3 Mr. 104. Grscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Breteltfte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Gonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eern sprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der preußische Handelsminister Bergarbeiterschutz- Kommission. in der Wider den Bergarbeiterschuh" Mittwoch, den 4. Mai 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. werbe- Ordnung und außerdem, der Antrag gierung allerdings für die Schutzlosigkeit der bergmännischen widerspreche den Arbeitnehmer befriedigenden Brauch in einzelnen Re- Regierung zurück in der richtigen Erkenntniß der thatsäch vieren". Herr von Berlepsch ist hier also direkt für die lichen Verhältnisse! Nun man merit es an ihrer chrift Doch es ist kaum möglich, sich bei jedem der unter erträglichen Mißbrauch, von dem doch nur der Unternehmer weche, bem abweichenden, für den Arbeitgeber und Arbeit direkt„ verantwortlich" macht? So weit ist bie Aufrechterhaltung möglichst langer Lohnfriften, dieſen un- lichen Sozialreform". so sollte eigentlich Nutzen und Befriedigung" hat, eingetreten! As ferner nehmerfreundlichen Argumente aufzuhalten, welche der Schulz- Bochum nunmehr als amtliche Druckschrift über einzelner Werke, besser gesagt, die Futtertröge für gut beffere Kontrolle der Fördergefäße, gegen die Beaufsichtigung Die Berggesetz- Novelle an das Plenum des preußischen gesinnte Arbeiter, benen bie Strafgelber aufließen, unter der vielfach in grauenhaftem Zustand befindlichen WohnAbgeordnetenhauses erstattet hat und über welche die Ver- die Mitverwaltung eines in geheimer Wahl von den Ar- und Schlafhäuſer der Bergleute durch die Revierbeamten, handlungen des Abgeordnetenhauses am 3. Mai begonnen beitern zu ernennenden Arbeiterausschusses zu stellen und sowie gegen die gesetzliche Ausdehnung der Revieraufsicht haben. Das Material, welches den Bergleuten mit diesem sie behördlich zu kontrolliren, da waren es wieder auf die Staatsgruben( er will das Lettere angeblich durch Bericht in die Hand gegeben wird, dürfte diesen auf Jahre ber Handelsminister und seine Kommiſſare, welche Verordnungen erreichen), und gegen vieles Andere aus hinaus zu erfolgreicher Agitation gegen die Bourgeois- diese elementaren Forderungen ablehnen halfen. parteien dienen, die hier ihren kulturfeindlichen Standpunkt der Grund dieses Verhaltens? lichen Sozialreform" sichtspunkt aus! " Und sprachen. Als Krone sei dem Ganzen vielmehr nur noch Die genannten An- die Erklärung aufgesetzt, welche Herr von Berlepsch im überschreiten. mit rücksichtslosester Offenheit festlegten, namentlich die träge würden bas Mißtrauen gegen die Bergwerksbefizer Namen der preußischen Regierung gegen den Maximal Nationalliberalen, zu denen ja auch der Berichterstatter ge- gewissermaßen" gefeßlich festlegen". Düber diese Regie Arbeitstag für Bergleute abgab. Derselbe war in hört. Aber auch die preußische Regierung, vertreten durch tungsweisheit, die Nichts davon merken will, daß die Ver- der Kommission folgendermaßen beantragt worden:„ Die ben Handelsminister v. Berlepsch, ist hier mit ihrer„ christ- weigerung des Mitverwaltungsrechts der Arbeiter bei Dauer der Beschäftigung unter Tag darf 8 Stunden" für einer Weise bloßgestellt, Rassen, in welche ihre Lohnabzüge fließen, ein weit größeres die einzelne Schicht, 48 Stunden in der Woche nicht Soweit aus tbesonderen Rücksichten Auswie sie ihre Gegner nicht besser wünschen können. Beginnen Mißtrauen unvertil gbar in den Ausgeschlossenen festpflanzen wir bie Betrachtung des Berichtes von dieſem letzteren Ge- muß! Man lese einfach die betreffende Stelle der amt nahmen erforderlich sind, seht das Oberbergamt dieselben feft". lichen Denkschrift über die Lückenhafte Bergarbeiter Und nun wendete sich der preußische Handelsminister in der längsten Rede, die er offenbar überhaupt in der Kommission Die preußische Regierung verhielt sich während der Enquete von 1889 nach( S. 34): ganzen Kommissionsberathungen in echt bureaukratischer Am häufigsten kehrt die Beschwerde wieder, daß die gehalten hat, mit Worten gegen den Antrag, die wir dem Weise, so, daß sie sich in peinlicher Beengtheit an den von Belegschaft an der Verwaltung der Unterstützungstaffe nicht Rommissionsbericht buchstäblich entnehmen zu müssen glauben ihr vorgeschlagenen schwächlichen Arbeiterschutz klammerte, betheiligt sei, a u ch öfters teine Renntniß von dem und die, ein historisches Dokument für die sozialpolitische Verbleib des Geldes gehabt habe. Wenngleich Unfähigkeit der leitenden" Kreise, folgendermaßen lauten: alle weitergehenden Anträge, und es wurden ja sehr wenig viele dieser Beschwerden dadurch erledigt sind, daß die Zechen folche von ein paar vereinzelten Zentrumsabgeordneten gesich, soweit dies nicht schon der Fall war, bereit erklärt stellt, scharf bekämpfte, viel weniger energisch die Verhaben, Beauftragte der Arbeiter an der Verwaltung der Kassen schlechterungsanträge der Nationalliberalen und Konsertheilnehmen zu lassen, bezw. den Belegschaften die Verwendung vativen ablehnte, und auf diese Weise einen Gesezestext zu des Geldes in geeigneter Weise bekannt zu geben, so hat doch Stande bringen half, der keine einzige Verbesserung im ein Theil der diesen Punkt betreffenden Beschwerden durch die Sinne der Arbeiter, dagegen eine große Anzahl Verschlech- ablehnende Haltung einzelner Grubenverwaltungen teine terungen nach dem Herzen der Grubenbesitzer aufweist. Bis Erledigung gefunden." in die kleinsten Einzelheiten läßt sich dieses Verhalten nachweisen. Als die Einführung eines Buches auf jeder ganze Reihe von Unternehmern den Arbeitern freiwillig als| Grube beantragt wurde, in welches die mit den einzelnen ihr gutes Recht zugestehen wollte, gegen dessen gesetzliche Bergarbeiter Gruppen abgeschlossenen Gedinge( Akkord- Einführung lehnt sich der preußische Reformminister" offen zur Einsicht vorliegen und hästen die Regierungs- Stelle vas„ Weißtrauen" unter den Bergarbeitern nicht getommissare in schöner Uebereinstimmung mit den Zechen- pflegt werden. Aber noch weiter! Mehrere Kommissionsvertretern, das sei nicht unbedenklich" offenbar doch mitglieder wollten die Arbeitsordnung von der BergArbeiter fürchtet, behörde nicht blos äußerlich prüfen, sondern genehmigen Der die eine Schädigung der einzelnen Arbeitergruppen nicht laffen. Was entgegnete der Handelsminister? dulden würden. Und dabei ist der erste Theil des Antrages Antrag sei für die Regierung unannehmbar, weil auf den Staatsgruben im Saarrevier ohne Anstand seit sie auch fohlschwarzen Zechenkommission beantragt wurde, die Be- eine Verantwortlichkeit für deren Inhalt übernehme. Weil mit der ob die nur um ihre gesetzmäßige Form D Der Reichstag habe den Normal- Arbeitstag verworfen, es sei deshalb schon aus staatsrechtlichen Gründen nicht unbedenklich, wenn ein einzelner Bundesstaat mit dessen Einführung vorgehen wolle. Er müsse bestreiten, daß der preußische Bergbau hierzu besonders geeignet sei. Die Verhältnisse der einzelnen Bergreviere Preußens seien so außerordentlich ver schieden, daß die gefeßliche Gleichstellung der Arbeitsdauer in Die Arbeitsihnen zum unnatürlichen Zwange würde. bedingungen des Erz, SalzSalz und Rohlen Bergbaues, im Kohlen Bergbau selbst wieder des Steinkohlenund Braunkohlen- Bergbaues, endlich beim SteinkohlenBergbau beispielsweise diejenigen des oberschlesischen und westfälischen Reviers, weichen so sehr von einander ab, daß für sie einen, natürlich dann auf den gefährlichsten und gesundheitsschädlichsten Bergbau zurechtgeschnittenen NormalArbeitstag bestimmen, nichts anderes hieße, als viele Bergwerke wettbewerbsunfähig machen und zum Erliegen bringen. Die Verschiedenheit in den Bedingungen der Arbeit und bes Wettbewerbs bestehe aber auch zwischen den Bergwerken Preußens und des Auslandes. So lange nicht unter den bergbautreibenden Staaten eine Verständigung über den Normal- Arbeitstag herbeigeführt sei, werde sich Preußen wohl hüten müssen, ihn gefeßlich zu machen, um so mehr, als die Wettbewerbungsbedingungen der Bergwerfe Preußens nicht die günstigsten feien und diesen vorzugsweise im Interesse ihrer Arbeiter Lasten auferlegt seien, welche von dem Bergbau monatlich" mit 14 tägiger Abschlagszahlung stattfinden Ordnung, sondern zu sie aller Verantwortlichkeit" los und anderer Länder nicht in gleicher Höhe zu tragen wären. " er verschanzte sich dabei hinter dem Formeltram der Ge- das Wesen des Klassenstaats sehr wohl kennen und die ReFeuilleton. Nachbruc verboten.) [ 104 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern sprechen. von A. Otto Walster. würdigenden groben Arbeiten befreit und ihrer eigentlichen Bestimmung zurückgegeben wird, blüht auf und trägt das ihrige zur Veredelung der Sitten und zu einer menschenwürdigen Bildung bei. Ich könnte das Bild noch weiter ausmalen, aber ich darf es getrost der künftigen Entwickelung überlassen. Da haben Sie meine Jdylle, Freund Reinisch, wie ich sie mir in müssigen Stunden zurechtgelegt habe, glauben Sie, daß wir die Bevölkerung des Landes dafür erwärmen können?" „ Das werden wir, gewiß, das werden wir. Führen Gegenüber dem Drängen der Bergleute auf den Achtstunden- Arbeitstag, welcher übrigens mit eingerechneter Einläutet hatte, ehe der würdige Expeditionsvorstand überhaupt unter seinen Untergebenen erschienen war. Als er aber erschien, las man in seinem Gesichte eine seltsame Verstörung, die sich auch den Ohren durch ein halbersticktes Guten Morgen" bemerklich machte. " Und als nun Habicht seinem Vorgesetzten mittheilte, daß der Herr Doktor schon zweimal geläutet, geschahen wiederum zwei außergewöhnliche Dinge: einmal dankte Musselich unerhörter Weise mit einem: " Ich danke Ihnen, Herr Habicht," statt mit dem kurz Weitere demokratische Einrichtungen, Wahl der Beamten Sie uns nur diese Jbeen recht populär in einem Schrift- und schneidend ausgesprochenen:„ Es ist gut," und dann werden die gesammten Genoſſenſchaftsglieber u. 1. w. chen aus und feien Sie gewiß, daß ich Ihnen damit binnen ging er, ohne vorher ben Rock mit den Zemném bann Habe ich es nicht gesagt?" rief Habicht triumphirend, preden der Organisation offensen Arbeit ent: Kurzem eine ſtattliche Emanzipationsarmee der ländlichen gezogen zu haben, in bas Kabinet ſeines Brinsalg. und Geräthe, werden Gemeineigenthum, die Bewirthschaftung| Grund und Boden, sowie alle Maschinen Bevölkerung als Ergänzung zuführen werde." Die Männer der Zukunft waren schon längst an dem und Alle nickten ihm Beifall zu, worauf der Schreiber Buntte, 120 ie sich vorläufig trennen mußten, teen ge- noch viel geheimnißvollere Wliene annabue ciber eine bestimmten allgemeinen Bewitchieber, be tant blue, he ſchüttelten sich fräftig die Sände und eilten mit„ Aber paßt auf, Leute, es geschehen heute noch viel ette: hat für die benöthigten Kapitale ajunge Du alle Staats: blieben Welt voll Gedanken und Blänen ihrem Wir würdigere Dinge. Und jetzt hört, ob The nicht ein af Was ist geschehen, Herr Musselich?" fragte Raffmaus drinnen mit strengem Tone, zweimal bereits habe ich vers geblich nach Ihnen verlangt!" Zwanzigstes Kapitel. Habicht's Feiertag. bürger ein gleiches Interesse an den Erfolgen der Land- fungskreise zu. wirthschaft haben. Der Staat sorgt für ökonomische Schulen, Versuchsinstitute und Musterwirthschaften, deren Besuch jedem fähigen ländlichen Arbeiter unentgeltlich ermöglicht wird. Die Arbeiter selbst erhalten einen ihren Leistungen ent- In der Expedition des Dr. Raffmaus zeigten sich am sprechenden Ertragsantheil, der ihnen eine menschenwürdige anderen Tage eigenthümliche Merkmale einer besonderen Griſtenz garantirt. Arbeitsscheue und pflichtvergessene Arbeiter Aufregung, und diese waren entstanden durch eine Be narben nach vorausgegangenen Verwarnungen in Diszipli- mertung Habichts, welche, von ihm mit geheimnißvollem Tone birthschaften gewiesen, wo sie zur Arbeit angehalten, geäußert, fich tief in die ahnungsvollen jungen Seelen einaber bei ihrer Rückfehr zur ordnungsmäßigen Thätigkeit gegraben hatte. wieder freigegeben werden. Inmitten der GenossenschaftsDiese Bemerkung lautete: Lauschen könnt." " „ Ich weiß es, Herr Doktor, entschuldigen Sie mich; aber ich bin in eine sehr verzweifelte Lage gerathen und mußte infolge deffen einige Wege gehen, die leider Gottes auch vergeblich waren." Das ist fein Grund für mich; denn die Zeit, für die ich Sie bezahle, haben Sie nicht für Privatwege zu verwenden. Was ist denn das übrigens für eine verzweifelte Lage, in der Sie sich befinden wollen?" size entwickelt sich ein gesundes genossenschaftliches Leben. Paßt einmal auf, Leute, heute pasfirt etwas ganz " Ich habe für Jemanden Bürgschaft geleistet auf eine Mit der Beseitigung der Ueberbürdung durch Arbeit fällt Außergewöhnliches." auch die Abstumpfung und die geistige Trägheit dahin. Und außergewöhnlich begann der Morgen schon info- Wechselschuld, und wenn der Herr Doktor nicht etwas für Die weibliche Bevölkerung des Landes, welche von den ent- fern, als Dr. Raffinaus in seinem Kabinette zweimal ge- mich thut, so steht mir sogar Wechselhaft in Aussicht!" und Ausfahrtszeit gemeint fei, müsse auf die Thatsache hin- p gewiesen werden, daß beim Bergbau bereits überall in Preußen eine Verkürzung der Arbeitszeit stattgefunden habe, und daß die preußischen Bergleute dabei troß ihrer gesunkenen Leistungen die unverminderten hohen Löhne verdienten. Endlich sei auch nicht zuzugeben, daß die Bergarbeit gegenüber den anderen Fabritbetrieben so außergewöhnlich gesundheitswidrig einwirke, Daß sich hierdurch ein Abgehen von dem System der GewerbeOrdnung rechtfertigen lasse." " aber die Frage, wie sich die Sozialisten zu den an- Regelung dieser Positionen im nächstfolgenden Etat nicht archistischen Ausschreitungen der neuesten vor. Nun ist es durchaus überflüssig, zwei Ministerposten Beit stellen, ist unbeantwortet geblieben, und ohne bestimmtes Ressort, wie dies die Stellen des Präsidenten gerade diese Frage mußte gelöst werden, wenn ein Gegensatz und des Vize" sind, mit voller Ministerbesoldung zu zwischen Sozialismus und Anarchismus bestände. Nur in der Person des Abgeordneten v. Bollmar hat sich ein weißer Nabe schaffen. Die Kommission hatte auch einmüthig diese An gefunden, welcher mit Entschiedenheit gegen die anarchistischen sicht, verschob aber den Ausdruck ihrer heldenmüthigen Schandthaten aufgetreten ist und die Hoffnung ausgesprochen leberzeugung bis zur nächsten Berathung- Zeit gewonnen, hat, daß die Sozialdemokratie ihren Weg ohne blutige Alles gewonnen! und sie wie das Plenum waren be Greuel verfolgen werde. Das ist die einzige Ani- friedigt, als die Regierung durch den Mund des Herrn wort, welche die Maifeier in Deutschland auf die Miquel erklärte, sie sei derselben Meinung. Auf jeden Fall Erklärung des freikonservativen Herrn v. Kardorff ge- hat die Regierung mit ihrer rein platonischen Kundgebung, bracht hat, daß Sozialismus und Anarchismus gleich- bie so wenig bindet wie die Versprechen eines Don Juan in bedeutend sind. Aus der langen Reihe von Meldungen über Ist hierzu ein Wort der Kritik nothwendig? Für die preußischen Bergleute wohl kaum! Auf die internationale Regelung der bergmännischen Arbeitszeit, also bis dahin sollen sie warten, wo einmal England, Frankreich, Spanien, Italien, Desterreich, Rußland, Schweden und Norwegen fich dahin geeinigt haben werden, eine Zeitgrenze für die tägliche den Verlauf der Maifeier ist, abgesehen von der Rede des Herrn holder Maiennacht unter'm Fliederstrauch, ein vortreffliches Ausbeutung ihrer Berglente festzusehen? Die preußischen v. Vollmar, nur zu ersehen, daß einige der in Wien ab- Geschäft gemacht. Nach diesem Nachspiel zur LandtagsBergleute werden diese Logik zu würdigen wissen. Aber neingehaltenen Arbeiterversammlungen gegen den Anarchismus Posse beschäftigten sich die Landboten mit der Bergs Stellung genommen haben, aus der Meldung ist aber nicht zu werfs- Novelle, die gleichfalls in zweiter Lesung auch in Preußen für sich betrachtet sind ja die Wettbewerbsver- entnehmen, ob die Einberufer dieser Versammlungen Sozialisten zur Debatte stand. Ueber den Kommissionsbericht, der den hältnisse", soll heißen die Finanzen der Unternehmer, nicht waren. Endlich wird aus London berichtet, daß eine anarchistische rothen Faden der Verhandlungen bildete, unterrichtet der die günstigsten". Wer's nicht glaubt und etwa gar auf Versammlung daselbst unbeachtet geblieben ist. Leitartikel an der Spize des heutigen Blattes. Angenommen die unmäßigen Dividenden und Gewinne der Kohlenzechen Aus diesem Sachverhalt ergiebt sich wurde der Antrag Eberhard, Hize, Dasbach und Genossen, in allen Revieren hinweist, der versteht eben wahrscheinlich unzweifelhaft, daß die Sozialisten der vom Regieren nichts. Und wer sich vor diesem Argument anarchistischen Bewegung feineswegs feinb.wonach die Arbeitsordnung auch eine Bestimmung enthalten nicht beugt, der sollte doch wenigstens das Unmaß von lich gegenüberstehen, sondern daß sie vielmehr ein be- muß über die Art der Bemessung des Lohne 3 Gnade erkennen, welches der Handelsminister dadurch offenredtes Schweigen beobachten, um der Vortheile nicht verlustig für den Fall, daß eine Vereinbarung dieserhalb nicht zu bart, daß er den Bergleuten troß ihrer gesuntenen zu gehen, welche sich aus den anarchistischen Missethaten für die Stande kommt, eine von der Kommission gestrichene Bestim Sache des Sozialismus ergeben tönnten." mung. Mit Ach und Krach wurde ferner ein äußerst schwächLeistungen" die unveränderten hohen Löhne" lassen will Also aus dem Sachverhalt", daß die deutsche Bour- licher Kompromißantrag des Herrn Hammacher, dieses folche Großmuth muß doch überzeugen! Wir fürchten geois presse den Sozialdemokraten angelogen hat, sie Schreckenstindes der Rechenbarone, angenommen, wonach„ die nur, daß die Bergleute bei ihrer fleischlosen hätten nicht Stellung gegen die Anarchisten genominen Fälle, in denen für Wagen nullen Abzüge gemacht wer Rost", die ein arbeiterfeindliches Kommissionsmitglied in was beiläufig schon auf dem St. Gallener Kongreß vor den dürfen", in der Arbeitsordnung erwähnt werden derfelben Diskussion zugestehen mußte, einen sehr merk sieben Jahren von der Gesammtpartei offiziell und in dent müssen. Abgelehnt wurde natürlich der Antrag Size, würdigen Begriff von Jemanden bekommen werden, der bar schärffter Form geschehen ist- mit einem Wort, daß das festgesette Gedinge in ein den betheiligten Arvon der Höhe" ihrer Löhne spricht. Bei der angeblichen aus dem„ Sachverhalt", daß die deutsche Bourgeoispresse beitern zur Einsicht offen liegendes Gedingbuch eingetragen Verschiedenheit der Produktionsbedingungen endlich, die eine Lügenpreffe ist, ergiebt sich unzweifelhaft, daß die und abschriftlich der betheiligten Kameradschaft mitgetheilt nach dem Handelsminister in den einzelnen preußischen Sozialisten der anarchistischen Bewegung keineswegs feind- werden muß. Der Antrag fiel mit 130 gegen 100 Stimmen. Revieren und Bergwerksbranchen herrscht, hat er wohl ab- lich gegenüberstehen!" Der Regierungsvertreter sprach gegen den Antrag. Die " = fichtlich von einem" Normal", statt von einem„ Maximal" Mit dieser feigen Erbärmlichkeit des deutschen Angst- Nationalliberalen, geführt von den Agenten