, von 50 Pf. bis 5 M., auch für Radfahrer benutzbar. der Jalousie- Arbeiter, Einseher und Parkettbodenleger. Radfahrerpläne von Berlin mit Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung des Kollegen Kurkowsky über Bauarbeiterschutz. 2. Wahl von Delegierten zum Bauarbeiterschuh- Kongreß. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden erjucht, recht zahlreich zu erscheinen. Die Obleute. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt. Zu der heutigen Vertrauensmänner- Versammlung werden die Kollegen der Bauwerkstellen ersucht, Delegierte zu entsenden, da Branchenangelegenheiten verhandelt werden. Charlottenburg. Volkshaus, Rosinenstr. 3. Donnerstag, den 5. März, abends 81, Uhr: Vortrag von Vore Catal Bruckhoff, 10 Gewerkschafts- Kartell für Berlin und Umg.tel StubeDer Narrenhöder und Genoffen! Wer ist Kurpfuſcher? Freitag, den 6. März 1903, abends pünktlich 81 Uhr, bei Karl Patt, Dragoner- Strasse Nr. 15: Versammlung der Delegierten und Vorstände. Tages- Ordnung: I 1. Bortrag über:" Die Aufgaben der Krankenkassen in der Unfall: versicherung". Referent: Herr Theodor Huth. 2. Abrechnung und Revisionsbericht vom 4. Quartal 1902. 3. Anträge auf Aenderung betreffend des Regulativs. 4. Verschiedenes. 284/7 Das Erscheinen sämtlicher Delegierten und Vorstände ist erforderlich. Der Ausschuss. NB. Angesichts der reichhaltigen Tages- Ordnung wird die Ver fammlung pünktlich eröffnet. Charlottenburg. Donnerstag, 5. März, ab. 8%, Uhr, im Volkshause, Nofinenstraße 3: Oeffentlicher Vortrag. Thema: Die Kurpfuscherei, ihre Schädlichkeit und ihre Bekämpfung. Referent: Herr Profeffor Dr. med. Kossmann. Sachverständiger im Prozeß Nardenkötter. Wir halten die Zeit für gekommen, um gegen die Schädlinge und Betrüger, welche sich eingenistet haben, Stellung zu nehmen. 284/6 Der Einberufer: D. Ewald, Schlüterstr. 66. Vorsitzender der Lichterfelder Kranken- und Sterbekaffe. Filiale Charlottenburg. E. H. 54. + für Stotterer! + 7282* Tages, Abend- 11. Sonntags- Kursus. Ohne Berufsstörung. Honorar mäßig. Teilzahlungen. Prospekt gratis, Retourmarte. Sprechst. 11-1. Sonnt: 12-2. Sprachheilinstitut: Schillingstr. 26 II. Berlin 0. 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März 1903, Die Stadtverordneten Versammlung hat sich in ihrer Sigung am Donnerstagnachmittag 5 Uhr u. a. mit folgenden Gegenständen der Tagesordnung zu befassen: Berichterstattung des EtatsAusschusses, Berichterstattung über die Vorlage betr. den Borentwurf zum Neubau des Andreas- Realgymnasiums auf dem Grundstücke Koppenstraße 75/76, über die Petition des Vereins der Schnittblumenhändler der Markthalle II um Einer der Herren, unermüdlicher als die Organe der Rechtspflege, begab sich in der That nochmals am andern Vormittage zu dem Staatsanwalt. Derselbe erklärte ihm jedoch, daß, wie er festgestellt, Nardentötter noch in seiner Wohnung sei! Das stimmte friegen das bekanntlich auch noch verschiedene andre Bevölkerungs- und mit einem der nächsten Züge fuhr Herr Nardenfötter nach kreise, die nicht zur Arbeiterklasse gerechnet zu werden pflegen und London. sich auch selber nicht dazu rechnen mögen, recht deutlich und manch- Das Schiedsgericht für Arbeiterversicherung des Stadtkreises Anbringung einer Uhr in der dort befindlichen Schnittblumenhalle, mal sehr unangenehm zu spüren. Wer auf die Arbeiter als Kon- Berlin hat als ärztliche Sachverständige, welche zu den Sizungen sowie über die Vorlage betr. die Einführung einer neuen Besumenten angewiesen ist, bemerkt in Zeiten des Arbeitsmangels und zuzuziehen sind, für das laufende Jahr gewählt: 1. den Kreisarzt soldungsordnung für die Oberlehrer an den städtischen Gymnasien, der Lohnherabsetzungen sehr bald mit banger Sorge, daß auch seine Geheimen Medizinalrat Dr. Becker, Gneisenaustr. 99; 2. den Streis- Realgymnasien, Ober- Realschulen, Realschulen und höheren Mädcheneignen Einnahmen sich verringern. Die Kleinen Gewerbe- und arzt Geheimen Medizinalrat Dr. Kollm, Marfiliusstr. 