Nr. 66. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährt. 3,30 Mr., monaff. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. wollte. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel zeile oder deren Naum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben Iverben. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Neue Einfuhrchicane. Donnerstag, den 19. März 1903. Den Vorteil hätten lediglich die agrarischen Beutepolitiker, die Wucherzöllner; sie heimsten den zeitigen und den fünftigen Vorteil ein. Was aber könnten uns Handelsverträge nüßen, die mit solchen Mitteln der Grenzchikane zu stande gekommen wären? Sie würden durch den voraufgegangenen Stampf so viel Verbitterung bei dem ins Vertragsverhältnis eintretenden Lande schaffen, daß die deutsche Ware durch verminderte Einfuhr mehr geschädigt würde als alle Handelsverträge ihr nützen können! Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Wernihrecher: Amt TV. Mr. 1984. Neichstag. Die deutsche Konsumentenmaffe würde dadurch in eine schlimme Jeder Saß dieser Kleinen Erzählung bietet eine Offenbarung Lage geraten. Giebt das Ausland nicht nach, dann müßte die von den politischen Auffassungen und Zuständen in den höchsten deutsche Regierung, nachdem sie einmal den Weg betreten hat, Reichsregionen. Es sei uns fern, diese Offenbarung irgendwie durch Bor ein paar Monaten erst ist im Reichstage über den schärfere Maßnahmen folgen lassen. Auch das Ausland würde zu Zweifel an ihrer Wahrheit anzurempeln. Fleischmangel und die Höhe der Fleischpreise inter- Chifanierungen deutscher Waren greifen und die Grenzchifanierungen pelliert worden. Die Fleischnot ist nicht bloß hervorgerufen worden hüben und drüben, die lange Zeit währen können, könnten sich zu durch die Zölle auf ausländisches Vieh und Fleisch, sondern auch einem Handelspolitischen Kriege auswachsen, der der deutschen durch die Grenzsperren. Indem seit Jahren aus sanitärem Arbeiterklasse, in Form der Verteuerung ihrer dritter Lesung erledigt. Die Novelle zur Seemanns- Drdnung wurde am Mittwoch in Interese" die deutschen Grenzen gegen die ausländische Vich- und Lebenshaltung, die ganzen Kriegskosten aufbürdete. Genosse Molkenbuhr machte das Centrum darauf aufmerksam, daß ihm bei einer von dem Präsidenten Fleischzufuhr gesperrt wurden, schuf man auf dem deutschen Markte Grafen zu Stolberg mit dem üblichen Ungefchick dirigierten Abeinen tunstlichen Mangel an Fleisch. Je geringer der Auftrieb ftimmung ein Versehen passiert ist. auf den Vieh- und Schlachthöfen war, je mehr füllte sich die Erklärungen des Dr. Spahn wurde mit den Centrumsstimmen die Entgegen den bestimmten Tasche der preußischen Viehjunker mit den Hungergrofchen, die sich obligatorische Bestimmung beseitigt, daß ein Schiffsmann zu den das arbeitende Bolt vom Munde abdarben mußte, wenn es See- Schöffengerichten hinzugezogen werden muß. wenigstens am Sonntag ein Stüd Fleisch auf dem Tische sehen Hamburg zum direkten Ausschluß der Schiffsleute von diesen Gerichten Das hat in geführt und trägt jedenfalls nicht zur Erhöhung des Vertrauens zu Gegenüber der socialdemokratischen Fleischnot- Interpellation verschanzte sich Graf Bülow hinter Erhebungen", die er über den Umdiesen Gerichten bei. Der Centrums- Abgeordnete Kirsch gab ohne Ist aber die deutsche Regierung bei ihren beabsichtigten Maß- weiteres zu, daß seine Parteifreunde falsch abgestimmt hätten, fang der behaupteten Fleischnot vornehmen lassen wollte. Für den nahmen gegen die ungarische Geflügeleinfuhr nicht von dem wollte aber von einer Wenderung nichts wissen, da sonst das preußischen Landwirtschaftsminister Podbielski existierte eine Fleischnot Gedanken geleitet, eine Preffion auf dieses Land in Sachen Inkrafttreten der Seemanns- Ordnung zum 1. April in Frage gestellt überhaupt nicht, und gleichzeitig ließ der Kampf gegen den Bolltarif der Handelsverträge auszuüben, dann ist das ganze Vor- würde. Auch bei der Einzelberatung scheiterten unfre Versuche, für die Klagen des Volkes über die Fleischnot und die hohen Fleischpreise gehen absolut unverständlich. Man muß dann fragen, welche die Molkenbuhr und Herzfeld eintraten, bessere Beverstummen. agrarischen Hintertreppeneinflüsse wieder im Spiele ftimmungen über die Familienunterstügung erkrankter Seeleute und sind, daß den Junkern dieser neue Vorteil, der sich für die Geflügel- über die Musterrollen in das Gesetz mit aufzunehmen. züchter zu ein paar Millionen fununieren tann, zugewendet werden foll? Die Beteiligung des Reiches an der Weltausstellung in St. Louis gab zu einer turzen Debatte Anlaß, in der der freifinnige Abg. Erst Zollerhöhung und dann obendrein Erschtrerung der Dr. Müller Meiningen auf den ungenügenden Schutz der Einfuhr durch fanitäre" Grenzplacerei! Fürwahr, die Agrarier litterarischen Produktion Deutschlands in Amerika hinwies, und fönnen triumphieren. Staatssekretär Graf Posadowsky Werhandlungen mit der amerikanischen Regierung zusagte, um die in Amerika ausgestellten Gegenstände des deutschen Kunstgewerbes und Buchhandels vor unbefugter Nachahmung zu schützen. Die Forderung für St. Louis wurde angenommen, nur ein Teil der Konservativen stimmte dagegen, um seinem Haß gegen die Union Ausdruck zu verleihen. Auch der Etat der Expedition nach Ostafien gab zu feinen principiellen Debatten Anlaß. Staatssekretär v. Richthofen wiederholte die Erklärungen, die schon in der Kommission abgegeben worden sind und wonach die Regierung es nicht vers antworten will, daß die deutschen Truppen sofort ganz aus China Der Abstrich von 3 Millionen, den die Man hätte nun glauben sollen, daß die Regierung, nachdem sie ihren geliebten Agrariern das Millionengeschenk der erhöhten Biehzölle zugewendet hat, es nun genug fein ließe und daran dächte, die Volksmassen in andrer Weise zu entlasten, indem sie wenigstens in den Grenzsperren einige Linderung schife. Weit gefehlt! Das Junkerintereffe bleibt Trumpf! Die Regierung ist aber dabei, das System der Grenzfperren noch weiter auszubauen. P Den Interessen der deutschen Konsumenten entspricht es, endlich einmal Bresche zu legen in die Mauer der Grenzsperren und Einfuhrerschtverungen, die uns unsern Lebensunterhalt in unerhörter Weise vertenterit. Politische Ueberficht. Berlin, den 18. März. Kaiserliche Reichstags- Kandidaten. # Der ungarisch- offiziöse Bester 21ohd" bringt die Nach richt, daß das dortige Ministerium erfahren habe, die deutsche Regierung wolle vom 1. April d. J. ab für die Einfuhr von lebendem und geschlachtetem Geflügel aus Deftreich Ungarn derartige Veterinär- und Kontrollmaßregeln zur Anwendung bringen, daß dadurch der ganze ungarische Export in einer Weise behindert werde, daß man von einer gänzlichen Unterbindung desselben sprechen könne. Handelte es sich hier um Maßnahmen im gesundheitlichen Interesse des deutschen Boltes, das die Königsberger Hartungsche Zeitung" foeben enthüllt. Es zurückgezogen werden. Es ist ein wundersames Bild der politischen Sitten unfrer Zeit, so sollten uns die drohenden Schädigungen östreichisch- ungarischer wird erzählt von allerseltsamsten Geschehnissen in der Zeit der Wahl- Kommission vorgenommen hat, wurde vom Plenum bestätigt. Geflügelzüchter wenig fümmern. Hier aber handelt es sich offenbar vorbereitungen bei der vorjährigen Nachwahl im Wahlkreise Elbing Am Donnerstag steht der Kolonialetat und der Etat des Ausum eine Chicanierung der östreichisch- ungarischen Geflügeleinfuhr, Marienburg, die zu der nun jüngst vom Reichstag fassierten Wahl wärtigen Amts auf der Tagesordnung. von der unsre agrarischen Geflügelzüchter den des Agrarierführers v. Oldenburg- Januschau führte. Vorteil haben. Einen Vorteil, den die deutschen Geflügelfonsumenten, au Herr v. Oldenburg gelangte nicht leicht in den Besitz des denen auch die Arbeiter gehören, gefegividrigen Mandats. Er hatte, wie sich zeigte, nicht nur die Zu aus ihrer Tasche bezahlen müssen. Ein Blid ftimmung seiner konservativen Gesinnungsgenossen zu finden und Medizinalwesen" des Stultusetats. Die Debatte drehte sich Das Abgeordnetenhaus beriet am Mittwoch das Kapitel auf die Zahlen der statistischen Monatshefte des ungarischen Handels- nicht mic minifteriums zeigt uns, wie beträchtlich das Fernbleiben der ungari Borbereitung seiner Wahlfandidatur trat eine Macht, die politischen Gegner zu bekämpfen; in die um sehr verschiedene Fragen. Abg. Dr. Ruegenberg( 6.) schen Geflügeleinfuhr nach Deutschland bei uns die Preise des Ge- der bisher wenigstens in der weiteren Deffentlichkeit, unbekannt Sebantmenwesen; er forderte mit Recht eine Hebung der bon lenkte die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Mißstände im flügels in die Höhe treiben würde. Der Export aus Ungarn nach geblieben war, daß sie unmittelbaren Einfluß auf dem Wahlstreit wirtschaftlichen Lage der Hebammen und eine bessere VorDeutschland betrug: in einzelnen Wahlkreisen zu üben trachte. Das Königsberger Blatt erzählt: pro 1901 lebendes Geflügel 1902 1902 3 687 828 Stück 4 022 304 " " " 1901 gefchlachtetes Geflügel ca. 1900 000 2 000 000 somit pro Jahr ca. 6 Millionen Stück im Werte von 9 Millionen Mark. Nach den angeführten statistischen Daten besteht die Hauptausfuhr Ungarns nach Deutschland ants lebendem Geflügel und dieses dieses wird durch die geplante Maßnahme am härtesten betroffen werden. Vom 1. April ab sollen die Sendungen lebenden Geflügels an der deutschen Grenze einer achttägigen Quarantäne unterworfen sein und erst nach dieser Frist dem freien Verkehr übergeben werden dürfen. Das nach Deutschland eingehende und hier verbleibende geschlachtete Geflügel soll an der Grenze von eigens hierzu angestellten Drganen eingehend untersucht und nur nach vollkommen einwandfreiem Befunde die Erlaubnis zur Einfuhr erhalten. In der Praris würde diese Bestimmung bewirken, daß zahlreiche ungarische Exporteure fich hüten würden, ihre Waren und ihr Vermögen der ungewissen Entscheidung unsrer Grenzorgane auszusetzen. Sie würden lieber auf die Ausfuhr nach Deutschland verzichten. Eine Verringerung der ungarischen Zufuhr aber würde sofort eine Preissteigerung des heimischen Geflügels auf dem deutschen Markte bewirken. Die Preissteigerung des Geflügels würde weiter anziehend auf die Preise des übrigen Fleisches wirken und damit die ohnehin hohen Fleischpreise noch mehr in die Höhe treiben. Schmunzelnd steden die deutschen Agrarier den Vorteil in die Taschen, den sie auf solche Weise wieder einmal vom konsumierenden Volfe haben. Die ungarische Regierung steht zur Zeit bereits mit der deutschen in Unterhandlung, um wenigstens eine Herabseßung der Quarantänezeit auf 3 refp. 5 Tage und andre Erleichterungen zu erzielen. Sie foll in Vorschlag gebracht haben, in Deutschland selbst Quarantäneschlachthäuser für aus Ungarn kommendes Geflügel zu errichten. Ob sie damit etwas erreichen wird, bleibt abzuwvarten. Bisher hat man von gesundheitsschädlichen Eigenschaften ungarischen Geflügels nichts gehört. Ueber Nacht müßte sich dasselbe förmlich in seiner Beschaffenheit geändert haben. Ist das aber nicht der Fall, was kann dann die Regierung zu ihrem Vorgehen veranlaßt haben? Haben wir in demselben etwa den Anfang beginnender Zoll- und Grenzchikanen Deutschlands gegenüber dem Auslande zu sehen, durch welche die deutsche Regierung auf das Ausland einen Drud ausüben will zivecs schleunigen Abschlusses von Handelsverträgen auf Grund des erhöhten Zolltarifs? = Abgeordnetenhaus. bildung derselben. Bemerkenswert ist seine Anregung, den „ Es ist angesichts der abermaligen Kandidatur Dohna( Fürst feste Gebührenordnung für Hebammen einzuführen. Auf diese Hebaminen ein Mindesteinkommen zu garantieren und eine Dohna Schlobitten war 1890-1898 Vertreter von Elbing- Marienburg im Reichstag und fandidiert jetzt im Streife Stonigsberg- Anregung blieb der Minister die Antwort ebenso schuldig, wie Land- Fischhausen) recht interessant, sich mit der Vorgeschichte der vor- auf den Vorschlag, einen staatlichen Befähigungsnachweis für jährigen Elbinger Wahl zu beschäftigen. Sie öffnet uns ein weites Strankenwärter einzuführen. Gesichtsfeld über unsre eine freie" Wahl illusorisch machenden Lebhafte Klagen gegen die Thätigkeit der ärztlichen EhrenVerhältnisse. Drei Staatsdepeschen wurden damals versandt. Die gerichte erhob Abg. Dr. Langerhans( frs. Bp.); er wies eine an den Fürsten Dohna, die ihm auftrug, für den darauf hin, daß die Ehrengerichte den Aerzten oft ganz unWahlkreis Elbing- Marienburg zu kandidieren, die zweite an gesetzliche Vorschriften über die Grundsäße machen, nach denen den Minister des Innern, die diesem anbefahl, ben gesamten fie ihre Praris ausüben sollen, und verlangte die vollständige Regierungsapparat zu Gunsten des Schlobitters spielen zu lassen, Freiheit des ärztlichen Berufs als das beste Mittel gegen das und eine dritte, die den Kammerherrn b. Oldenburg " 0 auf Januschau aufforderte, seine Standidatur zu Gunsten derjenigen Sturpfuschertum. Von andrer Seite wurden unter Bezugdes Fürften zurückzuziehen. Da jedoch Herr v. Dibenburg furz nahme auf den Fall Nardenfötter gesetzgeberische Maßnahmen vorher den Elbinger Konservativen und Bündlern versprochen hatte, gegen das Kurpfuschertum gefordert. Die Regierung ist nicht ihnen unter allen Umständen treu zu bleiben, fo lehnte er abgeneigt, hier einzugreifen, fie beabsichtigt, im Reichsdas ihm durch dienstliche Vermittelung des Oberst kämmerers tage eine Novelle zur Gewerbe Ordnung einzubringen, Grafen zu Solms Baruth zugegangene Ansinnen durch die eine Einschränkung des Kurpfuschertums versucht ab und wurde infolgedessen in seiner Eigenschaft als Kammerherr werden soll. Auch die Apotheker sollen in Zukunft schärfer nach Berlin berufen. Dort las ihm Graf Solms die bekannte kontrolliert werden. Kabinettsorder gegen die Kanalrebellen vor und versuchte wiederEs scheint doch, als ob die im Prozeß holt, ihn im höheren Auftrage zum Rücktritt zu bewegen, da es der Nardenfötter zu Tage getretenen Mißstände im Apothekerdringende Wunsch Seiner Majestät sei, daß Fürst Dohna gewerbe die Regierung zu einem Eingreifen veranlassen kandidiere und er als Kammerherr nicht gut gegen den werden. Sofiägermeister vom Dienst auftreten fonnte. Herr Einen großen Teil der Sigung füllte eine von dem Abg. v. Oldenburg konnte sich nicht entschließen, den Bund und die Elbinger Dr. Graf Douglas( frf.) eingeleitete AI to holdebatte Konservativen im Stich zu lassen, und bat infolgedeffen um seinen aus. Im Verlauf derselben fündete der Minister Studt Abschied als Stammerherr. Schließlich erklärte er jedoch, daß er, ein Truntfuchtsgesetz für die nächste Legislaturperiode an. Die wenn Fürst Dohna im amtlichen„ Elbinger Streisblatt" mit Namensunterschrift verkünden würde, daß er auf Befeht Seiner Majestät Debatte selbst lief schließlich in ein rein persönliches Geplänkel des Kaisers die ihm angetragene Standidatur für Elbing- Marien zwischen dem Abg. Schulz Berlin, dem bekannten Großburg annehme, erv. Oldenburg- feinerseits ebendort erklären destillateur, und dem Abg. Pastor Schall( t.) aus, die sich würde, daß er auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers zurücktrete. in faulen Wigen förmlich zu übertrumpfen fuchten. Der Kaiser war anfangs bereit, diefen Ausweg Am Donnerstag wird die Beratung fortgesetzt. Vorauseinzuschlagen. Der darüber entfette Reichskanzler Graf sichtlich findet wieder eine Abendsigung statt. Der Arbeiterkampf in Holland. Wenn man nach vor kurzem erfolgten Meldungen annehmen v. Bülow stellte jedoch an höchster Stelle auf das eindringlichste vor, daß diefe neue Kanalrebellen- Geschichte, nachdem die alte kaim erledigt sei, sehr viel böses Blut machen würde. Da zur selben Zeit auch ein Brief, den Fürst Dohna an Herrn v. Oldenburg mit der Bitte richtete, zur Vermeidung einer Doppelfandidatur zu seinen mußte, daß die Regierung ihre außerordentlichen militärischen MaßGunsten zurückzutreten, höflich, aber ablehnend erwidert wurde, so nahmen mun nicht mehr für nötig erachtete, so erweist sich das jetzt blieb sowohl den höfifchen Interessenten wie leider als ein Jrrtum. Von, durchgehends gut informierter Seite" hat der dem Herrn von Schlobitten nichts andres übrig, Nieuwe Rotterd. Kourant" erfahren, daß den Generalstaaten ein Gesezals diesmal auf seine Reichstags- Kandidaturenttourf vorgelegt werden soll, der es möglich macht, die Aufgebote von zu verzichten. Der Kaiser ließ sich in dieser Angelegenheit nicht mehr sprechen, das Abschiedsgesuch des Herrn v. Oldenburg 1900 und 1901 noch länger als die gefeßlich zulässigen 6 Monate als Kammerherr wurde amtlich als nicht vorhanden angesehen, unter den Waffen zu behalten. Weiter wird mitgeteilt, daß der und das Ende vom Liede war, daß Herr v. Oldenburg, wenn auch bleibende Teil des Aufgebots von 1902 noch nach Verlauf der ersten irrtümlicherweise, in den Reichstag cinzog." Dienstzeit im Dienst behalten werden soll. Die Regierung ist also der Ansicht, daß es mit ihrer Autorität so schlecht bestellt ist, daß sie noch immer diefes außerordentlichen Schutzes, der doch wahrlich nicht dazu dient, die Gemüter der Arbeiter zu beruhigen, nicht entbehren kann. " man! " fängnis, Degradation und fofortige Bers Haftung des Angeklagten. So der Ankläger- anders, ganz anders der Richter! Das Urteil lautete nämlich nicht auf 6 Monate Gefängnis, auch nicht auf 2 Monate Gefängnis, sondern auf- 5. Wochen und 1 Tag Mittelarrest. Und dabei nicht einmal Degradation!! Wenn der Vertreter der Anklage nicht an das Ober- Kriegsgericht geht und dort ein andres Urteil erzielt, so bleibt jener wegen Mißhandlung bestrafte Mann Unteroffizier, Vorgesezter der Soldaten, die ihm zum Gehorsam verpflichtet bleiben." = zutrauen. Wir übernehmen die Behauptung des Basler Blattes einfach deshalb, weil es ein dringendes öffentliches Interesse ist, über die Verwendung von Reichsmitteln Rechenschaft zu fordern. Die„ Nordd. Allgem. Ztg." Brachte daraufhin ihre sehr unflare Die Direktionen der Eisenbahn- Gesellschafter Aufklärung" des Falles. Bezeichnend aber ist, daß sie unsre Quelle, trachten noch immer danach, durch Begünstigung des sogenannten und das Basler Blait, unanständigerweise in den Hintergrund drängte den„ Vorwärts" vorschob, „ Ordnungsbundes" die Angestellten der Organisation abtrünnig zu Centrums um die Empfindlichkeit des denn machen. zu schonen; der klerikale Haß gegen Die Vereinigung von Eisenbahn- und Straßenbahn Kraus hatte die Enthüllung die Enthüllung des katholischen Baseler Personal mußte ihren für den 15. März geplanten Kongreß aus Organs diktiert. Der„ Norddeutschen" folgt folgt der übrige setzen, weil der Befehl erging, daß sowohl die Angestellten der Zeitungstroß. Jmmer ist es der„ Borwärts", der angegriffen wird. Wir haben diefem militärischen Drama nichts hinzuzufügen! Holländischen Eisenbahn- Gesellschaft als auch die der Staatsbahn- Und das Lustigste ist, daß selbst die Centrum 3 presse sich so stellt. Gesellschaft ihren Standplay nicht verlaffen durften. Jetzt fündigt Nachrede angehängt, während die Mitteilung, wie man natürlich sehr& tat gab der Ministerpräsident namens der Staatsregierung die als habe da der Vorwärts" einem braven Katholiken eine üble nun der Ordnungsbund der holländischen Eisenbahn- Gesellschaften an, wohl weiß, ein echtes und rechtes Centrumsgeschoß war. Es ist Erklärung ab, daß die württembergische Regierung, obwohl sie in Stuttgart, 18. März. In der General debatte zum daß er am 22. März seinen Kongreß abhalten will. Für diejenigen, nett, daß die klerikale Presse jezt sogar den Vorwärts" für der Gewährung von Diäten eine schwerwiegende Verdie diesem Bund angehören hat also wohl jenes Verbot teine ihre eignen Manöver verantwortlich macht. So schwindelt fassungsänderung erblide, im Bundesrat doch nicht dagegen Geltung. An das einzige Mittel, was unbedingt gegen die jest 6 stimmen werde. stehenden Zustände helfen würde, an eine Verbesserung der deutsche Reichs- Marine verhielt sich bisher gegenüber allen Ber- Straßburg i. E. wird uns vom 17. März geschrieben: Der Marine Experimente. Der„ B. 3." wird geschrieben:„ Die Die Kassierung des Emmelschen Landesausschuß- Mandates. Aus Arbeitsbedingungen oder bestimmte 3usagen und fuchen, die namentlich in Frankreich und England mit Unterseebooten, taiserliche Rat verhandelte heute über den Returs, den unser Maßnahmen in dieser Richtung, scheinen die Direktionen der Turbinenbooten usw. angestellt wurden, völlig ablehnend. Nun Parteigenosse Emmel Mülhausen, das Gesellschaften noch immer nicht zu denken. Bei der Konferenz, mehr scheint man jedoch, wenigstens was erste und einzige die kürzlich der Vorstand der Eisenbahner- Organisation mit den Turbinen anbelangt, auch bei uns die Zeit für gekommen zu erachten, gegen die Entscheidung des oberelsässischen Bezirksrates eingelegt wenigstens was den Betrieb mit focialistische Mitglied des Landesausschusses für Elsaß- Lothringen, Vertreter der einen Gesellschaft hatte, zeigte dieser ein im Vergleich Handelnd einzugreifen. Die Firma Schichau in Elbing hat nämlich hatte, durch die die im Mülhauser Gemeinderat erfolgte Wahl zu den übrigen Handlungen der Direktion Lobenswertes Entgegen vom Reichs Marine Amt den Auftrag erhalten, Emmels in den Landesausschuß für ungültig erklärt worden war. kommen. Es handelte sich hierbei freilich nicht um Forderungen des versuchsweise ein Turbinen- Torpedoboot zu bauen; die Der Wahleinspruch war damit begründet worden, Personals, sondern lediglich um Beschwerden gegen un bezogen werden, da die Schichau- Werft in der Konstruktion dieser Gemeinderat Turbinenmaschinen selbst werden jedoch von einer auswärtigen Firma Wahlgeheimnis verlegt daß das indem im Mülhauser verantwortliche Maßregelungen und Chifanierunge Maschinen noch keine Erfahrung befigt. England hat mit solchen einzelnen Mitglieder gelegt wurden, so daß die einzelnen Abgedruckte Stinnnzettel auf die Plätze der von Mitgliedern der Drganisation. Booten bisher sehr schlecht abgeschnitten, da kurz hintereinander zwei stimmenden kontrolliert werden konnten, ob sie auch wirklich den Ueber die Konferenz, welche der Hauptvorstano des Allgemeinen Turbinenboote auf hoher See mitten entzwvei brachen." Niederländischen Vereins von Eisenbghn- und Trampersonal mit Wir dürfen wohl annehmen, daß die Firma Schichau die ihn abzuändern. Die Rekursschrift Emmels bestreitet jede Gefähr gedruckten, auf den Namen Emmels lautenden Zettel abgaben, ohne Herrn van Hasselt, dem Delegierten der Holländischen Eisenbahn- to sten dieser Experimente trägt. Denn dem Reicht- Marine- Amt dung des Wahlgeheimnisses und seinen Kausalzusammenhang mit Gesellschaft- Administration hatte, enthält das Wochenblatt des Vereins ist Geld dazu nicht bewilligt worden. dem Ergebnis der Wahl. folgende Mitteilungen: Im Hinweis darauf beantragte Hoensbroechs Kandidatur und das Erdbeben. Auch wir hatten der Vertreter Emmels die Gültigkeitserklärung der Wahl. Herr van Haffelt wußte nichts von der Entlassung on sechs nach der nationalliberalen„ Ausburger Abendzeitung" die Notiz über- Die Analogien, die das Urteil des Bezirksrats aus der fog. zeitlichen Arbeitern am Central- und Güterbahnhof de Niet nommen, daß der ultramontane„ Regensburger Anzeiger" das Erd- geheimen Wahl zum Reichstage und ähnlichen Wahlen gezogen landen", er erklärte, er würde die Sache untersuchen. Ungehörige beben in Reichenbach auf die Kandidatur des Grafen Hoensbroech habe, könnten für den vorliegenden Fall nicht zutreffen. Denn die Auslassungen seitens der Vorgesetzten gegenüber dem Personal ver- zurückgeführt habe und zwar allen Ernstes. Wie die ultramon- Sizungen der reichsländischen Gemeinderäte bei der LandesausschußAuslassungen seitens der Vorgesetzten gegenüber dem Personal ver- tane Bresse jest konstatiert, hatte die betreffende Rotiz folgende Wahl feien nicht öffentlich und andrerseits hätten die Miturteilte er.