Nr. 61. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsBreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Streuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel. zeile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 fg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Adreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1983. Die Lage in Holland. Freitag, den 13. März 1903. Weitere Kundgebungen. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Serninrecher: Amt TV. 9r. 1984 schieden, sich darüber auszulassen, was zwischen ihm und Der Rest des Ordinariums des Militäretats wurde ziem cinem Mitgliede der Direktion des Vriese been lich rasch erledigt. Am längsten hielten hier noch die Krefelder Tanzin der betreffenden Konferenz verhandelt wurde. husaren auf. Der Centrumsabgeordnete Kirsch, der Düsseldorf im Die Verhandlungen über die Interpellationen in der Zweiten Sollte wiederum unertvartet ein Streit erfolgen, dann würde die Reichstag vertritt, wandte sich mit ziemlicher Energie gegen Kammer sind ziemlich resultatlos verlaufen. Trotzdem unfer Partei- Regierung vorbereitet sein, um zeitig den Dienst zu sichern. die Verlegung des Husarenregiments und behandelte die vor genosse Troelstra fich bei Begründung seiner Interpellation der Kuyper verteidigte alsdann die Einberufung der Reserven. Nicht geschützten militärischen Gründe recht respektlos. Sein Fraktionsgrößten Mäßigung befleißigte und alles aufbot, um vernünftiger 26 000 Mann, sondern nur 13 000 Milizsoldaten feien einberufen. follege Roeren dagegen trat an Stelle des franken Herrn Bachem Erwägung Geltung zu verschaffen, zeigte der Ministerpräsident nicht Nurdie nötigen Truppen feien beordert. Der Minister meinte, daß wieder für Krefeld in die Schranken. Einen ersteren Charakter das geringste Entgegenkommen und sprach kein Wort, das beruhigend die Einberufungen eine gebieterische Notwendigkeit gewesen seien, weil gewann die Debatte, als von freisinniger Seite beantragt wurde, im Lande hätte wirken können. Aus seiner Antwort ging hervor, man es mit einem socialen und politischen Ueberfall zu thun habe. die Verlegung des Regiments abzulehnen. Der Reichsparteiler daß er die Arbeiterschaft gleichsam als den Feind betrachtet, dem Herr v. Staudy creiferte sich über diesen angeblichen Eingriff in man die Kriegsgeheimnisse nicht verraten darf. Sein Wort des ein Kronrecht, während Abg. Dr. Müller Sagan dem gegenüber Mißfallens über das Verhalten der Eisenbahn- Zur Zeichnung liegt an der Amsterdamer Börse eine Adresse auf das Geldbewilligungsrecht der Boltsvertretung hinwies. Schließ Direktionen, die durch fortgesette Maßregelung von An- an die Zweite Kammer für die Regierungsentwürfe aus und zwar lich fiegte aber doch Krefeld. Der freifinnige Antrag wurde gegen gestellten die Aufregung noch weiter steigern, tam über seine Lippen. namens verschiedener Aktiengesellschaften des Handels, der Schiffahrt die Stimmen der Linken, der sich ein Häuflein Centrumsabgeordneter Mit der Entscheidung darüber, ob die Gefeßentwürfe vorläufig und der Industrie. Kein Wunder, daß diese Herren des Unter- anschloß, abgelehnt. zurückgezogen werden sollen, will er, wie bereits gestern ein Tele- nehmertums und des Börsenschwindels die Knebelung Jm übrigen famen noch polnische Klagen über hakatistische gramm meldete, warten, bis die Berichte über die Sektionsberatungen der Arbeiter als bestes Mittel zum Schuße ihres Parafitentums an- Rekrutenansprachen und konservative Beschwerden über die Konkurrenz borliegen. Ein gutes Wort, eine im versöhnlichen Tone gehaltene fehen. der Dekonomichandwerker gegen die Innungsschneider zur VerErklärung, hätten viel beitragen können zur Beruhigung im Lande. Unter den Studenten der Amsterdamer Universität cirkuliert hin- handlung. Aber die Regierung hat keine Eile. Was fümmert sie die Auf- gegen eine Adresse an die Zweite Kammer gegen die Entwürfe Das Extraordinarium des Militäretats enthält als parlaregung der Bevölkerung, worunter Handel und Gewerbe leiden, die zur Unterzeichnung, worin es heißt, daß durch Annahme des Ent- mentarisches Hauptstück die unerhörten, in die Millionen gehenden Lohneinbußen der unter die Waffen gerufenen Milizen und der wurfes Ruhe und Ordnung keineswegs gefördert, vielmehr zerstört Etatsüberschreitungen, die bei der Herstellung des TruppenUmstand, daß die erbärmlichen Verhältnisse der Eisenbahnangestellten, werde, daß die Abfassung des Artikels 284 so unbestimmt ebungsplaßes bei Neuhammer in Schlesien vordie doch die eigentliche Ursache der gegenwärtigen Zustände im sei, daß sie die größte Willfür ermöglichen würde, und daß durch die gekommen sind, und bei denen auch des glücklichen Waldverkäufers, Lande sind, fortdauern! Die Regierung ist nur darauf bedacht, genannten Artikel das vornehmste ökonomische Mittel, welches die des Grafen v. Dohna- Mallmiy, zu gedenken ist. Die Debatte ihre Autorität" zu wahren; was sonst geschieht, scheint Dr. Kuyper Arbeiter für die Verbesserung ihres Lohnes anwenden könnten, be- darüber wird wohl noch einen guten Teil des morgigen Tages offenbar gleichgültig. droht sei. Sie ersuchen die Kammer, die Entwürfe nicht an- in Anspruch nehmen. Heute brach nutr der konservative Nach einer Meldung des Herold" aus Haag find zwischen den zunehmen. Abgeordnete v. Salisch für die Integrität feines Standesgenossen Führern der socialistischen Kammergruppe, Troelstra, Ban Kol und Das Central Komitee der freifinnigen Wahlvereine ,, Booruitgang" und der Tagatoren eine Lanze. Der heftige Ton diefer VerPolak und der freien Socialisten" und Anarchisten Meinungs- hatte für Dienstagabend die Mitglieder zusammenberufen zur Be- teidigungsrede fonnte die Schwäche der Argumente nicht verbecken verschiedenheiten über die nun einzuschlagende Taktik aussprechung der drei Gefeßentwürfe. Der Rechtsgelehrte Profeffor und fiel felbft dem nationalliberalen Abg. Dr. Sattler auf die gebrochen. Unfre Genossen wollen die gesetzlich erlaubte Agitation G. A. Hamel hielt das Referat. Die Versammlung nahm in Nerven, der die bestimmte Frage an den Striegsminister richtete ob fortsetzen, um die Liberalen, die in ihrer Mehrheit Gegner der Vor- Uebereinstimmung mit dem Redner folgenden Beschluß an: er sich der Zustimmung des verantwortlichen Reichskanzlers für die Tage find, für sich zu gewinnen, die revolutionären Socialisten und Die Versammlung usw. bezeugt der Regierung ihre dankbare Bezahlung der gewaltigen Etatsüberschreitung versichert habe. Herr Anarchisten wollen den Widerstand bis zum äußersten fortfehen. Anerkennung für die Einreichung des Gesezentwurfs betreffend die v. Goßler hüllte sich in ein sehr merkwürdiges Schiveigen. Weiter wird in dem Telegramm gemeldet, daß Troelstra sich in Enquete über die Lage des Eisenbahnpersonals und des Ent- Nähere Auskunft wird der morgige Tag bringen, auf den die cinem Interviewv für eine loyale Agitation durch öffentliche Verwurfs zur Einrichtung einer Eisenbahnbrigade, Debatte vertagt wurde. Außerdem steht die Prüfung der Wahl des sammlungen, Petitionen usw. ausgesprochen habe. Ein General- drückt jedoch den ernsten Wunsch aus, daß der Strafgefes Herrn v. Oldenburg wenn auch an lester Stelle auf der Tagesausstand, fagte er, würde die Regierung nur in ihren Plänen be- Entwurf zurüdgezogen oder, wenn Bertagung der weiteren ordnung. Der Präsident mußte dem Drängen der Linken endlich stärken. Behandlung nicht erreicht werden kann, verworfen werden möge. nachgeben, so daß nun die Hoffnung besteht, Herrn v. Oldenburg Wenn die Befürworter eines Generalstreifs jetzt größeren An- Als bestimmt notwendig erachtet sie, daß die persönliche Freiheit noch vor Thoresschluß aus dem Reichstage hinauszuwerfen. hang gewinnen sollten, so wäre die Schuld daran zu einem nicht gegen Drohungen fräftig geschügt werde. In der Ueberzeugung geringen Teile der provokatorischen abweisenden Haltung des jedoch, daß Ordnung und Frieden im gesellschaftlichen Leben beruhen Ministerpräsidenten den Interpellationen gegenüber zuzuschreiben. müßten auf gesunden ökonomischen und rechtlichen Es scheint jedoch, daß die Beratung der Zwangsgesetze fich noch Rechtsverhältnissen, erachte sie den eingereichten Entwurf längere Zeit hinzögert, so daß für die öffentliche Propaganda gegen sowohl seines Inhalts wegen, als auch unter den Umständen, unter die Entwürfe Zeit genug vorhanden sein wird. Unter diesen Um- welchen er eingereicht wurde, für verwerflich." ständen wird sich wohl die bisherige Taktik der Abwehr als das wirksamste Stampfmittel erweisen. 營 Ueber die Kammer debatte macht uns unser Amsterdamer Korrespondent noch folgende Mitteilungen: Die Haarlemer Abteilung des Bundes Niederländischer Schullehrer hat in einer von mehr als 80 Mitgliedern besuchten Mit glieder- Versammlung einen Beschluß angenommen, worin fie erklärt, daß die Rechte der Arbeiter in vollem Umfang gewahrt werden müßten und daß dieselben durch das eingereichte Gesez eru st haft bedroht würden. Sie erklärte, die Bewegung gegen dasselbe zu unterſtügen, und sprach den Wunsch aus, daß die General- Staaten den Entwurf verwerfen würden. Abgeordnetenhaus. müssen die Herren im Landtage entweder ihrer Redeluft einen Wenn der Etat rechtzeitig fertiggestellt werden soll, so Bügel anlegen oder aber sich zu Abendsizungen bequemen. Das erste will insbesondere das Centrum nicht, dessen Redner sich in endlosen Wiederholungen ganz nebenfächlicher Dinge gefallen. So bleibt denn nur das erzieherische Mittel der bendigungen übrig. Der Anfang wurde am Donnerstag gemacht. Im Verlaufe seiner Rede mahnte Troelstra die Regierung, keine Debatte den Rest des Kapitels„ Universitäten" vom Kultusetat In der Sizung am Vormittag erledigte das Haus ohne unnötigen Konflikte zu provozieren. Dieselbe Mahnung richtete er und begann sodann die Beratung des Kapitels„ Höhere Lehratt die Kammer. Er selbst wolle daran mitarbeiten, die Spannung zu mildern, damit weiterem Schaden vorgebeugt und die Schlachtanstalten". Das Centrum ist so übermütig geworden, daß es Die Abteilung Schoonhoven desselben Bundes protestiert sich nicht mehr damit begnügt, die Volksschule der Stirche ausopfer unter dem Eisenbahn- Personal in ihren früheren Stellungen gegen den Beschluß des Arnhemschen Gemeinderats, demzufolge die zuliefern, sondern auch bereits auf die Verstaatlichung der wieder angestellt würden. Hoffentlich würden Regierung und Kammer dortigen Kollegen K. und S. Geertsma und N. van Sutten wegen höheren Lehranstalten sein Augenmert richtet. Ein Redner ihm und seinen Freunden es möglich machen, Mäßigung bis zum ihrer politischen Bethätigung provisorisch aus dem Dienst ent- nach dem andern forderte, daß neben dem Religionsunterricht legten Augenblid zu bewahren. Nachdem er die Lage der Eisen- lassen wurden. auch der Geschichtsunterricht und der Unterricht in der bahner geschildert, geht er auf die Auffassung ein, daß der Ausstand Warum nicht auch der Eisenbahner unberechtigt gewesen sei. Die Schuld am Ausstand Haag, 12. März.( B. H.) Das Komitee der Eisenbahn- Litteratur konfeffionell gestaltet werde. jedoch trage das niederländische Volk selbst, und mit ihr die Re- arbeiter hat nach der gestrigen Kammerfitzung beschlossen, den tonfessionellen Turn-, Rechnen- und Schreibunterricht? Minister gierung und die Bolksvertretung, welche die Klagen der Eisenbahner sofortigen Ausstand nicht zu proflamieren, da die Studt wies die Anmaßungen des Centrums zurück. Von Interesse ist die Mitteilung des Ministerialdirektors unbeachtet gelassen habe. Der frühere Verein„ Steets Voorwaarts" gegenwärtige Lage dies nicht gestatte und der Ausstand doch sei durch die Direktion vernichtet worden, und die Holländische Eisen- aussichtslos fet. Die Eisenbahnarbeiter werden sich darauf Althoff, daß die Befürchtung, es würden infolge der Schulbahn- Gesellschaft habe geglaubt, nicht mehr mit den Wünschen des beschränken, auf gefeßlichem Bege das Einbringen des reform alle Realgymnasial- Abiturienten Jura oder Medizin Personals rechnen zu brauchen. Nachdem 1897 der Maschinisten Gefeßentwurfs der Regierung zu verhindern. Gestern fanden und alle Abiturienten der Ober- Realschule Jura studieren, fich verein gegründet worden sei, habe bereits im Juni 1898 Unterredungen statt zwischen den Delegierten der Eisenbahnarbeiter nicht bewahrheitet hat. die„ Thd"( katholisches Blatt) ein Schreiben des Schriftführers mit- und den Delegierten der Eisenbahndirektoren. Man glaubt daraus Im übrigen wurden, abgesehen von Klagen über Uebergeteilt, worin die Möglichkeit eines Streits als nicht aus den Schluß ziehen zu dürfen, daß es bald zu einer Verständigung lastung der Schüler höherer Lehranstalten, nur lokale Fragen geschlossen signalisiert wurde, wenn die Direktion fortfahre, die Bekommen wird. schwerden des Personals zu ignorieren. Am 26. Juni 1898 teilte der Verein im Telegraaf" mit, daß die Beschwerden wiederum umbeachtet geblieben seien; auch die Niederländische Vereinigung der Eisenbahner habe dasselbe erklärt. Leute, die viele Jahre lang das Gewissen des Volkes bearbeitet hätten, dürfe man nicht berurteilen. Aufwiegler hätten den Ausstand nicht hervorgerufen. Politifche Ueberficht. Reichstag. Berlin, den 12. März. crörtert. Ablehnung des Marinepalastes in der Budgetkommiffion. 4 Die Sigung am Donnerstag wurde vollständig in Anspruch genommen durch die Beratung der Forderung von 80 000 m. als erste Rate zum Bau eines neuen Dienstgebäudes für das Reichs Marine Amt. Der Referent Graf v. Oriola teilte Bevor in der Beratung des Militär- Etats fortgefahren wurde, mit, daß das neue Gebäude in der Bellevuestraße Nr. 17-20 era Nach der Pause bespricht der Interpellant die Artikel des„ Neder- war eine verwickelte Rechtsfrage vom Plenum zu erledigen. Es richtet werden soll. Dieses Grundstück fei 11 498 Quadratmeter groß Tander"( das Blatt des Konservativen de Savorin Lohmann. Korresp.), handelte sich darum, ob ein Abgeordneter ohne Genehmigung der und foll 6,02 Millionen Mark toften. Außerdem seien der Kommission nach welchem die Arbeiter annehmen mußten, daß es sich darum Volksvertretung während der Tagung des Reichstags einer gericht noch folgende Offerten zugegangen: zwei Grundstücke am Schiffhandelte, die Eisenbahner- Organisation zu vernichten. Diese Artikel lichen Vorladung zu seiner Vernehmung als Zeuge unter Androhung bauerdamm, 12 601 Quadratmeter groß, für 4,7 Millionen Mart und waren die Veranlassung des Manifestes der Vorstände der Eisen- gefeßlicher Zwangsmaßregeln vor dem Gerichte seines Wohnortes ein Grundstild am Nollendorfplatz für 8,57 Millionen Mart. bahner- Organisationen an die Mitglieder, sich für einen neuen Folge zu leisten habe. Während die Geschäftsordnungs- Kommiffion Amtes befinden sich zur Zeit in acht verschiedenen Häusern, Staatssekretär v. Tirpis: Die Bureaus des Reichs- MarineStreit bereit zu halten und bei Annahme von Zwangsgefehen sich diese Frage auf Grund des§ 49 der Strafprozeß- Ordnung mit welche vier räumlich von einander getrennte Gebäudekomplere nach dem Haag zu begeben. Dieser Aufruf fei nur eine Folge der" ja" beantwortet hatte, wurden im Plenum Stimmen laut, die bilden. Diefer Umstand sei schon bisher fehr beschwerlich Scharfmacherei der Hekpresse gewefen. darin eine Beschränkung der Rechte des Reichstags erblidten. gewesen. Im letzten Jahre jedoch sei das Eckhaus am Leipziger Durch Einberufung der Reserven habe die Regierung unter dem Gen. Singer bertrat den Standpunkt der Kommission Play, in welchem die Marineverwaltung zwei Etagen gemietet hatte, Drud der konservativen Presse eine unzeitige That begangen, er und warnte bor einer überflüssigen Berlangsamung der von dem Warenhause Wertheim angekauft worden und mußte von Dadurch sei die Ers erwarte von ihr ausführliche Erklärungen. Er hoffe, daß sie jetzt Rechtspflege. Er wies darauf hin, daß die Rechte des Reichstage der Marineverwaltung geräumt werden. nicht mehr von extremen Strömungen beherrscht werde, so daß viel wirksamer gewahrt werden könnten, wenn endlich die Bestimmung richtung eines neuen Dienstgebäudes für das Marine- Amt unaufdes Art. 81 der Verfassung beseitigt und inhaftierte Mitglieder einer für den Verkauf des Stammhauses des Reichs- Marine- Amtes am schiebbar geworden. Außerdem liege eine überaus günstige Offerte Schlimmerem vorgebengt werde. Minister Kuyper beantwortete die beiden Interpellationen im gefeßgebenden Körperschaft von der Teilnahme an den Verfamm- Leipziger Play und in der Voßstraße vor: 4 Millionen Mart Namen der Regierung. Er hob hervor, daß die Regierung in ihrer fungen nicht mehr zurückgehalten werden dürfen. Schließlich wurde feien dafür geboten. Schließlich sei noch in Betracht zu ziehen, Stellung fich nicht mit voller Freiheit auslassen fönne, um nicht die die ganze Angelegenheit nochmals der Kommiffion übergeben, die daß die jeyigen hohen Mieten erspart werden, wenn alle Bureaus Sicherheit des Staates in Gefahr zu bringen. Er weigerte sich ent- I schriftlichen Bericht zu erstatten hat. in dem neuen Gebäude untergebracht würden. Nun habe werden. Das Ansehen der Weißen ist, soweit irgend angängig, den Eingeborenen gegenüber durchaus und peinlich zu wahren." Und bezüglich der Bewirtschaftung der Kolonien heißt es: Geschütze mit Schusschilden von 3-4 mm Stärke. Trifft diese sehr wahrscheinliche Meldung zu, so sind die in lezter Zeit lautgewordenen militärischen Preßpolemiken gegen den Rohrrücklauf " Die religiösen und humanitären Interessen erfreuen sich und die Panzerschilde wahrscheinlich nur als Bertuschungsmanöver zu einer wirksamen Vertretung, nicht aber das große und fleine in bewerten. Daß die Militärbehörden von der 3 weckmäßig den Kolonien angelegte Kapital; denn der Kolonialrat kann als feit des Rohrrücklaufs und der Schutzschilde überzeugt seient, eine solche ernsthafter Weise nicht gelten. Die Besizer des in den folgert der Gewährsmann des Bureaus aus der Thatsache, daß die Kolonien arbeitenden Kapitals müssen ebenso oder noch mehr ganzen Versuchsumgestaltungen ja nach dieser Richtung hin vorgehört werden als die Leute, die nur humanitäre oder theoretische genommen würden. Die zuständige Behörde beabsichtige, mit dem Kolonialpolitik treiben. umgeänderten Material im Manöverfelde im Herbst auf breitester Das bestehende Kolonial- Gesellschaftsrecht bedarf einer gründ- Grundlage Versuche anzustellen, von deren Ausfall es abhängen lichen Umgestaltung, um eine größere Freiheit der Association und werde, ob die Umänderung sämtlicher Geschüße in möglichst der Kapitalbeteiligung bieten zu können. Auch der kleine Mann furzer Zeit vorgenommen werden solle. Eine solche Umänderung soll sich entsprechend beteiligen können, wodurch ein reales Interesse würde bei dem komplizierten Mechanismus des Rohrrücklaufs und an den Kolonien im Wolfe erweckt wird." den nicht billigen Schutzschilden jedenfalls die Summe von dreißig die Lage des zu ertverbenden Grundstückes lebhaften Widerspruch gefunden, weil die Bellevuestraße als eine der vornehmsten und teuersten in Berlin gelte. Dies sei aber nicht richtig, die Bellevuestraße sei weder eine Geschäfts- noch eine Villenstraße und daher auch der Preis für das Grundstück dort ein durchaus mäßiger. Für die Wahl dieses Grundstückes müsse aber seine Lage entscheidend fein. Das Marine- Amt stände mit allen andren Reichsämtern in permanentem Verkehr, der sehr oft eine persönliche Aussprache der Beamten des einen Amtes mit denen des andren Amtes notwendig mache. Namentlich in kritischen Zeiten müßten solche Besprechungen fo eilig erfolgen, daß ein Aufschub infolge zu weiter Entfernung des einen Amtsgebäudes von dem andren für uns von sehr unangenehmen Folgen sein könnte. Abg. Singer: Der vorteilhafte Verkauf des Stammhauses des Marine- Amtes stehe in feinem direkten Zusammenhang mit dem Ankauf des Grundstückes in der Bellevuestraße. Und dies um so weniger, da das Haus in der Voßstraße für die Weiterführung der Untergrundbahn in das Centrum der Stadt erworben werden soll, und die Käufer das Gebäude der Marineverwaltung noch 4 Jahre lang zur Beungung überlassen wollte. Die Marine habe also noch Zeit genug, um fich nach einem passenden Bauplaz umzusehen. Denn während ihm der geplante Verkauf des alten Gebäudes als ein in der That sehr günstiges Geschäft erscheine, halte er die Wahl des Grundstücks in der Bellevuestraße für eine unglückliche. Es stehe fest, daß die Grundstückspreise in der Bellevuestraße im allgemeinen fehr hohe feien. Ferner müßte ein verhältnismäßig großer Teil des Plages als Vorgarten unbebaut bleiben, und das neue Gebäude dürfte an dieser Stelle nach den Bestimmungen der Berliner Banordnung nicht mehr als zwei Stockwerke haben. Zudem befinden sich auf dem Grund- Die Sicherung des Wahlgeheimnisses. Die„ Kreuz- Zeitung" Die„ Kreuz- Zei stücke noch alte Gebäude im Werte von einer Million Mart, fündigt die entschiedene Bekämpfung" der vom ReichsDie für die Zwecke des Marine- Amtes nicht verwendbar tanzler angekündigten Aenderung des Wahlreglements an. Es ver feien und deshalb niedergerissen werden müssen. Auch bitte lautet ferner, daß Konservative und Freikonservative hinter den er darüber Auskunft, ob die Regierung die Grand- Coulissen eifrig gegen die Sicherung des Wahlgeheimnisses intristücke von sachverständiger Seite hat abschäßen lassen? Er schäße gieren. Sie suchen die Regierung einzuschüchtern, indem sie erklären, auf Grund feiner vieljährigen Thätigkeit in der städtischen daß sie Gefahr laufen, 30 Mandate zu verlieren! Grundeigentums Deputation den Wert jenes Grundstücks auf 0 5 Millionen, worin sogar die eine Million für die für das Marine- Amt wertlosen Gebäude noch einbegriffen sei. Und diese An der Spitze des neuen Kolonialbundes" stehen die Herren: Millionen, die man genannt hat, beträchtlich übersteigen. Ob es W. Werther, Hauptmann a. D., Vorsitzender( Berlin), A. Herfurth, aber überhaupt bei einer Umänderung bleiben wird, ist mehr als Ingenieur, Schriftführer( Berlin), Dr. A. Strecker, Schriftsteller, fraglich. Auch das„ Bureau Laffan" erklärt diese völlige NeuSchazmeister( Berlin), E. Cohnik, Rechtsanwalt( Berlin), L. Deuß, bewaffnung nur für eine Frage der Zeit". Kaufmann( Hamburg), C. Lucke, Mitglied des Reichstages( Patershausen bei Offenbach a. M.), H. Radow, Plantagendirektor( Zarrentin in Mecklenburg). Entschädigung unschuldig Verhafteter. Sollte das Gnadengesuch der Peters- Freunde an den Kaiser die Beratung des Justiz- Etats die bemerkenswerte Erklärung des Aus Darmstadt wird uns berichtet: Jm Landtag förderte Erfolg haben, so würden wir dem Deutschen Kolonialbund empfehlen, Justizministers Dittmar zu Tage: Die hessische Regierung habe Herrn Dr. Karl Peters zum Vorsitzenden zu erwählen. Der Bund dem Bundesrat einen Gesezentwurf betr. Entschädigung unschuldig darf sicher sein, daß feiner seine Grundsäge und Forderungen besser Berhafteter eingereicht. Derselbe unterliege zur Zeit der Beratung im zu würdigen versteht. Ausschuß. Abg. 11 Irich begrüßte dieses Vorgehen im Sinne der feit Jahren von der Socialdemokratie erhobenen Forderung. Da jedoch bei der Animosität der Reichsregierung gegen die Entschädigung unschuldig Verhafteter nicht zu erwarten sei, daß die Mehrheit des Bundesrats dem hessischen Entwurf zustimmen werde, so solle die Regierung dann die landesgesetzliche Regelung der Materie alsbald in Angriff nehmen. Da auch die freisinnige und die Centrumspartei sich für die Entschädigung aussprach, so ist eine Mehrheit dafür in der hessischen Kanumer zu erwarten. Eine 12 000 Mark- Spende des Reichskanzlers. " " „ Einmal füllte der Großherzog den Abgrund aus. Ein andermal wurden die Speftator- Briefe" der titulus, auf den hin ihm 12 000 m. ausbezahlt wurden. Diese Briefe bildeten in der That für die preußisch deutsche Kirchenpolitik und Reichspolitik ein reelles Verdienst, für das dem Hofrat billigerweise nicht von der„ Münchener Allgemeinen Zeitung", sondern von der staat lichen Stelle, der er damit diente, das materielle Aequivalent gebührte." Wahlvorbereitungen. Unter dem Titel„ Ein Streiflicht auf den religiösen Weiter wird uns aus dem hessischen Landtag geschrieben: Es Schäßung sei ihm von anerkannt tüchtigen Sachverständigen be- Katholizismus“ macht ein