Nr. 73. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 Mr., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter SonntagsBeilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Russische Gegenleistung. Freitag, den 27. März 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. den Stadthauptleuten von Taganrog, Kertsch, Sebastopol und einer verwitweten Königin öffentliche Luftbarkeiten nicht mehr Odessa und den Gendarmeriechefs auf Eisenbahnen und in wie bisher, auf 8, sondern auf 4 Tage untersagt werden den Grenzpunkten zur Ergreifung der nötigen Maßnahmen" mit sollen, beantragten die Freifinnigen eine Abänderung dahin, Ein Beitrag zur Lehre von den internationalen geteilt. Beziehungen aus Anlaß der jüngsten Reichstagsbeständige Polizei- Aufsicht" über„ Militär und Konfularagenten" feiten einzustellen sind. Das Haus lehnte aber, um, wie Seit 1882 ist also wie bereits gefagt die daß nur am Sterbe- und am Beisegungstage die Luftbarberhandlungen. und alle Staatsangehörigen fremder Staaten eine stehende Institution Abg. Schall( t.) sich ausdrückte, das Dekorum zn wahren, des russischen geheimen Polizeirechts und diese Institution ist die den Antrag ab. einzige Gegenleistung, welche die westeuropäischen Staaten für ihre Den Rest der Sitzung füllte die erste Lesung der Polizeigefälligkeiten von seiten der russischen Regierung erhalten. Sekundärbahn- Vorlage aus. Wie alljährlich, so Das Cirkular des Ministers des Innern vom 5. Juli 1882( Nr. 1861) verlangte auch diesmal jeder Redner für seinen Wahlkreis findet sich im Wortlaut abgedruckt in der auf Befehl des Stabes des eine besondere Bahn; im übrigen wurden die alten Klagen Gendarmeriecorps gedruckten„ turzen systematischen Zusammenfassung über angebliche Benachteiligung des Dftens und über Verder geltenden Geseze und Cirkularverfügungen in Bezug auf die zögerungen beim Bahnbau vorgebracht. Die Konservativen Pflichten der Beamten der Gouvernements- Gendarmerieverivaltungen" 2c., ließen auch bei dieser Gelegenheit ihrer Abneigung gegen verfaßt von Rittmeister( jetzt Oberstlieutenant) Dobrjakoff, Vorstand Tarifherabsetzungen durch den Abg. Grafen Limburg. der juristischen Sektion des Stabes des besonderen Gendarmerie- Stir um Ausdruck verleihen. Die Eisenbahnen sind nach corps"( 2. Auflage St. Petersburg 1897, mit einer Ergänzung aus ihrer Ansicht in erster Linie eine Einnahmequelle für den dem Jahre 1900), S. 28-27. Diese geheime„ Zusammenfaffung" ist Staat und nur nebenbei ein Verkehrsinstitut. der Katechismus der russischen Polizei und kann wie im Vorwort ausdrücklich gesagt ist sich nur in den Händen der Beamten des die erste Lesung der Verstaatlichungs- Vorlagen auf der TagesAm Freitag wird die Beratung fortgefeßt. Vorher steht Gendarmeriecorps befinden", ist deshalb auch für die Beamten der ordnung. allgemeinen Polizei unzugänglich. 19. März 1903. " Der konservative Delegiertentag. der konservativen Bartei" nennt, beginnt nun die Konservative Ueber die streng geschlossene Gesellschaft, die sich Delegiertentag Storrespondenz" einige Mitteilungen zu machen. ein Schlachtgesang wider die Socialdemokratie: Die Eröffnungsrede des Parteivorsitzenden Frhrn. v. Manteuffel. „ Die russische Regierung hat den Wunsch ausgesprochen, daß es ihr ermöglicht werde, das Thun und Treiben der russischen Anarchisten in Deutschland zu überwachen, und wir haben ihr gerne gestattet, daß sie sich in dieser Beziehung informiert. Wir stehen damit nicht vereinzelt da; auch in Paris überwacht die russische Polizei das Treiben der Anarchisten" so der Staatssekretär Freiherr von Richthofen im deutschen Reichstage am Donnerstag, den Es liegt der hohen Bolizei ob, alles zu beaufsichtigen und zu überwachen, und aus den Eröffnungen des Herrn Staatssekretärs erfahren wir, daß diese Behörde auch das überwacht, was in der Wirklichkeit gar nicht egistiert. Denn es ist über allen Zweifel erhaben, daß eine Art Menschen, welche man mit dem Ramen russische Anarchisten" belegen fönnte, überhaupt gar nicht vorhanden ist. Es sei denn, daß die internationale Polizei sich große Mühe giebt mit der Ueberwachung des Fürsten Peter Serapotkin in London und des Grafen Leo Die von mir oben quellenmäßig festgestellte Thatsache fordert zu Tolstoj in Jasniaja Poljana. Diese Männer sind die einzigen gewissen Betrachtungen heraus. Daß jeder Staat das Recht hat, sich gegen nennenswerten russischen Anarchisten, welche die hohe Polizei auf fremde Spionage zu schützen, ist selbstverständlich; daß dabei die treiben und der staunenden Welt vorführen tönnte, wenn man sie, die jenigen Organe, welchen die Bekämpfung der Spionage obliegt, fich Bolizei, im Ernste um Beweise angehen würde. Sollte aber die Polizei mitunter auch mit dem Treiben der Militär- und Konsular- Agenten mitunter auch ein lehen Sie Organit sem die Urheber der russischen politischen Attentate unter den„ Anarchisten" zu befassen haben, ist auch nicht ausgeschlossen. Daß aber eine Re- war fuchen, so müßte jeder Sachkundige dies für eine grenzenloseNaivetät erklären. Ein Polizist, der eine solche Unkenntnis der in und Bogen im Wege eines gedrudten und einem gedruckten„ Leitgierung ganz einerlei, ob offen oder geheim in Bausch das Gebiet seines Berufes gehörenden Thatsachen an den Tag faden" einverleibten Rundschreibens die Militär- und Konsular Tegen würde, müßte von seinem Chef sofort fortgejagt werden. In Agenten" fremder Staaten und alle sein Gebiet betretenden Ausländer der letzten Zeit hat das Bureau Laffan" die sensationelle einer ständigen Polizei- Aufsicht" unterwirft, ist eine Nachricht von einem großen Anarchisten- Komplott in Rußland in Ungeheuerlichkeit vom Standpunkte des internationalen Rechtes und die weite Welt geschickt. Es ist nicht das erste Mal, daß dieses der internationalen Moral. Und es muß betont werden, amerikanische Bureau, offenbar von seinen in Rußland weilenden das Wesentlichste ist hier nicht die thatsächliche oder mögliche BeAgenten direkt und absichtlich irregeführt, lügenhafte und verwirrende lästigung der Objekte diefer Polizei- Aufsicht, sondern eben die Mitteilungen aus Rußland bringt, welche ihren Ursprung als russische moralische Ungehörigkeit, die jedem sittlich normalen Menschen ohne Polizeimache selbst verraten. Man schützt eben von dieser Seite weiteres verständliche Niederträchtigkeit solcher Handlungsweise oder immer und immer russische Anarchisten" vor, um unter diesem Titel vielmehr der ihr zu Grunde liegenden Regierungsmagimen.") etwas ganz Andres zu überivachen, bezw. vor der öffentlichen Meinung Herr b. Manteuffel gesteht mit diesen Aeußerungen zu, daß die Ich kenne allerdings noch eine größere Niederträchtigkeit. Der provokatorischen Rechtsbrüche und Gewaltthaten der Kardorff- Leute bloßzustellen. rufsiche Polizeistaat hat es fertig gebracht, auch die eigne beim Zollfampf bezweckten, In Summa: 1. Es giebt feine russischen Anarchisten, die zu Armee unter die Polizei Aufsicht des Gendarmeries Erzeffen Stimmung zu machen. Daß die Regierung der Grafen zu weiteren staatsstreichlerischen überwachen wären; 2. es ist völlig similos, die für den russischen corps zu stellen!( Cirkular des Polizeidepartements vom Bülow und Posadowsky als Begünstiger der Socialdemokratie Absolutismus im Sinne der politischen Gewaltatte gefährlichen" 21. Mai 1887, Nr. 1348, 1. c. S. 18). Lente unter den Anarchisten zu suchen. denunziert werden, ist freilich sehr lächerlich. Vollends ist es unpräsidenten- Schub- mit der Socialdemokratie zu thun hat. verständlich, was das„ Revirement" gemeint ist der Regierungsfind etwa die neuen Regierungspräsidenten Umstürzler. Der Aerger über das„ Klosettgesetz" bricht auch hier hervor; die Konservativen fürchten offenbar sehr lebhaft, daß sie die Fälschung und Vergewaltigung des Wahlrechts nicht so bequem betreiben können wie bisher. " " " Ich verlasse aber dieses Thema, welches aus einem ganz„ Es ist ja bekannt, daß in Rußland nicht solche Juftitutionen beandren Gesichtspunkte schon einmal im Vorwärts" von einem stehen wie in Deutschland" sagte Frhr. v. Richthofen am 19. März russischen Juristen behandelt worden ist( Vergleiche Vorwärts" vom im deutschen Reichstage. Es ist dies ganz zutreffend und berechtigt zu der 18. Juni 1902), um eine ganz andre und für alle Deutschen Hoffnung, daß die Duldung und Begünstigung der russischen Spizelohne Unterschied der Parteistellung vielleicht interessantere Frage folonien, als dem sittlichen und rechtlichen Bewußtsein des deutschen aufzuwerfen und zu beleuchten: egiftiert in Sachen der Wolfes widersprechend, aus den Institutionen" der deutschen Staaten Polizei Aufsicht eine Art Gegenseitigkeit, oder verschwinden wird. Bis dies aber geschehen ist, hielt ich es für was erhalten die westeuropäischen Regierungen als Gegenwert für meine Pflicht als russischer Patriot, die deutsche und überhaupt die die liberale" Duldung der russischen Spitelfolonien und für die westeuropäische öffentliche Meinung darüber aufzuklären, was jener denselben zur Verfügung stehenden Informationen?" Indem ich Leistung auf dem Gebiele der Polizei Aufsicht auf russischer Seite zur Beantwortung dieses interessanten Punktes übergehe, muß ich als Gegenleistung entspricht. den Lefern mitteilen, daß ich, ohne auch im entfernteſten ein Ein russischer Patriot. Spiritist oder Offultist zu sein, fie in eine Art Geheim wissenschaft einführen muß. In Rußland existiert nämlich zweifaches Recht: das veröffentlichte oder verkündete Recht und das geheime Recht. Der Umfang und die Tragweite des letzteren ist größer als es allgemein geglaubt wird. Und in dem geheimen russischen Polizeirecht finden wir die Antwort auf die oben aufgeworfene Frage: Was erhalten die fremden Staaten als Gegen wwert für die Duldung und Begünstigung der russischen Spizel- wollte, daß Kolonien? Nach dem geltenden geheimen russischen Polizeirecht, welches in höchst vertraulichen Girkularen des Polizeidepartements niedergelegt ist, sind sowohl die Militär- und Konsularagenten" der fremden Staaten als auch alle das russische Gebiet betretenden Ausgeht länder" einer beständigen Polizei- Aufsicht" unterworfen. Diese„ be geht uns aus absolut sicherer Quelle die Nachricht zu, daß ständige Polizei- Aufsicht" ist somit eine Institution" des russischen die Behörden bereits am Donnerstag aus dem Ministerium Polizeirechtes, welche eine Dienstpflicht seitens der kompetenten Anweisung erhalten haben, die Wählerlisten aufzustellen. Bolizeibehörden einschließt. Nach Anordnung des Ministers find die Wählerlisten bis Politifche Ueberficht. Wahltermin. Berlin, den 26. März. Zur Meldung der„ Nordd. Allgem. Ztg.", welche wiffen ,, dem Vernehmen nach voraussichtlich der Termin für die Reichstagswahlen auf den 16. Juni festgesetzt werden wird", Abgeordnetenhaus. Die Socialdemokratie bereite einen mächtigen Ansturm vor; bie Regierung aber begegne dieser Partei nicht mit der nötigen Energie. Den Konservativen sei es in erster Linie zu verdanken gewesen, daß die Kraftprobe der Socialdemokratie im Reichstage zurückgewiesen wurde; man hätte deshalb erwarten können, die Regierung werde auf dem geschaffenen gemeinsamen Boden mit den Konservativen den Kampf gegen die Socialdemokratie und deren Helfershelfer aufnehmen. Was sei aber geschehen? Die Antwort der Regierung sei ein Entgegenkommen an die Linke gewefen. Es sei die Verheißung des Klosettgefehes" und das bekannte Revirement erfolgt, dessen politischer Charakter hauptsächlich in der Provinz Hannover hervortrete. " Oder Ueber Organisation und Wahlen" referierte Herr geworfene, in Ausführungen absolut vertraulichen Charakters". b. Loebell, der glücklich aus dem Reichstage HinausEs wird denn auch über den Inhalt nichts verraten. Bermutlich hat man Mittelchen angegeben, wie man trotz des Klosettgesetzes die Wähler„ beeinflussen" könne. Als Wahlparole gab Herr v. Loebell unter Beifall, mächtigsten Umfangs" den Weckruf aus: Der Kampf gegen die Socialdemokratie sei ein Kampf des Glaubens gegen den Unglauben. Sicherlich ein Kampf des Glaubens an den 71% Mark- 8oll, der Ausbeutung aller Art und Knechtschaft jeder Form, des Glaubens an das Gottesgnadenrecht des Junkertums gegen den Unglauben an die Herrlichkeit der be= stehenden Gesellschaftsordnung und ihrer Vertreter. Graf Limburg Stirum. Von Jnteresse sind nur die folgenden leber die allgemeine politische Lage sprach hierauf Ausführungen des alten Kanalrebellen: Der Herr Referent tam hierauf auf die prenßischen Finanzen und die Kanalfrage zu sprechen. Dabei erörterte er die Stellung der Beamten zur konservativen Partei und zur Regierung und erntete brausenden Beifall, als er denjenigen Beamten Dank und Anerkennung aussprach, welche wegen ihres parlamentaris schen Votums bei der Kanalvorlage gemaßregelt worden waren. Die Frage, wie dem Volfe die Religion zu erhalten sei, beantwortete Herr Graf zu Limburg- Stirum mit dem Hinweis auf die Fürsorge für die Kirche und Erhaltung der konfessionellen Bolts. schule. Das Verhältnis der Konservativen zu den übrigen Par teien streifte der Vorsigende nur mit furzen Worten. Unverföhnlichteit gegen die Socialdemokratie und ihre Helfershelfer und deshalb Prüfung der freisinnigen Kandidaten über deren Stellung zur Socialdemokratie, Einvernehmen mit den übrigen Parteien insonderheit auch mit dem Centrum, mit welchem die Konservativen in christlicher und wirtschaftlicher Hinsicht zahlreiche Berührungspuntte hätten. Die Geschichte dieser Institution ist folgende: Anfang der Ostern fertig zu halten, damit die öffentliche Auslegung 80er Jahre trat bei dem sogenannten„ Hauptstabe" eine besondere unmittelbar nach Ostern erfolgen kann. Konferenz aus Vertretern der Ministerien des Innern, des Aeußern, Hiernach ist es trotz der unbestimmten, zur Verwirrung der Finanzen und des Krieges, des Generalstabes und des Gen- und Irreführung geeigneten Notiz der Nordd. Allgem. 8tg." darmeriecorps zusammen zur Beratung der Frage über die Be- durchaus nicht ausgeschlossen, daß die Wahlen bereits im Kämpfung der Spionage in Rußland. Diese Konferenz hat ver- Mai stattfinden, auch die Stichwahlen vor Pfingsten schiedene Maßregeln zur Bekämpfung der Spionage beschlossen und beendet sind. zum Schlusse sich dahin ausgesprochen, daß alle diese Maßregeln ,, nur in dem Falle von einigem Nugen sein werden", wenn jene schon von uns berührte beständige Polizei- Aufsicht" über die Militär- und Konsularagenten der fremden Staaten und alle Ausländer Das Abgeordnetenhaus nahm am Donnerstag in dritter In diesen Säßen ist das Kartell der Brotwucherer mit Einüberhaupt eingeführt werden wird. Dieser Beschluß der erwähnten Lesung den Gesetzentwurf betreffend die Gewährung von schluß der Freifinnigen um Richter als wahltaktischer Grundsatz besonderen Konferenz" wurde vom Minister des Innern( durch das Wohnungsgeldzuschüssen die unmittelbaren mit aller Schärfe hingestellt. Nachdem dann Herr v. Dziem Bolizeidepartement) laut Cirkular Nr. 1861 vom 5. Juli 1882") und Staatsbeamten und in erster und zweiter Lesung den Gesetz. bo twosti die Ost martenpolitit erörtert und Herr v. Durant Taut Cirkular Nr. 2629 vom 20. September 1882 den Gouverneuren entwurf über die Landestrauer an. Zu dieser Vorlage, gegenüber dem Grafen Limburg vor Konzessionen an den Liberalismus, und den Chefs der Gouvernements- Gendarmerieverwaltungen der die bestimmt, daß beim Ableben des Königs, der Königin oder diese Borfrucht der Socialdemokratie" gewarnt, sprach Graf MirbachGouvernements Bessarabien, Wolhynien, Podolien, Kiew, Kowno, Sorquitten über die Wirtschaftspolitit". Auch er sang das Grodno, Wilna, Minst, Witebst, Liefland, Sturland, sämtlicher( 10) ruffifche Statut über die geheime Polizei- Aufsicht, welches ebenfalls *) Es ist vielleicht nicht überflüffig festzustellen, daß das( geheime) Klagelied von der Schwäche der Regierung: Gouvernements des Generalgouvernements Warschau, des Gou- aus dem Jahre 1882 datiert, zivischen der generellen Polizeibernements St. Petersburg, Estland, Mohilew, Smolensk. Efa- Aufsicht" und der von Fall zu Fall auf bestimmte Interinoslaw, Cherson, Taurien, dem Militärgouverneur von Nikolajew, bicien hin zu verhängenden Polizeibeobachtung" ausdrücklich unterscheidet. In unfrem Falle handelt es sich aber um„ beständige *) Die Daten beziehen sich auf den sogenannten alten Stil. Polizei- Aufsicht". " Ein Zollsatz von 71% Mart für Getreide, wie ihn der Bund der Landwirte gefordert habe, wäre verhängnisvoll und nicht aufrecht zu halten gewesen. Dagegen sei es sehr bedauerlich, daß der früher von der Regierung bereits zugestandene 6 Mark- Zoll nicht bewilligt worden sei. worden sei. Jezt aber handle es fich darum, so rasch wie möglich aus den Caprivischen Handels was berträgen herauszukommen und daher dieselben zu fündigen. I Die arme Bevölkerung des sächsischen Vogtlandes wird sich nicht! Aus dem Bülow- Offiziösen ins Deutsche und Vernünftige über Nach dem Kampfe gegen die Obstruktion hätten die Dinge für durch einen Charlatan narren lassen. Sie hält ihrem braven Franz fetzt, heißt das: Ehe die Vereinigten Staaten Schiffe nach Kiel die Konservativen sehr günstig gelegen. Der Kampf schien erleichtert, Hofmann Treue! schicken, verzichten sie lieber aus schiffstechnischen Gründen" die Stellung der Opposition erschwert. Diese günstige Situation Dabei wird diese Bevölkerung auch freisinniger Hilfe entbehren bei den Ministern Gesundheitsrücksichten find auf die ganze aber sei durch die Haltung der Regierung erschüttert worden. Um fönnen. Was aber würde aus dem mageren Häuslein um Richter, Europafahrt. Wenn versichert wird, daß auch die andern europäischen so notwendiger sei, daß die Konservativen geschlossen und einmütig wenn die Socialdemokratie ihm in den Stichwahlen jede Unter- Häfen nicht angelaufen werden, so verbreitet der Offiziofus über die bleiben. Die Landwirte sollten bedenken, daß der neue Zolltarif stigung versagte! wichtigste Frage völliges Dunkel: Db denn irgend eine andre nur das Instrument bilde, um zu besseren Handelsverträgen zu geRegierung die Schiffe eingeladen hat. langen, fie follten also alle Refrimination wegen der Abstimmung über den Antrag von Kardorff vermeiden. Hierauf wendete sich Herr Graf von Mirbach gegen die lebernahme im perativer Mandate. Der Wähler habe das Recht, den Kandidaten über seine Stellung zu befragen, aber nicht dieses, ein imperatives Mandat zu erteilen. Die konservative Partei könne sich das von keiner Seite gefallen lassen. Socialdemokratische Kandidaturen in Württemberg. Die Regierung des Grafen Bülow will feine Politik der socialdemokratischen Kandidaturen in Württemberg: Die Schwäb. Tagwacht" veröffentlicht die vollständige Liste der Intervention. Hat sie fein Gefühl dafür, daß diese Politik unerbetener Liebenswürdigkeiten eine besonders unangenehme Spielart Landtags- Abgeordneter in Stuttgart. 1. Wahlkreis, Stuttgart- Stadt und Amt: Karl Hildenbrand, der Intervention darstellt? 2. Cannstatt- LudwigsburgMarbach- Waiblingen: Professor Kraus und das Reichskanzler- Amt lautet die SpitzLeonhard Tauscher, Landtags- Abgeordneter marke, unter welcher das„ Basler Volksblatt" neuerdings in Stuttgart. 3. Besigheim- Bradenheim- Heilbronn- Nedarfulm: die 12 000 Mart- Sonorierung bespricht. Das Dementi der Nordd. Die letzte Bemerkung richtet sich gegen die bündlerische Ver- Gustav Kittler, Gemeinderat in Heilbronn. 4. Böblingen- Leonberg- AII g. 3tg." erscheint dem badischen Gewährsmanne des Schweizer pflichtung auf den 7%, Mart. Die Debatte, an der auch die Bündler Maulbronn- Vaihingen: Karl Sperka, Gemeinderat in Stuttgart. Blattes als eine Bestätigung dreier Behauptungen: einmal für wie Dr. Dertel teilnahmen, stand aber durchaus unter der Stimmung 5. Eßlingen- Kirchheim- Nürtingen- Urach: Louis Schlegel, Gastwirt die finanzielle Nothilfe des Großherzogs, sodann für eine der Einigkeit der Brotwucherer verschiedenen Grades. in Eßlingen. 6. Reutlingen- Rottenburg- Tübingen: Friedrich Herr Honorierung der Spettator Briefe aus interessierter st a at Ueber„ Arbeiter fürsorge und Mittelstand" ver- mann, Grpedient in Stuttgart. 7. Calw- Herrenberg- Nagold- Neuen- licherstelle( Stultusbehörde) mit 12 000 M. und endlich von einer breitete sich noch in sehr vorgerückter Stunde" der Freiherr Horb- Oberndorf- Sulz: Wilhelm Kowald, Schriftfeger in Stuttgart. tanzler Amt, welch letztere Summe zurückgefordert, aber bürg: Karl Oster, Goldarbeiter in Stuttgart. 8. Freudenstadt- Reise Unterstügung des Hofrathes Kraus aus dem Reichs. v. Richthofen Mertschütz. Dieser Edle wünscht keine einseitige 9. Balingen- Rottweil- Spaichingen- Tuttlingen: Hermann Mattutat, schließlich der Erbin belassen wurde. Dem Vorwärts" wäre Reform nur im Interesse der Lohnarbeiter, sondern für alle wirt Arbeiterfefretär in Stuttgart. 10. Gmünd- Göppingen- Schorndorf durch die Vermengung der beiden letzten Fälle ein Frrtum schaftlich Schwachen nach Maßgabe der christlichen Lebens- Welzheim: Dr. H. Lindemann, Schriftsteller in Degerloch. 11. Bad unterlaufen; fein qui pro quo habe den Offiziösen das anschauung". Wie diese christliche Lebensanschauung aussieht, geht nang- hall- Dehringen- Weinsberg: Karl Krüger, Schreiner in Hall. Dementi sehr leicht gemacht; diese konnten„ keck drauflosdementieren aus folgendem herbor: 12. Crailsheim- Gerabronn- Künzelsau- Mergentheim: Friedrich Fischer, und sich in der Pose des mutwillig oder boshaft verleumdeten poliEin focialpolitisches Wettrennen, wie kürzlich im Reichstage Buchhändler in Stuttgart. 13. Aalen- Ellwangen- Gaildorf- Neresheim: tischen Biedermannes zeigen". Um nicht zu fernerem Mißverständnis Centrum, Freifinnige und Nationalliberale mit den Social- Albert Rudolph, Redakteur in Stuttgart. 14. Geislingen- Heidenheim- Anlaß zu geben, erklärt das schweizerische Blatt: 15. BlaubeurenMaler in Ulm. demokraten unternommen, könnten die Konservativen nicht mit- Ulm: Ad. Dietrich, Gemeinderat in Stuttgart. machen. Es sei doch auch zu fragen, ob es möglich sei, dem Aus- Ehingen- Laupheim- Münsingen: Georg Preßmar, Schreiner in Geislande gegenüber noch stärkere Lasten ferner zu tragen. Jetzt sei es lingen. 