- Es war ihm unbekannt, daß verschiedenen Eisen- Fassung: bahnern kein Lohn ausbezahlt war für die Ausstandstage, was bei glieder des Gemeinderats wohl das Recht, aber nicht die Pflicht, der Wiederaufnahme der Arbeit von der Direktion zugesagt war: öffentlich zu stimmen. Emme! bemerkte noch persönlich, daß auf Nachträgliche Ausbezahlung wurde zugesagt. jedem Platz der Gemeinderäte nebem dem gedruckten Zettel Papier gelegen habe, um eventuell einen andern Namen darauf schreiben zu können. Eine Kontrolle des Wahlaktes sei nicht ausgeübt worden, auch nicht möglich gewesen. Der kaiserliche Rat zeigte sich allen diesen Argumenten unzugänglich und verwarf nach halbstündiger Beratung den Rekurs Emmels. Dann schreibt der Hauptvorstand: " Jm ganzen kann gesagt werden, daß der Delegierte des Administrationsrats bis zur Besprechung mit uns nichts wußte von den Chikanen und den Abweichungen von dem von ihm gegebenen Wort, und wir können denn auch erklären, aus seiner Haltung fowohl, als auch aus dem, was er uns sagte, daß er das Versprochene strikt und ehrlich halten wird." Hoffentlich ist dies Entgegenkommen nicht nur eine glattte Maste. Die„ Christlichen" setzen ihre Versuche, das Volk über seine wahren Interessen zu täuschen, fort. Unfre Genossen sind selbstverständlich eifrig bemüht, überall, wo sie Einlaß finden, diesen Handlangern der reaktionären Gewalthaber entgegenzutreten; da diese aber hierbei regelmäßig eine Niederlage erleiden, ziehen sie es jetzt meist vor, ausschließlich zu ihren unentwegten Anhängern 31 sprechen, oder sie suchen wenigstens eine Debatte zu verhindern. " Unfre Protest bewegung hat im Gegensatz zu der christlichen" Dämpferaktion stets einen ausgezeichneten Verlauf, der das Beste erwarten läßt, falls die Regierung gegen Erwarten doch noch ihren Staatsstreich durchzuführen trachtet. Diese Versamm lungen finden jetzt meistens auf dem Lande statt in vollbesetzten Sälen und vor einem sehr sympathisch gestimmten Publikum. " * * * Deutfches Reich. Eine Antwort der Kronprinzessin? " So, jezt weiß man doch, weshalb vorgestern in Reichenbach die Erde gebebt hat und Reichenbach das Centrum des Erdbebens war. Wenn ein Graf Paul Hoensbroech zum Reichstags- Kandidaten gewählt wird, muß zum mindesten die Erde beben. Sagt doch schon ein alter Dichter:" Es kreisen die Berge und hervor schlüpft ein lächerliches Mäuschen." Abficht auch die intelligente Redaktion des Augsburger nationalDanach handelte es sich wirklich um einen bloßen Scherz, dessen liberalen Organs sofort hätte wittern dürfen. worden fet, Damit ist das Mandat des einzigen Arbeitervertreters im reichsländischen Rentners und Bürgermeister- Parlament definitiv Ueber amtliche Beeinflussung zu Gunsten der Agitation gegen gestillt. Die Freude wird jedoch nicht lange dauern, da alle Austassiert und das heiße Sehnen der vereinigten Neaktionäre die Aufhebung des§2 des Jesuitengesetzes beklagt sich die katholische ficht besteht, daß der Mülhausener Gemeinderat unfren Genossen Emmel, Lothringische Voltsstimme". Angestellte der Eisenbahnverwaltung der die kurze Spanne Zeit, die er das Mandat ausüben konnte, in den Beamten Unterschriften gesammelt. hätten auf dem Meßer Bahnhof während der Dienststunden unter bester Weise im Sinne des arbeitenden Volkes ausnutte, von Das wäre allerdings ebenso ungehörig, wie etwa die Wahl- schicken wird. neuem in den Parlamentspalast am Kaiserplaz in Straßburg agitation durch den Beichtstuhl. " " Sekretär der Handwerkskammer in Halle ist, wie uns ein Privat- Politik" macht, dafür bringt das sich guter Beziehungen zu HofDer Agitator des Bundes der Landwirte Dr. Mühlpfordt, Wie unser Ministerium der„ Gradheit und Gerechtigkeit"" principielle Brincipielle Kirchenpolitik. Aus Baden wird uns geschrieben: telegramm meldet, nach Unterschlagung von 12 000 M. und unter freisen rühmende Heidelberger Centrumsorgan, der Pfälzer Bote", Hinterlassung von Schulden flüchtig geworden. Der Herr, der früher einen äußerst charatteristischen Beitrag. Staatsminister v. Brauer radikale Neigungen zeigte, war eifrig an der agrarischen und ord- sei, so erzählt das Blatt, wegen seiner Behandlung der Frage der nimgsparteilichen Agitation beteiligt. Ein Steckbrief ist erlassen. Karlsruher Bahnhofsverlegung in Differenzen mit dem LandesDie unglückliche Hand des Fiskus. Der„ Morgenpost" wird aus fürsten geraten und habe aus Anlaß derselben die Kabinettsfrage geBromberg mitgeteilt. daß dort ein Kommerzienrat am 7. März stellt. Es kam jedoch nicht zu seinem Sturze, und um nun auch noch ein Grundstück für 100 060 W. kaufte und es zwei Tage später, am die gefährliche Klippe des Landtages glücklich zu umschiffen, der 9. März, für 205 535 M. an den Eisenbahn Fistus weiter sich schon früher im Sinne des Brauerschen Bahnhofsverlegungsverkaufte. Projektes festgelegt hatte, habe der Staatsminister den Führern Die 100 000 M. Gewinn des glücklichen Kommerzienrats muß des Centrums hinsichtlich der Orden gewisse Versprechungen" gemacht, der Steuerzahler für den unglücklichen Fiskus verdienen. für die er sich vorher die Zustimmung des Großherzogs eingeholt hatte. Nun hätten die liberalen Geguer v. Brauers, denen es nicht gelungen war, das centrumsfreundliche Ministerium über die Bahnhoffrage zu Fall zu bringen, die Drdensfrage zu diesem Zwecke auszunügen versucht, indem sie also talkulierten: Wenn Herr v. Brauer daran gehindert wird, das dem Centrum gegebene Versprechen einzulösen, so ergiebt sich die innere Notwendigkeit seines Bewilligung der Männerklöster zu verleiden. An demselben hätten Kreise bei Hofe und in der liberalen Partei, dem Landesherrn die Sturzes von selbst. Daher die verzweifelten Anstrengungen gewisser auch Leute aus der nächsten Umgebung des Hofes teilgenommen, und beschämenden Vorgänge anläßlich der Verabschiedung des die Situation des Ministers sei infolgedessen, besonders auch wegen der Erbgroßherzogs aus dem Militärdienst und durch die teilweise damit zusammenhängenden Schwierigkeiten des Herrn v. Jagemann in Berlin" wieder eine höchst prekäre geworden. Duell. Ein neuer Duellmord ist in Bamberg verübt worden. Dort fand zwischen einem Offizier und einem Civilisten ein Pistolenduell statt. Der Civilist blieb tot am Blake. Näheres fehlt noch, da das Duell vorerst geheimgehalten wird. Wieder ein Soldaten- Selbstmord. Das Bureau Laffan" meldet aus Leipzig: " Den Aufruf des Königs Georg von Sachsen an sein Volt wird die ehemalige Kronprinzessin von Sachsen, wie der Leipziger Korrespondent des Bureau Laffan" von der Prinzessin nahestehender Seite erfährt, mit einer Gegenpublikation Trainbataillon Nr. 4 hat sich wegen Mißhandlungen durch Der Trainsoldat Friedrich Heyer vom Magdeburgischen beantworten, worin sie die Verhältnisse am sächsischen Königshofe Ertränken das Leben genommen. Friedrich Heher war zum von ihrem Standpunkt aus erörtern wird." Militärdienst eingezogen worden, trotzdem er Es sei dahingestellt, ob die Nachricht sich bewahrheiten wird. war und wegen Quetschung des rechten Unterfußzes und der ein Krüppel Man hat doch den Eindruck, als ob die Frau durch die Hezzjagd, die rechten Wade Unfallrente bezog. Wahrscheinlich waren infolge dieses man gegen sie losgelassen, so ermattet ist, daß sie nicht mehr die förperlichen Gebrechens seine Leistungen nach Ansicht seiner unteren Kraft zu energischer Gegenwehr finden mag. Aus Salzburg wird denn auch gemeldet: Der Erlaß des Borgesetzten unbefriedigende, wodurch er sich, nach seinen Aeuße Biel werde jegt von den kommenden Landtagswahlen abhängen und Königs von Sachsen hat in toskanischen Hofkreisen, sowie auf die ihm zu teil gewordene Behandlung eine ihm unerträgliche gewesen Daß Prinzessin Luise einen höchst peinlichen Eindruck gemacht. Lettere sein muß, beweist, daß er desertierte und den Tod durch Erkonnte nur mit Mühe davon abgehalten werden, eine entschiedene tränken suchte. öffentliche Antwort zu geben, in welcher sie überraschende Enthüllungen machen wollte. gefaselt. in demselben, die Lage beurteilt. Die Enthüllung des herrlichen Kuhhandels in einer Frage, hinter deren Behandlung das naive Volk allerhand principielle und Heher wurde seit dem 28. Januar vermißt. Am 3. Februar hochpolitische Erivägungen vermutete, ist für das Centrum wie für An sich wäre natürlich eine Antwort auf die unerhörte Heraus- wendete sich, wie die" Magdeb. Volksstimme" mitteilt, sein Vater das Ministerium der„ Gradheit und Gerechtigkeit" gleich schmeichelBataillonskommandeur, um unter Mitteilung der Aeußerungen haft. forderung eine unerweisliche Pflicht ihrer moralischen Selbst seines Sohnes die Vermutung zu äußern, daß diese Mißhandlungen erhaltung. Wahlvorbereitungen. zur Desertierung getrieben hätten. Trotz eines sehr verbindlichen Aus dem Wahlkreise Potsdam- Spandau- Ofthavelland schreibt Die" Post" und die Sittlichkeit bringt aus Anlaß der königlich Schreibens des Rittmeisters und eines ebenfalls entgegenkommend man uns: Immer mehr gewinnt es den Anschein, daß in dem besächsischen Kundgebung eine Bußpredigt über Zucht- und Bügel- gehaltenen Briefes des Bataillonskommandeurs wurde indes das hördlichen Verbot jeder öffentlichen Versammlung, die unsre Tofigkeit", die Herr v. Hammerstein, der einstige Kreuz- Beitungs" Verfahren gegen die von dem Vater des verschwundenen Train- Barteigenossen in den verschiedenen Dörfern mangels geeigneter Mann, nicht besser geschrieben haben könnte. Da wird von der foldaten bezichtigten unteren Vorgesetzten vom Kriegsgericht nie der Säle unter freiem Himmel" einberufen hatten, ein bestimmtes " pflicht- und ehrvergessenen Prinzessin" geschrieben, es wird bedauert, geschlagen, da die Angaben des angeblich Mißhandelten nicht System liegt; triumphierend berichtet die Pauli- Presse, daß auch in daß solche die Sittenlosigkeit und Pflichtvergessenheit verherrlichende als ausreichendes Belastungsmaterial anzusehen seien. Bukunft fonsequent sämtliche derartige Versammlungen verboten Ergüsse" dem„ Post"-Schreiber ,, nur Empörung und WiderAm letzten Sonnabend wurde dann die Leiche des Vermißten nicht in letzter Instanz entschieden. Inzwischen gelüftet es dem werden sollen. Die unsrerseits eingelegten Beschwerden sind noch willen erregen", es wird über die wahre Verheerung des fittlichen aus dem Wasser gezogen. Erst am Montag erhielt der Vater durch Ordnungsstaat offenbar, seine„ Unparteilichkeit" in der Handhabung Empfindens" gezetert und schließlich über„ socialdemokratische Moral" die Militärbehörde Kenntnis hiervon, trotzdem die Leiche bereits am des Vereins- und Versammlungsrechts gerichtlich beleuchtet zu Run, wir sind stolz auf unsre socialdemokratische Moral, die Sonnabend agnosciert worden war. Noch auffälliger aber ist, fehen, wenigstens ist auf Betreiben des überaus schneidigen Oberauf dem Grundgeses aller Sittlichkeit beruht, daß es nur einerlei daß der Wachtmeister des auf so traurige Weise ums Leben ge- wachtmeisters in Nauen gegen eine Anzahl unsrer Moral giebt; die jene Moral verachtet, welche der Frau ein Ver- fommenen Soldaten Heyer den Vater desselben am Sonntag hier Parteigenossen ein Ermittelungsverfahren wegen Abhaltens brechen daraus macht, was bei dem Manne als liebenswürdige getroffen, ihn gegrüßt, aber nichts von der Auf- einer verbotenen Versammlung"(?) oder irgend ein ähnliches Schwerenöterei geduldet oder bewundert wird; jene Moral, die im findung seines Sohnes gesagt hat. Delift anhängig gemacht! Auf dem Lande veranstalten Stillen längst tief gefallene Frauen" ruhig im Glanze fürstlicher Ferner: Die Anklagen des Vaters des in den Tod getriebenen die Gendarmen eine wahre Hehjagd auf unfre Flugblattverbreiter. steinigt, wenn die längst vorhandene Ehe- Frrung zum öffent wiedemann, dem zur Last gelegt wurde, daß er Heyer den Preis Erhabenheit weiter strahlen läßt und die erst dann aufschäumt und Unfallrentners richteten sich besonders gegen den Unteroffizier Start In der Nähe von Fehrbellin veranstaltete ein Gendarm sogar ein Bettrennen mit einem unsrer Flugblattverbreiter per ad; dieser Wettfahrt trug jedoch unser Genosse Weil es aber gerade die" Post" ist, die von solchen Sittlichkeits- gezwungen habe, in der Stellung„ Fersenheben und Kniebeuge" davon, denn er war schneller als der Gendarm. främpfen heimgesucht wird, so möchten wir ihr eine Frage vorlegen. ein Pferd zu puzen und dann mit dem Gesicht gegen den um fo ungenierter betreiben die staatserhaltenden Parteien Wie denkt die" Post" über folgenden sittlichen" Fall? Ein Mann After des Pferdes zu drücken versucht habe. Trotzdem die Wahl-, Propaganda". In Groß- Ziethen, einem Dorfe der Fehrbricht in die Ehe einer befreundeten Familie ein und zeugt mit der für diesen Fall das nach der Mitteilung des Kriegsgerichts belliner Gegend, verwandte man sogar den Dorf- Nachtwächter dazu, Frau zwei Kinder, die ruhig als Sprößlinge des legitimen Ehe glaubwürdige Zeugnis" eines Zeugen Namens um von Haus zu Haus zu gehen Gelder für die schlappe mannes durchgeschmuggelt werden, bis später dann doch die Scheidung Mindrum vorlag, wurde auch und die Adoption notwendig wurde. Wir empfehlen der" Post" zur niedergeschlagen. Wes' Geistes Kind aber der Unteroffizier Bund der Landwirte" glaubt für sich etwas heraus dieser Anklagepunkt riegskasse der Ordnungsmänner zu sammeln. Ob diese Hauskollekte eine ordnungsmäßig genehmigte war? Auch der Beantwortung dieser Frage sich bei einer ihr sehr nahe ſtehenden, war, wird durch folgende Mitteilung der„ Magdeb. Volksstimme sehr bekannten Persönlichkeit Rat zu holen. schlagen zu können und veranstaltet überall im Kreise vom 18. März beleuchtet: Wanderversammlungen, die jedoch nur sehr schwach besucht Der Unteroffizier der Reserve Karl Wiedemann vom 4. Train zu fein pflegen. Demgegenüber verhält sich der Freisinn völlig bataillon hatte sich gestern wegen nicht weniger als 22 Fällen vor- mäuschenstill, so daß das Gerücht immer mehr Wahrscheinlichkeit fäglicher förperlicher Mißhandlung und Beleidigungen, teilweise in gewinnt, der Freifinn würde diesmal gänzlich auf eine eigue Ausübung des Dienstes, zu verantworten. Kandidatur verzichten! lichen Skandal wird. Im Haß gegen den Vorwärts" ist die gesamte bürgerliche Bresse ein Herz und eine Seele, und dieser Haß verschmäht keine Niedertracht und feine Lächerlichkeit, um sich zu bethätigen. Wir hatten nach dem ,, Bafeler Boltsblatt" mitgeteilt, daß dem verstorbenen katholischen Kunsthistoriker Franz Xaver Kraus aus Reichs mitteln eine Subvention von 12 000 m. gegeben worden sei. Daß uns bei dieser Mitteilung keinerlei Abneigung gegen den verstorbenen Gelehrten leitete, ist für jeden ohne weiteres flar. Kraus war in seiner Weise ein bedeutender Mann und außerdem antiklerikal. Man könnte also eher uns eine Tendenz zu Gunsten des Professors " Der Vertreter der Angeklagebehörde hielt nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme die Mißhandlungen für schwere und zum Hanau. Das Centrum hat den Abg. Müller Fulda, der jetzt Teil sehr schmerzhafte, meinte indes, daß der Soldat Heyer, den Wahlfreis Wiesbaden Obertaunus vertritt, aufgestellt. Der der sich in Nothensce das Leben nahm, nicht allein wegen Wahlkreis Hanau ist jetzt socialdemokratischer Besiz. Herr Müllerdieser Mißhandlungen in den Tod gegangen sei.( Nicht allein, Fulda scheint also reichstagsmüde zu sein. d. h. doch zum Teil!) Es beantragte 6 Monate Ge Dresden. Die Nationalsocialen beabsichtigen, eine Zähltandidatur 1 Abg. Eckart( f.): Die Aerztekammern verlangen heute, daß jeder, des Pfarrers a. D. Naumann aufzustellen. Die Kartellparteien der einmal den Titel„ approbierter Arzt" erlangt hat, bis an sein wein brauche ich wohl nicht weiter zu berühren.( Rufe rechts: Nein! Abg. Freiherr v. Zeblik( frk.): Herrn Schulz und seinen Mai haben noch immer keinen Kandidaten, nachdem der Antiseinit Dr. Lebensende Beiträge zur Aerztekammer zahlt, auch wenn er seinen nein! Heiterfeit.) Aber noch einmal will ich den Schwindel Häckel verzichtet hat. Beruf längst aufgegeben hat. Das ist ein ganz unhaltbarer Zustand. fennzeichnen, der von den Agitatoren in den Versammlungen getrieben Kultusminister Dr. Studt: Von der Wichtigkeit und Notwendig worden ist. Die Behauptung, daß die Gastwirtskonzessionen be= Im zweiten anhaltischen Wahlkreise( Bernburg- Köthen) haben feit der weiteren Ausgestaltung des Hebammenwesens ist die Re- schränkt werden sollen, ist Schwindel. Die reellen Gastwirte wolle: sich die„ Ordnungsparteien" geeinigt, um den Socialdemokraten gierung durchdrungen und hofft baldigst mit Reformvorschlägen auf wir schützen, die reellen Elemente darin nicht. Albrecht zu verdrängen. Ihr gemeinsamer Kandidat ist der diesem Gebiete an das Haus kommen zu können. Auf die Reform des Generaldirektor der Solvaywerke, der Geheime Kommerzienrat ärztlichen Ehrengerichtswesens wird Nach unwesentlicher weiterer Debatte wird die Weiterberatung Karl Wessel in Bernburg. Wessel gehört zur Partei Drehscheibe, betreffenden Antrages des Abg. Dr. Langerhans Gelegenheit sein, sicht genommen. bei der Beratung des auf Donnerstag 12 1hr vertagt; auch ist eine Abendsigung in Ausden Nationalliberalen, ist aber bis jezt politisch nicht hervorgetreten. näher einzugehen. Er sigt zwar im Bernburger Gemeinderat, läßt sich aber dort wenig blicken. Ausland. England. Eine neue konservative Niederlage. Bei der Ersatzwahl im Wahlbezirk Rye( Essex) wurde der Liberale Hutchinson mit 4910 Stimmen gewählt, während der konservative Gegenkandidat Boyle 4376 Stimmen erhielt. Der frühere Inhaber des Sizes war der Konservative Oberst Brookfield, welcher im Jahre 1895, ohne daß ein Gegenkandidat aufgestellt war, und im Jahre 1892 mit einer Mehrheit von 711 Stimmen gewählt worden war. Diese Niederlage der Regierung erregt angesichts des jüngsten für sie ebenfalls ungünstigen Wahlausfalls in Woolwich Aufsehen. Rußland. Ein mißglückter Polizei- Ueberfall. Abg. Graf Douglas( frk.) dankt der Regierung dafür, daß sie energische Maßnahmen ergriffen habe im Sinne seiner Resolution zur Bekämpfung des Alkoholgenusses. und " Schluß 4 Uhr. Parlamentarisches. Budget- Kommiffion. Kultusminister Studt: Was mein Ressort anlangt, so ist fast allen Forderungen des Alkohol- Antrages Graf Douglas eine weitere Folge gegeben. Das weitere wird der Gesetzgebung vorbehalten bleiben müssen. Ich hoffe, daß es möglich sein wird, in der nächsten schiedenen Etats auf, die ihr nachträglich bezw. zum zweitenmal zuAm Mittwoch arbeitete die Kommission die Reste der ver Legislaturperiode einen Gefeßentwurf in diesem Sinne vorzulegen. gewiesen worden sind. Eine erhebliche Debatte entspann sich nur Wenn nicht an dem Krebsschaden des Alkoholismus bald die beffernde über die Nachforderung für den Truppen lebungsplazin Hand angelegt wird, so werden wir traurigen Zuständen entgegen- Neuhammer. Bekanntlich waren die Kosten für diesen Platz gehen. Der Prozentsaz der durch übermäßigen Alkoholgennß geistig ursprünglich auf 6 Millionen Mark geschätzt und diese Gelder auch Erkrankten ist geradezu erschreckend. einigen Seiten gegen die edlen und ethischen Tendenzen der Anträge die Heeresverwaltung, daß die Kosten um 3 Millionen höher sein Die Agitation, die von vom Reichstage bewilligt worden. In diesem Jahre erklärte aber Douglas insceniert worden ist, war vielfach direkt frivol.( Lebhafte werden, und forderte für das nächste Jahr 1 Millionen Mark. Die Zustimmung rechts.) Kommission sprach einstimmig ihre Mißbilligung über diese erstaunliche Abg. Schulz- Berlin( frs. Vp.): Die Gastwirte befanden sich Ueberschreitung des Voranschlages aus und beschloß, um die Militärgegenüber diesen Anträgen im Zustande der Notwehr verwaltung diese Mißbilligung fühlen zu lassen, von den Ein Brief aus Lodz( Russ. Polen) vom 7. März enthält Branntweinpest in unserm Volke schlimme Verheerungen an- Reichskanzler Sie Annahme der folgenden Resolution zu empfehlen: der Abwehr. Ich erkenne vollständig an, daß die verlangten 12 Millionen Mark 1/2 Million zu streichen und dem folgende Schilderung eines mißglückten Polizei- Ueberfalles: richtet.( Heiterkeit und Hört! hört! rechts.) Heute mittag sollte hier eine kleine Versammlung jüdischer aber dagegen verwahren, daß jeder, der mit dem Artikel Brannt neue Truppen- Uebungspläge zuvor genaue Entwürfe und Kosten Ich muß mich Den Reichskanzler zu ersuchen, bei fünftigen Anforderungen für Arbeiter stattfinden. Ein Bewohner des betreffenden Hauses bemerkte, wein" zu thun hat, wenn er nicht gerade Brenner ist, als Schädling anschläge feststellen und den in Betracht kommenden Grunderiverb daß mehrere Arbeiter sich in ein und dasselbe Zimmer begaben, und an der Volksgesundheit gebrandmarkt werden sollte. Sonst müßten durch Borverträge sichern zu lassen." dachte sich gleich, daß sie„ Achdissim" seient.( Mit diesem Worte, wir aus moralischen Gründen die ganze Branntweinbrennerei ein- minister bei der Verhandlung im Plenum des Reichstags die Ents Nachdem aber der Kriegss abgeleitet vom hebräischen achdiss Vereinigung, werden von der stellen. Sie( nach rechts) verstehen es am besten, zu schreien, wenn Sie schuldigungsgründe wiederholt hatte, welche bereits in der Kommission Lodzer Gesellschaft die organisierten Arbeiter bezeichnet, denn das nicht aus den Taschen der andern die erwünschten Liebesgaben entgegen vorgetragen worden waren, wurde diese ganze Angelegenheit an die Wort„ Socialdemokrat" haben die meisten in ihrem Leben noch nicht nehmen können!( Große Unruhe und Oho- Rufe rechts.) Den Arbeitern, Budgetkommission noch einmal verwiesen. Abg. Roeren versicherte, gehört.) Es ist natürlich die Pflicht jedes ordentlichen Menschen, die die nur am Abend Zeit haben, kann der Genuß eines Glafes Bier daß nach den Darlegungen des Kriegsministers im Plenum die Achdissim auf Schritt und Tritt zu verfolgen, diese Elenden, die an nicht verwehrt werden. Die Aussicht auf ein neues Trunksucht- Angelegenheit in einem ganz andren Lichte erscheine. Davon, daß den lieben Gott nicht glauben und der guten Regierung sowie dem Gesetz läßt die Gastwirte mit Recht um ihre Existenz fürchten. Die Heeresverwaltung es an der nötigen Sorgfalt bei der Wahrung Kaiser, welcher alle beschützt, feindlich sind. So ging, denn Die persönlichen Interessen haben stets höher gestanden als die der der finanziellen Interessen des Reiches habe fehlen lassen, könne gar auch dieser anständige Mensch sofort zu dem wachthabenden Allgemeinheit, und am allermeisten bei Ihnen( nach rechts).