Nr. 76. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die Kabinettsorder über den Wahltermin. Berlin, 29. März. Nach kaiserlicher Verordnung vom 28. März 1903 sollen die Neuwahlen zum Reichstage am 16. Juni stattfinden. Endlich ist der Ungewißheit über die Reichstagswahlen ein Ende bereitet. Am 16. Juni tritt das deutsche Volk an die Wahlurne. Was alle dringenden Wünsche nach Bekanntgabe des Wahltermins nicht vermochten, hat unsre Entlarvung des insgeheim geplanten Termins bewirkt. Unfre Veröffentlichungen über den Termin der Reichstagswahlen haben den beabsichtigten Zweck erreicht. Am Sonnabend früh brachten wir die Notiz, daß Sonntag, der 17. Mai, als Termin in Aussicht genommen sei, und von dem gleichen Sonnabend ist die, allerdings erst tags darauf publizierte, kaiserliche Kabinettsorder datiert, die die Wahlen für den 16. Juni ausschreibt; damit ist nun Klarheit geschaffen. " Dienstag, den 31. März 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernfbrecher: Amt IV. Nr. 1984. Ein Vertrauensvotum dagegen für den für den socialdemokratischen Kandidaten nur etwa 1700 Stimmen Socialismus und die Socialdemokratie- abgegeben wurden. Am 28. November 1902 schrieb die„ Köln. Ztg.": das ist die schlicht begeisternde Losung des Der Vorwärts" habe mit wuchtigem Keulenschlage die Socialfortan auflodernden Kampfes, der mit dem demokratie in Essen und in weitem Umkreise von Essen niederroten Siege am 16. Juni abschließen möge. geschmettert. Ob man diese Arbeiterkundgebung Wilhelm II. zur KenntnisMit der Veröffentlichung des Wahltermins treten bedeutsame nahme unterbreitet! rechtliche Veränderungen ein: 1. tritt die Bestimmung im zweiten und dritten Absatz des§ 43 der Gewerbe- Ordnung in Kraft: * * Deutfches Reich. Wahlvorbereitungen. Berlin. Ein konservatives Flugblatt. " Zur Verteilung von Stimmzetteln und Druckschriften zu Wahlzwecken bei der Wahl zu gefeßgebenden Körperschaften ist eine polizeiliche Erlaubnis in der Zeit von der amtlichen Bekannts machung des Wahltages bis zur Beendigung des Wahltages nicht Im zweiten Berliner Wahlkreis kandidiert für die konservative erforderlich. Dasselbe gilt auch bezüglich der nichtgewerbs- Partei Flottenprofessor Adolf v. end stern. Uns wird ein mäßigen Verteilung von Stimmzetteln und Druckschriften zu Wahl- lugblatt übermittelt, in dem die Wendstern- Leute sich vornehm lich an die Arbeiter zu wenden gedenken. zwecken; 2. tritt in beiden Mecklenburg die landesrechtliche BeStimmung außer Straft, wonach es zu politischen Versammlungen einer obrigkeitlichen Genehmigung bedarf. Politifche Ueberficht. Bendstern- Leute werden anerkennen, daß wir die Wirkung eines Wir empfehlen den Wendstern- Leuten, das zur Verbreitung bestimmte Flugblatt zurückzuziehen und einstampfen zu lassen. Die Flugblatts auf Arbeiter zu ermessen verstehen. Dies Flugblatt kostet dem konservativen Kandidaten einen ganzen Haufen von Wählern, anstatt ihm deren zuzuführen. Es ist ein allzu dummer Wir haben darum einiges Interesse, für die Verbreitung des Flugblatts etwas zu thun, damit es nicht infolge rechtzeitiger Er tenntnis feines Wertes durch die eignen Urheber der Weltgeschichte verloren geht. Die Socialdemokratie hat die Arbeiter getäuscht" zeigen ist die Aufgabe des Flugblattes. Sogleich wird die social demokratische Täuschung also tiefsinnig dargethan: Wisch. Berlin, den 30. März. Preußischer Landtag. Die Kabinettsordre ist eine direkte Antwort auf die Enthüllung des Vorwärts", aber nicht etwa eine Widerlegung unsrer Nachricht. Im Gegenteil, unsre Atf- Das Abgeordnetenhaus wie das Herrenhaus hielten furze deckung des so sorgsam gehüteten Geheimnisses, daß man e Sigungen ab. Jm Abgeordnetenhaus wurde die Vorlage reits zum 17. Mai die Wahl ansehen wollte, hat dazu geführt, betr. die Wohnungen für Staatsarbeiter und wie es in dem daß man nachdem das Geheimnis nun doch verraten Entwurf so treffend heißt,„ gering befoldete" Beamte, debatte auf den Plan verzichtete und zum 16. Juni sich entschloß. Los in zweiter Lesung angenommen. Auch die Vorlage über Es scheinen seit unsrer Veröffentlichung hinter den Coulissen den neu zu schaffenden Ausgleichsfonds der Eisenbahn- Versich manche Auseinandersetzungen abgespielt zu haben, bis die nur unwesentliche Aenderungen daran vorgenommen hatte, waltung wurde nach den Beschlüssen des Budgetkommission, dann der 16. Juni siegte. angenommen. Nur die Freisinnige Volkspartei und ein Teil des Centrums stimmten dagegen, weil sie in dem Gesetzentwurf eine Einschränkung des Budgetrechts erblickten. Petitionsberatungen ohne allgemeines Interesse füllten den Rest der Sihung aus. Als wir den 17. Mai nannten, war es den eingeweihten Regierungstreifen sofort klar, daß wir uns auf keine Stombination, auf keine unbeweisbare, unsichere Information stützten, sondern daß wir wußten, was beabsichtigt war. Niemand wäre ohne solche bestimmte, unwiderlegliche Wissenschaft gerade auf einen Sonntag verfallen. Nachdem das Ueberrumpelungsmanöver derart mißglückt, hatte es keinen 3wed mehr, weiter an dem vorzeitigen Wahltermin feſt zuhalten. Und so trug man der allgemeinen Meinung Rechnung und bestimmte, als wäre gar nichts im Dunkeln gemunkelt worden, den 16. Juni. Die Herren" waren nur wenig länger als eine Stunde beisammen. Erledigt wurden kleinere Vorlagen von geringer die Mithilfe beim Antrag Kardorff zu überlebenslänglichem allgemeiner Bedeutung. Graf Ballestrem, der zum Dank für ( nämlich erblichem) Herrenhaus verurteilt worden ist, war anwesend und nahm auf dem Size in der zweiten Reihe des Centrums Plaz, den er schon als preußischer Abgeordneter als Epigone eines von Schorlemer- Alst gedrückt hatte. Das Es steht aber fest, daß man bis zu unsrer Ver- Abgeordnetenhaus geht heute in die Ferien. Die Herren öffentlichung thatsächlich beabsichtigt hat, die Wähler im wollen morgen noch mit der Etatsberatung beginnen. letzten Augenblick mit dem Sonntag, dem 17. Mai zu überraschen. Mene Tekel. Der Beweis für unsre Behauptung ist sehr einfach. In Gewerbegerichtswahl in Essen bedeutet, so wird uns dorther geDer bereits gemeldete Sieg der freien Gewerkschaften bei der der ersten Anweisung an die Behörden über die Aufschrieben, eine furchtbare Niederlage der fleritalen, scharfmacherischen stellung der Wählerlisten war der 17. Mai als Wahl- Krupp- Camorra. Alle Umstände, die voraufgegangenen Ereignisse, termin angegeben. Es sollten die Personen aufgenommen die Art der von der Gegenseite inscenierten Agitation stempelten werden, die bis zum 17. Mai einschließlich das 25. Jahr die Wahl zu einer Probe auf das Exempel vom Tischtuch vollenden würden; das gleiche Datum war zu Grunde ge- zerschneiden. legt für die Prüfung hinsichtlich des Besitzes der bürgerlichen Ehrenrechte. Auf der Grundlage des 17. Mai waren denn auch bis zu diesem Sounabend die Wählerliften aufgestellt worden. " das zu Dem Arbeiter sagt die Socialdemokratie, daß er durch den Kapitalismus und den Staat um die Früchte seiner Arbeit ge bracht wird. Die Socialdemokratie verspricht dem Arbeiter, daß sie ihm, der allein alle Werte schafft, nach Bertrimmerung von Kapitalismus und Staat alle Werte zuwenden wird. " Aber dieselbe Socialdemokratie erkennt durch ihre Häupter, 3. B. Karl Marx, an, daß Kapitalismus und Staat die Vorbedingungen waren, auf denen der Arbeiter erst arbeiten kann, daß Kapitalismus und Staat also die Werte mitfchaffen, und daß auch in einer socialistischen Gesellschaft keine Nede davon sein kann, daß der ganze Ertrag der Arbeit an die Arbeiter verteilt wird. Dies verschweigt die Socialdemokratie aber den Arbeitern." die überraschende Entdeckung gemacht, daß die Lage des Arbeiters abIn dieser erhabenen Nationalökonomie geht es fort. Es wird hängig ist von der Macht und blühenden Wirtschaft des ganzen Reiches". Darum sei es ein Verbrechen, Armee- und Marineforderungen abzulehnen und die Zollerhöhungen zu verwerfen! Also: Trennen Sie sich von den socialdemokratischen Haßpredigern! Kommen Sie wieder zu uns!" Ja, wenn die Arbeiter wieder zu den Konservativen zurückkehren, dann wird alles herrlich werden! Was wird ihnen da alles alles zu Teil werden:" Sichere Arbeit, steigende Lebenshaltung, Anerkennung Ihrer politischen und mensch lichen Rechte, Schutz und Entwicklung Ihrer Organisationen, Friede Flugblatt: Ehrliche energische Arbeiterfreund statt Selassenkampf." Und noch einmal heißt es dann weiter im haft, also ausbau der Arbeiterschuh- und Ver. icherungs- Gefeßgebung und Entwicklung des vollständig in der Aufbeckung der socialdemokratischen TäuschungsKoalitionsrechts!" Das Flugblatt scheint hier nicht ganz versuche. Warum berichtet es nichts, gar nichts davon, daß die jocialdemo tratischen Haßprediger das Koalitionsrecht der Arbeiter vernichten wollten In Effen forderte Wilhelm II. die Arbeiter zuerst auf, das durch verruchte Zuchthausgeseze und daß erst Herr Adolf Tischtuch zu zerschneiden, hier nahm der Kundgebungsschwindel v. Wendstern kommen mußte, um in der Kreuz- Zeitung" das schwer feinen Anfang, hier feierte die korrumpierte Presse aller Farben, bedrohte Koalitionsrecht zu erretten? Warum erzählt es nichts einschließlich der farblosen, ihre tollsten Orgien, hier hetzte man davon, daß die socialdemokratischen Arbeiterfeinde alle Bemühungen bemokratie. Um so vernichtender ist die Niederlage, um so ehrenwütend die kapitalistischen Bluthunde auf das Freiwild: Social- der Wenckstern Konservativen auf Einführung eines gefeßlichen NormalArbeitstages zu nichte gemacht voller der Sieg der freien Gewerkschaften. haben? Es ist schwer zu verstehen, warum die socialChristliche Arbeiterführer". Pfaffen und Scharfmacher bildeten Gifer für Koalitionsrecht und Wolfsrechte nicht ein wenig ausführlicher demokratischen Todsünden wider die Arbeiter und der konservative ein holdes Trio in der bei der Gewerbegerichtswahl zu einem in dem Flugblatt abgehandelt werden. Vielleicht holt das konservas Kampfe wider die Socialdemokratie inscenierten Hazz. Sämtliche tive Wahlfomitee dieses Versäumnis im nächsten Flugblatt nach. Daß die Regierung sich entschlossen hatte, den 17. Mai katholischen und evangelischen Arbeitervereine wurden durch die geista Das erste singt den konservativen Ruhm so ungenügend, daß seine als Wahltermin zu setzen, ist verständlich; es geschah auf lichen Leiter kommandiert zum Kampfe wider den Umsturz. Die Zurückziehung von jedem befürwortet werden muß, der es mit der Grund des Drängens einflußreicher agrarischer und scharf- Religion mußte wieder die erste Dienstmagd spielen bei Wahrnehmung staatserhaltenden Kandidatur des Flottenprofessors gut meint! macherischer Kreise. Daß sie aber eine Ueberrumpelung plante von Unternehmerinteressen. Struppsche Arbeiter und ein Vicebeamter paradierten auf der christlichen Liste, der Centrums- Arbeiterkandidat Potsdam Spandau Osthavelland. und durch das Drakel der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" für den Wahlkreis Duisburg- Mülheim trat in schönster Harmonie versammlung in Potsdam stellte den Malermeister Kruse- Berlin irreführende Meldungen verbreiten ließ, ist kaum begreiflich. mit nationalliberalen Agitatoren für die Unternehmerliste ein, diese geht nicht hervor, welcher liberalen Richtung der Kandidat zugehört; als Kandidaten auf. Aus der Mitteilung der Freifinnigen Zeitung" Offenbar leitete die Regierung die Tendenz, die lezte, heißeste steckte man Arbeitern bei der Löhnung mit dem Lohne zu, der es heißt da lediglich, er habe den Standpunkt des entschiedenen Periode des Wahlkampfes mit allen Mitteln auf die möglichst ge- Centrums- Arbeiterführer bettelte die Unternehmer um Hilfe an. Liberalismus nach rechts und links energischen vertreten". ringste Zeit zusammenzudrängen. Wenn erst am 17.Mai mit der Aus- Die Kandidaten der freien Gewerkschaften wurden verleumdet, alle man Lüge und Verdächtigung ließ legung der Wählerlisten bekannt gegeben worden wäre, so Minen Dasbach auf der Zollflucht. man das Bewürde es thatsächlich gelungen sein, die Hauptagitation auf Den Verbreitern unsrer Flugblätter verbot Kaplan Das ba ch will sich in seinem bisherigen Wahlfreije vier Wochen zu verfürzen. Glaubte man wirklich, dadurch die der von öffentlichen Straßen durchschnittenen Werks- Aachen- Land nicht mehr aufstellen lassen. Wie er in seiner kolonien, ein Kolonievogt stürmte in die Wohnungen und befahl Trierischen Landeszeitung" erkennen läßt, fürchtet er die Socialdemokratie schädigen und lähmen zu können? den Inhabern von Wohlfahrtswohnungen, die Flugblätter sofort zu Opposition der dortigen katholischen Arbeiter. Im September Auch die seltsame Geschichte des geheimen Wahltermins verbrennen. Und doch alle Liebesmühe der koalierten„ Arbeiter vorigen Jahres versuchte Herr Dasbach, seine Wähler in einer_in gehört zu den Eigentümlichkeiten dieser Regierungsepoche, in führer". Scharfmacher und Klerikalen Demagogen war vergebens. Eupen abgehaltenen Bersammlung zu beschwichtigen. Es wurde ihm der anscheinend nichts geschehen kann, ohne daß allerlei Zwei Was man erzielte, war eine nie dagewesene Wahlbeteiligung. Die aber derart mitgespielt, daß er nie wiedergekommen ist. Nicht nur die Textilarbeiter, auch die Kleinbauern und Handwerker deutigkeiten, Intriguen, Coulissenränke, Rätsel und Plötzlich Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen stieg gegen die vorige Wahl erhoben den heftigsten Widerspruch gegen Dasbachs Haltung teiten im Spiele sind. So bietet die Geschichte des Wahltermins um 150 Proz., aber, die Liste der christlichen Krupp- Partei in der Bolltarif- Vorlage. Die Weber erklärten ihm, fie könnten bei selbst wieder Material zur Wahlagitation. Auch in dieser erzielte nicht die Majorität. Mit 5871 Stimmen siegten ihren Hungerlöhnen nicht noch durch den Zoll erhöhte LebensmittelEpisode spiegelt sich das Wesen unsrer inneren Zustände, in die freien Gewerkschaften mit einer Majorität von 619 Stimmen. preise zahlen. Als Herr Dasbach fich zu rechtfertigen versuchte, die überall aus dem Dunkeln verwirrende Hände un- Wie glänzend dieser Sieg ist, geht aus folgender Zusammenstellung wurde er von den erbitterten Leuten ausgehöhnt und verlacht. Eine hervor. Es erhielten Stimmen: ganze Anzahl katholischer Arbeiter trat ihm entgegen, und er fand verantwortlicher Ratgeber hineingreifen. äußerst schwachen Beifall. Jekt ist plöglich über Nacht Ronterorber gegeben worden und die bereits auf Grund des 17. Mai angefertigten Wählerlisten werden seit Montag auf den 16. Juni hin um gearbeitet. Die Wahlen vom 16. Juni werden denn auch zeigen, daß das Volk zu dieser Regierung, zu diesem System und zu der politisch- socialen Ordnung, in der alle Mißwirtschaft letzten Endes wurzelt, keinerlei Vertrauen hat. treten der " springen. 1898 Kandidaten der freien Gewerkschaften. 1173 Christliche Krupp- Standidaten.. 1618 1900 1903 1618 5871 2679 5282 Die Bedeutung dieses Erfolges wird aber erst vollständig gewürdigt, wenn man berücksichtigt, daß bei der Reichstagswahl 1898 M Eine liberale VertreterHerr Dasbach erklärt nunmehr in seinem Blatt: „ Die meisten Wähler des Wahlkreises Aachen- Eupen find Industrie- Arbeiter, und man hat versucht, ihnen borzureden, in der Beratung Des Bolltarifs vertrete ihr Abgeordneter, da er gleichzeitig Präsident des Trierischen Bauernvereins sei, mehr die Interessen der Landwirte als bie der jrevolutionäre Socialist Fribourg und im 18. Bezirk und Kofalen auseinandergetrieben, ein andrer Teil, der noch Zuzug Industrie- Arbeiter. Zwar ist diese Behauptung falsch; aber sie der Socialist Turot gewählt; im 17. Bezirk siegte der erhielt, sammelte sich aufs neue und bewarf Polizei und wird von vielen geglaubt." Ministerielle Sohier. Die Nationalisten müssen ihre Nieder- Kojaten mit Steinen. Es gelang schließlich, die Menge zu lagen flagend eingestehen. zerstreuen, und am Abend war die Ruhe wieder hergestellt. Bei den Etat und stellte mehrere vom Senat gestrichene Forderungen wurden 21 Personen verhaftet, von denen 18 zu Arreststrafen von Paris, 30. März. Die Deputiertenkammer beriet heute Kopf und an der Hand, auch ein Kosak wurde verwundet. Es diefen Unruhen erlitt der Vicegouverneur leichte Verivundungen am 1 bis 3 Monaten verurteilt worden sind. Zum Schluß erklärt Herr Dasbach ausdrücklich, daß es zweckmäßig erscheine, daß der gegen ihn bestehenden Stimmung Rechnung getragen werde. Der Märtyrer des Zollkampfes will sich in einem dem Centrum absolut sicheren Eifelwahlkreis, Daun- Prüm- Bittburg, wieder her. aufstellen lassen. * = Amerika. Der ,, taktlose" Dewey. Die socialistische Partei Frankreichs( Jaurèsisten) hat auf ihrem Mühlhausen- Langenfalza- Weißensee. Wie der Mühlhausener Kongres in Bordeaur eine Tagesordnung von nicht weniger denn Zeitung" mitgeteilt worden ist, haben sich endlich die beiden 25 Punkten zu erledigen. Die wichtigsten sind: Der Kongreß von konservativen Parteien und der Bund der Land- Amsterdam; das Staatsmonopol auf Alkohol; Stellung der Partei Admiral Dewey, der seit Manila her auf hohe deutsche Marinewirte auch für die bevorstehende Wahl wieder geeinigt und als bei den Wahlen zum Senat; internationale Arbeiterschutz- Gesetz stellen nicht gut zu sprechen ist, hat die amerikanischen Flottenmanöver gemeinsamen Kandidaten den Dekonomierat Wagner- gebung: Aufstellung eines socialistischen Agrarprogramms und eines im Caraibischen Meere nicht bloß als„ warnendes Beispiel" für Ingersleben aufgestellt, der die Kandidatur angenommen hat. Herr socialistischen Municipalprogramms. Die ausgedehntesten und er- Deutschland bezeichnet, sondern unmittelbar auf den Wagner war bereits 1898 unter der Flagge der Reichspartei regtesten Debatten aber werden über den„ Fall Millerand" entstehen; deutschen Kaiser gewiesen. Die Offenherzigkeit des Admirals gemeinsamer Kandidat der genannten Parteien, er brachte es damals mit diesem hängen eine Reihe Anträge und Tagesordmmgen zu wird nun von der Regierung in Washington, wie es sich gehört, bei der Hauptwahl auf 7743 Stimmen gegen 5158 freisinnige und fammen: Die Teilnahme der socialistischen Partei an der Regierung. bedauert. Und das interessante Spiel findet seine Höhe, indem 4748 socialdemokratische und unterlag in der Stichwahl hat ein Deputierter das Recht, gegen die Abschaffung des Kultusdem Freifinnigen Eid hoff, da unsre Partei gefchloffen für diesen budgets zu stimmen? Kann ein Deputierter den Soldaten den Ein- Dewey selbst erklärt, er habe nichts sagen wollen, was als gegen eintrat. Das Wahlbild wird diesmal insofern stark geändert werden, tritt in die Arbeitsbörse verweigern? Die obligatorische Bekanntgabe den Kaiser gerichtet gedeutet werden könne. als unsre Partei zweifellos wieder, wie schon 1893, in die Stich des Programms und der Principienerklärung der Kandidaten. Sowahl kommen wird und zwar aller Voraussicht nach mit dem Agrarier dann ist noch der bekannte Antrag von Yonne, wonach Millerand New York, 29. März. Im Departement Chontales in Nicaragua Wagner, selbst wenn das Centrum nicht, wie 1898 aus Liebe für aus der Partei ausgeschlossen werden soll. ist eine Revolution ausgebrochen. Die Aufständischen