Nr. 59. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Quittung. Im Monat Februar gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: " " Mittwoch, den 11. März 1903. Aus Oestreich. -st- Wien, 9. März. Die Wendung im Parlament Die Affaire Galgogy- Ladislaus Rieger" Rücktritt Die Obstruktion in Ungarn. freilich tite Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. wvie minister aus, und den Abschluß der echt östreichischen Affaire bildete eine mittels eines Dringlichkeitsantrages probocierte Debatte, in der unfre Abgeordneten zwar zugaben, daß sie etwas zu grob waren, aber auch feststellten, daß man ohne Skandal in Destreich nichts erreiche. Diesmal war der„ Skandal" besonders Altona, Gesangsklub Frohsinn von 1901", für die Partei der fruchtbar: der Landesverteidigungsminister Graf Welfersheimb Die Lage im östreichischen Parlament hat sich von Grund aus über dessen vernünftigen Sinn allgemeine Anerkennung herrscht Elenden 5,-. Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Kreis 500,-( darunter Bierprozente der Tischlerei von Dunsky, Schlesischestr. 20 20,- 3. Streis geändert: nachdem die Jungczechen die Obstruktion dugendmale, aus- erkannte ausdrücklich das Recht der Kontrolle über Vorgänge im Heere 500,-( darunter Dr. R. F. 100,-, Referat B. 6,-) 4. Streis Südost geschaltet" hatten, haben sie sie nun ganz förmlich aufgegeben. Das an, Er gab, was militärische Minister nicht immer und nicht 1000,-( darunter rückständige Beiträge für 1902 3, von den schmähliche Ende ist das Fiasko einer politischen Unredlichkeit. Den überall thun werden, zu, daß man, indem man die Nebelſtände Arbeitern der Firma Megnig 14,-, Polierpatten von Spinn 6,35.) Jungczechen war es nämlich niemals Ernst mit ihrem Kriege gegen schildert, nur das Gute wolle"; er glaube gerne,„ daß manches un4. Kreis Dit 1000,-( darunter Sumpfhuhn 4,-, Eifermann 5,- Destreich, und der Theaterdonner vor drei Jahren hatte keinen andern willkürlich geschieht, weil die Abgeordneten gedrängt und genötigt Parteigenoffen des 160. Stadtbezirls 4,85.) 5. Streis Wahlverein 150-3ived, als die durch große Worte erregten Wähler zu blenden. Be- werden, gewisse Dinge zu vertreten, die ihnen zugebracht werden". ( darunter N. St. 50,-, Stranzüberschuß d. Babiel 4,95, Freundschaftsklub kanntlich beantworteten die Czechen die von den Deutschen im Jahre Das Klang also ganz anders als die hochmütigen Antworten, bevor Selette 5,-, Sklatklub Grün sticht" 22,70). 6. Streis 4200, ( darunter 2 Streitende 2, v. d. Sattlern der deutschen Waffen- 1899 erzivungene Aufhebung der Sprachenverordnungen damit, daß geschimpft worden war. fabrik 8,-, Arbeiter- Radfahrerverein„ Vorwärts" 10,- Verbands- fie das Aufhebungsministerium" Clary, das In Prag ist gestern 2adislaus Rieger begraben worden. mitgl. der Buchdruckerei Wigel 13,05, vom fl. Saalbesiger Badstr. 54 ins Amt gekommen war, um geopfert werden zu können, mit Ehren, wie sie nur Nationalheroen zu teil werden, ist der Mann 3, lebersch. d. Kranzspende 503. Bez. durch Schuldt 2,85, Stat- zum zwangen. Aber ihre weitere Obstruktion zu Grabe geleitet worden, der die Kraft, aber auch die Wandeltub N. bei Ramlow über den See gefahren 2,- für eine Sprotte hatte weder einen Zwed noch ein Ziel. Eine Zeit lang schmeichelten barkeit der Volksgunst am eignen Leibe so voll erfahren hat. Rieger Nordklub„ Geselligkeit" 7,05, bei Najch über den See gefahren 4,10, sich die Ezechen mit der Hoffnung, die Regierung zwingen zu können, war unzweifelhaft der bedeutendste Politiker, den das Czechentum . Ramlow 20,-, lleberschuß von zwei Sonntagsversammlungen ihnen für die Beleidigung, die in der Wegnahme ihrer Errungen hervorgebracht hat; in ihm fand die fast krankhafte Sehnsucht 56,10, A. B. Mister 1,- Puberkolonne Huhl 8,-, Geburtstag, fchaft lag, eine nationale Genugthuung zu geben, die Einführung dieses Kleinen und S. Raiser 4,11, Nordkante 11,10, Bierprozente Prometheus 10,- der czechischen inneren Amtssprache im czechischen Gebiete von Einfluß den schärfsten Ausdruck. ehrgeizigen Volkes nach Macht und Rieger stammte Strang, Stöslinerstr. 8 3,-, Grabständchen b. Zerbe 5,-, Genosse aus d. Boyenſtr. 2.,-). Berlin, diverse Beiträge: 1. Ragelrunde N. W., 2. Rate Böhmen zu expressen. Aber diese Taktik scheiterte aus zwei Gründen. sein Schwiegervater Palady, der Geschichtsschreiber und Wieder10,-. Möbelpolierer v. Klug, Warschauerstr. 10,-. 2. 11. S. B. Erstens ist die Regierung Koerber viel zu gefcheit, um sich von der erwecker des czechischen Volkes- aus der Zeit, da die gesamte 10,- 2. 23. 5, Kaffeebohne" 5,-.. St. 5,- Machetes mittleren Zinie", dem Principe nationaler Neutralität, abdrängen czechische Intelligenz deutsche Erziehung genossen hatte; deshalb war F. 5,-. Durch Bredow, M. 10,-. Die nicht getrunkene Halbe zu lassen, denn die Objektivität in nationalen Dingen, oder ihm auch jene böswillige Feindschaft gegen die Deutschen, die viele 5. S. 16, Vortrag b. d. Krankenkassen- Beamten 6,- Bier wenigstens ihr Schein, ist die Grundlage für das Dasein dieser seiner Nachfolger so urühmlich auszeichnet, trotz aller Gegnerschaft prozente der Schneiderwerkstatt Gribowsti, Rykestraße 3,-. Dr. 2. A. Beamtenregierung; und andrerseits haben die Deutschen in nicht eigen. Insoweit das politische Wirken Riegers dem Gedanken 50,-. Bierprozente der Tischlerei von Wolf, Waldemarstr. 27 25,- Destreich aufgehört, die geduldigen Schafe zu fein, als gewidmet war, die„ böhmische Frage" zu einer europäischen zu Zur Wiedererlangung verlorener Rechte 10,-. Akademifus 20,-. Kranz die sie sich während der ersten zehn Jahre übersch. A. E. G. Sf. I. 4,15. Munition für den Wahlkampf v. D. W. 5, Taaffeschen Regimes aufgeführt haben; selbst wenn des machen, das Reich der Krone des heiligen Wenzel", das in der Von den Arbeitern der Möbelfabrik Groschfus, Gollnowstr. 19 Herr Schlacht am weißen Berge untergegangen war, in irgend einer Form 36,-. Mehrere Vorstandsmitglieder d. Verb. der Buch- u. Stein- v. Koerber geben wollte, so könnte er es nicht. Die Obstruktion aufleben zu machen, war und blieb es vergeblich; trotz aller Bedruderei Hilfsarbeiter 14,-. Munition für war also im Wesen verfehlt wozu noch kommt, daß die mühungen ist das glorreiche Königreich" eine östreichische Provinz zum Kampfe Wahrheit u. Recht 5,-. Central- Markthalle 10,-. Czechen, obwohl zahlenmäßig zur Obstruktion stark genug, doch zu wie jede andre. Aber richtig war die Thätigkeit dieser trotz aller Die Karnidel v. Luze u. Vogt 3,70. Jung u. Streußer 1, fchwach sind, um mit dem ganzen Parlament, dem Staate und allen Berirrungen doch mächtigen Persönlichkeit nicht; unter denen, die das Geburtstagsfeier b. Ramsch 2,-. Von den Holzarbeitern der feinen übrigen Böllern einen Krieg auf Tod und Leben zu führen. Kleine, ins deutsche Meer versprengte Czechenvolt zu einer ganz Firma Reich, Memelerstr. 9 2,-. A. B. 50,-. P. S. 50,- Sie sind in viel zu viel Dingen auf das Wohlwollen der Ver- respektablen Kultur emporgeführt haben, steht Rieger in erster Reihe. Von der Agitationskommission der Metallschleifer durch. 3,30. waltung angewiesen, um es wagen zu können, mit der Regierung Daß es dabei nicht immer reinlich zuging, daß der Mann, der im Einer Arbeiterin der Firma M. 2. i. d. Schoß geworfen 3,-. Gef. und der hinter ihr stehenden Krone zu brechen. Man kann nicht Stremfirer Reichstag, der Frucht der Märzrevolution, den Satz verv. Arb. d. Cigarrenfabr. Randschmidt, Schliemannstraße 3,3u dauernd Obstruktion machen und jeden Tag in irgend einem Minister- fochten hatte:„ Alle Macht im Staate geht vom Volte aus", der Bekämpfung der Volksverðummung von einem Gummiarbeiter 4,50. Minister- fochten Kontobucharbeiter vom Wedding 5,-. Verunglüdtes Jubiläum, bureau als Bittsteller erscheinen. Da überdies die Obstruktion ihren Berbündete der böhmischen Feudalen geworden war, daß Rieger, der Grüner Weg 3,-. Bon den Töpfern der Firma Millionen Schrecken verloren hat, an der Obstruktion keine Regierung mehr im Revolutionsparlament den Antrag auf Abschaffung des Adels Schmidt, Bierprozente 12,-. Unerivartetes Honorar von N. N. 2. stirbt, so haben sich die Jungczechen entschlossen, die regierungsfreund gestellt hatte, als" Freiherr von Gnaden des Kaisers von Destreich 20,-. Tischlerei Thomas, Adalbertstr. 59 25,-. B., Sonorar der liche Obstruktion mit der unerbittlichen" Opposition zu vertauschen. starb: das geht vielleicht mehr auf das Conto der Rückständigkeit der 9. 3." 7,50. Von den Arbeitern der Neuen Berliner Genossenschafts- Sehr gefährlich wird auch die nicht werden, und der Entschluß der Jung- Epoche, der Dürftigkeit dessen, was sich durchsetzen wollte, als auf Bäckerei 25,-. M. H. 5,-. 3. W., Baden durch Hammerstein 1- czechen, auf den Sturz des Kabinetts Koerber mit allen Mitteln hinzu Rechnung eigner Schuld. In den schönen Worten, die Durch Kallmeyer, Ueberschuß einer roten Hochzeit Königsbergerstraße arbeiten", wird den munteren Koerber wohl nicht sehr erschreckt haben. der vierundachtzigjährige Greis seiner Nation als Testament 2,-. Märkischer Stegeltlub 10,- Aberdeen st., Tischtuch nicht zer- Am Dienstag beginnt im Abgeordnetenhause die erste Lesung des hinterließ, drückt sich die Befreiung von schwerem Irrtum deutlich schneiden 3,-. Arbeiter von S. 1. S., Ueberschuß einer Tellersammlung 3,75. 2. 9. 2,-. Hebersch. Geburtstagsf. Zimmerer Budgets, der sich unmittelbar die der Ausgleichsvorlagen anschließen aus.„ Meinem Volte wünsche ich aus des Herzens Tiefe, daß es sich Sg. 11,-. Onkel 10,-. Buzzertolonne H. Berger 5,-wird. Es unterliegt nicht dem geringsten Zweifel, daß Herr nie in Zaghaftigkeit selbst vergessen möge und auch nicht Ciseleure bon Spinn 11. Sohn 20,-. Guhrau v. Koerber beides vom Parlament erhalten wird. Dieser kleine in der Einbildung zu stolz werde. Ich rate ihm, daß es 1,-. M. G., Mitgliedsbeitrag für 1903 15,-. Bier Beamte, der von der Verwaltung in die Politit förmlich hinein aivar auf seinem klar und unparteiisch anerkannten Rechte ber prozente der Geschäftsbücherfabrik v. Zumpe 6,- Schöneberg, geschneit ist, hat eine sicherere Position als ein parlamentarischer Harre, sich aber nicht durch Leidenschaft zum Unrecht gegen D. A. Neuenbürg d. Lehmann 11,05. Maskenball, Verein Immitas, Premier, der eine große und zuverlässige Mehrheit im Parlament über einem andern verleiten laffe".... Das sind Grichtstr., 10,-. Gutenberg 32, E. Knuz 12,- Bers. d. Firma besitzt. Worte, die als Mahnung jeder strebenden Nation gesagt werden H. S. Herrmann 51,-. Mitgl. d. ll.-Dr. 4,-. Gesangv. Tonblüte 4,50. Im Abgeordnetenhause gab es vorige Woche eine merkwürdige tönnten. Braunschweig, vom socialdemokrat. Arbeiterverein 500,-. Bern 50,-. C. D., Bremen, Maschinenpersonal der Bremer Bürgerzeitung" 12,65. Debatte: über die Berechtigung des Schimpfens. Kaiser Franz Joseph weilt in Budapest, aber viel Freude erlebt Breslau, socialdemokratischer Verein 50,- Cöpenick, Centralverband Das klingt recht wunderlich, denn mit und ohne Obstruktion er an feinen" Ungarn zur Stunde nicht. Die Obstruktion der Maurer Deutschlands, Zahlstelle Cöpenick 50,-. Chemniz, werden im öftreichischen Abgeordnetenhause täglich so viel Verbal gegen die Wehrvorlagen verstärkt sich immer mehr, und 16. fächf. Reichstags- Wahlkreis 500,-. Cöpenid, Werkstattversammlung injurien produciert, daß ein gefittetes Parlament mit der Erzeugung aus der taktischen Frage des Parlaments wird nach und nach eine Abteilung Drahtzieher, Stabelwert Oberfpree 6,-. Cottbus, einer Sigung für sein ganzes Leben versorgt wäre. Diesmal echte und rechte Volksbewegung. Trotz des zur Schau getragenen B. L., Vierteljahresbeitrag 2,-. Cöpenid, von den Metallschleifern wurde aber ein militärisches Tier beleidigt, und was Beamte, Gleichmutes befindet sich die Regierung Szell in einer ernsten Verder Firma Krüger 7,-. Camen, rote Stindtaufe 2,10. Effenberg Richter, Abgeordnete und Minister stillschweigend einzustecken pflegen, tegenheit, aus der sie sich nicht einmal durch die Auflösung des ( Rheinl.), Rüfer 10,- Ertner, ein Schiffer 6,- Falkenberg das kann sich ein Feldzeugmeister der war der Beleidigte Saufes befreien fann. Die ungarische Verfassung, die überhaupt die ( Oberschl.) 2,-. Forst i. 2, von Parteigenoffen 200,-. Gotha, durch den Vertrauensmann H. 30,-. Gießen, E. s. 10,-. Hütten nicht so glatt gefallen lassen. Es handelt sich um den Komman- Rechte der Krone nicht zu reichlich ausmißt, berechtigt zwar den steinach, Beitrag des Arbeitervereins 10,-. Hamburg, 3. Wahl- danten des X. Armeecorps, das in Przemysl, in Galizien, also an stönig, fogar den Reichstag aufzulösen", aber die Auflösung kann nur freis 4000,- Hannover, v. Schw.- Klub 30,-. Hamburg, von der ruffischen Grenze stationiert ist, um den Feldzeugmeister Galgogy, erfolgen, wenn die Einberufung des neuen Reichstages zu einer Zeit Lagerhaltern troy Dertel und Gamp 50,-. Hagen- Selbecke, der eine Art Wallenstein zu sein scheint: wohlwollend und grausam erfolgen kann, daß der Voranschlag für das nächste Jahr bis zum Gesangverein Brudertette 5,50. Hastedt b. Bremen, von Partei- zugleich, auf das Wohlergehen der Truppen bedacht und von einer Schluß des Jahres erledigt werden kann. Nun ist aber noch nicht genossen 10,-. Haniburg, im Monat Februar in der Expedition quälenden Strenge, dabei voll Verachtung für die staatlichen Ein- einmal der Staatsvoranschlag für nächstes Jahr beraten, die Redes Echo" eingegangen 267,55. Hanau, M. 50,-. Jumet ( Belgien), von deutschen Flaschenmachern 52,66. Jena, B. Sch. 15. richtungen, ob diese nun Beamte oder Gerichte oder Abgeordnete gierung befigt bloß eine Ende März ablaufende„ Indemnität", so Klingenthal i. S., b. jugendlichen Genossen 2,-, Langerfelde, durch sind. Zu den ganz merkwürdigen Konflikten mit der Civilgewalt daß die Auflösung eine Lüde hervorrufen würde- was sie in 2. 23. 20,-. Leipzig, einige Holzschneider 1. State 30,-. Pands- mag auch der Gegensatz zwischen dem„ kaiserlichen" General und der Ungarn in ihrem Küchenlatein den Ex- Lex- Zustand nennen, die berg a. W., Beitrag eines a. d. Holzarb.- Verb. Ausgeschiedenen 13,25. von polnischen Traditionen noch nicht ganz befreiten Schlachta auch die königstreueste Regierung nicht für die Wehrvorlagen riskieren Mannheim, Verlag der Mannh. Volksstimme" 500,-. München, beigetragen haben. Die Klagen über das selbstherrliche, tyrannische mag. Es ist zwar nicht zu bezweifeln, daß sich die Unabhängigkeitsübersandt durch Harnisch:" rote Hochzeit Bullacher Hof 4,-, ges in Regiment des cäsaristischen Generals sind schon recht alt; so partei mit irgend welcher äußerlichen Konzession zufrieden geben einer Metallarb.- Bersamm. 3,-, vom Wirt daselbst erhalten 5,-, hat Daszynski in einer Debatte des Abgeordnetenhauses vor möchte, und man kann annehmen, daß die Krone geneigt wäre, Ea. 12, München, Waldläufer, Januar u. Februar 10, mehr als einem Jahre von diesem mit allen modernen Begriffen auch bei der Armee den ungarischen Eitelkeiten Rechnung zu Mylau i. V., von Parteigenossen 10,-. Nürnberg, N., freiwilliger - auch militärischen unvereinbaren Wirken ein wahrhaft ertragen. Aber die Nachgiebigkeit wäre heute eine offene Niederlage, Beitrag 3,-. Neu- Weißensee v. 7 elenden Vergoldern durch C. 2. 3,50. Nordische Wassertante 40 000,- Nürnberg, Marcel 3.-. New York, v. b. schütterndes Bild entworfen. Von einer Abhilfe, auch nur von einer die der König von Ungarn schon deshalb vermeiden muß, weil sie Cigarrenmacher- Union No. 90 für den Wahlkampf der deutschen Social- Antwort war aber keine Rede. Als nun in der Verhandlung über dem Kaiser von Destreich Schaden bringen würde. demokratie 418,50. Botschappel, 6. fächs. Reichstagswahlkreis 500,- die Wehrvorlage der socialdemokratische Abgeordnete Eldersch Remscheid, vom socialdemokr. Verein durch F. B. 50,-. Rummels- neue, ganz erschreckliche Fälle vorbrachte, machte sich bei den Socialburg b. Berlin, Frisch auf zum fröhlichen Jagen von 2. V. N. durch| demokraten die Empörung in einer Reihe blutiger Zwischenrufe Luft. S. 23. 16,-. Richzenhain, Arbeiter Bildungsverein 3,- Was die beste Rebe nicht vermocht hatte, das brachten die„ SchimpfRigdorf, Ueberschuß einer Sammlung v... 8,20. Stuttgart, worte" sofort zu stande. In offiziösen Blättern wurde den Social6. 11. 10,-. Straßburg i. Els., Altvater 5,-. Staßfurt. demokraten vorgeworfen, sie mißbrauchten die Immunität, Wahlkreis Kalbe- Afchersleben, durch den Vertrauensmann 100, worauf Bernerstorfer öffentlich erklärte, er fei bereit, Schivarzenbach a. S., socialdemokr. Verein 5,- Solingen, bom Kreiskomitee 25,-( darunter v. Volfsv. Solingen 15,-). Teltow- um Politische Uebersicht. Reichstag. Berlin, den 10. März. Es hatte am Dienstag den Anschein, als sollte die Weiterdem Angegriffenen die die Möglichkeit der Klageführung beratung des Militäretats sehr friedlich verlaufen. Unbedeutende des Par- Einzelheiten waren es, die zur Sprache gebracht wurden. Auch der Beeskow- Charlottenburg, Wahltr., Februar und März 200,- zu verschaffen, die Beleidigung auch außerhalb Zu wiederholen. Nutu war den militärischen Kampf um die Gehaltserhöhung der 180 Oberstlieutenants, die zu Wolfenbüttel, v. Arbeiter- Wahlverein 30,- Wanzleben, Wahlfreis, lamentes sociald. Berein, Januar- März 30,-. Württemberg 100,-. Beig, Strategen der Rückzug abgeschnitten, und sie mußten fich zur Regimentskommandeuren qualifiziert sind und die deshalb 1350 w. von der alten Bant- Richtern 5,-. Verteidigung bequemen. Der Feldzeugmeister that dies in jährlich mehr erhalten sollen, hielt sich in engen Grenzen. Die einem Telegramm an den Kriegsminister, der dasselbe mit einer Kommission hatte dieses Verlangen der Militärverwaltung abgelehnt, feierlichen Verwahrung allen Zeitungen zuschickte; im Abgeordneten- aber natürlich machten die Konservativen, Reichsparteiler und Nationalhause rückten der Ministerpräsident und der Landesverteidigungs- I liberalen den Versuch, im Plenum diese Notstandsforderung durchBerlin, den 9. März 1903. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30. zudrücken. Vielleicht hätten sie Erfolg gehabt, denn das Centrum| Kammer, die Regierung zur Vertagung der Beratung über die Werte von 2-3 Millionen Mark ca. 600 000-700 000 m. Offen und die Linke waren schwach besetzt, aber eine namentliche Aus- Zwangsgesetze zu veranlassen, nicht unwahrscheinlich. Man kann sich bar sei die Regierung aus irgend einem Grunde nicht in der Lage, int gegenwärtige Konjunktur Interesse zählung, die von unsren Genossen herbeigeführt wurde und die denken, wie inbequem und immer unbequemer die Agitation in die der ReichsBeschlußunfähigkeit des Hauses ergab, machte diese Aussicht Laude der Regierung und ihren Schüßlingen, den Eisenbahnkapitalisten, finanzen zur Herabjezung der Preise bei den Lieferungen für die wird. Wird doch mit jedem Tage, wo die Arbeiter Marine auszumitzen. So sei auch das skandalöse Gebahren der zu nichte und zwang den Präsidenten, die strittige Frage heute nicht schaft ihre Aufklärungsarbeit fortsetzt, die moralische Position Agentur der Grobblech- Walzwerke in Eſſen gelegentlich der letzten zur Entscheidung zu bringen. der Regierung mehr und mehr geschwächt, was gerade Vergebung der Lieferung von Panzerdeckplatten zu erklären. Diese In der zweiten Sitzung, die nach einer Pause von einer halben für diese Regierung 11117 so gefährlicher ist, als sie Agentur habe den 8 Werfen, von welchen die faiserliche Werft in Stunde angesetzt war, wurde eine andre strittige Frage, die Er- sich auf eine christliche Anhängerschaft im Volte stüßt und stüßen Kiel Offerten für jene Lieferung verlangt hatte, folgenden Vorschlag baung einer militär- technischen Hochschule, die die Budget- muß, und manches Schäflein aus ihrer Herde leicht zu der Er- gemacht: Sie sollten sich dahin verständigen, daß sie auf ihre Preise kommission abgelehnt hat, gleichfalls zurückgeschoben. Der Kriegs- fenntnis kommen kann, daß ihr oberster politischer Hirte nicht thut, einen Zuschlag von 30 m. pro Tonne machen, und daß dasjenige Werk, dem die Lieferung zuerteilt werde, diese 30 M. pro minister hatte sich eine Kapicität auf dem Gebiete der Militärtechnik, was recht und christlich ist. Wie die Bewegung der Arbeiter gewachsen ist und wie die Tonne zur Verteilung unter die andern andern beteiligten Werke den Professor Müller- Breslau, als Kommissar zu Hilfe gerufen und Regierung ihre Stellung einzig und allein durch militärische abliefern möge. Dieses schmachvolle Verfahren müsse unbedingt die Mitteilungen, die der Sachverständige machte, sollen in der Budget- Maßnahmen zu befestigen sucht, durch Maßnahmen, die auf ein bekämpft werden. Er habe den Eindruck, daß die Marineverwaltung tommission einer nochmaligen Prüfung unterzogen werden.. Während bis dahin die Verhandlungen recht ruhig dahinglitten, weniger im Klaſſenkampf geschultes Proletariat provocierend wirken dies nicht ernsthaft genug betreibe. Abg. Singer stellte fest, daß die müßten, das geht sehr deutlich aus einem Artikel in angebliche Steigerung der Löhne eine ganz minimale sei, die mur änderte sich das Bild, als das Kapitel des Artillerie und„ Het Volt" mit dem Titel: Bleibt nüchtern und durch die Alterszulagen herbeigeführt wurden; die Lohnsätze seien Waffenwesens an die Reihe kam. Die Rede freilich, die der tv a ch sam! hervor. dagegen dieselben geblieben. Jedenfalls könne diese geringe Lohnschlichte Mann aus der Werkstatt", der konservative Abg. Pauli zu Gunsten der Spandauer Staatsarbeiter hielt, konnte nur Heiterkeit erwecken, weil in ihr die entsetzliche Wahlangst des Redners allzu naiv zum Ausdruck kam. Dann aber ergriff Bebel das Wort, um den Kriegsminister zu fragen, wie es mit der Umwandlung oder gänz lichen Neubeschaffung der Feldartillerie- Geschüße stehe. Bekanntlich haben wir in den Jahren 1896/98 für 140 Millionen Mark eine gänzliche Reubewaffnung unsrer Feldartillerie vorgenommen und nun tvollen die Gerüchte nicht verstummen, daß schon wieder cine Aenderung geplant und Rohrrücklauf- Geschütze mit Schutzschilden, wie sie die französische Armee besitzt, auch bei uns eingeführt werden sollen. Es liegt auf der Hand, daß die Frage der Neubewaffnung nicht berührt werden kann, ohne daß man einen Blick auf die eigent lichen Interessenten, auf die Geschüßlieferanten selber wirft. Vor wenigen Tagen erst ist in der Budgetkommission von dem Abg. Müller- Fulda nachgewiesen worden, daß die Militärverwaltung von der Firma Krupp, die eine unbestrittene Monopolstellung einnahm, außerordent lich überteuert worden ist. Bebel unterließ es denn auch nicht, gründlich die ungeheure Profitmacherei der Panzerplatten- Patrioten zu beleuchten. Er erinnerte an den Pulver Ring, dessen Ueberteuerungen bereits 1896 nachgewiesen worden sind und machte auch auf den engen persönlichen Zusammenhang aufmerksam, der zwischen den großen Waffenlieferanten und der Staatsverwaltung im engeren Sinne bestehe. Es scheine ja so, als wenn diese kapitalistischen Polypen nicht nur die Lieferung von Kriegswerkzeugen, sondern auch von Staatsministern à la Budde übernehmen nud daß fie andrerseits in Aufsichtsratsposten eine Zufluchtsstätte für die Minister schaffen. „ Die Bewegung, durch die Zwangsgesetze Dr. Kuypers unter steigerung nicht einen so großen Einfluß auf die Gesamtkosten den Arbeitern geweckt," so beginnt der Artikel, übertrifft an ausüben, daß dadurch die Verminderung der Materialpreise revolutionärer Kraft alles, was bis heute in der niederländischen um 25 Proz. wieder ausgeglichen werde. Auch er habe den Eindruck Arbeiterbewegung geschehen ist. Die Agitation, die das Abwehr- geivonnen, daß die Marineverwaltung es an den notwendigen Maßfomitee entfaltet, gelingt ausgezeichnet; die Versammlungen der nahmen fehlen lasse, um sich gegen die übermäßig hohen Preise der christlichen Verräter der Arbeiterfache werden regelmäßig zu kartellierten Lieferanten zu schüßen. Aber auch die Partei des Herrn Propaganda- Versammlungen gegen die Regierung umgestaltet. Abg. Müller Fulda sei in dieser Sache von einer schweren Schuld Der Geist des Widerstandes gegen den Anschlag auf die nicht freizusprechen. Denn durch die Schutzzollpolitik des Gewerkschaftsbewegung gedeiht überall. Der große Protesttag von Centrum 3 sei es den Unternehmer- Ringen wesentlich erleichtert, gestern hat diesem allem die Krone aufgesetzt, und wenn morgen ihre Preistreibereien durchzuführen. Abg. Müller- Fulda verDie Kammer zusammentritt, um die Lage zu besprechen, wird man sicherte, daß er gegen hohe Industriezölle geivesen sei. unmöglich die Augen vor der Thatsache verschließen können, daß Daß er seine Partei nicht zu derselben Stellungnahme habe die Lage höchst ernst ist." veranlassen können, bedaure auch er. Er schlug eine Resolution leber das Auftreten der Regierung heißt es in dem Artikel: vor, durch welche der Reichskanzler aufgefordert wird, dahin zu „ Es kommt uns so vor, als ob sie( die Regierung) auf einen wirken, daß bei der Vergebung der Lieferungen für die Marine ein Belagerungszustand hinarbeitet, um dadurch eine Schredens gesunder Wettbewerb, nötigenfalls unter Berücksichtigung ausherrschaft in Niederland aufzurichten, dergleichen in unsrer ländischer Fabrikanten stattfindet. Nach einigen Ausführungen der Geschichte noch nicht dagewesen ist. Da selbst der Ausbruch Abgg. Freese und Sped erklärt Staatssekretär v. Tirpiß: eines neuen Streiks den Belagerungszustand nicht rechtfertigt, Auch er fei über das der GrobGeschäftsgebahren erstaunt geivesen und könnte die Regierung hier und da einen oder mehrere Polizei- blech- Walziverte habe daher die 11t Es habe sich die putsche provocieren, um diese dann zu„ inneren Unruhen" zu Vorgänge genau untersuchen lassen. stempeln, die den Belagerungszustand erwünscht erscheinen lassen. Lieferung eines Specialartikels gehandelt, für den nur wenige Es ist eine Thatsache, daß den Offizieren zu Amsterdam Fabriken als leistungsfähige Lieferanten in Betracht kommen. An Instruktion über den Belagerungszustand er diese Fabriken habe sich denn auch die kaiserliche Werft in Kiel teilt wird. Man denke ferner alt die Salven gewendet. Es sei auch eine Offerte von einer Firma eingeholt Kommandos, die mant die Milizen ciniben läßt, worden, welche dem Ringe nicht angehöre. Diese Offerte sei und ant den Vericht über die militärische Censur, höher als die billigste der Ringfirmen gewesen. Er müsse auch die in Vorbereitung sein soll. Es ist oft schiver, den erklären, daß ihm die billigsten Preise der Ringfirmen durchaus Berichten, die man erhält, zu glauben. So meldet man uns, daß nicht übermäßig hoch erscheinen. Die Abgg. Dr. Stockmann die Hauptoffiziere zu Amsterdam im Haag Instruktionen erhalten und Henning betonen, daß sie auch jetzt noch bei der Vergebung haben für den Fall, daß sie handelnd auftreten müssen. Unter der Marine Lieferungen in erster Linie die Berücksichtigung anderm", schreibt unser Berichterstatter, wird darauf hingewiesen, deutscher Fabrikanten wünschen. Bei der Begründung des letzten daß es oftmals nötig sein wird, oben auf den Häusern Scharf Flottengejeges habe ja die Hoffnung eine große Rolle gespielt, daß schützen mit einem Offizier zu placieren und mit einem am Platze bekannten Polizeimann, der anweisen kann, auf wen man schießen muß." Wenn dies alles auch nicht genau der Wahrheit entspricht, sicher ist, daß die Regierung ein großes Blutbad vorbereitet. Und die Arbeiter müssen dafür sorgen, daß ihr dazu feine Gelegenheit gegeben wird." Die Wirkung der Bebelschen Worte auf den Kriegsminister war außerordentlich. Er geriet in eine Aufregung, als feien int seiner Gegenwart Majestätsbeleidigungen begangen worden. Mit einem Pathos, der seinem Wesen ganz fremd ist, fuchte er die Firma Krupp zu decken; er schreckte selbst vor der lebertreibung nicht zurück, unfre Siege im Kriege von 1870/71 dieser Firma in Rechnung zu stellen. Besonders ungehalten war er über die Zahlen, die Herr Müller- Fulda in der Kommission vorgetragen hat. Er deutete an, vaß sie von dem Agenten einer konkurrierenden Firma dem Abgeordneten ohne Wissen der Verwaltung in die Hand gedrückt worden seien. Während der Kriegsminister in der Kommission selber zugegeben hatte, daß die Preise durch die Konkurrenz andrer Firment vesentlich niedriger geworden feien, behauptete er heute, daß die Breisermäßigungen nur durch technische Erfindungen zu stande geommen seien, die in der Zwischenzeit eine Verbilligung zu brechen. ser Produktion herbeigeführt hätten. Singer stellte siesen Widerspruch sofort fest und wies mit allem Nachdruck sie Andeutungen des Kriegsministers zurück, zurück, als hätte Bebel Dinge zur Sprache gebracht, deren Geheimhaltung in der Rommission beschlossen worden wäre. Bebe I selber erinnerte Herrn Goßler an die Panzerplattenlieferungen Krupps, bei denen eine außerordentliche Ueberteuerung Deutschlands von der Butgetkommission einer Zeit festgestellt worden ist. Inzwischen hatte sich auch Herr 3. Goßler beruhigt. Er gab eine loyale Erklärung ab. Der Sentrumsabgeordnete Müller Fulda hielt sich auffällig zurück und egnügte sich mit furzer Zurüdweisung des Versuchs des Kriegsninisters, diese Vorkommnisse möglichst harmlos erscheinen zu laffen. Nächste Sizung am Mittwoch: Fortsetzung der Beratung des Militäretats. 