17; 3. den schulen, die Anrechnung des vollen Wohnungsgeldzuschusses für die Handeltreibenden, der Handwerker, der Materialwarenhändler, Kreisarzt Medizinalrat Dr. Stüler, Jnvalidenstr. 91; 4. den praktischen Leiter, Oberlehrer, ordentlichen Lehrer und Lehrerinnen der genannten der Grünkramhändler und so weiter, wissen ein trauriges Arzt Sanitätsrat Dr. Adler, Moßstr. 90; 5. den praktischen Arzt Lehranstalten, sowie der Blinden- und Taubstummenschule bei BeLied davon zu singen. rechnung der Ruhegehälter und die Erhöhung des Schulgeldes Die letzten Jahre haben manchen Dr. Wagner, Hohenstaufenstr. 36. für die Gymnasien, Realgymnasien, Ober- Realschulen und höheren von ihnen, der kurzfichtig so lange mit den„ Mittelstands- Berlin und die Charité. In der gestrigen Sitzung der Budget Mädchenschulen und für die auswärtigen Schüler der Realschulen. rettern" um die Wette auf die„ Begehrlichkeit" der Arbeiter geschimpft fommission wurde angeregt, die Stadt Berlin zur Er Borlagen betreffend: den Vorentwurf zur Einrichtung des Oberhatte, zu der Erkenntnis gebracht, daß es auch um ihn selber besser stattung der Unkosten für den Unterhalt der Charité leitungsbetriebes an Stelle der unterirdischen Stromzuführung auf steht und seinen eignen Interessen in gleicher Weise zur Förderung heranzuziehen, da die Gemeinde ja den Unterhalt eines großen der Strecke der elektrischen Bahn Behrenstraße bis Hollmannstraße gereicht, wenn die Arbeiter, die begehrlich" Gescholtenen, aus verlangt, daß man überhaupt die Stadt Berlin für die großen Gelände der ehemaligen Maschinenbau- Anstalt C. Hoppe, GartenKrankenhauses erspare. Von einem Mitglied der Rechten wurde und die Festsetzung von Fluchtlinien für eine neue Straße auf dem reichende Löhne bekommen und kaufkräftig bleiben. Vorteile, die sie durch Errichtung staatlicher Gebäude in ihrem Weich- ftraße 9/12 und 13 und Bergstr. 72/73. Sechs Rechnungen. Eine Anerkennung des Notstandes, unter dem die Arbeiter- bilde ohne Gegenwert erhält, zu besonderen Abgaben an die Staats- Die Wahl von 16 Mitglieder- Stellvertretern für die Einkommensteuerbevölkerung bald mehr, bald weniger zu leiden hat, ist den der kasse, eventuell auf dem Wege eines Specialgesetzes heranziehen Veranlagungs- Kommission. Arbeiterklasse feindlich gegenüberstehenden Gesellschaftsschichten schwer sollen. Demgegenüber wurde von andrer Seite betont, daß doch die abzuzwingen. Aber wenn die bürgerlichen Kreise die Wirkungen Stadt Berlin auch lästige Beschränkungen sich gefallen lassen müsse, wurde am Dienstagnachmittag um 13 Uhr die Feuerwehr nach dem Wegen einer gewaltigen Gasexplosion und Einsturz eines Hauses des abgeleugneten Notstandes erst an der eignen Kaffe zu merken weil sie Hauptstadt und Residenzstadt ſei. Es wäre ungerecht, Stettiner Bahnhof gerufen. Als Brandinspektor Julius an der anfangen, dann gestehen sie es ein, daß es dem Arbeiter schlecht ihr Laſten aufzuerlegen für Bauten, auf deren Errichtung Unfallſtätte in der Nähe des Fußgänger- Tunnels, der die Feldstraße fie nicht einwirken könne. Das Verkehrsleben von Berlin geht, und fügen lagend hinzu, daß sie selber in Mitleidenschaft ge- werde vielfach gerade gerade durch die staatlichen mit der Schwarzkopffstraße verbindet, mit mehreren Löschzügen zogen werden. Auch gewisse Behörden machen es nicht anders, trächtigt, die mitten in die Weltstadt hineingelegt würden. So- aufam, bildete das zweistöckige Haus, dessen Rückseite an die Formerei der und 3. B. die Berliner Gemeindebehörden. Wenn in den letzten Jahren weit angängig möge man staatliche Gebäude an die Peripherie Maschinen Fabrik Eisen von Albert Fesca 11. Comp. die socialdemokratischen Stadtverordneten auf die herrschende Arbeits- hinausschieben, 3. B. das Patentamt und das Reichsmarineamt. Die gießerei Attiengesellschaft losigkeit und die wachsende Not der Arbeiterbevölkerung