Mr. 103. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Prets für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Rummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Mr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Sern fprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Börsen- Enquete und Arbeiter- Enquete. werden! Dienstag, den 3. Mai 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die wurden auf diese Weise gewählt"; und wo einer sich doch Schriftstellerei scheinen Herrn Eschenbach auch nicht Er trat bald danach vermessen sollte, treten, weiter gereizt zu haben. der Börse zu nahe zu treten, weiter ſo ist ja fürsichtig die spätere Ergänzung vor als Volontär und Direktorialanwärter bei einer Berliner behalten" wo der Geldsack in Frage tommt, tann Aktiengesellschaft ein, spekulirte unglücklich in den Papieren Börsen- Enquete und BergarbeiterEnquete- es giebt gar man eben nicht fürsichtig genug sein. Bei der Vergarbeiter dieser Gesellschaft, blamirte sich unsterblich mit seinen mangelfeinen lehrreicheren Vergleich als diesen für Jeden, der die Enquete suchte sich die Bergbehörde einfach die Leute aus, haften juristischen Kenntnissen in dem Prozeß, den er wegen bewußte Abneigung unserer bürgerlichen Gesellschaft und die als„ flaffische Beugen" gegen den Streit gelten feiner Berluste die Naivität hatte, gegen die Bankfirma anihres Klaffenstaates studiren will, auch nur den elemen- fonnten, in der Hauptsache die reaktionären Knappschafts- auftrengen, verbrach dann in seinem Schmerze eine lächertarsten und gerechtesten Arbeiterforderungen gerecht zu ältesten, die Dickmäuser, die mit den Zechendirektoren im liche Broschüre„ Bur Börsenreform", deren, naive BeKnappschaftsvorstand sizen. Am 9. Mai werden die Ver- hauptungen den Spott der überlegenen Berliner BörsenMan will an der Börse, an diesem leidenschaftlich nehmungen der Sachverständigen bei der Börsen- Enquete be- blätter herausforderten- und ist jest Hilfszuckenden Herzen des Kapitalismus, herumturiren, fieht ginnen. Jedes Kommissionsmitglied, also auch jeber ber arbeiter im Reichsamt des Innern, sowie sich also in Preußen- Deutschland gestellt, irgend Etwas zu thun, gewiß vor die Frage betreffenden Börsenmänner, hat volles Fragerecht; die Ver- Schriftführer der Börsen Enquete. aber dem nehmungen werden von Reichstags- Stenographen stenographirt, Renner bei der Enquete werden ihn im Baume halten, so Rapitalismus darf nicht zu nahe getreten werden. jedenfalls gedruckt, und Nichts wird beschlossen werden, was daß er der Sache möglichst wenig schaden kann; aber Und die äußerste Sorge um den kapitaliſtiſchen Lebensnerv sich nicht bis auf's paar aus den Stenogrammen als un- die Laufbahn dieses Herrn, der uns persönlich ganz gleich. erweckt in den betheiligten Behörden wie in der betheiligten bedenklich" beweisen läßt. Bei der Bergarbeiter giltig ist, muß als typisch betrachtet werden so rekrutirt Geldgeſellſchaft alle Instinkte methodischer Behutsamkeit Enquete durfte kein Bergmann mitfragen, es gab teine fich mitunter der Geheimbderath, und zwar nicht blos im Reichsfür die Börsen- Enquete, mit welcher die große Attion mit stenographische Aufnahme, die Beamten schrieben nieder, was amt des Innern! fleinem Ergebniß beginnen soll. Mas Mrbeiter und Wissen sie konnten und wollten, und kein Sterblicher hat je außer ſchaft bei der Bergarbeiter- Enquete berezilich ber berüchtigten Denkschrift, die aus den Protokollen Enqueten und sorgfältig vorbereiteten Börsen- Enqueten, la Wunsch ausgesprochen, hier mitt's zur feinfühligen that, ſammengestellt wurde, Etwas vom Material der Bergarbeiter mit Gerichtsassessoren, Hilsarbeitern und Geheimbberäthen Zunächst galt es, die Enquete- Rommiſsion finnenzulegen. Enquete gesehen. Das ist der Unterschied zwischen Börsen- das Proletariat schaut in seiner Siegesgewißheit schadenDen Bergarbeitern oftrovirte man einfach die mit den und Bergarbeiter- Enquete, und dieser Unterschieb beleuchtet froh auf dieses bürgerlich- tlaffenstaatliche Schauspiel. Bergwerts befizern eng verbundene Bergbehörde. Bei der grell die sozialen Zustände, in denen wir uns befinden. Börsen- Enquete beruft man Gelbleute und Börjianer aus Es ist nicht wahr, daß der bürgerliche Klassenstaat keine dem ganzen Reich nach Berlin, bamit die Rapitaliſten über sorgfältige Enquete machen könnte. Er will fie dem Kapitalismus zu Gericht fitzen. auf die Roften an? Was tommt es mit allen methodologischen Raffinements machen, die Was die Bergarbeiter nicht werth er englischen Mustern ablauscht, wo es sich um das Noren, das ist die Börse zehn Mal werth. Anfangs Geldsacsinteresse dreht, wo kapitalistische Nerven, deren April eröffnete ein Miniſter die Rommiffionsſigungen jeden man berücksichtigen muß, in Frage kommen. Aber der Börsen- Enquete feierlichst in der Reichshauptstadt er wollte und mochte keine gründliche Erörterung, iamtlichen Räumen. Man beschloß, zunächst Material als damals weiter Nichts, denn das Bergarbeiterpack und seine Der Moloch. Es kann keinem Zweifel mehr unterBur Börsengeſehe und Börsennchen, aut Deutschen Interessen in Frage kamen. Für die Arbeiter war liegen, daß die Reichsregierung es für nöthig hält, eine Deusbesstaaten und aus dem Ausicien au jammeln. Gelbst eine sozialpolitisch werthlose behördliche Militär, reform" in ausgedehnteſtem Umfang vorzunehmen, verständlich, daß die Bergarbeiter beinmalte nicht umfrage im preußischen Sommarboton und die Armee nicht um Lausende und Zehntausende, sonwerth waren; kein Mensch dachte bei ihrer Enquete baran, grade gut genug! solche Mühewaltung zusammenzusehen. Mögen sie so fort machen, mit unbrauchbaren Arbeiter Politische tebersicht. Berlin, den 2. Mai. dern um Hunderttausende von Soldaten zu vermehren, und Man sucht durch allerhand folche Umstände zu machen und eine der in Aber die Börsen- Enquete noch pikante daß es sich um eine riesenhafte Mehranspannung der Volksanderen Staaten ſchon bestehenden Schußbeſtimmungen zu Episobe, welche sie mit der Berarbeiter Erhebundet piso it traft handelt und um Mehrausgaben, die in die Hunderte veranſtalten. Sodann wurde hit den Herzen Kommiſſions- Berbindung feht. Schriftführer Det ber Börjen Bungeteilt ein Ge- von Millionen, ja in die Milliarden, gehen. Die Opfer, mitgliedern der Börsen- Enquete der im Entwurf vorliegende richtsaſſeſſor Eschenbach, per vor kurzem als pilsarbeiter in das die dem deutschen Volk zugemuthet werden, sind so toloffal, Fragebogen eingehend burchberathen und feſtgeſegt, und Reichsamt des Innern berufen wurde. Dieser Herr wat zur Zeit daß man in den fog. Leitenden Kreisen sich fürchtet, uns Konzept nicht mehr forrigirt hat. noch nicht darüber beruhigen, daß die Börse an dem in Wiesbaden. Als solcher veröffentlichte er in einem Augen- Beitungsnotizen die öffentliche Meinung allmälig vorzubeDen Bergarbeitern blick, in dem die große Bewegung noch fast im Gange war, reiten; und man hat diesmal offenbar die Absicht, erst den wurde ein tendenziöſer, vom unternehmerfreundlichen Ober- am 31. Mai 1889 mit wahrer publizistischer Gier eine Weg zur Beschaffung der nöthigen Geldmittel zu ebnen, bergamt Dortmund verfaßter Fragebogen aufgedrungen; Schrift, betitelt„ Die Lehren des Bergwertstreits vom Mai ehe das eigentliche Biel enthüllt wird. Die preußische diese„ Betheiligten" wären schön angekommen, wenn sie sich 1889"," die wohl" bie ärgſte Gubelei geblieben ist, mit welcher Steuerreform" steht, wie wir von Anfang an sagten, mit der geplanten Militärreform" in engster organischer einen Einfluß auf den amtlichen Entwurf ,, angemaßt" hätten. fich ein deutscher Schriffteller an dem Riesenausstande ver ist ste durchgesetzt, so hofft man, In der zweiten Sigung der Börsen- Enquete- Kommission wurde fündigte. Das schauberhafte Deutsch dieses Machwerks war Berbindung; die Liste der zu vernehmenden Personen ,, vorbehaltlich späterer bes süßlichen und lindischen Inhalts würdig- stand doch mit der Sprache herausrücken zu können. Inzwischen Ergänzung" festgestellt; der eine Kommerzienrath schlug den eine Widmung an Kommerzienrath Dechelhäuser, den hoch hofft man, das Zentrum auf die eine oder andere anderen als klassischen Zeugen" und Sachverständigen vor, verdienten Borkämpfer auf dem Gebiete des sozialen Frie Weise zu kapern Schachergeschäfte liegen in der und da bekanntlich eine Krähe der anderen die Augen nicht dens und wahrer Humanität"( Bumbum!) an der Spike Luft und sobald der Augenblick gekommen scheint, wird aushackt, wird Alles prächtig gehen. 141 Sachverständige der seichten Schreiberei. Die Lorbeeren der sozialpolitischen dem Reichstag die bereits in der Vorbereitung begriffene Feuilleton. Nachbruc verboten.) [ 103 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. " Ich bin von jeher gegen dieses Wahlgesetz gewesen," erklärte Lug mit aller Bestimmtheit. Auch mir ist es nie eingefallen, es als ein gutes hinzustellen," erklärte Raffmaus. " Ich behaupte doch auch nicht, daß es gut sei," mur melte Benjamin, indem er einen mißtrauischen Blick auf feine Kollegen warf. Ereignisses ein Glas Wein mit uns trinken?" fragte Raff- Reinisch; denn so viele Ursachen zur Unzufriedenheit die maus entgegenkommend. " Wir müssen sehr bedauern," entgegnete Dr. Lange, , aber unser Tagewert ist noch nicht beendigt für heute." " Nun dann für heute Abend?" " Wir müssen gleichfalls bedauern, denn wir haben für heute Abend behufs Berichterstattung eine Komiteesitzung anberaumt." Landbevölkerung auch hat, und so groß die Lasten sind, unter welchen sie seufzt, so ist doch ihre Gesinnung vorwiegend konservativ, wozu allerdings der Einfluß der Beamten, der Geistlichen und Schullehrer sein gutes Theil mit beiträgt. Und die Landbewohner, welche sich wenig Zeit zum Lesen nehmen, kennen von den oppositionellen Elementen im Staate fast nur die Liberalen. Die liberalen So bleibt uns nichts weiter übrig, als die Hoffnung Abgeordneten sind ihnen aber, nicht weniger als uns, ein auszusprechen, daß Sie uns für ein anderes Mal Gelegen- Greuel, zumal sie die Intereffen der Stadt, des Handels heit zu einer Zusammenkunft geben; wir danken Ihnen und der Industrie fast ausschließlich und mit Glück verhiermit herzlichst für Ihr heutiges Erscheinen." " Nach diesen Worten des Dr. Raffmaus ging die kleine Versammlung auseinander, Liberale und Demokraten trennten sich. Neunzehntes Rapitel. Die ländliche Idylle und die traurige Wirklichkeit. Erbauliche Auseinandersetzungen waren das," meinte folgen." ,, Da käme es nur darauf an, durch Flugblätter auf die noch sehr empfänglichen Herzen einzuwirken", meinte Hanke. Auch wir haben bis jetzt zu einseitig die soziale Frage auf dem Gebiete der Industrie im Auge gehabt, wir müssen mit gleichem Eifer die Grund- und Bodenfrage in Angriff nehmen." „ Aber die Vorurtheile möglichst schonen", warnte Reinisch. Die Vorurtheile müssen von Grund aus beseitigt Nun, so sind wir schließlich in der Hauptsache Alle einverstanden," meinte Dr. Lange; wir werden demnach darauf hinwirken, daß unsere Wahlmänner ihre Stimmen für Herrn Dr. Lutz abgeben. Wir beweisen Ihnen Damit bei aller fehlenden Garantie ein großes Ver- Reinisch, als er sich mit seinen beiden Parteigenossen werden", erklärte Dr. Lange, und das geschieht am Besten, trauen. Von der Art und Weise, in der Sie diesem allein auf dem Rückwege befand.„ Der Preis der Origi- wenn wir die gegenwärtige Lage der ländlichen Bevölkerung, gerecht werden, hängt es ab, ob fernerhin Liberale und nalität kommt aber unbedingt Ihnen zu, namentlich was sowohl der ländlichen Lohnarbeiter, wie der kleinen Bauern, Demokratens Bündnisse eingehen können, oder ob ein Ihre Ansicht über die Möglichkeit der Abschaffung des den Betheiligten einmal in ihrem richtigen Lichte vorführen. Kampf auf Tod und Leben zwischen ihnen entsteht, über indviehs betrifft. Sie dürften das in keiner Bauernstube Die ländliche Joylle hat längst, sowohl in den Augen senwelchen die Konservativen hohnlachend triumphiren würden. vorbringen, ohne ein unauslöschliches Gelächter hervor timentaler Schwärmer aus der Stadt, wie in der näheren Und ganz besonders von Ihnen, Herr Dr. Luz, erwarten zurufen." Anschauung der denkenden Landbewohner, der traurigen wir mit Bestimmtheit, daß Sie immer eingedenk bleiben" Ich weiß, ich weiß," entgegnete Dr. Lange nachdent- Wirklichkeit Platz gemacht. Schön mag sich's noch auf dem werden, auf welchen Vertrag hin Sie als Vertreter in den lich, und ich fürchte, wir haben mit unseren freiheitlichen Landtag gewählt worden. Jezt aber, meine Herren, haben Bestrebungen an der ländlichen Bevölkerung einen argen wir die Ehre, uns bei Ihnen zu verabschieden." Hemmschuh." Wollen die Herren nicht zur Feier dieses denkwürdigen Wie die Verhältnisse jetzt stehen, allerdings," meinte Bande leben, wenn man ohne Sorgen auf einem Landsize die reine Luft und die schöne Natur so unmittelbar ge= nießen kann; doch darf man dabei nicht mit fühlendem Herzen die Mühsale der ländlichen Arbeiter ansehen wollen, neue Militärvorlage zugestellt. Sträubt er stch, so soll, wie ein Offiziöser schon droht, der Reichstag ausgelöst werden; und desgleichen auch der Landtag, wenn er die Steuerreform verweigert.— Jedenfalls hat das deutsche Volk allen Grund auf der Hut zu sein. Die Negierung wird an ihrer Forderung festhalten; das deutsche Volk aber wird zu Grunde gerichtet, wenn jene Forderung durchgesetzt wird. Co stehen die Tinge. Die Lage ist sehr ernst, und das deutsche Volk hat dafür zu sorgen, daß seine Vertreter ihre Schuldigkeit thun und das Volksintercsse wahren. Mag die Regierung den Reichstag auflösen!— Wir haben dann eine treffliche Autivort, die uns den Sieg bringen wird: Weg mit dem Militarismus! Keinen Mann und keinen Groschen diesemSystem!— Wo bleibt das Entschädigungsgesetz? Die„Barmer Zeitung" meldet: Am 29. April wurde aus dem Zuchthause zu Werden der Taglöhner Heischeidt entlassen, welcher durch Spruch des Schwurgerichts' zu Elberfeld vom September 1887 wegen eines schweren Sittlichkeitsattentats zu sechs Jahren Zuchthans verurtheilt worden war. Der vor- bestrafte Angeklagte hatte die That entschieden geleugnet, da aber die Überfallene Frau ihn unter Eid als den Thäter bezeichnete, erfolgte die Verurtheilung. Jetzt ist durch Zeugenvernehmung sein Alibi nachgewiesen. Seit Januar 1888 hat er vier Jahre unschuldig im Zuchthause ge- sessen!- Aus dem Abgeordueteuhause. Der Antrag Neu- kirch-Drawe über die Regulirung der gutsherrlichen Verhältnisse in N e u- V o r p o m m e r n ist in der I u st i z- kommission in einer etwas veränderten Fassung mit allen gegen die eine Stimme des Abg. Schmidt-Warburg zur Annahme gelangt. Die beiden Gesetzentwürfe des Abg. Neukirch sind in einen Gesetzentwurf verschmolzen. In Bezug auf die Uebergangsverhältnisse ist mit Zu- slimmung des landwirthschastlichen Ministers folgende Be- stimmung aufgenommen worden:„Verfügungen(Verab- redungen und Kündigungen), welche nach dem 15. März 1892 getroffen sind und mit den Verfügungen des ersten und zweiten Absatzes deS Z 3 in Widerspruch stehen, sind dem die Re- gulirung verlangenden, früheren Stelleninhaber gegenüber mit dem Eintritte der Regulirung rechtlich unwirksam. Sind derartige Verfügungen in der Zeit vom 1. Januar bis 15. März 1892, oder im Falle des zweiten Absatzes von der Räumung bis zum 15. März 1892 getroffen, so ist die Regulirung zu Gunsten des dieselbe verlangenden, früheren Stelleninhabers nur mit der Maßgabe zulässig, das letzterer an Stelle des Gutsherrn in das zwischen diesem und dem Dritten begründete Rechtsverhältniß tritt."— Deutsche Fabrikanten und der Achtstundentag. Der Wohlfahrts-Verein der württembergischen Metallwaaren-Fabrik erklärt in seinem V. Jahresbericht„in Anbetracht der in vielen Industrie- zweigen herrschenden Ueberproduktion und des Ueberflusses an Arbeitskräften, wie auch gesundheitlicher und sittlicher Verpflichtungen für ein dringendes Gebot der Zeit, daß eine g e s e tz l i ch e Regelung der Arbeitszeit angestrebt werde, derart, daß z. B. Gruben- und schwere Feuerarbeit nicht über acht, leichtere Arbeit nicht über zehn und elf Stunden in der Regel dauern darf". Wenn so bereits große Unter- nehmcr reden, glaubt da, fragt die„Frankfurter Zeitung", die Polizei mit ihren Verboten den Siegeslauf der Idee des gesetzlichen Maximal- Arbeitstages hemmen zu tonnen? Sie könnte ebenso gut den Ozean mit der hohlen Hand ausschöpfen wollen und dessen wird ja auch sie sich wohl nicht vermessen.— „Judenstinten". Da? königliche Kommandant ur- g e r i ch t hat in Sachen der Ahlwardt'schen Broschüre die Untersuchung eingeleitet, da eine Anzahl dem Kriegs- Ministerium unterstellter Beamter in der Schrift schwerer Vergehen bezichtigt werden. Die Firma erklärt, sie wollte die„Maßnahmen der Behörden nicht durchkreuzen und die von ihr zu ergreifenden Maßregeln einstweilen zurückstellen, umsomehr als sie auf dem eingeschlagenen Wege auch ihre vollste Rechtfertigung mit Sicherheit erwarten dürfe." Weshalb die Firma Ludwig Löwe bezw. die Herren Isidor Löwe und Oberstlieutenaut Kühn von„weiteren Schritten bis zu erfolgtem Austrag des eingeleiteten Verfahrens" Abstand genommen haben, ist nicht recht einleuchtend. Gegen solche ehrverletzende Anklagen sollte der Angegriffene so schnell denn Niemand kann in Abrede stellen, daß die ländlichen Arbeiter, selbst vom Standpunkte des industriellen Arbeiters aus betrachtet, in der That kein Leben führen. Im Sommer heißt's: früh um 4 Uhr heraus, und nun sortgeplagt bis spät in den Abend, wo der Körper nur noch nach Schlaf verlangt; meistens ungenügende Nahruna, und am halben Ruhetage öde Vergnügungen am Spieltisch, in der Kegel- bahn, auf dem Tanzsaale, welche Vergnügungen noch in Rücksicht auf den spärlichen Lohn, welcher nur sehr wenig die Erfordernisse der nothwendigsten Bedürfnisse überschreitet, höchst selten genossen werden dürfen. Was ist das zehnjährige Resultat eines solchen Lebens? Nichts, als die Erkenntniß, daß man 10 Jahre wie ein Pferd gelebt und gearbeitet hat; nur nicht ohne Sorgen, wie dieses. Dabei geht die Blüthe der jungen Landmädchen, die noch meistens ihre Jungfräulichkeit »n einem wilden unbewußten Augenblick verlieren und damit zugleich die andauernde Kraft, die Schönheit und die Lebens- last dahin! Vcrhältnißmäßig glücklich ist die noch, die den Vater ihres Kindes zum Ehemanne bekommt! Und doch, welches traurigste Schicksal lebt sie als Glied einer unbeniittelten ländlichen Arbeiterfamilie!" „Sie haben ganz Recht, Herr Doktor", meinte Reinisch nachdenklich,„aber die Lage der kleinen Gutsbesitzer, welche fast eine kleine Hälfte der gesammten Bevölkerung aus- machen, ist womöglich noch schlimmer, denn die Erhaltung des kleinen Besitzes Ikostet mehr Anstrengungen und Sorgen noch als die Erhaltung der Existenz einer Arbeiterfamilie." „Sicherlich", erklärte Dr. Lange, und eben deshalb muß diese Klasse ein wichtiger Faktor m der sozialen Bewegung werden. Die heutigen Kredit, und Geldverhältnisse machen den kleinen Ackerbauer todt, denn der kärgliche Ertrag des Bodens kann die hohe» Zinsen des heutigen Geldmarktes nicht tragen. Will er den durch die Wissenschaft empfohlenen Reformen der heutigen Landwirthschaft folgen, so muß er mehr Kapital in den Acker stecken, als er dafür an Zinsen herausschlägt, er arbeitet dann ein gut Stück umsonst, nur für den Kapitalisten. Und unterläßt er die Verbesserungen, so saugt er nach und nach den Acker aus, treibt Raubbau zum wie möglich an den bürgerlichen Richter sich wenden, was die Untersuchung des Kommaudanturgerichts ja keineswegs auszuschließen braucht. Eine runde nette amtliche Er- klärung in dieser Angelegenheit, die doch wahrlich bedeutsam genug ist, erwartet man noch immer vergeblich.