9 A Abgeordnetenhaus. * oder man Staates dent durch den Bau der Kriegsschiffe unfren Arbeitern Arbeitsgelegenheit gewährt werde. Eine derartige lebervorteilung des Staates aber durch einen Unternehmerring, wie sie jetzt vorliege, wollen auch sie nicht dulden. Unter solchen Umständen dürfte allerdings die ausländische Konkurrenz nicht ganz ferngehalten werden. Abg. Richter: Die Verwunderung der Herren über das Geschäftsgebahren der Agentur der Grobblech- Walzwerfe sei ganz unberechtigt. Jn Wahrheit sei In dem Artikel wird dann weiter ausgeführt, daß es der Fehler eine solche Preistreiberei die selbstverständliche Folge der wohlwollenden der älteren niederländischen Arbeiterbewegung war, daß ihre Leiter Neutralität, welche die Behörden den Kartellen gegenüber einnehmen. Abg. sowohl wie die Masse glaubten, sie könnten mit Gewalt etwas aus Singer: Diejenigen Herren, welche für das Schuzzollsystem eingetreten richten gegen die Bourgeoisie. Mit jedem neuen Jahr erwartete sind, haben jezt die Konsequenzen ihres Verhaltens vor Augen. man die große Revolution", bis die fortgefeßten Enttäuschungen Das, was die Grobblech- Walzwerke gethan haben, jei nichts Außerschließlich zur Mutlosigkeit führten. Hätte die Arbeiterschaft jetzt noch gewöhnliches, sondern noch stets überall dort üblich geworden, wo diese Gesinnung, wie leicht wäre es der Regierung, ihren Widerstand ein kleiner Kreis von Großfabrikanten durch einen hohen Schußzzoll wie in diesem Falle durch besondere Begünstigung Dabei Stellt der Feind seine Mordfalle vor Euch vor der ausländischen Konkurrenz geschützt werden. die nicht die Arbeiter auf", heißt es am Schluß des Artifels, Ihr sollt nicht möge Rücksicht auf bor Die Arbeiter hätten von hineinlaufen. Und zum äußersten Kampfmittel, dem Streit, schüßen. einer solchen Kartellfollt Ihr nur übergehen, wenn es sein muß und Ihr sicher seid, wirtschaft keinen Vorteil, sondern Schaden. Denn die Verteuerung der daß dadurch Eure Gewerkschaftsorganisation, das Werk des Fleißes Rohstoffe und Halbfabrikate trage dazu bei, den allgemeinen Geund der Mühe so vieler Jahre, nicht der Vernichtung preisgegeben schäftsgang zu verschlechtern; ferner haben die Kartelle, um die wird. Das Proletariat", sagt Marg, hat nichts zu verlieren als Preise für ihre Waren möglichst in die Höhe zu schrauben, die seine Ketten". Wir fügen hinzu: ja, doch noch etwas andres, Produktion ihrer Werke wiederholt eingeschränkt; darunter müßten nämlich die Feile, womit es feine Ketten in Stücke feilen muß, die Arbeiter am meisten leiden. Das richtigste, auch vom Standfeine Organisation. Arbeiter, bleibt nüchtern und punkte der Arbeiter, sci unter den jetzigen Verhältnissen das, daß wachsam!" möglichst unter dem Druck der ausländischen Konkurrenz die Preise im Julande reguliert werden. Wenn freilich die inländischen Preise Die Knebelgesetze vor der Kammer. Ueber die heutige Kammer- auf gleicher Höhe stehen mit den Preisen des Auslandes, dann debatte liegt folgende Nachricht vor: sei es naturgemäß, daß die Lieferungen des Haag, 10. März.( W. T. B.) Zweite Kammer. Der liberale einheimischen Lieferanten zugeteilt werden. Bezeichnend sei es, Abgeordnete Mees erklärt in einer Interpellation, daß jetzt keiner von den Herren der Schutzzollparteien sich als daß verschiedene Gründe dafür sprächen, daß die Regierung von der schuldig an viejen Vorgängen bekennen tvill. Daraus sei wohl zu Spannung unter den Eisenbahnangestellten vor erklären, daß die Herren jetzt selbst einsehen, wie verderblich die Hoffentlich werde wenigstens durch neue Jm Abgeordnetenhaus haben die Herren ihr müßiges dem 31. Januar hätte Kenntnis haben müssen. Der socialistische hohen Zölle wirken. Beschwätz über Glaube und Unglauben bald selbst satt be- Abgeordnete Troelstra führt in einer Interpellation aus, daß die Handelsverträge noch nachträglich eine Beseitigung der schlimmsten ommen; sie ließen nur noch zwei Redner, die Herren Frhr. Lage sehr bedenklich sei und daß für den Fall, daß der geplante 3ölle herbeigeführt. Schließlich wurde die Resolution des Abg. Müller- Fulda Ausstand feinen glücklichen Ausgang nehmen sollte, die internationale Zedlik( ff.) und Funk( frs. Vp.) zur Generaldebatte Transport- Bereinigung sich einmischen würde. Bon England einstimmig angenommen. jes Stultusetats sprechen und machten dem Gerede dann durch würden allein 100 000 Gulden wöchentlich geleistet werden. Er Die einzelnen Forderungen wurden sodann meistens unverändert inen Schlußantrag ein Ende. Es scheint, daß die Herren rät, gemeinschaftlich dahin zu wirken, daß die bestehende Spannung angenommen. Nächste Sitzung Mittwoch. iber den Begriff des Unglaubens selbst nicht recht klar sind, nachlasse. Jer ganze Streit dreht sich um Worte, unter denen jeder Haag, 10. März. Zweite Kammer.( Fortießung.) Der Ministeretwas andres versteht. Während am Montag die Herren präsident Kuyper erklärt in seiner Antwort, daß die Regierung nicht auf den Ausbruch eines Ausstandes zum In Nr. 30 und 32 unferes Blattes( 5. und 7. Februar) hatten J. Heydebrand und Porsch die Socialdemokratie als die Ver- durchaus ein andrer 31. Januar vorbereitet gewesen sei. Jetzt feien dagegen alle Maß wir in zwei Artikeln Centrum und Wahlrecht" an der Hand klericörperung des Unglaubens hinstellten und Redner die liberalen Professoren als die eigentlichen regeln getroffen, um für einen eventuellen Streit gerüstet zu fein; faler Autoren den Nachweis geführt, daß das Centrum in Konsequenz Feinde des Glaubens bezeichnete, glaubt Frhr. v. Zedlig unter daß er nicht ausbrechen werde. Politische Rücksichten erlaubten Reichstags- Wahlrechtes sei und sein müsse, daß es dasselbe lediglich Feinde des Glaubens bezeichnete, glaubt Frhr. v. Zedlig unter die Regierung hoffe aber ebenso wie der Abgeordnete Troelstra, feiner eignen Theorien ein principieller Gegner des bestehenden dem Kampf gegen den Unglauben den Kampf gegen die nicht, darauf zu antworten, ob Militär im Streiffalle für den aus Opportunitätsgründen und nur so lange acceptiere, als der von ihm Eisenbahndienst verwandt werden sollte. Wenn die Regierung auch es naturalistische Weltanschauung" verstehen zu sollen. ihm befolgten Nützlichkeitspolitik Vorteil Die weitere Debatte verlor sich in Einzelheiten. Er- hoffe, daß Ruhe und Ordnung erhalten bleiben werden, dürfe sie spreche. Erst jetzt, nachdem die Richtigkeit unsrer Behauptung die inzwischen enthüllten Kartellpläne des Centrums wähnenswert ist nur noch die Klage über den Rückgang der sich doch nicht durch den Sirenengesang Troelstras verführen lassen. durch Zahl der Studierenden der evangelischen Theologie. Abg. Unter allen Umständen werde sie die Staatsgewalt im Interesse schlagend erwiesen worden, findet die„ Germania" es ratsam, fich Schall( f.) machte dafür neben der schlechten Besoldung der aller Klassen der Gesellschaft aufrecht erhalten. Die Beratung wird mit unsren damaligen Ausführungen zu beschäftigen. Das Blatt ist zwar nicht in der Lage, unsre Behauptung in Abrede zu stellen oder Geistlichen und ihren geringen Aussichten auf Avancement die morgen ihren Fortgang nehmen. Ein Herold"-Telegramm meldet: irgendwie abschwächen zu können, es muß vielmehr unsre DarBesetzung der Lehrstühle mit liberalen Professoren verantwortlich, Amsterdam, 10. März. Ein definitiver Beschluß überlegung vollinhaltlich zugeben. Das hindert es freilich nicht, uns mit eine Anschauung, die der Ministerialdirektor Althoff an der Hand den Generalstreit der Bahnarbeiter ist noch nicht gefaßt; die Arbeiter der einstudierten Miene des echten und rechten Wahrheitsstreiters der Statistik als irrig zurückwies, denn heute werden weit frauen befürworten cifrig den Ausstand. Der socialistische Abgeordnete gründlich abzukanzeln. niehr positive Theologen auf die Lehrstühle berufen als Schaeeper wird die Regierung über die Einberufung von Zunächst werden wir belehrt, daß wir uns an einzelne AusMitte der achtziger Jahre, und doch war gerade damals ein drei Milizklassen und Verlegung des Brief- sprüche" der in den vorerwähnten Artikeln citierten Autoren„ anUeberfluß an Studierenden der Theologie vorhanden. Einen geheimnisses feitens eines Gendarms in der Kammer inter- flammern". Dann werden wir in betreff einer Stelle, die" wir wörtlich aus Hizes Kapital und Arbeit" wiedergaben, wie folgt bes heiteren Eindruck machte es, als Herr Schall angab, eine pellieren. richtigt: Lanze für die Freiheit der Wissenschaft zu brechen, während „ Der Vorwärts" verschweigt natürlich, in welchem Sinne er sich in Wirklichkeit als ärgsten Feind der freien wissenSize diesen Ausdruck auf das allgemeine Wahlrecht anwendet. schaftlichen Forschung präsentierte. Nach seiner Meinung ist Size untersucht in seinem Buche Kapital und Arbeit"( 1880) der Zweifel, also die Grundlage jedes wissenschaftlichen Fortdie Frage, welche Art Volfsvertretung den Interessen der verschiedenen Stände am besten Rechnung trage. Er verwirft schritts, das schlimmste Verbrechen, das ein Theologe begehen das Cenfuswahlrecht, weil dieses cine„ Privilegierung kann. Gegen den edlen Gottesstreiter erhob sich sein Amtsdes Geldes"( Seite 415) bedeute; aber auch beim bruder, der liberale Theologe Dr. Hackenberg, der die allgemeinen, Direkten Wahlrecht, tenn es nicht in einer volle Freiheit der Wissenschaft verlangte.g ständisch gegliederten Abgeordnetenkammer zur Geltung komme, Mittwoch: Fortsetzung. könnten die Interessen eines Standes vergewaltigt werden, da die Majoritäten von verschiedenen Zufälligkeiten abhängig sein fönnten. Deshalb kämte dem Jdeal einer Volfsvertretung ein Parlament am nächsten, das nach Ständen gegliedert sei, und dessen Vertreter durch allgemeine direkte Wahl gewählt werden sollten. Danach ist es eine bösartige Lüge, ihm und den andren, welche der Vorwärts" als Vertreter des„ Klerikalismus" anführt, eine Beschränkung des allgemeinen Wahlrechts zu unterschieben." * Deutfches Reich. Marine- Etat in der Budgetkommission. " Centrum und Wahlrecht. verIn der Sizung am Dienstag wurde mit der Beratung der einHier handelt es maligen Ausgaben des Marine- Etats begonnen. sich an erster Stelle um Schiffsbauten, für die im ganzen 174 375 000 Millionen Mark gefordert sind. Abg. Müller- Fulda machte darauf aufmerksam, daß in der letzten Zeit die Preise für das Schiffsbau- Material um ca. 25 Proz. gefallen seien. Deshalb hätte man eine entsprechende Verminderung der Kosten für das Der Verteidigungskampf der holländischen Arbeiter. einzelne Schiff erwarten müssen. Wie komme es, daß diese VerWenn die Machthaber in Holland überhaupt noch im stande minderung der Kosten nicht eingetreten fei? Staatssekretär find, Belehrungen aus den Thatsachen zu schöpfen, so müssen sie jetzt v. Tirpis versicherte, daß Abg. Müller- Fulda den Einfluß der bald einsehen, daß sie auf dem Wege, den sie eingeschlagen haben, niedrigeren Materialpreise auf die Gesamtkosten eines Schiffes sehr übernicht mehr weiter kommen. Hätte es noch eines Beweises bedurft, schäße. Außerdem zeigen auch die Arbeitslöhne gegenwärtig eine aufdaß die organisierten Arbeiter sich weder durch die kriegerischen steigende Tendenz. Abg. Müller- Fulda: Es sei wunderbar, daß jetzt Maßnahmen der Regierung einschläfern, noch zu unüberlegten der Einfluß der Materialpreise als so unbedeutend hingestellt werde, Schritten hinreißen lassen, so wäre dieser Beweis durch den während zur Zeit, wo die Preise hoch standen, dieser Umstand als großartigen Verlauf der Protestversammlung vom Sonntag Grund für eine erhebliche Erhöhung der Forderungen berwertet Begriffsverwirrung dazu, um ein ständisches Wahlsystem, d. b. die erbracht worden. Angesichts des einmütigen und zweckmäßigen Vor- worden sei. Nach seiner Schäßung betrage die Differenz infolge der Wahl und Abstimmung nach Ständen und nicht nach Majoritäten gehens der Arbeiter scheint die Nachricht über ein Kompromiß in der niedrigeren Materialpreise für das Material zu einem Schiff im mit dem jezigen Parlamentarismus auf eine Stufe stellen, um die Es gehört die jesuitische Kasuistit in ihrer ganzen verlotternden Forderung einer ständischen Repräsentativverfassung nicht als eine| derart mißhandelt, daß er ein Auge einbüßte. Die Prügelhelden| hauptsächlich Viehwirtschaft". Genosse Geck sowohl wie Genosse Kolb principielle Ablehnung des jetzigen Wahlsystems gelten lassen zu erhielten einige Monate Gefängnis und dem Rekruten Leib giebt machten den Bauernbündlern das Widerspruchsvolle ihrer Haltung wollen. Dazu richten sich Hizzes Worte unmittelbar gegen das man für sein ausgeschlagenes Auge 15 M. im Monat und einen klar und wurden dabei von der großen Mehrheit der anwesenden Majoritätsprincip als folches." Das allgemeine gleiche direkte Civilversorgungsschein. Der junge Mann, von Beruf Elektrotechniker, Stafforther Bauern unterstügt. Stimmrecht, ſagt er ausdrücklich, führt aber mit der mußte als er einrückte, eine vorzügliche Stellung aufgeben und kann zur Majorisierung durch das Proletariat." jetzt zusehen, wo er wieder etwas herbekommt. Und damit ihn ja niemand mißverstehen kann, fügt er mit einem Zeit notwendig zur Majorisierung deutlichen Wink gegen die Liberalen hinzu:„ Es wäre das eine " " Ausland. Frankreich. außerordentliche Kräftigung des Eigentums gegenüber der Arbeit". in einem Saale der kleinen märkischen Stadt Sommerfeld hielt sich Der ungehorsame Polizeisergeant. Während eines Konzerts Hiße, und mit ihm sind alle klerikalen Rechtslehrer und Volks- der Polizeisergeant Wittkowski in einem Nebenraum am Büffett Die Kinderausbeutung in den französischen Klöstern. wirtſchaftler einig, will also die" Majorisierung" durch das Pro- auf und trant mit einem Kollegen Bier. Der hinzukommende des Fräulein Lecoanet durch eine Entschädigung von 10 000 Fr., welche Kaum ist der Skandal von Nancy vorüber und die Mißhandlung letariat verhindern und das Eigentum gegenüber den Eigentumslosen Polizeiwachtmeister forderte die Sergeanten auf, die Mühen ab- die Guten Hirten" zu zahlen haben, notdürftig gefühnt, da wird die fräftigen", er und seine Gleichgesinnten wollen Vernichtung des zunehmen; es schicke sich nicht für sie, bedeckten Hauptes in einem Deffentlichkeit schon wieder durch andre ähnliche Vorkommnisse beunruhigt. gegenwärtig geltenden Princips der politischen Gleichheit, un an seiner geschlossenen Raum zu weilen, wo die bessere Gesellschaft Diesmal ist der Schauplatz ein Kloster in Jle- et- Vilaine in der Bretagne. Stelle die sociale Ungleichheit zur politischen Rechtsgrundlage zu machen, versammelt sei. Wittkowski verweigerte die Abnahme der Müze troß In diesem Kloster wurden 2 kleine Mädchen, Waisen, erzogen. Dieselben ein Standpunkt, mit dem sie sich in voller Uebereinstimmung mit der wiederholten Aufforderung des Wachtmeisters. Das trug ihm haben durch Neberarbeit, schlechte Nahrung und körperliche Mißden theoretischen Grundlagen des Klerikalismus befinden, so sehr die feitens des Bürgermeisters eine Disziplinar- Ordnungsstrafe von handlung derartig zu leiden gehabt, daß die eine Schwester, die schlechten Stribenten der" Germania" das mögen vertuschen wollen. 6 M. ein. Nach vergeblicher Beschwerde beim Regierungspräsidenten fürzlich zu ihren Verwandten nach Paris zurückgekehrt war, ins Die volle Höhe seiner Schwindel- Komik erreicht freilich das klagte W. gegen diesen beim Ober- Verwaltungsgericht und machte Krankenhaus gebracht werden mußte und dort verstorben ist. Das Blatt, wenn es fortfährt: Daß die Socialdemokratie dort, wo sie in der Minderheit deshalb in seinem Belieben gestanden, ob er die Müße abnehmen worden und Hat Bekundungen haarstränbendster Art über die Ausgeltend, er sei an jenem Abend nicht im Dienst gewesen und es hätte andre Mädchen, ebenfalls krank, ist durch die Behörden vernommen ist, ebenso über das allgemeine Wahlrecht denkt, zeigt ihre wollte oder nicht. Das Ober- Verivaltungsgericht wies jedoch die Klage beutung der Kinder in dem Kloster gemacht; sie teilte u. a. mit, daß Forderung, daß das Proportional- Wahlsystem eingeführt werden ab und führte aus: Der Polizeibeamte müsse allen Befehlen seiner die Kinder häufig bis nachts 2 Uhr haben arbeiten müssen. Der müsse, damit die Minoritäten nicht einfach überstimmt würden Vorgesetzten gehorchen, wenn sie nicht gegen die Gefeße oder guten Staatsanwalt hat die Leiche des Mädchens mit Beschlag belegt und und ohne die entsprechende Vertretung im Parlamente blieben. Sitten verstießen. Das sei hier nicht der Fall gewesen. W. wäre Untersuchung angeordnet. Was hier die Socialdemokratie für den Arbeiterstand gerecht mit Recht wegen Gehorsamsverweigerung bestraft worden. findet, dürfte Hitze für die andren Stände der Gesellschaft billig Der Finanzjammer in Sachsen. Das sächsische Gesamtministerium gedenkt eine Agitation einzuleiten gegen die„ Wohlthätig Die Liga der Menschenrechte hat sich der Sache bemächtigt und finden." Was hat denn das ständische Wahlsystem mit dem Proportional- beschloß, den„ Dresd. N. N." zufolge, infolge der ungünstigen finanziellen Feits- Institute" der Kirche. Im letzten Ministerrat legte Wahlsystem zu thun? Das Centrum hat sich bisher als Gegner Lage Sachsens, für die nächsten zwei Jahre keinerlei Gehaltsaufbesse- der Ministerpräsident Combes das Urteil von Nanch vor; er hat nicht nur des Proportional Wahlsystems, sondern überhaupt jeder rungen, Beförderungen und Neu- Anstellungen vorzusehen. Ferner dem Präfekten Auftrag erteilt, alle von den Provinzialbehörden dem nicht nur des Proportional- Wahlsystems, sondern überhaupt jeder wird demselben Blatte berichtet, daß sämtliche Staatsbehörden in Kloster überwiesenen Zöglinge zurückzuziehen und anderweitig untergerechteren Wahlkreiseinteilung erwiesen. Es steift sich gegen diese Forderungen der Gerechtigkeit, weil es weiß, daß insbesondere Sachsen dahin verständigt worden sind, daß für die Etatsperiode zubringen. Im übrigen ist ein Gesetzentwurf, der die Frage der das in die That umgesetzte Proportional- Wahlsystem es sofort aus 1904/5 Vorschläge zu Anstellungen und Beförderungen des Personals, Waisen- Unterbringung und Erziehung anders regeln soll, zu erwarten. feiner ausschlaggebenden Stellung verdrängen würde. so weit sie der besonderen Genehmigung bedürfen, zu unterbleiben Daß die Forderung des Proportional- Wahlsystems, sobald es sich nicht um haben. Die Ursache hierzu entspringt der Thatsache, daß für die die Arbeiterklasse, sondern um„ die übrigen Stände der Gesellschaft" Etatsperiode 1904/5 im Staats- Haushalt noch ein größeres Deficit zu Handelt, von der Germania" als„ billig" anerkannt wird, ist eine decken ist. Konstatierung, die nicht ganz ohne Wert sein dürfte. " 1 " Dann giebt die Germania" einige Beispiele von socialdemo fratischem Terrorismus zum besten, ein plumper Sniff, um die Aufmerksamkeit der Leser von der Frage des Wahlrechts abzulenten, erwartet. Wahlvorbereitungen. Italien. Die Lage der Reisarbeiter und-Arbeiterinnen war vorige Woche Gegenstand einer Interpellation in der Kammer. Der socialistische Deputierte Cabrini machte sich zum Sprachrohr der Leiden dieser Arbeiterschicht. Er schilderte die ungemein traurigen Arbeitsverhältnisse, welche zu einer moralischen und physischen Verelendung führen müssen. Die Saifon dauert voit Ende Mai bis Anfang Juli; nicht weniger denn Frauen und Kinder sind in dieser Zeit in den 40 000 Geschlechts in großer Zahl untergebracht. Die Krankheit der Reisarbeiter, die Maleria, ließe sich durch Anwendung vernünftiger Arbeitsmethoden und namentlich durch Verkürzung der Arbeitszeit, gesunde Wohnungen und gute Nahrung erheblich beschränken. Der Interpellant bedauert, daß die Reglements zu dem Gefeße, betreffend die Arbeit der Frauen und Kinder, noch nicht publiziert seien. Sos Höheren Arbeitsrates; ferner müsse die Arbeit in den Reisfeldern dann verlangt Redner die Beschleunigung des Zusammentritts des Von den Bündlern. Eine Heerschau über seine Mannen aus den Kreisen Erfurt und Mühlhausen- Langensalza- Weißensee hielt am Sonnabendnachmittag der Bund der Landwirte in Erfurt. Die VerMan schämt sich doch! Die Peters- Preise hatte bekanntlich un- fammlung war von etwa 300 Personen aus beiden Kreisen besucht, längst behauptet, daß einflußreiche Parlamentarier, darunter auch darunter eine größere Anzahl Erfurter Antisemiten unter Führung Reisfeldern thätig. 12, 13 und 14 Stunden pro Tag stehen die solche des Centrums und der Nationalliberalen, ein des Herrn v. Mosch. An Stelle des Herrn Liebermann von Sonnen- Aermiſten bis an die Waden im Schlamm und im Wasser bei einem Immediatgesuch an den Kaiser einreichen werden, durch das um die berg hatte ein Herr Herfurth aus Halle das Referat übernommen. 2ohn von 1,20 Fr. pro Tag. Der Zwischenunternehmer erhält pro Begnadigung, die Rehabilitierung" des Hänge- Peters nachgesucht Interessant an seinen Ausführungen war, daß er die Behauptung Arbeiter und Tag 1,90 Fr., stedt somit also einen großen Profit in werden solle. Die nationalliberale und Centrumspresse bestreitet der„ pflaumenweichen Mittelmänner", die Obstruktion sei die Ursache seine Tasche. Die Wohnungsverhältnisse in den Reisgegenden find nunmehr die Richtigkeit dieser Darstellung. Die NationalDie„ National- der Annahme des Zolltarifs, als plumpen Schwindel bezeichnete, der miserabel; in den gleichen Räumen befinden sich Arbeiter beiderlei 3eitung" bemerkt dabei: nur gemacht wurde, um der Regierung zu Willen zu sein. Radikal " Wenngleich es im Disciplinarprozeß fein gerichtlich es nach links und nach rechts, lieber 100 Socialdemokraten als ein Wiederaufnahme- Verfahren giebt, so ist doch nicht Seer von freisinnigen und nationalliberalen pflaumenweichen" Jaausgeschlossen, daß zur Feststellung der angeblichen Uit= und Amensagern das war der leitende Gedanke.. Man geberdet schuld eines Berurteilten eine mit den notwendigen Garantien umsich also sehr radikal, offenbar weil man davon bessere Wahlgeschäfte gebene Untersuchung angeordnet würde; ohne eine solche wird die„ Unschuld" des Dr. Peters schwerlich festgestellt werden Das Wahlkartell in Posen. Für die Provinz Posen hat der fönnen. Bis jetzt ist aber nicht einmal behauptet worden, daß er Kaiser ein Wahlfartell aller deutschen Parteien empfohlen. Im unter die gesundheitsgefährlichen Berufe gestellt werden. Baccelli, die That, wegen der er verurteilt wurde, nicht begangen, daß er deutschen Wahlverein zu Meseris hat der Rittergutsbesitzer Major der Minister für Ackerbau, Industrie und Handel, läßt dem socia feine Konkubine und deren Liebhaber nicht habe aufhängen lassen. Klizing erzählt, daß der Kaiser ihm gegenüber den Vorwurf aus- liftischen Redner volle Gerechtigkeit widerfahren; seine Ausführungen Man will das Begnadigungsgesuch, so viel bekannt geworden, gesprochen habe, daß wir Deutsche nicht einig seien. Es soll ein träfen in den meisten Punkten zu. Trotzdem könne er, der Minister, lediglich damit rechtfertigen, daß der„ Tucker- Brief" nicht existiert; Rompromiß in der Provinz Posen geschlossen werden, daß, wo nicht alles thun, was der Interpellant verlangt habe, da der die Behauptung von der Eristenz desselben aber ist, gleichviel ob Liberale in der Majorität feien, die Konservativen für diese, und Höhere Gesundheitsrat die Arbeit in den Reisfeldern nicht unter die fie zur Einleitung des Disciplinarverfahrens den Anlaß gegeben, wo Konservative die Mehrheit hätten, die Liberalen für diese stimmen gesundheitsschädlichen eingerechnet habe. Die Regierung werde aber für die Berurteilung bedeutungslos gewesen. Ein Erlaß der Strafe follten. Und das Centrum? ohne Feststellung der Unschuld des Dr. Peters würde ihn keinesalles thun, um die Gesetze zu Gunsten der Reisarbeiter in AnDie Wahlpolitik des Ostmarkenvereins. wegs rehabilitieren, aber die bestehenden Borstellungen von Recht und abgehaltenen Hauptversammlung des Deutschen Ostmarkenvereins erklärt sich von den Ausführungen des Ministers wenig befriedigt In der in Breslau wendung zu bringen. Cabrini, der nochmals zum Wort kommt, Sittlichkeit schwer verletzen und als ein Freibrief für Brutalitäten wurde dem„ B. G.-A." zufolge, bezüglich der Stellungnahme zu den und kritisiert in scharfen Worten den Beschluß des Höheren erscheinen, wie sie wiederholt in den Kolonien vorgekommen sind kommenden Reichs- und Landtagswahlen folgende Resolution Gesundheitsrates. Darauf antwortet der Ackerbauminister, daß diese und sich von neuem ereignen können." angenommen: Sobald feststeht, daß ein Wahlkompromiß zwischen Körperschaft nochmals in die Prüfung der Frage eintreten werde. Danach scheint man den Erfolg des Immediatgesuches der Centrum und Polen bedingungslos ausgeschlossen ist, werden Peters- Schutztruppe für aussichtslos zu halten.. fich die Ortsgruppen im Einvernehmen mit dem Hauptvorstand und den Landesausschüssen schlüssig machen, ob und welcher der vom Centrum gegen einen polnischen Kandidaten aufgestellte Kandidat unterstützt werde. Wenn ein Kompromiß zwischen kandidaten als Konzession für das Polentum erscheinen, so find Centrum und Polen zustande kommt, oder Centrums entweder durch öffentliche Erklärung der Ortsgruppen die deutschen wähler zur Wahlenthaltung aufzufordern, oder es ist ein deutscher Gegenkandidat aufzustellen. " Das Damenstift. Spanien. seiner Kollegen über die Höhe ihrer Budgetforderungen in Konflitt Konflikte im Ministerium. Der Finanzminister ist mit einigen gekommen. 50 Millionen und der Kriegsminister ein Mehr von 20 Millionen Der Minister für öffentliche Arbeiten hat eine Mehrforderung von 13 Millionen, der der Marine eine solche von gestellt, um die Friedenspräsenz von 80 000 auf 100 000 Mann zu bringen. Der Finanzminister glaubt diese Summen nicht beschaffen zu können. Der Ministerpräsident Silvela bemüht sich, eine Ministerfrisis zu verhindern. Dänemark. Aus München, 9. März, wird uns berichtet: Der Prozeß gegen die Stiftsvorsteherin v. Hensler, der so grauenhafte Zustände in einem unter staatlicher Aufsicht stehenden Institute enthüllte, giebt der gesamten bayrischen Presse Anlaß zu Heftigen Angriffen gegen die Aufsichtsbehörde. Und zwar mit Recht. Der Skandal ist um so größer, als schon vor Jahren Aus dem Wahlkreise Höchst- Usingen- Homburg wird und geschrieben: der damalige Hausarzt des Stiftes gegen die Heusler Be- Die Wahlvorbereitungen find in unfrem Wahlkreise eifrig im Gange. schwerde führte, von dem Ministerium jedoch nicht nur ab- Alle Parteien mit Ausnahme der Nationalliberalen haben ihren Wahlen für die Generalräte 311 Ministerielle, 129 Liberale, 20 DemoMadrid, 10. März. Nach amtlicher Feststellung find bei den gewiesen wurde, sondern sogar noch eine Nase erhielt. Protektorin Kandidaten bereits nominiert. So präsentiert die Centrumspartei, fraten, 5 Anhänger Romeros, 27 Republikaner, 10 Carlisten, des Stiftes ist übrigens die Prinzessin Ludwig Ferdinand, die sich nachdem Herr Müller- Fulda entschieden auf eine Wiederaufstellung 10 Regionalisten und 11 Unabhängige gewählt worden. durch das bigotte Wesen der Hensler offenbar völlig blenden ließ, verzichtet hat, den bis in der politischen Bewegung gänz so daß die alten, hilflosen Stiftsdamen ihrer Vorsteherin auf Guade lich unbekannten Landrichter Itschert aus Frankfurt a. M. und Ungnade ausgeliefert waren. Die liberale„ Augsburger Abend Flugblätter eingetroffen, mittels deren die Socialdemokratie„ getötet" Generaldebatte mit 73 Stimmen einstimmig angenommen. Die Aus der Flugblatt Fabrit in München- Gladbach sind eine Anzahl Das Staatsbudget wurde am Freitag im Folfething nach kurzer zeitung" wirft heute die Frage auf, wie es wohl in den An- werden soll. Besonders das Flugblatt:„ Wie sich die Social Socialdemokraten enthielten sich der Stimme. stalten zugehen mag, denen niedriger gestellte Volts- demokratie beim neuen Zollgesez blamiert hat" Genosse Harald Jensen( Klausen, der sonst bei der Beratung des Ihr Wortführer, genossen untergebracht sind, wenn solche Zustände schon möglich sind soll die Vernichtung der socialdemokratischen Partei herbeiführen. Finanzgesetzes den Standpunkt unsrer Partei vertritt, ist zur Zeit frank), in einem Institut, das zur Versorgung der Töchter höherer Beamter Aber auch die katholische Arbeiterschaft im Taunus erklärte hierzu:„ Das gegenwärtige Ministerium ist aus der Mehrheit bestimmt ist. Das Blatt schließt seine Betrachtungen zu dem Fall gebiete hat erkennen gelernt, daß die Versprechungen des hervorgegangen und hat beständig eine Mehrheit für sich. Also ist es Hensler mit der vielsagenden Bemerkung: Die Stimmung in allen Centrums bei den Wahlen 1898 nichts als Wahlmanöver parlamentarisch berechtigt, und wir wollen nicht gegen das FinanzSchichten der Bevölkerung ist infolge von Vorgängen der ver- waren. Das Centrum erhielt damals 7120 Stimmen. Die freigesetz stimmen, um der Regierung kein General- Mißtrauensvotum Schichten der Bevölkerung ist infolge von Vorgängen der ver- finnige Bartei, welche auch in unsrem Kreise im Aussterben be- zu geben. Wir haben eifrig mitgearbeitet, um das Finanzgesetz so schiedensten Art ohnehin lebhaft bewegt und unheimlich gehäufte griffen ist und es im Jahre 1898 nur noch auf 2567 Stimmen gut wie möglich zu machen, und es enthält Posten peinliche Geschehnisse haben einen Pessimismus erzeugt, von dessen brachte, hat den bekannten Rechtsanwalt Dr. Helf aus Frankfurt a. M. Altersschwachen, für die Kranken, zur Förderung des Erwerbss für die Umfang man sich vielleicht nicht allenthalben eine richtige Vorstellung aufgestellt. Dieser Herr, welcher mehr konservativ als freisinnig, hat lebens usw. macht. Auch die Münchener Neuesten Nachrichten" sagen, die un- sich in der Stadtverordneten- Versammlung in Frankfurt a. M. dann weiter darauf ein, daß wichtige Forderungen, wie die gegen die - für die wir gern stimmen möchten." Der Redner ging begreifliche Gleichgültigkeit des Staatsministeriums des Innern ver- durch die Bekämpfung aller von unserem Genossen Dr. Arbeitslosigkeit, nicht erfüllt wurden, daß dagegen die Ausgaben für diene den allerschärfsten Tadel. Quart eingebrachten Reformen schon einige Lorbeeren Militär nicht mir nicht, wie es das Programm der Linken fordert, Wenn der Minister v. Feilish trotz dieses ungeheuren Fiastos erivorben. Die Nationalliberalen erzielten 1898 nur erniedrigt, sondern noch erhöht wurden, und kritisierte in flarer seiner früher von den Liberalen so sehr gerühmten Verwaltungskunst 5418 Stinnen und wurden durch das Centrum aus der Stich- treffender Weise die Politik der Regierung. Selbst wenn man von auch fernerhin im Amt bleibt, dann müssen ihn in der That Gründe wahl verdrängt, obwohl sie auch die Stimmen des Bundes den Ausgaben für neue Kanonen ganz absieht, sind die Militärbesonderer Art halten. Man darf aber gespannt sein, wie er es Richard Westermacher aus Lindheim( Hessen) vereinigten. auf ihren damaligen Kandidaten Landwirt ausgaben auch diesmal wiederum gesteigert worden. Sie betrugen Wie im letzten Budget der konservativen Regierung 15 985 000 Sr.; im fertig bringen wird, mit diesem Schuldconto belastet, vor den verlautet, beabsichtigen auch diese einen Rechtsanwalt und zwar ersten Budget der liberalen 16 658 000 r. und im neuen Budget kommenden Landtag zu treten. den Rechtsanwalt der Höchster Farbwerke, auf den Schild zu erheben. 