der GrubenArbeitstage gesprochen. Denn man kann doch nicht glauben, Bürgerthums vergleiche man, was der„ Standard", das ritter, gingen durch dick und dünn mit der Mehrheit. Es der Handelsminister wiffe noch nicht, daß mit dem be- Hauptorgan der englischen Konservativen und des rechten ist wichtig festzustellen, wie der Gentleman Müllen. antragten Maxim all- Arbeitstage nur das Maximum Flügels der englischen Bourgeoisie in seiner Montags- fiefen, der sein Wort für die Bergwerks- Reform verder Arbeitszeit für ganz Preußen bezeichnet, nicht aber ein nummer über die Maifeier fagt: pfändet hat, abgestimmt hat. Ist uns auch heute das für alle Reviere und Branchen gleichmäßiges Normale" Das( durch den ruhigen Verlauf der Maifeier ge- Detail der Abstimmung noch nicht bekannt, wir sind vorgeschrieben werden soll; wer dieses Maximum nicht nährte) Bertrauen in eine friedliche Entwickelung der Dinge Pessimisten. Nicht wahr, Herr Müllensiefen, süß ist's, Wahlbraucht, der kann ja darunter gehen. Aber der Stand wird wesentlich befestigt durch die bei verheißungen zu geben, süßer, für die Plusmacherei punkt des obersten preußischen Gewerbebeamten war eben so nahe ostentatio angenommene Haltung zu stimmen? Ein weiterer Antrag Hize, ben unsicher, daß er sogar durch solche Dialektik maskirt werden der Arbeiterklassen Europas mit Bevon uns im Leitartikel gekennzeichneten Kommissions mußte. Für denkende Bergleute braucht es keines Busages zug auf die roheren und gewissen antrag in Sachen der Strafgelder so zu ändern, daß weiter. loseren Formen der sozialen Anarchie. die Strafgelder an Kassen überwiesen werden, bei denen die Nicht unbedenklich" das war gegenüber allen Ver-( The confidence- should be greatly confirmed by the Arbeiter betheiligt sind, wird von dem Reformminifter" suchen, einen befferen Bergarbeiter- Schutz herbeizuführen, die attitude almost ostentatiously assumed by the working Berlepsch, der zu Gunsten der Kohlenlords- Wünsche Letzte Weisheit der preußischen Regierung in der Kommission classes of Europe towards the coarser and more un- bie Regierungsvorlage preisgiebt, im Plenum wie vorher des Abgeordnetenhauses. Man kann getroft statt des scrupulous forms of social anarchy). Die staatliche in der Kommission bekämpft und fällt zu Gunsten des diplomatischen Ausdruckes den offenen und ehrlichen sehen, Autorität hatte in England wie in anderen Ländern werth- durch und durch arbeiterfeindlichen Kommissionsvorschlages, wenn man dieses Verhalten mit gleicher Wortmünze volle und kräftige Unterstützung in den Arbeitermassen, die, nur mit der Aenderung, daß die Strafgelder an dic charakterisiren will: bedenklich sei das herrschende System, wenn sie auch das Kapital bekämpfen, doch ebenso gut wie Unterstützungs" Rassen gehen, diese Trinkgelder Institute einfichtslos vor dem Richterstuhl der Sozialpolitit, welche andere anständige Menschen die feigen Praktiken der für die Laciver Bahn" der Grubenarbeiterschaft. Die die Zeichen der Zeit versteht! Dynamitarden und der Verfertiger von geheimen Spreng- chriftliche Sozialreform, das ist der Knappentruz. vorrichtungen verdammen. Es ist von der höchsten Wichtig feit, daß die ehrlichen Arbeiter, welche die Besserung ihrer Lage erstreben, nicht mit jenen Menschen verwechselt Schau dieses Bild und jenes! werben -Schloßlotterie und Verwandtes. Abgeordneter Eugen Richter und Genossen haben unter Zurückziehung ihres früheren Antrags folgenden Antrag im AbSo schreiben Männer. geordnetenhause eingebracht: Das Haus der Ab Auf dem internationalen Bariser Kongreß erhob sich Und aus dem, was die Nationalliberale Korrespondenz" geordneten wolle beschließen: Die fönigliche Staatsregierung gelegentlich der Berichte aus den verschiedenen Ländern ein im Namen der deutschen Bourgeoisie geschrieben hat, spricht um Auskunft darüber zu ersuchen: 1. ob dieselbe die tragikomischer Streit darüber, welches Land die schlechteste die Feigheit und Verlogenheit von Buben. Niederlegung fistalischer Gebäude, bezw. Bourgeoisie habe ein Streit, der unter allgemeiner Bu die Abtretung fiskalischen Grund und Bodens in der Ums stimmung durch Liebknecht dahin entschieden ward, daß gebung des föniglichen Schlosses beabsichtigt; 2. ob dieselbe jedes Land auf diese Ehre Anspruch machen könne, und daß es angemessen erachtet, nochmals eine Lotterie zu ge die Bourgeoisie aller Länder gleich viel werth sei. Indeß nehmigen zur Erwerbung bezw. Niederlegung von Privat ganz auf dem gleichen Niveau steht die Bourgeoisie aller gebäuden in der Umgebung des königlichen Schloffes." Länder doch nicht. Nehmen wir z. B. einmal unsere deutschen Bourgeois und die englischen. Wie zitterten jene vor freifinnigen Landtags- Abgeordneten bei den deutschfreisinnigen dem 1. Mai, während diese, trotz der Walsall- Verschwörung den Stadtvätern eine freundliche Umfrage gehalten hätten. Wer tommenden Dingen ruhig entgegensahen. Und nun nach dem des Nachtrags Etats am 3. April führte zu seiner im Hause des Gehängten soll man nicht vom Stryd Aus dem Abgeordnetenhause. Die zweite Lesung in der Glas- Belle fist, soll nicht mit Steinen werfen. Und 1. Mai! Spaßes halber stellen wir, das Urtheil der deuteinstimmigen Annahme. Graf Botho zu Eulen- reden. Eine Sigung des Staatsministeriums unter Vorsitz des schen Bourgeoispresse und eines englischen konservativen burg kostet den preußischen Steuerzahlern für dieses Mal Ministerpräsidenten Grafen zu Eulenburg hat am 3. Mai Blattes zusammen. Deutsche Bourgeoispreffe( wahrscheinlich der„ National- das runde Sümmchen von 132 000 Mart. Das leichte Ge- stattgefunden. Blättermeldungen zufolge soll die Stellung Deutsche Bourgeoispreffe( wahrscheinlich der„ National- plänkel zwischen den Deutschfreifinnigen und der Regierung der Regierung zu dem über die Umgestaltung des Schloßliberalen Korrespondenz" entnommen): es handelte sich um den Gehalt des Vizepräsidenten des plages im Abgeordnetenhause eingebrachten Antrag zur Ver Die Maifeier der Sozialisten zu Gunsten des Achtſtunden: Staatsministeriums, den jene gestrichen wissen wollten handlung gestanden und das Staatsministerium sich ein Arbeitstages ist, wie nicht anders zu erwarten( die Bourgeoispresse hatte stets das Gegentheil behauptet! Red. war bedeutungslos. Herr Miquel erklärte mehrere Male, stimmig gegen jedes damit in Verbindung zu bringende d." B"), überall ruhig und ohne Ueberraschungen verlaufen, was man heute bewillige, greife einer anderweitigen Lotterieprojekt erklärt haben!? Warum haben Sie denn diese Wechsel unterschrieben? Wahrscheinlich, um Prozente zu verdienen?" " Ja, leider; ich dachte damit ein kleines Geschäft zu machen." " So bestätigt sich also, was ich mit Verwunderung schon vielfach vernommen, daß Sie Wuchergeschäfte ver mitteln?" Als Familienvater mußte ich etwas nebenbei zu verbienen suchen." Sie sollen sich sogar damit ein kleines Vermögen er worben haben?" Es ist Alles wieder braufgegangen." Das ließ sich vermuthen! Und was sollen Sie denn jetzt bezahlen?" Bierhundert Thaler, die Verzugszinsen nicht mit gerechnet; und wenn der Herr Doktor so freundlich sein wollten Politische Leberlicht. Iteberlicht. Bielleicht wäre es praktisch gewesen, wenn die Deutſch 0 Berlin, den 8. Mai. Wie, Herr Doktor?" rief Musselich, im Innersten vielgeplagten Federn gaben zuweilen bei gar zu rauher feiner Seele erschüttert und in seinem Selbstbewußtsein tief Behandlung einen Schmerzensschrei von sich. verlegt, nach zwanzigjährigem treuem Dienste wollen Sie Mit einem Male aber schrie Musselich laut und mich meiner Stelle so ohne Weiteres entsegen? Was soll freischend auf. Ein halbes Dugend Federn fielen auf das denn aus mir werden und aus meiner Familie?" sauber gehaltene Papier und verursachten entstellende Klere. aller Augen wandten sich nach dem Expeditionsvorstand, an deffen Bulte, geräuschlos und mit dem ewig freundlichen Gefichte, Riemer erschienen war. Was Ihre Familie betrifft, so habe ich dieselbe nicht in meinen Dienst genommen; dieselbe hat auch nichts für mich gethan, weshalb ich ihr besondere Beachtung, schenken sollte. Und was Sie anbelangt, so kann ich doch jedenfalls nichts dafür, daß Sie alt werden? Sie sind mit zweiundzwanzig Jahren erst bei mir eingetreten, und eine Pension ist nicht ausgemacht worden." " Sie sagten aber immer zu mir, Herr Doktor; wir bleiben zusammen." Ich schicke Sie fa aber auch nicht fort, Musselich; muß Ihnen nur, weil Sie anfangen gedankenlos zu werden, die Leitung des Expeditionswesens abnehmen. Warum gehen Sie denn nicht zu Denen, mit welchen als Schreiber können Sie dann immer noch bei mir Sie Ihre Geschäfte gemacht haben?" bleiben." " Ach, dieser Undankbare ist es eben, der mich verfolgt." " So? Und da soll ich nun schließlich für den Stiß ftehen?" " Wenn der Herr Doktor so... " Womit wollten Sie mich denn wieder bezahlen?" " Ich habe noch Gelder außen stehen." " Die vielleicht ebensowenig eingehen, wie die anderen. Schönes Geschäft das." Wie kann ich mich nun nach so langer Zeit unter einen Anderen stellen lassen?" " Entschuldigen Sie, Herr Muffelich," sprach der Diener des Gerichts mit einschmeichelndstem Tone, ich habe einen etwas leisen Schritt, und dachte nicht, daß Sie so nerven schwach seien." Was wollen Sie denn, Herr Riemer?" fragte Musse lich, seine ganze Kraft zusammennehmend. Es ist hier vom löblichen Handelsgericht eine kleine Bitation für Sie an mich übergeben worden." " Ich werde kommen." " Das glaube ich wohl; aber es muß gleich und zwar in meiner Gesellschaft geschehen, Herr Musselich. " Ich werde kommen," schrie der Expeditionsvorstand noch einmal. " " Das ist Ihre Sache; Sie müssen sich eben hineinschicken; Sie wissen doch, Herr Musselich, was es mit einer Jeder muß an den Posten, den er ausfüllen fann; Jhret Realzitation" auf sich hat?" wegen kann ich mir doch mein Geschäft nicht verderben Nein, das weiß ich nicht, aber ich werde kommen." laffen? Und Ihre anderen Angelegenheiten gehen Eine Realzitation, Herr Musselich, ist eine Bestellung mich weiter gar nichts an; Sie haben mich auch bei keiner durch den Gerichtsboten, wobei der Bitirte wirklich gleich Gelegenheit vorher um Rath gefragt. Jeßt, bitte ich, nehmen selber mitkommen muß," rief Habicht von seinem Sie das Journal und sehen Sie zu, daß es ordentlich zur Size aus. Erledigung kommt bis zum Abend." Und darum muß ich Sie auffordern, mir zu folgen," fügte Riemer mit einem dankenden Blicke auf Habicht hinzu, ein Blick, welcher diesen entschädigte für einen nicht näher zu beschreibenden Blick Musselich's. " Im Nothfalle können Sie es mir doch am Gehalt abziehen." Am Gehalte? Bierhundert und so viel Thaler? Wenn Schweigend wantte Musselich aus der Stube. Auf Sie mir nun sterben? Und außerdem muß ich Ihnen sagen, seinem Size angelangt, starrte er lange das Journal geHerr Musselich, daß Sie in letterer Zeit recht sonderbare bankenlos an, bis das Husten und Scharren der Schreiber, Sachen machen; ich muß jezt überall Ihre Arbeiten noch welche auf Butheilung ihrer Arbeit harrten, ihn nach und Gewohnheitsmäßig langte der Letztere den Expeditions einmal nachsehen, was mir eine große Mühe verursacht. nach wieder zum Bewußtsein brachte. So oft aber die rock vom Nagel, meinend, es sei der Ausgeherock, und Sie werden alt, Musselich, und hätten sich lieber einen Thüre ging, schrat er zusammen, er, der sich sonst folgte, ergeben in sein Schicksal, dem Gerichtsdiener nach. Sparpfennig fammeln, statt sich in solche gewagte Spetus majestätisch auf seinem Sessel umgedreht und den demüthig ( Fortsetzung folgt.) lationen einlassen sollen. Ich muß Ihnen leider sagen, daß Eintretenden die Donnerworte zugerufen hatte:" Haben Sie ich schon seit einiger Zeit an einen Ersatz für Ihre Stelle Geld?" gedacht habe" Schweigen herrschte in der geräumigen Stube; nur die Deutsche Kolonialgehälter. Wir lassen uns die lich zu schaffen, wird scheitern an dem Zwangsgesetz der Die schiefe Ebene. Der französische Ministers nutlosen Kolonialabenteuer etwas foften. Ge beziehen der wirthschaftlichen Entwickelung, die den Großbetrieb zur präsident Loubet beging neulich die Unvorsichtigkeit, einem Gouverneur von Kamerun 30 000 m., die Kommissare von allein lebensfähigen Unternehmungsform gemacht hat. Und Reporter zu sagen, der Mißbrauch der Schrift und des Togo und Südwest- Afrifa je 18 000 m. Das Gehalt des es ist gut, daß er scheitert, weil das Agrarierthum das Wortes sei Schuld an den Dynamit- Attentaten. Hierfür ist Gouverneurs von Ostafrika ist in der Gesammt Rentengut einzig und allein dazu ausbeutet, an die Scholle er nach Gebühr von der Presse zurechtgeschüttelt worden; fumme des ostafrikanischen Etats von 22 Millionen ent- gefesselte billige und hilflose Arbeitskräfte zu erlangen. und da nun eine Dummheit sprichwörtlich die audere nach halten und nicht im Etat besonders angegeben; es dürfte Was nicht hindert, daß ab und an ein Rentengut den sich zu ziehen pflegt, so läßt Herr Loubet jezt im„ Temps" 50 000 m. betragen. Außerdem erhält der Reichskommissar Umfang eines mittleren Bauernguts" übersteigt und so zu seiner Entschuldigung bemerken, es sei doch gewiß beffer, des Neu- Guinea- Schutzgebietes 30 000 Mart und der fpekulativen Röpfen als Kern dienen mag, um den sich die daß z. B. aufrührerische Proklamationen von vornhereit Kommissar für die Marschall- Inseln ebenfalls 18 000 m. nach und nach gelegten Zwerg- Rentengütchen, Bauern- und verhindert würden, als daß sie in die Kasernen ein Adresse der rumänischen Arbeiterpartei an die Arbeiterstellen anmuthig krystallisiren. So viel für heute!-bringen könnten. Herr Loubet ist also in seinen Gedanker schon auf die Zensur und Präventiv Beschlag. deutsche Sozialdemokratie. An die deutsche Sozial- Judenflinten". Ein hiesiges Blatt erhält aus Leipzig uah me gekommen. Für einen republikanischen Minister na hme demokratie! Bürger, die Kundgebung des 1. Mai, dieser die Nachricht, daß das Reichsgericht in Sachen der jedenfalls ein schönes Geständniß, und eins, das ihm theuer von den Vertretern der sozialistischen Parteien aller Länder Löwe'schen Gewehrfabrik auf Betreiben des zu stehen kommen könnte. Der brave Ravachol hat zwar in Paris geschlossene, in Brüssel erneuerte und getreulich Reichskanzlers die Untersuchung eingeleitet habe."" Diese die Sozialdemokratie nicht in die Luft gesprengt, was seine von allen Arbeitern überall erfüllte Vertrag ist der unwider richte sich aber sicherem Bernehmen nach bis jetzt gesellschaftsretterische Mission war, aber dafür wird wohl leglichste Beweis dafür, daß die Internationale wieder nicht gegen Ahlwardt, sondern ziele zunächst auf nächstens das französische Ministerium in die Luft fliegen. auferstanden ist, daß die Internationale eristict. Die Mai eine gründliche Klarstellung des Sachverhalts ab. feier, das ist das allgemeine Symbol des Klassenkampfes als es hätten bereits zahlreiche Vernehmungen statt- Dynamit und Christenthum. Den Frommen, welche gemeinsamem und einzigem Terrain, auf welchem aller Orten gefunden und es verlaute, daß alle Zeugen, die Ahlwardt da näselnd predigen, der Sozialismus sei die Frucht des die Arbeitervereinigungen stehen und wirken, um die Klassen- angeführt habe, an ihren eidesstattlichen Bersicherungen fest- Unglaubens und könne nur durch die Religion siegreich begegensäge und die Lohnknechtschaft zu unterdrücken. Die hielten. És hätten bereits Bereidigungen stattgefunden. Tämpft werden, sind gestern zwei harte Thatsachen", wie Dlaifeier bietet überall der Arbeiterklasse Gelegenheit, Anscheinend liege die Angelegenheit doch nicht so einfach, Pflastersteine an den Kopf gepflogen. 1. Der Dynamitbold fich in Masse im hellen Tageslichte um das wie das unlängst ein konservatives Blatt( die„ Norddeutsche von Tours, der die unchristliche Gesellschaft mit einer christrothe Banner der politischen und wirthschaftlichen Allgemeine Zeitung") behauptet habe. Dem Kaiser sei lichen Bombe in die Luft sprengen konnte; und 2. der Enteignung der Bürgerklasse zu vereinen. Die rumä- darüber bereits mehrfach Vortrag gehalten. Diese Einzel- große Ravachol in eigenster Person, von dem jest bekannt nische Arbeiterpartei, eine Klassenorganisation, heiten würden ausdrücklich verbürgt." Wie dem Blatte geworden ist, daß er von sehr frommen Geistlichen sehr verfehlt nicht, zu diesem großartigen Feste über die Grenzen ferner von einem bereits vernommenen Zeugen mitgetheilt fromm in den reinsten Lehren der christlichen Kirche erzogen hinweg ihre ältere Schwester, die deutsche Sozialdemokratie, wird, schwebe in Sachen des bei Löwe angestellten Oberst worden ist. Wie heißt's doch in der Bibel: An ihren zu grüßen, die so gewaltig dazu beigetragen hat, das Lieutenants Kühne in Berlin ein ehrengerichtliches Verfahren." Früchten sollt ihr sie erkennen!" Proletariat auf die Bahn der internationalen Organisation Beschäftigt sich in der That das Reichs gericht mit dieser Die schwarze Handtasche. Das Schlottern hört auf, zu leiten. Die rumänische Arbeiterpartei, beseelt von der Angelegenheit, so ist eine Untersuchung wegen andesgleichen Hoffnung und dem gleichen Willen wie das verraths eingeleitet. Noch immer aber schweigt der Bürgerpflicht zu sein, der 1. Mai ist vorüber und so nimmt es nicht Wunder, daß der wundersame Fund der Handtasche, Proletariat überall, reicht Euch zur Maifeier, über die Reichs- Anzeiger". Wozu besitzt die Regierung ein Amts- die an der Mauer des Woolwicher Arsenals am Morgen Grenzen hinweg, die Freundeshand, und wie ein fernes Echo blatt? Es ist die höchste Beit, daß eine bündige des 1. Mai malerisch niedergelegt war, ohne jede ernstere tönt aus ihrem entlegenen Bezirk: Es lebe die Arbeiter Erklärung der Regierung Klarheit in diese Bedeutung" war. Schreibt doch sogar die Münchener AllKlaffe! Es lebe die Internationale! Es lebe die soziale Mirrniß bringt. gemeine Zeitung( Nr. 122 vom 2. Mai): Wie zuvor die Revolution! Im Namen des Arbeiter- Klubs in Bularest: V. G. Morzun, Abgeordneter. Const. Mille. M. Jouescu." " Der konfeffionelle Apotheker. In dem Fachblatte übertriebenen Besorgnisse, so werden mun die angenehmen Pharmazeut" findet sich eine Bekanntmachung des Regie- Enttäuschungen des ruhigen Bürgerthums in philiftröser rungspräsidenten in Potsdam, betr. die Anlegung einer Weitschweifigkeit durch den Telegraphen ausgetauscht. Preußische Rentengüter. Ueber die Errichtung von dritten Apotheke in Nixdorf. Darnach sollen die Bewerber Der Achtstundentag in England. Jüngst ist im Rentengütern in den Provinzen Dst, Westpreußen und um die Konzession u. a.