Nr. 56. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 r., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat, Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Stolonel zeile oder deren Naum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Bort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Aunt IV, Nr. 1983. Bauer und Socialdemokratic. Man schreibt uns aus Ostpreußen: Sonnabend, den 7. März 1903. für einige Sommermonate, auch die kleinen Besizer, die im Sommer und teilweise auch im Winter zu den ständigen Gutsarbeitern gehören. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.. Schon bei der Wahl von 1898 hat sich in Ostpreußen gezeigt, daß die Socialdemokratie auch Anhänger auf dem platten Lande zu finden vermag. Seitdem sind ihre AusIhr eigenes Grundstück müssen diese Besitzer, soweit die sichten gestiegen. Wer weiß, wie es hier mit dem geDer Berufsstand, der bei den Reichstagswahlen am meisten Frau und die schulpflichtigen Kinder dazu nicht im stande heimen Wahlrecht bestellt war, wird sich ohne weiteres von den bürgerlichen Parteien umivorben wird, sind die sind, dann noch nebenbei", d. h. während der Nacht, be- flar sein, daß das nunmehr versprochene Gesetz über die Bauern. Zu verwundern ist dies keineswegs; übt die bäuer arbeiten. Da die Arbeitszeit auf den Gütern während des Sicherung des Wahlgeheimnisses eine wesentliche Besserung liche und mit ihr zusammen die gesamte ländliche Bevölkerung Sommers 14-15 Stunden täglich ausschließlich der Pausen bedeutet. Die Wut der Konservativen über diese Nachgiebigdoch heute vermöge der ungleichmäßigen Einteilung der Wahl- und nicht selten noch darüber beträgt, wozu dann noch der feit der Regierung gegenüber dem Reichstage ist nur zu befreise auf die Zusammensetzung des Reichstags einen Einfluß Weg zu und von der Arbeitsstätte kommt, so bleibt zur greiflich. aus, der weit über die zahlenmäßige Stärfe dieser Bepölkerungs- Arbeit auf dem eignen„ Besitz" nur die Nacht und der Für die Socialdemokratie aber erwächst jetzt die Verschicht hinausgeht. So entfielen bei der letzten allgemeinen Reichs Sonntag übrig. pflichtung, mehr noch als bisher selbst bis in die entlegensten tagswahl im Jahre 1898 auf die 32 im ersten Wahlgange gewählten Diese Kategorie von Bauern hat vor dem besizlosen Gegenden mit Aufklärungsschriften vorzubringen. Die socialdemokratischen Abgeordneten 662 675 focialdemokratische Arbeiter nur das voraus, daß er sein eignes Heint und seine Früchte dieser Arbeit werden nicht ausbleiben. Die Behauptung Stimmen, während auf 38 im ersten Wahlgange gewählte Suh hat, für die ihm sein Besitztum Weide und Futter liefert. Der Konservativen, daß der Bauer an der Scholle klebe und Konservative Abgeordnete nur 353 026 tonservative Stimmen Brotgetreide und, wenn sich die Frau etwas mit Schweine- nichts von der Socialdemokratie wissen wolle, wird elendiglich entfielen. Großstädtische Industrie- Arbeiter mußten also im zucht beschäftigt, auch noch Futtergetreide müssen diese Besitzer zu Schanden werden. Durchschnitt in der Anzahl von 20 708 an die Urne treten, ebenso kaufen, wie der industrielle Arbeiter. Langt doch zumal Können diese beiden Kategorien von Bauern für die um ihrem Kandidaten zum Siege im ersten Wahlgange zu das Brotgetreide, welches er auf dem eignen Grundstück baut, socialdemokratischen Grundsätze gewonnen werden, so ist das verhelfen, während in ländlichen Gegenden schon 9290 Wähler wenn die Familie auch nur aus Mann, Frau und 2 bis 3 bei den mittleren und größeren Bauern von 50 bis zu etwa im Durchschnitt genügten, um dasselbe zu erreichen. Kindern besteht, bei weitem nicht aus. Daß diese kleinen 150 Morgen schwieriger. Diese Klasse von Besitzern, die Besitzer von den Getreidezöllen keinen Nutzen, sondern Schaden ständig einen oder mehrere fremde Arbeiter in ihrem Dienst haben, ist ohne weiteres klar. haben, sind etwas besser gestellt als ihre Sollegen. Sie Den Wählern des platten Bandes ist dadurch ein Recht eingeräumt, wie es die städtischen Einwohner bei weitem nicht besitzen. Der Stimmzettel in der Faust des Bauers bedeutet eine Macht, vor der sich alles bangen müßte, wenn sie richtig angewandt werden würde. Indessen hat der Bauer selbst die Macht, die ihm durch den Stimmzettel in die Hand gegeben ist, bisher nicht erkannt; daher ließ er sich bisher immer als gefügiges Werkzeug der Reaktion gebrauchen. den kleinen Gutsbesikern zu zählen. zu die" 1 " Stoat". interessiert. Um die sociale Rage eines solchen Zwergbauern richtig brücken sich vor den schwersten Arbeiten, überanstrengen sich würdigen zu lernen, muß man auch wissen, was mit ihm ge- wohl auch in den meisten Fällen nicht allzu sehr, schieht, wenn er alt und arbeitsunfähig wird. Eines der Kinder und zum Leben bleibt ihnen meistenteils doch mehr übernimmt das elterliche Grundstück und hat dann den Eltern übrig, als dem kleinen Besizer ohne fremde Arbeitsein Altenteil oder Ausgedinge zu geben. Nun wollen aber auch fräffe. Das ist der eigentliche Mittelstand der länddie übrigen Geschwister an dem Erbe", das aus dem in lichen Bevölkerung. Aber auch dieser Mittelstand verVon den reaktionären Gegnern der Socialdemokratie wird mindestens 90 von 100 Fällen schon stark mit Hypotheken fällt. In dem Anzeigenteil der Kreisblättchen findet fortwährend die Behauptung aufgestellt, daß der Bauernstand beladenen und nunmehr noch mit Altenteil belasteten Grund- man sehr häufig Inserate, die anzeigen, daß die und das sicherste Bollwerk gegen das Vordringen des Socialismus stück besteht, teilnehmen. Der Sohn oder die Tochter, die ein die Besizung, meist so um 100 Morgen herum, im ganzen bildet Hat nun der Bauer, insbesondere der im Osten, an solches Grundstück übernehmen, haben dann auch noch an die oder geteilt verkauft werden soll. Der Grund für diese Erde Aufrechterhaltung der heutigen Gesellschaftsordnung ein übrigen Geschwister etwas auszuzahlen". So hat der junge scheinung ist wohl in den meisten Fällen darin zu suchen, daß 10 lebhaftes Interesse? Befißer fast immer von vornherein mit einer für seine Ver- der junge Besizer, der das väterliche oder schwiegerväterliche Bauer nennt man heute in manchen Gegenden schon den hältnisse sehr erheblichen Schuldenlast zu kämpfen. Ein solches Grundstück annimmt, zu sehr mit Hypotheken beladen wird. fleinen ländlichen Befizer, der nur eine armselige Stathe mit Erbe" fommt auf diese Weise gewöhnlich sehr teuer zu stehen. Und doch ist dasjenige Kind, welches die väterliche Besikung wenigen Morgen Land sein eigen nennt, und Bauer pflegen Die wirtschaftliche Lage eines solchen Bauern" sieht der erhält, noch immer besser gestellt, wie die übrigen Geschwister. sich auch mitunter, wenn es ihnen gerade in den Kram paßt, eines reinen Proletariers verteufelt ähnlich. Ja, man kann Diese sinken, soweit sie sich der Landwirtschaft überhaupt widmen, die Arnim, Kanik und Konsorten zu nennen, deren Besiz bis demgegenüber das Leben einiger städtischer Arbeiterkategorien, in den meisten Fällen zu Bauern der zweiten Kategorie herab. Aus in die Hundertausende von Morgen hineingeht. Im allgemeinen die sich vermöge ihrer Organisation ein halbwegs menschen den Söhnen dieser Besizer rekrutiert sich aber auch ein großer wird man den Begriff„ Bauer" dahin bestimmen können: würdiges Dasein errungen haben, als ein beneidenswertes Teil der niederen Beamten, von denen der oſtpreußische Jeder kleine und mittlere ländliche Besizer, der auf seinem bezeichnen. eignen Grund und Boden Landwirtschaft treibt und dabei Scheinbar, aber auch nur scheinbar besser gestellt ist die Dialettdichter Reichermann in einem seiner Gedichte sagt: träftig mit Hand anlegt und nicht etwa bloß eine zweite Gruppe von Bauern, derer von 25 Morgen aufwärts" welf Joahr dönt he als Soldoat, denoa sorgt far emm de Aufpasser und Antreiberrolle spielt ist ein Bauer. Wächst der bis zu der Grenze, wo sie noch ohne eine ständige fremde Hier und da gelingt es allerdings auch einem Besitzer landwirtschaftliche Betrieb über diesen Rahmen hinaus, sodas Arbeitskraft auskommen. Bei den kleineren Besitzern dieser dieser Gruppe, noch eine oder auch mehrere bäuerliche Besein Besitzer nur noch eine Aufpasser- und Antreiberrolle Stategorie langen die Erträgniffe ihrer Besitzung oft genug fügungen hinzu zu kaufen, wodurch er dann auch aufhört Bauer auch nicht zum Unterhalt ihrer Familie aus. Ständig in spielt, so ist er nicht mehr zu den Bauern, sondern schon zu rbeit gehen können sie jedoch nicht, das gestattet der Betrieb zu sein. Solche Fälle gehören aber zu den Ausnahmen und Unter den eigentlichen Bauern, die die weit überwiegende ihres eignen Grundstücks nicht, so findet man es sehr häufig, kommen bei Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des geMehrzahl aller ländlichen Besitzer ausmachen, kann man deut daß der Fehlbetrag, der zum notwendigen Unterhalt nötig ist, famten Bauernstandes nicht in Betracht. Sehr viel häufiger lich drei Arten unterscheiden. Da giebt es erstens solche, durch gelegentliches Fuhrwerken verdient wird. Eines haben kommt es vor, daß Besizungen diefer Kategorie parzelliert deren Besitzung zu klein ist, um ihnen selbst ausreichende Be alle Besitzer dieser beiden Kategorien gemeinsam: übermäßige werden und daß ihr Besitzer zum Bauern zweiter Kategorie schäftigung und für sich und ihre Familien ausreichenden Mühsal bei sehr langer Arbeitszeit, zumal im Sommer, und herabſinkt. Schließlich sind auch diese bestgestellten Bauern nicht nur einen sehr färglichen Lebensunterhalt. Fleisch kommt bei Unterhalt zu gewähren und die daher gezwungen diesen kleinen Besigern sowohl wie bei der ländlichen Arbeiter sonderlich an der Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Ordnung find, noch anderweitig Beschäftigung und Verdienst suchen. schaft als Nahrungsmittel überhaupt nicht in Betracht, es Die zweite Art dann bilden Wenn erst die bäuerliche Bevölkerung den Socialismus bildet lediglich ein Genußmittel. Die Hauptnahrung besteht jenigen, deren Besizung gerade groß genug ist, um ihnen selbst hinreichende Beschäftigung, ja sehr in Startoffeln, grobem Brot, Milch und Cichorienwasser. Der begriffen haben wird, wird sie ihm zum Siege mithelfen. häufig mehr als hinreichende Beschäftigung, aber nur zu oft Unterschied zwischen den Bauern dieser beiden Kategorien benur einen sehr färglichen Unterhalt für sich und ihre Familie steht nur darin, daß die einen sich auf ihrem eignen Grundstück und die andren beint Gutsbesitzer bis aufs äußerste abmühen bietet. Auf die dritte Kategorie endlich entfallen die Besizer, müssen, ohne die Früchte ihrer Arbeit selbst zu genießen. deren Besitzung zu groß ist, um von ihnen allein bearbeitet Diese nimmt den einen der Gutsbesitzer oder ihr sonstiger werden zu können, und die daher ständig einen bis drei er Arbeitgeber, den andrender Sypothekengläubiger. Denn wachsene Arbeiter, einen Hirten und ein Dienstmädchen es giebt hier wenige bäuerliche Grundstücke, die nicht überDer Etat des Reichsschazamtes, der am Freitag erledigt wurde, brauchen. Die Größe diefer drei Kategorien von Besitzungen mäßig verschuldet sind. Die meisten sind nur Scheinbefizer. führte zwei größere Debatten herauf, von denen die eine allerdings läßt sich nicht genau abgrenzen. Das hängt von der Güte des Im Alter gestaltet sich die Lage der Bauern der zweiten in sehr geringem Zusammenhange mit dem Reichsschatzamte stand. Bodens und auch davon ab, was darauf angebaut wird. Allgemein Art ebenso wie die der ganz kleinen Besitzer. Sie werden eben- Die Zuderagrarier unternahmen den längst angekündigten Vorstoß: wird man jedoch annehmen können, daß auf die erste Gruppe falls Altfiber, und daß ein Altsikerdafein keineswegs beneidens- Sie ließen durch den Grafen Carmer, deit wie er versicherte Grundstücke bis zur Größe von etwa 15 Morgen( 1 Heftar wert ist, ist allgemein bekannt. unbefoldeten Aufsichtsrat des Rohzuder- Syndikats, anfragen, ob die gleich 3,917 Morgen), auf die zibeite solche bis zu etwa 50 Morgen Auch der Landwirtschaft hat sich der Kapitalismus soweit Regierung noch in dieser Session schleunigst eine Novelle zum Zuderund auf die dritte solche bis zu 150 Morgen, manchmal auch bemächtigt, daß derjenige, der nicht selbst so viel an Sapital gefes einbringen wolle, die ihnen die lange ersehnte neue Kontingentienoch darüber, entfallen. Zu Grunde gelegt sind bei diesen besikt, um damit andre Mitmenschen in seinen Dienst zwingen rung bringen würde. Unfren Zuckerinteressenten, allerdings nicht Betrachtungen ostpreußische Verhältnisse, wie sie besonders in zu können, ebenso ausgebeutet wird, wie der Industriearbeiter. allen, schwebt als Jdeal eine Doppeltontingentierung nach öftreichischem Litauen und Masuren bestehen. Zölle, und mögen sie noch so hoch sein, können den Kleinbauern Muster vor. Genährt sind ihre Hoffnungen durch den bekannten Die kleinsten ländlichen Besitzer, die Zwergbauern bis zu feine Hilfe bringen; die meisten haben sogar Nachteil. Für Saz in der Begründung des vorjährigen Zuckersteuer- Gesetzes, worin etwa 15 Morgen ziehen aus ihrem Grundstücke nicht soviel, all diese Kleinbauern und selbstverständlich auch für die Land- mit dem Gedanken einer neuen Kontingentierung oder einer andren daß sie eine Familie erhalten können; so müssen sie sich, um arbeiter, bietet die Ueberführung des Grund und Bodens aus Staatsfürsorge zu Gunsten der Zuderindustrie gespielt wird. Frhr. notdürftig existieren zu können, nach anderweitigem Verdienst dem Privatbesitz in den Besitz der Allgemeinheit die einzige b. Thielmann wollte aber heute nichts mehr davon wissen. umsehen. Sie nehmen jeden Verdienst an, der sich in der Nähe Möglichkeit, um ein menschenwürdiges Leben zu führen. Ihrer Sehr bestimmt und deutlich erklärte er, daß die Regierung jähe, in dieser Session ein neues Buckerihres Wohnortes bietet. In ihnen finden die benachbarten Guts- aanzen socialen Lage nach gehören die Kleinbauern längst zu feinen Anlaß jähe, Die Gründe hierfür liegen auf der Hand. besitzer, deren felbständige Gutsbezirke fast immer inmitten den Elenden. Wenn die socialdemokratische Aufklärung trop gefes vorzulegen. von Dörfern mit Kleinen Befizern liegen, ein ebenso williges dem bisher verhältnismäßig wenig Eingang und noch weniger Die öftreichische Doppelfontingentierung führt nämlich eine versteckte wie billiges Arbeitsmaterial. Der besitzlose Landarbeiter richtiges Verständnis in diesen Kreisen genommen hat, fo liegt Prämie wieder ein und es kann kein Zweifel bestehen, daß auf Vererhält dadurch eine Konkurrenz, die durchaus nicht zu unter das lediglich an der Unwissenheit, in der der größte Teil der anlassung von Frankreich und England die ständige Kommission in schätzen ist. So stehen denn auch in Gegenden, wo diese Ver landwirtschaftlichen Bevölkerung noch heute dahinlebt. Ein Brüssel sich sehr bald mit der Frage zu beschäftigen haben wird, ob hältnisse obwalten, zumal wenn sie weit ab von größeren Städten meist sehr jämmerliches Machwerk von Kalender bildete bisher der östreichische Zucker nicht als Prämienzuder behandelt werden Auch heute hat sich in muß. Würde Deutschland dem östreichischen Beispiel folgen, so und damit von vermehrter Arbeitsgelegenheit liegen, die Arbeiter die einzige Leftüre der Kleinbauern. Auch heute hat sich in muß. löhne am niedrigsten, so niedrig, daß nicht einmal die sehr dieser Beziehung noch wenig geändert, höchstens find hier und würde es den Geist der eben abgeschloffenen Zuckertonvention auf anspruchslosen aus Polen importierten Arbeiter dafür zu haben da die Kreisblättchen hinzugekommen, die auch nicht gerade das gröblichste verlegen. Die Gründe des Staatssekretärs waren fo einleuchtend, daß Graf Carmer keine Unterstützung von irgend einer find. Als vor zwei Jahren der Bahnbau von Goldap nach zum Nachdenken anregen. Gleichwohl ist der Fortschritt zu beobachten, daß man sich andern Seite fand. Es wird den deutschen Agrariern ein schwacher Stallupönen ausgeführt wurde, bei dem hauptsächlich Polen beschäftigt waren, mußten sich denn auch die Besizer der in überhaupt schon Vorstellungen, von dem was die Social Trost sein, daß auf eine Anfrage des Centrums- Abgeordneten ped der Nähe befindlichen Güter bequemen, die Tagelöhne um demokratie will, selbst in den dunkelsten Winkelchen zu machen der Staatssekretär erklärte, daß die Herbeiführung einer 30-40 Pf. aufzubessern, wenn sie überhaupt Arbeiter be beginnt. Es is. das erste noch unverständliche Stammeln Tarifermäßigung für Zuderrüben und Zuckermelasse in die Wege geleitet sei. Nach einer kleinen Diskussion über die Frage der Entkommen wollten. Diesen Vorteil genossen sie allerdings nur einer zu politischem Denken erwachenden Bevölkerung. Politische Ueberlicht. Reichstag. Berlin, den 6. März. www " schädigung der Saccharinfabrikanten, die Herr Hermes von der Frei- daß die letzten Januartage foivohl für Aeltere als für die Jüngeren vertreter, daß die Kostenlast unübersehbar sei, daß Simulation au finnigen Volkspartei herbeiführte, kam der Hauptgegenstand der Verhand- im Streite für das Proletariat eine Ueberraschung waren. Man befürchten sei und dergleichen, sehr sympathisch. Ihre Stellungnahme lungen, die Errichtung einer katholisch- theologischen hatte nicht geglaubt, daß die Solidarität unter den Arbeitern bereits müßten sie aber davon abhängig machen, ob die Annahme der AnFakultät an der Universität Straßburg, an die Reihe. 1o groß jei. Da nun Dr. Kuyper die Organisation noch träge etiva die Novelle selbst gefährde. Prompt erwiderte der Der Zusammenhang mit dem Reichsschazamt leuchtet nicht ohne stärker macht, sei es Pflicht, einen Ehrengruß dem Manne dar Regierungsvertreter Geh. Regierungsrat Caspar: die Annahme der Der Zusammenhang mit dem Reichsschaamt leuchtet nicht ohne zubringen, der vor 25 Jahren im Lande zuerst die rote Fahne auf- Anträge würde eventuell die Novelle ernstlich gefährden, und erleichterte weiteres ein. Die Dinge liegen so, daß das Reich seit 1878 einen pflanzte: Domela Nieuwenhuis. Mit gewaltigem Applaus den nationalliberalen Herren so, gegen die Anträge zu ſtimmen. Zuschuß von 400 000 M. der Universität Straßburg gewährt, feit wurde diese Auslassung durch die Versammlung begrüßt. Nicht aus Die Anträge wurden mit allen Stimmen gegen die der Social1879 haben wir ein Reichsschazamt und seitdem erscheint diefer Schmeichelei sagte Redner diese Worte, da er selbst stets die freien demokraten, der Freijinnigen Vereinigung( Röfice) und des AntiZuschuß unter den Anforderungen dieses Amtes. Natürlich hat der Socialisten scharf bestritten. Jetzt reichen eben alle Arbeiter einander semiten Raab abgelehnt. Das Centrum, dessen Arbeiter Schazsekretär keinen Einfluß gehabt auf die diplomatischen Mogeleien die Bruderhand. Im weiteren erinnerte Dr. Gorter an die Worte, sich längst für die socialdemokratischen Anträge zwischen Papst und Staat, die Frhr. v. Hertling eingeleitet hat und die Dr. Kuyper im Jahre 1872 sprach: Der Schwache befizzt nur erklärt hatten, hatte sich bis auf den letzten Mann vor der die zu einem Abkommen geführt haben, mit dem unsre Ultramon- ein Rechtsmittel: den Streik". Abstimmung ohne Erklärung entfernt. tanen sehr zufrieden sind. Um das katholische Seminar in Straß- beendete, sprachen der freie Socialist" Kolthek und der Schriftführer Bureauschreiber in das Gesetz einzubeziehen und das Krankengeld Nach Dr. Groter, der unter donnerndem Applaus seine Rede Vom Abg. Spahn war im Laufe der Sigung angeregt, die burg zu beseitigen, dem man die Pflege protestlerischer Neigungen des Nationalen Arbeiter- Sekretariats van Ertel. Hiernach auch für Familienmitglieder auf 3/4 für Ledige auf des Tagelohns zu zutraut, wird die Universität Straßburg mit einer katholisch- theologi- noch Domela Nieuwenhuis, welcher daran erinnerte, daß der Monat erhöhen. Die Socialdemokraten erklärten, daß sie beiden Anschen Fakultät gesegnet, die mit Wissenschaft gar nichts zu thun hat März ein stürmischer sei, sowohl in der Geschichte der Völker wie regungen Folge geben würden, die Bureauschreiber würden schon und deren Lehrkörper ganz nach den Wünschen des Straßburger Bischofs in der Natur. Im März brach die Revolution in Destreich in 1849 jest versicherungspflichtig sein, wenn nicht entgegen den Darlegungen zusammengesetzt sein muß. Dieser Vorgang führte eine allgemeine aus; im März auch die Kommune in Paris, und unsre Regierung auch von socialdemokratischer Seite im Jahre 1891 angenommen Kulturkampf- Debatte herauf, die von dem Abg. Dr. Sattler eingeleitet spiele ein gefährliches Spiel mit ihren Gesezen im Monat wäre, fie fielen bereits in die Versicherung. twurde. Herr Dr. Sattler that so, als sei an seinem klerikalen Verbündeten März. In Regierungsfreisen scheine man sich um den Zustand im Lande keine Sorgen zu vom Zollwucher her kein gutes Haar. Er jammerte über die besuche Bälle; die Königin- Mutter soll Herrn De Savornin Lohman machen, die Königin Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bemüht sich mit rechtwachsenden Ansprüche der römischen Hierarchie und klagte über das eingeladen haben, um sie zu informieren. Nun", sagte D. Niewen- haberischer Hartnäckigkeit den Unsinn aufrecht zu erhalten, daß die schwere Joch des Ultramontanismus, unter dem die deutsche Be- huis, dann ist sie beim Teufel zur Beichte. Wünscht die Königin- Eisenbahnarbeiter kein Koalitionsrecht haben und daß die Straf völkerung wahrhaft seufze. Das Centrum, als dessen Wortführer Mutter jedoch Informationen, so möge sie die Leiter der Eisen- bestimmungen für Streits aus der preußischen Gewerbe- Ordnung Herr Spahn, der Vater des Straßburger Spähnchens, und Frei- bahner Better und Oudegeest zu sich entbieten lassen, dann ist sie von 1845 noch zu Kraft bestehen. Wir hatten sie aufgefordert, herr v. Hertling auftraten, nahm diese Slagen mit großer nicht einseitig unterrichtet." Nachdem der Redner ferner wenigstens einen ihrer hervorragendſten" Kommentatoren zu nennen, Heiterkeit auf und gab der Regierung seine volle Zufriedenheit zu darauf hingewiesen, wie die liberale Presse die Regierung zu welche die Auffaffung des Regierungsorgans unterstützen, daß das erkennen. Der elfäffische Regierungsvertreter Halley nahm dies Lob diesen Gesezentwürfen aufgehezt habe, wahrscheinlich um von der Streifverbot von 1845 noch Rechtens sei. gern entgegen und ging so weit, gegen Herrn Sattler den Vorwurf Gelegenheit Gebrauch zu machen, selbst wieder an das Ruder zu sich das Blatt? Auf Landmanns Kommentar zur Gewerbe- Ordnung, zu erheben, er hätte hohle Phrafen gemacht. Von höheren Gesichtspunkten lommen, da sie die Regierung jest ja im Stiche lasse, schloß er mit der bemerkt: einem Appell an die Soldaten. „ Auch der Kontraktbruch von Eisenbahnarbeitern aus behandelte der Abg. Dr. Barth die Frage. Er sah in der Debatte fann mit Rücksicht auf§ 6 G.-D. Landesrechtlich unter Strafe geein Vorpostengefecht für den kommenden Kampf um die Macht über stellt werden." die Schule. In diesem Kampf find wir allerdings bereits mitten darin, und es kann nicht behauptet werden, daß die Kirche beider Konfessionen bisher Terrain verloren hat. Wäre die Volkserziehung der Socialdemokratie nicht, so würde das deutsche Volt rettungslos der Muckerei und dem Klerikalismus ausgeliefert werden. Am Sonnabend werden kleine Etatsreste aufgearbeitet werden. Die Beratung des Militär- Etats wird wohl erst am Montag beginnen." Die erste, dritte und fünfte Sektion, in welchen socialdemo kratische Abgeordnete Siz haben, hatten gestern die Be= ratungen noch nicht beendet. Wahrscheinlich wird auch noch Freitag nötig sein für die Sektions- Untersuchung. Begen Unwohlsein( Influenza) hat Genosse Troelstra den Vorsitzenden der Zweiten Stammer telegraphisch ersucht, seine Interpellation bis nächsten Dienstag auszustellen. Für den großen Protest am nächsten Sonntag sind nunmehr bereits 42 Protestversammlungen im ganzen Lande ausgeschrieben. unter andern werden in Amsterdam sprechen: Troelstra, Domela Nieuwenhuis, Fr. van Eeden, H. Polak, P. M. Wink und J. J. van Dogen. Der„ Telegraaf" erfährt von wohlunterrichteter Seite, daß die Regierung nunmehr alle Maßregeln getroffen habe, um, wenn nötig, sofort den Belagerungszustand verhängen zu können. Eine Anzahl Offiziere erhielten geheime Befehle, und ein einziger Befehl genügt, um im ganzen Lande diese Befehle zur Ausführung zu bringen. Verschiedene Gewerkschaftsvereine beschlossen bereits, am allgemeinen Streit teilzunehmen und auf das erste Zeichen des AbwehrKomitees die Arbeit niederzulegen. Toren hat". * 00 Deutsches Reich. Nächste Sizung: Montag. Und worauf beruft Ist die„ Nordd. Allg. Ztg." so beschränkt, daß sie nicht einsieht, wie diese Bemerkung sie gerade widerlegt? Landmann erklärt es für möglich, daß der Kontraktbruch von Eisenbahnarbeitern durch Landesgesetze strafbar gemacht werden könnte. Damit ist zu gegeben, daß er bisher nicht strafbar ist. Außerdem handelt es sich hier um die Bestrafung des Kontraktbruchs, nicht um die Bestrafung der Verabredung zum Streik wie im Gesetz von 1845 ohne Kontrattbruch; der Streik kann an sich nicht durch die Einzelstaaten bestraft werden, weil das Strafgesetzbuch die Fälle der Nötigung auf die Bedrohung mit einem Vergehen oder Verbrechen einschränkt, und der Streit ist kein vom Strafgesetzbuch gekanntes Bergehen oder Verbrechen. im den -auch Gegen die holländischen Zuchthaus- Gesehentwürfe. Noch immer ist es nicht möglich, auf die Frage, die die klassen bewußte Arbeiterschaft der ganzen Welt aufs höchste interessiert, Wenn übrigens die„ N. A. 3." behauptet, daß die preußische Was wird aus den Entwürfen?" eine bestimmte Antwort zu geben. Gewerbe- Ordnung von 1845 durch die von 1869 nicht vollständig Noch immer stehen die beiden Parteien kampfgerüstet einander gegenbeseitigt ist, sondern für die der Gewerbe- Ordnung nicht über die Arbeiterschaft, die durch Wort und Schrift, in zahlreichen unterstehenden Arbeiter noch gilt, so würde natürlich nicht Versammlungen und durch Massenverbreitung von Flugblättern das nur der§ 182 in Kraft sein, sondern auch alle übrigen Bolt aufzurütteln und aufzuklären, die öffentliche Meinung für sich zu Bestimmungen, z. B. der§ 181, der den Unternehmergewinnen strebt, aber auch bereit ist, durch einen großen Streit ihren Koalitionen die gleiche Strafe androht wie den Arbeitern. Würden Willen zur Freiheit den äußersten Nachdruck zu geben und andrersich z. B. die privaten Kleinbahn- Gesellschaften verabreden, ihre seits die sich christlich nennende Regierung der Bourgeoisie, die ein Arbeiter auszusperren, um von ihnen gewisse Handlungen oder Heer von Soldaten aufgeboten hat, um durch Anwendung rohester Zugeständnisse" zu erlangen, so könnten auch sie nach der Gewaltmaßregeln die Sinebelung der Arbeiterschaft durchzusetzen. Demokratie vor der Socialdemokratie schützen. Ihr hat nämlich die friegen. Auch wäre nach§ 183 die Bildung von Verbindungen Die Frankfurter Zeitung" hat schwere Arbeit: fie muß die Gewerbe- Ordnung von 1845 bis zu einem Jahre Gefängnis Wer hier der Sieger sein wird für die nächste Zukunft, Rede urtires Genossen Molkenbuhr zum