haben die den Richterschen Freifinn, auf einen eignen Kandidaten wieder verbeiden Dampfer auf dem Nicaragua- See genommen, die Verbindung zichtet, der es 1893 noch auf über 2900 Stimmen brachte. Der mit dem Atlantischen Ocean abgeschnitten und sind in das DeparteKandidat unsrer Partei ist Genosse Grunwald. ment Granada eingedrungen. Die Lage ist ernst, da die Revolution von auswärts unterstützt wird. Die Berbindung nach dem Stillen Dcean erscheint durch drohenden Einfall nach Leon gefährdet. Die Regierung hebt starke Truppenmassen aus und hat eine Zwangsanleihe von einer Million verfügt. den " " Wahlverwandte Seelen. " Rußland. Opposition im Militär. ni Zweiter Banarbeiterschutz- Kongreß. in Gröffnungs- Abend. Wir konnten wiederholt davon berichten, daß auch unter den Offizieren der russischen Armee die freiheitliche Bewegung Anhang Das Berliner Tageblatt" und die" Post" leisten gefunden hat. Jezt wird uns übermittelt, daß in Offizierstreisen fich beide bas naive Vergnügen, Millerands Aeußerungen über den der Versuch gemacht wird, eine festere Zusammenschließung anzureformatorischen Socialismus gegen die schlechten" deutschen bahnen. Es hat sich ein Berband der Armee( Sojus armij) fonstituiert, Revolutionäre auszuspielen. Am gründlichsten verfährt, wie immer, der mit der folgenden Proflamation seine Thätigkeit beginnt: das Mossesche Blatt, das seine Auseinandersetzungen mit einer tief Kameraden! Wir leben in einer Zeit, wo sich ein jeder finnigen psychologisch- historischen" Betrachtung über den Gebrauch über die Lage der Dinge Rechnung geben muß, weil jeder Tag umberbauter revolutionärer Phrasen aus dem Wortschatze des uns einen Befehl der Regierung bringen kann, der uns das Recht französischen Konvents einleitet, in deren Verlauf es zu dem Ergebnis nehmen kann, den Befehlen unsrer Elite und unsres Gewissens zu im großen Saale des Gewerkschaftshauses eröffnet. In dem recht Der zweite Bauarbeiterschutz- Kongreß wurde am Sonntagabend tommt, daß das ewige Bramarbasieren" der deutschen Socialisten nur gehorchen. Früher wurde die Regierung mit der revolutionären den Zweck gehabt hat, den„ idealen" Liberalismus, der eine Zeitlang die Bewegung unter Zuhilfenahme der Polizei und Gendarmerie fertig, geschmackvoll dekorierten Raum hatten sich außer den Delegierten ganze deutsche gebildete Gesellschaft in innerster Seele umfing, jetzt, wo die Finsternis des langen Rebels der Knute und der In Gästen eingefunden, so das wohl gegen tausend Bersonen zugegen 405 waren um 126 Uhr bereits eingezeichnet noch Hunderte von niedertrampeln zu helfen. Aber endlich, wenn auch zunächst langsam quisition vor der Sonne der Freiheit blaß zu werden beginnt, jetzt, und schüchtern, hat sich bei den deutschen Socialisten doch die Selbst- wo der Kämpfer für die Freiheit so viele sind, jezt hat die Re- waren. Im Hintergrunde des Podiums stand die von Prof. Schwabe kritik eingestellt; die Dogmen fallen. Hiermit ist," heißt es dann gierung das Militär nötig und damit ist auch die Frage aufgetaucht, in Nürnberg gefertigte große Büfte der Freiheit, im Vordergrunude weiter,„ die Möglichkeit einer politischen Entwickelung auf demo- wie die Bedeutung des Schutzes des Landes mit der Politik der standen die Büsten unsrer unsterblichen Vorkämpfer, Lassalle fratischer Grundlage gegeben. Daß dieses Ziel vielleicht in nicht Gewaltherrschaft und der wilden Willtür der Regierung in Einklang Grün das helle Rot der Bänder schimmerte, die um den unteren und Marg, inmitten schöner Pflanzendekorationen, durch deren allzu ferner Zeit erreicht werden könne, wird nur derjenige ab- zu bringen. Die Antwort ist gegeben. Sie liegt vor Ihnen. Sie Teil der Büsten geschlungen waren. Auch in den sonstigen Dekozuleugnen versuchen, der mit zwei Parteifcheuklappen an seinen Augen ist die Frucht langen Ueberlegens, einer schweren Arbeit des rationen war das Aufdringliche, das in dem bloßen Grellrot liegt, der Entwickelung der Dinge zuſieht. Gedankens und des Suchens eines empörten Gewissens. Anders liegt nach der Behauptung des„ Berliner Tageblatts" die Wir haben uns viele Fragen gestellt und haben sie gelöst. mit welchen die Wände geschmückt waren, harmonierten recht wohlin glücklicher Weise vermieden; die dunkleren Töne der Teppiche, Sache in Frankreich. Dort giebt es eine revolutionäre Tradition. Hier find fie: Welchen Zweck hat die Armee und in thuend für das Auge mit dem hellen Rot zwischen den Pflanzen und Die Ausbrüche der gewaltsamen niedergehaltenen politischen Leiden- welchem Verhältnis steht fie zum Staat? Die Armee an dem Rednerpult. schaften haben dort bisher den ruhigen Entwicklungsgang foll das Land vor dem äußeren Feind schützen, sie soll das Recht des der socialen Ideen thatsächlich unmöglich gemacht". Auch vom Ausland ist der Kongreß reichlich besucht; Maurer Doch Landes schützen. Das findet Ihr alles in der Strategie, in der sind aus Destreich- Ungarn, Dänemark, Schweden, Norwegen, Holland, auch die französische Arbeiterschaft bessert fich. Den Geschichte und in den Erfahrungen des täglichen Lebens. Die Beweis dafür liefert Millerand. alberof the alles in heiligste Aufgabe der Armee ist: das Land vor einem äußeren Drud Dabei und Stalien zugegen, auch Zimmerer, Maler, sowie ein Wohlgefallen auf: die deutsche Socialdemokratie landet bei der zu beschirmen. Wenn nun die Armee gegen das Volt geführt wird, Dachdecker find aus mehreren der genannten Länder gekommen. der Deutschlands religiös- ethischen Weltanschauung" des Mosseschen Liberalismus wenn sie eine bewaffnete Gewalt darstellt und als Feind der Volksund die französische Socialdemokratie bei Millerand. rechte, als Henter der Boltsfreiheit effet i als Feind der Bolts- burch ihr Mitglied Robert Schmidt vertreten, sie, socialbento Anders geartet ist der geschichtliche Streifzug und die Nutz- fchied zwischen ihrer Thätigkeit und einem bewaffneten Ueberfall. fratische Fraktion hat die drei Abgeordneten Hoch, Pfannkuch, anwendung der Post". Nach ihrer Meinung waren stets die Wir kommen dann in die Zeit des imperatorischen Roms mit 3ubeil zu den Verhandlungen entfandt. Die gleichfalls ein französischen Arbeiter die praktischen, opportunistischen, patriotischen; ihrer Despotie und ihren Schrecken und was noch schlimmer, auch bisher den Veranstaltern des Kongresses eine Antwort auf die geladene Neichsregierung ist bei der Eröffnung nicht zugegen, hat wofür Millerands Reden und die Zustimmung, die er gefunden hat, zu Roms Verfall und Zerstörung. Wenn wir eine UeberEinladung nicht erteilt. untrüglichen Beweis erbringen. Die deutschen social- schau halten, was finden wir, unsre Befürchtungen das Um 6 1hr begann das Konzert, welches die Eröffnung des Kondemokratischen Arbeiter dagegen sind unverbesserlich revolutionär und nehmen könnte; die Wirklichkeit ist so furchtbar, sie ist finsterer als gresses in stimmungsvoller Weise einleitete. vaterlandsfeindlich; alles liberale Gerede von einer Mauserung ist unsre finstersten Befürchtungen. Vom Baltischen Meere bis zum Gegen 7 Uhr ergriff der Borfißende der Landeskommission für nur Geschwät. Folglich müssen alle bürgerlichen Parteien zu Großen Ocean ist der Belagerungszustand eingeführt, man hört Bauarbeiterschutz für die Provinz Brandenburg, Genosse Linksammenwirken, um„ gegen das Umfichgreifen vaterlandsloser, pflicht- Flintenschüsse, es fließt Blut, es fallen die besten Menschen. Wir, Berlin, das Wort zu einem herzlichen Willkommen; er schloß mit vergessener Gesinnung einen starten Damm aufzuwerfen". das Militär, wissen, was imms in der Schule gelehrt wird, und Es giebt doch nicht nur unter den spiritistischen Zeugen des plötzlich werden Leute, denen nur das Marschieren und Kommandieren der Hoffnung auf erfolgreiche Arbeit des Kongresses und mit einem Rother- Prozesses Apport- Gläubige. der jeder Persönlichkeit beraubten Soldaten bekannt ist, an die Spize begeistert aufgenommenen Hoch auf die Solidarität und die Propaganda für den Bauarbeiterschutz. ines ganzen Gouvernements gestellt und sie erhalten das Recht, tausende von Fragen der Selbstverwaltung, des Gerichts und der städtischen Institutionen zu lösen, von denen das wohl Millionen von Menschen abhängt. Gegen diesen schreienden Mißstand erheben sich die Leute und fordern die Freiheit der Persönlichkeit, der Schrift sammenberufen, um uns mit der Frage zu befassen, wie weit es Geehrte Anwesende! Wir haben Sie zum zweitenmal hier zu und der Arbeit die politische Freiheit; doch die Regierung fritt alle diese Forderungen mit Kosatenpferden nieder, sie schießt nieder möglich und notwendig ist, einen besseren Schutz der Arbeiter des und beweist mit der Deportation. Dieses traurige Schauspiel ist sanitärer Beziehung herbeizuführen. Bei dem festlichen Aft, mit Baugewerbes gegen die beruflichen Gefahren fowie in fittlicher und nicht neu. So war es auch in Frankreich, in Deutschland und Italien, welchem die Vollendung jedes größeren Bauwerks gefeiert wird, geüberall, folange er eine Waffen geſtredt hatte. Das Resultat war denkt man der Unternehmer und derjenigen, welche die Entwürfe überall das gleiche; das schwache Deutschland mit seinem Jena und gemacht haben, der Arbeiter gedenkt man nicht, und man erinnert Auerstädt wird mit der Einführung einer Konstitution zu einer nicht daran, wie viel Arbeiter bei der Fertigstellung des Bauwerks starken Macht, es schlägt das Frankreich Napoleons nieder, das vom haben. Die Arbeiter selbst haben vor acht Jahren an das öffent Despotismus zum Sedan geführt wird. Wenn ein begeistertes, ge- liche Gewiffen appelliert. Anfangs war die Bewegung flein, aber bildetes und friegerisches Land durch die Despotie eines einzigen zu einer immer mehr wuchs die Ueberzeugung von der Größe der Gefahren. folchen Niederlage geführt wurde, was soll dann aus Rußland Auf dem ersten Kongreß vor vier Jahren glaubten wir nicht, daß werden, einem Land voll Elend, Finsternis und Unterdrückung. Man wir die vorhandenen Schäden in wenigen Jahren beseitigen würden fagt uns, in einem Krieg der Gegenwart sei vor allem ein gedazu kannten wir unsre herrschenden Klassen zu gut; daß aber bildeter Soldat nötig. Bei uns wird dieser Soldat bewußt zerstört, nur Berordnungen erlassen werden würden, die lediglich auf man hält ihn in Nacht und unterdrückt sein Selbstbewußtsein. Unfre dem Papier stehen, glaubten wir doch nicht. In der Corpskommandierenden sagen uns: Schlagen Sie die Soldaten Praris fagt man: nicht, erzieht sie, denn darin liegt die Bürgschaft des Sieges" at doch ein Landgerichtspräsident in einem Civilprozeß ausgeführt. dieselben Soldaten werden aber bis zum Tode geprügelt und in hat Sklaverei der Polizei gegeben. Schaut das Furchtbare, das uns von für einen Bauarbeiter sei ein Strohlager als Nachtlager angemessen. Im preußischen Abgeordnetenhause fonstatierte ein Redner, daß in Wir können nicht anders mit ihm allen seiner Gegend die Leute in Baubuden in einer Weise zusammenfertig werden, als daß wir uns zum Zweck der Freiheit gepfercht werden, daß man sich fernhalten müsse, um nicht Flöhe und des Wohles des Landes vereinigen und an der Niederund Ungeziefer zu bekommen. werfung des überlebten Zarismus mitarbeiten und eine Konstitution fordern, die von den Vertretern aller Schichten der Bevölkerung ausgearbeitet wird. Eine Aufsehen erregende Denunziation! Es wird uns geschrieben: Bei der dritten Lesung des Militär- Etats am Montag vor 8 Tagen hat Herr Pauli eine Probe davon abgelegt, wessen er fähig ist gegenüber den Staatsarbeitern, die nur einen Augenblick zaudern sollten, ihm als willenlose Werkzeuge bei der kommenden Wahl zu Diensten zu sein. Er stellte nämlich gegenüber unsrem Genossen Zubeil die unglaubliche Behauptung auf, Saß in den Arbeiterausschüssen der Staatsbetriebe, in welchen die Socialdemokraten überwiegen sollen, von den letzteren der ärgfte Mißbrauch mit ihrem Amte getrieben werde, indem dieselben bei Freiheit nicht Gewährung von Unterstügungen ihre Parteigenossen bevorzugten, ihnen höhere Unterſtügungen bewilligten als den andern Arbeitern. Diese Behauptung stellt eine schwere Verleumdung der ArbeiterAusschüsse dar, für welche es Herrn Pauli schwer fallen dürfte, auch nur den geringsten Beweis zu erbringen. Sicherlich werden sich die Ausschüsse gegen derart augenfällige Verleumdung gehörig zur Wehre sezen müssen! Die Früchte diefer Paulischen Wahltaktit werden wir Socialdemokraten einheimsen! Ausland. Aenderung der Zwangsgesete in Holland. Unser Amsterdamer Korrespondent schreibt uns: Wie schon telegraphisch gemeldet, wird die Regierung die Zwangsgefege nicht länger aufschieben. Sie hat einige Aenderungen vorgenommen, aber weder das Princip noch den Zweck angetastet. Die Aenderungen im Entwurf find folgende: 1. daß Artikel 2842, der am meisten berüchtigte und am heftigsten bekämpfte zuri dgenommen wird. Dahingegen wird Artikel 284 verstärkt; 2. daß ein neuer Artikel eingefügt wird, um Störungen auf den öffentlichen Wegen entgegenzutreten(!); 3. daß die vorgeschlagene Entziehung der politischen Nechte bei Artikel 284 meg fällt; 4. daß Artikel 3852 abgeändert wird und Seiten droht. " Verband der Armee." Kiew Dann eröffnete der Vorsigende der Centralfommission für Bauarbeiterschuß. Genoffe Bömelburg Hamburg, den Kongreß Bauarbeiterschuß, Genoffe Bömelburg Hamburg, den Kongreß etwa mit folgenden Worten: don Laßt die Leute nur weiter so miſten. haben sich 48 000 Unfälle ereignet, von denen über 1000 einen tödAuch in der Unfallverhütung ist nichts geschehen. Im Jahre 1901 lichen Ausgang hatten. Wir flagen die Unternehmer an, nicht als Die Proklamation ist in allen höheren und mittleren militärischen einzelne, aber als Korporation, weil sie alles aufbieten, um einen gefunden Bauarbeiterschutz zu hintertreiben; wir klagen die Regies Schulen verbreitet worden und außerdem in vielen Kafernen. Die rungen an, weil sie das Notwendige nicht gethan haben. Unfre AnRegierung ist über die neue Organisation sehr aufgebracht, sie hat flagen müssen durch das ganze Land Hallen, damit wir bald fagen an vielen Orten bei den Offizieren Haussuchungen vornehmen können, auch dem Bauarbeiter ist das gegeben, was ihm gebührt, 5. daß die Strafen in den darauf folgenden Artikeln mit lassen und in Petersburg und find auch Offiziere ein genügender Schutz. Die Zukunft soll uns als tapfere Stämpfer zwei Jahren vermindert wird. berhaftet worden. In Petersburg sind zwei Offiziere der auf dem Gebiet des Arbeiterschutzes finden. Wie richtig die niederländische Arbeiterschaft handelte, in ihrer Artillerie, Wasiljew aus der 4. und Grigorjew aus der legten Versammlung ihrer Vertreter mit dem Abwehrkomitee ihren 13. Brigade, festgenommen und in die Peter- Pauls- Feste übergeführt. von vornherein eingenommenen Standpunkt vollkommen aufrecht zu In Kiew find außer einigen Offizieren der Armee- Abteilungen auch erhalten, erhellt aus dieser Regierungsantwort und ihren heuchle- Beamte des Stabes des Kiewer Armeebezirkes verhaftet worden. rischen scheinbaren Aenderungen. Was früher Artikel 2842 bedeutete, Als ein weiteres Zeichen für die Verbreitung der revolutionären ist nunmehr durch die Verschärfung von Artikel 284 erreicht, deen im Militär und das Anwachsen der politischen Angelegenheiten wodurch die ganze Arbeiterbewegung bis ins Herz getroffen wird. im Militär dürfte die Begründung einer besonderen Abteilung für Letzterer Artikel lautet dem neuen Entwurf gemäß: politische Angelegenheiten bei der Hauptverwaltung der Militärgerichte sein, die gegenwärtig eingerichtet wird. Mit Gefängnis von höchstens neun Monaten oder Geldstrafe von höchstens dreihundert Gulden wird bestraft: Unruhen auch im Kaukasusgebiet. Jch begrüße Sie im Namen der Kommission für Bauarbeiter schutzes und erkläre den Kongreß für eröffnet. Bei der alsbald vorgenommenen Bureauwahl wurden drei Vorfizzende mit gleichen Rechten gewählt, der Maurer BömelburgHamburg, der Töpfer Drunsel- Berlin, der Zimmerer SchraderHamburg, sowie vier Schriftführer, der Töpfer John Berlin, ber Dachdecker Diehl- Frankfurt a. M., der Maler Zeinerts Hannover und der Bauarbeiter Böttcher- Berlin. Nachdem eine Mandatsprüfungs- Kommission von fünf Mitgliedern gewählt war, sowie die anwesenden Redakteure der Ges wvertschaftsblätter des Baugewerbes als Redaktionskommission für 1. derjenige, der einen andern mit Gewalt oder einiger andrer hätlichkeit oder durch Bedrohung mit Gewalt oder Petersburg, 29. März. Das in Tiflis erscheinende Amts- etwaige Resolutionen erklärt war, wurde die vorgeschlagene Tageseiniger andrer Thätlichkeit gerichtet entweder gegen dieſen andern blatt„ Kawkas" meldet, daß es in Batum am 22. d. Mets. zuordnung sowie die Geschäftsordnung genehmigt. Die Tagesordnung oder gegen Dritte, widerrechtlich zwingt, etwas zu thun, nicht zu Ruheftörungen kam. Bei der Abreise der Anwälte, welche wegen lautet: thun oder zu dulden; Ausschreitungen verurteilte Arbeiter verteidigt hatten, sammelte sich, 1. Bericht der Centralfommission für Bauarbeiterschutz. Referent: 2. derjenige, der einen andern durch Bedrohung mit um sie zu ehren, eine große Vollsmenge am Bahnhof an. Als der Bömelburg. Schmach oder Schmähschrift zwingt, etwas zu thun, nicht Zug fich in Bewegung fette, ging der Volkshaufe, in dem eine 2. Der gegenwärtige Stand des Bauarbeiterschutzes und Be zu thun oder zu dulden. rote Fahne getragen wurde, mit. Um Unglücksfälle zu ver- ratung weiterer Maßnahmen. Referent: Heinke. In dem sub 2 umschriebenen Falle wird die Strafthat nicht meiden, wurde der Zug angehalten und das Bahngeleise mußte von 3. Lohnklausel in Bauverträgen. Referent: Odenthal. verfolgt, denn allein auf Anklage dessen, gegen den sie verübt den Ruhestörern geräumt werden, damit er seine Fahrt fortsetzen 4. Anträge, soweit sie bei den vorhergehenden Punkten nicht fonnte. Die Arbeiter zogen sodann vom Bahnhofe, indem sie erledigt sind. Dann folgt obendrein der neu eingefügte Art. 4263, welcher noch einige Fahnen mit gegen die Regierung ge Alsdann begrüßte Bömelburg die schon Eingangs erwähnten das" Posten" bej Arbeitseinstellungen einfach in der Praris un richteten Aufschriften entfalteten, den Marien- Gäste, wobei er darauf hinwies, daß man den Arbeitern recht böse möglich macht und der schlimmsten Willfür die Tür eröffnet. Prospekt entlang. Hier wurden aus der Menge Revolverschüsse und schlimme Dinge nachsagt, sobald sie über die Grenze blicken; abgegeben, ohne daß jemand verlegt wurde. Beim Herannahen des die Unternehmer dagegen holen Lohndrücker aus dem Auslande, zum Militärs verlief sich der Volkshaufe. Auch in Batu fanden Teil mit der Unterstüßung von Männern, die aus dem Reichssäckel fürzlich Unruhen statt. Beim Marienplage fammelte sich eine Bolts- bezahlt werden. Gerade dadurch aber haben sich die Organisationen menge an, in der regierungsfeindliche Brotlamationen des Baugewerbes auf dem europäischen Kontinent enger zusammen verbreitet wurden. Ein Teil der Ruheftörer wurde von der Polizei| gefunden. wurde." Frankreich. Die Säuberung des Pariser Gemeinderats. = Am Sonntag fanden die bei den Gemeinde Nachwahlen nötig gewordenen