„ eine furze, aber genaue LebensBofen hat, wie der Reichsanzeiger"( Nr. 105 vom 3. Mai) beschreibung mit Angabe ihrer Ronfession und Familien- englischen Unterhause der Antrag auf Einführung des gesetzmittheilt, der Präsident der für diese drei Provinzen zu verhältnisse" einreichen. Wie diese Bekanntmachung mit lichen Achtstundentages mit geringer Mehrheit abgelehnt worden. Die Aussichten auf den Triumph der fort ständigen Generalfommission zu Bromberg berichtet, daß Grundsatze der Gleichheit aller Bekenntnisse vor dem Gesetz " während die Thätigkeit der Generalfommission im Rahmen in Einklang zu bringen ist, darüber ist wohl allein die geschrittenen Arbeiterschaft mehren sich. Am 2. Mai erdes Gesetzes vom 27. Juni 1890 auch nicht in einem Falle" höhere Weisheit des Potsdamer Präsidiums in Klaren. Schien eine Abordnung von etwa fünfzig Arbeitervereinigungen in Anspruch genommen worden sei, die Mitwirkung der ge- Oder sollte in Rigdorf das Bedürfniß nach konfessionellen im Parlament, um die Abgeordneten der Stadt London zu nannten Behörde zur Begründung von Rentengütern nach Arzeneien sich so start durchgesetzt haben, daß fortan nur einer Besprechung über den Achtstundentag einzuladen. Nach Inhalt des Gesetzes vom 7. Juli 1891 in einem Maße" fatholische Billen oder lutherische Latwergen oder hebräische einer längeren Unterredung wurde beschlossen, demnächst angerufen worden sei, welches jede Voraussetzung über- Pulver verabreicht werden dürfen? Das Spekulationsgeschäft eine Konferenz der gladstoneanischen und konservativen Berfteigt." in Apothekentonzessionen ist unseres Wissens so interfon- treter Londons zur Erörterung dieser Frage zu veranstalten. Die leitenden Minister, Lord Salisbury und Balfour, Es sind Anträge auf Errichtung von Rentengütern ge- feffionell wie möglich. Und Potsdam liegt unseres Wissens Lehnten es zwar ab, eine Abordnung zu empfangen, in in ftellt worden: in Ostpreußen Westpreußen Posen A. bis zum Schlusse des Jahres 1891: B. im Jahre 1892 bis einschließlich 15. März: 105 97 92 57 149 64 46 110 doch im Geltungsbereich der preußischen Verfassung. 080 Summa 261 200 461 aufammen 202 Die Grundstücke, welche zufolge dieser Anträge zu Rentengütern eingerichtet werden sollen, umfassen und awar: werb • 1. soweit die Anträge im Jahre 1891 gestellt find 2. foweit solche im Jahre 1892 bis 15. März gestellt sind. 57 883 ha 31 576" Summa: 89 459 ha 2501 21 23 bis 3500; -MM für Gemeinden von Don 30 001 bis war, g um die von dem Londoner Riesen Meeting zum 1. Mai den hervorragendsten Die Reiferin. Die Freisinnige Beitung" abgesandt worden ift ihrer schnöden Flunkerei in Sachen des bayerischen Politikern eine Abschrift der auf dem Meeting geBranntweinsteuer- Reservatrechts schlagend überführt worden. faßten Beschlüsse zu überreichen. Sie versprachen jedoch, Sie kann sich über ihre Niederlage nicht beruhigen und die Angelegenheit in Erwägung zu ziehen und später eine Der altersschwache Erzschilt auf uns. Dies anmuthige Geschäft steht ihr zu gut Antwort ertheilen zu wollen. bourgeois Gladstone sprach sich in einem Briefe dahin aus, an, als daß wir Neigung hätten, sie darin zu stören. daß die Zeit nicht geeignet sei, eine solche Deputation zu Die Maiwahlen in Frankreich. Am 1. Mai fanden empfangen; die Achtstundenfrage sei auch von der Klaffe, bekanntlich in ganz Frankreich die Gemeindewahlen statt welche fie hauptsächlich berühre, noch nicht genügend in Ermit der alleinigen Ausnahme von Paris, welches den zweifel- wägung gezogen worden. Diese Antworten riefen auf einer haften Vorzug einer besonderen Munisipalverfassung hat. Besprechung der Delegirten lebhafte Erörterungen hervor, Für die Gemeindewahlen herrscht, wie für alle politischen und ein Delegirter meinte, man solle sie in den Papierforb Wahlen in Frankreich, das allgemeine Wahlrecht, und die werfen. Endlich wurde der Beschluß gefaßt, die Sache tonfervativen oder monarchisch klerikalen Parteien, zunächst zu vertagen und später einen weiteren Druc die bisher noch in 29 Departements von 87 die Majorität auf die Minister zum Empfang der Abordnung auszuüben. Un Bewerbern um Rentengüter haben sich gemeldet: der Gemeindevertretungen hatten, machten diesmal die Die Parlamentswahlen stehen vor der Thür, und es unterAus Ostpreußen 1140, und zwar die größte Anzahl größten Anstrengungen, um das verlorene Terrain wieder liegt keinem Zweifel, daß der Widerstand ber bürgerlichen aus den Kreisen Ortelsburg( 202), Johannisburg( 178), zugewinnen. Die Zahl der Gemeinden, in denen vorgestern Gruppen, die sich heute noch sträuben, gebrochen werden wird. und zwar überall die ganzen Ge- Ueberall wo die Arbeiter ihre Stimmen in die Wagschale 2nd( 175), Gensburg( 142), Allenstein( 106); aus 23e ſt- gewählt ward beträgt 36 143, und die Zahl der zu legen, wird der Kandidat sich auf diese volksthümliche preußen: 38, und zwar der größte Theil aus dem meinderätheKreiſe Schlochau( 11); aus Posen: 56, und zwar der erwählenden Gemeinederaths- Mitglieder 464 499- beinahe Forderung verpflichten müssen. größte Theil aus dem Kreise Inowrazlaw( 24). In diesen eine halbe Million- eine stattliche Armee. Nach dem Harmonie zwischen Kapital und Arbeit. Herr Bablenangaben find nur solche Bewerber enthalten, welche Gesetz vom 5. April 1884 ist die Zahl der Gemeindevertreter Dr. Max Hirsch erlebt jetzt eine Freude. In den Baumben Besitz eines zur Uebernahme eines Rentenguts unbedingt festgesetzt wie folgt: 10 für Gemeinden mit 500 und weniger wollenbezirken Englands suchen die Fabrikbesizer sich erforderlichen Baarvermögens behauptet haben"; darunter be- Einwohnern; 12 für Gemeinden von 501 bis 1500; 16 für mit den Arbeitern dahin zu einigen, daß die Produktion finden sich solche Personen, welche, außerhalb der genannten Gemeinden von 1501 bis 2500; 21 für Gemeinden auf 3 oder 4 Tage die Woche eingeschränkt werde, und wahrscheinlich kommt es auch zu einer Einigung zwischen Provinzen wohnend, in legteren ein Rentengut zu erwerben von 27 für Gemeinden von 10 001 10 001 beiden Theilen- freilich ist es für die Harmonielehrer wünschen"." So haben," heißt es weiter, zahlreiche aus 3501 bis 10 000; welche bis 30 000; 30 für Gemeinden den östlichen Provinzen stammende Personen, nicht gerade ermuthigend, daß ihr Evangelium unter dem gegenwärtig in den westfälischen Bergwerksdistrikten 40 000; 32 für die Gemeinden von 40001 bis 50 000; -bas heißt, wenn für das Rapital nichts mehr zu arbeiten, den Wunsch, fund gegeben, sich durch Er- 34 für die Gemeinden von. 50 001 bis 60 000; 36 für die Beichen des industriellen Kladderabatsch zum Siege gelangt Beth eines Rentenguts wiederum in ihrer früheren Gemeinden von 60 001 und darüber. Die Zahl der Ge- holen ist. Heimath ansässig zu machen." Der Thatsache, daß meinden mit 36 Vertretern beträgt 26; deren mit 34-7; fich Bewerber um Mentengüter aus den Provinzen West- mit 82-7; mit 30-15; mit 27-174; mit 232680; mit 12-13 959; preußen und Poſen in verhältnißmäßig geringer Anzahl 800; mit 21'- 885; mit 16'gemeldet haben", ist, wie der amtliche Bericht erklärt, be- mit 10-17 500, Jonderes Gewicht nicht beizulegen, da nach den gemachten Die heurigen Wahlen haben dadurch eine besondere gesezt wird, daß jeder, der Dynamit, Melinit oder irgend Erfahrungen Mentenguts- Geber und-Nehmer sich in den Bedeutung erlangt, daß zum ersten Mal die Sozialdemo- einen anderen Sprengstoff gegen Personen oder Gegenannten Provinzen meist direkt untereinander über den traten geschlossen in dieselben eintraten und in einer sehr bäude anwendet, mit acht Jahren Buchthaus und Verkauf der einzelnen Rentengüter verständigen." Es heißt dann großen Zahl von Gemeinden eine eigene Kandidatenliste zwanzig Jahren Ehrver I ust bestraft werden soll. noch:„ Von dem Grundsaze mittelst derselben neue bäuerliche aufstellten. Ueber das Ergebnis liegt eine Masse von Barische Offenherzigkeit. Minister Beltschew und Stellen zu gründen, ist nur in den Fällen abgewichen worden, Detailnachrichten vor, aus denen aber bis jetzt nur die eine Interessen, fallen den von der russischen Regierung gedungenen Ste sich darum handelte, eine bereits bestehende bäuerliche Thatsache herauszuerkennen ist, daß die monarchistisch- kleri- Agent Vulfowitsch, entschiedene Verfechter der bulgarischen Stelle, deren Umfang zur Ernährung des Besitzers nicht ge- talen Parteien fast überall, wo sie bisher noch Einfluß Wegelagerern zum Opfer. Die„ Moskauer Beitung" nügte, durch Butauf eines entsprechenden Areals an Grund hatten, geschlagen worden sind oder doch Boden verloren und Boden oder durch Zulauf beſtimmter Kulturarten haben- trog der schmutzigen Manöver und raffinirten schreibt nun: ( 28iefen) zu einer lebensfähigen zu machen. Andererseits Pfiffe und Kniffe, durch welche sie sich den Sieg zu ergattern ist von dem Grundsaße, daß nur Stellen mittleren oder suchten. Natürlich mußte das von der Pariser Polizei so leineren Umfanges als Rentengut begründet werden hübsch zurechtgeftutte Rothe Gespenst tüchtig herhalten. Don Tours war ein Führer dürfen, dann abgewichen, wenn bei Auftheilung eines ganzen Der und das AnButes zu Rentengütern die Verwerthung der Reststelle in Frage der klerikal monarchistischen Partei, er als gelehriger Schüler tam; hier liegt es im Intereffe der Erhaltung des nationalen archiften- Attentat", welches Wohlstandes, daß die auf der Reststelle vorhandenen Wohn- und der Pariser Gesellschaftsretter in Szene setzte und Wirthschaftsgebäude, ihrer ökonomischen Bedeutung ent- dessen einziges Opfer er selbst wurde, sollte der guten sprechend, durch Zuweisung selbst eines den Umfang eines Sache" dienen. Beim Schluß der Redaktion ist uns über die Wahlen, Ein Organ des russischen Despotismus vertheidigt den Grund und Boden voll ausgenutzt werden. Das Be in denen Sozialisten engagirt waren, nur bekannt, daß Meuchelmord, es feiert die Miethlinge, die für klingende dürfniß zur Errichtung von Arbeiterstellen hat Culine, der im Kerker schmachtet, leider unterlegen ist; in Rubel mit Dolch und Revolvern unbequeme Gegner aus sich vorzugsweise in der Proving Ostpreußen geltend ge- Fourmies, wo am 1. Mai des vorigen Jahres die klassen- dem Wege räumen. Wenn die Gegner der russischen Mißtaatliche Bluthochzeit gefeiert wurde, siegte die Bourgeoisie, wirthschaft sich die Beweisführung der Moskauer Zeitung" Der pathetische Schwung, mit welchem der Vorsitzende unterstützt von dem Klerus, noch einmal; ihrem Opfer würden zu eigen machen, wenn sie als gesunde Glemente des Wider der Generalkommission ihre Erfolge feiert, steht im um übrigens auch durch eine siegreiche Wahl die Pforten des ftaubes gegen soziale Barbarei und politische Unterdrückung, gekehrten Verhältniß zu den thatsächlichen Ergebnissen. So Kerters nicht geöffnet worden sein. Sonst haben in den als wahre Patrioten, als Freunde des geknechteten Baterviel Lärm von dem Eierkuchen ber 461 Anträge! Unsere Industriezentren die Arbeiter fast überall gefiegt. An lands der Tyrannenherrschaft mit Gewalt ein Ende machen, Stellung zur Rentengüterfrage ist schon früher zur Genüge näheren Nachrichten fehlt es noch. Für Weiteres verweisen so ist der Barismus ihr trefflicher Lehrmeister. Wer Wind fäet, wird Sturm ernten. präziſirt worden. Der Versuch, ein Kleinbauernthum fünft- wir auf die etwa noch einlaufenden Telegramme. macht." Dynamiterich " Dynamit Dekret in Portugal. Der portugiesische Regierungs- Anzeiger veröffentlicht am 3. Mai, wie die Kreuz- Zeitung" berichtet, ein Dekret, durch welches fest" Die Tödtung Beltschew's und Vulkowitsch's, sowie eine ganze Anzahl von Verschwörungen gegen die Usurpatoren des Jahres 1886 beweist mit Sicherheit, daß im bulgarischen Volke noch gesunde Elemente des Widerstandes lebendig sind, welche man zwar nicht unterstüßen kann, welche aber durch teinerlei Maßregeln unterdrückt werden dürfen. In dem un gleichen Kampfe gegen die Räuber der Regierungsgewalt schrecken die Patrioten vor Gewaltmaßregeln nicht zurück, eine natürliche Folge der Banditenherrschaft, welche allen göttlichen und menschlichen Gesezen zue wider in Bulgarien Plas gegriffen." Theater. Mittwoch, den 4. Mat. Opernhaus. Cavalleria rusticana. W ( Bauern Ehre). Cosi tan tutte. ( So machen es Alle.) Schauspielhaus. Der Sturm. Deutsches Theater. Die Stützen der Gesellschaft. Leffing- Theater. Die Cameliendame. Berliner Theater. Othello. Wallner- Theater. Ehrliche Arbeit. Residenz Theater. Der Eleine Schwerenöther. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Die Ulanen. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Bellealliance- Theater. Der Günst ling. Kroll's Theater. Die lustigen Weiber von Windsor. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Genosse, der Schloffer 474/1 Carl Lies, am Sonntag, den 1. Mai, an der Proletarier Krankheit entschlafen iit. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 4. Mai, Nachm. 5 Uhr, vom Trauerhause, Lübbenerstr. 8, aus statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand des Sozialdem. Wahlvereins für den 1. Berliner ReichstagsWahlkreis. Am Sonntag, den 1. Mai, Vorm. 9 Uhr, ist mein lieber Mann, der Tischler Ludwig Reinhardt Oftend- Theater. Uriel Acosta. Feenpalat. Spezialitäten- Vorstellung. Leiden fanft entschlafen. im Alter von 51 Jahren nach längerem Gebrüder Richter's Variété. Spean mit tiefer Betrübniß Dies zeigt zialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor 2830b] ftellung. Die trauernde Wittwe M. Reinhardt. Die Beerdigung findet heute, Mitt Kaufmann's Variété. Spezialitäten- woch, den 4. Mai, Nachm. 5½½ Uhr, vom Krankenhaus Am Urban aus statt. Vorstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Achtung! Große Volks- Versammlung für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis am Mittwoch, den 4. Mai, Abends 8 Uhr, im grossen Saale der Berliner Bock- Brauerei. Tages- Ordnung: 451/2 1. Vortrag des Genossen Richard Fischer über: Unsere politische Lage." 2. Diskussion. 3. Die Partei- Konferenz für die Proving Brandenburg resp. Wahl von Delegieten. Einem vielseitig geäußerten Wunsche entsprechend können diejenigen Genossen, welche Karten zur Betheiligung an der Maifeier des ersten Kreises genommen, aber dieselben nicht benutzt haben, bei Abgabe dieser Karten noch nachträglich die Maifest- Zeitung erhalten: im Restaurant Leopold, Markgrafenstr. 88, Seidenstücker, Ecke Jäger- u. Kanonier- scheinen der Genossen ftraße, Wernau, Ecfe Rosen- und Neue Friedrichstraße, und bei A. Taeterow, Mauerstr. 9, v. III, Vertrauensmann des ersten Kreises. 397/9 6. Wahlkreis. Die Inhaber folgender Nummernsofern diefelben bei Knebel, Badstr. 58, entnommen find tönnen sich bei Raschke, Wiesenstraße 8, Hof 3 Tr., melden. 21, 552, 836, 525, 511, 838, 597, 55, 477, 30, 281, 293, 246, 274, 545, 780, 676. Achtung! Von der Bilder- Verloosung bei der im Jägerhaus, Schönhauser Theater der Reichshallen. Spe- Gauverein Berl. Bildhauer. Gauverein Berl. Bildhauer.ee, zialitäten- Vorstellung. PassagePanopticum. Mann Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser treuer Freund und Kollege, der Steinbildhauer Bruno Marten am Morgen des 2. Mai seinem schweren Leiden( Kehlkopf- und mit Steinkopfungenſchwindſucht) im Alter von und Pigmy v. Stanley- Zwergvolk. 10-1 5-9 Uhr. 29 erlegen ist. Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, d. 4. Mai, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Johannis- Kirchhofes, Seestraße( Plößensee) aus statt. Um zahlreiche Betheiligung der Castan's Panopticum Rollegen bei berfelben bittet Friedrichstr. 165a, Ece Behrenstr. Riesin und 374/18 Der Vorstand. Todesanzeige. find noch folgende Nummern beim Unterzeichneten abzuholen: 22, 185, 194, 472, 505, 555, 606, 728, 819, 996, 952, 1051, 1075, 1184, 1253, 1313, 1471, 1502, 1590, 1636, 1637.[ 333/18 W. Grunwaldt, Chorinerstr. 30, v. IV. Beerdigungs- Verein Berliner Zimmerleute. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersucht um zahlreiches Era Der Vertrauensmann. Achtung! Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter ( Klavier- Arbeiter). Große öffentliche Versammlung heute, Mittwoch, den 4. Mai 1892, Abends 0 Uhr, in Joel's Salon, Andreas- Straße 21. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung von der Geraer Konferenz. 486/3 2. Wahl eines Vertrauensmanns für Berlin und 2 Revisoren. Bei der hohen Wichtigkeit der Tagesordnung ist pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Kollegen unbedingt nöthig. Kollegen zeigt, daß ihr den Provinzstädten nicht nachsteht. Die Agitations- Kommission. Zentralverb. d. Maurer Deutschlands ( Zahlstelle I. Berlin, Buzzer). Sonntag, den 8. Mai, in den Bürger- Sälen, Dresdenerstr. 96: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom III. Quartal. 2. Dringlichkeits- Anträge der örtlichen Verwaltung. 3. Vortrag über die Gewerkschaftsbewegung der alten und neuen Beit 4. Verschiedenes und Fragekasten. Am Mittwoch, den 11. Mai( Bußtag): Herren Fusspartie Die nächste Monatssitzung findet nicht nach Rüdersdorf. Abfahrt vom Alexanderplatz 7.36, vom Schlesischen Sonntag, d. 8., sondern erst Sonntag, straße 33, statt. b. 15. b. M., bei Seefeldt, Grenadier- Bahnhof 7.46 nach Erfner. Fußmarsch nach Woltersdorfer Schleuse. Bon hier ab Dampferpartie nach Rüdersdorf. Besichtigung der Kalfberge. Für gute Führung in den Kallbergen wird von den Rüdersdorfer Genossen gesorgt. Zu dieser Partie sind alle Kollegen, Maurer und Puzer, eingeladen. Die Ortsverwaltung. 28336] E. Plöt, Borsigender, Landsbergerstr. 8. Ehrenerklärung. 247/20 Endesunterzeichneter erklärt hiermit, Allen Kollegen, Freunden und Be- daß die gegen Fräulein Margarethe Puppen- Fee tannten die traurige Nachricht, daß Theuer, Elisabethstraße 45a, gethanen Aama. Achtung! Achtung! Bei der Maifeier in Adlershof sind folgende Nummern unser Gatte, Bater, Bruder, Schwager Heußerungen vollständig auf unwahrheit bei der Verloosung gezogen und sind die Gewinne gegen August Krause nannte ein unbescholtenes Mädchen ist. Vorzeigung der Nummern bei mir abzuholen: und Onkel, der Stuckateur am Montag, den 2. Mai, früh 6 Uhr, im Krankenhause Am Urban verschieden ist. Die Beerdigung findet am Donners: tag, beruhen, erklärt vielmehr, daß oben Ge2839b Franz Sacher, Schuhmacher. Bei der Maifeier in Adlershof bei Wiedemann u. Manofeti ist ein Tuch größte Riesin ,, Nachm. 3 Uhr, von der Zeichenhalle gef. Abzuholen geg. Annoncengebühr 391/19 16 J. alt, 9 F. groß. des Thomaskirchhofes in Britz aus statt. Brinzeß Bauline, 16 Jahre alt, 40 Zentimeter groß. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert mit humoristisch. Vorträgen. Großer Frühstücks- u. Mittagstisch fowie 6 Billards, 3 Regel bahnen und 2 Sale. F. Sodike. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Bfg. Hellmuth Peters. Welt- Restaurant Dresdenerstr. 97. Heute und folgende Tage: Auftreten der 1. bayr. Jodler, Konzerthänger und Schuhplattler- Gesellschaft 2836b Für die Hinterbliebenen: A. Krause, Sohn. Am 2. Mai, früh 3/42 Uhr, verschied nach schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Schriftfezer Carl Pick im 52. Lebensjahre. Die Beerdi gung findet am Donnerstag, Vormittags 9 Uhr, vom Trauerhause, Laufiberstr. 41, nach dem Emmaus Kirchhof in Briz statt. 2882b Berlin, den 8. Mai 1892. Wwe. Minna Pick nebst Kindern. 2837b b. Uebel, Wienerstr. 50.[ 2840b Gelegentlich der Maifeier im Jägerhaus ein Schirm verloren. Abzugeben bei W. Stengert, Schönhauser Allee 58 b. [ 28846 Möbel Magazin Paul Neugebauer, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 54a, 162 309 576 38 701 84 288 512 327 677 581 638 630 57 670 20. Ferner ist ein Spazierstock gefunden und bei mir in Empfang zu nehmen. Karl Scholz, Wrangelstr. 32. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend Müllerstraße 33 a- 34. Diejenigen Inhaber von Niederlagen, welche versäumt haben, uns ihre empfiehlt Möbel aller Art u. Polster- bestimmte Zahl der zu liefernden Brote anzugeben, werden ersucht, dieses eigener Fabrit. Theil- fofort zu thun, da sonst Niemand berücksichtigt werden kann. zahlungen gestattet.