Krankenversicherungs- Geses unter Eisenbahnarbeitern das ist bis jetzt noch nicht abzuschen; dauernd die Arbeiterschaft also auch die frömmsten ohne Hollands in Banden zu schlagen, wird der Regierung und der herr- nicht gefallen; Wolkenbuh habe gegen das von der Regierung für polizeiliche Erlaubnis mit Geldbuße oder Gefängnis zu bestrafen. gewisse Fälle geforderte Absetzungsrecht von Vorstandsmitgliedern Eisenbahnarbeiter, welche„ eigenmächtig" die Arbeit verlassen oder schenden Klasse jedenfalls nicht gelingen. Bis jetzt liegen uns noch feine endgültigen Mitteilungen über nicht Protest erhoben. Das ist der" Frankfurter Zeitung" ein Beweis fich groben Ungehorsams oder beharrlicher Widerspenstigkeit" schuldig das Ergebnis der Beratungen in den Sektionen der Kammer vor. Arbeiter den Sinn für die Wahrung demokratischer Rechte ver-(§ 184) usw. dafür, daß die Socialdemokratie über den Geldvorteilen für die machen, wären gleichfalls mit Geld oder Gefängnis zu ahnden Daß sich diese Beratungen über die Zwangsgesetze so lange hinzögern, mag als ein gutes Zeichen angesehen werden. Gewinnt Es ist verzeihlich, daß sich die„ Norddeutsche Allgem. Zeitung" Die Sorge um das Seelenheil der Socialdemokratie ist zivar in vormärzliche Zustände zurücksehnt. Aber diese Sehnsucht verleiht doch dadurch die Arbeiterklasse Zeit, den Entrüftungssturm gegen die Entwürfe im ganzen Lande immer mehr anzufachen und dadurch sehr rührend, aber auch sehr unnötig. Unser Parteigenosse Molten- dem vermoderten Gesetz kein neues Leben. einen starten moralischen Druck auf die öffentliche Meinung und auch frage betreffenden Bestimmungen aus der Novelle gefordert. Die buhr hat in seiner Rede die Beseitigung aller die OrganisationsEin Buddescher Fortschritt! Eine Korrespondenz meldet: Die auf die Kammer auszuüben, die schwankenden Abgeordneten für sich zu gewinnen und die Mehrheit von dem Attentat auf die Frei- socialdemokratische Reichstags- Fraktion wird weiter das Ihrige thun, Bestimmungen über die Arbeiterausschüsse, deren Einrichtung um die Interessen der Arbeiterklasse bei der Reform der Kranken- und Thätigkeit( Erlaß vom 19. Februar 1892) find vom Minister heiten und Rechte des Voltes zurückzuschrecken. Je mehr Zeit Budde wie folgt abgeändert worden: Nach§ 9 Abs. 1 des die Arbeiterklaffe gewinnt, um so größer wird die Zahl derjenigen versicherung in jeder Beziehung wahrzunehmen. erwähnten Erlaffes sollen die Verhandlungen der Arbeiterausschüsse werden, die in diesem Stampf auf ihrer Seite stehen, um so schwächer wird die Position der Gewalthaber. Einsichtige und gebildete Leute nach Bedürfnis, jedoch nicht häufiger als viertelDie Krankenversicherung in der Kommission. aus dem Bürgertum stellen sich auf die Seite der Arbeiterklasse. jährlich einmal" stattfinden, ausgenommen wenn die vorgesezte In der Freitagssitzung beantragte Abg. Gamp( f.) Ausdehnung Behörde oder der mit dem Vorfize beauftragte Beamte die EinEine große Petition gegen die Streitgefeß- Entwürfe wurde unter der statutarischen Versicherungsmöglichkeit auf selbständige Gewerbe- berufung für erforderlich erachtet, oder wenn zwei Drittel der Ausschußanderm von den Amsterdamer Professoren Brandt, Houwing, Treub, treibende, welche regelmäßig nicht mehr als drei Lohnarbeiter be- mitglieder darauf antragen. Um mun den Arbeitern mehr als dies Kan, Kernkamp, Lobry de Bruin, dem bekannten Strafrechtslehrer schäftigen". Aus der Mitte der Kommission( Albrecht, Dietrich, Hof bisher anscheinend geschehen ist, Gelegenheit zu geben, AnG. A. van Hamel, Valentin und Bery unterzeichnet. mann- Dillenburg, Röside, Stadthagen) und vom Tische der Regierung träge, wünsche und etwaige Beschwerden anzubringen, leber die Beratung in den Sektionen meldet ein Bericht von wurde dem Antragsteller entgegengetreten. Der Gampsche Vorschlag hat der Minister unter Hinweis auf den Grlaß vom 7. Juli 1895 Belinfantes Bureau", daß der Widerstand gegen die fiel mit allen Stimmen gegen die des Abgeordneten Gamp. bestimmt, daß die Arbeiterausschüsse unbeschadet des bisher schon drei Gesezentwürfe in allen Fraktionen der§ 3 nimmt Personen des Soldatenstandes sowie solche in linken Seite ernster ist als man erwartet hatte. Betrieben oder im Dienste des Reiches, eines Staates oder zugelassenen häufigeren Zusammentrittes mindestens zweiDie unveränderte Annahme der Entwürfe wird als höchst Stommunalverbandes beschäftigten Personen von der Versicherungs- stimmung des§9 Abs. 1 soll demnach hinzugefügt werden:„ mindestens mal im Jahre einberufen werden. Der oben erwähnten Beunwahrscheinlich angesehen. In einigen Sektionen zeigten pflicht aus, wenn diesen Personen bei Fortdauer der Erkrankung jedoch zweimal im Jahre". Außerdem soll bei jeder Werks sich auch einflußreiche Mitglieder der in den Hauptpunkten einigen über 13 Wochen hinaus für weitere 13 Wochen entweder die dem stätten- Revision durch ein Direktionsmitglied au der rechten Seite nicht abgeneigt, einigen von links offerierten Ab-§6 entsprechende Unterstützung oder der anderthalbfache zuständige Arbeiterausschuß einberufen werden, änderungen zuzustimmen. Der Haager Korrespondent das Handels- Betrag des Krankengeldes gewährt wird. Stadt desselben Gelegenheit zu geben, blad" schreibt, daß er auf Grund dessen, was ihm zu Ohren kam, hagen fragt an, warum nicht, wie im ersten Entwurf, 26 Wochen etwaige Wünsche zur Sprache zu bringen. Dabei müssen vorhersagen könne, daß die Regierung, wenn sie an ihrem Entwurf Strankenunterstützung gefeßt sei. Der in den Motiven angegebene nach Anordnung des Ministers jedesmal auch die festhalte, nahezu die ganze linte Seite des Hauses Grund, daß eine Pensionierung dann erschwert werde, schlage nicht Niederschriften über die früheren Verhandlungen gegen sich haben werde. Verschiedene Mitglieder der Ersten durch. Es liege tein Grund vor, diese Personen schlechter wie andre eingehend daraufhin geprüft werden, ob die im Ausschuß verKammer sollen sich, wie der holländische Korrespondent der Frank Arbeiter zu stellen, zumal das anderthalbfache Krankengeld gegen handelten Angelegenheiten sachgemäß und dem Zwecke der Einfurter Zeitung" meldet, dahin geäußert haben, daß es wahrscheinlich über den erhöhten Krankenhauskosten fast stets hinter diesem zurüdsei, daß, falls die Zweite Kammer die Entwürfe annehme, die bleibe. Da ein andrer als der in den Motiven angegebene Grund richtung sowie den Vorschriften entsprechend erledigt worden sind. liberale Mehrheit der Ersten Kammer fie verwerfen würde. Welch eine Arbeiterfreundlichkeit! Zweimal im Jahr müssen die nicht angeführt wurde, wurde ein Aenderungsantrag für die zweite sogenannten Arbeiterausschüsse fünftig zusammentreten! Daraus Zieht man diese Mitteilungen in Betracht und überschaut die Lesung in Aussicht gestellt. gegentvärtige Situation, so findet man Grund genug zu der Hoffnung, Zum§ 6 Absatz 1 beantragten die Socialdemokraten( Albrecht, Attion getreten sind. Herr Budde ist in lächerlichen Kleinigkeiten folgt nur das eine, daß sie bisher vielfach überhaupt nicht in daß es der Arbeiterklasse gelingen wird, die Reaktion aus dem Mollenbuhr und Stadthagen) in Nr. 1(„ vom Beginn der Krankheit wirklich riesengroß. Dafür arbeitet er aber auch Tag und Nacht! Felde zu schlagen und die Rechte und Freiheiten, die sie notwendig ab freie ärztliche Behandlung. Arznei sowie Brillen, Bruchbänder zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen gebraucht, zu behaupten. und ähnliche Heilmittel") zu sezen: a) statt ähnliche Sonstige", Wegen Mißhandlung von Untergebenen in 36 Fällen wurde in Nach einer neuesten Meldung sind die Vorberatungen der Gesetz- b) nach Heilmittel zuzufügen: ,, sowie die zur Sicherung Halle der Unteroffizier Richwin vom Kriegsgericht zu acht Monaten entwürfe jetzt so weit gefördert, daß die Beratung im Plenum des Erfolges des Heilverfahrens und zur Erleichterung der Gefängnis und Degradation verurteilt. Als Zeuge erschien unter am nächsten Dienstag beginnen kann. Folgen der Verlegung erforderlichen Hilfsmittel( Krüden, Stütz- andern ein Soldat, der vor den Mißhandlungen des Angeklagten Die Regierung sucht inzwischen ihre militärischen Ma apparate und dergleichen)" und in Nr. 2 die Karenzzeit von sich auf der Flucht beide Beine erfroren hatte, so daß diese nahmen noch immer mehr zu vervollständigen. Züge 3 Tagen zu streichen. Zur Begründung dieser Anträge wurde amputiert werden mußten. Dieser Zeuge wurde auf einer Bahre in mit Munitionswagen werden an mehreren Bahnhöfen bereit ge- ausgeführt: Die Aenderung zu Nr. 1 entspricht dem§ 9 des den Saal getragen. halten, um auf das erste Zeichen Militär zur Bewachung der Unfallgesetzes. In der preußischen Rechtsprechung ist durch Urteil wichtigsten Streden zu transportieren. Was das nützen soll, wenn des Ober- Verwaltungsgerichts von 1887 in Anlehnung an eine das Reichsgericht ihre Revision gegen die Gefängnisstrafe wegen Graf Bückler und sein früherer Inspektor Kirchner haben, nachdem die Eisenbahnarbeiter nun wirklich die Arbeit einstellen, ist nicht ab Ausführung eines Redners bei Gelegenheit des Krankenversicherungszusehen. Jedenfalls wird die Arbeiterschaft nicht so thöricht sein und Gesetzes angenommen, ähnlich" heiße nicht ähnlich bezüglich des Zerstörung einer Feldbahn zurückgewiesen hat, nach dem„ Niederscht. zum Gebrauch der Munition Anlaß geben. 3weds( Heilung, Erhöhung der Erwerbsfähigkeit), fondern bezüg- Anz." Gnadengesuche an den Kaiser gerichtet. Auch der Kampf mit geistigen" Waffen, den die lich der Kosten. Das habe insbesondere bei Zahngebissen und Kann man den Dreschgrafen nicht besser zur Saltwasserkur beLiebediener der Reaktion in den christlichen Arbeitervereinen fünstlichen Gliedmaßen dazu geführt, daß nur billige Heilmittel gegnadigen? zu arrangieren suchen, mißlingt überall. Eine Verwährt werden. Das bedeutet aber insbesondere bei Magen- Aus Hessen, 6. März. Landtag. Die zweitägigen Beratungen iammlung in Haarlem, einberufen von den Vorständen erkrankungen Schädigung des Kranken und der Kasse. So würde der Kapitel über Schulwesen gaben unsren Abgeordneten Anlaß, die der christlichen Arbeiterverbände und bestimmt dazu, gegen die Auf- eine Kasse, der ein Gebiß für 50 M. zu teuer ist, 26 Wochen Forderung auf eine umfassende fortschrittliche Schulreform zu erheben. rufe der sich neutral oder socialistisch nennenden Berbände" zu lang 26 X 10 M., also statt 50 M. 260 M. zu zahlen Abg. David entwickelte die Notwendigkeit, unser ganzes niederes protestieren, nahm denselben Verlauf wie die christlichen" Versamm haben und der Arbeiter bleibt frank. Die Beseitigung der und höheres Schulwesen im Sinne einer Einheitslungen in Haag und Amsterdam. Die Socialdemokraten waren die Karenzzeit ist dringend erforderlich, um der Kasse Mehr- schule umzugestalten. Bor allem feien die Vorschulen überwiegende Mehrheit, mit socialistischen Liedern wurde die Ber- belastungen, die durch Hinschleppung einer Krankheit entstehen, zu er an den Gymnasien und Mittelschulen zu beseitigen. sammlung begonnen und facialistische Lieder ertönten am Schluß, sparen und um eine möglichst schnelle Gefundung herbeizuführen. Kinder der Besitzenden sollten die allgemeine Volksschule besuchen; die Redner der aufgeklärten Arbeiterschaft hatten den größten Beifall. Die Furcht, daß die Beseitigung der Karenzzeit Simulanten fördere, diefe müsse der gemeinsame Unterbau für alle weiteren BildungsIn Rotterdam wurde eine Versammlung, in der Redner der beiden sei völlig unbegründet. Weit mehr als Krankheit werde Gesundheit anstalten werden. Dafür sei eine Reform des Unterrichtsstoffes, im Parteien debattieren sollten, vom Polizeikommissar aufgelöst. fimiliert. Ueberdies sei durch den§ 616 Bürgerlichen Gesetzbuchs, Sinne verstärkter Realbildung nötig. Auch die LehrerFerner meldet uns unser Amsterdamer korrespondent der freilich durch ungültige Verträge oft ausgeschlossen werde, für bildung auf den Seminarien müsse dementsprechend modernisiert vom 4. März: die meisten Fälle ja die Karenzzeit beseitigt. Die Karenzzeit sei werden. Der Religionsunterricht gehöre überhaupt nicht in Das heute abend in Paleis voor Boltsvlyt" abgehaltene Proteft fein taugliches Mittel zur Verhütung einer Simulation. Zahlen- die allgemeine Staatsschule; er sei den Geistlichen Meeting hat alle Erwartungen noch übertroffen. Der Saal war mäßig und an der Hand einer Reihe von Statuten wurde dargelegt, einzelnen Konfeſſionen 31 überlaffen. Der Angriff überfüllt, so daß mehrere Personen unwohl wurden. Man kann die welcher Vorteil aus der Annahme der Anträge den Erkrankten und Bischofs Korum auf die paritätische Schule zeige, wessen man Anwesenden wohl auf 6000 schätzen. Trotzdem konnten Hunderte der Kasse erwachse. Aus der Mitte der Kommission sprach von flerikaler Seite gewärtig fein müsse. Gänzliche nicht zugelassen werden, sie begaben sich deshalb nach dem in einem Gamp sich gegen die Anträge aus, weil ja schon heute die Kassen Trennung von Schule und Kirche sei die einzig richtige Abwehr andren Stadtteil gelegenen Saal Plancius, welcher ebenfalls über- es selbst in der Hand haben, nach der beantragten Richtung hin gegen solche Vorsäge. In diesem Sinne solle die hessische Regierung füllt war. Genosse Troelstra, der sprechen sollte, war ver- ihre Statuten zu gestalten. Stöside( frs. Vg.) trat mit Entschieden das Volksschulgesetz revidieren. Hinsichtlich der höheren Schulen ver hindert. An seiner Stelle trat als erster Redner auf Genosse heit für die Anträge cin. Hofmann und Hasse( natl.) erlangte David die Hinaufschiebung des fremdsprachlichen Unterrichts Dr. Gorter. In seiner packenden Nede wies er zuerst dorauf hin, klärten, die Anträge feien ihnen tros der Hinweise durch Regierungs- auf die mittleren Schuljahre; der altsprachliche Unterricht sei auf die " " Die der des des Seminar Unterrichts und = Drei Oberklaffen oder noch beffer ganz auf die Universität zu verweisen. I so gut im voraus, als wenn die Aktionent der macedonischen reboBelgien. Die Regierung solle sich das bahnbrechende Beispiel Norwegens zum Tutionären Organisationen in den Petersburger Regierungskanzleien Das Achtstunden- Gefes für Berglente. Der Gefeßentwurf des Muster nehmen und in der Reichs- Schulkommission in dieser vorbereitet worden wären. Die Berechtigung der macedonischen socialistischen Deputierten Destrée betreffend die Regelung der Richtung wirken. Vom Ministertisch wurden entgegen Reformbetvegung soll nicht bestritten werden. Das ist eine Sache für Arbeitszeit in Bergwerken ist jetzt der Kammer zugestellt worden; tommende Erklärungen nur in Bezug auf auf die Reform sich. Eine andre Sache aber ist der Zusammenhang dieser Bewegung er enthält folgende Bestimmungen: Ein Jahr nach Veröffentlichung des der Zulassung der Seminar mit der russischen Orientpolitik. Wenn der Zar für Völferfreiheit Gesezes beträgt die Arbeitszeit der Bergleute unter Tage 9 Stunden, Abiturienten zur Universität abgegeben. Außerdem erklärte sich die schwärmt, dann muß eine große Gemeinheit im Zuge sein. Was vom Augenblick der Einfahrt an bis zur Ausfahrt gerechnet. Regierung bereit, ein Reformgymnasium mit Beginn des lateinischen braucht sich die zarische Regierung über die türkische Mizwirtschaft Jahre nach Veröffentlichung beträgt die Arbeitszeit 8 Stunden. Der Unterrichts auf Unter- Tertia einzurichten. Hinsichtlich der Vorschulen zu entrüsten. Die Zustände in Rußland selbst stehen vielfach noch Artikel 2 enthält Ausnahmebeſtimmungen. Danach können durch und der Ueberweisung des Religionsunterrichts an die Geistlichen hinter den türkischen zurück. Man sehe doch, wie schamlos und grau- tönigliche Verordnung nach Anhörung der Berginspektion und der lehnte sie ein Eingehen auf unsre Vorschläge ab. Daß sie dabei die fam die zarische Regierung die chinesische Bevölkerung in der Arbeitervertreter einzelne Unternehmer jedoch nicht länger als Unterstügung aller für das bewährte Alte" kämpfenden Abgeordneten annektierten Mandschurei ausrottet! Die Mordthaten der Kofaten 3 Monate von den Bestimmungen des Artitel 1 entbunden werden. fand, ist selbstverständlich. Selbst dem Verlangen auf Anstellung am Amur sind grauenhafter als die Raubzüge der Arnauten. Die Die Verordnung hat in diesen Fällen gleichzeitig eine von Schulärzten auf dem Lande traten die einzelnen„ Volks Rechtslage der Juden in Rußland ist kaum besser als die der Christen ohnerhöhung für die Ueberstunden nicht unter 50 Proz. des ge= freunde" entgegen, was von dem Abg. Ulrich gebührend gekenn- in der Türkei. Wie man in Rußland freie Meinungsäußerungen wöhnlichen Lohnes festzusetzen. Ueber die Vergehen gegen das zeichnet wurde. Die Regierung stellte die Einführung des niederprügelt, ist bekannt. Und gestohlen und geplündert wird in Gefeß sind Protokolle aufzunehmen und dem Minister der zuständigen Schularztinstituts in Aussicht. Bei Beratung des Titels Rußland wie in der Türkei. Gewerbe Aufsicht nahm Abg. Orb Gelegenheit, unsre bei Polizeibehörde und der Berginspektion einzusenden. Die Zuwiderder Generaldebatte angeschnittene Forderung auf Heranziehung von ist der Nichter gehalten, Gefängnisstrafe zu verhängen. handelnden werden mit Polizeistrafen belegt; im Wiederholungsfalle Arbeitern und Arbeiterinnen zur Fabrikinspektion eingehender zu wiederholen und nachdrücklichst die Vermehrung der Inspektionen zu verlangen. 70 Proz. Revisionen seien ugenügend; jeder Betrieb müsse jährlich mindestens einmal revidiert werden, und da wo Anstände gefunden würden, sei öfters nachzurevidieren. Bemerkenswert ist, daß sich der nationalliberale Wormser Großindeſtrielle Reinhart ebenfalls für die Heranziehung von Arbeitern und Arbeiterinnen als Hilfsbeamte aussprach. Danach sind die Aussichten für die Erfüllung dieser Forderung in Hessen wesentlich gestiegen. England. Die Schulvorlage für London. Die macedonische Aufstandsbewegung genießt seit Jahren bulgarischen Schuß und russische Deckung. Die zarische Regierung verurteilt öffentlich das Revolutionskomitee und unterſtüßt es im geheimen. Bulgarien hat sogar dem Komitee auf Drängen der Türkei den Prozeß gemacht. Die Leiter der Bewegung wurden in Haft genommen. Und in der Untersuchungshaft genossen sie die London, 4. März.( Eig. Ber.) Die Vereinigung der Lehrer, größte Freiheit: erledigten ihre Korrespondenzen, unterhielten den regsten Verkehr mit ihren Agenten und erteilten Interviews den die 50 000 Mitglieder zählt, hielt gestern abend eine große VerVertretern der russischen offiziösen Presse, denen sie ohne Scheu sammlung, um in Uebereinstimmung mit der Forderung der haarklein ihre Pläne darlegten. Es wurde ihnen denn auch kein britischen Gewerkschaften eine direkt vom Volke gewählte SchulHärlein gekrümmt. Wie denn auch in diesem Augenblick Rußland behörde zu verlangen. Wie an dieser Stelle des öfteren ausgeführt Großherzogtum Sachsen- Weimar. 5. März.( Eig.Ber.) Der Land- Thun es foeben in den schärfsten Worten sich ausgesprochen hat....( School Board) zu beseitigen und an ihre Stelle eine aus den Großherzogtum Sachsen- Weimar. 5. März.( Eig.Ber.) Der Land- offiziell die Amnestie derselben„ Aufwiegler" verlangt, gegen deren wurde, beabsichtigt die Regierung, die jetzt bestehende Schulkommission tag wird morgen geschlossen werden, nachdem derselbe die ihm Das schließt nicht aus, daß sie ihre christlichen Schußbefohlenen 28 Städteverwaltungen zu ernennende Körperschaft zu sehen. Die vorgelegten Gesetzentwürfe erledigt hat. Die Regierung erklärte betrügt: es ist ihr nicht um die Reformen zu thun, sondern darum, Arbeiter, die Lehrer sowie alle fortschrittlichen Elemente Londons heute auf eine Anfrage, wie sich der Vertreter im Bundesrate zu die chaotischen Zustände des Osmanischen Reichs noch zu der Zulassung der Jesuiten stelle, daß die großherzogliche Regierung steigern. betrachten eine solche Reform als bildungs- und volksfeindlich. Der dagegen stimmen werde. Die Einbeziehung der Haus- Die Reise des Grafen Lambsdorf hat erst die macedonische liberale Abgeordnete und Schulmann Dr. Macnamara war der schlachtungen unter das Fleischbeschau- Gesez ist un- Frage breit hingestellt und aktuell gemacht. Besicht man sich das Hauptredner und gab unter anderm folgende interessante Ziffern: entschieden geblieben, da der Landtag in zwei namentlichen nunmehr aufgestellte und auch schon bereits ergänzte Reform" Die Londoner School Board besteht aus 55 Mitgliedern, denen Abstimmungen Stimmengleichheit aufwies. Der Staats- programm, so überzeugt man sich, daß es aus lauter Palliativmitteln 1418 Schulabteilungen, 13 519 Lehrer und 536 000 Kinder untervertrag zwischen 8 Thüringer Staaten betr. die Gründung einer besteht, was die Schaffung einer modernen Selbstverwaltung für die stehen, außerdem ein ganzer Stab von Beamten, Buchhaltern 2c. Thüringer Aerztekammer, und das Gesetz über die Organisation der Bevölkerung betrifft, aber sehr wirksam sein muß vom Gesichtspunkte Dann giebt es in London 1500 kirchliche Schulabteilungen mit Aerzte wurde mit einem von den socialdemokratischen Abgeordneten weiterer Schwächung der Türkei. Dieser werden de facto nicht nur gestellten Antrag angenommen. Der Grafschaftsrat verwaltet die Mittelschulen. die Administration, sondern auch die Verfügung über die finanziellen 220 000 Kindern. Im Herbst haben die Neuwahlen stattzufinden. und sogar über die Militärkräfte dieser Provinzen entzogen. Der Der Wirkungskreis der neuen Schulbehörde wird sich demgemäß auf Centrumsmoral. Aus Baden wird uns geschrieben: Die Rede alte Zustand wird zerstört und dem neuen von vornherein der Halt 20 000 Lehrer, eine Million Schulkinder und 4 Millionen Pfd. Stert. des Abg. Schüler im Reichstag über die Weinkontrolle und gegen entzogen. So will Rußland das Land in einem Zustand der Ber( 80 Millionen Mark) erstrecken." Die Lehrer verlangen deshalb eine die Einfuhr bezw. für unerhörte Verzollung südländischer Weine splitterung und allgemeinen Schwäche erhalten, bis der Augenblick besondere Behörde, die ausschließlich zum Zwecke der Schulverwaltung wird von der ultramontanen Offenburger Zeitung" gekommen sein wird, wo es dort Ruhe und Ordnung schafft wie im direkt vom Volk gewählt werden soll. Jeder andre Plan wird von demagogisch ausgenutzt, um die Winzer zum heftigsten Kampf gegen Zarenreich. ihnen bekämpft werden. die Socialdemokraten anfzurufen. Es soll insbesondere die Polemik Es ist kennzeichnend, daß die russische Diplomatie gerade in des Centrumsredners Schüler gegen den socialdemokratischen diesem Augenblick mit der macedonischen Frage auch die Frage der Abg. Wurm zur Verhezung der Bauern dienen, weil Wurm die serbischen Thronfolge auf die Tagesordnung bringt. Man gewinnt Verordnung Podbielstis mißbilligte, welche den ausländischen Rot- den Eindruck, daß mit Absicht die Orientfrage aufgerollt wird. wein aus den deutschen Hospitälern verbannt Stein Staat entwickelt eine so intensive Politik auf der Balkanund nur inländischen Roten zuläßt. Schülers Danksagung an Podbielski Halbinsel wie Rußland. Ueberall hat da die zarische Regierung ihre wird als rettende That gegenüber der vollsfeindlichen Socialdemo- and im Spiel. Sie zettelt Verschwörungen an, organisiert Aufalles fratie gepriesen. Es ist nun sehr bezeichnend, daß dasselbe stände, sie hält eine Bande Meuchelmörder in ihrem Solde katholische Bauernfänger Organ in seinem Inseratenteil große nachgewiesene Thatsachen. In Armenien, auf Kreta, in Macedonien, Reklame betreibt für den italienischen Velletri Rotwein, Serbien, Bulgarien, Montenegro, Griechenland, überall wird von der als„ ärztlich anerkanntes Stärkungsmittel für Gesunde der zarischen Diplomatie intrigiert und gewühlt.. und Kranke" wegen seiner( im Gegensatz zu unsren badischen Weinen) geringen Gerbsäure aufs angelegentlichste empfohlen wird. Um diesen Zwiespalt der Natur des Pfaffenblattes zu begreifen, muß man wissen, daß diese Anpreisung des italienischen Weines von der Aktiengesellschaft Katholisches Vereinshaus Freiburg i. Br." ausgeht und gezeichnet ist. Gegen diese Pfaffenkapitalisten getraut fich das Leiborgan des Herrn Abg. Schüler die Rebbauern nicht zu den Mistgabeln zu rufen. V " Schweiz. Der Kampf um den Zolltarif. Irland und die englisch- amerikanischen Beziehungen. London, 4. März.( Eig. Ber.) In unsrer Neujahrsbetrachtung " Dänemark. Städten Dänemarks versuchen die Unternehmer durch Errichtung Die Regierung gegen die Arbeiterkuebelung. In mehreren einer sogenannten Hafenzunft die organisierten Hafenarbeiter voir Das über England wurde auch auf die diplomatische Bedeutung hingewiesen, die Irland in der Gestaltung der anglo- amerikanischen Selbstredend enthielt diese Ansicht nichts Beziehungen zukommt. Neues. Sie wurde schon in den sechziger Jahren des letzten Jahre hunderts von Karl Marg ausgesprochen. Einen konkreten Fall zu ihrer Bestätigung bringen heute die„ Times" in einer Korrespondenz aus Dublin, worin erzählt wird: Die Wirkung der Lösung der Die Völker des Balkans leiden nicht nur unter der türkischen irischen Landfrage auf die anglo- amerikanischen Beziehungen illustriert Herrschaft, sondern vielleicht nicht minder unter der europäischen Diplomatie. So ist die slavische Frage nur in erster Linie eine Kapitän Shawe- Taylor durch eine merkwürdige Episode, die zur ZerFrage der Loslösung von der Türkei, in ziveiter aber eine Frage störung des ursprünglichen Hay- Pauncefote- Vertrags führte. Nachder Konsolidierung eines südslavischen Staates. Das letztere suchte dem sich ein gewisser Jrländer vergewissert hatte, daß der Senat im Rußland bis jetzt ebenso sehr zu verhindern, wie es das erste Begriffe war, den Vertrag anzunehmen, begab er sich zu 27 Senatoren förderte. und stellte ihnen vor, daß die Annahme des Vertrages einen schädWas Rußland im Orient will, weiß man: Konstantinopel. Mit lichen Einfluß auf die irischen Interessen haben würde; das ZustandeNoch etwas zur Charakterisierung der Centrumspresse. In den Unabhängigkeitskämpfen der kleinen Nationen im Balkan fönnen kommen des Vertrages würde den Eindruck machen, als ob beide Offenburg begann am Sonntag eine Theatergesellschaft wir sympathisieren, die Frage des Beſizes von Konstantinopel Mächte ihre Differenzen ausgeglichen hätten. Der Jrländer im Stadttheater einen Cyklus dramatischer Vorstellungen. Die aber, der dem Zarentum eine ganz Europa beherrschende Stellung " Offenburger Zeitung" läßt sich die Einladungen und Drucksachen schaffen würde, ist, solange der russische Absolutismus besteht, die fand, daß 19 dieser Senatoren irische Mütter hatten. Mit Rücksicht auf Irland stimmten 24 gegen den Vertrag und drei von der Direktion bezahlen, nüßt das Freibillet der Redaktion aus, ureigenste Frage des europäischen Proletariats. enthielten sich der Abstimmung. Der Vertrag wurde auf diese will aber in der heiligen Fastenzeit die Schäflein von dem Besuche des Theaters fernhalten. Zu diesem Zwecke knüpft der heilige Weise zu Fall gebracht. Dies ist nur eines der vielen Beispiele, die Jefuit der Redaktion an die günstige Recension der EröffnungsEngland beweisen sollen, vie eng seine imperialen Interessen mit vorstellung folgenden Schlußjab an: Natürlich wollen wir die Zürich, 3. März.