Nr. 74. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags. nummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsBreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Erfcheint täglich außer Montags. bilsdsD scolilo 20. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonels zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort sett). Insecate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Klerifale Arbeiterregeln. Sonnabend, den 28. März 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. " Teiden feine Arbeiter duldet, welche den übrigen durch schlechte Reden, durch und folgeweise die ganze Bevölkerung verarmen müßte. 3. Parteilich Verbreitung schlechter Schriften oder in andrer Weise eine Verführung keit und Bestechlichkeit könnten in furchtbarer Weise geübt werden Unsere Klerifalen vermag, wie man weiß, niemand in wären zum Unglauben, zur Unfittlichkeit oder zur Socialdemokratic und würden unfehlbar dann geübt, tvenn, entsprechend dem Plane der Welt an Arbeiterfreundlichkeit zu übertreffen. Wie es mit gerechtigkeit einen geringeren Lohn zahlt, als der, von welchem der erklärt würde. 4. Der Staat würde durch eine solche Stegelung eine Frage 128: Giebt es Fälle, in welchen der Arbeitgeber ohne Un- der Socialdemokraten, die Religion abgeschafft und als Privatsache dieser Arbeiterfreundlichkeit in Wirklichkeit bestellt ist, zeigt ein für Arbeiter mit seiner Familie leben kann, d. H. als den Herstellungs- Produktivgenossenschaft im großen; er würde daher an ähnlichen und Die gläubige Arbeiterheerde bestimmter sogenaunter ,, Arbeiter wert? Antwort: Ja. Solche Fälle treten ein, wenn durch außer vielleicht noch an fatechismus", der, in zweiter vermehrter" Auflage im ordentliche Umstände, z. B. durch Arbeitsstockung der Tauschwert als größeren praktischen Mißständen die waren, an denen die Produktivgenossenschaften, Verlage des streitbaren Kaplans Dasbach soeben erschienen,( Marktwert) der Arbeit unter den Herstellungswert herabfinkt, d. h. als mant sie versuchte, bald dahinjiechten. 5. Insoweit den als„ Volksschriftsteller" bekannten Jesuiten 2. v. Hammer wenn allgemein die Arbeit nicht so teuer bezahlt wird als nötig ist, nicht bloß der Lohn, sondern auch die Strafe zur Arbeit treiben stein zum Verfasser und eine Leuchte klerikaler Wissenschaft, at denn nicht in allen Fällen der Arbeitgeber so viel zu zahlen, durchaus geschehen müßte), würde der Staat gleichsam ein großer um dem Arbeiter den Lebensunterhalt zu verschaffen.- Frage 129: sollte( wie es ja bei der socialdemokratischen Wirtschaftsordnung den Moralphilosophen und Jesuiten V. Cathrein zum daß der Arbeiter davon leben kann? Antwort: Nein, der Sklavenhalter und alle Einwohner würden seine Stlaven. 6. Eine Ueberarbeiter hat. Wir haben nicht die Absicht, das Arbeitgeber hat eben nur den Tausch wert, nicht den Herfurchtbare Tyrannei würde besonders dadurch geübt, daß niemand Machwert zu fritisieren; das ist angesichts der stellungswert der Arbeit zu bezahlen. Wenn der Tauschwert mehr feinen Beruf, seine Beschäftigung frei wählen könnte, sondern Fülle des darin aufgestapelten Unsinns eine Unmöglichkeit. unter den Herstellungswert sinkt, so ist das ein Unglück für den den Beruf und die Arbeit ergreifen müßte, welche der Staat oder Wir beschränken uns darauf, aus den Fragen" und" Ant Arbeiter, ebenso gut wie es ein Glück für ihn ist, wenn der Tausch vielmehr dessen Beamten ihm zudiftierten. Der Staat könnte zum worten", aus denen dieses erlesene Produkt zusammengesetzt ist, wert bedeutend über den Herstellungswert steigt... Beispiel den einen zum Kloakenreiniger, den andern zum Künstler beeinige der marfantesten wortgetreu wiederzugeben, und über- Frage 143: Was lehrt Karl Marr über die Entstehung des stimmen, ohne daß der Betreffende hierüber gefragt zu werden Lassen es im übrigen getrost unfren Lesern und allen urteils. Wertes? Antwort: Er lehrt, die Arbeit sei die einzige Quelle brauchte. 7. Aus diesem Grunde würde es im socialdemokratischen fähigen Menschen, sich über das darin zu Tage tretende Maß des Wertes. Frage 144: Was ist von dieser Lehre zu halten? Staat feine Briefter mehr geben, denn im günstigsten Fall Antwort: Sie entstammt dem liberalen Manchestertum, ist durch- würde die Neligion nur als fronimer Dummheit, Bosheit und wissentlicher Verdrehung, aus falsch und ganz dazu angethan, die Arbeiter ungerechterweise eine Privatsache aber Privatsache" geduldet; für Charaktertugenden, die sich in einen wallenden religiösen Talar gegen die Besitzenden zu verheßen. Frage 145: Warum ist die bilden und verwenden lassen; alle jungen Leute würden vielwürde der Staat niemand auss hüllen. Da heißt es: Lehre falsch? Antwort: Weil thatsächlich 1. auch ohne Arbeit mehr für andre, nichtpriesterliche Berufe tonskribiert werden, Frage 19. Was ist also in wissenschaftlicher Hinsicht von Wert entsteht und weil 2. auch in den Fällen, in denen es zur Ent- und das für ihr ganzes Leben, ähnlich wie man jetzt die jungen der Socialdemokratie zu halten? Antwort: Sie ist ein ebenso stehung des Wertes der Arbeit bedarf, diese keineswegs immer die Leute für einige Jahre zum Militär konsfribiert. Wenn es aber unwahres wie unwissenschaftliches System, wie ein System, welches einzige Quelle des Wertes ist, indem auch andre Quellen mitwirken, feine Priester mehr gäbe, dann würde der katholische Gottesdienst fich z. B. darauf stützen würde, daß es keine Sonne gäbe, oder daß den Wert zu erzeugen. Frage 146: Wann entsteht Wert ohne aufhören und die meisten Sakramente, insbesondere die SterbeAmerika nicht eriſtiere. Frage 22. Wenn es also unwissen Arbeit? Antwort: Er entsteht z. B., wenn jemand zufällig einen sakramente könnten nicht mehr gespendet werden. Und wenn selbst schaftlich ist, Gottesleugner zu sein, weshalb find denn die Social- Goldklumpen findet, ein Kohlenlager entdeckt, eine wertvolle Erfindung jemand in jener freien Zeit, welche der große Sklavenhalter( der demokraten Gottesleugner? Antwort: Sie sind Gottesleugner macht; wenn man von Geburt mit einem bedeutenden Dichtertalent focialdemokratische Staat) ihm ließe, den Priesterberuf zur Not ausentweder aus Unwissenheit oder aus Bosheit. oder einer schönen Stimme begabt ist, mittels deren man bedeutendes üben könnte, so würde doch kaum jemand dafür sich finden. Denn Frage 35. Ist es eine schwere Sünde, Socialdemokrat zu Geld erwerben kann usw. alle Kinder würden ja vom Staate erzogen und zwar ohne Religion fein? Antwort: Ja! es ist eine schwere Sünde für den, der erzogen; es würde also niemand mehr auf den Gedanken kommen, das eigentliche Wesen der Socialdemokratie genau fennt. Denn: 1. begeht Priester zu werden. der Socialdemokrat durch seine Gottesleugnung eines der schwersten Verbrechen. 2. öffnet er, soviel an ihm liegt, allen übrigen Verbrechen Thür und Thor. Denn mit dem Leugnen Gottes, des höchsten Gesetzgebers, fällt die ganze Sittenordnung zusammen. Sobald es nämlich keinen Gott giebt, giebt es niemand mehr, welcher dem Gewissen verbieten könnte, zu lügen, zu morden, Nurecht zu treiben usw. Denn auch die Geseze des Staates fönnten uns nicht zum Gehorsam verpflichten, wenn es feinen Gott gäbe, von welchem die Obrigkeiten ihre Vollmachten hätten. Daher ist die Social demokratie ein Verbrechen im Großen. 3. Ist jeder, der sich an der Socialdemokratie beteiligt, mit schuld an dem unsäglichen Elend, welches die Socialdemokratie, wenn sie zum Siege fäme, über die ganze menschliche Gesellschaft bringen würde. Frage 62: Was ist zu halten von dem socialdemokratischen Grundsatz: Religion ist Privatsache"? Antwort: Dieser Grundsatz ist entweder eine Heuchelei oder ein Selbstwiderspruch. Frage 161: Weshalb ist diese Lehre( vom ehernen ohne gesez) ein Irrtum? Antwort: 3. Gesezt, das cherne Rohugesez" Herrschte wirklich für die Arbeiter, so müßte ein ähnliches Gefeß auch für die Reichen gelten; das ist aber nicht der Fall. davon ab, ob man streift für eine Zeit, für welche sich die Arbeiter Frage 211: Ist ein Streit erlaubt? Antwort: Das hängt 4. Gescht, das eherne Lohngesets" herrschte für die Arbeiter, dann zur Arbeit verpflichtet hatten, oder für die Zeit nach abgelaufenem könnten die Arbeiter nie zu einigem Wohlstand, noch weniger zu Arbeitsvertrag. Reichtum gelangen. Nun giebt es aber Zeiten und Gegenden, in die Arbeit erst nach Ablauf der vertragsmäßig bedungenen Zeit, Frage 212: Sit ein Streit erlaubt, wenn welchen die Arbeiter doch jedenfalls nicht gerade in äußerster Armut also z. B. unter Einhaltung der Kündigungsfrist, niedergelegt wird? leben; in vereinzelten Fällen haben sie sogar, wie Krupp, zu großen Antwort: In diesem Falle kann er erlaubt sein. Doch fann er Fabritherren sich emporgeschwungen: also beruht das" eherne Lohn- auch in diesem Fa unerlaubt sein, z. B. wenn durch denselben gefch" nicht auf Wahrheit. eine Erpressung geübt würde. Frage 213: Wann wird durch Frage 165: Was ist denn der Unternehmergewinn? Ant- den Streit eine Erpressung geübt? Antwort: Wenn die Arbeiter wort: Er ist 1. ein Lohn für die Berechnung und die geistige die Not des Arbeitgebers mißbrauchen, um irgend welche Vorteile, Arbeit, welche der Unternehmer vornimmt; 2. eine Entschädigung für auf welche sie fein Recht haben, z. B. übermäßigen Lohn, von ihm das Risiko, ivelchem der Unternehmer sich aussetzt. zu erlangen. Es fann nämlich nicht bloß von seiten des ArbeitFrage 170: Was ist zu halten von der Verwandlung des gebers, sondern auch von seiten der Arbeiter Expreffung geübt kapitalistischen Privateigentums an Produktionsmitteln in gesellschaft werden. Gesetzt z. B. der Arbeitgeber hatte bestimmte Lieferungen liches Eigentum"? Antwort: Dieser Satz enthält eine Ungerechtig übernommen, die er nicht einhalten könnte im Falle eines Streifs; Frage 65: Wann ist der socialdemokratische Sas Religion feit und nach Umständen einen Schwindel. Frage 171: gefeßt, die Arbeiter würden diese seine Verlegenheit beugen, um ift Privatfache" ein Selbstwiderspruch? Antwort: Wenn er nicht Weshalb enthält dieser Satz eine Ungerechtigkeit? Antwort: 1. Weil übertriebene günstige Bedingungen von ihm zu erhalten: so wäre bloß als Heuchelei aufgestellt wird, sondern ernst gemeint ist. In niemand, auch der Staat nicht, ohne genügenden Grund den Leuten das eine Erpreffung.( Frage 217)... Doch sogar in... Fällen, diesem Falle will man nämlich die bestehenden Religionen zer- ihr Privateigentum nehmen darf. Es liegt aber kein genügender in denen keine Rechtspflicht gegen den Arbeitgeber verlegt wird, ist stören, insofern man Socialdemokrat ist; zugleich aber will Grund vor, alle Produktionsmittel, z. B. allen Grundbesig in ge- stets zu beachten, ob der Streit nicht wegen eines andern beman sie nicht zerstören, sondern dulden, insofern man erklärt: sellschaftliches Eigentum" zu verwandeln, d. H. für den Staat zu gleitenden Umstandes unerlaubt wird, z. B. weil das öffentliche Wohl Religion ist Privatsache." Frage 72: Soll der Staat diese konfiścieren. 2. Infoweit ein Grund vorliegt, daß der Staat Privat- barunter leidet, weil der Arbeiter den Unterhalt seiner eignen Familie Verbrechen( gegen die Religion) immer und in allen Fällen be- eigentum angreift, z. B. zum Zweck der Steuerzahlung, Expropriation gefährdet ufiv. Wie die Dinge im praktischen Leben liegen, wird es strafen? Antwort: Nein. Er soll die Bestrafung jener Verbrechen für Wegebauten usw. verlangt die Gerechtigkeit, daß der Schaden in äußerst selten sein, daß ein Streit ohne zuvorige Kündigung erlaubt ist.unterlassen, deren Bestrafung mehr schaden als mußen würde. Es billiger Weise auf die Unterthanen verteilt werde. Die Konfiskation kann z. B. sein, daß die Bestrafung eines religiöfen Verbrechens, des Privateigentums bloß an Produktionsmitteln enthielte aber eine im einzelnen zu widerlegen, verlohnt sich nicht. Man beachte Die Citate dürfen genügen. Den ökonomischen Unsinn 3. B. der Verbreitung atheistischer Lehren, den Verbrecher in den ganz unbillige Verteilung des Schadens. Also wäre sie ungerecht.Augen vieler gleichsam als Märtyrer erscheinen ließe und so die Frage 172. Warum enthielte die Stonfistation bloß des Privat- nur den famosen Belveis, warum das cherne Lohngeseh Gemüter derart verbitterte, daß die verderblichen Lehren nur noch eigentums an Produktionsmitteln eine Unbilligteit? Antwort: das ja die Socialdemokratie nicht mehr anerkennt falsch mehr um sich griffen. Das ist besonders der Fall, wenn das betr. Weil kein Grund vorliegt, nur die Produktionsmittel, d. h. das pro- fei, weil es dann auch für die Reichen gelten würde. Nur Gesetz als Ausnahmegesetz erscheint, wie z. B. das Socialisten- duttive Kapital, und nicht auch das improduktive zu konfiścieren. Nach dem auf die kapitalistische Tendenz diefes christlichen Machwerks gefeg. Dagegen wäre es sehr ratsam, daß der Staat die Verbreitung Wortlaut des Erfurter Programms müßte nämlich jedem armen Bauern sei furz hingewiesen. Es ist die krasseste Unternehmeratheistischer Grundfäße ganz allgemein bestrafte, nicht bloß, wenn sie sein Grundstück, jedem Schneider seine Nähmaschine, jedem Drechsler anschauung, die überall hervortritt, Pfaffen und Kapitalisten von Socialdemokraten, die meist Arbeiter sind, sondern ebenso auch, seine Drehbant, jedem Fuhrmann sein Pferd genommen und in sollen gleichermaßen gegen den Ansturm der Socialdemokratie wenn sie von liberalen Redakteuren in den Zeitungen oder von gesellschaftliches Eigentumt verwandelt", d. h. für den Staat ton geschützt werden. Es verdient beachtet zu werden, daß die ungläubigen Brofessoren auf dem Katheder oder von wem sonst fisciert werden, weil alle diese Dinge zu den Produktionsmitteln" Unternehmer angewiesen werden, feinen Socialdemokraten immer geschieht. gehören. Wenn aber ein reicher Herr eine wertvolle Kunstsammlung Frage 95: Wie soll der Arbeiter inbetreff des Umganges oder eine Dame einen foftbaren Diamantschmud hätte, so würde und Ungläubigen in ihren Betrieben zu dulden. Wenn Arbeiter forgen? Antwort: Er soll sorgen, daß die Mitglieder feiner er nicht konfisciert, da diese Dinge nicht zu den„ Produktionsmitteln" gelegentlich unter sich feinen„, christlichen" Streifbrecher haben Familie feinerlei Umgang haben mit schlechten Leuten, die keine gehören, sondern unproduttives Stapital sind oder zu den Genuß- wollen, so getert die ganze tatholische Presse über socialReligion haben; er soll seine Kinder z. B. nicht mit Kindern von mitteln gehören. Frage 173: Wann enthielte die Forderung demokratischen Terrorismus. Hier wird den Unternehmern Socialdemokraten spielen lassen, damit sie nicht von diesen und deren des Erfurter Programms:" Verwandlung des kapitalistischen Private zur Pflicht gemacht, socialdemokratische Verführer auf die Eltern schlechte Dinge hören. eigentums an Produktionsmitteln in gesellschaftliches Privat( Straße zu feßen. Die Broschüre könnte getrost von dent Frage 100: Was ist zu halten von dem ferneren Saz: Eigentum" einen Schwindel? Antwort: Wenn es nicht ernstlich Centralverband und andern Scharfmachern verbreitet werden. Unentgeltlichkeit des Unterrichts, der Lehrmittel 2c.? Antwort: gemeint wäre, nur das produktive Kapital zu konfiscieren; wenn diese Strassester Unternehmerhohn ist es, was über die Erlaubtheit Diefer Saz enthält in gewissem Sinne eine Unwahrheit, zugleich tonfiskation vielmehr mir eine Vorstufe bilden sollte zur Konfistation aber eine Ungerechtigkeit. Frage 161: Intviefern enthält alles Privateigentums. Und daß es auch zu dieser letzteren des Streits gesagt wird. Der Streit ist unerlaubt unter Gaß eine Unvahrheit? Antwort: Weil man gar nicht be stonfiskation käme, wenn die Socialdemokraten zur Herrschaft ge- Stontrattbruch, er ist unerlaubt, wenn er den Unternehmer in absichtigt, die Kinder wirklich unentgeltlich zu erziehen. Denn Lehrer langten, das wäre jedenfalls dringend zu fürchten. Schwerlich eine Notlage bringt, wenn er das allgemeine Wohl schädigt und Lehrmittel sollen nach wie vor bezahlt werden; nur nicht durch würden die Socialdemokraten einer reichen Dame ihren Diamant-( Sohlenarbeiterstreit) und schließlich, wenn er die Existenz der das Schulgeld der Eltern, sondern aus den Steuern des Staates, schmuck von einer Million lassen, während sie einem armen Maurer Familie gefährdet. So wird der Streit an sich zugelassen, um in zu welchen aber die Eltern doch wieder ihren Teil beitragen müssen. oder Schreiner das Eigentum an seinem ärmlichen Handwerkszeng jedem einzelnen Falle der Anwendung als Verbrechen verpönt In Wahrheit pflegen fast nur katholische Orden unentgeltlich zu abnähmen! Die Entwicklung führte also offenbar dahin, alles zu werden. erziehen. Dafür aber hat der Arbeiter das Recht und die Privateigentum zu tonfiscieren, mit einziger Ausnahme der durch Pflicht, für seinen Arbeitgeber zu schuften, was das Zeug Frage 102: Jnwiefern ist dieser Saß eine Ungerechtigkeit? Arbeit in der Gesamtheit erworbenen Genußmittel. Antwort: Sieht man von armen Eltern ab, die nicht im stande Frage 177: 28as versteht man unter der„ kapitalistischen hält. Der kriegt dann wegen seiner Unternehmerintelligenz find, ihren Kindern die nötigen Lehrmittel zu verschaffen, ist er eine Produktionsweise", welche die Socialdemokraten durch Aufhebung des und seines Risiko- der Arbeiter hat nach Klerikaler Auffassung Ungerechtigkeit, weit auch diejenigen Steuerzahler, die gar keine Privateigentums beseitigen wollen? Antwort: Man versteht keine Intelligenz und kein Risiko reichlichen Gewinn. Kinder haben, zu den Kosten der Kindererziehung beitragen sollen, darunter cine Erzeugung von Wert mittels eines Kapitals. So ist Für die liberalen Startellbrüder mag die Forderung interwährend es doch Sache der Eltern ist, die Kosten der Erziehung und es kapitalistische Produktion", wenn man Miete von seinem Hause essant sein, daß der Unglauben allgemein unter Strafe geErnährung ihrer Kinder zu tragen. oder Pacht von seinem Lande bezicht. rage 179: Aber wäre stellt wird. Frage 115: Wie soll der Arbeiter die Interessen des Arbeit es nicht besser, wenn der Staat allein ,, kapitalistisch" producierte, Man weiß in der That nicht, wen man mehr bedauern gebers wahrnehmen? Antwort: Er soll sie wahrnehmen wie als wenn Privatleute es thun? Antwort: Nein; denn es würde soll, die Hersteller derartiger Machwerke oder die Arbeiter, die feine eignen, z. B. dadurch, daß er seine Arbeitszeit gewissenhaft alsdann niemand mehr ordentlich arbeiten wollen, wenn es ihm u veranlaßt werden, sie für ihre fauer verdienten Groschen zu ausnügt, daß er das Eigentum des Arbeitgebers( Werkzeug, möglich gemacht würde, ein Kapital zu erwerben. " Material 2c.) hütet, als ob er selbst der Besizer wäre; daß er aber Frage 185. Welche Wirkungen würde dies focialdemokratische taufen. Nichts tennzeichnet mehr die innere Lebensfähigkeit auch im übrigen die Interessen des Arbeitgebers vertritt, soweit es Wirtschaftssystem haben? Antwort: Es würde folgendes bewirten: einer Partei, als die Gründe, mit denen, und die Art und ihm möglich und moraltsch erlaubt ist; daß er je nach Umständen 1. Ein ganzes Heer von Beamten wäre notwendig, um in praktischer Weise, in der sie agitatorisch den breiten Massen gegenüber die Veruntreumgen andrer verhütet oder sich nicht durch Still Weise einen jeden Einwohner die von ihm zu verrichtende Arbeit auftritt, und nichts ist typischer für die Kultur- Roheit des schweigen oder Geschehenlaffen zum Mitschuldigen macht. zuzuteilen, denselben zu beaufsichtigen, die Arbeit ihm abzunehmen Slleritalismus, als„ Volks" schriften vom Schlage jenes frommen Frage 116: Wie soll der Arbeitgeber für das Wohl seiner Arbeiter und ihn nach Gebühr zu belohnen oder zu bestrafen. 