[ 23662 waaren Reste von Buckskin und Paletotstoffen, passend zu Herren u. Knaben- Anzügen. Damentuche in den neuesten Farben zu Caps, Regenmänteln u. Jaquets empf. billigst E.Sommerfeld, Gebelſtr. 1, am M. Spittelmarkt. Für die liebevollen Beweise der Theil66. Resterhandlung. 66. nahme sowie für die reiche Blumenspende Allen, insbesondere dem Personal Billig Reste zu Knaben- Anzügen von spende iften, insbesondere dem Berſonal 1. Der Berliner Velvetfabrik den herzlich bis zum feinsten Kammgarn, auch pass. Große Anzüge von 7 M. an sten Dank. Wittwe Sill, Stolp i. P. zu Einſegnungs- Anzügen. Große Aus wahl in Baletotstoffen, sowie zu Allen Freunden u. Bekannten empfehle Sommermänteln, Jackets, Plüsch, Atlas, mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal, Seide, Sammt und Spizen. sowie meinen guten alten Nordhäuser. W. Haugk, Boeckhstr. 12. Gardinen- Fabrik. Großes Lager gestickt. u. engl. Tüll- Gardinen, Stores, weiß u. creme. Große Auswahl in Sophas, Tisch u. Bettdecken, auch im Einz. zu den billigsten Fabrikpreisen. E. Knape aus Eutzsch in Sachsen. Brunnenstraße 26, 1 Treppe. M. Jacob Damhofer. Erste Abtheilung der Koschat'schen Sänger, unter Protektion des t. t. Rammerfängers und Komponisten Hrn. Thomas Koschat. Anfg. Wochentags 71/2 Uhr, Entr. 15 Pf. Sonntags 6 Uhr, Entree 30 Betten- Fabrik Wo speisen Sie? In der alt. pommerschen Küche, Dranienstr 181, Hof pt. bei Klein! Frühst. 30Pf., Mittagstisch mit Bier 50 Pf., Abendtisch von 30 bis 50 Pf, nach Auswahl. Eröffnet! 18962 Eröffnet! Wirthshaus zum eichenen Stab Stallschreiberstrasse 29 Die rühmlichst bekannte von 20842 Auf Wunsch alles zugeschnitten, auch angefertigt. Fertige Knaben- Anzüge 66. Karle, Waldemarstrasse 66. Kinderwagen und Reiseförbe, über 200 Stück, i. Ginzeln. bill. zu verk. in d. Korbwaarenfabr. Invalidenstr. 105. Allen Freunden und Parteigenossen empfehle mein Schuhwaaren- Lager. Gute, solide Arbeit, mäßige Preise. H. Müller, S0., Schlesischestr. 3. Flaschen und Kruken mit und ohne Patent- Verschluß liefert Berlin Carl Erdmann, Annenstr. 17/18. Man fordere Preislisten. 492M Binderwagen gebr. Kottbuserstr. 13 R. Kirschberg Arbeitsmarkt. 1b Spandauer Brücke 1b Gegr. 1870 verkauft streng reell vorzüglich füllend Neue Bettfedernpfd.0,50 bis zu den allerbest, nur 3, prima Halbdaunen 1,10 1,50 M. Chinesische von vorzüglicher Daunen Füllkraft 2,50, 3,- Mk., allerfeinste Schwanen- Daunen 4,50, 6,- Mk. grosse neue: Complette Betten, berbett, Unterbett, 2 Kopfkissen in guter Federfüllung 12, 15, 20 Mk. bis zu den allerfeinsten Brautbeiten, onorm billig. Theilzahlung gestattet. Rosshaar, Indiafaser, Seegrasmatratzen nur 3,75M., Bettstellen 4,50, Feldbetten nur 8,50 Mk. Matratzen L Es werden Brote in vier verschiedenen Sorten, à 1,-, 0,75 und 0,50 M., gebacken. Die Verkaufsstellen werden in nächster Zeit im Vorwärts" veröffentlicht. 95/9 Der Geschäftsführer: H. Caspar. Größtes Lager der Louisenstadt! Herren- u. Knaben- Garderobe M. Schulmeister, Schneidermeister Dresdener Strasse 4- Dresdener Strasse 135 ( Kottbuser Thor) 2871L empfiehlt seinen werthen Runden Vorstehendes in streng reellen Qualitäten zu außergewöhnlich billigen Preisen. Bestellungen n. Maass werden in eigener Werkstatt sauber a. gut angefertigt. J. Semmel, praft. prakt. Zahn- Arzt, 2245L Oranienstr. 55, Moritzplatz. Spr. 9-1, 3-5. Jn der Poliklinik für Unbemittelte 8-9 m., 1-3, 5--6 Nachm.( tünfil. Zähne 2 Mart) Adlershof Zigarren Freunden und Genossen empfehle meine Zigarren und Tabake. Wittwe Elise Wolff, Bismarckstr. 37. Uhren- u. Goldwaaren- Geschäft. C. Königsfeld, Reinickendorfer- Str. 69. 2017L Größte Auswahl. Reparaturen gut und billig. Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Lassalle, Marx u. A.) in Bigarrenspihen, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, Manschettenknöpfen, Stöcken, Brochen. Bitten. En gros. En détail. B. Günzel, Brunnenstr. 157, am Rosenthaler Thor. 2274 L Echt Stensdorfer, Bitter- Liqueur, Ltr. 1,20 Mt., 10 2tr. 10 Mt. Johannisbeer- Wein, vorzüglich, Flasche 55 Pf., 10 F1. 5 Mt. Maitrank, frischen, Flasche 65 Pf., 10 Flaschen 5,50 Mt. Tokayer, med. süßer Ungarwein, Literfl. 2,10 mt. [ 518M Himbeer, Kirsch, Johannisbeersaft, Liter 1,20 mt. Ga Belle- Alliance- Plak 6a, Versilberinnen gesucht von( 28286 Eugen Neumann& Co., Si en Friedrichstr. 81. A. Werkmeister, Schmidstr. 8a. Fräser auf Hornknöpfe werden verl. 28316] Blumenstr. 24. Versilberer a. glatte Leisten w. verl. Markus str. 40, II. 28426] Ein 3immer zur Zahlstelle oder Klubs noch einige Tage zu vergeben 28296] Waldemarstr. 16 b. Hilpert. Spenerstr. 32 Freundliche Hofwohnung, Werkmeister Erfahrungen, Stube, Kammer, Küche, 3. 1. Juli gesucht.- Stellung fehr angenehm, vermiethen. 270 M. zu [ 28356 Kreiss. Bohrmasch. zur Bürstenfabr., befähigt größere Uhrwerke( Thurmuhren zc.) ganz selbständig zu bauen, wird für eine renommirte Fabrik Tischlerwertz, Balanciers, Transmiss., Sauernd und gut bezahlt. Offerten unter Treibriemen, Romtoirpulte und vieles M. 2161 an Rudolf Moffe, Berlin Andere sehr billig weg. Aufg. des Be SW., erbeten. 577 triebes. Harmonikafabrik Demminer Weiß- und Bairisch- Bierlokal. Freunde und Genossen find freundlich Sigarren Geschäft Grünauerstr. 9 eingeladen von Rollegen C. Schöning hält sich Freunden und Genoffen Zahlstelle d. deutschen Tischlerverbandes bestens empfohlen. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. 2860L straße 6. 06/14 Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Big. H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. 1785 L LagerBerlins Kinderwagen. Gröte 23 Sp. Andreasfr.23 Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieftr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10. von G. Meyer, Pfandleihe jet Bienertr. 1. Ging. Staligerstr., beleiht j. Werthfache. Kinderwagen ist billig zu verkaufen Rigdorf, Berlinerstr. 113, Pfennig. Hierzu eine Beilage Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 104. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 55. Sigung vom 3. Mai, 11 Uhr. Am Ministertische: Graf Eulenburg, v. Bötticher, Miquel, Herrfurth, Bosse, von Berlepsch und Rommiffarien. Die zweite Berathung des Nachtragsetats für 1892/93 ( Gehalt des Ministerpräsidenten) leitet Mittwoch, den 4. Mai 1892. fang und das Ende der regelmäßigen Arbeitszeit, über die Pausen und über die Ueberschichten. Nr. 1 wird genehmigt. 9. Jahrg. Abg. Eberty: Ein förmlicher Vertrag mit Unterschrift wird gar nicht verlangt. Abg. Bachem( 3.) schließt sich diesen Ausführungen an. Es Nr. 2 schreibt vor, daß die Arbeits- Ordnung enthalten muß sei nur eine Kleinigkeit, die von den Bergwerks- Berwaltungen Bestimmungen über die Festsetzung des Schichtlohnes und der verlangt werde, im Interesse des sozialen Friedens. Wenn im gedingberechtigten Personen, über die Zeit des Abschlusses des Reichstage eine solche Bestimmung in Frage stände, würden die Gedinges u. s. w. Die Kommission hat gestrichen die Bestimmung Konservativen dort ohne weiteres dem Antrage zustimmen. Die über die Art der Bemessung des Lohnes für den Fall, daß eine Arbeiter haben das Recht, eine solche schriftliche Ausfertigung Vereinbarung nicht zu Stande kommt. zu verlangen; da kann man doch auch die Pflicht der BergwerksDie Abgg. Eberhard und Ihenplis( t.), sowie der Verwaltung zur Ausstellung einer solchen schriftlichen Bescheinigung Referent Abg. v. Huene ein mit einem Berichte über die Abg. Hiße und Genoffen beantragen übereinstimmend die Wieder aufnehmen. Rommiffionsverhandlungen, in welchem auch über die Repräsen- herstellung dieser Bestimmung. Der Antrag Hike wird mit 130 gegen 100 Stimmen ab tationstoften furz verhandelt wurde. Außerdem wurde verhandelt Abg. Hihe( Bentr.) spricht seine Freude über die Meinungs- gelehnt und§ 80c unverändert angenommen. über die Vorgeschichte der Stelle eines Ministerpräsidenten und änderung der Konservativen aus und empfiehlt die Wieder- Nach§80d der Vorlage sollen alle Strafgelder an die der Stelle eines Vizepräsidenten des Staatsministeriums. In der herstellung der Vorlage. Knappschaftstaffe oder an die bei einem Bergwerke bestehende Rommission wurde gewünscht, daß die Ausgabe für den Vize- Abg. Eberhard( fonf.) glaubt, daß die Schwierigkeiten, Unterstüßungskaffe abgeführt werden, leßteres aber nur, wenn die präsidenten in Wegfall kommen möge; man verzichtete aber dar- welche die Aufnahme einer solchen Bestimmung in die Arbeits- Arbeiter an der Verwaltung der Kaffe mitbetheiligt sind und auf, einen Beschluß herbeizuführen, indem man auf eine befrie- ordnung verursachen könnten, dadurch aufgehoben würden, daß wenn die Kaffe dem Ober- Bergamt jährlich eine Uebersicht über digende Erklärung der Regierung hoffte. dadurch mancherlei Streitigkeiten verhindert werden. ihren Stand einreicht und diesen auch zur Kenntniß der Arbeiter Finanzminister Miquel: Ich kann namens der Staatsregie Abg. Schmieding( natlib.) glaubt, daß die Vorlage in bringt. rung die Erklärung abgeben, daß der heutige Beschluß der zu- manchen Punkten in angeblichem Interesse der Bergarbeiter all- Die Kommission will diese lettere Bestimmung streichen. fünftigen Gestaltung dieser Etatsposten durchaus nicht präjudizirt. Gachen, die im Bergbau durchaus ebenso lägen wie in der an deren Verwaltung die Arbeiter betheiligt sind, an die Knappzuweit über die Gewerbe- Ordnung hinausgehe und zwar in Abg. Hike will die Strafgelder nur solchen Kassen zuweisen, Diese Erklärung dürfte wohl befriedigen. Abg. Rickert( dfr.): Diese Erklärung ist durchaus unbefrie- übrigen Fabrikindustrie. In der Nr. 2 würde seine Freunde für schaftskaffen sollen die Gelder nur gehen, wenn die Arbeiterdigend, denn wir können bei der nächsten Etatsberathung auch ohne die Wiederherstellung der Regierungsvorlage ftimmen. Redner beiträge entsprechend ermäßigt werden. eine solche Erklärung über die Etatsposten anders verfügen. Es tadelt dann die heftigen Angriffe gegen die Mehrheit der Kom- Abg. Szmula( 3.) empfiehlt diesen Antrag, weil bei dem liegt aber die Möglichkeit vor, daß jezt ein Bizepräsident des mission, welche die Tremonia gebracht habe. Da sie von den Arbeiterausstande hauptsächlich auch darüber Unzufriedenheit Staatsministeriums ernannt wird, der kein Resort und fein Reichs- Bentrumsmitgliedern der Kommission nicht herrühren könnte, herrschte, daß diese Strafgelder, die den Arbeitern abgezogen so hätte die Redaktion sich dieselben wohl aus den Fingern wurden, nicht zu Gunsten der Arbeiter verwendet wurden, sondern Abg. Limburg- Stirum( t.): Wir sind durch die Erklärung gefogen. unkontrollirt von den Unternehmern verwendet worden sind. Dieses des Finanzministers befriedigt und werden für den Nachtragsetat Abg. Ritter( frtons.) spricht sich ebenfalls für die Wieder- Mißtrauen muß beseitigt werden. ftimmen. Wir halten uns nicht für befugt, eine einmal bewilligte herstellung der Regierungsvorlage aus, welche auch die Abgg. Stelle, auf welche hin eine Organisation geschaffen ist, zu streichen. Meyer- Berlin und Hammacher empfehlen. Es ist in der Kommission der Antrag gestellt worden, schon jetzt Abg. Size( 3.) verwahrt sich dagegen, daß das Zentrum bie Streichung des Gehaltes des Bizepräsidenten vorzunehmen. für den Inhalt einzelner Artikel der Presse verantwortlich geBir haben uns aber darauf nicht eingelassen, wir wünschen nur, macht werde. daß unsere Befugniß, im nächsten Jahre eine Streichung vorzunehmen, anerkannt würde. Deshalb find wir von der Er tlärung des Ministers befriedigt. amt hat. Abg. Bachem( 3.) empfiehlt ebenfalls die Bewilligung des Etats und will Alles der fünftigen Entwickelung vorbehalten; daß das Haus nach keiner Richtung hin gebunden ist, ist klar gestellt. Abg. Dasbach( 3.): Der scharfe Artikel der„ Tremonia" ist wohl veranlaßt durch die gehäffigen Angriffe, welche nationalliberale Blätter, so z. B. die Rheinisch- Westfälische Zeitung", gegen die Sentrumsmitglieder der Kommission gerichtet haben. Abg. Ritter( freitons.) bezweifelt, daß eine solche Vorschrift, wie sie beantragt werde, den sozialen Frieden fördern würde. Minister Berlepsch: Die Annahme der Kommissionsvorschläge würde zum Mißtrauen führen. Nicht die Arbeiter, sondern andere Personen haben Anstoß daran genommen, daß über die Verwendung der Strafgelder feine Aufklärung zu erhalten war. Die Regierung ist bei ihren Vorschlägen nicht vom Mißtrauen gegen die Bergwerksbefizer ausgegangen. Da die Gewerbe- Ordnung eine solche Bestimmung, wie sie die Regierungsvorlage enthält, nicht hat, so will ich keinen Widerspruch gegen die Streichung der Bestimmung erheben. Abg. Hitze bedauert, daß die Regierung ihren eigenen Vorschlag nicht aufrecht erhält. Abg. von Bockelberg( t.) bekämpft den Antrag Size, weil derselbe von einem ungerechtfertigten Mißtrauen gegen den Arbeitgeber diktirt sei oder wenigstens bei den Arbeitern diesen Schein erwecke. Nr. 2 wird darauf unter Wiederherstellung der Regierungsvorlage genehmigt. Nach Nr. 3 sollte die Arbeitsordnung enthalten Bestimmungen Abg. Rickert( dfr.): Golche budgetrechtliche Theorien sind über die Beit und Art der Abrechnung, über Zeit und Art der hier noch nicht vorgetragen worden. Daß wir nicht gebunden Lohnzahlung, über die Voraussetzung der Abzüge für ungenügende sind, ist selbstverständlich. Es handelt sich darum, ob die Re- Arbeit, über die Vertreter der Bergwerksbefizer, welche solche gierung sich für ermächtigt hält, einem Vizepräsidenten, der sein Abzüge machen können und über die Verwendung der aus AbGehalt nicht als Reffortchef erhält, das nun im Etat stehende zügen aufkommenden Geldbeträge. Gehalt eines Bizepräsidenten zuzuweisen. Besser wäre es, dieses Die Kommission will nur über Berechnung und Zahlung des Gehalt zu streichen. Lohnes und über die Personen, welche die Abzüge bestimmen, so- Abg. Bachem( 3.) erhebt Widerspruch gegen eine solche Finanzminister Miquel: Der Beschluß der Budgetkommission wie über den Beschwerdeweg Vorschriften in die Arbeitsordnung Darstellung des Antrages. Der Zustand, daß die Arbeitgeber ist einstimmig gefaßt worden, nachdem ich die Erklärung ab- aufnehmen, einseitig die Strafen diktiren und einziehen und über ihre Ver gegeben hatte, welche von den Parteien dort gewünscht wurde. Die Abgg. Sitze und Genossen beantragen die Vorschrift wendung feine Auskunft geben, kann nicht aufrecht erhalten werIch habe erklärt, daß durch den Beschluß zum Nachtragsetat die über die Voraussetzung der Abzüge wieder aufzunehmen; Abg. den. Deswegen follten die Strafgelder in erster Linie immer den Position für den Bizepräsidenten gar nicht berührt wird. Schwierig- Eberty will die Vorschrift über die Verwendung der Abzüge Unterstützungskaffen zugeführt werden, wo sie den betheiligten feiten können allerdings durch Unklarheiten provozirt werden, einfügen. Abg. Hammacher will die Vorschrift über die Vor- Arbeitern zu Gute kommen. Im Reichstag hat ein wärmerer aber sie werden auch provozirt durch unnöthige Aufwerfung von aussehung der Abzüge in etwas anderer Form als die Vorlage Ton bezüglich des Arbeiterschußes geherrscht als hier im Hause, Dottorfragen. Wenn wir das Gehalt des Bizepräsidenten streichen, einfügen, indem statt Boraussetzung" gesagt wird Fälle." namentlich auf der rechten Seite. dann entsteht die Streitfrage, ob ein gesetzlich festgestellter Etat Abg. Hitze spricht sich gegen den Antrag Eberty aus, weil Abg. Hammacher: Es würde den Vorzug verdienen, die burch einen Nachtragsetat geändert werden fann. Wir werden an einer andern Stelle der Borlage eine Rautel gegen Mißbrauch Strafgelder in erster Linie den Unterstützungskassen der Bergauch im laufenden Jahre das Gehalt des Vizepräsidenten wieder vorgesehen sei; für den Fall der Ablehnung seines Antrages werke zuzuwenden, die Gewerbe- Ordnung fellt ja den Grundsatz ersparen; damit ist dann die ganze Streitfrage beseitigt. empfiehlt er den Antrag Hammacher. auf, daß die Strafgelder möglichst den betheiligten Arbeitern zu Gute foimmen sollen, aber die Antragsteller wollen diese Unterstützungstaffen den Bergwerks- Befihern so gelegentlich aufzwingen; insbesondere sollen die Vertreter der Arbeiter bei der Verwaltung durch geheime Wahl gewählt werden, es ist doch fraglich, ob eine solche Frage so nebenbei geregelt werden kann. Abg. Frande( natl.): 28ir wollen der Regierung deutlich) Abg. Ritter( freit.) spricht sich gegen alle Anträge aus, fagen, daß wir zwei Präsidenten des Staatsministeriums ohne während Reffort nicht bewilligen wollen. Wir wollen aber die Regierung Abg. Dasbach die Wiederherstellung der Regierungsvorlage nicht binden durch einen Beschluß, sondern wünschen nur eine für nöthig hält, weil nur dadurch die bei dem BergmannsausErklärung von der Regierung, daß sie sich klar darüber ist, daß ftande laut gewordenen Klagen der Arbeiter beseitigt werden Das Haus nicht 2 Gehälter für Minister ohne Reffort zahlen könnten. Abg. Eberty( dfr.) tritt für den Antrag Hiße ein, welcher will. Das Haus will sich also nicht binden, im nächsten Jahre Abg. Hammacher empfiehlt seinen Antrag, der leichter aus vollständig den Bestimmungen der Gewerbe Ordnung entspreche. awei solche Gehälter zu bewilligen. führbar sei als die Vorlage. Minister Berlepsch: Wir würden die Bestimmungen der Ref. Abg. von Huene: wir hätten das Recht, schon jetzt Minister v. Berlepsch kann keinen großen Unterschied Gewerbe- Ordnung einfach übernommen haben, wenn uns nicht die Streichung des Gehalts des Vizepräsidenten vorzunehmen; zwischen der Vorlage und dem Antrag Hammacher entdecken. Es die Knappschaftstassen besonders am Herzen gelegen hätten. Es aber davon wollten viele Mitglieder der Kommission absehen, folle nur dafür gesorgt werden, daß in der Arbeitsordnung über- ist altes Recht, daß im Bergbau die Strafgelder an die Knappweil sie glaubten, daß die Verhältnisse sich bis zum nächsten haupt gesagt wird, daß unreine und unvollständig beladene fchaften fließen. Das geschieht nur in wenigen Fällen nicht. Jahre so ändern könnten, daß man dann eine endgültige Wagen genullt, b. h. nicht bezahlt werden. Wird der Vorschlag Daß die Bergwerksbesitzer sich dadurch bereichern, ist ausgeschloſſen Regelung eintreten lassen könnte. Ich habe die Ueber der Kommission angenommen, so wird überhaupt keine Be- Die Strafgelder find minimal im Berhältniß zu den Beiträgen, zeugung, daß die Regierung die Stelle des Vizepräsidenten nicht stimmung über das Nullen in der Arbeitsordnung enthalten sein; welche die Besitzer zahlen. befeßen wird, wenn ber Finanzminister es auch nicht ausbrück- das wäre bedenklich. Abg. Ritter wendet sich nochmals gegen den Antrag Size, lich erklärt hat. Deshalb will ich den Nachtragsetat bewilligen. Die Abgg. von Bockelberg und Site empfehlen mindestens der weiter gehe als die Regierungsvorlage; darin liege ein Miß Abg. Graf Limburg- Stirum: Die Regierung ist jetzt formell die Annahme des Antrags Hammacher, während die Abgg. trauen gegen bie Arbeitgeber. berechtigt, das Gehalt des Vizepräsidenten im laufenden Etats- Ritter und Schmieding die Annahme der Kommissionsvor- Darauf wird der Antrag Hihe abgelehnt und§ 80 d nach jahre zu verwenden, aber wir behalten uns das Recht vor, das schläge für richtiger halten. den Anträgen der Kommission angenommen mit der