Nr. 64. Abonnements- Bedingungen: 0 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel zeile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Insecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Fünf Jahre. Bergeßlichkeit ist die große Göttin, zu deren Tempei Deutschlands herrschende Gewalten alle fünf Jahre ihre andächtige Wallfahrt unternehmen. Die unzureichende Kraft der Gehirne, das Verblassen der Erinnerung, das Vergessen allein ist ihre Rettung. Vom schlechten Gedächtnis des Volkes lebt die Reaktion, lebt zumal das feudal- kapitalistische Bastardregime des Deutschen Reiches. leider! Dienstag, den 17. März 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Freilich, gewiß! Die große welthistorische Auseinandersetzung sondern zur Berücksichtigung überwiesen. Auch die Petition, die der zwischen der Arbeiterschaft und dem Ausbeutertum, zwischen So- proletarischen Frauenbewegung entsprungen ist und unsre bekannten cialismus und Kapitalismus wird in diesem Wahlgange nicht ent- socialen Forderungen für Arbeiterinnen enthalten, empfahl Ledebour schieden werden. Denn sie ist schon entschieden, und der Ausgang dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen. Während einer Wahl tann diese sichere Gutscheidung weder erfüllen, noch auch die Kommission diese Petition nur als Material überwiesen wissen fie umstoßen. Diese Entscheidung liegt in der Natur der Dinge, wollte, schlug Abg. Wattendorf vom Centrum vor, wenigstens die in der Notwendigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung, und wiffen- aweite Stufe parlamentarischer Höflichkeit zu erklimmen und sie dem fchaftliche Erkenntnis sieht mit siegesficherer Gewißheit ihren Eintritt Reichskanzler zur Erwägung zu überweisen. Und so geschah es denn voraus. Aber in welchen Formen, unter welchen Begleit- auch. Dagegen wurde die letzte Forderung dieser Petition, die die erscheinungen, mit welchen Zwischenfällen diese Entwicklung vor sich Gewährung des aktiven und passiven Wahlrechts zu den Gewerbegehen wird: ob sie in kraftvoll ruhigem Wachstum einherschreiten gerichtswahlen für die Arbeiterinnen verlangt, trob unfres Wideroder in stürmischem Ringen, zurückgeworfen und wieder vorwärts spruchs durch Uebergang zur Tagesordnung für erledigt erklärt. drängend, endlich ihr Ziel erreichen soll, schon das ist eine Entscheidung, deren Fall die Welt mit stockenden Pulsen erwarten wird. * Einige Petitionen des deutschen Textilarbeiter- Verbandes und der christlichen Gewerkschaften in Eupen auf Ausdehnung der Arbeiterschutzbestimmungen, auf Einführung des 7 stündigen nor malen Arbeitstages und des gänzlichen Verbotes der Nachtarbeit wurde vollinhaltlich zur Berücksichtigung überiviesen, während die Kommission die Forderung des 10 Stundentages usw. nur zur Ers wägung für reif erachtet hatte. Wir alle leiden unter diefer Naturgewalt. Selbst der Berufspolitiker. Wenn er den Versuch unternimunt, die Ereignisse der letzten fünf Jahre mit einem Blick zu überschauen, so wogt zunächst ein Heer verworrenen Erscheinungen an ihm vorüber; ein Bild jagt das andre: was vor wenigen Jahren in greifbarer Gegenwärtigkeit vor ihm stand, was ihn empörte, worunter er litt, wogegen er fämpfte, Die deutschen Arbeiter wissen, daß der kommende Wahlkampf ist leise und ummerklich unter die Schwelle des Bewußtseins ge- fein Kinderspiel ist, sie wissen auch, daß sie längst als erste Akteure glitten; neue Leiden, neue Leidenschaften, neue Kämpfe sind im im Vordergrund der weltgeschichtlichen Bühne stehen. Mögen sie es Sturm darüber hingegangen, alle festen Gestaltungen der Vergangen aber auch ja nicht vergessen, daß Arbeit Kampf ist und Kampf heit verheerend. Wie viel stärker wirkt diese Gewalt erst bei Arbeit. Wie sie in den Mühen des Alltags mit dem Stoffe ringen, Unter den Petitionen persönlicher Natur, die den Schluß der jenen, denen der Kampf ums Brot nur wenige Stunden läßt, um ihm feste, nützliche Gestalt zu verleihen, so ist auch der politische Tagesordnung bildeten, befand sich auch die Bitte des gemaßregelten in welchen sie sich zur Beschäftigung mit der Allgemein- Kampf ein unablässig mühevolles Ringen, das die Leidenschaft des Postschaffners Otto Pfeiffer in Hamburg um Wiedereinstellung in heit emporheben dürfen und die oft genug Augenblicks wohl fördert, dem aber nur zähe Geduld den Preis den Reichspostdienst. Sein Fall ist bei der Beratung des Bostetats von dieser kostbaren Zeit ein gut Teil versäumt haben. Fehlt zudem verleiht. ausführlich besprochen worden. Genosse Thiele nahm sich des dem Beschauer so flüchtiger Ereignisse ein fester Standpunkt, Zu dieser Arbeit fordern wir auf. Eine Reihe von Auffäßen, Gemaßregelten warm an. Sein Antrag, die Petition dem Reichs eine einheitliche und gefestigte Weltanschauung, dann überſtürzen die diefem folgen wird, soll der Mühe des Erinnerns ge- kanzler zur Berücksichtigung zu überweisen, wurde jedoch abgelehnt fich die Bilder zum tollen Wirrwarr, und der letzte Eindruck allein widmet sein. Was der flüchtigen Betrachtung regel- und beziehungs- und die Angelegenheit auf Antrag der Kommission durch Uebergang gewinnt den Sieg. los erscheint, reiht die ordnende Hand einer wissenschaftlich gegründeten zur Tagesordnung erledigt. Auf diese Thatsache der Gedächtnisschwäche baut die reaktionäre Weltanschauung zu festen Betveisketten. Alle jene Thatsachen und Am Dienstag giebt der Präsident dem Hause Ferien, um der Wahldemagogie ihre ganze Spekulation auf. Seit ein paar Wochen Ereignisse erscheinen jetzt als die notwendigen Ausgeburten Budgetkommission und den andren arbeitenden Kommissionen den Leben wir im Zeitalter der Socialreform. Staunend vernehmen wir, bestehender Verhältnisse, als Früchte ein und desselben ganzen Tag zur Verfügung zu stellen. Am Freitag muß die Budgetdaß alle Parteien des deutschen Reichstags wetteifern in ihrer Stammes. Romantische Ueberspanntheit und weltpolitische Bru- fommission mit ihren Beratungen fertig werden, wenn der Etat vor Fürsorge für die Arbeiterklasse. Kinderschuh, Phosphorgesez, talität, frecher Rechtsbruch, der die Beute Heimträgt, und Ostern erledigt werden soll. Am Dienstag endlich einmal die verKrankenkassen- Novelle, Witwenversorgung, gefegliche Verkürzung der blutig mißlungene Bossenwiße, alles durchsetzt von der nachlässigten Initiativanträge wieder vorzunehmen, hatte der Arbeitszeit, Anerkennung der Berufsvereine werden auf politischem eignen Zweifelsucht und der heimlichen Angst vor dem Kommenden, Präsident keine Luft. Am Mittwoch soll die Etatsberatung fortGebiete ergänzt durch Schutz des Wahlgeheimnisses und allgemeine es ist auf eine Quelle zurückzuführen. Es ist das Bild einer gefeht werden. Begeisterung für ein freies Wahlrecht. Man erstaunt über diesen sinkenden Gesellschaftsordmung, die sich mit Zähnen und Klauen plötzlichen Ausbruch einer Reformfreudigkeit( die sich freilich vor- gegen den Tod wehrt und sein Zeichen doch schon auf der Stirne Abgeordnetenhaus. Läufig mehr in Worten als in Thaten fundgiebt), da ja ohnehin, trägt. Das Abgeordnetenhaus hat am Montag das Kapitel wie der deutsche Kaiser sagt, jeder Arbeiter eine gute und ge- ir flagen an! Und diese Anklage soll weiter noch und Elementar Unterrichtswesen erledigt und die weitere Beratung sicherte Existenz hat, da ja ohnehin, wie Graf Bofabowsky ver- tiefer bringen, als ein Beitungsblatt fie tragen kann. Wir er- auf eine Abendsigung verlegt. Die Debatte drehte sich unt fichert, Deutschland das Musterland der Socialreform ist, da ja innern. Und diese Erinnerung soll länger dauern, als das die am Sonnabend von Herrn Jrmer eröffnete Frage der die am Sonnabend von Herrn Jrmer eröffnete Frage der ohnehin, wie Graf Bülow erklärt, die verbündeten Regierungen flüchtige Erzeugnis eines Tages. Dazu bedürfen wir der Arbeit Mädchengymnasien und des Frauenſtudinms. Während die seit jeher für den socialen Aufschwung leben und sterben. Abgg. Dr. Müller Sagan( freis. Vp.), Dr. Friedberg ( natl.) und Ernst( freis. Bg.) für die weitere Förderung der Mädchengymnasien eintraten, wandten sich die Abgeordneten Dr. Irmer( t.) und Schmitz( C.) mit den bekannten Phrasen, daß die Frau ins Haus gehöre, entschieden gegen die Bildungsbestrebungen der Frauen. Herr Dr. Jrmer forderte die Regierung direkt auf, den Mut zu zeigen, im geeigneten Moment einen großen Strich durch ihre Versuche zu machen. Der Kultusminister scheint nach dem Lob und der Anerkennung der konservativ- Klerikalen Gesellschaft förmlich zu Techzen, denn er betonte ausdrücklich, daß es sich nur um Versuche handele und daß die Regierung garnicht daran denke, Vollgymnafien für Mädchen einzurichten. Man sieht, auf welchen Widerstand selbst die geringsten Reformversuche im Landtage stoßen. unfrer Freunde. er= Eine freundliche Zauberlandschaft breitet sich glänzend vor... Daß alle Bilder, die der Tag bringt und nimmt, an einem den Blicken der Wähler aus, und alles, was dahinter liegt, Junitage wieder auferstehen, alle Beweislasten sich zum foll nur ein grauer, nebelhafter Spuk gewesen sein. Die harten drückenden Berge häufen und alle Anklagen zusammenklingen in Notwendigkeiten des Kapitalismus, Strach und Krise-- aber man einen tosenden Millionenruf unsres willens und unsrer thut ja was man fann! Der Klassenkampf aber alle Parteien Macht! Politifche Ueberficht. Reichstag. Berlin, den 14. März. Die Lage in Holland. Eine wesentliche Veränderung in dem gespannten Verhältnis zwischen der organisierten Arbeiterschaft und der den Eisenbahnkapitalisten bis zum äußersten dienstbereiten Regierung ist bis jetzt wetteifern in Beteuerungen ihrer Selbstlosigkeit. Zuchthauskurs, Panzerplatten- Schwindel, Flottenkoller, China- Kreuzzug, HeinzeRummel, Brotwucher, Vergewaltigung der Minorität, Staatsstreich, Militäraufwand, Kolonialgräuel, Dänen- und Polenheze, DeynHausen, Essen, Breslau, Löbtau, Güstrow, Gumbinnen, Reichsdeficit, Wehrsteuer, Biersteuer, Tabatsteuer, Bedrohung des Wahlrechts alles das, was in wildem Gemenge vor diesen ReichstagsBei der Novelle zur Seemanns- Ordnung, die am 1. April d. J. Wahlen und nach ihnen liegt, soll durch eine freundliche in Straft treten soll, hatte der Druckfehlerteufel zu Gunsten der Leicht Grimaffe weggewischt und ausgelöscht werden. Jetzt leben matrofen eingegriffen: Auf Schiffen, die länger als zwei Jahre wir ja für diesen einen Wahlfrühling im Zeichen der staatlichen auswärts weilen, sichert das Gesetz der Mannschaft eine LohnSocialreform, der ehrlichsten Gesetzlichkeit und der bürgerlichen erhöhung mit Beginn des dritten Jahres zu; bei der näheren AusFreiheit! Ist erst die Wahl vorbei, dann mag über den markt- führung dieses principiellen Grundsakes aber sagt der Tert des schreierischen Berkündigungen dieses socialpolitischen Fastnachtstrubels als Bollmatrose: zu bezahlen find. Obwohl die Mehrbelastung für Gefehes, daß die Leichtmatrosen schon mit Beginn des zweiten Jahres dieselbe freundliche Macht walten, wie über den Thaten und Ereig- die Reeder, tie auf diese Weise bewirkt werden würde, sehr gering niffen der ganzen letzten Gesetzgebungsperiode das Vergessen. ist, hat die Regierung es doch außerordentlich eilig gehabt, den Fehler nicht eingetreten; Nur eine politische Macht im Deutschen Reiche lebt nicht vom wieder in einer besonderen Gefeßesvorlage gut zu machen. Es lag Vergessen, sondern vom Erinnern; mur eine darf am Wahltage nahe, bei dieser Gelegenheit daran zu denken, auch die Ausdehnung bleiben, was sie alle Jahre hindurch gewesen ist und bedarf der Strankenunterstützung von 13 auf 26 Wochen, die jetzt allen eine ruft dem deutschen Volke jeden übrigen der Krankenversicherung unterliegenden Arbeitern zu teil Morgen und jeden Abend unablässig zu: Gedenket eurer werden soll, auch auf die Seeleute auszudehnen. Ein Antrag unsrer Feinde und ihrer Thatent. Die Socialdemokratie Genossen, den Mo Ifenbuhr begründete, die Novelle zu diesem weiß es: Stünde alles, was in diesen legten fünf Jahren mur in 3rred der Krankengesetz- Kommission zu überweisen, wurde jedoch abfünf Jahren! im Deutschen Reiche geschehen ist, am Wahltage gelehnt. Graf Posadowsky rückte diese halb und halb zugesagte lebhaft und leibhaftig vor den Augen der Wähler, würde alle Scham Reform durch seine Erklärung in weite Ferne, daß erst noch Unterfiber fulturelle Rückständigkeit, aller Zorn über erlittenes Unrecht, fuchungen darüber angestellt werden müssen, ob die Reeder, die die würden alle Ereignisse des wirtschaftlichen Einzelschicksals im Ausgange diefer Wahl zur Auslösung gelangen, dann würde sich über diese Gesellschaftsordnung und ihren heuchlerischen Vertretern ein Weltgericht entladen, wie es noch nie erlebt worden ist. feiner Masken; nur Lasten der Krankenversicherung schließlich zu tragen haben, durch eine Neubelastung nicht etwa zu Grunde gerichtet würden. Keine Gegenliebe fand auch der Vorschlag unsres Genossen Schwartz, die notwendige Aenderung so zu treffen, daß allen Seeleuten schon bei Beginn des giveiten Jahres eine Lohnerhöhung gesichert wird. Herr Dr. Semler erstarb als Vertreter ham burgischer Needer- Interessen in Bewunderung vor dem kolossalen Fortschritte, der mit der Seemanns- Ordnung gemacht worden sei und der keine Eriveiterung mehr vertrage. die Milizen das Gerücht jedoch, daß bon 1900 und 1901 am 17. oder 28. März beurlaubt か werden sollen, mag als ein Zeichen dafür gelten, daß die Regierung werden sollen, mag als ein Zeichen dafür gelten, daß die Regierung ihre bedrohliche Haltung aufgeben will. Die Arbeiterschaft sett indeffen, was die Aufklärung der Massen anbelangt, ihren Verteidigungskampf erfolgreich fort, während diejenigen von den Christlichen", die sich noch am Gängelbande führen lassen, nicht etwa die Gefeßentwürfe verteidigen, sondern nur ihren Minister Supper als den Stellvertreter Gottes zu rechtfertigen suchen, was allerdings, wie schon bewiesen wurde, nicht durch Bernunftgründe möglich ist. Von den Feinden der Arbeiterschaft wird als einer der schlagendsten Säge in der Erwiderung Kuypers gegen Troelstras ruhige Verteidigung feiner Interpellation der folgende angesehen: Er( Troelstra) behauptet hier, er wolle einem Ausstand vorbeugen, und er wirkt außerhalb der Kammer dahin, einen Ausstand herborzurufen."- Treffend bemerkt hierzu" Het Bolt":" Der Arbeiter hat als äußerste gesetzliche Waffe nur den Streif; fein Socialdemokrat kann und mag darauf hinwirken, daß er diese Waffe, wenn es nötig ist, nicht gebrauchen soll. Die Frage ist: ob es nötig sein wird. Und nun thun die Socialdemokraten in der Kammer ihr Vestes, um es nicht nötig zu machen, während ste außerhalb der Kammer ihr Bestes thun dahin zu wirken, daß, wenn es nun einmal unumgänglich ist, die Arbeiter diese Waffe auch gebrauchen können. Es liegt im Wesen der Socialdemokratie, daß sie, von den edlen Gefühlen der Menschlichkeit beseelt, keinen unnötigen Janmer über die Menschen bringen will; daß sie aber auch dann, wenn gekämpft werden muß, nicht zurückschredt, mit den Arbeitern die äußersten zweckdienlichen Kampfmittel zu gebrauchen. " So züchtet man Socialdemokraten!" Dieses Ereignis schafft der Socialdemokratie ungezählte nene Anhänger!" Das find in der bürgerlichen Presse die stehenden Phrasen geworden, mit denen der Verlauf der politischen Geschichte von Fall zu Fall tommentiert wird. Wollten sich alle diese Prophezeiungen, die unter der Wucht eines augenblicklichen Eindrucs niedergeschrieben worden Ebenso scheiterte der Versuch unsres Genossen Herzfeld, in find, auch wirklich erfüllen, so müßte längst schon der letzte Mann der Seemanns- Ordnung ausdrücklich zu bestimmen, daß Seueraus der großen Armee der Enterbten den Weg in unser Lager ge- verträge, die vor dem 1. April d. J. abgeschlossen sind und über diesen funden haben. Nun, die unzähligemal heraufbeschworenen Un- Termin hinaus gelten, ungültig sind, soweit sie den Sabungen der gezählten" in wenigen Wochen werden sie gezählt werden, und dann in Kraft tretenden Seemanns- Ordnung widersprechen. Die wir wissen sehr wohl, daß die Zahlen der Wirklichkeit an die Novelle wurde unverändert in erster und zweiter Lesung an phantastischen Angstträume unsrer Gegner noch immer nicht heran- genommen. reichen werden. Es folgte eine lange Liste von Petitionen, auf der sich in Gleichwohl wird es ein weltgeschichtlicher Augenblick sein, wenn buntem Gemisch Wichtiges und Unwichtiges drängte. Fast überall die deutsche Socialdemokratie abermals an die Urne tritt. Der folgte das Haus dem Vorschlag der Betitionskommission. In einigen Die Freifinnigen Demokraten" habes es, wie der nachstehende Stundenzeiger rückt vor. Ganz Europa, die ganze civilisierte Welt Fällen aber gelang es unsrer Fraktion, eine Aenderung der Beschluß- Bericht unfres Amsterdamer Korrespondenten zeigt, für nötig er= wird an jenem Juniustage auf die deutsche Arbeiterschaft blicken, fassung zu bewirken. So wurden die Petitionen, die die Haftung von achtet, einen besonderen Proteft gegen die Zwangsgesetze an die mit Stolz und Freude die einen, mit Angst und Grauen die andern Straßenbahnen und Automobilbefizern für Sachbeschädigungen Kammer zu senden. Trotz der überflüffigen Bertlaufu- alle doch mit lauter oder heimlicher Bewunderung. forderten, auf eine Anregung Ledebours nicht zur Erwägung, tierung ihrer Protestgründe kann man diese Partei und ihre Ver Gegen den Militarismus treter in der Kammer immerhin als Gegner der Enlivürfe an- Jerkennen: Brandenburg hat 7 ständige und 137 nebenamtliche,| Geschäfte des Kriegsministeriums nicht aber dies fehen. Sachsen 3 ständige und 139 nebenamtliche, Hannover 3 ständige jenigen der Arbeiter besorge, das unzweideutige Mißtrauens. Der Vorstand des Freisinnig- demokratischen Bundes hat eine und 191 nebenamtliche, endlich Hessen- Nassau 1 ständigen und votum der gesamten Arbeiterschaft ausdrückt, wurde einmütig Adresse bei der Zweiten Kammer eingereicht, in welcher er erklärt, 138 nebenamtliche Kreis- Schulinspektoren. daß auch er es tief bedauern würde, wenn die Entwürfe der Negierung Gesetzeskraft erlangten. Dann heißt es weiter, die Staatsautorität müsse gewahrt werden und das Mögliche auch von re- sprach sich die socialdemokratische Fraktion des Gothaischen gierungswegen gethan werden, 11111 einer Wiederholung des Landtag& durch folgende Resolution aus: in den letzten Januar Tagen Vorgefallenen vorzubeugen. Inter allen Umständen müsse der Fortgang des Eisen bahnverkehrs, fo weit das Bedürfnis des Reichsdienstes es erfordert, gesichert werden. Der Vorstand sei jedoch überzeugt, daß der vorgeschlagene Paragraph des Strafgesetzbuches hierfür weder nötig noch zweckmäßig und überdies in sich selbst verwerflich sei. Mit Nachdruck weise er darauf hin, daß selbst vom Standpunkt derjenigen, die anders darüber urteilten, die Artikel in Teinem Falle cher zu stande kommen dürften, als eine unparteiische Untersuchung die als richtig anerkannten Beschwerden des Eisenbahnpersonals erledigt und dann diesem Personal eine Sicherung seiner Rechtsposition garantiert habe. angenommen. Ant Schluß dieser Resolution drückte die Versamm lung zugleich der socialdemokratischen Reichstags. Fraktion und im besondern dem Abgeordneten Zubeil ihren aufrichtigen Dank für ihr waderes Eintreten zu Gunsten der Staatsarbeiter aus. Die im Reiche unausgesetzt steigenden Ausgaben für cer In Leipzig beabsichtigen die Liebermänner eine deutschsociale und Marine haben in den letzten zwei Jahrzehnten eine so Sonderkandidatur dem Kartellkandidaten Hasse, der auch von der enorme Steigerung erfahren und eine so enorme Höhe erreicht, Reformpartei unterstützt wird, gegenüberzustellen. daß die im Reiche und den Einzelstaaten nötigen Mittel für dringende Kulturaufgaben nicht mehr vorhanden sind. Aus Jena wird uns berichtet: Im dritten weimarischen Wahliſt der Bice- Admir Zum Minister der Marine ist der Vice- Admiral A. G. Ellis, Direktor und Kommandant der Marine zu Willemsoord, ernannt. Die zeitliche Wahrnehmung des Ministeriums der Marine durch den Striegsminister hört dadurch mit dem 16. März wieder auf. Der neue Minister scheint nach dem Herzen unsrer Kapitalisten zu sein, deren Blatt, das„ Handelsblad", ihn mit den Worten begrüßt, daß er ebenso wie sein Vorgänger als ein Flaggoffizier bekannt fci, der Ordnung und Zucht und die Autorität unter dem Marinepersonal streng zu handhaben wünsche und den Bemühungen, die Mannschaften für die socialistische Bewegung zu gewinnen, ent gegentrete.Deutsches Reich. Afrikanische Siedelungs- Politik. Nicht allein, daß durch die unheimlich anwachsenden Ziffern freise erscheinen auch die Freisinnigen mit einem eigenen der Budgets für Heer und Marine die Steuerkraft der Bevölke- Kandidaten auf dem Plan. Der Buchdruckereibesitzer Ph. Kühner rung besonders durch die indirekten Steuern die ärmere Be- in Eisenach ist zum Nachfolger des Dr. E. Harmening in der völkerung ausgepowert wird, werden auch die Finanzen der Kandidatur erwählt. Sühner war in der verflossenen LandtagsEinzelstaaten völlig zerrüttet und die Existenz tapferste Streiter wider die Reaktion. Großer Erfolg ist aber der session neben den beiden socialdemokratischen Abgeordneten der der Kleinstaaten in Frage gestellt. Eine weitere schlimme Folge des Militarismus und Mari- Kandidatur nicht beizumessen, denn Rechtsanwalt Harmening erzielte nismus ist die von der Reichsverwaltung betriebene Bump- bei der Hauptwahl im Jahre 1898 nur 844 Stimmen gegen 4218 wirtschaft, die uns schon drei Milliarden Reichsschulden auf den national- sociale, 6087 socialdemokratische und 6784 nationalRüden geladen, und wenn es in diesem Tempo weiter geht, in liberal- büindlerische. nicht zu ferner Zeit zum sicheren Staatsbantrott führt. Der Nationalliberalismus. In Nürnberg war der LandesTrotzdem die ärmeren Volfsklassen durch Zölle und indirekte ausschuß der nationalliberalen Partei Bayerns versammelt und Steuern schon aufs härteste getroffen sind, widersetzt sich die nahin- trotz des von Berlin beförderten Kartells der Zollwucherer Reichsregierung und der Bundesrat einer vernünftigen Steuer- eine Resolution gegen das Zusammengehen mit dem Centrum an. reform, einer progressiven Reichs- Einkommensteuer, stellt vielmehr Aber auch die bayrischen Nationalliberalen meinen's nicht so schlimm; neue indirekte Steuern, die wieder nur die Armen belasten, in denn sie wollen nur bei den nächsten Reichstagswahlen, besonders Aussicht. bei den Stichwahlen, wo nur immer einem socialdemokratischen Der Landtag für die Herzogtümer Koburg und Gotha protestiert oder ultramontanen Kandidaten ein monarchisch gesinnter, Heer und Marine und fordert dringend unter Beseiti- legten Mann ihre Stimmen vereinigen. auf dieſen bis zum gung der drückenden indirekten Steuern die Einführung Das heißt: Wenn ein socialdemokratischer einem ultramontanen der progressiven Reichs- Einkommensteuer," Kandidaten gegenübersteht, werden sie für den Schwarzen bis auf Bock. den letzten Mann" stimmen. daktionstisch: " Ausland. Die Volksabstimmung über den Zolltarif. Bei der Volksabstimmung wurde der Zolltarif mit 326 588 gegen 222 819 Stimmen angenommen. Das Land stimmte durchfchnittlich für, die Städte und die Industriekantone gegen den Tarif. Dies traurige Resultat der Volksabstimmung wurde von unsren schweizerischen Genossen vorausgesehen, schrieb uns doch unser Züricher In der That, diese Resolution ist äußerst zeitgemäß. Reichen doch die faktischen Einnahmen des Reiches längst nicht mehr aus, um die Militärlasten, die im Etat für 1903 nicht weniger als 1039 Millionen Troß der enormen, sich auf Hunderte von Millionen beanspruchen, zu decken. Trotzdem die Zölle, Verbrauchssteuern und Mart belaufenden Opfer, die das Deutsche Reich für seine herr- Stempelabgaben 1903 die enorme Höhe von 888 Millionen Mark lichen Kolonien gebracht hat, ist es bisher weder gelungen, einen erreicht haben d. H. seit Ende der siebziger Jahre um das Vierauch nur im entferntesten nennenswerten Handelsverkehr mit irgend fache angeschwollen find, erfordern die Militärausgaben noch Aneiner der Kolonien herzustellen, noch auch irgendwo eine Ansiedelung leihen in der Höhe von circa ciner Viertelmilliarde Mark! deutscher Bauern zu veranlassen. Die idealen Fieberlöcher und Sandwüsten reizten weder zur Anlage von Handelskapital noch zur Besiedlung. Unter allen unsern Kolonien ist nun Südwest- Afrika noch dorf fliegt das folgende interessante Schriftstück auf den Re- Bolltarif sein wird? Wahrscheinlich wird es ein sehr un Rotschen im Heere. Der Boltszeitung" in Düssel- Korrespondent am Vorabend der Abstimmung: Wie das Ergebnis der sonntägigen Voltsabstimmung über den die einzige, deren Klima allenfalls deutschen Ansiedlern zuträglich wäre. Da es aber hier an der ersten Vorbedingung der Bodenkultur, erfreuliche 3. Interesse, wirkliches und vermeintliches, Aban Wasser, fast vollständig fehlt, ist es troß aller Anpreisungen hängigkeit und Einsichtslosigkeit werden zusammen noch so gut wie niemand eingefallen, sich daselbst anzusiedeln. Da wirken, um den Volksplünder ern zum Siege zu verhelfen. man muun aber zur Belebung der kolonialen Schwärmerei einer den Schmied folchen Siedelungsfolonie dringend bedarf, plant nunmehr die ReDurch eingezogene Erlundigung beim Civilvorsitzenden der Abstimmung stattfinden, die Zollgegner werden eine imposant große Es wird eine außergewöhnlich starke Beteiligung der Bürger an der gierung, die Siedelungsluft durch eine hohe staatliche SubErsazkommission, Bezirk Düsseldorf, ist von dort mitgeteilt, daß Stimmenzahl auf sich vereinigen, aber die Ueberzöllner werden vention fünstlich zu stimulieren. Es sollen fünftig im Jahre Sie Mitglied eines Verbandes sind, der auf socialdemokratischem 300 000 M. zur Unterstützung deutscher Ansiedler in Südwest- Afrika Boden steht. Ihre Einstellung als Freiwilliger fann ausgeworfen werden. Jedem Ansiedler sollen 10 000. zinsfrei auf Grund dieses nicht erfolgen. vorgeschossen werden. Um für dieses Projekt Stimmung zu machen, Meldeschein anbei zurüd. hat Graf Bülow dem Reichstag einen Bericht des stellvertretenden Gouverneurs zugehen lassen, in dem es heißt: An Hannover, den 2. 3. 03. Ulrich, Vice- Wachtmeister, 6. Batt. Art.