2. Diefes Jesuitenprodukts. forgen? Antwort: Er soll für dasselbe sorgen, indem er z. B. Heer von Beamten würde so viel Geld loften, daß der ganze Staat werden. Politische Uebersicht. Politifche Arbeiter dieser Stimmung Ausdruck geben, indem sie bei der bevor-| zweiten beantragten sie, enigstens den im Jahre 1882 auf An stehenden Reichstagswahl in noch stärkerem Maße wie früher für die regung eines Konservativen in der Kommission und in der zweiten Socialdemokratie stimmen. Beratung angenommenen, auf Betreiben des Centrums und der 11 Die russische Polizei- Internationale. = und Berlin, den 27. März. Sonntag, der 17. Mai, Diese Annahme dürfte zweifellos richtig sein. Der Not ge- Konservativen aber in dritter Lesung gestrichenen§ 1a einzuschalten. foll, so wird uns mitgeteilt, der Termin der Reichstagswahlen horchend haben die Arbeiter zwar ihren Verband verlassen. Das Danach sollen Landarbeiter versicherungspflichtig sein, falls nicht die sein. Um diesen Termin zu ermöglichen, soll man beabsichtigen, äußere Band, welches sie mit ihren Klaſſengenossen zuſammenhielt, höheren Aufsichtsbehörde die Versicherungsfreiheit beschließt. Der Gemeinde oder der weitere Kommunalverband mit Genehmigung der die Wählerlisten schon während der Osterfeiertage Busammenhang mit den klassenbewußten Arbeitern und mit der hin. Insbesondere die Verhältnisse des an Bevölkerungsanzahl, an Bers haben sie unter dem Zwange der Verhältnisse gelöst. Den inneren Staatssekretär wies auch hier auf organisatorische Schwierigkeiten ausliegen zu lassen. Daß die Wahlen jedenfalls schon im Mai Bartei, welche deren Interessen vertritt, kann keine Gewaltthat der fehrsmitteln und Aerzten ärmeren Oftens würden wohl eine Bere stattfinden werden, erscheint kaum mehr zweifelhaft. Der oben Unternehmer lösen. Es ist sicher, daß die Arbeiter gerade durch das sicherungspflicht der Landarbeiter ohne Ausdehnung des Krankenkaffens angegebene Termin kann innegehalten werden, wenn bereits Attentat des Lloyd noch fester an die Socialdemokratie geschmiedet zwangs und vielleicht der Verpflichtung Krankenhäuser zu bauen nicht zu Ostern die Wählerliste ausliegt; denn vier Wochen nach worden sind und daß sich auch denen, welche bisher politisch indifferent laſſen. Zutreffend sei, daß die Abwanderung vom ländlichen Oſten in die Beginn der Auslegung kann die Wahl erfolgen und inner waren, die Augen geöffnet haben. Wenn man die Dinge so betrachtet, Induſtriebezirke des Weſtens sich auf die Dauer nur dadurch hindern halb 22 Tagen muß die Wählerliste endgültig abgeschlossen dann dürfte der Sieg, den der Lloyd anscheinend jetzt erfochten hat, Schließlich werde man die Strankenversicherung für den Landarbeiter ließen, daß man den Landarbeiter dem industriellen gleichstelle. zu einer Niederlage des Liberalismus insofern führen, als der Bremer einführen müssen, aber auf einer andren Basis. Der Antrag der Es ist unverständlich, warum die Regierung immer noch Wahlkreis, den jetzt der Abg. Frese von der Freifinnigen Vereinigung Socialdemokraten wurde abgelehnt. mit der offiziellen Bekanntmachung des Wahltermins zögert. demokratie übergeht. Das ist um so sicherer zu erwarten, als bei ficherung ist von der Novelle eine Wöchnerinnen unter bertritt, bei der bevorstehenden Wahl in die Hände der Social In den Mindestleistungen der Gemeinde Krankenver Will sie etwa die Socialdemokratie überrumpeln? Das wäre der vorigen Wahl den 20 900 freisinnigen Stimmen 18600 focial- itüßung nicht aufgeführt. Die Socialdemokraten( Albrecht, eine merkwürdige Selbsttäuschung. Die Socialdemokratie ist demokratische Stimmen gegenüberstanden. So viel Stimmen, wie Stadthagen, Zubeil) berlangten in die Reihe der Minimal immer und zu jeder Stunde bereit. Man hat auch mit Recht uns an der Mehrheit fehlen, hat der Lloyd durch seine Gewaltthat Sterbegeld aufzunehmen. Es gebe in Preußen 1764 Gemeindes leistungen sechswöchentliche Wöchnerinnen Unterstützung darauf hingewiesen, daß die Wählerlisten gar nicht richtig auf jedenfalls für uns geworben, und fein Sieg" wird ihm deshalb strankenversicherungen mit 425 163 Mitgliedern, Bayern habe gar gestellt werden können, bevor der Wahltermin bekannt ist; feine Freude machen. denn es muß ja jeder in ihnen aufgenommen werden, der 4127 Gemeinde Strankenversicherungen mit 506 261 Versicherten, während es insgesamt nur 4558 Stasseneinrichtungen mit 887 608 Mitbis zum Wahltage so war die bisherige Praris das gliedern habe. Die so versicherten Arbeiter weit schlechter zu stellen, 25. Jahr abgeschlossen hat. Ohne Kenntnis des Wahltages ist über die niederträchtige unter der Form der Ausweisung erfolgte fluß auf Beseitigung dieses Versicherungsfurrogats durch Orts Der Freiherr v. Richthofen hat im deutschen Reichstage, als ei um so ungerechter, als ja den Arbeitern fast kein Eins das nicht möglich. Auslieferung des Russen Kalajew verhandelt worden, mit Krankenkassen zustehe. Wenn diesmal zum erstenmal ein Sonntag als Wahl- chnischem Gleichmut zugestanden, daß Rußland in Deutschland und Beitragserhöhung, gewähre aber den Kaffenversicherten höchstens Zudem verlange die Novelle 50 Proz. termin bestimmt werden sollte, so würde auch bei uns nur anderswo Polizeistationen unterhält und bei seiner Verfolgung der für 20 Proz. Verbesserungen. Die Wöchnerinnen bedürfen, Uebung werden, was in andren Ländern längst Rechtens ist. Revolutionäre überall hilfreich gefördert wird. Es ist nach den Er- wie das ja durch die für die Orts- Krankenkassen erAbgesehen von den praktischen Rücksichten, erfordert es die klärungen des deutschen Staatssekretärs auch zweifellos, daß zwischen Die Regierungsvertreter wendeten sich gegen den Antrag mit Rüdlassene Vorschrift anerkannt sei, dringend des Schuyes. Würde der Ausübung der höchsten politischen Pflicht, daß sie Rußland, Deutschland und anderen Mächten geheime Abmachungen ficht auf die schlechte Finanzlage einiger Gemeinde- Krankenversiche an einem Tag der Arbeitsruhe erfolgen kann. bestehen, die unter der Maske der Bekämpfung des Anarchismus be- rungen und Gemeinden. Gegen die Stimmen der Socialdemokraten, Die Regierung wird mit der Bekanntgabe des Termins zwecken, Väterchen in ſeiner Menschenjagd auf die russischen Empörer Freijinnigen und Antisemiten wurden die socialdemokratischen Annun nicht mehr zögern dürfen. Jedenfalls wird man gut träge abgelehnt. Dasselbe Schicksal teilte ein Antrag, die thun, mit dem 17. Mai zu rechnen! Nach Deutschland kommt jezt Italien in die Lage, zu betveisen, Gemeinden zu ermächtigen, dieselben Erhöhungen und Erweiterungen ob es auch nur ein Vasallenstaat des Zarismus ist, der sich herbei- der Mindeſtleistungen zu beschließen, die die Orts- Krankenkassen beläßt, schmutzige Schergendienste wider die Befreiung des russischen schließen können. Volkes auf Geheiß seiner Beiniger zu leisten. Ebenso mißlangen die Versuche, die zu§ 35 und§ 42 in erster Wir berichteten bereits von der Verhaftung des russischen verwaltung oder wenigstens den Kautschukbegriff" grobe Lesung angenommenen Beschränkungen der Selbst. Das Abgeordnetenhaus wählte am Freitag den Abg. Dr. Porsch( C.) an Stelle des verstorbenen Freiherrn Studenten Golz in Italien. Man beschuldigte ihn der Mitschuld Pflichtverlegung" zu entfernen. Ja noch mehr: in diesem v. Heereman zum ersten Vicepräsidenten und nahm hierauf an der Ermordung Ssipjagins und erklärte ihn für einen An- leyten Stadium der Beratungen wurde den Gesetzentwurf betr. die Landestrauer in dritter archisten, obwohl es in Rußland gar keine Anarchisten giebt. Sommission mit einem neuen Antrag auf Beschränkung der Lesung unverändert an. Eine längere Debatte knüpfte sich Es sollen auch bei ihm Papiere beschlagnahmt worden sein, die Selbstverwaltung überfallen. Der Antrag wurde gegen die Stimmen an die Eisenbahn- Verstaatlichungsvorlagen. mehrere russische Familien kompromittieren könnten. Es handelt sich um den Erwerb der oftpreußischen Südbahn, Gegenüber den russischen Spizeln, die die Auslieferung Golz's der Marienburg- Mlawfaer, der Altdamm- Stolberger, der unter dem Vorgeben, er sei ein Anarchist, betreiben, können wir Stüftrin- Stargarder, der Kiel- Eckernförde- Flensburger und der authentisch feststellen, daß Golz niemals mit dem Anarchismus etwas Dortmund- Gronau- Enscheder Bahn. Die Breslau Warschauer zu thun gehabt hat; er ist stets Socialist gewesen. Bahn, die die Regierung gleichfalls anzukaufen wünschte, ist Abgeordnetenhaus. die notwendigen Treiber zu stellen. #> Deutsches Reich. Wahlvorbereitungen. die der Freifinnigen, der Socialdemokraten und eines Nationalliberalen angenommen. Den Ueberfall leitete der Centrums- Abgeordnete Absaß, der vorschreibt:„ Die Stasie hat eine Dienstordnung zu beb. Savigny ein. Er beantragte plötzlich zu§ 42 einen neuen schließen, durch welche die Rechtsverhältnisse und die allgemeinen Anstellungsbedingungen der Stassenbeamten geregelt werden. Die Seine Auslieferung wäre gleichbedeutend mit einem Justiz mord: Dienstordnungen unterliegen der Genehmigung in der Vorlage nicht enthalten, da die Gesellschaft zu hohe ihn erwartet in Rußland mindestens lebenslänglicher Kerker in Schlüffel- der Aufsichtsbehörden." Antragsteller bezieht sich zur Bein der Vorlage nicht enthalten, da die Gesellschaft zu hohe burg. Er hatte bereits wegen seiner politischen Thätigkeit in den gründung dieses Anirages auf eine Eingabe der Kassenbeamten um Forderungen stellte. Im Princip erklärten sich die Hebner aller Parteien für die in Aussicht genommenen 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts etwa zehn Jahre Katorga Einführung von Dienstordnungen. Der Vorschlag entspreche dem Verstaatlichungen, doch wurde von den meisten Rednern( 3wangsarbeit, Zuchthaus) überstanden. § 48 des Unfallversicherungsgesetzes. Ihm wurde entgegengehalten: die Abfindung, die die Aftionäre der ostpreußischen In Neapel befand er sich auf einer Erholungsreise mit diese Angelegenheit gehöre sicher nicht in dies sogenannte Notgefes, Südbahn erhalten sollen, als viel zu hoch bezeichnet. ſeinem aus Rußland zugereiften alten Vater, einem ganz„ legalen" pflicht von 13 auf 26, der Wöchnerinnenunterſtüßung auf ſechs wenn dessen Zweck in der That die Ausdehnung der VersicherungsNach der dem Gesetzentwurf beigegebenen Begründung russischen Unterthanen". Wochen und der Beseitigung der Ausnahmestellung der Ges stehen sich nämlich die Aktionäre bei der vertragsWir möchten doch der italienischen Regierung zutrauen, daß sie schlechtskrankheiten sei. Wohl aber passe dieser Vorschlag durchaus mäßigen Vereinbarung um 675 000 m. besser als im Falle sich nicht des bei allen gejitteten Völkern für besonders ruchlos in das Gefes hinein, wenn der 3 wed der Novelle die der Expropriation. Diese Summe müssen natürlich die geltenden Verbrechens schuldig machen wird, politische Kämpfer an allmähliche Beseitigung der Selbstverwaltung, Steuerzahler aufbringen. In der Budgetkommission, der die die Macht der Finsternis" auszuliefern. Wie immer auch die Ab- die Griegung der Kaffenbeamten und Vorstände Vorlagen überwiesen wurden, wird die Regierung die Gründe machungen über den Anarchismus lauten mögen, Golz ist kein durch Militäranwärter und eine noch stärtere für ihre Freigebigkeit angeben müssen. Ob sie durch den Er- Anarchist und war nach zaristischer Anschauung ein„ gefährlicher" der Arbeiter hin. Die Eingabe der Beamten verlange etwas völlig Abwälzung der Armenlasten auf die Schultern werb der oftpreußischen Südbahn finanzielle Vorteile erzielt, Mensch.andres, nämlich die Einſegung einer aus Staffenmitgliedern und Anwird in der Hauptsache von der Gestaltung des deutschgestellten zusammengesezten Reichsbehörde und die Einrichtung von russischen Handelsvertrages abhängen, da diese Bahn in erster Schiedsämtern zur Erledigung von Streitigkeiten. Der von Savignysche Linie die Getreidezufuhr aus Rußland vermittelt. Antrag beschränke nicht, sondern beseitige geradezu die Selbsts verwaltung. Der Vergleich mit der Unfallgesetzgebung treffe durch aus nicht zu, weil die Funktionen und die Stellung der BerufsDie Nationalliberalen stellen in Berlin keine Kandidaten auf. genossenschaften völlig andre scient. Dort habe das ReichsSie werden gleich im ersten Wahlgange gegen den gemeinsamen Versicherungsamt, dem kein Eingriffsrecht zustehe, Dienstordnungen Gegner, die Socialdemokratie, stimmen. Dieser Beschluß wurde zu genehmigen usw. usw. Wenn der Antragsteller und sein Partei Die Vergewaltigung des Koalitionsrechts durch den Norddeutschen vorzugsweise gefaßt mit Rücksicht darauf und unter der Bedingung, freund Trimborn hervorheben, es werde ja nicht die Anstellung selbst, Lloyd daß die nationalliberalen Kandidaten in Karlsruhe( Bassermann), sondern nur die allgemeine Dienstordnung der Genehmigung unterworfen, wurde am Mittwoch in der Sigung der Bremer Bürgerschaft durch unfren Kassel, Magdeburg, Frankfurt a. D. von den Freifinnigen unterstügt so sei das ein recht schlechter Trost. Wie stehe es denn, wenn die BeParteigenossen Ebert zur Sprache gebracht. Klar und bestimmt be hörde nicht genehmige, weil ihr z. B. die Anstellungsbedingungen zeichnete Ebert die Maßnahmen des Lloyd als das was sie sind: Eugen Richter im Kartell der Ordnungsparteien! nicht passen? Dann erkläre sie schließlich die Kasse verweigert die Ein brutales Attentat auf das Koalitionsrecht. Es ist recht be- Von einem konservativ- nationalliberal- bündlerischen Kartell be- ihr obliegende gesetzliche Pflicht, eine Dienstordnung zu erlassen; zeichnend, daß ein Teil der Bürgerschaftsmitglieder durch Bravo- richtet die„ Korrespondenz für Centrumsblätter". Das soll bezwecken, deshalb schreite ich auf Grund des§ 45 Absatz 5 ein und erlaffe selbst rufe, die den Vorgehen des Lloyd galten, sich zu Mitschuldigen das Centrum in Bayern, Baden, Hessen und den Regierungsbezirken eine Dienstordnung, in die dann vielleicht unter den AnstellungsStassel, Wiesbaden, der Rheinprovinz und Westfalen zu bekämpfen. bedingungen hineinkommt: Militäranwärter Qualität, des Attentats machten, indem sie es guthießen, daß eine Die Korrespondenz hat dies Märchen erfunden, um das fonservative Gesinnung, oder was sonst dem Beamten der Aufsichtsgroßlapitalistische Unternehmung ohne Scham und Schen Recht und intime Drdnungskartell Verhältnis zwischen Centrum, Kon- behörde gerade paßt. Eine solche Beseitigung des SelbstverwaltungsGesetz mit Füßen tritt. Etwas andres als eine schamlose Miß- fervativen und Nationalliberalen zu verschleiern, ein Kartell, das rechts sei ein Faustschlag gegen die Proteste der 1200 Staffenachtung des Gesetzes ist es doch nicht, wenn die Direktion des Aloyd auf dem konservativen Delegiertentage noch eben zugestanden wurde. delegierten, eine die Intereffen der Arbeiter schwer schädigende MaßMaßnahmen trifft, welche die organisierten Arbeiter von ihrem Be- Das Centrum möchte immer noch ein wenig als reichsfeindliche regel, eine behördliche Bevormundung der Arbeiter, die aus triebe für immer ausschließen sollen, wenn sie sich sogar schriftlich Oppositionspartei erscheinen, daher die Erfindung des antiklerikalen der Mitte des Parlaments in ähnlicher Weise denn doch noch nie angeregt bescheinigen läßt, daß die Arbeiter, auch wirklich aus dem Verbande Kartells, das in Wirklichkeit nicht eriftiert. worden sei. Wenn eine solche Vorschrift in letter Stunde vorgeschlagen werde, so zeige dies deutlich, wohin die Reise geht, was die Vorlage ausgetreten sind, und sich noch obendrein die Mitgliedsbücher ausbeztvedt. Der Antrag v. Savigny wurde mit 9 Stimmen händigen läßt, um ganz sicher zu sein, daß die wider Willen Aus( Centrum, Freikonservative, Nationalliberale die Konservativen getretenen mit der Organisation gebrochen haben. fehlten bei der Abstimmung) angenommen. Die Regierung schwieg sich über den zur Erdrosselung der Selbstverwaltung bestimmten Antrag des Centrums aus. An letzter Stelle beriet das Haus die SekundärbahnVorlage weiter. Die belanglose Debatte wurde auf Sonnabend vertagt. nur würden. -Konservative und Bündler. Schweinburg flagt, wenn es den Konservativen Ernst mit dem auf ihrem Delegiertentag proklamierten Kampfe gegen die Socialdemokratie sei, so müßten sie auch den Sonderbestrebungen des Bundes der Landwirte entgegentreten. Das sei aber nicht geschehen. werden sich aber hüten, mit dem Bunde zu brechen, ohne den sic Schweinburg spiegelt Regierungshoffnungen. Die Konservativen gar nichts mehr sind. Die Liebermänner haben einen Wahlaufruf erlassen, in dem sie welcher Mischmaschkandidaten, sondern als rüdgratstarfe, fampf erklären, fie wollten nicht als Startellbrüder zu Gunsten irgend freudige Männer das deutsche Volkstum vom Judentum, der Socialdemokratie und den Auswüchsen des Kapitalismus befreien. Die Liebermänner auch Deutschsociale genannt find Die Ausführungsbestimmungen zum Süßstoffgefeße vom 7. Juli 1902, die der Bundesrat am 5. März 1903 beschlossen hat, werden stellung von Süßstoff ist unter Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs int Centralblatt für das Deutsche Reich bekannt gemacht. Zur Her Salbte- Westerhüsen ermächtigt worden. Der höchfte zulässige Preis die Saccharinfabrik Attiengesellschaft vorm. Fahlberg, Liſt u. Co. in für ein Stilo raffiniertes Saccharin, der von inländischen Abnehmerit gefordert werden darf, ist auf 30 M. festgesetzt. Die unter Ver wendung von Süßstoff hergestellten Nahrungs- oder Genußmittel folche Abnehmer, welche derart zubereitete Waren ausdrücklich verlangen, und mur in äußeren Umhüllungen oder Gefäßen abgegeben werden, welche an in die Augen fallender Stelle die deutliche, nicht verwischbare Inschrift tragen: Die Direktion des Lloyd ist sich der Anrüchigkeit ihres Vorgehens wohl bewußt. Als die ersten Maßregelungen organisierter Arbeiter erfolgten, und eine Kommission der letzteren eine Unterhandlung mit der Direktion nachsuchte, da behauptete die Direktion, sie habe mit der ganzen Angelegenheit nichts zu thun, sie gehe den Herrn Hinsch der allerdings der unmittelbare Arbeitgeber der Hafenarbeiter ist- an. Damals scheute sich also die Direktion noch, fich offen zu den Vergewaltigungen des Koalitionsrechtes zu bekennen. Inzwischen ist das Attentat gelungen. Eine große Zahl von Arbeitern hat sich es ist zu be dauern, aber wohl zu begreifen durch eine nur allzu deutliche lediglich angestellte Agenten des Bundes der Land- dürfen zum Wiederverkauf nur an Apotheken, im übrigen nur an Drohung mit der Hungerpeitsche einschüchtern lassen. 1100 Arbeiter wirte. sind aus dem Verbande ausgetreten. Der Lloyd glaubt, nun sei die Christlichsociale und Konservative haben ein Wahllompromiß ab Organisation zerstört, er läßt die Maske fallen, verfriecht sich nicht geschlossen. Die Stöckerianer verzichten auf ihre Forderung betreffend mehr hinter den von ihm abhängigen Hinsch und zeigt sich der Welt die Wahl des Hofpredigers a. D. D. Stöcker bei der Landtagswahl als der brutale Großunternehmer, der, um seine Geschäftsinteressen in Minden Lübbede. In diesem Wahlkreise messen beide bis zum äußersten wahrnehmen zu können, die von ihm beschäftigten Parteien bei der Reichstagswahl ihre Sträfte. In Halleder Arbeiter in ein Hörigkeitsverhältnis zwingt. Herford unterstützen die Konservativen den christlichsocialen Kandidaten, in Bielefeld Wiedenbrück dagegen die Christlichsocialen den konservativen Kandidaten. Mit künstlichem Süßstoffe zubereitet. Wiederverkauf außerhalb Apotheken gesetzlich verboten. die bekannte Glasfabrik vorm. F. Siemens in Dresden. Diese Eine Arbeiterkundgebung nach Kruppschem Muster veranstaltete Wie wir schon fürzlich mitteilten, ist die auf den unverfälschten Scharfmacherton gestimmte Presse des Rühmens voll über die Firma ist seit vielen Jahren durch brutale Unterdrückung des schändlichen Maßnahmen des Lloyd. Anders die liberale Pressc. Soalitionsrechtes der Arbeiter bekannt, sie ist ebenso bekannt durch Beendigung der Kommissions- Beratungen über die Krankenkassen- Löhne, die schon manchen ihrer Arbeiter nötigten, öffentliche Armen Das„ Berl. Tageblatt" hat Bedenken gegenüber dem Vorgehen des Novelle. unterstützung in Anspruch zu nehmen, so daß sich selbst die dabei Lloyd. Nicht etwa deshalb, weil das Blatt die Vergewaltigung der Am Freitag beendete die Strankenkassen- Kommission die zweite interessierte Gemeindevertretung von Löbtau bei Dresden mit diesen Arbeiterorganisation für ein Unrecht hält. So weit schwingt sich der Lesung der Novelle. Zuständen beschäftigen mußte; auf dem Gewerbegericht ist die bürgerliche Liberalismus nicht mehr auf. Dem ,, Berliner Tageblatt" Von den in erster Lesung seitens der Socialdemokraten gestellten Firma wie zu Hause. Die wiederholte öffentliche Kennzeichnung erscheint der Stampf des Aloyd gegen die organisierten Arbeiter nicht Anträgen nahm der Abg. Raab( Antis.) den auf Versicherung der Firma hat hat diese auf den Gedanken gebracht, die flug. Es ist ein Kampf um die Macht zwischen dem Lloyd aller handlungsgehilfen auf. Sein Antrag teilte das freiwilligen" Arbeiterfundgebungen der Kruppschen Fabriken und dem Hafenarbeiter Verbande fast aller Verbesserungsanträge: er das„ Berliner Schicksal ab nachzuahmen und wir konnten schon anfangs dieses Monats mitteilen, Tageblatt" ein Kampf, der auf dem Rücken des Liberalis- gelehnt. Bezüglich der Heimarbeiter, für deren Versicherungs- wie die Sundgebung gemacht wird. Eine von der Fabrik redigierte pflicht Abg. Albrecht warm eintrat, anerkannte der Staats- Erklärung wurde den Arbeitern zur Unterschrift vorgelegt mit der mus ausgefochten wird, und anscheinend zum Nachteil anscheinend zum Nachteil des fefretär das dringende Bedürfnis obligatorischer Versicherung, indes frechen Drohung:" Wem seine Existenz und seine Familie lieb ist, der Darüber ist sich das„ Berliner Tageblatt" llar, ständen organisatorische Schwierigkeiten der Regelung noch entgegen. unterschreibe". daß die Provokationen des Lloyd eine große Erbitterung unter den Die Versicherungspflicht der Landarbeiter hatten Diese Kundgebung ist am vergangenen Sonntag, unterschrieben Arbeitern der