Centrumspolitiker im Basler hat sich eine Wirtschaftliche Vereinigung" gebildet, die stätigt worden. Zwischen dieser Schäzung und dem Kaufpreis be- Boltsblatt" Enthüllungen über den im vorigen Jahre zu nichts andres ist, als eine agrarische Organisation, die in intimſter stehe eine erhebliche Differenz. Aus allen diesen Gründe komme er Freiburg verstorbenen Universitätsprofessor und Hofrat Straus. Fühlung zum Bund der Landwirte steht. Außer den antisemitischen zu dem Schluß, daß der Ankauf des Bauplatzes in der Bellevue- Dieser katholische Kirchenpolitiker widerstrebte der badischen und wilden Bauernbündlern gehören der Vereinigung 7 Nationalstraße abzulehnen sei. Welches von den andern vorgeschlagenen Centrumspartei unter Wackers Führung und trat unter dem Schlag- liberale an, so daß sie über 20-21 Stimmen( von 50) verfügt. Da Grundstücken zu wählen sei, darum sich zu bemühen, sei nicht die wort„ religiöser Katholizismus" in einen Gegensatz zur partei- die 7 Centrumsabgeordnete ein Freundschaftsbündnis mit den Aufgabe der Kommission. Jedoch müsse dem Staatssekretär er politischen Agitation des fatholischen Klerus. Durch die Veröffent- Agrariern geschlossen haben, so ist nunmehr eine agrarisch- klerikale widert werden, daß beide in Frage kommende Plätze von der lichung der Spettator- Briefe" in der„ Allgemeinen 3tg." Mehrheit vorhanden. Sie hat bereits durch glatte Ablehnung der Wilhelmstraße bei den jezigen Verhältnissen in furzer Zeit zu erregte Professor Straus eine persönliche Differenz mit seinen Budgetforderungen für Erweiterung der Darmstädter technischen erreichen seien. Daher wären die Befürchtungen des Staatssekretärs Glaubensbrüdern von der streitbaren Kirche, die schließlich beim Hochschule ihren Geist und ihre Macht dokumentiert. bezüglich der Störung der Geschäfte infolge der zu weiten Ent- Tode ihres Widersachers in die weite Welt triumphierten, daß fernung des Marine- Amts von den andren Aemtern ganz unbegründet. der Abtrünnige sich mit seiner heiligen Kirche noch in letzter Zeit Schließlich müsse er an den so oft erwähnten schlechten Stand der wieder ausgeföhnt habe. Jezt aber vernichten die Centrumsblätter Mecklenburg. Reichsfinanzen erinnern: hier könne am ehesten eine erhebliche Er- det katholischen Hofrat und Professor Kraus durch eine öffentliche vativen Landes- Wahlvereins, der in Schwerin tagte, In der Jahresversammlung des Konfer sparnis erzielt werden, indem man das Dienstgebände für das Marine- Besprechung, die ihnen damals mit Rücksicht auf das frische Grab" wurden die Reichstags- Kandidaten für die sieben mecklenburgischen Amt nicht in einer der teuersten Straßen, sondern an einem viel nicht angezeigt erschien. Kraus, dessen Jahreseinkommen von seinen Wahlkreise proklamiert. Es sind dies für den 1. Wahlkreis( Hagenowbilligeren und trotzdem geeigneten Plaze errichte. Die Staatssekretäre Richtern auf mindestens 20 000 M. geschätzt wird, habe als furiofer Grevesmühlen) der bisherige Abgeordnete Domänenrat Rettich= v. Tirpiz und Freiherr v. Thielemann( vom Reichsschatant) Dekonom" schlecht gewirtschaftet und sich zeitweise in höchster Geld- Rostock; 2. Wahlkreis( Schwerin- Wismar) Regierungsrat Dr. Dröscher. treten im Laufe im Laufe der weiteren Debatte wiederholt für die verlegenheit befunden". Da feien ihm staatliche Subventionen zu Schwerin; 3. Wahlkreis( Parchim- Ludwigsluft) Gutsbesitzer KratzenErwerbung des Bauplatzes in der in der Bellevuestraße lebhaft geflossen. Es heißt in dem Artikel: berg- Wendisch Wehningen; 4. Wahlkreis( Malchin- Waren) der bisherige ein. Hierbei teilt ersterer mit, daß der Wert des Abgeordnete, Kammerherr Frhr. v. Malgan Peccatel; 5. Wahlkreis Grundstückes bon dem Regierungsbaumeister von Vollma, ( Rostod- Ribnig) Ober- Regierungsrat a. D. v. Derizen- Remblin; der vom hiesigen Polizeipräsidenten empfohlen sei auf 6,092 Millionen 6. Wahlkreis( Güstrow) der bisherige Abgeordnete Gutsbesizer Mark geschäzt worden sei. Jedoch sprachen sich nur die Abgeordneten v. Treuenfels- Klenz und für den 7. Wahlfreis( Medlenburg- Strelig) Dr. Stockmann und v. Tiedemann für die Erwerbung dieses der bisherige Abgeordnete, Domänenpächter Raud- Gr. Schönfeld. Grundstückes aus. Abg. Müller( Fulda) hielt zwar das Grundstück Alle Kandidaten haben sich auch auf das Programm der in der Bellevuestraße für sehr geeignet zu dem vorgesehenen Zweck, Landwirte verpflichtet. nachdem er erfahren habe, daß das angrenzende Grundstück EigenVon diesen 7 mecklenburgischen Wahlkreisen ist seit 1898 der tum der Universität sei und daher für eine spätere Erweiterung des Auf diese durch das Reichskanzleramt angewiesene Summe wurde fünfte socialdemokratischer Besitz; hier wurde Genosse Marine- Amtes reserviert werden könnte. Aber der Preis fei zu hoch. nachträglich ein Rechnungsbeamter im Reichsfanzleramte aufmerksam Dr. Herzfeld in der Stichwahl gegen die Freifinnige Vereinigung Er schlug folgende Resolution vor: Der Reichstag wolle be- und ohne Sinn für politische Delikatessen" forderte er die Rückgewählt. schließen, den Reichskanzler zu ersuchen, die Erwerbung des Grund- zahlung vom Krausschen Nachlaß, der im wesentlichen der Universität Im ersten Kreise siegte der Konservative Rettich mit 8735 gegen stücks Bellevueftr. 17-20 zum Bau eines Dienstgebäudes für das Freiburg zufiel. Diese verweigerte die Zahlung und die" Politiker 6734 socialdemokratische Stimmen in der Stichwahl. Im zweiten Neichs- Marine- Amt im Wege des Tausches gegen das jetzige Marine- des Reichskanzleramtes hätten mun nichts Angelegentlicheres zu thun Kreise siegte der Nationalliberale Büsing mit 11930 gegen 10 604 socialamts- Gebäude in der Voßstraße aber ohne Hinzuzahlung einer gehabt, als die verräterische Spur im Sande zu verwischen und die demokratische Stimmen in der Stichwahl. Im dritten Kreis siegte Summe herbeizuführen und, falls sich dies als undurchführbar er- dzahlungnachzulassen". Mit der Zuwendung in ursprüng- Dr. Pachnicke( frs. Vg.) in der Stichwahl mit 9256 gegen weisen sollte, mit dem preußischen Staatsministerium behufs Her lichen Zusammenhang bringt das Centrumsblatt die auffallende Ge- 6101 Stimmen. Im vierten Streis fiegte v. Malzahn im ersten gabe eines geeigneten Blazes in Verbindung zu treten. Abg. Graf pflogenheit des Freiburger Hofrats, gewiffen fürstlichen Persönlichkeiten Wahlgang mit 9107 Stimmen gegen 2756 freisinnige und 5224 v. Roon erklärte sich gegen die Erwerbung des Platzes zu so hohem sowie dem Reichskanzler oder dessen Gemahlin, wenn sie auf Reisen den socialdemokratische Stimmen. Im 6. Kreise siegte der konservative Preise, wie er in der Vorlage angegeben sei: das wäre ein Lurus, Breisgau passierten, nachzufahren, um in ihrem„ Luftkreis zu v. Treuenfels in der Stichwahl mit 8285 gegen 6925 focialdemoden er nicht billigen tönne. Abg. Liebermann v. Sonnen- atmen". Nach dieser Enthüllung folgt die vernichtendste Kapuzinade fratische Stimmen. Im Wahlkreise Mecklenburg- Strelig fiegte der berg empfahl, das Gebäude auf einem unbebauten Grundstück zu über den versöhnten, wiedergewonnenen Sohn der katholischen Kirche; Reichsparteiler Naud im ersten Wahlgang mit 8989 gegen 2713 und errichten, das sich im Besize der preußischen Verwaltung befinde. er wird beschuldigt, der Untergrabung des festen Thurmes, des 4872 socialdemokratische Stimmen. Er rügte es, daß im Reichstage Agenten herumlaufen, welche für Centrums, der Stiftung von Verrat im Innern"; er sei ein die Erwerbung des Grundstücks in der Bellevuestraße agitieren. Werkzeug und Agent der Regierung, ein Agitator des Preußentums Abg. Prinz v. Arenberg schloß sich den Ausführungen des Ab- in der Kutte 2c. geordneten Singer an und fülgte baran die Bemerkung: er wünsche. Der Reichskanzler wird nicht unhin können, über dieſe daß die Weiterführung der Untergrundbahn durch den Verkauf des ihm in der Klerikalen Presse zum Vorwurf gemachte Verwendung von Grundstückes gefördert werde. Abg. Singer wünschte, daß die öffentlichen Mitteln Auskunft zu erteilen. Herren des Centrums ihr Wohlwollen für die Weiterführung der " " Untergrundbahn bei jeder Gelegenheit und und nach Nationalliberales. Die Köln. 3tg." spricht sich für die vom jeder Seite hin bethätigt bethätigt hätten. Bekanntlich hätte Reichsfangler angekündigte Beseitigung des§ 2 des Jesuitengefeßes die Stadt Berlin dieses Unternehmen schon längst in Angriff aus; nicht aus Gerechtigkeitsgründen, sondern weil dieser Paragraph, genommen, wenn nicht der Kaiser zu Gunsten der Privatgesellschaft der gestattet, daß Deutschen, die Angehörige des Ordens der Gesellin diese Angelegenheit eingegriffen hätte. Er warnte dann noch vor schaft Jesu sind, der Aufenthalt in bestimmten Bezirken versagt oder der Annahme der Resolution des Abg. Müller- Fulda. Der Vorschlag angewiesen werden könne, keine Bedeutung mehr besize und so gut des Abg. Dr. Hasse, der Stadt Berlin die Pflicht aufzuerlegen, wie niemals zur Anwendung gelangt ist. Dann aber fagt das als Entgelt dafür, daß in ihren Mauern das Gebäude aufgeführt nationalliberale Blatt: werde, den Bauplatz unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, wird von den Abg. Singer und Richter entschieden zurückgewiefen. Schließlich wird die Forderung der Regierung mit allen Stimmen gegen zwei und die Resolution des Abg. Müller- Fulda mit 16 Stimmen gegen 11 abgelehnt. Nächste Sigung am Freitag. Deutfches Reich. mail in Der Deutsche Kolonialbund. Die Socialdemokratie hat in Mecklenburg bei der bevorstehenden Wahl erhebliche Aussichten auf neue Siege. des zweiten Bürgermeisters der Stadt, Dr. Schrader, geeinigt, Flensburg. Die liberalen Parteien haben sich auf die Kandidatur der der Freisinnigen Vereinigung nahesteht. Der Kreis war früher von den Nationalliberalen vertreten. 1898 gelangte der Ansisemit Raab mit der Socialdemokratic in Stichwahl und siegte mit 8145 gegen 5451 Stimmen. Geeftemünde. Der Bündlerdirektor Dr. Hahn ist wieder aufgestellt. Im Jahre 1898 fielen auf ihn 6960, auf den Socialden Freifinnigen 380 Stimmen. Bei der Stichwahl siegte Dr. Hahn demokraten 5731, den Nationalliberalen 4173, den Welfen 2174 und durch nationalliberale Hilfe mit 11 368 gegen 7947 socialdemokratische Stimmen. * Ausland. Die Seine- Föderation und die Ministerfrage. Paris, 11. März.( Eig. Ber.) Neben der persönlichen So Der Kampf, der zu führen ist, hat eine weit höhere Bedeutung und kann nur mit geistigen Waffen ausgekämpft werden. Es ist der Kampf um die Freiheit der Religion, um die Herrschaft des Staates über die Schulen, der gerade im gegenwärtigen eine Wiederwahl abgelehnt. Würzburg. Der feitherige Abgeordnete Lurz vom Centrum hat Augenblick einer ausgesprochen flerital- konservativen Berbrüderung, Rechtsanwalt Dr. Thaler aufgestellt. Als Centrumskandidat wurde nun zur Sammlung aller Kräfte auffordert. Die jüngsten Erklärungen bes Grafen Limburg- Stirum und des Abg. v. Heydebrand haben teinen Zweifel darüber gelassen, wohin der Weg sie führen soll. Hier gilt es mehr als je auf der Wacht zu bleiben." Und gerade im gegenwärtigen Augenblid sind die nationalliberalen Herrschaften wiederum bereit, mit der„ klerikal- konservativen Millerand- Frage wird den jaurèsistischen Bordeaux- Kongreß nun Um dem Mangel an Kolonialbegeisterung abzuhelfen, hat sich Verbrüderung" sich selbst zu verbrüdern und ihre Kräfte groß auch die allgemeine Ministerfrage von neuem beschäftigen, und zwar mmmehr neben der Deutschen Kolonialgesellschaft" der schon seit sind sie freilich nicht mehr dank der Zwiespältigkeiten, in dem der auf Antrag der Kammerfraktion und der Seine- Föderation. Monaten angekündigte Deutsche Kolonialbund" konstituiert, der in Nationalliberalismus sich erschöpft den Parteien zuzuführen, welche erfordert es die zwingende Logik der auf die socialistische Ministerder von Herrn Gustav Meinede herausgegebenen Kolonialen Zeit die Gewissensfreiheit vollends auszurotten und die Schule gänzlich schaft zugeschnittenen Principien und Praris der jaurèsistischen Partei. schrift" ein langes Programm entivickelt. Wie darin dargelegt wird, der Orthodoxie auszuliefern gedenken. Der vorjährige Tours- Beschluß über die Ministerfrage, der die Befind bisher die ethischen Seiten der Kolonialpolitik allzu sehr in den Zum Panzerplatten- Patriotismus liefert die Germania" teiligung an der Bourgeois- Regierung in der neuen Legislatur ber= Vordergrund gerückt worden(!), während die realen wirtschaftlichen boten hat, bis die Partei nicht anders entschieden", war ja eine Interessen vernachlässigt seien. Humanitäre Experimente hätten noch folgenden Beitrag: Grit infolge des Eingreifens f feitens des Halbheit, ein Ausweichen vor einer flaren grundsätzlichen Entfeinen 3wed, und ebensowenig niße das Bielregieren des deutschen Reichstages liefern jetzt Krupp und Dillingen scheidung. Millerands neuerliches wiederholtes Auftreten für die Beamtentums; Kolonialpolitik würde wirthschaftlicher Voran das Deutsche Reich auch zu 1920 m., also zu dem Preise, den Ministerschaft ist die offene und folgerichtige Vollendung der in Tours teile wegen getrieben; und sie könne nur dann als gesund gelten, die amerikanische Marine schon seit vier Jahren bezahlt. Auch der formulierten und feither praktisch weiter entwickelten Grundwenn ihre Haupttriebfräfte diejenigen Kreise seien, die mit eigner Preis von 1920 M. läßt nach mündlicher Aeußerung lagen des Jaurèsismus. Der Unterschied zwischen Millerand Arbeit und eignen Mitteln an der wirtschaftlichen Förderung der des verstorbenen Inhabers der Firma Krupp, die dieser vor drei und Jaurès besteht in dieser Beziehung nur darin, daß jener sich Kolonien beteiligt seien. Dem entsprechend lassen sich denn auch die Jahren einem Herrn in Ruhrort machte, noch einen Gewinn von durch keine Opportunitäts- Bedenken vom direkten Hinarbeiten auf Forderungen des neuen Kolonialbundes in die Worte zusammen1020 M. pro Tonne, also von etwa 113 Proz. auf den Selbst- den Sieg des ganzen Ministerialismus( nebst dem oder den fassen: Keine humanen Rücksichten auf die Eingeborenen und feine fostenpreis; damals betrug der Nutzen beim Verkaufspreis von socialistischen Ministern) abhalten läßt. Der sonst kühlere und beKolonialbureaukratie, sondern Arbeitszwang und freies Schalten der 2320 M. jedoch 1420 M. pro Tonne oder 158 Proz. auf den Pflanzergesellschaften und Landerwerbs- Compagnien nach ihrem BeSelbstkostenpreis. lieben zur Mehrung ihrer Profite. So heißt es z. B. in Bezug auf die Arbeiterfrage in den Kolonien: 11 " dächtigere Millerand handelt in diesem Falle anscheinend wie ein Draufgänger, aber, wie ich glaube, wieder aus dem tühl- berechnenden Wunsch heraus, je cher desto lieber mit den halb- ministerialistischen oder halb- antiministerialistischen Elementen der Partei zu brechen, die hie und da in den Föderationen rumoren. Hätte da das Centrum nicht alle Veranlassung, den Profit der Firma Krupp auch jetzt noch nach Kräften zu beschneiden? Zum Es giebt feine Kultur ohne Arbeit. Die Erziehung mindesten wäre es doch in der vorgestrigen Reichstagsfizung Pflicht der Eingeborenen zur Arbeit muß daher als des Centrums gewesen, dem General v. Goßler, der das Hohelied So ein Aufflackern des proletarischen Geistes hat bereits dem erster Schritt zur Kultur gelten. Jede Erziehung setzt des Kruppschen Patriotismus in allen Tonarten sang, auch seinerseits einen gewissen Zwang voraus. Auch die Erziehung der Eingeborenen zur Arbeit kann nach den gewonnenen Erfahrungen in energisch heimzuleuchten! den meisten unsrer Kolonien nicht ohne einen gewissen 3 wang erreicht werden. Die Art des anzuwendenden Zwanges hat sich den jeweiligen Landesverhältnissen anzupassen. Zur Artilleriefrage meldet das Bureau Laffan" aus Effen allerhand Details, die beweisen, daß große Veränderungen unsres Artilleriewesens auf alle Fälle bevorstehen. Das Bureau erklärt Angesichts der gewaltigen Kluft, die zwischen der Kultur der zunächst, daß große Teil- Bestellungen bei Krupp in Arbeit gegeben Weißen und der der Eingeborenen besteht, muß in den meisten seien, und zwar handle es sich um die probeweise um= Kolonien eine gleiche Rechtsstellung beider durchaus verworfen wandlung des Feldaeschützes C. 96 in Rohrrücklauf ehemaligen Minister das Tadelsvotum seitens der Seine- Föderation eingebracht. Soeben aber hat dieselbe Föderation auf ihrem Kons greß mit einer größeren Mehrheit als jenes Tadelsvotum, mit 62 gegen 38 Stimmen, eine offen und konsequent ministerialistische Resolution gefaßt. Dieselbe lautet: " In Erwägung, daß die socialistische Partei die Eroberung aller Bosten anstreben muß, die geeignet sind, die Verwirklichung ihres Programms und die Stärkung ihrer Aktion zu erleichtern; daß ein Posten in der Centralverwaltung der Gesellschaft, selbst der kapitalistischen am besten zu jenem Resultat beizutragen vermag, muß die socialistische Partei die Eroberung aller öffent lichen Dienste und Gewalten anstreben, die Regierungsgewalt mit eingeschlossen, unter Vorbehalt der nötigen Kontrolle. Die durchgefallene Gegenresolution von Renaudel und Genossen lautet: Austritt aus der Gemeinde erleichtern will, wäre allerdings bezüglich Anlernung der Fabrikanten ec. genaue schriftliche Mits ein kleiner Fortschritt, wenigstens nach der Richtung der Frei- teilungen der Kommission machen. zügigkeit und der kapitalistischen Entwicklung hin. Der erheblichste Die zweite Lesung findet in der nächsten Sigung, Mittwoch den Fortschritt wäre noch die Aufhebung der Haftpflicht der Bauern, 18. d. M. statt. die bis jetzt die Gemeinden für den zu leistenden Steuerzoll zahlungs„ Es handelt sich nicht darum, irgend einer Taktik die Zu- unfähiger Gemeindemitglieder haftbar machte. Diese Reform" wird funft zu versperren; aber die socialistische Partei kann Reformen erkämpfen ohne jegliche Teilnahme an der Regierung, dank dem bom organisierten Proletariat auf die öffentlichen Gewalten aus geübten Druck. Diese Teilnahme, ein vorübergehender und ausnahmsweiser Notbehelf, darf nur unter solchen Umständen stattfinden, wo die Republik selbst in Gefahr wäre. Ferner bedarf die Partei noch einer se räftigung ihrer Organisation, um die im gegebenen Falle notwendige kontrolle aus üben zu können. Auch sind ihre parlamentarischen Sträfte nicht start genug, um eine wahrhafte Unabhängigkeit des in die Regierung entsandten Parteimitgliedes gegenüber feinen bürgerlichen Stollegen zu sichern." aber wohl der Einsicht entspringen, daß da, wo nun einmal nichts zu holen ist, auch der Kaiser sein Recht verloren hat. Wahrscheinlich aber bezweckt diese Maßregel nur die Entlastung der Wohlha benderen, die auf diese Weise pazifiziert und von den unzufriedenen Elementen losgelöst werden sollen. Die„ Reformen" zur Erhöhung der Selbstverwaltung durch Heranziehung lokaler nicht gewählter, sondern von der Regierung ausgewählter Vertreter sind außerordentlich dürftig. Aus diesen Erwägungen heraus wird dann gefordert, daß der Bordeaur- Kongreß den Tours- Beschluß beibehalte, der in der gegen wärtigen Sachlage die Beteiligung an der Regierung verboten" hätte. Diese Resolution. die übrigens die Bedeutung des Tours- Beschlusses erweitert, und diesem eine viel schärfere Motivierung giebt als in Tours der Fall war, hat also nur 38 Stimmen erhalten. Das Verhältnis zwischen Mehrheit und Minderheit in der Ministerfrage wird aber auch, wie die Förderation beschlossen hat, für ihre Vertretung auf dem Bordeaux- Kongreß( nach dem Proportionalsystem) maßgebend sein. Dabei enthält die Seine- Föderation noch die meisten Elemente, die sich gegenüber der Jaurès- Millerandfchen Taktik selbständig zu verhalten suchen. Ein Zarenmanifest. --Alles in allem: Der vorliegende Reformplan ist nichts als ein Zeugnis der Rats und Hilflosigkeit der Regierung, der es sowohl an Einsicht wie an gutem Willen gebricht. Frankreich. Die Schließung des Klosters der Guten Hirten" von Nanch denten der Republik vorgelegt ist, angeordnet. wird durch ein Dekret des Ministerpräsidenten, welches dem Präfi0001 Belgien. Die Affaire von Piètrebais vor der Kammer. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. 9. Sizung vom Donnerstag, den 12. März, nachmittags 5 Uhr. Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung um 5% Uhr und widmet dem verstorbenen früheren Stadtv. Justizrat Siegmund Meher, der der Versammlung 20 Jahre angehört hat, einen chrenden Nachruf. Die Beratung des Stadthaushalts Etats für 1903 wird fortgesetzt. Ueber die Specialetats für Armenwesen, GemeindeFriedhöfe, Märkisches Provinzialmuseum, Statistisches Amt, Gewerbegericht, Stadtbibliothek, Volksbibliotheken und Lesehallen, verschiedene Einnahmen und Ausgaben sowie über den Etat der Wasserwerke referiert Stadtv. Wallach. Zum Etat für das Armenwesen nimmt die Versammlung auf Antrag des Etatsausschusses wiederum eine Resolution an, welche den Magistrat um eine Vorlage zur Neuregelung des städtischen Armenarztwesens ersucht. Der Etat selbst wird genehmigt, desgleichen der Etat für die Gemeinde Friedhöfe und die gleichzeitig neu vorgelegte Gebührenordnung für dieselben. die blutigen Ereignisse, die sich am Tage des Karnevals in piètrebais Die Interpellation des socialistischen Deputierten Allard über Zu dem Etat der Voltsbibliotheken beantragt der abspielten, tam am 10. d. M. zur Verhandlung. Die Vorgänge Ausschuß, den Magistrat zu ersuchen, die durch die Leo- Stiftung find bekannt. Der Justizminister Van den Heuvel versuchte die der Bibliotheksverwaltung zur Verfügung stehenden Mittel un Gendarmerie zu verteidigen; es fei noch nicht festgestellt, ob der geachtet der noch schwebenden Erbschaftssteuer- Frage der Verwaltung Schuß nicht von allein losgegangen, es sei Sache des Gerichts, das zu überweisen. Die Resolution wird ohne Debatte angenommen. zu untersuchen. Allard legte folgende Tagesordnung vor: Die Unter den Verschiedenen Einnahmen und Ausgaben" befinden Der Zar hat durch den„ Regierungsboten" ein Manifest Stammer, aufs tieffte ergriffen von den Ereignissen von Piètrebais, fich auch die von der Stadt an gemeinnüßige Vereine und Institute verkünden lassen, das von der russischen nicht nur, sondern auch von ersucht die Regierung, die Gendarmen zu mehr Mäßigung und zu gewährenden Beiträge und Geschenke. Bekanntlich hat die Verder deutschen Presse als die Ankündigung einer neuen Selbst- Vorsicht bei der Ausübung ihres Amtes zu veranlassen. Die Redner fammlung vor einiger Zeit eine Sichtung dieser Posten vorder Rechten sprechen gegen Allards Resolution; Herr Woeste be- genommen und einige davon für die Zukunft ausgeschieden. verwaltungs- Aera", ja als der erste Schritt zur Schaffung antragt die einfache Tagesordnung. Schließlich wird diese mit Andrerseits ist in einer Magistratsvorlage die Erhöhung einiger einer Konstitution begrüßt wird. Dieser Optimismus erscheint uns 51 gegen 43 Stimmen und 3 Stimmenthaltungen angenommen. schon vorhandener Positionen und die Hinzufügung einiger neuer denn doch außerordentlich verfrüht, da von der Einräumung einer Selbstverwaltung in dem Manifest so gut wie gar keine Rede ist. Selbst die wirtschaftlichen Fortschritte, die man in dem Manifest entdecken will, find außerordentlich minimal. Das Manifest beweist unfres Erachtens vielmehr, daß der Zar sich von den überkommenen despotisch- patriarchalischen Vorstellungen trotz aller Gärung in RußLand nicht loszureißen vermag. Sein politischer und ſocialer Reformplan ist ein so eng um grenzter und zaghafter, daß es noch mancher Erschütterungen zu bedürfen scheint, bevor sich endlich auch der Herrscher aller Reußen zu gründlicheren Reformen entschließen wird. Das Manifest lautet: zur unab Spanien. Die Cortes werden durch königliches Dekret am 20. März geschlossen werden; die nächsten Wahlen sind auf Sonntag, den 19. April festgesetzt. Die neue Kammer tritt in der zweiten Hälfte des Mai zusammen. Silvela bemüht sich noch immer, feine Kollegen vom Krieg und der Marine zu veranlassen, auf ihre Mehrforderungen zu verzichten, da der Finanzminister Villaverte es entgültig abgelehnt hat, Summen von solcher Höhe zu bewilligen, welche durch neue Steuern aufgebracht werden müßten. England. Der Sieg eines Arbeiterkandidaten. Belgische Grausamkeiten im Rongo. " " beantragt. Der Ausschuß hat die Neu- und Mehrforderungen bis auf eine genehmigt, darunter die Mehrforderung für die Unterhaltung des Archenholdschen Fernrohrs auf der Treptower Sternwarte von 2000 m.