16. Biberach- Leutkirch- Waldsee- Wangen: Friedrich Göhring, die höchste Zeit zu überlegen, wie etwas für den Mittelstand ge= 17. Ravensburg- Riedlingen- Saulgau- Tettnang: schehen tönne. Die Regierung habe dafür anscheinend nicht das Friedrich Göhring, Maler in Ulm. Hohenzollern: Paul Gloning, nötige Verständnis. Der Referent charakterisierte zugleich in Bildhauer in Reutlingen. scharfer Weise die unverständliche milde Haltung der Regierung gegenüber der Socialdemokratie. Mit vollen Segeln wollen wir in der Socialpolitik weitersteuern, aber nicht ins Uferlose hinaus und nicht in die Einseitigkeit hinein. Eine schöne christliche Weltanschauung, die in dem bißchen Socialreform der bürgerlichen Parteien schon ein Wettrennen" schaudernd erblickt, mit einer sonst in Junkerkreisen nicht üblichen Abneigung gegen Wettrennen. Die angenommene Resolution zur Wirtschaftspolitit fordert u. a. baldigste Kündigung der Handelsverträge, eine„ Meistbegünstigung nicht ohne vollkommen gleichwertige Gegenleistungen", wesentlich besseren Schuß für die Landwirtschaft und keine Abschwächung der Börsengesetzgebung. " Die Resolution über Arbeiterfürsorge und Mittelstand" lautet: I. Die konservative Partei treibt nicht Socialpolitik, um die Gunst der Wählermassen zu erlangen, und macht nicht unerfüllbare Versprechungen, wohl aber will sie die unerschütterlichen Grundsäße des Christentums und deren Bethätigung in der Gesetzgebung zur Geltung gebracht sehen. II. Die Fürsorge für die wirtschaftlich Schwachen, welche durch die allerhöchste Botschaft Kaiser Wilhelms I. bom 17. November 1881 eingeleitet ist, hat sich nicht nur auf die Arbeiter, für welche durch Arbeiterschuß- und Versicherungsgefeße inzwischen bereits Bedeutendes erreicht worden ist, zu erstrecken. Der Mittelstand in Stadt und Land( Handwerker, Kleingewerbe, fleiner und mittlerer Grundbesitz 2c.), von dessen Gedeihen die Erhaltung des Vaterlandes abhängig ist, erscheint auf das höchste gefährdet und ist zum Teil unter die wirtschaftliche Lage von Lohnarbeitern herabgefunken. Die für den Mittelstand unabweisbaren Maßnahmen sind nicht länger hinauszuschieben. III. Daneben erstrebt die konservative Partei: 1. die weitere Ausgestaltung des Arbeiterschutzes, namentlich mit Bezug auf die Arbeit der Frauen und Kinder, soweit Gesundheit und Familienleben gefährdet erscheinen, V P " ſehen, schon 2001 M. vom Jahre 1901, über die, wie wir geDiese Klarheit geschaffen war, bildeten nicht den Fragepunkt zwischen der interpellierenden Presse und dem Reichskanzler- Amt; dieser liegt vielmehr in dem Honorar für die , publizistischen Privatarbeiten", die Spektators Briefe." Es handle sich, wie aus den bisherigen Hinweisen der Centrums Der Handelsvertrags- Verein. presse hervorgehe, um eine Subvention früheren Datums, Der Ausschuß des Handelsvertrags Vereins erläßt ein Wahl nicht um die Zahlung von 1901; über jene Zuwendung, durch cirkular, in dem es heißt: welche dem Verlage der Münchener Allgemeinen Zeitung" das " Die Neuwahlen zum Reichstage stehen vor der Thür. Mit Honorar für die Spektatorbriefe erspart worden sei, schweige sich die ihnen fällt die Entscheidung darüber, ob die Politit lang offiziöse Norddeutsche Allgemeine" vollständig aus; das Eingehen fristiger Handelsverträge fortgesetzt wird oder eine auf diese meist verlautbarte Version mußte der Offiziösen näher Periode der wachsenden gegenseitigen Absperrung und der Zoll- liegen als das Sichverstecken hinter einem Redaktionsversehen. Dieses friege eintritt. Mehr als jemals haben Industrie, Handel und Schweigen über den eigentlichen Fragepunkt müsse gedeutet Verkehrsgewerbe jetzt ein vitales Interesse daran, daß Männer in werden als eine Bestätigung des Sachverhalts, wie er von der den Reichstag gewählt werden, deren unbedingt handelsvertrags- Centrumspresse konstatiert worden ist. freundliche Gesinnung über jeden Zweifel erhaben ist. Angesichts Der Vorwärts" bleibt nach wie vor bei der Ansicht, daß es der verhängnisvollen Entwicklung unsrer wirtschaftlichen Gefeß eine Pflicht der Reichsregierung ist, sich gegenüber den Behauptungen gebung kommt es gegenwärtig weniger darauf an, welcher des" Basler Boltsblattes", das wiederum von der deutschen Parteischattierung der zu wählende Kandidat angehört, Centrumspresse citiert wird, vor aller Deffentlichkeit zu rechtfertigen. als vor allem darauf, daß Männer in das Parlament gelangen, Vielleicht sorgt das Centrum im Reichstage für eine dahingehende welche nach Berufsstellung und Kenntnis der wirtschaftlichen Ber- Interpellation. hältnisse Gewähr dafür bieten, daß sie mit aller Entschiedenheit für Fortführung der fegensreichen Politik langfristiger Handelsverträge eintreten. Aus diesem Grunde sieht auch der Handelsbertrags- Verein seine nächste und dringendste Aufgabe darin, diesem Ziele alle seine Kräfte zu widmen." Das Cirkular schließt mit dem Ersuchen um Geldspenden zur Wahlvorbereitung. Bum bum! Schweinburg trompetet in den B. P. N." zum Zusammenschluß gegen die Socialdemokratie. Er erzählt, wie wohlgerüstet die Socialdemokratie dastehe, während die bürgerlichen Parteien noch vielfach unter einander streiten. Das muß anders werden: " präsidenten v. Brandenstein aus Hannover nach Magdeburg, Intriguen am Hof. Zur Verfezung des früheren Regierungsinfolge deren der Betroffene dann auf sein Amt überhaupt verzichtete, hatte die Hannoversche Allg. 8tg." mitgeteilt, der Fall indem der Regierungspräsident an einflußreicher Stelle als b. Brandensteins sei verursacht worden durch eine höfische Intrigue, Trunkenbold angezeigt wurde. Offiziöse Blätter bestritten dies. Aber das Hannoversche Blatt beharrt auf seinen Eröffnungen und fügt jetzt die charakteristische Mitteilung hinzu, daß die Urheber der Intriguen fest überzeugt waren, Herr v. Brandenstein würde unter den Angriffen zusammenbrechen, wie seiner Zeit Krupp." Vielleicht plaudert das konservative Blatt, das einiges zu wissen scheint, gelegentlich etwas mehr von den Intriguen, unter denen trupp zusammengebrochen ist! Die gemeinsame Bekämpfung dieses gemeinsamen Gegners muß die vornehmste Aufgabe aller bürgerlichen Parteien sein. Noch ist es Zeit, manches Versäumte nachzuholen, aber es ist auch Die Zillerthaler Weber und der Abgeordnete Bebel. Wie erinner hohe Zeit, daß die bürgerlichen Parteien fich der Gemeinsamkeit lich, hatten der freifinnige Abgeordnete Crüger und der„ Bote aus ihrer Interessen an der Bekämpfung der Socialdemokratie erinnern dem Riesengebirge" die Angaben Bebels über die Löhne in der und demzufolge statt ihre Kräfte in gegenseitiger Bekämpfung zu erschöpfen, sie in erster Linie gegen den gemeinsamen Feind, der zugleich der Feind unsrer Gesellschaftsordnung und des deutschnationalen Staatswesens sowie der Monarchie ist, wenden." Mit folcherlei Bum- bum- Phrasen wird man den geistigen Kampf IV. Der konservativen Partei würde das freudige Eintreten gegen die Socialdemokratie führen. Sachliches hat man nicht, was für die Arbeiterfürsorge wesentlich erleichtert werden, wenn die bleibt den Armen im Geiſte aus Galizien übrig, als von Vaterlandsfür die Arbeiterfürforge wesentlich erleichtert werden, wenn die losigkeit, Feindschaft gegen Monarchie und bestehende GesellschaftsRegierungen im Reich und in den Einzelstaaten sich ausnahmslos ordnung zu posaunen? entschließen möchten 2. die Verbesserungen der Arbeiterversicherungs- Gesetze, wobei dem Plan einer Witwen- und Waisenversicherung ernstlich näher zu treten ist. 1. für die Erhaltung und Förderung des Mittelstandes, 2. für einen besseren Schutz der nationalen Produktion, 3. gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der jede göttliche und menschliche Autorität untergrabenden Volksverführer zielbewußt und energisch vorzugehen. Sonach ist der geheimnisvolle konservative Delegiertentag nichts wie ein Junterkomplott zur Erzielung höherer Zölle und Knebelung des socialdemokratisch gereiften Volkes. Die Mittelstandsretterei ist nur heuchlerischer Aufputz des Wahlfanges wegen. Am bemerkenswertesten ist die deutliche Kartellneigung, die selbst Eugen Richter liebevoll umfängt. Deutfches Reich. Wahlvorbereitungen. Beberei der Erdmannsdorfer Attien- Gesellschaft angezweifelt und die Lage der Arbeiter als nicht so traurig geschildert. Als Antwort auf diese freisinnige Arbeiterfreundlichkeit fand am Sonntag in Schmiedeberg im Riefengebirge eine Gewerkschafts- Bersammlung statt, welche von den Arbeitern aus der oben genannten Fabrik sehr zahlreich besucht war. und einer ausgedehnten Debatte fand eine Resolution Annahme, die Nach dem Referat des Genossen Löbe folgenden Satz enthält:„ Sodann spricht die Vers sammlung dem Abgeordneten Bebel ihren Dant Sehr amüsant bereitet der über den Parteien in der reinen aus für die berechtigte Kritik der Löhne in der Höhe der Geschäftsbeslissenheit thronende Lokal- Anzeiger" die Erdmannsdorfer Weberei." Der Redakteur des„ Boten", Wahlen vor: welcher zur Versammlung eingeladen war, zog es vor, nicht zu erscheinen. " Parteilose" Wahlvorbereitung. „ Nachdem der Termin für die nächsten Reichstagswahlen halb- Er wußte, daß es schlecht stand um seine Sache. In der Versammlung waren amtlich bekannt gegeben worden ist, tritt die bisher nur langsam Weber anwesend, die schon mehr als zwanzig Jahre in der obenin Fluß gekommene Wahlbewegung in ein akutes Stadium. Die genannten Fabrik arbeiten. Die Angaben Bebels über die Löhne Parteien haben dringende Veranlassung, ihre Wahlvorbereitungen wurden als absolut wahr und richtig nachgewiesen. Umso zu beenden, damit sie in geschlossener Phalang ihre Ziele verfolgen fönnen. Jedermann weiß, daß der Wahlkampf diesmal ganz besonders größer ist unter den Beteiligten die Erbitterung über die freiheiß entbrennen wird, und daß hohe Einfäge in Frage stehen. Für sinnige Handlungsweise. Diese Partei hat sich hier vor den Wahlen einzelne Parteien handelt es sich um Sein und Nichtsein. Das eine unglaubliche Blöße gegeben. deutsche Volt selbst hat ein unmittelbares Interesse daran, daß der nationale Gedanke durch das Wahlgetriebe nichts von seinem Aus Rendsburg wird über weitere Opfer der Kotesferei" ge Inhalt einbüßt. Die vaterländische Wohlfahrt muß für jeden Wähler der Leitstern seiner Entschließungen, für die Parteien der Hebel ihrer Tattit sein. Es wäre eine Wohlfahrt für unser Volt, wenn sich die Wahlbewegung in normalen Bahnen hielte." Kandidatennot. Im 6. fächsischen Kreise( Dresden- Land), Also die ganze Wahlphilofophie des trefflichen„ Lokal- Anzeigers": to meldet die„ D. T.", hat der Landtags- Abgeordnete Dekonomierat er geht alsbald weiter zu einer Betrachtung irgend welcher Auslands: Andrae, Landesvorfizender des Bundes der Landwirte für das ereignisse. Königreich Sachsen, aus Gesundheitsrücksichten die Kandidatur abgelehnt. Aus Sachsen. Nun haben sämtliche drei Dresdener Wahlkreise keine„ Ordnungs". Kandidaten. In allen drei Kreisen haben die bereits Aufgestellten wieder verzichtet. D des Katzenjammers schon lange vor den Wahlen! Im 20. fächsischen Reichstags- Wahlkreise, dessen Abgeordneter jetzt Genosse Rosenow ist, kandidiert der Scharfmacher Jenke, der frühere Leiter der Kruppschen Werke, für das Kartell. In Versammlungen will der Herr nicht zum Bolke herabsteigen. Wo er spricht, wird von vornherein vorgebeugt, daß Socialdemokraten ihm nicht entgegentreten können. Dafür soll auf die Wähler ein möglichst starter Druck ausgeübt werden. Auf seine Anweisung hin sollen in jedem Ort des Kreises sogenannte Wahlkomitees in Stärke von 12 bis 15 Personen gebildet werden. In je 8 bis 10 Häusern soll ein Komiteemitglied die Agitation be treiben und besonders am Wahltage die säumigen Wähler auf die Beine für Herrn Jende bringen. Meistens sind die Gemeindevorstände mit der Bildung der Komitees beauftragt worden. Kein Zweifel, Herr Jende läßt sich die Sache etivas fosten! Aber die Energie und der Opfermut unsrer Genossen wird auch mit Krupp- Männern fertig werden! als Im 22. sächsischen Reichstagswahlkreis wollen die vereinigten bürgerlichen Parteien mit dem Grafen Hoensbroech Kandidaten unfren bisherigen Kandidaten Franz Hofmann ver drängen. Aber auch die Freisinnigen stellen noch einen eignen Kandidaten auf. Die Parteigenossen Eugen Richters haben die Zuficherung abgegeben, daß fie den Socialdemokraten bei einer etwa notwendig werdenden Stich wahl jede Unterstügung versagen werden! Es ist zum Lachen! Graf Hoensbroech, der sich noch vor kurzem in einer Zuschrift an den„ Vorwärts" fast demokratisch aufspielte, läßt sich von den Leuten kandidieren, die das gleiche Wahlrecht in Sachsen zerschlagen haben und den Brotwucher vertreten. Renegat bleibt Renegat! Warum geht der Mann nicht gleich wieder zu den Jesuiten? meldet: Der Rittmeister Seiffert vom hiesigen Trainbataillon wurde plöglich zur Disposition gestellt und als Bezirksoffizier nach Bremen versezt. Es ist dies allerdings kein welterschütterndes Ereignis, aber es cirkuliert das Gerücht, daß diese Versegung mit dem seiner Zeit hier und in ganz Deutschland Aufsehen erregenden Fall Grosser in Berbindung steht. Rittmeister Seiffert war Chef der Compagnie, bei der die Schandthaten passierten. Auch wird behauptet, daß mit Das Geschäft muß für jedermann der Leitstern seiner Ent- dem Unteroffizier Braun nicht mehr tapituliert wird; dieser war schließungen sein! August Scherl über den Zinnen der Parteien! Beuge jenes Vorganges, unterließ es aber, die Sache zu melden. Dankend abgelehnt. Da die Vereinigten Staaten immer noch nicht den Besuch des Prinzen Heinrich erwidert haben, wurde von deutscher Seite solch ein Besuch in feierlicher Form angeregt. Aber die Amerikaner find harthörig. Ein offizielles Telegramm meldet aus Washington! Die Krankenversicherungs- Novelle in der Kommiffion. Am Donnerstag wurde die erste Lesung der Novelle in der Kommission beendet. Es wurden die noch ausstehenden Vorschläge der Regierungsvorlage unverändert angenommen, alle andren Anträge wurden abgelehnt. Von den letzteren sind besonders Der Deutsche Kaiser hatte dem Präsidenten Roosevelt mitteilen die von socialdemokratischer Seite und die die Aerzte und laffen, daß das atlantische Geschwader der Vereinigten Staaten Apothekenfrage betreffenden hervorzuheben. Die von socialauf dessen beabsichtigter Fahrt nach Europa auch in Kiel willkommen demokratischer Seite gestellten Anträge bezweckten ein Teil Erleichtesei. Jufolge der Abänderung des Reiseplans für das Geschwader rung der Centraliſierung( durch Ausdehnung der Centralisierungshat fich Präsident Roosevelt gezwungen gesehen, die Einladung möglichkeit über den Bezirk einer Aufsichtsbehörde(§ 46), durch Erabzulehnen unter dem Hinzufügen, daß das Geschwader keinen höhung der Minimalzahl der Betriebs- Krankenkassen von 50 auf 500 Hafen des europäischen Festlandes anlaufen werde. und durch Streichung der Möglichkeit geschlossene Orts- KrankenIn sehr komischer Weise versucht ein Bülow- Offiziofus diesen kaffen der Gemeinde Krankenversicherung zuzulveifen). Ein andrer neuen Erfolg unsrer Politikt des Liebeswerbens zu erläutern. Der Antrag wollte auch die Arbeitgeber der Innungs- Krankenkassen den Mann entwindet sich diese Wortfolge: Nachteilen der§§ 49, 50 und 73 unterstellen. Er wurde mit 7 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Abgelehnt wurde auch der Antrag, die Krankenfürsorge in der Seemannsordnung von 3 Monaten auf 26 Wochen auszudehnen. Als hier bekannt wurde, daß ein amerikanisches Geschwader wahrscheinlich Europa besuchen werde, ließ Kaiser Wilhelm dem Präsidenten Roosevelt mitteilen: Wenn ein amerikanisches Geschwader nach Europa fäme, würde es auch in Kiel willkommen sein. Zur Arzt- und Apothekenfrage waren von drei Seiten Anträge Präsident Roosevelt hat diese Mitteilung des Kaisers mit großer gestellt. Der freikonservative Abg. Gamp verlangte, daß die VerFreude und Genugthnung aufgenommen. Inzwischen ist aber aus träge über die Annahme und die Entlassung von Aerzten sowie die schiffstechnischen Gründen für dieses Jahr der Europabesuch des Lieferung von Medikamenten der Zustimmung der Arbeitgeber amerikanischen Geschwaders aufgegeben worden. Ein Zubedürfen solle. Sein Antrag wurde von keiner Seite befürwortet sammenhang zwischen der Mitteilung Kaiser Wilhelms an und wurde einstimmig abgelehnt.( Herr Gamp war unterdessen den Präsidenten der Vereinigten Staaten und der Aufgabe der verschivunden.) Nicht viel besser erging es einem Antrag des frei= Europafahrt des nordatlantischen Geschwaders besteht nicht. sinnigen Abg. Hofmann- Hall. Hofmanns Antrag verlangte Deshalb ist die in ihrer Tendenz ohne weiteres durchsichtige Dar einen neuen dahingehenden Paragraphen: stellung, Präsident Roosevelt habe eine Einladung Kaiser Wilhelms Die Behandlung von erkrankten Mitgliedern darf nur durch die zum Besuche des amerikanischen Geschwaders in Kiel abgelehnt, in den deutschen Bundesstaaten approbierten Aerzte stattfinden, welche thatsächlich falsch. Ebenso wie der deutschen ist auch den andren auch allein berechtigt sind, die Erwerbsunfähigkeit eines Mitglieds bei dieser Angelegenheit interessierten Regierungen von dem zu bezeugen. Statt des zur Zeit noch sehr verbreiteten ZwangsWashingtoner Kabinett mitgeteilt worden, daß das nordatlantische arztsystems ist die freie Arztwahl einzuführen( im Sinne der BeGeschwader den europäischen Kontinent nirgends berühren werde. schlüsse des Aerztetages in Berlin, 7. März 1908). Der Abschluß über Honorierung der Aerzte erfolgt an größeren Orten in der besonders auf die zur Dienstleistung wieder einberufenen Reservisten dagegen die Vermehrung der Zahl der Schulärzte auf 36( brei für Regel durch gemeinschaftlichen Vertrag zwischen der ärztlichen gerichtet sei. Diese Agitationen erschienen planmäßig organisiert zu jede der 12 Schulinspektionen) a 2000 m. beschlossen und die folgende Einigungskommission und den Kassenbeamten. Als Grundlage für sein. Den Kommandanten wird die größte Aufmerksamkeit und Resolution angenommen: ärztliche Entlohnung sind im allgemeinen als Minimalsäge die Wachsamkeit und die Anwendung der schärfsten Maßregeln zur Pflicht Die Versammlung ersucht den Magistrat, dafür Sorge zu Eisenacher Tagen anzuerkennen. Personen mit über 2000 m. gemacht. tragen, daß die Aemter des Armenarztes und des Schularztes in Gesamteinkommen dürfen nicht Kassenmitglieder sein." der Regel nicht in einer Person verbunden seien. " 17 in Frankreich. Paris, 26. März. Deputiertentammer. In der heutigen ( 1 Krone Belgien. Eine andre Die Dienstanweisung ist, da die Vertreter der socialdemokratischen Frattion ihre Anträge als aussichtslos zurückzogen, nicht beanstandet worden, doch soll der Magistrat ersucht werden, auch eine Besichtigung der Mundhöhle der Schulrekruten vorzuschreiben, damit auch der Zustand der Zähne beachtet werde. Jene Anträge waren darauf gerichtet, daß die Neuaufzunehmenden vor Beginn der Schule unter sucht sein müßten( nach der Anweisung muß die Untersuchung sechs Wochen nach Semesteranfang beendet sein) und daß alle vierzehn Tage die Schulen regelmäßig besucht werden sollten ( statt mindestens zweimal halbjährlich"). Berichterstatter ist der Stadtv. Ulrich. Dieser technisch und inhaltlich einzig dastehender freifinniger" Bersuch einer Beschränkung der Selbſtverwaltung und Beschränkung Nachmittagsfißung wird über das Genehmigungsgesuch der Kartäusereiner Strankenversicherung wurde von Röſicke- Dessau, Hofmann Mönche beraten, welche durch eine königliche Verfügung vom Dillenburg, Stadthagen, Zubeil und einigen Regierungsvertretern Jahre 1816 eine Berechtigung zur Niederlassung erhalten haben. beleuchtet und ebenfalls einstimmig abgelehnt. Der nationalliberale Abg. Hofmann( Dillenburg) hatte folgenden erkannt worden seien. Der Ministerpräsident weist nach, daß die Kartäuser niemals an Antrag eingebracht: Auf Anregung des Deputierten d'Estournelles hat sich eine neue Berträge der Krankenkassen und Krankenkassen- Verbände auf parlamentarische Gruppe gebildet: die Gruppe für internationales ausschließliche Behandlung ihrer Mitglieder durch Kaſſenärzte, sowie Schiedsgerichtswesen. Die neue Vereinigung zählt schon mehr als Verträge auf ausschließliche Lieferung von Arzneimitteln und andren 100 Mitglieder aus allen Parteien. Bedürfnissen der Krankenpflege bedürfen der Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde. Die Genehmigung darf unter Berück Von den Stadtvv. Augustin und Genossen ist der ursprüngliche sichtigung der Leistungsfähigkeit der Krankenkasse oder des Verbandes Eine erregte Kammerfitung war die vom 24. d. M. Der Justiz- Antrag wieder aufgenommen worden; desgleichen liegen auch die nur bersagt werden, wenn die Verträge die Befürchtung einer nicht minister van den Heuvel antwortete auf die Interpellation Crombez Anträge zur Dienstanweisung dem Plenum wieder vor. Eventuell sachgemäßen Behandlung der Krankenkassen- Mitglieder begründen. über die Kongregationen. Seit dem französischen Gesetz gegen die ist beantragt, für je zivei Schulen einen Schularzt anzustellen. Vor der Versagung sind der Vorstand der Krankenkasse oder des Ordensgesellschaften macht sich, wie wir fürzlich des näheren dar- Stadtv. Dr. Weyl( Soc.): Gelegentlich der ersten Lesung ist Verbandes und Vertreter der Aerzte oder Apotheker aus dem Bezirt gelegt haben, eine starke Einwanderung von Ordensgeistlichen nach die Vermutung ausgesprochen worden, der Schöpfer der Vorlage der Krankenkasse oder des Verbandes zu hören. Der Bescheid ist mit Belgien bemerkbar. Die Eingewanderten füllen die Klöster und habe vielleicht die Absicht gehabt, die ganze Einrichtung zu schriftlichen Gründen zu versehen." gründen nene Niederlassungen, wo sie unter dem Vorgeben, Wohl- diskreditieren, weil die Aufgabe, welche den Schulärzten zugemutet Die Abg. Röjice, Stadthagen, Zubeil wendeten fich dagegen, thätigkeits- Institute für Arme zu schaffen, zum Teil die größte wird, eine geradezu ungeheuerliche sei. Wir haben keine Verdaß man die Aerztefrage bei Gelegenheit dieser Novelle regeln wolle. Ausbeutung betreiben. Sind doch unter anderm auch die anlassung, dem Magistrat Beweggründe unterzuschieben, die nicht Das Krankenversicherungs- Gesez sei kein Gesetz zur Regelung der Brüder vom" Guten Hirten", deren Verurteilung fürzlich in geäußert werden; aber die Thatsache muß doch stußig machen, daß, finanziellen Verhältnisse der Aerzte. Richtiger als die Behauptung, Rauch erfolgte, in großer Zahl eingewandert. Diese That- abgesehen von den antierenden Aerzten, alle übrigen Aerzte gegen die Krankenversicherung verschulde eine Notlage von Aerzten sei die: fachen veranlaßten die Interpellation. Der Justizminister antwortete, die Vorlage ebenso wie gegen die Ausschußanträge ihr Votum der Mangel einer allgemeinen Versicherung sei hieran schuld. daß gegen die Religionsgesellschaften nichts unternommen werden abgeben. Hier haben die Aerzte nicht als Vertreter besondrer StandesLiege es im Intereſſe der Allgemeinheit ärztliche Hilfe zu haben, so dürfte. Die Fremden müßten in Belgien ein Asyl finden, und es interessen sich erklärt, sondern als Sachverständige und Gutachter, fei es auch Sache der Allgemeinheit, des Reichs, für hinreichend be- dürfe auch kein Unterschied gemacht werden in der Behandlung von und sie können verlangen, daß ihre Ansichten gebührend geprüft foldete Aerzte durch Verstaatlichung des Aerztewesens zu sorgen. Geistlichen und Laien. Die Linke antwortete ihm, daß die Regierung werden. Die Interessen der Aerzte stimmen hier überein mit den Die Kosten sollten der Staatskasse zufallen. Staatssekretär wohl Unterschiede mache an der Behandlung der Fremden, man erinnerte Interessen der allgemeinen Wohlfahrt und der schulhygienischen b. Posadowsky warnt vor der Bepackung der Novelle mit dieser an die Ausweisung von Victor Hugo, von Tom Man und verschiedener Forschung. Diese Interessen decken sich mit unsren Anträgen, die Frage. Auch der württembergische Regierungsvertreter Präsident andrer Socialisten. Crombez( Liberaler) verlas einige Stellen aus einem wir wieder eingebracht haben. Magistrat und Mehrheit sollten doch v. Schicker legt dar, daß die vorgeschlagenen Wege weder den Katechismus, den der Bischof von Namur zum Verfasser hat und in nicht erst abwarten, bis die Erfahrungen uns über die UnzulänglichAerzten noch den Kaffen helfen würden. Abg. Endemann ist der Ansicht welchem die Laienschulen als verderblich und demoralisierend hin- feit der Einrichtung belehren. Statt 30 Aerzte sollen wir ja 36 bedie Sache sei noch nicht spruchreif. Der ultramontane Abgeordnete gestellt werden; in dem Katechismus heißt es ferner, daß der kommen, aber ein großer Unterschied ist das doch wahrs Trimborn hofft, daß ein Einigungsamt sich errichten laffe, um Liberalismus die Familie zerstöre, die Vergnügungssucht und den baftig nicht. Der Magistrat fürchtete, die Einrichtung beiden Interessen zu genügen. Bei der Abstimmung wird der An- Alkoholismus fördere usw. Es kam zu erregten Scenen; die socia- würde der einheitlichen Leitung entbehren, wenn jede Schule trag des Abg. Hofmann- Dillenburg gegen seine Stimme listischen Deputierten Hector Denis und Vandervelde verlangten die einen Arzt bekäme. Das halte ich nicht für richtig. abgelehnt. Nachdem die Centrumsabgeordneten den Antrag Vertagung der Debatten, da vier klerikale Nedner hintereinander zum Der Getverts- Krankenverein zählt 150 Aerzte, welche unter selbsts Spahn( Ausdehnung