— Das Wiegenlied. Die Montmorencu's der Ucker- mark fühlen das lebhafte Bedürsniß, sich als Stützen von Thron und Altar, als die wasserdichten Schutzleute der Familie, der Ordnung und des Eigenthums auszuspielen. Am Schluß eines spaßhaften Artikelchens über die Mai- frier schreibt die„ K r e u z- Ze i t u n g"(Nr. 204 vom 2. Mai), nachdem sie mit dem grellsten Karmin, das sie auf ihrer Palette hat, das rothe Gespenst an die Wand ge- malt hat: „Der scheinbar harmlose Verlaus des„Weltfeiertages" darf uns deshalb durchaus nicht beruhigen über das, was nach diesem Tage nicht minder droht, als es vor demselben gedroht. Die Judenpresse scheint die„gute Gelegenheit" natürlich in ihrem Interesse auszunützen, d. h. beschwichtigend einwirken zu wollen, was ja nach den Aufregungen der letzten Zeit„psycho- logisch" richtig berechnet ist. In Paris sagt sie, haben sich die Leute freilich nicht sehr schön benommen; aber bei uns hat auch Niemand mit der Wimper gezuckt, und nun ist auch die „Maifeier" verregnet. Was will man mehr? Tout est au rnieux dans le rneilleur des rnondes possibles? Nicht wahr? Nun, wir werden ja sehen, wie weil die Tapferkeit reicht, wenn sie auf die Probe gestellt werden sollte. Wir freuen uns nicht, aber wir wachen." Nun schlafe ruhig, Bourgeoisie, die edlen Junker wachen über dich, mit einem Heldenmnth und einer Auf- opferung, wie sie vor sechsundachtzig Jahren ihre Vor- fahren in den Tagen von Jena und Auerstädt bewahrt haben von Niederlage zu Niederlage und von Kapitulation zu Kapitulation. Schlafe, mein Kindchen, schlaf!— Die Bourgeoisie beutet Alles aus— sei sie adlig oder bürgerlich, handle es sich um Arbeiter oder um einen Kaiserbesuch. So liest man mit Bezug auf die Reise des Kaisers nach Neunkirchen zum Herrn v. Stumm folgende Notiz in westdeutschen Blättern:„Ein guter Kutscher. Wie aus einem Briefe des Freiherrn v. Stumm- Halberg an die Frankfurter Firma Benjamm Roth Söhne hervorgeht, hat der Kaiser sich bei seinem Aufenthalt in Halberg und Neun- kirchen auf das Anerkennendste über dte von der Firma Roth gestellte Equipage, Kutscher und Pferde, ausgesprochen. Freiherr v. Stumm äußerte im Anschluß an diese Mit- theilung den schriftlichen Wunsch, den Frankfurter Kutscher in seine Dienste zu nehmen." Offenbar ist diese Notiz als Geschäftsreklame von dem findigen Fuhrunternehmer in die Presse lancirt. Es kommt aber noch besser; man urtheile nach folgender Mittheilung in der Bourgeoispresse:„Für die eintägige Anwesenheit des Kaisers aus Schloß Halberg beim Freiherrn v. Stunim sind die Mahlzeiten, Weine k. von einer Berliner großen Firma geliefert worden, die ihre Köche, sämmtliche Speisen und Weine dorthin sandte. Für den Versandt wurden besondere Wagen in den Eisenbahnzug eingestellt und man giebt die Kosten, welche diese außer- gewöhnlichen kulinarischen Genüsse verursachten, auf ca. 20 000 M. an." Nun kann der Kaiser doch genau nach- rechnen, waS es sich Stumm hat kosten lassen.— Die studentische„Nassweisheit". Der Entrüstungs- stürm der Bonner Korpsstudenten hat den vorausgesehenen Erfolg gehabt. Ein Minister mag wohl dem Reichstage zurufen:„Sie imponiren mir nicht!" aber den Fehdehand- schuh der Korps mag er doch nicht aufheben. Die schneidigen jungen Herrchen, die gewöhnt sind, nicht nur die Kollegia zu schwänzen und die vom Universitätsgebäude selbst nur die Außenseite kennen, fühlen es unter ihrer Würde, daß man sich überzeugt, ob sie überhaupt an dem Universttätsort sich aufhalten, was nothwendig war, wenn nicht der Erlaß des Kultusministers über Beginn und Schluß des Semesters ganz wirkungslos sein sollte. Der Kultusminister hat jetzt nach dem Protest der Bonner studentischen Korporationen, dem der alte Meyer-Arnswalde sehr richtig das Prädikat der„Naseweisheit" beilegte, eine erneute Verfügung erlaffen, wonach die persönliche Kontrolle der Herren Studenten durch die Pedelle ausgeschlossen sein soll. Wenn der Kultus- minister dieser Verfügung die Bemerkung anschließt, es sei zu erwarten, daß die akademischen Disziplinarbehörden nach wie vor ihr besonderes Augenmerk auf die Ortsanwesenheit der Studirenden richten und in Fällen einer längern unerlaubten Abwesenheit nicht säumen würden, mit den in eigenen Schaden der Gesammtheit, er verarmt, ohne es recht zu wissen, und die erste beste Kalamität richtet ihn zu Grunde, treibt ihn von Hof und HauS. Dte meisten kleinen Bauern erbauen zudem schon kaum genug Getreide, um ihren Brot- und Mehlbcdars zu decken. Ihnen kommen nicht einmal die gelegentlich eintretenden höheren Preise zu gute, denn im selben Grade, wenn nicht im höheren, wie der Preis ihres Getreides, steigt der PreiS der Produkte und Waaren, die sie dafür eintauschen. Da wird schon in landwirthschastlichen Kreisvereinen davon gesprochen, die Landwirthschaft und die Lage der Bauern dadurch zu heben, daß man durch Getreidezölle die Preise bessert. Die Wirkung, die eine solche Maßregel haben kann, liegt auf der Hand. Den Nutzen hat der Großgrundbesitzer, der er- heblich über seineu Selbstbedarf erbaut, dem kleinen Bauern nützt sie nichts und die große Armee der industriellen Lohn- arbeiter und Handwerksmeister bezahlt den Profit, den die Gutsherren damit erzielen. Was soll aus dem kleinen Bauer schließlich werden? Das ist die Frage, die wir ihm vorzulegen haben." „Er erleidet dasselbe Schicksal, wie seine Kinder," meinte Reinisch,„denn das kleine Gut, welches eine Familie noth- dürstig ernährte, erträgt nicht die Theilung unter die Erben. Nur ein Sohn kann das Gut behalten. In diesem Falle muß er die Geschwister auszahlen, und wie soll er dies ansangen? Lange Zeit wurde es auf diese Weise versucht, aber nach maningfaltigen Versuchen und Er- fahrnngen sind die Kinder der Besitzer solcher kleinen Güter zur Ueberzeugung gekommen, daß sie besser thun, das väter- liche Gut zu verkaufen und den Ertrag unter sich zu ver- theilen, statt daß Einer sich mit einer unerschwinglichen Schuldenmasse belasten läßt. Und so fällt der Kleingrund- besitz nach und nach an den benachbarten Großgrundbesitz, während noch vor dreißig Jahren selbst die großen Güter in einzelnen Theilen verkauft(„ausgeschlachtet" war der mißbilligende Ausdruck) wurden." „DaS machen die landwirthschastlichen Maschinen," warf Hanke ein,„die nur den Wohlhabenderen käuflich sind und sich nur bei Bearbeitung größerer Bodenstrecken rentiren. den Erlassen vom 13. Juli 1890 vorgeschriebenen Maß- nahmen vorzugehen, so hat diese Bemerkung wohl keinen weiteren Zweck, als den Rückzug des Ministers zu decken.— Aus einem Junkerparadies. Die Einfuhr länd- licher Arbeiter aus Ostpreußen und Posen wird von pommerschen Großgrundbesitzern und Pächtern schon seit Jahren lebhast betrieben. Sie erhöht sich von Jahr zu Jahr in demselben Maße, in dem die pommerschen Ar- beiter die heimathliche Scholle verlassen und sich jenseits des großen Wassers eine bessere Existenz zu gründen ver- suchen. Der Arbeitermangel ist nunmehr in Pommern so gestiegen, daß die Besitzer schon zur Bewältigung der Früh- jahrsbestellung fremder Hilfe bedürfen, während das früher nur zur Erntezeit der Fall war. Dieser Tage sind, um nur ein Beispiel anzuführen, für vier Rügensche Güter nicht weniger als 130 Arbeiter, theils mit Familie bis zu den Kleinsten herab, aus Posen eingetroffen. Weiterer Zuzug wird von anderen Güter noch erwartet. Dafür will Junker Plate» auf Rügen Bauern legen, wenn ihm nicht der Landtag einen Strich durch die Rechnun macht. Das Abgeordnetenhaus wird ja den Antra!* Neukirch annehmen. Wenn aber die Regierung de� fanatischen Krautjunkern des Herrenhauses, de Feudal-Klüngel der Klinckowström, Brühl und Gen off nicht den Daumen auf's Auge drückt, könnte man ej Teufelei erleben, welche unstreitig die„Bekränzung" � christlichen Sozialresorm wäre. Hier gilt es scharf A.„ zu geben, damit das Schicksal des K o f s ä t h' Danckwardt nicht der.Noblefse altpreußischer Herre Häusler preisgegeben wird.— Aus Wittor, einer Hal/ insel der Insel Rügen, ist infolge der Kartoffeltheuerun� unter der arbeitenden Bevölkerung eine außergewähw* liche Roth entstanden. Es giebt dort keine Knolle meh' zu kaufen; auch die großen Güter sind völlig, entblößt� Von auswärts erwartet man Schiffsladungen, die aber. schon von den Besitzern für lange hinaus mit Beschlag belegt worden'sind, so daß die arme Bevölkerung nicht nur Entbehrungen erleiden muß, sondern auch noch die Aussicht hat, bei dem Mangel an Saatkartoffeln für diesen Sommer auf den Anbau von Kartoffeln verzichten zu müssen. Da das den Tagelöhnern von den Gütern zugestandene „Kartoffelland" in ihrem mageren Etat an erster Stelle sigurirt, so ist der Verlust, den die armen Leute erleiden, um so schmerzlicher.— Politische Gefangene in Preußen. Ueber die Be- Handlung politischer Gefangener, d. h. insbesondere wegen Preßvergehen bestrafter Personen sollen im Oberlandes- gerichts-Bezirk Hamm neue mildere Instruktionen ergangen sein. Es wird angenominen, daß diese Instruktionen für ganz Preußen erlaffen worden sind.— Konfiszirliche Gedichte. Die Erfurter Staats- anwaltschaft hat das von unserem Genossen Kegel heraus- gegebene Liederbuch mit kritischem Spürsinn durch- gesiebt und folgend« Lieder als„staatsgesährlich" zu„beanstanden" gewußt: „Bei' und arbeit'! ruft die Welt l"(Georg Herwegh), „Fahnenlied"(August Getb), „Der letzte Krieg"(Georg Herwegb). „Arbeiter-Bundeslied"(Andreas Scheu), „Männer, haltet fest zusammen", „Schon dämmert in der Ferne das Morgenroth"(dänischer Sozialistenmarsch), „Für Volkes Recht"(Fr. Stolze). Wenn Herwegh, die„eiserne Lerche", Geib, der treff- liche Organisator und kernige Sänger, und der alte Demokrat Friedrich Stolze, der muntere Dialektdichter, nicht schon längst unter dem grünen Rasen schlummerten, wenn Andreas Scheu nicht im Schutze Englands lebte, dann würden sie vielleicht als revolutionäre Vögel vom Erfurter Zensor in einen Käfig gesperrt. Ist es nicht auch ein Zeichen plebejischen Geschmacks, Freiheitslieder zu dichten, statt den Korporalstock mit dem Paukenschlag Wildenbruch- scher Trochäen zu seiern und den„Prinzipal" der„Welt- apotheke" aus die zum Kasernenhof umgewandelte Bühne zu bringen?— Sächsisches. Ein Beleidigungsprozeß, den 40 Mit- ?.lieber des Militärvereins zu Siebentehn gegen den Prä- identen A. Tanner vom sächsischen MilitärvereinSbund an- hängig gemacht hatten, gelangte kürzlich vor dem D r e S- dener Amtsgericht zur Entscheidung. De« erwähnte Hier fallen die Klagen der kleinen Industriellen mit denen der kleinen Grundbesitzer zusammen. Das Kapital har die verbesserten Arbeitswerkzeuge in der Hand und schlägt die Arbeit skraft, welche diese Arbeitswerkzenge nicht erschwingen kann, hier so recht eigentlich aus dem Felde. Die all- gemeine Anarchie aus dem Gebiete der Produktion und Konsumtion, die eine wahre Schmach und Schande eines zivilisirten Staates ist, macht stch auf dem landwirthschaft- lichen Gesammtbild erst recht erschreckend bemerkbar. Da sehen wir das günstigst gelegene Stück Land mitten im Reich- thum anderer benachbarter Parzellen verarmen, da der Be- sitzer, der gern den väterlichen Erbsitz behaupten möchte, keinem landwirthschastlichen Fortschritt folgen kann, weil ihm die Mittel hierzu fehlen. Dort seufzt ein Landmann, weil die Ernte überreichlich ausgefallen, der Mehraufwand von Arbeitskräften zur Bergung der reichlichen Waare wegen eingetretener größerer Billigkeit sich nicht hinreichend ausgleicht; hier gewnrnt der übermäßig mit Arbeit beiastete ländliche Arbeiter einen absolut ungenügenden Lohn, und in den Maschinenwerkstätten stehen Hunderte und Tausende von landwirthschastlichen Maschinen bereit, um dem ge- drückten Arbeiter seine Last abzunehmen, aber sie können nicht gekauft werden." „Sehr richtig," stimmte Lange zu,„durch solche Ber- Hältnisse wird das Brot der Menschheit unnöthig vertheüert, weil nicht so viel und nicht so billig produzirt wird, als es der Fall sein könnte und folglich auch sein solle. Und weil es so ist, weil auch die ländlichen Arbeiter, zu denen ich den Kleinbauern zähle, in eine Lage gekommen, welche nur noch die Wahl läßt zwischen Führung eines menschen« entwürdigenden Lastthierlebens oder dem Hnngertode, so muß diesen beiden Klaffen der ländlichen Bevölkerung klar genmcht werden, daß sie ein Lebensinteresse daran haben, in den allgemeinen sozialen Kampf einzutreten und ihre Rechte und Interessen geltend zu machen. So, wie es sonst überall der Fall ist, frißt auch hier der Großgrundbesitz im Namen des Großkapitals den kleinen Besitz und drängt ihn in die Lage, in der er seine Arbeitskraft zu Gunsten Weniger aussaugen laffen muß. Hier aber Militärverein ist nämlich aus dem Bunde sächsischer die von dem alten Felix Pyat, dem guten Komödienschreiber entpuppten? Einzelne ehrliche Fanatiker lassen sich fa Militärvereine, chimpflich ausgestoßen" worden, und herzlich schlechten politischen Musikanten, wenn nicht immer in der Gesellschaft finden; größer als der Muth ist weil er sich weigerte, einige angebliche Sozialdemokraten, gegründet, doch bemuttert ward. Es waren darunter meh- aber hier die Eitelkeit und Feigheit. Denn daß sich die darunter den Vorsitzenden des deutsch- freisinnigen Vereins zu rere ehemalige Flüchtlinge und etliche alte Verschwörer, die Männer der That auch wirklich an Männer machen und Siebenlehn, auszuschließen. In jener schimpflichen Aus- sich in die neue Zeit nicht zu schicken wußten, die neue das eigene theure Blut riskiren, vernimmt man selten oder stoßung" erblickten 40 Mitglieder des Vereins eine Be- Kampfweise mit dem neuen Kampfziele nicht begriffen. nie. Die geheimen Fonds, welche der Polizei noch leidigung. Der Gerichtshof erkannte auf kostenlose Frei Im Jahr 1887 löfte die„ Commune Révolutionnaire" sich immer so bereitwillig zugestanden werden, find der rechte sprechung des Bundespräsidenten Tanner. Allerdings auf, was das Vernünftigste war, was sie thun konnte, und Dünger für die anarchistische Pflanze. In der" Justice" sei der Ausdruck„ schimpflich" beleidigend, jedoch habe fünf Jahre lang hat man nichts von ihr gehört. Jezt ist spricht Camille Belletan ziemlich unverblümt die VerTanner in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt. sie nun plötzlich wieder auferstanden in den Spalten der muthung aus, daß Agents provocateurs( Lockspitel) den Diese Freisprechung ist so selbstverständlich, wie die Tannerei reaktionären Zeitungen und in einem Flugblatt, das sich Vorgängen nicht allzu ferne stehen; vielleicht denkt er gar felbft. Wir halten es allerdings für besonders ehrenvoll, gegen die Feier des 1. Mai erklärt. Das Flugblatt, das an eine bestimmte Persönlichkeit. Die Blätter ergehen fich mit Tanner und seinesgleichen keine Gemeinschaft zu natürlich unseren Gegnern Wasser auf die Mühle ist, scheint in breiten, grellen Schilderungen, von denen viele den haben. ungewöhnliche Albernheiten zu enthalten- toll chauvinistische Stempel der Mache tragen. Besser wäre, etwas mehr Wie zu erwarten war. Einen kläglichen Rückzug Ausbrüche, wie sie der Schwadroneur Felix Pyat mitunter Raum für die Darstellung der Verhältnisse zu gewähren, tritt die Freifinnige Zeitung" in Sachen des bayeri liebte. Das Flugblatt selbst liegt uns nicht vor, in einer welche den Anarchismus schaffen und ihm Borschub leisten. schen Branntweinsteuer Reservatrechts Rorrespondenz der Frankf. 