Unterivefer- Orte Hervorrufen müssen, und daß die die Socialdemokraten in erster Lesung vergeblich beantragt. In der von 458 älteren Arbeitern", in den Dresdener Nachrichten" verLiberalismus. V meint wurde a Hand sein. " Mahnungen der Einzelstaaten. Aus Gotha wird telegraphiert: In der Sitzung des gemeinschaftlichen Landtages der Herzog tümer Koburg und Gotha wurde einstimmig eine Resolution an genommen, welche befagt, die herzogliche Staatsregierung möge ihren Bevollmächtigten zum Bundesrat anteisen, der weiteren Erhöhung der Reichs- Ausgaben entgegenzutreten, auf jede Ersparnis in den bisherigen Ausgaben Betracht zu nehmen und endlich die anderwveitige Regelung der finanziellen Beziehungen des Reichs zu den Einzelstaaten fortgefegt anzuregen und zu betreiben. Partei- Nachrichten. öffentlicht worden und heute fällt das Berliner Tageblatt auf, werden und daß die Versuche mit elektrischem Antrieb auf der Barbiergewerbe sehr oft zu verzeichnen ist, bekommt für die darauf dieses Machwerk herein und verzeichnet es als eine gegen die Ver- militärisjen Schneübahn nach Boffen in verstärktem Maße fortgesetzt folgenden fünf Tage pro Tag 50 Pf. Interſtügung. Die Aus hegung der Arbeiter und Arbeitgeber, wie sie von der Social- werden sollen. Bessere Zugverbindungen sollen mit Destreich und arbeitung der näheren Bestimmungen wurde dem Hauptvorstand demokratie betrieben wird", gerichtete Kundgebung. Die Firma Siemens Rußland geschaffen werden. übertragen. wird dabei zu einem humanen und verständigen Arbeitgeber; ein Die Reise Unterstüßung in der bisherigen Form hört Hohn auf die Wahrheit, der so arg ist, daß wir ihn in diesem Fall mit dem 1. Januar auf; dann wird auch an reisende Mitglieder doch nur auf die grobe Unkenntnis der Mosseaner setzen möchten. Arbeitslosen- Unterstützung gezahlt. Im Streikreglement, das Mit diesen Zwangsfundgebungen erreicht das Unternehmertum den Gipfel infamer Unterdrückung. Seltsam, daß noch kein Staatsohne Debatte angenommen wurde, wird zunächst dem Centralvorstande Die Maifest- Zeitung, reich illustriert, erscheint wie alljährlich ein unter dem Gesichtspunkt der Erpressung zu betrachten. Wenn Illustrationen sind von hervorragenden Künstlern ausgeführt, die blieben werden. Von allgemeinem Interesse sind folgende Paraanwalt daran gedacht hat, dieses jetzt modern gewordene Verfahren auch diesmal im Verlage der Parteibuchhandlung Vorwärts. Die stärkerer Einfluß auf die Streits eingeräumt; auch soll in ständiger Verbindung mit dem Gewerkschaftskartell am Streifort geArbeiter einen Unternehmer zwingen würden, unter Androhung wirt- Artikel von bekannten Schriftstellern unsrer Partei verfaßt, so daß graphen: schaftlicher Vorteile einen Revers zu unterschreiben, in dem er sich der Verlag hofft, mit dieser Nummer den Beifall der Parteigenossen für einen Betrüger und Lumpen erklärt, so würde er wohl bei der zu finden. Bestellungen sind bis zum 6. April an die Buchhandlung vorstandes erfolgt ist, muß dem Gewerkschaftskartell der Antrag Wenn der Streit beschlossen und die Zustimmung des VerbandsVorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 69, aufzugeben. unterbreitet werden, vom Tage des Streits an über sämtliche GeschäftsCentralverbandes deutscher Industrieller. Herausgegeben im Auftrage Die Vernichtung der Socialdemokratie durch den Gelehrten des betriebe den Boykott zu verhängen. des Parteivorstandes. Gleichzeitig hat die Lohnkommission eventuell mit Hilfe des Gewerkschaftskartells Vorsorge zur Einrichtung von Barbierstuben zu Lohntämpfe und ihre Bemühungen zur Erkämpfung befferer Arbeits- Der Titel des Verbandes wird umgeändert in Verband Zur Vernichtung der deutschen Arbeiterbewegung, gegen ihre treffen. bedingungen, hat der 12000 Mart- Verband den Agitator der Frei- der Friseurgehilfen", der Titel der Zeitung in Friseur finnigen, Frankl, geworben, und dieser hat unter dem Namen Bürger gehilfen- Zeitung". Der Vorstand wurde beauftragt, mit dem Vor in seiner Schrift„ Sociale Thatsachen und socialdemokratische stande des Perückenmacher- Verbandes zur Anbahnung einer Ber Lehren" die Irrlehren der Socialdemokratie, besonders durch reich schmelzung in Verbindung zu treten. Den Schluß des VerbandsKosten der Unternehmer, in Millionen Exemplaren unter die und Beschwerden wegen Ausschluß aus dem Verband, wobei die liches Zahlenmaterial zu widerlegen versucht. Die Schrift soll, auf tages bildete die Erledigung Kleinerer geschäftlicher Angelegenheiten Arbeiter geworfen werden werden und Streitbewegungen und besonders während des Wahlkampfes dieses gelehnt wurde. so wird bei den nächsten Wiederaufnahme des chemaligen Verbandsvorsitzenden Wesche abMaterial" überall aufgefahren werden. Der Verfasser der vorliegenden Broschüre hat nun dieses Machwerk einer gewissenhaften Brüfung unterzogen und die Behauptungen von der zunehmenden Anteilnahme der Arbeiter am Rationalreichtum und der daraus gezogenen Schlußfolgerung, daß der Arbeiter mit seiner heutigen Die Regierung hat sich nunmehr thatsächlich entschlossen, die Lage wohl zufrieden sein könne, glänzend abgeführt. Durch das Milizen der Jahresklassen 1900 und 1901 weiter so lange wir vom Verfasser gebotene reiche Material ist die Broschüre geradezu das für ratsam halten" unter den Fahnen zu behalten. Um zu einem Handbuch zur Widerlegung der hauptsächlichsten Schlag der Korporation der Kaufmannschaft gehörigen Gebäudes eine die steigende Unzufriedenheit der Milizen zu bestrafen, verlegt sie die Verbreitung der Broschüre möglichst zu fördern, liefert der Verlag worte unfrer Gegner geworden. Truppenteile aus größeren Städten in kleinere Garnisonen. Wie weit die Unzufriedenheit unter dem Militär und besonders an Gewerkschaften, Gewerkschaftskartelle, politische Vereine, Vertrauensunter den Milizen um sich greift, geht, wie uns unser holländischer personen 2c. zu folgenden Preisen: 100 Stück 10 M., 500 Stück Korrespondent schreibt, aus den Mitteilungen aus Bergen- op- 300m 40 M., 1000 Stück 75 M., 5000 Stüd 350 M. Bestellungen find an hervor, die in verschiedenen Blättern bestätigt werden und die Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 69, zu richten. welchen zufolge letzten Sonntagmorgen ein Teil der dortigen Bitte. Die unterzeichnete Bibliotheksleitung richtet hiermit an Garnison, ungefähr fünfhundert Mannschaften, in dem Freunde der Volksbildung die Bitte um Bücherfpenden behufs Verbenachbarten Walde nach mündlicher mündlicher Absprache Absprache eine Vergrößerung der neu gegründeten Bibliothek der Gesamtgewerkschaften fammlung hielt. Posten waren ausgestellt zur Vermeidung von in Bruc a. M. Sendungen an Haberl, Ferdinand, Bibliothekar, leberrumpelung und die ganze Sache, von der niemand außer den Bismarckstraße 5, Bruck a. M., Steiermart. Parteiblätter werden Beteiligten eine Ahnung hatte, kam den Offizieren erst zur Kenntnis, um Nachdrud dieser Bitte freundlichst ersucht. tveil zwei Feldwebel zufällig im Walde spazieren gingen und dort So lange die Bundesrats- Mitglieder sich jeder militaristischen und weltpolitischen Laune der Berliner Regierung demütig unter werfen, bleiben alle folche Wünsche aussichtslos. Es ist die Politik der einzelstaatlichen Regierungen, die sich jetzt fühlbar macht. Ausland. Zur Lage in Holland. " " Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Aus Industrie und Handel. Handelskammer und Börse. Der Minister für Handel und Gewerbe hat die Aufsicht über die Berliner Börse bom 1. Mai d. Js. ab der Handelstammer überz tragen. Unter der Voraussetzung, daß in der Verwendung des Börse den Weltesten der Staufmannschaft. Die historischen Be llm Aenderung nicht eintritt, verbleibt die finanzielle Verwaltung der zichungen der Börse zur Korporation gelangen auch dadurch zum Ausdruck, daß eine bestimmte Mindestzahl von Mitgliedern des angehören soll. Dagegen war es, um eine wirksame Beaufsichtigung Börsenvorstandes und der Zulassungsstelle dem Aeltestenkollegium zu ermöglichen, erforderlich, die Börsenordnung nach andrer Richtung zu ändern. Insbesondere werden die Mitglieder des Börsenvorstandes in Bufunft zu einem Viertel von der Handelskammer, statt vom dem Weltestenkollegium gewählt und wird die Zulassungsstelle von der Handelskammer, statt von den Welteiten gebildet werden. Insoweit der Handelskammer eine Vertretung im Börsenvorstande eingeräumt und die Bildung der Zulassungsstelle überauf die von ihren Posten benachrichtigte große Anzahl Soldaten tragen wird, entspricht diese Regelung dem dringenden Wunsche der stieß. Montag kamen die Milizsoldaten wieder auf dem MarktEin Tendenzurteil. Wegen Beleidigung eines Landeshuter neuen Aufsichtsbehörde, die nur auf diese Weise die ständige Fühlung plaz zusammen, worunter auch Unteroffiziere der Miliz; fie gingen Schuhfabrik- Besitzers war Genosse Nadlof von der„ Landeshuter mit der Börse unterhalten zu können glaubt, deren sie bedarf, um snit den Händen in den Taschen an ihren Offizieren vorbei.( Dies Voltszeitung" angeklagt. In dem beanstandeten Artikel war die ihre Entscheidungen sachgemäß und mit der bei der Eigenart des Kann man übrigens auch in den Straßen Amsterdams täglich be- Arbeitszeit um eine Stunde zu lang angegeben und nach der Auf- Börsenbetriebes erforderlichen Schnelligkeit treffen zu können. merken.) Heute wird ein Teil der erwähnten und am meisten fassung des Gerichts der Durchschnittslohn der Schuhmacher um eine Aussichten im Textilgewerbe. Wie die ,, Arbeitsmarktfäftig erachteten Truppen von Bergen- op- Zoom nach den Forts zu Kleinigkeit zu niedrig angegeben. Der erste Irrtum war zwei Korrespondenz" berichtet, werden in der Textilindustrie zur Zeit Nieuwverfluis gefandt, um sie unschädlich zu machen Nummern nach Erscheinen des Artikels sofort berichtigt. mehr neue Arbeitskräfte eingestellt, als je im Laufe der letzten Jahre. Formelle Verstöße sind in dem Artikel nicht zu finden. Das Gericht Es ist sogar in einigen Tertilbezirken ein Mangel an Arbeitern verurteilte den Genoffen aus§ 186 Verbreitung unwahrer That Arbeitskräften so knapp, daß die Betriebe, was in der Textilindustrie eingetreten. Im Wupperthal ist in einigen Orten das Angebot von sachen zu einem Monat Gefängnis. N. ist vollständig unbestraft. sehr selten vorkommt, genötigt sind, mit den Lohnsäken in die Höhe Die Tendenz der Zeitung rechtfertige eine scharfe Bestrafung, fagt zu gehen. Aus Mangel an Arbeitskräften bezahlten z. B. einzelne das Gericht. Firmen in der Bandbranche bis zu 10 Broz. über den Säßen der ein großer Mangel an geschulten Arbeitskräften fühlbar. Lohnliste. Auch in der Spizen- und Stickerei- Industrie macht sich durch die Neueinstellung von Arbeitskräften wird die Erzeugung durch lleberarbeit wieder zu steigern gesucht, so daß zwar die Arbeiter erheblich mehr verdienen, dafür aber gesundheitlich Gefahr laufen. Ganz besonders in der Hausindustrie bekommen die Arbeiter wieder soviel Arbeit nach Hause mit, daß sie nur durch eine überaus starke Ausdehnung der täglichen Arbeitszeit im stande find, die von ihnen verlangte Menge von Arbeit zur bestimmten Zeit abzuliefern. Wenn die Erscheinungen einer allzu raschen Vermehrung der Erzeugung bis jetzt auch noch vereinzelt find, so sollte man doch nicht unterlassen, die Gefahr einer für das Tertilgewerbe leicht herbeizuführenden Uebererzeugung bei Zeiten ins Auge zu fassen. Dänemark. Der Wahlfieg der Antisocialisten bei der Kommunalwahl in Kopenhagen hat für die Verwaltung und Leitung der Kommune Seine praktische Bedeutung. Die Socialdemokraten bilden auch jetzt noch mit den Liberalen zusammen eine demokratische Mehrheit in der Stadtverordneten- Versammlung und haben außerdem seit der- Der Redakteur der Schleswig- Holsteinischen Voltszeitung" legten Ratmannswahl und Bürgermeisterwahl die Mehrheit im Genosse Rindfleisch in Stiel, soll durch die Aufnahme eines Magistrat. Unfre Parteigenossen haben durch die Wahl keinen Sprechsaal- Artikels in Nr. 238 der„ Schlesw.- Holst. Voltsztg." vom Verlust an Mandaten erlitten, sie sind sogar dadurch die stärkste 12. Oftober v. J. den Obermechaniker Lefeber von der TorpedoPartei in der Gemeindevertretung geworden. Die 2 socialdemokra- werkstatt in Friedrichsort beleidigt haben. In dem Artikel wird aus tischen Kandidaten sollten den Ersatz für die Mandate des zum geführt, daß der Obermechaniker seine Machtbefugnis durch leberRatsmann gewählten Genossen P. Knudsen und des zum Bürger- schreiten der Arbeitsordnung namentlich bei der Bestrafung der meister gewählten Genossen J. Jensen bilden. Die Parteistellung in Arbeiter weidlich ausnutzt. Bei wiederholtem Zuspätkommen verder Stadtverordneten- Bersammlung Kopenhagens ist jetzt folgende: hänge er außer den vorgesehenen Strafen die Fortnahme der Dreh19 Socialdemokraten, 14 Liberale und 8 Antisocialisten( die 7 Ge- bank und die damit verbundene Entziehung der Accordarbeit. wählten und ein leberläufer von den Liberalen.) Arbeiter, die schon 6-7 Jahre dort beschäftigt waren, hätten aus Kleinlichen Gründen ihre Entlassung erhalten usw. Das Gericht ers achtet in dem letzten Bassus des Artikels den Vorwurf der pflichtwidrigen Handlungsweise gegen einen Beamten und darin eine erhebliche Beleidigung. Der Wahrheitsbeweis sei nicht erbracht. Der Schutz des§ 193 könne dem Angeklagten nicht zugebilligt werden. Da jedoch angenommen wurde, daß er in gutem Glauben gehandelt, wurde auf eine Geldstrafe von 100 M. event. 20 Tage Gefängnis erkannt. Beantragt waren 300 m. Die Antisocialisten haben bei dieser Wahl eine außerordentliche Agitation entfaltet und damit bereits vor einem halben Jahr begonnen. Das Gruseligmachen vor dem Socialismus, wozu selbstverständlich die Wahl des socialdemokratischen Bürgermeisters einen neuen Anlaß bot, spielte hierbei die Hauptrolle. Am Tage vor der Wahl hatten fie acht Arbeitslose gemietet, die in den Straßen mit einem großen Platat herumgehen mußten mit der Aufschrift: " Jeder, der verhindern will, daß Kopenhagen eine socialistische Kommune wird, tritt an und stimmt für die Liste der Antisocialisten. Tretet an und stimmt!" Die Wahlbeteiligung war außergewöhnlich start, etiva 70 Broz. Der Umstand, daß in den letzten Jahren der Sieg der demokratischen Liste so sehr leicht wurde fie siegte im vorigen Jahr mit 13 100 wird viel dazu beigetragen haben, gegen 6991 Stimmen Baß mancher unfrer Wähler glaubte, es käme auch diesmal nicht auf feine Stimme an. Der Ausfall der Wahl, der natürlich nur auf Grund des 1000 Kronen- Census möglich war, wird eine gute Lehre für die nächsten Wahlen bilden. Daß die Wahl unter der Devise des Antisocialismus" von den Gegnern gewonnen wurde, ist ein Beweis für den wachsenden Einfluß unsrer Genossen in der dänischen Hauptstadt.Schweden. Elfte General- Versammlung Kartell Enquete. Im Reichsamt des Innern wurden gestern unter dem Vorsiz des Geheimrats Dr. van der Borght die Erhebungen über die Syndikate und Kartelle fortgesetzt; es fand der köln. 3tg." zufolge eine Besprechung statt mit Vertretern des rheinisch- westfälischen Kohlensynditats und der oberschlesischen Kohlenkonvention sowie mit mehreren Vertretern der Landwirtschaft und verschiedener Industriezweige in den nördlichen und östlichen Teilen des Reiches und in Elsaß- Lothringen. Aus der Enquete- Kommission waren die Reichstags- Abgeordneten Dr. Beumer, Gothein, Dr. Spahn und Moltenbuhr zu dieser Erörterung eingeladen. Getreideernte der Welt im Jahre 1902. Die Zusammenstellung Broomhall für das Jahr 1902 hat ergeben, daß im letzten Jahre der Ernten der verschiedenen Länder durch die englische Firma von den wichtigsten Sorten Getreide mehr als je vorher produziert Weizen Mais Safer. 1902 1901 1902 mehr Ju Millionen Bushel 3 072 2765 307 2975 2096 879 3173 2481 692 1027 835 192 1-518 1304 214 Summa 11 765 9481 2284 des deutschen Tabakarbeiter- Verbandes. Dresden, den 26. März. Nachdem die Debatte über das Unterstützungswesen beendet und die Arbeitslosen Unterstügung vie gestern bereits mitgeteilt wurde angenommen war, wurde eine der Kommission wurde. Die Zahlen verstehen sich in englischen Bushels( Scheffeln) überwiesene Beschwerde erledigt. Dann gelangten die Anträge auf Statutenänderung zur Beratung. Ein Antrag, die bon je 36,3 Liter. Im Vergleich zum Vorjahre stellte sich die WeltGeneralversammlung alle zwei Jahre abzuhalten, wird mit getreide- Ernte nach Broomhall folgendermaßen: 40 Stimmen angenommen. Ein Antrag Dessau, um an Delegiertenfosten zu sparen, die Wahlkreise zu vergrößern, wird einstimmig ab= gelehnt. Dasselbe Schicksal hat ein Antrag Potsdam: Bei Die Kommunalwahlen in Stockholm, die am 23. März beendet Delegiertenivahlen ist das Stimmenverhältnis der einzelnen Wahlwurden, haben zu keinen weiteren Siegen für die Socialdemokratie freise im„ Tabatarbeiter" bekannt zu geben. geführt; Ernst Blomberg wird also vorläufig der einzige Vertreter Es folgt die Beratung über das Verbandsorgan. Seitens Der Arbeiterschaft in der Stockholmer Gemeindevertretung bleiben. Der Delegierten werden verschiedene Wünsche in Bezug auf InDie Wahlbeteiligung war außergewöhnlich stark, im dritten Wahl- halt und Thätigkeitsgebiet des Tabatarbeiter" geäußert, die der Treise wurden zum Beispiel ca. 80 000 Stimmen gegen nur Nedakteur Geyer- Leipzig zu berücksichtigen verspricht. Ein An18 000 im vorigen Jahre abgegeben. Dort blieb unser Parteigenosse trag, der die Verlegung der Redaktion des Tabatarbeiter" an den Tengdahl mit 37 379 für ihn abgegebenen Stimmen in der Minderheit, Siz des Vorstandes fordert, wird abgelehnt. Ebenso die beantragte während der ihm zunächst stehende gewählte Kandidat 38 315 St. Einsetzung einer Preßkommission. Auch einige andre Anträge, die erhielt. Im fünften Wahlkreise erhielt unser Parteigenoffe Franzon bezüglich des Verbandsorgans vorlagen, wurden teils abgelehnt, teils 11 168 Stimmen und der mit der geringsten Stimmenzahl gewählte durch llebergang zur Tagesordnung erledigt. Kandidat 23 859. Im allgemeinen fann man, nach den für die Arbeiterkandidaten abgegebenen Stimmen zu urteilen, annehmen, daß die Socialdemokratie im nächsten Jahre troß der erbärmlichen Wahlrechtsverhältnisse mit noch größerer Aussicht auf Erfolg in den Wahlkampf treten kann. England. Angenommen werden zwei gleichlautende Anträge, die verlangen, daß die Redaktion des„ Tabatarbeiter" mehr als bisher den den Verband beschäftigenden Fragen betreffs Ausbau des Unterstützungswesens Rechnung tragen möge. Gerste Roggen Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Ueber die Lohnbewegung der Bauklempner berichtete Cohen in der Versammlung am Donnerstag, daß sich der Vorsitzende des Einigungsamtes seit der vorletzten Versammlung wiederholt bemüht habe, Verhandlungen zwischen der Innung und den Arbeitern an zubahnen. Letztere haben sich hiermit unter der Voraussetzung eins Ein Antrag Lippstadt: Die Generalversammlung wolle be- verstanden erklärt, daß der gewählte Vertreter des Metallschließen, alle Artikel im„ Tabafarbeiter" zu meiden, die das arbeiter- Verbandes zu den Verhandlungen hinzugezogen werde. religiöse Gefühl der Mitglieder zu verlegen geeignet sind, da die Mit diesem Vorschlage konnte sich der Imungs- Obermeister Fortschritte der Liberalen. London, 27. März. In Chertsch christlichen Gewerkschaften diese Art Artikel zum Kampfe gegen die Berger anscheinend jedoch nicht befreunden. Er erklärte wurde bei der Ersagwahl für das verstorbene Mitglied des Unterfreien Gewerkschaften benutzer", wird der Redaktion zur Berüd- anfangs, nut mit dem Gesellenausschuß verhandeln au Hauses Leigh- Bennett( f.) der Konservative hler mit sichtigung überwiesen. dürfen, willigte später aber in eine Verstärkung des Gesellens 5700 Stimmen gegen Longman( lib.) gewählt, welcher 4520 Stimmen Ferner wird beschlossen, den Umfang des„ Tabalarbeiter" auf ausschusses, ja jogar einen Vertreter des Metallarbeiter- Verbandes erhielt. Im Jahre 1900 hatte die Mehrheit für den Konservativen sechs Seiten zu erhöhen und die Mehrkosten durch Mehraufnahme wollte er schließlich in den Kauf nehmen, nur den ersten Bevoll 2287 Stimmen betragen. von Annoncen zu kompensieren. Afrika. Eine interkoloniale Konferenz, welche dieser Tage in Bloemfontein stattgefunden hat, endete mit der Unterzeichnung eines Boll= vertrages feitens der Delegierten der Kupkolonie, Natal, OranjeFreistaaten, Transvaal und Rhodesia, wonach den englischen Waren eine bevorzugte Stellung eingeräumt wird. Der 7. Verbandstag des Verbandes deutscher Barbiere, Friseure und Perückenmacher -Gea mit der Ablehnung einverstanden. Am Donnerstag hat der Vormächtigten Cohen nicht. Die Klempner aber sagten hierauf: mäfelt wird nicht", und lehnten das Ansinnen des Obermeisters rundweg ab. Auch die Vertrauensleute des Verbandes erklärten sich sigende des Einigungsamts dann einen erneuten Verhandlungsversuch eingeleitet. hatte sich an seinem dritten und legten Verhandlungstage mit der gegenkommend unter Bezugnahme