Nr. 75. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsBreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das ibrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Seträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeue oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1983. TH Sonntag, den 29. März 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Hinein in die politifchen Organifationen! 0 Parteigen offen! Der Reichstags- Wahlkampf, der bereits unmittelbar bevorsteht, steilt den zweiten Berliner Wahlkreis, der erst bei der Nachwahl dem freisinnigen Gegner entrissen an die agitatorische Thätigkeit der Partei ganz besondere Anforderungen. Unfre Gegner, die sonst nur werden konnte. im Stillen arbeiten, raffen sich während der Wahlcampagne zu den gewaltigsten Kraftanstrengungen auf. Ebenso erbittert wie in diesen Berliner Wahlfreifen selbst wird der Kampf in einer ganzen Das Hauptgewicht ihrer Thätigkeit verlegen sie nicht auf öffentliche Versammlungen, bei denen sie Anzahl benachbarter Wahlkreise entbrennen. Gilt es doch z. B. in Ober- Barnim, in PotsdamGefahr liefen, ihren socialdemokratischen Gegnern Rede und Antwort stehen zu müssen, um so mehr Osthavelland, in Westhavelland, in Zauch Belzig- Jüterbog- 2udenwalbe aber auf Agitation durch die Presse und durch Massenverbreitung von Broschüren die Gegner zu werfen, obendrein die konservativen Gegner, die Mitväter des standalösen Zollwucherund Flugblättern. Da nun die bürgerliche Bresse eine noch weit größere Verbreitung hat als Tarifs. In all diesen Wahlkreisen errang die Socialdemokratie, die ja bereits Westhavelland 1896 die socialdemokratische, da ferner bei der Verbreitung der Wahlflugschriften von unsern Gegnern mit erobert hatte, so starke Minoritäten, daß bei Anspannung all unsrer Kräfte der Sieg unbedingt unser dem Gelde nicht geknaufert wird, ist die umfassendste socialdemokratische Gegenagitation dringend sein muß! In weiten Landbezirken dieser Wahlkreise stehen der Socialdemokratie entweder gar keine geboten. Zu einer solchen Agitation aber gehören zahlreiche und zuverlässige Mannschaften, gehören oder doch nur ungenügende Lokale zur Verfügung, die Agitation durch Flugschriften, die Aufklärung Genossen, die eine gründliche politische Schulung durchlaufen haben. Der gute Wille allein, der Partei von Mund zu Mund ist also hier das einzige Mittel, mit dem der gegnerischen Propaganda entgegenwährend des Wahlkampfes Dienste zu leisten, genügt nicht; die Wahlagitation erfordert auch Wiffen getreten werden kann. Um diese Agitation gründlich durchzuführen und am Wahltage den Wahlakt und Talt, Eigenschaften, die die Genossen sich nur in den politischen Organisationen der Partei erwerben allerorts überwachen zu können, find tausende intelligenter und charaktervoller Genossen erforderlich. fönnen. Gerade an die Genossen Berlins und der Vororte treten ganz besonders hohe Anforderungen heran. Berlin und die umliegenden Wahlkreise sind zur Hochburg der Socialdemokratie geworden. Dies stolze Befigtum der Partei muß nicht nur allen Anstürmen der Gegner gegenüber behauptet werden, es muß auch noch ausgebaut und mit unzerstörbaren Wällen umgeben werden. Aber auch in Berlin selbst darf neben der großen allgemeinen Agitation die agitatorische Kleinarbeit nicht vernachlässigt werden. Es genügt nicht, daß die socialdemokratischen Flugschriften bis in die letzte Dach- und Kellerwohnung hineingelangen, es ist die Pflicht der Genossen, auch persönlich auf die Kollegen und Mitarbeiter, auf alle dem Proletariat angehörenden Bevölkerungselemente einzuwirken. Um aber andre belehren zu können, ist es nötig, erst selbst gründlichste Belehrung zu empfangen. Dazu bietet sich aber in den politischen Organisationen die beste Gelegenheit. Sollte es auch sonst schon jeder Genofie für seine Pflicht halten, der Partei- Organisation anzugehören, um dadurch an dem Leben und der Entwicklung der Partei innigeren Anteil zu nehmen, so wird diese Pflicht angesichts des in den nächsten Wochen und Monaten entbrennenden Wahlkampfes völlig unabweisbar und ein Berabsäumen derselben zur unentschuldbaren Pflichtverletzung. Noch sind nicht alle Wahlkreise erobert. In Berlin sind noch zwei Wahlkreise den Händen der Gegner zu entringen: der erste und der fünfte Wahlkreis. Einer davon, der fünfte Wahlkreis, war schon einmal Besiz der Socialdemokratie. In der Nachwahl 1893 eroberte die Partei diesen Kreis mit 11 245 Stimmen, während die freisinnige Volkspartei nur 9272 Stimmen erhielt. In der Stichwahl 1898 brachten es die freifinnigen Geguer dagegen auf 10 975 Stimmen, während unser Kandidat mit 10 853 Stimmen in der Minderheit blieb. Diese Thatsache beweist, mit welcher Energie der Wahlkampf Parteigenossen! Bei den bevorstehenden Wahlen find die Blicke der ganzen deutschen Socialin einzelnen Kreisen geführt werden muß! Aber auch in andern Wahlkreisen könnte jede unangebrachte demokratie auf die Reichshauptstadt, auf die Berliner Genossen gerichtet. Zeigt Euch des ehrenden Siegeszuversicht sich bitter rächen, so im dritten Wahlkreise, wo der Gegner mit 11 415 Stimmen hinter Vertrauens der deutschen Genossen draußen würdig! Gebt ihnen ein Vorbild treuer mannhafter Pflichtden 12 766 socialdemokratischen Stimmen nicht allzu beträchtlich zurückblieb. Nicht anders steht es um erfüllung! Füllt die Cadres mit jungen Mannschaften! Beherzigt den Mahnruf: Hinein in die politifchen Organisationen! Difile Aufnahme von Mitgliedern nehmen jederzeit| entgegen: 1. Wahlkreis: Georg Weihnacht, Grünstr. 21. Emil Günther, Bischofstr. 12. Gustav Radtke, Flensburgerstr. 24. 2. Wahlkreis: Süden: Ferdinand Ewald, Schönleinstr. 6. Südwest: Paul Scholz, Barutherstr. 22, Ece Boffenerstraße. Westen: Oskar Kumke, Bülowstr. 59. 1 3. Wahlkreis: Wilhelm Börner, Ritterstr. 15. Martin Mescha, Adalbertstr. 24, Eingang Engel- Ufer. Ernst Lier, Alte Jakobstr. 119. 4. Wahlkreis: Südost: Paul Böhm, Laufiger Play 14/15. G. Schulz, Admiralstr. 40a( Rottbuser Thor). W. Erbe, Cubrystr. 25. Often: Fr. Thielte, Pallisadenstr. 52. 5. Wahlkreis: Leo Liepmann, Linienstr. 242, I. 6. Wahlkreis: Ramlow, Schönhauser Allee 185. Bachgänger, Swinemünderstr. 34. Abendroth, Badstr. 42/43. Tauschel, Wiesenstr. 29. Fahrow, Ravenéstr. 6. Kaiser, Pflugftr. 6. Fischer, Waldstr. 8. Johann Pfarr, Putligstr. 10. In den Vororten Berlins ersuchen wir die Genossen, sich an den in dem betreffenden Orte bestehenden Wahlverein zu wenden. Arbeiterschutz. Zum zweiten deutschen Bauarbeiterschuh- Kongresse. Der Zustand des Arbeiterschutzes ist ein guter Maßstab für den Stand der Kultur, für die Schäßung, deren sich der Arbeiter in der Gesellschaft erfreut, für die Macht, die sich die Arbeiterklasse im Staate errungen hat. hältnis umgekehrt und die Arbeit wird eingerichtet nach den Hamburger Kommission den Auftrag als Centralkommission Bedürfnissen des Arbeiters; alle technisch möglichen Sicher für Bauarbeiterschuß und bestimmte Direktiven für ihre heitsvorkehrungen, die die Arbeit ihrer Gefahren und Schäd- Thätigkeit. Es sind demnach kaum acht Jahre her, daß die lichkeiten entkleiden, sind selbstverständlich in einer Ordnung, Bauarbeiter diesen ihre hohe socialpolitische Einsicht ehrenden wo die Arbeit ihrem natürlichen Zwecke, Gebrauchsgegenstände Kompf begonnen haben. Geführt haben sie ihn bisher in zur Befriedigung unsrer Bedürfnisse zu schaffen, unmittelbar geradezu vorbildlicher Weise, und wenn einem einzelnen an dient. So lange aber die Arbeit der Warenerzeugung und solcher Arbeit überhaupt ein Verdienst zuerkannt werden kann, Die Delegierten der Hunderttausende baugewerblicher Profitschöpfung dient, so lange wird der Arbeiterschutz immer so ist es der Sekretär der Centralkommission, der Töpfer Arbeiter Deutschlands, die heute in Berlin zusammentreten, nur ein Kompromiß sein zwischen dem Profitinteresse und der G. Heinke, dem ein solches Verdienst gebührt. Er war werden über äußerlich recht nüchterne Dinge verhandeln, die Macht der Arbeiterklasse; sein Zustand wird bestimmt von dem von Anfang an in Dresden die Seele der Bewegung, kam dann manchem nicht direkt Beteiligten als sehr uninteressante Fach- jeweiligen Stärkeverhältnis dieser beiden Faktoren, die Grenze bald in die Hamburger Kommission und ist seitdem ununterfragen erscheinen mögen. Fensterfrage, Coatsforbfrage, Bau- des technisch Möglichen wird er niemals erreichen. brochen und raftlos thätig gewesen für das Ziel, den Baubuden, Aborte, Gerüstaufstellung, Bretterbelag, Schußbord Im Baugewerbe ist der Arbeiterschutz trotz guter Organi- arbeitern menschliche Arbeitsverhältnisse zu erringen. Die und allerlei sonstige hölzerne Dinge; dazu dann allerdings sation der Arbeiter und trotz lebhafter und energischer Thätig Arbeit der Kommission begann mit der planmäßigen Ereinige Tausend Tote, einige Zehntausend Krüppel und einige feit der organisierten Arbeiter gerade nach dieser Richtung noch forschung der Zustände auf den Bauten, dann folgte ein gründHunderttausend Verunglückte. Fachfragen allerdings, die von besonders mangelhaft. Die Eigentümlichkeiten des Bau- liches Studium der bestehenden gesetzlichen oder polizeilichen Fachleuten mit Sachkenntnis behandelt werden müssen, die betriebes mögen dabei eine Rolle spielen ein Bau ist keine Vorschriften, die gewonnenen Resultate wurden der Presse zuam Ende noch einiges Geldinteresse beanspruchen und von den feste Produktionsstätte, andrerseits auch die Beschaffenheit gänglich gemacht, in Broschüren und Flugblättern verarbeitet, Unternehmern in der That auch nur vom Geldstandpunkte des Arbeitermaterials, das sich wenigstens bei den eigentlichen in zahllosen Versammlungen wurden sie besprochen und die aus behandelt werden. Was kostet die Geschichte, wie schneidet Rohbau- Arbeitern zum Teil aus sehr rückständigen Arbeiter Arbeiter für die richtige Wertung der Schußeinrichtungen der Profit dabei ab? Man redet zwar gelegentlich, wenn man schichten rekrutiert, denen erst eine lange Erziehung Kultur- bearbeitet. in Festtagsstimmung ist oder einen Schamfeßen braucht, von bedürfnisse beibringen kann. Deshalb umfassen auch die Es folgte ein Bombardement von Petitionen und DenkChristenpflicht im christlichen Staate, christlicher Sittlichkeit Organisationen dieser Arbeiter, obwohl sie sich wenigstens in schriften an Behörden, mit reichem Material über die Zuund solchen Sachen; doch das ist nur Pose. Dahinter steckt den Großstädten eine bewundernswerte Aktionsfähigkeit erstände auf Bauten, über Unfälle und Erkrankungen der Baunichts. Profit ist das Princip, das auch in der Frage des rungen haben, doch nur einen recht geringen Teil der Berufs- arbeiter und mit detaillierten Borschlägen für SchutzArbeiterschutzes allein entscheidend ist. angehörigen, der Nachschub der rückständigen Elemente ist vorschriften. Nach dem ersten Kongresse wurden aller Orten In der Vernachlässigung des Arbeiterschußes drückt sich dauernd stark und der Kampf der Arbeiter ist deshalb mit Lokalkommissionen für Bauarbeiterschutz gebildet, die wieder die Mißachtung des Menschen im Arbeiter aus; Schutz vor den ungewöhnlichen Schwierigkeiten verbunden; es wird noch eine in Provinzial- und Landeskommissionen ihre Zusammenfassung vermeidbaren Gefahren der Berufsarbeit bedeutet einen Schritt erhebliche Kraft verbraucht für den Kampf in den eignen fanden. Alle stehen sie in Verbindung mit der Centralauf dem Wege zur Vermenschlichung der Arbeiter. Wie der Reihen, für die Gewinnung der gleichgültigen Berufsgenossen. fommission. Die Sammlung von Material und die regelUnternehmer in der warenproduzierenden kapitalistischen Ge- Sodann ist es immer nur erst eine furze Spanne Zeit, seitdem mäßige und immer wiederholte Besprechung des Gesammelten sellschaft nicht Häuser baut, um das Wohnungsbedürfnis zu die baugewerblichen Arbeiter ihren nachahmenswerten ziel in der Presse wurde im ganzen Reiche betrieben und nun befriedigen, sondern um ein gewinnbringendes Geschäft damit bewußten Kampf für geseglichen Bauarbeiterschutz aufge- kann die Centralfommission dem zweiten Bauarbeiterschutzzu machen, so ist ihm der Arbeiter kein Subjekt, nur ein nommen haben. Kongresse als Bericht über ihre Thätigkeit seit 1899 eine aberObjekt, ein Produktionsmittel, das ihm Profit erzeugt. Und Die planmäßige Arbeit für einen ordentlichen Bau- malige fleißige Arbeit ihres Sekretärs Heinke vorlegen, die zwar ein Produktionsmittel, das er auf der Straße aufliest, arbeiterschutz ging von Dresden aus, wo im Jahre 1895 eine nicht nur ein schönes Dokument für die Leistungsfähigkeit und das in ununterbrochenem Strome sich selber immer wieder Bauarbeiterschuß- Kommission gebildet wurde, die sofort ihre die kulturfördernde Thätigkeit organisierter Arbeiter darstellt, neu erzeugt und das er deshalb nicht pfleglich zu behandeln Thätigkeit auf ganz Sachsen ausdehnte. Ihr folgte bald auf sondern auf ihren 150 Drudseiten auch ein jedem Socialbraucht wie etwa ein Pferd oder eine Dampfmaschine. Wir Anregung von Dresden aus eine ähnliche Kommission in Ham- politiker wertvolles reichhaltiges Material über den gegenwollen die Produktion aus dem Zustande der Waren- und burg, die das ganze Reich als ihr Thätigkeitsgebiet betrachtete wärtigen Stand dieser Specialfragen bietet. Profiterzeugung in einen Zustand überführen, wo sie lediglich und von dieser Kommission wurde im Jahre 1899 um die Gebrauchsartikel erzeugt und damit den Arbeiter aus einem jezige Jahreszeit der erste Bauarbeiterschutz- Kongreß ein Objekt zu einem Subjekt machen, aus einem Produktions- berufen, den 15 Gewerkschaften mit 304 Delegierten aus allen mittel zum Herrn der Produktion. Dann ist das heutige Ver- Gegenden Deutschlands beschickt hatten. Von ihm erhielt die Diese eifrige Thätigkeit ist auch nicht erfolglos gewesen. Der intensiven Bearbeitung konnten sich Parlamente und Behörden nicht gänzlich entziehen. Bauarbeiterschutz wurde eine Frage, die in Parlamenten eine Rolle spielte und schließlich " wurden denn auch neben den geseglichen Vorschriften einiger| sie auch noch nicht kommt der Minister hat doch Bundesstaaten eine ganze Anzahl lokaler Verordnungen er einmal die Wahrheit gehört, und die guten Leute sind Lassen auf Grund der Anordnungen von den Centralstellen ihrem Abgeordneten so dankbar und werden bei der Wahl das aus. Der erwähnte Bericht führt in einer Tabelle über 300 zeigen die Thomasche Lokalbahn" wird ungefähr von folcher Verordnungen mit genauer Bezeichnung des Datums, 80 Rednern agiert, immer in derselben Scenenfolge und des Geltungsbezirks und des hauptsächlichsten Inhalts an, immer mit derselben Bühnenwirkung. So ist die Sekundärdie mit wenigen Ausnahmen aus der Zeit nach 1895, meist bahn- Vorlage nach zweitägiger Debatte" in erster Lesung fogar erst aus dem neuen Jahrhundert stamunen. Erfolglos erledigt, nachdem sie noch dem Minister Budde Gelegenheit ist also die Arbeit der Banarbeiter feineswegs gewesen. Aber gegeben hat, zum Schluß in einer der jegt im preußischen Abder Masse der Vorschriften entspricht noch feineswegs ihre geordnetenhaufe üblichen staatsmänischen Reden eine mittlere Qualität, und da liegt auch der Schwerpunkt der Frage. Man Linie zu konstruieren. Es verlief alles programmmäßig. Von kann die bisherigen Erfolge der Bauarbeiter sehr hoch schäßen Störungen oder unvorhergeschenen Zwischenfällen weiß Referent und braucht sich doch über die wirkliche Bedeutung des Er- nichts zu vermelden. reichten feinen Illusionen hinzugeben. Wenn bisher so vieles erreicht wurde, so findet das auch darin eine Erklärung, daß bis dahin der Schutz der Bauarbeiter ungewöhnlich viel stärker bernachlässigt wurde, wie der Schutz der Industrie- Arbeiter. Um die Qualität des Schutes wird in Zukunft der Stampf gehen und in diesem Punkte wird der Kampf, dessen erftes Objekt mehr eine allgemein zugegebene Lotterei war, zu einem Teile des allgemeinen Kampfes zwischen Stapital und Arbeit und nur in langsamem Vorschreiten, wie die Kräfte des organisierten Proletariats gegenüber dem vereinigten Kapital wachsen, wird der Arbeiterschuß im Baugewerbe ebenso wie der Arbeiterschuß überhaupt gefördert werden. Das zerschnittene Tischtuch. Am 26. November 1902 hielt Wilhelm II. auf dem Bahnhof in Eiſen jene Rede, in der er zu den Arbeiterdelegierten der Firma Krupp fagte: Vaterlandes verherrein " Ihr Kruppschen Arbeiter habt immer treu zu Eurem Arbeitgeber gehalten und an ihm gehangen, Dankbarkeit ist in Eurem Herzen nicht erloschen; mit Stolz habe ich im Auslande überall durch Eurer Hände Werk den Namen unfres deutschen Männer, die Führer der gesehen. Arbeiter wollen, haben Euch Euren teuren Herrn geraubt. An Euch ist es, die Ehre Eures Herrn zu schirmen und zu wahren und sein Andenken vor Verunglimpfungen zu schützen. Ich vertraue darauf, daß Ihr die rechten Wege finden werdet, der deutschen Arbeiterschaft fühlbar und flar zu machen, daß weiterhin eine Gemeinschaft oder Beziehungen zu den Urhebern dieser schändlichen That für brave und ehrliebende deutsche Arbeiter, deren Ehrenschild befleckt worden ist, ausgeschlossen sind. Wer nicht das Tischtuch zwischen sich und diesen Leuten zerschneidet, legt moralisch gewissermaßen die Mit schuld auf sein Haupt. Ich hege das Vertrauen zu den deutschen Arbeitern, daß fie fich der vollen Schwere des Augenblids bewußt sind und als deutsche Männer die Lösung der schweren Frage finden werden." Darum ist aber die specielle Fachthätigkeit für Weiterbildung des Bauarbeiterschutzes nicht überflüssig; sie ist sehr ersprießlich für die Aufklärung der Arbeitermassen über den hygienischen und den Kulturwert guter Schußeinrichtungen und daher von großer erzieherischer Bedeutung. Sie ist aber auch notwendig für die richtige und zwedentsprechende Geftaltung der Schutzvorschriften; ohne die Mitwirkung der sachverständigen und selbstinteressierten Arbeiter ist man außer stande, die richtigen und zweckmäßigen Anordnungen zu treffen. Und schließlich übt die gegenwärtige Bauarbeiterfchut- Organisation eine äußerst nüßliche Kontrollthätigkeit über die Innehaltung der Vorschriften aus. Die Besonderheiten des Baubetriebes, bei dem die Bedingungen des Schutzes Die Rede wurde von den Spekulanten der Reaktion dazu miß mit dem Fortschreiten des Werkes wechseln, machen eine be- braucht, daß die Krupp- Camorra der Scharfmacher durch ihre Presse sonders intensive Kontrolle nötig, die ohne Mitwirkung der jene Schlammflut niederträchtigster Verleumdung und Beschimpfung Arbeiter gar nicht ausgeübt werden kann. Beamtete Kon- wider die Socialdemokratie wälzte, die noch in aller Erinnerung ist. trolleure aus dem Arbeiterstande sind dazu sehr nütlich; die Die effe Schlammflut hat sich verlaufen. Und was ließ sie übrig? Kontrolle direkt durch die Organisation der Arbeiter halten wir aber für noch weit wirksamer und zu dieser Thätigkeit scheinen uns die von den Bauarbeitern geschaffenen Einrichtungen sehr geeignet.iso s Ein Privat- Telegramm aus Effen meldet uns: Bei der Gewerbegerichtswahl in Effen siegte zum erstenmal die Lifte des Gewerkschaftskartells mit 5871 von 11 123 Stimmen. Bei der vorigen Wahl fiegten die" Chriftlichen" mit 2600 über 1600 Stimmen. Aufforderung, das Tischtuch zu zerschneiden. Dieser überraschend glänzende Erfolg ist die Antwort auf die Man liebt es in Regierungsfreisen nicht, folche Fragen bon großen allgemeinen Gesichtspunkten behandelt zu sehen; das Allgemeine erscheint ein für allemal gegeben im Be stehenden. Man kehrt das fachmännisch Geschäftsmäßige Die blinde Beutegier unsrer Feinde hat zudem dafür gesorgt, hervor und behauptet, den Arbeiter sehr gern zu hören, wenn er aus seiner praktischen Erfahrung heraus Mißstände schildert ihre Niederlage besonders beschämend zu gestalten. Von seiten der und Besserungsvorschläge macht. Der Kongreß der Bau- freien Gewerkschaften war bei den Stadtverordneten beantragt arbeiter bietet reichliche Gelegenheit, die erfahrenen Praktiker worden, das Proportionalsystem einzuführen. Die Stadtzu hören; die Herren Minister und Staatssekretäre, die mit berordneten- Bersammlung, eine Agentur der Firma Krupp, hatte diefen Dingen unmittelbar zu thun haben und die gewiß dazu diesen Antrag abgelehnt, sie wollten in ihrem Uebermut auch nicht eingeladen sind, dürfen sich nur auf diesem Kongres vertreten einen einzigen Vertreter der freien Gewerkschaften im Gewerbegericht Iaffen, sie werden gewiß fruchtbare Anregungen davon nach dulden. Und nun ist der Pfeil auf den Schüßen zurückgeprallt. Jezt Hauſe tragen. haben die Unternehmer feinen einzigen Christlichen", während sie verhütet hätten. Eine doppelt verdiente Blamage! Wir begrüßen die Vertreter der Bauarbeiter zu ihrer Arbeit. Politische Ueberficht. Berlin, den 28. März. Sonntag, der 17. Mai ift, wie wir gegenüber allen Zweifeln der bürgerlichen Presse mit bündigster Bestimmtheit feststellen, als Wah Itermin in Aussicht genommen. tundas 17 D 11 Meine Dame und Herren! Die Socialdemokratie ift zu einer unheimlichen Macht geworden. Es muß gegen sie mit aller Kraft vorgegangen werden. Die nationalen Parteien müssen jetzt die elenden Streitigkeiten ruhen lassen. Seid einig, einig, einig! In Berlin giebt es ungeheuer viele Juden, man müßte nun annehmen, daß es in Berlin auch furchtbar viele Antisemiten gäbe, dem ist aber leider nicht so. Es giebt zivar viele Leute, die da sagen: Ich bin Antisemit, aber wie wenig zuverlässig ist ihre Haltung! Zu diesen scheint neuerdings auch der Herr Liebermann von Sonnenberg zu ges hören, der mich in schmählicher Weise beleidigt hat in seinen Deutschsocialen Blättern". Er hat da die Sanatorium geschichte hervorgetramt, die vorher in Judenblättern gestanden hat. Nun, ich will Ihnen erzählen, wie die Sache zufammenhängt. Ich habe im Anfang Januar d. J. das Sanatorium des berühmten Herrn Professors Renvers in der Königgrägerstraße besucht, um dort die Wirkung der Lichtbäder zu erproben. Dort find schon viele hervorragende Leute gewesen, also warum sollte ich nicht auch dorthin gehen? In dem Sanatorium war aber auch ein Jude Hirsch, wo ist denn heutzutage kein Jude? Diese Gesellschaft drängt sich Soch überall hin. Ich habe den Juden aber nicht gesehen, und er ist in großem Bogen um mich herumgegangen, und das war auch sehr gut für ihn, denn, wenn er mir zu nahe gekomment wäre, hätte es etwas gegeben, daß das ganze Sanatorium gezittert hätte. Das wußte der Staatsbürger" auch wohl und deshalb ließ er sich nicht sehen. Ich blieb dann einige Tage bei Herrn Renvers und fuhr dann in der vergnügtesten Laune nach Klein Tschirne. Herr Liebermann von Sonnenberg sagt nun, ich hätte mich zum Kinderspott gemacht, ich glaube, daß Herr von Liebermann sich eher zum Kinderpott machen wird, wenn er fortfährt, in so gehässiger Weise gegen feine eignen Gefirmungsgenossen zu heben. Auf die Dauer würde dann kein anständiger Mann mehr mit ihm zu thun haben wollen. Wer angesichts des Feindes die eignen Gesinnungsgenossen ongreift, ist schlimmer als das ganze Judenpack. Wer behauptet, daß er Antisemit sei, von dem verlangen wir schwere Opfer, wenn es der Kampf gegen die Judenbande so mit sich bringt. Wenn wir nur in die Versammlungen gehen und Hurra rufen, können wir die Judenfrage nicht lösen, wir müssen kämpfen, der eine mit dem Säbel, der andre mit dem Schnabel. Ich erinnere Sie an das schneidige Vorgehen des Generals v. York im Jahre 1812, als er mit den preußischen Truppen gegen den Willen des Königs zu den Russen überging, um die Franzosen aus dem Lande zu jagen. Er riskierte dabei sein Leben und feine Stellung, aber er that, was ihm seine Vaterlandsliebe befahl. Er fagte zu allen seinen Offizieren, wer mir nicht folgen will, der bleibe, und alle folgten ihm. So rufe ich auch Ihnen zu: Wer mir nicht folgen will, der bleibe; wer mir aber in den Kampf folgt, der führe ihn mit rauher Kraft und eiserner Entschlossenheit und lasse alle Rücksichten fallen, von dem verlange ich Ernst, Thattraft und Energie, dann werden wir erzieherisch wirken, und das ganze deutsche Volt wird sich uns anschließen in dem heiligen Krieg. Vor dem schweren Kampf aber müssen wir uns durch ein ernstes Gebet stärken. Wir wollen beten für des Kaisers Majestät und für ihre Majestät die Kaiserin, wir wollen beten für unser liebes deutsches Bolt, wir wollen beten um Errettung aus aller Not und Gefahr. Der Redner ging alsdann auf die Judenfrage im einzelnen ein und schloß mit den Worten des Dichters: Drum auf, mein Volf, ich ruf' Dir zu, Will dich zum Kampf ermahnen, Auf, deutsches Volt, zum heiligen Krieg, Auf, Heerbann der Germanen. ( Beifall.) Nicht einmal im Irrenhaus ist der bedauernswerte Drehgraf beim Proportionalſyſtem die Alleinherrschaft der freien Gewerkschaften sicher vor der erschredlichen Plage, die ihm das Leben verbittert. Die Essener Getverbegerichtswahl ist ein verheißungsvoller Vor tang für die Reichstagswahlen. Deutfches Reich. Wahlvorbereitungen. Und mit den verfluchten Juden verschwört sich gar sein eigener Partei"-Freund Liebermann von Sonnenberg. Anscheinend haben " die Juden Herrn Liebermann bestochen. Eine böse Welt! * Eine großartige Komödie spielt sich zur Zeit mit der Arbeiterkandidatur Krolik im oberschlesischen Centrum ab. Wir teilten schon mit, daß der genannte Bergmann aus dem Kreise Kattowig nach Beuthen- Tarnowitz verse t Richter und Barth. In der„ Nation" greift der freifinnig- ver- wurde, weil ihn die besseren Centrumskreise nicht wählen wollten. einigte Abg. Barth den Fraktionligeist" der Richterianer an, der die Die Operation, mit der man gegenwärtig den schlichten Mann" as Wahlaktion des Gesamtliberalismus" verhindere. Die Freifinnige dem zweiten Kreise hinaus wimmelt," spielt fich in aller Zeitung" antwortet darauf sehr böse, zumal da Herr Barth auch die Deffentlichkeit ab und zeigt so recht, wie hoch das Centrum den Nationalsocialen in den Gesamtliberalismus" eingeschlossen sehen Arbeiterstand einschätzt. will, die den Volksparteilern in verschiedenen Wahlkreisen Ston- Am Mittwoch versammelten sich 300 angesehene Centrumswähler turrenz machen. Der Bank ist bedeutungslos. Die liberale der Parochie" Tarnowiz unter Vorsiz cines Pfarrers, um Sammelpolitik der Barth- Leute ist aussichtslos, da kein freisinniger der" Arbeiterkandidatur den Hals zu brechen. Zunächst wurden Bourgeois einen Socialdemokraten wählt, und Eugen Richter ar- alle Berichterstatter und Nichtcentrumsleute aus der Berbeitet an dem Leichentuch des Liberalismus, indem er durch sammlung entfernt, dann begann der Tanz mit Krolik. Socialistenspiegel" für die Gesamtreaktion wirbt. Kaufmann Schubert fagte dem Centrum ein flägliches Fiasko voraus, wenn es an der Kandidatur Krolif Norddeutsch- allgemeine Wahlparole. In einer Privatarbeit stellt festhalte.