8tg." finden wir aber einige Notizen Doch das mag, das will und darf man nicht!" an. Sie flunkert aber noch im Fliehen, indem sie Reichs- über ein Interview, das Herr Protot, das Haupt ber Eine schwere Unthat." Mit dieser Bezeichnung verfassung und bayerische Verfassung konfundirt und ihren neuen Kommune", als Reklamemittel benußte, und in dem Lesern weismacht, daß eine Verfassungsänderung in Bayern er sein Herz ausschüttete. Er erzählte bei dieser Gelegenheit, veröffentlichen die Beitungen einen Bericht aus Afrika unter der Regentschaft möglich sei, wenn die Volksvertretung wie er und seine Genossen sich im Londoner Eril von den über eine der üblichen Kulturidyllen: Ein Eingeborner, der zustimme. Das ist, wie wir schlagend gezeigt, eine grobe deutschen Flüchtlingen ferngehalten hätten und sagt von sich sein Feld von den Europäern nicht verwüsten lassen wollte, von den Zivilisatoren zusammengeschossen wie ein Unwahrheit. Auf unsere Anfrage, was die Freisinnige ihnen und anderen Dingen: Beitung" zu der in der deutschfreisinnigen Berliner„ Volks„ Obgleich fie( die deutschen Flüchtlinge) aus ihrem Bater- Hase, und als Repressalie hernach ein Zivilisator von Beitung" am bayerischen Deutschfreifinn geübten Kritik zu lande vertrieben waren, waren die deutschen Flüchtlinge doch Eingebornen getödtet. Ersteres findet der Bericht ganz in fagen habe, schweigt das sonst so redegewandte Drgan! ausschließlich Deutsche geblieben. Die Mitglieder der Gom- der Ordnung die schwere Unthat" ist, daß die Einmune Révolutionnaire" vertheidigten im Gegentheil die Un- gebornen sich herausnahmen, den Zivilisatoren Konkurrenz abhängigkeit und Brüderlichkeit aller Bölter.... Was die zu machen und gegen Europäer europäische Kulturpraktiken Maifeier mit ihrem tüm merlichen Programme anlangt, so ist dieselbe eine wahre Desertion von den Brinzipien zu üben. Was war die Antwort Junker Alexanders? der franzöfifchen Revolution. Heut, nachdem das Volk die Italienische Finanzweisheit. Die verfahrene StaatsRommune gemacht hat, will es für die Erhöhung des Lohnes wirthschaft der italienischen Regierung greift zu den thöricht manifestiren, das heißt also für die Verlängerung der ften Maßregeln, um das Defizit zu decken. Das neu Rette in einem Augenblid, wo es start genug ist, fie " ,, Unzufriedene". Satisfaits, d. h. Zufriedene, nannte man seiner Zeit unter Louis Philippe, dem französischen Bürgerfönig, alle Anhänger des herrschenden enrichissez vous, d. h. des Plünderungssystems. Jetzt ist das Wort, wie das übrigens nicht selten vorkommt, in seiner Bedeutung umgedreht worden, und Zufriedene" heißen bei gewissen Leuten die Gegner des herrschenden Systems, und„ Unzufriedene" die Gegner der Gegner des herrschenden Systems, also seine Freunde. An verschiedenen Orten werden die mit der sozialdemokratischen Partei Unzufriedenen" aufgefordert, sich zu Vereinen zusammenzuthun. Wie uns zuverlässig mitgetheilt wird, waren die Herren Buttkamer und Thring- Mahlow die ersten, welche sich als Vereinsmitglieder gemeldet haben. Ersterer soll Aussicht haben, von den„ unzufriedenen" Spaßvögeln zum Präsidenten, mindestens zum Ehrenpräsidenten ernannt zu werden. " glatt zu durchschneiden. Niemals hätten die fran- eingeführte Bündhölzchen Monopol wird an eine zösischen Revolutionäre, sich selbst überlassen, die Idee einer italienisch- deutsche Gesellschaft spekulativer Geldmänner verfolchen Manifestation gehabt. Diejenigen, welche den 1. Mai pachtet werden. Die Konzessionsdauer ist auf 5 Jahre, der feiern, find einfach farblose raditale Arbeiter im jährlich an die Regierung zu bezahlende Pachtschilling auf Schlepptau der deutschen Sozialisten. Die 6 Millionen Lire festgesetzt worden. Daß das Ministerium deutschen Sozialisten haben ihren Frieden Rudini die Bahnen wandelt, welche die bankrotte Türkei mit dem Reich und der Kirche gemacht. Wir als rühmliche Führerin so lange schon verfolgt, ist bei dem wollen die famose Legende zu nichte machen von den deutschen Berfall der öffentlichen Finanzen Italiens nicht gerade ver Sozialisten, welche gegen die Annexion von Elsaß- Lothringen gestimmt hätten. Wir werden zeigen, daß unser Land wunderlich. Am handlichsten für die Zwecke der Rapitaliftenfeine schlimmeren Feinde hat, als die beutschen lasse wäre es, wenn die Staatsleitung auch offen als das Sozialisten, welche die wahrhaften Reaktionäre find, indem sich darstellte, was sie in Wirklichkeit ist, ein Werkzeug der fie sich zu Helfershelfern der kaiserlichen Richter gegen das Besitzenden, und irgend einer Finanzgruppe im Submissionsdeutsche Volt machen." verfahren in Regie gegeben würde.Zündhölzchen, Militarismus und hohe Politit. Wer that es? Am 1. Mai, Abends, haben in Lüttich( Belgien) brei Explosionen stattgefunden, die erste bei dem Senator de Selys, die zweite bei deffen Sohn, die dritte in dem Chor der Kirche St. Martin. Tie Chor- deutschen Angstphilister sich gegen die Maifeier geholt haben. Um den Militarismus zu retten, ist die italienische So sieht der Bundesgenosse aus, den unsere patriotischen fenster und viele Fensterscheiben der benachbarten Häuser An dem Geschwät erkennt man den Brotot einen halbgingen in Scherben, verlegt wurde Niemand. In verrückten Brahlhans, der, gleich Felix Byat, in London Regierung, wie vorstehend mitgetheilt, auf den genialen GeWoolwich bei London wurde am 1. Mai früh an der blos mit einigen bürgerlichen Flüchtlingen leeres Revolutions- banken verfallen, ein Zündhölzchen- Monopol zu errichten, Mauer des Arsenals eine schwarze Handtasche mit ver- Phrasenstroh brosch, mit den Sozialisten, die mit Felix mit dessen Ertrag von 6 Millionen Franks jährlich der schiedenen Büchsen, die angeblich Pulver und Dynamit ent- Byat und seinen Mit- Revolutions- Phraſenmachern nichts zu Nimmersatt Militarismus bis zum Jahre 1908 gefüttert halten sollen, aufgefunden. Der Sput dieser Walpurgisnacht- thun haben wollten, nicht den mindesten Verkehr hatte, sich werden soll. Ob die Summe auch nur vorläufig langen Dynamiterei wird nach dem 1. Mai zerstieben. in gewisser seinerzeit mit dem Deutschenfresser Deroulède einließ, und wird? Jedenfalls ist es interessant und Den Dynamit- Gesellschaftsrettern ist groß Leib wider bei der legten allgemeinen Wahl die Infamie hatte, im Beziehung auch erfreulich, daß der Militarismus auf ein fahren. In Frankreich ist am ersten Mai nur eine Dienste der Bourgeoisie unseren Genossen Guesde als im Fundament von Zündhölzchen angewiesen ist. Auf ernsthafte Bombe Losgegangen und zwar zu Tours in einer Golde der deutschen Regierung stehend zu denunziren, wo- Bajonetten zu figen ist bekanntlich nicht angenehm, und öffentlichen Bedürfnißanstalt. Und die bürgerliche durch eine Spaltung der Arbeiter hervorgerufen, Guesde's nun denke man sich die italienische Monarchie auf den Preffe( fiche Tante Boß von heute Abend) schreibt darüber: Sieg verhindert und ber Bourgeoislambibat ibie National Bajonetten des Militarismus fißend, und den Militarismus " Herbeieilende fanden einen als Reaktionär be- versammlung gebracht wurde. Man sieht, Herr Protot ist auf Pfeilern von Zündholzschächtelchen sich balanzirend kein tannten Gewürzträmer in seinem Blute ein ungefähr ebenso echter Revolutionär, wie der biebere Birtusflown brächte das Kunststück fertig. Und das foll schwimmenb; das Geschoß war in seiner Hand Ravachol. bis 1908 bauern? Acht Jahre über das 19. Jahrhundert geplagt und hatte ihm diese und den Vorderarm zer, hinaus, dessen Ende, wie Gladstone, sicherlich nicht unser schmettert. Der Erottel wollte nicht sagen Die Parifer Dynamiterei. In der Büricher Freund, gesagt hat, dem Sozialismus gehört? Das für weshalber eine Bombe legen wollte." Nicht Post", dem wackeren Organ der schweizerischen Demokratie, möglich zu halten, dazu gehört mehr als Wunder- und ſagen weshalb? Ei, er hatte dem Navachol ins Handwerk lesen wir( Nr. 101 vom 30. April):" Daß über Paris der Köhlerglaube. Angesichts der verzweifelten Lage, in der pfuschen wollen. Warum soll ein guter Bürger die Ge- Belagerungszustand verhängt werden soll, wie jetzt verlangt die italienische Monarchie sich befindet, halten wir es keines sellschaftsrettung auch immer der Polizei überlassen? Selbst wird und über zwei Millionen Menschen den Begationen wegs für ausgeschlossen, daß der König von Italien ernstist der Mann. aussetzt, die mit demselben verbunden sind, ist eine reaktionäre haft an militärische Ersparnisse denkt. Nur wird er nicht, Forderung, im Weiteren geradezu eine Bankrott Erwie einige Beitungen melden, extra nach Berlin kommen, Französische Gemeinderaths Wahlen. In den klärung der bürgerlichen Ordnung. Wie be- um dem deutschen Verbündeten diesen Entschluß anzu 36 134 Gemeinden Frankreichs haben am 1. Wiai die rechtigt auch der Unwille über das Geschehene ist, man fündigen. Dazu bedarf es keiner Reise, sondern einer einMunisipalwahlen stattgefunden. Bisher hatten 20 642 dieſer thäte besser, sich daran zu erinnern, daß der Anarchismus fachen Zwanzig- Pfennig- Briefmarke, während eine Reiſe Gemeinden republikanische und 15 492 tonservative Mehr- gerade von der Seite aus, die jetzt schlotternd ein paar Millionen kostet. Der neuliche Artikel der Nordheiten in ihrem Munizipalrath. Ueber den Ausfall der zum Kampfe ruft, gezüchtet wurde. Hat man vergessen, deutschen Allgemeinen Beitung" beweist uns übrigens, daß Wahlen berichtet Wolff's Telegraphen- Bureau": Die wie unter Louis Napoleon das Lumpenproletariat in feitens der italienischen Regierung die Unerschwinglichkeit Dunizipalwahlen find in den Departements in größter Ruhe weiße Blousen gesteckt und salarizt wurde? Ver- ber Militärlaften zur Sprache gebracht worden ist. Und verlaufen, ausgenommen in vier Gemeinden Südfrankreichs, geffen, daß der Polizeipräfekt Andrieux sich öffentlich auch die österreichische Regierung soll Schritte in b. die Wahlurnen mit Gewalt weggenommen wurden. Das rühmte, mit den geheimen Fonds ein anarchistisches Blatt dieser Richtung gethan haben. Gewiß ist, daß beide Staaten bis jetzt erst aus den Städten bekannte Wahlresultat ist im unterhalten zu haben? Bergessen, daß die Lockspiel nach die Laft nicht mehr lange zu tragen im Stande find, gewiß Allgemeinen ein für die Republikaner günstiges." gewiesener Maßen in mehr als einem Land von der ist aber auch, daß das herrschende System lieber den Staat " Die revolutionäre Kommune". So nannte fich Bolizei mit Dynamit versehen wurden? Bergessen, daß die und die Böller bankrott werden läßt, als ben Militarismus, eine Gruppe von französischen„ Sozialrevolutionären", argften anarchistischen Heuler sich noch meist als Gedungene ohne deu es zusammenbrechen muß. " wird bie Frage entschieden schreiender. Denn sich bekehren lassen. Auch hier muß der Staat, der in erster verstand der Bevölkerung reicher an Auskunftsmitteln ist, als warum soll das vom Staate bewachte und vertheidigte, Linie die Pflicht und Aufgabe hat, Ordnung in die industrielle, die noch so reiche und fühne Phantasie eines Einzelnen. Die von einer so großen Anzahl produzirender Arbeitskräfte wie in die landwirthschaftliche Produktion zu bringen, eingreifen. leitende Idee springt immer frisch und blank aus dem nutzbar gemachte Land von einer kleinen Anzahl von Staats- Denn selbst, wenn eine Anzahl aufgeklärter oder durch die Jupiterkopfe eines einzelnen Gentes, der Ruhm der praktischsten bürgern allein ausgebeutet werden? ausgebeutet so, daß Noth gedrängter Kleingrundbesitzer zur genossenschaftlichen Ausführung wird immer der Gesammtheit verbleiben, das Diejenigen, welche am wenigften dabei arbeiten oder gar Bewirthschaftung schreiten wollte, so würden doch ihre zer- ist die Berurtheilung der Regierungsweisheit und des nichts thun, alle Frucht davon ziehen und selbst im Bunde ftreuten Barzellen sich noch nicht für eine rationelle Bewirth Bureaukratenthums. Aber so wie ich mir's vorstelle, wird mit spekulirenden Getreidejobbern ein frevelhaftes Spiel mit fchaftung im Großen eignen. Der Anfang würde mit inmitten eines großen Komplexes von Grundstücken jeglicher den nothwendigsten Lebensbedürfnissen des Volkes treiben sämmtlichen Gemeindeland gemacht werden müssen, welches Art und Beschaffenheit der Genossenschaftssig liegen, wie dürfen? Grund und Boden muß unbedingt Gemeinde- ben sich bildenden Genossenschaften zur Bewirthschaftung ungefähr jetzt der Rittergutshof inmitten der zugehörigen eigenthum und so verwaltet werden, daß es in möglichst ge- überlassen wird; zu diesem schlägt man die Parzellen Der Feldgrundstücke. Praktischer wird dieser Siz gelegen sein, rechter Weise den Staatsbürgern Nuzzen schafft. Dann jenigen, welche freiwillig oder durch die Noth gedrängt in weil ihn planmäßige Berechnung bestimmt und nicht Laune, werden die Maschinen in ergiebigfter Weise die menschliche Ar- die Genossenschaft eintreten und für ihre Mitgift besondere Willkür oder Zufall. Bumeist werden die bereits bestehenden beitskraft entlasten, und beim gemeinschaftlichen Betrieb werden Antheilscheine erhalten. Geht nun das Streben der Ge- Dörfer auch der Genossenschaftssig bleiben, aber das umliegende wir auch die Eisenbahnwege der Landwirthschaft in hervor meinden dahin, alle verkäuflich werdenden Feldstücke für sich Land wird sich besser um dasselbe gruppiren laffen. Entlegene ragender Weise zur Verfügung stellen müssen, wir werden zu acquiriren, so ist der Anfang gemacht und der Uebergang Barzellen werden an andere Genossenschaften abgetreten, nahes Agrikultur- Bahnen haben." zur Expropriation der noch isolirt bleibenden Grundstücke liegende und den Komplex unterbrechende angekauft. Der " In der That," erklärte der Landmann, Sie haben vorbereitet." Boden wird nur zur Erzeugung derjenigen Produkte bes die Verhältnisse richtig erfaßt, und es kann nicht fehlen, daß Diese Jdeen hätten sollen lebendig sein damals, al wirthschaftet, für die er am günstigsten ist, andere benöthigte dies nach und nach den Landleuten allgemein flar wird. es sich um Ablösung der Frohnden und Zehnten, der Ser Produkte werden von den Nachbarn eingetauscht. Von dem Die Bewirthschaftung der kleinen Güter durch die unzu- vituten u. s. w. handelte," meinte Steinisch, wir hätten uns Genossenschaftssite aus führen strahlenförmig auslaufende reichende Kraft des kleinen Besitzers wird immer mehr zur einen langen Ferweg erspart. Aber es giebt feine natür Schienenwege nach den Feldern, Wiesen und Waldparzellen. Unmöglichkeit, die Bewirthschaftung im Großen wird hier lichere Anschauung als die, daß der gemeinsame Boden, auf diese Schienenwege sind unter sich durch Querwege verebenso nöthig, ebenso entlastend, ebenso ergiebig dem wir Alle leben und auf dessen Produkte wir alle an- bunden; die Spinne hat mit ihrem Gewebe schon den Plan und segenbringend, wie die Großindustrie mit Hilfe gewiesen sind, auch Gemeingut aller Menschen sein muß und vorgezeichnet. Von hier aus werden die Arbeiter und die der Maschinen. Aber soll nicht dasselbe Massenelend jedenfalls nur nach den Bedürfnissen der Allgemeinheit, Maschinen schnell und bequem nach dem Punkte gebracht, wo wie bei den industriellen Verhältnissen hereinbrechen nicht nach den Launen und der zufälligen Einsicht der zufälligen sie nothwendige Arbeit erwartet; die geernteten Produkte für die Kleinen, die noch etwas haben, und sich bei denen Besitzer bearbeitet werden darf. Diese Anschauung, sammt werden auf demselben Wege zurückgebracht. Jeder verewigen, die schon gar nichts mehr haben, dann, ja dann dem einleuchtenden Nugen, welchen die genossenschaftliche Genossenschaftssig ist mit einem Zentralfige durch Eisenmuß die genossenschaftliche Arbeit, die genossenschaftliche Bewirthschaftung verspricht, dazu die große, durch die be bahnen verbunden, welche nach diesem Zentralsize, den eine Bewirthschaftung an Stelle der zersplitterten Einzel- ftehenden Verhältnisse hervorgerufene Noth- Alles dies Stadt bildet, den Ueberschuß abgiebt und die gemeinschaftwirthschaft treten. Freilich wird es schwer halten, die an wird hinreichend sein, die große Maffe der ländlichen Be- lichen Besürfnisse von ihm entnimmt. Dieser Zentralfitz solirung gewöhnten Bauern zum genossenschaftlichen Leben völkerung für unsere Reform Ideen in die Aktion bietet zugleich alle geistigen und materiellen Genüsse, welche zu erziehen." Wie aber wird sich nach Ihren Ideen, der Einz lsih nicht bieten kann. Die Gesammtbewirtha Mein Vater sagte immer: Muß ist ein Brettnagel," Herr Doftor, die neue ländliche Jbylle im Bilde geſchaftung geschieht unter Oberleitung eines wissenschaftlichen meinte Sante, aber ich fürchte," viele der alten Bauern, stalten?" Direktors, der mit den praktisch erfahrenen Inspektoren man fennt ja ihre Bähigkeit und ihren Eigenfinn, werden so Die Ausführung wird immer unsere Jdeen über- oder Verwaltern die geeigneten Maßnahmen kollegialisch vernagelt sein, daß sie erst im äußersten Falle der Noth flügeln," entgegnete Lange, wie denn auch der Gesammt beräth uns beschließt. ( Fortsetzung folgt.) zu rufen. Theater. Dienstag, den 3. Mai. Opernhaus. Maurentönig. Große Bolts- Versammlung Boabbil, ber lehte für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis Schauspielhaus. Die Büfte. Der eingebildete Kranke. Deutsches Theater. Stella. Die Mitschuldigen. Leshng- Theater. Die Großstadtluft. Berliner Theater. Nora. Wallner- Theater. Ehrliche Arbeit. Residenz Theater. Schwerenöther. 0 Der Kleine am Mittwoch, den 4. Mai, Abends 8 Uhr, im grossen Saale der Berliner Bock- Brauerei. Tages Ordnung: 2 Unserem Freunde und Genossen Otto Güthling zu seinem heutigen Wiegenfeste die herzlichsten Glück infche. Smmer noch' ne Lute. Todes- Anzeige. 2821b Den Mitgliedern des Vereins der 451/2 Lithographen, Steindrucker und 1. Vortrag des Genoffen Richard Fischer über: Unsere politische Berufsgenossen Deutschlands zur age." 2. Diskussion. 3. Die Partei Konferenz für die Proving Nachricht, daß der Kollege Brandenburg resp. Wahl von Delegieten. Friedrich Schönsee In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersucht um zahlreiches Er- am 30. April an der Proletarier- Krank scheinen der Genossen Der Vertrauensmann. heit gestorben ist. 446/12 Die Beerdigung find. heute, Dienstag, ben 3. Mai, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Rixdorfer MichaelisKirchhofes aus statt. Friedrich- Wilhelmätädt. Theater. Achtung! Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Die Ulanen. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Bellealliance • Theater. Schulze. Kroll's Theater. Rigoletto. Pech Ostend- Theater. Ronzert von Anton Schott. Feenpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. Achtung! Große öffentliche Versammlung für d. Parteigenossen d. Kreise Wittenberg, Schweinitz, Torgau und Liebenwerda am Mittwoch, den 4. Mai, Abends 8 Uhr, En Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79( oberer Saal). Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Paul Bernstein. 2. Diskussion. 3. Ber473/1 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Gebrüder Richter's Variété. Spe- fchiedenes. zialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spe zialitäten- Borstellung. PassageDer Vertrauensmann. Verband deutscher Zimmerleute ( Lokal- Verband Berlin). General- Versammlung am Mittwoch, den 4. Mai, Abends 81/2 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakob- Strasse No. 75. Tages Ordnung: 458/2 Der Vorstand. Panopticum. fchiebenes und Fragekajten. 1. Bortrag des Hrn. J. Türk. 2. Abrechnung vom I. Quartal. 3. BerMann mit Steinkopf und Pigmy v. Stanley- Zwergvolk. 10-1 5-9 Uhr. Zinkgiesser und Stürzer Berlins und Umgegend. Deffentliche Versammlung am Mittwody, 4. Mai, Abends 8% Uhr, in den ,, Industriehallen", Mariannenstr. 31/32. Tages Ordnung: 4. 1. Wie ftellen wir uns zur Gründung eines Fachvereins. 2. Vorlage Castan's Panopticum Berschiedenes. eines Statuts event. Wahl des Vorstandes. 8. Aufnahme der Mitglieder. Der Einberufer. Riesin und Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Puppen- Fee Aama, 2818b Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Verwaltung, Filiale Berufsgenossen Berlin. Todes- Anzeige. Nach langem, schwerem Leiden starb Unterstützungs- Verein deutscher Tabak- Arbeiter ( Zahlstelle Berlin). Mitglieder- Versammlung am Mittwoch, den 4. Mai, Abends 9 Uhr, bei Hermann, Elisabethstr. 30. Tagesordnung: 1. Abrechnung pro I. Quartal 1892. 