Nr. 80. Abonnements- Bedingungen: # Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 R., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt" 10 Bfg. BostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Breisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die Auslandsflotte. Sonnabend, den 4. April 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Bernihrecher: Amt IV. Mr. 1984. Auslande überall an den nötigsten Schiffen. Daher müsse die dieser Bestrebung war der preußische Ministerialerlaß, der plötzlich japanische Flottenvorlage für Deutschland eine ernste Mahnung sein, verfügte, daß die Wählerlisten noch vor Ostern fertig gestellt werden die nicht überhört werden dürfe. müßten. Das ist der Kern des ganzen Streitfalls und alle AftenDie offiziöse Presse hat unter den Arbeiten, mit denen sich der Wie hier so haben die geheimen Schürer und Treiber, die in stücke der Reichsverwaltung find gänzlich bedeutungslos gegenüber fünftige Reichstag zu beschäftigen haben soll, auch eine Militär- der einen oder andern Weise, direkt oder indirekt interessiert sind dieser einen preußischen Verfügung, die nur Sinn hatte, wenn mit und eine Marine vorlage genannt. Während die erstere am deutschen Kriegsschiffbau oder am Wachstum der Kriegsflotte einem Wahltermin im Mai gerechnet wurde. Die Norddeutsche voraussichtlich auch eine bedeutende Vermehrung der Reiterei überhaupt, durch die Jahre ihren Druck auf die amtlichen Marine- Allgemeine Zeitung" wird den Erlaß diefes Inhalts bringen wird, soll die Marinevorlage der planmäßigen Wer mehrung stellen ausgeübt und die Folge ist, daß nunmehr die zu Beginn dieses nicht ableugnen können; aber vielleicht beröffentlicht fie der Auslandsflotte dienen. Trotz des jämmerlichen Fiastos, Reichstags zurüdgezogene Streuzerflotte an den nächsten Reichstag nun den Wortlaut auch dieses Erlaffes. Darauf kommt welches die deutsche„ Gepanzerte Faust"- Politik im Auslande erlebt tommt und zwar in Form eines umfassenden Gesezes über die es an und so lange dieser Erlaß nicht veröffentlicht und zuhat, streben unsre Marinepolitiker weiter nach der Schaffung Auslandsflotte. Ueber den Rahmen der damaligen Forderungen reichend erläutert worden ist, beharren wir bei unsrer Be einer großen Striegsmarine, die die deutsche Flagge deutsche Flagge auf geht man bereits wieder hinaus. Planmäßig wird das Biel erstrebt, hauptung. allen Meeren und an allen Küsten weisen soll. Und wieder ist es eine Flotte zu schaffen, die, losgetrennt von der heimischen SchlachtOstafien, welches sie in erster Linie im Auge haben. Es ist nicht genug flotte, groß genug sein soll, auf allen Meeren zu fegeln. mit dem finanziellen Aderlaß, welchen der Exekutions- Feldzug in Der Blick der Flottenhelben richtet sich dabei auf Ostasien. An China verursacht hat, nicht genug mit den aus den indirekten Steuer- den Wirren des Jahres 1900 hat man nicht genug. Man dürftet groschen genommenen Millionen, die alljährlich, und zwar in bereits nach neuen Lorbeeren". Der Länderhunger unsrer steigendem Maße, in Kiautschou verbaut werden. Die dem Wolfe Weltpolitiker kann die Zeit nicht erwarten, da aufs Neue der aufgehalsten Lasten für die ostasiatische Abenteuer- und Experimentier- Boden der chinesischen Küste mit Blut gedüngt, neue Länderstrecken politit sollen noch vermehrt werden. Ostasien scheint der heiße gepachtet" werden. Boden zu werden, der viele Hunderte von Millionen deutschen Volksvermögens