Nr. 63. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags= Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile. oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Insecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Zum Krankenkassentage. Sonntag, den 15. März 1903. Eine imperialistische Reise. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferniurecher: Amt IV. 9r. 1984. " um aus Prinzip zu fordern, daß man ihrer eignen Zeitung die- Cronje und den Boeren im Westen Transvaals hat sehr viel zur jenigen Organisationen überläßt, die einzig und allein ihren Inter- Berichtigung seiner Ansichten beigetragen. Man fönnte eine ganze essen dienen sollen. Und da die Delegierten des Krankenkassentages Liste dieser Korrekturen aufstellen. In Natal und Pretoria meinte Diesen Sonntag treten in Berlin die Abgesandten deutscher ihrer Mehrzahl nach den Kreisen des Klassenbewußten Proletariats er, der Strieg sei unvermeidlich gewefen. In Weyburg, Lichten= Diesen Sonntag treten in Berlin die Abgesandten deutscher angehören werden, so wird auch die Frage des Selbstverwaltungs- burg usw. kam er zur Ueberzeugung, daß der Krieg nur die Folge Krankenkassen zusammen, um in lekter Stunde nochmals als die rechtes auf der Tagung von diesem prinzipiellen Gesichtspunkte be- Völkern war. Die Boerenberachtung, mit der er sich nach Südafrika von Mißverständnissen und des tiefen Mißtrauens zwischen den beiden Berufensten auszusprechen, was sie von der Revision des Kranken- handelt werden. Gerade in diesem Punkte sind auch die grundfäß- cinschiffte, schwand in dem Maße, als seine Bekanntschaft mit den Versicherungsgesetzes erwarten. An 1000 Teilnehmer find zu erlichsten Gegensäße vorhanden. Die Scharfmacherei, die jest wieder wirklichen Verhältnissen zunahm, so daß er in Simberley die warten, die Stadt Berlin ist der Bedeutung der Veranstaltung mit so drängendem Eifer betrieben wird, findet ihre Erklärung in holländischen Elemente auf die gleiche Stufe mit den Briten stellte. gerecht geworden durch die Bewilligung von 3000 M. für den dem teils bewußten, teils unbewußten Widerstreben gegen die Selbst- Am Rand sprach er sich ungünstig über die Selbstregierung aus; in Kongreß, und es ist gewiß, daß die städtischen Behörden sich offiziell ständigkeitsregungen der Arbeiterklasse. Man kann es nicht ver- Betschuanaland pries er dagegen die freien Institutionen und wies die vertreten lassen werden. Auch wir würdigen die Zusammenkunft und winden, daß es mit der patriarchalischen Bevormundung, mit dem Zumutung der Loyalisten, in die Selbstverwaltung der Stopkolonie die Vereinigung der deutschen Strankenkassen vollauf und begrüßen sie Herrenrechte der Privilegierten zu Ende gehen soll, daß ein Arbeiter einzugreifen, ganz energisch ab. zu ihrer Arbeit, indem wir aufs neue der Hoffnung Ausdruck geben, oder Geselle ein entscheidendes Wort solle mitsprechen dürfen in Aufgaben lösen. Er nahm sich vor, die Boeren mit den neuen Zu Mr. Chamberlain wollte mit seiner Reise hauptsächlich folgende daß die planmäßige Organisierung der deutschen Krankenkassen ein Dingen, die ihn angehen. Das spielt auch bei den Beschwerden der ständen einigermaßen auszuföhnen; dann die Goldmagnaten zu be Mittel werden möge zur Förderung des Proletariats, sur Stärkung Aerzte gegen die Krankenkassen feine kleine Rolle. So entschieden wegen, zu den Striegskosten beizutragen; ferner die jüdafrikaniſche desselben in seinem Befreiungskampfe. Leute, die sich über den wir es ablehnen, daß durch das Kranken- Versicherungsgesetz die Arbeiterfrage", d. H. die Zufuhr von Arbeitskräften für die Goldengen Rahmen politischer Parteischablone niemals erheben können, anzuerkennende wirtschaftliche Notlage der Aerzte behoben werden industrie zu studieren; schließlich die Loyalisten zu beruhigen und die alle Erscheinungen des öffentlichen Lebens unter den Gefichtspunkt soll oder auch nur behoben werden könnte, so gern geben wir zu, daß ihnen klar zu machen, daß sie sich im Interesse des britischen Empires der gegenwärtigen Privilegienwirtschaft bringen, und die sich vor wohl innerhalb gewiffer Grenzen auch auf die Interessen der Aerzte mit den holländischen Elementen vertragen müßten. allem nicht in die Thatsache finden können, daß die Arbeiterklasse in der Stranken- Versicherung mehr als bisher Rücksicht genommen weiße Völker gelungen ist, läßt sich selbstverständlich noch nicht zu eignem selbständigem Leben erwacht ist, die das Recht der Selbst werden kann. Aber so sehr auch die Herren es müde sein mögen, fager. So viel steht vorläufig fest, daß das große Lob, das ChamberBie weit ihm die Beruhigung und Aussöhnung der beiden bestimmung für sich in Anspruch nimmt, können in diesem Worte nichts weiter sehen, wie den Ausdruck des Strebens, die Kranken- fich von Arbeitern und Gesellen Vorschriften machen zu lassen, wie lain den Boeren erteilte, es den Loyalisten leichter machen wird, Taffen in den Dienst einer politischen Partei stellen zu wollen. Wir mit dieser Thatsache müssen sie sich abfinden, und in diesem Punkte Elemente nach und nach aufzugeben. Die South African News" am vorigen Sonntag der Herr Dr. Hartmann aus Leipzig grollte: ihre stupiden Vorurteile über die Minderwertigkeit der holländischen find nicht so kurzsichtig, das zu wollen. Das wäre nicht nur ein machen wir gar keine Konzessionen; die Arbeiter und Gesellen find die die Verhältnisse genau kennen, drücken sich über diesen Punkt aussichtsloses, sondern auch ein schädliches Unternehmen. Die Strankenkassen haben keine politischen, sondern lediglich hygienische zur Selbständigkeit erwacht und sie werden es sich nicht nehmen folgendermaßen aus:„ Durch seine letzten Reden hat Chamberlain Strankenkassen haben keine politischen, sondern lediglich hygienische lassen, in ihren eignen Angelegenheiten selbst zu entscheiden und eine Revolution in den Methoden der politischen Kontroverſen in Aufgaben und nur tvenn sie diesen Aufgaben durch nichts entfremdet als Stafsenvertreter erforderlichen Falles auch den Aerzten Vorschriften Südafrika hervorgebracht. Es wird unsern Zingoes nicht mehr ge werden, dann erfüllen sie ihre Mission, der Arbeiterklasse zu zu machen. Das schließt nicht aus, daß den Aerzten als Angestellten ingen, den Boer als einen uncivilifierten Raufbold, als einen Ber dienen. Der Arbeiterklasse, den Versicherten, sollen die Kassen dienen, der Kaffen dieselben Rechte und derselbe Schuß gegen Willkürlichkeiten oder als einen Menschen, der der Bürgerrechte eines freien Landes und nur diesen allein. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, be- zu teil wird, wie wir es für andre Angestellte fordern, doch den nicht würdig wäre. Gegenüber allen derartigen Anklagen wird es darf jedoch die Krankenversicherung eines weit größeren Rahmens Hochmut müssen die Herren fahren lassen, sich gegen eine Ordnung genügen, auf das glänzende Zeugnis hinzuweisen, das der anerals er ihr heute gegeben ist; sie muß das gesamte arbeitende Volt desiegen aufzulehnen, weil Arbeiter und Gesellen dabei ein ent- kannte Führer der britischen Imperialisten den Boeren ausgestellt umfaffen. Sie bedarf einer planmäßigen Organisierung, eines größe- scheidendes Wort zu sprechen haben. hat. Man fann die Wichtigkeit dieser Thatsache kaum überschäzen." ren Einwirkungsrechtes auf Angelegenheiten der Bollshygiene, scheidendes Wort zu sprechen haben. Der Krankenkassentag wird noch einmal als Vertreter von 3 ist ferner wahrscheinlich, daß eine permanente Beruhigung in größerer Mittel und der vollen Selbstverwaltung der Versicherten. Hunderttausenden Versicherter deren Forderungen für eine Ber- Südafrika eintreten wird, wenn die britische Regierung gleichmäßig Diese Forderungen find von den Versicherten selber durch ihre Organe, befferung des Versicherungswesens erheben. Man höre sie und be- über die Intereſſen der Boeren und Briten wacht und freiheitliche auf ihren Zusammenfünften, teils in fafuistischer Einzelaufzählung, achte ihre Wünsche. Grundfäße zur Geltung bringt. Die Erfahrungen, die Chamberlain teils in allgemein grundsäßlicher Form schon seit Jahren erhoben auf seiner Afrikafahrt gesammelt, werden eine solche Politik erworden und sie haben, soweit es das Gesetz ihnen gestattet, selbst leichtern. Dagegen ist für eine weise Arbeiterpolitik in Südafrika schon praktisch nach diesem Ziele gearbeitet. Sie haben die außer noch sehr wenig gethan worden. Die Goldindustrie leidet an einem Mangel an Arbeitskräften, und zivar aus folgenden Gründen: Viele ordentlich mangelhafte Organisation der Kassen durch Vereinigungen zu ergänzen versucht, obwohl ihnen dabei mancherlei Schwierigkeiten der Eingeborenen wurden gegen verhältnismäßig hohe Bezahlung mb. London, 12. März. in den Weg gelegt wurden; die Versicherten haben ihre geschlichen von den Briten im Striege gegen die Boeren verwendet und sparten Würden Mut und Beredtsamkeit genügen, Staatsmänner zu Geldg, um eine Zeit lang ohne Lohnarbeit leben zu können; Rechte in der Verwaltung wahrzunehmen begonnen und nach Mög- bedeutendsten. Er gab einen Beweis großen Mutes, als er vor drei schließlich infolge der allgemeinen Unsicherheit, die jeder Krieg nach machen, Mr. Joseph Chamberlain wäre sicherlich einer der dann haben die Goldmagnaten die Löhne bedeutend herabgefekt; lichkeit versucht, die Leistungen der Kassen zu heben. So schöne Er- Monaten die Heimat verließ, um den Schauplatz seiner ruhmlosen sich zicht. Die Geldintereffenten verlangten deshalb von der Refolge damit auch erzielt worden sind, so ist doch das alles noch ganz Thaten zu besichtigen, und unter seinen Reden in Südafrika giebt gierung, die Eingeborenen zur Arbeit zu zwingen oder die Einungenügend gegenüber der Aufgabe, die erfüllt werden sollte und es einige, die von hinreißender imperialistischer Leidenschaft zeugen. anderung von Chinesen zu erleichtern. Die öffentliche Meinung erfüllt werden kann. Dazu muß das Gesetz die Grundlage schaffen. Die alte liberale Kultur Englands hinterließ einen Schaß von Frei- in England ist gegen beide Maßregeln, überhaupt gegen ZwangsAuf der bisherigen gesetzlichen Grundlage ist kein wesentlicher Fort- heitsgedanken und rednerischen Formen, die in den Dienst des arbeit, die nur ein a:: derer Name ist für Eflaverei. Die Forderung schritt mehr möglich. Imperialismus gestellt werden und ihm den blendenden Schein einer der Goldindustrie wird von der Saturday Review" vertreten, Der Erkenntnis, daß die Kranken- Versicherung eine große Auf- civilisatorischen Mission verleihen. Mr. Chamberlain ſchöpft reichlich während die öffentliche Meinung besonders von Sir William Harcourt gabe auf dem Gebiete der Volksgesundheitspflege zu erfüllen hat, aus diesem Schake. Es war nicht mehr der Mann, der so viel zum verteidigt wird. Die Hauptargumente für und wider sind auch für Ausbruch des dreijährigen blutigen Stonflikts beitrug, sondern der verschließt man sich auch außerhalb des Kreises der Versicherten nicht. Pionier eines neuen geschichtlichen Abschnitts, der einen isolierten und die socialistische Theorie interessant. Die„ Saturday Review" vont Aber allerlei politische und sonstige, auch finanzielle Rücksichten ver- fulturfähigen Stamm in ein Weltreich der Freiheit, der Handels- Südafrikanischen Kolonien nur durch eine hohe Dividende ziehen, hindern es, diese Erkenntnis durch geeignete gefeggeberische Maß- blüte und des Friedens einverleiben will. Dieser gewandten Ver- deshalb muß unter anderen Dingen die Arbeitskraft( labour) billig regeln in die That umzusehen und diesen Rücksichten ist die Mangel- bindung von persönlichen Eigenschaften mit weiten politischen Ge- und leicht zu haben sein." Dagegen erklärt Sir William Hercourt haftigkeit der bestehenden Kranken- Versicherung zu danken, wie ihnen fichtspunkten verdankt der britische Kolonialminister den äußern Er- in den" Times" vom 5. Februar( Seite 6):" Die schwierigste und auch die Armseligkeit der Reform" zu danken ist, die durch die dem folg seiner Afrikafahrt und den staatsmännischen Ruf, den er jetzt fritischste aller südafrikanischen Fragen ist die Behandlung der eingeborenen Raffen, für deren Wohlfahrt wir nunmehr verantwortlich Reichstage vorliegende Novelle herbeigeführt werden soll. Trotzdem im britischen Empire genießt. Er ist der Stolz der weitaus großen find. Die Art und Weise, wie die britische Nation und die britische dieser eigenartigen, illusionsreichen Rasse, man ſeit Jahren die Notwendigkeit gründlicher Reformen des Gesetzes die ihre erfolgreichen Freibeuter zu Trägern der Menschen- Regierung sich dieser Berantwortlichkeit entledigen, wird der Maßzanerkennt und sich seit Jahren damit beschäftigt, ist nun doch befreiung macht. Andere Hassen leisten darin ja auch bedeutendes, stab sein, nach dem sie von der Welt beurteilt werden... nichts als eine kleine Flickerei zu stande gekommen, unter Umständen, aber nirgends wird die Heiligsprechung mit so viel Naivetät und giebt tein politisches Prinzip, das unbestreitbarer ist als dies: Die Handelsblüte, der Reichtum und die Stärke die eine gründliche Reformarbeit von vornherein ausschließen. So gutem Glauben vollzogen wie bei den Briten. sehr sich auch die Reichstagskommission noch um Verbesserungen der Mr. Chamberlain hat unter seinen Mitbürgern keinen Feind einer Nation hängt bon dem Zustand und der Zu= friedenheit derjenigen Klasse ab, auf deren Regierungsvorlage im einzelnen bemühen mag, so kann sie doch über mehr. Seine Bewegungen und Aeußerungen in Südafrika werden Arbeit die ganze Ordnung in lester Instanz bes den Rahmen, den die Vorlage der Reform gegeben, nicht hinaus- von der englischen Presse mit epischer Breite verzeichnet. Spalten- ruht." Mr. Chamberlain beschäftigte sich mit dieser Frage in seiner kommen, weil die Zeit dazu mangelt. Eine so umfassende Reform, lange Kabeldepeschen berichteten über alles, was er that und sagte wie wir sie fordern, und wie sie auch von den Versicherten und und einige Wochen hindurch kommentierte darüber Tag um Tag der Johannesburger Rede vom 13. Januar 1903, wobei ihm die direkte, Leitartikler der„ Times". Und am 25. Februar nahm Rudyard schneidige Medeweise, deren er sich gegenüber Dewet und Nichter ihren Vertretern gefordert wird, kann keine Augenblicksarbeit sein. Aber die Kranken- Versicherung kann den Aufgaben, die wir ihr Kipling die Abschiedsrede Chamberlains von Kapstadt zum Terie Herzog bediente, ganz abbanden gekommen war, denn es lagen that und schrieb The Settler". ein Gedicht, das an rhythmischer fächlich zwei ganz entgegengesette Versionen jener Rede vor: cine stellen, nicht gerecht werden ohne prinzipielle Aenderungen des Ge- Schönheit und edlem menschlichen Empfinden sich den besten für und die ander: gegen die chinesische Einwanderung. Das einzig sezes. Man kann wohl als Fortschritt begrüßen, was die Novelle Schöpfungen dieses imperialistischen Sängers anschließt. Lord Rose- greifbare und sichere Ergebnis feiner Reise ist die sehr schwere finanzielle Belastung Transvaals und zum Teil auch der Oranjes hinsichtlich der Erhöhung der Leistungen der Kassen vorschlägt, man bery und Mr. Asquith priesen in öffentlichen Versammlingen den tolonie. Am 17. Januar 1903 machte Mr. Chamberlain in Johannesdarf sich jedoch dabei der Erwägung nicht verschließen, daß die jebige großen Mut des Kolonialminiſters; Sir William Harcourt schrieb burg folgende Anandigung: 1. Transvaal und Oranjekolonie nehmen Be- burg geringfügige Aenderung auf Jahre hinaus ein Hindernis für gründ- über ihn in den„ Times" vom 5. Februar:" Mit Intereſſe und Be unter Garantie Englands eine Anleihe von 35 Millionen Pfund liche Reformen bilden wird, und wenn daneben die vorgeschlagenen friedigung haben wir alle den Fortschritt verfolgt, den Mr. Chamber Sterling auf, um die Schulden Transvaals einzulösen, die vorhande lain in der Herstellung guter Beziehungen zwischen den beiden weiteren Eingriffe in die keineswegs vollkommene Selbstverwaltung weißen Raffen machte. Viele Fragen wurden von ihm in einem nen Bahnlinien zu erwerben, neue Linien in beiden Kolonien zu der Kassen mit in Kauf genommen werden sollten, so scheint uns die Geiste gelöst, den wir alle billigen und bewundern." Sogar feine eine Anleihe von 30 Millionen auf, die als Kriegsbeitrag an England bauen, sowie öffentliche Arbeiten auszuführen; 2. Transvaal nimmt Frage wohl noch der Erwägung wert, ob dieser tranke Sperling in heftigsten Gegner wie Bryce, Morley und Birrell erklärten, daß er in jährlichen Staten von je 10 Millionen Pfund Sterling zu zahlen feine Aufgabe in würdevoller Weise erfüllte und daß die liberale Den eroberten Kolonien würde Die Frage der Selbstverwaltung in weitestem Umfange ist uns Partei bereit sei, alle Verpflichtungen zu honorieren, die er in; sie wird zu 4 Proz. verzinst. demgemäß eine Schuldenlast von 65 Millionen Pfund Sterling eine prinzipielle; darin wissen wir uns einig mit den Versicherten Südafrika eingegangen ist, indem angenommen wird, daß sie den( 1300 Millionen Mark) auferlegt, für die sie 2,7 Millionen Pfund und wir sind überzeugt, daß auch der Krankenkassentag diese Frage Zweck haben, Frieden und Handelsblüte in jenem Teile der Welt Sterling( 54 Millionen Mark) jährlich an Zinsen zu zahlen haben herzustellen. Und der„ South African News", eine boeren und als prinzipielle behandeln wird. Die Besucher des KrankenkassenDies bedeutet eine Erhöhung der Steuern eine größere tages wissen als Praktiker nur zu gut, welche praktische Bedeutung arbeiterfreundliche Zeitung von Kapstadt, schreibt unterm 2. Februar: Stomplikation der Regierungsmaschinerie, die aber nur dann ohne allzu „ Die Haltung Mr. Chamberlains im Westen Transvaals und in die unbeschränkte Selbstverwaltung für das Wohl der Versicherten Betfchuanaland war so ausgezeichnet, daß sie gar nicht besser sein große Reibung wird funktionieren können, wenn die Boeren zur hat, wie nur durch die Versicherten selber die Krankenkassen in dem fonnte. Aber in Kimberley hat er sich übertroffen. Während seiner Als mutiger und beredter Geschäftsmann hat sich Chamberlain gegebenen Rahmen zur höchſten Leiſtungsfähigkeit zu entwickeln und ganzen Reiſe hat er keine mutigere Rede gehalten als in Kimberley. auf seiner imperialistischen Reise wohl bewährt. Die Erhaltung der so zu einer wahrhaft fegensreichen Einrichtung für die Versicherten Es war mutig von ihm, gerade in dieser Stadt den Charaktereigen Stolonien, die Absorption der Boeren durch das britische Empire wird zu gestalten sind. Alle andern Elemente treten diefem Ziele nur fchaften der holländischen Elemente einen glänzenden Tribut zu eine Leistung staatsmännischer Arbeit sein, die der bereits 67jährige störend in den Weg, indem sic andre Zwede mit der Versicherung sollen. verquicken wollen. Aber nicht nur um die praktische Bedeutung der Chamberlain hat auf seiner Afritafahrt manches gelernt, und war Bis zu einem gewissen Grade ist dieses Lob gerechtfertigt. Chamberlain für seine Person nicht mehr wird vollbringen können. Selbstverwaltung für die Leistungsfähigkeit der Stassen handelt es auch mannhaft genug, dies anzuerkennen. Es ging ihm wie dem London, 14. März. Chamberlain ist heute mittag furz nach sich; es handelt sich auch darum, daß die denkenden deutschen Arbeiter Bileam in der Bibel. Die Kinder Israels in Johannesburg riefen 12 Uhr hier eingetroffen. Bei der Landung wurden dem Minister sich nicht mehr bevormunden lassen wollen. Das demokratische Selbst ihn nach Südafrika, um den Boeren zu fluchen, und er endigte damit, enthusiastische Huldigungen dargebracht. In seiner Antwort auf eine bewußtsein ist in der deutschen Arbeitertlajje start genug gesporden, daß er sie fegnen mußte. Sein persönlicher Verkehr mit Delarey, I Adresse jagte Chamberlain, er hoffe viel gelernt zu haben in Südafrika, der Hand die Mühe des Festhaltens lohnt. Mehrheit der Briten, # werden. Verwaltung hinzugezogen werden. " Es dessen Geschichte infolge der entgegengesetzten Ideale der Holländer| spricht auch der Umstand, daß am Schlusse der Freitag- Sigung der ausführung durchaus nicht eingegangen würde. Vielmehr könne, und Engländer stürmisch gewesen sei. Er glaube aber, daß nunmehr Präsident in der Zweiten Kammer erklärte, daß er, da er in der wenn die Vorarbeiten beendet seien und die erste Baurate verlangt ein dauernder Friede hergestellt sei. Er warnte vor ciner Ueber- nächsten Woche von den Arbeiten in den Sektionen in Anspruch ge- würde, immer noch die Entscheidung getroffen werden, wie es dent schätzung der thatsächlich erzielten Resultate seiner Mission. Der nommen werde, nicht bestimmen könne, ob die folgende Sigung vor Abgeordnetenhause beliebe. Hiergegen wurde eingewendet, daß bei Fortschritt müsse langsam, aber sicher sein. Man könne ruhig die oder nach Ostern stattfinden werde. der Forderung der ersten Baurate für den Homburger Versicherungen der Boerenführer annehmen, daß sie in Zukunft ihren Die Protestbewegung, geleitet von dem centralen Abwehrkomitee, Bahnhof, welche vom Abgeordnetenhause abgelehnt war, ein Platz als Mitglieder des Reiches, dem sie angehören, loyal aus wird in der intensivsten Weise fortgesetzt, die Aufklärung über die Antrag Krieger Königsberg, eine Million zu Vorfüllen würden. schändlichen Pläne der Regierung und der Kammermehrheit bis in arbeiten zu bewilligen, von den Konservativen die dunkelsten Winkel des Landes getragen. Die fortdauernd gerade mit dem Argument bekämpft sei, daß man sich durch Bedespotische, rigorose Haltung der Eisenbahn- Gesellschaften gegen ihre willigung der Vorarbeitungskosten für den Bau des Bahnhofs Angestellten dürfte ebenfalls dazu beitragen, den Widerstand gegen überhaupt engagiere. die Zwangsgefeße zu stärken. Die moralisch verwerfliche Haltung Die Kosten für die Vorarbeiten wurden alsdann von aber, die die christliche Regierung den Interpellationen gegenüber der Majorität bewilligt. Man hat sich damit also für einen Millionenbau verpflichtet, ohne auch nur zu wissen, ob dieser Germanisierungspalast Staatseigentum bleiben wird! Politifche Uebersicht. Reichstag. Berlin, den 14. März. " Der Etat für Kiautschon wurde am Sonnabend ohne grund- gezeigt hat, findet nun auch in den Kreiſen ihrer eignen Partei scharfe und wohlbegründete Verurteilung. So schreibt der fäßliche Erörterung bewilligt. Die Debatte hielt sich ganz in den Christen Demokrat", nachdem er dargelegt hat, daß die Bahnen der Kommissionsverhandlungen, berührte die Einfuhrstatistik, Regierung davon überzeugt ist, daß die Eisenbahn- Inwieweit übrigens der Aufenthalt des Hofes in Posen zur die Gesundheitsverhältnisse der Pachtung und die versprochene Er- Gesellschaften ihren Arbeitern schweres Unrecht angethan haben: Germanisierung beitragen soll, ist uns ein Rätsel. Die Schaffung richtung von Kursen über das Kolonialrecht an der Berliner Ausgehend von diesem durch die Regierung eingenommenen etlicher Hofjuweliere und Hofbarbiere kann doch unmöglich zur Universität. Sie endete mit der Annahme der KommissionsStandpunkt, daß die Direktionen sich einer gröblichen Pflicht- Germanisierung allzuviel beitragen. Oder schreibt man vielleicht beschlüsse. versäummis schuldig gemacht haben und daß sie also a itein die öfteren Straßensperrungen eine besondere Wirkung nach dieser Ursache von dem Geschehenen sind, hätte man Maßregeln, Richtung hin zu? Oder glaubt man, die polnische Bevölkerung wisse traffe Maßregeln gegen die schuldigen Direktionen erwarten können schon die Größe des Opfers" eines wochenlangen Aufenthalts zur Vorbeugung der von der Regierung als ernst bezeichneten unter ihr so tief zu würdigen? Gefahr. Doch gerade das Gegenteil schen wir geschehen. Nicht die schuldigen Direktionen werden mit Strafe bedroht, sondern gerade umgekehrt. Arbeiter, die bereits die Schlachtopfer des Unrechts find, das ihnen angethan wurde. Thörichter kann man's doch eigentlich nicht machen. Nehmen wir an was wir aber nicht zugeben die Arbeiter hätten wirklich am 31. Januar ( Eisenbahnerstreit) eine strafbare Handlung begangen, also mur während eines einzigen Tages, sind sie dann nicht nach dem eignen Urteil der Regierung dazu provoziert worden durch die Direktionen, die jahrelang die Rechte der Arbeiter verlegt haben? Uns düukt, der herzloseste Richter hätte zu diesem Schluß Tommen müssen." Auch der Marine- Etat hielt nicht mehr lange auf. Ohne das Eingreifen des Staatssekretärs v. Tirpis, der in letzter Stunde versuchte, die ertrinkende Forderung des Reichs- Marinepalastes aus dem Wasser zu ziehen, wäre es kaum zu einer Erörterung geTommen. So sah sich Genofie Singer veranlaßt, dem Staatssekretär scharf entgegenzutreten und aus seiner genauen Senntnis der Sachlage heraus, die Unsinnigkeit des Verlangens nachzuweisen, das Gebäude für das Neichs- Marineamt in der teuersten Gegend Berlins, in der Bellevuestraße, zu errichten. Die groteske Befürchtung des Herrn v. Tirpiz, daß eine Schlacht verloren gehen könne, weil er 10 Minuten länger zum Reichskanzler zu fahren hätte, wurde von unsrem Redner mit verdientemt Spott behandelt. Dabei wies Singer auf die anti- berlinischen Strömungen hin, die sich wie im Abgeordnetenhause auch in der Budgetkommission des Reichstags gezeigt haben und erinnerte an jene merkwürdige Kabinettsorder, die der Stadt Berlin den Bau der Untergrundbahn vom Potsdamer Platz aus nach dem Alexanderplatz mit der aus drücklichen Bemerkung untersagt hat, daß die Linie für Siemens u. Halske reserviert werde, damit die Hochbahn rentabel wird. Unser Redner regte an, das Gebäude auf fiskalischem Gelände zu errichten und deutete dabei auf das Gartenterrain der Ministerien in der Wilhelmstraße hin, das nach der Königgrägerstraße reicht. Man sieht hieraus wieder, wie schwach, schon allein vom fittlichen Standpunkt aus betrachtet, die Position der Regierung ist, welche Waffen sie unſren Genossen für ihre Agitation geliefert hat. Jeder, der nicht ganz verblendet ist vom Autoritätsfanatismus, muß nach Darlegung des einfachen Sachverhalts erkennen, daß das Recht in diesem Streit auf seiten der Arbeiterschaft ist. Neue Irrlehren. In der Freisinnigen Zeitung" lesen wir: " Socialistenspiegel". Unter diesem Titel ist socben ein kleines A B C- Buch erschienen, welches auf 6 Druckbogen in 90 Ileineren und größeren Auffäßen die Socialdemokratie charakterisiert. Es wird der Zukunftsstaat in seinen Wirkungen auf die einzelnen Erwerbstlassen und der Uebergang zum Zukunftsstaat, entsprechend der Darstellung der Socialisten, unter Benutzung der neueren Schriften von Sautsky(„ Am Tage nach der Revolution") und der das socialistische Programm zersezenden Kritik von Eduard Bernstein geschildert. Der„ Socialistenspiegel" behandelt weiterhin das Verhalten der Socialdemokratie in der Gegenwart zu den bürgerlichen Parteien, kennzeichnet die Stellung derselben im Reichstage, insbesondere auch bei der Obstruktion gegen das 3olltarif Gefeß. Auch werden die landläufigen wahrheitswidrigen Beschuldigungen und Verleumdungen, welche die Socialdemokratie in ihrer Presse und und in Ber fammlungen gegen die Freifinnige Volkspartei besonders vorbringt, im einzelnen widerlegt." " Ferner schreibt uns unser Amsterdamer Korresondent: Gegen Genosse van der Goes ist Strafverfolgung einDa wird der wadere Totengräber des Freisinns wieder wie bei geleitet wegen seiner in der Versammlung des Milizbundes gethanen seiner schmählichen Haltung während des parlamentarischen ZollAeußerungen. Hiergegen hat unser Genosse beim Gericht Berufung raubzugs das Lob der Deutschen Tageszeitung" und der„ Neuesten Aber davon wollen die Herren nichts wissen, sie fühlen sich ganz eingereicht. Nachrichten" verzückt einschlürfen können. Dieser Thersites des als Eigentümer ihrer Dienstgebäude und wollen auf die Spazier Bundes hat sich aufgelöst, die Mitglieder traten dem Nieder- Forge, als der Realtion ein läppisches Pamphlet gegen die SocialDie Abteilung Apeldoorn des christlichen Tabatarbeiter- Liberalismus hat vor beginnender Wahlcampagne keine größere gänge in ihren Parkanlagen nicht verzichten. In seiner Erwiderung ländischen Internationalen Tabatarbeiter Bund demokratie zu liefern. machte Herr v. Tirpitz gute Miene zum bösen Spiel und versicherte bei, und zwar wegen der von Dr. Kuyper eingereichten Zwangsgesetze dem Hause, daß er auf das Terrain in der Bellevuestraße, der Herr und weil von ihrem christlichen Bunde kein Protest dagegen zu er nach der„ Magdeburgischen Zeitung" die Regierung doch Um die ,, Erfüllung der ethischen, der sittlichen Pflicht" traut sich v. Liebermann noch einige antisemitische Scherze abgewann, reichen ist. durchaus nicht versessen sei. Das Plenum lehnte die Forderung Auch die Abteilung Vlissingen von Patrimonium"- dies ist nicht herumzudrücken. Das Blatt schreibt gegenüber den Meldungen der Scharfmacherpresse, daß die Regierung sich anders besonnen habe: dann ohne weitere Aufregung ab. Bom Marine- Amt steht der Landesverein der kalvinistischen kleinen Leute" Dr. Kuypers Dies ist nicht der Fall. Eine der Ankündigung des Grafen jetzt nur noch die Abstimmung über die Reparatur der beiden Kreuzer ist für die Gesezentwürfe nicht eingenommen. Dieselbe sprach sich Bülow entsprechende Vorlage wird, wie wir zuverlässig hören, aus, die von einem beschlußfähigen Hause vorgenommen werden dahin aus, daß sie sich an den Beschluß des Socialen Kongresses dieses Vereins halte. Dieser nämlich erklärte Arbeitseinstellung für dem Bundesrat und Reichstag zugehen." muß. Heute war der Reichstag nicht beschlußfähig, und Herr Basser- erlaubt, wenn alle Mittel zur Vermeidung derselben erschöpft sind, Wieder ein Polenficg. Den Polen in Dolzig war es verboten mann machte sich diesen Umstand bei der Prüfung der Wahl seines sofern der Ausstand niemals als politisches Mattel diene. Der worden, in einem Saale eine Voltsversammlung abzuhalten, in der Parteifreundes Sieg zu Nuge. Während die Beschlüsse der Wahl- Beschluß der Abteilung ist ein verschleierter Protest gegen die nach der Anmeldung„ öffentliche Angelegenheiten" besprochen werden prüfungs- Kommission über die Mandate des Konservativen v. Nautter Supperschen Gesetze. follten. Die Polizeiverwaltung berief sich auf§ 10 II 17 des Allund des Nationalliberalen Bolt ohne weiteres angenommen und Die Adressen an die Zweite Kammer folgen fich jetzt sehr zahl gemeinen Landrechts, wonach die Polizei bekanntlich dazu berufen ist, damit Beweiserhebungen beschlossen wurden, beantragte Herr reich. Je nach dem Standpunkte ist der Inhalt derselben mehr oder die nötigen Vorkehrungen zur Aufrechterhaltung der öffent Bassermann die Beschlußfassung über die Siegsche Wahl, weniger für oder gegen die Zwangsgesetze. So ersucht die Liberale lichen Ruhe und Ordnung und zur Abwehr von Gefahren Unie( fortschrittliche Liberale) ihre Abteilungen, eine Adresse an die zu treffen. die die Kommission für ungültig erklärt hat, auszufchen Zweite Stammer zu versenden, worin sie die Maßregeln der Re- auf§ 10 II 17. Dem Einberufer, dem Arzt Dr. Kowalski, geIn den Verbot stand nur der nackte Hinweis und drohte, falls Widerspruch dagegen erhoben würde, die Aus- gierung zur Handhabung von Autorität und Ordnung für alle nügte das nicht; er ging zum Herrn Bürgermeister und wollte zählung des Hauses zu beantragen. Er hat im vorigen Jahre schon Eventualitäten begrüßt. Besonders lobt sie die Gefeßentwürfe wissen, was in dem Paragraphen stehe. Da tam denn heraus, daß dasselbe höchst unvornehme Manöver gemacht und schreckte auch betreffend die Eisenbahnbrigade und die zu ernennende Enquete- der Herr Polizeiverweser das selber nicht wußte, und ein Exemplar diesmal nicht davor zurück, zu einem Mittel der Obstruktion zu Stommission. Bedenklich jedoch erachtet sie es, wenn man in den des Landrechts war nicht aufzutreiben. Es wurde greifen, über das er sich während der Zollkämpfe oft genug gegenwärtigen Zeitumständen von Unruhe und Spannung in die zugegeben, daß das Verbot im höheren Auftrage erfolgt fei. Der heuchlerisch entrüstet hat. Verhandlung über Strafbestimmungen eintrete, welche im Falle der Einberufer ging num im Verwaltungsstreitverfahren vor und siegte Genosse Singer brandmarkte das Verhalten des nationalliberalen Annahme, bevor das Gesetz die Rechtsposition der Arbeiter geregelt, auch vor dem Bezirksausschuß in Posen. Dieser setzte die VerbotsFührers, der seine Drohung in die That umsetzte und die Beschluß beleidigen und der Staatsautorität ernsthaften Schaden zufügen würden. Verbot jei die Polizei, wie die Schriftfäße ergeben, davon und die Beschwerden beseitigt habe, das Rechtsgefühl der Nation verfügung mit folgender Begründung außer Kraft: Bei dem unfähigkeit des Hauses konstatieren ließ. Herr Sieg wird aller Die Parteien der Unordnung und Anarchie" allein würden ausgegangen, daß in der Provinz Posen zur Zeit eine hochWahrscheinlichkeit nach sein Mandat bis zum Ende der Legislatur Gewinn