( Laute keine Rede mehr sein. Auch stehe jetzt fest, daß durch die Streichung, Schußmann in derselben Straße und teilte ihm seine Wahrnehmungen ironische Bravorufe rechts.) Sie haben vom Bunde der Landwirte, welche die Kommission seiner Zeit beschlossen habe, die Reichsmit. Dieser holte sich einige Dwornikes"( Portiers, die in jedem dem Schreibunde, das Schreien sehr gut gelernt!( Wiederholte finanzen und ganz unschuldige Privatleute geschädigt würden. DesHause zur Unterstützung der Polizei vorhanden sind, um ihr Spionen- ironische Rufe rechts: Sehr gut! Bravo!) Manche Anregungen halb müßte die volle Summme bewilligt werden. In der Sache selbst und andre Dienste zu leisten), ging in das betreffende Haus hinein des Antrags Douglas sind gut, andre sind zwecklos und erreichen sei nichts mehr rückgängig zu machen, nachdem die Heeresund schloß es von innen zu. Er wollte die darin befindlichen das Gegenteil des Erstrebten. Arbeiter abgesperrt halten, bis verwaltung bereits 4,1 Millionen Mark auf die Herrichtung des och mehr Polizisten und Kosaken Abg. Freiherr v. Zedlik( f.): Was Herr Schulz für die Gast- Plazes verwendet habe. Kriegsminister v. Goßler wiederholte: anfämen, um sie zu verhaften. Die Arbeiter waren also gefangen wirte anführte, paßt glänzend auf die Bestrebungen des Bundes der seine Versicherung, daß die Heeresverwaltung in dieser Sache gar wie Hühner in der Steige. Diesen Vorgang hatten aber einige Landwirte. Der Unterschied ist nur der, daß wir allgemein für den nicht anders habe vorgehen können, als es thatsächlich geschehen sei. Arbeiter von der Straße aus beobachtet und eingesehen, Mittelstand eintreten, Sie( nach links) aber nur, wenn es in Ihre Abg. Müller Fulda stellte fest, daß die Heeresverwaltung noch daß hier schnell Rettung geschafft werden müsse, bevor die Politik paßt.( Widerspruch links.) Wenn von Agitatoren behauptet bevor der Ankauf des Grund und Bodens perfekt geworden war, Rosaken eintrafen. Sie rannten also eiligst davon, um ist, der Antrag Douglas bezwecke die Einschränkung der Wirtschafts- zu der Ueberzeugung gekommen sein mußte, daß Hilfe zu holen. Wenige Minuten später tamen sie mit einem tonzessionen, so ist das eine elende freche Lüge. Es soll nur bei neuen die bewilligten Gelder nicht reichen, die Gesamtkosten vielmehr erheb größeren Trupp von Arbeitern wieder. Sie versuchten zunächst, die Stonzessionen streng nach dem Bedürfnisse verfahren werden. Das lich höhere sein würden, als seiner Zeit dem Reichstage mitgeteilt geschlossene Hausthür auszubrechen. Da dies nicht gelang, rissen sie schädigt nicht die jetzigen Gastwirte, sondern fördert ihre Interessen. worden war. Steine aus dem Trottoir und schleuderten sie gegen Thür und Der ganze Antrag richtet sich mir gegen den übertriebenen Miß- verwaltung gewesen, vor Abschluß des Kaufes mit der Sache Deshalb wäre es die Pflicht der HeeresFenster, um die Hausbewohner zu veranlassen, die Thür zu öffnen. brauch des Alkohols. noch einmal an den Reichstag zu kommen und die Zustimmung zu Als mun der Hauswirt merkte, daß dies kein Spaß wäre und sein Abg. Dr. Martens( natl.) betont, daß auch seine politischen der Eriverbung des Landes unter den ungünstigeren Bedingungen Eigentum Schaden leiden könnte, ließ er die Thür aufschließen. Jezt sah Freunde nach wie vor auf dem Boden des Antrags Douglas stehen, einzuholen. Dies wäre unt der Schuhmann den wichtigen Fang aus seinen Händen gleiten, und und tritt weiter für die Vermehrung der vollbejoldeten Kreisarzt- feiner Zeit so notwendiger gewesen, als in der Kommission keine er hatte sich doch schon so schön ausgedacht, wie er für seine Trene stellen ein. besondere Neigung Schließlich verbreitet sich Redner über das Apotheken- zur Bewilligung der 6 Millionen Mark für den Truppenund Tüchtigkeit gewiß als Belohnung ein höheres Amt bekommen Stonzessionswesen.( Jm einzelnen bleiben die Ausführungen auf der lebungsplay bestanden habe. Einzig und allein der Umstand, daß der würde. Er zog deshalb den Säbel aus der Scheide und stellte Tribüne unverständlich.) Preis für den Grund und Boden billig zu sein schien, habe die sich in den Eingang, bereit, jeden der heraus oder hinein wollte, Ministerialdirektor Förster teilt mit, daß infolge der Erfahrungen, Mehrheit der Kommission damals veranlaßt, sich für jenen Plan zu niederzuschlagen. Als die Arbeiter sahen, daß der Schuhmann nicht die der Prozeß Nardentötter gezeitigt habe, eine Revision der erklären. In Wahrheit aber sei schließlich das Land zu enorm hohen gutwillig die Anwartschaft auf sein höheres Amt aufgeben Apotheken stattgefunden habe und Erhebungen veranstaltet worden Preisen getauft. Der berühmte Wald sei elendes Buschwerk getvefen, wollte, mußten sie sich entschließen, auch ihn mit Steinen find. Das Material liege jetzt dem Minister vor, es werde geprüft dessen Wert geringer gewesen sei, als die Kosten für das Abholzen. zu bombardieren, um größeres Unheil zu verhindern. Der und die Entscheidungen würden danach getroffen werden. Wäre das nicht der Fall gewesen, dann wäre der Wald schon längst Schußmann lag bald ohmmächtig am Boden, die Dwornickes wurden Abg. Schall( f.): In der Frage der Alkoholbekämpfung sollten heruntergeschlagen worden. Kürzlich sei von der Besizung Buchau, unschädlich gemacht, und nun endlich konnten die gefangenen Ar- alle einig fein. Leider hat Herr Schulz die Frage zu einer die dicht an dem llebungsplate liege, Land verkauft worden und beiter ungehindert ins Freie gelangen. Sie schwenkten die Hüte, politischen gemacht. Ich habe einmal einen Mann, der ein ehe- zivar für 120 M. riefen: Es lebe die Arbeiterorganisation! Es lebe die Social- brecherisches Verhältnis hatte, beerdigt und bin in meiner Leichen- verwaltung über 600 m. bezahlt habe. Er müsse daher den pro Hektar, während die Heeres= demokratie! Nieder mit der Regierung! Nieder mit dem Absolutismus! rede vielleicht etwas deutlicher geworden als nötig war. Da befam Vorwurf aufrecht erhalten, und zerstreuten sich dann unter Absingung revolutionärer Lieder. ich am nächsten Tage einen Brief: Oller Onkel, von Ihnen werde finanzielle Jnteresse des Reiches nicht mit der nötigen daß in dieser Angelegenheit das Die kurz danach ankommenden Kosaken fanden das Nest leer. ich mich nicht beerdigen lassen.( Große Heiterfeit.) Herr Schulz fabriziert Sorgfalt gewahrt worden sei. Er schlage daher folgende Resolution in seinem Geschäft hauptsächlich zwei Dinge: Lippentriller" und vor:„ Den Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, „ Burenkeile". Ich nehme an, daß Sie Burenfeile austeilen daß die Wertabschätzung der Grundstücke, wollten, daß es aber nur Lippentriller war.( Stürmische Heiterkeit.) Zwecke der Militärverwaltung erworben werden sollen, unter der Grundstücke, welche für die Wenn Sie den ganz verständigen Standpunkt, daß während der Mitwirkung des Reichs- Schazamtes erfolge." Kriegsminister von Stunden des Hauptgottesdienstes der Alkoholverkauf inhibiert werden Go Bler führte aus, daß der Wald zum Theil 70jährigen Bestand soll, nicht teilen, so fann ich nur sagen: Du gleichst dem Geist, den aufweise, daher die Bezeichnung„ elendes Buschwert" nicht verdiene. Du begreifft.( Heiterfeit und Bravo! rechts.) Abg. Miller- Fulda antwortete darauf, daß für die Qualität des Holzes Abg. Schmitz- Düsseldorf( C.) erklärt sich mit den Ausführungen auch die Art des Bodens in Betracht komme. Der Boden sei zum des Vorredners einverstanden. Es fällt feinem der Befürworter des Teil der denkbar schlechteste, so daß es erklärlich sei, daß der jüngere Antrages Douglas ein, gegenwärtig bestehende Konzessionen ein- Bestand sich nur als elendes Buschwert darstelle. Abg. Büsing: zuziehen. Wir wollen nur der Erteilung übermäßig viel neuer Konzessionen Die Heeresverwaltung habe ursprünglich den Plan gehabt, das Holz Einhalt gebieten. allmählich im Laufe mehrerer Jahre niederzuschlagen. Wäre Afrika. Abg. Dr. Erkels( natl.) fordert ein gesekgeberisches Einschreiten dies geschehen, dann hätten sich die Unkosten niedriger die Verkaufspreise des Holzes höher gestellt. Von Maroffo. Ein Telegramm des Heraldo" aus Tanger bestätigt, gegen das Kurpfuschertum unter Hinweis auf den Fall Nardenfötter. und daß der Aufstand immer weitere Fortschritte macht fanzler sind schon vor einiger Zeit in Verbindung getreten, um abgetvichen und habe dadurch die Reichs- Finanzen fraglos geschädigt. Ministerialdirektor Förster: Der Minister und der Herr Neichs- diesem Plane sei die Heeresverwaltung ohne zwingenden Grund und daß es immer unwahrscheinlicher werde, daß es dem Sultan über die Ausdehnung des§ 35 der Gewerbe- Ordnung( Entzichung Ebenso sei es nicht zu billigen, daß die Heeresverwaltung nicht gelingt, die Bewegung zu unterdrücken. Der Prätendent sammelt der Konzession bei unzuverlässiger Ausübung des Gewerbes) auf die bereits vor 2 bezw. 1 Jahre dem Reichstage Mitteilung von der neue Anhänger und trifft Vorbereitungen für einen baldigen Kurpfuscher zu verhandeln. Es fann so gut als sicher angenommen veränderten Sachlage gemacht habe. Angriff.Abg. v. Normann schließt werden, daß bei der nächsten Novelle zur Reichs Gewerbe Ordnung sich dem an. Abg. Ho ch konstatierte, daß alle die Entschuldigungsdiese Ausdehnung vorgelegt werden wird. gründe, welche der Kriegsminister in dieser Sache im Plenum Revolution in Uruguay.„ Daily Telegraph" meldet aus Abg. Schulz- Berlin( frs. Vp.): Die Gastwirte find völlig vorgebracht habe, auch bereits bei der ersten Beratung Washington, daß nach einem Bericht des amerikanischen Konsuls in objektiv vorgegangen.( Lachen rechts.) Herr v. Bedliß warf in der Kommission von seinem Stellvertreter ins Feld Montevideo 8000 Mann im Aufruhr gegen die Regierung seien. In mir bor, die Afgitation, die ich betriebe, fei nicht geführt worden seien. An der Sachlage habe sich also in der Umgegend von Montevideo nehme die Nebellion einen bedent anständig. Ich verbitte mir diese Censur des Herrn Wahrheit inzwischen nichts geändert. Er erinnerte an die früher lichen Charakter an. Das füdatlantische Geschwader der amerika v. Zedlitz ganz entschieden. entschieden.( Sehr richtig! links.) Aller aufgestellte Behauptung, daß die beteiligten Bauern in dieser Sache nischen Flotte, das sich zur Zeit in Montevideo befindet, habe Befehl dings werden heute bestehende Konzessionen entzogen. Die ganz besonders schlecht fortgekommen seien und bittet um Auskunft erhalten, die amerikanischen Interessen zu schützen. In der Nähe Konzessionen werden nämlich dem erteilt, der zuerst kommt. Zieht Sarüber, welche Preise den Bauern bezahlt worden seien. Der der Stadt fand ein Gefecht zwischen Regierungstruppen und Auf- heute ein Gastwirt aus, so erlangt er nur sehr schwer eine neue Kriegsminister b. Goßler antwortete, daß die Bauern ständischen statt. Eine Abteilung des Noten Kreuzes wurde nach Konzession, zumal wenn in der betreffenden Gegend erst vor kurzem ganz gewiß feinen Grund zur Unzufriedenheit hätten, dem Kampfplage geschickt. Vier Abgeordnete wurden von hier ent- eine Gastwirtschaft eröffnet ist. Herrn Schall, der gegen den da ihnen 43 000 M. mehr bezahlt worden seien, als sandt, um über den Frieden zu unterhandeln. Die Regierung will Alkoholgenuß so scharf kämpft, möchte ich an ein Wort aus der der Schätzungswert des Landes betrage. Abg. Müller- Sagan: die Nationalgarde einberufen. Der Belagerungszustand ist erklärt; Bibel erinnern, 1. Mose Kap. 5 Vers 23:" Trinket nicht mehr Nur für einen Teil des Waldes treffe die Bezeichnung des Abg. alle Telegramme sind der Censur unterworfen. Wasser, sondern ein wenig Wein".( Große Heiterkeit. Rufe rechts: Müller- Fulda zu. Asien. Befing, 17. März. Die Gesandten der Mächte berieten heute über die Note der chinesischen Regierung, welche die Weigerung ausspricht, die Obligationen zur Belvirkung der Entschädigungszahlung auszugeben, so lange die Gesandten nicht die Frage der Zahlung der Zölle auf der Goldbafis ihren Regierungen unterbreitet hätten. Die Mehrheit der Gesandten erklärte die Forderung bezüglich der Obligationen aufrecht zu erhalten, ehe über die die Goldzahlungen betreffenden Bestimmungen des Protokolls beraten werde. Der französische und der russische Gesandte erklärten, die Forderung Chinas betreffend die Zahlung in Gold anzunehmen. Amerika. -Abgeordnetenbaus. 47. Sigung vom Mittwoch, den 18. März, 10 Uhr. Am Ministertische: Dr. Stubt. Wein! Wein!) Der Wein gehört auch zu den alkoholischen Getränken. Darauf wurde die Forderung des Etats gegen die Stimmen ( Sehr richtig! links. Zuruf des Abg. Pappenheim: Maiwein!) der Socialdemokraten und die Resolution des Abg. Müller- Fulda Herr Pappenheim weiß selbst, daß ich in dem Prozeß nur einstimmig angenommen. " wegen der Bezeichnung Maivein" zu 10 Mark Geldstrafe Ueber die militärische Hochschule entspann sich eine sehr lange verurteilt bin, nicht wegen Nahrungsmittel Fälschung.( Lachen rechts.) Debatte. Auf der einen Seite stand wieder das Centrum, das die Das Land weiß besser, was es von den sogenannten Nahrungs- Anstalt bewilligen wollte unter der Voraussetzung, daß der UnterDie zweite Beratung des Kultusetats wird beim Kapitel mittel- Prozessen zu halten hat.( Ernentes Lachen rechts.) Wenn es richt in den allgemein technischen Fächern von den Lehrern der Technisches Unterrichtswesen" fortgesetzt. sich um den Kartoffelstärke- Syrup handelt, sind Sie derselben technischen Hochschule erteilt werde. Auf der andren Seite wollten Beim Kapitel Medizinalwesen" weist Meinung wie ich.( Sehr gut! links.) Der Herr Pastor Schall-die Abgg. Paasche und Hasse eine möglichst weitgehende Angliederung Präsident v. Kröcher: Es ist nicht üblich, Abgeordnete mit ihrem der neuen Anstalt an die Hochschulen für die Civiltechniker. Die Berufe zu bezeichnen. Regierung hatte zu ihrer Hilfe den Professor Müller- Breslau mitgebracht, der denn auch mit Nachdruck betonte, daß der Vorschlag Paasche- Hasse undurchführbar sei. Schließlich wurde der Antrag des Centrums mit 13 gegen 12 Stimmen angenommen. Nächste Sigung Donnerstag. Abg. Dr. Rügenberg( C.) darauf hin, daß ein großer Teil der Todesfälle von Frauen im Wochenbett auf das Conto der Hebammen zu schreiben sind, die es an den nötigen Vorsichtsmaßregeln haben Abg. Schulz: Ich mache Sie darauf aufmerksam, Herr Präsident, fehlen lassen. Es ist eine Reform des Hebammenwesens zu fordern daß es mir vorhin aber so gegangen ist. in dreifacher Richtung: hinsichtlich der Auswahl des Materials, der Präsident v. Kröcher: Ich habe nicht gehört, daß Sie jemand Ausbildung und der socialen Verhältnisse der Hebammen. Der Herr Destillateur Schulz genamt hat.( Heiterkeit.) Beruf ist hente auch wenig verlockend: die Hebammen unterstehen Abg. Schulz: Die Wige, die der Abgeordnete Schall macht, nicht einmal der Alters- und Invalidenversicherung und müssen oft find so schal,( Heiterkeit links. Unruhe rechts.) Die Phosphorzündholz- Kommission fam am Mittwoch zur zweiten Rejung des Gefeßentwurfs. Seitens der Regierungsvertreter wurde gegenüber dem Hinweis auf die Feuergefährlichkeit der neuen Zündhölzer beim Eisenbahntransport angeführt, daß die mit den Gemeinden um ihr Gehalt feilschen. Die Hebammen Präsident v. Kröcher: Die Bezeichnung schale Wige" ist nicht müssen ein Minimalgehalt garantiert erhalten, und sie müssen parlamentarisch. Abgeordnete machen keine schalen Wige.( Stürmische gegen Unfälle und Invalidität versichert werden. Weiterhin Heiterfeit.) muß für die Hebammen der Befähigungsnachweis eingeführt werden, Abg. Schulz: Die guten Wiße des Herrn Schall werden mich mit chlorfaurem Kali und Weißphosphor hergestellten Zündhölzer, und Central- Ausbildungsinstitute müssen geschaffen werden. nicht veranlassen, seiner Kirche einen Besuch zu machen. Ich habe die weit explosiver sind alle andren, bisher ohne jede Beanstandung Abg. Dr. Langerhans( frs. Vp.)( auf der Tribüne sehr schwer mich bemüht, so sachlich wie möglich zu sein.( Lautes Lachen rechts.) mit der Eisenbahn transportiert wurden. Schließlich wurden die§§ 1 verständlich) verlangt Beseitigung der Ausnahmestellung der beamteten Gegenüber den unwürdigen Angriffen des Vorredners war es aber und 2 des Entwurfs gegen 3,§ 3 gegen 4, das ganze Gesetz gegen Aerzte vor den Ehrengerichten, und spricht seine Befriedigung darüber nicht immer möglich.( Beifall links.) 4 Stimmen angenommen. Die Abgg. Müller- Meiningen und aus, daß die Berliner Polizei energisch gegen das Kurpfuschertum Präsident v. Kröcher: Unwürdige Angriffe habe ich nicht ge- Wiemer bringen eine Resolution ein: Den Reichskanzler zu vorgehe, hört, sie sind also auch Ihnen gegenüber nicht gefallen. erjuchen: a) auf die Bundesregierungen einzuwirken, geeignete Maß gegen die Wurmkrankheit auch nach der Richtung der Vorbeugung Erfolge erzielen will. " " regeln zu treffen, um in den durch das Verbot der Verwendung des Gefeßentwürfe, die von einschneidender Bedeutung für Industrie und weißen Phosphors zur Herstellung von Streichhölzern besonders be- Handel find, erst den gesetzlichen Vertretungen diefer Erwerbsstände troffenen Gegenden anderweitige günstige Arbeitsgelegenheit zu zugängig gemacht würden. ( Fortsetzung folgt.) schaffen; b) über die betreffenden Maßregeln und ihren Vollzug Vom oberschlesischen Kohlenmarkt berichtet die„ Bresl. Morgen- falischen Gruben des Saarreviers seit kurzer Zeit eine Art BetriebsZur Reform der Berg- Inspektion. Bekanntlich ist in den fisdem Reichstage Mitteilung zu machen. Absatz a wurde ein- gtg.": Nachdem die Gruben durch die Resultate der März- Periode der kontrolle durch Arbeiter eingerichtet. Ueber die Art der Handhabung stimmig angenommen, Abfat b mit 7 gegen 11 Stimmen Vorjahre etwas verwöhnt worden sind, läßt sich von den letzten acht dieser Kontrolle wird jetzt der Deutschen Bergarbeiter- Zeitung" abgelehnt. Bei der Debatte über die Frage, Tagen vom Kohlenmarkt nichts besonders Erfreuliches berichten, denn, eine Mitteilung gemacht, die, wenn sie sich bewahrheiten sollte, die was mit den Zündholz- Arbeitern in abgelegenen Wald- wenn auch die Vorladungen verhältnismäßig, noch ganz ansehnliche neue Einrichtung als vollständig wertlos erscheinen lassen müßte. gegenden werden solle, die jetzt trotz des Verbots Weißphosphor- blieben, so bewegten sie sich doch unter denjenigen der entsprechenden Danach hätte einer der Kontrolleure in das Kontrollbuch geschrieben, Bündhölzer herstellen, schlug Wurm vor, daß dort vielleicht Ge- Beit des Vorjahres und dokumentierten damit ein beständiges Zurück- daß die Sicherheitsvorschriften vielfach außer acht gelassen würden. nossenschaften mit Staatshilfe geschaffen werden können, bei denen gehen seit dem Jahre 1899, in welchem selbst in dem sonst immer Darauf hätte ihm sofort der Obersteiger Vorhaltungen gemacht und die Regierung( es handelt sich um Sachsen- Meiningen) für geeignete schivachen März man ein Nachlassen der Nachfrage nicht verspürt hat. Dann hätte er ein Verhör beim Inspektor gehabt. Das Resultat sei, Arbeitsstätten forgt. Reißhaus teilt mit, daß die meiningenſche Run muß zugegeben werden, daß die Jahre 1899 bis einschließlich daß bei der zweiten Revision im Februar sämtliche Kontrolleure die Regierung beabsichtigt, die Glasbläserei dort einzuführen, speciell 1901 als feine normalen bezeichnet werden können, weil außergewöhn- Eintragung Alles in Ordnung" gemacht hätten. Es wird zwar nicht die Anfertigung von Thermometer- Röhren( ohne Quecksilberfüllung). liche Einflüsse sich in denselben geltend machten. Wie falsch es wäre, gesagt, daß dem verhörten Kontrolleur Nachteile angedroht worden Nächsten Donnerstag wird der Bericht festgestellt; die Plenar- die heutigen Absahverhältnisse als unbefriedigend hinzustellen, geht feien für seine Eintragung, aber man kann das zwischen den Zeilen beratung beginnt nach den Osterferien. aus der Thatsache hervor, daß beispielweise in der ersten Hälfte des lesen. Es wäre erwünscht, wenn über den Vorfall eine amtliche AufDie Petitionskommission des Reichstags verhandelte am Mittwoch Monats März 1898 fördertäglich nur etwas über 5000 Waggons zur flärung gegeben würde. über eine Betition betreffend Erlaß eines Flußschu- immer noch auf etwa 5400 Waggons hält und man damals mit dem Verfrachtung kommen, während dieselbe sich jetzt durchschnittlich Gefeßes, welches die fortgesetzte Verunreinigung der Flußläufe Absaße außerordentlich zufrieden war, ja seitens der Gruben der verhindern soll. Nach eingehender Debatte wurde beschlossen, zu Nachfrage nicht einmal genügt werden konnte. Abgesehen davon, beantragen, die Petition dem Reichskanzler zur Erwägung zu über- daß zur damaligen Zeit Grubenbestände nicht vorhanden waren, Der deutsche Handlungsgehilfentag zu Hamburg petitioniert illustriert, wie enorm die Gruben ihre Förderungen seit fünf Jahren wird im Vergleich mit der augenblicklichen Berichtszeit zur Genüge um Erweiterung des Vereinigungsrechts der Handlungsgehilfen; Auf- gesteigert haben, wenn sie troß einer Mehrverladung von ca. 400 hebung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung; Einführung von Gehilfen Waggons pro Fördertag zu Fördereinschränkungen und Stapelungen ausschüssen in faufmännischen Betrieben, in denen mehr als 20 Ge- heute gezwungen find hilfen beschäftigt werden, und Erlaß eines Gesetzes betreffend die Berufsvereine. Die Petition foll dem Reichskanzler, soweit sie die Berufsvereine betrifft, zur Berücksichtigung, im übrigen als Material überwiesen werden. weisen. " Ueber die Lungenheilstätte Sulzharze im Harz bringt die Sächsische Arbeiter- Zeitung" in ihrer Nr. 62 Mitteilungen, die der Aufmerksamkeit der Versicherungsanstalten empfohlen seien. werden darin eine ganze Reihe von Mißständen in dieser Anstalt ges Es zur Aufnahme Lungenkranker ungeeignet erscheinen lassen müssen. schildert, die, wenn sie fich als unanfechtbar erweisen, die Anstalt als Komitee der Kinderschuß- und Rettungsgesellschaft angehört, erhält Düngerhaufen als Familienasyl. Von einer Dame, die dem die„ Wiener Arbeiter- Zeitung" folgende Schilderung einer grauenVerrechnungspreise des Kohlensyndikats. Der Vorstand des haften Thatsache: Wer vorigen Mittwoch zufällig um 7 Uhr abends Syndikats schlägt vor, auf Grund der am 8. Dezember vom Beirat in der Kanzlei der Kinderschuß- und Rettungsgesellschaft IX Maria festgesezten Nichtpreise( Normalpreife) eine neue Feststellung der Theresienstr. 