( Eig. Ber.) Nur furze Zeit noch trennt uns einer gerechten Lösung der irischen Landfrage zusammenhängen." Es katholischen Leser unsres Blattes nicht zur Teilnahme an Lustbarkeiten vom Abstimmungstage, dem 25. März und man merkt diesen Umstand mag hier bemerkt werden, daß sich diese Episode mur zwischen dem verleiten, wenn wir ab und zu unsre Redaktionspflicht üben, indem auch aus der fieberhaften Steigerung der Agitation für und wider 5. und 13. Februar 1900 abspielen konnte, als der Bundesfenat wir Stritiken über die Leistungen des derzeitigen Ensembles bringen." den Zolltarif. Den Ueberzöllnern stehen nicht mir die meisten wider alles Erwarten durch die Annahme von anti- englischen Von der hohen Schule des Volkes. Aus der Pfalz wird uns Zeitungen zur Verfügung, sondern auch rednerische Kräfte in Ueber- Amendements eine Ratifikation des Vertrages betreffend den Bau folgendes berichtet: Im September v. 3. brachte die Pfälzische fchaftlichem Eigeninteresse und aus parteipolitischen Gründen für den des Nicaragua- Kanals unmöglich machte. fluß, weil alle bürgerlichen Politiker und Parlamentarier aus wirtBost", das socialdemokratische Organ der Pfalz, eine Zufchrift, die ihr aus dem Lager Lechfeld zugegangen war, zum Abdruck, in der Bolltarif eintreten. Unter den radikalen Politikern ist mancher, der mit den Ueberzöllnern durchaus nicht einverstanden ist, die Agrar- und Mittelgegenüber einem Hauptmann Schaaf des 2. bayrischen Fuß- standspolitik aber aus Parteidisciplin mitmacht, weil andernfalls der Artillerie- Regiments der Vorwurf erhoben, daß er die ihm unter- Abfall von Mittelstandsleuten in Handel und Gewerbe wie von stellten Landwehrleute in ungehöriger Weise anrede und daß| Bauern von der radikalen Partei zu befürchten wäre. er einen der Landwehrleute nach der Art Göz von Berlichingens zur War die Agitation in Sachen des Zolltarifs schon während der der Arbeit auszuschließen oder zum Austritt aus ihrer Organisation Bornahme einer Handlung einlud, die Claude Tillier in seinem Unterschriftensammlung eine rege, so ist sie nun seit dem imposanten zu zwingen. Auch in Nakskov auf der Insel Laaland war eine " Onkel Benjamin" Klassisch schildert. Auf Grund der Beschuldigungen Erfolg der Zollgegner mit den 110 000 Unterschriften weiter von folche Hafenzunft gegründet worden, deren Regulativ im Stadtrat der„ Pfälzischen Post" wollte der Herr Hauptmann ursprünglich den Woche zu Woche gestiegen und wird sie in den nächsten Tagen den angenommen wurde. Der Nakskover Stadtrat begehrte dann von Redakteur am Stragen nehmen, doch befann er sich noch rechtzeitig Höhepunkt erreichen. Wie während der Wahlbewegung für die Reichstags= der und unterließ sein Vorhaben. Dafür nahm sich das Kommando der wahlen in Deutschland von den Parteien selbst in den kleinsten Dörfern Ministerium Regierung die Bestätigung dieses Regulativs. für öffentliche Arbeiten hat aber darauf erGeschichte an, und das Ende vom Lied war eine Anklage wider den Versammlungen veranstaltet werden, so finden in der Schweiz neben den lärt, daß es feinen Grund habe, das Regulativ zu Hauptmann wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt. Das Ergebnis Bersammlungen in den Städten und Industrie- Drten auch solche in bestätigen, und bemerkte im übrigen, es müsse für sehr der Verhandlung war eine glatte Bestätigung der den kleinsten Dörfern mit mehr oder weniger ausschließlich land- zweifelhaft angesehen werden, inwieweites geAngaben unsres Parteiblattes. E wurde dem Herrn wirtschaftlicher Bevölkerung statt. Die Veranstalter der Ver- ezlich zulässig sei, die Arbeit im Nakskover Hauptmann nachgewiesen, daß er die ihm unterstellte Mannleichtsinnige, unverschämte Kerle, Bande, ja vereine und andre Arbeiter- Organisationen sowie landwirtschaftliche polisieren, wie es das Regulativ fordere. sammlungen gehören allen Kreisen an, meistens find es Grütli afen zu Gunsten der Zunftmitglieder zu monoschaft faule, fogar als Landwehrgesindel angesprochen hatte. Das Gericht diftierte Vereine; vielfach werden von den verschiedenen Interessen- Als„ Lolland- Falsters Socialdemokrat" die telegraphische Mitdem Herrn Hauptmann vier Tage Stubenarrest. Die Bezeichnung vereinigungen gemeinschaftlich Versammlungen mit Referenten und teilung über die Stellungnahme des Ministeriums erhielt, wurden ,, Kerle" erachtete das Gericht nicht als beleidigend. Das Landauer Militärgericht hat damit das Seitenstück geschaffen zu dem Spruch torreferenten einberufen, und wo dies nicht geschieht, benutzen die sofort Laufzettel herausgegeben, um die Bevölkerung und namentlich des Augsburger Gerichtes, das den Ausdruck„ Rindvich" als nicht Gegner die Diskussion zur Vertretung ihres gegenfäßlichen Standpunktes. Die Hafenarbeiter in Kenntnis zu setzen. Allgemein wurde es mit Den Anhängern und Interessenten des Zolltarifs kann der Vor- großer Genugthuung aufgenommen, daß das Ministerium sich nicht beleidigend erachtete. wurf nicht erspart werden, daß sie ihre Sache selbst als eine schlechte zum Mitschuldigen an dem Verbrechen gegen die Koalitionsfreiheit erscheinen lassen durch die Art und Weise, wie sie sie verfechten. der Hafenarbeiter machen wollte. Ihre Argumentation ist eine völlig einseitige, widerspruchsvolle und Kandidatur Hoensbroed. Graf Hoensbrocch, der einstige Jesuit demagogisch irreführende, die nur Glauben von den Zuhörern verund nunmehrige Hasser des Centrums, hat die seltsame Neigung, langen, die offene, allseitige Kritik aber nicht vertragen kann.„ Das Die socialistische Partei und die Gewerkschaften. in einem Wahlkreise zu kandidieren, den der schärfste Widersacher Ausland trägt den Zoll; der Zwischenhandel und zum Beispiel beDas Nationalfomitee der socialistischen Partei der Vereinigten des Centrums, die Socialdemokratie, inne hat. Er hat eine Kandi- züglich der Viehzölle die Mezger tragen den Zoll; die Fleisch Staaten beschäftigte sich in seiner Februarjigung mit der Stellung Datenr angenommen für den 22. sächsischen Wahlkreis Reichenbach- Kirch- preise werden nicht steigen, aber die Landwirtschaft muß der Partei zu den Gewerkschaften. Das Resultat der Debatten war berg, den unser Parteigenosse Hofmann vertritt; wie die" Tägliche höhere Preise haben, um vor dem Ruin bewahrt zu bleiben; die die einstimmige Annahme der folgenden Resolution: Rundschau" sagt, auf dringendes Ersuchen evangelischer Arbeiter Fleischpreise werden nur um 1,1 oder höchstens 2,5 Rappen steigen," Das Nationalfomitee der Socialistischen Partei in Jahresfizung und Fabrikanten". Warum will denn Herr Graf Hoensbroech gegen während alle Welt weiß, daß die Fleischpreise in der Schweiz sich über einem Socialdemokraten sich eine klägliche Wahlabfuhr holen? immer nur um 5 bis 10 Rappen auf oder ab bewegen. Den Arbeitern Ehrenvoller wäre es gerade für ihn, es etwa in einem Centrums- verspricht man förmlich einen Anteil an dem überzöllnerischen Beutetreise zu versuchen. zug in Gestalt von Lohnerhöhungen, gleichzeitig jammert man über Die nationalliberale Partei in Nürnberg beschloß, bei den die hohen Löhne in der Landwirtschaft, die durch die hohen Löhne Reichstagswahlen mit einem eignen Kandidaten aufzutreten. Bisher in der Industrie verursacht worden seien" usw. Die Bauern find denn auch zu einem großen Teile fanatisiert, wurde sowohl in nationalliberalen als auch in freisinnigen Streifen die Hoffnung gehegt, daß es gelingen werde, sich auf einen lärmen und schreien, wenn in den Versammlungen Zollgegner reden gemeinsamen Kandidaten zu einigen. Dieser Hoffnung haben und schreden auch vor persönlichen Verunglimpfungen und thätlichen nun die Nationalliberalen durch obigen Beschluß ein Ende gemacht, Mißhandlungen nicht zurück. sie wollen nur bei künftigen Landtags- und Gemeindewahlen wieder Der Kampf um den Zolltarif ist so zu einem Kampfe aller gegen mit dem Freisium zusammengehen, bei den Wahlen für den Reichstag alle geworden, der die tiefsten Leidenschaften aufwühlt und die aber nur bei einer eventuellen Stichwahl für den freifinnigen Interessengegenfäße in nie dagewesener Weise verschärft. Die verKandidaten eintreten. Vor dieser Verlegenheit wird sie die social- zweiflungsvollen Anstrengungen der Ueberzöllner zur Rettung des demokratische Wählerschaft Nürnbergs bewahren. Tarifs beweisen, wie wenig sicher fie dessen Annahme halten und wie sehr gefährdet im Gegenteil sie denselben erachten. In der That können die Zollgegner mit der bisherigen Gestaltung der Situation zufrieden sein. Frankreich. Wahlvorbereitungen. Ausland. Amerika. versammelt, bekräftigt aufs neue die Haltung der Partei der Gewertschafts- Bewegung gegenüber, wie sie in der Indianapoliser Resolution von 1901 zum Ausdruck gelangte. Wir betrachten die Gewerkschaftsbewegung und die socialistische Bewegung als untrennbare Teile der allgemeinen Arbeiterbewegung, erzeugt durch die wirtschaftlichen Verhältnisse, welche dieselben Ziele verfolgen, und wir erachten es als die Pflicht jeder der beiden Bewegungen, sich gegenseitig zu unterstützen in ihren betreffenden Wirkungskreisen. Aber wir sind uns auch der Thatsache bewußt, daß jede der beiden Bewegungen ihre specielle Mission in dem Emancipationskampfe der Arbeiterklasse zu erfüllen hat: daß es die Aufgabe der Getverkschaften ist, die wirtschaftlichen Kämpfe der Arbeitertlaffe zu führen, während die Socialistische Partei die politischen Schlachten der Arbeiterklasse schlagen muß; daß die Interessen der Gesamtarbeiterbewegung am besten dadurch gewahrt werden, daß jede der beiden Bewegungen innerhalb ihres eignen Thätigkeitsfeldes bleibt und sich nicht aktiv in die Angelegenheiten der andern mischt. Die Socialistische Partei wird fortfahren, ihre Unterstützung den Rußland und die macedonische Frage. Genosse Parvus schreibt in seiner W. P. Korrespondenz": Die Kammer stimmte einer Erhöhung der Summe für die ökonomischen Kämpfen der organisierten Arbeiter zu teil werden zu Die russische offiziöse Presse verkündet für den laufenden Monat Pension der alten Bergleute zu. Bis jetzt konnten von den lassen ohne Rücksicht auf die Zugehörigkeit der in die Kämpfe verMärz einer großen Aufstand in Macedonien. Man war in den 25 000 Bergleuten, die das Alter von 55 Jahren erreicht haben wickelten Unionen und wird sich nicht einmischen in die inneren russischen Regierungsfreisen bis jetzt ganz außerordentlich gut unter- beziv. 30 Jahre im Dienst sind, nur etwa 3000 eine Alterspension 3wistigkeiten und Differenzen innerhalb der Gewerkschaftsbewegung; richtet über die Pläne der macedonischen Komitees. Man wußte alles erhalten. Die Zahl der Pensionäre soll auf 12000 gebracht werden. Die Partei wird auch nach wie vor die Sympathie und Unterſtügung der Gewerkschaftsorganisationen beanspruchen, ohne sich gegen diese p oder jene Richtung in der Gewerkschaftsbewegung aufzuwerfen oder auszuspielen. Wir erklären es auch für unweiſe, Gewerkschaften als solche zu politischen Konventionen unsrer Partei einzuladen." Aus Industrie und Handel. Der Fall Erner". Leipzig, den 6. März 1903. Zu Beginn der Verhandlung macht der Verteidiger Justizrat v. Gordon grundsätzliche und technische Bedenken gegen die vom Vorsitzenden entworfene Fragestellung geltend. Die Staatsanivalt= schaft schließt sich dem an. Der Vorsitzende erklärt, der Gerichtshof werde die Frage erivägen und vertagt die Verhandlung auf eine Stunde. Nach Wiederaufnahme der Sitzung teilt der Vorsitzende mit, daß die Verhandlung wegen der für die Neuformulierung der Fragen erforderlichen Zeit auf Montagvormittag vertagt wird. Deutfches Reich. die socialistische Agilation begonnen, die Arbeiterklasse zu erfassen Die Töpfer in Frankfurt a. D. haben in letzter Zeit ver- und immer mehr verstanden zu werden. Ein gut Teil socialistischer Arbeitern einen ungünstigen Tarif aufzuzwingen fuchten, nachdem von Industriecentren in und bei Petersburg, Moskau, arschau, schiedentlich Differenzen mit den Arbeitgebern gehabt, weil diese den Entwicklung habe sich seitdem vollzogen, gefördert durch die Bildung der früher vereinbarte alte Tarif seit dem 15. Februar abgelaufen Saratow, Rostow 2c. Man habe seitdem öfter von Arbeiterist. Aus Anlaß dieser Tarifdifferenzen wurden am Mittwoch die demonstrationen gehört. Redner schildert an der Hand authentischer Töpfer in zwei Werkstätten gemaßregelt. An demselben Abend be- Berichte einige davon, besonders den großen Ausstand von schloß eine Versammlung, daß fämtliche Töpfer sich mit den Aus- Rostow und ihre brutale Niederwerfung durch den Zarismus. gesperrten solidarisch erklären und am Donnerstag die Arbeit nicht Auch der grausamen Behandlung der politischen Gefangenen und der fernzuhalten. wieder aufnehmen. Zuzug von Töpfern und Ofensetzern ist deshalb verschickten zc. widmete Redner längere Ausführungen. Er verwies schließlich darauf, daß neben der socialistischen Arbeiterschaft und Textilarbeiter. Die Arbeiter der Tuchfabrik von Henry Edel Intelligenz auch bestimmte Schichten der Bourgeoisie sich im gewissen Sinne zu inneren Feinden des Zarismus zu entwickeln begännen, in Spremberg haben beschlossen, am Sonnabend( heute) die die nämlich, die ein wirtschaftliches Interesse an einer freiereir Kündigung einzureichen, weil die Firma ihre Forderung, die Löhne. politischen Entwicklung hätten. Eins hätten wir Deutsche von welche 5-10 m. betragen, zu erhöhen, abgelehnt hat. Die Fabrik ben russischen Freiheitstämpfern anzunehmen: Die gleiche Beist gesperrt. Zugtig ist zu vermeiden. geisterung, den gleichen Opfermut, in dem Sinne des Die Maurer in Spremberg haben Forderungen auf Verbesserung Ibsenschen Wortes, daß man einer Sache, die man als richtig der Lohn- und Arbeitsverhältnisse gestellt, die aber von den Unter- ertannt, sich mit seiner ganzen Persönlichkeit hingeben solle. Denken Die Reichsbank im Jahre 1902. In der heutigen General- nehmern abgelehnt wurden. Die Maurer wollen jedoch an ihren wir daran bei der Durchführung der bevorstehenden Wahlkämpfe. versammlung der Reichsbank gelangte der Geschäftsbericht für 1902 Forderungen festhalten, fie ersuchen ihre auswärtigen Kollegen des( Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Folgende Resolution wurde zur Verteilung, der ein übersichtliches Bild der geschäftlichen Thätig- halb, Spremberg zu meiden. einstimmig angenommen: Die Versammlung giebt ihrer Ent keit des Instituts im letzten Jahre giebt. Während in der ersten Die Polizei in Kotibus hat den Vorstand der dortigen Zahlstelle rüstung Ausdruck über die geschilderten, aller Civilisation und Kultur Hälfte sich ein von beträchtlicher Höhe des Metallvorrats begleiteter des Bauarbeiter- Verbandes mit Strafmandaten bedacht, weil er Ver- hohnsprechenden russischen Verhältnisse und verdammt die schändRüdgang der Anlagen zeigte, machte sich in der zweiten Hälfte ein änderungen im Mitgliederbestande nicht rechtzeitig gemeldet haben liche Niederknüppelung aller individuellen Freiheit, wie sie der Bedarf nach Geld, und zwar vorzugsweise nach Metallgeld, in dem follte. Das Schöffengericht sprach die Vorstandsmitglieder jedoch Zarismus und feine Büttel gegen die russische Intelligenz Grade geltend, daß jener Rückgang fast völlig wieder ausgeglichen frei, woraus hervorgeht, daß die Polizei zu Unrecht mit Straf- und die russische Arbeiterschaft in Anwendung bringen. Die Ver wurde. Beim Jahresschlusse erreichte die Gesamtanlage den höchsten verfügungen vorgegangen ist. Auch die Organisationen der Metall- sammelten drücken dem ruffischen Proletariat, seiner Preffe und bisher vorgekommenen Betrag. Wenn die Guthaben der privaten arbeiter, Tertilarbeiter und Handlungsgehilfen sind aus demselben Propaganda die lebhafteste Sympathie aus und hoffen, daß die Giro- Interessenten zwar sich im Durchschnitt etwas erhöhten, Grunde wie die Bauarbeiter mit Strafmandaten bedacht worden, Ideen des internationalen Socialismus auch in Rußland sich in nicht wurde dieser Umstand durch den vermehrten Bedarf der Reichs- und über welche die gerichtliche Entscheidung noch aussteht. zu ferner Zukunft als heilbringend eriveisen mögen." Staatstassen mehr als aufgewogen. Trotzdem war es möglich, den Binsfuß lange Zeit auf 3 Proz. und erst im letzten Vierteljahre nicht höher als 4 Proz., im Durchschnitt des ganzen Jahres wesentlich niedriger als im Vorjahre zu halten. 124 838 678 800 M. Im Laufe des Jahres wurden auf Giroconto vereinnahmt 84 593 972 714 M.( im Vorjahre: 83 893 691 625), darunter für Reichs- und Staatskaffen 16 933 811 658. Einschließlich der für Rechnung des Reiches und der Bundesstaaten im Giroverkehr geleisteten Zahlungen beliefen sich die Ein- und Auszahlungen für das Reich auf 13 036 630 212 M., für die Bundesstaaten auf 20 722 169 245 M. Der Gesamtumsah im Giroverkehr, einschließlich der vorstehenden Zahlungen hat in 1902 169 227 395 537. betragen( im Vorjahre 167 737 164 694). Der Streit der Tagameterkutscher in Köln ist zu Gunsten der Stutscher beendet. Die Direktion hat ihren Lohntarif zurückgezogen und den Kutschern den bisherigen Verdienst zugesagt. " Husland. " 12 Der Arbeitervertreter Verein hielt am 5. März im Gewerkschaftshause eine Versammlung ab. Nachdem man das Andenken des verstorbenen Mitglieds Rönsch in der üblichen Weise geehrt hatte, hielt Dr. Friedeberg einen Vortrag über: Die neue Die Erträgnisse sind demzufolge hinter denen des Vorjahres nicht unerheblich zurückgeblieben. Die Gesamtumfäße der Reichsbank Eine Aussperrung der Bautischler Kopenhagens steht nahe bevor. Strankenversicherungs Novelle unter Berdsichtigung betrugen in 1902 bei der Reichshauptbank 67 087 536 200 M. Gin unbedeutender Konflikt auf einem Bau, wo die Tischlerarbeiten der Versicherungspflicht der Beamten der Gewerkschaften und ähn= Redner hob hervor, daß die Ausdehnung der ( im Vorjahre 63 781 489 400), bei den Reichsbankanstalten durch die Aktiengesellschaft Silvan" ausgeführt werden, ver- licher Institutionen". ( 129 366 129 900), das sind zusammen anlaßte die am 2. März abgehaltene Generalversammlung der Unterstützungspflicht auf 26 Wochen an sich wegen der Ausfüllung 191 926 215 000 M.( gegen 1901: 1221 404 300 W. weniger). Baufach- Abteilung der Kopenhagener Tischlerinnung zu beschließen, der bisherigen Lücke bis zum Eintreten der InvalidenversicherungsDer durchschnittliche Bankzinsfuß war 1902 3,321 Proz.( im Vor- am 16. März eine allgemeine Aussperrung vorzunehmen. Nun hat Anstalten, wozu diese nach dem neuen Invalidenversicherungs- Gesetz jahre 4,099), der Zinsfuß für Lombarddarlehen 4,321 Proz. der geschäftsführende Ausschuß der Dänischen Arbeitgeber- und nach 26wöchentlicher Krankheit verpflichtet sind, einen großen Vor( 5,099). Der höchste Banknotenumlauf war wieder am 31. Dezember Meistervereinigung", am Mittwoch diesem Beschluß seine Zustimmung teil bedeute, daß aber andrerseits manche Nachteile damit verbunden wären. Es wäre zu befürchten, daß nach der Neuregelung viele mit 1516 469 000 M. zu verzeichnen, der durchschnittliche Noten- gegeben. amlauf war 1 229 623 000 m.(+39 359 000). Aussperrung norwegischer Sägewerksarbeiter. Die Arbeiter des Staffen finanziell nut würden bestehen können, wenn sie die bisherigen, über das Minimum hinausgehenden Mehrleistungen einstellten.. großen Sägewerks von Thams u. Co. in Orkedalsören bei Unter dem neuen extensiven Betrieb werde der intensive Betrieb Torndhjem sind ausgesperrt worden, weil sie dem Verlangen, aus leiden, ivas vom hygienischen Standpunkte aus sehr zu bedauern fei, ihrer Organisation auszutreten, nicht nachkommen wollten. Die denn gerade der intensive Betrieb sei zur Verhütung langwieriger Firma fucht jetzt durch Annoncen in den verschiedensten Blättern Strankheiten und der Invalidität sehr notwendig. Aus diesem Grunde nach unorganisierten Arbeitern. Der Vorstand des Norwegischen wäre es viel richtiger gewesen, wenn man durch das InvalidenArbeitsmanns- Verbandes hat eine Eingabe an das Storthing ge- versicherungs- Gesetz die Versicherungsanstalten verpflichtet hätte, richtet, worin auf diesen Fall als auf einen neuen Beweis dafür schon nach dreizehnwöchentlicher Krankheit einzutreten. Nach Be hingewiesen wird, daß gesetzlicher Schutz des Koalitionsrechts der sprechung verschiedener andrer Bestimmungen übte Redner scharfe Arbeiter unbedingt notwendig ist. Kritik an den Vorschriften, die auf eine Vernichtung der Selbstverwaltung der Krankenkassen abzielten. Zum Schluß fam er auf die Frage zu sprechen, wie sich eine Versicherung der Gewerkschaftsbeamten, der Beamten der Rettungsgesellschaften und ähnlicher Institutionen ermöglichen lasse. Irgend eine Bestimmung, auf Grund deren eine obligatoris che Versicherung dieser Beamten denkbar sei, lasse sich nicht finden. Immer bilde die Grundlage der Verficherungspflicht die Thätigkeit in einem auf Gewinn abzielenden Betriebe. Die Versicherung von Gewerkschaftsbeamten lasse sich vielleicht ermöglichen, wenn die Gewerkschaft eine Beitung herausgebe und sonstwie etwas unternehme, das auf Erzielung eines Gewinnes gerichtet sei. Mit dieser Frage müsse man sich noch näher beschäftigen. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Nachdem Uthes und Stumpe im Sinne des Referats gesprochen hatten, wurde einstimmig folgende Resolution angenommen:" Die Versammlung kann sich mit dem Entwurf der Krankenversicherungs- Novelle nicht einverstanden erklären, insbesondere nicht mit der in den Artikeln 12, 13 und 14 vorgesehenen Beschränkung der Selbstverwaltung. Der Gesamtgewinn beträgt für 1902= 36 893 315 M.( im Vorjahre 44 752 345). Hiervon gehen ab: Verwaltungskosten 13 935 365 M.( im Vorjahre 13 536 333), für Banknotenanferti gung 389 167 M., Zahlung an den preußischen Staat 1 865 730 M. ( wie im Vorjahre), 478 289 M. Notensteuer( 352 684) und einige fleinere Summen, wonach als Reingewinn 19 991 299. ( 25 946 284) berbleiben. Der Reſervefonds erhält hiervon 2 948 259 M.( steigt damit auf 47,58 Millionen), das Reich als Anteil 8 844 779 W.( im Vorjahre 12 417 770), die Anteilseigner 5,47 Proz. Dividende. Sociales. Die Großen gegen die Kleinen. Jr Leipzig hielt am Mittwoch der Verband der sächsischen Jr Leipzig hielt am Mittwoch der Verband der sächsischen Industriellen eine Bersammlung ab, in der unter anderm über die Ansprüche der Handwerkerorganisationen gegenüber den großen Industriellen verhandelt und nach einem entsprechenden Referat folgende Resolution angenommen: Die Reichsbant hat also, vornehmlich infolge des niedrigen Die in Leipzig tagende Versammlung sächsischer Industrieller Zinsfuzes, im abgelaufenen Jahre einen geringeren Gewinn erzielt erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten Dr. Gustav Streſeals in den voraufgegangenen Jahren. Doch sind bei der Reichsbank mann einverstanden und fordert den Verband sächsischer Industrieller die Gewinnergebnisse anders zu beurteilen als bei den andern großen auf, im Sinne feiner bisherigen Thätigkeit die unberechtigten AnGeldinstituten; die Aufgabe der Reichsbank ist nicht, hohe Dividenden sprüche der Handwerkerorganisationen gegenüber den Industriezu erringen, sondern auf den Geldmarkt einen gewissen regulierenden betrieben in Bezug auf leberwachung der Lehrlingshaltung oder in Einfluß auszuüben, dem deutschen Geldverkehr einen Rückhalt zu Anspruchnahme des alleinigen Nechtes auf Lehrlingshaltung, sowie geben, und in dieser Hinsicht hat sie sich wiederum völlig bewährt. in Bezug auf Heranziehung industrieller Betriebe zu Zwangs- Es wurde beschlossen, der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung Vom deutschen Eisenmarkt. Nach Mitteilung der Kölnischen inmungen und besondere Berücksichtigung der Handwerker bei Sub- der Geschlechtskrankheiten beizutreten. Das Vorstandsmitglied Beitung" sind in letzter Zeit größere Bestellungen auf deutsches Eisen missionen weiter zu beobachten und an den entsprechenden Stellen Pieschel soll den Verein vertreten. eingelaufen, und zwar gehen die Aufträge meist direkt an das Roh- gegen diese Ansprüche vom Standpunkte der Industrie Verwahrung ein- In einer längeren, durch Uthes angeregten Debatte wurde fest= eisen- Syndikat. Außer 25 000 Tonnen Gießerei- Eisen stehen noch zulegen, unter Anlehnung an die vom Ausschusse des deutschen gestellt, daß vielfach die Vorsitzenden der Schiedsgerichte für Unfall25 000 Tonnen Thomas- Eisen in Frage, desgleichen ist weiterer Handelstages gemachten Borschläge. Die Versammlung beauftragt fachen Anstoß daran nehmen, wenn Arbeiter( GewerkschaftsBedarf in Spiegel- Eisen in Aussicht. Die Aufnahmefähigkeit des den Vorstand, die Resolution den geeigneten Stellen zur Berüd beamte usw.) Berlebt: öfter vertreten. Anläßlich eines geeigneten Inlandes beginnt gleichfalls weder zuzunehmen. sichtigung zu überweisen." Falles soll darüber Beschwerde geführt werden. Statiſtik betrug die Zahl der Brauereien in den wichtigſten Bier betrifft eine wichtige Entscheidung des Kammergerichts. Ein GeLetzte Nachrichten und Depefchen. Bierproduktion verschiedener Länder. Nach einer englischen produzierenden Ländern und die Menge des hergestellten Bieres im Jahre 1901: Zahl der Menge in Deutschland Amerika( Vereinigte Staaten) Großbritannien und Irland Destreich- Ungarn Belgien Frankreich Rußland • Brauereien Millionen hl 71,1 673/4 19 281 2412 6 739 60 1526 211 3223 14 2540 91/3 1025 512 Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Den Begriff der nicht genügend entschuldigten Schulversäumnis Frilling sollte sich gegen eine der bekannten Regierungs- Polizeiberordnungen bergangen haben, welche Eltern vegen nicht genügend entschuldigten Fernbleibens ihrer Kinder von der Schule mit Strafe bedrohen. Seine Tochter hatte einige Tage die Schule nicht besucht, weil sie frank war, er hatte sie aber nicht entschuldigt. Das zu ständige Landgericht sprach ihn von der Anklage des Vergehens gegen die Polizeiverordnung frei, worauf die Staatsanwaltschaft Revision mit der Begründung einlegte, daß die Entschuldigung notwendig der Schulbehörde zu unterbreiten sei und es nicht genüge. wenn erst im Laufe des Strafverfahrens dargethan werde, daß das Kind wirklich nicht zur Schule kommen konnte. Wenn die Entschuldigung nicht dem Schulvorstand unterbreitet werden brauchte, dann hätte ja der Schulvorstand nicht die Möglichkeit, die Berechti gung nachzuprüfen. = Strafverfahren gegen Hänge- Peters. Braunschweig, 6. März.( B. H.) Die Staatsanwaltschaft in Hannover leitete auf Antrag des Lieutenants a. D. Bronsart v. Schellendorf gegen Dr. Peters wegen dessen Tuckerbrief- Beschuldigung ein Strafverfahren ein, indem sie ein öffentliches Interesse für vorliegend erachtete. Nach den Braunschw. R. N." findet die Hauptverhandlung vor der Straffammer des Landgerichts Hannover im April stati. Die Zeugenvernehmungen haben heute bereits begonnen. 〃 Der deutsche Zolltarif und der englische Handel. London, 6. März.