auffaugt, während bei uns daheim die Arbeiterklasse Rot und Elend leidet. Dem Zwecke soll die Auslandsflotte dienen, die jetzt schon an gekündigt wird und für welche das interessierte deutsche Großkapital im Auslande beute und profitgierig schon jetzt scharf macht". Was Deutschland jetzt in Ostasien als Besitz hat, scheint unsern Noch hat das deutsche Volk die Entscheidung in der Hand. Möge Herrschenden Kreisen erst als ein Anfang zu gelten, der konsequent es bei den kommenden Wahlen einen Reichstag schaffen, der nicht der ausgedehnt werden muß. Das Ende schwebt in der Ferne der wahnwißigen Weltpolitik in einer großen Auslandsflotte ein neues nebelhaften Ziele unfrer Weltpolitik". Nach wie vor erstrebt man Instrument zur Hand giebt, von einem blutigen und kostspieligen eine Steigerung der militärischen und marinistischen Streitkräfte Abenteuer in das andre zu heben. Politifche Uebersicht. Berlin, den 3. April. Aftenstücke zum Wahltermin. öffentlicht nunmehr Aftenstücke der Reichsregierung, um den Beweis Die Norddeutsche Allgemeine Beitung" verzu erbringen, „ daß der Reichskanaler niemals sich dahin schlüssig gemacht hat, Seiner Majestät dem Kaiser als Wahltermin den 17. ober 18. Mai oder überhaupt einen in der Nähe dieser Termine liegenden Tag in Vorschlag zu bringen." in Ostasien, um mittels derselben gelegentlich neue, Landpachtungen" vornehmen zu können. Eine weitere Berstärkung der See= streitkraft in Ostasien liegt auch dem Gesetz über die AusLandsflotte zu Grunde, welches also, wie die Offiziösen verkünden, der nächste Reichstag bewilligen soll- wenn die Bewilligungsmajorität in ihrer jetzigen Stärte wieder nach Berlin gelangen sollte. Die oftastatische Preffe ift über diese Absichten gesprächiger als unsre heimischen, vom Breßbureau des Reichs- Marineamts dirigierten Offiziösen. Der in Shanghai erscheinende„ Ostasiatische Lloyd", der die Interessen der deutschen Großkapitalisten und Spekulanten in Ostasien vertritt und durch die Offenherzigkeit, mit der er ostasiatische Flottenwünsche und Flottenpläne vorzeitig ausplauderte, den Die Aftenstücke sind folgende: Unter dem 21. März ergeht an heimischen Flottenpolitikern bereits mehrfach unbequem geworden ist, die Bundesregierungen gezeichnet Graf Posadowsky- ein Erlaß plaudert auch jest wieder aus der Schule. Bei dem Auslands- des Inhalts: Da die Wahlperiode mit dem 16. Juni abläuft, so sei flotten Gesetz ist es in der That abgesehen auf eine bees geboten, ohne jeden Verzug alle erforderlichen Vorbereitungen trächtliche Steigerung der deutschen Seeftreit für die Neuwahlen, insbesondere wegen der Abgrenzung der Wahl träfte in Dstasien. Angesichts der geplanten Vermehrung der japanischen Flotte wirft bezirke und wegen Aufstellung der Wahlliften zu treffen". der„ Dstasiatische Lloyd" die Frage auf:„ ob unfre Seestreitkräfte in Ostasien für die Vertretung unsrer Interessen noch genügen?" Natürlich kommt das von marinistischen und großkapitalistischen Kreisen inspirierte Blatt zur Verneinung dieser Frage. Deutschland sei heute in den ostasiatischen Gewässern ganz erheblich schwächer vertreten als alle seine Mitbewerber, trotzdem seine Handels- und Schiffahrts Interessen anerkanntermaßen größer sind als die Das Wort„ boraussichtlich" mußte- fo fügt die„ NordRußlands. Das deutsche Geschwader sei ben Aufgaben, die deutsche" charakteristisch hinzu, in das Telegramm eingefügt werden, ihm unter Umständen" in Oftaften gestellt