Berlins hin- Regierung erklärte sich mit der Anregung, Berlin zu erhöhten grenzt, einen Trümmerhaufen. Die stehengebliebenen Seitenmauern wiesen, dann bekamen sie die Antwort zu hören, es sei bei weitem Abgaben heranzuziehen, durchaus einverstanden. Es schwebten und Pfeiler zeigten große Risse. Da sich unter den Trümmern noch nicht so schlimm, die Arbeitslosigkeit sei ja in den Wintermonaten fchon Erwägungen darüber zwischen den beteiligten Ressorts. Für Menschen befinden sollten, so wurde sofort mit den Rettungsarbeiten immer etwas größer, von einem außergewöhnlichen die Charité eine solche Beitragsleistung zu verlangen, fei jetzt schon begonnen und der Polizeipräsident und Branddirektor Giersberg benachrichtigt. Dieser und der Geh. Ober- Regierungsrat Fried Notstand könne teine Rede sein.„ Aber das dicke Ende die Zeit gekommen. heim in Vertretung des Polizeipräsidenten erschienen bald darauf. die Feuerwehr Holte mit vieler Mühe den verheirateten, 34 Jahre alten Schlosser. Zimmermann, dessen Bruder ben Steinen aus dem Erdgeschoß hervor. Der Mann war leblos ebenfalls dort während der Nachtschicht thätig ist, unter und blutete im Gesicht, Verlegungen waren nicht zu ersehen. Herbeigeholte Aerzte und Samariter bemühten sich, den Verunglückten mittels Sauerstoff wieder ins Leben zurückzurufen. Alle Bemühungen erwiesen sich aber vergeblich. Er wird vermutlich er st i d't ſein. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Die weiteren Arbeiten ergaben, daß weiter feine Menschenleben gefährdet waren"; die Feuerwehr überließ deshalb die weiteren Aufräumungsarbeiten einer Kolonne Eisenbahnarbeitern. Außer dem Hause, das vollständig abgetragen werden muß, ist noch ein Eisenbahnwagen III. Klasse und die an dem Hause vorübergehende Telegraphenleitung beschädigt worden. Die Geleise waren in großer Entfernung mit Steinen und Holzteilen bedeckt. Die Entstehung der Explosion ist dunkel. Vermutlich ist die Leitung nicht dicht gewesen. Zimmermann war als Schloffer in der Werkstatt des Hauses mit Löten beschäftigt und benutzte dazu Fettgas der Eisenbahn. Die Explosion war weithin hörbar. Anfänglich nahm man an, daß auch die Formerei von Fesca gelitten habe. Diese Befürchtung war aber grundlos. Sie ist ohne Schaden und die Eisenarbeiter der Fabrit find mit dem Schrecken davongekommen. Gegen Abend war die Unfallstätte von den Eisenbahn- Arbeitern aufgeräumt und die Geleise vollständig wieder frei; auch die Telegraphenleitungen waren schon wieder hergestellt. Von der Eisenbahn- Verwaltung wurde die Fettgasleitung natürlich sofort abgesperrt und eine Unters 3. Bei der Entwertung dürfen die Wochenbeiträge nicht un- suchung eingeleitet, die aber schwerlich viel ergeben wird, da der fenntlich gemacht werden, insbesondere müssen der Geldwert, Einzige, der Auskunft geben könnte, tot ist. " kam bald nach", wie man zu sagen pflegt. Heute wissen wir aus zahlreichen amtlichen Aeußerungen des Magistrats, aus den erst jetzt veröffentlichten Verwaltungsberichten über die letzten Jahre, aus den neuen Etats der verschiedensten Verwaltungszweige, daß der Magistrat die Arbeitslosigkeit und ihre Wirkungen rückhaltlos anerkennt sobald er die Verminderung der städtischen Einnahmen und die Vermehrung der städtischen Ausgaben begründen muß. Das neueste Beispiel finden wir in dem dieser Tage erschienenen Verwaltungsbericht über die städtischen Bade- Anstalten. Die Volts- Bade- Anstalt an der Schillingsbrücke hat in der Zeit vom April 1901 bis zum April 1902 zum erstenmal seit ihrem Bestehen, also seit neun Jahren, einen Rückgang des Besuch es zu verzeichnen gehabt. Der Bericht erklärt das aus mehreren Ursachen, u. a. aus dem, wirtschaftlichen Niedergang, von dem die industriellen Arbeiter, die einen bedeutenden Teil des Besucherkreises der Anstalt bilden, besonders betroffen würden". In der That gehört bei der bemittelten Bevölkerung die Körperpflege ebenso