Stichwahlen flatt. Jm 12. Bezirk wurde der = Nach dem Willkommen an die Gäste fuhr der Redner fort: In Bayern, das bis vor wenigen Jahren das Musterland der Wir haben ferner auch, wie schon das vorige Mal, die Reichs- Bauarbeiterschutzlosigkeit war, hat die Regierung unsre Forderung regierung eingeladen; bis jetzt haben wir eine Mitteilung auf Arbeiterfontrolleure anerkannt, doch sind solche aus wirklichen darauf noch nicht erhalten. Vielleicht wird wird sie doch noch Arbeitern nur in verschwindendem Maße, z. B. in München anbei den Verhandlungen bertreten sein. Sie femmen ja gestellt. Dort ist auch die Zahl der Unfälle zurückgegangen. alle die Angelegenheit mit dem Rot in Stuttgart. Heute Weiterhin legt Bayern, sotvie einigen andren Bundesstaaten früh war ein Beauftragter der Regierung hier und erkundigte die Unfallverhütungs- Vorschriften der Berufsgenossenschaften sich bei dem Genossen Link, ob uns an der Anwesenheit einer den Bauarbeiterschutz- Bestimmungen zu Grunde. Außerdem aber Vertretung der Regierung gelegen wäre. Link hat selbstverständlich verbietet die bayrische Regierung dem Arbeiter auf dem Bau das ertvidert, daß wir schon damit einverstanden sind. An unfrer Biertrinken, jedoch ohne die Trinkwasserfrage zu regeln. Dekoration ändern wir natürlich gar nichts. Gewiß würde es uns Des weiteren giebt Redner eine Uebersicht über die Unfälle bei allen große Freude bereiten, wenn Vertreter der Regierung unfre den 13 Bau- Berufsgenossenschaften aus den letzten fünf Jahren; die Schmerzen aus unsrem eignen Munde hören wollten. Wenn sie Zahlen der schwer und tödlich Verlegten sind nur ganz minimal Männer von Gefühl find, würden sie dann zu dem Staatssekretär zurückgegangen. Die Unternehmer, welche über die hohen Lasten inGrafen v. Posadowsky sagen: Lieber Kollege! So kann es nicht folge der Unfälle klagen, sollten uns bei unsrer Agitation doch dankweiter gehen, es muß Wandel geschaffen werden. Hoffentlich kommen bar unterstügen, statt sich uns feindlich gegenüberzustellen. Erreicht sie; an dem roten Tuch werden sie nicht sterben, wir sterben ja auch haben wir allerdings noch sehr wenig, die Unfallziffer ist nur minimal nicht daran, wenn wir einmal schwarz- weiß- rot sehen. zurückgegangen. " Zum Schluß wies Bömelburg noch auf die im Vorwärts" bereits erivähnte Ausstellung hin, durch die gezeigt wird, wie die Zustände bezüglich des Bauarbeiterschutzes sind und wie sie sein follen. Erster Verhandlungstag. Um 10 Uhr vormittags eröffnet Schrader Hamburg die Sigung. Vom Grafen Posadowsky ist ein Schreiben eingegangen, daß er verhindert sei, an den Verhandlungen des Kongresses teilzunehmen. Nach weiteren geschäftlichen Mitteilungen und VerLesung eingegangener Begrüßungs- Telegramine erhält zum 1. Punkt der Tagesordnung: Bericht der Centralkommission für Bauarbeiterschutz, das Wort der Referent Bömelburg. Werte Anwesende! Die Aufgaben der Centralkommission find auf dem vorjährigen Kongreß in folgender Weise bestimmt worden: Sie soll: 1. Alle Maßnahmen treffen, welche sich zur Durchführung der Kongreßbeschlüsse als notwendig erweisen. 2. Alle Bestimmungen sammeln, nach welchen in Deutschland und dem Auslande öffentliche Bauarbeiten vergeben bezw. ausgeführt werden. Diese Sammlung ist in geeigneter Weise der Agitation zugänglich zu machen. Wo liegen die Ursachen für die Unfälle? Die Meinung, daß die Baukrise auf die Unfallziffer einwirkt, teile ich nicht. Sie fann in Betracht kommen an Orten, wo nicht starke Organisationen vorhanden sind, da ist die Unfallziffer aber auch ohne Krise sehr hoch. Inwieweit Alkoholgenuß für die Unfälle in Betracht kommt, ist überhaupt noch nicht festgestellt, denn die aus Leichtsinn, Neckerei, Balgerei und Trunkenheit Berunglückten find in einer Rubrik zusammengestellt. Gewiß kämpfen die Gewerkschaften gegen übermäßigen Alkoholgenuß, der den Menschen willensschwach macht. Aber das Biertrinken auf Bauten einfach wie die bahrische Regierung zu verbieten, ist ganz ungerechtfertigt. mit den Vertretern der in Betracht kommenden Arbeiter ver pflichtet sind, für ihren Bezirk die zwecks Unfallverhütung gefeßlich festgelegten Normalvorschriften nach Möglichkeit so zu präcifieren, daß sie auf alle Fälle anwendbar sind; ferner, daß die bezeichneten Vertreter alle zwei Jahre, im Notfalle zu einem früheren Zeitpunkte, zur eventuellen Ergänzung oder zur Formulierung notwendiger Abweichungen von den Normalvorschriften zusammenzutreten haben, und schließlich, daß zu allen diesbezüglichen Beratungen die Bauaufsichts- Beamten und Bauarbeiter- Kontrolleure des Bezirks hinzugezogen und die Gutachten derselben gehört werden müssen, sowie auch, daß die Regierungen der einzelnen Bundesstaaten oder die obere Verwaltungsbehörde des Bezirks die zu stande gekommenen Beschlüsse alsbald zu veröffentlichen haben, wodurch sie Gesetzeskraft erlangen. g) Die Wahl der hier in Betracht kommenden Arbeitervertreter erfolgt nach dem Modus der Gewerbegerichts- Wahlen, mit der Maßgabe, daß alle volljährigen baugewerblichen Arbeiter des in Frage kommenden Bezirks wahlberechtigt sind. h) Die Bauaufsichtsbehörde der einzelnen Bundesstaaten oder des Verwaltungsbezirks haben alljährlich einen Bericht über ihre Thätigkeit und Wahrnehmungen zur öffentlichen Kenntnisnahme herauszugeben. Der Bauarbeiterschutz ist nicht bloß eine Frage der Arbeiter. Leben und Gesundheit von einer Million Menschen zu schützen, heißt auch die Wehrfähigkeit, die Steuerkraft des Landes heben, das kommt dem Wohl der Gesamtheit zu gute. Der Bauarbeiterschutz ist also eine gesellschaftliche Frage. Mit Mut und Ausdauer werden wir sie zum Austrag bringen, zum Wohle der Gesamtheit!( Allseitiger Nachmittags Sigung. A P Bei 46,53 Proz. der Unfälle wird unvermeidliche Be=| Beifall.) triebsgefahr angegeben, d. h. also:„ Dagegen läßt sich nichts machen". Ich meine, diese Zahl läßt sich durch entsprechende Ein- Dieselbe wird um 144 Uhr von Schrader Hamburg eröffnet. richtungen ganz erheblich einschränken. Weiter kommen in Betracht vor Eintritt in die Tagesordnung werden weiter eingegangene Be die großen Zahlen der an Berufskrankheiten Gestorbenen, auf die grüßungstelegramme verlesen. Es wird in die Diskussion zu Punkt 2 der Redner näher eingeht. der Tagesordnung eingetreten. Es soll zunächst für jeden der kleineren Ich führe die hohe Zahl der Unfälle zurück 1. auf den Mangel Berufe, Bildhauer, Stuccateure 2c., je ein Redner sprechen, dann soll an Schuh überhaupt; 2. sind die Schutzbestimmungen nicht präcis je ein Redner für das Gebiet jeder Berufsgenossenschaft das Wort genug gefaßt; 3. auf die niedrigen Löhne und die damit verbundene erhalten, für die Gebiete der größeren Berufsgenossenschaften, die interernährung; 4. auf die lange Arbeitszeit; 5. auf die wilde Bau- nordöstliche inkl. Berlin, sächsische, bayrische, schlesisch- posensche und methode und Abhaftung; 6. auf die ungenügende behördliche Ueber die für Rheinland- Westfalen je zwei Redner. Weitere Wortmeldungen 3. Sollte die Durchführung der Kongreßbeschlüsse die Wieder- wachung der Bauausführung. werden erst nach diesen vorgemerkten Rednern berücksichtigt. einberufung eines allgemeinen Bauarbeiter- Kongresses notwendig In Bezug auf die Forderung der Verkürzung der Arbeitszeit Diehl, Dachdecker( Frankfurt a. M.): Die Dachdecker müssen machen, so hat sie die Einberufung zu veranlassen. sagt man oft, der Arbeiter kann in fürzerer Zeit sogar mehr leisten. ihre Arbeit ohne eigentliche Schutzvorrichtungen verrichten. Die ganz Des weiteren wurden die Bauarbeiter aufgefordert, an allen Diesen Standpunkt teile ich nicht. Im Baugewerbe ist die Arbeits- geringen Schußbestimmungen werden auch nicht einmal inne gehalten, Orten Lokalkommissionen einzusetzen, um für die Durchführung der leistung bereits aufs höchste gesteigert; in den letzten Jahren ist eine und für Beschädigungen, die infolgedessen Straßenpassanten erleiden, Kongreßbeschlüsse beztv. für Beseitigung der baugewerblichen Miß- Steigerung der Arbeitsleistung teilweis um 50 Broz. zu verzeichnen. werden die Arbeiter bestraft, nicht die Unternehmer. Die Anträge stände zu wirken, wobei die Anleitungen der Centralfommission Wir verlangen Verkürzung der Arbeitszeit, weil wir auch der Geniralfommission möchte ich erweitern dahin, daß wie in zu berücksichtigen sind. die Arbeitsleistung verringern wollen, weil wir unsre Kräfte Frankfurt a. M. Bestimmungen über Verzinkung und Abstand der Die Centralfommission hatte somit die Aufgabe der Leitung der nicht für den Unternehmer aufbrauchen wollen, wir wollen Dachhaken kommunale Bestimmungen erlassen werden, ebenso über Bewegung. weniger arbeiten und mehr Nuhe haben, um mehr Kräfte sammeln die Anbringung des Schneefanges, der zwar in erster Linie den Außer mit den hierauf gebildeten Kommissionen hat die Central- zu können, um den Degenerationsprozeß der Arbeiterklasse auf- Baffanten schützen soll, aber der auch für den Dachdecker einen fommission in einem lebhaften Verkehr mit den Arbeitervertretern in zuhalten und dadurch auch die fittliche Höhe der Arbeiter zu heben. sicheren Rückhalt bildet. Weiter müßten die Unternehmer den Parlamenten und den Kommunen gestanden. Es gehören ja( Lebhafter Beifall.) die Sicherheitsleine anbringen und ebenso müßte die Hänges fachmännische Kenntnisse in erster Linie zur Beurteilung der Miß- Weiter führt der Redner die Ausgaben an, welche die Berufs- rinne überall angebracht werden. Das Schuggerüst ist vielfach so stände auf Bauten, so daß den Arbeitervertretern durch uns das genoffenschaften für Unfallverhütung und leberwachung pro 1000 Ver- eingerichtet, daß es absolut keinen Schutz gewährt, weil die Brüstung nötige Material zur Verfügung gestellt werden muß. ficherte gemacht haben. Eine wirkliche Kontrolle ist bei den geringen viel zu niedrig ist. Für all diese Dinge kann nicht der vom UnterFerner haben wir den Bauarbeiterschutz eingehend in der Arbeiter- Ausgaben dafür ja gar nicht möglich, find doch für ganz Deutschland nehmer abhängige Parlier forgen, sondern eine starke Organisation presse behandelt. nur 22 Beamte zur Controlle vorhanden. Es sind bei den 900 000 der Arbeiter. Daß wir an den preußischen Landtag eine Petition Die Bestimmungen über Submissionswesen haben wir gesammelt Vollarbeitern mindestens 450 technisch ausgebildete Beamte zur gerichtet haben, ist gewiß richtig, aber wir müssen eine Betition auch und in der Agitationsschrift, Lohnklausel und Minimallohn" verarbeitet, Controlle notwendig. Freilich würden die Ueberwachungsausgaben an den Reichstag richten, wo die socialdemokratische Fraktion für ihre die wir in 30 000 Exemplaren verbreitet haben. der 13 Berufsgenossenschaften dann von jetzt 180 000 M. auf etwa ernsthafte Behandlung sorgen wird. Weiter muß auch für UnterEinen Gesezentwurf zur Regelung des Bauarbeiterschutzes haben 1 080 000 m. steigen. Dazu verstehen sich die Unternehmer nicht kunft der Arbeiter der kleineren Berufe gesorgt sein, für die in den wir nicht ausgearbeitet, weil der Vorwärts" am 5. September 1901 von selbst, obwohl die Kosten durch die Verringerung der Unfälle Baubuden kein Play ist. die Nachricht brachte, daß das preußische Justizministerium damit zum Teil wieder einkommen. Zimmerer Bringmann- Hamburg: Die Zimmerer arbeiten beschäftigt sei. Deswegen haben wir" Vorschläge zur Reform der Ferner verlangen wir mit Nachdrud, daß für Bau- nicht sowohl an Bauten, als vielmehr auf Zimmerplägen und WerkUnfallverhütung bei Bauausführungen" ausgearbeitet, die wir allen unfälle wie Gerüsteinsturz usiv., auch die Behörden plätzen, und dort haben die Zimmerer thatsächlich gar keinen Schutz. in Betracht kommenden Faktoren vorgelegt haben. Unfre spätere strafrechtlich verantwortlich gemacht werden. Sie für nicht Nur verschwindend unterstehen Zimmereibetriebe der Fabrikinspektion, Petition an den preußischen Landtag enthält bereits Erweiterungen genügende Kontrolle zur Verantwortung zu ziehen, dafür die meisten Zimmerpläge entbehren bisher jeder Schutz- und Aufsichtsdiefer Vorschläge, und wir werden sie in dem Maße erweitern, wie giebt das Strafgesetzbuch in den§§ 222 und 230 durchaus bestimmung. Auch von einer ganzen Reihe von Polizeivorschriften mir selbst mehr und mehr in die Frage des Bauarbeiterschußes ein- die Handhabe. Redner giebt eine Statistit über 135 Strafurteile, bezüglich der Bauten werden die Zimmerer ausdrücklich ausbringen. Wir beabsichtigen auch, uns an der in Charlottenburg die in den letzten vier Jahren wegen Bauunfällen ergangen sind und geschlossen; dagegen müssen wir uns nachdrücklich wenden. geplanten permanenten Ausstellung für Unfallverhütung zu be- erläutert einzelne ausführlich. Ich bin weit entfernt, zu behaupten, Technische Schwierigkeiten bedingen dieses Ausnehmen der teiligen, dort wollen wir zeigen, wie ein Gerüst aussehen soll; die Richter beugen das Recht bewußt zu Gunsten der Unternehmer; Bimmerer vom Bauarbeiterschutz durchaus nicht. Die Zimmerpläge die Unternehmer werden auch ausstellen. Sollten sie uns hierbei aber wir leben eben in einem Klassenstaat, in welchem der Unter- genießen überhaupt noch keinen Schutz, sie sind vogelfrei; obwohl übertreffen, um so beffer. Des weiteren muß ich über die Organis nehmer dreimal Trumpf ist. Daher müssen wir die öffentliche auf ihnen die Gefahr sehr groß ist. Nun verschwinden zwar die sation des Bauarbeiterschutzes sprechen. Die Träger der Bewegung Meinung beeinflussen, um dahin zu wirken, daß der Arbeiter ebenso Zimmerpläge mit der Ausdehnung der kapitalistischen Produktion, müssen die Organisationen sein; wächst die Zahl der Organisierten angesehen wird wie der Unternehmer. Auch er soll gutachtlich gehört dafür werden die Zimmerarbeiten auf Holzplätzen ausgeführt, beständig und erheblich, dann finden wir andre Beachtung als werden, so gut wie der Unternehmer und der Kreisbaumeister. für die ebenfalls feine Schutzbestimmungen egiſtieren. Wir Eingaben von Kommissionen, hinter denen keine Organisation§ 73 der Strafprozeß- Ordnung muß in diesem Sinne geändert wollen daher die vorgeschlagene Resolution ertveitern, indem steht. Die Landeskommissionen brauchen dauernde Einrich- werden. Dann wird auch die Rechtsprechung eine andre werden. unter a) hinter Ausbau jeglicher Bauten" eingeschaltet tungen nicht zu sein, denn neben den bestehenden Organisationen Redner schlägt dann die Annahme folgender Resolution vor: wird:„ sowie auch bei Arbeiten auf Zimmerplätzen und würden sie zur Verzettelung der Kräfte führen. Ist eine Aktion für In Erwägung, daß der derzeitige Stand der Unfallstatistik der bei Zimmerarbeiten", und unter b) hinter Unternehmer":" sowie ein größeres Gebiet notwendig, so hoffen wir, dann stets auch Baugewerks Berufsgenossenschaften und die Kranken- und Sterbes auch die Inhaber von Zimmerplägen und solchen Holzplätzen, die geeignete Personen zu finden. Die Propaganda für Bauarbeiter- statistiken der Krankenkassen den Beweis erbracht hat, daß die von zur Anfertigung von Zimmer- Arbeiten benutzt werden," und hinter schuß fann also nur in engster Verbindung mit den Organisationen der Reichsregierung und den Regierungen der Bundesstaaten inner- größeren Umbauten":" sowie auf Zimmerplätzen und solchen Holzstattfinden. Der Bauarbeiterschutz ist demnach nur ein Teil der halb der letzten Jahre durchgeführten Maßnahmen zur Erweiterung plätzen, die zur Anfertigung von Zimmer- Arbeiten benutzt werden". Aufgaben der Gewerkschaften, allerdings nicht nur ein Lückenbüßer, der Unfallverhütung und des sittlich- sanitären Schutzes der Arbeiter Die Redaktionskommission hat mir bereits ihr Einverständnis mit wie man einmal gesagt hat, sondern ein wichtiger Programmpunkt, bei Bauausführungen in feiner Weise genügen und den Forderungen diesen Aenderungen ertiärt. der je nach den Umständen auch gelegentlich stark in den Vorder- eines wirklichen Arheiterschutzes nicht entsprechen; grund gestellt werden muß. Gewiß fann man zu unfrem Bericht sagen, es hätte mehr geschehen können; das gilt bei uns so gut wie überall. Die Hauptsache aber ist das unausgesetzte Vorwärtsstreben, von dem wir alle beseelt sind.( Lebhafter Beifall.) Eine Diskussion zum Bericht findet nicht statt. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung: Der gegenwärtige Stand des Bauarbeiterschutzes und Beratung weiterer Maßnahmen" ergreift das Wort der Berichterstatter Heinke- hamburg. Arbeitsgenossen! Die Reichsregierung hatte vor vier Jahren nicht die Absicht, den Bauarbeiterschus reichsgesehlich zu regeln. Die Verhältnisse in den einzelnen Staaten seien zu verschieden, sagte sie. Im Rundschreiben des Staatssekretärs v. Pofadows) am 30. Juni 1898, das Sie auf S. 16 unsres Berichts finden, wurde aber der Beweis erbracht, daß eine solche Regelung sehr wohl möglich ist, wenn man mur will. Welche wahren Gründe hatte also bie Reichsregierung, die reichsgesetzliche Regelung nicht zu wünschen? Die 1 300 000 baugewerblichen Arbeiter, darunter 900 000 Vollarbeiter, sind nicht so abhängig von den Unternehmern wie die Industrie- Arbeiter; die Regierung fürchtete daher eine zu scharfe Kontrolle im Reichstage feitens der socialdemokratischen Partei über die Durchführung des Bauarbeiterschutzes und wollte deshalb die Frage lieber an die Bartifulargefezgebung abschieben. Ganz gelingt ihr das nicht; im Reichstage ist die Frage von dem socialdemokratischen Abgeordneten och trotzdem behandelt worden. Wichtig ist für uns die Frage: Welche Erfolge haben wir aufzuweisen? Es sind beachtenswerte Erfolge in einzelnen Staaten durch gesetzliche Bestimmungen erreicht worden. 