Aenderung. Gehalt nach dem 1. April 1893 nicht mehr zu bewilligen. Abg. Hammacher spricht die Befürchtung aus, daß die An- daß die Knappschaftstassen aus demselben herausfallen, sodaß die Strafgelder an die Unterstützungstaffen gehen. Abg. Meyer- Berlin( fr.): Durch die Erklärung des Finanz- nahme der Regierungsvorlage zu Schwierigkeiten führen würde; miniſters find die Mitglieder der Budgetfommission durchaus es würde jedem Agitator leicht werden, in einer fulminanten Darauf wird die weitere Berathung um 4/4 Uhr bis Mitte haft gebunden; ich bin nicht von dieser Erklärung befriedigt. Ich gebe zu beweisen, daß die Arbeitsordnung dem Gesetze nicht woch 11 Uhr vertagt; außerdem dritte Berathung des Nachtragshatte die Streichung des Gehaltes des Vizepräsidenten beantragt, entspreche. den Antrag aber zurückgezogen, weil Herr v. Huene als Meinung Abg. Dasbach giebt das Versprechen, solche fulminanten Nr. 3 wird mit dem Antrag Hammacher angenommen. Die genehmigt. etats. Parteinachrichten. der Kommission feststellte, daß beide Gehälter zusammen nicht ge- Reden nicht zu halten. zahlt werden sollten, daß darüber die Regierung eine Erklärung abgeben sollte. Die Erklärung in diesem Sinne ist nicht abgegeben. Deshalb stelle ich den Antrag auf Zurückverweisung in Entlassung aus der Arbeit, über die Strafen, die Verwirkung in übrigen Nummern dieſes§ 80b, welche über die ständigung wie bg. Lieber( 3.): Die Erklärungen von Ministertische haben, von Lohnbeträgen und die Berechnung der gelieferten Werkzeuge Nachträgliches zur Maifeier. Die sozialdemo erweit ich file richtig, auffaſſe, igen, Den ble Butgeile alien, Beſtimmungen enthalten, werden ohne Debatte genen erwartete. Die Regierung will zwei Gehälter nicht ausgeben. schluß des Gedinges den Lohn zu verlangen, der an derselben artikeln gab fie der Idee, von welcher die Maifeier getragen, au§ 80c giebt den Arbeitern das Recht, bei nichterfolgtem Ab- ratische Bresse hatte zur Feier des 1. Mai nicht verfehlt, zu alt gerjelben gleichfalls ein Festgewand anzulegen. In Gedichten, und LeitWir wollen ihr aber die Möglichkeit laffen, entweder den Arbeitsstelle der vorhergehenden Lohnperiode gezahlt worden Ministerpräsidenten oder den Vizepräsidenten mit besonderem en Arbeitern ferner werben, auf sprechenden Ausdruck. Ueber die vom Parteivorstand herausden gegebene Maifest Zeitung", deren Redaktion dem Genossen ministers den Herren nicht genügt, so hat derselbe vielleicht die thre Kosten von der vorschriftswidrigen Beladung u. f. w. Schippel oblag, haben die Maifest- Theilnehmer selber ihr Urtheil. Güte, seine Erklärung zu wiederholen. Bemerkt mag daher nur sein, daß, soweit wir die Meinung der Kenntniß zu nehmen. Die Abgg. Sitze und Genossen beantragen einen Zusatz, die Erklärung wieder wonach die Gedinge in ein Buch eingetragen werden und den Genoffen ermitteln fonnten, Jedermann mit Inhalt, Schmuck und holen. Die Regierung erkennt an, daß der endgültigen Regelung Webeiten offen vorgelegt werden soll. bere eie roten der technischen Herstellung der„ Maifest Beitung" hoch zu durch den Nachtragsetat nicht vorgegriffen werden solle. Darin allein die Streitigkeiten vermieden werden, die daraus entſtehen, frieden war. liegt selbstverständlich, daß die Regierung ihrerseits nichts thut, daß den Arbeitern kein Beweismaterial über den Abschluß der was materiell der endgiltigen Regelung vorgreift; die Regierung Gedinge vorliegt. wird also nicht zwei Gehälter nebeneinander ausgeben. Abg. Ritter: Mit solchen Einzelheiten sollte sich der GesetzAbg. Rickert( fr.): Wenn die Erklärung des Finanznur wünschen, daß Herr Haß, den das Unternehmerthum den klassenbewußten Arbeitern Da die Maifeier jedes Jahr Gelegenheit bieten wird, den hörden gegenüber den für ihr gutes Recht demonstrirenden Arentgegenbringt, und die unfreundliche Haltung, welche die Be ministers gleich so gelautet hätte, hätten wir uns die Debatte geber nicht befassen, zumal eine solche Vorschrift schwierig durch beitern im Allgemeinen nur übrig haben, gewissermaßen in einem Abg. Dasbach verweist auf die Denkschrift über den Berg- Rundgemälde zu fixiren, wird es im Interesse der Arbeiterbewegung nüßlich sein, wenn die sozialdemokratischen bekannt gemachten Gedinge hervorgehoben seien. Maifeier bezügliche Literatur einverleiben, so namentlich die Festschriften, Verbote, bemerkenswerthe Stimmen der gegnerischen Presse. Wit wenig Mühe läßt sich so jedes Jahr ein Attenstück schaffen, dessen Studium in späteren Jahren von hohem Interesse ist. Wenn die Organisationen nicht im Be fitz der erwähnten Literatur aus früheren Jahren sind, wird sich durch Inanspruchnahme der Privatbibliotheken der Genossen im Wege einer in dem betr. lokalen oder provinziellen Parteiblatte veröffentlichten Aufforderung wohl überall Ersatz schaffen Laffen.seinem Amt bleibt, damit das Provisorium bestehen bleibt. Scharbeiter- Ausstand, in welcher die Klagen über die nicht genügend Organisationen ihren Archiven die auf die Abg. Schmieding spricht sich gegen den Zusatz aus, weil Dadurch den Bergwerks- Verwaltungen zu große Arbeiten zu gemuthet würden, namentlich wenn jedem Arbeiter auch noch eine schriftliche Bescheinigung über das Gedinge gegeben bitte daher auch das Haus, alles zu vermeiden, was irgendwie die Gesundheit des Herrn von Bötticher alteriren tönnte. ( Heiterkeit.) Der Nachtragsetat wird darauf unverändert bewilligt. Es folgt die zweite Lesung des Gesetzentwurfs, betreffend die Abänderung einzelner Bestimmungen des all werden soll. gemeinen Berg- Geseze3 vom 24. Juni 1865. Die Abänderungen find nothwendig geworden wegen der Aenderung der Vorschriften der Gewerbe- Ordnung. Abg. Stögel( 3.) verweist ebenfalls auf die Klagen der Bergarbeiter während des Ausstandes, wo die Unsicherheit über die Gedinge die Hauptursache zu Mißverständnissen und Streitig 184 a( Arbeits- Ordnung) der Gewerbe- Ordnung entsprechen, liegen Bu§ 80 und 80 a, welche den§§ 184( Arbeitsvertrag) und teiten, gewesen sei. Nachdem noch die Abgg. Hike und Eberty für die Annahme Anträge nicht vor.§ 80 b enthält entsprechend dem& 134 b Der des Antrages eingetreten, spricht sich Gewerbe Ordnung die Vorschriften über den Inhalt der Geheimer Bergrath Fürst gegen die Annahme des Antrages aus, weil bei lebergabe schriftlicher Gedinge mit gegenseitiger Nach Nr. 1 soll dieselbe enthalten Vorschriften über den An- Unterschrift auch die Stempelpflichtigkeit eintreten würde. Arbeits- Ordnung. Ueber die Zahl der Theilnehmer an der Maifeier liegen Angaben aus folgenden Orten vor: Berlin und Umgegend 150 000; die gestern bezüglich der einzelnen Lokale angegebenen Zahlen sind viel zu niedrig, weil die ab- und zus gegangenen Massen dabei nicht in Betracht gezogen waren. Han "over üd uuu, Leipzig säu—-ioOoo, �»lZdam 2000, Bielefeld 5000, tamburg wohl 100 000, Staßfurl 1500, Dorf Loderburg bei taßfurt 200. Breinei haven: Festziig 3000 Personen, 12 Fahne», Fest im Kolosseum 5000 Personen. Elberfeld und Braunschweig sehr starker Besuch, Mainz 5000, Halle a. S. 2—2500(beim verregneten Ausflug nach der Dölauer Haide), die Polizei war überflüssiger Weise äußerst zahlreich vertreten. In Offenbach war an Stelle des verregneten Waldfestes in drei Lokalen die für diesen Fall vorgesehene Feier arrangirt worden, der Besuch der- selben war zahlreich. Reden über die Bedeutung der Maifeier durften, angeblich auf Anordnung des Kreisamts, nicht gehalten werden, was im Gesetze keine Stütze findet. Mannheim 5—6000 Personen. In Ludwigshafen war die Vormittagsversammlung infolge des Regenwetters nicht stark, von ca. 400 Per- sonen besucht, der Zudrang zum Festbankett dagegen, das Abends stattfand, war so bedeutend, daß Hunderte keinen Platz mehr fanden. Dessau 500 Theilnehmer, Würzburg sehr zahlreicher Besuch des Volksfestes trotz des schlechten Wetters. München: die Volksversammlung im Münchener stindl-Keller war von weil über 5000 Personen besucht. In Dresden war der Ausflug durch das schlechte Wetter be- eintrachtigt- immerhin nahmen nach der dortigen„Gerichts-Ztg." noch gegen 6000 Personen an demselben Theil. Brandenburg: Die Zahl der Theilnehmer am Spaziergang nach Schmerzke be- trug zwischen drei« und viertausend. Nürnberg: Die beiden Volksversammlungen am Sonnabend waren trotz des zur Zeit ihres Beginns eingetretenen Schneesturms sehr gut, namentlich auch Seitens der Frauen besucht; auch die Versammlungen in den Vororten erfreuten sich guten Besuchs, mit Ausnahme Muggenhofs; das zum 1. Mai geplant gewesene Volksfest ist be- kanntlich verschoben worden. Breslau: Die vier Volksversainm- klingen waren sehr stark besucht; am Ausflug nach der Schweden- schanze betheiligten sich viele Tausende; das Wetter war un» günstig. Am Ausflug der Magdeburger nach Ottersleben nahmen über 6000 Personen Theil; von den Versammlungen am Sonnabend hatte die in Buckau 2000 Besucher. Frankfurt a. O.: Unerwartet zahlreiche Betheiligung. Guben: Volksversammlung voii 2000 Personen besucht. In Cannstadt wurde das Fest ivegen ungünstigen Wetters verschoben, trotzdem besuchten 400 bis 500 Personen das Festlokal. Ulm: Da nicht allein die Lokale, sondern auch die Plätze abgetrieben worden waren, zogen die Mai-Manisestanten nach Neu-Ulm. Stuttgart: Vormittags vier große Volksversammlungen; die Betheiligung am Nach- nlittagösest in den verschiedenen Lokalen war zahlreich. In Bremen zählte der Festzug mehr als 6000 Theilnehmer; die Zahl der Fahnen betrug ca. 50; Bruhns und Gottlieb hielten die Festreden. Frankfurt a. M.: Die Versammlungen waren gut besucht, zum Theil überfüllt; das Waldfest ist des außerordcutlich schlechten Wetters wegen bekanntlich verschoben worden. In Hanau hatten sich trotz des strömenden Regens immer noch 500 Personen auf dein Festplatze eingefunden. In Friedberg kam man Abends in helle» Schaaren zum Festlokal. Altona: Guter Verlauf der Feier. Die Stettiner zogen in Zahl von mehreren Tausenden nach Pommerensdorf. •» Tie Maifeier der Hamburger Arbeiterschaft hatte sich einer bedeutend größeren Betheiligung seitens der Gewerkschafts- korporationen l.»d anderer Arbeitervereinigungen zu erfreuen, als im vorigen Jahre. Die dortigen Korrespondenten auswärtiger bürgerlichen Organe depeschirten, wie uns von dort berichtet wird, ihren Blättern lächerlich geringe Zahlen hinsichtlich der am Fcstzuge Belheiligten. Die„Franks. Ztg." z. B. giebt die Zahl dersetben auf 15 000 an, möglich, daß ein Jrrthum vorliegt und eine Stull vergessen wiirde. Der Wahrheit am nächsten kommt es jedenfalls, die Zahl der am Zuge Theilnehmenden auf 100000 zu schätzen. Aus dem Festplatze drängten sich gewiß annähernd 150 000 Menschen. ES marschirten im Zuge 150 verschiedene Korporationen mit ihren Fahnen und Emblemen und über 15 Musikkorps. Mehr als 4000 Frauen und Mädchen nahmen am Festzuge theil. Die Aufstellung, erfolgte am linken Ufer der Außenalster, so daß das Ende des Zuges sich in der Nähe der Kunsthalle formirte. Der Festplatz ielber war beim sogenannten Mühlenkamp aus der Rennkoppel des Traberklubs, einem ge- räumigcn Areal, das sich aber als fast zu klein für die Fest- theilnehmer erwies. Sämmtliche Zugänge zu den Straßen, in welchen der Zug Ausstellung nahm und durch welche er sich be- wegte, war von Schutzleuten zu Pferde und zu Fuß abgesperrt, so daß die Festzügler sich in freiesler Weise bewegen konnten. Die Ordnung seitens der Arbeiterschaft war natürlich eine musterhafte. De» Weisungen der Festordner und-Ordnerinnen wurde überall bereitwilligst Folge geleistet; aber auch das Benehmen der Schutzmaunschaften war im Gegensatz zu vielen anderen Städten kein störendes. Das Wetter war, wenn auch ohne hellen Sonnen- schein, doch freundlich und miliH, so daß der Ausenthalt im Freien durchaus nicht unbehaglich war. Einen prächtigen Anblick ge- währte es, als auf der Tribüne sämmtliche Banner- und Fahnen- träger in langer Reihe versammelt waren und vor den Tausend und aber Tausenden, die dicht gedrängt sich schaarten, der Reichs- tags-Abgeordnete Karl F r o y m e seine kernige Festrede hielt, worauf von sämmtliche» Gesangvereinen bei Musikbegleitung die Arbeitennarseillaise gesungen wurde. In gemüthlichster Weise vertheilte sich darauf die Menge in die verschiedenen geräumigen Erfrflchungszelle, welche, über 60 an der Zahl, freilich die Gäste bei Weitem nicht bergen konnten, so daß eine große Zahl Fest- theilnehmer sich auf die benachbarten Lokalitäten vertheilte; auch der große Park des Mühlenkamp-Etabliflements war voll besetzt. So verlies die Maiseier der Hamburger Arbeiterschaft in der er- sreulichsten und würdigsten Waise und wenn die Bourgeoispresse, da sie sonst nichts zu tadeln findet, die Zahl der Theilnehmer in kleinlicher Weise zu verkleinern sucht, so kann man ihr dieses kindliche Vergnügen gerne gönnen. Dortmund. Die Betheiligung au der Maifeier hat selbst die kühnsten Hoffnungen übertroffen. Mehr als 7000 Menschen füllten schon Nachmittags 3 Uhr die weiten Räume der Hoberts- bürg und immer noch zogen neue Schaaren herbei, so daß gegen 5 Uhr die Zahl der Theilnehmer noch eine erheblich höhere war und das Gedränge nicht nur auf der großen Festwiese— auf »velcher Schaubudenbcsitzer ihre Sehenswürdigkeiten mit lauter Slimnie anpriesen— sondern selbst in den weiten Gartenanlagen sich fast bis zur Unerträglichkeit steigerte. In den Saal zu ge- langen, worin Genosse Block die Festrede hielt, war unter diesen Umständen für mehr als die Hälfte der Anwesenden zur Un- Möglichkeit geworden. Die Stimmung war trotzdem eine vor- treffliche. Die überflüssigeriveise zahlreich ausgebotene Polizei- Mannschaft verhielt sich ruhig, nur Abends 11 Uhr, als plötzlich von einem Kommissar Feierabend geboten und zum Auseinandergehen ausgefordert wurde, welchem Verlangen bei dem Gedränge natürlich nicht ein Jeder sofort Folg? geben konnte, kam es zu bedauerliche» Rempeleien, wobei eimge Personen von den Pferden der Polizisten über den Hausen gerannt wurden. Bei dieser Gelegenheit haben die sozialdemokratischen Arbeiter Dortmunds bewiesen, daß sie sich bewußt sind, unserer Sache einen besseren Dienst zu erweisen, wenn sie jede Provokation, von welcher Seite sie auch immer kommen niöge, kaltblütig von sich abweisen, als nach dem Rathe gewisser Maulhelden ihr Recht mit der Faust zu vertheidigen. Erfreulich ist es, miithcilen zu können, daß wir hier aus dem Lande festen Fuß gefaßt haben selbst in solchen Orten, wo bisher die ultramontane Heuchlersippe das ganze öffentliche Leben beherrschte. Die starke Betheiligung der Arbeiter aus solchen Orten an der Maifeier hat den Beweis� dafür geliefert. Vom Harz. Die Genoffen von Lauterberg, Herzberg, Andreasberg und Umgegend beginge» die Maifeier gemeinschaft- lich in Schcrzfeld. Zirka 600 Genossen und Genossinnen betheiligten sich daran. Nachmittags von 2—5 Uhr war Konzert, welchem eine Ansprache des Vertrauensmanns folgte und zuin Schlüsse gab's Tanzvergnügen, welches bis zum Morgen dauerte. Nur zu schnell vergingen den Festtheilnehmern die froh verlebten Stunden, bis der schrille Ton der Lokomotive zum Abschied mahnte. Mit dem Bewußtsein, den Achtstundentag aufs würdigste gefeiert zu haben, fuhr man der Heimat zu. Würzen i./S. 2. Mai. Trotz des regnerischen Wetters verlief die heutige Maifeier unter außergewöhnlich zahlreicher Bctheiligung. Bei rinnendem Regen strömten an 700 Genossen und Genossinnen nach dein eine Viertelstunde von der Stadt gelegenen Festlokal. Nach dem Gesang der Marseillaise hielt Redakteur Thiele die Festrede, welche stürmischen Beifall fand. Punkt 5 Uhr mußte auf Anordnung der Polizei die Feier beendet sein, da für diese Stunde der'Wirth den Beginn der Ballmusik angemeldet hatte und eine vom Wirthe erbetene Hinaus- rllckung des Beginns desselben von der Polizei nicht genehmigt worden war. Trotzdem war die Anordnung getroffen worden, daß von 5 bis 6 Uhr der Saal leer stehen müsse. Da die ander- weiten Räumlichkeiten des Festlokales bei weitem nicht hinreichten, die Erschienenen während der Sperrstunde aufzunehmen, mußten fast alle den Weg zur Stadt machen und dann wiederkommen. Das geschah denn auch in einem Umfange, daß der abendliche Ball überaus starken Zuspruch fand. Auch dieser Theil der Feier verlief in bester Weise. »» Maifeier im Auslände.* Die italienischen Blätter stellen, wie die„Voss. Ztg." miltheilt,„hochbefriedigt den ruhigen Ver- lauf der Maifeier fest und bedauern die vom Bürgerthum viel- fach bewiesene Aengstlichkeit." Die Mailänder Presse verlangt die Versetzung des Polizei-Direktors, weil er u n n ö t h ig ein scharfes Vorgehen der Truppen und unterschiedslose Ver- Haftungen verschuldet hat. Laut der„Tribuna" befinden sich unter den 55 Verhafteten überwiegend friedfertige Passanten, denen nur ungenügende Leichtfüßigkeit bei der Räumung des Domplatzes und der Galerie durch das Militär zur Last fällt. Eine veruuglückte Anzapfung der Sozialdemokratie leistet sich die Berliner„Volks-Ztg.", indem sie in einer Kritik der Hamburger Tabakarbeiter-Genossenschaft sagt:„Entsprechend der Entwickelung des Unternehmens, gebrauchen die Herren mehr Geld; statt dasselbe nun durch Ausnahme neuer Genoffen, welche an dem Reingewinn Antheil haben, zu schaffen, haben sie be- schlössen, das Geld durch Ausgabe von Schuldscheinen zu be- schaffen, d. h. sich Geld zu borgen und dasselbe zu verzinsen, ganz nach kapitalisttfcher Manier." Die Sozialdemokratie hat mit der Errichtung von Genossen- schaften bekanntlich gar nichts zu thun, was auch die„Volks-Ztg." nunmehr wissen könnte. Gerade hinsichtlich der Hamburger Tabakarbeiter-Genossenschaft hätte sie sich aus den Berichten des „Vorwärts" bessere Information einholen können. I« Neudorf, einem am Fuße des Fichtelgebirges gelegenen erzgedirgischen Orte, fand am 30. April zum ersten Male eine öffentliche sozialdemokratische Versammlung statt; der sozialdemo- lratische Wahlverein für den 21. sächsischen Reichstags-Wahlkreis hatte dieselbe arrangirt. Trotz des großen Schneefalles war die Versammlung von über 300 Personen besucht. Genosse Grenz. Chemnitz sprach über:„Die politische und wirthschaftliche Lage Deutschlands." Die Zuhörer folgten den Ausführungen nnt großer Aufmerksamkeit und bekundeten durch lebhaften Beifall ihr Einverständniß mit dem Vortrage, der darin gipfelte, daß nur die Sozialdemokratie allein bestrebt und fähig sei, bessere Zustände zu schassen. Trotz wiederholter Aufforderung meldete sich kein Gegner zum Wort. Am 1. Mai sollte Grenz Vor- mittags in Zschopau und Nachmittags in Annaberg über die Be- deutung der Feier sprechen. Beide Versammlungen sind vereitelt worden: die Versammlung in Annaberg durch Zurückziehung des Lokals, die Zschopauer Versammlung dadurch, daß sie der angeblich freisinnige Bürgermeister auf Grund von§ 5 des sächs. Vereinsgesetzes verbot. Autisemitische Denunziation. In einer am 29. April in N e u n k i r ch e n bei Chemnitz stattgehabten antisemitischen Versammlung hielt ein Dr. D a n n e i t aus Bielefeld einen Vortrag über das Judenthum. Bei Eröffnung der Versammlung brachte der Einberufer ein Hoch aus Kaiser und König aus und bei dieser Gelegenheit blieben die meisten der Anwesenden sitzen. Die aus Chemnitz anwesenden Genoffen Albert, Grenz, Jrmsch und Langer hatten sich jedoch von ihren Sitzen erhoben. Bei Beginn des Vortrages