werden könnten, weil zur Zeit der Absendung desselben( 25. März) die allerhöchste nicht gewachsen. Was unter diesen Umständen" zu verstehen ist, er- Order noch nicht ergangen war." hellt aus der Thatsache, daß das Interessenorgan der deutsch- Erst am 28. März- inzwischen erfolgte unsre Veröffentlichung ostasiatischen Großtapitalistenkreise für sofort eine jederzeit triegs- tam die kaiserliche Kabinettsorder über den Wahltermin, und am bereite deutsche Flotte in den ostasiatischen Gewässern fordert, deren 29. März erließ Graf Pofabowsky folgende Verfügung: augenblickliche Stärke sein soll " In Gemäßheit des§ 8 des Wahlgefeges werden die WählerLiften spätestens am 19. Mai zur Einsicht öffentlich auszulegen sein. Was die Anberaumung der Tage für die engeren Wahlen und die Nachwahlen anbelangt, so glaube ich Einverständnis darüber boraussetzen zu dürfen, daß die Beschleunigung des gesamten Wahlgeschäfts sich in gleicher Weise wie bei den letzt vorhergegangenen Wahlen empfehlen wird." 4 Linienschiffe, 3 Panzerfreuzer, 10 geschützte Kreuzer, 6 Kanonenboote und 15 Hochfee- Torpedoboote. Am 25. März hielt Graf Bülow beim Kaiser Vortrag und erftattete zugleich einen Immediatbericht an den Kaiser mit der Bitte, den Wahltermin am 16. Juni feftaufeßen. Am gleichen Tage wurde folgendes Telegramm an die Bundesregierungen versandt: Berlin, den 25. März 1903. Die Neuwahlen zum Reichstage werden voraussichtlich am 16. Juni stattfinden. Schreiben folgt. J. V.: Posadowsky. Die„ Norddeutsche" stellt noch fest, daß diese Aftenstücke die " Db mit den zur Verfügung stehenden Mitteln eine weitere erhebliche Verstärkung der deutschen See- Streitkräfte in Dstaften möglich ist", so fährt das Blatt fort, muß allerdings bezweifelt einzigen waren, welche in der fraglichen Angelegenheit seitens der werden. Rat muß aber auf die eine oder andre Weise geschaffen werden, teichsverwaltung an die Landesregierungen gerichtet worden wollen wir nicht gegenüber den andren Mächten zu einer quantité find". Und das Blatt fügt endlich hinzu: negligeable heruntersinken." Diese ostasiatischen Politiker der gepanzerten Fauft verlangen, daß das Geschwader, welches 1900 bei den oftafiatischen Wirren an der chinesischen Küste gekreuzt und bombardiert hat, dauernd nach Ostasien kommt. Diese Schiffe würden die oftastatischen Geschwader um 40 000 Tonnen verstärken. Daß damit die Wünsche der oft afiatischen Flottenfege nicht erschöpft sind, zeigt die folgende AusLaffung: Was die vom Bortvärts" citierte Anleitung zur Aufstellung der Wählerlisten" anlangt, so ist uns nicht bekannt, woher diese Anleitung ihren amtlichen Charakter vorausgesetzt- stammt. Seitens des preußischen Ressortministers ist eine solche Anleitung jedenfalls nicht ergangen." Das sind sehr hübsche und durchaus echte Aftenstücke, nur haben sie die Eigentümlichkeit, nichts gegen unsre Behauptung zu beweisen. Sie beweisen ebenso wenig, wie die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" die Thatsache, daß die Stadt Berlin an der Ausführung Das Interessengebiet, dem das oftastatische Geschwader Schutz einer von ihr geplanten Interpflasterbahn durch eine vom Kaiser der verleihen soll, wächst von Jahr zu Jahr. Die Schiffe werden unfres Firma Siemens u. Halske gegebenen 8 usage verhindert worden Erachtens ihren Aufgaben feineswegs gerecht, wenn sie allein an der sei, durch die ewigen Dementis des offiziösen Blattes aus der Welt chinesischen und