( 8000 statt 6000 R.) mit 7 gegen 7 Stimmen, wobei die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag gab. Die Forderung von 4000 m. als dauernde Unterstützung für den Boltsheilstätten Berein bom roten Kreuz, Abteilung für Erholungsstätten, hat der Ausschuß nur in Höhe von 2000 m. bewilligt; mit derselben Summe wurde der Verein für 1902 extraordinär unterstützt. aufwies. Stadtv. Dr. Friedeberg( Soc.) befürwortet die Bewilligung der vollen Summe. Der Verein entfalte eine sehr segensreiche Thätigkeit und biete für die Kinder eine wertvolle Ergänzung der FerienAls wir den Thron der Vorfahren nach Gottes Vorsehung In Woolwich, das seit 1886 konservativ vertreten war, hat kolonien. Auch die städtische Armendirektion gebe eine Anzahl bestiegen, thaten wir das heilige Gelübde vor dem Allmächtigen und der Kandidat der Arbeiter, der Arbeiter Crooks, über feinen Berliner Kinder dorthin. Der Verein habe ein Defizit, welches sich unfrem Gewissen, die Jahrhunderte alten Pfeiler der Macht Rußlands ministeriellen Gegner Geoffroy Drage, einem focialpolitischen noch erhöhen müßte, wenn der städtische Zuschuß geringer ausfiele. heilig zu hüten und unser Leben dem Dienste des geliebten Vater Schriftsteller bei der dieser Tage stattgefundenen Parlamentswahl Hier handle es sich um eine wirklich kulturelle Aufgabe, bei der Tandes zu weihen. In unermüdlichen Sorgen für unsre Unterthanen den Sieg davon getragen. Die Ministeriellen sind durch diese Sparsamkeit übel angebracht fei. wählten wir für die Verwirklichung des Volkswohles einen Niederlage sehr niedergeschmettert, namentlich die" Times" weisen stätten wirklich den Wert haben, den der Vorredner ihnen beimeiſe. Referent Stadtv. Wallach bezweifelt, ob die Wald- ErholungsBeg im Sinne der denkwürdigen Thaten unsrer Vorgänger, be- bereits auf eine socialistische Gefahr hin. Das Wahlergebnis bedeute, sonders unsres unvergeßlichen Vaters. Es hat Gott gefallen, die In der Abstimmung erhält der Antrag Friedeberg die Thätigkeit unfres Vaters durch dessen frühzeitiges Ableben zu daß die mit dem Bestand einer organisierten Arbeiterpartei verknüpften Mehrheit. Im Ertra- Ordinarium dieses Specialetats steht der Disunterbrechen. Gott legte uns dadurch die heilige Pflicht auf, die Fragen, welche in England bisher als Phantasiegebilde betrachtet wurden, von ihm begonnene Befestigung der Ordnung und Wahrheit in das Bereich der praktischen Bolitik treten. Das Gespenst, welches pofitionsfonds für unvorhergesehene Ausgaben entsprechend den Forderungen des Lebens des Volkes zu die Regierungen des Festlandes hypnotifiert, zeige fich endlich auch in in Höhe von 800 000 M. Um Mittel für die Deckung des vollenden. Zu unsrem tiefen Bedauern hindern Wirren, England. Die Organe der liberalen Partei jubeln. 43 Millionen Deficits im Etat für 1903 zu gewinnen, hat der Daily welche teils durch ſtaatsfeindliche Absichten gefät sind, News" bezeichnen die Wahl Crooks als den größten Triumph Etatsausschuß an diesem Posten 300 000 m. abgesetzt. Die Verteils durch Lehren, welche dem russischen Leben fammlung beschließt demgemäß. fremd der Kräfte des Fortschritts.„ Daily Mail" schreibt, die Beim Etat der Wasserwerke hat der Ausschuß den sind, erzeugt wurden, die allgemeine Arbeit alt der Bedeutung der Woolwicher Wohl könne kaum unterschätzt werden. Etatsansaß„ Einnahmen aus dem Absatz von Wasser" von Aufbesserung des Volkswohlstandes. Diese Wirren verwirren die Das Ergebnis bedeute eine höchst eindringliche Warnung an die 71 Millionen Mart auf 7610 000 Mark erhöht, da er annimmt, Gemüter, entziehen sie produktiver Arbeit und verderben oft unfren Herzen teuere Familien, junge Kräfte, die unsre Heimat Regierung, daß das Land der Mißwirtschaft müde sei und daß der bevorstehende Sommer nicht so ungünstiges, fühles und regnerisches Wetter bringen werde, als der letzte Sommier nötig hat. Von Hoch und Niedrig Erfüllung unsres Wunsches um jeden Preis auf Verwaltungsreformen bestehe. fordernd, sowie festen Widerstand gegenüber jeder Hoffentlich zeigen die Arbeiter in der Zukunft auch, daß sie es Beeinträchtigung des normalen Laufes des müde sind, sich von irgend einer bürgerlichen Partei Die Versammlung tritt den Ausschußbeschlüssen ohne Debatte bei. Volkslebens, und vertrauend Stadtv. Jacobi referiert darauf über die Vorlage betr. Die in auf die chrliche Er- ins Schlepptau nehmen zu lassen. dem Etat für 1908 aufgenommenen Gehaltsveränderungen, füllung der dienstlichen und Kommunalpflichten bon seiten aller, über den Special- Etat für Personalbesoldungen, über den Etat haben wir unbeugsam entschlossen, uns der Gaswerke und über die im Ausschuß angenommenen Anträge Reife gelangte gelangte Bedürfnisse des Staates unverzüglich zu befriedigen, und für gut befunden: die London, 9. März. Lezten Sonnabend fand hier eine Ver- a) auf Entnahme einer Summe bis 3 Millionen aus dem iveisbare Beobachtung der Toleranzgebote zu sichern, fammlung statt, die sich mit der belgischen Kongo- Verwaltung Erneuerungs- und Ergänzungsfonds der Markthallen zur Deckung Der des Deficits im Etat, b) auf Einsetzung einer gemischten welche durch die Grundgesetze des russischen Reiches vorgezeichnet beschäftigte. Kapitän Burrows, der Verfasser des Buches: find und die, die orthodore Kirche als die herrschende achtend, Fluch Central- Afrikas, oder die belgische Verwaltung des Kongo Deputation zur Beratung der Frage, wie die drohenden Ausallen andersgläubigen Unterthanen, den fremden Konfeffionen Freistaates", gab einen erschütternden Bericht über die unaussprech- fälle im Etat durch Vermehrung der Einnahmen gedeckt werden Freiheit des Glaubens und Gottesdienstes nach andrem Ritus lichen Grausamkeiten, die sich die Belgier den Negern gegenüber zu tönnen. Die vom Magistrat vorgeschlagenen Gehaltserhöhungen hat der gewähren. Ferner haben wir für gut befunden, die Durch- Schulden kommen lassen. So unmenschlich wirtschaftet kein andres modernes Volk. Es herrscht dort keine Spur von Gesetz und Recht, Ausschuß fast durchweg troß der ungünstigen Finanzlage gutgeheißen. führung der Maßnahmen zur Aufbesserung der mate= riellen Lage der orthodoxen Landgeistlich die willkür der Beamten ist einzig und allein maßgebend; Neger Nur bezüglich des Vermessungsinspektors Ottfen hat der Ausschuß die gehängt oder neue Gehaltsskala, die ihn um 200 M. besser stellen würde, abfeit fortzusehen, deren Teilnahme ant dem geistigen werden für die geringste Kleinigkeit gefoltert, und öffentlichen Leben ihrer Herde zu vertiefen. Ent- erschossen, Negerinnen werden bis zur Zerfleischung gezüchtigt, gelehnt, weil die für ihn geltende Skala erst vor fünf Jahren festDie„ Daily News", die heute gesegt worden sei. sprechend den bevorstehenden Aufgaben der Festigung der oder die Brüste abgeschnitten. ihren Leitartikel diesem Gegenstande widmet, erzählt, daß die Stadtbaurat Krause und Stadtv. Brenß( N. L.) treten für die Bolkswirtschaft ist die Thätigkeit der Inſtitutionen für den belgische Regierung es der belgischen Presse verboten habe, irgend Erhöhung ein, die Stadiv. Wa II a ch bekämpft. Staatskredit, besonders der Adels- und Bauern banten, auf Festigung und Entwicklung des Wohlstandes der welche Kritik gegen die Kongo- Verwaltung zu veröffentlichen. Noch Grundpfeiler des russischen Dorflebens, des lokalen Adels und der mehr, sie wandte sich an die englischen Gerichte mit dem Verlangen, Burrows' Buch zu konfiszieren! Die Grausamkeiten", sagt das geBauern zu richten. Die von uns vorgeschriebenen Arbeiten zur Durchsicht der Gesetze für die Landbevölkerung sind nach nannte Blatt, die im Kongo verübt werden, sind noch schlimmer als die in Macedonien, und die Verantwortlichkeit unsrer Regierung ihrer Ausführung ant die Gouvernements Kon= ferenzen behuts weiterer Ausarbeitung und Anpassung ist noch größer." Ebenso groß ist die Verantwortlichkeit Deutschlands, denn die Berliner Konferenz vom Jahre 1885 war es, die Kongo ant die lokalen Besonderheiten unter Hin unter weitgehender den Belgiern auslieferte. Aber vor allem ist es die Pflicht der fort- Die Petition des Ortsvereins der Gemeinde zuziehung von das öffentliche Vertrauen genießenden Bergeschrittenen Elemente Belgiens, ihre Regierung zur Rechenschaft zu beamten zu Berlin, worin verschiedene Bitten aus den einzelnen jonen zu überweisen. Die Grundlage Arbeiten dieser Beamtenkreisen vorgetragen werden und u. a. um einheitliche Rebleibt der unantastbare Gemeinbesitz bei Ausfindigmachung ziehen. gelung der Aufstellungs- und Gehaltsverhältnisse der Subalternvon Wegen, den Bauern den Austritt aus der Gemeinde und Unterbeamten und 11117 anderweite Feststellung der zur zu erleichtern. Unverzüglich sind Maßnahmen zu treffen Zeit überaus ungünstigen Gehaltsskala hinsichtlich des Anfangsder zur Aufhebung Die Bauern lästigen Haftpflicht. Gouvernements- und Kreisverwaltung der Ausschußberatung keine ist zu reformieren Die Abstriche beim diesjährigen Marine Etat. Die Buget- gehalts gebeten wird, hat bei Berücksichtigung finden können. durch Arbeiten der lokalen Vertreter. Aufgabe einer weiteren fommission des Reichstags hat bei der diesjährigen Beratung des Regelung des lokalen Lebens wird eine Annäherung der Kommunal- Marine- Etats 13 075 000 M. gestrichen und zwar für Schiffbauten treffend die Anrechnung von Dienst und Beschäftigungszeit auf das Der vom Magistrat beantragte Gemeindebeschluß, beverwaltung und der Pfarrkuratorien der orthodoxen Kirche sein, wo und Schiffsarmierungen 5950 000 M., für die Bedürfnisse der Beamten- Dienstalter bei Feststellung des Diensteinkommens wird das möglich ist. Indem wir alle Unterthanen auffordern, mit Garnisonverwaltung, der Werften usw. 805 000 22.( darunter für zuwirken bei der Befestigung der sittlichen Grundlagen der Familie, das Dienstgebäude des Reichs- Marine- Amts erste Rate 80 000 22.), her Schule und des öffentlichen Lebens, befehlen wir unseen für Hafen- und Hochbauten im außerordentlichen Stat 6320000 20. Ministern und allen betreffenden Oberbeamten, uns ihre Er-( darunter für Grundstückserwerbung des Reichs- Marine- Amts- Neubaus wägungen über die Ausführung unsrer Absichten zu unterbreiten. 6 020 000 M.) den Parlamentarisches. Die Versammlung beschließt nach dem Magistratsvorschlag. Für den Kuftos des Märkischen Provinzial Museums soll die Gehaltsordnung so geordnet werden, daß nach dreijähriger Frist noch eine Stufe mit 6600 M. Hinzutritt. Der Ausschuß hat den Antrag abgelehnt, die Versammlung stellt aber, nachdem die Stadtvv. Klaar und Nathan für diese Wenderung eingetreten sind, die Vorlage wieder her. angenommen. welche vom Magistrat eine vollständige Uebersicht sämtlicher BeIm Ausschuß war cine Resolution beantragt worden, amten und Angestellten der Stadt nach ihrer Rechtsstellung und ihren Gehaltssfalen geordnet verlangt. Der Ausschuß hat die Resolution abgelehnt, da der Oberbürgermeister erklärte, es sei eine Aufstellung bereits in Arbeit. Die einleitenden Gottesgnaden- Phrasen bewiesen allein schon Die Phosphorzündholz- Kommission beriet am Donnerstag den die mystische Vernebelung, den reaktionären Charakter des Manifests,§ 3 des Gefeßentwurfs, in dem das Zukrafttreten des Verbots der auch wenn nicht ausdrücklich darauf hingewiesen wäre, daß der Zar Fabrikation auf den 1. Januar 1907, des Verkaufs von Zündhölzern Auf Anregung des Stadiv. Rosenow( N. L.) bestätigt dies Obernach wie vor zur„ Befestigung der Ordnung" allen staatsfeindlichen mit weißem Phosphor auf den 1. Januar 1908 festgesezt wird. bürgermeister Kirschner. Die vom Ortsverein der Gemeindebeamten Absichten" nach wie vor mit knutenbewehrter Faust begegnen will. Abg. Pichler( C.) beantragt 1909 refp. 1910, Abg. Pauli( Ober- aufgestellte Statistik, die nicht weniger als 377 städtische BeamtenDaß fünftig eine größere Toleranz beobachtet werden soll, daß man barnim, konj.) 1906 refp. 1907, Abg. Wurm 1904 resp. 1905. In fategorien aufzähle, gehe von völlig unrichtigen Vorausseßungen aus. Der Referent Stadtv. Jacobi begründet darauf die Ausschußeine gewisse Freiheit der Konfessionen beobachten will, wäre ja der Debatte werden von Dr. Pichler wieder die alten Bedenken allerdings ein kleiner Fortschritt auf diesem Gebiete, wenn wirklich vorgebracht. 23 urm weist darauf hin, daß wenn die Kommission anträge, aus dem Markthallenfonds 3 Millionen und die Gefährlichkeit des Betriebes für die Arbeiter und die aus dem Erneuerungsfonds der Gaswerte 1 Million zu die skandalösen Bestimmungen gegen den Austritt aus der orthodoren Brauchbarkeit der neuen Wasse anerlenne, der Termin für entnehmen, um das Deficit im Etat für 1903 aus Kirche aufgehoben, namentlich aber die barbarischen Verfolgungen das Infrafttreten so nahe als möglich gelegt werden muß zugleichen. Im Ausschuß war die große Mehrheit darüber einig, der Setten eingestellt werden sollten. Ob das der Fall sein wird, da dann nicht zu dulden sei, daß die Arbeiter noch daß jede Erhöhung des Einkommensteuersatzes über 100 Proz. hinaus der länger Gefahr, alt bleibt abzuwvarten. Phosphorvergiftung zu erkranken, vermieden werden müsse und man habe nach Prüfung der anderweit An wirtschaftlichen Reformen wird die Festigung der Land- ausgesetzt werden dürfen. Abg. Behnter meinte, das Hinaus gemachten Deckungsvorschläge sich für die Heranziehung dieser Fonds entwirtschaft durch staatliche Unterstützung der Adels- und Bauern schieben des Termins sei eine Art Entschädigung für die Fabrikanten. fchieden, womit wenigstens für 1903 die lleberschreitung der 100 Proz. unbanken angekündigt. Es ist aber mehr als fraglich, ob die troft- Bei der Abstimmung wird der Antrag Wurm mit 5 Stimmen, der nötig gemacht werde. Da der Ausschuß mit diesen Vorschlägen den Lose Lage der russischen Bauern durch Gröffnung des Staatskredits Antrag Pichler mit 4, der Antrag Pauli mit 8 Stimmen abgelehnt Stein der Weisen natürlich nicht gefunden habe, werde vorgeschlagen, und dann wird die Regierungsvorlage einstimmig an sofort die Einſegung einer gemischten Deputation mit dem vorernsthaft gebessert werden wird. Die Zerrüttung der russischen genommen. Dann wird der Antrag Müller- Meiningen erivähnten Auftrag zu beschließen. Landwirtschaft ist zu groß und die Mittel der Regierung sind den auf Entschädigung der Fabrikanten mit 7 gegen 12 Stimmen ab- Stadtv. Borgmann( Soc.): Wir werden gegen den Antrag des zu gering, um hice etwas gelehnt. Bis zur zweiten Lesung wird die Regierung über Etatsausschusses stimmen. Die Entnahme von Mitteln aus Fonds mit Wesentliches erreichen zu könnet. Daß man den Bauern den die mit dem Erfinder der neuen Masse getroffenen Vereinbarungen ganz bestimmten Zweden ist ganz unzulässig. Die 3 Millionen besten Willen vorausgesetzt V Verfammlungen. aus dem Erneuerungsfonds der Markthallen sollen für Erweiterung Oberbürgermeister Kirschner bestreitet, daß der Magistrat die beschlossen, die Verteilung einer Dividende von 6% Proz.( im Vors und Erneuerung der Markthallen Verwendung finden; die Versamm Nachzahlung abgelehnt habe. Er wolle die Erhöhung und die Nach- jahre 7 Broz.) vorzuschlagen, bei einem Gewinnvortrage von lung hat ja bereits Beschlüsse bezüglich der Erweiterung der Engros- zahlung gleichzeitig in Kraft treten lassen. Nehme die Versammlung 360 000 M. und Zurückstellungen in Höhe von 430 000 M. Markthalle auf dem Vichhof gefaßt. Nehmen wir jetzt die Summe ben Eventualantrag an, so werde der Magistrat in die Beratung weg, so müssen wir später Schulden machen.( Buruf dieses Antrages eintreten. Dortmund Gronauer Bahn. Die Generalversammlung hat das Selbstverständlich!) Thatsächlich wird also auch der diesmalige Etat Stadtv. Singer: Herr Cassel hat seinen bisher forretten Stand- Verstaatlichungsangebot der Regierung mit 27 634 gegent 7646 durch Anleihen zur Balancierung gebracht. Die Million aus dem punkt jetzt leider verlassen, denn nach der Wendung, die die DisStimunen angenommen. Gas- Etat ist gar nicht in Wirklichkeit Wirklichkeit vorhanden, die fuffion genommen hat, wird für die Ortszulage feine Majorität Verwaltung braucht sie für ihren Betrieb und es muß mehr da sein. Der Oberbürgermeister hält es für angemessen, der auch hier eine erhöhte Entnahme aus Anleihen eintreten. Versammlung zuzumuten, was er für den Magistrat zurüdweist, Manipulieren wir in diesem Jahre derartig, so dürften wir im den Wechsel der Ueberzeugung. Wir werden unter allen Umständen nächsten Jahre vor derselben Misere stehen. Kann man uns feinen gegen die mit unfrem Etatsrecht unvereinbare Nachzahlung stimmen. eine Versammlung in den„ Arminhallen" ab, in welcher der VerDie Hansdiener, Packer und Packerinnen hielten am Mittwoch Weg zeigen, der aus dieser Verlegenheit herausführt, so müssen wir Die Stadtv. Jacobi und Hugo Sachs raten dagegen, den bandsvorsitzende Schumann gegen die Ausschuß- Vorschläge stimmen. Nun soll eine gemischte Friedensweg weiter zu beschreiten und wenigstens die Magistrats- he bungen des Reichsamts für Arbeiterstatistit über die bevorstehenden Er= Deputation fich auf die Steuersuche machen. Das kann doch nicht vorlage im Interesse der Lehrer anzunehmen. die Aufgabe der Versammlung sein, dazu ist der Magistrat da, er in den Engros Geschäften referierte. Der Referent erIn namentlicher Abstimmung wird der Antrag Preuß auf örterte eingehend die Arbeitsverhältnisse der Hilfsarbeiter im hat uns mit solchen Vorschlägen zu kommen, wir haben daran die Kritik Gewährung der besonderen Ortszulage von 200 M. über die Handelsgewerbe und berichtete sodann, daß die fortgesetzten Bevorzunehmen. Die Städte- Ordnung bietet auch keine Unterlage für Magistratsanträge hinaus mit 57 gegen 48 Stimmen an mühungen der Organisation insofern einen Erfolg aufweisen, als eine solche Maßnahme; es handelt sich doch nicht um einen Streitfall, genommen. sich die Regierung endlich veranlaßt sicht, Erhebungen über die Lage der zu entscheiden wäre. Die Freunde des Antrages läßt vielleicht Ueber die so modifizierte Vorlage findet darauf noch eine Ge- der in den Engros- Geschäften die nicht mit einem offenen Ver der Ruhm des Herrn Müller- Fulda nicht schlafen, der auch der samtabstimmung statt, welche die Annahme derselben mit 61 gegen taufsladen verbunden find beschäftigten Hilfsarbeiter anzustellen Reichsregierung ein ganzes Bouquet neuer Steuern anbot. Ob Gr 42 Stimmen ergiebt. und gutachtliche Aeußerungen der in Betracht kommenden Organis sparnisse gemacht werden können, scheint mir sehr zweifelhaft, und fationen einzufordern. Der Redner empfiehlt, eine Kommission ob die Deputation diese Aufgabe erfüllen kann, noch mehr; das haben schon die vergeblichen Versuche des Ausschusses gelehrt. Der zu wählen, welche die Aufgabe hat, ein umfangreiches Material über die Arbeitsverhältnisse dieser Branche zu sammeln, auf Grund gefeßliche Weg wird uns durch das Kommunalabgaben- Gefeß gewiesen; der am 15. und 16. März hier tagt, will der Magistrat 1000 Mark dessen dann ein zuverlässiges, einwandfreies Gutachten aufgestellt die Zuschläge zur Staatssteuer müssen erhöht werden. Die Gefahr, Zuschuß gewähren. daß dadurch die Leistungsfähigen Steuerzahler in die Vororte getrieben werden, fann ich nicht sehen. Die Verzüge nach den Vororten sind stetig erfolgt, natürlich aus ganz andren Gründen als aus Rücksicht auf die 100 Proz. Hätte man rechtzeitig die Inkommunalisierung vorgenommen, so wäre die heutige Zwangslage gar nicht eingetreten; diese Maßnahme ist aber verhindert worden zum Teil durch dieselben Herren, die uns heute jene wunderbaren Ausgleichsvorschläge gemacht haben.( Beifall bei den Socialdemokr.) Stadtv. Nathan( N. L.): Auf die Spartöpfe sollte allerdings nur in Notfällen zurückgegriffen werden; cinen solchen erachten wir aber auch unsrerseits diesmal für vorliegend, und so werden wir nach den Ausschußanträgen votieren. Wir halten gerade die gemischte Deputation für sehr zweckmäßig; auch sind dafür Präcedenzfälle vorhanden. Daß der Oberpräsident in jedes Detail der städtischen Berivaltung sollte hineinreden können, nehmen wir nicht so leicht wie der Vorredner. Für die Kosten des Kongresses der Krankenkassen Deutschlands, Stadtv. Dr. Friedeberg( Soc.) befürwortet die Erhöhung auf 3000. Stadtrat Namslan widerspricht der Erhöhung. Es sei eine Uebertreibung, wenn man diesen Kongres in Parallele stelle mit den internationalen Kongressen, die die Stadt Berlin bewirtet habe. Stadtv. Dr. Friedeberg entgegnet, daß diesmal sämtliche Stassen durch nahe an 1000 Delegierte vertreten sein würden. Die Mehrheit bewilligt 3000 M. und ersucht den Magistrat, sich damit einverstanden zu erklären. Schluß gegen 10 Uhr. Aus Induftrie und Handel. werden soll. Im Anschluß hieran referierte A. Werner über die Stellungnahme der Berliner Handelskammer zur Sonntagsruhe und kritisierte das ablehnende Verhalten derselben. Er schilderte, wie ungenügend die gegenwärtige beschränkte Sonntagsruhe ist, die übrigens, wie die zahlreichen Bestrafungen beweisen, vielfach noch nicht einmal innegehalten wird. An den lebertretungen der Sonntagsruhe find alle Konfessionen, wie festgestellt worden ist, gleichmäßig beteiligt, und es wäre dringend notwendig, daß die Bestimmungen, welche die Sonntagsarbeit auf verschiedene Stunden zulassen und die vielen lebertretungen begünstigen, beseitigt werden. Der Redner wies eingehend nach, daß die volle Sonntagsruhe nicht nur sehr notwendig, sondern auch thatsächlich sehr gut durchführbar ist. In der hierauf folgenden Diskussion wurden die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den verschiedensten Betrieben kritisiert und Kartellpolitit. Einen interessanten Beleg dafür, daß nicht die darauf hingewiesen, daß die Arbeitszeit oftmals bis Mitternacht Kartellorganisation, wie vielfach von ihren Lobrednern behauptet dauert und die vielen Ueberstunden nur mit wenigen Pfennigen Stadtv. Caffel( A. L.): Herr Borgmann irrt, wenn er meint, wird, den Zwischenhandel ausschaltet, sondern umgekehrt durch Er- oder vielfach, und namentlich in der Konfektionsbranche, gar nicht wir seien nicht berechtigt, auf die bewußten Fonds zurückzugreifen. weiterung des Zwischenhandels dem Konsumenten das Produkt ver- bezahlt werden. So wie von den Referenten, wurde auch von den Ein Erweiterungsfonds ist der Fonds für die Markthallen nicht; für teuert, liefert ein dem„ Berl. Tageblatt" aus Kohlenhändler- Diskussionsrednern angeführt, daß die zulässige Sonntagsarbeit die Ergänzungen und Erneuerungen aber ist er überflüffig hoch. Auch freisen zugegangener Brief über die Geschäftsführung des sehr häufig überschritten wird und es wurde unter anderm behauptet, nach der Entnahme von 3 Millionen bleiben noch 1 Millionen Rheinisch- westfälischen Kohlensyndikats.