erklärte nun der Referent, daß sein „teutsches" Herz tief verletzt worden sei, als er gesehen, wie die Versammelten sich bei dem Hoch auf Kaiser und König nicht von ihren Plätzen erhoben hätten, und ivandte sich darauf an den überwachenden Gensdarmen, demselben sagend, daß Herr Grenz aus Chemnitz sich nicht von seinem Platze erhoben hätte, was nach einer Entscheidung des Reichsgerichts eine Majestätsbcleidigung sei. Der Gendarm solle sich den Fall notiren. Genosse Langer erwiderte, daß er seine Freunde bei Beginn der Versammlung aufgefordert habe, bei einem etwaigen Hoch auf Kaiser und König aufzustehen, da man sich in einer Gesellschaft von Denunzianten befinde, und Genosse Grenz verwahrte sich entschieden dagegen, nicht aufgestanden zu sein, worauf der anti- semitische Doktor erklärte, er habe sich in der Person geirrt, es sei ein anderer Herr mit schwarzem Bart gewesen, der nicht aufgestanden sei! Dem Referenten wurde übrigens gründlichst heimgeleuchtet. Die Chemnitzer Genoffen bitten nun die Redaktionen aller Ar- beiterblätter dringend, von dem unerhörten Vorfall Notiz zu nehmen, damit alle Arbeiter sich vor Schaden hüten können, wo jener antisemitische Denunziant auftritt. Tie von 600 Personen besuchte Versammlung nahm gegen 5 Stimmen eine Resolution an, ivelche sich gegen den Anti- semitismus richtete. Im Anschluß an die Durchsuchung einer Kaserne in Halle nach sozialdemokratischen Schriften ist auch bei mehreren Genossen Haussuchung gehalten worden. In der Freitag Nacht sollen nämlich an Soldaten Flugblätter vertheilt worden sein, welche die Maifeier betrafen. Dem Halleschen„Volksblatt" ist davon nichts bekannt, es handelt sich also wahrscheinlich um ein leeres Gerücht. Keinesfalls hat die sozialdemokratische Partei Halles mit solchen nutzlosen und ftir die Söhne des Volkes, die Soldaten, unter Umständen verhängnißvollen Unternehmungen etivas zu thun. Aetzeude«, ivohlverdieuten Spott schüttet die„Frank- furter Zeitung" im ersten Morgenblatt ihrer Nr. 122 über die Jämmerlinge aus, welche der Arbeiterschaft die Maiseier gestört wissen wollten und deshalb der Polizei auf den schlotternden Knien danken, daß sie wenigstens die Umzüge nicht erlaubt hat. Das einflußreiche süddeutsche Blatt bezeichnet die Maifeier als einen mehr oder iveniger allgemein anerkannten Festtag, der für die Angst- meier aller Länder zu einen: Tag des Echreckgns geworden sei. Dann nimmt das Blatt das Verhalten der Polizei zur Maifeier unter die kritische Lupe, indem sie fragt: Ist's vielleicht der Gegenstand der öffentlichen Kundgebungen, der die Polizei- behörden zu ihren Repressivmaßregeln veranlaßt«? und ant- wortet: „Erblickt man aber in der Aufstellung des prinzipiellen Postulats der staatlichen Regulirung der Arbeitszeit ein gesetzwidriges Vor- gehen, dem man mit dem rigorosen Mittel des Polizeiverbots entgegentreten müsse? Dann befände sich die Polizei im schroff st en Widerspruch mit der bekannten Kaiserbotschaft, welche die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit im Allgemeinen in Aussicht stellte, im Widerspruch ferner mit unserer Arbeiterschutz-Gesetzgebung, welche wenigstens für die Arbeitszeit der Frauen und Kinder� bereits eine, wenn auch ungenügende gesetzliche Regelung getroffen hat, und mit der neuesten preußischen Berggesetz-Novelle, die in dem fakultativen Eingreifen der Bergbehörden wenigstens einen embryonalen An- sah zu einer gesetzlichen Fixirung der Arbeitszeit der männliche» Arbeiter enthält. Und glaubt etwa die Polizei, durch ihre Ver- böte die weitere Ausbreitung dieses Gedankens hintanhallen zu können? Das würde von einer kaum begreiflichen Verkennung wirthschaftlicher Entwickelungsgesetze zeugen." Der Polizei sind derartige Standreden nicht zum ersten Mal geHallen worden. Sie hat aber das traditionelle Privilegium, an den Forderungen des praktischen Lebens mit militärischer Strain- heit vorbei marschiren zu dürfen. Aus dem Militär rekrutirt sie sich, folglich ist nicht wissenschaftliches Erkennen, sondern schneidiges Ge- und Verbieten ihr Element. »« Das letzte Vermiichtniß' eines alten Proletariers. Dieser Tage kam der alte Parteigenosse S t i e f l e r, zur Redaktion des Chemnitzer„Beobachters" und übergab derselben eine Anzahl Bücher mit dem Bemerken, er fühle die Nähe feines Todes,— die Proletarierkrankheit ist bei ihm bis zum höchsten Stadium gediehen— und da er nicht wolle, daß seine werth- vollen Bücher nach seinem Ende in unrechte Hände kämen, ver- mache er sie der Partei! Wahrlich, ein gutes Zeichen für den Geist in unserer Partei! Dieser todtkranke" Proletarier, er kommt mit schlotternden Knien und zitterigen Händen und übergiebt den jungen Parteigenossen die alten Bücher, damit sie Kenntniß erhalten von der Geschichte der Partei! Dodteuliste der Partei. �Zacob H o r n u n g aus Spach- brücken, einer unserer bravsten Genossen im hessischen Kreise Dieburg, ist in der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag infolge einer schweren Lungenentzündung verschieden. Er war ein treuer Verfechter unserer Parteiprinzipien und hat selbst in den schweren Zeiten des Sozialistengesetzes die Fahne�der Partei hoch gehalten. Polizeiliches, Gerichtliches:e. — In Hannover war Genosse Heinrich Meister vorm Schöffengericht angeklagt, weil er beim Weihnachtsvergnügen des Wahlvereins eine Festrede gehalten hatte, ohne daß das Ver- gnügen der Polizei, welche dasselbe der Festrede halber als Ver- fammlung ansah, angemeldet worden war. Der Veranstalter des Festes, Genosse Weirich und der Restauratenr Narten wurden frei- gesprochen, Genosse Meister dagegen zu 15 M. Geldstrafe bez. 3 Tagen Haft verurtheilt, weil er in der Festrede, nach Annahme des Gerichts, öffentliche Angelegenheiten behandelt hatte. — Das Magdeburger Schwurgericht verurtheilte die Arbeiter Karl Fritsche, Sebastian Rücker,' Alwine Fahnert, Karl Bock, Heinrich Taubel, Friedrich Schneider, Franz Schilling, Jakob Strohfuß wegen Meineids zu Zuchthausstrafen von je 1 Jahr 6 Monaten für alle Angeklagten, mit Ausnahme von Alwine Fahnert, die mit 1 Jahr bestraft ward. Der Thatbestand war nach der Anklage folgender: In einer Versammlung im Lingner'schen Lokal in Staßfurt, in welchem Genosse Märiens das Referat hatte, soll derselbe die Worte gebraucht haben,„das Recht- fprechungssystem sei miserabel". Dieserhalb war gegen Märiens ein Strafprozeß anhängig gemacht wotden, in welchem auch Märiens verurtheilt wurde. In diesem Strafprozeß sollen die Genossen Wieczerowsky, Holz und schließlich auch Neßler einen Meineid geleistet haben; dieselben hatten ausgesagt, daß die qu. Worte vom Genoffen Märiens nicht gebraucht worden waren. Da diese Worte aber nach dem Zeugniß der beiden Polizei- beamtcn doch gefallen waren, so wurden die Genossen Wieczerowsky, Holz und Neßler wegen Meineides angeklagt. In der Schwurgerichtsverhandlung gegen Wieczerowsky und Genossen sollen nun die oben genannten Angeklagten, indem sie letzteren gleichfalls durch Abgabe eines falschen Zeugnisses Beistand ge- leistet, sich eines Meineides schuldig gemacht haben dadurch, daß sie unter Eid aussagten,„das Wort miserabel sei in einem Vortrage des Genossen Märiens nur ein einziges Mal gefallen, und zwar nur in Bezug auf die nationalliberale Partei." Außer- dem sollen sie ausdrücklich hervorgehoben haben, daß sie die Worte,„das Rechtsprechungssystem sei miserabel" hätten hören müssen, wenn sie gefallen wären. Bei sämmtliche» Angeklagten lag die Sache so, daß sie bei ihrer Vernehmung im Prozeß Wieczerowsky im Vorverfahren bereits uneidlich dieselbe Aussage gemacht haben, wie sie dieselbe nachher im Hauptverfahren be- schworen. Da sich die Angeklagten der Verfolgung einer straf- baren Handlung, nämlich der Begünstigung ausgesetzt hätten, wenn sie in der Hauptverhandlung eine andere Aussage deponirt hätten als bei ihrer Vorvernehmung, so machte der Schwurgerichts- Präsident Jsenburt darauf ausinerksam, daß sämmtliche» Angeklagten der Schutz des Z 157 des Reichs-Straf- Gesetzbuches zur Seite stehe. Die Geschworenen billigten den Angeklagten den Schutz dieses Paragraphen zu. Wie die Magdeburger„Volksstimme" mittheilt, ertheilte der Vorsitzende des Gerichts die Rechtsbelehrung an die Geschworenen in leidenschaftsloser, durchaus objektiver Weise. Die gleiche Objektivität scheint, wie wir aus dem Bericht desselben Blattes ersehen, dein Vertreter der Staatsanwaltschaft, Assessor Göllert, nicht nachzurühmen gewesen zu sein. Er erklärte nämlich, für einen Sozialdemokraten sei ein Meineid eine ganz harmlose Sache, durch denselben werde er in der Achtung seiner Genossen nicht herabgesetzt; die Sozialdemokratie habe die Abschaffung der Religion(!) aus ihre Fahne geschrieben, und daß damit die Heilig- keit des Eides untergraben werde, brauche dann erst gar mcht in Verwunderung zu versetzen. Aus dem Munde desjenigen Vertreters des Staates, für welchen subtilste Objektivität selbstverständliche Pflicht ist, eine solche ungeheuerliche Behauptung zu hören, ist denn doch das stärkste, was einer Partei im Schatten des Gerichtssaales, unterm Schutze des Talars geboten werden kann, und es ist deshalb nur zu wünschen, daß jener Vertreter der Staatsanwaltschaft die er- wähnte Beschuldigung öffentlich als Privatmann wiederholt. 'Die Antwort bliebe ihm nicht geschenkt. Die Maifeier hat unter anderem eine Gruppe von Leuten sehr vergnügt gemacht: die Berichterstatter hiesiger, auswärtiger und besonders auch ausländischer Blätter. Diese Herren hatte:» den Auftrag, alles mitzuthcilen, was geschehe, mit den Ausgaben für Depeschen nicht zu kargen, überhaupt auf dem Posten zu sein und die sehnsüchtig begehrten Nachrichten über den 1. Mai in größter Genauigkeit und Ausführlichkeit zu übermitteln. Extra hohe Bezahlung wurde zugesichert. Die ausländischen Redaktionen hatten gemeint, daß der 1. Mai außerordentliche Ordnungs« störungen bringen könne, und die Berliner Blätter zwingt die Konkurrenz dazu, daß eines es dem anderen in Nachrichten über das Arbeiter- Maifest zuvorthut. Da nun Nichts passirte. depeschirten die Berichterstatter den Wortlaut aller ihnen zu Gesicht kommenden Schriften, die am Vormittag vor»venia Zu- Hörern gehaltenen Reden u. s. w. ausführlich nach Frankreich, England und Amerika. Und unsere Berliner bürgerlichen Blatter berichteten seitenlang über die Feier, in komischem Widerspruch zu ihrer Versicherung, daß es sich blos um eine bedeutungslose Spielerei handle. Diese Berichterstattung hat etwas Spaßhaftes, doch andererseits offenbart sie, daß die Arbeiterbewegung heute im Vordergründe des Interesses steht, daß die Sozialderaokratie in gewissem Sinne politisch leitende Partei wird. Daß die Berichterstattung der bürgerlichen Presse die Feier zu einem ge- wöhnlichen Voltsfest zu stempeln sucht, kann»»an ihrer Verlegen- heit zu Gute hallen; etwas muß doch den Arbeitern am Zeuge geflickt werden, und wo so gar kein Grund zur Bemängelung ist, muß jeder, selbst der begabteste bürgerliche Journalist zu dem Mittel der Flunkerei greifen, von den vornehme» Orgauen des Auslands bis herab zur„Freisinnigen Zeitung". Eine Kapital- Dummheit leistete sich wieder einmal der„ Lokal- Anzeiger". Er an. Wenn sich die Nachricht der Freifinnigen Zeitung", daß er werden mußte. Auf dem Werderschen Markt wurde Abends schrieb an der Spike feiner Montags- Extranummer:" Alles ver- das Botterieprojekt bis auf Weiteres zurückgezogen habe, bestätigt, ein Handelsmann von einem Geschäftswagen überfahren und so hältnißmäßig(!) ruhig verlaufen! Das ist die Antwort auf die so liegt die Veranlassung dazu sehr nahe. Man will nicht blos bedeutend verlegt, daß er sich nicht fortbewegen fonnte und nach Frage, die heut auf Adler Lippen schwebt." Außer dem Redakteur bie Verhandlungen des Abgeordnetenhauses über den Antrag der ber Charitee gebracht werden mußte. Im Laufe des Tages fanden des Lot.- Anz." hat Niemand in Deutschland, fein Bourgeois Freifinnigen Partei beeinflussen, sondern auch die städtischen Be- 2 kleine Brände statt. und auch nicht die Polizei, Unruhen am 1. Mai bemerkt, weil hörden in den Stand sehen, in Berathungen über die eben Jedermann die Disziplin und die Besonnenheit der Sozial- Offerte des Herrn Runge einzutreten, ohne auf demokratie tennt, den Lotterieplan Rücksicht nehmen zu müssen. Sobald Magistrat und Stadtverordnete die Offerte des Hrn. Kunze angenommen haben, wird der Botterieplan wieder aufleben. Allerdings wird in der Offerte versichert, daß die anderthalb Millionen nicht durch eine Lotterie beschafft werden sollen, diese wird erst wieder erscheinen, wenn es sich um die Beseitigung des Rothent Schlosses handeln wird. Unter diesen Umständen glaubt der Magistrat, der Offerte näher treten zu sollen. Den Wärmehallen widmet der Geschäftsbericht des Zentralvereins für Arbeitsnachweis ein besonders interessantes Kapitel. Wir erfahren da, daß Wien und Leipzig bereits seit Jahren Wärmehallen befigt, daß aber Berlin sich diesen Vorbildern nicht anschloß, sondern selbständige Wege wandelte. Das selbständige Borgehen bestand hauptsächlich darin, die Verabreichung von Speisen u. f. w. nicht unentgeltlich erfolgen zu lassen, sondern die Preise für dieselben so zu normiren, daß aus den Einnahmen noch ein Theil der Verwaltungskosten gedeckt wird. Diese Spefulation ist denn auch, wie wir später ausführen werden, in überraschender Weise gelungen. etwa 21 000 M. worden waren, " Gerichts- Beifung " 7 die wegen Der Fall Buschoff" lag einer Anklage wegen Beleidigung durch die Presse zu Grunde, die gestern vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I. gegen den Redakteur der Zeitung Der Lotterieplan foll jetzt auch in einer gestern( Dienstag) Das Volt", Dito Balla, zur Verhandlung gelangte. Beanstandet stattgehabten Sigung des preußischen Staatsministeriums ver- war eine der" N. D. 3tg." in Xanten entnommene Notiz, welche worfen sein, freilich werden die geplanten Projekte betreffe der in der Nummer 36 des Volt" vom 12. Februar d. J. zum AbUmgebung des Schloffes nicht abgelehnt. bruck gelangt war. Es wird darin die Art der Untersuchung, Der Stadtmagiftrat soll wohl jeht die Machenschaften für Herrn wie sie gegen den Schlächter Buschoff wegen des ihm zur Last Die Stadtbahnbögen am Alexanderplat, in welchen sich die Runze übernehmen? Der Stadtfämmerer Maaß, der Stadt- gelegten Knabenmordes eingeleitet worden war, in so abfälliger erste Wärmehalle aufsthat, wurden dem Verein vom kgl. Eisenbahn- baurath Hobrecht und der Bürgermeister Belle nebst dem frei Weise beleuchtet, daß obige Anklage daraus entstanden ist. Es Betriebsamt für einen niedrigen Miethspreis zur Verfügung sinnigen Stadtverordneten- Vorsteher Stryck sollen die Seele der wird behauptet, daß die Amtsorgane nur in widerwilliger Weise gestellt. Der Ausbau wurde von Herrn Baumeister Wohlgemuth, Machenschaften sein. Sie und die Mehrheit des rothen Hauses gegen Buschoff vorgingen, daß die Untersuchung mit strafDein bekannten Apostel des Freisinns, zum Selbstkostenpreise sind noch nicht zufrieden mit den Lorbeeren, die sie beim Schloß- würdiger Salbheit geführt werde und daß überhaupt ein skanbewirkt. Die Gesammtkosten der Einrichtung beliefen sich auf brunnen und der Schloßfreiheits- Lotterie geerntet haben. daliöser Verdunkelungsaft vorliege. Sollte es gelingen, den Einige freisinnige" Stadtverordnete, Dr. Alexander Mever, Schlächter Buschoff durch hinter den Koulissen stehende HerrEine der schwersten Aufgaben für die Verwaltung bildete Dr. Langerhans, Dr. Hermes, Dr. Virchow, Wohlgemuth und schaften und mit Hilfe Klingender Gründe freizumachen, so würden die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in den Hallen. Sello haben sich endlich dazu aufgerafft, bei der Stadt Enthüllungen erfolgen, welche Aufsehen erregen würden. Wegen Da mußte denn zuerst eine der bekannten Hausordnungen fest verordneten- Versammlung folgenden Antrag, welcher noch nach dieser Aeußerungen hat der erste Staatsanwalt Baumgart zu gestellt werden. Dieselbe wurde in der Halle angeschlagen und träglich auf die Tagesordnung der nächsten Sigung gesetzt wor- Cleve Strafantrag gestellt. Der Vertheidiger Rechtsanwalt läuft im großen Ganzen darauf hinaus, daß die Aufseher den ist, einzubringen:„ Die Versammlung wolle beschließen, den Schwindt, stellte vor Eintritt in die Verhandlung den Antrag, Alleinherrscher in ihrem Reiche sind, deren Anordnungen sich Magifirat zu ersuchen, ihr baldigst Mittheilung davon zu machen, die Sache mit einer anderen zu verbinden, Jeder unbedingt zu fügen hat. In der ersten Beit hatten die ob er in Verhandlungen betreffend die Freilegung der Um- desselben Artikels von dem früheren Untersuchungsrichter Ausseher ihre liebe Noth: viel lichtscheues Gesindel, darunter gebungen des Schlosses eingetreten ist, mit wem diese Ver- Riccius gegen den Angeklagten anhängig gemacht sei. zumeist Buhälter und halbwüchsige Burschen, störte in oft sehr handlungen gepflogen werden und welchen Inhalt sie haben." Der Gerichtshof beschloß, vorläufig in die Verhandlung erheblicher Weise die Ruhe und Ordnung. Als aber diese Ballonmüßen entfernt Der Angeklagte erklärte, daß er den VorDer Magistrat wird eine unbestimmte und gewundene Ant- einzutreten. famen nennenswort geben und dann werden sich die Antragsteller und die wurf der Lauheit und Halbheit gegen die mit dem Falle werthe Ruheftörungen nicht mehr vor. Die Hausordnung wurde freisinnige" Mehrheit damit beruhigen, wie sie es ja immer ge- Bufchoff betraute Behörde aufrecht erhalten müsse. Durch den aber auch mit der größten Strenge" gehandhabt! than haben, wenn einmal der Verfuch gemacht wurde, dem Ausdruck: mit Hilfe klingender Gründe" solle keineswegs gegen Das Geschreibsel der bürgerlichen Blätter, welche es ge- lüngel zu Liebe zu gehen. die Behörden der Vorwurf der Bestechlichkeit erhoben werden, fliffentlich so darstellen, als ob in den Wärmehallen sich lediglich sondern es solle dadurch nur darauf hingewiesen werden, daß arbeitsscheues Gesindel aufhalte, das dem lieben Gott den Tag Betreffe der freifinnigen Handlungsgehilfen- Versamm der Synagogen- Borstand zu Xanten Geld an die maßgebende abstehle, wird von dem Bericht selbst Lügen gestraft, indem der lung vom 28. April berichteten wir in der vorigen Nummer, Berliner Behörde geschickt, um dafür einen Beamten mit den lose Arbeiter bildeten, welche durch die bestehende Arbeits- lärlich, da, troßdem sie durch große Plakate angekündigt war Der Vorsigende, Landgerichtsdirektor Brausewetter, hielt dem Anfrisis Arbeit und Verdienst verloren hatten. Diese ca. 6000 Ber- und der Reichstags- Abgeordnete Bollrath referirte, nur 60 Per- geklagten entgegen, daß dies doch durchaus nichts Auffälliges fei. fonen besuchten täglich die Hallen! Der Bericht stellt ferner fonen erschienen waren. Hierauf erhalten wir eine Berichtigung" Wenn der Synagogenvorstand Opfer bringe, um die Wahrheit in fest, daß die Behauptung, durch die Wärmehallen würde des Vereins deutschfreifinniger Handlungsgehilfen" unterzeichnet: einem Berbrechen zu ermitteln, wodurch ein dortiger Jude belastet lichtscheues Gesindel von auswärts" herangezogen, durch S. Hansen, deren thatsächlicher Inhalt lautet: werde, so könne doch daraus ein Vorwurf nicht erhoben werden. nichts erwiesen sei und bemerkt zutreffend, daß die 1. Haben freisinnige Zeitungen einen Bericht über die Es tomme doch auch vor, daß Landgemeinden Prämien ausWärmehallen- Einrichtung wahrlich nicht geeignet sei, PerBersammlung gebracht siehe Berliner Tageblatt" feßten, um beim Verdacht böswilliger Brandstiftungen den Thäter fonen zu veranlassen, von Auswärts nach Berlin au tommen, und„ Berliner Beitung" vom 8. b. m. zu ermitteln und hierzu die Hilfe eines bewährten KriminalGin Sitzplatz in einem erwärmten Raum und die Möglichkeit, 2. Waren in der betreffenden Versammlung nicht 60 Per beamten aus Berlin erbäten. Der Vertheidiger erklärte nunmehr, fich einen Napf Suppe zu kaufen, oder besten Falls schenken zu fonen, sondern ca. 150 Personen anwesend." den Beweis der Wahrheit anzutreten und hierzu eine Menge Anlassen, d. h. das Allernothwendigste, um sich vor Hunger und Die Betrachtungen über das warum" des schwachen Besuchs träge stellen zu müssen. Zunächst beantragte er, einen Theil Kälte zu schüßen, das wird schwerlich Jemanden zum Verlassen gehören nicht zur Berichtigung, welche Einsender auf Grund des der Belastungszeugen, welche im Falle Buschoff aufgetreten feines bisherigen Domizile veranlaffen." 