daraus ziehen, da Strafbestimmungen gegen Arbeits- gradige Spannung zwischen Polen und Deutschen bestanden periode zu Unrecht ausüben. Der Ehrbegriff der nationalliberalen einstellungen und Beschränkung der Gewerkschaftsthätigkeit auch habe und man mit der Möglichkeit hätte rechnen können, Roture scheint noch hinter der Kavaliersehre der Junker zurüd- diejenigen Kreise erbittere die bis jetzt loyal getvejen es werde bei Abhaltung der Volksversammlung der Polen zu Störungen zustehen. seien. Sie ersuchen deshalb die Zweite Stammer die Be- der öffentlichen Nuhe und Ordnung kommen. Die Mehrheit des Die nächste Tagesordnung ist mit Kleineren Vorlagen und handlung der eingereichten Ergänzung des Strafgesetzbuches Bezirksausschusses sei jedoch zu der leberzeugung gekommen, daß Der Vorstand teilt mit, daß er eine das Verbot rechtlich unzulässig sei. Wenn der Kläger zur vorläufig einzustellen. Betitionen ausgefüllt. Bewegung für Vertagung einer solchen für Verwerfung der Ent- Besprechung öffentlicher Angelegenheiten eine Voltsversammlung nach würfe vorziehe, da ersteres auch für die Regierung annehmbar sei. einem Saale einberief, dann habe er damit ein verfassungsAuch in Offiziers- und Beamtenkreisen scheint man den famosen mäßig gewährleistetes Recht ausgeübt. Dieses Recht Jm Abgeordnetenhause brachte am Sonnabend bei der Gesezentwürfen der Regierung nicht ungeteilt günstig gesinnt zu würde in unzulässiger Weise verkümmert werden, wenn eine Fortsetzung der Beratung des Kultus Etats der Abgeordnete sein, wie daraus erhellt, daß der Gouverneur der königl. Militär- folche Versammlung schon deshalb verboten werden könnte, v. Knapp( natl.) die Frage der Mädchengymnasien zur Akademie zu Breda den an diesem Institut thätigen Offizieren ver- weil die Polizei glaube, aus ihrer Abhaltung könnten GeSprache und gab dadurch dem konservativen Abgeordneten boten hat, eine der Adressen gegen die Regierungsentwürfe zu fahren für die öffentliche Ordnung und Sicherheit entstehen. Dr. Jrmer Gelegenheit, eine männliche Staffceflatsch- Rede unterzeichnen. Auch Beamten des Poſtamts ging ein gleiches Eine solche Auslegung des§ 10 II 17 Allgemeinen Landrechts, wie sie von der Polizei vertreten worden sei, würde in politisch begegen das Frauenstudium und die Erweiterung der Berufs- Verbot zu. In den Wandelgängen der Zweiten Kammer lief dieser Tage wegten Zeiten die Ausübung verfassungsmäßig gewährleisteter Rechte thätigkeit der Frauen zu halten. Herr Jrmer machte gar kein das Gerücht, daß zwischen der Regierung und dem Oberbürgermeister fteis vom Willen der Polizei abhängig machen. Das dürfe aber Hehl daraus, daß lediglich die Furcht vor der Konkurrenz van Leeuwen von Amsterdam eine gespannte Stimmung herrsche. nicht sein. Frauenbildung und Landtag. U Streit zu bewahren. ihn und seine Freunde zu ihrer vorfündflutlichen Haltung ver Die Regierung soll nämlich mit dem Bürgermeister unzufrieden sein, Die Polizeiverivaltung legte Revision ein und ließ sich vor dem anlaßt. Geradezu klassisch sind die Argumente, die er ins weil er sie nach ihrer Ansicht nicht genügend unterrichtet gehalten Ober- Verwaltungsgericht am 13. März durch den Berliner ReFeld führt. Nach seiner Ansicht haben die Männer weit hätte über den in Amsterdam bestehenden Zustand kurz vor und gierungsrat Joswig vertreten. Den Kläger vertrat Reichstagsgrößere Pflichten dem Staat gegenüber, sie müssen also auch während der Tage der Arbeitseinstellungen; überdies, weil der Abgeordneter v. Glebodi. Das Ober- Verwaltungsgericht begrößere Rechte haben. Der Einwand, daß Frauen zwar Bürgermeister ſeine„ Unfähigkeit" gezeigt habe, die Gemeinde vor stätigte die Vorentscheidung, weil sie einen Rechtsirrtum nicht erkennen nicht der Militärpflicht genügen, aber doch für den Solidarität mit den Dockarbeitern die Arbeit niedergelegt, wurden Gemeinde Arbeiter hatten nämlich aus lasse. Nachwuchs sorgen, suchte er mit der stallmäßigen Bemerkung jedoch, nachdem sie zeitlich aus dem Dienst entlassen waren, nach Gräfliches Standesbewußtsein. abzuthun, daß noch niemals eine Frau auf Befehl Nachwuchs einigen Tagen von der Gemeinde wieder angenommen, d. h. nach In Burgfarrnbach, einem kleinen mittelfränkischen Pfarrdorfe in die Welt gesezt habe. Im übrigen faselte er von einer dem die Arbeitseinstellung der Dockarbeiter und Eisenbahner siegreich weit Fürth befizt ein Graf Pickler ein Schloß. Zur Beseitigung Zerrüttung des Familienlebens und leierte alle die alten gewonnen war. Die Regierung fann scheinbar dem Bürgermeister seiner finanziellen Schwierigkeiten etablierte er, worüber wir bereits Phrasen herunter, mit denen die Dunkelmänner die Frauen- nicht vergeben, daß er der Arbeiterbewegung nicht direkt feindlich vor einigen Wochen berichteten, eine„ Sparkasse" für die umbewegung zu bekämpfen suchen. Allenfalls will er den Frauen gegenüber tritt. Auch ließ der gegenwärtige Bürgermeister Mani wohnenden Bauern, Handwerker und andre sparsame Leute. Ilm das Studium der Heilkunde feilweise überlassen, aber sie sollen festationen der Arbeiterschaft z. B. am ersten Maitage in Gestalt von dieſe an sich heranzuziehen, verzinste der Herr Graf die eingezahlten beileibe nicht die gleiche Ausbildung erfahren wie die männ- Aufzügen durch die Straßen Amsterdams zu, wobei er den Arbeiter- Gelder mit 4 Proz., während die Banken und städtischen organisationen die Leitung der Aufzüge und Handhabung der Sparkassen der Umgegend nur 3 Proz. zahlen. Es fanden lichen Aerzte, sondern nur etwas besser vorgebildete Hebammen Drdnung beinahe ganz überließ, was übrigens das allergünstigste sich auch genug Lente, die es sich zur Ehre rechneten, ihre werden. Und solche Ausführungen wurden vom Hause mit Resultat erzielte, da nicht die geringste Störung stattfand. lebhaftem Beifall aufgenommen! Auf denselben Standpunkt stellte sich der Centrumsredner Dr. Dittrich, der von einer Versündigung an der Natur des Weibes, von einer Vergewaltigung sprach und die Regierung dringend ersuchte, im nationalen Interesse dem jetzt herrschenden ungefunden Bildungsdrange entgegen zu treten. Giebt es wohl ein Wort, mit dem ein größerer Mißbrauch getrieben wird, als mit dem Worte national? Deutfches Reich. Ersparnisse dem Herrn Grafen einhändigen zu können, so daß auf diese Weise anderthalb Millionen Mark, davon allein aus der nächsten Umgebung von Burgfarrnbach eine halbe Million „ aufs Schloß" getragen wurden. Bald wurden jedoch Gerüchte Taut und immer lauter, daß der Burgfarrnbacher Graf in ZahlungsDas Germanisierungs- Schloß in Posen. verlegenheiten geraten sei, worauf zuerst mit Klagedrohungen geant Ueber die Posener Kaiser- Residenz, die zur Hebung des wortet wurde, worauf Bertröstungen auf einen gütlichen Ausgleich Deutschtums in der„ Ostmart" in Bosen erbaut werden soll, wurde folgten, die darin bestanden, daß den Gläubigern versprochen wurde, heute in der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses verhandelt. sie würden mit Hilfe eines Bruders des Grafen alle Gelder zurückSeitens der Regierung wurde ausgeführt, daß der Bau dieses gezahlt erhalten. Die Verhandlungen im gräflichen Hause Und warum der große Lärm? Weil die Regierung ber Schlosses wesentlich zur Stärkung des Deutschtums beitragen wurde. find nun beendet, aber das Resultat ist, daß die Gläubiger jest suchsweise der Errichtung von Gymnasialfurfen in einigen Man tönne der Krone aber nicht zumuten, auf eigne Kosten ein bestimmt wissen, das alles rettungslos verloren ist. Die Verständigung Städten die Genehmigung erteilt hat. Principiell ist die Re- solches Schloß zu erbauen, da sie ja gewissermaßen schon dadurch scheiterte daran, daß der Bruder des Burgfarrnbacher Grafen eine gierung nach wie vor gegen das Frauenstudium, weil sie, wie ein Opfer bringe, daß sie Aufenthalt in der Provinz Bosen nehme. bürgerliche Dame geheiratet hat. Der Bruder verlangte Der Minister Studt sich so schön ausdrückte, verhindern will, Die Sache fei fo gedacht, daß der Staat einen Zuschuß nämlich das Zuge ständnis zur Erbberechtigung. Darauf daß dem deutschen Familienleben ein fremdartiger Charakter von zwei bis drei Millionen geben, der Bau aber direkt von ging der Burgfarrnbacher Graf wegen seiner unebeubürtigen Schwägerin aufgedrückt wird. Aber gänzlich kann sie sich dem Zuge der den Baubeamten der Krone ausgeführt werden nicht ein. Sein ſtandesbewußtes Gewissen wäre dadurch schwerer Zeit doch nicht verschließen, sie hat sich zu geringen Kon- folle. Auf eine Anfrage erklärte die Regierung, daß die Frage belastet worden, als wenn durch ihn eine große Anzahl Bertrauens zessionen bereit erklärt, die der konservativ- klerikalen Mehrheit noch nicht entschieden sei, ob das Schloß Eigentum des feliger um Hab und Gut gebracht werden. Den Gläubigern wird nun Fiskus bleiben oder in das Eigentum der Krone über- nichts andres übrig bleiben, als sich mit einer Abfindung von drei als der Anfang vom Ende des preußischen Staates erscheinen. gehen solle. Von einem Mitgliede der Kommission wurde aus- Prozent ihres Guthabens zu begnügen. Denn die Besitzung des Montag: Fortsetzung. Der Kampf gegen die holländischen Zwangsgesehe. Bis die berüchtigten Gesetzentwürfe im Parlament zur Erledigung kommen, wird jedenfalls noch eine geraume Zeit verstreichen. Dafür geführt, daß durch Bewilligung der Kosten für die Vorarbeiten Grafen ist ein Fideikommiß und wird ihm durch standesherrliche ein Engagement eingegangen würde, dessen finanzielle Tragweite man Vorrechte gesichert. Er wird also in Zukunft noch sehr anständig zu nach den Erklärungen des Ministers heute noch gar nicht übersehen könne. leben haben, wenn ihm die Bürgerlichen auch nichts mehr borgen Bon andrer Stelle wurde betont, daß durch Bewilligung der sollten. Aber eine ganze Reihe fleiner Leute ist thatsächlich an den Kosten für die Vorarbeiten ein Engagement für die spätere Bau- Bettelstab gebracht. Schweden. Ländliche Fortbildungsschulen und Pferderennen. Interessant ist, hörden unterstützt werden, weil sie ein Gegengewicht gegen die] Bolle das allgemeine kommunale Wahlrecht versprochen hat und die Thatsache, daß der Etat des preußischen Ministeriums für Land- modernen Arbeiterorganisationen bilden sollen. Hier wieder ein diese große Reform unter den Aufgaben der Regierung an erster wirtschaft auf das Jahr 1903 für ländliche Fortbildungsschulen die solcher Fall: Der Arbeitskammer des Seine- Departements, die aus Stelle nannte. bescheidene Summe von 135 000 m. verlangt, während der 8 Arbeitgebern und 8 Arbeitnehmern besteht, liegt die Aufgabe ob, Dispositionsfonds zu Prämien bei Pferderennen 231 000 M. beträgt. die Wirkungen des Gesetzes vom März 1900, welches die Arbeitszeit der Letztere Summe erfährt 1903 noch eine außerordentliche Frauen und jugendlichen Personen regelt, zu prüfen, wie überhaupt Reichstages hat der Abgeordnete Waldenström am Dienstag folgende Die Hungersnot in Nordschweden. In der zweiten Kammer des Buivendung von 250 000 M., da die Einnahmen aus dem Totali- zu der Arbeitergesetzgebung Stellung zu nehmen. Die 8 Bertreter Interpellation an den Landwirtschaftsminister eingebracht: fator und den Eintrittsgeldern im Jahre 1902 sehr zurückgegangen der Arbeitnehmer waren bisher. von den der Arbeitsbörse an sind, so daß die Reunvereine eine solche besondere Gabe notwendig geschlossenen Gewerkschaften gewählt worden. Welche Schritte hat die Regierung gethan, um die Not im nördVei der letzten lichen Schweden zu lindern? Sieht die Regierung die gethanen gebrauchen.Ergänzungswahl wurden jedoch 2 dieser Vertreter vom Generalrat Schritte für hinreichend an, und wenn nicht, meint die NeUeber Wahlhindernisse bei der Landtagswahl verhandelte die der Seine zurückgewiesen, um 2 der Gelben Platz zu machen. Die gierung, daß es zur Ehre und zum Vorteil unsres Landes gereicht, Petitionskommission des Abgeordnetenhauses anläßlich Arbeitskammer zurückzuziehen und solange jede Mitwirkung Ländern, wendet, um Almosen zu begehren, statt an den Reichstag Gewerkschaften haben hierauf beschlossen, ihre Vertreter aus der daß man sich durch das centrale Not- Hilfskomitee nach fremden sieben übereinstimmender Petitionen freisinniger und liberaler Bezirksvereine aus dem Wahlkreise Teltow Beeskow- Char- abzulehnen, solange die Gelben darin vertreten find. mit Anträgen ar Unterstügung heranzutreten? Ist dem Landlottenburg um Verlegung des Wahlortes von Köpenick nach Gelben ist durchaus verständlich und berechtigt. Man braucht nur Wahrheit und unwahrheit der Berichte darüber, daß gewisse Der Groll der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter gegen die wirtschafts- Minim übrigen etwas bekannt geworden über die einem der drei größeren Vororte von Berlin: Schöneberg, Charlottenburg oder Rigdorf. In den Petitionen wird darauf hingewiesen, innern und jeder Tag bringt neues Material. Erst fürzlich hatten ausnüßen, die Arbeitslöhne so herunterzudrücken. an deren Haltung während des letzten Bergarbeiterstreits zu er größere Arbeitgeber die herrschende Not dazu daß Köpenick mur einen Saal habe, der etwa 600 Personen fasse, die Gelben eine Versammlung der Handlungsgehilfen einberufen; daß es den. Notleidenden unmöglich wird, die während die Zahl der Wähler inzwischen aber auf ca. 2000 ge- dort wurde entgegen dem Bestreben der Gewerkschaft, die Arbeitszeit Arbeit anzunehmen oder dabei auszuhalten? stiegen sci. Weiter machen die Petitionen darauf aufmerksam, daß die nächste Wahl vielleicht an einem Tage nicht beendet möglichst herabzusetzen, für eine zwölfftündige Arbeitszeit Propaganda Rußland. werden könne und Köpenid dann kaum in der Lage sein gemacht. dürfte, eine so große Zahl von Wahlmännern für die Jezt gehen die Gelben fogar mit der Absicht um, eine neue Plehwe au der Reform"-Arbeit. Wie amtlich bekannt gegeben Nacht unterzubringen. Der Berichterstatter Abg. Goldschmidt be- Partei unter dem Namen„ Socialistisch- nationale Partei" zu gründen. wird, haben vorgestern unter dem Vorsitz des Ministers des Junern antragt Ueberiveisung dieser Petitionen zur Berücksichtigung. Der Sie suchen ihre Anhänger namentlich unter den Arbeitern der Provinz. Plehwe die Arbeiten der Kommission für die Reform der GouverneRegierungskommissar erklärte, die Regierung beabsichtige, dem Das Ganze hat natürlich nur den Zweck, eine weitere Zersplitterung mentsverwaltung begonnen. Außer den drei Gehilfen des Ministers Abgeordnetenhauſe in der nächsten Legislaturperiode einen Gesetz- und Schwächung der gewerkschaftlich und politisch organisierten Arbeiter des Innern und einigen Departementschefs nehmen fünf Gouverneure entwurf vorzulegen, nach dem auch Wahlorte in Posen, Westpreußen lasse herbeizuführen. an den Beratungen teil. und Schlesien verlegt werden sollen, weil sich dort ähnliche Miß- Schuß den Soldaten. Charakteristisch für die Zustände, wie sie ſtände ergeben hätten. Die Regierung lönne für den Wahlkreis der moderne Militarismus in unseen stulturſtaaten geschaffen hat. Die Krankenversicherungs- Novelle int 7 Stimmen angenommen. der Kommission. Teltow- Beeskow nicht eine besondere Vorlage machen. Der Referent ist die Gründung eines Vereins, die schon vor längerer Zeit in wurde unterstützt von den Nationalliberalen und dem Centrum, die Frankreich vorgenommen wurde. Es handelt sich um eine Liga, ebenfalls schnelle Abhilfe hier für notwendig hielten. Der Antrag welche sich das Ziel gesezt hat, den gemeinen Soldaten zu schützen des Referenten auf Berücksichtigung wurde sodann mit 12 gegen und zu verteidigen. Der moderne bis an die Zähne bewaffnete In der Reichstags- Kommission zur Vorberatung der Nobelle Strieger muß also von Civilpersonen in Schutz genommen werden; zum Krankenversicherungs- Geseze sind noch folgende Anträge gestellt, Der Centrumsabgeordnete Pleß hat am Mittwoch gelegentlich das bezeichnende ist, daß der Soldat dieses Schuzes in der That die bisher nicht zur Beratung gekommen sind: a) Betreffend statutarische Erhöhung und Er. der Beratung des Lotterieetats im preußischen Landtag eine wahre bedarf. Diese Liga hat sich die Aufgabe gestellt, den Generalstab Donnerrede gegen das Lotteriespiel gehalten. Er führte inter anderm( der eine so unangenehme Rolle in der Dreyfus- Affaire spielte) weiterung der Leistungen der Orts Krankendie tassen: Antrag Röjice- Dessau: Truntfälligkeit" zu aus:„ Vom moralischen Standpunkt ist das Lotteriespiel absolut u beseitigen; ferner will sie den Soldaten gegen verwerflich. Mit seiner Lotterie ertötet der Staat selbst jeden schändlichen Mißhandlungen schützen, denen er in der Kaserne von streichen, Antrag der Socialdemokraten: das Krankengeld der Ungesunden Sparsamkeitstrieb. Ist das viel anders als der alte seinen Vorgesetzten preisgegeben ist und schließlich fordert die Liga verheirateten von 8 auf 14 des durchschnittlichen Tagelohnes zu Skandal der Spielhöllen? Und was haben die meisten die Abschaffung der Kriegsgerichte und Unterstellung der Soldaten erhöhen. davon? Wie gewonnen, so zerronnen b) Antrag der Socialdemokraten auf Streichung der unter die bürgerliche Gerichtsbarkeit. In der Generalversammlung, t... Ich rufe dieses Haus zur Verantwortung. Sie machen sich mitschuldig an all dem Unglück die dieser Tage in Paris stattfand, wurde mitgeteilt, daß die Petition Kürzungen bei Doppelversicherungen( Satz 1 und 2 und der Verwüstung" für Abschaffung des Generalstabes bereits 40 000 Unterschriften zähle. des§ 26a.) c) Betreffend die Selbstverwaltung: Zu dieser Rede wird uns aus Mülheim a. Rhein, dem Wohnorte Im Monat Februar habe die Liga um 20 Sektionen zugenommen, Streichung der zu SS 34a, 35 und 42 in der Vorlage des Herrn 2. Pleß, geschrieben: Schärfer konnte sich der Centrums- 16 andre würden demnächst begründet. Es wurde ferner berichtet, abgeordnete gewiß nicht gegen das übrigens auch von uns daß in Brüssel eine ähnliche Organisation begründet werde, wie die XII bis XIV) gemachten Regierungsvorschläge ist von den SocialSocialdemokraten verabscheute Lotteriespiel auslassen. Aber daß Liga überhaupt sich über die Grenzen Frankreichs hinaus verbeiten demokraten beantragt. Eventuell ist von denselben beantragt: will. Der Sitz der Liga ist 132 Rue Montmartre, Paris. Sekretär: 1. Zu§ 34a den Absatz so zu fassen: Wird ein Vorstandss Herr Pleß diese Rede gehalten hat, hat uns hier in Mülheim am G. Lhermitte. mitglied, ein Rechnungs- oder Kassenführer infolge gerichtlicher AnRhein denn doch über die Maßen in Erstaunen gesetzt. Herr Pleß ist Verleger der Rheinischen Volkszeitung" und besigt neben seinem ordnung in der Verfügung über sein Vermögen beschränkt oder wird gegen eine dieser Personen auf Verlust der Fähigkeit zur Bekleidung Zeitungsgeschäft cine Buchhandlung, worin meist katholische Litteratur Sieg der flerifalen Lichtschen. Die Verbilligung der offiziellen der öffentlichen Aemter oder auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte feil gehalten wird; und bis vor nicht langer Zeit hat Herr Parlamentsberichte wurde, nachdem drei Verhandlungstage darüber erkannt, so hat der Vorstand zu beschließen, ob der Betreffende Pleß mit diesem Geschäft zugleich einen schwunghaften debattiert worden war, mit 75 gegen 42 Stimmen abgelehnt. Auch feines Amtes vorläufig zu entheben ist. Die Generalversammlung Handel mit Lottericlofen getrieben. Seine das Amendement Feron, wonach die Berichte in den Kommunen beschließt endgültig über die Enthebung und darüber, ob dem Bes Beitung benuste er jahrelang zur Reklame für sein Rose- öffentlich angeschlagen werden sollten, fiel gegen die Stimmen der treffenden aus seinem Anstellungsverhältnis noch Nechte zustehen. Treffen geschäft. Gegenüber dieser Thatsache nimmt sich das Auftreten dieses Linken. die im ersten Saße erwähnten Voraussetzungen auf cin Mitglied der Centrumsmannes in der Mittwochsizung des Abgeordnetenhauſes Genosse Bandervelde hielt bei Beratung des Budgets des Aus- Aufsichtsbehörde zu, so verliert dieses Mitglied feine Befugnis, als mehr als eigentümlich aus. twärtigen Amtes eine sensationelle Rede, worin er die Aufsichtsbehörde zu fungieren, Schwabenstreiche. Man schreibt uns: Der allbekannte Neidstags- Regierung anklagte, die neue Vorlage, welche der offiziellen 2. das Beanstandungsrecht nur zu erteilen, wenn die GeneralAbgeordnete und Oberbürgermeister Hegelmaier von Heilbronn Bolts Sparkasse gestattet, Gelder in fremden versammlung mit Zweidrittelmehrheit solches einräumt, es auf steht vor der Feier der silbernen Hochzeit. Da das schneeweiße Gemeinde- Eisenbahnunternehmungen anzulegen, mur deshalb Beschlüsse, bei deren Fassung der Vorsitzende zugegen war, und die oberhaupt bei seinen konservativen Brüdern im Reichstag verweilte, gemacht zu haben, um dem Könige es zu ermöglichen, Kapitalien Ausübung des Beanstandungsrechts auf die Zeit von 12 Stunden um das Volk zu segnen, berief der Heilbronner Bicegouverneur für seine unsichere chinesische Unternehmung Hankoiv- nach gefaßtem Beschluß zu beschränken, dem Vorstand das Recht dienstältester Gemeinderat Kögel eine Gizung Diefe Stombination wälze das Risiko auf der Anfechtung des Beschlusses im Verwaltungsstreit- Verfahren eins Gemeinderäte ein und beantragte eine offizielle Ghrung des die Sparkasse, der Gewinn dagegen bleibe im Sade des zuräumen, filbernen Ehestandsjubilars durch die Gemeinde. Damit fiel der Sönigs. Der Ministerpräsident wird am Mittwoch antworten. Freund seines Freundes schmählich durch. Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich. Da Oberbürgermeister Hegelmaier von der in seiner Absenz erfolgten Ratstagung erfuhr, reichte er eine lage beim Oberamt ein gegen seinen Freund Stögel, weil dieser da er nur in dringenden Angelegen berufen habe. Wahrscheinlich folgt noch ein dritter Streich. Belgien. England. Oman. London, 12. März.( Eig. Ber.) Als Nachtrag zu unseen Bemerkungen über die militärischen Pläne Englands mögen hier noch die Schwierig und Rußheiten dazu befugt sei eine Gemeinderatsſißung zu Unrecht eins and in Bezug auf das arabische Sultanat Oman in den letzten Nummer XII der Vorlage( Busag zu 34a) ftreichen und statt ihrer 3. im Zusatz zu§ 42 die, grobe Pflichtverletzung zu streichen, auf die Generalversammlung, die innerhalb 14 Tagen einberufen ist, das Recht der endgültigen Enthebung zu übertragen und dem von einer vorläufigen Enthebung durch die Aufsichtsbehörde Betroffenen das Recht der Berufung an die Straffammer und das Reichsgericht zu erteilen. Ein Antrag des Abgeordneten Dr. Spahn( C.) will die Wochen entstanden sind. Die Angelegenheit wird wahrscheinlich so- die Nummer XIV wie folgt fassen: wohl im britischen Unterhause wie in der französischen Kammer Der§ 42 erhält als Abs. 4, 5, 6 folgende Zusätze: zur Sprache kommen. " Ausland. Menschenjagd in Väterchens Reich. Die Entscheidung der Aufsichtsbehörde usw.( wie in der Vorlage). Ein Antrag des Abg. Gamp( ft.) will dent§ 41 Absatz 2 hinzu fügen:„ Die Aufsichtsbehörde ist verpflichtet, den Rechnungsabschluß zu prüfen und etwaige Verlegungen der gesetzlichen und statutarischen Bestimmungen zur Kenntnis der höheren Verwaltungsbehörde zu bringen. Von den Socialdemokraten ist bezüglich der Selbstverwaltung ferner beantragt: das unmittelbare Requisitionsrecht der Behörden gegenüber den Stassenvorständen flarzustellen und in den§§ 43 und 45 gegen Anordnungen der Aufsichtsbehörden das Verwaltungsa Streitverfahren einzuführen. d) Organisation betreffende Anträge. Von socialdemokratischer Seite ist beantragt, im§ 38 festzusetzen, Wird ein Vorstandsmitglied, ein Rechnungs- oder Kaffenführer Das im Südosten Arabiens gelegene Sultanat Oman hat in den infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über sein VerMan schreibt uns aus Riga, 8. März. In keiner Stadt in legten hundert Jahren bedeutende Gebietsverlufte erlitten, die Regierung mögen beschränkt oder wird gegen eine dieser Personen auf Verlust Nußland werden in letzter Zeit so oft Haussuchungen in der Nacht ist schwach und kann nicht mehr die Ordnung aufrechterhalten. Für der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter oder auf Verlust abgehalten( oblawy genannt) wie in Riga. Und zwar sucht die England ist Oman sowohl kommerziell wie politisch- strategisch der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt oder werden hinsichtlich einer Der größte Teil feines Polizei nicht nur nach verbotenen Schriften und nach Menschen mit wichtig. Außenhandelsüber dieser Personen Thatsachen bekannt, welche sich als grobe Pflichts 80 Prozent ist in verbotenen Ideen( im gelobten Auslande„ Socialdemokraten" ge= anglo indischen Händen, dann liegt verlegung darstellen, so ist der Betreffende usw.( wie in der Vorlage). am gleichnamigen Meerbusen, der durch die Hornuzd Ist gegen ein Vorstandsmitglied, einen Rechnungs- oder Kassennannt), sondern auch nach solchen Menschen, die vielleicht gar keine Idee Oman von Ideen haben, die aber nicht das ,, Aufenthaltsrecht" in Riga be- Straße zum Persischen Meerbusen führt. In Maskat, der führer das Hauptverfahren wegen eines Verbrechens oder Vergehens figen, weil sie Juden sind. Nunmuß ich aber zur Rechtfertigung unsrer Hauptstadt Omans, hat die britische Regierung cinen Agenten, der eröffnet, das die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte oder der Polizeibeamten gleich bemerken, daß sie durchaus nichts Gemein- die kommerziellen und politischen Interessen seines Landes wahr Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter zur Folge haben kann, fo schaftliches mit der Judenfresserei eines Pückler haben, vielmehr nimmt. Wie nun gemeldet wird, hat sich der Sultan bereit er- ist der Betreffende bis zur Beendigung des Strafverfahrens durch die thun sie ihre Pflicht" aus ganz andern Gründen. Die Ursache lärt, fein Land unter den Schutz der Briten zu stellen, da er Aufsichtsbehörde seines Amtes zu entheben. ibres Eifers liegt, wie immer und überall, in dem bekannten nicht im stande sei, für die Aufrechterhaltung des äußeren und inneren Friedens zu sorgen. In Petersburg ist man selbstredend gegen eine cherchez... le rouble. Denn Im Gegensatz zu ihren Kollegen in Moskau und Petersburg Befestigung der britischen Position am persischen Meerbusen. die anreisende Juden sehr oft auf den Bahnhöfen bei Anerhält England die Oberhoheit über Oman, so ist es um ein gut Stück funft des Zuges verhaften lassen und sie sofort zurüd- näher zur Beherrschung Arabiens und Südperfiens, also thatsächlich des transportieren, sehen die Rigaschen Polizeibeamten einen Juden ganzen asiatischen Südens. Allem Anschein nach wurde Frankreich sehr gern ankommen..., sie wollen nur ihre paar Rubel von Rußland veranlaßt, gegen jede Aenderung des status quo in Oman aufzutreten, da ein Vertrag aus dem Jahre 1862 eristiert, in welchem Lapówka( Bestechung) einheimſen. Ju legter Zeit werden im Namen der Gesetzlichkeit einigemal fich beide Mächte- Frankreich und England verpflichteten, die wöchentlich in vielen( manchmal hundert und mehr) jüdischen Unabhängigkeit Omans zu wahren. Häusern nächtliche Visiten von der Polizei abgestattet die reine Menschenjagd. Vor einigen Wochen überfiel eine Polizeieines dieser Häuser; mit einem Höllenlärm be= stiegen die Asiaten die Treppen, stürzten in die Wohnung" Antisocialisten" haben eine Adresse an die Regierung cirtulieren daß statutarisch festgelegt werden muß, inwieweit mit ihren Beiträgen die Tochter lassen, worin diese aufgefordert wird, sofort ein Gesetz über die rückständige Arbeitgeber von der Vertretung und Wahlberechtigung bei Einführung des Proportionalsystems des Hausherrn, ein junges, schwächliches Mädchen, wurde beim An- Stadtverordneten Wahlen in Kopenhagen auszuarbeiten. den ausgeschlossen sind, die Errichtung gemeinsamer Orts. Die Krantentassen für über den Verwaltungsbezirk der Aufsichtsbehörde blick der Bestien wahnsinnig vor Schreck. Zur selben Zeit kam ein lebensgefährlich franker Jude zu einem Proportionalwahl ist eine alte Forderung der Demokratie, die jedoch hinausreichende Verbände durch die Centralbehörde zuzulassen hiesigen Chirurgen, um sich in dessen Klinik einer Operation zu früher von den Konservativen, als diese noch die Mehrheit in Kopen(§ 43, Abs. 3), die Beschränkung der Verbände auf den Bezirk einer unterwerfen. Der Mann hatte nicht das Wohn" recht in Riga. hagen hatten, höhnend zurückgewiesen wurde. Jetzt allerdings, wo Aufsichtsbehörde zu streichen(§ 46), die Zuweisung einer geschloffenen Auf Grund des Gesetzes hat man den alten Mann festgenommen sie im Stadtparlament nichts mehr zu sagen haben, sind sie andrer Orts- Strankenkasse an Gemeinde- Krankenversicherung(§ 47, Abs. 4) und zurüdtransportiert nach seinem Heimatstädtchen, wo angekommen Meinung geworden. Während aber die Socialdemokraten und die zu streichen, auch die Arbeitgeber von Innungs- Krankener bald verstarb. Ein andres Bild: Ein Schwerkranker, liberalen Demokraten diese Forderung stets mit der auf Einführung des kassen der Schadensersaßpflicht aus§ 50 zu unteriverfen und wurde hier in einem Hoſpital abgeliefert, in welchem er kurz darauf allgemeinen Wahlrechts verbunden haben, wollen sich die Betriebs- Krankenkassen nur für Betriebe von mindestens 500 Arbeitern unter dem Messer des Chirurgen verschied. Als seine Freunde Antisocialisten" mit dem Proportionalsystem allein begnügen. Das(§ 60) zuzulassen. kommunale Wahlrecht in Kopenhagen ist jetzt an eine Steuerleistung Der Abg. Gamp will die Vorschrift gestrichen wissen, daß Tags darauf beim allgewaltigen Revieraufseher Arbeitgebern im Vorstand und in der General Totenschein und eine Bestattungs- Erlaubnis nachsuchten, brüllte für ein Einkommen von mindestens 1000 kronen geknüpft. Un- den er sie wild an:" Ich gebe keine Papiere! Wie so hat der gefähr 8000 Bürger, die ein Einkommen von 800 Kronen versteuern, versammlung höchstens ein Drittel der Stimmen eingeräumt und eine gleiche Anzahl, die ihres geringen Einkommens wegen werden darf. Mann gewagt, hierher zu kommen und hier zu sterben, er hat kein Wohnrecht hier!"... Und nur mit großer feine Steuern zahlen, zusammen 16 000 Follethingswähler, haben in Mühe gelang es, den Zorn des Revier Alleinherrschers zu be- der dänischen Hauptstadt fein fommunales Wahlrecht. An diesen Verhältnissen wollen die Verfasser der Adresse nichts ändern. Die schwichtigen und die nötigen Papiere zu bekommen. Horde hinein und rissen die Schlafzimmertür auf unt einen Dänemark. Ein verräterischer Angriff auf das kommunale Wahlrecht. Die e) Aerztefrage. Abg. Gamp schlägt folgende Bestimmung vor: Die Verträge über die Anstellung der Rechnungs- und Kaffenführer, die Annahme und die Entlassung von Aerzten sowie sie Lieferung von Medikamenten bedürfen der Zustimmung der Arbeits geber. Das gleiche ist der Fall, wenn eine Erhöhung und Ers weiterung der Leistungen gemäß§ 21 erfolgen soll. Natürlich leidet hauptsächlich unter dieser„ Gesetzlichkeit" der jüdische Adresse, die in aller Heimlichkeit vorbereitet wurde, weist 65 UnterProletarier; der der bemittelte Jude ertauft sich das schriften auf, darunter auch die einzelner Liberaler. Politiken" Aufenthaltsrecht durch Beste chung der Polizeibeamten. Die Be- warnt alle guten Linkenmänner", das Papier zu unterschreiben, und stechung ist hier zur normalen Erscheinung geworden, meint, daß die wenigen ihrer Parteigenossen, die schon unterschrieben fie ist Lebensbedingung tausender Familien in hätten, getäuscht worden wären und mit Schrecken gewahr werden Riga. Auch für diejenigen, die das„ Wohn" recht besitzen, ist es würden, daß sie unter die Konservativen geraten seien. 52 Bürger in Kopenhagen, Socialdemokraten und Liberale, laden dem fast unmöglich, ohne Lapówka auszukommen. Viele jüdische Familien zahlen der Polizei regelmäßig eine Art Aufenthalts- Schachzug gegenüber zur Unterzeichnung einer Adresse an die Regierung steuer", um von nachtlichen leberfällen befreit und den Reichstag ein, worin verlangt wird, daß erstens das kommunale Wahlrecht allgemein gemacht werde, und daß zweitens das zu werden. Proportional- Wahlsystem eingeführt werde. In der Adresse, die ein Gegengewicht gegen die der Reaktion auf Einführung des Proportionalsystems unter Beibehaltung des 1000 Kronen= Verträge, bei welchen die Höhe der Vergütung für die zu ges Census bilden soll, wird darauf hingewiesen, daß der jetzige währenden ärztlichen Leistungen nach den örtlichen Verhältnissen die Regierungschef in seiner Programmrede am 4. September 1901 dem Befürchtung einer nicht sachgemäßen ärztlichen Behandlung be Frankreich. Die ,, Gelben". Wir haben schon mehrfach" über die gelben Gewerkschaften berichtet, welche seitens der Unternehmer und auch von einzelnen Be Wird die Zustimmung versagt, so kann sie durch die Aufsichtsbehörde ergänzt werden. Abg. Hofmann( Dillenburg) wünscht folgende Vorschrift: Verträge der Krankenkassen und Krankenkassen- Verbände mit Aerzten auf ausschließliche ärztliche Behandlung ihrer Mitglieder durch dieselben sowie Verträge auf ausschließliche Lieferung von Arzneimitteln' usiv. bedürfen der Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde. werden. gründen, können von der höheren Verwaltungsbehörde beanstandet| Arbeit, die von gesperrten Werkstätten angefahren wird, zurüdgetviesen| über Lohn und Arbeitszeit, die sich auf 162 giveigvereine mit 19 408 f) Andre Anträge. Die Socialdemokraten verlangen in der Seemanns- Ordnung die dreimonatliche Krantenfürsorge(§ 59) auf 26 Wochen zu er strecken; Abg. Dr. Spahn will die entsprechende Aenderung in den §§ 136 und 137 des Gesezes vom 5. Mai 1886 betreffend Krankenversicherung land- und Forstwirtschaftlicher Arbeiter. Endlich will ein socialdemokratischer Antrag mit Rüdjicht auf eine Petition der Neuen Maschinenbauer Krankenkasse ausdrücklich eine analoge An wendung des§ 67a ausschließen. Aus Induftrie und Handel. 