( W. T. B.) Heute nachmittag fand eine von der Londoner Handelskammer einberufene Konferenz statt, die Das Kammergericht verwarf aber die Revision der Staats- über die Wirkung des neuen deutschen Zolltarifs auf den eng Achtung! Täschner, Nieter, Sattler aller Brauchen! In der anwaltschaft mit folgender Begründung: Berordnungen, wie die lischen Handel beriet. Der Vorsitzende Rogers führte aus, Taschenfabrik von Offer u. Co. find neuerdings Differenzen aus hier angezogene fänden ihre Stüße lediglich im§ 48 II 12 Age- England müsse zunächst versuchen einen neuen Handelsvertrag gebrochen. Es handelt sich um die Einführung eines Tarifs für meinen Landrechts. Danach tönnten aber nur Eltern bestraft werden, mit Deutschland zu schließen; es tönne keine differenzielle Nietpreise, wodurch die bestehenden Preise bei einer großen Anzahl wenn die Schulversäumnisse an sich auf ihrer Nach Behandlung gegen Deutschland einführen, tönne ihm aber von Artikeln oder deren Größen reduciert worden sind. Es lässigkeit beruhten, nicht schon, weil eine genügende Ent- auch nicht Vorteile gewähren, welche es feinen eignen Kolonien muß als ein starkes Stück bezeichnet werden, wenn ein schuldigung überhaupt nicht oder nicht rechtzeitig angebracht worden nicht einräume. Die Versammlung nahm eine Resolution an, welche Fabrikant drei Tage nach Abschluß eines Einigungsvertrages fei. Eine auf Nachlässigkeit der Eltern beruhende ungerechtfertigte die Regierung auffordert, über einen besonderen Tarifvertrag mit fich herbeiläßt, Abzüge von bestehenden Preisen zu machen. Es steht Schulverfäumnis liege nun hier nicht vor, denn es sei gerichtlich Deutschland und mit den übrigen Ländern zu verhandeln. Eine uns wahrlich für ein derartiges Verfahren ein Ausdruck, der den festgestellt, daß das Mädchen thatsächlich frant gewesen sei. Das andre Resolution befürwortet die Einsetzung von Ausschüssen, um Regeln des Anstandes entspricht, nicht zu Gebote. Die Arbeiter genüge. Somit rechtfertige sich die Freisprechung. die Wirkung des Tarifs auf verschiedene Industrien zu untersuchen. sehen in diesem Vorgehen des Fabrikanten eine Herausforderung, die sie mit allen Kräften zurückweisen werden. Die Arbeiter und Arbeiterinnen haben sämtlich die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Berichtigung. In unsrer Nr. 53 vom 4. März ist in dem Bericht über die Klage des Gärtnesgehilfen Weber gegen den Gärtner Berndt infolge Drudfehlers die Forderung auf rüdständigen Lohn zu 40 M. angegeben, während in Wirklichkeit diese Forderung nur 0,40 M. betrug. Auf Ersuchen des Herrn Berndt stellen wir das hiermit richtig. Verfammlungen. Ben Hamara gefangen? Tanger, 6. März.( Meldung der„ Agence Havas".). Dem Gouverneur von Tanger ist heute abend aus Fez die Nachricht zugegangen, daß der Prätendent gefangen genommen fei.(?) Explosionen. Reschiza, 6. März.( B. H.) In der Domaner Kohlengrube der Staatseisenbahn- Gesellschaft fand eine Explosion schlagender Wetter statt, wobei mehrere Bergleute getötet wurden. Die Ortsverwaltung Berlin des Deutschen Sattler- Verbandes. Ueber die Aussperrung der Lackierer bei Orenstein u. Koppel in Spandau wurde in der letzten Lackiererversammlung berichtet, daß die Firma den Ausgesperrten anheim gestellt hat, um Arbeit anzufragen, dann könnten dieselben wieder anfangen. Das wurde von den Lackierern mit Entrüstung zurückgewiesen. Diefelben haben in andren Betrieben Arbeit bekommen. Gine imposante Volksversammlung, einberufen von den Genossen Linz, 6. März.( B. H.) In der hiesigen 8ündhölzerDie paar Arbeitswilligen, die bei der Firma beschäftigt find, des fünften Berliner Reichstags- Wahltreises, tagte am 4. März in fabrik der Aktiengesellschaft Union" fand heute früh eine scheinen auf Menschenwürde keinen Anspruch zu machen. Sie kommen, der Tonhalle. Der Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Reichs- Explosion einer gündholzmasse statt, wobei ein Arbeiter gräßlich um mit den dort beschäftigten Personen nicht außerhalb der Fabril tags- Abgeordneter Eduard Bernstein referierte über: Der verstümmelt, ein Werkmeister und zwei weitere Arbeiter schwer verzusammen zu kommen, eine Viertelstunde später und müssen abends eine Viertelstunde früher aufhören, mittags wenn sie gegessen haben, mehr als zweistündigen Vortrage schilderte Redner die Zustände im Zarismus und seine inneren Feinde". In seinem letzt wurden. müssen sie von der Kantine nach der Portierstube gehen, bis die Arbeit wieder beginnt. Auch ist den andern Handwerkern verboten, mit den Arbeitswilligen während der Arbeit zu sprechen. Prozeß v. Hensler. ande des Herrschers aller Russen". Er gab ein fesselndes Bild bon der Entwicklung des materiellen und geistigen München, 6. März.( Forsetzung.) Die weiteren Zeugenaussagen Lebens in Rußland während der letzten vier Jahrzehnte sowie von lauteten für die Angeklagte zumeist ungünstig. Eine frühere DienstAchtung! Metalldrücker! Sämtliche Kollegen der Firma Engel, den Kämpfen um die elementarsten politischen Rechte und um das herrin der Wagner dagegen befundete, diese habe ihr vielen Brinzessinnenstraße 5, haben wegen Abzügen und sehr Menschenrecht. Die eine Zeit lang im Vordergrunde stehenden Verdruß verbreitet, habe auch wie sie glaube, mit ihrem( der schlechten Accordpreisen die Arbeit niedergelegt. terroristischen Bestrebungen erklärte Redner aus den gegebenen Ver- Zeugin) Gatten ein Verhältnis unterhalten. Auch ein Onkel der Es sind für Metallformer, Bestoßer und Gießerei- hältnissen. Wo der Absolutismus Gewalt über Leben und Freiheit Wagner äußerte sich umgünstig über seine Nichte. Nach dem Arbeiter die Firmen Gebrüder Müller, Staligerstr. 132, habe und sie brutal anwende, da habe das Leben keinen Wert, ein Verhör einer längeren Reihe von Zeugen, die nichts neues von es fei Belang über den Leumund der Angeklagten aussagten, erfolgte im Gitner, Sebastianstr. 61, Pohl( Inhaber Leddihn), Weberstr. 7, pessimistischer Zug ergreife die besten Geister und und Richard Gradenwig, Dresdenerstr. 38, bis auf weiteres fein Wunder, wenn auf der andern Seite eine geringe Wert Verlauf des Abends die Vernehmung der ärztlichen Sachverständigen, gesperrt. Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten, damit Zuzug schäßung des Lebens der Herrschenden eintrete.- Im zweiten Teil seines welche übereinstimmend bekundeten, daß der Minna Wagner aus nach Berlin streng ferngehalten wird. Vortrags wandte sich Redner der modernen socialistischen Propagando dent Genusse des säurehaltigen Staffees tein bleibender Nachteil Deutscher Metallarbeiter- Berband.( Drisverivaltung Berlin.) zu. Von den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ab habe I erwachsen werde. Morgen wird die Verhandlung fortgesetzt. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Injeratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen Nr. 56. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Am Bundesraistische: Freiherr v. Thielmant it. dod Sonnabend, 7. März 1903. = 27 die maßgebenden Gründe, die die verbündeten Regierungen ver- haben, für die Ausbildung würdiger und guter Priester anlassen, dem Reichstage keinerlei neue Sontingentierung des Zuckers zu sorgen, nicht aber der Staat. Ich habe Verständnis in der einen oder andren Weise vorzuschlagen. für eine solche Auffassung, wenn ich sie auch nicht teile. Ich glaube, Abg. Dr. Paasche( natl.): Wir können uns nicht entschließen, jetzt daß diese Ansicht des katholischen Klerus hauptsächlich darauf zurück275. Sigung. Freitag, den 6. März 1903, nachdem die Zuckerkonvention genehmigt ist und die Prämien be- zuführen ist, daß die Bischöfe in Seminarien erzogen und in der nachmittags 1 hr. seitigt sind, in Form einer Kontingentierung neue Buderprämien auf Erinnerung daran befangen sind. Ein Teil glaubt auch wohl, daß Umivegen wieder einzuführen. Eine Doppelkontingentierung nach staatlich nichts angestellte Professoren weiter feien als Die zweite Etatsberatung wird fortgescht beim Etat östreichischem Borbild würde ohne Zweifel wenn nicht dem Wortlaut moderne Freigeister. Aber päpstlicher als der Papst braucht kein des Reichs- Schaamts. so doch dem Geiste der Brüsseler Zuckerkonvention widersprechen und Katholik zu sein, und nachdem Nom gesprochen hat, ist es überAbg. Graf Carmer( f.): Ich habe folgende Frage an den würde außerdem nicht von dauerndem Nutzen für die Zuder- flüssig, auf die Bedenken nach dieser Seite noch näher einzugehen. Herrn Schatzsekretär zu richten: Was ist geschehen, um gesetz industrie sein. In andren katholischen Kreisen ist der Vertrag etwas besser aufliche Maßnahmen vorzubereiten, welche in der Denkschrift Abg. Speck( C.): Wir sind durchaus gewillt, die Juteressen der genommen worden, man hat anerkannt, daß eine tiefere ur Brüsseler Zudertonvention ausdrücklich vor- Zuckerindustrie zu wahren, können uns aber für eine Verbrauchs- wissenschaftliche Bildung des Klerus notwendig behalten sind, um die deutsche Zuckerindustrie auch nach Inkrafttreten fontingentierung um so weniger erwärmen, als damit eine Zwangs- sei. Dagegen ist der Vertrag von vielen Seiten, auch in der Presse, der Konvention ar dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu erhalten, fartellierung verbunden wäre, während ein großer Teil meiner als vollständiger Sieg Roms aufgefaßt worden. Derund liegt es in der Absicht der Regierung, noch im Laufe dieser Freunde der Brüsseler Konvention gerade in der Voraussetzung artige Ausführungen und Extravaganzen find im Grunde genommen Session eine Gesetzesvorlage diesbezüglich zu machen? Besonders zugestimmt haben, daß dadurch die Kartellbildung für alle Zukunft nur hohle Phrasen.( Unruhe bei den Nationalliberalen.) Schon aus zum Schutz der kleineren Fabriten wäre eine Kontingentierung, wenn auch in Deutschland unmöglich gemacht sei. Die Kontingentierung wäre dem äußerst heftigen Kampfe, der von unsren intimsten Gegnern im in andrer Form, oder eine sonstige Reform der Zudersteuer- Gesetzgebung mit dem Geiste der Zuckerfonvention nicht zu vereinen und wird In- und Auslande gegen diesen Vertrag geführt ist, kann man dringend notwendig. Da der Reichstag ohnehin nach Ostern noch zudem nicht einmal von der gesamten Zuderindustrie gewünscht. schließen, daß die Regierung sich in diesem Falle auf dem richtigen einmal zusammenkommt, wäre es sehr wohl möglich, eine solche Ich hoffe, daß eine weitere Herabſegung der Zudersteuer bei Weg befunden hat. Novelle noch in dieser Session zu verabschieden. Der Deutsche Land günstigerer Finanzlage erfolgen wird, und damit wird sich auch Die Errichtung einer fatholisch theologischen Fakultät ist schon wirtschaftsrat und die deutsche Zuckerindustrie haben eine Doppel- der Konsum in Deutschland erheblich steigern. Die Regierung bei Begründung der Universität Straßburg im Jahre 1872 erstrebt tontingentierung nach östreichischem Muster als das tönnte zur Zeit für die Zuckerindustrie nur durch Herabsetzung der worden, sie erst wird den paritätischen Charakter der Universität voll geeignetste Mittel zum Schuß der Zuckerindustrie und der mit Eisenbahn- Frachttarife etwas thin. Ich bitte den Herrn Staats- zur Geltung bringen und sie zu ciner wirklichen Universita ihr eng verbundenen Landwirtschaft empfohlen. Spätestens am sekretär, seinen Einfluß nach dieser Richtung hin geltend zu machen. litterarum" machen. Sie wird auch die Studierenden der katholischen 1. September bei Inkrafttreten der Konvention müßte auch eine Reichs- Schatzsekretär Freiherr v. Thielmann: Direkt kann ich Theologie in lebendigere Berührung mit dem deutschen Leben folche Kontingentierung erfolgen. Gegenüber einer früheren Be- nicht auf eine Tarifermäßigung für Buder hintirten. Aber ich fann bringen, als es in der Abgeschlossenheit der Seminare möglich wäre. hauptung des Herrn Abgeordneten Wurm erkläre ich, daß ich aller- Ihnen mitteilen, daß der Bundesrat beschlossen hat, die Ihnen be- Schon Fürst Bismard war 1872 der Meinung, in Straßburg dings in den Aufsichtsrat des Rohzucker- Syndikats gewählt bin, daß kannte Resolution betreffend Ermäßigung der Frachtsäße für Zucker- müsse sowohl protestantische wie katholische Theologie doziert diese Stellung aber eine ehrenamtliche und mit keinerlei Gratifikation rüben, Melasse usiv. dem Reichskanzler zur Erwägung zu über- werden. Für eine protestantische Fakultät war von vornverbunden ist.( Bravo! rechts.) weisen. Das Reichs- Eisenbahnamt hat jetzt die ständige Tarif- herein durch ein protestantisches Gymnasium, das wir von kommission mit der Angelegenheit befaßt. Die Sache ist also im Frankreich übernahmen, die Vorbedingung gegeben, für eine katholische Ich danke dem Herrn Vorredner, daß er seine Frage so flar Fluß. Fakultät liegen weit größere Schwierigkeiten vor. Wir freuen uns, und präcis gestellt hat. Das erleichtert mir die Beantwortung daß diese durch das Abkommen mit der römischen Sturie jest beseitigt ( Heiterkeit) und nimmt der Disfuffion die Möglichkeit einer Schärfe, Herr Graf Carmer wird inzwischen gemerkt haben, daß er mit find. Die Festsetzung der Grenzen der staatlichen und kirchlichen welche wir bei Beratung der Brüsseler Konvention und der Zucker feiner Stontingentierungspolitik ziemlich isoliert dasteht. Der Zwed Rechte ist dabei in einer für beide Teile befriedigenden Weise geregelt steuer- Novelle haben beklagen müssen. Es ist richtig, daß die Re- dieser Kontingentierung geht einfach darauf hinans, den vollen Be- worden, sodaß der Reichskanzler mit Recht fagen konnte: Wir haben Bierung Erwägungen zugesagt hat darüber, ob neue Maßregeln, fei trag des Ueberzolles zu sichern, das heißt eine Preissteigerung ein gutes Abkommen getroffen. Die wesentliche Aenderung der früheren es die Kontingentierung in irgend einer Gestalt oder sonstige Maß- um 4,80 M. herbeizuführen, um damit die Kartellbildung zu Verhältnisse besteht darin, daß der wissenschaftliche Unterricht von nahmen, durch die neuen Verhältnisse der Brüsseler Zuckerfonvention unterstützen, die wir mit der Konvention abgethan glaubten. dem Seminar auf die Fakultät übergeht. Daß der erforderlich gemacht würden. Die Brüsseler Konvention ist Das wäre in der That direkt eine Umgehung der Konvention. In Bischof das Recht hat, einen vorgeschlagenen Professor dieser Fakultät noch nicht in draft getreten, die Regierungen haben bisher Destreich merkt man bereits, auf welch gefährlichen Weg man sich jeden Augenblick abzulehnen, entspricht fachlich nur den auch in den nur auf Grund des Materiales arbeiten können, was begeben hat, denn die Händler verlangen jetzt bereits einen Revers Universitäten Bonn und Breslau bestehenden Bedingungen. Bei den einerseits schon vorlag, als wir die Konvention abschlossen und von dem ersten Verkäufer, worin dieser sich verpflichtet einen etwaigen Bestimmungen darüber, was mit einem Professor geschehen soll, der die Moral usw. vergeht, fann feine Nede was andrerseits seit der Genehmigung der Konvention durch den Strafzoll, der nachher auf den Zucker gelegt werden sollte, zu tragen. sich Reichstag an die verbündeten Regierungen herangetreten ist. Die Buckerindustrie selbst sollte ihre allzu eifrigen Freunde ab- von zwangsweiser Entfernung feiner zwangsweiser Entfernung eines Professors aus Stellung fein nach elsaß- lothringischem Staatsrecht fann ein Ich kann mit kurzen Worten fagen, daß dieses Material den ver- wehren, denn sie können nur Unheil anrichten.( Bravo! links.) bündeten Regierungen gegenwärtig noch feinen Anlaß giebt, in Form Abg. Graf Carmer( f.): Wenn der deutschen Zuderindustrie Professor der Universität nur wegen grober Verfehlungen im Wege des einer nenen Novelle dem Reichstage cine Kontingentierung des feinerlei Schuß gewährt wird, so werden bei den jetzigen billigen Disciplinarverfahrens entlassen werden( Hört! hört! im Centrum) Zuders, sei es in Form einer Erzeugungskontingentierung oder Breifen zahlreiche Existenzen zu Grunde gehen. Die östreichischen sondern es handelt sich bei diesem Artikel des Abkommens lediglich wie in Destreich, einer Verbrauchstontingentierung vorzuschlagen. Bucker- Intereffenten werden sich jedenfalls nicht von Herrn Pachnide um diejenigen Maßnahmen, die unbeschadet der staatlichen Stellung des Professors zu ergreifen sind, wenn derartige Verstöße vorIch möchte Ihnen kurz die Gründe entwickeln, die für eine belehren lassen. solche abwartende Haltung der verbündeten Regierungen maßkommen. Die Zugeständnisse des Staates sind nicht so wichtig, als Wir hoffen, gebend sind. daß daran das ganze Projekt hätte scheitern dürfen. daß die neue Fakultät eine Stätte der Wissenschaft, eine Erzieherin der Jugend und eine Pflegerin deutscher Gesinnung sein wird. ( Beifall im Centrum.) Reichsschatzsekretär Frhr. v. Thielmann: Abg. Dr. Pachnicke( scs. Vg.): gegen Abg. Dr. Hermes( frf. Vp.) fragt an, in welcher Weise die Entschädigung der Saccharinfabriken nach dem Süßstoff- Gesetz erfolgt Es wird von vielen Seiten von den verbündeten Regierungen fei. Es sei damals ausdrücklich anerkannt worden, daß eine Vergefordert, wir sollten eine Doppelfontingentierung der Raffinerien gewaltigung der Industrie in feiner Weise beabsichtigt sei und daß und der Rohzuckerfabriken nach dem Muster des östreichischen Gesezes die Entschädigung eine anständige, angemessene sein solle. einleiten. Das fordert aber nicht die gesamte Zuckerindustrie, sondern Abg. Gamp( Rp.): Die Feststellung des Reinertrages eines Abg. Dr. Spahn( C.): Der Beitrag von 400 000 M., den das ein Teil der Zuckerfabriken, etwa 80, steht außerhalb des Bundes industriellen Unternehmens ist eine außerordentlich schwierige Sache, Reich für die Universität Straßburg zuschießt, giebt uns ein Recht, der Zuckerindustriellen. Außerdem find mir gerade in den letzten Es kommt dabei sehr auf die Gerissenheit des einzelnen Unter- das Abkommen wegen der katholisch- theologischen Fakultät in seinem Wochen eine Reihe von Zuschriften aus den Kreisen der Zuckerindustrie zu nehmers an, und ich zweifle nicht, daß einzelne Fabrikanten sich vollen Wortlaut kennen zu lernen. Zur Entfesselung eines Kulturgegangen, in denen bittere Beschwerde darüber geführt wird, daß höhere Vorteile zu sichern wissen werden als andre. Aber die Kommission kampfes aber kann die Errichtung dieser Fakultät in keiner Weise der Vorstand des Vereins mit seinem Antrage auf Einführung der hat sich damals auf den Billigkeitsstandpunkt gestellt, und auch ich Veranlassung geben. Wir verlangen nicht, wie Dr. Sattler meinte, östreichischen Doppelfontingentierung aus eigner Machtvollkommenheit bin der Ansicht, daß die Ablösungsfrage in loyaler Weise geregelt Nachgiebigkeit des Staates gegen uns, sondern nur Recht und Gevorgegangen sei, ohne sich mit der Industrie vorher eingehend ins werden muß. Redner fragt weiter an, was die Händler nach rechtigkeit!( Lebhafte Zustimmung im Centrum.) Es liegt nur im Bernehmen zu fegen.( hört! hört! links.) Der Landwirtschaftsrat Inkrafttreten des Saccharingesetzes mit den noch in ihrem Besitz Interesse des Staates, daß die Ausbildung der katholischen Theologen hat in derselben Sigung, in der er die Doppelkontingentierung befindlichen Saccharinquantitäten über 50 Gramm thun sollten. in möglichst vollkommener Weise erfolge. Wir begrüßen deshalb das empfohlen hat, auch darauf hingewiesen, daß beim gegenwärtigen Vielleicht könnten die monopolisierten Saccharinfabriken angehalten Zustandekommen des Abkommens mit Freuden. Es soll weiter beitragen zum Zusammenwachsen Elsaß- Lothringens mit dem Reiche, Stande der Zuckerindustrie die Erhebung irgend welcher Zudersteuer werden, diese Mengen zu einem bestimmten Preise aufzulaufen. ein Unding fei. Die Aufhebung jeder Zuckersteuer würde allerdings Geheimrat Kühn( schwer verständlich) erklärt, daß die Aus- nicht allein in der theologischen Wissenschaft, sondern im allgemeinen. die Industrie fördern, aber, wir können gegenwärtig mit solchen führung des Sacchavingesetzes in durchaus wohlwollender Weise( Bravo! im Centrum.) Utopien nicht rechnen. Im Reichstag haben am 10. Juni vor. Js. erfolgen solle, daß aber die Regierung zu einer solchen Beeinflussung für eine Sontingentierung 114 Abgeordnete gestimmt, dagegen 194. der Fabriten, wie sie in dem letzten Wunsch des Abg. Gamp entEs hat nicht nur die Linke gegen die Kontingentierung gestimmt, halten sei, kaum berechtigt fei. sondern auch die Abg. Graf v. Bernstorff- Uelzen, Fürst v. Bismard, Abg. Dr. Paasche( natl.) schließt sich den Ansichten des Abg. v. Kardorff, Dr. v. Komierowski, Graf v. Schwerin- Löwiß und Dr. Hermes an. v. Staudy. Nach Zeitungsberichten soll Graf v. Schwerin- Löwig auch im Landwirtschaftsrat gegen die Kontingentierung gesprochen haben. Reichs- Schatzsekretär Frhr. v. Thielmann: Der Herr Vorredner hat es getadelt, daß diesem Titel nicht eine besondere Denkschrift beigegeben wurde. Der Zuschuß an die Universität Straßburg ist älter als das Reichs- Schazamt, er besteht seit 1873, das Amt erst feit 1879. Es ist eine rein finanzielle Angelegenheit. Wir zahlen Abg. Speck( E.): In der That haben manche Saccharinfabriken feit 30 Jahren den Zuschuß, erfahren aber nicht einmal, was die entschieden einen erheblich höheren Reingewinn als 4 M., den Be- Universität damit macht. In der Verteilung des Geldes zu den trag, den das Saccharingefeß als den normalen annimmt. Ich einzelnen Verwaltungszweden ist die Universität durchaus selbständig. Die östreichische Kontingentierung beschränkt möchte die Regierung bitten, Erhebungen über diese Verhältnisse Da der Titel weder erhöht noch vermindert ist, lag für das Reichs nicht die Produktion, sondern den Inlandskonsum, Schazamt fein Anlaß vor, ihm eine besondere Erläuterung beis anzustellen. Schazsekretär Frhr. v. Thielmann: Der vom Abg. Gamp aus zugeben. Soweit die Erläuterung Soweit die Erläuterung aber auf andrem Gebiete indem sie diejenige Menge des inländischen Konsums festsetzt, über die hinaus ein Bollzuschlag erhoben wird. Man scheint in Destreich gesprochene Wunsch könnte die Händler nur veranlassen, bis zum als dem finanziellen läge, wäre sie nicht Sache des Reichs- SchatzUngarn alfo daran verzweifelt zu haben, durch Gesetzgebung den 31. März noch möglichst viel Saccharin aus dem Auslande amtes. Abg. Schrader( frf. Bg.): inländischen Konsum zu heben. Wir wollen ganz im Gegen- einzuführen, in der Hoffnung, daß die Fabriken es ihnen nach dem teil durch Herabsetzung der Zuckersteuer von 20 auf 14 M. 1. April abfaufen müßten. Dadurch würden die Wirkungen Ich bin durchaus kein Freund des Kulturkampfes, ich habe mit des Zuckerkonsum Inlandes beträchtlich Die des Saccharingesetzes auf Jahre hinans illusorisch gemacht. Bei Herrn Spahn zusammen am Toleranzantrag gearbeitet. Wir werden heben. östreichische Gesetzgebung enthält aber auch ein ausdrückliches weitaus den meisten Händlern werden die vorhandenen Vorräte sich aber den Kampf um die staatliche Schulbildung, zu dem Sie uns Was den Vertrag mit Verbot der Gründung von neuen Zuckerfabriken innerhalb eines auf den kleinen Bruchteil eines Postpaketes beschränken. Wer also jetzt zwingen, stets mit aller Energie führen. Rading von 100 Kilometer um eine jebe beſtehende Zuckerfabrik. nicht leichtsinnig ungewöhnlich große Quantitäten gekauft hat, wird ber kurie anlangt, so halte ich ihn für ein brillantes Geschäft für Im nördlichen und namentlich im nordöstlichen Deutschland wird nur einer sehr kleinen Verlust erleiden. Ich halte es nicht für die Sturie, aber für ein sehr schlechtes Geschäft für das Deutsche Reich. aber kaum ein Bunft vorhanden sein, der mehr als 100 Stilometer richtig, das Gesetz entgegen feinem Wortlaut noch weiter auszudehnen. Im elsaßz- lothringischen Landesausschuß soll aber wenig Stimmung für von einer Fabrit entfernt läge. Die östreichische Stontingentierung. Die Ausführungsbestimmungen zum Saccharingesetz werden im Laufe diese Fakultät sein. Im übrigen Deutschland ist sie im allgemeinen auch nicht vorhanden. Die Fakultät ist nur insofern eine Staatsanstalt, auf Deutschland übertragen, würde einfach bedeuten das Monopol der nächsten Woche dem Reichstage zugehen. Abg. Dr. Hermes( fri. Vp.): Der Reichstag wird gut thun, die als der Staat alles bezahlt. Im übrigen aber hat er fast nichts zu bestehenden Fabriken und das Verbot der Errichtung einer jeden neuen Fabrik. Ich bezweifle sehr, ob damit der Land- Ausführungsbestimmungen zum Saccharin- Gesez auf das eingehendste fagen. Es kann kein Professor angestellt werden, der nicht die zu prüfen, vielleicht fritt eine freie Kommission schon vorher zu Billigung des Bischofs findet. Vergeht sich der Professor im gewirtschaft gedient sein würde. diesem Zwecke zusammen. mase ringsten gegen die katholische Lehre, so muß er entlassen werden. Dazu hat die Kirche von ihrem Standpunkt aus Der Titel„ Staatssekretär" wird bewilligt. Beim Kapitel„ Allgemeine Fonds". Titel Beitrag gewiß ein Recht. Es kann aber dabei nicht mehr von freier wissenzur Dedung der laufenden Ausgaben der Uni- schaftlicher Forschung die Rede sein, die Professur ist lediglich eine weitere Ausdehnung des Seminars. Eine Annäherung der fatholischversität Straßburg bringt dent der Aber die In Amerika ist durch Urteil der obersten Instanz in Washington entschieden worden, daß der ruffische Zucker einem Zuschlagszoll zu unterliegen hat. Auch der östreichische Zucker wird seitens der amerikanischen Zollbehörden vom 1. September an auf seine HerTunft sehr genau angesehen werden und höchst wahrscheinlich werden die amerikanischen Behörden in der östreichischen Doppel- Abg. Dr. Sattler( natt.) die Errichtung einer katholisch- theologischen Fakultät an unfre allgemeine Bildung ist demnach fontingentierung eine indirekte Prämie erbliden.( Sört! hört! theologischen Fakultät in Straßburg zur Sprache. Ich würde an sich faum zu erwarten. Ich kann also keinen Nutzen für das Deutsche links.) Ebenso muß England nach der Brüsseler Kon mit der Schaffung dieser Fakultät einverstanden sein können, wenn Reich darin erblicken. Die katholische Unduldsamkeit geht bekanntlich vention jedes Land, das eine Prämie gewährt, mit Zuschlags- man etwa von dem Gedanken dabei ausgegangen wäre: Wir wollen so weit, daß eigentlich kein katholisches Kind auf eine paritätische zöllen belegen. Die Entscheidung dazu liegt bei der ftän- in Straßburg dasselbe machen, was wir bereits in Breslau, Bonn Schule gehen dürfte. Das hat Bischof Kornm ausdrücklich ausBigen Kommiffion, die im Laufe dieses Sommers in Brüssel zu und Münster haben. Dort beruhen die katholisch- theologischen gesprochen. Immer mehr schließen sich die Katholiken von der ganzen fammentreten wird. Nach dem Journal des fabricants de sucre" Fakultäten auf föniglicher Kabinettsorder, die Straßburger Fakultät übrigen Bevölkerung ab. Bischof Korum hat vom Standpunkt der vom 4. März d. J. hat in der Deputiertenkammer der französische beruht aber auf einem Bertrag mit der römischen Kurie. Ich be- Kirche aus durchaus korrekt gehandelt, und ich glaube, daß niemand Finanzminister Rouvier erklärt, daß die französische Regierung die dauere es, daß man diesen Weg eingeschlagen hat, Verhandlungen mit ihn dementieren wird. Ob der Reichskanzler, um den Bischof Korum Absicht hege, daß sich die ständige Kommission in Brüffel sobald wie Rom zu führen, anstatt die staatliche Machtvollkommenheit zu zu versöhnen, allmählich die Trierer paritätische Töchterschule in eine möglich mit der Frage der öftreichischen Kartellierung befaffe. Daraus benußen. Nach dem Vertrage mit der Kurie hat in Straßburg der katholisch- toufeffionelle überführen wird, weiß ich nicht. geht hervor, daß auch der franzöfifche Finanzminister in dem Bischof allein über die Abfeßung von katholischen Professoren zu Gefahr der fatholischen Unduldsamkeit ist in neuerer Zeit größer ostreichischen Zwangskartell eine indirekte Prämiierung des Zuders bestimmen. Der Vertrag bedeutet unzweifelhaft ein weiteres Zurüd- denn je!