- Regt. 10, Hannover. siegen. Diese Voraussage ist leider eingetroffen! Ueber die Mittel, mit denen eine strupellose Agitation der Zoll wucher ihren Sieg errang, schrieb unser Korrespondent: Die Voltsabstimmung über den Zolltarif. den gepfeffert „ Deutsch- Südwest- Afrika ist zur plöglichen Aufnahme von zahlreichen weißen und insbesondere deutschen Ansiedlern Wenn man doch endlich auch so weit gehen wollte, alle rörlich Alle die zahllosen und dicksten Lügen, Verdrehungen und Ents noch nicht genügend vorbereitet. In Anbetracht der gefärbten Rekruten vom Militärdienst überhaupt zu bestellungen, Beschimpfungen und Verleumdungen, die feit Monaten in Schwierigkeiten und der noch wenig entwidelten freien! Der Militäretat würde sich dann mit einem Schlage allen möglichen Variationen von den Ueberzöllnern zur Bethörung wirtschaftlichen Verhältnisse des Schutzgebietes ist ein ganz erheblich reduzieren lassen. So freilich trägt man zu einer des Volkes und Förderung ihrer schlechten Sache benutzt wurden, wesentlicher Fortschritt in der Beficdelung ohne staat- ermehrung der Soldatenschinderei bei, die der wurden noch einmal aufgewärmt und mit einigen neuen Geliche Unterstützung nicht zu erwarten. Unter den Socialdemokratie schließlich allerdings auch wieder zu statten meinheiten Lesern borgesetzt. Das muß gegenwärtigen politischen Verhältnissen, bei fommt! gesagt werden, daß wohl noch nie eine Referendums- Kam dem Andrängen der Boeren und ihrem Bestreben, inner- Ein neues Mittel gegen polnische Vereine hatte die Polizei- fo tiefen Niveau geführt worden ist, wie die jetzige betreffend pagne von den besitzenden und herrschenden Klassen auf einem halb des Schutzgebietes besondere Gemeinwesen zu gründen, er verwaltung von Patosch im Auftrage ihres vorgesetzten Landrats zu er den Bolltarif. Und das ist kein Zufall, sondern hängt mit der Natur fcheint eine Besiedelung des Landes, durch Deutsche mit proben. Der polnische Turnverein" Sokol" in Palosch wollte im des Gegenstandes zusammen. Die maßlos hohen Schutzölle find staatlicher Unterstützung bringend notwendig. Die vorigen Jahre ein Vereinsvergnügen abhalten, bei dem zivei polnische nichts andres als ein in gesetzliche Form gefleideter modernisierter Elimatischen Verhältnisse bilden feinen Hinderungsgrund. Wenn Theaterstücke aufgeführt werden sollten. Am Festtage ließ der Straßenraub, und allen denen, die dieses unsaubere Handwerk ausdie staatliche Besiedelung vom wirtschaftlichen Standpunkt möglich Polizeiverwalter die Vorstandsmitglieder des„ Sokol" zu sich kommen üben, war jedes Mittel zur Erreichung dieses Zweckes recht. Aber und wünschenswert erscheint, so muß doch hinzugefügt werden, und eröffnete ihnen im Auftrage des Landrats, daß die Auf- die stärkste Zumutung an die ausersehenen Opfer, die Arbeiter und daß der Erfolg ganz von der Persönlichkeit der Ansiedler führung der Theaterstüde nur unter gewissen Bedingungen Konsumenten war es doch, daß sie für den Bolltarif stimmen und so abhängt. Vorausgeschickt sei, daß nur die Ansiedelung von gestattet werde; vor allem dürften fie tein Eintrittsgeld sich die Schlinge selbst um den Hals legen sollten, mit der die Farmern in Frage kommne. erheben. Man fügte fich in der augenblicklichen Notlage, Böllner sie zu erwürgen beabsichtigten. Den meisten Enttäuschungen ist der Farmer in der Wasser- beschritt dann aber das Verwaltungsstreit- Verfahren und beantragte, frage ausgefeßt. Zu diesem Zwed ist es nötig, die für die An- daß das Verbot der Erhebung von Eintrittsgeld für unzulässig er fiedelung in Betracht kommenden Teile des Schutzgebietes auf flärt werde. Der Bezirtsausschuß Bromberg wies die Klage ab und das Vorhandensein von Wasser systematisch führte aus: Wie notorisch sei, stellten sich die Sokols in den Dienst zu erforschen. An persönlichen Eigenschaften bedarf es keiner der national- polnischen Bewegung, fie feien politische Vereine. Die andern, als erforderlich find, auf eigenen Wegen vorwärts zu ganze Aufführung hätte deshalb bei den gespannten Verhältnissen kommen. Anstelligkeit, Aufgewedtheit, Genügsamkeit und in Bosen und Oberschlesien verboten werden können. Mit gutem Recht Beharrlichkeit sind die Grundpfeiler eines guten Fortkommens im habe die Polizei, wenn sie das Vergnügen schon gestattete, wenig Schutzgebiete. Es ist auch gut, von den Boeren zu lernen, stens die Erhebung von Eintrittsgeld verboten. So habe der weniger gut aber ein Boerenmädchen zu heiraten, die Verein wenigstens keine Mittel zur Verfolgung seines eigentlichen ihr Hauswesen nach Boerenart besorgt, was einen wirtschaftlichen Zweckes, der Bekämpfung des preußischen Staates, gewonnen, feine Fortschritt im Wege steht. Mittel, die er vielleicht dem Wreschener Unterstützungsfonds zu geführt hätte. Auf die Revision des Vorstandes hob jedoch das OberVerivaltungsgericht das glanzvolle Urteil des Bezirksausschusses wieder auf und erklärte das Ver bot der Erhebung von Eintrittsgeld für rechtlich unbegründet. Es herrschen wunderliche Rechtsvorstellungen bei den Germanifatoren der Dstmarken. Wahlvorbereitungen. menten, die man bei den Vorbereitungen des neuen Zolltarifs von Die Arbeiter und Konsu jeder Mitwirkung ausschloß, sollten nun das Stimmvieh machen, dazu wären sie gut genug, um den interessierten Ueberzöllnern den Zolltarif unter Dach bringen zu helfen. gesucht mit der elenden, verlogenen Behauptung, die Verwerfung des Die politischen Kinder und Unentschiedenen wurden zu erschrecken Bolltarifs wäre ein Landesunglück. Wurde er verworfen, so besaß Sie Schweiz immer noch den Generaltarif von 1891, der wirksam genug war, um Frankreich im Bollfriege nachgiebig zu machen; außerdem konnte in wenigen Wochen unter Herabsetzung der von der Opposition hauptsächlich bekämpften Zollanfäge von der Bundesversammlung ein neuer, auch der Opposition einigermaßen genehmer Entwurfes des Bundesrats. Tarif geschaffen werden, z. B. durch die Annahme des ursprünglichen Deftreich- Ungarn. Neben den an die Person des Ansiedlers zu stellenden Anforderungen muß aber immer wieder betont werden, daß ein gewisser Kapitalbesitz für den Einwanderer unerläßlich ist. 15- bis 20 000 m. werden für Auswanderung und Niederlassung verbraucht, ehe der Farmer auf seiner eigenen Farm leben kann. Studentendemonstrationen in Lemberg. Nach einer Studenten Die Staatsbeihilfe für den Farmer müßte sich auf 10 000 m. be= versammlung, in welcher gegen neulich vorgenommene HausLaufen( Haus, Karre, Vieh), die Ueberfahrt( 1500 M.) muß er zu durchsuchungen protestiert worden war, beabsichtigten die Teilnehmer nächst selbst tragen; das Geld wird ihm aber angerechnet und an der Versammlung sich zum russischen Konsulat zu begeben. Als dient als Spargroschen für Notfälle. Die Unterstützung muß als die Polizei sie daran zu hindern suchte, warfen die Studenten mit zinsloses Darlehen gelten. Zur Sicherheit verpfändet der Ansiedler Die Stöckerianer in Berlin. Als Vertreter der konservativ- anti- Steinen auf dieselbe. Erst nachdem eine größere Wachabteilung feine Farm und läßt die Summe als Hypothek eintragen, sobald semitisch- christlichsocialen Stöckerei kandidieren für Berlin im sechsten herangezogen und die zu dem Konsulat führenden Straßen abgesperrt die Farm durch Abzahlung des Kaufpreises in ſein Eigentum über- Wahlkreis Rechtsanwalt lírich, im 3. Wahlkreis der Vertreter waren, wurden die Studenten auseinandergetrieben. Vier Studenten Ob diese Schilderung gerade dazu anreizt, ein Stapital von Normann- Schumanns Rechtsanwalts Hahn- Charlottenburg, im fünften wurden wegen widersetzlichkeit und Verurfachung eines Auflaufes der Ritualmord- Bruhn, und im zweiten, wie schon bekannt, der verhaftet. 15-20 000 22. aufs Spiel zu fezen, um die afrikanische Südmark" Ein Landwirt, dem ein solches Stapital zur Verfügung steht, wird Talent und Charakter versagt bleiben. gegen die Buren- Invasion zu schüßen, möchten wir sehr bezweifeln. Buchthausfursler Prof. v. Bendſtern. Dem Reichstag wird allerdings dieses glänzende Aufgebot von wenig geneigt sein, sich nach dem gefegneten Südwestafrika cinzuschiffen, um dort das Vorhandensein von Wasser Der schlichte Mann aus der Werkstatt. Eine recht gründliche systematisch zu erforschen". gegangen ist." " " Angesichts dieser Darstellung der ganzen Verhältnisse, die man doch so rosig gefärbt hat, wie nur möglich, ist es geradezu unbegreiflich, wie man an den Reichstag das Verlangen stellen kann, für eine hoffnungslose Kolonialpolitik zu all den Millionen noch 300 000 m. jährlich zum Fenster hinauszuwerfen! Abrechnung mit dem„ schlichten Mann aus der Werkstatt", dem Herrn Bauli, nahm am letzten Sonnabend die Arbeiterschaft Spandaus und vorwiegend diejenige der Staatsbetriebe in zwei vorzüglich besuchten Versammlungen vor. Frankreich. Jaurès entwidelte am Sonntag in Denain vor einer von mehr als 4000 Personen besuchten Versammlung das socialistische Programm. Das Bestreben des Socialismus fei, so führte der Redner aus, eine neue Gesellschaftsordnung zu schaffen, in der alles Eigentum des Großkapitalismus dem Staat gehöre. Jaurès erläuterte alsdann in großen Zügen die socialistischen Reformen und bemerkte am Schluß seiner Rede, jämtliche Werkstätten und Fabriken in Frankreich In der von etwa 550 Personen besuchten Versammlung bei würden in furzer Zeit nationales Eigentum sein.Krüger in Tiefterder erstattete unser Genosse Zubeil Bericht über Für die Opfer von Dünkirchen. Zur Zeit des letzten Versuches die Verhandlungen des Reichstages in Sachen der Staatsarbeiter. eines Generalstreifs in Dünkirchen haben energische Vorkämpfer der Der Kaiser wünscht einen andren Stil. Die Kolonialabteilung weniger als mutigen Verhaltens des Herrn Pauli rief wahre handelt) als überzeugte Revolutionäre gehandelt. Verlassen von den Seine geradezu vernichtende Kritik des verderblichen und nichts socialen Sache( von den Ordnungs"-Politikern als Vandalen bes des Auswärtigen Amtes bringt folgenden kaiserlichen Befehl zur Beifallsstürme hervor. Doch die Versammlung sollte nicht ihr einen, verleugnet von den andren, find diese Märtyrer der Freiheit öffentlichen Kenntnis: Seine Majestät der Kaiser und König haben anläßlich eines natürliches Ende erreichen, denn die in Stärke von vier Mann von der bürgerlichen Justiz zu harten Strafen verurteilt worden und Specialfalles zu befehlen geruht, daß die Berichterstatter sich einer herübergeeilten schneidigen Ober- Wachtmeisters, hatte es anders gemeine Streiffommission in Frankreich wird sich nun der Pflicht Specialfalles zu befehlen geruht, daß die Berichterstatter sich einer erschienene Gendarmerie, unter Führung des aus Nauen eigens müssen nun ihren freiheitlichen Vorstoß schwer büßen. Die allfurzen und flaren Schreibweise befleißigen sollen. Seine Majestät wünschen insbesondere lange, schleppende Säße nicht entziehen können, diesen Unglücklichen durch Geldsammlungen zc. und Einschachtelungen, sowie das Stellen des Zeitworts an das Beamte zur größten lleberraschung der Besucher die Versammlung Schlag 10 Uhr, während der Rede Zubeils, löste dieser strebfame ausgiebige Hilfe zu gewähren.Ende des Sayzes vermieden zu sehen." Schweden. Die weitschweifige und unflare Schreibweise, wie sie im wegen Eintritts der Polizeistunde auf; auch das Verlesen der Ein mit stürmischer Der erste Socialdemokrat in Stockholms Gemeinderat. Am Byzantinischen Hofftil üblich ist, wird damit nicht getroffen. Begeisterung aufgenommenes Hoch auf die Socialdemokratie war die Freitag fand im ersten Stockbolmer Wahlkreis StadtverordnetenHuldigungsadressen dürfen immer noch telegraphiert werden, selbst Antwort auf diese Maßnahme der Gendarmen. Wahl statt. Von den zehn ausscheidenden Mitgliedern wurden neun In der Versammlung bei Teßnow, die von mindestens wiedergewählt; neugewählt wurde der Socialdemokrat Ernst Die Schulaufficht in Preußen. Im Auftrage der Statistischen 800 Personen besucht war, sprach der Kandidat Dr. Karl Lieb- Blomberg, Vorsitzender des Schwedischen Eisen- und Centralstelle des Deutschen Lehrervereins ist eine Enquete über den knecht unter brausendem Beifall über das Thema:„ Herr Pauli Metallarbeiter Verbandes. Blomberg erhielt 19 380 gegenwärtigen Stand der Schulaufsicht in den Staaten des Deutschen und Die Staatsarbeiterdebatte". In der Diskussion erhob Stimmen, während für den bisherigen Stadtverordneten BankReiches veranstaltet worden. Nach derselben giebt es in Preußen sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht eine einzige Stimme direktor Wallenberg 15 769 Stimmen abgegeben wurden. Es ist nur 316 ständige Kreis- Schulinspektoren; die übrigen zur Verteidigung des schlichten Manites"! Eine Resolution, eine erfreuliche Thatsache, daß die Arbeiterschaft Stockholms jetzt 927 Schulaufsichtsbeamten üben die Kreis- Schulinspektion im Nebenamte in der das Auftreten Paulis im Reichstage zu Gunsten der Staats- endlich in das Stadtparlament einzudringen beginnt, trotz des aus. Wie hoch man in Preußen die wichtigste Institution eines arbeiter und seine ganze Thätigkeit als Abgeordneter sehr scharf hundertgradigen Wahlunrechts, das dem Kapitalisten bis zu hundert modernen Staates, die Schule, einschätzt, läßt folgende Uebersicht kritisiert und Herrn Pauli, Herrn Pauli, der im Reichstage nur die Stimmen giebt, während sich der Besiglose mit einer Stimme aus China. im Schilde. begnügen muß. Es ist übrigens nicht ausgeschlossen, daß bei in den nächsten Tagen stattfindenden Wahlen in den andren Streifen der Hauptstadt noch ein Socialdemnkrat wählt wird. Dänemark. Sociales. Im Zeitalter der Druckerschwärze. Der preußische Handelsminister erläßt in seinem Amtsblatte den| Arbeiterklasse zu verhindern. Das scheint die einzige positive Wir erinnern an die Vorgänge vor gerade drei Jahren auf dem vier Aufgabe der radikalen Bourgeoisie zu sein. Diese Erscheinung deutschen Markt. In acht Tagen trat nach zweijähriger Hochflut ein geist international. In England ist Sir Charles Diffe ihr Ver- völliger Umschwung ein, blos weil sich am amerikanischen Horizont treter. Seine Justrumente sind die Arbeiterabgeordneten Bell und einige Wolfen zeigten; der deutsche Markt selbst bot dazu noch Broadhurst. Am 11. d. M. hatte er bereits eine Zusammenkunft rasch, daß das Roheisen- Syndikat vierzehn Tage später die berühmten feinen Anlaß. Und der Stimmungswechsel vollzog sich damals so Bestätigung des socialdemokratischen Bürgermeisters in Kopen zwischen den Radikalen( Freifinnigen) und den Arbeiterabgeordneten langsichtigen Roheisenabschlüsse niemals zu stande gebracht haben hagen. Die Wahl unfres Parteigenossen J. Jensen zum Bürger- arrangiert, um eine neue Linke im Unterhause zu bilden. Keir Hardie würde. In Halbzeug wird die Marktlage auch wesentlich durch die meister für die zweite Abteilung des Magistrats ist vom König be- ist vorläufig der einzige, der diesen Intriguen entgegenarbeitet, Ausfuhr beeinflußt, die noch etwa die Hälfte der ganzen Erzeugung stätigt worden. Jensen hat sein Amt bereits am Sonnabend angetreten. Unter die zweite Abteilung des Magistrats gehört die Ver- und mit einer Charakterfestigkeit, die die größte Anerkennung verdient. ausmacht. Das ist erfreulich, so lange die große Ausfuhr fortwaltung der allgemeinen und ökonomischen Angelegenheiten der Es wäre aufs innigste zu wünschen, daß er bei den britischen dauert, aber ebenso bedenklich, wenn dieselbe ganz oder teilweise Kommune, wie: das Steuer- und Abgabenwesen, sowohl den Staat Socialisten mehr Unterstützung findet. aufhören sollte. Wohin aber dann mit der Riesenerzeugung von als auch die Kommune betreffend, und was damit zusammenhängt; Wie bekannt, beschloß das Parlamentarische Komitee des Trades- Halbzeug der vielen und großen westdeutschen Stahlwverke? ferner Eingaben an, und Mitteilungen von dem betreffenden Re- Unions- Rongresses, einen außerordentlichen Kongreß einzuberufen, um Vergebung von Schienen durch die preußische Eisenbahn- Vergierungsamt, Verwaltung des Vermögens und der Schulden der über die Gewerkschaftsvorlage endgültig zu entscheiden. waltung. Wie das Berl. Tagbl." erfährt, steht der Abschluß der Kommune sowie des Kassen- und Rechenschaftswesens, Verwaltung Der Kongreß wurde in den letzten zwei Tagen in London ab- Lieferungsverträge über die schon gemeldete Nachbestellung von der Gemeindegrundstücke, Hofpitäler usw. gehalten, wobei 389 Delegierte rund 1 450 000 Arbeiter vertraten. 82 000 Tonnen Schienen meist schweren Profils nebst 18-20 000 Tonnen Es wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Um Schwellen bevor. Aus der britischen Arbeiterbewegung. Die ungerechtigkeit zu beseitigen, die den Arbeiterorganidie sationen durch mb. London, 14. März. neueren Gesezesauslegungen angethan Es mehren sich die Anzeichen, daß die Verwandlung der Trades wurde, billigt der Kongreß die Vorlage und verpflichtet Unions in eine politische Arbeiterpartei immer tiefer und umfassender sich, alle legitimen Mittel anzuivenden, um die Vorlage zur Anwird. Aus den Industriezentren kommen erfreuliche Nachrichten übernahme zu bringen. Es sprachen darüber die Abgeordneten Bell, die wachsende politische Erkenntnis und über das wachsende Klaffen- Broadhurst, Shackleton, Keir Hardie, ebenso G. Barnes( der Sekretär bewußtsein der Arbeiterklasse; der in den letzten zwei Tagen in der Engineers), Ben Tillet und Steadman. Die Vorlage, die London abgehaltene außerordentliche Trabes Unions- Kongreß zeigte vor einiger Zeit an dieser Stelle abgedruckt war, bezweckt die Beungebrochene Entschlossenheit, den Kampf bis zu Ende zu führen; feitigung der korporativen Verantwortlichkeit der Trades- Unions und noch viel deutlicher spricht der überraschende und überwältigende die Klarstellung des Gesetzes über Picketing. Sieg des Arbeiterkandidaten in Woolwich( lies: Wullitsch). Seitdem die britische Arbeiterklasse zu einem Faktor im öffentlichen Leben geworden, hat sie noch nie eine fo artikulierte Sprache geführt, wie bei der Nachwahl am lezten Mittwoch. Bei den Gemeindewahlen in springen bei Pforzheim Woolwich ist eine Arbeitervorstadt im Osten Londons; die große eroberten unsre Parteigenossen alle streitigen Mandate der dritten Mehrzahl der Arbeiter sind in Regierungswerkstätten- Arsenalen- Klasse und brachten außerdem in der zweiten sowie in der ersten beschäftigt, wie in Spandau bei Berlin. Der Wahlkreis gehörte zum Klasse je zwei ihrer Kandidaten durch. unbestrittenen Besitztum der Konservativen, so daß die Liberalen dort feine Gegenkandidaten mehr aufstellten und auch keine Organisation hatten. Trok alledem wurde der Arbeiterkandidat William Crooks mit 8687 gegen 5458 Stimmen gewählt. Er nahm zwar die Hilfe der Liberalen an, war aber doch aufs sorgfältigste bemüht, fich aus schließlich als Kandidat der Arbeiterpartei zu erklären. Crooks steht seit dem Jahre 1892 im öffentlichen Leben und ist den Interessen seiner Klasse treu geblieben. Nach der Wahl erklärte er den Zeitungsreportern:" Nicht ich habe gesiegt, sondern die Arbeiterpartei, die mich aufgestellt und unterstützt hat; ich werde ihrem Programm treu bleiben." Partei- Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Wegen Beleidigung des Kreisintelligenzblattes" in Solingen, für welches die Verlegerin Frau Boll und der Redakteur Dreßler Arbeiterstimme" in Solingen, zu 7 Wochen Gefängnis und 100 m. flagten, wurde Genosse Dittmann, Nedakteur der Bergischen Geldstrafe verurteilt. " Aus Induftrie und Handel. an Steuern und ( Nr. 5 vom 14. März 1903) eine Bekanntmachung, in der es heißt: „ Von verschiedenen Seiten ist mir die Anregung zugegangen, die Zahl der Uebereremplare, die bisher meinen Runderlassen zur Weitergabe an die nachgeordneten Behörden beigefügt waren, so zu vermehren, daß sie auch den den Landräten nachgeordneten Behörden zur Verfügung gestellt werden können. Diesem Wunsche vermag ich nicht zu entsprechen, weil dadurch der geheimen Stanzlei meines Ministeriums eine zeitraubende Mehrarbeit ent= stehen und der Bureaubedürfnisfonds übermäßig belastet werden würde." Wenn wir die Bedenken, die den Minister zur Ablehnung dieses Wunsches veranlassen, recht verstehen, so führt uns das auf die Vermutung, daß sich das preußische Handelsministerium zur Verviel fältigung seiner Runderlasse der Druckerschwärze und der Buchdruckerei nicht zu bedienen scheint. Wenn sie angewendet würden, so fönnte der Minister schwerlich von einer übermäßigen Belastung des Bureaubedürfnisfonds durch Herstellung einiger Tausend Abdrücke reden. Man wendet also offenbar ein weit zeitraubenderes und fostspieligeres Vervielfältigungsverfahren an. Da nun aber die geht, in so und so viel Eremplaren hergestellt werden, daß sie außer Erlasse des Ministers, wie aus der Bekanntmachung weiter hervors den Regierungspräsidenten auch den Landräten und deshalb vermutlich auch den Behörden der Stadtkreise zugehen, so ist ein solcher Erlaß stets in rund 600 Exemplaren herzustellen. Diese Erlasse sind oft sehr umfangreich, so daß sie geschrieben mehrere Seiten umHumbug. Die Rhein.- Westf. 3tg.", das bekannte„ Zechen- fassen, und da sicher viele solcher Erlasse nötig find, so kann man sich blatt", bemußt die jüngst veröffentlichte Jahresabrechnung der allerdings die Bureaubedürfniskosten für diese Arbeit ziemlich hoch Crooks ist jetzt 51 Jahre alt; er ist ein geborener Londoner und Bergwerks- Gesellschaft Hibernia", um ihren Lesern in einem borstellen. Die Herſtellung auf dem Wege des Buchdrucks würde wurde in der Armenschule von Poplar( Ost- London) erzogen. Im die Sociallast der Industrie" betitelten Artikel sicher eine wesentliche Verbilligung herbeiführen. Wenn man anvorigen Jahre war er Bürgermeister derselben Gemeinde. Sein zu schildern, wie schwer heute schon auf die großen Bergiverts rückständiger ist wie die übrigen obersten Staatsbehörden, so ergäbe nehmen darf, daß das Handelsministerium in diesem Punkte nicht Erfolg in Woolwich hat den Charakter einer politischen betriebe die Beiträge für die Arbeiterversicherung drücken, und wie rückständiger ist wie die übrigen obersten Staatsbehörden, so ergäbe Sensation erster Größe. Wir lassen einen berufenen es trotzdem leitende Staatsmänner giebt, die in ihrem Unverstand bureaus eine recht reichliche Arbeit und sicher eine erhebliche Ersparnis sich für eine Druckerei mit Schnellpresse im Dienste der MinisterialBeugen, die„ Times" vom 12. d. M. darüber sprechen:" Das Er- die Versicherungsgesetze sogar noch erweitern möchten. " In politischen Kreisen", so erzählt das Blatt, auch in folchen an den Bureaubedürfniskosten. Vielleicht versucht einer der gebnis des Wahlkampfes in Woolwich ist überraschend und in mancher Beziehung beunruhigend... Obwohl wir immer den der Reichsregierung, hat man offenbar vielfach keine richtige Vor- preußischen Heren Abgeordneten einmal Aufklärung darüber zu er Standpunkt vertraten, daß Nachwahlen in der Regel keine besondere stellung davon, mit welchen enormen Beträgen unsre Industrie langen, ob unfre Vermutungen zutreffen. Bedeutung beizulegen sei, so ist es doch klar, daß solche Erwägungen zivede belastet ist. Wäre man sich nämlich hierüber klar, so wäre Apotheker Steinmetz aus Leipzig, ein Mann, der sonst in an Beiträgen für socialpolitische FürsorgeApothekergewinn. Auf dem Krankenkassentage fprach Herr nicht angewendet werden können auf einen so umfassenden Stimmen es unmöglich, daß immer wieder Forderungen gestellt würden, welche erkennenswerter Weise für die Interessen der Krankenkassen eintritt, umschlag... Der Gewinn eines Mandats durch die liberale auf erhebliche Erhöhung der bestehenden und Auferlegung neuer Opposition ist von geringer Bedeutung, aber Crooks ist ausdrücklich Sociallasten hinauslaufen; es wäre unmöglich, daß leitende und die Ansicht aus, die Apotheker verdienten im Durchschnitt nur gewählt worden als der Vertreter der aggressiven andre Staatsmänner obenein noch ihre Bereitwilligkeit bezeugen, der 10 Prozent. Herr Steinmez ist da offenbar schlecht unterrichtet. Forderungen der Arbeiter( labour). Die Radikalen Verwirklichung derartiger Forderungen„ ehestens" näher zu treten. Hat doch kürzlich das sächsische Ministerium des Innern in einer werden ohne Zweifel versuchen, ihn für sich zu reklamieren, aber das Bekanntlich hat man neuerdings jene biele Millionen, wenn nicht gar mindestens ein Drittel des Umiages als Reingewinn verbleibt. Verfügung ausgesprochen, daß erfahrungsgemäß den Apothekern Ergebnis in Woolwich bedeutet ganz eiivas andres. Es bedeutet, Milliarden, welche der neue Zolltarif der Industrie angeblich in den daß die Fragen, die mit der Eristenz einer organisierten Arbeiter Schoß werfen soll, für die Forderung herangezogen, es müsse ein Ausgleich" dadurch geschaffen worden, daß etwaige Mehrpartei verbunden sind und die in unsrem Lande bis jetzt als phantastisch bezeichnet wurden, in den Vordergrund der cimahmen des Tarifs für neue focialpolitische Fürsorgezwede festgelegt würden... praktischen Politit treten. Das Gespenst, das die Regierungen des Kontinents hypnotifiert, ist endlich auch unter uns. Das Land hat mit aller Ruhe und nachsichtiger Gleichgültigkeit den Träumereien Keir Hardies und den Wahlagitationen von Arbeiter Kandidaten zugesehen. Allein die Thatsache, daß Mr. Crooks die höchste Stimmenzahl, die ein Arbeiterkandidat je erreichte, verdoppeln konnte, und dazu noch in cinem sicherenkonser= vativen Wahltreise, sollte das ganze Land daran erinnern, daß in unsrer inneren Politit Kräfte wirksam sind, die außerhalb der Grenzen unfres bisherigen Parteilebens stehen. Diese Wahl fagt uns unzweideutig, daß die Arbeiterbewegung", die das Gleich Alters- und Invaliditätsversicherung( egti. Arbeiterbeiträge gewicht der kontinentalen Parteien erschütterte, sich auch bei uns in Knappschafts- Berufsgenossenschaft( Unfallversicherung) praktischer Form fundgiebt und daß die Nation und ihre poli- Handelskammer, Berggewerkschaftskaffe, Vereine für tische Vertretung mit ihr zu rechnen haben wird. bergbauliche und wirtschaftliche Interessen Die wirkliche Gefahr für die Stabilität unsrer Einrichtungen und für die wirtschaftliche Sicherheit unsres Finanzsystems besteht darin, " " Die Bergbaugesellschaft, Hibernia" in Herne, bekanntlich eine der größten und beftfundierten unsrer Kohlengesellschaften, hatte ausweislich ihres Jahresberichtes an Steuern, Sociallasten und ähnlichem im vorigen Jahre folgende Beträge aufzuwenden: Staatssteuern • • Bergwerkssteuer an den Herzog von Arenberg für die Zeche Schlägel und Eisen Kommunal, Grund, Gebäude- und Gewerbesteuer. Knappschaftsgefälle, erfl. Arbeiterbeiträge von 705 894 M. ( Krankenversicherung) bon 117 984 M.) • 215 600 M. 68 156 603 869 " " 528 099 " • 117 984 " 500 850 " 42 921 " Sa. 2077 479 M. Dieser Betrag bedeutet 0,66 Mark pro Tonne der verwerteten daß die parteipolitischen Drahtzieher in Versuchung kommen werden, Stohlenerzeugung, er bedeutet 6,81 Prozent des Wertes der Kohlen, mit den Führern der Arbeiterpartei zu kokettieren, sobald es klar er verschlingt 25,60 Prozent des gesamten Bruttogewinnes und nicht wird, daß letztere über so wichtige Wahlkreise wie Woolwich verweniger als 49,75 Prozent des Reingewinnes!" fügen.. Werden diese Tendenzen nicht abgewehrt, so wird auch Die Rechnung ist eine recht furiose. Das ehrenwerte Blatt rechnet unser Land zu rechnen haben mit der diktatorischen Macht, die die einfach die Staats-, Bergwerks-, Kommunal-, Grund- und GebäudeVertreter der organisierten Arbeiter auf dem europäischen Kontinente, in Amerika und Auſtralien, erfolgreich zur Geltung bringen. Werden unfre Politiker ihre Principien und die Interessen der Nation für Arbeiterstimmen verkaufen, so muß die Entwicklung der Arbeiter partei unheilvoll wirken auf unfre Einrichtungen, unsren Handel, bon Abgeordnetenbaus. 