der Versicherung auf 26 Wochen auch für die Wort gekommen seien. Nach langen Debatten wurde die Bertagung gewählter Leitung arbeiten; der Verein der freigewählten Kaffenärzte fakultative Versicherung der Landarbeiter) hatten fallen lassen, ge- beschlossen. ist 1500 start, arbeitet unter einheitlicher Leitung und giebt prompt gelangte eine Reihe Resolutionen zur Abstimmung. Norwegen. die Verbindung zwischen einer Menge von Krankenkassen. Die bisEin Antrag Röficke auf Ausdehnung der Versicherung auf die landwirtschaftlichen Arbeiter, das Ge= herigen Aerzte, hieß es weiter, würden gewissermaßen herabgesetzt, Zollerhöhungs- Vorschläge. Nachdem die Schweiz. Destreich- Ungarn wenn für jede Schule ein Arzt bestellt würde. Herabgesetzt werden sinde, die Handlungsgehilfen und die Haus- und Rußland dem deutschen Beispiel gefolgt sind und sich neue Zoll- diese doch eher durch die Vorlage; sie sollen jetzt 7 Schulen für 2000 m. industriellen wird gegen die Stimmen der Socialdemokraten tarife zugelegt haben, schickt sich nun auch Norwegen an, sein Rüst- bearbeiten, bisher bekamen sie 1000 m. für zwei Schulen, sie erhalten abgelehnt. Abgelehnt wurde ferner ein Antrag des freisinnigen zeug" auszustaffieren, und zwar richten sich, wie bei den oben ge- also das doppelte Geld, aber eine Verdrei- oder Vervierfachung der Abgeordneten Hofmann( Hall) auf baldthunlichste Borlegung nannten Ländern, auch hier die vorgeschlagenen Zollerhöhungen be- Arbeit. Der Vergleich des Oberbürgermeisters zwischen Schulinspektoren eines Gesezentwurfs zum Zwed einer eingehenden, gründlichen jonders gegen die Einfuhr aus dem deutschen Zollgebiet. Die Zoll- und Schulärzten war auch recht wenig glücklich. Wir wünschen nun Revision der gesamten deutschen Medizinal- Gesetzgebung und Schaffung kommission des Storthing schlägt nämlich n. a. Zollerhöhungen auf die Untersuchung der Schulrekruten schon beendet vor Beginn der eines einheitlichen Reichs- Medizinal- Gesezes". An- folgende Waren vor: Seidene Handschuhe von 10 auf 12 Kronen Schule. Von der Beendigung sechs Wochen nach Beginn des Semesters genommen hingegen wurde 1,12 M.) pro Kilo, halbseidene Handschuhe von 6 auf können wir uns keinen Erfolg versprechen; wir denken dabei an die gegen die Stimmen der Socialdemokraten 8 Kronen pro Kilo, flügelförmige Pianinos von 100 auf 105 Kronen Möglichkeit, daß Tuberkulose und andre ansteckende Krankheiten gar Trimborn folgende Resolution und Genossen: dem Reichstage die Annahme einer Reſolution zu empfehlen, welche 90 Kronen das Stück; für Werkzeuge für den handwerksmäßigen in die Einrichtungen der Häuslichkeit, wenn die kranken Kinder noch das Stück, tafelförmige oder aufrechtstehende Pianinos von 60 anf nicht gehörig erkannt werden. Welche Verwirrung käme auch vielleicht dahin geht: die verbündeten Regierungen zu ersuchen, 1. dem Reichsdahin geht: die verbündeten Regierungen zu ersuchen, 1. dem Reichs- oder Fabrikgebrauch, mit oder ohne Griff( jetzt zollfrei) einen 5 pro- sechs Wochen in der Schule verbleiben, die Schulbücher schon gekauft tage thunlichst bald, wenn möglich in der nächsten Session, einen Gesezentwurf zum Zwecke einer eingehenden und gründlichen Reform zentigen Wertzoll, Nägel und Stifte unter 45 Millimeter Länge und sind und dann plötzlich die Nichttauglichkeit der Kinder festgestellt des Krankenversicherungs- Gesetzes vorzulegen; 2. in Vorbereitung Schuhftifte 10 Dere das Kilo, Hufeisennägel und andre Nägel 3 Dere wird! Wenn die Magistratsvertreter meinten, das, was wir ver dieser Vorlage, wie den Vorständen der Krankenkassen, so auch den pro Kilo, für eiserne Bettstellen eine Erhöhung von 5 auf 10 Dere Tangen, ginge mit 30 und 36 Aerzten nicht, so ist das für uns nur Vertretungen des Aerztestandes Gelegenheit zur Geltendmachung pro Kilo. Eine Mehrheit von 6 Mitgliedern schlägt einen Cement- ein Grund mehr, uns gegen diese Bahl zu wenden. Nach dem bes ihrer Anschauungen und Wünsche 311 geben und diesen, zoll von 50 Dere( jetzt 20 Dere) für 100 Kilo bor. währten Wiesbadener System verlangen wir ferner, daß die Kinder soweit möglich, gerecht zu werden; 3. insbesondere Mehrheit beantragt für goldene Uhren einen Zoll von 5 und für regelmäßig in vierzehntägigen Zwischenräumen untersucht eine Erwägung darüber einzutreten, ob sich nicht die Bildung silberne einen solchen von 2 Kronen für das Stück. Endlich soll der werden sollen und die Räumlichkeiten der von ständigen Kommissionen je aus gewählten Vertretern der Zoll auf Galoschen von 80 Dere auf 1 Krone für das Kilo erhöht gleichen. Die Dienstanweisung besagt ausdrücklich, daß bei diesen Schulen des Besuchen die Kinder bezüglich ihres Gesundheitszustandes zu begutachten sind und eventuell leberwachungsscheine ausgestellt werden sollen. 56 Proz. aller Kinder find ja überwachungsbedürftig; was London, 24. März.( Eig. Ber.) Letzten Freitag fand in hätte also ein zweimal halbjährlicher Besuch für einen gwed? Für Fermanagh( Ulster) eine parlamentarische Nachwahl statt, die durch Veröffentlichungen soll der Chef der Einrichtung erst um Erlaubnis den Rücktritt des bisherigen konservativen Vertreters nötig geworden angegangen werden; aber erfreulicherweise stellte Herr Gerstenberg den ivar. Es standen sich zwei konservative Kandidaten gegenüber: Berzicht auf diese Forderung schon früher in Aussicht. Wir verlangen schließ Mitchell und Craig, aber der erstere verlangte auch den Auslauf der lich auch, daß die Kinder vom siebenten bis vierzehnten Jahre regelmäßig irischen Grundherren. Die Wahl endigte mit dem Siege Mitchells. ärztlich beobachtet werden, um im Kampf gegen die Tuberkulose als Es wird allgemein erwartet, daß die Regierung ihre Landbill Volkskrankheit die tuberkulösen Schulkinder ausmerzen zu können; in den nächsten Tagen, vielleicht schon morgen, einbringen wird. endlich verlangen wir die Untersuchung der Schulkinder bei der EntDie Hoffnungen Frlands sind viel zu groß, um sie durch eine Bill lassung darauf, ob sie zu dem Beruf geeignet sind, zu dem man sie nicht zu enttäuschen, die auch die finanzielle Belastung Groß- bestimmt hat. Die vorgeschlagene Resolution weist erfreulicherweise London, 24. März.( Eig. Ber.) Mr. James Bryce, der schottische britanniens in Erwägung ziehen muß. Dies ist thatsächlich die die dreiste Zumutung der Armenärzte zurück, welche in Gelehrte und radikale Abgeordnete für Aberdeen, verlangte gestern Hauptfrage. Denn je größer der Beitrag Großbritanniens, desto einer Eingabe behaupteten, die hundert Armenärzte wären von der Regierung nähere Auskunft über die Lage in Macedonien. leichter werden sich die Kaufsbedingungen für die irischen Farmer auch die tauglichsten Schulärzte. Das hätte gerade noch Er sagte: Man muß sich vor Augen halten, daß Artikel 23 des stellen. gefehlt, die mit Armenarztfrage der Schularztfrage zu Berliner Vertrages den europäischen Provinzen der Türkei gewisse verquicken! Bei Ablehnung unfrer Anträge werden wir für den Reformen garantiert hat. Ein Reformplan wurde von einer Ein sensationeller Selbstmord in der englischen Armee. Wie schon Ausschußantrag stimmen, obgleich er zunächst nur den Schein einer Kommission entivorfen, es ist aber nichts geschehen, um gestern furz gemeldet wurde, hat sich General Hector Macdonald, schulärztlichen Pflege für die Schulkinder erweckt. Aber wir wollen diesen Plan zu verwirklichen. Englands Verantwortlichkeit für der Befehlshaber der Truppen auf Ceylon, am Mittwochnachmittag auch nicht die ganze Sache ins Wasser fallen lassen. Für uns eine gute Regierung in jenen Provinzen ist besonders groß, da der in einem Hotel in Paris erschossen. Der General, welcher sich großer fann die heutige Lösung aber immer nur eine vorübergehende Vertrag von San Stefano, der beinahe ganz Macedonien an Popularität erfreute, weil er vom Gemeinen bis zum Generalliffimus fein; die Einrichtung muß umfassend ausgebaut werden. Wir sehen Bulgarien geben wollte, durch das Auftreten Englands beseitigt durch seine persönliche Tüchtigkeit avanciert war, war schwerer uns ja nach einem Jahre wieder; dann wird man an der Hand und durch den Berliner Vertrag ersetzt wurde. Die Nachrichten über die Sittlichkeitsverbrechen bezichtigt. Außerdem sollte er wegen Boeren- der Berichte über die Wirkung der Einrichtung weiter gehen können. ungeheuerliche Mißverwaltung in jenen Provinzen wurden durch schindereien unter Anklage gestellt werden. Der Tod trat unmittelbar( Beifall bei den Socialdemokraten.) das kürzlich veröffentlichte Blaubuch bestätigt. Die Lage der dortigen ein. Auf dem Bett, worin man die Leiche fand, lagen zwei photoBevölkerung ist so schlecht als nur möglich. Es entstanden deshalb graphien. Die Angelegenheit sollte vor einem Kriegsgericht abrevolutionäre Banden, die dort beinahe unabhängig schalten und geurteilt werden, zu dessen Zusammensetzung Offiziere aus Indien Diese berufen worden waren. walten und eine Art Kleinkrieg gegen die Türken führen. Zustände werden noch verschlimmert durch die räuberischen Streifzüge der benachbarten Albanier, die beim Sultan in hoher Gunst stehen und deshalb dem Arme der Gerechtigkeit entgehen. Sogar Das Ende einer Rücktritts- Komödie. Aus Caracas wird geder Eisenbahnverkehr ist vor ihnen nicht sicher. Chaos und Elend meldet: In seiner Botschaft an den Kongreß erklärt Castro, er herrschen in Macedonien, die aber von der unfähigen, schwachen und habe geglaubt, daß sein Rücktritt im Interesse des Friedens der forrupten türkischen Regierung nicht beseitigt werden können. Republik erforderlich fei, er beuge sich aber vor dem Wunsche Soweit ich sehen kann, ist durch das russisch östreichische Eingreifen des Kongresses, daß er die Präsidentschaft beibehalten solle. Er unterbis jetzt gar nichts geschehen, außer die Auswahl eines General- werfe sich seinen Pflichten von neuen, aber nur, bis dem Volte der inspektors. Die Lage ist gefahrvoll. Es kann dort eine Infurrektion Frieden wiedergegeben und die Ordnung wiederhergestellt sei. Er ausbrechen, die eine militärische Einmischung Rußlands und Destreichs glaube im Gegensatz zu der Ansicht der Senatoren und Abgeordneten, nötig machen wird. Sie kann auch einen Brand entfachen, der daß sein Rücktritt notwendig sei, er hoffe aber, daß die Zukunft weit über die Grenzen Macedoniens hinausgreifen wird. Es ist ihnen recht gebe. deshalb von großer Wichtigkeit, daß sofort Maßregeln ergriffen werden, um eine prompte Durchführung der von den Mächten vorgeschlagenen Reformen ficher zu stellen. Ich frage nun, was hat die Regierung gethan, unt den Abbruch einer Insurrektion zu verhindern?..." Die Antwort Lord Cran 11. Sigung vom Donnerstag, den 26. März, bornes, des Unterstaatssekretärs des Aeußern, zeigt, daß unter nachmittags 5 Uhr. drückte und um ihre Befreiung ringende Wölfer Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung nach nichts, absolut nichts von England zu erwarten haben. Cranborne sagte:„ Mr. Bryce hat in seiner Schilderung der Lage 26 Uhr. In die gemischte Deputation zur Vorbereitung der Wahlen für in Macedonien nicht übertrieben. Und die Zustände in Albanien find noch schlimmer." Anstatt aber in unzweideutiger Weise die den Bezirksausschuß entsendet die Versammlung zehn Mitglieder, türkische Regierung aufzufordern, mit den Reformen ernst zu machen, darunter u. a. die Stadtvv. Ewald und Toltsdorf. Die Frage der zählte er die Gewaltthaten auf, die die Insurgenten sich zu Schulden kommen ließen, und warnte gegen eine Erweckung des Fanatisnmis der Türken. Er versprach, ein neues Blaubuch über die macedonische Frage zu veröffentlichen. Krankenkassen- Vorstände und der Aerzte( sowie der Apotheker) unter einem neutralen Vorsitzenden( Obmann) empfiehlt, welchen die Regelung der ärztlichen Behandlung nebst Festsetzung eines Tarifes der Honorierung sowie die Entscheidung bezüglicher Streitigkeiten obliegt, mit der Maßgabe, daß alle Aerzte, welche sich dieser Regelung unterstellen, als Kassenärzte und Apotheker im Sinne des §6a Ziffer 6 gelten. Die zweite Lesung in der Kommission findet am Freitag statt. " Ausland. Eine Debatte über Macedonien. = werden. England. Die irische Agrarfrage. Amerika. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Bermehrung der Schulärzte Stadtschulrat Gerstenberg: Ich muß erklären, daß ich im Magistrat nichts von einem grundsätzlichen Gegensatz gegen die Erweiterung oder gar Einführung des schulärztlichen Instituts gemerkt habe. Die Vorlage bedeutet auch nach dem Zugeständnis des Vorredners einen großen Fortschritt, indem sie die Einrichtung auf die ganze Stadt ausdehnt. So ohne weiteres mit den freiwilligen Bereinen der Kassen- und Gewerksärzte läßt sich diese Einrichtung nicht vergleichen. Die Schulärzte sollen in dem historisc gewordenen Organismus der Schule hineinwachsen. Gäben wir jeden Arzt eine Schule, dann würden wir den Arzt auf 500 M. fetzen müssen und das wird auch Herr Dr. Mehl nicht wollen. Gewiß bekommen fie mehr Schulen, aber die Arbeit wird nach der Dienstanweisung auch vermindert. Einen Verzicht auf die Publikationsbeschränkung kann ich namens des Magistrats nicht aussprechen. An Stelle des Antrages Kreitling, der uns auf die Zukunft vertröstet, wollen wir lieber mit einem kleinen Etwas in der Gegenwart zufrieden sein. Stadtv. Dr. Nathan( N. L.): Es ist sehr sonderbar, daß die Socialdemokraten ihre Anträge wieder aufnehmen, anstatt sich mit uns auf den Antrag Kreitling zu vereinigen, der ihrem Ideal vicl näher kommt und wenigstens in einem Teile der Stadt ein Definitivum geschaffen hätte mit einem Schularzt für vier Schulen. Das Schwergewicht der Thatsachen hätte dann in wenigen Jahren zur Ausdehnung dieses Systems auf die ganze Stadt geführt. Jezt tönnen wir uns auch unfrerseits nur dem Kompromiß auf 36 Aerzte anschließen. Natürlich werden wir dabei später nicht stehen bleiben kömmen und die zweckmäßige Ausgestaltung wird hoffentlich bald in die Wege geleitet werden. Stadtv. Caffel( A. L.): Auch meine Freunde denken nicht daran, diese Institution wieder abzuschaffen. Wir haben es ebenfalls für das Richtigere gehalten, das Institut auf die ganze Stadt ansist in einem besonderen Ausschuß infolge des Antrages Augustin zudehnen. Das fonnte aber wiederum mur erreicht werden, wenn und der Magistratsvorlage, welche die Zahl derfelben von man eine nur mäßige Erhöhung der Aerztezahl eintreten ließ. Alles 10 auf 30 erhöhen will, in drei Sizungen eingehend beraten worden. Uebrige muß uns in Berlin erst die Erfahrung lehren; die ErDer Antrag Augustin vom 13. November 1902 verlangte für jede fahrungen andrer Kommunen lassen sich nicht direkt für Berlin Oestreich- Ungarn. der bestehenden 265 Gemeindeschulen einen Schularzt. Die Be- verwerten. Wien, 26. März.( B. T.") Die Arbeiter 8eitung" ratung des Antrages wurde zurückgestellt, da eine Magistrats- Stadtv. Bütow( Fr. Fr.): Wir stimmen ebenfalls für die beröffentlicht einen Geheimerlaß des Kriegsministers, vorlage angekündigt war. Diese lief Ende Januar ein, Ausschußbeschlüsse. Es ist feststehend, daß ein Arzt zivei Schulen, und zwar gegen die socialistische und radikal- nationale Propaganda sie wies jedem der 30 Schulärzte acht Schulen zu und sah wie es bisher probeweise eingerichtet war, mit spielender in der Armee. Im Erlaß werden die Kommandos aller Truppen- eine Dotation von 2000 Mart jährlich für jeden Arzt bor. Die Leichtigkeit versehen konnte; es wäre also widersinnig, nach dent förper darauf aufmerksam gemacht, daß Flugblätter meuterischen Ausschußverhandlungen haben sich auch auf den Bericht über die Antrage Augustin für jede einzelne Schule einen Schularzt zu bes Inhalts in den Kasernen eingeschmuggelt werden, daß versucht wurde, Thätigkeit der Schulärzte in der Zeit von Juni 1900 bis Juni 1902 stellen. Die Resolution habe ich allerdings im Ausschuß eingebracht durch eigens hierzu bestimmte Emissäre die Agitation unter den und auf die neue Dienstanweisung für die Schulärzte und ich halte einen solchen Beschluß für besonders im Interesse der Soldaten durchzuführen, daß die antimilitärische Bewegung erstrect. Der Antrag Augustin wurde gegen 2 Stimmen abgelehnt, Eltern, aber auch im Interesse der Gesamtheit gelegen. " Stadtv. Dr. Weyl: Wenn Herr Nathan sich über die Wieder-| Im Anschluß hieran nahm die Versammlung einstimmig folgende ihre Forderungen seitens der Unternehmer anerkannt wurden. Auf einbringung unsrer Anträge wundert, so habe ich ja deutlich gesagt, Resolution an: daß der wirkliche Fortschritt, das Definitivum, mit dem Antrag Grund der Einigungsverhandlungen sind neun korporative Verträge Kreitling nicht geschaffen wurde. Wir haben kein Recht, mit dem den 27. März früh die Forderungen zu unterbreiten mit der Maß- seit dem Erstarken der Gewerkschaftsbewegung, an der sich naturDie Versammlung beschließt: Den Arbeitgebern am Freitag, zu stande gekommen. Aus dem Berichte entnehmen wir, daß sich Gelde der Steuerzahler nur einen Teil der Schulkinder schulärztlich gabe, daß überall, wo bis zum 31. März abends die Forderungen gemäß auch sehr viele polnische Arbeiter beteiligen, die polnische untersuchen zu lassen. Die Anträge Augustin: 1. vom 1. September 1903 je einen aufgenommen wird. nicht bewilligt find, am 1. April früh die Arbeit nicht wieder Bourgeoisie, Pfaffen, Rechtsanwälte, Aerzte 2c. plöglich um das Wohl Schularzt an jeder Schule anzustellen, 2. einen Arzt für zwei fommission eingesetzt und hat alle auf die Lohubewegung bezug- Arbeiter noch nicht zum Klassenbewußtsein erwacht war, nur gelegentlich Die Tariffommission wird als Lohn- des gefnechteten polnischen Proletars bemühen. Während früher, als der Schulen anzustellen, 3. die Dienstanweisung wie oben mitgeteilt zu habenden Schritte zu thun. ändern, 4. das bedingte Verbot der Publikation zu streichen, werden der Wahlen einmal eine Versammlung für die arbeitende Begegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt, die Ausschußvölkerung" einberufen wurde, in der dann seitens des Kandidaten borschläge genehmigt. etwa folgende Stede" gehalten ward: Gelobt sei Jefus Christus! bin Pole und Katholik und mehr habe ich nicht zu sagen," werden Meine lieben Versammelten, ich kann mich wohl kurz faffen. Ich Ohne Debatte erteilt die Versammlung dem neuen Organisationsplane en bloc ihre Zustimmung. Berlin und der Staat. " Die Bremer Barbier- und Friseurgehilfen beschlossen am halten der Innung zu diesem Borgehen gezwungen worden find. Betont wurde allseitig, daß die Klempner nur durch das VerStadtv. Michelet erstattet darauf namens des Ausschusses Versammlung der Arbeitgeber wieder einmal der Beschluß geZum Streit der Maschinenarbeiter. Am Mittwoch ist in einer Ausschusses auf Anstellung eines Direttors für die Leitung wahrscheinlich bleibt es auch diesmal bei der geplanten Aus- Versammlungen abgehalten, in denen man mit Hilfe der nationalen des Fach- und Fortbildungsschulwesens. Fast ein sperrung. Als Hauptgründe für eine Generalaussperrung wurden an Bhrasen die unversehens entlaufenen Schäflein wieder einzufangen stimmig tritt die Versammlung dem Antrage bei. Die Vorlage wegen Umänderung und Erweiterung der Lehr- geführt, die Zähigkeit, mit der die Arbeiter ihre Sache vertreten, und die versucht. Das wird jedoch nicht mehr so leicht sein. Die 70 000., Die Vorlage wegen Umänderung und Erweiterung der Lehr- immöglichkeit, die Organisation im partiellen Kampfe zum Weiß- mit denen die deutschen Gewerkschaften die polnischen Arbeiter in aufgabe der städtischen höheren webeschule ist in fer bluten zu bringen; ferner gestanden die Herren auch ein, daß es ihren Kämpfen unterstützte, werden ihre Früchte tragen, Ausschußberatung im wesentlichen unverändert angenommen mit der Anlernung neuer Arbeitskräfte absolut nicht gehen wolle worden. Da die praktische Weberei zurückgegangen, die Konfektion aber gewachsen ist und in hoher Blüte gewinnt jedoch immer mehr den Anschein, als ob es die Hauptmacher den 27. März, die Arbeit nieder. Wir bitten, jeden Kollegen in Berlin wesentlich und auch Streifbrecher so gut wie gar nicht aufzutreiben feien. Es Dienstag, in den Streik einzutreten. Es Dienstag, in den Streik einzutreten. Sie legen Freitag, steht, soll der Lehrplan eine entsprechende Aenderung erfahren; der unter den Arbeitgebern bei der geplanten Aussperrung weniger auf darauf aufmerksam zu machen. Zuzug ist streng fernzuhalten. Fabrikantenkursus kommt in Wegfall, dagegen sollen Kurse zur eine Schädigung der Arbeiter als vielmehr auf den Ruin der technischen Ausbildung von Kaufleuten und Arbeitskräften der Kon- Kleinen und mittleren Arbeitgeber abgesehen haben. Gerade die letzteren Die Lohnkommission. fettions- und Wäschebranche eingerichtet werden. Der Sammetweber Streif in Debt, Kreis Kempen, hat mit und wenn sich dann nach einigen Wochen ihre Kunden von ihnen christlichen Führer, geendet. Die Firma J. Girmes u. Co. hat fast sollen unter allen Umständen zur Aussperrung bewogen werden, einem glänzenden Siege der Arbeiter, troß aller Duertreibereien der abgewandt haben und sie selbst ihre Werkstatt für immer schließen alle Forderungen der Arbeiter bewilligt. Am Donnerstag wurde müssen, dann lachen sich die großen tapitalfräftigen Unternehmer die Arbeit wieder aufgenommen. Am 10. März haben der Stadtv. Perls und die Neue Fraktion ins Fäustchen, fie machen ihre Betriebe wieder auf bergrößern der Linken an den Magistrat folgende Anfrage gerichtet: dieselben noch und sind auf gute Manier die kleinen Son find gescheitert. Die Metallschläger- Innung hat die Vorschläge des Die Tarifverhandlungen im Metallschläger- Gewerbe in Fürth Gedenkt der Magistrat Schritte zu thun gegenüber der in der furrenten los geworden. Schon jest liegt es Budgetkommission des Abgeordnetenhauses zu Tage getretenen der Hand, daß diejenigen Betriebe, die bis jetzt ihre Arbeiter Arbeitszeit basierten, abgelehnt und beharrt auf ihrem Beschluß, flar auf Deutschen Metallarbeiter- Verbandes, welche auf der 52 stündigen Gefahr einer staatlichen Ausnahmebesteuerung der Stadt Berlin? ausgesperrt haben, im höchsten Grade geschädigt sind. Ihre Kunden Stadtv, Berls( N. 2.): Die letzten Verhandlungen im Ab- haben zum Teil bereits mit andern Firmen Verträge abgeschlossen. nächsten Sonnabend die Arbeiter auszusperren. geordnetenhause haben Optimisten veranlaßt, unsre Besorgnisse für Merkwürdig ist auch, daß gerade die Hauptbefürworter der Ausübertrieben oder gar unbegründet zu erklären. Das ist nicht an sperrung am allermeisten auf Fertigstellung ihrer Arbeiten drängen. Lohnbewegungen in Deftreich- Ungarn. In Klagenfurth find gezeigt, denn eine positive beruhigende Erklärung der Regierung Bei den Firmen aber, die da weiter arbeiten lassen, kann kaum die Schneider in den Ausstand getreten. Sie verlangen Regelung liegt nicht vor. Herr Althoff vom Kultusministerium hat soviel Arbeit hergestellt werden, als verlangt wird. Hätten diese der Löhne, zehnstündige Arbeitszeit, Errichtung einer Betriebswerkstatt, gemeint, man würde sich schon mit Berlin einigen, wenn erst die Arbeitgeber nur genügend Platz für Arbeiter, dann wären vielleicht Nichtannahme neuer Heimarbeiter. Der Gewerbe- Inspektor hat seine Charité- Frage gelöst wäre; d. h. dann kommen die besonderen An- fchon jämtliche Streifende bei ihnen beschäftigt, und die Herren Bermittlung zugesagt. Die Bäderei Arbeiter in Villach haben fprüche an die Stadt Berlin hinterher. Wir haben nicht bloß mit der fäßen binnen furzem auf dem Trocknen. Sehr unangenehm scheint den Streit befchloffen.