( Beifall links.) weichen der Staatsgetvalt gegenüber den Ansprüchen der römischen erblidt. Sir Naville Lubbock hat vor wenigen Wochen gegenüber einem Hierarchie und der sich damit deckenden politischen Organisation des Berichterstatter der Wiener Neuen Freien Presse" geäußert, er Centrums.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) persönlich hege feinen Zweifel, daß das östreichische Streisen der Bevölkerung ist eine innere Wut und ein Zorn darüber Startellierungssystem eine Prämie im Sinne der Brüffeler Konvention entstanden.( Seiterkeit im Centrum.) Es ist unsre Pflicht, das hier darstelle. Er erwarte, daß die Angelegenheit in Brüssel vorgebracht zum Ausdruck zu bringen, weil ein Teil der Bevölkerung unter werden werde. Wenn Destreich sein System unbeanstandet einführen diesen Zuständen wahrhaft seufzt.( Heiterkeit im Centrum; Bravo! Es liegt meinen Freunden vollkommen fern, einen neuen Kulturfönne, so würde jedenfalls Deutschland bald mit ähnlichen Maßregeln bei den Nationalliberalen.) nachfolgen. Diese Abficht liegt ja bereits bei vielen Interessenten Elfäffischer Regierungs- Vertreter Geheimer Rat Halley: Ich fampf entfesseln zu wollen.( Sehr richtig! im Centrum.) Im Anfang der römischen war in der ganzen deutschen Presse eine durchaus günstige Stimmung vor. England und Frankreich werden also in Brüssel dafür stimmen, bin gern bereit, über dieses Abkommen mit daß das öftreichische Kontingentierungssystem eine Prämie im Sinne Sturie Auskunft zu geben, das Gegenstand lebhafter Erörterungen für die katholisch- theologische Fakultät in- Straßburg vorhanden, aber des Artikel 1 der Konvention darstelle. Ob diese zwei Stimmen sehr gewesen ist und starke Wogen aufgeworfen hat nicht nur im Elsaß nur unter der Voraussetzung, daß nichts daraus werden würde.( Heiterkeit viele Stimmen nach sich ziehen werden, so daß sich eine Majorität und im übrigen Deutschland, sondern was sehr bezeichnend, über die im Centrum.) Mit einem gewissen Mitleid sah man auf meine gegen das östreichische Zwangskartell ergiebt, läßt sich heute noch Grenzen des Deutschen Reiches hinaus. Ich muß dazu etwas weiter wiederholten Verhandlungen mit der päpstlichen Kurie, man bedanerte nicht mit Bestimmtheit sagen., Aber diese Sachlage muß doch die ausholen. Es giebt im Elsaß eine große Anzahl Katholiken, die den mich, da ich in Rom ja doch nichts erreichen werde. Jetzt, da das verbündeten Regierungen außerordentlich vorsichtig machen. Das sind Standpunkt vertreten, daß die Bischöfe allein die Aufgabe Abkommen abgeschlossen ist, ist die Stimmung mit einem Male um In weiten Geh. Ober- Regierungsrat Halley: Der elsaß Lothringische Landes ausschuß hat zu der Frage noch gar keine Der Vorredner wird also noch etwas Stellung genommen. warten müssen, wenn er über die Stellungnahme dieser Körperschaft orientiert sein will. Abg. Frhr. v. Hertling( C.): Parlamentarisches. = Marine Etat in der Budgetfommission. Nachtrags Etat für Venezuela. Leipziger Zeitung" gleich mit dem Vorwurfe der Verleumdung bei der Hand; es war dem socialdemokratischen Blatte natürlich sehr unangenehm, gerade im jezigen Zeitpunkte die Machenschaften seiner Partei aufgedeckt zu sehen. In der Zurückweisung des gänzlich unbegründeten Vorwurfs des Vorwärts" schreibt nun das Organ der königlich sächsischen Regierung:" geschlagen, obgleich es doch ganz natürlich ist, daß die Universität eines zu fünf Siebenteln katholischen Landes eine katholische Fakultät hat. Reichskanzler Fürst Hohenlohe war ein besonderer Förderer des Projektes, und wenn der Plan immer wieder auf Schwierigfeiten stieß, so lag das durchaus nicht an angeblichen franzosenfreundlichen Tendenzen des Kardinals Rampolla. Im Gegenteil: In der Sizung am Freitag wurden die fortdauernden Ausgaben Kardinal Rampolla hat mit besonderem Interesse und großem Eifer des Marine Etats erledigt und fast alle unverändert angenommen. Hierauf folgt die Erwiderung der Leipziger Zeitung" uns ganz im Gegensatz zu den Zeitungsmeldungen das Zustandekommen Geändert wurden nur die folgenden Positionen: Dem Staatssekretär gegenüber, jedoch ohne den Saß, daß sie niemals daran dieses Projektes verfolgt. Natürlich mußte auf die Eigenart der katholischen sollen jetzt zwei weitere Departements- Direttoren beigegeben werden. gedacht habe, den Krankenkassen- Beamten den Vorwurf der Untreue Kirche Rücksicht genommen werden. Der Umweg über Rom war der einzig Für die mit diesen Funktionen zu betrauenden See- Offiziere foll ein zu machen. Das ist ein Verfahren, von dem allerdings auch der mögliche Weg, um zum Ziele zu gelangen. Katholische Theologie kann nur Besoldungszuschuß von je 4500 m. bewilligt werden. Staatssekretär ausgelernteste sächsische Reaktionär nicht mehr behaupten wird, daß dociert werden im Einvernehmen mit dem Bischof, für den Staat v. Tirpik erklärte es für dringend notwendig, daß zu den jezigen es zu ehrlich sei. Erstens wird durch die in dem Citat gegebene aber ist der Professor lediglich gebunden an die Gesetze des Staates. drei Departements- Direktoren die zwei neuen hinzugefellt werden. Darstellung der Anschein erweckt, als hätten wir die AnEin Einvernehmen war nur möglich durch gegenseitiges Entgegen Die Arbeit habe im Marine- Amt so sehr zugenommen, daß sie in der schuldigungen der Leipziger Zeitung" auch in ihrer erſten kommen. Das Abkommen felbft machte aber so wenig Schwierig bisherigen Weise nicht mehr erledigt werden könne. Der Referent, Deutung nicht zu entkräften bermocht, obwohl die Leipziger feiten, daß im Dezember des vorigen Jahres in meiner Gegenwart Freiherr v. Thünefeld, hielt diese Erweiterung des Marine Beitung" selber diese Anschuldigungen schließlich ausdrücklich verleugnet innerhalb einer halben Stunde das Einvernehmen erzielt werden Amtes nicht für so dringend notwendig. Seinem Antrage gemäß hat und zweitens werden die neuen Anschuldigungen, auf die sich die fonnte, weil auf beiden Seiten der gute Wille vorhanden wird die Forderung abgelehnt. Für die Stations- Intendanturen Leipziger Zeitung" zurückzog, verbreitet, nach dem wir auch diese wär. Ich bin fest überzeugt, daß die neue Einrichtung dazu bei- find weitere Stellen für 1 Intendantur- Rat, 1 Intendantur- Assessor, längst als unwahr gekennzeichnet haben und ohne daß die„ Leipziger tragen wird, die Kluft zwischen den getrennten Konfessionen zu be- 4 Intendantur- Sekretäre und 1 Intendantur- Registrator gefordert. Beitung" sie zu beweisen versuchte. seitigen.( Lebhaftes Bravo! im Centrinn.) Direktor Pere Is versicherte, gegenwärtig seien die betreffenden Die Leipziger Zeitung" mag ihr Haupt verhüllen, die Preußen Abg. Delfor( Elf.) protestiert gegen eine Aeußerung des Grafen Beamten so überlastet, daß sie an ihrer Gesundheit schweren Schaden sind ihr über im Verleumderhandwerk. Bülow im preußischen Abgeordnetenhause, worin er den Widerstand erleiden. Die Kommission strich aber die Stellen für den IntenDie württembergische Landesversammlung wird am 12. April gegen die katholisch- theologische Fakultät als Ausfluß des Protestler- dantur- Assessor und für zwei Intendantur- Sekretäre. Eine Forderung tums bezeichnet habe. Herr v. Köller hat erst vor kurzem erklärt: bon 3000 m. für Uebungsgelder der zu Uebungen im Marine( Ostersonntag) in Stuttgart eröffnet werden. „ Seitdem ich wieder hier bin, habe ich von Protestlern eigentlich mit dem inteis darauf, daß im Mobilmachungsfalle ein größerer 3iherpe, ist in Leipzig, im Alter von 75 Jahren gestorben. Justizdienste einberufenen Civilrichter" begründete Direktor Perels Totenliste der Partei. Ein Parteiveteran, der ehemalige Maurer gar nichts gemerkt." Wir belämpfen die Fakultät nicht aus Mehrbedarf an Marine- Kriegsgerichtsräten eintreten werde. Damit Bater Zscherpe war der Senior der Zeipziger Maurerbewegung und politischen, sondern aus rein kirchlichen Gründen, weil die Fakultät aber die Civilrichter in einem solchen Falle zum Ersak herangezogen in hervorragender Weise an dieser beteiligt. Bis zum Jahre 1886 auf Kosten des Seminars, das aufgegeben werden soll, errichtet wird. werden können und sich nicht etwa„ blamieren", müßten fie in war er Vorsitzender des Fachvereins, zwei Jahre später vertrat er Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Friedenszeiten eine Uebung durchmachen. Abg. Roeren trat für die Leipziger Maurer auf dem Maurerkongreß in Kaffel. In der die Ablehnung dieser Forderung ein, da diese Civilrichter auch ohne Bartei war er gleichfalls bis in feine letzten Tagen eifrig thätig. eine solche llebung als Marine- Striegsgerichtsräte fungieren können. In den 80er Jahren zog er sich durch seine Parteithätigkeit eine Die Kommission beschloß in diesem Sinne. Gefängnisstrafe von 3 Monaten zu. Da ihm zur Ausübung seines Maurerberufs in den letzten Jahren die Kräfte fehlten, fand er eine leichtere Beschäftigung im Plagwißer Konsumverein, und dort war er bis vor wenigen Wochen thätig. Ich glaube dem Frhrn. v. Hertling, daß seine Freunde feinen Kulturkampf entfesseln wollen. So pflegen sich die Dinge nicht abzuspielen. Die Stirche ist stets geri bereit, ihre Friedfertigteit zu proflamieren, wenn man ihr nur überall ihren Willen thut. Die Frage ist nur die, ob das jetzige Vorgehen des Centrums geeignet ist, einen neuen Kulturkampf herbeizuführen. Das Bestreben des Katholizismus, immer mehr die Schule unter die Macht der Kirche zu bringen, muß im Laufe der Zeit zu Konflikten mit dem Staate führen. Dafür ist die Boykotterklärung des Bischof Korum der beste Beweis. Der Vertrag mit der Kurie ist ein Lovenvertrag nicht zu Gunsten des Staates, sondern der Kirche. Die Anstellung und Entlaffung der Profefforen liegt ausschließlich in der Hand des Bischofs, der Staat ist lediglich das Exekutivorgan des Bischofs von Straßburg.( Sehr richtig! links.) Welches Interesse hat unter solchen Umständen der Staat daran, daß eine solche Fakultät von feinen Mitteln erhalten wird?! Die Konzessionen, die angeblich dem Staate gemacht werden, find Scheinkonzessionen, es macht einen direkt komischen Eindruck, hier von einem Siege der staatlichen Diplomatie über die kirchliche Diplomatie zu sprechen, wir sehen vielmehr in dem Abkommen eine Demütigung des Staates vor der Kurie.( Sehr richtig!. links.) Geheimrat Halley: Ich habe mich gefreut, daß Herr Delfor es als einen Vorwurf ansieht, als Protestler zu gelten. Wenn Herr Barth behauptet, daß der Bischof den Professor einfach absetzen kann, so hat er wohl das Abkommen überhaupt nicht gelesen. " . = Für die Besoldung der See- Offiziere werden 3 381 040 gefordert, 327 770 M. mehr als im Vorjahre. Die Offizierſtellen sollen um 115 vermehrt werden. Der Referent, Abg. v. Th üne feld, hob hervor, daß diese Vermehrung weit über den Plan des Flottengesetzes hinausgehe. Es sei jedoch nun einmal eine größere Zahl von Seekadetten vorhanden, und man müsse diese jungen Leute in Offiziersstellen unterbringen. Deshalb empfehle er, zwar die 115 neuen Stellen zu bewilligen, aber 10 Stellen für die höheren Offiziere durch solche für Lieutenants zur See zu ersehen und dadurch 69 690 M. an den Besoldungen jährlich zu sparen. Abg. Graf b. Oriola schlägt vor, eine derartige Verschiebung nur für neun Stellen eintreten zu lassen und demgemäß die verlangte Summe nur um 27 870 M. zu fürzen. Staatssekretär v. Tirpit: Das Slottengefeh habe überhaupt keinen bestimmtenn Saz für die Vermehrung der Offiziersstellen festgelegt. Auch sei bisher noch stets mit Zustimmung des Reichstages die Vermehrung der Offiziersstellen je nach Bedarf erfolgt. Nach diesem Grundfake ser auch die jetzige Etatsforderung berechnet werden. Die Kommission lehnte schließlich die Forderung des Etats und den Vorschlag des Grafen v. Oriola ab und nahm den Antrag des Referenten an. " " " Christliches Pech. Eine amüsante Geschichte wird unfrem Königsberger Parteiblatte aus Tilsit berichtet: In dem großen Dorfe It. im Kreise Tilsit wurde, wie das jetzt so üblich ist, ein evangelischer Arbeiterverein gegründet, natürlich zur Bekämpfung der Socialdemokratie. Das große, staatserhaltende Werk war vollbracht, man konnte nun an die Vernichtung der verdammten Socis herangehen. gesammelt, eine Fahne wurde angeschafft und Verein und Fahne vom Pfarrer gesegnet. Doch der heilige glühende Feuereifer erfaltete bald, der Verein wollte nach einiger Zeit nicht mehr so recht vorwärts kommen. Da, eines Tages, o Graus, erklärte der Fahnenträger, ein kleiner Befizer, er frage die Fahne nicht mehr, er fei Socialdemokrat geworden! Möge die Fahne tragen, wer wolle. Man hätte nur die bestürzten Gesichter der Gründer dieses Vereins sehen sollen. Mit dem Fahnenträger traten gleichzeitig die legten Mitglieder aus, und der anfänglich zur Bekämpfung der Socialdemokratie gegründete Verein verendete, weil die meisten Mitglieder Socialdemokraten geworden waren. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Aufforderung zum Kontraktbruch strafbar. Der Maurer Görres in Dortmund soll in einer Versammlung gesagt haben: Kollegen, es bleibt uns nichts andres übrig, als die Arbeit Hinzuwerfen. Ich fordere Sie auf, die Arbeit hinzuwerfen, auch diejenigen, welche Kündigung haben. Wir wollen und können nicht mehr warten." Abg. Dr. Sattler: Die Debatte hat sich ja in verhältnismäßig freundlichen Bahnen gehalten, auch Herr Delfor hat sich in ruhigen Außerdem brachte der Abg. Richter bei den Indienst Bahnen bewegt, wenn auch mit knurrendem Herzen.( Heiterfeit.) haltungen" zur Sprache, daß die Vossische Zeitung" vor einigen In dem Trierer Fall ist die Provokation lediglich vom Bischof Tagen bereits die kaiserliche Kabinettsorder veröffentlicht hat, durch ausgegangen. Geheimrat Halley hat behauptet, die jetzige Politit welche die Indienststellung der einzelnen Schiffe für das nächste sei nur eine Fortsetzung der Politik Bismarcks und Friedrichs Jahr geregelt worden ist. Es sei also bereits alles abgemacht. des Großen. Daß Bismarck mit Rom verhandelt hat, will ich zu bevor der Reichstag dazu Stellung genommen habe. Welchen Wert geben, Friedrich den Großen kann aber Herr v. Halley nicht für sich habe unter solchen Umständen das Statsrecht des Reichstages? Auch anführen. Friedrich der Große hat dem Bischof nur das Recht zu sei es zu bedauern, daß die Kosten des Unternehmens nach Venezuela gestanden, Klage zit erheben über einen Professor, und die Schul- nicht in diesen Titel hineinbezogen worden seien. Staatssekretär kommission hatte dann diese Anklage zu prüfen. Jn Straß- v. Tirpit: Die Kabinettsorder, welche die Vossische Zeitung" verburg aber muß der Staat, wenn eine solche Klage erhoben öffentlicht habe, sei vom Kaiser noch gar nicht unterzeichnet worden. wird, für Ersatz des Professors sorgen. Herr v. Halley hat zwar Dies werde erst geschehen, nachdem der Reichstag den Etat ange- Er wurde angeklagt aus§ 110 des Strafgesetzbuches, Aufgesagt zwischen dem Vorgehen Friedrich des Großen und der jetzigen nommen habe. Die Veröffentlichung in der" Vossischen Zeitung" forderung zum Ungehorsam gegen die Geseze. Das Landgericht Regierung bestehe nur ein principieller Unterschied, in der Praxis beruhe auf einer Indiskretion. Dagegen sei vor einigen Wochen Dortmund sprach ihn am 30. August 1902 frei, darauf legte der wäre es dasselbe, aber das Wort principiis obsta foll doch nicht eine Mitteilung an diejenigen Offiziere abgegangen, welche im Staatsanwalt Revision ein, das Reichsgericht hob das Urteil auf, heißen: widerstehe allen Principien.( Heiterkeit.) nächsten Jahre auf den in Dienst gestellten Schiffen zur Verwendung gelangen sollen. Eine solche vorläufige Benachrichtigung sei seit verwies die Sache an das Landgericht Bochum und dieses erkannte icher erfolgt und unbedingt notwendig, damit sich die betreffenden auf 100 m. Geldstrafe wegen Vergehen gegen§ 110. Auf diese Offiziere auf ihre Abreise beizeiten einrichten können. Uebrigens Weise wird allmählich auf dem Wege der Auslegung der bestehenden als wie die Zuchthausvorlage sei bei den Benachrichtigungen ausdrücklich bemerkt, daß die Einteilung Geseze noch mehr erreicht, nur eine vorläufige sei und daß erst nach Annahme des Etats im erreichen wollte, Reichstage endgültig verfügt werde. Das Unternehmen nach Strafbarkeit der Aufforderung zur denn die verlangte wenigstens für die Venezuela fei mit außerordentlichen Ausgaben verknüpft geder Aufforderung zur Arbeitsniederlegung noch die Anwendung wesen; ein Nachtrags- Etat, der die nötigen Mittel für dieses Untervon körperlichem Zwange, Drohung oder nehmen fordere, werde dem Reichstage vorgelegt, sobald die nötigen Ehrverlegung und erklärte sogar das Inaussichtstellen einer nicht Grundlagen dazu gegeben seien. vertragswidrigen Arbeitseinstellung ausdrücklich für straffrei. So Zu den Vermischten Ausgaben" lag u. a. eine Petition vor, wird Stück um Stüd die Koalitionsfreiheit beseitigt, indem man Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Nach Herrn Spahn ist der Bischof der entsprechend Abg. Dr. Semmler beantragte, den Reichskanzler nach und nach alle ihre Anwendungsformen zu strafbaren HandKorum der unschuldige Teil. Ich möchte nur feststellen, zu ersuchen, für den nächstjährigen Etat eine Erhöhung des Höchft- lungen zu stempeln sucht. daß die Boykotterklärung seitens des Bischofs Korum erfolgt ist, gehalts der Führer, Steuerleute und Maschinisten von Werft- Ob sich wohl ein Gericht fände, das die Aufforderung zur Verehe der Bischof überhaupt den Versuch gemacht hatte, dampfern, Schwimmkrähnen, Schivimmdocks sowie der Schleusendie Beschwerden bei der Regierung zum Vortrag zu bringen.( 3u- meister- Gehilfen in Erwägung zu nehmen. Der Antragsteller wies legung irgend eines andren Vertrages, z. B. eines Mietsvertrages, stimmung links.) Herr Halley hat hier einen Ton angeschlagen, wie darauf hin, daß die betreffenden Unterbeamten seit 30 Jahren eine für strafbar erklärte? es sich für ein Bundesratsmitglied überhaupt nicht gehört.( Sehr Aufbesserung ihres Gehalts nicht erlangt haben. Direktor Perels richtig! links.) Ich habe nicht gesagt, daß der Bischof den Professor aus dem Reichs- Schabamt warnte davor, eine Beamtengruppe in ohne weiteres abseßen könnte, sondern der Effekt des Abkommens sei, dieser Weise zu begünstigen. Das sei in der Praxis nicht möglich, worden. Es handelt sich um ein Gedicht in der letzten Sonntags= daß der Staat überhaupt nichts zu sagen hat. Wenn z. B. ein vielmehr müßten alle Beamten derselben Stufe in gleicher Weise Profeffor im Amte wäre, den der Bischof ablehnt, so kann dieser den berücksichtigt werden. Abg. Singer empfahl trotzdem die Annahme Nummer des Blattes. das sich mit einem Fürsten von Babel befatholischen Studenten einfach verbieten, die Vorlesungen dieses des Antrags Semmler. Denn bei diesen Unterbeamten liege der beschäftigt. Die Staatsanwaltschaft der Republik Hamburg hat keinen Professors zu besuchen.( Sehr richtig! links.) sondere Umstand vor, daß sie ihre Arbeit unter ganz besonderen Ge- Anlaß zum Einschreiten gefunden. fahren zu verrichten haben. Abg. Dr. Spahn( C.): Die Sachlage ist doch folgende: Der Staat errichtet Schulen unter der katholischen Bevölkerung. Diese Schulen hat er so einzurichten, daß die katholische Bevölkerung die Schule besuchen kann. Wenn der Bischof auf die Schule nun keinen Einfluß hat, kann die katholische Bevölkerung eine solche Schule nicht besuchen.( Zustimmung im Centrum.) Geheimrat Halley: Herr Barth hat sich über die Form meiner Widerlegung beschwert. Ich kann ihm nur sagen: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es aus ihm heraus.( Unruhe links.) Abg. Freiherr v. Hertling( C.): Herr Barth hat wieder bewiesen, daß Principien nicht zu versöhnen sind. Es kann keine Rede davon sein, daß der Staat dem Bischof ausgeliefert ist. Es kann höchstens ein Vakuum eintreten, denn der Staat und der Bischof sind bei der Ernennung der Professoren koordiniert.( Sehr richtig! im Centrum.) In Bonn hat sich seiner Zeit ein Konflikt folgendermaßen zugespitzt. Der Bischof verbot den katholischen Studenten bei einem ihm nicht genehmen Professor die Vorlesungen zu besuchen. Der Professor hatte infolgedessen jahrelang nichts zu thun und die Regierung war deshalb schließlich gezwungen, einen Ersatz- Professor zu ernennen. " Nachdem sich noch mehrere andre Redner für den Antrag ausgesprochen hatten, wurde derselbe angenommen und ebenso die Petition dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen. Nächste Sizung am Dienstag: Einmalige Ausgaben des MarineEtats. Partei- Nachrichten. Nur nicht zu ehrlich. Die Das Majestätsbeleidigungsverfahren gegen das Hamburger Echo" ist von der Staatsanwaltschaft in Altona eingeleitet Briefkaften der Redaktion. G. 2. 65. 1. und 2. Im juristischen Teil. 3. Wenden Sie sich an den Metallarbeiter- Berband, Engel- Ufer 15, I. Nirdorf. 1. Rirdorf bei Berlin. 2. Rigdorf im Reg.- Bez. Schleswig. Victor. Der lekte Parteitag war in München, der vorlegte in Lübec. 2. Fragen Sie B., Eisenacherstr. 69. 1. Auguft. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends bon 7 bis 9%, Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. G. 2. 65. 1. und 2. Ja. Vor Jahren war es die königliche Leipziger Zeitung", die den E. B. Weimar. 1. Nein 2. Auf Freipreußischen Konservativen den Vorwurf machte, sie seien zu ehrlich jährung eingetreten iſt. gabe zahlen. J. K. Wedding. Leider nein, weil seit 7 Jahren BerA. 3. 20. 1. Eine Woche. 2. Beweisanträge Abg. Dr. Barth( frf. Vg.): Herr v. Hertling hat hervorgehoben, in ihrer Politik; man müsse nicht gleich alles offen heraus sagen, kann der Angeklagte stets stellen. 3. Der unterliegende Teil hat die Kosten daß für den Fall eines Konflittes der Staat die Stelle eines Pro- sondern seine Absichten immer hübsch im Dunkeln halten. zu tragen. 4. Nach Rechtskraft stellen Sie Kostenerstattungs- Antrag beint fessors nicht befeßen kann. Das ist gerade für den Staat die preußischen Konservativen haben unterdes so gut gelernt, daß sie Amtsgericht. 5. Sa. 3. 25. 1. Zahlen müssen Sie. Zunächst reflaallerempfindlichste Form des Konfliktes. Die Situation würde fast berechtigt wären, der Leipziger Zeitung" diese Belehrung zurüd- mieren Sie aber schleunigft. 2. Die angeführten Sachen werden als unpfändbar erachtet. B.. 43. 1. Ja. 2. Nein. E. E. 999. Ja. die sein, daß in einer boin Staate unterhaltenen Uni- zugeben. A. R. 37. Nach Ihrer Darstellung endet der Vertrag mit dem berfität infolge der Intervention des Bischofs eine Stelle Die„ Leipziger Zeitung" hatte bekanntlich vor einiger Zeit bei D. G. 2. 50. 1. Dem Vormund steht das Recht zu, auf Das Besprechung der Krankenkassen- Novelle Behauptungen aufgestellt, die der Gerichtsschreiberei die Aften einzusehen, nicht aber Uebersendung der vom Staate überhaupt nicht besetzt werden könnte. entspricht nicht der Würde des Staates. Es handelt sich hier that- nur so zu deuten waren, daß die socialdemokratischen Kassenbeamten Atten zu verlangen. 2. Der Vormund hat vom Vormundschaftsgericht sich fächlich, wie Herr Sattler gesagt hat, um ein bischöfliches Enklave Sassengelder für Zwecke der socialdemokratischen Partei verwendeten. die Armutsbescheinigung geben zu lassen und auf Grund derselben beim in einer staatlichen Einrichtung. Gegenüber der Beratung des Herrn Als wir sie auf diese Verleumdung festnagelten und ihre vollständige Brozeßgericht Bewilligung des Armenrechts zu beantragen. 3. Der Anwalt v. Halley konstatiere ich, daß ich mich auf eine rein fachliche Er- Grundlosigkeit nachwiesen, erklärte die Leipziger Beitung" in einem wird bestellt. 4. Nein: das für Labes zuständige Amisgericht ist zuständig. örterung beschränkt habe. Er war also zu seiner persönlichen Spize Anfall von unbewußter Ehrlichkeit, es sei ihr niemals in den Sinn 5. Wenn die Kosten des Gegners bezahlt find, kann eine zurüdgenommene 23. W. 1950. Es ist leider zu spät. gegen mich nicht befugt. Er hätte sich also nicht mit einer leeren gekommen, solche Anschuldigung gegen die socialdemokratischen Kassen- Klage wieder angestellt werden. Franz Sch. Rechtzeitige Kündigung. it in Ihrem Ber Beamten zu erheben. Dagegen wären Lieferanten der Strankenkassen traje als Kündigungsfrist drei Monate und drei Tage vereinbart, so muß Redensart entschuldigen sollen. Abg. Frhr. v. Hertling( C.): Findet Herr Barth etwa, daß quaft gezwungen worden, Geld in die socialdemokratische Parteikasse die Kündigung spätestens am 28. März Ihrem Wirt zugegangen sein, um die Würde des Staates besser gewahrt wird, wenn in einem solchen zu zahlen. Dies hätte ihren Behauptungen zu Grunde gelegen. rechtzeitig zu sein. Ist in Ihren Vertrage drei Monate als Frist vereinbart, Wir haben auch dies als vollkommen unwahr gekennzeichnet und so muß die Kündigung spätestens am 31. März dem Wirt zugegangen sein. Falle der Staat einen neuen Profeſſor ernennt und dann der Bischof die„ Leipziger Zeitung" hat keinen Versuch unternommen, ihre Ber- ft im Vertrage nichts über die Kündigungsfrist vereinbart, so ist eine am Teumdungen zu beweisen. 3. April dem Wirt erklärte Kündigung rechtzeitig. Die angegebenen Friften Abg. Schrader( frs. Vg.): Die ganze Verhandlung beweist, daß Das der Leipziger Zeitung" entschlüpfte Zugeständnis, daß gelten auch dann als innegehalten, wenn der Wirt die Annahme an dem die Würde des Staates am besten gewahrt wird, wem überhaupt gegen die Geschäftsführung der socialdemokratischen Kassenbeamten dem Briefe der Absender nicht angegeben fei, oder weil er einen frantierten betreffenden Tage( 28., 31. März, 3. April) ablehnt, zum Beispiel weil auf feine katholisch- theologische Falkultät errichtet wird.( Sehr richtig! fein Vorwurf erhoben werden könne, hält man in der konservativen( eingeschriebenen oder nicht eingeschriebenen) Brief nicht annehmen will, oder links.) Dann können nämlich solche Konflikte gar nicht vorkommen. Preßtloafe, Konservative Korrespondenz", aus der die Amtsblätter im weil er nur bis 6 Uhr abends Briefe annimmt, oder wenn der Brief rechtDamit schließt die Diskussion. Der Titel wird bewilligt, Lande gespeist werden, offenbar für eine kapitale Dummheit, weshalb ebenso der Rest des Etats. die Sonservative Korrespondenz" fich zu schreiben beeilt: den katholischen Theologen verbietet, sein Kolleg zu besuchen? Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sigung: Sonnabend 1 Uhr.