0 werden soll. Hiermit erklärte fich die Versamlung einverstanden. Maurern im Gau Berlin erstreckt, zeigt, daß nur in zwölf Bezirken Ferner wurde beschlossen, daß einmütig so lange ausgeharrt werden mit 991 Maurern eine Lohnreduktion zu verzeichnen ist, während soll, bis die gestellten Forderungent erfüllt sind. Mehrere Anträge in 90 Bezirken mit 6762 Maurern eine Erhöhung des Lohnes stattauf Einführung einer Ertrasteuer führten zu dem Beschluß, den Vor- fand. In 60 Bezirken mit 11 650 Maurern ist feine Erhöhung einstand zu ermächtigen, wenn es notwendig werden sollte, eine Extras getreten; in 21 Bezirken wurde aber eine Verkürzung der Arbeitssteuer einzuführen. zeit erreicht. Somit war es nicht nur möglich, int großen und ganzen Straße, welche sich zum Teil dem Centralverband der Handels-, zu erreichen. Bei den Milchkutschern von der Firma Schiveizerhof, Emdener- das Erworbene zu erhalten, sondern auch manchen erheblichen Vorteil Transport- und Verkehrsarbeiter angeschlossen haben, kam es in den gliedern im Bezirk des Gaues befanden, waren im 3. Quartal 1902 Während sich im Jahre 1892 mur 10 3ahlstellen mit 1096 Mitletzten Tagen zu Differenzen, die darin bestanden, daß fünf orga- 175 Biveigvereine mit 22 686 Mitgliedern vorhanden, nijierte Kutscher, weil dieselben angeblich unter den übrigen Rutschern Jm Berichtsjahre wurden in 54 Bezirken Lohnforderungen ges wühlen und hetzen", entlassen wurden. Durch die seitens der Verbandsleitung fofort eingeleiteten Verhandlungen mit der Direktion 17 burch Zurüdziehen der Forderungen erledigt und in 20 Fällen stellt. Davon wurden 17 durch Entgegenkommen der Unternehmer, wurde erreicht, daß die Entlassenen wieder eingestellt werden mußten. fam es zum Streit. In 31 Fällen wurden die Forderungen ganz Je nach den Umständen. In den meisten Aeußerungen der Handelstammern und sonstigen kaufmännischen Korporationen über Die Töpfer nahmen am Freitag die Ergänzungswahlen zum oder teilweise bewilligt, demzufolge erreichten 3857 Maurer Lohns die geplanten Kaufmannsgerichte werden die letzteren mit der Ve- Gesellenausschuß und Innungs- Schiedsgericht vor. Gewählt wurden erhöhungen und 566 Maurer erlangten eine Verkürzung der Arbeitsgründung abgelehnt, daß zwischen den Prinzipalen und ihren Ange- die Kandidaten des Verbandes, und zwar für den Gesellenausschußzeit. 37 Angriffsstreils mit 5224 Beteiligten erstreckten sich auf stellten durchweg ein außerordentlich gutes Verhältnis bestehe, da Hugo John und Albert Neumann, sowie als Ersaymäiner Franz ganze Lohnbezirfe, ebenfalls zum Zweck des Angriffs fanden beide Teile wüßten, daß sie dieselben Interessen hätten. Gegenüber Segate und Franz Spichalski. Als Beisitzer zum Jnnungs- Schieds- 59 einzelne Sperren mit 2176 Beteiligten statt. An 18 Abwehrdiesem lediglich zur Verhüllung der eigentlichen Motive bestimmten gericht wurden Karl Manthe und Hermann Bormann und als deren beivegungen waren 473, an einer Aussperrung 40 und an der MaiBei 20 BauAussperrung in Berlin 1204 Mitglieder beteiligt. Geschwätz ist folgendes Zugeständnis recht interessant, mit dem die Ersatzmänner Eugen Bukowski und Johannes Sorg gewählt. arbeiterstreifs waren 399 Maurer in Mitleidenschaft gezogen. Die Stonfektionszeitung„ Der Geschäftsfreund" in einem Angriff auf den Zum Formerstreik. Bei der Firma Gradeutvik streiken seit einigen Bewegungen erfaßten insgesamt 9516 Maurer und verursachten jüngst gegründeten„ Bund der Kaufleute" herausrückt. In der Hike Wochen die Former. Die Veranlassung hierzu war, daß Herr eine Ausgabe von 138 221,59 M. ohne die Ausgaben für Streita des Gefechts meint das Blatt: Was in der Zusammenfeßung des Gradenwitz auf die Kastenpreise einen Abzug bis zu 5 Pfennig pro leitung, Strafmandate, Gerichtskosten usw. angeblich die deutsche Kaufmannschaft repräsentierenden Verbandes Stasten vornehmen wollte. Der Firmeninhaber war sehr verwundert, Hinsichtlich der Agitation und Organisation hat der Gau am meisten auffällt, ist nicht allein das vollständige Fehlen des ein daß die Arbeiter sich das nicht ohne weiteres gefallen lassen wollten vorstand, wie der Bericht im einzelnen nachweist, eine rege und ers hervorragendes Element des deutschen Handels bildenden Groffisten- und meinte zum Vertreter der Organisation:" Das ist überhaupt folgreiche Thätigkeit entfaltet. standes, sondern mehr noch das numerische Uebergeiicht, welches fein Abzug; ivenn die Former sich einmal pro Stunde Die an die Zweigvereins- Vorstände gerichtete Frage, wie die durch Angliederung der großen inländischen Angestellten- Verbände weniger die Nase pußen, ist der Ausfall gedeckt."( Das voraussichtliche Konjunktur in ihrem Bezirke sich gestalten wird, ist folchen Mitgliedern zufällt, die gar nicht Kaufleute im Sinne des bei bedeutet der oben erwähnte Abzug einen Ausfall von täglich von 170 Vorständen beantwortet worden: 41, darunter einige der Handelsgesetzbuches find. 3wischen den Interessen der 50 Pf.) Nachdem die Verhandlungen sich zerschlagen hatten, be- größten Vereine, antworteten gut", 36 mittelmäßig", 71 schlecht" selbständigen Kaufleute und denen der Handels- fürchtete Herr Gradenwig, daß der Ausstand der Former auf die und 22 Bereinsvorstände antworteten, daß sie sich zur Zeit ein Urteil angestellten bestehen unüberbrüdbare Gegen Dreher und Mechaniker des Betriebes fich ausdehnen könnte und noch nicht erlauben können. sätze, die an sich schon ein gedeihliches Zusammen hielt bei diesen Arbeitern Herzerweichende Ansprachen, in denen er wicken ausschließen. Wenn dann obendrein noch gar der feine Arbeiterfreundlichkeit in ein helles Licht stellte.( Daher auch Bund deutschnationaler Handlungsgehilfen zur Mitarbeit berufen Verdienste von 14-15 M. pro Woche.) Uebrigens ist der Mann ist, dessen Vertreter in der konstituierenden Versammlung ausdrück- Mitglied der Vertrauenskommission des Verbandes der Berliner lich das Schlagwort Interessenvertretung mit bewußter Einseitig Metallwaren- Fabrikanten. Einer Einladung zu einer Versammlung feit" als Zwed und Ziel des Bundes hinstellte, so erscheint es be- der im gesamten Betriebe beschäftigten Arbeiter ist der Herr mutig greiflich, daß dieser neuesten Gründung fein günstiges Horoskop ge- ausgewichen. stellt wird." Sobald es gilt, die Handlungsgehilfen für das InterDeutscher Metallarbeiter- Berband. Ortsverwaltung Berlin. effe ihrer Chefs" einzufangen, wird allerdings der Tert wieder anders lauten. Die unüberbrüdbaren Gegensäße" Für Buber! Wir geben den Mitgliedern des Centralverbandes sind verschwunden und an ihrer Stelle stehen die schönen Worte: der Maurer( Sektion Buzzer) hiermit bekannt, daß; wegen Differenzen Interessengemeinschaft, Vertrauensverhältnis, Standesbewußtsein usw. in der Trägerfrage die Sperre über die Bauten des Puzmeisters Taubert verhängt ist und ersuchen, dieselben zu meiden. AugenRheinisch- Westfälisches Coatssyndifat. Wie der Geschäftsbericht blicklich kommen folgende Bauten in Betracht: Königl. Charité, belweist, sind im letzten Jahre die Abfahberhältnisse feineswegs fo Luisenstraße; Schule Charlottenburg, Schloßstraße; Ebeling- und 13 Jahren unter dent veralteten Tarif arbeiten, fordern eine Revision Lohnbewegungen in Magdeburg. Die Schuhmacher, die seit günstige gewesen, wie vielfach in der Presse behauptet worden ist. Die Hausmannstraßen- Ede; Vorberg und verl. Gleditschstraßen- Ede. desselben, Regelung der Arbeitszeit und der Löhne.( Die jetzigen Bunahme des Versandes gegenüber dem Jahre 1901 entfällt aus Die örtliche Verwaltung. J. A.: H. Neumann. schließlich auf das Ausland. Besonders hat der Absah nach Frankreich betragen 12-17 M. die Woche!) Die Jnnung lehnte rundweg infolge des dortigen Ausstandes der Kohlenarbeiter sich vergrößert. Achtung, Schuhmacher! Der Streit in der Filzschuhwaren- sämtliche Forderungen ab, so daß die Gehilfen nach versuchter Die Beteiligung stieg von 8 578 140 Tonnen auf 8 647 195 Tonnen, Fabrik von Jakobs, Elisabeth- Ufer 5/6 dauert fort. Die Verhand- Einigung, die aber erfolglos war, beschlossen, am Sonnabend, den der Abfaz um 39 600 Tonnen. Die Einschränkung der Produktion lungen sind bisher ergebnislos verlaufen. Der Vergleich scheiterte 14. ds. Mts., die Kündigung einzureichen. Beschäftigt sind in Magdes hat sich von 34,58 Proz. im ersten Quartal auf 10,33 Proz. im an dem Artikel Filzschnallenstiefel. Der bisherige Lohnsatz für diesen burg ca. 320 Schuhmachergehilfen, wovon ca. 210 organisiert sind. legten Quartal ermäßigt. Nach dem Auslande versandte das Syndikat artikel betrug bei der Firma Jakobs 1,95 M. pro Duyend, nunmehr Voraussichtlich werden die Gehilfen bereits am Montag das Gewerbe5S 570 Tonnen mehr als im Vorjahr. soll dafür nur noch 1,30 M. gezahlt werden. Die ausständigen gericht als Einigungsamt anrufen. Arbeiter verlangen für diese Arbeit mindestens 1,50 M. Dieser Auch die Tapezierer und Dekorateure wollen, falls bis zum verlangte Satz steht noch unter den Berliner Durchschnittspreisen. 14. d. M. abends der Tarif von den Meistern nicht anerkannt ist, Als Grundlage für die Lohnabzüge sollen angeblich die Löhne der sofort in den Aus st and treten. Sie fordern 9stündige ArbeitsFirmen Schlitzweg und Hinge gedient haben, welche mur zeit und einen Mindest- Wochenlohn von nur 18 M. Auch hier hat 1,20 M. für diese Artikel zahlen. In einer am Sonn die Innung sich ablehnend verhalten. Ja, als Kuriosunt sei erabend stattgefundenen Verhandlung erklärte Herr Schlizweg, daß wähnt, daß die erbosten Innungsmeister die zwei Leiter der Lohner bereit fei, seinen Arbeiterinnen 10 Pf. auf diesen Artikel zuzu bewegung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt habent und legen, dagegen aber dafür Sorge tragen würde, daß zwar wegen- Aufreizung zum Streit!" Ob die Herren die übrigen Firmen, welche mehr für diefen geglaubt haben, die Zuchthaus vorlage sei aus dem Orkus Artikel 3ahlten, Abzüge machten. Wir ersuchen die wieder auferstanden und Gesetz geworden? Vom Streik werden bes Kollegen, bis auf weiteres den Zuzug nach der Fabrik von Jakobs troffen etwa 120 Gehilfen. Fast 90 Proz. derselben find organisiert. fern zu halten und in der durch Jujerat in heutiger Nummer bekanntgegebenen Versammlung zu erscheinen. Allgemeine Berliner Omnibus- Aktiengesellschaft. Nach dem so eben veröffentlichten Geschäftsbericht für das lehte Jahr stellten sich die Einnahmen auf 2915 056 M., die Ausgaben auf 2 466 370 M., so daß ein Betriebsüberschuß von 448 686 9. verbleibt. Nach Abzug der Abschreibungen stellt sich der Reingewinn auf 232 109 M., von dem eine 6prozentige Dividende zur Verteilung gelangen soll ( im Vorjahr 4 Proz.). Im Betrieb waren im vorigen Jahr 55 993 Zweispänner und 27 448 Ginspännerivagen. Befördert wurden a 5 Pf. 31 964 046 Berfonen, a 10 Pf. 12 557 863 Berfonen, a 15 Bf. 467 Personen. Der durchschnittliche tägliche Pferdebestand stellt sich auf 2125 Stück, an welche 775 702 Futterrationen berausgabt wurden. In der Bilanz fichen 356 Omnibuswagen mit 140 000 M. zu Buch, ferner 2069 Pferde mit 1117 260 M., d. h. 540 M. pro Pferd. Die Jahreseinnahme der Gaukasse betrug 21 527,64 m., die Ausgabe 15 097,85 M., so daß ein Kassenbestand von 6429,79 M. vorhanden ist. Zum Schluß fagt der Bericht, daß auch das laufende Jahr mancherlei Kämpfe bringen und daß es gelingen werde, manchen Vorteil für die Berufsgenossen zu erreichen. Doch follten die Ver= bandskollegen auch den politischen Kämpfen ihre Aufmerksamkeit mehr als bisher schenken und praktisch mit thätig sein bei der mm beginnenden Wahlarbeit, damit das, was wir uns errungen haben, nicht jederzeit durch Verteuerung der Lebensmittel und Verschlechte= rung des Koalitionsrechtes genommen werden kann. " Deutfches Reich. Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Linden bei Hannover ers zielten die organisierten Arbeiter einen glänzenden Sieg. Von 3810 abgegebenen Stimmen erhielt die Liste der vereinigten Christlich Hirsch- Dunderschen Kandidaten mur 464 Stimmen. Die Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. Achtung! Töpfer. Auf die Bekanntmachung des CentralStraßen und Eisenbahn- Gesellschaft in Hamburg. Die Ge- verbandes in Nr. 60 des Vorwärts" erwidern wir: Die Komfamteinnahmen betragen für das Jahr 1902 11 053 621 M. gegen mission auzuerkennen ist uns nicht möglich, weil sie Preise feſtgeſetzt Lohnbewegung der Dachdecker in Leipzig. Die zwischen bem 10 684 062 M. in 1901, die Gesamtausgaben 7 660 171 M., so daß hat, die gegen den Lohntarif verstoßen, aber nach dem Lohntarif Gehilfenausschuß und der Zwangsinnung im Jahre 1899 getroffenen ein Bruttoüberschuß von 3 393 449 M. berbleibt. Nach Abzug der genau zu berechnen sind. Zuletzt war dies bei G. Karmann der Vereinbarungen über die tägliche Arbeitszeit und den Stundenlohn Abschreibungen ergiebt sich ein Reingewinn von 1890 782 M.( im Fall. Bei solchen Preisen kann ein Töpfer, wenn er ehrlich sich und laufen am 1. April d. J. ab. Die Dachdecker haben beschlossen, der Vorjahr 1 890 400 M.), von dem, wie in den letzten Jahren, eine feine Familie durchbringen will, nicht arbeiten, und Ehrlichkeit Innung von dieser Zeit ab neue Forderungen zur Anerkennung vorDividende von 8 Proz. verteilt werden soll. soll doch die vornehmste Eigenschaft eines aufgeklärten Arbeiters sein. zulegen. Gefordert wird hauptsächlich: An Stelle der bisherigen Einschließlich der Harburger Linien wurden gegen Einzelzahlung Wir lassen die bei Starmann beschäftigt gewefenen Töpfer selbst neunstündigen Arbeitszeit die 8stündige bei gleichzeitiger Erhöhung befördert 86 145 338 Personen, d. f. 2913 692 Personen mehr als sprechen: Fünf Kollegen teilte Herr Karmann am 25. Februar d. J. mit: des Mindeſtſtundenlohns von 55 nuf 60 Pf. Für Turm- und im Vorjahre. Die Anzahl der Abonnenten ist abermals bedeutend Wenn Sie Ihre Etide fertig haben, können Sie aufhören, Sie sind Fahrzeugarbeiten soll der Stundenlohn 90 Pf., für Reinigung von gestiegen, und die Einnahmen aus den Abonnements find von mir zu teuer!( letzteres ist der Grund des Ganzen.) Am 28. Februar, Glasdächern 70 Bf. und bei Dampfschornstein- Arbeiten das Doppelte 765 888,29 M. auf 879 898,85 M. angeivachsen. Bei der Annahme, abends 9 Uhr, fchidte er zwei Stollegen, welche mit ihm Rücksprache des einfachen Sages betragen. Grundsägliche Abschaffung jeder daß rund 15 000 000 Abonnenten befördert worden sind, beträgt nahmen, zu uns mit dem Bescheide, wenn wir für die mit der demnach die Gefamizahl der gegen Bezahlung beförderten Personen Verbandskommission vereinbarten Preise arbeiten wollten, könnten rund 101 Millionen. wir weiter arbeiten. Wir stellten den Eventualantrag: Sie zahlen uns Die Zimmerer in Graz( Destreich) haben eine Lohnbewegung den verabredeten Preis, oder wir hören auf. Am Montag, den 2. März, eingeleitet. Sie fordern einen Mindestlohn von 3 Kronen 20 Heller ließ er durch den Polier erklären: Inter keinen Umständen zahle ich diesen pro Tag, 1stündige Mittagspause, 50 Proz. Aufschlag für leber Preis weiter! Wir ließen uns nun Buch und Karte geben. Die stunden, Anerkennung der Organisation. Verbandsfiliale hatte Herrn Karmann schon Ofenfeger in genügender Die Bäderei- Arbeiter in Villach( Destreich), die in eine Rohn Zahl zur Verfügung gestellt, so daß wir vor der Hand ersetzt waren. bewegung eingetreten sind, fordern Erhöhung des Lohnes für verDer Geschäftsführer des Herrn Karmann hat uns die Preise selbst antwortliche Arbeiter um 20 Proz., für nicht verantwortliche Arbeiter mitgeteilt, und wir haben ihm hierüber die lebhafteste Entrüftung mindestens 8 Str. wöchentlich, Abschaffung von Kost und Logis bein ausgesprochen. Meister gegen entsprechende Vergütung. Vom Kohlenmarkt berichtet die Köln. 3tg.":" Während der Berfand an Kohle für gewerbliche Zivecke zur Zeit in erfreulicher Zunahme begriffen ist, ist das mit solchen für den Hausbrand im ganzen weniger der Fall. Der weitere Verlauf des Winters ist wiederum mild gewesen, und dies macht seinen Einfluß geltend. In sonderheit ist auch der Absatz an Brauntohlen- Briketts jekt geringer als zur gleichen Zeit des Vorjahres, wobei wesentlich der Wettbewerb von Gascoats mitspielen wird, in dem sich sehr bedeutende Vorräte angesammelt haben, und dessen Preise ganz erheblich herabgesetzt Die Folge ist, daß die rheinischen Brifettfabriken bereits jest wieder zu einer ganz beträchtlichen Einschränkung übergehen und teilweise die Hälfte der bestehenden Anlagen stillstehen haben." Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Wir bedauern, daß eine organisierte Arbeiterschaft sich die schädlichste und elendeste Stonkurrenz zu machen sucht. Ter Gan Berlin des Maurerverbandes Accordarbeit. Husland. Letzte Nachrichten und Depefchen. Millerands Programm. der Im Auftrage der beteiligten Kollegen: Alphons Pech. Die Bibliothek der Charlottenburger Gewerkschaftskommission iſt eröffnet. Die Ausgabe der Bücher erfolgt Dienstag und Donnerstagabend von 8 bis 10 Uhr und Sonntagvormittag von 8 bis 10 Uhr Paris, 14. März.( W. T. B.) Millerand entwidelte im Bollshause, Rosinenstr. 3, II. Etage, fleines Zimmer. Die Mit- in einer in Bierzon abgehaltenen Versammlung der socialistischen glieder der Gewerkschaften mögen hiervon den ausgiebigsten Ge- Föderation des Departements Cher das Programın brauch machen. socialistischen Reformpartei. Er sprach sich für Abschaffung der Entschädigung der Arbeit gegen den Verzicht an dem Erzeugnis Ueber die Werkstatt Streiks und die Aussperrung in der Holzselbst aus, ferner für Verschwinden der verschiedenen Stände und Bearbeitungsbranche wurde am Freitag in einer außerordentlichen umfaßt die Proving Brandenburg sowie Teile von Mecklenburg für Umbildung des Eigentums. Alles das, weil es eie Emanci Generalversammlung des Verbandes der an Holzbearbeitungs- Strelik und der Provinz Posen. Der Leiter des Gaues, Genoffe pation der Arbeiter zum Zweck habe. Die socialiſtiſche Partei müſſe maschinen beschäftigten Arbeiter beraten. Der Vorsitzende der Organi Silberschmidt, veröffentlicht in„ Grundstein" einen Jahresbericht, ebenso wie sie an der inneeen Politik teilnehme, sich auch bei fation, Hoffmann, berichtete über den Stand der Bewegung. dem wir folgendes entnehmen: den Fragen der äußeren Politit beteiligen. Sie müffe bei Jur vier Betrieben mit zusammen 47 Arbeitern wurde der gestellten Während in einzelnen Orten, wie Berlin, Rathenow, Branden- Reformen politischer und socialer Art in erster Reihe stehen und Forderungen wegen in den Streit getreten und in 21 Betrieben wurden burg und Bosen, die Arbeitsgelegenheit sehr gut war, blieb sie in den besonders für Trennung der Kirchen vom Staat eintreten. Endlich 163 Arbeiter, darunter 35, die nicht organisiert sind, ausgesperrt. übrigen Städten und ländlichen Distritten teils unter mittelmäßig sprach Millerand sich für die Anschauung des gegenwärtigen MiniDie nichtorganisierten Arbeiter haben bis jetzt jämtlich mit den und teils war die Bauthätigkeit sogar sehr schlecht. Im Frühsommer steriums aus, welches zur Zeit der Aufhebung des Kultusbudgets organisierten solidarisch gehandelt. Nicht ein einziger Arbeits- zeigte sich, daß in den ländlichen Bezirken eine geringere Anzahl abgeneigt sei. ivilliger ist zu verzeichnen. Der Unternehmer Roller fährt von einer Maurer als gewöhnlich Beschäftigung fanden. Demgemäß war auch Werkstatt zur andern, um seine Arbeit gemacht zu erhalten, aber der Andrang der Maurer in den Städten mit voller Beschäftigung Bremen, 14. März. Bösmanns Telegr. Bureau" meldet: Ein überall wurde sie von den Arbeitern zurückgewiesen, worauf in den ganz außerordentlich starf. Jnsbesondere konnte Berlin einen großen auswärts verbreitetes Gerücht von heute vorgenommenen zahlreichen meisten Fällen Aussperrung erfolgte. Bei einer Firma ist jedoch Teil dieser Kräfte aufnehmen; hier boten sich nicht nur die in der Arbeiterentlassungen im technischen Betriebe des Norddeutschen Lloyd die Aussperrung schon wieder aufgehoben worden und den Arbeitern Proving Brandenburg überflüssig gewordenen Maurer im stärkeren in Bremerhaven trifft nicht zu. Es handelt sich lediglich um einzelne jogar für die verlorene Zeit Lohn gezahlt worden. Die Maße an, sondern auch Oberschlester, die in den Jahren vorher im bereits seit einiger Zeit wegen momentanen Arbeitsmangels vorLohnforderungen, die bei den Firmen, wo gestreift wird, gestellt Norden und im rheinisch- westfälischen Industriegebiet Beschäftigung gesehene Entlassungen. wurden, belaufen sich auf 24-37,50 M. In Anbetracht der schweren gefunden hatten. Ein großer Teil der in Kiel und Hamburg Graz, 14. März.( B. H.) Jm Mürzthale fallen derartig große und gefährlichen Arbeit an den Maschinen erscheinen die Forderungen Streikenden sowie fast die gesamten Streifenden von Potsdam, Schneemassen, daß der Verkehr völlig gesperrt ist. Washington, 14. März.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) durchaus nicht als zu hoch bemessen, zumal die Unternehmer noch Brandenburg, Nauen, Bernau und andren Streiforten der Proving einen großen Profit dabei einstecken können, ohne gezwungen zu fonnten untergebracht werden. Und dies trotz der schwarzen Liften! Bezüglich der Aufhebung der Blockade des Orinoco verlautet, fein, ihre Preise zu erhöhen. Um zu fonstatieren, Ivie groß die Brachte auch das Jahr 1902 manche Enttäuschung: in manchen daß die Regierung der Vereinigten Staaten beschlossen hatte, Gefahr, verstümmelt zu werden, in der Branche ist, ließ der Vor- Orten trat die erwartete Konjunktur nicht ein, schon deshalb mußte unter gewissen Bedingungen die Blockade anzuerkennen, England sigende eine Abstimmung vornehmen. Es zeigte sich, daß etwa mancher nur allzu berechtigter Wunsch zurückgedrängt werden, eine hingegen nicht gefonnen war, die Blockade anzuerkennen, da dieselbe 3 der Anwesenden verstümmelte Sände hatten unschäzbare Erkenntnis brachte das Jahr doch, nämlich die Erkenntnis, für die englischen Kolonien Trinidad und British- Guyana Unzuträglichund mir ganze Gliedmaßen vorzeigen fonnten. Der Referent machte daß der gelvohnheitsgemäß ausgesprochene Gah: In der Zeit des teiten im Gefolge gehabt hätte. Es wurde Venezuela daher bedeutet, dann den Borschlag, daß in den Betrieben, die den Forderungen wirtschaftlichen Niederganges sind die Arbeiter nicht in der Lage, daß; England, wenn Venezuela die Blockade aufrecht erhalte, die entsprechende Löhne zahlen, alle Arbeit für Tischlermeister, die Vorteile zu erreichen oder das Bestehende gegen den Ansturm der Aufständischen als triegführende Partei anerkennen und die entweder von diesen selbst oder von den Stutschern der betreffenden Arbeitgeber zu behaupten", nicht mehr ein unanfechtbares Postulat britischen Häfen für venezolanische Striegsschiffe schließen werde. Betriebe angefahren wird, fertig gestellt werden famt, dagegen alle ist. Die vom Vorstand im August 1902 veranstaltete Erhebung Diese Drohung soll auf Castro Eindruck gemacht haben. Verantwortl. Redakteur: Cart Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Bertagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, Nr. 63. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 284. Sigung. Sonnabend, den 14. März 1903, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesraistische: v. Tirpit. Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Lesung Etats für Kiautschou. " H Sonntag, 15. März 1903. werden. Das ist dieselbe Politik, die im preußischen Abgeordneten- Abg. Geisler( C.) betont die Notwendigkeit konfessioneller Schulen. hause getrieben wird! Ein solches Verlangen ist geradezu grotest. Redner wünscht weiter, daß die Schulferien auf dem Lande stets so Die Stadt Berlin hat von diesen Reichs- und Staatsgebäuden gar gelegt werden, daß die Kinder an den Ernte- Arbeiten teilnehmen feine Vorteile, denn die Reichs- und Staatsbeamten wohnen meist tönnen. außerhalb in den Vororten( Sehr richtig! links.) und bezahlen ihre Abg. Kopsch( frs. Vp.): Wir wünschen die baldmöglichste VorSteuern gar nicht in Berlin. Und da verlangt man, daß die Stadt lage eines Schulunterhaltungs- Gesezes. Die hämischen Angriffe der des und Staat geben foll! Gegenüber der Zumutung, die Stadt Berlin der konservativen Interpellation auf Vorlegung eines SchuldotationsBerlin aus den Mitteln der übrigen Steuerzahler Zuschüsse an Reich Ostpreußischen 3tg.", welche unfrer Fraktion vorwirft, daß sie gegenüber folle die Differenz des Preises in der Bellevuestraße und gesetzes eine zweifelhafte Haltung eingenommen habe, muß ich auf das Abg. Dr. Müller- Sagan( fr. Bp.): In der Denkschrift über des Erlöses für die Grundstücke am Leipziger Platz und der entschiedenste als grobe Univahrheit zurückweisen.( Bravo! links.) Kiautschon wird betont, daß dies Gebiet durchaus allen Erwartungen Voßstraße aus eignen Mitteln zuschießen, weil die Stadt dann eine Redner erörtert des weiteren die Ueberfüllung der Klaffen in den entsprochen habe. Nach authentischen Mitteilungen aber birgt Untergrundbahn bekäme, möchte ich auf das Folgende hinweisen. Volksschulen. In einer fatholifchen Schule im Kreis Inowrazlaw Kiautschou alle Gefahren, die man von einem derartigen Die Stadt Berlin hätte eine Untergrundbahn vom Potsdamer Bahnhof hat ein Lehrer über 230 Kinder zu unterrichten.( Hört! hört! links.) Gebiet überhaupt nur vorausseßen kann. Die Marine nach der inneren Stadt und dem Alexanderplat längst in Angriff Aehnliche Zustände finden sich besonders in Posen nicht selten. Im verwaltung sollte endlich davon abgehen, das Bülowsche Wort genommen, wenn nicht der Stadt Berlin durch eine kaiserliche Order Jahre 1901 haben in Preußen 2700 Kinder wegen Raummangels vom Platz an der Sonne" immer noch aufrecht zu erhalten. Die Konzession dazu verweigert worden wäre( Hört! hört! bei den nicht Aufnahme finden können. Im Vordergrunde stehen in dieser Kiantschon bildet ein Einfallsthor für alle diejenigen Krankheiten, Socialdemokraten!) mit der ausdrücklichen Bemerkung, diese Linie be- Beziehung die östlichen Provinzen, vor allem wieder Posen. die von Osten her nach uns verschleppt werden. Angesichts der fäme nicht die Stadt Berlin, sondern die müsse der Aktiengesellschaft Was mußt alle Ostmarken Politik, wenn derartige Schulgroßen hygienischen Aufwendungen mag der Gesundheitszustand in Siemens u. Halste vorbehalten bleiben, damit deren Hochbahn zustände in jenen Provinzen vorhanden sind.( Sehr richtig! links.) Siautschou besser geworden sein; man kann sich dabei aber eines rentabel wäre.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) In solcher Ein Regierungskommiffar giebt zu, daß die Ueberfüllung der gewissen Gefühls des Neides nicht erwehren darüber, daß in unsren Weise werden die Interessen der Stadt Berlin seitens des Staates Volksschulen besonders in den östlichen Provinzen noch sehr groß ist, eigenen östlichen Provinzen soviel weniger für und des Neiches gewahrt und dabei verlangt man von ihr die aber es sei gegen frühere Jahre eine erhebliche Besserung in dieser hygienische Zwecke geschieht als dort in Ostasien. Es muß Leiſtung von Zuschüssen! Für eine folche Kommunalpolitik wird Beziehung eingetreten. Sehr erschwert werde die Aufgabe der fonstatiert werden, daß der heutige erträgliche gesundheitliche sich die Stadt Berlin bedanken! Schulverwaltung durch die große Fluktuation der Arbeiterbevölkerung. Zustand in Kiautschon nicht den natürlichen Verhältnissen, sondern Die Mängel des Terrains an der Bellevuestraße sollten das Abg. Ernst( frs. Bg.) tritt für Besserstellung der Seminarlehrer dem deutschen Kapital und der deutschen Energie zu verdanken ist. Reichs- Marine- Amt selbst veranlassen, von diesem Blaze abzulaffen. ein, und fragt an, ob eine Verstaatlichung der Präparandenanstalten Abg. Frhr. v. Hertling( C.) befürwortet die von der Kommission Es sind genug andre Pläge in Berlin zu haben. Wir haben eine geplant sei. einstimmig beantragte Resolution: den Reichskanzler zu ganze Reihe reichsfistalischer oder preußisch fiskalischer ersuchen, mit der preußischen Unterrichtsverwaltung in Verbindung Grundstücke, die im Austausch für das Reichs- marine- Amt meldung beruhe auf einem Irrtum. Es sei nur beabsichtigt, dahin Ein Regierungsfommissar erwidert, die diesbezügliche Presses zu treten, damit dem Kolonialrecht im Rahmen der juristischen erworben werden könnten. Es ist z. B. hingewiesen worden auf die zu wirken, daß die staatlichen und privaten Präparanden- Anstalten Vorlesungen an den Universitäten, insbesondere an der Universität Bläge an der Königgrägerstraße. Diesem Gedanken ist der nach einem einheitlichen Lehrplan arbeiteten. Die Statistik, die Berlin, die seiner Bedeutung entsprechende Stellung eingeräumt Staatssekretär mit einer Schroffheit entgegengetreten, die geradezu der Abg. Kopsch für die Ueberfüllung der Volksschulen angeführt verwunderlich wirken mußte. Als gesagt wurde, man könne doch habe, sei übrigens beraltet, nenester Zeit hätten sich Staatssekretär v. Tirpit: Die Marineverwaltung ist der Ueber vielleicht einen Teil der Gärten, die die Minister, Staatssekretäre die Verhältnisse auch im Osten wesentlich gebessert. zeugung, daß es außerordentlich wichtig ist, den Kolonialbeamten eine und der Reichskanzler dort haben, verwenden, ist erwidert worden: Abg. Stychel( Pole) führt Klage, daß die Lehrer im Osten den entsprechende Vorbildung zu geben, auch hinsichtlich des Kolonialrechtes. Von ihren Gärten geben die Minister nichts her." Das hört polnischen Kindern gegenüber häufig ungerecht und zu hart vers Seitens der Marineverwaltung ist auch der Beamte bestellt, der jetzt sich gerade so an, als ob den Ministern diese Grund-( fahren. Die Vorschriften über die Einschränkung des Büchtigungss am orientalischen Seminar der Universität Berlin koloniale Vor- stücke gehörten und als ob sie nicht Reichs- und Staatsrechtes müssen verschärft werden. Ich bedauere es lebhaft, daß Lesungen hält. Die Marineverwaltung wird alles tun, um das Ziel eigentum wären. Gerade diejenigen Parteien, die immer die Millionen ein Erlaß des Ministers Bosse in dieser Richtung zurückgenommen der Resolution zu erreichen. für die Marine mit vollen Händen hergeben, sollten doch wenigsteus ist. Redner verlangt weiter, daß der Religionsunterricht in den Auf eine Anfrage des Abg. Eidhoff( frf. Bp.) erklärt hier jede unnötige Ausgabe vermeiden. Wir haben es, wiederholt gemischt- sprachlichen Provinzen in polnischer Sprache erteilt werde. Staatssekretär v. Tirpik: Die in der Denkschrift enthaltenen erlebt, daß Grundstücke, deren Erwerb der Reichstag zunächst ab- Stultusminister Studt: Wir werden an unfrem System des Angaben über die Einfuhr nach Kiautschou stammen von dem chine- gelehnt hatte, später zu erheblich billigeren Preisen erworben wurden, Unterrichts in den gemischt- sprachlichen Provinzen festhalten, das fischen Zollamt. Selbst dieses wird aber sehr schwer in der Lage die Herren von der Regierung sollten sich also die Mitwirkung der sich dort durchaus bewährt hat, to nicht ein systematischer Widerstand sein, festzustellen, welche von den eingeführten Waren aus Deutsch- Budgetkommission ruhig gefallen lassen. Das liegt im Interesse des der Eltern oder politischer Streise dem Schulunterricht entgegenarbeitet. land kommen. Zum Beispiel wird alles, was über Hongkong ein Reiches. Was die Ueberschreitungen des Büchtigungsrechts anlangt, so werde geht, als indische Einfuhr bezeichnet, während ein sehr großer Teil ich in jedem Falle, der nachgewiesen wird, Nemedur eintreten laffen. dieser Waren deutschen Ursprungs ist. Es entspricht absolut nicht unfrem Wunsche, daß die Lehrer den polnischen Kindern gegenüber mit besonderer Härte verfahren, am allerwenigsten im Religionsunterricht. Den Lehrern wird aber ihre Aufgabe durch das Verhalten vieler polnischer Eltern außers ordentlich erschwert, die unter dem Einfluß der großpolnischen Agitation stehen. Diese Agitation geht außerordentlich terroristisch vor, manche Eltern haben schon ihren Wohnort wechseln müssen, um diesem Terrorismus zu entgehen. Die Breschener Vorgänge hat diese Agitation durch tendenziös gefälschte Darstellungen in unglaublichster Weise ausgenutzt. Der Minister zeigt dem Hause zum Beweise ein Riesenplakat, das in 200 000 Exemplaren verbreitet worden ist. werde." " Ich hätte meine ganzen Ausführungen nicht gemacht, weil ich glaubte, die Sache sei durch den Beschluß der Budgetkommission erDer Etat wird nach den Beschlüssen der Kommission ge- ledigt. Da aber der Herr Staatssekretär heute noch einmal die nehmigt, die Rsolution wird angenommen. Vorlage verteidigt hat, so mußte doch wenigstens im Namen der Hierauf wird die zweite Beratung des Marine- Etats Budgetfommission nachgewiesen werden, daß ihr Beschluß durchaus fortgefest. begründet und wohl erwogen war und im Interesse des Reiches liegt.