3 anwesend war, hatte Gelegenheit, zwei von der Eine Petition des 41 000 Mitglieder zählenden Werkmeister- errechnungspreise( d. H. der Preise, die den Zechen für Polizei eingebrachte Kinder in Begleitung ihrer Mütter zu sehen, in Verbandes fordert die Abänderung des Gewerbegerichts- ihre verschiedenen Kohlenforten bei ihren Lieferungen angerechnet einem Zustande, den zu beschreiben man sich sträubt: die Mutter gejeges in dem Sinne, daß die Gewerbegerichte für die gewerb- werden) vorzunehmen, und zwar zunächst entsprechend der Festlegung vor Schmus starrend, die Kinder nur notdürftig in Feßen gehüllt lichen Streitigkeiten der Werkmeister und Betriebsbeamten mit ihren der Coatspreise für die Zeit vom 1. April 1903 bis zum 30. Juni 1904. und halb verhungert, eine Atmosphäre um sich verbreitend, die Arbeitgebern zuständig sein sollen, wenn der Jahresverdienst der Die Zechenbefizer sollen ihre Zustimmung bis zum 25. d. M. an- man sonst nur in der Nähe einer Jauchgrube verspürt. Woher so genannten Angestellten 3000 Mart nicht übersteigt. Das jest zeigen oder angeben, ob sie Einspruch erheben, da dann die Ver- viel Hunger und Elend? Der die Leute begleitende Wachmann, geltende Gesetz hebt die Zuständigkeit der Gewerbegerichte schon auf, rechnungspreise unter Anhörung der Rechenbefizer gemäß§ 5 des ein echter, gutherziger Wiener, gab die Aufklärung:" Ja, wenn der Jahresverdienst 2000 Mart übersteigt. Die Kommission Kartellvertrages festgelegt werden sollen. Die vom Vorstand in die Frau ist mit ihren Kindern schon drei Wochen ohne beschloß, die Petition dem Reichskanzler zur Erwägung zu über- Vorschlag gebrachten Verrechnungspreise für 1903/4 schließen sich unterstand und seit vierzehn Tagen verkriechen fie fich weisen. womöglich noch enger an die Richtpreise an, wie im verflossenen des Nachts in der Brigittenau in einen DüngerUeber eine Petition, welche fordert, daß zur Ausbildung von Jahre, und sind vielfach um 25 oder 50 Pf. pro Tonne niedriger haufen, um nicht zu erfrieren. Die Gärtner flagen Lehrlingen nur solche Gewerbetreibende berechtigt sein sollen, welche als bisher; so sollen 3. B. fortan kosten: dort schon, daß die armen Leute, die in den überfüllten Asylen fein das Recht haben, den Meistertitel zu führen, beschloß die Kommission Dbdach mehr finden, in die Düngerhaufen friechen und fie dadurch nit 9 gegen 7 Stimmen, zur Tagesordnung überzugehen. zerstören. Die Einführung des Befähigungsnachweises im Baus handwerk fordern mehrere Petitionen, welche dem Reichskanzler als Material überwiesen werden sollen. Die Geschäftsordnungs- Kommission des Reichstages verhandelte n ihrer heutigen Sigung über die an sie zurückverwiesene bekannte Beschwerde des Abg. Hegelmaier( Rp.). Die Kommission wiederholte in etwas veränderter Form ihren ersten Beschluß. Sie ließ sich dabei nicht auf principielle Erörterungen ein, sondern beurteilte den Einzelfall in seiner Eigenart. Von diesem Standpunkte aus wurde die Beschwerde für unbegründet erklärt. Aus Induftrie und Handel. Deutscher Handelstag. Unter starter Beteiligung von Vertretern deutscher Handelskammern sowie kaufmännischer und industrieller Vereine begannen heute vormittag im Langenbeck- Hause hier die Beratungen des Deutschen Handelstages. Unter den Erschienenen befand sich auch Handelsminister Möller und Graf Posa dowsky. Letterer hielt nach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden Geh. Kommerzienrat Frenzel folgende Begrüßungsansprache: M Förderkohlen. 1/2 gefiebte Stückfohle get. Rug III Fettkohlen. 1903/04 Mark 1902/03 Mart 9, • 9, 11,50 12, doppelt gesiebte Stückfohle 12,50 13, . gew. Nuß I. 12,50 12,75 getv. Nuß II. 12,50 12,75 11, 11,25 . 10, 10, Coatstohlen. 9,50 9,50 Gasförderkohlen . 11,50 11,50 Gasflammförderkohlen . 10, 10,25 doppelt gefiebte Stückkohle. 12,50 13,50 gew. Gasflamm- Nuß I 12,50 12,75 gem. Gasflamm- Nuß II. . 12,50 12,75 . 11, 11,25 get. Ruß IV Gas- und Gasflammkohlen. .. 10, 10, get. Gasflamm- Nuß III get. Gasflamm- Nuß IV Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken, Berlin. Geschäftsbericht des Vorstandes der Gesellschaft, die 10 Prozent In dem Dividende verteilt, werden über die industriellen Unternehmungen, an denen sie beteiligt ist, unter anderm folgende Einzelheiten berichtet: Die Waffenfabrik Maufer in Oberndorf a. N. war nur mäßig und zwar fast ausschließlich für die deutsche Heeresverwaltung Geehrte Herren! Der Deutsche Handelstag versammelt sich beschäftigt. Für das laufende und das folgende Jahr ist eine beffere diefesmal zu einem Zeitpunkt, in welchem sich nach schwierigen Ver- Beschäftigung zu erwarten. Die Dividende für das abgelaufene Jahr hältnissen für Industrie und Handel wieder günstigere Aussichten betrug 4 Proz. Die Fabrique Nationale d'Armes de Guerre in Herstal zeigen und neue Hoffnung und Unternehmungsluft sich in unserm hat einen erheblichen Geivinm abgeworfen. Die Dürener Metallwirtschaftlichen Leben zu regen beginnt. Immerhin dürften die Er werke in Düren haben nicht nur die vorjährige Unterbilanz befahrungen der letzten Jahre lehren, daß auch bei steigenden Kon- seitigt, sondern darüber hinaus einen namhaften Gewinn erzielt, junkturen sowohl die Produktionskraft und der Bedarf des eignen doch wurde zwecks Kräftigung des finanziellen Standes von der Landes wie des Auslandes vorsichtigste Schäzung erfordert, um die Ausschüttung einer Dividende abgesehen. Der Besis an Attien der Festlegung heimischer Stapitalien und die allzu schnelle Vergrößerung Waffen- und Maschinenfabriks- Attien- Gesellschaft in Budapest ist mit industrieller Anlagen für eine nur ausnahmsweise und vorüber- Rugen veräußert worden. Die Motorfahrzeug- und Motorenfabrik gehende Nachfrage zu vermeiden. Berlin in Marienfelde ist in die Daimler- Motoren- Gesellschaft zu Kannstatt aufgegangen. Als Gegenwert für nom. 525 000 m. Attien der Motorfahrzeug- und Motorenfabrik Berlin erhielt die Munitionsund Waffenfabrit nom. 262 000 M. Aftien der Daimler- MotorenGesellschaft und 500 m. bar. " Die Destreicher müssen sich unsre glorreiche Socialreform ans schaffen, dann haben sie eine gesicherte Gristenz bis ins hohe Alter, und tein Gärtner wird sich mehr über Benugung seiner Düngerhaufen als Wohnung zu beklagen brauchen. Kaution, nicht Lohn. Der Rollfutscher R. beanspruchte durch Klage beim Gewerbegericht von der Speditions- Attiengesellschaft 5 M., die ihm in wöchentlichen Raten von 1 M. als Kaution von seinem Lohu zurückbehalten worden waren. Direktor Brücker, der die Beklagte vertrat, wandte ein, die Firma sei berechtigt, sich an der Kaution schadlos zu halten, weil ihr durch Schuld des Klägers in Gestalt von Standgeld ein Schaden von 5 M. entstanden sei. Er habe gelegentlich einer bestimmten Tour 25 Säde Mais vom Ham burger Speicher abholen sollen und diesen Auftrag am fraglichen Tage nicht ausgeführt, obwohl die Zeit dazu reichte. Der Kläger lehnte dagegen jedes Verschulden seinerseits ab. Er hätte 15 Sac Mehl auf dem Wagen gehabt, die ein Bäder in einem Vororte ihm nicht abgenommen habe. Seine Pferde feien so mies" gewesen, daß die Beamten des Tierschutzvereins ihn bereits zweimal notiert etwas glatt gewesen, so daß er mit den schlechten Pferden unterwegs hätten. Dann sei es noch dazu infolge Frostes auf den Straßen liegen geblieben wäre, wenn er noch zu den 15 Sack Mehl die 25 Sack Mais hinzugeladen hätte. Deshalb sei der Mais nicht mehr abgeholt worden. Uebrigens habe er einen Verfuch zur Erfüllung des Auftrages gemacht, indem er nach dem Speicher gefahren sei, um zit sehen, ob nicht ein Kollege mit einem leeren Wagen dort wäre. Das sei nicht der Fall gewesen. Auch sonst räume er der Firma fein Recht ein, ihm den verdienten 2ohn vorzuenthalten. Sachdarlegung vermochte der Direktor nicht zu bestreiten. Diese Dr. Meier führte dazu aus: Der Kläger könne sich nicht auf den Der Gerichtshof rict zu einem Vergleich und Gewerberichter § 364 des Bürgerlichen Gesetzbuches berufen, wonach Schadenaufrechnungen gegen verdienten Lohn nicht zulässig seien, denn hier handle es sich nicht um die Zurückbehaltung verdienten Lohnes, sondern um die einer Kaution. Eine Kaution sei aber rechtlich ganz anders zu behandeln wie der Lohn. Lohn würden die 5 M. darstellen, wenn der Kläger jede Woche die 1 M. verlangt hätte. Das habe er aber nicht gethan, sondern sei mit ihrer Rückbehaltung zweds Ansammlung einer Kaution einverstanden gewesen. Eine Kaution sei aber die Sicherheit für einen vom Angestellten eventuell verursachten Schaden. Allerdings müsse der Arbeitgeber, wolle er die Kaution später behalten, den Nachweis führen, daß der Arbeiter für einen Schaden in der betreffenden Höhe verantwortlich sei, daß ihn Mit der Steigerung des Lebensstandes der gebildeten Böller, mit der Verfeinerung ihres Geschmacks, mit dem Fortschritt der technischen Wissenschaften steigt naturgemäß auch der Bedarf an verfeinerten Waren, an Specialitäten, und gerade auf diesem Gebiete dürfte die deutsche Industrie ihre Aufgabe fuchen im Wettkampfe mit Die Rentabilität der Großindustrie im vergangenen Jahre. Daß den Völkern, welche nach ihren Verhältnissen vorzugsweise auf die Herstellung von gröberen Massen- der Geschäftsgang während des Jahres 1902 die Rentabilität der hältnissen vorzugsweise auf die Herstellung von gröberen Massen gewerblichen Unternehmungen noch weiter herabdrücken mußte, als artifeln angewiesen sind. Für diese Aufgabe sind wir aber bies schon im Jahre 1901 der Fall war, ging schon aus den vielen ein Verschulden treffe. Ein solcher Nachweis fehle hier nun gänzlich, auch vorzugsweise gerüstet, da die vielfachen technischen Schulen einzelnen Nachrichten über die Erträgnifie gewerblicher Attien es sei deshalb ein Vergleich in Höhe der Klageforderung angebracht. Deutschlands ein hervorragendes Personal von Dirigenten und gesellschaften hervor. Nachdem nunmehr die geordnete RentabilitätsDer Direktor der beklagten Gesellschaft zahlte darauf im Vers Technikern, von Ingenieuren und Mechanikern, von Physikern und berechnung in dem soeben erschienen 3. Jahrgang von Calwers gleichswege dem Kläger die 5 M. Chemikern herangezogen haben, da sich ferner dant unserm Handel und Wandel"( Jena, Gustav Fischer) vorliegt, zeigt sich, daß Schulwesen und unsrer focialpolitischen Fürber Durchschnitt der Rentabilität der großen Unternehmungen, ge- Letzte Nachrichten und Depeschen. forge der Arbeiterstand in seiner persönlichen messen an den Dividenden der Aktiengesellschaften, von 7,98 Proz. Leistungsfähigkeit und Verwendbarkeit ganz im Jahre 1901 auf 6,69 Proz. im Jahre 1902 gefallen ist. Die AbDer östreich- ungarische Ausgleich. wesentlich gehoben hat. Meine Herren! Wir stehen jetzt vor dem schwierigen Stadium gang, der dem abnorm günstigen Jahre 1900 folgte. Gegenüber diesem der Ausgleichsvorlage erklärt Ministerpräsident v. Körber, ihm erscheine nahme beträgt 1,29 Proz. und ist damit weit geringer als der Rüd- Wien, 18. März.( W. T. B.) In der fortgesetzten ersten Lesung der Erneuerung unsrer Handelsverträge, für deren Ausgestaltung Jahre betrug 1901 der Rückgang nicht weniger als 3,02 Proz. der wahre, von aufrichtiger Freundschaft getragene Friede als Lebensdie Wünsche der Beteiligten naturgemäß außerordentlich weit auch im Jahre 1902 haben einzelne Industriezweige noch ganz gut bedürfnis beider Staaten. Bei der Festsetzung des Bolltarifs habe die auseinander gehen. In diesem Kampfe der Interessen wird des abgeschnitten, so vor allem die Porzellan- und Glasindustrie, bei der Regierung mit den Forderungen Ungarns rechnen müssen, went halb jeder zu Gunsten des andren ehrliche Selbstbeschränkung die Rentabilität von 12,93 Broz. im Jahre 1901 auf 12,98 im die Monarchie ein üben müssen. Aber eine leberzeugung sollten alle Erwerbs- Jahre 1902 ftieg. Die Dividendenziffer der chemischen Industrie Alle Staaten", fährt der Ministerpräsident fort, welche mit einheitliches Zollgebiet bleiben sollte. stände teilen, daß daß die heimische Regierung die Intereffen die heimische Regierung die Intereffen zeigt zwar einen Rückgang, aber nur von 0,4 Proz. Sie betrug Deutschland in engerer handelspolitischer Beziehung stehen und unsres Erwerbslebens mit derselben Sachkenntnis und mit bleiben wollen, mußten in irgend einer Weise vom deutschen demselben Nachdruck vertreten wird, wie dies von den fremden Re- nämlich 1902 10,39 Proz. Einen starken Rüdgang zeigt die Rentabilität der Berg- und Bolltarif Notiz nehmen, vornehmlich wir, die wir den größten Ber gierungen zum Besten ihres Landes vorausgesetzt wird. Nüchterne und sachverständige Beurteilung der thatsächlichen Verhältnisse kann Hüttenwerke. Die Rentabilität betrug im Bergbau und in der fehr mit Deutschland haben. Wenn unfre Zolltarife beim Ab= und fachverständige Beurteilung der thatfächlichen Verhältnisse kann Süttenindustrie 7,78 Proz. gegen 9,66 im Jahre 1901. Etwas stärker ich lus nener andelsverträge unversehrt uns allein ohne wirtschaftliche Erschütterungen in den neuen Zeit noch als im Bergbau ist in der Zuderindustrie die Gewinnziffer werden, so hat die östreichische Industrie wahrlich nicht viel unversehrt erhalten abschnitt unsrer handelspolitischen Beziehungen hinüber führen. Der Vorstand des Deutschen Handelstages hat uns fürzlich eine sehr Dividende der Brauereien, Brennereien und Mälzereien ist zurüd los nicht gut geht, muß soviel als möglich geholfen werden hier zurüdgegangen. Sie fiel von 10,88 auf 7,64 Proz. Auch die Grund zu Klagen, aber auch der Landwirtschaft, der es zweifels schätzenswerte Vorarbeit geliefert und ich ergreife gern die GelegenRelativ gut ab- tie in Ungarn." Der Ministerpräsident erklärt schließlich, soweit er heit, ihm hierfür an dieser Stelle meinen Dant auszusprechen. gegangen und zwar von 9,40 auf 8,86 Broz. Möchte der Deutsche Handelstag auch in Zukunft dazu beitragen, das geschlossen hat auch die Textilindustrie, in der sich die Dividenden die handelspolitische Situation zu überblicken vermag. trete deutlich ziffer von 2,91 im Jahre 1901 auf 4,69 im Jahre 1902 die Absicht der Mächte, zu Handelsverträgen zu gelangen, hervor, große Vertragswert wirksam zu fördern. Auch die Metallindustrie zeigt einen fleinen Anfaz wofür die Nichtkündigung der wichtigsten Handelsverträge spreche. zur Besserung, insofern die durchschnittliche Dividende um und Dagegen ist in der Maschinengefallen. Im erhöhte. Elettricitätsindustrie von 5,92 auf 4,18 Broz. Hierauf sprach Generaldirektor Dr. Soetbeer- Berlin über die Erneuerung der Handelsverträge. Er wandte sich gegen die einseitige Begünstigung der Landwirtschaft und befürwortete folgende Glektricitäts- Industrie die Rentabilität weiter 0,07. Proz. zunahm. Erklärung: " Der Deutsche Handelstag spricht sein Bebauern darüber aus, Maschinengewerbe fiel die Dividendenziffer von 6,18 auf 4,77, in der daß die von ihm zum neuen Bolltarif- Gesez geäußerten Wünsche in Wie nicht weiter nachgewiesen zu werden braucht, geben die sehr erheblichen Punkten nicht berücksichtigt worden sind. Für die Dividenden feinen genauen Anhalt für den Grad der Rentabilität, neuen Handelsverträge, die mit allen für den deutschen Außenhandel denn bei ihrer Festsetzung sprechen häufig die verschiedenartigsten bedeutsamen Staaten zu schließen sind, hält er an den bereits in Rücksichten mit; die vorstehende Berechnung giebt deshalb nur ein den Vollversammlungen bom 14. März 1898, 8. Januar 1901 und 30. September 1901 aufgestellten Forderungen fest, daß die aus- ungefähres Bild der Rentabilitätsbewegung. Sociales. Aus Holland. Haag, 18. März.( B. H.) Wie von verschiedenen Seiten mite geteilt wird, beabsichtigt die Regierung, ein Kompromiß in der Eisenbahnarbeiterfrage vorzuschlagen, wonach ein Schiedsgericht ernannt werden soll, welches die Differenzen zwischen den Arbeitern und den Direktionen zu schlichten hat. Ministerpräsident Kuyper hofft, hierdurch die Opposition für seine Streitgefeße günstig zu stimmen. Haag, 18. März.( W. T. B.) Durch königliche Ver ordnung ist bestimmt worden, daß die Miliz der Jahreswärtigen Staaten für eine längere Reihe von Jahren Ermäßigung flaffe 1902 auf unbegrenzte Zeit bei der Fahne behalten wird. und Bindung der Zölle auf die hauptsächlich von uns bei ihnen einHaag, 18. März.( W. T. B.) Der Bericht der Abteilungen geführten Waren und allgemeine Meistbegünstigung der zweiten Kammer, welcher sich mit den Maßregeln uns gewähren." Die Gefahren der Wurmkrankheit sollten nach einer Behauptung zur Verhütung der Ausstände beschäftigt, ist erschienen. Die Erklärung wird nach kurzer Debatte über die einzelnen bes Ministers Möller, die er gegenüber unsrem Genossen Sachse, Danach hat sich die Mehrheit mit der zur Unterdrückung von Forderungen, die sich im wesentlichen auf die Gleichstellung der machte, nicht so arg sein, weil man unterscheiden müsse zwischen Ausständen von der Regierung vorgeschlagenen Maßregeln für einverdeutschen Gewerbetreibenden mit den Angehörigen der Vertrags- Wurmfranken und Wurmbehafteten. Die Leutsche Bergarbeiter- ftanden und sich bereit erklärte, für die Einrichtung einer militärischen staaten innerhalb deren Gebiete beziehen, einstimmig angenommen. Beitung" macht demgegenüber auf eine Abhandlung des Dr. Bruns Eisenbahnbrigade zu stimmen. Die staatliche Untersuchung zur Dann wird der zweite Punkt der Tagesordnung, die Beratung in Gelsenkirchen aufmerksam, der das dortige Institut für Hygiene Prüfung der Beschwerden des Personals wurde gutgeheißen. über die Abgrenzung des Handwerks", vorläufig zurückgestellt und und Bakteriologie leitet. Dr. Bruns sagt in seiner Arbeit: im Gefeßentwurf vorgeschlagenen Strafbestimmungen für den Fall zunächst der Antrag des Vorsitzenden der Leipziger Handelskammer Mit dieser Unterscheidung zwifchen Wurmbehafteten" und eines Ausstandes stinumte eine Anzahl Kommissionsmitglieder zu; beraten, an die Regierung das Ersuchen zu richten, daß in Zukunft Wurmkranken" ist endgültig zu brechen, wenn man im Stampfe ein Teil verhielt sich ablehnend. Berantwortl. Redakteur: Carl Leib in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Deud a. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. " " " Den Nr. 66. 20. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 19. März 1903. 286. Sigung. Mittwoch, den 18. März 1903, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesraistische: Graf Posadowsky. Zunächst wird der Eisenbahnvertrag zwischen dem Reich und Luxemburg in dritter Beratung genehmigt. Es folgt die dritte Beratung der Novelle zur Seemannsordnung, durch die im§ 52 ein Druckfehler bcrichtigt werden soll. In der Generalbiskussion erhält das Wort Abg. Molkenbuhr( Soc.): 25 Pf. Bestellungen sind an die Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 69, zu richten. Welcher Aufmerksamkeit sich der Vorwärts" bei den Behörden 28. Februar berichteten wir unter„ Wahlvorbereitungen", daß die erfreut, mag folgender Fall beweisen. In der Nummer vom Abg. v. Waldow- Reisenstein( f.): Ein Teil meiner politischen Freunde wird für, ein Teil gegen die Forderung stinumen. Die umgünstige Finanzlage nötigt zur forgfältigen Prüfung aller nicht un bedingt notwendigen Ausgaben. Ich halte nach den uns in der Stommission gemachten Mitteilungen die Beteiligung Deutschlands für notwendig. Abg. Dr. Paasche( natl.): Meine Freunde werden einstimmig Thüringer Agitationskommission ein Flugblatt in einer Auflage von von der deutschen Industrie aufs neue große Opfer gefordert werden für die Forderung stimmen, obwohl nach Paris und Düsseldorf hier Schleusingen- Ziegenrüd eine Wahlzeitung herausgeben wird. Ende 130 000 Exemplaren herausgegeben hat und der Wahlkreis Erfurtzu Gunsten eines Landes, das uns nicht gerade freundlich gegen freises ein Herr ein, der sich als Kriminalbeamter vorstellte und voriger Woche stellte sich bei dem Vorsitzenden des Erfurter Wahlübersteht. Abg. Frese( frs. Vg.) spricht sich gleichfalls für die Bewilligung einige Exemplare zu haben wünschte. Auf zwei Foliobogen waren von dem Flugblatt sowie von der Wahlzeitung für gutes Geld aus, obgleich manche Industrielle ausstellungsmide seien. Im so beide oben erwähnten Notizen aufgeklebt, die jedenfalls von der erfreulicher fei die starke Beteiligung, die das Kunstgewerbe in Aus- Berliner Behörde an die Erfurter gesandt waren. Wir nehmen nicht sicht gestellt habe. an, daß die Erfurter Kriminalpolizei auf den Vorwärts" abonniert ist. Von dem Flugblatt wurden dem Beamten die gewünschten Eremplare eingehändigt, auf die Wahlzeitung mußte er noch einige man sieht, interessieren sich die Behörden für alles und darum lesen Tage warten, da sie erst am 15. März zur Ausgabe gelangte. Wie fie auch mit Aufmerksamkeit nicht nur den„ Vorwärts", sondern alle andern Zeitungen. In dem Augenblick, wo der Reichstag daran geht, einen Drud fehler zu beseitigen, bevor er irgend welche Folgen gehabt hat, sollte er auch andre Versehen und Fehler des Gesetzes verbessern. So ist Abg. Dr. Spahn( C.): Meine Freunde werden der Forderung 3. B. durch ein Versehen des Centrums bei der Ab- zustimmen in der Hoffnung, daß die Kosten nicht 21 Millionen stimmung ein Antrag zu§ 5 der Seemanns- Ordnung abgelehnt übersteigen werden. worden, wonach die Heranziehung eines Schiffsmannes zu den See- Staatssekretär Graf Posadowsky: Gegenüber den Ausführungen Schöffengerichten obligatorisch gemacht werden sollte. Die Folgen des Herrn Abg. Müller- Meiningen möchte ich bemerken, daß es am dieses Versehens haben fich bereits gezeigt, Man hat wünschenswertesten wäre, wenn Amerika durch ein Specialgesetz den in Hamburg keinerlei Schiffsleute für das See- Schöffengericht in ausgestellten Gegenständen vollen Patentschuß zusicherte. Zum Vorschlag gebracht, und zwar hat der Vertreter der Deputation für wenigsten werden wir versuchen müssen, die Zusicherung der VerHandel und Schiffahrt erklärt, dies sei nicht angängig, weil die einigten Staaten dazu zu erhalten, daß die ausgestellten Gegenstände Seeleute in den Schöffengerichten doch auch Untergeordnete der während der Ausstellung und für eine furze Schußfrist nach derselben Kapitäne feien. Das bedeutet also ganz im Gegensatz zum Willen vor Nachbildung geschüßt werden. In dieser Richtung werden unfre des Reichstages den direkten Ausschluß der Schiffsleute aus den Bemühungen auseßen und ich hoffe, wir werden bei der amerikanischen See- Schöffengerichten. Herr Dr. Spahn trat damals warm für Regierung wohlwollendes Gehör finden. unfren Antrag ein und meinte, das Zutrauen zu den Gerichten würde erhöht werden, wenn auch Schiffsleute als Beisiger fungierten. ( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Bei der Abstimmung aber hat das Centrum aus Versehen dagegen gestimmt. Ich möchte daher beantragen, daß die Specialberatung dieser Novelle noch aus gesezt wird, damit wir dieses Versehen berichtigen können. Abg. Kirsch( C.): Ich gebe zu, daß ein Versehen bei der Abstimmung seitens meiner politischen Freunde seiner Zeit stattgefunden hat. Db, wenn wir anders gestimmt hätten, eine andre Majorität erzielt worden wäre, ist aber zweifelhaft.