japanischen Küste kreuzen. Nur zu oft hört man schaffen kann, daß keine kaiserliche Kabinettsorder er auch von den Sunda- Inseln, Hinterindien, Siam und Korea, von gangen sei, wie Genoffe Singer formell intorrekt. im Reichstage andren Ländern ganz zu schweigen, den Wunsch äußern, es mögen gefagt hat. Diese Wortspaltereien gaukeln Thatsachen nicht öfter deutsche Schiffe die dortigen Häfen anlaufen. Wie die Dinge hinweg. Heute liegen, tann der Geschwaderchef mur in den allerfeltensten Die Aftenstücke der Reichs verwaltung sind sicher vollständig, Fällen diesen Wünschen gerecht werden; es fehlt ihm an den nötigen es fehlen aber die, auf die es ankommt: die preußischen AktenFahrzeugen." ftü de. Wenn die„ Nordd. Allg. 3tg." erklärt, daß in dem preußischen Ministerialerlaß das Datum des 17. oder 18. Mai nicht enthalten gewesen sei, so haben wir dies auch niemals behauptet. Wir beriefen uns lediglich auf eine amtliche Wahlanleitung, die auf Grund der ministeriellen Weisungen erfolgt ist. Es ist bes zeichnend, daß es wieder die Freifinnige Zeitung" ist, die in ihrem Haffe gegen die Socialdemokratie der Regierung zu Hilfe eilt. Sie erfindet frei, daß wir eine Bureauverfügung des Wahlbureaus der Stadt Berlins zu einem Ministerialer laß gemacht haben. Wir haben stets nur von einer amtlichen Anleitung gesprochen. Die " Freisinnige Zeitung" schwindelt ferner: In dem auf die Aufstellung der Wählerlisten bezüglichen Ministerialerlaß war ausdrücklich die Frage des Wahltermins als offene bezeichnet. Da aber die Aufstellung der Wählerlisten wegen der damit verbundenen Riesenarbeit in Berlin sofort in Angriff genommen werden mußte, so bestimmte der Magistratsdezernent für die öffentlichen Wahlen nach Gutdünken als Stichtag den 17. Mai." -Wenn die Freisinnige Zeitung" bei der Berliner Behörde Erfundigungen eingezogen haben sollte und das scheint so dann unterschlägt sie wider besseres Wissen die Hauptsache; daß man noch vor Dstern verfügt hat. Daß die Einsetzung des 17. Mai ein nehmen mußte, sondern weil der Minister die Fertigstellung der Listen nämlich nicht wegen der„ Miesenarbeit" die Arbeit sofort in Angriff Warum ist das Gutdünken" nicht auf den 16. Juni verfallen, Aft des Gutdüntens gewesen sein soll, wer sollte das glauben? der doch allgemein als Termin galt? Warum ist die„ Riefenarbeit" durch die plötzliche Umkrempelung und die verfügte Beschleunigung der Fertigstellung dann noch ins Ungemessene vermehrt worden? In der That hat denn auch der preußische Offiziofus Schweinburg bereits zugegeben, daß um eventuell einen früheren Termin wählen zu können die vorläufige Einrichtung" der Listen auf den 17. Mai eingerichtet wurde. " " F Wir haben gestern den Wirrwarr geschildert, der durch die Treibereien hinsichtlich des Wahltermins entstanden. Es ist bedauerlich, daß der dringliche Antrag über die Angelegenheit, ber gestern in der Berliner Stadtverordneten Versammlung gestellt wurde, durch den unsinnigen Widerspruch eines Mitgliedes nicht zur Beratung tam. Dann wäre vielleicht einige Klarheit geschaffen worden. Zwei Trinksprüche. Bei der Anwesenheit Wilhelms II. in Kopenhagen sind natürlich auch„ Trinksprüche" gewechselt worden. sind die beiden monarchischen Ansprachen doch formell nicht ohne auch„ Trinksprüche" gewechselt worden. Inhaltlich belangslos, psychologisches Interesse. Der Trinkspruch des Dänenkönigs ist von digungsgefühlen erfüllt. König Christian gereicht der Besuch zu frostiger