3m ganzen sind bis zur Zeit 303 Verordnungen erlassen worden, aber eine Reihe von Staaten hat dem Rundschreiben Posadowskys gar keine Folge gegeben. Für Preußen tommt wesentlich die Verordnung vom 7. Juli 1899 über die allgemeinen Vertragsbedingungen bei Submissionen in Betracht. Nachteilig hat dagegen Preußen auf die andern Staaten gewirkt durch die Verordnung vom 22. Juni 1899, in der unter anderm, trotzdem sie aus den Tagen der lex Heinze stammt, bei der Behandlung der Abortfrage für bie Frauen nicht geforgt ist. Auch Verbandskasten sind vergeffen, Coatsfeuer foll zwar in einem abgeschlagenen Raume stehen, aber das Kohlenorydgas verbreitet sich natürlich durch die ganze Baubude. Die Fensterfrage ist so geregelt, daß der Bau nur vom 15. November bis 15. März dicht geschlossen zu halten ist, also in der Zeit, in welcher der Unternehmer ohnehin ein Interesse daran hat. Wir verlangen gefchloffene Fenster nicht vier, sondern sechs Monate, eben auch in der Zeit, wo dem Unternehmer nicht daran gelegen ist, den Bau dicht zu halten. Auch der Arbeiterkontrolleur, wie Graf Bosadowsky ihn in seinem Rundschreiben verlangt, ist von der preußischen Regierung in ihrer Verordnung für überflüssig gehalten. Mit dem fächsischen Gesez können wir tvog mancher Mängel besser zufrieden sein. in weiterer Erwägung, daß auch die geringfügigen behördlichen und berufsgenossenschaftlichen Schutzvorschriften bei der Unzulänglich keit der üblichen amtlichen Ueberwachung der Bauausführungen nicht zur Geltung fommen können; und in fernerer Erwägung, daß die behördlichen Maßnahmen von dem willkürlichen Ermessen der Regierungen und den Gemeinden abhängig sind, fordert der am 29. März in Berlin tagende BauarbeiterschutzKongreß: " " Maurer Schwarz Danzig. In dem Gebiet meiner Bauberufsgenossenschaft ist die Unfallziffer außer in Bayern am höchsten, nicht weil die Arbeiter rückständig sind, sondern weil die Unternehmer in feiner Weise auf Schutzbestimmungen hinwirken. Auch die Bes hörden kümmern sich nicht darum, in Bromberg z. B. wußten die Behörden nicht, daß eine von ihnen vor zwei Jahren erlassene Verordnung noch in Kraft war. Dem entsprechend fehlen denn auch fast überall die Schußeinrichtungen. Weiter möchte ich den Mißstand der Landarbeit streifen. Wie die Maurer und Zimmerer, die über Land geschickt werden, unters Die Reichsregierung möge in allernächster Zeit dem Reichstage gebracht werden, darum fümmert sich kein Unternehmer und Bauherr. ein Reichs- Bauarbeiterschutz- Gesetz vorlegen, worin die Unfallverhütung Diese Frage muß ebenfalls in den Vordergrund der Agitation gerückt nach folgenden Normen zu regeln ist: werden. Uebrigens werden auch in Städten bei Kasernenbauten, wie in a) Es find Normalvorschriften zu erlassen für Sicherheits- Insterburg c. Hunderte von Arbeitern in Bretterbuden zusammens vorrichtungen bei Abbruchsarbeiten, bei Ausschachtung der gepfercht, ohne daß die Polizei sich darum kümmert, während sie VerBaugruben für Hoch- und Tiefbauten, für Berüften, Herstellung sammlungen ohne weiteres wegen zu kleiner Räume aus sanitären der Transportwege, Auf- und Ausbau jeglicher Bauten unter Gründen auflöst. Berücksichtigung ihrer Eigenheiten und des zu denselben zu John, Töpfer( Berlin) schildert die besonderen Gefahren des verwendenden Materials. Berufes und geht dann auf auf die Fenster- und Coatsfrage b) Die Bauherren und Unternehmer find gemeinsamt zu verein. In Tarifen mit den Unternehmern haben wir die pflichten, bei allen Neu- und größeren Umbauten Ankleide-, Fensterfrage zum Teil zur Zufriedenheit gelöst, und munt Wasch- und Gßräume zur unentgeltlichen Benutzung zu stellen; fommt die Regierung mit einer Verordnung, daß nur im desgleichen der Gesundheit und Sittlichkeit entsprechende Ab- Winter zu verglasen ist, wo ohnehin verglast wird. Da muß es uns orte in genügender Zahl. schwer sein, die errungenen Positionen zu halten. Wir haben c) Die Bauherrn und Unternehmer sind in solidarischer Haftung auch die Erfahrung gemacht, daß die Beamten häufig von der gehalten, bei dem inneren Ausbau der Neu- und Umbauten Existenz der Verordnungen nichts wußten, bis wir sie ihnen direkt während des Winter- Halbjahrs die Thür- und Fenster- zeigten. Wir halten nicht allzu viel von den Verordnungen, öffnungen so zu schließen, daß die Innenarbeiter gegen die die auf dem Papier stehen, sondern sind der Meinung, daß wir uns äußerst gesundheitsschädliche Zugluft geschützt sind; offene selbst helfen müssen. Dazu müssen uns aber auch die andern Be Coatsfeuer zum Austrocknen und Erwärmen der Bauten rufe solidarisch unterstüßen; in Leipzig, wo dies der Fall ist, haben dürfen nicht in Anwendung fomnien. Bei allen Maler- und sich die Verhältnisse in der Fensterfrage sehr wesentlich gebeffert. Anstricharbeiten ist der Gebrauch bleihaltiger Farben zu ver- Wir haben ihnen einen Antrag auf solidarisches Verhalten der verschiedenen Berufe unterbreitet, und bitten um dessen Annahme. bieten. d) Die Unternehmer oder die verantwortlichen Bauleiter sind zu Odenthal, Stuccateur( Hamburg) bezeichnet als eine Hauptverpflichten, den Arbeitern auf Bauten, Holz-, Zimmer- und aufgabe die Aufklärung unter den Arbeitern, die zum Teil noch Wertplägen gutes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. sehr indifferent sind, namentlich diejenigen der Kollegen, die in e) Die geregelte Ueberwachung der vorbezeichneten Bau- Aus- Accord arbeiten, kümmern sich fast gar nicht um die Schutzführungen hat durch behördliche mit dem Baubetrieb voll bestimmungen. Besonders hebt er den Mangel eines verschließbaren ständig vertraute Beamte zu erfolgen, mit der Maßgabe, daß Naumes hervor, der, abgesehen von sanitären Gründen, auch zur diesen Beamten in allen größeren Städten und in aus Sicherung der Kleider gegen Diebstahl notwendig ist. fleineren Orten polizeilich abgegrenzten Bezirken praktisch er- Bildhauer Wilter( Berlin) hebt die speciellen Mißstände, die fahrene Arbeiter als Baukontrolleure zur Seite gegeben für die Bildhauer in Betracht kommen, hervor. Weiter geht Redner werden. Diese Kontrolleure sind von den in Betracht auf die Steinarbeiter- Schußverordnungen ein und auf die Frage kommenden Bauarbeitern zu wählen und vom Staate oder der Baubuden, die für die kleineren Berufe, deren Angehörige der Gemeinde zu befolden. Die Wahl dieser Arbeiter- später auf den Bau kommen, gar nicht existieren. Redner beantragt Kontrolleure erfolgt nach dem Modus der Gewerbegerichts- deshalb in der Resolution, die Unternehmer gemeinschaftlich wahlen, mit der Maßgabe, daß alle volljährigen baugewerb zur Errichtung der Baubuden zu verpflichten. lichen Arbeiter wahlberechtigt sind. Knoll, Steinseßer,( Berlin): Es eristieren ja Polizeif) In dem Gesez muß weiter ausgesprochen werden, daß die verordnungen, aber wie die Zimmerer sind auch die Straßenbauten Bertreter der Baugewerks- Berufsgenossenschaften gemeinsam und Steinfeger von den Schutzbestimmungen ausgenommen, warum, " weiß ich nicht, vielleicht aus Verkehrsinteresse. 8ureichend wäre ein werden. Dieser Paragraph, der am 1. Januar 1904 in Kraft tritt,| 1889/91 famen aus europäischen Ländern 93 Proz. der deutschen ] solcher Grund nicht. wird angenommen. Das Sterbegeld(§ 13) wird je nach der Gesamteinfuhr an Brotgetreide und nur 7 Proz. aus überseeischen Schädlich ist es ferner, daß die in Betracht kommenden Arbeiter Beitragsklasse beziv. Dauer der Mitgliedschaft auf 20-50 M. fest- Ländern. Dagegen betrug in den letzten drei Jahren die Zufuhr von den Bestimmungen häufig nichts wissen. Wir beantragen deshalb gefeßt. Zum§ 15, der vom Verlust der Mitgliedschaft handelt, aus europäischen Ländern nur 54 und die von Uebersee 46 Prozent. folgenden Zusatz zur Resolution: wird beschlossen, daß ein Mitglied auch dann ausgeschlossen Die zuständigen Behörden haben die Pflicht, diese Berichte werden kann, wenn es sich weigert, von der Zahlstelle auferlegte meldet, errichtet die Firma Krupp im Anschluß an das große HüttenErweiterung der Kruppschen Werke. Wie die„ Köln. Volksztg." sowie auch etwaige Schutzvorschriften den in Betracht kommenden Sonderbeiträge für Tokale Arbeiterinteressen( Gewerkschaftswerk in Rheinhausen ein nach amerikanischem Muster ausgestattetes Gewerkschaftsblättern mitzuteilen. fartelle 2c.) zu zahlen. In Streitfällen soll der Vorstand Schienenwalzwert. Maurer Him m= München. Redner, einer der fünf amtlich entscheiden. Weiter wird beschlossen, daß der Vorstand nach seinem angestellten Arbeiterkontrolleure, giebt einen Ueberblick über die Ermessen eine Zahlstelle aufheben kann. Nach Schluß der EinzelWirksamkeit dieser Einrichtung, die sich allmählich einlebt. Auch viele beratung wird das ganze Statut gegen vier Stimmen angenommen. intelligente Baumeister sind jetzt erfreut, daß die Baukontrolle Im weiteren Verlauf der Debatte wird eine energisch gehaltene existiert; dieselbe erstreckt sich nicht nur auf Neubauten, sondern auch Resolution gegen jede weitere Belastung des Tabaks durch neue Die Drahtarbeiter( Nadler, Geflechtsspinner und Weber) faßten auf Reparaturen. Ich bin überzeugt, daß durch unsre Thätigkeit die Steuern und Bölle angenommen. Der Vorstand wird beauftragt, gestern abend in start besuchter Versammlung einstimmig folgenden Unfälle erheblich eingeschränkt werden. Material über die Hausarbeit in der Tabakindustrie zu sammeln Beschluß: Tapezierer Hedmann- Berlin. Unfre Organisation besteht und die Bekämpfung der Hausindustrie auf die Tagesordnung der aus Polsterern, Deforateuren und Klebern. Wir agitieren in erster nächsten Versammlung zu segen. Linie für bessere Beleuchtung auf den Bauten. Für die Dekorateure eriſtieren überhaupt keine Schutzvorschriften, auch fallen die Dekorateure nicht unter das Bauunfall- Versicherungsgeseh. Auf diesen Mißstand müssen wir ganz besonders hinweisen. Glaser to chow- Charlottenburg( für den Centralverband in Karlsruhe): Jn unsrem Gewerbe find die Arbeitgeber und Arbeiter noch sehr zurück. Schutzvorschriften, auch wenn sie vorhanden sind, werden nicht beobachtet. Bei den Arbeiten auf dem Dache ist das besonders gefährlich. Verfammlungen. Am Dienstag, den 31. März wird in sämtlichen Betrieben Berlins und Umgegend den Firmeninhabern der von uns ansgearbeitete Die nunmehr vorgenommenen Wahlen hatten folgendes Er- Tarif zur Unterschrift vorgelegt. Ist derselbe bis Mittwoch den gebnis: Zum ersten Vorsitzenden wird einstimmig Deichmann- 1. April abends 6 Uhr nicht bewilligt, so wird am Donnerstag den Bremen, zum Kassierer Niedo- Melland- Bremen, zum Verbands 2. April die Arbeit nicht wieder aufgenommen. fekretär Faure- Bremen wiedergewählt. Als Hilfsbeamter wird Die Hauptforderungen sind: Neunstünde Arbeitszeit und Dietermann- Bremen gewählt. Mindestlöhne, die für Drahtweber und Spinner auf 45 Pf. Zum Vorsitzenden des Ausschusses wird Meister gewählt. Zu und für Hilfsarbeiter auf 40 Bf pro Stunde normiert sind. Für Delegierten des nächsten Gewerkschaftskongresses werden bestimmt Nadler soll der Mindestlohn im ersten Jahre nach der Lehre ebenDeichmann- Bremen, Ostertag- Hamburg, Burgold Braunschweig, falls 45 Bf., für alle übrigen Nadler 50 Bf. betragen. Diejenigen Wildemann Stuttgart, Stiefel- Berlin und Rammann- Dresden. Nadler, welche schon jetzt einen Lohn von 50 Bf. und mehr pro Stunde Maler Steude Zürich( als Gaft) giebt einen Ueberblick über Ersatzleute sind Hente- Bremen, Lindner- Nawitsch und Krohn- Dttensen. haben, sollen 10 Poz. Ausschlag erhalten. Der in der Versammlung die Wirksamkeit der amtlichen Arbeiterkontrolleure, die in Zürich feit. Stiefel schließt die Verhandlungen nach einer kurzen Betrachtung herrschende Geist ließ leinen Zweifel darüber zu, daß die Draht 1896 angestellt sind. Trotz des anfänglichen hartnäckigen Widerstands über die Arbeiten des Kongresses und nachdem er den Dresdener arbeiter alles damn fezzen werden, um ihre nur zu berechtigten einiger Bauherren hat die Einrichtung sich jetzt zur Zufriedenheit Kollegen gedankt, mit einem Hoch auf den Deutschen Tabakarbeiter- Forderungen zur Anerkennung zu bringen. aller eingelebt. Vor der Abnahme des Gerüsts durch Verband. den Kontrolleur darf es nicht benutzt werden; wird es nachher geändert, so darf der Kontrolleur Polizeistrafen verhängen. Die Kontrolle foll wegen der guten Erfolge, die erreicht sind, auch auf die Innenarbeiter ausgedehnt werden. M Aus Industrie und Dandel. Der Verein der Zimmerer hielt am 22. März seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrten die Anwesenden das Ableben des Kameraden Ernst Krüger in der üblichen Weise. Dann hielt Schriftsteller May Schütte einen mit Jede Kontrolle muß vom Bauunternehmer bezahlt werden, so Der Norddeutsche Lloyd in Bremen, der in diesem Jahre keine Beifall aufgenommenen Bortrag über die„ Märzkämpfer". Die Frühdaß die Gemeinde, welche die Einrichtung getroffen hat, noch einen Dividende verteilt, veröffentlicht nunmehr feinen Geschäfts- bersammlung zur Feier des 1. Mai findet auch in diesem Jahre im Gewinn davon hat. In Basel, Bern, Luzern ist man dem Züricher bericht für das Jahr 1902. Bekanntlich nimmt seine Verwaltung Böhmischen Brauharse statt und wurde es einem jeden zur Pflicht geBeispiel gefolgt und in St. Gallen ist man auf dem Wege dazu. gern den Mund noch etwas voller als die Hamburg- Amerika- Linie, macht, dafür zu agitieren, daß kein Zimmerer sich von der Feier ausschließt, ( Beifall.) obgleich diese wenig angebrachte Eigenschaft sie schon mehrfach in Kon- damit die seitens der Unternehmer wiederum beschlossene AusBromm, Zimmerer( Effen): Die Zustände in Westfalen sind Bromm, Zimmerer( Effen): Die Zustände in Westfalen sind flikt mit der Presse und andern Reederei- Gesellschaften gebracht und sperrung unmöglich gemacht wird. Um Gegenmaßregeln gegen die besonders miserabel. Entsprechend zurückgeblieben sind auch die ihr erst kürzlich von der Hamburger Konkurrenz- Linie eine derbe Ab- Aussperrung zu ergreifen, wurde der Vorsitzende beauftragt, mit dem Organisationsverhältnisse. Demgemäß finden auch die Forderungen fertigung eingetragen hat. So heißt es denn auch jetzt wieder in der Vorstand des Verbandes Rücksprache zu nehmen. Mit der Festder Organisierten noch keine Beachtung. Die Regierungspräsidenten Auslassung des Geschäftsberichts über das Verhältnis des Lloyd zu segung der Gemaßregelten- Unterstützung soll sich die am 19. April in Düsseldorf und Arnsberg haben zwar Verordnungen erlassen, dem Morganschen Dampfschiffstruſt: stattfindende Versammlung beschäftigen. Den ausgesperrten Oderaber dieselben sind ganz unvollkommen; so werden Aborte und Bau- Jahres ab in Wirksamkeit getreten. Die Vereinbarungen haben sich " Die Vertragsbedingungen sind von Beginn des laufenden berger Holzarbeitern wurden 300 M. bewilligt. buden nicht vorgeschrieben, sondern gestattet. Gegen solche insofern als zweckmäßig erwiesen, als sie die Verhandlungen mit den Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer hielt am schnurrigen Verordnungen wenden die Unternehmer natürlich in der Stombination vereinigten englisch- amerikanischen Dampfer- 26. März eine Mitgliederversammlung ab. Stripp hielt einen mit nichts ein. linien vereinfachten; zu einer Erhöhung der Passageraten im Kajüten- Beifall aufgenommenen Vortrag über„ Märzgedenken und März Redner schildert dann eingehender die Verhältnisse in Dort- geschäft, welche wir vor allen Dingen von dem Zusammenschluß der gedanken". Bezüglich der Maifeier wurde beschlossen, den 1. Mai mund; in Münster, Bochum usw. sind sie ebenso traurig. Wir englisch- amerikanischen Linien erhofft hatten, vermochten sie indes durch vollständige Arbeitsruhe zu feiern. Es findet vormittags müssen bei Lohnforderungen auch mit der Frage des Bauarbeiter- bislang nicht beizutragen, da die nicht an der Kombination beteiligten 10 Uhr eine Versammlung im Saale der Brauerei Königſtadt statt. schutzes ernstlich an die Unternehmer herantreten.( Beifall.) Bauklempner Dießner- Berlin berichtet über eine in Berlin national Mercantile Marine Company und der Hamburg- Amerika- Maurermeister Horn gearbeitet und etwas von dem Unfall des borgenommene Kontrolle in Bezug auf die Einrichtungen für Bau- Linie erwarben wir den größeren Teil der Aktien der in Rotterdam Kollegen Weidner daselbst wissen, mögen sich im Bureau melden. flempner, Installateure usw., bei der sich noch sehr erhebliche Miß- Domizilierenden Holland- Amerika- Linie." Auch diejenigen, die der Verhaftung des Kollegen Gehl am stände zeigten. Aehnliche Beschwerden werden aus vielen andren Eine furiose Logit. Die Vereinbarung mit dem Morganfchen 12. November vor. J. am Kanalbau in der Kaiser Wilhelmstraße Orten gemeldet. In Berlin haben wir den Unternehmern einen Trust hat sich als zweckmäßig erwiesen, aber seinen eigentlichen beiwohnten, mögen sich dort oder beim Kollegen Gehl, BurgsdorfTarifvertrag unterbreitet, der die Forderung enthält, daß Arbeiter, 3wved, die Erhöhung der Passagierraten, hat das Zusammengehen straße 14, 1. Aufg. 3 Tr., umgehend melden. die sich wegen mangelnder Schußeinrichtungen weigern die Arbeit mit dem Trust doch nicht erreicht, da die nicht am Trust beteiligten auszuführen, nicht entlassen werden dürfen. Den Bescheid haben Linien fich ablehnend verhielten. Ja, worin liegt dann die Zweckwir bis zum 31. März erbeten. mäßigkeit der Vereinbarung? Schon vor vier Jahren mußte ich die Bußer zu stärkerer Der Geschäftsabschluß ist, wie schon der Verzicht auf jede Divi Solidarität gegen die andren Berufsgruppen auffordern, die dendenverteilung beweist, fein günstiger. Der erzielte Betriebsmit ihnen auf denselben Rüstungen arbeiten. In dieser überschuß beträgt 19 393 243 W.( i. V. 23 046 950 M.), dazu Hinsicht ist ist noch sehr wenig sehr wenig Wandel eingetreten. Dem Vortrag 17 275 M., zusammen 19 410 519 m.( i. W. 23 064 024 Wunsche nach Kontrolleuren aus Arbeiterkreisen schließen wir Mart). Davon kommen in Abzug: Versicherungsfonds 1 444 917 uns an. Vor allem aber mahne ich nochmals die Puzer zu größerer Mark( i. V. 2 000 000 m.), Zinsen auf Anleihen 2 156 500 M. Solidarität.( Beifall.) ( i.. 1869 500 M.), Geschäftsunkosten inkl. Einkommensteuer Berent, Bauarbeiter( Hamburg): Die Bau- Hilfearbeiter leiden 1823 039 M.( i.. 1924 595 M.), ein Fünftel der Kosten der noch viel mehr als die Arbeiter der gelernten Berufe unter den Anleihen von 1901 und 1902 145 930 M.( i. 2. 95 274 M.). Die Mißständen. Ein Gegenstück zu dem Bilde der Jagd nach dem Glück Abschreibungen betragen auf die Dampfer 12 156 162 M.( i. V. wäre die Jagd nach Brot unter den Schlägen der Hungerpeitsche, die 11 418 900 M.), auf diverse Immobilien usw. 454 216 M.( i. V. von den Unternehmern geschwungen wird. Bei der Haft im Arbeiten 410 846 M.), Ueberweisung an den Versicherungsfonds 1 000 000 muß die Unfallziffer bei den ungelernten Arbeitern naturgemäß die Mark( i. V. 0). höchste sein. Redner protestiert energisch gegen die weit ber- Es bleibt demnach ein Gewinn von 229 753 M.( i. V. 5 345 407 Im Namen der 300 000 ungelernten Arbeiter Deutschlands appelliere Bensionsfonds auf 19 129 m. vermindert, die auf neue Rechnung ich an die gelernten, die Organisationen zu stärken und dem Bau- vorgetragen werden sollen. arbeiterschutz dadurch vorwärts zu helfen.( Beifall). Vorwärts" geht uns folgende Berichtigung zu: Zu dem Bericht über eine Schneiderversammlung in Nr. 54 des arbeiten fertiggestellt werden, resp. daß meine Firma sich jemals Es ist nicht wahr, daß in meinem Geschäft wissentlich Streitdazu angeboten hart. Ebenso beruht es auf unwahrheit, daß von mir die schlechtesten Löhne in der Herren- Konfektionsbranche gezahlt werden." Adalbert Stier. Ober- Schönewebe. Am Dienstag fand in Wilhelminenhof eine Volksversammlung statt, in der Reichstags- Abgeordneter Peus einen Vortrag über die Notwendigkeit der Organisation der Käufer hielt. Zum Schluß forderte der Referent die Anwesenden auf, sich soweit dies noch nicht geschehen den Konsumvereinen anzuschließen. Vortrag wurde mit reichem Beifall belohnt; es folgte eine rege Diskussion. 1 Der breitete Frauen und Kinder- Ausbeutung auf den Bauten. Mart), der sich durch weitere lleberweisungen an den Referbes und Letzte Nachrichten und Depeschen. Hüttmann, Maurer( Frankfurt a. M.), berichtet über Miß stände, die selbst in vorgeschrittenen großen Städten wie Frankfurt und Mainz vorhanden sind. Auch in Hessen stellt sich das Unternehmertum den Bestrebungen nach Arbeiterschutz entgegen, wofür der Redner zahlreiche Beweise beibringt. Kartell Enquete. # Indemnität und Obstruktion. Budapest, 30. März.