( Lebhafter Beifall.) Fleischermeister Wengerek " Norddeutsche Allgemeine Zeitung" folgende Losungsworte erklärt, seine Stimme Strolit nicht zu geben. Ein Arbeiter ruft: zufammen: Handelsverträge, Armeevorlage, Gesetz über die Aus- Strolik lebe hoch!" Er wird zur Ruhe verwiesen. Oberlandsflotte, oftafrikanische Centralbahn, Reichsfinanzreform. häuer Kaczmarczyk versichert, die Grubenarbeiter werden Handelsverträge um jeden Preis auch mit den Viehzöllen ihre Stimme Krolik nicht geben. Oberfekretär Abramski Aussichten auf neue Seer, Flotten- und Kolonialvorlagen. Das Abstimmung. Bon 300 Anwesenden erklärten sich 8- ganze achtfind ebenso wenig geeignet, Wähler zu werben, wie die schöneren hält die Kandidatur Krolik für verfehlt. Dann schritt man zur norddeutsch- allgemeine Wahlprogramm ist die reaktionäre Un- für die Kandidatur Krolif, die übrigen verlangten einen andren te fruchtbarkeit selbst. Kandidaten für Reichstag und Landtag. Dieser darf natürlich nicht dem Arbeiterstande angehören. So wird die oberschlesische Arbeiterkandidatur Strolit stückweise vom Centrum zu Grabe getragen. Es ist schlechterdings unerfindlich, warum das Bundes präsidium, das zur Ansehung des Termins verfassungsmäßig bestimmt ist, immer noch nicht den Tag veröffentlichen läßt. Die kaiserliche Order muß bereits ergangen sein. Warum wird sie von den Regierungen nicht publiziert? Was bezweckte insbesondere die„ Nordd. Allg. Zeitung" mit ihrer orafelhaften Ankündigung, daß dem Vernehmen nach voraussichtlich der Termin auf den 16. Juni festgesetzt werden wird"? Meint das offiziöse Blatt, daß es die Aussichten der Regierungspolitik wenn man von einer Regierungspolitik reden kann durch so plumpe Manöver verbessert? Dieses offiziöse Drakel that ihre zweideutige Weisheit an demselben Tage kund, da die Verfügungen über die sofortige beschleunigte Auslegung der Wählerlisten er gingen. Mit der Verlegung der Reichstagswahlen auf den Mai ist agrarischen Wünschen Rechnung getragen, da Mitte Juni die Landbevölkerung teilweise durch Ernte- Arbeiten in Anspruch genommen ist. Wir sind mit solchen Rücksichten durchaus ein verstanden; der Wahltermin soll in eine Zeit verlegt werden, in der alle Wähler möglichst geringe Behinderung haben. Aus dieser zu billigenden Tendenz hat man denn auch den Sonntag gewählt. Solche Erleichterung der Ausübung des Wahlrechts ob sie auch zu Gunsten der Agrarier erfolgt ift gehört gleichfalls zu den sittlichen, ethischen Pflichten" eines ehrlichen Wahlrechts. Auf zu den Maiwahlen, die einen Mai des deutschen Volfes durch das deutsche Proletariat schaffen mögen. Die Wahl am 17. Mai werde zu unsrer stolzesten Maifeier. Eine Sekundärbahn- Vorlage im preußischen Abgeordnetenhause -" " Berlin. -W Vorstand der Fortschrittspartei im zweiten Berliner ReichstagsFür den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis hat der Wahlvereins Bahlkreise beschloffen, den Licentiaten Otto Gräbner in Zehlen dorf den Wählern als Kandidaten vorzuschlagen. .. Eine Erklärung zur Krankenkassen- Novelle. Wir erhalten die folgende Erklärung. In der letzten Sigung der Krankenkassen- Kommission des Reichstags vom 27. März cr. beantragte der Reichstags- Abgeordnete Herr v. Savigny noch einen Zusatz zum§ 42 des KrankenversicherungsGesezes, der bestimmt: Die Staffe hat eine Dienstordmung zu beschließen, durch welche die Rechtsverhältnisse und die allgemeinen Anstellungsbedingungen der Kaffenbeamten geregelt werden. Die Dienstordnungen unterliegen der Genehmigung der Aufsichtsbehörden. Die, Post" für den Freisinn. Die, Post", aller Scharfmacherblätter schmählichstes, erklärt: Zu dem Beschlusse der Berliner Nationalliberalen, feine cignen Kandidaten aufzustellen, sondern in Berlin unter gewiffen Boraussetzungen gleich im ersten Wahlgange für die freisinnigen Kandidaten gegen die Socialdemokraten zu stimmen, bemerken wir, daß es sich auch für unsre Parteigenoffen empfehlen wird, in denjenigen Berliner Wahlkreisen, in denen gegenüber den Socialdemokraten nur der freisinnige Kandidat ernstlich als Mitbewerber in Betracht kommt, von vornherein für den letzteren zu stimmen. Dies wird auch ficher wesentlich dadurch erleichtert werden, wenn man sich gegen wärtig hält, wie erhebliche Verdienste fich die Fratti on der freisinnigen Volkspartei im Reichstage, und vor nehmlich ihr Führer, Herr Richter, um die Ueberwindung der focialdemokratischen Obstruktion erworben hat. Wir empfehlen Gestützt auf die Beschlüsse unsrer Verbandstage 1900 und 1902 daher unfren Barteigenossen, in allen den Berliner und die Resolution, welche am 14. März 1903 anläßlich des KrankenBahltreisen, in denen nur ein Freifinniger mit Aussicht auf Erfolg raffen- Kongresses in Berlin von den dort anwesenden Strankenkassengegen die Socialdemokratie kandidieren kann, von vornherein diese Angestellten einstimmig angenommen worden ist, erheben wir Kandidaturen zu unterstützen." namens unfres Verbandes schon jetzt ganz entschiedenen Protest gegen jenen angenommenen Zusatz zu§ 42 des Krankenversicherungs Gesezes und erklären: - das bedeutet eine Atomisierung der ökonomischen Interessen. Nicht große Interessengruppen haben das Wort, sondern kleine Lokalschmerzen in kleinen Streifen, fern von den großen Centren unsres wirtschaftlichen Lebens. Aus Orten und Flecken, deren Namen selbst einem geographicfesten Tribünenbesucher fremd Auf die Hilfe der Zuchthauskurster gekommen! Trefflichster Klingen, dringen tausend langgehegte Wünsche der Be" Freifinn"! wohner an das Ohr des Ministers, der gleichmütig Wir gönnen den Richter- Mannen die Stimmen der reaktionärsten von ihnen Aft, nimmt. Die wenigen Abgeordneten, die Boltsfeinde. Wie viele Stimmen aber werden dem Freifinn verloren ihrer Rede" harrend sich im Saale aufhalten, langweilen gehen von denjenigen, die noch einen Rest liberalen Empfindens sich sich und wünschen nur, ihre Mission als Vertreter ihres Kreises gewahrt haben! bereits hinter sich zu haben. Draußen in den Kreisen, da Wahl 11. der jieht man aber noch mit wirklichen Illusionen auf dieses Haus, In der Tonhalle hat der Dresch graf sich am Freitagabend ba wartet man auf den Bericht des großen Tages, wo die nicht nur der Judenvertilgung, nein man staune! Wünsche des Dertchens die gesetzgebende Störperschaft be- Antisemiten vertilgung ergeben. Es hat sich das Furchtbare schäftigen, und dann wartet man geduldig weiter, wie man ereignet, daß Antisemiten selbst ihren Püdler für nicht ganz richtig" ja die Jahre vorher gewartet hat. Die Herzen schlagen halten. Graf Bückler dagegen erklärt, daß er nicht nur nicht in die Heilanstalt gehöre, vielmehr ein hervorragender Mensch sei. Aber höher, wenn man im Blättchen lieft, daß der Abgeordnete so man muß ihn selbst genießen. Nach einem Kaiserhoch und Absendung mannhaft dem Minister seine Meinung über die Notwendigkeit eines Beileidstelegramms an die Kaiserin, sprach Bückler, jubelnd der Bahn von Xhausen nach Y heim gesagt hat, und wenn begrüßt", wie die Staatsb.- 3tg." verkündet, also: D Antragsteller bezog sich zur Begründung dieses Antrages auf die Petition des Verbandes der Verwaltungsbeamten der Krankenkassen und Berufsgenossenschaften usw. vom 10. März d. J. Demgegenüber haben wir zu erklären: daß derselbe nicht nur unsren Forderungen nicht entspricht, sondern vor allem dem Geiste und der Tendenz derselben diametral ent gegensteht. Für die gesamte Kollegenschaft ist diese gesetzliche Regelung unfrer Anstellungsverhältnisse im Hinblick auf unfre Selbsterhaltung und die Erhaltung des Selbstverwaltungsrechts der Krankenkaffen unannehmbar. Der Vorstand des Verbandes der Verwaltungsbeamten der Krankena kassen und Berufsgenossenschaften usw. Deutschlands. C. Giebel, Magdeburg, Vorsitzender. Der Rücktritt des Kriegsministers v. Goßler foll dem B. T." zufolge in türzester Zeit erfolgen. Ms sein Nachfolger wird Genera Freiherr Colmar v. d. Goltz, Kommandeur des 1. Armeecorps, genannt. ,, Unten durch!" Gendarm wurden von der Menge durch Revolverschüsse leicht verstellung nach notwendig erwarten muß, gchäffig oder hämisch wundet. Das Militär gab eine Salve ab, durch welche 28 Per- ist. Ein Maßstab muß fest und eindeutig sein. Giebt es aber sonen getötet und über 50 verwundet wurden. Nunmehr zerstreute etwas Schwankenderes und Zweideutigeres als Begriffe wie„ gefich die Menge. Der Ausstand war am nächsten Tage beendet; hässig" oder„ hämisch", angewendet auf Aeußerungen eines gegen alle Arbeiter nahmen die Arbeit auf. zuwehren. Rußland. Hier schon drängt sich die Frage auf, ob überhaupt die Beschaffenheit der bürgerlichen Presse das maßgebende Kriterium sein soll, und nicht vielmehr das, was der Parteigenosse in dem beDie„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung hatte ihre Dementierspriße in den Schuppen geflüchtet. Am Sonnabend- Auch aus dieser tendenziös gefärbten Meldung geht grell und feitig mit Erbitterung geführten politischen Kampfes? Und fann abend freilich findet das Blatt, um in seiner Sprache zu reden, noch flar hervor, daß Väterchen wieder die Bluthunde auf friedliche man an ein unbefangenes und gerechtes. Urteil glauben, wenn die immer den traurigen Mut", durch allerlei Mäßchen unfren aften- Arbeiter gehegt hat, die nichts weiter gethan haben, als eine Merkmale dieser schwankenden Begriffe von den Personen festgestellt mäßigen Nachweis zu verwirren, daß die Stadt Berlin an der Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen durch einen Streit ab- werden sollen, die von der Kritik getroffen sind? Das find unmöglichkeiten. Ausführung ihrer Bahnprojekte durch ein vom Kaiser der Firma Das ist die Propaganda des organisierten Verbrechens gegen Siemens u. Halske versprochenes Monopol auf die Linie Potsdamer jede Arbeiterbewegung! Platz ins Innere der Stadt verhindert worden ist. Wir haben teine Neigung, auf das Geschwäß mit einer Silbe einzugehen, bevor nicht die„ Nordd. Allg. Ztg." die Anstandspflicht erfüllt hat, die Maßregelung finnländischer Geistlicher. Aus Helsingfors wird treffenden Blatt veröffentlicht. Vielleicht wäre dieser nahevon uns gegebenen urkundlichen Nachweise mit unterm 26. März gemeldet, daß 43 Geistliche in Finnland auf ein- liegende Gesichtspunkt beachtet worden, wenn die Aeußerung des auteilen. Es ist wirklich ein starkes Stück für ein Regierungs- mal abgesetzt wurden, weil sie sich geweigert hatten, an der Durch Parteivorstandes durch ihre Formulierung nicht zu der mißverständorgan, in dieser Weise Polemit zu treiben, deren sich ein Revolver- führung des neuen Wehrpflicht- Gesetzes mitzutvirken. Außerdem wird lichen Deutung Anlaß gegeben hätte, als handele es sich bei der blatt schämen würde. gemeldet, daß das Boltsschullehrer- Seminar in Sordavala aus bis Mitarbeit von Parteigenossen an bürgerlichen Blättern um Arbeit Inzwischen ergänzt eine Zuschrift der Großen Berliner iegt unbekannten Gründen geschlossen worden ist. Wie man sieht, im Sinne dieser Blätter und im Widerspruch mit social: Straßenbahn unsre Mitteilungen in charakteristischer Weise. Finnlands. Bekanntlich ist das neue Wehrpflicht- Gesez in ver- Diskussion aus, weil es fich dann nicht um die Mitarbeit vor arbeitet die russische Regierung unausgesetzt an der Unterdrückung demokratischen Ueberzeugungen. Solche Fälle scheiden aus unsrer Die Zuschrift lautet: faffungswidriger Weise zu stande gekommen, weshalb eine große Parteigenofsen an bürgerlichen Blättern handelt, sondern um Anzahl der finnländischen Geistlichen es nicht von der Stanzel ver- litterarische Strolche, die in dem Moment, in dem sie einen solchen lesen wollten. Amerika. Berrat begehen, aufhören, Genossen zu sein und für die Partei nicht mehr in Betracht kommen können. Die Nummer Ihres geschäßten Blattes vom 26. d. M. enthält in dem Artikel Unten durch" die Behauptung, die Stadt Berlin wäre im Laufe der Verhandlungen, die sie infolge unsres Antrags auf Einführung oberirdischer Stromzuführung an Stelle des Accumulatorenbetriebes eingeleitet hätte, auf einmal durch den Erlaß des königlichen Polizeipräsidiums von 26. September 1900 über rascht worden, der die Beseitigung der Accumulatoren anordnete. Diese Behauptung entspricht nicht den thatsächlichen Verhältnissen. Der auszugsweise abgedruckte Erlaß vom 26. September 1900 ist nicht während der Verhandlungen mit der Stadt ergangen, sondern lag bereits vor, als wir den Antrag auf Einleitung von Verhandlungen bei der Stadt stellten und bildete gerade die unmittelbare Veranlassung zu diesem Antrage. Der beregte Erlaß ging am 28. September 1900 bei uns ein. Am 29. September 1900 richteten wir nachstehendes Schreiben an den Magistrat: Berlin, den 29. September 1900. An den Magiftrat hiesiger königlicher Haupt- und Residenzstadt. Durch die dem geehrten Magistrat in Abschrift zugegangene Berfügung des Herrn Polizeipräsidenten hierselbst vom 26. d. M. - I. C. 4054- ist der Großen Berliner Straßenbahn die Beseiti gung des Accumulatorenbetriebs durch Einrichtung direkter Stromzuführung teils in oberirdischen, teils in unterirdischen Zuführungsdrähten auferlegt worden. Wir gestatten uns daher den geehrten Magistrat ergebenst zu ersuchen, uns zur Ausführung der erforder= lichen Einrichtungen die kleinbahngefeßliche Zustimmung vorbe= haltlich der zu genehmigenden, in wenigen Tagen nachfolgenden Specialprojekte geneigtest erteilen zu wollen. Mit Rücksicht darauf, daß von der Aufsichtsbehörde für die Durchführung der angeordneten Maßregel turge Fristen gestellt find, deren Innehaltung bei den äußerst umfangreichen Projetten nur mit Anstrengung aller Kräfte zu erreichen ist, gestatten wir uns zugleich, um thunlichste Beschleunigung der Angelegenheit zu bitten. Wir wollen alles daran seben, die auszuführenden Oberleitungen noch vor Beginn des Winters fertigzustellen, um eintretenden Schneefällen gegenüber besser gerüstet zu sein. Die Direktion. Unterschrift." am 13. Oktober 1900 durch nachstehendes Schreiben vom 11. Oktober Hierauf erhielten wir von der Städtischen Verkehrsdeputation die Einladung zu den mündlichen Verhandlungen auf den 16. Oktober, auf die sich Ihr Artikel bezicht: Städtische Verkehrsdeputation. J.-Nr. 1555. V. 00. Von Bedeutung für unsre Diskussion kann nur die Frage fein, Amerikanische. Freundlichkeiten gegen Deutschland. Ein neuer Erfolg des deutschen Liebeswerbens um die Vereinigten Staaten ift ob Parteigenossen an bürgerlichen Blättern mitarbeiten sollen, wenn zu verzeichnen. Admiral Dewey soll sich über die deutsche Marine fehr abfällig geäußert haben. Dewey foll gesagt haben, daß die sie dort ihre socialdemokratische Ueberzeugung verfechten können oder jüngsten amerikanischen Flottenmanöver im Karaibischen Meer den neutrale Gegenstände behandeln, für die ihnen das bürgerliche Blatt 8wed gehabt hätten, Europa und insbesondre Deutschland ein als geeignetes Organ erscheint, weil die Parteipreffe für warnendes Beispiel zu geben. Die deutsche Marine werde die Erörterung solcher Gegenstände vielfach keinen Maum in Bezug auf ihre Leistungsfähigkeit in einem etwaigen bietet. Diese Frage ist meiner Ueberzeugung nach zu beSeekriege ſtart überschäst. Die Ausbildung und Intelligenz jahen. Nicht nur deshalb, weil der Parteischriftsteller, soweit er in der deutschen Matrosen ließen sich mit der der amerikanischen der socialdemokratischen Bresse nicht ausreichende Beschäftigung nicht vergleichen. Die deutschen Matrosen seien vor allem unfelbständig und könnten ohne jedesmalige Weifung nicht das findet, gerechterweise daran nicht gehindert werden kann, fi Geringfte ausführen, während der amerikanische Matrose an größere feine Eriſtenzmittel durch Arbeit auch Arbeit auch in der bürgerlichen Selbständigkeit in Erfüllung seiner Aufgaben gewöhnt sei. Presse zu verschaffen, sofern diese ihn nicht in Konflikt mit seinen Die deutsche Presse nennt das eine„ Tattlosigkeit". Warum? Ueberzeugungen bringt; das ist eine vergleichsweise untergeordnete Es scheint uns darin vielmehr eine ganz richtige Beobachtung zu private Angelegenheit. Viel entscheidender ist, daß es im Inter steden, die das ganze deutsche Militärsystem der absoluten Sub- esse der Partei liegt, unsre Anschauungen in bürgerlichen ordination trifft. Freiheit der Meinungsäußerung und Parteivorstand. Blättern vor einem unaufgeklärten, uns feindlich gesinnten Publium ausgesprochen zu hören. Dieses Partei Interesse ist zweifellos und erheblich. Deswegen ist die Thätigkeit der Partei- Schriftsteller in dieser Richtung lediglich nach dem Inhalt ihrer Arbeit zu beurteilen, nicht aber danach, ob in dem be treffenden bürgerlichen Blatt andrer Seite gehässige " bon Wir werden um Aufnahme der folgenden Zuschrift ersucht. Disfuffion principieller und tattischer Fragen innerhalb der oder hämische Stritit" an der Partei geübt worden ist. LogischerBartei ist, wenn fie fachlich und loyal geführt wird, gewiß nur die Beurteilung ist, die ein bürgerliches Blatt uns gegenüber an weise tönnte man viel eher sagen, je ungerechter und irrreführender nüßlich und für die Entwickelung der Partei unentbehrlich. Immer wendet, desto erwünschter und vorteilhafter ist es, wenn wir es hin aber sollte man sich bedenken, vorhandene Differenzen vor der burchießen, daß dort eine richtige Darstellung unsrer Anschauungen Deffentlichkeit zum Austrag zu bringen, ohne alle Rücksicht auf die gerabe gegebene politische Situation. Und wenn irgend eine dazu und Bestrebungen durch Parteigenoffen gegeben wird. Mag sein, fich nicht eignet, fo ist es sicherlich die Lage knapp vor den daß ein solches Blatt mit dieser Zulassung von Socialdemokraten in erster Reihe sein Geschäftsintereffe" verfolgt wieder ein sehr Reichstagswahlen, wo eine vollkommene Geschlossenheit der Grunde bedauere ich, daß der Parteivorstand, wenn er eine Aeuße- find desto mehr, zutreffende Vorstellungen von der Social Partei noch dringender notwendig ist als sonst. Aus diesem Schwankender Begriff, aber ganz gewiß liegt es im Intereffe der Partei, gerade unter den Gegnern, und je gehäffiger sie rung über die Mitarbeit an nichtsocialdemokratischen Blättern für demokratie zu verbreiten. Niemand würde es tadeln, wenn ich erforderlich hielt, nicht bis nach den Wahlen gewartet und die beispielsweise als Reichstagskandidat in eine gegnerische WählerErregung einer durch seine Kundgebung unvermeidlich gewordenen versammlung ginge. Wenn die Versammlung fehr turbulent wäre, Erörterung dieser Frage nicht auf einen späteren Zeitpunkt ver- dort ganz besonders starte und gehäffige Angriffe auf die Partei Eine zwingende Veranlassung, im jezigen Moment die Frage zu und mich niederpraffelten, und ich es trotzdem durchsetzte, zu sprechen sprechung der Angelegenheit Vertreter nach dem Rathause, erörtern, lag für den Parteivorstand um so weniger vor, als cs und die feindliche Versammlung zwänge, vielleicht zum erstenmal die Zimmer Nr. 95, am Dienstag, den 16. d. M., vor sich nicht um ein erschreckliches Novum handelt. Im Gegenteil, foPrincipien der Socialdemokratie in unverzerrter Gestalt kennen au Sollte Ihnen der vorgeschlagene Termin nicht genehm sein, lange die Socialdemokratie besteht, seit den Zeiten von Mary, Engelfie mir fehlen, wenn ich statt zu Hunderten oder Tausenden in, einer lernen, fände ich gewiß die Anerkennung der Genossen. Warum soll so bitten wir um Mitteilung. Auch ersuchen wir, eine Stopie des und Lassalle bis auf Liebknecht, Vollmar und Kautsky haben Planes, von dem in dem Schreiben des Herrn Polizeipräsidenten diese und eine große Zahl schriftstellerisch thätiger Parteiaenoffen, feindlichen Versammlung zu Zehntausenden oder Hunderttausenden in bom 26. September cr.- I. C. 4054 einem feindlichen Blatt spreche? - die Rede ist, gefälligst der eine mehr, der andre weniger, die bürgerliche Presse ju den mitzubringen. verschiedenartigsten Aeußerungen benutzt, um theoretische und Rede oder Schrift socialdemokratische Anschauungen vertritt und ob er, Aber freilich, davon hängt alles ab, ob der Parteigenosse in praktische Fragen zu erörtern oder falsche Darstellungen zu be Rede oder Schrift socialdemokratische Anschauungen vertritt und ob er, die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn, hier. richtigen. Sie haben im gegebenen Falle statt eines Partei- wenn das in einem bürgerlichen Blatt geschieht, es in voller Uns Wir ersuchen Sie ergebenst um gefällige Aufnahme des Vor- blattes sich eines nichtsocialdemokratischen Drgans bedient, weil abhängigkeit thun darf. Dieser wiederum sehr naheliegende Gesichts stehenden in Ihrem geschäßten Blatte. Berlin, den 11. Oftober 1900. Auf das gefällige Schreiben vom 29. September cr. I. 9077 00crsuchen wir die Direktion, zur kommissarischen Bemittags 12 Uhr, zu entsenden. An Unterschrift. Hochachtungsvoll Die Direktion: Dr. Mide. Aus dieser Darstellung geht mit noch größerer Scharfe bie unerhörte Thatsache hervor, daß die Begünstigung der privaten Geſellſchaft durch den Polizeipräsidenten über den Kopf der Stadt Berlin hinweg erfolgt ist. Die Stadt wurde einfach vor die vollendete Thatsache gestellt und hatte gar keine Möglichkeit der Einrede. schoben hat. dieses dem unmittelbaren politischen Zwed besser entsprach, punkt ist nicht gehörig gewürdigt worden, weil die Aeußerung des Barteivorstandes nur den ausnahmsweisen, nach seinen besonderen oder sie haben aus äußeren tvie inneren Gründen neutrale Gegenſtände wissenschaftlichen oder populären Charakters in andren al Berhältnissen und daher auch nicht generell zu erledigenden Fall Partei- Zeitschriften behandelt. Das alles ist seit mehr als einem ins Auge faßte, wo Parteigenossen Redakteure oder im Menschenalter selbstverständliche Uebung gewesen. Kaum haben sich licher Breßunternehmungen find. Den regelmäßigen und häufigen Stabe des Blattes fest angestellte Mitarbeiter bürger in den legten Monaten so ungeheuerliche Dinge abgespielt, daß es licher Preßunternehmungen find. Den regelmäßigen und häufigen nicht mehr der Presse überlassen bleiben konnte, die Wunden, die in Fall, daß Parteiſchriftsteller in völliger Unabhängigkeit als ihr der Partei geschlagen werden, wieder durch die Presse zu heilen, gelegentliche Mitarbeiter an nichtsocialdemokratischen Organen thätig und der Parteivorstand genötigt gewesen wäre, aus einer angemessenen ftellen, daß sie nur für ihre eigenen Aeußerungen die Verantwortung find, ihre Beiträge unterzeichnen und damit aufs deutlichste festArbeiterstatistit. Die vom Statistischen amt vorbereitete arbeiter- Reserve herauszutreten. statistische Zeitschrift wird am 21. des nächsten Monats zum erstenGegenüber dem bisherigen Zustand, wo es dem persönlichen übernehmen, erwähnt der Parteivorstand nicht. Für eine derartige male zur Ausgabe gelangen und alsdann fortgefezt am 21. jedes Taft und den politischen Verantwortlichkeitsgefühl des einzelnen Mitarbeit gilt natürlich das von mir Gesagte selbstverständlich nicht folgenden Monats erscheinen. Wenn sie die Propaganda socialdemokratischer Jdeen Parteigenossen überlassen blieb, ob und für welches bürgerliche Der Preis der Zeitschrift wird im Jahresbezug 1 M. betragen, Blatt er etwa schreiben wollte, und in dieser Beziehung keinerlei oder Bestrebungen zum Inhalt hat, wird sie für die Partei außerdie Einzelnummer 10 Pf. toften. Mit dem Verleger( C. Heymanns Beschränkung der Freiheit der Meinungsäußerung herrschte, empfiehlt ordentlich nüßlich sein können, und es ist viel eher zu wünschen, Verlag, Berlin) ift das Abkommen getroffen worden, daß Zeitungen der Parteivorstand, oder Zeitschriften, welche das Blatt in einer größeren Anzahl von Meinung, denn eine zwingende Gewalt besitzt er auf Grund unsre Parteipreffe würde dabei nichts einbüßen, ist sie doch bei weitem selbstverständlich nur als seine subjectiv: daß eine solche Propaganda in nichtsocialdemokratischen Blättern selbstverständlich nur als seine subjectiv: breiteren Raum gewinne, als daß sie eingeschränkt werde. Die Exemplaren für ihren Leserkreis beziehen wollen, dasselbe zum Drganisationsstatuts nicht Buchhändlerpreis von 75 Pf. für den Jahrgang und das Eremplar Organisationsstatuts nicht, die Anerkennung bestimmter Grund- Parteipreffe würde dabei nichts einbüßen, ist sie doch bei weitem Buchhändlerpreis von 75 Pf. für den Jahrgang und das Eremplar fäge. Seine im„ Vorwärts" veröffentlichte Ansicht, die ich, wegen erhalten. fäge. Seine im Vortvärts" veröffentlichte Ansicht, die ich, wegen nicht ausgedehnt genug, um die vorhandenen schriftstellerischen Kräfte Anträge hierauf sind an das kaiserl. Statistische Amt, Berlin W. 10, ihrer Wichtigkeit auch in allen Einzelheiten, wiederhole, hat folgen zu beschäftigen. So haben sich z. B. im vorigen Monat bei einem Lützow- llfer 8, zu richten. Provinzialblatt für eine mit 125 M. monatlich dotierte Redakteurstelle nicht weniger als 18 Bewerber gemeldet, unter denen sich eine Anzahl tüchtiger Sträfte befanden. Die Unterschriften- Erpressung in den Glasfabriken der Firma vorm. Friedrich Siemens in Dresden wird noch fortgesetzt. Die gestern erwähnte Erklärung, die bereits am vorigen Sonntag veröffentlicht wurde, stammte aus der in Döhlen im Plauenschen Grunde bei Dresden belegenen Filiale der Fabrik. Jezt ist in der Dresdener Hauptfabrit eine ähnliche Erklärung zur Unterschrift ausgelegt. Die fauber mit der Schreibmaschine angefertigte Erklärung ging der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" zu, die sie daher schon veröffentlichen fonnte, noch che fie zu einer Arbeiter- Sundgebung" gemacht worden ist. Auch diese Saat des Hasses wird aufgehen, aber anders als es fich die Erpresser denken. Husland. Streifmeßeleien des Zarismus. den Wortlaut: Der Unterzeichnete ist veranlaßt worden, über einige Fragen feine Meinung abzugeben, die seit längerer Zeit größere Streife der Partei beschäftigen und eine Stellungnahme des Borstandes nötig machen. 1. Kann es mit den Interessen der Partei für vereinbar er achtet werden, daß Parteigenoffen als Redakteure oder Mitarbeiter an bürgerlichen Breßunternehmungen thätig sind, in denen an der socialdemokratischen Partei gehäßige oder hämische Kriti geübt wird? minder. Wie bis jetzt noch zu allen Zeiten, so ist es auch gegenwärtig ein unabweisbares Interesse der Partei, daß die Parteischriftsteller in gegebenen Fällen sich der bürgerlichen Presse bedienen, sich ihrer bedienen, nicht ihr dienen! Das haben Mary, Engels und Laffalle so gut wie Liebknecht, Bollmar, Kautsky und viele andre unsrer besten Genossen gethan, und das wird auch künftighin geschehen müssen, wenn wir uns nicht etwa mit einer chinesischen 2. Kann ein Parteigenosse Redakteur oder Mitarbeiter eines Mauer umgeben wollen. Und wie bisher so wird auch weiterhin Bürgerlichen Blattes fein, auf welches obige Voraussetzung nicht die Wahl des für den bestimmten Zwed geeigneten Blattes dem zutrifft? persönlichen Takt und der Verantwortung des betreffenden Genossen Diese Frage ist zu bejahren, sotveit Stellungen in Betracht( überlassen bleiben müssen. Umsomehr als hier so viele Imponderabilien, tommen, in denen der Parteigenosse nicht genötigt wird, gegen Jdyosinkrafien, Sympathien und Antipathien mitspielen, und das die socialdemokratische Partei zu schreiben oder gegen diefelbe Wort Friz Reuters gilt:„ Was dem einen fin Uht, ist dem annern gerichtete Angriffe vorzunehmen. Antwort: Nein! Im Interesse der Partei sowohl, wie im Interesse der in solchen fin Nachtigall." Jedenfalls sind die Kriterien, die der ParteiIm Interesse der Partei sowohl, wie im Interesse der in solchen Stellungen befindlichen Barteigenoffen liegt es jedoch, daß den borstand aufstellt, wie ich gezeigt zu haben glaube, unhaltbar. letteren keine Vertrauensstellungen übertragen werden, weil solche Auf dem Münchener Parteitag war gegenüber den Klagen über fie früher oder später in Konflikt mit sich und der Partei bringen den Ton gehässiger oder hämischer Kritit" eines Parteiblattes, ( soll man wegen derartiger Kritik dafür nicht schreiben?), ein Der Parteivorstand." gewendet worden, daß es das Zeichen einer gewissen Dekadenz, müffen. Berlin, den 2. März 1903. Aus Petersburg, 28. März, wird offiziell telegraphiert: In den Kronseisenfabriken in Slatoust( Gouvernement Ufa) erklärten, dem Regierungsboten" zufolge, am 22. d. M. etwa 160 Arbeiter, sie würden die neuen Arbeitsbücher nicht in Empfang nehmen und am folgenden Tage die Arbeit einstellen. Am 23. fammelten fich etwa 500 Arbeiter an und verweigerten ihre Zustimmung zu den neuen Arbeitsbedingungen. Der Gouverneur von Ufa sowie der Staatsanwalt und der Gendarmeriechef begaben sich daraufhin nach Slatoust, wo am 26. d. M. die Arbeiter, In seinem Bemühen, maßgebende Kriterien für die Erlaubnis einer gewiffen Greisenhaftigkeit" ist, auf den guten Ton so großes welche die Freilaffung dreier verhafteter Stameraden forderten, oder das Verbot der Mitarbeit an nichtsocialdemokratischen Blättern Gewicht zu legen. Merkwürdig genug ist's, daß man die Forderung das Polizeigebäude, die Wohnung des Rittmeisters Dolgow zu finden, unterscheidet der Parteivorstand die bürgerlichen Zeitungen aufstellt, gegen den schlechten Ton eines Parteiblattes Gleichmut zu und das Haus des Bergchefs belagerten. In letterem wurden in solche, die an unsrer Partei„ gehäffige oder hämische Stritif" üben bewahren, und trotzdem verlangt, daß die Genossen gegen die die Fensterscheiben eingeschlagen und die Thüren erbrochen. Dem und in solche, auf die diese Voraussetzung nicht zutrifft. Meiner bei weitem gleichgültigere gehässige Kritik eines gegnerischen Staatsanwalt, welcher sich in das Gefängnis begeben wollte, wurde Ansicht nach ist diese Unterscheidung unhaltbar. Die bürgerliche Organs fich empfindlich zeigen sollen. Auch in diesem der Weg verlegt; dem Gouverneur drängte die Menge in das Haus Bresse bietet unzählige der verschiedenartigsten Nuancen auch in Punkt wird die Unlogik der ganzen Argumentation des Parteides Bergchefs nach, obwohl sie wiederholt zum Auseinandergehen aufgefordert worden war. Der Gouverneur war infolgedessen ge- ihrer Stellung zur Socialdemokratie. Und vielleicht ist kein vorstandes klar. nötigt, den Bataillonstommandeur zum Einschreiten mit den Maßstab zur Unterscheidung weniger geeignet als der, об Aber nehmen wir einmal an, die der Quadratur des Zirkels Waffen aufzufordern. Der Gehilfe des Bürgermeisters und ein die Kritik, die man von der bürgerlichen Presse ihrer Partei- gleichende Aufgabe des Parteivorstandes erweise fich lösbar und es Will Zur Bes gelänge ihm, allgemeine Regeln über die Wahl der bürgerlichen Achtung! Metallarbeiterinnen! 