11 des Preßgefeges verlangt. Wir wollen sie aber doch den feien, hier in Berlin zu vernehmen. Es würde sich dann heraushauptung erbringt der Bericht auch sofort den Beweis, der ge- efern nicht vorenthalten. Die gleichzeitige fozialdemokratische stellen, daß außerordentlich schweres Belastungsmaterial gegen eignet ist, das dumme Geschwätz verstummen zu machen. Als Versammlung fei daran Schuld gewesen, in welche auch viele Buschoff zusammengetragen, aber nicht genügend gewürdigt der Versuch gemacht wurde, Arbeiter nach Auswärts in Arbeits- freisinnige Gehilfen gegangen seien. Diese hatten alfo jedenfalls worden sei. Der Präsident erwiderte, daß man doch unmöglich stellen au bringen, waren diese Arbeiter direkt aus den mehr Interesse an der sozialdemokratischen Versammlung und dem Gerichtshofe zumuthen könne, hier gewissermaßen den Fall Wärmehallen entnommen. Eines Tages erfolgte auch legten ihr größ re Bedeutung bei, als der freifinnigen". Und Buschoff aufzuklären. Als der Vertheidiger noch weitere Anträge eine fingirte Arbeitsmeldung. Als nun, um die Bahl der daß nur gerade die zwei genannten Blätter, welche ihren stellte und auch hervorhob, daß die Anklage gegen Buschoff im Arbeitsluftigen festzustellen, diejenigen Hervortreten Ehrgeiz darein sehen, gerade das Neueste", unbeschadet der Juni wiederum zur Verhandlung gelangen würde, beschloß der aufgefordert wurden, welche Auswärts Groarbeiten genauen Wahrheit, zu melden, einen Bericht so spät post Gerichtshof, bie Sache zu vertagen, das Ergebniß der Berhandannehmen wollten, da meldeten sich über 2/3 Der festum bringen, bestätigt nur, was wir gestern in unserem Blatte lung gegen Buschoff abzuwarten und sich eventuell die Akten senden Anwesenden! Was das heißt, am Ausgang des Winters Erd- fagten. au laffen. arbeiten zu leisten, weiß Jeder: es ist eine Arbeit, die zu den angenehmen wahrlich nicht gerechnet werden kann. Das Tanzverbot in den Vororten, worüber wir gelegent. Die Aburtheilungen wegen der Februar- Krawalle Als in der schlimmsten Zeit des Winters öfters unentgeltliche lich der Maifeier kurz referirt, erregt bei den Geschäftstreibenden, wollen immer noch kein Ende nehmen. Um Montag wurde der Bertheilung von Suppe stattfand, zeigte es sich, daß die Dant- namentlich der östlichen Vororte, ungeheure und leicht erklärliche Schlosser Dtto Dietrich der zweiten Strafkammer des Landbarkeit, welche die Besucher hierfür empfanden, ganz unverkennbar Aufregung, denn dort in Adlershof, Johannisthal, Alt- und Neu- gerichts I aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Er soll sich in war und in ihrem ganzen Verhalten zum sichtbarsten Ausdruck lienicke, in Grünau und Friedrichshagen ist die enorme Be- hervorragender Weise bei den Tumulten betheiligt haben und gekommen ist". Aus der Zabelle über den Konsum in den Hallen schränkung der Tanzluftbarkeiten auf Anordnung des Herrn hat dabei einen Säbelhieb über den Kopf erhalten. Infolge der erfehen wir, daß 78 256 trodene Schrippen und 7926 trod ene Anwendung gekommen. Wir erfahren darüber: Den Besitzern werden. Er ist erst jetzt soweit hergestellt, daß seine Aburtheilung Amtsvorstehers von Oppen in Adlershof am 1. Mai bereits in schweren Verlegung mußte Dietrich ins Krankenhaus gebracht Stallen verzehrt worden sind. Diesen stehen nur 3159 Schrippen von Tanzlokalen und Restaurants in diesen Bororten wurde am erfolgen konnte. Der Gerichtshof belegte ihn mit einer Gefängnißmit Butter und 5761 Butterftullen gegenüber. Suppe wurde von in 85 153 Portionen verabreicht. Diese Zahlen sprechen Dienstag voriger Woche die Bestimmung der Königlichen Regierung ftrafe von einem Jahre drei Monaten. das eine trodene Stulle oder ein Napf Guppe die betreffenden Ortschaften vom 1. Mai d. J. ab alle acht Wochen Straflammer des Landgerichts I unter der Unflage des WiderDer Kutscher Paul Fiedler stand gestern vor der zweiten Denn Niemand wird behaupten wollen, su Potsdam mitgetheilt, wonach Tanzvergnügungen in ben be gehrenswerthesten Genüffe des Menschen sind. Die unentgeltlichen nur einmal stattfinden dürfen. Ist die Tanzerlaubniß für standes gegen die Staatsgewalt und Angriffs auf einen Schutzrepräsentiren einen geschlossenen und den eigentlichen Berlauf entfielen 109 21,40 m. Zrozdem aber eiteres ertheilt werden so dürfen an dieser Luftbarkeit listigen Ueberfalls. Am Abende des 27. Februar hatte sich eine Den eigentlichen Verkauf entfielen 109 21,40 M. Zrozdem aber nicht mitglieder der Vereinigung"( Gäste) nicht große Menschenmenge am Rosenthaler- Thor angesammelt. in dem Bericht versichert wird, daß alle Speisen und Getränke theilnehmen. Perfonen, welche Ausflüge nach den betreffenden berittene Schuhmann Schrimm suchte durch Hinaufreiten auf den ( es gab nur Raffee und Milch) forgfältig zubereitet wurden, nur Vororten machen, dürfen die Wirthe Tanserlaubniß nicht Bürgersteig einen freien Weg zu schaffen. Dabei wurde ihm das beste Material zur Verwendung kam und die Preise sehr niedrig normirt waren( 2/2, 5 und 10 Pf.), find aber nicht nur ertheilen. Uebertretungen werden im ersten Falle mit 800 m., hinterücks eine gefüllte Flasche, wie sie zum Abfüllen von Petrodie Herstellungskosten, sondern auch der größte Theil der sonstigen im zweiten Falle mit Entziehung der Konzession geahndet. Die durch das Tanzverbot in ihrer Existenz bedrohten Wirthe Metallschraube, die sich im Innern des Helms befindet, wurde leum benutzt zu werden pflegt, gegen den Kopf geworfen. Die Untoften gedeckt worden. Das klingt beinahe unglaublich, aber es wird uns durch siffernmäßige Belege schwarz auf weiß vor bieten alles auf, dasselbe rückgängig zu machen. Fünf Besitzer durch den Druck in den Kopf des Trägers getrieben und ver Augen geführt. Die Busammenstellung ergiebt einen Betriebs- on angjälen aus dem Niederbarnimer und Teltower Kreise urfachte eine blutende Wunde. Dieser Wurf soll von dem Angeüberschuß von 1458,10 wt., der zur Deckung der übrigen Ausgaben überreichten am Sonnabend bem Oberpräsidenten, Staatsminister tlagten ausgegangen sein, der die That indessen entschieden Heizung und Beleuchtung nicht mitgerechnet- fast ausreichte. a. D. Dr. Achenbach, in Potsdam persönlich eine Petition. Der beftritt. Belastend wird besonders hervorgehoben, daß Las ist wirklich ein finanzielles Stunftstück: aus den Mermften felbe erklärte, vorläufig sei in der Sache nichts zu thun, sie sollten gebler an jenem Abende einen mehlbestäubten Anzug her Armen noch soviel herauszuwirthschaften, daß ein gemein- nur abwarten. Den Betenten ist diese Antwort wenig tröstlich; trug und alle Zeugenaussagen stimmten darin überein, nügiges" Unternehmen davon noch einen Ueberschuß zu verzeichnen sie gedenken jetzt den klageweg gegen die Regierung anzutreten. daß der Werfer so bekleidet gewefen. Im Uebrigen vermochte hat. Der Bericht verkündet denn auch triumphirend:„ Jedenfalls Die offizielle Feier von Kaisers wird von nur ein 14jähriger Knabe mit Bestimmtheit zu bekunden, daß der Unternehmungen, falls das Anlagekapital aufgebracht werden kann, richts angesehen, denn Aufgabe der Schule ist es auch vornehm denselben eine Gefängnißstrafe von anderthalb Jahren. ist damit der sehr wichtige Beweis erbracht, daß sich derartige dem Rigdorfer Schöſſengericht mit his Gegenstand unter: Angeklagte der Täter gewesen. Staatsanwalt Dr. Benedig hielt den Angeklagten für hinreichend überführt und beantragte gegen um größten Theil selbst erhalten tönnen. lich, das Gefühl des Patriotismus zu pflegen. Bei einer Auf den Antrag des Bertheidigers, Rechtsanwalt Morris, wurden deutlich genug! zum " Der Im nächsten Winter werden die Wärmehallen natürlich patriotischen Feier, welche diesen Zweck zu erfüllen wohl ge noch die anwesenden Wirthsleute des Angeklagten vernommen. wieder in Betrieb gesetzt werden müssen, denn die wirthschaftliche eignet ist, kann die Schule demnach die Betheiligung aller Etwas Entlastendes für den Lehteren in Bezug auf die That Krisis verschärft sich von Jahr zu Jahr mehr, und die Zahl der Schüler verlangen." Mit dieser Begründung wurde ein Rig- wurde auch hierdurch nicht zu Tage gefördert. Der Bertheidiger Arbeitslosen nimmt immer mehr zu. Der Verein hat sich denn dorfer Arbeiter verurtheilt, weil fein Sohn einen halben Tag hielt die Schuld des Angeklagten nicht für erwiesen, sondern bat auch für die nächste„ Winter- Kampagne" bereits gerüstet, er weiß, die Schule unentschuldigt versäumt hat." Derfelbe war eben von um Freisprechung. Wie wenig Werth auf Rekognitionen zu legen sei, was ihm da in erster Linie Noth thut. Der Vorstand wird der Schulfeier fern geblieben. nämlich vor Allem auf die Einführung von verschärften Kontrollmaßregeln Bedacht nehmen! Nun tann sich Jeder denten, mit Ein schwerer Unglücksfall hat sich Dienstag Morgen im Norden der Stadt zugetragen. Als der Kutscher Karl Bleh, über zu kämpfen haben werden. welcher Ruheplatstraße 20 wohnt, gegen 7 Uhr von dem Grund: stück Müllerstraße 36 Bauschutt abfahren wollte und dabei neben Bur Schloßbau- Lotterie. Zu dem Projekt des Ententeichs, feinem Gefährt einherging, wurde er zwischen dieses und ein ihm der um das Schloß angelegt werden soll, und der Niederreißung entgegenkommendes derart eingeteilt, daß er einen Bruch der ganzer Straßenkomplexe, welches von vollständig unbefugter Wirbelsäule erlitt und in völlig hoffnungslosem Zustande nach Seite aufgestellt ist, nimmt der freisinnige Stadtmagistrat eine der Charitee gebracht werden mußte. ganz eigenthümliche Stellung ein. Man fragt im Publikum alleines Ahlwardt hinaus. das beweise der fürzlich in der Kaiser- Wilhelmstraße stattgehabte Mord. Der Gerichtshof hatte keinen Zweifel an der Schuld des Angetlagten und verurtheilte denselben zu einem Jahre brei Monaten Gefängniß. " Der Redakteur der Staatsbürger- Zeitung", Dr. Otto Bachler, hatte sich gestern vor der 135. Abtheilung des Schöffengerichts in einer Privattlagefache wegen Beleidigung des Kaufmanns Louis Blumenfeld zu verantworten. Die„ Staatsbürger- Zeitung" vom 4. November v. J. enthielt einen Leitartikel ?" gemein, welches Interesse verfolgt Herr Kunze mit diesem Plan? Polizeibericht. Am 2. d. M. Morgens wurde ein Arbeiter mit der Ueberschrift Strafgericht". Der Artikel war ausit Liebedienerei oder Geldschneiderei bei ihm das Leitmotiv? auf der Schloßfreiheit mit einer bedeutenden, anscheinend von geprägt antisemitischer Natur, das Judenthum wurde eine Best Bei dem Stadtmagistrat aber, der sich ohne jede Bollmacht mit einem Fall herrührenden Verlegung an der Stirn bewußtlos auf- und ein Krebsschaden genannt und unter Hinweis ganz unberechtigten Personen in Hintertreppen- Berhandlungen gefunden und nach der Charitee gebracht. Auf dem Marien- auf die kürzlich stattgehabten Börsen Ereignisse wurde die einläßt, frägt man im Publikum gar nicht mehr, was bahinter Kirchhofe, Prenzlauer Allee 7, wurde Vormittags die unverehe- warnende Frage aufgestellt: Gellen dem deutschen Volke die stecken mag, und was man über die leitenden Personen im rothen lichte Behrend beim Einscharren der Leiche eines am 26. v. M. Namen Blumenfeld, Manché, Meyer, Leipziger, Wolff, CommerSaufe allgemein spricht, geht weit über die Beschuldigungen von ihr geborenen Kindes betroffen und verhaftet. An ber feld u. f. w. nicht laut genug in die Ohren Diese ZusammenEcke der Butttamer- und Friedrichstraße fiel Mittags ein Kutscher stellung mit bestraften Berfonen, bezw. folchen, welche sich der Wie die Volks- Zeitung" hört, hat sich der Magistrat in von seinem beladenen Steinwagen, gerieth unter die Räder und irdischen Gerechtigkeit durch Selbstmord entzogen, veranlaßten den feiner lezten Gigung mit dem Blane, die Häuser am Schloßplas erlitt einen Bruch des Oberschenkels, so daß seine Ueberführung Kaufmann Blumenfeld, den Strajantrag wegen Beleidigung zu Grund wischen der Breitenstraße und der Spree zu beseitigen, auf nach dem Krankenhause am Urban erforderlich wurde. Aufstellen. Der Beklagte berief sich auf einen Artikel des„ Berliner Kunze beschäftigt. einer Offerte des Oberverwaltungs Gerichtsrathes ähnliche Weise verunglückte bald darauf vor dem Hause Friedrich- Tageblatt", in welchem das Verfahren gewiffer Getreide- Speku Herr Kunze bietet der Stadt einen straße 233 ein Dienstmann, der von einem Schuhmann den lanten aufs Schärfste gegeißelt wurde. Dieser Artikel beziehe sich von anderthalb Millionen Mart an unter der Auftrag erhalten hatte, ein führerloses Arbeitsfuhrwerk von der zweifellos auf die Firma Ritter u. Blumenfeld, obgleich ein Name Bedingung, daß die Stadtgemeinde den Ankauf und Abbruch Straße wegzuschaffen, indem er vom Wagen fiel und am Unter- nicht genannt fet. Die Busammenstellung mit den übrigen er Säufer, unter Aufwendung der über ble angebotenen schenkel bedeutend verlegt wurde. Er wurde nach dem Kranken- Namen fei teine abfichtliche gewesen und ohne die beleidigende 11½ Millionen hinausgehenden Kosten, übernimmt und das zur hause am Urban gebracht.- Nachmittags stürzte der Arbeiter Absicht geschehen, die der Kläger barin finde. Im Uebrigen ver11/2 Anlegung von Terrassen an der Oftſeite des Schlosses erforderliche Bittstruch, als er vom Fenster des Erbgeschosses aus ein an der trete bie St.- B.- 3tg." die Unsicht, daß der Lanz um das goldene Terrain vom Schloßplage unentgeltlich abtritt. Gerr Stunge Sofseite des Hauses Lothringerstraße 12 angebrachtes Hängegerüft Kalb, die jest herrschende Sucht nach mühelosem Erwerb und bietet jene Summe nicht als Borsigender eines Zotterie- Komitees, bestieg, von demselben herab und erlitt fo bedeutende Berlegungen, der ganze Wammonismus Auswüchse des Judenthums seien. fondern als Beauftragter eines Ronsortiums patriotischer Männer baß er nach dem Krankenhauſe am Friedrichshain gebracht wenn diese Misstände gerügt würden, so müffe dem Verfaffer Betrag Soziale teberlicht. des fraglichen Artikels auch der Schutz des§ 188 des St.-G.-B. Igelernte Arbeiter. 517 arbeiten in Stundenlohn; von diesen ver- I hundertjährigen Zeitungsblatte ein artiges Stücffein: Dottor zugebilligt werden. Der Gerichtshof war mit dem Vertreter des bienen per Woche: 15 Arbeiter bis 12 M., 33 Arbeiter bis 15 M., euchsenring, des Markgrafen von Baden erster Leibarzt, Klägers, Rechtsanwalt Dr. Friedmann, der Ansicht, daß eine 132 Arbeiter bis 18 M., 152 Arbeiter bis 21 M., 104 Arbeiter hatte den Anschauungen der französischen Revolution sich anschwere Beleidigung vorliege. Das Urtheil lautete auf 100 m. bis 24 m., 46 Arbeiter bis 27 m., 28 Arbeiter bis 30 M. und gefchloffen und mußte deshalb feine Stelle aufgeben. Wie dem Geldstrafe. 7 Arbeiter über 30 M. Der Durchschnittslohn der Stunden- alten Manne auf militärischem Wege die revolutionären GeVon dem Schwurgericht zu Stettin wurde am Montag beiter beschäftigt. Davon verdienen per Woche: 12 Arbeiter Kurier" vom 13. Mai 1793, der uns vorliegt, eine er arbeiter beträgt 19,98 M. In Affordlohn find 657 Ar- danken ausgetrieben worden, davon giebt der Straßburger gegen den Bankier Albert Jungflaus wegen bebis 12 m., 34 bis 15 m., 74 bis 18 m., 96 bis 21 m., 117 bis schütternde Schilderung. 2n frieb ihm aus Karlsruhe unter trügerischen Bankrotts verhandelt. Jungflaus war, 24 m., 83 bis 27 m., 131 bis 30 m. und 110 über 30 M. Der dem 24. April 1793: wie bekannt, im Oktober 1890 nach Verübung zahlreicher Unter- Durchschnittslohn der Affordarbeiter beträgt 23,43 M. Die Zahl Doktor Leuchsenring verfolgt, angefeines und ebru man nahm it mehr als einem Jahre wurde schlagungen ihm anvertrauter Gelder flüchtig geworden und der Lehrlinge beläuft sich auf 280. zwei Monate später in Tiflis ergriffen worden. Das Urtheil müssen aber mit wenigen Ausnahmen 4 Jahre lernen. Außerdem sein Rostwirth, sowie all die andern wollten ihm ums bahre Diese erhalten Kostgeld, ihm seinen getreuen Bedienten, den er hon zehn Jahre hatte; lautete unter Einrechnung einer bereits von der Strafkammer er- waren noch 64 Arbeitsburschen und 58 Markthelfer vorhanden. Geld nicht mehr zu essen geben, worüber seine Verfolger ihr fannten Strafe auf 51/4 Jahre Gefängniß. Lettere erhalten 9-10 M. pro Woche. Arbeiterinnen find 1302 allerhöchstes Wohlgefallen bezeugten. Alle diese Kränkungen bebeschäftigt, davon in Stundenlohn 416. Von diesen verdienen wogen ihn, feine Entlassung zu begehren, um nach Frankreich zupro Woche: 6 Arbeiterinnen bis 3 M., 82 bis 6 M., 162 gehen. Seine tränklichen Gesundheitsumstände hielten ihn aber bis 9 M., 126 bis 12 M., 31 bis 15 M. und 9 über 15 M. noch hier auf. Letzten Samstag Morgens( 21. April) kam Der Durchschnittslohn der Stundenarbeiterinnen beträgt 8,35 M. In ein Wachtmeister und kündigte ihm an, in einer Stunde Affordlohn find 866 Arbeiterinnen beschäftigt. Von diesen ver- werde er abgeholt werden; alles werde ihm versiegelt, und er dienen per Woche: 150 bis 6 M., 354 bis 9 M., 219 bis ließ sich's gefallen. Die Kutsche tam. Von sechs badischen Arbeitseinstellungen zc. Wie der Breslauer Zeitung" 12 M., 120 bis 15 M. und 43 über 15 M. Der Durchschnitts- Husaren begleitet wurde er nach Speier geführt und dem öfteraus Oberschlesien telegraphirt wird, haben" fast sämmtliche Ar- lohn beträgt 9,16 M. Bei sämmtlichen Durchschnittslöhnen ist reichischen General Wurmser übergeben." Nun folgt das Verbeiter der in der Nähe von Tarnowiz gelegenen Erzförderungen der Lohn für Ueberzeitarbeit mit einbegriffen. In 19 Gehör, aus welchem der Karlsruher Gewährsmann des„ Kurier" der Oberschlesischen Gisenindustrie", sowie die schäften wurden 5 bis 15 Stunden per Woche über die normale nur ein paar Hauptstellen wiedergiebt. Es heißt unter Arbeiter des Grafen Guido Hentel von Donners: Beit hinaus gearbeitet. Die gewöhnliche tägliche Arbeitszeit Anderem: Frage:" Sie werden für einen Jafobiner gemart infolge von Lohnreduktionen die Arbeit nieder- inkl. Pausen ist in 4 Geschäften 9 Stunden, in 1 Geschäft halten?" Antwort:„ Ich liebe die Freiheit und Gleichheit." gelegt. In Riel haben nach einer Meldung der Kölnischen 92 Stunden, in 37 Geschäften 10 Stunden, in 15 Geschäften So bist Du der Freiheit Prediger?"