( W. T.B.) Der Finanzminister hat im Abgeordnetenhause eine Vorlage betreffend Erteilung der Indemnität für vier Monate eingebrachet mit Rücksicht darauf, daß Ende April die Indemnität abläuft, da durch die Obstruktion die Erledigung der im Oktober eingebrachten Budgetvorlage verhindert wurde. Zu den Studenten- Rundgebungen in Agram. Agram, 30. März.( W. T. B.) Der Schriftsteller Radics und Die Verhandlungen über das Kartellwesen find, wie der„ Reichs- Anzeiger" berichtet, am 26. und 27. d. Mts. mit Erörterungen über die oberschlesische Kohlenkonvention und das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat, soweit dessen unbestrittenes Absatzgebiet in Frage kommt, fortgesetzt worden. Außer den Vertretern der beteiligten Behörden waren etwa 70 Sachverständige anKley, Bautischler( Berlin), bringt die Beschwerden der Ein- wesend. Der Vorstand der oberschlesischen Kohlenkonvention gab eine setzer und Bodenleger vor, die darunter leiden, daß die Treppen eingehende Schilderung der Organisation dieses Verbandes. Die Darnicht belegt sind und keine Geländer haben, wenn die Innen- legungen boten Anlaß zu Erörterungen über den Wettbewerb der der Führer der christlich- socialen Arbeiterpartei Sirovatka wurden arbeiter in den Bau kommen. In der Resolution( Abfaz c) beantragt oberschlesischen Kohle mit der Kohle andrer Absatzgebiete sowie über hier wegen aufreizender Reden an die Studenten verhaftet. Die Redner das Wort Winterhalbjahr" zu streichen, weil der Schutz die hierdurch bedingte Preispolitik der Verbände. Jm weiteren Ver- hiesige Bolizei ordnete an, daß alle Firmenschilder, welche infolge gegen Zugluft auch im Sommer notwendig ist. Den Forderungen folg der Besprechung wurde die Wirkung der Brennstoffverbände des Terrorismus, welchen die an den Kungebungen Beteiligten ausauf Baufontrolle seitens der Arbeiter schließen die Bautischler sich an. auf Landwirtschaft und Industrie behandelt. Insbesondere fand übten, geändert oder heruntergenommen worden sind, in ihren Auch bringt er den Mangel eines verschließbaren Raumes für ein lebhafter Meinungsaustausch zwischen den Vertretern der früheren Zustand zurückversetzt werden müssen. Heute mittags er die Innenarbeiter zur Sprache. Landwirtschaft und denen des Rheinisch- Westfälischen Kohlen- ichien bei der Polizei eine Abordnung von Studenten, welche die syndikats statt. Entlassung der verhafteten Studenten forderte. Die Abordnung Die Ostpreußische Südbahn. wurde von der Polizei zurückgehalten. Hierauf zogen 200 Studenten Ueber die am Sonnabend abgehaltene Generalversammlung der Gendarmerie umzingelte die Studenten und drängte sie in den Hof bor das Polizeigebäude und veranstalteten dort Kundgebungen. Die Gesellschaft berichtet die Königsberger Hartungsche Zeitung": An- des Polizeigebäudes, von wo sie nach Angabe ihrer Personalien entwesend waren 80 Aktionäre, welche 30 537 Stimmen( 17 194 Stammi- laffen wurden. aftien und 12 543 Prioritäten) vertraten. Der Staatskommissar war diesmal nicht antvesend. Direktor Krüger gab im Laufe der Versammlung ein Telegramm des Staatskommissars be= zu- kannt, in welchem er ihn aufforderte, der heutigen Generalist von seiner Fangreise nach Jeland bis jetzt, nach Ablauf von vier Geeftemünde, 30. März.( W.T.B.) Der Heringsdampfer, Georg Adolf" versammlung zu erklären, daß voraussichtlich mit Rücksicht mit Rücksicht auf die von ihm, dem Staatskommissar, erhobenen Forderungen Wochen, nicht zurückgekehrt. Wahrscheinlich ist er mit der aus zwölf von Aufsichtswegen eine Kürzung der Dividende stattfinden werde, Mann bestehenden Besatzung untergegangen. Es ist das der siebente falls das staatliche Angebot nicht angenommen werde. Im Anschluß Fischdampfer, der in diesem Winter verloren gegangen ist. an diefes Telegramm teilte Direktor Krüger mit, der Minister habe, nachdem vor 14 Tagen eine Revisionsverhandlung in Berlin ftatt Um 7 Uhr wird die Debatte auf Dienstag früh um 9 Uhr vertagt. Nachzutragen ist noch, daß auf dem Kongreß 436 Delegierte anwesend sind, die 718 Drte vertreten. Elfte General- Versammlung des deutschen Tabakarbeiter- Verbandes. Dresden, den 28 März. Die Statutenberatung wird bei§ 7 fortgesetzt und damit gleich das Streifreglement beraten. Ein Antrag: gleiche Streifunterstügung in großen und fleinen Orten zu zahlen, wird abgelehnt. Dasselbe Schicksal hat ein Antrag, der der organisierten Ehefrau die gleiche Unterstützung wie der ledigen Frau zusichern will. Ein verschwundener Heringsdampfer. Entgleift. In einzelnen Hechingen, 30. März. Hier wurde in letter Nacht ein heftiger, von Osten nach Wesben gehender Erdstof verspürt, welcher von unter irdischem Getöse begleitet war. Auch im Nagoldthale wurde ein § 9 handelt von der Arbeitslosen Unterstützung. Die Unterstützung beginnt mit dem vierten Tage der eingetretenen gefunden habe, in voriger Woche eine neue Revisionskommission nach Langerfeld( Provinz Westfalen), 30. März.( Amtliche Meldung.) Arbeitslosigkeit. Liegt zwischen zwei Arbeitslosigkeiten ein Zeitraum Königsberg gesandt, welche die Absetzung von 685 367 M. von der Heute nachmittag 2 Uhr 20 Minuten entgleiste auf Bahnhof Langervon weniger als drei Wochen, so kann die zweite Unterstützung gleich Dividendensumme forderte und weitere 211 000 m. als zweifelhaft feld der Personenzung von Ronsdorf infolge Schienenbruchs. Die am Tage der Meldung bezahlt werden. Für mehr als sechs Tage bezeichnete, im ganzen also 896 000 M. beanstandet habe, die nach Maschine, der Pad- und Bostwagen stürzten um. Leicht verletzt darf auf einmal nicht ausbezahlt werden. Ansicht des Ministers nicht auf Bauconto und unter Aktiva wurden drei Eisenbe.hn- und ein Bostbeamter, aber kein Reisender. Die Arbeitslosen- Unterstützung fennt zwei Klassen. In der gesetzt werden dürfen. Die Verwaltung sei allerdings andrer Der Verkehr war mir kurze Zeit gestört. billigeren werden gezahlt nach 52 wöchiger Mitgliedschaft und Ansicht gewesen und so müsse, da der Minister den Klageweg Beitragsleistung bis zu 40 Tagen: täglich 50 Bf.; nach 104 Wochen: als unzulässig ablehne, eventuell der Gerichtshof zur Entscheidung Frankfurt a. M., 30. März. Der Frankfurter Zeitung" wird täglich 60 Pf.; nach 156 Wochen: 70 Pf. In der teueren Klasse von Kompetenzkonflikten angerufen werden. Da dessen Entscheidung aus Ebingen telegraphiert: Nachts 1210 Uhr erfolgte ein heftiger werden gezahlt nach 52 Wochen 70 Pf. und nach 156 Wochen täglich völlig ungewiß sei, müsse er vor Ablehnung des Verstaatlichungseine Mart. Der§ 9, der mit dem 1. Juli 1904 in Kraft treten soll, angebots, welches in der Debatte seitens der Inhaber von Prioritäten Erdstoß in der Richtung Nord- Nordwest- Südost. wird einstimmig angenommen. Die erhöhte Beitrags- als den vorgeschlagenen Säßen von 92 Broz. für Aktien und 113 Proz. Ortschaften verließen: die Bewohner die Häuſer. für Prioritäten durchaus vorzuziehen bezeichnet worden war, ernst pflicht beginnt am 28. Juni b. J. § 11 regelt die Unterstüßung an erwerbsunfähige und dringlich warnen. Die Abstimmung über den Antrag der VerMitglieder. Der Paragraph soll am 1. Januar 1904 in Straft waltung ergab, Annahme desselben und damit des staatlichen Antreten und verlangt 26 Wochen Narrenzzeit. Die Unterstügung soll gebots mit 25 601 gegen 4627 Stimmen. in einem Kalenderjahre nur bis 26 Wochen gewährt werden und pro Tag betragen: Selasse I: 45 Pf., Klasse Ia: 90 Pf., Slaffe II: Deutsche Getreide- Einfuhr. Während im Durchschnitt der Jahre 45 f., Stlaffe IIa: 90 Bf., Klaffe Ib: 1,35 M., und Klasse IIe: 1889/91 rund 1 626 000 Tonnen jährlich an Weizen und Roggen 2,25 M. Die Beitragspflicht beginnt am 28. Juni 1903. zufammen nach Deutschland eingeführt wurden, hat die Einfuhr im Dieser Paragraph wird angenommen mit dem Zusatz: Unter- Durchschnitt der letzten drei Jahre 1900/02 2 745 000 Tonnen be- Rom, 30. März.( W. T. B.) Die Deputiertenkammer beläßt ein Mitglied die rechtzeitige, im Statut geforderte Meldung, tragen. Unter den an der Einfuhr beteiligten Ländern stand bisher schäftigte fich heute mit einer Interpellation des dann geht er dadurch für die Tage der Nichtanmeldung des Kranken- stets Rußland, infolge seiner starken Roggen- Einfuhr nach Deutsch Socialisten Ciccotti betreffend die Befferung der 3 ust än de geldes verlustig." land, an der Spize, indessen hat sich im Laufe des letzten Jahr in der Provinz Basilicata. Nach einer Rede des MinisterNach§ 12 soll den Wöchnerinnen für 4 Wochen vom Tage der zehnts eine starte Verschiebung zu Gunsten der überseeischen präsidenten Zanardelli beschloß die Kammer mit großer Mehrheit Niederkunft eine Unterstützung von 2,50 M. pro Woche gewährt Zufuhr, hauptsächlich aus Amerika, vollzogen. In der Periode die Errichtung von$ 3oltshäusern in den Provinzen. Verantwortl. Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druk u. Verlaa: Vorwärts Buchdruckerei ut. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Erdbeben bemerkt. Wien, 30. März.( B. H.) Den Abendblättern zufolge wurden im 10. Gemeindebezirk Blatternerkrankungen konstatiert. Es handelt sich indeffen um leuchtere Fälle; die Erkrankten wurden ins Kaiſer Franz Joseph- Spital überführt. Nr. 76. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Nachrichten. Mitarbeit an bürgerlichen Blättern. " " Dienstag, 31. März 1903. Die Zusammenkunft der 150 Kinder ist aber, vorausgesetzt, daß über- 2 Firmen schweben Verhandlungen und steht zu erwarten, daß auch haupt die Maferngefahr besteht, entschieden weit gefährlicher, wie die diese den Forderungen zustimmen werden. Der Streit steht günstig, Versammlung. Man kommt also auf die Vermutung, daß das Verbot da diejenigen Firmen, welche bewilligt haben, sich bereit erklären, bei mehr der Angst vor der socialdemokratischen Verseuchung, als wie Bedarf noch kolonnen von den Streifenden einzustellen. Die Nr. 75 des Vorwärts" enthält einen Artikel des Genossen der Angst vor der Masernseuche gilt. Achtung, Schuhmacher! Der Streit bei der Firma Jakobowski H. Braun, worin derselbe gegen unsre Meinung polemisiert, die wir Fortschritte der Parteipresse. Die Breslauer Bolts dauert unverändert fort. Nachdem die Verhandlungen am Freitag in der Frage der Mitarbeiterschaft von Parteigenossen an bürger- wacht", welche bisher täglich nur vier Seiten stark erschien, ist gescheitert waren, soll Herr Zondervahn zu den Vertretern der Auslichen Preßunternehmungen in der Nr. 52 des„ Vorwärts" in diesem durch Abonnentenzuwachs in die Lage versetzt, vom 1. April ab ständigen sich geäußert haben, daß sie, also die Arbeiter, Jahre veröffentlicht haben. Den Ausführungen des Genossen Braun mindestens viermal in der Woche sechs Seiten start zu erscheinen bie Folgen davon zu tragen hätten. Jedenfalls glaubt der Fabrikantenverband dabei von dem Motiv auszugehen, daß, wenn wie etwaigen in der gleichen Sache von andrer Seite erfolgenden ohne Rücksicht auf den Umfang der Inserate. Die Görlizer Volkszeitung" hat mit ihrer einmal die Löhne bei der Firma Jakobowski niedriger festgelegt sind, der Kundgebungen gegenüber erklären wir, daß es unsre Absicht ist, die Agitationsnummer, die das tägliche Erscheinen einleitet, in der Verband wieder eine seiner„ berühmten Lohnregulierungen" vornehmen Angelegenheit dem nächsten Parteitag zur Entscheidung zu unter- Stadt Görlitz allein 1000 neue Abonnenten gewonnen. fann, d. h. daß die Möglichkeit vorhanden ist, die Lohnfäße auf den breiten. Der Parteivorstand. wir sind gewillt, diesen fortwährenden Beutezügen gegen die Jakobowskischen Mustertarif herunterregulieren zu können. Arbeiter, der„ Schraube nach unten", den äußersten Widerstand entgegenzusehen und werden die Folgen auf uns nehmen. Wie berechtigt unfre Stellungnahme in der Jakobowskischen Angelegenheit ist, wird uns wiederum durch ein recht drastisches Beispiel bewiesen. Soeben bekommen wir Mitteilung, daß der Fabrikant Zimint die Zwiderlöhne auf farbige Schuhe bei Herrenartikel von 3 M. auf 2,50 M., bei Damenartikel von 2,30 M. auf 2,00 M. und bei Mädchenartikel bon 1,80 M. auf 1,70 M. pro Duzend gekürzt hat. Sagte nicht Herr Schlitzweg anläßlich der Differenzen bei der Firma Jakobs: Wir werden dafür sorgen, daß die Fabrikanten, velche höhere Löhne bezahlen, Abzüge machen." Hier haben wir gleich den Beweis, daß die Fabrikanten ernstlich darau gehen, wieder die Löhne herunterzudrücken. Bei der Firma Zimmt wird die Zwickerei Hausindustriell betrieben, und wie gewöhnlich sind die Arbeiter und Arbeiterinnen nicht organisiert. Wir können also leider diesen Abzügen keinen Widerstand entgegenseßen. Run, Arbeiter und Arbeiterinnen der Filzschuhindustrie, mertt Euch, was Ihr zu erwarten habt. Seid auf der Wacht. Das Organ der socialdemokratischen Partei Japans, die„ Labour Nachdem in unfrer Sonntagnummer Genosse Heinrich Borld", zeigt in seiner foeben eingetroffenen Nummer an, daß es Braun zu der Erklärung des Parteivorstandes in Nr. 52 des bon nächster Nummer an den Namen„ Der Socialist" führen werde. Vorwärts" Stellung genommen hat, spricht sich auch Genosse Das ist natürlich jetzt schon geschehen, denn die dieser Tage hier einStampfer in der soeben erschienenen Nr. 26 der„ Neuen Zeit" gegangene Ausgabe ist vom 23. Februar. unter der Ueberschrift Gewissensfragen" dazu aus. Genosse Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Stampfer tritt der Erklärung des Parteivorstandes gleichfalls entgegen und tabelt an ihr vor allen Dingen, daß sie zu unbestimmt fei und eine Norm gebe, nach der alles als entschuldbar und alles als unstatthaft gelten könne. Ihm erscheint besonders die Bedingung bedenklich, daß die Mitarbeit an bürgerlichen Blättern dann unzulässig sein soll, wenn in ihnen an der socialdemokratischen Partei gehässige oder hämische Kritik geübt werde, weil es immer Sache des Geschmacks und des Gefühls sein werde, was gehässige oder hämische Stritit sei. Wegen Beleidigung von 26 Fabrikanten wurde der berat wortliche Redakteur der in Greiz erscheinenden Reußischen Rolfs zeitung". Genoffe Roth aus Werdau, vom Schöffengericht in Grei zu 100 M. Geldstrafe verurteilt. Der Prozeß resultiert aus dem Meeraner Weberstreit. Durch einen die Vorgänge bei dem Streit scharf kritisch behandelnden Artikel fühlten sich 26 Meeraner Tertil fabrikanten beleidigt und stellten Strafantrag gegen den verantwortlichen Redakteur, den Verleger und die beiden Inhaber der Zwidaver Parteidruderei, wo das Blatt gedruckt wird. Berleger und Druder Ihm antwortet die Redaktion der„ Neuen Zeit". Sie sagt, die wurden freigesprochen, weil ihnen keine Schuld nachzuweisen sei. Erklärung des Vorstandes sei kein juristisches Urteil, an dem sich Sowohl der Vorsitzende des Gerichts wie der Vertreter der Staatsspisfindige juristische Tüftelei versuchen fönne, fondern ein Appellanwaltschaft zeigten bei der Vernehmung der Angeflagten große Un an den politischen Takt, den niemand bei gutem Willen und ent- tenntnis der Preßverhältnisse. Sie gingen von der Annahme aus, wideltem Tattgefühl mißzuberstehen braucht beides darf aber der daß Druder und Verleger an der Abfassung des Artikels beteiligt Parteivorstand bei den Parteigenossen vorausseßen." gewesen sein oder mindestens das Manuskript gesehen haben müßten. Die Beweisaufnahme ergab natürlich nach dieser Richtung nichts, was für jeden mit Preßverhältnissen Vertrauten selbstverständlich ist. " Hätte sich's bei der Entscheidung des Parteivorstandes nur um das Partei- Intereffe gehandelt, dann wäre seine Aufgabe sehr einfach gewesen; dann hätte sein Gutachten so gefaßt werden können, daß auch das zarteste juristische Gewissen keinen Anstoß daran nahm. Denn bei den heutigen Verhältnissen Deutschlands mit seiner ent tidelten Parteipresse konnte er einfach sagen: ein socialdemokratifcher Politiker hat in der bürgerlichen politischen Presse überhaupt nichts zu suchen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " Der Zuzug nach der Fabrik von Jakobowski, Reichenbergerstraße 121, ist nach wie vor streng fernzuhalten. Drtsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. Deutfches Reich. Die Fensterputer in Hamburg befinden sich im Streit. Sie fordern 24 M. Wochenlohn, neunstündige Arbeitszeit und Beseitigung der Abzüge. Von den 130 in Hamburg beschäftigten Buzern haben dingungen. 90 die Arbeit niedergelegt, 25 arbeiten zu den geforderten BeAusland. Wenn er die Entscheidung nicht in dieser knappen Form traf, so montagvormittag hatten sich die 45 streitenden Militärschneider der Streifende Militärschneider vor dem Jnnungs- Schiedsgericht. Am gefchah es offenbar, weil der Fall komplizierter liegt, weil die Frage Firmen Speyer, Grüder und Mohr, Luttmann u. Co. und Berger, nicht die ist, ob das Partei- Interesse die Mitarbeiterschaft von Collani u. Co. vor dem Innungs- Schiedsgericht zu verantworten, Zur Lohnbewegung in Preßburg. Die Bädergehilfen schlossen Parteigenossen an bürgerlichen Blättern gestattet oder gar fordert, nachdem sich das Gewerbegericht fürzlich in dieser Sache als un fich der Bewegung an und treffen Vorbereitungen zur Durchführung sondern vielmehr die, ob und inwieweit das persönliche Interesse manches Parteigenossen an der Arbeit in bürgerlichen Blättern ver- zuständig erklärt hatte. Das Verfahren selbst war ein verblüffend eines sich auf das ganze Land erstreckenden Streits, der am 15. Mai einbar ist mit dem Partei- Intereffe. Alle jene Ausführungen, deren summarisches. Staum hatte die Verhandlung begonnen, so war sie in Budapest und 29 Provinzorten Ungarns rechtzeitig proflamiert auch schon beendet. Nach erfolgtem Namensaufruf der Kläger und werden soll. Deutbarkeit Stampfer so anstößig erscheint, sind eine Antwort auf Beklagten richtete der Vorsitzende turz einige Fragen an die Bertreter Die Gehilfen der Branchen der Schuhmacher, Tischler, Binder die zweite, nicht auf die erste Frage. beider Parteien, und in einer guten halben Stunde, ehe sie recht und Schmiede halten in den nächsten Tagen Versammlungen ab, um Wäre daher Stampfers Stritit dieser Ausführungen gerechtfertigt, wußten wie ihnen geschah, waren sämtliche Beklagten bereits wegen ihre Forderungen definitiv festzustellen. Hand in Hand mit der hätte der Parteivorstand sich wirklich um die Lösung eines unlösSontrattbruchs tostenpflichtig verurteilt. Jeder Streitbewegung macht die Organisation der socialdemokratischen baren Problems bemüht", dann müßte man auf jeden Versuch ver- von ihnen soll demnach den Betrag von 17,40 M., als Durchschnitts- Partei außerordentliche Fortschritte. Die Arbeiter melden sich zichten, eine Vereinbarung des Partei- Interesses mit dem fraglichen wochenlohn noch an seinen Arbeitgeber zahlen. Alle übrigen massenhaft zur Aufnahme in die Gewerkschaften, so daß diese Privatinteresse der Schriftsteller in feste Regeln zu bringen, und es bliebe nichts andres übrig, als das Partei- Interesse zur einzigen Schadensersatzansprüche der letzteren wurden nicht berücksichtigt. Die eigne Stunden für die Einschreibungen festsegen mußten. Verurteilten werden Berufung einlegen. Norm zu machen und jede Mitarbeiterschaft oder Redaktion von socialdemokratischen Politikern an bürgerlichen politischen Blättern überhaupt für unzulässig zu erklären." Achtung, Sattler( Koffermacher). In der Kofferfabrit von Lange, Merker u. Co., Waldemarstr. 