16 972 000 r., wozu noch 2 375 000 r. für neue Kanonen Ob der Bund der Landwirte einen besonderen Kandidaten nominiert fommen. oder vereinigt mit den Nationalliberalen in den Wahlkampf zieht, Aus der Pfalz wird uns geschrieben: wird sich demnächst zeigen. Allen andern Parteien voran, hat In der" Lambrechter Thalpost", einem kleinen Lokalblättchen, die Socialdemokratie fräftig mit der mit der Wahlagitation eins erschien vor einiger Zeit ein Aufruf zu Gunsten eines Invaliden gesetzt. Es haben bereits verschiedene Versammlungen stattgefunden, Die Phosphorzündholz- Kommission feste am Dienstag ihre Be von 1870, der es verdient hätte, im Reichstage zur Sprache gebracht in denen unser Kandidat, Genosse Fr. Brühne, vor den Wählern ratungen fort. Zunächst gab Geheimrat Dr. Kern vom Reichszu werden. Der Invalide Haut, der sein Blut für das undankbare Water- referiert hat. So tagte am vorhergehenden Sonntag in der Stadt Gesundheitsamt Auskunft über die von Wurm in voriger Sizung land auf den französischen Schlachtfeldern verspritzte, hat den blutigen Höchst eine Versammlung, die von mehr als 600 Personen besucht gestellte Anfrage, ob und wie viel Blei von dem in der neuen Zünd= Krieg als tapferer Soldat mitgemacht; in 13 größeren und kleineren war. Alle entlegenen Orte des Wahlkreises der Kreis zählt masse enthaltenen bleisauren Kalk in die Dämpfe beim Abbrennen der Schlachten und Gefechten hat er gekämpft so u. a. bei Wörth und 154 Orte wurden bereits einer eingehenden Bearbeitung Hölzer übergehe. Die Untersuchung ergab, daß die neue Masse an 15 Broz. Sedan. Bei Sedan erhielt er im and gemenge einen Bajonett- unterzogen. Es wurden bis jetzt verteilt 25 000 von der Parteitags- Bleijauren Salt enthält; von andren Fabriken werden schon seit Jahren stich in den Fuß und zwei Kolbenschläge auf den Kopf. Und wie be- rede Bebels und von dein Aufrufe unsrer Fraktion 50 000. Zündhölzer mit 20 bis 50 Broz. Bleigehalt in den Handel gebracht. lohnte das dankbare Vaterland den Mann? Mit 12 Mark im Auch die„ Volksstimme" hat über 500 Gremplare zugenommen. Mit der neuen Maffe angefertigte Zündhölzer enthielten in einem Monat glaubt es sich seiner Dantesschuld entledigen Frohen Mutes ziehen wir in den Wahlkampf, um den Wahlkreis, den Stück ein tausendstel Gramm Blei, das ist so wenig, daß von einer zu können. Seit dem dem Kriege Kriege ist ist Hauf, der vordem unsre Partei von 1893 bis 1898 im Besiz hatte, wieder zu erobern. Gesundheitsschädigung durch diese Dämpfe nicht die Rede fein kann. ein kräftiger blühender Mensch war, siech und hinfällig und jetzt ist Wir erhielten in der Hauptwahl 1898 9368 Stimmen und in der Zur Debatte kam dann Abs. 4 des§ 1, wonach für Zünd bänder, die er ſeit breiviertel Jahren nicht mehr im ſtande, das Bett all ver- Stichwahl aus eigner Straft 11 506 gegen 13 671, welche auf Müller- zur Entzündung von Gruben- Sicherheitslampen pienen, bas laffen. Seine Familie, die selbst gänzlich unvermögend ist, hat Fulda von den gesamten Gegnern fielen. Verbot der Benutzung von Weißphosphor keine Anwendung findet. Der schwere Opfer gebracht und muß sie für ihr noch täglich bringen. Banern und Socialdemokratie. Einen Husarenritt in die untere preußische Bergrat Meißner zeigte eine der jetzt im Gebrauch Fünfmal hat er um Erhöhung seiner Pension petitioniert: cin- Hardt" nennt unser Karlsruher Partei- Drgan einen Agitationszug befindlichen Grubenlampen mit Weißphosphor- Zündbändern und derent mal wurde er abgewiesen und viermal erhielt er gar keine nach dem Dorfe Stafforth, wo es unsren Genossen trotz der Entzündung. Ein Ersatz durch den ungiftigen roten Phosphor sei konservativ- bauernbündlerischen Herrschaft gelang, ein Lokal zu er- bis jetzt nicht geglückt. Auch die elektrische Zündung sei noch nicht Ein andrer Fall, der sich vor kurzem zutrug, giebt ebenfalls halten. Einige Bauernbündler wollten die Socialdemokraten mit der über das Stadium der Versuche hinaus und müßte erst längere Zeit Stoff zum Nachdenken. Im November vorigen Jahres wurde beim Bollfrage in die Enge treiben, kamen aber dabei selbst in die Enge. praktisch erprobt werden; eine Grubenlampe müsse sehr viel Stöge 21. Dragoner- Regiment in Bruchsal( Baden) ein Rekrut Namens Als Genosse Kolb die Frage stellte, wie viel Bauern in Stafforth und Erschütterungen vertragen, könne also teine subtile Konstruktion Leib aus Neustadt a. d. Hardt( Pfalz) bei einer der berüchtigten Getreide zu verkaufen haben, konstatierten die Bauernbündler ein bei der Zündung brauchen. Er halte für die Grubenlampe der nächtlichen Heimsuchungen durch Klopfgeister von alten Soldaten stimmig hier giebts keine Getreide verkaufenden Bauern, wir treiben Zukunft die Acetylenlampe.- Wurm erkannte an, daß das Verbot Wie das dankbare Baterland seine Tapferen lohnt. Antwort. der Landwirte -" Parlamentarisches. der Weißphosphor- Zündbänder nicht durch einen genügenden Ersatz 1 Hamburg- Südamerikanische Dampfschiffahrts- Gesellschaft. Nach- Die Maler nud Anstreicher in Barmen beschlossen in einer sehr aufgewogen werde, da aber, wie seitens der Regierung mitgeteilt dem die größeren Banten ihre Rechnungsabschlüsse veröffentlicht start besuchten Versammlung in den Streit einzutreten, um die wird, nur eine große Fabrik( Niemann u. Wolf, Zwickau) diese haben, kommen jetzt die Reedereien an die Reihe. Die Hamburg von den Unternehmern abgelehnte Zahlung eines Stundenlohnes von Zündbänder herstelle, und drei ganz kleine, so sei eine strenge Südamerikanische Dampfschiffahrts- Gesellschaft, die gestern mit 45 Pf., sowie die Anerkennung eines Lohntarifs zu erreichen. Kontrolle durchführbar, zumal ja nach§ 16 der Gewerbe- Ordnung ihrem Geschäftsbericht hervortrat, schließt ihr Geschäftsjahr recht unHusland. derartige Zündwarenfabriken der Genehmigungspflicht unterliegen und günstig ab. Der Reingewinn, der in 1901 fich noch auf 1 191 343 ohne weiteres strengen Schußvorschriften unterstellt werden können. Mark stellte, ist auf 524 793 M. gefallen, so daß die Gesellschaft nach Aus Holland. In Amsterdam haben außer den Zimmerern Absatz 4 des§ 1 wird einstimmig angenommen, der ganze§ 1, den erforderlichen Abschreibungen keine Dividende zu verteilen vers auch die Maurer Forderungen auf Lohnerhöhung gestellt und ver der das Verbot der Herstellung und des Verkaufs von Zündhölzern mag. Neben der ungünstigen Lage des Frachimarktes haben zu diesem langen wie jene bis zum 15. März endgültig Antwort von den Untermit weißem oder gelbem Phosphor ausspricht, gegen eine Stimme Ergebnis vornehmlich die Konkurrenz der englischen Booth- Linie auf Ferner haben an verschiedenen Orten Hollands die Lumpenarbeiter und Arbeiterinnen Forderungen ( Pichler) angenommen, ebenso§ 2( Strafbestimmungen). den Routen nach Nord- und Mittel- Brasilien, sowie die geringen Ergestellt. Abg. Miller- Meiningen beantragt folgenden§ 2a betreffend träge der Genua- La Plata- Fahrt beigetragen. Sie verlangen für Männer 12 Gulden und für die Entschädigungsfrage: Frauen 9 Gulden Wochenlohn bei 10 Stunden täglicher Arbeitszeit. In Den Fabrikanten, welche als solche vor dem 1. Januar 1902 Nation" veröffentlicht J. Goldstein Auszüge aus seinem Werke: Lohnforderungen gestellt. Es ist nicht nuwahrscheinlich, daß es dort Der Segen hoher Getreidepreise. In der letzten Nummer der Haarlem haben die 3 immerer, sowie die Zinkarbeiter ausschließlich Streichhölzer unter Verwendung von weißem oder" Bevölkerungsprobleme und Berufsgliederung in Frankreich", aus zum Streif tommt. Der Cigarrenarbeiter Streik in gelbem Phosphor fabriziert und diese Fabrikation auch innerhalb denen hervorgeht, daß der Getreide konsum in hohem Maße Steenwijk dauert noch fort; es ist auch vorläufig keine Aussicht der Zeit vom 1. Januar 1902 bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes vom Getreidepreise abhängig ist. Lehrreich ist folgende Gegenüber zur Der Beilegung vorhanden. fortgesetzt haben, wird eine vom Bundesrat unter Ausschluß des stellung aus England: Stuccateurstreit in Rechtswegs festzustellende Entschädigung gewährt. Groningen dauert ebenfalls fort. Der Streit der MetallDurchschnittlicher Weizenkonsum arbeiter in Zaandam ist durch einen Vergleich zu Gunsten Preise für Imperial Quarter auf 100 Personen der Bevölkerung der Arbeiter beendet worden. Die Maler in Deventer haben in Imperial Quarters ihre Lohnbewegung vorläufig ausgesetzt, hauptsächlich in Rücksicht auf Von 23,0 bis 29,3 Schilling die im Lande herrschenden Zustände. Die Entschädigung soll das Dreifache des Jahresgewinnes nach dem Durchschnitt der Betriebsjahre 1899/1900, 1900/1901 und 1901/1902 betragen. Die Fabrikanten sind verpflichtet, von der ihnen gewährten Entfchädigung ihren Arbeitern und Beamten, die infolge des Verbotes aus ihrer Beschäftigung entlassen werden, eine Entschädigung zu gewähren, die bei Arbeitern dem von ihnen in den letzten drei Monaten vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes bezogenen durchschnittlichen Arbeitsverdienst, bei Beamten dem von ihnen in den Tezten sechs Monaten vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes bezogenen Gehalte entspricht. Streitigkeiten zwischen den Fabrikanten einerseits und den Beamten oder Arbeitern andrerseits werden von der für Lohnstreitigteiten zuständigen Instanz entschieden. 29,4 " " 35,6 " " 35,7 41,9 " " " 42,0 48,2 " " 48,2 54,6 " 1 " " 749 744 717 717 678 tamen durchschnittlich jährlich: Auf 1000 Personen der Bevölkerung des vereinigten Königreichs Imperial Quarters Erntejahre 1852/ 53-1860/ 61 1861/ 62-1870/ 71 1871/ 72-1880/ 81 1881/ 82-1890/ 91 1891/ 92-1900/ 01 • 638 684 687 734 748 der zunehmenden Berbilligung des Weizens auf dem englischen Demnach hat seit dem Fortfall der englischen Getreidezölle und Markt der Verbrauch stetig zugenommen. Ostpreußische Südbahn. Wie es scheint, ist die preußische Regierung nun doch bereit, ihr Angebot betreffs des Ankaufs der Ostpreußischen Südbahn zu erhöhen, denn die Norddeutsche Allgem. Beitung" bringt folgende Notiz:" Der Aufsichtsrat und die Direktion Der Kampf um das Koalitionsrecht der Hafenarbeiter in Dänemark. Nachdem kürzlich die Arbeiterschaft von Odense beschlossen hatte, alle diejenigen Geschäfte zu boykottieren, die mit Großhändlern in Berbindung stehen, welche die Pläne zur Vernichtung des Soalitionsrechts der Hafenarbeiter unterstügen, wandten sich sämtliche Detailhändler der Stadt an die Odense- Handelsvereinigung, die die Brutstätte jener Pläne ist, unt sie zu veranlassen, von neuem mit den Arbeitern zu verhandeln. Aber die Handelsvereinigung ignorierte dies Ersuchen vollständig und beharrte auf ihrem alten brutalen Standpunkt. Nun ist der wirtschaftliche Krieg in der Hauptstadt Fünens voll zum Ausbruch gekommen. Am Sonnabend veröffentlichte Fyns Socialdemokrat" eine Liste von 14 Fabrikanten und Großhändlern, 13 Kohlenbindung mit den die" Hafenzunft" benutzenden Importeuren abhändlern, 32 Bäckern und 96 Kaufleuten und Händlern, die jede Vergebrochen haben, und forderte die Einwohnerschaft auf, nur in diesen Geschäften zu kaufen. Die gleiche Aufforderung wurde am Abend in einer von Tausenden besuchten Versammlung wiederholt. Da bei Begründung seines Antrages Abg. Miller Meiningen behauptet, die Entschädigung findet teinen Präcedenzfall bei dem Berbot der Quecksilber- Spiegelbelege, weil dort ein vollständiger Ersatz geboten worden sei, weist ihm Genosse Segi nach, daß das gerade Gegenteil der Fall ist. Das Verbot habe alle 40-50 damals vorhandenen Kleinbetriebe unmöglich gemacht, ohne daß sie entschädigt wurden und ohne daß sie zu dem Silberbeleg- Verfahren hätten übergehen können. Das Berbot habe für die Arbeiter und ganz Fürth segensreich gewirkt, denn die Quecksilber- Krankheit, die der Ditpreußischen Südbahn beabsichtigen, der Generalversammlung Letzte Nachrichten und Depefchen. schädigung könne principiell nicht gewährt werden, weil sonst der der Aktionäre die Verteilung einer Dividende von 4%. Proz. auf die Arbeiterschutz noch langsamer fortschreiten würde als bisher. Stammattien für das Jahr 1902 in Vorschlag zu bringen. Dieje Frankreichs auswärtige Politif. Dr. Oertel spricht sich ebenfalls gegen den Antrag aus, schlägt Absicht, die alle bisherigen Annahmen, auch diejenigen der Direktoren Paris, 10. März. Deputiertenkammer. Auf den Tribünen aber vor, die Abstimmung auszusetzen, bis§ 3( Frift des Jukraft- der Südbahn, weit übertrifft, hat der Staatsaufsichtsbehörde Ber- herricht großer Andrang. Die Diplomatenloge ist dicht besetzt. tretens des Verbotes) erledigt sei, da von diesem die Entschädigungs- Vorschlages durch besondere nach Königsberg entfandte Regierungs- über die auswärtige Politik zu einer gemeinsamen Erörterung gegegeben, die alsbaldige Prüfung der Unterlagen dieses Auf Wunsch Delcassés wird bestimmt, daß alle Interpellationen frage mit abhänge. Nächste Sigung Donnerstagvormittag. tommissare vornehmen zu lassen." früher so viele Arbeiter verelendete, sei verschwunden. Eine EntAus Induftrie und Handel. Der Fall Erner". Die Firma Krupp hat, da ihr auf ihren Specialgebieten eine Konkurrenz nach der andern erwächst, neuerdings sogar auf dem der Sanonengießerei, sich entschlossen, den Umfang ihres Fabrikations geschäfts auszudehnen. Zunächst plant sie die Einrichtung einer besonderen Abteilung für den Automobilbau. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. langen sollen. daran M Millevoye( Nationalist) sagt, die socialistischen Ideen über Даз Entwaffnung seien Träumereien. beste interpfand des Friedens sei stete Kriegsbereitschaft und das französisch- russische Bündnis. Rußland sei es gewesen, welches im Jahre 1875 Deutschland verhindert habe, Frankreich endgültig den Garaus zu machen.( Jaurès ruft:" Auch England hat dies gleichfalls verhindert und Sie haben noch nicht gepredigt, day; an ein Bündnis mit England schließen solle.") MilleLeipzig, den 10. März. voh fährt fort, daß der Friede in Europa erhalten worden Rechtsanivalt Dr. Druder versucht den Nachweis zu führen, fei, verdanke man dem Kaiser Alexander III. Das Recht daß die Verhandlung nichts ergeben habe, was darauf schließen Frankreichs auf Elsaß Lothringen sei unbestreitbar und eine laffe, daß Eruer die Absicht hatte, die Gläubiger der Leipziger Bank Christliche Lohudrücker und Streifbrecher? Der Vorstand des Entwaffnung sei unmöglich, bevor diese Frage gelöst sei. Redner zu benachteiligen. Der Redner giebt eine ausführliche Darstellung, katholischen Arbeitervereins St. Joseph Moabit rflärt schließlich, er freue sich, daß die Beziehungen zu Italien wieder wie Erner als junger Mann zur Leitung der Leipziger Bauf be- versendet an die Zeiter größerer Betriebe ein Rundschreiben, worin ngeknüpft seien, und fragt, welche Rolle Frankreich im Drient rufen wurde, um ein fast eingeschlafenes Institut wieder zu beleben, ein von dem genannten Berein errichtetes Arbeitsvermittlungs- piclen werde, wo ein allgemeiner Brand im Balfangebiet auswie er dann von Anbeginn an durch Schmidt mittels Fälschungen Bureau empfohlen wird. Der Verein wird gesagt zähle ubrechen drohe. getäuscht und sowohl er wie die andren Verwaltungsorgane zu der 300 Mitglieder, von denen die Hälfte Metallarbeiter seien. Zur Berry( nationalistischer Konservativer) führt aus, man fönne Meinung gebracht wurden, die Trebergesellschaft stelle ein viel Empfehlung dieser St. Josephs- Brüder wird nicht etwa auf besondere den Bersprechungen des Sultans bezüglich der Reformen in versprechendes, der Aner- Gesellschaft in Zukunft gleichendes Unter- Tüchtigkeit im Beruf hingewiesen, sondern der St. Josephs- Verein Macedonien nicht trauen. Frankreich dürfe nicht länger schweigen, nehmen dar. Solche Verbindung mußte der Leipziger Bank aber sucht die Gunst der Unternehmer dadurch zu erwerben, daß er be- nachdem Italien, Destreich- Ungarn und Rußland ihre Stimme ersehr erwünscht sein. Der Aufsichtsrat habe dann ja auch alle Ge- tont, feine Grundsäze schließen jede an elassenhaß er- oben hätten. schäfte mit der Trebergesellschaft gutgeheißen. Gleichwohl sei keines innernde Gesinnung aus, der Verein pflege den Delafoffe( unabhängiger Konservativer) bespricht die in feiner Mitglieder wegen betrügerischen Bankrotts angeklagi worden. Geist bes Christentums und der Versöhn Olarokko herrschende Anarchie und meint, daß die wiederholten AufEs würde eine Ungerechtigkeit sein, alle Schuld auf Erner allein lichkeit. Warum gerade diese Empfehlung? Da christ- ftände dort auf europäische Intriguen zurückzuführen feien. zu wälzen, ihn zum Sündenbock zu machen und dem Zuchthause zu licher Geist und versöhnliche Stimmung durchaus nicht siedner protestiert dagegen, daß man immerwährend Angriffe überliefern. zu besonderen Arbeitsleistungen befähigt, fo fann es gegen Deutschland und England richte, und meint, die MarokkoKeinerlei Veranlassung habe dafür bestanden, das Obligo der Trebergesellschaft aus den Büchern zu entfernen, denn die Verwaltung dem Unternehmer ganz gleichgültig fein, ob feine Arbeiter Frage werde sich auf der Grundlage eines ilebereinkommens vont folchen Gesinnungen beseelt sind oder nicht. Aber wischen Frankreich, England und Spanien lösen lassen, durch der Leipziger Bank habe nicht nötig gehabt, den Gläubigern oder Aktionären die Bücher vorzulegen. Die Leipziger Bank habe sich hinter diesem Geist des Christentums, der in katholischen Vereinen welches die Meerenge von Gibraltar für neutral erklärt werde. Ben ist( f.) bespricht die politischen Ereignisse seit 1898, eben in einer Zivangslage befunden und Verschleierungen vor- gepflegt wird, verbirgt sich in der Regel jene Inechtselige Gesinnung, genommen, weil sie an ein endliches Aufblühen der Tochtergesellschaften die in dem Unternehmer den Herrn sieht, dem sich der Arbeiter in namentlich den Boerenkrieg, und wünscht die Politit Defcaffés kennen glaubte und den Zusammenbruch verhüten wollte. Redner giebt zum jeder Hinsicht willig zu fügen hat. Vor allem erwarten auch die zu lernen. Unternehmer von den mit christlichem Geist und Versöhnlichkeit Pressensé( Socialist) verbreitet sich in längerer Rede über Schlusse seiner Verteidigungsrede zu, daß eine Verschleierung begangen burchtränkten Arbeitern, daß sie jeder Solidarität mit ihren Klassen die Treibereien der mit dem Gendarmeriedienst in Macedonien besei; ein betrügerischer Bankrott liege jedoch nicht vor. In seiner Erividerung erklärt der Staatsanwalt Dr. Kunz, Erner müsse die genossen bar, sich erforderlichen Falles zu Lohnbrüdern und Streit- trauten albanischen Häuptlinge und beglüdwünscht Delcaffé dazu, Sachlage zweifellos flar gewesen sein. Es sei geradezu ein Verbrechern benutzen lassen. Nur unter diesem Gesichtspunkt ist die daß er seit zwei Jahren mit Nachdruck auf die Einführung von Er glaube allerdings nicht, daß brechen gewesen, daß Erner feine Abschreibungen vornahm und Empfehlung der St. Josephs- Brüder zu verstehen. Eine Arbeits- Reformen bestanden habe. 9 Proz. Dividende verteilte. Der Staatsanwalt sucht weiter den vermittelung unter solchen Umständen hat für jeden Arbeiter, der das östreichisch russiche Programm eine wirksame Besserung herbeiführen werde, halte vielmehr den Augenblick für ge= Nachweis zu führen, daß betrügerischer Bankrott und Verschleierung, auf ehrenwerte Gesinnung hält, etwas verächtliches. fommen, wo Europa aus seiner Unthätigkeit heraustreten müsse. aber auch Betrug gegen das Bankhaus Bleichröder vorliege. Macedonien müffe einen unabhängigen Gouverneur haben, der fich auf gewählte Störperschaften stüße. Die Verwaltung des Landes müsse unter Kontrolle einer europäischen Kommission gestellt werden. Redner schließt, seine Partei sei Anhänger einer europäischen Föde ration und deshalb wünsche sie, daß die Wolfen, welche eine folche bedrohten, verschwinden. Die Weiterberatung wird dann auf morgen vertagt. Die für die Klempner in Aussicht stehenden neuen Differenzen mit den Arbeitgebern drehen sich nicht wie gestern mitgeteilt um einen Accord tarif, sondern um einen Lohn tarif. Deutsches Reich. " Staatsanwalt Dr. Weber führt in längerer Rede aus, daß die Bücher der Leipziger Bank wohl forrett geführt waren, aber troßdem feine lebersicht über den Vermögensstand gewährten, wie dies auch die Sachverständigen Direktor Herrmann und Stommerzienrat Süskind befundet hätten. Es sei den Verteidigern nicht gelungen, das Anklagegebäude irgendwie zu erschüttern. Dem Angeklagten feien mildernde Umstände nicht zuzubilligen. Er sei nicht immer bei der Wahrheit geblieben. Der Umstand, daß der Angeklagte Bettler geworden sei, dürfte die Geschwornen nicht zur Zubilligung mildernder Umstände veranlassen, da viele arme Leute durch die Handlungsweise Glasfabrikanten neulich im Reichstage von focialdemokratischer des Angeklagten Bettler geworden seien. Rebner erwarte daher, daß die Geschwornen die Schuldfragen bejahen und dem Angeklagten mildernde Umstände bersagen. " H Russisches. einen Erla, ai sämtliche russischen Blätter, in dcm ihnen verhoten Beter& burg, 10. März.( V. H.) Der Minister des Innern richtete besondre auf die Berson des Sultans zu machen. Ebenso dürfen ib, irgend welche ingriffe auf die türkische Regierung und ins die Zeitungen nichts über den Bahnbau in Persien veröffentlichen. Eine freiwillige" Kundgebung aus Arbeiterkreisen soll, wie die Sächsische Arbeiter- Zeitung" erfährt, demnächst in den Dresdener " Neuesten Nachrichten" das Licht der Welt erblicken. Die Leitung der Siemensschen Glasfabriken fühlt sich begreiflicherweise arg bedrückt durch die Kritik, welche die scharfmacherischen Praktiken der Seite erfuhren. Zunächst hatten mun die Leiter der Siemensfchen Werke eine Arbeiterkundgebung" an den Reichstag geplant. Hier von ist man jedoch abgekommen. Statt dessen will man die In seiner Erwiderung auf die Ausführungen des Staatsanwalts Protestlundgebung", mit den freiwilligen" Unterschriften der Weber hob der Verteidiger Drucker hervor, wenn der Stonkurs Arbeiter versehen, in den„ Neuesten Nachrichten" veröffentlichen. Die verwalter Freytag, einer der angesehenſten Anwälte Sachſens, die Freiwilligkeit", mit der die Arbeiter ihre Unterschriften leisten, wird Bücher als derartig geführt bezeichnete, daß sie einen vollen Ueber genügend dadurch gekennzeichnet, daß der Generalgewaltige bei der blick über den Vermögensstand gewähren, so könne ficher nicht unterschriftensammlung fagte: em feine Existenz und betrügerischer Bankrott vorliegen. Justizrat v. Gordon betonte seine Familie lieb ist, der folle nur unter ebenfalls, so lange nicht nachgewiesen sei, daß die Bücher keinen schreiben!" Also eine Freiwilligkeit", die durch die SungerUeberblick über den Vermögensstand gewährten und Buchungen in peitsche erzwungen wird und der Protestfundgebung" einen Charakter wir der Absicht, die Gläubiger zu benachteiligen, vorgenommen würden, verleiht, der nicht im Sinne ihrer Veranstalter wirkt. könne der Angeklagte unmöglich wegen betrügerischen Bankrotts berurteilt werden. " Zur Schneiderbewegung in Jena. Ausgesperrt sind seit Montag 38 Schneidergehilfen. Wenn bis Sonnabend nicht eine Einigung auf der Grundlage der von den Gehilfen zur ersten Tarifflaffe ein gereichten Forderungen zu stande fommt, dann treten am Sonnabend die Gehilfen der zweiten Tarifflasse in den Ausstand. Der Gewerkberein der Schneider hat sich dem Vorgehen des Verbandes der Schneider vollkommen angeschlossen. Die Lohnkommission besteht aus Mitgliedern beider Organisationen. Das englische Kriegsbudget. " minister Brodric giebt Erklärungen zum Striegsbudget ab. Er hebt London, 10. März.( W. T. B.) Unterhaus. Der Kriegshervor, die Bedürfnisse des Reiches feien gewachsen und der von der Regierung geforderte Effektivbestand jei notwendig. Sobald die Referbe auf 100 000 Mann erhöht ist," sagte der Minister, werden eine regelmäßige Streitkraft bon 307 000 Mann zu unfrer Verfügung haben. Von dieser Macht erfordern die Garnisonen in den Kolonien 51 000 Mann, und im Kriegszur Verteidigung unsrer Grenzen 120 000 fall müssen wir zur Verteidigung Wenn wir für die Garnisonen Mann nach auswärts senden. im vereinigten Königreich und andere Dienstzweige den notwendigen Abzug machen, werden wir in England eine regelmäßige Streitkraft von 56 000 Mann besigen, welche noch Kommandos zum Ersatz ins Ausland abgeben muß. Der Effektivbestand des Heeres ist also nicht übermäßig hoch." Campbell Bannermann( lib.) giebt für die Oppositon die Erklärung ab, das Kriegsbudget sei höher, als die Lage des Landes rechtfertige. Man habe leinen Grund anzunehmen, das England bereit fein müsse, 120 000 Mann ins Ausland zu schiden. Hierauf erfolgt die Rechtsbelehrung der Geschworenen, die sich darauf zur Beratung zurückziehen. Alsdann verkündet der Obmann derselben: Die Geschworenen verneinten die Echuldfrage wegen betrügerischen Bankrotts und Betruges, bejahten dagegen die Frage vegen Verschleierung und versuchten Betruges. Sie verneinten jedoch die Frage, ob die Strafthaten als eine Handlung anzusehen sind, sowie die Frage wegen mildernde Umstände. Der Staatsanwalt beantragt eine mehrjährige Gefängnisstrafe und eine hohe Geldstrafe. Die Schneider in Erlangen sind am Montag in den Ausstand Der Verteidiger Justizrat v. Gordon ersucht um ein mildes Strafmaß getreten. Sie hatten Lohnaufbefferungen gefordert, statt deffen legten und außerdem darum, dem Angeklagten 19 Monate auf die Unter ihnen die Arbeitgeber einen Zarif vor, der für verschiedene Geschäfte fuchungshaft anzurechnen, da er die Zeit vom 23. Juli 1901 bis zu eine Lohnherabsetzung bedeutet. Besprechungen mit den Arbeit heutigen Tage wider seine Schuld im Untersuchungsgefängnisse zu- gebern hatten keinen Erfolg, deshalb wurde die Arbeit nieder- Mus Neunkirchen wird der„ Köln. Bolfsztg." vom 10. März, gegebracht habe. Das Urteil. m. gelegt. Metallarbeiter! In der Maschinenfabrik und Eisengießerei von Erner wird wegen Verschleierung und versuchten Betruges Ernst Schieß in Düsseldorf haben sämtliche Former und Nerumacher zu 2 Jahren Gefängnis und 20 000 M. Geldstrafe, ebent. wegen fortgefeßter Accordherabjegung gelindigt. In den Gießereien noch zu einem Jahr Gefängnis, unter Anrechnung von 15 Monaten in Solingen und Wald wird es voraussichtlich zu Differenzen kommen. Untersuchungshaft verurteilt. Die Kosten des Verfahrens wegen Buzug ist fernzuhalten. betrügerischen Bankrotts und die Hälfte der Kosten des Revisionsverfahrens werden der Staatskasse, die andren Kosten dem Angellagten auferlegt. Die Schiffszimmerer der Werft von S. u. H. Gehlsen in Indstadt find am Sonnabend entlassen worden, weil sie eine Erhöhung des Stundenlohnes von 38 auf 40 Pf. forderten. rcldet: Ein halbwüchsiger junger Mann zündete das in einem besonderen Gelaffe befindliche Sprengpulver eines Steinbruchbefizers an; dasselbe explodierte und er flog mit demselben in die Luft. Der Besuv. Portici, 10. März. Der Vesuv ist fortgesetzt in Thätigkeit und wirft große Feuergarben verbunden mit dichten Dampfwolten aus. Man bernimmt auch unterirdisches Grollen und verspürt leichte Erdstöße. Die Bevölkerung erfüllt die Straßen, verhält sich aber bisher ruhig. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 59. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt 279. Sigung. Dienstag, den 10. März 1903, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesraistische: v. Goßler. Mittwoch, 11. März 1903. darüber mit dem Reichsschazamt und der preußischen Unterrichts- heit zu sagen hat sich mit großer Mehrheit für diese Pläne der verwaltung in Verbindung treten. Militärverwaltung erklärt. Der Titel wird betvilligt. In der Budgetkommission, der ich aus persönlichen Gründen Beim Titel ,, Unteroffizierschulen" begründet diesmal nicht angehören konnte, hat nach Zeitungsnachrichten der Abg. Eickhoff( fri. Vp.) folgende Resolution:„ den Reichskanzler Abg. Müller- Fulda über das Verhältnis der Militärverwaltung zur zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß im Etat für 1904 die Firma Krupp gesprochen und geäußert, er habe den Eindruck Unteroffizier- Vorschulen und dem Militär- Knabenerziehungs- Institut zu sehr begünstigt werde. Dadurch, daß es gelungen sei, für einzelne seminaristisch gebildeten Lehrer an den Unteroffizierschulen, den empfangen, daß die Firma Krupp von der Militärverwaltung viel den seminaristisch gebildeten Lehrern an den Kadettenanstalten abritate sonturrenz zu schaffen, hätten die Preise für bestimmte Lieferungen von 44 auf 24 Millionen herabgedrückt werden bezüglich ihrer Besoldung gleichgestellt werden". fönnen. Wenn das Deutsche Reich früher solche Wucherpreise bezahlt hat, so ist es von der Firma Krupp ganz gehörig übers Ohr gehauen worden. Bei solchen Preisen kann man natürlich leicht ein paar Millionen für die sogenannten Wohlfahrtseinrichtungen hergeben, über die neuerdings in der bürgerlichen Preise soviel Lobeserhebungen zu lesen sind. Für solche Kreise ist es auch sehr leicht, patriotisch zu sein und scheinbar aus Opferwilligkeit für alle Militär- und Marinenacht, wie es hier der Fall ist. forderungen einzutreten, an denen man selbst so ungeheueren Profit Die zweite Lesung des Militäretats wird fortgefett beim Titel Gehalt des sächsischen Kriegsministers. Abg. Dr. Dertel( t.) verlangt Gleichstellung der Expedienten, Regiſtratoren und Kanzleivorsteher im preußischen und sächsischen Kriegsministerium. Die preußischen Kanzleibeamten sind besser gestellt als die sächsischen, während ihre Arbeit genau die 34, gleiche ist. Diese Verschiedenheit widerspricht auch dem Geiste der Verfassung. Ich werde diese Angelegenheit so lange zur Sprache bringen, als ich diesem hohen Hause angehöre, falls mein VerTangen nicht erfüllt wird. Abg. Graf Carmer( f.) stimmt dieser Resolution auf das wärmste ebenso die Abgg. Dr. Arendt( Rp.) und Dr. Paasche( natt.). Die Resolution wird angenommen. das Wort Beim Kapitel: Artillerie- und Waffenwesen ergreift Der Titel wird hierauf bewilligt. Abg. Pauli- Potsdam( f.): Bei den Spandauer Artillerie- WerkBeim Kapitel Militär- Justizverwaltung" hat die gestellt als die Bautechniker, obgleich beide Kategorien die gleiche stätten sind die Maschinen- und Betriebstechniker bedeutend schlechter Rommission adt Militär- Gerichtsschreiber gestrichen. Vorbildung haben und das Gleiche zu leisten haben. Diese ÜnterAbg. Bech- Koburg( frs. Vp.): Als in einer kriegsgerichtlichen Ver- scheidung bedeutet daher eine Ungerechtigkeit für die Maschinen- drücklichsten Weise auf das Verhältnis des sogenannten Bulver- Ringes Schon am 19. Februar 1896 habe ich im Reichstag in der nachhandlung der Staatsanwalt die Aussage eines Unteroffiziers techniker, die weit ungünstiger gestellt sind als ihre Kollegen in zur Militärverwaltung hingewiesen. Zu diesem Ringe, dem eine als bedenklich und zweifelhaft hinstellte, erklärte der Vorsitzende, daß Privatbetrieben. man die Aussage eines vereidigten Unteroffiziers nicht beanstanden Spandauer Militärwerkstätten eine neue Lohnordnung heraus- angehörten, gehörte auch die Waffenfabrik von Ludwig Löwe. Im vorigen Jahre ist für die Arbeiter an den ganze Reihe von Munitions-, Geschoß- und Sprengstoff- Fabriken dürfe.( Hört! hört! links.) Es kann der Zustand nicht bestehen bleiben, daß der Vorsitzende feil habe. Mir ist aber von Arbeitern mitgeteilt worden, daß diese verstanden haben, gegeben worden, an deren Schaffung ich wohl auch meinen An- Es ist besonders charakteristisch, wie solche Etablissements es stets um sich den nötigen Einfluß zu sichern, ein Offizier sein muß. Eine Revision der Militär- Strafprozeß Lohnordnung nicht völlig innegehalten worden ist. Die Personen aus der Reichsverwaltung selbst an ihre Spitze zu bringen, Ordnung ist wie in Destreich und Frankreich auch bei uns notwendig. barin festgesetzten Löhne sind auch keineswegs genügend. Es find denen sie dann ungeheuere Gehälter zahlen. So war der gegen In Frankreich will man das Princip zur Geltung bringen, daß darin 5 Lohnklassen vorgesehen, die von 3 M. bis 3,60 m. ansteigen. wärtige preußische Eisenbahnminister Budde Direktor bei Ludwig bürgerliche Vergehen auch von bürgerlichen Richtern abgeurteilt Das sind keine ausreichenden Säße, zumal für Arbeiter, Löwe. Es ist mir dann zugerufen, gegenwärtig sei sein Schwiegerwerden. Wir sollten auch in Bezug auf die Militärjustiz den andren die Familie haben. Königliche Institute sollten dafür sorgen, sohn Direktor. Das weiß ich nicht. Bei der Firma Krupp iſt, Staaten vorangehen.( Bravo! links.) daß die an ihnen angestellten Arbeiter angemessen eriſtieren feitdem sie in eine Aktiengesellschaft ungewandelt ist, der frühere Damit schließt die Diskussion. Der Antrag der Kommission tönnen. In Privatbetrieben in Spandau ist der gewöhnliche preußische Eisenbahnminister v. Thielen Borsitzender des Aufsichtsrats wird angenommen und das Kapitel bewilligt. Beim Kapitel Geldverpflegung der Truppen hat die Arbeiter müsse abgeholfen werden. Lohusay 3,50 bis 3,70 M. Der berechtigten unzufriedenheit der geworden. Ich spreche keinerlei Verdächtigungen gegen diese Personen Bei Versetzungen von aus, aber ich konstatiere, daß man es in den Kreisen unsrer GroßKommission die Gehaltserhöhung für 205 Stabsoffiziere um je Arbeitern in einen andern Betrieb müssen sie trotz langer Dienstzeit industrie meisterhaft verstanden hat, Leute an die Spitze zu bringen, 1350 M.( 180 preußische, 16 sächsische, 9 württembergische) abgelehnt. wieder von vorn mit dem niedrigsten 2ohnsay an- die nach ihrer ganzen früheren Stellung selbstverständlich einen Die Abgg. b. Normann( f.), v. Kardorff( p.) und fangen. Generalmajor v. Einem hat das mir gegenüber zwar großen persönlichen Einfluß auf gewisse Kreise in der Reichsverwaltung Büsing( natl.) beantragen, die Regierungsvorlage in diesem Punkt im vorigen Jahre bestritten, aber die Arbeiter fagen, es wäre fo. ausüben, so daß jene Industriellen von vornherein eine gewisse Gewiederherzustellen. Die Pulverarbeiter stehen in der Lohnklasse IV, das heißt sie erwähr dafür haben, daß ihnen der bisherige Naub auch in Zukunft Abg. v. Normann( t.) begründet diesen Antrag. Es würde eine reichen 3,60 bis 4 M. in acht Jahren, sie wünschen in die dritte verbleibt. Zum Pulverring gehörte u. a. auch die Firma Friedrich Ungerechtigkeit sein, diese 180 ältesten Stabsoffiziere in ihren Gehalts- Lohnklasse zu kommen, wo sie in demselben Zeitraum 4 M. Strupp. Ich war damals in der Lage, die genauen Profite dieses bezügen und Pensionsverhältnissen auf mehrere Jahre schlechter zu bis 4,50 W. erhalten würden. Ich kann dies Verlangen nur Ringes vorzuführen und Ihnen nachzuweisen, welche fabelstellent als ihre Kollegen in gleichem Range. Abg. Roeren( C.) bittet, es bei den Beschlüssen der Kommission die 4. und nicht in die 5. Lohnklasse. Auch fühlen sich diese Arbeiter steckten. unterstützen. Die Arbeiter in den Artilleriedepots gehören in haften Summen Aufsichtsräte alljährlich in die Tasche Ich habe weiter nachgewiesen, daß, wenn die zu belassen. Es handelt sich hier nicht um eine Erhöhung verlegt, daß sie nicht wie alle übrigen dortigen Arbeiter an den kolossalen Profite der Aktionäre nach außen hin unliebsames des Gehalts der Oberstlieutenants im allgemeinen, sondern es werden Sonnabenden vor großen Feiertagen früher Urlaub haben als sonst. Aufsehen erregen mußten, man zu dem beliebten Mittel der 180 Oberstlieutenants herausgegriffen, weil sie qualifiziert sind Wenn Konferenzen stattfinden, bestimmt einfach die Direktion, sogenannten„ Berbesserung der Aftien" überging, d. h. das AktienRegimentskommandeure zu sein. Es soll also der bedenkliche welche Arbeiter daran teilzunehmen haben. Man sollte lieber dem kapital, das sich ja in seiner Gesamtheit in festen Händen befindet, Grundsatz eingeführt werden, daß das Gehalt einer etatsmäßigen Arbeiterausschuß die Auswahl dieser Arbeiter überlassen. Die Leute, wird etwa von 3 auf 6 Millionen hinaufgesetzt. Aber die Herren Stelle auch an Personen gezahlt wird, die diese Stelle noch nicht die von der Direktion ausgewählt werden, werden immer mit Miß haben deswegen nicht etwa neue 3 Millionen einzuschießen, nein, fie inne haben, sondern nur für sie qualifiziert sind. Das könnte zu trauen angesehen und fühlen sich auch selbst dabei nicht wohl. Ein bekommen neue Aktien, ohne auch nur einen Pfennig einzuzahlen. den weitestgehenden Konsequenzen führen. Vielleicht kann später eine weiterer Mißstand ist, daß die Arbeiterausschüsse nur die Auf diese Weise sinkt die Dividende von etwa 30-40 Broz, auf neue Zwischenstufe zwischen den Oberstlieutenants und Regiments- Wünsche zur Sprache bringen können, die gerade auf der Tages- 15-20 Broz, und nach außen hin wird der Eindruck eines Nachtommandeuren geschaffen werden.( Bravo! im Centrum.) ordnung stehen. Das trägt nicht zur Vermehrung der Zufriedenheit laffens des Getvinnes erivedt. Dies Manöver ist im Laufe Abg. v. Tiedemann( Rp.) schließt sich den Ausführungen des Ab- unter den Arbeitern bei. Ich hoffe, daß das Kriegsministerium des Vestehens des Pulverringes wiederholt ausgeführt worden. geordneten v. Normann an. diesen bescheidenen Wünschen der Arbeiterschaft Spandaus mit Wohl- Es wird außerordentlich schwer, wenn nicht unmöglich, sich diesem Abg. Dr. Paasche( natl.): Im Interesse eines guten Ersatzes in wollen entgegenkommen wird. Es ist ja vor furzem in Breslau das tapitalistischen Polypen zu entziehen; ob die neue Kartellenquete bas unferm Offiziercorps bitte ich um Annahme der Regierungsvorlage. Wort gefallen von dem schlichten Mann aus der Werkstatt. Die Ei des Columbus entdecken wird, scheint mir auch recht zweifelhaft. Es wird immer schwerer, die hohen Offiziersstellen der Infanterie Arbeiterschaft Spandaus betrachtet mich als ihren natürlichen Ver- Es kommt hinzu, daß alle diejenigen, die bei solchen Unternehmungen angemessen zu besetzen. treter: Ich bin cin schlichter Manu aus der Wert- interessiert sind, einen außerordentlich großen focialen und auch Abg. Dr. Müller- Sagan( fri. Vp.) bestreitet, daß eine Gehalts- statt.( Große Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Und nach- politischen Einfluß auf die Parlamente ausüben und daß ihnen große erhöhung für die 180 Oberstlieutenants irgendwie auf den Ersatz bem dieses Wort gefallen ist, hat der Herr Kriegsminister die Ver- einflußreiche Breßorgane zur Verfügung stehen, die jede Forderung einwirken könne. pflichtung, den Wünschen der Spandauer Arbeiterschaft, die durch den auf Neubewaffnung mit der Toga des Patriotismus ungeben. Jedenfalls steht fest, daß das Deutsche Reich sein Artillerie( Erneute Heiterkeit bei den Socialdemokraten. Bravo! rechts.) Striegsminister v. Goßler: Aus der Debatte in der Kommission schlichten Mann vorgetragen sind, voll und ganz Rechnung zu tragen. material außerordentlich teuer hat bezahlen müssen; ich hoffe, daß und hier im Plenum ergiebt sich, daß die meisten staatserhaltenden Barteien darüber einig sind, daß die Stellung der Oberstlieutenants aufgebessert werden muß. Nur meinte einer der Vorredner, man müßte derartige Ausgaben aufschieben, weil wir jetzt am Schlusse des Quinquennats stehen und im nächsten Jahre eine neue Militärvorlage zu erwarten fei. Im Gegenteil, jetzt am Ende des Quinquennats ist der letzte Augenblick, um Härten auszugleichen. Ich bitte deshalb um Wiederherstellung der Regierungsvorlage. Präsident Graf Ballestrem: Wir kommen zur Abstimmung. Abg. Roeren( C., zur Geschäftsordnung): Mit Rücksicht auf die etwas schwache Besetzung des Hauses beantrage ich, die Abstimmung über diese Position auszusetzen. Abg. Singer( Soc., zur Geschäftsordnung): Ich bezweifle die Beschlußfähigkeit des Hauses.( Große Unruhe rechts.) Präsident Graf Ballestrem: Ich werde den Namensaufruf vors nehmen lassen, um das zu konstatieren. Der Namensaufruf ergiebt die Anivesenheit von 172 Abgeordneten. Das Haus ist also beschlußunfähig. Präsident Graf Ballestrem beraumt die nächste Sigung an auf heute nachmittag 31, Uhr mit der Tagesordnung: Fortseßung der Beratung des Militär- Etats vom Kap. 35 ab: MilitärErziehungs- und Bildungswesen. Schluß 3 Uhr. * Abg. Bebel( Soc.): Auf die letzten Ausführungen des Herrn Vorredners wird mein Freund Zubeil, der die Spandauer Verhältnisse tennt, genauer eingehen. Der Herr Abgeordnete kommt, wie mir scheint, etwas zu spät zu der Erkenntnis, daß er der schlichte Mann aus der Werkstatt ist.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Er kann nicht behaupten, daß er von der Majorität der Spandauer Arbeiterschaft gewählt sei. Was ihm sein Mandat verschafft hat, war lediglich die ländliche Bevölkerung in dem großen Streife. Ob es ihm auch das nächste Mal gelingen wird, in den Reichstag zu kommen, wird sich ja in einigen Monaten entscheiden. es ihr gelingen wird, in Zukunft zu günstigeren Bedingungen abzuschließen. Was die Neubewaffnung der Artillerie anlangt, so wird der Herr Kriegsminister nach der citierten Aeußerung des Generals von Zoebell nicht umhin können, auch hierüber dem Reichstag Aufklärung zu geben.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Kriegsminister v. Goßler: Man merkt, daß Herr Bebel der Budgetkommission nicht beigewohnt hat, dort sind seine meisten Fragen längst beantwortet worden. Man war sich einig darüber, daß die Dinge zum Teil vertraulicher Natur seien und nicht in die Zeitungen kommen follten. Ich habe eine Anfrage an den Herrn Kriegsminister zu richten. Wenn Herr Bebel aus den Zeitungsberichten über die Sizungen der Seit geraumer Zeit wird in den verschiedensten Organen der Presse Budgetkommission seine Angaben geschöpft hat, dann ist er falsch davon gesprochen, daß wieder eine Umwandelung oder gänzliche orientiert.( Abg. Singer: Ich bitte ums Wort!) Herr Bebel hat uns Neubewaffnung der Feldartillerie- Geschütze bevorstehe. Wir haben be- Plöglichkeit und Unbedachtsamkeit der Entschließung in Bezug auf fanntlich eine Neubeschaffung von Feldartillerie- Geschüßen in den Jahren die Neubewaffnung der Artillerie vorgeworfen. Sein Gedächtnis 1896 bis 1898 vorgenommen, die etwa 140 Mill. Mark toftete. Damals muß sehr kurz sein, sonst könnte er wissen, daß wir viele Jahre wurde uns dargelegt, daß unsre Feldartillerie- Bewaffnung für einen probiert und studiert haben, che wir die Neubewaffnung einführten. Striegsfall ganz ungemügend ist, Gleich darauf sind dann die Mit unsrem Geschützmaterial sind wir vollkommen zufrieden. Wenn Franzosen mit einer Neubewaffnung ihrer Artillerie vorgegangen Herr Bebel Zeitungsmeldungen mehr glaubt als uns, so ist ihm und haben ein Geschüß eingeführt, das nach dem allgemeinen nicht zu helfen. Es ist wunderbar, heute morgen las auch ich von Urteil der Sachverständigen sich als wesentlich besser dem Vortrag des Herrn v. Loebell, den ich nicht näher kenne, und herausstellte, wie das damals eben eingeführte neue deutsche Geschütz. heute bereits trägt Herr Bebel ihn als feststehende Thatsache vor. 280. Sigung. Dienstag, 10. März 1903, nachmittags Damals wurde in der Presse behauptet, daß in dem Augenblick, als Was sind das für Unterlagen.( Abg. Bebel: Ich bitte uns Wort!) 31 11 hr. die Frage der Neubeschaffung der Feldartillerie in den Kreisen Ein neues Geschütz kommt überhaupt nicht in Frage; es sind nur Am Bundesratstisch: v. Go ßler. der Militärverwaltung ventiliert worden sei, bereits bei Krupp die Bersuche angeordnet mit aptierten Laffetten. Nähere MitDie zweite Lesung des Militär- Etats wird fort- neuen Feldartillerie- Geschütze, die später die französische teilungen darüber halte ich der Oeffentlichkeit gegenüber nicht für angesetzt bei stap. 35 des Ordinariums: Militär- Erziehungs- Armee acceptierte, in Borbereitung gewesen seien und daß die Firma gemessen. Der Abg. Bebel hat von einer bestimmten Firma geund Bildungswesen. Krupp, als sie von der Absicht der Militärverwaltung hörte, diese sprochen und ihr Betrug vorgeworfen. Er kann damit nur die Jn Tit. 10a und 10b werden von der Regierung zur Er- Vorbereitungen eingestellt habe, um so rasch wie möglich die Firma Krupp gemeint haben. Ich bestreite, daß es überhaupt richtung einer militärtechnischen Hochschule 103 000 m. denti che Bestellung zur Ausführung zu bringen, die ihr zu den jemals in Frage kommen kann, daß eine solche Firma betrügt. gefordert. Die Hochschule sollte am 1. Oftober 1903 eröffnet werden bekannten außerordentlich hohen Preisen übergeben wurde. Wie dem( Sehr richtig! rechts.) Herr Bebel vergißt die ungeheueren Berund zunächst vorübergehend in den Räumen der Vereinigten Artillerie- auch sei, Thatsache ist, daß die französische Artillerie in den Besitz dienste, die sich die Firma um Deutschland und seine Wehrkraft erund Ingenieurschule untergebracht werden. des sogen. Rohrrücklauf- Geschützes und der sogen. Schußschilde lam, worben hat.( Sehr richtig! rechts.) Es hat mich überrascht, daß bei der Die Kommission beantragt statt dieser Forderung 50 000 m. die die Bedienungsmannschaft gegen Kleingetvehrfeuer sehr gut Beratung des fächsischen Etats in der Budgetkommission plötzlich Zahlen zu bewilligen zur Erweiterung des militärtechnischen schügt. Nun ist, wie gesagt, die deutsche Militärverwaltung wieder aufgetaucht sind, die mir gänzlich unbekannt sind und die Studiums der Offiziere an der Technischen Hochschule der Meinung, daß die 1898 eingeführte Bewaffnung den modernen mur von dem Agenten einer bestimmten Firma zu Charlottenburg, zu Entwürfen für ein ballistisches Labo- Ansprüchen nicht genüge. cinem Abgeordneten gegeben sein können.( Hört! hört! rechts.) Sch ratorium". In einem Telegramm aus Essen vom vorigen Monat wird auch bestreite( mit erregter Stimme), daß diese Zahlen richtig sind. Der Abg. Dr. Paasche( natt.) beantragt, 50 000 m. zu bewilligen zur bereits davon gesprochen, daß nene Feldgeschütze mit Schuhschilden in Mann soll mit seinem Namen hervortreten und mir die Zahlen Vorbereitung für eine an die Vereinigte Artillerie- und Ingenieur- Arbeit sind. Soviel ich weiß, ist darüber der Budget- Kom- geben, dann werde ich ihn verantwortlich machen. Hinter dem Schule anzugliedernde militär- technische Akademie zur mission teinerlei Mitteilung gemacht worden. Um so Rücken des Reichstags und der Verwaltung, mit solchen Zahlen zu Weiterbildung von Offizieren, die auf technischen Hochschulen vor- notwendiger ist es, daß wir heute darüber Aufklärung erhalten. tommen, das ist eine Unredlichkeit.( Sehr richtig! rechts.) Daraus gebildet find". In dem betreffenden Telegramm heißt es weiter, daß zunächst nur geht für mich hervor, daß die größte Zurückhaltung notwendig ist Geh. Regierungsrat Professor Müller- Breslau giebt eine Dar geringere Kosten erwüchsen, daß aber allmählich ganz neue Geschütze im Verkehr mit derartigen Firmen. Ich habe aus der Nede des Herrn stellung der Verhandlungen der Kommission. Ueber die Notwendigkeit hergestellt würden. Das scheint sich auf die Preßmitteilungen zu Bebel entnommen, daß er einen unbestimmten Verdacht geäußert hat. der technischen Ausbildung der Offiziere herrschte keine Meinungs- beziehen, wonach zunächst behauptet wurde, die Aenderung unsrer Er hat gesagt, der Firma Krupp feien Millionen in die Hand gespielt verschiedenheit, nur über die Organisation dieser Ausbildung konnte man geldgeschüße werde ca. 30 Millionen in Anspruch nehmen, während worden. Wie will er das beweisen. Die Preise sind einfach sich nicht verständigen. Redner erörtert eingehend an der Hand der später die Stoften auf nur ca. 10 Millionen angegeben wurden. deshalb niedriger geworden, weil inzwischen techdem Etat beigegebenen Denkschrift die geplante Organisation und Bestärkt werde ich in der Auffassung, daß das gegenwärtige nische Erfindungen gemacht worden sind, die die Hers den Lehrplan der zu errichtenden Hochschule. Redner Feldartillerie- Geschütz den Anforderungen nicht genügt, dadurch, daß stellungsfosten verringert haben.( Unruhe links.) Wie schließt mit den Worten: Liegt Ihnen an der Schlagfertigkeit nach einer Mitteilung im heutigen Vorwärts" General der Abg. Bebel da von Betrug reden kann, muß ich seinem eignen unsres Heeres auf technischem Gebiete, so nehmen Sie die Vorlage v. Loebell mit großer Lebhaftigkeit für eine Reubewaffnung Urteil überlassen. Heut morgen sind ähnliche Dinge wieder in der der Regierung an! unsrer Artillerie eingetreten ist. 1896 wurde uns in der Budget Budgetkommission zur Sprache gekommen. Vielleicht hat Herr Abg. Dr. Spahn( C.)( zur Geschäftsordnung) beantragt die kommission gesagt, daß die Franzosen bereits voraus seien, und Bebel die Güte, seine Behauptungen draußen in einer Zeitung Position mit Rücksicht auf das in den Ausführungen des Professors nachher stellte sich heraus, daß die Franzosen erst später das neue zu wiederholen.( Abg. Bebel: Hier ist der Ort dazu! Präsident Müller- Breslau enthaltene neue Material an die Budgetkommission Geschütz einführten, ein Geschüß, das wir nun gleichfalls ein- Graf Ballestrem: Haben Sie doch Geduld, Herr Bebel, Sie zurüdzuberweisen. führen sollen, weil das gegenwärtige nicht genügt. Bei dieser sind ja schon zum Wort gemeldet.( Seiterkeit.) Die Jdee der freien wichtigen Frage scheint wieder einmal die beliebte Plöglichkeit eine Konkurrenz, für die sich die Kommission ausgesprochen hat, ist ja Bei Tit. 19: Besoldungen in den Kadetten entscheidende Rolle gespielt zu haben. In demselben Augenblick, to wunderschön. Aber die Folge der freien Konkurrenz ist gerade die anstalten" wünscht man zu der Einsicht tam, eine Neubewaffnung unsrer Artillerie fei Ringbildung. Hat man keinen Lieferanten, der dauernd liefert, dann Abg. Eickhoff( fri. Vp.), daß die Oberlehrer an den Kadetten- notwendig, ging man sogleich mit aller Schneidigkeit an die Aus- einigen sich die Fabrikanten, um die Preise zu halten. Der Staat tann anstalten trotz der eingetretenen Gehaltsverbesserung die Dienst- führung dieses Planes, und der Reichstag, der ja leider in seiner solche Fabriten nicht einrichten, weil er teine Privataufträge annehmen alterszulagen in der bisherigen Weise weiter erhalten möchten. Mehrheit keine Sachverständigen für diese Fragen besitzt die, die tann. Ich sage nur soviel, wir hätten die Kriege nicht gewonnen Generalmajor v. Einem erklärt, die Militärverwaltung werde er vielleicht besitzt, haben kein Interesse daran, rückhaltlos die Wahr- lohne die Firma Krupp. Sie kann verlangen, daß wir sie Das Haus beschließt einstimmig demgemäß. " er ausgesprochen hat, fallen auf ihn zurück.( Bravo! rechts.) Abg. Singer( Soc.): 9 bauernd beschäftigen, weil sie ganz Vorzügliches liefert. Das kann um diese Dinge hier unter dem Schutze der Immunität zu be-| Glauben geben, aus dem die wahre freie Sittlichkeit erwächst.( Belich von andern Fabriken nicht sagen. Wir haben mit dem sprechen. Der Minister sagte, der General Loebell sei ihm un fall links.) Bulverring nie etwas zu thun gehabt. Wir bestellen uns ganz bekannt. fleine Lieferungen beim Pulverring, um ihn leistungsfähig der berichte über die Fortschritte in der Waffentechnik Ist das nicht derselbe Herr, der die Jahress Darauf wird ein Antrag auf Schluß der Debatte gegen das Konkurrenz des Auslandes gegenüber zu erhalten. Für die Bebelschen herausgiebt?( Seriegsminister: Das ist sein Bruder.) Also Centrum und die Freijinnige Boltspartei angenommen. Der Titel Angriffe lag nicht der geringste Anlaß vor, die Beschuldigungen, die kennen Sie doch den Bruder!( Große Heiterfeit.) Ich konstatiere Minister" wird bewilligt. Jm Tit. 3 des Kap. 109 beantragt die Budgetkommission den also, daß der General Loebell, der Bruder des Herausgebers der Jahresberichte für Waffentechnik, den Vortrag über die Neu- von der Regierung neu geforderten Betrag von 3000 M. für einen Ausrüstung der Artillerie gehalten hat, daß also diese Frage in Generalinspektor der Reformschulen im Nebenamt zu streichen, Der Kriegsminister hat meinem Freunde Bebel vorgeworfen, er hohen Offizierskreisen lebhaft ventiliert wird.( Lebhafter Beifall links.) dagegen in Tit. 11 provisorisch eine Remuneration von 3000 m. für hätte hier Dinge zur Sprache gebracht, die in der Kommission als Kriegsminister v. Goßler: Ich muß den Herren Socialdemokraten einen sachverständigen Beirat bei der Inspektion der Reformschulen neu einzusehen. bertraulich bezeichnet seien. Dagegen erhebe ich wider zugeben, daß das Vertrauen, das ich von ihnen in der Budgetspruch. Was in der Kommission als vertraulich bezeichnet worden kommission verlangt habe, niemals getäuscht worden ist. Diese ErNach längerer Diskussion wird der Kommissionsantrag an ist, hat Bebel hier nicht berührt.( Sehr richtig! bei den Social- klärung bin ich den Herren schuldig und dafür bin ich ihnen dankbar. genommen. Beim Kapitel„ Konsistorien" erörtert demokraten.) Was er angeführt hat, war der Presse entnommen.( Sehr( Bravo!) Andrerseits habe ich, gestützt auf dieses Vertrauen, stets richtig! bei den Socialdemokraten.) Wenn sich aber jemand der Hand- mich über die Dinge so eingehend ausgesprochen, daß jeder im Abg. Schall( f.) den Mangel an theologischem Nachwuchs. Er lung schuldig gemacht hat, hier etwas mitzuteilen, was in der stande war, meine Ansicht und die Begründung der Etatsforderungen führt diesen Mangel u. a. darauf zurück, daß auf den Universitäten Kommission als vertraulich bezeichnet worden ist, dann wäre es der zu kennen. So ist es gelungen, eine Einigung über alle Zwiespalt in die Seele der jungen Leute gefäet wird, die sich der Kriegsminister selbst.( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemo- fchweren Fragen in der Budgetkommission zu erzielen. Wenn liche Offenbarung Gottes als der größte menschliche Irrtum bezeichnet Theologie widmen wollen. Wenn zum Beispiel der Glaube an die persön= kraten.) Er hat jetzt hier Mitteilungen gemacht, die er in der Kom- weiter Herr Bebel seine Immunität als Abgeordneter in dieser wird, so kann man uns wirklich nicht zwingen, dem beizutreten. mission als nicht für die Deffentlichkeit geeignet bezeichnet hat. Ich Weise anwendet, so ist das seine Sache. Ich andrerseits bin nicht Religion ist die bewußte Bethätigung der Gemeinschaft lege Wert auf diese Feststellung, weil der Kriegsminister offenbar Abgeordneter und bin verpflichtet, Behörden und andre, mit denen mit Gott. Ich möchte die Regierung fragen, об fie den Eindruck erwecken wollte, als seien wir es, die vertrauliche ich in Verbindung stehe und die außerhalb dieses Hauses sind, zu Dinge in der Deffentlichkeit besprechen. Wir sind allerdings der schützen. Herr Bebel wird mir recht geben, es wäre Feigheit, wenn Richtung berufen möchte. Ein weiterer Grund für den Mangel an auf den Universitäten Vertreter nicht mehr der positiven Meinung, daß in gewissen Dingen eine Geheimniskrämerei nicht an- ich es nicht thäte. Die Nachricht über die Firma Krupp, gebracht ist. Es wäre denkbar, daß wir einmal Wider daß sie ein Geschüß für Frankreich bereit gestellt Theologie Studierenden liegt auch an den schlechten materiellen Berspruch erheben hältnissen, in denen die Pastoren sich befinden. Es existiert jetzt müßten, tvenn die Kommission Dinge hätte, ist vollständig unrichtig. als vertraulich bezeichnen wollte, deren öffentliche Erörterung Abg. Müller- Fulda( C., auf der Tribüne fast unverständlich): beinahe ein Pastorenproletariat.( Als Redner weiter auf die Bewir für notwendig halten. In solchen Fällen würden wir aber Bei dem jetzt in Frage stehenden Stapitel ist die lebervorteilung der soldungsfrage eingeht, wird er vom Vicepräsidenten Freiherrn unsre Absicht von vornherein in der Kommission aussprechen. Die Militärverwaltung nicht zur Sprache gekommen, sondern erst, wie v. Heereman zur Sache gerufen.) Fälle, die von der Kommission als vertraulich bezeichnet und an der Kriegsminister richtig gesagt hat, beim sächsischen Etat. Wenn Nachwuchses ist jetzt Thatsache. Der Zubrang war früher so groß, Ministerialdirektor Althoff: Der Rückgang des theologischen werden von uns so behandelt, wie es beschlossen worden ist. Wir unrichtig gewesen, so bedaure ich, daß er die einzelnen Zahlen, Professoren sind an dem Rückgang sicher nicht schuld, denn in den genommen sind, ohne daß wir Widerspruch dagegen erhoben haben, der Herr Kriegsminister sagte, die Zahlen in der Kommission seien Nachwuchses ist jetzt Thatsache. Der Zudrang war früher so groß, daß die Anstellungsverhältnisse sich verschlechtert haben. Die liberalen haben über derartige vertrauliche Verhandlungen nie etwas in die wie die Preise für Geschosse durch die Konkurrenz allmählich reduciert Deffentlichkeit gebracht. Die Worte des Herrn Kriegsministers gaben worden sind, nicht schon in der Kommission bestritten hat. Die Sache wird achtziger Jahren war die pofitive Richtung noch geringer vertreten Jezt, wo sich die Möglichkeit, diesen Eindruck zu erwecken, wenn sie auch nicht die ja bei dem betreffenden Titel noch näher besprochen werden. und der Andrang von Studierenden war viel stärker. Absicht hatten.( Zuruf bei den Socialdemokraten: doch!) Kriegsminister v. Goßler: Bei der Verhandlung in der Budget- die Anstellungsverhältnisse wieder verbessert haben, wird sich der Jezt, wo der Kriegsminister die Sache selbst zur Sprache gebracht kommission hatten mehrere Mitglieder Zettel mit Zahlen in der Nachwuchs auch wieder heben. hat, tönnen auch wir näher darauf eingehen. Der Kriegsminister Hand. Ich habe sie nicht erhalten. Wir kennen die Zahlen dienstlich spricht nicht den gegenwärtigen Lebensverhältnissen. Trotzdem möchte Abg. Hackenberg( natl.): Die äußere Lage der Geistlichen ent hat heute erklärt, daß die Veränderung der Technik zu einer Herab- nicht, darin liegt die Schwierigkeit für uns sie zu beurteilen. ich aber nicht, daß die evangelischen Geistlichen immer nur ihre Stellung segung der Preise geführt hat. In der Kommission aber hat er Abg. Bebel( Soc.): erklärt, daß die Konkurrenz den Preisdruck herbeigeführt habe.( Hört! mit den andern Beamten nach Gehalt und äußeren Verhältnissen verDer Kriegsminister hat selbst zugegeben, daß er die Zahlen in gleichen. Der schönste Lohn ist die Befriedigung im Berufe. Die Zuhörerhört! und Bewegung.) Das hört sich etwas anders an. Herr v. Goßler der Kommission nicht widerlegt hat. Warum das nicht geschehen ist, schaft bei den theologischen Fakultäten, die auf positivem kirchlichen verwahrte sich gegen die Angriffe auf Firmen, die ihr Monopol benutzen, weiß ich nicht. Ich habe nicht gesagt, daß gerade bei diesem Kapitel Standpunkt stehen, ist, wie die Statistit zeigt, stärker zurückgegangen um das Reich zu teuer zu bedienen. Aber die Herren vom Centrum, die betreffenden Erörterungen in der Kommission stattgefunden als bei andern freieren Fakultäten. Herr Schall hat auf die Vorvon den Konservativen und von den Nationalliberalen haben in der hätten; ich habe das allerdings angenommen. Nach den Er- träge über Bibel und Babel angespielt. Das Aufsehen und die AufKommiffion genau dieselbe Auffassung vertreten wie Bebel heute. flärungen des Abg. Müller- Fulda nehme ich meinen Vorwurf regung, die sie hervorgerufen haben, waren nicht durch ihren In( Hört! hört! links.) Die Kommission war einstimmig der Ansicht, gegen den Referenten zurück, daß er uns bei diesem Kapitel halt, sondern durch den Zuhörerkreis, vor dem sie gehalten daß die Militärverivaltung diesen Kartellen, diesen Ringen zum nicht von den Verhandlungen in der Kommission Mitteilung wurden, bedingt.