- In Leoben liegen Differenzen bei den Tischlern Regierung, sondern auch mit der Berlin feindlichen konservativ- kleritales in gewissen Arbeitgeberkreisen auch berührt zu haben, als die vor. Die Steinarbeiter in Budapest stehen vor einem nationalliberalen Mehrheit des Abgeordnetenhauses zu thun. Die„ Köln. Arbeiter nachwiesen, wie von der Firma Roller die fleineren Streit, und die Steinmeßen in Stenowit befinden sich im Beitung" hat geschrieben, Berlin müßte die Widerhaarigkeit aus Meister gegenüber den größeren in der Preisberechnung benach Streit. In Preßburg hat eine vom Gewerkschaftskartell eingetrieben werden; vom Centrum stammt der Ausdruck, Berlin sei teiligt werden. Da man diese Angaben nicht widerlegen konnte, so berufene Voltsversammlung eine Resolution angenommen, durch die der Wasserkopf der Monarchie; in den Chorus der Bachem, Mooran, hat man sie einfach als unwahr bezeichnet. Nicht nur, so weit für den Fall der Nichtannahme der Forderungen der Arbeiterschaft Krawiekel, v. Eynern stimmt freudig die Kreuz- Zeitungs"-Partei Hobel und Walzensäge in Betracht kommen, sondern auch für die der Streit der Gesamtarbeiterschaft Breßburgs erklärt und das ein. Dagegen bedeutet das Polizeikosten- Gesetz schon allein Arbeiten der Kreis- und Bandjäge und die Fraise- Arbeiten Gewerkschaftskartell beauftragt wird, den Zeitpunkt des Streitbeginnes eine Brandschatzung Berlins; in der Feuerwehrverwaltung haben wir sind die Preise, welche die kleinen Meister zahlen müssen, 10 bis festzulegen. nig to feggen". Dazu fordert man jetzt von uns eine Art Extra- 50 Proz. höher als diejenigen, welche den großen abverlangt werden. steuer und für die staatlichen öffentlichen Gebäude sollen wir mit Schon an dem Beispiel dieser einen Firma ist zu sehen, was es mit bezahlen. Kaum haben wir den Kirchenbaulast- Prozeß gewonnen, der von Nachardt und Compagnie gepredigten Intereffen da kommt man uns mit der Forderung, daß Berlin auf die Zurück- gemeinschaft aller Arbeitgeber auf fich hat. Letztere besteht nämlich forderung der bereits gezahlten hohen Summen verzichten soll, dann darin, daß die Großen die Kleinen an die Wand drücken. Deswegen wolle man uns weiterhin verschonen falls auch das angerufene werden auch die Arbeiter den Maßnahmen der Arbeitgeber ruhig ins Reichsgericht gegen die Kirchenbehörde entscheidet! Redner Auge fehen. führt die einzelnen Posten auf, bei denen Berlin Ausfälle zu Gunsten Der Streit der Landschaftsgärtner hat einen bedeutenden Umfang des Staates erleidet; der Ausfall an Kommunalsteuern bei Beamten angenommen. Bis zum Mittwoch haben insgesamt 447 Mann die steuerfreien! Husland. gefähr tausend Steinbrucharbeiter, die in den großen Steinbrüchen Aus Mailand wird vom 26. März gemeldet: Heute legten uns von Baveno, Gravellona und Feriolo beschäftigt sind, die Arbeit nieder, nachdem ihre Lohnforderungen von den Unternehmern abgelehnt worden waren. Die Bevölkerung nimmt für die schlecht bes zahlten Arbeiter Partei und es wurden deshalb von den Behörden besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen." Aus rheinischen Centrumskreisen. 1167 und Offizieren betrage allein 1700 000. Die öffentlichen Arbeit eingefſtellt. 40 Firmen, darunter 6 private, haben die For Letzte Nachrichten und Depefchen. Gebäude für Reichs- und Staatszwecke bane man derungen bereits bewilligt, bei denen 109 Arbeiter beschäftigt sind, doch nicht um der schönen Augen der Berliner willen! Die so daß nunmehr noch 338 Ausständige verbleiben. Streit Majestätsbeleidigungs- Prozeß gegen das Hamburger Echo". Beamten dieser Anstalten wohnen meistens in den Vororten, feien brecher sind verhältnismäßig wenig vorhanden, und mait Hamburg, 26. März.( Privat Depesche des Vorwärts".) In also nicht einmal Berliner Steuerzahler. Wir sollen die Anstands- hofft, daß diejenigen, die noch zu den alten Bedingungen dem Majestätsbeleidigungs- Verfahren gegen den verantwortlichen pflicht nicht verlegen, fagt uns Here Hasse, sondern für das Land arbeiten, in den nächsten Tagen ebenfalls die Arbeit ein- Redakteur des„ Echo" wurden heute vier Redakteure des„ Echo" als Opfer bringen! In dieser Forderung finden sich alle deutschen stellen werden. Die Unternehmer waren sehr überrascht, als Beugen, der fünfte als Mitschuldiger gerichtlich vernommen. SäntStämme zusammen. Wie kann man uns im tiefsten Frieden so Montag fast überall so einmütig die Arbeitseinstellung erfolgte. Sie liche Bernommene verweigerten ihre Aussage. hatten bis zum letzten Augenblick nicht geglaubt, daß unter den liche Bernommene verweigerten ihre Aussage. Oberbürgermeister Kirschner: Was die Charité betrifft, so ist Gärtnergehilfen eine derartige Solidarität vorherrscht und am aller- Bekanntlich hat zu diesem Verfahren eine Bibel und Babel be unser Recht auf die 100 000 Freitage ausdrücklich anerkannt wenigsten daran gedacht, daß auch die Obergärtner, Kolonnenführer Handelnde Sonntagsplauderei Anlaß gegeben. worden( hört! hört!), und zwar nicht als zwar nicht als ein Gnaden- und Arbeiter, die schon jahrelang bei derselben Firma thätig sind, recht, sondern als ein vertragsmäßiges, flagbares Recht. Es wird sich an der Lohnbewegung beteiligen würden. In der An Primus- Prozeß. aber behauptet, daß die Existenz der Charité uns ein Kranten- nahme, daß die Gehilfen doch nicht einig werden, haben Hamburg, 26. März.( W. T. B.) Heute vormittag wurde das haus erspare. Wir stehen in dieser Hinsicht nicht anders, die Unternehmer, wie schon früher, die Forderungen und Erkenntnis des See- Amts verlesen, in welchem dem Führer des als alle andern Städte mit staatlichen Krankenhäusern, auch jedwede Verhandlungen zwecks Vereinbarung eines Brinus", Kapitän Peters, die Hauptschuld zugemessen wird, da, er speciell die Universitätsstädte. Ich muß mich sehr darüber wundern, Lohntarifs rundweg abgelehnt und auf alle Vorstellungen ge- der kaiserlichen Verordnung zuwider im nördlichen Fahrwasser gewie man gerade jetzt diesen Anspruch erheben kann, wo der Umbau antwortet: Die Gärtner sollen nur streifen, erreichen werden sie doch fahren. Es wurden alsdann noch einigen Augenzeugen des Under Charité die Bettenzahl vermindert und Berlin einen seiner schönsten nichts. Sie hatten eben die Absicht, überhaupt nichts zuzugestehen. glücksfalles vernommen und die Verhandlung auf Freitagvormittag Parks, den botanischen Garten verlieren muß. Die Jdee ist ebenso Für die Ausständigen ist die Situation, wie in einer sehr start be- vertagt. originell wie unbillig.( Bustimmung.) Die Stadt hat niemals ge- fuchten Versammlung am Mittwoch im Schöneberger Klubhause be zögert, das klinische Material ihrer Strankenhäuser für die staatlichen richtet wurde, eine sehr günstige. Da im Vorjahre die Gärtnerei Unterrichtszwecke zur Verfügung zu stellen. Im Interesse dieses ziemlich daniederlag und folgedessen viele Gärtnerei- Arbeiter Köln a. Rh., 26. März.( W. T. B.) In der heute abs Unterrichts haben wir vor zehn Jahren das Kochsche Institut in enge Ber- fich andern Berufszweigen zugewandt haben, so ist gegen gehaltenen Sigung der Organisations- Kommission des heinibindung mit unfren Krankenhäusern gebracht und damit Ver- wärtig, wo die Konjunktur wieder eine bessere geworden, ichen Bauernvereins legte der Kölnischen Volkszeitung" pflichtungen lästiger Natur auf uns genommen. Das scheint an der fein großer Ueberfluß an Arbeitskräften vorhanden, so daß zufolge der Vorsitzende Graf Spee sein Amt nieder. Die amtlichen Stelle schon ganz in Vergessenheit geraten zu sein und gerade zur jetzigen Zeit und besonders infolge des guten Wetters Geschäfte des Vereins werden durch den zweiten Vorsitzenden Tills muß die Neigung zu neuen Verhandlungen abkühlen. Ebenso die Arbeit sehr drängend ist. Hinzu kommt, daß die Gartenbesizer, mann- Bönningen weitergeführt, da der erste stellvertretende Vorsitzende wunderbar ist der Anspruch, daß wir für staatliche welche über den Stand der Dinge aufgeklärt worden sind, sich auf Effer- Rodderhof erkrankt ist. Bauten einen Beitrag leisten leisten sollen, tvo es geradezu feiten der Arbeiter stellen, ihre Forderungen als völlig berechtigt Luxemburg, 26. März.( W. T. B.) Nach dreitägiger Debatte zur Regel geworden ist, jeden Staatsbau, der nicht ganz anerkennen und gedroht haben, ihre Arbeiten schließlich nur von hat die Deputiertenkammer einstimmig, bei zwei Stimmenthaltungen, notwendig in Berlin bleiben muß, außerhalb Berlins zu errichten. folchen Firmen herstellen zu lassen, welche den Tarif bewilligten.den Eisenbahn- und Zollvereinsverlängerungs- Vertrag mit DeutschEs ist ja für jeden mit historischem Sinn Begabten flar, Unter den Ausständigen selbst herrscht große Begeisterung. Das Vor- land angenommen. daß die Bedeutung Berlins, abgesehen von dem Fleiß und gehen der Unternehmer hat allgemein erbittert und aber auch den der Intelligenz feiner Bewohner, auch beruht auf der Stellung, Simm für eine flaffenbewußte und kampfesfähige Organisation in welche es als Hauptstadt des Staates und des Deutschen Reiches den Kreisen der Gärtnergehilfen sehr belebt. Budapest, 26. März.( W. T. B.) Jm Abgeordnetenhause beantwortete der Honved- Minister Freiherr von Fejervary einnimmt und z. T. auch auf der Fürsorge des Fürstenhauses; Achtung, Schuhmacher! Sämtliche Arbeiter und Arbeiterinnen die Juterpellation des Abgeordneten Benedek über das aber andrerseits läßt sich nicht in Abrede stellen, daß diese der Filzschuhfabrit von Jakobowski, Reichenbergerstr. 121, haben Verbot, daß Offiziere der Anti- Duell- Liga beigetreten, dahin, Stellung der Stadt Berlin uns große Pflichten auferlegt; und daß gestern früh die Arbeit niedergelegt. Die Arbeitsniederlegung erfolgte bak wir diese Pflichten immer voll erfüllt haben, ist rückhaltlos von einer anläßlich der Verweigerung der Leistung von zwei Ueberstunden Offiziercorps sich jedoch über die gesellschaftliche Auffassung, der Zweikampf gesetzlich verboten sei, höheren Stelle anerkannt worden als die ist, die jetzt mit solchen täglich und gestellten Lohnforderungen. An dem Ausstande find welche die Abweisung eines Duells als Feigheit erkläre, nicht hinweg Ansprüchen gegen uns auftritt. Der Magistrat hat, nachdem 20 Personen beteiligt. Zuzug ist bis auf weiteres streng fernzuhalten. fegen tönne. Das Offiziercorps fei nicht berufen, der Gesellschaft diese Ausbrüche erhoben worden sind, nicht umhin gekonnt, der Die Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. neue Auffassungen zu oftroyieren. Da zudem vorauszusehen sei, Frage näher zu treten, und ist mit der Aufmachung einer Achtung, Zinkgießer und Stürzer! Die Werkstatt bei dem daß die specifischen Vorschriften der Armee über Ehrenaffairen mit Rechnung beschäftigt, welche die Leistungen und Gegen Zwischenmeister Sperling, Oranienstr. 189, ist wegen Differenzen den Vorschriften der Anti- Duell- Liga nicht übereinstimmten, könne der Leistungen auf diesem diesem Gebiete abtvägt. Ich bin ficher, gesperrt. Zuzug ist fernzuhalten. Die Agitationstommission. Offizier nicht über die Nichtschmur seines Verhaltens im Unflaren gees wird für Berlin ein ziemlicher Saldo dabei herauslajien werden. Wenn es der Anti- Duell- Liga gelinge, ihrer Auffassung in kommen( Sehr richtig); aber wie dem auch fei, solche Erörterungen der Gesellschaft zum Siege zu verhelfen, so werde das Dffiziercorps find peinlich, mißlich und fönnen faum zum Segen ausschlagen.( Lebhafte Zustimmung.) Sie er fegte auch am Mittwoch und Donnerstag die Debatte über das nicht verfehlen, sich den neuen Ideen anzupassen.( Beifall rechts.) wecken Mißstimmung, Streit und Unfrieden in großem Maße, Unterstützungswesen fort. Es fand namentliche Abstimmung darüber Das Haus nimmt die Antwort zur Kenntnis. und jedenfalls fönnen die keine Freude daran haben, denen der statt, ob die Arbeitslosen- Unterstützung fofort eingeführt werden soll. Friede zwischen der Krone und dem Staat einerseits und der Stadt mit ja stimmten 43 Delegierte, mit nein 18. Berlin andrerseits am Herzen liegt. Die Männer, die uns zu solchen enthält sich Baum- Birna. Rechnungen zwingen, nehmen eine große Verantwortung auf sich; nachdem wir aber dazu gezwungen worden sind, hat sich der Magistrat aufs eifrigfte der Angelegenheit angenommen; das angenommen worden. Material wird gesammelt und Ihnen eventuell seiner Zeit in einer Denkschrift zugänglich gemacht werden.( Lebhafter Beifall.) Deutfches Reich. Der Verbandstag der Tabakarbeiter Der Abstimmung mit nein 18. Die Arbeitslosen- Unterstügung ist also mit großer Mehrheit zwar Duellfragen in Ungarn. das Aus Holland. Haag, 26. März.( W. T. B.) Da die Ereignisse, welche die Einberufung der Milizen des Jahrganges 1900 und 1901 veranlaßten, in nächster Zeit eine Verabschiedung derselben nicht voraussehen laffen, so hat sich die Regierung entschloffen, diefelbeu so lange unter den Waffen zu behalten, als dies ihr nützlich erscheint. Heeres- Etat in Spanien. Der Fortschritt der Gewerkschaftsbewegung in Bosen giebt, wie der Bericht des dortigen Gewerkschaftskartells konstatiert, zu den Eine Besprechung der Anfrage erfolgt nicht; somit ist diefelbe besten Hoffnungen Anlaß. Dem Kartell find jest 26 Gewerkschaften Madrid, 26. März.( W. T. B.) Unter dem Vorsitz des Königs erledigt. mit insgesamt 3263 Mitgliedern angeschlossen. Die Gesamtmitglieder hat heute ein Ministerrat stattgefunden, in welchem der Heeres- Etat auf Ueber die durch Erteilung eines Urlaubs von einer Woche an zahl stieg von 360 im Jahre 1898 auf 4011 im Jahre 1902. Jm 158 Millionen und die Präsenzstärke auf 100 000 Mann feſtgeſetzt die städtischen Arbeiter entstehenden Vertretungskosten hat letzten Quartal ist die Zahl infolge der Krise auf die oben an- wurde. Der König hat ferner das Dekret betreffend die Auflösung der Magistrat die von der Versammlung gewünschte Berechnung gegebene Summe zurückgegangen. Im ganzen ist der Aufschwung der Kammern unterzeichnet. Die Neuwahlen werden am 26. April aufmachen lassen und vorgelegt. Der Gegenstand wird von der heutigen Tagesordnung ab- jedoch sehr bedeutend und find an ihm besonders beteiligt: Bauarbeiter für die Deputiertentaminer und am 10. Mai für den Senat statt a5-1901: 106, 1902: 436; Holzarbeiter: 98, 320; Wialer: 66, 210; finden. Der Zusammentritt beider Häuser erfolgt am 18. Mai. Nachdem noch einige Vorlagen von weniger allgemeinem Bimmerer 20, 278. allgemeinem Bimmerer 20, 273. Um fast das doppelte gegen das Vorjahr stieg Sofia, 26. März.( W. T. B.) Die Abendblätter melden, daß gesezt. Interesse erledigt sind, schließt die öffentliche Sigung nach 8 Uhr. Gewerkschaftliches. Maurer 286, 1008, Metallarbeiter 58, 160, Schneider 56, 244, im Berichtsjahre die Zahl der Organisierten und zwar hauptsächlich das gesamte Kabinett sich entschlossen habe, angesichts der Ummög infolge der in diesem Jahre ausgefochtenen Lohntämpfe. Nicht lichkeit, das Kriegsportefeuille zu besetzen, seine Entlassung zu geben. weniger als 10 Gewerkschaften mit nahezu 3000 Mitgliedern waren Johannesburg, 25. März.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) im Streit und errangen durchgängig volle Siege, die ihnen eine Dem Vernehmen nach wird infolge der Zollkonvention der 15-20 prozentige Lohnerhöhung brachten. Während einzelne Handelsverkehr mit Großbritannien eine BevorDie Bauklempner beschlossen gestern abend in einer start be- Gewerkschaften auf gütlichem Wege durch Anrufen des zugung durch eine Rollermäßigung um 25 Prozent auf den fuchten Bersammlung, am heutigen Freitag den einzelnen Gewerbegerichts als Einigungsamt ihre Forderungen ihre Forderungen durch- ad valorem Tarif genießen. Ein besonderer Vorzugstarif ist außer Firmeninhabern einen Tarif zu unterbreiten, laut dessen vom 1. April fetzten, mußten die Holzarbeiter in ein, die Maler in dreis und die dem für die im Minenbetrieb und andren Jdustriezweigen zur Verab ein Minimallohn von 60 Pf. pro Stunde gefordert wird. Maurer und Zimmerer in siebenwöchigem Ausstande verharren, ehe wendung kommenden Maschinen vereinbart worden. Berlin und Umgegend. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Mr. 73. 20. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parlamentarifches. Freitag, 27. März 1903. schwür auf und schmerzlos erfolgt die Perforation der Nasen- fertigt erscheinen. Dementsprechend ist auch( wie bekannt) der Bes scheidetand. Das Loch vergrößert sich, bis die Scheidewand zerstört trag der baren Zuzahlung auf 607 500+675 000) 1 282 500 2. Die Finanzkommiffion des Herrenhauses trat Donnerstagbormittag Mitleidenschaft zu ziehen. Legt der Arbeiter die Arbeit nieder, so ist, dann hört der Prozeß auf, ohne irgend ein andres Organ in bemessen. unter dem Vorsitz des Grafen Bieten Schwerin in die Beratung tritt Heilung ein, aber mit Wiederaufnahme der Arbeit beginnt lage nicht zu stande kommen, so bleibt nur übrig, die der GesellSollte eine Vereinbarung mit der Gesellschaft auf dieser Grunds des Staatshaushalts- Stats für 1903 ein. In der Generaldebatte auch wieder das Leiden. In Rußland sollen 50 Proz. der Arbeiter schaft am 14. Oftober 1902 bereits angekündigte Abficht des Ers schildert Graf stönigsmard eingehend die Finanzlage. Der in den Chromfabriken, besonders in denen, welche chromsaures Stali verbs der Südbahn auf Grund der Bestimmungen(§ 42) des Ges Finanzminister erklärt, daß sich das Deficit bald vermindern herstellen, zerstörte Nasenhöhlen besigen. Einige Arbeiter bekommen feges über die Eisenbahn- Unternehmungen vom 3. November 1888 werde. Graf Königsmard weist weiter auf die ungünstige bas Leiden furze Zeit nach dem Eintritt in die Fabrik, andre zur Durchführung zu bringen." Finanzlage der Einzelstaaten hin, die eine Reichsfinanz- arbeiten jahrelang in derselben und erkranken niemals. Nach der reform zur dringenden Notwendigkeit mache. Finanzminister Darstellung des Weilschen Handbuches der Hygiene ist diefes Leiden verstanden. Schädlichkeiten beginnen schon mit der Zerkleinerung des zu be Fehr. v. Rheinbaben erklärt sich mit diesen Ausführungen ein- als eine Staubinhalations- serankheit aufzufallen; die veranlaffenden Berliner Partei- Angelegenheiten. " In Bezug auf die Biehseuchen erklärte Landwirtschaftsminister arbeitenden Chromeisensteins, und die Arbeiter unterliegen den b. Podbielski, daß er gegen sie immer radikal und mit aller Schädigungen des Chromatstaubes während der gesamten Be- Wahlvereins findet am Dienstag, den 31. März, abends 8 Uhr, Zweiter Wahlkreis. Die nächste öffentliche Versammlung des Strenge vorgehen werde. Sonst könne für ihre Verhütung feine arbeitung bis zur Verpackung des Fabrikats. Unter den Tabat bei Bühlte, Dennetvigstr. 13, statt. Der Reichstags- Abgeordnete Garantie übernommen werden. Das heißt, es wird weiter unter schnupfenden Arbeitern treten die Erkrankungen weniger häufig und Emil Rosenow spricht über: fanitärer Flagge Fleischwucher getrieben. Der Aufmarsch der Parteien zu In der Nachmittagssigung wurde beim Etat der Forst er öfterem Reinigen derselben nötigt. Es ist nun aber im höchsten Die Zahlstellen des Wahlvereins befinden sich in folgenden Lokalen: heftig auf, weil die reichliche Schleimabsonderung der Nafe zu den bevorstehenden Reichstagswahlen". Gäste haben Zutritt. waltung besonders die Anlegung einer eerstraße nach dem Grade auffällig, daß von der Geschwürsbildung mit nachfolgender Julius Fischer, Boechstr. 7; Batschke, Gräfeftr. 31; Ferdinand Ewald, Truppen- llebungsplay Döberig besprochen. In Anknüpfung an Perforation gerade die Scheidewand der Nase betroffen wird. Für Schönleinstr. 6; E. Lindemann, Moritstr. 9; Ohnesorge, Markdie in Verfolg der Ostmarkenpolitik erfolgte Belegung der diesen Umstand führt Bamberger die Erklärung an, daß der Ein- grafenstr. 102; Frizz Preuß, Belle- Alliancestr. 74a; Oskar Kumle, Städte Breschen und Schrimm mit Garnisonen wurde der Wunsch atmungsstrom derart in die Nase eintritt, daß er in einem aufwärts Bülowstr. 59; Otto Antrid, Steinmegstr. 60; Frizz Rechtbach, ausgesprochen, daß die fleinen Städte mit polnischer oder polnisch gerichteten Bogen von der Seitenwand der Nase her nach der Hagelsbergerstr. 28; Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15; Paul gemischter Bevölkerung möglichst zahlreich mis Garnisonen bedacht Scheidewand herübergeführt wird, wo er auprallend dann längs der Scholz. Barutherstr. 22; Borgfeld, Arndtstr. 35. werden möchten. Scheidewand weiter nach den Rasenmuscheln zieht. Die der Luft beigemischten Chrompartifelchen gelangen so an die feuchte Nasen- Sonntag, den 29. März, mittags 12 Uhr, findet im Lokal von BallSechster Wahlkreis( Gesundbrunnen und Rosenthaler Vorstadt). scheidewand, wo sie hängen bleiben und so durch Aeßung diese schmieder, Badstr. 16, eine Voltsversammlung statt, in welcher schließlich durchbohren. Diese Erklärung wird auch durch Versuche Reichstags- Abgeordneter Moltenbuhr über das Thema: Wie bestätigt, nach denen man feine gebrannte Magnesia mit dem Ein- können sich die Arbeiter gegen Ausplünderung schützen?" referieren atmungsstrom in die Nase gelangen ließ, um nachher durch den wird. Zahlreiches Erscheinen ist dringend wünschenswert. Rasenspiegel den Niederlassungsort dieses feinen Staubes Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen. In Welsch- Neureuth bei Karlsruhe wurden in der dritten Klaffe die socialdemokratischen Kandidaten ohne Gegenliste gewählt. In dem gleichfalls badischen Weinheim wurden in der Klasse der Niederbesteuerten drei Parteigenossen ge wählt, während von der gegnerischen nationalliberalen Liste vierzehn Kandidaten durchdrangen. Parteipreffe. In einer Parteiversammlung in Köln wurde be richtet, daß die Rheinische Zeitung" erfreuliche Fortschritte macht. Sie hat in diesem Jahre schon gegen 2000 Abonnenten gewonnen. Auch das verflossene Geschäftsjahr hat erfreuliche Resultate gegeben und war das beste seit Bestehen des Blattes. fontrollieren. Aus Induftrie und Handel. Der Vertrauensmann. Nieder- Schöneweide. Der Wahlverein hält am Sonnabend, den 28. d. M., abends 82 Uhr, im Lokale von Franz, Grünauerstr. 