2. Urabstimmung über den in Brandens 3. Sonstige Vereinsangelegenheiten. burg in Aussicht stehenden Ausstand. Die angekündigte Versammlung am 12. Mai fällt nunmehr aus. 309/16 Der Bevollmächtigte: Louis Dechand. ArbeiterBildungsschule. Mittwoch, den 4. Mai, Abends 8 Uhr: Versammlung am 1. Mai mein lieber Mann und im Lokale d. Hrn. Norbert, Beuthstr. 22. Bater, der Schloffer Karl Lies. Die 12. Cyklus- Vortrag des SchriftBeerdigung findet Mittwoch, 4. Mai, ftellers Herrn Bölsche über: Die Nachmittags 5 Uhr, von der Wohnung Entwickelungsgeschichte der Erde", FortLübbenerstr. 8, aus statt. 2825b Die trauernden Hinterbliebenen. ebung Die Entwickelung der Wissenfchaften." Gäste zahlen 20 Pf. Entree. Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Kollegen zur Nachricht, daß mein lieber Sohn und 2822b Bruder, der Bildhauer Bruno Marten heut früh 73/4 Uhr von seinem langen Leiden durch den Tod erlöst ist. 459/7 HF Achtung! Landsmannschaft der SchleswigHolsteiner( gegr. 25. März 1892). Die Sigungen finden vom 4. Mai 4. Mai, Nachmittags 4 Uhr, von der den Armin Hallen, KommandantenDie Beerdigung findet Mittwoch, den jeden Mittwoch Abend 82 Uhr in Leichenhalle des St. Johannis- Kirchhofes straße 20 statt. Landsleute, Damen u. aus statt. Um zahlr. Betheiligung bittet Herren, werden als Mitglieder aufBerlin, den 2. Mai 1892. Die tiefbetrübte Mutter u. Schwester. Danksagung. genommen. 2819b = Der Vorstand. Gelegentlich d. Maifeier wurden Für die rege Theilnahme bei der in der ,, Neuen Welt"( Hasenhaide) Beerdigung meines geliebten Mannes, Schirm, Trauring und unseres guten Vaters, Groß- und Portemonnaie mit Inhalt Schwiegervaters Gustav Tieple sagen u. einem Postschein gefunden. allen Verwandten und Bekannten, fo Die Gegenstände können b. Herrn wie dem Prediger Herrn R. Schmidt St. Fritz, Simeonstr. 22, abgeholt für die troftreichen Worte, auch dem werden. Gesangverein und Personal der Firma Grosse öffentl. Versammlung Spinn. Sohn unfern herzlichsten sämmtlicher Uhrmacher am Mittwoch, den 4. Mal, Abends 9 Uhr, in der Berliner Ressource", Kommandantenstr. 57. Zages Ordnung: " 1. Der Niedergang der Klein- Uhrmacherei." Ref.: Rollege O. Näther. 2. Die Maßregelungen bei der Firma Jonaß u. Cie., Melchiorftr. 14. 3. Ab16 J. alt, 9 F. groß. zur Streit- Kontrollkommission. Dant. 28116 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Allen Freunden und Verwandten, die meiner lieben Frau und guten Mutter die letzte Ehre erwiesen haben, insbesondere dem Gefangverein Grüne Eiche" zu Nixdorf, Mitgl. b. Arb.-S.-B., E. Schwark " größte Riefin, rechnung vom Agitations- und Unterstützungsfonds. 4. Bericht des Delegirten fagen wir unsern herzlichsten Dant. Prinzeß Pauline, 16 Jahre alt, 40 Bentimeter groß. Entree 50 Bf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert 2787b Angesichts der wichtigen Tagesordnung ist es die Pflicht der Kollegen, zahlreich zu erscheinen. Die Agitations- Kommission. Große öffentliche 2817b u. Tochter. Empfehle mein Geschäft in friscaen 538 L Blumen und Kränzen. KRONE 1000 GARN YARDS Bestes Nähgarn! Staare, Sänftinge, Beifige 1 M., Stieglige, 1,50, Buchfinken, Girlige, Tannenfinfen 80 Pf.( reelle Männchen). 23212 F. Schnelle, Staligerstr. 182. Tischler- Versammlung Robert Meyer, Empfehle mid ben Geneffen aur Staam Dienstag, den 3. Mai, Abends 8%, Uhr, im grossen Saale des Herrn Joël, Andreasstrasse 21. Tages- Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion aus der öffentlichen Tischler- Versammlung vom 21. März( Böhmisches Brauhaus). 2. Berichterstattung der Delegirten der Streit- Kontrollkommission und wie stellen sich die Tischler Berlins zu der weiteren Beschickung? 363/12 Das Bureau. J. A.: Ahrens. mit humoristisch. Vorträgen. Drudsachen jeden not fiefern gut u. zu forden Breifen. Großer Frühstücks- u. 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Der nehmer auf sich vereinigen. Die Polizei hatte außer einigen Beginn der Feier war schon auf acht Uhr Morgens angesezt Die Feier des 1. Mai, die Kundgebung zu Gunsten des uniformirten Aufsichtsbeamten etwa 25 Beamte der Kriminal- und wurde auch thatsächlich in allen Lokalen bereits eine Achtstundentages und der übrigen Arbeiterschutz- Forderungen des polizei zur Theilnahme an dem Feste entsandt, um zu erfahren, Morgensprache gehalten, die Hauptattion begann indessen erſt unt Barifer internationalen Arbeiterkongreffes hat in Berlin und der wie sich die Arbeiter bewegen. Dieselben fanden feine 4 Uhr Nachmittags, zu welcher Zeit auch gerade der Regen nachließ nächsten Umgebung überall einen imposanten Verlauf genommen. Gelegenheit, irgendwie in Aktion zu treten. Uebrigens haben und für kurze Stunden Trockenheit eintrat. Auf diese wenigen Und dabei hatte das Fest mit dem ungünstigsten Wetter zu kämpfen, fich auch in den vorher genannten beiden Wahlkreisen, in Stunden tonzentrirte sich das Wassenaufgebot der Maifeiernden das aber der Begeisterung und Festesfreude keinen Einhalt thun ben betreffenden Etablissements, solche Beamte, wenn auch und herrschte zu dieser Zeit in manchen Lokaleu ein wahrhaft konnte. Grade das ungünstige Wetter liefert den besten Beweis weniger zahlreich, Zutritt verschafft und unter den friedlichen lebensgefährlicher Andrang. Am schlimmsten war es wohl im dafür, wie durchdrungen die Arbeiter von der Idee der Be- Arbeitern bewegt. Man ließ sich dadurch dort ebenso wenig wie Knebelschen Lokale( Gesundbrunnen), welches eine der Bedeutung freiung vom Ausbeutungsjoche sind. Wäre am 1. Mai ein heiterer in Neue Welt stören, wo der Zanz, der bereits Nachmittags des Tages entsprechende reiche Ausschmückung erhalten hatte. sonniger Tag gewesen, dann würde man dem schönen Wetter um 6 Uhr angefangen hatte, die Feier wie anderswo beschloß. Hier war zeitweise der Andrang so groß und stauten sich die bie große Betheiligung an der Feier zugeschrieben haben. In mit Befriedigung und neuem Muth zum geistigen Kampfe zogen Massen derartig, daß Viele thatsächlich erst nach halbstündigem größeren Massen noch als voriges Jahr strömten die Männer von Einbruch der Dunkelheit an die Festtheilnehmer heimwärts. Warten und„ Drängeln" Einlaß finden fonaten. Der Zugang und Frauen der Arbeit mit ihren Familien herbei und füllten dauerte fort bis in die späteren Abendstunden, während andererdie verschiedenen Lokalitäten. Die Polizei hatte diesmal nicht ganz Die Genossen des vierten Berliner Neichstags- feits ein entsprechender Abgang stattfand. Es war ein fortso viel Schwierigkeiten wie im vorigen Jahre gemacht und durch Wahlkreises hatten vier Lokale zur Verfügung. Im währendes Wechseln und können in diesem Lokale allein zehndas leider unfreundliche Wetter ließ sich, wie gesagt, fein Proletarier Friedrichshain( Lips) war der Andrang am größten. tausend Menschen ein und ausgegangen sein. Aehnliche Verabhalten, seine Zusammengehörigkeit mit seinen Klassengenossen Schon um 3 Uhr mußte das Etablissement auf längere Beit ge- hättnisse herrschten im" Jägerhause"( Schönhauser Allee), wo darzuthun, durch persönliche Theilnahme an dem von keiner sperrt werden, da Ales bis auf den legten Platz besetzt war. Nachmittags acht Mann die Kontrolle kaum zu bewältigen vermochten. öffentlichen Gewalt, sondern von der Arbeiterschaft selbst ein- Trotz des ungünstigen Wetters haben, nicht zu hoch gegriffen, Im festlich dekorirten Garten konnte sozusagen ,, lein Apfel zur Erde" gesetzten Feste. So ist es denn nur natürlich, daß sich die größten gegen 16 000 Berfonen im Laufe des Tages die Rasse pafsirt. und auch der Saal war vollbesetzt. Auch hier war ein beSäle Berlins zu flein erwiesen, die Fesitheilnehmer zu fassen, Das Gartenorchester war geschmackvoll beforirt; in der Mitte ständiges Kommen und Gehen und können hier 5-6000 personen ein Umstand, der stellenweise kleine Aenderungen des Programme war die Büste von Karl Marx mit einem Lorbeerkranz ge- ein- und ausgegangen sein. nöthig machte. schmückt aufgestellt. Während im Garten alle Dekoration unterEine seßhaftere Bevölkerung hatte der Wedding Park" hatte der Saal eine reiche AusDie Arbeiterschaft des ersten Wahlkreises versammelte fagt worden war, aufzuweisen, welcher gleichfalls ein höchst ansprechendes Festund Bannern erfahren, b auf Tivoli, wo sich der mächtige, etwa 6000 Personen schmückung mit rothen Fahnen gewand angelegt hatte. Hier waren die neun vorhandenen Kegelffende Saal, mit zahlreichen rothen Fahnen, vielen Inschriften von denen eine große Zahl mit der Bedeutung des Tages entbahnen ständig befeht, während im Saale schon Nachmittags flott and den Bildnissen von Mary und Lassalle sinnig geschmückt, sprechenden Sinnsprüchen versehen waren. Auf einem Piedestal, gewalzt wurde. Die Besucherzahl hielt sich zwischen 2-8000 Perschon in den ersten Nachmittagsstanden bis auf den legten Platz inmitten der Bühne war die Büfte unseres Workämpfers Ferdinand fonen. Die Kleineren Lokale: Kuhlmey, Schönhauser Allee und füllte; die dann drinnen feinen Blah mehr fanden, blieben in den afsalle errichtet. Die Feftrede hielt Genosse Dr. Schönlant, der Gnadt, Brunnenstraße, ebenfalls freundlich und geschmackvoll im offenen Hallen des Gartens und auch dort war bald fein Tisch mit begeisternden Worten die Bedeutung des ersten Mai darlegte. Sinne der Maifeier beforirt, waren vollbesetzt und ganz beober Stuhl mehr unbesetzt. Den Garten zu schmücken, hatte die Die des Abends im Saal versammelten Menschenmassen, etwa sonders am Abend zum Erdrücken voll, so daß ein Hineinkommen um die„ öffentliche Ordnung" besorgte Polizei verboten, sie hatte 6000 personen an der Zahl, die alle von den gleichen Ideen befeelt, fast ebenso zu den Unmöglichkeiten gehörte, wie ein Hinausdem Vertrauensmann, Genossen Täterow, den Bescheid zu Gindruck auf Jeden hervorrufen. Die Musikaufführungen und durchdrungen von dem gleichen Streben, mußten einen imposanten tommen. kommen lassen„ daß die Anbringung rother Fahnen und sonstiger die Festgefänge der Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes, sowie erkoren worden, doch hatte daffelbe, als einzige Ausnahme, keinerlei In Moabit war Peter's Gesellschaftshaus zum Festlokal aus demonstrativer" Abzeichen in den Theilen des Etablissements Die Genossen, die bei der Darstellung der lebenden Bilder mit Festschmuck angelegt. Die Betheiligung war für Moabit im VerTivoli, die von den daffelbe umgebenden Straßen aus gesehen werden können, im Interesse der öffentlichen Ordnung nicht ge- wirften, trugen ebenfalls ihr Möglichstes dazu bei, die Stimmung gleich zu den anderen Bezirken eine mäßige. Gegen 2-8000 Personen bevölkerten das geräumige Lokal und verloren sich in demselben. So hatte denn im Garten nur die zu einer gehobenen zu machen. Bühne Schmuck erhalten, sie war mit rothem Stoffe drapirt worden. Im Elysium, wo ebenfalls, wie in allen Berliner Lokalen die Dennoch war die Stimmung eine recht gute. Je weiter nach Um vier Uhr begann mit Konzert, das Mitglieder der Freien Dekoration des Gartens behördlich untersagt, war der Saal desto Norden hinaus, desto mehr schwächte sich die Besucherzahl ab. Bereinigung der Bivil- Berufsmusiker ausführten, die Feier. Um ſchöner ausgeschmückt. Zu beiden Seiten der Bühnen wallten Knappe's Bolfsgarten, Müllerstr. 148, ebenfalls festlich geschmückt, fünf Uhr hielt dann im großen Gaale Benoje Gerisch eine große Fahnen mit Inschriften herab, auf der Bühne selbst war zählte höchstens 500 Personen zu seinen Gästen, während im zündende Feſtrebe, in der er auf die zahllosen lebel hinwies, die Büste Lassalle's zu sehen. Trotz des nie aufhörenden Regens" Brocken"( Tegeler Chaussee), der gleichfalls der Feier des Tages Ausbeutung der Arbeitskraft der großen von Genossen und Genofsinnen im entsprechend dekorirt, sich taum 100 Personen zusammengefunden Masse der Menschen durch die wenigen Kapitalisten zur Folge Garten anwesend, um an bem gut ausgeführten Konzert hatten. Doch auch auf diesen entlegenen Bosten und in diesen den Mitgliedern des fleinen Kreisen wurde, wie überall, die Maifeier in würdiger bart and von barthat. Nachdem sich mit diesen Ausführungen die etwa fechs- Arbeiter- Sängerbundes fich zu erfreuen. Die Festrede wurde Weise begangen. Die Gesangvereine wie die Musikkapellen( in Jauſend Anwesenden durch Zustimmung zu den entsprechenden hier vom Genoſſen Berndt gehalten. Der Besuch war auch größeren Lokalen deren zwei) thaten ihre Schuldigkeit und fanden Beschlüſſen des internationalen Arbeiterfongreſſes von 1889 ein- bier ein reger; gegen 6000 personen hatten sich zusammengefunden, ein dankbares Publitum. Im Uebrigen verlief die Feier proverstanden erklärt hatten, ftimmten gegen 250 Gänger der mit- um für den 8 stündigen Arbeitstag zu manifeftiren. F duldet werden wird." = grammgemäß. Die Festreden im 6. Wahlkreise hatte Gen. Liebknecht Der Vittoria Part" zeigte im Allgemeinen das übernommen. Für das Knebel'sche Lotal war eine solche behörd Durch den in der achten Abendstunde ſeilaiſe an und die Tausende Feſttheilnehmer ſlimmten mit ein gleiche Bild. Das Garten- Orchester war auch hier in finnreicher fich verboten worden. Und das begeisternde Proletarierlied flang herrlich und mächtig Weise dekorirt; in der Mitte prangte die Büfte Ferd. Lassalle's. wieder beginnenden strömenden Regen entleerten sich die Gärten, burch den weiten Saal. Ein vieſtauſenoſtimmiges Soch auf die Im festlich geschmückten Saale hielt Genosse Paul Wagner bie boch blieben die Gäle noch lange gefüllt. Alles in Allem können internationale völfererlösende Gozialdemokratie schloß diesen feftrebe, die mit großem Beifall aufgenommen wurde und an welche in diesem Bezirk wohl 20-25 000 Personen den 1. Mai ge= Bestatt. Die Menge vertheilte sich nun, so gut es ging, in die über- fich die Annahme einer Refolution schloß, dahingehend, daß sich feiert haben. bachten Hallen des Etablissements, Der größere Theil mußte aber im bie Anwesenden mit den Beschlüssen des Pariser Kongresses ein- Der polnische Sozialistenverein hatte seine Saale feinen Platz behalten. Das sonsert, in welchem nunmehr verstanden und an deren Berwirklichung mitzuarbeiten erklären. zu Hoch auf die Sozialdemokratie und den 1. Mai. Zum Schluß Theil uiler mit den Gängern solvenzetten, wurde baber zum 2500-3000 Personen find in diesem Etabliſſement vereinigt ge- Friedrichsberg. Die Feſtverſammlung wä, Maifeier in ſiter erhöht im Freien, zum Theil ia bach gegeben. Gegen 2lbend wefen. Die Kapelle der Zivilberuſsmuſiter und der Arbeiter- Gänger- izenden die Genossen Morawsti und Golibrodi, um autogehöhten einige lebende Bilbi Gale gegebene e Barten bund haben auch hier das Beſte geleistet, den Festtheilnehmern führer Genossen Andrzejewski. Genosse Adameraczki sprach über hierauf wurden und sehr gut gelangen, bie Geffreude. 213 einen genußreichen Tag zu verschaffen. Hervorgehoben feien noch die Bedeutung des Festes, ihm folgten Frau Bronida und Gebierauf bas Konzertprogram at angelvitt arbeten sich die lebenden Bilder, die ganz besonders den Beifall ver Genossen noffe Golibrodi. Die Bersammlung wurde gefchloffen mit einer Die Festtheilnehmer zu einem imposanten Feſtzuge; ein lebendes verdienten. Bild„ Empfang in der Meuen Welt", das während desselben geAn die Versammlung schloß sich der unterhaltende Theil der ſtellt wurde, fand allgemeine Bewunderung. Im Saale hatte feier in Adlershof bei Wiedemann und Manofsti ab. Hier Feier an. Der Süd- Osten des vierten Wahlkreises hielt feine Mai- iminte man die polnische Arbeiterhymne„ Czerwony Sztandar" an. Etwa 500 Personen nahmen an derfelben Theil. man diese furze Zeit benutt, etwas Raum für die Tanzluftigen var der Zuspruch ebenfalls ein großer, besonders, wenn man in Deklamatorische Vorträge von Fel. Thiel und den Genossen zu schaffen, und so beschloß denn ein Tanz, der bis lange nach Betracht zieht, daß sich viele durch das schlechte Wetter haben Golibrocki, Stanistawiał, Bacitowski, und Gesangsvorträge der Mitternacht einen Theil der Erschienenen beisammen hielt, die abhalten lassen, nach würdige Feier. auswärts zu gehen. Wohl über Genossen Gosciusti, Brüder Ciasbowscy und eines deutschen Ge6000 Personen haben sich hier betheiligt. Die Be- noffen aus dem Gefangverein Ost" würzten die Feier. Die Arbeiterschaft des zweiten Wahlkreises hatte auf dem hörden fanden hier nichts gefährliches in der Dekoration Der Verein der Einseher( Tischler) beging die Maifeier Bod" ihre Maifeier. Auch dort fand sich eine äußerst zahlreiche Menge des Gartens, was die Genossen in bester Weise benuht hatten, der Klaffengenoffen, etwa 7000 Personen, ein und füllte den weiten dem Ganzen ein feierliches Gepräge zu verleihen. Schon der durch eine Versammlung in dem Vereinslokale Neue Friedrichüber die Bedeutung überdachten Raum des Gartens und die Säle bis auf den letzten Eingang war mit Guirlanden und Blumen geschmückt, im Garten straße 44, woselbst Dr. Lütgenau Er widerlegte u. A. die Theorien Play. Reichlicher Schmuck hatte den totalitäten ein würdiges wehten 80 rothe Fahnen, von welchen die eine die Länge von bes 1. Mai sprach. Aussehen verliehen, eine Menge von Schildern mit Ginnsprüchen 18 Metern hatte und die Inschrift trug:" Freiheit, Gleichheit, Ge- des Anarchismus. Die Versammlung nahm einmüthig eine dem und den Daten der verschiedenen Parteitage in Goldfarbe auf rechtigkeit". Das Konzert, welches hier schon am Morgen begonnen, Tage entsprechende Resolution an. rothem Benge zierten die Wände und Pfeiler und breite rothe fand im Saal und Garten gleichzeitig statt. 