( Etat des Allgemeinen Pensionsfonds, Post- Etat[ Titel Postassistenten], Militär- Etat.) Schluß 61 Uhr. 11 " Die Leipziger Zeitung" hatte türzlich auf die Mißbräuche der Krankenkassen durch die Socialdemokratie hingewiesen und namentlich auf die Ausnugung der socialdemokratischen Machtstellung in diesen Organisationen zur Erlangung materieller Vorteile für die Partei aufmerksam gemacht. Der Vorwärts" war in üblicher Weise und unter Berdrehung der betreffenden Ausführungen der " geitig eingelaufen war, der Wirt aber erst an einem späteren Lage Kenntnis von dem Briefe genommen hat, oder wenn der Birt verreist, ohne für einen Bertreter au sorgen, dem der Brief abgegeben werden tann und dergleichen, furz: in allen gällen, in denen durch Schuld des Ber. mieters die Kündigung überhaupt nicht oder ber patet zur Kenntnis des Vermieters gelangt, gilt bie rift als gewahrt, ist also die Kündigung refzeitig. Bas gegenüber dem Wirt nach dieser Richtung hin Rechtens ist, gilt auch gegenüber dem Mieter, dem gekündigt wird. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 7. März. Anfang 7%, Uhr: 222 Opernhaus. Louise. Schauspielhaus. Gyges und sein Ring. Neues Opern- Theater. Geschlossen. Deutsches. Der Schleier der Beatrice. Berliner. Nora. Leffing. Der blinde Passagier. Neues. Erdgeist. Residenz. Lutti.( Loute.) Westen. Undine. Central. Gräfin Pepi. Thalia. Der Camelienonkel. Belle- Alliance. Cupido u. Co. Am Telephon. 0 Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Das zweite Gesicht. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Der Meister von Palmyra. Carl Weiß. Das Jungfernstift. Buntes. Jugend. Luisen. Die Maschinenbauer von Berlin. Kleines. Nachtasyl. Trianon. Die Notbrüde. Cafino. Berliner Herzen. Apollo. Specialitäten. Nafiris Hochgeit. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steibt. Steidl- Sänger. Passage- Theater. Specialitäten. Vaffage- Panoptikum.Specialitäten. Palast. Die Gräfin von der Nadel. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Invalidenstraße 57/62. SternUrania. Metropol- Theater. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anfang Sonnt. 3, Wochent. 5, Ende 11 Uhr. Sensation. sportliches Ereignis! 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Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Brant von Messina. Sonntagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Montagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Dramatische Dichtung in 5 Auszügen von Adolf Wilbrandt. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Jugendfreunde. Sonntagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Montagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. ' Schmöckwitz Gasthaus zur Palme Inhaber: Hermann Peter. Grünau No. 39. ( Endstation der ,, Stern"-Dampfer) Telephon: Empfehle mein allbekanntes, herrlich am Wald und Wasser belegenes Lokal den geehrten Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Stegelbahnen, große Staffeküche. Säle, Hallen, großer schattiger Garten, 2000 Personen fassend. Repetitionswecker, innerhalb 7 Minuten 9 mal laut weckend, Mk. 3.75. Prima Wecker leuchtd. Mk. 3.-, nicht leuchtd. Mk. 2.60. Remontoirs in Metali Mk. 4.75 und 6.-, in Silber von Mk. 10. an. 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März cr., nachmittags 5 1hr, von der Leichenhalle des Das Richtigsehen Simmelfarts- Stirchhofes, Niederift für jeben Menschen von größter Bedeutung, umyjomegr aber für denjenigen, dessen Augen durch angestrengtes Cehen oder unpassende Gläser geschwächt find. Jeder Brillenbedürftige, ob weit, furz, oder übersichtig, follte deshalb beim Kauf eines Augenglases darauf achten, daß thm dieses auch genau papt. Das altbekannte Institut für Präcisions- Optit von in Firma Ernst Riek, Carl Buttendorff, in Firma Ernst Riek, Berlin N., Weinbergsweg 15b ( 6. Laden vom Rofenthaler Thor) bietet jedem Käufer Gewähr für richtiges Anpaffen aller Augengläser. Die Notbrücke. Weihnachten Lustspiel in 3 Atten von Fred Gréfac bonbonnière u. dem Bonbonregen. Nickel mit der Riesen- Stahl- Brillen und Pince- nez und Francis de Croisset. Anfang 8 Uhr. Sonntag 3 Uhr: Die Liebesschaukel. 3 Uhr halbe Preise: Die Schöne Casino- Theater von New York. Thalia- Theater. Dresdenerstraße 72/73. Anfang 7 Uhr. 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März: Benefiz Gr. romantisch- phantastisches Zauber- für Herrn Karl Lohrmann. märchen in 5 Arten v. A. Tyrkowski. Die schöne Ungarin. Abends 8 Uhr: Reichshallen. " " Double" " 99 Stettiner Sänger. Gold" " Anfang: Sonntags 7, Wochentags 8 Ühr. Neues, grossartiges Programm! mit besten Rathenower Gläsern v.Mk.1.00- 3.50 9999 9999 1.50-4.00 3.50-13.00 8.00-40.00 39 99 Bitte genau auf Firma und Haus- Nummer 15b achten. Fehlt ebr Jhnen etwas für die neue Wohnung, ? so gehen Sie rechtzeitig in unser Special- Haus. Dortselbst finden Sie eine Auswahl in W. Noacks Theater. Teppichen, Gardinen, Portieren, Direktion: Robert Dill. Diwan-, Tisch- und Steppdecken, Brunnenstrasse 16. Heute wegen Privat Festlichkeit T Geschlossen! Sonntag: Der Jongleur. Posse von Pohl. Anfang 7%, Uhr. Entree 30 Pf. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. 0 Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante Das Jungfernftift. Palast- Theater März- Programm. 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Telephon 7a, 6376. 42-62 Mark Anzug oder Paletot nach Maß, elegante Ausführung, tadelloser Sib, Seden Sonntag, Montag, Buss' Salon und Garten garantiert reinwollene Stoffe, neuefte Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanz- Kränzchen. Lott ist dot. Ein bengalischer Tiger. Säle zu Festlichkeiten. Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstl. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Baustellen in Erkner, Neu- Zittau, Dabendorf, Rute von 8 M., idyllisch gelegen, bequeme Zahlungsbeding. verf. Schulz, Rirdorf, Weserstr. 202.Vermittl. gej. u. erhalten Land gratis. Grosse Frankfurterstr. 85. Empfehle Vereinen meine Säle mit grossem Naturgarten für 1. Pfingst- Feiertag und Sonnabends. 721L* Genossen, Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich in Nigdorf, Goethestr. 15, ein Muster, feinste Buthaten, eleg. Hosen nach Maß 10-18 M. J. 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Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 3%, Uhr von der Pallisadenstr. 50 aus nach dem Central- Friedhof in Friedrichsfelde statt. 79/15 Um rege Beteiligung der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. Central- Verband der Maurer Deutschlands Zweigverein Nachruf. Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 1. März unser treues Mitglied Rudolf Unger, Badstr. 44, nach furzem Krankenlager im Alter von 37 Jahren geftorben ist. Ehre seinem Andenken! 133/8 Die Verbandsleitung. Am 5. März starb nach langen, qualvollen Leiden meine inniggeliebte Frau, unsre treusorgende Mutter, meine liebe Tochter, unsre geliebte Schwester, Schwägerin und Tante Doris Blumenthal geb. Wolff. Dies zeigt tiefbetrübt an Adolf Blumenthal. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des füdischen Friedhofes in 26675 Weißensee aus statt. Am 4. März, abends 7 Uhr, verstarb in der Heilstätte zu Lichtenberg unser guter Bruder und Schwager, der Gürtler Hermann Mayer. am Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Lichtenberger GemeindeFriedhofes aus statt. Um stilles Beileid bittet Im Namen der Hinterbliebenen 2658b Rudolf Mayer. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise der Teilnahme, die mir und meinem Kinde anläßlich des Todes meines lieben Mannes des Metallarbeiters Albert Herrlinger entgegengebracht wurden, sage ich allen, besonders den Arbeitern der Firma Bergmann Att.- Ges. und dem Socialdemokratischen Wahlverein des 6. Berliner Reichstags Wahlkreises 2657b meinen innigften Dank. Berlin, den 7. März 1903. Witwe Agnes Herrlinger nebst Kind. 0 Kränze. Blumen empfiehlt F. Jacobitz, Koppenftr. 44. 60 000 Ctr. Kohlen bert. Josef Fischer billig ab sein. beid. Lagerpläg. Brombergerstr. 19, Hauptgeschäft, Romintenerstr. 10, Zweiggeschäft. 100 St. Senftenb. 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Die Kollegen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen, da uns der Raum nur kurze Zeit zur Verfügung steht. Zahlreichen Besuch erwartet Verband der Möbelpolierer. Heute abend in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: Maskenball. In beiden Sälen Tanz, im großen Saale zwei Orchester. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder nebst Angehörigen erwartet 145/18 Der Vorstand. Die Versammlung im Norden fällt aus. Die Ortsverwaltung. 112/ 16* insegnungsANZÜGE E Deutscher Metallarbeiter- Verband. ein- u. zweireihige Form, hochelegant u. tadellos sitzend. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonnabend, 7. März, abends 8%, Uhr, bei Dieke, Ackerstr. 123: Konferenz der Vertrauensleute des Nordens. Sonnabend, 7. März, abends 8%, 1hr, bei Fischer, Walbite. 8: Konferenz der Vertrauensleute in Moabit. Sonnabend, den 7. März, abends 8, Uhr, bei Pasche, Potsdamerstraße 44: 112/18 Konferenz der Vertrauensleute in Charlottenburg. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Achtung! Militärschneider! Sonntag, den 8. März, mittags 1 Uhr: Oeffentliche Versammlung in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Tages- Ordnung: Die Zuschidung der Zarife an die Unternehmer, und wann gedenken wir in die Lohnbewegung einzutreten? Es ist Pflicht jedes Militärschneiders, in dieser Versammlung am Blake zu sein! 162/10 Der Einberufer. Kranken- Unterstützungsverein d. Tabakarbeiter Berlins. ( G. H. 88.) Dienstag, den 17. März, abends 8%, Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: General- Versammlung.d Tages- Ordnung: Bericht über den gegenwärtigen Stand der Kassen Aenderung und Beschlußfaffung über etwa notwendig erscheinende Erhöhung der normierten Beiträge, fowie sonstige Abänderungen des Kassenstatuts. Das Erscheinen aller ist dringend geboten. Der Vorstand. C. Butry, Vorsitzender, Stralsunderstr. 41 III. 187/5 Vollständiger Ersatz für Massarbeit. Die Preise sind je nach Größe. 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Slore in Berlin Drud und Berlan: Vorwärts Buchdruderei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 6671* Nr. 56. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 7. März 1903. Wirtschaftlicher Wochenbericht. " plöglich Auszüge aus einer in Petersburg erschienenen Schrift trante Pensionärin, die das Bett oft beschmußte, am Sonntagvormittag 3ur allerunterthänigsten Berichterstattung des durchzuhauen, während die andern in der Kirche waren! Kranken Finanzministers über das Reichsbudget für das Damen ließ sie die vom Arzt verschriebenen Suppen nicht geben. Jahr 1902." Wie es scheint, nehmen die Finanz- Chronik" und Den Dienstboten hat sie mit Vorliebe nachgesagt, daß sie stehlen. Berlin, den 6. März 1903. die verschiedenen Blätter, die ihre Mitteilungen nachdrucken, an, daß Im allgemeinen wird die Heusler als boshafte, gemütsrohe und Nochmals Wittes Bilanzkünftelei. Mitteilungen der Londoner Finanz- es sich um ganz neue Enthüllungen" handelt, während die Mit- rachsüchtige Person geschildert. Chronik über die russische Finanzlage. Deutsche Tageszeitung und Kreuz- teilungen der Finanz- Chronik" thatsächlich nur Uebersetzungen Die Angeklagte, die anfangs leugnete, sich in derartig Zeitung. Die Kreuz- Zeitung fordert parlamentarische Institutionen für aus. der auch von ins im betreffenden Wochenbericht roher Weise über die Stiftsdamen ausgesprochen zu haben, giebt Rußland. im Februar vorigen Neues Trust- Gründungsfieber in der nordamerikanischen Union. erwähnten, Jahres mit Erlaubnis schließlich zu, daß sie sich so äußerte, aber nicht gegen die Minna der Censur gedruckten, aber nicht für den öffentlichen Verkauf Wagner. Als am russischen Neujahrstage Finanzminister Wittes ge- freigegebenen Schrift des russischen Wirtschaftspolitikers Georg Zu den andren Dienstmädchen äußerte die H. wiederholt, die schminkter Budgetbericht erschien und die deutsche Börsenpresse die Butmi find, auf dessen Nachweise sich auch hauptsächlich Paul Wagner fönne man nur los werden, wenn sie einmal rechter. fchönen Zifferngruppierungen der Witteschen Bilanzfünftelei als Rohrbach in feiner Broschüre Das Finanzfyftem Wittes" stützt. franfe! authentische Zahlen hinnahm, die denselben Wert hätten, wie die Judes diese Thatsachen, daß es sich um eine bereits jahresalte, Am 20. Juli nachmittags( am Vormittag hatte sich die schon Etatsziffern parlamentarischer Kulturstaaten, ist schon an dieser Stelle in den Kreisen russischer Nationalökonomen bekannte Kritik handelt, geschilderte Scene wegen der drei Flaschen Bier abgespielt) ging ( Wochenbericht der Nr. 14 des Vorwärts") auf das eigenartige hindert nicht, daß die llebersetzung der Finanz- Chronik" dem die Angeklagte aus. Sie schloß vorher die Küche und den Buchungsverfahren hingewiesen worden, das Herr Witte speciell bei größeren Publikum vicles Neue bringt, beweist doch schon der mehr- Abort der Berechnung und Verteilung der russischen Eisenbahn- Einnahmen fache Abdruck, den diese Enthüllungen" erfahren haben, daß sie aufbewahrt war ab. Als sie zurückkehrte, schloß sie die Thüren zu Buzzarbeiten verwendete Salzsäure und Ausgaben auf die verschiedenen Konten verfolgt. selbst manchen Redaktionen als etwas bisher ganz Unbekanntes wieder auf, und da es zu den offenen Fenstern hereingeregnet hatte, Im Gegensatz zu der bisherigen Zurückhaltung der deutschen gegolten haben müssen. Einige der wichtigsten Feststellungen Butmis so mußte die Wagner die Nässe aufwischen. Dann ging lettere in Finanzpreffe gegenüber den Witteschen Budgetberichten veröffent- verden deshalb vielleicht auch als Illustration der Glaubwürdigkeit die Küche, und da sie Durst hatte, schenkte sie sich eine Lasse Kaffee lichte nun jüngst die deutsche Londoner Finanz Chronit" russischer Finanzberichte die Leser des Vorwärts" interessieren. い " " " 1 Rubel 3 551 800 000 Laut Daten der Reichskontrolle und offiziellen Statistik: Thatsächlicher Wert des staatl. Eisenbahn- Vermögens i. J. 1902 Rubel Laut Daten der Allerunterthänigsten Berichterstattung: Schäßung des staatl. Eisenbahn- Vermögens am 1. Januar 1902, gemäß der gemachten Ausgaben Bergrößerung des staatl. Eisenbahn- Vermögens in 10 Jahren 2 601 300 000 Vergrößerung des staatl. Eisenbahn- Vermögens in 10 Jahren Die Einnahmen der staatl. Eisenbahnen decken die Zinsen für die auf dieselben verwendeten Stapitalien Bergrößerung der Staatsschuld in 10 Jahren un Bilanz der Schulden an Institute u. Personen: Verringerung der Schuld um Berringerung der„ Nettoschuld" um Zunahme des Zudertonsums per Kopf um 2.92 Bd. oder Zunahme des Eisenkonsums per Kopf um 10,1 Pfd. oder. Zunahme des Betroleumkonsums per Stopf um 2,9 Pid. oder Zunahme des Theekonsums per Kopf um 0,22 Pfd. oder. Zunahme des Spirituskonsums per Kopf Die Steigerung d. Warenkonsums u. das Anwachsen d. Staatseinnahmen beweisen eine Zunahme des Volkswohlstandes Die staatl. Eisenbahnen geben nur 2,4 Proz. auf die für sie verwendeten Kapitalien 290 700 000 1 143 800 000 1 748 200 000 Vergrößerung der Staatsschuld in 10 Jahren um Bilanz der Schulden an Institute und Personen: Vergrößerung der Schuld um Bergrößerung der„ Nettoschuld" um +34 Proz. • +35,8 Proz. +28 Proz. Zunahme des Zuderkonsums per Kopf um 0,9 Pjd. oder Zunahme des Eisenkonsums, teine Daten. Berringerung des Petroleumtonfums per Kopf bis 1899 0,6 Pfd. +30 Proz. Theefonsum ist richtig angegeben, hat aber keinen Zusammen hang mit dem Bolkswohlstand. + O Proz. Steigerung des Spirituskonsums per Kopf um Die Steigerung des Konsums ist zweifelhaft; die Vergrößerung d. Staatseinnahmen beweist nur eine Zunahme d. Steuerlast Doll. 1 773 200 000 1257 950 000 3 005 000 000 346 000 000 2 053 005 000 +9 Broz ? 4,9 Proz. 100 die cin. Dazu benugte sie eine bestimmte, mit einem Bändchen ge= zeichnete Blechtasse, die speciell für ihren Gebrauch bestimmt war, da sie eine Wunde am Munde hatte. Nach dem ersten Schluck mußte sie sich heftig erbrechen. Nachdem sie sich etwas erholt hatte, bemerkte sie, der Staffee müsse untersucht werden. Die Dienstmädchen famen überein, von dem Vorfall vorläufig nichts zu melden. Die Angeklagte giebt auf wiederholtes eindringliches Befragen zu, daß fie am Sonntagabend noch nichts von dem Unwohlsein der Wagner erfahren hatte. Am nächsten Morgen( Montag) Im 6 Uhr ging die Hensler in die Kirche, ohne vorher mit jemand ein Wort zu wechseln. Als fie gegen 7 Uhr zurückkehrte, stellte sie an das Dienstmädchen Syoff die eigentümliche Frage, was die Wagner mache. Sie erhielt die Antwort, diese staube im Speisesaal ab, worauf sie obgleich sie von der Erkrankung noch nichts wissen fomnite erividerte: So, ist sie doch herunter, ich habe geglaubt, sie ist zu Bett." Als sich dann bei der Wagner +6 Proz. Blutbrechen einstellte, äußerte die Häusler zu der Syoff: Die hat gewiß Salzfäure in ihren Kaffee gethan, damit sie fortkommt. Die Häusler bestreitet, diese Aeußerung gethan zu haben, es erweist sich, daß sie von der Aeußerung der Vorsteherin auch sofort die Shoff bleibt jedoch entschieden auf ihrer Angabe bestehen und dem dritten Dienstmädchen Schwarz davon Mitteilung gemacht hatte. Dem herbeigerufenen Arzt Dr. Eisenreich sagte die Hensler: Herr Doktor, es hat gestern Verdruß gegeben und wir haben Salzsäure im Haus, die Minna wird doch nicht etwa welche getrunken haben? Auf Anordnung des Arztes wurde die Wagner ins Krankenhaus übergeführt. Die Syoff füllte den Rest des Staffees in ein Fläschchen, das ihr die Häusler wegnehmen wollte, was jedoch nicht gelang. Ms die Wagner schon das Fläschchen hatte, wollte es dieser die H. noch aus der Tasche nehmen. Es wurde festgeftellt, daß der Kaffeerest Salzsäure enthielt. Der plötzliche Abdruck der Butmischen Broschüre hat jedoch noch| Summe für den vorhergehenden Monat, in dem die Versteifung des eine andre Bedeutung. Die Londoner Finanz- Chronik" ist Berfechterin Geldmarktes nachwirkte, nur 97 260 000 Doll. betrug. Das Aktiengewisser Hochfinanz- und Kolonialinteressen eine Ablagerungs- tapital verteilt sich auf die in Betracht kommenden Staaten in stätte Karl Petersscher Kolonialpläne. Ihr Ausfall gegen den folgender Weise: allgewaltigen russischen Finanzminister dürfte entweder auf Inspirationen aus dem russischen Ministerium des Innern zurückzuführen sein, das bekanntlich zu dem Witteschen Ressort auf dem Kriegsfuße steht, oder aus gewissen Kreisen der Hochfinanz stammen, welche die Aufnahme einer baldigst zu erwartenden neuen russischen Anleihe auf dem deutschen Geldmarkte erschweren möchten. " New Jerseh Maine New York Delaware Connecticut Pennsylvanien Total 93 000 000 39 800 000 20 590 000 12 000 000 7 000 000 5 600 000 177 990 000. Januar gegründeten Aktiengesellschaften mit geringerem Kapital als Das Gesamtkapital der in den gleichen Staaten im Monat je 1 Million Dollar beträgt 63 Millionen Dollar. je 1 Million Dollar beträgt 63 Millionen Dollar. " Und interessant, wie die Frage, welchem Zweck die Veröffentlichung dienen soll, ist auch die Betrachtung der Haltung, welche die Der Verteidiger der Angeklagten, Rechtsanwalt Dr. v. Pann deutsche Presse gegenüber dem Angriff der Finanz- Chronit" einnimmt. Während die liberalen Handelsblätter die Mitteilungen ganz normal sei. Er will damit die Annahme glaubwürdig machen, wig, versucht den Nachiveis zu führen, daß die Wagner geistig nicht meist aus leicht ersichtlichen Gründen ignorieren, schlägt die Agrardaß sie selbst die Salzsäure in den Kaffee geschüttet habe. Sie foll preffe Tamtam, voran natürlich das Intelligenzblatt des Bundes der Landwirte, die Deutsche Tageszeitung" des großen Lyriters Dertel, daraus, daß diese Staaten die günstigste Aktiengesetzgebung haben tritts zum katholischen Glauben erschießen wollen. Ihren Großvater Die hohen Ziffern für New Jersey und für Maine erklären fich einmal behauptet haben, ihr Onkel habe sie wegen ihres lleberund die ehrsame„ Kreuz- Zeitung", die beide in den letzten und deshalb sich dort nicht nur vielfach Gesellschaften in die Register habe am Firmungstag der Schlag getroffen 2c. Eines Nachts Tagen die Enthüllungen" der Finanz- Chronik" in langen Zeit eintragen laffen, deren Geschäftsfeld in andren Staaten der Union habe sie einen feurigen Hund gesehen, der die Vorsteherin artifeln verarbeiteten. Natürlich handelt es sich auch bei ihnen liegt, sondern auch solche, die außerhalb des Gebietes der Vereinigten zerriß. Ferner hat sie erzählt, sie sei früher bei einer protestantischen nicht um eine bloße Belehrung der lieben Leser oder um eine Ab- Staaten ihre Anlagen und Betriebe haben; so wurden 3. B. im Januar Herrschaft gewesen, deren Tochter so gotteslästerlich war, daß fie wehr neuer russischer Anleihen. Ach nein, das Motiv ist ein andres. in New Jersey inforporiert die Merican Tobacco ut. Cigarrette einen Hafen mitsamt dem Fell und Haaren gebraten habe, so daß Ihr Zweck ist, darzuthun, daß einerseits das System 28itte, Corporation, die Alaska Peninsula Pading Co., die Cuban- es fürchterlich stank. Dr. v. Pannivit will auch den Nachweis das die russische Landwirtschaft einer noch nicht American Land Co. usw. führen, daß die Wagner sehr viel Bier trank und sich bei einem beauf eignen Füßen stehenden, durch schwer ge= Hält das Gründungsfieber in gleichem Maße an, wird es kaum nachbarten Wirt täglich 3, 6 und noch mehr Flaschen kaufte, woraus tragene Schutzölle künstlich lebendig erhaltenen lange dauern, bis die Vereinigten Staaten von neuem vor einer es sich erkläre, daß im Keller eine größere Anzahl leerer Flaschen Industrie opfert", zum Ruin führt, und daß andrerseits vorhanden waren. Rußland keineswegs so fauffräftig ist, als seitens der Erport sogenannten Geldversteifung stehen. Industriellen behauptet wird also bei den HandelsvertragsVerhandlungen auch auf die russischen Ansprüche feine besondere Rücksicht genommen zu werden braucht. Sehr schön heißt es z. B. in dieser Hinsicht im Leitartikel der " Deutschen Tageszeitung": Tat. Die Geheimnisse des Damenstiftes. Das Dienstmädchen Syoff hat gehört, wie die Hensler, als die Wagner fortgeschafft wurde, sagte:„ Herrgott, wie Du willst, jest haben wir's, jest ist schon draußen!" * * ( Telegramme.) Cine Die Bierbrauersfrau Babette Adam war früher( 1. Mai 1901 München, den 5. März.( Eig. Ber.) bis 1. Mai 1902) im Stift als Zimmermädchen. Sie hörte, wie die Wie es mit dem frommen und sittsamen Lebenswandel gewisser Bet- Hensler der Wagner einmal befahl, fie möge einer Stiftsdame Salz " In dem Augenblick, wo Deutschland mit Rußland über einen schwestern bisweilen aussieht, zeigt ein Prozeß der am heutigen Tage in die Medizin mischen, damit sie diese nicht faufen könnte. Die Stiftsneuen Handelsvertrag unterhandelt, ist es von ganz besondrem Wert, vor dem Münchener Schwurgericht begann. Angeklagt wegen einer damen hatte die H. immer nur alte Lafter und alte Schachteln genannt, festzustellen, daß die offiziellen Darlegungen des russischen Finanz- Körperverletzung ist, wie schon furz erwähnt, auf Grund des§ 229 die man nur zum Fressen und Saufen im Stift habe. ministers über die russischen Finanzen und über die wirtschaftliche St.-G.-B. die Vorsteherin des Marimilian- Waisenstiftes in München, Nebenbedienstete, deren Name ihr entfallen ist, habe erzählt, daß die Entwidlung Rußlands unzutreffend find. Unfre Unterhändler werden die im Jahre 1848 geborene Försterstochter v. Heusler. Das Stift ist zur Häusler dem Mädchen sagte, fie folle einer alten Stiftsdame etwas daraus die. wichtige Schlußfolgerung ziehen Versorgung der Töchter höherer Beamter bestimmt und zwar sind ins Essen mischen, damit es mit ihr schneller dahingehe. müssen, daß Rußland weit mehr auf das Ausland zur Zeit zehn zum Teil ältere Damen dort untergebracht, zu deren Die noch immer leidende Wagner bestreitet entschieden, daß angewiesen und weit weniger taufträftig für Bedienung drei Dienstmädchen vorhanden sind. Das cine Dienst- sie selbst etwa in selbstmörderischer Absicht die Salzsäure getrunken ausländische Erzeugnisse ist, als nach den bisher für mädchen, Minna Wagner, erfrankte am 20. Juli 1902 plöglich nach habe. Ihre Darstellung des Sachverhalts bestätigt im übrigen die maßgebend gehaltenen offiziellen Angaben." dem Genusse einer Tasse Kaffee und es stellte sich heraus, daß dem von der Auflagebehörde gegebene Darstellung. Obgleich die politischen Anschauungen beider Blätter denen der Getränk elfprozentige Salzsäure, beigemischt war. Sie mußte ins russischen Machthaber eng verwandt sind und speciell die Kreuz- Krankenhaus gebracht werden und ist zur Zeit noch nicht völlig Zeitung" früher in den russischen Regierungsmaßnahmen oft ihr wieder hergestellt. Die Vorsteherin des Damenstiftes wird num be Ideal fand, hat der Abschluß des deutsch russischen Handels- schuldigt, die Salzsäure dem Kaffee beigemischt zu haben, und zwar Schwarz sagte aus, daß nach ihrer Ansicht die Angeklagte die München, 5. März. Die als Zengin vernommene Köchin vertrages im Jahre 1894 in die Seelenverwandtschaft, die einst die in der Absicht, die W. frank zu machen und sie auf diese Weise aus Salzsäure in den Kaffee geschüttet habe aus Zorn darüber, daß Kreuzzeitungsjunter mit der das russische Reich leitenden Diplomaten- dem Stift zu entfernen. Die W., die früher protestantisch war und fich die Wagner über sie beschweren wollte. Ebenso fagen andre foterie verband, ein so elliges Loch gerissen, daß neuerdings in der zum zum Ratholicismus übertrat, stand anfänglich in einem Zeugen über den Charakter der Angeklagten ungünstig aus. Achtung des ehrsamen Organs für König, Vaterland und Brotwucher ziemlich vertrauten Verhältnis zu der Angeklagten insofern, das Reich aller Reußen noch um einige Grade tiefer steht, als als ihr diese wiederholt Dinge über Zeuge Medizinalrat Stumpf, der ehemalige Hausarzt des ihr diese wiederholt Dinge über die übrigen Stifts Marimilian- Stiftes, fällt ein vernichtendes Urteil über die zehnjährige die nordamerikanische Republik. So weit geht die Abneigung, daß damen erzählt habe, über die man sich eigentlich gegenüber auch Thätigkeit der Angeklagten im Stift. die" Kreuz- Zeitung" sogar für die Herstellung einer parla den vertrautesten Persönlichkeiten nicht zu äußern pflege. Später erkrankten Stiftsdamen und Angestellten gefühllos benommen. Sie habe sich gegenüber mentarischen Konstitution in Rußland zu schwärmen wurde der v. H. jedoch die W. läftig und sie versuchte mun, das Beschwerden hätten keinen Erfolg gehabt. beginnt und z. B. im Anschluß an die Mitteilungen der Londoner Dienstmädchen aus dem Stift zu verdrängen; sie soll deshalb einem fchiedener Vorkommnisse seinen Abschied als Anstaltsarzt nahm, Als er wegen verFinanz- Chronik" sich folgende schönen Folgerungen leistet: andren Dienstmädchen aufgetragen haben, sie möge die 2. hätten die Stiftsfräulein ihm geklagt, daß sie nun ihren Beschüßer " Bolitisch ziehen wir daraus den Schluß, daß man mit solchen bearbeiten, damit diese ihr fündige. Die Angeklagte will verlieren würden; er habe sie aber mit dem Hinweis darauf be= Finanzen feinen europäischen Krieg führt, daß man aber auch in deshalb Grund zur Unzufriedenheit mit der Wagner gehabt ruhigt, daß die Charaktereigenschaften der Vorsteherin ohnehin bald folcher Lage über furz oder lang genötigt sein wird, den Wünschen haben, weil diese angeblich zuviel Bier getrunken habe( täglich drei, eine Statastrophe heraufbeschwören würden. Rechnung zu tragen, die in der öffentlichen Meinung des Landes so sechs und noch mehr Flaschen). Am 20. Juli stellte die Dienstmagd München, 6. März. Jm Verlauf der heutigen Verhandlung leidenschaftlich zum Ausdruck kommen. Die Wendung zum Shoff, die für das im Keller befindliche Flaschenbier verantwortlich im Prozeß Heuster äußerte sich Hofrat Dr. Schröder, der NachLiberalismus, d. h. zu irgend einer Form der war, fest, daß ihr drei Flaschen Bier fehlten. Die Vorsteherin folger des Medizinalrats Stumpf als Stiftsarzt, in gleichem Sinne Seranziehung der bereits als Kadres organi- brachte die Sache in der Küche zur Sprache und warf der Wagner über die Angeklagte wie Stumpf. Auf Befragen des Präsidenten, sierten Gouvernements und Kreislandschafts- vor, sie trinke zuviel Bier. Sie leugnet jedoch, die W. ob er die Angeklagte der ihr zur Last gelegten That für fähig halte, vertretungen 31 r Teilnahme a m Regiment, des Diebstahls beschuldigt zu haben, sondern ihre Vorwürfe hätten antwortete der Zeuge mit einem bestimmten: Ja, während er umnamentlich aber zur Kontrolle der Finanzpolitik sich nur darauf gegründet, daß festgestellt worden sei, daß die W. gekehrt von Minna Wagner nur Gutes zu berichten weiß. läßt sich auf die Daner nicht umgehen." von einem Wirt Bier bezog. Die Wagner behauptet num, die H. Andre Zeuginnen befunden, daß Fräulein Heusler fehr Recht merkwürdig, von welchem furiofen Meinungswechsel oft habe ihr den Diebstahl der drei Flaschen Bier vorgeworfen und sie wohlthätig gewesen sei und viele Arme beschenkt habe. der Umschlag der materiellen Interessen begleitet ist. Die habe darauf entgegnet, fie laffe sich das nicht gefallen Konvertierung der rumänischen 175 Millionen Lei- Anleihe genügte, und gehe in das( die Aufsicht über das Stift ausübende) deckte, daß die rumänische Finanzlage jezt ganz befriedigend dies entschieden, die andren beiden Dienstmädchen bestätigen jedoch, sei; und die russische Lebensmittel- Konkurrenz hat gar die Kreuz- daß die Wagner ihnen sagte, sie wolle in das Ministerium gehen. Zweiter Wahlkreis. Mittwoch, den 11. März, abends 8 1hr, Zeitung" dahin gebracht, sich zu der Forderung einer parlamentarischen Die Anklage nimmt mm an, daß die v. H. Ursache hatte, fich vor findet im Lokal von Habel, Bergmannstr. 