auf die vorigen Bedingungen, Wieder zeigten sich die Klempner ents Einführung der Arbeitslosen Unterstützung zu be- bemerkten dabei jedoch, daß durch die angebotene Vermittelung die schäftigen. Der Antrag auf Entscheidung durch Urabstimmung wurde Beschlußfassung der Versammlung nicht mehr aufgehalten werden abgelehnt. Mit allen gegen eine Stimme wurde beschlossen, am könne, weil die Jnnung in ihrem Starrfimm die legte Zeit in absolut 1. Januar 1904 die Arbeitslosen Unterstützung auf negierender Haltung habe verstreichen lassen. Demgemäß waren Die Finanzkommission des Herrenhauses setzte Freitagvormittag folgender Grundlage einzuführen: sowohl die Vertrauensleute, wie auch die Agitations- und Tarifdie Beratung des Etats beim Etat der Eisenbahnverwaltung Der Beitrag wird von 25 Pf. auf 40 Pf. pro Woche erhöht; fommission der einmütigen Ansicht, daß der Zeitpunkt, wo den Arbeitfort. Minister der öffentlichen Arbeiten Budde wiederholte auch diese Erhöhung tritt mit dem 1. Juli d. J. in Kraft. Unterstüßung gebern die Forderungen zu unterbreiten seien, nicht mehr länger hinaus den Mitgliedern des Herrenhauses die Programmrede, die er nun erhält, wer mindestens ein halbes Jahr Verbandsmitglied ist. Die geschoben werden dürfte. Die Antwort der Innung an das schon der Budgetkommission und dem Plenum des Abgeordneten- Unterstützung beträgt pro Tag 1 Mart und wird auf die Dauer von Einigungsamt ist noch nicht bekannt. Falls es am 1. April aber zum hauses gehalten hat. Neu war die Mitteilung, daß für einige be- 30 Tagen gezahlt. Wer während seiner Arbeitslosigkeit an Sonn- Streit kommen sollte, dann möge die Innung bedenken, daß stimmte Strecken die Züge mit elektrischer Beleuchtung versehen abenden und Sonntagen Aushilfsarbeit erhält, ein Fall, der im auch die Klempner an teinen Vertrag mehr gebunden sind. Dö Parlamentarifches. " fie sich dann noch mit einem Minimallohn von 60 Pf. pro Stunde längert mit der Einschränkung, daß sie vor und nach Sonn- und schusses, die folgendes Resultat ergab: Kube, Zimmerer, begnügen werden, ist sehr die Frage. Redner ging alsdann noch Festtagen nur 13 Stunden zu betragen braucht. Im übrigen bleiben Wiesenthal, Metallarbeiter, Börner, Tabatarbeiter, auf die Verdrehungen in der letzten Nummer der Arbeitgeber die Vorschriften die alten. Busse, Lederarbeiter, 3eiste, Gastwirtsgehilfe, Ritter. Beitung" ein, die sich auf ihre Art mit den Differenzen zwischen Schneider und Frau Thiede, Buchdruckerei- Hilfsarbeiterin. Als der Innung und den Bauklempnern befaßt hatte. Vor allem hielt Die Kommunalisierung der Brotfabrikation hat in Catania Revisoren wurden Brüd ner, Buchbinder, Streitner, Cohen die Behauptung aufrecht, daß die Innung als solche in( Sizilien) einen weiteren Erfolg zu verzeichnen. Den Bemühungen Handelshilfsarbeiter und Tischendorfer, Lithograph, geivählt. gesetzwidriger Weise dem Verband der Berliner Metallindustriellen des socialistischen Deputierten und Bürgermeisters des Ortes de Felice Hierauf berichteten die betreffenden Delegierten über die gegen angeschlossen sei. war es bekanntlich schon vor Monaten gelungen, städtische Brot- wärtigen Streits der Fensterputzer, Uniformschneider, Böttcher und Die neuen Forderungen lauten in der Hauptsache: Die Arbeit bädereien zu errichten. Es begaun nun aber ein verzweifelter Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter. Eine Diskussion hierüber fand wird nur in Zeitlohn vergeben.( Bisher war auch Accord zuKonkurrenzkampf der Bäckermeister gegen das städtische Unternehmen. nicht statt. Der Streit der Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter gelassen, falls die Arbeiter sich freiwillig zu diesem anboten.) Die Derselbe ist jetzt dadurch beendet, daß die Bäckermeister das An- wurde von der Versammlung einstimmig sanktioniert. Schließlich Arbeitszeit beträgt neun Stunden täglich. Sonnabends ist eine erbieten der Stadt, in städtische Dienste zu treten, angenommen gelangte noch ein Antrag von Wiesenthal zur Annahme, woStunde früher Feierabend, und an den Tagen vor Ostern, Pfingsten haben. Danach zahlt die Stadt für die Pachtung der Bäckerei durch der Ausschuß beauftragt wird, der nächsten Versammlung eine und Weihnachten zwei Stunden früher ohne Lohnabzug. Der 3 Fr. pro Tag, 3 Fr. Gehalt an den Bäckermeister, 1 Fr. für Abänderung bezw. Ergänzung des Regulativs zu unterbreiten, dahinMindestlohn beträgt vom 1. April 1903 ab 60 f. Ueberstunden einen jungen Burschen und einen Rabatt auf den Verkauf der gehend, daß in Zukunft nicht mehr über die kleineren Differenzen, dürfen nur im äußersten Notfall gemacht und sollen dann mit Waren. den 25 Broz. Aufschlag bezahlt werden. Dieser Vertrag gilt bis zum 1. September 1904. Zur Lohnbewegung der Landschaftsgärtner teilt uns die Kommission mit, daß bis jetzt 46 Geschäfte allerdings meist fleinere-die Forderungen der Ausständigen bewilligt haben. Wenn gerade die großen Firmen sich ablehnend verhalten, so beweist das, daß nur Rücksichtslosigkeit und Mangel an gutem Willen fie dazu veranlaßt, denn was die Kleinen bewilligen fönnen, ist den Großen erst recht möglich. Verschiedene vom Ausstande betroffene Firmen machen den Versuch, ihre Arbeiten durch gelernte Leute ausführen zu lassen, Interesse der Gartenbesitzer liegt, da die Gewächse und Anlagen unter unkundiger Behandlung natürlich leicht Schaden leiden können, der sich erst später bemerkbar macht. Wenn sich die Geschäftsinhaber bis heute Sonnabend nicht zu Verhandlungen mit der Streikleitung bequemen, dann wollen die Streifenden unter Zeitung der aus ständigen Obergärtner, Gartentechniker 2c. Genossenschaften bilden, welche die Ausführung von Gärtnerarbeiten selbständig übernehmen und den widerstrebenden Firmen Konkurrenz machen. Aus der Frauenbewegung. Ein armfeliges politisches Gewächs. sondern nur über die allgemeinen Streifs oder Aussperrungen in Delegierienversammlungen berichtet werden soll. Won Tischen= dörfer wurde außerdem empfohlen, daß die Berichterstattung nicht von den einzelnen Delegierten erfolgt, sondern ein Gesamtbericht über die Streits in jeder Versammlung vom Ausschuß erstattet wird. Die Arbeiter der Firma Schwarzkopff- Wildau, MaschinenbauAusweisung der Frauen aus der öffentlichen Versammlung in Tiljit etwa Dreiviertel aller auf dem Wert Beschäftigten erschienen waren. Aus den Bemerkungen der Freijinnigen Zeitung" über die Aftiengesellschaft, hielten am Mittivoch eine Versammlung ab, zu der citierten wir gestern dieses: Der Referent Scheffler vom Metallarbeiter- Verband führte unter über die begrenzte Zulassung von Frauen in politischen Versamm Arbeitskräfte herauszubilden, schuf " Offenbar hat die neuerliche Erklärung des Ministers des Innern anderm aus: Um sich in Wildau einen Stamm willfähriger schuf die Firma Wohlfahrtslungen zu den verschiedensten Auslegungen bei den Lokal- Polizei- einrichtungen". was sicherlich nicht im behörden Veranlassung gegeben, und es ist daher dringend not- die den Bewohnern zur Unterschrift vorgelegt werden, kennzeichnet Es wurden Arbeiterhäuser gebaut. Die Kontrakte, wendig, den Polizeibehörden bestimmtere Instruftionen zu geben die Bestimmung, daß, sobald das Arbeitsverhältnis mit der Fabrik über die Zulassung der Frauen in solchen Versammlungen. gelöst ist, der Arbeiter binnen 3 Tagen die Wohnung zu räumen Polizeibehörde, die hier in Frage kommt, durch ein Mitglied natürlich steht derfelbe unter ausschließlicher Aufsicht der Direktion, Wir werden erst nachträglich darauf aufmerksam, daß die hat. Auch einen Konsumverein hat man den Arbeitern gegründet; der freisinuigen Volkspartei repräsentiert wird. Die Arbeiter haben in der Verwaltung nichts zu sagen. Aus den zu Der Herr Oberbürgermeister von Tilsit, der bortigen Polizei, ist nämlich Mitglied der Freisimmigen Volkspartei Arbeiter dann nicht mehr in die Dorflokale gehen brauchen, Chef der erzielenden lleberschüssen soll ein Rafino gebaut werden, damit die und auch in der Versammlung erschienen. Das Verlangen der Frei- wo sie nach einem Ausspruch des Baumeisters witthöft nur Achtung, Schuhmacher! Der Streit in der Filzschuh- Fabrik von finnigen Zeitung" nach bestimmten Instruktionen gewinnt dadurch einen unnötigerweise mit der roten Rotte" in Berührung kommen. Jakobowski, Reichenbergerstr. 121, dauert fort. Verhandlungen, die pikanten Beigeschmad. Vielleicht ist der freisinnige Herr Polizeichef den Die Löhne sind miserabel, das Ueberstundenmachen ist an der Tagesam Freitagnachmittag stattfanden, führten zu keiner Ginigung. Die Instruktionen der Freifinnigen Zeitung" zugänglich, namentlich ordnung. Wer nicht 90-100 Stunden in der Woche hat, ist„ gar Firma Jakobowski hat bisher die schlechtesten Löhne, namentlich in wenn man sich bei ihm in aller Form über die unzulässige Ein- fein Sterl". Dabei ist den Arbeitern aber das Frühstüden vers der Zwiderei, gezahlt. In der Verhandlung wurden zwar Buschränkung der Rechte einer von ihm selbst besuchten Versammlung boten, nicht fo viel Zeit gömmt man ihnen. Die sanitären Eingeständnisse gemacht, doch in wenig befriedigender Weise, so daß für die durch seine eigenen Untergebenen beschwerte. richtungen in der Fabrik lassen, trotzdem die Gebäude erst neu find, fraglichen Artikel noch nicht einmal der in andren Fabriken übliche vieles zu wünschen übrig. Große Erregung herrscht unter den Arbeitern, Mindestsatz erreicht worden wäre. Hieran scheiterten denn auch die Verweil fürzlich der Schlosser Eggert, der bereits seit 15 Jahren bei der handlungen. Den Lohnarbeitern wurde je eine Mark Zulage beVersammlungen, die sich mit politischen Dingen befassen, verboten." geld in der Fabrik nur 10,50 m. beträgt, wovon noch 5 M. wöchentlich Firma thätig ist, entlassen wurde. Dieser war nämlich Bevollmächtigter Unfres Wissens ist in Preußen die Teilnahme der Frauen an der Metallarbeiter- Krankenkasse und agitierte dafür, weil das KrankenDas schreibt heut die Deutsche Tageszeitung", weil es ihr nicht ge- für Miete abgezogen werden. Herr Witthöft sagte dem Arbeiter, Die vom Verein der Lithographen und Steindrucker über die fällt, daß Dr. Magnus Hirschfeld Herren und Damen zu einer Vereine solche Agitation für eine freie Hilfskaffe könne er nicht dulden, Firma W. Hagelberg, Berlin, verhängte Sperre ist, nachdem sammlung einladet, in der er über den§ 175 des Strafgefeßbuches deshalb müsse ein Erempel an ihm statuiert werden. Andre Arbeiter, die Behandlung eine bessere geworden und Abzüge nicht mehr erfolgt reden will. Die unschuldigen Bündler leiden an einer Verwechselungs- die während und nach den Versammlungen mit dem Vertreter des find, aus rechtlichen und taktischen Gründen für beendet erklärt. manie. Als sie ihre Damen entgegen der gefeßlichen Vorschrift in die polis Metallarbeiter- Verbandes gesprochen hatten, find von dem eifrigen Die Verwaltung. tische Vereinsversammlung im Cirkus Busch mitbrachten, da hielten sie das Herrn später sehr eindringlich verwarnt worden. Die Kühnemänner auf der Suche nach Streitbrechern. Vom für erlaubt. Oder nicht? Da aber jemand gegen ihren Geschmack, Metallarbeiter- Verband wird uns geschrieben: Seit Dienstag stehen jedoch auf Grund gefeßlichen Rechts Frauen zu einer öffentlichen Adlershof. Am 23. d. M. fand im Lokal des Herrn Lau eine sämtliche Former, Rostenformer, Maschinenformer und Sternmacher politischen Versammlung einladet, da meinen sie, es sei verboten. Voltsversammlung statt, in welcher Georg Davidsohn die wichtigsten der Firma Hugo Hartung, Eisengießerei Aktiengesellschaft, im Streit, Herr v. Hammerstein scheint wenig Sturs zu haben bei der Tages- Forderungen der Socialdemokratie erläuterte. Dem beifällig aufzur Abwehr der Verschlechterung ihrer Lohn- und Arbeits- Beitung", sonst könnte sie doch unmöglich vergessen haben, daß er genommenen Vortrag folgte eine kurze Diskussion, an welcher sich bedingungen. Der Durchschnits- Accordverdienst der letzten sechs fogar aus Liebe zu den Bündlern von dem wirklich bestehenden jedoch nur Parteigenossen beteiligten. Wochen beträgt 23,39 M. pro Woche. Da die Berliner Former, Rosten- Verbot der Teilnahme von Frauen an politischen Vereinsformer, Maschinenformer und Kernmacher sich nicht als Streitbrecher her- versammlungen ein Segment abgebrochen hat. geben, so ist der Meister Reinhardt nach Braunschweig und Thüringen gereift, um Streifbrecher zu suchen, wobei ihm später der telegraphisch herbeigerufene Obermeister Krüger zur Hilfe nachreiste. Rigdorf. In einer namentlich von Frauen gut besuchten VerDonnerstagabend kam der Meister Steinhardt mit 3 Formern. Als sammlung am 25. März behandelte Genosse Manasse das Thema: Arbeiter Samariterkolonne( gegründet 1888). Dienstag, den der eine, der Sohn des Meisters Reinhardt, hörte, daß bei Hartung Die Frau als Mitkämpferin im bevorstehenden 31. März, abends 9 Uhr, in der Centrale, Dresdenerstr. 45, findet ein Vorgestreift wird, reiste er schon am Freitag wieder ab. Wahlkampfe in sehr eingehender Weise. Reicher Beifall bewies, trag über Augenverlegungen" statt, wozu sämtliche Mitglieder der Kolonne Gestern hat der Aufsichtsrat Sigung gehabt, wahrscheinlich daß die Ausführungen des Referenten auf fruchtbaren eingeladen werden. Der neue Sommerkursus beginnt am 27. April in der die Centrale, Dresdenerstr. 45. Neue Mitglieder werden dort aufgenommen. Boden gefallen waren. faßt, wonach auf 65 Arbeiter bei der Firma Hartung Vertrauensperson darauf hin, daß nach Ostern öffentliche Ver 21 Beamte nötig sind. Die Aufsichtsräte sind vor der Fabrit gestern fammlungen einberufen werden, in denen die Frauen über die von einem Lieutenant, einem Wachtmeister, vier Schußleuten und zwei wichtigsten Bestimmungen des Reichstags- Wahlgefeßes unterrichtet Letzte Nachrichten und Depeschen. willigt. Wir bitten den Zuzug nach dieser Fabrit streng fern zu halten. Die Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. hat man sich mit dem Bericht im Vorwärts" Am be= Kriminalbeamten bewacht worden. Da bis jezt alle Künste vergeblich waren, Streitbrecher zu erhalten, ersuchen wir alle Arbeiter blätter um Abdruck obiger Zeilen. Zuzug von Eisenformern, Maschinenformern und Kernmachern ist von Berlin unter allen Um ständen fernzuhalten. Die Gewerkschaften in Schöneberg werden, wie in einer Versammlung am Mittivoch beschlossen wurde, ein Sartell bilden, welches in ständiger Fühlung mit der Berliner Gewerkschaftsfommission bleiben und im Anschluß an diese seine Wirksamkeit entfalten soll. Deutsches Reich. Die Unschuld vom Lande. " In der Diskussion wies werden sollen. Genosse Hennig betonte, daß schon in den Festtagen die Frauen beim Besuch der Verwandten von außerhalb die Agitation von Mund zu Mund betreiben könnten. Verfammlungen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 29. März, vormittags 10%, Uhr, in Kellers großem Festsaal, Stoppenstr. 29: Feier der Jugendweihe ( Konfirmation). Die Festrede hält Dr. Bruno Wille über: Religiöse Gleichgültigkeit". Vor und Nachspiel auf dem Pariser Mustel Harmonium. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Primus"-Prozeß. " Hamburg, 27. März. Jm Primus"-Prozeß werden heute die Sachverständigen vernommen. Navigationsdirektor NiebourHamburg führt aus, Kapitän Peters habe gegen die kaiserliche Verdobrmung verstoßen, weil er in das nördliche Fahrwasser gefahren fet. Die Angeffagten treffe feine Schuld an dem Unglück. Steuermann Wahlen habe nur die Befehle seines Schiffsführers ausgeführt; der Angeklagte Kapitän Sachs habe alles gethan, was ein besonnener Schiffsführer thun mußte. Auf Vorhalten des Vorsisenden giebt der Sachverständige zu, es wäre vorsichtiger gelesen, Sachs, als er fah, daß zwei Schiffe ihm entgegenkamen, die Fahrgeschwindigkeit ermäßigt hätte. Fünfter Wahlkreis. Dem Wahlkampfe diente eine Versammlung des Socialdemokratischen Vereins, die am Donnerstag in Leydeckers Festsälen in der Sophienstraße stattfand und sehr zahlreich besucht war. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurden 108 Genossen, die Die Lohnbewegung der Weißgerber in Magdeburg ist durch einen sich zum Eintritt in den Verein gemeldet hatten, als aufgenommen erklärt. Vergleich vor dem Einigungsamt beendet. Der Wochenlohn der Sodann begrüßte der Vorsitzende in herzlichen Worten, die lebhaften Der Sachverständige Kapitän Meher von der deutschen SeeWeißgerber ist von 22,50 M. auf 24 M. erhöht, der bisherige Lohn Wiederhall bei den Anwesenden weckten, den nach langer unfreiwilliger warte bemerkte, er müsse sich eines bestimmten Urteils über die Urder Hilfsarbeiter wird um 1 M. erhöht. Hilfsarbeiter, welche die Abwesenheit zum erstenmal wieder im Verein erschienenen Genossen sachen des Zusammenstoßes enthalten, jedenfalls hätte„ Primus" felbe Arbeit machen wie gelernte Arbeiter, erhalten auch den gleichen Robert Schmidt, den Kandidaten des fünften Wahlkreises, der sich im nördlichen Fahrwasser aufhalten und die Hansa" nicht im Lohn wie diese. Die Stücklöhne werden um 3 Proz. erhöht. Die darauf das Wort zu seinem Vortrage über die Frage: Welche Begen mit voller Dampftraft ins nördliche Fahrwasser fahren dürfen. genannten Lohnerhöhungen gelten jedoch nur für die Mit- politischen und wirtschaftlichen Interessen hat das deutsche Sachverständiger Lotse Jorjan bezeichnet das Verhalten des Angeglieder des Verbandes der Lederarbeiter. Die Ver- Bolt beim nächsten Wahlkampf zu verteidigen" erhielt. Ausführlich flagten als forreft. Sachverständiger Navigationsschuldirettor einbarungen gelten auf drei Jahre. schilderte der Redner die traurigen politischen Zustände Deutschlands Brahm- Altona meint, wenn die Hansa" ihren Kurs beibehalten und verurteilte scharf das Verhalten der bürgerlichen Parteien und und mit halber Dampfkraft gefahren wäre, was die Hansa" hätte Eine Gewaltmaßregel will der Arbeitgeberverband in Iserlohn wies darauf hin, daß die Socialdemokratie bei der bevorstehenden thun müssen, wenn sie die Dampfpfeife des" Primus" gehört hätte, gegen die Arbeiter durchführen. Der Scharfmacherverband hat Wahl nur auf sich selbst angewiefen ist und von keiner andren Partei dann wäre ein Zusammenstoß vermieden worden. Die Verhandlung nämlich beschlossen, sämtlichen Arbeitern, etwa 4000 zu fündigen, Unterstügung zu erwarten hat, darum müßten wir alle Kräfte sammeln, wird auf morgen vertagt. falls die, welche sich augenblicklich im Streit befinden, nicht bis um als Sieger aus dem Wahlkampf hervorzugehen. Stürmischer Freitagabend( gestern) die Arbeit wieder aufnehmen. Die Unter- Beifall betvies, daß die Versammlung einverstanden war mit den Aus nehmer wollen also 4000 Arbeiter an der Arbeit hindern. Eine führungen des Referenten. Gegner meldeten sich trotz der Aufforderung des Handlung, für die der deutsche Kaiser seiner Zeit die schwerste Strafe Vorsigenden nicht zum Wort. In der Diskussion wies Liepmann Haag, 27. März.( B. H.) Wie in Regierungsfreisen verlautet, in Aussicht gestellt hat. noch besonders darauf hin, wie bei der vorigen Wahl die Frei- gelangt das Eisenbahnarbeiter Gesetz bereits sinnigen in in letzter Stunde, Stunde, als als teine Entgegnung mehr nächsten Dienstag zur Beratung. Die Regierung will möglich war, unfren Kandidaten in gemeinster Weise verdächtigten, die Erledigung des Gesetzes beschleunigen, da sich unter den daß aber gerade ihr Kandidat Dr. Zwick durch sein Verhalten im einberufenen Milizen große Unzufriedenheit bemerkbar macht. Reichstag belviesen hat, daß er durchaus nicht der Mann Ju Amsterdam und Berg ov Zoom wurden von den letzteren ist, die Interessen des Volles zu wahren. Der Redner warnte vor Protestmeetings abgehalten. Man befürchtet eine offene Gehorsamsder falschen Zuversicht, daß der Sieg für uns leicht sein werde, und verweigerung. forderte zu unablässiger Agitation für unfren Kandidaten Robert Schmidt auf. Mit einer Aufforderung gleichen Sinnes schloß der Vorsigende Zucht die Versammlung. Die Maler und Anstreicher in Elberfeld treten in eine Lohnbetwegung ein. Sie fordern hauptsächlich einen Mindestſtundenlohn von 45 Pf., Aufschlag für Ueberstunden 25, für Sonntagsarbeit 50 Proz., zehnstündige Arbeitszeit. Husland. Maffenaussperrung in Norwegen. Aus Bergen wird unterm 25. März gemeldet, daß die mechanischen Werkstätten eine große Aus sperrung vorgenommen haben. 2000 Arbeiter müssen am 1. April ihre Arbeit verlassen. Die streikenden Pariser Möbelträger verlangen Abschaffung des Trinkgeldes, an deffen Stelle feste Löhne, bezahlt vom Unternehmer, zu treten haben. Ihre Ansprüche sind folgende: Tageslohn 8 Fr. für Paris, 10 Fr. für außerhalb. Sociales. Aus Holland. Russischer Spion verhaftet. am Lemberg, 27. März.( B. S.) Auf Requisition des Wiener Landesgerichts wurde der hiesige Kommissar der Landes- Finanzdirektion, lands verhaftet. Dr. Offolinsky, unter dem Verdacht der Spionage zu Gunsten RußSüdpol- Expedition. Lyttelton( Neu- Seeland), 27. März. Nach weiteren Berichten über die Südpol- Expedition der Discovery" erreichte ihr Führer Scott in einer äußerst beschwerlichen Schlittenfahrt 82 Grad 17 Min. südt. Breite. Paris, 27. März.