( Lachen bei den Soc.) Wollten wir diese Aenderung vornehmen, so gehört dazu auch die Zustimmung des Bundesrats, und es ist sehr zweifelhaft, ob diese Aenderung bis zum 1. April möglich wäre. Aus diesem Grunde bin ich gegen eine Bertagung der Specialberatung. In der Sache hat der Reichstag seinen Willen dahin ausgesprochen, daß es absolut nicht ausgeschlossen werden soll, daß Schiffsleute als Beisiger zugezogen werden. Ich hoffe, daß sich die beteiligten Kreise in Zukunft danach richten werden. Damit schließt die Generaldiskussion. Der Prozeß Rothe. gerichts II' seinen Anfang nehmen wird, erregt das allgemeine Der Prozeß gegen das„ Blumenmedium" Anna Rothe, der am Montag, den 23. d. M., vor der ersten Strafkammer des LandDamit schließt die Diskussion, der Titel wird bewilligt. Interesse weit über Berlin hinaus. Verspricht er doch sensationelle Ohne Debatte werden ferner bewilligt: als zweite Nate zur Er- Enthüllungen über das Treiben betrügerischer Geisterbeschwörer und richtung eines Dienstgebäudes für das Aufsichtsamt für Privat- werden Thatsachen zur Sprache kommen, die man im 20. Jahrverficherung 900 000 W.; als zweite Rate für das Dienstgebäude hundert nicht für möglich halten sollte. Die Angeklagte ist die Witive für die biologische Abteilung für Land- und Forstwirtschaft am ftets in ärmlichen Verhältnissen gelebt, bis sie darauf verfiel, auf cines vor mehreren Jahren verstorbenen Kesselschmieds. Sie hat Reichs- Gesundheitsamt 600 000 M.; zum Eriverbe eines Grundstücks zur Erweiterung des Statistischen Amtes 345 000 M.; als erste die Leichtgläubigkeit des Publikums zu spekulieren. Schon als Kind Rate zur Errichtung von Laboratorien des kaiserlichen Gesundheitswill sie die amtes für bakteriologische Arbeiten und Protozoen- Forschungen 75 000 M. Zur Förderung der Herstellung von Kleinwohnungen für Arbeiter und untere Beamte in den Betrieben des Reiches werden vier Millionen gefordert. Abg. Dr. Haffe( natl.) tritt für die Erhöhung dieser Summe im nächsten Etat ein. Der Titel wird hierauf bewilligt. Damit ist der Etat des Reichsamts des Innern ledigt. Gabe des Hellfehens besessen und Gestalten gesehen haben, die den Augen ihrer lim gebung verborgen blieben. Dadurch will sie in späteren Jahren zu der Ueberzeugung gekommen sein, daß ihr eine magnetische Kraft innewohne, die sie zu Heilzwecken verwenden könne. Dann will fie die Fähigkeit in sich entdeckt haben, als" Medium" den Verkehr Lebender mit Verstorbenen zu vermitteln. Sie begann damit, in ihrem früheren Heimatsort Chemnitz und dessen nächsten Umgebung er- Séancen" abzuhalten, die trotz des ziemlich hohen Eintrittspreises gut besucht waren. In den spiritistischen Kreisen galt sie bald als eine Leuchte" und ihre Anhänger nahmen täglich an Zahl zu. Ihr Ruf als Hellseherin und Geistervermittlerin wuchs derartig, daß ein Sprachlehrer Namens Jentsch Es folgt der Etat der Expedition nach Otasien. Berichterstatter Dr. Stockmann( Rp.): Die Nomission hat bei Der Antrag Mollenbuhr auf Aussehung der Specialdiskussion diesem Etat drei Millionen gestrichen und bestimmt, daß die Titel 1 wird gegen die Stimmen der Socialdemokraten ab- bis 31 unter einander deckungsfähig sind. Dadurch ist der specificierte sich ihr als Impresario anbot. Dieser verstand es, das Geschäft im gelehnt und in die Specialberatung eingetreten. Etat gewissermaßen beseitigt und es soll an seine Stelle wieder wie kaufmännischen Stil zu betreiben. Er unternahm mit dem be= Artikel 1 der Novelle, welche die Berichtigung des Druckfehlers im vorigen Jahre ein Bauschquantum gesetzt werden, das diesmal rühmten Medium weite Reisen und erzielte foloffale Erfolge. Zu enthält, wird angenommen. Als Artikel 1a beantragten die 15 millionen beträgt. Abgg. Albrecht it. Gen.( Soc.) einzufügen: den Sigungen drängten sich eine große Menge Menschen, die zu den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Frhr. v. Richthofen: besten Gesellschaftsklassen gehörten; sie wollten alle etwas von ihren Der zweite Satz des§ 61 Abs. 2 der Seemanns- Ordnung, der Als im Sommer 1901 die eigentliche militärische Aktion der fremden verstorbenen Angehörigen, bisweilen auch etwas von früheren von der Heuer eines in der Heilanstalt befindlichen Seemanns Mächte in China ihren Abschluß erreicht hatte, ivaren die verbündeten großen Geistern, wie Luther, Melanchthon und andern erfahren. handelt, foll folgende Fassung erhalten: Regierungen fich darüber einig, daß sie nicht ohne weiteres China Die Sigungen erhielten auch einen religiösen Anstrich, indem " Ist er verheiratet, oder hat er Kinder im Alter von unter sich völlig selbst überlassen könnten. Man war vielmehr der Meinung, fie mit Gebet. Darauf 15 Jahren zu ernähren, oder hat er, falls keine diefer beiden daß einerseits für die Erfüllung der von China übernommenen Ver- wurde geheimnisvolle Dunkelheit hergestellt und das Medium vers und Gefang eingeleitet wurden. Voraussetzungen zutrifft, andre Angehörige, deren Interhalt er pflichtungen eine gewisse Zeit gewährt werden müsse, und andrerseits, fiel in den sogenannten„ Traumzustand". Die Zuschauer verharrten bisher ganz oder überiviegend bestritten hat, so ist ein Viertel der daß die chinesische Regierung in ihrer Autonomie eine Zeitlang in atemloser Stille, dann begannen die angerufenen Heuer zu zahlen." gegenüber ihren eignen Unterthanen gestärkt Geister durch den Mund des Mediums zu reden. Dabei machten werden müsse. Desivegen haben die Mächte eine all- fich in der Nähe des Mediums Bewegungen der Tische bemerkbar. mähliche Verminderung der fremden Besatzungen in China Vielfach erschienen auch kurze schriftliche Grüße von den Verstorbenen. für das Gebotene erachtet. Dies System hat sich im Den Höhepunkt der Sizungen bildeten die sogenannten allgemeinen auch bisher bewährt. Das deutsche Oberkommando ,, Apporte". Abg. Moltenbuhr( Soc.) begründet den Antrag. Die Familienunterstützung fomme den Seeleuten nur in fehr geringem Maße zu gute, da ein größerer Teil von ihnen unverheiratet ist, als dies bei den andern Arbeitern der Fall ist. Der Antrag wird hierauf abgelehnt. Die neue im " ist aufgelöst, das Gros des deutschen Expeditionscorps ist zurüdAls Art 1b beantragen die Abgg. Albrecht it. Gen.( Soc.) befördert und endlich ist um die Neujahrszeit dieses Jahres Shanghai Diese wurden gewöhnlich durch den Mund des besonderen Schuhfolgenden Zusatz zu§ 137: Sind in den vor dem 1. April 1903 von den europäischen Truppen geräumt worden. Diese Reduktion geistes" des Mediums, des kleinen Friedchen" angekündigt. So ausgefertigten Musterrollen Bestimmungen enthalten, welche in der Besagung äußert sich auch in den von Ihnen für Ostasien ge- Bald diese Ankündigung erfolgt war, flogen Blumen, Früchte, NippWiderspruch stehen mit Vorschriften dieses Gesetzes, deren Abänderung forderten Summen; 1901 wurden 120 Millionen gefordert 1902 fachen, Kleeblätter und andre Kleinigkeiten durch die Luft. Dieſe durch Vertrag nicht ausdrücklich zugelassen ist, so treten vom 1. April 34 Millionen und im jetzigen Etat nur noch 15 Millionen. wurden von dem Medium, den Anwesenden als Andenken von den 1903 ab an deren Stelle ohne weiteres die Vorschriften der Seemanns- Jedenfalls hat die Regierung in der Evaluation Chinas Geistern der Verstorbenen überreicht und ehrfurchtsvoll in Empfang Ordnung." durchaus ihre Schuldigkeit gethan. Wir fönnen es aber genommen. In Berlin und den Vororten wurden zahlreiche derartige Abg. Dr. Herzfeld( Soc.) begründet den Antrag. gegenwärtigen Moment noch nicht verantworten, China Sigungen abgehalten. Der Zulauf zu dem Unsinn war ein ganz Seemanns- Ordnung muß allen Seeleuten zu gute kommen. Es sind völlig von deutschen Truppen zu entblößen. Auch militärische enormer, zumeist war aber das weibliche Geschlecht vertreten. Das aber in den gedrudten Musterrollen heute vielfach Bestimmungen Autoritäten haben sich gegen eine vorzeitige Räumung ausgesprochen. Gintrittsgeld betrug 3 bis 20 m. pro Person. Vom Oktober 1901 enthalten, welche die Vorschriften der Seemanns- Ordnung z. B. in Es kommt hinzu, daß die Besetzung Chinas durch internationale bis März 1902 wurden 60 Sigungen abgehalten, die eine Einnahme Bezug auf die Sonntagsruhe einfach durch Vereinbarung wieder auf- Abmachungen geregelt ist, deren Lösung auf einseitigem Wege nicht von über 3000 m. ergeben haben sollen. Die Polizei war inzwischen heben.( Sehr richtig! Bei den Socialdemokraten.) möglich ist. Ob neue Vereinbarungen zu stande kommen, hängt von auf den Schwindel aufmerksam geworden. Am 1. März 1902 fand Abg. Dr. Semler( natl.): Es ist nicht zweifelhaft, daß die neue der Gestaltung der politischen und lokalen Verhältnisse ab. Man wieder eine Sigung statt. Es sollte die letzte sein. Zu den Zus Seemannsordnung loyal durchgeführt werden wird, wenn auch viele fann sogar zweifelhaft sein, ob wir in der Evaluation Chinas nicht schauern gehörten drei Ungläubige, der Kriminalkommissar v. Krachts Bestimmungen von den Reederkreisen als schwere Belastung em- fchon etwas zu schnell vorgegangen sind, da China den Verfuch gemacht Berlin, ber Kriminalkommissar Leonhard Schöneberg und der pfunden werden. hat, ich will nicht sagen, sich seinen Verpflichtungen zu entziehen, aber Kriminalagent Bingenheimer. Sie verfolgten den Verlauf der Damit schließt die Diskussion. Der Antrag wird gegen die doch ihre Erfüllung etwas in Frage zu stellen. Das ist vielleicht darauf Sigung mit Aufmerksamkeit. Als der Haupteffekt stattfand und die Stimmen der Socialdemokraten abgelehnt. zurückzuführen, daß die Stärke der deutschen Besagungstruppen etwas Grüße der Verstorbenen in Form von Blumen usw. durch das anzu rasch vermindert worden ist. Ich kann deshalb nur dringend Zimmer flogen, traten die Beamten aus der Reserve Heraus und beempfehlen, dem Abstrich der Kommission nicht beizutreten, da wir reiteten der Sizung ein jähes Ende. Das Medium wurde gepackt uns sonst nicht verpflichten könnten, daß Etatsüberschreitungen ver- und untersucht. In ihrem linterrock fanden die Beamten noch mieden werden. genomme It. Die Novelle wird hierauf in der Gesamtabstimmung Darauf wird die zweite Lefung des Etats fortgefeßt bei einigen erst jetzt von der Budgettommission erledigten Titeln des Etats des Reichsamtes des Innern. Abg. Dr. Spahn( C.) bittet, entsprechend dem Kommissionsbeschluß den Abstrich von 3 Millionen doch vorzunehmen. wird mit großer Mehrheit angenommen. Damit schließt die Diskussion, der Antrag der Kommission 11 Kriminalfommissar v. Kracht stellte fest, daß eine einem Besucher als Gruß eines Verstorbenen überreichte Kette, die angeblich aus den ägyptischen Königsgräbern stammen sollte, in einem Berliner Bazar für 50 Pfennig 153 Blumen, 4 Apfelsinen und 3 Citronen. Vorher schon hatten die Beamten beobachtet, daß das Medium In Titel 23 des Kapitels 3 des Ertraordinariums werden als Kosten zur Beteiligung des Reiches an der Weltausstellung offenen Augen die Zuschauer aufmerksam musterte, während es sich die Klopftöne mit den Stiefelabfäßen hervorbrachte und daß es mit in St. Louis 1904, erste Rate, 1 500 000 m2. gefordert. Ferner wird eine von der Kommission vorgeschlagene An Geschicklichkeit, wie vor Jahren ein dummer Bauernjunge durch angeblich im Traumzustande befinden sollte. Mit einer ähnlichen Die Kommission beantragt die Bewilligung dieser Summe. mertung zum Etat debattelos angenommen: Bestände und Werfen mit Schinkenknochen und andren Gegenständen den Spuk Abg. Dr. Müder- Meiningen( frf. Vp.): In den Motiven wird Restausgaben aus den für das Rechnungsjahr 1903 bestimmten von Resan" bewerkstelligte, verstand es die Rothe, die in ihrem darauf hingewiesen, daß in St. Louis vor allem die deutsche Kunst, das Mitteln sind über das Rechnungsjahr 1904 hinaus nicht zu über- Unterrode verborgenen Gegenstände ungesehen gegen die Decke zu deutsche Kunstgewerbe und der deutsche Buchhandel vertreten sein tragen. Sofern späterhin noch Ausgaben und Aufwendungen aus werfen, so daß es auf die befangenen Zuschauer den Eindruck machte, follen. Es besteht aber gerade in diesen Streifen eine tiefe Unluft dem Jahre 1903 erübrigen, sind sie auf den Reichshaushalts- Etat zu als feien fie plöglich von der Decke aus durchs Zimmer geflogen. zur Beschickung der Ausstellung. Der Grund dafür liegt in den bringen. amerikanischen Urheberrechts- Verhältnissen, die einer civilisierten Bei den Einnahmen bemerkt Abg. Dr. Arendt( Rp.): Es ist bei der Vereinbarung über die Nation geradezu unwürdig sind. Der sogenannte Vertrag vom 15. Januar 1802 gewährt den deutschen litterarischen Produkten so Kriegsentschädigung mit China eine Zahlung in Gold ausgemacht. gut wie gar feinen Schuß. Ich frage den Staatssekretär: Jit mit Jetzt aber machen die Chinesen Miene, in Silber zu zahlen. Das der amerikanischen Regierung ein Specialvertrag abgefchloffen müßte auf den Stand des Silberpreises in Deutschland ungünstig worden, durch den die in St. Louis auszustellenden Werke der Stunft einwirken. Jedenfalls sollte die deutsche Regierung dahin wirken, und des Buchhandels einen besonderen Schuß genießen? daß die Eingangszölle, die deutsche Importeure in China zu zahlen Staatssekretär Graf Pojadowsky: Durch den Litterarbertrag haben, nicht in Gold zu zahlen sind. vom 15. Januar 1892 genießen allerdings die deutschen Verleger Der Etat wird bewilligt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. gegenüber dem amerikanischen Nachdruck nur einen sehr geringen Schutz. Was speziell den Schuß auszustellender Werke anlangt, so haben sich bei der Ausstellung in Chicago irgend welche besonderen und Nachteile für die Verleger nicht ergeben, wenigstens sind uns solche Fälle nicht bekannt geworden. Es ist aber zu bemerken, daß nach dem in Amerika geltenden, allerdings moralisch anfechtbaren Rechte jedermann Nachahmungen herstellen fann, gleichgültig ob die Objekte ausgestellt sind oder nicht, wenn nicht ein aus drückliches Verbot erlassen wird. Es soll nun aber nach dem Reglement für die Ausstellung in St. Louis verboten werden, aus gestellte Gegenstände ohne Zustimmung der Ausstellungsleitung oder der Aussteller nachzuahmen. Ich bin gern bereit, durch Vermittlung des Auswärtigen Amtes die Frage nochmals zum Gegenstande eines Schriftwechsels mit der amerikanischen Regierung zu machen, fann aber selbstverständlich keine Verpflichtung dafür übernehmen, daß Amerita alle Forderungen der deutschen Verleger erfüllt. Abg. Dr. Müller- Meiningen( fr. Bp.): Jch habe die Sache an geregt, weil der Stuttgarter Verlegerverein in den letzten Tagen befchloffen hat, in St. Louis nicht auszustellen, und zwar mit der Motivierung, daß durch den Litterarvertrag von 1892 dem Nachdruck deutscher Werke und Photographien in Amerika Thür und Thor geöffnet werde. gekauft worden ist. Ein in gleicher Weise überreichtes fagenumivobenes Notizbuch stammte aus einer Papierhandlung in Chemniz. Auch der Blumenlieferant der Frau Rothe wurde leicht ermittelt. Die Rothe wurde sofort in Haft genommen. Nach einigen Tagen sollte ihr Impresario Jentsch von demselben Schicksal betroffen werden. Es zeigte sich, daß er das Weite gesucht hatte; er ist nicht ermittelt Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr.( Kolonialetat worden. Die aufgetauchten Zweifel, daß die Nothe unzurechnungsfähig fein könne, haben durch die ärztliche Untersuchung keine Bestätigung Etat des Auswärtigen Amts). gefunden. Schluß 4 hr. Sie hat sich nun wegen vollendeten und versuchten Bes fruges zu verantworten. Die Verhandlung wird im großen Schwurs gerichtssaale stattfinden. Die Presse wird zahlreich vertreten sein. Die Eintrittskarten für die Zuhörer find schon seit Wochen vergeben. Den Vorsitz wird der Geheime Justizrat Landgerichtsdirektor Garz führen, die Anklagebehörde wird vom Staatsanwalt Friedmann ver treten, die Verteidigung liegt in den Händen der Rechtsanwalte Dr. Schwindt und Dr. Willy Thiele. Es sind sechs Tage für die Verhandlung angesetzt. Partei- Nachrichten. Zeitungs- Fremdwörter und politische Schlagworte ist der Titel eines Büchleins, das soeben im Verlage der Buchhandlung Vorwärts erschienen ist. Wiederholt haben sich unsre Parteitage mit Anträgen zu beschäftigon gehabt, welche die Ausmerzung der Fremdwörter aus unsrer Parteipresse verlangten. Der Verfasser, Genosse Adolf Braun, fezt im Vorwort zu der vorliegenden Broschüre auseinander, daß es unmöglich ist, gänzlich auf den Gebrauch fremder Wörter zu verzichten. wenn auch eine Beschränkung auf die notwendigsten Fremdwörter wünschenswert ist. Der Verfasser hat nun in dem Büchlein die am häufigsten in der Tagespresse vor kommenden Fremdwörter und politischen Schlagworte zusammen gestellt und nach ihren Begriffen erläutert. Das Format ist so eingerichtet, daß das Büchlein im Taschentalender untergebracht werden kann, damit es der Arbeiter immer bei der Hand hat. Der Preis ist Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Ueber die Verhältnisse der Milchkutscher von der Meierei Schweizerhof, deren Differenzen mit der Direktion des Betriebes wir am Sonntag berichteten, wird uns vom Central Verband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter folgendes mitgeteilt: Obwohl die Direktion bei der Verhandlung bezüglich der Wieders einstellung der 5 gemaßregeiten Kutscher dem Vertreter des Vera bandes gegenüber äußerte, daß den Kutschern wegen ihrer 3u zahl der Arbeitslosent betrug 886, während die Arbeitslosigkeit einem eventuellen Uebertritt zum Verbande sofort die Rechte ordent gehörigkeit zum Verbande nichts in den Weg gelegt würde, und daß 3758 Wochen sowie 18 einzelne Tage betragen hat. Außerdem waren licher Mitglieder einzuräumen. Vorstehende Anträge werden dem die Direktion auch nicht abgeneigt fei, mit einer Kommission der auf der Herberge 16 Arbeitslose anwesend. Die Mehrzahl der Hauptvorstande munmehr als Anträge der Verwaltungsstelle Berlin Kutscher und einem Vertreter vom Verbande bezüglich der Mißstände, Arbeitslosen waren im Alter von 40 bis 50 Jahren. übermittelt. Der vorgerückten Zeit wegen wurde die Beratung der über welche sich die Stutscher beklagten, zu verhandeln, werden der Organisation doch Schwierigkeiten bereitet. Von einigen Vorgesetzten ein erhebliches Wachstum der dortigen Gewerkschaften. Es bestehen sammlung vertagt. Der Jahresbericht des Kölner Gewerkschaftskartells verzeichnet übrigen noch vorliegenden Anträge bis zur nächsten General- Berund einem Teil der Kutscher, welche sich dem Verbande nicht an- in Köln 37 Zahlstellen von Centralverbänden. Die Gesamtmitgliederschließen wollen, wird alles mögliche aufgeboten, um die Versammzahl stieg von 1978 im Jahre 1897 auf 2438 in 1898, 3176 in eine gutbesuchte Filial- Versammlung ab. Die Vergolder hielten am 15. März in den„ Arminhallen" lungen, welche für die in Frage kommenden Angestellten einberufen Nachdem der Vors und in welchen die Wünsche und Forderungen festgelegt werden 1899, 2927 in 1900, 3442 in 1901 und 5809 im Jahre 1902. An fizzende die Anwesenden dazu ermuntert hatte, fich möglichst sollten, illusorisch zu machen. dem Aufschwung sind besonders beteiligt: Bau- und Erdarbeiter bei den Wahlarbeiten der Partei zur Verfügung zu stellen, So wurde zunächst eine Versammlung, welche am Sonntag vor 1901: 118, 1902: 298; Handels- und Transportarbeiter 1900: 36, ftellte fest, daß manche Fabrikanten sich ihren Arbeitern gegen 1900: 170, 1901: 172, 1902: 800; Buchdrucker: 1900: 103, sprach Buchdrucker: 1900: 103, fprach man über die systematischen Preisdrückereien! Otto 8 Tagen bei Peters, Alt- Moabit, stattfinden sollte, dadurch vereitelt, 1901: 75, 1902: 140; Holzarbeiter: 1900: 554, 1901: 524, 1902: über darauf beriefen, daß die Firma August Werkmeister sie in der daß man die Einladungszettel auf das Polizeirevier trug. 664; Maler und Anstreicher: 1900: 114, 1901: 129, 1902: 176; Konkurrenz auf dem Weltmarkt erfolgreich bedränge, weil die Der Lieutenant des Reviers 64 verbot die Versammlung, weil sie Maschinisten und Heizer: 1900: 16, 1901: 58, 1902: 109; Maurer: Kollegen dort bestimmte Leisten billiger machten. Das dürfte nicht nicht angemeldet sei, trokdem derselbe darauf hingewieſen 1900: 184, 1901: 328, 1902: 913; wurde, daß es sich um eine Betriebsversammlung handelte Metallarbeiter: 1900: 281, sein, die Arbeiter müßten auf eine Einheitlichkeit der Preise und es daher einer Anmeldung nicht bedürfe. Beschwerde ist natürlich 1901: 630, 1902: 1012. Dagegen ist die Zahlstelle des Bäcker- hinwirken. Es entspann sich eine lebhafte Debatte, in der vereingelegt worden. Auch die später einberufenen Versammlungen verbandes, die von 42 Mitgliedern im Jahre 1899 auf 9 im Jahre schiedene Redner sich im Sinne Ottos äußerten, während einige wurden durch die indifferenten Kutscher im Bunde mit ihren vor- 1901 herabging, eingegangen. Im Vorort Köln- Ehrenfeld stieg Kollegen bon August Werkmeister betonten, day dieser gefeßten Oberkutschern und Kontrolleuren dadurch hintertrieben, daß die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder von 337 im Vorjahre auf Fabrikant dasselbe Klagelied anſtimme, wie die andren sie sich in der Nähe des Lokals postierten und aufpaßten, wer von den 550; in Mülheim von 295 in 1900 auf 710 in 1901 und 933 Fabrikanten. Das machten sie alle, man könnte darauf nichts Organisierten zur Versammlung gehen würde, um sie sofort am Gewerkschaften in Koblenz, wo es 1068 Organisierte giebt. Ende 1902. Ein noch ungewöhnlicheres Wachstum verzeichnen die geben. Alle Redner waren sich darin einig, daß eine nächsten Morgen der Direktion anzeigen zu können. Einheitlichkeit der Preise, die jeder für wünschenswert hält, sich nur Daß es der Direktion nicht ernst mit ihrem Versprechen war, Die Gewerkschaften in Nürnberg haben sich im vergangenen erzielen lasse, wenn eine besondere Kommission mit der Kontrolle geht auch daraus hervor, daß sie zwei entlassenen Stutschern, welche Jahre wie der Bericht des Arbeitersekretariats fonstatiert troß und Festsetzung der Accordpreise betraut werde. Es wurde die bei einem Konkurrenzunternehmen in Stellung treten wollten, eine der verschärften Krise ziemlich auf dem Stande, den sie im Jahre Schaffung einer solchen Kommission beschlossen, die sich aus Delegierten Empfehlung dahin lautend gab, daß beide eher und Auf- 1901 einnahmen, erhalten. Im allgemeinen ist ein kleiner Rückgang der Arbeiter der namentlich in Betracht kommenden Werkstellen wiegler" feien, die an der Spige einer Agitation ständen. der Mitgliederzahl zu verzeichnen. Einzelne Gewerkschaften haben zusammensetzen soll. Die Wahlen sind in Werkstatt- Versammlungen Allem Anschein nach ist die Direktion in großer Besorgnis vor nicht unerhebliche Verluste, andre dagegen einen nennenswerten Zu- vorzunehmen. einem Streit, an welchen die Kutscher selbst nicht denken. Es handelt wachs an Mitgliedern erfahren. Für einige Berufe wurden im Zur Frage der Maifeier beschloß die Versammlung, wie bissich hauptsächlich für diese darum, die gröbsten Mißstände im Arbeits- Berichtsjahre neue Zahlstellen errichtet. In der Hauptsache mußten her auch diesmal den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern. Dann verhältnis zu beseitigen, welche geradezu im schreienden Widerspruch sich die Gewerkschaften darauf beschränken, Verschlechterungen der wurde die in der lezten Versammlung abgebrochene Diskussion zu den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung stehen. Die Mehrzahl Lohn- und Arbeitsverhältnisse abzuivehren, jedoch ist auch das nicht über die Anträge zur Generalversammlung des Verbandes fortgesetzt. der Kutscher ist organisiert und sind diese sich einig darüber, daß die in allen Berufen gelungen.