„ Für daß in den Norddeutschen Eiswerken von den circa 400 dort beden Kohlenin dem Fonds; unnüz den Fonds anwachsen zu lassen, wäre handel", heißt es in der Zuſchrift, erweisen sich außer schäftigten Personen etwa 300 feit Jahren jeden Sonntag bis 3 und in der Zuschrift, erweisen sich außer 4 W. doch ganz unwirtschaftlich. Die Erneuerungen im Gasetat find mit dem Stohlensyndikat selbst die vom Syndikat eingerichteten Ihr arbeiten und erst einmal eine Bestrafung in Höhe von 10 wc. jährlich 1 Million lange Jahre bestritten worden; auch hier können unterſynditate, die Kohlenverkaufs- Gesellschaften m. b. 5., als ein erfolgt ist. In der weiteren Diskussion kam es auch zu lebhaften wir eine Million ohne weiteres heranziehen. Wenn eine gemischte schwerer Nachteil. Um ein Beispiel zu wählen, existierten im Bezirk Hausdiener und denen des Centralverbandes, wobei von den letzteren Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern des Vereins Berliner Deputation eingefest wird, so soll sie nicht bloß neue Steuern Magdeburg eine Anzahl Kohlengroßhändler, die sich seit einer Reihe darauf hingewiesen wurde, daß durch das Verhalten dieses Vereins erfinden, sondern den ganzen Etat dahin prüfen, wie er besser von Jahren mit dem direkten Vertrieb von allen Kohlenforten be- eine durchgreifende Verbesserung der überaus traurigen Lohn- und balanciert werden kann, auch durch Ersparungen. Die Kultur fchäftigten und unter anderm direkt mit verschiedenen westfälischen Arbeitsbedingungen sehr erschwert wird. Hierauf wurde einstimmig aufgaben sollen absolut nicht leiden, es möchten sich aber doch Steinkohlenzechen arbeiteten.... vielleicht Ersparnisse auf andern Gebieten machen lassen. Die Ein segung einer gemischten Deputation zu dem gedachten Zwede hat zwischen, dem auch diejenigen Zechen beigetreten sind, von denen trätigen Hausdiener, Pader und Paderinnen protestiert mit aller Da tritt vor einigen Jahren zunächst das große Syndikat da- folgende Resolution beschlossen: Die Versammlung der in Engros- und Detail- Geschäften nicht das mindeste Bedenken. Der Vergleich mit Herrn Müller- die Händler kauften. Der Kohlenhändler bezog nu Fulda hat einen höhnischen Beigeschmack, denn wir wollen ja gerade die Kohlen durch das Syndikat weiter und erhielt allerdings Sachen der Sonntagsruhe für Engros- und Fabrikgeschäfte ab= borerst Entschiedenheit gegen das von der Berliner Handelskammer in die Einkommensteuer nicht drückender machen. einzelne Sorten, die er bei der Kundschaft eingeführt hatte, nicht Stadtv. Dr. Preuß erklärt sich für seine Berson gegen die wieder, sondern mußte sich dafür ab und zu mit andren Sorten gegebene Gutachten. Schon heute ist in einem großen Teil der be= Ausschußvorschläge. behelfen. Sein anfängliches Sträuben dagegen nugte thm nichts, Beweis dafür ist, daß hierdurch eine Schädigung der Geschäftsregten Betriebe die Sonntagsruhe durchgeführt, was wohl der beste Stadtv. Singer( Soc.): Nach meiner Meinung ist eine Politik, und er mußte fich fügen, indem er sich und die Kundschaft interessen nicht eintritt. Andrerseits ist auf Antrag der Geschäftslaufende Ausgaben aus Mitteln zu decken, welche für andre Zwecke damit tröstete, daß es jedem andren ebenso ergehe. Nach einigen inhaber selbst in andren Groß- und Handelsstädten die vollständige reserviert sind, die Politik eines Geschäftsmannes, der am Abgrund weiteren Jahren wurde mit einem Mal auf Wunsch des Syndikats, Sonntagsruhe in Fabrik- und Engros- Betrieben eingeführt, was steht( Lebhaftes Oho!) und alles aufbietet, sich über Wasser zu wie behauptet wurde, eine Gesellschaft gegründet, zu der nur wohl nicht geschehen wäre, wenn die volle Sonntagsruhe die Prohalten. Solche Mittel fann man, wie Sie selbst zugeben, nur einmal eine beschränkte Zahl der größten Kohlenhändler und außerdem sperität der Betriebe auch nur im geringsten ungünstig beeinflußt gebrauchen; also kann doch diese Politik auf die Dauer nicht eine dem Syndikat in Effen angehörende Persönlichkeit heran- hätte. Die Versammlung sieht deshalb in dem eigenartigen Gutgetrieben werden. Dazu müßten die Finanzverhältnisse Berlins gezogen wurden. Nun wird den andren stohlenhändlern, die seit langen achten der Berliner Handelstammer lediglich eine einseitige InterSoch noch schlechter sein als sie sind. Die Aufgaben der Deputation Jahren direkt mit den Werken und dann mit dem Syndikat essenwahrnehmung jener wenigen Unternehmer, die des Profits hat Herr Caffel mit vielleicht zu großer Offenheit flar gestellt, gearbeitet und auf diese Weise als Grossisten ihre Kunden all- wegen die Sonntagsarbeit nicht entbehren zu fönnen glauben und es ist nicht sowohl das Ziel, neue Steuern zu finden, mählich erworben hatten, einfach erklärt, daß diese Verbindung die den modernen focialpolitischen und wirtschaftlichen Bestrebungen das würde Ihnen auch sehr schwer werden, sondern das Ziel, zu jetzt aufhöre und der einzelne Händler feinen Bedarf durch diese nicht nur verständnislos, sondern dirett feindlich gegenüberstehen. amtersuchen, ob und wie die Ausgaben eingeschränkt werden fönnen. neue Gesellschaft allein zu decken habe, sofern er überhaupt Die Versammelten sind der festen Ueberzeugung, daß die vollständige Daß Kulturaufgaben nicht leiden sollen, darüber noch derartige Kohlen verkaufen wolle, das heißt also, der Sonntagsruhe nicht nur im Interesse der Angestellten, sondern auch ist kein Wort zu verlieren; es fommt nur darauf an, was Händler, der nicht unmittelbnr zu den vier bis acht Firmen gehört, in dem der Prinzipale durchgeführt werden muß, da die Ruhe am ma it für Kulturaufgaben hält. Wir laffen uns aus denen die neue Gesellschaft besteht, wird von ihr zum Sonntag den Körper zu neuer Arbeit kräftigt und die daraus entdurch diese Versicherung nicht irre machen. Der Hauptzivec, der mit Zwischenhändler zweiten Grades herabgedrückt, und er muß der springende frische Arbeitsfreudigkeit des Personals nur im Interder gemischten Deputation verfolgt wird, ist der, die Erhöhung Gesellschaft für jeden Wagen einen Verdienst von mindestens esse des Geschäftsinhabers liegt. des Kommunalsteuer- Buschlages zu vermeiden. Um dieſes Biel 5 M. bewilligen. Dieser Händler wird also genötigt, feinen Sodann wurde eine achtgliedrige Agitationsfommission mit zu erreichen, werden geradezu krampfhafte Anstrengungen Bedarf zu einem Preise zu decken, der der Gesellschaft einen Spitermann als Obmann gewählt und ferner ein Antrag an= gemacht. Was Herrn Cassels Hymnus auf die Selbst- Nutzen abwirft, ohne daß sie irgend etwas andres dafür thut, als genommen, nach welchem eine Stommission von 15 Personen, darverwaltung angeht, so haben gerade er und seine Freunde bewiesen, seine Aufträge, die er, genau auf die einzelnen Monate ratierlich unter befinden sich die Mitglieder der Agitationskommission, bedaß sie das Selbstverwaltungsrecht nicht hochhalten. Aber die Maß- verteilt, überschreiben muß, dem Syndikat zu übermitteln. Der auftragt ist, über die Arbeitsverhältnisse der in den Engross regeln, die von dieser Seite vorgeschlagen und mit solchen Händler kann demnach seine Kunden, die bei ihm verbleiben, nicht Geschäften thätigen Hilfarbeiter und Arbeiterinnen Material zu Argumenten begründet werden, werden sich als wirkungslos eriveisen. anders bedienen, als daß sie ihm vorerst die von ihm an sammeln, welches für das eingeforderte Gutachten verwendet wird. Stadtv. Cassel: Wir sind nicht die Dogmatiker der 100 Broz, die Gesellschaft gezahtten 5 M. pro 10 Tonnen 1 Doppelladung Der Verein Berliner Hausdiener will, wie mitgeteilt wurde, in als die uns Herr Singer hinstellt; wir erachten die Nichteinmischung mehr zahlen müssen. Gewöhnlich ist der Gewinn der Händler aber derselben Weise verfahren, aber selbständig das von ihm gesammelte der Regierung nur für sehr nüßlich. Was würde Herr Singer nur auf 5-10 m. pro Doppelladung berechnet, je nachdem der Kunde Material verarbeiten. sagen, wenn ich ihm suppeditierte, er warte nur auf die Erregung, längeres Ziel nimmt 2c. Diese 5 M., die nunmehr erst als ZwischenAufklärung über in der Bürgerschaft abgabe an die Gesellschaft gezahlt werden, muß der Konsument resp. ferualität) zu verbreiten, war der Zweck einer Volksversammlung, ( Homodie gleichgeschlechtliche Neigungen Erhöhung über 100 Proz. hervorrufen müßte?( Sehr gut! und Bewegung.) Die der Händler mehr bezahlen." gemischte Deputation ist nicht gegen den Geist der Städtedie der Naturheilverein Charlottenburg- Berlin am Mittwoch in Ordnung, der sich doch nicht dem Kollegen Singer allein geoffenbart das Jahr 1902, das dreißigste ihrer Betriebsjahre, ihren Geschäfts- äußerst zahlreiche Zuhörerschaft, etwa 1200 Männer und Frauen, Die Bergwerksgesellschaft Hibernia", Herne, veröffentlicht über Ballschmieders Saal in der Badstraße veranstaltet hatte. Eine haben dürfte.( Heiterkeit.) Gegen den Geist der Selbstverwaltung bericht. In der Einleitung wird auf die unbefriedigende Lage der hatte sich eingefunden. Dr. M. Hirschfeld, der Vorsitzende des haben wir uns nie vergangen. In gemeinDie Ausschußvorschläge werden mit großer Mehrheit angenommen. inländischen Industrie und ihren Einfluß auf die Kohlenerzeugung wissenschaftlich- humanitären Komitees, referierte. in Deutschland hingewiesen. Die Kohlenförderung der Hibernia' Der Gasetat wird mit der eben beschlossenen Modifikation mit ihren Nebengechen betrug im vergangenen Jahre nur 3 314 365 Geschlechtsempfinden, die Liebe zum gleichen Geschlecht, durch ganz verständlicher Weise sezte er auseinander, daß das nicht normale genehmigt. leber die Etats für Hoch- und Tiefbau referiert Stadtv. 342 779 Tonnen gegen 369 242 Tonnen. Die Preisreduktionen der gemeinen Norm abweicht, bedingt sei, und daß es eine Grausamkeit Tonnen gegen 3 573 050 Tonnen im Vorjahr, die Coatsproduktion bestimmte förperliche und seelische Veranlagung, die von der allBorgmann( Soc.). Für bauliche Veränderungen und Erneuerung Syndikate stellten sich bei der Gesellschaft auf 7,65 Proz. für Kohlen fei, wenn die so veranlagten Menschen die Handlungen, welche ihren des Ratskellers waren in den Etat 50 000 M. eingefeßt; der und 16,36 Proz. für Coafs, wogegen sich die Selbstkosten um 5,60 Neigungen entsprechen, mit schweren Strafen büßen müssen. Ausschuß hat die Position als erste Rate" bewilligt, um die Um- Prozent für Kohlen und um 6,01 Proz. für Coats verminderten.§ 175 des Strafgesetzbuches, welcher homoferuelle Handlungen bei gestaltung nach modernen Ansprüchen, die ca. 300 000 m. erfordere, Die ungünstigen Produktionsverhältnisse machten die Einlegung einer Männern bestraft, fei nicht nur eine Ungerechtigkeit gegen dies nicht zu vereiteln. großen Zahl von Feierschichten erforderlich und nötigten außerdem jenigen, welche ihren für sie natürlichen Neigungen folgen, er sei Beide Etats werden nach den Ausschußbeschlüssen festgesetzt. zur Verringerung der Belegschaften. In 1901 stellte sich die Zahl auch eine Quelle des Unglücks für die bedauernswerten Geschöpfe, Hiermit schließt für heute die Etatsberatung. der auf den„ Hibernia" gruben beschäftigten Leute auf 13 667 Mann; die im Banne der herrschenden Moralanschauungen und der Furcht Der Magistrat hat nach dem ablehnenden Beschlusse der letzten in 1902 verringerte sich dieselbe auf 12 844 Mann, d. i. um 823 vor Strafe fich endlich, wenn auch ohne Erfolg bemühen, ihre Versammlung die Vorlage wegen der Schulgeld- Erhöhung und der Mann 6,02 Broz. Die Löhne auf sämtlichen Bechen der Gesell- Neigung zu unterdrücken. Andrerseits leiste der genannte Paragraph, Erhöhung der Oberlehrergehälter als zwei gesonderte Vorlagen wieder schaft erfuhren gegen das Vorjahr eine Verminderung von durch- wie hinlänglich bekannt, auch dem Erpressertum Vorschub. Aus all eingebracht. Zu der ersteren erklärt Stadtv. Kreitling( n. 2.), schnittlich 0,28 M. pro Mann und Schicht, d. i. um 6,22 Proz.; fie diesen Gründen müsse der§ 175 beseitigt und die gleichgeschlechtliche daß seine Fraktion in ihrer übergroßen Mehrheit auch jetzt dagegen stellen sich in 1901 auf 4,50 m., in 1902 auf 4,22 M. Die Divis Neigung beurteilt werden als Folge einer natürlichen Veranlagung, stimme werde. In namentlicher Abstimmung wird die Erdende beträgt, wie schon mitgeteilt wurde, 10 Proz. gegen 18 Proz. an welcher der so Veranlagte unschuldig und daher nicht zu verim Vorjahr. urteilen sei. Der ebenso interessante wie lehrreiche Vortrag fand höhung mit 63 gegen 43 Stimmen angenommen. Zur zweiten Borlage hat Stadtv. Preuß den Antrag auf Ges Bergisch- Märkische Bank, Elberfeld. Der Geschäftsabschluß allseitigen lebhaften Beifall. Dann folgte eine rege Aussprache, währung der Extra- Ortszulage von 200 m. wieder eingebracht für das Jahr 1902 zeigt im wesentlichen dieselben Züge, wie der die in der Hauptsache mit den Forderungen des Vortragenden überund befürwortet gleichzeitig einen Eventualantrag, für den Fall der bes Vorjahres. Der Gewinn fegt sich aus folgenden Bosten zu die Versammlung der Meinung Ausdruck giebt, daß der seiner Zeit einstimmte. Eine Resolution wurde einstimmig angenommen, worin Ablehnung der Ortszulage die Erhöhung nach dem Magistrats fammen: Provisionen 2 556 105 M.( 2 427 953 M.), Zinsen 4319329 M. im Vorwärts" veröffentlichte Artikel„ Krupp auf Capri" nicht unborschlage schon vom 1. April 1902 zu gewähren. Oberbürgermeister Kirschner: Der Magistrat hält nach wie vor( 4 393 535 M.), Effekten 495 465 M.( 490 683 M.), ferner Vortrag Tauteren Motiven entsprungen sei, sondern der Propaganda für Bediese Ortszulage für nicht zweckmäßig, und auch in der Versammlung 7742 173 2.( 7 758 317 m.) Siervon sind zu türzen: Handlungsseitigung des§ 175 dienen sollte. Versammlungen vorigen Jahr 871812 02.( 446 144 207.), die Der ist nur eine geringe Majorität dafür.( Widerspruch.) Sie können unfosten und Steuern 1 723 801 W.( 1 579 906 W.), so daß 6 018 911 m. selbst nicht wünschen, einen so wetterwendischen Magistrat zu haben. Bringen Sie es also nicht zum Konflikt( Unruhe), indem Sie die neralversammlung soll vorgeschlagen werden, nach Dotterung der Letzte Nachrichten und Depeschen. ( 6178 411 M.) auf Gewinn- und Verlustconto verbleiben. Der GeBustimmung an Bedingungen knüpfen, auf die wir nicht eingehen außerordentlichen Reserve mit 171 097 m. und Abschreibungen auf zu können glauben. Wie ein von Algier Marseille. 12, März.( W. T. B.) Grundstücksconto mit 55 145 W., sowie Ueberweisung von 300000 M. Stadtv. Caffel: Der Magistrat schlägt eine eigentümliche Tattit( 400 000 M.) auf Delcredere- Conto und 200 000.( 200 000 M.) fommender Dampfer meldet, hat derselbe gestern nachmittag den ein. Er will nicht in die Lage gebracht sein, von zweimaligen W. auf Baureserve- Conto eine Dividende von 8 Proz. auf das dividenden Dreimaster Sytst Jerne" aus Sappsborg in Norwegen entmastet Beschlüssen abzuweichen und verlangt von uns, wir sollen ihm berechtigte Stapital von 54 250 000 m.( i. 23. 8 Prozent auf und ohne Boote angetroffen. Das Schiff ist offenbar von der Bedazu den Weg bahnen. Ich thue das für meinen Teil nicht. 50 000 000 M.) zu verteilen. sagung verlassen worden. Der Dampfer konnte dasselbe nicht ins ( Beifall.) Der Magistrat nimmt die Erhöhung an, lehnt aber selbst die Nachzahlung für 1902 ab und stellt damit die städtischen Rheinische Kreditbank, Mannheim. Nach dem Geschäftsabschluß Schlepptau nehmen. London, 12. März.( W. T. B.) Das Unterhaus bewilligte mit Oberlehrer positiv schlechter als die andren, Das ist nicht rühmlich für 1902 beträgt der Bruttogewinn 5 664 702 M. gegen 6 093 907 9. für die Kommune Berlin. Stimmen Sie wenigstens für den im Vorjahre und der Nettogewinn 4035 660 M. gegen 4591 147 9. 202 gegen 53 Stimmen einen Kredit von 9 647 000 Pfund Sterling im Vorjahre. Der„ Neuen Badischen Landeszeitung" zufolge wurde zur Beschaffung einer zweckmäßigen Heeresbewaffnung. Eventualantrag Preuß. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 61. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. 282. Sigung. Donnerstag, den 12. März 1903, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: v. Go ßler. Auf der Tagesordnung stehen zunächst einige Berichte der Geschäftsordnungs- Kommission. Nach dem Antrage der Kommission wird versagt die Genehmigung zur Einleitung von Privatflagen gegen die Abgg. Fischer ( Sachsen, Soc.) und Bock( Soc.) wegen Beleidigung; zur Einleitung eines Strafverfahrens wegen Beleidigung gegen den Abg. Simon Eckart( füdd. Vp.); zur Strafverfolgung gegen den Abg. Schmidt ( Frankfurt, Soc.) wegen Beleidigung. Das Ersuchen des Vorsitzenden der ersten Straffammer des Landgerichts zu Königsberg auf Vernehmung der Abgeordneten Stöder( f.) und Tuzauer( Soc.) als Zeugen in Königsberg in der Straffache gegen den Redakteur Noste in Chemniz wegen Beleidigung wird ablehnend beschieden. In Bezug auf ein Schreiben des Abg. Hegelmaier( Sp.) wegen einer gerichtlichen Vorladung zu seiner Vernehmung als Beuge vor dem Amtsgericht in Heilbronn unter An drohung der geseglichen Zwangsmaßregeln ohne borgängige Genehmigung des Reichstages ersucht die Kommission um Annahme folgender Resolution: Der Reichstag wolle beschließen: steigern wird. Den Innungen und Privatbetrieben ist meistens nur an größeren, dauernden Aufträgen der Armeeverwaltung etwas gelegen; fleinere Aufträge sind mehrfach abgelehnt worden. Das Kapitel wird bewilligt. Beim Kapitel„ Garnisonverwaltungs- und Serviswesen" bringt Abg. Werner( Antis.) Wünsche der Kaserneninspektoren auf Gehaltsaufbesserung vor. Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Vp.) wünscht Besoldungsverbesserungen der Kasernentvärter. Generalmajor v. Gallwig: Die Gehaltsaufbesserung der mittleren Beamtenkategorien hat als abgeschlossen zu gelten. Es besteht daher seitens der Militärverwaltung die Absicht, das Gehalt der Kaferneninspektoren aufzubessern, nicht. Deren Gehalt wird als ausreichend angesehen. Dagegen ist in der That die unterste Gehaltsstufe der Kasernenwärter von 700 W2. kaum auskömmlich. Abg. Kirsch( C.): Die Verleihung gewisser Abzeichen an die Hannoveranischen Regimenter zur Erinnerung an die frühere Zugehörigkeit zur hannoveranischen Armee ist gewiß mit Freuden zu begrüßen. Es wäre sehr erwünscht, wenn man auch bei den rheinischen Regimentern die Erinnerungen an ihre Tradition und ihre Vergangenheit überall aufrecht erhalten wollte. Aber gerade das Gegenteil ist der Fall bezüglich des Husaren- Regiments Nr. 11, das von Düsseldorf nach Strefeld verlegt iverden foll. Dies Regiment, gewissermaßen eine Fortsetzung des alten Bergischen Lanciers- Regiments, hat stets in der alten bergischen Hauptstadt Düsseldorf domiziliert. Als die erſte Nachricht von der Verlegung dieses Regiments durch die Presse ging, bemächtigte sich nicht nur der Düsseldorfer eine große Aufregung. Sogar die freikonservativen Hamburger Nachrichten" das sogenannte persönliche Regiment.( Buruf links: Frhr. v. Redliz!) Ob es der Frhr. v. Jedlig ist, das weiß ich nicht. In Düsseldorf wußte man auch nichts davon, daß die jetzige Husarenfaserne aufgegeben werden sollte. Man glaubte, sie würde noch 20-30 Jahre benutzt werden.( Hört! hört! links.) In Düsseldorf liegt außer dem Husarenregiment noch ein Ulanenregiment. Beide zusammen bilden eine Brigade, deren gemeinsame Operation durch die Verlegung gestört wird. An militärische Gründe glaube ich also vorläufig nicht. Freitag, 13. März 1903. Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Vp.): Jm Etat von 1898 war eine erhebliche Mehrforderung für die Kasernements in Düsseldorf enthalten. Die Kommission hätte diese damals sicher nicht bewilligt, wenn die Mitteilungen des Herrn v. Gallwig über die schlechte Beschaffenheit der Kaserne schon damals gemacht wären. Das Dislotationsrecht des Kaisers wird durch meinen Antrag nicht angetastet, ich habe mich lediglich in den Grenzen des Geldbewilligungsrechts des Reichstags gehalten. Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Müller- Sagan wird gegen die Stimmen der Socialdemokraten, der Freisinnigen Volkspartei und einer Minorität des Centrums abgelehnt. Die Etatspofition angenommen. Abg. Gothein( frs. Bg.) beschwert sich darüber, daß auf dem Schießplatz in Jüterbog von Seiten des Kommandanten mit finanzieller Unterstüßung einer einer Berliner Brauerei ein Saal mit Restaurationsbetrieb gebaut sei, der den dortigen Gastwirten Konkurrenz mache. Abg. v. Strombeck( f.) verlangt bessere Entschädigung der auf dem Eichsfeld durch Manöver verursachten Flurschäden. Das Kapitel wird darauf bewilligt. " 1 Beim Kapitel„ Ersaz und Reservemannschaften" beklagt sich Nach§ 49 der Strafprozeßordnung können die Mitglieder des Reichstags, wenn sie sich während der Sigungsperiode außerhalb Berlins aufhalten, an dem betreffenden Aufenthaltsort als Zeuge gerichtlich vernommen werden, ohne daß es einer Genehmi- brachten einen langen Artikel über die Schädigungen durch Striegsminister v. Goßler: Der Fall ist natürlich untersucht gung des Reichstags bedarf. Abg. Langerhans( fr). Bp.): Mir scheinen die Rechte des Reichstags durch den Beschluß der Kommission nicht genügend gewahrt zu sein und ich beantrage daher, die Sache noch einmal an die Kommission zurüdzuberweisen. § 49 der Strafprozeßordnung lautet: Mitglieder deutscher gesetzgebender Versammlungen sind während der Sigungsperiode und ihres Aufenthalts am Drte der Versammlung an diesem Orte zu vernehmen. Zu einer Abweichung von der vorstehenden Bestimmung bedarf es in betreff der Mitglieder einer gesetzgebenden Versammlung der Genehmigung." ( Sehr richtig.) Abg. Glebocki( Pole) darüber, daß bei den Kontrollversammlungen in den polnischen Provinzen öfter unpassende Ansprachen von den Offizieren gehalten werden. So fagte ein Offizier: Glaubt nicht der polnischen Propaganda, wer Euch etwas gegen Breußen fagt, der ist ein Schweinehund in meinen Augen".( Hört! hört! bei den Polen.) Auch vor den Socialisten wird in solchen Reden gewarnt. worden. Es ist berichtet worden, daß die Ansprache des Offiziers den Zweck verfolgte, die Mannschaften auf die durch Leistung des Fahneneides übernommenen Pflichten hinzuweisen. Wegen einiger Ausdrücke ist ein Offizier rettifiziert worden. Der neue Fall soll ebenfalls geprüft werden. Das Kapitel wird bewilligt. Damit ist das Drdinarium erledigt. Es folgt das Extra- Ordinarium. Eine Reihe von Titeln wird debattelos erledigt. 4 Das Haus tritt ohne Debatte diesem Beschluß bei. Zur Erwerbung eines Truppen lebungsplages für das VI. Armeecorps( Neuhammer) sowie Errichtung von Baracken und Zelten zweds Unterbringung von Mannschaften und Pferden 2c. und Herstellung der zugehörigen Nebenanlagen, fünfte Rate( noch für Grundertverb, Plazherrichtung und Wege- Anlagen sowie zum Lagerbau) forderte die Regierung im Etat 1 500 000 m. beantragt, nur 1 million zu bewilligen. Die Kommission hat hiervon 500 000 m, gestrichen und Vor allem kommen die Se o sten, welche durch diese Verlegung In Titel 59 fordert die Regierung zum Neubau eines entstehen, in Betracht. Krefeld hat ein Darlehen von vier Generalkommando- Dienstwohnungs- und BureauDie Kommission hat num in ihrer Resolution den großen Fehler Millionen aufgenommen, um die erforderlichen Einrichtungen gebäudes für das XVIII. Armeecorps in Frankfurt a. M., Die Zinsen dafür wird der Militärfiskus einschließlich Geräte Ausstattung für die Dienstwohnung des komgemacht, daß sie den Richter gewissermaßen autorisiert hat, im vor- zu schaffen. aus zu bestimmen, ob ein Abgeordneter an dem und dem Tage in aufzubringen haben. Man behauptet, durch die Veräußerung mandierenden Generals, erste Rate( für Entwurf) 15 000 m. Berlin anwesend sein kann oder nicht. Darüber muß allein der des bisher von den Husaren in Düsseldorf eingenommenen Geländes Die Kommission hat diesen Titel gestrichen. Zeuge zu bestimmen haben. Präsumptiv ist jeder Abgeordnete sollen die Kosten aufgebracht werden. Der höchste Ertrag, der dabei während der Dauer der Session in Berlin anwesend. Nur erzielt werden könnte, wären jedoch nur 1 260 000 M. Die Militärwenn der Zeuge fich dem Gericht zur Verfügung stellt, verwaltung würde also ein recht schlechtes Geschäft machen. Der feine zwangsweise Vernehmung anordnen. erste Anlaß zur Verlegung der Husaren nach Strefeld ist ja bekannt genug. In allen übrigen Fällen ist die Genehmigung des Reichstags er- In der That hat Krefeld bei dem Besuche des Kaisers die schönsten forderlich. Der Richter darf nicht die beabsichtigte Reise eines Damen als Ehrenjungfrauen vorgebracht.( Heiterkeit.) Ich werde Abgeordneten nach Berlin durch Zwangsmaßregeln verhindern mir erlauben, diese Ehrenjungfrauen, wenn auch in Bildern auf den tönnen, das wäre eine starke Schmälerung der Rechte des Reichstags. Tisch des Hauses niederzulegen.( Stürmische Seiterkeit. Eine große Reihe von Abgeordneten drängen sich um den Tisch des Hauses, um Abg. Gamp( Rp.) schließt sich diesem Antrage an und wünscht, Schönheit der Damen nicht vergessen werden, wie schwere finanzielle Teil in unverantwortlicher Weise aufgebauscht worden. die Photographien zu besichtigen.) Ich hoffe, daß Sie über der Abg. v. Salisch( t.): Diese Angelegenheit ist in der Presse zum daß die Kommission einen schriftlichen Bericht erstatte. Leute, die Gegen den Heilbronner jungen Assessor, der die Zwangs- Bedenten gegen die Verlegung der Husaren vorliegen.