72 Arbeiterinnen aus drei Ab- 1 Gebr. Seder, Münchebergerstr. 9. Daselbst haben sämtliche Gehilfen Blätter, an denen eine Mitarbeit zulässig sein soll, aufzustellen. teilungen der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft, Ackerstraße, haben bis auf einen die Arbeit niedergelegt, weil mit den bisherigen Löhnen ie stellt er sich die Instanz vor, die über wegen rigoroser Behandlung und sehr schlechter Verdienste bei fort nicht mehr auszukommen war. Selbst die besten Arbeiter fonnten nur die Beachtung der Regeln wachen soll, natürlich währenden Reduzierungen der Accordpreise die Arbeit niedergelegt. einen Wochenverdienst von 20-24 m. erzielen. Bei den eingeleiteten, aber vorausgesetzt, daß der Parteitag diese Regeln fanttioniert? Näherer Bericht folgt. 3uzug von Arbeiterinnen nach refultatlos verlaufenen Verhandlungen erklärte der Chef, er tönne in Hinden Gesamtbetrieben der Allgemeinen Elektricitäts- blick auf die graffierende Schmuskonkurrenz teine höheren Löhne zahlen. er in diesem Fall bei dem nächsten Parteitag be- Gesellschaft, Aderstraße, ist unter allen Umständen Nun ist es zwar Thatsache, daß auch andre Firmen ähnlich miserable Lohnantragen, daß, sowie neben dent heiligen Stuhl von fern zu halten. säge haben, hauptsächlich solche, die für Abzahlungsgeschäfte arbeiten, doch St. Peter in Rom eine Inderkongregation eingerichtet ist, Achtung! Metallarbeiter. Folgende Werkstätten sind gesperrt: kommen dort die Arbeiter noch öfter zu einem annehmbaren Wochendie ein Verzeichnis der Schriften zusammenzustellen hat, deren Eitner, Sebastianstraße, für Former und Gießerei- Arbeiter; verdienst, weil es bei der Arbeit selbst nicht so genau darauf anLektüre gläubigen Christen verboten ist, auch neben dem Partei- Gradenwig, Dresdenerstraße, für Former und Gießerei- Arbeiter; kommt. Bei der Firma Heder dagegen soll die Arbeit trotz der vorstand eine Art Indexkongregation gebildet werden soll, die die Keiser u. Schmidt für Mechaniker, Schlosser, Dreher und Hilfs schlechten Löhne auch noch obendrein brauchbar sein. Da gesamte bürgerliche Presse überwacht und etwa alle Vierteljahr im arbeiter; Göde, Chauffeestraße, für Schlosser, Dreher und Schmiede; ist den Gehilfen schließlich die Geduld ausgegangen. Sie Vorwärts" neben dem Verzeichnis der Parteipresse ein solches der Hartung für Eisenformer usw.; Engel, Prinzessinnenstraße, für fordern sehr bescheidene Zulagen, beffere sanitäre Einrichtungen und bürgerlichen Zeitungen veröffentlicht, in die zu schreiben gläubigen Drücker. Abstellung sonstiger Mißstände. Der Streif steht günstig, ArbeitsSocialdemokraten verboten ist? Diese Kongregation hätte dann verDeutscher Metallarbeiter- Verband( Ortsverwaltung Berlin). willige haben sich bis jest nicht gefunden. Schon aus Anlaß dieses mutlich auch die Thätigkeit der Parteiſchriftsteller zu überwachen und verbandes der Maurer, welcher sich auf die gesamten zum Lohn eingeladen worden, weil auch diese ein Interesse daran haben, daß Achtung, Maurer! Der Zweigverein Berlin des Central Streits waren die Vorstände mehrerer Arbeitgeber- Organisationen fie wegen eines Vergehens gegen diese Negeln zu denunzieren?.. Wie man die Kundgebung des Vorstandes auch ansieht, ob man verflossenen Woche 22 Zahlstellen- und Sektionsversammlungen ab- durch der Schmugkonkurrenz zum guten Teil entgegengewirkt gebiete Berlin und Umgegend gehörigen Orte erstreckt, hat in der von allen Firmen der tarifmäßig vereinbarte Lohn gezahlt und das scherzhaft ihre Konsequenzen zieht, oder ernsthaft ihre Voraus- gehalten, wo die Wahlen zum Zweigvereinsvorstande vorgenommen wird. Es waren denn auch eine Anzahl Arbeitgeber erschienen. setzungen überlegt, sie ist nicht nur in vollem Widerspruch mit der wurden. Insgesamt wurden abgegeben 1230 gültige Stimmzettel. Von ihnen nahm zuerst Obermeister Brose das Wort. Parteitradition, fie enthält auch eine innere Unmöglichkeit. Und sie Wiedergewählt wurde Karl Panser mit 1163 Stimmen als Vor- fämpfung der Schmuskonkurrenz müßten Meister und Gehilfen Hand ist innerlich unmöglich, weil sie das Princip der Freiheit fizender und Wilhelm Fritsch mit 618 von 1222 abgegebenen in Hand gehen, es sei deshalb nur zu wünschen, daß sich möglichst der Meinungsäußerung verlegt. Ein Princip verträgt Stimmen als 2. Vorsitzender. Die Wahl des Kassierers fiel wieder alle Gehilfen ihrer Organisation anschließen, damit sie auf der feine Einschränkung, einem Princip läßt sich nichts abdingen. Man erhielt. Friz Busse wurde mit 1164 Stimmen als 2. Kassierer der andern Seite auch für Stabilität der Tarifverträge genügend auf Emil Lehmann, welcher 992 von 1211 abgegebenen Stimmen einen Seite die Schundgeschäfte in Schach halten und auf kann die freie Meinungsäußerung nicht wie eine Krämerware nach wiedergewählt. Als Schriftführer ging Wilhelm Lemm und als Sorge tragen können. Auf einige Bemerkungen des Vorsitzenden der Elle messen und stückweise ablassen, ganz und ungeteilt muß Beisiger Robert Matschenz aus der Wahl hervor. Der Zweigvereins- Wels erklärte Herr Brose, wenn nochmalige Verhandlungen des man sie gewähren, oder man gewährt sie nicht. Sobald man Vorstand bildet wie bisher die Vertretung der Maurer in der Acht- Gehilfenausschusses mit der Firma Hecker zu keinem Resultat führen einem Genossen das Recht beschränkt, fich den Ort zu wählen, zehner- Kommission, welche noch durch drei Mitglieder verstärkt wird. sollten, so würde der Jumungsvorstand seinerseits eingreifen, wo er seine Gedanken äußern will, wirkt das als Beschränkung des Die Wahl fiel auf H. Silberschmidt, O. Hanke und A. Krug. Als denn die Forderungen der Streifenden seien nicht nur freien Wortes selbst; in allen Fällen, wo der Genoffe die von ihm Ersahmitglieder in der Achtzehner- Kommission wurden noch gewählt: berechtigt, sondern sogar sehr bescheiden. Hierauf gab Th. Bömelburg, Chr. Kluge und O. Lehmann. Die Wahl der Re- Leo Schmidt einen kurzen Bericht über den Stand des Streits gewählte Tribüne für die einzig geeignete hält, als Verfagung des visoren fiel auf A. Wartenberg, W. Förster und G. Wolf. In die bei der Firma Söhnemann, und forderte dabei die anwesenden freien Wortes. Ohne absolute Freiheit, die Meinung zu äußern, Beschwerdekommission wurden H. Krüger, W. Barkhahn, W. Nenndorf Arbeitgeber auf, dafür zu sorgen, daß nicht wieder eine Anzahl Kleinkann aber die Meinungsfreiheit selbst, die der Parteivorstand doch und G. Müller gewählt. Da P. Puhlmann und O. Heese gleiche meister Streitbrecherdienste für die Firma verrichten, wie dies in letter gewiß nicht hat antasten wollen, nicht bestehen. Stimmenzahl aufweisen, so muß eine Auslosung zwischen beiden Zeit leider geschehen sei. Redner gab des weiteren eine Uebersicht über erfolgen, die gegenwärtigen Streits in Hamburg Altona, Wandsbeck, Magdeburg, Einem Antrage des Zweigvereins- Borstandes, nach welchem dem Duisburg und Kottbus, und zeigte, in wie eminentem Maße gerade erweiterten Vorstande das Recht zusteht, eine entsprechende Summe die Streits zur Gefundung des ganzen Gewerbes beigetragen haben. zur Reichstagswahl- Agitation zu bewilligen, wurde in allen Ver- Leider ständen jedoch die verschiedenen Innungen sowie der Deutsche fammlungen allgemein zugestimmt. Tapezierer- Bund der Arbeiterbewegung im ganzen noch sehr vers ständnislos gegenüber. Wenn es gelie, die Schmutzkonkurrenz zu beseitigen, dann nehme man wohl die Mithilfe der organisierten Arbeiter an, doch sobald es sich um Lohnforderungen der Gehilfen handelt, dann verwandelt sich das momentane Wohlwollen gegen die Organisation nicht selten in blinden Haß. Hierin ein wenig Wandel zu schaffen, fei für die Arbeitgeber sehr nötig. An der nun folgenden Diskussion beteiligten sich u. a. die Meister Feder, Kahlen, Matte und Gußmann. Sie erkannten auch ohne im allermindesten seiner Autorität zu vergeben, zugeftehen mit einem Begleitschreiben, worin wir sagen, daß unser Verein mit als berechtigt an und mußten teilweise zugestehen, daß sich einige Wir haben allen Unternehmern unsern neuen Tarif übersandt die Forderungen der Gehilfen gegenüber der Firma Höhnemann könnte, er habe in diesem Fall einen Irrtum begangen. Sollte er feinen 600 Mitgliedern die berufene Bertretung der Stuecateure von Kleinmeister in diesem Zohnkampfe, nicht zweifelsfrei benommen bei nochmaliger Ueberlegung der Frage zu dieser Ansicht kommen, so Berlin und Umgegend ist, daß es uns besonders daran liegt, daß haben. Bezüglich ihrer Haltung bei Streits im allgemeinen wich würde er zu seinen vielen Verdiensten um die Partei ein neues den Werkstatt- Stuccateuren die 81%, stündige Arbeitszeit zugebilligt ihre Meinung allerdings beträchtlich von derjenigen der Gehilfenfügen, wenn er den Irrtum einfach anerkennen wollte. wird, und daß wir die Herbeischaffung des Materials auf den schaft ab. Von dieser Seite antworteten unter andren Wels, Schmidt Berlin. Bauten durch Handlanger für notwendig halten. Wir wiesen ferner und Genzel- Hamburg. Zum Schluß wurde in sehr vorgerückter darauf hin, daß wir bereit seien, unfern Tarif für zwei Jahre fest- Stunde eine Sympatieresolution zu Gunsten der streifenden Kollegen Aus Induftrie und Handel. zulegen, und daß wir bis Sonnabend, den 11. April, Nachricht angenommen. darüber erwarten, ob unser Tarif anerkannt wird. In dem geftrigen Bericht über die Versammlung der Arbeiter Ostpreußische Südbahn. In der heutigen Generalversammlung wurde das Verstaatlichungsangebot der Regierung, nach welchem für die Prioritätsaftien 113 Broz. und für die Stammattien 92 Proz. gezahlt werden, mit 25 601 gegen 4627 Stimmen anJura- Simplonbahn. Der Verwaltungsrat beschloß in der Verjammlung der Altionäre die Einsetzung einer neungliedrigen Liquidationstommiffion zu beantragen. Die Direktion hatte eine fiebengliedrige Kommission vorgeschlagen. Die Versammlung der Aktionäre ist auf den 18. April nach Bern einberufen. Das Interesse der Partei würde immer noch weit besser gewahrt sein, wenn wirklich Takt und Verantwortlichkeitsgefühl von Parteischriftstellern in ihrer Thätigkeit für bürgerliche Zeitungen tausendmal fehlgriffen, als wenn nur zu einem Tausendstel das Recht der freien Meinungsäußerung der Parteigenossen eine grundsätzliche Einschränkung erführe. Wo immer und in welcher Richtung auch dieses Princip angetastet wird, es ist ein unerträglicher Zustand, und die Meinungsfreiheit würde hier und überall gefährdet sein. Der Parteivorstand, zu dem wir volles Vertrauen haben, hat meiner Ansicht nach die Konsequenzen seiner Kundgebung sich nicht völlig klar gemacht. Er im ganzen und jedes einzelne seiner Mitglieber hat so außerordentliche Verdienste um die Partei, daß er genommen. Sociales. Heinrich Braun. Zu bemerken ist noch, daß laut Vertrag für die Maurer des gesamten Lohngebietes vom 1. April ab eine Lohnerhöhung auf 67. Pf. pro Stunde erfolgen muß. Die Mitglieder werden in ihrem eignen Interesse ersucht, etwaige Berfehlungen gegen die Vertragsbestimmungen dem Bureau, Engel- Ufer 15, rechtzeitig mitzuteilen, damit die notwendigen Schritte von hier aus in die Wege Der Zweigvereins- Vorstand. geleitet werden können. Stuccateure! E3 Kollegen! Einige der Unternehmer verfuchen schon jetzt, der Firma Schwarzkopff ist ein Irrtum unterlaufen. unfre die große Maffe der Kollegen repräsentierende Organisation durfte nicht heißen: Herr Witthöft sagte dem Arbeiter, als nicht bestehend zu ignorieren und verhandeln schon seit Wochen eine solche Agitation für eine freie Hilfstajse tönne er mit der sogenanten freien Vereinigung unter vollständigem Aus- nicht dulden, deshalb müsse ein Erempel statuiert werden; spluß der Oeffentlichkeit, obgleich sie seit einem halben Jahre schon sondern dem Arbeiter ist gesagt worden, seine Entlassung wissen, daß wir einige Umänderungen an dem alten Tarif wünschen. fei erfolgt, weil er sich an die Verhältnisse in Wildau wohl nicht 30 Stuccateuren einen Tarif zu beschließen, welcher dann nachher ber Meinung, daß die Entlassung lediglich eine Folge seiner Agitation Die Unternehmer scheinen gewillt zu sein, mit einigen gewöhnen könne. Die meisten übrigen Arbeiter sind nun allerdings an die große Mehrheit der Kollegen nicht bezahlt wird mit der für die Metallarbeiter- Krankenkasse ist. Ausrede:" Ja mit Ihnen haben wir feinen Tarif beschlossen". Kollegen! Dieses Vorgehen müssen wir zu nichte machen! Daher ersuchen wir alle Mann, laßt Euch auf keine Weise zwingen, diefer so unfreien Spedgefellen- Organiſation beizutreten, sondern wo Letzte Nachrichten und Depefchen. an Euch das alte Verlangen gestellt wird, da protestiert ge= Der Prozeß der Hamburgischen Werftarbeiter gegen die Hamburg meldung an den unterzeichneten. Kollegen! Etwa schlossen durch Arbeitsniederlegung und sofortige Zur Lage in Holland. Amerikanische Batetfahrt und gegen die Firma Blohm u. Voß ist 600 Mitglieder sind wir schon von 900 im Beruf beschäftigten den Bericht der Kommissionen der Kammer betreffend die Haag, 28. März.( W. T. B.) Die Regierung hat nunmehr nunmehr endgültig entschieden. Bekanntlich wurden im Sommer Stuccateuren, diese Zahl macht es aber nicht, sondern der Geist, Gesetzentwürfe, welche sich mit den Ausständen beschäftigen, be= 1900 im Verlauf eines Streits von 100 Nietern der Reiherſtiegwerft welcher uns beseelt. Wer daher noch nicht Mitglied ist, er muß antwortet. Danach spricht sich die Regierung gegen eine Hinausfast sämtliche Werftarbeiter Hamburgs ausgesperrt. Mit der Begründung, daß fie infolge der unberechtigten Aussperrung für längere tellen Kollegen ersucht, dem Verband beizutreten, da es ja Endziele der Entwürfe aufrecht. Sie läßt jedoch eine Minderung hinein in die Organisation! Besonders werden alle Wertschiebung der Angelegenheit aus und hält den Grundsatz und die Zeit jeder Arbeitsgelegenheit beraubt worden seien, klagten darauf in erster Linie gilt, für sie die Arbeitszeit zu verkürzen und ihren der Strafbestimmungen zu; der Verlust der politischen Rechte ſolйl 11 Werftarbeiter gegen die erstgenannten beiden Firmen auf Schadens- Lebensunterhalt zu verbessern. Schadens- in ersaz. Sie wurden vom Landgericht, vom Oberlandesgericht und Am Montag, den 6. April, findet bei Franke, Sebastianstr. 39, Dienſtvorschriften für Eisenbahn- Angestellte, in welcher fortfallen. Ferner verspricht die Regierung eine Regelung der jezt auch vom Reichsgericht abgewiesen. eine öffentliche Versammlung statt, in welcher alle Wertstellen ver- Schiedsgericht für Streitigkeiten, welche die Disciplin betreffen, eintreten sein müssen. Tagesordnung siehe Annonce und Fachblatt. Der Vorstand der Filiale Berlin des Centralverbands der Stuccateure Deutschlands. Deutsches Reich. Die Arbeiter, so sagt das Reichsgericht, üben oft die Befugnis aus, die streifenden Arbeiter mit Gelb oder durch weitere Arbeitseinstellungen zu unterstügen, und betrachten dies jedenfalls nicht als gegen die guten Sitten verstoßend; aus denselben Gründen muß es auch den Arbeitgebern freistehen, sich zu vereinigen und gegen die Arbeiter Maßregeln zu ergreifen. Das Urteil erinnert lebhaft an den Vorfall in Württemberg, wo die Former einer großen Maschinenfabrik in allen Instanzen zu Schadensersatz verurteilt wurden, weil sie gemeinschaftlich in den Streit traten und angefangene Arbeit unvollendet ließen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. gesetzt wird. A Studenten Kundgebungen in Agram. ein Agram, 28. März.( W. T. B.) Die Studenten ziehen von Haus Zum Klempnerstreit in Stettin schreibt uns die Lohntanmission: zu Haus und fordern die Entfernung der Firmentafeln, die nicht in Der Streit dauert schon drei Wochen, ohne daß eine Einigung mit froatischer Sprache gehalten find. Mit Anbruch der Dunkelheit beden Meistern erzielt werben fonnte. Dieselben suchen von außer- feßte Gendarmerie und Militär die wichtigeren Punkte der Stadt. halb Ersatz zu verschaffen, was ihnen auch teilweise gelingt und Die Gendarmerie patrouilliert durch die Straßen; bis bald nach haben wir hauptsächlich mit dem Zuzug von 10 Uhr abends war die Ruhe nicht gestört worden. Berlin viel zu schaffen. Trotzdem schon 16 Werkstätten bewilligt haben, befinden sich jetzt noch 96 Klempner mit einigen Rohrlegern im Ausstande. Russische Schergendienste. Rom, 28. März.( W. T. B.) Deputiertenkammer. Auf eine Eine größere Firma( C. Schilbach), bei welcher auch Kupfer- Anfrage bezüglich der in Neapel erfolgten Verhaftung des russischen Der Streit der Militärschneider dauert unverändert fort. schmiede arbeiten( die Kupferschmiede Stettins befinden sich auch im Staatsangehörigen Goeg erwidert der Untersttatssekretär des Wesentliche Aenderungen im Stande des Streits find, wie Ausstande), hat den Stettinern in lezter Zeit größere Züge von fo- Innern Ronchetti: Goes traf am 17. d. M. mit Ritter in der gestrigen Versammlung der Ausständigen berichtete, an der Spige gehen die Arbeitswilligen, begleitet von ihren Chefs, Innern wurde bei Goes eine Haussuchung vorgenommen, der die genannten Arbeitswilligen, durch die Stadt spazierend, vorgeführt. feiner Familie in Neapel ein. Auf Anordnung des Ministers des nicht eingetreten. Die Situation ist für die Arbeiter nach wie dahinter folgen zwei Schuyleute in Uniform, und zuletzt ein Wacht- Berhaftung Goes' folgte. Die Anordnung des Ministers des Innern war vor eine durchaus günstige. Zwar haben sich die Unternehmer meister, sogar die Kriminalpolizei läßt es sich nicht nehmen, den aus Gründen der öffentlichen Ordnung ergangen. Nach dem Gesetz über bisher beharrlich geweigert, die Forderungen der Organisation imposanten Zug mitzumachen. Dies veranlaßt auch die Einwohner die öffentliche Sicherheit ist die Haussuchung und die Berhaftung vollgegenüber anzuerkennen, aber verschiedene Firmen haben den für fie und auch andre Leute mitzugehen, um nur zu sehen, was eigentlich tommen zu Recht erfolgt. Die Haussuchung und die Verhaftung er thatigen Arbeitern Zugeständnisse gemacht, um dieselben zur Wieder- los ist. In dieser Aufsehen erregenden Weise werden die Streif folgten in alleiniger Gegenwart des russischen Vicekonfuls, deffen aufnahme der Arbeit zu veranlassen. Eine derartige Zumutung wurde aber von den Arbeitern stets abgelehnt und find Streitbrecher brecher von der stets zum Schuße der Unternehmerinteressen bereiten Anwesenheit nötig war, um die Identität des Verhafteten festbisher nicht zu verzeichnen. Für die Arbeiter, unter denen große Polizei von der Wohnung nach der Werkstatt transportiert. zustellen. Der russische Vicekonsul hat in feiner Weise an der fei. Arbeiten von Regimentsschneidern nicht angenommen und überhaupt möglich, auf gütlichem Wege in Form höherer Lohnjäze etwas zu Antrag wird vom Giaging beheidung getroffen werden. jedwede Uniformschneiderei unterlassen werden. Siegesgewißheit und Kampfesmut herrscht, war es von vornherein Der Tarifvertrag der Feingoldschläger von Nürnberg, Fürth und Haussuchung teilgenommen und von feinem der beschlagtlar, daß der Kampf, zumal es sich um einen principiellen, um Schwabach, der im Januar durch die Arbeiter gekündigt wurde, ist nahmten Papiere Kenntnis erhalten. Die Regierung wollte die Anerkennung der Organisation handelt, längere Zeit dauern wieder neu abgeschlossen worden, und zwar auf die Dauer von Göz ausweisen, aber die russische Regierung bewird, und sie haben sich auch dementsprechend vorbereitet. Es soll zwei Jahren, vom 18. März 1903 bis 18. März 1905. In An antragte feine Auslieferung, weil er der Teilnahme mun auch eine schärfere Kontrolle geübt werden und außerdem sollen betracht der überaus schlechten Geschäftskonjunktur war es nicht an der Ermordung Ueber diesen die erreichen, man mußte sich damit begnügen, für Zeiten ganz schlechter Minister des Innern Giolitti führt darauf noch aus, die ganze Geschäftskonjunktur den Arbeitern eine tariflich niedergelegte Summe Angelegenheit sei aufgebauscht worden. Goetz sei ein gefährlicher als Entschädigung zu sichern. Mensch(?) und die Regierung habe die Pflicht, gefährliche Ausländer zu überwachen. Die beschlagnahinten Papiere selbst verwahrt. Er glaube, daß diese Papiere feinen Beweis für die habe niemand gesehen, sie würden von ihm, dem Minister, Schuld des Verhafteten enthalten. Sollte das Verbrechen, dessen Goetz beschuldigt wird, politischen Charakters sein, werde die AusHusland. Die Fensterputer beschäftigten sich am Freitagabend in einer start besuchten Versammlung mit dem Streit bei der Firma Stehr u. Co. Brüschte als Obmann der Lohnkommission Die Schneider in Kristania haben beschlossen, ihre Pläge zu wies darauf hin, daß die Firma zwar eine Anzahl Arbeitswillige bekommen habe. Doch da dies alles durchweg ungeübte Leute sind, fündigen und am 15. April die Arbeit einzustellen, weil die Meister so können diese auch nicht einmal die dringlichsten und leichtesten es abgelehnt haben, über einen neuen Tarif zu verhandeln. Arbeiten besorgen, geschweige denn die gefährliche Etagenarbeit. Die Schmiede in Amsterdam sind in den Ausstand getreten. An lieferung nicht stattfinden. Der Minister schließt mit der Erklärung, Somit sei der Streit sehr aussichtsvoll. Beifällig wurde es begrüßt, demselben sind 500 von 600 in Amsterdam beschäftigten Schmiede- seine Politik habe keinerlei Aenderung erfahren.( Sehr gut.) Der daß sich auch die Wiener Stollegen mit den Streifenden solidarisch gesellen beteiligt. erklärt haben. Eine Resolution wurde angenommen, worin den Streifenden die weitgehendste Sympathie ausgedrückt und erklärt wird, daß niemand bei der Firma Stehr in Arbeit treten oder Arbeit für diese Firma ausführen werde. Verfammlungen. Zwischenfall ist damit erledigt. Tananarivo, 28. März.( W. T. B.) Ein heftiger Wirbelsturm hat mehrere am Meere gelegene Städte auf Madagaskar verwüstet. Den Berichten nach find Der angerichtete Schaden ist erheblich. Menschen nicht umgekommen. Manila, 28. März.( W. T. B.) In dem letzten Gefecht mit den amerikanischen Truppen ist auf feiten der Aufständischen der General San Miguel gefallen. Die Schungskonkurrenz im Tapezierergewerbe und die Bedeutung Die Böttcher der Bierfaßbrauche befinden sich seit dem 25. März des Streits. Dieses Thema führte am Freitag in einer gut im Ausstand. In Betracht kommen 13 Werkstellen, wovon bereits besuchten Tapezierer- Versammlung zu einer lebhaften und regen 6 bewilligt haben. Ebenfalls hat die Faßfabrit W. Koch ihren Leuten Aussprache zwischen Gehilfen und Meistern. Zunächst sprach der gegenüber Zugeständnisse gemacht. Verbandsvertreter Leo Schmidt über den Streik bei der Firma Berantwortl. Redakteur: Earl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Mr. 75. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Das Blumenmedium vor Gericht. Sechster Tag. Nach Eröffnung der Sizung durch Landgerichtsdirektor Garb teilt Staatsanwalt Friedheim mit, daß der von ihm geladene außerordentliche Professor der philosophischen Fakultät, Dr. Dessoir, erschienen sei. Ferner teilt der Staatsanwalt mit, daß eine ihm zugegangene Nummer der" Täglichen Rundschau" die Notiz enthalte, daß die neulich mitgeteilte Trancerede, die Frau Rothe in der Charité gehalten, aus dem Werte Le corps astral bon Dr. Papus" stamme. Rechtsanwalt Dr. Thiele: Es würde damit doch nur bewiesen sein, daß vielleicht ein in dem Buche enthaltener Vergleich auch in der Trancerede wiederkehrte; daß Frau Rothe die Rede auswendig gelernt haben könnte, ist nach den Ausführungen des Sachverständigen Dr. Henneberg nicht anzunehmen. Es wird dann die Zeugin Bingenheimer( nicht Binswanger) noch einmal vorgerufen. Sie bestreitet die Behauptung der Angeklagten, daß ihr nach der Entlarvungs- Sigung der ominöse Unterrod erst auf dem Polizeipräsidium abgenommen worden sei. Die Zeugin bleibt dabei, daß der Unterrod schürzenartig um den Leib gethan, also nicht angezogen gewesen. Alsdann ergänzt der Zeuge Walter Rose seine gestrige Ausfage noch in einigen Punkten. Themata. Sächselnde und lallende Geister. Taschenspielertrids. T zeigt hat. Sonntag, 29. März 1903. Sachverständiger Dr. Puppe: feffor Dr. Sellin nochmals vor, um in einem langen Vortrage Nach dem Gutachten der Sachverständigen tritt der Zeuge Prodie wunderbarsten Manifestationen der Frau Rothe zu bezeugen und beginnen die Plaidoyers. Die Beweis aufnahme ist hiermit geschlossen und wollen, 2 Jahre 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung von sechs Staatsanwalt Friedheim beantragt, wie wir kurz mitteilen Monaten Untersuchungshaft und 500 M. Geldstrafe. Die Rede des Staatsanwalts. fommen, sich eingehend beschäftigt und nicht nur die spiritistische was in ihrem ganzen Wesen Schauspielerei, Betrug. Selbsttäuschung Litteratur cifrig studiert, sondern auch über hundert spiritistischen ist. Ihre strafbare Zurechnungsfähigkeit ist herabgesetzt, da aber Sigungen beigeivohnt habe. Es mangele hier vor allen Dingen das Strafgesetz diesen Begriff, nicht fennt, muß gesagt werden, daß an einer zureichenden Beobachtung. Zu einer solchen§ 51 nicht anzuivenden ist. gehörte, daß die Beobachter sich um das zu beobachtende Objekt systematisch hätten verteilen müssen: der eine zur Beobachtung der linken Hand und linken Seite links, der andre zur Die Probleme der Apporte seien die durchsichtigsten, ihnen stehe Beobachtung der rechten Seite und des rechten Armes rechts, die er sehr ffeptisch gegenüber, im übrigen müsse er sagen, daß solche andern hätten dies und jenes genau in Obacht nehmen müssen usw. fomplizierte Manipulationen, wie sie bei den Apporten gemacht Bei dem katastrophischen Charakter dieser Vorgänge werden mußten, nicht im Trance gemacht seien. Bei den Zeugen wäre sonst eine zuverlässige Beobachtung nicht mög- müsse man drei Gruppen unterscheiden: 1. die indifferenten, 2. die lich. Aus vielfachen Erfahrungen wisse er, daß oft in der unbe Berrogenen, 3. diejenigen, die auf Frau Rothe schwören. Leztere greiflichsten Weise Thatsachen von Zuschauern sind von den übersinnlichen Kräften derselben feft überzeugt. Dabei ent stellt werden, nicht aus bösem Willen, sondern infolge muß man aber sich vergegenwärtigen, daß sie zu den Teilnehmern von Anregungen und Einwirkungen, die in der Umgebung der be- etwa in dem Verhältnis stand wie der Hypnotiseur zu den Hypnotis treffenden Personen liegen. sierten. Man hat wohl manchmal gefragt: Warum ist Frau Rothe Ein Taschenspieler kann es auch. nicht Taschenspielerin geworden? Nun, als Taschenspielerin würde Ein Taschenspieler, der Liebhaber der Taschenspielerei ihre Tricks sind plump und ihre Fähigkeit, das Publikum ju täuschen, fie nach dem Zeugnis des Dr. Dessoir nicht recht reussiert haben, denn war, habe einmal mediumistische Experimente nachzeigt sich nur in dem eigentümlichen spiritistischen Milieu, wo die ge a hit, ohne den Zuschauern etwas davon zu sagen, daß es sich Sizungen mit Gebeten eröffnet wurden, wo man sich" Bruder" und nur um Nachahmungen handelte. Auf seinen Wunsch haben dann Schwester nannte und andre derartige Dinge vorkamen, die auf die Teilnehmer Berichte abgestattet über das, was sie ge- empfängliche Gemüter wirken. Der Trancezustand der Frau Rothe fehen haben. Die Berichte sind dann auch in spiritistischen erscheint nicht echt, da er sehr schnell kam und sehr schnell wieder 3eitschriften abgedruckt worden und man konnte daraus vorüberging. Was die medizinische Seite betrifft, so muß hervors ersehen, wie die einfachsten Taschenspielerkunst st üď c Manche Momente ſeien sehr auffällig gewesen. Wenn ein Geiſt berartiger Dinge feien auch gewisse technische kenntnisse findet, aber in der ganzen Zeit keinen abnormen Geisteszustand gezu Phänomenen geworden waren. Zu einer genaueren Beobachtung gehoben werden, daß Frau Rothe, die sich seit März v. J. in Haft bewie Flemming mir" und" mich" verwechselt, so sei das doch sehr notwendig. Wer nicht weiß, wie die Apporte fünstlich hergestellt sonderbar, ganz abgesehen davon, daß im echten erzgebirgisch werden können, ist nicht im stande, ein Urteil zu fällen. Der Zeuge sächsischen Dialekt gesprochen wurde. Ebenso sonderbar waren die hat mehreren Sizungen mit der Rothe beigewohnt, und er kann nur Manifestationen des vielgenannten" Friedchen". Das Kind sollte sagen, daß das, ivas er gesehen, ein Schwindel war, und zwar 10-11 Jhare alt sein und es war auffallend, daß Friedchen ganz ein in ganz tläglicher Weise ausgeführter Schwindel. Jeder zu befunden, daß die Gutachten der Sachverständigen fehlerhaft seien. im Säuglings Jargon sprach. statt" ja, ja"" sa, sa" Taschenspieler würde sich schämen, in so wenig ausreichender Weise es fagte, von„ Dein Medibumfel" redete usw. Andrerseits brachte zu arbeiten. Der Tisch war verhängt, der Stuhl, auf welchem sie Friedchen wieder Sachen vor, die über den Horizont eines so jungen faß, war so gestellt, daß im Zimmer eine Art dunkles Dreieck entKindes hinausgingen. Er, der Zeuge, habe sehr genaue und sorg- stand. Diese Dunkelkammer benutte sie, um von dort aus ihre fältige Beobachtungen gemacht, fönne aber gegen Frau Rothe per- Apporte zu bringen. Die Kleideruntersuchung war eine farce. sönlich nichts vorbringen, er habe nicht beobachten können, wo der sie dauerte eine Minute. Zu einer vollkommenen Untersuchung ge Schwindel eigentlich size. Die Manifestationen seien glänzend, eraft, hörte, daß sich Frau Rothe splitternacht hätte ausziehen und auch ficher. Seine Einwendungen gingen nur nach der psychologi- einer gynäkologischen Untersuchung hätte unterwerfen müssen. Sie Darauf nimmt Staatsanwalt Friedheim das Wort: Meine fchen Seite hin, insbesondere gegenüber Jentsch, der ihm ganz un hat in ziemlich plumper Weise die ganze Aufmerksamkeit der Teil- Herren Richter! Es handelt sich nicht darum, an dieser Stelle Fragen geeignet schien für ethische und religiöse Fragen. Der Zeuge wendet nehmer auf ihre rechte Hand gelenkt und mit der linken gearbeitet. zu entscheiden, welche einen breiten Rahmen in der Verhandlung einfich schließlich dagegen, daß er in den Berichten Magnetiseur" ge- Jede Pause benutte sie, um in geschickter Weise das Kommende vorgenommen haben und aufs eingehendste erörtert worden find. Es nannt werde. Das sei er durchaus nicht. Er sei der Vorsitzende zubereiten. Ihre technischen Fähigkeiten sind gar nicht sehr ist Sache der Theologen, zu prüfen, was und wie viel von dem eines großen Verbandes und halte Vorträge über psychologische groß, aber sie hat die sehr große Fähigkeit, die Auf- Spiritismus zu halten ist. Für uns handelt es sich nur um die Frage, merksamkeit abzulenten und die Schwäche der Anwesenden ob die Angeklagte strafbare Handlungen begangen hat und ob sie auszunuben. Sie macht sonst unter sehr minderwertigen Be- dafür verantwortlich zu machen ist. Um zu prüfen, ob die Handdingungen ihre Tricks. Es ist immerhin möglich, daß sie unter ver- lungsweise der Angeklagten sich als vollendeter und beränderten Bewußtseinszuständen, nicht mit reinem und ungetrübtem feit derselben in Betracht ziehen. Es ist richtig, daß sie aus einsuchter Betrug kennzeichnet, muß man zunächst die Persönlich= Bewußtsein ihrer betrügerischen Maßnahmen handelt, gewissermaßen einen heiligen Betrug" verübt, daß sie glaubt, eine höhere fachen Verhältnissen hervorgegangen ist, aber es wäre doch nicht Mission zu erfüllen und einer heiligen, guten Sache zu dienen. Sie richtig, fie deshalb als eine einfache Frau zu bezeichnen. Ihr ist nicht durchaus und schlechtweg eine einfache Betrügerin, sie ist ge- Mann war nur ein Kesselschmied, er spielte aber nur eine unterwiß von ihren Fähigkeiten überzeugt. Außerdem hat fie die Kunst, über ihrem Kreise. Dann ist sie früh auf die Bahn gelenkt worden, geordnete Rolle. Frau Rothe stand vermöge ihres Jntellekts weit großes Vertrauen zu erwecken. Bräs.: Würden Sie über einzelnes, was hier berichtet worden ist. Aufklärung geben können? die sie schließlich auf die Anklagebant gebracht hat. Wir haben ge= Sachverständiger Dr. Dessoir: Nein," Berichte" einzelner Per- hört, daß fie schon in einer Gastwirtschaft in Crimmitschau Kartens sonen können nicht erklärt werden, denn ein einzelner Mensch kann funststücke gemacht hat. Dann will sie ihre Begabung als Hellseherin vielerlei auf Täuschung beruhende Dinge als Thatsachen hinstellen. entdeckt haben. Sie unternahm Reisen, zunächst in Sachsen, bann Der Sachverständige erinnert an das bekannte Taschenspielerstückchen, durch ganz Deutschland und ins Ausland. Nun kann man doch nicht wo der Taschenspieler eine Apfelfine 6 bis 8 mal in höheren Ab- länger von einer Sesselschmiedsfrau sprechen. Sie hatte durch ihren ständen in die Luft wirft und jedesmal mit der Hand tiefer hinay- Umgang mit hochgebildeten Personen nicht nur Schliff erhalten, geht. Der letzte angebliche Wurf geht mit der ganz tief herab- sondern auch etwas Bildung, und die Zeugen, welche meinten, daß hängenden Hand von statten, der Taschenspieler legt die Apfel- die Angeklagte sich in ihren Trancereden in Ausdrücken bewegte, die fine aber auf seinen Schoß und thut nur so, als ob er sie über ihrem Bildungsgrade standen, find in einem Irrtum befangen. in die Luft werfe. Alle Zuschauer find aber überzeugt, daß Man darf nicht fibersehen, daß die Angeklagte durch das Leben ge= fie in der Luft verschwunden ist. Das sei ein Beispiel, bildet wurde. In den sechs Verhandlungstagen hat sie auch große wie durch die Vorbereitung, durch Erregung der Erwartung Selbstbeherrschung an den Tag gelegt, anscheinend teilnahmslos hat Täuschungen hervorgerufen werden können. Staatsanwalt sie zugehört, was Zeugen für und gegen sie vorbrachten, aber trotzdem Friedheim: Hat der Herr Sachverständige eine Erklärung dafür, hat sich gezeigt, daß sie alle Phafen des Prozesses genau und mit Aufdaß die Blumen unversehrt und„ thaufrisch" zum Vorschein kommen? merksamkeit verfolgte. Aber zweimal hat sie sich doch vergessen und Der Sachverständige giebt die Möglichkeit zu, daß dies mit Hilfe ihre Selbstbeherrschung berloren, das war im Falle Binzwanger und eines naisen Wachsteinwandbeutels geschehen sein im Falle Gerling. Im letteren Falle vergaß sie sich so weit, zu be= fönnte. Dr. Henneberg: Wenn Frau Rothe voraussah, daß haupten, daß Gerling selbst den Blumen haltenden Bindfaden unterfie längere Zeit brauchte, um zu apportieren, fann sie dieselben durch geschoben haben könne, der zu ihrer Entlarbung diente. In selbstEis konserviert haben. Rechtsanwalt Dr. Schwindt: Kann der bewußter, fluger und sicherer Weise hat sie die Sizungen mit ihrem Sachverständige sich das Impresario Jentsch vorbereitet. Vorher wurden die Näume und alles, was dazu gehörte, aufs forgfältigste einer Revue unterzogen Hellsehen vom philosophischen Standpunkte und Aerzte und Leute, die Naturwissenschaft studiert hatten, wurden erklären? Sachverständiger Dr. Dessoir: Solche Täuschungen so viel wie möglich von den Sizungen ausgeschlossen. Durch die kommen auch bei ganz normalen Personen vor und in vielen Fällen ganze Sizung, die mit Gesang und Gebet eröffnet wurde, ging ein handelt es sich nicht um hallucinationen, sondern um frommer Bug. Die ganze Produktion war aufs genaueste geplant llusionen, daß sie beispielsweise einen Vorhang für eine Ge- und vorbereitet. Wenn behauptet wird, daß es in einem Falle etwas stalt ansehen usw. Dr. Schwindt: Sie nehmen dann also wohl Unerklärliches gab und dies dann für alle Fälle maßgebend sein an, daß es reiner Zufall ist, wenn die Beschreibungen, die Frau müsse, so ist dies ein Trugschluß, ich behaupte nämlich, daß, wenn Rothe von manchen Personen gegeben, richtig waren? Dr. in einem Falle ein Betrug nachgewiesen wurde, so muß man daraus Dessoir: Jal Dr. Schwindt: Hat Ihre Wissenschaft sich schließen, daß auch in den übrigen Fällen Betrug im schon mit dem Spiritismus beschäftigt? Sachverständiger Dr. Spiele war. Und abgesehen von dem Falle, in dem sie von der Dessoir: Jawohl. Rechtsanwalt Dr. Schwindt: Es ist doch Polizei überführt wurde, ist sie noch in vielen andern Fällen merkwürdig, daß diese Probleme und Apporte in der Oeffentlichkeit überführt worden. Ihre Trancereden bestanden zumeist aus wissenschaftlich noch nicht widerlegt worden sind. Sachverständiger religiösen Bemerkungen, die sich sehr leicht auswendig lernen laffen. Dr. Dessoir: Man müßte ja dann unsre ganze Jahrtausende alte Sie benutte dazu ein altes Gefangbuch aus dem Jahre 1839. Es wissenschaftliche Erfahrung, die ganze wissenschaftliche Feststellung ist auch nicht richtig, daß sie sich während der Trancereden in einem von dem Wesen der Materie über den Haufen werfen. Die Bebewußtlosen Zustande befand, man muß vielmehr annehmen, daß soweis last liegt auf der andern Seite! Es muß ein ganz wohl die Trancereden wie die späteren Apporte wohl vorbereitet strenger, ganz objektiver und stritter Beweis geführt werden, der waren. Möge ihr Bewußtsein auch etwas getrübt gewesen sein und nicht von der Beobachtungsfähigkeit des Einzelnen abhängig ist. Sachverständiger Dr. Henneberg bemerkt zu der Der gestern vernommene Magnetiseur Geist hat seine Ausfage noch in einigen Punkten zu ergänzen. Er giebt an, daß Jentsch mit außerordentlicher Vorsicht vorging. Die Untersuchung der Frau Rothe sei auch keineswegs eine besonders ein gehende gewesen. Sie wurde von Damen vorgenommen, welche äußerst decent vorgingen. Es wurden lediglich die Vorderröde bis zum Knie emporgehoben. Der Zeuge meint, daß an dem Körper der Frau Rethe noch viel Plak übrig blieb, to sie Blumen versteckt halten konnte, es sei ihm auch aufgefallen, daß sie sich immer vorsichtig auf die äußerste Stuhl= tante fette. Es müsse auch ein Einverständnis zwischen Jentsch und der Rothe bestanden haben, denn es sei ihm aufgefallen, daß Jentsch immer seine Erklärungen anfing und dadurch die Aufmert samkeit der Anwesenden auf sich lenkte, wenn Frau Rothe Blumen hinter sich hatte und gleich darauf ein Apport erfolgen sollte. Ganz besonders sei ihm aufgefallen, daß Frau Rothe geſtern genau ge wußt habe, was sie im Trancezustande gesagt, während sie doch behauptet, nichts von dem zu wissen, was sie im Trance gethan oder gesprochen. Gleich nachdem ihm in einer Sigung Frau Rothe Mitteilungen über seine Verhältnisse gemacht habe, die fie seiner Ansicht nach unmöglich wissen konnte, habe er dies im Zustande hoher Erregung einem Freunde telephonisch mitgeteilt. Dieser habe fühl erwidert, daß es durchaus nicht merkwürdig sei, denn am Tage zuvor sei Frau Rothe bei ihrem gemeinsamen Freunde Gerding gewesen und habe über den Beugen Erkundigungen eingezogen. Visionen. " = Kaufmann Paul Krüger, der folgende Zeuge, weiß über eine Anzahl merkwürdiger Erlebnisse zu berichten, die ihm begegnet sind. In einer Sizung, an der vornehme Damen, u. a. die Gräfin Moltke und die Frau Generalin v. Moltke teilnahmen, habe die Angeklagte die herrlichsten Blumen apportiert. Bald darauf habe eine zweite Sigung in der Niederwallstraße stattgefunden. Er sei so spät aus Chemnitz zurückgekommen, daß er erst erschien, als die Sigung bei nahe zu Ende war. Er sei zur Frau Rothe in das Nebenzimmer gegangen und habe ihr beide Hände zur Begrüßung gereicht. Frau Rothe habe ihm auch ihre beiden Hände gegeben und während sie sich nun gegenseitig festhielten, sei plößlich ein förmlicher Blumenregen auf sie beide herniedergefallen. Es sei ganz unmöglich, daß Frau Rothe ihre Hände oder eine derselben hierbei gebrauchen konnte. Bald darauf habe Frau Rothe einen schnellen Griff in die Luft gethan und eine Apfelsine hervorgeholt. Eine ganz sonderbare Geschichte sei ihm im November 1891 passiert. Er hatte im Westen Berlins eine Anzahl Geschäftsbesuche erledigt, befand sich auf dem Nüdwege in der Nähe der Wohnung der Frau Rothe und stattete ihr einen Besuch ab. Frau Rothe hatte Besuch von einer Dame. Beim Betreten der Wohnung habe er bemerkt, daß er seinen Regenschirm in irgend einem der Geschäfte hatte stehen lassen. Lassen Sie nur den Schirm sein und kommen Sie herein" habe Frau Rothe erwidert. Sie feien in die Wohnstube gegangen, wo er neben Frau Rothe auf dem Sofa Plaz genommen habe. Frau Rothe habe Strümpfe gestopft. Da habe er deutlich gesehen, wie Frau Rothe plötzlich mit der ausgestreckten Hand nach der Fensterecke griff und seinen Schirm hervorholte. Im nächsten Augenblick sei die Vision verschwunden gewesen. Er sei noch etwa zehn Minuten dort geblieben, dann habe er sich auf die Suche nach seinem Regenschirm begeben. Schon im zweiten Laden sagte man mir:" Jawohl, hier ist Ihr Schirm." In demselben Augenblick sei plöblich eine Dame einge treten und habe gejagt: Wem gehört wohl der Schirm?" Im Nu var sie wieder verschwunden. Der Zeuge hält es für zweifellos, daß der Astralförper aus dem Medium herausgetreten ivar und mit Hilfe von Geistesen den Schirm geholt habe. Staatsanw.: kam der Schirm durch's offene oder durch das geschlossene Fenster? 8euge: Das Fenster war zu. Staatsanw.: Und die Scheiben gingen nicht entzwei? Zeuge: Nein. Das Blechkreuz im Wohnkuchen. In einem andern Falle erzählt der Zeuge, hatten wir nach einer stattgehabten Sizung noch ein Lotal am BelleallianceBlab besucht. Kaum hatten wir uns hingesezt, als ich sagte, ich wundere mich eigentlich, daß ich noch keinen Apport erhalten hätte. Da griff Frau Rothe mit der Rechten in die Höhe und in eine Base hinein, die auf dem Sims stand. Sie brachte einen Mohnkuchen zum Vorschein, brach ihn durch und es fiel ein kleines Kreuz heraus, das sie mir mit den Worten überreichte: Hier, lieber Bruder, hast Du Deines.". Präf.: War das Kreuz von Blech?-Beuge: Ja, es war Blech."( Heiterkeit.) " " Frage der Hellfeherei Hierauf tritt der Zeuge Gerling nochmals vor und bekundet, daß der Impresario Jentsch es verstanden habe, Familien mit glieder auszuhorchen. Die von ihm ausgehorchten Dinge wurden dann später von Frau Rothe vorgebracht. Es habe sich dies gang deutlich in einer Sigung gezeigt, wo man ihr eine Falle gestellt hatte, so daß sie direkt auf falsche Angaben hineingefallen war. Der Staatsanwalt kommt sie sich in einem Zustande von Halbtraum befunden haben, ihre Willenskraft war keineswegs ausgeschlossen, denn mit vollem Bewußts sein hat sie den Zuhörern vorgespiegelt: ich kann Euch Grüße von den aus seinen mit der Angeklagten in der Charité gemachten Er- so sehr bei Bewußtsein, daß sie die Taschenspielerstückchen mit Geschick Geistern in Form von Blumen, Apfelsinen usiv. bringen. Sie war fahrungen, daß die Angeklagte zuerst ganz diffuse Beschreibungen ausführen konnte. Die Verhandlung hat ergeben, daß die Angevon Personen gab, und daß dann unter der Mitwirkung der flagte mit ihrem Impresario Jentsch, der ja leider flüchtig geworden betreffenden Zuschauer selbst, aus deren unbewußten ist. Hand in Hand ging und dadurch ist auch der gemeinschaftliche Zwischenbemerkungen ihre Bemerkungen immer specieller und ein Betrug eriviesen. Daß es der Angeklagten darauf anfam, rechtsgehender wurden. Präs.: Ist das, was wir von der Hellscherei widrige Vermögensvorteile zu erringen, ist außer allem Zweifel, denn gehört haben, eine pathologische Erscheinung? Es ist eine pathologische Erscheinung, die aber nicht als Geistes- ein besseres Leben zu führen, eine größere Wohnung zu halten und Sachverst.: durch die Erhebung von Eintrittsgeld wurde sie in den Stand gesetzt, frankheit aufzufassen ist. weite Reifen zu machen. Geschädigt wurden diejenigen, welche Opfer brachten in der Erwartung, daß sie nicht einer Schwindlerin in die Sände gefallen feien. Es liegen also alle Thatbestands= merkmale des Betrugs vor. zu dem Schluß, daß die Angeklagte in 59 Fällen schuldig zu sprechen fei. Bei der Strafabmessung müsse man berücksichtigen, daß es fich doch um ein gemeingefährliches Verhalten handele. Sie habe mit ihrem Betriebe auf die heiligsten Gefühle der Menschen spekuliert, sie habe ihre Künste unter der religiösen Maske infceniert, die Gefühle der Liebe des Publikums zu ihren Verstorbenen ausge= Frau Rothe ist nicht geisteskrank und nicht schwachsinnig, fondern beutet. Ihr Treiben fei auch deshalb gefährlich, weil sie Gemüter, erfreut sich einer großen geistigen Regsamkeit und ungewöhnlichen die vielleicht schon ins Schwanken gekommen waren, noch mehr aus Beobachtungsgabe; fie zeigt aber andrerseits Symptome der Hysterie. dem Gleichgewicht brachte. Es lag sehr wohl die Gefahr vor, daß Bei dem völligen Mangel objektiver Kriterien über den echten Trance- bei prädisponierten Gemütern Geistesfrankheiten erzeugt zustand kann man nur sagen, daß, wenn es sich um echten, tiefen und die Gesundheit geschädigt werden konnte. Beim Trance handelt, die Frage der Anwendbarkeit des§ 51 sehr zu dis- Strafmaß, dürfe man nicht sentimental werden. Sie habe nicht gefutieren ist. Ein solcher tiefer Trance liegt aber bei der Ange- handelt wie einst der heilige Crispin, der das Leder stahl, um Armen flagten nicht vor. Bei den Apporten ist ein Trancezustand ausge: Stiefel zu verschaffen, sondern sie habe aus eigensüchtigen Motiven schlossen, und wenn darin ein Betrug zu erblicken ist, so kommt§ 51 gehandelt. Deshalb beantrage er 2 Jahre 6 Monate Ges nicht in Frage. Sie ist in gewissem Sinne eine pathologische Schwindfängnis unter Anrechnung von sechs Monaten, auf die Unterlerin, aber sie ist hysterisch beeinflußt und von den Spiritisten selbst fuchungshaft und 500 M. Geldstrafe event. noch 50 Tage Gefängnis. drangfaliert. So hat beispielsweise die Fürstin Karatka die Ange Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Schwindt lagte schon morgens aus dem Bett geholt und zu Sibungen mitgenommen. Man müsse daran denken, daß ihre ganze Carriere als erinnert bei Beginn feiner Nede daran, daß die Vorgängerin der Medium mit ihrer hysterischen Konstitution in Verbindung steht. Es Angeklagten, das frühere Medium Valeska Töpfer, derzeit nur zu handelt sich also nicht um eine ganz gewöhnliche fechs Monaten Gefängnis verurteilt worden sei. Er febe Hierauf giebt Professor Dr. Dessoir sein Gutachten ab. Er Schwindlerin, sondern um eine pathologische Benicht ein, weshalb die Angeklagte fo viel schärfer angefehen werden erwähnt einleitend, daß er mit den Dingen, die hier zur Sprache ge- trügerin, die sich nicht jederzeit Klar vor Augen führen kann, solle. Mit rauher Hand habe die Polizei in das Treiben eines Ein hellsehender Postbote. Zeuge Postbote Böhme: Er fei hellsehend, wenn er sich in fpiritistischen Cirkeln befinde oder wenn er über Spiritismus fich unterhalten habe. Er sehe dann plötzlich eine Wolke kommen, jehe Gestalten im Zimmer, die ihm gänzlich unbekannt sind, die ihm oft schon ihre Sterbe- oder Geburtsdaten sagten und dann verschwanden. Das Gutachten Profeffor Dessoirs. Sachverständiger Dr. Henneberg: harmlosen Vereins eingegriffent. Aber der Spiritismus werbe| fie nicht verurteilt werden, wenn fie aber von über natürlichen durch den Augenschein überzeugen, und im übrigen ist das auch bis dadurch gewiß nicht ausgerottet werdeit, dieser stecke ebenso Dingen spricht, so hat sie etwas gesprochen, was sie nicht in die Mitte der 90er Jahre durch die Umzugsstatistik, die früher wie das Gesundbeten zu tief in der Bevölkerung und leisten kann. Nach Ansicht des Gerichts haben die Leute geführt wurde, Jahr für Jahr zahlenmäßig nachgewiesen worden. sei in den weitesten Kreisen, unter Hoch und Niedrig verbreitet. nicht sorgfältig beobachtet und find getäuscht worden. Die Zeugen Der Arbeiter zieht eben ganz besonders häufig um. Aber er nimmt Viele Besucher der Sizungen würden ja auch nicht hingegangen sein, waren auch sehr geneigt, fich täuschen zu lassen, wie die Schluß die Unbequemlichkeiten und Unkosten dieser alle Jahre oder gar alle weil sie glaubten llebersinnliches zu hören und zu sehen zu be kommen, sondern weil sie hofften, etwas zu finden, was ihnen Hand- folgerungen, die Profeffor Sellin bei dem Vorfall in Zürich aus Halb- oder Vierteljahre wiederkehrenden Umzüge wirklich nicht zum habe zu einer Widerlegung bot. In dieser Absicht habe auch der Theorie des Astralleibes gezogen hat, zeigen. Wer so beobachtet, Spaß auf sich, sondern weil ihm nichts andres übrig bleibt. Er ist wohl Hofprediger Stöcker einmal das Medium besucht, sei die fann nicht als zuverlässiger Beobachter gelten. Auch bei andern gezwungen, der bald in diesem bald in jenem Stadtteil sich Geistlichkeit doch naturgemäß dem Spiritismus abhold. Selbst Personen liegt mangelhafte Beobachtung vor. Die Apporte stehen bietenden Arbeits- und Erwerbsgelegenheit nachdie gelehrtesten Leute hätten sich mit dem Spiritismus be- nach Ansicht des Gerichtshofes fast ausschließlich im engen Zu- zugehen und meist auch seine Wohnung dementsprechend zu wählen. faßt, dessen Anhänger nach vielen Tausenden zählten. Diese faminenhange Leute fühlten sich glücklich dabei und man solle ihnen doch ihren Leute nicht zu der Angeklagten gegangen, um mit den Trancereden. Jedenfalls wären die Auch der andre Umstand, daß in Zeiten der WohnungsGlauben lassen und ihre Kreise nicht stören. Der Spiritismus nur Trance- teuerung die Umzüge seltener werden, während sie bei bertrete eine fromme Richtung, deshalb sei es nichts Aufreben zu erhalten. Diese Reden sind nicht find nicht im bewußt entgegengesetter Gestaltung des Wohnungsmarktes sich wieder zu fallendes, daß die Sigungen mit Gefang und Gebet eingeleitet lofen Zustande gehalten. Der§ 51 trifft nicht zu, die mehren beginnen, giebt zu denken. Wenn die Hausbesitzer, die wurden. Er komme nun zu der rechtlichen Beleuchtung der Sache. Er Angeklagte ist aber doch eine hysterische Person, was berücksichtigt herrschende Wohnungsknappheit ausnutzend, allüberall die Mieten in habe doch Bedenken, ob Betrug vorliege. Es komme dabei werden muß. Sie ist auf frischer That ertappt, sie hat ein umfang- die Höhe schrauben, dann ist wenig Aussicht vorhanden, eine Mietsauf Leistung und Gegenleistung an und darauf, ob die An- reiches Gewerbe betrieben, aber bei den einzelnen Betrugsfällen sich steigerung durch einen Umzug abzuwehren. Mancher ist in solchen getlagte sich im guten Glauben befunden habe. Die An- mit bescheidenem Gewinn begnügt. Mildernd muß auch in Betracht Zeiten froh, daß er überhaupt wohnen bleiben darf; denn er weiß, geflagte habe nicht eine bestimmte Leistung, sondern für das Eintrittsgeld nur die Möglichkeit ver- Silfe fam. Einzelne Personen hatten den Gottesglauben verloren, der weniger Bemittelte wieder hoffen darf, bei regerer Bathätigkeit gezogen werden, daß die Leichtgläubigkeit der Spiritistin ihr zu daß er leicht aus dem Regen in die Traufe kommt. Sobald aber sprochen, einer Sigung beizuwohnen. Sie habe nie bestimmt in Aussicht gestellt, daß ihre Experimente gelingen würden. Sie hat dazu beigetragen, daß diese Personen den Gottesglauben wieder und stärkerer Vermehrung der Wohnungen sich ein billigeres und Außerdem habe Dr. Henneberg die Möglichkeit zugegeben, daß der gewonnen haben- freilich nur in der Form, daß sie eine äußere Ver- vielleicht auch besseres Quartier beschaffen zu können, dann wächst Trancezustand, wenn er echt ist, das Bewußtsein rauben kann. Berde bindung vom Diesseits ins Jenseits fanden, während der kirchliche, auch wieder die Neigung zum ziehen". Es ist, wie man sieht, auch dies zu Gunsten der Angeklagten angenommen, so könne von einem wahre Glaube ein wesentlich anderer ist. Wenn sie also auch hier eine rein wirtschaftliche Ursache, aus der der„ Mangel an Betruge nicht die Rede sein. Aber manche andre gerichtlichen geglaubt hat, ein gutes Wert zu thun, fo fällt andrerseits er Säßhaftigkeit", den man der Berliner Bevölkerung nachfagt und Gründe sprächen gegen einen Betrug. Wenn jemand eine Ver- fchwerend ins Gewicht, daß fie mit der Religion ein frivoles Spiel zum Vorwurf macht, fich erklärt. fammlung besuche, in der beispielsweise Ahl wardt oder Graf getrieben und nach ihrer Entlarbung noch leugnete, was nicht mehr Pückler oder ein andrer Volksredner spreche und er verlasse die Versammlung sofort wieder, weil ihm der Vortrag nicht gefalle, ou leugnen war. könne er sich dann betrogen fühlen, weil Die Angeklagte hörte die Begründung regungslos mit an unb Eintrittsgeld geopfert? Die Angeklagte hat gewährt, was gab eine Erklärung darüber, ob sie die noch zu verbüßende Strafe man loyaler- und billigertveise von ihr verlangen konnte. von zehn Monaten Gefängnis gleich antreten wolle, nicht ab. Man könne doch sich nicht auf den Standpunkt stellen, daß diese Thränenden Auges verabschiedete sie sich von den Verteidigern, von Kesselschmiedefrau mit ihren geistigen Fähigkeiten über dem Prof. Sellin, Dr. Langsdorf und einigen zu ihr herandrängenden Erkennungsvermögen der vielen hochgebildeten Leute stehen müsse, Spiritisten. die fie aufsuchten und mit ihr an überirdische, übersinnliche Dinge glaubten. Sie habe ficher nichts weniger geglaubt, als alle andren; sie sei eben eine unter vielen. Von einem Betruge in juristischem Sinne fönne feine gar Rede fein. Die Teilnehmer an den Sigungen mögen über das Geschehene enttäuscht, in ihren inneren Empfindungen gekränkt gewesen sein, von einem Betruge in juristischem Sinne könne aber keine Rede sein. Benn der Gerichtshof andrer Meinung sei, so sei exorbitanten Strafe gekommen sei. Der eine Sachverständige habe gar nicht abzusehen, weshalb der Staatsanwalt zu einer jo die Angeklagte eine pathologische Betrügereien genannt, was, eigentlich ein Widerspruch sei. Jedenfalls sei die Angetlagte eine hysterische, leicht erregbare Berson; scheinbar schob sie, aber sie wurde geschoben von den andern, die sich des Weibes mit dem schwachen Körper und schwachen Geifte zu ihren Zweden bemächtigten. Rechtsantvalt Dr. Thiele: er einige Nickel Berliner Partei- Angelegenheiten. Die Lokalfommission. Eine Bauarbeiterschutz- Ausstellung. Arbeiter eine Ausstellung, durch die sie zum Teil die Zustände auf Gleichzeitig mit ihrem Kongreß veranstalten die baugewerblichen Bauten demonstrieren, zum Teil an Modellen zeigen, wie man einen Bau ausstatten muß, wenn Leben und Gesundheit der Arbeiter nicht unnügen Gefahren ausgesezt sein sollen. Dem ersten Zwede dienen eine Anzahl Photographien, die standalöse Zustände enthüllen. Das Hauptstück der Modelle ist ein vollständiges Baumodell, angefertigt von den Hamburger Zimmerern Karl Schnad und Karl Körner nach dem Entwurfe des Friz Maurers ris Artom, über das uns von einem bauverständigen Arbeiter geschrieben wird: Zweiter Wahlkreis. Die nächste öffentliche Versammlung des Das Modell stellt einen für Arbeiterwohnungen berechneten, ahlvereins findet am Dienstag, den 31. März, abends 8 Uhr, Erdgeschoß und zwei Etagen umfassenden Edbau bei Zühlfe, Dennewigstr. 