45. Sigung vom Montag, den 16. März, 12 Uhr. Am Ministertische: Studt. Elementar Unterrichtswesen fortgefeßt. Die zweite Beratung des Kultusetats wird beim Kapitel Abg. Dr. Müller- Sagen( frf. Bp.): Ich möchte dem Minister meine Anerkennung aussprechen dafür, daß er die RealgymnasialKlassen für Mädchen in Schöneberg und Charlottenburg genehmigt hat. Die moderne Entwicklung der socialen und wirts schaftlichen Verhältnisse drängt auf den damit betretenen Weg, mögen wir wollen oder nicht. Im Gegensatz zum Abgeordneten Dr. Jrmer hoffe ich, daß die Mädchengymnasien eine günstige Rüdwirkung auf die Entwicklung des gesamten Mädchenschulwesens überhaupt ausüben werden. Es ist nicht die Originalitätssucht, die unfre Mädchen an die Pforten der Universität treibt. Die heutigen socialen Verhältnisse zwingen sie dazu, im Kampfe ums Dasein die Konkurrenz mit dem Manne aufzunehmen. Der Staat sollte in erhöhtem Maße die socialen Vorbedingungen schaffen, um den Mädchen die Ausübung jener Berufe zu ermöglichen, zu denen sie das Gymnasium und die Universität vorbereitet.( Beifall links.) lich]: Die wissenschaftlichen Berufe sind heute gänzlich überfüllt, während Abg. Vorsten( ft.)[ bei der Unruhe des Hauses sehr schwer verständ fast niemand mehr Handwerker werden will. Wenn ich einen Schlosser oder Schreiner suche, kann ich lange herumfragen. Ganz ähnliche Zustände werden für das weibliche Geschlecht die Mädchengymnafien zeitigen. alle gelehrten Berufe." Ich weiß gar nicht, wie das praktisch durchDer Vorredner hat nur ganz allgemein gesagt:" Man öffne ihnen geführt werden soll. Es ist auch hygienisch sehr bedenklich, die Mädchen in ihren Entwicklungsjahren 6, 8 Jahre lang auf der Schulbant figen an lajien. Kultusminister Studt: Ich habe am Sonnabend mit voller Bestimmtheit erklärt, daß die Unterrichtsverwaltung nicht daran denke, volle Mädchengymnasien zu genehmigen, also Anstalten, in denen die steuern usw. mit zu„ Beiträgen für socialpolitische Fürsorgezwede". In Wirklichkeit kommt nur der vierte, fünfte und sechste Boſten in Betracht, deren Gesamtsumme sich auf 1146 933 Mart stellt, während der Bruttogewinn in diesem Jahre 8 113 920 M.( im vorigen Jahr 9 660 270 M.) beträgt; es ist also nicht der vierte, sondern nur der siebente resp. achte Teil ihres Gewinnes, den die Gesellschaft zu unsre Industrie und unfre politische Moralität." für sogenannte socialpolitische Zwecke verausgabt. Der furchtDer Auszug ist etwas Lang, aber wir konnten einer Wiedergabe bare Drud der„ Sociallaft" hat denn auch nicht bernicht widerstehen. Seit den Tagen der„ Internationale" und der hindert, daß trotz der Kriſe für 1902 eine Dividende von Mädchen schon vom 6. Lebensjahre an die gymnasiale Laufbahn Kommune, seit dem Höhepunkte von Marrens Thätigkeit haben die 10 Proz., für 1901 von 13 Proz. und für 1900 bon 1 oz. zur einschlagen. Zu einem solchen Experiment kann die UnterrichtsTimes" nicht mehr so gesprochen wie heute. Der Instinkt dieses Berteilung gelangte- immerhin ein recht ansehnlicher Entbehrungsverwaltung ihre Hand nicht bieten. Es sind nur solche Gymnasialtapitaliſtiſchen Cerberus ist fast unfehlbar. Wir betrachten den Artikel lohn" für die armen Aktionäre. Dagegen sind die Löhne pro Schicht kurse versuchsweise genemigt, die mit dem vollendeten 12. Lebensals ein historisches Dokument. Angesichts dieser Wichtigkeit schenken um 28 Pf.(= 64 Broz.) reduziert worden. jahre beginnen. Die Unterrichtsverwaltung fonnte aber angesichts der wir den„ Times" die„ politische Moralität", die die Bom Eisenmarkt. Die rheinisch- westfälische Eisenindustrie ist von vielen wohlunterrichteten Seiten hervorgetretenen Klagen es bei ihnen vertretene Klasse durch das Auftreten einer politischen vorläufig noch ziemlich gut mit Aufträgen versorgt, wenigstens was dem bisherigen Zustande nicht mehr bewenden lassen. Es wird der Arbeiterpartei zu berlieren droht. Jede herrschende Klaffe die Roheisen und Halbzeugbranche anbetrifft; in der Fertig Erfolg des jetzt gemachten Versuches abgewartet werden müssen, der und die die der werdenden industrie ist recht wenig von einer Befferung zu verspüren. Die feineswegs den Forderungen der extremen Frauenrechtlerinnen voll hält ihre Moral für die beste neuen Welt für die verderblichste. Es würde uns vielmehr wundern, bessere Situation der erstgenannten beiden Branchen ist denn auch entspricht. Abg. Dr. Friedberg( natl.): Mit der Bulaffung zum Abiturientenwenn die„ Times" noch den Mut hätten, die unheilbare nur zu einem fehr geringen Teil durch die größere Nachfrage des Inlandsmarktes verursacht; es ist der verstärkte verstärkte Absatz Eramen ist nicht gesagt, daß den Frauen nun alle gelehrten Korruption des herrschenden Großbritanniens einzugestehen, nach dem Auslande, vornehmlich nach den Vereinigten Staaten Berufe in vollem Umfange offenstehen müssen, ja, daß sie etwa gar 8. 2. der bite, von Amerika, der beiden aufgeholfen hat. Hört dieser Abjaß das Stimmrecht bekommen. Uebrigens hat selbst der freifonservative ein Bewunderer Roseberys in seiner Broschüre For Efficiency" in nächster Zeit auf, dann ist es auch mit der relativ guten Geschäfts- Abg. b. Kardorff sich für das Stimmrecht der Frau ausgesprochen. vor wenigen Monaten gethan hat. Um einen konkreten Fall an- lage dieser Branchen wieder vorbei. Treffend schildert der fach-( Heiterkeit.) In England treten sogar die Konservativen für das zuführen: Die Regierung hatte es abgelehnt, gegen den Gründer männische Berichterstatter der„ Industrie" die Situation mit den Stimmrecht ein. Man sollte es den Frauen nicht unmöglich machen, und versuchten Worten:" Die starke Ausfuhr in Roheisen dauert fort, und so lange die Bildung zu erwerben, die ihrem Bildungsbedürfnisse entspricht. Whitaker Wright wegen Bilanzverschleierung hierin keine Aenderung eintritt, findet die rheinisch- westfälische Roh( Beifall bei den Nationalliberalen.) Betruges einzuschreiten, da wie es allgemein ist eisenerzeugung Abfaz, wenn auch im Inlande der Bedarf ab- Abg. Erust( frs. Bg.) tritt für die Zulassung der Frau zum Bruder des Connaught( der Herzog von Königs) unter medizinischen Studium ein. Wir haben in Deutschland 1 Million baran beteiligt sein soll. Der verstorbene Lord Dufferin, geschwächt bleibt und die Mengen hier allein nicht zubringen sind. Aus dem Siegerlande geht Spiegeleifen, von Frauen mehr als Männer. Diese Frauen müssen sich ihren Lebensder die höchsten Würden des Reiches bekleidete, war an diesem rheinisch- westfälischen Hochöfen Thomas- und Gießerei- Roheisen unterhalt verdienen und man sollte ihnen nicht die meisten Berufe Schwindel beteiligt. Die Betrogenen setzten es jedoch diese Woche in großen Posten nach Amerika. Es liegt nahe, daß daher der verschließen. Ich sehe gar nicht ein, weshalb wir steuerzahlenden durch, daß gegen Wright eingeschritten wird, der mittlerweile amerikanische Markt stets mit großer Aufmerksamkeit und Spannung Frauen das Stimmrecht vorenthalten. Gleiche Pflichten, gleiche das Weite gesucht hat. Wäre es unsre Aufgabe, die Korruption der verfolgt wird und wenn man in den Kreisen der Roheisenleute wie Siechte.( Sehr richtig! links.) Abg. Schmitz- Düsseldorf( C.): Wir stehen auf dem Boden der herrschenden Klasse Englands an einzelnen Fällen nachzuweisen, die auch der Halbzeugwerke nach den Aussichten für die Zukunft fragt, Gerichtsverhandlungen würden uns Woche um Woche genügendes so erhält man häufig die Antwort: Es kommt darauf an, wie die gehobenen Mädchenschule, die wir aber nicht als die Vorbereitung Dinge in Amerita sich gestalten werden". Wie lange wird dieser zum Universitätsstudium betrachten. Material dazu liefern. gewaltige Bedarf noch anhalten? Die Anzeichen deuten noch nicht Abg. Dr. Jrmer( f.): Herr Friedberg nannte meine Ausführungen Eine ganz andre Politik verfolgen die Liberalen gegenüber auf einen so baldigen Umschlag hin, aber die geschäftlichen ungeheuerliche Uebertreibungen. Im Jahre 1898 hat der Minister der entstehenden Arbeiterpartei. Seitdem der Liberalismus aufgehört Wandlungen und Konjunkturen find unberechenbar. Unerwartet und Boffe aber sich in gleichem Sinne wie ich ausgesprochen. Wir wollen hat, eine lebendige Kraft im Staatsleben zu sein, haben es sich seine über- oft ohne erklärliche Ursache tritt eine Stauung ein, die hochgespannte alles daran sehen, um dem Manne seine Stellung in der heutigen lebenden Anhänger zur Aufgabe gemacht, das politische Erwachen der Stimmung schlägt in Angst und Besorgnis um, und die krisis ist da. Gesellschaft zu erhalten.( Sehr richtig! rechts.) Der Minister erklärte, wie der Herzog Arnold Schriftsteller Abg. Dr. Arendt( ft.) fordert eine gesetzliche Regelung des höheren Töchterschulwesens. Dadurch würden auch die Lehrerinnen fichergestellt. Hierauf wird ein Schlußantrag angenommen. Weiterberatung des Kultusetats 71 Uhr abends. Schluß 4 Uhr. * bie Errichtung der Gymnafien sei nur ein Versuch. Ja, was heißt denn das?| allen Mitteln von seiten der Firma versucht, die Accordarbeit einzu-| Klärten sich sämtliche Redner mit den Ausführungen des Referenten Bei der Prüfung wird sich herausstellen, daß die Mädchen die nötigen Kennt führen. Gesperrt find folgende Bauten: Bau Zietz, Preußische- durchaus einverstanden. Der Geist der Versammlung ließ keinen nisse haben und die Schule wird dauernd eingerichtet. Dann kann der Straße 72; Bau Klingenberg, Kantstr. 90; Bau Schreppler, Leibniz- Zweifel darüber aufkommen, daß die Klempner in diesem Jahre Minister andren Städten die Genehmigung zur Errichtung von straße 55; Neubau des Kultusministeriums, Wilhelm- und Behren einen Abwehrstreit mit derselben Energie durchführen werden wie Mädchengymnaften nicht verweigern, und wir befinden uns bereits straßen- Ecke. Zuzug ist unbedingt fernzuhalten. im Vorjahre den Angriffsstreit. Folgende Resolution gelangte zur auf der schiefen Ebene. Wie die Agitation für die FrauenVerein der Kleber Berlins und Umgegend. einstimmigen Annahme: bewegung betrieben wird, ersehen Sie 11. a. aus dem Achtung, Töpfer! In der Sonntag- Nummer des Vorwärts"" Die Versammlung protestiert auf das entschiedenste gegen den Roman Das grüne Huhn von dem jetzigen Bürgermeister haben die Lokalisten es durch einen Bericht des Gewerkschafts- Kartells Versuch der Arbeitgeber, die im Vertrage vom Herbst 1902 unter in Berlin, Reice. Dieser Roman spielt in einem Milieu und einem Eingesandt unter„ Gewerkschaftliches" noch einmal unter- Bunft 7 Abfah 2 getroffenen Abmachungen zu umgehen. Die Drstudierender Frauen. Die einzige Frau, die noch am Alten festhält, nommen, den Central- Verband der Töpfer resp. Mitglieder desselben ganisation und die von den Klempnern gewählte Tariffommission wird als eine überaus bornierte Persönlichkeit hingestellt.( Lachen der Deffentlichkeit gegenüber als Leute zu bezeichnen, die, um die werden beauftragt, sofort die nötigen Schritte zu thun, um zu vers rechts.( Sehr gut! links.) Lokalisten aus der Arbeit zu drängen, sich billiger als der Tarif hindern, daß der durch Unterschrift anerkannte Vertrag umgangen Minister Studt erklärt, die Neußerung des früheren Kultus- zulasse, bei den Arbeitgebern anbieten. Als Beweis hierfür wird ein oder durchbrochen wird. Es soll in den nächsten Tagen eine neue ministers Bosse habe sich nur auf einen Einzelfall, die Errichtung Ausspruch eines Arbeitgebers resp. dessen Geschäftsführers" an- Versammlung einberufen und dort seitens der Tariffommission geeines städtischen Mädchengymnasiums, bezogen. geführt. Wir widerholen darauf nochmals: So wenig unire Kollegen eignete Vorschläge gemacht werden." wie die Tarif Kommission haben früher mit dem Arbeitgeber Karmann über Preise von Oefen gesprochen, ehe von dieſem nicht die Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter hielt am Sonntag eine Die Tarifverhandlungen der Bauarbeiter. Der Verband der Erklärung abgegeben war, daß die bisher als Arbeitswillige bei ihm fombinierte Mitgliederversammlung im Gewerkschaftshause ab, in thätigen Ofenießer, die sich nun leider aus den Reihen der Lokalisten der Georg Heinemann über die weiteren Verhandlungen mit den zusammensetzten, entlassen und nur noch solche durch den ArbeitsNachweis eingestellt werden. Mithin sind die in dem VersammlungsArbeitgebern berichtete. Die Arbeitgeber haben jeßt, nachdem die bericht des Gewerkschafts- Kartells enthaltenen Ausführungen des Verträge mit den Maurern und Zimmerern abgeschlossen sind, kein Vertreters der lokalistischen Töpfer:" Erst als sich die Ver- besonders starkes Interesse an einem Bertrag mit den Bauarbeitern bandskollegen zu niedrigeren Preisen anboten, gezeigt. Die Berhandlungen haben auch noch zu keiner Einigung feien diefe unerquidlichen Differenzen zum geführt. Die Lohnkommission hat nun einen Tarifentwurf ausAusdruck gelangt", eine unwahrheit zu dem Ein- gearbeitet, der wohl die Zustimmung der Arbeitgeber finden tann. gefandt unter„ Gewerkschaftliches" bemerken wir, daß es uns voll- In diesem Entwurf, den der Redner der Versammlung zur Annahme ständig gleichgültig ist, ob die Lokalisten die Kommission, die nicht empfahl, ist der Stundenlohn für gewöhnliche Bauarbeiter auf 45 Pf. allein durch Mitglieder des Verbandes, wie man der Oeffentlichkeit festgesetzt; für ungeübte, im Baufache noch nicht thätig gewesene Argegenüber glauben zu machen sucht, sondern aus Arbeitgebern und beiter, die nur für Ausschachtarbeiten in Betracht kommen, auf Arbeitnehmern( Vorstand der Innung und Gesellen- Ausschuß) 42 Pf., für Kalfschläger, Wasserträger und beim Rüsten sowie zusammengesezt ist, die aber von feiner Seite, weder von unsren an Hebevorrichtungen beschäftigte Arbeiter auf 50 Pf. und für solche Kollegen noch von Herrn Karmann, zur Schlichtung etwaiger Arbeiter, die ausschließlich Steine und Kalt tragen, auf 65 Pf. Im Differenzen angerufen ist, anerkennen; daß dieselbe aber schon Accordtarif ist der Grundpreis für das Tragen von 1000 Steinen jemals nach dem Wortlaut des Eingesandt Breise festgesetzt hat, und dem dazu gehörenden Mörtel bis zu einer Maueriverkshöhe von die gegen den Lohntarif verstoßen," ist ebenfalls eine unwahre Be 0,55 m auf 2,50 m festgesetzt. Bei weiterer Erhöhung des Mauerwerks hauptung, für die ein Beweis nie wird erbracht werden können. sowie bei einer mehr als 20 Meter betragenden Entfernung des Deshalb sehen wir von einer weiteren Auseinandersetzung in der Lagerplatzes sind verschiedene Preiserhöhungen vorgesehen; ebenso würde, mit ihnen hierüber weiter zu diskutieren. Arbeiterpresse mit den Lokalisten ab. Wir halten es unter unsrer bei mehr als 6. Pfund schweren Steinen. Der Referent mies nachdrücklich darauf hin, daß es von großem Vorteil für die BauWürde, mit ihnen hierüber weiter zu diskutieren. arbeiter sei, feste Abmachungen bezüglich der Arbeitsbedingungen zu Neigung gezeigt, einer Regelung, wie fie die Organisation fordert, treffen. Hinsichtlich der Puzzerträger haben die Arbeitgeber keine zuzustimmen, haben jedoch das Zugeständnis gemacht, daß die Baus arbeiter das Recht haben, die Puberträger bei einem Vorgehen zur Durchführung ihrer Forderungen zu unterstüßen. In der Disfuffion sprachen sich fast sämtliche Redner für Abschluß des Vertrages aus. Eine Resolution tourde gegen 4 Stimmen angenommen, die besagt:„ Die Versammlung ist im Princip für Abschluß des Vertrages. Sie spricht die Erwartung aus, daß die Arbeitgeber dem nunmehr vorliegenden Tarifentwurf ihre Zustimmung erteilen werden und erklärt, unter die jetzt gemachten Vorschläge nicht heruntergehen zu können, verpflichtet aber ihre Vertreter, falls seitens der Arbeitgeber eine zustimmende Erklärung erfolgt, den Abschluß Hinsichtlich der Puberträger des Vertrags zu bewerkstelligen. faßte die Versammlung einstimmig folgenden Beschluß:" Die Bauarbeiter verpflichten sich, sobald sie bei Buzern beschäftigt werden, nur auf Grund der gestellten Forderungen zu arbeiten. Diejenigen Bauarbeiter, die regelmäßig bei Buzern beschäftigt sind, verpflichten sich ihrerseits, gestützt auf die Solidarität sämtlicher Kollegen, ge= meinsam mit den organisierten Puzern mit allen Machtmitteln der Organisation ihre Forderungen auf der ganzen Linie zur Durchs führung zu bringen. Die Forderungen der Puberträger sind: 1. neunstündige Arbeitszeit; 2. ein Tagelohn von 7,50 M., der unabhängig von dem Arbeitsverhältnis der Puzer von den Arbeitgebern zu zahlen ist." In der Abendfizung wurde die Beratung des Kultusbudgets fortgesetzt. Für die Weltausstellung von St. Louis werden als erste Rate 120 000 m. verlangt. Der nationalliberale Abgeordnete Krawinkel wendet sich gegen die Bewilligung dieser Forderung. Angesichts der andauernden Chikanen, die uns Amerita auf zollpolitischem Gebiete anthue, bestände nicht die geringste Veranlassung, diese Forderung zu bewilligen. Man könne es doch nicht machen wie ein jüdischer Schnorrer, der sich vorn hinaus schmeißen läßt und hinten wieder herein kommt. Kultusminister Studt betont, Deutschland und sein größter Staat Preußen wolle in St. Louis gemeinsam mit den andren Kulturnationen ein Bild der Entwicklung seines Unterrichts geben. Der Gesichtspunkt der Zollplackereien komme dabei gar nicht in Betracht. Die Forderung wird gegen die Stimmen einzelner Nationalliberalen bewilligt. Beim Kapitel„ Kunst und Wissenschaft" kommt es noch zu einer längeren Debatte, in der Abg. Schmiş Düsseldorf( C.) wünscht, daß die Pflege der Kunst auch in den Provinzstädten gefördert werde. Bisher fei lediglich Berlin mit Kunstwerken vom Staate bedacht worden. Die Budgetkommission sollte die reiche Stadt Berlin für Zuschüsse zu derartigen Forderungen heranziehen. Ab- fabrit von Geißler, Langhanssir. 100, beschäftigten Tischler, In Weißensee legten am Montag sämtliche in der Möbelgeordneter Streitling( fri. Vp.) wendet sich gegen das ganz un Möbelpolierer und Maschinenarbeiter wegen Lohndifferenzen die berechtigte verlangen, daß Berlin dafür büßen soll, daß es Reichs- Arbeit nieder. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, den Zuzug nach hauptstadt ist, zumal es ja gar nicht einmal darüber zu bestimmen diesem Betriebe fernzuhalten. hat, welche Denkmäler in Berlin aufgestellt werden sollen. Er er innere nur an den Märchenbrunnen. Die Weiterberatung wird auf Dienstag 11 Uhr vertagt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Streit der Militärschneider. J. A.: Albert Neumann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Weißensee. Deutsches Reich. BULL Bum Streit der Holzarbeiter bei der Firma G. W underlich, Lurusmöbelfabrik in Lübbenau, wird geschrieben: Zwei Mitglieder des Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereins sind als Arbeitswillige stehen geblieben. Von den Streifenden ist noch feiner abgefallen; die Firma hat auch bei der Arbeitsstätte in Cottbus Arbeiter bestellt. Die Arbeitsstätte hat auch zwei Mann geschickt, doch ist einer davon berits wieder abgereift, nachdem ihm gejagt wurde, daß hier gestreift wird. Der Streik dauert unverändert fort. Zuzug ist fernzuhalten. Anfragen sind zu richten an Rich. Joachim, Lübbenau, Bergstr. 198. Husland. Verfammlungen. " aussetzungen. Gegenüber diesem Reſultat hält es die Orts- beigeber. Cohen führte in feinem Referat aus: Bei Beendigung Letzte Nachrichten und Depefchen. " Unglaublich. Emmels Mandat endgültig kaffiert. Frankfurt a. M., 16. März.( B. H.) Wie der Franff. 8tg." aus Straßburg berichtet wird, verwarf der kaiserliche Rat den Rekurs, welchen das socialdemokratische Ausschußmitglied Emmel gegen die feitens des Colmarer Bezirksgerichts verfügte ungültigkeitserklärung feines Landesausschuß- Mandats eingelegt hatte. Der Entscheid ver langt sofort Rechtskraft. Das Mandat Emmels, das einzige focialdemokratische des Landesausschusses, ist damit definitiv kassiert. Weberausstand. Die Militärschneider Berlins hatten fich am Sonntag äußerst zahlreich im großen Saal der Arminhallen versammelt, um zur Tariffrage weitere Stellung zu nehmen. Ritter berichtete über das Ergebnis der Zusendung der Tarifvorlage an die Unternehmer. Von 36 Unternehmern, die den Tarif erhielten, haben es 29 nicht der Mühe wert gehalten, irgend eine Mitteilung an die Organisation ergehen zu lassen. Von den wenigen Unternehmern, die antworteten, Eine größere Streitbewegung macht sich im Buchdruckercigewerbe haben dem Tarif als solchen nur zwei zugestimmt, und zwar der vieler französischer Städte, wie Chlichy, Nantes 2c. geltend. eine nur unter der Bedingung, daß sämtliche Berliner Uniformgeschäfte ihn bewilligen, während der andre für die Militärbranche wenig in Frage kommt. Die übrigen Zuschriften waren mehr infor> matorischer Art oder sicherten nur Verhandlungen über Erhöhung Die Banklempner nahmen am Sonntag in einer gut besuchten einzelner Lohnpofitionen zu, und dies auch nur unter gewissen Vor- Versammlung Stellung zu dem versuchten Vertragsbruch ihrer Arverwaltung und die zuständige Kommission für die Militärbranche des vorjährigen Klempnerstreits ist zwischen den Unternehmern und für notwendig, daß die seit 2 Jahren formulierten Forderungen jeßt Arbeitern ein Vertrag geschlossen worden, laut dessen der Minimalendlich mit Energie durchgefochten werden, d. h. durch den Streif. Lohn bis zum 1. April 1903 55 Pf. pro Stunde beträgt; ferner macher Louis Joseph von hier, welcher in seinem Schaufenster Thorn, 16. März.( Privat- Depesche des Vorwärts".) Der Uhr Redner hob hervor, daß der zukünftige Tarif der Militärschneider durfte zu Accordarbeiten niemand gezwungen werden. Schon Berlins den Pol bilden solle, an den sich die Löhne der Militärs während des Streifs betrug die urs- üngliche Forderung der Gesellen Schmud fachen mit der polnischen Inschrift:„ Gott er schneider andrer Plätze Deutschlands angliedern werden. Men nehme 60 Pf. Stundenlohn, jedoch mit Rücksicht auf die Kalkulationen der löse Bolen" sowie Anhängsel au uhrtetten mit polnischen sich den Buchdruckertarif zum Vorbilde. Die Kollegen in den Orten Meister waren die Arbeiter foulant genug, sich vorläufig mit 55 Pf. Adlern und andren polnischen Emblemen ausgestellt hatte, wurde Deutschlands, wo Militärarbeit gemacht wird, seien schon jetzt von zu begnügen. Schon die kurze Dauer des Vertrags kennzeichnete vom Schöffengericht dieserhalb wegen groben Unfugs zu der Situation in Berlin unterrichtet. Eine Schädigung der Bewegung letteren lediglich als ein Provisorium, welches durch gegenseitige 20 M. Geldstrafe bezw. fünf Tagen Gefängnis verurteilt; auch auf sei von der Seite nicht zu erwarten. Die Mahnung des Redners, friedliche Vereinbarungen später feste Formen annehmen sollte. Einziehung und Vernichtung der betreffenden Schmucksachen wurde zu zeigen, wie ernst man es mit den Forderungen meine, fand 3u diesem Zweck war dem Vertrage folgender Passus angehängt: erkannt. stürmischen Beifall. In der folgenden Debatte tam die Kampfes Es wird eine aus Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu gleichen stimmung der Versammelten lebhaft zum Ausdruck. Es wurde scharf Teilen zusammengesetzte Kommission gebildet, die einen für beide gerügt, daß die meisten Arbeitgeber die Einreichung des Tarifs über- Teile bindenden Tarif auszuarbeiten hat, der spätestens am 1. April haupt nicht beantwortet haben. 1903 in Kraft tritt." Die Arbeitgeber schienen von dieser Bestim In einer einstimmig angenommenen Resolution erklärte die Ver- mung anfangs ganz entzückt zu sein; sie versicherten mehrfach, so fammlung, daß es den Militärschneidern nach wie vor ernst sei mit schnell arbeiten zu wollen, daß der neue Tarif schon zum 1. Januar der Schaffung einheitlicher Lohnfäße in ihrer Branche. Demgemäß 1903 in Straft treten könne. Merkwürdigerweise aber ließen sie beschloß die Bersammlung, daß in allen Geschäften der Berliner bis in die letzte Zeit hinein überhaupt nichts von sich hören. Zwar Uniformschneiderei vom Montag, den 16. März, ab die Arbeit zu waren die beiderseitigen Mitglieder der Tariffommission gewählt ruhen hat. Besonders betont wurde noch in der Resolution, daß die worden, doch eine gemeinschaftliche Tagung und Beratung hat bis Versammelten unter Wahrung der prinzipiellen Forderung der Ein- jetzt nicht stattgefunden. Schuld hieran waren lediglich die Unterheitlichkeit nicht abgeneigt find, in Unterhandlungen mit den Unternehmer bezw. deren Innungsvorstand. Als nämlich die Komnehmern einzutreten, die von den zuständigen Instanzen der Organi- missionsmitglieder der Arbeiter anfragten, wann denn nun endlich Aachen, 16. März.( B. H.) Die Weber der Lohnweberei fation zu führen seien. die gemeinsamen Beratungen beginnen sollten, erhielten sie bom Echlem u. Groß sind wegen Lohndifferenzen in den Ausstand geAm Dienstagvormittag 10 Uhr findet eine Versammlung der Obermeister die Antwort, eine selbständige Kommission der Arbeiter treten. Streifenden in den Arminhallen statt. könne die Innung ihren Satzungen entsprechend nicht aners tennen, vielmehr wolle die Kommission der Meister nur mit Zum Streit in der Holzbearbeitungs- Branche. Folgende Firmen dem Gesellenausschuß verhandeln. Dies war eine offenbare Um- Hanau, 16. März.( B. H.) In das hiesige Untersuchungszahlen bereits die von den Arbeitern geforderten Löhne: Schulz, gehung und Durchbrechung der vorjährigen, unterschriftlich be- gefängnis wurde der in Dresden wegen Sittlichkeitsverbrechen zu Belle- Allianceftr. 84, Blume u. Stolzenburg, Hagelsberger- glaubigten Abmachungen. Der Hauptzweck dieser kleinlichen zwei Jahren Gefängnis verurteilte Kaplan Snipp eingeliefert, straße 52, Jahnde u. Sohn, Charlottenburg, Gutenbergstr. 5, Machination besteht dem Eingeständnis der Arbeitgeber- Zeitung welcher verdächtig erscheint, auch in hiesiger Gegend derartige VerKönig, Weißensee, Generalstr. 93, arms, Anklamerstr. 38, zufolge darin, die Organisation des Metallarbeiter gehen begangen zu haben. Jädel, Landsberger Allee 37, Röhrborn, Frankfurter Allee 47, Verbandes Verhandlungen ausz 11Erbach, Weidenweg 64, Klemena, Rigdorf, Knesebecstr. 50, id) a Iten. Selbstverständlich erklärte der Gesellenausschß dem Wettrennen auf dem Gebiete der Marine. Dahinter, Blumenstr. 32, Nielsch u. Sohn, Krautstr. 4, Jnnungsvorstande kurz und bündig, daß er sich in keine BerhandLondon, 16. März.( W. T. B.) Unterhaus. Der FinanzMühmel u. Sohn, Stöpniderstr. 169, Seidemann, Laufiger- lungen einlaffen könne, weil dazu die von der Organisation gewählte sekretär der Admiralität Arnold Forster begründet die MarineBlas 16, Klapproth u. Hoppe, Admiralstr. 18, Juris u. Kommission bestimmt sei. Es ist nun ein offenes, Geheimnis, daß voranschläge. Er sagt, als Staatsbürger bedauere er es, daß die Lobedan, Dieffenbachstr. 