( Bravo! bei von der Sache keine Ahnung haben, haben sich nicht geschent, den bernehmung angeordnet hat, müßte die Aufsichtsbehörde einschreiten. dem Centrum.) ehrenwertesten Männern die allerschwersten Vorwürfe zu machen. Sein Vorgehen bedeutet einen ganz vollkommen unberechtigten EinGeneralmajor v. Gallwik: Die historischen Momente, die der In einem längeren Artikel der Breslauer Zeitung" wird es, um griff in die Rechte des Reichstages, gegen den wir uns verwahren Herr Vorredner angeführt hat, könnten wohl nur in Betracht kommen, den Eindruck zu erwecken, als ob die Schäßer in unangenehmer Weiſe müssen. Der Beschluß der Kommission steht im Widerspruch mit einem wenn das Regiment etwa nach Stallupönen verlegt wäre, aber nicht beeinflußt worden seien, so dargestellt, als ob der Oberförster Märder, Beschluß des Reichstages vom 25. Januar 1902. Damals hat Herr bei der Verlegung nach Strefeld, das doch in wenigen Minuten von der kommunaler Beamter der Stadt Görlig ist, ein föniglicher OberSinger sich sogar auf den Standpunkt gestellt, daß der Abgeordnete Düsseldorf mit der Bahn zu erreichen ist. Der Plan, die Husaren förster fei. Man sollte Behauptungen, die man nicht beweisen kann, nicht darüber zu entscheiden habe, ob er einen Prozeß über sich er- nach Krefeld zu verlegen, stammt schon aus dem Anfange der nicht in die Presse bringen und nicht mit Steinen nach ehrenwerten gehen lassen wolle, sondern daß diese Entscheidung Sache des Reichs- 90er Jahre; von einer Iöglichkeit des Entschlusses Männern werfen. Drei der Sachverständigen kenne ich persönlich tages fei. fann also teine Rede sein. Die Düsseldorfer Saferne mußte als unanfechtbare Ehrenmänner. Der vierte ist schon durch seine Abg. Baffermann( natl.) schließt sich gleichfalls dem Antrage aufgegeben werden wegen ihrer Gesundheitsgefährlichkeit. Zugehörigkeit zu dem hochangesehenen Stande der preußischen Lenzmann- Gamp an. Sie ist nicht unterkellert und hat feuchte, niedrige, schmale und Regierungs- und Forsträte als ein solcher anzusehen. Die AbAbg. Singer( Soc.): schlecht ventilierte Zimmer. Die Anleihe, die Krefeld aufnehmen weichung bei einem Schäßungsobjekt von 3 Millionen um circa Der Beschluß der Kommission ist durchaus berechtigt. Herr will, beträgt nicht 4 Millionen, sondern 3,3 Millionen, und die 1 Million kann niemand stugig machen. Es kommt sehr darauf an, Der Beschluß der Kommission ist durchaus berechtigt. Herr Militärverwaltung rechnet damit, daß sie jährlich 160 000 M. zu- von welchem Standpunkt man etwas abschäßt( Mehrfaches Sehr Gamp ist in seinem Uebereifer so weit gegangen, sich auf eine zahlen wird. Schließlich möchte ich nochmals betonen, daß die vom richtig! bei den Socialdemokraten), ob man es abschätzt als selb Aeußerung von mir zu beziehen, die einen ganz andren Fall betraf. Herrn Vorredner zulegt leider wieder einmal mit der Verlegung der ständigen Forstkomplex, der gewissermaßen frei in der Welt liegt, Hier handelt es sich nicht um ein Strafverfahren, sondern Busaren in Verbindung gebrachte Angelegenheit mit der Sache nicht oder mit Beziehung auf feine Umgebung, ob nach seinem Werte als darum, ob ein Abgeordneter als 3euge vernommen werden das geringste zu thun hat. tönigliche Forst oder als Dohnafches Fideikommiß. Alles in allem fann. Ich halte es nicht für richtig, daß das Privilegium Abg. Gamp( Rp.) bittet die Militärverwaltung, nach Deutsch muß man fagen, der Truppenübungsplay war der billigste von allen; des Abgeordneten, das darin besteht, daß er am Size der Serone wieder eine Garnison zu verlegen und überhaupt die kleineren und darum: Räuber und Mörder! Die großen Verluste für die gesetzgebenden Versammlung vernommen werden muß, wenn er sich Städte bei der Belegung mit Garnisonen mehr zu berücksichtigen. Militärverwaltung find Sort befindet, oder wenn nicht, an seinem Wohnorte, zu einer( Bravo! rechts.) vermutlich durch schlechte Disposition beim Abholzen und Verwerten der Hölzer entstanden. Was das Verlangsamung der Rechtspflege führen darf. Die Ausübung eines Mandats wird ja hier gar nicht beeinträchtigt. Herr fonders für die Provinz Pommern. Abg. v. Brockhausen( f.) schließt sich diesem Verlangen an, be- Stück Land anlangt, das zuerst enteignet und dann dem Grafen Dohna zur Arrondierung seines Befizes übergeben ist, so muß man Hegelmaier hat sich ja bereit erflärt, an einem bestimmten Tage seine Abg. Dr. Müller- Sagan( frf.Vp.): Die Ausführungen des Vertreters der doch anerkennen, daß die Militärverwaltung das Stück Land, das Zeugenaussage in Heilbronn zu machen, ist aber dann nicht er- Militärbehörde haben nicht im geringsten den Beweis erbracht, daß schon sie nicht mehr brauchte, auf diese Weise am besten verwertet hat. schienen, so daß der Termin nicht stattfinden konnte. Herr Hegel feit langer Zeit der Plan bestanden hat, die Düsseldorfer Kasernements Abg. Dr. Sattler( natl.): Der Ton des Herrn Vorredners war maier hat den Termin nicht wahrgenommen, weil er Beschwerde aufzugeben. Hat aber die Absicht wirklich bestanden, weshalb hat nach meiner Meinung sehr wenig angebracht, da aus dem Hause dagegen erhob, daß er überhaupt in Heilbronn vernommen werden man nie davon etwas gehört? Nun meint der Vertreter der Heeres- heraus noch nicht der geringste persönliche Vorwurf erhoben worden fönne. Darum handelt es sich also, ob der Reichstag in der Lage verwaltung, der Voranschlag für die Verlegung betrage ja nur ist.( Sehr richtig! links.) Auch bei der Verteidigung des ist, gegenüber dem flaren Wortlaut des§ 49 jeiner Zeit zu be 3,3 Millionen Mart. Gegenüber Voranschlägen sind wir aber mit ganzen Verfahrens ist er weit übers Biel geschossen; stimmen, daß Abgeordnete außerhalb Berlins nicht als Zeugen verber Zeit etwas mißtrauisch geworden.( Sehr richtig! links.) Sollten Senn wenn allein bei der Vorbereitung des Terrains nommen werden dürfen. Ganz falsch ist die Auffassung des Abg. in der für dieses Jahr geforderten Summe bereits die Kosten für 1300 000 Mart mehr ausgegeben find als veranschlagt waren, Hegelmaier, daß deshalb, weil er sich in Berlin eine Wohnung die Umlegung vorhanden sein, so würden meine politischen Freunde so ist das doch so unerhört, daß man das Recht hat zu fragen, gemietet habe, nun sein Aufenthaltsort in Heilbronn, selbst einen Antrag auf Streichung des Wortes„ Krefeld" und Herabfeßung wie so etwas möglich ist. Nach Artikel 72 der Verfassung ist dem wenn er sich dort befindet, gar nicht mehr Frage der geforderten Summe um 160 000 Mart einbringen. Reichstag gegenüber für die Rechnungslegung der Herr Reichskanzler tommt. Die Mietung der Wohnung in in Berlin hebt doch Generalmajor v. Gallwitz: Der Wunsch Krefelds, daß das verantwortlich. Ich richte daher die Frage an den Herrn Kriegsdas Bestehen des andren Wohnorts, wo Herr Hegelmaier Husarenregiment dorthin verlegt werde, stammt bereits aus dem minister, ob die Militärverwaltung die Zustimmung des Reichskanzlers als Beamter thätig ist, nicht auf. Ich zweifle ja nicht, daß wenn Anfang der neunziger Jahre. Der immer erneuten Frage gegen zur Bezahlung der außerordentlich großen Mehrüberschreitungen einalle Juristen des Reichstags zusammenkommen, es ihnen gelingen über, welche geheimnisvollen Motive denn eigentlich für die Ver- geholt hat.( Bravo!) wird, den klaren Wortlaut des§ 49 in sein Gegenteil zu verkehren. legung maßgebend gewesen seien, kann nur immer wieder betont Präsident Graf Ballestrem wendet sich mit einer fragenden Aber bon der Wahrung der Rechte des Reichstags tann dabei nicht die Rede sein. Wenn Sie diese wahren wollen, sollten Sie lieber werden, daß die Golzheimer Heide einer Entlastung dringend be- Geste an den Kriegsminister, ob er ihm das Wort erteilen dafür stimmen, daß Artikel 31 der Verfassung nicht nur auf die Ein- dürftig ist oder daß der dortige Truppen- lebungsplatz in einer solle. Der Kriegsminister zögert unschlüssig, tritt dann an den Präsi Leitung des Strafverfahrens und der Inhaftnahme von Mitgliedern nicht bewerkstelligt werden kann. Weise erweitert werden müßte, die mit den vorhandenen Mitteln denten heran und lehnt es achselzuckend ab, sofort zu antworten. Die Kosten des Regiments in Hierauf vertagt sich das Haus. des Reichstags Bezug hat, sondern daß er auch dahin ausgedehnt Strefeld find absolut etivas höher, als ein Erneuerungsbau in Abg. v. Salisch( f.) persönlich: Ich habe nicht alle Ueberwerde, daß Abgeordnete, die inhaftiert sind, während der Dauer der Düsseldorf kosten würde; es sind 3,3 Millionen gegen 2,75 Millionen schreitungen für berechtigt erflärt. Bon den Planierungen habe ich Session nicht ihrer Pflicht als Abgeordnete entzogen werden dürfen. nicht gesprochen. Ich habe mich so scharf ansgedrückt, weil auch von Dem Antrage Lenzmann- Gamp werden meine Freunde zustimmen. Abg. Werner( Antis.) wiederholt seinen schon früher vor- Mitgliedern dieses Hauses Nachrichten in der Presse verbreitet sind, Abg. Zehnter( C.) bittet gleichfalls um schriftliche Bericht- gebrachten Wunsch auf Verlegung einer Garnison nach Rothenburg. die meines Erachtens nicht zu verantworten waren. erstattung. Abg. Roeren( C.): Soweit die Ausführungen meines Freundes Präsident Graf Ballestrem beraumt die nächste Sigung an auf Abg. Gamp( Rp.): Der Abg. Singer ist im Irrtum, wenn er Kirsch den Eindruck erweden konnten, als ob die Verlegung des Freitag 1 Uhr mit der Tagesordnung: Fortfegung der Beannimmt, daß So ege Hegelmaier sich mit der Anberaumung eines Husarenregiments nach Strefeld einem plötzlichen Impuls entsprungen ratung des Militär- Etats; Reichs- Militärgericht. Termines in Heilbronn einverstanden erklärt hätte. Das war nur fei, muß ich doch folgendes bemerken: Von Dr. Bach em, dem Abg. Lenzmann( frs. Vp.) beantragt, außerdem die Wahlin einem früheren Stadium des Prozesses geschehen. Der Reichstag Vertreter Strefelds, der leider durch Strankheit verhindert ist, an den prüfung über die Wahl des Abg. b. Oldenburg( t) auf die hat ein sehr erhebliches Interesse daran, darüber zu bestimmen, ob heutigen Verhandlungen teilzunehmen, ist mir im legten Augenblid morgige Tagesordmung zu setzen. Diese Wahl, die von der Wahlseine Mitglieder durch Zeugenvernehmung von den Sigungen fern- Material zugegangen, aus dem sich ergiebt, daß nicht prüfungs- Kommission einstimmig für ungültig erklärt worden sei, gehalten werden dürfen. allein Krefeld sich seit Jahren bemüht hat, Garnison zu verde das Haus vermutlich nur ganz kurze Zeit beschäftigen. Das Damit schließt die Diskussion. bekommen, sondern daß auch die Militärverwaltung schon Haus werde sich sofort darüber klar sein, daß der Herr fein Mandat bisher Die Anträge Lenzmann und Gamp werden fast einstimmig an feit Jahren ant die Verlegung des Regiments nach ohne Berechtigung ausgeübt habe. Die Etatsberatung werde dadurch Krefeld gedacht hat. Bereits am 30. April 1886 genommen. hat nicht aufgehalten, und er glaube auch nicht, daß jemand aus der Darauf wird die zweite Lesung des Militär- Etats der Oberbürgermeister von Krefeld an den Kriegsminister ein Mitte des Hauses es wagen werde, angesichts dieser Sachlage die beim Stapitel„ Naturalverpflegung" fortgesetzt. Das Kapitel wird Gesuch gerichtet, das dahin ging, Krefeld mit einer Garnison zu be- Beschlußfähigkeit des Hauses zu bezweifeln. ohne Debatte bewilligt. Präsident Graf Ballestrem erkennt die Berechtigung dieses legen. Ich bitte, es deshalb bei der Forderung des Etats zu belaffen. Bei Kapitel„ Bekleidung und Ausrüstung der Truppen" spricht Abg. v. Staudy( f.): Der Antrag Dr. Müller- Sagan ist ganz Wunsches an und setzt als letzten Punkt die Wahlprüfung der Wahl Abg. Jacobskötter( f.) die Erwartung aus, daß das System neu. Meine Partei hat noch gar feine Gelegenheit gehabt, dazu des Abg. v. Oldenburg auf die morgige Tagesordnung. der Detonomic handwerker, das dem Privathandwerk eine Stellung zu nehmen. Aber ich glaube doch, namens meiner politischen Schluß 6 Uhr. erdrückende Konkurrenz mache, immer mehr eingeschränkt Freunde schon jett fagen zu können, daß wir den Abg. Dr. Müllerwerde. Die Handwerkerkammern flagen noch immer lebhaft über Sagan zur Stellung eines solchen Antrages nicht für befugt halten. die Konkurrenz besonders der Regimentsschneider. ( Unruhe links.) Die Dislokation der Truppen ist ein ausschließliches Generalmajor v. Gallwitz: Die Armeeverwaltung ist mit der Stronrecht Seiner Majestät des Kaisers, in das wir nicht eingreifen in der Durchführung begriffenen Ersetzung der Dekonomie- können. Außerdem ist ein sachliches Bedürfnis für die Verlegung handwerker durch Givilarbeiter im allgemeinen bis jetzt zufrieden, nachgewiesen. obgleich unsre Hoffnung, daß die Civilhandwerker wesentlich billiger Abg. Kirsch( C.) polemisiert gegen den Abg. v. Staudy; feine arbeiten würden, sich bisher nicht erfüllt hat. Wir hoffen aber, daß Ausführungen bleiben aber bei der herrschenden Uluruhe auf der im Laufe der Zeit die Leistungsfähigkeit der Civilarbeiter fich Tribüne ganz unverständlich. Mart. Partei- Nachrichten. Vom Rastatter Denkmal- Fonds. Nach der vom Rechner des Komitees, Herrn Franz Peter in Achern( Baden), filr Ende 1902 gemachten Abrechnung stellt sich der Fonds zur Unterhaltung des Denknials der 1849er Standrechtsopfer fürs neue Rechnungsjahr auf 949,50 M.; es ist somit ein Aniwachsen des Fonds um die bescheidene Summe von 5,50 M. zu verzeichnen. Die Ausgaben für die Pflege Der Grabstätte betrugen 32 M., sonstige Unkosten 1,09 M. Einnahmen stehen. Es kommen also im Durchschnitt auf eine Stelle 106 Kinder.| trachten demnach die Situation mit fühler Ueberlegung und behalten find zu verzeichnen durch Barbeträge( Zinsen) 34,59 W., durch den Verkauf Von den 42 Stellen find aber 13 unbesetzt, so daß zur Zeit von angesichts der Maßregelung ihrer Kameraden ruhig Blut. Die von Photographien 4 M. Der Fonds ist als Guthaben des Komitees 29 Lehrern die gesamte katholische Schuljugend des Kreises, bestehend Direktion des Lloyd hatte in letzter Zeit alle möglichen Vorkehrungen bei der Sparkasse Achern zu 314 Proz. zinstragend angelegt. Von aus 4443 Schulkindern, unterrichtet wird. Auf einen Lehrer getroffen, um den Arbeitern beim Ausbruch eines Streiks, den sie den hübschen photographischen Aufnahmen des Denkmals sind nicht entfallen mithin im Durchschnitt 153 Kinder. Aehnlich liegen wohl als Folge ihrer Handlungsweise erwartet, vielleicht auch gemehr viele vorhanden. Bestellungen können beim genannten Herrn die Verhältnisse im Kreise Juotrazlaw. Posen ist deshalb wünscht haben mag, Wiederstand entgegen zu setzen. Durch die Ruhe Rechner gemacht werden; derselbe nimmt auch Zuwendungen für den wohl das klassische Land der überfüllten Schulen. und Besonnenheit der Arbeiter sind die Absichten, welche die UnterFonds entgegen. Nach der letzten amtlichen Erhebung vom 27. Juni 1901 find übernehmer anscheinend hatten, vereitelt worden. 19 Prozent aller Schulklassen, die in der Provinz Posen vorhanden find, überfüllt. Ein eigenartiger Rotbehelf find die sogenannten dem 5. März im Streit, weil sie den von den Meistern zugestellten Die Töpfer und Ofenseker in Frankfurt a. D. befinden sich seit Dritteltagsschulen", das sind Schulen, in denen ein Lehrer nacheinander drei Klassen unterrichtet. Solche Schulen befinden sich im Bezirk Posen 19 und im Bezirk Bromberg 3. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Die beleidigte Zeitung. " " Trotzdem erkannte das Gericht gegen Dittmann wegen Beleidigung des Herrn Vossen auf fünf Wochen Gefängnis und 150 M. Geldstrafe. Drei andre Beleidigungsklagen gleichen Kalibers von den VerTegern andrer Blätter, deren eines sich durch die Bezeichnung " Intelligenzblatt" selber verspottet, schweben noch gegen Dittmann. Sociales. " Aus der Frauenbewegung. " Sigung haben Freitag: " 1 " " Unser Solinger Parteiblatt, die Bergische Arbeiterstimme", Arbeitswilligen erhalten, suchen sie durch Inserate im„ Breslauer Tarif nicht anerkennen konnten. Da die Meister am Orte feine die in einer erfreulichen Entwicklung begriffen ist, führt einen lebs haften Kampf gegen die dortige bürgerliche Lokalpresse. Diese Presse General- Anzeiger" solche heranzuziehen; Dfensezer aus Lubliniz in ergeht sich nach berühmten Waschzettelmustern fortgesetzt in den Oberschlesien sind auf diese Annonce hineingefallen, jedoch nach rüpelhaftesten Angriffen auf die Socialdemokratie, weshalb die Mitteilung machten, hat sich nunmehr ein eignes Organ gegründet, Kollegen auf derartige Inserate nicht hierher zu kommen Die Anti- Trinkgeld- Liga, über deren Zweck und Ziele wir bereits genügender Aufklärung sofort wieder abgereist. Wir ersuchen alle Arbeiterstimme" sie stets so fräftig auf die Finger klopft, daß sie end- dessen erste Nummer jetzt erschienen ist. Das Blatt entwickelt das und bitten nochmals Zuzug streng fernzuhalten. Sämtliche Arbeiterlich, ratlos geworden, den großen Bruder" zu Hilfe rief. Der Programm der Anti- Trinkgeld- Liga. Es wird nochmals ausdrück- blätter werden um Nachdruck gebeten. Verleger eines solchen Blattes, des Tagesanzeigers", ein Herr lich festgestellt, daß die Liga sich nicht gegen die Trinkgeldarbeiter Ortsverwaltung Frankfurt a. D. des Central- Verbandes der Töpfer. Bossen, flagte gegen den verantwortlichen Redakteur der Arbeiter- wende, sondern das Ziel verfolge, diese von dem Trinkgeldbettel, das stimme", Genossen Dittmann, wegen Beleidigung. Es handelte Publikum von dem Trinkgeldzwang zu befreien. Es sollen baldigst Aus der Bauarbeiter- Bewegung. In Straßburg ist auf einer sich um drei Artikel der Arbeiterstimme". In dem ersten wurde hotels und Restaurants bekannt gegeben werden, in welchen das Baustelle ein Streit aus Anlaß von Lohndifferenzen ausgebrochen, eine Heiratsanzeige des Tagesanzeigers" als Kuppelinferat kritisiert, Personal hinlänglich besoldet wird und deswegen Trinkgeld der sich, wie es heißt, möglichenfalls zu einem allgemeinen Streit dann wurde das Blatt als elendes Preßgesindel bezeichnet und nicht gegeben werden braucht. In diese Etablissements will die aller Bauarbeiter entwickeln kann.- Die Bauarbeiter in Breslau schließlich von ihm gesagt, daß es sich bei den Krieger- Liga den Strom der Fremden und Wirtshausbesucher leiten. Wir haben den Unternehmern einen erhöhten Accordtarif eingereicht, auch vereinen anzuschmarozen fuche. Der Name des Herrn bezweifeln nicht die guten Absichten der Liga und wünschen ihr den wünschen sie, daß der Stundenlohn um 5 Pf. erhöht wird. Bossen oder irgend einer andren Person war in den besten Erfolg. Ohne die Mitwirkung der Gehilfen- Organisation Artikeln nicht genannt und auch keinerlei Andeutung darin enthalten, wird dieses Ziel jedoch kaum zu erreichen sein, denn diese wird vor daß eine Person gemeint sei. Herr Vossen ist auch nicht etwa allem ein entschiedenes Wort mitzusprechen haben, was als„ ausRedakteur des Blattes, sondern nur Mitinhaber und Geschäftsführer kömmlicher Lohn" zu betrachten ist, denn, wird das Bestreben der nukung für jedermann, Alexandrinenstr. 26. Gartenhaus. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be: der Druckfirma, die das Blatt verlegt. Geöffnet #Liga wirklich von Erfolg begleitet, findet sie wirklich genug Anhänger, werftäglich von 5%, bis 10 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen von 9 bis 1 so werden die Gastwirte gar bald bestrebt sein, sich durch eine etwas und 3 bis 6 Uhr. Steichhaltige Bibliothek und 430 Zeitungen und Zeitschriften erhöhte Lohnzahlung( jekt wird vielfach gar keiner bezahlt) den Zu- jeder Art und Richtung. lauf des Publikums zu sichern und die Geschädigten wären in diesem Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster VorFalle wiederum die Gehilfen. Das beste Mittel, das Trinkgelder- fibender: Julius Meyer, Fichteftr. 27. Erster Kassierer: Seikrit, FidicinUnwesen zu beseitigen, ist und bleibt eine starke Gehilfen- ftraße 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten - Uebungsstunde abends 9 bis Organisation, bestehend aus aufgeklärten Leuten, welche das Un- an Gustav Schönthal, Mariannenplay 18. würdige des Trinkgeldbettels empfinden, Lohnforderungen stellen und ziekte, Brunnenstr. 41.- Buchbinder Männerchor", Fürstenhof, Köpnider11 Uhr. Kaiserscher Männerchor", Wernau, Schwedterstr. 23/24. „ Nord", auch durchzudrücken in der Lage sind. straße 137/38." Vereinte Sangesbrüder Moabits", Pjarr, Putlitstr. 10. Maiglödchen I", Sachse, Lindowerstr. 26. Gemütlichkeit", Seydelstr. 11. " Rheingold", Feind, Weinstr. 11. Männer- Gesangverein", Brandenburg a. H., Mengert, Bergstr. 6. Sängerfreis", Weißensee, Wassermann, König Chauffee 55." Eintracht II", Eberswalde, Restaurant Zur Mühle". Neue Zeit", Schmik, Brunnenstr. 150.„ Klingmüllerscher Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den Männerchor", Weißensee, zum Prälaten, Lehderstraße 122. Karthaus16. März, abends 8½½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandanten- Summerscher Männerchor", Schulz, Blumenstraße 38.„ Sanges. „ Puzer", straße 20: Vortrag des Herrn Emanuel Wurm über:„ Kinderarbeit blüten", Herzog, Marsiliusstraße 8. Gesangverein der Kinderschutz". Gäste willkommen. Der Vorstand. Bauer, Rosenthalerstraße 57. Freie Sänger I", Heegermühle bei Eberswalde, Baugah, Jagdschlößchen. Rosalia", Plaen, Königsbergers straße 34.„ Ruf", Görligerstr. 52. Sängerhort", Stralauer Allee 17. " Borag", Krüger, Naunynstr. 6," Freier Männerchor Nordwest", Better, Bredowstr. 11. Freiheit Moabit", Fischer, Waldstr. 8. „ Liedesfreundschaft", Treptow, Michler, Ernststr. 26." Freiheit Nord", Biestädt, Schulstr. 24. Sangeslust III", Tempelhof, Adel, GermaniaZum Streik in der Holzbearbeitungsbranche teilt uns die Reinickendorf( West), Bethwell, Wittestr. 22. straße 20." Bölkerfrühling", Höhlke, Dranienſtr. 109. Einigkeit II", Solidarität II", Potsdam, Organisation der Arbeiter mit: Es handelt sich bei dem Streik um Bw. Glaser, Kaiser Wilhelmstr. 38. ,, Geselligkeit II", Hennigsdorf, Böhmer, die Forderung einer Lohnerhöhung. Die Arbeiter der Betriebe von Hauptstraße.Frohsinn I", Rummelsburg, Beutling, Goethe- und KantstraßeEde. Metallarbeiter Diten", Tabbert, Markusstr. 14.„ Lorbeerkranz", Rose u. Sohn, Große Frankfurterstr. 16, S. u. A. Roller, KönigsSpät, Weinstr. 28. Rigdorfer Männerchor I", Rigdorf, Klemke, Bergbergerstr. 26/27, Seifert u. Wolf, Fruchtstr. 36, Klug, Warschauer- straße 137( Deutsches Wirtshaus)," Frohsinn II", Adlershof, Rohde, straße 13, haben die Arbeit niedergelegt. Die Lohnforderung, welche Genossenschafts- Wirtshaus. Freiheit III", Neu- Weißenfee, Schmut, Königvon den Unternehmern als maßlos betrachtet wird, bewegt sich in den Chauffee 38. Morgenrot I", Rummelsburg, Müller, Türschmidt- und Grenzen, welche in verschiedenen andren Betrieben schon innegehalten verein", Borndorferstraße 9. Mozartstraßen- Ecke." Lerche Sang", Gleimstr. 17." Flöterscher Gesang„ Esmeralda", Franke, Zorndorferstraße 8. werden und dann handelt es sich hier um die besten Arbeiter im Berufe. Kottbuser Harmonie", Bulzer, Grünauerstraße 14." Solidarität III", Die Unternehmer griffen nun zu dem Mittel, die Arbeit in andren Botsdam, Kaiser Wilhelmſtr. 38." Typographia", Arminhallen, Komman dantenstr. 20." Sangesbrüder der Glaser", Stramm, Ritterstr. 123. Betrieben anfertigen zu lassen. Die Folge war, daß verschiedene Gesangverein der Porzellanarbeiter", Liebchenschel, Mariannenſtr. 48. Arbeiter in andren Betrieben die Arbeit zu machen verweigerten. Maientraum", Schüße, Reichenbergerstr. 96 a." Liedeslust II", Potsdam, Hierdurch werden nun unzählige Tischlermeister in die Lage versetzt, te mit ihren Gesellen kontraktbrüchig zu werden und dadurch auch sehr Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Alfred Liebetrau, Berlin, Putbuserviele Tischler in Mitleidenschaft gezogen. straße 44, IV., Germania", Schmiedchen, Willibald- Aleris str. 21. Frohe Nachstehende Betriebe, welche in den Grenzen der Arbeiter- Stunde", Gurlt, Alexandrinenstr. 121.„ Brasil", Krebs, Boechstr. 21. Schulz, Bellealliancestr. 84, Blum und Stolzenburg, Giche II", Lange, Rirdorf, Glasowstr. 33. forderung Löhne zahlen, sind in der Lage Arbeit anzunehmen:„ Alpenrose", Reinidendorf, Paul, Juſtusſtr. 55. Hand in Hand", „ Apfelblüte", Kakuschke, Wiesenstr. 29a. Hagelsbergerstr. 52, Jäckel, Landsberger Allee 37, Harms, dorf, Bernhardt, Brieſterſtr. 31. " Habanna II", Nowawes- Neuen Anklamerstr. 33, Erbach, Weidenweg 76, Fraiserei. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Vergnügungs- Verein Theaterverein" Goethe II", Frohsinns Heimat", Duißowftr. 131. " Elodea", Verein für Aquarien- und Terrarienkunde. Jeden Freitag nach Danzigerstr. 