( W. T. B.) Offigiös verlautet, daß denjenigen Stongregationen, welche sich mit dem Mittelschulunterricht befassen, für die Schließung ihrer Anstalten Frist bis zum 1. Juli gewährt werden soll. Für die Kongregationen, welche sich dem Voltsschulunterricht widmen, soll diese Frist je nach den örtlichen Verhältnissen zwischen ein und vier Monaten währen. Socialdemokratische Eisenbahn- Organisation in der Schweiz. Der eine gut besuchte Versammlung im Gewerkschaftshause ab. Der geDie Berliner Gewerkschaftskommission hielt am Donnerstag schweizerische Zugspersonalverein, der ein eignes Verbandsorgan druckte Rechenschaftsbericht über das Jahr 1902, der in der DonnersDas Signal" hat und dessen Redakteur und Generalsekretär unjer tags- Nummer des„ Vorwärts" bereits besprochen ist, wurde von den Genosse Brandt ist, hat sich nunmehr auch in aller Form auf den Gewerkschafts- Sekretären Lint und Körst en eingehend erläutert Boden der modernen Arbeiterbewegung gestellt. und die in den Tabellen unterlaufenen Fehler richtig gestellt. In der hierauf folgenden Diskuffion, wobei ebenfalls noch einige Richtig stellungen erfolgten, auch im Referat des Vorwäris" ist ein Irrtum enthalten, indem die Metallarbeiter nicht 41 Angriffs- und 39 Abwehrstreiks, sondern insgesamt nur 41 Streits geführt hatten wurde der Bericht von einzelnen Delegierten als unzulänglich und teilweise unrichtig fritisiert, während andre Dele gierte sich anerkennend über denselben äußerten. Alle Berichti gungen, welche spätestens bis Sonnabend an das Sekretariat erfolgt An Stelle der leibt werden. find, sollen gedruckt und dem Geschäftsbericht als Nachtrag einverJugendliche Arbeiter auf Steinkohlenwerken. Bekanntmachung des Bundesrats vom 1. Februar 1895 betreffend Um Fehler in dem Bericht möglichst zu vermeiden, wurde be die Gestattung von Ausnahmen von den Vorschriften des§ 136 der schlossen, daß in Zukunft jeder Gewerkschaft ein Sorrekturbogen zu Christianin, 27. März.( W. T. B.) In der heutigen Sizung Gewerbe- Ordnung für jugendliche Arbeiter auf Steinkohlenwerken, gefandt wird, damit event. Richtigstellungen vorgenommen werden des Storthing erklärte der Staatsrat für Finanzen und Zölle, erläßt der Bundesrat eine neue Bekanntmachung, die mir noch für fönnen. Ein weiterer Antrag von Fran Thiede, wonach für die Sunde, auf eine Anfrage, wann ein Marimal- Bolltarif eingeführt Preußen, Baden und Elsaß- Lothringen gilt und am 1. April mit der Märzgefallenen nur von der Gewerkschaftskommission ein Strang werden könnte, der hinsichtlich des Abschlusses etwaiger besonderer Gültigkeit für 10 Jahre in Straft tritt. Sie weicht nur in zivei niedergelegt werden soll und nicht mehr seitens der einzelnen Gewert blommen mit Deutschland und Rußland Intereffe hätte, Punkten von der bisherigen Bekanntmachung ab. Die Höchstdauer der schaften, wurde dem Ausschuß überwiesen. Der Staffenbericht wurde daß eine folche Magimal- Tarifvorlage bereits ausgearbeitet sei und Schicht wird zur Vermeidung von Irrtümern ausdrüdlich ein von den Revisoren als richtig bestätigt und auf deren Antrag die gegenwärtig dem Departement des Innern vorliege. Er hoffe, daß fchließlich der aufen" auf 8 Stunden bestimmt. Die Ruhe Decharge erteilt. Nach einer längeren Debatte über die Vergebung es möglich sein werde, die Vorlage noch in der jetzigen Session des zeit zwischen zwei Arbeitsschichten wird von 12 auf 15 Stunden ver- der Druderarbeiten erfolgte sodann die Neuwahl des Aus Storthing einzubringen. Hierzu 2 Beilagen. Berantwortl. Redakteur: Carl Leib in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 74. 20. Jahrgang. Lokales. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Eine Kirchennot" amüsanter Art und Sonnabend, 28. März 1903. in Die neue Beleuchtung der Königstraße durch Preßgas ist gestern Bernstein, der nur noch für sich allein arbeitet, mit seiner 74jährigen abend endgültig in Thätigkeit gesetzt worden, nachdem vor kurzem Ehefrau und einer unverheirateten Tochter eine Wohnung von vier eine Probebeleuchtung stattgefunden hatte. Auch der fünfarmige Zimmern inne. Am 7. d. M. vermieteten die Leute ein Kandelaber vor dem Rathause an der Ecke der Spandauerstraße ist möbliertes Zimmer an einen 27 Jahre alten, aus London mit Breßgaskörpern versehen worden, während die drei andren vor dem stammenden Kaufmann August Walter. Diefer fam wird im Norden der Stadt von den beteiligten Kreisen schmerzlich Rathaus stehenden Kandelaber nach wie vor Gasglühlicht- Laternen haben, der vergangenen Nacht um zwei Uhr betrunken nach Hause empfunden. Es handelt sich um die im vorigen Sommer ein- die aber von der neuen Beleuchtung ganz bedeutend überstrahlt werden. und machte ein paar Stunden lang in seinem Zimmer, geweihte Kapernaum- Kirche an der der Seestraße, eine Tochter- da die im vorigen Jahre auf dem mit Anlagen versehenen südlichen Kurz vor 4 Uhr erhob sich endlich der Greis, da es nicht mehr zum Ferner hat jetzt der ganze Alexanderplatz Preßgaslaternen erhalten, das an die Schlafftube der alten Leute anstößt, einen Heidenlärm. Kirche der Nazareth- Gemeinde. Von den eigenartigen Umständen, Teil des Plazes zur Probe aufgestellten sich durchaus bewährt haben. Aushalten war, fleidete sich an, ging zum Mieter in das Zimmer unter denen der Bau der Kapernaum- Kirche zu stande gekommen ist, In der Königstraße ist die neue Beleuchtung auch insofern von hinein und bat sich Ruhe aus. Seine Frau rief vom Bett aus noch, haben wir bei Gelegenheit der Einweihungsfeier den Lesern des großer Wichtigkeit, als bei der größeren Leuchtkraft des Preßgases ob fie einen Arzt folle holen lassen. Diese Vorhaltungen brachten Vortvärts" Mitteilung gemacht. Die Leiden" der Kirchengemeinde und der größeren Höhe der Laternenpfähle weit über die Hälfte Walter in eine grenzenlose Wut. Er tobte mun erst recht, griff haben aber mit jener Einweihungsfeier keineswegs ihr weniger Laternen nötig find, als es bei der Beleuchtung durch Gas- dem alten Mann nach der Stehle, borte ihn nieder und gab ihm, Ende erreicht. Jufolge des Streites, der zwischen der Stadt- glühlicht der Fall war. Dies ist aber für den starken Verkehr in der während er am Boden lag, unzählige Fauftschläge auf den Kopf gemeinde und dem Grafen von Oppersdorf, dem Hoch- Königstraße von der größten Bedeutung. und den Mund. Der mißhandelte Greis versuchte sich herzigen" Spender des Baugrundstückes, um das der Kirche Schlechtes Waffer. Der Berliner Magistrat hatte vor zwei au wehren, konnte aber gegen die Uebermacht des jungen benachbarte Terrain geführt wird, ist die Kirche vor Jahren beim Bau der Reinickendorfer Kanalisation gegen die Ab- fräftigen noch dazu tobsüchtigen Menschen nichts ausläufig noch ohne einen öffentlichen Zugang. Nur leitung der Reinickendorfer Klärwässer in den Tegeler See protestiert, famen der Hauswart Walle und der Färbereiarbeiter Steinmar richten. Auf das Hilfegeschrei der Frau und Tochter dem Entgegenkommen der streitenden Parteien ist es zu danken, weil das Berliner Trinkwasser dem See entnommen wurde. Es kam daß die Kirche überhaupt schon zu Gottesdiensten benutzt werden zu einem Streitverfahren, das bekanntlich damit endete, daß der dazu, um den Greis von dem Wüterich zu befreien. Als sich dieser darf. Auch der Herr Graf hat eingewilligt, daß das Terrain, das vertrat Einspruch Berlins abgewiesen wurde. Der Minister des Innern jedoch auch ihnen überlegen zeigte, holte Steinmar Hilfe von der nahe damals den Standpunkt, daß das direkte Ge- gelegenen Wache des 21. Polizeireviers. Sobald der Rasende den er als sein Eigentum betrachtet und zu erstreiten hofft, bis auf fälle Reinickendorfs die Ableitung der gereinigten Abwässer Rufe:„ Naus, ihr Hunde!" auf sie ein und fing an zu boren. Ableitung der gereinigten Abwässer Schuhmann Ruben mit Steinmar fommen fah, drang er mit dem weiteres als Zugang benutzt werden darf, aber er hat diese Er- nach dem Tegeler See erfordere und dies auch ohne laubnis nur dem Kirchenbau- Verein gegeben, der die Kapernaum- Kirche Schaden für die Reichshauptstadt erfolgen könne, zumal diese hierbei schlug er dem Beamten einen Zahn auts. Da gebaut hat, und auch diesem nur bis zu dem Augenblick, wo die daran ging, am Tegeler See Tiefbrunnen zu errichten, ihr Trink- eine Ueberwältigung auf anderm Wege nicht möglich war, innere Einrichtung der Kirche vollendet sein wird. Wenn dieser Zeit- wasser mithin nicht mehr aus dem See zu nehmen. Jetzt hat sich hiebe über die Nase und den Hinterkopf unschädlich. Während man so machte der Beamte den Wüterich durch zwei Säbelpunft eintritt, tann der Zutritt zur Kirche jederzeit jedoch ein Mißstand gezeigt, der die Regierung zum Einschreiten ge- ihn dann mit Mühe fesselte, brachten drei andre Beamte den von 3tvungen hat. Das Reinickendorfer Klärverfahren stellte sich nämlich Der Herr Graf versteht sich sehr auf Stellung von Bedingungen vornahm, ergaben, daß das geklärte Baffer feineswegs rein war und schöpften Greis nach der Wohnung des Hauswarts hinunter, wo als unzulänglich heraus. Untersuchungen, die das fgl. biologische Institut den Berlegungen am Stopfe und von der Aufregung böllig erund Fristen, und wer ihn kennt, der weiß, daß in solchen Sachen einen üblen Geruch verbreitete. Man führte dies auf den Umstand zurück, Rettungswagen kommen, mit denen zwei Schußmänner Bernstein man ihn erfrischte. Die Revierpolizei ließ dann zwei Lücksche mit ihm nicht zu spaßen ist. Infolgedessen ist die Sorge um die daß Reinickendorf auch große Schweineställe an die Kanalisation sowohl wie Walter nach der Charité brachten. Der nächtliche Kampf Zukunft der Kapernaum- Kirche groß. In der General- Ver- angeschlossen hatte und Schweinejauche nicht zu klären ist. Auf An- regte auch die bejahrte Ehefrau des Ueberfallenen so auf, daß sie sowohl wie Walker nach der Charité brachten. Der nächtliche Kampf sammlung des Kirchenbau- Vereins ist neben andren ordnung der Behörde mußten die Schweineställe von der Kirchennöten unsres sündhaften Berlins auch die Not der bedrängten Kanalisation abgeschlossen werden. Eine Regierungskommission, die ieht in ihrer Wohnung frank daniederliegt. darauf dieser Tage eine neue Prüfung vornahm, hat denn auch ge- Die Kaiserin erlitt bei einem Spazierritt im Grunewald gestern funden, daß jezt das Wasser klar und geruchlos ist. Für Berlin ist nachmittag einen einfachen Bruch des linken Vorderarmes. so daß man das Wasser des Tegeler Sees nur noch wenig zu beauf dem Wege vom Kaiser Wilhelm- Turm auf dem Karlsberg nach es ein Glück, daß schon eine große Zahl von Tiefbrunnen fertig ist, Nach einer späteren Wolffschen Meldung ereignete sich der Unfall mußen braucht. Jagdschloß Grunewald. gesperrt werden. Kapernaum- Birche zur Sprache gebracht worden. Herr v. Mirbach, der Ober- Hofmeister der Kaiserin klagte bitter über die Hinder nisse, die dem Bau und der Fertigstellung der Kirche in den Weg gelegt worden seien. Weder dem Kirchenbau- Berein noch den Behörden sei es bisher gelungen, fie alle zu beseitigen.„ Ich glaube", so soll nach einem Zeitungsbericht Herr v. Mirbach ausgerufen haben, daß schließlich des Kreuzbammes Tempelherernstraße wird behufs Um- Weißwarenhändler S., Brunnenstr. 100, ausgeführt. Die Diebe Die Urbanstraße von der Blücher bis zur Bärwaldstraße ein- Drei Einbruchsversuche wurden innerhalb einer Woche bei dem selbst Engel das nicht fertig bekommen würden!" pflasterung vom 27. b. Mts. ab bis auf weiteres für Fuhriverke und wollten vom Keller aus, der durch eine Luke mit dem Laden verHat der Herr Ober- Hofmeister so geringes Vertrauen zu der Macht Reiter gesperrt. bunden ist, in diesen eindringen, fanden jedoch dadurch ein under Engel, an die er glaubt? Uebrigens bedarf man im Kirchen- Verbesserung der Straßenbahn- Verbindung mit Rigdorf. Zahl= erwartetes Hindernis, daß die Klappe vom Laden aus verstellt war. bauverein gar nicht einmal der Hilfe der Engel; man hat bereits reiche Verbesserungen der Verbindung zwischen Berlin und Nigdorf Nachdem der erste Besuch erfolglos war, kehrten die Einbrecher zwei felber einen Ausweg gefunden. Die Bollendung der wird die Große Berliner Straßenbahn am 1. April zur Einführung Nächte später wieder zurück, um mit Hilfe einer Brechstange die inneren Einrichtung der Kirche foll so lange bringen, nachdem erst vor kurzem die Verbindungen mit diesem Vorort Klappe zu öffnen. Diese widerstand jedoch der Thätigkeit der Einhinausgeschoben werden, wie es irgend geht. umfassende Veränderungen erfahren haben. Eine neue Linie 22 wird brecher, welche nunmehr in der folgenden Nacht zum drittenmal In der Nazareth- Gemeinde weiß man sich doch immer wieder dadurch gebildet, daß jeder zweite Wagen der bisherigen Linie 31 zurückkehrten und die Kellerberschläge erbrachen. Diesmal wurden zu helfen. Schon einmal mußte hier durch einen lugen Einfall Müllerstraße- Schlesischer Bahnhof bis zur Cannerstraße in Rirdorf sie jedoch dem Anscheine nach gestört, ehe sie einen nenen Versuch, in die gefährdete Kapernaum- Stirche gerettet werden. Der„ hochherzige" durchgeführt wird. Zur Aufnahme des Verkehrs in den Stunden be- den Laden zu kommen, machen konnten. Spender des Baugrundstüces hatte an seine Spende die Bedingung Alexanderplatz und Rigdorf zu dieser Linie vorgesehen. Es wird so in den letzten 24 Stunden zu verzeichnen. Freitag früh gegen 3 1hr sonderen Andranges find außerdem Einseywagen zwischen dem Feuerbericht. Ueber ein Dutzend Alarmierungen hatte die Wehr geknüpft, daß der Grundstein bis zu einem bestimmten zwischen dem Alexanderplatz und Rigdorf ein 7 Minuten wurde fie nach der Memelerstraße 43 gerufen, weil hier in einer Tage gelegt fein müsse. Darum vollzog sich die Grundstein- Berkehr, außerdem mit Hilfe der Linie 30 Millerstraße Wohnung Betten, Kleidungsstücke ze. in Brand geraten waren. Es legung damals etwas eilig und ziemlich formlos. Pfarrer Winterfeldtplatz Pfarrer Winterfeldtplatz zwischen der Andreas und der Wüllerstraße gelang, die Gefahr bald zu beseitigen. Weitere Wohnungsbrände Diestelkamp, der jetzt in der Nazareth- Gemeinde so arg ein Verkehr bon 3-4 Minuten hergestellt. Voraussetzung mußten in der Fransedistraße 3, Wittstockerstr. 9 und in der Krauts zerzauft wird, telephonierte ein paar Kirchenratsmitglieder für diese Neugestaltung ist die Fertigstellung der Neubau straße 16 abgelöscht werden. In der Hauptsache wurden in allen zusammen und legte den Grundstein am letzten Tage vor strecke durch die Reuter, Pflüger- und Friedelstraße über die Fällen Möbel, Decken und Gardinen beschädigt. In der ReichenAblauf der gestellten Frist. Dabei wurde der Grundstein an einer Hobrechtbrücke in Rigdorf. Ferner mußten von der Hobrechtbrücke bergerstraße 97 war durch die Explosion einer PetroleumStelle in den Boden versenkt, die gar nicht bebaut werden durfte, nach der Grünauerstraße und von dieser durch die Wienerstraße bis lampe ein Brand entstanden, der aber noch im Reime erstickt werden weil sie Straßenland werden sollte. Auch über diese Schwierigkeiten neue Linie benugt von Rigdorf aus den so hergestellten Weg, ferner Seydelstr. 17 gerufen, wo in einem Keller Lumpen und Säcke Die konnte. Donnerstagabend gegen 9 Uhr wurde die Wehr nach der ist man hinweggekommen. Die Lage des Kirchenbaues ist in ent- die Geleise der Berliner elektrischen Straßenbahn in der Grünauer- brannten. Gleichzeitig mußten in der Wilhelmstr. 10 und in der sprechender Weise verschoben worden, und den Mangel eines richtigen straße. Sie geht dann durch die Wieners, Laufiger-, Waldemars, Wienerstr. 20 fleine Brände beseitigt werden. Wäschestücke und Grundsteins und einer Grundsteinslegungsfeier hat man durch eine Adalbert, Köpnickerstraße usw. Die neue Linie 22 wird eine der Portieren hatten kurz darauf in der Rheinsbergerstr. 70 in einer besonders pomphafte Einweihungsfeier wett gemacht. längsten Straßenbahnlinien. Sie hat 13,2 kilometer, die in Wohnung Feuer gefangen, während in der Oranienstr. 60 auf dem einer Stunde 11 Minuten zurückgelegt werden. Der Betrieb Hof ein Brand entstanden war. Außerdem hatte die Wehr noch von Die gegen den Pastor Diestelkamp von den 16 Mitgliedern des der Linien 7 und 15 Moabit- Nixdorf wird in Rirdorf aus der Marienburgerstr. 5, Invalidenstr. 159 und noch von einigen Kirchenrates und der Gemeindevertretung erhobenen Vorwürfe bestanden endigt nicht mehr in der Cannerstraße, sondern am Ringbahnhof bedeutende Brände betrafen. und Thüringerstraße verlegt. Die Linie 15 andren Stellen Alarmierungen aufzuweisen, die jedoch nur ganz un bekanntlich darin, daß er 1. sechzehn Jahre lang jedem in der Rigdorf. Beide Linien ergänzen sich zwischen Moabit und dem Nazareth- Kirche getrauten Ehepaare entgegen dem Gesetz vom 27. Juli Ringbahnhof Nigdorf zu einem Betrieb von 7 Minuten. Von den 1880 50 Pfennig abnehmen ließ und davon 30 Pfennig in die eigne auf den Linien 46 und 47, Niederschönhausen- Briz, sowie auf der Tasche vereinnahmt hat; 2. daß er unter Verletzung des§ 8 des- Linie 48, Schönhauser- Allee- Nixdorf, verkehrenden Wagen foll jeder felben Gesetzes jahrelang an, berbotenen" Tagen zum Teil massenhaft zweite im Sommer in der Zeit von 7,15 früh bis 8,15 abends getraut hat, beziehungsweise hat trauen lassen, wobei jede Trauung bom städtischen Friedhof in der Rudowerstraße abfahren. Die ihm einen Gewinn von 7,50 W. brachte; 8. daß er in der aus übrigen Wagen beginnen ihre Fahrt an der Ede der Juliusstraße. gedehntesten Weise innerhalb und außerhalb der Gemeinde Schulden Im Winter beginnt dieser Betrieb um 8,15. Die Linien 46, 47 und 48 ergänzen sich zwischen dem Ningbahnhof Schönhauser Allee gemacht hat und macht, ja selbst durch Vermittlung des Kabinetts und der Juliusstraße in Nirdorf zu einem Betrieb von 71% Minuten. der Kaiserin zur Sanierung seiner Finanzen 60 000 m. erbeten und erhalten hat; 4. daß er durch fortgefeßte Gründungen, Grundstücks- Ein neuer Doppelselbstmord in Potsdam. Der Kaufmann Emil spekulationen 2c. unter dem Schleier christlichsocialer Fürsorge neue Leser und seine Braut Helene Stolzenburg, beide aus Rigdorf, haben Geldquellen zu erschließen sucht, ohne eine Klarheit zu schaffen und zu sich in einem Potsdamer Hotel erschossen. Das Brautpaar wurde gewähren, ob die vielen, vielen Sammlungen unter seiner Oberleitung heute früh tot aufgefunden. Man sieht: auch Kirchen haben ihre Schicksale". der RichardKirchenkonzert. Musikdirektor Dtto Dienel hält Montag, den 30. März, abends 7 Uhr, in der Marienkirche einen Orgelvon Frau Clara Bindhoff Frauenchöre, Terzette, Duette und Arien vortrag bei freiem Eintritt, in welchem die Gesangschule on Frau Clara Bindhoff Frauenchöre, Terzette, Duette und Arien ausführt.( Soli: Fri. Lucie Tempeltet, Frl. Anna Petri, Frl. Gertrud Dittrich, Frl. Margarete Schmidt, Frl. Margarete Heinrich, Herr Georg Tempeltey u. a.) Außerdem wirken mit der Cellist Herr Dtto Tormin, Herr David Mitter und Herr Paul Schnyder. Treptow- Sternwarte. Der große Sonnenfled, welcher jetzt sichtbar ist, wird bis Sonntag, den 29. d. M., bereits die Mitte der Sonne passiert haben. Starke Veränderungen sind an den letzten Tagen in ihm auf der Treptow- Sternwarte beobachtet worden. Da auch der Mars gerade am Sonntag in Erdnähe sich befindet, so wird Direktor Archen hold um 5 Uhr nachmittags über„ Unser den gedachten Zweden in der richtigen Weise dienstbar gemacht Vergiftet. Schlechter Geschäftsgang und Gram über den Tod Wissen vom Mars" sprechen und um 7 Uhr über„ Die Sonne mit werden; 5. daß er durch solche sehr weit über die Grenzen erlaubter feines Sohnes haben den 71 Jahre alten Photographen H. B. aus ihren Flecken und die Planeten." Von jetzt an bleibt die TreptowPrivatthätigkeit hinausgehende Vielgeschäftigkeit sich schwere Amts- der Mitterstr. 30a in den Tod getrieben. Der Mann hatte früher Sternwarte während des gangen Sommers bis 12 Uhr nachts für bernachlässigungen zu Schulden kommen ließ. in der Burgstraße und dann fechs Jahre lang in der Neuen Roß- die Besucher geöffnet. Unfrer Ansicht nach sind die Anschuldigungen, die durch die Er- straße ein Atelier. Das Geschäft ging schließlich so schlecht, daß er Der X. Kunstabend in Nigdorf, der am Sonntag, den 29. März, flärungen in ber Barochialversammlung nur zum Teil in andrem es aufgab und nach der Nitterstraße zog. Vor einem halben Jahre 7 Uhr im Realgymnafium stattfindet, ist der russischen Kunst gestarb ihm ein 22 jähriger Sohn. Seitdem war B. schwermütig. widmet. Der erste Teil umfaßt russische Dichtungen: Lyrit, Drama, Lichte dargestellt zu sein scheinen, derartige, daß Pastor Diestellamp Am Montagmittag verließ er die Wohnung unter dem Vorwande, Roman und Novelle. Der zweite Teil bietet uns russische Mufit: wohl daran gethan hätte, die Angelegenheit doch gerichtlich aufhellen daß er einen Spaziergang machen wolle, fehrte aber nicht wieder Kammermusik und Instrumentalvorträge( Geige, Cello, Klavier). zu lassen. Die Sympathie- Erklärung eines Vereins, die ja zum Teil zurück. Seitdem war er verschwunden, bis man ihn als Leiche im Die Eintrittskarte im Vorverkauf kostet für diesen Abend 25 Pf. den Gefühlen mitleidiger Nachficht mit einem so hochbetagten Mann, Tiergarten wiederfand. Dort hatte er durch Gift seinem Leben ein beztv. 