5/8, eine Voltsversammlung Konstitution für Rußland zu befehren. einer Beschwerde im Ministerium zu fürchen, denn fie mußte an- statt. Reichstags- Abgeordneter F. Geyer- Leipzig hat das Referat: Kaum haben sich auf dem amerikanischen Geldmarkt bessere nehmen, daß bei dieser Gelegenheit die Wagner auch erzählen„ Die Wirren der Gegenwart" übernommen. Die Parteigenoffinnen Verhältnisse eingestellt, so tritt auch schon von neuem das Trust- würde, wie sie sich über die andren Stiftsdamen geäußert und Genossen werden ersucht für zahlreichen Besuch zu agitieren. Gründungsfieber hervor. Pläne, für deren Zustandekommen die Lage hatte. Nach den Aussagen der Wagner in der Voruntersuchung habe Die Vertrauensleute. des Geldmarktes im Herbst ein Hindernis bildete, find sofort wieder die Hensler über die Stiftsdame v. 2. gesagt, sie habe es mit aufgenommen und auch schon teilweise in den beiden letzten Ercellenz Feilißsch( dem Minister des Jumern?) gehabt". Eine frühere Rummelsburg. Zu der am Sonntag, den 8. März, morgens Monaten durchgeführt worden; und daneben tauchen überall neue Vorsteherin des Stifts sei oft betrunken gewesen und in solchen Fällen 8 Uhr, stattfindenden Flugblattverbreitung können sich die Genossen Projekte auf. durch Verschmelzung gleichartiger Betriebe größere habe die S. zur W. gesagt:" Gehen Sie hinauf und schauen Sie nach, in folgenden Lokalen melden: Tempel, Alt- Borhagen 56; Hennig, Konkurrenzfähigkeit und größere Interessengemeinschaften zu ob die A. noch nicht verreckt ist." Und weiter habe sie noch Schillerstr. 26; Burgenger, Stantstr. 44; Schröter, Mozartstr. 7; schaffen. Bisher liegen erst über die im Laufe des Monats geäußert: Paul Jage, Prinz Albertstr. 13-14; Wenger, Neue Prinz Albert Januar zu ftande gekommenen und in den Oststaaten der Wenn nur die mal der Teufel holen wollte, da hätte er einen ftraße 17. Union inforporierten Unternehmungen ausführliche amtliche guten Bissen. Ueber eine andre Stiftsdame fagte sie, diese sei eine Waidmannsluft. Sonntagnachmittag 4 Uhr: MitgliederversammMitteilungen vor. Danach beläuft sich das Kapital neuer, Offiziersdirne gewefen. Und ferner: Wir müssen jetzt die lung des Wahlvereins bei A. Kuhn. Genosse Waldeck Manasse spricht mit mindestens je 1000 000 Dollar kapitalijierter Attien alten Lajter und Schachteln herinhaben, nachdem sie draußen herum über:" Wo sind die wahren Umfiürzler?" als Einleitung der Reichs gesellschaften insgesamt auf 177 990 000 Doll, während die betreffende gehurt haben. Einer Dienstmagd soll sie aufgetragen haben, eine alte, I tagswahl- Agitation. Es ist Pflicht aller Mitglieder zu erscheinen. damit kürzlich ein Teil der jüdischen Hochfinanz plötzlich ent- Ministerium, um sich zu beschweren. Die Angeklagte leugnete Berliner Partei- Angelegenheiten. Lokales. diefen Monat bedeutende Zunahme von 32 070 M. In den vier von der Flucht des Verbrechers benachrichtigt und man hofft, ihn, Letzten Monaten von 1902 belief sich der Mehrerlös auf zusammen zumal er kaffeebraune Zuchthauskleidung trägt, bald wieder dingfest 92 226 M., wobei freilich zu beachten ist, daß gerade im letzten zu machen. Drittel des Jahres 1901 ein Mindererlös gegenüber 1900 zu verzeichnen gewesen war. Selbstmord eines Droguisten. Vergiftet hat sich in der vers gangenen Nacht der Droguist Kracht in Schöneberg, Kolonnenstr. 1. Schlechte wirtschaftliche Verhältnisse sollen K. zu dem verzweifelten Schritt getrieben haben. Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich gestern vormittag Wie die Konfirmandenstunde den Schulunterricht stört, das weiß jeder Lehrer aus eigner Erfahrung, bei einigem Nachdenken könnte es aber auch den Eltern einleuchten, die ihre Kinder zum Bastor schicken, um sie für die Konfirmation vorbereiten zu Patriotische Tiergarten- Reform. Am Großen Stern im Tierlassen. Eine sehr lehrreiche tabellarische Zusammenstellung über den garten werden jetzt bereits die Vorarbeiten für die Aufstellung der Umfang der Beeinträchtigung, die sich die Schule in dieser Hinsicht hier geplanten neuen Denkmalsanlagen ausgeführt. Zunächst wird gefallen lassen muß, wird durch die„ Pädag. Zeitung" veröffentlicht. eine ganze Anzahl der uralten dickstämmigen Eichen, die an den auf in Rummelsburg. Gegen 11 Uhr erfolgte auf dem Rangierden Großen Stern mündenden 6 Straßenzügen und Alleen stehen, 111 An einer Mädchenschule find 97 Schülerinnen gezählt worden, abgeholzt, da sie der in Aussicht genommenen Verlegung der Straßen- geleis der Ostbahn ein furchtbarer Zuſammenstoß eines Güterzuges die gegenwärtig wöchentlich zweimal den Konfirmandenunterricht bahngeleise im Wege stehen. Diese Geleise, die jetzt den Platz nach kommende Güterzug hatte gerade die Stadtbahnstation Rummelsburgmit einer Rangiermaschine. Der von Friedrichsfelde- Lichtenberg besuchen. Diesen Unterricht haben 8 Schülerinnen des Morgens verschiedenen Richtungen durchkreuzen, werden an der Nord- und Ost passiert, als ihm eine Rangiermaschine im vollen Tempo ent von 8-9 Uhr, 50 Schülerinnen des Vormittags von 11-12 Uhr, Südseite um diesen herumgeführt werden. Ferner müssen auch die Ost passiert, als ihm eine Rangiermaschine im vollen Tempo ent39 des Mittags von 11-1 Uhr. Nur bei 17 Schülerinnen fällt die hohen Buchenhecken, die den Großen Stern umgeben, heraus- gegentam; ein Bremsen war nicht mehr möglich, und so erfolgte der Konfirmandenstunde nicht mit einer Schulstunde zusammen, die genommen werden. Zusammenstoß, der so gewaltig war, daß die Tender der Maschinen eingedrückt, sowie die Seitenwände einiger Güterwagen vollübrigen 80 aber müssen sämtlich wegen der Konfirmandenstunde Vom Teltow- Kanal wird uns gemeldet, daß trotz wiederholter ständig zertrümmert wurden. Zwei Wagen wurden direkt aus den wöchentlich zwei Schulstunden versäumen. Sieben von diesen achtzig Aufdeckung von dortigen Mißständen die Behandlung der Arbeiter Geleifen geworfen. Der Werkmeister Höhner von der Ostbahn aus Schülerinnen versäumen nur Religionsstunden, so daß sie keine eher schlechter als besser geworden ist. Besonders sind es die pol- Berlin sowie die Heizer Radtke und Ash trugen schwere Verlegungen Einbuße an ihrer Bildung erleiden. 73 Schülerinnen müssen aber nischen Arbeiter, die unter der Härte ihrer Schachtmeister zu am Kopfe davon und mußten nach Anlegung eines Notverbandes in andern Schulunterricht opfern, zum Beispiel deutschen Unterricht leiden haben, denn andre Arbeiter halten sich schon an und für sich das Rummelsburger Krankenhaus überführt werden. Von dem einschließlich Lesen usw. 44 Schülerinnen, naturkundlichen Unterricht Beschäftigung finden, gehen sie davon. Die Polen jedoch werden Armenhause ein Stück einer Zimmerdecke ein. Die auf dem Spielnur wenige Wochen am Kanal auf; sobald sie irgend eine andre Zusammenstoß stürzte in dem in der Portlandstraße befindlichen einschließlich Physik 18 Schülerinnen, Geschichtsunterricht fünf haufenweise aus ihrer Heimat geholt. Nachdem behördlich festgestellt platz fich tummelnden Kinder wurden vollständig beschmutzt vom Schülerinnen usw. usw. Nebenbei sei bemerkt, daß zu dieſen voll ist, daß nichts gegen sie vorliegt( vielleicht Kontraktbruch), können sie Schmieröl der Maschine. Wer die Schuld an diesem Zusammenstoß versäumten Schulstunden jedesmal, je nachdem des Morgens die sehen, wo sie ein Unterkommen finden. Da es am Kanal teine trägt, läßt sich noch nicht feststellen; beide Züge hatten Einfahrt. erste oder des Mittags die letzte Stunde versäumt wird, noch etwa Baracken giebt, müssen sie froh sein, wenn die Bauern der umliegenden Baunnfall. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am 4. März ein Viertel der zweiten bezw. der vorletzten Schulstunde kommt, das Dörfer wie Glienicke, Adlershof, Johannisthal usw. ihnen in ihren für den Weg geopfert werden muß. Welche Zustände sich daraus Scheunen einen Unterschlupf gewähren. Doch auch diese Quartiergeber auf dem Neubau Alt- Stralau 49, der von der Firma Gerloff ausergeben, zeigt das folgende Beispiel. In der ersten Klasse der be- find in letzter Zeit kopfschen geworden, weil ihnen Leute mit dem burg bestieg mit einer Last Wasser eine Leiter, welche zur I. Etage geführt wird. Der Bauarbeiter Hermann Arendt aus Rummelstreffenden Schule ſizen 29 Schülerinnen, und 26 davon besuchen den Logisgeld durchgegangen sind oder stark mit Ungeziefer behaftet burg bestieg mit einer Last Wasser eine Leiter, welche zur I. Etage waren. So müssen denn die Arbeiter kampieren wo es irgend geht; Kopf auf einen Kellerträger fiel. Er erlitt eine erhebliche Kopfwunde. führte. A. glitt hierbei aus und stürzte herab, wobei er mit dem Konfirmandenunterricht. Drei Mädchen fehlen Montag und vielfach sind sie auf Budiker angewiesen, von denen sie dann zum Donnerstag von 8-9 Uhr. Sie versäumen dadurch glücklicherweise Teil gehörig geschröpft werden. Ihr Verdienst ist sehr gering. Bei Bemerkenswert ist, daß es voller 11 Stunden bedurfte, bevor ein nur Religionsstunden, aber leider jedesmal auch noch den Anfang einem Stundenlohn von 28 Pf. tönnen die Leute natürlich kaum Krankenwagen den Schwerverletzten abholte, trotzdem sofort nach der zweiten Stunde. 17 Mädchen haben ihre Konfirmanden- den armseligen Lebensunterhalt bestreiten, sie sind gezwungen, benachrichtigt worden war. Der Verunglückte ist Vater von vier dem Unfalle die Unfallstation in der Warschauerstraße telephonisch stunde Montag und Donnerstag von 12-1 Uhr. Sie versäumen in Ueberstunden oder gar ganze Ueberschichten zu machen. dieser Zeit keinen Schulunterricht, abgesehen von dem letzten Viertel Behandlung betrifft, so find Prügel nichts Seltenes; der Schacht unerzogenen Kindern; an seinem Auftominen wird gezweifelt. der letzten Schulstunde. Sechs Mädchen müssen Montag und meisterknüppel spielt täglich seine„ erzieherische" Rolle, ganz ab- Absturz eines Geldschrankes. Gestern vormittag furz vor 11 Uhr Donnerstag von 11-12 Uhr beim Pastor sein. Sie versäumen gesehen von der Flut ausgesucht roher Schimpfworte, mit denen die stürzte in der Markgrafenstraße an der Ecke der Behrenstraße, im infolgedessen an diesen Tagen den deutschen Unterricht und den Kanal satt und fordert seine Entlassung, so wird er nicht selten durch Tresor beim Heraufwinden aus der Höhe der dritten Etage infolge Arbeiter Tag für Tag trattiert werden. Hat jemand das Leben am Hause der Pommerschen Hypothekenbank ein 85 Centner schwerer Schluß der vorhergehenden Stunde. Der deutsche Unterricht nimmt Verweigerung sofortiger Lohnzahlung zum Bleiben bewogen, weil Reißens einer Kette zur Erde und fank nach Durchschlagen handhiernach am Montag und Donnerstag folgenden Verlauf ihm gefagt wird, er könne seinen Lohn nicht vor Ablauf von vier- dicker Bohlen und der Bürgersteigplatten einen halben Meter tief in 6 Schülerinnen fehlen von Anfang an, 23 nehmen bis 412 am zehn Tagen erhalten, und das, obgleich gar keine Kündigung besteht. Die Erde ein. Verlegt wurde niemand, da die beiden auf dem Unterricht teil, dann gehen 17 Schülerinnen zum Pastor, damit der Unter solchen Umständen ist es denn durchaus kein Wunder, wenn Gerüst befindlichen Arbeiter die Geistesgegenwart hatten, fich an den nicht zu warten braucht, und in der letzten Viertelstunde steht der es bei den Anwohnern zur stehenden Redensart geworden ist, es stehen gebliebenen eisernen Stangen festzuhalten. Lehrer vor ganzen 6 Schülerinnen. Man sieht, was die Schule sich fönne nirgends so wunderlich zugehen, wie am Teltow- Kanal. bieten lassen muß! Aber unsre Frommen nehmen an diesen skandalösen Zuständen keinen Anstoß. Der Berliner Magistrat hat, wie die„ Bolts- Zeitung" meldet, dem Vorstande des Bundes der deutschen Bodenreformer auf seine von uns an dieser Stelle wiederholt erwähnte Petition um Einführung der Steuer nach dem gemeinen Wert folgende Antwort gegeben: Was die Ausbau der Nordbahn. Die Herstellung der dritten und vierten Geleise auf der vom Stettiner Bahnhofe ausgehenden Nordbahnstrecke wird noch in diesem Jahre bis Reinickendorf erfolgen. Die Errichtung des großen Central- Güterbahnhofes bei Schönholz macht inzwischen rasche Fortschritte. Auf dem Stettiner Bahnhofe selbst sind nur noch kleinere Umbauten erforderlich. Auf dem Vorortsbahnhofe der Stettiner Bahn fehlt es bis jetzt an Restaurationsräumen. Obgleich hier täglich Tausende von Personen verkehren, ist nur ein kleines offenes Buffet vorhanden, das in keiner Beziehung genügt. Die Eisenbahnverwaltung hat deshalb die Errichtung einer vollständigen Bahnhofswirtschaft ins Auge gefaßt. Im Kampf gegen die Unnatur. Miß Isadora Duncan, die Schöpferin der Tanzidyllen, trat vorgestern rednerisch als Reformatorin ihres Gebietes in die Schranken. Der Verein Berliner Presse hatte die Dame eingeladen, über Zweck und Ziel ihres Strebens sich auszulassen, und zur Förderung ihrer und der Vereinszwecke war sie der Einladung gefolgt. Die Erscheinung von Miß Duncan schon fündete die Bringerin eines neuen Glaubens an. In wallend weißem Gewande, das mit einem seidenen Strick zusammengehalten war, darüber einen weiten weißen Mantel geworfen, die Füße mit " Dem Vorstande teilen wir auf die am 17. Dezember v. J. hier weißen Strümpfen und Sandalen bekleidet, und endlich das Haar eingegangene Eingabe ohne Datum, betreffend Reform der Grund einfach in der Mitte gescheitelt, so daß es über den bloßen und Gebäudeſtener nach dem gemeinen Wert, mit, daß wir zur Zeit Nacken herabfiel so erschien Miß Duncan vor ihrem Publikum, mit der Ausarbeitung einer unfre Entschließungen in dieser Angelegen heit enthaltenden Vorlage an die Stadtverordneten- Versammlung beArtisten, die Stieffinder des Gesetzes. So lautete das Thema, dessen bessere Hälfte sich in Korsettpanzer und den andren Requisiten der weiblichen Unnatur niedergelassen hatte. schäftigt sind, worauf dann eine endgültige Beschlußfassung der über welches der Redakteur Perlmann am Donnerstag in einer Jm netten Plauderton trug die amerikanische Tanzreformatorin Gemeindebehörden erfolgen wird." Reicke. gut besuchten öffentlichen Artisten Versammlung sprach. Die Antwort klingt, so schreibt das genannte Blatt, einigermaßen Der Redner verbreitete sich über die Schwierigkeit des Artistenberufs, ihre Gedanken vor: Der Tanz müsse in seiner Bewegung der Natur gleich sein; Pflanzen, Wellen und Winde gäben in ihrem dunkel, da nicht gesagt wird, nach welcher Richtung hin sich die Ent- der vom Publikum noch häufig sehr falsch beurteilt werde, streifte Reigen Harmonie und Schönheit zu erkennen. Wie anders, wie schließungen des Magistrats bewegen sollen oder werden. Immer- dann die polizeilichen Scherereien, denen die Variété- Direktoren aus- unnatürlich erscheine das menschliche Weib, wenn es als Balletthin ist soviel daraus zu entnehmen, daß der Magistrat überhaupt gesetzt sind, beleuchtete ferner die Schäden des Agentenwesens und dame sich in Korsett und Flitterröckchen auf der Bühne zeige. an eine Aenderung der bestehenden Grund- und Gebäudeſtener denkt. ging dann ausführlich auf die Theatercensur ein. An einer Fülle Rhytmisch und natürlich tönnten im Tanze, nur die Bewegungen bon interessanten Beispielen zeigte er, wie lächerlich und An Stelle der amtlichen Formulare zu Postkarten mit Antwort widerfinnig die Censurbehörden mitunter ihres Amtes walten. des nackten oder lose bekleideten Körpers sein, und daher sei in den Tänzen der Griechen das Ideal zu sehen. verwendet das Publikum vielfach zwei einfache Postkarten, die durch Was alt einem Variété verboten wird, darf am andren in Malerei und Bildhauerei, so sei auch in der Tanzeinen Faden oder Klebepapier miteinander verbunden sind. Dazu aufgeführt werden, feft die harmlosesten Pointen sind funft die Nacktheit das vollendet höchste; im schönen schreibt die„ Dtsch. Vert.-tg.":" Da nach§ 7 V der P. D. mit vor dem willkürlich geführten Rotstift des Censors nicht sicher. den Postkarten Antwortkarten verbunden sein dürfen, eine Vorschrift, Ein besonderer Uebelstand sei die Langsamkeit, mit der die Censur- Körper werde die Tänzerin der Zukunft ihre freie, selbstMit festem willen, so erklärte die wie die Verbindung hergestellt sein muß, aber nicht besteht, unter- behörde arbeitet, wodurch bei dem heutigen raschen Programm Rednerin am Schluß, werde sie ihre Gedanken in die That umzuliegt es u. E. keinem Bedenken, derartige Sendungen nach Orten des wechsel viele Künstler ihrer Engagements wieder verlustig gehen und sehen suchen. Ihr nächstes Jdeal sei ein Tempel der Tanzkunst, in Reichspostgebiets und Württembergs zur Absendung zu bringen, das ohnehin schon so starke Künstlerproletariat noch vermehren. sofern die Karten den Bestimmungen für einfache Boftfarten ent- müsse deshalb mit allen Mitteln auf die gänzliche Abschaffung der welchem sie hundert Kleine Mädchen in ihrer schönen Kunst ausbilden sprechen und die Antwortkarte als solche bezeichnet ist. Bedenken Censur hingearbeitet werden, denn sie sei in jeder Form lästig. Die Eine kleine Diskussion ergab wenig Neues, doch sei bemerkt, daß erheblicher Art bestehen dagegen, wenn die Starten lediglich mit einer Artisten hätten jedoch noch unter einer Anzahl andrer Gesetzes auf eine Anfrage hin Miß Duncan erklärte, nur die Tanzkunst auf Nadel zusammengesteckt sind. Da eine solche Befestigungsweise bestimmungen zu leiden, die den heutigen Zeitverhältnissen nicht geeignet ist, Verlegungen der Beamten herbeizuführen und das entsprechen, so z. B. unter den Vorschriften über die Landestrauer. der Bühne und nicht den modernen Gesellschaftstanz, an dem ihr Sortiergeschäft zu erschweren, dürften die Bostanstalten nicht nur das Eine zweitägige Geschäftsunterbindung bei Landestrauern, am Todes- offenbar Malz und Hopfen verloren schien, reformieren zu wollen. Tanzen ist ein Gottesdienst, ist ein Beten mit den Beinen Recht, sondern auch die Pflicht haben, derartige Sendungen von der und Beisehungstage, sei jedenfalls vollauf genügend. Hier müsse also läßt der Spötter Heine feinen Atta Troll sagen. Aehnlich Beförderung auszuschließen." anstatt der überaus verschiedenartig gestalteten Landesgesetze ein Reichsgefeß geschaffen werden. Aehnlich liege es bei den Bestimmungen über mögen Spott und Stepsis den Gedanken der Miß Duncan begegnen. habe ergeben, daß diese durch die Verfromnungsvorschriften über die des freien Weibes, das schrankenlos ſeine Schönheit und ſeinen Geiſt die äußere Heilighaltung der Karwoche. Eine Umfrage bei 30 Direktoren und doch liegt in ihnen eine schönere Zukunft verhüllt, die Zukunft Danach lasse sich auch leicht der Verdienstausfall der Artisten be- dienende Kunst des Tanzes die Welt zu heiligen Schauern der Karwoche eine Mindereinnahme von rund 80 000 m. gehabt haben. der Menschheit offenbart und durch die heute dem Sinnentizel Begeisterung stimmt. rechnen. Alsdann wandte sich der Vortragende unter lebhaftem Die Gehaltsfrage der Oberlehrer. In der gestrigen Magistratsfizung wurde beschlossen, die Magistratsvorlage über die Erhöhung Der Oberlehrer- Gehälter, die in der letzten Sigung der Stadt der Oberlehrer- Gehälter, die in der letzten Sigung der Stadt verordneten- Versammlung angenommen, aber zusammen abgelehnt wurde, nochmals einzubringen, jetzt aber getrennt. des möchte. Wie In der gestrigen Situng des Etatsausschusses unter dem Vorsitze Beifall des Auditoriums gegen die Vorlage des neuen Kinderschutz- Nach Unterschlagung von Kautionen erschoß sich gestern abend der Stadtverordneten- Vorstehers wurde beschlossen ant dem Gesetzes, soweit es die Artistenkinder betrifft. Wohl sei ein gefeß- 70 Jahre alte Stellenvermittler Julius Dembeck aus der TieckGas- Etat 1 Million Mark zu streichen und zwar an den Ausgaben licher Schutz derjenigen Kinder notwendig, die in den Straßen der Straße 30/31. Dembeck lebte seit fünf Monaten von seiner Frau für den Ergänzungs- und Erneuerungsfonds. Der Gas- Etat wurde Großstädte bis Mitternacht mit Streichhölzern handeln usw., doch getrennt, bewohnte zwei Zimmer und befaßte sich mit der Stellendann ohne Aenderung genehmigt. Ferner wurde beschlossen, aus bei Artistenkindern liege die Sache ganz anders. Diese müßten schon bermittelung an Wirtschaftsbeamte. Da er hundert Mark Miete dem Erneuerungs- und Ergänzungsfonds der Markthallen, der von frühester Jugend an den Beruf gewöhnt und geradezu trainiert schuldig war, fo mußte er am 2. d. M. seine Wohnung räumen, nun 5 Millionen Mark beträgt, 312 Millionen Mark zu entnehmen und werden, besonders bei Akrobaten und Gymnastikern, andernfalls zog er in ein Hotel in der Eichendorffstraße. Aber auch dort konnte mit diesen 42 Millionen Mark den Fehlbetrag in dem Etat von wären ste später leistungsunfähig. Jeder Artist forge schon er nicht lange bleiben, da er nicht bezahlte. Unterdessen kamen nach 1903 zu decken. Zum Schluß wurden die Etats für den Hoch- und selbst dafür, daß seine Kinder nicht überanstrengt oder gar der früheren Wohnung zahlreiche Leute, gestern allein acht, die je Tiefbau ohne Abstriche angenommen. fittlichen Gefahren ausgesetzt würden, und auch die Schulbildung 100 M. Kaution gestellt, aber keine Stellung bekommen hatten. Eine eigentümliche Auffassung von der Verpflichtung eines würde schon im Eigeninteresse nicht vernachläffigt. Uebrigens was den Einige waren auch schon bei der Polizei gewesen. Da er feinen Arbeiters gegen sich und seine Familie scheint die Deputation für Agrariern recht sei, müsse den Artiſten billig sein; nehme man die in Ausweg mehr sah, schoß sich der Vermittler gestern abend in der die Straßenreinigung zu haben. In ihrem letzten Jahres- der Landwirtschaft thätigen Kinder von den Schutzbestimmungen aus, zehnten Stunde eine Kugel in die rechte Schläfe. Da er noch lebte, so könnten die Artisten auch dasselbe Recht für sich beanspruchen. als ein Arzt fam, ließ ihn dieser nach der nahe gelegenen Unfallbericht heißt es über die in ihrem Betriebe vorgekommenen Unfälle: Die lebhafte Diskussion bewegte sich größtenteils im Sinne des station bringen. Dort starb er jedoch gleich nach der Aufnahme. " In den allermeisten Fällen waren es jugendliche Arbeiter, die aus Unachtsamkeit zu Schaden kamen. Nächstdem sind es die Referats. Zur Annahme gelangte eine Resolution, in welcher die Die Revierpolizei beschlagnahmte die Zeiche und ließ sie nach dem Hilfsarbeiter, die zu Unfällen fommen; diese lassen übrigens Gründung eines Allgemeinen Artisten- Verbandes em- Schauhause bringen. pfohlen wurde, um gegen alle den Artistenberuf schädigenden behördgemeinhin keine Gelegenheit vorübergehen, auch bei den un lichen und gesetzlichen Härten gemeinsam vorgehen zu können. Diesem bedeutendsten Vorkommnissen Ansprüche geltend zu machen." Die Hilfsarbeiter werden nur im Winter bei außerordentlichen sollen Direktoren, Agenten und Künstler angehören dürfen, doch darf Schneefällen beschäftigt und erhalten dann einen Tagelohn von der Bund selbstverständlich keinerlei aufreizende Tendenzen" versmittelbar vor dem Straßenbahnwagen 2293 der Ringbahnlinie auf 2,60 M. Sie refrutieren sich aus den verschiedensten Berufen, find folgen. " nahm gestern nachmittag der obdachlose Arbeiter Heinrich Fischer Einen Selbstmordversuch auf den Straßenbahn- Schienen unter vor dem Hause Elsasserstr. 75. Gegen 1/25 Uhr warf sich F. unnahm gestern nachmittag der obdachlose Arbeiter Heinrich Fischer das Straßenbahn- Geleis und geriet unter die Plattform des Wagens. F. blieb vor dem Schußrahmen liegen und kam ohne jegliche Verletzung davon. Er wurde zur eignen Sicherheit nach der Polizeiwache gebracht. dort natürlich der neuen Arbeit fremd und namentlich nicht immer mit Unfreiwillige Komik in der Theatercensur. Eine Anzahl wunderden Verkehrsverhältnissen so vertraut, um z. B. zur rechten Zeit licher Censurſtücklein wurden in der gestrigen Artistenversammlung dem Fuhrwerk ausweichen zu können. Wenn ihnen dann bei Aus- zur Sprache gebracht. So wurde einem Humoristen der Vers:" Da übung des Berufs ein Unfall zuſtößt, haben diese Arbeiter nicht nur jauchzte sie aus voller Brust" wegen der beiden letzten Worte Wegen der Brandstiftung in der Chausseestr. 95 hat die Kriminaldas Recht, sondern in Rücksicht auf sich und ihre Familie sogar die aus fittlichen, einer Sängerin der Ausruf:" Ach Gott! da polizei jetzt die Ermittelungsaften dem Untersuchungsrichter überPflicht, von der für sie eintretenden Unfallversicherung Gebrauch zu kommt er schon, mein lieber Schwiegersohn!" aus religiösen geben. Wie noch festgestellt wurde, schlug Ochakli mit Bohrer und machen. Die Ausübung dieses Rechts sollte ihnen auch die städtische Bedenken gestrichen. Nakiris Hochzeit" mußte von Siam Beil in die Rabizwand, die feinen Laden von der Gastwirtschaft Verwaltung nicht verargen. nach Erotien verlegt werden, weil Siam ein dem Deutschen Reiche Bei der Landes- Versicherungsanstalt Berlin ist der Erlös für befreundeter Staat ist usw. Von einem Schnellmaler, der in einem trennt, ein großes Loch, stieg durch dieses in den Gastraum ein, trug Stühle, Tische, andres Holz, Papier und Werg aus den Möbeln zusam.nen, tränkte alles mit Petroleum Versicherungsmarken, der im vorletzten Jahre eine ungewöhnlich hiesigen Bariété auftritt und ausschließlich Landschaften malt, verlangte die Polizei die Einreichung seiner Zeichnungen zur Censur, und zündete es an. geringe Zunahme gehabt hatte, im letzten Jahre wieder in stärkerem der Mann durfte nicht eher wieder auftreten, bis die Censur die Es wurde ihm auch nachgewiesen, er daß Grade gestiegen. Im Jahre 1901 waren Marken im Werte von in bereits im Jahre 1902 der Elisabethstr. 