36. Der Vorstand. der Hauptschieber und Dränger bei diesen innungsmeisterlichen Das Streitbureau erteilt jede Auskunft. Es befindet sich Kleine Tifteleien der Generalsekretär Nasse von der Abteilung II des große und bittere Ribalität unter den Nationen andauern Andreasstr. 15. Telephon Amt 7a Nr. 8084. Kühnemänner- Verbandes ist. Die Klempner- Innung gehört als folle, welche diese gewaltigen unproduktiven Ausgaben Fachverein der Tischler. Wir machen allen Kollegen, die im bas laut Erlaß des Handelsministers abfolut unzulässig ist. Da Anschläge, die unter den bestehenden Verhältnissen notwendig solche nämlich diesem berüchtigten Arbeitgeber- Verbande an, obwohl nötig mache. Die Admiralität feze feinen Stolz in die Höhe der Fachberein der Tischler Berlins und Umgegend organisiert sind, zur nun die Sabungen" des Kühnemänner- Verbandes bekanntlich unter wären. Vier Schlachtschiffe feien in den Flottenverband aufBflicht, daß jeder einzelne die Maschinenarbeit, die er vor dem Androhung hoher Konventionalstrafen Verhandlungen mit Arbeiter genommen worden, die schneller feien als irgend ein zur Zeit auf Streit der Maschinenarbeiter von seinem Arbeitgeber geliefert be organisationen nicht gestatten, so hat die Innung teils aus Herren- dem Wasser befindliches Schiff. Nach dem neuen Bauprogramm tam, auch jetzt während des Streifs der Maschinenarbeiter pünktlich dünfel, teils aus Furcht vor der Stonventionalstrafe jene Sabungen follten drei neue Schlachtschiffe gebaut werden, welche ähnlichen von seinem Arbeitgeber verlangt, und nicht z. B. Hobeln und jetzt auch zu den ihrigen gemacht, denn es eritiert feine gesetzliche Schneiden jetzt felber macht. Ferner machen wir alle Kollegen Vorschrift, die den Jurangen die Verhandlungen mit Arbeiter- Or- Schiffen fremder Marinen in jeder Weise überlegen feien. darauf aufmerksam, daß sie sich von ihren Arbeitgebern nicht ganisation verbietet. Letzteres geht auch schon aus dem Um Noch viel mächtigere Geschütze als bisher sollten in jedem Schiffe dazu drängen lassen, die angefangene Accordarbeit zu verlassen stande hervor, daß sich die Innung bei dem vorjährigen Streit sehr aufgestellt werden. oder das Arbeitsverhältnis vor Fertigstellung des Accords zu lösen, bald zu Unterhandlungen mit den„ Heßern und wüsten Agitatoren" " bei den Kaplan Knipp. D indem ihnen, wie von verschiedenen Arbeitgebern versucht wird, die des Metallarbeiter- Verbandes bequemen mußte; ja der Vertrag London, 16. März.( W. T. B.) Der Kapitän, der Steuermann bisher geleistete Arbeit abgeschätzt werden soll, um so eine Ent- selbst trägt die eigenhändige Unterschrift des ersten Bevollmächtigten und vier Matrofen der deutschen Schoonerbrigg" Larmow", die von Tassung des Kollegen ausführen zu tönnen. Um den streikenden der Metallarbeiter und des Obermeisters, überdies haben 98 Firmen Hamburg nach Kingslyen mit Delfuchen unterwegs war, find Maschinenarbeitern zum Sieg zu verhelfen, haben alle Kollegen die den Vertrag unterschriftlich anerkannt. Die Wandlung der leitenden durch einen Schlepper hente in Boston gelandet worden. Das Pflicht, ihre Arbeitspläge nicht zu verlassen, sondern überall die Innungspersonen ist also unbedingt auf Scharfmachereien der Kühne- Schiff ist auf den Sandbänken in den Boston Tiefen ge Fertigstellung des Accords zu verlangen, eventuell für die Zeit, männer 3rückzuführen, auch mag der Vorstand der Hamburger strandet. Die gesamte Besatzung ist von dem Schlepper gerettet; wo der Kollege ohne sein Verschulden an der Arbeit verhindert wird, lempner Jnnung, der fürzlich mit dem hiesigen Innungsvorstande bie Brigg selbst ist vollständig zertrümmert. Von der Ladung den Arbeitgeber ersatzpflichtig zu machen, denn nach der Schreibweise fonferier te, sein gutes Teil zu dem Vertragsbruch mit beigetragen wurden ungefähr 60 Tonnen geborgen. der Fachzeitung, des Organs der gesamten Arbeitgeber der Holz- haben. Interessant ist ferner, daß die Innung den Bauklempnern Frankfurt a. D., 16. März. Wie die Frankfurter Oberindustrie, soll darauf hingewirkt werden, sämtliche Tischler und ver- jest au einen regelrechten Accordtarif aufzuzwingen gedenkt. Die zeitung" meldet, fielen gestern Mittag die Gebrüder Struschte aus wandten Berufsgenossen auszusperren. Ale Differenzen, die sich in Berhäl misse liegen demnach gegenwärtig so: Die Arbeiter werden Balz( Kreis Landsberg) in trunkenem Zustande auf der Chauffee den einzelnen Betrieben aus dem Streit der Maschinenarbeiter er in Rahe abwarten, ob die Innung sich zu den vertraglich angeord von Döllens- Radung nach Dühringshof den Wagen eines Fleischers geben, sind in unserm Bureau, Holzmarktstr. 34( im Laden) täglich neten Unterhandlungen bequemen wird oder nicht. Ift bis zum meisters aus Spiegel an. Als die beiden auf dem Wagen fizenden abends von 8-10 Uhr zu melden. 31. März abends ein Tarif nicht zu stande gekommen, so wird am Gesellen die Angreifer abzuwehren versuchten, wurde der eine Der Vorstand des Fachvereins der Tischler. 1. Aprur die Arbeit auf der ganzen Linie eingestellt. Berhandlungen le ischergeselle von diesen durch Revolverschüsse getötet und Achtung, Kleber! Bei der Firma„ Tapeziermaschine Hönemann", über einen Accordtarif sind von vornherein ausgeschlossen. Ob es die Leiche durch viele Dolchstiche verstümmelt; der zweite SchlächterGesellschaft m. b. H., Ludwigskirchstr. 6, haben sämtliche dort be- die Meister auf einen derartig von ihnen probocierten Streit an- geselle wurde ebenfalls durch Revolverschüsse schwer verletzt. Die schäftigte Kollegen einmütig die Arbeit niedergelegt. Es wird mit tommen kassen, ist ihre Sache. In der lebhaften Diskussion er- beiden Thäter wurden verhaftet. Verantwortl. Nedakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. wwwww Nr. 64. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 17. März 1903. 285. Sigung. Montag, den 16. März 1903, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky. Zunächst wird in erster und zweiter Beratung der am 11. Nobember 1902 zwischen dem Reiche und Luremburg vollzogene Vertrag über den Betrieb der Wilhelm- Luremburg- Eisenbahn durch die ReichsEisenbahnverwaltung genehmigt. Es folgt die erste eventuell zweite Beratung einer Novelle zur Seemanns- Ordnung. Danach soll Ziffer 2 den§ 52, der von den Fällen handelt, in denen ein Schiff mehr als zwei Jahre auswärts verteilt, gemäß den Beschlüssen des Reichstags bei der letzten Beratung der Seemannsordnung folgende Fassung enthalten: Der Leichtmatrose erhält mit Beginn des dritten( statt: ztveiten) Jahres die in der Musterrolle bestimmte Heuer der Vollmatrosen und mit Beginn des vierten Jahres ein Fünftel derselben mehr an Heuer. = Heuerverträgen, die bis über den 1. April 1903 hinaus gelten, Nach weiteren kurzen Bemerkungen der Abgg. Thiele( Soc.) Bestimmungen enthalten sind, die den Vorschriften der Seemanns- und Lenzmann( frs. Vp.) beschließt das Haus gemäß dem AnOrdnung widersprechen, vom 1. April 1903 ab ohne weiteres die trage Bassermann. Bestimmungen der Seemanns- Ordnung dafür eintreten. Petitionen betreffend reichsgesetzliche Regelung des Jrren war doch jedenfalls die Absicht des Gesetzgeber, daß die wesens und Aenderung des Entmündigungsverfahrens und beWohlthaten der Seemanns- Ordnung vom 1. April ab allen treffend Aenderung des Strafgesezbuches hinsichtlich der BeSeeleuten zu teil werden sollen, ohne Rücksicht darauf, wann die Stimmungen über den Zweikampf werden als Material überteil Heuerberträge ausgefertigt sind. Abg. Lenzmann( frs. Vp.): Ich bin materiell mit diesem Antrag durchaus einverstanden, halte ihn aber für über flüssig, da er nur die flare Absicht des Gesetzgebers ausspricht. Abg. Dr. Semler( natl.) erklärt sich mit der Argumentation des Abg. Dr. Herzfeld in keiner Weise einverstanden. Der Antrag Dr. Herzfeld wird abgelehnt und die Novelle ohne weitere Debatte in zweiter Lesung nach der Regierungsvorlage angenommen. Es folgen Petitionen = M Petitionen wegen Erlasses eines Gesetzes über den Verkehr mit Geheimmitteln und eines Gesetzes über die eingetragenen Berufsvereine werden zur Berücksichtigung überwiesen, desgleichen Betitionen wegen des Erlaffes eines ReichsStrafvollzugs- Gesezes bei Preßbergehen. Eine Petition des Zinngießermeister- Vereins zu Nürnberg um Abänderung des Gesetzes über den Verkehr mit blei und zinthaltigen Gegenständen wird als Material überwiesen, desgleichen Betitionen über das Urheberrecht an Werken der Photographie. Eine Petition betr. Abänderung der Gewerbe Ordnung( Schanktonzession, Aufhebung der Bedürfnisfrage beim Eine Petition des Rittergutsbesizers Pieper in Smasin und Gastwirtschaftsbetrieb und dem Kleinhandel mit Branntwein) wird Genossen um Einführung der Strafe der körperlichen als Material überwiesen. Büchtigung wird für erledigt erklärt durch die früheren Abg. Moltenbuhr( Soc.): Es handelt sich hier ja nur um einen Eine Petition betr. die Haftung der Straßenbahnen Beschlüsse des Reichstages über denselben Gegenstand, ebenso eine Druckfehler, aber es ist sehr charakteristisch, daß man sich so für Sachbeschädigungen beantragt die Kommission zur Petition betreffend die Verstaatlichung des Arbeitsbeeilt, diesen Druckfehler zu beseitigen, der, wenn er stehen Erwägung zu überweisen. nachweises und der Arbeitslosen Unterstützung. bleiben würde, für die Reeder nur eine ganz minimale Mehr- Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. p.): Es liegt hier in der Petitionen des ausgabe bedeuten würde. Der Druckfehlerteufel ist hier sogar That eine Lücke in der Reichsgesetzgebung vor. Diese ganze Materie bandes und der christlichen Gewerkschaften in Eupen vernünftiger gewesen als die Seemanns Ordnung( Heiterkeit), müßte reichsgesetzlich in der Form eines Specialgefeges geregelt beantragt die Kommission zur Berücksichtigung zu empfehlen, fofern indem er eingesehen hat, daß der Uebergang vom Leicht werden, vielleicht in Zusammenhang mit dem Automobilwesen. in ihnen verlangt wird die Ausdehnung der Mittagspause auf matrosen zum Bollmatrosen möglichst kurz sein muß. Wenn man Abg. Ledebour( Soc.) schließt sich dieser Ansicht an. Eine reich 3- 1 Stunden, das Verbot des Aufenthaltes in den Betriebsräumen aber schon so große Eile hat, eine solche Bestimmung zu ändern, gesetzliche Regelung dieser Angelegenheit ist schon deswegen er der Fabrik während der Mittagspause, die obligatorische Einführung dann sollte man auch da mit Aenderungen vorgehen, wo Unklarheiten wünscht, weil einige Straßenbahnen, wie die in Hamburg und der Arbeiterausschüsse, die obligatorische Einführung von Arbeiterund Bestimmungen zum Nachteil der Arbeiter in der Seemanns- Frankfurt a. M., mehrere Staatsgebiete berühren. Eine Erledigung fammern, dagegen zur Erwägung, sofern in ihnen verlangt wird Ordnung enthalten sind. Es ist ja schon von der Bestimmung über auf dem Vereinbarungswege zwischen den Einzelregierungen, wie sie die Einführung des zehnstündigen Magimaldie Dauer des Krankengeldes bei der Etatsberatung die Rede ge- beabsichtigt zu sein scheint, würde spätere Verbesserungen der ge- arbeitstages in der Tertilindustrie ausschließlich der Baufen, wesen. Ich werde mir erlauben, ein paar derartige Anträge bei troffenen Bestimmungen sehr erschweren. sowie das gänzliche Verbot der Nachtarbeit zwischen abends 8 Uhr der zweiten Lesung einzubringen, beantrage aber vorläufig die Das Haus überiveist die Petition entsprechend einem Antrag und morgens 6 Uhr. Novelle der Kommission, welche das Krankengesetz berät, zu über- Meister( Soc.) dem Reichskanzler zur Berücksichtigung. Abg. Dasbach( C.) beantragt, die Betitionen in ihrem vollen Umweisen. Petitionen betr. die Haftung der Besizer von Kraftfange zur Berücksichtigung zu überweisen. Abg. Kirsch( C.): Der Herr Vorredner will doch wohl nicht diese wa gen für Sachbeschädigungen beantragt die Kommission Abg. Thiele( Soc.): Ich habe in der Kommission denselben Aneine Bestimmung, die auf einem Druckfehler beruht, der Kranken- dem Reichskanzler als Material zu überweisen. Auch hier trag gestellt und werde jezt für den Antrag Dasbach stimmen. gesetz- Kommission überweisen, sondern seine Anträge, die er noch liegt ein Antrag Meister( Soc.) vor, die Petitionen dem Reichs- Abg. Franken( natl.) bittet um Ablehnung des Antrages Dasbach, stellen will. Ich werde jedenfalls beantragen, diese Sache fanzler zur Berücksichtigung zu überweisen. dessen Durchführung die Konkurrenzfähigkeit der Textilindustrie beeinnicht erst einer Kommission zu überweisen, sondern Nachdem die Abgg. Dr. Müller- Meiningen( frf. Vp.) und Ledebour trächtigen würde. gleich in zweiter Lesung zu erledigen. Daß( Soc.) fich für diesen Antrag ausgesprochen haben, beschließt das Abg. Ledebour( Soc.): Wenn dieser Einwand stichhalig wäre, die jetzige auf einem Versehen beruhende Fassung einen Vor- Haus gemäß dem Antrage Meister. so müßte die englische Textilindustrie vollständig in Grund und teil für die Reeder bedeutet, ist nicht richtig, die Fassung ist aber Weitere Petitionen betreffend Erweiterung der gesetzlichen Boden ruiniert sein. jest so unklar und widerspruchsvoll, daß gar nicht abzusehen ist, Schutzbestimmungen für Arbeiterinnen beantragt die Der Antrag Dasbach wird angenommen gegen die wie die Gerichte eventuell entscheiden würden. Es heißt ausdrücklich Kommission dem Reichskanzler als Material zu über Stimmen der Nationalliberalen und Konservativen. im Eingang des Paragraphen, daß das Schiff bereits zwei Jahre weisen, resp. bezüglich des Punktes: Gewährung des Eine Petition des Postschaffners Otto Pfeifer in Hamburg betr. unterwegs gewesen sein muß, ehe die Erhöhung der Heuer eintritt. aktiven und passiven Wahlrechtes zu den Gewerbe- Wiedereinstellung in den Reichspost dienst beantragt Staatssekretär Graf Posadowsky: Daß es sich um einen Druck- gerichten durch Uebergang zur Tagesordnung zu er die Kommission durch Uebergang zur Tagesordnung fehler handelt, ist ganz sonnentlar. Ich möchte dringend davor ledigen. zu erledigen. warnen, diese Gelegenheit zu benutzen, um weitere sachliche Ab- Abg. Meister( Soc.) beantragt leberweisung der Petitionen Abg. Thiele( Soc.): Es handelt sich hier um den Beamten, von änderungen vorzunehmen, zumal diese Novelle am 1. April beim ihrem vollen Inhalt nach zur Berücksichtigung. dem schon bei der Beratung des Post- Etats die Rede war. Die Inkrafttreten der Seemannsordnung verabschiedet sein muß. Es Abg. Ledebour( Soc.): Die Forderungen der Petitionen stimmen Kündigung trifft den Beamten um so schwerer, als er in diesem läge ja nahe, hier, wie баз Herr Molkenbuhr will, die überein mit den Forderungen, die wir hier seit Jahren vertreten Jahre pensionsberechtigt geworden wäre, auch ist er in einem Krantenunterstügung, wie das in der Krankengesetz- Novelle vorgesehen haben. Wir verlangen im Einverständnis mit den Betentinnen zu- Alter, daß er nicht leicht mehr eine andre Stellung findet. Es ist, auf 26 Wochen zu erhöhen. Es kommt aber dabei in Betracht, nächst das absolute Berbot der Nachtarbeit für Arbeiterinnen. wird ihm lediglich vorgeworfen, daß er für den Deutschen daß nach der Seemanns- Ordnung im Gegensatz zum Krankengesetz Ferner das Verbot der Verwendung von Arbeiterinnen Postboten" einen Artikel geschrieben habe. Der Artikel ist aber in die Reeder allein die Lasten der Krankenversicherung tragen, die Ver- bei allen Beschäftigungsarten, welche dem weiblichen Orga- durchaus ruhigem Tone gehalten und es besteht auch kein Verbot längerung der Frist würde demnach für die Reeder, unter denen sich nismus besonders schädlich sind. Die Einführung des gefeßlichen des Postboten" seitens der Postverwaltung, sondern nur eine viele wirtschaftlich schwache Eristenzen befinden, eine große finanzielle Achtstundentages, den die Petition verlangt, soll nicht sofort durch Warnung. Ich bitte Sie, diese Petition dem Reichskanzler zur Bedeutung haben. Diese Frage muß daher erst sorgfältig geprüft geführt werden, sondern allmählich, indem mit der allgemeinen Berücksichtigung zu überweisen.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) werden. Die Erhöhung der Krankenunterstützungs- Dauer wird Durchführung des 10 stündigen Maximal- Arbeitstages begonnen wird. Der Antrag Thiele wird abgelehnt, der Antrag der tommen, man möge aber die Initiative dazu der Regierung über- Die weitere Forderung der Freigabe des Sonnabendnachmittages Kommission angenommen. laffen, die nach Prüfung der Verhältnisse sicher eintreten wird. für Arbeiterinnen ist in England bereits erfüllt und hat sich dort als sehr Abg. Schwarz- Lübeck( Soc.): Ich halte es doch für richtig, bei fegensreich für das Familienleben erwiesen. Ebenso wichtig sind die andren dieser Gelegenheit gleich ganze Arbeit zu machen und den ersten Forderungen der Betentinnen: erhöhter Wöchnerinnenschutz, Ausdehnung Absatz des§ 52 dahin zu ändern, daß die Erhöhung der Heuer schon der gesetzlichen Schutzbestimmungen auf die Hausindustrie, Anstellung eintritt, wenn das Schiff mehr als ein Jahr auswärts verbringt. weiblicher Fabrikinspektoren, völlige Koalitionsfreiheit für die ArIch bitte also, die Novelle einer Kommission zu überweisen. beiterinnen und aktives sowie paffives Wahlrecht der Arbeiterinnen Abg. Dr. Semler( natl.): Die Seemannsordnung, die eben ver- zu den Gewerbegerichten. Ich bitte Sie, unfrem Antrage zuzuabschiedet worden ist, bedeutet einen so tolossalen Fortschritt und stimmen.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) wir haben keinen Anlaß, neue Aenderungen vorzunehmen. Es handelt sich hier lediglich um Beseitigung eines Druckfehlers. Abg. Wattendorf( C.) beantragt die Petition zur Erwägung zu überweisen, bezüglich des Wahlrechts der Arbeiterinnen zu den Gewerbegerichten aber zur Tagesordnung überzugehen. Ar= Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Präsident Graf Ballestrem: Ehe ich Ihnen Vorschläge für die nächste Sizung mache, möchte ich bemerken, daß ich kein Beratungsmaterial mehr habe( Buruf bei den Socialdemokraten: Initiativanträge!), um eine Tagesordnung auszufüllen. Ich beabsichtige daher, der Budgetkommission einen vollen Tag zu ihren Arbeiten zur Verfügung zu stellen und bitte die Mitglieder der Kommissionen dringend, sich mit ihren beiten etwas mehr zu beeilen. Wenn die Budgetkommission Freitag nicht mit allen ihren Arbeiten fertig ist, wird es äußerst Albg. Lenzmann( frs. Vp.): Die Aenderung, welche Herr Moltenzweifelhaft, ob wir das Budget zur rechten Zeit fertigstellen tönnen. buhr will, könnte höchstens eintreten, wenn das Krankenkassen- Gesetz Das Haus beschließt gemäß dem Antrag Wattendorf. Auch die Kommission für das Krankenversicherungs- und Phosphorgeändert ist. Wir wissen aber noch nicht, ob nicht die Agitation, die Betitionen verschiedener sächsischer und altenburgischer Vereine Gefeßz bitte ich dringend, ihre Arbeiten so zu beschleunigen, daß die jezt lediglich aus Wahlrüdsichten gegen das Krankenversicherungs- für Natur- und Boltsheilkunde betr. Verbot medizinischer Berichte noch vor unfrem Auseinandergehen vor Ostern vorliegen. Gesetz entfacht wird, zu seinem Scheitern führen wird. Ich bitte, Gingriffe bei Menschen zu andren als diagnostischen Heil- und Ich wüßte sonst nicht, was ich auf die Tagesordnung der ersten es daher jegt lediglich bei der Aenderung des Druckfehlers zu be- Immunisierungszwecken beantragt die Kommission zur Erwägung Sigung nach Ostern setzen sollte, denn der durch Zwischenruf laut laffen. zu überweisen. gewordene Vorschlag, Initiativanträge zu beraten, war wohl nicht Abg. Herzfeld( Soc.): Ich muß dagegen protestieren, daß Abg. Thiele( Soc.) weist besonders auf den Fall Neißer in ernst gemeint. gegen das Krantenversicherungs- Gesez eine unsachliche Breslau hin, wo unschuldige Kinder zu Versuchszwecken mit Syphilis- Ich schlage Ihnen also vor, die nächste Sigung zu halten MittAgitation entfacht sein sollte. Ich hätte wirklich nicht geglaubt, daß gift, infiziert wurden. Solche Vorkommnisse stellen eine ungeheure woch 1 Uhr mit der Tagesordnung: 1. Dritte Beratung des die Hamburger Reeder ihren ja sehr großen Einfluß auf die Reichs- Barbarei dar, die allem menschlichen Gefühl Hohn sprechen. Wenn Eisenbahn- Vertrags mit 2uremburg. 2. Dritte Beregierung benußen würden, um diesen Druckfehler zu verändern, der auch neuerdings eine Ministerialverordnung erlassen ist, die sich da- ratung der Novelle zur Seemannsordnung. 3. Die von ihnen im schlimmsten Falle einige tausend Mark im Jahre kosten gegen wendet, so ist doch keinerlei Gewähr dafür geboten, daß solche der Kommission inzwischen erledigten Teile des Etats. würde. Graf Posadowsky hat erst vor kurzem ausdrücklich erflärt, entsetzlichen Experimente aufhören. Viele bedeutende medizinische Schluß 5 Uhr. daß die Ausdehnug der Krantenversicherung für die Autoritäten haben sich gegen die wissenschaftliche Berechtigung solcher Seeleute auf 26 Wochen nicht im Krankenversicherungs- Gesetz, Bersuche erklärt. Ganz sicher dringt nur ein ganz kleiner Teil derEingegangene Druckfchriften. sondern durch eine Novelle zur Seemanns- Ordnung erfolgen könnte. artiger Vorkommnisse an die Deffentlichkeit; aber schon das, was Bon' der ,, Nenen Zeit"( Stuttgart, Diet' Berlag) ist foeben bas Nun liegt eine solche Novelle vor und wieder widerspricht der Staats- bekannt geworden ist, ist entsetzlich genug. Ein Arzt nahm bei einem 24. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben sekretär unfrem Antrage. Was soll man da noch auf die Erklärungen Kinde lediglich zu Bersuchszwecken Anbohrungen der Wirbelsäule vor, wir hervor: Die dritte Märzrevolution. Einleitung zu einer Kritik der der Regierung geben? um festzustellen, ob das Kind das aushalte. Wenn eine solche Roheit politischen Dekonomie.( Fortjeßung.) Socialismus und Landwirtschaft. Geh. Rat v. Joncquières: Die Regierung hat ausdrücklich erklärt, Wissenschaft ist, dann danke ich für die Wissenschaft! Es ist hohe Bon St. Kautsky. 3. Der Selbstwirtschafter. 6. Wissenschaft und Landwirtschaft. Eine Urgeschichte Ameritas. Von Maximilian Bach( London). daß ehe die betreffende Bestimmung in der Seemanns- Ordnung ge- Zeit, gegen diese Barbarei einmal energisch vorzugehen. Litterarische Friedrich Gottlieb Klopstock. Von Franz Mehring. ändert wird, erst das Krankenversicherungs- Gesetz Abg. Dr. Dertel( t.): Es handelt sich hier lediglich um Aus-( Schluß). geändert werden muß. Das ist bis heute nicht ge- schreitungen einer gewissen Art von Wissenschaft, die wir alle ver- Rundschau: Dr. Georg Brodnik, Vergleichende Studien über Betriebsstatistik und Betriebsformen der englischen Textilindustrie. Dr. med. Marie fchehen. Daß nach dieser Richtung eine Novelle kommen wird, hat urteilen. Ueber den Fall Neißer hat die konservative Presse ebenso b. Thilo, Was sollen unsre erwachsenen Töchter von der Ehe wissen? Bescharf Die neuen Ver- G. Stiehle, Eine Mutterpflicht. der Staatssekretär soeben feierlich erklärt. Ich muß die Bes scharf abgeurteilt wie die socialdemokratische.. hauptung zurückweisen, daß die Reedereien irgendwie einen Einfluß ordnungen des preußischen und badischen Kultusministeriums ge- Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchauf die Staatsregierung geübt hätten. Es ist doch unmöglich, daß nügen noch nicht. Man muß Eingriffe zu anderen als Immunijezt alle bei der Beratung der Seemanns- Ordnung abgelehnten sierungs-, Heil- und diagnostischen Zwecken überhaupt verbieten. Anträge Albrecht und Genossen wieder aufleben. Dann würde die Novelle auf keinen Fall bis zum 1. April fertig werden. Uebrigens würde tein Richter der von den Herren Socialdemokraten gewünschten, Den Seeleuten günſtigen Interpretation des§ 52 folgen. Dazu ist der erste Saz des§ 52 zu zwingend. Damit fchließt die Diskussion. Der Antrag auf Ueberweisung an eine Kommission wird abgelehnt und das Gesez in erster Lesung erledigt. Es folgt die zweite Beratung. Der Antrag der Kommission wird hierauf angenommen. Weitere Petitionen betreffend anderweitige Regelung des Vertehrs mit Heilmitteln außerhalb der Apotheken beantragt die Stommiffion dem Reichskanzler als Material zu überweisen. Das Hans beschließt demgemäß. Ebenso als Material überwiesen sollen nach dem Beschlusse der Kommission werden Petitionen betreffend Abänderung bes Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wett bewerbs. hand lungen, Postanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Postanstalten ist die Neue Beit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post mur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft loftet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. 237 Seiter: Berlin 1903. Berlag von 2. Dressel. Heinr. Schmidt. Erfahrungen aus dem Prozeß Sanden und Genossen. platiz Briefkaften der Redaktion. Streitende. New York wird auf englisch Njujork ausgesprochen. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends August N. 1. Ja. 2. Nein. 3. Es fann feitens der Kasse eine Strafe festgesetzt werden. Engelmann. Falls nicht monatliche Sündigungsfrist vereinbart ist, hätte eine Klage beim Amtsgericht auf Zahlung des Gehalts Aussicht auf Erfolg. Wagner junior. 1. und 2. Ja. 3. Schwerlich, da der Dolus fehlt.- A.D. 34. Ja.-H. B., Schmargendorf. 1. Ja. 2. Beim Amtsgericht. A16. K. Von den Gemeindewahlen.- B. 52. 1. Nein. 2. Ja. Artikel 1, der die Beseitigung des Druckfehlers enthält, wird Abg. Dr. Dertel( t.): Die verschiedensten Kreise der Bevölkerung angenommen. Abg. Moltenbuhr beantragt: Ferner wird die Seemanns- in fast allen Teilen Deutschlands haben petitioniert um Aenderung von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Ordnung dahin abgeändert, daß im§ 59 die Worte„ drei Monate" der Gesetzgebung auf diesem Gebiete. Vor allem muß der Nachschub durch die Worte 26 Wochen" ersetzt werden. von Waren bei Ausverkäufen unmöglich gemacht werden. Die AusAbg. Moltenbuhr( Soc.) begründet diesen Antrag. In der Novelle verkäufe müssen genehmigungspflichtig, zum mindesten anzeigepflichtig zum Krankenversicherungs- Gesez sind jetzt an Stelle der 13 Wochen gemacht werden, um die Schwindelausverkäufe zu verhindern. Auch Unterstützungspflicht 26 Wochen getreten. Dasselbe muß für die muß die Dauer der Ausverkäufe beschränkt werden. Seeleute eingeführt werden. Man könnte diese Bestimmung mit Abg. Dr. Baffermann( natl.): Zweifellos bedürfen die Mißstände K. W., Benfielstraße. 