23 Gefangvereine Eine Schneiderversammlung fand Vormittags 912 Uhr Fahnen hingen von der Decke herab. Das Konzert wurde auch des Arbeiter- Sängerbundes ernteten für ihre in trefflicher Weise hier von Klaſſenbewußten Musikern und von etwa 300 Gängern vorgetragenen Bolkslieder reichen Beifall. Die Festrede, gesprochen in Orschel's Salon statt, in welcher Genoffe Timm über die Bedes Arbeiter- Sängerbundes ausgeführt. Nach dem zweiten Theile vom Genossen Paul Singer, wurde mit lebhaftem Beifall deutung der Maifeier sprach. Eine Resolution, welche den Achtdeffelben wollte Genosse Klein die Festrede halten und die An- aufgenommen. Die lebenden Bilder, welche in gelungenfter stundentag fordert, wurde einstimmig angenommen. wesenden begaben sich daher, so weit sie irgend hineinkonnten, in Weise zur Ausführung gelangten, ftellten den Triumph der Arbeit" In Schöneberg hatten etwa 1500 Personen sich zur Beden großen Saal, wo sie dann Kopf an Kopf gedrängt standen. und die Maifeier" dar. Auch von hier, wie von allen Lokalen gehung der Maifeier in W. Namm's Lokal eingefunden; auf den Dabei blieb auch kein schmaler Mittelweg frei und der Polizei- des vierten Wahlkreises läßt sich sagen, daß die Genossen, tro größten Saal Schönebergs, den der Schloßbrauerei, hatte man lieutenant nahm daraus Veranlassung, das Halten der Festrede des schlechten Wetters ihre Feststimmung sich wenig beeinträchtigen verzichten müssen, weil der Brauereidirektor das Dekoriren deszu verbieten. Nun, das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit ließen und daß nicht der geringste Miston die Feier gestört hat. selben nicht gestatten wollte, und zwar wegen des bei ihm verbestärkte auch ohne die Festrede die Anwesenden in der Ueberzeugung von der Nothwendigkeit des Zusammen In Schloß Weißensee hielt der fünfte Wahlkreis seine tehrenden Militärs nicht, das, wie er erklärte, ihm lieber sei als haltens und des gemeinsamen Eintretens für Maifeier. Trotzdem der Himmel diesmal derselben wenig günstig die Arbeiter. War dieser Herr also um das Militär sehr besorgt, die Forderungen des Proletariats. Die lebenden Bilder, die im war, hatte sich doch eine Menge von zirka 15 000 Menschen ein- so zeigte sich der Amitsvorsteher in Ausübung seiner Polizeibritten und vierten Theile des Konzerts gestellt wurden und un- gefunden, die theilnehmen wollte an der Feier des 1. Mai- befugniß um die öffentliche Rube" äußerst besorgt und gestattete getheilten Beifall fanden, trugen das Ihrige dazu bei, die Be- dem Feiertag der Arbeiter aller Länder! Im Garten und in den nicht eine Ausdehnung des Festes im Garten über 10 Uhr und geisterung zu heben. Wegen der großen Anzahl der Festtheil- Sälen des großen Lokals waren Büsten von Mary und Lassalle im Saale, wo Abends getanzt wurde, über 11 Uhr; seine Benehmer fonnte der Tanz, der auf 6 Uhr angesetzt war, erst sehr aufgestellt, sowie bekränzte Tafeln„ Der Achtstundentag,"" Prole- amten müßten sonst, so erklärte er, bis 3 Uhr Nachts ausbleiben, spát beginnen und so wurde es denn bereits früh, als die legten tarier aller Länder vereinigt Euch,"" Durch Kampf zum Sieg" worauf die Genossen ihm vergeblich entgegnet haben, ihretwegen Gesinnungsgenossen hier sich trennten. Sie gingen mit dem Be- u. a. m. Verkäufer boten rothe Blumen und ein kleines Mai- tönnten die Polizeibeamten überhaupt zu Hause bleiben. Der wußtsein heim, das Fest der Arbeit würdig mit den Klaffen- feier- Festalbum feil, vom Orchester her tönten zu immer fröh- Herr glaubte auch mit Entsendung uniformirter Beamten nicht genoffen begangen zu haben. licherem Beiſammensein aufmunternde Weisen, Gesangvereine er genug zu thun, es ließen sich auch mindestens vier Geheimpolisten freuten durch ihren begeisternden Gesang bekannter Freiheits- unter der Festgesellschaft blicken. Man ließ sich dadurch Die Proletarier des dritten Wahlkreises begingen den Tag lieder. Das Ganze bot das bunte Bild eines echten Bolts- jedoch die gute Stimmung nicht verderben, sondern amüsirte Saal und Garten hatten reichen in dem geräumigen Etablissement Neue Welt" in der Hafen vergnügens. Gegen 6 Uhr hielt der Stadtverordnete, Genosse sich auf das Beſte. haide. Trotz des ungünstigen Wetters waren die Straßen an der Vogtherr die Feftrede vom Orchester im Garten aus. Er sprach Festschmuck erhalten, den sich am Morgen auch der AmtsHasenhaide äußerst belebt und viele Wurstverkäufer und andere über die Bedeutung des Tages, gedachte bei aller Fröhlichkeit auch der vorsteher angesehen hatte. Den Saal zierten die Bildnisse von ambulante Händler machten dort ein ganz gutes Geschäft. Die Todten, die für die Sache der Sozialdemokratie gekämpft und Lassalle und Mary und das der Göttin der Freiheit. Im Garten, Menge der nach Neue Welt" ziehenden Arbeiter mit ihren gefallen, und schloß mit einem dreifachen Hoch auf die inter- über dessen Eingang ein Transparent mit dem Bildnisse von Mary und der mahnenden Inschrift Proletarier aller Länder, Familien war denn auch eine äußerst beträchtliche; auf 13 bis nationale Sozialdemokratie. einfanden. Sie füllten " 14 000 schäßt man die Bahl Derer, welche sich dort Den Glanzpunkt aller Bemühungen des Komitees für die vereinigt Euch" angebracht war, war eine große Büste von Mary bald alle überdachten Räumlich Unterhaltung der Genossen bildete ein prachtvoll ausgeführtes aufgestellt, und weiteren Schmuck verliehen verschiedene rothe teiten des weiten Etablissements, das mit zahlreichen Bannern lebendes Bild, die besiegte Reaktion darstellend; dieselbe Flaggen und Embleme mit Sinnsprüchen. Die Unterhaltung Fahnen, Bildnissen unserer ersten großen Vorfämpfer und wurde als Militarismus und Kapitalismus gezeigt, über während des Nachmittags gewährte bas Konzert, das auch hier Emblemen mit Sinnsprüchen ein der Bedeutung des Tages ent- welchen sich die Genien der Gerechtigkeit und Wahrheit erhoben, Musiker mit einem 70 Wann starten Sängerchor des Arbeitersprechendes Festkleid angelegt hatte. Bei Konzert und geselliger zugleich den Weg weifend zum Ideal der Menschheit, der Frei- Sängerbundes abwechselnd auf das Trefflichste ausführten. Die Unterhaltung verflossen die Stunden des Nachmittags recht schnell heit, der zu Füßen man das internationale Proletariat huldi- Festrede hielt Genosse Mitler, worauf die Versammelten, zum gemeinsamen Kampfe für die Befreiung der Arbeiterklasse beund die begeistertite Stimmung wurde geweckt, als Genosse gen fah. Fischer vor der dicht gedrängten Zuhörerschaft im Bal champêtre Den Schluß des ohne jede Störung verlaufenen Tages geistert, die Forderungen des Pariser Kongresses zu den ihrigen machten. Bei Anbruch der Dunkelheit zog eine Kinderpolonaise die Feftrede hielt. Biele tausend Hände, die sich nach derselben bildete ein großer Ball. durch den Garten und gewährte bei bengalischer Beleuchtung und zum Zeichen der Billigung der Beschlüsse des Pariser Kongresses erhoben, bezeugten zugleich das einmüthige Einverständniß der Im sechsten Wahlfveise war die Betheiligung der Genossen mit den vielen Flämmchen im Zuge einen reizenden Anblick. Als Anwesenden mit den Ausführungen des Redners, der u. 2. bar- troß der Ungunst des Wetters doch eine ungemein rege, und die elfte Stunde geschlagen hatte, ging Jeder, bestärkt im Klassengelegt hatte, wie unbefriedigend und verderblich die gegenwärtigen wurde dieselbe erleichtert durch die Dezentralisation der Feier bewußtsein und befriedigt von diefer Fejer der Arbeiterklasse, Bustände seien. Nach der Nede wurde das Konzert fort in acht Lotale, wodurch es Bielen ermöglicht wurde, troß des nach Hause, In Wilmersdorf hatten die Parteigenossen drei Gärten wöhnlich starken Polizei- Aufgebots rief selbst in der Schuhmannzur Abhaltung der Feier gewählt, den Victoria- Garten, den des schaft Unbehagen hervor. Der Sozialdemokratie ist es nach Allem, Restaurateurs Schulze und Mölter's Boltsgarten. Nach Schulze's ohne daß sie sich irgendwie mit den Gefeßen oder den Polizei Restaurant hatten die Buchdrucker Berlins mit den Hilfsarbeitern vorschriften in Konflikt gesezt hätte, gelungen, in imposanter tommen wollen, waren aber im letzten Augenblick dem Beispiele Weise zu demonstriren. der meisten anderen Arbeiter gefolgt und hatten sich den Partei0 Diejenigen Parteigenossen, welche auf einen oder mehrere Tage Logis zu erhalten wünschen, werden gebeten, sich an den Genossen Fr. 8ubeil, Naunynfir. 86, zu wenden. felben sind auch alle Anfragen und Buschriften zu richten. Mit dem Wunsche, daß sich alle Kreise an der Konferenz betheiligen, zeichnet mit sozialdemokratischem Gruß Das Komitee: J. Pfarr, Wilsnackerstr. 49. Sämmtliche Arbeiterblätter werden gebeten, der Aufruf in genossen in ihren Wahlkreisen angeschlossen. Nur die Hilfs Ju Staffurt hielten am 1. Mai, Vormittags, unsere Ge arbeiterinnen in Buchdruckereien erschienen in Wilmersdorf, so daß noffen eine Volksversammlung ab, welche von über 1000 Per- F. Kleinert, Lüßowstr. 113. Fr. 3 u beil. Naunynstr. 86. der Wirth, der sich auf ein großes Schlachtfest" eingerichtet sonen besucht war. Die Genossen Reichstags- Abgeordneter hatte, mit seiner Waare wenigstens nicht ganz fizen blieb. Im August Heine Halberstadt und W. W a ch= Berlin sprachen Victoria- Garten wurde den Festtheilnehmern, als der Sonntags unter stürmischem Beifall über die Bedeutung des Tages. iher Spalten aufzunehmen. übliche Tanz im Saale begann, das Singen nicht mehr gestattet. Darauf stimmte die Versammlung einhellig den bekannten BeInfolge deffen zogen sich die Parteigenossen zumeist nach schlüssen des internationalen Bariser Kongresses au. Die Petition des Magistrats an den Reichskanzler bezüg Mölter's Volksgarten zurück, der mit rothem Banner, Laffalle= In 2öderburg bei Staßfurt fand Nachmittags eine lich des Gebrauches der Schußwaffen feitens milibüfte 2c. geschmückt war. Jm zugehörigen Saale hielt um Voltsversammlung statt, welche nach einem Neferate des Genossen tärischer Wachtposten in Berlin liegt jetzt der Stadtverordneten9 Uhr Genoffe Liebknecht eine furze Ansprache über die Be- W. Wach ebenfalls die Forderungen des Pariser Kongresses Versammlung in Abschrift war. Der Magistrat hebt darin deutung des Tages und theilte dabei auch mit, daß ihm als einstimmig zu den ihrigen machte. Abends war in beiden besonders hervor, daß nach seinem Dafürhalten der Wortlaut Antwort auf ein von ihm und anderen Parteigenoffen der deut- Orten Ball. des§ 7 im Gesetze über den Waffengebrauch des Militärs eine fchen sozialdemokratischen Partei von der Redaktion der franausreichende Grundlage für die unaufschiebliche Abänderung des zöfifchen Maifestzeitung ein Begrüßungstelegramm zugegangen Mainz, 1. Mai. Die Maifeier gestaltete sich hier zu einer ießigen, Leib und Leben völlig Unbetheiligter beständig gefährdenwar. Begeistert lauschten den Worten des Redners die Anwesen imposanten Kundgebung. Der hiesige größte Saal, die Stadt- den Zustandes bieten dürfte. In diesem§ 7 heißt es u. A.: den und gaben ihren Gefühlen Ausdruck in einem Hoch auf die halle, war bis auf den letzten Winkel gefüllt; wohl 5000 Menschen Das Militär hat von seinen Waffen nur insoweit Gebrauch zu moderne Arbeiterbewegung und in der Annahme der Beschlüsse waren zusammengekommen, um zu Gunsten des Achtstundentages machen, als es zur Erreichung der in den§§ 2-6 angegebenen des Pariser Kongresses. Daß es bei Arbeiterfesten auch ohne zu demonstriren. Unser Reichstags Abgeordneter Genosse Jöft Zwecke erforderlich ist. Der Gebrauch der Schußwaffe tritt nur Polizei geht, hat sich übrigens in Wilmersdorf gezeigt, wo unter hielt die Festrede, die ihre Hauptpointe gegen die internationale dann ein, wenn ein besonderer Befehl dazu ertheilt worden ist, den zwei bis dreitausend Festtheilnehmern sich verständigerweise Dynamiterei richtete. Polizei war gar keine aufgeboten. Das oder wenn die anderen Waffen unzureichend erscheinen. Die den ganzen Nachmittag über kein Schußmann blicken ließ, Fest verlief in würdigster Weise. Das Militär durfte die Petition ist in einem so gewundenen Stil gehalten, daß man worunter das Fest jedenfalls nicht litt. In froher Stimmung Safernen nicht verlassen. Die großartige Feier wird in aller vom bloßen Lesen Bauchgrimmen bekommen muß. und gehoben von dem Gefühle, daß ein Band alle Betheiligten Erinnerung bleiben. umschlinge und ein Ziel allen vorschwebe, ging man am späten Abend auseinander. In Charlottenburg hatten sich in der Gambrinusbrauerei 1500 Personen zur Feier des Arbeiter- Maifestes eingefunden, wo Garten und Saal reichen rothen Flaggenschmuck angelegt hatten und die Bildnisse von Marg und Laffalle die Wände des Saales Bild, " M Burückfehung der deutschen Frau. Die Münchener Polizei verbot den Frauen die Theilnahme an einer Maifest Versammlung, zu welcher Frau Ihrer als Referentin ernannt war. in der Kaserne am Ererzierplatz gesucht worden. Man soll in Nach sozialistischen Schriften ist am Freitag in Halle den Schränken der Soldaten zahlreiche Druckschriften, welche befonders die Maifeier betrafen, gefunden haben. Daß die Berliner Handlungsgehilfen sich vom Deutschfreisinn abwenden, ist eine Thatsache, die immer offenkundiger wird. Gleichzeitig mit der letzten sozialdemokratischen Handlungsgehilfen- Versammlung, über die im Bersammlungstheile der Sonntagsnummer berichtet ist, fand auch eine freifinnige Handlungsgehilfen Versammlung( bei Deigmüller) statt, in der zierten. In das Konzert theilten sich auch hier Mitglieder der Plakat an den Säulen einlud. Kein freisinniges Blatt hat über Reichstags- Abgeordneter Vollrath referirte und zu der ein großes freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker und 85 Sanges diese Versammlung einen Bericht gebracht, der Grund: es waren brüder vom Gesangverein Morgenroth", einem Mitgliede des nur etwa sechszig Personen anwesend. Die sozialdemokratische Arbeiter- Sängerbundes. Die Festrede hielt Genosse Liebknecht " Freie Vereinigung der Kaufleute" umfaßt allerdings erst einen und rief damit frohe Begeisterung bei der zahlreichen Versamm Lung hervor, die zum Schluß ein kräftiges Hoch auf die Sozial- Stärte von 28 Mann einen Ausflug und hatten das vorher der Handlungsgehilfen von ihren Chefs, sodann durch die aus Die Parteigenoffen Aachens unternahmen fürzlich in verhältnismäßig fleinen Theil der gesammten Gehilfenschaft Berlins. Das erklärt sich einmal durch die Abhängigke t demokratie ertönen ließ und den Beschlüssen des Pa- öffentlich bekannt gegeben. Als sie am Treffpunkte fich zusammen riser Kongresses zustimmte. Nachdem das Konzert noch fanden, war schon ein Kommissar mit 6-8 Schngleuten da. gedehnte Arbeitszeit, in der Zeit, wo die Versammlungen stati eine Weile fortgesetzt worden war, rief ein lebendes Dieselben blieben von 8-12 Uhr bei ihnen. Auf dem eine finden, find Tausende noch hinter dem Ladentisch thätig. Aber " Schuß der Arbeit", allgemeine Bewunderung her. Stunde langen Wege begegneten unfere Genossen noch 4 Mit- die freisinnige Partei ist nicht mehr im Vergleich mit der sozialvor, dann zogen bei rother bengalischer Beleuchtung gliedern der heiligen Hermandad, und als sie in Wals antamen, demokratischen die, welche im Handlungsgehilfenstande den stärdie Kinder in Polonaise durch den Garten, worauf im Saale wurden sie von 5 Gendarmen in Empfang genommen und von teren Anhang hat, das zeigt ein Vergleich in dem Besuch der der Tanz begann, dessen Pausen durch Vorträge einzelner Ge- denselben bis zur belgischen Grenze begleitet. Erst dort, beiden Versammlungen am Donnerstag. Wir haben die Be noffen ausgefüllt wurden. Erst in später Stunde trennten sich im fremden" Lande, konnten sie sich ohne polizeiliche Ueber deutung der Freien Bereinigung" niemals an ihrer Mitgliederdie Festtheilnehmer, in dem Gefühle, einen sehr angenehmen Tag wachung amüsiren. zahl gemessen, sondern darin gesehen, daß sie, wenigstens politisch unter ihren Klaffengenossen verlebt zu haben. Auch in Char Was hat sich denn eigentlich die Polizei um Spaziergänge( gewerkschaftlich liegen die Dinge ja ungünstig), das Cadre für lottenburg waren neben den uniformirten Polizeibeamten einzelne von Sozialdemokraten zu kümmern? Hat sie sonst weiter nichts das starte Armeekorps der kaufmännischen Arbeiter bildet, geheime beauftragt, sich unter den friedlich Manifeftirenden auf zu thun, dann mag man die überflüffigen Boligistenstellen aufheben. Daß fie Laufenden von( Nichtmitgliedern die Direktive zu zuhalten; etwa vier folcher Beamten gingen im Garten ein Das wäre Sparsamkeit am richtigen Drte. Im Uebrigen, wie geben vermag. ES wäre auch seltsam genug, wenn steht es mit der Sonntagsruhe der Polizeibeamten in jenem Bartei hielten. Diese Partei ist den Forderungen der gefeßlichen die Handlungsgehilfen fich gerade zu der deutschfreifinnigen tatholischen Distrikt? Arbeitszeitverkürzung und Sonntagsruhe am meisten feindlich geIn Schlotheim( Schwarzburg- Rudolstadt), einem kleinen sinnt und behandelt die Handlungsgehilfen am wegwerfendsten. Städtchen, wurde kürzlich eine von etwa 200 Personen, darunter Was trotzdem noch einen kleinen Theil von ihnen zum Freisinn auch Damen, besuchte Voltsversammlung abgehalten, in welcher hinzieht oder bei ihm festhält, ist wohl die moderne Welts Genoffe A eu stergerling aus Mühlhausen unter großem anschauung, die der Liberalismus mit dem Sozialismus theilt. Beifall über die Entwicklung des Rapitalismus und die Bedeutung Aber die bloße Gemeinsamkeit der theoretischen Weltüber einen Punkt, der nicht auf der Tagesordnung stand, nicht der legteren von ersterem so vollständig vernachlässigt werden. der Maifeier sprach. Da der Bürgermeister die Verhandlung anschauung kann nicht dauernd Liberalismus und Kaufleute ver binden, wenn die berechtigsten praktischen Interessen zugeben wollte, wird bei der Anmeldung von Versammlungen die Tagesordnung fünftig nicht mehr angegeben werden. In Schlot- Diese Einsicht führt die Handlungsgehilfen immer mehr vom heim ist die Bewegung in Fluß gekommen, seitdem daselbst eine Freifinn zur Sozialdemokratie, und die Zeit ist wohl nicht mehr Gewerkschaft, und zwar eine Mitgliedschaft des Seilerverbandes, fern, wo ein freisinniger Handlungsgehilfe ebenso sehr eine errichtet wurde. Vorher war von sozialdemokratischen Bestrebungen Rarität oder Kuriosität ist, wie ein freisinniger Arbeiter. nichts zu bemerken, jetzt ist schreibt man uns die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung für unsere Sache gewonnen. und aus. Parteinachrichten. Der Reichs- Anzeiger" sagt in Nr. 104 vom 2. Mai: " Die sozialdemokratische Maifeier des gestrigen Tages ist, soweit die Nachrichten bis jetzt vorliegen wohl nament lich infolge des schlechten Wetters, welches überall herrschte im Inlande und Auslande mit ganz unwesentlichen und unbedeutenden Ausnahmen ruhig und friedlich verlaufen." Wie kommt denn das Blatt dazu, durchleuchten zu lassen, daß bei schönem Wetter die Maifeier einen unruhigen und unfriedlichen Verlauf genommen haben würde? Von derartigen in jeder Beziehung unberechtigten Beleidigungen der arbeitenden Bevölkerung follte fich doch wenigstens ein Umisblatt des Deutschen Reiches fern halten. Potsdam. Die Versammlung, welche am Sonntag Bormittag stattfand, war start besucht und verlief glänzend. Der Referent Th. Glocke Berlin fand allseitige Zustimmung. Nachmittags war von 4 Uhr ab Feier in Voigt's Blumen garten( Restaurant Edelmann) bei überaus starker Be theiligung. Während 1890 von der Maifeier hier wenig zu merten war und 1891 nur einige 100 Personen sich dazu eingefunden hatten, belief sich die Zahl der Theilnehmer in diesem Jahre auf etwa 2000. Die