5, feine ordnungsmäßige Versammlung ab. Gäste haben Zutritt. Die, Parteigenossen werden ersucht, für den guten Besuch der Versamme lung Sorge zu tragen. Lokales. Der Handelstrust der Klöster. Brüssel, den 25. März. ( Eig. Ber.) Bei Gelegenheit der Interpellation in der Kammer über die schwarze Einwanderung habe ich schon an dieser Stelle( Nr. 69) auf die ökonomische Thätigkeit der Klöster hingewiesen. Jetzt ist eines Handelstrusts noch mehr vervollkommnet worden. diese durch Syndicierung der Klöster und durch Gründung Mitteilungen über den neuen Trust. Es führt den Namen„ Société von seinen Freunden und der Freiheit genommen, um auf vier Der Petit Bleu" giebt in seiner heutigen Ausgabe interessante Unser Genosse und Kollege Schröder hat heute Abschied Commeriale" und bezweckt„ alle Produkte religiöser Herkunft Engros Monate nach den gaftlichen Räumen des Strafgefängnisses Tegel zu verkaufen und sie den zahlreichen Zwischenhändlern zu entziehen". Ein " 1 " Das lehte Hunnen"-Opfer. Die Beteiligung an allen Wahlen zu den Körperschaften, die auf die Gesetzgebung Einfluß haben, wurde von einer Konferenz der fächsischen Parteidelegierten beschlossen überall da, wo Organisationen bestehen. Demgemäß wird man bei den nächsten Bezirkötagswahlen mit eignen Kandidaten vorgehen. Als Hauptprogrammpunkte wurden bezeichnet: Einführung des allgemeinen gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts für den Landesausschus und Aufhebung aller gewisser Teil des Geschäftsüberschusses soll an die( producierenden) überzusiedeln. Wenige Wochen, nachdem sich seine Redaktionskollegen geheimen Wahlrechts für den Landesausschuß und Aufhebung aller religiösen Anstalten zurückfallen." Die" Société" nennt sich christlich Schmidt und John, die in dem nicht minder gaftlichen Plößensee bas gesamte Erwerbsleben schwer drückenden Landesgesetze franzö- vor allem", und sie rechnet besonders auf die„ katholischen Stäufer, fechs resp. sieben Monate in beschaulicher Klausur zugebracht hatten, fischen Ursprungs. denn sie vereinigt die Erzeuger und Konsumenten der nämlichen der wenn man von solchen Erholungsstätten kommt- wirklich Polizeiliches, Gerichtliches ufw. religiösen lleberzeugung". " goldenen" Freiheit wiedergegeben fahen, erging die berüchtigte In erster Linie wird der Trust den katholischen Hand- Gestellungsorder der Staatsanwaltschaft an Schröder. werksmeistern, Fabrikanten und Händlern gefährlich werden. Denn was ihnen noch an Kundschaft verblieben ist, das wird ihnen durch den Hinweis genommen werden, daß die Artikel in den Etablissementen Gottes" oder von„ frommen Händen" hergestellt worden sind. -Zu 100 M. Geldstrafe wurde am Mittwoch Genosse N. Albert, zur Zeit in Magdeburg, vom Landgericht Plauen i. V. verurteilt. Er soll bei Auflösung einer Versammlung im Bezirk diefes Gerichtes die Auflösung als Unsinn bezeichnet haben. Sociales. Der Kampf gegen die Wurmkrankheit wird nach einer Mitteilung der Bergarbeiter- Beitung" auf eigentümliche Weise geführt. Es sollen nämlich auf mehreren Zechen Arbeiter gemaßregelt worden fein, die im Verdacht stehen, zu der Enquete der„ Bergarbeiter Zeitung" über die Wurmkrankheit Material geliefert zu haben. Butrauen tann man's den Kohlenbaronen schon, aber ein Standal wäre es doch. Die Bergbehörde wird nicht umhin können, der Sache näher zu treten. Ziefe boch eine Maßregelung der Arbeiter, die zur Veröffentlichung der Mißstände beitragen, auf eine Begünstigung der Seuche hinaus. " 27 " -und Winterfrost des Schuges der massiven Kerkermanern, so wird sich Erfreuten sich die Genossen Schmidt und John gegen Herbststürme Schröder in seiner Einsamkeit an heißen Sommertagen des wohligen Schattens getrösten können. Und alle Aufregungen der Wahlcampagne bleiben ihm diesmal erspart... Um sich von der Zahlung der Gewerbesteuern zu befreien, hat die christliche Société commerciale" einen feinen Trick ersonnen. Genosse Schröder war am 7. Juli vorigen Jahres von der Bis dato macht der Deckmantel der frommen Arbeit" fiebenten Ferienstrafkammer zu der erwähnten Gefängnisstrafe von oder der christlichen Wohlthätigteit" die Handel und vier Monaten verurteilt worden, weil er unter der Ueberschrift„ Die Gewerbe treibenden Klöster dem Fistus gegenüber inunun. Errichtung einer offenen Handelsgesellschaft, hätte man glauben eines Chinatriegers veröffentlicht hatte, in dem erzählt worden war, Durch milde Kriegsführung" neben andren ähnlichen Dokumenten den Brief fönnen, wollten die Klöster um auch zu den Ausgaben des Staates beisteuern. Ein Irrtum! Die Société nimmt nicht die daß von einem Transport gefangener Chinesen die größte Zahl belgische Nationalität an, obgleich fie mehrere Verwalter unterwegs erstochen worden seien. Durch Zeugenvernehmung in Belgien hat und eine Brüsseler Bank die Regelung ihrer Geld war auch festgestellt worden, daß thatsächlich 22 Boger" während geschäfte besorgt. Sie fonstituiert sich in England unter ihres Transports erstochen worden waren, und zwar, weil einer englischen Schußmarte und unter dem Namen fie, einer ihnen durch einen Dolmetscher zu teil eines bon berkirche gefegneten heiligen. Dadurch gewordenen Warnung, bei Todesstrafe jeden Fluchtversuch zu entzieht sie ihre Einkünfte der Besteuerung Etwas vom Kolonnenaccord der Puter. In einer vom Buzzer auch die Thatsache nichts ändert, daß alle ihre Produkte in Belgien Brief gemachten Mitteilungen entsprachen also den Thatsachen. Der wvoran bermeiden, zu entwischen versucht hatten. Die in dem A. Spielmann geführten Kolonne hatte der Pußer W. Spielmann erzeugt und hauptsächlich abgesetzt werden. annähernd vier Wochen lang auf einem bestimmten Bau mitGerichtshof lehnte denn auch einen weiteren Beweisantrag mit der gearbeitet und die tägliche Abschlagszahlung von 8 M. erhalten. Der Verein für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamts. Motivierung ab, daß er die in dem Briefe behaupteten Thatsachen Er schied dann gegen den Willen der Kolonne aus. Die Arbeit Bezirk Dortmund fühlt sich in seinem foeben beröffentlichten Jahres- als wahr unterstelle. Und trotzdem erfolgte eine Verurteilung! dauerte darauf noch etwa 9 Wochen. Der Gesamtaccord ergab einen bericht veranlaßt was niemand wundern wird, der die Stellung Die Charakterisierung dieser Kriegsführung als einer milden" ver„ Nachschuß"( Ueberschuß über die Abschlagszahlungen) von 868 m. dieses Vereins zum Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikat kennt diente durch vier Monate Gefängnis geahndet zu werden! Der Kolonnenführer verteilte diesen Betrag unter die bei ebenfalls eine Lanze für die wohlwollende Lohnpolitik der der Arbeit bis zulegt beschäftigten Buzer. 28. Spielmann Startelle einzulegen und und die Behauptung aufzustellen, die Wir sind nun einmal derartig vom Humanitätsdusel befallen, forderte aber demnächst durch Klage beim Gewerbegericht, gerichtet Startellierung der Industrie liege auch im Interesse der Arbeiter. daß wir auch heute noch der Ansicht sind, daß das Niederstechen von gegen den Kolonnenführer, daß auch er beim Nachschuß" beteiligt ,, Bei der ganzen Behandlung der Sartellfrage, auch in den Striegsgefangenen bei einem Fluchtversuche einer civilisierten Striegswerde, und zwar im Verhältnis der von ihm in der Kolonne ver- gefeggebenden Körperschaften," so heißt es im Bericht, macht sich führung nicht entspricht. Mochten die Leute zehnmal gewarnt sein, wendeten Arbeitstage, d. h. mit 46 M. In der Verhandlung vor in bedauerlicher Weise die auch sonst vielfach zu beobachtende That was hätte es verschlagen, wenn die 22 entkommen wären. Auch die der Kammer III hob der Beklagte hervor, daß der ganze Nachschuß sache geltend, daß man die Kartelle nicht nach ihren Leistungen Uebrigen hat man ja wohl nach kurzer Zeit wieder laufen lassen nur infolge einer erst nach dem Weggange des Klägers und ihren wirklichen Maßnahmen bewertet, fondern im bon müssen. Und kann es eine mildere Stritif einer folchen Handlung erzielten ohnerhöhung zu verdienen möglich war. Kläger Möglichkeiten ausgeht, die durch die Thatsachen nicht bekräftigt bestritt dies nicht. So ist es u. a. ein beständig wiederkehrendes Argument geben, als sie durch die harmlos ironische Ueberschrift geübt wurde? Dem Arbeitgeber gegenüber bestand werden. Kündigungsausschluß. gegen die Kartelle, daß fie in der Lage wären, durch den Zusammen. Auch hätte man doch wohl in Betracht ziehen müssen, daß der„ VorDie Kammer, III unter dem Vorsitz des Gewerberichters schluß der Unternehmer die Löhne zu drücken. Die Beobachtung der wärts" fich geradezu einer Kulturmission unterzog, als er Dr. Schalhorn wies die Klage ab. Begründend wurde thatsächlichen Wirkung der Kartelle auf dem Gebiete der Löhne zeigt, gegen die China- Kriegführung weithallenden Protest erhob. War ausgeführt:„ Es fonnte im vorliegenden Falle dahin jedenfalls soweit der hiesige Bergbau in Betracht kommt, aber das doch das Kulturgewiffen auch der deutschen Nation durch diesen unacitelt blieben, ob es wie in früheren Urteilen mehrfach an- gerade Gegenteil. Einmal ist nicht nur der tägliche Lohn direkt ge- feligen Krieg berartig taub geworden, daß nicht nur Blätter für dergenommen wurde- Brauch ist, die vertragswidrig Ausgeschiedenen tiegen, sondern auch die Arbeitsgelegenheit, die in früheren Zeiten artige koloniale Kriege Armeen angeworbener Verbrecher beram Ueberschuß nicht teilnehmen zu lassen. Im vorliegenden Falle 3. B. für den Bergmann im hiesigen Bezirk eine nicht regelmäßige gestellt Beit die ganze Gesellschaft( hier die Kolonne) sich aufbermag. hat Kläger auch nach dem Geseze keinen Anspruch auf Beteiligung, war, hat sich verbessert, so daß er, von besonderen Zufällen des Be- langten, sondern daß sogar ein Pastor Naumann ernsthaft die hat Stläger auch nach dem Geseze teinen Anspruch auf Beteiligung, triebes abgesehen, mit einer regelmäßigen Beschäftigung zu rechnen Frage erörterte, ob es erlaubt sei, Gefangene der Bebenn bis zu feinem Weggange hatte die Arbeit der Kolonne un quemlichkeit halber einfach zu massatrieren, um fireitig einen Ueberschuß über den bekannten Abschlag von 8 M. pro Mann und Tag nicht abgeworfen. Und aus§ 738 des Bürger Sägen nicht. Der Bericht wiederholt nur mit einigen andren friegerischer Siedehize, wo atavistische Instinkte selbst in ethisch sonst Um ein Produft eigner Erfindung handelt es sich bei diesen die Bewachungs Mannschaften zu sparen! In dieser Situation lichen Gesetzbuchs, Satz 2 am Ende, ergiebt sich, daß Worten, was schon der frühere Socialaristokrat und neuernannte hochstehenden Männern erwachten, war es ein gar nicht hoch genug selbst einem befugterweise Ausscheidenden nur dasjenige zu Geschäftsführer der Großindustrie des Saarreviers, Herr Merander zahlen ist, was ihm zukommen würde, wenn zu gleicher Tille, kürzlich in der„ Deutschen Industriezeitung" zu melden zu veranschlagendes Verdienst der Socialdemokratie und des Töfte. Im übrigen ist Stläger vertragswidrig ausgetreten. Denn wußte. Weil in den vergangenen Aufschwungsjahren im Oberberg Borwärts", ihr j'accuse" immer und inumer wieder zu erheben. amts- Bezirk Dortmund, troßdem die dortigen Stohlenzechen kartelliert Die Gerichte dachten anders: die Vorwärts" Redakteure ers der Kündigungsausschluß bestand nur im Verhältnis zu dem gemein- find, die Löhne stiegen und die Arbeiter infolge der stetig wachsenden hielten siebzehn Monate Gefängnis, von denen dreizehn fchaftlichen Arbeitgeber. Die Buzer unter sich wären nach dem Förderung leicht Arbeit fanden, deshalb sind die Kartelle auch den verbüßt sind; der Rest entfiel auf das Conto des Genossen Schröder, Zwecke der von ihnen gemeinschaftlich übernommenen Arbeit, der Arbeitern nüblich. Aber sind nicht auch in andren Bezirken und mit dessen Begleichung er heute begonnen hat. Hoffentlich trägt Herstellung der gesamten Bugarbeit am fraglichen Bau, verpflichtet, andren Industrien, die nicht kartelliert sind, in jenen Jahren die unser Genosse von der Haft, deren Annehmlichkeiten er zum ersten Diese Arbeit gleichmäßig bis zu ihrer Beendigung zu fördern.( Bergl. Löhne gestiegen und hat nicht auch in diesen Industrien eine Mehrung mal schäßen zu lernen Gelegenheit hat, keinerlei Schaden für seine den Abschnitt des Bürgerl. Gesetzbuches über Gesellschaften,§§ 705 ff., ber der Arbeitsgelegenheit stattgefunden? Die Ursache der Lohnauf die Beziehungen. Der Kolonnenmitglieder untereinander fräften sein. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. mindestens entsprechende Anwendung findet.) Steht hiernach der steigerung dürfte also doch wohl nicht die Kartellierung, sondern Gesundheit davon. geltend gemachte Anspruch bem Kläger überhaupt nicht zu, so tommt die in jeber Prosperitätsperiode zunehmende Nachfrage nach Arbeitses auf die Prüfung der weiteren Frage nicht mehr an, ob nach Verteilung des Ueberschusses ein zu unrecht llebergangener dens o Ionnenführer auf seinen ganzen anteil oder ob er nicht vielmehr jedes Kolonnenmitglied, das zuviel erhalten hat, verhältnismäßig in Anspruch nehmen darf." Zur Verstaatlichung der Ostpreußischen Südbahn. In der Die Ausdehnung der schulärztlichen Aufsicht foeben erschienenen Begründung des Gesezentwurfs betreffs her auf alle Gemeindeschulen Berlins ist nun endlich von Erwerbung der sechs zum Ankauf bestimmten preußischen Privat der Stadtverordneten- Versammlung beschlossen worden. bahnen läßt sich die preußische Regierung u. a. auch über die Motive diesen Beschluß geschaffen wird, ist freilich kein sehr glänzen aus, die sie dazu bestimmt haben, ihre ursprüngliche Abfindungs- des Ergebnis der jahrelangen Erörterungen dieser Ane Eine merkwürdige Krankheit der Chromarbeiter sucht Dr. med. offerte an die Aktionäre der Ostpreußischen Südbahn später zu er gelegenheit. Der Plan des Magistrats, die Gesamtheit der Js. Bamberger in Bad Kissingen zu erklären.( Münchener med. höhen.„ Bei den Verhandlungen über die Durchführung der Ver- Gemeindeschulen durch eine nur geringe Zahl von Aerzten Wochenschrift" 1902 Nr. 51.) Es ist nämlich eine bekannte That- staatlichung," heißt es in der Begründung, wurde von den Ver- versorgen zu lassen, hat mit einer fleinen Aenderung, sache, daß in den Chromfabriken die Arbeiter, wenn sie nicht tretern der Gesellschaft eine Erhöhung der baren Zuzahlung auf die einer Erhöhung der Aerztezahl von 30 auf 36- die Zustimmung genügend durch Respiratoren geschützt sind, oder wenn die sonstigen Stammaltien von 14 M. auf 44 M. für je eine Attie beantragt. des zur Prüfung der betreffenden Magistratsvorlage eingesetzten fabrilhygienischen Vorsichtsmaßregeln nicht beachtet werden, von Bur Begründung dieses Antrages wurde ausgeführt, daß die Ge Ausschusses und auch des Plenums der Versammlung gefunden. einem eigentümlichen Leiden befallen werden, das in einer fast fellſchaft im Besize von 808 000 M. Attien der Königsberger Lager- Der von der socialdemokratischen Fraktion gestellte schmerzlos zu stande kommenden Durchbohrung der Rafenscheide- haus- Gesellschaft sei und daß sie außerdem umfangreiche Land- Antrag, je der Schule einen besonderen Arzt zu geben, wand besteht. Albrecht hat in seinem Handbuch der praktischen flächen im Weichbilde von Königsberg befize, die auch für den den der Ausschuß als unausführbar abgelehnt hatte, wurde im Gewerbehygiene auseinandergefeßt, daß das Chrom einen ganz Staat von besonderem Werte sein würden. Diese Umstände, über Blemum erneut eingebracht, aber auch hier abgelehnt. Die feltsamen Reiz auf die Rafenschleimhaut ausübt; es entsteht nämlich welche die Geschäftsberichte der Gesellschaft keinen Aufschluß gaben Scheingründe, die Mehrheit dagegen anzuführen hat, in der Nase ein heftiges Stribbeln, das die Leute zum häufigen und die der Staatsregierung bei der Bemeffung ihres Angebots wurden von dem Berichterstatter des Ausschuffes, dem Stadtv. Niesen reizt, dann tritt an der Nasenscheidewand ein kleines Ge- nicht bekannt waren, lassen die Erhöhung des Angebots als gerecht Ulrich( Alte Linke"), noch einmal vorgetragen. Den Antrag bie " dritte Wählerklasse das Wahlgeschäft trotz des„ elendesten aller Wahl Lichtenberg. Die Gemeindewahlen sind beendet. Während die gefeze" glatt erledigte, konnte im ersten Bezirk der zweiten Klasse Sie Wahlhandlung nicht zur festgesetzten Zeit( 3 Uhr) eröffnet werden, Kandidaten anwesend waren! Im zweiten Bezirk derselben Klasse weil außer dem Gemeindevorsteher nur die beiden socialdemokratischen war der Eröffnungsakt lebhafter, hier bekämpften sich zwei Intereſſengruppen mit großer Liebenswürdigkeit;" Wahlfälschungen"," Mi brauch von widerrufenen Vollmachten",„ Unwahrheiten"," Mogeleien" ja selbst falsche eidesstattliche Versicherung" waren die Mittel, durch die sich die geistigen" Führer des Lichtenberger Bürgertums" die papiernen Wähler d. h. die ergatterten Vollmachten von auswärts wohnenden Besitzern oder der Witwen von Besigern am Drte ein264 bürgerlichen Stimmen waren ein Drittel papierne Wähler". ander abzujagen bemühten. Von den insgesamt abgegebenen Auf unsre Parteigenoffen entfielen 16 Stimmen. Gewählt wurden die Bürgervereinler Koch und Weigel und der Kandidat des„ Verbündeten" Grundbefizer- Vereins Ost, Herr Möser. anfrer Fraktion begründete Genosse Dr. Wehr in ausführlicher Ein trauriges Ende nahm in der vergangenen Nacht eine gründeter Antrag auf Gewährung freien Frühstücks an die Gemeinde Rede, die diese Lösung der Schularztfrage als die beste und als Geburtstagsfeier, die der 21 Jahre alte Schlosser May Bernhardt Schüler. Im weiteren Verlaufe der Beratungen trat Genosse Bogel fehr wohl durchführbar nachwies. Weyl fündigte an, daß unsre aus der Aldolfstr. 8 mit mehreren Bekannten begangen hatte. Um für die schulärztliche Untersuchung der Gemeindeschüler auf Erkrankung Genossen bei Ablehnung ihres Antrages, unbeschadet ihres 12, Uhr fehrte der junge Mann, der bei seinem Stiefvater, dem der Zähne, Nasen und Ohren ein. Genosse Scharrnberg brachte principiellen Standpunktes, mit für den Ausschußantrag stimmen Steindrucker Lange, im dritten Stock wohnt, nach Hause zurück, die gesundheitsgefährlichen Zustände des Schulzivecken dienenden Mietswürden, um erst einmal die Ausdehnung der schulärztlichen Aufsicht wahrscheinlich etwas angetrunken. Eine Stunde später ging er, nur hauses in der Wielandstraße zur Sprache. Stadtschulrat Dr. Neufert auf alle Schulen zu erreichen, daß sie aber diesen Beschluß, mit dem Hemde bekleidet, auf den Abort, der auf dem Treppenabsah mußte zugeben, daß das Gebäude nicht allen Anforderungen entsprechen. der mit seiner Beschränkung der Aerztezahl auf 36 doch nur Stüd- zwischen dem zweiten und dritten Stocke liegt. Auf dem Rück- Trozdem soll es noch mehrere Jahre im Gebrauch bleiben. Eine wwert ist, nicht als einen endgültigen angesehen wissen wollen. Stadt- vege stürzte er aus dem Flurfenster auf den gepflasterten Hof lebhafte Debatte tnüpfte sich an den Etat der Armenverwaltung. schulrat Gerstenberg meinte, die Vorlage bedeute doch einen großen hinab, wo er mit schweren Verlegungen am Kopf, an den Armen Der Etatsausschuß hat einige Positionen herabgesetzt, da es, wie Schritt vorwärts. Von den Rednern der drei bürgerlichen Fraktionen und an den Beinen liegen blieb. Er hatte, wie er noch angeben der Referent ausführte, endlich an der Zeit sei, den stets steigenden polemisierte Stadtv. Dr. Nathan( N. L.) gegen die Haltung der social- fonnte, geglaubt, daß er bereits an der Wohnung gewesen wäre Ausgaben eine Grenze zu ziehen. Stadtv. Holz beantragte die demokratischen Frattion. Er wurde durch Genossen Weyl in furzer und das Fenster für seine Thür gehalten. Der Verunglückte wurde Wiedereinstellung der Positionen. Genosse Hirsch unterstützte diesen Antwort zurückgewiesen. Bei der Abstimmung erhob sich auf frei von einem Schuhmann mit einem Krankenwagen nach der Charité Antrag und übte gleichzeitig scharfe Kritik an dem Verhalten der finniger Seite feine Hand für die Vorschläge der Socialdemokraten. Auch gebracht. die Einschränkung, für je zwei Schulen immer einen Arzt anzustellen, Mehrheit, durch deren Unterlassungsfünden die Ausgaben der Armenverwaltung steigen und die dann erschreckt über das Anwachsen der Lasten wurde nicht unterstützt. Ebensowenig waren die Freisinnigen für die von Den Tod im Wasser suchte und fand in der Nacht zum Mittwoch ohne genaue Prüfung Abstriche machen will, um den wahren Sachunfren Genossen empfohlenen Aenderungen der Dienstanweisung der die 57 Jahre alte Arbeiterfrau Friederike Naivrote aus der verhalt zu verschleiern. Die Abstriche wurden schließlich in namentSchulärzte zu haben, für die Forderung, daß die Untersuchung der Schul- Warschauerstr. 49, die schwer lungenkrank war. Während ihre An- licher Abstimmung mit 27 gegen 22 Stimmen genehmigt. Weiter tinder noch vor Beginn des Semesters beendet werden soll und daß gehörigen schliefen, schlich sie sich aus der Wohnung und ging in richtete Genoffe Bogel an den Magistrat die Anfrage, ob die von der Schularzt mindestens alle 14 Tage die Schule inspicieren soll. Die Spree. Gestern vormittag landeten Schiffer ihre Leichen dem Reichstags- Abg. Antric gegen die Edelsche Frrenanstalt erhobenen Schließlich stand die socialdemokratische Fraktion selbst mit der Hinterland der Wühlenstraße. Die Kranke hatte schon öfter bemerkt, Beschwerden auf Wahrheit beruhen. Während der Magistrat auf die von Forderung, daß den Schulärzten die Verwertung ihrer Beobachtungen daß sie ihrem Leben ein Ende machen werde. der Behörde angeordnete Kontrolle verwies, sah sich Stadtv. Dr. Bauer zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen nicht untersagt werden solle, fast allein da. Von den Freisinnigen stimmte ein einziger dafür, zu einem Angriff auf die socialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten Vor den Augen ihres Bräutigams erschossen hat sich gestern beranlaßt, denen er vorwarf, daß sie oft unwahre Behauptungen ein Arzt. So, vorsichtig" ist man in Berlin bei den großen morgen die 21 Jahre alte Kellnerin Selma Arndt aus der Kleinen aufstellen. Gen. Hirsch wies diesen Angriff in gebührender Weise Schritt vorwärts", der gethan hier wird! Alexanderstraße 27a, in ihren Kreisen die" Breslauer Selma" ge- zurüd. Die übrigen Etats wurden ohne erhebliche Debatte erledigt. Aus dem weiteren Verlauf der Signng ist zu erwähnen die nannt, weil sie aus Breslau stammte. Sie bediente zuletzt in einem Der Dispositionsfonds beläuft sich nach den Beschlüssen der Ver Anfrage der„ Neuen Linken", was gegen die Gefahr einer Lokal in der Joachimstraße und war verlobt mit einem Hausdiener sammlung auf 182,900 M., der Zuschlag zur Staats- Einkommensteuer staatlichen Ausnahmebesteuerung der Stadt Emil F. Familienzwist scheint ihr das Leben verleidet zu haben. wurde auf 100 Proz. bemessen, die Gemeinde- Grundsteuer auf 2,3 pro Berlin" gethan werden soll. Stadtv. Perls begründete Er hing wohl damit zuſanimen, daß sie Kellnerin geworden war, Tausend des gemeinen Wertes. diese Anfrage sehr eingehend und mit lehrreichem Material, aber während sie die Puzmacherei erlernt hatte. Seit einigen Wochen Tausend des gemeinen Wertes. nachdem Oberbürgermeister Kirschner ihm geantwortet, hatte nahm die Gastwirtin an dem Mädchen eine große Aufregung wahr Weiter ist von Jnteresse die Mitteilung des Magistrats, daß er man doch den Eindruck, daß die ganze Attion ohne große Wirkung und bemerite einen Revolver bei ihr. Auch die Witwe Senebel, den Beschlüssen der Versammlung auf Erhöhung des Schulgeldes verpufft sei. Herr Kirschner fonnte es sich nicht versagen, seine Rede bei der der sie ein möbliertes Zimmer bewohnte, fah die für einheimische Schüler der höheren Lehranstalten nicht beigetreten mit einem Kompliment für das Fürstenhaus zu schließen Waffe und machte einen Polizeibeamten darauf aufmerksam. Dieser ist. In die gemischte Deputation, die zur Regelung dieser Frage einund die Störung des Friedens zwischen Staatsregierung und Stadt- konnte aber um so weniger dagegen thun, als das Mädchen ihm gesezt ist, wurde u. a. Dr. Borchardt gewählt. verwaltung zu beklagen. Nach ihm sprach niemand. versicherte, sie habe den Revolver in der Linienstraße weggeworfen. Jm Lokal hatte sie wiederholt geäußert, daß sie sich erschießen werde, auf die Frage nach der Veranlassung aber niemals geant wortet. Da Frau Knebel sie vorgestern in großer Aufregung fah, so bat sie ihren Bräutigam, nachts mit in der Wohnung zu bleiben. Die Hochbahn ist jetzt ein Jahr in vollem Betrieb. 