17. Musikverein„ Norden", Mothes, Hussitenſtr. 40. dem 1. und 15. des Monats im Restaurant Karl Fischer, Waldstr. 8. Stattlub Treff", Glaue, Krausenstr. 18. Tambourverein" Wanderlust", Kongres zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Unser Frankfurter Parteiblatt widmet dem Kongresse, der ein zweifellos bedeutsames Problem unfres Gesellschaftslebens be= handelte, eine Betrachtung, die, gestützt auf die unmittelbare Beobachtung der Verhandlungen, uns als eine zutreffende Beurteilung des Unternehmens erscheint. Es möge deshalb der wichtigste Abschnitt der Betrachtung hier Platz finden. Nachdem als hauptsäch= lichste Leistung des Kongresses die Aufklärung der Oeffentlichkeit über die Bedeutung der Geschlechtskrankheiten hervorgehoben worden, heißt es: Aber ganze In seiner Arbeit für Abhilfemaßregeln freilich leistete der Kongreß erheblich geringeres. Am meisten wird ihm das Wirken für geistge Aufklärung geglückt sein, am wenigsten feine fociale Arbeit. Um zu bekunden, daß sich seine Veranstalter der Wichtigkeit socialpolitischer Maßnahmen für die Bekämpfung der Prostitution und der Geschlechtskrankheiten bewußt waren, hatten sie als eines der in Betracht kommenden Gebiete die Wohnungsfrage zur Debatte gestellt. Arbeiterschuh, Lohnfrage usw. hatte man vorläufig beiseite gelassen. Aber selbst die Wohnungsfrage wurde am kürzesten von allen Gegenständen abgethan. Die Referenten, ein staatlicher Arzt und Genosse Kampffmeyer, brachten geradezu erdrückendes Material dazu bei, daß der engste Zusammenhang zwischen Wohnungselend zwei Redner sprachen dazu in der Diskussion, die alsbald auf Antrag geschlossen wurde. Und von diesen zwei Rednern wußte der eine, der Mannheimer Oberbürgermeister, nichts zu sagen, als das alte abgenußte Sprüchlein von der Genußsucht der Arbeiter, die ihnen so viel Geld verschlinge, daß sie keine ordentliche Wohnung nehmen könnten! Dem Herrn sollten unsre Mannheimer Genossen, worten. Mannheim selbst liefert ihnen ja genug Stoff dazu. Sonst die ja sogar Stadträte in der Verwaltung haben, recht gediegen anttamen sociale Maßnahmen größeren Stils nur noch bei der Reglementierungsfrage für die Prostitution zur Sprache. Freilich, da öffneten fich die Schleusen der polizeilichen, ärztlichen und bürgermeisterlichen Beredtsamkeit, als es galt, auf jene Mädchen die Schuld einer ganzen Gesellschaft abzuwälzen, die man in der bürgerlichen Gesellschaft zu Menschen vierter und fünfter Klasse gemacht hat. Die alten, von socialen Grundsäken noch kaum berührten Anschauungen durchsetzten namentlich die Reden der polizeilichen Machthaber. Die Aerzte stehen ja zum Teil schon modernen Gesichtspunkten näher und suchen zu vermitteln, aber vorläufig mit wenig Aussicht auf praktischen Erfolg. Die Frauen sind hier die eifrigsten und erfolgreichsten Vorkämpfer für eine Umwälzung der Ansichten. Die große Gesundheitsorganisation, die nötig wäre, um eine von polizeilichen und kapitalistischen Einflüssen befreite Schuhwehr gegen die Geschlechtskrankheiten zu bilden, fehlt uns so gut für diesen, wie für Arbeiterschutzwecke, weil der herrschenden Gesellschaft die Heeresund Flottenorganisation einstweilen viel wichtiger erscheint. Und in der Frage der Geschlechtskrankheiten kann man ja vorläufig mal alle der Frage der Geschlechtskrankheiten kann man ja vorläufig mal alle Schuld weiter auf die Prostituierten schieben. Bauarbeiterschuh. Ein Erlaß der preußischen Minister des Innern, der Finanzen, für öffentliche Arbeiten und für Handel zur Ueberwachung der Bauten lautet: Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Wienerstr. 41. Weitere Betriebe werden folgen sobald die Verhandlungen abgeschlossen sind. Die Arbeit, welche durch die Kutscher andrer Holzbearbeitungsfabriken zugefahren wird, ist unter allen Umständen zu verweigern. Am Freitag findet Andreasstr. 21 eine außer ordentliche Generalversammlung statt, in welcher alles weitere be- oth, Mainzerstr. 21. schlossen wird. Wegen Verweigerung der Streifarbeit sind die Arbeiter folgender Werkstellen ausgesperrt: Adolf Hoch, Andreasstr. 32( Andreas Hof); Pristaff u. Bieger, Fruchtstr. 35; Ed. Mühme I u. Sohn, Köpniderstr. 169; Herm. Kurzweg, Fruchtstraße 29; Groschkus, Gollnowstr. 19; Fr. Radelfahr, Ballisadenstraße 76; Wagner u. Dünne beil, Gr. Frankfurterstraße 86; straße 117a; witte, Königsbergerstr. 8; Friedrich, Fruchtein u. Comp. ,, Ritterstr. 11; W. Kümmel, Gr. Frankfurterstraße 30. Die Betriebe sind für alle Kollegen gesperrt. 0 Der Vorstand. " " -Grüne Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an F. Menschel, Neu- Weißensee, Langhansstr. 113, II. Abends 7, Uhr:" Neptun", Voltsbadeanstalt, Turmstraße 85a., Gut Naß", Bolfsbadeanstalt, Dderbergerstraße.- SchwimmVorwärts", Voltsbadeanstalt, Schillingsbrüde." Hellas", VolksKlub badeanstalt, Schillingsbrücke." Freiheit", Volksbadeanstalt, Bärwaldstraße. Tanzlehrer Verein Solidarität. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal III." Berliner Tanzlehrer Verband", Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Verein socialdemokr. Gastwirte. Vorsitzender: Ewald, Schönleinburg.) Alle Buschriften und Anfragen, den Bund betreffend, find zu ftraße 6. Sigungen jeden Freitag nach dem 15. des Monats. Arbeiter- Radfahrerbund Solidarität“. Gau 9( Prov. Brandenrichten an den Gau- Vorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Blik", Strelitzerstr. 10." Fahr wohl II", jeden Freitag nach dem 1. u. 15. Brunnenstr. 188. Arbeiter- Radfahrer- Verein Charlottenburg", jeden Freitag nach dem 1. und 15. Bismardstr. 23." Concordia", jeden Freitag nach dem 1. und 15., Lichterfelde, Chauffeeſtr. 104. Arbeiter- Radfahrer" Arbeiterverein" Vorwärts", Kopenhagen. Jeden Sonnabend im Berlehrslokal, Sorsgade 49: Bersammlung. Daselbst befindet sich auch die Bibliothek des Vereins. Die nach Kopenhagen kommenden Genossen wollen dies beachten. der Friedrich- Werderschen Ober- Realschule, hält am Sonntag, vormittags In der humanistischen Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula 10%, Uhr, Herr Dr. Rudolf Benzig einen Vortrag über:" Das Leben eine Aufgabe". Damen und Herren haben freien Zutritt. Nummelsburg. Die für Sonntag geplante öffentliche Gewerkschaftsversammlung kann Umstände halber nicht stattfinden. Eingegangene Druckfchriften. Durch seine Aufklärungsarbeit hat sich also der soeben geschlossene Kongreß ein großes Verdienst, durch seine Baghaftigkeit und Rückständigkeit in socialen Dingen geringeren Ruhm erworben. Wir haben die Genossen, die offiziell bei ihm mitwirften, nicht beneidet. Achtung, Schuhmacher! Wegen Lohnkürzung im Betrage von Es bleibt doch immer wieder wahr, daß derjenige der freieste Mann 38 Proz. haben sämtliche Arbeiter und Arbeiterinnen der Filz- Verein", jeden Freitag vor dem 1. und 15., Steglik, Schildhornſtr. 98. ist, der sich fern von allen Versuchen hält, neuen Wein in alte schuhwaren Fabrik von Jakobs, Elisabeth- Ufer 5/6, die Vorwärts", jeden Freitag nach dem 1. und 15., Rirdorf, Reuterstr. 54 a. Schläuche füllen zu wollen. Und hier handelt es sich zum Teil um Arbeit niedergelegt. Alle Bemühungen, die Angelegenheit" berspree", jeden Freitag nach dem 1. und 15., Ober- Schöneweide, Wilhelminenhofstr. 18. recht alte Schläuche. beizulegen, find bisher erfolglos gewesen. Am Ausstand beteiligt find 16 Personen, darunter sechs Zwickerinnen. Wir bitten, den Zuzug streng fernzuhalten. Die Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. Tapezierer! Die Kollegen Magdeburgs befinden sich in einer Lohnbewegung. Voraussichtlich treten dieselben am Sonnabend in Wir ersuchen, dafür zu sorgen, daß, soweit dies noch nicht ge- den Ausstand. Da eine Anzahl Magdeburger Arbeitgeber schehen ist, die Ortspolizeibehörden das in dieser Hinsicht Erforder- in Berlin Gehilfen suchen, seien die Kollegen hierdurch liche veranlassen. Bei der großen Verschiedenheit der örtlichen Verhältnisse sehen wir davon ab, für die zu treffenden Einrichtungen, gewarnt, Stellung nach Magdeburg anzunehmen. Die Verbandsleitung. insbesondere über die Organe, denen die Kontrolle zu übertragen Wie man Ueberstunden erzwingen kann, das sollte wie uns ist, über die Zeitabschnitte, in denen die Baustellen zu besichtigen find, u. a. einheitliche Anordnungen zu geben. Wir überlassen es mitgeteilt wird den Arbeitern der Firma Mehlich, Sophienſtr. 21, Seit Oftober Das Bekenntnis des Kaisers im Urteile der Zeitgenossen. vielmehr ihrem Ermessen, den Polizeibehörden die geeigneten Fabrit für Nähmaschinen- Apparate gezeigt werden. Weisungen zu erteilen, wobei für die kleineren Städte und das platte vorigen Jahres hatten die Arbeiter um Abschaffung, oder wenigstens alle a. S. 1903. Gebauer- Schwetschke Druckerei und Verlag m. b. H. Land zu prüfen sein wird, ob überhaupt und in welchem Umfange befiere Bezahlung der Ueberstunden ersucht, jedoch ohne Erfolg. Der Almanaque Socialista para 1903.( Socialistischer Kalender.) Herausdie Notwendigkeit zu Maßnahmen in der angedeuteten Richtung Ueberstunden wurden nicht weniger, sondern mehr. Neuerdings gegeben von unsrem Parteiblatt" La Vanguardia" in Buenos Aires, vorliegt. Wir bemerken indessen, daß in denjenigen größeren Städten, haben nun die Arbeiter die Ueberstunden verweigert und es ging Mejico 2070. Das reich illustrierte Heft enthält auf 100 Seiten neben in welchen bisher eine leberwachung der Baubetriebe noch gar nicht auch so. In der genannten Fabrik wird nur alle 14 Tage einem Kalendarium eine Reihe instruktiver historischer, naturwissenschaftlicher, wobei aber oder nur in unzulänglicher Weise stattgefunden hat, zur Ermög- der Lohn ausgezahlt, immer der Lohn für tunstgeschichtlicher und biographischer Skizzen sowie mehrere kurze Erlichung einer ausreichenden Kontrolle eine Vermehrung des tech drei Tage stehen bleibt. Am vergangenen Sonnabend war fein zählungen. Le Mouvement Socialiste No. 115. Revue bi- mensuelle internischen Aufsichtspersonals nicht zu umgehen sein wird. Die hier- Lohntag. Die Arbeiter einer Abteilung brauchten aber Geld und durch entstehenden Kosten fallen, soweit die Baupolizei durch die ersuchten um Auszahlung eines Teils des Lohnes, den sie ja bereits nationale. Paris, 1. Mars 1903. 10, Rue Monsieur le Prince. städtischen Behörden gehandhabt wird, den Gemeinden zur Last. für neun Tage gut hatten. Der Meister erteilte jedoch den Bescheid, leber das hiernach Veranlaßte sehen wir bis zum 1. Januar 1904 daß die Arbeiter einen„ Vorschuß" bekommen würden, wenn sie dem Die einem gefälligen Berichte entgegen. Soweit die technischen Sträfte Direktor entgegentämen und wieder Ueberstunden machten. in denjenigen Gemeinden, in welchen die Baupolizei von königlichen Arbeiter sollten also, um zu ihrem fauer verdienten Gelde zu Behörden ausgeübt wird, zur Erzielung einer wirksamen Durch- kommen, ihrem Vorsatz untreu werden, was sie jedoch nicht thaten. Stationen führung der im Interesse des Bauarbeiterschutzes zu treffenden MaßJu Luckenwalde sind in verschiedenen Tischlereien Lohndifferenzen nahmen nicht ausreichen, find Anträge auf deren Bermehrung an infolge von Lohnherabsetzungen bis zu 25 Proz. ausgebrochen. mich, den mitunterzeichneten Minister der öffentlichen Arbeiten zu Buzug von Tischlern, Polierern und Maschinenarbeitern ist streng Swinembe. 768 D Burche Bolfsschule richten. fernzuhalten. Deutfches Reich. Die preußische Volfsschule. Einem von der„ Pädagogischen Zeitung" veröffentlichten Beitrage Die Schauerleute in Bremerhaven haben sich durch die von der zur Illustrierung des Schulelends in der Provinz Posen" entnehmen Direktion des Norddeutschen Lloyd verfügte Entlassung der beiden wir folgendes: Kommissionsmitglieder nicht provozieren lassen. Wie ein Wolff'sches Der amtliche Verwaltungsbericht des Landratsamtes Roschmin Telegramm meldet, hat am Mittwochabend eine Hafenarbeiter- Verweist nach, daß der Kreis Koschmin 30 katholische Landschulgemeinden sammlung beschlossen, die Entlassung ihrer beiden Kollegen nicht Die Arbeiter beaufweist, in denen für 4443 Schulkinder mur 42 Lehrerstellen be- mit der Arbeitsniederlegung zu beantworten. 72 Seiten. 1,20 M. Witterungsübersicht vom 12. März 1903, morgens 8 Uhr. Berlin Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Better Temp. n. E. 5° C. 4° R. Stationen Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Wetter 1Dunst 3bedect Temp. n. E. | 20==|| 79017 2bedeckt 1 Haparanda 751 28 4 bedeckt Hamburg 766 DSD 3wolfig 2 Petersburg 773 SS 767 SD 1 bedeckt 2 Cort 754 NNW 2wolfen!-0 Aberdeen Franj./M. 765 NO München 764D 3bedeckt-2 Paris 763 OND 1 wolken! Wien 766 Still bedeckt 1 Wetter- Prognose für Freitag, den 13. März 1903. Troden und vielfach heiter bei schwachen südöstlichen Winden; nacis Berliner Wetterbureau. leichter Frost, am Tage ziemlich milde. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 13. März. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Erster Abend: Rheingold. Das Schauspielhaus. Die Siegesfeier. Deutsches. Der arme Heinrich. Berliner. Alt- Heidelberg. Leffing. Der blinde Passagier. Neues. Erdgeist. Residenz. Lutti.( Loute.) Westen. Fidelio. Central. Gräfin Bepi. Thalia. Der Camelienonkel. Belle: Alliance. Er. aus Trouville. Anfang 8 Uhr: Die Dame Schiller O.( Wallner Theater.) Das zweite Gesicht. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Wohlthätige Frauen. Carl Weiß. Der arme Heinrich. Buntes. Logenbrüder. Luisen. Lumpacivagabundus. Kleines. Nachtashl. Trianon. Die Notbrücke. Casino. Berliner Herzen. Metropol. Neuestes! Allernetestes! Apollo. Die schöne Galathee. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Passage Theater. Specialitäten. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Freitagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Freitagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Accord- Putz- Arbeiten! Das Land Tirol. Quftpiel in 3 Akten v. D. Blumenthal. Lustspiel in 4 Aften v. Ab. L'Arronge. meter Deckenputz ohne Materiallieferung( Feinmörtel- Put) zu vers Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anfang Sonnt. 3, Wochent. 5, PO Ende 11 Uhr. Anf. Abendvorstellung 8 Uhr. Boxkampf des amerikanischen Meisterschaftsboxers Young Fitzsimmons und des austral. Preisboxers Jack Lewis. Bernhard Marx, Humorist. Marie Werder, Soubrette. Ganz Berlin zerbricht sich noch immer den Kopf über AGA die schwebende Jungfrau. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Baffage Panoptikum.Specialitäten. Casino Theater Palast. Geschlossen. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Jnvalidenstraße 57/62. Sterns warte. Zäglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Lothringerstr. 37. 92 Uhr: Berliner Herzen. Central- Theater Auftreten sämtlicher Specialitäten. Täglich Gastspiel der WienerOperetten- Gesellschaft. Abends 72 Uhr: Gräfin Pepi. Operette in 3 Atten von Joh. Strauß Sonntag, 15. März, nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Die Schöne von New York. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Anfang 712 Uhr. Der Camelien- Onkel. Posse mit Gesang u. Tanz i. 3 Atten von L. Leipziger. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Geier- Wally. Luisen- Theater. Zum erstenmal: Sonnabendabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Don Gil. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld Sonntagabend 8 Uhr: Don Gil. Carl Weiss- Theater. Abends 8 Uhr: Der arme Heinrich. Ein deutsches Volksschauspiel in fünf Abteilungen von Carl Schultes. Sonnabend: Das Jungfernstift. Sonnab. 4 Uhr: Hänsel und Gretel. Sonntag: Der arme Heinrich. Sonntag 4 Uhr: Maria Stuart. 8 76 5 Vollständig Neues Programm: Humberty, Harry Atkinson, She, Sonnabendabend 8 Uhr: Die Braut von Messina. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ein Ehrenwort. Sonntagabend 8 Uhr: Renaissance. Cirkus Schumann Freitag, den 13. März 1903, abends 72 Uhr: Anlässlich der 200. Vorstellung in dieser Saison Gala- Parade- Abend extra hierzu reserviertes Programm. Auftreten sämtlicher Künstler und Künstlerinnen. Direktor Albert Schumanns Jongleur. neueste Kreationen unter VerImitator. wendung des gesamten Marstalls. die 4 Elemente. Zum 140. Male: Littke Carlsen, Tanz- Humorist. Arras- Duo, gymnast. Produktionen. Die lustigen Heidelberger. Circling the Circle. Annie Dirkens, OperettenGabriela Juniori, Pariser Miss Sidy Nirvana, Lebende Bilder. Sängerin. Soubrette. Neues Ballett- Divertissement, ,, Das Fest des Lucullus" in 6 Bildern, darunter Cake Walk. Anfang Sonnt. 7/2, Wochent. 8 Uhr. Der ,, Biograph". Apollo- Theater. Gratweils Bierhallen Heute zum Stenmar: Die schöne Galathée. Ferner: Sensationelle Specialitäten. Novellos. 4 Garganis. Rob. Steidl 2c. Cake- Walk 1. im Salon 2. in Amerika 3. in der Hölle sowie die 4 Barfusstänzerinnen. Sonntag: Die schöne Galathée und Specialitäten. Sonntagnachmittag: Frau Luna und Specialitäten. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Freitag, den 13. März Lumpacivagabundus Sonahend, 14. März) Anfang 8 Uhr. Sonnabend: Der Meineidbauer. Geschlossen. Sonntag, den 15. März: Sonntagnachm. 3 1hr: Die Räuber. Die Gräfin von der Nadel. 8 Uhr: Rumpacivagabundus. Montag: Preciosa. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 72 Uhr: Lutti( Loute). Schwank in 4 Aften von Pierre Beber. Deutsch von May Schönau. Lebensbild mit Gesang v. Jacobsohn. Das Elite- März- Programm. Anf. 8 Uhr, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pf. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse Benefiz für Hans Adolfi: 16. Morgen und folgende Tage: Lutti. Berlin wie es weint und lacht Sonntag, 15. März, nachmittags 3 Uhr: Volksstück mit Gesang von Berg und Seine Kammerzofe. Buntes Theater. Köpnickerstrasse 68. Kalisch. Nach der Vorstellung: Familienball. Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Sonntagnachmittag die reizende Pantomime Pierrots Weihnachten. Gesangbücher von 1,25 Mk. an. Album: und Lederwaren- Fabrik Oskar Gundau,[ 830L* Oranienstr. 30, Ecke Adalbertstrasse. Gr. Lager aller Arten Lederwaren Täglich: Gr. Vorstellung. Schmucksachen zu bill. Preisen. Das grosse amüsante März- Programm. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Somiabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3. Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Grosser Bock- Trubel. Einzug Gambrinus Um 10 Uhr mit Gefolge. Sanssouci. Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanz- Kränzchen. Neu! Stoß Dir bloß nich'n Kopp an die Hochbahn. Säle zu Festlichkeiten. Königstadt- Casino. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstkl. Logenbrüder. Bernhard Rose- Theater Zdalich erit. Specialfaten- Vor Sonnabend, 21. März: Subskriptions- Redoute ( Alt- Heidelberg.) Belle- Alliance- Theater. Abends 72 Uhr: ,, Er". Drama in 1 Aufzug Hierauf: Die Dame aus Trouville. Schwant mit Gesang und Tanz in drei Aufzügen. Metropol- Theater. Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Emil Thomas a. G., Josef Josephi. Henry Bender. Frid Frid, Flora Siding, Wini Grabitz. 300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Trianon- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrich- u.Universitätsstraße. Die Notbrücke. Lustspiel in 3 Atten von Fred Grésac und Francis de Croiffet. Anfang 8 Uhr. Sonntag 3 Ubr: Die Liebesschaukel. Badstraße 58. Freitag, den 13. März 1903: Preciosa. Schauspiel mit Gesang in 4 Aften von Pius Alerander Wolff. Musik von Carl Maria von Weber. Anfang 8 Uhr. Mittwoch, den 18. März: Benefiz Die schöne Ungarin. Große Gesangsposse. für Carl Lohrmann. SteidlLinien straße 132. Theater Dranien burger Thor. Neu! Riesen- Erfolg! Wasserratten. Lebensbild von Frik Steidl. Ferner u. a.: Steidl: Die Mette von Marienburg. Scheuerl und Haas: Die lustigen Oberbayern. Anfang 8 Uhr, Sonntag 7 Uhr. Entree 50 Pig.( Vorverkauf 40). Sperrfit 1,00. Loge 1,50. Jeden nachmittag 4 Uhr: Kinder die Hälfte: Mons. Loyals Cirkus und Affen- Theater. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang: Sonntags 7, Wochentags 8 Uhr. „ Bühnen- Grössen." Sarodie- Burleste von Meysel. 12345 stellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anf. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhr. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Der schöne Max aus Franz.- Buchholz. Heute: Bockbierfest. 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Mark Mark 1.300, 14 193,40 4 000, 916,66 1 805, 300, 2 171,61 526,28 2 997,89 22 215,06 " Mitglieder- Guthaben am 31. Dezbr. 1902 1300,-. 31. Dezbr. 1901 1100, Vermehrung des Mitglieder- Guthabens. 200,-. Haftsumme der Mitgl. am 31. Dezbr. 1902 1150,- M. 31. Dezbr. 1901 1100, Bermehrung der Hafifumme Der Vorstand. 2 4 " " 23 Berlin, den 20. Februar 1903. Robert Enael. Gefchäftsführer. " • " 50, 106/3 Karl Metzold, Staffierer. Die weltbekannte Bettfedern- fabrik GustavLustig, Berlins., Pringenftraße 46, versendet gegen Nachnahnie garant.neue Bettfedern d. Pfd. 56 Bf., inesische Halbdaunen d. Pfb. M.1,25, beffere halbdaunen d. Pfd. M. 1,75, borzügliche Daunen d. Pfd. M. 2,85. Bon diesen Daunen genügen 3 bis 4 Pfund zum großen Oberbett. Berpadung frei. Preisl. u. Proben gratis. Viele Anerkennungsschr. Carl Schmidt, Büsten- Fabrik, BERLIN W., Taubenstr. 23, empfiehlt seine weltberühmten Stoffbüsten für jede Körperform. Figur wie nobensteh. von 7 Mk. bis 50 Mk. 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März 1903, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 4: Große kombinierte Mitglieder- Versammlung aller zum Lohngebiet Berlin gehörigen Verbands- Zahlstellen. Zages- Ordnung: 1. Die weiteren Verhandlungen mit den Arbeitgebern und unsre Stellung zum Abschluß des Vertrages. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Kollegen! Da es sich um eine sehr wichtige Entscheidung handelt, ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder erforderlich, agitiert folgedessen für zahlreichen Besuch dieser Versammlung. 32/12 Die Verbandsleitung. J. A.: Karl Heidemann. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen Deutscher Metallarbeiter- Verband. Heute, Freitagabend 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- fer 15: Sitzung der Ortsverwaltung. Bezirksversammlung für Moabit Sonntag, den 15. März, vormittags 10 Uhr, in der Patzenhofer Brauerei( Abteilung Moabit), Turmstr. 25/26, großer Saal. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Wollheim über:„ Aus der Chemie der Ernährung." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Das Erscheinen sämtlicher Kollegen ist notwendig. Branche der Stellmacher. Sonnabend, den 14. März 1903: Großer Wiener Maskenball in Feys Gesellschafts- Sälen, Brunnenstr. 184. 12 11hr Demaskierung. Kaffeepause. 79/7 Anfang 8 Uhr. Gönner und Freunde find herzlichst eingeladen. Das Komitee. beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Freitag, den 13. März 1903, abends 8%, Uhr: Ausserordentliche General-Versammlung in Kusins Saal, Andreas- Strasse 21. Zages Drdnung: 1. Die gegenwärtigen Werkstatt- Streits und die Aussperrung. 2. Gewerkschaftliches. 75/8 Es ist erforderlich, daß alle Kollegen erscheinen. Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. Der Vorstand. Verein der Bretterträger u. Brettschneider Berlins und Umgegend. Sonntag, den 15. März 1903, vormittags 10%, Uhr: Mitglieder- Versammlung 1. im Königstadt Kasino, Holzmarktstr. 72. Tages- Ordnung: Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 358. Sonntag, den 15. März 1903, vormittags 10 Uhr: Versammlung der Klempner Berlins bei Keller, Roppenstraße Nr. 29. Tages- Ordnung: 1. Was fordern wir zum 1. April? 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Kollegen! Die Arbeitgeber wollen einen Vertragsbruch be gehen! Es gilt deshalb, alle Mann anzutreten am Sonntag, damit die Herren sehen, daß die Berliner Kollegen einmütig gegen jede Umgebung unsrer Abmachungen protestieren. Trotzdem der Vertrag unterschriftlich anerkannt ist, versucht man eine Umgehung desselben. Damit zwingt man uns, daß wir in Zukunft noch größere Garantien für die Innehaltung des Vertrages fordern. Also, Kollegen! Ihr seht, was auf dem Spiele steht, darum muß jeder Kollege zur Stelle sein. 113/4 D. O. Verband der Bau-, Erd- und Bereinsangelegenheiten. 