18 sind Differenzen ausgebrochen. Zuzug ist fernzuhalten. Internationale Solidarität. Brüffer, den 27. März. Die Die Arbeiter genannter Firma hatten vor kurzem einen neuen AccordFédération Bruxelloise( Brüsseler Gewerkschaftskartell) beschloß in tarif ausgearbeitet, der eine geringe prozentuale Erhöhung der Accordihrer gestrigen Sitzung, nachdem die deutschen Reichstagswahlen preise enthielt. Der Fabrikant hatte sich bereit erklärt, denselben diskutiert und diverse Redner den Opfermut der deutschen Social- anzuerkennen, ja es ist an zwei Lohntagen schon nach dem neuen Die Arbeiter wollten nun, um allen demokratie rühmend erwähnt, sofort alle Gruppen zu ersuchen, Tarif bezahlt worden. Sammlungen für den Wahlkampf der deutschen Genossen vorzunehmen. Eventualitäten vorzubeugen, die Abmachungen vertraglich auf zwei Des weiteren wurde die Abhaltung eines Voltsfestes beschlossen, Jahre festlegen. Der Fabrikant weigerte sich jedoch, feine Unterdeffen Ueberschuß ebenfalls der deutschen Parteitasse zufließen soll. schrift zu geben. Da aber die Erfahrung lehrt, daß mündliche Zu Auch wurde der Generalrat ersucht, alle parteigruppen des Landes fagen nicht immer als bindend betrachtet worden sind, legten die Arbeiter besonderes Gewicht auf die schriftliche Anerkennung des Tarifs. Ms dies verweigert wurde, legten sämtliche Arbeiter die Die Ortsverwaltung Berlin. zu gleichem Vorgehen einzuladen. Die Angst vor der Verseuchung der Udermark. Arbeit nieder. Eingegangene Druckfchriften. Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diek' Berlag) ist socben das 26. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Wahlfragen. Socialismus und Landwirtschaft. Von . Stautsty. 9. Das Entwicklungsgesetz der Landwirtschaft. 10. Schluß. Wirtschaftliche Umschau. Von Heinrich Cunow. Gewissensfragen. Von Friedrich Stampfer. Litterarische Rundschau: John Ruskin, Gesammelte Berte. Bon D. Bach. Henriette Roland- Holft van der Schalt, Kapital und Arbeit in den Niederlanden. Notizen: Streits und Lockouts in Dänemark im Jahre 1901. Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle BuchHandlungen, Bostanstalten und Stolporteure zum Breiſe von 3,25 M. pro Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Postanstalten ist die Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft kostet 25 Ps. Brobenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Witterungsübersicht vom 30. März 1903, morgens 8 thr. Stationen Barometer stand mm WindWindstärke richtung Wetter Temp. n. E. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. E. Jn Strasburg in der Udermart, im Wahlkreise Prenzlau- Zur Lohnbewegung der Leitergerüst- Arbeiter erstattete Werner am Angermünde, sollte Sonntag, den 29. März, der Reichstags- Kandidat Sonntag den Bericht der Lohnkommission. Aus demselben ging Genosse Wels über die Reichstagswahlen sprechen. Am selben Tage hervor, daß im Laufe der Woche bei verschiedenen Sirmen Verhandging dem Einberufer das schriftliche Verbot zu mit der Begründung, fungen stattgefunden haben, jedoch ist es zu einer Einigung nur bei daß das Lokal nicht den Vorschriften über Versammlungsräume der Firma Funke u. Co. in Charlottenburg gelommen, welche einen entspreche und daß wegen der herrschenden Majern Stundenlohn von 70 Pf. für Poliere, 60 Pf. für Rüftarbeiter und Epidemie die öffentliche Sicherheit gefährdet sei. 40 Pf. für Plazarbeiter bewilligt hat. Für Nachtarbeit, welche von Das Lokal diente bisher schon zu Versammlungen der Gewerk- 8 Uhr abends ab berechnet wird, sind 50 Proz. Aufschlag gewährt, schaften und ist noch niemals beanstandet worden; die Bedenken auch ist über die übrigen Punkte des Tarifs ebenfalls eine Einigung tauchen erst jetzt auf, da zu den Wahlen agitiert werden soll. erzielt worden. Nach eingehender Diskussion wurde beschlossen, den Swinemde. 764 28 4wollent 7 Haparanda 740 28 2 wollig Am wirksamsten ist aber die Furcht vor der Seuche; das heißt ursprünglichen Tarif den obigen Abmachungen entsprechend Hamburg 762 S ändern und denselben dann daß man vor der Masernseuche ernstlich Sorge hat, kann nicht gerade zu am Montag früh bei Berlin 766 28 Ueberall, Frankf./M. 766 SW zugegeben werden. Hat doch erst am 27. März ein großes Kriegervereinsfest den in Frage kommenden Unternehmern vorzulegen. München soll die stattgefunden und ebenso ein Schuhmacherbergnügen am 29. März war wo die Annahme dieses Tarifs verweigert wird, Wien Stonfirmandenprüfung, wobei gegen 150 Kinder zuſammentamen, Arbeit sofort niedergelegt werden. Ferner wurde der Beschluß geam 30. März war ein öffentlicher Vortrag in der Volks- Lesehalle faßt, daß ein jeder Kollege, welcher nach dem neuen Tarif arbeitet, und am 31. März wird die freiwillige Feuerwehr ihr Stiftungsfest ben erzielten Mehrlohn zur Unterſtüßung der Streikenden abliefert. Winden, etwas wärmerer Nacht und wenig veränderter Tagestemperatur. abhalten. Die letzten beiden Veranstaltungen sind ja vielleicht dadurch Von den in Frage kommenden 12 Firmen haben bereits 3 mit insgegen die Mafern geschüßt, daß der Bürgermeister, der die social gesamt 176 Arbeitern bewilligt. 9 Firmen mit zusammen demokratische Versammlung verbietet, dabei als Vorfizender wirkt. 126 Arbeitern haben nicht bewilligt. Hier ruht die Arbeit. Bei 16 of Do -1 5 bedeckt 1 bedeckt 2wollig 769 Still 7 Petersburg 750 S 7 Cort 8 Aberdeen wollent 6 Paris 3bededt 3 759 28 767 S 3 bededt 6 halb bd. 7 9 1 wolten! 11 769 N Wetter- Prognose für Dienstag, den 31. März 1903. Borherrschend wolkig mit leichten Regenfällen, lebhaften südwestlichen Berliner Wetterbureau. Jn Apotheker, BroguenDelikatess- Handl käuflich. H wish SANTA LUCIA KRAFT ROTHWEIN SANTA LUCIA KRAFT ROTHWEIN 10. FL SANTA LUCIA KRAFT ROTHWEIN SANTA LUCIA KRAFT ROTHWEIN Hell glänzt das Mondenlicht am Himmelsbogen, Und leichte Lüfte kräuseln die Wogen. Steigt in mein Schifflein ein, Labt euch am roten Wein, Santa Lucia, Santa Lucia. O dunkler Rebensaft! Du stärkst der Männer Kraft, Du giebst den Frauen Blut, Hebst ihren frohen Mut, Drum preis' ich dich allein, Du feurig süsser Wein Santa Lucia, Santa Lucia. Santa Lucia Wein steht unter ständiger Kontrolle des Gerichtschemikers Dr. C. Bischoff. 1.50. 2.00 Osterfest! Santa Lucia Wein- Cransport zum Osterfest! Für den Inhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 31. März. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Der Troubadour. Wiener Walzer. -O Schauspielhaus. Die Welt, in der man sich langweilt. Deutsches. Die versunkene Glode. Berliner. Ueber unsre Straft.( I.Zeil.) Lessing. Der blinde Passagier. Nenes. Die Kreuzelschreiber. Residenz. Lutti.( Loute.) Westen. Gasparone. Central. Gräfin Bepi. Thalia. Der Bosaunenengel. Anfang 8 Uhr: 5 Schiller O.( Wallner Theater.) Das zweite Gesicht. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Der Meister von Palmyra. Belle- Alliance. Pid und Pocket. Carl Weik. Der Liebe Gebot. Buntes. Opernaufführung. Luisen. Die Anna- Liese. Kleines. Nachtafyl. Trianon. Die Notbrüde. Casino. Elternlos. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die schöne Galathée. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Steidl. Steidl- Sänger. Passage- Theater. Specialitäten. Passage- Panoptikum.Specialitäten. Palaft. Meine Refi. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Im Hörsaal: Dr. G. Naß:„ Die Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Im Hörsaal um 8 Uhr: Dr. G. Nass: Die chemischen Urstoffe und Grundbegriffe. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anfang Sonnt. 3, Wochent. 5, Ende 11 Uhr. Anf. d.Abendvorstellung 8 Uhr. Letzter Tag. 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Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter: Straße 132. Anfang 8 Uhr. Der Liebe Gebot. Schauspiel in 5 Aften. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabendnachm. 4 Uhr: Kinderbor ftellung: Die sieben Raben. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 7, Uhr: Lutti( Loute). Schwank in 4 Aften von Pierre Beber. Morgen und folgende Tage: Lutti. Sonntagnachmittag 3 Uhr: 300 Mitwirkende. Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. 9 Uhr. 9 Uhr. Meine Rest. Boltsstück mit Gesang von H. Schulk. Musik von Kersten. Nur noch wenige Tage: Mary Ellys und Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Das zweite Gesicht. Lustspiel in 3 Akten v. D. Blumenthal. Mittwoch abend 8 Uhr: Don Gil. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen von Adolf Wilbrandt. Mittwoch abend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Der Probekandidat. Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Casino- Theater Lothringerstr. 37. Neu! Elternlos, Neu! Vorher: Fritchen u. Lieschen" 2c. Anf. wochentags 8, Sonnt. 7, Uhr. SteidlLinien straße 132. Theater Dranien burger Thor. Letzte Woche die Steidl- Sänger Zum Schluß! Wasserratten Entree 50 Pfg. Sperrsiz 1,00. Loge 1,50. WING FARTEN 8 65 Gewerbegericht zu Berlin. J.-Nr. 167 Gew.- Ger. 03. Bekanntmachung. In der Lohnbewegungssache der bei den Firmen Edert, Reichelt und Duive Fabrikation bon Zelten, Plänen und wasserdichten Decken) und beschäftigten Maschinenmäher Näherinnen sowie Schlosser und Arbeiter ist auf Grund der Vorschläge in der Sigung vom 21. März 1903, an welcher teilgenommen haben: 1. Gewerberichter von Schulz, als Borsigender, 2. Fabrikbefizer Maas, 3. Spediteur Licht, als Vertrauensmänner der Arbeitgeber; 4. Former Körsten, 5. Tischler Koblenzer, als Vertrauensmänner der Arbeitnehmer, Humberty, Harry Atkinson, She, die 4 Elemente. erfolgter Anrufung durch beibe Seile Littke Carlsen, Tanz- Humorist. ein Arras- Duó, gymnast. Produktionen. Miss Sidy Nirvana, Lebende Bilder. Circling the Circle. Jongleur. bor dem Einigungsamt des GeImitator. werbegerichts zu Berlin nach zuvor Annie Dirkens, OperettenGabriela Juniori, Sängerin. Soubrette. Pariser Neues Ballett- Divertissement, ,, Das Fest des Lucullus" in 6 Bildern, darunter Cake Walk. Der ,, Biograph". Vergleich nachstehenden Wortlauts zwischen den Parteien abgeschlossen worden, welcher in Gemäßheit des§ 76 des Drtsſtatuts für das Gewerbegericht der Stadt Berlin vom 25. Juli 1902 hiermit öffentlich bekannt gemacht wird: 1. Jeden Sonnabend wird eine Stunde früher wie an den andern Tagen Feierabend gemacht und für den Sonnabend ist derselbe Lohn zu Trianon- Theater. zahlen wie für die andren WochenGeorgenstraße, tage. 2. Es wird eine Lohnerhöhung für zwischen Friedrich- u.Universitätsstraße. sämtliche Arbeiter unter Bugrundelegung der von den Arbeitgebern zur Gratweils Bierhallen Die Notbrücke. Zeit gezahlten Löhne in Höhe von Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. Direktion: Carl Haverland. D Täglich: Gr. Vorstellung. Das grosse amüsante März- Programm. Nur allererste Kunstkräfte. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Jed. Sonnabend, Sonntag u. Mittwoch nach der Vorstellung: TANZ. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Militär- Konzert. Donnnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Von Ende April ab wird das berühmte Drchester d. Signor Vincenzo Ferrara fonzertieren. Das Elite- März- Program. Nur noch kurze Zeit. Morgen: Dieselbe Vorstell. Anf. 8 Uhr, Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Bf. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang: Sonntags 7, Wochentags 8 Uhr. „ Bühnen- Grössen". 3. Schl.: Anna Pote ,, das Blumen- Medium. Der Unterpräfekt. Deutsche Konzerthallen Luisen- Theater. Die Anne- Lise. Mittwoch: Zum 1. Male: Die Geierwally. Donnerstag: Lumpacivagabundus. Buntes Theater. Anfang 7, Uhr. Opern- Aufführung des Eichelbergschen Konservatoriums( Dir. Fritz Marbach). Cavalleria rusticana. Aïda. Hänsel und Gretel. Barbier von Sevilla. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Spandauer Brücke 3 Special- Ausschank der Berliner Bockbrauerei. Grosser Bock- Trubel. Um 10 Uhr abends Einzug Gambrinus mit Gefolge. Cirkus Schumann Dienstag, den 31. März 1903: abends 7, Uhr: Elite- Abend. Die neueste Sensation. Das Tagesgesprpch von Berlin Miss Alix mit ihrem Motor Car Looping the Hoop. Lustspiel in 3 Aften von Fred Grésac und Francis de Croisset. 5 Broz. bewilligt. 3. Für Montage- Arbeit innerhalb des Weichbildes Berlin wird für den Fall, daß dieselbe länger wie 12 Tag Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die dauert, ein Zuschlag von 30 Pfennig Anfang 8 Uhr. Liebesschaukel. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Bum letztenmal: Der Jongleur. Anfang 8 Uhr. Nachher: Tanz. Mittwoch: Der Trompeter v. Säkkingen. Bernhard Rose- Theater- Ensemble Stadt- Theater, Alt- Moabit 47/49. Dienstag, den 31. März: Hinko oder: König u. Freiknecht. Volksschauspiel in 5 Aften und einem Vorspiel von Charlotte Birch- Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Donnerstag: Die Räuber, v. Schiller. Sanssouci. Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Neu! Stoß' Dir bloß nich'n Kopp an die Hochbahn. Balmsonntag 3. erstenmal: Die Lieder des Musikanten. Bollsstück mit Gesang in 5 Aften. Lebrecht Winter. Ad. Hoffmann. Königstadt- Kasino. Holzmartistr. 72, Ede Meranderstr. Erstklassige Specialitäten. Ich heirate meinen Mann. Franz Sobanski. Mittw., Sonnab., Sonnt.: Tanz. Unsre Kokosnussbutter Palmora zum Backen, Kochen u. Braten vorzüglich geeignet, schmeckt u. bräunt wie gute Butter, ist jedoch weit ausgiebiger, weil sowie die phänomenalen neuen ohne Wasser u. ohne Salz, daher Dressuren des Dir. Alb. 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Bankgebäude Behrenstraße 46 einschließlich der Inventarien Grundstücks- Conto Debet. M. 93f Passiva. 3 819 763 61 Attien- Kapital- Conto. Gesetzlicher Reservefonds 2 572 999 38 Beamten- Pensionsfonds 401 971 68 Accepte im Umlauf 16 032 287 63 Aval- Berpflichtungen. Rückständige Dividenden 17 822 936 23 reditoren in laufender Rechnung. Reingewinn. 2 300 000 8 048 677 19 2 000 000 40 667 941 22 3 650 064 2 519 089 31 156 811 13 99 992 541 88 Gewinn- und Verluft- Conto 1902. Verwaltungskosten: Gehalte, Steuern, Reisekosten, Miete, Porti, Depeschen, Stempel 2c. Abschreibung auf Effekten- und Nonfortial- Conto • Abschreibung auf Conto- Corrent- Conto Reingewinn. Credit. Gewinnvortrag aus 1901. Gewinn aus: Zinsen und Wechseln. Effekten- und Konsortial- Beteiligungen Provisionen Coupons und Sorten M. 193f 840 239 44 700 000 88 084 11 2003 968 12 Berlin, den 31. Dezember 1902. 3. in der Hölle 3 632 291 67 Berliner Bank. Der Aufsichtsrat. Lucas, Vorsigender. Heute: Die schöne Galathée. Ferner: Sensationelle Specialitäten. 1. im Salon Cake- Walk th 2. bej d. Negern Die 5 Barfusstänzerinnen. den Depofitenkassen und der Kommandite. M. pro Tag gewährt. 4. Für Arbeiten außerhalb Berlins werden pro Tag, sobald der betreffende Arbeiter für Nachtlogis sorgen muß, 9 Mark gezahlt, inkl. aller Ueberſtunden. 5. Sattler, Segelmacher und Tapezierer erhalten von den Arbeitgebern in Berlin für Ueberstunden zu ihrem Lohn einen Zuschlag von 25 Proz.; dauern diese Arbeiten über 10 Uhr abends oder werden dieselben Sonntags verrichtet, so wird ein Stundenarbeiter andrer als der on bon 75 Pfennig entrichtet. 6. hier genannten- cfr. auch Nr. 2 Branchen sind die bestehenden Lohntarife maßgebend. 7. Sollten zur Zeit bei einzelnen Arbeitgebern günftigere Arbeitsbedingungen bestehen, als die unter 1-5 verabredeten, so sollen diese auch in Zukunft aufrecht erhalten bleiben. 8. Die Arbeitgeber verpflichten sich, ihre Arbeiter nur zu den heute vereinbarten Löhnen zu beschäftigen, während die Arbeiter die Pflicht über nehmen, nur bei Arbeitgebern zu arbeiten, welche die vorstehenden Vertragsbedingungen erfüllen. Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Paul Köppen am 24. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Diens tag, den 31. März cr., nachmittags 4%, Uhr, von der Leichenhalle des alten Jakobi- Kirchhofes, Rigdorf, Berlinerstr. 2-6 aus, statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 114/9 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Gürtler 114/8 Gustav Magnan am 27. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am Sonnabend, den 28. März, unsre liebe Mutter Frau Wwe. Werner sanft entschlafen ist. 10122 Die Beerdigung findet am Dienstag, den 31. März, nachm. 5 Uhr, vom Trauerhause, Rigdorf, Jägerstr. 48 aus statt. Um stilles Beileid bittet im Namen der Hinterbliebenen Franz Reuschel. Am 28. März, mittags 12, Uhr, entschlief sanft nach längeren Lei den mein innigft geliebter Mann, unser herzensguter Bater, Schwie ger- und Großvater, der Gastwirt Johann Rüge im 63. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bittet die trauernde Witwe Marie Rüge geb. Rundnage! nebst Kindern Die Beerdigung findet am Dienstag, den 31. März, nachmittags 1/2 Uhr, vom Trauerhause Naunynstraße 70 aus nach dem Thomas- Kirchhofe statt. 10102 Richard Müller den herzlichsten Dank. Allen Verwandten und Freunden, sowie dem Pflanzerverein Gemütlichkeit, dem Metallarbeiter- Berband und den Kollegen der Firmen Bernhard Joseph, Beichbrodt u. Friedrich, Jürst u. Co. für die rege Teilnahme bei der 9. Die Parteien verpflichten fich Beerdigung meines lieben Mannes, zur Bildung einer Schlichtungs- des Schleifers fommission. Diese Kommission besteht aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern von je gleicher Anzahl unter dem Borfig eines Unparteiischen. Es liegt der Kommission ob, bei allen Differenzen, welche zum Streit dem Hinscheiden unsres Sohnes bezw. zur Aussperrung führen könnten, mit Ausnahme von Streitfachen, fagen wir allen Freunden und Be welche vor das Gewerbegericht als tannten, sowie dem Gesangverein Prozeßgericht gehören, die Schlichtung Kreuzberger Harmonie unsren herzvorzunehmen. Sollten die Vorschläge lichsten Dant. 3395 der Kommission nicht die Billigung Familie Kahsnitz, Schüßenftr. 53. der Parteien erfahren, so soll jede Partei berechtigt sein, binnen 8 Tagen Ich bin von Ritterstraße 30a nach nach Entscheidung der Kommission Ritterstr. 106, Ecke Prinzendas Einigungsamt anzurufen. Die strasse, berzogen. Die trauernde Witwe. Für die wohlthuende Teilnahme bei Hermann Pingel 3375 andre Bartei hat sich der Anrufung Dr. Arthur Goldberg, Arzt. anzuschließen. Die Kommission soll endlich verpflichtet sein, 3 Monate vor Ablauf dieses Vertrages( cfr. Nr. 10) einen neuen Zarif zu entwerfen, welcher der Genehmigung beider Parteien zu unterbreiten ist. Auch hier wird, fals die Genehmigung nicht erteilt wird, seitens der Parteien das Einigungsamt unverzüglich zur Herbeiführung eines Vergleichs angerufen werden. 10. Borstehender Vergleich hat Gültigkeit bis zum 1. April 1906. v. g. u. gez. Rob. Reichelt. Dstar Edert. Karl Duwe. Borbehaltlich der Genehmigung der Arbeitnehmer gez. Karl Wehher. Herm. Roever. Bf Franz Rose. Johann Langer. Rein hold Starke. Richard Kasan. Christian Bippig. 