wie die geistige Erholung mit zu dem ersten, was bei einer Einkommens verminderung als 2ugus" betrachtet und eingeschränkt zu werden pflegt, während an den Ausgaben für Wohnung, Kleidung, Nahrung erst in zweiter und dritter Linie geknappst wird. Deshalb ist die Erklärung, die der Bericht giebt, durchaus glaubhaft, und es mag ( was der Bericht nicht hervorhebt) mit auf dieselbe Ursache zurüc zuführen sein, daß bei der Anstalt in der Turmstraße die Steigerung der Besucherzahl, die hier noch eingetreten ist, nicht mehr so stark war wie im vorhergehenden Jahre. Auch der Besuch der neu eröffneten Volts- Bade- Anstalten ist vorläufig nicht so stark gewesen, wie man es gewünscht und erwartet. Hatte. Etwas Aehnliches wie bei den Volks- Bade- Anstalten hat sich bei den Fluß- Bade- Anstalten gezeigt. Hier haben sich die frei badenden Besucher vermehrt, aber die zahlenden vermindert. " Es ist sowohl bei der Regierung als bei der konservativen Partei Grundsatz, Berlin soviel an Lasten aufzubürden als nur irgend angängig. Läßt sich eine solche Belastung auf normalem Wege trog aller Finessen nicht erreichen, dann muß eben ein besonderes Specialgesetz geschaffen werden. Quittungskarten. Der Vorstand der Landesversicherungs- Anstalt Berlin giebt folgendes bekannt: Obwohl die Quittungskarte eine Belehrung über die Art der Entwertung von Beitragsmarken enthält, fommen immer noch zahlreiche Fälle unrichtiger Entwertung zur Kenntnis der Behörden. Die vorgeschriebene Einbehaltung und Erneuerung der Quittungsfarten, die solche Marken aufweisen, verursacht den Betheiligten weitläufigkeiten und Zeitverlust; hierzu kommt die drohende Bestrafung der Schuldigen. Wir nehmen daher Veranlassung, auf die diesbezüglichen Vorschriften im Auszug nochmals aufmerksam zu machen. 1. Arbeitgeber und Versicherte, welche Marken in die Quittungsfarten einfleben, find zur Entwertung dieser Marken, so weit fie mur für eine Woche gelten, befugt, so weit sie aber für mehr als eine Woche gelten, verpflichtet. 2. Die Entwertung darf mur in der Weise erfolgen, daß auf den einzelnen Marken handschriftlich oder durch Stempel der Entwertungstag, z. B. für den 15. März 1900 15. 3. 00" oder für den 10. Februar 1901,10. 2.01" deutlich angegeben wird. Zur Entwertung ist Tinte oder ein ähnlicher festhaftender Farbstoff zu verwenden. Andre Entwertungszeichen sind nicht zulässig. bleiben. Als nun die Lohnklasse und der Name der Versicherungsanstalt ersichtlich Wegen Unterschlagung städtischer Armengelder verhaftet wurde durch die Kriminalpolizei der städtische Lehrer P. M. vom Planufer. 4. Wer den vorstehenden Anordnungen zuwiderhandelt, M. Hatte vor vier Jahren die Führung der Geschäfte der 37. Armenfann für jeden Fall, sofern nicht nach andern Vorschriften eine kommission übernommen. In seiner Eigenschaft als Armenhöhere Strafe verwirkt ist, von der unteren Verwaltungs- fommissions- Vorsteher erhielt er von der städtischen Armenverwalbehörde... mit einer Ordnungsstrafe bis zu zwanzig Mark tung in bestimmten Perioden größere Geldbeträge zur Verteilung an belegt werden. Arme zugewiesen. An diesen Beträgen soll sich M. wiederholt verZuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen griffen und die Listen, in denen über die Verteilung der ArmenIn der letzten Sigung des städtischen Etatsausschusses, der aber- werden von der Abteilung für Invaliditäts- und Altersversicherungsgelder Buch geführt wird, gefälscht haben, um seine Veruntreuungen mals unter dem Vorsiz des Stadtverordneten- Vorstehers Dr. Langer- fachen( Magiftrat) mit empfindlicheren Geldstrafen als bisher belegt zu verdecken. Schließlich wurden seine Verfehlungen durch ein hans im großen Sigungssaale des Rathauses tagte, wurde der Etat werden. andres Kommissionsmitglied offenbart. An diesen hatte sich eine für die städtischen Wasserwerke mit der Aenderung angenommen, die Vom Milchkrieg. Der Abg. Ring- Düppel, Graf v. d. Schulen unterstützungsbedürftige Person um eine Beihilfe gewandt, die ihr Einnahmen aus dem Wasserverkauf um 110 000. zu erhöhen. Der burg und noch elf andre Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichts- nach der gefälschten Liste bereits gewährt sein sollte. Eine Umfrage Etat 49( verschiedene Einnahmen und Ausgaben) wurde in zweiter rates der Milch- Centrale hatten, wie derzeit gemeldet wurde, gegen im Armentommissions- Bezirk ergab, daß M. ähnliche Fälschungen in Lesung festgestellt. 