2. Aufnahme neuer Witglieder und Verschiedenes gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 19/3 Der Vorstand: P. Karnd. Mitglieder der Allgemeinen Orts- Krankenkasse Zahlstelle Berlin III. Sonnabend, den 14. März 1903: 82/13 Central- Verband der Zimmerer Deutschlands gewerbl. Arbeiter und Arbeiterinnen zu Berlin. Grosser Wiener Maskenball Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 15. März cr., vormittags 10 Uhr, in den ,, ArminHallen", Kommandantenstraße 20: General- Versammlung ( umfassend die Bezirke 1-12 u. 20). Tages Ordnung: Sonntag, den 15. März cr., vormittags 10%, Uhr: Mitglieder- Versammlung ( fortsetzung der Versammlung vom 22. februar) in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages- Ordnung: 1. Fortschung der Diskussion über den Artikel Zur Krankenversicherung" im Steinarbeiter" Nr. 2. 2. Abrechnung der Novelle zum Krankenversicherungs- Gefeh." Referent: R. Assmann, Dreizehner- Stommiſſion und Neuwahl derselben. 3. Bortrag über:„ Die 1. Die bevorstehende 15. Generalversammlung und die hierzu Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. vorliegenden Anträge.( Siehe" Zimmerer" Nr. 8.) 254/6 2. Berschiedenes. Gäste find willkommen! Neue Mitglieder werden aufgenommen! Die Mitglieder werden ersucht, in Anbetracht der wichtigen Tagesordnung recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Restauration, Baugegend, sofort für 1600 Mart Inventarpreis zu vertaufen. Näheres Scharnberg, Sesenheimerstraße 1, Charlottenburg.+ 143* Destillation Todesfalls wegen jo fort verkäuflich Beuffelstraße 24.[+95 Vorortparzellen, nur 600 Mart, verkauft bei kleiner Anzahlung Gastwirt Girte, Ostbahnvorort Fredersdorf. Gardinenhaus Große Frankfurter decken, straße 9, parterre. Der Vorstand. 27946 Möbel Die Dreizehner- Kommission. bei D. Cranz( Cösliner Hof), Cöslinerstraße Nr. 8. Um 12 Uhr: Demaskierung. Um 1 Uhr: Kaffeepause. Während der Kaffeepause: Humoristische Vorträge. Um 2 Uhr: Kinderpolonaise mit Ueberraschungen. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Hierzu ladet ergebenst ein Prima Speise Kartoffeln 1 Ende??? Das Komitee. Gentner 2,20, ſtehen vom Freitag, Groß- Deftillation Den 13., auf dem Görlitzer Bahnhof Würstel- Stube( 7222* täglich zum Verkauf. 27836 a auch Teilzahlung, berlichen geweſene, äußerit Stückenfleisch u. Talg a Pfd. 30 Pf. Martin Berndt, Büffets, Bücherspind ze. H. Piehl, N. 37, Swedterstr. 10.[ 8272 abe am Auzowplat zu jeder Tageszeit Schillstraße 10, Kleine Anzeigen. 86/11 Prinzen- u. Ritterstraßen- Ecke. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Haupterpedition Lindenstr. 69. bis 4 Uhr angenommen. 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Der Vorstand. " Nr. 61. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 13. Mär 1903. Berliner Partei- Angelegenheiten. arbeiter Berlins über die neuesten Maßnahmen verschiedener Betriebs- zweier Socien, der Kaufleute Lindemann und Stenich aus -Lokales. Sie fauften verschiedene Ant Personen, welche Angaben zur Ermittelung der Mutter des genannten Kindes machen können, werden ersucht, sich schriftlich zu 1449 IV/ 27. 03 an die Kriminalpolizei zu wenden oder sich in den Vormittagsstunden im königlichen Polizeipräsidium, Alegeanderstr. 3/6, Zimmer 247 II, einzufinden. Eine große Erregung herrscht in den Kreisen der Gasanstalts- Kautionsschwindler. Gemeinschaftlich geflüchtet sind die Familien dirigenten bezüglich der Entlassung von älteren Arbeitern. Kein der Meyerbeerstraße 6. Die beiden Stompagnons sind beschuldigt, Birkenwerder. Am Sonntagnachmittag 3 Uhr findet im Baradies- staatlicher, kommunaler oder privater Betrieb, der Anspruch darauf Kautionsschwindeleien, Urkundenfälschung und Betrug verübt zu garten eine öffentliche Versammlung statt. Genosse Waldeck Manasse erhebt, seinen Angestellten in etwas Berständnis entgegenzubringen, haben. 2., der sich auch Agent nannte, engagierte einen Comptoirspricht über das Thema:" Voltsfeinde und Volksfreunde". Zahl- handelt so, wie es hier geschieht. Dem Drängen der Stadt- boten W., der eine Kaution von 2500 M. ftellen mußte. Aus diefer reichen Besuch erwartet Der Vertrauensmann. verordneten- Versammlung nachgebend, verfügte der Magistrat, daß deckte der Chef einige Monate hindurch das dem Engagierten zu Schönwalde. Der Wahlverein, Bezirk Pankow, hält Sonntag sechs Wochen die Differenz zwischen Krankengeld und Lohn bezahlt nicht zurückbekommen. Weitere Geschäfte der beiden Socien bestanden den erkrankten städtischen Arbeitern auf die Dauer von vier refp. gesicherte Monatsgehalt in Höhe von 125 M. Sein Geld hat W. nachmittag 5 Uhr eine Mitgliederversammlung bei Luz( zum werden sollte. Unendliche Schwierigkeiten wurden den Leuten darin, daß sie Waren auf Kredit fauften, dieselbe fofort, abfchoben" weißen Roß) ab. Vortrag des Genossen B. Maaß über:" Politische gemacht, che sie in den Besitz dieser gnädigst gewährten Differenz und die Lieferanten nicht bezahlten. Noch kürzlich kaufte LindeStreifzüge". gelangten. Geduldig wartete so ein armer Kranker Wochen, ja mann für 150 M. Fensterscheiben, die er sofort nach der Steglik. Sonntagmorgen 7 Uhr findet eine Flugblatt- Monate, während und sogar nach seiner Krankheit auf das Geld, um Lieferung auf einen bereitstehenden Wagen verladen ließ verbreitung statt, zu welcher die Genoffen sich in folgenden Lokalen nur nicht das Mißfallen des Vorgesetzten zu erregen. Ein jeder und fortschaffte. Bor 3 Monaten faufte 2. ein Cigarrengeschäft in einzufinden haben: 1. Bezirk: Schellhase, Ahornstraße; 2. Bezirk: Betriebsdirigent handelte anders. Während der eine bei der Be- der Gartenstraße und engagierte für dieses einen jungen Mann, der Wolff, Schildhornstraße; 3. Bezirk: Leez, Florastraße; 4. Bezirk: rechnung den niedrigen Hoflohn zu Grunde legte, hielt der andre den 600 M. Kaution stellen sollte. Er zahlte 50 M. ait, hat diese natürStrüger, Heesestraße; 5. Bezirk: Kramer, Marksteinstraße; 6. Bezirk 5,50 M. betragenden Lohn für die Betriebsarbeiter nicht für zu hoch, lich nie zurückerhalten. Ein zweiter junger Mann verlor in dieser beim Genossen Gratofiel, Potsdamerstr. 7. Montag, den 16. d. M., und der dritte glaubte gar richtig zu handeln, wenn er die durch den Form 1000 m. Der Schwindler ergänzte das Cigarren- und findet abends 8 Uhr im Restaurant Schellhase, Ahornstr. 15a, eine Schichtwechsel bedingte ueberarbeit von dieser Summe abzog. Die Gas- Cigaretten- Lager durch bedeutende Einkäufe auf Kredit. Zahlung Volksversammlung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter anstaltsarbeiter waren ruhig, weil sie glaubten, daß sich mit der Zeit ist jedoch auch hier nie erfolgt. Um sich den Anschein eines verFrizz Zubeil über die bevorstehende Reichstagswahl sprechen wird. in den nun einmal leider so sehr bureaukratisch geleiteten Gaswerken mögenden Mannes zu geben, verschaffte sich Lindemann Bankdie auf Wunsch der Stadtverordneten erlassene Verfügung des Einzahlungszettel, welche mit bedeutenden Summen ausgefüllt, von Magistrats Eingang verschaffen würde. Auch die lediglich als Stöder seiner Frau unterschrieben wurden. In Wirklichkeit besaß der Befür die Annahme des neuen Gasentnahme- Vertrages( mit der be- trüger gar kein Bank- Conto und war auch seine Frau nicht verrühmten Streiftlausel) berechnete und ihre Wirkung nicht verfehlende mögend. Eine Arztrechnung in Höhe von 64 M., die St. erhielt, Aeußerung des Stadtrats Namslau:„ Der Bogen sei zu dessen Frau frank gewesen, wurde durch Borsetzen einer 8 auf den Die Stadtverordneten- Bersammlung straff gespannt", vermochte nicht die Arbeiter aus ihrer Betrag von 864 M. gestellt und mit dieser Rechnung fuhren beide setzte gestern die zweite Beratung des Stadthaushalts- Etats Reserve herauszuloden. Diese Stellungnahme verschlimmerte aber Gauner nach Dresden, um dort von einer Dame, deren Sohn früher für 1903 fort. Anfangs ging es recht friedlich her. Ein halbes nur die Situation. Arbeiter, welche sich bei den überaus einmal mit Frau St. in Verbindung gestanden hatte, die Summe Dugend Special- Etats, an der Spike der Etat des Armenwesens, gesundheitsschädlichen Gasgewinnungs- Arbeiten ein Leiden zu- zu erpressen. Inzwischen war gegen Lindemann Anzeige bei der Ja, Staatsanwaltschaft erstattet worden und er wurde verhaftet. Nach wurden ohne weitere Erörterung nach den Vorschlägen des Aus- gezogen hatten, wurden nach ihrer Genesung entlassen. schusses angenommen. Beim Etat Verschiedene Einnahmen der Leiter des Betriebes in der Gitschinerstraße, Herr Ing. Pillert, einigen Tagen jedoch wurde 2. wieder freigelassen, weil er Geldund Ausgaben" tvar die Erhöhung einiger Unterstützungen erklärte den Mitgliedern des Arbeitsausschusses gegenüber, er könne mittel nicht besaß und Fluchtverdacht nicht vorlag. Die beiden zu genehmigen, die verschiedenen gemeinnützigen und wohlthätigen entlassen, wen er wolle, und werde bis in den Jahrgang 1889 zurück- Socien wußten sich aber zu helfen. Unternehmungen gewährt werden soll. Für die Wald- greifen. Es werden dementsprechend Leute entlassen, die jahrelang Wohnungseinrichtungen auf Abzahlung und traten dann die Flucht Erholungsstätten will der Magiftrat fünftig 4000 M. geben, auf den Betrieben beschäftigt waren, aber das Unglück hatten, zu nach England an. Da sie jedoch der englischen Sprache nicht mächtig der Ausschuß schlug aber vor, es bei den bisherigen 2000 m. erfranken oder sich geringfügige Fehler zu schulden tommen ließen, find, engagierten die Gauner einen Dolmetscher K., der die Gauner zu belassen. Unser Genosse Dr. Friedeberg wies mit beredten die nicht der Rede wert sind. Ein seit 96 beschäftigter Arbeiter ge- und deren Familien begleitete. In London angekommen, nahmen Worten auf den Segen hin, den diese Erholungsstätten stattete sich nach dem Grunde seiner Entlassung zu fragen. Der die beiden dem Dolmetscher das wenige Geld, was er mitgenommen gebracht haben, und empfahl die Erhöhung auf 4000 M. Dirigent erwiderte, ob er nicht krank gewesen wäre. Auf den Hin- hatte, ab und„ versetzten" ihn. K. war derartig von allen Mittelrz Stadtv. Wallach sprach dagegen, aber die Versammlung stimmte weis, daß das nicht der Fall getvesen sei, wurde ihm die lakonische entblößt, daß ihm seine Frau Reisegeld schicken mußte, um ihm die mit Inapper Mehrheit dem Vorschlage unsres Redners zu. So- Entgegnung, dann haben sie etwas andres verbrochen. Nach langem Rückfahrt nach Berlin zu ermöglichen. Zu den„ Leidtragenden" ge dann knüpfte sich an die Gehaltsveränderungen, die in Nachdenken fiel ihm dann auch ein, daß er eines Tages über den hören übrigens auch zahlreiche kleine Geschäftsleute wie Bäcker, den Etat für 1903 aufgenommen sind, eine Auseinandersetzung schwankenden Gang seines Kontrolleurs den Kopf geschüttelt hatte. Schlächter, Kolonialwarenhändler, Schuhmacher, Schneider u. a., die zwischen Stadtv. Rosenow( Neue Linke") und Oberbürgermeister Familienväter, die ihre Steuer entrichten, werden abgeschoben, nicht nur Waren auf Stredit, sondern zum Teil auch bar Geld den Sirschner. Herr Kirschner bestritt, daß bei den Gemeindebeamten während Leute, die seitens des Plazmeisters aus seiner Heimat vor Flüchtigen gegeben haben. die Beamtenkategorien so mannigfaltig seien, wie diese und mit wenigen Monaten verschrieben“ wurden, ruhig das„ Brot der Stadt Zur Ermittelung der Mutter eines ausgesetzten Kindes. ihnen Herr Rosenow behauptet hatten. Berlin" essen können. Bürger werden entlassen und müssen 27. Februar d. J., nachmittags gegen 7 Uhr, ist in dem Hausflur Zu Erörterungen von grundsäglicher Bedeutung kam es bei den die Miete schuldig bleiben, während importierte Sachsen- des Hauses Alte Schönhauserstr. 33/34 ein etwa ein Monat altes vom Etatausschuß empfohlenen Anträgen, zur Balancierung gänger als Schlafburschen in den Diensten der Stadt be- sind weiblichen Geschlechts ausgesetzt, auf dem Fußboden legend, des Etats dem Erneuerungs- und Ergänzungsfonds der Markt halten werden. Und so etwas nennt man dann Kommunal- aufgefunden worden. Das Kind war in ein rotes Wickeltuch, und in hallen 31 Millionen Mark zu entnehmen und im übrigen vom politik". Zum Danke dafür, daß die Leute in giftgeschwängerten zwei schwarze Umschlagetücher eingetvickelt. Magistrat die Einsetzung einer gemischten Deputation zu fordern, die Räumen, vor glühenden Defen fronden, werden sie im Falle einer prüfen solle, auf welche Weise man für die nächsten Jahre Ausfälle im allzu leicht begreiflichen Erkrankung mit der Hungerpeitsche gezüchtigt. Stadthaushalts- Etat durch Vermehrung der Einnahmen decken könne. Aber die Folgen bleiben auch nicht aus. Massenhaft treten die bisher Gegen die Ausschußanträge sprach Genosse Borgmann. Die rechtliche unorganisierten Arbeiter dem Verbande der Gemeinde- Arbeiter bei. Zulässigkeit der vorgeschlagenen Maßregeln sei zu bestreiten, auch Die Langmut ist erschöpft. Und die Herren dort oben, die mit kaum fönne durch derartige Mittel die gefürchtete Erhöhung des Kommunal- begreiflicher Eile dazu überzugehen scheinen, den Bogen in Wirklich- Zwei Knaben werden gesucht. Das Polizeipräsidiam teilt mit: steuerzuschlages, um die man herumkommen wolle, höchstens auf- teit zu straff zu spannen, dürften sich vielleicht doch verrechnen. Die zwei Schultnaben, Fritz K. und Ernst S., sind seit dem 11. März zwei Schulknaben, Frizz K. und Ernst S., sind seit dem 11. März geschoben, aber nicht überhaupt vermieden werden. Die Redner der Sympathie der Bürger würde jedenfalls auf seiten der gedrückten aus der elterlichen Wohnung verschwunden, anscheinend in der AbNeuen Linken" und der Alten Linfen", Stadtv. Nathan und Gemeinde- Arbeiter" sein. sicht, zur See zu gehen. Beide sind zwölf Jahre, der erstere ist einen Stadtv. Cassel, traten für die Ausschußanträge ein. Herr Cassel Die Jesuitenfurcht. Mit der evangelischen Freiheit" scheint es halben Kopf größer als sein Begleiter; beide tragen Schirmmützen versicherte zugleich, die gemischte Deputation, deren Zulässigkeit un- so windig bestellt zu sein, daß sie mur durch Ausnahmegesetze auf- und Kniehofen, ersterer einen langen braunen Ueberzieher, letzterer bestreitbar sei, folle auf Ersparnisse sinnen, doch würden die„ Kultur- recht erhalten werden kann. Die mit dem„ reinen Glauben" innig einen blauen. Sie führen mit sich eine Handtasche von braunem aufgaben nicht darunter leiden". Genosse Singer machte verquidte Jesuitenfurcht hat den Evangelischen Bund zur Segeltuch. Nachrichten über den Aufenthaltsort der Knaben wolle kein Geheimnis daraus, daß er dieser Versicherung wenig Vertrauen Ahhaltung einer Versammlung ermuntert, die gestern in der Ton- man an die Berliner Kriminalpolizei richten. entgegenbringt. Er geißelte das Balancierungskunststüd, das Herr Halle tagte. Nach einem Vortrage des Gymnasialprofessors Ein Opfer des Weberelends. Sorgen um die Zukumft haben Caffel und seine Freunde den Steuerzahlern vormachen wollen; es Schmidt nahm diese Versammlung folgende weitschweifige Refo- den 43 Jahre alten Weber Paul Mans aus der Marienburgerstraße erinnere an das Gebahren eines Geschäftsmannes, der am Rande Tution an, die dem Bundesrat unterbreitet werden soll: in den Tod getrieben. Mans war seit 20 Jahrert verheiratet und des Abgrundes stehe. Cassels pathetische Ausführungen über den Die von 2000 evangelischen Männern und Frauen besuchte Ver- Vater von sechs Kindern im Alter von 6 bis 19 Jahren, drei Schutz der Selbstverwaltung wurden von Singer erbarmungslos sammlung des Evangelischen Bundes erhebt gegen die wenn auch Knaben und drei Mädchen. Mit dieser großen Familie bewohnte zerpflückt. Herr Cassel antwortete erregt. Er blieb dabei, daß die beschränkte Wiederzulassung der Jesuiten im Deutschen Reiche ein- er im Erdgeschoß des Quergebäudes eine einzige Stube mit Stüche freisinnige Mehrheit der Berliner Stadtverordneten- Versammlung stets mütigen und rüdhaltlosen Widerspruch. Zwar sprechen auch wir als für 21 M. den Monat. Während er selbst an einem kleinen Webdas Recht der Selbstverwaltung hochgehalten habe. Hiermit schloß die das Recht der Selbstverwaltung hochgehalten habe. Hiermit schloß die evangelische Christen mit Deutschlands erstem Stanzler:„ Wir fürchten stuhl, der außer zwei Betten und anderm Hausrat in der Wohnstube Debatte. Die Abstimmung ergab die Annahme der Ausschußanträge, Gott und sonst nichts auf der Welt", auch nicht die Jesuiten. Der steht, arbeitete, geht seine Frau plätten. gegen die fast nur die socialdemokratische Fraktion stimmte. Nachher hatte sich die Bersammlung zum drittenmal mit der evangelische Glaube lebt aus der Kraft des göttlichen Wortes und alten Söhne sind Arbeitsburschen in Fabriken; sie konnten sie zu früh mitverdienen mußten. fann nicht untergehen. Aber mit schwerer Sorge erfüllt uns die nichts lernen, bekannten Magistratsvorlage über die Oberlehrer- Gehälter Bedrohung des religiösen Friedens in unserm Vaterlande, die nach andern vier Kinder besuchen die Schule. Die Leute die Schulgeld Erhöhung zu beschäftigen. Der find nic dem Zeugnis der ganzen Geschichte, auch nach dem Zeugnis hervor- haben ihre Wohnung feit fechs Jahren inne und Magistrat hat sich endlich bequemt, diese beiden Gegenstände ragender fatholischer Gelehrten wie Döllinger, Wahrmuth, Schell Wiete schuldig geblieben. Nach übereinstimmender Auskunft aller von einander zu trennen und zwei gesonderte Vorlagen zu und Ehrhardt aus der Rückkehr der Jesuiten erwachsen würde. Hausgenossen sind sie fleißig und ordentlich. Im letzten halben machen. Die Schulgelderhöhung wurde ohne nochmalige Erörterung Im Namen des bedrohten religiösen Friedens erheben wir darum Jahre aber ging die Weberei noch schlechter als früher. Auch Frau erneut angenommen, diesmal mit 63 gegen 43 Stimmen. Ueber unsre warnende Stimme. Wir richten noch in letzter Stunde an Mans verdiente nicht viel. Seit vierzehn Tagen merkten Hausdie Gehaltsvorlage entspann sich zum drittenmal eine lange die Regierenden das dringende Ersuchen, die Jesuiten fern zu halten, genossen dem Manne an, daß die Sorge ihn start angegriffen hatte. Debatte, die dadurch interessant war, daß der Oberbürgermeister damit nicht der Kampf der Konfeffionen zur Gefährdung des ganzen hin und wieder führte er wirre Reden. Vorgestern( Mittwoch) aus Anlaß des Streites um die Ortszulage einen Konflikt Vaterlandes führe. mittag zwischen 12 und 1 hr gingen die vier jüngsten Kinder aus zwischen Magistrat und Stadtverordneten- Versammlung in Aussicht Recht sinnig ist in der Resolution die Berufung auf Bismarck der Schule nach Hause. Unterwegs trafen sie auch noch den stellte. Genosse Singer erwiderte fühl, der Magistrat werde und seinen Denkspruch. Der erste Kanzler des Deutschen Reiches 17jahrigen Bruder Richard. Als dieser aufschloß, bot sich ihnen ein gut daran thun, sich dem Beschlusse der Versammlung zu fügen. hat alles mögliche auf der Welt gefürchtet- mit Ausnahme seines schrecklicher Anblick. Vor ihnen hing ihr Vater als Leiche an seinem Die Gehaltsvorlage wurde mit der strittigen Aenderung an- Herrgotts vielleicht und daher Ausnahmegesetze in seinem Regie- Webstuhl. Auf einem Zettel hatte er hinterlassen, daß er freiwillig aus dem Leben geschieden sei. Die Kinder schrien laut auf. Drei Zum Schluß wurde dem Kongreß der Krankenkassen rungssystem für unerläßlich gehalten. Maler, die im Hause arbeiteten, eilten herbei und schnitten den Deutschlands gemäß einem Antrage des Magistrats ein Kosten- Der gotteslästerliche Walzer. Ein Censurſtücklein unterlag am zufchuß bewilligt, nachdem Genosse Friedeberg die Bedeutung Dienstag der Prüfung des Bezirksausschusses. Es handelte sich um dann ab, um ihn vielleicht noch zu retten. Aber es war schon zu spät. dieses Kongresses dargelegt hatte. das May Bernsteinsche Schauspiel„ D' Mali", welches im Deutschen Theater aufgeführt worden ist. Wie f. 3. berichtet worden, erschien Ein Schlafstellen- und Bahnhofdieb ist in der Person eines nach erteilter polizeilicher Aufführungsbewilligung ein Vertreter des Sellners und Masseurs Adolf Beher festgenommen worden. Beher Bom Gewerkschaftshause. Der Generalversammlung der Gefell- Bolizeipräsidiums in der Generalprobe des Deutschen Theaters" lernte auf dem Wege von Hamburg nach Berlin einen Krankenpfleger schafter, die am 10. März stattfand, lag die Bilanz für das Geschäfts- und erklärte, daß er an dem Schluß des legten Aufzuges in tennen und stieg mit ihm in einem Gasthof in der Invalidenstraße ab. Gestern morgen stand er zeitig auf und war schon angekleidet, und ersten Alt und an einer Redewendung Anstoß nehme jahr 1902 vor. Auch in diesem Jahr war, wie im Vorjahr ein Ver- die betreffende Stelle nachträglich beanstande. Die Art und als sein Zimmergenosse erst aufwachte. Mit dem Bemerken, daß er Tuft von ca. 10 000 M2. zu buchen, indem einem Brutto- Ueberschuß Weise, wie das Walzerspiel in die Sennhütte hineinklingt schon hinuntergehe, um den Staffee zu bestellen, empfahl er sich. Als von etwa 4000 M. Abschreibungen in Höhe von über 14 000 M. und die vor den Muttergottesbilde betende Mali zu dem der Krankenpfleger ihm später folgte, fand er ihn nicht wieder. Beher mußten. gegenübergestellt werden der Seitens Geschäfts- Entschluß gelangt, die Redoute zu besuchen, wurde als Anstoß hatte auf den Kaffee verzichtet, dafür aber das Portemonnaie feines Leitung wurde die Fortdauer der der Krise in erster Linie erregend befunden". Direktor Brahm ließ zwar eine kleine Aende- Bimmergenossen mit der Barschaft und dem Gepäckschein mitgenommen. als Grund für dieses Ergebnis angeführt. Ihre Wirkung zeigt sich im rung im Text vornehmen, um die Aufführung des Stüdes nicht zu Auf Anzeige des Bestohlenen beobachteten mum Sriminalbeamte den Restaurant und in der Herberge; der Bierumfaß des Restaurants gefährden, er betrat jedoch gegen die polizeiliche Verfügung den Lehrter Bahnhof. Es dauerte auch nicht lange, da kam ein Mann ( Schultheiß) betrug im Monat durchschnittlich 237,8 hektoliter gegen Weg der Klage, die vor dem Bezirksausschuß durch Justizrat Jonas mit dem Schein, um das Gepäck des Krankenpflegers abzuholen. Da ( Schultheiß) betrug im Monat durchschnittlich 237,8 hektoliter gegen vertreten wurde, während als Vertreter des Polizeipräsidiums Re- es nicht Beher war, so ließ man ihn ruhig gewähren und folgte 237 Hektoliter im Vorjahre, während er in den 8 Monaten von gierungs- Assessor Dr. Bossart fungierte. Die Klage hatte diesmal ihm ohne Aufsehen. In einiger Entfernung vom Bahnhof wartete 1900 durchschnittlich 284,7 betragen hatte. In der Herberge ist die Erfolg. Der Bezirksausschuß erkannte eine Berechtigung zu einer Beher. Als er feinem Beauftragten das Gepäc abnehmen wollte, Zahl der Zugereisten gegen 1901 nur von 12 403 auf 12 930 ge polizeilichen Beanstandung nicht an und gab die beiden Stellen, ergriffen ihn die Beamten und brachten ihn in sicheren Gewahrsam. Jest stellte sich heraus, daß man einen wegen Schlafstellen- und stiegen, die Zahl der Uebernachtungen sogar von 57 504 in 1901 auf gegen welche Einspruch erhoben worden war, frei. Bahnhofsdiebstahls schon mehrfach vorbestraften Menschen gefangen 56 058 geſunten. Die Zugereisten hielten sich nur furze Zeit auf; hatte. so blieben 15 117 Betten unbelegt gegen 14 036 im Vorjahre. Hebt Großfeuer fam gestern vormittag 9%, Uhr in der Fabrik' für sich der Verkehr im Restaurant und in der Herberge auch nur auf Militäreffeften, Hut- und Photographiesachen von H. Werner in der die Höhe des ersten( nicht vollen) Geschäftsjahres, so hörte die Verlust Stettinerstraße 45 zum Ausbruch. Das Erdgeschoß des Duerwirtschaft sofort auf. Dafür, daß wirklich die Krise das maßgebende Schlechte Cementplatten. Unerwartete Schwierigkeiten haben sich gebäudes enthält die Heizungsanlage mit drei großen Defen, die Moment auch für das Betriebsergebnis des Gewerkschaftshauses ist, der Durchführung der Arbeiten für die Höherlegung der Stadt ihre Hige den davorliegenden Trodenräumen zuführen. Hier spielt auch die Statistik der Herbergsgäste nach Berufen. Während bahnsteige entgegengestellt. Die zur Verwendung fommenden waren große Posten ladierter Helmtappen zum Trocknen aufdie Gewerkschaften im allgemeinen ihre Zugereisten immer mehr an Cementplatten find so wenig dauerhaft, daß sie schon jetzt auf den gestellt. das Gewerkschaftshaus gewöhnen, so daß die Zahlen für ihren vier höhergelegten Bahnhöfen Nisse zeigen, brechen und ausgewechselt Feuer hatte in wenigen Minuten den gesamten Inhalt der Beruf steigen, so Zimmerer von 209 auf 346, Buchdrucker von 1403 werden müssen. An Stelle der schadhaft gewordenen Cementplatten Trockenräume erfaßt und wurde durch die dort vorhandenen Die dabei entwickelte auf 1174, Tapezierer von 252 auf 306, Maurer von 312 auf 751, werden provisorisch Bohlen gelegt. Eine Festlegung der Platten Lade und Firnisse besonders genährt. sehen wir in den beiden Branchen, die von der Krise wohl am schwersten fann unter diesen Umständen nicht erfolgen, da täglich sich die Vor- Size war enorm, ebenso machte sich eine starke Berqualmung begetroffen waren, bei den Metallarbeitern und Holzarbeitern, eine nahme von Flickarbeiten als notwendig erweist. Unter den ob merkbar, so daß dem Feuer anfangs nur schwer beizukommen war. waltenden Verhältnissen müssen natürlich die Erhöhungsarbeiten auch Brandmeister Hammer ließ sofort mehrere Schlauchleitungen vorstarke Abnahme; während 1901 in der Herberge 1781 Metallarbeiter auf den andren Stadtbahnhöfen sofort ausgeführt werden, um Un nehmen, die von mit Rauchapparaten versehenen Löschmannschaften und 1790 Holzarbeiter zureisten, fanten diese Zahlen auf 1387 auträglichkeiten zu verhindern, doch kann auch auf diesen die Fest bedient werden mußten. Die Trockenräume waren nicht mehr zu resp. 1351. Die Bilanz wurde nach kurzer Besprechung genehmigt legung der Platten und das Auskitten der Fugen nicht früher statt retten, dagegen gelang es, eine über dem Brandherde liegende und der bisherige Aufsichtsrat wiedergewählt. finden, bis die Festigkeit der Platten erprobt worden ist. Stiftenfabrik, sowie den stark bedrohten von Mietern bewohnten und die genommen. Die obligatorische Fortbildungsschule. Auf eine Anfrage im Etatsausschuß erklärte gestern der Magistratsvertreter, daß die Einführung des obligatorischen Fortbildungsschul- Unterrichts für den 1. April nächsten Jahres in Aussicht genommen sei. da Die 17 und 19 Jahre Die Das durch einen schadhaft gewordenen Ofen entstandene Aus den Nachbarorten. Unkenntnis über die wurde die " = Gerichts- Zeitung. Vermischtes. Seitenflügel zu schüßen, wenn auch ein Teil desselben noch erheblich| raum verbunden werden soll, einer Kommission zur näheren Prüfung. beschädigt wurde. Die Kosten sind auf 65 800 M. veranschlagt. Der Bau soll im Feuerbericht. Ueber ein Großfeuer wußten gestern ver- Submissionswege bergeben werden. Ratlos stand die GemeindeZu dem Brande des Petroleumzuges, über den wir berichteten, schiedene Zeitungen zu berichten, thatsächlich handelte es fich aber bertretung einem Antrage des deutschnationalen Handlungsgehilfen- teilt der Londoner„ Daily Telegraf" noch folgende erschütternde nur um einen Werkstättenbrand in der Stettinerstraße 45, der vom Verbandes gegenüber. Der Verband beantragte die Einführung des Einzelheiten mit: Ein Frachtzug, der Hauptsächlich aus Tankwagen 16. Löschzuge, unterstützt von dem 3., auf die Ladiererei von Kranken- Versicherungszwanges für hiesige Handlungsgehilfen und bestand, die mit Erdöl gefüllt waren, riß auf einem Hügel, nördlich H. Werner beschränkt werden konnte. Der Brand wird von der Lehrlinge durch ortsstatutarische Bestimmung. Infolge der der Stadt Dlean, in zwei Teile. Der vordere Teil raste Feuerwehr nicht einmal als Mittelfeuer" bezeichnet. Gleichzeitig erstaunlichen einschlägigen Gesetzes zunächst mit erhöhter Geschwindigkeit bergabwärts, wurde der Bann Beschußfassung vertagt und hatte die Wehr in der Rheinsbergerstr. 