42 000 000 3 211 459 63 151 900 15 540 052 47 3 650 064 5 085 -O 1 33 430 012 16 2003 968 12 gez. A. Körsten. Maas. Oskar Licht. Koblenzer. v. Schulz. Die Arbeitnehmer haben dem obigen Bergleiche nach ihrer dem Gewerbegericht zugegangenen Mitteilung vom 23. März 1903 zugestimmt. gez. von Schulz. Allgemeine Orts- Krankenkasse für Rixdorf. Am Freitag, den 3. April 1903, abends 8 Uhr, findet im Restaurant Thiel, Bergstr. 151-152, die erste diesjährige ordentliche 99992 541 General- Versammlung M. 193f statt. Tages Ordnung: 131 608 61 1. Rechenschaftsbericht. 2. Bericht Orts- Krankenkasse Boxhagen- Rummelsburg. Wahlversammlung sämtlicher großjähriger Mitglieder am Sonntag, den 19. April 1903, mittags von 11-12 Uhr, im Lotale Café Bellevue, Hauptstr. 1, hierselbst. Tages Ordnung: Aufstellung und Wahl von 5 De. legierten. In Gemäßheit der§§ 49 und 50 des Statuts finden in der ersten und zweiten Abteilung Erfah wahlen statt. Zu wählen sind für die erſte Abteilung( umfassend die Bes triebe: Deutsche Stabelwerke A.. G., Norddeutsche Eiswerke A.-G., Spratts Patent, W. Frize und Lewy Gebr.) 5 Delegierte, und 1 Delegierter für die zweite Abteilung( umfassend alle andren Betriebe. 272/1 Der Vorstand. J. A.: Budde. General- Versammlung am Montag, den 20. April 1903, abends 82 Uhr, im Lofale Café Bellevue, Hauptftr. 1. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Berichterstattung vom 2. deutschen Krankenkassen- Kongreß. 3. Verſchiedenes. Der Vorstand. J. A.: Budde. der Revisionstommiſſion. 3. Erjak- Orts- Krankenkasse 1 832 167 10 wahl für den Vorstand. 4. Beschluß447 684 03 faffung über die Vorschriften betr. d. Schneider, Schneiderinnen 824 767 60 Stranfmeldung usw. 5. Bericht über 12 434 70 den 2. Allgemeinen Strantenlassen- und verwandten Gewerbe 383 629 63 3 632 291 67 Kongreß. 6. Verschiedenes. Der Vorstand. 272/2 Legehühner, zu Berlin. Das Kaffenlotal befindet sich vom 6. April ab: Dresdenerstr. 88/89, Märzbrut, echte Raffe, jest fleißig 2. Hof 2 Treppen. Die Direkt.on. legend, garant. Ieb. Ankunft franco Am 3. und 4. April cr. bleibt Chrambach. Klewitz. Simon. Traube. jeder Station, 13 Stück mit Hahn das Kassenlokal wegen des Umzuges Donnerstag: Gesindeball. 35 m. bei der Gesellschaftstasse in Berlin, sowie bei den bekannten Zahlstellen zur Auszahlung. Die W. 13,-( Farbe nach Wahl). 111/11 Die auf 3 Broz. festgesezte Dividende gelangt gegen Einlieferung des Dividendenscheins pro 1902 mit. 22,-, oder 6 Stück mit Hahn geschloffen. 3526 Der Vorstand Schneier, Myslowitz Nr. 17, D.-S.' Frau C. Reimann, Vorsitzende. Mittwoch: Die schöne Galathée. Gesangs- Burleske. Dividendenscheine sind auf der Rückseite mit der Firma resp. dem Namen des Einreichers zu versehen. T EIN T Waarenhaus Hermann Tietz Leipzigerstrasse 46-49 Krausenstrasse 46-49 Dienstag, 31. März bis Sonnabend, 4. April: 5 Vorzugstage for Lebensmittel. Gemüse- Conserven Pr. Stangenspargel, 40/44 Stg. Pr. Stangenspargel, Consum Pr. Bruchspargel Riesen Pr. Bruchspargel stark Pr. Bruchspargel mittel mit 1 Dose 1 Dose für Frucht- Conserven Dose 1, Dose Fisch- Conserven 1,20 M. 65 Pf. Melange- Früchte. 1,00 M. 55 P. Nordseekrabben Dose 65 Pf., Dose 35 Pt. 80 Pt. 1,30 M. 70 Pf. 85 Pf. Mirabellen.. .. 63 Pf. 1,30 30 M. 70 Pf. Reineclauden 1,15 M. Köpfen 90 Pt. 63 Pf. Apricosen ½ Frucht 50 Pt. Ananas- Erdbeeren • Pr. Bruchspargel ohne Köpfe 60 Pf. Kaiserschoten( feinste Siebung) 1, 15 M. 63 Pf. Junge Schoten I.( feinste Siebung) 1,00 M. 55 Pf. Kaiser- Auszug- Mehl in Beuteln 2 Pfund 5 Pfund 85 Pf. 10 Pfund 1,65 M. 38 Pt. Feinstes Weizenmehl 000 in Beuteln . 1,15 M. %, Appetit Sild... Dose 50 Pf. 1. Dose 30 Pt. Anchovis D. 1,10 M.%, Dose 60 Pf. Dose 40 Pf. Gabelbissen ⚫ per Dose 65 Pf. Bismarck- u. Bratheringe per Dose 45 PL Birnen, weiss und rot.. 75 Pf. Weichselneunaugen 6 Stück per Dose 90 Pt. Pflaumen/ Frucht.. 65 Pf. Sardinen in Oel%, Dose, 16-18 Fische 1,20 M. Kirschen schwarz m. Stein 75 Pf. Sardinen in Oel......% Dose 33 Pf. 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Sie war auch Rothe hat die Spiritisten nicht aus der Fassung gebracht. Am nicht mehr. Am 20. Februar erschien Luise K. plöglich mit ihren heute noch nicht vernehmungsfähig. In der Nacht zum Montag Abend vor der Beendigung des Prozesses hat der hiesige Spiritisten- Sachen bei einer Freundin, einer Schneidersfrau in der Skalizer- gegen 1 Uhr versuchte der Portier John, Lützowstraße 62 wohnhaft, verein„ Psyche" eine stark besuchte Versammlung abgehalten, in straße, und klagte ihr ihr Leid. S., der ihr versprochen habe, daß er sie kaum 2 Meter vor dem Motorwagen 2070 der Straßenbahnlinie 33 heiraten werde, habe ihr nach der Rückkehr von einer Reise die Thür das Geleis in der Lützowstraße zu freuzen. Der Wagenführer verder es flar zum Ausdruck kam, daß man in spiritistischen Kreisen gewiesen. Da sie ohne den Mann nicht mehr leben könne, so gehe mochte das Gefährt nicht mehr zum Stehen zu bringen. John Berlins von dieser Gerichtsverhandlung nicht eine Schädigung, sondern fie ins Waffer. Damit lief fie weg und blieb verschwunden, bis wurde niedergestoßen und geriet unter die Vorderplattform. Er hatte cher eine Förderung des Spiritismus erwartet. Auch man sie jezt am Elisabethufer als Leiche aus dem Landwehrkanal eine schwere Verlegung am Hinterkopf erlitten und wurde in bedie Verurteilung der Rothe, die dann am andern Tage landete. S. bestreitet, daß er ihr ein Gheversprechen gemacht oder sinnungslosem Zustande dem Elisabeth- Krankenhause zugeführt. erfolgte, dürfte fo der tief Eindruck fein mag, auch nur Beziehungen zu ihr gehabt habe. Er habe sie nach der den Mit den Ersparnissen ihres Vaters durchgebrannt ist die 14% Jahre fie aus Gründen des menschlichen Empfindens Rückkehr von einer dreitägigen Reise entlassen, weil sie während seiner alte Tochter Anna des Tischlers 2. aus der Stottbuserstr. 3a. auf Das ihre Anhänger machen muß- die Zuversicht der Stimmung Abwesenheit, einem Verbot zuwider, jemand in die Wohnung ein Mädchen hatte schon wiederholt Kleinigkeiten weggenommen, um sie gelassen und ihm Sachen ausgehändigt habe. Zu sich genommen kaum beeinträchtigen. Wer auf etwas andres gerechnet hat, wer von habe er sie nur, um das Fahrgeld für die Straßenbahn zu sparen. 3 bernaschen, und wurde daher streng gehalten. Als nun die Mutter dem Prozeß gegen die Rothe eine Vernichtung des spiritistischen am Donnerstagnachmittag die Wohnung verlassen hatte, um ihre Wahns erhofft hat, der kennt die Spiritisten schlecht. Der erste Bootsunfall in diesem Jahre wird vom gestrigen Tage frante Schwester zu besuchen, durchsuchte es einen Stoffer und fand Einen„ Schlag ins Wasser" nannte der eine der Verteidiger den aus Bichelsdorf gemeldet. Zwei junge Mädchen hatten in einem darin einen Behälter mit 225 Mart, die 2. erspart und als RotProzeß. Er sprach sogar von einer Reklame, die durch den einen Insassin entfiel das Ruder, und als sie nach demselben greifen Tochter das Geld an und machte sich damit, so wie sie war, aus fleinen Ruderboot eine Fahrt auf der Havel unternommeit. Der groschen zurückgelegt hatte. Schnell eignete sich die ungeratene Prozeß für den Spiritismus gemacht worden sei, und er wird damit wollte, schlug das Boot um, und beide Damen stürzten in die dem Staube. Alle Nachforschungen nach ihrem Verbleib waren bisso ziemlich den Nagel auf den Kopf getroffen haben. Der Rothe Fluten. Zwar gelang es den Verunglückten, sich an dem gefenterten her erfolglos. Die Eltern vermuten, daß sie Berlin verlassen hat, Prozeß wird dem Spiritismus in Berlin ebensowenig Abbruch thun, Fahrzeug anzutlammern, dennoch war die Situation für beide eine da sie schon früher davon geschwärmt hatte, in die Fremde gehen wie vor Jahren die Verurteilung des Schreibmediums" Valeska recht gefärliche, umſomehr, als ein andres Boot nicht in der Nähe zu wollen. Die junge Abenteurerin trug ein schwarzes Kleid, eine Töpfer oder des Spuffnaben Kari Wolter. Und sie bewegt sich war und die Mädchen in den kalten Fluten fast erstarrten. Die blaue Schürze, schwarze halbe Knöpfschuhe mit Lackspigen und keine doch!" soll Galilei gemurmelt haben, als die Kirche ihn zwang, seine Mannschaft einer nicht weit von der Unfallstelle verankerten Bille Stopfbedeckung, hat sich aber mittlerweile wohl neue Kleider Lehre von der Bewegung der Erde abzuschwören. Und dennoch hatte den Vorgang beobachtet, und den Schiffern gelang es mit Hilfe getauft. Sie ist klein und schmächtig und hat dunkelblondes Haar iputt's!" denken immer wieder die Geistergläubigen, so oft ihnen des sofort freigemachten Rettungsbootes die beidem dem Wellentode und graublaue Augen. auch bewiesen wird, daß sie einem Schwindel zum Opfer gefallen zu entreißen. Ein weiterer Bootsunfall ereignete fich am Sonntag auf dem Die Jugendweihe der freireligiösen Gemeinde erfreut sich von sind. Die unerschütterlichkeit der Ueberzeugung Müggelsee. Die aus den Regatten her bekannte Segeljacht Butt II Jahr zu Jahr in immer steigendem Maße der Sympathie des freiist der einzige Punkt, in dem die Freunde des Lichts und die Freunde des Herrn Trautwein wurde auf der Mitte des Müggelsees vom Koppenstraße bald als zu klein erweist. Die Jugendweihe soll den denkenden Publikums, so daß sich der große Kellersche Saal in der der Finsternis sich begegnen. Sturm umgeworfen. Die aus drei Personen bestehende Bemannung Der Glaube an Geister und Wunder, der Hang zum Aber- fonnte sich an dem obentreibenden Kiel des sinkenden Bootes Kindern, deren Eltern mit dem Kirchenglauben innerlich und äußerglauben ist in Berlin weiter verbreitet, als mancher ahnt. Bum lange festhalten, bis sie ein Sterndampfer, welcher die Dampferstege find, einen Ersatz für die kirchliche Konfirmation bieten. Die Kinder, lich gebrochen haben und deshalb den kirchlichen Ceremonien abhold simplen, einfältigen Aberglauben wollen nun freilich die der Oberspree auf ihre Haltbarkeit für den bevorstehenden Sommer die an der Jugendweihe teilnehmen wollen, müssen das letzte halbe Spiritisten ihre Lehre" nicht gerechnet wissen, aber wir vermögen besichtigte, aufnahm und ans Land brachte. Jahr den Jugendunterricht der Gemeinde besucht haben, wirklich keinen Wesensunterschied zu erkennen zwischen ihnen und Das Ende des Wucherers. Vor den Augen von Kriminal- der jezt nach dem bekannten Unterrichtsverbot in frei jenen Armen im Geiste, die zu einer Kartenlegerin laufen, beamten, die ihn festnehmen wollten, erschoß sich gestern, Sonntag religiösen Vorlesungen besteht. Letzten Sonntag nahmen wieder um sich die Zukunft wahrsagen" zu lassen. Der Same, aus dem mittag der 61 Jahre alte, aus Naugard in Pommern gebürtige 108 Kinder der Gemeinde ant dieser Veranstaltung teil. dieses Unkraut immer von neuem auffprießt, ist uns aus früheren, Landwirt in Pommern und kam vor 13 Jahren mit seiner Gesichtspunkten diftierte Festrede, während zwei Zöglinge Privatier Karl Stahl in der Ackerstraße 133. Stahl war früher Dr. Bruno Wille hielt eine der Sache entsprechende von freireligiösen finsteren Zeiten überkommen. Aber daß das Unkraut noch immer Frau und einer Tochter, die jetzt Verkäuferin in einer Stnabe und ein Mädchen ein freiheitliches Gedicht vortrugen. üppig gedeiht, das liegt an den günstigen Wachstums- Musikalienhandlung ist, nach Berlin. Er brachte ein Ver- Hierauf wurden die Zöglinge einzeln aufgerufen und jedem ein gutes bedingungen, die es findet. Man giebt sich ja tagtäglich die mögen von 130 000 m. mit. So erzählen wenigstens seine Buch mit Widmungen aus Schiller, Goethe, Sallet, Gellert u. a. eifrigste Mühe, dem Unkraut den Boden zu bereiten. Bekannten. Dieses Geld lieh er in größeren und kleineren als Erinnerung eingehändigt. Eine furze Ansprache, die guten Zwei mächtige Hebel der Bildung und Aufklärung befizen Beträgen an Leute aus, die durch Anzeigen Darlehen fuchten. Eine menschlichen Eigenschaften, insbesondere die Solidarität gegen Gewir: die Schule und die Presse. Aber welcher Gebrauch wird von Zeitlang betrieb er das Geschäft mit einem andren zusammen. Vor sinnungsfreunde eifrig zu pflegen, bildete den Abschluß des durch ihnen gemacht? I drei Jahren brachte es ihm wegen gewerbsmäßigen Wuchers ein stimmungsvolle Gesänge des gemischten Chors der Gemeinde verDie Schule stellt neben den naturkundlichen Unterricht die halbes Jahr Gefängnis ein. Nach Verbüßung der Strafe wollten fchönten feierlichen Aftes der Jugendweihe. Religionsstunde, neben die Erkenntnis der in der Natur auch die Scheidungsklage ein, die türzlich zu ihren Gunsten ent Frau und Tochter nichts mehr von ihm wissen. Seine Frau reichte Feuerbericht. Ueber 20 Alarmierungen hatte die Wehr in den wirkenden Kräfte den Glauben an Wunder und Geister. Dem schieden wurde. Das Gericht erklärte den Mann für den allein letzten 24 Stunden zu verzeichnen. Montagnachmittag gegen 2 Uhr entsprechend ist dann auch der Erfolg der Bildungs- und schuldigen Teil. Stahl wohnte nun für sich allein bald hier bald wurde ein großes Löschaufgebot nach der Kronenstr. 48 gerufen, wo Aufklärungsarbeit, die die Schule an der heranwachsenden Jugend dort, zuletzt in der Markusstraße, wo er ein früher gegebenes die Gefahr bald zu beseitigen. Auch in der Schillingstr. 13 und am in einem Lagerfeller Kisten und Körbe brannten. Es gelang indes, verrichtet.„ Und sie bewegt sich doch!" verkündet stolz der Natur Darlehn abwohnte". Seine Geschäfte waren so schlecht gegangen, Stralauer Platz 8 mußten am Sonntag Kellerbrände abgelöscht wissenschafts- Unterricht, den Drang nach Wahrheit in der Jugend daß er schon auf diese Weise sein Unterkommen suchen mußte. Geld weckend. Aber aus der Religionsstunde antwortet es einschüchternd besaß er schließlich nicht einen Pfennig mehr. Im Laufe der Zeit werden. In der Hauptsache wurde in beiden Fällen alter Hausrat und lähmend:" Und dennoch spult's!" Die Pastoren be- wurde des Meineids beschuldigt, den er im Offenbarungsverfahren Breßfohlen war nachmittags in der Eberthstr. 18 ein Brand ent 30g er sich aber eine ganze Reihe von Strafverfolgungen zu. Er und Verpackungsmaterial eingeäschert. Durch Selbstentzündung von Lämpfen den Aberglauben, wenigstens gewisse Formen von ihm, und geschworen haben soll, der Verleitung zum Meineide in einer ſtanden, der die Wehr längere Zeit beschäftigte. Betten und in neuerer Zeit auch den Spiritismus, aber der Glaube an die Kuppeleigeschichte, die in der Friedrichstraße spielt, der Majestäts- Kleidungsstüde gingen später in der Gormannstr. 6 und in der Wunder der Bibel gedeiht thatsächlich auf demselben Boden, wie die beleidigung usw. Da er sich vor der Kriminalpolizei nicht mehr Steinstr. 12 in Flammen auf. In der Lorgingstr. 23 hatte die Verehrung des Blumenmediums und das Vertrauen zu der Karten- sicher führte, meldete er sich schon am 1. Januar d. J. auf Reisen ab Wehr auf dem Dache einen kleinen Brand zu beseitigen. Längere Legerin, oder wie die Abneigung gegen den Freitag und die Furcht und spiegelte den Wirtsleuten vor, daß er einen Startoffelhandel an- Zeit hatte die erste Compagnie in der Nacht zum Sonntag in der vor der Dreizehn. fange. Seitdem wohnte er unangemeldet bei einem Bekannten in der Ader- Marienburgerstr. 32a zu thun, wo in einem Betroleanlager auf nicht Was die Schule, unter dem Einflusse der Kirche stehend, an der Straße, der ihn aus Gnade und Barmherzigkeit aufnahm. Nachdem ermittelte Weife Feuer ausgekommen war. Zur felben Zeit waren in der Jugend sündigt, das soll die Presse wieder gut machen. Am Tage werden. Die Kriminalpolizei ermittelte seinen Aufenthalt in einem geraten, während in der Steinstr. 46 Wäscheſtücke durch Feuer beer zweimal zu einem Termin nicht erschienen war, sollte er verhaftet Fehrbellinerstr. 90 in einer Wohnung Möbel und Deden in Brand nach der Beendigung des Rothe- Prozesses konnte man fast glauben, Hofgebäude des großen Grundstücs Aderstraße Nr. 183. Dort war schädigt wurden. In der Cubrystr. 30 und in der Turmſtr. 48 daß auch die bürgerliche Presse sich dieser Pflicht bewußt ge- er gestern mittag allein in einem Comptoir, nachdem sein Bekannter, mußten Küchenbrände beseitigt werden. Küchenmöbel und Fußböden worden sei. was bekam man da nicht alles über die Gedanken- dem er Botendienste geleistet hatte, ausgegangen war. Sobald die Abend in der Badstr. 15a in einem Laden in Flaminen, die jedoch wurden im wesentlichen vernichtet. Künstliche Blumen standen gegen Tofigkeit und Dummheit der Menschen zu lesen! Und dennoch Kriminalbeamten, die ihn festnehmen wollten, eingetreten waren, bald erstickt werden konnten. Sonntagfrüh gegen 3 Uhr erfolgte ein iputt's!" wird mancher Leser dieser Presse gedacht haben. Mit ging Stahl, gefolgt von einem der Beamten, in einen Nebenraum, Allarm nach dem Gesundbrunnen, der aber auf Unfug am öffentlichen am eifrigsten schalten diejenigen Blätter, die das schlechteste Gewissen um seinen Hut zu holen", und schoß sich eine Revolverfugel in den Welder zurückzuführen war. Der Thäter ist leider nicht ermittelt. hatten. Es ist noch gar nicht so lange her, daß man in gewissen Kopf, so daß er auf der Stelle tot zusammenbrach. Bei ihm fand Alarmierungen, die außerdem nach der Rostockerstr. 