- Dem Nürnberger Gewerkschaftskartell Die Versammlung erklärte sich gegen den Antrag Schnorre, den Direktion ihre Wünsche erfüllt hätte, wenn sich nicht eine Anzahl von find 50 Organisationen angeschlossen. Dieselben hatten zusammen Bosten des Verbandsvorsitzenden mit dem des Hauptkassierers zu indifferenten Kutschern im Betriebe gefunden hätten, welche sich als am 1. Januar 1902 11 056 männliche und 1120 weibliche, am verbinden. die guten Kinder hinstellen und mit allem zufrieden sind, auch wenn Schluß des Jahres 10 882 männliche und 1049 weibliche Mitglieder. sie mit Ausdrücken belegt werden, welche geeignet sind, das Ehrgefühl 34 Organisationen gaben für Reise- Unterstügung insgesamt eines Menschen zu verlegen. Die Kutscher beschlossen daher in einer ihrer letzten Versamm- sammen 42 112 M., für Kranken- Unterstüßung wandten 19 Organi19 616 M. aus, 36 Berufe zahlten für Arbeitslosen- Unterstützung zu Yungen, sich an die Arbeiterschaft Berlins zu wenden und diese zu fationen zusammen 11 523 M. auf und für Streit- Unterstützung bitten, bei Entnahme von Milch die Kutscher auf ihre Organisations- wurden von 18 Berufen insgesamt 16 931 M. ausgegeben. pflicht hinzuweisen und zwar um so mehr, da besonders die Arbeiter in großen Fabriken sich immer mehr dem Konsum von Milch zuwenden, und daß gerade die Kutscher vom Schweizerhof in den Fabriken ein bedeutendes Absatzgebiet haben. Husland. Der Straßenbahnarbeiter- Streit bei der Firma Siemens 1. Halske in Helsingborg ist zu Gunsten der Arbeiter durch einen Vergleich beendet worden. Der Stundenlohn wurde auf 30 Dere festgesetzt, während er früher nur 27 Dere betrug. Achtung, Metallarbeiter! Folgende Werkstätten sind gesperrt: die Gießerei von Eitner für Former und Gießereiarbeiter; die Gießerei von Gradenwih für Former und Gießerei- Lohnbewegung in Bergen( Norwegen). Auf sämtlichen Schiffsarbeiter; die abrit von keiser u. Schmidt( Inhaber werften und mechanischen Werkstätten in Bergen haben die Arbeiter Dr. Goldschmidt) für Mechaniker, Dreher und Schlosser; die ihre Kündigung eingereicht, weil die Unternehmer ihre Forderung Maschinenfabrik von Göde, Chausseestraße, für Schloffer, auf Erhöhung der Stundenlöhne um 2-3 Dere abgelehnt haben. Dreher, Schmiede und Modelltischler. Der Granithauerstreit in Kopenhagen, der seit April vorigen Jahres dauerte, ist jetzt endlich durch einen Tarifvertrag mit den Unternehmern beendet worden. Die Arbeit wurde am 18. März wieder aufgenommen. Die Unternehmer haben jedoch erklärt, daß Aus diesem Grunde wird auch jetzt noch vor Zuzug von Granitsie nicht im stande seien, alle Streifenden zur Zeit wieder einzustellen. hauern nach Kopenhagen gewarnt. Deutscher Metallarbeiter- Verband, Ortsverivaltung Berlin. Deutfches Reich. Die Kupferschmiede in Stettin haben am Montag die Arbeit niedergelegt. Sie fordern die Wiederherstellung ihrer früheren Löhne. Im Laufe der Zeit haben die Kupferschmiedemeister die vor einigen Jahren festgelegten Lohnbedingungen durchbrochen und nach und nach Lohnfürzungen vorgenommen. In Betracht kommen rund 22 Mann. Sämtliche Stettiner Kupferschmiede gehören ihrer Organisation an. Wie uns mitgeteilt wird, suchen die Stettiner Meister in Berlin Arbeitswillige zu werben. Es wird deshalb ersucht, jede derartige Werbung abzulehnen und den Zuzug nach Stettin fernzuhalten. Aus der Frauenbewegung. vom 15. d. Mts. hielt Davidfohn einen interessanten Vortrag Verband der Brauerei- Arbeiter, Sektion 1. In der Versammlung wurde. In der Frage des§ 18, Abf. II des Verbandsstatuts in über„ Die englische Revolution", wofür ihm lebhafter Beifall gezollt Bezug auf die Vereinbarung(§ 616 des Bürgerl. Gesezb.) nahm die Versammlung den Standpunkt ein: Der Hauptvorstand im Verein mit dem Verbandsausschuß möge den Absatz II des§ 18( Verbandsstatut) bis zum nächsten Verbandstage außer Kraft seßen. Tröger erläuterte noch die Zahlungsweise der Entschädigungen(§ 616). Danach beginnt der Tag der Entschädigung, an dem der Kranke vom Arzt arbeitsunfähig geschrieben ist. Die Woche rechnet zu 6 Tagen. Vice haben über ihre 14 Tage hinaus keine Ansprüche. Bezüglich ungerechter Entlassungen soll dem Einigungsamt freie Hand gelassen werden. Die Pragis folle erst lehren, wie sich die Institution bewährt. Der Fachverein der Holz- und Bretterträger sowie Brettschneider wählte in seiner letzten Versammlung Grüger als Mitglied der Lohnkommission. Ferner wurde beschlossen, daß der 1. Mai in derselben Weise wie im vorigen Jahre gefeiert werden soll und wurde eine rege Beteiligung der Kollegen gewünscht. teil der gestrigen Nummer enthalten ist, hat der Druckfehlerteufel die Von dem Denkspruch des Meisters Menschel, der im Versammlungserste Zeile unterschlagen, wodurch der Sinn des Verses verloren geht. Der Dentspruch lautet vollständig: Weß Brot man ißt, deß Lied man singt Wie lächerlich das heut doch klingt Wo jeder Knirps die Nase rümpft und über seinen Brotherrn schimpft. Dem Verein der gewerblich thätigen Frauen in Rigdorf waren Steglit. Als Einleitung zur Agitation für die diesjährige Reichskürzlich auf Anordnung des Untersuchungsrichters eine ganze Menge tagswahl hatte der socialdemokratische Wahlverein zum Montagabend Vereinsutensilien beschlagnahmt worden, die als Beweis dafür dienen eine Volksversammlung dem" Gambrinus" einberufen. follten, daß der Verein Politik getrieben habe. Jetzt sind die be- Jn überfülltem Saale sprach sprach Genosse Zubeil; in zweischlagnahmten Gegenstände bis auf das Kassenbuch nebst Mitglieder- stündiger, mit Beifall aufgenommenen Rede entrollte er das verzeichnis wieder herausgegeben worden. Die Zeugenvernehmungen ganze Sündenregister unsrer Reichsregierung und der Reichstags= dauern aber noch fort. Mehrheit. Mit einem fräftigen Appell an die Versammelten, Männer sowohl wie Frauen, in dem bevorstehenden schiveren Wahlkampf gegen die Reaktion unermüdlich thätig zu sein, 11117 den Kreis gleich im ersten Wahlgang für die Socialdemokratie zu erringen, schloß der Redner feinen wirkungsvollen Vortrag. Nach kurzer Diskussion und der Aufforderung des Vorsigenden, in den Wahlverein einzutreten, gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: Verfammlungen. Die Tapezierergehilfen Hamburgs haben, wie schon telegraphisch gemeldet, beschlossen, in einen Streit einzutreten. Es handelt sich um Neuregelung des Lohntarifs. Vor einigen Tagen haben unter Borsiz des Senatssyndikus Dr. Schäfer Sizungen zwischen Innung und Gehilfen stattgefunden. Die Meister wollten zugestehen einen Mindestlohn von 27 M. bei 54 stündiger Arbeitszeit, für die ersten beiden Gesellenjahre jedoch nur 24,30 M. Mindestlohn, weiter einen Metallarbeiter Verband( Verwaltungsstelle Berlin). Eine von Aufschlag von 40 Proz. für Ueberstunden und verlangten eine Fest- ca. 4500 Personen besuchte außerordentliche General legung dieses Tarifs auf drei Jahre. Die Gehilfen fordern einen bersammlung tagte am Dienstag im Lokal„ Neue Welt", Mindest- Wochenlohn von 28,60 m. bei 52 stündiger Arbeitszeit und Hafenheide. Ueber die Stellungnahme zum 1. Mai sprach 50 Broz, Aufschlag für Ueberstunden. Auch wollen die Gehilfen der Vorsitzende Cohen einige einleitende Worte, worauf die Vernur in eine zweijährige Festlegung dieses Tarifs willigen. Da sich fammlung ohne Debatte folgender bereits im Vorjahre gefaßten die Verhandlungen zerschlugen, wurde der Streit erklärt. Resolution zustimmte: = Die Versammlung erklärt nach den Ausführungen des ReichstagsAbgeordneten Zubeil, daß es für die gesamte erwerbsthätige Bevölkerung nicht mehr zweifelhaft sein kann, für welche Partei sie bei 1. In allen Betrieben, wo drei Fünftel der dortselbst beschäftigten den diesjährigen Reichstagswahlen ihre Stimmen abzugeben hat. Die streifenden Maler und der rücksichtsvolle" Gastwirt. Die Arbeiter vollberechtigte Mitglieder einer Organisation sind, sind die- Die Versammelten erachten es deshalb für ihre Pflicht, mit allen Maler in Königsberg, welche sich bekanntlich zur Zeit im Streik be- felben verpflichtet, durch je eine Abstimmung einen Beschluß über die Kräften dahin zu streben, bei der diesjährigen Reichstagswahl dem finden, wollten am Dienstag eine Versammlung in der„ Jubiläums- Arbeitsruhe am 1. Mai herbeizuführen. Entscheidet sich die Majorität für Kandidaten der Arbeiter, dem Abgeordneten Zubeil, gleich im ersten halle" abhalten. Alle Vorbereitungen zur Versammlung waren Arbeitsruhe, so hat sich die Minorität diesem Beschluß zu fügen. Wahlgange zu einem glänzenden Siege zu verhelfen und damit den bereits getroffen, da verweigerte der Wirt im letzten Augenblick Der Ortsverwaltung ist spätestens 10 Tage vor dem 1. Mai von Brotwucherer die einzig richtige Antwort zu geben. mit Rücksicht auf andre Bevölkerungsklassen" dem Beschluß Kenntnis zu geben. 2. Eine Beschlußfassung über die Birkenwerder. Am 15. d. M. fand hier im Paradiesgarten eine die Hergabe des Saales. Die Malermeister dagegen, die eben- Arbeitsruhe am 1. Mai darf in keiner Gruppen- oder allgemeinen öffentliche Volksversammlung statt, in der Waldeck Manasse einen falls über den Streit verhandelten, erhielten den Saal. Diese Versammlung gefaßt werden. 3. Aussperrungen und Maßregeln wegen der Vortrag hielt über das Thema:" Volksfreunde und Volksfeinde." rechnet der Gastwirt wahrscheinlich zu denjenigen Bevölkerungsklassen, Arbeitsruhe am 1. Mai dürfen nicht mit Forderungen unsrerseits beant- Seine Ausführungen fanden bei den zum Teil auch aus den unauf die er Rücksicht zu nehmen hat, und denen zu Liebe er den wortet werden. 4. Bei Aussperrungen oder Maßregelungen wegen der liegenden Dörfern erschienenen Besuchern lebhaften Beifall. In der Arbeitern die Ausübung des Versammlungsrechts glaubt erschweren Arbeitsruhe am 1. Mai erhalten die davon betroffenen Mitglieder der Ver- Diskussion ermahnte Genosse Reste zum Lesen der Parteipreffe, sowie au müssen. waltungsstelle Maßregelungs- Unterstüßung gemäß§ 3 des Drts- zum Eintritt in die politische Organisation, was zur Folge hatte, daß Reaktionäre Innungshelden an der Arbeit. Aus Königshütte in statuts. sich mehrere der Anwesenden in den Wahlverein für Weißensee und Oberschlesien wird uns geschrieben: Als hier im Juni vorigen Jahres Des weiteren wurde beschlossen, auch in diesem Jahre Mai- imgegend aufnehmen ließen. vom Verband der Bäcker eine Mitgliedschaft errichtet wurde, gerieten marken herauszugeben, deren Ertrag den Gemaßregelten zu gute die Häupter der Bäckerim... ngen im ganzen Bezirk aus dem Häuschen. Komunt. Eingegangene Druckschriften. Sie fannen sofort auf Maßregeln, um der neugegründeten ArbeiterSodann entspann sich eine rege, ausgedehnte Debatte über die Von der Hütte", Zeitschrift für das Volk und seine Jugend( Dresden, organisation das Lebenslicht auszublafen, wobei sie von den Be 3um Verbandstage zu stellenden Anträge, von denen Verlag. Wallfisch) ist soeben das 24. Heft erschienen. Aus dem Inhalt Roman von Bolenz. hörden thatkräftig unterstügt wurden. Diese vereinten Bemühungen eine größere Anzahl eingelaufen war. Zur Annahme gelangten: des Heftes heben wir hervor: Liebe ist ewig. März- Träumerei. Von Wilhelm Bölsche. hatten den Erfolg, daß die Mitgliedschaft des Bäckerverbandes fein 1. ein Antrag Wiesenthal: auf die Tagesordnung des diesjährigen Schluß. Lokal mehr bekam, um Versammlungen abzuhalten. In Zu Verbandstages anstelle des Punkt 4) der über Tarifverträge und von Otto Ernst. Moderne illustrierte Jugendbücher. Bon ms.- Aus Hajel. Altes Volkslied. fammenfünften bei einzelnen Mitgliedern mußten die gemein Tarifgemeinschaften handelt, zu setzen: Unfre Taltit bei Streifs." cinem japanischen Tagebuche. Bon E. Otten. Die Anemonen. Von Karl Ewald. Wilhelm Bölsche. Bon Franz samen Angelegenheiten erledigt werden. Die Unterdritdungs- Begründet wurde der Antrag mit dem Hinweis auf die zu erwartenden Diederich." Franzosen sind auch Menschen". Von Ernst Almsloh. maßregeln der Zünftler und Behörden erreichten jedoch das Gegen- Lohnkämpfe in der Eisen- und Metallindustrie und die bisher viel- Thomas More als Humanist und Kommunist. Bon Gustav Saedh. teil von dem, was sie erreichen sollten. Die Organisation der fach mangelhafte Streiftaktik in den verschiedenen Gauen; 2. ein Stunftbeilage: Hans Holbein d. J.: Thomas Morus. Bäder nahm zu und ihre Agitation erstreďte sich auf die weiteste bon No esfe, Diesner und Weißel eingebrachter Antrag Umgebung von Königshütte. Erschreckt durch diesen Erfolg, geht betreffend die bessere Ausgestaltung der Arbeits- grelle, schreiende Rot früherer Jahre verschwunden. Sie ist auf dem ges nun die Bäcker- Innung in Kattowig auf ihre Weise gegen die verlosen Unterstützung und die damit notwendigerweise ver- wöhnlichen gelblich- weißen Bapier hergestellt und bringt auf dem Titelblatte haßte Arbeiter- Organisation vor. In verschiedenen oberschlesischen bundene Erhöhung der Beiträge. Demnach ist der in ein blutiges Bild mit Beil und Messer: Man sagt, er wollte sterben", das Blättern erschien unter der Ueberschrift: Die socialdemokratischen Betracht kommende Paffus in§ 4 des Statuts folgendermaßen Mittelbild zeigt uns den Kapitalismus in feiner ganzen Abscheulichkeit und Hezapostel an der Arbeit" ein Artikel, der die Bestrebungen gedacht: Der wöchentliche Beitrag beträgt für männliche Mit- abschreckenden Wirkung, zum Schlusse tritt Ferdinand der Bulgarenfürst auch - Am Grabe Liebknechts von der gewerkschaftlichen Organisation in den schwärzesten Farben glieder 40 Pf.; für weibliche 15 Pf.( bisher 30 respektive noch an die Arbeit und will dem Kinde nur den Stopf abhauen!" Von den Gedichten seien genannt: Am 18. März. -§ 7 Absa 2 würde alsdann folgende Fassung erhalten: Otto Krille. Tofenfeier. malt, und die Meister auffordert, mit vereinten Kräften und Waffen 10 f.) Kulturkampf- Reveille. Ein unbekannter gegen die Maulwurfsarbeit der Hamburger Genossen vorzugehen". Die Ortsunterſtügung wird in 52 aufeinanderfolgenden Wochen für Mann. Truppen- llebungsplaß von Lieutenant von Schneidewik. EheEine Versammlung aller Innungsvorstände des oberschesischen höchstens 60 Tage( bisher 42) gewährt und beträgt bei einer irrungen von Thekla v. W. Industriebezirks ist zum 18. d. M. nach Kattowig einberufen. Da Mitgliedschaftsdauer von selbst sollen jedenfalls die Waffen gegen die„ Maulwurfsarbeit" ge= schmiedet werden. Die Organisation der Arbeiter wird auch gegen diese Waffen die erforderlichen Abwehrmittel zu finden wissen und die reaktionären Unterdrückungsmaßregeln der Bäckermeister zu Schanden machen. Bei der Gewerbegerichtswahl in Mainz, die am Montag stattfand, erhielten die Arbeitnehmer 3131 Stimmen gegen 2834 bei der vorigen Wahl. Von den Arbeitgebern wurden 159 Stimmen abgegeben, gegen 142 bei der letzten Wahl. Auf die Kandidaten des Mainzer Gewerkschaftskartells entfielen 2649 Stimmen( 1901: 2374); die vereinigten christlichen Gewerkschaften" erzielten 485 Stimmen ( 1901: 457). Das Gewertschaftskartell hat somit einen Stimmen zuwachs von 275, die vereinigten christlichen Arbeiter einen solchen bon nur 28 Stimmen zu verzeichnen. pro Tag Mart Männliche Mitglieder pro Woche Mart Weibliche Mitglieder pro Tag pro Woche Mart Mart 52 Wochen 104 1,30 7,80 0,65 3,90 " 1,50 9, 0,73 4,40 156 208 " 1,65 9,90 0,82 4,90 " 1,80 10,80 0,90 5,40 260 " 2, 12, 0,98 5,90 Bislang beträgt der Mindestjas für männliche Mitglieder 1 M., für weibliche 50 Pf., und der Höchstsat 1,70 m. resp. 83 Pf. Dementsprechend würden sich auch die im Absatz 3 festgelegten Mindestfäße von 42 refp. 21 M. auf 78 refp. 39 M. und die Höchstsätze von 70 resp. 35 M. auf 120 resp. 59 M. erhöhen. Ein Antrag Pieschel: Die Generalversammlung wolle befchließen, dem§ 27 Absatz 2 folgende Fassung zu geben: Das Gewerkschaftskartell für Krimmitschau hat am 1. Februar Der Vorstand ist berechtigt, Arbeiter, welche bereits einer Organieine Zählung der Arbeitslosen vorgenommen, die sich auch fation angehören usw., auch den Kollegen, die Mitglied der Deutschen auf die benachbarten fleinen Ortschaften erstreckte. Arbeitslos ivaren Metallarbeiter- Gewerkschaft sind, zu gewähren. 441, verkürzt gearbeitet haben 159 und verlängert gearbeitet haben Dieser Antrag ist von dem Gedanken getragen, den Mitgliedern 12 männliche Personen. Davon waren 241 organisiert. Die Kinder- der Gewerkschaft ein Entgegenkommen zu zeigen und denselben bei Lütt Jan. Gedicht Von der Märznummer des„ Süddeutschen Postillon" ist das ORIGINAL Pariser Weltausstellung 1900. Bon der Internationalen Jurh wurden den Singer- Nähmaschinen der SINGER GRAND PRIX NAHMASCH der höchste Preis der Ausstellung zuerkannt. 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Letzte Woche: Die Gräfin von der Undel. Lebensbild mit Gesang v. Jacobsohn. Das Elite- März Programm. Mary Elly. Hermann Norden. The Stondtons. Sonnabend: Gr. Frühlingsfest nach der Vorstellung: Freitanz. Nur die hervorragendsten Sport- Nummern. Neuester SportDoppel- Jonglier- Akt zu Pferde, von Geschw. Hodgini. Neuester Draht- Spnrt- Akt Anf. 811hr, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Bi. von Geschwist. Jungmann Passage- Theater. Anfang Sonnt. 3, Wochent. 5, Ende 11 Uhr. Anf. Abendvorstellung 8 Uhr. Boxkampf des amerikanischen Meisterschaftsboxers Young Fitzsimmons und des austral. Preisboxers Jack Lewis. Bernhard Marx, Humorist. Marie Werder, Soubrette. Ganz Berlin zerbricht sich noch immer den Kopf über AGA die schwebende Jungfrau. sowie die beliebte Pantomime Die lustigen Heidelberger. Das grosse amüsante März- Programm. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. 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M. verschied unser altes Mitglied, der Cigarrenmacher Der Meister von Palmyra Hermann Ernst Sonnabendabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Freie Volksbühne. Sonntag, den 22. März cr., nachmittags 2, Uhr: Metropol- Theater. 5./6. Abteilung. Helden. Von Bernhard Shaw. 228/12 Lessing- Theater. 12./13. Abteilung. Dämmerung. Von Ernst Rosmer. Die vertagte Vorstellung der 1./2. Abteilung findet am 13. April( 2. Osterfeiertag) statt. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Protest an Seine Excellenz Minister von Rheinbaben in Sachen der Siebengebirgs- Lotterie. Bei der Siebengebirgs- Lotterie sind die Nummern 271 001 bis 272 500 ohne Treffer geblieben. Es ist fast an zunehmen, daß dies nur dadurch gekommen, daß 1500 Nummern nicht eingeschüttet worden.( Siehe„ tölnische Zeitung" vom 16. März.) Um eine genaue Untersuchung herbeizuführen, wird Unterzeich neter eine detaillierte Eingabe an den Minister ausarbeiten und bittet alle diejenigen, die durch ihre Unterschrift diese Eingabe unterstüßen und eine neue Ziehung herbeiführen wollen, genaue Adresse und Losnummer dem Unterzeichneten baldigst einzusenden und als Beitrag zu den Kosten, die durch Inserate und Eingabe entstehen, eine 10 Pfennig- Marke beizufügen. Rechtskonsulent und Auskunfts- Bureau, 8912* Peter Bauer, Frankfurt a. M., X. Fahrgaffe 115. Alle Briefe in dieser Angelegenheit müssen auf dem Couvert den ermerk betr. Siebengebirg" fragen. Institute für elektromagnetische Therapie System Trüb 11 Berlin W., Bülowstrasse 20| Berlin N., Oranienburgerstr. 148 Hochbahn Bülowstrasse Tel. VI. 4476. Anstaltsarzt Dr. James Loewy. Stadtbahn Börse Tel. VII. 4636. Anstaltsarzt Dr. Hugo Neumann. Täglich geöffnet von 9-5 Uhr. Sprechst. d. Anstaltsärzte v. 12-2. Behandlung von Nervenkrankheiten u. 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März, nachmittags 22 Uhr, vom Hause Kastanienallee 42 nach dem ZionsKirchhof Nieder- Schönhausen statt. Rege Beteiligung erwartet 113/12 Die Ortsverwaltung. Verein zur Wahrung d. Interessen der Maurer Berlins u. Umg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Hermann Muchow gestorben ist. Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, bom Krankenhause Moabit, Birkenstraße, aus statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. 129/7 Orts- Krankenkaffe der Cigarrenmacher, Sortierer und gewerbl. Silfsarbeiter zu Berlin. General- Versammlung am Freitag, den 27. März, abends 82 Uhr, im Café Hempel, Rosenthalerstr. 11/12. Tages- Ordnung: 1. Borlegung des Jahresberichts. 2. Wahl eines Vorstandsmitgliedes an Stelle des zum Bureau- Arbeiter gewählten Mitgliedes. 3. Bericht vom Krankenkassen Kongreß. schiedenes. 4. Ver29906 Der Vorstand. eidenstoffe Sa Weltbekannt ist unsre Schwarze 839L* Reinseidene Robe in glatt und gemustert. 10 Meter Mark 25,00. 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Die Ehrung der März- Gefallenen. Als vor nunmehr fünfund fünfzig Jahren die Opfer des Freiheitsfampfes im Friedrichshain zur Ruhe gebettet wurden, folgte ganz Berlin der Bahre. Bürgermeister und Magistrat, der Rektor der Universität in Amtstracht samt seinen Kollegen, darunter Storyphäen der Wissenschaft, wie Alerander v. Humboldt, gaben dem langen Zug der Särge voll Ehrerbietung das Geleite, und die Berliner Breffe feierte die Gefallenen ebenso schwungvoll als Helden wie die Magistratserlasse, die ihnen den höchsten Preis nationaler Tugend zuerkannten. Daß der König vor den Toten den Hut gezogen hatte, sei nur nebenbei erwähnt. Nur die ersten drei Verse durften passiren. Es würde zu weit führen, wollten wir auch einige von den Widmungen wiedergeben, gegen die die Censur nichts einzuwenden hatte. Nur der satyrische Spruch des Verbandes der Bäcker mag noch Erwähnung finden. Er lautete: dieser „ Nur harmlos darf die Widmung sein, Sonst läßt der Herr Lieutenant die Schere ivalten, Doch wollen wir Euch unsre Lieder weihn Und so Eure That den Herzen erhalten." werden durfte. " 2. Dem Magistral zu empfehlen, für die Leitung des Fach- und Fortbildungsschulwesens die Stelle eines Direktors zu schaffen. Magistrat um eine Aeußerung über seine Stellung zur Schaffung In seiner ersten Sigung hatte der Ausschuß beschlossen, den einer dritten Schulratsstelle, der dann die Leitung des Fach- und Fortbildungsschulivesens übertragen werden sollte, zu ersuchen. Der Oberbürgermeister teilte in der Sigung mit, daß der Magistrat aus wohlerwogenen Gründen die Schaffung einer dritten Schulratsstelle ablehnen müsse, dagegen damit einverstanden sein würde, die Leitung Spruch zur Warnung minder Vorsichtiger niedergelegt tragen. Der erste Antrag soll noch in der heute stattfindenden Sizung Der also befungene Herr Lieutenant hatte nichts dagegen, daß dieses Teiles des Schulwesens einem besonderen Beamten zu überals dringlicher Antrag am Anfang der Tagesordnung behandelt Aufsehen erregte es, daß die Ueberbringer dreier werden. Wenn sich heute der nationale Ehrentag jährt, belebt sich auch der Polizeiwache gebracht wurden. Und zwar die Deputationen Rummelsburg, die feit der am 1. April 1889 erfolgten Umwandlung Kränze zur Feststellung ihrer Personalien na ch Eine Jahresrente der Stadt Berlin an die Gemeinde Borhagender idyllisch stille Winkel, in dem die Märtyrer der Freiheit ruhen. Der Arbeiter der Staatswerkstätten in Spandau, der ehemaligen Kolonie" Borhagen- Rummelsburg in eine ſelbſtändige Aber keine prunkende Amtstracht zicht die Blicke des Besuchers von dem Kranzschmuck ab, der die schlichten Gedenktafeln mit dunklem des Verbandes der städtischer Arbeiter und des Landgemeinde an diese gezahlt werden mußte, ist jetzt in Wegfall Grün und leuchtendem Rot bedeckt. Die Bourgeoisie hat ihre FreiVerbandes der Eisenbahner, welch letztere das sehr zeit- gekommen und wird damit voraussichtlich für immer beseitigt sein. heitskämpfer vergessen. Kaum daß sich zwischen dem proletarischen gemäße Motto gewählt hatten: Rot ein paar schwarzrotgoldene Kranzschleifen versteden, Spenden jener mehr und mehr im Aussterben begriffenen kleinbürgerlichen DemoIratie, die in ein paar Bezirksvereinen ein dürftiges Dasein fristet. Wohl aber bewegt sich alljährlich vom frühesten Morgen an ein ununterbrochener Zug von Proletariern und Proletarierinnen zwischen den Gräbern entlang, die sich mit pietätvollem Stolze an der Unzahl der Kränze erfreuen, die ihre Klaffengenossen mit ihnen an dieser geweihten Stelle niedergelegt haben. Peinlich nur fällt es jedem auf, der an diesem Tage zum