1. Die zweijährige Berjährungsfrist in Unfalldem Tage in Kraft setzen, an dem die Novelle zum Kranken- im Ausverkaufswesen einer gefeßlichen Abhilfe. Ich halte das für fachen tritt für den Fall nicht ein, in dem glaubhaft bescheinigt wird, daß versicherungs- Gesetz in Kraft tritt. Die Seeleute würden es als eine möglich auf dem Wege einer Ergänzung zu dem Gesetze über den eine einen Entschädigungsanspruch begründende Folge des Unfalls erit Ungerechtigkeit empfinden, wenn ihnen der in Aussicht gestellte An- unlauteren Wettbewerb. Solveit es sich um Maßregeln gegen später bemerkbar geworden ist. 2. In dem Fall des allmählichen Einschluß an die Invalidenversicherung in dieser Novelle nicht gewährt schwindelhafte Nachschübe bei Ausverkäufen handelt, beantrage ich, atmens giftiger Gaje liegt nach der herrschenden Rechtsprechung lein Betriebswürde. die Petitionen dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen. unfall, sondern eine Gewerbetrantheit vor. Ein Gajadensetjapanjprij Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.) fordert die Einführung gegen den Arbeitgeber hat Aussicht auf Erfolg, wenn nachgewiesen wird, daß eine mögliche und nötige Schußeinrichtung( wie in Ihrem Falle 3. B. Abg. Dr. Herzfeld( Soc.) begründet einen von ihm gestellten gesetzlicher Bestimmungen, wie sie der code civil in der Klausel der Mundkappen) unterblieben ist. Die Klage muß aber spätestens bis am Antrag, wonach in§ 137 als Absatz 2 die Bestimmung auf- concurrence illoyale" enthält. 23. Juni zugestellt sein, damit der Anspruch nicht verjährt. Leiten Sie genommen werden soll, daß, falls in vor dem 1. April 1903( dem Abg. Caheusly( C.) wünscht eine gesetzliche Auslegung des schleunigit nach Südsprache mit Ihrer Gewerkschaft die nötigen Schritte zur Verfolgung Ihres Anspruchs ein. 2. M. Eine Klage wäre atvedios. Termin des Inkrafttretens der Scemanns- Ordung) abgeschlossenen Begriffs Ausverkauf". Der Antrag Moltenbuhr wird abgelehnt. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 17. März. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Der Evangelimann. Die Rose von Schiras. Schauspielhaus. Die Siegesfeier. Deutsches. Der Schleier der Beatrice. Berliner. Alt- Heidelberg. Lessing. Der blinde Passagier. Neues. Ackermann. Residenz. Lutti.( Loute.) Westen. La Traviata. Central. Gräfin Pepi. Thalia. Der Camelienonkel. Belle- Alliance. Er. Die Dame aus Trouville. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Don Gil. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Der Meister von Palmhra. Carl Weiß. Das Jungfernstift. Buntes. Logenbrüder. Luisen. Die Anne- Lise. Kleines. Nachtafyl. Trianon. Die Notbrüde. Casino. Berliner Herzen. Speciali täten. Urania. WWREN Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anfang Sonnt. 3, Wochent. 5, Ende 11 Uhr. Anf. Abendvorstellung 8 Uhr. Boxkampf des amerikanischen Meisterschaftsboxers Young Fitzsimmons und des austral. Preisboxers Jack Lewis. Bernhard Marx, Humorist. Marie Werder, Soubrette. Ganz Berlin zerbricht sich noch immer den Kopf über AGA die schwebende Jungfrau. Trianon- Theater. 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Mittwoch: Die schöne Galathée. Donnerstag: Frau Luna. Freitag: Nakiris Hochzeit, Sonnabend und Sonntag: Die schöne Galathée. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Letzte Woche: ber WienerOperetten Gesellschaft. Die Gräfin von der Nadel. Abends 7, Uhr: Gräfin Pepi. Lebensbild mit Gesang v. Jacobsohn. Operette in 3 Atten von Joh. Strauß. Das Elite- März- Programm. Sonntag, 22. März, nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Die Schöne von New York. Abends 7, Uhr: Gräfin Pepi. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Anjang 7, Uhr. Der Camelien- Onkel. Boffe mit Gesang u. Tanz in 3 Akten von L. Leipziger. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Mary Elly. Hermann Norden. The Stondtons. Sonnabend: Gr. Frühlingsfest nach der Vorstellung: Freitanz. Anf. 8 Uhr, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Metropol- Theater. Beilchentreffer.— In Borbereitung: Mit glänzender Ausstattung: mit Gesang und Tanz. Neuestes! Kleines Theater. Allerneuestes! Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Revue in 5 Bildern von J. Freund. 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Dienstagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen von Adolf Wilbrandt. Mittwoch abend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Imitator. Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: die 4 Elemente. Tanz- Humorist. Arras- Duo, gymnast. Produktionen. Miss Sidy Nirvana, Lebende Bilder. Circling the Circle. Annie Dirkens, OperettenSängerin. Gabriela Juniori, Pariser Soubrette. Neues Ballett- Divertissement, ,, Das Fest des Lucullus" in 6 Bildern, darunter Cake Walk. Der ,, Biograph". Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Der schöne Max aus Franz.- Buchholz. Heute: Bockbierfeft. Im Kaiser: Saal: E Norddeutsche Sänger und Tanz. Sanssouci. Heute Dienstag, 17. März: Benefiz für den Tanzmeister Emil Kagrolatis. Tanz- Aufführungen, Vorträge, Tanzkränzchen. Anfang 8 Uhr. Entree einschließlich Tanz 50 Pf. Säle zu Festlichkeiten. SteidlLinien ſtraße 132. Theater Draniens burger Thor. Novität! Bomben- Erfolg! Das Beste was die Steidl- Sänger bisher geboten! 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Ritterstraßen- Ede. Deuticher Metallarbeiter- Verband. Central- Verband der Maurer etc. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. 353.D Zweigverein Berlin. Fernsprecher Amt VII, 353. Donnerstag, den 19. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Dienstag, den 17. März 1903, abends 8 Uhr: 21 Ausserordentliche General- Versammlung der Verwaltungsstelle Berlin im Lokal ,, Neue Welt", Hasenheide 108-114. Tages- Ordnung: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung der Zahlstelle vom Jahre 1902 und Neuwahl des Zweigvereins- Vorstandes. asgnut 2. Der bevorstehende Bauarbeiterschutz- Kongreß und Wahl der Delegierten. Mitgliedsbuch legitimiert. Guten Besuch erwartet 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Unfre Anträge zum Verbandstage. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Bettel werden zu dieser Versammlung nicht verschickt Socialdemokratischer Wahlverein [ 113/5] f. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( SO.). Dienstag, den 17. März, abends 82 Uhr, im Saale des Herrn Brüder, Waldemarstr. 75: Versammlung. Zages Drdnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Segitz über " Die Socialdemokratie im preußischen Landtage". 2. Diskussion 3. Vereinsangelegenheiten. 242/12 Der Vorstand. V. Wahlkreis. Volks- Versammlung am Mittwoch, den 18. März, 82 Uhr abends, März- Kämpfe im„ Schweizer- Garten", am Königsthor. Tages- Ordnung:„ März- Kämpfe". Referent: Reichstags- Abgeordneter Genoffe Rosenow, Bahlreiches Erscheinen erwarten 245/ 4* Die Vertrauensleute. Central- Verband der Maurer Deutschlands. Zahlstelle Charlottenburg. Dienstag, den 17. d. M., abends 8, Uhr, im großen Saale des Volkshauses, Rosinenstraße Nr. 3: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Neuwahl des Zweigvereins: Vorstandes. 2. Bericht aus der Vertretersizung. 3. Gewerkschaftliches. Mitgliedsbuch legitimiert! 136/15 Jeder Kollege erhält am Eingang zum Versammlungslokal einen Stimmzettel eingehändigt. Es erwartet recht regen Besuch. Mit Gruß Die örtliche Verwaltung. Socialdemokratischer Wahlverein zu Lichtenberg. Dienstag, den 17. März, abbs. 8, Uhr, im Saale des Hrn. Höflich, Frankfurter Chauffee 120: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Kotzke über: März- Gedanken. 2 Die Gemeindewahlen eventuell Aufstellung von Kandidaten. Beteiligung aller Mitglieder erwartet Der Vorstand. 14/3 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Mittwoch, den 18. März, abends 8%, Uhr: Versammlung der Elektro- Monteure im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal VII. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Link über: 2. Disfusion. 3. Verbandsangelegenheiten. Krankenversicherung. Diejenigen Kollegen, welche ihr Mitgliedsbuch noch nicht abgeholt haben, werden ersucht dies baldigst zu erledigen. Mittwoch, den 18. März, abends 8%, Uhr: Konferenz der Vertrauensleute des Südens im Gewerkschaftshause, Saal I. Mittwoch, den 18. März, abends 6½, 1hr: Bezirks- Versammlung für Ober- Schöneweide bei Kaufhold, Wilhelminenhofftr. 18. Tages- Ordnung: 1. Neuwahl der Bezirksleitung. 2. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 113/8 Die Ortsverwaltung. Charlottenburg. Socialdemokratischer Wahlverein. Donnerstag, den 19. März, abends 8%, Uhr: Oeffentliche Versammlung im Volkshause, Rosinenstraße 3. Tages- Ordnung: Socialpolitische Zukunftsmusik. Referent: Reichstags- Abgeordneter Theodor Schwartz- Lübeck. Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Für Frauen ist die Galerie reserviert. 250/4 Billigste Bezugsquelle für Nähmaschinen. talian Nur erstklassige deutsche Fabrikate. D. O. Versuche Dein Glück! in d. bekannten Glückskollekte J. Rosenberg, 51 Kommandantenstr. 51. Berliner Lose à 1 M. Königsberger Lose à 3 M. * Die Verbandsleitung. Schöneberg. 136/14 Mittwoch, den 18. März 1903, abends 8 Uhr, im großen Saale von Ernst Obst, Meiningerstraße 8: Oeffentliche Versammlung für Frauen u. Männer. Tages- Ordnung: 203/9 1. Vortrag des Reichst. Abg. Otto Antrick: Die Frau und die kommenden Reichstagswahlen." 2. Diskussion. Um regen Besuch der Franen wird besonders gebeten. Aerztlich empfohlen a Flasche 1,50 und 2,00 M. 2110- spr Xedelus 】 12.H pies nisl pies Süsser reiner Rothwein für Blutarn ANTA UCIA Hell glänzt das Hondenlicht an Himels bogen ma leichte Lofte Kraus ein die wogen Steigt in meinSchiffleinein Labteich am rothen Wein Santa Lucia Santa Lucia Odunkler Rebensaft Du stärkst der Mañer Kraft Dugiebst den Frauen Blut Hebst ihren Frohen Mut, Drum preis ich dich allein Du feurig sülser Wein. Santa Lucia, Santa Lucia KraftRothwe Prämiiert mit de SANTA LUCIA WEIN JMP.GES. KELLEREI EN BERLIN C.KOPPEN PL.9 Steht unter ständiger Kontrolle des Gerichtschemiters Dr. C. Bischoff. Käuflich in Apotheken, Wein-, Droguen-, Delitateß- u. Stolonialwarenhandlungen. Generalvertreter: Alexander Sommer, N., Roloniestraße 3. Verfallene Pfänder! Zur EinArt, gold. u. filb. 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März 1903, bormittags 9 Uhr, in unserm Geschäftslotal Grüner Weg 56( Fabrikgebäude), parterre stattfindet. Tagesordnung: 1. Borlage des Jahresabschlusses. 2. Bericht über die stattgehabte Revision. 3. Neuwahl des Vorstandes und Aufsichtsrates. 4. Geschäftliches. 106/6 Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand der Genossenschafts- Tischlerei Ostend ( Eing. Genossensch. m. beschr. Haftpfl.). Paul Lehmann, H. Kernicke, Geschäftsführer. Kaffierer. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Bilanz den Genossen in unserm Comptoir, Grüner Weg 56, zur Einsicht ausliegt. D. D. Orts- Krankenkaffe J.-Nr. 130 Gew.- Ger. 03. Bekanntmachung. In Sachen der in der Taschen- und Lederbrandje zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hervorgetretenen Lohndifferenzen ist auf Grund der Vorschläge in der Sizung vom 28. Februar 1903, an welcher teilgenommen haben: 1. Gewerberichter von Schulz, als Borsitzender, 2. Ingenieur Bernhard, 3. Hutmachermeister Lucht, als Vertrauensmänner der Arbeit. geber; 4. Former Rörsten, 5. Tischler Koblenzer, als Vertrauensmänner der Arbeit nehmer, vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts zu Berlin, nach zuvor er folgter Anrufung durch beide Teile, ein Vergleich nachstehenden Wortlauts geschlossen worden, welcher in Gemäßheit des§ 70 des Gewerbegerichts- Gesetzes und des§ 76 des Ortsstatuts für das Gewerbegericht der Maler und verw. Gew. der Stadt Berlin vom 25. Juli 1902 Freitag, den 20. März 1903, abends 82 Uhr: hiermit öffentlich bekannt gemacht wird: 1. Der von den Parteien am General- Versammlung 15. Februar 1901 vor dem Einigungsder Delegierten in den„ Armin- Sallen", Kommandantenstraße 20. Tagesordnung: 1. Neuwahl resp. Ersazwahl des Vorstandes. 2. Wahl der Revisoren für das Jahr 1903. 3. Bestätigung der Bureaubeamten. 4. Wahl von Krankenbesuchern. 5. Verschiedenes. 29336 Der Vorstand. Mieter- u. Bauverein Selbsthilfe" zu Berlin. Eing. Genossenschaft m. b. Haftpflicht. Dienstag, den 31. März, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Werth, Wiclefftr. 38: Ordentl. General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäftsbericht des Borstandes für 1902. 2. Bilanz von 1902. 3. Anträge des Borstandes. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 106/7 Richard Rehbein. Wilhelm Röder. Wilhelm Brand. 387L* 30% bequem zu ersparen, wer in der bekannten Tuchfabrik- Niederlage Koch& Seeland Berlin C., Rossstrasse 2 Reste in Herren- Stoffen, passende Masse für Anzüge, Paletots, Hosen und Kinder anzüge etc., kauft! Von der Reise zurüd, wohne ich jezt 66/20 amte des Gewerbegerichts geschlossene und am 15. Februar 1903 abgelaufene Tarifvertrag foll bis zum 1. Juli 1903 Gültigkeit behalten. 2. Die Parteien verpflichten sich, sofort durch die in dem unter 1. ge nannten Vertrage bezeichnete Schlich turgskommission über den Abschluß eines neuen Vertrages in Verhand Tung zu treten. Sollten die Parteien bis zum 1. Juni dieses Jahres den ihnen von der Schlichtungskommission unterbreiteten Vertragsentwurf nicht annehmen, eventuell wenn von der Schlichtungstommission ein Entwurf nicht zu stande gebracht wird, so find fie verpflichtet, sofort das Einigungs. damit vor demselben ein neuer Ber amt des Gewerbegerichts anzurufen, trag vereinbart, beziehentlich von dem Ginigungsamt durch Schiedsspruch festgesetzt werde. Es wird bemerkt, daß in dem neu zu schließenden Vertrage ebenso wie Accordarbeit grundsäßlich nicht ausin dem abgelaufenen Vertrage die geschlossen werden soll. 3. Herr Fehrmann wird bis zum 1. Juli 1903, und zwar von jetzt ab die Hälfte seiner bisherigen Accordarbeiter in Wochenlohn beschäftigen. Der Ausstand bei der Firma Fehr mann wird aufgehoben. Herr Fehr. mann stellt seine Arbeitdr sämtlich wieder ein. 4. Die Arbeitgeber heben unverzüglich die von ihnen über ihre Gehilfen verhängte Sperre auf. 5. Maßregelungen aus Beranlassung der Sperre und des Streits bei Fehrmann dürfen nicht vorgenommen werden. 6. Die Arbeit wird bei den Arbeit. gebern von sämtlicheu Arbeitnehmern am 3. März 1903 so aufgenommen, als wenn eine Aussperrung überhaupt nicht stattgefunden hätte. gez.: Wilhelm Strube. Robert Loth. H. Feist. H. Goldmann. Th. Joppich. Albert Semle. Start H. Lange. Weyher. P. Blum. Joh. Saffenbach. Arthur Kausche. E. Bernhard. Paul Lucht. Koblenzer. Körsten. v. Schulz. Stempel Fabrik CHECK R.NECHT BERL # bont[ 2692* Robert Hecht, Berlin S., Oranienstr. 142, liefert schnell und billig alle Arten Stempel in bester Ausführung. Kautschut Typen Perfekt Prinzenftr. 91, de Ritterstraße. Dr. Max Maschke, Augenarzt. fomie ganzer Säge von 1,50 m. an. zum Zusammenseßen einzelner Wörter Parteigenossen und Parteigenossinnen Rixdorfs! Mittwoch, den 18. März, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung in Wernekes Festsälen, Hermannstr. 49. Tages Drdnung: Vortrag des Reichst.- Abg. Fritz Zubeil. Der 18. März 1848. Typographia Gefangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiefser. Chormeister: Alexander Weinbaum.( M. d. A.-S.-B.) Sonntag, den 22. März 1903, in Louis Kellers Festsälen, Koppen- Strasse No. 29: KONZERT. Mitwirkende: Fräulein Vera Goldberg( Sopran), Herr Walter Wely( Cello), Herr Alfred Wittenberg( Violine), Herr Alex. Weinbaum( Klavier). Anfang präc. 61, Uhr. 65/9 Eintritt 40 Pf., an der Kasse 50 Pf. Eintrittskarten sind zu haben im Buchdruckereigebäude des Vorwärts" bei Augustin; im Blumengeschäft von Engelke, Reichenbergerstr. 164; Horsch, Cigarrenhandlung, Gewerkschaftshaus; Schulz, Cigarrenhandlung, Mittenwalderstr. 2; Bruno Wolter, Papierhandlung, Neue Königstr. 72; Kaun, Musikalienhandlung, Grüner Weg 17; Keller, Koppenstr. 29; sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen. Besteht seit 1841. Mehlhandlung Johannes Friese bon Lindenstr. 2( am Bellealliance- Platz) Hof rechts( fr. 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März 1903. Hierauf wird gegen eine starke Minorität ein Schlußantrag angenommen. Der Antrag Sydow wird fast einstimmig angenommen, ebenso die so veränderte Resolution. Resolution: denken Eine Resolution, die von den Krankenkassen- Angestellten aus In der„ Neuen Welt" trat heute der allgemeine Kongreß der lange warten, bis die Regierung mit einem wirklich geht und sich mit der Verteidigung der Selbstverwaltung der Kassen Krantentassen Deutschlands zusammen, um Stellung zu nehmen zu neuen Organisationsplan fommt.( Bravo!) Deshalb müssen einverstanden erklärt, wird mit Beifall aufgenommen. der dem Reichstage vorgelegten Novelle zum Krankenversicherungs- wir uns rüsten, damit, wenn die Regierung wieder Hierauf referiert Albert Kohn- Berlin über die„ Stellungs Gesez. Der Beginn war auf 10 Uhr festgesetzt, er verzögerte sich einmal mit einem einschneidenden Gesetz kommt, wir gegen die dem nahme zu der Eingabe der deutschen Aerzteschaft an den Bundesrat und aber des ungeheuren Andranges der Delegierten wegen bis um Krankenkassenwesen feindlichen Bestrebungen mit Entschiedenheit vor- zu den Beschlüssen des außerordentlichen Aerztetages." Die Forderungen 11 Uhr. Aus allen Teilen Deutschlands sind Vertreter von Kranken- gehen können. Ich schließe wie vor vier Jahren, indem ich Ihnen des außerordentlichen Aerztetages zeugen von einer seltenen socialen faffen eingetroffen. Alle Arten von Krankenkassen sind vertreten. zurufe:" Krankenkassen Deutschlands, vereinigt Euch), um allen Rückständigkeit und sind für uns unannehmbar. Die Aerzte sagen, An tausend Delegierte sind anwesend. feindlichen Angriffen wirksam entgegentreten zu können."( Lebhafter sie wollen sich von den Krankenkassen nicht kontrollieren lassen. Da Simanowski- Berlin eröffnet den Kongreß als Vorsitzender Beifall.) gegen finden die Aerzte nichts Entwürdigendes darin, wenn sie von der einberufenden Centralkommission der Krankenkassen Berlins und An Gästen sind noch erschienen für die Berliner Krankenhaus- einem Stadteil zum andren laufen, um eine Schul- oder Anstaltsder Vororte. Er begrüßt die Versammelten und erinnert an den Deputation Stadtrat Straßmann, Stadtverordneter Marg- Arztstelle zu bekommen. Da ist nichts von Unterordnung zu hören, ersten Kongreß der Krankenkassen, der im Jahre 1899 tagte, um zur graf und Reichtags- Abgeordneter Pfannkuch. da ballt man die Faust in der Tasche.( Bravo!) Das ganze VorFrage der Bekämpfung der Tuberkulose Stellung zu nehmen. Der Ueber die Beschränkung der Selbstverwaltung gehen der Aerzte ist nur erklärlich aus dem Haß gegen die aus dem Kongreß solle Stellung zur Krankenkassen- Novelle nehmen und den der Krankenkassen, wie sie in der Novelle zum Ausdrud Proletariat stammenden Krankenkassen- Vorstände. Die Krankenkassen gefeßgebenden Körperschaften von den Wünschen der Krankenkassen- fommt, spricht Herr E. Gräf Frankfurt a. M. Er verweist auf thun, was in ihren Kräften liegt, um die Bezahlung der Aerzte zu Vorstände und Mitglieder Kenntnis geben. Einladungen find er- die Politik der Nadelstiche, die gegen die Krankenkassen- Verwaltungen verbessern. Nicht an uns liegt es, wenn das Verhältnis zu Wir geworden ist. gangen an das Reichsamt des Innern, das Kultusministerium, das in dem Augenblick eingesetzt habe, als die Arbeiter von den ihnen in den Aerzten ein so scharfes Ministerium für Handel und Gewerbe, das Reichs- Gesundheitsamt, dem Krankenversicherungs- Gesetz verliehenen Rechten Gebrauch zu gar nicht daran, die Aerzte zu bekämpfen, aber wir lassen es uns das Reichs Versicherungsamt, an sämtliche Reichstags Fraktionen machen angefangen haben. Die Aufsichtsbehörde habe heute bereits nicht gefallen, daß aus unsrer Haut Riemen für die Interessen der und fämtliche Reichstags- Abgeordnete einzeln, an den Ober- mehr Rechte, als der Selbstverwaltung zuträglich seien. Was nicht Aerzte geschnitten werden.( Lebhafter Beifall.) präsidenten der Provinz Brandenburg, den Magistrat von im Gesetz stehe, werde auf dem Wege des Erlasses gemacht. So Wendlandt= Magdeburg: Die Aerztefrage ist zu einer Berlin und Rigdorf, an die Landes Versicherungsanstalt Berlin, habe der große Socialpolitiker Minister von Berlepsch den Machtfrage geworden und muß als solche behandelt werden. Redner an die Stadtverordneten von Berlin, an das Centralfomitee Krankenkassen durch Erlaß verboten, Kassengelder für die Beschichung beantragt folgende für Lungenheilstätten, an die Generaltommission der Gewerkschaften von Krankenkassen- Kongressen zu verwenden. Krankenkassen- Kongreffe Deutschlands und an die Berliner Gewerkschaftskommission. stehen auch heute noch nicht hoch in Taye bei der Regierung. Hier Gegenüber den von den innerhalb der einzelnen Aerztekammern Nur sehr wenige der genannten Körperschaften haben aber der ist kein Vertreter; jedenfalls weil die Hasenheide zu weit von Berlin zur Regelung der Honorarverhältnisse gebildeten Vertragskommissionen Einladung Folge geleistet. Abgelehnt sind die Einladungen vom entfernt ist. Bei der Invalidenversicherung ist die Einmischung der eingeleiteten Schritte zur Einführung der Bezahlung nach EinzelKultus- und Handelsminister worden. Erschienen sind für den Regierung noch durch den Reichszuschuß einigermaßen begründet, bei leistungen, erklärt der heutige Krankenkassen- Stongreß es für eine Magistrat von Berlin die Stadträte Dr. Weigert und Fisch- der Krankenversicherung ist von einem staatlichen Zuschuß nicht die unabweisbare Pflicht der einzelnen Staffeneinrichtungen, durch bed und der Magistratskommissar für das Berliner Krankenkassen- Rede, deshalb ist die reine Selbstverwaltung durchaus begründet. Gründung und Stärkung von Verbänden resp. Centralfommissionen wesen Dr. Meyer. Die socialdemokratische Reichstagsfraktion ist Trotzdem soll in der neuen Vorlage die Selbstverwaltung beschränkt im Bezirke der Landes- Versicherungsanstalten den Bestrebungen der durch die Abgg. Moltenbuhr, Albrecht und Stadthagen werden. Die Vorschläge des Herrn Hoffmann sind ja glücklicherweisse Aerzte eine Organisation entgegenzustellen, welche unter Wahrung vertreten. Auch eine Anzahl weiterer Gäste sind erschienen. nicht zur That geworden. Aber die neue Novelle enthält doch neben der berechtigten Ansprüche der Aerzte die von dem einseitigen Stadtrat Dr. Weigert Berlin begrüßt die Versammlung einigem Buderbrot eine Beitsche für die Selbstverwaltungs- Beamten Interesse diftierten Ansprüche der Aerzte abzulehnen in den Stand namens der Stadt Berlin und wünscht den Verhandlungen besten der Kassen. Was Herr Hoffmann brutal und nackt gesagt gesetzt wird." Erfolg. Mögen die Beratungen weitere berechtigte Forderungen, wie hat, das will die jetzige Vorlage hintenrum erreichen. Sydow Berlin beantragt die Einsetzung einer fünfgliedrigen die in der Regierungsvorlage vorgesehenen, ihrer Erfüllung näher Die neue Borlage ist voller Fußangeln für die Vorstände bringen.( Bravo!) der Kassen. Die Regierung macht es hier wie mit den indirekten Kommission, der alle Streitigkeiten mit den Aerzten überwiesen Auf Vorschlag von Fräßdorf- Dresden werden in das Steuern. Wenn dem Kaspar Schulze gesagt würde, du mußt 60 m2. werden sollen. Tischendörfer Berlin: Der Arzt hat ein Recht darauf, daß Bureau gewählt: als Vorfizende Simanowsti- Berlin, Steuern zahlen, er würde schreien und aus dem Kriegerverein ausSchäfer Leipzig und Blume- Hamburg, als Schriftführer treten. So fagt die Regierung, du brauchst nur 6 M. Steuern zu die Einzelleistung ihm mit einem Minimaljaz garantiert wird. Jeder Deisinger Hamburg, Starte. Dresden, Arndt- Stuttgart, zahlen, die fehlenden 54 M. werden dir auf indirektem Wege ab- ist feines Lohnes wert, also auch der Arzt. Man soll die Dinge nicht Entmann Berlin, Sager Berlin und Frl. Pappenheim- genommen, und Kaspar Schulze erklärt, 6 M. ist nicht viel, er bleibt auf die Spize treiben. Ein Aerztestreit würde Folgen haben, bei Berlin. Ferner wird Dr. Friedeberg- Berlin dem Bureau zu- im Kriegerverein und schreit Hurra.( Heiterkeit.) Redner erklärt denen Leben und Gesundheit der Mitmenschen in Frage kommen. ( Wider geteilt. Auch wird auf Vorschlag des Vorsitzenden eine Mandats- sich besonders lebhaft gegen den zum§ 35 geplanten Busay:" Der Die freie Arztwahl mit geringen Sautelen ist möglich. prüfungs Kommission und eine Redaktions- Vorsitzende des Vorstandes hat Beschlüsse der Kassenorgane, welche spruch.) Man solle den berechtigten Wünschen der Aerzte mehr tommission gewählt. gegen die geseglichen oder statutarischen Vorschriften verstoßen, unter wie bisher entgegenkommen.( Lebhafter Beifall.) Auch der Centrumsabgeordnete ahensiy ist erschienen. Angabe der Gründe mit aufschiebender Wirkung zu beanstanden. Eine Resolution des Referenten Kohn, die das Vorgehen Hierauf referiert Dr. N. Friedeberg- Berlin über die Die Beanstandung erfolgt mittels Berichts an die Aufsichtsbehörde." der Aerzte aufs schärfste verurteilt, wird einstimmig angenommen, Stellungnahme der deutschen Krankenkassen zu der Novelle zum Durch diese Bestimmung wird der Vorsitzende zum Denunzianten ebenso die Resolution Wendlandt Der Bericht der Mandatsprüfungs- Kommission Kranken- Berficherungsgeseh": Die jest dem Reichstage vorliegende des Vorstandes degradiert. Ebenso unannehmbar sind die Zusätze Novelle hat einen bescheideneren Umfang, als wir vorher an- zum§ 42: Werden hinsichtlich eines Vorstandsmitgliedes, eines ergiebt die Anwesenheit von 1100 Stassen durch 1129 Delegierte, die genommen hatten. Wenn wir an die Äenderung einer social- Rechnungs- oder Kassenführers Thatsachen bekannt, welche deffen 4757 678 Mitglieder vertreten. Außerdem konnte für 71 Delegierte politischen Institution herangehen, so müssen wir diese Aenderung so Berufung ausschließen oder welche sich als grobe Pflichtberlegung die Zahl der Mitglieder nicht festgestellt werden. Nach Verlesung des Protokolls erfolgte Vertagung der Weiter gestalten, daß sie dem Grundgedanken dieser socialpolitischen- darstellen, so ist der Betreffende, nachdem ihm und dem Kassen stitution entspricht, nach Maßgabe der im Volk vorhandenen mate- vorstande Gelegenheit zur Aeußerung gegeben worden ist, durch die beratung auf Montag 9 Uhr. Schluß 4 Uhr. riellen Kräfte. Das kann natürlich heute nicht in vollem Umfange Aufsichtsbehörde seines Amtes zu entheben." Der Begriff„ grobe" geschehen, da wir ja nicht in einem Bolts-, sondern in einem Pflichtverletzung ist ein Kautschukbegriff. Was kann alles unter 8 weiter Tag. Montag, den 16. März 1908. Selaffenstaat leben. Der Grundgedante der Krantenversicherung Pflichtverletzung fubsummiert werden: Majestätsbeleidigung, Be Zu der heutigen Sigung sind außer den gestern bereits er ist nun, daß jedem Kranken die Möglichkeit gegeben wird, seine teiligung an einem Streit, Beteiligung an politischen Vereinen. Es Arbeitskraft in türzester Zeit wieder benutzen zu können. Die follen Beruntreuungen vorgekommen sein. Berfehlungen kommen wähnten Ehrengästen noch erschienen: die nationalliberalen Reichstags. Krankenversicherung hat es heute schon zu stande gebracht, daß überall vor. Im ganzen ist gegen die Vorstände unser Kassen tein abgeordneten Hofmann- Dillenburg und Dr. Endemann; die Millionen von Menschen, denen früher durch die Gewährung von Vorwurf zu erheben. Das wird auch von allen rechtlich denkenden socialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Seifert und 3ubeil; Almosen der Stempel der Minderwertigkeit aufgedrückt wurde, jezt Arbeitgebern, die mit uns arbeiten und deren Vertrauen wir genießen, im Auftrage der Centrale für private Fürsorge Prof. Dr. Klumpe= ein gesetzliches Recht auf ärztliche Behandlung haben. Unser Ziel anerkannt. Gegen die Bevormundung müssen wir also ganz Frankfurt a. M., sowie der Direktor der Versicherungsanstalt Berlin Dr. Freund. ist, in Bezug auf die Krankenversicherung Gleichstellung des gesamten energischen Protest einlegen. Boltes zu erzielen. Die Regierung sollte diese Forderung ernstlich Die beiden Referenten Dr. Friedeberg und Gräf beantragen über das Verhältnis der Krankenkassen zu den Apothekern". Die Die Verhandlungen beginnen mit dem Referate Magnan- Berlin in den Bereich ihrer Erwägungen ziehen; ihre Erfüllung geht nicht folgende Konzession zur Errichtung einer Apotheke soll erteilt werden, wenn ein über die zur Verfügung stehenden Summen hinaus. Resolution: Bedürfnis für eine solche Errichtung vorhanden ist. Nun ist heute bereits tönnte für eine solche grundlegende Aenderung aber dadurch Die Novelle der Regierung zum Krankenversicherungs- Gesetz der Konsum an Medikamenten fast auf das Doppelte gestiegen, die erheblich mehr Mittel aufbringen wie heute, daß man die sicht einige Erhöhungen der Leistungen an die Versicherten vor, Bahl der Apotheken hat sich aber auch nicht annähernd gleich verBeiträge nach dem Einkommen progressiv steigerte. Mit dieser Kende- deren Kostendedung, aber unter Vernachlässigung aller andren Wege mehrt. Daraus ziehen die Apothekenbesizer große Vorteile. Es rung wäre auch die Aerztemisere mit einem Schlage beseitigt.