Höflichkeit, der Wilhelms II. ist von überströmenden Hulganz besonderer Befriedigung und Freude". Wilhelm II. bittet feinen aus tiefftem Herzen entströmenden Dant in Gnaden entgegennehmen zu wollen". Der Däne nennt den Besuch„ hochgeschätzt", empfindet ihn als einen neuen Beweis Allerhöchstdero ( wohl von Wolff hineinredigiert! Red.) freundschaftlicher Gesinnung" und spricht für den Besuch seinen herzlichsten und wärmsten Dant" aus. Der deutsche Kaiser aber dankt aus ,, aufrichtigstem und treuerfülltem Seemannsherzen für die hohe Ehre, welche Euere Majestät mir erwiesen haben dadurch, daß Sie mich zum Admiral der dänischen Flotte ernannt haben, einer Flotte, die mit ehernem Griffel ihre Geschichte in die Tafeln der Weltgeschichte eingeschrieben hat. Ich dante Guerer Majestät für die gnädige Erlaubnis, daß Ihr Ulanen- Regiment für alle Zeiten Ihren uns so teueren Ramen führen darf. Ich danke für den gnädigen, liebenswürdigen und prächtigen Empfang Euerer Majestät und des gesamten Voltes. Jch, der jüngsten einer unter Europas Herrschern, neige mich in Ehrfurcht vor unsrem Haupte und spreche aus ganzem, tiefstem, bollem Herzen, und da weiß ich mich eins mit meinem gesamten Volke, das st a mmverwendt dem braven dänischen ist: Gott schüße und erhalte und Gott segne Guere Majestät, zu dem wir aufblicken als bem gnädigen, forgen und herzensvollen Landesvater, der ein Muster ist als Fürst und ein West er als Ehemann und Bater auf dem Throne. Möge noch lange Euerer Majestät vergönnt sein, im Streise blühender Kinder und heranwachsender Entellinder für das Wohl Ihres treuen Volkes zu sorgen und möge noch recht lange König Christian vor seinem hohen Mast stehen, auf dem der Danebrog weht, dessen Falten ihn noch lange umrauschen mögen." Dagegen lautete eine Stelle des dänischen Trinkspruchs trop feiner erheblich geringeren Länge und des bedeutenden TemperaturAlso Panzerfähne her zu Parade- und Renommierfahrten in Der Wahltermin wird ja nicht durch den Bundesrat festgesetzt, unterschiedes viel bestimmter. König Christian sprach den Wunsch den oftastatischen Gewässern! Immer weiter nach Osten die deutsche fondern ist einzig und allein Sache der persönlichen Entschließung aus, daß der Besuch zum weiteren Gedeihen des herzlichen Machtsphäre" ausgedehnt, die gepanzerte Faust gezeigt und Ver- des Königs von Preußen als deutschen Kaisers. Verhältnisses zwischen... unfren stammberwandten wicklung in die Händel der ganzen Welt gesucht. Die Kosten deďt Es war uns sofort klar, daß die Bemühungen, den Wahltermin Völkern beitragen möge". man aus den indirekten Steuergroschen der unterdrückten Massen. auf den 18. Mai festzusetzen, von der preußischen Agrar- Kamarilla Von diesem herzlichen Verhältnis" sprach Wilhelm II., er Der„ Lloyd" bedauert geradezu, daß sich in diesem Jahre ausgegangen find. Es war uns ebenso klar, daß bis zum letzten nannte lediglich die Dänen stammbertvandt und brav, aber im de Forderungen des Marine- Etats wiederum im Rahmen des Augenblick hinter den Coulissen, hartnäckig um den Wahltermin gestritten übrigen sprach er nur von der Verehrung des durch ihn, den Flottengesetzes von 1899 bewegt hätten. Seit die Regierung vor werde. Und es war endlich zweifellos, daß die preußischen Inter- Kaiser, repräsentierten deutschen Volkes für den dänischen vier Jahren die Kreuzervorlage zurückgezogen babe, manaele es im effenten den Sieg ihrer Sache für sicher hielten. Der Ausfluß