( Lebhafter Beifall links.) Die gestern zweifelhaft gebliebene Abstimmung über die Forderung für Reparaturen der Kreuzer„ Kaiserin Augusta" und Irene" wird auf Vorschlag des Präsidenten Grafen Ballestrem ausgesetzt. Damit schließt die Diskussion. Beim Kapitel„ Höhere Mädchenschulen" wünscht Abg. v. Knapp ( natl.), daß die höheren Mädchenschulen bald unter die Aufsicht der Provinzial- Schulkollegien gestellt werden mögen. Aber Staatssekretär v. Tirpis: Ich habe die Forderung nicht mit Rücksicht auf den Kriegsfall begründet, sondern von dem täglichen normalen Verkehr gesprochen und nur hervorgehoben, daß im KriegsZum Ankauf von Grundstücken für den Bau eines neuen falle die Umstände besonders erschwerend wirken würden. An der Dienstgebäudes für das Reichs Marine Amt werden Bellevuestraße selbst hat die Marineverwaltung gar fein Interesse. 6 020 000 M. und als erste Nate zum Bau eines solchen Gebäudes Wenn in entsprechender andrer Lage ein Platz geschaffen würde, so 80 000 M. gefordert. Die Kommission hat beide Titel gestrichen. wäre es uns durchaus recht. Das wird aber sehr schwierig sein. Staatssekretär v. Tirpit: Die Marineverwaltung ist in der Mir lag nur daran, zu konstatieren, daß der Plaz an der BellevuePresse mehrfach angegriffen worden, indem man es so dargestellt straße nicht besonders teuer ist. Was die mangelnde Erweiterungshat, als ob bei dieser Forderung mit einer gewissen Opulenz verfahren fähigkeit anlangt, so giebt es auf der gegenüber liegenden Seite in Abg. Dasbach( C.) wünscht specialisierte Rechnungslegung der wäre, welche mit der allgemeinen Finanzlage im Widerspruch stände. der Bellevuestraße ein Grundstück, das später benutzt werden Beihilfen zur Unterhaltung höherer Mädchenschulen. Heute wird Ich will daher kurz das Bernünftige der Forderung darlegen. Das tönnte. der größere Teil der geforderten Summe paritätischen Anstalten zus Bedürfnis ist ja in der Kommission nicht bezweifelt worden. Welche Lage Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antis.): Der Herr Staats- gewendet. Redner kommt nochmals auf die Petition um Errichtung am zweckmäßigsten für das neue Amt ist, müssen wir schließlich am sekretär stellte es so dar, als sei der Beschluß der Kommission un- eines katholischen Lehrerinnenseminars in Trier zurück und erklärt, besten beurteilen können. Es ist nicht angängig, daß man ein ein verständig. Das ist nicht der Fall. Verständig wäre es gerade, er wolle durchaus nicht die evangelischen Mädchen an dem Unterricht zelnes Amt herausgreift und es weitab von der ganzen Reichs- wenn man fistalische Grundstücke bevorzugte, statt Privatleuten in ihrer Konfession verhindern. regierung verlegt. Etwas andres wäre es, wenn man etwa alle Grundstücke zu hohen Preisen abzukaufen, die ihre Abg. Dr. Jrmer( f.): Die Regierung hat vor kurzem den Ges Reichsämter nach Potsdam verlegte. Man hat gemeint, es könnte Agenten hier ins Haus schicken, damit sie Stimmung für den meinden Charlottenburg und Schöneberg die Erlaubnis zur ErTelephonverbindung zwischen den Aemtern hergestellt werden. Eine Ankauf machen bei den Abgeordneten.( hört! hört! rechts.) richtung von öffentlichen höheren Mädchenschulen erteilt und zwar solche Verbindung ist aber für eine Reihe von Materien nicht Der Striegsfall fann hier nicht maßgebend fein. Heute mit dem Ziele des Realgymnasiums. Die Folge davon ist, daß die brauchbar. Bei wichtigen Angelegenheiten müssen werden nicht mehr Kriege von Berlin aus dirigiert, wie das Mädchen nach der Ablegung der Reifeprüfung die Universität besuchen die Chefs der Behörden in ständigem mündlichen Gambetta 1870 von Paris aus that. Vom preußischen Fiskus fönnte wollen.( Buruf links: Soll auch sein!) Wenn Sie( nach links) das Verkehr stehen, besonders im Falle eines Krieges, das sogenannte Nasse Dreied am Lehrter Bahnhof an- wollen, dann müssen Sie der Frau auch sämtliche gelehrte Berufe zus wie sich das ja in fleinem Maße bei der China Expedition gekauft werden, das für den Zwed sehr geeignet ist, schon deshalb, gänglich machen. Das ist einfach konsequent. Und wenn Sie der herausgestellt hat. Es ist gefagt worden, die Gegend sei besonders weil es an der Wasserkante liegt.( Heiterkeit.) Auf jeden Fall Frau alle Berufe zugänglich machen, weiß ich nicht, weshalb Sie ihr teuer. Daß das nicht zutrifft, dafür ist ein Beweis, daß wir einen wäre das besser, als wenn man die Juden in der Bellevuestraße dann die politischen Rechte noch vorenthalten. Wir bekämpfen diese Vertrag haben schließen können, nach welchem der Quadratmeter bereicherte. Entwicklung, weil dadurch unsre gesamten socialen Verhältnisse umunfres jegigen Gebäudes nur doppelt so hoch bezahlt werden soll gestaltet würden. Es wird nicht mehr heißen, daß der Mann im als der Quadratmeter in der Bellevuestraße. Der Platz in der Das Haus beschließt dem Antrage der Kommission gemäß die stande ist, Frau und Kinder zu ernähren, sondern es wird Belletuestraße ist der geeignetste, der nach langem Suchen gefunden Streichung der Titel. heißen, Mann und Frau ernähren die Kinder. ist werden konnte. Der Rest des Marine Etats wird debattelos genehmigt. zuzugeben, daß das weibliche Geschlecht sich heute int Abg. Singer( Soc.): Es folgen Berichte der Wahlprüfungs- Sommission. einer gewissen Notlage gewissen Notlage befindet. Die Berufe, die ihm Wenn diesen Ausführungen des Staatssekretärs im Plenum gar Ueber die Wahlen der Abgg. v. Rautter( f.) und Boltz( natt.) heute offenstehen, sind ja gerade nicht sehr mannigfaltig. nicht widersprochen würde, könnte es den Anschein gewinnen, als werden gemäß dem Antrage der Kommission Beweiserhebungen es läßt sich hier Wandel schaffen ohne Frauenstudium und ohne hätte die Budgetfommission gar keine Gründe für ihr Votum gehabt. beschlossen. Mädchengymnasium, vielleicht dadurch, daß man das Unterrichtsfach Der Staatssekretär flagte darüber, daß man die Marineverwaltung Die Wahl des Abg. Sieg( natt) beantragt die Kommission für der Frau noch mehr als heute zugänglich macht. Leider bestehen hirdern wolle, ihr Amtsgebäude in einer centralen Lage zu errichten. ungültig zu erklären. heute die Vorschriften, daß auf einer höheren Lehranstalt nur Der in der Kommission mehrfach empfohlene Bauplatz am Rollen Abg. Baffermann( natt., zur Geschäftsordnung) beantragt, den akademisch gebildete Lehrer unterrichten dürfen. Durch diese Bestimmung dorfplatz liegt aber in mindestens ebenso günstiger Gegenstand von der Tagesordnung abzuseßen. Der Beschluß der wird die Frau geradezu gezwungen zum Universitätsbesuch, wenn sie age, wie der Platz an der Bellevuestraße, er ist in unmittel- Kommiffion ist mit 7 gegen 6 Stimmen erfolgt und wir wünschen Lehrerin auf einer höheren Mädchenschule werden will.( Sehr richtig! barer Nähe der Hochbahn gelegen, hat elektrische Bahn- nicht, daß ein so schwach besetztes Haus die Entscheidung fällt. Sollte rechts.) Ein weiteres Gebiet, auf dem sich die Frau auch heute schon verbindung nach allen Richtungen usw. Der Staatssekretär ist um Widerspruch gegen meinen Antrag erhoben werden, so muß ich die bethätigen kami, ist das der Heilkunde. Es wird heute von vielen alle Gründe gegen den Plazz an der Bellevuestraße vorsichtig herum- Beschlußfähigkeit des aufes bezweifeln. Frauen und Mädchen unangenehm empfunden, wenn sie von einem gegangen. Der Platz an der Bellevuestraße ist erstens zu teuer. Abg. Singer( Soc.): Ich möchte trotz dieser Drohung das Haus männlichen Arzt törperlich untersucht werden.( Sehr richtig! rechts.) Sticht an sich nach dem Preise des einzelnen Quadratmeters, sondern doch bitten, den Antrag Bassermann abzulehnen. Es ist bezeichnend, Damit will ich nicht etwa fordern, der Frau den ärztlichen Beruf infolge mehrerer Begleiterscheinungen. Die Budgetkommission daß Herr Bassermann, wenn es sich um das Mandat eines Fraktions- in seiner vollen Ausdehnung zu öffnen, denn in der höchsten Not Aneinte, daß es nicht notwendig sei, daß das Neichs- Marine- genossen handelt, von einem Mittel Gebrauch macht, gegen wird man doch immer zum männlichen Arzt gehen. Amt gerade in dieser teuersten Gegend baue. das sonst kein Ton der Entrüstung seinerseits hoch genug ist. Dagegen ließen sich einzelne Zweige auf dem Gebiete der Heilkunde Das Terrain an der Bellevuestraße besteht zum großen( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Das festzustellen, ist sehr von Frauen sehr wohl ausfüllen. Der Mann wird immer eine andre Teil aus Hinterland, außerdem dürfen 1500 Quadratmeter interefiant. Das Mandat, um das es sich hier handelt, hat bereits Stellung einnehmen als die Frau. Er muß auf Befehl des Staates Vorgärten nicht bebaut werden. Die beiden Gebäude, die auf dem jahrelang den Reichstag beschäftigt, immmer wieder sind Er- seinen Körper in den Dienst des Vaterlandes stellen.( Buruf links: Blaze jetzt stehen, repräsentieren einen Feuerkassenivert von einer hebungen angestellt. Im vorigen Jahre wurde die Cache, wie Die Frau auch!) Haben Sie schon einmal eine Frau geschen, die ( Hört hört! bei den Socialdemokraten.) Diese ich mich erinnere, in ganz ähnlicher Weise wie heute abgefeht, und auf Befehl des Staates für Nachwuchs forgt?( Große Heiterkeit.) Million muß das Reich bezahlen, während es die beiden Häuser auf dann wurden nochmals Erhebungen beschlossen. Einmal muß doch Ich möchte den Kultusminister bitten, meine Ausführungen, die ich Abbruch verkauft und so gut wie nichts heraus- diese Wahl zur Erledigung kommen. Wir haben sonst eventuell aus dem Gefühl der Beängstigung heraus hier vorgetragen habe, be bekommt. Die Budgetkommission hat deshalb empfohlen, lieber mit der Thatsache zu rechnen, daß ein Abgeordneter fein Mandat berzigen zu wollen.( Lebhafter Beifall rechts.) ein unbebautes Grundstück für diese Zwede zu eriverben. fünf Jahre ausgeübt hat, während die Wahlprüfungs- Kommission Kultusminister Dr. Studt: Der Herr Vorredner hat eine Kette Der Einwand des Staatssekretärs, daß im Falle eines das Mandat für ungültig erklärt hat. Im Interesse aller von Schlußfolgerungen konstruiert, die aber von einer falschen Krieges das Reichs- Marineamt in unmittelbarer Nähe der Parteien läge es, die Entscheidung in diesem Falle nicht zu verzögern. Voraussetzung ausgingen. Ich möchte ausdrücklich betonen, daß es übrigen Aemter gelegen sein müsse, Klingt geradezu fomisch.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) nicht in der Absicht der Unterrichtsverwaltung liegt, MädchenUnfre Verwaltung wäre zu bedauern, wenn eine Schlacht deswegen Abg. Dasbach( C.) bittet den Abg. Baffermann, feinen Antrag gymnafien mit Realgymnasialzielen zu crrichten. Es ist verloren würde, weil der Staatssekretär zehn Minuten länger zu zurüdzuziehen. Der vorliegende Bericht der Kommission ist nicht zutreffend, daß mit den Schritten der Unterrichtseiner Konferenz zu fahren hat.( Heiterkeit.) Daß zufällig eine Ge- bereits der fünfte, die Sache muß endlich entschieden werden. verwaltung, die der Vorredner erwähnt hat, die bisherigen sellschaft die Grundstüde am Leipziger Platz und der Voßstraße für Abg. Baffermann( natl.): Bevor wir zur Abstimmung kommen, Bahnen in der Frage der Frauenbildung verlassen wären. Die Ge ihre Zwede gebrauchen fann, und daß die Grundstüce infolgedessen bezweifle ith die Beschlußfähigkeit des Hauses. nehmigung zur Errichtung von öffentlichen Mädchengymnasien ist unter sehr günstigen Bedingungen verkauft werden können, kann doch Präs. Graf Ballestrem: Das Bureau schließt sich diesem Zweifel nur versuchsweise erteilt worden. Diese neue Einrichtung bewegt fein Grund sein, um ein andres zu teueres Terrain zu erwerben. an, wir müssen unsre Verhandlungen für heute abbrechen. fich wirklich in den bescheidensten Grenzen, so daß die Befürchtungen Das Terrain an der Bellevuestraße ist auch nicht erweiterungs- Ich beraume die nächste Sigung an auf Montag 1 Uhr des Vorredners unbegründet find. Der Besuch des Gymnasiums beginnt fähig, es müßte später eventuell ein Grundstück an der Pots- mit der Tagesordnung: Eisenbahnvertrag mit Luxemburg, Novelle erst mit dem vollendeten 13. Lebensjahre, so daß die Eltern wohl damerstraße hinzugekauft werden, was die Sache noch weiter ver- zur Seemannsordnung, Petitionen. unterscheiden können, ob ihre Töchter förperlich und geistig den teuern würde. Ansprüchen des Mädchengymnasiums gewachsen sind. Ich bestreite, daß die Errichtung von öffentlichen höheren Mädchenschulen völligen Umgestaltung unfrer socialen Verhältnisse führen wird. Es besteht nicht die Absicht, der Frau das unbeschränkte Recht der Immatrikulation an den Universitäten zu geben. Damit werden Der Vorwurf, die radikale Frauenbewegung gefördert zu haben, Die zweite Beratung des Kultusetats wird beim Kapitel fann gegen die Unterrichtsverwaltung nicht erhoben werden. Im Gegenteil, das Verhalten der Unterrichtsverwaltung ist ein vorMillion Mart. Ferner darf an der Bellevuestraße nicht über 22 Meter hoch gebaut werden( Hört! hört! bei den Socialdemokraten), es fei Senn, daß die Marineverwaltung einen Dispens von der Baupolizei erwirkt. Schluß 3 Uhr. Abgeordnetenbaus. einer Sibung vom Sonnabend, den 14. März, 11 Uhr eine ganze Reihe Befürchtungen des Vorrebners gegenstandslos. Am Ministertische: Studt. Man hat in der Budgetkommission auch darauf hingewiesen, daß 44. es eigentlich im Interesse der Stadt Berlin liege, solche Gebäude in der Stadt zu bekommen, und daß infolgedessen Berlin eigentlich Zuschüsse geben müßte, wenn derartige Gebäude errichtet| Elementar- Unterrichtswesen fortgesett bei fichtiges gewesen und wird es bleiben. Wir werden nicht weiter die fich 37 Personen als Mitglieder eintragen ließen. Die pro| befundent. Es wareu Hunde von vier bis zwölf Jahren; in zwei gehen, als die berechtigten Ansprüche der Frauen es erforderlich visorischen Vorstandsmitglieder erhielten bald eine Anflage wegen Fällen waren die Trichinen schon verkalft. In demselben Zeitraum machen.( Bravo!) lebertretung der§§ 2 und 13 des Vereinsgesches, weil sie nicht wurden in Chemnitz unter 64 982 untersuchten Schweinen 13 trichinös Abg. Dr. Dittrich)( C.): Der Andrang der Frauen zum Studium innerhalb drei Tagen nach dem 4. Mai Statuten und Mitglieder- befunden. Es befand sich demnach unter 4998 geschlachteten ist sehr groß, ja beängstigend. Man fordert das alles als ein natür verzeichnis der Polizei eingereicht hatten. Das Landgericht Hottbus Schiveinen ein trichinöses, dagegen schon unter 62 geschlachteten liches Recht der Frau. Die Unterrichtsverwaltung ist solchen Be- als Berufungsinstanz verurteilte die Angeklagten Matthieu, Schmidt Hunden ein trichinöser. Das Vorkommen von Trichinose strebungen schon sehr weit entgegengekommen. Die Frau ist nicht und Wiemer zu je 15 M. Geldstrafe wegen Nichteinreichung des war also Hunden achtzigmal häufiger mehr und nicht weniger wie der Mann, sie ist aber anders als der Mitgliederverzeichnisses. Es war der Meinung, daß auf jeden Fall als bei Schweinen. Dieses Ergebnis hat das sächsische Mann. Die Frau ist nicht geschaffen fürs Studium. Es am 4. Mai 1902 ein Verein gegründet worden sei, wenn auch seine Ministerium des Innern veranlaßt, am 6. Juli 1901 eine Vergehört viel Mut dazu, der modernen Frauenbewegung entgegen- Bestätigung als Zahlstelle des fraglichen Verbandes noch gefehlt ordnung zu erlassen( Gesetz 1. Verordn.- Bl. S. 98), durch die die zufreten. Man wird der Rückständigkeit, ja sogar der Bildungs- habe. Dieser Verein habe auch eine Einwirkung auf öffentliche Untersuchung geschlachteter Hunde anf Trichinen angeordnet und die losigkeit beschuldigt. Trotzdem verlangen wir, daß den Frauen die Angelegenheiten bezweckt, da er den Zweck haben sollte, die Lage Bestimmungen über die Untersuchung von Schweinen auf Trichinen Universitäten wieder verschlossen werden, daß wir zurückkehren zu der Erd- und Bauarbeiter von Kottbus und Umgegend zu ver- auch auf die Untersuchung der Hunde singemäße Anwendung finden den früheren Zuständen. Nur in ganz vereinzelten Ausnahmefällen bessern. In der Nichteinreichung der Statuten könne eine Ber- sollen. darf der Frau das Studium erlaubt werden. Auch gegen das fehlung nicht erblickt werden, weil der Verein zur Zeit noch keine be= Bedenkt man, daß bei der leider immer noch fortdauernden Mädchengymnasium möchte ich mich aussprechen, weil ich der sessen habe und Unmögliches nicht verlangt werden könne; dagegen viehsperre und Fleischnot und der allgemeinen wirtschaftlichen Meinung bin, daß sich die Mädchen auf andrem Wege ihre Bildung hätten die Vorsteher die Mitgliederliste unbedingt einreichen müssen. Krise bei der ärmeren Bevölkerung auch außerhalb Sachsens aneignen können.( Bravo! im Centrum.) Die Angeklagten legten Revision ein. Ihr Vertreter, Rechts- das Hundefleich vielfach ebenso wie das Pferdefleisch als Kultusminister Dr. Studt polemisiert gegen einzelne Aus- anwalt Dr. Sarl Liebknecht, verwies vor dem Kammergericht Ersatz für das unerschwingliche Fleisch andrer Schlachttiere dienenführungen des Vorredners. Es könne keine Rede davon sein, daß unter anderm auf die Urteile des Straffenats, wonach Verbands- muß, so ist es ernsteste Pflicht der Behörden, die sächsischen Bedie Regierung heute schon zu viel Konzeffionen gemacht habe, d. H. Zahlstellen unter gewissen Voraussetzungen keine Vereine, sondern ſtimmungen auch anderwärts einzuführen, um die drohende Ueberdie Mädchen zu stark überlaste. Herr Dittrich habe wohl vergessen, nur Unterorgane des Centralverbandes seien. tragung der Trichinose auf Menschen durch Hundefleisch zu verhüten, die Maßnahmen zu erwähnen, die seitens der Unterrichtsverwaltung gericht gab denn auch der Revision statt, hob die Vorentscheidung auch wenn es sich hier nur um ärmere Menschen handelt. In getroffen sind, um einer lleberlastung der Mädchen vorzubeugen. auf und verwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung an das Charlottenburg find dahingehende Schritte schon unternommen worden. Hierauf vertagt sich das Haus. Präsident v. Kröcher Landgericht zurück. Begründend wurde ausgeführt, es müsse zuschlägt vor, die nächste Sigung Montag 12 1hr abzuhalten nächst einmal festgestellt werden, ob die Zahlstelle nicht bloß ein Unterorgan des Verbandes der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsind außer der Fortsetzung der heutigen Beratung die Kapitel Kunst und Wissenschaft sowie techniarbeiter sei. Wäre sie das nur, dann käme für ihre Vorsteher § 2 des Vereinsgefeßes überhaupt nicht in Betracht. Ferner sei ſches Unterrichtswesen auf die die Tagesordnung zu aber auch die Einivirkung auf öffentliche Angelegenheiten nicht geſeßen. Er fügt hinzu: Zu meinem Bedauern werde ich genötigt nügend festgestellt, denn die Vertretung der Interessen einer sein, Ihnen am Montag wieder die Abhaltung einer Abendfizung vorzuschlagen, falls, was ich annehme, die Tagesordnung einzelnen Gruppe in einem einzelnen Orte führe nicht ohne weiteres zu einer Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten. am Tage nicht erledigt wird. Ein Widerspruch erhebt sich nicht. Schluß 4 Uhr. Partei- Nachrichten. Sociales. Das KammerAus der Frauenbewegung. Ober- Schöneweide. Der hiesige Bildungsverein für Frauen und Mädchen" veranstaltet Montag, den 16. März, abends 8% Uhr im Lokale des Herrn Kaufholt, Wilhelminenhofstraße 18, eine Versammlung, zu der die Frauen und Mädchen Ober- Schöneweides freundlichst eingeladen sind. Tagesordnung: 1. Vortrag von Frau Helene Saule Berlin über:„ Die Frau, die Gefährtin des Mannes". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Aufnahme neuer Mitglieder. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Frauenstimmrecht in England. Zur Reichs- Fleischschau. Durch das am 1. April er. in Kraft tretende Reichs- Fleischschau- Gesetz ist wohl die Trichinenschau auf die Wildschweine und die tierärztliche Untersuchungspflicht auch auf, Der Radikale Sir Charles Dilfe hat im Unterhause soeben Polizeiliches, Gerichtliches ufw. geschlachtete Pferde und Hunde ausgedehnt, aber die Trichinenschau einen Gesezentwurf eingereicht, durch welchen den Frauen das volle Zahlstellengründung und§ 2 des Vereinsgesches. ist auf die geschlachteten Hunde nicht ausgedehnt. Und doch wäre Stimmrecht gesichert werden soll. Der entscheidende Artikel lautet: Die Erd- und Bauarbeiter von Kottbus und Umgegend hielten dies nach den Ermittelungen, die man darüber in Sachsen gemacht Jeder volljährige Staatsbürger, Mann oder Frau, verheiratet oder am 4. Mai 1902 eine öffentliche Versammlung ab. Sie tamen hat, geboten getvesen. Es war in sächsischen Orten wiederholt unverheiratet, hat das Wahlrecht zu allen lokalen und zu den dabei zu der Ueberzeugung, daß es gut fei, eine Zahlstelle des Ver- Erkrankung an Trichinose nach Genuß von Hundefleisch festgestellt Parlamentswahlen. Ausgenommen sind nur diejenigen, welche durch bandes der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter zu gründen, worden. Darauf wurden im Jahre 1897 und im ersten Halbjahr das Gesetz oder durch Parlamentsakte ausdrücklich davon ausvie es der Referent Böttcher aus Berlin angeregt hatte. Man 1898 fämtliche in Chemnitz geschlachteten Hunde auf Trichinen unter geschlossen sind. Der Entwurf ist von Keir Hardie, Burns und Bell wählte einen provisorischen Vorstand und legte eine Liste aus, in sucht. Dabei wurden von 436 untersuchten Hunden sieben trichinös mitunterzeichnet. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 15. März. Freie Boltsbühne. Metropol Theater. Helden. 3. un 4.b teilung. Anfang 2% Uhr. Lessing Theater. 10. und 11. Abteilung: Dämmerung. Anfang 2%, Uhr., D Anfang 7 Uhr: Operuhans. Louise. Central Theater Urania. der Täglich Gastspiel WienerOperetten- Gesellschaft. Abends 7, Uhr: Gräfin Pepi. Strauß. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3Uhr: Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld Ein Ehrenwort. Operette in 3 Atten von Joh. Girauf. Das Land Tirol. Bid in 5 Allen v. 2. Anzengruber. Schauspiel in 4 Atten von Dito Erich Nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Die Schöne von New York. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Anfang 7, Uhr. Der Camelien- Onkel. Posse mit Gesang u. Tanz in 3 Atten von 2. Leipziger. Morgen und folgende Tage: Der Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Geier: Wally. Montag: Der Ring des Nibe Camelieuonkel. lungen. Siegfried. Anjang 72 Uhr: Schauspielhaus. Die Siegesfeier. Montag: König Laurin Neues Opern- Theater. Iphigenie auf Tauris. Dentsches. Der Schleier der Beatrice. Rachmittags 2, Uhr: Rosenmontag Montag: Monna Banna. Berliner. Das Käthchen von Heilbronn. Montag: Viel Lärm um nichts. Leffing. Der blinde Passagier. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues. Erdgeist. Rachmittags 3 Uhr: Ledige Leute. Montag: Schöne Seelen.- Borher: Die Lokalbahn. Nesidenz. Lutti.( Loute.) Nachmittags 3 Uhr: Seine Kammergoje. Montag: Lutti. Westen. Fidelio. Nachmittags 3 Uhr: Martha. Montag: Der Freischütz. Central. Gräfin Pepi. Montag: Dieselbe Borstellung. Thalia. Der Camelienonkel. Luisen- Theater. Nachmitt. 3 Uhr zu kleinen Preisen: Die Räuber. Abends 8 Uhr: Montag: Photographie in natürlichen Farben, dargestellt in einer Wanderung durch Wald und Flur. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anfang Sonnt. 3, Wochent. 5, Ende 11 Uhr. Anf. Abendvorstellung 8 Uhr. Boxkampf des amerikanischen Meisterschaftsboxers Young Fitzsimmons und des austral. Preisboxers Jack Lewis. Bernhard Marx, Humorist. Soubrette. Lumpacivagabundus Marie Werder, Montag: Preciosa. Dienstag: Die Anne- Lise. Mittwoch: Preciosa. Donnerstag: Lumpacivagabundus. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Nachmittag 3 Uhr: Seine Kammerzofe. Abends 7, Uhr: Nachmittags 5 Uhr: Die Geier- Lutti( Loute). Wally. 3 Montag: Der Camelienonkel. Belle- Alliance. Er. aus Trouville. Anfang 8 Uhr: Schwank in 4 Aften von Pierre Beber. Die Dame Montag und folgende Tage: Lutti. Schiller O.( Wallner- Theater.) Don Gil. Ganz Berlin zerbricht sich noch immer den Kopf über AGA die schwebende Jungfrau. Trianon- Theater. Georgenstraße, Sonntagabend 8 Uhr: Don Gil. Komödie in 4 Atten, nach den Motiven des Tirso de Molina von Fr. Adler. Montagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Dienstagabend 8 Uhr: Don Gil. Hartleben. Sonntagabend 8 Uhr: Renaissance. Lustspiel in 3 Akten von Franz v. Schönthan u. Franz Koppel- Elfeld. Montagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Dienstagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Germania- Prachtsäle. Chauseeftr. 103. Arnold Scholz. Chauffeestr. 103. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Damburger Sänger. Direktion: Otto Steidl und Wilh. Wolff. Stets wechselndes Programm. 2152 Anfang 6 Uhr. Eintritt 50 Pi. Jeden Donnerstag: Militär- Konzert und Familien- Kränzchen. Jeden Sonntag Grosser Ball. von 5 Uhr ab: 8 große und fleine Säle unter coulanten Bedingungen zu vergeben. Kleines Theater Unter den Linden 44. zwischen Friedrich- u.Universitätsstraße. Nachmittags 3 Uhr bei über die Die Notbrücke. Die Lustspiel in 3 Aften von Fred Grésac und Francis de Croiffet. Anfang 8 Uhr. Hälfte ermässigten Preisen: Don Carlos auf der Schmiere. Cirkus Schumann Sonntag, den 15. März 1903: Serenissimus- Zwischenspiele. 2 grosse Vorstellungen 2 Familienidyll. Kollegen. Abends 8 Uhr: Nachtasyl. nachm. 4 Uhr u. abends 72 Uhr. Sonntag 3 thr: Die Liebesschaukel. Montag: Zum 50. Male: Nachtasy!. Nachmittags auf allen Plätzen Belle- Alliance- Theater. Metropol- Theater Bernhard Rose- Theater Abends 7 Uhr: Nachmittags 3 Uhr: Der Pfarrer 99E16. Drama in 1 Aufzug. von Kirchfeld. Montag: Das zweite Geficht. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Renaissance. Nachmittags 3 Uhr: mort. Ein EhrenMontag: Wohlthätige Frauen. Carl Weiß. Der arme Heinrich. Rachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Der arme Heinrich. Buntes. Logenbrüder. Nachmittags 3 Uhr: Winterschlaf. Montag: In Fesseln. Luisen. Lumpacivagabundes. Nachmittags 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Preciofa. Kleines. Nachtashl. Hierauf: Die Dame aus Trouville. Schwank mit Gesang und Tanz in drei Aufzügen. Casino Theater Lothringerstr. 37. 91 Uhr: Berliner Herzen. Auftreten fämtlicher Specialitäten. Anfang Sonnt. 7, Bochent. 8 1hr. Sonntagnachm. 4 Uhr: Lenore, die Grabesbraut. Dazu Auftreten sämtl. Specialitäten. Nachmittags 3 Uhr: Don Carlos Buntes Theater. auf der Schmiere. Montag: Nachtasyl. Trianon. Die Rotbrüde. Nachmittags 3 Uhr: Die Liebesschaufel. Montag: Die Rotbrüde. Casino. Berliner Herzen. Specialt täten. 3 Uhr: Winterschlaf. 8 Uhr: Logenbrüder. Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Emil Thomas a. G., Josef Josephi. Henry Bender. Frid Frid, Flora Siding, Wini Grabitz. 300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Anfang 8%, Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Sonntagnachm. Badstraße 58. Sonntag, den 15. März 1903: Preciosa. Schauspiel mit Gesang in 4 Aften von Pius Alexander Wolff. Musik von Carl Maria von Weber. Anfang 6/2 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Mittwoch, den 18. März: Benefiz Die schöne Ungarin. Gr. Posse m. Gesang. f Cart Rohrmann. Stadt- Theater. Der Mt- Moabit 47/49. 76 SARTEN 5 Vollständig Neues Programm: Jongleur. Imitator. Humberty, Harry Atkinson, She, die 4 Elemente. Littke Carlsen, Tanz- Humorist. Arras- Duo, gymnast. Produktionen. Miss Sidy Nirvana, Lebende Bilder. Circling the Circle. Annie Dirkens, OperettenGabriela Juniori, Soubrette. Sängerin. Pariser Neues Ballett- Divertissement, ,, Das Fest des Lucullus" in 6 Bildern, darunter Cake Walk. Der ,, Biograph. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Letzte Woche: Die Gräfin von der Nadel. Lebensbild mit Gesang v. Jacobsohn. Das Elite- März- Programm. Mary Elly. Hermann Norden. The Stondtons. Sonnabend: Gr. Frühlingsfest nach der Vorstellung: Freitanz. Anf. 8 Uhr, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pj. Pie Königstadt- Casino. ein Kind frei, weitere Kinder zahlen halbe Preise. Nachmittags: Pierrots Weihnachten und der Bonbonregen. Holzmarktst. 72, Ecke Alexanderst. Täglich erstfl. Specialitäten- Vorstellung. Jed. Mittwoch, Sonnabd. und Sonntag Tanzkränzchen. Anj. Wochent. 8, Sonntags 6 Uhic. Das Riesenprogramm. SteidlAbends: Die lustigen Heidelberger. Jongleur. W. Noacks Theater. Große Posse mit Gefang in 4 Aften von Emil Pohl. Anjang 6%, Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. 3 Uhr( ki. Preise): Frau Luna Carl Weiss- Theater. sowie: Sensationelle Specialitäten. Nachmittags 3 Uhr( Parkett 60 Bf.): Maria Stuart. Cake- Walk. Novellos. 4 Garganis. Abends 8 Uhr: Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Berlin wie es weint und lacht Linienstraße 132. Theater Dranien burger Thor Neu! Riesen- Erfolg! Wasserratten. Lebensbild von Fritz Steidl. Ferner u. a.: Steidl: Dic Mette von Marienburg. Scheuerl und Haas: Die lustigen Oberbayern. Anfang 8 Uhr, Sonntag 7 Uhr. Entree 50 Pig.( Vorverkauf 40). Sperrfit 1,00. Loge 1,50. Jeden nachmittag 4 Uhr: Kinder die Hälfte: Mons. Loyals Cirkus und Affen- Theater. einfang 7%, Uhr. Entree 30 f. Gratweils Bierhallen Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Montag: Nur einmalige WiederNachmittags 3 Uhr: Lenore, die In Fesseln von Paul Gottschalk. Ab. 7U.: Die schöne Galathee. Der arme Heinrich. holung: Deborah. Grabesbraut. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die schöne Galathee. Specialitäten. Nachmittags: Frau Luna. Passage Theater. Specialitäten. Passage: Panoptikum.Specialitäten. Palast. Die Gräfin von der Nadel. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Montag: Photographie in natürlichen Farben, dargestellt in einer Wanderung durch Wald und Flur". Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 br. Vor dem Gesindeball v. M. Pollaczek. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Der schöne Max aus Franz.- Buchholz. Heute: Bockbierfeft. Im Kaiser: Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. Ferner: Sensationelle Specialitäten. Novellos. 4 Garganis. Rob. Steidl. Cake- Walk. 5 Barfuss- Tänzerinnen. Ein deutsches Volksschauspiel in fünf Abteilungen von Carl Schultes. Morgen: Der arme Heinrich. Sanssouci. Deutsche Konzerthallen Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanz- Kränzchen. Neu! Spandauer Brücke 3 Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Grosser Bock- Trubel. Stoß Dir bloß nich'n Um 10 Uhr abends Kopp an die Hochbahn. Einzug Gambrinus Sale zu Festlichkeiten. I mit Gefolge. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang: Sonntags 7, Wochentags 8 Uhr. Parodie- Burleste von Mehsel. „ Bühnen- Grössen. Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante März- Programm. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Jede Taschenuhr reinigen oder Feder einsehen 1,50 ML. 11. Garantie. Massiv silberne Herren- u. Damen- Remont. 7,50. Massiv gold. DamenRemontoir 13,50. Wecker 1,75. G. Paetzel, Wallstr. 14 und 6862 Turmstr. 65. Hasenheide Neue Welt Arnold Schulz 108 114 Heute Sonntag, den 15. März 1903, im neuerbauten grossen Fest- Saal: Grosses Militär- Doppel- Konzert Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. Nach dem Konzert: Grosser familien- Ball.*** Zwei Ball- Orchester. Im kleinen Saal von 4 Uhr nachmittags ab: Tanzkränzchen. Treptow. 858L Treptow. Kettlitz's Restaurant und Festsaal. Jeden Sonntag: Grosser Ball unter Zeitung des Tanzlehrers Herrn Richard Heinrich. Empfehle meinen Saal mit Bühne und großem schattigen Garten zu Sommerfesten den Vereinen. Borzügliche Küche. Gute Biere. Otto Kettlitz, Gastwirt. 8012 Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Den geehrten Vereinen, Gewerkschaften, Fabriken zc. zur Mitteilung, daß ich obiges Lokal übernommen habe. 7329* Empfehle meine Säle, 150 bis 500 Personen fassend, und Vereinszimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten. Jeden Sonntag: Großer Ball. Starkes Orcheſter. Hochachtungsvoll Amt IV. 1278. Anfang 5 Uhr. Fritz Schulz. Treptow. Bade's Volksgarten Parkstraße. Haltestelle d. elektrischen. Strassenbahn( Siemens). Jeden Sonntag: Ball. Vereinen bestens empfohlen. Achtung! 