( Centralisation, Beseitigung der Lasten für die Unfallversicherung, muß festgestellt werden, daß der Segen, der der arbeitenden BeDie Aerztemisere ist hervorgerufen durch die Unterkonsumtion der- Neichszuschüsse, Errichtung von Apotheken 2c.) lediglich den Versicherten völkerung durch die socialpolitische Gesetzgebung zugedacht ist, zum jenigen Schichten, welche zwischen den Versicherten und den ganz und deren Arbeitgebern aufgebürdet ist. Da ferner der größte Teil größten Teil ein Segen für die Apotheker geworden ist.( Sehr reichen Leuten stehen.( Sehr richtig!) Von den Versicherten sind im der berechtigten, dringlichen, der Regierung so oft unterbreiteten wahr!) Es ist doch einfach selbstverständlich, daß die Apotheker ihren Tezten Jahre 40 millionen Mark für ärztliche Beihilfe aufgebracht Forderungen der Krankenkassen Deutschlands völlig unberücksichtigt größten Kunden, und das sind die Krankenkassen, einen Preisnachlaß worden.( Hört! hört!) geblieben ist und da die geringen Verbesserungen mit einer wefent- gewähren. Statt dessen aber übervorteilen die Apotheken die Kaffen Wir bemängeln, daß die neue Novelle die Krankenversicherung lichen Einschränkung und Beeinträchtigung der Selbstverwaltung, dadurch, daß sie teiltveise daß sie teilweise von ihnen viel höhere Preise nicht auch auf die Landarbeiter, die Hausarbeiter und die Dienst dieses Grundpfeilers der gedeihlichen Entwicklung des Kranken- berlangen als bon Privatkunden. Der Boykott ist boten ausdehnt. Wir geben zu, daß die Vorlage einzelne Ver- versicherungs Gefezes erkauft werden sollen, erklärt der in Berlin scharfe Waffe und hat die Lage der Kaffen gegenüber den befferungen bringt. So ist die Beseitigung der Ausnahmebestimmung tagende Kongreß diese Vorlage der Regierung für un annehmbar. Apothekern schon bedeutend gebeffert. Leider giebt es für Geschlechtskranke ein Fortschritt, der nicht hoch genug an viele Kaffenmitglieder, die den Arzt für den besten halten, der die geschlagen In der Diskussion erklärt sich werden fann. Die Krankenkasse hat nicht die Sittenrichterin zu spielen, об der Betreffende auch wert Leonhard Trier( Centrumsmann) völlig mit den Aus- meiste Medizin verschreibt. Ich möchte von dieser Stelle aus auch die Aerzte bitten, jedem Mißbrauch der Medizin entschieden entgegenist, die Stranfenunterstügung zu beziehen. Wir verlangen führungen der Referenten und ihrer Resolution einverstanden. zutreten. Redner befürwortet die Uebernahme der Apotheken in deshalb, daß auch die andren Ausnahmebeſtimmungen be Jünger Breslau hält die Ausdehnung der Versicherung auf seitigt werden.( Sehr richtig!) Der Erhöhung der Wöchnerinnen- 26 2Bochen für einen großen Fortschritt, ist auch damit einverstanden, eigne Regie. Die Stassen gewinnen dadurch Hunderttausende. Hier Sie ist verpflichtet, die Kassen unterſtügung fönnen wir zustimmen. Die Leistungen der Kranken- daß den Geschlechtsfranken Krankengeld bezahlt wird, wendet sich muß die Gesetzgebung eingreifen. den Bucher der Apotheker zu schüßen. Leider ist an eine tassen hierfür sind bisher so minimal gewesen, daß sie den An- aber gegen die Bezahlung von Krankengeld an Trunkenbolde und Berstaatlichung der Apotheken vorderhand nicht zu denken. Dagegen forderungen nicht im geringsten genügt haben. Rowdies. Die die Selbstverwaltung beschränkenden Bestimmungen tönnte eine einheitliche Reichstare für Medikamente eingeführt werden. Weiter steht die Vorlage die Ausdehnung der Krankenversicherung feien unannehmbar. Deshalb bitte er, den Schluß der Resolution wenn es irgend geht, muß eine solche Bestimmung noch in die jetzt bon 13 auf 26 Wochen vor. Das scheint auf den ersten Blick ein so zu verändern, daß der Kongreß diese Bestimmungen für un- bem Reichstag vorliegende Novelle aufgenommen werden. Redner Fortschritt zu sein. Wie die Bestimmungen in der Novelle aber ge- annehmbar erklärt, im übrigen aber der Vorlage zustimmt. artet find, bedeutet diese Ausdehnung eine schwere Belastung für die Henning Berlin( Verband der Innungs- Strankenkassen) be- beantragt Annahme der folgenden Man 4 mängelt die Mattsehung der Arbeitgeber in der Verwaltung der Krankenkassen; er stellt unter großer Unruhe der Versammlung die Behauptung auf, daß innerhalb der Kaffenverwaltungen häufig Unregelmäßigkeiten vorfämen und deshalb die Bestimmungen der Novelle, welche eine Erweiterung des Aufsichtsrechts bezwecken, gerechtfertigt erscheinen. " Resolution: eine Der zweite allgemeine deutsche Krankenkaffentag hält es für durchaus notwendig, daß gesetzliche Bestimmungen geschaffen werden, welche den Krankenkassen, eventuell den Krankenkassen- Verbänden es gestatten, eigne Apotheken zu errichten, damit sie auf ärztliche Berordnung Medikamente, die von den Apothekern im Handverkauf abgegeben werden, direkt an ihre Mitglieder abgeben können."( Lebhafter Beifall.) Krankenkassen, denn die Vorlage sieht nur eine Erhöhung der Krankentassen- Beiträge um 1 Broz. vor. Die Folge davon wird sein, daß wir statt der jetzigen intensiven Unterstügung während der 13 Wochen eine schlechte ertensive Unterstüßung während 26 Wochen bekommen, was dem Gesundheitsstande der Bevölkerung sehr schädlich wäre. ( Sehr richtig!) Heute könnten die Krankenkassen schon viel von sich fernhalten, Sydow Berlin( Herausgeber der Deutschen Krankenkassen wenn sie sich überall wie in Berlin zu einer Centralfommission Zeitung"): Die Stellung zu der Novelle ist Temperamentsfache. zusammenschlössen. Durch eine solche Centralisation werden Millionen Die einen stehen auf dem Standpunkt des entweder alles, oder nichts, Tischendörfer Berlin beantragt, in die Resolution die an Verwaltungskosten gespart werden können. Ferner kann dadurch der andre dagegen glaubt, man muß das Gute nehmen, wo man es Forderung auf Kommunalisierung der Apotheken aufzunehmen. Die viel Geld gespart werden, daß die Krankenkaffen eigne Apotheken findet. Ich glaube nicht, daß man mit dieser scharfen Resolution Apotheker erzielen heute auf Kosten der Aermsten der Armen Geerrichten.( Sehr richtig!) Wir könnten den Krankenkassen auf diese im Parlament einen Resonnanzboden finden wird. In so scharfer winne von 500 Proz. Weise leicht 20 Millionen jährlich verschaffen. Die Regierung hat Weise ist die Novelle noch von keiner Seite beurteilt worden. Die Bamberger Köln teilt die Erfahrungen der Kölner Krankendiese Wege nicht beschritten. Das zeigt, daß fie andre Absichten ver- Novelle ist nur eine Abschlagszahlung, der bald weitere folgen fassen im Kampf mit den Apothekern mif. Wir haben durch unser folgt, als sie offen fundgiebt. Wir müssen auf jeden Fall der neuen werden. Sollte die Novelle heute durch unser Votum fallen, so geschlossenes Vorgehen erreicht, daß die Apotheken uns einen Rabatt Novelle mit Mißtranen entgegentreten. D würde die Regierung sagen, wir haben den guten Willen bekundet, von 15 Proz. gewähren. Es ist bei uns auch nicht möglich, daß die Die Annahme der Novelle ist aber ganz unmöglich gemacht die Sache ist aber noch nicht spruchreif. Von einer Zersplitterung Apotheker den Rabatt durch Preisaufschlag wieder ausgleichen, da durch die Bestimmungen, welche eine Beschränkung der Selbst der Kaffen durch die Novelle fann teine Rede sein, im Gegenteil sie wir einen Revisor angestellt haben, der genau die Preise der einzelnen verwaltung zur Folge haben müssen. Diese Bestimmungen wird zu einer Centralisation der Kassen führen. Bevor die Ueber- Medikamente prüft.( Beifall.) Apotheker Steinmez Leipzig bestreitet, daß die Apotheker so verfolgen in ihrem letzten Ziele politische Tendenzen.( Sehr richtig!) nahme der Apotheken seitens der Kassen erfolgt sein wird, wird wohl Die Regierung ist bei der Aufstellung der Novelle von der Ansicht noch mancher Tropfen Wasser die Spree hinunterlaufen. Wir müssen hohe Gewinne erzielen, wie Tischendörfer behauptet habe. Ziehe ausgegangen, daß in den Kassen Parteipolitik getrieben würde. Wir versuchen, die Beschränkung der Selbstverwaltung aus der Novelle man das Facit für alle Medikamente, so bleibe ein Nutzen von müssen hier wie in Nürnberg solche Beschuldigungen auf das ent- zu eliminieren, im übrigen aber das Gute der Novelle annehmen. höchstens 10 Proz. übrig.( Widerspruch.) Die hohen Zahlen gelten schiedenste zurückweisen. Ganz horrende ist die Bestimmung unter Nebner beantragt, der Resolution Friedeberg den Satz zuzufügen: nur für einzelne Arzeneien. Redner schildert die Zustände, die auf Nummer 13, die die ganze Verantwortung für die Leitung der Kasse wenn die auf Beschränkung der Selbstverwaltung gerichteten Positionen diesem Gebiete in Sachsen bestehen. Dort bekämen die Staffen auf die fächsische Staatstaye, die niedriger fei als die preußische, 25 Proz. dem Vorfizenden zuschiebt. Diese Kautschutbestimmung würde jeden nicht gestrichen werden."( Lebhafter Beifall.) wissenschaftlichen oder technischen Fortschritt von den Strankenkassen Gräf Frankfurt erklärt sich bereit, den Zusatzantrag Sydow Rabatt. Er bedauere, daß seine Kollegen in Berlin den Kassen nicht fernhalten. Die praktischen Aerzte Dr. Lennhoff und Dr. Wolf in die Resolution Friedeberg- Gräf aufzunehmen. etwas mehr entgegengekommen find.( Beifall.) Becher, uni nur ein Beispiel anzuführen, haben die Schaffung von Gerber Köln: Wir können die Novelle nicht pure ablehnen. Knappschaftsdirettor erger Guben: Wenn man durch eine Walderholungsstätten zur Durchführung gebracht. Die Aufsichtsbehörde Wie sollen wir vor unsern Versicherten die Ablehnung der Aus- Resolution etwas erreichen will, so muß man sich vorhalten, ob es einer größeren Stadt hat es doch fertig gebracht, der Strankenkasse dehnung auf 26 Wochen verantworten?( Zustimmung und Wider- überhaupt zu erreichen ist. Eine Kommunalisierung ist aber in Aufwendungen dafür zu untersagen. absehbarer Zeit nicht zu erreichen. Vor der Hand müssen wir den spruch.) = ist notwendig. Bestrebungen der Apotheker, den gesamten Arzneilieferungsbedarf| gegen Lohn oder Gehalt beschäftigten Personen, sowie Lehrlinge und| 18. März halten wird. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Gäfte in ihren Händen zu behalten, wirksam entgegenzutreten suchen. fesbständige Gewerbetreibende, sofern deren Jahreseinkommen 3000 M. fowie auch Frauen sind hierzu eingeladen. ( Widerspruch.) nicht übersteigt. Staller Berlin: Es ist interessant, daß wir hier über eine Angenommen wird ein Antrag der Freien Vereinigung der Der Wahlverein Lichtenberg hält heute Dienstag eine Versamm Reichstage beraten, während sich gleichzeitig auch die Reichsregierung Krankenkassen mit freier Arziwahl Berlin:„ Personen des, Soldaten- lung ab, in der Genoffe Koke über„ Märzgedanken" sprechen mit der Sache beschäftigt. Vor allem kommt es darauf an, die ſtandes unterliegen der Versicherungspflicht, wenn sie in einem wird. Zu der in den nächsten Tagen bevorstehenden Wahl von drei Begriffe„ Rezeptur“ und„ Handverkauf" genau festzulegen. Die Kassen versicherungspflichtigen Betriebe gegen Gehalt oder Lohn beschäftigt Gemeindeverordneten der dritten Wählerklasse sollen in dieser Verfind jetzt schlechter gestellt als das Privatpublikum, da ihnen irgend werden"; ebenso werden mehrere Anträge auf Streichung der Sammlung Kandidaten aufgestellt werden. Zahlreiches Erscheinen ein Handverkaufsmittel, auf einem Bettel geschrieben, als Rezeptur Krankengeldversagung bei Schlägereien, Trunkfälligkeit und geschlechtberechnet wird. Die Kassen sind deshalb auf den Gedanken ge- lichen Ausschweifungen angenommen. Nowawes. Mittwochabend 81/2 Uhr ist im Bernhardtschen Lokale, kommen, sich die Medikamente durch Private besorgen zu lassen. Angenommen wird nach einer Begründung durch 3 afte- Priesterstraße, eine Volksversammlung. Tagesordnung: Die BeDie Berliner Apotheker erklärten zuerst, einen Rabatt von 5 Proz. Hamburg ein Antrag, der für die Festlegung des ortsüblichen deutung des 18. März für das Proletariat. Referent: S. Kazennicht gewähren zu können; jetzt haben sie bereits offiziell einen Tagelohnes durch die Aufsichtsbehörde die Anhörung der Gemeinde- stein- Berlin. Rabatt von 12 Broz. angeboten. Redner bittet um Annahme der behörde und von Vertretern der beteiligten Arbeitgeber und VerResolution Magnan.( Beifall.) sicherten verlangt, jedoch ein Minimum für männliche Erwachsene von mindestens 2 M., für alle übrigen versicherungspflichtigen Perfonen von mindestens 1,50 M. fordert. In der Abstimmung wird die Resolution Magnan mit dem Zusazantrag Tischendörfer fast einstimmig angenommen. Nächster Punkt der Tagesordnung ist die ,, Angliederung der Krankenversicherung an die Invalidenversicherung". Ebenso findet ein Antrag der Orts- Krankenkasse der Bureau Angestellten Hamburg Annahme, wonach mit dem Tage des Eintritts der Wöchnerin in ein Arbeitsverhältnis der Anspruch auf Referent Frä ßdorf- Dresden: Die Novelle kommt auch hier Zahlung von Wöchnerinnen- Unterstügung erlischt. unsern berechtigten Wünschen nicht entgegen, die auf eine Verschmelzung Lebhafte Zustimmung findet eine Anzahl Anträge, die sämtlich der drei Versicherungsarten gerichtet sind. Ist diese zunächst aus eine Förderung des Wald- Erholungsstätten Wesens geschlossen, so läßt sich doch ohne besondere Schwierigkeit die durch die Krankenkassen empfehlen. In Erwägung des Umstnndes, Krankenversicherung und die Invalidenversicherung vereinigen. Der daß die Wald- Erholungsstätten bisher nicht unter den Begriff gegenwärtige Reichstag wird diese Aufgabe allerdings kaum lösen, Krankenhaus" fubsummiert werden können, wird ein Antrag Frankaber wir haben Stellung zu diesen Fragen zu nehmen und die Ansicht furt a. M. angenommen:„ Die Kassen können erkrankten Mitgliedern der Versicherten wird der Regierung nicht gleichgültig sein können. mit ihrer Zustimmung Kur und Verpflegung in einer ErholungsIn einigen Bundesstaaten, so in den Hansastädten, haben die Kranten stätte gewähren." tassen bereits einige Funktionen der Invalidenversicherung übernommen, Ein schon früher gefaßter Beschluß, wonach im§ 45 Abs. 6. des die Einziehung der Beiträge, den Umtausch der Karten 2c. In den Krankenversicherungs- Gesezes die Bestimmung getroffen werden soll, Teilen Deutschlands, wo ein solches Einziehungsverfahren noch nicht daß Beschwerden gegen die von der Aufsichtsbehörde angeordneten besteht, werden, wie man ruhig sagen kann, 25 Broz. der Invaliden- Maßnahmen im Verwaltungsstreitverfahren entschieden werden sollen, beiträge unterschlagen.( Lebhafte Zustimmung.) Zur Verschmelzung wo ein solches nicht besteht, im ordentlichen Rechtswege, wird von der beiden Versicherungen ist es unbedingt nötig, daß der Kreis der diesem Kongreß erneuert. Lebhafte Zustimmung findet eine Resolution der Centralfommission der Krankenkassen Berlins, des Verbandes freier Krankenfassen, der Kommission vereinigter Krankenkassen zu Frankfurt a. M., der Freien Vereinigung der Drts- Krankenkassen Schlesiens und der Centralkommission der Krankenkassen Hannovers: Versicherten erweitert wird. Eigentlich sollten alle Personen, deren Annahme findet weiter ein Antrag:„ Es liegt im Interesse der Einkommen einen bestimmten Betrag nicht erreicht, versicherungs- Versicherten und Kassen, wenn bei Streitigkeiten die Aufsichtsbehörde pflichtig sein. Aber wenigstens das Handwerk sollte, wie es selber in erster, ein Fachschiedsgericht in zweiter und das Reichs- Ververlangt, dem Versicherungszwang unterworfen werden. In Deutsch- sicherungsamt in dritter Instanz entscheiden würde, wie dies bei der Land find Hunderttausende von Handwerkern vorhanden, denen es Unfall- sowie bei der Invalidenversicherung bereits in Geltung ist." ebenso schlecht geht, wie uns Industrie- Arbeitern.( Sehr richtig!) Angenommen wird ein Antrag der Allgemeinen Orts- KrankenDie Verschmelzung würde auch zur Gewährung ärztlicher Hilfe und kaffe für die gewerblichen Arbeiter der Stadt Herford:" Angesichts freier Medikamente an die Familienmitglieder der Versicherten führen der ungeheuren Anhäufung von Geldern bei den Invaliden- Vermüssen. Redner rät den Kassen, die Rechte, die ihnen§ 18 des ficherungsanstalten soll dahin gewirkt werden, daß in vorkommenden Invalidengesetzes gewährt, besser auszuügen. Viele Landes- Fällen, wo die Mittel der Krankenkasse nicht mehr ihren Ansprüchen versicherungsanstalten haben ihre Aufgabe noch gar nicht begriffen, genügen, statt eine Beitragserhöhung eintreten zu lassen, die Beihilfe namentlich solche, tvo veder Arbeiter noch Arbeitgeber auf den Vor- der Invalidenversicherung in Anspruch genommen werden kann. Die stand und Ausschuß Einfluß befizen. Der Ausbau des Heilstätten- Beihilfe der Invalidenversicherung soll in Anspruch genommen werden und Krankenhauswesens würde sich bei einer Vereinigung der beiden können, sobald der gesammelte Reservefonds auf die Hälfte der Versicherungen leicht bewirken lassen. Die Misere mit den Berliner gesetzlichen Höhe zusammengeschmolzen ist." Krankenhäusern ist bekannt. Die Krankenhäuser in den fleinen Städten und Landgemeinden aber sind so beschaffen, daß dem Versicherten ein Grauen überkommt, wenn der Arzt von Krankenhausbehandlung spricht. Redner erhebt scharfen Widerspruch gegen den Gedanken, daß bei einer Verschmelzung die Rechte der Versicherten beschnitten werden müßten. So schlägt Dr. Freund-" Im Interesse einer planmäßigen Betreibung der Erzielung Dresden die paritätische Verwaltung: Arbeiter und Arbeitgeber zu günstiger Verträge mit Apotheken, Aerzten, Krankenhäusern, Badegleichen Teilen unter Vorsitz eines Staats- oder Kommunalbeamten anstalten, Droguen, Milch- und Heilmittel- Lieferanten sowie der bor. Redner erklärt: Jch ziehe, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, Ausdehnung der bestehenden Krankenfürsorge ist die Bildung einen Arbeitgeber als Vorsigenden einem Beamten vor.( Sehr von Centralkommissionen sämtlicher Krautentassen eines richtig!) Dann gelangt wenigstens nicht der Bureaukratismus zur größeren Ortes resp. aller im Bezirk einer Aufsichtsbehörde oder Herrschaft. Zu der paritätischen Verwaltung liegt kein Grund vor. Landes- Versicherungsanstalt bestehenden Krankenkassen nach Mög Die Versicherung ist doch für die Versicherten da, und ihrer Selbst- lichkeit herbeizuführen. Diese Centralfommissionen treten zu einem berwaltung sind die Arbeitgeber doch nur eingegliedert, um den Arbeitern mit Rat und That beizustehen.( Lebhafte Zustimmung.) Die sog. Scharfmacher halten sich weder bei den Versicherten noch bei den Arbeitgebern lange in der Verwaltung. Jezt herrscht überall Frieden zwischen beiden Zeilen, auch in Sachsen. Gegen die Selbstverwaltung der Kassen sind die heftigsten Verleumdungen gerichtet worden. Wo ist bewiesen, daß parteipolitische Zwede gefördert worden sind? Mögen die Splitterrichter nur erst für die Beseitigung des Ballens forgen, daß öffentliche Gelder für Sedanfeiern verausgabt werden.( Sehr gut!) Referent beantragt folgen Resolution: Berlins Krankenkassen Alt- Glienicke. Mittwochabend 8 Uhr ist eine Mitgliederversamm lung des Wahlvereins. Vortrag des Genossen Wilhelm Wermuth. Reinickendorf. Mittwochabend 81 Uhr findet im Lokale von E. Muster, Berlinerstr. 29, eine Volksversammlung statt. Genosse Freiwald spricht über:" Die Bedeutung des 18. März." Bahlreiches Erscheinen, hauptsächlich der Frauen, erwünscht. Lokales. Eine verfehlte Sensation. Das offizielle Protokoll des städtischen Etatsausschusses enthält über die Sigung vom 9. März die folgende Mitteilung: Zum Etat Gehälter der Magistratsmitglieder wurde von einer Seite bemerkt, daß es in städtischen Kreisen vielfach Unwillen ers regt habe, daß seitens einiger Magistratsmitglieder Reporterdienste für Zeitungen geleistet werden, indem dieselben über Sigungen und Vorgänge in der städtischen Verwaltung den Zeitungen Berichte gegen Bezahlung geben. Gegen eine litterarische Thätigkeit der Magistratsmitglieder, Anfertigung von Leitartikeln und größeren Auffäßen für Zeitungen werde man selbstverständlich nichts einwenden können, im Gegenteil würden dergleichen Arbeiten aus berufenen und erfahrenen Kreisen zur Aufklärung recht oft gute Dienste leisten, aber durch Reporterdienste den fleinen Journalisten Konkurrenz zu machen und( sie) dadurch zu schädigen, sei eines Stadtrats doch wohl nicht würdig. Zur Beseitigung des Mißstandes dürfte es genügen, daß diese Anregung ins Protokoll aufgenommen werde und dadurch zur weiteren Kenntnis gelange. Höre gleichwohl die geschilderte Thätigkeit nicht auf, so werde man keinen Anstand nehmen, die Namen der Betreffenden zu nennen und direkte Schritte zur Abhilfe zu thun. Im Ausschusse wurde von einer Seite der Meinung Ausdruck gegeben, daß diese Angelegenheit lediglich ein Internum des Magistratskollegiums sei und von demselben geregelt werden müsse. Demgemäß erscheine es nicht richtig, die Sache durch das Protokoll in die Deffentlichkeit zu bringen, zumal dieselbe mancherlei Mißdeutungen ausgesetzt sein würde, vielmehr empfehle es sich, den Vorfizenden zu ersuchen, mit dem Herrn Oberbürgermeister, welcher verhindert sei, in der heutigen Sigung zu erscheinen, dieserhalb Rücksprache zu nehmen. Die Mehrheit des Ausschusses vertrat dagegen den Standpunkt, daß auf diesem Wege die Mißstände doch wohl nicht beseitigt werden würden, und daß es sich daher empfehle, die Angelegenheit durch das Protokoll gehen zu lassen, was denn auch bei der Abstimmung beschlossen wurde. Auch nach unsrer Meinung war es das beste, die Angelegenheit durch protokollarische Veröffentlichung flar zu stellen, jedoch aus Verbande zusammen, für welchen für die nächsten drei Jahre Berlin wesentlich andren Gründen, als die anscheinend entrüsteten Intermit der Centralfommission der Krankenkassen Berlins als Vorort be- pellanten es für erforderlich hielten. Ehrenkränkenden Gerüchten stimmt wird. Die Thätigkeit der bestehenden Organisationen von Kranken- fommt man am sichersten durch Aufhellung bei; ergiebt sich in fassen, wie der Verband von Drts- Krantentassen im Deutschen Reich, der solcher Erörterung die Schuld der Augegriffenen, so haben diese die Verband freier Krankenkassen 2c. sollen durch diesen bereits auf dem ersten Konsequenzen zu ziehen, stehen sie lauter da, um so besser für sie. Kongreß der Krankenkassen Deutschlands beschlossenen Verband der Und so wenig wir Ursache haben, dem Magistrat non Berlin und Centralkommissionen, der lediglich eine Vertretung für die allen feinen Mitgliedern das Wort zu reden, so wenig erscheinen uns in Versicherten gemeinsamen Interessen darstellt, in keiner Weise in die diesem Falle Anwürfe in der Sizung des Etatsihren Arbeitsgebieten beeinträchtigt werden. Ein Statuten- Entwurf Ausschusses angebracht. Diese Anwürfe gutheißen, würde bedeuten, für diesen Verband der Centralkommissionen" ist von der Centralfommission der auszuarbeiten daß die Mitarbeit an der Presse und ihre Versorgung mit NachDer Kongreß hält eine Verschmelzung der gesamten Arbeiter- und baldmöglichst den bereits bestehenden Centralkommissionen und richten, an sich als eine ehrenrührige Handlung zu erachten sei, und diese Ansicht wird ein Mensch mit gefunden Sinnen wohl einfach für versicherung im Interesse der Versicherten für geboten. Durch eine Verbänden von Krankenkassen zur Begutachtung zu unterbreiten. Dr. Friedeberg- Berlin begründet die Resolution unter närrisch halten. Es sieht denn auch so aus, als ob bei dem Teil folche würde eine viel schnellere und zufriedenstellendere Fürsorge lebhaftem Beifall. Er weist auf die starken Aerztevereinigungen, der Preffe, der in Entrüstung macht, ein bißchen Konkurrenzneid für die Kranken und Invaliden herbeizuführen sein; auch würden sich auf den Apothekerring hin, die den Kassen gegenüber stehen und darüber mitspielt, daß er nicht so gut mit kommunalen Nachrichten die Verwaltungskosten verringern. Zur Durchführung der Witwen, die es notwendig machen, daß sich auch die Krankenkassen versorgt wird wie andre Blätter. Hielt man dem derart entWaifen- und Arbeitslosen- Unterstützung würde durch eine solche Ber- zu gemeinsamer Aktion zusammenschließen. Die vielen verschiedenen einigung eine sehr geeignete Organisation geschaffen werden. Der Arten von Krankenkassen müssen eine Stelle haben, wo sie Dinge, rüsteten Teile der Presse die Stange, fo wäre Die Kongreß hält aber eine Verschmelzung nur dann für annehmbar, die allen Kassen gemeinsam, erledigen können. Die Gefahren, die Konsequenz solches Verhaltens, daß auch den Stadtverordneten die wenn dabei die Selbstverwaltung durch Versicherte und Arbeit der Selbstverwaltung der Kassen durch die Gesetzgebung drohen, Verbindung mit der Presse untersagt würde, und damit würde, wie geber, wie sie bei den organisierten Krankenkassen gegenwärtig müßten einmütig zurückgewiesen werden, wenn den Protesten Be- die Dinge heute liegen, wohl feinem gedient sein. Gut wäre es gegeben, nicht angetastet wird. Eine ersprießliche Socialreform ist nur dann zu erzielen, wenn bei deren Durchführung deutung beigelegt werden soll. Solch große einmütige Aftionen zu allerdings, wenn der Magiftrat für eine brauchbare Berichterstattung aus dem Roten Hause Sorge trüge; er selber wird wissen, daß der heute diejenigen, für welche sie gegeben, den wesentlichen Einfluß haben. ermöglichen, sei die Resolution gestellt. Opposition findet die Resolution nur bei den Vertretern der gewissermaßen monopolisierte Nachrichtendienst außerordentlich viel Es muß deshalb der lebhafteste Protest dagegen erhoben werden, daß jeder Fortschritt auf socialpolitischem Gebiet mit einer Ein- Innungs- Krankenkassen. Die Resolution wird mit überwältigender zu wünschen übrig läßt. Wir geben da der„ Volks- Zeitung" recht, Majorität angenommen. schränkung der Selbstverwaltung erkauft werden soll." welche nebenher bemerkt die Herren Jacobi und Langerhans als In der Diskussion drückt Görber Köln als Arbeitgeber seine Berger Weißwasser nimmt namens der am Kongreß teil- Urheber der Anzapfung nennt, und vom Magistrat fordert, daß er Befriedigung über das Referat aus und verurteilt, daß große Tages- nehmenden Arbeitgeber das Wort. Er erklärt, daß die Arbeitgeber gleich dem Bundesrat einen offiziellen, gut informierenden Bericht blätter noch immer behaupten, Arbeitgeber könnten in den Kaffen- mit dem Kongreß, speciell mit der Leitung des Kongresses und den über die Vorkommnisse im Rathause zur allgemeinen Verbreitung borständen nicht mitarbeiten, weil sie von den Socialdemokraten gefaßten Beschlüssen zufrieden gewesen sind. Er sagt besonders Dank herausgebe. majorisiert würden. Davon sei nirgends die Nede. Redner bean- dem Herrn Gräf, in dem der Kongreß ein Genie kennen gelernt habe. tragt die Reichsregierung zu ersuchen, die unteren Verwaltungsbehörden Er sei chnisch wie Heine, diplomatisch wie Bülow und schneidig wie und Versicherungsanstalten dahin anzuweisen, die Vorschrift, wonach diejenigen, die noch ein Drittel des üblichen Lohnes verdienen, nicht als invalid zu betrachten sind, so zu interpretieren, daß nicht die physische Möglichkeit, sondern die Gelegenheit, diesen Lohn zu verdienen, ausschlaggebend ist. Bergmann Breslau fordert in einer Resolution, daß in die Novelle zum Krankenversicherungs- Gesez die Bestimmung aufgenommen wird: innerhalb drei Jahren ist der Kassen zersplitterung ein Ende zu bereiten; die Orts-, Betriebs- und Immungskaffen eines Ortes sind zu einer leistungsfähigen DrtsKrankenkasse unter voller Aufrechterhaltung der Selbstverwaltung zu vereinigen; als nächſter Schritt ist die obligatorische Versicherungs pflicht für die Allgemeinheit der deutschen Arbeiter einzuführen. Die Resolutionen Görber- Köln und Bergmann- Breslau werden, als nicht streng zur Tagesordnung gehörig, für den letzten Punkt der Tagesordnung: Anträge, zurückgestellt. Damit sind die Arbeiten des Kongresses erledigt. Kardorff getvesen.