Monarchen. Freilich mußte Wilhelm II. wohl auf solche Hervorhebung des herzlichen Verhältnisses" verzichten, das im wesentlichen in der rücksichtslosen Ausweisung der„ braven" Dänen aus dem stammverwandten" Deutschen Reich besteht. er Eine neue Wohlfahrtseinrichtung" bei Krupp. Aus Essen meldet uns ein Privat- Telegramm: Die Firma Krupp giebt durch Anschlag bekannt, daß in der Geschoßdreherei 20 Proz. Lohnabzug bei Einführung der Achtstundenschicht erfolge. Die Bewegung ist groß. Das ist der echte Geist Kruppscher Wohlfahrtseinrichtungen. Die Arbeitszeit wird verkürzt, gleichzeitig aber der Lohn um 20 Proz. herabgesetzt. Die Firma Krupp profitiert eben so viel an ihrer Wohlthätigkeit, wie an den patriotischen Lieferungen für alle Militärmächte der Erde. Polizei und Militär gegen Streikende. Die blutigen Vorfälle in Bromberg find nach den uns jetzt vorliegenden ausführlichen Nachrichten zweifellos durch die offene Parteinahme der Polizei zu Gunsten der Unternehmer veranlaßt worden. Der Streit der Bauarbeiter ist entstanden, weil die Unternehmer sich hartnäckig weigerten, die bei Ablauf des Tarifs gestellte Forderung einer Lohnerhöhung um 5 Pf. die Stunde zu bewilligen. Schon am 6. März legten die Zimmerer die Arbeit nieder und am 16. die Maurer und Hilfsarbeiter. Die Arbeitsniederlegung erfolgte fast einmütig, es blieben nur 58 Hilfsarbeiter, 2 Maurer und 10 Zimmerer in Arbeit. Gegenwärtig find noch 900 Streifende vorhanden. Dieses einmütige Handeln der Arbeitern hatte natürlich die Unter nehmer dieser östlichen Stadt arg in Harnisch gebracht, so daß fie einem Beilegungsversuch des Einigungsamtes schroffe Ablehnung entgegensezten, während die Arbeiter zu Verhandlungen geneigt waren. Trotzdem blieb alles vollkommen ruhig bis zu dem Zeitpunkte, da es den Unternehmern gelang, Streifbrecher zu finden und die Polizei für sich in Bewegung zu setzen. Ostpreußen. Führern der Nation bestimmt sind. Ich habe die völlige Gleich Die Frcisinnigen in Ostpreußen rechnen damit, wie man stellung aller höheren Lehranstalten nicht mit Frenden begrüßt. Die in ihrer Presse und ihren Versammlungen täglich lesen und hören Reformschulbewegung, deren Anhänger ich geworden bin, war ein, kann, den Konservativen einige Mandate abzunehmen. Deshalb wenn nicht logisch, so doch praktisch notwendiger Schritt. Dadurch, werfen sie sich mit ganzer Kraft auf den Kampf gegen die Social- daß hier für alle Schüler ein gemeinsamer Bildungs- Unterbau gedemokraten. Das zeigt sich z. B. an ihrem Auftreten im Kreise boten wird und die Scheidung in der humanistischen oder realen Labiau- Wehlau. In diesem rein ländlichen Streise wurden Richtung erst später eintritt, daß also die Schüler sich erst in späteren 5994 auf den Konservativen, 4286 auf den Socialdemokraten und Eltern eine große Wohlthat erwiesen. Ich bitte die Regierung, 1898 bei der Hauptwahl 12171 Stimmen abgegeben, wovon Jahren für ihren Beruf definitiv entscheiden müssen, wird Schülern und 1782 auf einen unbestimmt liberalen Gutsbesiger fielen, der die mit der Reformschule begonnenen Versuche in weitestem Maße Rest zersplitterte sich. In der Stichwahl siegte natürlich der Kon- fortzusetzen und humanistische Reformgymnafien in weitestem Umfervative. In diesem Kreise, in dem also eigentlich keine einzige fange einzurichten, damit in den großen Städten ein richtiger Wettausgesprochen volksparteiliche Stimme abgegeben wurde, in dem kampf zwischen diesen Anstalten