( Sehr wahr! links.) Ich stehe auf dem Opfer gefallen fei und daß es hohe Zeit sei, durch Eingreifen des gemacht habe. Warum der Kriegsminister besondere Veranlassung Boden des Evangeliums und der Reformation. Ich Ich gebe Reichstages diefem Schröpfen ein Ende zu machen. Der Kriegs- haben soll, die erhobenen Angriffe gegen bestimmte Firmen zurück feine Definition des Wortes Glauben. Ich fage Glaube minister hat ſelbſt ſeine Zustimmung dazu gegeben; dann steht es zuweisen, sehe ich nicht ein, um so mehr als ich seiner Zeit nach- und Wissen sind zwei völlig verschiedene Gebiete und darum ihm aber besonders schlecht an, durch solche Neden die wirklichen gewiesen habe, daß die Firma Krupp ihre Panzerplatten billiger an giebt es keine Wissenschaft, die den Glauben fördert und keine Thatsachen zu verwischen.( Lebhafte Zustimmung bei den Social- das Ausland verkauft als an die deutsche Regierung. Wissenschaft, die ihn untergräbt. Wir stehen auf dem Boden der demokraten.) Der Kriegsminister meinte irrtümlich, ich hätte gefagt, Krupp vollen Freiheit der Wissenschaft, da sich die Wissenschaft, wenn sie habe ein Geschütz für Frankreich zu liefern gehabt, und als die irrt, sich selbst korrigiert und fortschreitet. Glaube und Unglaube deutsche Bestellung gekommen fei, habe er dies Geschütz gewissermaßen find gewiß große Gegensätze. Aber die, die hier erklärt haben, daß zurückgestellt. Ich habe aber in Wirklichkeit gesagt, daß, als die sie sich auf dem Boden des Glaubens zusammenfinden wollen, fie deutsche Bestellung bei Krupp eintraf, dieser bereits ein neues würden sehr bald auseinander stehen, wenn sie sich gegenseitig fagen Geschütz in der Ausführung gehabt, das den späteren wollten, was jeder von ihnen unter Glauben versteht! Rohrrücklauf- Geschützen entsprach und daß Krupp von diesem neuen Geschütz der Militärverwaltung zunächst keine Mitteilung gemacht habe. Es liegt wirklich kein Anlaß vor, in diefer entrüsteten Weise die Firma Krupp in Schuß zu nehmen. Die Summen, die die Inhaber, Es ist nicht das erste Mal, daß der Kriegsminister, wenn ich die Aufsichtsräte, die Direktoren und Aktionäre in die Taschen stecken, des rede, in einen Zustand nervöser Ueberreizung gerät, daß zeigen doch, wie gut diese Leute es verstehen, ihren Patriotismus er nicht mehr genan hört, was ich gesagt habe. Ich kon- mit Internationalität zu vereinen: sie liefern ihre Geschütze statiere, daß ich von keinem Mitgliede der Budgetkommission China Geschütze geliefert hat, haben die Deutschen bei der Eran Freund und Feind. Daß die Firma Krupp seiner Zeit an irgend welche Mitteilungen erhalten habe, sondern auf Zeitungsnachrichten gestützt gesprochen habe. Seit vielen Jahren stürmung der Takuforts erfahren.( Sehr richtig! bei den Socialfind in der Budgetkommission die wichtigsten Dinge den Mitgliedern demokraten.) anvertraut worden und nach keiner Richtung ist von mir oder einem Damit schließt die Debatte. meiner Parteigenossen das Vertrauen gebrochen worden. Die Zahlen, Berichterstatter Abg. Graf Roon( f.): Nachdem Herr Bebel Leitartikel würdigt das Genie des großen Toten und giebt außerdem die ich angab, standen in den Zeitungen und sie sind vom Kriegs- seinen Vorwurf gegen den Referenten zurückgenommen hat, brauche eine intereſſante Erinnerung aus seinen Schicksalen als SchriftIhm würde das nicht steller, die buchhändlerische Anzeige der geplanten Sammelausgabe dem sächsischen Etat sei von den Preisen die Rede gewesen passiert sein, wenn er seinen brausenden Eifer etwas mehr gezügelt feiner Jugendarbeiten, die aus dem Verlage des„ roten Becker", des und die Ziffern müßten den betreffenden Mitgliedern der hätte bis zu der Beratung über die betreffende Position. Er hätte späteren Oberbürgermeisters, hervorgegangen war. Der Verlag ging Kommission von dem Agenten einer andern Firma mitgeteilt vielleicht die ganze Beratung hier nicht begonnen, wenn er Mitglied zu Grunde, nachdem das erste Heft der angekündigten Ausgabe erworden sein. In der Presse ist aber gerade die Firma Krupp mit der Kommission gewesen wäre oder die Berichte genauer ge- schienen war. diesen Zahlen in Verbindung gebracht worden und deshalb habe lejen hätte. Der Kriegsminister hat schon in der Kommission Sarl Kautsky veröffentlicht eine bisher ungedruckte„ Einleitung auch ich die Firma Krupp genannt. Jetzt kommt der Kriegsminister erklärt, das Heruntergehen der Preise sei in den letzten Jahren zu einer Kritik der politischen Oekonomie" von Karl Mary aus dessen mit der großen sittlichen Entrüstung. Kennt er denn die Verhand- durch die Fortschritte der Technik ermöglicht worden. Dadurch hätten lungen über den Marine- Etat so wenig, daß er nicht weiß, daß vor die Konkurrenzfabriken in legter Zeit billiger liefern können, als die einigen Jahren in der Budgetkommission die Thatsache eruiert worden Struppsche Fabrit seiner Zeit geliefert habe. ist, daß die Firma Krupp für die Tonne Panzerplatten Das Kapitel wird bewilligt. 4-500 Mart von der deutschen Marine mehr als von der amerikanischen genommen hat? Wenn das patriotisch sein soll, wenn das Verfahren vom Kriegsminister gebilligt werden sollte, dann bedauere ich das lebhaft.( Sehr richtig! bei den Socialdem.) Damals ist von der Kommission eine Resolution gefaßt worden, die der Regierung den Gedanken nahelegte, selbständig mit der Fabrikation diefer Platten vorzugehen, und infolge der damaligen Besprechungen 40. sind dann 40 Millionen erspart worden. Nach dieser Thatsache sollte ein preußischer Kriegsminister sich doch hüten, für eine Firma so warm einzutreten, wie es Herr v. Goßler gethan hat. beim Titel„ Ministergehalt". Die Herren, die mit dem Reiche Geschäfte gemacht haben, haben sich immer in ausgezeichneter Weise auf ihren Kriegsminister von Goßler: Durch die Ausführungen des Abg. Singer ist meine Behauptung erwiesen worden, daß Herr Bebel hier Dinge zur Sprache gebracht hat, die er infolge seiner Nichtteilnahme an den VerHandlungen der Budgetkommission nicht kennen konnte. Herr Bebel war also nicht orientiert und hat nicht orientiert hier diese Dinge erörtert. Mich mit Herrn Singer auseinanderzusehen, ist nicht meine Aufgabe. Abg. Bebel( Soc.): minister nicht bestritten worden. nutr Darauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Mittwoch 1 Uhr. Schluß 6½ Uhr. Abgeordnetenbaus. Sitzung vom Dienstag, den 10. März, 11 Uhr. Am Ministertische: Dr. Studt. Die zweite Lesung des Kultusetats wird fortgesetzt Abg. Frhr. v. Zedlik( ft.): vor für Beim Kapitel, Bistümer" tritt Abg. Frhr. v. Eynatten( C.) konfessionelle Friedhöfe ein. Das Kapitel wird nach unerheblicher Debatte bewilligt. Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr.( Etat der Lotterieverwaltung, Staatsarchivs, Fortsetzung der heutigen Beratung.) Schluß 4 Uhr. Partei- Nachrichten. Dem Gedächtnisse von Karl Marx ist die soeben erschienene Nr. 23 der Neuen Zeit" gewidmet. Der nachgelassenen Papieren.„ Drei Krisen des Marrismus" von St. ist dem Kampfe um die von Mary entwickelten Theorien gewidmet, ivozu auch die Forisetzung der von K. Kautsky in der vorigen Nummer begonnenen Kritik an Davids Agrartheorie zu rechnen ist. F. A. Sorge schildert aus persönlichen Erinnerungen den Charakter von Marr. Er veröffentlicht dabei ein interessantes Schriftstück, eine Erklärung von G. Beydemeyer, Adolf Cluß und Dr. A. Jacobi, datiert New York, 7. November 1853, die zur Abwehr der gegen Mary ausgestreuten Verleumdungen verfaßt wurde und darlegt, welche persönlichen Opfer Mary seiner Ueberzeugung gebracht hat. Einige Stellen daraus sollen auch hier ihren Platz finden. " Mary, wie jeder weiß, hat nie das Publikum auch nur mit einer Zeile über seine persönlichen Opfer für die Revolution ge= langweilt. Im Gegenteil, nichts würde ihr mehr empört haben, als des Spießbürgers zahmes Mitleid. Aber wenn es nötig ist, Vorteil verstanden. Der Kriegsminister hat infolge seiner Ich gebe dem Abg. Dr. v. Heydebrand darin recht, daß gegen- gegenüber der crapule, dem Spießbürger und dem verkommenen Nervosität wirklich gar nicht gehört, was ich gesagt habe. wärtig in Preußen die Katholiken besser behandelt werden als die Bummler, so schadet es, unsrer Ansicht nach, der Sache, und wir Ich habe ihn und seine Verwaltung in Schutz genommen.( Der Protestanten. In weiten Kreisen der Verwaltung besonders ist die brechen das Schiveigen. Mary und Engels haben von 1843 bis heute gratis gearbeitet Kriegsminister lacht. Große Heiterkeit.) Ja wohl, ich habe gesagt, Ansicht verbreitet, daß bei der Besetzung höherer Beamtenstellen, zudie Militärverwaltung ist das Opfer dieser Monopolform. Sie mal solcher, die weithin in die Augen fallen, ein katholischer Kan- für die New Moral World" von Owen, für den Northern Star" fönne sich aus ihren Fesseln nicht befreien. Die Behauptung des didat den Vorzug erhält dem evangelischen. Große von O'Connor, für die„ Democratic Review"," Republican" und Kriegsministers, ich hätte den Pulverring heute zum zweitenmal Beunruhigung hat in evangelischen Kreisen auch die Nachgiebigkeit Friend of the People" von Harney, für die„ Notes to the people" entdeckt, ist ebenso leer wie unbewiesen. Ich habe aus- erregt, die die Reichs- Regierung gegenüber dem Centrum mit der und„ People's Popen" von Jones, für die„ Reforme" in Paris( vor Für die der Revolution) und für eine Anzahl Journale in Belgien und Paris drücklich auf meine Rede im Jahre 1896 Bezug genommen, in der Aufhebung des§ 2 des Jesuiten- Gesetzes bekundet hat. ich das Verfahren des Pulverringes bloßgelegt habe. Eine Besetzung unsrer Beamtenstellen dürfen nur sachliche, nicht konfeffionelle( Deutsche Brüsseler Zeitung" von Bornstedt,„ Atelier" 2c.). Sie Das Centrum aber 30gen inimer vor, auf die wirklich revolutionäre Partei jedes Landes Wirkung hatte damals die Nede. Ein hochangesehenes Mitglied der oder politische Gesichtspunkte maßgebend sein. nationalliberalen Partei sagte mir, Herr Bebel, nach Ihrer verfolgt heute teilweise sehr die Tendenz, an den Grundlagen des anonym zu wirken, wirklichen Einfluß statt des Namens des Einheutigen Rede habe ich meine Pulverring- Aftien verkauft.( Große fonfessionellen Friedens zu rütteln. Eine Herrschaft der Kirche über fluffes zu haben.... Flocon, Mitglied der provisorischen Regierung, Der Staat bot beiden, in Betracht dessen, Geldmittel nach Belieben an, sie lehnten Heiterkeit.) Leider war das voreilig, denn meine Rede hat die Schule können wir in feiner Weise anerkennen. nichts genugt; der Pulverring hat seine Ausbeutung fortgesetzt. geht heute bereits an die äußerste Grenze des Entgegenkommens fie ab. Statt dessen verausgabte Mary, wie wir genau wissen, bei Uebrigens handelt es sich nicht nur um Pulver, auch Spreng- gegenüber der Kirche; ein Darüberhinaus würde einen neuen Kulturmittel bezieht die Militärverwaltung vom Ring. Sie ist also von fampf entfesseln. Im Trierer Fall hat der Ministerpräsident die uns dem Ausbruch der Februar- Revolution ein paar Tausend Thaler ihm in höherem Grade abhängig, als vorhin der Kriegsminister gegebene Bujage voll eingelöst. Bischof Korum hat einen völligen von seinen eignen Mitteln teils für Bewaffnung der Arbeiter in zugeben wollte. Interessant war mir die Aeußerung des Kriegs- Rückzug antreten müssen, den er durch die Fassung des neuen Kanzel- Brüssel, wo eine Revolution bevorstand, und weswegen er, wie seine ministers, ohne Krupp hätten wir 1870 nicht gesiegt. Wenn erlasses gegenüber seiner Diözese nur notdürftig verdeckt und be- Frau, von den belgischen Behörden eingesteckt wurde, einen andren Teil, um Freunde nach Deutschland zu schaffen und ihnen rediese Firma so am Bestehen des Deutschen Reiches be- mäntelt hat. Wichtiger aber als die Betonung der Gegensätze zwischen volutionäre Wirksamkeit anzubahnen, einen dritten endlich für die teiligt ist, dann fann ja das warme Gintreten des Katholiken und Protestanten ist der gemeinsame Kampf aller chriſt: Erstlingsausgaben der„ Neuen Rheinischen Zeitung". Für dieſe links.) lichen Staatsbürger gegen die naturalistische Weltanschauung der Gegen- Zeitung und für revolutionäre Agitation in 1848/49 hat Marr Kriegsministers einigermaßen begreifen.( Heiterkeit Ich habe nicht den geringsten Verdacht, daß der Kriegsminister wart!( Beifall rechts.) circa 7000 Thaler verausgabt, teils in barem Gelde von seinem Abg. Fund( frs. Vp.): persönlich der Firma Krupp größere Vorteile zubilligt, als er sie und dem Vermögen seiner Frau, teils in gerichtlichen Atten", ausfür richtig hält. Wenn wir ein derartiges Mißtrauen haben sollten, Die gestrige Rede des Abg. Dr. v. Heydebrand gegen den Un- gestellt auf sein Erbteil. Wie kam es, daß die geitung einen großen wäre es schon weit gekommen. Dazu liegt aber nicht die mindeste glauben" schien sich in erster Linie gegen die Socialdemokratie zu Teil dieser Opfer auffraß? Im Anfang war die Zahl der Aktionäre Veranlassung vor. Mit dieser Erklärung hoffe ich zu erreichen, daß richten. Diese Partei aber erklärt die Religion für Privatsache das groß. Als aber die Juni- Revolution ausbrach und die„ Neue nun auch der Kriegsminister persönliche Verdächtigungen gegen ist nicht Unglauben. Wenn Sie„ Unglauben" in dem weiteren Sinne Rheinische" zuerst allein Partei in Deutschland für sie ergriff, fielen uns unterläßt. Irrtümer und Mißverständnisse können vorkommen, des Mangels an Idealen nehmen, so werden Sie uns in dem die Bourgeois natürlich ab. „ Der Abfall des Kleinbürgertums kam hinzu nach Verhängung diese geben aber keinen Grund zu persönlichen Verdächtigungen. Kampfe gegen den Unglauben stets an Ihrer Seite finden. Nach ( Sehr richtig! links.) Mir ist es um nichts andres zu thun, als um unsrer Ansicht ist aber die Freiheit des Glaubens unvereinbar des Belagerungszustandes über Köln. Marg übernahm daher die mit der katholischen wvie auch der evangelischen Zeitung aus den Händen der Aktionäre als„ persönliches Eigentum", auftlärend zu wirken. Ueber die Dinge, die ich erörtert habe, ist in sowohl der Kommission kein Geheimnis proklamiert worden. Solche Orthodorie. Konfessionelle Schulen führen nicht zur Frei- das heißt, übernahm alle ihre Schulden und Ausstände". wichtigen Fragen hätten deshalb schon vom Referenten besprochen heit des Glaubens, sondern zur Verschärfung des Glaubens- Zeitung war wieder von neuem auf dem Punkte, die Opfer zu zahlen, Das Centrum aber will die Herrschaft über die als sie gewaltsam unterdrückt wurde. Als Mary im Mai 1849 von werden müssen. Wenn irgend eine Besserung erzielt werden kann, fampfes. Wir verlangen deshalb paris ciner Reise nach Hamburg zurüdtam, hatte, seine Frau schon vorher dann kann es mir geschehen, wenn die Dinge hier vor dem ganzen Schule.( Sehr richtig! links.) Bolte erörtert und beim rechten Namen genannt werden. Ich muß die tätische Schulen. Man erziehe die Jugend zu höherem Schönheits seinen Ausweisungsbefehl erhalten. Zumutung zurückweisen, daß ich das, was ich hier sage, außerhalb sinn, man führe sie tiefer ein in die Kultur- und Kunstgeschichte, in des Hauses wiederholen soll. Wir sind hierher geschickt worden, die Welt der klassischen Litteraturen, und man wird ihr jenen man Die " Die Zeitung löste sich auf; ihr Inventar bestand 1. aus einer Dampfvreise, 2. aus der neu eingerichteten Sekerci, 3. aus 1000 Thaler Abonnementsgeldern auf der Post. Mary ließ alles da, um die Schulden der Zeitung zu decken. im Reichstage nach den Angaben der Fabrikleitung mit, daß 482 Folie zu einem gleichnamigen größeren Gedicht Ernst Streomstis. Der tegt erwachsene männliche Arbeiter im Durchschnitt 13,34 M., 537 weibliche Teil bringt die Gedichte„ Es naht die Zeit!", Märzluft"," Die rote Mit 300 Thaler, die man ihm geliehen, zahlte er Seber, liche 8,36 M. und 79 jugendliche 7 M. per Woche verdienten. Auf Grant, Wohlthätigkeit", sowie" außer fleineren Beiträgen die größeren Farbe"," Der Scheiterhaufen"," Das zerschnittene Tijchtuch" von Ludwig Drucker und machte die Redakteure flüchtig. Nicht ein Heller kam Grund sorgsamer Untersuchungen stellt nun die„ Volkswacht", unser feuilletons„ Beschwerdeschrift des Pfarrers Ignatins Dusterkopp" und" Die in seine Privatkasse. " Um seine eignen Reise- und sonstigen Familienausgaben zu Breslauer Parteiblatt fest, daß in diesen Angaben vermutlich alle informierte Presse". Der Preis der zehn Seiten starken Nummer ist 10 P1. decken, versetzte Mary sein sämtliches Silberzeug in Frankfurt, besser bezahlten Leute, wie Vorarbeiter, Zurichter, Bleicher 2c. in- Thomas Hodgskin( 1787-1869) par Elie Halévy. Paris 1903. filberne Kannen, Leuchter und dergleichen, alles Erbstücke seiner begriffen sind. Was die Weber verdienen, dafür eine Anzahl Société nouvelle de librairie et d'edition( Georges Bellais). Frau, die von einer alten Whigfamilie aus Schottland abstammt. 8. Jahresbericht des Arbeiter Sefretariats Nürnberg. Beispiele. Die Namen der Weber und ihre Stuhlnummern werden Geschäftsjahr 1902. Selbstverlag des Arbeiter- Sekretariats. " So kam es, daß Mary in traurigen Verhältnissen" nach durch Buchstaben ersetzt, um sie vor Maßregelung zu bewahren, Geschlechtskrankheiten und Rechtsschutz. Von Prof. Dr. med. London kam, aus welchen Verhältnissen er sich durch Energie wieder stehen aber nach der Erklärung der„ Volkswacht" zur Verfügung, herauszieht. Wenn er bankrott nach London kam, so hat die Re- wenn die Bürgschaft vorhanden ist, daß kein Mißbrauch damit gevolution ihn bankrott gemacht. Wenn er nicht früher wieder zu Kräften" fam, so geschah es, weil er vorzog, den Arbeitern Gratisvorlesungen zu geben, statt um Geld den Bourgeois vorzuwvinseln... Wenn ihm ein Kind in London starb und er ohne Mittel war, es beerdigen zu lassen, so geschah dies, weil die Revolution für ihr Teine Milchkuh war. " " Die Kölner Verhaftungen wirkten für Marr, den Mann mit der giftigen Feder", gegenüber den Männern mit den guten Absichten" etwa so: Becker hatte die Herausgabe einer sämtlichen Schriften übernommen. Das erste Heft erschien und hatte 15 000 Abnehmer, wie der Kölner Prozeß konstatierte. Er hatte ferner die Herausgabe einer monatlichen Revue von Marg in Lüttich übernommen. Beides wurde ruiniert durch Beckers Verhaftung, also die Einnahme von der Arbeit wenigstens eines Jahres von Marr". Ein Buchhändler in Frankfurt war auf dem Punkte, die Herausgabe von Mary " Dekonomie"( 90 Druckbogen) zu übernehmen. Der Kommunistenprozeß schüchterte ihn ein. Verlust eines Sapitals für Mary. " So behalf sich Mary, der mit seiner Familie an andre Antecedenzien gewöhnt, und immer öffentlich und fachlich wirken kann und muß, notdürftig, und wurde mittlerweile noch dazu durch Schivindeleien bürgerlich" unterminiert...." trieben wird. Ein Weber Stuhl Nr. a hatte die volle Woche vor den WeihMax Flesch und Dr. jur. Ludwig Wertheimer. Jena 1903. Berlag von Gustav Fischer. 82 Seiten. Preis 2 M. Lipinski, Das Recht im gewerblichen Arbeitsverhältnis. 269 Seiten. Preis geb. 2 M. Leipzig 1903. Verlag von Rich. Lipinski, Langestr. 27. Dr. Arthur Kann, Schuß gegen die Geschlechtskrankheiten. 16 Seiten. Preis 50 Pf. 1903. Berlag von Oskar Coblenz, Berlin W. 30. Auflage. Leipzig. Verlag der Frauen- Rundschau. Fran Marie Brühl. Die Natur der Frau und Herr Professor Nunge. 2. Die Versicherung der Mutterschaft. Aus dem Französischen des Mardon. Leipzig. Herm. Seemann Nachfolger. 2 M. Louis Frank, Dr. Keifer und Louis Maingie bearbeitet von Nina Carnegie Systematisches Gesamtregister zu den Jahrgängen 1868 bis 1902 der Annalen des Deutschen Reiches. München. J. Schweizers Verlag ( Arthur Sellier). Arbeiter- Sekretariat Halle a. S. Dritter Geschäftsbericht für das Organisationen. Selbstverlag des Arbeiter- Sekretariats Halle a. S. Jahr 1902. Bericht über das Gewerkschaftskartell und den Stand der Arbeiter- Sekretariat in Lübeck. Zweiter Jahresbericht nebst Jahres. des Arbeiter- Sekretariats in Lübeck. 1903. bericht der Aussichtskommiſſion und des Gewerkschaftskartells. Selbstverlag Petition der Marmorarbeiter Berlins und Umgegend an die Gewerbe Juspektion der Bezirke Berlin und Potsdam sowie die zuständigen Polizeibehörden um Abstellung der Mißstände in den Marmorwerkstätten auf Grund der§§ 120 bis 120c der Reichs- Gewerbe- Ordnung sowie Forderung E. Laudien, Berlin. bestimmter Verordnungen zum Schuße der Marmorarbeiter. Verlag: nachtsfeiertagen ein Stück Militärhandtücher geliefert. Der Lohn für das Stück beträgt 102 Pf., mithin nach Abzug des Krankengeldes( 45 Pf.) Wochenlohn sage und schreibe 57 Pf. Der Arbeiter auf Stuhl Nr. b hatte am 21. Februar 1903 einen Wochenlohn von 2 M. Ebenfalls Wochenlöhne von 2 M. hatte in der Zeit vom November v. J. bis jetzt, soweit ermittelt werden konnte, ein Arbeiter auf den Stuhl nummern e/ d. Ein Arbeiter X. Hatte in einer der letzten Wochen mit seiner Frau zusammen einen Wochenlohn von 7 M. Frau 9. Hatte 4 M. Der Arbeiter auf Stuhl Nr. e hatte am 14. Februar 1903 8 M., am 21. Februar 4 M. und am 28. Februar wieder 8 M., das sind im Durchschnitt wöchentlich nach Abzug der Krankengelder 6,20 M. Der Arbeiter auf den Stühlen f/ g verdient wöchentlich zwischen 4 oder etwas über 6 M. Der Arbeiter auf den Stühlen h/ i verdient durchschnittlich die Woche 7 M. Der Arbeiter auf den Stühlen k/ l verdient wöchentlich 6-7 M. Bei zwei Arbeitern war es möglich, auf einen längeren Zeitraum, und zwar bei dem einen auf 21, bei dem andren auf 19 Wochen eine Zusammenstellung des verdienten Lohnes zu erhalten. Der eine hatte vom 4. Oktober Der posensche Parteitag beschloß gegen Ende seiner Verhand- 1902 bis 28. Februar 1903, also in 21 Wochen, 175,75 M. oder lungen, daß die polnischen und deutschen Genossen gemeinsame polis durchschnittlich 8,35 M. Lohn erzielt. Er kam nur an sechs Wochen tische Organisationen zu gründen haben und die beiderseitigen über 10 m., alle andern Wochen waren die Löhne darunter und Parteivorstände eine Verschmelzung der beiden polnischen Parteiblätter anzustreben haben. Zum Punkt„ Kommunalwahlen" gingen herab bis auf 5,15 M. Der andre Arbeiter verdiente vom tassen Biens samt der Statistit der Verbandstassen für das Jahr 1901. referierte Genosse Gogowski und schlägt eine Resolution vor, die 11. Oktober bis 28. Februar in 19 Wochen 155,75 M. oder durch- Wien 1902. Berlag des Berbandes der Genossenschafts- Krankenkassen einstimmige Annahme findet. Für die Agitation sind zwei neue schnittlich 8,14 M. Er kam nur an vier Wochen über 10 M. und Biens. VL, Hirschengasse 18. Broschüren in polnischer Sprache herausgegeben worden und durch betrug der höchste Verdienst 11,20 M., der niedrigste 4,60 M. Außer Genoffe Gogowski zu beziehen. diesen wurde noch eine ganze Anzahl Weber mit Namen genannt, die in der Zeit vom November bis Februar mit Wochenlöhnen von 3-6 Mark nach Hause gehen mußten. Als Reichstags- Kandidaten wurden in Uebereinstimmung mit den Genossen der P. P. S. aufgestellt: Stadt Posen: Buchhändler Gogowski Posen. Samter- Obornik: Maurer Schulz- Posen. Meseriz- Bomst: Kaufmann Gutsche Posen. Kosten- Neutomischl: M V = Arbeiter Sekretariat Frankfurt a. M. Vierter Jahresbericht für 1902 nebst Jahresbericht des Gewerkschafts- Sekretärs und einer Abhandg: Das Armenwesen. Frankfurt a. M. 1903. Druck der Union- Druckerei, G. m. b. H. Dora Vollmöller. Die Fürsorge für die Handlungsgehilfinnen. Dresden 1903. Verlag der kgl. fächs. Hof- Buchhandlung H. Burdach. Bericht des Verbandes der Genossenschafts Kranten. Witterungsübersicht vom 10. März 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Frankf./M. Barometerstand mm Wind richtung Tischler Morawski- Kattowig. Rawitsch Gostyn: Sekretär 9807 Eingegangene Druckschriften. Sremski Posen. Fraustadt- Lissa: Maurer Fritsch- Berlin. Von den Dokumenten des Socialismus, herausgegeben von Swinemde. 769 SD Schrimm- Schroda: Tischler Matuszewski- Posen. Wreschen- Ed. Bernstein, Verlag S. H. W. Die Nachfolger in Stuttgart, ist soeben Hamburg Pleschen: Maurer Rominski- Posen. Krotoschin: Maurer das 3. Hejt des III. Bandes erschienen. Aus dem Inhalt nennen wir: Berlin Wons Posen. Adelnau- Schildberg: Sekretär Sremski- Posen. I. Kritische Bibliographie des Socialismus. II. Aus der Geschichte des Czarnikau- Kolmar: Buchhändler Gogowski- Posen. Wirsiz- Marr- Engels über Mar Stirner.( Fortsetzung.) Neue Mitteilungen über Socialismus. Der heilige Marg". Aus cinem nachgelassenen Werke von München Schubin: Schuhmacher Bieniskiwicz- Berlin. Bromberg: die Rückkehr Lassalles nach Berlin 1857/58. III. Urkunden des Socialismus. Sekretär Paul Stößel- Bromberg. Inowrazlaw: Drechsler Das Manifest der socialdemokratischen Fraktion des deutschen Reichstages Wierbynski- Gnesen. Gnesen: Schuhmacher 3 ar bock über den Ausgang des Kampfes um das Bolltarifgesek von 1902/1903 im Bromberg. deutschen Reichstage. Protest des Vorstandes der Reichstagsfraktion der tages. IV. Der Socialismus in den Zeitschriften. V. Anfragen und deutschen Socialdemokratie gegen Verlegung der Geschäftsordnung des ReichsNachweise. Kreiskonferenz im Reichstags- Wahlkreise Prenzlau- Angermünde. Sonntag, den 8. d. M., tagte in Schwedt a. D. eine Kreiskonferenz, zu der die Delegierten aus Schwedt, Oderberg, Joachimsthal, Angermünde, Prenzlau und Strasburg zahlreich erschienen waren, desgleichen auch als Vertreter der Agitationskommission der Genosse Nozzle. Nach einem Vortrage des Genossen els Berlin über die Reichstagswahlen erläuterte Kotte- Berlin die Situation, die zur Aufstellung eines neuen Kandidaten Veranlassung gegeben hat und empfiehlt den Genossen Wels- Berlin als geeigneten Kandidaten. Nachdem sich mehrere Delegierte in gleichem Sinne geäußert haben, wird derselbe einstimmig zum Reichstags- Kandidaten des Wahlkreises Prenzlau- Angermünde proklamiert. Sociales. Die Löhne der Zillerthaler Weber. Die freifinnigen Anivalte der Zillerthal- Erdmannsdorfer Fabrit haben bestritten, daß für die Weber in dieser Fabrik Wochenlöhne von 2 bis 5 M. vorkämen. Insbesondere teilte Herr Dr. Crüger Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 11. März. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Mignon. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Drleans. Deutsches. Monna Banna. Berliner. Nora. Neues. Die Lokalbahn. Schöne Seelen. Leffing. Der blinde Passagier. Residenz. Lutti.( Loute.) Hierauf: Westen. Der Zigeunerbaron. Central. Gräfin Pepi. Thalia. Der Camelienonkel. Belle- Alliance. Er. Die Dame aus Trouville. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner- Theater.) Wohlthätige Frauen. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Das zweite Gesicht. Carl Weiß. Der arme Heinrich. Buntes. Logenbrüder. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Diet' Verlag), ist uns soeben die Nr. 6 des 13. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Socialpolitischer Wahlspeck. Die Heimarbeit in Bayern. Von a. b. Frauen in Krankenkassen- Borständen. Von E. G. Aus der Bewegung. Feuilleton:" Sie" und" wir". Aus„ Coriolanus" von Shakespeare. Notizen Frauenbewegung im Ausland. teil: Sociale Gesetzgebung. Weibliche Fabrikinspektoren. Socialistische Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste Breis der Nummer für 1903 unter Nr. 3189) beträgt der Abonnementspreis viertelfährlich ohne Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pf. Der Wahre Jacob hat soeben die 6. Nummer feines 20. Jahrganges erscheinen lassen. Aus dem Inhalt heben wir die beiden farbigen Bilder Wahlfrühling" und„ Handelsvertrags- Verhandlungen mit dem neuen Bolltaris", sowie die Zeichnungen Märzbetrachtung der Alexandriner", Alte Sachen aus Babylon“ und„ Der Fall Rappaport" hervor. Außerdem wird die Portrait- Galerie„ Die Makler des Brotwuchers" durch die Bilder Sattlers und Arendts fortgesetzt. Eine große, über zwei Seiten gehende phantastische Zeichnung„ Aschermittwoch" von Hans G. Jenksch dient als Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Wien Windstärke Wetter 2bededt 2 bedeckt Temp. n. C. 5°. 4° R. Stationen Barometer, ftand mm richtung Wind Windstärke 1 Haparanda 765 SW 2 Petersburg 777 N 2 Aberdeen 3 bedeckt 2 Cort -0 Baris 1 bedeckt 1 2bedeckt 4bcdect 762 NNW Wetter 2wolfen! 1 Mebel 1 heiter 764 SD 1 wolfent Temp. n. T. 16 ot=" 02|| 970 19 767 DSD 767 SD 764 ND 763D 765 N Wetter- Prognose für Mittwoch, den 11. März 1903. Kühl und vorherrschend wolkig mit geringen Niederschlägen und mäßigen östlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Briefkaften der Redaktion. J. B. P.„ Carenos" in Basel( Schweiz). K. M. 78. Bei der Berliner Feuerwehr werden jährlich gegen 20 bis 25 Feuerwehrmänner neu eingestellt. Wer auf solche Anstellung reflektiert, muß seiner Militärpflicht genügt und sich während derselben tadellos geführt, auch das 26. Jahr noch nicht überschritten haben. Bevorzugt werden Bauhandwerker: Schlosser, Schmiede, Maurer, Zimmerleute usw. Das Anfangsgehalt bei fester Anstellung beträgt 1200 M. und steigt von vier zu bier direktor Giersberg, Hauptwache Lindenstraße. Jahren um 75 m. bis zum Höchstgehalt von 1650 M. Meldung an BrandR. R. Die Stadtbahn ist 1882 dem Verkehr übergeben worden. C. F. Der Fall ist für uns jetzt erledigt. Fahl. Lesen Sie den Artikel vom 19. Februar d. J. nach. Mariendorf. Die betreffenden Münzen haben keinen höheren Wert als den angegebenen, doch werden vielfach von Münzensammlern und solchen Personen, die sich Schmucksachen daraus anfertigen lassen wollen, die Krönungsthaler mit einem kleinen Aufgeld bezahlt. Sammlern mit einem Aufgeld bezahlt. Wenden Sie sich an das königliche Erich J. 33. Ja, verschiedene der genannten Münzen werden von Münzkabinett im Museum. Residenz- Theater Bernhard Rose- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 72 Uhr: Das Land Tirol. Luftfpiel in 4 Mitten v. 80.2 Meronge. Zuftſpiel in 3 Atten v. D. Blumenthal Lutti( Loute). Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Ad. Donnerstagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Freitagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Donnerstagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Freitagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Luisen- Theater. Kleines Theater. Passage- Theater. Anfang 8 Uhr. Der Fechter von Ravenna. Unter den Linden 44. Donnerstag: Die Cameliendame. Freitag zunt erſtemmal: Zumpaci vagabundus. Sonnabend: Der Meineidbauer. Sonntagnachm. 3 Uhr: Die Räuber. 8 Uhr: Lumpacivagabundus. Montag: Preciosa. Belle- Alliance- Theater. 99Abends 7, Uhr: Er". Drama in 1 Aufzug. Hierauf: Die Dame aus Trouville. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Apollo- Theater. 8 11hr: Heute abend Nakiris Hochzeit. Bon 9, Uhr ab: Sens. Specialitäten. Novellos. 4 Garganis. Rob. Steidl 2c. Cake- 1. im Salon 2. in Amerika Luisen. Der Fechter von Ravenna. Schwant mit Gesang und Tanz in Walkers 3. in der Hölle Kleines. Nachtafyl. Trianon. Die Notbrüde. Casino. Berliner Herzen. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Specialitäten. Nakiris Hochzeit. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Baffage- Theater. Specialitäten. drei Aufzügen. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. 8 Uhr: Die Gräfin von der Nadel. Baffage Panoptikum.Specialitäten. Lebensbild mit Gesang v. Jacobsohn. sowie die 5 Barfusstänzerinnen. zum erstenmal: Sonntagnachmittag: Frau Luna. Donnerstag Die schöne Galathée. Metropol- Theater. Palais. Die Gräfin von der Radel. Das Elite- März- Programm. Mit glänzender Ausstattung: Specialitäten. Das Land Tirol. Urania. Taubenstraße 48/49. Freitag, den 18. März Stern Sonnabend, 14. März Geschlossen. Juvalidenstraße 57/62. warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 11hr. Sonntag, den 15. März: Die Gräfin von der Nadel und das Elite Programm. Anf. 8 Uhr, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Carl Weiss- Theater. Casino- Theater Abends 8 Uhr: Benefiz für den Regisseur Leo Gadiel. Zum erstenmal: Lothringerstr. 37. 92 Uhr: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Emil Thomas a. G., Josef Josephi. Henry Bender. Frid Frid, Flora Siding, Wini Grabitz. 300 Mitwirkende. Der arme Heinrich. Berliner Herzen. Grandioses Ballett. Ein deutsches Volksschauspiel in fünf Abteilungen von Carl Schultes. Morgen: Das Jungfernstift. Auftreten sämtlicher Specialitäten. Anfang Sonnt. 72, Wochent. 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Anfang Sonnt. 3, Wochent. 5, Ende 11 Uhr. Anf. Abendvorstellung 8 Uhr. Boxkampf des amerikanischen Meisterschaftsboxers Young Fitzsimmons und des austral. Preisboxers Jack Lewis. Bernhard Marx, Humorist. Marie Werder, Soubrette. Ganz Berlin zerbricht sich noch immer den Kopf über AGA die schwebende Jungfrau. Buntes Theater. Köpnickerstrasse 68. Logenbrüder. Sonnabend, 21. März: Zweite Subskriptions- Redoute ( Alt- Heidelberg.) Central- Theater Täglich Gastspiel der WienerOperetten- Gesellschaft. Abends 7%, Uhr: Gräfin Pepi. Operette in 3 aften von Joh. Strauß. Sonntag, 15. März, nachm. 3 Uhr, halbe Breije: Die Schöne von New York. Schwank in 4 Atten von Pierre Beber. Deutsch von May Schönau. Morgen und folgende Tage: Lutti. Sonntag, 15. März, nachmittags 3 Uhr: Badstraße 58. Mittwoch, den 11. März 1908: Der Salontiroler. Lustspiel mit Gesang in 4 Aften bon Gustav v. Moser. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. mit Gesang. Freitag: Preciosa. Schauspiel Seine Kammerzofe. für Carl Lohrmann. SteidlLinien ftraße 132. Theater Dranien burger Thor. Neu! Riesen- Erfolg! Wasserratten. Lebensbild von Frit Steidl. Ferner u. a.: Steidl: Die Mette von Marienburg. Scheuerl und Haas: Die lustigen Oberbayern. Anfang 8 Uhr, Sonntag 7 1hr. Entree 50 Pig.( Vorverkauf 40). Sperrfit 1,00. Loge 1,50. Jeden nachmittag 4 Uhr: Kinder die Hälfte: Mons. Loyals Cirkus und Affen- Theater. Mittwoch, den 18. März: Benefiz Die schöne Ungarin. Große Gesangspoffe. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang: Sonntags 7, Wochentags 8 Uhr. „ Bühnen- Grössen." Parodie- Burleske von Meysel. W. Noacks Theater. Cirkus Schumann Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Eva. Schauspiel in 5 Aufz. von Rich. Voß. Donnerstag: Nur einmalige Aufführung: Zwischen zwei Herzen. Freitag: Benefiz für Hans Adolfi. Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Thalia- Theater. Täglich: Gr. Vorstellung. Dresdenerstr. 72/78. Anfang 7, Uhr. Der Camelien- Onkel. Posse mit Gesang u. Tanz i. 3 Alten von L. Leipziger. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Geier- Wally. amüsante Mittwoch, den 11. März 1903, abends 7, Uhr: Ausserordentlich grosse Vorstellung mit ganz exquisitem Programm. Die hervorragendsten Kunst- Kapacitäten sowie die besten Clowns und Direktor Albert Schumanns berühmte Dressuren. Die Marz- Programm. lustigen Heidelberger Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. beliebteste aller bisherigen Pantomimen. Im zweiten Akt der sensationelle Gewitterregen. Soeben erschienen: März 1903. Karl Marx zum Gedenken. Reich illuftriert. Preis 10 pf. Porto 3 pf. Bei Partiebezug Rabatt. zu beziehen: Buchhandlung Vorwärts, Berlin. Trianon- Theater. Centralverband der Maurer etc. Todes- Anzeige. Georgenstraße, zwischen Friedrich- u.Universitätsstraße. Die Notbrücke. Zweigverein Berlin. Luftspiel in 3 Alften von Fred Gréſac Donnerstag, den 12. März, abends 8 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppen- Straße 29: und Francis de Croisset. Anfang 8 Uhr. Sonntag 3 Uhr: Die Liebesschaukel. 8 7653 Vollständig Neues Programm: lumberty, Harry Atkinson, She, Littke Carlsen, Jongleur. Imitator. die 4 Elemente. Tanz- Humorist. Arras- Duo, gymnast. Produktionen. Miss Sidy Nirvana, Lebende Bilder. Circling the Circle. Annie Dirkens, OperettenSängerin. Gabriela Juniori, Pariser Soubrette. Neues Ballett- Divertissement, ,, Das Fest des Lucullus" in 6 Bildern, darunter Cake Walk. Der ,, Biograph". Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3 Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Grosser Bock- Trubel. Um 10 Uhr abends Einzug Gambrinus mit Gefolge. Vorwärts- Buchhandlung SW., Lindenstrasse 69. Touristenund Radfahrerkarten, Stadtpläne! Stadtpläne von Berlin von 30 Pf. bis 1 M. Stadtpläne von Berlin mit sämtlichen Bororten v. 50 Pf. bis 3 M. Umgebungskarten von Berlin, 85, 132 und 500 Meilen um Berlin, mit Entfernungsangaben von Drt zu Ort, foloriert, von 50 Bf. bis 5 M., auch für Radfahrer benutzbar. Radfahrerpläne von Berlin mit Angabe der Art des Straßenpflasters, der für Radfahrer verbotenen Straßen 2c. 50 f. Radfahrerkarten von Berlin und weiterer Umgebung( von Joachimsthal bis Jüterbog, von Genthin bis Frankfurt a. D.) auf Leinwand aufgezogen, in Karton 1,75 M. Radfahrerkarten von Deutschland und angrenzenden Ländern, mit Angabe der Beschaffenheit der Wege, Entfernungen der einzelnen Orte unter sich, Höhe über bem Meere, Steigungen 2c., Kleinem Führer, aufgezogen, in Karton, jede Sektion 1,50 M. Taschenwörterbücher, fleines For mat, praktisch für die Reise. Französisch- deutsch und deutsch- französ fisch, englisch- deutsch und deutschenglisch, russisch- deutsch u. deutschruffisch, italienisch- deutsch und deutsch- italienisch. Jede Sprache ftatt 3 M. mur 1,50 M. 133/9 F General- Versammlung aller zum Lohngebiete Berlin und Umgegend gehörigen Verbands- Zahlstellen der Maurer, sowie der Sektionen der Putzer, Rabitzputzer und Cementierer. Zages Ordnung: 1. Die Arbeiterpolitik im deutschen Reichstage und die bevorstehenden Reichstagswahlen." Referent: Reichstags- Abgeordneter E. Rosenow. 2. Geschäftsbericht und Abrechnung vom Jahre 1902. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Mitglieder. Mitgliedsbuch legitimiert. Sanssouci. Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanz- Kränzchen. Neu! Stoß Dir bloß nich'n Kopp an die Hochbahn. Säle zu Festlichkeiten. 822 L* Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Der schöne Max aus Franz.- Buchholz. Heute: Bockbierfest. Im Kaifer- Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. Sofastoffe Königstadt- Casino. Riesenauswahl aller Qualitäten. WollePlüsch Reste Moquetts, Satteltaschen. Muster bei näherer Angabe franco. Emil Lefèvre, 158. Berlin, Oranienstr. Möbel wegen Aufgabe des Geschäfts 7992* spottbillig! Wiehr, Rene Königstraße 67. Raucher Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstl. Specialitäten- Vorstellung. Sed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Der Zweigvereins- Vorstand. J. A.: Karl Panser. II. Wahlkreis. Mittwoch, den 11. März, abends 8 Uhr, bei Habel, Bergmannstr. 5-8: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fr. Geyer- Leipzig über: ,, Die Wirren der Gegenwart". 2. Diskussion. Um recht zahlreichen Besuch ersuchen 210/2 Die Vertrauensleute. Achtung! Töpfer! Freitag, den 13. März, im grossen Saal des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Zwei große Versammlungen aller bei Inmungsmeistern beschäft. Töpfer und Dfensezer. 1. Versammlung abends 6%, Uhr. Tages- Ordnung: Den Mitgliedern des KrankenUnterstützungs- u. Begräbnis: Vereins der Bau: u. gewerbl. Hilfsarbeiter Berlins und Um gegend hiermit zur Nachricht, daß am 8. März unser langjähriges Mitglied Karl Tschammer verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 11. d. M., nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 37/2 Am 9. März verstarb plöglich am Herzschlag unser lieber Stollege der Buchbinder Eduard Just im 63. Lebensjahre. am Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 12. März, nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle der Zionsgemeinde in Nieder2780b Schönhausen statt. Das Personal der Firma Riefenstahl, Zumpe& Co. Allen lieben Freunden und Bes fannten sowie den Kollegen der Fabrik Schlickeisen, den Genossen des Metallarbeiter Verbandes und des 6. Wahlfreises sagen wir hiermit unsren innigen Dank für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung unsres lieben Vaters, Sohnes und Bruders, des Schloffers Richard Franke. 2771b Die Hinterbliebenen. Orts- Krankenkasse teppdecken Erfahwahl von 2 Mitgliedern zum Gesellenaussüß und 2 Ersatmännen. f. d. Gewerbebetrieb der Kaufleute, tauft man am preiswertesten uur direkt in der Fabrit, 72 Wallftraße 72, wo auch atte Steppdecken aufgearbeitet werden. B. Strohmandel, Berlin 14. Illustrierter Breistatalog gratis. Maas Tabak Specialität: BerlinerShag hell in 10 Pfg. Packeten Hochfein im Geschmack u. Aroma. Zu haben in allen Gigarrengeschäften. ENGROS- NIEDERLAGE: H.SALTZMANN Berlin S. Luisenufer3 Bekanntmachung! Um unsrer werten Kundschaft unsre Leistungsfähigkeit vor Augen führen zu können, haben toir 1350 Einsegnungs- Anzüge fonfektioniert, welche durch ihre solide Verarbeitung, gediegene Stoffe und tadellosen Sig, wenn man den außerordentlich billigen Preis in Betracht zieht, jedermanns freudige Anerkennung erlangen. Nur durch den kolossalen Stonsum an Rohwaren, welche uns die günstigsten Abschlüsse mit den Fabriken sichern, wie auch durch moderne technische Hilfsmittel, welche bei einer Fabrikation in großem Maßstabe unerläßlich sind, sind wir in der Lage, diese Ausnahmepreise zu stellen. Wir offerieren unter der Marke Praktikus: Einsegnungs- Anzug aus fein geripptem Kammgarn, mittetschwer, sehr dauerhaftes Fabrikat, sauber gearbeitet, gute Zuthaten Mk. 12,50. 7162* Marke Solid: Einsegnungs- Anzug aus Tuch oder prima Kammgarn, edles Fabrikat, Massanzug ersetzend. Prima Ausstattung. Mk. 20,-. Wir halten dieses Angebot nur so lange der Borrat reicht aufrecht. Ferner offerieren wir den von uns fabrizierten Ueberzieher unter der Marke Courant Dieses vornehme Sleidungsstück besteht aus sein meliertem, weichem Marengo- Oberstoff( auch schwarzweiß gemustert) prachtvoll gearbeitet, modernes Façon, sämtliche Nähte zweimal gesteppt, mit Windlike, gediegene Buthaten, für normale oder anormale Figuren passend, in Verarbeitung II 17 M. Derselbe Baletot, extra fein ausgestattet, in Verarbeitung I, Ueberzieher nach Maß erfekend, Preis 27 m. Monat März Verlauf einzelner Modell- Kleidungsstücke, wie auch nicht abgeholter Bestellungen zu extra billigen Preisen. Die Preise sind auf jedem Gegenstand deutlich in Zahlen sichtbar und streng seft. Uebervorteilung ausgeschlossen. Garantie für tadellosen Siz. Deutsche Compagnie Heitinger& Co. Herren- und Knaben- Bekleidungsfabrik. Gegründet 1887. Berlin, Oranien- Strasse 40/41. 2. Versammlung abends 7, Uhr. Tages- Ordnung: Ersabwahl von 2 Beijißern zum Jnnungs- Schiedsgericht und 2 Ersatzmännern. As Legitimation dient das Innungs- Krankenbuch oder eine Bescheinigung des Arbeitgebers. Hugo John, Altgeselle, Frankfurter Allee 163. 195/6 Hermann Thiele, Obermeister, Raumerstraße 23. Vereinigung der Maler. Donnerstag, den 12. März, abends 8 Uhr: Handelsleute und Apotheker. Freitag, 20. März, abends 8%, Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstr. 19/21: Ausserordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. R. Friedeberg über: Die bevorstehende Novelle zum KrankenversicherungsGefete". Mitglieder- Verfammlung Rendanten und den Beamten im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Pünktliches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. Vereinszimmer. 124/6 80 und 40 Personen, mit Pianino, für Gefang vereine geeignet. 5532* Carl Grosser, Dirksenstr. 39, I. Etage, an der Stadtbahn( zwischen Roch- und Staiser- Wilhelmstr.) Telephon III. Nr. 1813. 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M. tagte Montag und Dienstag der erste Kongreß der neugegründeten Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Zur Eröffnung waren etwa 300 Personen, darunter viele Damen, anwesend. Aerzte, Vertreter von Arbeiter- Versicherungsanstalten, Vorsteher gemeinnütziger Vereine. Vertreter öffentlicher Behörden und zahlreiche Beamte bilden die Mehrzahl der Anwesenden. Leuten gegenüber nichts ausrichten. Der junge Mann werde sich mit zu hören, brauchten sic nicht erst nach Frankfurt zu kommen. Der artige Thätigkeit könne man ruhig dem hochwohllöblichen Berein der Fürstinnen zur Hebung der Sittlichkeit überlassen.( Seiterkeit.) Auch mit dem Lamentieren über die Kurpfuscher komme man nicht weit.( Unruhe.) Wo fange der Kurpfuscher an, und wo höre der Arzt auf?( Große Unruhe und Widerspruch.) Dr. Marcuse ( Mannheim) verspricht sich auch nicht viel von der Belehrung; das zeigen die geringen Erfahrungen mit der Tuberkulose. J Die Stadtverordneten Versammlung hat sich in ihrer Sizung der Tagesordnung zu befassen: Fortsetzung der Berichterstattung des Etatsausschusses. Vorlagen, betreffend den Etat des von Scheveschen Stiftungs- Fonds nebst Anhangs Etats für das Etatsjahr 1903, die Beantwortung der bei Prüfung des Jahresabschlusses über die Verwaltung des Viehmarktes, des Schlachthofes, der Fleischbeschaut auf dem Schlachthofe und der Fleischbeschau für das von außerhalb eingeführte Fleisch für das Etatsjahr 1901 gestellten Anfrage, den Jahresabschluß für das Etatsjahr 1901 über die Geheimrat Kirchner vom Kultusministerium in Berlin wider- Verwaltung der städtischen Gaswerke, Die Kirchenbaulast spricht letterer Ansicht. Zur Begründung des Seuchengesetzes habe der politischen Gemeinde nach dem märkischen ProvinzialProf. Dr. Neißer Berlin als Vorsitzender eröffnet den er sich kürzlich die Zahlen über die Verbreitung der Tuberkulose zurecht,- den Erlaß eines Drtsstatuts über die KrankenKongreß mit dem Ausdruck der Freude über die zahlreiche Beteiligung fammengestellt. Die Sterblichkeit betrug 1875: 31 auf 10 000, versicherung der Handlungsgehilfen und Lehrlinge, und mahnt zur Einigkeit und Hintansehung einseitiger" Ansichten, 1900: 21 auf 10 000, bis 1893 blieb die Zahl Jahr für Jahr die- die Umänderung bezw. Erweiterung der Lehraufgabe der eine Mahnung, die auffälligerweise von allen offiziellen Rednern felbe, trotzdem man durch Stoch schon den Verbreiter kannte. Erst seit städtischen höheren Webeschule, die Einführung des Oberleitungswiederholt wird. Der Vertreter der preußischen Regierung, Geh. Beginn der Belehrung blieben die Ziffern zurück. Vorträge in der betriebes an Stelle der unterirdischen Stromzuführung auf der Rat Dr. Kirchner aus dem Kultusministerium, äußert außer dieser Schule erscheinen aber nicht zweckmäßig, man werde sich auf allge- Strecke der elektrischen Bahn Behrenstraße bis Hollmannstraße, Mahnung, daß der Staat nun ebenfalls die Ansicht habe fahren meine hygienische Unteriveisungen beschränken.( Beifall.) Es die Festsetzung von Fluchtlinien für eine neue Straße auf dem GeTaffen, daß nur das Schivert und die polizeiliche Reglementierung Sprachen noch Frau Scheven( Dresden), Gräf, Vertreter der Frank- lände der ehemaligen Maschinenbauanstalt C. Hoppe, Gartenhelfen könnten gegen die Verbreitung der Geschlechtskrankheiten. furter Ortsfrankenkasse, Dr. Blaschko( Berlin), Gaucher( Paris) straße 9/12 und 13 und Bergstr. 72 und 73.- Berichterstattung über Zur strafrechtlichen Bekämpfung der Ge- und Dr. Neuberger( Nürnberg). den Antrag von Mitgliedern der Versammlung betr. die Verfchlechtstrantheiten referiert zunächst Oberlandgerichtsrat mehrung der Bahl der Schulärzte und über die Schmölder- Hamm, der in sympathischer Weise betont, daß die Vorlagen betreffend die weitere Anstellung von SchulKongresses der Krankenkassen Deutschlands die Erhöhung des Schulgeldes für die Gymnasien, Realgymnasien, Ober- Realschulen und höheren Mädchenschulen, sowie für die auswärtigen Schüler der Realschulen die Einführung einer neuen Besoldungsordnung für die Oberlehrer an den städtischen Gymnasien, Realgymnasien, Ober- Realschulen, Realschulen und höheren Mädchenschulen, die Anrechnung des vollen Wohnungsgeld- Buschusses für die Leiter, Oberlehrer, ordentlichen Lehrer und Lehrerinnen der genannten Lehranstalten sowie der Blinden- und Taubstummenschule stellen für Magistratsräte. bei Berechnung der Ruhegehälter und die Errichtung neuer Amts= ſtrafrechtliche Seite eigentlich gar nicht an den Anfang der Ver Berliner Partei- Angelegenbeiten. äraten. Bewilligung eines Buſchuſſes au den Koften des handlungen gehöre. Wir hätten außerdem einen solchen Ueberfluß an Strafbestimmungen auch auf Gebieten, wo dies überflüssig, daß Der Wahlverein Rixdorf hält heute eine außerordentliche Generalfaum ein guter Bürger ein längeres Leben noch unbestraft hin- bersammlung im Lokal des Herrn Gröbler, Bergstr. 147, ab. bringen fönne. Dennoch habe Prof. Liszt- Berlin recht, wenn er Der Wahlverein für Treptow- Baumschulenweg hat für den Bezirk die fahrlässige und die vorsätzliche Ansteckung als Körperverlegung Treptow im Restaurant Dreßler, Kiefholzstr. 6, eine Zahlstelle einbestraft wissen will. Sie ist nichts andres, als wenn jemand einen gerichtet, woselbst heute Mittwochabend 81% Uhr eine Sigung stattandren mit dem Messer beschädigt. Nur die Ansteckung in der Ehe findet. Zahlreicher Besuch ist geboten! will Schmölder entgegen Liszt nicht besonders bestraft haben. Da genüge die Bestimmung gegen Körperverlegung und die Möglichkeit Nieder- Schöneweide. Der Wahlverein hält Donnerstagabend der Scheidung. In juristischen Einzelheiten weicht Schmölder eben- Uhr bei Stehr( Nasses Dreieck), Haselwerderstr. 6, eine Verfalls von Liszt ab. Die polizeiliche Reglementierung muß weg eichstagswahlen. Da Gäste Zutritt haben, werden die ParteiGenoffe Stalisti spricht über die künftigen fallen, wenn die neue Strafbestimmung eingeführt wird. Sonst würden ja alle Behörden, welche den Betrieb der Unzucht gestatten, genossen ersucht, für guten Besuch der Versammlung rege zu mittelbar unter das Strafgeset fallen. Dagegen will Schmölder agitieren. besonders scharfe Strafe gegen eine Prostituierte, die ihr Gewerbe forttreibt, troßdem sie weiß, daß sie angesteckt ist; sie müsse ihre Gewerbefrankheiten" tennen. Auf solche Prostituierte müſſe aller- Lokales. dings eine behördliche Kontrolle forterstredt werden; die Polizei müsse fortgesetzt Stichproben" machen. Redner hält für rückfällige Kranke längere Freiheitsstrafen für nötig. Ueber die Schularztfrage der Schularztfrage zu ändern, oder ob sie die jetzt vorgeschlagene Lösung, die wir uns nur als eine vorläufige denken können, zu einer endgültigen werden lassen will. Die Selbstmorde haben sich in Berlin im letzten Jahre wieder vermehrt. In den Jahren 1900 und 1901 waren hier 434 und 525 Selbstmorde festgestellt worden und im Jahre 1902 gelangten 564 Selbstmordfälle zur Kenntnis der Behörde. Die meisten Selbstmorde kamen diesmal wieder, wie in den beiden vorhergehenden Jahren, auf den Monat Juli, aus dem allein 59 Fälle gemeldet wurden. Die nächsthöchste Zahl, 57 Fälle, wies im letzten Jahre soll nun die Stadtverordneten Versammlung Be- der August auf, während der benachbarte September mit nur In der Diskussion wendet sich Prof. Fränkel- Halle, der beschluß faffen. Der Vorschlag des Magistrats, die Zahl der Schulärzte 38 Fällen diesmal die geringste Selbstmordziffer unter allen fannte Hygienifer, gegen die Strafvorschläge. Da die Strafbarkeit von bisher 12 auf 30 zu erhöhen und fortan sämtliche Gemeinde- Monaten des Jahres 1902 hatte. Es ist übrigens zu beachten, vom Zeugnis des Arztes abhängen wird, würden die Geschlechts- schulen Berlins von diesen 30 Aerzten versorgen zu lassen, sowie der daß in Berlin die Zahl der Selbstmorde erst in den allerFranken noch weniger die Aerzte aufsuchen, um fein Beweismaterial von der socialdemokratischen Fraktion bereits vorher eingebrachte legten Jahren wieder zuzunehmen begonnen hat, gegen sich zu schaffen. Namentlich die Prostituierten werden noch Antrag, jeder Schule einen besonderen Schularzt zu geben, waren nachdem die zweite Hälfte der 90er Jahre einen recht beträchtlichen mehr abgeschreckt, sich behandeln zu lassen, zumal da auch im weib- bekanntlich einem Ausschuß zur Vorberatung überwiesen worden. Rückgang gebracht hatte. Noch aus 1896 und 1897 waren 494 und lichen Organismus die ersten Symptome der Geschlechtskrankheiten Dieser Ausschuß hat in voriger Woche seine Arbeit beendet und legt 495 Selbstmorde bekannt geworden, aber 1898 und 1899 war die viel weniger merkbar auftreten. Prof. Flesch betont, daß in der jetzt der Versammlung einen umfangreichen Sizungsbericht vor. Zahl der Selbstmorde rasch auf 463 und 457 gesunken. Das Jahr Praris die Strafanwendung sich doch hauptsächlich nur gegen Pro- Das Ergebnis feiner Beratungen haben wir bereits mitgeteilt. Nach 1900 ties mit nur 434 Fällen den tiefsten Stand des ganzen letzten stituierte wenden werde, die Referenten sprächen deshalb auch um- Lage der Sache wird leider nur übrig bleiben, sich mit dem, was der Jahrzehnts auf, trotz der inzwischen erfolgten Zunahme der Bewillkürlich nur von diesen. Außerdem seien die Kranken, welche Ausschuß beschlossen hat und der Versammlung zur Annahme empfielt, völkerung. Desto stärker schnellte dann freilich im Jahre 1901 die thatsächlich nichts wüßten, gerade die schädlichsten, indem sie ihre vorläufig zu begnügen. Im Ausschuß ist der Antrag unfres Ge- Selbstmordziffer in die Höhe, um ziemlich 100 Fälle. Die SelbstFrauen und Kinder ansteckten. Besserung fönne nur bringen Auf- noffen weder in der ursprünglichen Form, noch mit der Aenderung, mordziffer von 1902 übertrifft die von 1900 bereits um 130 Fälle, flärung und sociale Maßregeln. Dr. Oppenheimer- Straßburg fragt, daß für je zwei Schulen immer ein Arzt angestellt werden solle, von d. H. um 30 Proz. ob auch schon die„ Gefährdung" bestraft werden solle. Dann werde freisinniger Seite unterstützt worden. Auch für den Ausweg, jedem der Geschlechtskrante einfach eristenzlos. Frau Sath. Scheven- Artz vier Schulen zu geben und dann von den anzustellenden Die Magistratskommission, die zur Beratung von Maßnahmen, Dresden sagt, daß Strafvorschriften wieder nur ein Ausnahmegesetz 30 Aerzten nur 120 Schulen versorgen zu lassen, hat sich keine Mehr- die geeignet erscheinen, die von der Staatsregierung beabsichtigten gegen die Frauen werden würden, speciell gegen die Prostituierten, heit gefunden. Die einzige Verbesserung gegenüber der Magistrats- Maßregeln zur besonderen Belastung Berlins mit einer Steuer abdie ja ihre Kunden gar nicht kennen und gar nicht anzeigen können. vorlage, die schließlich erreicht wurde, ist die vorgeschlagene Er- zuwenden oder zu bekämpfen, trat gestern zum erstenmal unter dem Es würde also schon gegen Prostituierte allein zur größten Un- höhung der Zahl der anzustellenden Aerzte von 30 auf 36. Es Vorsiz des Oberbürgermeisters Stirschner zusammen. Die Stommiffion gerechtigkeit führen, wenn man strafen wollte. Die Stichproben", würden hiernach nicht 8-9 Schulen, sondern rund 7 Schulen von ist gebildet aus Anlaß der Erklärung der Regierung in der Budgetdie Schmölder angestellt haben will, werden zur größten Belästigung je einem Schularzt zu versorgen sein. Die Stadtverordneten- Ver- kommission des Abgeordnetenhauses, wonach im Schoße der Regierung der gesamten Frauenwelt führen. Rednerin begeht zum Schluß fammlung wird sich voraussichtlich dem Vorschlage ihres Ausschusses ein Gesezentwurf über die Heranziehung der Stadt Berlin zu staatfreilich die Inkonsequenz, die strafrechtliche Verfolgung, allerdings anschließen. Damit wäre dann zunächst wenigstens das eine erlichen Ertraleistungen, insbesondere zu den Kosten der Charité in immer nur auf Antrag, doch als willkommen zu bezeichnen. Sie reicht, daß in Berlin das Institut der Schulärzte endlich einmal auf Vorbereitung ist. Die Kommission wird später dem Magistrat über Tebt offenbar in der bürgerlichen Illusion, daß solche Anträge unter die Gesamtheit der Gemeindeschulen ausgedehnt wird. Die Ab das Ergebnis der Beratungen berichten und Vorschläge machen. Umständen auch gegen Nichtprostituierte gestellt würden. Vor- lehnung der weitergehenden Forderung, jeder Schule ihren besonderen Zu der famosen Angelegenheit des Landes- Ausstellungsgebäudes fizzender Prof. Neißer- Berlin ist der erste, der wenigstens etwas Schularzt zu geben, erklärt sich teils aus dem grundsätzlich nicht sehr berichten hiesige Blätter: Die Herstellung der neuen Repräsentationsfür Strafvorschriften übrig hat, als ein Mittel unter vielen. Vor wohlwollenden Standpunkt, den manche der freiſsinnigen Stadtverord Halle im Landes- Ausstellungsgebäude war durch das Eingreifen des allem sei es ein großer Irrtum, daß die Prostituierten fast sämtlich neten gegenüber der Schularzifrage noch immer einnehmen, teils auch Staisers unterbrochen worden, dem der Entwurf nicht vorgelegen frank seien. Die Durchschnittsziffer fei vielmehr 40 Pro3., nicht aus den Etatsorgen, die durch die augenblickliche Finanzlage der hatte. Inzwischen ist das geschehen; der Staiser hat den Blan höher. Voraussetzung für Strafbarkeit müsse freilich sein, daß wirt Stadt hervorgerufen worden sind. Die Zukunft wird zeigen, ob genehmigt, und die Arbeiten sind jetzt wieder aufgenommen worden. liche Krankheitssymptome beim Ansteckenden vorhanden seien. Auch die freisinnige Mehrheit der Stadtverordneten bereit ist, unter Es handelt sich, wie man weiß, darum, die Säle 3, 25 und 35 in müsse eine Schutzbestimmung für Prostituierte geschaffen werden, veränderten Verhältnissen auch ihre Saltung in eine große Halle von 60 Meter Länge unzuwandeln und sie mit nach der diese durch ein ärztliches Zeugnis außerhalb der Gefahr ansprechenden Portalen zu schmücken. Die immer noch prunkvolle der Strafverfolgung gesetzt werden. Assessor Claußmann- Köln Ausstattung der Kuppelhalle, deren Beseitigung in Aussicht genommen nimmt dagegen besto energischer und frischer gegen die Strafgesetze war, wird nun doch noch erhalten bleiben. Es waren auch in der Stellung. Gefeße, die nicht notwendig sind, diskutiert man überKuppel Gerüste aufgestellt, und die von der Ministerial- Baukommission haupt nicht. Ferner ist es sehr fraglich, ob der Begriff„ GefchlechtsIn der gestrigen Sitzung des städtischen Etatsausschusses unter vorgenommene Untersuchung hat ergeben, daß der Schmuck durchaus frankheit" überhaupt schon juristisch fest genug umschrieben werden dem Vorsiz des Stadtverordneten- Vorstehers Dr. Langerhans wurde umversehrt geblieben ist und noch lange halten wird. fann. Ist dies nicht der Fall, weist einer nach, daß 3. B. Syphilis der Etat 37( Gehälter der Magistratsmitglieder) beraten. Die zweite Umständen ist die geplante Entfernung der Ausstattung aufgegeben Unter diefen gar feine Geschlechtskrankheit sei, so versagt das Strafgesetz. Befanntlich ist bei Gott und den Juristen nichts unmöglich.( Heiterkeit ejung wurde bis zur nächsten Sigung vertagt. In zweiter und man wird sich begnügen, ihr durch Auffrischen neuen Glang au zu wollen, das kommt mir vor, als wollte man die Religion nur daß die Erträge der Riefelfelder, besonders der Wiesen, die unter und Zustimmung.) Mit dem Strafgesetzbuch die Leute nur schrecken Lesung angenommen wurden die Etats für die Verwaltung der geben. benutzen, um die Kinder bange zu machen. Die französische und der anhaltenden Dürre im Jahre 1901 sehr gelitten haben, höher bei den Ausfahrten des Kaiſers kommandierten Schußleute haben rechtsrheinische Gerichtspraxis zeigt bessere Wege. Dort kommt man mit den Bestimmungen gegen Störperverletzungen vollkommen und eingestellt sind und daß die Ergebnisse sich bessern. Der État der die Anweisung erhalten, das Schwenken der Taschentücher beim städtischen Markthallen gab zu längeren Erörterungen Anlaß. Bublifum thunlichst zu verhindern. Wie schon bekannt ist, hat der gut aus.