Haltung derselben war trotz des zeits weilig ungeheuren Andranges eine ausgezeichnete. Die gute Stimmung wurde dadurch nicht beeinflußt, daß infolge des am Mittag für das Lotal erfolgten Militärverbots ein Theil der engagirten Musiker in legter Stunde abfagte. " Der Evangelisch- Kirchliche Anzeiger" schreibt:„ Im " Sonntagsboten" theilt Prediger Stage II folgenden Fall mit, der in allen Einzelheiten verbürgt wird: Es sollte das Be Das königliche Ronfiftorium und der Vorstand der Pro- gräbniß eines Schleifers stattfinden. Der Mann war an der vinzialsynode der Provinz Bosen lassen ein Flugblatt ver- Schwindsucht gestorben. Seine letzten Worte waren:" Christus theilen, in welchem in der üblichen pastoralen Weise gegen die ist mein Trost." Die Frau, die mit vier Kindern in großer Sozialdemokratie polemisirt wird. Die Kritik der Sünden der höheren Stände, mit welchen man bekanntlich ganze Bibliotheken obgleich die Kollegen des verstorbenen Mannes ihr Geld boten, Armuth zurückbleibt, wünschte die Begleitung eines Geistlichen, füllen kann, ist in ein paar Zeilen abgemacht, um den vorgeb- wenn sie keinen Geistlichen nähme. Die Feier fand statt in der lichen Sünden der sozialdemokratischen Arbeiter um so mehr Kapelle des Moabiter Krankenhauses. Dort hatten sich außer Raum widmen zu können. Das charakterisirt das Ganze. den nächsten Angehörigen etwa zwanzig Arbeiter eingefunden mit einem riesigen Kranz, den eine gewaltige rothe Schleife Bur Sonntagsruhe im Handelsgetverbe. Die Ma inzer Stadtverordneten haben in ihrer legten Versammlung den helden- ierte. Das Benehmen diefer Herren war nun das von SchulWährend der Rede des Geistlichen versuchten sie jungen. müthigen Entschluß gefaßt, von dem Erlaß eines Drts- Unterhaltungen mit einander anzuknüpfen, die aber sofort statuts vorerst abzusehen, so daß es also bei der gefet verstummten, sobald der Prediger innehielt und die Schwätzer anlich zulässigen Arbeitszeit von 5 Stunden bleibt, trotzdem die fah genau wie in den unteren Schulflaffen. Diese Mannes Regierung durch das Mainzer Kreisamt in einem Schreiben die that wiederholte sich dreis oder viermal während der Feier. Stadtverordneten zu dem Erlaß eines solchen aufgefordert hatte. Dann bewegte sich der Zug nach dem Kirchhof und sowie dort Außerdem haben die Bourgeoisvertreter eine ganze Reihe von der Sarg in die Gruft gesenkt war, bildeten die„ Genoffen" bliz Ueber die Magdeburger" Maifeier wird uns geschrieben: Annahmen gestattet, welche für manche Gewerbe die Sonntags- schnell einen Kreis um das Grab und einer legte im Namen der ruhe fast aufheben. Die liberal- ultramontane Intereffen internationalen Sozialdemokratie" den Kranz nieder. Darauf ver-u- Der Polizeipräsident Reßler hatte durch rothe Blafate an gesellschaft, die das ganze Jahr von Arbeiterschutz überfließt, fchwanden die Helden schleunigst vom Kirchhof und zogen in den Anschlagfäulen ausdrücklich bekannt gegeben, daß ein öffent fonnte sich natürlich zu einem durchgreifenden Entschluß nicht eine benachbarte Restauration, um ihren Muth noch weiter zu er licher Aufzug, sowie Ansammlungen auf öffentlichen Plägen und aufraffen. Die Arbeiter von Mainz müssen deshalb in diesem höhen. Glücklicherweise ergab sich durch ihren schnellen Rückzug Straßen teinesfalls geduldet und jeder Versuch hierzu eventuell Herbste, wo die Neuwahl von einem Drittel des Kollegiums statt die Möglichkeit, der trostlosen Wittwe und den empörten Leid= mit Waffengewait unterdrückt werden würde. Bis zum Vorabend findet, so stimmen, daß die 14 freiwerdenden Sessel auf dem der Maifeier war die Polizei über die Pläne der Manifestanten noch Stadthause mit Sozialdemokraten besetzt werden. Bei energischer tragenden noch einige Worte der Beruhigung zu fagen. Der so vollständig im Untlaren- fie wußte nur, daß ein Massenausflug Agitation ist das schreibt man uns- leicht zu bewerkstelligen, eines Verstorbenen verpflichtet, fich jede Begleitung ihrer Leiche geplant fei, daß umfängliche Vorkehrungen getroffen waren, felbst wenn sich die Gegner verbinden. Das Reichstags- und gefallen zu lassen? Giebt es feinen Schutz gegen den rohen Mißeines Verstorbenen verpflichtet, sich jede Begleitung ihrer Leide das Ziel des vorjährigen demonstrativen Spazierganges", den die beiden Landtagsmandate sind bereits in unseren Händen, gefallen zu lassen? Giebt es keinen Schutz gegen den rohen MißHerrenkrugpark, durch Polizei eventuell Militärmacht hermetisch jetzt gilt es dafür zu sorgen, daß die stärkste Partei am hiesigen brauch einer Leichenfeier zu wüsten Demonstrationen?" abzuschließen. Die Polizei hatte die Rechnung ohne die Sozial- plage auch in der Stadtverwaltung ein entscheidendes Wort demokratie gemacht. Am 30. April Abends fanden in Magde- mitsprechen kann. burg und in 3 Borstädten von etwa 6000-7000 Theilnehmern besuchte Versammlungen statt, in welchen auf die Bedeutung des # Lokales. Brandenburg. Daß derartige pfäffische Elaborate die Runde durch die Pastorenblätter machen und mit Vorliebe den frommen Schafen von den Seelenhirten als geistige Roft aufgetischt werden, ist be= greiflich. Gilt es doch das Grufeligmachen vor den Sozaldemo fraten! Das Tendenziöse dieser Mittheilung liegt auf der Hand. Was die letzte Frage anbetrifft, fo liegt eine andere Frage viel näher: Giebt es kein Mittel, den Mißbrauch zu verhüten, der von pfäffischer Seite gegenüber Sterbenden und den Angehörigen des Gestorbenen getrieben wird? Die Bekehrungen am Todtenbett gehören zu den häßlichsten pfäffischen Erscheinungen, ebenjo wie die Bemühungen, wenigstens die Leiche für die Kirche zu gewinnen. Der angekündigte Grundstückskrach scheint seine Schatten bereits voraus zu werfen. Die Zahl der zwangsweisen Grunds stücksverkäufe steigt mit jedem Monat in erschreckender Weise. Es gelangen bei dem Amtsgericht Berlin I 43 Grundstücke im Monat Mai zur Versteigerung und von diesen sind 19 noch nicht zur Gebäudesteuer veranlagt, so daß bei vielen die Bauhandwerker in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei dem Amtsgericht Berlin II gelangen 9 Grundstücke zur Versteigerung. Beim Amtsgericht zu Charlottenburg 6 Grundstücke, beim Amtsgericht zu Rixdorf 2 Grundstücke. Für den Monat Juni find beim Amtsgericht I bereits 18 Versteigerungs- Termine, beim Amtsgericht II 7 und beim Amtsgericht Charlottenburg 2 an berauit. Eine neue fozialistische Zeitung, welche die Anarchisten 1. Mai für das internationale Broletariat hingewiesen wurde. als Mithelfer der Bourgeoisie scharf fritisirt, ist wie bürgerNach Annahme der üblichen Resolution tam in allen Versammliche Blätter berichten in Genf am 1. Mai erschienen. Das lungen das Handschreiben des mit den Vorbereitungen zur Maifeier Blatt führt den Titel: La Federation". beauftragten Gen. Bremer zur Berlefung, in welchem derselbe den Manifestanten den Rath ertheilte, sich am 1. Mai, Morgens 6 Uhr, an der Stadtgrenze von Wlagdeburg einzufinden, um von dort nach dem 1/2 Stunde entfernten Ottersleben zu marschiren. An der Stadtgrenze würden die Manifestanten von den Otterslebener Genossen, denen ein Aufzug gestattet worden war, mit Mufit abgeholt werden. Einzeln und in einen Gruppen begaben sich am frühen Morgen die Genossen der einzelnen Stadttheile, estortirt von zahlreicher Schuhmannschaft zu Fuß und zu Pferde, Aufruf an die Parteigenossen Berlins und der Provinz bis an die Stadtgrenze, an der die Schuhmannschaft ohnmächtig zuschauen mußte, wie sich ein weit mehr als 6000 Theilnehmer Auf Anregung verschiedener Genossen Berlins und der Prozählender Bug formirte und unter den Klängen der Marseillaise vinz findet am 15. Mai 1892, Morgens 8 Uhr, im Lokal Armin in Bewegung fette. Der Polizeipräsident schaute in offener hallen, Kommandantenstr. 20, zu Berlin, eine Equipage den Manifestanten zu, wofür er mit einem Hoch bedacht wurde. In Ottersleben vertheilten sich die Manifestanten mit in verschiedene Gartenlokale. Die musterhafte Ordnung daselbst wurde nirgends auch nur im geringsten gestört, was sicherlich nicht in letter Linie dem Umstand zu danken war, daß die Bolizeibehörde von Ottersleben die direkte Ueberwachung für überflüssig erachtete. Um 11 Uhr marschirten die ManiBei dem Grund- und Bodenwucher, wie er sich in Berlin festanten in zwei von einander getrennten Zügen wieder nach Parteigenossen! Unterzeichnetes Romitee richtet nun an alle eingenistet hat, sind solche Zustände nicht eben verwunderlich. der Stadt. Unmittelbar vor der Stadtgrenze, wo wieder zahl Genoffen der gesammten Wahlkreise Berlins und der Provinz Die Bauhandwerker, welche bei diesen Subhastationen mit„ hinein reiche Schuhmannschaft postirt war, lösten sich die Züge spontan Brandenburg das Ersuchen, sich an dieser so nothwendigen fallen", sind jedenfalls die Einzigen, deren Verluste zu bedauern auf und in einzelnen Gruppen zog man wieder in die Stadt hin- Konferenz durch Entfendung von bis zu drei Delegirten für find. Die Leute sind in einer schlimmen Lage: fie brauchen ein. Die Polizei tonte nicht einmal in Funktion treten, um jeden Kreis zu betheiligen. Gleichzeitig erlauben wir uns zu Arbeit und unter diesem Zwange greifen sie zu, selbst wenn einen geschlossenen Aufzug aufzulösen, noch viel weniger aber von bemerken, daß nur Genossen zu Delegirten gewählt werden sie eine Garantie für die Bezahlung nicht besitzen. Ist der von manchem unferer Gegner so lebhaft gewünschten Waffen- tönnen, die voll und ganz auf dem Boden des Programms vom es dann einmal bis zur Subhastation, bann giebt's für sie keinen gewalt Gebrauch machen. Die völlige Nußlosigkeit der Erfurter Parteitag stehen. Die Ronferenz wird einen Tag in Pfennig mehr und sie müssen ruhig zusehen, wie ein Geldmann" Polizeiverfügung, sowie die völlige Ueberflüffigkeit des ganz unge- Anspruch nehmen. ihre Arbeiten fammt den ganzen Bau" tauft, ohne sich darum Partei Ronferenz der vorläufigen Tagesordnung: 1. Berichterstattung über die Preffe, 2. Agitation, 8. Verschiedenes, statt. Die endgiltige Feststellung der Tagesordnung bleibt der Konferenz überlassen. " fümmern zu brauchen, was von dem ganzen Gebäude überhaupt| daß die rechte Hand des Verbrechers gefesselt werden mußte, auf nehmen mußte. Es stellte sich heraus, daß der Drogist nicht bezahlt worden ist. dem Wege zur Wache aber zog der Festgenommene mit der Brustpulver, sondern Insektenpulver verabfolgt hatte. Derselbe Unter den Bau- Unternehmern giebt es Glemente, die von inken Hand ein Messer und schlug hiermit auf seinen Trans- hatte sich dadurch eines doppelten Vergehens schuldig gemacht, born herein mit der Absicht umgehen, die Leute zu betrügen. Es porteur ein; es gelang dem Schuhmann jedoch, den Hieb zu indem er einestheils fahrlässig handelte und anderntheils ein zuhält schwer, diese Bau- Hyänen zu fassen, denn sie wissen sehr pariren und den 2. mit Hilfe hinzukommender Baffanten an fammengesettes Medifament, welches nur von Apothekern vergut, wie sie es anstellen müssen, um sich aus der Schlinge zu Gewaltthaten zu hindern. Auch die übrigen drei Personen abfolgt werden darf, feilgehalten hatte. Im Verhandlungstermint ziehen. Dieser Tage zeigte eine Gerichtsverhandlung, wie es diese wurden nach der Wache fiftirt, jedoch nach Feststellung ihrer behauptete der Angeklagte, daß das Versehen auf Seiten der Sorte von Bau- Unternehmern macht". Gin Zimmermann hatte Personalien entlassen, während Zimmer, dessen angegebenes Käuferin liege, die sich versprochen haben müsse, als sie„ Insektenfich mit einem Kollegen, assoziirt" und die beiden waren als selbst- Nationale sich als falsch erwies, in Haft behalten wurde. Bei pulver" verlangte. Durch die Beweisaufnahme wurde diese Beftändige Unternehmer ins Beug gegangen. Gelder besaß kein Mit ihm wurden noch 400 Mart in Baar vorgefunden, über dessen hauptung des Angeklagten widerlegt. Sanitätsrath Dr. Mittenglied diejes famosen Kompagniegeschäftes. Dagegen gab's Kredit. ehrlichen Erwerb 2. sich nicht ausweisen kann. Der Verbrecher zweig begutachtete, daß der Genuß von Insektenpulver Gin Ziegeleibefizer lieferte auf Bump 40 000 Stück Mauer- hatte oben erwähnte Möbel erst am Vormittag für 460 Mart schwere Störungen in dem Organismus einer ohnehin fleine und nun war die Freude groß. Der Polier mußte einige von Herrn Ostrowsti gekauft und eine Anzahlung von 60 Mart franken Frau hervorrufen könne, wie im vorliegenden Tausend Steine verkaufen, mit dem Erlös wurden die Arbeiter darauf geleistet. bezahlt. Der Fuhrherr erhielt 15 000 Steine und der Budiker, welcher einige Hundert Mark für Frühstück zu erhalten hatte, 8000 Stück. Die Gläubiger wurden also thatsächlich mit Mauersteinen bezahlt! getreten. Die Leitung des Wallner- Theaters ist von den Brüdern Wallner dem Herrn Stanislaus Lesser, der sich in der Theaterwelt eines guten Rufes erfreut, übertragen. Nachmittags wurde 1 maschine befindliche gefüllte Wasserblase anscheinend infolge einer Am " Theater. Falle die Folgen des Einnehmens des falschen Medikaments schwunden seien. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Anauch erst nach vierzehntägiger ärztlicher Behandlung vergeklagten eine Gefängnißstrafe von drei Wochen, der Gerichtshof erkannte auf 80 M. Geldstrafe. dem Kaufmann zurück, der somit 5 pet. Rabatt gewährt. Als eine Der Gerichtshof gewann doch die Ueberzeugung, daß die Angeklagten schuldig seien. Bei der Strafabmessung wurde weit über das beantragte Strafmaß hinausgegangen, da die Handlungsweise der Angeklagten einem gemeinnüßigen Institut gegen über als eine höchst gemeingefährliche bezeichnet werden müsse. Der Ehemann Walter wurde zu se ch 3, die Ehefrau Walter zu brei Monaten Gefängniß verurtheilt. Das ist ein Beispiel von vielen. Auch das wäre noch nicht an die Deffentlichkeit gelangt, wenn der Bauschwindler nicht anArbeiter Bildungsschule. Den Mitgliedern zur Nachricht, Eine eigenartige Auflage wegen Anfertigung gezeigt worden wären. Hier und da mag ein Einzelfall bestraft daß in diesem Monat in dem Geschichtsunterricht an der Südost falscher Stempelmarten gelangte gestern vor der werden, das aber zieht dem Schwindel keine Schranke, der nur Schule, Reichenbergerstr. 133, über die" Griechische Geschichte", britten Straffkammer des Landgerichts I zur Verhandlung. eine nothwendige Folge des herrschenden Wirthschaftssystems ist, an der Süd- Schule, Sagelsbergerstr. 43, über die Französische Im Konsumverein Revolution" unterrichtet wird. Südwest das auf Ausbeutung und Beraubung des Nächsten beruht. wird folgendes Verfahren beobachtet: Die Mitglieder entnehmen vom Vorstand Am Dienstag, den 3. Mai, beginnt in der Südost- Schule gegen baares Geld Pappmarken Die einen Werth Das Schloßlotterie- Projekt soll von Herrn Kunze vor ein neuer Rurfus für„ Mathematik und mathematische Geo- von 2 M., 1 M. oder 50 Pf. besitzen. Diese Marken werden bei läufig fallen gelassen sein. Wir sagen graphie", der ein Jahr dauern wird. vorläufig. Er will von den Kaufleuten, mit denen eine Vereinbarung getroffen ist, von andrer Seite erst vorarbeiten laffen. Das Rothe Haus scheint In alle Lehrfächer tönnen noch Schüler und Schülerinnen, den Mitgliedern in Bahlung gegeben und der jedesmalige Betrag diese Helfershelferrolle übernehmen zu sollen. Eine Magiftrats- auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. wird in ein sogenanntes Kontrollbuch" eingetragen, welches in fizung hat sich schon damit beschäftigt und weiß eine augenschein- Polizeibericht. Am 30. v. M. Morgens wurde im Baffin den Händen des Käufers bleibt. Ist ein Gesammtbetrag von Desiöse Magistratsmittheilung aus derselben zu berichten: am Hafenplatz die Zeiche eines Mannes angeschwemmt, in welchem 20 M. erreicht, so erhält der Käufer eine Mark in Baar von Die Niederlegung der Häuser am Schloßplaz zwischen Breite der Kalligraph Schildein erkannt wurde. ſtraße und Kurfürstenbrücke hat heute dem Magistratskollegium in der Linienstraße eine Blätterin von einer Droschte und in der Scheidemünze dienen Blechmarken à 10 Pf. Werth, die der vorgelegen und ist die städtische Baudeputation mit der Aus- Wrangelstraße ein Knabe von einem Geschäftswagen überfahren. Vorstand des Vereins den Kaufleuten in gewünschter Anzahl arbeitung eines Projekts wegen der nöthigen Feststellung der Erstere erlitt außer Hautabschürfungen eine anscheinend be- aushändigen läßt. Im verflossenen Herbst stellte stellte sich neuen Baufluchtlinie 2c. beauftragt worden. Nach der Frei- deutende Berlegung des Kugelgelents, während der Knabe inner- heraus, daß etwa für 1000 M. falsche falsche Blechmarken finnigen Zeitung" soll der Stadttämmerer Maaß eine besondere lich anscheinend schwer verletzt wurde. Der Verdacht, diefelben angefertigt Thätigkeit hierbei entwickeln und wird der Stadtverordneten- verehelichte Maurer Stute in ihrer Wohnung, Reichenberger- Walter'schen Eheleute. Es wurde festgestellt, daß die Ehefrau Abends brachte die im Umlauf waren. und verausgabt zu haben, lenkte sich auf die Graveur Gustav Vorsteher Stryck für eine betreffende Vorlage des Magistrats straße 163, ihrem Ehemann infolge eines Streites einen Meffer: Walter bei ihren Einkäufen Blechmarten in auffallend großer Anfchon treffliche Apportdienste leisten. Das Spiel hinter den Kou- stich in die Brust bei und verlegte ihn dadurch so schwer, daß er liffen ist der deutschfreisinnigen Partei ganz würdig. In der gestrigen Verhandlung wurde nach dem Krankenhause Bethanien gebracht werden mußte. zahl ausgegeben hatte. In Das Schloßlotterie- Projekt oder doch die Machenschaften zu der Nacht zum 1. b. M. sprang ein an hochgradigem Verfolgungs- diese Behauptung der Anklage durch die Beweisaufnahme bedemselben scheinen übrigens jetzt auch an höherer Stelle Anstoß wahnsinn leidender Handlungsbiener aus dem Fenster ſeiner stätigt, so daß der Staatsanwalt die Angeklagten für überführt erregen. Der Bureaudirektor des Abgeordnetenhauses Klein- in der Neuen Friedrichstr. 36, 4 Treppen hoch belegenen Wohnung erachtete und gegen den Ehemann eine 14tägige, gegen schmidt und der Regierungspräsident v. Tepper- Casti sind bereits auf den Hof hinab. Er wurde schwerverletzt, aber noch lebend die Ehefrau achttägige Gefängnißftrafe beantragte. aus dem Komitee für die Niederlegung der Schloßfreiheit aus- nach der Charitee gebracht. Am 1. d. M. Bormittags explodirte Behauptung ihrer völligen Unschuld aufrecht. Wit aller Entschiedenheit hielten Die Angeklagten die Die Che in einer Küche des Hauses Winterfeldtstr. 