13, statt. im Vers Der Reichstags- Abgeordnete Emil Rosenow spricht über:„ Der Aufmarsch der Parteien zu hältnis von 1: 10 dar, der im Rohbau fertig ist. Die WohDie Zahlstellen des Wahlvereins befinden sich in folgenden Lokalen: Dachsteigung, Edtürmchen usw. vorgesehen, um die entsprechenden den bevorstehenden Reichstagswahlen". Gäste haben Zutritt. nungen sind solide und geräumig eingerichtet und entsprechen allen Anforderungen der Hygiene. Die Anfertiger haben Ausbauten, starke Julius Fischer, Boechstr. 7; Pazichte, Gräfestr. 31; Ferdinand Ewald, Dachsteigung, Ecktürmchen usw. vorgesehen, um die entsprechenden Schönleinstr. 6; E. Lindemann, Morisstr. 9; Ohnesorge, Mart: Gerüste anbringen zu können. Die Höhe des Modells beträgt bis grafenstr. 102; Friz Preuß, Belle- Allianceftr. 74a; Dstar Kumte, zum Dachfirfte etwa 2,05, bis zur Turmfpige 2,50 Meter. Alle Bülowstr. 59; Hagelsbergerfir. 23; Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15; Paul schaulichste bis in die kleinsten Details hinein, wie ein Unternehmer Otto Antric, Steinmetzstr. 60; Frizz Rechtbach, Gerüste und Schutzvorrichtungen entsprechen den von der organisierten Bauarbeiterschaft aufgestellten Grundsäßen und zeigen auf das AnScholz, Barutherstr. 22; Borgfeld, Arndtstr. 35. bauen lassen soll, dem das Wohl und Wehe seiner Mitmenschen Zur Lokal- Liste. Wir ersuchen die Parteigenossen und Partei- ebenso sehr am Herzen liegt wie sein eignes. Betrachten wir zu Er sei fest davon überzeugt, daß der Erfolg, den man bei Ein- genoffinnen, von nachstehender Notiz Kenntnis Yeitung diefes Prozesses im Auge hatte, nicht eintreten werde. Die Wilmersdorf. zu nehmen: nächst das Außengerüst: die aus einstämmigem, behauenem Holze Das Lotal Luisen- Part", Wilhelms- Aue 112 hergestellten Aufrichter sind in den Boden fest eingegraben Verhandlung sollte offensichtlich ein großer Schlag gegen den( Jnh. H. Meyer), steht jetzt der Arbeiterschaft zu Versammlungen 2c. und auf Holzschwellen so verzapft, daß sie nach keiner Spiritismus fein, aber das Verfahren ist zu einem Schlag ins wieder zur Verfügung. Rudow b. Brit. Das Lokal von Franz Richtung ausweichen fönnen. Die sonst üblichen Knaggen Wasser geworden, es wird nicht dazu beitragen, den Spiritismus Reime, Bendastraße, ist als gesperrt zu betrachten, die andren sind vermieden, dagegen sind solche verwendet, die von auszurotten, diese Verhandlung ist vielmehr zur größten Lokale dagegen sind frei. Werder( Havel). Zur bevorstehenden Baum- Reifplante zu Reifplante reichen, so daß sie stets einen festen Reklame für den Spiritismus geworden.( Loute blüte machen wir darauf aufmerksam, daß das Lokal Martin, Am Stüßpunkt haben. Nepriegel, Gerüst und Bordbretter sind in der Zustimmung im Zuhörerraume.) Man hat gesehen, welche Kugelweg 58, nicht zu besuchen ist, da dasselbe der Arbeiterschaft zu gehörigen Zahl und Stärke angebracht. An den Gerüstbäumen und Phalang von Leuten hier im Gerichtssaale erschienen ist, Bersammlungen nicht mehr zur Verfügung steht. Zehdenid. Das Gerüstenden sind Rücklehnen in Brusthöhe befestigt. Unter dem unt den Spiritismus อน schützen und zu verteidigen, Lolal von R. Schlegel ist als frei zu betrachten. Arbeitsgerüst befindet sich ein vollständig abgedecktes Gerüst zur so wird man überzeugt sein können: dieser Prozeß wird dafür sorgen, daß dem Spiritismus Tausende neuer Anhänger entstehen, Sicherheit der Arbeiter bei etwaigen Gerüstbrüchen. Die Rüdseite Die die denselben Weg wandeln werden, wie die meisten der Zeugen wird für die Friedrichstadt eine Partei- Spedition eingeführt. Es ist Diagonalverstrebungen und Verschwertungen machen jede LängenAchtung, Baricigenoffen im zweiten Wahlkreise! Vom 1. April des Gerüſtes ist durch Schmeißplanken dicht abgeschlossen. und schließlich gläubige Anhänger der Lehre werden! War es oder Seitenverschiebung unmöglich. Im Innern sind die überhaupt notwendig, den Spiritismus zu befämpfen? So viel stehe daher Pflicht aller Parteigenossen des zweiten Kreises, dahin zu Gerüstleitern, um das Durchfallen von Material zu ber doch fest, daß er nichts Unsittliches, nichts Strafbares bietet, auf wirken, daß die noch unter den Genossen gelesenen gegnerischen, der andern Seite aber eine Reihe der tiefsten Probleme berührt. farblofen Blätter verdrängt werden und an deren Stelle der Vor- hindern, mit einer Schutzverschalung, außerdem aber noch sehr Sehr sorgsam sollte doch die Frage der Anwendbarkeit des§ 51 erwärts" im Kreise immer größere Verbreitung findet und durch die praktisch mit einer dichten Seitenverschalung versehen, die das Abwogen werden. Selbst der Sachverständige Dr. Henneberg kann nicht Partei- Spedition Hermann Werner, Mittenwalder- fallen von Material an beiden Seiten der Leitern verhindert. Eine Teugnen, daß die Angeklagte sich bei den Trancereden in einem echten traße 30, bezogen wird, die geschaffen worden ist im Interesse Einrichtung, wie wir sie bisher auf Bauten noch nicht angetroffen haben. Die Podeste sind von Leitergang zu Leitergang mit GerüstTrancezustande befunden hat, und wenn dies der Fall ist, erscheint des Kreises und der Partei. die strafrechtliche Verantwortung ausgeschlossen. Man muß die An- Die Genossen, die zum 1. April d. J. den„ Vorwärts" und brettern dicht abgedeckt, ebenso die Ballenlagen im Innern, und auch geklagte, wenn man sie richtig beurteilen will, nicht aus ihrer Um- sonstige Partei- Litteratur bei der Partei- Spedition bestellt, aber Ruhepodeste find angebracht. Ganz besonderer Wert ist auf Schutzgebung, aus dem Kreise ihrer Verehrer, der hohen Herrschaften, mit versäumt haben, bei ihrem bisherigen Privatipediteur abzubestellen, dächer gelegt, so daß sowohl gegen herabfallendes Material, wie denen sie auf dem Duzfuß stand und die gläubig zu ihr empor- werden hiermit ersucht, bis zum 31. März dem nachzukommen. Für auch gegen die Hantierung der höher beschäftigten Arbeiter die unten blidten, herausheben. Die materielle Seite war ihr die Friedrichstadt kommen folgende Straßen in Betracht: Anhalt- thätigen völlig gesichert sind. Zum Schuße für die am freistehenden Nebensache, fie mag schließlich einer Eitelkeit, wie fie ftraße. Bernburgerstraße. Besselstraße. Charlottenstr. 1-20 und Giebel über die Hand Mauernden ist ein Auslegegerüst von besonders Medien oft eigen fein soll, anheimgefallen sein sie wollte ber72-99. Dessauerstraße. Friedrichstr. 1-35 11. 200-250. Groß- dauerhafter Stonstruktion angebracht; die Auslagerschraggen find im blüffen! Was die Trancereden betrifft, so war die Bekundung beerenstraße. Hafen- Platz. Halleschestraße. Hallesches Ufer. Hede- Innenraum zwischen doppelten Reifplanken befestigt. Die Breite des des Zeugen Gerling interessant, der da meinte, daß die Angeklagte mannstraße. Jerufalemerstr. 1-18 u. 41-66. Junterstraße. Klein- anggerüftes nach außen beträgt 2 Meter. Dasselbe ist mit einer von Jentsch hypnotisiert worden sei und er ihr die Reden suggeriert beerenstraße. Königgrägerstr. 17-120. Stochstraße. Lindenstraße. gut befestigten nach innen schräg abfallenden 6 Centimeter hohen habe. Ein solcher posthypnotischer Zustand, der wissenschaft- Markgrafenstr. 1-30 1. 65-107. Mauerstr. 1-7 u. 78-95. Möckern- Vorwand versehen. Das Gerüst hat von Etage zu Etage liegen zu lich möglich sei, erfordere die Anwendbarkeit des§ 51. ftrage. Prinz Albrechtstraße. Buttkamerstraße. Schönebergerstr. 1-18 bleiben und ist selbstverständlich vollständig abgedect. Ein Turmgerüft ist ebenfalls angebracht und zeigt die für diese Das bekannte Stück" Trilby" zeigte den Einfluß, den ein Mensch u. 23-34. Schüßenstraße. Wilhelmstraße. Zimmerstraße. auf den andren haben kann; so hat auch die Angeklagte völlig unter Die Kommission und die Vertrauensleute. besonders gefährliche Arbeit vorgesehenen Maßregeln. Für die Dackdecker ist ein von dem Dackdecker Färber entworfenes dem Einfluß des Jentsch gestanden, so daß sie in geschäftlichen Dingen Schöneberg. Der focialdemokratische Wahlverein begeht am besonderes Gerüst angebracht, durch welches das Abstürzen der nur ein gefügiges Werkzeug desselben war. Die Anklage leidet auch sonst ersten Osterfeiertag in den Obstschen Lokalitäten ein Vereins- Arbeiter über das Gefims fürweg unmöglich gemacht wird. noch an einem logischen Fehler. Es wird behauptet, daß die Angeklagte Bergnügen unter Mitwirkung der Gesellschaft Strzelewicz. Dieses Gerüft wird die oft halsbrecherischen Arbeiten der Dachdecker stets bemerkt habe, wenn zu den Sizungen umgläubige Bersonen famen. Programme a 30 Pf. find beim Kassierer und bei den Bezirksführern und Klempner wesentlich ungefährlicher gestalten. Diese hatten ihr das Geld bereits gegeben, als sie die Sigungen begann. zu haben. An der Kasse werden teine Billets ausgegeben. Ebenso interessant ist die Baubude, im Mittel den AufenthaltsWarum sollte die Angeklagte dann erst noch einen verbrecherischen Entschluß faffen, fie fonnte gar nicht mehr die Absicht gehabt haben, die von Berlin nach hier zuziehenden Parteigenossen, sich baldigft aushängen, links befinden sich die Waschräume, rechts die GeschirrAdlershof. Bei dem bevorstehenden Aprilumzug ersuchen wir bezw. Speiseraum, an dessen Eingang die Unfallverhütungsvorschriften sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, denn das Geld war ihr bereits geschenkt worden. Es fehlt auch die Ver- beim Staffierer Löwenthal, badenbergstraße 3, zu melden. Gleich bude. Dieselbe ist wasserdicht, verstellbar und transportabel. Der Mittelraum enthält einen gleichzeitig als Dfen dienenden mögensschädigung. Die Leute, die zu ihr kamen, haben sie befragt, beim Parteispediteur G. Size, Hackenbergstraße 8, bestellen. Die acht Blechbecken mit Abflußhähnen und gemeinschaftlichem Abflußzeitig wollen dieselben den Vorwärts" schon vorher zum 1. April Herd zum Wärmen der Speisen. Der Waschraum enthält wie man ein interessantes Theaterstück, ein Taschenspielerstückchen aufführe, fie wollten„ mit dabei sein", vielleicht ein bißchen renom- am Dit verziehenden Mitglieder haben ihren Wohnungswechsel eben rohr, eine Bank und einen Stuhl zur Benutzung bei etwaigen Un Ort mieren, sich als gut informiert hinstellen u. dergl., andre tamen falls schnellstens zu melden. Der Vorstand. fällen und einen Kasten mit Verbandszeug. Die Aussteller haben wieder aus wissenschaftlichem Interesse. Sie alle haben ihre Gaben Der Schmargendorfer Wahlverein hält am Dienstag, den 31. März, sich ein großes Verdienst um den Bauarbeiterschutz erworben. freiwillig hingegeben. Eine Vorspiegelung von Thatsachen" eine Mitgliederversammlung mit Gästen im Wirtshaus Schmargen Tiege nicht vor. Der Gerichtshof wird nur zu einem non liquet dorf ab. Auf der Tagesordnung steht der Vortrag des Genossen kommen fönnen und sagen müssen: Wir stehen vor Dingen, die wir Schubert- Berlin über die Reichstagswahlen. Pflicht aller Mitglieder nicht erklären können. Wir sind in der Erkemung der Naturfräfte ist es zu erscheinen. doch noch nicht am Ende, wie das Beispiel der Röntgenstrahlen zeigt, und, um mit den Worten der Spiritisten zu reden, man fagen: Sie dürfen nicht Erweiterung unsres Horizonts als eine schmerzhafte Operation betrachten!" Nachh alledem muß die Angeklagte freigesprochen werden. Die Angeklagte ist eine franke, hysterische Person, sie hat über ein Jahr im Gefängnis gesessen und wenn man von einem Opfer des Spiritismus reden kann, so ist die Angeklagte das bedauernswerteste! fann " Hierauf zieht sich der Gerichtshof zur Beratung zurück, die mur furze Zeit in Anspruch nimmt. " Lokales. Umzug. Das Urteil im Prozeß Rothe. Das Blumenmedium Rothe, die Schwester so vieler Hochgeborener Damen, ist heute nachmittag zu 1½ Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ihre Vorgängerin, Valesta Fischer, ein noch berühmteres Medium, war seiner Zeit geringer, mit 6 Monaten, davongekommen. Und wir, die wir doch gegen den Verdacht, ge= Sie sind wieder da, die Tage des Umzugs. Wären sie nur heime Anhänger des Spiritismus zn sein, wahrlich gefeit zu sein erst vorüber", seufzt so mancher, der zum 1. April seine Wohnung glauben, müssen bekennen, daß wir keine besondere Genugwechseln muß,„ wäre die Qual dieser Tage nur erst vorbei!" thuung über die harte Bestrafung zu empfinden vermögen. Man weiß, was ein Umzug in Berlin zu bedeuten hat. Die Schon unser Standpunkt dem Herrschenden Strafsystem gegenüber Berliner stehen in dem Ruf, sehr wenig feßhaft zu läßt eine solche Genugthuung nicht aufkommen. Selbst die modernen Vorsitzender Landgerichts- Direktor Garg verkündet das Urteil fein. Es wird ihnen nachgesagt, von Zeit zu Zeit ihre Wohnung Strafrechtstheoretiker vertreten ja die Auffassung, daß die Strafe dahin: Die Angeklagte wird wegen gemeinschaftlichen vollendeten zu wechseln lediglich, um wieder einmal sich zu verändern". nicht eine Art Sühne für geschehenes Unrecht sein dürfe, sondern ein Betruges in 48 Fällen und wegen vollendeten Betruges in zwölf Wer an den Haupt- Umzugsterminen, um den 1. April imd den Mittel der Besserung. Ein solch moralischer Effekt ist aber im Fall Fällen zu 1 Jahren Gefängnis unter Anrechnung von acht 1. Oktober herum, die Straßen Berlins betrachtet, der wird sich Rothe nicht zu erwarten. Weder bei dem hysterischen Blumenmedium Monaten auf die Untersuchungshaft und 500 Mark Geldstrafe ver- allerdings des Gedankens nicht erwehren können, daß bei uns in selbst, dessen pathologische Seiten durch einen geriebenen Geschäftsurteilt. Der Gerichtshof hält diejenigen, die zu der Angeklagten der That ein bißchen viel gezogen" wird. Man glaubt ein Bolt mann, den Impresario Jentsch, pfiffig ausgebeutet wurden, noch gar gegangen sind, um Vorführungen aus der Geisterivelt zu sehen und von Nomaden vor sich zu haben, wenn man dem Umzugstrubel bei der leider so verbreiteten Sekte der Spiritisten. Der Hoffnung, dafür Taschenspieler- Stunfistüde erhalten haben, in ihrem Vermögen zusteht, der in diesen Tagen die ganze Stadt erfüllt. Es ist kaum daß eine nervöse, pathologisch veranlagte Person durch 18 Monate für beschädigt. Sie haben nicht das erhalten, was fie vertraglich zu zu hochgegriffen, wenn mann anuimmt, daß in Berlin alle halbe Gefängnis geheilt" werden könne, können sich nur Leute hingeben, beanspruchen hatten. Was die Aussagen der Zeugen betrifft, die befunden, Jahre eine Viertelmillion Menschen ihr bisheriges Heim mit einem die keine Ahnung von der sensible Naturen gerade erst nervös daß sie übersinnliche Dinge wahrgenommen haben, so steht das Gericht andren vertauscht. machenden Wirkung der barbarischen Institution unsres Systems der auf dem Standpunkt der Sachverständigen, daß Daß aber diese Viertelmillion Menschen in ihrer Mehrzahl aus kriminellen Freiheitsberaubung haben. Und dann: Sobald die Rothe das, was Gemeingut der Wissenschaft heutzutage purer Veränderungssucht sich den Unbequemlichkeiten eines Umzuges die Gefängnisschwelle überschreiten wird, werden ihre Gläubigen fie ist, was von der Mehrzahl der Gebildeten als ausfegt, das will uns denn doch nicht recht glaubhaft erscheinen. Die wie eine Märthrerin empfangen. das Richtige in der Wissenschaft anerkannt wird, Umzüge sind verhältnismäßig am zahlreichsten in denjenigen Stadt- Die Zahl der Gläubigen wird sich durch die Verurteilung nämlich hier Blaz greifen muß. Hätte die Angeklagte gefagt, daß teilen, die vorwiegend von Arbeiter bevölkerung bewohnt durchaus nicht verringern. Die Verteidiger hatten durchaus recht, in ihr Naturkräfte wohnen, die sie sich nicht erklären kann, so könnte find. Davon kann man sich an iedem Umzugstermin aufs neue wenn sie den Prozeß als einen Schlag ins Wasser", als " " = eine Stellame für den Spiritismus bezeichneten. 1 Die beiden Opfer der neuesten Potsdamer Liebestragödie, Batch Aus Rigdorf. Zwei beffagenswerte Unglüdsfälle ereigneten fich Dergleichen geistige Verirrungen lassen sich nicht dadurch bekämpfen, halter Emil Leser und seine Braut Helene Ste zenburg aus diirdorf, gestern kurz hintereinander auf hiesigen Neubauten. Der Klempner daß man einzelne Individuen, die sie listig ausbeuten, ins Gefängnis wurden noch am Freitagabend von dem Hotel„ Einsiedler" nach dem Eduard Schwarz aus Berlin, Wilhelmstr. 3a, war auf dem Neubau wirft, sie müssen mit der Wurzel ausgerottet werden. Einen Kampf Potsdamer städtischen Friedhof überführt, und zwar hatte man beide Kaiser Friedrichstr. 206 mit Dacharbeiten beschäftigt, glitt dabei aus gegen den Aberglauben überhaupt aufzunehmen, fällt unsrer Justin Särge auf einen Möbelwagen, der auf den Hof des Hotels geschoben und fiel vier Stoď tief auf den Hof hinab, wo man ihn besinnungslos war, gestellt. Wollte man dadurch den Transport der Leichen un- aufhob. Wie sich ergab, hatte der Unglückliche eine Gehirnerschütte aber gar nicht ein. Sie greift gelegentlich einen Proletarier heraus, auffällig machen, so erzielte man dadurch gerade das Gegenteil, denn rung und verschiedene Rippenbrüche erlitten. Mittels städtischen der den wüsten Wahn kindischen Wunderglaubens, der gerade in den vor dem Hotel sammelten sich zahlreiche Personen an, welche über den Strantenwagens wurde Sch. nach dem Strantenhaus Urban geschafft. Kreisen der Aristokratie und der besser Situierten wuchert, zum absonderlichen Leichentransport die Köpfe schüttelten. Der gebeugte Vater Kurz vorher war der Zimmermann Johann Schmidt aus der Broteriverb auszumuzen sucht, aber sie läßt, was ja freilich auch nicht des Leser, Gürtler Albert Leser in Potsdam, begleitete den Leichen- Waldemarstr. 63 in Berlin auf dem Neubau Richardplay 7/8 dadurch ihres Amtes ist, die Wundersüchtelei gänzlich aus dem Spiele. transport. Das Liebespaar hatte unter dem Namen Kaufmann verunglückt, daß ihm ein herabfallender Balken ein Bein zerschmetterte. Sie wagt nicht einmal, den doch unter Umständen ebenfalls gemein- Klein und Frau aus Berlin in dem Hotel Wohnung genommen. Schmidt wurde in der Unfallstation XII verbunden und alsdann gefährlichen und kriminell zu fassenden Unfug des Gesundbetens Beide fand man angekleidet tot in den Betten liegend und zwar nach dem Krankenhaus Bethanien übergeführt. Beide Verunglüdten energisch anzupacken, der ja freilich auch speciell in hocharistokratischen Leser mit einem Schuß in die rechte Schläfe, Helene Stolzenbug sind verheiratet und Familienväter. mit einem solchen in den Hinterkopf. Wie bereits berichtet, waren Streifen graffiert. Die Justiz hat sich damit begnügt, den Prozeß die Eltern des jungen jungen Mädchens in der letzten Beit Alt- Weißenfee. Die Etatsberatung hatte in der letzten GemeindeRothe, der ein Kulturbild ersten Ranges bot, auf die engste gegen eine Verbindung desselben mit Leser und suchten die Ber- vertreter- Sigung stattgefunden und wurde derselbe im allgemeinen friminelle Bafis zu stellen; den Kampf gegen den spiritistischen Unfug lobung des Paares wieder rückgängig zu machen. Klatschereien nach der Vorlage des Gemeindevorstehers angenommen. Derselbe überhaupt wollte der Staatsanwalt den Kreissteuern Theologen über- aller Art wurden über den jungen Mann verbreitet. Derfelbe bezog balanciert in Einnahme und Ausgabe mit 52 500 W. Laffen. Das heißt in der That, den Bock zum Gärtner machen! als sogenannter Inspektor in der Speisefettfabrik von Müller u. Co. werden 30 Proz. von der Gemeinde erhoben. Die direiten Der Spiritismus hat eine zwiefache Wurzel: den marasmus ein Monatsgehalt von 200 m. nebst freier Wohnung, doch glaubten Gemeindeſtenern belaufen sich wie folgt: 140 Proz. Buschlag senilis, die intellektuelle Schwäche des Greises, und den sotialen die wohlhabenden Eltern der Stolzenburg, daß es Leser nur darauf zur Staatssteuer, 210 Pro3. Zuschlag zur Gewerbesteuer, 100 Bro3. Marasmus, die geistige Verkommenheit gewiffer Schichten der Be- abgesehen habe, in das Geschäft der Schwiegereltern hinein- Buschlag zur Betriebssteuer, 280 Broz. Buschlag zur Grund- und zuheiraten. Leser und seine Braut" hielten aber treu zu einander Gebäudestener. Der Gesamt- Grundivert der Gemeinde bes völkerung. Es ist nichts weniger als ein Zufall, daß gerade An- und gingen, als es nicht gelang, bei einer Unterredung am Montag trägt 7.080 000. Das Vermögen der Gemeinde ist mit gehörige der Aristokratie, Generale, Excellenzen usw., zu den die Eltern günstiger zu stimmen, gemeinsam in den Tod. 85.000 m. und die Schulden mit 26 407,48 m. berechnet worden. enthusiasmiertesten Gläubigen der Rothe gehörten. Diese futurell rückständigen und verfimpelten Schichten bildeten den intimen Birkel wurde in der hinter dem kaiserlichen Wildpark belegenen Pirschheibe, Fortbildungsschule von 50 auf 100 M. zu erhöhen, ebenso der frei Selbstmord Epidemie in Potsdam. Am Sonnabendvormittag Unter anderm wurde noch beschlossen, den Zuschuß zur gewerblichen des Blumenmediums. Sie, deren nichtige Griſtenz, deren aller in der Nähe des Forsthauses Gaisberg, bei der taiserlichen Babe: willigen Feuerwehr für entstandene Fuhrkosten 179,50 M. zu be Ideale bares Dahinvegetieren irgend eines psychischen Reizes be- Anstalt, die Leiche eines Mannes in den mittleren Jahren auf willigen, bei einer eventuellen Ablehnung hatte der Landrat die durfte, wurden in erster Linie die Opfer einer pathologischen gefunden. Der Mann, welcher nach einer in den Kleidern ein- Errichtung einer eignen Feuerwehr und Anschaffung von Geräten Gauklerin und eines abgefeimten Hochstaplers. Bevölkerungs- genähten Firma zu schließen, anscheinend aus Berlin stammt, macht foll die politische Gemeinde 1097,55 m. bezahlen, jedoch erhebt die angedroht. Für Reparaturen am Pfarrhaus in Hohen- Schönhausen Freise, die dem intellektuellen und kulturellen Fortschritt zu den Eindruck einer den besseren Geſellſchaftstreifen angehörenden Gemeindevertretung Widerspruch gegen die Zahlungsaufforderung. gewandt find, die es mit der Wissenschaft Wissenschaft und dem Person. Er hatte sich durch einen Schuß in die Schläfe getötet. Da praktischen Leben ernst nehmen, gehören zu jenen Stepfern, man bei dem Toten weiter keinen Anhalt zur Feststellung seiner Neu- Weißensee. Es ist vielfach die Ansicht verbreitet, daß fich vor denen Medien und Geister einen unüberwindbaren Schauder Berson fand, so wurde derselbe bei der am Sonnabendnachmittag beim Wohnungs- Umzuge die Räumung der Wohnung nach der Zahl 4 1hr stattgehabten gerichtlichen Leichenschau photographiert. empfinden. der Zimmer richtet. Da für den hiesigen Amtsbezirk eine derartige Der spiritistische Sput ist keine neue Erscheinung, wohl aber Abgestürzt ist vom Neubau der Versicherungsgesellschaft, Victoria", Polizei- Verordnung nicht besteht, so gelten nach dem Gesetz von falls der Vertrag nicht ausdrücklich etwas andres ein Kultursymptom. Schon ein Cagliostro veranstaltete feine Séancen te Jakobstr. 130/31, der Arbeiter August Orth, indem er beim 30. Juni 1834 in den Kreisen der geistig entnervten Aristokratie und aus den Abrüsten infolge Umlippens der Bretter, auf denen er stand, bestimmt der 1. April, 1. Juli, 1. Oktober und 1. Januar als 11%, Etagen tief herabstürzte. Schichten der geistig degenerierten amerikanischen Bourgeoisie verbreitete wurde per Droschte nach der Unfallstation gebracht. Der anscheinend schwer Verletzte Umzugstage. Die Wohnung ist somit ohne Rücksicht auf die Größe derselben an diesem Tage zu räumen. Fällt der Umzugstag jedoch sich um die Mitte des vorigen Jahrhunderts der Humbug des Tischrückens auch über die alte Welt. Dieser Sput kann auch nur be- Ein Fahrstuhl- Unfall mit tödlichem Ausgange trug sich vorgestern, auf einen Sonntag, so gilt der nächste Wochentag als Umzugstag. kämpft werden durch frische, rege Kräfte, durch die noch freie, fröh- Sohen Steinweg 6/7 zu. Hier war seit 38 Jahren der 58 Jahre wurde beim ersten Punkt der Tagesordnung die Errichtung einer Freitag, nachmittags in der Weißbier- Brauerei von Möwes am Friedrichsfelde. In der Gemeindevertreterfißung am Donnerstag liche Wissenschaft und durch die kampffreudigen Träger der neuen alte Maschinenmeister Fritz Söderitz aus der Nieberstraße 11/12 ans neuen Schulklasse und die Anstellung einer neuen Lehrkraft beschlossen. gestellt. Alls Alls vorgestern nachmittag um 5 Uhr der Fahrstuhl festsaß. Zu Punkt 2 wurde die Anzeigepflicht bei ansteckenden Strankheiten für Städtische Handwerkerschulen. Anmeldungen von Schülern für machte sich auch Stöckeritz damit zu schaffen, ihn wieder in Gang zu Aerzte und solche Personen, die ein Heilverfahren gewerblich ausdas am 15. April beginnende Sommer- Halbjahr der ersten Hand- Stockwerk fich nach dem Stuhl hinüber lehnte, setzte sich dieser plöß- Gesellschaft für Desinfektion und Hygiene wurde ein Vertrag bringen. Während er in der offenen Thür des Schachtes im fünften üben, beschlossen beziehungsweise erweitert. Mit der Kontinentalen werkerschule, Lindenstr. 97/98, werden noch am 30. und 31. März von lich in Bewegung. Der beleibte Mann konnte sich nicht rasch gemig genehmigt, durch den ihr das Monopol der Desinfektion für der 6 bis 8 Uhr abends im Schulhause entgegengenommen. Art der zurückziehen und geriet so imglücklich zwischen die Oberkante des Amtsbezirk Friedrichsfelde uiter folgenden Bedingungen eingeräumt zweiten Handwerkerschule, Andreasstr. 1/2, beginnt das Sommer- Stuhles und die Schienen, daß ihm der Kopf zermalmt wurde. Der wird: Die Gesellschaft verpflichtet sich, binnen 24 Stunden jede Des halbjahr am Donnerstag, den 16. April. Anmeldungen für diese Beringlückte karb auf der Stelle: Ein Arzt, der aus der Nachbar- infektion von Räumen und der darin befindlichen Sachen unter Schule werden im Schulhause an den Wochentagen bis 2. April von schaft zu Hilfe gerufen wurde, konnte nur noch den Tod feststellen. Garantie der Nichtbeschädigung auszuführen. Als Stoften berechnet 6 bis 8 Uhr abends entgegengenommen. Auskunft und Programme Die Leiche wurde von der Revierpolizei beschagnahmt, da der Unfall die Gesellschaft pro kubikmeter 20 Pf. refp. 15 Pf. für nicht staatss durch die Direktoren beider Schulen. vielleicht noch ein gerichtliches Nachspiel haben wird. Köckeriz hinter steuerpflichtige Einwohner. Ueber die Kostenfrage entspann sich eine läßt eine Frau und drei erwachsene Kinder. längere Debatte, schließlich wurde der Antrag des Vertreters Im Berfolgungswahn zum Fenster hinausgesprungen ist in der Wilte auf Nebernahme sämtlicher Kosten auf den Gemeindes bergangenen Nacht der 27 Jahr alte Schneider Stanislaus Gluczinski Etat angenommen. Ferner wurde der vom Gemeindevorstand beanaus der Ackerstr. 