( Lebhafter Beifall.) Es wurde die Frage der Heizung der Markthallen Kaiser dem Bolizeipräsidenten gegenüber wiederholentlich darauf hinUeber privatrechtliche Folgen von Geschlechtskrankheiten berichtet auch noch kurz Oberlandgerichtsrat Schmöl der. die Schließung der Markthalle am Wörther Platz erörtert. gewiesen, daß das Andrängen des Publikums an den kaiserlichen Es dreht sich um Entschädigungsklagen wegen Ansteckung, um Auf- Die Einführung der Heizung der Hallen ist in der zuständigen Wagen, das Werfen von Blumensträußen und das Schwingen von hebung von Verlöbnissen oder Ehen aus jenem Grunde, um die Deputation schon eingehend beraten und die Einrichtung in Hannover Taschentüchern die Gespanne beunruhigen und schen machen könne. Schweigepflicht des Arztes und ähnliches. Den von andrer Seite besichtigt worden. Die dortigen Verhältnisse sollen mit den hiesigen Die wiederholten öffentlichen Erlasse des Polizeipräsidiums sind jedoch vorgeschlagenen Attestzwang für Berlöbnisse und Eheschließungen nicht zu vergleichen sein. Aus verschiedenen Gründen ist von einer wirkungslos geblieben und die Schußleute haben nunmehr die Anverwirft selbst dieser Redner, der sich im übrigen auf ein Gutachten Heizung der Markthallen definitiv abgesehen worden, es kann sich ordnung erhalten, die an den Bürgersteigen stehenden Zuschauer bei jezt lediglich nur noch darum handeln, die Temperatur in den der Annäherung des Kaiferpaares stets darauf aufmerksam zu machen, des Justizrates Dr. Hellwig- Berlin bezieht. Zu der Diskussion macht Frau Fürth- Frankfurt a. M. Hallen während einiger Tage im Winter bei starkem, anhaltendem daß mit Taschentüchern nicht geschwenkt werden soll. darauf aufmerksam, daß Hellwig in seinem gedruckten Gutachten Frost auf 0 Grad herunterzudrücken. Dies kann unter Umständen Ein schwerer Unfall hat sich gestern, Dienstagvormittag, im BeGeschlechtskrankheiten als Scheidungsgründe nur dann zulassen will, burch Heizen von Defen bewerkstelligt werden. Die Marthalle in triebe der Großen Berliner Straßenbahn zugetragen. Der Schaffner wenn sie nach Eingehen der Ehe eingetreten und verschuldet sind. der Wörtherstraße, die einen Zuschuß von über 47000 Mart Segelow rückte an der Endstation am Görlizer Bahnhof mit dem erfordert und seit ihrem Bestehen noch feinen Nein der Frau müßte auch in allen übrigen Fällen das Recht geUeber- von ihm bedienten Motorwagen 2394 der Linie 12 vor, wobei der geben werden, wegen Geschlechtskrankheit des Mannes auf Scheidung thätigkeit in der dortigen Gegend vorläufig noch nicht geschlossen versäumte es jedoch, die Fahrturbel abzustellen, wodurch der Kraftschuß ergeben hat, foll mit Rücksicht auf die Bau- Automat aussprang. H. schaltete den Automat sofort wieder ein, In der Nachmittagssigung sprach Dr. Neuberger( Nürn- werden, man hofft, daß der Verkehr auch dort sich noch heben wird. wagen mit einem plötzlichen Ruck vorwärts fauste, und gegen den berg) über das Thema: Wie können die Aerzte durch Belehrung Außer diefer Halle erfordert die Halle in der Zimmerſtraße einen Borderwaggon 1310 der Linie 91 stieß. An der Hinterplattform des der Gesunden und Kranken der Verbreitung der jährlichen Zuschuß von 40 500 M., die Halle XII auf dem Geſund- letzteren stand der Schaffner Ulrich, welcher zivischen beiden Waggons Geschlechtsfrankheiten stenern? Redner glaubt, daß brunnen, die geschlossen ist, sogar einen Zuschuß von 46 000 M., die eingeklemmt und gequetscht wurde. Dem Unglücklichen wurde der in der nächsten Zeit die Aerzte die Hauptaufgabe zu leisten haben. Halle X am Arminiusplay in Moabit troß ihrer Lage einen Zuschuß rechte Oberschenkel zersplittert, außerdem erlitt er eine Duetschung Diese liege hauptsächlich in der Aufklärung und Belehrung Gesunder von 40 600 M., die in der Pücklerstraße 43 einen Zuschuß von am linken Bein. Von der Rettungswache am Görlizer Bahnhof, 22 000 M. und die in der Dorotheenstr. 29 einen solchen von woselbst U. die erste Hilfe erhielt, wurde er nach dem Krankenhause Dr. Bock( Hannover): Zu der Mäßigung und Enthaltsamkeit 17 000. Ueberschüsse liefern die Central- Markthalle I: 109 123 M., Ant Urban gebracht. der Jugend gehören auch Mäßigung im Alkoholgenuß, Mäßigung die Central- Markthalle Ia: 130 000 m., die Halle II in der LindenUnschuldig verhaftet. Wegen des Steinbombardements, das in gegenüber gewisser Litteratur, Schaustellungen. Der Keuschheit und ftraße 45 000 M., die Halle am Magdeburger Plaz: 42000 m., Mäßigung müsse sich die Lebensweise anpassen( Körperbewegung, die Halle in der Andreasstraße: 37 500 M., die Halle auf der Nacht zum 27. Februar er. in Potsdam gegen die Wohnung des die Halle in der Ackerstraße: Polizei- Inspektors Freiherrn v. Kleist ausgeführt wurde, waren Abhärtung usw.). Dr. Galewski( Dresden) verlangte Auf dem Wedding: 20 000 Mark, flärung der Mädchen des Volkes, damit sie nicht ahnungslos der Ver- 7000 Mart, die Halle in der Dresdenerstraße: 3000 Mart. mehrere Brauerei- Arbeiter der Senstschen Brauerei verhaftet worden, weil sie in den Verdacht geraten waren, die Thäter zu sein. Die die Halle führung und Anstedung zum Opfer fallen. Profeffor v. Düring Alle übrigen erfordern noch jährliche Zuschüsse, ( Riel) befürwortet die Fürsorge für die unehelichen Kinder, aus am Marheinickeplatz 6500 M. Männer haben aber bisher immer ihre Unschuld versichert und find Im Ausschuß wurde dann noch denen fich das Gros der Prostitution rekrutiere. angeregt, bei der großen räumlichen Ausdehnung Berlins und bei nunmehr wieder aus der Haft entlassen worden. In der AugustaGeheimer Medizinalrat Professor Dr. Erbe( Heidelberg): der vermehrten Thätigkeit der Stadtverordneten auf vielen ſtraße, wo Herr v. Kleist wohnt, ist jetzt zur Nachtzeit eine ständige Schußmannspatrouille vorgesehen. Die jetzt so viel geäußerte Behauptung von der absoluten Unschäd- kommunalen Gebieten bald im Westen, bald im Osten usw., allen lichkeit der feruellen Abstinenz möchte ich nicht unwidersprochen ins Stadtverordneten Freikarten zur Benutzung der öffentlichen Selbstmord in einem Borortzuge verübte Dienstag früh der Land gehen lassen. Bei den meisten Menschen werde das ohne Verkehrsinstitute zu überlassen. Ein endgültiger Beschluß wurde 21 jährige, aus Wetzlar gebürtige Kaufmann Raca, der in einem anzutragen. und Kranker. und zu Eindämmung des Patriotismus. Die für den Absperrungsdienst Folgen bleiben, aber bei manchen Menschen, namentlich hysterischen nicht gefaßt. Für die Wahlen der Abgeordneten- und Stadt- Engrosgeschäft in Berlin in Stellung gewesen ist. Als der vom und Neurasthenikern, werde die feruelle Abstinenz von größtem verordneten, Aufstellung der Listen wurden rund 90000 M. mehr, Bahnhof Friedrichstraße kommende um 6 Uhr 14 Minuten früh in Schaden sein.( Lebhafter Beifall.) Dr. Cuyrim( Frankfurt) trat zusammen 143 000 W. verlangt und bewilligt. Das Gemeinde- Potsdam eintreffende Vorortzug vor der 6 Uhr 44 Minuten stattdieser Ansicht entgegen. Assessor Claußmann( Köln) erwartet von Blatt" kostet der Stadt 60 000 M., die verringert werden könnten, findenden Rückfahrt einer Revision unterworfen wurde, bot sich dem einer Belehrung sehr wenig. Mit Worten werde man den jungen wenn das Blatt eine Umgestaltung erführe. kontrollierenden Beamten in einem Wagenabteil zweiter Klasse ein " 1 grauenvoller Anblick. Auf dem Polster Hingestreckt Tag die Reiche des dorf Anlaß hatte, für alle Straßen jenes Verbot zu erlassent, fei; hatte in ihrer Wohnung für die Firma Schürzen anzufertigen. Es jungen Mannes, aus dessen rechter Schläfe sich ein Blutstrom ergoß. lediglich eine Frage der Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit, die für will dem Fräulein Scheller aufgefallen sein, daß ihr Arbeitgeber Das Polster, die Decke und der Fußboden waren mit Blut bedeckt. den Richter nicht in Betracht komme; die rechtliche Möglichkeit, auf häufig in ihre Wohnung gekommen sei, um sich nach dem Fortschritt Seitlich von der Leiche lag ein Taschenrevolver, welchen allen Straßen den Verkehr derart zu regeln, habe der Polizei- der Arbeit zu erkundigen und sie zu pünktlicher Lieferung anzuder Lebensmüde zur Ausführung der traurigen That, die er ver- präsident zweifellos. Ob er zweckmäßig verfahren sei, ob es not spornen. Ihr Verdacht, daß Hochdorf unlautere Zwecke verfolge, mutlich kurz vor Eintreffen des Zuges in Potsdam verübte, benußt wendig war, soweit zu gehen, ob er zwischen den verschiedenen sei ivic sie behauptet hat. Bei dem Toten wurden nur geringfügige Geldmittel sowie Straßen hätte unterscheiden können je nach der Lebhaftigkeit des geworden. Es sei nach 9 Uhr geivesen, als Hochdorf sie wiederum am Abend des 14. Mai zur Gewißheit verschiedene Medikamente vorgefunden, welche darauf schließen lassen, Verkehrs usw., feirein seine Sache. Die rechtliche Zulässig besucht habe. Nach einer kurzen geschäftlichen Erörterung habe Hochdaß die Ursache zu dem Selbstmord auf langivierige Krankheit teit des§ 68 stehe außer Biveifel. zurückzuführen ist. Der Wagen, in welchem die Leiche gefunden dorf sich ihr in zudringlicher Weise genähert und sie umarmen wollen. Wohl nie ist der Polizeiwillkür so das Wort geredet worden, Sie habe sich nach Kräften gesträubt und schließlich versucht, den wurde, mußte zur Säuberung ausrangiert und außer Betrieb gesetzt wie in dieser Entscheidung. werden. Die Leiche wurde zunächst nach dem Central- Stellwerkturm, Klingelzug zu erreichen. Hochdorf habe ihr den Weg vertreten und und nach gerichtlicher Feststellung des Thatbestandes nach der Leichengesagt: Wenn Sie sich mir nicht fügen wollen, bekommen Sie Halle des Potsdamer städtischen Friedhofs geschafft. Die Schöneberger Stadtverordneten- Versammlung hatte in der von uns kein Geld! Wenn Sie Geld gebrauchen, werden Sie schon Montag- Sigung eine recht umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen. felbst kommen!" Sie habe darauf mit dem Gericht gedroht, worauf Seltsame Attentate wurden auf das Kloster zum guten Hirten Nicht allein einige der wichtigsten Etats fanden endlich ihre Er- Hochdorf erwidert habe:" Was wollen Sie mit dem Gericht? Wenn zu Charlottenburg, Lüßowstr. 2, verübt. Als sich an einem der ledigung, sondern die Versammlung hatte sich außerdem noch mit ich schwöre, liegen Sie doch drin!" Was, Sie werden sich doch letzten Abende ein Teil der dort untergebrachten weiblichen Zöglinge der Neu- Ordnung der Armen- und Waisenpflege zu befassen. Da nicht erlauben, einen Meineid zu leisten?" habe sie entgegnet und in einem im zweiten Stock gelegenen Schlafsaal, dessen Fenster nach für Schöneberg nur etwa 700-800 Arme in Betracht kommen, so darauf der Angeklagte:„ Na, was thut's?" Nach dieser Ausder Hinterfront hinausgehen, anschickten, zu Bett zu gehen, ertönte würden nach dem einzuführenden Elberfelder System ca. 200 Ehren- einandersetzung habe sie versucht, an dem Angeklagten, der ihr den plöglich ein Schuß und eine Kugel schlug durch das Fenster. Sie ämter neu geschaffen werden müssen. Die Einteilung erfolgt in Weg vertrat, vorbeizuschlüpfen, dieser habe ihr aber mit dem Ellenzertrümmerte die Scheibe derartig, daß die Glassplitter auf die 12 Bezirke. Nach Ansicht des Oberbürgermeisters Wilde dürfte bogen einen so heftigen Stoß gegen den Magen gegeben, daß sie Betten flogen, pfiff dann zum Glück an den Köpfen der Mädchen eine Erhöhung des Armenetats unausbleiblich sein und der bisherige zu Boden gesunken sei, darauf habe der Angeklagte sich entfernt. vorbei und prallte gegen die Wand, wo sie plattgedrückt niederfiel. Satz von 2 M. auf den Kopf der Bevölkerung bald überschritten Sie sei kurze Zeit liegen geblieben, habe furchbare Schmerzen gehabt Kaum hatte sich die Aufregung im Laufe der Nacht und des folgenden werden. In dieser Beziehung freilich steht unser Ort bedeutend hinter den und an Blutbrechen gelitten. Auffälligerweise hat Frl. Scheller von Tages etwas gelegt, als sie am nächsten Abend durch ein zweites Aufwendungen Berlins, das etwa 8 M. pro Kopf( bei einem Armenetat von diesem Vorkommnis nicht sofort Anzeige gemacht, sondern erst nachAttentat von neuem wachgerufen wurde. Diesmal flog ein fauft- 16 Mill.) ausgiebt, zurück. Von unsrer Seite stellte Genosse Hoffmann dem sie vom Getverbegericht mit ihrer Klage gegen Hochdorf wegen großer Stein durch eines der Vorderfenster im ersten Stod, unser Einverständnis mit der Magistratsvorlage fest, er wies aber unpünktlicher Lieferung abgewiesen war. Troß der Unschuldszertrümmerte die Scheibe, verletzte aber zum Glück wiederum nie- auch darauf hin, daß bei der Auswahl der Pfleger die größte Vor- beteuerungen des Angeklagten, welcher behauptete, daß die ganze mand. In beiden Fällen war von dem Thäter infolge der Dunkel- ficht zu üben sei. Nach seinen Ermittelungen aus Elberfeld scheitert Geschichte erfunden sei, glaubte das Schöffengericht der eidlichen heit nicht die geringste Spur zu entdecken. auch dort der Grundgedanke des Systems an der Nichthinzuziehung Aussage des Frl. Scheller und kam zu einer Verurteilung. Im derjenigen Kreise, die durch eigne Erfahrungen mit am gestrigen Termin vor der Berufungsinstanz wiederholte die Zeugin Perücken für die Pasewalker. In eine Gastwirtschaft am besten für das Amt eines Pflegers sich eigneten: die Arbeiterschaft. ihre Bezichtigungen, während der Angeklagte mit seinem Verteidiger, Schloßplaz tam vorgestern, Montagabend, ein flotter Gaft. Der Diese Anschauung erregte natürlich den Unwillen des Stadtv. Rechtsanwalt Cohn, einen umfangreichen Beweis dafür angetreten Mann nannte sich Theaterfriseur Hoffmann und erzählte, daß er v. Frandenberg, der in seiner naiven Weise, noch bestärkt durch den hatten, daß Frl. Scheller unglaubwürdig sei. Es wurde behauptet, ein gutes Geschäft gemacht habe. Die Bajewalter Kürassiere humoristischen Beifall, erklärte,„ die Arbeiter würden stets mit vollen daß die Zeugin zu hochstaplerischen Zwecken Visitenkarten mit einem hätten von ihm auf einmal 150 Perücken bezogen und Händen geben, da sie selbst feine Steuern zahlen!" Mit der adeligen Namen bei sich zu führen pflege. Die Zeugin gab nur das noch mehr nachbestellt. Daher komme es ihm auf eine Kleinigkeit Versicherung des Oberbürgermeisters, daß auch Frauen als letztere zu, behauptete aber, daß zur Zeit zwei Prozesse in München nicht an. Aber es blieb nicht bei Wein und Bier, sondern der Pflegerinnen berufen werden sollen, die erfahrungsgemäß auf diesem ob sie einen adeligen Namen führen dürfe. Auch der moralische und Magdeburg schwebten, von deren Ausgang es abhängig sei, Mann schrieb seinen Zechgenossen auch Freibillets für Theater Gebiete Gutes leisten können, wurde die Neu- Ordnung einstimmig Lebenswandel der Zeugin wurde beanstandet. Sie gab zu, daß sie auts. Man glaubte ihm, daß sich fein Einfluß als angenommen. Ihre Einführung dürfte mit dem 15. April er ein Liebesverhältnis mit einem Dr. H. unterhalte, der Verkehr mit Theaterfriseur auch auf diese Dinge erstrecke und nahm folgen. die Freifarten mit Freuden und Dank entgegen. Beim Armenetat hatte der Magistrat die Errichtung einer andern ihr bekannten Herren habe sich aber darauf beschränkt, daß war schon ziemlich spät gewoeden, als die Zechgenossen einer nach fünften Armenarztstelle beantragt, da die bisherigen Armenarzt sie mit denselben Lokale und Konzerte besucht habe. Schließlich dem andern aufbrachen. Der„ spendable" Gast war schließlich etwas bezirke zu umfangreich seien. Der Ausschuß hatte Streichung dieser stellten die früheren Wirtsleute der Zeugin dieser kein lobendes eingenickt. Als der Wirt ihn weckte und daran erinnerte, daß es Position verlangt. Im Plenum fürchtete man augenscheinlich unempfangen. Von dem fraglichen Vorgange sei im Nebenzimmer Zeugnis aus. Sie habe wenig gearbeitet und häufig Herrenbesuche doch wohl Zeit sei, heimzugehen, faßte er mit Zuversicht in die liebsame Erörterungen, und so wurde dieser wichtige Punkt Westentasche, um die Zeche zu bezahlen, erschrat aber nicht wenig, die geheime Sigung reserviert. Der Etat schließt in Einnahme Termin vor dem Gewerbegericht davon erzählt, wessen sie ausgesetzt nichts zu hören gewesen, auch habe Frl. Scheller erst nach dem als er sie leer fand. Er war jedoch schnell beruhigt und schien es und Ausgabe mit 380 330 M. und erfordert einen Zuschuß von worden sei und hinzugefügt:" Der Jude soll nicht davon kommen, gar nicht so schmerzlich zu empfinden, daß das Zwanzigmarkstück, 211 580 M. das er kurz vorher noch gehabt hatte, verschwunden sei. Bertraulich Beim Volksschul- Etat erinnerte Genosse Süter den dem werde ich es besorgen!" Diese Aeußerung wurde von der Klopfte er dem Wirt auf die Schulter und meinte: ist hin, laß es laufen. Sie kennen mich " Hinzweiten Bürgermeister Dr. Gochardt an das seiner Zeit so fest ja, Theater- gegebene Versprechen, daß mit dem 1. April d. J. alle fliegenden weiterer von ihm benannter Zeugen plaidierte, hielt der Staatsanwalt Während der Verteidiger auf Freisprechung ev. auf Ladung friseur Hoffmann, ich bezahle morgen." Damit war aber laffen ganz bestimmt beseitigt sein sollen!" Natürlich mußte für erwiesen, daß eine schamlose Ausbeutung einer Arbeiterin vorder Wirt keineswegs einverstanden. Troß aller Perücken der Pase- er zugeben, daß er sich hierin zu sehr festgelegt habe. walfer Kürassiere verlangte er auf der Stelle fein Geld, und als liege und beantragte Verwerfung der Berufung. Es sei nur zu be= der Theaterfriseur aus allen seinen Taschen auch nicht einen Pfennig Bankow. Die Einrichtung und Unterhaltung einer Boltsdauern, daß nicht auch seitens der Staatsanwaltschaft Berufung zu Tage förderte, ging er mit ihm auf die Revierwache, um für bibliothek durch die Gemeinde ist trop immer erneuten An- eingelegt worden sei, denn das Verhalten des Angeklagten verdiene weitere Schritte den nötigen Anhalt zu gewinnen. Hier wurde der trägen von unsrer Seite abgelehnt worden und zwar mit der entschieden eine Freiheitsstrafe. flotte Mann als der Friseur Gustav Byliczeck entlarvt und als Hoch- Bibliothek auch Nichtmitgliedern gegen Zahlung einer Staution von Motivierung, daß der im Orte bestehende Bürgerverein, dessen Der Gerichtshof beschloß, die noch vorgeschlagenen Zeugen zu stapler festgenommen.. 3 M. zur Verfügung steht, den Bedürfnissen des lesenden Publikums Rechming trägt. Die Gemeinde subventioniert diese„ Boltsbibliothet" pathen" Starl Pohl wurde gestern in einer Verhandlung erörtert, Ein Kurpfuscherprozeß. Die Kurmethode des„ Magnethos mit 200 m. jährlich. Genosse Eichler wies in der letzten Sigung die vor der neunten Straffammer des Landgerichts I stattfand. Pohl der Gemeindevertretung darauf hin, daß die Gemeinde die Ver- pflegt in den Zeitungen Annoncen zu veröffentlichen, die mit seinem pflichtung habe, die Bibliothek selbst zu verwalten und auszubauen. Brustbild verziert sind und in denen er seine gefeßlich geschützte Augenblicklich hat die Gemeinde trotz des jährlichen Zuschusses keinen kombinierte Heilmethode" gegen alle möglichen Strankheiten, innere Einfluß auf die Bibliothek und auch keinerlei Eigentumsrechte, man solle und äußere Leiden, empfiehlt und sichere Heilung verspricht. Die endlich eine öffentliche Voltsbibliothek gründen und die Bestände der Auflage erblickt hierin ein Vergehen gegen das Gesetz betr. den uns Bibliothek des Vereins als Grundstock einer solchen betrachten. Es lauteren Wettbewerb. Der Angeklagte behauptet, daß ihm eine wurde eine Kommission gewählt, der auch Genosse Eichler angehört, magnetische Kraft, sogenannter„ Lebensmagnetismus" inne wohne, um die Vorberatungen und Vorschläge zu einer Vorlage zum welche er durch Handbewegungen auf die Kranken übertragen könne. nächsten Etat 1904/5 zu machen. Eine heftige Debatte zeitigte die Der Erfolg sei, daß die Krankheiten von dem Patienten in seinen borläufige Rechnungslegung eignen Körper übergingen. Natürlich leide er selbst auch darunter hauses, die Kosten desselben waren nach dem Voranschlage auf und deshalb sei es erklärlich, daß er sich für jede Sizung ein Honorar 360 000 M. ohne innere Einrichtung festgesezt. Nachbewilligt waren zahlen lasse, welches sich je nach der Vermögenslage der Patienten inklusive der inneren Einrichtung als erste Rate 18 000, als zweite zwischen 5 und 50 W. bewegte. Außerdem wende er kohlenfaure Rate 94.000 und als letzte Rate 50 000 M., dazu kommt der Ankauf Bäder an. Wenn die Anklagebehörde eine Anzahl Zeugen vorführen Im neuen Affenhaufe des Berliner Zoologischen Gartens befindet des Grundstückes mit 45 000 m., so daß die Gesamtsumme lasse, welche ohne Erfolg von ihm behandelt worden seien, so fet fich seit einigen Tagen ein schwarzer Spinnenaffe. Auf den ersten 567 000. beträgt. Der Baufommission wurde von der er in der Lage, sich auf weit mehr Personen zu berufen, welche ges Blick schon unterscheidet sich dieser tropische Südamerikaner durch Rechnungskommission zum Vorivurf gemacht, die als Nach- heilt wurden. Auf schriftliche Raterteilung habe er sich nie ein seine ungemein langen, dünnen Spinnenglieder von seinen altwelt bewilligung angeführten Gelder schon verbraucht zugelassen. In seinen jüngeren Jahren sei er Maler gewesen, dann sei lichen Vettern, den Pavianen, Meerkazen usw., noch mehr fällt jedoch haben, ohne daß die Gemeindevertretung die ihm nach und nach die Kenntnis gekommen, daß ihm eine magnetische der lange Greifschwanz auf, der ja auch nur den amerikanischen Gelder bewilligt hatte. Zu der genannten Gesamt- Straft innewohne und schließlich habe er diese zu Heilzwecken vers Affen zukommt. Allen diesen fehlt die drollige, übermütige Komik summe bon 567 000. treten noch die Straßen und wertet. Die vernommenen Belastungszeugen bekundeten übereins mit den kraftvollen Bewegungen und weiten Sprüngen, dem raschen Hofregulierungen, lettere mit gärtnerischen Anlagen, außerdem stimmend, daß sie schweres Geld nuplos geopfert hätten. Der An Minenspiel und der ergötzlichen Unverschämtheit; ein ſtiller, fast einzelne, nicht in der Rathausabrechnung enthaltene Positionen. Der geflagte habe sich bisweilen für eine„ Sißung" 30 M. bezahlen ängstlicher Ernst liegt auf dem Gesicht der„ Klammeraffen", und ihr Rathausbau kostet in runder Summe 600 000 m. Eine Nachforde- laſſen. Ein 14jähriges Mädchen litt an einem gekrümmten Knie. Benehmen entspricht diesem Aussehen. Der Schwanz ist ihnen sehr rung von 30 000 m. ist noch zu erwarten. wesentliches Hilfsorgan bei der Bewegung; allein mit seiner Spige an einem Aste befestigt, vermögen sich die Tiere lange zu schaufeln; sie machen keinen Schritt, ohne sich durch eine Schlinge dieses Greif werkzeuges vor dem Herabfallen gesichert zu haben. Das Wegwerfen von Obstresten hat wieder einmal unheil angerichtet. Der 32 Jahre alte Arbeiter Ernst Schulz aus der Strelitzer straße 2 glitt vor dem Hause Elsasserstr. 4 auf einer Apfelfinenschale aus und zog sich einen Bruch des linken Unterschenkels zu. Die Rettungswache in der Kastanien- Allee leistete ihm die erste Hilfe und ließ ihn mit einem Lückschen Wagen nach dem Moabiter KrankenHause bringen. Die Ausstellung der Schülerarbeiten der Fachschule der Maler findet in der Aula und den Nebenräumen des Schulgebäudes Wasserthorstr. 4 in der Zeit von Donnerstag, den 12. März, bis Sonntag, den 15. März cr. statt. Die Besichtigung ist unentgeltlich von 10-4 Uhr gestattet, und es werden alle Interessenten zum Besuch hiermit eingeladen. Im Anschluß an die Ausstellung findet Sonntagnachmittag 4 Uhr Prämien- und Diplomverteilung an die Lehrlinge statt. Hus den Nachbarorten. Die Rigdorfer Straßenpolizei- Verordnung. des neuen für Rate Adlershof. Der Geist unsres großen Agitators Herrn b. Oppen geht hier ruhig weiter umher, was aus folgendem zu ersehen ist. Von seiten des Herrn Amtsvorstehers wurde den hiesigen Gastwirten eröffnet, daß sie bis zum 1. März ihre Konzessions gesuche einzureichen hätten, da ihre bisherige Stonzeffion bis zum 28. Februar erlischt. Nun stellt sich heraus, daß die Wirte, welche ihre Lokalitäten der Arbeiterschaft zur Verfügung gestellt haben, auf Polizeistunde gesezt worden um 10 Uhr während dort, wo das sogenannte bessere Man fragt sich nun:„ Ist das die und Vor einiger Zeit konnten wir berichten, das Kammergericht habe schließen müſſen bis 11 Uhr und noch länger ge= Man versucht also, Bielleicht gelingt es aber, unfren Wir machen hiermit den§ 68 der Rigdorfer Straßenpolizei- Verordnung vom Publikum verkehrt, 5. Dezember 1901 für rechtsungültig erklärt, das Verbot des schänkt werden darf. Straßenhandels unter Benutzung von Wagen für das ganze Stadt- fogenannte ausgleichende Gerechtigkeit 24 gebiet Rirdorf gebilligt. Jeht hat mm auch das preußische Ober- uns zu zwingen, unsre faner verdienten Groschen dorthin zu tragen, Berivaltungsgericht über die Gültigkeit dieses Paragraphen zu be- wo uns der Wirt nicht einmal gestattet, über den Brot- und Fleischfinden. Mehrere Händler hatten das Verbot nicht beachtet, waren wucher uns zu unterhalten. dann auf das Einschreiten von Eyekutivbeamten hin vergeblich beim Freunden eine arge Enttäuschung zu bereiten. Rigdorfer Polizeipräsidenten vorstellig geworden, hatten sich darauf noch bekannt, daß in dem Lokal von Meißner( an der Bahn), welches Bortvärts" " beim Polizeipräsidenten in Berlin und beim Oberpräsidenten ohne der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung steht, der unsrer Wermutung nach mur als Blendwerk, Erfolg beschwert und schließlich gegen diesen beim Ober- Verwaltungsaushängt, oder Vergeßlich gericht geklagt. Ihr Vertreter, Rechtsanwalt Dr. Karl Lieb- um die Personen, welche aus Unkenntnis zu führen. Für das Wohl necht, machte u. a. vor dem verhandelnden 4. Senat geltend: Der feit dies Lokal betreten, irre § 68 der genannten Verordnung sei rechtsungültig. Die Be- diefes Lokalbesizers scheint die Polizei von Adlershof ebenfalls sehr stimmungen solcher Straßenpolizei- Verordnungen hätten nur recht besorgt zu sein, da sie ja schon einem Parteigenossen das Betreten lichen Bestand, wenn sie aus verkehrspolizeilichen Gründen erlassen des Bürgersteiges vor dem Lokal verboten hat. Wir ersuchen nun wären. Das sei hier bei dem§ 68 offenbar nicht der Fall, schon weil die Arbeiterschaft nochmals, uns in dem schweren Kampfe weiter zu fich das Verbot des Straßenhandels unter Zuhilfenahme von Fuhr- unterstützen, damit endlich der Sieg unser werde. werken auf das ganze Stadtgebiet erstrecke, in dem die größere Anzahl der Straßen einen ganz minimalen Verkehr aufwiesen, so daß in ihnen ein Händler mit seinem Wagen nicht im geringsten dem Verkehr hinderlich sei, nicht im geringsten die Leichtgkeit, Bequemlichkeit und Sicherheit des Verkehrs stören würde. Gegenüber dieſen thatsächlichen, allgemein bekannten Verhältnissen sei es ganz umerheblich, wenn§ 68 in einem Absatz stehe, der die Neberschrift führt: Beeinträchtigung des Verkehrs durch andre Handlungen und Unterlassungen." Entscheidend wäre, daß§ 68 nach Inhalt und Fassung und nach seinem wirklichen Zweck nicht dem Schutze des Verkehrs diene. Es sei ja auch ein offenes Geheimnis, daß hinter der Polizei- Verordnung die Kleingewerbetreibenden mit festen Verkaufsstellen ständen, die sich die Konkurrenz des Straßenhandels vom Halse schaffen wollten. In den Vorberatungen der Stadtverordneten und des Magistrats sei ja ausdrücklich der Schuß jener Gewerbetreibenden betont worden. Die Bekämpfung einer wirtschaftlichen Konkurrenz sei aber nicht Sache einer StraßenpolizeiVerordnung. Die Verordnung vernichte viele Eristenzen. Das Ober- Verwaltungsgericht unter dem Vorsitz des Herrn v. Weheren wies jedoch die Klage mit folgender Begründung ab: Wenn auch formell zulässig, sei die Klage doch materiell völlig( 1) unbegründet. Die vom Anivalt entivickelte Theorie zu Gunsten der Ungültigkeit des§ 68 würde dahin führen, daß das ganze PolizeiVerordnungsrecht unmöglich wäre. Ob der Polizeipräsident zu RigBeugin entschieden in Abrede gestellt. laden und zu diesem Zweck die Verhandlung zu vertagen. Es war seit längerer Zeit ohne Erfolg in ärztlicher Behandlung gevesen. Dann war es zu dem Angeklagten gekommen, der Heilung versprochen habe. Unmittelbar über dem Senie habe er dann mit gespreizten Fingern hin und her Bewegungen gemacht und dabei unverständliche Worte gemurmelt. Wiederholte derartige Behandlungen hätten keinen Erfolg gehabt, Professor v. Bergmann habe schließlich die Heilung durch eine Operation erzielt. Ein schwer Zuckerkranker hatte noch schlimmere Erfahrungen mii der Behandlung des Angelagten gemacht und ebenso ein Schwindfüchtiger. Einige dieser dennoch die schriftliche Erklärung abgegeben hätten, daß sie Heilung Beugen bezeichneten deſſen Heilmethode als Mumpit. Wenn sie gefunden oder Besserung gespürt hätten, so sei dies nur geschehen, um billigere Preise angerechnet zu erhalten. Diesen Zeugen standen andere gegenüber, welche erklärten, daß sie durch die Behandlung des Angeklagten geheilt seien, obgleich Aerzte bereits vergebens ihre Kunst versucht hätten. Eine Dame wollte durch dreimalige Hypnotisierung von einer hartnäckigen Migräne befreit worden sein. Der Gerichtshof, unter dem Vorfiz des Landgerichtsdirektors Müller, verurteilte den Angeklagten zu 1000 M. Geldstrafe und Veröffentlichung des Urteils. " Einliebenswürdiger" Werkmeister. Unter dieser Spitzmarke berichteten wir im November v. J. über eine Beleidigungsklage, die der Meister Pieschel von der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft" gegen die Arbeiterin M. angestrengt hatte. Wie erinnerlich sein dürfte, hatte Pieschel das Mädchen, welches damals gleichfalls in jenem Betriebe beschäftigt war, wiederholt angesprochen und in unjittlicher Weise belästigt. Entrüstet über das Benehmen des Steglitz. Laut amtlicher Bekanntmachung ist nunmehr das Meisters beschwerte sich der Bräutigam des Mädchens brieflich bei Gewerbegericht für unsren Ort konstituiert und kann in der Direktion, die den Meister denn auch zur Rede stellte. Anstatt Funktion treten. Am ersten Montage eines jeden Monats findet im aber sein Vergehen zuzugeben, bestritt der Meister nicht nur die in Rathause, Zimmer Nr. 12, von 10 bis 12 Uhr, ein ordentlicher der Beschwerde angeführten Thatsachen, sondern verklagte das MädGerichtstag statt, an welchem Parteien ohne vorangegangene Klage chen obendrein wegen verleumderischer Beleidigung. Auf Grund der oder Ladung zur Verhandlung des Rechtsstreites erscheinen können. Beweisaufnahme wurde er mit feiner Stlage vom Schöffengericht Im übrigen fönnen natürlich Klagen jederzeit schriftlich bei dem jedoch kostenpflichtig abgewiesen. Gegen dieses Urteil Gewerbegericht eingereicht oder auch an Wochentagen von 8 bis legte P. Berufung ein, die gestern vor der 8. Straffammer des 3 ihr auf Zimmer Nr. 9 zu Protokoll des Gerichtsschreibers erklärt Landgerichts I zur Verhandlung kam, oder besser gesagt, kommen werden. Ueber diese Klagen wird in besonders festzusehenden Ter- sollte. Dem Kläger wurde vom Vorsitzenden nämlich der wohlminen verhandelt. Vorsitzender des Gewerbegerichts ist Bürger- gemeinte Rat erteilt, feine Berufungsklage wieder zurückzuziehen, da meister Buhrow, erster Stellvertreter Bürgermeister a. D. Plenske, er dem Mädchen gegenüber doch mindestens sehr unvorsichtig gezweiter Stellvertreter Amts- und Gemeindebureauvorsteher Schmidt. handelt habe. Auf dritte Personen müsse sein damaliges Verhalten immerhin den Eindruck machen, als habe er nicht ganz lautere Absichten auf das Mädchen gehabt. Mit seinem Einwand aber, er habe als Meister die Verpflichtung, sich auch außer der Arbeitszeit um die Moralität der Arbeiterinnen zu fümmern, sei es auch nur solche Sache".