4. Krets( Often). Grosses März- Vergnügen Sonntag, den 15. März 1903, in L. Kellers Festsälen, Koppenstraße 29, Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß heute früh 3 Uhr mein innigst geliebter Mann, unser guter Vater, Bruder, Schivager und Dnkel, der Drechsler Karl Schmiedecke nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Dies zeigt tiefbetrübt an [ 28796 Die trauernde Witwe nebst Kindern. Die Beerdigung findet von der Leichenhalle des Central- Friedhofs, Friedrichsfelde, aus ftatt arrangiert von den socialdemokratischen Parteigenossen des 4. Berliner Wahlkreises( Osten), bestehend in Konzert, turnerischen Aufführungen, Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. 17. 63. Wits, nachmittags 3 Uhr. Die Konzertmusik wird von dem Neuen Berliner Konzert- Orchester unter Leitung des Herrn Tietz ausgeführt. Nach dem Konzert Tanz. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 f. nach. 214/2 Anfang 4 Uhr. Billet 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Bon 6 Uhr ab im oberen Saale Tanz. Stühle dürfen nicht reserviert werden. Das Komitee. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Sonntag, den 22. März 1903 im grossen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel Ufer No. 15 Heinrich Heine Abend. Künstler- Konzert... Fest- Vortrag. Gesang Recitationen. Bille 9 . = Herr Dr. Franz Kuhlo( am Flügel). Herr Dr. Hans Landsberg. Miss Hilda M. Rose( Sopran). Frl. Meta Schönfeld( Mezzo- Sopran). Herr Eugen Albu. Eröffnung 6 Uhr. Beginn 7 Uhr. Billet 50 Pf. inkl. Programm und Liedertexte. Rauchen nicht gestattet. Garderobe frei. Während der Vorträge bleiben die Saalthüren geschlossen. Jede Störung muss vermieden werden. Nach dem Konzert: TANZ. Herren zahlen 30 Pf. nach. Billets sind in der Schule, bei Horsch, Engel- Ufer 15; Gottfr. Schulz, Am Kottbuser Thor; Reul, Barnimstr. 42; Vogel, Demminerstr. 32; Krause, Müllerstr. 7a, und an der Kasse zu haben. S Central- Kranken- u.Sterbekasse d. Tischler u. and. gew. Arbeiter ( E. H. 3 Hamburg). Verwaltung D Moabit. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Karl Lasse am am 13. März verstorben ist. Die Beerdigung findet Montag, den 16. März, nachmittags 4 Uhr, vom Moabiter Krankenhause, Birkenstraße, aus statt. 182/4 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler 79/19 Karl Lasse am 13. März verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mon tag, den 16. d. M., nachmittags 4 1hr, vom städtischen Strankenhause Moabit aus nach dem JoUm Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Graumanns Festsäle A. Würger, Königsberger- Strasse No. 516. street( enfeo fratt. Naunynstrasse 27. 2629* Meine eleganten Salons mit Bühne sind noch einige Sonnabende und Sonntage an Vereine zu vergeben. Fernsprecher Amt IV Nr. 7321. Gustav Graumann. Berliner Ressource Kommandanten- Strasse 57. 3302* Empfehle meine selbstgefertigten Arbeitshemden, nur beste Stoffe und sauberste Arbeit. Den Genossen 5 Broz. 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Stephan Kutenics, AN- Moabit bedingt nötig, fiber dieſe wichtigen Organe des Störpers und ihre Borrichtungen seines Berufs nach 22jähriger 29 Gardinenhaus Bernhard Schwark Wallstr. 29 Flur Eing. Musik. 50. werke mit auswechselbaren Notenscheiben, fowie Zithern. Schönste Familienunterhaltung. Geringe Zeilzahlung. Neue Königstr. 47 II, Alexanderpl. Möbel wegen Aufgabe des Geschäfts spottbillig! 7992* Wiehr, Neue Königstraße 67. Schöneberg. Allen Bekannten, Bescheid zu wissen. Diese Kenntnis wird an diesen Abend Frauen und 29136 Mädchen von sachverständiger ärztlicher Seite geboten werden. Um recht zahlreichen Besuch dieses Vortrages ersucht Der Vorstand. ( Zahlstelle Berlin.) Deutscher Holzarbeiter- Verband Branche der Jaloufie- Arbeiter. Dienstag, den 17. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal V): 1 Mitglieder- Versammlung.d Tages- Ordnung: 1. Bericht und Wahl des Obmannes. 2. Wahl der gesamten KontrollKommission. 3. Branchen- und Verbands- Angelegenheiten. 79/20 Der Eintritt zu dieser Versammlung ist nur durch Vorzeigung des Mitgliedsbuches gestattet. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes Der Obmann. in dieser Versammlung zu erscheinen. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Fernsprecher: Amt VII, 353. Freunden u. Bartei- shus Verwaltungsstelle Berlin. genossen zur Nachricht, daß ich Wartburgstr. 11 cin Weiss- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. und Bayrischbier- Lokal eröffnet habe. Bitte um gütigen Zuspruch.[ 28946 August Lindner( Zimmerer). Bettfedern, dopp. gereinigt u. gewasch. p. Bsd. 40, 55, 85 f., Salbdaunen 95, 1,10, 1,30, 1,50, Chines. Manda rinen- Daunen 1,90, 2,40, höchste Fülltrait 2,85. Grosse neue Betten vollst. Stand, Oberbett, Unterbett, zwei Stiffen, 11, 13,75, 15,50, 21, 24 bis in bester Ausführung von 33-42 Mart. Bettstellen u. Matratzen zu Fabrikpreisen. 8642* Lagerbesuch ohne Kaufzwang sehr empfehlenswert. Berliner Betten- Fabrik R. 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Sonntags 10-11. Großer Mittag- und Abendtisch der Arbeiterklasse. Montag, den 16. März, abends 8, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenjtr. 20: B. Liebehenschel Vortrag des Herrn Emanuel Wurm über„ Kinderarbeit Mariannenstr. 48. Vereinsz. 40 Pers. noch zu vergeben. Chocolade 20 Pf.] Dr. med. Schaper Gäste willkommen. Achtung! Kinderschuk". [ 55/7] Der Vorstand. Achtung! 3. A.: H. F. R. Schmöckwitz, Restaurant Seddinsee. Den geehrten Vereinen und Gesellschaften empfehle ich mein großes und herrlich am Wald und Waffer, vis- a- vis der Berliner Schweiz, ge legenes Restaurant. Stelle die billigsten Dampfer. A. Noack. 6329* Soeben erschienen in unsrem Berlage: Am 11. d. M. nachmittags verunglückte tödlich in Ausübung treuer und gerechter Pflichterfüllung unser Stollege und Wertführer Wilhelm Anders int besten Mannesalter von 43 Jahren. Sein gutmütiger Charakter sowie feine Gerechtig feitsliebe werden ihm ein dauerndes Andenken sichern. 8772 Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 4, Uhr vom Trauerhause, Grünauerstr. 29, aus nach dem Emmaus- Kirchhof statt. Die Kollegen der Tischlerei Bellenbaum.. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Reinhold Christoph am 7. März verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 16. März, nachmittags um 4 Uhr vom Central- Friedhof in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 80/1 Die Ortsverwaltung. Allgemeine Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands ( E. H. 86, Hamburg). Verwaltungsstelle Berlin B. Am Mittwoch, den 11. d. M., verstarb nach langem schweren Leiden das Mitglied Johann Zybala. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag- Nachmittag 4 1hr von der Leichenhalle des nenen Michaels. Kirchhofs in Briz, Mariendorferweg, statt. 2851b Die Ortsverwaltung. Danksagung. 29065 Für die gezeigte Liebe und Teilnahme gelegentlich meines 60. Geburts tages jage ich allen Beteiligten meinen Herzlichsten Dant. Ernst Pfeiffer. Homöop: Arzt wu. Spez- Arzt, Herren- u. Knabenkonfektions- Schneider u. Schneiderinnen. Die Vorteile der Invalidenversicherung. Kränze. Blumen Frauenkrankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1.4-7. Café- Restaurant F. Heinisch, F Dresdenerstr. 128/29. Kaffee 10 u. 15 Pf. Gute Küche. 2 Billards, Stunde 40 Pf., bestens empfohlen.[ 5032* Stakao 20 Pf. Montag, den 16. März 1903, abends 8 1hr, in Kolwigs Festsälen, Gr. Frankfurterstraße 99: Oeffentliche Versammlung Tages- Ordnung: 1. Grundzüge einer Heimarbeits- Gejezgebung. Referent: Kollege Käming. 162/14 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Sollegen und Kolleginnen werden ersucht, zahlreich und pünktlich Der Einberufer. zu erscheinen. Zum praktischen Gebrauch für Versicherte zusammengestellt und erläutert von G. Hunold, exped. Sekretär und Kalkulator im Reichs- Versicherungsamt. 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Am Sonnabend, den 21. März, veranstaltet die Prompt im Blatt die Antwort fand, Anhaltsche Maschinenbau- Anstalt in den Hohenzollern- Festsälen, Selbst in Ehescheidungssachen Bandelstr. 35, eine Festlichkeit. Da dies Lokal der Arbeiterschaft Und in Bank und andren Krachen nicht zu Versammlungen zur Verfügung steht, so ersuchen wir, dies Wußte unser„ Vorwärts" Nat Vergnügen streng zu meiden. Berlin VI. Moabit. Das Lokal Ob er mich vergessen hat? Moabiter Casino", Wilsnackerstr. 63, steht jetzt der Arbeiter- Unser Freund möge sich beruhigen auch sein Begehren soll schaft zu Versammlungen 2c. zur Verfügung. Friedenau. gestillt werden. Und wenn, nebenher bemerkt, sein Gedicht auch nur Das Gesellschafts- Haus", Rheinstr. 14 Saal und die Wirkung hat, daß ein einziger Leser, der mit einer unnügen Garten steht der Arbeiterschaft zu Versammlungen 2c. zur Frage kommen möchte, sich diese aus Mitleid mit dem Redakteur Verfügung. Die Lokalkommission. berkueift wenn nur diese, gewiß nicht hochgespannte Erwartung fich erfüllt, so sollen ihm seine Versündigungen an dem heutigen Geist der Dichtkunst von ganzem Herzen verziehen werden. " Erster Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am Mittwoch in Cohns Festsälen, Beuthstr. 20/21, eine Volksversammlung stattfindet, in der Reichstags Abgeordneter Heine das Referat übernommen hat. Näheres siehe Inserat. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. 11 F 5-7 Sonntag, 15. März 1903. Alenderung die Einführung der Bollringzüge, nachdem der Ausbau der Geleise zwischen Tempelhof und Ebersstraße durchgeführt ist. Die Vollringzüge werden vom 1. Mai an, ohne die Stadtbahn zu berühren, auf der Ringbahn kreisen. Sie nehmen ihren Anfang in Westend und gehen über den Nordring bis Frankfurter Allee, von dort bis zum Ringbahnhof Stralau- Rummelsburg, dann nach Treptow, auf dem Südring bis Tempelhof, von hier nach den Stationen Papestraße, Ebersstraße, dann auf dem Südring weiter Westend ist bis zur Abfahrt des nächsten Vollringzuges ein bis Halensee und von Halensee unmittelbar nach Westend. In Aufenthalt von 22 Stationen wird in einer Stunde 25 Minuten zurückgelegt. Es Minuten. Der ganze Vollring mit find 30 Züge in jeder Richtung vorgesehen, so daß stündlich zivei Vollringzüge verkehren. Der erste Zug wird von Westend in der Richtung rechts zur Stadt 4,", der letzte 10,". In der Richtung links zur Stadt geht der erste Zug von Westend 4", der legte 10, Die Nord- Südringzüge fommen ganz in Wegfall. Der Kirchenbauftreit. In Sachen der Kirchenbaulasten hat, wie schon mitgeteilt, das Kammergericht ein der Stadt Berlin günstiges Urteil 4.- 7. D. Mts. erfolgte Ziehung der 5. Siebengebirgs- Lotterie soll, Die Siebengebirgs- Lotterie ungültig? Die in Köln a. Rh. am Zweiter Wahlkreis. Dienstagabend 81%, Uhr spricht der Reichs- gefällt. Bei den Prozessen handelt es sich übrigens um weit höhere wie uns berichtet wird, für ungültig erklärt werden. Summen, als die angegebenen Streitobjekte von 99 000 m. bei Es sollen tags- Abgeordnete H. Förster in einer öffentlichen Versammlung Markus und 100 000 m. bei St. Simeon. Diese eingeklagten Summen 1500 Loſe überhaupt nicht in das Nummernrad hineingekommen des Wahlvereins über: Die socialpolitischen Debatten im Reichs- waren mur Teilbeträge der infolge Resoluts des Polizeipräsidiums lich. Die Käufer der betreffenden Nummern bestürmen jetzt scharen= fein; die Serie 271 001-272 540 fehlt auf der Gewinnliste gänz tage" im Wilhelm- Theater, Friedrichstr. 236. Hierzu werden Gäste, von dem Magistrat vorschußweise unter Vorbehalt gezahlten Gelder. weise die Lotteriehändler, von denen sie die Lose bezogen, und beauch Frauen, eingeladen. Am zweiten Osterfeiertag, Montag, den Am zweiten Osterfeiertag, Montag, den Unter anderm sind schon gezahlt worden in runder Summe 3000 M. brohen sie mit den Gerichten. Die Kollekteure beabsichtigen, sich 13. April, mittags 12 Uhr, findet die alljährliche Matinee des Wahl an die Andreas- Kirchengemeinde, 18 000 Mark an die Zions vereins im Lokale des Herrn Kliem, Hasenheide 13, statt, bestehend Kirchengemeinde, 166 000 M. an Golgatha, 130 000 W. an Johannes- die Ziehung noch einmal vornehmen zu lassen, nachdem das Resultat an den Minister beschwerdeführend mit der Forderung zu wenden, in Konzert und humoristischen Vorträgen. Billets a 20 f. Evangelist, 50 000 M. an Markus, 200 000 M. an St. Simeon, 97 000 W. an Versöhnung, 30 000 M. an Philipp und Apostel, wie derartige Unregelmäßigkeiten bei einem unter notarieller und der bereits erfolgten Zichung annulliert ist. Rätselhaft bleibt es, 91 000 M: an Himmelfahrt, 3000 M. an die Danteskirchen- Gemeinde, polizeilicher Aufsicht stehenden Aft vorkommen können. 11.000 M. an Thomas usw., zusammen etiva 800 000 M., wozu nun noch 4 Proz. Verzugszinsen kommen. Etta 1 Millionen Mark Apothekerpreise für Kurpfuscher und für Kaffen. Der Prozeß weitere Forderungen waren schon angemeldet und noch weit höhere Nardentötter hat noch eine leine, interessante Enthüllung im Ge betreffenden Kirchengemeinde- Vertretungen abgeneigt sind, an das feinen Standesgenossen in der Pharmac. 3tg. in Aussicht gestellt. Bemerkenswert ist übrigens noch, daß die folge. Der am ärgsten bloßgestellte Apotheker Henke sucht sich vor Reichsgericht zu gehen und nur dann Revision beim Reichs- fertigen, daß er ihnen darlegt, wie wenig er bei dem Schwindel gericht beantragen wollen, wenn sie dazu von den Synoden, verdient hat. Nach dieser Logit könnte jeder Spitzbube Freispruch die für die Kostendeckung aufzukommen haben, gezwungen werden. verlangen, wenn die gestohlene goldene Uhr sich als Tombackfabrikat Alle vom Magistrat infolge des Refoluts gezahlten Summen müssen erweist. Henke führt die Preise für 4 Präparate auf; wir fügen muun mit Zinsen zurückgezahlt werden, wozu dann noch die enormen ihnen zur Aufklärung für die Oeffentlichkeit diejenigen Preise an, Prozeßkosten kommen. Alle diese Beträge müssen dann mit den welche die Berliner Kaffen 1. jegt im Boykott zahlen müssen und Friedrichsfelde. Unser Parteiprogramm steht auf der Tages- neuen Stoften für Kirchenbauten usw. durch Kirchensteuern wieder er 2. die ermäßigten" Preise, welche sie zahlen sollen, wenn sie ordnung der am Dienstagabend 8 Uhr bei Haberland stattfindenden hoben werden. Daraus hoffen die Kirchenliberalen, daß viele Berliner Frieden schließen würden. Vereinsversammlung. Bierter Wahlkreis( Osten). Heute, Sonntag, 4 Uhr, findet bei Keller, Stoppenstr. 29, ein Vergnügen statt, das von Parteigenossen arrangiert ist. Es wirken mit die Gesellschaft Strzelewicz, sowie das neue Berliner Konzert- Orchester. Nach dem Konzert Tanz. Billetpreis 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Workämpfer. 2. Verschiedenes. Johannisthal. Die Mitglieder- Versammlung des Wahlvereins findet am Dienstagabend 8½½ Uhr im Lokal von Rau, Part straße 12/13, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag: Rückblick auf unsre Schöneberg. Dienstagabend 8 Uhr bei Obst, Meiningerstr. 8: Versammlung des Wahlvereins. Vortrag des Reichstagsabgeordneten Adolf Geck: Was lehrt uns der 18. März?" Köpenick. Nächsten Dienstagabend 8 Uhr findet im Kaiserhof die Vereinsversammlung des Wahlvereins statt, zu welcher unter anderm auch die Maifeier mit auf der Tagesordnung steht." nun an den Kirchenwahlen teilnehmen werden. 30 Pf. Narden Boykottpreis Ermäßigter tötter( volle Tage) zahlte f. Krankenkassen 1,25 M. Preis für Stassen 85 Pf. 20 0,75 67 " " " 25 0,55 45 " · 20" 0,38 34 " " häufige Erscheinung aus begreiflichen Gründen; denn ein Straßen- 1. 100 g Tinct. Chinae ops. Der Offizier auf der Straßenbahn ist in Berlin keine allzu bahnwagen ist eigentlich ein etwas plebejisches Vehikel aber 2. 100 g Liqu. Ferri oxychlor. zuweilen begegnet man ihm doch und kann dann mit stillem Ver- 3. 75 g Kali chlor. subt. pulv.. In Zehlendorf findet am 17. März, abends 8 Uhr, bei Giese, gnügen beobachten, in welcher besonderen Art diese seltene Spezies 4. 15 g Acid. mur. pur. mit 85 g Teltowerstraße, die Mitgliederversammlung statt, in der Genosse eines straßenbahnfahrenden Marsjüngers behandelt wird. Die Aqua dest. Fuchs über die politische Moral sprechen wird. Leute, bei denen solch zweierlei Tuch respektvolles Aufsehen Also das Doppelte, Drei- und Bierfache dessen, was der Kurs Französisch- Buchholz. Dienstagabend 8%, Uhr findet in Kähnes erregt, wenn fein Trüger unvermutet im Straßenbahnwagen pfuscher zahlte, müssen die Kassen entrichten! In der Behauptung erscheint, sind noch immer nicht alle geworden. Manch Lokal die regelmäßige Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt, einem sieht man es an, daß er vor dem Herrn Lieutenant, der ist ja Herr Henke eins mit dem gesamten Berliner Apothekerring, in der Genosse Dr. Wolheim einen Vortrag über„ Die geschichtliche ihm gegenüber Platz nimmt, am liebsten stramm stehen möchte. daß sie pleite gehen müßten, wenn sie ein Fünftel der Rezepturpreise Unter den Schaffnern sind nicht wenige, die das buchstäblich thun. ein halbes Dutzend derselben Apotheker nach Lieferungen, bei denen als Rabatt gewährten; bei dem Kurpfuscher hingegen drängen sich Das mindeste ist, daß der Schaffner, sobald ein Lieutenant seinen sie die Hälfte bis herunter zu drei Vierteln der Rezepturpreise als Wagen besteigt, grüßend die Finger an die Müze legt. Das ge- Rabatt geben! schieht anscheinend nicht immer ganz willig ,, nicht immer mit dem gebührenden Eifer, aber nur in ganz vereinzelten Ausnahmefällen haben wir bemerkt, daß ein Straßenbahn- Schaffner einem Offizier das Honneur gänzlich versagte. Entwicklung der Menschheit" halten wird. Mariendorf und Umgegend. Mittwochabend 8%, Uhr ist die Fereinsversammlung des Wahlvereins im Lokale von Btw. Well, Mariendorf, Feldstraße, Ede Ring- Chaussee. Genosse Bartels wird einen Vortrag über den 18. März halten. Lokales. Briefkasten- Leiden. Rabatt- Sparmarken. Eine bedeutsame Entscheidung hat das Landgericht I in der Berufungsinstanz gefällt. Der Schlächter meister G. zu Berlin hatte sich die Wertmarken eines Rabatt- SparOb die Ehrfurcht, die den Offizieren von dem Personal der vereins verschafft, obwohl er nicht Lieferant des Vereins war, und Straßenbahn entgegengebracht wird, sich auf einen besonderen Para- gab sie als Rabatt an seine Stunden. Der Vorstand des Rabattgraphen der Instruktion gründet, ist uns nicht bekannt. Die Sparvereins fühlte sich hierdurch geschädigt und strengte gegen den Was tostet der Transport eines Elefanten von Vorderindien Direktion der Großen Verliner Straßenbahn- Gesellschaft hat früher Schlächtermeister Klage an. Sowohl das Amtsgericht wie das nach Hinterpommern? Ueber diese weltbewegende Frage wollte leber diese weltbewegende Frage wollte einmal erklärt, ein Offizier folle von ihren Angestellten nicht Landgericht erkannten dahin, daß die Klage abzuweisen sei. Der eine gute Seele aus unsrem Lesertreise vor acht Tagen Auskunft anders behandelt worden als ein gewöhnlicher Sterblicher. That Schlächtermeister habe die Rabattmarken auf gesetzmäßigem Wege erteilt haben. Dieser verehrte Abonnent unsres Blattes verdient fache ist aber, daß trotzdem der Offizier auf der Straßenbahn sich erworben. Es bleibe dabei gleich, ob er die Marken bei Einkäufen Hochschäzung wegen des Vertrauens, das er in das Wissen der Ne- einer Behandlung erfreut, wie wenn er ein Stück Uebermensch wäre. erhalten, oder ob er sie von Lieferanten des Rabatt- Sparvereins daktion setzt, doch ist er harmlos im Vergleich zu einer andren Das geht so weit, daß selbst manche Fahrer dem Offizier, wenn erworben habe, und ob sich auf den Marken der Vermert befinde: Kategorie unsrer Freunde, die wir im Briefkastenwesen als Anhänger lassen. Will ein Offizier einen in voller Fahrt befindlichen Straßen- Nach dieser Entscheidung wäre es jedem Kaufmann unbenommen, fichs, machen läßt, eine specielle Berücksichtigung zu teil werden" Darf nur von Lieferanten an Mitglieder abgegeben werden." des Accumulatorenbetriebes tassifizieren möchten. Hier eine Probe bahnwagen besteigen, dann bremst ein offiziersfürchtiger Fahrer mit sich auf gesetzmäßigem Wege Rabatt- Sparmarken zu verschaffen, solcher Anfragensammlung, die wohlgemerkt in einer einzigen zu besonderem Bedacht. Wir haben das oft genug beobachtet. Eigent- ohne Lieferant eines solchen Vereins zu sein, und sie wieder an schrift enthalten ist: 1. Wer erteilt zuverlässige Auskunft über die Lage des Arbeits- lich sollten die Offiziere diese Rücksichtnahme als eine Beleidigung Kunden auszugeben. Auf Grund des Gerichtserkenntnisses haben marktes im Handelsgewerbe? empfinden, da sie auf tein großes Zutrauen zu ihrer turnerischen Ge- eine Anzahl Geschäftsleute im nördlichen Stadtteil Plakate in den 2. Welches ist das verbreitetste Publikationsorgan fürwandtheit schließen läßt; aber sie erkennen wohl die gute Ab- Schaufenstern angebracht, auf denen sie mitteilen, daß sie Marken ficht an. des Rabatt- Sparvereins Norden in Zahlung nehmen und solche auch dasselbe? 3. Besitzt der Verein„ Arbeiterpresse" ein eignes Organ und trotz der entgegenstehenden Behauptung der Direktion eingeräumt Wie die Sonderstellung, die dem Offizier auf der Straßenbahn an Stunden ausgeben. wo erscheint dieses? Tödlich verunglückt ist am Fahrstuhl in der Tischlerei von 4. Eriſtiert eine ſteno- tachygraphische Vereinigung in Berlin? wird, zu erklären ist? Offenbar haben die Angestellten der Bellenbaum, Waldemarstr. 12, der dort angestellte Wertführer Wilhelm 5. Wodurch ist die Besoldung katholischer Geistlicher geregelt? Straßenbahn einen feinen Instinkt und sind selbst über die Andersch. Andersch, der bei seinen Mitarbeitern sich hoher Achtung 6. Wie viel Kinder hinterließ 2. Liebknecht, wie heißen und ungeschriebenen Wünsche der Direktion ziemlich genau unterrichtet. erfreute, hinterläßt eine Witwe mit zwei Kindern. was sind diese und welcher politischen Partei gehören sie an? Ein Offizier ist eben ein gern gesehener Fahrgast. Er schmückt nicht 7. Welchen Artikel würde man dem Worte Tirolienne vor mir den einzelnen Straßenbahnwagen, den er benußt, sondern Ein gefahrdrohender Fabrikbrand kam in der Nacht zu gestern trägt auch dazu bei, das gesellschaftliche Niveau des die Straßen- in der Brizerstraße 19 zum Ausbruch. Das Feuer entstand auf fegen? Solche Massenanfragen sind keine seltene Erscheinung und das bahn bemizenden Publikums überhaupt zu heben. Ein ordentlicher noch nicht ermittelte Weise in der Holzschneidemühle von G. Haase, Bemühen um ihre gewissenhafte Beantwortung würde die so sehr Straßenbahner muß das selber wissen und sich danach richten. Er und zwar in dem großen Hobelraume. Durch Zufall wurde es geplagte Redaktion zwingen, das Erscheinen des Blattes gelegentlich wie gesagt, im Grunde genommen doch ein bißchen plebejisch ist muß den Offizier so behandeln, daß diesem die Straßenbahn die, so rechtzeitig bemerkt, daß seine Löschung von dem zuerst eineinen Tag auszusetzen. Ein andrer Leser sendet uns im Briefe getroffenen Löschzuge mit Leichtigkeit hätte bewirkt werden können. etliche Holzsplitter zu. Er hat sie vom Fußboden seiner Wohnung nicht noch mehr verleidet, sondern möglichst einladend gemacht wird. losgelöst und will wiffen, ob sie Pilze enthalten und ob die etwa Schlimm genug, daß es unter den Straßenbahnangestellten immer im Holz vorhandenen Pilze gesundheitsschädlich sind. Wo ist nur noch einige giebt, die das nicht begreifen wollen! gleich unser Redaktions- Mikroskop? aa Allein der zuerst in Anspruch genommene zunächst belegene Hydrant versagte, und ehe von einem entfernteren Wasser bezogen werden konnte, hatte das Feuer sich rasch ausgedehnt. Da in seiner Umgebung große Posten von Hölzern lagerten, wurde MittelBerlin muß bluten. Unter Berufung auf§ 53 des Kommunal- feuer" gemeldet, so daß dann in kurzer Zeit mehrere Dampfspritzen So erlebt man als Zeitungsschreiber Tag für Tag neue und Abgaben- Gesetzes haben bekanntlich verschiedene Vorortgemeinden eintrafen. Der Schaden beläuft sich auf einige Tausend Mart. schätzenswerte Anregungen, die außerordentlich fördernd auf den gegen die Stadt Berlin Prozesse auf Gewährung von Zuschüssen zu Spekulations- und Schaffenstrieb einwirken. Aber die Fülle der ben Schulunterhaltungskosten anhängig gemacht. Den Reigen Gefichte staut sich zuweilen; selbst verständige Anfragen müssen dann hierin eröffnete schon 1898 die Stadtgemeinde Rigdorf, welche schaffen macht, ist wieder einmal festgenommen worden. Vor un wohl oder übel tagelang unerledigt bleiben, und das hat wieder die für das Rechnungsjahr 1897/98 einen Zuschuß von 70 000 M. von Leidigen Reklamationen zur Folge. Nicht alle Leser sind so geduldig wie ein Parteigenosse, der sich die Mühe machte, in gebundener Rede feine Schmerzen zur Sprache zu bringen. Dieser wehklagt: Sehr geehrte Nedaktion! Heute find's drei Tage schon, Daß ich mich an Sie gewandt Frag' und Quittung hab' gesandt, Wozu hält man denn Ihr Blatt, Wenn man noch nicht Antwort hat? Prosa fand ich und Gedicht', Aber meine Frage nicht! Und was las ich da für Sachen, Redakteur, was soll ich machen? Mein Kanarienhahn der mausert, Und mein Papagei verlaufert, Unser Wolfsspitz, der hat Flöh, Hühneraugen meine Zeh! Meine Wohnung ist voll Wanzen, Darf ich schnüren da den Ranzen? Wie bekomm' ich Alimente, Schwiegervater Altersrente, Und wie macht man Testamente, Da man doch mal sterben könnte, Wie verwert' ich mein Patente, Und mein Sohn fein Mal- Talente? Auch das liebe Militär Wedt im Volle viel Begehr, Wo die Regimenter steh'n, 06 fie reiten oder geh'n, Was für Lizen oder Kragen Sie zur höhern Zierde tragen, Ein alter Schwindler, der seit Jahren den Beitungen zu gefähr zehn Jahren fing ein ehemaliger Krankenwärter Hoppe an, Berlin verlangte. Infolge umfangreicher Erhebungen hat sich dieser einzelnen Zeitungen Nachrichten über schwere Unglücksfälle zuzutragen. Prozeß bis jetzt hingezogen. Nunmehr endlich hat der Bezirks Die Geschichten waren durchweg sehr blutig. Ein Handelsmann ausschuß Berlin als erste Instanz dahin erkannt, daß die Stadt oder böse Buben, die über einen Zaun Klettern wollten, wurden von Berlin verpflichtet ist, für 1897/98 an Rirdorf einen Schulunter biffigen Hunden zerfleischt und kamen sehr selten mit dem Leben haltungs- Beitrag in Höhe von 30 000 m. zu leisten. Gegen dieses davon. Hatte Hoppe auf diese und ähnliche Art eine Zeit lang recht Urteil wird von beiden Gemeinden Berufung beim Ober- Ver- viel Blut vergoffen, so ließ er zur Abwechselung mal einige Arbeiter waltungsgericht erhoben werden. Stellt sich letzteres ebenfalls auf in einen Brunnenschacht fallen und ertrinken oder von Balken erden Standpuntt des Bezirksausschusses, woran fast nicht zu zweifeln schlagen. Die Art seiner Unfälle wußte er so geschickt zu legen, daß: ist, so wird Berlin ein hübsches Sümmchen an die Vorort- Gemeinden zu zahlen haben, da die übrigen Prozesse vorläufig nur ruhen. man immer erst drei-, vier und mehr Behörden anfragen mußte, wenn man ganz bestimmt wissen wollte, daß er wieder geschwindelt Die Stationen des Nord- und Südbringes der Stadtbahn ein- hatte. Schließlich brachte ihm diese Art„ Berichterstattung" wiederholt schließlich der Bahnhöfe Westend und Stralau- Rummelsburg werden Gefängnisstrafen ein. In der letzten Zeit erhielten nun die Vorort zunächst nicht höher gelegt werden. Allerdings sollen auch die Ring- Beitungen im Osten Berichte über Diebstähle und leberfälle, die stationen im Spätsommer oder Herbst herankommen, doch erfordert sich nachträglich alle als erfunden herausstellten. Der Gewährsmann diese Arbeit umfassende Vorbereitungen. Die Verwendung von nannte sich hier Köhler, dort Köppen; überall gab er an ChauffeeCementplatten und Eisenböcken wie bei der Stadtbahn ist auf dem Aufseher zu sein. Derselbe Mann brachte dem„ Volksblatt für die Ringe, der fast ausschließlich auf einem Erddamm läuft, nicht an- Kreise Nieder- und Ober- Barnim" zu Lichtenberg fürzlich die Nachgebracht, vielmehr wird die feftere und Silligere Erhöhung durch richt, daß ein Arbeiter in Friedrichsberg infolge einer Wette Erdaufschüttung vorgenommen werden. binnen zwei Stunden 30 Paar„ Knobländer" gegeffen habe. Zur Abhilfe der Klagen über die ungenügende Zahl von Frei- fest, daß die Geschichte erfunden war. Als der„ Berichterstatter" später Der Verleger Koch aber ließ nachfragen und stellte betten in den städtischen Krankenanstalten ist vom Magistrat be- fam, um sich das Honorar zu holen, ließ ihn och festnehmen. Nun schlossen worden, 2 Fachwerk- Pavillons auf dem Grundstück des stellte sich heraus, daß man es wieder mit dem unverbesserlichen Krankenhauses im Friedrichshain zu erbauen und im Krankenhause Hoppe zu thun hatte; dieser war Ende Januar nach Verbüßung einer Moabit eine Barade für Stranke zu errichten. Die beiden Pavillons längeren Strafe wegen Urkundenfälschung aus dem Gefängnis entfollen für je 65 Betten eingerichtet werden und die Baracke für lassen worden, wohnte in einer Herberge in der Weberstraße und 30 Betten. Die Kosten werden sich auf rund 227 000 m. belaufen, hatte seine alten Schwindeleien alsbald wieder aufgenommen. Köhler um deren Bewilligung aus dem Dispositionsquantum für 1902 die oder Köppen nannte er sich nach Verwandten, um nicht seinen anStadtverordneten- Bersammlung ersucht wird., genommenen Namen zu vergessen. Der alte Sünder wurde wegen Der Sommerfahrplan der Eisenbahn- Direktion Berlin bringt wiederholten vollendeten und versuchten Betruges wieder in Unterin seinem soeben fertiggestellten ersten Entwurf als wichtigste suchungshaft gesetzt. entlassen worden. " 11 Die An Eine aufregende Scene, die mit dem Tode eines Kindes endete, I mein betrantenhauses auch dann nicht außer acht zu lassen,| Diebstahl handelte und die angeblich gestohlenen Waren gar nicht spielte sich gestern nachmittag in der Marsiliusstraße ab. Hier wenn an die Stadtverdung noch nicht zu denken sei, crividerte der vorhanden gewesen oder aber vom Angeklagten beiseite geschafft spielten vor dem Hause Nr. 6 die zehn und fünf Jahre alten Söhne Gemeindevorsteher, daß es angebracht sei, in nächster Zeit eine worden seien. Als der Kriminalschutzmann Wolter im Lotal er Gerhard und Arthur des Buchhalters Morgenstern aus Der Kommission zu ernennen, die sich mit der Krankenhausfrage zu beschien, fand er, daß Schloß und Ladenthür gar nicht beschädigt Großen Frankfurterstraße Nr. 86 auf dem Bürgersteige, als fassen und Erhebungen anzustellen habe. Im Ganzen stellten sich die ivarcn. Es wurden im Geschäftsraum allerdings mehrere Dietriche, ein Mädchen mit einem großen Hunde des Weges kam. von der Gemeindevertretung vorgenommenen Mehreinfäße auf ein Stemmeisen und ein Steinbohrer vorgefunden, auch zeigte sich Der kleine Arthur, der eine besondere Furcht vor Hunden hatte, ge- 10 068 M.; dieser Betrag wird dem Straßenbaufonds entnommen. eine gewisse Unordnung, die Polizei nahm aber an, daß diese künft= riet in die größte Aufregung, als das Tier ihn anspringen wollte. Aus den übrigen Gegenständen der Tagesordnung ist zu erlich hervorgerufen sei, um den Einbruch glaubhaft erscheinen zu lassen. Zitternd vor Angst riß er sich von seinem größeren Bruder los, wähnen, daß die Neupflasterung der Nacho dstraße für den Ve- Als besonderes Verdachtsmoment wird gegen den Angeklagten rannte blindlings auf den Straßendamm und geriet unter das Pferd trag von 27 712,71. dem Unternehmer Maßberg am Orte über Klöckner hervorgehoben, daß er mit finanziellen Schwierigkeiten zu eines Wagens, in dem ein Sanitätsrat saß. Als der Kutscher, sobald tragen werden soll. Einer Anregung unfres Parteigenoffen fämpfen gehabt habe, daß gerade um die kritische Zeit Gelder mir konnte, das Pferd zum Stehen brachte, war das rechte Vorder- Hilpert, darauf zu dringen, daß bei den Pflasterungsarbeiten zahlungen zu leisten waren, die ihm Sorge machten, daß er niemals rad schon über den Kleinen hinweggegangen. Der Sanitätsrat nach Möglichkeit ortsansässige Arbeiter beschäftigt werden, wurde viel bares Geld in seinem Geschäft hatte, und daß er unmöglich brachte den Aermsten, der an Kopf und Brust schwer verletzt war, Berücksichtigung zugesagt. so viel Vorräte an Parfümerien, Kämmen, Bijouterien usw. gehabt schleunigst nach der Unfallstation am Grünen Weg. Aber es war In Charlottenburg wird das Schulgeld an den höheren haben könne, als er in seinem Ersatzanspruche als gestohlen ans keine Rettung mehr möglich, der Verunglückte starb nach kurzer Zeit Schulen nicht erhöht. Dem Beschluß der Mehrheit der Stadt- gegeben hatte. Dem gegenüber behauptet Klöckner, und dieser Beunter den Händen der Aerzte. Die Leiche wurde von der Polizei verordneten- Versammlung, das Schulgeld nach den Anträgen der Hauptung schloß sich der zweite Angeklagte an, daß er vor letterem beschlagnahmt. Stadtv. Dr. Hubatsch und Genossen zu erhöhen, ist, wie die Neue kurz vor dem Einbruch für 2000 M. der verschiedensten Parfümerien Mehrere Selbstmorde werden gemeldet. Der frühere Cigarren- Beit" erfährt, der Magistrat nicht beigetreten. und Toilette- Artikel geliefert bekommen habe. Diese seien zivei macher Hermann Ernst aus der Swinemünderstr. 