36 die in der Koch- frau Walter gab an, daß fie bei fleinen EinBon einer geradezu an Leichtfiun und Verschwendungs- Verstopfung des Abflußrohres. Die Köchin erlitt dabei so schwere täufen von den Kaufleuten bisweilen 18 Stück Blechmarken fucht grenzenden Freigiebigkeit scheint der ehemalige Staatsminister Brandmunden, daß thre Ueberführung nach dem Elisabeth- Kranken- auf eine zwei Mark werthige Pappmarte herausbekommen habe, Delbrück durchdrungen zu sein. Der Hausdiener einer hiesigen hause erforderlich wurde. Mbends sprang ein Gartner von ba mußte ste naturgemäß auch größere Mengen ausgeben, um sie Runstanſtalt in der Friedrichstadt hatte von seinem Chef den Der Fennbrücke in den Spandauer Schiffahrtstanal, wurde jedoch( os zu werden. Der Ehemann Walter führte an, daß der Ver Auftrag, eine Anzahl gewichtiger Gegenstände behufs Reparatur noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gedacht sich nur auf ihn gelentt habe, weil er Graveur fei. Aber aus der in der Roonstraße belegenen Wohnung des Herrn Staats bracht. In der Nacht zum 2. d. M. stürzte sich ein unbekannter, wenn er hätte fälschen wollen, so würde er doch anstatt der miniſter a. D. abzuholen und diese nach Fertigstellung wieder an etwa 85 jähriger Mann aus einem Fenster der Bockbrauerei, wo minderwerthigen 10 Pfennigs- Blechmarken die viel leichter herihren Platz zu schaffen. Im Schweiße seines Angesichts, den er an einer Festlichkeit theilgenommen hatte, auf den Bürgersteig zustellenden Bappmarten zu einer und zwei Mart hergestellt schweren Handkarren vor sich herschiebend, vollführte er diesen hinab und erlitt so schwere Berlegungen an den Beinen, daß er haben, wozu er nur einen falschen Stempel anzufertigen brauchte. Auftrag. Und in welch hochherziger Weise sollte er für seine nach dem Krankenhause Am Urban gebracht werden mußte. Mühe entschädigt werden. Der Herr Staatsminister Delbrück Um 30. v. M. und am 1. b. M. fanden fünf Kleine Brände statt. drückte dem Hausdiener mit sehr wohlwollender Miene einen weit über seine Einkünfte gehenden Geldbetrag in die Hand, vielleicht in dem Mann einen Sozialdemokraten oder ähnlichen Menschen witternd, dem er zeigen wollte, in welcher Weise selbst ein bedürftiger Staatsminister außer Diensten belohnt. Erst unten angekommen, wagte der Hausdiener die Faust mit dem Geldstück aufzumachen, und was funtelte ihm entgegen? Ein neues, blankes Betrug. Daß gegenüber den Leuten, welche durch Das Walluer Theater hat das„ Bollsstück"" Ehrliche Beitungsannonce Gelddarlehne anbieten, eine be 10. Pfennigstück noch dazu mit dem neuen heraldischen Wappen Arbeit" in neuer Bearbeitung am Sonnabend wieder in sein fondere Borsicht geboten ist, bewies wiederum eine Verhandlung, geschmückt, welches der Mann als Andenken an einen großen Repertoir aufgenommen. Wir haben es weniger mit einem welche gestern die ganze Sigung der 129. Abtheilung des Staatsminister sich mit der 10- Pfennigfeite nach oben an seine Boltsstück als mit einer Bosse alten Berliner Schlages zu thun. Schöffengerichts in Anspruch nahm. Aus der Untersuchungs Uhrkette hängen wird. Den Gegensatz zur ehrlichen Arbeit" bildet der reichgewordene haft wurde ber 24 jährige„ Kaufmann" Dicko De dem dem 86 Betrugsfälle zu Laft gelegt in der zum Besten des unter Protektion der Kaiserin Friedrich Schwiegermutter und drei Schwestern ins Haus bekommt, von Rellner sei, bann habe er als Maschinenbauer gearbeitet Derselbe gab an, daß er von Hause aus stehenden Pestalozzi- Fröbelhauses im Lessing- Theater veranstalteten diesen hochnäßig behandelt und von verkommenen Adeligen als und dann habe er in Berlin ein Kommissions- und Matinee. Sie erflangen mit der vollen Kraft eines gewaltigen Heldentenors aus dem Munde des königlich preußischen Kammer- Ausbeutungsgegenstand benutzt wird, und der seine Tochter aus Privat- Detektiv- Institut gründen wollen und dies bereits bei der fängers Schott. Er fang das Lied„ Die beiden Grenadiere", erster Ehe, ein„ braves Mädchen", die sich lieber mit Bäckern als Polizei angemeldet. Bon dem letzteren Plane sei er aber zurückdas der Komponist Schumann in der Marseillaise aus mit dem feinen Back amüsirt, aus dem Hause stößt. Die ehrliche getreten und habe anstatt deffen ein Hypotheken- und Wechsel. dingen läßt. Arbeit" wird repräsentirt durch einen Bäckermeister, der das herunter vermittelungs- Geschäft gegründet. Der Angeklagte gab zu, daß gekommene Geschäft feines Vaters, deffen Schulden er übernimmt, er eigene Mittel garnicht besitze. Er betrieb das Geschäft in Freie literarische Gesellschaft. Freitag Abend fand in mit Hilfe eines reichen und großherzigen Adligen, der ihm unter der Weise, daß er in hiesigen und auswärtigen Zeitungen den Vittoriasälen ein Vortrag des Herrn Dr. Hermann Türk über die Arme greift, in die Höhe bringt und jenes junge Mädchen Anzeigen veröffentlichte, wonach Geldbedürftigen Darlehen die Philosophen des Egoismus: Fr. Nietzsche und Max Stierner heirathet. Dieser ehrlichen Arbeit" steht aber immer noch so ein bis zur Höhe von An angeboten wurden. statt. Der Vortragende führte über die Beiden aus, sie züchteten Wohlthäter, dem es auf 30 oder 40 000 m. nicht ankommt, zur Bewerbern war fein Mangel, aus allen Himmels die Selbstverherrlichung, die Selbstfucht, die Lüge, die Unvernunft, Seite. Und die Moral von der Geschichte ist die: Wenn Du ein gegenden und von Angehörigen aller Stände Tiefen Gesuche die robe Gewalt, den Absolutismus und den Anarchismus. Sie Bäckermeister bist und durch Deine Bäckerei ein reicher Mann, ein. Der Angeklagte ließ die Bewerber in dem Glauben, daß er seien die Lehrer der Ravachol und Genossen. Als dritten im Bezirksvorsteher und Stadtverordneter werden kannst, dann sei felbst der Geldgeber fei, verlangte aber in erster Linie die EinBunde bezeichnete er seltsamer Weise den Naturalisten und Wahr- tein Fayke und lass Dich nicht mit der Aristokratie" sendung eines Betrages, den er je nach der Höhe des gewünschten heitsdichter Ibsen, dessen Kunstrichtung er verwerflich findet. Er ein. Das neue Gewand, das die poffe erhalten hat, steht ihr Darlehens auf fünf bis fünfzehn Mart bemaß. Dies Geld sollte glorifizire die Lüge, gegen welche Behauptung mit Recht sofort schon insofern gut, als die komischen Szenen und Situationen, angeblich zur Deckung der Koften, welche durch die Einholung Widerspruch erhoben wurde. Es fnüpfte sich an den Vortrag kouplets und Wize, den lebensunwahren Kern des Stücks mehr von Auskünften verursacht würden, benutzt werden. Wenn der noch eine langere Debatte. in den Hintergrund drängen, und abgesehen von dem Inhalt eine Angeklagte im Besize des verlangten Borschusses war, ließ er heitere Stimmung, die sich oft zum fröhlichsten Lachen steigerte, nichts wieder von sich hören. Auf ihre wiederholten Anfragen Auf dem Stadtbahnhof Börse ist am 1. Mai ein zweiter hervorrufen. In der Darstellung bewährte sich das Wallner'sche erhielten die Geldbedürftigen endlich den kurzen Bescheid, daß die Aufgang, und zwar von der Stechbahn an der Spandauerbrücke Künstler- Ensemble wieder vortrefflich. Herr Guthery, als über sie eingezogene Erkundigung ungünstig gelautet hätte aus geschaffen worden. Dieser Ausgang ist jedoch nur für mit Schulße von der Aristokratie", zeigte unübertrefflichen Humor, und deshalb aus dem Geschäfte nichts werden könne. Die AnFahrtarten versehene Personen oder zum Abstieg zu benußen. Der und Fräulein Josephine Glöckner als Tochter Schulge's war von lage nimmt an, daß Diecko de Vries zu jenen Leuten Fahrkarten- Bertauf geschieht nach wie vor nur an dem Schalter, bestrickender Anmuth. Ihr Partner, d. h. der sie heimführende gehört, dem es nur darum zu thun war, die ohnehin Bedrängten welcher an der Neuen Promenade gelegen ist. Georg als Obergeselle und Frl. Henny Schmid als Dienstmädchen um den Vorschuß zu betrügen. Der Angeklagte hatte im BorRäthselhafter Schüler Selbstmord. Am Sonnabend bildeten in Spiel und Gefang ein vortreffliches Baar. Die Poffe verfahren hartnäckig verweigert, einen jener Geldgeber zu be nennen, welche angeblich hinter ihm ständen, im Termine Abend gegen 7 Uhr frachte auf dem Spielplaße des königlichen wird wohl für einige Zeit ein Zugstück des Wallner- Theaters bezeichnete er einen Kaufmann Treuherz als denjenigen, der verJoachimthal'schen Gymnasiums am Kurfürstendamm plötzlich ein bleiben. schiedene Geldgeschäfte durch seine, des Angeklagten, Bermittelung Schuß. Als man der Detonation nachging, fand man den etwa 17 Jahre alten Unterprimaner Sch. erschossen vor. Neben ihm Thomas- Theater. Die am 30. April aufgeführte Naivität: mit den Bewerbern abgeschloffen habe. lag der Revolver, mit welchem die That vollbracht worden ist. Ulanen".( Dichter Wittmann, Komponist Weinberger), hat dem Swar war der Körper noch warm, auch zuckte das Herz noch, bürgerlichen Publikum gut gefallen, wie alles, was zweierlei wegen der erwiesenen eine Gefängnißstraße von anderthalb aber zu retten war, wie ein schleunigst zur Stelle geholter An- Tuch verherrlicht. Die Wiener Gäfte spielten vortrefflich und Jahren. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Goßmann, erzielte, staltsarzt feststellte, der junge Mensch nicht mehr. Binnen fanden reichen Beifall. Die Weinberger'sche Mufit ist ein- daß die Strafe auf fech 3 Monate Gefängniß ermäßigt wurde. 15 Minuten hatte ihn der Tod vollends ereilt. Die Leiche wurde schmeichelnd, theilweise originell und bietet viele gute, fogar aus Als verkommener Sproß einer alten Adelsfamilie wurde nach dem Obduktionshause geschafft. Sch. gehörte zu den Alumnen gezeichnete Nummern, welche da capo verlangt wurden. Die der Anstalt und lernte gut. Er hat feinen Bater mehr. Was Hauptpartien waren von den Wiener Gästen besett, welche im gestern der Schreiber und Kaufmann Friß von Priesdorff dem hiesigen Schöffengericht aus der Untersuchungshaft vorgeführt, ihn in den Tod getrieben, weiß man noch nicht. Sturm die Sympathien des Publikums fich errangen. Frau um sich wegen wiederholten Betruges zu verantworten. Der Sebold wurde lebhaft begrüßt und bewies, daß ihre Stimme an ift wegen Bettelns, LandEine schwarze Baude von Möbel- Verschiebern" Glanz und Frische nichts verloren hat. Herr Brafl- Schwalbe erst 22 jährige junge Mann ift am Sonntag Mittag in der Linienstraße dingfest gemacht hat eine tlangvolle, träftige Stimme und spielt lebhaft une ftreichens, Obdachlosigkeit, schweren Diebstahls 2c. wieberholt vorbestraft. Gwar ihm gelungen, in studenti worden. Die Inhaber vieler hiesiger Möbel- Abzahlungsgeschäfte begagirt. Herr William ist eine sympathische Erscheinung mit schen Kreisen Bugang au finden und als angeblicher wurden seit längerer Zeit durch Personen geschädigt, welche schöner Stimme und feurigem Vortrag. An die Gäste schloffen Student hat er mehrere Leute, denen er vorredete, in kurzer Zeit Möbel gegen Ratenzahlung fauften, auch eine fleine Anzahlung sich besonders verdienstvoll an Frl. Schlüter- Wonica, fie fah reizend eine größere Erbschaft zu erheben, um kleinere Beträge beleisteten, und sobald sie die waaren, die sie stets selbst abholten, aus, sang sehr niedlich. Herr Grünfeld fang und spielte seinen schwindelt. Auch mehrere höhere Offiziere, die mit seiner chrenerhalten, spurlos verschwunden waren. Die den Geschädigten Kommerziemath sehr gut und mit prächtiger Laune. Herrn werthen Familie bekannt waren, hat er um kleinere Beträge gevorgezeigten Legitimationspapiere erwiesen sich stets als ge- Raisers- Syfar Studentenlied wurde beifällig aufgenommen. prellt, indem er ihr Mitleid durch die Erzählung von dem anfälscht". Gestern Mittag gegen 1 Uhr erschien bei dem Möbel- Inszenirung und Ausstattung war lobenswerth. händler Hafemann, Linienstr. 40 wohnhaft, ein Mann, der sich Timmer nannte und eine größere Anzahl fast neuer Möbel die fein Eigenthum wären, Die Klänge der Marseillaise erschallten am 1. Mai auch Spekulant und frühere Bäckermeister Schulze, Schulze von die Brie vorgeführt, Aristokratie", der eine adelige Frau heirathet, und mit ihr deren wurden. au verkaufen beabsichtigte, wie er vor Zeugen erklärte. der Kunde unterhandelte, bemerkte Frau H., mit welcher an einem ihr von 2. vorgezeigten Musterstück den Stempel der Firma Ostromsti, Invalidenstraße 5, eines Möbel Abzahlungsgeschäftes, stubte Gerichts- Beifung. Herr Jufektenpulver" oder„ Bruftpulver"? Um diese Frage 1000. Der Staatsanwalt schied mehrere Fälle aus und beantragte geblichen Tode feines Vaters und feiner eigenen dadurch hervorgerufenen Nothlage zu erwecken wußte. Thatsächlich lebt aber fein Vater noch und hat sich von dem verkommenen Menschen losgesagt. Auch eine Unterschlagung fiel dem Angeklagten zur Last. Derselbe hatte eine Geldsumme, welche ihm ein höherer Offizier zur Ablieferung an die Arbeitskolonie anvertraut hatte, für sich verbraucht. Der Gerichtshof verurtheilte den offenbar einen Augenblick, erklärte aber dann furzweg, daß fie die unrettbar verlorenen Menschen zu 2 Monaten Gefängniß. Möbel laufen wolle und ersuchte den Fremden, die Waare zu handelte es sich in einer Anklage wegen fahrlässiger Körper- Karlsruhe, 2. Mai. Das hiesige Ober- Landesgericht hat bringen. Als nun T. eine halbe Stunde später vor dem H.'schen verlegung, die am Sonnabend vor der zweiten Straffammer des die Revision des Malers Professors Koppay gegen das Urtheil Geschäft vorfuhr und mit Hilfe dreier Männer bie Möbel ablud, Landgerichts I gegen den Drogenhändler Brehmer verhandelt der Straflammer von Konstanz, durch welches Koppaŋ wegen erschien der von der ehrlichen Händlerin sofort benachrichtigte wurde. Ein junges Mädchen will eines Morgens in dem Ge- Diebstahls zu vierwöchentlichem Gefängniß verurtheilt wurde, Rausmann Ostrowski, sowie der Striminalschußmann Retlen vom schäfte des Angeklagten für 5 Pf. Kurella'sches Brufipulver ver- verworfen. 154. Polizeirevier und nachdem Herr D. die„ verschobenen" Möbel langt haben. Die franke Mutter der Käuferin hatte kaum einen als die feinigen rekognoszirt, follte&. verhaftet werden. Der Theelöffel voll von dem Pulver eingenommen, als sich ihr Bu Lettere feyte dem Beamten derartigen Widerstand entgegen, stand derart verschlimmerte, daß sie ärztliche Hilfe in Anspruch Boziale Lebersicht. Innern falsch. Nach diesem Bescheid ist die höhere Verwaltungsbehörde, die die Ausnahmen für die Bedürfnißgewerbe zu regeln Infolge von Lohnreduktion sind die Weber in Rix- bat, an die Bestimmungen über die außerordentlichen Ruhezeiten dorf und Briz in einen Generalstreit eingetreten, um ihren nicht gebunden. Sie kann bei Regelung der Ausnahmen den alten Lohn beizubehalten. Es wird gebeten Zuzug fernzuhalten. Arbeitern eine der drei außerordentlichen Ruhezeiten gewährBriefe und Geldfendungen sind zu richten an den Kollegen leisten, sie kann aber auch davon absehen. C. Kellner, Ziethenstr. 66, Hof 4 Tr. bei Nowag. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden gebeten, dieses in ihre Zeitungen aufzunehmen. Wegen der neuen Arbeitsordnung streiken in Aachen die Weber von fünf Fabriken, in Eupen die Arbeiter der Mayer'schen Weberei. Mit den neuen Arbeitsordnungen hat man der Arbeiterschaft ein schönes Ruckucksei ins Nest gelegt. Aus Döbeln schreibt man uns, daß wegen Lohndifferenzen der Zuzug von Formern streng fern gehalten werden möge. Die bezügliche Nachricht ermangelt jedoch der Beglaubigung durch eine Organisation 2c., wir können deshalb eine Garantie für die Richtigkeit nicht übernehmen und ersuchen im Anschluß daran, dergleichen Meldungen entweder durch den Vertrauensmann unserer Partei uns zu übermitteln oder diefelben durch die Verwaltung der Fachorganisation beglaubigen zu lassen. Bon einem reichen Domänenpächter wird uns berichtet, Derselbe habe eine ganze Anzahl abgerackerter Tagelöhner zum Arzt fahren laffen, um deren Invalidität feststellen zu lassen, obwohl die Arbeiter gar nicht darein gewilligt hätten. Zweck dieser Zwangswohlthäterei sei, daß der Domänenpächter, der, beiläufig bemerkt, zu den Edelsten der Nation" gehört, die betreffenden Arbeiter deshalb in den Genuß der Invalidenrente sehen wolle, um sie dann für dieselbe Arbeit, die sie bisher leisteten, mit täglich 50 Bfg. abspeisen zu können. Die Arbeitszeit währt von früh 5 Uhr bis 8 Uhr Abends! Da nach der Theologie des Menschen Herz böse ist von Jugend auf, tann man als Angehöriger eines christlichen Staats der Mittheilung schon glauben. Der Unterschied zwischen der Auffassung, welche ich seither vertreten habe, und der Auslegung, die nach dem Bescheid des Ministeriums die richtige ist, ist von solcher Bedeutung, daß ich noch turz andeuten will, welche Aussichten die betheiligten Gewerbe in Bezug auf die fünftige Regelung der Sonntagsarbeit haben. Ich habe den Bäckergehilfen seither gesagt, sie werden mindestens das erreichen, daß sie fünftig an jedem zweiten Sonntag Morgens um 6 Uhr von der Arbeit freigelassen werden müssen. Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, im Restaurant W. Schulze, Dibahnhof 7. Reichenbergerstr. 24, bei Schröder.- Rauchflub Eldorado, Abends 8 Uhr, Rauchflub Dämmerwolfe, Rauchklub Bruderbund. Abends 9 Uhr, Lausitzerstr. 50, Böchftr. 51. bei Grande. Rauchflub Zeitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant sum Zeitgeist, Bernauerft. 72. an Rauchflub Ambalema, Abend 9 Uhr, Reichenbergerstr. 73a, bet Fausimann. Tambourverein Rothe Melte, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, bei Thiele, Brandenburgstr. 56. Stattlub Kreuz- Solo, 8-10 Uhr, Krautsfir. 