( Mit diesem wunderbaren Argument wollte Meister Bieschel bereits bei der vorigen Verhandlung seine nächtlichen Belästigungen des Mädchens rechtfertigen. Jedoch machte seine damalige Aussage, wie auch die des Direktors Bußmann, nur zu sehr den Eindruck, als habe man hier den Bock zum Gärtner gesetzt.) Der Kläger sträubte sich anfangs gegen eine Zurüdnahme der Berufung, weil von dem Ausgang der Klage viel für ihn abhinge. Als darauf Gerichts- Zeitung. Unternehmer und Arbeiter. Das Opfer niedriger Rachsucht will der Fabrikant Paul Hochdorf geworden sein, der vom Schöffengericht wegen. eines unjittlichen Angriffs gegen eine seiner Arbeiterinnen zu 100 M. Geldstrafe verurteilt worden war. Im Januar v. J. hatte der Angeklagte einem jungen Mädchen aus guter Familie, einem Fräulein Scheller, Arbeit gegeben. Sie enden. Hin in die Verhandlung eingetreten werden sollte, schien er fich noch| zeit durch die Unternehmer noch bedeutend erhöht. Der Lohn steht| Arbeiter- Skatbund Berlins und Umgegend. Zuschriften find an rechtzeitig eines Besseren besonnen zu haben. Er erklärte, die Bezu der mit größter Lebensgefahr auszuführenden Arbeitsleistung in richten an Ernst Clement, Belforterstr. 13. Mittwoch:„ Gemütlichkeit", Bogel, rufung unter Tragung der Kosten zurückziehen gar keinen Vergleich. Die Rüstarbeiter erhalten einen Lohn von Wrangelſtr. 78. Grand- Schwarz", Dimke, Winsstr. 56. Stattlub zu wollen. Mäglicher konnte diese Sache für den Meister kaum 35-45 Bf., in wenigen Fällen auch 50 Pf. für die Stunde. Die" Scherbel", Lötve, Stralsunderstraße, Gde Steglitzerstraße. „ Grand Schneider- Schivarz", Beez, Knesebecstr. 135. Vorarbeiter( Poliere), welche die volle Verantwortung für den bor Lustige Sieben", Kuflinzki, Cuvrystr. 36.„ Deidelikkundei", Böhmer, Insterburgerstr. 6. Der Chef des Internationalen Merkantilen Intelligens fchriftsmäßigen Aufbau des Gerüſtes zu tragen haben und auch bei Comptoirs", Agent Ludwig Hoffmann, wurde gestern durch etiva vorkommenden Unfällen zur Verantwortung gezogen werden, Mittwoch, nach dem 15., abends 9 Uhr, Kommandantenſtr. 65. Unterstützungsverein der Vierabzieher Berlins und Umgegend. Urteilsspruch der 3. Straffammer des Landgerichts I auf längere erhalten 50-60 Pf. Stundenlohn. Da die Organisation Konditoren Beit unschädlich gemacht. Der Angeklagte ist ein gewerbsmäßiger und verwandte Berufsgenossen. Heute abend unter diesen Arbeitern eine gute ist, wurde beschlossen, 8, Uhr öffentliche Versammlung in Rabes Festjälen, Kolbergerstr. 23. Kautionsschwindler, der durch nachdrückliche Strafen vor dieser verin diesem Frühjahr in eine Lohnbeivegung einzutreten. Tagesordnung: Ist die Durchführung eines Lohntarifs in unsrem Berufe brecherischen Specialität nicht zurückzuschrecken ist. Er hat zuletzt zu diesem Zwed hatten einzelne Kollegen bereits Tarifentwürfe aus- möglich? Referent Kollege Pigus. Diskussion. Berschiedenes. Zahlreicher kurz hintereinander vier und fünf Jahre Zuchthaus verbüßt. Kaum gearbeitet und der Versammlung vorgelegt. Nunmehr fand die Besuch erwünſcht. aus der Strafanstalt entlassen, hat er sich sofort wieder auf das alte Wahl einer Lohnkommission statt, welche beauftragt wurde, aus dem Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutsch Gewerbe geworfen. Er begründete unter der obigen Hochtönenden vorliegenden Material einen einheitlichen Lohntarif aufzustellen und lands, Bezirk Berlin. Mittwochabend 9 Uhr: Sigung in den Arminhallen, Firma ein Kommissionsgeschäft, deſſen einziger Zwed gewesen zu sein denselben einer demnächst stattfindenden Versammlung zur Begut- Kommandantenstr 20. Gäste willkommen. Schlächtergesellen! Deffentliche Versammlung am Mittwoch, den Scheint, im Wege des Kautionsschwindels Stellungsuchenden ihre Ersachtung zu unterbreiten. 11. März, abends 9 Uhr, in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstr. 75. Bor sparnisse abzunehmen. In zwei Fällen war ihm das Manöver bereits In dem Bericht über die Metallarbeiter- Versammlung in Nr. 58 trag des Herrn Dr. Bernstein über:" Geschlechtskrankheiten und deren Bergeglückt, als ihm sein Schicksal aufs neue ereilte. Ein junger Mann, des Vorwärts" wird gesagt, daß sich die Resolution Warnst breitung in unfrem Berufe." Verlesung der Betition an das Polizeider von dem Angeklagten als Hausdiener engagiert worden war, und mit der Wiesenthalschen im wesentlichen deckt. Das ist nicht richtig. präsidium zu Berlin betreffs Aufhebung der Schlächteret- Kellerwerkstätten. 300 M. als Kaution hingegeben hatte, hatte bald eingesehen, daß er Um Irrtümern vorzubeugen, bitte ich um folgende Nichtigstellung: einem Schwindler in die Hände gefallen war, und Strafanzeige er- Die Resolution Warnst deckte sich in ihrem ersten Teil mit stattet. Sein Vorgänger, der gleichfalls seine Ersparnisse eingebüßt der des Kollegen Pawlowitsch, also gegen die Einführung der hat, ist über den Verlust irrjinnig geworden. Dieser Fall konnte Krankenunterstützung im Verband; im zweiten Teil wünschte sie die deshalb nicht zur Aburteilung gebracht werden. Im übrigen ver Zuführung der Mitglieder des Verbandes in eine der bestehenden urteilte der Gerichtshof den in Strafanstalten alt und grau geworde Central- Berufskassen, ohne daß die erschwerenden Aufnahmenen Betrüger aufs neue zu 3 Jahren Zuchthaus und 300 M. bestimmungen auf sie Anwendung finden." Das Ziel sollte erreicht Geldstrafe. werden durch Anbahnung einer Verständigung zwischen dem Vorstand des Metallarbeiter- Verbandes und den Vorständen der verschiedenen Central- Berufskassen. Ed. Warnst. Verfammlungen. S -" Tich leistungsfähig sind, beschließt die heutige General- Versammlung: " Der Bundesvorstand und Ausschuß wird beauftragt, die auf Verschmelzung gerichteten Bestrebungen der Kleinen Bundesvereine nach jeder Richtung hin thatkräftig zu fördern, und da, wo es die Verhältnisse geboten erscheinen lassen, den Zusammenschluß fleinerer Vereine zu einem größeren anzuregen." Einstimmig wird der vom Vorstand der Gastwirtsgehilfen vor: gelegte Antrag angenommen, welcher besagt, daß die Wirte mehr als bisher verpflichtet werden sollen, die Kellner vom kostenlosen Arbeitsnachiveis des Verbandes Deutscher Gastwirtsgehilfen zu entnehmen bei Festlichkeiten, welche die angeschlossenen Gesangvereine arrangieren. Anträge, welche über Freibillets zu Parteifestlichkeiten, außer dem 1. Mai, handeln, führen zu dem Ergebnis, daß in allernächster Beit eine Urabstimmung stattfinden soll, um zu einem einheitlichen Beschluß zu kommen. = = " " " Sigung haben Mittwoch: " " " " NordStrüger, Grunewaldstr. 110. Vieb hoch", wanig Coltsgarten, berg, --" " Senefelder I", Gieste, SchillingVermischtes. Ein grauenhafter Mord ist in der Erziehungsanstalt Leschnitz in Oberschlesien verübt worden. Der siebzehnjährige Bögling Scholz tötete die bereits zehn Jahr an der Anstalt tätige Lehrerin Marie Bartsch, indem er ihr mit einem Messer den Hals durchschnitt. Der Bursche setzte darauf das Zimmer, das die Lehrerin bewohnte, in Brand und beteiligte sich mit Eifer an den Löscharbeiten. Seine bluts befleckten Sachen verrieten ihn jedoch und er gestand schließlich sein Verbrechen ein. ng the Loop- Fahrt konnte Eisenbahnunglück. Neapel, 10. März. In der letzten Nacht Stationen Roccasecca und Jioletta. Mehrere Wagen wurden zerentgleiste auf der Strecke Nom- Neapel ein Güterzug zwischen den trümmert. Von dem Zugpersonal wurden drei getötet, zwei verletzt. Der Verkehr ist unterbrochen; auch der Luruszug Rom- Neapel kann nicht abgehen. licher seit sechs Jahren nicht ereignet hat. Ausgedehnte Strecken der Der Arbeiter- Sängerbund hielt am 1. März feine diesjährige General- Versammlung ab. Aus dem Vorstandsbericht ist hervorEin Unfall beim Looping the Loop hat sich Montagabend in zuheben, daß der Bund um 5 Vereine zugenommen hat, trotzdem Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster Bor Petersburg zugetragen. Wie man dem„ Berl. Tagebl." meldet, sich im Laufe des Jahres 1902 7 Vereine aufgelöst resp. aus ſizender Julius Meyer, Fichteſtr. 27. Erster Kassierer: Seikrit, didicin- sollte im Cirkus Ciniselli die erste Vorstellung der bekannten„ Todesgetreten sind, während 8 Vereine sich miteinander verschmolzen haben. ftraße 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten fahrt" durch die Schlinge stattfinden. Bevor der Radfahrer sein Die Abrechnung ergab bis zum 31. Dezember 1902 eine Gesamt- au stap en ontharanplasticit tb, nastunde abends 9 th Rad beſtieg, um seinen Trick auszuführen, wünschte er eine lenderung einnahme von 3525,16 M., eine Ausgabe von 3192,51 W., mithin deutsche Schleife", Lipke, Melchiorstr. 15. Aufnahme von Mitgliedern. Liedesfreiheit I", Andreasstr. 26. Riederlust I"( 1865)," Woll- der Schlingenstellung. Bei der Ausführung dieser Aenderung fiel einen Bestand von 332,65 M. Dem Kassierer Seikrit wurde schläger, Adalbertstr. 21. Deutsche Eiche I", Zimmermann, Grüner die Schlinge gegen den Kronleuchter und zerschlug ihn, sodaß GlasDecharge erteilt... Die Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: Weg 29. Allegro", Wezel, Wrangelstr. 136. Gleichheit", Ramlow, splitter in großer Anzahl ins Publikum fielen und eine Panik 1. Vorsitzender Jul. Meyer( Kreuzberger Harmonie), 2. Vor- Schönhauser Allee 135. Schneeglöckchen I", Rirdorf, Köpke, Hermann hervorriefen. Die Menge verließ eilig den Cirkus und verlangte an fibender Hilgers.( Werband der Gastwirtsgehilfen), 1. Kassierer und Karlsgartenstraße- Ede. Hoffnung I", Brandenburg a. H., Wuthenow, der Kasse ihr Geld zurück. Die Looping the Seikrit( Kreuzberger Harmonie), 2. Staffierer Naetebusch Bredowſtr. 17. Brit" in Briz, Klose, Briker Chauffee 69/70. Maien nicht stattfinden. ( Starth. Kummerscher), 1. Schriftführer Sinneder( Fortschritt) gruß", Charlottenburg, Bartsch, Seesenheimerstr. 11. Heimatflänge", und 2. Schriftführer Schönthal( Starth. Summerscher). Der Köpenid, Meyer, Rosenstr. 101." Wacht auf I", Jungmann, Danzigerstr. 24. Enterbten", Schilling, Swinemünderstr. 50. vom Verein Fortschritt" gestellte Antrag: Jeden im Bunde auf- Reimann, Wollinerstr. 44. Frischauf IV", Bornim i. M., Krüger, Bartstr. 5.Linde I", Restaurant zunehmenden Verein einer gesanglichen Probe unter Recension des Treherscher Gesangverein, Schumann, Tilsiterstr. 85. Freundschaft I", Bundesdirigenten zu unterziehen, nach bestandener Probe den Verein Happe, Stralauer Blak 10/11." Zimmerer", Friedrichsberg, Bipfer als zum Bund zugehörig zu erklären," wird mit der Begründung an- Frankfurter Allee 181." Fortschritt", Thate, Muskauerstr. 43. genommen, daß nicht der Bundesdirigent, fondern der Bund die Geselligkeit", Charlottenburg, Bernice, Bismardstr. 34. Dornrose", Aufnahme des Vereins vornehmen soll. Zwei vom Verein„ Einig- Stauffeld, Markusstr. 47. Hoffnung II", Spandau, Radke, Neu- Ueberschwemmungskatastrophe in Amerika. Das ganze Mississippi feit"( Gr. Lichterfelde) eingereichte Anträge sind ebenfalls ange- lid, Simeonstr. 23. meisterftr. 5.„ Rote Rose", Stenzel, Ererzierstr. 20. Süd- West", Thal von Cairo( Kentucky) bis hinunter zum Golf von Meriko ist Klub Sangestreue", Brandenburg a. von einer schweren Ueberschwemmung hedroht, wie sie sich gefährnommen. Dieselben lauten:" Vereine unter 20 Mitglieder( an VorCentralherberge, Wollenweberstr. 3. orten) fönnen aufgenommen werden, sofern ein dem Bunde anSchmit Brunnen gehörender Verein an dem Orte nicht besteht."" Vereine, welche straße 150. Keramit", Charlottenburg, Prestel, Osnabrüderstr. 1. niedriggelegenen Ufer sind bereits überschwemmt. In Memphis innerhalb sechs Monaten ihren Verpflichtungen nicht nachkommen," Borwärts VII", Rummelsburg, Beutling, Kant- und Goethestraßen- Ecke. strömen Scharen von Flüchtlingen zusammen, die dort Obdach und find auszuschließen." Hier anschließend wird eine vom Vorstande Vorwärts III", Friedrichsfelde, Frizz Haberland, Wilhelmſtr. 38." Sris", Hilfe suchen. Die Behörden erließen an die Bevölkerung im ganzen gestellte Resolution einstimmig angenommen. Sie lautet:„ Von dem Tolksdorf, Görligerstr. 58. Sängerkranz", Teich, Zorndorferstr. 40. Mississippi Gebiet Warnungen, der drohenden Gefahr gegenüber Gujow- Blatkow, Butſche, Strauti?," Melodia I", Vorsichtsmaßregeln zu treffen. Bei Louisville ertranken zwei Neger Ludenwalde, Helau, Friedrichstraße. Nirdorf, Steinmekſtr. 113." Liberté", Laufizer Plak 8.Blat 8. Raiblume", in dem hochgehenden Strom. in lene straße 36. Freundschaft II", Hoffmann, Swinemünderstr. 47.„ Zünd- Ein brennender Petroleumzug. In der Nähe von Olean( Staat Holz", Apel, Prinzen- Auce 38. Freiheit Gruß", Baul Brick, Beteranen- New York) trennte sich gestern abend eine Anzahl Wagen eines ftraße 18. Liedeslust I", Fürstenwalde, Zinkler, Schloßkellerei. hauptsächlich aus Petroleumivagen bestehenden Eisenbahnzuges von " Butunst III", Nieder- Schönhausen, Settetorn, Lindenstr. 1.„ Maiengruß", Friedrichshagen, Conrad, Friedrichstr. 158. dem vorderen Teil des Zuges und lief auf diesen auf. Bei dem Liederlust II"," Moabit, Eine dichte MenschenWohlfeil, Huttenſtr. 8. Borwärts I", Südost, Witwe Megner, Stalizer: Busammenstoß geriet der Zug in Brand. menge umftand die Unfallstelle, als mehrere Explosionen erfolgten. straße 59." Nordwacht", Fahrow, Ravenéftr. 6. im Vereinskalender find zu richten an Albert Liebetrau, Putbuserstr. 44 IV. zahl verbrannte. Die Zahl der Umgekommenen ist noch unbekannt, Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen Die Flammen ergriffen die Umstehenden, von denen eine große An" Arkona", Armer Konrad, Reichenbergerstr. 16. Forsterstr. 36. " Waldesgrün", Kunze, da die Leichen vieler Getöteten vollständig verbrannt sind. Es wird Frei Weg", Schöneberg, Hoppe, Merseburgerstr. 7. berichtet, daß 22 Personen tot aus den Trümmern hervorgezogen Fidele Raucher", Rirdorf, Krüger, Reuterstr. 15." Glühlicht II", Schmidt, feien. arftr. 13d." Regalita", Regalita", Neubauer, Schwedenſtr. 2. Fidelio", Krüger, Feigenblatt", Adam, Rykestr. 5. Reuter- und Donaustraßen- Ecke. Ueber das Kentern einer Fähre bei Spierfalls am Hudsonfluß Ginigkeit VII", Porsche, Raumerstr. 22. Sommertahl", Friedrichsberg, wird aus New York unter dem 8. März folgendes gemeldet: SpierGürtel- und Scharnweberstraßen- Ece"," Intelligenz", Bosold, Manteuffel- falls liegt 10 Meilen von Glensfalls am Hudsonfluß. Ueber tausend Straße 66." Fidele Brüder", Friedrichsfelde, Lohse, Luisenstraße 20. Arbeiter, die mit dem Bau eines großen Dammes für die HudsonFrohsinns Heimat", Schößler, Stromstr. 28.- Deutscher Michel", Bankow, gesellschaft beschäftigt sind, wohnen am nördlichen Flußufer in Blocks Raiser Friedrichstr. 12, Klingenberg. Die Dampfenden", Schick, Manteuffel- hütten, während die Hauptarbeit an der andren Flußseite verrichtet straße 74. Fliederduft I", Presel, Borndorferstr. 36. Kein Ton", wird. Ein flacher Brahm, der an Seilen bewegt wurde, brachte die Richter, Oderbergerstr. 49. Stornblume", Dillenberg, Zimmerſtr. 59. " Ohne Furcht", Nitsche, Wienerstr. 44. Kolumbus S.-D.", Gaida, Arbeiter über den Fluß. Am Sonnabendmorgen war dieser Brahm Oppelnerstr. 19. Beilchenduft", Hundt, Hussitenstr. 24." Berzaget nie", mit etwa 80 Arbeitern beladen und in der Mitte des Flusses anSchöneberg, Kälbe, Sedanstr. 76. Pfeifendedel", Fruchtstr. 69. Bul- gekommen, als ein Knabe ins Wasser zu fallen drohte. Sofort stürzten garien", Kowsky, Koppenstr. 56. Lange Pfeife", Friedrichsberg, Schilling, fich einige Personen nach der Seite der Fähre, wo der Knabe Mainzerstraße 5." Fidelibus", Borndorferstraße 41. Rosenblüte", war, um ihn zu retten. Diese Bewegung brachte aber den Brahm Weidenweg 78." Qualmbrüder", Rummelsburg, Kantstraße 14. Gemütlichkeit SO. II", Sturth, Wrangelstr. 104." Gemütlichkeit II", zum Kentern und die 80 Insassen fielen in den gerade stark geMorgenrot", Koßmell, Friedenstr. 52. schwollenen und infolgedessen reißenden Strom. Troßdem wurden Graßig, Wrangelſtr. 22. Sieben roocht", Adlershof, Becker, alle Leute bis auf neunzehn gerettet. Die Umgekommenen sind fast Oppenstr. 56. Konsequent", Seifert, Cuvryftr. 2. " Frohe Stunde", Kersten, Elbingerstr. 15. Phönig", alle Italiener, wie denn überhaupt die meisten der Arbeiter dort Schöneberg, Hauptstr. 97. Siedlaff", Fourmond, Neu- Weißensee, Sedan- Italiener sind. Bis jetzt überschritten die Leute den Fluß stets mit straße 18. Blauer Ring", Charlottenburg, Meißner, Knobelsdorffstr. 53. Benuzung einer Brücke, die aber von der Gesellschaft nicht mehr für Palmeria", Krawczad, Triftsir. 1. Bruderbund", Lausiber Plat 10. ficher gehalten wurde, weil der Fluß eben stark gestiegen war. Vor" Sumatra SO.", Mangold, Liegnigerstr. 18." Bankow", Griffel, Bankow, Staiser Friedrichstr. 12." Nordpol", Heckert, Dudenarderstraße, Ede Reiniden fichtshalber hatte die Gesellschaft die Brücke entfernen lassen und das dorferstraße.„ Gerade aus", Dembowsky, Weißenburgerstr. 47a. Uebersetzen mit der Unglücksfähre eingeführt. balbertstr. 4. „ Sauzahn", Wewiasinsky, Putbuserstraße 52."" Vorwärts", Wählisch, Frei weg I", Radewald, Schöneberg, Gothaerstr. 6. Collegia", Reichenbergerstr. 157.„ Sturze Pfeife", Neumann, Neue Stönigstr. 26. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Theaterverein ,, Tell", 3orndorferstr. 57. Dramatische Vereinigung Zukunft", Königssäle, Eing. Wadzedstraße.„ Verein der Aquarienfreunde", Central- Klubhaus Wendt, Rower- Klub Orfan", Wienerstr. 7. Königsgraben 14a. Zither- Bercin Cito 100. 1. Während der Dauer des Konkursverfahrens, eine BerMandolinenklub Bella Sorent", Quizomstr. 131. pflichtung besteht nicht. 2. An das Amtsgericht. 3. Jn 30 Jahren nach FestTirol", Dranienstr. 183. Betersburgerstr. 55. Orchesterberein Forte", Faldensteinstr. 38. Pfropfenverein Nord- Ost", stellung, beziehentlich nach der letzten Zwangsvollstreckung. G. M. 40. Heureka", Verein zur Förderung der Sprechfertig Am Zweiten des Monats.(§ 193 B. G. B.) Nemo ultra potest. 1. 1904. feit Stotternder, Zimmerstr. 25, Restaurant Diefenbach. Stöpniderſtr. 80/81. " Nymphaea alba", 2. Ihre Ansicht trifft zu, antworten Sie nichts. 3. Der Wohnort ist unBerein für Aquarien- und Terrarienkunde, Mittwoch nach dem 1. und 15., erheblich. F. G. In 5 Jahren nach der That oder Vornahme einer Statklub Revolution", Fehland, Grünauerstr. 3. richterlichen Handlung gegen den Thäter verjährt die Strafverfolgung wegen Gesangverein" Apollonia", Gobel, Vineta- Play 7. Rotterieverein" Frohe Betruges. 3. 31. 1. In der Regel auf Kosten der Beteiligten. 2. Erbs Botschaft", Krause, Gräfeftr. 26. Tambourverein„ Wirbel", Boltajtr. 15. schein dient zur Legitimation als Erben und zur Nachlaßregulierung. 3. Doch. Arbeiter- Turnerbund. Mittwoch und Sonnabend: Turnverein 4. Ja. 5. Mein. Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr: 1. Männer- Abt. Friedenstr. 37. nein. O. J. Den Mietsthaler ja, die Vermittelungsgebühr M. D. Nein, vielleicht aber in Württemberg oder Bayern. 3. Männer- Abt. Boedhstraße 17/20. 7. Männer- Abt. Reichenberger W. S. W. Stellen Sie in dem Prozeß Ihre Behauptungen unter Destraße 131/132. 8. Männer- Abt. Höchstestraße 36/37. 2. Lehrlings- Abt. weis. W. Sch. Ihre Befürchtung ist unbegründet. F. D. Nein. Stalizerstr. 55/56. 4. Lehrlings- Abt. Siemensstr. 20( Moabit). 5. Lehrlings- 2. 5. 12. 1. Naturalisierung würde der Betreffende nicht durchsezen. Abteilung Aderstr. 67. 2. Der Behörde steht die Ausweisung in diesem Falle frei. Wette T. H. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an R. Danziger, Anmeldepflicht besteht für Vereine, welche eine Einwirkung auf öffentliche Burgsdorfstr. 14. Abends 7 Uhr:" Nord", Admiralsgartenbad, Friedrich- Angelegenheiten bezwecken. Nach Ansicht des Oberverwaltungsgerichts fönnen straße. Welle", Bolks- Badeanstalt an der Schillingsbrücke. hierunter auch Gesang- und Turnvereine fallen, das sei von Fall zu Fall Socialistenklub„ Borwärts" Kristiania, Mölbergaden 17. Jeden Mittwoch: m übrigen ist anzugeben, was zur Zeit der Einschäßung bereits in Ihrem zu entscheiden. P. S. Die schriftliche Einschätzung erfolgt im Januar. Besize war. 5. G. Sie sind wie alle andren Geschäfte den SonntagsArbeiter- Radfahrerbund ,, Solidarität". Gau 9( Prov. Branden- ruhevorschriften unterworfen, wenn Sie über die Straße verkaufen. Doch burg). Alle Zuschriften und Anfragen den Bund betreffend find zu richten ist hierin die Gerichtspraxis nicht einheitlich. Ernst F. Leider an den Gau- Vorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstraße 8." Bor- ist in Ihrem Falle der Wirt im Recht. 23. M. 20. Ja. wärts", jeden Mittwoch nach dem 1. und 15., Waldstr. 8- Courier 1900", Ziegoft. Richten Sie schleunigst unter Beifügung eines ärztlichen jeden Mittwoch vor dem 1. und 15., Schönhauser Allee 28. Stern I", Attestes über den Gesundheitszustand usw. Ihres Kindes an die dortige Sidingenſtr. 8. Boran II", jeden Mittwoch vor dem 1., Landsberger Schulbehörde den Antrag, bis zum 1. April nächsten Jahres das Kind zu Alice 40/41. Hermsdorf", jeden Mittwoch vor dem 1. und 15., Berliner dispensieren. V. H. 1. Lohnarrest ist unzulässig, wenn es sich nicht um Die Leitergerüstbauer, welche seit einem Jahre dem Gentral- ftraße 21." Frohes Biel", jeden zweiten Mittwoch, Wilhelmsruh bei eine Alimentenforderung oder um einen 1500 W. jährlich übersteigenden verband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter angeschlossen Apel. Glück auf", Friedrichsberg, Gürtelstr. 22. Borwärts", jeden Rohn handelt. A. P. 150. 1. Ja. 2. Das Eigentum Ihrer Frau Borivärts", haftet nicht für Ihre Schulden. Werden dennoch der Frau gehörige find, hielten am Sonntag im Charlottenburger Gewerkschaftshaus Mittwoch nach dem 8. und 22., Köpenick, Schönerlinderstr. 5. " Blitz", jeden Sachen gepfändet, so würde eine Interventionstlage Erfolg haben. eine zahlreich besuchte Versammlung ab. Nach einem furzen Steferat jeden Mittwoch nach dem 1. und 15., Aft- Glienicke bei Saẞ. 3. Zweckmäßig, aber nicht erforderlich ist ein Baz. Außerdem fann Werners über die Bedeutung des Bauarbeiterschutz- Kongresses wurde Mittwoch nach dem 1. und 15., Rudow bei Krüger. Central Raucherbund. Zuſchriften find an Kleist, Rigdorf, Julius- Vorzeigung eines Bargeldes in Höhe von etwa 400 m. begehrt werden. beschlossen, einen Vertreter zu demselben zu entsenden. Die Wahl straße 26, zu richten. Vorwärts", Rirdorf, Prinz Handferystr. 70. F. S. 15. 1. Die betreffende Witwe haftet, wenn sie weder der Erbfiel auf den Kollegen Walter. Hierauf kamen die Lohn- und Gemütlichkeit", Rirdorf, Lessingstr. 17." Friedenseiche", Rirdorf, Mühlen- schaft entjagt, noch ein Inventar rechtzeitig errichtet hat, für die Schulden Arbeitsverhältnisse in den verschiedenen Betrieben zur Sprache, straße 18. Fidele Raucher", Rirdorf, Hermannstr. 34. Gemütlichkeit", ihres Ehemannes als Erbin. 2. Der jebige Ehemann haftet nicht für die woraus hervorging, daß in dieser Hinsicht recht viel zu wünschen Schöneberg, Grunewaldstr. 117. Blau Luft", Steglit, Düppelstr. 32. Schulden feiner Frau, also auch nicht für die Nachlaßschuld. F. S. 24. übrig bleibt. So ist die Arbeitszeit überhaupt nicht geregelt. Helgoland", Steglit, Markſteinſtr. 1. Edelweiß", Friedenau, Rheinstr. 1. 1. Sie können die Zinsen mit Erfolg nur für die legten fünf Jahre ein Blaue Wolfe", Wilmersdorf, Pfalzburgerstr. 66. Abfall". Wilmers flagen. 2. Im Testament muß Ihnen Ihr Pflichtteil( das ist die Hälfte der Diese wird vielmehr nach Bedarf ausgedehnt. Es kommt vor, daß dorf, Uhland- und Günzelstraßen- Ecke." Transvaal", Schöneberg, gefeßlichen Bortion) werden. G. G. 18. Der Mietsstempel beträgt für an manchen Tagen nur 3 bis 5 Stunden gearbeitet wird. Vielfach Sedanstr. 60." Fidele Raucher II", Rirdorf, Hermann- u. Brinz Handjern das Kalenderjahr( 1. Januar bis 1. Januar) bei Berträgen von mehr als tommt es aber auch vor, daß Tag und Nacht gearbeitet werden muß. straßen- Ede. Ambalema", Rirdorf, Prinz Handjernstr. 69. Gesund 300 bis 500 M. 3ins 50 Pf. In Ihrem Falle wäre also pro 1902 und pro Die Unfallgefahr, welche in diesem Beruf schon eine recht erhebliche beitspfeife", Rigdorf, Steinmekſtr. 24. Alt- Gemütlichkeit", Stopnicer 1903 je 50 Pf. zu zahlen, wenngleich Ihr Bertrag sich nicht auf das volle ist, wird durch diese unverantwortlich lange Ausdehnung der Arbeits- straße 161. Jahr, sondern nur auf einen Teil desselben erstrect. Eine öffentliche Kostümschneider- und Schneiderinnen- Versamm= Tung fand am Montag in den Arnimhallen statt. Sie befaßte fich mit dem Thema:„ Die Ausdehnung der§§ 135-139 und 139b der Gewerbe Ordnung auf die Werkstätten der Kostüm und Detailtonfettions Branch e. Das Referat hatte Reichstags- Abgeordneter Albrecht übernommen. Diese Paragraphen, die bekanntlich durch die Verordnung vom 31. März 1897 auf die Wäsche und Bekleidungs- Industrie aus gedehnt wurden und hauptsächlich eine Regelung der Arbeitszeit der Arbeiterinnen bezwecken, hätten dort, so führte der Referent aus, fegensreich wirken können, wäre die Anwendung nicht auf die Werk: stätten, wo die Anfertigung im Großen geschieht, beschränkt worden und wären ferner nicht die Werkstätten, wo nur Familienglieder be: schäftigt werden, und ebenso die, wo die Anfertigung nur gelegentlich geschicht, ausgeschlossen worden. Die Vertreter der Arbeiter im Reichstag haben wiederholt auf diese Mängel hingewiesen und hervorgehoben, wie notwendig eine weitergehende gesetzliche Regelung der Arbeitsverhältnisse in der Konfektion ist. Bei der gegenwärtigen Zufammensetzung des Reichstags konnte jedoch nur sehr wenig erreicht werden. Die Einführung der Lohnbücher beschränkt sich auch nur auf die Werkstätten, wo im Großen gearbeitet wird. Die Arbeiter und Arbeiterinnen follten aber dafür sorgen, daß diese Novelle, die am 1. April in Kraft tritt, im weitesten Maße Anwendung findet. Daß der Minister für Handel und Gewerbe nun, da er die Absicht fundgiebt, die oben genannten Paragraphen der Gewerbe- Ordnung auch auf die Maßwerkstätter der Damenschneiderei und auf die Werk stätten, wo Kinderkleidchen angefertigt werden, auszudehnen, erſt bei sämtlichen Regierungs- Präsidenten anfragt, ob das auch wirklich angängig ist, erscheint ſehr unnötig. Wie notwendig heer Repner eine gefeßliche Regelung ist, das ist hinlänglich bewiesen worden. schloß seine Ausführungen mit einem Hinweis darauf, daß für eine Besserung der Verhältnisse sowohl die gewerkschaftliche Organisation wie die politische Bethätigung der Arbeiterklasse von höchster Be deutung ist. Die Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Folgende Resolution wurde nach kurzer Diskussion einstimmig angenommen: " Die Versammlung hält es für dringend noktvendig, daß die Paragrapher 135-139 und 139b auf die Maßwerkstätten der Kostümbranche ausgedehnt werden. Insbesondere protestiert die Versammlung gegen die unwahren Behauptungen der Unternehmer, daß die Arbeiter und Arbeiterinnen in der Kostümbranche im festen Lohn stehen. Ebenso protestieren die Arbeiter und Arbeiterinnen energisch gegen die Behauptung, daß sie gegen den Erlaß des Handelsministers find, im Gegenteil erklärt die Versammlung: was der Handelsminister plant, genügt noch nicht. Wir fordern, daß die Betriebe der Schneiderei und Konfektion der gesamten Arbeiterschutz- Gefchgebung unterstellt werden und daß die Worte im Großen" aus dem Erlaß des Handelsministers fortfallen." 11 1 Lese- und Diskutierklubs.„ Südost", Tolksdorf, Görlizerstr. 58. Diskussion. " " Briefkasten der Redaktion. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 72 bis 9½ 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. -w A. Jandorf& Co. Spittelmarkt 16/17 Ecke Leipzigerstrasse. Belle- Alliancestrasse 1/2 Am Blücherplatz. Gr. Frankfurterstrasse 113 Ecke Andreasstrasse. 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Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.