108, ein Mann von Tage vor dem Einbruch in einer vernagelten Kiste von Haase auf Lichtenberg. Die Etatsberatung steht im Zeichen der Gemeinde- einem Handwagen nach dem Geschäfte gefahren und zunächst in 70 Jahren, der seit 8 Jahren eine Unfallrente bezog, weil er von wahl; diese hat bewirkt, daß die Redner der„ Grundbesizerpartei" den Keller und dann in das Geschäftslokal selbst gebracht worden. der Treppe gefallen war, erhängte sich in knieender Stellung am Bettsich pfosten. Er klagte seit drei Tagen, daß er ohne seine Frau nicht Herr Plonz die sonst gewohnten Ausfälle gegen die Begehrlichkeit einer Niste wahrgenommen, von Zeugen aber die Bemerkung ge ganz ausschwiegen und der Redner des Bürgervereins" Dem gegenüber wird geltend gemacht, daß allerdings das Abladen Leben könne; diese ist aber schon vor fünf Jahren gestorben. 50 Jahre alte Hausdiener Friedrich Höhling aus der Lausigerstr. 40 Grauer bemängelt im besonderen, daß auch dieser Etat teine Hoff- möglich einen größeren Warenposten enthalten konnte. Der der nicht Stenerzahlenden" gar nicht an den Mann bringen konnte. macht worden sei, daß die Kiste außerordentlich leicht sei und unerhängte sich in geistiger Umnachtung ebenfalls am Bettpfoften. Er nung auf Erfüllung zum Teil angenommener Anträge von fultureller flage vertritt ferner die Ansicht, daß ein solcher Einbruchsdiebstahl war erst am Dienstag aus der Frrenanstalt Herzberge als gebessert Bedeutung lasse; so sei die Schaffung neuer Lehrerstellen auf fünf nicht hätte unbemerkt bleiben können. Wenn die Kiste wirklich den die 30 Jahre alte Frau Auguste des Rollkutschers Böge aus der handene Lehrerpersonal nicht besetzt seien. Aus Furcht vor dem Krankenhause erhängte sich beschränkt, während schon jetzt 216 Schulstunden durch das vor- Inhalt gehabt hätte, wie der Angeklagte behauptet, so wäre die Saarbrückerstr. 27, die so schwer litt, daß eine Krankenhaus- der Klassen für schwachbegabte Kinder sei nicht vorgesehen, wie hätte weggeschafft werden können. Bei dem Leben, welches auf der Auch die Schaffung Siste so fchiver gewesen, daß sie von den Dieben nur per Wagen Behandlung unerläßlich war. die geplante Fortbildungsschule feine Erwähnung finde. Straße Unter den Linden auch zur Nachtzeit herrsche, würde ein Im Apollo- Theater fam gestern Suppés Operette„ Die schöne Von dem Krankenhausbau sei gar keine Rede mehr, und die wieder- solcher Vorfall sicher den Passanten aufgefallen sein. Die BenGalathee" auf den Spielplan. Sie stammt aus den jungen Tagen holt besprochene Erbauung einer Volks Bade- Anstalt erscheine der handlung gestaltete sich außerordentlich schwierig, da beide Andes Meisters. Damals, 1865, als sie in Wien zuerst aufgeführt Mehrheit als Lurus. Grauer wies ferner auf die im Kreise an- geklagte jedwede Schuld bestreiten und der Angeklagte Klöckner mit wurde, waren die Glanzzeiten der Operette. Orpheus und die genommenen Anträge seiner Freunde hin, Plätze mit gärtnerischen einer Gewandtheit, die sich durch die vielen Einzelfragen des Vorschöne Helena beherrschten den Spielplan selbst der Hofbühne und Anlagen in der Frankfurter Chaussee zu schaffen, wofür aber die fißenden nicht erschöpfen ließ, die vielen belastenden Indicien, die die niederträchtig prickelnden Melodien dieser genialen Lästertverte Mittel nicht ausgeworfen feien. Für das Gewerbegericht wünschte gegen ihn zusammengetragen waren, aus der Welt zu schaffen suchte. waren für den Dunstkreis des zweiten Kaiserreichs, für die durch der Redner einen Bericht über dessen Wirken und die Beteiligung Die Vernehmung der Angeklagte zog sich bis zum Nachmittag hin. Napoleon den Kleinen beherrschte Stulturivelt wie geschaffen. Offen desselben an dem Kongreß der Gewerbegerichte.- Die Armen- Da eine große Anzahl von Zeugen zu vernehmen sind, wird die Verbachs Einfluß läßt sich auch in der Galathee nicht verkennen, und verwaltung, deren Etat naturgemäß anwachse, möge endlich einmal handlung am Montag fortgesetzt werden. Wir werden unsren Lesern wenn man heute die bei aller Leichtigkeit feingeschliffene Musik berichten, unter welchen Veraussetzungen sie ihres Amtes waltet. das Urteil mitteilen. vernimmt, so beschleicht einem ein Gefühl der Wehmut. Das galt Der Redner wies noch auf die unbeschreibliche Verfassung der Kindermishandlung. Die Berufungs- Straffammer des Landdamals als der Ausdruck schlimmster Ungebundenheit und heute? Hohenschönhausenerstraße in Wilhelmsberg hin, deren Neupflasterung gerichts II hat gestern ein schöffengerichtliches Urteil reduciert. Der Du lieber Himmel! Vergleiche die sinnige, drollige Handlung von unaufschiebbar sei. Sein Antrag, den Etat einer Kommission von frühere Schuhmann und spätere Straßenbahnschaffner, Friedrich Suppés Ginatter, die zierlichen, für Feinschmecker beſtimmten sechs Gemeindeverordneten und drei Vorstandsmitgliedern zu über- olang zu Schöneberg, Afazienſtr. 20 war am 7. Februar Melodien mit dem flobigen Ausstattungsrummel, der heute die weisen, fand die Zustimmung der Versaminlung. vom Schöffengericht wegen fortgesetter leichter KörperOperette abgelöst hat! Vergleiche den Kleinen Cohn und die zu drei Jahren Gefängnis verlegung" feines Kindes Schlösser, die im Monde liegen, mit dem wahrhaft komischen Tatte Ober- Schöneweide. Die letzte Sigung der hiesigen Gemeinde- verurteilt und fofort in Haft genommen worden. Der Inigeles oder gar mit dem Duett von der kleinen Handschuh- vertretung hatte sich hauptsächlich mit der Beratung des Etats Angeklagte ist Vater von sechs Kindern und wurde von seiner Ehemacherin! pro 1903 zu beschäftigen, der in Einnahme und Ausgabe mit frau, die aber geistesfrant ist und an Hallucinationen leidet, beDie Aufführung im Apollo- Theater war gut, wenn man be- 817 760 Mark balanciert. Für zwei Gemeindeschulen und eine schuldigt, die Kinder über Gebühr zu züchtigen. Besonders soll ei denkt, was es heißt, sich von den Traditionen des Herrn Paul Linde höhere Knaben und Mädchenschule mit ca. 1600 Schulkindern sind seinen damals zwei Jahre alten Sohn Albert gehaßt und ihn nach ein wenig frei zu machen. Schade, daß Fräulein Malkowska, die in diesem Jahre aufzubringen 121 000 M. oder pro Kind 70 M. Angabe der Ehefrau oft in jämmerlicher Weise verprügeli Darstellerin des Ganymed, ein wenig indisponiert war. Fräulein An Staatsbeitrag bezieht die Gemeinde nur 7100 m. Recht haben. Das Gerücht von den Ausschreitungen gegen der Josephine Vettori in der Titelrolle sang und spielte vorzüglich und erhebliche Aufwendungen sind zu machen für die neue Spree- fleinen Jungen verbreitete sich durch die Mitteilungen der Chewar ausgezeichnet in der Wiedergabe der naiv- anspruchsvollen brücke, mit deren Bau noch vor dem 1. April dieses Jahres begonnen frau die übrigens auch infolge erlittener Mißhandlung vom Stofette. Herr Kettner als Mydas. verstand Klassisch zu mauscheln wird, für den neuen Friedhof, der in das Eigentum der Angeklagten geschieden ist unter der Nachbarschaft, Hausbewohner, und auch Herr Semffe war ein tüchtiger Pygmalion. Die Regie Gemeinde übergegangen ist. Da für verschiedene Einrichtungen die nun besonders aufpaßten, hörten den Knaben wiederholt unter hatte die Operette hübsch und sinngemäß insceniert. Ivie Schulen, Friedhof, Kanalisationswerk usw. mehrere Anleihen flatschenden Schlägen wimmerit und mehrere Frauen und Nachmit hohen Amortisationsquoten aufgenommen sind, wird beschlossen, barinnen haben mehrfach an dem Knaben blutunterlaufene Stellen, in diesem Jahre eine Anleihe von 650 000 M. aufzunehmen, in der Striemen 2c. wahrgenommen. Schließlich wurde dem Waisens gleichzeitig die Mittel für das zu erbauende Wasserwerk enthalten rate Mitteilung gemacht und der für das Kind bestellte find, und mehrere dieser kleinen Anleihen damit abzulösen. Beim Pfleger stellte den Strafantrag. Der Knabe ist inzwischen Etat der Straßenverwaltung stellte Genosse Grunow den Antrag, in verstorben, ind wenn es auch festgestellt ist, daß der Tod in keinem Anbetracht dessen, daß so ziemlich alle Gemeindebeamten Zusammenhange mit den erlittenen Mißhandlungen gestanden hat, so mit jährlichen Gehaltserhöhungen bedacht sind, auch für die wirkte das Ableben des Kindes doch noch gewissermaßen als ein Gemeinde Arbeiter eine Staffelung der Löhne fest- gravierendes Moment gegen den Angeklagten in der Gerichtszusetzen. Dies brachte die Herren Fabrikanten in Aufruhr, berhandlung mit. Auf Grund der Zeugenaussagen konnte Ein vont Genossen Grunow gestellter Antrag, einen eingefegten Kindes nicht nachgewiesen werden, es wurden nur fortgesetzt und der Antrag wurde gegen zwei Stimmen abgelehnt. vom Schöffengericht eine gefährliche Körperverlegung des Betrag von 150 M. zur Ausführung patriotischer Feste für die Schul- leichte Körperverletzungen finder zu streichen, wurde abgelehnt. Ebenso fritisierte Genosse aber das Verhalten des Angeklagten für so brutal und unmenschlich, angenommen. Das Gericht hielt Grunow die Thätigkeit der Feuerwehr, die viel in der Ausübung daß es die höchste gesetzliche Strafe von 3 Jahren Gefängnis von ,, Krähwinkeleien" und der Verschönerung für angemessen hielt.- Bei der gestrigen Verhandlung in der Berufungspatriotischer Feste besteht, aber als Gemeinde- Feuer- instanz gelang dem Rechtsantvalt Georg Becker der Nachweis, daß ein wehr mit dem Gelde der Gemeinde anders zu wirtschaften habe. großer Teil der behaupteten Mißhandlungen als uneriviesen in Der Bericht der Schulärzte soll hinfort auch der Gemeindevertretung zugänglich gemacht werden. Die Freie photographische Vereinigung zu Berlin( E. V.). veranstaltet in ihren Atelierräumen Unter den Linden 11 eine Ausstellung photographischer Papiere deutscher Herkunft und ladet alle Interessenten zur kostenlosen Besichtigung ein. Die bedeutendsten Fabriken Deutschlands haben sich mit einer großen Anzahl künstlerischer Bilder an der Ausstellung beteiligt, so daß der Besuch für Fach- wie Liebhaber- Photographen von hohem Interesse ist. Die Ausstellung ist Sonnabend und Montag von 11 bis 5 1hr, Sonntag von 10 bis 2 Uhr geöffnet. Der Berliner Zoologische Garten hat für sein Vogelhaus einige interessante Neu- Anschaffungen gemacht. Zunächst einen Mischling von Stiegliß und Kanarienvogel, der durch die ihn von beiden Stammeltern auffallend unterscheidende dunkle, fast schwarze Färbung ausgezeichnet ist. Der vom Vater ererbte rote Ring um Sen Schnabel ist ebenfalls recht düster, aber deutlich wahrnehinbar. Unter dem Käfig dieses Bastardes ist ein Paar neu eingetroffener Höhlen oder Kaninchen- Gulen aus den Prärien Amerikas ausgestellt. Diese Vögel ähneln im allgemeinen unfrem Steinfauz, doch sind sie bedeutend hochläufiger und unterscheiden sich in ihrer Lebensweise dadurch von letzterem, daß sie in Erdhöhlen wohnen und dabei die Baue mancher Murmeltiere, des Präriehundes zum Beispiel, besonders bevorzugen. Eigentümlich ist, daß auch die Klapperschlange bisweilen an dieser Wohnungsgemeinschaft teilnimmt. Aus den Nachbarorten. Ein Kunstabend humoristischen Inhalts findet heute abend 6 Uhr im Voltshause, Charlottenburg, Rosinenstraße 3, statt. Das Programm kostet 25 Pf. Beschlossen wird die Errichtung einer Kinderbewahr- Anstalt. Für eine Voltsbibliothek werden 350 M. bewilligt. Für das Steuerjahr 1903/04 wird, wie bisher, ein Zuschlag von 100 Proz. erhoben und erklärt sich der Gemeindevorsteher als grundfäßlicher Gegner einer Erhöhung hierüber hinaus, welche er nur im äußersten Notfalle empfehlen würde. Die Hundesteuer wird vom 1. April mit 15 M. erhoben. Wegfall fommen müsse und der übrig bleibende Teil nur gelegentliche Ueberschreitungen des väterlichen Züchtigungsrechts darstelle. Der Gerichtshof hob das erste Urteil auf und erkannte auf 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 1 Monat Untersuchungshaft. Der Angeklagte wurde auf freien Fuß gesetzt. Die Straffache des früheren Lotterie- Einnehmers und Banfiers milaff beschäftigte gestern das Reichsgericht in einer umfangreichen Verhandlung. Mizlaff ist vom hiesigen Schwurgericht wegen Konkursvergehens, Betruges und Unterschlagung zu 5 Jahren Zuchts Verhaftung eines Ladenfassendiebes. Seit circa 14 Tagen trieb haus verurteilt worden. Hiergegen war das Rechtsmittel der Revision ein raffinierter Gauner in Charlottenburg bei Gastwirten sein Un- eingelegt worden. Rechtsanwalt Hugo Caro begründete diese unter wesen. Sein Trick bestand darin, daß er den Wirt durch alle mög- Geltendmachung einer ganzen Anzahl formaler und materieller lichen Bestellungen aus dem Schänkraum zu entfernen wußte und Mängel, die zur Aufhebung des Urteils führen müßten. Der In Wilmersdorf stand in der Sigung der Gemeinde- Vertretung dann mit einem geschickten Griff die Ladenkasse plünderte. Am Reichsanwalt sah einige der Revisionsgründe als durchgreifend an am Donnerstag der Etat auf der Tagesordnung. Von der wachsen 2. d. M. stahl er auf diese Art beim Schankwirt Hagen, Bismard- und beantragte Aufhebung des ersten Urteils und Zurückverweisung den Bedeutung unfres Nachbarortes giebt die Thatsache Stunde, daß straße 50, 100 M., zwei Tage später beim Schantwirt Remmert, der Sache an das Schwurgericht. Das Reichsgericht erkannte auf im Etat der ordentlichen Verwaltung, der in Einnahme und Tus- Magazinftr. 8, 187 M., und wieder einige Tage später beim Schant- Verwerfung der Revision. gabe sich im vorigen Jahr auf 1930 000 m. stellte, auf 2 275 000 wirt Fischer, Ede Pestalozzistraße und Krummestraße, 50 M., ohne Mark gestiegen, während der aus Anleihen zu deckende Etat für erwischt zu werden. Gestern endlich gelang es dem Inhaber des die außerordentliche Verwaltung sich auf 6 656 600 m. beläuft. Schankgeschäfts" Zur Gerichtslaube", Schwarz, Kantstr. 93, die VerHiervon werden benötigt für Schul bauten 730 000 M., für haftung desselben herbeizuführen. Der Dieb ist der 27 Jahre alte die neuen Kanalisationsbauten 5 926.000 m. Im Paul Arndt, Sohn eines verstorbenen Polizeibeamten. Er wurde dem ordentlichen Etat sind eingesetzt u. a. für die Schulverivaltung 545 363 Untersuchungsgefängnis zugeführt. Mart 80 Pf., für Armen-, Waisen- und Krankenpflege 286 505 M., Großes Aufsehen erregt in Werder a. S. die erst jetzt befür Kapital- und Schuldenverwaltung 470 091,90 M. Der Gemeinde- kannt gewordene Flucht des Ziegeleibefizers Lüdide. Seit Donners Steuer- Buschlag stellt sich wie im vorigen Jahre auf 90 Proz.; der tag ist 2., der umfangreiche Wechselfälschungen und Betrügereien Gemeindevorsteher gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Saß auch begangen hat, die sich insgesamt auf ungefähr 600 000 M. belaufen in Zukunft für die Bedürfnisse der Gemeinde ausreichen werde, ob- sollen, spurlos verschwunden. Besonders in Mitleidenschaft gegleich die Abgabe an den Kreis, die im Jahre 1890 nur zogen sind der frühere Brauereibejizer, jezige Rentier Hofmann, Reber die Findigkeit junger japanischer Kommis in den 9 156,82 M. betrug, im Jahre 1902 auf 342 632,47 M. gestiegen Biegeleibefizer Plettenberg und ferner ein Kredit- Institut in Werder. Comptoiren der Staufleute berichtet ein Mitarbeiter der„ Hamb. ivar und für 1903 gar auf 400 000 m. veranschlagt ist. Da dem Aber auch verschiedene Einwohner von Potsdam und Caputh wurden Nachrichten": Das bemerkenswerteste Beispiel, das man mir er Streis Teltow diefe fette Einnahme, für die er dem Ort garnichts durch die Schwindelmanöver des Flüchtigen um ihr Geld betrogen. zählte, war dieses: Eine englische Firma, sehr bedeutend und leistet, noch auf eine Reihe Jahre gesichert werden soll, ist an die Es war in Werder kein Geheimnis, daß Lüdicke schon jahrelang leistungsfähig, hatte als junior clerk"( junger Mann" sagte man Stadtwerdung vorab noch nicht zu denken. mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Da aber seine Freunde stets für ihn eintraten, glaubte man um so fester, daß L. sich mit der Beit finanziell rehabilitieren würde. Frau Lüdide bewohnt am Glindower See eine Villa. Sie befißt ein größeres Privatvermögen, das jedoch unantastbar ist. Nach dem Stande der Dinge, soweit es Gerichts- Zeitung. Der Genosse Nardenfötters, Dr. Kronheim, hatte gegen den Beschluß der neunten Straffammer, ihn nicht aus der Untersuchungshaft zu entlassen, Beschwerde beim Kammergericht eingelegt. Die Beschwerde ist zurüdgewiesen worden, da Fluchtverdacht vorliege. Rechtsanwalt Dr. Davidjohn hat nunmehr für die Haftentlassung des Dr. Kronheim eine Bürgschaftssumme von 20 000 m. an geboten. Auf dieſen erneuten Antrag ist eine Entscheidung noch nicht erfolgt. Vermischtes. Der früher) einen schr jungen Japaner angestellt, der vortrefflich Englisch sprach und schrieb. Um seine Fähigkeiten auf die Probe zu stellen, erhielt er gleich am ersten Tage den Auftrag, einen Brief an einen Kunden zu schreiben, der mit seinen Zahlungen im Rückstande war, und zahlung zu verlangen. Der Brief wurde geschrieben und gleich am folgenden Tage traf das Geld ein. überraschte Chef ließ den jungen Mann vor sich rufen und die Kopie des Briefes bringen, der ein ebenso erfreuliches wie überraschendes Ergebnis bewirkt hatte. Der Brief lautete:" Geehrter Herr! Wenn Sie uns den schuldigen Betrag nicht sofort schicken, so werden wir Schritte thun, welche Sie in das höchste Erstaunen versehen. Hochachtungsvoll( Firma)." Der junge Mann wurde sofort befördert. Witterungsübersicht vom 14. März 1903, morgens 8 Uhr. Die Gemeindevertretung nahm an den Voranschlägen nur unbedeutende Veränderungen vor. Daß der besoldete Schöffe abgelehnt worden ist, haben wir schon gestern berichtet. Bon socialDemokratischer wie auch von andrer Seite wurde darauf hingewiesen, daß es gefährlich sei und am Ende die Dorfverfassung vereinigen bis jetzt zu beurteilen ist, haben die Gläubiger alles verloren. hieße, wenn die Gemeinde sich auf den Notbehelf des besoldeten Beigeordneten einlasse. Die Gemeindevertretung fehte einen Posten von 3800 M. für den Bau eines Feuerwehrschuppens in Halensee ein, fie lehnte jedoch einen vom Gemeindevertreter Göbbels gestellten Antrag ab, wonach den Mitgliedern der freiwilligen Feuerivehr für Ein interessanter Judicienprozeß, bei dem es sich um einen bie Uebungstage 50 Pf. Entschädigung gewährt werden sollen. An- angeblich fingierten Einbruchsdiebstahl handelt, begann gestern vor genommen wurde ein von socialdemokratischer Seite gestellter Antrag, der vierten Straffammer hiesigen Landgerichts I. Auf die Anfür die Besoldung von Schulärzten, die jetzt überhaupt noch flage des versuchten Betruges hatte sich der Friseur Hermann nicht am Ort vorhanden sind, 2000 M. einzustellen, desgleichen Se löckner, auf die Anklage der Beihilfe der Kaufmann Walter wurde auf die Anregung unsres Parteigenossen Silpert hin be- Haase zu verantworten. Den Vorsiz führte Landgerichtsschlossen, das ein Vierteljahr lang gezahlte Anfangsgehalt der Direktor Oppermann, die Auflage vertrat Saatsanwalt Straßenarbeiter, das jezt 2,75 M. beträgt, auf 3 M. Beyer, die Verteidigung vertrat Rechtsantvalt Dr. Schwindt. Stationen festzusetzen. Hilpert brachte ferner die Schädigungen zur Sprache. Der Angeklagte Klöckner betrieb Unter den Linden 59a ein Friseurdie der Gemeinde durch die Unterschlagungen des Gemeindekassen- geschäft. Am 30. Juni 1902 erstattete er bei der Polizei die AnRendanten nisse erwachsen sind; aus der Auskunft des Gemeinde- zeige, daß bei ihm in der vorhergegangenen Nacht ein Einbruchsvorstehers ging hervor, daß für die Gemeinde wenig Hoffnung be- diebstahl verübt worden sei. Er behauptete, daß ihm bei dem Ein- Swinemde. 2 bedeckt Eine von socialdemo- bruch aus einer Schrankschublade über 13 000 m. bar und außerdem Hamburg steht, wieder zu ihrem Gelde zu kommen. -0 Petersburg 777 SGD 1 Dunst Berlin 1Schnee 1 Cork 764 N 3wolfenl fratischer Seite gegebene Anregung, auch für die Anschaffung von seine gesamten Warenvorräte gestohlen worden seien. Er war bei Frankf./M. 2 wolkenl-0 Aberdeen Kunstwerten für die öffentlichen Plätze des Ortes eine Summe der Versicherungsgesellschaft Union" gegen Diebstahl versichert und München 764 S 2wolfent- 2 Paris 762 SSD 2bedect einzusehen, soll im nächstjährigen Etat berücksichtigt werden. Für erhob bei derselben Ersatzansprüche in Höhe von 15 639 M. Die Wien 767 Still Nebel 1 die Ferienkolonien fette die Gemeindevertretung statt der Gesellschaft zahlte aber nicht, da sie auf Grund der vom KriminalWetter Prognose für Sonntag, den 15. März 1903. geforderten 500 m. den Betrag von 1000 M. ein. Auf eine weitere kommissar Wannowsti angestellten Ermittelungen Grund zu der Zeitweise heiter, am Tage etwas wärmer, aber noch veränderlich, Anregung von socialdemokratischer Seite, den Bau eines Ge Annahme hatte, daß es sich nur um einen von Klöckner fingierten mit geringen Niederschlägen und schwachen füdöstlichen Winden. Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter 767 DSD 3bedeckt 766 DSD 766 SD 764 D Temp. n. E. 5°. 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter 1 Haparanda 765 SS 2bedeckt Temp. n. T. 5° C. 4° R. 294 -6 4 I. Wahlkreis. Mittwoch, den 18. März, abends 8 Uhr in Cohns Festsälen, Beuthstraße 20/21: Achtung! VI. Wahlkreis. Mittwoch, den 18. März, abends S Uhr: Achtung! Orts- Krankenkasse Volks- Versammlung. 4 Volks- Versammlungen 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten W. Heine.( Thema wird in der Mittwoch- Zeitung bekannt gemacht.) Zahlreichen Besuch erwarten 236/3 Die Vertrauensleute. 2010 Verband städtischer Arbeiter. Besonderer Umstände wegen fällt die Versammlung am aus. Dienstag, den 17. März 284/14 Die Ortsverwaltung. II. Wahlkreis. Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 17. März, abends 8%, Uhr: in folgenden Lokalen: Peters Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Kösliner Hof, Köslinerstr. 8. Ballschmieders Salon, Badftr. 16. Puhlmanns( W. Fröbel), Schönhauser Allee 148. Tages- Ordnung: Der 18. März und seine Bedentung für das arbeitende Volf. Tha Referenten: G. Ledebour. W. Manasse. Klees. Klees. Vogtherr. Um zahlreichen Besuch bitten der Möbelpolierer. Ordentl. General- Versammlung am Sonntag, den 22. März 1903, nachmittags 2 Uhr, bei Schulz, Blumenstraße 38. Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Bericht der Revisoren( Decharge- Erteilung). 3. Anträge, Verschiedenes. 271/6 Berlin, 15. 3. 1903. Der Vorstand. Bekanntmachung der Allgemeinen Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter u. Arbeiterinnen zu Berlin. Den Kassenmitgliedern bringen wir hiermit zur Kenntnis, daß die in der ordentlichen Generalversammlung vom 7. Dezember 1902 beschlossenen „ Verhaltungsregeln für erkrankte 246/17 Rajjenmitglieder" von der zu= Die Vertrauensleute. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 7 ständigen Behörde genehmigt worden sind und mit dem 1. April d. J. in Kraft treten. Mit diesem Tage verlieren die bisherigen Verhaltungsregeln für erkrankte Mitglieder, welche Krankengeld beziehen", ihre Gültigkeit. 271/15 Den verpflichteten Kassenmitgliedern werden die neuen Vorschriften durch die Arbeitgeber übermittelt, während den berechtigten dieselben Kassenlokal werden. Berlin, den 15. März 1903. Der Vorstand. Gustav Wolter, Vorsitzender. Oeffentliche Versammlung Sonntag, 22. März, vorm. präcise 11 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain: bet ber beitragsabling im Staljins im ,, Wilhelm- Theater", Friedrichstr. 236. Tages- Ordnung: 1. Die socialpolitischen Debatten im Reichstage. Referent: Reichstags- Abgeordneter H. Förster. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt, für Francn: Segment. Am II. Osterfeiertag, Montag, den 13. April, mittags 12 11hr, findet unfre alljährliche Matinée statt im Lokale des Herrn Kliem, Hasenheide 13. Billets 20 Pf. Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein 238/3 Stunde. Uebungs- Stunde. Geübt werden: Gelübde, Sehnsucht, Arbeiter- Vaterlandslied. Jeder Verein ist verpflichtet, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Ausgabe eines neuen Liedes. Im Nebensaale vorm. präcise 10 Uhr: Ausschuss- Sitzung. 16/5 Tages- Ordnung: 1. Ausnahme von Vercinen. 2. Wahl des Bundes- Dirigenten, der Revisoren und Kontrolleure. 3. Bundes- Angelegenheiten. Der Vorstand. f. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( So.). Deutfcher Metallarbeiter- Verband. Dienstag, den 17. März, abends 8½ Uhr, im Saale des Herrn Brüder, Waldemarstr. 75: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Segitz über: „ Die Socialdemokratie im preußischen Landtage". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 242/12 Der Vorstand. V. Wahlkreis. Volks- Versammlung Uhr Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Kinderwagen 7 M. Gummiräder 12,00 m. vers nidelt 15,00, 20 bis 80 M., Kinders sportwagen 4,50, 6-30 M., Kinders bettstellen 7,00, 20-50 M., Tische, Stühle. Gustav Linke, I. Geschäft: Prinzenstr. 55. Fernsprecher Amt VII, 353. II. Geschäft: Chausseestr. 13. Dienstag, den 17. März 1903, abends 8% Uhr: Ausserordentliche General- Versammlung der Verwaltungsstelle Berlin im Lokal ,, Neue Welt", Hasenheide 108-114. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Unfre Anträge zum Verbandstage. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zettel werden zu dieser Versammlung nicht verschickt [ 113/5] D. Q. am Mittwoch, den 18. März, 84, abends, Handels- Angestellte! im„ Schweizer- Garten", am Königsthor. Tages- Ordnung:„ März- Kämpfe". Referent: Reichstags- Abgeordneter Genosse Rosenow. Zahlreiches Erscheinen erwarten 245/ 4* Die Vertrauensleute. Achtung! Achtung! Socialdemokratischer Verein im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 18. März, abends 9 Uhr, in den Germania- Sälen, Chaufferstraße 103 ( Weißer Saal) Teilzahlung!!! Großes Lager und Auswahl von Herren-, Damenund Wecker- Uhren, Regulateuren, Broschen, Ringen, Ketten, nur wöchentlich eine Mart, Juhre& König, 3652* Warschauerstr. 72. Massage- Institut bon Fr. H. Mania, Masseur für sämtliche Kranken- und Hilfskaffen. 2212* Brunnenstr. 16. Herren vorm. v. 10-12, Damen nachm. v. 3-4. Filiale: Turmstr. 46. Englisch. Unterricht Oeffentliche Versammlung. Swenty Liebknecht, Es spricht Reichstags- Abgeordneter Molkenbuhr über: Macht geht vor Recht! Nach dem Vortrage: Diskussion. in und außer dem Hause, ( Einzel- oder im erteilt 2092* G. geb. Schöneberg, Sedanstraße 57, III. Groß- Destillation Würstel- Stube[ 7222 Die Zahlstellen, in welchen Anmeldungen und Mit schleppung des Gesetzes betreffend die Kaufmannsgerichte von seiten der Regierung zu protestieren. Kollegen und Kolleginnen! Erscheint alle in dieser Versammlung. Es gilt gegen die beabsichtigte Ver- Martin Berndt, glieder- Beiträge entgegengenommen werden, befinden sich bei Otto Wendlandt, Cigarrengeschäft, Marienburgerstraße 32, Jakob Real, Robert Richter, Wilh. Knötzsch, Georg Renfer, Ernst Wittchow, Emil Wiese, Barnimstraße 42, Pantoffelfabrik, Neue Königstraße 90, Restaurant, " Hutmacherei, Hirtenstraße 10, Auguststraße 51, Kl. Hamburgerstraße 27, Ecke Elsasserstraße, Luisenstraße 20, Hof part. und beim Kaffierer Leopold Liepmann, Linienstraße 242 1. 245/5 Der Vorstand. Wichtig für Radfahrer und solche, die es werden wollen! Verein ,, Voran II" Produktiv- und Einkaufs- Genossenschaft für Radfahrer ( Mitgl. des Arb.- Radf.- Bundes" Solidarität"). Oeffentliche Vereinsversammlung am Mittwoch, den 18. März 1903, abends 8%, Uhr, im Elysium, Landsberger Allee 40-41. Tages- Ordnung: 1. Welche Vorteile bietet der Verein Boran Il 1903" seinen Mitgliedern eventuell den Radfahrern Berlins und Umgegend? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Fahrräder W. K. C. mit Modell 1903, 145 M., 284/15 Achtung! Vergolder! Der Einberufer. Prinzen- u. Ritterstraßen- Ecke. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Fachverein. Verband der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter Montag, 16. März, abends präc. 8% Uhr, bei Graumann, Naunhuftr. 27: und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin. Außerordentliche Montag, den 16. März, abds. präc. 8 libr, in den Arminhallen, General- Versammlung. Kommandantenstr. 20( großer Saal): Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Stellungnahme zu den systematischen Preisdrückungen. Tages- Ordnung: 1. Antrag des Vorstandes auf Revision und Aenderung des Statuts. 2. Wahl eines Schriftführers. 3. Abrechnung vom Maskenball. 4. Vereins- Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. 3. Verschiedenes. Zu der am Sonntag, den 22. März, stattfindenden UraniaEs ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung Vorstellung sind noch Billets beim Kassirer Hensel zu haben. Zur pünktlich zu erscheinen. Besonders werden die Kollegen von August Aufführung gelangt:„ Die deutsche Ostseeküste". Werkmeister zu dieser Versammlung eingeladen. Der Vorstand. 225/5 Arbeiter und Arbeiterinnen fowie patentiertes Sapiel- Doppelglodenlager... 100 506, das der mechanischen Schuhwaren- Industrie! Jahre ohne Delung laufend, 146 M. D. R.-P. Nr. denkbar Beste der Gegenwart, staubfischer und bei täglichem Gebrauch zwei Montag, den 16. März, abends 8%, Uhr, im Grand Hotel Teilzahlung ohne Preisaufschlag. Anzahlung 58 M., Abzahlung monatlich 10 M. Alte Fahrräder werden in Zahlung genommen. Beste Excelsior- Decken 9 und 6,25 M., Schläuche 5 und 4 M., Karbid Kilo 45 Pf., Glocken, Laternen usw., sämtlich geprüfte Systeme, sind in der Versammlung und in folgenden Geschäftsstellen zu haben: Alexanderplatz", Eingang Alexanderstr. 46/48: Große öffentliche Versammlung Hein, Goßlerstr. 17, III, Ede Bödikerstraße; Schütze, Reichenberger fämtlicher in der mechanischen Filz- und Leder- Schuhwarenindustric ftraße 96a; Lambeck, Usedomstr. 8; Rummelsburg: Seraphin, Kantstr. 16; ferner in Steglitz: Herderstr. 6, Í. 37 NB. Am Sonnabend, den 21. März, feiert der Verein Voran im Elysium, Landsberger Allee 40-41, fein 2. Stiftungsfest, bestehend in Vorträgen, Reigenfahren und Ball. Genossen, Freunde und Gönner des Vereins find freundlichst eingeladen. Billets a 50 Pf. sind in den oben genannten Geschäftsstellen zu haben. 106/5 Der Vorstand. beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages- Ordnung: Fabrikantenverbandes zu derselben. 2. Verschiedenes. 1. Der Lohnabzug bei der Firma Jakobs und die Stellungnahme des beiterinnen sind zu dieser Versammlung eingeladen. Sämtliche in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und ArDer Einberufer. 169/9 Central- Verband der Maurer Deutschlands Schöneberg. ( Sektion der Rabitzputzer.) Mittwoch, den 18. März, abends 8 Uhr, in den„ Arminhallen", Socialdemokratischer Wahlverein. Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung Tages- Ordnung: 3. Ver 1. Neuwvahl des Vorstands zum Zweigverein. 2. Stellungnahme gegen die Firmen, in welchen unser Vertrag nicht eingehalten wird. schiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist dringend notwendig. Der Vorstand. Diejenigen Kollegen, welche zum 1. April ihre Wohnung wechseln, haben wegen richtiger Zustellung des„ Grundstein" ihre genaue Adresse bis spätestens den 20. März an Kollegen K. Nieke, Stalizerstraße 52 mitzuteilen. Dienstag, den 17. März, abends 8 Uhr, im Obst schen Lokale, Meiningerstr. 8: Versammlung. Tages- Ordnung: V 1. Bortrag des Reichstags Abgeordneten Adolf Geek: Was lehrt uns der 18. März?" 2. Diskussion. 3. Vercinsangelegenheiten. Frauen haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein 15/4 Der Vorstand. 141/6 Der Vorstand. Central- Verband deutscher Brauerei- Arbeiter. ( Zahlstelle Berlin, Sektion I, Brauer). Sonntag, den 15. März, nachmittags 2 Uhr, im Gewerkschaftshause ,. Engel- fer 15, Saal I.: Monats- Versammlung. Revolution. Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen Georg Davidsohn über: Die englische Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand. Berliner Konsumverein. Ausserordentliche Delegierten- Versammlung am Montag, den 23. März, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15, Saal L Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Peus über:„ Das Lieferanten- System". 2. Antrag des Verwaltungsrates, betreffend das Lieferanten- System. 3. Antrag des Verwaltungsrates auf Gründung einer Geselsgaft mit beschränkter Haftung. 4. Sparordnung. Geſellſchaft Die Sigung wird pünktlich um 8% Uhr eröffnet. 106/4 Mitglieder sind als Zuhörer willkommen. Das Genossenschafts- Bureau. 17. März Dienstag, abends 8, hr, in Hübners Festfäle, Berlin N., Swinemünderstr. 42( unterer Saal): von Fräulein Frauen- Vortrag Lite Cornelius: Wechseljahre; [ 29156 Ratschläge zur Vermeidung aller damit verbundenen Krankheits- Erscheinungen, als alle 9 Arten Neubildungen, anhalt. Blutungen etc. Frage- Beantwortung. Eintritt für Mitglieder frei, Gäste zahlen 20 Pi. Der Vorstand des Naturheilvereins Charlottenburg Berlin". 