48 7 062 933 m. verkauft worden, und das Mehr gegenüber dem vor- Landschaften als nicht staatsgefährlich genehmigt hatte. Es kann einem ja leid thun um das Ansehen des Deutschen auf ähnliche Weise einen Brand anlegte. Weil er deshalb keine hergehenden Jahre hatte nur 66 895 M. betragen. Im Jahre 1902 Versicherung mehr bekam, verkaufte er alles, was er hatte, zum Schein an seine Geliebte Anna Harth, die schon bei ihm wohnte, dagegen wurden für 7217 268 M. Marken verkauft, so daß sich hier eine Reiches, aber bekannt geben muß man derartige Schnurren. Zunahme um 154 335 M. ergiebt. Unter den einzelnen Monaten des Abermals ist ein Verbrecher aus einem Eisenbahnzug ge- während die Scheidungsklage noch schwebte, und versicherte es auf Jahres 1902 blieben zwar einige mit ihrem Erlös noch hinter denselben sprungen und entkommen. Es ist dies der Arbeiter Otto Genart ihren Namen, wie sie behauptet, ohne ihr Wissen. Der ScheidungsMonaten von 1901 zurück, der März, der Juni und der August um aus Berlin, welcher im Zuchthaus zu Brandenburg a. H. eine prozeß wird für das Mädchen wohl auch noch ein böses Nachspiel zusammen 41 270 M., darunter der März allein um 35 513 M. längere Strafe verbüßt. Er wurde in Magdeburg vor Gericht ver- haben. Es beschwor nämlich darin, daß es Ochazki nicht kenne und Dafür ging aber in den übrigen neun Monaten der Markenerlös nommen und befand sich auf dem Rücktransport, als es ihm in der nicht mit ihm in Verkehr stehe. Die hochversicherten Möbel hatte um zusammen 195 605 über den Erlös derselben Monate des Vor- Nähe von Genthin gelang, durch das schmale Fenster des Klosetts Dchatzfi für 175 Mark auf Teilzahlung gekauft. Von den ebenfalls jahres hinaus. Von diesem Mehr famen auf April und Oktober zu flettern und, während der Zug im vollen Gange war, ohne überversicherten Brillanten und minderwertigen Brillen ist keine 38 509 M. und 36 797 W., aber auch der Dezember zeigt die für Schaden abzuspringen. Die benachbarten Ortschaften wurden sofort Spur mehr zu finden. " am Er 4-8 aus der " Unbekannte Leiche. Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 1. März 1 und für die Kapital- und Schuldenverwaltung find 160 500 2. eit- 1 Es handelt sich also um ein Gefährt aus der Nachbarschaft Berlins. dieses Jahres wurde in der Köpenicker Forst die Leiche eines ca. 55 gesetzt. Die Schulverwaltung sieht bei einer Einnahme von 35 500 M. Es wurde ermittelt, daß der Angeklagte, der die Droschken- Nummer bis 60 Jahre alten und ca. 1,60-1,62 Meter großen Mannes auf einen Zuschuß von 288 551 M. vor. Davon fallen auf den 125 trägt, auch auf seinem Schlitten diese Nummer hat anbringen gefunden. Bei der Leiche wurden Papiere nicht vorgefunden, wes- Lehrerbesoldungs- Etat 217 000 m., für Schulbedürfnisse sind im lassen, überdies erkannte ihn Frau Direktor K., die schon mehrfach halb die Persönlichkeit nicht festgestellt werden konnte. Der Un im ganzen 4180 M. eingestellt, während im Armen- Etat sich mit ihm gefahren war, mit Bestimmtheit als den Kutscher wieder, bekannte, welcher sich erschossen, hat graues Kopfhaar und grauen noch einmal ein Posten von 1100 2. für Schulbücher vorfindet; der an jenem Abend den Erceß begangen. Der Angeklagte bestritt Vollbart und ist von untersetter Figur. Bekleidet ist für Schulärzte( 3) sind je 350 M. bestimmt, während für Bade- im gestrigen Termin, in welchem er wegen Tarifüberhebung und die Leiche mit dunkelbraunem Ueberzieher, dunkelblauer ge- gelegenheit gar nur 200. vorgesehen find. Giner höheren Töchter- Körperverletzung zur Verantwortung gezogen wurde, ganz entstreifter Hose, dunklem Jakett und Weste, schwarzem steifen schule( privat) werden dagegen 1500 M. zugewandt. Der Armen- schieden, der Thäter zu sein. Während die Fahrgäste und der Herr, Filzhut, Schaftstiefeln, grauwollenem Hemd, weißem Vor- Etat ist um 11 130 m. verstärkt und mit einem Zuschuß von der den Schußmann geholt, ihn mit großer Bestimmtheit als den be= Hemd und bunter Krawatte. Außerdem hatte der Tote 84 400 W. in der Höhe von 112 000 m. angefeßt. Die gewerblichen treffenden Seutscher wiedererkannten und der Schußmann die Nr. 125 bei sich: 1 blaues, weißpunktiertes Taschentuch ohne Zeichen, 1 altes Anlagen( Gas- und Wasserwerk) bringen bei einem leberschuß von genau aufnotiert hatte, behauptete der Angeklagte Stein und Bein, Iedernes Beutelportemonnaie mit Doppelbügel und 1,63 M. Bargeld, 115 500 M. 35 000 m. mehr als im Vorjahre. Die öffentlichen daß er an jenem Abend einen Bekannten auf dem Schlitten nach 1 Uhrschlüssel, 1 Nagelreiniger, 1 Schnupftabatsdose, 1 Taschenmesser, Straßen und Pläge weisen eine Einnahme von 17 500 M. auf, Halensee gefahren habe und somit schon aus diesem Grunde nicht 1 Schlüssel. Mitteilung über die Persönlichkeit wird in Zimmer 329 während der Zuschuß noch 61 900 m. beträgt. Unter den Einnahmen der Thäter sein könne. Außerdem habe sein ganz neu aufgepolsterter des tgl. Polizeipräsidiums ſowie in allen Polizeirevieren zu figuriert die Große Berliner" mit im ganzen 13 300 M. Das und ladierter Schlitten an jenem Tage überhaupt noch keine Nummer 1834 IV 2/03" entgegengenommen. Gewerbegericht soll mit 750 M. auskommen und zur Verfügung der gehabt, eine solche sei vielmehr erst am 10. Februar aufgemalt der 41 Jahre alte Sattler Franz Weiser aus der Müllerstraße 162, Ansatz gebracht. Bon einem Postwagen überfahren und tödlich verwundet wurde Gemeindevertretung sind 15 000 M. gestellt. Die Freiwillige Feuer- worden. Seine Behauptungen standen in einigen Punkten im Widerwehr und das Feuerlöschwesen sind mit 4500 art in spruch mit den Angaben seiner eignen Ehefrau, die übrigens einige als er am Sonnabendabend auf dem Heimweg von der Arbeitsstelle Ausgabe von 10 350 M. einen Gewinn von 5450 M. auf. hatte, die Sache nicht weiter zu verfolgen. Andrerseits führte der Die Friedhofs Verwaltung weist bei einer Beit nach dem Vorfall die mißhandelte Dame aufgesucht und gebeten in der Sebastianstraße an der Ecke der Alexandrinen- und Dresdenerſtraße Dresdenerstraße einem Straßenbahnwagen auswich. Der Das Steuerkapitel bringt an indirekten Steuern 127 000 m., darunter Angeklagte einen Zeugen vor, der sich erinnern zu können meinte, unglückte, der Brufſtkaſten zermahnit wurde, starb jezt im 32 000 M. Bierſteuer, 15 000 M. Hundeſtener und 80000 W. Umfak- daß er thatsächlich am Abend des 8. Februar mit dem Angeklagten steuer. Die eine Schlittenfahrt nach Halensee gemacht habe. Bei dieser Sachim Alter von 1-3 Jahren. hinterläßt ſeine Frau mit drei Kindern direktert Steuern treifen an Einkommensteuer( 140 Broz, Zuschlag) lasung des Ladierers, der die str. 125 auf den Schlitten gemalt und 322 000 M. gegen 300 000 m. im Vorjahre bei 125 Broz. Zuschlag, Feuerbericht. Freitag früh gegen 3 Uhr wurde dem Bahnhof Wedding gerufen, wo jedenfalls durch de Sie mehr nach die Gewerbesteuer( 150 Broz.) 42 000 M. und Betriebssteuer( 100 Proz.) Schleunige Auskunft vom Stommiffariat für das öffentliche SubDie Grundwertsteuer bringt mit 2 pro Mille des wesen, in einer der Nachbargemeinden ein Fuhrherr zu ermitteln Lokomotive auf der Eisenbahnbrücke der raten war Irgend welche Gefahr v Bohlenbelag in Brand ge- gemeinen Wertes gleich 280 Broz. zur staatlich veranlagten Grund- ist, der an seinem Schlitten die Nr. 125 mit schwarzen Ziffern auf aber nicht vorhanden. und Gebäudeſteuer rund 280 000 i, bas, find 30 000 2t. mehr als rotem Felbe trägt. Der Gerichtshof beschloß, diesen Anträgen Folge Donnerstagabend hatte die Wehr längere Zeit in der Havelberger- im Vorjahre. ſtraße 10, Ecke der Stendalerstraße zu thun, wo in einem Schau- 107 000 M., darunter 30 Proz. Kreissteuer an den Kreis Nieder- 3 Die Steuerverwaltung erfordert eine Ausgabe von zu geben und die Verhandlung am nächsten Montag fortzusetzen. fenster Garderobenstücke, Regale 2c. in Flammen standen. Möbel, barnim mit rund 100 000. Deden und Kleidungsstücke hatten in der Stralsunderstr. 43 in einer Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 8. März ,, vormittags 8 Uhr, Wohnung Feuer gefangen, das aber noch im Entstehen unterdrückt Nowawes. Vor kurzem berichteten wir, daß das hiesige in der Aula der 69. Gemeindeschule, kleine Frantjurterstraße 6: werden konnte. Aehnliche Brände beschäftigten die Wehr in der Gewerkschaftskartell um Verbesserung der Verkehrsverhältnisse zwischen Bersammlung. Freireligiöse Borlejung". Um 10%, Uhr vormittags ebene Zwischenzeit in der Lützowſtr. 24 und in der Elbingſtr. 3. In der Berlin und Potsdam bei der Eisenbahndirettion petitioniert und daselbst: Bortrag des Herrn Walded Manaſſe:„ Römisches aus dem MittelDeminerſtr. 31 mußte in einer Küche ein Feuer beseitigt werden, aus Anlaß deſſen eine Besprechung zwiſchen einem Bertreter der alter effe, Damen und Serren, ſehr wimmer für Nixdorf- Brit. das neben Küchenmöbeln auch den Fußboden beschädigte. Brenn- legteren und dem Leiter des Gewerkschaftskartells stattgefunden hat. Sonntag, den 8. März, nachmittags 1 1hr, in Wernetes Festfälen( früher material war in der Stralsunderstr. 27 in Brand geraten. Außer- Ergebnis dieser Konferenz ist dem Kartell Leiter folgendes Apollo- Theater), Hermannstr. 49: Vereinsversammlung. Tagesordnung: dem hatte die Wehr in den beiden letzten Tagen noch in der NaunynSchreiben der Eisenbahndirektion zugegangen: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag: Die Setmaschine und ihre Systeme. 3. Verstraße 4 und in der Yorkstr. 35 Schornsteinbrände zu beobachten. Vom 1. Mai d. J. ab werden wir für den Arbeiterverkehr ab schiedenes. Gäste willkommen. Nowawes- Neuendorf in der Richtung nach Berlin vorläufig ver- Verband deutscher Mühlenarbeiter( Zahlstelle Berlin). Sonntag, fuchsweise bis Anfang September d. J. einen Vorzug zum Zuge 617 den 8. März, nachmittags 3%, Uhr: Versammlung im Gewerkschaftshaus, einlegen, welcher 535 morgens von Potsdam abfährt und 629 in Engel- Ufer 15. Berlin Wannseebahnhof eintrifft. Für den Rückverkehr wird der Zug 772( ab Berlin Wannseebahnhof 600 abends) bis Potsdam durchgeführt werden.( Ankunft daselbst 653 abends). Ihnen beantragte Durchführung der Blige 621, 622 utd 640 von und nach Potsdam können wir ein Bedürfnis nicht anerkennen. Erdbeben in Sachsen und Böhmen. Heftige Erdstöße wurden Hiernach haben die Wünsche der hiesigen Arbeiterschaft leider Freitag wiederum in Blauen, Reichenbach, Zwickau und andren nur teilweise Berücksichtigung erfahren. Auf jeden Fall hoffen wir Drten verspürt, ein Beweis dafür, daß die Erderschütterungen im aber, daß diese Verkehrserleichterung zu einer dauernden Einrichtung Vogtlande sehr heftige waren. In einer Nachricht aus Untersachsenwird. Daß die Eisenbahndirektion für unsre weitergehenden Wünsche berg heißt es: Sekundenlang schwebten in den Häusern, namentlich ein Bedürfnis nicht anerkennt, müssen wir aufs lebhaftefte bedauern, in den Holzhäusern die Bretter und Balken. Die Erschütterungen werden fie jedoch zu gelegener Zeit wieder geltend zu machen waren sehr ernster und beängstigender Natur. fuchen. den Eintritt der Nacht; an eigentliche Nachtruhe ist nicht Im kgl. Institut und Museum für Meereskunde, Georgenstraße 34/36, finden nächste Woche abends 8 Uhr folgeude öffentliche Herren und Damen zugängliche Vorträge statt: Am Montag, den 9. d. Mts. spricht Professor Brandt Kiel über Stoffwechsel im Meere"; Mittwoch, den 11. d. Mts., Geheimrat Reinke Kiel über Die Bildung und Umbildung von Dünen an der Weſtfuſte von Schleswig"( mit Lichtbildern); Donnerstag, den 12. d. Mts., Dr. Weddigen- Berlin über Die Poesie des Meeres und das Meer in der Poesie". Einlaßkarten sind im Bureau des Instituts von 6 Uhr abends ab zu haben. " die Verein der und Schriftgießer 9297 29 Vermifcbtes.de Aus den Nachbarorten. Die Rigdorfer Stadtverordneten- Bersammlung sezte in einer zweiten Den zweiten Dialektabend veranstaltet die Stadt Charlottenburg mehr zu denken. Unter der Bevölkerung herrscht große Erregung. Die Nixdor außerordentlichen Sigung am Donnerstag die Etatsberatung fort. am Sonntagabend 7 Uhr im Reformgymnasium am Savignyplay. Weiter wird aus Chemnis berichtet: Die Meldungen über ErdSilberstein( Soc.) beantragte beim Titel Gemeindeschulen die Der Eintrittspreis toftet auf allen Blägen intl. Garderobe 45 Bf.stöße im Erzgebirge und Vogtland mehren sich. So wurden Streichung der Säße von 300 und 250 M., die für die Erteilung im Vorverkauf bis Sonnabend. Die Hauptverkaufsstelle ist in Donnerstagabend in Annaberg und Umgegend drei Erdstöße in der von katholischen Religionsunterricht vorgesehen sind. Seine Freunde der Kaiser Friedrich- Schule( Reformgymuasium) beim Schuldiener. feien principielle Gegner jeder Verquidung von Schule und Kirche, Zeit von 9-10 Uhr beobachtet. Sie betvegten sich in der Richtung und gerade der katholischen Kirche gegenüber sei besondere Vorsicht Eisenbahnkuriosa aus den nördlichen Vororten. Eine Arbeiter von West nach Ost und hatten eine durchschnittliche Dauer von zehn geboten. Der Antrag wurde mit drei Stimmen Majorität an- Fahrkarte vom Stettiner Bahnhofe nach Pankow( Nordbahn) kostet Sekunden. Heute früh 6 Uhr wurde wiederum in Annaberg ein genommen. Einige bürgerliche Vertreter stimmten, allerdings nicht 60 Pf., für die Hälfte dieser Strecke, Stettiner Bahnhof- Gefund schwächerer Erdstoß wahrgenommen. In Schneeberg verspürte man aus Princip, mit den Socialdemokraten. Für die Unterhaltung brunnen, muß man ebensoviel zahlen. Fährt man aber in entgegendes Schulmuseums, wofür voriges Jahr 400 m. eingesetzt waren, gefeßter Richtung von Pankow bis Gesundbrunnen, so tostet es nur in der Nacht vom Donnerstag nach 2 Uhr eine ziemlich heftige Erdfollen nur 250 M. bereit gestellt werden. Die Socialdemokraten 30 Bf. Eine Monats- Fahrkarte Gesundbrunnen- Stettiner Bahn- bewegung. und einige bürgerliche Freunde des Museums wollen wieder 400 m. hof foftet III. Klasse 2,50 2. Eine ebensolche Starte für zwei Drittel In Grasliz( Böhmen) wurden Freitagnacht so intensive dafür bewilligen. Bürgermeister Voigt und andre Herren sprachen dieser Strecke, nämlich Gesundbrunnen- Wedding, muß man mit Erdstöße verspürt, daß die Bevölkerung die Häufer verließ und einen dagegen. Es handle fich nur um eine Sammlung ohne bestimmten 3 M., für eine Monats- Fahrkarte Stettiner Bahnhof- Reinickendorf- Teil der Nacht auf der Straße verbrachte. Gegen Morgen trat Charakter, für die Neuanschaffungen nicht am Blaze seien, 250 M. Rosenthal, also ebenfalls für eine Zehnpfennig- Strecke, fogar jedoch eine Beruhigung ein. Auch in Asch wurden heute früh wieder genügten aber zur Unterhaltung des Museums in dem Kellerraum 5 M. bezahlen. Erdstöße verspürt. In Karlsbad wurden Freitag früh gegen 6 Uhr einer Gemeindeschule. Die Stadtvb. Wuzky( Soc.) und Conrad Der XII. Schöneberger Bolts Unterhaltungsabend am nächsten abermals zwei schwächere Erdstöße verspürt, welche jedoch keinen ( Soc.), denen sich noch Stadtv. Noster anschloß, haben den Ein- Sonntag, den 8. März, abends 18 Uhr, in der Hohenzollernschule Schaden anrichteten. Die hiesigen Quellen sind bisher unbeeinflußt druck, daß der Bürgermeister das Schulmuseum als eine ist ein Opern- Abend. Mitwirkende find die Damen Carlotta Art Rumpelfammer ansehe, und meinten, daß dann erst recht Cambiati, Elsa Langer, Anni Bremer und die Herren Stephan mehr Mittel bewilligt werden müßten, um es auszugestalten. Borodin, A. N. Harzen- Müller und Manfred Langer.98 D V Gerichts- Zeitung. 9 geblieben. " 15 Opfer gefordert. Die Mehrzahl davon entfällt auf die Fahrten Die Luftschiffahrt hat im vergangenen Jahr nicht weniger als Mit knapper Majorität wird beschlossen, wieder 400 m. zu bewilligen. Beim Punkt Miete für die Schulräume im Privatmit gewöhnlichen Luftballons. Vier Menschenleben haben die aushause Bergstr. 15" rigt Silberstein( Soc.) die Zustände des. sichtslosen Versuche, den Luftballon lentbar zu machen, vernichtet. Hauses. Einzelne Klaffenausgänge seien so flein, daß sie bei AusAm 12. Mai ging Severo mit dem Mechaniker Sachse bei der bruch von Feuer den Kindern sehr gefährlich werden könnten. Die ersten Ausfahrt des Pay" zu Grunde. Am 13. Oftober verunglückte Wände seien außerordentlich schmutzig, die Kinder müßten dicht an Die moralische Qualifikation eines Arbeitswilligen". Am Baron Jradsky, ein ehemaliger fächsischer Kavallerie- Offizier, mit der Wand sizzen und manche Bänke ständen dicht um den 8. Mai v. 3. hatten Zimmergefellen in Oranienburg den Ausstand Morin ebenfalls bei dem ersten Aufstieg des„ lenkbaren" Luftschiffes diefes Ofen herum. Auch wären die Klosettverhältnisse außerordentlich erklärt, um ihren Lohn aufzubeffern. Tags darauf traf von Granice Erfinders. Merkwürdigerweise fanden im vergangenen Jahre zwei Damen mangelhaft. Bürgermeister Voigt verspricht Beseitigung der Miß- der Zimmergeselle Albert Braun in Oranienburg ein und nahm un- ihren Tod dabei, als sie sich mit dem Fallschirm aus dem Ballon stände. Für Abhaltung von Gottesdienst im Armen- und Siechen- bekümmert um die Streifangelegenheit Arbeit auf einem Zimmerplak. stürzten. Es ist dies Fräulein Maud Brovles, die am 16. Mai in haus find 100 m. vorgesehen. Stadtv. Geride stellt namens der Die Kollegen flärten ihn auf und stellten ihm anheim, Geld zur Ab- Sheffield verunglückte und Fräulein Mabel Ward, die in Lake- Hong Socialdemokraten den Antrag, die Summe zu streichen. Gestern reise zu verlangen. Als Braun gefragt wurde, wieviel er verlange, in Massachusetts bei diesem Versuche zu Grunde ging. Die Militärwäre mit Bezug auf die Gewerbegerichts Beisiger so viel forderte er eine Mart. Er erhielt das Geld. nahm aber dessen- und Marine- Luftschiffahrt forderte mehrere Opfer. Am 9. Juni von ehrenamtlichen Pflichten gesprochen worden, daß man sich ungeachtet und trok seines Versprechens wiederum Arbeit bei dem fiel der Schiffslieutenant Baudic in Laugoubran mit dem Ballon fragen müsse, weshalb man gerade der Kirche für„ Liebesdienste" Bimmermeister Schimidt. Dort stellte eine Anzahl Zimmergesellen ins Meer und ertrank. Am 10. Juli wurde ein gefesselter Militär100 M. bewilligen wolle. Die Gemeinde habe dazu keinen Anlaß, den Wortbrüchigen zur Rede, der nun ein großes Geschrei erhob ballon in Posen durch einen Windstoß entführt. Ein Soldat vers zumal eine Predigt den Armen wenig nüße. Busty( Soc.) be- und bei der Polizei darüber Klage führte, daß man ihn, den Ar- wickelte sich in die Halteseile und wurde erdrosselt. Mehrere merkte dazu noch, daß die Herren, die immer das Wort der Nächsten beitswilligen", durch Drohungen zivingen wolle, die Arbeit nieder seiner Kameraden erlitten schwere Verlegungen. Andre Ballonliebe im Munde führten, diese unentgeltlich bethätigen könnten. Die zulegen. Infolgedessen mußten sich vor der ersten Straffammer fahrten brachten drei Menschen den Tod. Am 1. Februar Streichung wird schließlich mit 20 gegen 19 Stimmen abgelehnt, des Berliner Landgerichts II die 5 Zimmergesellen Makowski, Merten, verunglückte der Hauptmann von Sigsfeld vom Luftschiffernachdem verschiedene Redner dafür und dagegen gesprochen hatten. Radensleben, Wiebell und Neumann wegen versuchter Nötigung Bataillon in Berlin bei der Landung unweit Antwerpen. Denselben Antrag und eine Debatte über dasselbe Thema gab es verantworten. Die sämtlichen Angeklagten gaben vor Gericht zu, April kam ein unbekannter Luftschiffer durch Sturz ums Leben. beim Punkt„ Gottesdienst in der Krantenanstalt". Das Resultat den B. allerdings ersucht zu haben, er solle das empfangene Geld In loserem Zusammenhang mit der Luftschiffahrt steht ein Unfall in war ebenfalls, daß die Streichung mit geringer Majorität abgelehnt seinem Versprechen gemäß zur Abreise verwenden, jedoch sei dies Rio de Janeiro in Verbindung. Ein Cyklon zerstörte eine Ballonwurde. Im übrigen ging die Feststellung des Etats glatt von ohne Bedrohung ihrerseits geschehen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt hülle, wobei drei Personen getötet wurden. Die aussichtsvolleren statten. An Einnahmen und Ausgaben find 3 206 000 M. vorgesehen. Jonas, zog die Glaubwürdigkeit des einzigen Belastungszeugen Verfuchsballons ohne Maschinen zum Fliegen zu bringen, forderten Als Gemeinde Einkommensteuer werden 150 Prozent Zuschlag Braun in Zweifel. Braun war in Begleitung eines Transporteurs im letzten Jahre tein Opfer. Herr Schmutz, der vorsichtigerweise erhoben. aus dem Strafgefängnis zu Frankfurt a. D. als Zeuge zum das Wasser zum Felde seiner Versuche gewählt hatte, fiel zwar mit Termin vorgeführt worden. Er verbüßt gegenwärtig wieder eine Adlershof, 3. März. Die Turnabteilung des Arihm wegen Diebstahls zudiktierte Gefängnisstrafe von einem Jahre. Brüder Wright in Amerika führten über 700 Gleitflüge ohne jeden feinem Apparat in die Seine, konnte aber noch gerettet werden. Die beitervereins Vorwärts" hat an den Landrat Herrn Durch Vernehmung eines Polizeiwachtmeisters aus Granjee, der v. Stubenrauch eine Beschwerde gerichtet, weil bei dem am 2. März Seimatsbehörde des Zeugen Braun, wurde festgestellt, daß diefer ein zwischenfall aus. veranstalteten Familienabend, der durchaus den Charakter einer ge- vielfach vorbestrafter Mensch ist. Leute anrempelt, sich überall lästig Fürstliche Zuchtwahl und Geweihentwicklung. In der November schlossenen Gesellschaft trug und ordningsgemäß angemeldet war, macht und jetzt nach schweren Vorbestrafungen wieder im Gefängnis Nummer der in Wien erscheinenden Mitteilungen des niederzu dem Vergnügen fitzt. Der Staatsanwalt erklärte dagegen, daß er kein Bedenken öftreichischen Jagdschutzvereins" wird eine wundervolle Jubelhymne um Beobachtungen darüber anstaltung wirklich den Charakter einer geschlossenen Gesellschaft jeden der Angeklagten beantragte der Staatsanwalt je 2 Wochen gestimmt, die mit folgendem Say schließt:„ Aber nicht allein trage. Der Vorstand wies die Beemten zurüd, die von ihrem Gefängnis. Die Straffammer folgte indessen den Ausführungen rationelle Fütterung, sondern die Herbeiführung einer, wir möchten Vorhaben dann auch Abstand nahmen; da sich jedoch ein Teil der des Verteidigers und erkannte insgesamt auf Freisprechung. sagen, tünstlichen Zuchtwahl, welche durch das persönliche Eingreifen Teilnehmer durch das Vorgehen der Beamten belästigt fühlten, des hohen Schüßen bewerkstelligt wird, sorgt dafür, daß die Gesetze sah sich der Vergnügungsausschuß veranlaßt, eine Beschwerde an Der Droschkenschlitten Nr. 125 beschäftigte gestern sehr lebhaft der Vererbung im Sinne einer fräftigen Geweihentwicklung finnden Landrat zu richten, damit ähnlichen Vorkommnissen vorgebeugt die dritte Straffammer des Landgerichts 1. Es handelt sich um werde. Die Beschwerde beruft sich darauf, daß ja das Ober- einen groben Erceß gegen einen Fahrgast, dessen der Fuhrherr Julius gemäße Anwendung finden." Das läßt lief blicken! Verwaltungsgericht am 8. Novembe: 1876 ausdrücklich entschieden Außner beschuldigt ist. Am Abend des 8. Februar 1902 fam es daß Beamte unter gewöhnlichen Umständen zu Privat- an der Ecke der York- und Mansteinstraße zu einem größeren Auffestlichkeiten feinen Zutritt haben. Die Entscheidung sagt unter lauf. Zwei Damen, die einen Schlitten benugt hatten, waren mit anderm wörtlich: Weder die Absicht der Polizeibehörde, fe st- dem Kutscher über das zu zahlende Fahrgeld in Konflikt gekommen, zustellen, ob Fremde zu der Tanzlustbarkeit zu da der Kutscher, der die ursprünglich in Aussicht genommene längere Stationen gelassen worden sind, noch auch die bloße Möglichkeit, daß Fahrt wegen mangels einer Schneebahn hatte aufgeben müssen, den eine geschlossene Gesellschaft die öffentliche Ruhe, Ordnung und Preis von 4 M. verlangte, während ihm nur ein solcher von etwa Sicherheit beeinträchtigt usw., rechtfertigt das Eindringen 1,50 M. zustand. Die eine Dame, Frau Direktor K., bezahlte auch der Polizeibehörde in die Räume der Gesellschaft" nur diesen Preis, reiste aber hierdurch den Kutscher derartig, daß Swinemde. 759 NB diefer völlig aus der Rolle fiel. Er stieg vom Schlitten herab und Hamburg Berlin Ein Dorf mit einem Millionen Etat! Der Voranschlag des Etats schlug auf die Dame ein, so daß diese auf einem zusammengefegten Frank./. 769 23 für das Jahr 1903 der Landgemeinte Lichtenberg schließt in Schneeberg zu Falle faut. Die Roheit des Kutschers erregte allge München 766 MN 3 heiter Einnahme und Ausgabe mit Ausschluß der Gemeindewerke mit meine Empörung, und ein Herr, der den Vorfall mit angesehen hatte, Bien 765 Still wolfig 1 276 396 M. ab. Die Gemeindekasse( Somnumaltasse) verlangt ging auf die Suche nach einem Schuhmann. Als dieser auf der BildWetter Prognose für Sonnabend, den 7. März 1903. einen Zuschuß von 145 720 M., während für die Polizeikosten( Amtsfläche erfchien, fuhr der Lenker des Schlittens mit zwei Fahrgästen Zunächst etwas fühler, vielfach heiter, aber noch veränderlich mit kasse) ein solcher von 53 120 M. vorgesehen ist. Für Grundstücke und davon, doch notierte sich der Schutzmann noch die Schlitten- Nummer geringen Niederschlägen und mäßigen westlichen Winden. Gebäude der Gemeinde wird ein solcher von 6100 M. erforderlich| 125, die mit schwarzer Schrift auf rotem Felde angebracht war. die beiden Gendarmen Muske und Käbler Zutritt ob die Ver- trage, der Aussage des Zeugen Braun Glauben beizumessen. Gegen auf den 2000., vom Erzherzog Franz Ferdinand erlegten Hirsch ans hat, " Witterungsübersicht vom 6. März 1903, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm 7603 Wind richtung Windstärke Wetter 1Regen 3bedeckt 3Regen 2bedect 759 NW 4 bedeckt 764 S T Temp. n. C. 5ºC. 4° R. Stationen Barometer Wind richtung Windstärke Wetter 5 Haparanda 746 SW 4 bedeckt 5 Betersburg 757 SSD 2Regen 5 Cort 8 Aberdeen 6 Paris 765 WNW 3woltig Berliner Wetterbureau. Temp. n. E. 5° C. 4° R. 1 145 Imposanteste Neu- Eröffnung Neu- Eröffnung des ganzen Nordens. Sonnabendnachmittag 4 Uhr. M. Grünberg Nachf. Jnhaber Hugo Lindemann. Wedding- Platz. Müller- Strasse 181.-Wedding- Platz. Nach vollendetem Umbau sind sämtliche Abteilungen meines Warenlagers, bestehend in Kleiderstoffen, Seide, Leinenwaren, Gardinen, Teppichen, Putz und Konfektion, bedeutend vergrössert und bieten sich dem verehrten Publikum für die bevorstehenden Frühjahrs- Einkäufe ganz besondere Vorteile. Am Eröffnungstage erhält jeder Käufer bei einem Einkauf von 2 Mk. eine Büchse Konserven gratis. Eröffnung: Sonnabendnachmittag 4 Uhr. 775 Stahlwarenfabrik und Versandgeschäft Nathan Wand, Trinkt„ Apfelblümchen" Gebr. Wolfertz, Wald bel Solingen No. 179. Bestes Medizinal- und Tafel- Getränk ohne Alkohol. 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