10 000. wurden mehr eingestellt für den den Rechtsanwalt Dr. Flatau eine Beleidigungsflage angestrengt mehreren andren Fällen verübt hatte. Die Höhe und die Zahl seiner Empfang der Mitglieder des V. internationalen Chemie- Kongresses im über Aeußerungen, die der Beklagte in einer Versammlung gethan Unterschlagungen bedarf noch der Feststellung. Rathause. Von dem Dispositionsfonds für unvorhergesehene Aus- haben sollte. Das Schöffengericht hatte die Eröffnung des Haupt- An Blutvergiftung gestorben ist die vierjährige Tochter Helene gaben( 800 000 M.) hat der Ausschuß 300 000 m. gestrichen, weil dieser verfahrens abgelehnt mit der Begründung, daß die von Dr. Flatau des Arbeiters Schenk aus der Rummelsburgerstr. 7 zu FriedrichsFonds in den letzten Jahren nie aufgebraucht worden ist. Die in wirklich gethanen Aeußerungen zwar objektiv einen beleidigenden berg. Das Mädchen begleitete vor acht Tagen seine acht und sechs der vorlegten Sizung zurückgestellten Etats für Armeniesen und Inhalt haben, aber zur Wahrung berechtigter Interessen dienen und Jahre alten Brüder, die ein Paket wegbringen sollten. Gemeinde- Friedhöfe wurden in zweiter Lesung genehmigt, nachdem der deshalb straffrei seien. Die von den Klägern erhobene Beschwerde der Wind an der Ede der Rummelsburgerstraße und der Frankfurter Entwurf einer neuen Gebühren- Ordnung für die Berliner Gemeinde- ist vom Landgericht abgelehnt und das Verfahren nunmehr ein- Allee die Wachsbede von dem Paket wegwehte, lief es dahinterher, Friedhöfe die Billigung des Ausschusses gefunden hatte. Ferner wurden gestellt worden. um sie zu haschen. Hierbei wurde es von einem Straßenbahnwagen die Etats für die Voltsbibliotheken und Lesehallen, für das Berliner Weißen Sklavenhändlern entrissen wurde eine junge Französin, der Linie Friedrichsfelde- Spittelmarkt überfahren und am linken Gewerbegericht, das Statistische Amt und Märkische Provinzial- Museum welche auf der Durchreise von Paris nach Warschau Berlin berührte. Stnie und linken Arm verlegt. Da in die Kniewunde Schmutz gein zweiter Lesung vom Ausschuß angenommen. Bu bemerken ist Das deutsche Nationalfomitee zur Bekämpfung des Mädchenhandels raten war, so wollten die Aerzte, um die Verunglückte zu retten, im hier, daß für zwei vom 1. Oktober 1903 ab zu engagierende Wissen hat die Bahnhofsvorstände vor einiger Zeit gebeten, unter ver- Krankenhause am Friedrichshain das Bein abnehmen. Die Eltern schaftler und einen Präparator 4600 M. mehr angesetzt wurden. Bächtigen Umständen reisenden weiblichen Bersonen ihre Aufmerksam widersetzten sich jedoch der Operation und die Folge war, daß das Beim Statistischen Amt find 5410 M. mehr eingestellt für Hilfskräfte, teit zu widmen. Der Vorsteher des Fern- Bahnhofs Friedrichstraße Kind einer Blutvergiftung erlag. Die Leiche wurde beschlagnahmt. Druckkosten usw. bemerkte vor kurzem in einem von Köln kommenden Zuge ein Eine internationale Hochstaplerin und Diebin, die auch in Berlin Nardenkötters Flucht. In dem gut staatserhaltenden Tag" 18 jähriges Mädchen, welches sich auf der Durchreise nach Warschau eine Gastrolle gab, ist jetzt in Ofen Best verhaftet worden. Eine vom 27. Februar cr. stand eine die preußische Justiz so unglaublich befand. Er hielt die Betreffende, die nur der französischen Sprache junge Dame, die sich bald Baronin Pelikan von Blumenwaldt, bald belastende Geschichte, daß wir Bedenken trugen, sie in