4 A. JANDORF& CO Spittelmarkt 16/17 Belle Alliance- Strasse 1/2 Grosse Frankfurter Strasse 113 Ecke Leipziger Strasse 211 Am Blücherplatz Handarbeiten. boud Artikel für die Küche aus Satin- Augusta rot oder blau garnirt u. vorgezeichnet Plätteisenbezug.... Stück 28 Pl. Küchenspinddecke.. Stück 28 PL. Topflappentasche.. Stück 28 Pf. 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Schiedsspruch der zur Schlichtung der Streitigkeiten zwischen Grubenarbeitern und Grubenbesitzern eingesetzten Rooseveltschen Untersuchungskommiſſion. Grubenunternehmer Profite und Grubensonst arbeiter- Löhne. 0 " Berliner Volksblatt. Sountag, 15. März 1903. Wenngleich", meint sie im Bericht,„ noch nicht drei Monate diesen Ausgang der Schiedsgerichtsverhandlungen als Sieg der vergangen sind, seitdem der Trust seine Organisation be- Grubenarbeiter darstellen, einerseits, um in den Arbeitern das bittere endigt und unter dem Namen International Mercantile Marine Gefühl nicht aufkommen zu lassen, daß sie, wie schon so oft bei derCompany die Geschäfte aufgenommen hat, so haben doch die bisher artigen Schiedssprüchen, wieder die Geprellten sind, und andrerseits, gewonnenen Erfahrungen genügt, uns in der lleberzeugung zu be- um dem großen Teddy" den Nimbus des unparteiischen, edlen Arstärken, daß daß die getroffenen Vereinbarungen, welche das beiterfreundes zu erhalten; aber alle derartige schöne Bertuschungsbeiderseitige Arbeitsgebiet in einer den versuche vermögen nicht die flare Thatsache zu verdecken, daß, wenn der Billigkeit und thatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Weise abgrenzen und wirklich der Schiedsspruch die obigen Hauptpunkte enthält, der sowohl hierdurch wie durch die unter völliger Wahrung der Un- heldenmütige, monatelange Kampf, den die pennsylvanischen Minenabhängigkeit der deutschen Gesellschaften vorgesehene Interessen- arbeiter unter harten Entbehrungen durchgefochten haben, mit einem Nachdem schon in den letzten Wochen einige kleinere und mittlere gemeinschaft beider Gruppen der Möglichkeit von Konflikten wirksam Mißerfolg geendet hat. Reedereien ihre Jahresabrechnungen veröffentlicht haben, ist gestern vorbeugen, fich für alle Beteiligten als überaus Als der Kampf wogte und die Bergiverks- und Eisenbahnauch die Hamburg- Amerika- Linie mit ihrem Bericht über das ver se gensreich bewähren werden." magnaten sich höhnisch weigerten, den Vorstand der„ Mine Workers gangene Geschäftsjahr herausgekommen, der diesmal noch Berechtigter sind die Ausführungen des Berichts über das Fracht- Union" als gleichberechtigte Kontrahenten anzuerkennen, um mit wohlabgewogener und sorgfältiger abgefaßt erscheint als und Passagiergeschäft: ihm zu unterhandeln, da hatte die Forderung der Bergleute, daß allerdings auch mit einem noch größeren" Das Jahr, über welches wir zu berichten haben", heißt ihre Gewerkschaft von den Unternehmern anerkannt werden müsse, Zusatz von Ruhmredigkeit und Selbstlob. Allem Anschein es dann weiter, ,, war etit für den Reedereibetrieb außer einen Sinn; heute aber, nachdem der Streik längst vorüber ist, hat nach hat der halbversteckte Vorwurf des Norddeutschen Lloyd, daß gewöhnlich ungünstiges, da auf fast allen Verkehrsgebieten die nachträgliche Entscheidung des Schiedsgerichts, daß der Kohlens arbeiter- Verband dem Unternehmerverband gleichberechtigt sei, feine Geschäftsführung eine vorsichtigere sei, als die der Hamburger der Frachtenmarkt für die Güterbeförderung nach Europa Gesellschaft, doch die Direktion der letzteren stärker verschnupft, als sie unter einer ebenso intensiven wie andauernden Depression zu leiden durchaus keinerlei Wert. Sie ist eine leere Formſache. Wer zwingt zugeben wollte. hatte. Die im vorigen Jahresbericht erwähnten Umstände, welche so denn, wenn in einiger Zeit ein neuer Streit ausbrechen sollte, die Die Abrechnung ergiebt einen Betriebsgewinn von 17832795,71 M. unvermittelt einen erheblichen Rückgang des Frachtenangebotes und Gruben- Millionäre, diese Gleichberechtigung nicht nur nominell, Nach Abzug der Zinsen auf die Prioritäts- Anleihen von 1676 555 M. im Zusammenhang damit ein rapides Fallen der Frachtraten sondern auch praktisch anzuerkennen? Sie haben es jeder Zeit in bleiben 16 156 240,71 M.( 1901= 19 354 521 M., 1900 herbeiführten, bestanden unvermindert fort und wurden zeitweilig der Hand, einfach unter irgend welchen leicht zu findenden Vor23 866 924 M.). Hiervon sind verwendet zu Abschreibungen vom in ihrer Wirkung dadurch sogar verstärkt, daß die in der Zeit wänden zu erklären: Wir erkennen die uns geschickten Unterhändler Werte der Schiffe usw., zur Dotierung des Reserve- Assekuranz- und günstiger Konjunktur im Vertrauen auf die Fortdauer dieses nicht als Vertretung der Arbeiter an und lehnen jede Verhandlung des Erneuerungs- Contos 11 379 783,44 M.( 1901= 14 429 454 M., Bustandes von mit ihnen ab. Anzunehmen, daß die smarten Grubenmagnaten in von englischen Reedereien in Auftrag gegebenen 1900= 15 449 532 M.). Von dem sich ergebenden Restbetrage von zahlreichen Neubauten, sogenannter„ Tramp- Dampfer", nach und ihrer Selbstlosigkeit vor einem solchen Schritt zurückschrecken, heißt 4 776 457,27 r. verbleibt nach Uebertragung auf das Reserve- Conto nach fertiggestellt wurden und zur Vermehrung der im Verhältnis sie entschieden zu hoch einschätzen. Dagegen kommt die Forderung des Arbeitswilligenschutzes" den Unternehmern prächtig zu statten. sowie nach Abzug der statutenmäßigen Tantieme ein Saldo von zu dem schwachen Frachtangebot ohnehin überreichlichen Tonnage 4 500 000 M., welcher die Verteilung einer Dividende von 4 Proz. beitrugen. Diese Tramp- Dampfer drückten um so schwerer auf den nicht nur um Stimmung für diesem Zweck dienende Geseze und auf das 100 Millionen Mark betragende Aktienkapital oder von Markt, als der nach Beendigung der kriegerischen Wirren in Dst unter Berufung auf diesen Teil des Schiedsspruchs die Absendung Verordnungen zu machen, sondern auch um im Fall eines Streifs 45 M. pro Aftie gestattet( im Vorjahre 6 Proz, in 1900 10 Proz. asien und Südafrika erhoffte Aufschwung des Verkehrs mit von Polizei und Miliztruppen nach den Streifgebieten zu verlangen Dividende). diesen Ländern tvider alles Erwarten ausblieb. Auch der Der Rückgang des Getvinns ist fast ausschließlich durch die Ab- Kohlenstreik in Nordamerika wirkte in der gleichen Richtung auf den und ihre Werke mit" Pinkertons"( bewaffnete Privatpolizei), zu besetzen. nahme des Reinertrages aus den Reisen der Seeschiffe verursacht, dortigen Frachtenmarkt, da er zur Folge hatte, daß zahlreiche Schiffe Aber die zehnprozentige Lohnerhöhung? Nun, auch diese kann der sich für das letzte Geschäftsjahr mir auf 14,13 Millionen Mark stellte, mit Sohlenladung von England nach den Häfen der Union entsandt feineswegs als ein nennenswertes Zugeständnis gelten. Wie im dagegen für 1901 auf 17,87 und für 1900 auf 21,45 Millionen Mark; wurden, welche alsdann dort als Mitbetverber um die Rückfracht November Bradstreets". also ein durchaus nicht arbeiterfreund die übrigen Gewinnposten( Fluß- und Leichterschiffahrt, Zinsen auftraten. Diesen die Betriebsergebnisse natürlich empfindlich liches amerikanisches Unternehmerorgan, auf Grund der Preis- und gewinne, Einnahme aus dem Trockendock, Lager- und Landungs- schädigenden Verhältnissen standen als ausgleichende Faktoren allerdings Förderungsstatistik berechnete, ist von 1890 bis Ende 1901 plägen 2c.) weisen nur relativ geringe, nicht wesentlich ins Gewicht eine fortgesetzte beträchtliche Zunahme des Ladungsangebotes im Die Arbeitsleistung des einzelnen Anthracit fallende Veränderungen auf. Andrerseits sind die Handlungsunkosten ausgehenden Verkehre, sowie die recht günstige Lage des Passage tohlen- Gräbers um 28 und zugleich der Preis und die Zinsen für die Prioritätsanleihe, die in 1901 bekanntlich Geschäfts gegenüber. Letztere waren wir jedoch leider nicht in der pro Tonne ab Grube um 18 Prozent gestiegen. um 27 Millionen Mark erhöht worden ist, beträchtlich gestiegen. Lage vollständig auszumuzen, da eine Havarie, von welcher unser und seitdem sind, selbst wenn man die Zeit der Kohlenteuerung Zur Zinsendeckung waren 3. B. 1900 mur 510 000 20., 1901 Schnelldampfer Deutschland" betroffen wurde, uns nötigte, dieses im Herbst vorigen Jahres außer Betracht läßt, weitere Preisz. 993 794 M. und im legten Geschäftsjahre 1 676 555 M. erforderlich. Schiff gerade in der lebhaftesten Reisesaison auf längere Zeit außer steigerungen eingetreten; in Boston stellte sich zum Beispiel im An der Bilanz fällt sofort die Erhöhung der sogen. liquiden Dienst zu stellen." borigen Monat der Großhandelspreis für Anthracit auf 8 bis Mittel auf. Die vier Bilanzposten: Bant- und Kassenbestand, Aus den Vereinigten Staaten von Amerika kam in den letzten 10 Dollar, in New York auf 6 bis 7 Dollar. Was bedeutet diesem Wechsel, Darlehen an Banken, Staats- und Wertpapiere, ergaben Tagen die telegraphische Nachricht, daß das im Oktober von Roosevelt enormen Mehrprofit der Grubenmagnaten gegenüber eine Lohnim Jahre 1901 nur einen Gesamtbetrag von 2,89 Millionen Mart zusammenberufene Schiedsgericht, das den Streit zwischen den erhöhung von 10 Prozent? Thatsächlich haben die Arbeiter in den gegen 8,66 Millionen Mart im letzten Geschäftsjahre, und pennsylvanischen Grubenmagnaten und den Anthracitfohlen- Gräbern Weichkohlengruben ohne jeden Streit eine höhere Lohnaufbesserung außerdem kommt in Betracht, daß die kontraktmäßig noch schlichten sollte, zu einer Berständigung über seinen Schiedsspruch( 12-15 Proz.) erzielt. Nach Vereinbarung mit den Unternehmern zu zahlenden Baugelder sich um 3,85 Millionen Mark gelangt ist und demnächst seinen Bericht veröffentlichen wird. Ge- wird vom 1. April ab der Lohnfah pro Tonne in Accordarbeit mit vermindert haben, sowie daß der Ueberschuß der Creditores über die naue Mitteilungen über den Inhalt des Schiedsurteils fehlen noch; Maschinen abgebaute, gesiebte Würfeltohle in West- Pennsylvaniens Debitores, der Ende des Jahres 1901 noch 5,14 Millionen Mark bisher hat nur der Telegraph gemeldet, daß die„ Kommission" sich Dünnflöggruben und in Ohio um 8 Cents, in den Block- und Weichbetrug, inzwischen auf 1,16 Millionen Mark zurückgegangen ist: ein für eine zehnprozentige Lohnerhöhung und für die Anerkennung der kohlengruben von Indiana um 10 Cents, der Satz für die Tonne Beweis dafür, daß die im vorigen Jahr stattgefundene Erhöhung des Gewerkschaft der Minenarbeiter als eine dem Verband der Berg Förderkohle in Indiana und Illinois um 6 Cents erhöht. Alle Aktienkapitals um 20 Millionen Mart bisher nur zu einem fleinen werksbesizer gleichberechtigte Vereinigung ausspricht; andrerseits andren Löhne sollen im allgemeinen um 12. Proz. gegenüber den Teil zur Vermehrung des Schiffsbestandes und der Landungs- aber den Schutz der Arbeitswilligen"(" Scabs") fordert. vorjährigen Säßen erhöht werden. anlagen gedient hat. Haben demnach auch die Einnahmen und Einige Blätter nennen diese Spruchfällung eine allseitig be- Alles Gerede hilft darüber nicht hinweg: es war ein Fehler, Gewinne infolge der ungünstigen Lage des Frachtenmarktes abgenommen, friedigende", andre noch bescheidenere wollen darin sogar daß die Gewerkschaftsführer sich auf den Rooseveltschen Vorschlag so ist doch der Status der Geſellſchaft im ganzen ein durchaus einen Sieg der Sohlenarbeiter erbliden. Es der Einsetzung eines Schiedsgerichts eingelassen haben, ohne bes gefunder. Bedenklich bleibt mur die Beteiligung am Morganschen mag schon sein, daß in williger Selbsttäuschung Mitchel und einige stimmte Garantien für dessen Zusammensetzung zu erhalten. 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Eingang in Blusen, Kostümröcken, Jupons, Schürzen. 3.W Die von dem lagsinsh grossen Brande unseres Modewarenhauses durch Feuer, Wasser und Rauch beschädigten, noch vorhandenen 2204 sem bedeutenden Warenvorräte darunter Waren, welche bisher im Souterrain lagen und des grossen Andranges wegen nicht zum Verkauf gelangten, müssen wegen Renovierung unserer Localitäten in schnellster Zeit geräumt sein und werden deshalb zu noch nie dagewesenen Preisen Beschädigte Kleiderstoffe Beschädigte Seidenstoffe ausverkauft. Beschädigte Waschstoffe Beschädigte Blusen Beschädigte Kostümröcke Beschädigte Kostüme Beschädigte Futterstoffe Beschädigte Leinenwaren Beschädigte Baumwollwaren Beschädigte Kinderkleider Beschädigte Unterröcke Beschädigte Morgenröcke Beschädigte Wäsche Beschädigte Damenmäntel Beschädigte Trikotagen Beschädigte Kindermäntel Beschädigte Teppiche Beschädigte Gardinen Beschädigte Möbelstoffe Beschädigte Steppdecken Beschädigte Tischdecken Beschädigte Schirme Beschädigte Handschuhe Beschädigte Putzartikel Der Verkauf findet von 9-1 und von 3-8 Uhr statt. Zugleich machen wir auf den täglichen Eingang von Saison- Neuheiten in allen Abteilungen unseres Warenlagers besonders aufmerksam. Modewarenhaus Jacques Cohn am Wedding, Müllerstr. 182/3, Ecke Sellerstr. Berantwortlicher Hedakteur: Carl Leid, in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 63. 20. Jahrgang. 4. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Verfammlungen. Trouville. Sonntag, 15. März 1903. Lumpacivagabundus. 8 Uhr: Preciosa. Dienstag: die Löhne in diesen Berufen niederdrücken hilft. In der Saison Kleines Theater. Allabendlich: Nachtasyl. Sonntag, den 15. und wird von den gelernten Arbeitern ein Durchschnittslohn von 24 M. 22. März, nachmittags: Einafter und Serenissimus Zwischenspiele. erzielt, wobei jedoch die größere Hälfte noch weit unter diesem Trianon Theater. Allabendlich: Die Notbrücke. Sonntag, den 15. Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend. In der außer 20 M. pro Woche! Die Löhne der Hilfsarbeiter betrugen durch- 22. März, nachmittags: Die Schöne von New York. Durchschnitt arbeitet. Von 320 Gehilfen verdienen 18 Proz. unter und 22. März, nachmittags: Die Liebesschaufel. Central Theater. Allabendlich: Gräfin Pepi. Sonntag, den 15. und ordentlichen Sizung am Freitag wurden zunächst die vom Ausschuß schnittlich 11 M., die der Arbeiterinnen 9-10 M., wobei selbst in beantragten Regulativ- Aenderungen endgültig angenommen. Sodann den größten Fabriken Anfangslöhne von 7 M. gezahlt werden. Belle Alliance- Theater. Allabendlich: Er und Die[ Dame aus entspann sich eine äußerst lebhafte Debatte über die legte Angelegen- Die Arbeitskraft kostet im Durchschnitt dem Arbeitgeber 14 M. pro Luifen- Theater. Sonntag, 3 Uhr: Die Räuber. Abends 8 Uhr: heit der Töpfer bei der Firma Karmann. Paul legte ausführlich Woche! Trotz dieser traurigen Arbeitsverhältnisse finden die Berufs- Lumpacivagabundus. Montag: Preciosa. Dienstag: Die Anne- Lise. den Sachverhalt derselben klar, indem er den gesamten Inhalt der angehörigen nicht den Weg zur Organisation, obgleich eine Besserung Mittwoch: Preciosa. Donnerstag: Lumpacivagabundus. Freitag: Der vom Töpferverein im Vorwärts" veröffentlichten Annoncen als und die Durchführung eines Lohntarifs, dessen Säße der Ver- Raub der Sabinerinnen. Sonnabend: Der Meineidbauer. Sonntag: 3 Uhr: durchaus wahrheitsgemäß bezeichnete. Die von der Firma auf- sammlung vorgelegt wurden, nur durch dieselbe möglich ist. gegebene Annonce glaubt er jedoch auf Inspirationen von Carl Weiß- Theater. Sonntag, 3 Uhr: Maria Stuart. 8 Uhr: Der andrer Seite zurückführen zu können. Bei den betreffenden Arbeiten Die Schlächtergesellen Berlins hielten am Mittwoch, den 11. März, arme Heinrich. Montag: Der arme Heinrich. Dienstag: Das Jungfernstift. habe es sich größtenteils um Ofen gehandelt, die sich nach dem eine öffentliche Versammlung bei Feuerstein ab, in welcher Dr. Bernstein Mittwoch: Der arme Heinrich. Donnerstag, Freitag, Sonnabend, SonnTarif überhaupt nicht berechnen lassen, selbst der Unternehmer über:" Geschlechtskrankheiten und deren Verbreitung im Fleischer- tag: Der Liebe Gebot. habe sie als Vereinbarungsarbeiten bezeichnet. Erst als sich die gewerbe" referierte. Die große Ausbreitung dieser Krankheit brüder. Montag: Vor dem Gesindeball. In Feffeln. Dienstag: LogenBuntes Theater. Sonntag: Nachmittags: Jugend. Abends: LogenVerbandskollegen zu niedrigeren Preisen anboten, seien diese unführte der Referent sowohl wie verschiedene Diskussions- brüder. Mittwoch: Vor dem Gesindeball. Ju Fesseln. Donnerstag, erquicklichen Differenzen zum Ausdruck gelangt. Sehr scharf wurde redner auf das patriarchalische Arbeitsverhältnis zurück, Freitag: Logenbrüder. Sonnabend: Keine Vorstellung. Sonntag: Naches verurteilt, daß der Central- Verband der Töpfer im redaktionellen welches die Gesellen verhindert, einen eignen Hausstand zu gründen. mittags: Jugend. Abends: Der Leibalte. Urania- Theater, Taubenstr. 48/49. Sonntag: Das Land Tirol. Teil des Vorwärts" eine Versammlungs- Einladung veröffentlichte, In der Debatte wurde darauf hingewiesen, daß die Orts- Krankendie sich mit der Angelegenheit bei Karmann in einseitiger Weise be- fasse für das Fleischergetverbe im letzten Rechnungsjahre allein über Montag: Photogr. i. nat. Farben. Durch Wald und Flur. schäftigt habe. Unter allgemeiner Entrüstung wurde dann die Mitteilung 10 000 M. für geschlechtskranke Mitglieder verausgabt und stets Not Das Land Tirol. Mittwoch: Durch Wald und Flur. Donnerstag und entgegengenommen, daß der Töpfer Karl Friese auf Antrag des Ver- mit der Unterbringung dieser Stranken hat. Als besondere An- Freitag: Das Land Tirol. Sonnabend: Durch Bald und Flur. Apollo Theater. Täglich: Indien in Europa, Cake- Walk. Außerdem bandsleiters Neumann wegen angeblichen Streifbruchs aus dem social- steckungsgefahr wurde die vielfach zu findende mangelhafte Montag, Mittwoch, Sonnabend und nächsten Sonntag: Die schöne demokratischen Wahlverein des 6. Streises aus geschlossen worden ist. Reinlichkeit der Bettwäsche, insbesondere beim Stellenwechsel, Galathee. Dienstag: Lysistrata. Donnerstag: Frau Luna. Freitag: Natiris Die Redner erblicken in dieser Maßregel den Anfang einer allgemeinen bezeichnet. Die Kollegen wurden deshalb ersucht, auf größte Hochzeit. Ausschließungsära, die sich wahrscheinlich gegen fämtliche Lokalisten Sauberkeit in jeder Beziehung und natürlich auch am richte. Es wurde daher empfohlen, die Ausschlußfrage sobald wie eignen Körper zu achten. Beim nächsten Punkt der Tagesordnung möglich in den einzelnen Wahlvereinen aufs Tapet zu bringen. Zur fam die an das Polizeipräsidium zu sendende Petition behufs Aufeinstimmigen Annahme gelangte alsdann folgende von kleinlein hebung der Kellerwerkstätten zur Verlesung. In der Begründung eingebrachte Resolution: find die Schäden dieser Arbeitsstätten für die Gesellenschaft in aus Die Versammlung des Gewerkschaftskartells Berlins und Umgiebiger Weise behandelt. Es wurde jedoch gewünscht, daß auch auf gegend nimmt Stellung zur Handlungsweise des Centralverbandes diesbezügliche Verordnungen andrer Städte verwiesen wird, damit der Töpfer Deutschlands gegenüber der Organisation der Töpfer die Begründung mehr ins Gewicht fällt. Berlins und Umgegend. In Erwägung, daß der Centralverband der Der socialdemokratische Wahlverein für Rummelsburg hielt am Töpfer es unterließ, seine Mitglieder vor Lohnbrückereien bei 10. d. M. in Panthes Lokal eine öffentliche Versammlung ab. Ueber Berliner Firmen zurückzuhalten, somit dazu beigetragen hat, daß die Aufgaben des Wahlvereins bei den kommenden Wahlen, hielt circa 20 Mitglieder des Vereins der Töpfer auf Grund der Genosse Thieme einen Vortrag. In der Diskussion tourde hervorHandlungsweise der Verbändler ihre Entlassung erhielten, erklärt die gehoben, daß in letzter Zeit eine große Lauheit unter den Genossen heutige Versammlung ein derartiges Verhalten einer Arbeiter eingerissen sei, die sich namentlich bei der letzten Flugblattverteilung organisation als gemeingefährlich und den Interessen organisierter am Orte geltend gemacht habe. Es folgten die Wahlen zur Streis Arbeiter durchaus zuwiderlaufend. fonferenz, welche Mitte März stattfindet. Als Delegierte wurden Gebauer, Rosenkranz, Schulz, Berger und Frenzel gewählt. Gehling machte auf den am 25. März in Café Bellevue stattfindenden Recitationsvortrag aufmerksam. Ferner wurde mitgeteilt, daß der Vereinskassierer Bitterhof vom 15. d. M. ab Neue Prinz Albrecht von 7 bis 9½ Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. straße 48, vorn 2 Treppen, wohnt. Zum Schluß forderte der Vorsitzende Neuter die Einzelgelverkschaften auf, bis zum 1. April anzugeben, wie sie in diesem Jahre den 1. Mai zu feiern gedenken. " " Briefkaften der Redaktion. W. Martin. Die Ausstellung soll im April 1904 eröffnet werden. A. S. in F. Wenden Sie sich an den Vorsitzenden des Verbandes, Fr. Reitt, Hamburg 6, Margarethenstr. 50. A. S. Kastanien- Allee. Sie lesen den Vorwärts" unaufmerksam. berichtet worden. ueber den Vortrag ist in der letzten Freitag- Nummer unter„ Bersammlungen" G. A. 100. Bu mündlicher Auskunft von 10-2 Uhr bereit. Fachmännische Auskunft erhalten Sie ferner Friedrichstr. 229 bei dem Direktor des Lehrer- Seminars oder seinem Vertreter. A. R. 42. Wenden Sie sich unter Berujung auf uns an Herrn Baumann, Lindenstraße 43. Kopenhagen. 1. Entstammt der lateinischen Sprache. 2. Ansichten eines Sie in Nr. 59 des„ Vorwärts", und zwar im Brieftasten unter S. t. 78. Weltbürgers, in Ihrem Sinne ironisch gemeint. Feuerwehr. Finden E. S. 60. 1. Nein. 2. Sogenannte Privatschatullen. 2. R. 100. Eine fachgemäße Auskunft erhalten Sie unentgeltlich und schriftlich durch die Adresse: breffe: Stofer, Generalfossul a. D., Berlin, Schellingstr. 5, III. führen. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Die centralistisch organisierten Töpfer hielten am 13. März im Ernst Herschel. Nein. Memelerstr. 43. Ihr Sohn kann am großen Saale des Gewerkschaftshauses eine von mindestens Ersten ziehen. Hartmann. Der Ausgang des Prozesses hängt davon 1000 Personen besuchte Versammlung ab, die darüber zu entscheiden Im Schmargendorfer Wahlverein referierte Brilfe über unsre ab, ob angenommen wird, die Führung der Aufsichtspflicht sei verlegt. Ob hatte, ob der paritätische Arbeitsnachweis gekündigt werden solle. Waffen im Wahlkampfe". Die völlige Lauheit der Mitglieder jetzt das Gericht zu dieser oder einer entgegenstehenden Ansicht gelangen wird, Der Vertrag mit der Innung läuft vorläufig bis zum 1. Juli. Nach vor der Wahl wurde lebhaft bedauert, da hierdurch die Aktions- ist nicht vorauszusagen. Ch. G. 5. 31. Das Recht des Vermieters, einem Referat Herrmann Johns beschloß die Versammlung fähigkeit des Vereins unterbunden ist und die Vorarbeiten für die auf Räumung zu flagen, folgt aus Ihrem Bertrag, in dem Sie dies Recht gegen 4 Stimmen die Beibehaltung des paritätischen Wahl verzögert werden. Die Maifeier- Arrangements wurden dem dem Vermieter eingeräumt haben. Haben Sie solches Recht nicht fann der Vermieter nicht wegen etwas uns Arbeitsnachweises. Vorstande übertragen. Bekannt gegeben wurde, daß das Restaurant eingeräumt, so A. 2. E. Ja. Neumann brachte dann ausführlich den Fall Karmann Sanssouci" nicht mehr zu Versammlungen zu haben und darum pünktlicher Mietszahlung auf Räumung lagen. N. M. 11. Eine Klage auf Schadensersatz hätte keine Aussicht auf zur Sprache. Es fei eine unwahrheit, wenn die Lokal- streng zu meiden ist. Den Arbeitern wird es zur Ehrenpflicht ge- Erfolg. N. Nr. 20. Reklamieren Sie unter Angabe der Verhältnisse. Listen in einer Annonce im Vorwärts" behaupteten, die Centralisten macht, in Rücksicht auf die behördliche Verweigerung von Neu- Bas abzuziehen ist, ist im lokalen Teil vom 12. März ausführlich dargelegt. hätten sie bei Karmann unterboten und dadurch verdrängt. fonzessionierung ziveier Arbeiter- Versammlungslokale, wodurch das Schütte. Haben Sie spätestens am 15. zum 1. gekündigt, so sind Sie Herr Karmann selber habe jetzt durch eine Erklärung im Vorwärts" Versammlungsrecht beeinträchtigt wird, durch Beschränkung ihres im Recht. Klagen Sie auf Herausgabe etwa einbehaltener Sachen. dem Wirtshaus Schmargen- 2. D. 41. Abzahlung hilft nichts es ist deshalb davon abzuraten. die betreffenden Angaben des Vereins der Töpfer( lokale Richtung) Verkehrs auf das einzige freie Lokal Pankow. 1. bis 4. Nein, werden Sachen Ihrer Frau gepfändet, so kann als falsch gekennzeichnet. Der wirkliche Sachverhalt sei folgender: dorf dieses für die Zwecke der Arbeiterschaft zu erhalten. sie mit Erfolg Interventionsflage erheben. 2. K. 1. Was abzugsfähig Die Bauten des Herrn Karmann seien von Verband seiner Zeit Rigdorf. Am 11. März fand im Lokale von Gröpler eine ist, ist im lokalen Teil am 12. März ausführlich dargelegt. 2. und 3. Nein, gesperrt worden, weil der Herr den Arbeitsnachweis, den nach außerordentliche Generalversammlung des Socialdemokratischen Wahl- W. G. 44. Reichstagswahlberechtigt find Sie, nicht aber gemeindewahl früheren Beschlüssen der Töpfer Berlins jeder Kollege und jeder vereins statt. Zunächst nahm die Versammlung die Neuwahl eines berechtigt. G. S. Selbstverständlich kann das Mädchen wegen der BeMeister benutzen sollte, umgangen habe. Die Lokalisten hätten bei Parteispediteurs vor. Auf die Ausschreibung sind bei der Neuner- leidigung Beschwerde führen und Beleidigungsklage erheben. Aber den ihm gearbeitet, und das sei Streitbruch ihrerseits gewesen. Als Kommission 96 Bewerbungen eingelaufen, davon waren 21 Rigdorfer Nachweis dafür, daß jene Worte in der That gefallen find, hat sie zu D. J. 223. Vor Ankauf von Lerikas und dergleichen auf sich die Lokalisten geweigert hätten, Preisdifferenzen durch Parteigenossen. Von diesen Bewerbungen stellte die Kommission Raten haben wir unendlich oft gewarnt und auf die Folgen bei Rüditand die Tariffommission entscheiden zu lassen, da habe sich Herr fünf Genossen zur engeren Wahl, Da feiner die absolute Mehrheit hingewiesen. Die Folgen treffen Sie jetzt. Wenn Sie nicht vor dem Karmann von ihnen zu trennen gesucht und sich an den paritätischen erhielt, so ist eine Stichwahl erforderlich. Neu aufgenommen wurden Termin sich mit Ihrem Gegner einigen, so müssen Sie den Eid leiſten. Arbeitsnachweis gewandt. Auf Grund eines Versammlungsbeschlusses 137 Mitglieder. Qußerdem wurden 11 Mitglieder wegen Nicht- Die Kosten des Offenbarungseides- Verfahrens fallen Ihnen zu. G. M. sei ihm dann die Vermittlung von Arbeitern unter der Bedingung beteiligung bei der Tegten Stadtverordnetenwahl ausgeschlossen. Drei zugefagt worden, daß er sich verpflichte, seine Töpfer in Zukunft nur Aufnahmen wurden abgelehnt.- Hierauf hielt Reichstagsvon dem paritätischen Arbeitsnachiveis zu beziehen und die bei ihm Abgeordneter Emil Rosenow einen mit lebhaftem Beifall auf beschäftigten Arbeitswilligen" zu entlassen. Dies Verlangen sei durchaus berechtigtes, denn die lebernahme von Arheit ohne Be- genommenen Bortrag über:„ Die Thätigkeit der Socialdemokratie im Reichstage". mugung des Arbeitsnachweises sei nach den Beschlüssen der übergroßen Mehrheit der Töpfer Berlins Streifbruch. Herr Karmann habe Arbeiter Bildungsschule Berlin, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, die Bedingungen anerkannt, die arbeitswilligen Lokalisten entlassen Hof links 2 Treppen, Saal 8. Der am Freitag ausgefallene Unterricht in und Leute vom Nachweis erhalten. So lägen die Dinge, An der feiert die Schule ihr Märzfest durch einen einrich Heine Abend Rede llebung wird am 27. März nachgeholt. Sonntag, den 22. März, iveiteren Debatte hierüber beteiligten sich noch Meinte, im großen Saale des Gewerkschaftshauses. Stünstler- Stonzert, Fest- Bortrag, Kraefeld, David, Neumann, Drunsel, Decker und Gesang und Recitationen. Mitwirkende: Herr Dr. Franz Kuhlo( am Flügel); Hermann John u. a. Es wurde hervorgehoben, daß nur ein Herr Dr. Hans Landsberg( Fest- Vortrag); Miß Hilda M. Rose( Sopran) Tarifvertrag gesunde Verhältnisse sichere, wie er hier von den und Frl. Meta Schönfeld( Mezzo- Sopran); Herr Eugen Albu( Recitationen). etwa 2000 im Verbande organisierten Kollegen anerkannt Billet 50 f. inkl. Programm und Liederterte. Garderobe frei. sei, und daß der Kampf der 120 Lokalisten gegen den Arbeiter Samariterkolonne( gegründet 1888). Montag, den Tarif und den Arbeitsnachweis als eine unberechtigte, überaus 16. März, abends 9 Uhr, in der Centrale, Dresdenerstr. 45: Vortrag über verwerfliche Handlung energisch zurückgewiesen werden müsse. Der Krankenpflege. Nach dem Vortrage praktische Uebungen. „ Vorwärts" hätte nach Meinung aller Redner die fraglichen Inferate des Lokalvereins nicht aufnehmen dürfen. Decker meinte sogar, wenn das so weiter gehe, müßte man schließlich in der„ Morgenpost" annoncieren(!). Einstimmig wurde folgende von Hermann John gestellte Resolution angenommen: D Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. 100. Nein: Während des Bezugs der Invalidenrente ruht das Recht auf Bezug einer Altersrente. Die Invalidenrentner brauchen nicht zu leben. die Sachen ihr Eigentum sind, so können Sie mit Aussicht auf Erfolg auf Abonnement Tour 16. Wenn Ihre Töchter nachweisen können, daß, Anerkennung ihres Eigentums oder auf Freigabe Klagen. Gollten Sie im Bertrag erklärt hahen, die Sachen gehören Ihnen, so wäre eine Anflage wegen Betrugs nicht ausgeschlossen. Geburt. 1. 5 bis 20 M. und für jeden Besuch 1 bis 3 M. 2. Nein. Ferdinand Schulte, 1. Ja. 2. Nein. Marg. 1. Sie können die Erklärungen entweder dem Standesbeamten, notariell oder gerichtlich beglaubigen laffen und dann dem Standesbeamten einem Notar oder einem Gericht zu Protokoll erklären oder die Erklärungen einreichen. Der letztere Weg ist der einfachere und billigere. 2. Fehlen etwa 10 M. Friedluh. 1. Nein. 2. Das hängt von der Größe des Vermögens ab. 3. Außer Gütergemeinschaft. 4. Beispiele für eigenhändig errichtete Testamente und Anleitung zu solcher Errichtung finden Sie in dem dem Arbeiterrecht" angehängten Führer durch das Bürgerliche Gesetzbuch S. 238, 239. Das Buch liegt in den öffentlichen Lesehallen aus, A. S., W. S. Dem Seinde muß ein PflichtRigdorf. 1. Nein. 2. Niemand. " teil bleiben. Auf Zahlung des Pflichtteils( Hälfte der gesetzlichen Portion) fann Klage erhoben werden. E. B., Schönebeck. Nein. Wegen Mietschulden kann nur der 1500 m. jährlich überschteßende Teil des Lohnes mit Beschlag belegt werden. J. B. Lohnarrest wegen Alimente für außers cheliche Kinder war im Jahre 1895 unzulässig. Seitdem ist die Gesetzgebung Königliches Opernhaus. Sonntag: Luise. Montag: Siegfried. geändert, die jetzt geltenden Vorschriften finden Sie in dem in den LeseDienstag: Der Evangelimann. Die Rose von Schiras. Mittwoch: Götter- hallen ausliegenden Arbeiterrecht" bon 1900( Berlag Diet) S. 136, Mitte. Die Versammlung ist mit dem Verhalten der Kollegen bei der dämmerung. Donnerstag: Bajazzi. Cavalleria rusticana. Freitag: R. 1. Kinder ja. 2. Nein. 3. Ja, beim Amtsgericht. 6. P. 38. Firma Karmann einverstanden und spricht ihre Verwunderung aus Luise. Sonnabend: Lohengrin. Sonntag: 9. Sinfonie- Abend der königl. Jawohl: Sie müssen alle zwei Jahre, da Sie Weiterversicherer und nicht Selbstversicherer sind, mindestens 20( nicht 40) Marken auf gelber Karte über die Haltung des Vorwärts", die er einer 90 Prozent der Kapelle. Mittags: Matinee. Montag: Carmen. Selbstverständlich Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Die Siegesfeier. Montag: weiterleben, wenn Sie Ihre Ansprüche behalten wollen. Berufsgenossen umfassenden Organisation( dem Töpferverband) König Laurin. Dienstag: Die Siegesfeier. Mittwoch: Judith. Donners- tönnen Sie auch mehr Starten verwenden. R. S. 21, 2. B. 140. gegenüber einnimmt, obwohl ihm bekannt ist, daß für den tag: König Heinrich V. Freitag: Im bunten Rod. Sonnabend: Die Nein. Kranje 13. Benden Sie sich beschwerdeführend an den Magistrat Beruf der Töpfer Tarifgemeinschaft besteht und diese von den Lokalisten Siegesfeier. Sonntag: Geschlossen. Montag: König Heinrich V. und, falls auch dieser ablehnt, mit einer Petition an die Stadtverordnetenin ausgesprochener Weise nur aus dem Grunde bekämpft wird, weil Neues tgl. Opern- Theater. Sonntag, 15. März: Iphigenie auf Versammlung. fie eine kleine Minderheit darstellen." " Tauris. Eingegangene Druckfchriften. www ( Wir bemerken hierzu, daß es sich hier um ein Inserat des Schiller Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag: Der Lokalvereins handelt, dessen Inhalt auf seine Richtigkeit zu prüfen Pfarrer von Stirchfeld. Sonntagabend: Don Gil. Montag: Das zweite Geficht. Dienstag: Don Gil. Mittwoch: Das zweite Gesicht. Donnerstag: Jahres: und Kaffenbericht des Gewerkschaftskartells für Dresden unfre Expedition natürlich nicht in der Lage ist. Uebrigens fann Don Gil. Freitag: Don Gil. Sonnabend: Der ledige Hof. Sonntag, und Umgegend auf das Jahr 1902. Drud von Kaden u. Comp., Dresden, man doch nicht erwarten, daß der„ Vorwärts" fich zu einer Censur- 3 Uhr: Das zweite Geficht. Abends 8 Uhr: Der ledige Hof. Montag: 3wingerstr. 