21. Gluczinski, der seit sieben Jahren verheiratet tragten Errichtung einer Freibank definitiv zugestimmt. Unter ist, trank so stark, daß ihn seine Frau am Dienstag verließ, um mit Mitteilungen" legte der Gemeindevorsteher einen von den inter ihrem acht Monate alten Kinde bei Verwandten ein Unterkommen essierten Besitzern( Bauern, Rittergutsbesitzer, Gennssenschaft für zu suchen. Nach dem Weggange der Frau kam er nicht mehr zum Viehverwertung) eingerichteten Bebauungsplan derjenigen Ländereien Borschein, sondern hielt sich in seiner Wohnung verborgen. Gestern vor, welche vom Magerbiehhof bis zur Weichbildgrenze liegen. Die abend um 9 1hr flopfte er bei mehreren Hausgenossen an, um Schuß zu Genehmigung wurde auf später vertagt und auf Antrag des fuchen. Er bildete sich ein, daß seine Frau mit drei Kerlen hinter Vorstehers die Einzeichnung mehrerer Plätze zu öffentlichen ihm her sei, um ihn niederzustechen. Die Leute beruhigten ihn und Zweden verlangt. Die Straßen sind in Breiten von 19 resp. Als feiner brachten ihn um 10 1hr zu Bett. Um 11% Uhr aber begann der 21 Meter und in Längen bis 3 Kilometer vorgesehen. Stranke wieder zu lärmen und um Hilfe zu rufen. Er wähnte fich Zeit für das einem kleinen Ort mun einmal unentbehrliche Krieger wieder verfolgt und sprang aus dem Fenster feiner im dritten Stod denkmal lein geeigneter Blah vorhanden war, taufte der Ritterguts gelegenen Schlafftube auf den gepflasterten Hof hinab, wo er mit befizer v. Treskow ein Stüd des mitten im Dorfe liegenden Salz schweren Verlegungen am Stopf und an den Beinen bewußtlos liegen mannschen Gartens für 720 m. und schenkte es der Gemeinde. blieb. Die Revierpolizei ließ ihn mit einem Stoppfchen Rettungs- Nachdem die Gemeinde das eingezäunte Stück Land gekauft, um wagen nach der Charité bringen. Ein Bein ist so schwer gebrochen, daraus eine Anlage zu machen, verlangt der Herr Landrat v. Treskoto für das feiner Zeit geschenkte Stüd Land eine Summe von GVO 9. daß man es wird abnehmen müssen. zurütd. Der Forderung wurde zugestimmt. Kultur! Die Fleisch- Untersuchungsstationen Nr. VII in der Markthalle IX, Bücklerstraße, und Nr. VIII in der Markthalle XII, Grünthalersiz aße, gehen mit dem 31. März d. J. ein. Zählung der Handwerksbetriebe. Im Laufe des Monats April dieses Jahres findet in Berlin, Charlottenburg, Rigdorf und Schönes berg eine Zählung der Handwerksbetriebe nebst der in ihnen beschäftigten Gefellen, Gehilfen und Lehrlinge im Auftrage der hand werkskammer zu Berlin durch Polizeibeamte statt. Die Zählung ist von dem Herrn Oberpräsidenten zu Potsdam angeordnet worden, um die Höhe der Beiträge festzustellen, welche auf Grund des§ 103 1 der Gewerbe- Ordnung von den Gemeinden zu den Kosten, der Handwerkskammer zu leisten find. Zum Zwecke der Zählung werden Zählkarten an die Betriebsinhaber ausgegeben, welche von diesen auszufüllen sind; außerdem werden von den zählenden Petizeibeamten Hausgrundstücks- Listen geführt. Die Polizeibeamter, find gehalten, die Betriebsinhaber bei der Ausfüllung der Zähllarten in jeder Beziehung zu unterstützen. -Der Neubau des zweiten Rathauses hat in der letzten Zeit große Fortschritte gemacht. Die Fundamente erheben sich schon einfen Meter über den Erdboden, und das Baugerüst im Berle von Ueber den Selbstmord eines 17 jährigen Mädchens wird aus 150 000 Mart ist bis auf einen kleinen Teil vollendet, und taim Schöneberg berichtet. Erna Neumann, die Tochter eines Geschäfts- Neuenhagen. Ga dürfte vielleicht nicht unangebracht sein, die nunmehr mit dem Bau des Erdgeschosses begonnen werden. Die reisenden aus der Feurigstr. 44, war feit dem 1. Mai v. J. in einem Berhältnisse, wie sie für unsre Partei in den ganzen Vororten der gesamten Baukosten sind auf 7 Millionen Mark veranschlagt, Papiergeschäft in der Friedrichstraße als Comptoiristin angestellt. Durch Ostbahn liegen, einmal ein wenig zu beleuchten. Wenn man in Erwovon 1 600 000 Mark bewilligt worden sind und zwar 1 Million fleine Nachlässigkeiten zog sie sich ein paarmal eine Rüge zu. Zu wägung zieht, daß von Biesdorf bis Straußberg fich 38 Säle bes Mark aus laufenden Mitteln und der Rest aus Anleihen. Die letzt stellte ihr der Geschäftsinhaber in Aussicht, daß er an ihre finden, welche durchschnittlich 200-400 Perfonen faffen, und uns von Bautosten des alten Rathauses beliefen sich auf 7 Millionen Stiefmutter schreiben werde, wenn sie noch einmal Anlaß zu einem Dielen, 33 Gülen wir ein einziger zur Verfügung steht, der noch Mark, wobei zu berücksichtigen ist, daß in den sechziger Jahren Tadel gebe. Dies teilte ihr Bruder, dem sie davon erzählt hatte, dazu eine ganze Stunde von der Bahnstation entfernt liegt, daß ferner während dieses Baues sowohl die Arbeitslöhne als auch die Material- ohne ihr wiffen der Stiefmutter mit. Run erhielt sie auch zu Hause auch nicht in einem einzigen Lokal ein Barteiblatt ausliegt, so könnte preise, besonders der Mauersteine, bedeutend niedriger waren, als Vorwürfe. Als die Stiefmutter ihr ankündigte, daß sie sich von ihr man glauben, man befinde sich in Ost- oder Westpreußen, aber nicht heute. Bei dem Neubau des Rathauses soll zunächst mit dem Wer- trennen werde, sobald sie ernstliche Sagen höre, ging fie Ende or den Thoren Berlins. Wenn man bedenkt, daß fast auf jeder setzen der Sandsteinverblendung fortgefahren werden und dann mit vorigen Monats weg, lehrte nicht wieder nach Hause zurück und ließ sich Station 100-200 Arbeiter Morgen für Morgen nach Berlin zur dem Mittelbau begonnen werden. auch im Geschäft nicht mehr sehen. Gestern landete man sie aus der Arbeit fahren und daß der weitaus größte Teil dieser Arbeiter, ehe dieselben hier herauszogen, in den einzelnen Berliner Wahlvereinen Straßensperrungen. Wegen Rohrverlegung ist das Waterloo Kronprinzen- Brücke als Leiche aus der Spree. Ufer von der Belle- Alliance- Brücke bis zur Waterloo- Brücke für Die amtliche Untersuchung über den schrecklichen Unglüdsfall in organisiert war, so müssen diese Zustände doppelt befremden. Haben Fuhrwerk und Reiter bis auf weiteres gesperrt, desgleichen die so- Bankow, bei welchem der obdachlose Arbeiter Schmidt, wie wir diese Arbeiter ihren ganzen Socialismus an den Nagel gehängt genannte ich warze Brüde im Zuge der Thaerstraße wegen Er- meldeten, zerstückelt wurde, hat ergeben, daß das Betriebsperfonal oder bildet man sich ein, nachdem man", Grundbefizer" geworden, neuerung des Bohlenbelags. der Straßenbahn ein Verschulden nicht trifft. Der Straßenbahnzug schon zum Mittelstand zu gehören? Die Arbeiter sollten doch bedenken, er die letzte Kontrolle ant Schönhauser Thor daß es ziemlich das gleiche ist, ob man direkt Micte bezahlt, oder lehrer am Friedrichs- Realgymnasium, Herr August Brestrich, tritt muß führt. Proletarier bleibt man doch. Wir erwarten, daß sich die als am 1. April nach 52jähriger Lehrthätigkeit in den wohlverdie uten auf dem Depot nicht eingeholt worden Ruhestand. Herr Brestrich hat diese 52 Jahre voll dem Schulich also in der vorgeschriebenen Fahrgeschwindigkeit bevegt Barteigenossen betrachtenden Arbeiter angefichts der bevorstehenden Ruhestand. Herr Brestrich hat diese 52 Jahre voll dem Schul- haben. Der Ueberfahrene ist, wie feststeht, unter feinen Um- Reichstagswahl ihre Pflicht erinnern. Denn ein Genosse, der wesen Berlins gewidmet. Im Jahre 1852 trat er als 3tvarpig ständen furz vor dem Wagen auf das Geleis getreten, fondern die Latalfrage nicht ernst nimmt, verlegt die wichtigsten Parteijähriger in das Lehrerkollegium der Marggrafffchen höheren Stnalen er muß auf demselben an der ziemlich dunklen Stelle im Schatten Interessen. Zeigen wir den Herren Wirten, daß wir nicht ſchule ein. Später ging er an die Wolfffche Mittelschule für Knaben eines Baumes bereits gelegen haben. Als der Fahrer einen Rud länger mehr gewillt sind, ihnen Verdienst zu gewähren, wenn sie über, die er dann 1858 als Vorsteher übernahm. 26 Jahre hind auch verspürte, brachte er den Zug sofort zum Stehen und, in der An- sich für zu qui halten, ihre Zolate den Arbeitern auch zur ernsten hat er die Leitung dieser Privatschule gehabt. Nach ihrer im Jahre nahme, daß ein Stein in den Schienen liege, wurden diese von den Beratung ihrer politischen Interessen zur Verfügung zu stellen. 1884 erfolgten Schließung wurde Brestrich an der Vorschule des 1884 erfolgten Schließung wurde Brestrich an der Vorschule des Beamten vorschriftsmäßig revidiert. Da die Rillen frei gefunden Beweisen die Arbeiter auch mir einige Selbstachtung, so werden die nur Friedrichs Realgymnasiums zunächst als Vertreter beschäftigt und dann dauernd mit der„ kommissarischen Verwaltung" der betreffe nden wurden, konnte man nur annehmen, daß der Stein durch den Nud Wirte fich gezwungen sehen, die Macht der Arbeiterschaft zu respektieren Lehrerstelle betraut. aus dem Geleis geschleudert war. Daß eine Leiche an dem Wagen- und ihre Lokale für Versammlungen zur Verfügung zu stellen. Dem jezt 72jährigen Schulmanne haben Magistrat und Stadtverordneten- Bersammlung, obwohl er im fiibfi- getriebe hängen fönnte, an folche Möglichkeit dachte natürlich nie Arbeiter, schüttelt Euren Schlendrian endlich ab angesichts der bevorschen Schuldienst nicht mehr fest hatte angestellt werden könner in mand und thatsächlich ist, wie die am Tage stattgehabte Untersuchung stehenden Reichstagswahlen. Anbetracht seiner Verdienste um das Berliner Schulwesen ein puhe- der Unfallstelle ergeben hat, der Körper des Zermalmten etwa dreißig fiber die Meter weit mitgerissen worden. Weder die Beamten noch die Fahr gehalt gewährt. Herr Brestrich hat übrigens auch in der kom mu nalen Armenpstege seit langem eine rege Thätigkeit entfaltet. Bor- gäste, von denen verschiedene ermittelt und vernommen worden find, steher einer Armenkommission ist er seit 1861, jeit 1877 gehört er haben einen Schrei gehört und so erscheint es zweifellos, daß der Unglüdliche im Schlafe vom Tode überrascht worden ist. der Armendirektion als Bürgerdeputierter an. Ein Schulveteran, der Schulvorsteher a. D. und jezige Vorful- hatte, als passierte, eine fleine Verspätung, die bei der Ankunft die Miete in Gestalt von Zinsen an den Hypothekengläubiger ab= tvar, er Seit 55 Jahren ist nicht ein so zeitiger Frühling zu verzeichnen, Der Berliner Berein für Volkshygiene hält am 1. April, abends gewesen, wie in diesem Jahre. Anno 1848 zeigte der Monat März 9 Uhr, im Architektenhause, Saal B, feine diesjährige Mitgliedereine ähnliche Temperatur, die in den Tagen vom 16. bis 20. des versammlung ab. Vorher spricht um 8 Uhr an derselben Stelle Revolutions Monats zwischen 16-19 Grad Réaumur fchwanfte Herr Dr. Beerwald über Grundsäge der Ernährung". Gäfte find Es wurden Versammlungen im Freien abgehalten und Ende März willkommen. Y wurde die Hige fast als unerträglich empfunden. Und wie der Früling, " 1 Hus den Nachbarorten. Die lekten Reichstags Debatten über die Verhältnisse in den Spandauer Staatsbetrieben sind nicht ohne Erfolg geblieben. Wie uns aus Spandau telephonisch gemeldet wird, wurde gestern durch Anschlag bekannt gegeben, daß die so viel besprochenen Lohnkürzungen zurückgezogen sind. Es soll den Accordarbeitern wieder gestattet sein, die Höchstsäge zu verdienen. In den letzten Tagen war von Berlin der Herr Generalmajor v. Einem mit einem Kommissar anwesend, um sich über die Sachlage zu informieren. Bei dieser Gelegenheit schien Herr v. Einem besonders wißbegierig zu sein, tver wohl Ge noffen Zubeil von den beabsichtigten Lohnänderungen Mitteilung gemacht hat. Aus letzterem dürfte wohl mit Recht der Schluß gezogen werben, daß es dem tapferen Eintreten des Genossen Zubeil nicht zum wenigsten zuzuschreiben ist, wenn die Leitung der Staatsguzichen. anellop R33 so war auch der Sommer. Eine anhaltende Hiße, die von der großen Trockenheit begleitet war und bis spät in den September hinein anhielt, ließ den Sommer drückend erscheinen und gestaltete Im Charlottenburger Volkshause sind zu dem heute statt ihn verhängnisvoll für die Landwirte. Wie damals ist auch in findenden großen Volksfeste ganz besonders große Vorbetriebe sich genötigt sah, die Lohnkürzungen wieder zurückdiesem Jahre der Pflanzenwuchs außerordentlich vorgeschritten und lehrungen getroffen worden. Ist es doch gelungen, unfre größten in seiner Entwicklung um einen vollen Monat verfrüht. Zibiden Stünstler und Künstlerinnen zur Mitwirkung zu gewinnen. Mit ganz und Kastanien zeigen bereits das frische Grün der ersten Blätter, besonderer Liebe hat sich die große Stünstlerin Frl. Luise Dumont der Katzenstrauch hat seine Blüten abgeworfen und der ber guten Sache angenommen, und so verspricht dieses Fest, welches Notdorn wird sich, wenn die Witterung so anhält, in acht Tage in zur guten Weiterentwicklung des Volkshauses veranstaltet wurde, ein vollem Blütenschmuck präsentieren. An geschützten Stellen stekende felten schönes zu werden, und es ist zu hoffen, daß die Genossen Flora. Eine Handlungsgehilfin ist keineswegs verpflichtet sich den BeFliedersträuche zeigen schon die frischen Senospenbüschel und äflich von nah und fern sich diese seltene Gelegenheit nicht entgehen lassen trag anrechnen zu lassen, der ihr für die Zeit der Krankheit aus der wie die genannten sind alle andren Pflanzenarten entwickelt. Hoi fent werden. Um es jedem möglich zu machen, dieses Fest besuchen zu Strankenkasse zusteht. Sie haben Anspruch auf vollea Lohn bis zum 1. April. lich wird sich die Bauernregel:„ Grüne Ostern, weiße Pfingsten in tönnen, hat der Ausschuß des Boltshauses den Eintrittspreis auf Dadurch, daß Sie einen Teil des Lohnes unter Protest annahmen, ver diesem Jahre nicht bewahrheiten. mur 25 Pf. feftgefeht. Näheres in der heutigen Annonce. geben Sie sich keinerlei Rechte. Briefkaften der Redaktion. Geschäftshaus H. Greifenhagen Nachfg Brunnenstrasse 17-18. 00000000 Zug- Vorrichtung verstellbar Stück 39 Pf. ( Inh.: Trapp& Morris.) Brunnenstrasse 17-18. Der Extra- Verkauf dauert nur noch diese Woche! Zum Umzug: Bedeutend im Preise herabgesetzt. Teppiche, Tisch- und Steppdecken. Axminster- Teppiche in grosser Musterwahl 4.65 Mk. Stück zu empfehlen. Aermel- Plättbretter bezogen Stück 58 Pf. Portieren, Gardinen und Möbelstoffe. 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Zu den Verbandstagen in Berlin. Sonntag, 29. März 1903. Mitgliederzahl betrug 1900: 16 350, dagegen 1902 nur 16 195. Ob denn auch gemäß seiner Instruktion eine entsprechende Aufforderung das Jahr 1902 gegen 1901 eine Zunahme an Mitgliedern aufweist an den Arbeiter Vincenz, der vor der Fabrik auf- und abging. wie bei den Maurern und Zimmerern, wird in dem Be- Vincenz entfernte sich, fehrte aber nach etwa 10 Minuten Wenn der Bauarbeiterschutz- Kongreß seine Verhandlungen bericht nicht gesagt. In den beiden Berichtsjahren wurden als Passagier eines Rollwagens in die Nähe der Fabrik endet hat, treten die Delegierten der Centralorganisationen der 27 209 Mitglieder aufgenommen, während in in derselben Zeit zurück, ging hier in eine Kneipe und verließ dann diese, um ein Maurer, Zimmerer, Bauarbeiter und Maler zusammen, um ihre 28 497 austraten. Die starke Fluktuation wird nicht mur andres Lofal auf der andern Straßenseite aufzusuchen. Hier wurde Verbandstage abzuhalten. Es gilt, einen Rückblick zu werfen auf der wirtschaftlichen Krise, sondern auch den Einrichtungen in den er auf Veranlassung des Lieutenants fiftiert. Ihm blühte eine Andie zweijährige Geschäftsperiode der Organisationen und den Weg Zahlstellen, besonders der Beitragsfrage zugeschrieben. Die Aus- flage wegen Vergehens gegen die berühmte Vorschrift der Straßenborzuzeichnen, ter in den nächsten zwei Jahren eingeschlagen gaben für Streiks, wobei es sich oft um solche handelt, wo die polizei- Verordnung, wonach den zur Erhaltung der Ruhe, Ordnung werden soll, um den Interessen der Mitglieder gerecht Bauarbeiter nicht mit eignen Forderungen beteiligt find, sondern und Sicherheit auf öffentlichen Straßen ergehenden Aufforderungen Der Verband der Maurer zu werden und die Ziele zu erreichen, welche sich die Gewerkschaften durch Maurer oder Zimmerer in Mitleidenschaft gezogen werden, der Polizeibeamten unbedingt Folge zu leisten ist. Die Straf gesteckt haben. Mit dem Wachstum und der ständig zunehmenden waren im Jahre 1902 besonders hoch. Während diese Kosten im fammer 8b des Landgerichts I als Berufungsinstanz verurteilte den Bedeutung der gewerkschaftlichen Bewegung gewinnen natürlich auch Jahre 1900 5 Broz. der Gesamtausgabe betrugen, erreichten sie im Angeklagten zu einer Geldstrafe und führte aus: An sich sei die Verhandlungen ihrer Kongresse an Interesse. Aber auch die Jahre 1902 die Höhe von 42 Proz. der Gesamtausgabe. Unter diesen Streifpostenstehen keine strafbare Handlung, es könne aber zu einer Geschäftsberichte, welche die Vorstände den Verbandstagen vorlegen, Umständen konnten die Einnahmen die Ausgaben nicht decken, der solchen werden. Das sei hier geschehen. Durch das fortwährende Anreden sind mit der Zeit immer beachtenswerter geworden als Dokumente Vorstand mußte eine Extrasteuer ausschreiben, und in diesen Um- der die Fabrik aufsuchenden Leute würden nicht nur die belästigt, die für den Fortschritt und für die Leistungen der Gewerkschaften. Aus ständen wird der eigentliche Grund des Rückganges der Mitglieder- dort arbeiten wollten, sondern auch Passanten, die unter Umständen den uns vorliegenden Geschäftsberichten für die bevorstehende Tagung zahl erblickt. leicht für Arbeitswillige gehalten würden. Es wäre den Leuten ungeben wir nachstehend einige Auszüge: Hinsichtlich der Lohnbewegungen sagt der Bericht, daß in bequem, in der geschilderten Weise angeredet zu werden, also läge größeren Orten mit guter Organisation alles aufgeboten werden ein verkehrshinderliches Verhalten vor. Infolge desselben hätte es mußte, um eine Verschlechterung der Lohn- und Arbeitsbedingungen auch zu einem Wortwechsel und schließlich zu Thätlichkeiten zu verhindern. Dies gelang aber nicht überall, denn die Arbeits- kommen können. Die Anordmmg des Reviervorstandes sei berechtigt gelegenheit war gering und das Angebot von Kräften groß. gewesen, ebenso die Aufforderung an den Angeklagten. Dieser fei In einigen Städten mit guter Geschäftskonjunktur find Er- auch strafbar, denn er habe der Aufforderung nicht Folge geleistet, folge ohne Streit erlangt worden. Solveit es festgestellt indem er binnen furzem wieder zurückgekehrt sei, in der Absicht, das werden konnte, wurden die Bauarbeiter im Jahre 1901 fiebenmal Streifpostenstehen wieder aufzunehmen, so wie fein Schuhmann da durch Streits der Maurer oder Zimmerer in Mitleidenschaft gezogen. fei. Dazu sei er allerdings wegen der Sistierung nicht mehr geDurch 28 erfolgreiche Lohnbewegungen( darunter 8 Streifs) wurden kommen. Lohnaufbefferungen von 2 bis 10 Pf. pro Stunde erreicht. 16 Be Gegen dies Urteil legte Rechtsanwalt Heinemann die Revision wegungen waren erfolglos. Im Jahre 1902 wurden die Bauarbeiter ein, welche Rechtsanwalt Koppel vor dem Kammergericht am 16mal in Mitleidenschaft gezogen. Durch 27 bewegungen( barunter 11 Streite wurden sie folgreiche Lohn- 27. März vertrat. Der Anwalt hob hervor, daß ja Angeklagter der die Stundenlöhne um Aufforderung gefolgt und weggegangen sei. Wenn er nachher auf 1 bis 9 Pf. erhöht. Die Sosten der Lohnkämpfe betrugen 1901: einem Rollwagen zurückfuhr und zwei Lokale aufsuchte, so habe er 90 185 M., während 1902 für diesen Zwed 152 390 M. ausgegeben dadurch die Bequemlichkeit, Ordnung und Sicherheit des Verkehrs nicht im geringsten gestört. Die bloße Absicht, wieder Streitposten zu stehen, sei ganz bedeutungslos. Uebrigens wäre es rechtsirrtümlich, wenn das Landgericht sage, der Schußmann sei berechtigt gewesen, jeden Streifposten von der Straße zu weisen. hatte im Jahre 1901, verursacht durch die Krise sowie durch die für einen Teil der Mitglieder eingetretene Beitragserhöhung, einen fleinen Rüdgang der Mitgliederzahl zu verzeichnen. Dagegen zeigte das Jahr 1902 eine stetige Aufwärtsbewegung. Der Verband hat die zwei Krisenjahre gut überstanden. Die Mitgliederzahl betrug im Jahresdurchschnitt 1900: 82 964, 1901: 80 869, 1902: 82 223. Der vorige Verbandstag beschloß, daß in einem Ort beziehungs weise Lohnbezirk nur ein Zweigverein bestehen darf. Solche Zweigs vereine bestanden am Schluß des Jahres 1901: 855, Ende 1902 787. Die durch den vorigen Verbandstag beschlossene Bildung von Gauen ist für das ganze Reich vollzogen. Es bestehen deren 23, von denen 19 im Jahre 1901 und 4 im Jahre 1902 errichtet worden find. 16 Gaue haben besoldete Beamte. Für die Agitation wurde in der Berichtszeit mehr als früher gethan. Während sich die Agitationskosten im Jahre 1900 auf 179 M. beliefen, erhöhten sie sich in den beiden folgenden Jahren auf 6064 m. und 11 035 M. Die Kassenverhältnisse des Verbandes geben folgendes Bild: Die Kassenverhältnisse des Verbandes haben sich recht günstig wurden. gestaltet. Die Gesamteinnahme in den Lokalkassen und der Hauptfasse betrug 1901: 1248 544 2., 1902: 1544 590 M. An den Summen find beteiligt die Hauptkasse 1901 mit 871 650 0., 1902 mit 1 027 914 M., die Lokalkassen 1901 mit 376 893 M., 1902 mit 516 676 M.- An Ausgaben hatte die Hauptkasse 1901: 773 405 W., 1902: 804 562 M., die Lokalkassen 1901: 332 307 M., 1902: 448 834 M. Das Gesamtvermögen des Verbandes betrug 1901: 1 004 525 M., 1902: 1 309 105 M. Davon in der Hauptkasse 1901: 670 330 m., 1902: 893 682 M., in den Gautassen 1901: 12 923 m., 1902: 26 309 M., in den Lokalfassen 1901: 321 271 2., 1902: 389 113 M. Bestand vom Vorjahr Einnahme. Summa Ausgabe Bestand • . Bestand in den Zahlstellen Gesamtvermögen . . " T 1901 50 400,58 m. 143 105,16 193 505,74. 150 198,62 43 307,12 m. 20 069,70 " " " 1902 43 307,12 m. 218 748,22 262 050,84 M. 192 421,00 69 629,34 M. 17 000,06 " " 63 376,82 M. 86 629,40 m. Die Bereinigung der Maler, Lackierer 2c. Das Kammergericht hob die Vorentscheidung auf und sprach den Angeklagten mit folgender Begründung frei: Die Anordnung des Schußmanns sei dahin ergangen: Sie sind mir als Streifposten bezeichnet worden, ich fordere Sie im Verkehrsinteresse auf, die Straße zu verlassen." Dieser Aufforderung sei der Angeklagte gefolgt. Die Absicht, wieder Streifposten zu stehen, die er bei seiner Rückkehr auf dem Rollwagen hatte, habe Angeklagter nicht ausgeführt. Er müsse schon aus diesen Gründen freigesprochen werden und es tönne demgegenüber dahingestellt bleiben, ob die Aufforderung des Schußmanns der angezogenen Bestimmung der Straßen- Polizeiverordnung überhaupt entsprach oder nicht. Witterungsübersicht vom 28. März 1903, morgens 8 Uhr. Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Better Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Better Temp. n. C. 5° E. 4° R.1 Rechtsschutz gewährte der Verband seinen Mitgliedern in 347 Fällen, davon betrafen 116 das Arbeitsverhältnis bezw. die Versicherungsgefeße, die übrigen kamen auf Conto des Vereinsgefeges und Streifvergehen. Die Kosten für Rechtsschutz betrugen 1901: 11 497 0., 1902: 18 561 M. Als Unterstützung für Gemaßregelte gaben die Hauptkasse 9647 beztv. 23 652. und die Zweig tann auf einen erfreulichen Aufschwung der Organisation hinweisen. bereine 11 003 bezw. 16 312 M. aus. Für Reise- Unterstützung Sie hat im Gegensatz zu den andern Gewerkschaften des Bauwurden in den beiden Jahren 22 730 M. beziv. 16 446 M. ausgegeben. getverbes in den letzten vier Jahren eine stetige Zunahme der MitDie Aufwendungen für Sterbe- Unterstützung betrugen 13 840 M. glieber zu verzeichnen, die auch durch die wirtschaftliche Krise nicht beatv. 31 714 M. beeinträchtigt worden ist. Der Jahresdurchschnitt der Mitglieder- Stationen Hinsichtlich der Bewegung der 2ohn höhe und der Arbeits- zahl betrug 1899: 9550, 1900: 10 879, 1901 11 895, zeit sagt der Bericht, daß sich mit dem Beginn der gegenwärtigen 1902: 14 303. Das durch Die Krise nicht aufgehaltene Krise das Bestreben der Unternehmer bemerkbar machte, Ver Anschwellen der Mitgliederzahl erklärt sich jedenfalls da= schlechterungen einzuführen. In Orten mit träftiger Organisation durch, In Drten mit träftiger Organisation durch, daß in früheren Jahren nur wenig für die Aus- Swinemde. 758 23 fonnte wie im einzelnen nachgewiesen wird diese Absicht nicht breitung der Organisation gethan worden ist die verhältnismäßig Hamburg 758 SS verwirklicht werden. In Gegenden mit schwacher Organisation ist recht schwache Mitgliederzahl des Jahres 1899 deutet darauf hin- Berlin 761 28 aber ein Rückgang des Lohnes fast auf der ganzen Linie zu ver- während man in den letzten Jahren erst eine intensive Agitation ins 763 23 765 S 760 28 4 bedeckt zeichnen. Aehnlich liegt es auch mit der Arbeitszeit. Zur Abwehr Werk gesetzt und dadurch viele Berufsgenossen gewonnen hat, die bei 764 29 geplanter Verschlechterungen wurden im Jahre 1901 100 Streits mit entsprechender Anregung schon früher hätten gewonnen werden können. 4960 Beteiligten und im Jahre 1902 112 Streits mit 3408 Be- Besonders hebt der Bericht hervor, daß es der Organisation gelungen Wetter- Prognose für Sonntag, den 29. März 1903. Vorwiegend heiter, am Tage wärmer bei lebhaften südlichen Winden teiligten geführt. Angriffsstreits fanden 1901 58 statt mit 4313 Be fei, in Pofen festen Fuß zu fassen und 90 Proz. der in der Stadt Bosen und etwas Neigung zu Gewittern. teiligten und im Jahre 1902 65 mit 12 765 Beteiligten. Die Gesamt Beschäftigten zu organisieren. In Oberschlesien hat dagegen die Berliner Betterbureau. kosten der Streits betragen 606 608 m. Agitation feinen dauernden Erfolg erzielen können. Im Jahre 1901 erreichten 9429 Maurer eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 2 Pf. pro Stunde, und in 36 Orten mit 1901 Maurern gelang die Verkürzung der Arbeitszeit. 1902 er Tangten 22 112 Maurer eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 24 Pf, und die Verkürzung der Arbeitszeit wurde von 5397 Maurern in 35 Orten durchgefeßt. Von den in beiden Jahren geführten Streits endeten 155 mit vollem, 88 mit teilweisem, 74 ohne Erfolg und bei 8 ist der Ausgang unbekannt. Wenn auch die Erfolge der während der Berichtszeit geführten Lohnbewegungen nicht sehr groß waren, so können sie doch nach Lage der Umstände als befriedigend bezeichnet werden. Der Verband der Zimmerer Von den finanziellen Leistungen der Vereinigung sei erwähnt, daß 1901 in 21 Fällen, 1902 in 19 Fällen Rechtsschutz gewährt wurde, wofür 1101 M. bezw. 817 M. ausgegeben worden sind. An Gemaßregelte find 1901 in 22 Fällen 1933 M. und 1902 in 25 Fällen 2519 M. gezahlt worden. Neiseunterstützung erhielten im Jahre 1901 409 Mitglieder und zwar 3813 m., im Jahre 1902 wurden für diesen Zweck 5566 W. an 532 Mitglieder gezahlt. An Krankenunterstüßung haben im Jahre 1901 1643 Mitglieder 18 093 M. und im Jahre 1902 1977 Mitglieder 20 706 W. erhalten. Aus der Nachweisung über die Lohnkämpfe ergiebt sich, daß im Jahre 1901 23 Streits geführt wurden, von denen 10 erfolgreich, 6 teilweise erfolgreich und 5 erfolglos endeten. Die Zahl der Be teiligten ist 2232, die Höhe der Unterstützungssumme 50 797 M. Jm 2 teilweise erfolgreich und 3 erfolglos. Beteiligt waren 586 Mitglieder, die 9875 W. Unterstützung erhielten. hatte ebenso wie die Maurer vom Jahre 1900 zu 1901 einen Rüd- Jahre 1902 fanden 14 Streifs statt, davon waren 9 erfolgreich, gang der durchschnittlichen Mitgliederzahl von 25 272 auf 23 246 zu verzeichnen. Im Jahre 1902 hob sich der durchschnittliche Mitgliederbestand auf 23 377, was unter Berücksichtigung der Krise immerhin fein ungünstiges Verhältnis ist. Aus dem Kassenbericht der Hauptkasse sei folgendes hervor gehoben: 1901 wurde ein Bestand von 245 862,27 M. übernommen, Sazu kommt eine Einnahme von 272 101,56 M. Das Jahr 1902 begann mit einem Bestande von 302 183,58 M., die Einnahme betrug 285 187,71 M. Die Bilanz stellt sich so: Einnahme Ausgabe.. " 1901 1902 Ueber die mit Hilfe der Organisation erreichte Erhöhung des fammenstellungen Aufschluß: Lohnes und Verkürzung der Arbeitszeit geben die folgenden ZuSteigerung des Stundenlohnes vom Jahre 1899 bis 1902. In 3 Drten mit ca. 682 Kollegen um 2 Pf. 7 3.985 3 " " " " " 7 800 4 " " " ." 17 3 980 5 " " " " " " 3 450 6 " " " " " 1 " " 341 551,88 5 1040 7 12 " " " 1860 8 " " " " " " 1 60 9 " " " " 1 " " 1 2200 10 n " " 1 " " " " 1 60 11 " " " " SU Summa 49 Drte mit ca. 15 067 Kollegen. Verkürzung der Arbeitszeit im Jahre 1899 bis 1902. auf 9 Stunden in 2 Drten mit 1150 Kollegen Von 10 160 43 10 " 〃 91 " 10% 10 " " " 11 9 " 5 3 1 2070 " " 810 " " 60 11 " „ 91/2 " " 1 60 11 " - 10 " 11 " 1030 " " 11 11 11 101/2 10 11 " 110 " " " " " " 60 " " Summa 26 Orte mit 5850 Kollegen. 2. 