erstenmal die Grabstätte besucht, daß nicht nur eine Anzahl Uniformierter den Zugang zu dem Friedhofe säumen, sondern daß auch über den Gräbern felbst die Pickelhauben funkeln. Als ob die Pietät der Besucher nicht selbst ausreichen würde, selbst bei dem größten Andrang feierlichste Ordnung zu wahren! Oder sollen die auf dem Friedhofe postierten Schußleute dafür sorgen, daß nicht irgend eine Schleife an einen Kranz geheftet wird, die nicht die Censur des vor der Eingangspforte getreu seines Amtes waltenden Polizeilieutenants passiert hat? ,, Nicht betteln, nicht bitten, Nur mutig gestritten!" Nach dem damals abgeschlossenen Vertrage vom 25. Februar 1889 war die Rente von Berlin zu zahlen, so lange in BorhagenRummelsburg der jährliche Sollbetrag der Personal- Staatseinkommens steuer unter 45 000 m. bliebe, doch sollte schon vorher nach Maßenthielten als alle übrigen Kränze, so muß die Ursache der Sistierung hagen- Rummelsburg eine allmähliche Verringerung der Rente Da die Widmungen dieser Kränze durchaus nichts Staatsgefährlicheres gabe der fortschreitenden Leistungsfähigkeit der Gemeinde Bor eine andre sein. Die Polizeibehörde wird hoffentlich Veranlassung eintreten. Anfangs belief sich diese Rente auf jährlich 5000 m., Da nehmen, sich über das Motiv dieser auffallenden Sistierungen zu für 1902 war fie nur noch auf 2000 m. festgesetzt. Vermutungen ausgesetzt sein könnte. äußern, da ihr Vorgehen andernfalls allerlei ihr wenig angenehmen aber das Soll der Personal Staatseinkommensteuer hagen Rummelsburgs im Jahre 1902 zum erstenmal die Höhe von 45 000 W. überschritten hat es beläuft sich auf Etat für 1909 ist sie zum erstenmale nicht mehr in Ansatz gebracht 46 611 M. so fällt mum die Rente ganz weg. In dem Berliner worden. Es ist faum anzunehmen, daß in Borhagen- Rummelsburg außergewöhnlicher Umstände der Sollbetrag der genannten Steuer noch einmal etwa infolge gehen wird. wieder unter 45 000 M. zurückAll diese eigenartigen Zwischenfälle vermochten der imposanten Totenfeier des Proletariats natürlich keinen Abbruch zu thun. Und wenn auch die Parole der Schere des Polizeilieutenants zum Opfer fiel, an dem Grabe Auf denn zum Kampf: Das Jahr ist rot!" der März- Gefallenen leistete jeder der Tausende von Proletariern trotz alledem" im Stillen dieses Kampfgelübde! trotz alledem" im Stillen dieses Kampfgelübde! " 1 * V Eine schwere Gasexplosion rief gestern, Mittwochnachmittag, in der Lynarstraße eine große Aufregung hervor. Auf dem Grundstück Nicht nur im Friedrichshain selbst, sondern auch bereits in der Nr. 5/6 wurde vor einigen Jahren für Dr. Paul Meyer eine vier Diese Censur an den Kranzwidmungen ist wohl so ziemlich das die Polizeicenfur ihres Amtes gewaltet. Ein für die Leitergerüft- modernen Technik erbaut. Die Anstalt nimmt das Quergebäude ein Diese Censur an den Kranzwidmungen ist wohl so ziemlich das Auslage eines Blumenhändlers hat diesmal, wie uns gemeldet wird, stödige Fabrik für elektrische apparate nach allen Anforderungen der Sonderbarste, was preußischer Polizeigeist jemals verübt hat. Selbst bauer angefertigter, in der Wörther Markthalle ausgestellter Stranz und enthält in allen vier Stockwerken Arbeitssäle mit großen in Destreich dürfen unsre Genossen auf dem Friedhof der März- wurde von Polizeibeamten beschlagnahmt und erst später unter Fenstern. Ein Schornstein, der einen Meter im Geviert mißt, geht Gefallenen Gedenkfeiern veranstalten und Reden halten. In Berlin jedoch dürfen nicht einmal Widmungen auf den Gräbern nieder- 3urüd behaltung der Schleife wieder zurückgesandt! Der etwa 2 Meter über das Dach hinaus. Im Keller steht ein bejedoch dürfen nicht einmal Widmungen auf den Gräbern nieder geschädigte Händler verlangt von dem betreffenden Beamten Schadens- Werkzeugfabrikation dient. In ihm werden Stahl und Eisen, aus sonders eingerichteter Dfen, der der ebenfalls hier untergebrachten gelegt werden, die Citate aus Klassischen Dichtern enthalten. Jede ersatz und gedenkt im Weigerungsfalle den Prozeßweg zu beschreiten. denen die Werkzeuge gearbeitet werden, besonders gehärtet. Um Inschrift, in der das Wort Freiheit oder Revolution vorkommt, verfällt der Schere des Polizeilieutenants. So sind auch diesmal an einen größeren Heizdruck zu erreichen, führt man dem Gasofen noch zahlreichen Kränzen derartige den Staat gefährdende Verse und Sprüche fauber abgetrennt worden. Die Censur übt dabei strenge Gerechtigkeit. Nur die anstößige Stelle fällt der Schere zum Opfer, der Rest der Inschrift darf passieren. Einige der beanstandeten Widmungen seien hier wiedergegeben. Der vierte Wahlkreis hatte eine Stelle des Leitgedichts unsrer Märzzeitung" gewählt: " い Dienstag im Fortschrittlichen Verein vor dem Halleschen Thor" wesen sein, den man nicht wahrnehmen und auch noch nicht feſtUeber die neueren Berkehrsprojekte hielt Stadtv. Dinse am Luft zu. An diesem Gasapparat muß nun irgend ein Fehler geeinen ebenso inhaltsreichen, wie interessanten Vortrag. Er trat stellen konnte. Gestern nachmittag furz nach 3 Uhr wollten darin den Gerüchten energisch entgegen, als wollten die städtischen Arbeiter den Gasofen zum Stahlhärten bennzen. Sobald Behörden von dem Baue der geplanten Straßen- und Unterpflaster- sie ihn anzündeten, explodierte das angesammelte Gas Bahnen Abstand nehmen und bedauerte, daß die Schwebebahn- und der Luftdruck riß den Schornstein in allen vier Stockwerken Gesellschaft mit immer neuen Projekten, sogar mit einer auseinander. Der 2% Meter hohe Teil, der sich über dem Dach ers Konkurrenz- Linie„ Nord- Süd" komme, noch bevor die Stadt eine hob, stürzte mit großem Gepolter auf den Hof hinab und erschlug Im Lenzmond ist's gewesen, da unsre Saat gesät; ihrer Bahnen unter Dach und Fach habe. In dem anderthalb- dort den mit der Ausbesserung des Pflasters beschäftigten Arbeiter Ueber den grünen Hügeln die rote Fahne weht. stündigen Vortrage waren unter andern die Mitteilungen neu, Gustav Göckel von der Asphaltgesellschaft Stopp u. Co. in der Kaiserin daß die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn Gesell- Augusta- Allee. Dem Unglücklichen wurde von dem herabfallenden Wo Hundert wehrlos janken in Tagen tiefer Schmach, schaft jetzt auch Klingt siegesfichres Jauchzen heut klingt millionenfach! der hiesigen Verkehrsdeputation angezeigt Gestein der Schädel zerschmettert, sodaß er auf der Stelle verschied. habe, sie werde jedes städtische Verkehrsunternehmen, sei es, daß es Der furchtbare Knall und das Gepolter der herabfallenden Steine Die letzten beiden Zeilen wurden abgeschnitten!- Der Fachberein sich um eine Bahn über, auf oder unter der Straße handele, gericht verfekte die ganze Nachbarschaft in Angst und Schrecken. Die Feuerder Musikinstrumentenarbeiter hatte das Motto gewählt: lich anfechten und daß die Mitglieder der städtischen Verkehrs- wehr, die von allen Seiten herangefahren tam, mußte sich, da kein Den Toten zur Ehr', der Reaktion zum Troß. Die Schere be- deputation anfangs Mai eine Studienreise nach Elberfeld- Barmen Brand entstanden war, darauf beschränken, die Trümmer des Schornwies, daß man zwar die Toten ehren, nicht aber der Reaktion trogen zu unternehmen gedächten, um die dortige Schwebebahn- Anlage auf steins wegzuräumen. Die Leiche des Erschlagenen, der jung vers darf. Die Widmung der Barbiergehilfen:„ Den Elenden" ihr Betriebsgeräusch 2c. hin zu prüfen. heiratet und Familienvater war und in der Emdenerstraße wohnte, fand ebensowenig Gnade. Dagegen fand der Polizeilieutenant an In der sich ant den Vortrag knüpfenden Debatte trat wurde einstweilen auf dem Hofe geborgen, um nach Aufnahme des der Widmung des Vorwärts":" Den Trägern geschichtlicher Dr. Matthesius lebhaft für den Bau der städtischen Nord- Süd- Sachverhalts dem Schauhause zugeführt zu werden. Offenbarung" mit erfreulicher Einsicht nichte zu beanstanden. Die damer-- Alexander- Platz das erste Glied in dem fünftigen Unter Friedrich Wölbling aus der Röpniderstr. 184. Linie, die im Verein mit der geplanten Unterpflasterbahn PotsMit Cyankali vergiftet hat sich der 28 Jahre alte Chemiker Arbeiter der Allgemeinen Elektricitäts- Gesell grundbahnnetz Berlins bedeute. Es sei zu bedauern, daß die Fort- tehrte am Montagvormittag zwischen 10 und 11 hr von einem Elektricitäts- Gesell- grundbahnnes Friedrich Wölbling aus der Köpnicerſtr. 184. Der junge Mann schaft hatten die Widmung gewählt: führung der Hochbahn in das Stadtimere in den letzten Jahren nicht Befuche seines Bruders, des Magistratsassessors Wölbling, in der tehrte am Montagvormittag zwischen 10 und 11 Uhr von einem von der Stelle käme; wenn die Geſellſchaft jetzt zu dem Opfer fuelstr. 3 nach seinem Laboratorium im elterlichen Hause in der bereit sei, die Bahn geradlinig über den Leipziger Plaz unter dem Köpnickerstr. 184 zurück und schloß sich ein. Als er nicht zum FrühGebäude des Reichs- Marine- Amtes entlang, nach der Voßstraße 3 stück erschien, suchte man ihn und fand ihn im Laboratorium, das legen, um den ohnehin verkehrsüberlasteten Potsdamer Platz mit feinen Kanälen und Leitungen nicht monatelang völlig absperren zu man durch einen Schlosser mußte öffnen laffen, tot auf einem Stuhle fißen. müssen, so verdiene diese wahrhaft ideale Lösung der Frage die Bor ihm auf dem Tische stand ein Gefäß mit Cyantali. unterſtügung aller Behörden und es sei zu wünschen, daß die Ver- ölbling schien in seinem Berufe nicht mehr zufrieden zu sein und treter Berlins im Reichstage wenigstens in der dritten Lesung des hat wahrscheinlich deshalb Hand an sich gelegt. Marine Etats für diese wichtige Verkehrsfrage einträten. Eine Re- Im Tiergarten erschossen hat sich ein Oberlieutenant a. D. solution im Sinne dieser Ausführungen fand Annahme. Böttcher aus Posen, der Sohn eines Militär Oberpfarrers. Der Die Nebentlassen für schwachbefähigte Kinder sollen an den Lebensmüde ging längere Zeit im Tiergarten auf und ab, u. a. auch Berliner Gemeindeschulen im kommenden Sommer- Halbjahr wieder durch die Sieges- Allee. Dann stieg er hinter dem Denkmal Kaiser um zwölf vermehrt werden, so daß ihre Zahl dann auf neunzig fich eine Kugel in die rechte Schläfe. Schwerverwundet von einem Wilhelms I. auf einen Haufen zusammengekehrter Blätter und schoß steigen wird. In dem laufenden Winter- Halbjahr 1902/03 find Schutzmann mit einer Droschke nach der Charité gebracht, starb er 78 Nebentlassen vorhanden, die sich auf 39 Schulen( von überhaupt bald nach der Aufnahme, ohne die Besimung wiedererlangt zu haben. 258 Schulen) verteilen. Im Durchschnitt kommen auf jede diefer Böttcher war vermutlich gerade erst von Posen hierher gekommen 39 Schulen zwei Nebenklassen. Es sind aber darunter immer noch und scheint in Berlin noch keine Wohnung gehabt zu haben. mehrere Schulen, die erst je eine Nebenklasse haben, während an Gleich Euch, Jhr tapfern toten Ahnen, Die Ihr mutig zoget in die Schlacht, Entrollen wir jetzt unsre Fahnen, Denn verschwunden ist die Nacht. Hell strahlt der Freiheit Morgenrot, Auf denn zum Kampf! Das Jahr ist rot. Die Censur fand es anscheinend unangemessen, die Gelegenheit zu einer Art Wahlaufruf zu benußen, fie tassierte also die letzten beiden Verse. Bei der Schnelligkeit, mit der der die Censur ausübende Beamte zu arbeiten gezwungen war, ist es nicht weiter wunderbar, daß ihm manche Stelle in einem andren Lichte erschien, als dem Laien. An sich wäre sonst mancher Censurschnitt unverständlich. So wurde z. B. ein Citat aus dem berühmten Freiligrathschen Gedichte:„ Von unten auf", das die Arbeiter der Firma Weber u. Co. als Gedenkspruch gewählt hatten, beanstandet. Der Vers: " Der Boden birst, auf schlägt die Flut Und sprengt Dich krachend in die Luft." durfte passieren, nicht aber die folgenden Verse: Wir aber steigen feuerfest aufwärts ans Licht aus unsrer Gruft! " Wir sind die Kraft! Wir hemmen ganz das alte morsche Ding, den Staat, „ Die wir von Gottes Borne sind bis jetzt das Proletariat!" Unfrer Ansicht nach hat das Citat durch die Kürzung an epigrammatischer Schärfe nicht gerade verloren! Freiligrathsche Citate genossen freilich überhaupt nicht die Gunst der Beamten. Selbst dann nicht, wenn Sie nur in einem einzigen Worte bestanden. So wurde die Widmung: " Trotz alledem, Troß alledem, Trotz alledem!" der Arbeiter der Firma Stern, Salinger n. Co. fonfisciert, ebenso das umfangreichere Citat aus demselben Gedicht: „ Trotz alledem und alledem! So kommt denn an trog alledem. Ihr hemmt uns, doch Ihr zwingt uns nicht, Uns ist die Welt trog alledem!" M manchen andren Schulen bereits vier, fünf, sechs Nebenklassen Bau- Unfall. Der Maurer Hermann Luhm aus Charlottenburg bestehen, die in aufsteigenden Stufen aneinander gereiht sind. In verunglückte am Montagnachmittag auf dem Bau der Firma Knaben und 468 Mädchen. Die Knaben waren in den Nebenklassen war auf der Suche nach Arbeit und mußte, um zum Polier den 78 Nebenklassen dieses Winterhalbjahres sizzen 1020 Kinder, 552 H. Gericke in der Potsdamer- und Dankelmannstraßen- Ecke. Luhm von Anfang an viel zahlreicher vertreten als die Mädchen, und diese genannten Baues zu gelangen, von dem Vorderhause durch den Erscheinung hat sich bisher in jedem Halbjahr wiederholt. Gegen- etwas höher gelegenen Seitenflügel gehen, da der Polier auf dem wärtig sizen in den Nebenklassen, wenn man die Gesamtzahl der Quergebäude beschäftigt war. Im Begriff, den Seitenflügel zu bes die Gemeindeschule besuchenden Stinder als Maßstab benußen will, steigen, stürzte er rückwärts nach der Balfenlage des Vorderhauses, von je 10 000 Knaben 52, aber von je 10 000 Mädchen nur 43. welche noch nicht gestaft, leider aber auch so umgenügend abgedeckt Avis an den Kriegsminister. Uns geht folgende Nachricht zu, war, daß er eine ganze Etage tief herabfiel. Hierbei brach er einige die so auffallend klingt, daß wir erwarten, der Kriegsminister wird Rippen und einen Arm. Der Schwerverletzte wurde auf einem gewöhnlichen Steinwagen nach dem Krankenhaus befördert. Der nach Kenntnisnahme dieser Zeilen eine Untersuchung veranlassen: Verunglückte hat eine Familie mit 9 Kindern zu ernähren. Wenn Im Garde- Füsilier- Regiment( Maifäfer), 7. Compagnie, deren Haupt- num auch gesagt werden könnte, daß 2. weder Auftrag noch ein mann ein Herr v. Stülpnagel ist, wurde die ganze Compagnie Recht hätte, diesen Weg zu beschreiten, so steht doch fest, daß eine zum Zahnarzt Henike befohlen, der die Zähne der Leute zu große Gefahr auch für die auf dem Bau Beschäftigten darin beuntersuchen hatte. Der Zahnarzt besserte aus und plombierte steht, daß die Balkenlage, auf der eine Rüstung angebracht war, so viel er konnte und die ganze Compagnie freute sich über die auf welcher die Maurer arbeiteten, weder gestalt noch genügend das die Schleife des Kranzes der Arbeiter der Staats- Handlungsweise des Herrn Hauptmanns, weil sie annahm, das abgedeckt war, so daß die Gefahr auch für die Arbeitenden darin werkstätten in Spandau trug. fostete nichts. Die Freude war aber nur von kurzer Dauer. Dieser konnten. Dieser Zustand des Gerüftes ist im höchsten Grade unbestand, daß sie bei eventuellem Unglücksfall 1% Etagen tief fallen Tage wurde den Leuten beim Appell mitgeteilt, daß jeder ber genügend und fahrlässig. Wären die Arbeitenden gegen Absturz pflichet sei, die Kosten dem Zahnarzt zu bezahlen. Surch genügende Abdeckung der Balkenlage gesichert gewesen, fo Die ausgegebenen Rechnungen belaufen sich von wäre auch der Absturz von Luhm verhütet worden. 5 Mark bis 25 Mart. Den Leuten wurde gleichzeitig zweiter Unfall, der leicht größere Folgen hätte haben können, mitgeteilt, fie möchten alt ihre Eltern schreiben und fich ereignete sich am Dienstagnachmittag auf dem Bau Dankels das Geld schiden lassen, andernfalls werde der mannstraße 12 in Charlottenburg, ausgeführt von dem Unters Betrag der Rechnung allmählich von der Löhnung nehmer Müller aus Friedenau. Der Bau ist von Accordmaurern abgezogen. Die letztere beträgt pro Tag 23 Pfennig, wie soll hochgeführt und waren diefelben noch beim Aufbau der massiven Bei der Auffattelung( Stufenmachen) des da der Mann von bezahlen? Wenn dieser Vorgang, wie hier ge- Treppenlaufes stürzte das Gewölbe mit lautem Strach zusammen. schildert, richtig ist, so hat sich der Hauptmann v. Stülpnagel Gigen- Sierbei wurde der bei der Arbeit beschäftigte Maurer glüdlicherweise mächtigkeiten erlaubt, die scharfe Zurüdweisung erheischen. Von nur leicht verlegt. Der Arbeiter Moldenhauer erlitt eine schwere Rechts wegen hätte er allein die Rechnungen zu bezahlen. Kopfverlegung durch herabfallende Steine. Hier ist zu den vielen Die Leitung des städtischen Schulwesens. Der Ausschuß der vorliegenden ein weiterer Beweis für die Schädlichkeit der AccordStadtverordneten Versammlung für Vorberatung der Wahl eines arbeit gebracht, welche die Güte der Arbeit so beeinflußt, daß nicht Stadtschulrates hat in seiner gestern abgehaltenen Sigung auf An- nur eine Gefahr für die Arbeiter, sondern auch für die späteren Wieter solcher Häuser entsteht. trag des Genossen Singer beschlossen, der Stadtverordneten- Verjaninling folgende Anträge zu unterbreiten: Flüchtiges Lesen hinwiederum mag die Ursache zur Konfiskation folgender Widmung der Arbeiter der Firma Mig u. Genest gewesen sein: Und schlagt Ihr auch die halbe Welt in Trümmer, Ja wenn Ihr selbst das edelste verlegt, Der Freiheit Schrante stürzt Ihr nun und nimmer, Denn diese Schranke heißt Naturgesetz." Vielleicht zielte die Schere in diesem Falle auch nur auf das verpönte Wort Freiheit, das auch im übrigen ebenso wenig Gnade fand wie die Worte Tyrannei und Revolution. Der„ Tyrannei" wegen wurde nämlich auch folgende Widmung der Arbeiter der Hauptwerkstatt der Großen Berliner" fonfisciert: Mit Wetterleuchten und mit Sturmesseh'n Bahnt sich der Geist der Freiheit eine Gasse, Er leuchtet auf in Thälern und auf Höh'n, Und schlendert seine Funken in die Masse. Baut Tyrannei auch emsig Vest' um Veste, Es weichen doch des Menschentums Gebreste Dem Geist der Freiheit, dem die Welt gehört." " 1. Die Wahl eines Stadtschulrates öffentlich auszuschreiben, Ein Zeitungsbestellung. Auf Wunsch der Postbehörde weisen wir unsre Bezieher bei dem bevorstehenden Vierteljahrswechsel wiederum Vermischtes. auf die feit einiger Zeit bestehende Einrichtung hin, daß die Zeitungs- 1 Rechtfertigung an, er habe die Lehrlinge länger beschäftigt, um sie] gelder von den Briefträgern, die zur rechtsgültigen Quittungsleistung für inordentliche seit zu bestrafen. Außerdem habe er in seinem berechtigt find, eingezogen werden können. Eine weitere Bequem- Betriebe die englische Arbeitszeit von 7-5 Uhr eingeführt und dem lichkeit für die Bezieher liegt darin, daß man die Einziehung der gemäß nur mit turzen Pausen arbeiten lassen. Dies sei aber alles Kindes, der Else Kassel in Hannover, die nach 1% jähriger GefangenUeber die Leidensgeschichte eines von Zigeunern geraubten Zeitungsgelder bei Neubestellungen schriftlich beantragen kann. Man erst geschehen nach Uebereinkunft mit den Eltern und deren ausdrück schaft endlich wieder ins Elternhaus zurückgekehrt ist, werden haarwirft nur einen Benachrichtigungszettel in den nächsten Briefkasten, licher Zustimmung. Der Gerichtshof belehrte den Angeklagten, daß sträubende Einzelheiten bekannt. Der" Weser- Zeitung" wird darüber und am nächsten Tage erscheint der Briefträger zur Entgegennahme Gesetze dazu erlassen werden, um gehalten zu werden. Durch folgendes aus Hannover berichtet: der Bestellung und Abholung des Geldes. Kosten entstehen durch private Verträge oder Abmachungen könne ein Gefeß nicht außer dieses Verfahren nicht. Kraft gesetzt werden. Das Urteil lautete auf 30 Mart Geld- inspektor Konrighausen in Gegenwart des Vaters, des Kutschers Am Sonntagmittag wurde das siebenjährige Kind vom KriminalDas leidige Citieren. Die„ Kreuz- Zeitung" schreibt: Es ist strafe. Kassel, ausgefragt. Das aufgeweckte Kind entsinnt sich immer mehr ganz merkwürdig, daß die Leute von heute viel schöner dichten Eine große Fischerei- Ausstellung veranstaltet der Fischereiverein des Jammerlebens, das es bei verschiedenen Zigeunertrupps zu führen können, als die alten Dichter, wenigstens ihrer eignen Meinung für die Provinz Brandenburg zu seinem fünfundzwanzigjährigen gezwungen war. Bekanntlich herrscht bei den Zigeunern der Abernach. Goethes Gedicht„ Wandrers Nachtlied" ist ja ein ganz Jubiläum vom 16. Mai bis 7. Juni d. J. im Landes- Ausstellungs- glaube, daß blonde Kinder Glück bringen. Daher der Kinderraub! nettes Stückchen, aber für die heutige Zeit entschieden park. Sie umfaßt 16 Abteilungen. Besondere Anziehungskraft auf Glückt ihnen der Raub, so wenden sie alle Mittel und Kniffe an, nicht mehr ganz geeignet. Dies hat den Musiffritifer eines das große Publikum dürfte dabei eine„ Fisch- Kosthalle" ausüben. daß ihnen das vermeintliche„ Glückskind" nicht wieder entrinnt; hiefiges Blattes veranlaßt, es in seinem Berichte über ein In dieser werden Fische unter Aufsicht erster Fachleute geschlachtet, denn mit ihm, so meinen sie weiter, wendet sich auch das Glück. Die Konzert, wo es gesungen worden war, abzudrucken aber mit zubereitet und dann zu mäßigen Preisen an das Publikum verabreicht. Mittel, die sie anwenden, um sich das Kind zu erhalten, sind aber den von tiefer Poesie zeugenden Aenderungen, die sein moderner Hier sollen auch Vorträge über die zweckmäßigsten Arten der Zu- nicht Zuckerbrot und liebevolle Behandlung, sondern Peitsche und unGenius ihm eingegeben hatte. Bei ihm lautet es folgendermaßen: bereitung, den Nährwert der Fische u. a. m. stattfinden, um das menschliche Lieblosigkeit. Und davon kann die kleine blonde Kassel Unter allen Wipfeln ist Ruh, Interesse weitester Kreise für Ernährung durch Fischfleisch zu wecken. Theater. Im Apollo Theater wird Sonntagnachmittag 3 Uhr bei ermäßigten Preisen Lysistrata" aufgeführt. Heute geht " Frau Luna", morgen, Nafiris Hochzeit" in Scene. Im Luisen Theater wird Freitag„ Der Raub der Sabinerinnen" zum ersten Theater die Ausstattungsposse„ Der Posaunen- Engel" zum erstenmal gegeben. Dienstag nächster Woche geht im Thalia mal in Scene. In allen Zweigen hörest du Keinen Laut; Die Vöglein schlafen im Walde; Warte nur, balde Schläfft auch du! Eine Vergleichung mit dem Urbilde zeigt, daß die Umbildung ebenso gründlich wie umfassend ist: kaum ein Wort ist verschont geblieben. In demselben Berichte macht uns der betr. Herr auch mit einem Schlußpräludium" bekannt. Er verdient mindestens eine Anstellung bei der„ Vossischen Zeitung". Der Frühjahrsmarkt im Südwesten der Stadt ist heute eröffnet worden. Der Markt ist reich beschickt, auch an Umfang hat er zugenommen. Von der Yorkstraße an sind die Gneisenaustraße hinunter bis zur Bärwaldstraße, alle Nebenstraßen mit Ständen und Buden besetzt. Der Verkauf ließ sich bei dem schönen Wetter bereits recht gut an. eine wahre Leidensgeschichte erzählen. Sie wurde in erster Linie auf das Betteln abgerichtet, und ihr freundliches Bitten und guts herziges Wesen machte viele rauhe Herzen weich. So zog sie mit den Zigeunern über die hannoversche Grenze ins Münsterland, in die Gegend von Paderborn und Hörter, in die Soester Börde, ins Sauerland, ins Siegerland und in die große Zigeunerkolonie bei Bigeuner mit dem flingenden Lohn nicht zufrieden waren Sie war