( Stürmische Heiterkeit.) Tischendörfer Berlin sagt der Kongreßleitung und der Centralfommission Dank für die Vorbereitung des Kongresses und die unparteiische Führung der Geschäfte. Simanotosti Berlin schließt den Kongreß mit dem Ausdruck der Freude über den erfreulichen Verlauf des Kongresses. Die Meinungen haben sich geklärt. Die Regierung weiß nur, daß die Strankenkassen, mögen sie heißen wie sie wollen, sich die Selbstverwaltung nicht verkümmern lassen wollen. Berliner Partei- Angelegenheiten. frankenhause als Bauplatz für eine neue Kirche, der einen Wert von Der Ausgang des Prozesses über die Kirchenbaulast in Berlin tommt vielen Kirchengemeinden sehr ungelegen. Infolge Resoluts des Polizeipräsidiums hat der Magistrat schon, wie fürzlich mits geteilt, rund 800 000. an verschiedene Kirchengemeinden trot seines Einspruchs zahlen müssen. Inzwischen waren aber bereits wieder von der Gemeinde Heilig Kreuz nicht weniger als 468 393 M. zum Bau einer neuen Kirche, von der Gemeinde St. Paul 423 560 M. und von der Gemeinde Emmaus sogar 553 698 M., von der Gemeinde Golgatha 3917 M. und der Samariter- Gemeinde 3580 M. angemeldet worden. Die Gemeinde Heilig Kreuz verlangte außerdem noch den städtischen Blaz am Urban gegenüber dem Urbanhafen und dem Urbanetta 300 000 m. hat. In Summa würde der Magistrat also schon wieder rund 2 Millionen M. zahlen müssen. Das Polizeipräsidium hat aber einstweilen mit Rücksicht auf den Prozeß die Resolute be= anstandet und nun können die Kirchengemeinden noch etwas warten, bis ihre Wünsche erfüllt werden. Wären diese in Erfüllung gegangen Die Vertrauensleute. und hätte Berlin zahlen müssen, dann hätte man schon neue Achtung! Sechster Wahlfreis! Mittwoch, den 18. März, abends Forderungen in Bereitschaft gestellt; nicht weniger als abermals 8 Uhr, finden vier Boltsversammlungen statt, und zwar in folgenden 2 Millionen M. sollten angemeldet werden. Berlin hat ja das Lokalen: Puhlmanns( Fröbel), Schönhauser Allee 148; Ballschmieder, Badstr. 16; Kösliner Hof", Köslinerstr. 8; Peters, Mt- Moabit 80/81. Die Tagesordnung lautet: Der 18. März und seine Bedeutung für das arbeitende Volt. Referenten sind die Genossen Klees, Ledebour, Manasse, Vogtherr. Zu recht zahlreichem Besuch laden ein Erster Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am Mittwoch in Cohns Festsälen, Beuthstr. 20/21, eine Voltsversammlung stattfindet, in der Reichstags- Abgeordneter Heine das Referat über nommen hat. Das Thema lautet: Auf zur Reichstags Die Resolution Fräßdorf wird einstimmig angenommen. Als Gast nahm an den Verhandlungen noch Stadtrat Weinwahl". Zahlreichen Besuch erwarten reich Nigdorf teil. = In der Nachmittag- Sigung, der Schlußsigung des Ron greffes, werden die sonst noch vorliegenden Anträge erledigt. Der Referent, E. Gräf Frankfurt a. M., weist auf die große Fülle dieser Anträge hin; es empfehle sich, alle die Anträge, die geeignet sind, bestimmte Kaffengruppen zu verlegen, von der Diskussion auszuschließen. Auf einem allgemeinen Krankenkassentage tönnten nur allgemeine Kassenangelegenheiten erörtert werden. zahl der Anträge erledigt. " Für die Frauen Geld dazu. Die Quellen der Bevölkerungsvermehrung Berlins sind in den letzten Jahren in wechselnder Stärke an der Lieferung des Zuwachses beteiligt gewesen. Im Jahre 1900 hatten zwei Drittel des Zuwachses aus dem Ueberschuß der Zugezogenen über die Wegund nur gezogenen Die Vertrauensleute des sechsten Kreises. ein Drittel aus dem Ueberschuß der Charlottenburg. In der öffentlichen Versammlung des Social- Geborenen über die Gestorbenen hergerührt, im Jahre 1901 war Es wird nach diesem Antrage beschlossen. Damit ist die Mehr- demokratischen Wahlvereins, die am Donnerstagabend im Volts- infolge der Verminderung der Zuzüge und der gleichzeitigen VerEine andre Gruppe von Anträgen wird durch Annahme folgenden hause, Rojinenstr. 3, stattfindet, spricht Genosse Theodor Schwarz mehrung der Wegzüge der Zuwachs lediglich dem Geburtenüberschuß zu aus Lübeck über: Socialpolitische Zukunftsmusik. verdanken gewesen, und für 1902 tommt nun wieder ein Viertel Antrages des Arbeitervertreter- Vereins von München erledigt: ist die Galerie reserviert. des Bevölkerungszuwachses auf den Zuzugsüberschuß. Nach Vereinfachung der Organisation durch Schaffung großer leistungs- ist die Galerie reserviert. den neuerdings berichtigten Ergebnissen, die das städtische Statistische fähiger Kassen, sowie Zulassung zur Bildung großer Kassens Schöneberg. Heute, Dienstag, abends 8 Uhr, bei Obst, Amt jetzt über die Berliner Bevölkerungsbewegung von 1902 vers Meiningerstr. 8: Bersammlung des Wahlvereins. Vortrag des öffentlicht, brachte dieses Jahr einen Zuwachs von 24 800 Personen, Zu§ 1 des Krankenversicherungs- Gejeges werden Reichstags- Abgeordneten Adolf Ged:" Was lehrt uns der nämlich 18 569 aus dem Geburtenüberschuß und 6231 aus dem nach furzer Diskussion zwei Anträge von Krantenfaffen in refeld 18. März?"-Als besonderer Punkt der Tagesordnung ist noch Zuzugsüberschuß. Als besonderer Punkt der Tagesordnung ist noch Zuzugsüberschuß. Im Jahre 1901 hatte sich der Bevölkerungsund Braunschweig und der vereinigten Hilfstaffen nachzutragen: Neuwahl des Schriftführers. zuwachs auf nur 12 857 Personen gestellt, da die 16 348 Personen bon Hamburg- Altona angenommen: Obligatorische Aus- Marieudorf und Umgegend. Morgen Mittwoch findet eine Ver- aus dem Geburtenüberschuß durch einen Wegzugsüberschuß um Der Zuwachs von 1900 dagegen dehnung der Versicherungspflicht auf alle gegen Gehalt oder Lohn einsversammlung des Wahlvereins im Lokal der Witwe Welt( Her- 3491 vermindert wurden. beschäftigte Personen, einschließlich der Hausgewerbetreibenden, da- mann Reicherdt), Mariendorf, Feldstraße, Ede Ning- Chauffee, statt, hatte 42 493 Personen betragen, der Geburtenüberschuß 14 413, Gegensäge derfelben Art ergeben fern ihr Jahresgehalt 3000 M. nicht übersteigt; desgleichen auf alle in der Genosse Bartels einen Vortrag über Wolfsrechte und den der Zuzugsüberschuß 28 080.verbände. wenn man ganze Jahrfünfts mit einander vergleicht Das Jahrfünft 1896— 1900 brachte für Berlin einen Bebvlkerungs- zuwachs von 209 786, an dem der Geburtenüberschuß mit 85 002, der Zuzugsübcrschuß mit 124 784 beteiligt war. Dagegen hatte im Jahrfünft 1891— 1895 die Berliner Bevölkerung um nur 100403 Personen zugenommen, durch Geburten um 81 169, durch Zuzug um nur 19 239. Das Jahrfünft 1886— 1890 wiederum hatte einen Zu- wachs von 262851 gebracht. 77867 Geburtenüberschuß. 184984 Zuzugs- Überschuß. Es ist. wie man sieht, hauptsächlich die w e ch s e ln d e Höhe des Z u z u g s ü b e r s ch u s s e s. die die Stärke der Bcvölkemngsverniehrung wechseln niacht. Eine Familien-Tragödic. Gestern früh gegen 7 Uhr wurde die Feuerwehr nach der Holzschneidemühle von H. Nadge, Pallisaden- straße 77 gerufen. Dort hatte sich der Gastwirt Th. Metz mit seiner Frau und drei Töchtern im Alter von 9. 11 und 13 Jahren mit Leuchtgas vergiftet. Die amtlichen Ermittelungen haben ergeben, daß Mord und Selbstmord vorliegt. Metz betreibt dort im Vorder- Hause seit einem Jahre eine Gastwirtschaft, die sich aber keines großenZu- fpruchs erfreute, so daß die Verhältnisse nicht rosig waren und es schon zu Differenzen mit dem Hauswirt gekommen war. Die Familie bestand aus den Eltern, den drei Töchtern und einem Sohne von 16 Jahren. Dieser schlief mit einem Hausdiener zusammen hinter dem Gastzimmer. Beide sind verschont geblieben. Unmittelbar anschließend an diesen kleinen Raum befindet sich das Schlafzimmer der Familie, in welchem gestern früh die Familie tot auf- gefunden wurde. Als der Hausdiener erwachte und den jungen Metz weckte, bemerkten sie den Gasgeruch und schlugen Lärm. Die Feuerwehr wurde alarmiert und die Polizei benachrichtigt. Die Gasleitung wurde abgesperrt und alle Räume gelüftet. Alle Versuche, die fünf Personen wieder ins Leben zu rufen, waren vergeblich. Das Oberhaupt der Familie hat sich nach den Angaben des Ueberlebcnden schon längere Zeit mit Selbstmord- gedanken getragen und zu diesem Zweck einen mehrere Meter langen Gummischlauch gekauft. Mehrfach danach geftagt, was er denn mit dem langen Schlauch machen wolle, hat Metz stets ausweichende Antworten gegeben. Diesen Gummischlauch hat er zur Ausführung seiner That benutzt. Da in dem Schlafzimmer und in dem Vor- räum, wo sein Sohn mit dem Hausdiener schlief, keine Gasleitimg vorhanden war, hat er zunächt den Schlauch in der Küche, die mit dem Vorraum verbunden ist, an die Gasleitung befestigt, dann durch den Vorraum und durch ein Loch in der Wand in das große Schlaf- zimmer geführt. Das Loch hat Metz zu diesem Zweck besonders gebohrt. Sonntagabend gegen 12 Uhr hat Metz als letzter sich zu Bett begeben und vorher den Gashahn in der Küche geöffnet. Die Polizei hat die Leichen mit Beschlag belegt und das Lokal geschlossen. Auf einer Bank fand sie einen von Metz geschriebenen Zettel mit der Aufschrift:„Nadge ist an unsremTode allein schuld." Die Leichen wurden später nach dem Schauhause gebracht. Die That hat in der Pallisadenstraße natürlich großes Aussehen erregt. Ein Hauslehrer als Totschläger. Nach schwerer Mißhandlung durch seinen Hauslehrer ist dem„Berl. Tagebl." zufolge der fünf- zehnjährige Sohn Heinz des Direktors der hiesigen Deutschen Bank, Rudolf Koch, gestorben. Zwei Söhne des Direktors Koch weilten seit einigen Wochen in Drosendors bei Bamberg zur Erholung. Der ältere, fünfzehnjährige Heinz ist infolge schwerer Mißhandlung durch seinen Hauslehrer Dippold gestorben. Dippold wurde inzwischen verhaftet. Die Leiche ist nach gerichtlicher Sektion nach Berlin gebracht worden. Sonntagnachmittag hat in Wannsce die Beisetzung stattgefunden. Die Verordnung de? Bundesrats, wonach der Zusatz von Preservesalz und andern Mitteln zum Fleisch verboten wird, gelangte gestern zum erstenmal vor dem Schöffengericht zur An- Wendung. Ein hiesiger Schlächtermeister hatte trotz des Verbotes dem Schabefleisch Preservesalz zugesetzt, um demselben für längere Zeit das Aussehen der Friiche zu erhalten. Der Staatsanivalt meinte, daß nunmehr energisch gegen den Unfilg eingeschritten werden müsse, er beanttagte eine Geldstrafe von 200 M. Der Gerichtshof erkannte aus 50 M. Geldsttafe. Eine Erhöhung des Abonnements- Fahrpreises hat die Leitung der städtischen Straßenbahnen beschlossen, und zwar soll von, 1. April ab auf der Strecke Behrenstroße— Treptow und Mittelstraße—Pankow die Monatskarte 6 M. statt!vie bisher 5 M. kosten. Es erscheint denn doch sehr fraglich, ob die Gesellschaft auf diese Weise ihre Finanzen verbessern und sich die Sympathien des Publikums sichern wird. Die Siebengebirgs-Lotterie. Der Vorstand des Verschönerungs- Vereins für das Siebengebirge in Bonn erläßt zur Angelegenheit der Ungültigkeitserklärung der am 4.-7. d. Mts. erfolgten Ziehung folgende Erklärung:„Die gegen die Ziehung der fünften Serie der Siebengebirgs-Lotterie erhobenen Proteste sind seitens des Herrn Regierungspräsidenten nach Prüfung als unbegründet zurückgewresen. Die Auszahlung der Gewinne findet planmäßig statt." Die Verhaftung des Wechselfälschers, Ziegeleibesitzers Lüdicke aus Werder a. H., welche am Sonnabend in Berlin erfolgte, ist der Naivctät des Sohnes des Angeschuldigten zuzuschreiben. Als näm- lich von der Potsdamer Staatsanwaltschaft in Werder a. H. der tclegraphische Befehl eintraf, Lüdicke zu verhaften, begab sich der Polizeifergeant Brinncr in die Lüdickcsche Villa am Gliiidowersce, Ivo ihm von dem jungen Lüdicke der Bescheid wurde, sein Vater sei nach Berlin gefahren. Geschickt fragte nun der Polizeibcamte, wo dortsclbst die Lüdickeschen Verwandten wohnten, und nun platzte der junge Mann mit der Angabe heraus, daß dies in der Eltzholzstraße sei. Kaum war dies geschehen, als die Mutter erschien, den Sohn unwillig fortschickte und selber sehr vorsichtig die Unterhaltung mit dem Beamten fortsetzte. Dieser hatte sich aber die Berliner Adresse gemerkt, und diefe wurde nun der Kriminalpolizei mitgeteilt, welche Lüdicke in der Elßholzstraße festnahm und nach Werder zurückbrachte. Offenbar wollte sich Lüdicke einige Tage bei seinen Verwandten verbergen und Geldmittel zu seiner weiteren Flucht beschaffen, die wahrscheinlich seine Frau, welche ein eignes, sichergestelltes Ver- mögen besitzt, herangeschafft hätte. Lüdicke hatte sich, um sich un- kenntlich zu machen, wie ein Arbeiter mit einer gestrickten Jacke bekleidet und wurde in diesem Kostüm nach Werder zurückgebracht. Er mutzte dort förmlich Spießruten laufen, da der Transporteur nicht mit ihm die Straßenbahn benutzte, sondern ihn den halb- stündigen Weg vom Bahnhof bis zur Stadt zu Fuß zurücklegen ließ. Seine Ankunft verbreitete sich wie ein Lauffeuer in dem kleinen Städtchen. Im Gefängnis hat der Fabrikant L. aus der Hagenauerstr. 12 Selbstmord verübt. Er war in der Nacht dabei betroffen worden, wie er in einem Hause der Bahnhofstraße in Lichtenberg die Roll- jalousicn eines fremden Ladens aufzuheben versuchte. Ein Beamter nahm den sich sonderbar geberdendcn, anscheinend geistig gestörten Mann fest und brachte ihn ins Polizeigefängnis. Als man den Gefangenen nach einer Weile zum Verhör holen wollte, fand man ihn tot am Boden liegen. Er hatte sich einen Bindfaden als Schlinge um den Hals gebunden, dessen andres Ende an seinen, Fuße befestigt und sich dann durch Strecken des Beines erdrosselt. Ein sofort herbeigeholter Arzt versuchte vergeblich den Selbstmörder ins Leben zurückzurufen. Bon einem Dampfer in den Grund gebohrt wurde am Sonntag- nachmittag 3V- Uhr ein Lastkahn auf der Obersprce. Der Schiffs- eigner Stobernack aus Kalkberge- Rüdersdorf wollte mit seinem Stcinkahn erster Klasse, der für über 4000 M. Kalksteine geladen hatte, nach Spandau fahren. Als er die Schillingsbrücke fast erreicht hatte, kam der Schleppdampfer„Jriedefürst" hinter ihm hergefahren. rannte den Steinkahn, de» er noch vor der Brücke überholen wollte, dicht vor dem Bogen I am Heck an und beschädigte ihn so schwer, daß der Kahn sofort unterging. Auf die Hilferufe des Schiffseigners und feines Bovtsmanpcs, aicher denen sich niemand cm Med befand, eilten Schiffer von den Kähnen, die in der Nähe der Unfallstelle ankern, mit ihren Beibooten zu Hilfe und beteiligten sich an der Bergung der Betten und Kleidungsstücke, die sich in den Kajüten befanden. Die Bemannung kam unversehrt davon. Der Dampfer stoppte sofort und blieb zur Aufnahme des Vorganges liegen. Eine große Menschenmenge sah dem Untergange des Schiffes zu. das im Fahrwasser liegt und gehoben werden mutz. Kahn und Ladung sind versichert. Drei Radfahrer verunglückten am Sonntagnachmittag innerhalb einer Stunde, von 5 bis 6 Uhr, hinter dem Schlesischen Thor auf der Treptower Chaussee. Der 18 jährige Drechsler Max Wille aus der Manteuffelstr. 88, der in schneller Fahrt mit einem Fuhrwerk zu- sammenstieß, zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Der ebenso alte Sattler Franz Eggert aus der Wasserthorstr. 65, der ohne Zu- sammenstoß infolge übermäßig schnellen Fahrens stürzte, erlitt Quetschungen der Muskeln an beiden Armen. Der 21 jährige Kellner Hennann Przyreubel aus der Hagelsbergerstt. 4, der ebenfalls stürzte, brach sich das rechte Schlüsselbein. Alle drei wurden auf der Rettungswache am Görlitzer Bahnhof verbunden. Wilke mutzte dem Krankenhaus am Urban zugeführt werden, die beiden andren ihrer Wohnung. Im Arbeiterinnenheim, Brückenstr. 8, hält am Mittwoch, den 18. März, abends SVa Uhr, Herr Assessor Westpfahl einen Vortrag über„Die Rechte der Frau im Hause und im Staate". Fcucrbericht. Sonntagabend gegen 8 Uhr wurde die Wehr nach der Belforterstr. 27 gerufen, weil hier in einer Räucherkammer ein Feuer ausgekommen war, das aber bald abgelöscht werden konnte. In der Rosenthalerstt. 70 war kurz vorher in einem Keller alter HauSrat und VerpackungSniaterial in Brand geraten, während in der Fürstenstr. 15 Kleidungsstücke und Decken in Flammen standen. Durch die Explosion einer Aetherflasche war in der Wilhelmstr. 141 nachmittags ein Feuer entstanden, das indes noch im Entstehen unterdrückt wurde. Nach dem Bellealliance- Theater wurde die Wehr gerufen. weil hier in dem Kassenraum ein kleiner Brand ausgekommen war. In der Nacht zum Sonntag mußte in der Potsdamerstr. 96 a ein größerer Brand beseitigt lverden. Gegen 11 Uhr bemerkte man, daß aus dem Laden der Färberei„Groß- Berlin" dichter Rauch drang und alarnnerte die Feuerwehr. Als diese ankam, hatte der Brand schon eine größere Ausdehnung erlaugt. Es mußte daher fast eine Stunde tüchtig Wasser gegeben werden, bevor die Gefahr beseitigt war. Die Ent- stehungsursache ist nicht ermittelt. Außerdem hatte die Wehr in den letzten 24 Stunden noch von der Artilleriestr. 21, Uferstr. 18, von der Prenzlauerstratze 47 und noch von einigen andern Orten Alarmierungcn zu verzeichnen. In allen diesen Fällen handelte es sich jedoch um ganz unbedeutende Anlässe. Huö clen Nachbarorten. Lichtenberg. Die Gemeindevertretung hat den zweiten Bürger- meister U n g e w i t t e r, zur Zeit in Stargard in Pommer», zum besoldeten Schöffen(Beigeordneten) gewählt. Von 23 abgegebenen Stimmen fielen 21 auf Ungewitter, eine auf Hirsch, Stolp in Pomment und eine war unbeschrieben. Beschloffen wurde die Heranziehung der Stadt Berlin zu den Schul- Unterhaltungskosten der Gemeinde. Nach einer vorläufigen Feststellung würden rund 38 Klassen erforderlich sein für die Kinder, deren Väter hier wohnen aber in Berliner Fabrikbetrieben arbeiten. Der Gemeindevorstand berechnet danach den Beitrag Berlins auf Grund des Kommunalabgaben-Gesetzes für das Jahr 1902 mit 90 820 M.— Die beantragte Bewilligung der Kosten für die Ver- legung des GaszuführungSrohrs. ausgeftihrt ohne Beschluß des Kuratoriums, gab dem Gemeindevertreter Graner(Soc.) Gelegenheit, die Mitglieder der Kommissionen an die übernommenen Pflichten zu erinnern und gegen des Schwänzens der Sitzungen Klage zu erheben. Die Aurückverweisung des Antrags war der Erfolg. Die Kosten- beitrage für die Anlagen von Beleuchtungsvorrichtungen an Unter- nehmerstratzen wurde in Gemäßheit des OrtSstawtS auch für das kommende Etatsjahr auf 20 M. pro laufenden Meter Straßenlänge festgesetzt. RummelSburg. Die letzte Sitzung der Gemeindevertretung be- schäftigte sich nnt der Festsetzung des Etats, der in Ein- und Aus- gäbe mit 1 148 855 M. balanziert. Die hauptsächlichsten Einnahmen bestehen aus Staats- und Krcissteuern 61 000 M„ Gemeindesteuern, direkte Einkommensteuern bei 160 Proz. Zuschlag 171 000 M., Grundwertsteuer 320 Proz. 159 000 M., Gewerbesteuer 240 Proz. 36 000 M., indirekte Gemeindesteuern und Umsatzsteuer 59 000 M. Diesem steht eine Ausgabe an die Staatskasse von 56 000 M. und an den Kreis von 48 000 M. gegenüber. Die Verzinsung und Amortisiernng von Anleihen erfordert etwa 200000 M. Die Aufwendung für das Schulwesen beträgt 250 000 M., dem eine Einnahme von 30 000 M. mit der Staats» Beihilfe gegenüber steht. Die Ausgaben des Gemeinde- und Polizci-Amts belaufen sich auf 105 000 M., die der Friedhofverwaltung auf 13 000 M. und der Armen- und Waiscnverwaltung auf 37 000 M. Der Etat des Wasserwerkes weist eine Einnahme von 92000 M. und eine Ausgabe von 75 000 M. auf. Die Depot- und Werkstättenverwaltung schließt in Einnahme und Ausgabe mit 71000 M. ab, ebenfalls die Berliner Kanalisation mit 43000 M. Die Rummelsburger Kanalisationsanlage erfordert eine Ausgabe von 70 000 M., der nur eine Einnahme von 14 000 M. an Beiträgen der Grundbesitzer gegenübersteht. Von unsren Genossen wurde nachdrücklich auf das Mißverhältnis hingewiesen und eine Erhöhung der Beiträge verlangt. Der Gemeiudevorstand stellte für den nächsten Etat eine Erhöhung in Aussicht. Die KanalisationS- gebühr für Boxhaqen wurde von 4 Proz. des Nntzungswertes der Grundstücke auf 2% Proz. ermäßigt. Neu-Wcißcnfee. In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurde eine sechsgliedrige Kommission zur Vorberatung des Haus- haltsplanes für 1903 gewählt, der unter anderm unser Genosse Taubmann angehört; diese Kommission soll den Zweck haben, die Debatten im Plenum abzukürzen. Ob eS ihr gelingt, wird be- zweifelt.— Ebenso wurde die Wahl eines Schularztes vor- genommen, zu welcher vier Offerten eingelaufen waren, wovon das Höchstgebot sich auf 600 M. und das Mindestgebot auf 500 M. pro Jahr belief. Diese geringen Angebote sprechen nicht daftir, daß man an den Schularzt große Anforderungen stellen kann.— Der Gemeindevorsteher wurde ermächtigt, Pläne sür ein neu zu erbauendes Armenhaus anfertigen zu lassen.— Einem Antrag der alten Gemeinde Weißensee, die Wasserlieferung auf da? ganze Gebiet dieses Ortes auszudehnen, ist die Gemeinde- verttetung bereit, nachzukommen, sobald sie ihr Kanalisationsnetz vollständig ausgebaut hat. Da dieser Aushau aber auf lange Zeit hinaus nicht möglich ist, so ist der Beschluß einer Ablehnung gleich zu achten, man will die alte Gemeinde so zwingen, sich eingemeinden zu lassen, da man glaubt, die Stadtwcrdung hiervon abhängig machen zu können.— Die Anschlagsäulen unsreS OrtcS, welche durch ihren„schönen" Anblick bekannt sind, sollen abgerissen werden, um neuen Säulen Platz zu machen. Den Anlaß hierzu gab der Pächter selbst, indem er von der Gemeinde- Vertretung verlangte, die aus Anlaß des letzten Kaiserbesuchs ab- gerissenen sechs Säulen wieder aus Kosten der Gemeinde aufzubauen. — Ferner wurde die Gemeinde gezwungen, für eine Berliner Pro- stituierte 125 M. Heilungskosten zu bezahlen, da die betreffende Person sich die Krankheit bei Ausübung ihres Gewerbes angeblich in Neu-Weißensee zugezogen hat. Ncu-Weißenser. Folgenden Bescheid haben die hiesigen Genossen auf ihre Beschwerde betreffend die Nichtanslegung der Kommunal- Wählerlisten vom Landrat erhalten:„Nach Abschnitt B, Nr. 1, Abs. 17 der Ausführungs-Anweisung I zur Landgemeinde-Ordnung ist nur die auf Grund der Gcmeindegliederliste L!— das ist die Wähler- liste— in dem Zeitraum vom 15. bis 30. Januar in einem vorher zur öffentlichen Kenntnis zu bringenden Raum auszulegen, also nicht die Gcmcindeglieder- Liste. Daß diese Auslegung alljährlich stattfinden muß, ist weder in der Landgemeinde- Ordnung noch in der ministerielle» Ausführungsanlveisung bestimmt. Da in diesem Jahre regelmäßige Ergänzungswahlen daselbst nicht vorzunehmen sind, bedurfte es auch nicht der Auslegung. Dieser Bescheid kommt gerade in der Zeit, wo ein Mitglied der Gemeindevertretung verstorben ist. Bei einer nunmehr stattzufindenden Ergänzungswahl wären diejenigen Personen ihres Wahlrechts be- raubt/welche vor einem Jahr nach hier verzogen sind. Das haben die Gesetzgeber gewiß nicht gewollt. Der Bescheid wird die Ge- nassen veranlassen, sich an eine höhere Instanz zu wenden. Steglitz. Die letzte Gemeindevertreter-Sitzung bot den verschiedenen Parteien resp. deren Vertretern eine günstige Gelegenheit, die bei den Wahlen so gern gebrauchte Phrase von der „Rücksicht auf die Interessen der Gesamtheit" im besten Lichte zu zeigen. Bei der Beratung des Etats der Gemeindeschulen bean- tragte Rapp die llnentgeltlichkeit der Lehrmittel für sämtliche Volksschüler. In seiner Begründung führte der An- tragsteller aus, daß er nicht nur aus principiellen, sondern auch aus Gründen der ausgleichenden Gerechtigkeit die Unentgeltlichkeit fordern müsse, denn die von der Gemeinde auf den Kopf der höheren Schüler verwandten Mittel seien selbst nach Annahme seines An- ttags noch um ein ganz Bedeutendes höher als diejenigen für Volks- schüler. Die Mehransgabe von ca. 6000 M. könne die Gemeinde bei dem günstigen Stand ihrer Finanzen leichter tragen als viele arme Familienväter, für welche diese Ausgaben zu einer drückenden Kopfsteuer werden.