72 einen Brand zu löschen. bestimmungen aber durch die Bremse an einer eisernen Brücke Dort stand eine Küche in Flammen, die der dritte Zug löschte. Fast Gemeindevorstand beauftragt, nähere Erkundigungen beim über den Olean- Creek zum Stehen gebracht. Die hinteren Wagen, zu derselben Zeit mußte in der Dresdenerstraße 82/83 im vierten Verband einzuziehen. Ein Blick in das Krankenversicherungs- die eine immer größere Geschwindigkeit erlangten, fuhren darauf in Stock bei Pintsch ein Feuer gelöscht werden, das von drei Seiten Gesetz hätte die Herren und den Gemeindevorstand als Verwalter den vorderen Teil des Zuges, wobei einer der Tankwagen Feuer gemeldet worden war, weshalb sechs Züge dahin ausrückten. Dort der hiesigen zuständigen Gemeinde Krankenversicherung fing. Wie das Feuer entstand, weiß man nicht, man nimmt aber brannten Körbe, Kleider, Tapeten, Matraßen, Betten, Decken u. a. Belehrt, daß nach§ 2 durch statutarische Bestimmung einer Ge- an, daß durch den Zusammenstoß Funken entstanden. Im nächsten Es gelang, des Feuers bald Herr zu werden, so daß die Züge bis meinde für ihren Bezirk die Anwendung des§ 1( Versicherungs- Augenblick hatte sich das Feuer einem andern Wagen mitgeteilt, der mit auf einen schnell wieder abrücken konnten. zwang) erstreckt werden kann auf Handlungsgehilfen und Lehrlinge, furchtbarer Gewalt auseinanderflog. Die Flammen schossen hoch auf und so weit dieselben nicht schon versicherungspflichtig sind", und auch gewährten einen prachtvollen Anblick. Dies zog Hunderte von Zu darüber, was die ortsstatutarischen Bestimmungen zu enthalten schauern aus Olean herbei, die dem sich langsam verzehrenden Feuer haben. Vertagt wurde auch die Beschlußfassung über die Errichtung zusahen. Als die Hize etwas weniger groß war, drängten die der zur Verwertung des nur bedingt brauchbaren" Fleisches vom Leute näher heran. In diesem Augenblick erfolgte wieder ein In der Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung vom Fleischbeschau- Gefeß geforderten Freibank". Die Errichtung und fürchterlicher Krach. fürchterlicher Krach. Große Flammenmassen wälzten sich auf die Mittwochabend kam es anläßlich der Beratung einer Petition des Unterhaltung der Freibank", die bei den hiesigen Verhältnissen nur Buschauer, und gewaltige Eisenstücke wurden zwischen die MenschenHerrn Schaar betr. die Vermeidung der Erhöhung der Gemeinde- selten benutzt werden wird, erfordert ca. 3000 M. menge geschleudert. Viele Zuschauer fielen diesen Geschossen zum Opfer, Einkommensteuer zu einer interessanten Auseinandersetzung zwischen noch mehr aber den Flammen. Ein Augenzeuge sagt:„ Ein wahrer dem Vertreter der bürgerlichen Mehrheit und unserm Genossen Feuerregen fiel auf die Menschen nieder. Männer und Knaben rannten mit Dr. Borchardt. Der Petent regt die Besteuerung des unverdienten brennenden Kleidern den Damm hinunter, rasend vor Schmerzen. Wertzuwachses an. Während der Petitionsausschuß Uebergang zur Einige stürzten bewußtlos nieder, während andre, um die Flammen Tagesordnung beantragte, empfahl Genosse Borchardt, die Petition auszulöschen, in Verzweiflung sich ins Wasser warfen."... Bis zur dem Magistrat zur Erwägung zu überweisen, da der Gedanke, Der Revolver des Angeklagten. Schivere Folgen hat ein wissent- Zeit der Absendung des Telegramms waren 15 Leichen gefunden diesen Wertzuwachs dem Gemeindesäckel dienstbar zu machen, an lich falsch geleisteter Offenbarungseid für den Verlagsbuchhändler worden. Zuerst fand man zwei Leichen mitten auf dem Geleife. und für sich durchaus gut sei. Zweifellos stede tit der Rudolf Bogdan gehabt, welcher sich gestern dieserhalb vor dem Sie waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Eine dicht an dem Petition ein gesunder Kern. Stadtv. No stock bezweifelte die Schwurgericht des Landgerichts I zu verantworten hatte. Schon vor Unglückswagen liegende Leiche scheint die eines Knaben praktische Ausführung des Gedankens. Bürgermeister Matting Beginn der Verhandlung ereignete sich ein kleiner tragischer Zwischen zu sein. Die Kleider waren vom Körper gebrannt. Den hielt den Grundgedanken der Petition wohl für beachtenswert, be- fall. Dem die Anklagebehörde vertretenden Staatsanwalt Liebenow Körper selbst konnte man wegen der Hiße nicht erreichen tonte aber, daß der Petent sich seine Sache so leicht gemacht habe, war die Mitteilung zugegangen, daß der Angeklagte einen geladenen und er verbrannte infolgedessen zu Asche. Andre sind vermutlich auf daß die Eingabe keine ernste Diskussion verdiene. Die Mehrheit Revolver bei sich führe und geäußert habe, er werde sich vor den ähnliche Weise zu Asche geworden. Zwei Zeichen lagen kreuzweise machte denn auch durch einen Schlußantrag der Debatte ein Ende Augen des Gerichtshofes erschießen, falls die Sache schief gehe". übereinander. Die Kleider standen noch in Flammen, die Gesichter und ging über die Petition zur Tagesordnung über. Gegen die Kaum hatte der Angeklagte sich seines Ueberziehers entledigt und waren schwarz und schmerzverzerrt. Mehrere Leichen holte man aus Vorlage des Magistrats, dem Waisenhaus„ Stiftung Luise Andenken" denselben neben sich auf einen Stuhl gelegt, als ein Gerichtsdiener dem Wasser. Nach der letzten Drahtmeldung wird die Zahl der ein auf Westend gelegenes städtisches Grundstück unentgeltlich zu sich des Rockes bemächtigte und denselben durchsuchte. Ein Revolver Toten auf 25 geschäßt, während etwa 40 Personen, darunter einige übereignen, wandten sich die Stadtvv. Vogel( Soc.) und wurde nicht gefunden. Nun redete der Staatsanwalt dem Ange- gefährlich, verbrannt sind. Dr. Benzig( fr.); beide betonten den konfessionellen Charakter flagten freundlich zu, er möge doch den Revolver, wenn er einen der Stiftung und bezeichneten es als unmoralisch, aus solchen bei sich führe, herausgeben, sonst müsse er sich eine DurchMitteln der Bürgerschaft dieser privaten konfessionellen Anstalt ein fuchung gefallen lassen. Der Angeklagte mochte wohl das Nußlose Geschenk zu machen. Dagegen riet Bürgermeister Matting, die einer Weigerung einsehen, er griff in die hintere Tasche seines BeinAngelegenheit lediglich vom geschäftlichen Standpunkt aus zu betrachten; fleides, holte einen Revolver hervor und übergab ihn dem Gerichtses handle sich nicht um eine Schenkung, sondern um ein sehr be- diener. Es war eine Schußzwaffe schwersten Kalibers, mit 9 Millischeidenes Aequivalent. Nach längerer Debatte gelangte die Vorlage meter- Geschossen geladen. zur Annahme. Ebenso wurde eine Vorlage angenommen, welche die Darauf konnte in die Verhandlung eingetreten werden. Der Bedingungen regelt, unter denen auch nach dem 1. April, dem Tage Thatbestand, welcher der Anklage zu Grunde lag, war ein höchst eindes Inkrafttretens des Reichs Fleischbeschau- Gesezes, die Schlacht- facher. Der Angeklagte wurde im vorigen Sommer von Gläubigern vieh- und Fleisch beschau von der Stadtgemeinde für die bedrängt, verklagt und zum Offenbarungseid getrieben, nachdem die Polizei weiter ausgeübt werden soll. Bei der Vorlage betreffend Zwangsvollstreckung fruchtlos ausgefallen war. Er gab unter seinem die Schaffung einer neuen Kämmerer stelle stellte sich die Eide an, daß er nicht viel mehr besize, als er auf dem Leibe trage. Beschlußunfähigkeit der Versammlung heraus. Die Sigung mußte Aber schon kurze Zeit darauf strengte er gegen einen Buchhändler eine Klage an, der ihm eine nicht unbeträchtliche Summe schuldete. infolgedessen abgebrochen werden. Es stellte sich nach und nach heraus, daß er noch viele Außenstände dem Genossen Bädermeister und sonstige Guthaben besaß, die er bei Leistung des Offenbarungs- 28095 eides nicht angegeben hatte. Sein Einwand, daß er geglaubt habe, nur dasjenige angeben zu müssen, was positiv in seinem Besize sei, wurde als hinfällig bezeichnet. Nach Schluß der Beweisaufnahme hielt der Staatsanwalt auch für zweifellos, daß der Angeklagte sich des wissentlichen und nicht eines fahrlässigen Meineides schuldig gemacht habe. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage auch in diesem Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu einer Zucht- Sonntag, hausstrafe von 2 Jahren, wovon 6 Monate durch die erlittene Unterfuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Ein früherer Termin hatte aufgehoben werden müssen, weil der damalige Verteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Liebling I, am Tage vor dem Termin in Haft genommen worden war. Ja Wilmersdorf wurde gestern abend bei der Etatsberatung lebhaft über die Einstellung eines befoldeten Schöffen gestritten. Es waren vom Finanzausschuß 7500 M. in den Etat eingesetzt worden, weil der Amtsvorsteher erklärt hatte, daß die Last der Geschäfte die Einstellung eines befoldeten Beigeordneten notwendig mache. Die Gemeindevertretung lehnte jedoch die Forderung für diesen Zweck in nament9 Stimmen ab, weil licher Abstimmung mit 15 sie befürchtete, daß nach Bewilligung der die Position Stadtwerdung noch mehr in die Ferne gerückt werde. Die beantragten 7500 M. wurden dem Amtsvorsteher jedoch für die Einstellung einer juristisch vorgebildeten Hilfskraft zur Verfügung gestellt. gegen Ein Magistratssekretär als Arbeitgeber- Beisiger zum Gewerbegericht. Bei der am 25. November vollzogenen Wahl zum Gewerbegericht in Pankow wurde der Berliner Magistratssekretär Brandt als Arbeitgeber gewählt. Brandt hat in Pankow als Nebenerwerb ein photographisches Atelier. Von unsren Genossen wurde Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl des Brandt erhoben mit der Motivierung, daß der Hauptberuf und Haupterwerb des Brandt der eines Kommunalbeamten sei. Der BezirksAusschuß zu Potsdam wies den Einspruch mit folgenden Gründen zurüd: ach den angestellten Ermittelungen, insbesondere nach dem amtlichen Berichte des Vorsitzenden des Gewerbegerichts Pantow, ist es in Pankow ortsbekannt, daß Brandt Besizer eines photographischen Ateliers ist und mindestens einen Gehilfen beschäftigt. Die von dem Beschwerdeführer in Zweifel gezogene Arbeitgeber- Eigenschaft tann deshalb dem Brandt nicht bestritten werden, und es ist unerheblich, daß er außerdem in seinem Hauptberuf noch als Beamter im Dienste der Stadt Berlin steht." Die Entscheidung des Bezirksausschusses muß befremden, da juristische Gründe gar nicht angegeben sind. Man muß bei diesem Falle in Erwägung ziehen, daß B. bei der Gerichtsschreiberei des Gewerbegerichts in Berlin angestellt ist. Wie, wenn er nun fein Atelier in Berlin hätte und dort, wo er amtlich beschäftigt ist, als Arbeitgeber verklagt würde? Sinne. Die weitere Briefkaften der Redaktion. Otto Bengsch und andre. Sie find im Irrtum. In der Verhaben wir über den am Mittwoch wiederholten Vortrag bereits eingehender sammlung war ein Berichterstatter des Vorwärts" anwesend. Uebrigens berichtet, als er am 12. Januar zum erstenmal in einer Versammlung in Moabit gehalten wurde. Festina lente. Der Brieffaftenonkel bedauert Ihr unverschuldetes Bech und garantiert Ihnen im lokalen Teil des Vorwärts" für Sonntag eine glänzende Genugthuung. Bitte, wiederholen Sie trotz alledem Ihre Anfrage unter derselben Chiffre. Ein dreimal donnerndes Hoch sendet| Ernst Pfeiffer Der 487. Bezirk. Dem roten Bäder, Genossen Pfeiffer, F Jed. Freitag von mittags an: rische BlutWurst zu seinem 60. Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! daß die ganze Pappel- Alee und Leberwadelt.[ 28126] in bekannter tadelloser Qualität. R. R. F. H. Extra- Unterstützungskaffe für Buchbinder und verwandte Gewerbe. 15. März, vormitt. 10 Uhr, Melchiorstr. 15: General: Versammlung. Tagesordnung: 1. Borlegung des Jahresberichts. 2. Bericht der Revisoren. 3. Verschiedenes. 28206 Der Vorstand. J. A.: Herzhoff, Bors. Orts- Krankenkasse Schneider. Schneiderinnen Der Vorstand besteht aus 18 Mit28065 Berlin, 11 März 1903. Der Vorstand. Frau Reimann, Vorsitzende. Frau Link, Schriftführerin. Orts- Krankenkaffe für das das Ehepaar Bartsch völlig kalt geftelt war. Gin Töpfergewerbe zu Berlin. Dienstag, den 17. März 1903, abends 8 Uhr, im Lokale Rosenthalerstr. 57: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Abnahme der Jahresrechnung. Statutenänderung. Verschiedenes. 271/14 Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Arbeiter- Radfahrerverein " Berlin". Rich. Augustin, Lindenstr. 69 Hof parterre. " Vorwärts"-Haus. Frühstücks- und Mittagstisch. Sizungszimmer. Blutarme, schwächliche und genesende Personen trinken Santa Rosa feurig süsser Rotwein a Fl. 1,40 Mk. oder 816L* kräftiger, herber Rotwein a Fl. 1,25 Mk. Käuflich in allen durch Plakate kenntlich gemachten Niederlagen von Hermann Meyer& Co., Wattstrasse 11/12. Alle Gummiwaren! Irrigatorbecher 0,45 do. Emaille v. 0,65 Irrigatoren fompl. 0,90 Gummi- Unterlagen 0,50 rot, grau Basserdichtes Oeltuch für Wöchne rinnen Meter 1,80 Inhalat. Apparate 1,25 Stechbecken von 1,80 0,50 2,70 Damenbinden Dußend. Zinnspritzen mit geb. Rohr Auf Wunsch weibl. Bedienung. strasse 56b. G. Leisegang, ReinickendorferHolzrouleaux- Agenten habt Acht!!! Als Opfer dunkler Gerüchte kann der Großschlächtermeister Ernst Barsch gelten, der gestern wegen betrügerischen Bankrotts vor dem Schwurgericht am Landgericht II ſtand. Mit ihm waren feine Che- der frau Jda Barsch und der Großschlächtermeister Reinhold Blum in Wilhelmsberg wegen Beihilfe angeklagt. Barsch betrieb seit etwa 12 Jahren teils in Berlin, teils in andern Orten, gulegt in een und verwandter Gewerbe zu Berlin. zuletzt NeuDas Geschäft lautet von jetzt ab: Der§ 38 Abfak 1 des Statuts Afrikanischen Blutwein Hohenschönhausen eine Schweineschlächterei en gros. soll nie besonders gut gegangen sein, da sich zahlreiche große Außenstände als uneinziebar erwiesen; mit Hilfe von Verwandten war gliedern und 9 Stellvertretern." Bartsch aber immer im stande, seinen Verpflichtungen den ViehEnde November wurde kommissionären pünktlich nachzukommen. auf dem Viehhofe das Gerücht verbreitet, daß demnächst ein Schlächter B. aus Neu- Hohenschönhausen in Konkurs geraten werde". Von wem das Gerücht stammte, ist nicht aufgeklärt; genug, es war da und hatte zur Folge, daß dem Angeklagten Bartsch von den Viehkommissionären der Kredit abgeschnitten wurde. Folge war, daß Buchhalter eines Viehkommissionärs benachrichtigte auf Grund einer Unterhaltung, die er mit Frau Bartsch gehabt hatte, sämtliche Zehlendorf. Was ein Gymnasium alles fein fort! Gläubiger davon, daß B. seine Zahlungen einstelle und auf Antrag eines Gläubigers wurde der Konkurs eröffnet. Am 2. Dezember Am 1. März wurde hier der Grundstein zum hiesigen Gymnasium 1901 erschien der Gerichtsschreiber des zuständigen Amtsgerichts in gelegt. Zwei Weihesprüche von Pastoren bei den üblichen drei der Wohnung des Angeklagten und nahm ihn zu Protokoll über seine Hammerschlägen verdienen der Deffentlichkeit übergeben zu werden. Vermögensverhältnisse. Hierbei soll Barsch falsche Angaben gemacht Herr Pfarrer Kaiser von hier sagte dabei, Chriftum lieb haben und namentliche eine große Summe verschwiegen haben, die er in Geist besser denn alles Wissen. Pfarrer Plaß, Direktor des Berliner meinschaft mit seiner Ehefrau dem Angeklagten Blum zur AufErziehungshauses am Urban, nannte den Bau ein Bollwerk gegen bewahrung übergeben hatte. Die Beweisaufnahme, zu der die die Mächte der Finsternis, die Thron und Altar bedrohen, einen Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Schwindt und Referendar Dr. Vorhof zum ewigen Vaterhause, eine Pflanzstätte freier, selbst Bauer eine Reihe von Entlastungszeugen geladen hatten, gestaltete thätiger, wissenschaftlicher Forschung, nationaler Gefimung und chrift fich für die Angeklagten, insbesondere für die beiden letzten, nicht licher Gesittung. Ein Glück für Zehlendorf, daß wenigstens die ungünstig. Nach den Bekundungen des Konkursverwalters Goedel Pastoren gegenüber dem Umsturz die Augen immer noch offen halten, werden, wenn eine bestrittene Forderung in Höhe von 16 500 m. sonst wäre es für Zehlendorf sehr bedenklich. abzurechnen ist, für die Gläubiger 100 Proz., ivenn jene Forderung Johannisthal. Die Schaffung einer Rektorenstelle an der hiesigen aber anerkannt werden müßte, noch über 60 Proz. herauskommen. Gemeindeschule ist von der Gemeindevertretung beschlossen worden. Auf Grund der Ergebnisse der Beweisaufnahme beantragten die Ver- tag, Dem bisherigen Hauptlehrer wird das Amt als Rektor übertragen; teidiger das Nichtschuldig gegen die drei Angeklagten und die Ge- im bei einem eventuellen späteren Rücktritt desselben muß die Stelle schworenen gaben nach ganz kurzer Beratung ihren Wahrspruch in berger Allee 11-13. Jedes Mitglied Mit der von der diesem Sinne ab. Der Gerichtshof erkannte demgemäß auf Freihat mit einem geprüften Rektor besetzt werden. Regierung geforderten Schaffung einer neuen Lehrstelle erklärt sich die fprechung. Der Angeklagte Barsch hatte über 2 Monate in Gemeindevertretung einverstanden, wenn die Regierung die nötigen Untersuchungshaft gefeffen, aus welcher er f. 3. gegen SicherheitsWrittel bewilligt und die Stelle mit einem Lehrer, anstatt der vor- leistung in Höhe von 10 000 M. entlassen worden ist. geschlagenen Lehrerin, bejezt, um einmal mehr Lehrstunden zu er Ungültige Polizeiverordnung. Eine Oberpräsidial- Borordnung zielen und um dann auch die frei werdende Dienstwohnung wieder für Schlesien vom 8. Oktober 1883 schreibt vor, daß, wer mit Hilfe jezige Inhaberin derselben, zu von Pferd und Wagen ein Gewerbe im Umherziehen betreibt, alldief Lehrerin, dieselbe aufgeben muß, weil die Regierung nicht monatlich seine Pferde von einem beamteten Tierarzt untersuchen duldet, daß die unverheiratete mit Lehrerin mehreren lassen muß und ein Kontrollbuch bei sich zu führen hat, worin der unverheirateten Lehrern unter einem Dache wohnt. Ein für die Untersuchungsbefund angegeben sei. Wegen Vergehens gegen diese Kirche recht bezeichnendes Verhältnis besteht hier zwischen der Vorschriften war ein Herr Broziat angeklagt worden, er wurde jedoch Kirchengemeinde und der Schule über die Aula im Schulgebäude freigesprochen und das Kammergericht verwarf die hiergegen eingehat nämlich die Schule tein Verfügungsrecht, da die Kirchengemeinde legte Revision der Staatsanwaltschaft mit folgender Begründung: dasselbe für sich in Anspruch nimmt. Sie leitet dies vermeintliche Jene Vorschriften der Polizeiverordnung des Oberpräsidenten seien dient daraus her, daß die Regierung zum Bau des Schulgebäudes rechts ungültig. denn sie verstießen gegen das Reich Dr. Simmel, Str. 41. Abholen und Wiederbringen der Betten 10 000 M. unter der Bedingung beigesteuert haben soll, daß die Viehfeuchengeset. Nun sage die Staatsanwaltschaft, sie habe gar Aula zu kirchlichen Zwecken benutzt werden könne.. Unmöglich nicht behauptet, daß die Verordnung ihre rechtliche Grundlage im fann doch die Rgierung damit bezweckt haben wollen, der Kirchengemeinde Viehseuchengeset habe, sondern, daß sie sie in den§§ 6 und 12 des das alleinige Verfügungsrecht über die Aula zu übertragen. Polizei- Verwaltungsgesetzes finde. Dem sei entgegen zu halten, 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4. Retzlaff, Buttfedern Specialgesch., So wird denn auch der Gesangsunterricht in den unteren Klassen, daß allerdings auf Grund der§§ 6 und 12 des Polizei- Verwaltungsbei welchen zwei Klassen zusammengelegt werden, in einem Klaffen gefebes im Rahmen des§ 10 II 17 Allgemeinen Landrechts Polizeizimmer erteilt, so daß über hundert Kinder in einem Zimmer zu Verordnungen zur Abwendung einer Gefahr erlassen werden könnten. sammen gepfercht eine Stunde aushalten müssen, ein großer Teil Alls eine solche drohende Gefahr könne nun hier nur die Verbreitung Eingang Thaerstraße, vor der Schwarzen Brücke. davon stehend. Unfre Vertreter werden jedenfalls das Ihrige thun, von Vichseuchen in Frage kommen. Diese Materie sei aber erum diesem Mißstand zu beseitigen. schöpfend durch das Reichs- Vichfeuchengefes geregelt, so daß auf Rindfleisch gefocht Pfd. 30 Pf. Die Schmargendorfer Gemeindevertretung überwies in ihrer diesem Gebiete( neben den etwa durch dies Gesetz zugelassenen Sigung am 9. d. M. das ausgearbeitete Projekt zum Bau einer Verordnungen) Polizei verordnungen nicht zulässig Schweinefleisch dto. Brühe gratis. Turnhalle, die mit einem Feuerwehrdepot und einem Desinfektions- feien. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. üdruderei fönnen, da die Bon heute ab jeden Freiabends 9 Uhr: Reigenfahren Böhmischen Brauhause, Landsdas Recht, daran teilzunehmen. Sonnabend 9 Uhr: Hallesches Thor. Sonntag 2 Uhr: Brandenburger Thor nach Pichelswerder bei Freund. 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