45 f. Die Vorverkaufsstellen sind aus den Plakaten der event. auch dem Bedürfnis, so viel als möglich unangenehmes Auf- Ende gemacht. Anschlagfäulen zu ersehen. Die Zahl der mitwirkenden Personen sehen zu vermeiden, entsprungen sein kann, bedeutet auf keinen Fall eine beträgt zehn. Widerlegung der Angriffe. " Unter dem Verdacht des Kindesmordes ist die aus der Gegend von Landsberg a. 2. gebürtige Dienstmagd Marie Spehr verhaftet Aus den Nachbarorten. worden. Diese diente bei einem Gastwirt in der Georgenstraße. Friedenau. Am Montag, den 30. März, abends 8 Uhr, findet Luftbarkeiten in der Karwoche. Die soeben veröffentlichte und als die Wirtin sie auf ihren veränderten Zustand aufmerksam machte, fofort in Kraft tretende Polizeiverordnung vom 27. d. M., betreffend stellte sie ihn entschieden in Abrede, fündigte aber bald darauf und im großen Saale des Hotel Rheinschloß, Rheinstr. 60, eine öffentliche Die äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage, giebt in dem zog zu einem Gastwirt in der Jägerstraße. Hier nahm man nichts Versammlung für Männer und Frauen statt. Tagesordnung: Vordie äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage, giebt in dem § 12, Biffer 2 und 3 neue Bestimmungen für die Theatervorstellungen Auffälliges an ihr wahr. In ihrem Zimmer machte sich aber nach trag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Friz 8ubeil über: und sonstigen Luftbarkeiten während der Karwoche, der drei großen einiger Zeit ein übler Geruch bemerkbar, der immer stärker wurde. Die bevorstehende Reichstagswahl." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. und sonstigen Luftbarkeiten während der Karwoche, der drei großen Die Wirtin schöpfte Verdacht und verlangte von der Magd, daß sie Am Sonntag, den 29. März, findet eine Handzettel- Verteilung zu Feste( Weihnachten, Ostern und Pfingsten) und des Totensonntags, einmal ihren Kleiderkorb öffite. Als 1 fie fich fortgeſetzt dieser Versammlung statt. sich fortgesetzt dieser Versammlung statt. Treffpunkt früh 7 Uhr bei Grube, während sie im übrigen lediglich die bisherigen Vorschriften wiederholt. weigerte, ging schließlich die Wirtin gestern zur Revierpolizei, da der Kaiser- Allee 85. Durch die neuen Bestimmungen werden die Beschränkungen, welche Geruch unerträglich wurde. Es ist Pflicht eines jeden Genossen, an beiden Die Polizei fand nun in dem Korb in Tagen pünktlich zu erscheinen. bisher hinsichtlich der theatralischen Vorstellungen, Gesangs- und deklamatorischen Vorträge, Schaustellungen von Personen und Papier eingewickelt die Leiche eines neugeborenen Kuaben, die schon Adlershof. Der Restaurateur Meißner, Bismarckstraße, Ede Musikaufführungen während der ganzen Karwoche und jedes ersten Knaben schon am 30. Januar, zwei Tage vor ihrem Wegauge aus Adlergestell, veranstaltet an diesem Sonnabend ein Konzert mit fast ganz berivest war. Das 23 Jahre alte Mädchen gab zu, den Tages der drei großen Feste bestanden, für den Balmsonntag, der Georgenstraße, geboren zu haben. Der Wirtin gegenüber be- nachfolgendem Tanz. Herr Meißner stellt seinen Saal der ArbeiterMontag, Dienstag und Mittwoch der Karwoche sowie für die hauptete fie, daß es sich um eine lebensunfähige Frühgeburt gearbeiterschaft wird hiernach wissen, was sie zu thun hat. schaft zu Versammlungen 2c. nicht zur Verfügung. Die noch öffentliche Tanzluftbarkeiten und Bälle sowie Vorträge, Schau- handelt habe, vor der Revierpolizei hielt sie jedoch diese Aussage Arbeiterschaft wird hiernach wissen, was sie zu thun hat. nicht aufrecht, gab aber auch weiter keine Auskunft. Die Leiche des Mühlenbeck. Wahlberein Bezirk Pankow. Morgen, Sonntag stellungen und Musilaufführungen in Cafés chantant( Tingeltangeln) Sindes wurde beschlagnahmt, die Mutter in Haft genommen. nachmittag 4 Uhr, findet im Gasthof Bur Sonne" die regelmäßige verboten bleiben. Andrerseits wird nunmehr für den Donnerstag Gestern vormittag wurde abermals eine Kindesleich e gefunden. Mitglieder- Versammlung statt. Genosse Wollheim- Berlin referiert und Sonnabend der Karwoche( Gründonnerstag und stillen Sonnabend) durchweg gegenüber allen Theatern usw. die Wahrung Sie trieb, in ein Stück einer Gardine eingehüllt, in der Spree und über Staatshilfe und Selbsthilfe". Gäste, auch aus den Nachbardes ernſten Charafters bei den Aufführungen gefordert und wurde an der Ebertsbrücke gelandet. Nach dem Zustande der Leiche orten, sind willkommen. hierdurch die bielfach erörterte Unzuträglichkeit beseitigt, muß das Kind erst kurz vorher geboren worden sein. Eichwalde. Die Parteigenossen werden hierdurch nochmals daß die sogenannten Rauch- Theater und Variété- Theater während Ein Kampf zwischen einem 80 jährigen Greise und einem tob- auf die am Sonntag, den 29. März, nachmittags 4 Uhr, in Schmödber ganzen Karwoche erheblichen Einschränkungen unterworfen, die süchtigen jungen Manne rief heute in früher Morgenstunde in dem wizz im Lokal Seddin- See"( Juh. Noack) stattfindende öffentliche andren Theater aber von allen Beschränkungen selbst während des Hause Stralauerstraße 54 eine große Aufregung hervor. Hier hat Volfsversammlung aufmerksam gemacht. Genosse Davidsohn Gründonnerstages und des stillen Sonnabends befreit waren. lim ersten Stock der 30 Jahre alte Bernsteinwaren- Fabrikant Benedikt spricht über die bevorstehenden Reichstagswahlen. Das Erscheinen " " zu besonderen Preisen " " die Vertreter des Mietervereins gegen " aller Genossen ist durchaus notwendig, da in dieser Versammlung| werden. Die auf 1700 m. veranschlagten Mehrausgaben dürften durch| Lehrplans ac. in aller Ruhe und Deffentlichkeit besprechen. Db die das Wahlfomitee sowie die Delegierten zur Generalversammlung des Mehreinnahmen an Schulgeld gedeckt werden. Die bessere Frequenz der Anregungen, die ein Genosse gab, nüßen werden, muß die Zukunft Centralwahlvereins gewählt werden müssen. Genoffen, agitiert fräftig Realschule scheint mithin auf Kosten der Mittelschule zu erfolgen. lehren. Von einem in rajender Schnelligkeit fahrenden AutoVon einem in rajender Schnelligteit fahrenden Autozu dieser Versammlung. Das Verlangen einer fortgesetzten Ermäßigung der durchschnittlichen mobil wurde ein aus der Schule kommender Knabe über. Die Rigdorfer Stadtverordneten- Versammlung beschäftigte sich in fein. Das vierte Polizeirevier in der Sedanstraße ist nach der Straßenbahn Bersonen beim Aussteigen gefährdet wurden, da Besetzung der Volksschulklassen dürfte jedenfalls auch gerechtfertigt fahren.- Jn letzter Zeit fomint hier oft vor, daß auf der ihrer letzten Sigung am Donnerstag zunächst mit verschiedenen Kolonnenstraße 48/49, Ede Kriemhildstraße, verlegt worden. Die der Wagen nicht richtig hält resp. über die Haltestelle hinausfährt. Straßen- und Bausachen. Unter anderm wurde beschlossen, die Einwohnerzahl Schönebergs beträgt jest nach den Feststellungen des Berücksichtigt man, daß dem Fahrpersonal an der Endstation, wenn die Straße 87 am Herzbergplatz mit dem neuen Basaltcementpflaster zu Einwohner- Meldeamts 112 452 Seelen. versehen, nachdem die seit dem Jahre 1900 mit diesem Pflaster nach Fahrt ohne Aufenthalt von statten geht, nur eine Pause von 4 Minuten dem Verfahren des Ingenieurs Robert Kieferling- Altona an vers Steglit. Der Vorwärts" hatte in seinem Bericht über die vor- bleibt, so kann man dem Personal weniger Schuld beimessen als der schiedenen Stellen Nixdorfs gemachten Versuche ergeben haben, daß legte Gemeindevertreter- Sitzung die Thatsache festgenagelt, daß Direktion. Das so oft gerügte Abhängen der Anhängewagen geht das Pflaster geräuschlos, außerordentlich verkehrssicher auch bei auch flott weiter; in letzter Zeit geht man sogar so weit, an der schon so nassem Wetter, stets sauber und leicht zu reinigen sowie sehr haltbar ist, den Antrag unfres Genossen app auf unentgelt- engen Kreuzung der Berliner- und Schloßstraße diese Arbeit voraußerdem noch etwas weniger kostet als Pflaster aus Granitreihensteinen Tiche Lehrmittel für die Volksschüler ge- zunehmen, trotzdem bis zur Endstation höchstens noch 5 Minuten bierter Klasse. Ein an der Weisestraße belegenes Grundstück der stimmt hatten. Herr Weinhausen, auch Vertreter des Fahrt sind. An der Endstation fehlt es auch an einer BedürfnisStadt, das 1898 zum Zwecke der Erbauung eines Schulhauses erMietervereins und Vorsitzender desselben, suchte nuu in der anstalt, die doch dringend notwendig wäre, da an beiden Zugangsworben wurde, soll durch Zukauf benachbarten Terrains letzten Sitzung der Gemeidevertretung das durch diese punkten zur Endstation Schulhäuser liegen. Die Behörde fand anvergrößert werden, damit dort statt des erst projektierten Schulhauses Abstimmung seiner Fraktionsgenossen wohl etwas ramponierte An- scheinend bisher noch nicht Zeit, diesen llebelſtänden näherzutreten. mit 24 Klassen ein solches mit 40 bis 42 Klassen errichtet werden sehen des Mietervereins auf eigenartige Weise auszubessern.„ Um Johannisthal. Der Wahlverein hielt am Sonntag, den 22. d. M. kann. Die Versammlung stimmte dem zu. Gemäß einem früher einer Legendenbildung vorzubeugen", glaubte er fonstatieren im Lokal von Mertins eine Versammlung ab, in welcher Genosse gegebenen Versprechen legte der Magistrat der Versammlung die Ent- zu können, daß er in der betreffenden Sigung nicht anwesend war( was Waldeck Manasse einen beifällig aufgenommenen Vortrag über März würfe mehrerer Polizeiverordnungen zur Kenntnisnahme bezw. Be- der Vorwärts" auch gar nicht behauptet hat!) und folglich der Bericht gedanken und die Aufgaben der Partei int Jahre 1903 hielt. Ferner sprechung vor. Zu dem Entwurf der Marktpolizei- Verordnung sprach nicht richtig sei; übrigens wisse Rapp doch genau, welchen Standpunkt er beschäftigte sich die Versammlung eingehend mit der Lokalfrage Stadtv. Seltmann, indem er eine Aenderung des§ 75 beantragt, W., in der Etatskommission vertreten habe. Herr W. rennt hier in Rudow. Da daselbst kein Lokal für Arbeiterversammlungen zu worin es heißt:„ Den Fleischern ist verboten, Köpfe, Füße, Knochen offene Thüren ein, denn berichtigt hat er absolut nichts. Die haben ist, wurde einstimmig beschlossen, das Lokal von Franz und andre dergleichen weniger genießbare Teile als Beilage zu Thatsache bleibt beſtehen, daß die Vertreter des Mieter- Reime, Benda straße, als gesperrt zu betrachten. dem Braten- und Kochfleisch mit einzuwiegen. Diese Teile müssen Antrag Rapp gestimmt haben. Was Herr W. in Kommissionssihungen besitzerverein heute, Sonnabendabend 8 Uhr im„ Noten Adler" eine vereins( selbstverständlich die anwesenden) gegen den vielmehr für sich allein und Spandau. In der Bahnhofsfrage veranstaltet der Grundkauft werden." Herr Seltmann als Sachverständiger des ſagt, kann doch der Berichterstatter des„ Vorwärts" nicht wissen, volksversammlung, um die Bürgerschaft zum Ausdruck ihres Fleischereigewerbes glaubt, daß diese Bestimmung, soweit sie die thut auch gar nichts zur Sache, da ja nur über öffentliche Sigungen Willens darüber zu veranlassen, ob die Stadt dem Eisenbahnfistus Knochen betrifft, zu allerlei Chikanierungen gegenüber den Schlächtern berichtet wird; auch die Berufung auf Genossen Rapp muß voll- die verlangte Entschädigung für Höherlegung der Bahngeleise den Anlaß geben fann. verlangt die Streichung des ständig versagen, da derselbe nicht den geringsten Einfluß auf die und die Verlegung des Bahnhofs auf das rechte Havelufer zahlen Wortes Knochen. Die Vertreter der verschiedenen Fraktionen teilten Berichterstattung ausübt. Das letztere mögen sich übrigens auch soll oder nicht. nicht feine Bedenken und erachteten eine solche Bestimmung für den verschiedene andre Herren gesagt fein lassen, die ebenfalls Steuerzahler zugelassen werden sollen und die Entschädigungsfrage Da zu der Versammlung ausdrücklich sämtliche Marktverkehr als angebracht. Der Antrag Seltmann wurde gegen Rapp mit Vorliebe für Berichte im„ Vorwärts" verantwortlich machen. die Arbeiter im hervorragenden Maße angeht, so werden unsre Parteiwenige Stimmen abgelehnt. Der im Entwurf vorgelegten Ver- Wir begreifen ja die unangenehme Lage des Herrn Weinhausen, genossen ersucht, sich heute abend recht zahlreich in der Verordnung betreffend Festsetzung einer Schornsteinfeger- Kehrlohntage können doch aber schließlich nicht dafür, daß seine Kollegen vom fammlung einzufinden. stimmte die Versammlung ebenfalls zu, nachdem festgestellt worden Mieterverein ihr Programm" so wenig kennen, daß sie in Abwar, daß an dem System der Bezirks- Schornsteinfegermeister und der wesenheit w.s nicht wissen, wie sie zu stinnmen haben, oder aber Kehrbezirke, das auf Beschlüssen der oberen Kommunalbehörde beruhe, daß sie auch in dieser Frage, wie in so mancher andern, einen nichts zu ändern sei, etwa durch Einführung der von einigen andern Standpunkt vertreten, wie Herr W. Dafür den„ Vorwärts" Seiten gewünschten freien Konkurrenz. Die Versammlung bewilligte verantwortlich zu machen, ist einfach unver- ständlich. In der Aluminiumfabrik von Eiermann u. Tabor in Stein ferner die erforderlichen Mittel zu einer Informationsreise des Nowawes. Einen recht erfreulichen Aufschwung macht die bei Nürnberg ereignete sich am Mittwochmittag eine Explosion, Stadtbaurates nach mehreren Städten Englands zwecks Besichtigung on sum vereins- Bewegung in unsrem Orte. Der feit wobei elf Arbeiter verunglückten. Dabei erlitten vier sehr schwere von Kläranlagen für Abwässerbeseitigung. Die Rirdorfer Ent- einem Jahre bestehende Verein zählt bereits über 300 Mitglieder Brandwunden. Zivei Aerzte eilten sofort zur Unglücksstätte, deswässerungsanlagen sind in nicht zu ferner Zeit am Ende ihrer und hat einen monatlichen Warenumsatz von über 10 000 M. Da gleichen erschien aus Fürth die Sanitätskolonne. Vier Arbeiter sind Leistungsfähigkeit angelangt. Eine Erweiterung nach dem bisherigen die in der Wallstraße befindliche Verkaufsstelle infolge des fort- am Oberkörper schrecklich verbrannt, die Haut hing den bedauernsSystem ist aber wegen des erforderlichen zweiten Druckrohres und gefeßten Mitgliederzuwachses den Ansprüchen nicht mehr genügt, so werten Opfern teilweise förmlich vom Leibe. hatte der Vorstand für den 25. d. M. eine Generalversammlung ein- letzt ist der Arbeiter Jätel aus Stein. Ein junger Arbeiter Namens berufen, um die Genehmigung der Mitglieder zur Eröffnung einer Meßlinger stürzte sich mit brennenden Kleidern in die vorbeizweiten Verkaufsstelle einzuholen. Diese Genehmigung wurde fließende Rednik, ein andrer wälzte sich im Sande. Das Glasdach einstimmig erteilt. Es wird darauf im April noch eine ist durch die Wucht des Druckes zertrünimert und in Splittern weit Verkaufsstelle in der Lindenstraße errichtet werden. In ge- umhergeschleudert worden. Durch die herumfliegenden Trümmer nannter Versammlung war auch ein Mitglied der Groß- Einkaufs- find mehrere Arbeiter mehr oder minder verlegt worden. Die WerkAns Rigdorf. Rohe Exzesse beging nachts der Maurerpolier Gesellschaft, Herr Hoppe- Berlin, anwesend, welcher über den stätte wurde erst vor einigen Jahren erbaut. Wie die Explosion Wilhelm Lieske aus der Pannierstr. 27 auf der Straße und in einem Zweck und die Einrichtungen dieser Gesellschaft referierte. Er entstanden, darüber wissen die dort Beschäftigten wenig zu berichten. benachbarten Restaurant, mit deffen Besitzerin er früher ein Liebes- drückte u. a. den Wunsch aus, daß die der Gesellschaft angeschlossenen Es erfolgte ein Knall und sofort war alles ein Feuermeer. Mit verhältnis unterhalten hatte. Nachdem 2. in angetrunkenem Zu- Konsumvereine für ihre jährlichen Dividenden, welche von ersteren Mühe konnte der Ausgang gefunden und das Freie erreicht werden. stande im Lokal allerhand Unfug verübt und sich mit andren Gästen gezahlt werden, Anteilscheine der Gesellschaft erwerben möchten, um Erst dort konnte man sich der Arbeiter, die teilweise lichterloh geprügelt hatte, begab er sich auf die Straße und zertrümmerte die jo eher ein Stapital zusammenzubringen, welches es der Gesellschaft brannten, annehmen. Schwer verletzt sind die Arbeiter Jädel, Schaufensterscheibe des Lokals. Als er wieder in das Lokal ein- ermöglicht, verschiedene Waren selber zu produzieren. In der Scheller, Meßlinger und Loos. Schwer verletzt soll auch der Kassierer dringen wollte, trat ihm der Rohrleger. entgegen und fenerte Diskussion erklärte die Versammlung ihr Einverständnis mit dem des Socialdemokratischen Vereins Stein, Genosse Rauh, sein. einige Revolverschüsse in die Luft. 2. warf sich zur Erde, und da Referenten. die sich ansammelnde Menge annahm, er sei thatsächlich von H. geschiedene Anregungen der Mitglieder bezüglich besserer Publikation Nachdem vom Vorstande versprochen wurde, verschossen worden, fiel sie über H. her und richtete denselben arg zu. der Bekanntmachungen des Vereins, Lieferung des Frauen- GenossenErst später stellte sich heraus, daß 2. mur simuliert hatte. Die Sache fchaftsblattes 2c. in Erwägung zu ziehen, wurde die interessante Verwird noch ein gerichtliches Nachspiel haben. sammlung geschlossen. des Erwerbes neuer Rieselfelder mit sehr großen Kosten und Schwierigkeiten verknüpft. Der Stadtbaurat soll sich nun darüber informieren, ob nicht an die weit billigere Einführung eines seit einigen Jahren in England angewendeten Verfahrens, die Abwässer durch Grobfilter zu flären, zu denken ist. " Schöneberg. Einem Magistratsantrage zufolge foll wiederum Friedrichsfelde. Vor einigen Tagen wurde von der hiesigen die Oster- Serta der im vorigen Frühjahr errichteten te al- Schule ein sogenannter Eltern- Abend veranstaltet. Mag man schule des großen Andranges wegen einer Teilung unterworfen noch so skeptisch über derartige Veranstaltungen denken, so steht doch werden, nachdem bereits im vergangenen Herbst sich die Einschiebung fest, daß sich in dem engen Rahmen einer solchen vor versammelter einer Michaelis- Serta erforderlich gemacht hatte. Zur Deckung des Lehrerschaft nebst Schulinspektion doch manche Anregung geben läßt. Unterrichtsbedarfes soll der Realschule ein Elementarlehrer mit 27 Wochen- Da Socialdemokraten in Schulfommissionen nicht geduldet werden, so stunden überwiesen und der Rest von 3 Stunden besonders honoriert lassen sich bei einem Eltern- Abend Wünsche über Gestaltung des Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Central- Theater Urania. Passage- Theater. Abends 7, Uhr: Publikum gegenüber keinerlei Gräfin Pepi. Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 28. Mara Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Das war ich. Wiener Walzer. Schauspielhaus. Das große Licht. Deutsches. Der arme Heinrich. Berliner. Das Käthchen von Heilbronn Leffing. Der blinde Baffagier. Neues. Die Kreuzelschreiber. Residenz. Lutti.( Loute.) Weften. Die lustigen Weiber von Windsor. Central. Gräfin Bepi. Thalia. Der Bosaunenengel. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner- Theater.) Das zweite Gesicht. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Der Meister Palmyra. Belle- Alliance. Pick und Podet. Carl Weiß. Der Liebe Gebot. Buntes. Der Leibalte. Luisen. Der Jongleur. Kleines. Nachtafyl. Trianon. Die Notbrücke. von Casino. Elternlos. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Lysistrata. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Baffage- Theater. Specialitäten. Baffage- Banoptifum.Specialitäten. Balast. Meine Resi. Specialitäten. Urania. Tanbenstraße 48/49. Das Land Tirol. Jm Hörsaal um 8 Uhr: Dr. B. Donath: Das Einheitsmaß der Wärme und der Arbeit. SternInvalidenstraße 57/62. Operette in 3 Uften von Joh. Strauß. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Sonntagnachmittag 3 1hr, halbe Das Land Tirol. Preise: Die Schöne von New York. Abends 7%, Uhr: Gräfin Pepi. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Täglich 71/2 Uhr. Der Posaunen- Engel. Ausstattungspoffe mit Gesang u. Lanz. Gr. Tanzparodien. Artisten- Revue. Thielscher als Spreewälder- Amme. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 72 Uhr: Lutti( Loute). Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. B. Donath: Das Einheitsmass der Wärme und der Arbeit. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Metropol- Theater. Mit glänzender Ausstattung: Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Schwank in 4 Aften von Bierre Beber. Emil Thomas a. G., Josef Josephi. Morgen und folgende Tage: Lutti. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Henry Bender. Seine Kammerzofe. Frid Frid, Flora Siding, Wini Grabitz. Palast- Theater T300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Burgstraße 22. Früher: Feen- Balast. Nur noch kurze Zeit. 9 Uhr. 9 Uhr. Meine Ren. Cirkus Schumann Boltsstück mit Gesang von H. Schulz. Musik von Kersten. Nur noch wenige Tage: Mary Ellys und Das Elite- März- Programm. warte. Täglich geöffnet von 7 Morgen: Dieselbe Vorstell. bis 11 Uhr. Luisen- Theater. Lumpacivagabundus Morgen: 3 Uhr zu fleinen Preisen: Der Fall Clémenceau. 8 Uhr: Robert und Bertram. Montag: Lumpacivagabundus. Dienstag: Die Anne- Lise. Mittwoch: Zum 1. Male: Die Geierwally. Donnerstag: Lumpacivagabundus. Anf. 811hr, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Sanssouci. Jeden Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanz- Kränzchen. Neu! Stoß' Dir bloß nich'n Kopp an die Hochbahn. Säle zu Festlichkeiten. Sonnabend, den 28. März 1903, abends 72 Uhr: High- Life- Soirée. Um 9%, Uhr: Um 92 Uhr: Miss Alix mit ihrem Motor Car Looping the Hoop. Anfang Sonnt. 3, Wochent. 5, Ende 11 Uhr. Anf. Abendvorstellung 8 Uhr. Boxkampf des amerikanischen Meisterschaftsboxers Young Fitzsimmons und des austral. Preisboxers Jack Lewis. Bernhard Humorist. Vermischtes. Elf Arbeiter durch Explosion verunglückt. Eingegangene Druckschriften. PP die Heste 13 und 14 des neuen Jahrgangs bor. Von der illustrierten Romanbibliothek n Freien Stunden" liegen " Der Goldmensch", ein volkstümlicher Roman des ungarischen Dichters M. Jokai, erscheint als Hauptroman. 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Belle- Alliance- Theater. Allabendlich 8 Uhr: Sensationeller Erfolg! Apollo- Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Auftreten des Direktors Robert Dill Heute: Lysistrata( Vettori a. G.) anläßlich sein. 15jähr. Bühnenthätigkeit: Um 9%, Uhr: Erstklass. Specialitäten. Der Trompeter v. Säkkingen. Cake- Walk. 5 Barfusstänzerinnen. Sonntagnachm.: Frau Luna.( KL.Pr.) Nachher: Gr. Jubiläums- Feftball. Sonntagab. Die schöne Galathée. Pick und Pocket". Montag und Dienstag: Galathée. Casino- Theater Schwant mit Ges. u. Tanz in 3 Aufz. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu kleinen Breifen: Kabale und Liebe. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Militär- Konzert. Donnnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Von Ende April ab wird das berühmte Orchester d. Signor Vincenzo Ferrara fonzertieren. WINTE 8 11 BARTEN 765 Jongleur. Mittwoch, zum 1. Male: Gesindeball. Buntes Theater. Neu! Der Leibalte. 31. März: Opern- Aufführung des Eichelbergschen Konservatoriums: Cavalleria rusticana. Hänsel und Gretel. Billets an der Tageskasse. Lothringerstr. 37. Neu! Elternlos, Neu! Vorher:" Fritchen u. Lieschen" 2c. Anf. ivochentags 8, Sonnt. 71, Uhr. Sonntagnachm. 4 11hr: Lenore, die Grabesbraut. Dazu Auftreten famil. Specialitäten. Reichshallen. Gratweils Bierhallen Stettiner Sänger Anfang: Sonntags 7, Wochentags 8 Uhr. Bihnen- Grössen". 8. Schl.: Anna Pote ,, das Blumen- Medium. Imitator. Deutsche Konzerthallen Humberty, Harry Atkinson, She, die 4 Elemente. Littke Carlsen, Tanz- Humorist. Arras- Duo, gymnast. Produktionen. Ausserdem das vorzügl. Programm Miss Sidy Nirvana, Lebende Bilder. Circling the Circle. und Die lustigen Heidelberger. Annie Dirkens, OperettenSängerin. Soubrette. Pariser Gabriela Juniori, Morgen: Zwei Vorstellungen. Nachmittags die reizende Panto- Neues Ballett- Divertissement, mime Pierrots Weihnachten und der ,, Das Fest des Lucullus" Bonbonregen. In beiden Vor- in 6 Bildern, darunter Cake Walk. stellungen Looping the Hoop. Der ,, Biograph". Spandauer Brücke 3 Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Grosser Bock- Trubel. Um 10 Uhr abends Einzug Gambrinus mit Gefolge. Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direttion: Carl Haverland. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante März- Programm. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ede Meganderftr. Erstklassige Specialitäten. Ich heirate meinen Mann. Franz Sobanski. Mittw., Sonnab., Sonnt.: Tang. Berliner Felix Scheuer U lk- Trio. Stralsunderstr. 1. Schiller- Theater. Schiller- Theater Q. ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 1hr: Das zweite Gesicht. Lustspiel in 3 Akten v. D. Blumenthal. Sonntagnachmittag 3Uhr: Wilhelm Tell. Sonntagabend 8 Uhr: Der Probekandidat. Montagabend 8 Uhr: Don Gil. SteidlLinienStraße 132. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonnabendabend 8 11 hr: Der Meister von Palmyra. Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen von Adolf Wilbrandt. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Burean: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. Die Delegiertenwahlen zum Verbandstag Sonntagnachmittag 3 uhr finden am 29. März statt und zwar in der Zeit von vormittags Heimat. Sonntagabend 8 1hr: Der Meister von Palmyra. Montagabend 8 Uhr: Sappho. Strand- Restaurant am 10 Uhr bis nachmittags 1 Uhr. Gewählt wird in folgenden Lokalen: S. SO.: Gewerkschaftshaus, Saal 1. W.( Schöneberg): D. Kumke, Bülowstr. 59. NW.( Moabit): Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47. 0.: F. Kienis, Gr. Frankfurterstr. 133. Theater wischen Wignelilozu. Aussichtsturm. N.: A. Abendroth, Badſtr. 42/43; J. Bernau, SchwedterDranien burger Thor. Nur noch kurze Zeit die Soireen der beliebten Steidl- Sänger Man muß das Steidische Lebensbild Wasserratten gesehen haben. Stürm. Beifall. 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Die Kollegen werden ersucht, umgehend mit den Billets vom Ver gnügen abzurechnen. 80/10 Verband der Möbelpolierer. Heute abend werden in sämtlichen Zahlstellen Beiträge entgegengenommen und um 82 Uhr in Weißensee, König- Chauffee 55: Versammlung. Zages Drdnung: 1. Wie wahren die Mitglieder ihre Rechte bei den Krankenkaffen? Referent: Genosse Haffner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Pünktliches Erscheinen der Mitglieder erwartet 145/17 Der Vorstand. Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. 1002 rollXZahlstelle Berlin. Sonntag, den 29. März 1903, vormittags 9½, 1hr, im Lokale ,, Englischer Garten", Alexanderstraße 27c: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Beerwald über: Grundsätze der Ernährung". 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Berschiedenes. Die Ortsverwaltung. Tuchfabrik- Niederlage Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird erwartet. Gäste haben Zutritt. 212-3, 6-8, Sommt. 9-11. 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Es liegt in Eurem eigensten Interesse, in dieser Versamm ung zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. [ 156/12] Schmöckwitz Gasthaus zur Palme ( Endstation der ,, Stern"-Dampfer) Telephon: Inhaber: Hermann Peter. Grünau No. 39. Empfehle mein allbekanntes, herrlich am Wald und Wasser belegenes Lokal den geehrten Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Segelbahnen, große Staffelüche. Säle, Hallen, großer schattiger Garten, 2000 Personen fassend. Brodts Gesellschafts- Haus. Erkner am Dämeritz- See. 3 Minuten vom Bahnhof- herrlich am Wald und Wasser gelegen empfiehlt sich bei Ausflügen per Eisenbahn und Dampfer den geehrten Familien, Bereinen, Fabriken und Gesellschaften zu angenehmen Aufenthalt. 2 große Säle mit Bühne, 2 große schattige Gärten. Schuß für 1500 Personen. Sonnabende und Sonntage noch für Vereine zu vergeben. 4172* Hüte! Herrenhüte von 1,50 an Knabenhüte ,, 0,75 ,, Größtes Leger in Strohhüten von den einfachsten bis zu den feinsten Genres. 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Um zahlreiche Beteiligung besonders der Schrifthauer ersucht 172/10 Der Vertrauensmann. Bilanz per 30. September, 1902. An Mehl- Conto M. Pi Passiva 353 80 Per Geschäftsguthaben der Activa Brot- Conto " " Pferdefutter- Conto 66 66 40 45 Genossen " Staffa Conto Sad- Conto 672 Gas- Conto " Gas- Kautions- Conto 40 " Refervefonds Conto Bäderei- Utensilien- Conto 400 " Rabatt auf Brot Comptoir- Conto 100 " Stall- Conto 500 " " Wagen- Conto 1150 " Pferde- Conto 1600 4257 63 Gewinn- und VerlustConto M. Pf 2975 62 73 20 Ein donnerndes Hoch unsrem Ge noffen Julius Michaelis zum 215b 70. Geburtstage. Die Genossen des 150. Bez. Unfrem lieben Freund und Ges noffen Julius Michaelis zum 70. Geburtstage die herzlichsten Glüc wünsche und ein donnerndes Hoch. Seine Freunde K. H. A. B. R. W. sen. R. W. jun. W. W. W. M. G. W. Steinarbeiter. Am Mittwoch starb unser Mitglied, der Steinmet Alex Hasse. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 4 Uhr vom Krankenhaus Friedrichshain( Eingang Virchowstraße) nach dem St. Ge orgen- Kirchhof in der Landsberger Afee statt. 172/11 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. Am 27. März, früh 2 Uhr starb nach schweren Leiden unser lieber Sohn und Bruder, der Lithograph Hermann Pingel im 27. Lebensjahre. 2265 Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Weißenseer Kirchhofs in der Rölkestraße aus statt. Die tiefbetrübten Eltern und Geschwister Familie Kahsnitz, Schützenstr. 53. Am Mittwoch, den 25. d. M., abends 11 Uhr, wurde unser lieber Kollege, der Schriftscher Georg Herok, im 38. Lebensjahre von seinem langen, schweren Leiden durch den erlöst. Wir verlieren in dem Verstorbenen einen braven, waderen Freund und Stollegen, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. 99 Berlin, den 27. März 1903. Die Kollegen der Vossischen Zeitung". am Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. d. M., nachmittags 2 Uhr, vom Augusta Hospital, Scharnhorststraße, nach dem neuen Johannis- Kirchhof bei Plößensee( hinter dem Schüßenhause) statt. 2396 Allen Verwandten und Befanuten zur Nachricht, daß am Mittwoch, den 25. März, mein lieber Mann, unser Bater, Sohn, Bruder und Schwager, der Steinmet Alex Hasse im 36. Lebensjahre nach langen Leiden sanft entschlafen ist.[ 2016 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 4 Uhr vom Krankenhaus Friedrichshain aus nach dem Georgenkirchhof, Landsberger Allee statt. Für die wohlthuende Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau Hedwig Kohl sage ich allen Freunden und De2235 tannten herzlichen Dank. " Max Kohl und Sohn. Allen Verwandten und Freunden, sowie dem Gesangverein Neue Zeit" und den Kollegen der Werkstatt von Keup für die rege Teilnahme bei der Beerdigung unfres lieben Baters, des Tischlers Paul Müller, den herzlichsten Dank. 9682 Die Hinterbliebenen. Orts- Krankenkasse der 290 74 Drechsler und verw. Gewerbe, 900 Sonntag, den 5. April 1903, vormittags 10 Uhr, 916 im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: Ordentliche 4257 63 General- Versammlung. Im Laufe des Geschäftsjahres find 5 Mitglieder eingetreten. Zum Schiuffe desselben schieden aus: 21 Mitglieder infolge Kündigung, 1 infolge Ablebens. Am Jahresschluß gehörten der Genossenschaft 235 Mitglieder an, deren Haftfumme 2975,00 2. betrug. Das Geschäftsguthaben bezw. die Haftsumme hat sich im Geschäftsjahre um 35,00 M. vermehrt. Berlin, 20. März 1903. Wozu die Herren Vertreter eingeladen werden. 271/20 Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Statuten 2415 änderung§ 14. Busak: Die in Ers holungsstätten überwiesenen franken Eingetragene Genossenschaft Bäckerei- Genossenschaft Volksbrot, mit beschränkter Haftpflicht. Ditglieder erhalten Mittagessen und Der Vorstand: August Bartow, Hermann Berz, Duncker, Paul Hallensleben, Kohllahn. 410 Bier- Ausschank! 40 Eröffne am Sonnabend, den 28. März, nachmittags 5 Uhr, Rottbuserstraße 13 einen BötzowAusschank, a Glas 10 Pf., mit warmer Küche, wozu ers gebenst einladet Friedrich Duchow. Fahrgeld. 4. Wahl eines Beamten. 5. Bericht und Wahl der Beschwerdefommission. 6. Verschiedenes. Der Vorstand. H. Brüssow, Bors. Orts Krankenkasse der Uhrmacher Berlins. Dienstag, den 7. April, abends 9 Uhr, im Schultheiß, Neue Jakobstr. 24: 2346 Jede Uhr ¿ ÅÅÅÅÅÅÅÅ-----zu reparieren und reinigen fostet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1 M. 50 Pf., außer Bruch, Kleine Reparaturen billiger. Großes Lager in Uhren, Goldwaren, Ketten zu erstaunlich billigen Preisen. 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Paletots, einreihige, chice Form, mit senkrechten oder geraden Taschen, von hellen, mittel- oder dunkelfarbigen, modernen Stoffen, 20, 25, 30, 35, 40, 45 u. 50 Mart. Paletots, extra lange Form, mit senkrechten Taschen, von schwarz- weiß oder bunkelgrau gemusterten Stoffen, mit angewebtem, fariertem Futter. Amerikanische Berarbeitung. 25 u. 30 Mart. Havelocks, einreihige Form, ohne Aermel, mit voller Pelerine und Taillen riegel, von wetterfestem, imprägniertem Loden. Bräunlich, olive, grau oder marengo. 8,50, 12, 15, 20, 25, 30 u. 35 Mart. Gummi- Mäntel, 3wveireihige Form, mit Sammettragen, Rüdennaht und Schlik, von Köper- Rammgarn mit fariertem Futter und Gummi- Einlage. Schwarz, grau oder marengo, 25 u. 30 Mart. Maus- Joppen, einreihige glatte Form mit Umlegekragen, hinten mit Gurt, von gutem Zoden, mit und ohne Futter. Grau, bräunlich oder olive meliert, 3, 4,50, 6, 7,50, 9 u. 12 Mart. Jagd- und Sport- Joppen von sehr gutem Loden, Brust und Rüden mit Sattel und Falten. Taillenriegel ringsherum gehend, 9, 12, 15 u. 20 Mart. Radfahrer- Anzüge, in Jadett oder Falten- Joppen- Form, von modernen Sport Stoffen, 15, 17,50, 20, 25 u. 30 Mart. Nebernahme von Lieferungen für Vereine. Farbige Beinkleider von Cheviot, Budskin oder Kammgarn, mit schmalen Streifen. Eleganter, vornehmer Schnitt und gute Baßform, 3,50, 4,50, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13,50, 15, 16,50 u. 18 Mart. nebo Schwarze Beinkleider bon Satin, Tuch, Kammgarn, Cheviot, Trikot oder SatinKammgarn. Bollständiger Ersatz für Maßarbeit, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13,50, 15, 16,50 u. 18 Mart. Carl Stier Fabrik für Herren- und Knaben- Garderobe. Berlin SO., Oranienstr. 166. Potsdam, Nauenerstr. 23. Illustrierten Katalog und Muster versende nach auswärts franco und kostenlos. Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid, in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 74. 20. Jahrgang. find 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 28. Märy 1903. Das Blumenmedium vor Gericht. Fünfter Tag. Jm Dunkeln ist gut munkeln. Bemerkung abgelehnt, ich sei ja Gefimmungsgenosse. Bei der zweiten Sigung war die Sachlage ganz anders. Es waren in einem verhältnis- Die Vernehmung des folgenden Zeugen, Obertelegraphen mäßig fleinen Raume etwa 30 Personen anwesend. Frau Rothe Assistenten Kuhhaupt, nimmt längere Zeit in Anspruch. Er erklärt, hatte wieder ein ganz eng anliegendes Kleid an, der Tisch war un- daß er Spiritist sei und Frau Rothe durch Vermittelung ihres Im bedeckt. Jentsch fragte noch, ob der Tisch bedeckt werden sollte, Frau pesario Jentsch bewogen habe, eine Sitzung bei ihm zu veranstalten. Eine Stelle des gestrigen Berichts ist dahin zu berichtigen, daß Rothe meinte aber, daß es nicht nötig sei. Im übrigen war Frau Er nehme es auf seinen Eid als Staatsbeamter, daß er von der Echtheit die Mitteilungen, die Frau Rothe bei einer Gelegenheit über Erleb- Rothe aufgeregt und sagte plötzlich: In diese Gesellschaft gehe ich der Apporten überzeugt war. Es sei eine eigentümliche, aber nisse im Trance machte, wobei man sie in den Arm, in die nicht hinein! Jentsch war ganz erstaunt und fragte, warum nicht? wahre Erscheinung, daß die Sizung nicht gelinge, wenn die Zahl Augen 2c. gestochen, sich nicht auf die Charité bezogen, worauf die Nothe erklärte: sie habe solche Angst, daß sie da erstice. der Skeptiker in der Gesellschaft überwiegend sei. sondern auf anderwärts abgehaltene Sigungen in Sie hat sich dann wieder beruhigt und zu mir gesagt: Setzen Sie woher das komme, tönne fer sich nicht erklären, aber jedenfalls fei Chemniz. sich doch in meine Nähe, denn Ihre Emanation( Ausstrahlungen) ist es notwendig, daß die Sympathie der Anwesenden für das Medium Nach Gröffnung der heutigen Sigung teilt Landgerichtsdirektor mir sympathisch. Die Sigung begann mit einem Gebet, welches überwiegend sei. Als Herr Gerling dann die Frau Rothe als eine Garz mit, daß die Verteidigung einen Antrag gestellt habe, eine Jentsch sprach. Das machte auf mich einen unangenehmen Eindruck, Betrügerin öffentlich gebrandmarkt habe, sei er wieder etwas mißFrau Richter aus Dresden, die fich gemeldet habe und über ihre denn zu einer religiösen Kundgebung war niemand un trauisch geworden, und um seine Zweifel nach der einen oder andren Bahrnehmungen in mehreren Sigungen aussagen möchte, zu ver- geeigneter als Jentsch, der mit seinen blinzelnden Augen Richtung hin zu heben, habe er sich mit Jentsch in Vernehmen. Der Vorsitzende erklärt, daß es dann nötig sein würde, einen sehr listigen und verschlagenen Eindrud bindung gefeßt, die um Nothe ชิน einer besonderen die Sache zu vertagen und Frau Richter kommissarisch vernehmen machte. Wenn es sich überhaupt um eine Schuld handelt, Sizungin seiner, des Zeugen, Wohnung zu bewegen. zu lassen. so hat nach meiner Meinung Herr Jentsch die Hauptschuld. Er mag Das worden und ant Borhaben sei ins Werk gesezt Die Geister unterm Tisch. die Sache nicht ehrlich angefaßt haben. 15. Oftober habe eine Sigung stattgefunden, wobei alle nur erdenk Zeuge Dr. Spazier hat drei Sigungen beigewohnt und Frl. Schreiber kennt die Rothe schon aus Chemnitz, wo bei lichen Vorsichtsmaßregeln zur Anwendung gekommen feien. Frau berichtet ähnliche Dinge, wie schon vor ihm andre Zeugen. In der einem Herrn Müller Sizungen abgehalten wurden. Ihr ist es auf- Nothe mußte sich nach ihrem Eintreffen einer Untersuchung durch dritten Sizung erhielt er den Eindruck, daß Frau Rothe nicht gefallen, daß Jentsch mitunter Störung machte, um die die Ehefrau und Schwägerin des Zeugen unterwerfen. Wie er einwandsfrei sei, und hat deshalb abgelehnt, ein Protokoll, welches Aufmertiamteit abzulenten. Die Menge der apportierten später erfahren habe, fei die Untersuchung allerdings keine in der spiritistischen Zeitung veröffentlicht werden sollte, zu unter- Blumen ist der Zeugin etwas verdächtig vorgekommen. allzu gründliche gewesen. Dann wurde die Rothe in ein fchreiben. Er hat nämlich wahrgenommen, daß eine Azalie, welche Zimmer geführt, aus welchem alle Möbel entfernt worden seien. Frau Rothe als Apport zum Vorschein brachte, nicht in der Luft schwebte, sondern von ihr an der Seite ihres Körpers mertt. Sie befundet, daß sie durch Vorkommnisse in ihrer Häus- naturgemäß am besten im Dunkeln entwidele. Sci Die Beugin Frau Steinmann hat nichts Verdächtiges be- Er sei der Ansicht, daß sich alles innere und äußere Leben bewahrt wurde. Die Trancereden standen über dem geistigen lichkeit dem Spiritismus zugeführt worden sei. Sie habe eine Nichte, dies doch auch beim Samentorn, beim Kind im Mutterleibe uſw. Niveau der Angeklagten. Der Zeuge betundet u. a. noch einen die sie als Waise zu sich genommen, die ohne, daß sie etwas der Fall. Er habe deshalb das Experimentierzimmer nur not Vorfall, bei dem jemand unter dem Tische Blumen geschen habe. davon wußte, hellsehend war. Ebenso hatte sie ein mediales Dienſt dürftig erleuchten laffen. Ferner sei es durch einen VorEs habe den Eindruck gemacht, als ob jemand mit dem Fuße die mädchen. Die Nichte habe dann, nachdem sie ein halbes Jahr hell- hang in zwei ungleiche Hälften geteilt worden. In den kleineren Blumen wegbewegen wollte. Frau Rothe habe bei dieser Gelegen- fehend gewesen, Trancereden gehalten. Ebenso hat das Mädchen die Raum habe man die Rothe geführt. Sie ſei hier in einen S heit gesagt: Sehen Sie nur, wie die Geister arbeiten! Erstaunlich sei es gewesen, daß ein zwei Centner schwerer Tisch mit Thatsache vorausgefagt, daß dem Bruder der Zeugin die linke geſtedt worden, der ihr bis an den Hals reichte und hier zufammenvier Auszugsplatten sich dreimal hoch in die Höhe hob und zwar and abgenommen werden würde, sie habe einer Verwandten eine geschnürt wurde. Der Sack sei aus neuer Leinewand hergestellt doppelten Nähten versehen gewesen, die ganz geräuschlos, wie eine Feder. Er habe versucht, den Tisch in wirklich eingetretene Krankheit vorausgesagt.- R.-A. Dr. Thiele: worden und mit einer genauen Wie alt ist jetzt Ihre Adoptivtochter? 3eugin: 21 Jahre alt. Besichtigung unterworfen wurden. Frau die Höhe zu heben, es sei aber nicht möglich gewesen. RechtsSie ist in Dresden verheiratet. Bert: Dann möchte ich be- Rothe wurde mit einer starken Schnur über den Rock viele anwalt Dr. Thiele: Sie sind also der Meinung, daß Frau Rothe Male umwickelt und die Nähte wurden an den Seiten und hinten antragen, diese Frau zu laden. Staatsanw. Friedheim: Was will der Verteidiger mit der Zeugin beweisen?