- Ich habe nie Boltszeitung" 500 Arbeiter, welche am Schleusenbau zu 102 Stunden. Die Pausen dauern je Vor- und Nachmittags: Die Freiheit gepredigt." Dir gehört denn auch die Holtenau beschäftigt waren, die Arbeit eingestellt. Die in 44 Geschäften 15 Minuten, in 7 Geschäften 20 Minuten, rothe Müze". Hierauf gab der Adjutant des Generals Wurmser Bergleute in Lanarkshire beschlossen, die vorgeschlagene in 3 Geschäften 30 Minuten. In einem Geschäfte ist nur dem 67 jährigen Greis eine Ohrfeige und setzte ihm die phrygische Lohnreduktion von 6 Pence täglich anzunehmen, sich jedoch gleich- Vormittags Pause, in zwei Geschäften gar feine. Die Müße auf. Dann wurde der ehemalige hochfürstlich Badensche zeitig zum Widerstande gegen weitere Heradsetzungen des Lohnes Mittagspause beträgt in einem Geschäft 1/2 Stunde, in zwei Ge- Leibarzt" mit 50 Grenadieren durch Speiers Straßen geführt, vor zu vereinigen. In dem Durhamer Ausstand ist feine schäften 1 Stunde, in 28 Geschäften 1/2 Stunden, in 26 Geschäften der Hauptwache auf eine Bank gelegt und mit dreißig Stockstreichen Veränderung eingetreten. In der Tuchfabrik F. M. Meyer 2 Stunden. Für Ueberzeitarbeit werden besondere Entschädigungen bestraft. Hierauf verbrachte man den Halbohnmächtigen nach zu Burtscheid sollen sämmtliche Arbeiter die Arbeit wieder gewährt, in 8 Werkstuben und zwar in 1 Wertstube 331/3 pCt., in dem Stockhaus. Am folgenden erhielt er nur fünfundzwanzig aufgenommen haben. Die Schneider Zürichs haben Wertstuben 25 pet., in 1 Werkstube wird pro Stunde 10 Pf. mehr Stockprügel, wurde auf ein ungesatteltes Roß gefeßt und abereine Lohnerhöhung durchgefeht und auch einen einheitlichen Tarif bezahlt und in 1 Werkstube werden von 7-9 Uhr 5 Pfg., nach mals durch alle Straßen der alten freien Reichshauptstadt geführt. erreicht. Es soll ferner noch dafür gesorgt werden, daß der Uhr 10 Pf. mehr bezahlt. Verkürzte Arbeitszeit fommt in Abends"-wir geben dem„ Kurier" wieder das Wort- Abends Stundenlohn auf 50 Cts. erhöht und eine Regelung der sogen. 5 Geschäften vor und zwar per Woche: in 1 Geschäft 8-15 Stun- ließ ihn das Ungeheuer, der General Wurmser, wieder so lange Supplements vorgenommen wird. Diese Beilegung des Streites den, in 1 Geschäft 12 Stunden, in 2 Geschäften 6 Stunden, in schlagen, bis diesem alten rechtschaffenen Mann das Blut ist namentlich mit den Bemühungen des Bundeskomitees des 1 Geschäft 3 Stunden. Die Zahl der Hilfsmaschinen beträgt zum Hals herausströmte und er seinen Geist aufgab." Letztere schweizerischen Gewerkschaftsbundes zuzuschreiben. 1069. In 27 Werkstuben ist Dampf- oder Gasmotorenbetrieb. Empfehlenswerthes Beispiel. In Rihingen wurde, laut Bekanntgabe der Bäckerinnung, der Preis des sechspsündigen Brotes um 9 Pfg. herabgesett. Krankenversicherung. Wie die M. M. Nachr." vernehmen, führt das dem bayerischen Landtag zugegangene Ausführungsgesetz zur Reichs- Krankengesetz- Novelle die regelmäßige Gemeinde- Krankenversicherung auch für Dienst boten unter Abänderung des Artikels 11 des bayerischen Armen- und Krankenpflicht- Gesetzes ein. Sonntagsruhe. Wie die in Würzburg erscheinende Unterfränkische Tribüne" mittheilt, hat die dortige Bäder: Innung beschlossen, daß die Verkaufsräume Sonntags von 6 bis 9 Uhr früh und 12 bis 2 Uhr Mittags offen gehalten werden. Kapital gegen Kapital. Das Kartell der österreichischen Blechwalzwerte feyte infolge ausländischer Konkurrenz die Weißblechpreise herab, indem der Rabatt im Engros- Verkehr um 2 pet. erhöht wurde. = Versammlungen. Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: SüdSchule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Geschichte( neu); Süd- Ost ihule, Steichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( obere); Oft: Schule, ftraße 179a: Unterricht in Deutsch( obere); Rechnen. In allen Lehrfächern Markusstr. 31: Unterricht in Deutsch( mittlerer); Nord- Schule, Müllerfönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, Arbeiter- Bildungsschule. Heute Versammlung bei Norbert, Beutheintreten. ftraße 22. Bortrag des Herrn Bolsche über die Entwickelung der Wissen fchaften. Kranken- und Sterbe- Unterstütungskaffe der Berliner Hanswoch Abend 8 Uhr. Angabe vom Tode Leuchsenrings war etwas übereilt. Denn ganz todt war der mißhandelte Verdächtige nicht: eine Korrespondenz aus Weißenburg vom 15. Mai theilt mit, daß der alte Leibarzt ,, nach den barbarischen Schlägen, die er feines Alters ohngeachtet ausstehen müssen", aus Speier fortgeführt und seinem Schicksal überlassen wurde, daß er indessen mit Blut und Wunden bedeckt die französische Grenze erreichen konnte". Wieder Einer. Der im vorigen November nach der Schweiz geflüchtete Münchener Kommissionär Henselmann wurde heute wegen 82 Kautionsschwindeleien von der Straffkammer des Landgerichts I zu sieben Jahren Gefängniß und fünf Jahren Ehrverlust verurtheilt. gerichts in Trient, Ferdinand Ritter von Reinisch, er Selbstmord. Der fürzlich ernannte Präsident des Kreishängte sich daselbst, während seine Gemahlin in Innsbruck Der amerikanische Millionär Astor ist am 26. April in New- York an einer Herzkrankheit gestorben diener. Kaffenlotal, Neue Friedrichstr. 44 bei Nöllig, Sigung jeden Mittwar, an der Zimmerthür. Sandsmannschaft Kreis Wittenberg, Schweinit, Torgau und siebenwerda. Heute, Abends 8 Uhr, öffentliche Bersammlung in Gratwell's Bierhallen( oberer Saal), Kommandant enftr. 77-79. Sigung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, Abends 8% uhr, Wilte. -Rütli, Wieder ein Todesurtheil. Das Schwurgericht Elberfeld verurtheilte den 27 jährigen Maurer Eckard aus Remscheid, der wegen Giftmordes, verübt an seiner Gattin, angeklagt war, zum freigesprochen. Tode. Die mitangeklagte Dienstmagd Becker aus Köln wurde Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Invaliden- und Altersverficherung. Die Zahl der Altersrenten ist seit Inkrafttreten des Gesetzes über die Invaliditätsund Altersversicherung, also seit 1. Januar 1891 bis zum 31. März d. J.( in 65 Wochen) auf 143 959 gestiegen, an welche jährlich rund 18 Millionen Mark Altersrente gezahlt wird; außerdem treten seit 18 Wochen die ersten Arbeiter Invaliden auf, deren 1503 insgesammt etwa 300 000 m. jährlich bereits beziehen. Welche reale Leistung, fragt eine bürgerliche Beitung, haben die Führer der Sozialdemokraten der Jahreszahlung von Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund 18 300 000 m. gegenüberzustellen? Hätten die parlamentarischen der geselligen Arbeitervereine betreffen, sind nur an die Borstände derselben Vertreter diefer Partei das ganze, von ihnen so gering zu richten. geschätzte Wohlthätigkeitsgesetz zu Falle gebracht, wie sie gern 8 Uhr, bet klein, Schönleinstraße 6. Lese- und Diskutirklubs. Mittwody. Bereinte Kraft, Abends Brände. Nach polnischen Blättern brannte in Ottenyca die wollten, wer hätte den 145,562 alten und invaliden Arbeitern Thierbach, Schwebterfir. 44. Johann Jacoby, bet Otto große Maschinenfabrik von Theodor Breits ab. Dreihundert Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. Arbeiter sind hierdurch brotlos geworden. Die große Reeps eine ähnliche Unterstüßung gezahlt? Die Arbeitnehmer alle brunnen, abends 8% uhr, bet saferland, Bellermannſtr. 87.- Gletch schlägerbahn von Pfannenschmidt in Altona brennt und jeden Monats, Abends 8 Uhr, bei Bechlin, 9. Gesund sollten in dieser Zeit einmal richtig über solche Fragen nach- hett, Abends 8% Uhr bet Schönemann, Staltherstr. 7.benken. Emanzipation, ist verloren. Der muthmaßliche Brandstifter wurde verhaftet. Die Arbeiter bedürfen dieses Rathes nicht. Sie bends 8% Uhr, bei Wagner, Alte Schüßenftr. 6. Seine, Rigdorf, In der Nacht zum Dienstag gegen 11/2 Uhr brach in der wenden sich vernünftiger Weise in immer größerer Zahl der Abends 8 Uhr, bei Beiler, Knesebeck und Herrmannstraßen- Ece. Sozialdemokratie zu, weil sie wissen, daß wenn die Sozial- stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und umgegend. Mittwoch. Uebungs- Porzellanfabrik zu Nymphenburg ein Feuer aus, demokratie nicht gewesen wäre, noch nicht einmal dieses ganz Blumenstraße 38, bet Hente. Liebesfreiheit, welches bis früh 42 Uhr andauerte. Der durch Zerstörung von Freya,( Gem. Chor), Alte Schönhauser: Gebäuden und Formen verursachte Schaden ist nicht unbeunzulängliche Gefeß erlassen worden wäre. Wenn die sozial- fitaße 22-23, Bößow's Brauerei. Silaritas, Hochstraße 32 a, bet demokratischen Abgeordneten gegen das Gesez ftimmten, so handelte Bantom, Schulzeftr. 27. Deutsche Eiche, Blumenstraße 46, bei ent. Echo 1 trächtlich. es fich bekannterweise nicht um den Gedanken der staatlichen Für- getft": - Lerche, Bernauerstr. 72, Restaurant zum Beit- Eisenbahn- Unfall. Der von Szakolcza nach Presburg Gesangverein der Steinmegen, Johannisfir. 20, bei Wuuer. fahrende Personenzug der Marchthelbahr entgleifte am Montag forge für die Arbeiter, sondern um die überaus mangelhafte po- raße 44, bet Röllig. – Gübo ft2, Guvryftr. 48, bet Geibler. Steinnette, infolge des durch den Regen aufgeweichten Unterbaues in der Männer- Gefangverein der Kürschner, D. V. D. Br. Berlin, Neue Friedrichlitische Durchführung dieses Gedankens. Dagegen zu stimmen öslinerstr. 17, bei Wendt.- yra 1, Raupach fir. 6, bet Stachel.- Euphonia Nähe der Station Nagy Levard. war ihre selbstverständliche Pflicht. Annenstr. 16, bei Keßner.- hand in hand 1, Mariannenstr. 31-32, bei, wurden stark beschädigt. Einige Personen haben leichte KonDie Maschine und Geleise Doberstein.- Schneeglodchen 1, Rottbuser Damm 39, bei Jacob. Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger Kommuitation 16, bet tufionen erlitten. Blafer.- unverbroffen, Abends 8 Uhr, bei Sachs, Sindowerfir. 26. Flöter'scher Gesangverein, Landsbergerjir. 31, bei Musehold.. Friedenau im Kurhaus. Vorwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, bei erche. Freundestreue( Gemischter Chor), Grenadierstr. 33, bei Seefeldt. Lorbeertrans, Barnimfir.. 16, bei Heindorf. Südost 1, Röpnickerstr. 191, Restaurant.- Soffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich Karl straße 34, bei Schulze. Rothe Melte, Echöneberg, Golzftr. 43, bei Siegeler. Freiheit 1, Kulmfir. 36, bet Raumann. Freiheit, Mo a bit, Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47-49.- Steinfeger Sänger chor, Kastanien- Allee 28 bet Maiwald. Offenbacher Sänger- Kölu, 2. Mai. Wie die„ Köln. 8tg." aus Siegen berichtet, trans, Drantenstr. 153, bei Göße.- Gefangverein der Kupferfchmtebe, ereignete sich in der Siegener Dynamitfabrik heute Vormittag, Weinstr. 11 bei Feind. Bergismein nicht, Schulftr. 29, im Bedding furz, nachdem Regierungsrath Osthues zur Revision der Fabrit Naftno. Echo 3, in Zehlendorf, Stunde in Friedenau( Kurhaus). Brandenburg, eingetroffen war, eine Explosion, durch welche zwei Arbeiter geBrandenburger Männer Gefangverein in Mengert's Boltsgarten. Mannesmuth, Mauerstraße 3, bet Ramm. tödtet wurden. Als wahrscheinliche Ursache wird angenommen, Brüderschaft"( Sausdiener) Fischerftr. 41. Concordia", daß die Arbeiter ein mit Nitroglyzerin gefülltes Gefäß haben Gitschinerftr. 92, bei A. Royl Arbeiter Gesangverein fallen lassen. ,, Brit", Britz, Werderstraße bei Schöneberg. Mittwoch: Verein Fridolin, bet Wolff, Brunnenstr. 35a. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Paris, 3. Mai. Der Justizminister richtete ein RundTheaters schreiben an die General- Staatsanwälte, in welchem er dieselben und Bergnügungsverein Bultanta, bet Jäger, Gartenstr. 37/38. Berein auffordert, die strikte Ausführung des Gesetzes über die FabriKreuzfidel, Rauchtlub, bei Gumlich, Heichenbergerstr. 149. Geselliger Berein Waldesgrün, bei Mebelin, Langeftr. 108.gnügungsverein Durch Nacht zum Licht, bet Subeil, Naunynstr. 86. insbesondere von Dynamit, zu überwachen. Theater- und Bertation, den Verkauf und die Aufbewahrung von Sprengstoffen, Humoristischer Berein Pipifar, bei Möhring, Admiralstraße Nr. 18 c. Newyork, 8. Mai. In den hiesigen Arbeiterkreisen wurde Rauch die Maifeier gestern Abend durch ein Meeting begangen, dem Lustige Brüder, Abends etwa tausend Personen beiwohnten. Es wurden Beschlüsse ge8 bis 10% Uhr, Reſtaurant Lucwald Manteuffelstr. 46.- Nord, Schipke, faßt zu Gunsten einer Verminderung der Arbeitsstunden. In Schul- und Reinickendorferstraße- Gce. Azalie, Noad, Andreasstr. 56.Klimbim, Bredlowstraße 65. Koppenstr. 67. Touristentlub Nachtfalter, König, Chicago begab sich eine von einem Mitgliede der Arbeiterzeitung Theater- und Artistentlub Jugendtraft 2, bei Ritter, geführte Deputation zum Chef der Polizei und verlangte die Mauerfir. 86. nospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Allianceſtraße. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Gesangverein Zurückgabe der bei der Kundgebung am Sonntag fonfiszirten musitverein vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Große Frankfurter- weder das Umbertragen der rothen Fahnen noch die Anwendung rothen Fahnen. Der Polizeichef antwortete, die Behörden könnten traße 99, 1 Tr.- Männer- Gesangverein Waldkapelle 2, Abends& Uhr von Gewalt dulden. Die Deputation drohte beim Abziehen, gegen Restaurant Kayfer, Staligerstr. 22.- Arbeiter- Gesangverein Brig. Abends die Behörden wegen ungesetzlicher Beschlagnahme der Fahnen ge 9 Uhr, im Restaurant Schöneberg, Chauffeestraße. der Meister nichts verdient an den Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Man- richtlich vorzugehen. Arbeiten, dann kann er auch den Gesellen nichts bezahlen. teuffelstr. 9.- Straftturnverein Jugendtraft, jeben Mittwoch und SonnDa nun Beide nichts verdienen, so entsteht naturgemäß abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofstr. 8.- Turnverein Gesund ( Depeschen des Bureau Herold.) Unzufriedenheit. Verschlechtert sich aber die Lage der in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39.brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends Paris, 3. Mai. Simon, der Genosse Ravachol's, wird am Handwerker und suchen diefelben ihre Lage zu verbessern Abends 9 Uhr Uebungsstunde bet Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Straftturnverein Berolina, Donnerstag wegen Diebstahls vor dem Bucht- Polizeigericht er durch Streifs, so heißt es gleich, das sind Sozialdemokraten". Theater- und Bergnügungs- Verein Humanitas Abends 9% Uhr bei scheinen. Sie werden mir nicht beweisen können, daß ein Handwerker, gleich- Täger, Gartenfir. 13/14. Reed, Lothringerfir. 94. Theaterverein Bultania Abends 9 Uhr bet viel ob Meister oder Geselle, im Stande ist, für die niedrigste Be- Geselliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant zahlung die beste Arbeit zu liefern.( Lebhafte Unterbrechung, Garten, Dresdenerstraße 45.- Kreuzfibel, bet Gumlich, ReichenbergerSommer, Grünstraße 21. Humoristischer Verein Arminia, Dresdener wiederholte Schlußrufe bei der Mehrheit.) Ich bin noch nicht ftraße 149.- Fidele Brüder, bet$. Mrose, Lachmannstr. 5. beim Schluß und ich glaube, es ist besser, wenn Sie mich ruhig Rauchflub Roochloch, Abends 9 Uhr, bet Kierstein, Admiralftr. 33. H. V. Ein Anrecht auf Staatsanftellung haben Dissidenten anhören. Ja wohl, die Lehrer und Beamten bekommen mit jedem Rauchflub afsalle, Abends, bei Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Rauchtlub und Juden wie andere Staatsangehörige. Ob sie aber eine An Jahre, wo dieselben älter werden, mehr Gehalt, während der flub, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görligerstr. 42. Rothe NeIte, bet Steuer, Weinstr. 22.- Humoristischer Rauch: stellung erhalten, ist eine andere Frage. Ein erzwingbares Recht Rauch lub Sans: Handwerker, abgesehen von der Unsicherheit seiner Lage, mit jedem fouci, Boechstraße 51. Rauchtiub Vorwärts Südost, bet Bogel, auf Anstellung hat Niemand. Jahre, wo er älter wird, weniger verdient. Unter diesen Um- Sorauerstraße Nr. 13. Rauchtlub Ohne 8wang, Abends 9 Uhr, bei H. L. Die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres be ständen ist es nicht zu verwundern, daß der kleine Handwerker Schlüter, Kleine Martusftr. 10. Späth, Weinstr. 28. Rauchtlub Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bet Rauchflub Bultan, Abends 9 ühr bei trägt 486 983 Unteroffiziere und Mannschaften; hierzu kommen und Arbeiter immer mehr seine Hoffnung auf den Zukunfts- Ahmer, Gräfeftr. 82. Rauchflub Goldene Quaste", Abends 9 uhr noch 20 440 Offiziere und 4234 Aerzte, Roßärzte, Bahlmeister 2c. staat seßt. bei Muß, Joslystr. 8. S. Kuhlfe. 1. Hafenelever tam bei der Reichstags- Wahl 1874 Stattlub Treff, Abends s½ Uhr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringer- Verleumdung haben Sie die Klage innerhalb 3 Monaten von dem mit Schulze- Delitzsch zur Stichwahl. 2. Wegen Beleidigung resp. straße 101. Ueber die Nachtheile des Submissionswesens äußerte sich in der Mannheimer Stadtverordneten Versammlung der Stadtverordnete Fröbel in bemerkenswerther Weise: Am Darniederliegen des Handwerks sind nach meiner Ansicht Staat und Stadt mit schuldig und zwar dadurch, daß Beide das Submissionswesen, zum Schaden der Gewerbe, ausnügen. Es ist ein großer Krebsschaden, daß die Arbeiten seitens der Stadt in Submission", in der Regel an den Wenigstnehmenden, vergeben werden. Hierdurch werden die Preise für die Arbeiten und die Löhne gedrückt. Diese Uebung, die Arbeit möglichst an den Wenigstnehmenden zu vergeben, hat bedauerlicherweise auch viele Privatleute dazu gebracht, die frühere Art und Weise, falls Arbeiten zufriedenstellend für dieselben geliefert wurden, die Verfertiger wieder mit Aufträgen zu beehren, zu verlassen. Dft wird selbst von den reichsten Leuten bei Kleinigkeiten der Weg der Submission bei Vergebung von Arbeiten beschritten, zum Schaden der Handwerker. Hierdurch ist aber alle tüchtige Ausbildung sowohl des Kleinhandwerkers, als auch der Handwerksgesellen und Gehilfen, umsonst und bringen denselben keinen Nuzen. Wenn nun " 1 Eiserne Pfeife, Abenbé 9 Uhr, bet Hoffmann, Fruchtstr. 1. Statklub Buschelgrün, Reichenberger- und Manteuffelstraßen- Ece. flub Sellblau, Grand, Blücherstr. 59. " Vermischtkes. Briefkaffen der Redaktion. Tage an, wo Sie von der Beleidigung Kenntniß haben, beim Gericht einzureichen. V. J. M. Wenn vierzehntägige Kündigung beim Miethen des Mädchens abgemacht ist, dann gilt diese Frist auch. Sie brauchen nicht gerade am 15. auf den 1. des kommenden Monats zu fündigen; Sie können das auch früher thun, aber freilich nur zu demselben Termine. Die Aufnahme einer gewerblichen Statistik veranlaßte im November v. J. der Fach verein der in Buchbindereien und verwandten Berufen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zu Leipzig. Das Ergebniß derselben ist in der Buchbinder- Zeitung" veröffentlicht. Die Aufnahme erstreckt sich auf 57 Geschäfte; von diesen find 39 Buchbindereien, 4 Kartonnagegeschäfte, 1 Portefeuillegeschäft, 1 Rartenfabrit, 1 lithographische Anstalt, 4 Stein- ,, Geistiger Kampf" der deutschen Reaktionäre im bruckereien, 4 Buchdruckereien und 4 graphische Institute. In vorigen Jahrhundert. Aus der guten alten Zeit", schreibt Karl Braun, Löderburg. Die deutsche Hutfabrik befindet diesen 57 Geschäften sind 1174 Arbeiter beschäftigt, wovon 1095 man der Frankfurter Zeitung", finden wir auf einem fast sich Berlin N., Pappel- Allee 3/4. Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. " "