517 963,83 m. 587 321,29 215 780,25 Bestand der Haupttasse am Jahresschluß M. 302 183,58. 245 769,41 Unter den Ausgaben befinden sich unter anderm folgende Posten, die wir für beide Jahre nebeneinander stellen: Agitation 19 424 M.; 25 792 M., Unterstützung Gemaßregelter 3717 M., 3036 M.; Rechtsschutz 2841 M., 7231 M.; Reise- Unterstützung 12 654 M., 11 354 M.; Streits 98 935 D., 279 410 M.; Verbandsorgan 48 195 M., 47 336 M.; Gehälter und Verwaltungstosten 23 009 m., 18 035 M. Wie in früheren Jahren, so stand der Verband auch während der Berichtsperiode im Zeichen des Kampfes. Die Lohntämpfe haben wie der Bericht sagt jedoch einen ganz andren Charakter als in früheren Jahren angenommen. Die Hartnäckigkeit, Ausdauer und Erbitterung ist sowohl auf seiten der Unternehmer als auch der Arbeiter eine größere geworden. Die Arbeitgeber haben Streits geradezu provoziert. Im Jahre 1901 fam es in 36 Orten zu allgemeinen Streits, an denen 2505 Zimmerer beteiligt waren. Die Dauer der einzelnen Streifs schwankt zwischen einem Tage und 26 Wochen. Das Resultat dieser Lohnkämpfe war in 20 Fällen ein Sieg, in Der Kassenbericht erstreckt sich auf die Zeit vom 1. Oktober fünf Fällen ein teilweiser Erfolg und 11 Fälle endeten erfolglos. 1900 bis 81. Dezember 1902. Die Einnahmen betrugen 435 786,38 wt., Außerdem wurden in demselben Jahre 53 Streits auf einzelnen die Ausgaben 340 773 M., es bleibt also ein Ueberschuß von Arbeitsplätzen geführt. Daran waren 416 8immerer beteiligt. In 95 012,56 M. Dazu kommt der der Hauptkasse überwiesene Streit23 Fällen wurde ein voller Erfolg errungen. Im Jahre 1902 hatten fonds mit 33 152,80 M., das Vermögen betrug am Schluß des 29 Bahlstellen allgemeine Streits durchzufechten( 20 Angriffs, 9 Ab III. Quartals 1900: 58 691,72 M., das ergiebt ein Gesamtvermögen wehrstreits), außerdem kam es noch in 40 Fällen zu teilweisen am Jahresschluß 1902 von 186 857,08 M. Arbeitseinstellungen. An den Streits im Jahre 1902 waren 3632 Zimmerer beteiligt. Die Dauer der Streits schwankt zwischen einer und 30 Wochen. Die Lohnkämpfe endeten in 7 Fällen mit bollem, in 10 Fällen mit teilweisem und in 6 Fällen ohne Erfolg. 2 Fälle blieben unentschieden. Von den partiellen Streits waren 15 erfolgreich, 3 hatten teilweisen, 14 keinen Erfolg, von 8 Fällen ist der Ausgang nicht bekannt geworden. In vielen Orten wurden in beiden Jahren Verbesserungen der Lohn- und Arbeitsbedingungen ohne Streit erreicht. Alles in allem genommen sagt der Bericht sei das Resultat der Bewegung ein zufriedenstellendes. Der Verband der Bau, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter hatte am Schluß des Jahres 1900: 18 881 zahlende Mitglieder, im IV. Quartal 1902 aber nur 17 598. Der Jahresdurchschnitt der Gerichts- Zeitung. Freigesprochener Streifpoften. Haparanda 746 S 8518 5 wollig 4wolfig 10 4 Mebel 4 moltig 9 Petersburg 755 SSD 1mollig 10 Cort Б 742 WSW 5 bebedt 11 2 wolfen! 2 heiter Bheiter 7 Aberdeen Frantj./M. München 8 Paris Wien 14 1291 Allen Berwandten und Befannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und guter Vater, der Gerber 253b Wilhelm Schiemann am nach kurzem Leiden im Alter von 50 Jahren am 26. März verstorben ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen.. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 4%, Uhr von der Leichenhalle des neuen Nigdorfer Kirchhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Socialdemokratischer Wahlverein Rixdorf. Am 26. März verstarb unser Mitglied, der Gerber Wilhelm Schiemann am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Neuen Riy dorfer Kirchhofs, Mariendorfer Weg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 232/7 Der Vorstand. Central- Kranken- und Sterbekasse der deutsch. Wagenbauer. Ortsverwaltung Berlin 6. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Arbeiter Otto Klüver nach furzem Strankenlager am 25. März im 37. Lebensjahre verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Freireligiösen Friedhofs ( Pappel- Allee) aus statt. Um rege Beteiligung wird gebeten. 3356 Die Ortsverwaltung. Im vorigen Jahre streifien die Tischler in einer Fabrik in der Warschauerstraße zu Berlin. Natürlich wurden Streitposten aufgestellt die jeden, der das Fabrikgebäude. betrat, auf die Thatsache des Streils hinwiesen und erfuchten, keine Arbeit dort zu nehmen. Dr. Simmel, Prinzen. Der Vorstand des Polizeireviers bot darauf seine Schuhleute auf und gab ihnen die generelle Weifung, jeden Streifposten im Verkehrsinteresse von der Straße wegzuweisen. Der Schugmann Thiele erließ [ 63/16 Specialarzt für Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis ( Süd- Ost). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse Heinrich Jähn, Manteuffelstraße 95, Stadtbez. 95, gestorben ist. 242/14 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des alten Thomas firchhofs in Riydorf aus statt. Der Vorstand. Männer- Gesangverein ,, Namenlos". Am 27. d. M., abends 11, Uhr, starb nach schweren Leiden unser treuer Sangesbruder und Mitbegründer Gustav Magnan im 39. Lebensjahre. Wir werden das Andenken des Verstorben stets in Ehren halten. Die Beerdigung findet am Montag, den 30. d. M., nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause Born dorferstraße 12 nach dem Stirchhofe der Französischen Gemeinde, Prin zen- Allee, ftatt. Danksagung. 2975 Allen denen, welche meinem lieben Mann u. unvergeßlichen Bater durch Geleit zum Grabe die legte Ehre er wiesen haben, sagen hiermit herzlichsten Dant 10032 Witwe und Helene Nant. Für die wohlthuende Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau Anna Schimmeier geb. Stolle sage ich allen Bekannten und Verwandten, sowie dem Gastwirtsberein Schönhauser Vorstadt meinen herzlichsten Dank. 3126 Carl Schimmeier nebst Kindern. Massage- Institut Fr. H. Mania, bon Masseur für sämtliche Kranken- und Hilfskaffen. 2212* Brunnenstr. 16. Herren vorm. v. 10-12, Damen nachm. v. 3-4. Filiale: Turmstr. 46. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 29. März. Freie Voltsbühne. MetropolTheater. Helden. 7. und 8. Abtellung. Anfang 2 Uhr. Lessing Theater. 14. bfeilung: Dämmerung. Anfang 2 Uhr. 9 Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Louise. Anf. 7 Uhr. Montag: Der fliegende Holländer. Schauspielhaus. Im bunten Rod. Montag: Die Journalisten. Neues Opern Theater. Die Räuber. Montag: Geschlassen. Deutsches. Monna Banna. Nachmittags 2, Uhr: Es lebe das Leben. Montag: Monna Banna. Berliner. Alt- Heidelberg. Mittags 12 Uhr: Die Brüder fchaft. Montag: Alt- Heidelberg. Leffing. Der blinde Passagier. Montag: Dieselbe Borstellung. Neues. Die Kreuzelschreiber. Mittags 12 Uhr: Nachtasyl. Montag: Die Kreuzelschreiber. Residenz. Lutti.( Loute.) Nachmittags 3 Uhr: Seine Kammerzofe. Montag: Lutti. Westen. Gasparone. Nachmittags 3 Uhr: Der Freischüz. Montag: Die Fledermaus. Central. Gräfin Bepi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Der Posaunenengel. Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Der Posaunenengel. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Der Probefandidat. Nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Don Gil. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Der Meister von Palmyra. Nachmittags 3 Uhr: Heimat. Montag: Sappho. Belle- Alliance. Bick und Bodet. Nachmittags 3 Uhr: Kabale und Liebe. Montag: Bid und Bodet. Carl Weiß. Der Liebe Gebot. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Montag: Photographie in natürlichen Farben( durch Wald und Flur). Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Montag: A. Wegener: Die Zeit vor Kopernikus. Passage- Theater. Anfang Sonnt. 3, Wochent. 5, Ende 11 Uhr. Anf. d.Abendvorstellung 8 Uhr. Letzter Sonntag. Boxkampf der Meisterschaftsboxer Young Fitzsimmons und Jack Lewis. Bernhard Marx, Humorist. Marie Werder, Soubrette. Ganz Berlin zerbricht sich noch immer den Kopf über Jungfrau. AGA die schwebende Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Strasse No. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 25 Pfg. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. 67/14 Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 7, Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3Uhr: Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Heimat. Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schauspiel in 4 Akten von Hermann Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: Der Probekandidat. Schauspiel in 4 Aufz. v. Mar Dreher. Montagabend 8 Uhr: Don Gil. Dienstagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Nur noch kurze Zeit. Sudermann. Sonntagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen von Adolf Wilbrandt. Montagabend 8 Uhr: Sappho. Dienstagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Cirkus Schumann WIN ARTEN Sonntag, den 29. März 1903: Humberty, 8 2 grosse Vorstellungen 2 Harry Atkinson, nachm. 4 Uhr u. abends 72 Uhr. Nachmittags auf allen Plätzen ein Kind frei, weitere Kinder zahlen halbe Preise. Nachmittags die reiz. Panto mime She, Jongleur. Imitator. Littke Carlsen, die 4 Elemente. Tanz- Humorist. Arras- Duo, gymnast. Produktionen. Miss Sidy Nirvana, Lebende Bilder. Circling the Circle. Annie Dirkens, OperettenFierrots Weihnachten Gabriela Juniori, und der Bonbonregen. Sängerin. Soubrette. Pariser Neues Ballett- Divertissement, In beiden Vorstellungen: ,, Das Fest des Lucullus" Miss Alix mit ihrem Motor Car Looping Abends: the Hoop. Lutti( Loute). Die lustigen Heidelberger. Schwank in 4 Aften von Pierre Beber. in 6 Bildern, darunter Cake Walk. Der ,, Biograph". Germania- Prachtsäle. Chauffeefir. 103. Arnold Scholz. Jeden Sonntag von 5 Uhr ab: Chauffeeftr. 103. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Hamburger Sänger. Direktion: Otto Steidl und Wilh. Wolff. Stets wechselndes Programm. 2152 Eintritt 50 Pf. Anfang 6 Uhr. Jeden Donnerstag: Militär- Konzert und Familien- Kränzchen. Grosser Ball. 8 große und kleine Säle unter coulanten Bedingungen zu vergeben. Hasenheide Nr. 108/114 Neue Welt Arnold Scholz Heute, Sonntag, 29. März 1903: Gr. Militär- Doppel- Konzert. Nach dem Konzert: Grosser Familien- Ball. Anfang 5 Uhr. Zwei Ball- Orchester. Im fleinen Saal: Entree 30 Pf. Grosser Ball Anfang 4 1hr. 9832 Reichshallen. Sehnegelsbergs Festsäle Stettiner Sänger. Anfang: Sonntags 7, Wochentags 8 Uhr. „ Bühnen- Grössen“. 3. Schl.: Anna Pote, das Blumen- Medium. Hasenheide 21 u. Jahnstr. 8. Am 1. April übernehme obiges Etablissement und empfehle meine Säle, 280 bis 1000 Personen fassend, zu Vereinsfestlichkeiten, Hochzeiten, Versammlungen etc. 9482* Mittwoch u. Sonntag: Grosser Ball! NB. Einige Sonnabende sind noch zu vergeben. Achtungsbo Wilhelm Noack. Morgen und folgende Lage: Lutti. Buntes Cheater. Deutsche Konzerthallen Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Seine Kammerzofe. Rachmittags 3 Uhr: Das Räthchen Kleines Theater von Heilbronn. Montag: Der Liebe Gebot. Buntes. Der Leibalte. Nachmittags 3 Uhr: Winterschlaf. Montag: Der Leibalte. Luisen. Robert und Bertram. Nachmittags 3 Uhr: Der Fall Clemenceau. Montag: Lumpacivagabundus. Kleines. Nachtasyl. Nachmittags 3 Uhr: Don Carlos auf der Schmiere. Montag: Nachtafyl Trianon. Die Notbrüde. Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr bei über die Hälfte ermässigten Preisen: Don Carlos auf der Schmiere. Serenissimus Zwischenspiele. Schöne Seelen. Liebesträume. Anfang 7, Uhr. Dienstag, den 31. März: Opernaufführung d. Eichelbergschen Konservatoriums. Direktion: Fritz Massbach. Cavalleria Rusticana. Aïda. Hänsel u. Gretel. Barbier von Sevilla. Billets an der Kasse. Abends 8 Uhr: Nachtasyl. Buntes Theater. Montag: Nachtasyl. Metropol- Theater. Santa 3 Uhr: Die Liebes. Mit glänzender Ausstattung: Nachmittags schautel. Montag: Die Notbrüde. Casino. Elternlos. Specialitäten. Nachmittags 4 Uhr: Lenore, die Grabesbraut. Montag: Elternlos. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Lysistrata. Nachmittags 3 Uhr: Frau Luna. Montag: Lyfiftrata. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steibl. Steidl- Sänger. Passage Theater. Specialitäten. Passage Panoptikum.Specialitäten. Valast. Meine Resi. Specialitäten. Urania. Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern von J. Freund. Musik von Victor Holländer. Spandauer Brücke 3 Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Grosser Bock- Trubel. Um 10 Uhr abends Einzug Gambrinus mit Gefolge. Der Leibalte. Gratu eils Bierhallen 31. März: Opern- Aufführung des Eichelbergschen Konservatoriums: Cavalleria rusticana. Hänsel and Gretel. Belle- Alliance- Theater. Billets an der Tageskasse. Allabendlich 8 Uhr: Sensationeller Erfolg! ,, Pick und Pocket". Emil Thomas a. G., Josef Josephi. want mit Gef. u. Lanz in 3 AufzHenry Bender. Frid Frid, Flora Siding, Wini Grabitz. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu kleinen Breisen: Kabale und Liebe. Grandioses Ballett. W. Noacks Theater. Anfang 28 Uhr. Rauchen überall gestattet. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Taubentrake 48/49. Trianon- Theater. Die Bluthochzeit. Das Land Tirol. Montag: Jm Hörsaal um 8 Uhr: Photographie in natürlichen Georgenstraße, Anfang 7, Uhr. Entree 30 ẞf. Montag: Die Bluthochzeit. Farben( durch Wald und Flur). zwischen Friedrich- u. -u.Universitätsstraße. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Invalidenstraße 57/62. Sten warte. Täglich geöffnet von Die Notbrücke. bis 11 Uhr. 7 Montag: A. Wegener: Die Zeit bor Kopernikus. Luftſpiel in 3 Alten von Fred Gréfac Bernhard Rose- Theater und Francis de Croisset. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Central- Theater Liebesschaukel. Rachmittags 3 Uhr, halbe Preise: Die Schöne von New York. Abends 7, Uhr: Gräfin Pepi. Operette in 3 Aften von Joh. Strauß. Morgen und die folgenden Tage: Gräfin Pepi. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Täglich 72 Uhr. Apollo- Theater. Sonntagnachm. 3 Uhr( kl. Preise): Frau Luna Badstraße 58. Sonntag, den 29. März 1903: Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante März- Programm. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang Borstellung 8 Uhr. Seb. Gonnabend, Gonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Sanssouci. Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Neu! Stoß' Dir bloß nich'n Kopp an die Hochbahn. Balmsonntag z. erstenmal: Die Lieder des Musikanten. Bolfsstück mit Gesang in 5 Aften. Lebrecht Winter. Ad. Hoffmann, Königstadt- Kasino. Das Milchmädchen von Schöneberg. Solamartiſt. 72, Ede Alexanderſtr. Boltsstück mit Gesang in 6 Bildern bon W. Mannftädt. Anfang 6%, Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Vorher: Glänzende Specialitäten. Stadt- Theater. Abends Die schöne Galathée. 72 Uhr: Alt- Moabit 47/49. Ferner: Novelles. Steidl. Garganis. Der Raub der Sabinerinnen. Cake- Walk. 5 Barfusstänzerinnen. Montag bis Mittwoch: Der Posaunen- Engel. schöne Galathée. Donnerstag, Die Schwant in 4 Aften don Franz und Baul von Schönthan. Anfang 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Ausstattungspoſſe mit Gesang u. Zanz. den 2. Aptif: Gesindeball. Gr. Tanzparodien. Artisten- Revue. Spreewälder- Amme. Thielscher als preewilder Amme. Casino Theater Palast- Theater Sonntagnachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Lothringerstr. 37. Neu! Elternlos, Neu! Luisen- Theater, Neu! Nachmittags 3 Uhr zu kleinen Preisen: Der Fall Clémenceau. Abends 8 Uhr: Robert u. Bertram. Montag: Rumpacivagabundus. Dienstag: Die Anne- Lise. Mittwoch: Zum 1. Male: Die Geierwally. Donnerstag: Lumpacivagabundus. Carl Weiss- Theater. Groke Frankfurter Straße 132. Nachmittags 3 Uhr( Parkett 60 Bf.): Das Kathchen von Heilbronn. Käthchen: Frl. Detschh a. G. Abends 8 Uhr: Der Liebe Gebot. Schauspiel in 5 Aften. Morgen: Der Liebe Gebot. Vorher:" Frißchen u. Lieschen" 2c. Anf. wochentags 8, Sonnt. 72 Uhr. Sonntagnachm. 4 Uhr: Lenore, die Grabesbraut. Dazu Auftreten sämtl Specialitäten. SteidlLinienstraße 132. Theater Dranienburger Thor. Nur noch kurze Zeit die Soireen der beliebten Steidl- Sänger Man muß Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. 9 Uhr. 9 11hr. Erstklassige Specialitäten. Ich heirate meinen Mann. Franz Sobanski. Mittw., Sonnab., Sonnt.: Tanz. 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Wasserratten gesehen haben. Stürm. Beifall. Anfang 8 Uhr, Sonntag 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Sperrsitz 1,00. Jeden Sonntag grosser Ball im großen Spiegelsaale. Gut gepflegte Biere, vorzügliche Küche. Kegelbahnen, sowie ein neues Billard stehen dem Publikum zur Verfügung. Fremdenzimmer von 1,50 M. an. Zwei elegante 9832 Heute: Grosses Garten- Konzert ausgeführt von einer Damen- Kapelle. 2. Wahlkreis. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 31. März, abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Zühlde, Dennewitstr. 13: Oeffentliche Versammlung. Zages Ordnung. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genoffen Emil Rosenow: " Der Aufmarsch der Parteien zu den bevorstehenden Reichstags: wahlen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 238/5 Gäste haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Achtung! 6. Wahlkreis Achtung! Sonntag, den 29. März, mittags 12 1hr, bei Ballschmieder, Badstraße Nr. 16: Volks- Versammlung Zages Drbnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Molkenbuhr über Wie können sich die Arbeiter gegen Ausplünderung schüßen?" 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet 247/ 2* Der Vertrauensmann. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. Die Delegiertenwahlen zum Verbandstag finden heute statt und zwar in der Zeit von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 1 Uhr. Gewählt wird in folgenden Lokalen: S. SO.: Gewerkschaftshaus, Saal 1. W.( Schöneberg): D. Kumte, Bülowstr. 59. NW.( Moabit): Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47. 0.: F. Kieniz, Gr. Frankfurterstr. 133. Genossenschafts- Buchdruckerei Solingen ( eingetragene Genossenschaft mit beschr. Haftpflicht). Geschäfts- Bericht pro 1902. Activa. Maschinen- und Utensilien- Conto 26 186,21 Abschreibg. 15% ( Neuanschaffung. 334,83 3013,47 2 556,09 5% Abschreibg.) 2 888,22 23 297,99 * Druckerei- Conto 3 348,30 Abschreibg. 10% Buchhdlgs. Conto Abschreibg. 10% Debitoren- Conto Ab dubios Bank- Conto 0.( Schöneweide): E. Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18. Weißensee: W. Schmuz, König- Chaussee 38. Charlottenburg: Volkshaus, Rosinenstr. 3. Steglit: F. Schellhase, Ahornstr. 15 a. N.: A. Abendroth, Badstr. 42/43; J. Bernau, Schwedter- Rigdorf: E. Mercier, Steinmegstr. 113. straße 23; B. Raabe, Kolbergerstr. 23. Spandan: F. Böhle( vorm. Radtke, Neumeisterstr. 5. Die Stimmlisten werden an den Eingängen zu den Wahllokalen verteilt. Ohne Mitgliedsbuch kann niemand wählen. Die Vertrauensleute haben unter allen Umständen den Mitgliedern die Bücher aus: Die Ortsverwaltung. zuhändigen. Deutfcher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Große Zahlstelle Berlin. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! Montag, den 30. März 1903, abends 8 Uhr: Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, den 31. März 1903, abends 8½ Uhr: Klempner- Versammlung in Kellers feftfälen, Koppenstr. 29. Tages Drdnung: 1. Der Stand unserer Lohnbewegung. Referent: Cohen. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Branchen- Versammlung Kollegen! Die Wichtigkeit der Tages- Ordnung erfordert das Erscheinen aller Kollegen. im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15. Tagesordnung: 1. Bericht über die aufgenommene Statistit in den Piano- Fabriken. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. NB. Da die Tagesordnung eine wichtige ist, so erwarten wir zahlreichen Besuch der Kollegen. Die Werkstatt- Kontrollkommission. Maler und Anstreicher! Groß- Lichterfelde 124/ 7* 9. D. Innungsbezirk 124/8 Laut Logntarij beträgt vom 1. April ab für Berlin und die anliegenden Vororte sowie den Innung Achtung! Kammmacher! Der Minimallohn 55 Pf. pro Stunde. Kommissions- Sitzung mit Vertrauensmännern für Gehilfen in den ersten zwei Jahren nach der Lehrzeit und für Anftreicher pro Stunde 5 Bf. weniger. Montag, den 30. März, abends 82 Uhr: bei Mattes, Koppenstraße 41. Kollegen! Jede Werkstätte muß vertreten sein! Pünktliches Erscheinen wünscht Der Obmann. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Montag, den 30. März, abends 8% Uhr: Um den Tarif einheitlich durchzuführen, find alle Arbeiten, wo niedrigere Lohnsätze gezahlt, andre Positionen des Tarifs nicht gehalten werden, unverzüglich an unser Bureau, Engel- Ufer 15, Zimmer 36, Telephon Amt 7a 6672 zu melden, damit das Nötige veranlaßt werden kann. Die Ortsverwaltung der Vereinigung der Maler. Orts- Krankenkasse 255,60 2 300,49 10 847,42 542,37 10 305,05 2 623,99 Kassen- Conto... Bestand 1662,03 43 203,02 Passiva. Creditoren- Conto 22 443,71 Genossenschafts- Conto. Darlehns- Conto Rücklage- Conto Gewinn- Reserve Jahres- Gewinn. 3 211, 4 770, Die Mitgliederzahl betrug am 1. Januar 1902 1 000, 6 784,20 4 994,11 43 203,02 115 5 5 115 Ausgeschieden sind im abgelaufe nen Jahre. Eingetreten Mithin Zahl der Mitglieder am 31. Dezember 1902.. Solingen, 25. März 1903. Der Vorstand. 106/10 J. A.: August Schreiner. Der Aufsichtsrat. J. A.: Karl Ascheuer. Orts- Krankenkasse der Cigarrenmacher 2c. Bekanntmachung. Durch Beschluß des Bezirks Ausschusses vom 17. Februar ist die neunte sowie Strankenkasse der Cigarrenmacher 2c. Abänderung des Statuts der Drts. genehmigt. Abgeändert sind die §§ 30, 35, 47, 56 und 61. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter des Korbmacher Gewerbea und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. zu Berlin. Montag, den 6. April, abends 8%, 1hr, Engel- Ufer 15: Wichtig für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist§ 30, welcher Abfat 1 fortan lautet: Die stets für bolle Wochen zu erhebende Beiträge find an jedem Sonnabend für die vergangene Woche fällig und müssen alle vier Wochen von den Ars beitgebern während der Geschäfts. geführt werden. Dasselbe gilt für die freiwilligen und beitrittsberechtigten Mitglieder. Sonntag, den 29. März 1903, vormittags 9, Uhr, im Rotate Ordentl. General- Versammlung. stunden der Kaffe an diese ab. ,, Englischer Garten", Alexanderstraße 270: Versammlung der Drahtarbeiter Mitglieder- Versammlung. im Lokale von Kussin( Andreas- Säle), Andreasstr. 21. Tages- Ordnung: 1. An welchem Tage unterbreiten wir den Unternehmern unsern Tarif? Wann beginnt unser Streif? Referent: Karl Wiesenthal. 2. Diskussion. Kollegen, da es gilt, mit Erust und Energie uufre Lage zu verbessern, so muß jeder zur Stelle sein. 114/6 Die Ortsverwaltung. Deffentliche Schuhmacher- Versammlung Montag, den 30. März 1903, abends 82 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße 19/20. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtigen Lohnverhältnisse bei den Kleinmeistern und in den Besohlanstalten und wie stellen sich die Kollegen zur Durchführung des Minimallohu Tarifs durch einen Generalstreik? 2. Welche weiteren Forderungen haben wir anlaßlich der bevorstehenden Lohnbewegung an die Arbeitgeber zu stellen?( Arbeitsnachweis, Kontrollbuch.) Alle bei Kleinmeistern und in Besohlanstalten beschäftigten Schuhmacher werden um ihr Erscheinen ersucht. Der Ginberufer. Achtung! Schäftearbeiter u. Arbeiterinnen. Heute Sonntag, den 29. März 1903, nachmittags 32 Uhr, im Lokale von Cohn, Beuthstraße 19/20: Versammlung aller in den Maßfteppereien besch. Personen als: Zuschneider, Vorrichter und Stepperinuen. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen und Kolleginnen zur bevorstehenden Lohnbewegung der Schoßschuhmacher und sind dieselben gewillt, eventuell ebenfalls Forderungen zu stellen? 2: Verschiedenes. 169/11 Die Kommiffion der Schäftebranche. Centralverband der Maurer etc. Bezirk Südwesten. Montag, den 30. März 1903, abends 1,9 Uhr: 1 Versammlung bei Sitzenstock, Gneisenauftr. 67. Zages Ordnung: 1. Welche Mittel find notwendig, um das Interesse der Kollegenschaft an den Organisationsbestrebungen zu stärken? 2. Diskussion. 3. Abrechnung bom Maskenball. 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet = 136/20 Der Obmann. Central Kranken- und Sterbe- Kaffe der Zimmerer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß sich jeht meine Wohnung Dunder Dertliche Verwaltung Berlin II. ftraße 15, vorn I, befindet. A. Flügge, Staffierer. 259/2 For Nervenkranke and Rheumatiker. Für Institute für elektromagnetische Therapie, System Trüb, Berlin W., Bülowstr. 20, Berlin N., Oranienburgerstr. 14. Aerztliche Leitung. 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Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 75. 20. Jahrgang. 3. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. tommt, an Sonntag, 29. März 1903. er fei int dem nur verbieten nun außerdem den Import allen frischen Fleisches, das nicht den Herrn Doktor- Lieutenant von Löw mit Frau Eck in des ersteren in ganzen Tierförpern, die bei Nindvich( mit Ausnahme der Kälber) Parterrezimmer gesehen zu haben. 2. Die Ehefrau Cahn hat dass und Schweinen in Hälften zerlegt sein können, eingeführt wird; felbe wiederholt gesehen, ganz bestimmt. 3. Architekt Berlin, den 28. März 1903. doch müssen mit diesen Tierkörpern Brust- und Bauchfell, Lunge, Bensen hat verschiedentlich das vorgenannte Paar in das Börse. Amerikanischer und englischer Eisenmarkt. Roheisen- Produktion Herz, Nieren( bei Mühen auch das Euter) in natürlichem Zu- Liebesparadies auf der Charlottenstraße hineingehen sehen. Eine und Eisenausfuhr Deutschlands in den beiden letzten Monaten. Die am ſammenhang verbunden sein. Ferner darf Bökelfleisch nur in Täuschung ist absolut ausgeschlossen. 4. Eine Zeugin 1. April in Kraft tretenden Bestimmungen des Vieh- und Fleischbeschau- Stücken von über acht Pfund, und zwar nur nach stattgefundener Jakitsch hat dasselbe wiederholt gesehen.„ Das ist die Gesezes. Neue Fleischeinfuhr- Beschränkungen. Bestehende Berbote. genauer Untersuchung jedes einzelnen Stückes, eingeführt werden. Dame", sagte diese Zeugin mit größter Bestimmtheit, als sie Frau Bedeutung des Fleischimports.