und den alten humaniſtiſchen Gymaber die Socialdemokratie die allerbesten Aussichten hat, haben die nasien entstehe. demokratie aufgenommen und führen ihn ganz in der Weise, sind dieselben, die ich schon zu Anfang der 60er Jahre in Halle geRichterschen Mannen einen energischen Kampf gegen die Social- Professor Dr. Schmoller- Berlin: Professor Hillebrands Klagen es feit der glorreichen freisinnig- volksparteilichen Zoll- hört habe. Damals wurde der sehr verdiente Kurator dieser Universität von fampf Taftit bei dieser seltsamen Volkspartei der Brauch dem Nettor in einer Festrede heftig angegriffen, weil er das Lateinische zu ist. In einer Versammlung in Wehlau, in der der sehr vernachlässige, wodurch der Weltuntergang herbeigeführt werden freisinnige Kandidat des Kreises, Rechtsantvalt Rother aus könne.( Große Heiterkeit.) Besonders erging sich der Rektor in Breslau sprach, wandte sich dieser und alle folgenden Redner fast Angriffen gegen jene, qui rei rusticae magis periti essent quam ausschließlich gegen die Socialdemokratie. Ein Redner that den ants litterarum( die der ländlichen Verhältnisse tundiger find als der gesichts der Verhältnisse in diesent Kreise besonders lächerlichen Aus- Wissenschaften).( Große Heiterkeit.) Natürlich lachten alle, und spruch, daß es das richtigste wäre, wenn sich die Arbeiter von vorn auch der Kurator lächelte, weil er die Grobheit in den herein alle dem freisinnigen Bürgertum anschlössen. Worten des Reftors nicht verstand.( Erneute Heiterfeit.) wahl führen und in dieser find die freifinnigen Stimmen dem wendig. Wir leben nicht mehr in den stillen deutschen Kleinſtaaten, Das Auftreten der Freisinnigen wird natürlich wieder zur Stich- Eine Umwandlung der höheren Schulbildung wurde unbedingt fotkonservativen Kandidaten um so sicherer, je mehr der Freijinn jetzt wir sind eine große realistische Nation geworden. fast ausschließlich gegen die Socialdemokratie eifert. So bahnt der Gymnasialreform der letzten 10 bis 12 Jahre ein notwendiges Freisinn dem Zollivucher die Wege! wie V Ausland. Die Lage in Holland wird sehr ernst. Offiziöse Telegramme melden: Haag, 3. April. Die Sektion Haag des Allgemeinen Verbandes der Eisenbahn- und Straßenbahn- lingestellten hat eine Belaunts machung erlassen, in welcher erklärt wird, da die Verhandlungen Als die ersten Streitbrecher antamen und von den Unternehmern mit den Eisenbahn- Gesellschaften plötzlich durch die gegen den Ausam Bahnhofe in Empfang genommen wurden, waren selbstverständlich stand gerichteten Gesche unterbrochen worden sind, werden die auch Streifende zur Stelle und es gelang diefen, sechs der Ankömmlinge Angestellten gezwungen, zu dem letzten Mittel ihre Zuflucht zu zu überreden, daß sie mit ihnen ins Streitlokal gingen. Dieser nehmen. Die Angestellten wollen den Ausstand nicht, sie werden aber ganz legale Vorgang brachte die Unternehmer in so sinnlose Auf- dazu gezwungen. regung, daß sie unter dem Vorgeben, es sei ein Aufruhr ausgebrochen, Amsterdam, 3. April. In einer gestern abend von EisenbahnPolizei und Militär zu Hilfe riefen. Es erschien auch Wilitär unter angestellten abgehaltenen Versammlung wurde mit 597 Stimmen dem Kommando eines Lieutenants. Der Offizier war einfichtig bei 3 Stimmenthaltungen ein Antrag angenommen, in welchem genug, sofort wieder zum Abmarsch zu kommandieren, als er die Vertrauen zu den Führern der Arbeiter und der Entschluß ausSituation überjah. Es lag eben