Berleburg. Ueberall mußte sie betteln gehen und wehe ihr, wenn die das reine Aschenbrödell Die nötigste Nahrung wurde ihr entzogen, Im Berliner Aquarium werden von den Besuchern einige Fische Schläge gab es und dazu noch barbarische Gefangenschaft. Sie wurde bewundert, welche zwei der größten Seewasserbassins bewohnen und den schlimmsten Entbehrungen und Wind und Wetter ausgesetzt. in Stetten gelegt, mußte im Hundewagen oder im Stall tampieren, durch ihre staunenswerte Größe und Stärke auffallen. Der Fisch- Einmal ist das Kind auch längere Zeit krank gewesen; es hat dann des Sec- Aals, die aus dem Mittelmeer gekommen sind und sich von bedeckt. Es ist geradezu ein Wunder, daß das Kind an Körper und fundige erkennt in ihnen Aaalfische, und zwar verschiedene Eremplare hilflos im Hundewagen gelegen, nur mit der notdürftigsten Kleidung dem Flußaal besonders durch ihre Größe und Stärke unterscheiden; auch Geist verhältnismäßig gesund in die Arme der Eltern zurückgekehrt hat der See- Aal ein gröberes und weniger schmackhaftes Fleisch, er wird ist. In tiefer Nacht wurde das Kind, mit langen Ketten oder Stricken aber trotzdem- in Südeuropa gilt er als Nahrungsmittel der unteren behaftet, in den Wald geführt, um Holz zu sammeln. Auch hier war Volksschichten Der Krach im Tierschutzverein. Gegen die Gültigkeit der lezten kostbarer im Fleisch, das im Altertum bei den Römern als Delikatesse zufrieden war. Bei polizeilichen Durchsuchungen der Wagen wurde auch bei uns schon in den Handel gebracht. Viel der Lohn Prügel und Mißhandlung, wenn man mit dem Ertrag nicht Generalversammlung des Deutschen Tierschutzvereins wird von einer hochgeschätzt wurde, und wertvoller für eine wissenschaftliche Schau- das arme Kind in einen Sack gesteckt; auf die Frage der Polizei, was größeren Anzahl Mitglieder Protest erhoben werden, und zwar mit Anstalt wie das Aquarium ist jedoch ein andrer, ebenfalls im Mittel- darin sei, hieß es Hafer oder Stroh. Man begnügte sich mit dieser der Begründung, daß, abgesehen von den bekannten Vorkommnissen meer heimischer Aalfisch, von welchem das Institut zwei Exemplare be- Auskunft, und das arme Kind blieb einem weiteren qualvollen Geschick in der Geschäftsleitung der Sizung, nur eine beschränkte Zahl von sigt, für die ihm schon hohe Preise geboten wurden. Es sind Muränen, überlassen! Verschiedene Fluchtversuche des Kindes wurden derartig Mitgliedern vom Vorstande aus eine direkte Einladung zur General- eine Art Fische, die man früher überhaupt nicht im Binnenlande zu roh geahndet, daß ihm die Neigung zu weiteren Versuchen verging. versammlung erhalten hat, mit der Aufforderung, bei der Sizung fehen bekam. im Sinne des Vorstandes zu stimmen. Die Mehrzahl der Mitglieder ständige Offenstehen des mit spigen Zähnen ausgerüsteten Maules, der Stuhlflechter Visiorech von einem Zigeuner gekauft. Sie fallen auf den ersten Blick auf durch das be- Das Kind ist wiederholt verkauft worden; zuletzt hat es in Arpře hat keine besondere Einladung zu der Generalversammlung erhalten. durch die starr und wild blickenden Augen, den in ihren Verstecken Uebrigens werden die Vorkommnisse im Bürgersaale des Rathauses( Felshöhlen und Röhren) schlangenartig sich legenden Leib und die auch noch die Gerichte beschäftigen. Die polizeiliche Feststellung der lebhafte Färbung. Im Aquarium bewohnen sie ein großes Becken Frau Geh. Hofrätin R. erfolgte wegen Beleidigung eines früheren im sogenannten Achted. Borstandsmitgliedes des Vereins, der bereits die Privatflage an gestrengt hat. Die Anlage eines Friedhofs an der Schönholzer Heide ist nun mehr gesichert. Trotz der Einsprüche der Reinickendorfer Grundbefizer und der Gemeinde Nieder- Schönhausen hat gestern die LandesPolizeibehörde der Gemeinde Pankow die Genehmigung zur Anlage eines Friedhofs an der Schönholzer Heide erteilt. Aus den Nachbarorten. Wahlvereins, die im Voltshause, Rosinenstr. 3 stattfindet, spricht Charlottenburg. In der heutigen öffentlichen Versammlung des Genosse Schwartz- Lübeck über:„ Socialpolitische Zukunftsmusit". Wilmersdorf. Die Agitation um Verleihung des Stadt Zu dem Doppelselbstmord in Potsdam erfahren wir noch folgende rechtes wird zur Zeit an unsrem Ort mit Hochdruck betrieben. Einzelheiten. Der junge Mann, welcher sich in dem Hotel„ Deutsches Bum Dienstagabend hatten sechs kommunale Vereine eine VerHaus" in Gemeinschaft mit seiner Geliebten vergiftete, ist der fammlung einberufen, in der die Landtags- Abgeordneten Ring Dr. phil. Wilhelm Dittenberger, Assistent bei der physikalisch- tech- und Felisch sich verpflichteten, im Abgeordnetenhause mit aller nischen Reichsanstalt zu Charlottenburg, Marchstr. 25. Er ist ein Kraft für die Stadtwerdung einzutreten. Früher standen diese beiden Sohn des bekannten Altertumsforschers Professor Dr. Dittenberger Herren der Stadtwerdungsfrage ziemlich lau gegenüber, und ob der in Halle a. S. und unterhielt mit der aus Kassel gebürtigen, in jetzt von ihnen angekündigte Eifer praktischen Wert haben wird, Berlin in einer Klinit, Königgrägerstraße 46, thätigen bleibt zu bezweifeln. Denn so viel an der Arbeiterschaft liegt, wird Diakonissin A. Kerwien, welche dem Roten Kreuz- Orden dafür gesorgt werden, daß die beiden Herren die längste Zeit im angehört, ein Liebesverhältnis, das nicht ohne Folgen Barlament des Dreillaffentvahl- Unrechts gewesen sind. Die Vergeblieben sein soll. Das Gift, mit dem sich das Paar tötete, war sammlung richtete eine Resolution an die Gemeindevertretung, in Morphium und zwar hatte Dr. Dittenberger davon acht Fläschchen der diese ersucht wird, baldigst von neuem die Stadtwerdung zu mitgebracht, welche sich geleert auf dem Tische vorfanden. Das beantragen. ganze Zimmer erfüllte ein betäubender Geruch. Die Hotelrechnung hatte Dr. Dittenberger schon am Montagabend, nachdem er zuvor Friedrichshagen. Die nächste Versammlung des Arbeiter mit der Schwester, welche Ordenskleidung trug, ausgegangen war, Bildungsvereins findet am Sonnabend, den 21 März, abends 9 Uhr, beglichen. Beide nahmen das Abendessen alsdann in ihrem Zimmer im Lokale des Herrn Kasubke, Friedrichstraße 61 statt. Den Vortrag ein und scheinen bald darauf den Selbstmord vollführt zu haben. hält Herr Dr. Bruno Wille. Thema:" Der Streit um Babel und Die Schwester lag angekleidet auf einem Bett, während Dr. Ditten- Bibel." Ferner findet die Wahl der Delegierten zur Kreistonferenz berger mit ihrem Bild in der Hand auf dem Sofa den Selbstmord statt. Der Beschluß der letzten Vereinsversammlung, daß alle vollführt hat. Er steht im Alter von 33 Jahren. Mitglieder, die länger als sechs Monate mit ihren Beiträgen im Rückstande sind, in der nächsten Versammlung ausgeschlossen werden sollen, wird hiermit in Erinnerung gebracht. Auch Frauen haben zu dieser Versammlung Zutritt. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Die alte ,, Paddengasse", wie die Kleine Stralauerstraße früher hieß, wird nun bald verschwinden, da, wie kürzlich gemeldet worden ist, die Klosterstraße nach Süden zu bis zur Spree und zu der hier geplanten Uferstraße fortgeführt werden soll. Die alte Paddengasse, ein Name, an den noch das in ihr befindliche Restaurant Zum Baddenwirt" erinnert, war ursprünglich ein Gang nach dem fumpfigen Ufer der Spree, wo früher ein alter Festungsturm stand. Der Vorstand. Der Mississippi. Wie schon gemeldet, haben einige Nebenflüsse im Oberlauf des Mississippi große lleberschwemmungen verursacht und das Flußbett des Mississippi selber ist so voll Wasser, daß seine Schutzdämme jetzt eine ernste Probe zu bestehen haben. Wenn die Deiche der ungeheuren Wassermenge, die augenblicklich nach Süden strömt, widerstehen können, so würden die höchsten Hoffnungen der weiter steigen wird. Die Lage in und um Memphis ist dadurch ernſt Baumeister erfüllt sein. Das Wasser hat in Memphis den höchsten bis heute gekannten Stand erreicht, und man nimmt an, daß es noch geworden. Hunderte verlassen ihre Heimstätten, und man versucht in fieberhafter Hast Kähne aufzutreiben zum Fortschaffen von Personen und Eigentum nach höher gelegenem Gebiet. An vielen Stellen arbeitet man an der Verstärkung der Dämme. Viele Farmer haben gemeldet, daß ihre Wohngebäude weggerissen wurden. Mississippi und Yazu- Thale, die auf meilenweite Strecken unter Wasser stehen, ist der Verkehr völlig unterbrochen. Die Hochflut beginnt indes bereits zu fallen. Briefkaften der Redaktion. P. in B. Wir haben Ihre Einsendung dem„ Voltsboten" in Stettin übergeben. Spandau Sch. 4. Stranken- und Begräbnistaffe für Frauen und Mädchen Deutschlands, Sik Offenbach a. M. Vorsitzender W. Hinz, Berlin, Prinzenstr. 66. A. R. 14. Ja. Sildesheim. Stalien hat die stärkere Flotte. H. R. 61. und F. 2. 102. 1. Verein gegen Berarmung, Deutscher Dom Gendarmenmarkt. 2. Frauenverein, Vorsitzende Frau Jda Salomonsohn, Charlottenburg, Hardenbergstr. 18. Wiener 100. Das hiesige Bureau des Vereins deutscher Schuhmacher ist Waßmannstr. 10, parterre. Daselbst können Sie sich anmelden. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½ Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. 2. Berwaltungs- Streitverfahren. in Einnahme und Ausgabe mit ArmenMar J. 1. Ja. 2. Nein. 3. Aufforderung ist nicht erforderlich. 4. Etwa 30 M. Erwin 222. 1. Etwa 20 M. 2. Ja. 2 Wettende. Friedrichshagen. Der Gemeindehaushalts Etat für Startenspiel- Fragen werden nicht beantwortet. W. 2. Sie könnten sich das Rechnungsjahr 1908 boring in mehr von 32 800 M.). Die leider lediglich an den Kassenvorstand wenden. W. Schmidt. 1. Ja. W. G. 100. Teilen Sie die Ver 337 300 m.( gegen das Vorjahr einzelnen Positionen der Einnahme seßen sich zusammen: aus den hältnisse der Militärbehörde mit, die Sie aufgefordert hat. Ihr Vater hat Der„ König der Taschendiebe" ist wieder einmal der hiesigen Vorjahren 14 100 M., gewerbliche Unternehmungen 29 030 M., Leih- oder Mietsvertrag verbunden war, sonst ist die Forderung verjährt. recht. P. O. 26. Verjährung liegt nicht vor, wenn mit dem Kauf- cin Kriminalpolizei in die Hände gefallen. Der ungefähr 40 Jahre Gebühren 2050 M., indirekte Steuern 40 850 M., direkte Steuern A. R. 11. und 1000. Darüber bestehen keine gesetzlichen Vorschriften. alte„ Kaufmann" Laibel Weinstein aus Minst ist unsrer Polizei 217 785 W., aus Kapitalien 15 037,75 m., aus Grundstücken 2465 M., Hinz. Nein: In der Art der Verweigerung fann aber schon vom Jahre 1899 her als ein besonders sicherer Taschendieb für die Gemeinde- und Amtsverwaltung 2482 M., Kurpark- eine Beleidigung gefunden werden. O. W. Nein. H. Ja. befannt. Er hatte damals eine Reihe von Theatern mit Erfolg verwaltung 2500 M., 8997 M., Schulverwaltung Kupferschmidt. Die Aufnahme eines Deutschen in den preußischen heimgesucht, bis er endlich erwischt wurde. Nach Verbüßung seiner verwaltung 402 M., insgemein und zur Abrundung 1691,25 M. Staatsverband ist kostenfrei. Die Beschaffung des StaatsangehörigkeitsStrafe blieb er verschwunden, bis er am Sonntagabend im Thalia- Die Positionen Positionen der Ausgaben ergeben: für Vorjahre Ausweises kann etwa fünf Mark Soften in Ihrem Fall verursachen. Theater wieder auftauchte. Es gelang ihm, einem Herrn aus der 1000 m., für die Gemeinde- und Amtsverwaltung 56 895 W., ein und suchen Sie dann durch Pfändung des Guthabens des ZwischenCharlottenburg 333. Klagen Sie die Forderung beim Gewerbegericht zugeknöpften hinteren Hosentasche das Portemonnaie herauszuholen, Gemeindeschulen 103 526,48 M., höhere Schulen 18467,89 M., meisters an den Konfektionär Ihr Geld zu erhalten. Helmchen. 12 bis ohne daß der Bestohlene selbst es wahrnahm. Aber andre Gesundheits- und Armenpflege 18 703 m., Pflasterung, Besprengung 25 Mr. monatlich wird gerichtsseitig als angemessen erachtet.- Kündigung. fahen es. Weinstein wurde festgenommen. Selbstverständlich und Beleuchtung der Straßen 25 875,75 M., Feuerlöschwesen 6 Wochen zum Quartalserſten. Remin. Leider wäre in beiden Fällen erklärte er, er sei gerade erst aus seiner Heimat gekommen. Aber 1760 M., Baupolizei- Verwaltung 1200 M., für Grundstücke 1880 M., eine Klage aussichtslos. Die Klage wegen der Wohnung hätte vor Ihrem er scheint eine Wohnung in Berlin zu haben, denn man fand gewerbliche Unternehmungen 21 186 M., Kurpart- Verwaltung Auszug nach Aufforderung, die Schäden zu beseitigen, angestellt werden bei ihm einen Schlüssel, der nur ein Berliner Hausschlüssel sein 2458 M., Verzinsung und Tilgung der Gemeindeschulden 34 809,04 m., müssen. H. A. Beantragen Sie nach erhaltener Klage, Ihnen das kann. Weinstein behauptete, es sei ein russischer Hausschlüssel. Als Kreissteuer 41 200 W., insgemein und zur Abrundung 3338,84 M. Armenrecht zu bewilligen und erheben Sie Biderklage. Geht die Wider man ihm vorhielt, daß in Rußland nur die Pförtner Hausschlüssel Das Gemeindevermögen( Kapitalwerte, Grundstücke, gewerbliche lage durch, so dringen Sie auch mit den andern Ansprüchen durch. R. 100. Sie möchten der Klage gegenüber die von Ihnen dargelegten zu haben pflegen, meinte er, dann müsse es wohl ein Stallschlüssel Anlagen, Entwässerungskanal, Utensilien) beträgt 997 304,24 M., die Einwände erheben. Ergiebt sich aus der Beweisaufnahme, daß thatsächlich fein. In seinen Taschen fand die Polizei eine filberne Uhr mit Gemeindeschulden betragen 809 949 M. Es bleibt somit ein Vereine Schenkung und fein Darlehn vorlag, so ist die Klage abzuweisen. zwei goldenen Reifen, eine goldene Kette, deren Anhängsel ein mögensüberschuß von 187 355,24 M. Anders liegt es, wenn die Anschaffung der Sachen lediglich das Motiv für die Hergabe des Geldes war. Ebersstr. 35. Der Schwiegersohn hat schwarzer Stein schmückt, einen goldenen Cigarrenabschneider, ein Aus Rigdorf. Auf dem hiesigen Güterbahnhof ist der Arbeiter teine Rechtspflicht zur Unterstüßung der Schwiegermutter. P. 44. hellbraunes Portemonnaie mit einem großen Betrag in deutschen Hippler. War fein fester Preis vereinbart, so lag noch und französischen Münzen und einen goldenen Herrenring mit dem Hugo Reiß aus der Jahnstraße in Brig verunglückt. Beim Entladen 1. und 2. Ja. eingravierten Zeichen S. A. 21. 5. 00. Da Weinstein auch schon eines Güterwagens trat R. fehl und stürzte vom Wagen herab, wo- fein Stauf vor, Sie können also vor der Zustimmung zu Ihrem Angebot Poftum 03. 1. Wenden Sie sich an das von andren Behörden, u. a. aus Stendal und Magdeburg, gesucht bei er sich außer schweren Kopfverlegungen einen Bruch der linken von dem Kauf zurüdtreten. Wahr Schulter zuzog. Nachdem der Verunglückte in der Unfallstation XII Amtsgericht in Rirdorf. 2. Ja. 3. Es müsse schleunigst beim Amtsgericht wurde, so wird er wohl so bald nicht wieder freikommen. H. 25. Für die Entbindung werden 6-20 M., für D. Ja. R. Nein. scheinlich ist er auch einer von den Spizbuben, die sich auf ihren die erste Hilfe erhalten, wurde er nach dem Brizer Kreis- Kranken- geklagt werden. Auf dem Neubau Ecke Kaiser Friedrich- und jeden Gang 1-3 M. als angemessen erachtet. F. S. 1. Wird die Ehe wegen Ehebruchs geschieden, so sind auf Antrag, Reisen zwischen den Großstädten des Kontinents ihre Opfer auch in haus geschafft. Herzbergstraße hatte der Zimmermann Karl Mielig aus der Schöneweider des schuldlosen Teils die Ehebrecher mit Gefängnis bis zu sechs Monaten den D- Zügen suchen. straße 23 das Malheur, aus dem ersten Stock herabzustürzen, wobei er sich zu bestrafen. Der Ehemann gilt so lange als Vater des von seiner Frau Ein rätselhafter Todesfall. In voriger Woche starb nach einer den linken Fuß brach. Der Verunglückte wurde nach Anlegung eines in der Ehe geborenen Kindes, bis die Ünehelichkeit des Kindes auf eine Zahnoperation, bei der sie narkotisiert worden war, die Ehefrau des Verbandes nach seiner Wohnung transportiert. Einbrecher suchten Klage hin festgestellt ist. 2. Sigt noch.-M. K. Leider nein.. Nein. Landtagswahl. Der Antrag um Aufnahme in den preußischen Hotelbesitzers Schröder in Spandau. Da die Todesursache durch die nachts das Fahrradgeschäft von H. Scheller, Berlinerstraße 88 heim, Leichenschau nicht erkennbar war, so ordnete die Staatsanwaltschaft wobei sie 5 Fahrräder im Werte von über 1000 m. erbeuteten. Bis- Staatsverband ist in Berlin an den Polizeipräsidenten, in der Provinz an den Regierungspräsidenten zu richten.. 84. 1. Sechs Wochen. 2. Ja. Beschlagnahme der Leiche und deren Obduktion an. Die ursprüng her fehlt von den Dieben jede Spur. Im Hause Richardstraße 10 G. 5. 15. 1. Nein. 2. Eine Grenze ist nicht gegeben. 3. Wenden liche Annahme, daß der Tod infolge der Narkose eingetreten sei, wurde die 9jährige Tochter des Arbeiters König von einem un- Sie sich an die Polizeibehörde( Baupolizei).. 102. 1. Ist nicht wurde hierdurch nicht bestätigt; dagegen wurde der Verdacht rege, bekannten Manne überfallen. Auf das Geschrei des Kindes eilten ausdrücklich die Kündigungsfrist ausgeschlossen, so haben Sie Anspruch auf daß die Frau an Blutvergiftung gestorben und letztere durch eine Hausbewohner herbei, welche den Wüstling an der Ausführung seiner Lohn für 14 Tage, sonst für einen Tag. 2. Zuständig ist das Gewerbegericht. A. G. 999. Ja, die Mutter kann aber eine gerichtliche Verfügung Lippenpomade verursacht worden sei, die die Frau nachgewiefener- schändlichen Absicht hinderten. Leider entkam der Bursche und konnte dahin erwirken, daß die Erziehung des Kindes ihr bleibt, weil die Erziehung maßen zur Anwendung gebracht hat. Der noch vorhandene Rest der bisher auch nicht ermittelt werden. des Kindes durch den Ehemann dem Kinde unzuträglich ist. Lautens Lippenpomade, die ein Sohn der Verstorbenen in Berlin gekauft hat, Von einem Eisenbahnzuge geköpft wurde ein junges Mädchen, bach. Können Sie beweisen, daß die Sachlage so liegt, wie Sie fie dar. ist tonfisciert worden und wird gemäß Anordnung der Staatsdas vorgestern auf dem Damm der Weylarer Bahn als Leiche aufstellen, so tönnten Sie mit Aussicht auf Erfolg durch einen Rechtsanwalt anwaltschaft auf seine Bestandteile untersucht. Kadach. Berufung wäre aussichtslos. Die Sonngefunden wurde. Es hat sich wahrscheinlich mit Absicht überfahren lage erheben lassen. Luth. 1. Durch Schuld des lassen. Die unbekannte Tote ist etwa 20 Jahre alt, hat dunkelblonde tagsruhe Borschrift gilt auch für Sie. Arbeiters verursachter Schaden ist von ihm zu ersetzen. Ein Abzug vom Haare und trug schwarzen Mantel, Bluſe und Cheviotrock, blaue Lohn ist jedoch unzulässig. Sie können also auf Zahlung des Lohnes llagen. Strümpfe, Schnürschuhe mit Lackbesaß, einen blauschwarzen Filzhut 2. Welche Sonntagsruhe Bestimmungen an Ihrem Drte gelten, erfahren mit schwarzem Sammetband und ein Taschentuch mit dem Sie auf der Polizeibehörde. 3. Es kann jeden Tag gekündigt werden. Beichen K. N. Welch naive Anschauungen über die Arbeiterschutz- Gesetze für jugendliche Arbeiter noch selbst in Streiſen herrschen, die praktisch gebildet sein müßten, beties eine Verhandlung wider den Buchdruckerei befizer Walter Renné aus Neu- Weißensee, der vor dem Schöffen gericht am Amtsgericht II wegen Bergehens gegen die GewerbeOrdnung angeflagt war. Der Angeklagte beschäftigt in seiner Druckerei drei Lehrlinge, die das Alter von 16 Jahren noch nicht erreicht haben. Diese Lehrlinge hat der Angeklagte täglich länger als 8 Stunden beschäftigt und ihnen auch die vorgeschriebenen Erholungspausen während der Arbeitszeit nicht bewilligt. Der Angeklagte führte zu seiner Wetter Prognose für Donnerstag, den 19. März 1903. Zunächst ziemlich warm, vorwiegend trübe mit leichten Regenfällen und ziemlich lebhaften südwestlichen Winden; später auftlarend, jedoch etwas kühler. Berliner Wetterbureau. 9 Briefkaften der Expedition. A. 2. 21. K. E. Betrag von 1,35 M. erhalten und Ihrem Auffrage gemäß verwendet. Warenhaus A.Wertheim Extra- Preise Leipzigerstr. 132-135( Versand- Abteilung). Rosenthalerstr. 27-29. Oranienstr. 52-55. Donnerstag, Freitag, Sonnabend Knaben- Garderobe soweit der Vorrat reicht: passend für das Alter von ca. 2-3 hochgeschlossene Façon, wie Abbildung, Anzug grau meliert Buckskin blau Cheviot, Blusen- Anzug Ueberkrag, Beinkleid gefüttert wie Abbildung, Pyjack blau Cheviot, mit abnehmbar. Matrosenkragen Beinkleider mit Leibchen, aus blauem Cheviot 3-4 4-5 5-6 6-7 7-8 4.60 5 MK. 5.40 5.80 6.20 6.60 5.50 8-9 Jahr. 7 Mk. 5.75 6.25 6.75 7.25 7.75 8.25 6 MK. 1.25, gefüttert 6.50 7 Mk. 7.50 8 Mk. 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Tages- Ordnung: 284/16 1. Kann der Arbeiter die Wohnungsfrage selbst lösen? 2. Diskussion. Die Mitglieder der Arbeiter- Baugenossenschaft ,, Paradies" werden gebeten, sich an dieser Versammlung zu beteiligen. Der Einberufer. Innungs- Krankenkasse der Tischler- Innung. Donnerstag, den 26. März 1903, abends 8 Uhr: General- Versammlung der Vertreter der Kaffenmitglieder u. der Innungsmitglieder im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1902. 3. Bericht der Reviſoren. 3. Auträge des Vorstandes auf Gehaltsregelung der Kassenbeamten. 4. Wahl der Kassenbeamten. 5. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen wird ersucht. Ende März nach der Schmidstr. 15 verlegt. Das Kaffenlolal wird Der Vorstand. + Männer- Vortrag+ morgen Freitag, abds. 82, Kommandantenstr. 20, Arminhallen, über: Syphilis, sexuelle Störungen, Gonorrhoe, wird an gr. Lichtbildern, welche Entstehung u. Heilung veranschaulichen, vom praft. Naturheilt. Grundmann erklärt. Eintritt nebst Broschüre 20 Pf Kuranstalt Köpniderstr. 72. Naturärztl. Sprechst. 11-2, 6-8, Sonnt. 10-12. Montag, den 23. März, dortselbst Frauen- Vortrag. Gardinen Neuheiten, Secessions: und Jugendstil, circa 250 Muster. Katalog( 600 Jllustrat.) gratis und franco. Berlin S., Dranicnftr. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Sonntag, den 22. März 1903 im grossen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel Ufer No. 15 Heinrich Heine Abend. Künstler- Konzert Fest- Vortrag. Gesang Recitationen. • = Herr Dr. Franz Kuhlo( am Flügel). Herr Dr. Hans Landsberg. Miss Hilda M. Rose( Sopran). Frl. Meta Schönfeld( Mezzo- Sopran). Herr Eugen Albu. Eröffnung 6 Uhr. Beginn 7 Uhr. Billet 50 Pf. inkl. Programm und Liedertexte. Rauchen nicht gestattet. Garderobe frei. Während der Vorträge bleiben die Saalthüren geschlossen. Jede Störung muss vermieden werden. Nach dem Konzert: TANZ. Herren zahlen 30 Pf. nach. Billets sind in der Schule, bei Horsch, Engel- Ufer 15; Gottfr. 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Aufstellung der Kandidatenliste für die Delegiertenwahlen zum Verbandstage. Zu dieser Versammlung werden keine Raufzettel ausgegeben. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet NATROGAT Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurters + 37* straße 9, parterre. Hochvornehme Herren- Anzüge, Sommerpaletots aus feinsten Maßstoffen herrührend 18-38, Beinkleider 7-11 Mart. Verkauf Sonnabend, Sonntag. Deutsches Bersandhaus, Jägerstraße 63, 1 Treppe. 1526 Specialfabrik für Knaben- Gar derobe, Berlin NW., Turmstraße 85, zeigt den Eingang der neuen Früh jahrs- Muster an. Berkauf in Dutzenden und im einzelnen zu streng festen, billigen Preisen. Ein Bosten vor jähriger Anzüge steht zu Tagpreisen zum Ausverkauf. Lieferant des Spar bereins Nordwest. Die Ortsverwaltung. 113/ 13* Conlanteste Bedingungen. 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