- Agrarische Uneigennütigkeit. Bisher schon war aus sogenannten gesundheitlichen Gründen Eck gegenübergestellt wird. 5. Eine Frau Maß hof hat ganz be Die letzten Wochenberichte haben sich mit der Börse nicht be- verboten: die Einfuhr von frischem Rindfleisch aus Rußland, stimmt gehört, wie der Ehefrau Meyer ein Kutscher ein Batet fchäftigt. Wichtige, für das Gesamtwirtschaftsleben charakteristische Rumänien, Bulgarien, Serbien, Belgien und Amerika, die Einfuhr übergiebt mit den Worten:„ Hier ist ein Paket von Frau Ed an Vorgänge haben sich dort nicht abgespielt, und zudem ist die Ursache ver. frischem Schweinefleisch aus Rußland, Rumänien, Serbien, Dr. Weigand. Alle vier Zengen beschwören dies. Und nun und Richtung der jetzigen sogenannten„ wirtschaftlichen Erholung" Dänemark, Schweden und Norwegen, die Einfuhr von frischem schwören( 1) das direkte Gegenteil der Lieutenant und so leicht zu erkennen, daß es dazu einer Beobachtung des ohnehin Hammelfleisch aus Rußland, Rumänien, Bulgarien, Serbien; ferner Frau Ed!! häufig durch Nebenumstände beeinträchtigten Börsenbarometers nicht allgemein die Einfuhr von Würsten und Büchsentfleisch sowie das von ihm länger als einen Monat gemieteten Zimmer bedarf. Läßt man die spekulativen Einflüsse außer Betracht, dann mit Borfäure und Farbstoffen behandelte Fleisch und schließlich noch, einmal mit Frauenzimmern gewesen, nie mit Frau Eck. lehrt die Kursbewegung nur, daß die regere Beschäftigung der Kohlen- abgesehen von einigen fleineren Verboten, die Einfuhr von ge- Frau Eck, die hier in Düsseldorf seit langen Jahren ansässige und Eiſenindustrie, die nicht nur aus deren Revieren gemeldet wird, pökeltem und geräuchertem Schweinefleisch aus Rußland, Rumänien Berson, will nicht einmal die Charlottenstraße femmen(!), geschweige sondern auch in der Produktions- und Ausfuhrstatistik zur Geltung und Serbien. Offen blieb im wesentlichen nur noch die Einfuhr daselbst bei dem Lieutenant gewesen fein. Das sind vor Gericht der Börse in den letzten Wochen eine wesentlich von frischem Rindfleisch aus Dänemark und Holland, von frischem gemachte eidliche Aussagen, denen die vor Gericht gemachten eidoptimistischere Auffassung der industriellen Geschäftslage hervor Schweinefleisch aus Holland und Oestreich, von gepökeltem und ge- lichen Aussagen von vier(!) einwandfreien Zeugen sowie die Aus3war beweist die Statistit, daß die lebhaftere räuchertem Rind- und Schweinefleisch aus Amerifa und Dänemark. Lichen Aussagen von vier(!) einwandfreien Zeugen sowie die Aussage des Dr. Weidenmüller, eines bekannten Ehrenmannes, Fabrikationsthätigkeit in de Eisenindustrie weit weniger durch die Die jetzt neu in Straft tretenden Bestimmungen räumen auch mit diametral gegenüberstehen. Vermehrung des Inlandsbedarfs, als durch die Zunahme der Aus diesem letzten Rest der Fleischeinfuhr auf oder schränken ihn Die unausbleiblichen Folgen dieses Prozesses sind nicht aus landsaufträge verursacht ist; aber soweit man dieser Thatsache über wenigstens auf ein für die Fleischversorgung Deutschlands ganz geblieben: Der Lieutenant von Löw figt bereits wegen haupt eine größere Beachtung schenkt, tröstet man sich mit dem Ge- wertloses Minimum ein. danken, daß nach allen aus den Vereinigten Staaten von Amerika Im Zusammenhang mit den Bieheinfuhr- Verboten und den im Berdachts des Meineids hinter Schloß und Niegel. Frau Ed frankt im amtlichen Verwahr und noch weitere Ver einlaufenden Berichten die dortige Hochkonjunktur noch keineswegs neven Bolltarif festgefeßten enormen Viehzöllen erreicht damit, selbst so bald ihr Ende erreicht haben dürfte. Und thatsächlich muß an- wenn diese Zölle im Vertragswege später etwas ermäßigt werden haftungen sind sehr wahrscheinlich. Ein Rattenkönig erkannt werden, daß wenn auch die Geldmarktsschwierigkeiten drüben sollten, das Agrariertum thatsächlich, was es seit langem erstrebt: von Prozessen und vielleicht auch figlichen Dingen kann kommen.... Allerdings bedurfte es erst neuer belastender Momente, noch keineswegs überwunden sind, doch die Nachfrage nach Roheisen, bic fast völlige Abschließung des deutschen Vich- und Fleischmarktes Halbzeug, Schienen, Platten und Baueisen noch immer steigt und der vom Ausland und seine Unterstellung unter die Preisdiktatur der bevor man wegen Meineidsverdachts gegen den Lieutenant und die Ingenieursgattin vorging. Mit Recht bemerkt unser Düsseldorfer wirtschaftliche Horizont zur Zeit weniger bewölkt ist, als vor fünf, Agrarier, Viehhändler und Schlächter. fechs Monaten. Diese neue Konjunkturwelle hat auch vom englischen Bruderorgan:„ Wir gedenken des Meineidsprozesses gegen unsern Eisenmarkt die Berftimmung wieder hinweggeschwemmt, die ihn Parteigenoffen Schröder in Essen; wir gedenken des Meineids noch vor kurzem beherrschte. Die gefallenen Breise steigen wieder, prozesses gegen unsern Parteigenossen Holst in Wismar; wir ges denken so manches an Gerichtsstätte verhafteten proletarischen zumal neben den bedeutenden Verschiffungen sich ein Nachlassen des Zeugen, der sich des Mein- beziehungsweise Falscheides verfestländischen, besonders des deutschen Wettbewerbs in Eisen und dächtig gemacht hatte: im Prozeß Weidenmüller schwor das Stahl( mit Ausnahme fertiggewalzter Stahlprodukte) bemerkbar Liebespaar und dann ging der Lieutenant von Löw macht; findet doch Deutschland in Amerika solvie in Holland und als unschuldsvoller Engel munter ins Bad, und Belgien zur Zeit ein besseres Absahfeld. die Ehefrau Eck, die mit erstaunlicher Ruhe den Eid leistete, Trok jener tonnte unbehelligt nach Hause gehen. gerufen hat. Recht interessant ist, zu verfolgen, in welchem Maße die deutsche Eisenproduktion und Eisenausfuhr seit Beginn dieses Jahres zugenommen hat. Nach den Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Roheisen- Produktion des Deutschen Reiches( einschließlich Luremburgs) im Februar 1903 auf 734 259 Tonnen. Die Produktion im Januar 1903 betrug 782 484 Tonnen, im Februar 1902 597 334 Tonnen. Von 1. Januar bis Ende Februar 1903 wurden demnach produziert 1516 743 Tonnen gegen 1 254 022 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es sind also in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres 262 721 To. Roheisen mehr erzeugt worden, als in den beiden gleichen Monaten des Vorjahres. Wie weit zu diesem günstigen Resultat der vermehrte Erport in das Ausland beigetragen hat, läßt sich natürlich nicht genau feststellen, da ein Teil des Roheisens nicht sofort und nicht als solches, sondern zu Halbzeug und Fertigprodukten verarbeitet, erportiert wird; immerhin beweist die Thatfache, daß von Deutschland im Januar und Februar ca. 90 000 Tonnen Eisen und Eisenwaren mehr ausgeführt worden sind als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, daß die Mehrproduktion zu cinem großen Teil auf verstärktem Erport beruht. Während nämlich die Einfuhr nur eine faum nennenswerte Zunahme gegenüber dem vorigen Jahre aufweist, ist die Ausfuhr von Eisen und Eisenwaren in den drei letzten Jahren folgendermaßen gestiegen: Januar/ Februar Davon entfielen auf: • • Ausfuhr( in Tonnen) 1903 1902 1901 580 148 491 411 283 981 15 626 20 058 35,748 23 255 Brucheisen 14 742 Roheisen 74586 37 875 51 271 Ed- und Winkeleisen 58 092 51 491 Schienen 67183 43 989 Stabeisen 61495 61536 39 243 Luppeneisen 128 819 75460 12 611 Blatten und Bleche 46 799 47.130 Eisendraht roh 23 598 26 800 Eisendraht verfupfert 2c. Röhren 14 539 17 897 39 260 28 987 10 537 9416 19 908 5817 15 955 • • 7175 15 849 Welche Mengen frischen und zubereiteten( gepöfelten und geräucherten) Fleisches troß der bestehenden Beschränkungen in den Tetzten Jahren eingeführt worden sind, zeigt folgende Busammen stellung: Einfach zubereitetes Fleisch 1898 1899 1900 1901 1902 Frisches Fleisch 26,4 Mill. Mark 25,6 20,0 27 31,0 33,0 46,1 Mill. Mark 36,8 25,4 21,4 23,0 " " " " " Schon das Verbot der Einfuhr von Büchsenfleisch im Jahre 1900 hat, wie die drei letzten Summen zeigen, einen wesentlichen Einfluß gehabt; der Einfuhrbetrag von zubebereitetem Fleisch, der in 1898 noch 46, in 1899 noch ungefähr 37 Millionen Mark erreichte, fant nach Durchführung der Maßregel in 1901 auf 21 Millionen Mark. Der Erfolg der neuen Beschränkungen wird ein noch weit stärkeres Zurückgehen des Fleisch- Exports sein, der im letzten Jahr und damit zugleich immerhin noch 56 Millionen Mark betrug ein weiteres Anzeichen der in dem letzten Jahre beträchtlich ges stiegenen Fleischpreise. In welcher Weise im vorigen Jahre, besonders im Herbst, die Preise emporschnellten, ist bekannt; dennoch bot damals der Import bon Fleisch aus dem Auslande immer noch ein Linderungsmittel. Fällt dieses nun auch weg, so ist der Markt völlig dem Belieben der Agrarier, Vichhändler und der notleidenden Schlächter ausgeliefert, die, trotzdem schon seit einigen Monaten die Viehpreise auf den Schlachtmärkten wieder nachgegeben haben, an ihren Teuerungspreisen festhalten und sich bisher nur in einzelnen Fällen zu geringen Preisermäßigungen verstanden haben. Besonders aber ist dann auf weitere Preissteigerungen zu rechnen, wenn zu den neuen Einfuhrbeschränkungen später die maßlosen Viehzoll- Erhöhungen des neuen Zolltarifs hinzukommen. Ein seltsames Interesse, das die Agrarier und ihre Geistesverwandten im Centrum und in dem nationalliberalen Parteigemengsel für den Gesundheitsschutz der städtischen Arbeiter bekunden! Um diese vor der Gefahr zu bewahren, sich an nicht gesundem Fleisch den Magen zu verderben oder an der Trichinose zu erfranken, fühlen sich die Herren Agrarier in ihrem ausgebildeten moralischen Verantwortlichkeitsbewußtsein veranlaßt, durch allerlei Bestimmungen und Beschränkungen den Arbeitern den Fleischgenuß möglichst zu entziehen. Dagegen sind sie so uneigennüßig, für sich, ihre Mitbauern", ihre Arbeiter und ihr Gesinde" auf allen„ Ge sundheitsschutz" zu verzichten' und für sich das Recht in Anspruch zu nehmen, beliebig Rinder oder Schweine ohne irgend welche Untersuchung zu schlachten und an diesem ununtersuchten Fleisch sich nicht nur selbst zu delektieren, sondern die hieraus fabrizierten Würsto, Spedfeiten, Schinken usw. auch ohne Rücksicht auf die besondere Schonungsbedürftigkeit städtischer Magen auf den Märkten zu ver" taufen. " Tat. Grobe Eisenwaren In wenigen Tagen, am 1. nächsten Monats, tritt in feinem vollen Umfange ein Gesetz in Kraft, das den vielen sogenannten fanitären Maßnahmen, die den Fleischimport aus dem Auslande ver= bieten und erschweren, neue hinzufügt und dessen Wirkung noch mancher Arbeiterhaushalt in recht fühlbarer Weise spüren wird; treiben, als daß man auf einen Gesundheitsschuß, den man andren Höher kann man die christliche Uneigennüßigkeit doch nicht das Gesetz über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau vom 3. Juni so überreichlich zu teil werden läßt, für sich selbst gänzlich verzichtet. 1900. Wie die meisten der heutigen Vieh- und FleischeinfuhrBeschränkungen, sind auch die vom April ab gültigen Bestimmungen dieses Gesetzes lediglich darauf berechnet, die fremde Konkurrenz vom deutschen Martt fernzuhalten und die Viehpreise zu steigern. Der Maffe gegenüber mußte allerdings auch diesmal wieder bei der Beratung die Rücksicht auf das Gemeinwohl und die Gesundheit der Bevölkerung als Vorwand herhalten; aber schon die Thatsache, daß die geforderte doppelte Beschau sich nur auf jenes Schlachtvieh erstreckt, dessen Fleisch zum öffentlichen Verkauf bestimmt ist, also auf Schlachttiere, die schon heute meist in den Schlachthäusern der Städte einer Kontrolle unterliegen, während alle sogenannten Haus fchlachtungen von der Zwangsuntersuchung befreit sind, zeigt, daß andre Gründe als Gesundheitsrücksichten die Annahme des Gesetzes herbeigeführt haben. mietete. mit Vermischtes. ,, Eine Ehebruchs- und Meineidsaffaire" vier Zeugen." Ebenso zutreffend ist die Bemerkung des Blattes, daß das Gericht es gar nicht hätte zulassen dürfen, daß nach der eidlichen Aussage der vier resp. fünf Belastungszeugen auch der Lieutenant und Frau Eck eidlich vernommen wurden. Nach einer telegraphischen Meldung hat sich Frau Eck am Freitag durch Gift das Leben genommen. Die Haftentlassung der Frau war trop feiner angebotenen Kaution von 500 000 m. von der Staatsanwaltschaft abgelehnt worden. Fünf Arbeiter erstidt. Trier, 28. März. In dem hiesigen Gaswert erstickten infolge eines Rohrbruches fünf Arbeiter; drei andre, die auch in Lebensgefahr waren, konnten wiederbelebt werden. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Luise. Montag: Der fliegende Holländer. Dienstag: Der Troubadour. Wiener Walzer. Mittwoch: Feuersnot. Das war ich. Donnerstag: Die Walküre. Freitag: Luise. Sonnabend: Samson und Dalila. Nachm.: Hänsel und Gretel. Sonntag: Romeo und Julia. Montag: Fidelio. Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Jm bunten Rod. Montag Die Journalisten. Dienstag: Die Welt, in der man sich langweilt. Mitt woch: Die Schloßherrin. Donnerstag: Judith. Freitag: Die Schloßherrin. Sonnabend: Wilhelm Tell. Sonntag: Die Schloßherrin. Montag: Maria Stuart. Neues fgl. Opern- Theater. Sonntag, 29. März: Die Räuber. Dienstag: Mamjell Angot. Sonntag, 5. April: Gyges und sein Ring. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag: Wilhelm Tell. Sonntagabend: Der Probekandidat. Montag: Don Gil. Dienstag: Das zweite Gesicht. Mittwoch: Don Gil. Donnerstag: Wohlthätige Frauen. Freitag: Der ledige Hof. Sonnabend: Der ledige Hof. Sonntagnachmittag: Minna von Barnhelm. Sonntagabend: Der ledige Hof. Montag: Der ledige Hof. Deutsches Theater. Sonntagnachmittag: Es Icbe das Leben. Dienstag: Die verfuntenc Schiller- Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag nachmittag: Heimat. Sonntagabend: Der Meister von Palmyra. Montag: Sappho. Dienstag und Mittwoch: Der Meister von Palmyra. Donnerstag, Freitag und Sonnabend: Der Probekandidat. Sonntagnachmittag: Maria Stuart. Sonntagabend und Montag: Der Probekandidat. Sonntagabend und Montag: Monna Banna. Glode. Mittwoch: Monna Banna. Donnerstag: Auf Storhove. Freitag: Monna Vanna. Sonnabend: Der arme Heinrich. Sonntagnachmittag: Rosenmontag. Sonntagabend: Auf Storhove. Montag: Monna Banna. Neues Theater. Sonntagnachmittag: Nachtasyl. Sonntagabend, Freitag und Sonnabend: Belleas und Melisande. Sonntagnachmittag: Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag:" Die Kreuzelschreiber. Lokalbahn. Schöne Seelen. Sonntagnachmittag: Pelleas und Melisande. Montag: Die Kreuzelschreiber. Berliner Theater. Sonntagmittag: Vorstellung der Lessing- Gesellschaft. Sonntagabend und Montag: Alt- Heidelberg. Dienstag: lleber unsre Kraft I. Teil. Mittwoch: Alt- Heidelberg. Donnerstag: Maria Stuart. Freitag: Alt- Heidelberg. Sonnabend: Ueber unsre Straft. II. Teil. Sonntag nachmittag: Das Käthchen von Heilbronn. Sonntagabend: Alt- Heidelberg. Montag: Unbestimmt. und Liebe. Residenz Theater. Allabendlich: Lutti. Sonntag, 29. März, nachSonntag, 5. April, nachmittags: Der mittags: Geine Kammerzofe. Unterpräfekt. Leffing Theater. Allabendlich: Der blinde Passagier. Kleines Theater. Allabendlich: Nachtasyl. Sonntag, 29. März, und April, nachmittags: Einatter und Sereniffimus Zwischenspiele. Trianon- Theater. Allabendlich: Die Notbrücke. Sonntag, 29. März 5. April, nachmittags: Die Liebesschantel. Central- Theater. Allabendlich: Gräfin Pepi. Sonntag, 29. März Belle- Alliance- Theater. abendlich: Pick und Pocket. Sonntag, erregt in Düsseldorf großes Aufsehen. Ein Edelster und Bester, der tagabend: Gasparone. Montag: Die Fledermaus. Dienstag: Gasparone. Theater des Westens. Sonntagnachmittag: Der Freischütz. SonnLieutenant im Düsseldorfer Ulanen- Regiment Mittwoch: Der Prophet. Donnerstag: Der Verschwender. Freitag: Dou Nr. 5, Herr Freiherr von Löw, kommt auf den menschlichen Juan. Sonnabend: Zar und Zimmermann. Sonntagnachmittag: Undine. Einfall, sich mit Evatöchtern zu amüsieren. Kümmern solche Sachen Sonntagabend: Der Verschwender. Montag: Der Karneval in Rom. die Deffentlichkeit absolut nicht, so ist die Geschichte doch um deffent- Thalia Theater. Allabendlich: Der Bofaunenengel. Sonntag, 29. März, willen interessant, weil der Lieutenant sich einen falschen Namen nachmittags: Maria Stuart. Sonntag, 5. April, nachmittags: Kabale Die in Kraft tretenden Gesetzesbestimmungen fordern, daß jedes Schlachttier, dessen Fleisch in den Handel gelangt, vor der beilegt und als Herr Doktor Weigand ein Parterre- Zimmer im Schlachtung von geprüften und behördlich angestellten Beschauern Hause Charlottenstraße 10-12 für schweres Geld pro Monat auf seinen Gesundheitszustand untersucht wird. Erst wenn das Der Lieutenant amüsierte sich hier als„ Dr. Weigand" Er hat dabei betreffende Vieh als nicht krank befunden wird, darf die Abschlachtung Sache recht auffällig zu machen, so daß er bald in der Charlottendas Malheur, die erfolgen, der sich darauf eine 3tveite, genauere Beschau des Fleisches moralisch von dem Hauswirt hinaus 5. ( bei Schweinen auch auf Trichinen) anschließt. Ergiebt sich dabei, straße beobachtet wird und daß das Tier an einer Strankheit gelitten hat, oder daß das Fleisch gejagt wird. Aber damit ist die Sache noch nicht erledigt, der Herr zum Genuffe untauglich ist, so ist vom Beschauer eine Beschlagnahme Lieutenant soll sich als beste seiner Flammen" die Gattin des und vorzunehmen und Meldung an die Polizei zu erstatten, die dann zu Ingenieurs d ausgesucht, er soll mit dieser die heimlichen bestimmen hat, ob das Fleisch zu vernichten ist, oder ob, falls es sich Freuden in seinem Lebensparadies geteilt und es mit ihr derart und 5. April, nachmittags: Die Schöne von New York. um„ bedingt taugliches". durch gewisse Verfahrungsarten genießbar getrieben haben, daß die beiden zum Gesprächsthema in 29. März, nachmittags: Kabale un Liebe. zu machendes Fleisch handelt, ein Auskochen, Pökeln, Dämpfen statt der ganzen Stadt wurden. Die abscheuliche Fama arbeitet Lutjen Theater. Sonntagnachn ttag: Der Fall Clémenceau. Sonne finden und ob das derart zubereitete Fleisch zum Verkauf frei- nun weiter: Herr Dr. med. Weidenmüller findet es für angebracht, tagabend: Robert und Bertram. Mentag: Lumpacivagabundus. Diens gegeben werden soll. Doch muß das Auskochen usw. unter polizei- nicht nur von dieser Fama im Klub der Düsseldorfer Creme, im tag: Die Anne- Life. Mittwoch: Die Geierwally. Donnerstag: Lumpacificher Kontrolle stattfinden, und zudem darf solches Fleisch in größeren Verein", zu erzählen, sondern er fügt fogar hinzu, vagabundus. Gemeinden nur an bestimmten polizeilich beaufsichtigten Stellen daß er, Dr. W., mit eigenen Augen Frau Ed Carl Weiß- Theater. Allabendlich Der Liebe Gebot. Sonntag, ( Freibänken) feilgeboten werden. im Zimmer des Lieutenants 29. März, nachmittags: Das Käthchen von Heilbronn. von Löw alias Dr. Weigand Buntes Theater. Allabendlich: Der Leibalte. Sonntag, 29. März, gesehen habe. Das ist nach Ansicht Ecks eine fch were nachmittags: Winterschlaf. Dienstag, 31. März: Opern- Aufführung des Ehrentränkung. Der Ingenieur Ed foalierte sich mit dem Eichelbergschen Stonservatoriums: Cavalleria iusticana. Hänsel und Gretel. Pseudo- Dr. Weigand, beide begaben sich auf die Jagd nach Apollo Theater. Sonntagnachmittag: Frau Luna. Allabendlich: Dr. Weidenmüller und nachdem sie das gesprächige Wild" im Die schöne Galathee. Donnerstag: Gefindebab. Verein" gestellt hatten, gaben sie ihm ein paar träftige Alexanderplat- Theater. Allabendlich: Mein Sohn, der Herr aulschellen. Dabei hatte der Lieutenant im Verein" nicht Lieutenant und Sonntagmorgen. Metropol Theater. Allabendlich: Neuestes! Merneuestes! einmal etwas zu suchen. Casino Theater. Allabendlich: Elternlcs. Sonntagnachmittag: Lenore, die Grabesbraut. Urania Theater, Taubenstr. 48/49. Sonntag, Dienstag, Donnerstag, Sonnabend: Das Land Tirol. Montag, Mittwoch, Freitag: Photographien in natürlichen Farben. Alle untersuchten Fleischteile müssen gestempelt werden, und zivar erhält untaugliches Fleisch einen dreieckigen, bedingt taugliches einen quadratischen, taugliches Fleisch einen runden und jenes Fleisch, das zwar zum Genuß tauglich ist, aber deffen Nahrungswert den gewöhnlichen Anforderungen nicht entspricht( zum Beis spiel Fleisch von besonders schlecht genährtem oder unreifem beziehungsweise nüchternem Vieh) einen runden, von einem Quadrat umschloffenen Stempel aufgedrückt. " $ Die bei der Creme anläßlich solcher Vorkommnisse übliche Indes sind diese Bestimmungen nur gewissermaßen die sanitär- Duell Baute unterblieb; die Herrschaften hatten mehr Lust zu dekorative Einleitung zu den Einfuhrbeschränkungen fremden einem Gang vor den Kadi. Es tamen glücklich zwei Klagen: Fleisches. Um nämlich angeblich das aus dem Auslande eingeführte 1. Ingenieur Ed contra Dr. Weidenmüller wegen verleumderischer Fleisch nicht günstiger zu stellen, als das inländische, wird zwar nicht Beleidigung. 2. Dr. Weidenmüller contra Eck und Lieutenant Löw die Einfuhr dieses Fleisches generell verboten, wohl aber derartig wegen thätlichen Ueberfalles und Mihhandlung. Musikinstrumentenarbeiter. Am Montag, den 30. März, abends 8 Uhr, findet im Gewerkschaftshause, Saal I, unsre Branchen. beschränki, daß die Beschränkung fast einem Verbot gleichkommt. Der letztere Prozeß wurde am Montag vertagt, der erste versammlung statt. In derselben ciebt die Kommission des HolzBekanntlich ist die Einfuhr von Würsten und Büchsenfleisch schon Prozeß nahm nach unsrem Düsseldorfer Bruderblatt folgenden Verarbeiter- Verbandes den Bericht über die in der Vianino- Industrie vorgenommene feil Ottober 1900 verboten, die neu in Straft tretenden Bestimmungen lauf: 1. Dr. Weidenmüller behauptet auf das aller bestimmteste, statistische Erhebung. Warenhaus A.Wertheim Extra- Preise weiss Porzellan Speiseteller tief u. flach Kompottteller 7 Pf. Terrinen dekoriert 14 Pf. Vorratstonnen 55 Pf. Essig u. Oelflaschen 55 Pf. Salz- u. Mehlmesten 1.20мk. Kartoffelschüsseln Saucièren Salatièren 4 Grössen Kaffeekannen 90 Pf. u. 1.10 Mk. 68 Pf. 38 und 45 Pf. 13 bis 45 Pf. 38 Pf. Eierbecher Zwiebelmuster oder Goldrand 5. 7 Pf. Kuchenteller 35, 70, 80, 90 P. Menagen für Pfeffer, Salz, Senf 30 Pf. Tassen 16, 18 Pf., Porzellan 30 Pr. Glas Butterglocken gepresst 15 u. 22 Pr. Bierbecher mit Goldrand 7 u. 9 Pr. Boden 8, Bord. 10, Schliff, 20 Pf. Wasserbecher gepresst 5 Pf. mit abgeschl, mit Kelche mit grav. 10 Pf., mit geschliff, Bod. 18 Pf. Likörgläser 6 Pf., Goldrand 12 pr. Sturzflaschen 13, 30, 45 pr. Salatschalen 4Grössen 12 b.35 Pr. Kaffeeservices für 6 Pers. 2.25, 2.50, 3.15, für 12 Pers. 6.50, 8.75, 11.25 Zuckerschalen gepresst 8 b. 26 Pf. Meissner Porzellan zwiebelmuster Speiseteller 48 u.53 Pf. Buttersaucièren Dessertteller 34 Pf. Kompottteller 30 Pf. Eierbecher 60 Pf. Kuchenteller 60 Pf. u. 1.20 27 Pf. Kaffeekannen 1мk.b.2.40) Kabaretts 2.25 u. 3.25 Teekannen 1 bis 2Mk. Salatièren 55Pf.b.1.15 Milchtöpfe 35 b. 90 Pf. 1.80 bis 2.80 Bratenschüss. 72Pf.b.2.70 Zuckerdosen 63 Pib. 1.15 1.45 u. 1.85 Fruchtschalen 1.90b. 2.60 Tassen 55 Pf. u. 75 Pf. Kartoffelschüsseln Saucièren Wirtschafts- Artikel Küchenbretter Buche Tabletts dekor. Blecheinlage Tabletts eichene Servierbretter eichene Messerputzbretter Putz- u. Wichskästen Eierschränke Waschfässer Zink Waschfässer mit Wulst Spülzober Wringinaschinen 12 Pf. bis 1.10, Waschbretter Kompottteller 5 u. 12 Pr. Kuchenteller 45 u. 55 Pf. geschliffen mit 12 Gläsern 8 MK. und Glasplateau Bowle Ein grosser Posten weisse und farbige Leipzigerstr. 132-135( Versand- Abteilung). Rosenthalerstr. 27-29. Oranienstr. 52-55. Montag, Dienstag, Mittwoch soweit der Vorrat reicht: Steingut dekor., rund 65 Pf. b.1.40 55 u. 75 PL 10 PL Brotplatten u. eckig 10b. 30 Pf. Spargelplatten Blumentöpfe s Grössen 10b. 33 Pf. Butterdosen bunt 25 Pf. Schalentassen farbig Heringskasten Fruchtschalen Flechtmuster 75 Pf. 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Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Elfte General- Versammlung des deutschen Tabakarbeiter- Verbandes. Dresden, den 27. März. Sonntag, 29. März 1903. Im Laufe der Debatte kam auch die Ansicht zum Ausdruck, daß den Beamten eine Gehaltserhöhung anstatt des beantragten Beitragszuschusses gewährt werden möge. Rausniz- Berlin beantragte, das Gehalt der Verbandsbeamten um 100. zu erhöhen, und Ostertag stellte den Zufazantrag, daß die Verbandsbeamten verpflichtet sind, der Unterstützungs- Genossenschaft beizutreten. Die Anträge Nausnitz und Ostertag wurden angenommen. Antrag, welcher besagt, daß nunmehr nach Annahme der ArbeitslosenUnterstützung eine Verschmelzung der beiden Verbände herbei geführt werden soll, wurde angenommen. Bei dieser Abftimmung enthielten sich viele Delegierte der Stimme, was der Vorfigende scharf rügte. Es folgte eine Debatte, in der allgemein zum Ausdruck fam, daß eine Verschmelzung wünschenswert sei. Hierauf fand der folgende Antrag einstimmige Annahme: Die Generalversammlung beschließt: Der Vorstand wird beauf- Hierauf folgte die Statutenberatung. Der§ 1 erhielt tragt, die Wünsche der Delegierten betreffend Verschmelzung des eine neue Fassung. Nach derfelben tritt an die Stelle der MeiseSortierer- Verbandes in den Tabalarbeiter- Verband zu berücksichtigen. Unterſtügung die Arbeitslosen- Unterstützung. Neu werden eingeführt Dadurch find die übrigen Anträge, die sich darauf beziehen, erledigt. Wöchnerinnen- Unterstützung und Hinterbliebenen- Unterstügung. Es wurde sodann ein Antrag zur Diskussion gestellt:" Falls Der§ 3 sieht in der Kommissionsfassung zwei Beitragsflaffen die Beamten des Verbandes Mitglieder der Unterstüßungs- Genoffen- vor. Die Klaffe I hat Säge von 25 und 35 Pf., die Klasse II Sätze schaft des Vereins„ Arbeiterpresse", find oder werden, zahlt der Ver- bon 35, 45, 55 und 75 ¥ f. Dem Vorstande wird das Recht eins Hierauf wurden die Diäten festgesetzt, dann kam die Angelegen- band die Hälfte des Beitrages. Die Generalversammlung spricht den geräumt, im Einverständnis mit dem Ausschuß bei besonderen Anheit mit dem Sortiererverein zur Sprache. Hierzu lagen mehrere Wunsch aus, daß sich die Beamten der Unterstützungs- Genossenschaft lässen( Tabaksteuer) die Beiträge um 5 bezw. 10 Pf. zu erhöhet. Anträge vor, welche die Anbahnung einer Einigung bezwecken. Ein anschließen." Der Paragraph wurde ohne Debatte angenommen. In der heutigen Sigung wurde darüber verhandelt, ob anstatt der jetzt bestehenden Vorortskommissionen die Gau- Einteilung ein geführt werden solle. Nach längerer Debatte wurden die auf Tenderung der jetzt bestehenden Einrichtung lautenden Anträge ab gelehnt Angenommen wurde folgender Antrag: Innerhalb einer Geschäftsperiode fann mit Genehmigung des Vorstandes in jedem Agitationsbezirk eine Vorortfonferenz abgehalten werden. stio BAER SOHN CI Herren- Hüte Nur gute Fabrikate. Schöne Formen, moderne Farben 6-4,25-2,50 1.90 Chausseestrasse 24a- 25 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20 zwischen Invalidenstr. u. Schiller- Theater N. zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr. Ecke Koppenstrasse( am Bürger- Hospital Special- Haus grössten Massstabes.frie Die 21th Preis- Liste 1903 ist erschienen und wird auf Wunsch kostenlos und portofrei zugesandt.- ca. 175 Abbildungen.- Klare Veranschaulichung.- Verständlich für Jedermann. Frühjahr- Paletot Frühjahr- Paletots Sonder- Angebot! Marengo Melton oder Fischgratgewebe m. schräg. Taschen 18 M.|| Frühjahr- Anzug 45, 36, 27, 21, 18, 15 8 M. 21 M. 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Sanitätsrats Klägerin hob demgegenüber hervor, daß der Arzt des Krankenhauses, Dr. Paprosch vor, worin ausgeführt wurde: Der Lehrling leide wo ihr Sohn acht Tage lang war, erregt geäußert habe: ein halbes feit zwei Jahren an Husten, Verschleimung und Nasenverstopfung. Jahr in dieser Beschäftigung und er ist fertig! Der Vorsitzende Sein Vater sei an der Schwindsucht gestorben, ebenso feien Dr. Meier legte namens des Gerichtshofes dem Beklagten nahe, Der bekannte Steindruckereibesizer Ebbmeyer, obwohl selber mehrere Geschwister an der Lungentuberkulose zu Grunde gegangen. den jungen Mann aus dem Lehrverhältnis zu entlassen. Beifizer, ein ständiger Kunde des Gewerbegerichts, war von der Es erscheine dringend notwendig, ihn vor allen Schädlichkeiten zu ärztliche Attest sei entscheidend. Und im übrigen würde er jeden Mutter eines Lehrlings wegen Lösung des Lehrverhältnisses verklagt bewahren. Da er jetzt täglich Bronzestaub einatmen müsse, wäre die Lehrling entlassen, der nicht mehr wolle, denn was Gutes käme worden. Die Frau verlangte die Aufhebung des Lehrvertrages, weil Aufgabe der bisherigen Beschäftigung erforderlich, um schlimmen unter folchen Umständen doch nicht heraus. Nach längerem Verdie Gesundheit des Sohnes, die eine sehr schwache sei, unter der Folgen vorzubeugen. Herr Ebbmeher suchte das Gut handeln ließ sich Herr Ebbmeher zu einem Vergleich herbei, durch Ausübung des Berufs eines Steindruders ganz erheblich leiden achten zu entkräften und meinte unter anderm, er habe den das Lehrverhältnis aufgelöst wurde. würde. Herr Ebbmeher hatte die Lösung des Lehrverhältnisses ab- einen schönen großen Saal, wo es mit dem Bronzestaub nicht gelehnt, weil er die Angaben der Frau bezweifelte. Der Kammer 8 so schlimm sei, wenn gelegentlich mal bronziert werde. Genossen Unserm ehemaligen Michel, dem Albert Rosenhain's moderne Kinderwagen- Kuhlicke Wilh. 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