- Rechtsanwalt bersiegelt. Dann ließ man sie hinter dem Vorhang allein. Rach Dr. Thiele: Ich will damit beweisen, daß es wirklich Lente furzer Zeit hörten die Anwesenden, daß hinter dem Vorhange etivas giebt, die hellsehend sind. Wenn jene Frau dies hier zu Boden fiel und genau nach sieben Minuten sei die Anunter ihrem Eide bekundet, so ist nicht von der Hand zu weisen, geklagte völlig befreit von jedem Anhängsel hinter dem Vorhang daß auch Frau Rothe diese Gabe der Hellscherei besigen fan. hervorgetreten. Der Sack wurde untersucht, er lag am Boden, die Sachverständiger Dr. Henneberg madit barauf aufmerksam, daß Siegel waren unverlegt und ebenso die Nähte wie die Schnur. die vernommene Frau Ulrich die bekannteste und berühmteste Berliner alcedondelo Der wandelnde Tisch. Trancerednerin sei. Ein Hellsehender. Hielt? in einem echten Trancezustande sich befand, wenn sie ihre Reden Beuge: Darüber kann ich Bestimmtes nicht augeben. Vert.: Machten denn die Trancereden einen eingelernten Eindruck? 3euge: Sie waren im pastoralen Ton gehalten. Präs.: Daß Frau Rothe eine Menge Erbauungsbücher gelesen, steht ja feft. Daraus kann sie sehr wohl solche Reminiszenzen bewahrt Vert.: t Frau Rothe, bevor sie bei Ihnen eine Sigung abhielt, untersucht worden? 3euge: Ja, aber wohl haben. nur oberflächlich. Nichts Unnatürliches. Bildhauer Paul Bischoff: Er selbst sei in gewissem Grade Spiritist und habe einer Sizung mit der Frau Rothe beigewohnt, Was er da gesehen, habe absolut auf natürlichem Wege vorgebracht werden können. Er habe nichts gesehen, was er sich nicht hätte erklären können. Namentlich habe er hemerkt, daß Frau Rothe vor jedem Blumenapport die Hände unter den Tisch hielt. Bei einiger Aufmerksamkeit habe man stets voraussehen können, in welchem Moment ein Apport kommen werde. der in wo Allerhand Wundergeschichten wohl. Fortbeten der Geister. Zum Thema der Tischflopferei sei ihm früher noch ein merl würdiger Fall passiert. In einer Sigung, die Fran Rothe abhielt, Zeuge Neinide verweist darauf, daß ja auch der soeben erft habe die ganze Gesellschaft um einen schweren Tisch gesessen. Als vernommene Zeuge Weschel Hellsehend sei. Bräf: Beuge die Rothe in den Trancezustand verfallen war, habe der Tisch anBeschel, treten Sie einmal vor. Sind Sie helliehend?-8euge: gefangen sich zu heben und ein eigentümliches Slopfen habe sich Sa, ich sehe manchmal Gestalten? Bräf.: Haben Sie solche vernehmen lassen. Dabei habe die Angeklagte aber nicht unmittel Beschel, treten Sie einmal vor. Sind Sie hellsehend? auch bei den Sigungen der Frau Rothe bemerkt. 3 enge: Jaam Tische gefeffen und auch ihre Hände seien mit dem Tisch nicht in auch bei den Sigungen der Frau Rothe bemerkt. hinter ihr deutlich eine Gestalt stehen sehen. Ms aus Frau Rothe der Geist Zwinglis sprach, habe ich Berührung gekommen. Die Angeklagte habe dann zu einer 60jährigen Präf.: Wie fab ehrtvürdigen Dame, die ihr gegenüber saß, gefagt: Es ist der Geist hinter ihr deutlich eine Gestalt stehen sehen. denn die Gestalt aus? Beuge: Es war ein forpulenter Herr Ihres Mannes, der fich vernehmen läßt. Der Tisch habe darauf mit starkem Haar, der, während Frau Rothe im Trance redete, eine wiederholte Bewegung nach der alten Dame hinter ihr stand und gestikulierte. Staatsanwalt Friedheim: zu gemacht. Diese habe nach einer Weile gesagt:„ Geh' doch brachte dagegen der Fabrikant Otto Neinide, der durch Studium Was hatte denn die Gestalt für eine Kleidung an? 3euge: auch mal zu meinem Sohn!" Sofort habe der Tisch seine Richtung der spiritistischen Litteratur darauf gekommen ist, selbst zu erproben, Der Mann trug einen hellen Anzug, einen Sommer geändert und sei zu dem bezeichneten jungen Herrn was Wahres an der Sache sei, und hat felbst Experimente gemacht. anzug mit Jadett. Präs.: Wissen Sie denn, wer Zwingli gewa delt. Die ganze Gesellschaft habe dann die Hände auf den Die ersten Versuche mißlangen, bis vor einigen Jahren sein 15jähriger war? Zeuge: Ich weiß mur, daß er Reformator war. Tisch gelegt und trotzdem habe derselbe sich auf furze Zeit vom Neffe hinzugezogen wurde, der sich als ganz vorzügliches Medium Präs.: Wissen Sie, wann und wo er gelebt hat? 3euge: Fußboden erhoben und frei in der Luft geschwebt. erties. Mit Hilfe dieses Mediums find in seiner Wohnung ganz ein. Ich habe sein Gesicht deutlich erkannt. Ich habe auch das Frau Richter aus Leipzig ist gestern von dort hierher ge unglaubliche, wunderbare Dinge passiert. Er habe mit seinen eignen riedchen hinter der Frau Rothe gesehen, es war fommen, um Zeugnis abzulegen. Bei den Sizungen, denen sie Augen gesehen, wie ein Tisch durch die ganze Stube passierte, dann ein Mädel von etwa 10-12 Jahren. Rechtsanwalt Dr. Thiele: beigewohnt, habe Frau Rothe sehr schöne Apporte hervorgebracht, die Erscheinung gesehen? Blumen und Bilder. Einmal hat Frau Rothe in Gegenwart noch umgeworfen wurde, so daß die Beine nach oben kamen. Ein ander Wie lange haben Sie denn mal, der Dämmerstunde eine Sigung abgehalten 3euge: Etwa eine halbe Stunde, dann war sie verschwunden. andrer Frauen unendlich viel prachtvolle Blumen über die Frauen wurde, ist plötzlich durch irgend eine Intelligenz das Gas Bert: Folgte denn die Erscheinung der Frau Rothe oder geftrent. Es war eine feltene Blumenpracht, man zählte fchließlich angezündet worden. Die Rothe sei vom Bahnhof abgeholt worden, blieb sie unbeweglich stehen? Zeuge: Herr Verteidiger, etwa 130 Blumen, und zwar war dies zu einer Zeit, wo sie sehr fie habe im Badezimmer die Garderobe abgelegt und sei auf Sie müssen sich die Sache so vorstellen, daß die Erscheinung eine viel Geld hätte ausgeben müssen, um solche Blumen zu kaufen. das sorgfältigſte untersucht worden. Er habe während der Art Nebelgebilde ist. Der Verteidiger verzichtet auf die Schreibapporte. Sigung neben Jentsch sich postiert, seine Frau habe neben Ladung der Zeugin aus Dresden und beantragt nunmehr, den von Hierauf tritt die geugin Mittelstädt noch einmal vor und Rothe gesessen, und es habe bei den Apporten einem Zeugen genannten Briefträger Böhm, der hellsehend sein feinerlei Betrug unterlaufen fönnen. Die Apporte foll und im Postamt in der Blumenstraße amtiere, zu laden. Außer überreicht einen Zettel. Dieser sei in einer Sigung auf unbegreifliche Frau Rothe feien damals fieben ungelangen alle vortrefflich. Auf Befragen des Rechtsanwalt dem soll noch ein andrer hellsehender Mann als Zeuge geladen Art geschrieben worden. Dr. Thiele bejaht der Zeuge, daß die Rothe auch plastische werden. Rechtsanwalt Dr. Thiele( zum Zeugen Weschel): beschriebene Bettel überreicht worden, sie habe sie alle fieben, überBisionen gehabt habe. Der Zeuge giebt einige Beispiele dafür. 3wingt Sie denn irgend eine Macht oder Gewalt, wenn Sie hell- einander gelegt, in die Hand bekommen, die Hand unter den Tisch Was er gesehen, habe er hier der Wahrheit gemäß unter seinem sehend werden? Zeuge: Nein. Das kommt so bei der Arbeit. gesteckt und im Nu seien alle sieben Zettel mit großen und fleineren Eide bekundet. Er habe sich durch das, was er erlebt, überzeugt, Blöglich sehe ich Leute, mit denen ich gar nicht in Beziehungen stehe, Sprüchen beschrieben gewesen. Jede Schrift sei anders gewesen. Zeuge Bankkassierer Karl Staeding soll auf Antrag des daß es unbekannte Naturgefege giebt. Wenn auch seine Freunde es dann sind sie plöglich weg.- Präs.: Haben Sie heute solche Ernicht glauben und ihm sagen:„ Mensch, Du bist ja verrüdt, wie icheinungen gehabt? 8euge: Nein. Dr. Henneberg: Staatsanwalts erst nach seiner Vernehmung bereidigt werden. 3euge: Prai.: Sie beschäftigen sich mit Spiritismus?-3enge: Ja, fannst Du so etwas glauben?" so bleibe er doch dabei: Die Seit wann haben Sie diese hellsehende Eigenschaft? Phänomene beruhen auf wahren Thatsachen; ich selbst und andre Seit zwei Jahren. Der Gerichtshof beschließt, die vom Verteidiger in meinen Mußestunden. Bräs.: Daß Sie sich in Ihren Geschäftsstunden damit beschäftigen, habe ich auch nicht vorausehrentverte Zeugen haben es erlebt! vorgeschlagenen Zengen zu laden. sgesetzt. Der Zeuge bekundet, daß er zahlreiche Sigungen in Jentschs Abneigung gegen die Wissenschaft. Gesellschaft von Vertretern und Vertreterinnen der Aristokratie Die nächste Zengin, Frau Sara, befundet u. a., daß Jenti mitgemacht und er könne sagen, daß die Rothe bei den Apporten nicht all und jeden zu den Sigungen zulieb teine Taschenspieler Kunststücke gemacht habe. Ihre Apporte Zeuge Hermann Wunderlich: Er habe Phänomene gesehen, Namentlich wollte er studierte Herren möglichst fern- famen tadellos selbst wenn Jentsch nicht dabei war die mit der Theorie des Spiritismus im Einklang waren. Das halten, einige wurden aber doch zugelassen. Sie hat nichts von und waren entschieden echt. Einmal hat sie dem Zeugen traf namentlich bezüglich der Flugbahn der Apporte, die ganz eigen einem Betruge bemerkt. Ihr schien es so, als ob die Apporte nicht ein Eisstüc erreicht, durch das eine artig ist, zu. aus der Luft, sondern von unten herauf famen. hindurchgewachten war, ein andres Mal hat sich Möbelspediteur Hermann Göride ist Spiritist und hält alle Magnetiseur Geist, früher Versicherungsbeamter, erklärt, daß ein Offizier davon überzeugt, daß ein Buch, welches Frau Rothe Woche in seiner Familie Cirkel ab. Er habe die Notheschen er nicht dem Spiritismus, sondern dem Occultismus anhänge. Nach in die Hand nahm, unbeschrieben war und dann sehr schnell Sizungen besucht, um selbst zu prüfen, aber nichts entdeckt, was auf seiner Erfahrung ist Jentsch bei der Auswahl der Teilnehmer an den etwa 20 Seiten mit verschiedener Handschrift be Betrug schließen lasse. Er fühle sich nicht geschädigt. Er habe selbst Sitzungen sehr vorsichtig gewesen und war namentlich darauf schrieben waren. Ginmal feien so viel Blumen von oben gesehen, daß eine nebelige dunkle Masse entstand und eine Apfelsine bedacht, alles, was einen wissenschaftlichen Anstrich herab gekommen, daß ein anwesender Arzt geradezu sprachlos war. Saraus hervorgebracht wurde. Es erkläre sich dies aus der Theorie hatte, fern zu halten." Sogar einen Rechtsanwalt wollte er Ein Schreibapport, bei welchem zahlreiche Blätter eines Buches beder Umbildung von Stoffen in Atome und Zurückbildung derselben. nicht zulassen." Er habe geschen, daß die Blumen stets von schrieben wurden, während andre Blätter Figuren zeigten, sei von Rechtsanwalt Dr. Thiele: Beschrieben die Apporte eine blau- rnten und nicht von oben kamen, sondern mit großem Dr. Reininghaus in den„ Spiritistischen Blättern" genau beschrieben liche Flugbahn? 3euge: Ja. Geschick nach oben befördert wurden. Er habe ferner geschen, daß die Nothe in der Hand ein Gewächs hatte, das sich worden. Der Zeuge wird vereidigt. zeigte, als die Hand geöffnet wurde. Jentsch und die Rothe follen sich u. a. gerühmt haben, daß dem Hofprediger Stöcker ganze Pakete Blumen aus der Brusttasche gezogen worden seien. Modelltischler Beschel: Er sei überzeugt, daß es sich in den Sigungen um echte Phänomene handelte, jede Taschenspielerei fei ausgeschlossen. Weitere Berdachtsmomente. Ein spiritistischer Theoretiker. Bensionierter Gymnasialprofessor Kart Sellin, 70 Jahre alt, ist seit 32 Jahren mit dem Spirilismus beschäftigt; dieser sei keine Lehre, sondern eine Reihe von Thatsachen, die allerdings dereinst zu einer neuen Lehre, nämlich der Lehre vom Geist, von dem Leben Zeuge Magnetifeur Rosen hat zwei Sizungen mit der Rothe mitgemacht. Schon bei der ersten Sißung, so sagte derselbe aus, passierte mir etwas Erstaunliches. Frau Rothe jagte bei meinem Eintritt zu mir: Kommt nicht noch der andre Herr herein? Auf meine Antwort, daß niemand bei mir sei, meinte sie: es sei wunderbar, sie sehe doch einen großen, breitschultrigen blonden Mann mit trausem Haar. Diese Beschreibung paßte nun sonderbarer Weise auf Dem Zeugen ist es aufgefallen, daß Jentsch nach den Vorfällen nach dem Tode führen werden, der Lehre, daß die Sphäre drüben einen meiner Bekannten, der verstorben ist. Ich sollte auch fragen, in Oranienburg bei Herrn Gerling, die hier in Aussicht genommene mit dem Erdenleben in fortwährendem Konner steht. Er ob er es wirklich wäre und ich nannte seinen Vornamen. Im Ver- Sigung immer hinauszuschieben und schließlich auch zu vereiteln branche wohl in dieser Beziehung nur alt Kant und lauf der Sigung sind mir dann Mitteilungen der Angeklagten über wußte. Die Rothe müsse ein ungeheuer scharfsinniges psychologisches feinen Brief an Frl. v. Knobloch zu beiveisen. Frau Rothe habe diesen Herrn gemacht worden. Diese Thatsache hatte auf mich schon Gefühl befizen, denn sie wußte Personen, die wirklich mißtrauisch er in vielen Sigungen beobachtet, insbesondere habe er in Chemniz einen überzeugenden Eindruck gemacht. Die Rothe gab mir die waren, zu entfernen. Es ist dem Zeugen ferner aufgefallen, daß die in Gegenwart des Dr. Paul Möbius drei- bis viermal Gelegenheit linke Hand, plöglich war in meiner Hand ein welkes Blatt; die In- Angeklagte während der Sizungen stets möglichst umfang gehabt, die Rothe ohne Gegenwart des Jentsch zu beobachten. Er telligenz sprach von Glück und Leben und sagte in Bezug auf das Blatt: reiche Perfonen neben sich hatte. Bert. Dr. Thiele: Hielten jie berichtet von vielerlei wunderbaren Phänomenen, Klopftönen 2c., die Dies, bin ich selber verwelft, vergangen! Ja muß betonen, daß die Trancezustände für echt? 3euge: Jawohl, so lange bis ich rau Frau Rothe hervorgebracht habe. An der physikalischen ich nicht befangen, sondern ganz nüchtern in die Sigung gekommen bemerkte, daß sie die Augen in einer Weise bewegte, Mediumschaft der Frau Rothe habe er nicht den geringsten Zweifel. bin, sehr scharf aufgepaßt, aber nichts gesehen habe. Gegen die wie es in einem solchen Zustande nicht üblich ist. Er habe auch die Intelligenzen" darüber zur Rede gestellt und Apporte machte ich einige Bedenken geltend. Da verfiel dann aber auch war sie in ihren Bewegungen viel zu sicher. ihnen gesagt, es fei doch nicht recht. daß sie durch die Apporte Frau Rothe in Trance, breitete die Hände aus und sprach, als Beuge Wesel hat für eine Sigung 3 M. bezahlt, was er nicht ihr Werkzeug in die Lage brächten, Mißdeutungen wenn die Intelligenzen es fagten:" Schaut her, wie wir es gethan haben würde, wenn er gewußt hätte, daß es Spiegel- und Verdächtigungen ausgefeßt zu werden. Er habe die Antwort machen!" Sie streckte die Fingerspitzen zusammen und plöglich fechterei ivar. erhalten, er könne beruhigt sein, denn die Apporte stammten aus fielen 40 bis 50 Blätter und Blüten aus ihren Fingerspitzen herab Zeuge Bädermeister Lange bat sechs Mark für eine Sigung entfernten Orten, wo die Blumen in so großen Massen auf den Tisch. Dies war für mich sehr überzeugend. Sie hat ihm bezahlt und fühlt sich ebenfalls geschädigt. Er glaube nicht an die vorhanden feien, daß von einer Beschädigung des auch einen Strauß aus der Weste geholt, aber nicht etiva in der Blumenapporte, denn er habe Handbewegungen der Rothe Eigentums nicht die Rede sein könne. Er pflege auch Art der Taschenspieler. Ich hatte in jener Sigung feinen Grund, gesehen, als ob sie die Blumen ihrem Körper den Intelligenzen gegenüber seinen Standpunkt zu vertreten und habe anzunehmen, daß Betrug vorlag, aber auch keine Handhabe für das entnahm. ihnen gesagt, fie sollen das doch lieber bleiben lassen. Gegenteil. Frau Lange, die Ehefrau des Vorzeugen, befundet, daß sie Er habe auch einmal einen Apport in Gestalt eines Medaillons erVerdächtige Manipulationen des Jentsch. nur aus Neugierde zu einer Sigung gegangen sei. Sie habe halten, welches er aber nicht annehmen wollte und es auf den Tisch Etwas stuzig hatte mich das Verhalten des Jentsch genau gefehen, wie die Rothe beim Spenden der legte, indem ich das Friedchen bat, es wieder mitzunehmen. Friedchen aber habe gefagt;„ Lieber Onkel, laß das. Ich kann es nicht wieder gemacht, derselbe erschien mir nicht zweifelfrei. Bezahlt habe Blumen in die Tasche griff. ( Pause.) ich nichts, als ich Bezahlung leisten wollte, hat Jentsch dies mit der mitnehmen" Er habe es dann an sich genommen, aber dem Friedchen gesagt, daß er so etwas in Zukunft nicht mehr annehme. Beit, auf der Straße, in der Eisenbahn, Straßenbahn oder| Nun, das wäre es doch ganz sicher. Vielleicht ist der lange Aufenthalt Bräs: Wie stellen Sie sich zu der Thatsache, daß in der Ent- dergleichen eingetreten ist, so daß er unangenehmes Aufsehen erregt im Gefängnis der Beginn eines Gesundungsprozesses. Rechts Tarvingssigung Blumen im Unterrode der Frau Rothe gefunden hat. Der Zeuge verneint dies.- Präs.: Herr Sachverständiger, anwalt Dr. Thiele: Hatte sie im Trancezustande Visionen? worden sind?- 8euge: Wenn die Anklage auf Schwindel ist der Trancezustand ein solcher, der die freie Willensbestimmung Dr. Senneberg: Ja, aber das gehörte auch gewissermaßen zum und Betrug erhoben werden soll, muß dieser doch ganz ausschließt? Dr. Henneberg: Es kommt ganz darauf an. Programm. Wie weit dabei ein krankhafter Zustand vorliegt oder flar und unwiderruflich bewiesen werden. Präs.: Nun, Es giebt die allerverschiedensten Grade des Trance, wie bei der Simulation, kann ich nicht sagen. Rechtsanwalt Dr. Thiele: bor Ihnen liegen doch die der Rothe abgenommenen Hypnose und im Schlaf. Bei der Rothe schien in der Charité nur Liegt bei solchen Visionen eine Einengung des Bewußtseins im Sachen, die für Schwindel sprechen. 8euge: Da muß doch erst eine leichte Einschränkung des Bewußtseins bei dem Trancezustande Sinne des§ 51 bor? Sachverständiger: Nein. festgestellt werden: wo sind sie im Unterrock gefunden, wo ist der vorzuliegen, so daß sie ganz genau sah, was um sie herum Damit schließt die Sigung. Nächste Sigung: Sonnabend Zeuge dafür, wer hat sie gesehen? Der Zeuge berichtet auf Ersuchen vorging. Ein abnormer Geisteszustand ist es aber trotz 9 Uhr. des Rechtsanwalts Dr. S ch windt noch über eine Reihe spontaner Phänomene, Steinwerfen bei einem Spaziergange, den er mit der Rothe unternommen 2c. Nach dem Tode zum Spiritismus bekehrt. Beuge erwähnt auch eines Gesprächs, das er mit dem verstorbenen Professor Baumgarten in Rostock, feinem langjährigen Freunde, mit dem er zehn Jahre lang für die Glaubensfreiheit in Mecklenburg gekämpft, gehabt habe. Dieser habe ihm gesagt: Mein lieber Freund, ich freue mich, daß ich einmal durch ein schwaches Weib zu Dir sprechen kann: Ich will Dir nur fagen: was ich in meinen Memoiren über Dich geschrieben habe, ist unrecht. Ich habe Dir Unrecht gethan, als ich mein Bedauern darüber aussprach, Dich unter den Spiritisten zu sehen, aber ich sehe jetzt ein, daß Du recht gehabt haft." Sachverständiger Dr. Henneberg richtet an den Zeugen die einfache Frage, ob bei seinem Busammen sein mit der Rothe der Trancezustand derselben jemals zu ungelegener Die Nordseestürme sind vorüber und die demzufolge reich licher ausfallenden Fänge gestatten uns, zu nachstehenden billigen Preisen zu offerieren: Cabliau ohne Kopf, im Anschnitt Pfa. 25 Pf. in der Grösse von 2 bis 20-25 Pf. Schellfisch 4 Pfd. à Pfd. in allen Grössen Pfd. 20-25 Pf. Grosse im An- 30-35 PL. Hufternfifch Seelachs schnitt sehr fein Pfund 25-30 Pf. Pfd. 20-25 Pf.| Adlerlachs Pfd. 40-50 Pf. Grosse Schollen ( Goldbutt) Pfd. Bratflundern Knurrhahn Rotzungen im Witterungsübersicht vom 27. März 1903, morgens 8 Uhr. Better Stationen Wetter Temp. n. G. Slow 5° E.4° R. alledem, und wenn ein wirklich echter Trancezustand vorläge, so würde die Anwendbarkeit des§ 51 des Strafgesetzbuches gegeben sein. Präsident: Wie stellen Sie sich zu der Frage des Hellsehens, wie es hier mehrfach erwähnt worden ist. Sachverständiger Dr. Henneberg: Es handelt sich dabei um Gesichts- Hallucinationen und wenn wenn Klopftöne gehört werden, Stationen fein absonderlicher Stimmungen, namentlich aber auch bei solchen folche akustischer Natur, wie fie beim Vorhandens Zuständen der Gedanken- Konzentration, in denen sich die Teilnehmer Swinemde. 755 GD spiritistischer Sigungen zu befinden pflegen, vorkommen. Zahlreiche Hamburg abnorm veranlagte Personen haben Hallucinationen, ohne anstalts- Berlin bedürftig zu sein. Rechtsanwalt Dr. Schwindt: Wenn die Frantj./M. 755 D 757 SD 749 SSD 26ededt 10 angeklagte nach der Ansicht des Sachverständigen in der Lage ist, München nach Belieben in einen Trancezustand zu verfallen, so ist es doch Wien 761 Still wunderbar, warum sie nicht einmal dazu übergeht, dies hier Wetter- Prognose für Sonnabend, den 28. März 1903. ad oculos zu demonstrieren. Dr. Henneberg: Ebenso, wie Etwas fühler, zunächst ziemlich trübe mit leichten Regenfällen und sie es in der Charité gekonnt, könnte sie es auch hier, wenn sie mäßigen nordwestlichen Winden; später wieder aufllarend. glaubte, daß es opportun wäre. Rechtsanwalt Dr. S ch windt: Reichhaltiges Rochbuch erhält jeder Käufer gratis Nostproben auf Wunsch Für die gratis Fasten" " 45 30-25 25-30 40-45 ก " 9 95 99 Rougets Brancino Seekarpfen 45-50 Seehecht 38-45 Seeforellen 70-75 45-50 80-90 " " " 99 " " " " 99 Zeit Lebende Karpfen u. Schleie, Seezungen, Heilbutt, Steinbutt ebenfalls billig. 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