— Zum Wort meldete sich niemand; für den Antrag stimmten nur die beiden Socialdemokraten. Die Vertreter der Hausbesitzer, die„Unabhängigen", die Mieter- Vertreter, sie alle finden es als selbstverständlich, daß für die Kinder der Wohlhabenden und Reichen von Gemeindewegen mehr aufgewandt wird als für die Volksschüler—„im Interesse der Allgemeinheit". Unter Punkt 2 der Tagesordnung erteilte die Versammlung dem „Ortsstatut, betr. die Bewilligung von Ruhelohn und Hinter- bliebenen-Versorgung für die im Gemeindedienst beschäftigten Per- fönen" ihre Zustimmung, nachdem noch auf Antrag Rapp die in den Betrieben der Gemeinde dauernd Beschäftigten mit einbezogen worden waren. Von dem Inhalt des Statuts können wir nur ver- raten, daß die Gewährung der Unterstützung an eine zehnjährige ununterbrochene Thätigkeit im Gemeindedienst geknüpft ist. Gcricbtd-Zeitung. Behelligungen der Presse. Der Mord am Franzosenpfuhl, dessen Thäter noch immer nicht entdeckt ist, hat den Anlaß zu einer Anklage wegen Beleidigung gegeben, die gestern die Redakteure Richard Ritter und Dr. Max Pollaczek vom„Kleinen Journal" bezw. der„Berliner Morgcnpost" vor die Straf- kammer 10 des Landgerichts I führte. Das eingeleitete Verfahren zeigt in recht charakteristischer Weise, wie die Presse, die sich bekannt- lich bei Kapitalverbrechen als die thatkräftigfte Bundcsgenossin der Behörden zur Ermittelung des Thäters zu erweisen pflegt, in steter Gefahr ist, unter Anklage gestellt zu fverden, sobald bei ihren im allgemeinen öffentlichen Interesse erfolgenden Mitteilungen Irr- tümer unterlaufen. Im März v. I. wurde bekanntlich im Franzosenpfuhl die Leiche des Dieners Godin, der bei einer Herr- schaft Unter den Linden im Dienste gestanden und eines Tages ver« fchwunden lygr, aufgefunden. Da an der Leiche Verletzungen vor- gefunden wurden, die von Säbelhieben herrührten, richtete sich der Verdacht der Thäterschaft gegen Dragoner, weil durch Briefe, die bei Godin aufgefunden wurden, der Beweis erbracht wurde, daß der Ermordete mit Garde-Dragonern gewisse Beziehungen unterhalten habe, lieber den Gang des von der Militärbehörde eingeleiteten Untersuchungsverfahrens brachten seiner Zeit die Zeitungen fort- laufend Miteilungen. Auch die Blätter der beiden Angeklagten hatten mehrere Notizen gebracht, die ihnen von zwei lange Zeit im Dienste der Presse thätigen Berichterstattern zugegangen waren; sie hatten diese Notizen veröffentlicht, nachdem sie ausdrücklich die Versicherung erhalten hatten, daß sie auf zuverlässigen Informationen beruhten. In einer dieser Notizen war gemeldet worden, daß u. a. auch der Gefreite Rcinhold Schirmer verdächtig erscheine und vorläufig in Gewahrsam genommen worden sei. Bei der Durchsuchung seines SpindcS habe sich ein ihn kompromittierender Brief vorgefunden, er habe mit dem Ermordeten in besonders freundschaftlichem Verkehr gestanden und erscheine so belastet, daß er in Gewahrsam genommen worden sei usw. usw. Wegen dieser Notiz ist der Stra fantrag gestellt und auch aufrechterhalten worden, obwohl dem beleidigten Gefreiten Schirmer jede ihn völlig rehabilitierende öffentliche Er- klärung seitens der Angeklagten angeboten wurde. Die Militär- gerichtlichen Untcrsuchungsaktcn sollen ergeben, daß gegen Schirmer ein Verfahren gar nicht geschwebt hat und daß er in dieser An- gclegenhcit nur einmal als Alibi-Zeuge für einen andern Ver- dächtigten vernommen worden ist.— Die Rechtsanwälte Morris und Dr. Thiele wiesen im gestrigen Termin wiederholt darauf hin, welche schwierige Aufgabe die Presse bei derartigen komplizierten Affairen im allgemeinen öffentlichen Interesse zu erfüllen habe, da sich bei der Kunde von einem Kapitalverbrechen die a» die Zeitungen gelangenden Notizen und Berichte naturgemäß häufen und die schnellste Erledigung verlangen. In diesem Falle seien die Mit- teilungen erprobter Berichterstatter auch noch durch eigne Recherchen ergänzt worden.— Im gestrigen Termin wurde nur der Bericht« erstatter H e l l w i g vernommen. Er versicherte, daß seine den Zeitungen gegebenen Mitteilungen teils auf direkten Mitteilungen des die Untersuchung führenden Assessors Fiebelkorn, teils aus eignen Recherchen im Regimcntsbureau des 2. Dragoncr-Regiments be- ruhten.— Rechtsanwalt Morris verwies darauf, daß nach dem Inhalt der Akten auch der Kriminalinspektor Braun auf dem Standpunkt gestanden habe, daß Schirmer verdächtig sei.— Rechtsanwalt Dr. Thiele bestritt, daß dem Angeklagten Dr. Pollaczek auch nur im entferntesten die Absicht oder das Bewußtsein der Be- leidigung innc gewohnt habe. Er brachte ferner zur Sprache, daß zur Sache das Zeugnis eines Burschen des Lieutenants v. Loebbeke wichtig sei; er habe sich bemüht, den Namen, des betreffenden Burschen zu erfahren, habe aber auf seine Anfrage eine Antwort nicht er- halten. Beide Verteidiger beantragten, falls»ich? schon jetzt Frei- sprechung erfolgen sollte, zu einem nächsten Termin die Vorladung des Assessors Fiebelkorn, des Ämtsvorstehers M u s s e h l- Tempclhof, eines Polizeisergeanten daselbst und des Burschen des Lieutenants v. Locbbeckc. Der Gerichtshof entsprach diesem An- trage. Auf Wunsch der Verteidigung soll der jetzt in Leipzig weilende Schirmer zum nächsten Termin persönlich geladen werden. Kolportage jeder Art ist in der Kaserne des zweiten Garde- Regiments verboten. Den Unteroffizieren des genannten Regiments fiel es daher auf, daß vor ungefähr Jahresfrist der Buchhandlungs- Reisende Simon G l a t t k e Zutritt zu der Kaserne erhalten hatte und ihnen ein Werk zum Abonnement anbieten konnte. Glattke erklärte dies dadurch, daß er mit einer besonderen Erlaubnis vom Regiment und vom Feldwebel ausgestattet sei. Das Wert, welches von dem Reisenden vertrieben wurde, war„Der Militär- a n w ä r t e r Er ließ durchblicken, daß die vorgesetzte Behörde es gerne sehen würde, wenn die Unteroffiziere auf das Werk abon- nicrten. Es sollte seiner Angabe nach aus 25 Heften a 90 Pf. be- stehen und in monatlichen Raten von 3 M. bezahlt werden. Vier Unteroffiziere ließen sich zu einem Auftrag herbei und wollten einen Bestellzettel unterschrieben haben, ohne von dem vorstehenden Text Kenntnis zu nehmen. Erst nach Lieferung der 25 Hefte ersahen sie. daß das Werk aus 110 Heften zu dem unverschämt hohen Gesamt- preise von 99 M. bestand. Sie machten nun Schwierigkeiten, die Buchhandlung bestand aber auf ihrem Schein und verklagte sie. Die Sache kam zu Ohren des Hauptmanns, der die Unteroffiziere, welchg keine Schulden machen dürfen, zur Rede stellte. Hierbei kam das Gcbahren des Reisenden zur Sprache und es wurde gegen ihn Straf- antrag wegen Betrugs gestellt. Im gestrigen Termin vor dem Schöffengericht hielt der Staatsanwalt einen Betrug für erwiese» Tnd beantragte gegen den Angeklagten eine Geldstrafe von 100 M. Der Verteidiger, Rechtsantvalt Friedmann, führte dagegen aus, daß trok der erwiesenen kleinen falschen Vorspiegelungen eine Verurteilung des Angeklagten nicht erwiesen sei, weil eine Vermögensfchädigung nicht nachgewiesen sei. Er unterbreitete dem Gerichtshofe verschiedene Schriftstücke von Armeecorps, welche die Anschaffung des Werkes empfahlen. Der Gerichtshof trat den Ausführungen des Verteidigers bei und fällte ein freisprechendes Urteil. Verein abftinenter Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins.| glaubte man, ein Unglück sei unvermeidlich; da gelang es schließlich Mittwoch, den 18. März, abends 8 Uhr, im Abstinentenheim", Neue ihn mit gewaltiger Anstrengung zum Stehen zu bringen. Der Zug Schönhauserstr. 12 II: Vortrag des Genossen Georg Davidjohn: Die hatte durch diese Heuschrecken mehrere Stunden Verspätung. Bedeutung des 18. März. Vermischtes. Witterungsübersicht vom 16. März 1903, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm 28indrichtung Windstärke 760 DGD 761D 757 Better Temp. n. G. 5° C. 4° R. Stationen Barometer Windrichtung Windstärke Metter 3 Haparanda 777 SGD 4bedeckt 753 23 3halb bd. 1 Petersburg 779 SD 2 bedeckt 2 Corf 2halb bd. 5 Aberdeen -wolfig-1 Baris 3bedect 2 Die am Sonnabend vor der vierten Straffammer des Land- Neues über den verschollenen Nordpolfahrer Baron Toll. Wie Stationen gerichts I begonnene Verhandlung gegen den Friseur Hermann gemeldet wird, ist der Boologe Bjelyneşti- Birulia, der zu Tolls Klöckner und den Kaufmann Walter Haase endete mit der Unternehmen gehört, in Irkutsk eingetroffen. Er hat in der Verurteilung der beiden Angeklagten wegen versuchten Betruges Abteilung Irkutsk der kaiserlichen Geographischen Gesellschaft über Swinembe. 768 DGD 4bebedt bezto. Beihilfe. Klöckner war, wie wiederholt sein mag, beschuldigt, Baron Toll folgendes mitgeteilt: Am 11. Mai 1902 trennte er sich Hamburg auf Grund eines von ihm fingierten Einbruchsdiebstahls in sein von Toll in der Bucht Nerpoloch und ging nach Neu- Sibirien, ivo Berlin Geschäftslotal Unter den Linden 59a versucht zu haben, Ersatz- er am 25. eintraf. Er verließ die Insel am 4. Dezember und er- Frantj./M. ansprüche gegen die Versicherungsgesellschaft Union" geltend zu richtete eine Hütte und eine Niederlage von 30 geschlachteten Nenn- München machen. Er hatte behauptet, daß ihm u. a. ein großer Posten tieren und Konserven. Baron Toll verließ seine Yacht„ Sarja" am Bien Parfümerien, Bijouterien und Toilette- Artikel im Werte von 9. Juni an der Nordküste der Insel und ging nach Rap Wysolji, wo mehreren Tausend Mart, die er angeblich kurz vor dem Einbruch er am 10. Juli eintraf. In der Hütte wurde eine Nachricht niedervon dem zweiten Angeklagten bezogen hatte, gestohlen worden sei. gelegt, daß alle gesund und die Hunde infolge genügenden Renntier- lebhaften südwestlichen Winden. Der Gerichtshof nahm auf Grund der sehr umfangreichen, viele fleisches gut genährt seien. Am 13. Juli ging Baron Toll nach Stunden füllenden Beweisaufnahme an, daß der Einbruchsdiebstahl Bennett- Land auf drei Schlitten mit 45 Hunden. Toll beabsichtigte, gar nicht stattgefunden habe, sondern von dem Angeklagten Slödner den Winter in Bennett- Land zuzubringen, falls die Sarja" nicht insceniert worden sei, um von der Versicherungsgesellschaft Geld zu freie Durchfahrt hat. erlangen. SIödner wurde zu einem Jahre Gefängnis, Haase wegen Beihilfe zu bier Monaten Gefängnis verurteilt, Klöckner auch wegen der Höhe der Strafe sofort in Haft genommen. Aus der Frauenbewegung. Genoffinnen Schönebergs! Grubenunglück. Infolge Bruches mehrerer Schachtringe wurden gestern früh auf der Zeche" Moltke" Schacht 4 bei Gladbeck laut Bochumer Zeitung" ein Steiger und sechs Mann verschüttet. Es ist bisher nicht gelungen, dieselben zu befreien. Das verlassene Schiff. Am Sonnabendabend schleppte der englische Dampfer„ Cossack" den Dreimaster Tasman" in den Hafen von Coruna ein." Tasman" wurde 120 Meilen vou Coruna entfernt von ihrer Mannschaft verlassen aufgefunden. Die Ladung des Schiffes war vollständig unversehrt, das Schiff selbst zeigte feine Wir machen ganz besonders aufmerksam auf die am Mittwoch, Spur von Beschädigung, und an Bord war alles in tadellosester den 18. März, stattfindende öffentliche Versammlung. In der Ver- Ordnung. Man tann sich nichts anders denken, als daß die Befammlung wird Genosse Otto Antric einen Vortrag halten, um mannung des Schiffes wegen Mangels an Trinkwasser das Schiff Anregung und Aufklärung zu geben, wie wir Frauen zu den heutigen verließ. Ueber die Mannschaft fehlt bisher noch jede Nachricht. Die Reichstagswahlen stehen und wie wir uns dabei nüßlich und thätig legte Eintragung im Logbuch geschah am 27. Februar. In der zeigen fönnen. Wir richten daher die Bitte an unsre Genossen, doch Kammer des Kapitäns fand man eine aufgeschlagene Bibel auf dem ihre Frauen zu dieser Versammlung gehen zu lassen, damit jede Tisch. Die Uhr ging noch! Frau am Tage der Wahl weiß, was sie zu thun hat. Die Vertrauensperson Frau Meilig. Wie die Alten fungen. Wie Reynolds Newspaper" behauptet, soll der Prinz von Wales in eine Standalgeschichte verwickelt fein. Der Prinz besuchte dreimal wöchentlich das Landhaus eines franzöfifchen Marquis, der eine auffallend schöne Gattin befigt. Oft setzte man sich auch nach Tisch zum Kartenspiel hin, an dem sich der englische Thronfolger beteiligte. Als er einmal 7000 Pfund vers Toren hatte, entdeckte er, daß falsch gespielt worden sei, und auf seine Bezichtigung gab die Marquise den Betrug auch zu. Der Pring drohte nun, daß er die Gesellschaft brandmarken werde, worauf die Anwesenden ihm ins Geficht lachten. Natürlich hat der Prinz seine Besuche eingestellt. Norwegische Frauenrechtlerinnen als Handlanger der Reaktion. Die Norwegische Frauenvereinigung hatte am 11. März in Kristiania eine Frauenversammlung veranstaltet, um über die Stellung der Frauen zu dem neuen Fabrikaufsichts- Gesezentwurf zu beraten. Man hatte in allen Fabriken, wo Arbeiterinnen beschäftigt werden, Einladungszettel verbreitet und die Leiter der Fabriken besonders aufgefordert, die Bettel zu verteilen. Die Unternehmer konnten diesem Wunsche gerne nachkommen, denn thatsächlich waren es ihre Interessen und nicht die der Arbeiterinnen, die in der Versammlung vertreten wurden. Durch den Vortrag der Referentin Ragna Nielsen, sowie Ein Eisenbahnzug durch Heuschrecken aufgehalten. Das fran durch die Ausführungen andrer bürgerlicher Vertreterinnen der Frauen- zöfifche Blatt Journal de Djibouti", dessen Leiter von einer Reise fache zog sich wie ein roter Faden der Gedanke, daß es vor allem nach Diré- Daouah zurückgekehrt ist, berichtet von einem merkwürdigen darauf ankomme, in den Arbeiterschutzbestimmungen völlige Gleich Vorkommnis. Der Zug, in dem er fuhr, blieb hinter der Brücke von heit zwischen Frauen und Männern herzustellen und dementsprechend Chebele plöglich stehen. Die Maschine fonnte ihn nicht mehr ziehen, die Beschränkung der Arbeitszeit der Arbeiterinnen und die Räder drehten sich, ohne daß der Bug weiterrückte. Die abzulehnen. Der Standpunkt der proletarischen Frauen wurde von ganze Strecke war von einer dicken Lage von Heuschrecken bedeckt, Martha Tynäs, Anna Näs und Nicoline Barson vertreten. Da die und die Mäder der Lokomotive hatten so viele Tiere zermalmt, daß Versammlung jedoch wesentlich von bürgerlichen Frauenrechtlerinnen sie mit einer dicken flebrigen Masse überzogen waren, die ihnen das und von unorganisierten Fabritarbeiterinnen besucht war, wurde eine Fassen der Schienen unmöglich machte. Die ganze Gegend schien Resolution angenommen, worin gegen die Einschränkung wie mit einem gelben Teppich bedeckt. Schließlich kam man mit der Arbeitszeit der Frauen protestiert wird; eine Hilfe von Sand und Steinen weiter, und der Zug stieg langsam der entgegengesetzten Ansicht entsprechende Resolution wurde nicht zur eine Anhöhe hinauf, als die Räder wieder versagten und der Eisen Abstimmung gebracht. bahnzug nun nach rückwärts glitt. Da auch die Bremse versagte, 3. Ziehung 3. Klaffe 208. Kgl. Preuß. Lotterie. Blehung vom 16. Mara 1903, vormittags. Nur die Gewinne über 172 L find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdrnd verboten. 97 121 77 240 59[ 300] 94 382 501 717 92 1040 317 74 547 62 646 95 725 93 2079 295 390 458 521 74 88 620 796 821 967 3253 667 70 787 813 912 58 64 92 4167 242 375 79 452 84 728 945 5363 81 549 81 6157 276 826 30 44 7026 170 306 604 20 32 747 824 8010 22 200 39 468 591 771 997 9081 434 46 760 904 10036 256 83 91 304 62 522 90 719 888 11002 25 109 33 64 80 276 376 451 707 29 85 859 92 12014 40 366 464 057 64 701 10 37 38 51 813 38 958 13036 78 159 239 337 730 57 856 962 14217 306 597 806 936 83 15096 167 232 348 67 467 627 716 90 955 81 43001 16055 104 492 665 838 93 909 86 17024 95 194 374 794 813 18063 156 81 253 413 59 88 542 731 88 854 902 14 19051 287 352 92 629 30 717 800 973 20226 306 37 639 89 838 97 21141 314 832 22425 607 35 56 716 22 23008 19 40 159 322 445 514 48 68 719 868 91 911 24047 61 301 79 535 721 77 986 25054 56 237 437 40 604 888 999 26089 109 212 416 18 607 42 891 960 27135 59 201 57 305 25 56.90 769 957 98 28004 91 128 204 326 409 36 557 741 854 936 29080 93 141 249 455 75 82 635 972 115113 420 66 607 763 116406 645 723 69 815 24 916 35 117086 246 85 371 450 54 675 714 904 70 118043 202 477 701 863 979 119019 92 149 330 65 95 502 29 780 963 120001 97 515 706 830 121265 301 60[ 500] 577 99 789 800 22 974 13001 122005 8 212 422 665 723 91 123081 211 76 598 953 124055 312 13 682 716 88 872 125161 201 8 28 45 430 522 49 77[ 500] 652 723 91 866 126006 24 37 93 413 656 785 857 127020 314 475 667 778 839 128112 274 370 401 773 801 129023 53 213 561 91 807 130173 212 384 637 69 799 966 131092 176 505 626 40 58 858 132055 354 74 541 715 51 811 929 133073 91 168 428 575 96 617 717 69 134012 269 337 49 426 60 510 755 81 135140 304 95 98 99 430 747 862 136040 55 56 87 191 98 361 86 461 601 712 43 137142 410 916 74 138223 559 64 688 97 739 78-822 139048 99 154 212 21 85 475 530 30001 140008 160 96 375 85 415 61 643 141006 191 485 96 530 772 84 864 945 142175 228 48 415 546 617 799 143058 273 83 501 39 67 96 783 821 144046 47 103 7 372 82 426 532 46 610 841 962 145027 93 196 409 68 87 645 702 929 146242 304 545 75 147089 184 213 86 311 407 38 558 705 16 929 148341 979 149002 25 56 60 95 166 232 37 52 425 40 61 579 811 51 87 942 150213 28 476[ 500] 505 76 624 37 749 830 55 58 85 151113 24 28 436 593 660 710 16 816 917 152474 89 591 700 15 34 78 820 33 963 153029 258 364 526 614 46 781 920 56 154077 173 299 430 703 843 86 911 53 155088 115 456 95 582 629 31 80 951 389 405 36 51[ 300] 52 918 47 98 158012 118 65 296 524 671 739 816 33 159048 62 98 234 47 77 404 61 689 778 869 953 30107 54 266 74 416 61 87 554 68 659 787 89 847 931 31125 39 278 429 616 87 881 85 91 984 32032 41 71 78 136 52 451 809 951 33015 70 261 328 416 54 518 657 65 729 41 869 929 34073 136 371 431 568 653156255 809 67 537 705 877 921 157025 107 90 201 823 910 39 35077 197 245 676 832 976 36057 117 244 657 779 801 50 97 963 69 96 37034 60 94 150 202 417 567 728 924 43 61 38031 229 34 302 434 66 589 782 829 993 39133 61 202 96 356 475 501 614 876 40345 74 498 586 689 41021 473 609 24 806 73 900 42002 209 303 436 644 849 61 43162 84 231 40 83 329 71 91 684 780 820 988 44061 168 224 301 41 483 91 92 45015 89 308 55 72 420 786[ 500] 852 46192 222 50 66 321 94 403 509 605 712 985 47510 82 681 732 918 40 48063 427 41 597 702 38 824 42 49323 24 425 629 797 883 928 95 50045 464 94 611 76 726 64 72 967 82 51010 223 400 10 556 72 92 638 727 33 816 68 52220 54 80 87 354 510[ 1000] 29 33 616 814 46 53097 200 80 92 99 367 78 408 19 62 70 684 736 54033 119 291 312 438 619 775 850 57 78 911 49 55089 105 45 237 342 59 66 608 824 940 88 56009 14 38 128 38 262 332 421 588 623 37 745 57 841 57008 122 211 589 644 54 746 70 58093 94 317 90 425 46 678 705 855 59005 132 42 305 446 70 648 711 818 972 60008 551 682 710 907 61035 45 57 264 308 44 595 651 56 733 854 62091 113 74[ 300] 76 260 344 444 45 63 93 507 615 73 711 60 804 63097 217 320 91 454 738 58 64229 422 44 629 87 712 37 50 91 891 919 65279 92 518 98 696 763 908 57 66216 321 604 16 962 77 67000 70 81 111 268 302 80 90 418 667 866 de 72 903 68450 722 39 42 64 77 69049 133 380 401 79 610 70169 233 365 791 70169 233 365 791 71117 19 46 259 514 33 80 793 962 95 72021 41 53 460 641 51 76 716 900 73085 322 419 544 95 871 74048 49 126 30 60 200 363 65 522 656 99 894 75395 525 74 634 43 823 62 76051 092 97 314 25 444 577 616 68 74 77049 51 251 388 402 583 674 869 78174 88 226 59 79 301 432 579 79268 82 471 85 614 21 711 86 942 80071 111 56 289 336 73 82 573 601 857 81103 75 415 846 955 82071 151 336 77 450 90 574 83352 71 85 505 648 741 910 84092 95 186 293 314 80 526 673 736 988 85102 342 405 650 59 778 86055 352 475 791 807 17 73 98 990[ 1000] 87045 51 122 521 651 849 908 85 88238 454 640 749[ 300] 833 46 963 89148 73 285 311 14 97 420 62 591 638 809 70 90251 54 363 443 688 745 802 26 971 91003 70 033 308 53 421 860 92137 333 39 954 93004 67 116 202 11 44 424 542 601 85 94146 364 89 532 624 74 706 36 811 81 939 54 95154 307 532 652 737 43 78 898 96089 147 248[ 300] 312 16 56 497 839 40 988 $ 7111 24 216 437 94 563 723 44 894 916 96 98095 438 93 266 350 428 721 871 993 99111 45 92 222 35 375 79 504 616 37 706 23 68 884 968 160068 154 389 628 923 161005 32 532 58 622 774 897 908 162227 303 52 583 630 34 36 747 935 43 56 57 62 163001 303 94 662 767 959 164147 201 28 60 88 373 463 504 27 65 667 72 87 725 82[ 3001 823 24 41 165068[ 3000] 87 200 68 421 92 516 55 750 166121 77 366 806 167257 379 535_627 814 935 73 96 168129 269 88 316 55 68 647 763 76 879 169065 87 279 306 563 97 629 933 73 170091 134 402 13 826 43 78 979 171321 95 413 537 54 787 809 68 967 94 172171 232 355 647 48 793 852 79 173093 186 216 36 332 599 736 77 981 174006 28 124 99 263 66 311 422 561 652 774 954 94 175056 69 419 584 96 650 737 852 176391 427 92 610 936 177035 138 202 376 623 762 838 946 178044 276 78 463 825 86 179153 250 329 441 533 727 28 818 71 180414 615 18 719 61 824 36 47 919 23 181004 85 134 233 45 378 481 580 719 45 182523 30 690 704 183070 252 407 90 631 67 927 184186 782 99 945 67 185119 274 389 626 37 799 843 186030 255 652 920 37 82 187039 84 223 66 307 22 468 505 603 188122 28 292 749 912 189208 56 351[ 1000] 404 660 725 36 55 64 895 979 190212 30 373 451 526 82 690 821 945 191077 126 49 51 304 36 70 406 41 562 850 952 192027 167 99 213 409 47 940 193025 108 19 40 64 374 493 806 195244 73 64 908 194533 58 97 652 93 94 879 930 327 94 501 27 622 794 825 74 196053 63 114 77 336 404 655 707 847 197169 205 312 30 48 75 400 56 87 93 599 716 825 938 198109 516 67 941 86 199134 55 301 30 412 65 586 692 200117 419 677 780 809 49.999 201090 203 24 403 766 816 952 202034 77 102 65 372 463 683 783 98 875 931 97 203026 122 208 370 73 479 589 715 19 803 88 946 204085 219 310 448 550 79 87 782 847 954 205002 3 78 99 174 83 221 35 85 332 562 629 737 853 206044( 5000] 150 75 453 567 762 82 837 207039 550 601 724 60 991 208169 285 390 404 209184 279 306 89 512 747 50 210005 24 258 81 96 413 525 77 80 601 798 893 211063 158 353 419 831 63 91 913 22 212010 47 58 85 140 257[ 500] 356 452 68 526 56 690 716 42 73 894 213023 405 36 13001 544 52 54 641 74 728 214012 115 35 209 25 380 464 650 53 740 921 59 215020 162 310 421 512 632 708 855 997 216010 26 73 125 270 362 410 620 63 705 33 62 77[ 500] 881 931 34 79 217154 95 316 464[ 300] 561 84 748 822 28 33 52 928 218122 79 219 55 66 307 50 474 58 943 219008 122 272 420 84 85 573 775 919 81 100130 50 78 409 96 640 70 878 944 101104 487 539 606 87 738 847 68 983 102035 311 518 24 39 696 904 8 103003 61 123 247 75 470 583 665 84 736 826 104117 374 529 80 609 745 105124 356 615 814 904 59 106248 530 34 85 606 781 951 80 84 107119 268 409 80 700 1 924 108266 331 509 672 757 89 934 47 109013 68 287 324 410 49 513 75 94 621 703 802 110077 96 180 96 203 414 607 823 59 77 988 111121 406 27 96 520 112106 79 295 400 525 59 73[ 1000] 709 68 113040 73 323 480 92 682 772 825 14019 179 293 312 448 536 706 93 813 20 88 979 92, au 1000, 14 su 500 Wit, 220027 241 332 74 475 527 978 221020 126 58 208 413 626 840 944 95 222045 131 210 67 69 73 419 849 223407 20 28 31 92 610 61 764 849 914 38 53 98 224127 68 230 355 514 20 739 mewinnrade verblieben: Gewinn zu 60 000 Mart, 1 A 15 000 W, 2 8 10 000 r., 2g 5000 W, 2& 3000 1Dunst 3 heiter 757 SS 1 bedeckt Temp. n. C. 60='|| 7 758 Still 762 GD Wetter- Prognose für Dienstag, den 17. März 1903. Milde, jedoch vorherrschend wolkig mit leichten Regenfällen und ziemlich Berliner Wetterbureau. Allen Verwandten und Befannten die traurige Nachricht, daß unsre liebe Mutter, Schwiegerund Großmutter, die Witwe Alwine Fliegner am 15. d. M., früh 2 Uhr, nach langem schweren Leiden vers storben ist. Die Beerdigung findet am 18. b. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des NazarethKirchhofes, Dalldorfer Chaussee, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Tischler 29295 Georg Schmitt nach langem schweren Leiden am Freitag, den 13. d. M., abends 10% Uhr, im 46. Lebensjahre sanft entschlafeen ist. Dies zeigt tiefbetrübt an Wilhelmine Schmitt geb. Neumann nebst Kindern, Plan- Ufer 92c. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 17. d. M., nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofes aus statt. Danksagung. Teilnahme, sowie für Spendung herr Für die vielen Beweise innigfter lichster Stränge und überaus großer Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unfres guten Baters Wilhelm Anders Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unfre gute Tochter, Schwester, Schwägerin und Enfelin Elise Hoffmann, geb. Theimer, am Sonntag, den 15. März cr., nach dreiwöchentlichen schweren Leiden gestorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, 18. März, nachmittags 32 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Schöneberger Kirchhofs in der Mar ftraße aus statt. 29626 Dies zeigt tiefbetrübt an im Namen der Hinterbliebenen Max Hoffmann, Cheruskerstr. 16. Am Sonnabend, den 14. d. M., verschied nach langem schweren Stranfenlager mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwager und Schwiegersohn, der Rentier Friedrich Kroll, früherer Teilhaber der Firma Hülsenbeck, Kroll& Co. im vollendeten 44. Lebensjahre. Dies zeigen um ſtille Teilnahme bittend an 29506 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 18. März, nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des Central Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Danksagung. wandten, Freunden und Bekannten, Herzlichen Dank allen lieben Berinsbesondere den Kollegen der Firma J. Drechsler, für die Teilnahme und lagen wir hierdurch allen Berwandten zahlreichen Kranzspenden bei der Kollegen und Mitarbeitern der Fabrit Hermann Pfander sowie für und Bekannten, insbesondere den Beerdigung meines geliebten Mannes von Theodor Bellenbaum umsren die mir zu teil gewordene Unterstützung tiefgefühlten Dant. 29485 nochmals innigen Dank. 29606 Bitte Anna Anders nebst Sindern. Die tiefbetrübte Witwe Emma Pfunder. 3. Biehung 3. Klaffe 208. Kgl. Preuß. Lotterie. 133 77 472 579 795 838 66 968 115098 456 13001 23 Biehung vom 16. März. 1903, nachmittags Nur die Gewinne über 172 We find den betreffenden Nummern in Klammern Seigefügt ( Ohne Gewähr.) Nachdrud verboten. 3 82 193 220 336 401 45 608 710 88 1388 437 548 64 772 803 51 912 2091 209 413 836 60 918 3005 236 500 98 634 87 736 93 808 974 89 4229 32 580 603 92 784 927 49 5024 248 596 672 81 719 959 71 6056 228 91 350 431 609 725 74 90 96 881 955 7168 235 342 521 837 964 8080 315 51 405 6 532 700 75 805 34 946 9108 97 203 37 301 31 419 512 667 751 819 964 10006 67 457 747 76 927 11043 522 614 24 36 95 718 800 914 12007 44 104 200 463 501 26 35 767 72 83 805 950 13152 238 77 485 582 853 14003 304 454 577 682 706[ 3001 904 15124 340 42 480 575 826 16136 74 244 436 556 72 604 716 800 947 1.7146 256 768 854 937 18081 219 388 456 723 852 82 95 19002 11 39 168 580 620 96 807 24 46 932 20010 76 329 57 445 509 653 71 871 934 89 21053 144 253 597 645 715 22030 43 120 348 447 92 98 516 92 834 50 943 23038 71 109 37 54 71 202 84 315 495 557 60 620 762 852 87 926 24005 179 364 413 608 754 83 924 25124 306 417 59 553 695 984 26126 526 647 704 829 27058 224 27 87 369 632 87 702 927 28124 66 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März nachmittag Ites. 134 114 ftatt 134 110. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.