2, bei Mühle. Touristentlub Wanderlust, Abends 9 Uhr, bei Biebrat, Franseckistraße und Schönhauser Allee Ecke. Vermischtes: Depeschen. ( Depeschen des Burean Herold.) Nach der Auslegung des Ministeriums kann den Bäckergehilfen eine solche Regelung der Sonntagsarbeit gewährt werden, aber sie haben keinen Anspruch darauf, daß diefe Regelung er- lichen und westlichen Böhmens vorgestern Nachmittag eingetreten, Starker Schneefall ist in einem großen Theile des nördfolgt. Es fann ebensogut bestimmt werden, daß die Bäcker- so in Karlsbad. In Weipert an der böhmisch- sächsischen Grenze gehilfen bis Vormittags 9 Uhr, wie ein großer Theil der Bäcker- lag der Schnee im freien Felde stellenweise 50 Centimeter hoch. meister wünscht, oder auch noch länger beschäftigt werden dürfen. Ein gußartiger Regen bewirkte, daß die Flüsse rasch stiegen. fie am Sonntag entweder überhaupt nicht länger als drei wurde in Christiania von dem betreffenden Komitee beschlossen, Für die Mezgergehilfen hatte ich in Aussicht gestellt, daß Zur Ausstellung eines Wikinger- Schiffes in Chicago Stunden beschäftigt werden dürfen, oder daß sie bei eine National- Substription zum Betrage von mindestens 60 000 jedem zweiten Sonntag von Morgens 6 Uhr längerer als dreistündiger Beschäftigung mindestens an Kronen zu eröffnen. Es soll eine getreue Nachbildung des bei gelassen werden müssen. Nach der Auslegung des Minifteriums natürlicher Größe gebaut werden und man will dasselbe dann an frei Gogstad im Sandefjord aufgefundenen Wikinger- Schiffes in eht nichts im Wege, daß eine Bestimmung erlaffen wird, nach über den atlantischen Ozean segeln lassen und in Chitago ausder die Gehilfen und Lehrlinge im Metzgergewerbe wie feither bis 11 oder 12 Uhr jeden Sonntag beschäftigt werden stellen. dürfen. der hiesigen Friseure durchführbar, es solle an jedem SonnNach dieser Auslegung wäre auch der Vorschlag tag die Beschäftigung der Gehilfen von Morgens in der Frühe bis meiner Auffassung in diesem Falle die Gehilfen entweder an 12 Uhr Mittags zugelassen werden, während nach jedem zweiten Sonntag frei bekommen oder in jeder Woche eine Ruhezeit von 24 Stunden erhalten hätten. Das Streit Reglement, welches vom Rongreß des Es ist nun Sache der Arbeiter der Bedürfnißgewerbe selbst, fchweizerischen Gewerkschaft 3 bundes festgestellt mit der erforderlichen Einmüthigkeit bei den Behörden dahin zu Kiel, 2. Mai. Beim Bau des Nord- Ostseekanals, und zwar wurde, bestimmt im Wesentlichen: Sobald ein Beruf oder Verein wirken, daß ihr Anspruch auf Sonntagsruhe nicht dem Unter- an der Holtenauer Schleuse, haben 500 Arbeiter die Arbeit einwegen Lohn, Arbeitszeit u. f. w. mit den Unternehmern in Unternehmerinteresse geopfert wird. gestellt. handlung treten will, ist das Bundeskomitee zu benachrichtigen Vom deutschen Belgien. Besonders elend lebt die arStockholm, 2. Mai. Nach zweitägiger Verhandlung vor und ihm Gelegenheit zu geben, an den Unterhandlungen theil- beitende Bevölkerung im Königreich Sachsen. Die Abrechnung dem Untersuchungsgericht wurden der Sozialistenführer Quarnzunehmen. An der Versammlung, welche den Streit beschließt, der sächsischen Versicherungsanstalt für Alters- und Invaliden- ström, angeklagt wegen Anstiftung zu Gewaltthätigkeiten bei der mis unbedingt ein Bertreter des Bundeskomitees zugegen sein. versicherung ftüßt diese Ansicht. Bei einer Zahl von rund Erzgrube Langgrufva, und der Arbeiter Friberg, angeklagt der Die Streitleitungs- Kommission, welche diese Versammlung zu er- 800 000 versicherten Personen wurde von 7381 Versicherten An- Theilnahme an den Auftritten, vorläufig aus der Haft entlassen. nennen hat, ist dem Bundeskomitee für ihre Thätigkeit ver- spruch auf Rente erhoben und in 5270 Fällen dieser An- Das Urtheil soll am 23. Mai verkündet werden. antwortlich. Die Unterstützung wird in der Regel pruch anerkannt. Paris, 2. Mai. Die bisher bekannt gewordenen Ergebnisse Auf je 100 000 Personen ausbezahlt und zwar auf Grund einer Liste, in welcher die streifenden Arbeiter mit völkerung Sachsens tamen danach 211 angemeldete Renten- des Munizipalwahlen bedeuten einen Triumph der Republikaner. Namen und Angabe von Familienstand und Kinderzahl ein- ansprüche, während dasselbe Verhältniß im Deutschen Reiche Die konservative Mehrheit von Nantes ist nicht wiedergewählt 351 betrug. Die„ Boſſiſche Zeitung" findet den Hauptgrund worden. In Willeveyrac drangen die Konservativen Basson und getragen werden. Diese Liſten ſind jeweilen Ende Woche dieser Erscheinung darin, daß unter allen europäischen Staaten Barbentane in die Mairie ein, zerschlugen die Tische, zerstörten anzufertigen und an den Kassirer des Bundeskomitees einzu- feiner eine so hohe Verhältnißzahl von Einwohnern im mittleren die Wahlurne und verhinderten das Zählen der Stimmzettel. fenden. Der Unterſtützung kann durch die Streitkommiffion ver- Lebensalter, namentlich von 20-30 Jahren, feiner aber auch so Auf den Rath des Erzbischofs von Avignon haben die Konserluftig erklärt werden, wer sich ihren Anordnungen oder Beschlüssen wenig alte Leute aufweist, wie Sachsen. Bon je 1000 Gin- vativen für die neun republikanischen Kandidaten gestimmt. In bez Bereins nicht fügt oder der gütlichen oder kampfweisen wohnern stehen im Alter von 60 Jahren und darüber im gut Fourmies waren die Wähler zahlreicher als in früheren Jahren. Beendigung des Streits Hindernisse entgegengesett. Die endgiltige Entscheidung darüber steht dem Bundeskomitee ebenden Frankreich 122, im Deutschen Reich 81, im fräftig fich Das Ergebniß der dortigen Wahl ist noch nicht bekannt. nährenden Bayern 94, in Württemberg 89, im bei schlechter Kost Paris, 2. Mai. Mehrere mit Explosivstoffen gefüllte zu. Die weiblichen Mitglieder erhalten bei gleicher Beitrags- und Fabrifqualm geschwängerten und bei intensivster industrieller Patronen wurden auf den Straßen gefunden und in das leiftung die nämliche Unterſtügung wie die männlichen, städtische Laboratorium gebracht. Die Untersuchung ergab, daß bei reduzirter Beitragsleistung dagegen 70 pCt. derselben. Ausnutzung förperlich verkümmernden Sachsen nur 71. Laut Bundesstatuten beträgt das Maximum der Unter der Wo der Industrialismus der herrschende Faktor, stirbt es sich bei einzelnen um ernste Attentatsversuche gehandelt haben Menschenleib vorzeitig ab. Taraus erklärt fich müsse. Der Zustand des Restaurateurs Very ist fast hoffftüßung für Ledige 1,50 Frants, für Verheirathete 2 Franks und die geringe Zahl der alten Leute in Sachsen. Daß daselbst die nungslos. für jedes Kind 20 Cts. täglich; bei besonders ungünstigen ört- Bahl der 20-30 jährigen verhältnißmäßig am stärksten, ist im patronen auf dem Straßendamm gefunden. Man vermuthet, daß Paris, 2. Mai. Jn Grenelle wurden fleine Dynamit lichen Verhältnissen darf Verheiratheten und Kommissions- Mit- Buzug fremder Arbeiter begründet, deren das sächsische Unter- patronen auf dem Straßendamm gefunden. Man vermuthet, daß gliedern mehr als 2 Franks ausbezahlt werden. Nicht- Mit- nehmerthum bedarf, um die Hekatomben der vorzeitig sterbenden fie bestimmt gewesen seien, bei einem etwaigen Kavallerie- Angriff glieder können auch Unterſtüßung erhalten. Das Bundeskomitee fächsischen Arbeiter wieder auszufüllen und immer eine gefügige unter den Hufen der Pferde zu explodiren. erklärt die Beendigung eines Streites und es werden vom Tage Reservearmee zur Hand zu haben. Ein versicherter Arbeiter ist au, da die Arbeit aufgenommen werden kann, die Unterstützungen nicht identisch mit einem stets in Stelle befindlichen Areingestellt. Andere Ausgaben als die für Unterstützungen werden beiter. der arbeiterfeindliche Haltung nicht aus der Bundestasse bezahlt. Separate Sammlungen für Bureaukratie, die zu gleicher Zeit mit dem Teutschthum der Antisächsischen Streitunterstützung dürfen von den Bereinen nicht eingeleitet semiten liebäugelt, ist demnach eine echte und rechte Versündigung werden; allfällig am Ort eingehende Gelder sind auf Rechnung an der deutschen Rasse. des Bundes zu verwalten und dürfen nur mit Bewilligung des Bundeskomitees zur Erhöhung der Unterstüßung verwendet werden. Warnungen vor Zuzug, Ausschreibungen von Mitgliedern, welche sich bei Streits Prinzipverlegungen zu Schulden tommen laffen, dürfen nur mit Zustimmung des Bundeskomitees erlassen werden. alle Sonnabende Die Versammlungen. Der Be( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Petersburg, 2. Mai. Der Bau der sibirischen Bahn wird, gruppen, diesbezügliche Anerbietungen gemacht wurden, von der trotzdem von vielen Seiten, besonders von französischen Finanz Krone felbst unternommen werden. Paris, 2. Mai. In dem heutigen Ministerrathe theilte der Ministerpräsident Loubet die bisher bekannt gewordenen Resul tate der gestrigen Gemeinderathswahlen mit; dieselben beweisen den stetigen Fortschritt der republikanischen Jdee. Von den 204 Hauptorten der Departements oder Arrondissements haben in 191 die Republikaner die Majorität. Die Republikaner gewannen die Majorität im Puy de Dôme und in 6 ArrondissementsEine hochbedentfame Entscheidung betreffend die sy uhr im Restaurant Norbert( früher May), Beuthstraße 21, Borstands Hauptorten, ferner tommen die Republikaner in Nantes in die Sonntagsrube der Arbeiter in den Bedürfniß- bung. Stichwahl. gewerben hat das württembergische Ministerium des Innern Sentral- Kranken- und Sterbekaffe des Deutschen SenefelderLondon, 2. Mai. Einer Meldung des Reuterschen Bureaus getroffen. Der Vorsitzende des Stuttgarter Gewerbegerichts, Herr tölich, Neue Friedrichstr. 145 Witglteber- und Verrpaltung Berantauant aus Melbourne zufolge ist der Frauenmörder Deeming zum Tode 44: Verwaltungs- Bersammlung. Lautenschläger, hatte im Auftrage des Oberbürgermeisters Verband der Geschäftediener, Packer- und Berufsgenossen. Heute, zum Zwecke einer Grundlage für die Ausführungsbestimmungen Bersammlung bei Mund, Kopniderstr. 100. Bortrag binne ut verurtheilt worden. Die Jury erklärte ihn für nicht geisteskrant. des Genossen Zubeil Nationale haufmännische Kranken- und Seute Abend über den 1. Mai und deffen Bedeutung. Gauverein Berliner Bildhauerverein. Heute, Annenstr. 16. Außer ordentliche Generalversammlung. Statutenberathung. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag, Abends 8-10% Uhr: Süd: Dftschule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( mittlerer), MatheSchule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( mittlerer); Gid: matit; Ost- Schule, Martusstr. 81: Unterricht in Physiologie; NordSchule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Geschichte( mittlere). In allen Behrfächern können noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutieklubs. Dienstag. Johannes Wedde, 9 Uhr, bei 3. Wintler, Wlanteuffelstr. 60. Sozialdemokrat, Abends 8 Uhr, bei E. Behrend, Blumenjtr. 5. Agitationsverein& affalle, bei Drüge: müller, Wienerstr. 31. Oswald Berliner, zu richten. Briefkaffen der Redaktion. Irrthümlicherweise ist die Notiz über die Leipziget Maifeier unter die Meldungen des Telegraphenbureaus ges rathen( siehe heutige 2. Beilage); sie gehört unter die Rubrik Parteinachrichten". " zu dem neuen Gefehe sehr umfangreiche Erhebungen angestellt und das Resultat derselben in einer Broschüre: Die Sonntagsarbeit" niedergelegt. Die Fragebogen, welche er an die Handels- und Gewerbetreibenden, die Sonntagsruhe betreffend, ausgegeben, hatte er dem Ministerium des Innern zur Einsichtnahme vorgelegt. Daraufhin hat das Miniserium einen Bescheid ertheilt, in welchem gefagt ist, es sei gegenüber der Fassung der auf den Vollzug des§ 105e bezüglichen Fragen zu bemerken, daß die in § 105e vorgeschriebene Berücksichtigung" der Bestimmungen des § 105c Abs. 3, ebenso wie bei§ 105d Abs. 2 nicht, wie in den O. R. 1. Der Unfall mußte jedenfalls sofort angemeldet Fragebogen angenommen, so zu verstehen ist, daß eine der dortigen Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund werden und ist es vielleicht auch. Er wird doch während seiner Bestimmungen unter allen Umständen" genau innezuhalten wäre, der geselligen Arbeitervereine betreffen, sind nur an die Borstände derselben Heilung, die doch gewiß längere Zeit als 13 Wochen in Anspruch vielmehr tönnen Abweichungen von diesen Bestimmungen z. B. durch Aenderung der Stunden soweit möglich zugelassen werden. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends genommen hat, irgend welche Unterstüßung empfangen haben. ( Vergl. Reichstags- Kommissionsbericht S. 28, Stenographische Uhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.-Freundschaft 1, bei Ansprüche hat er zu erheben bei der Buchdrucker- BerufsgenossenBerichte S. 1538, 1539, 1551.) Der Bescheid fährt fort, es sei ftraße 5 bet Bartelé. Brunnenstraße 114. Harmonia, Flottwellschaft. Dieselbe ist in Sektionen eingetheilt. Sie schreiben nicht Olympia, Stallschreiberstr 58.- childhorn, einmal, wo Ihr betreffender Verwandter wohnt. Da er Schrift hierauf auf die Verarbeitung der eingehenden Antworten und der usedomstraße 33 bet Miete. Fidelitas, Bergstraße 68 bei Keller. Abgabe von Gutachten Rücksicht zu nehmen, zumal die Außer- legro, Kaiser Franz- Grenadier- Play 7.- Ipenglode, Grüner Weg 29, feger ist, kann er doch die Adresse der Berufsgenossenschaft im bet Gaeger. achtlassung dieses Umstandes bereits Beunruhigung in den be- Berliner Buch bruder, Alte Safobftr. 83 bet Wienece.- Bruder= Liedertafel Westend, Bülowstr. 27, bet Gundlach.- Geschäft selbst erfahren. 2. Wenden Sie sich an den Magistrat. theiligten Kreisen hervorgerufen habe. herz, Straußbergerstraße 3 bet Birt. Abonnent aus dem Often, Schankwirth. Anonyme Bu Ihn'scher Humor, StraußHerr Lautenschläger veröffentlichte daraufhin Fol- offnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bet Gräß. bergerstraße 3 bet Birt." Unverzagt 2, Moabit, Seronen- Braueret. schriften können feine Berücksichtigung finden. gendes: Sch. 22. Bei der Subhastation eines Hauses kann der Waldkapelle 1, Berliner Bockbrauerei. Arbeiter Maibund, Miether von seinem Kontrakt nicht zurücktreten, dagegen hat der Es ist richtig, ich habe§ 105c Abs. 3 und§ 105e der neuen Nowawes Wallstraße bet Gärtner. Gewerbe- Ordnung in dem Sinne aufge aßt, daß die höhere ftraße 6 bet D. Klein. Kreuzberg, Lichterfelberstraße 7-8 bei neue Besitzer, der das Haus erstanden hat, am Ende des Quartals Freiheit 2, Adlershof, bei Albrecht. Verwaltungsbehörde bei Regelung der Sonntagsarbeit in den Mariannenstraße 31-32 bet Doberstein. Alte Linde, das Recht vierteljährlicher Kündigung. Borwärts 4, Rathenow, Walhalla". Bedürfnißgewerben an die außerordentlichen Ruhezeiten des Restaurant Einigkeit 2, K. 2. 1. Wenn Sie auf Wochenlohn arbeiten, muß Ihnen Landsbergerstraße 31 bet Musehold. Sorgenlos, Röslinerfiraße 17 § 105c Abs. 3 und 4 gebunden sei, und ich habe die Auffassung bei Wendt. der volle Wochenlohn gezahlt werden, auch wenn Festtage in dies Gefangverein der Böttcher Steineiche, Jüdenstraße 55 feit geraumer Zeit in Wort und Schrift öffentlich zur Geltung Triefchmann. bei felbe fallen. 2. Der Arbeitgeber muß, auch wenn der Arbeiter Zitania, Röpenickerstraße 191 bet Boge. gebracht. Für meine Auffassung war maßgebend der Wortlaut Borwärts Marwig, bei Wilhelm Nölte. Vorwärts 2. ihn verklagt, die vertragsmäßige resp. die gesetzliche Kündigungs Silaria, Blumenstraße 46 bei Went, frist innehalten, des§ 105 e, wo im legten Sage gefagt ist, die Regelung der Aus- Schönhauser Allee 28 bet Kuhlmen. menn er ihn entlassen will. 3. Die Ge Fretes Sieb 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bet Feber. nahmen für die Bedürfnißgewerbe( Bäcker, Konditoren, Meyer, Sänger- Chor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44, bet Rollig. werbedeputation ist im Kölnischen Rathhaus in der Breitenstraße. Friseure u. f. w.) habe unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Wiederhall, Eisenbahnstraße 20 bei Stegmund. 8ufriedenheit, S. H. Die Achtstundentags- Petition hatte noch gar keinen § 105 c Abs. 3 zu erfolgen. Dieser Satz schien mir keine andere nesenauraße as bei stärger.- Sängerfreibett, 9 Uhr, bet Fröb Erfolg. Klagen müssen Sie beim Gericht, in diesem Falle beim lich, Naunynjir. 44. Freiheitsgruß, Schönhauser Allee 46 bet Buffe. Amtsgericht. Auslegung zuzulassen als die, daß zwar die Beschästigung Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. der Arbeiter in den Bedürfniß Gewerben von der höheren Dienstag: Geselliger Verein limbim, bei George, Gr. Görschenstr. 16. D. F. 3. Die Lichtstrahlen" existiren noch. Theaterverein W. Sch. Verwaltungsbehörde zugelassen werden kann, daß aber den Theaterverein utazte bet Odert, Beughofstraße 8. Sie müffen gegen den Schuldner die Klage Blumenlese bei Krüger, Dresdenerstr. 105.- Tambourverein Deutsche richten dahin gehend, daß er entweder das Darlehn zurückzahlt Arbeitern in diesen Gewerben, sobald sie länger als 3 Stunden Giche, bei Gabec, Fürbringerfir. 7.- Geselliger Berein Mehr& icht bei oder daß eventuell Ihnen das Eigenthum des Pfandgegenstandes am Sonntag beschäftigt werden, zum mindestens wie der Babel, Frankfurter Allee 90.drei in§ 105 c Abfaz 3 und 4 festgesetzten außerordentlichen Tambourverein Wirbel, bet Müller, Gartenstr. 52. Weidenweg 12. Zambourverein Ruf, bet Sommer, Grünstraße 21.- zugesprochen wird. Ruhezeiten( 36 stündige Ruhezeit jeden dritten Sonntag, oder molte, bei Rattle, Strautstr. 48. Ruhezeit von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends jeden Gefang-, Turn- und gesellige Versine. Dienstag. Gesangverein zweiten Sonntag, oder 24 stündige Ruhezeit an einem Werk- nafreon, Abends 9-11 Uhr, bei eßner, Annenstraße 16. Nord 8-11 Uhr, Wriezenerstr. 6, bei Gendte. = tag in jeder Woche) von der Behörde gewährleistet werden müsse. Diese Auffassung habe ich in den Versammlungen, in denen in letzter Zeit die Arbeitgeber und die Gehilfen der betheiligten Gewerbe zusammengetreten sind, vertreten. Winter. 8, 1 Gängertette, Schönlein Tambour- Berem Boruffia bei Feldhahn, Rauchtlub Graue - Musikverein Trener Abonnent. Die Schrift Molinari's ist er schienen bei Guillaumin u. Cie., Paris, Rue Richelieu 14. 2. Br. 2. Sie tönnen nur an die vorgesezte Behörde des zu thun. Gehen Sie nur persönlich nach dem Standesamt und Standesbeamten sich wenden. Das Reichsgericht hat damit nichts geben den Namen an und bleiben darauf bestehen, daß Sie Ihrem Söhnchen feinen anderen Namen geben. Dann warten Sie ab, was das Standesamt thut. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Beffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bet Tägers, Gartenstr. 13-14. Auch in den Fragebogen, die am 9. Januar ausgegeben Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, Köpniderstraße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Crescendo, Abends, Puttworden sind, ist diese Auffassung zum Ausdruck gelangt. buferstr. 35, bet Schulz. Es ist in den Fragebogen gesagt, daß unter allen Um- Bergnügungsverein Amicitia, s uhr, bei Schönnagel, Barnimfir. 47. ständen eine der drei außerordentlichen Ruhezeiten gewährt Bergnügungsverein Reichstrone, Abends 9 Uhr, in Reichert's Feft Gefelliger Berein Bruderschaft, im Restaurant werden müsse. Die Auffassung, die ich seither vertreten fälen, Müllerstr. 7. Deutscher Reichsadler, Beusselstr. 9. Bergnügungsverein Saturnalia, habe, ist nun nach dem Bescheid des königl. Ministeriums des heute Abend 9 Uhr, Raupachstr. 6. Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. O. R. Allerdings kann Ihnen der Arbeitgeber den Lohn für die Zeitversäumniß durch den Besuch der Kontrollversamm lung abziehen. Nobel ist es zwar nicht, wenn er es thut, aber das Recht hat er.