unsrem Blatte mächtig war, an und erfuhr nun, daß das hübsche Mädchen durch ein fran- Freifrau von Röbel nannte, wußte durch ihre Schönheit und ihr zösisches Vermittelungs- Bureau eine Stelle als Gouvernante bei einer feines Auftreten Lebemänner zu fesseln. Bürger und Offiziere gingen zu wiederholen. Nachdem jetzt indessen uns von glaubwürdigster Baronin in Warschau erhalten hatte. Die junge Französin wurde ihr ins Garn, in Dresden und Leipzig wie in Teplitz, Wien, und fachkundiger Seite weiteres Material zugetragen worden ist, nun nach dem Bureau des deutschen Nationalkomitees in der Ofen- Best und Warschau. Zulegt trat sie in Berlin auf. Im welches sich im wesentlichen mit jener Notiz im„ Tag" deckt, halten Schillstr. 12 gebracht, wo man zunächst feststellte, daß der in Händen D- Buge hatte sie auf der Neise hierher einen reichen Norweger wir uns für verpflichtet, unsern Lesern die Sache bekannt zu geben. der Gouvernante" befindliche Vertrag völlig wertlos war. Durch fennen gelernt. Mit diesem bezog sie im Centralhotel zwei Zimmer. Nachdem der Gerichtshof den Nardenfötter, der ein Jahres- Nachfrage in Warschan wurde fernerhin ermittelt, daß die angebliche Das Pärchen vergnügte sich in Berlin, bis der Norweger einmal einkommen von gegen 160 000 m. hatte, gegen eine Raution von Baronin ebenfalls eine Stellenvermittelung inne habe und daß die gezwungen war, allein auszugehen. Nun stahl ihm die schöne Die Frau die Brieftasche mit 14 000 Stronen und machte sich aus dem 15 000 M. in Freiheit, gelassen hatte, teilte die Ehefrau des An- junge Französin weiter nichts wie Ware" bilden sollte. geklagten einem guten Bekannten, dem Dr. X., mit, daß ihr Pariserin erhielt durch Vermittelung des Komitees Stellung bei Staube. Jetzt gelang es, die Diebin in Ofen- Best festzunehmen. cinem mecklenburgischen Gutsbesizer. Mann bereits ein Billet nach London gelöst habe und sich alsbald wurden 6 junge Bariserinnen, die ebenfalls als" Ware" nach Ruß östreich wegen Schwindels schon mit Kerker bestraft. Schon vor einigen Wochen Sie ist eine aus Mähren gebürtige Hansi Pelikan und in Niederdorthin flüchten würde. Der betreffende Herr und ein Verwandter, land geschickt werden sollten, auf Veranlassung des deutschen dem er es weiter erzählte, fühlten sich in ihrem Gewissen beschwert Nationalfomitees in Köln angehalten und aus den Händen der Unfall, welcher sich gestern abend in der Bülowstraße ereignete. Einen tödlichen Verlauf nahm ein schwerer Straßenbahnund begaben sich in ein Polizeirevierbureau, wahrscheinlich in ihrer Seelenverkäufer befreit. Der 37 jährige Eisenbahn- Ingenieur Otto Teufcher, Durlacherstr. 11 Unkenntnis der preußischen Zuständigkeitsregeln in das nächste, Zur Warnung für Unfugstifter. Verhaftet wurde gestern abend in Wilmersdorf wohnhaft, passierte zur genannten Zeit die Bülowwoselbst sie die bevorstehende Flucht mitteilten. Der wachthabende der am 10. März 1871 zu Berlin geborene, Zorndorferstraße 35 straße, deren Fahrdamm er vor dem Hause Nr. 23 überschreiten Beamte indessen gab ihnen die verblüffende Antwort, daß ihn das wohnhafte Arbeiter Paul Schulz, der die Feuerwehr unbefugter wollte. Zu derfelben Zeit fam ein Straßenbahnzug der Linie 60 nichts anginge! Die Herren fuhren darauf zu dem Staatsanwalt, weise nach der Koppenstraße 72 gerufen hatte. ( Danzigerstraße- Schöneberg) herangesaust. Der Führer des Motorder die Verhandlung in der Sache Nardenfötter leitete also dem Der Vorstand des Rabatt- Spar- Vereins ,, Norden" schickt uns eine wagens gab das Warnungssignal, worauf T., statt stehen zu bleiben, 3iveifellos fompetenten" Drgan der preußischen Justiz. Sie hatten Zuschrift, in welcher er die Richtigkeit der über den Verein in einer noch schnell vor dem Waggon die Geleise zu freuzen suchte. Er indessen ganz übersehen, daß es inzwischen schon Nacht ge- Versammlung des Vereins der Gewerbetreibenden aufgestellten Be- wurde von der