18. Februar vorigen Jahres war die Oststrecke eröffnet worden, am gegangen war, ergriff die Lebensmüde plötzlich den Revolver und Am Als dann gestern morgen um 81, Uhr die wirtin zum Waschen weg 11. März folgte die Weststrecke, und am 25. März begann der schoß sich, ohne daß der Bräutigam es hindern konnte, eine Kugel Durchgangsverkehr. Die Hochbahn- Verwaltung blickt auf dieses in das rechte Dhr. Das Geschoß ging quer durch den Kopf und kam erste Jahr mit Befriedigung zurück und sieht der weiteren am linken Ohr wieder heraus. Die Selbstmörderin brach auf der Entwicklung des Unternehmens mit der Hoffnung auf noch Stelle tot zusammen; ein Arzt konnte nicht mehr helfen. In einem größere Erfolge entgegen. Sie läßt durch die Presse bekannt geben, Abschiedsbrief an eine in Charlottenburg lebende Schwester hatte sie daß die Hochbahn im ersten Jahre des vollen Betriebes angegeben, daß der Familienzwist sie in den Tod getrieben habe. 241 Millionen Fahrgäste befördert hat, und daß dieses Ergebnis alle Erwartungen übertrifft. Für das laufende Jahr rechnet die Verwaltung auf etwa 30 Millionen Fahrgäste, und das dürfte wohl nach 2 Uhr an der Ecke der Stallschreiber- und Alexandrinenstraße Eine erschütternde Scene spielte sich Mittwochnachmittag furz auch nicht zu hoch gegriffen fein. Mit dem finanziellen Erab. Drei Geschwister, Frieda, Lieschen und Gertrud Pasch aus der folg des Unternehmens kann die Verwaltung hiernach in der That Sebastianstraße Nr. 21, Kinder im Alter von neun, fünf und vier zufrieden sein; anders steht es dagegen um den( wenn man so fagen Jahren, waren auf dem Wege von der elterlichen Wohnung nach darf) moralischen Erfolg. Die Hochbahn erfreut sich bei der dem Waldeckpart, in dem sie spielen wollten. An der genannten Berliner Bevölkerung durchaus keiner großen Sympathien darüber Ede riß die Kleine Gertrud sich von ihrer ältesten Schwester los, Ecke kann auch die über Erivarten starke Benußung nicht hinwegtäuschen. Strauchelte dabei und fiel von der Bordschwelle auf den Straßendamm, Von einer Ermäßigung der Abonnements und von andren Reformen zu Gunsten des auf die Be-/ unmittelbar vor die Räder eines Omnibus der Linie Schöneberg- lichen entgegenstellen. nutzung der Hochbahn angewiesenen Publikums hat die Verwaltung bisher ein Halten der Pferde war nicht mehr zu denken. Die Kinder und Dranienplatz, der von der Alten Jakobstraße her gefahren fam. An nichts wissen wollen. Ob sie sich angesichts der günstigen Betriebsergebnisse Bassanten schrien laut auf, aber zu helfen war nicht mehr. Als der des ersten Jahres, mit denen sie jetzt Staat macht, nicht doch endlich Wagen zum Stehen kam, lag hinter ihm mit zermalmter Brust die mann Hermann Schulze eine Frau, bei welcher er bettelte und die Aus Rigdorf. In der Wißmannstr. 5 bedrohte der Handelszu einigen Reformen entschließen wird? Die guten Bekleine regungslos da. ziehungen nach oben" hin, deren sich die privatkapita- Wagens waren über den zarten Körper hinweggegangen. Ein Herr nommen. Ein Vorder- und ein Hinterrad des schweren ihn abwies, mit Erstechen. Sch. wurde infolgedessen in Haft ge= listischen Verkehrsinffitute erfreuen, find zwar sehr viel wert, aber aus der Menge raffte die Verunglückte auf und lief mit ihr nach Wochenmarkt am Maybach- Ufer vorgekommen, weshalb die den Zahlreiche Taschendiebstähle sind in letzter Zeit auf dem auch die Stimmung der misera contribuens plebs in freier der nächsten Unfallstation in der Alexandrinenstraße, sie starb aber Markt besuchenden Frauen hiermit gewarnt feien. Bisher hat man Uebersetzung: des seine Nickel opfernden Volkes ift ein Faktor, schon unterwegs auf seinen Armen und der Arzt der Station konnte die Diebe noch nicht feststellen können. den man nicht ungestraft dauernd außer acht läßt. Auch für die nur noch den Tod feststellen. Der beiden andern Kinder nahm sich polizei verhaftet wurde der Arbeiter Seegebarth aus der ZiethenVon der hiesigen KriminalStraßenbahn- Gesellschaften Berlins gab es einmal eine Beit, wo ein Polizeiwachtmeister an, der sie zu beruhigen suchte und nach straße. Derselbe war seit Jahren in einer Berliner Metallihre Verwaltungen auf die Sympathien der Berliner Hause brachte. warenfabrik beschäftigt und hat diese Gelegenheit benußt, um forts Bevölkerung pfiffen. Aber unter dem Druck der öffentlichen gesezt Metalldiebstähle auszuführen. Das schlimmste an der Sache Meinung hat man sich im Laufe der Jahre doch zu manchem Zugeständnis bequemen müssen, das man vorher stets mit einem Wir die 17jährige Luise Jacob aus der Werftstraße Nr. 8 geworden, die gerieten und zum Teil auch entlassen wurden, obgleich man ihnen Das Opfer eines Brandunglücks ist nach langen schweren Leiden ist, daß lange Zeit andre Arbeiter in der Fabrit in falschen Verdacht können nicht" abgelehnt hatte. am Donnerstagnachmittag auf dem Johanneskirchhof in Blößensee feine Unredlichkeit nachweisen konnte. Auf S., der sich bei der beerdigt wurde. Das Mädchen half ihrer Mutter, die die Haus Fabrifleitung liebes Kind" zu machen verstanden hatte, war nie ein Zugvermehrung auf der Hochbahn. Eine abermalige Vermehrung reinigung besorgt, in der Wirtschaft. Am 22. Dezember v. J. wollten Berdacht gefallen und nur durch einen Zufall fam die Sache ans der Züge auf der Hochbahn hat die Gesellschaft für elektrische Hoch die Leute eine Stube bohnern. Als das Mädchen den Kessel mit Tageslicht. Ein Produktenhändler, welcher der Abnehmer des geund Untergrundbahnen gestern abend eintreten lassen. Der Verkehr dem Wachs vom Gasfeuer nahm, vergaß es, vorher den Hahn zuzu- stohlenen Metalls war, wurde wegen gewerbsmäßiger Hehlerei verhat insbesondere in den Abendstunden zwischen 4 und 8 Uhr einen drehen. Daher fing ihre Schürze Feuer, das sich bald auch den haftet. derartigen Umfang angenommen, daß die jeßigen Beförderungs- übrigen Kleidungsstüden mitteilte. Ms die Mutter ihr zu Hilfe gelegenheiten nicht mehr ausreichen. Insbesondere ist der Durch- kam, war die Unglückliche schon am ganzen Körper mit Brandgangs- Verkehr zwischen der Ost- und der Weststrecke so groß, daß wunden bedeckt. Diesen ist sie jetzt im Moabiter Krankenhaus erweder die über den Potsdamer Plaz, noch die unmittelbar ver- legen. fehrenden Durchgangszüge den Andrang zu fassen vermögen. Es ist deshalb die Einrichtung getroffen worden, daß die sogenannten Bendelzüge, die zwischen dem Knie und dem Potsdamer Platz vertehren, während dieser Stunden vom Potsdamer Platz auch weiter über die Ditstrecke geleitet werden. Der erste dieser Züge vom Knie nach Warschauer Brücke über den Potsdamer Plaz geht um 4,17 nachmittags, der letzte um 7,37 abends. Die Gegenzüge von Warschauer Brücke über den Potsdamer Platz nach dem Knie laufen von 4,21 nachmittags bis 7,41 abends. Die neue Vermehrung der Züge dürfte ausreichen, um auch die stärksten Anschwellungen des Verkehrs aufzunehmen. " " " geändert. Die Parteigenossen werden nach der noch vorzunehmenden An der Zusammenschung der Gemeindevertretung wird nichts Ersagwahl wieder 8 Mandate( die ganze dritte Klasse) den 23 bürger-WO " Pankow. Das im vorigen Jahre von der Gemeinde Pankow angekaufte Rittergut Mühlenbeck wird bis zum Herbst dieses Jahres zu Rieselzwecken eingerichtet sein. Da der Regierung fämtliche Pläne zur Genehmigung eingereicht sind, so wird sofort nach der Verhaftung eines Leichenfledderers". Ein ungemütliches Er- Genehmigung des Projektes mit dem Legen des Druckrohrs begonnen wachen hatte der Schuhmacher Wilhelm Lange, der in der Nacht werden. Zunächst sollen auf dem Gute selbst 94 Hektar aptiert zum 16. d. M. auf dem Wedding auf einer Bank eingeschlafen war. werden, die Aptierungskosten stellen sich pro Hektar auf 1149 M., Als er anfing, wieder munter zu werden, merkte er zunächst ganz zusammen auf 108 000 m. Das Drudrohr, welches einen Durch unbestimmt, daß etwas mit ihm vorging. Dann schlug er die Augen messer von 50 Centimeter hat, hat eine Gesamtlänge von auf und sah nun zu seiner unangenehmen Ueberraschung fünf Kerle 13 105 Meter und ist bereits auf dem Submissionswege um sich herum, von denen einer ihm die Taschen durchsuchte. Die ausgeschrieben. Die benachbarten Gemeinden, durch welche Kerle machten nun die Sache furz, leerten ihm rasch die Taschen, das Druckrohr hindurch geführt werden mußte, stellten so exorbitante während einige ihn festhielten, und liefen mit ihrem Inhalt davon. Forderungen, daß die Gemeinde Pankow in Unterhandlung mit dem Lange verlor u. a. fein Bortemonnaie mit mehreren Mark, ein dunkles Eisenbahnfiskus trat, um das Druckrohr längs des Schußstreifens Klappportemonnaie mit der Aufschrift Parole Heimat, Dienstzeit der Nordbahn bis zur Reinidendorf- Liebenwalder Privatbahn und Bom Teltowkanal kommt jetzt unweit Grünau, zwischen der Oppeln", drei goldene Hemdenknöpfe und verschiedene Gebrauchs- alsdann längs des Schutzstreifens auch dieser Bahnstrecke auf das Dahme und der ihr parallel laufenden Grünau- Köpnicker Chauffee, gegenstände. Zufällig begegnete er gestern auf dem Nettelbeckplate Riefelfeld zu führen. Die Kontrakte mit beiden Bahnen sind bereits das Stück zur Ausführung, durch das der Kanal in die Dahme ein- einen der nächtlichen Räuber, den er genau wiedererkannte, und ließ abgeschlossen. In den letzten Wochen ist nun nachträglich münden wird. Hier ist an der Chauffee erst ein Haus zu beseitigen, ihn festnehmen. Der Verhaftete ist ein Schlosser Johann Sprung die Gemeinde Reinickendorf mit dem Wunsche an Pantow das dem Kanal bisher im Wege stand. Der Abbruch des Hauses aus Soldin. herangetreten, auch ihrerseits die Abwässer auf Pankower Rieselterrain abzuführen; obwohl ein förmlicher Vertrag Chauffee über den Kanal hinweggeführt wird, ist fertig; doch ist Wegen Sittlichkeitsverbrechens ist der Postschaffner Karl Bernice noch nicht abgeschlossen ist, fo haben beide Gemeinden sich unter ihr noch das Kanalbett herzustellen. Die Rampen sind auf- aus der Buchholzerstr. 16, ein verheirateter Mann, verhaftet worden. in den grundsäglichen Fragen bereits dahin geeinigt, daß geschüttet und werden jezt gepflastert; sie haben eine nicht un- Bernice loďte seit mehreren Jahren wiederholt kleine Mädchen, Bankow die Reinidendorfer Abwässer gegen eine jährliche Entbedeutende Steigung erhalten. Fertig ist auch die Kanalstrecke von Töchter seiner Nachbarn in einer Laubenkolonie im Norden der schädigung, deren Höhe noch nicht feststeht, bis zu dem Zeitpunkt mitbedeutende Steigung erhalten. Fertig ist auch die Kanalstrede bon Stadt, in seine Laube und verging sich an ihnen, bis er jetzt ertappt nimmt, wo beide Gemeinden zufammen 80 000 Einwohner haben. hier bis zur Grünau- Adlershofer Chaussee. Für die Grünau- Adlers- Stadt, wurde. hofer Chaussee sowie für die parallel laufende Görlizer Bahn find Da beide Gemeinden zur Zeit ca. 45 000 Einwohner haben, so wird Brücken erforderlich, die noch in diesem Jahre in der Hauptsache, es noch lange dauern, ehe die oben angeführte Einwohnerzahl erreicht fertig werden sollen. An der Bahnbrücke ist mit den Fundamentierungs- tändischen Meer gefangen, ist gegenwärtig zur unentgeltlichen Be Reinickendorf aufgestellt, als der seiner Zeit vollzogene Vertrag Ein Haifisch, 4 Meter lang und 1500 Pfund schwer, im Mittel- ist. Auch sonst ist der Vertrag bedeutend günstiger für die Gemeinde arbeiten begonnen worden. sichtigung in der Hauptfiliale der Dampffischerei- Gesellschaft Nord- zwischen der Stadtgemeinde Berlin und Nieder- Schönhausen. fee", Bahnhof Börse, ausgestellt. wird nach dem 1. April erfolgen. Die große Brücke, mit der die " Die Hochlegung der Stadtbahnhöfe ist, nachdem in dieser Nacht der Bahnhof Jannowitzbrüde mit den Cementplatten ausgerüstet Hygienische Vorträge der Centralfommiffion der Krankenkassen. worden, auf der ganzen Strecke, mit Ausnahme des Bahnhofs Char- Das Thema der heutigen Vorträge lautet: Schutz und Pflege des lottenburg, durchgeführt. Für die Arbeiten auf dem Bahnhof Char- Auges". Durch Unkenntnis fündigt man häufig gegen diesen wert Tottenburg sind nicht weniger als vier Nächte vorgesehen. Sie be- vollste Organ und sollen diese Vorträge aufklärend wirken. Das ginnen in der Nacht zum 28. und werden in der Nacht zum 31. be- Thema wird an 4 Stellen besprochen und zwar heute Freitag, den endet. Jeder der beiden Stadtbahnsteige erfordert zwei Nächte Arbeit. 27. d. M., in den Aulen Gneisenaustr. 7, Pantstr. 8, Tilsiterstr. 4, In einer Nacht wird die Höherlegung nur auf Buglänge vorgenommen Winterfeldtstr. 16. Vortragende die Herren Doktoren Seligsohn, und an dem darauf folgenden Tage müssen die einfahrenden Stadt Czrellizer, Wurm, Abelsdorf. Beginn der Vorträge 8 Uhr, Einbahnzüge derartig halten, daß die Fahrgäste auf dem hochgelegten tritt frei. Teil aussteigen können. Aus den Nachbarorten. Neu- Weißensee. Der Haushaltsplan für 1903 liegt im Ge meindebureau zur Einsicht für die Ortsangehörigen öffentlich aus. Aus demselben ist zu ersehen, daß der Zuschlag zur Einkommensteuer von 170 Broz. auf 165 Broz. ermäßigt werden soll. Der Zuschlag zur Gewerbesteuer wird von 255 Proz. auf 247 Proz. herabgesetzt, ebenso wird die Gemeindegrundsteuer von 4 pro Mille auf 3,75 pro Mille erniedrigt, während der Zuschlag zur Betriebssteuer auf 100 Proz. normiert verbleibt. Ferner ist zu ersehen, daß außer der schon erwähnten Gehaltsregelung der Beamten den Lehrern eine Erhöhung der Mietsentschädigung gewährt werden soll, und zwar für die verheirateten Lehrer von 420 auf 475 Mark, den unverheirateten Lehrern von 210 auf 275 Mark, ebenso für die Lehrerinnen von 250 auf 275 M. Die Umgestaltungs- Arbeiten des Blücherplates, welche bezwecken, Den Rektoren soll dieselbe von 500 auf 540 M. erhöht werden. den Verkehr daselbst in bestimmte Bahnen zu lenken, sind nunmehr Die Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung hat am Letztere hatten beantragt, das Grundgehalt zu erhöhen, was anscheinend in vollem Umfange in Angriff genommen. Durch die Anlegung Mittwoch den Etat zu Ende beraten. Zum Etat der Gemeinde- abgelehnt ist. Die Lehrerschaft, welche an die Gemeindevertretung einer Schuhinsel auf der östlichen Seite des Plates wird derselbe schulen beantragten die Socialdemokraten wiederum die Gewährung petitionierte, die Mietsentschädigung infolge der rapid in die Höhe drei selbständige Fahrstraßen, und zwar in den Zügen der Bellealliance, freier Lernmittel an alle Schüler der Gemeindeschulen. Genosse gegangenen Mietspreise um 100 M. zu erhöhen, ist demnach ebenBlücherstraße und des Waterloo- lifers erhalten. Gleichzeitig wird Hirsch legte in der Begründung dar, daß sich die Ausgabe pro falls nicht zu ihrem Recht gekommen, trotzdem sie noch in letter am südöstlichen Rande des Plazzes, woselbst die Bellealliances mit Jahr und Stopf nur auf 3,50 M. belaufen würde, daß aber diese Stunde verlangte, mit der Beamtenkategorie der zweiten Klasse gleich der Blücherstraße zusammenläuft, der Fahrdamm von dem Bürger- Summie ganz erheblich vermindert werden könnte, wenn die Stadt gestellt zu werden. Im übrigen soll es in der Etatsvorberatungssteig durch eine Mauer getrennt werden. Dieselbe wird durch die Lernmittel auf eigne Rechnung herstellen lasse. Selbst nach An- Kommission arg verschnupft haben, daß die Lehrerschaft bereits vor Granitschwellen gebildet, welche das etwaige Abstürzen von Fuhr- nahme dieses Antrages würde jeder Gemeindeschüler erst etwa halb Jufrafttreten der neuen Besoldungsordnung Kenntnis davon hatte werken nach dem an dieser Stelle tiefer liegenden Bürgersteig ver- so viel Koften verursachen als jeder Schüler des Realgymnasiums. und man soll eifrigst bemüht gewesen sein, den Verräter zu hindern. Der Antrag wurde abgehut, ebenso ein von Dr. Borchardt befinden. Eingegangene Druckfchriften. 0 14. Jahresbericht des Arbeiter Sekretariats Berlin( Berliner Gewerkschaftskommission) und Kassenbericht der Berliner Gewerkschaftskommission pro 1902. 115 Seiten. Kaufmännischer Briefsteller in Deutsch und Spanisch. 43 Seiten. Preis 2 M. Verlag: Emil Meister, Berlin S., Gräfestr. 65 a. Dr. May Thal. Mutterrecht. Frauenfrage und Weltanschauung. 170 Seiten, Preis: Geheftet 2,50 M., gebunden 3,50 M. Breslau 1903. Verlag von S. Schottländer, Schlesische Verlags- Anstalt. Georg Sulzer. Aufschluß über Spiritismus. 77 Seiten. Preis 1 M. Drud und Verlag von Karl Rohm in Lorch( Württemberg). Dr. Th. Schiemann. Deutschland und die große Politik Anno 1902. II. Bd. 466 Seiten. Preis: brosch. 6 M., gebd. 7 M. Berlin 1903. Drud und Verlag von Georg Reimer, Lüzvwstr. 107/8. 4. Jahresbericht des Waldenburger Arbeiter- Sekretariats in Altwasser für das Geschäftsjahr 1902, erstattet vom Arbeitersekretär Ernst Kirchberg. 32 Seiten. Druck von Th. Schatky, Breslau. Hermann Martin. Das Wahlrecht in Deutschland und Das Unrecht in Sachsen. 78 Seiten. Preis 80 Pf. Berlin 1903. Verlag von Ernst Hofmann u. Co., Hedemannstr. 9. Central- Kommission für Bauarbeiterschutz. Bericht an den Zweiten Bauarbeiterschutz- Kongreß zu Berlin im März 1903. Von G. Heinte, Sekretär der Central- Scommission. 149 Seiten. Hamburg 1903. Druck und Verlag von Auer u. Co. Briefkasten der Redaktion. Heinr. Falkenberg. Katholische Selbstvergiftung. 72 Seiten. Kevelaer| Centrumsleute wünschen die Einführung eines solchen für Unternehmer: Stuhles. ( Rhein) 1903. Buzon u. Bercer, Verleger des heiligen Apostolischen über die Einzelheiten sind sich die Leute unklar. N. Apelt. Bis zum Ersten, nicht darüber hinaus, hat die Herrschaft aufzukommen. Sie fann nicht gezwungen werden, Krankenhausbehandlung zu gewähren. Krankenfaffenversicherungspflichtig ist. das Gesinde in Preußen nicht. 666. 1. und 2. Wenden Sie sich direkt an die Charité oder an die Entbindungsanstalt Artillerieſtr. 20. 3. Das Amtsgericht ernennt einen Vor.. 44. 1. Ersuchen Sie die Herren Friederici in Südende, Mittel- mund. Comptoirift. Nicht das Gewerbegericht sondern das ftraße 3, oder A. Hoffmann, Blumenstr. 14, Ihnen darüber sichere Auskunft Amtsgericht ist zuständig. Ihnen steht eine Kündigungsfrist zu geben. 2. Somitag. Meran. W. M. wohnt Berlin, Friedenstr. 13. sechs Wochen zum Quartals Ersten als Handlungsgehilfen zu. Zimmermann. Preußisches Kriegsministerium, Leipzigerstraße. M. N. 30. 1. Norddeutscher Lloyd, Auskunftsstelle Invalidenstraße, Am Stettiner Bahnhof. Ferner Riesel( Reisebureau), Unter den Linden 57. 2. Nein. Juriftifcher Teil. Briefkaften der Expedition. von F. K., Chemnih. Ist uns nicht bekannt. Die Bestellungen gehen von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends sämtlich an das Post- Zeitungsamt Berlin. Witterungsübersicht vom 26. März 1903, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm Wind richtung C. H., Kyffhäuserstraße, J. F. Nein. S. R. 24. Der Betreffende fann angenommen werden. May Gw. Nein. Kinder sind Eltern gegenüber rechtlich(§ 1603 B. G.-B.) nur dann und nur soweit unterhaltungspflichtig, als sie bei Berücksichtigung ihrer sonstigen Ber pflichtungen im stande sind, ohne Gefährdung ihres( und ihrer Familie)| Stationen standesmäßigen Unterhalts den Unterhalt zu gewähren. Bu solchen Stindern Central Verband der Maurer Deutschlands. Bericht des Ver- des von ihr als Armenverband Gezahlten zu verlangen; allerdings herrscht gehören Sie nicht. Außerdem ist die Armendirektion nicht berechtigt, Ersaz bandsvorstandes für den Siebenten ordentlichen Verbandstag zu Berlin im hierüber Streit. Endlich würde die Rückzahlung in Raten von den Folgen Swinemde. 759 SSD April 1903. 83 Seiten. Hamburg 1903. Verlag von Theodor Bömelburg. des Empfangs von Armenunterstützung nicht befreien. Aus diesen Gründen Hamburg Dr. Bernhard Fuchs. Kaiser Wilhelm, Professor Delitzsch und die läßt sich nur der Rat wiederholen: Eine Verpflichtung zur Zahlung der Berlin Babylonische Verwirrung. 55 Seiten. Preis 75 Pf. Berlag der„ Samm- Armendirektion zu bestreiten und diese auf den Klageweg zu verweisen. Frants./M. ung moderner Kampfschriften", Bien XVIII, Sternwartestr. 45. K. U. 26. Wegen Steuerrückstände ist der Lohn in voller Höhe München Dr. Ludwig Voigt. Die Organisation des kaufmännischen Unterrichts- beschlagnahmefähig, wenn die Beschlagnahme nicht später als drei Wien wesens in Frankfurt a. M. 27 Seiten. Frankfurt a. M. 1903. Steffelringsche Monate nach der Fälligkeit der Steuern erfolgt. V. 8. 9. Nein. Hofbuchhandlung( E. v. Mayer), Goethestr. 33. B. Th. 42. Der Vertrag ist nicht gültig, weil der Vater dem Vertrag nicht zugestimmt, ihn auch nicht genehmigt hat und es sich um einen Lehrvertrag handelt. F. W. 100. Ein Befähigungsnachweis für Bauhandwerker oder Bau- Unternehmer existiert nicht. Konservative und H. v. Farenheid- Behnuhnen. Ein Mahnwort zur Reform des EinTommensteuer Gesezes vom 24. Juni 1891. 32 Seiten. Preis 60 Pf. Berlin 1903. Verlag von Puttkammer u. Mühlbrecht. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 27. März. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Mignon. Schauspielhaus. nachtstraum. Ein SommerDeutsches. Monna Banna. Berliner. Alt- Heidelberg. Leffing. Der blinde Passagier. Neues. Die Streuzelschreiber. Residenz, Lutti.( Loute.) Weften. Fra Diavolo. Central. Gräfin Pepi. Thalia. Der Posaunenengel. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Don Gil. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Der Meister Theater.) Palmyra. Belle- Alliance. Pid und Pocket. Carl Weiß. Der Liebe Gebot. Buntes. Der Leibalte. Luisen. Fauft.( 1. Teil.) Kleines. Nachtasyl. Trianon. Die Notbrüde. von Urania. Taubenstrasse 48/49. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Freitagabend 8 Uhr: Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° N. Stationen Barometerſtand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° C. 4° 9.1 8 Haparanda 763 S 4 halb bd.- 15 170 755 DSD 758 GD 4wolkeni 3halb bd. 9 Petersburg 2wolfen! 10 Cork 756 SW 2 bedeckt 9 Aberdeen 4 wolfent 12 Paris 2wolfen! 10 735 WNA 3bedeckt 754 S 2Regen 9 759 W 762 S Wetter- Prognose für Freitag, den 27. März 1903. Warm und zeitweise heiter, aber veränderlich bei mäßigen südlichen Winden und etwas Neigung zu Gewittern. Berliner Wetterbureau. Jed. Freitag von mittags an: Allen werten Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser Sohn, Fris rische Bluter, Schwager und Dinkel, ber Photographie in natürlichen Farben Don Gil. Der Meister von Palmyra. Wurst ( durch Wald und Flur). Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anfang Sonnt. 3, Wochent. 5, Ende 11 Uhr. Anf. Abendvorstellung 8 Uhr. Boxkampf des amerikanischen Meisterschaftsboxers Young Fitzsimmons und des austral. Preisboxers Jack Lewis. Bernhard Marx, Humorist. Marie Werder, Soubrette. Ganz Berlin zerbricht sich noch immer den Kopf über AGA die schwebende Jungfrau. Casino. Berliner Herzen. Speciali Belle- Alliance- Theater. täten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die schöne Galathée. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Wassage Theater. Specialitäten. Allabendlich 8 Uhr: Sensationeller Erfolg! Pick und Pocket". Schwank mit Ges. u. Tanz in 3 Aufz. Sonntagnachmittag 3 1hr zu kleinen Vassage: Panoptikum.Specialitäten. Preisen: Kabale und Liebe. Palaft. Meine Resi. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Photographie in natürlichen Farben( durch Wald und Flur). Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 1hr. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Central- Theater Nachtasyl. Abends 7, Uhr: Gräfin Pepi. Operette in 3 Arten von Joh. Strauß. Sonntagnachmittag 3 Uhr, halbe Preise: Die Schöne von New York. Abends 7, Uhr: Gräfin Pepi. Buntes Theater. Der Leibalte. 31. März: Opern- Aufführung des Eichelbergschen Konservatoriums: Cavalleria rustiThalia- Theater. cana. Hänsel und Gretel. Dresdenerstr. 72/73. Täglich 7, Uhr.| Billets an der Tageskasse. Der Posaunen- Engel. Ausstattungsposse mit Gesang it. Tanz. Gr. Tanzparodien. Artisten- Revue. Trianon- Theater. Georgenstraße, von Adolf Wilbrandt. Sonnabendabend 8 11 br: Der Meister von Palmyra. in bekannter tadelloser Qualität. Rich. Augustin, Lindenstre. Komödie in 4 Atten nach den Motiven Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen und Leber= des Tirso de Molina von Fr. Adler. Sonnabendabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Sonntagnachmittag 3Uhr: Wilhelm Tell. Sonntagabend 8 Uhr: Der Probekandidat. Nur noch kurze Zeit. Cirkus Schumann Freitag, den 27. März 1903, abends 72 Uhr: Ausser dem phänomen. Programm: Die Sensationsdressuren des Direktor Alb. Schumann. Miss Alix mit ihrem Motor Car Looping the Hoop und Die lustige Heidelberger Pantomime. Sonntagnachmittags die beWeihnachten mit dem Bonbonregen und Miss Alix mit Motor Car. liebte Kinderpantomime Pierrots Apollo- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Heimat. Sonntagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang: Sonntags 7, Wochentags 8 Ühr. Bühnen- Grössen". 3. Schl.: Anna Pote, das Blumen- Medium. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. 