22. behörde à la Naud u. Hartmann aufwirft. Es ist uns völlig un- Der ledige of Dr. Ludwig Gurlitt. Der Deutsche und sein Vaterland. 6. Aufl. bekannt, bei welcher Gelegenheit wir eine Haltung gegenüber dem Schiller Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag Berlin 1903. Verlag von Wiegandt u. Grieben. 156 Seiten. Preis 1,50 m. Centralverband der Töpfer eingenommen haben sollen, welche be- 3 Uhr: Ein Ehrenwort. 8 Uhr: Renaissance. Montag: Wohlthätige Frauen. In polnischer Sprache: Przeglad Socialdemokratyczny( Socialrechtigten Anlaß zur Verwunderung geben könnte. Ein Vorwurf Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag: Der Meister von Palmyra. demokratische Revue). Organ der Socialdemokratie Russisch- Polens und Inhalt des Januarheftes: Ein gegen uns nach dieser Richtung entbehrt jeder Begründung. Red. des Sonnabend: Das zweite Gesicht. Sonntag 3 Uhr: Don Carlos. 8 Uhr: Litauens. Erscheint einmal monatlich. Heimat. Montag: Heimat. Fapitalistisches Jubiläum. Paul Singer: Behe den Siegern. M. R.: „ Bortvärts".) Deutsches Theater. Sonntag: Der Schleier der Beatrice. Nach- Die Schicksale des Socialnationalismus in Deutschland. Rosa Luxemburg: Dann verhandelte man über die Fensterfrage. Nach längerer mittags: Rosenmontag. Montag: Monna Banna. Dienstag: Der Schleier Dem Gedächtnis der Partei„ Proletariat". H. Trabczynski: Briefe aus Debatte ermächtigte die Versammlung den Vorstand, bei eintretender der Beatrice. Mittwoch: Monna Banna. Donnerstag: Der Schleier Galizien. I. Revue der Revuen. Litterarische Rundschau: Aus dem günstiger Witterung schon vor dem 1. April( dem tarifmäßigen der Beatrice. Freitag: Die Wildente. Sonnabend: Der arme Heinrich. litterarischen Nachlaß von St. Marg, Fr. Engels und Ferd. Lassalle. Termin) durch Bekanntmachung das Arbeiten in Räumen ohne ver- Sonntag: Der Schleier der Beatrice. Nachmittags: Die Weber. Montag: Sociale und politische Chronik. Czerwony Sztandar( Die rote Fahne). Organ der Socialdemokratie glaste Fenster zu gestatten. Der Grund für den Beschluß war, daß Monna Banna. noch viele Kollegen arbeitslos sind, andre Bauarbeiter ebenfalls Neues Theater. Sonntag: Erdgeist. Nachm.: Ledige Leute. Mon- Russisch- Bolens und Littauens. Inhalt des Februarheftes: Unfre poli Sind die Demonstrationen nötig? Streit der bereits ohne verglaste Fenster arbeiten und an eine Regelung der lag: Die Lokalbahn. Schöne Seelen. Dienstag: Adermann. Mittwoch, tischen Bestrebungen. Donnerstag: Die Streuzelschreiber. Freitag: Erdgeist. Sonnabend: Die holländischen Bahnarbeiter. Eine socialdemokratische Demonstration Fensterfrage durch die Polizei auf Grund der bekannten Baupolizei- Streuzelschreiber. Sonntag: Die Kreuzelschreiber. Nachm.: Ledige Leute.( Barschau). Alus Düuaburg; aus Minst. Aus den Fabriken und Verordnung nicht zu denken ist. Berliner Theater. Sonntag: Das Käthchen von Heilbronn. Agnes Werkstätten: Bialystod. Wilna. Aus Rußland: Die Opposition der Sorma. Montag: Biel Lärm um Nichts. Agnes Sorma. Dienstag: Liberalen. Provokation der Regierung. Alus Tiflis; aus Dmst. alt- Heidelberg. Mittwoch: Nora. Agnes Sorma. Donnerstag: Biel Lärm Aus dem Auslande: Geheimnisse eines Klosters. Streit der Wiener um Nichts. Agnes Sorma. Freitag: Alt- Heidelberg. Sonnabend: Finandra, Schneider. Feuilleton: Antek Rosol. Agnes Sorma: Sonntag: Finandra. Agnes Sorma. Konditoren. Am 11. d. Mts. tagte in der Kolbergerstr. 23 eine öffentliche Versammlung der Konditoren und verwandten Berufe, welche mäßig besucht war. Nur von der Firma Hildebrandt war ein größerer Teil der Kollegen erschienen. Bigusch sprach über die Möglichkeit der Durchführung eines Lohntarifs in unfrem Gewerbe. Die vom Verbande aufgenommene Statistik unsrer Lohn- und Arbeitsbedingungen hatte ergeben, daß im Durchschnitt in den Fabriken 60 Stunden pro Woche gearbeitet wird. Die längste Arbeitszeit betrug 65 Stunden, und zwar bei Neezel, Ramlerstraße. In fast allen Betrieben wird die ganze Saison von Oktober bis März tägs Tich 2 bis 3 Stunden, oft bis 5 Stunden, außerdem 6 bis 10 Sonna tage gearbeitet, während im Sommer der dritte Teil der Kollegen auf die Straße fliegt und als Kellner, Anstreicher, Lackierer usw. Theater des Westens. Sonntag: Fidelio. Nachm.: Martha. Montag: Der Freischüh. Dienstag: La Traviata. Mittwoch: Die Fledermaus. Donnerstag: Der Bostillon von Lonjumeau. Freitag: Figaros Hochzeit. Sonnabend: Der Karneval in Rom. Sonntag: Figaros Hochzeit. Nachm.: Troubadour. Montag: Der Bettelstudent. Thalia- Theater. Allabendlich: Der Camelienonkel. Sonntag, 15. März, nachmittags: Die Geierwally. Sonntag, 22. März,( nachmittags: Der Beilchenfresser. Residenz- Theater. Allabendlich: Lutti. Sonntag, 15. und 22. März, nachmittags: Seine Stammerzofe. Leffing Theater. Allabendlich: Der blinde Passagier. Allgemeine Weltgeschichte. Antiquariats- Katalog Nr. 45. Friedrich Meyers Buchhandlung. Leipzig 1903. 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Nachdend verboten. 153 87 464 579 690 739 833 81 964 1022 30 60 460 713 52 860 89 920 2017 44 68 135 392 792 862 960 3066 260 65 353 549 613 28 745 57 86 96 836 4065 138 532 674 95 775 874 929 92 5031 107 82 212 26 529 711 17 824 99 942 6011 52 156 395 540 44 600 52 86 715 23 86 837 7122 65 524 653 72 714 846 8082 153 227 304 418 534 685 709 77.80 887 9061 215 19 503 631 702 869 10084 205 35 409 22 506 745 11038 548 823[ 500] 937 12278 328 82 400 47 65 914 40 13011 190 425 588 620 39 829 14078 134 303 11 542 63 75 663 731 15238 390 439 529 670 774 909 16154 63 237 53 333 58 471 32 84 701 836 66 89 918 17411 511 893 945 72 73 118099 120 70 678 774 92 19134 369 860 86 935 20190 208 391 556 643 700 998 21086 95 192 261 87 326 87 551 793 22024 65 70 327 412 93 510 85 619 805 7 947 23042 61 273 387 532 87 634 922 91 24019 20 184 602 845[ 300] 25080 99 174 256 414 671 26130 335 643 896 985 27125 259 73 340 404 6 27 568 78 648 741 829 917 36 28076 235 400 21 64 525 32 861 731 951 29008 42 136 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50 88 925 53 194452 508 654 742 839 912 53 59 69 195316 494 687 754 925 196080 129 210 94 307 53 468 533 42 46 71 662 720 832 949 197083 106 213 14 562 601 40 71. 198208 361 64 428 786 814 908 199115 68 349 496 606 49 53 822 85 922[ 500] 200032 130 43 65 494 660 97 811 14 916 91 201097 452 745 841 70 947 74 202055 83 210 338 677 80 749 71 94 895 902 7 42 203264 405 885 204010 110 30 48 86 248 433 693 783 84 809 205063 91 412 550 673 710 65 90 206465 537 827 67 207076 258 312 17 733 801 42 208177 234 691 93 712 22 826 906 38 209031[ 3000] 45 84 92 159 73 80 443 50 717 58 210059 173 290 465 68 511 69 71 819 959 211185 379 570 772 983 212044 118 27 28 241 472 96[ 300] 680 846 55 59 950 213031 81 219[ 300] 48 346 483 771 78 850 88 916 214002 103 40 228 334 406 579 215044 192 550 81 615 41 739 807 216015 221 329 88 459 76 85 753 98 217410 12 62 642 68 835 218071 98 285 382 546 834 49 903 219169 207[ 300] 59 65 555 83 220035 218 300 601 221084 137 39 238 72 81 222093 144 75 82 212 25 333 438 539 50 665 788 968 223016 156 233 601 8 787 [ 300] 861 224212 51 54 353 422 527 723 432 583 625 741 54 861 In ewinnrade uerblieben: 1 Gewis zu 60 000 Mart, 1 zu 45 00 W., 1 au 15000 t, 2 zu 10 000 W, 4 8 5000 Wit, 5 3000 Dif., 13 zu 1000 W 27 g 500 Wt. Berichtigung: In der Liste vom 13. März vormittag Ifes 97 981 ftatt 97 980. 2. Biehung 3. Klaffe 208. Kgl. Preuß. Lotterie.[ 312 27 511 30 32 606 28 116378 663 704 61 840 911 Blehung vom 14. März. 1903, nachmittags. Nur die Gewinne über 172 Wil. find den betreffenden Summern in Stiammern beigefügt. ( Obne Gewähr.) Nadbrud verboten. 212 340 489 537 74 614 54 741 73[ 500] 76 1015 113 69 81 96 349 659 968 2159 352 482 537 63 623 739 57 68 70 3386 606 4198 206 619 38 746 847 64 906 5030 92 716 6197 261 87 337 457 62 526 51 927 96 7077 139 330 405 21 538 719 80 811 53 8438 527 653 747 78 965 9078 163 65 276 313 537 817 10064 182 303 7 460 643 75 88 753 77 995 11137 287 432 68 75 502 85 748 12002 222 37 514 77 81 746 901 13118 216 33 308 44 97 503 605 26 32 14040 192 269 307 49 595 730 59 805 15193 314 56 589 601 54 74 81 954 16258 393 403 26 565 82 634 74 80 724 898 962 17048 70 01 239 360 416 81 638 866[ 300] 979 93 95 18124 53 92 254 90 384 450 635 889 93 967 19001 88 269 363 20001 86 219 98 694 753 942 21131 46 320 85 93 445 89 96 568 86 690 766 67 994 22011 15 364 65 466 670 740 911 23002 39 87 129 83 277 81 96 512 38 59 883 24161 208 349 465[ 5000] 71 638 866 96 988 25034 110 418 777 842 977 26006 194 217 69 93 349 83 447 695 738 993 27090 256 447 715 852 939 69 28167 220 407 544 85 696 701 45 831 982 29177 289 98 316 517 63 611 15 49 704[ 300] 25 57 859 78 30061 481 533 79 815 31048 56 157 82 234 301 633 72 97 768 910 15 32021 55 56 163 256 408 39 84 519 604 8 757 807 31 917 75 94 33038 325 59 430 601 49 742 951 34199 218 38 348 62 438 79 620 35 715 35355 92 97 479 511 77 734 36055 109 48 210 60 408 13 42 505 17 34 778 847 76 37027 93 136 51 275 502 91 773 38379 400 28 549 621 758 62 927 39026 136 347 525 57 712 900 27 78 40147 67 500 71 602 850 41563 85 712 972 42015 $ 27 227 71 87 304 93 95 406 790 831 51 954 66 43221 335 37 855 72 44008 90 504 641 56 714 22 809 16 32 913 45492 96 616 925 84 46096 112 78 96 231 47 82 325 507 661 935 47041 63 144 84 346 85 86 410 26 556 760 89 48169 358 501 696 763 902 49111 537 701 11 61 863 979 99 50221 80 333 65 473 642 809 985 51121 711 52004 16 129 311 430[ 300] 626 807 89 53039 78 192 354 483 518 54002 14 53 149 325 72 575 658 713 55027 550 58 825 935 56041 232 324 43 445 698 832 900 87 57148 77 84 283 369 435 637 723 32 58091 102 91 403 19 63 660 79 713 934 56 92 59044 47 82 267 90 489 99 557 733 60074 111 424 594 766 861 95 61011 294 393 488 735 67 62228 334 80 420 48 523 734 76 813 92 63094 297 439 599 852 64117 200 304 85 603 40[ 45 000 66152 64 916 35 48 65288 514 96 631 853 945 95 439 602 829 67063 137 76 255 87 364 65 76 405 60 672 709 15 52 935 68082 167 84 395 460 635 762 832 69042 137 315 649 65 78 914 70047 161 95 298 402 33 48 75 756 73 865[ 300] 88 924 71017 109 368 90 486 503 15 609 871 903 72016 57 95 109 20 394 95 470 684 832 66 901 73021 132 61 231 508 76 801 74034 83 255 83 385 412 36 90 640 736 67 87 827 76 79 75193 266 337 94 426 580 777 906 76257 470 859 916 77139 358[ 10001 435 569 647 922 78017 66 173 232 319 542 614 711 64 881 946 79181 444 650 80103 32 408 18 81074 147 361 546 623 738 54 857 906 82112 407 31 612 79 728 37 57 957 97 83036 188 249 322 23 425 600 777 994 84047 85 116 53 82 97 337 78 416 24 88 634 57 72 742 827 85022( 300) 56 71 130 296 309 46 80 450 796 805 52 79 86046 133 91 356 443 908 31 87186 210 342 478 547 52 884 994 88105 268 399 466 611 92 822 60 974 89149 237 68 490 565 625 91 764 69 847 90043 67 218 68 390 423 65 671 776 816 91033 109 71 80 343 50 65 584 797 809 58 72 924 92041 63 100 318 418 628 720 33 820 43 93518 34 634 800 32 901 94089 155 69 93 413 625 728 80 854 934 95152 211 503 71 813 96055 80 311 470 15001 641 98 726 97207 55 79 340[ 5001 572 617 752 68 836 98000 29 86 622 887 975 99097 188 444 517 31 60 70 610 67 764 100037 240 476 664 79 765 883 962 101508 43 75 772 86 858 918 92 102075 201 79 662 725 874 103346 80 615 868 948 104002 81 107 61 265 76 571 631 720 56 871 909 21 105296 715 804 10 69 902 74 106184 89 462 651 719 69 76 107047 80 280 347 58 462 570 647 97 760 73 801 965 108178 263[ 1000] 312 473 632 966 82 109385 763 813 110109 88 518 77 691 111060 131 82 385 443 930 87[ 500] 112017[ 5001 46 268 423 591 624 51 114328 890 977 84 113018 109 498 582 669 942 32 08 405 62 80 609 24 730 99 957 91 115002 138 226 19 117031 39 177 229 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224207 300 72 440 530 85 833 225000 ewingrade verblieben: 1 Gewinn an 60 000 Mart 1 Au 15000 Wit., 2 8 10 000 t, 3 zu 5000 48 3000 Wit, 8 au 1000 W 20 au 500 RT. Berantwort!. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlaa: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 63. 20. Jahrgang. 5. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Arbeiter- Sanitätskommission. Sonntag, 15. März 1903. schmutzig. Ein zur Wohnung gehörender Nebenraum wird für Tauben Vorschlägen zur Generalversammlung, ohne vorherige Anhörung benutzt. der hiesigen Mitglieder, eine Mißachtung der Berliner Filialen und In einer aus Küche, Stube und Verkaufsraum bestehenden erivartet vom Hauptvorstande, daß Vorschläge zu solchen wichtigen Kellerwohnung mit gemauertem Fußboden ohne Beleuchtung( der Aenderungen den Filialen rechtzeitig unterbreitet werden, damit Verkaufsteller hat nicht einmal ein Fenster) Hauften zur Zeit der eine gründliche Beratung derselben ermöglicht wird. Die Vers Kontrolle 10 Personen, darunter 8 Kinder. sammlung erivartet deshalb vom Hauptvorstande resp. der Generalmit stockiger Luft und kränklichen Bewohnern. Die Treppen überall tagen refp. nur insoweit vorzunehmen, als von denselben nur Aus Küche und Stube bestehende Dachwohnungen ebenfalls feucht, versammlung, die auf jenen Punkt bezüglichen Aenderungen zu ber Filialen betroffen werden, die in vertvaltungstechnischer schmutzig, werden anscheinend nie gescheuert. finanzieller Hinsicht ihren Verpflichtungen nicht nachkommen oder nicht nachkommen können. Seit unsrer letzten Veröffentlichung ist eine lange Zeit verSeit unsrer letzten Veröffentlichung ist eine lange Zeit verstrichen. Wir durften uns auf die Untersuchung und Begutachtung der einlaufenden Beschwerden beschränken, weil in den letzten Jahren ohnehin die Wohnungsfrage insbesondere in Berlin nicht mehr von der öffentlichen Diskussion verschivunden ist, weil vor allem uns Mitstreiter erstanden sind in den Berliner Krankenkassen, die gelegentlich ihrer Strantenkontrolle regelmäßig auch die Wohnung Rigdorf, Berlinerstr. 96, baufälliges Haus mit verinspicieren und die dabei gefundenen Mißstände veröffentlichen. wahrloften, jämmerlichen Kellerwohnungen, die allenfalls als LagerVorbildlich wirkt in dieser Richtung insbesondere das Beispiel der Dielen verfault, der Puzz von den Wänden abgefallen, die Fenster feller gut genug wären. Die Fußböden starren vor Schmuz, die Orts Krankenkasse der aufleute, welche durch die Organisation dieser Wohnungsinspektion und deren allmonatliche entziei, durch Lappen ersetzt, der Kochherd halb eingefallen. Beröffentlichung die Bestrebungen der Arbeiter- Sanitäts! ommission Familie aus Mann, Frau und drei Kindern bestehend, nebst einem In einer solchen Kellerwohnung lebte zur Zeit der Kontrolle eine auf das glücklichste ergänzt. einen großen Schmughaufen im Vorkeller gelangte, fünf Personen, arbeitslosen Schlafburschen; in einer zweiten, zu der man erst über von den zwei krank waren. Von der Orts Krankenkasse der Schneider erhielten 3ionskirchstr. 54, 4 Treppen, bei Soslarsky aus 3 Räumen bestehende Wohnung, in welcher außer den vier zur Familie gehörigen Personen( darunter zwei Kinder von 2 und 22 Jahren) zwei SchlafTeute verschiedenen Geschlechts wohnen und außerdem geschneidert wird. Das Vorderzimmer zeigt Durchnäffung der Wand und Decke, Die Tapeten hängen in Fezzen herab, die Kalfverkleidung ist in großer Ausdehnung zerstört und zum Teil abgefallen; eine große Fläche ist mit Pilzwejen bedeckt; an der Zimmerdecke zahlreiche Wasserflecke. Die Frau und Kinder sind frank. wir folgende Krankenkontroll- Berichte: Pappel- Alle 22, Quergebäude, parterre lintis bei Krippendorf, Wohnung so feucht, daß das Wasser an den Wänden herunterläuft. Stockige Luft. Die Frau lungenkrank. Pappel- Allee 39, 2. Hof 4 Treppen bei Großkreuz, Stube und Küche. In der nassen Stube sitzt. der Schimmel an den Wänden. Die Heimarbeiterin magenkrank. Greifswalder str. 37, Seitenflügel 2 Treppen bei Seeger, Stube und Küche so naß, daß das Wasser an den Giebelwänden herunterläuft und hinter den Spinden alles mit Schimmel besetzt ist. 5 Personen schlafen in dem Raum, die kranke Frau mit dem Mann in einem Bett. Koloniestr. 13a, 2 Treppen bei Jacob. Das Klosett muß mit 7 Familien geteilt werden. Im ganzen Hause eriftieren nur 2 Abtritte nach dem Grubensystem, deren Reinigung am Tage durch eine Frau besorgt wird. Gestank auf dem Hof. Schwesterstr. 50, Hof 2 Treppen links bei Haamer, Stube und Küche. Die Stube ist naß, an den Wänden Schimmel, die Luft sehr schlecht, die Stube ist gleichzeitig Arbeitsraum; in ihr schlafen 6 Personen, die unterleibskranke Frau mit einem 5jährigen Stinde Rheinsberger str. 61, Hof links 3 Treppen bei Biernaci, nasse Wohnung mit Schimmel an den Wänden. Das im 1. Stod belegene Stlofett wird von 11 Familien und den Gästen einer Kneipe mit Damenbedienung gemeinsam benutt in einem Bett. Weißensee, Straßburgstraße 57, 3 Treppen bei Tadorsti. Dumpfige, nasse Wohnung, in der 8 Personen schlafen. tiefer gelegene Klosett wird von 6 Haushaltungen mit 20 Personen mitbenutzt. Sidingenstr. 5, 2. Hof, 2 Treppen bei Rothe. Die für 7 Personen als Schlafraum dienend Stube ist an der Fenster- und Giebelwand so naß, daß dicke Pilzauflegungen auf der Tapete fizen und unter der Tapete das Wasser fervorquillt. Die von der Wand abgerückten Möbel stocken, ebenso innerhalb der Stästen. Die Frau tlagt über Kopfschmerz, llebelteit c. * * Für die Arbeiter- Sanitätskommission gingen seit unsrer legten Abrechnung ein: 5, M. von der Geschäftsbücherfabrik 2. Jürgens, Neue König Straße 4; 4,50 M. von Uffenwasser, Mariendorferstr. 16; 6,- M. von den Möbelpolierern Rigdorfs. Verfammlungen. = oder mit großer Mehrheit abgelehnt und dafür eine andre von Börsch Nach lebhafter, stundenlanger Debatte wurde diese Resolution eingebrachte angenommen, in welcher man sich im Princip mit der versammlung die endgültige Entscheidung überlassen will neuen Vorlage einverstanden erklärte und der bevorstehenden Generalfammlung des Verbandes der Bäcker mit dem Thema: Schaffung BX Bäcker. Am Dienstag beschäftigte sich eine Mitglieder- Vereines Streiffonds für Berlin". Schneider führte in seiner Referate an, daß es schon längst die Aufgabe des Vorstandes war, einen Ortsstreiffonds zu schaffen. Gerade jetzt, meinte Redner, ist die Zeit, Gelder zu sammeln, die Organisation auszubauen, um dann, wenn die Zeit gekommen ist, wo wir Forderungen stellen können, gerüstet dazustehen. Nach längerer Debatte wurde der Vorschlag des Vorstandes, vom 1. Mai d. J. an vierteljährlich 80 Pf. für den Streitfonds zu entrichten, angenommen. Für die Zeit der Arbeitslosigkeit wird von den Mitgliedern, sofern sie noch nicht unterstützungsberechtigt sind, kein Streiffondsbeitrag erhoben. Der Verein der Bauanschläger wählte in seiner Versammlung am 8. d. Mts. den Kollegen Wilfe an Stelle des aus dem Amte geschiedenen Kollegen Rosenkranz in den Vorstand. schlossen, die Arbeitslosen- Unterstübung nach dem 1. Juli 1903 in Kraft treten zu lassen. Ferner wurde bekannt gegeben, daß in Schöneberg eine Zahlstelle bei Ad. Förster, Feurigstr. 18, errichtet worden ist. Sihung haben Montag: Lefe und Diskutierklub ,, Moabit",( Außer an der Bahlabenden Leopold Jacoby", des Wahlvereins), Bachstein, Salzwedelerstr. 16. Sibung jeden Montag nach dem 1. und 15. des Monats bei Tabert, Lese- und Diskutierverein Charlottenburg", von 8 Uhr Markusstr. 14. ab Volkshaus, Rosinenstraße. Sie wissen, daß der Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster Vore fikender: Julius Meier, Fichteſtr. 27. Erster Kaffierer: Seifrit, Fidicinstraße 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Gustav Schönthal, Mariannenplay 18. Abends 9-11 Uhr Uebungsstunde und " Tonblüte", Hentschel, Lübbenerstr. 18. Aufnahme neuer Mitglieder. Berliner Damenchor Harmonie", Rosin, Schönholzerstr. 11. Männerchor " Freya I"( gemischter Chor), Rosenthalers Solidarität", Megandrinenstr. 32." Freie Sänger", Often", Blöger, Rigaerftr. 127. straße Chaussee 1:35." Frisch auf" Friedrichsberg, Grodauer. Frankfurter Rigdorf, Hermannſtr. 99. Morgenrot II", Charlottenburg, Goethestr. 67a. Einigkeit III", Rummelsburg, Rechlin, Neue Prinz Albertstr. 44. Bulunst II", Bartel, Hasenheide 58. im Vereinstalender find zu richten an Albert 2iebetrau, Berlin, Arbeiter- Nancherbund Berlins und der Umgegend. Kenderungen Abends von 9-11 Uhr: Slub- Abend und Butbuſerſtr. 44, 4 Treppen. " Blaue Schleife", Dembietki, Görlizerstr. 52. Aufnahme neuer Mitglieder: Gemütlichkeit IV", Frankfurter Allee 198.- Fliederbust II", August Porscheng, Frankfurter Allee 50. Merikaner", Müller Landsberger 86." Wasserturm", Wartenberg, Straßburgerstr. 40. Fidelitas", Banfftr. 52 a."" Freie Männer", Steglig, Marksteinstr. 2.„ Eintracht", Abguß", Höchstestr. 30. Regalia", Drontheimerstr. 1 a. Ebelingſtr. 4. 1902", Neu Weißensee, Sedanstraße 35. Neues Leben", Hauser, Schöneberg, Hauptstr. 97. Aroma", Händel, Reinickendorf, Gesellschaftstraße 33. Freie Brüder", Blumenstr. 20.„ Lebensblüte", Nieft, Koppenstr. 17. Rote Rose", Lufatis", Reichenbergerstr. 133." Frohes Leben", Laue, Bismardstr. 10. Alter Stamm", Quäschning, Rottbuser Damm 18/19. Kolumbus", Conrad, Urbanftr. 87. Central- Raucherbund. Zuschriften find an Kleist, Rigdorf, Juliusstraße 26, zu richten. Maiglöckchen", Schöneberg, Gleditschstr. 19. Kap der guten Hoffnung", Salzwedelerstr. 15." Heiterkeit", Schöneberg, Afazienstr. 14. Alpenrose", Schöneberg, Golzstr. 12. Arbeiter Schwimmerbund. 0 Buschriften find zu richten an Menschel, Neu- Weißensee, Langhansstr. 113. Borwärts", abends 8 Uhr, Bolls- Badeanstalt an der Schillingsbrücke. Arbeiter- Radfahrerbund" Solidarität". Gau 9( Prov. Brandenburg). Alle Zuſchriften und Anfragen, den Bund betreffend, sind zu richten an den Gauvorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW., Baldstr. 8. Verein Kette" tagt jeden ersten und dritten Montag im Monat in Tegel bei Strauſe, Berliner- und Brunowstraßen- Ede.- Frisch auf", jeden Montag nach dem 15., Spandau, Frobenstr. 12. Zweiter Wahlkreis. Eine gut besuchte Volksversammlung wurde am Mittwoch in Habels Lokal, Bergmannstraße, abgehalten. Reichstags- Abgeordneter Geher Leipzig sprach daselbst über: Die irren der Gegenwart". Nachdem der Referent die im Ausland herrschende Situation gekennzeichnet hatte, sagte er: Was Deutschland anbelangt, so zeige das Barometer der auswärtigen Politik momentan gutes Wetter". Bei den Plötzlichkeiten des berühmten Zick- Zadturses unter dem Ansporn des grassierenden Weltmachtskibels Tasse es sich allerdings nicht voraussehen, wie lange das gute Wetter anhalten wird. Zwar können die Fürsten heutzutage nicht mehr ivie früher einfach nach Belieben Krieg spielen, weil sie bei Niederlagen für ihre Dynastien fürchten müssen. republikanische Gedanke im Volfe immer weiter um sich greift, und damit haben sie zu rechnen. Auch die alte Diplomatentaktit, durch äußere Berwicklungen den Blick von den innern Zuständen abzulenken, zieht heute nicht mehr. Dank der Erziehung, welche der Masse des Volkes durch die Socialdemokratie zu teil geworden ist und noch wird, bewahrt das Bolt stets seine fühle Ruhe, es läßt ich nicht mehr in einen patriotischen Taumel verseßen. Dazu find auch unsre ganzen inneren Verhältnisse nicht angethan. Die Kämpfe um die Zollvorlage und die frivolen Rechtsbrüche der Reichstagsmehrheit, die Gewißheit einer ungeahnten Verteuerung der notGemüter in Spannung, welche bei den bevorstehenden Reichstags wendigen Lebensmittel und die Aussicht auf Zollfriege halten die wahlen zum Ausdruck kommen wird. Mit Ausnahme des Centrums, das auch nach den Wahlen die führende bürgerliche Partei bleiben dürfte, herrscht im bürgerlichen Lager allgemeine Verwirrung und Angst vor dem Ansturm der geschlossen auftretenden Socialdemokratie. Diesen Ansturm zu einem gewaltigen zu machen, fei die Hauptaufgabe für uns im Wahlkampfe, damit wir unseren Zielen um ein durch das Volk, und alles für das Volk. gutes Stück näher rücken. Unser Wahlspruch sei nach wie vor: alles ( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion ermahnte Genossin Bader die zahlreich anwesenden Frauen, das Gehörte zu beherzigen und Schulter an Wir fügen hieran folgende bei uns eingelaufene Beschwerden: Schulter mit den Männern zu kämpfen. Ein früheres Mitglied eines In dem Blusenatelier von Frau Else Wendel, Leip- katholischen Gesellenvereins schilderte hierauf unter allseitiger Zuzigerstraße 94, linker Seitenflügel 1 und 2 Treppen, werden stimmung großer Heiterkeit die Beeinflußungspraktiken über 30 Arbeiterinnen im Hause beschäftigt. Der Arbeitsraum im fatholischer Geistlichkeit bei früheren Wahlen, wie er sie in Westersten Stock ist sehr unfauber, da nur sehr selten, nach den uns zu- preußen selbst erlebt hatte. Der Vorsitzende Scholz forderte fogegangenen Berichten nur alle halbe Jahre einmal naß aufgewischt, dann zum Eintrit in die politische Organisation auf und mahnte, sonst immer nur trocken gefegt wird, so daß die anwesenden die Kriegskasse nicht zu vergessen. Es sei alles daran zu setzen, den Arbeiterinnen den aufgewirbelen Staub einzuatmen gezwungen find. zweiten Streis glänzend zu behaupten. Nach einem furzen SchlußDie beiden Fenster dürfen nicht geöffnet werden, damit die Blusen durch den wort des Referenten teilte Wolderski noch mit, daß die nächste eindringenden Ruß nicht beschmutzt werden, anderweite Ventilations- Wahlvereins- Bersammlung am 17. März im Wilhelmstheater, einrichtungen eriſtieren nicht Es fehlt ein Schrank für die Ober- Friedrichstraße 236, stattfindet, woselbst Reichstags- Abgeordneter fleidung der Arbeiterinnen und als Wascheinrichtung dient für etwa förster das Referat halten wird. 14 Personen eine Schüsse, die täglich nur einmal gefüllt wird, da Wasserleitung in dem Raum nicht vorhanden ist, man vielmehr, um 11. März bei Dräsel eine Mitglieder- Versammlung ab. Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer hielt am Gefang und gesellige Vereine. Sonntag: Vergnügungsflub Der Dele- Arion", abends 6 Uhr, Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Wasser zu bekommen, durch die im 2. Stod gelegenen Räume hingierte Geselliger durch zur Leitung gehen muß. Sämtliche Arbeiterinnen müssen sich gierte Geh I erstattete Bericht über die Thätigkeit des Getvertschafts- Slub Neptun", abends 6 Uhr, Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Zum Schluß verwies er auf die vom Barteivorstand ange- Aquarienfreunde", Büdler- und Mustauerstraßen- Ede. Montag: Sängerloge", Große Frankfurterstr. 146. Verein der mit einem meist unsauberem Klosett behelfen, das auf der Treppe Lotterieberein im 2. Stodwerk gelegen und auch von dem männlichen Personal regten Einigungsversuche. Er wünscht, daß die Verhandlungen Bauernglüd", Anflamerſtr. 8. nicht in die Länge gezogen werden möchten, damit bald Klarheit ge- und Belehrung„ Empor", ½, 10 Uhr, Büdlerstr. 43. Gesang- und ges. Verein zur Unterhaltung Theater- und Ver und noch einem Mieter benutzt wird. Große Frankfurter str. 43 4 Tr. regnet es durch, so daß schaffen werde. Falsch wäre es, wenn jetzt der Centralverband, wie gnügungs- Berein Schiller", Baul Lerche, Gleimstr. 63. Skatklub der die Decke nasse Flecken zeigt, der Pus abfällt und es stockig riecht. es im Osten und im Westen des Reiches der Fall gewesen sei, Teile" Glenden", Wernau, Schwedterftr. 23/24. Verein für Gesundheitspflege des Volkes, Moabit. Jeden zweiten Eberswalderstr. 32, Quergebäude 3 Treppen bei Kirsch, von der losen Centralisation loszureißen versuche. Dadurch würden die Einigungsverhandlungen nicht gefördert. Die Versammlung Montag bei Karl Fischer, Waldstr. 8. Wohnung aus Küche und Stube. Letztere dient sechs Personen, Konsumgenossenschaften Berlins und der Umgegend. Konsumdarunter vier Kindern, als Schlafraum; die eine Wand ist naß, mit wählte als Delegierten zum Gewerkschaftskartell Me te, zu defenverein Berlin Rigdorf( E. G. m. b. S.). Verkaufsstellen: 1. Rirdorf, Stellvertreter Dietrich. Dann verhandelte man über die in Schimmelpilzen besetzt; Spinde, Betten 2c. stocken; die Luft im der Zahlstelle Friedrichsberg vorgekommenen Streitigkeiten. Nach fraße 82; 5. Brik, Werderstr. 33; 6. Ober- Schöueweide, Edisonſtr. 4; Biethenstr. 31; 2. Pitdlerstr. 38; 3. Faldensteinstr. 6; 4. Rirdorf, HobrechtZimmer ist dumpfig, ein Mädchen kant. fängerer Debatte beschloß die Versammlung, über die Angelegen- 7. Rigdorf, Rosenstr. 4; 8. Berlin, Siralauer Allee 20a; 9. Steglitz, Schloßheit zur Tagesordnung überzugehen, damit ist das Urteil, welches straße 87a; 10. Johannisthal bei Senftleben; 11. Treptow, Baumschulenweg 36. der Ausschuß in dieser Angelegenheit gefällt hat, als richtig aner- 12. Groß- Lichterfelde, Dürerstr. 37; 13. Münchebergerstr. 32. Konjum kannt. Bezüglich neuer Vorwürfe gegen Lehmann wurden die Mit- genossenschaft Berlin und umgegend.( E. G. m. b. H.): glieder in Friedrichsberg an den Ausschuß verwiesen. Der Mieter verlangte auf Grund einer ärztlichen Bescheinigung der Gesundheitsschädlichkeit der Wohnung von der Polizei Abhilfe; der recherchierende Wachtmeister erklärte, die Pilze an den Wänden seien nicht gefundheitsgefährlich fartells. und Christinenstr. 4, 4 Treppen, verwahrloste, naffe Wohnungen. Die Fenster morsch und nicht fest zu schließen, in der Küche keine Verband städtischer Arbeiter. Eine zahlreich besuchte VerBrajenklappe, die Kochmaschine defekt, ebenso das Ofenrohr. Durch fammlung, in der die Fortsetzung der Beratung der neuen Statutendas Dach läuft Wasser in die Stuben 2c. 2c. borlage erfolgte, fand am Donnerstagabend in den„ Arminhallen" Schönhauser Alle 134, 2. Hof 4 Treppen. Naffe statt. Schabel, Klati u. a. wandten sich gegen die Erhöhung des Wohnungen. An der freien Wand lösen sich die Tapeten los und Beitrages, Einführung der Sterbe- Unterstützung und besonders find Schimmelauflagerungen mitunter sichtbar. gegen die Verschmelzung der Berliner Filialen, während Börsch Gerloff, Wichmann, Aßmann und Schubert die Notwendigkeit dieser Aenderungen betonten. Bezüglich der Verschmelzung der Filialen wurde folgende Nesolution gestellt: Streligerstr. 6. Auf dem Hof 1 Pissoir und 1 Klosett für 7 im Hinterhaus wohnende Familien, das Personal einer Schleiferei und die Bewohner eines Lampenkellers und alle Leute, die in der Schantwirtschaft im Bordeshaus verkehren( darunter Prostituierte). Rigdorf im Hause Rolltrug befinden sich gänzlich verwahrloste stockige Hofwohnungen: 1. Swinemünderstr. 44; 2. Chorinerstr. 46; 3. Buttmannstr. 19; 4. Willdenowstraße 30; 5. Gartenstr. 3; 6. Moabit, Wiclefftr. 31; 7. Ebelingstr. 14; 8. Arndtstraße 5; 9. Gräfeftr. 40; 10. Streuzbergstr. 36/38; 11. Tempelhof: Berlinerftraße 76; 12. Schöneberg: Apostel Baulusstr. 27; 13. Gothenstr. 1; Konsum 14. Weißensee: Friedrichstr. 12; 15. Langhansstr. 60. berein Charlottenburg( E. G. m. b. H.): 1. Wilmersdorferstraße 27; 2. Tauroggenerstraße 10; 3. Garde du Corpsstraße 15. Konsumgenossenschaft von Friedrichshagen und Umgegend( E. 6. m. b. S.): 1. Friedrichstr. 98.- Konsum Genossenschaft Adlershof( E. G. m. b. H.): 1. Hackenbergstr. 29. Berliner Konsumverein. Verkaufsstellen: Michaellirchplak 4, Strautstr. 7, Liebigstr. 7, Zorndorferstr. 59, Emdenerstr. 45, Havelbergerstr. 6, Die heute in den Arminhallen" tagende kombinierte Mit- Rostoderstr. 21; Rummelsburg: Türrschmidtstr. 6; Stralau: Stralauer gliederversammlung der Filialen Berlins erklärt sich aus agitatorilee 171; Lichtenberg: Frankfurter Chaussee 48/49, Mainzerstr. 4. Aufschen Gründen gegen die derzeitige allgemeine Verschmelzung" der nahmen werden in oben genannten Verkaufsstellen jederzeit vollzogen außer Sonntags. Auskunft in Genossenschafts- Angelegenheiten erteilen die VorEine Parterre- Wohnung besteht aus einer stockigen Stube, in hiesigen Filialen zu einer einzigen Filiale, da dieselbe dem jetzigen stände der betreffenden Vereine. der Schloß und Fenster defekt sind. guten Entwicklungsstadium feineswegs dienlich, sondern Eine zweite Parterre- Wohnung ist ebenfalls stodig und sehr hindernd sein würde. Die Versammlung erblickt ferner in diesen richten an G. Quenfert, Marfiliusstr. 15 II. Sch passe", Bogel, Brangelstr. 78. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Heckspind, nach der Hecke als Gesangsspind zu gebrauchen, verkauft billig Wagner, Rüdersdorferstraße 24. " nur Arbeiter- Skatbund Berlins und Umgegend. Zuschriften find zu Kleine Anzeigen. +51 Heckutensilien, Weibchen, Zeisige, Kanarienhähne, Weibchen. WeiStieglite, Finken, Biervögel, Aquarien- denweg 59. fische, lebendes Fischfutter. Grünauer- Kanarienhähne, Weibchen, Hed straße 14, Bogelhandlung Frommelt. bauer. Lange, Petersburgerstraße 15, +51 1000 Makropoden, große Girar- Quergebäude. dinus( lebendgebärende) verkauft RauZuchtaufgabehalber Stanarien+27 hähne, Zuchtweibchen, Hedeinrichtung hut, Grünauerstraße 27. * Legehühner, Stastanienallee 61. allerbilligst verkäuflich. 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