Vorderplattform des Kraftwagens 2112 erfaßt, zu worden war und daß jetzt feine Bureaustunde war. Der Hauptungen bestreitet. Das Mitglied Färber sei aus dem Verein Boden geschleudert und geriet mit der linken Schulter unter den Staatsanwalt erklärte ihnen jedenfalls, daß er jetzt in der Nacht ausgeschlossen worden, weil er Unwahrheiten über den Vorstand ver- Schußrahmen des Waggons. Dieser mußte mit Hilfe von Bassanten es war gegen 11 oder 12 Uhr doch nichts machen könne, dagegen breitet habe, um den Verein zu schädigen. Die Kassenrevisionen angehoben werden, bevor es gelang, T. zu befreien. Der Ingenieur, würde er den Herren am andern Vormittage auf dem Gericht in fänden jährlich circa sechsmal ohne vorherige Anmeldung statt. Die welcher außer inneren Verlegungen auch einen Schädelbruch erlitten würde er den Herren am andern Vormittage auf dem Gericht in 17 000 m. diverse Ausgaben kämen nicht dem Vorstand zu gute, hatte, wurde nach dem Elisabeth- Krankenhause in der Lüßowstraße feinem Bureau zur Verfügung stehen!( Hierzu möge bemerkt sein, sondern setzten sich zusammen aus Handlungs- und technischen Un- gebracht, wo er drei Stunden nach der Einlieferung verstarb. daß nach der Strafprozeß- Ordnung ein Staatsanwalt sowie jeder foften. Der Vorstand habe somit nicht 25 000 m., sondern nur Wegen schweren Straßenraubes sind zwei Handwerker der Polizeibeamte befugt ist, in einem derartigen Fluchtfalle sogar felbft 8000 m. erhalten. Auch sei die Generalversammlung drei Tage Militärwerkstätten in Spandau verhaftet worden. Der Knecht den Fluchtverdächtigen vorläufig festzunehmen.) vorher in der Morgenpost" angezeigt worden. Mondreh aus Dallgow war am 21. Februar nach Spandau " " gekommen, um Einkäufe zu machen. MS er sich abend? zum Bahnhof begeben wollte, trafen ihn die Schlosser Galluski und Burdtmann, die in der Artilleriewerkstatt und der Geschützgiesierci beschäftigt waren, und luden ihn zu einem Glas Bier ein. Bei dieser Gelegen- heit versäumte der Knecht den Eisenbahnzug und mußte den Heim- iveg zu Fuß antreten. Die beiden Schlosser boten ihm für eine Strecke ihre Begleitung an. Als sie spät abends außerhalb der Stadt angelangt waren, fielen die beiden über den Knecht her und raubten ihm die Taschenuhr und das Portemonnaie mit IS Mark. Der eine von den Angreisern hielt ihm dabei einen geladenen Revolver vor die Brust und drohte, ihn ans der Stelle niederzuschießen, falls er sich zur Wehr setze. Auf die von dem Knecht erstattete Anzeige wurden die Räuber jetzt er- mittelt. Die Uhr wurde noch bei dem einen vorgefunden. Beide sind Familienväter und waren schon seit einer Reihe von Jahren in den königlichen Fabriken beschäftigt. Im Apollo-Thcater brachte das März-Programm eine Reihe neuer Specialitäten.„Frau Luna" hat freilich allmählich— trotz immer neuer Ausstattnugs-Effekte— ihre Anziehungskraft verloren: auch die einschmeichelndsten Melodien kann mau nicht ewig hören. Nur S t e i d l bleibt immer neu: sein köstlicher Humor in dem Hängeboden- und iin Frosch-Eouplet und erst in seiner Miß Duncan- Parodie wirkt unwiderstehlich. Die„indische" Akrobaten-Familie The NovelloS mit ihren Hunde- und Elefanten-Dressuren und den graziösen Kinderproduktionen bilden ein anmutiges Gegenbild zu den halsbrecherischen Leistungen der kraftstrotzenden vier Garganis. Und dann fürs Auge das Tanz-Potpourri: erst die nette Parodie auf die Duncan-Tänze und dann der Cake-Walk: ein Beweis, wie unsrer sogen.