45, Levetzowman ein Berzeichnis seiner Schuldner. Hiernach hatte er noch " Tag für Tag Annoncen von Wahrsagerinnen, KartenIegerinnen, Eideuterinnen 2c. finden konnte. Erst der„ Mord am Teufelssee", der die Folgen solcher Strupellosigkeit unfrer bürgerlichen Presse bligartig beleuchtete, hat in dieser Beziehung einiges geändert. Aber im redaktionellen Teil setzt diese Preise das Verdummungsgeschäft mit ungeschwächten Kräften fort. Sie pflegt und dummungsgeschäft mit ungeschwächten Kräften fort. Sie pflegt und Ionserviert mit ihrem blöden slatsch jene klägliche Geist es armut, die die des Dentens entwöhnte Jugend schon aus der Schule mitbringt. Die giebt dann den richtigen Boden ab für den Unfug der Kartenlegerinnen, der Geisterbeschwörer, der Gesund14.000 M. Außenstände. ein andren Stellen erfolgten, waren auf„ blinden Lärm" zurückzuführen. Hus den Nachbarorten. Eine Liebestragödie hat sich Montag früh in der Gerichtstraße Nr. 60 abgespielt. Der 25 Jahre alte Kutscher Wilhelm Hammerling, der dort feit zwei Jahren bei dem Biergroßhändler Klapper angestellt war, hatte ohne Bissen der Herrschaften ein Liebesverhältnis Brit. In der am Freitagnachmittag abgehaltenen Sigung der Geschäftsreisenden Märtins diente. Da das Baar seine Beziehungen und festgestellt. Derfelbe balanciert in Einnahme und Ausgabe mit mit einer 22 jährigen Elise Kühn, die in demselben Hause bei dem Gemeindevertretung wurde der Gemeinde- Haushaltsplan beraten geheim hielt, so weiß auch niemand, ob vielleicht der ehelichen Ver- 282 000 m., gegen das Vorjahr ein Mehr von 58 605 M., während bindung Schwierigkeiten im Wege standen oder was sonst die jungen das Extra- Ordinarium mit 458 000 20. in Einnahme und Ausgabe Leute veranlagt haben kann, einen gemeinsamen Selbstmordverfuch abschließt. zu machen. Heut Morgen um 7 Uhr bemerkten die Kinder und das insofern eine freudige Ueberraschung, als die Gemeindefteuer von Für die Brißer Steuerzahler bringt der neue Etat Dienstmädchen Klappers, daß aus der am Hofe gelegenen Kutscherstube 2381 Broz. auf 200 Broz. und die Gewerbesteuer von 250 Proz. Rauch herausdrang. Die Polizei und die Feuerwehr, die gleich gerufen auf 200 Proz. herabgefest werden, während die Einkommen von An der städtischen höheren Webeschule, Markusstraße 49, beginnt wurden, fanden die Stube verſchloſſen und mußten sie aufbrechen. unter 600 M. in Zukunft überhaupt steuerfrei bleiben. Die Schulder Unterricht im Sommersemester an der Abend- und Sonntags- Hämmerling lag in dem vollständig verqualmten Raume bewußtios verwaltung erfordert einen Gemeindeauschuß von 54000 M., bie abteilung für Weber, Wirker und Stricker, Muſterzeichner, Färber, auf der Diele, Gliſe Kühn, die ebenfalls die Besinnung verloren Armenpflege einen solchen von 13 100 M. Da Briß nun auch endBosamentiere und Sturbelstider am Donnerstag, den 16. April, hatte, in seinem Bette. Beide gaben nur noch schwache Lebenszeichen lich Kanalisation erhalten wird, dürfte sich bald auch hier eine rege abends 8 Uhr, an der Tagesabteilung an demselben Tage vor von sich. Man trug fie an die frische Luft, und den vereinten Bauthätigkeit entfalten. Bemühungen der Samariter der Feuerwehr und eines Arztes gelang beter 2c. mittags 8 Uhr. M., es, fie nach einer Stunde in das Leben zurückzurufen. Mit einem Bankow. Die wachsende Bedeutung unsres Drtes wird wohl Der Geistestranke mit den zwei Revolvern. In dem soeben er- Mannschaftswagen der Wehr wurden beide nach der Charité gebracht, am besten durch den Gemeinde- Etat illustriert. Während der Vorschienenen Berichte der Jrrenanstalt zu Dalldorf wird bei Erwähnung wo sie noch vernehmungsunfähig daniederliegen. Eine genaue Be- anschlag des Vorjahres in Einnahme und Ausgabe mit 968 000 Wr. der im letzten Jahre vorgekommenen drei Selbstmordein sehr sichtigung des Raumes ergab, daß die Lebensmüden brennende balancierte, schließt der diesjährige Etat mit 2 495 509 m. ab. Bon vielen" Fällen blieb es bei dem Versuche über einen sehr auf Kohlen aus dem Ofen herausgerissen und dieses Feuer noch geschüri den Einnahmen sind besonders hervorzuheben: die direkten Gemeindefälligen und lehrreichen" Fall berichtet. Ein alter, an einem schweren hatten, um sich durch den Rauch zu vergiften. Ein Materialschaden steuern mit 460 650 indirekte Gemeindeſteuern mit Herzleiden erkrankter Patient, früherer Militär, erschoß fich an- hatte das Feuer nicht angerichtet, nur die Mütze des Kutschers war 87 100 m., die Friedhofsverwaltung mit 13 598 m. Aus gesichts des wenige Schritte von ihm entfernten Pflegers mit einem verbrannt. den gewerblichen Unternehmungen der Gemeinde Betrug von zwei Revolvern, die er( geladen)(?) bei sich hatte". Zur Er der Reingewinn aus Röhrenverlegungen der Kanalisation flärung dieses in der That sehr auffälligen" Borfalles fügt der Mehrere schwere Straßenbahn- Unfälle, bei welchen eine Berson und des Wasserwerfs 29 000 m2. Die Ausgaben belaufen sich für Bericht hinzu:„ Er hatte sie( nämlich die Revolver) mit großer getötet und vier schwer verletzt wurden, werden vom gestrigen Tage die Gemeindeverwaltung auf 79 140 M., die Amtsverwaltung auf Schlauheit und unter Benutzung der Schonung und Rücksicht, die resp. vom Sonnabendabend gemeldet. Der Kaufmann August Wendt, 20 000 m. Die Kreissteuern betragen 94 000 M., Zinsen und man auf ihn feines förperlichen und geistigen Krankheitszustandes Meyer- Ottostraße 6 in Wilmersdorf wohnhaft, fuhr in der Droschte Amortisation insgesamt 188 000 M., die Schulverwaltung 151 722 M., wegen nahm, etwa acht Wochen versteckt gehalten." Der Bericht Nr. 1351, von einer Geschäftsreise kommend, am Sonnabendabend die Armenverwaltung 47 280 M., für Straßenbeleuchtung muß an sucht das traurige Vorkommnis mit der großen Zahl der Kranten gegen 10 Uhr nach Hause. Am Kurfürstendamm wurde das Berlin die stattliche Summe von 20 000 M. gezahlt werden. Da der und der diesen eingeräumten Bewegungsfreiheit, welch' lettere es Droschtenpferd schen und rafte nach der Nürnbergerstraße hinüber, Sontraft mit Berlin noch circa 20 Jahre läuft, ist an eine eigne auch verschuldete, daß nicht weniger als 169 Patienten sich aus der woselbst aus entgegengefester Richtung ein Motorwagen der Gasanstalt nicht zu denken. Das Vermögen der Gemeinde an GrundAnstalt entfernen fonnten. Sollte sich indes in acht Wochen nicht Charlottenburger Straßenbahn- Gesellschaft, Linie Wilmersdorf besitz 2c. beträgt 4725 868 m., die Schuldenlast 2 891 945 9. einmal Gelegenheit gefunden haben, die Kleider des Mannes mit Kupfergraben, herankam. Das Pferd jagte direkt gegen den Befremden erregt die Thatsache, daß das alte Gemeindegrundstück, den zwei Revolvern, während der Patient schlief oder badete, genauer Straßenbahn- Waggon und infolge des Anpralles stürzte welches inklusive der Baulichkeiten im vorjährigen Vermögensnachweis Wendt aus dem Wagen und der Droschkentutscher Christoph mit 157 000 m. aufgeführt ist, in diesem Jahre nur mit 100 000 2. Eichstadt vom Bock herab. Beide Männer erlitten Schädel bewertet ist. Da bie bürgerlichen Gemeindevertreter mit Unglückliche Liebe? Die 24 Jahre alte Tochter Luise des brüche." Wendt, der nach seiner Wohnung gebracht wurde, darauf hindrängen, das Grundstück zu veräußern, so ist Arbeiters K. aus der Bärwaldstraße 3 hatte bis Mitte Dezember ist dortselbst seinen schweren Verlegungen erlegen. Eichstadt wurde wohl die künstliche Entwertung darauf zurückzuführen. vorigen Jahres in Hotels gedient und dann wegen eines Streites nach der Charité gebracht. Der Straßenbahnfahrer Jäger, welcher wird Sache unsrer Vertreter fein, diese Angelegenheit zu mit andren Mädchen ihre Stellung aufgegeben. Da bei den Eltern auf dem Wege vom Bahnhof nach seiner Wohnung begriffen einen beleuchten. Endlich wird zum 1. April d. J. die Umwandlung die Wohnräume zu flein waren, bezog eine Schlafftelle in der Straßenbahnwagen der Linie Treptow- Behrenstraße benutte, ber- hes hiesigen Poftamts 2. Klasse in ein solches 1. Klasse erfolgen. Solmsstraße 15. Von hier aus suchte sie nun durch Anzeigen eine fuchte gegenüber dem Bictoria- Stift von dem in ziemlicher Schnellig. Die 24 000 Einwohner Bankows erfreuten sich bisher geradezu trostStelle als Aufwärterin. Unter den Bewerbern, die fich feit sich dahin bewegenden Gefährt hinabzuschwingen. 3. stürzte und loser postalischer Einrichtungen, da mur ein Bostamt existiert, das schriftlich meldeten, befand fich auch ein 56 Jahre alter fiel so unglücklich neben den Schienen zu Boden, daß er einen nicht einmal im Mittelpunkt des Ortes gelegen ist. Hoffentlich wird Ingenieur S. aus der Dirdjenstraße 42, der für fich schweren Schädelbruch erlitt. Er wurde nach dem Krankenhause am nunmehr ein Neben- Bostamt geschaffen und auch die Briefbestellung allein wohnt. Bei diesem nahm das Mädchen die Urban gebracht. Ebenfalls beim Abspringen von der Borderplattform von und nach Pankow eine schnellere werden. Auch die telephonischen Arbeit an. Nachdem sie einen Monat jeden Tag von der Solmsstraße eines Straßenbahnwagens verunglückte gestern abend gegen 10 Uhr Einrichtungen und Verbindungen laffen biel zu wünschen übrig. zu untersuchen?? Es Eine wahre Selbstmord- Epidemie scheint thatsächlich neuerdings| Angeklagten gelang es, seinem rechten Arm so viel Bewegungs-| verrteilte den Angeklagten wegen versuchten schweren in Potsdam ausgebrochen zu sein, denn am Sonnabend hat freiheit zu verschaffen, daß er dem Gegner eine Kugel durch die Diebstahls in einem Falle und wegen versuchten Tod sich dort noch ein zweiter Mann selbst entleibt und zwar der Hand jagen konnte. Der Getroffene hielt dennoch fest, er drückte schlags in vier Fällen zu einer 3uchthausstrafe von in der Großen Weinmeisterstraße 15 wohnende Kunst- und Landschafts- den Einbrecher auf die Knie nieder und num brachte zwölf Jahren, Ehrverlust und Polizeiaufsicht. gärtner Albert Finke. Derselbe besaß früher in der Nauenerstraße dieser ihm einen Schuß in den rechten und einen zweiten in den Gerichts- Zeitung. Vermischtes. 4 ein größeres Blumengeschäft, gewöhnte sich aber den Trunk an, so linken Oberschenkel bei. Zechlin sant jetzt zusammen und der Ein- Steglik und Friedenau. Am Donnerstag, den 2. April, abends daß er immer mehr zurückkam. Als ihn nun kürzlich seine Ehefrau brecher ergriff die Flucht, wobei er denselben Weg nahm, den er ge- 8, Uhr, findet in Steglik bei Schellhase, Ahornstr. 15a, eine öffentliche berließ, glaubte er nicht mehr leben zu können und erhängte sich kommen war. Zechlin hatte sich auf den Hof hinausgeschleppt und Versammlung des Central- Verbandes der Handels-, Transport- und in seiner Wohnung. Tag hier hilferufend am Boden. Das Fräulein Krammi, welches in Berkehrsarbeiter statt, in welcher Gebert- Berlin über die Differenzen bei der Es sind zu dieser Ver demselben Hause einen Konfitürenladen inne hat, trat in demselben Neuen Photographischen Gesellschaft sprechen wird. Augenblick auf den Hof hinaus, als der Angeklagte hier erschien, um Metallarbeiter, insbesondere unsre Kollegen hiermit freundlichst eingeladen. sammlung alle in Frage kommenden Personen sowie Buchbinder, Schlosser, seine Flucht über den Hof zu bewerkstelligen. Der Angeklagte hielt Die Ortsverwaltung. auch ihr den Revolver entgegen und drückte ab, bei dem Ringen mit Eine Reihe schwerster Verbrechen wurde dem Tapezierer Fran; Bechlin mußte die Sicherung aber wohl etwas berührt worden sein Nimscholz zur Last gelegt, welcher gestern dem Schwurgericht und deshalb ging der Schuß nicht los. Frl. Kramm eilte auf die Straße des Landgerichts I vorgeführt wurde. Der erst 22 Jahre alte An- und fand zum Glück auch bald die beiden Schuyleute Winkelmann Die nichtfatisfaktionsfähige Offiziersfrau. Vor dem Obergeklagte hat in letterer Zeit nicht mehr gearbeitet, er will sich durch und Hilfcher, welche sofort die Verfolgung des Angeklagten auf Landesgericht in Kolmar fam dieser Tage nach der„ Leipz. Volksztg. Handel mit Cigarren in der Herberge zur Heimat ernährt haben, nahmen, der auf das Dach des Hinterhauses geklettert war und eine Ehescheidungsklage zur Verhandlung, die recht interessante steht aber in dem Verdachte, daß er mit einer Bande gewerbs von einem Dach auf das danebenliegende sprang, da er Gelegenheit Einzelheiten bietet. Als Kläger traten ein Offizier aus Straßburg mäßiger Einbrecher eine ganze Anzahl schwerer Diebstähle im Westen finden wollte, durch ein offenstehendes Bodenfenster in einem Hause und dessen Frau auf; ersterer war persönlich anwesend und gab als Berlins ausgeführt hat. Nimscholz hatte bei einer nächtlichen Streife zu verschwinden. Dies gelang ihm aber nicht, auf dem Dach des Scheidungsgrund folgenden gewiß amüsanten Vorgang an:" Ich entdeckt, daß sich unter dem Laden des Musikalienhändlers Bechlin, zum Belle- Alliance- Theater gehörigen Maschinenhauses konnte er geriet eines Abends mit meiner Frau in heftigen Wortwechsel, in Belle- Alliancestr. 9, ein unbewohnter Keller befand und schloß daraus, weder vor- noch rückwärts. Er versuchte, sich hinter einem Schorn dessen Verlauf die Frau das schwere Wort gelassen aussprach:" Du daß dieser Raum mit dem Laden durch eine Fallthür in Verbindung stein zu verstecken, der Restaurateur Goede und der Schauspieler bist ja doch zu feige, um mich zu schlagen!" Was soll ich nun dagegen als stehen müsse. Er traf seine Vorbereitungen, um hier einen Einbruch Ely hatten aber bereits die Jagd nach dem Verbrecher aufgenommen zu begehen. Ms er in der Nacht zum 17. Januar zur Ausführung und wurden von den Bewohnern der oberen Stockwerke darauf auf- preußischer Offizier thun, wenn mir meine Frau Feigheit ins Gesicht schritt, hatte er sich mit sauber gearbeiteten Dietrichen, einer Brech- merksam gemacht, wo dieser sich verborgen hielt. Als nun die beiden schleudert? Wenn die Frau eines andren Offiziers diese Beleidigung ausgestoßen hätte, dann hätte ich doch wenigstens ihren Mann fordern stange und einem geladenen Revolver versehen. Die Schußwaffe Schußleute noch hinzukamen, fah der Flüchtling wohl ein, daß er gestoßen hätte, dann hätte ich doch wenigstens ihren Mann fordern fönnen, aber bezüglich meiner Frau kann ich doch nicht mich selbst war, wie der Angeklagte selbst zugab, feit zwei Jahren seine stete verloren war. Er legte noch eine Probe seiner Körpergewandtheit tönnen, aber bezüglich meiner Frau kann ich doch nicht mich selbst Begleiterin gewesen. Es gelang ihm leicht, die Thür des betreffenden ab, indem er zunächst zum Dach herunterrutschte und sich dann am fordern. Darüber geriet ich in höchste Aufregung. Ich zündete ein Hauses mittels eines Dietrichs zu öffnen. Vom Flur aus führte Spalier festhaltend an der Mauer herunterließ. Er landete in der Licht an und forderte nun meine Frau dreimal auf, die Beleidigung Fuße der Treppe befand sich eine verschlossene Thür, die Nimscholz teuer wie möglich zu verkaufen, denn in der Linken das Brecheisen wie immer trotzte mir meine Frau und nahm nichts zurück. Da eine unverschlossene Thür die Treppe zum Keller hinunter. Am Laube. Er hatte aber augenscheinlich die Absicht, seine Freiheit so zurückzunehmen, da mir kein Mittel und kein Weg zur Verfügung stand, eine stcndesgemäße Satisfattion zu erlangen. ebenfalls mittels Dietrichs öffnete. Nun befand er sich im Keller. und in der Rechten den Revolver haltend, den er während der Rutsch ich aber Anspruch auf standesgemäße Satisfattion habe und solche Seine Annahme, daß man von hier durch eine Fallthür in den partie zwischen den Zähnen geklemmt hatte, schlug er der Reihe nach nehmen muß, ergriff ich einen Stock und versezte Laden gelangen konnte, fand er bestätigt. Im Laden öffnete auf die Schuyleute wie auf die beiden Civilpersonen ein. Der Nun weiß man doch meiner Frau einige Schläge." er verschiedene Behälter, ohne Wertsachen zu finden. Er Revolver versagte aber aus derselben Ursache, die vielleicht dem wenigstens, was" standesgemäße Satisfattion" Offiziersfrauen gegen machte sich daran, die Kasse zu erbrechen, verursachte aber dabei so Frl. Kramm das Leben gerettet. Dann wurde der gefährliche über ist. starkes Geräusch, daß der im Nebenzimmer schlafende Ladeninhaber Mensch überwältigt. Jm Termine benahm der Angeklagte sich erwachte. Er sprang auf, bekleidete sich notdürftig und begab sich in äußerst frech. Ein höhnisches Lächeln verließ ihn felten. Nur als den Laden. Der Einbrecher trat ihm entgegen und richtete den die Geschwornen sämtliche Schuldfragen bejaht hatten und StaatsRevolver gegen Bechlins Kopf. Dieser ergriff ihn mit anwalt Nölding gegen den Angeklagten 15 Jahre Zuchthaus beantragte beiden Händen an den Handgelenken und riß die Arme auseinander, und dabei dem Bedauern Ausdruck gab, daß das Gesez eine höhere Strafe M. 1879. 1. u. 2. Nein. 2. R., Britz 49. Wenn eine ordnungsso daß die Schußwaffe eine seitliche Richtung erhielt. Es kam dann nicht zulasse, schien dem Angeklagten etwas beklommen zu werden. mäßige Beschlagnahme stattgefunden hat, ja. Rixdorf, Jägerstr. 64. im Laden zu einem Kampfe auf Leben und Tod. Dem Der Gerichtshof unter dem Vorsitze des Landsgerichtsrats Kretschmer Nach der Ansicht des Ober Verwaltungsgerichts: ja, nach andrer: nein. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Vorwärts- Buchhandlung Verwaltungsstelle Berlin. SW., Lindenstrasse 69. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Empfehlenswerte Werke Dienstag, den 31. März 1903, abends 8% Uhr: Große Klempner- Versammlung in Kellers feftfälen, Koppenstr. 29. Zages Ordnung: 1. Der Stand unserer Lohnbewegung. Referent: Cohen. 2. Diskussion. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Kollegen! Die Wichtigkeit der Tages- Ordnung erfordert das Erscheinen aller Kollegen. für Bibliotheken. Gerstäckers Werke, eine Auswahl feiner gesamten Schriften in zehn Bänden Preis jezt 15 M. gegen früher 30 M. einzelne Bände 2 M. • ( Romane, Erzählungen, ausgezeichnete Natur und Reiseschilderungen.) 124/7 Reuters Werke, neuerschienene billige Volksausgabe, in Leinen gebunden 4 Bände 10 M. 8 12 M. D. O. Arbeitervertreter- Verein. KönigsbergerDonnerstag, den 2. April, abends 8½, hr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung der Beisiger der unteren Verwaltungsbehörde für die Landes Versicherungsanstalt Berlin. D 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Referent: Kollege Mayer. Die Beisiger der unteren Verwaltungsbehörde find sämtlich hierzu dringend eingeladen. Gäste willkommen. Um pünktliches, zahlreiches Erscheinen ersucht 53/5 Der Vorstand. Sämtliche schriftliche Sendungen sind an den Vorsitzenden Fr. Pieschel, Gartenstr. 51, sämtliche Geldsendungen an den Kassierer A. Stumpe, Schwedterstr. 52, zu richten. Geld -Lotterie. Ziehung: 7.u.8. April 6241 Goldgewinne baar ohne jeden Abzug zahlbar von Mk. 200000 Hauptgewinne: Mark Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen 50000 beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 1. April, abends 8%, Uhr, im Lokal Königsbank", 75/10 Gr. Frankfurterstr. 117: Ausserordentliche General- Versammlung Tages Drdnung: 1. Bericht über den Stand unsrer Bewegung. 2. Verschiedenes. I Das Erscheinen aller Kollegen ist unbedingt nötig. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Mittwoch, den 1. April, abends 8% Uhr, 20000 10000 etc. etc. eta. Originallose à 3 Mark Für Porto und Liste 30 Pf. extra. Moabit, Turmftr. 26( Brauerei Ahrens) großer Saal: Oscar Bräuer& Co.Nachf. Grofse öffentliche Versammlung. Thema: G. m. b. H. Bank- Geschäft Berlin W. Friedrichstr. 181. Filialen: NW. Wilsnackerstr, 63. 0. Andreasstr. 46a. SO. Oranienstr. 177. Das Blumenmedium Anna Rothe Versuche Dein Glück! und der Spiritismus. Referent: Herr cand. med. Edwin Bab. 285/3 in bekannter Glückskollekte Giebt es Geister? Giebt es einen Astralleib im menschlichen Körper? Eintritt 20 Pf. Der Einberufer. Kranz- und Blumenbinderei Kranz- und Blumenbinderei bon H. Rodewald, von Robert Meyer, Alexandrinenstrasse 1a. nur Mariannen- Straße 2. Kränze mit Widmungsschleifen, Braut- und Konfirmations- Bouquets, Vereins- Kränze, Palmen- u. BlumenArrangements 2c. preiswert. 27385* Arrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert. 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Johannisthal: Paul Mann, Bismarckstr. 7. Adlershof: Gustav Hize, Hackenbergstraße 8. Köpenick: Friedrich Woid, Grünstr. 29. Friedenau- Steglitz:. Berusee, Kirchstr. 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz:. Mohr, Düppelstr. 8, und Fr. Schell hase, Ahornstr. 15 a.- Baumschulenweg: Stod, Ernststr. 2, II. Neu- Weissensee: Joseph Rein, Pankow: K. Kummert, Florastr. 43. Friedrichstr. 38, Ede Streustraße. Rummelsburg: Forgbert, Prinz Albertstr. 5 a. Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen Unentbehrlich zur An- Berte dort zu haben. Auch werden Inserate für fertigung der Kostüme. Katalog gratis und den„ Vorwärts" entgegengenommen. franco. Man hüte sich vor wertlosen Nachahmungen. 408L* Damen- Saccos, Capes- Blusen, Röcke billiger als in jeder Fabrik. Refte 10012* u Kostümen, DamenMänteln, zu Mädchen- u. Knaben- Sachen. OranienOscar Basch, strasse 202, pt. Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid, in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. 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