9 Uhr. 9 Uhr. Meine Rest. Boltsitud mit Gesang von H. Schulz. Musik von Kersten. Nur noch wenige Tage: Mary Ellys und Das Elite- März- Programm. Heute und Die schöne Galathée. Morgen: Diefelbe Borstell. Sonntag: Um 9%, Uhr: Glänzende Specialitäten. Cake- Walk. 5 Barfusstänzerinnen. Anf. 81hr, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Sonnabend: Lysistrata. Sonntagnachmittag: Frau Luna. In Vorbereitung: Gesindeball. Gesangs- Burlesko. Bernhard Rose- Theater Badstraße 58. Freitag, den 27. März 1903: Letzte Extra: Vorstellung: Hinko oder: König und Freiknecht. Thielscher als Spreewälder- Amme. zwischen Friedrich- u.Universitätsstraße. Volls- Schauspiel in 5 Aften u. einem Sonntagnachmittag 3 Uhr: Maria Die Stuart. Luisen- Theater. Faust( Teil. Anfang 8 Uhr. Morgen: Lumpacivagabundus. Sonntag 3 Uhr: Der Fall Clémentceau. 8 Uhr: Robert und Bertram. Montag: Lumpacivagabundus. Notbrücke. Borſpiel von Charl. Birch- Pfeiffer. Lustspiel in 3 Aften von Fred Grésac und Francis de Croisset. Anfang 8 Uhr. Sonntag 3 Uhr: Die Liebesschaukel. Metropol- Theater. Anfang 8 Uhr. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Der schöne Max ans Franz- Buchholz. Heute: Bockbierfest. Im Kaifer: Saal: Norddeutsche Sänger und Tanz. W. Noacks Theater Deutsche Konzerthallen Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Berlin, wie es weint n. lat. Mit glänzender Ausstattung: Bolks stück m. Gej. v. Berg u. Kalisch. Neuestes! Residenz- Theater Allerneuestes! Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 72 Uhr: Lutti( Loute). Schwank in 4 Aften von Pierre Beber. Morgen und folgende Tage: Lutti. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Seine Kammerzofe. Casino- Theater Lothringerstr. 37. Zum legtenmal: 92 Uhr: Berliner Herzen. 8 Uhr: Die brillant. Specialitäten 2c. Sonnabend, 3. 1. Mal: Elternlos. " Frißchen u. Lieschen" 2c. Carl Weiss- Theater. Abends 8 Uhr: Der Liebe Gebot. Schauspiel in 5 Aften. Morgen: Der Liebe Gebot. Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Emil Thomas a. G., Josef Josephi. Henry Bender. Sonnabend: Auftreten des Direktors Rob. Dill als Trompeter von Säffingen. 11 WINTER BARTEN Humberty, Frid Frid, Flora Siding, Wini Grabitz. Harry Atkinson, 300 Mitwirkende. She, Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. SteidlLinienftraße 132. Theater Dranien burger Thor. Nur noch kurze Zeit die Soireen der beliebten Steidl- Sänger Man muß das Steidliche Lebensbild Wasserratten gesehen haben. Stürm. Beifall. Anfang 8 Uhr, Sonntag 7 Uhr. Entree 50 Pig. Sperrsit 1,00. Littke Carlsen, Jongleur. 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März cr., nachmittags 5 Uhr, von der LeichenHalle des Emmaus- Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. 114/5 Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Am 24. d. Mis. verstarb nach Frau 2086 furzem Strankenlager meine liebe Sophie Schulz geb. Weinandt. Die Beerdigung findet am Sonnabend um 3 Uhr von der Leichenhalle der Charité aus nach dem Charité- Stirchhof statt. Karl Schulz. Allen Verwandten und Befannten zur Nachricht, daß am Mittwoch, den 25. März, mein Mann, unser Vater, Sohn, Bruder und Schwager, der Steinmeh Alex Hasse im 36. Lebensjahre nach langen eiben fanft eniſchlafen ist.( 2015 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 4 Uhr vom Krankenhaus Friedrichshain nach dem Georgentirchhof, Landsberger Allee aus statt. Herzlichsten Dank allen denen, die unserm lieben Vater die letzte Ehre erwiesen haben, insbesondere der Firma Karl Bechstein, den Herren Kollegen sowie dem Gesangvercin Norddeutsche 9652 auf Teilzahlung Lewent's Wwe.. Chauffeeftr. 82. 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Raabe, Kolbergerstr. 23. 0.( Schöneweide): E. Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18. Weißensee: W. Schmuk, König- Chauffee 38. Charlottenburg: Bolkshaus, Rosinenstr. 3. Steglitz: F. Schellhase, Ahornstr. 15 a. Nixdorf: E. Mercier, Steinmekſtr. 113. Spandau: F. Böhle( vorm. Radtke, Neumeisterstr. 5. Die Stimmlisten werden an den Eingängen zu den Wahllokalen verteilt. Ohne Mitgliedsbuch kann niemand wählen. Die Vertrauensleute haben unter allen Umständen den Mitgliedern die Bücher aus. Die Ortsverwaltung. zuhändigen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Vorwärts- Buchhandlung Heute, Freitag, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- User 15: Sitzung der Ortsverwaltung. Sonntag, den 29. März 1903, nachmittags 5%, Uhr: Brauchen Versammlung der Drechsler mit frauen in Haberechts Festsälen, Frankfurterstr. 30. Tages- Ordnung: 1. Bortrag der Frau A. Mesch. 2. Verbands80/9 und Branchen- Angelegenheiten. 3. Berschiedenes. Nach der Versammlung gemütliches Beiſammensein. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch bittet Die Kommission. SW., Lindenstrasse 69. Empfehlenswerte Werke für Bibliotheken. Gerstäckers Werke, eine Auswahl feiner gesamten Schriften in zehn Bänden Preis jett 15 M. gegen früher 30. einzelne Bände ( Romane, Erzählungen zeichnete Naturs und fchilderungen.) 2 M. • ausge ReiseReuters Werke, neuerschienene billige Bolksausgabe, in Leinen gebunden 4 Bände 10 M. 12 M. gegen früher 26 M. Billige Klaffifer- Ausgaben: Bürger, # DDDDDDDDDDD Teue Freie Volksbühne Sonntag, den 29. März, nachmitt. 3 Uhr, im Schiller- Theater N.: Extra- Vorstellung: ,, Heimat. Schauspiel in 3 Akten von Herm. Sudermann. Karten für Mitglieder a 75 Pf., für Gäste a 90 Pf. sind in allen Zahlstellen zu haben. Sonntag, den 5. April( Palmsonntag), abends 7 Uhr, im grossen Saale der Brauerei Friedrichshain( am Königsthor): Frühlings- feier unter Mitwirkung des Berliner Tonkünstler- Orchesters, des Freudenbergschen Doppelquartetts unter Leitung des kgl. Musikdirektors Prof. W. Freudenberg, Konzertmeister Dosy Müller( Violine), Frau Maria Wendt- Lettinger und Rudolf Lettinger( Recitation). Eintrittskarten a 50 Pf. sind in nachstehenden Zahlstellen zu haben: A. Knapp, Grünthalerstr. 5; S. Glaser, Invalidenstr. 125; H. Becker, Gotzkowsky strasse 9; H. Landgraf, Neuenburgerstr. 15; J. Pech, Möckernstr. 120; H. Bobsien, Kommandantenstr. 62; H. Kaufhold, Wrangelstr. 52; H. Köhn, Naunynstr. 88; R. Tabert, Markusstr. 14; H. Hirsch, Matternstr. 3. Der Vorstand. I. A.: Heinr. Neft, Georgenkirchstr, 22, vorn III. 150/7 Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Börne, Chamisso, Eichendorff, Gaudy, Am Sonntag, den 29. März 1903, in Louis Kellers Festfälen, Goethe, Hauff, Hebbel, Heine, Hoffmann, Kleist, Störner, Lenau, Lessing, Ludwig, Rüdert, Schiller, Shakespeare, Stifter, Uhland. Dieser steife, schwarze Sut mit Zutter, Cylinderhüte und Chapeau claques erte über Naturgeschichte, Welt, moderne Form, koftet 1,50 M. in großer Auswahl. 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Ziegeleibesitzer Karl B o l k e w i tz hat als Occultist, der auf dein Standpunkte des Forschers steht, mehreren Sitzungen gegen Bezahlung beigewohnt. Er hat niemals etwas bemerkt, was aus Schwindel hindeuten könnte. Der Inhalt der Trancereden ging weit_ über das Bildungsniveau der Angeklagten hinaus.— V e r t.: Sind Sie nun vielleicht durch die Ihnen bekannt gewordene Thaffache, daß Kriminalkommissar v. Kracht Blumen aus dem Unterrock der Angeklagten hat hervorholen lassen, zweifelhaft gegenüber der Echtheit der Manifestationen geworden?- Zeuge: Aus der Litteratur ist bekannt, daß selbst hervorragende Medien. bei denen unzweifelhaft occultrstische Beweise vorlagen, mitunter doch zu Ueber- griffen übergegangen sind. Der Zeuge Rechtsanwahlt Lehmkuhl er hat zwei Sitzungen mitgemacht. Am 17. �mii 1900 hatte er seinem Bekannten Bolkewitz zu Liebe eine solche Sitzung in seiner eigenen Wohnung veranstaltet, die zweite fand am 2. September 1900 bei dem verstorbenen Thoroii statt. Als die Rothe aus Chemnitz ankam, habe ich den Raum cm- gcwiescn. In meinen Räumen konnten irgend welche Vorbereitungen seitens der Rothe nicht getroffen werden, sie war auch nicht allein. Eine Untersuchung hat allerdings nicht statt- gefunden.— Präs.: Haben Sie denn an die Echtheit dieser Manifestationen geglaubt?— Z e u g e: Ich kann lediglich sagen ich konnte und kann mir nicht erklären, wie sie produziert worden sind. Ich habe mich vorher nicht mit solchen Dingen befaßt und kann kein Urteil abgeben.— Präs.: Welchen Inhalt hatten die Trancereden?— Zeuge: Auf den Inhalt kann ich mich nicht mehr besinnen. Die Möglichkeit, daß sie auswendig gelernt sein können, muß ich zugeben. Ncbelerscheimmgen. Frau Gleiße, eine korpulente, gesundheitstrotzende Frau, ist Mitglied der christlich-theosophischen Gesellschaft und bekundet, daß bei den Sitzungen alles ohne Betrug zugegangen sei. Sie sei voll und ganz davon überzeugt. Besonders charakteristisch war beispiels- weise folgender Borfall: Alle Teilnehmer, so sagt die Zeugin, hatten schon Apporte erhalten, bloß ich nicht. Ich war etwas betrübt darüber. Als tvir schon die betreffende Sitzung beendet hatten und nian sich zum Aufbruch rüstete, manisestierte sich mir noch mein kleiner verstorbener Sohn. Sie legte dabei ihre Hand auf meinen Kopf und gleich darauf fielen eine Rose und zwei Fuchsien von meinem Kopf hcriuiter. Bei einer zweiten Sitzung hoffte ich wieder mein kleines Söhnchen sprechen zu können, da manifestierte sich aber eine Intelligenz, die meine selige Mutter war. Sie sagte mir Sachen, die Frau Rothe absolut nicht wissen konnte, ebenso wenig>vle die andren. Die Intelligenz sagte mir den Vornamen der Mutter, ihren Geburtsort, ihren Sterbetag ze. Nachher hielt mir Frau Rothe noch eine religiöse Ansprache; sie nahm dabei ein Rosenblatt, das sie zerdrückte, man bemerkte, daß ein harter Gegenstand daraus ivurdc, und Frau Rothe überreichte mir ein Berloque. Ich habe wiederholt gesehen, daß eine nebelhafte Bildung auf Frau Rothe zukam, und wenn sie hineingriff, waren die Blumen da. Manchmal gingen die Nebelwolken auch bei Frau Rothe nieder, so daß sie sich bücken mußte, um die Blumen zu greifen. Daraus mag>vohl der Verdacht entstanden sein, daß fie die Blumen unttw dem Tisch hervorhole.— Präs.: Sie sind ja wohl auch hellsehend?— Zeugin: Ja, ich sehe manches, was andre nicht sehen können.— Rechtsanwalt Dr. Schwindt: Schon Ihre äußere Erscheinung zeigt, daß Sie eine gesunde Dame sind. Sie sind doch nicht nervenleidend, oder sonstwie krank?— Zeugin: Nein, ich bin nie trank gewesen. Eine falsche Prophezeiung. Die nächste Zeugin, eine Frau S c i f f e r t. ist eine überzeugte Spiritistin und hat im Verein mit ihrem Ehemann verschiedene Sitzungen in ihrer Wohnung abgeüalteu. Ihr Ehemann hat genaue Protokolle über geführt Auch sie erzählt Wunderdinge aus diesen Sitzungen, hat alle Manifestationen für echt gehalten und hält auch heute noch die Rothe für ein echtes Medium. Unter anderm behauptet sie, die Siothe habe Blumen apportiert, während sie strickte, also keine Hand frei hatte. Ihr Zeugnis ist nach allen Richtungen hin der Angeklagten günstig.— Kriminallonimissar v. K r ach t: Bei der ersten Ver- »ehmung ist diese Zeugin viel aggressiver gegen die Angeklagte vor- gegangen und hat ihrer Entrüstung über solchen Schwindel Ausdruck gegeben. Unter anderm hatte sie mir empört mitgeteilt, daß ihr die Rothe prophezeit hätte: Der Ehemann der Zeugin würde kaum noch ein Jahr leben, wenn er diese geheiratet haben iv e r d e. Ich hebe das besonders hervor, um die G e- Meingefährlichkeit des Treibens zu zeigen. Ein Ei im Selterwasser. Die Zeugin bleibt dabei, daß sie die Manifestationen entschieden für echt halte und erwähnt noch: Frau v. Moltke, eine über- zeugte Spiritistin, war bei jeder Sitzung zugegen: ihre älteste Tochter soll' selbst ein Schreibmedium sein. Ich erinnere mich noch, daß Frau v. Moltke gern einen Apport haben wollte, es kam aber keiner für sie. Als wir dann in einem Restaurant zusammen saßen und Frau Rothe ein voll gefülltes Glas Selterwasser vor sich hatte, geriet sie plötzlich in einen Halb-Trance, das Wasser bewegte sich, ohne über- zulaufe» und wir sahen deutlich, daß sich etwas im Wasser, welches langsam verschwand bildete. Es war ein Glasei.— Kriminalkommissar v. Kracht: Ich hatte die Seiffert zunächst für Komplizen der Rothe gehalten, als ich aber die Protokollbücher in die Hand nahm, ersah ich, daß sie keinerlei Vorteile gehabt haben. Ich finde, daß diese Zeugin und eine ganze Anzahl andrer in einer Weise ab» flauen, die ganz erstaunlich ist. Diese Frau hat mir ihre E n t- r ü st u n g über den„infamen Schwindel" deutlich ausgedrückt und bedauert, daß sie ihre Räume dazu hergegeben. Spiritistische Excellenzen. Rechtsanwalt Dr. Schwindt(zur Zeugin): Ist die Frau v. Moltke die Exzellenz v. Moltke in Potsdam?— Zeugin: Ja wohl, sie wohnt jetzt am KönigSplatz.— Bert.: Diese Dame war öfter da?— Zeugin: Sie fehlte fast bei keiner Sitzung.— Bert.: Auch diese Dame hat die Angeklagte „S ch w c st e r Anna" genannt und sie bei der B e g r ü ß u n g und beim Abschied geküßt?— Zeugin: Ja wohl, wie alle Damen.— Rechtsanwalt Dr. Schwindt: Kann uns die Zeugin noch Personen aus der Aristokratie nennen, die den Sitzungen bei- »vohntcn?— Zeugin: Eine Prinzeß K a r a s ch k e. mit der die Gräfin Aioltke.in lebhaftem brieflichen Verkehr steht, der General von Zastrow, Baronin G r ü n h o f, ein Pastor, dessen Namen ich nicht weiß, einmal auch Hofprediger S t ö ck e r, Gräfin W a ch t m e i st e r, dann die Mutter der Gräfin Moltke u. a. Es folgen noch mehrere Zeuginnen, die nichts Wesentliches be- künden können. Die bösen Skeptiker. Der siebzigjährige Heilgehilfe und Magnetiseur Hugo S p e r- l i n g behauptet, daß. wenn die Harmonie nicht gestört war. die Mamfestationen der Frau Rothe brillant von statten gingen.--- Präs.: WaS gehört denn zur Herstellung der Harmonie?— Zeuge: E s d a r f kein verbissener Skeptiker dabei sein.— Präs.: Es ist doch wunderbar, daß in der Sitzung, in der die Entlarvung stattfand, trotz der Anwesenheit der Skeptiker die„Harmonie" hergestellt war. Zeuge: Einmal in einer Sitzung habe ein anwesender Mediziner seine Hand auf ein leeres Stück Papier legen müssen, Frau Rothe habe ihre Hand darauf gelegt und alsbald habe man einKritzeln gehört. Die Frau Gräfin Moltke habe dann auf dem Papier die Schrift ihres ver- st o r b e n e n Sohnes erblickt. Ein zweites Mal fehlt es an Papier, es kam aber dann ganz langsam ein Stück Papier an geflogen. Diesmal zeigten sich auf demselben 6 Charakterköpfe, wie eingraviert. Sie sind in der Zeitung„Psychische Studien" wieder- gegeben. Ich habe, so schließt der Zeuge, in diesen Dingen Erfahrung: ich bin kein Kind, ich habe jahrelang geprüft und ge- forscht. Eine Frau Göricke hat zwei Sitzungen beigewohnt und schon in der ersten Sitzung einige Zlveifel gehabt. Jetzt glaubt sie nicht mehr an die Echtheit der Manifestationen. Ihr Ehemann, der auf Wunsch seiner Frau auch einer Sitzung beigewohnt, hat deutlich gesehen, daß Frau Rothe die Apport en aus ihrem Kleide holte und in die Höhe warf. (Pause). Eine Muster-Trance-Rrde. Nach Wiederaufnahme der Sitzung äußert sich Oberarzt Dr. Henneberg über die Trance-Reden der Angeklagten an der Hand eines Stenogramms, das in der Charit« aufgenommen ist. Nach der Wahrnehmung des Sachverständigen waren die Trance- R e d e n g l e i ch m ä ß i g und einförmig und es fiel auf, daß Frau Rothe immer sehr schnell in Trance verfiel. Wenn alle bei- sammen waren, dann ging'S sofort los.— Der Sachverständige verliest eine dieser Trance-Redeu, die etwa so beginnt:„Der Mensch ist gleichsam wie das Leben. Es gleicht einem Wagen; die Gemüts- vewegungcn sind die Pferde, die Vernunft ist der Fuhrmafin. Wenn nun dann einmal der Fuhrmann die Zügel verliert, wehe dann Wagen und Pferden! Dann sind oft die mutigsten die gefährlichsten. Die ganze Welt, worunter ich die Erdenkinder meine, sind trotz ihrer Welt- Weisheit und Bücherweisheit immer noch dieselben geblieben, als sie vor Jahrhunderten waren. Sie wollen Zeiche» und Wunder sehen und es ist da, das Wunder, nur glauben sie es nicht. Gleichviel aber, wo kommt denn aller Zwist auf Eurer Erde her, alle lln- gerechtigkeit, alle Zweifel und alle Vergehen? Nur aus dem Mangel der Liebe? Ich meine nicht die Liebe, lo wie der Körper den Körper liebt: das ist nicht die selige Liebe. Sondern Ihr sollt Euch lieben, Ihr Erdcukinder, so wie der Herr Euch liebt. Aus Liebe zu Euch läßt er immer von neuem seine Welt aufgehen. Dürste ich doch einmal die Gerichtsposaune sein und Euch zurufen: Kehret um, Ihr seid auf falschen Pfaden! Kehret um und suchet die Spur, die da führet zum ewigen Leben, zum ewigen Heil, zum ewigen Licht!"— Nach der weiteren Bekundung des Sachverständigen hat dann auch ein Geist gesprochen, der sich als„Friedrich" ankündigte. Es wurde gefragt, ob es vielleicht„Friedchen" sei? Der Geist antwortete: Mein Name ist Friedrich. Wenn ich Euch mehr sagen würde. Ihr Erdenbürger, würdet Ihr mich verlachen und verhöhnen. Auf die Frage, ob noch mehr Geister sprechen würden, erfolgte die Antwort: Das weiß ich nicht!— Dann fiel plötzlich ein Stein an der Seite der Rothe nieder. Sie sagte sofort: einer der Herren muß den Stein geworfen haben! Man hatte aber den Eindruck, als ob ihr der Stein aus der Tasche gefalle» sei. Auch Tisch- rücken wurde vorgenommen; es ergaben sich dabei aber sehr mäßige Resultate. Dann versliel die Rothe wieder in Trance und es meldete sich der Geist Friedchen. Dieser sagte:„Lache nicht iiber die Oenkel in de» weißen Röcken(solche werden in der Charitb gettagen. D. R.); ich bin ein Kind, Ihr sollt immer Kinder sein". Frieda wurde animiert, Apporte zu bringen, wie sie ja sonst schon oft gebracht habe. Aber Frieda sagte: Ich habe nie etwas mitgebracht, sondern nur kontrolliert, daß nicht die, die so schlimm sind, stören! Plötzlich öffnete die Rothe eine Hand, es zeigte sich ein Stein, den sie einem Herrn überreichte; er sollte dazu dienen, seine kranke Frau wieder gesund zu machen. Dann sprach wieder Frieda: Ich möchte Euch etwas andres geben als Blumen. Ich möchte Euch Blümchen ins Herz pflanzen. Die Rothe sagt dann, daß sie mit Hilfe ihres„Medibumsels" auch schreiben könne. Frieda wurde ver- abschiedet, als man keine Frage mehr an sie hatte und sehr prompt wurde die Rothe wach. Das Erwachen war stark theatralisch.— Rechtsanwalt Dr. Thiele wünscht die Ansicht des Sachverständigen über die Tranceredcn. Der Sachverständige über den Trance-Znstaud. Der Sachverständige hält es für absolut ausgeschlossen, daß diese Reden auswendig gelernt sind. Sie sind ganz wertlose Produktionen, der Inhalt ist diffuser Natur, häufig ist er auch direkt konfus. Derartige Reden wagen ganz den Charakter solcher, die in religiöser Erregung von Leuten aus dem Volk oft genug gehalten werden. Solche wurden in der christlich» thcosophischen Gesellschaft des Mittwochsabends gehalten, man kann sie in der Heilsarmee hören und auch in der Apostolischen Gemeinde von Leuten aus dem Volk. Daß sie solche Reden halten kann, ist nicht gar so erstaunlich. Man muß dabei bedenken, daß sie keine gewöhnliche Frau ist. Sie macht Taschenspielerkimststücke, die auch nicht leicht jemand kann, sie hat eine poetische Ader, reimt aus dem Stegreif ec. Die Trancezustände der Angeklagten brauchen nicht Simulation gewesen sein, aber eS steht fest, daß Frau Rothe den Trance sehr in der Hand hatte. Bei der An- geklagten herrscht jedenfalls ein gewisser abnormer Zustand, wenn sie solche Reden hält, es ist dies eine Konzenwation der Gedanken, wie sie sich bei Hysterischen findet, so daß man von einem in ge- wissem Grade eingeschränkten Bewußtsein sprechen kann. Bei der umfangreichen Hebung, die Frau Rothe erlangt hat, dürste es der Augeklagten möglich sein, solche Reden auch ohne Trancen zu halten. Es handelt sich offenbar um Stegreifproduktionen, und es ist wahr- scheinlich, daß sie diese häufig im Zustand eingeschränkten Bewußtseins gehalten hat, dies ist aber keineswegs gleichbedeutend mit Geistes- störung.— Rechtsanwalt Dr. Thiele: Hält es der Herr Sach- verständige für auffällig, daß die Angeklagte hier während der Verhandlung nicht in Trance fällt, oder ist es möglich, daß sie mitunter eine Macht dazu zwingen will, in Trance zu verfallen, und daß sie sich mit Energie dagegen wehrt?— Dr. Henneberg: Man kann annehmen, daß sie in Trance verfallen kann, wenn sie will.— Vert.: Meint der Herr Sachverständige nicht, daß die Angeklagte im Besitze mediumistischer Kräfte ist?— S a ch v e r st.: Es ftagt sich Ivas man unter den mediumistischen Kräften versteht. Versteht man darunter, daß sie von e i st ern beeinflußt werde, so muß ich es verneinen, weil es keine Geister giebt, die beeinflussen können. Dagegen muß ich die Frage, ob die Angeklagte der S u g g e st i o n und Auto- s u g g e st i o n m erhöhtem Maße zugänglich ist, bejahen.— Rechtsanwalt Dr. Thiele: Hält es der Sachverständige möglich, daß die Angeklagte Geistererscheinungen sieht und sprechen hört?— Der Sachverständige erklärt, daß es möglich ist. daß sie unter gewissen Verhältnissen plastische Visionen hat. Bert.: Hält es der Herr Sachverständige für möglich, daß die Angeklagte m der Entlarvungssitzung thatsächlich den verstorbenen Vater des Herrn v. Kracht gesehen hat?— Dr. Henne b er g: Eine wissenschaftliche Beantwortung dieser Frage ist im Einzelfalle nicht möglich. Daß solche Personen solche Visionen haben können, ist nicht abzuleugnen, bei Frau Rothe gehörten sie aber gewisser- maßen zu ihrem Programm.— Rechtsanwalt Dr. Thiele: Ist eS notwendig, immer Simulation anzunehmen?— Dr. H e n n e b e r g: Ich bin nicht in der Lage, dies bejahend zu beantworten.— Rechtsanwalt Dr. Thiele: Halten Sie die Frage des TischrückenS überhaupt für diskutabel?