„Gesellschaft" aller Sinn für Schönheit und Grazie verloren gegangen ist; im Grunde ist es geradezu un- begreiflich, daß dieser Tanz Anklang finden kann— selbst wenn man die„Gesellschaft" noch so tief einschätzt! Im Casino-Theater in der Lothringerstraße wird jetzt ein neues Volksstllck„Berliner Herze u" gegeben. Die bewährten Theater- mittel, die einem L'Arronge und andern zu Ruhm und Geld vcr- Holsen haben, schlagen auch hier an, besonders wenn ihnen ein Schuß politischer Oppositionsstiiniiumg beigemengt ist. In der„Ehrlichen Arbeit" spielte die Arbeitersolidarität eine geschickt ange- brachte Rolle, in dem neuen Stück kommt der After- Patriotismus gehörig vors Brett. Der bekannte reich- gewordene Fabrikant angelt nach dein Kommerzienrats-Titcl und läßt sich von vornehmen Schwindlern schröpfen, dieweil seine braven Kinder und sein alter Kriegskamerad, das Gcschäftsfaktotum Krause, den Abschied erhalten. Und das alles, weil die Kinder nicht hoch hinaus wollen und der alte Krause seinen Arbeitgeber und Duzbruder wegen seiner dick aufgetragenen Begeisterung für das China- Abenteuer nach Gebühr verulkt. Natürlich geht es den Verstoßenen glänzend in ihren Unternehmungen, während der verbohrte Vater ruiniert wird und vom Selbstmord am Schluß des Stiickes durch eine wunderhübsche Familienscene gerettet werden muß. In dem flotten Spiel zeichnete sich wie immer Herr Direktor Berg als Charakterdarsteller auS; unter einigen gut angebrachten Couplets, die das Stück enthält, scheint das Lied von der Lust in Tegel ebenso berühmt zu werden, wie der bekannte Brunnenstratzen- Hymnus. Dem Volksstück geht ein kleiner Einakter„Erste Liebe" voran sowie ein Specialitätenteil, in welchem der Signor Francardi sich in allen Fächern des Varists, vom Bauchredner und Zauberkünstler bis zur Chansonette Produziert. Huo den Nachbarorten. Friedenau. Der„Höchstkommandiercnde von Friedenau", Amts- dicner Klette, ist bis auf iveitercs beurlaubt worden und hat die Uniform mit dem Civilanzug vertauscht. Er will sich übrigens bei dem Urteil nicht beruhigen und verspricht sich nach einem Lokal» blatt, falls auch die Bcrnftmg ungünstig für ihn ausfallen sollte, alles Heil von der Gnade deS Kaisers. Die Gemeinde hat nunmehr das Vergniigen, an zwei Beamte Gehalt zu zahlen, die ihr keine Dienste mehr leisten, denn auch der freiwillig abgegangene ftühere Amts- und Gemeindevorsteher, Major Rönnebcrg, soll sein Gehalt noch zwei Jahre lang erhalten. Polizci-Jnspektorcn-Attentätcr. Unter dem Verdacht, dem Polizei« Inspektor Frhr. v. Kleist in Potsdam die Fenster eingeworfen zu haben, sind dort zwei Brauer verhaftet worden. Angeblich haben sie emgestanden, daß sie die Thäter sind, und wollen aus reiner Zerstörungswut gehandelt haben, ohne zu wissen, wer dort wohnte. Das Haus Augustastr. 30, in dem der Polizei-Jnspektor wohnt, liegt gegenüber der„Miihlenberggrotte", einer Kneipe, aus der die Brauer gekommen waren._ Witterungsübersicht vom 3. März 1903, morgens 8 Uhr. Wetter- Prognose für Mittwoch, den 1. März 1903. Ziemlich trübe, am Tage etwas kühler mit leichten Regenfällen und mäßigen südöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Bekanntmachung Die bei dem pssen Brande Modewarenhauses unsres durch Feuer, Wasser und Rauch teils sehr, teils unbedeutend beschädigten enormen Warenvorräte kommen vom Donnerstag, den 5. d. AI., ab zu inli�en Ansverkanf. Der Verkauf dauert nur kurze Zeit! Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Kleiderstoffe Seidenstoffe Baumwollwaren Leinenwaren Wäsche Trikotagen Woll waren Kurzwaren Besätze Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Blusen Kostümröcke Kostüme Kinderkleider Unterröcke Morgenröcke Schürzen Handschuhe Herrenartikel Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Beschädigte Damenmäntel Kindermäntel Teppiche Gardinen Möbelstoffe Schuhwaren Putzartikel Schirme Futterstoffe Die für die Frtthjahrs-Saison neu angekauften Waren(reffen jetzt tägiieh in grossen Mengen ein und müssen daher die beschädigten Waren in sehr kurzer Zeit geräumt sein. Es beeile sich jeder, diese seltene Gelegenheit vahrzunehmen. Der Verkauf findet von 9-1 und von 3-8 Uhr statt. aeques am Wedding, Miillerstr. 182—83, Ecke Seilerstrasse. Verantwortl. Redakteur: Earl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buckdruckerci und Verlagsanstalt Paul Singer s: Co.» Berlin SW.