— Dr. Hennebera: Beim Tischrücken waltet gar ni-chtS Mysteriöses ob, es erklärt sich einfach daraus, daß ganz bestimmte Vor« stellungen unbewußt auf unsre Bewegungenein« wirken. Jemand kann Tischrückcn hervorrufen, ohne daß er es lv e i tz. Die Rothe hat aber nicht Tischrücken hervorgerufen, sondern den Tisch bewegt, ihn durch Knte oder Fuß ge» hoben. Allerhand Schwindelmanöver. Der nächste Zeuge ist der auS der spirittstischen Bewegung bekannte Redakteur Gerling, der semer Zeit in der Versammlung in der Tonhalle dem Prediger Riemann und dem Rechtsanwalt B o h n zu Gunsten der Rothe entgegengetreten ist. Er sei aber bald stutzig geworden, denn bei einer Sitzung, die in seinem Hause in seiner Abwesenheit stattgefunden, seien Dinge vorgekommen, die Miß« trauen erregen mußten. Frau Roche war einmal hinaus» gegangen, und man hatte beobachtet, daß sie von einem auf einer Freitreppe stehenden Lebensbaum einen Zweig abbrach, den sie nachher apportiert e. Der Zweig patzte ganz genau auf die Bruchstelle. Ferner hat sie ans einem Album das Bild einer Frau genommen, welches sie 14 Tage später dieser Frau apportierte. Bei einer andren Sitzung, die bei mir stattfand— so fährt der Zeuge fort—, hatte ich mir vorgenommen, bei den Apporten sehr genau aufzupassen. Aber sowie ich hinsehen wollte, wurde ich abgelenkt. Ueberhaupt pflegte die Rothe, wenn sie Blumen aus der Lust griff, die Aufmerksamkeit zunächst dadurch ab- zulenken, daß sie die Hand demonstrativ in die Luft hob. Wenn dann alles gespannt nach dieser Hand sah, warf sie, wie ich genau gesehen habe, mit der andren Hand die Blumen niit einer erstaunlichen Geschicklichkeit in die Luft und fing sie mit ausgestreckter Hand wieder auf. Ich habe ihr von meinen Beobachtungen nichts gesagt, war im Gegenteil außer« ordentlich freundlich zu ihr, denn ich hatte gar nicht die Absicht, sie zu„entlarven", sondern wollte mich nur selbst über den Zusanuneu- hang der Dinge aufklären. Eine solche Entlarvung ist ja überhaupt sehr schwer und sehr undankbar, insbesondere in Berliner spirittstischen Kreisen, denn diese glauben alles und jeder, der ihnen sagen will, daß fie einem Schwindel zum Opfer gefallen, wird von ihnen selbst als Schwindler gebrand» markt und zwar nicht in den sanftesten Ausdrücken. Bei einer zweiten Sitzung passierte der Rothe daS Malheur, daß aus ihren Röcken eine Apfelsine fiel und unter das Sofa rollte. Ein Herr wollte sich danach büdfen, da sprang aber Jentsch hinzu und sagte:„Um Gotteswillen, lassen Sie das, daS Medium darf nicht gestört werden." In der letzten Sitzung fand die Entlarvung des Mediums statt. Die'Spiritisten behaupten. daß ein Medium „Teste" nicht hervorbringen kann, sobald es von Gegnern beein- flußt wird. Frau Rothe brachte sich zu den Sitzungen inuner Leute zur Deckung mit, die ich gar nicht eingeladen hatte. So hatte sich zur dritten Sitzung telegraphisch eine Frau Stadtrat Winter aus Dresden mit ihrer Tochter aus Hamburg an- gemeldet, sie nahmen beide an der Sitzung teil und wurden dicht neben Frau Rothe placiert. Eine Entlarvung. Einer mir bekannten Dame, Frau Wagner, gelang es, möglichst nahe an Frau Rothe heranzukommen und sie beobachtete nun, daß hinter dem Rücken der beiden Damen die Blumen bereit gelegt waren. Da sprang Plötzlich Frau Wagner auf und rief:„Jetzt sehe ich, wo die Blumen herkommen l Sie betrügen!" Run stürzte Jentsch. ein kleiner, verwachsener Herr, der ganz rot vor Wut geworden war, wie ein Tiger aus sie loS und hätte sie wohl am liebsten gewürgt. UebrigenS kam in dem Augenblick, als Frau Rothe sah, daß Frau Wagner auf sie los kam, ein ganzer Blumenrcgen herab, es war klar, daß sich Frau Rothe rasch der Blumen entledigte, die sie bei sich hatte. Ich bat sie. die Sitzung nach dem Fortgange der Frau Wagner fort- zusetzen, sie bekam aber einen hysterischen Weinkrampf und erklärte, daß sie zu sehr alteriert sei, um die Sitzung fortsetzen zu können. Ich geleitete dann Frau Rothe nach ihrem Zimmer hinauf. Jentsch folgte ihr. Frau Rothe drehte sich aber um und herrschte ihn an:„Du gehst sofort hinunter und hörst, was die andern sagen!" Schließlich gelang es, die Rothe zu bewegen, doch noch einmal zur Seance zu kommen, und da kamen wieder die Apporte, obgleich nach spirittstischer Methode gar keine geeignete Um- aebung mehr vorhanden war. Auch das brachte mir den Beweis. baß es sich um Schwindel handelte, um so mehr, als die apportterten, angeblich„taufrischen" Blumen zwar feucht, mite» an den Schnittflächen aber vertrocknet und somit künstlich„taufrisch" gemacht worden waren. Ich war darüber aigriert, daß man diese ganze Sache unter Miß« brauch der Religion bettieb. Meine bei Gärtnern angestellten Ermittelungen haben ergeben, daß sich Blumen frisch erhalten, indem man E i s st ü ck ch e n hin einbindet. Nach meiner festen Ueber- zeugung war Jentsch die Seele des ganzen Unternehmen». Zwischen Jentsch und der Rothe waltete eine Art mnent»« technischer Verbind ilng ob, Jentsch war der Leiter der ganzen Sache. Sie muß ihre Trancereden in einer Art Halb- Hypnose gehalten haben. Was sie sprach, war einstudiertes Zeug, sie gebrauchte Redewendungen, die dem Jentsch eigen« tümlich waren. Nach meiner Ansicht hat ihr Jentsch in der Hypnose die Suggestion gegeben und was sie sprach, war ihr suggeriert. Einmal apportierte sie die Glieder einer Kette, die angeblich aus den egyptischen Königsgräbern stammten, eS war aber eine Kette, die man in einem Bazar in derLeipzigerstraße für 50 Pf. kaufen kann.(Heiterkeit.) Ich habe genau gesehen, Wie sie das Ding mit den Fingern auf den Tisch geschnellt hat. Einmal wollte ich ein halberivachsenes Mädchen neben sie plazieren, Jentsch sagte aber, das gehe nicht an, denn dem Medium iviirde zu viel Kraft verloren gehen. Statt dessen wurde meine Schlvieger- mutter hingesetzt, eine herzlich gute, aber korpulente und kurzsichtige Frau, die eine vortreffliche Deckung abgab, denn mau konnte nun von der einen Seite nicht beobachten, was die Rothe trieb.(Heiterkeit.) Medien sind eitel und so wollte die Rothe nicht nur ein Blumen-, sondern auch ein Schreib-Medium sein. Sie ließ einen Geist auf ein Blatt schreiben: „Lieber Bruder, känwfe für unö l" d. h. also, ich sollte für sie Reklame machen. Die Schrift zeigte deutlich, daß sie von der Rothe selbst unter dem Tisch geschrieben sein mußte. Die Blumen hatte die Rothe nach meiner Ansicht an einem Bindfaden in den Unterkleidern uni den Leib gebunden, die Bluinen waren mit Zwirnsfaden an dem Bindfaden befestigt und Frau Rothe brachte sie zum Vorschein, indem sie durch einen Schlitz zn den Unterkleidern hineingriff. Ich selbst habe ja auch einmal eine derartige Strippe, die Frau Rothe verloren hatte und die naß war, gesunden. Sie befindet sich bei den Akten.— Gegen die Darstellung dieses Zeugen erhebt Frau Rothe in flammenden Worten Protest. Es sei nicht wahr, daß sie dem J?nffch gesagt habe, er solle unten hören, was die andern sagen; sie will nur gesagt haben, er solle aufpassen, dannt ihr nicht irgend etwas fälschlich untergeschoben werde. Wenn Herr Gerling behauptet, er habe einen Bindfaden gefunden, der von mir herrührt, so erkläre ich: das hat er dann selbst gemacht!— Vors.: Nun wird es ja immer toller! Zu Iveit dürfen Sie nun doch nicht gehen!— Zeuge Gerling versichert, daß er keines- wegS die Absicht habe, ver Angeklagten irgendwie zu nahe zu treten; er müsse aber doch unter seiuein Eide die Wahr« heit sagen.— Rechtsanwalt Dr. S ch w i n d t bezweifelt die Richttg« feit der Behauptungen des Zeugen über die Art, wie die zweiten hohen Feiertage( Ostern, Pfingsten und Weihnachten) verBlumen aus einem Schliz des Kleides gekommen seien. Die Angeklagte langt wird. Gerichts- Zeitung. müßte event. darauf bestehen, daß ein Polizeibeamter nach der Woh- Der Verbandstag spricht sich dafür aus, überall, wo freie oder Primus" Prozeß. Hamburg, 26. März. In der heutigen nung ihrer Tochter geschickt werde, damit konstatiert werde, daß sie Zwangs- Immungen bestehen, Tarifgemeinschaften anzustreben. überhaupt kein Kleid mit einem Schlitz an der von dem Zeugen be- In Bezug auf die Errichtung von gemeinschaftlichen Barbier- Sizung bekundeten Kapitän Harms und der Besizer des„ Primus", zeichneten Stelle besitzt. Auf eine ganze Reihe von Fragen des stuben wurde beschlossen:" Der 7. Verbandstag erblidt in der Kapitän Pickenpack, daß, soweit das nördliche Fahrwasser frei sei, Rechtsanwalts Dr. Thiele erklärt der Zeuge, daß er die Rothe Errichtung von Betriebsgenossenschaften in unserm Berufe einen er- alle elbaufwärts kommenden Dampfer in dasselbe steuerten. Kapitän nicht mehr für ein echtes Medium halte. Nach seiner Ansicht habe heblichen socialen Fortschritt für denselben. Abgesehen davon sieht Pickenpack bezeichnete den Kapitän Peters als einen nüchternen, be Jentsch sie hypnotisiert und sie habe in der Hypnose gesprochen. er den Wert solcher Genossenschaften für den Verband selbst be- sonnenen und fähigen Schiffsführer. Von der Verlesung des Jentsch war der eigentliche Macher in den Sigungen, er ging dort sonders darin gegeben, daß dieselben agitatorisch thätigen Ge- Protokolls der gestern stattgehabten gerichtlichen Augenscheinnahme wurde Abstand genommen. auch immer wie ein Raubvogel umher. R.-A. Dr. Thiele: hilfen eine Eristenzmöglichkeit bieten, und ist das letztere in der Kann denn jemand in einen solchen hypnotischen Zustand Regel mur von mit Unterstützung der organisierten Arbeiterschaft bersetzt werden, der nicht das geringste Mediumistische an sich hat? errichteten Genossenschaften zu erwarten." 3euge: 60 bis 80 Pro3. aller Leute fann man Am Schlusse des zweiten Verhandlungstages wurde Hamburg hypnotisieren. Man kann den Leuten durch die Hypnose wiederum als Siz des Vorstandes, Berlin als Siz des Ausschusses beBefehle erteilen, die erst nach Stunden realisiert werden. Rechts- stimmt. Zum Vorfizenden wurde Egkorn wiedergewählt. Die Wahl des anwalt Dr. Thiele: Sie wären also der Meinung, daß die Kassierers wurde dem Zweigverein Hamburg überlassen. Als Ort Rothe erst vor jeder Sigung hypnotisiert worden ist? Vors.: für den nächsten Verbandstag wurde Leipzig bestimmt. Am dritten Diese Fragen muß ich abschneiden. Die Verteidigung geht darin zu Verhandlungstage hatte man sich mit der Einführung der Arbeitsteit. Hier werden nicht Fragen gestellt, sondern Urteile ver- losenunterstigung zu beschäftigen. Yangt. Rechtsanwalt Dr. Schwindt: Ich bin mir nicht bewußt, eine einzige inforrette Frage gestellt zu haben. Rechtsanwalt Dr. Thiele: Der Zeuge hat auch Urteile ausgesprochen und ich fühlte mich verpflichtet, meine Gegenansicht kund zu thun. Rechtsanwalt Dr. Schwidt: Der Zeuge ist ja auch Spiritist. Hat er auch Trancereden gehalten? 3euge: Das weiß ich nicht. Hierauf tritt der geuge Dr. med. Langsdorff vor und will darlegen, daß der Zeuge in feinen Beobachtungen und Darlegungen ganz unwissenschaftlich gewesen sei. Der Vorsitzende läßt ihn aber wieder zurücktreten. Schließlich wird noch ein Benge b. Rüdiger bernommen, der versichert, daß bei einer Sizung, der er beigewohut, Frau Rothe sehr genau untersucht worden sei. missen. Hus der Frauenbewegung. Ein armseliges politisches Gewächs. " 1 " Verfammlungen. Die Bezeichnung ,, Kurpfuscher" ist beleidigend. So entschied in der Berufungsinstanz im Prozesse des bekannten Naturheilkundigen Caniz gegen Dr. Joachim, der in der ersten Instanz freigesprochen worden war. Der Verteidiger des Klägers Canig, Rechtsanwalt Holz, wies besonders darauf hin, daß der Kläger als Führer der Berliner Naturheilbewegung schon seit 15 Jahren die Sache in lauterster Weise vertrete und wenn in einem Erkenntnisse des Ehrengerichtshofes erklärt werde, die Bezeichnung Kurpfuscher" sei deshalb nicht beleidigend, weil sie in Aerztekreisen üblich sei, so könne dies nicht als maßgebend erachtet werden, da es kein ordentlicher Gerichtshof sei. Der Gerichtshof erkannte dahin, daß die Bezeichnung Kurs pfuscher in allen Fällen beleidigend sei. Im vorliegenden Fall trete die beleidigende Absicht noch schärfer hervor, weil der Beklagte in dem beanstandeten Artikel in der Berliner Aerzte- Korrespondenz" So hatten wir die modernen Freisinnigen genannt bei Beurteilung den Kläger einen ber. Kurpfuscher genannt habe. Der Bes des Vorkommnisses in Tilsit, der Ausweisung der Frauen aus der klagte sei deshalb kostenpflichtig zu 30 Mark Geldstrafe und zur öffentlichen Versammlung. Das ist der Freifinnigen Zeitung" zwar Publikation in der Berliner Aerzte Korrespondenz" verurteilt unangenehm, aber durch die Art, wie sie das Vorkommnis behandelt, worden. beweist sie nur die Richtigkeit unsrer Charakteriſtik. Sie nimmt Veranlassung, den Wunsch nach bestimmten Instruktionen an die Polizeibeamten auszusprechen. Doch das geschieht echt freisinnig. Es kommt ihr gar nicht in den Sinn, darauf hinzuweisen, daß die Auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Schwindt wird der An- Polizei überhaupt kein Recht hat, Frauen aus öffentlichen VerAdlershof. Der socialdemokratische Wahlverein hielt am 19. b. M. geklagten noch Gelegenheit gegeben, fich über ihre Ent- fammlungen auszuweisen, vielmehr malt sich die Sache in der eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab, in welcher Walded wickelung zum spiritistischen Medium und über die" Freisinnigen Zeitung" so: Zeit, bevor sie mit Jentsch in Verbindung getreten ist, zu äußern." Offenbar hat die neuerliche Erklärung des Ministers des Manasse über die Bedeutung des 18. März sprach. An Stelle Sie erzählt, wie andre Leute sie erst darauf aufmerksam gemacht Innern über die begrenzte Zulassung von Frauen in politischen den dadurch freigewordenen Posten eines Revisors der Zeitungsdes nach außerhalb ziehenden 1. Vorsitzenden wurde Latin und für haben, daß sie ein Medium sei und wie sie, nachdem diese Thatsache Versammlungen zu den verschiedensten Auslegungen bei den Lokal- den dadurch freigewordenen Posten eines Revisors der Zeitungsbekannt geworden, von allen Seiten gequält worden sei, wie man sie Polizeibehörden Veranlassung gegeben, und es ist daher dringend spedition Kosinsky gewählt. In Rücksicht auf die bevorstehenden fast gezwungen habe, nach den verschiedensten Orten zu kommen und notwendig, den Polizeibehörden bestimmtere Instruktionen zu geben Bökelmann, Trentel, Schubert und Hildebrandt angehören und Reichstagswahlen wurde ein Komitee gewählt, dem Driest, Kurth, Sigungen abzuhalten. Es sei ihr fast zu viel geworden und sie habe über die Zulassung der Frauen in solchen Versammlungen." unter der Last manchmal geseufzt, trotzdem habe sie für ihre Sigungen Die Freisinnige Zeitung" scheint also der Meinung zu sein, daß welches in Gemeinschaft mit dem Vorstand das ReichstagswahlKomitee bilden soll. Hierauf erfolgte durch den überwachenden und ihre Reiſen niemals Geld genommen. Sie habe stets sehr be- die Erklärungen des Herrn v. Hammerstein irgend welchen Einfluß Beamten die Auflösung der Versammlung wegen Eintritts scheiden gelebt und auch noch für ihre krante Tochter forgen darauf hätten, ob Frauen an öffentlichen Versammlungen teilnehmen der Polizeistunde. Wahrscheinlich stößt sich unser Amtsvorsteher an Die Briefe, die sie erhalten, feien immer zahlreicher dürfen oder nicht. Daran fann Herr v. Hammerstein aber durch der Polizeiſtunde. Wahrscheinlich stößt sich unser Amtsvorsteher an der der Einladung zu unsren Versammlungen, welche durch geworden, die Leute feien so weit gegangen, eine Groschenmarke bei seine Erklärungen nichts ändern, weil das gesetzliches unzweifel- Verbreiten von Handzetteln im ganzen Orte erfolgt, wodurch er zulegen und, wenn sie diese nicht umgehend zur Antwort benutzte, haftes Recht ist. Instruktionen an die Polizeibeamten wären sie sogar der Unterschlagung zu bezichtigen. Da sei ihr denn ein zwar sehr nüglich, könnten sich aber nur in der Richtung bewegen, Mitglieder- Versammlungen zu öffentlichen stempelt. Nun wurde Helfer in der Person des Jentsch entstanden, der sich in daß die Polizeibeamten instruiert würden, das Gesetz zu studieren aber, um den Charakter einer geschlossenen Vereinsversammlung zu wahren, am Eingang des Saales gewissenhafte Kontrolle geübt, woder selbstlosesten Weise ihrer angenommen habe. Jentsch sei und zu respektieren. ein Mann, der seinem Nächsten gern diene; oft genug habe er auf Das Berhalten der Tilsiter Freisinnigen sucht die Freisimmige durch festgestellt wurde, daß außer einigen eingeführten Gästen nur Mitglieder anwesend waren. Schon bei Eröffnung der Vers der Straße sein Portemonnaie in die Hand eines Armen ausgeleert. Beitung" zu rechtfertigen mit der Erklärung, es fomme im vorSie könne nur sagen, daß Jentsch einer der ehrenhaftesten und liegenden Falle nur darauf an, daß die Versammlung auf alle Fälle sammlung wurde den auf ausdrücklichen Rat des Amtsvorstehers im aufgelöst worden wäre, wenn die Frauen blieben, gleichviel, ob der Nebenraum untergebrachten Frauen eine unliebſame Ueberraschung Beamte im Recht war oder nicht. Die Auflösung sollte vermieden werden, zu teil, indem auf Befehl des überwachenden Beamten die Saalthür Der Geist des Herrn v. Oppen scheint weil der Abg. Goldschmidt besonders zu einem Vortrage erschienen zugemacht werden mußte. war. Wir können uns wohl Fälle denten, wo man sich ein Unrecht immer nach sein Wesen zu treiben. gefallen läßt, um eine Versammlung nicht zu gefährden. Das Lichtenberg. Eine außerordentlich stark besuchte Volksversammtige Geschäfte u erledigen hat, die pyne Minivirtung der Bere lung hörte am Montag einen Vortrag des Genoffen Stadthagen tönte berechtigt ſein, wenn eine Versammlung unaufſchiebbare wichtige zu ohne fammlung nicht zu erledigen sind. Ein solcher Fall lag aber hier befundete die Versammlung ihre Uebereinstimmung mit dem Abüber den bevorstehenden Reichstagswahlkampf. Durch reichen Beifall nicht vor. Es handelte sich um eine einfache Agitationsversammlung der vom 24. bis 26. März in Mannheim abgehalten wurde, war von und der Zwed solcher Versammlungen leidet bei Oppositionsparteien geordneten des Kreises. Grauer sprach sodann über die Gemeinde zwölf Delegierten besucht. niemals durch eine Auflösung. Wir würden uns in solchem Falle niemals wahlen und erstattete namens des Wahlkomitees Bericht. Der Bericht des Vorstandes ergab kein besonders erfreuliches einem Unrecht fügen. Wo es aber unvermeidlich ist, dann muß man es Bild, da von einem Fortschritt in den letzten Jahren kaum gesprochen wenigstens in politisch würdiger Weise thun und mindestens gegen eine Boltsversammlung, in welcher Stadthagen über die Reichstags Neuenhagen a. d. Ostbahn. Am 22. d. M. tagte in Bruchmühle werden kann. Da ein schriftlicher Vorstandsbericht nicht vorlag, auch das Unrecht Verwahrung einlegen. Der freifi.mige Herr in Tilsit wahlen und ihre Bedeutung referierte. der mündlich gegebene Bericht keine Auskunft über die an hat aber nach seiner eignen Erklärung nichts dergleichen gethan, wahlen und ihre Bedeutung referierte. Gegen 400 Männer und Beitrittsgeldern und Beiträgen eingenommenen Summen gab, ist sondern er hat das Auftreten des Beamten ausdrücklich als gefeßlich Frauen, darunter zahlreiche Landarbeiter, füllten Schulter an Schulter es nicht möglich, hier einen Ueberblick über die Entwicklung bezeichnet, indem er selbst sagt, er habe den Frauen auseinander- gedrängt den Saal, während zahlreiche Besucher keinen Einlaß des Verbandes zu geben. Soviel aus den mündlichen Mitteilungen gefeßt, daß das Gesetz ihn zwinge, sie hinauszuweisen. Daß ein fanden. In 1½½stündiger, oftmals von stürmischem Beifall unters des Kassierers zu entnehmen war, betrugen die Einnahmen der moderner Freifinniger ein armseliges politisches Gewächs ist, kann brochener Rede geißelte unser Genosse Stadthagen die heutige Ge Haupttasse im Jahre 1900 2068 2., 1901 4863 m., 1902 5684 M.; also die" Freifinnige" bezüglich des Herrn Immisch nicht ent- fellſchaftsordnung und wies nach, was die arbeitende Bevölkerung die Ausgaben betrugen 1701, 4688 und 5354 M. Die Anzahl der träften. Und da wir aus der Freisinnigen" erfahren, daß auch Herr zu erwarten habe, wenn auch im zukünftigen Reichstage die Brot Zweigvereine beträgt 33, die ungefähre Anzahl der Mitglieder 500. Die Goldschmidt in der Versammlung anwesend war, ohne gegen das wucherer wiederum die Mehrheit bekämen. In der Diskussion machte Schulden, die beim Schluß des vorigen Verbandstages vorhanden Verlangen des Polizeibeamten zu protestieren und ohne den Herrn Jacke auf die Zustände in der heutigen Volksschule aufmerksam, waren, sind zum größten Teil abgetragen. Immisch auf den allein richtigen Weg zu verweisen, so trifft das während Lehnert sich eingehend mit der am 20. 5. M. in Neuens In der Diskussion wurde verlangt, daß fünftig regelmäßige auch auf Herrn Goldschmidt zu. Und es trifft nach allem Gesagten hagen stattgefundenen konservativen Versammlung beschäftigte, in Vorstands- und Kassenberichte veröffentlicht werden. Weiterhin tam auch auf die" Freisimmige Zeitung" zu; sagt sie doch zum Schlusse welcher Herr Pastor Schall referiert hatte, wo wir aber, nachdem man auf die Frage der Kontrollkarten zu sprechen. Von verschiedenen auch noch, sie hätte fast den Eindrud, daß die Socialdemokraten in Genosse Lehnert kaum fünf Minuten gesprochen hatte, des Saales Rednern wurde betont, daß die Kontrollfarten wertlos sind; sie hätten Tilfit die Genofsinnen" veranlaßt hätten, in die Ver- verwiesen wurden. Bedeutung zur Zeit eines Streifs, aber nicht bei gewöhnlichen Ver- fammlung zu gehen und sich der Ausweisung zu widerhältnissen. Andre Redner führten demgegenüber aus, daß man viel- feßen, um die große freisinnige Versammlung zur Auflösung fach und mit Hilfe der Kontrollkarte im stande gewesen sei, einen zu bringen. Das sezt die Annahme voraus, daß die Ausweisung Teil der Mitglieder festzuhalten. Dem Vorstand wurde Entlastung berechtigt und deshalb auf alle Fälle zu gewärtigen war. Solche Annahme ist bei Socialdemokraten nicht vorhanden. Wenn die Explosion. In der Eiermannschen Aluminium- und Bronzefabrik Eine längere Debatte entspann sich über die beste Regelung des Frauen Genoffinnen waren( was wir nicht wissen), so wußten fie, in Neumühle bei Stein entstand gestern mittag durch Warmlaufen Arbeitsnachweises. Die Barbiere haben gleich den Kellnern mit privaten daß sie ein gesetzliches Recht hatten, in der Versammlung an- von Aluminium beim Mahlen eine Explosion. Neun Arbeiter Stellenvermittlern zu rechnen, die die Vermittelung als ein Geschäft wefend zu sein, daß fie niemals auf Grund des Vereins- wurden durch Brandwunden schwer berlegt, behandeln und die Arbeitslosen in der schlimmsten Weise ausbeuten. gefeßes durch die Polizei, sondern höchstens auf Grund des darunter vier lebensgefährlich. Das Gebäude wurde stark In einer Resolution sprach man sich für die Not Hausrechtes durch den Vorsigenden ausgewiesen werden konnten. beschädigt. edelsten Menschen sei. Hierauf wird die Sigung geschlossen. Nächste Sizung: Freitag 92 Uhr. Der 7. Verbandstag des Verbandes deutscher Barbiere, Friseure und Perückenmacher, erteilt. " Vermischtes. wendigkeit einer reichsgesehlichen Regelung des Arbeitsnachweises Daß sie das wußten, zeigt ihr Verhalten; daß sie hätten annehmen aus. Man wünschte Anschluß an die kommunalen Arbeits- sollen, sie würden vom Vorsitzenden einer öffentlichen freisinnigen Durch eine Feuersbrunst wurde das Asyl für Obdachlose in nachweise, und soweit solche nicht vorhanden sind, die Einführung Versammlung auf Grund des Hausrechtes thatsächlich ausgewiesen hon zerstört. Das Feuer griff mit solcher Schnelligkeit um sich, paritätischer Nachweise. Die Ortsverwaltungen werden verpflichtet, werden das ist wirklich sehr wenig schmeichelhaft für die Frei- daß die 85 Infaffen nur mit großer Mühe gerettet werden konnten. einen stärkeren Einfluß auf die Arbeitsvermittlung anzustreben. sinnigen, wir haben aber nichts dagegen, wenn die Freisinnige Dünkirchen, 26. März. In der Nähe von Dünkirchen fenterte Von den weiteren Beschlüssen, die zu den Punkten Organisation Beitung" sich und ihre Leute so selber zeichnet. und Agitation gefaßt wurden, seien folgende erwähnt: Der Vorstand wurde beauftragt, Erhebungen über die Lage im Berufe vorzunehmen. Ferner soll das reichsstatistische Amt ersucht werden, statistische Aufnahmen über die Lage im Barbiergewerbe zu Der Vorstand wurde ferner beauftragt, eine Dentschrift auszuarbeiten und an Reichstag und Bundesrat zu versenden, worin der Achtuhr- Ladenschluß sowie die gesetzliche Freigabe der drei machen. Die Nordseestürme sind vorüber und die demzufolge reich licher ausfallenden Fänge gestatten uns, zu nachstehenden billigen Preisen zu offerieren: Cabliau ohne Kopf, im Anschnitt Pfd. 25 Pf. in der Grösse von 2 bis 20-25 Pf. Schellfisch 4 Pfd. à Pfd. Pfd. gestern ein Fischerboot; die vier Insassen ertranken. Frauenstudium. Nach einer Verfügung des württembergischen Schiffstatastrophe. Bei Brunshausen stieß in vergangener Nacht Kultusministers werden weibliche Personen, welche die für das der englische Dampfer Equity" mit dem Hamburger Schlepp= Studium der Medizin und Pharmazie geforderte Schulbildung be- dampfer Johannes Körner II." zusammen. Legterer fant. Der figen, als Hörerinnen zu akademischen Vorlesungen und Uebungen Steuermann des Schleppdampfers wurde gerettet, der zugelassen, unter der Voraussetzung, daß die Lehrer für den Besuch Maschinist und der Dedsmann sind ertrunken. ihre dauernde Einwilligung geben. In besonderen Fällen ist die Genehmigung des Ministeriums erforderlich. Reichhaltiges Kochbuch erhält erhält jeder Kostproben auf Wunsch Käufer gratis Für die in allen Grössen 20-25 P. gratis Grosse im An- 30-35 Pf. Austernfisch schnitt sehr fein Pfund 25-30 Pf. Seelachs Pfd. 20-25 Pf.| Adlerlachs Pfd. 40-50 Pf. FastenGrosse Schollen ( Goldbutt) Pfd. Bratflandern 30-25 45 Seekarpfen 19 Seehecht " 9 " Seeforellen 45-50 38-45 70-75 " . 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Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid, in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.