nicht der geringste Grund zum Ein- gesprochen wird, auf die erste Aufforderung in den Ausstand zu schreiten vor. Die Polizei jedoch verhaftete bald darauf zwei treten, um die Anwendung der Gesetze gegen die Ausstände zu Streifende, weil sie den Versuch machten, weitere Arbeitswillige überhindern. den Stand der Dinge aufzuklären. Das war am Montag; zu ernſten Zusammenstößen kam es an diesem Tage nicht; vor allem ist am Montag seitens der Streikenden oder der Bevölkerung nichts geschehen, was zum Einschreiten Anlaß gegeben hätte. war Belgien. So war die Ergebnis eines großen historischen geistigen Prozesses. Ministerialdirektor Althoff: Ich kann nur dringend bitten, unsre Schulen erst einmal etwas in Ruhe gedeihen zu lassen. Es giebt gegenwärtig erst zehn Gymnasien nach dem Frankfurter System in Preußen, dazu 28 Reform Realgymnasien. Vielfach haben Schüler, die auf dem Frankfurter Goethe- Reformgymnasium ausgebildet find, sich vor andren auf der Univerſität in alten Sprachen ausgezeichnet.( Hört! hört!) Aber die Sache ist noch nicht ausgetragen. = Prof. Dr. Hillebrand- Breslau wiederholt seine Klagen über die mangelhaften Leistungen des heutigen Gymnasiums. Die Studenten beherrschten nicht einmal mehr die lateinische Grammatik. Kultusminister Dr. Studt: Ich betrachte es gerade als eine wertvolle Errungenschaft der gegenwärtigen Schulreform, daß sie den humanistischen Charakter des Gymnasiums verstärkt hat. Die Bedie sogenannte„ Einheitsschule" oder" Normalschule" liegt der Unterfürchtungen des Vorredners sind gegenstandslos. Der Gedanke an richtsverwaltung durchaus fern. Eine derartige Schablonisierung des Unterrichts würde zu einer Kirchhofsruhe führen, die die Unterrichtsergebnisse sehr schädigen müßte. Freiherr v. Durant wendet sich gegen die moderne ,, negative" Theologie, die die christliche Offenbarung anzweifle. Die Herren Professoren sollten lieber die Absichten Gottes zu erforschen suchen, als seine Existenz anzweifeln und sein wirken in seiner Bedeutung herabdrücken. Der Glaube ist etwas Transcendentales, an das die Wissenschaft nicht heranreicht. Glaube und Wissenschaft gehen nebeneinander her. Redner verliest Stellen aus den Werken belgischen Kammer über die Interpellation des Deputierten Crombez Eduard v. Hartmanns. Die Kongregationen. Seit 4 Wochen diskutiert man in der Am Mittwoch trafen dann 7 Italiener ein, die sich als Streik Debatten finden immer nur an den Dienstagen statt, der einzige Professor Baumgarten gehaltene Rede an und kommt im allgemeinen über die Einwanderung der französischen Kongregationisten, d. H. die Im weiteren Verlauf seiner Rede greift er eine von dem Kieler brecher hatten aniverben lassen. Um diese 7 Mann war der Bahn- Tag in der Woche, der den Interpellationen vorbehalten ist. auf die verwirrende Thätigkeit zu sprechen, welche dieſe negativ gehof durch Militär abgesperrt und 40 Polizisten mit der blanken Leyten Dienstag jedoch wurde die Debatte auf Mittwoch finnten Theologieprofessoren auf die jungen Studenten ausüben. Waffe in der Hand transportierten die 7 Streitbrecher. Auf dem und am Mittwoch Elisabethmarkte wieder auf. Donnerstag vertagt. Die Dr. Dryander hat mir das bestätigt und die Regierung muß hier eine dichtgedrängte Menge aufgestaut, socialistischen Deputierten Delporte, Bandervelde, da das riesige Aufgebot bewaffneter Sträfte natürlich sowohl und Dr. Terwagne- Antwerpen greifen die Kongregationen heftig aut. ertannt, daß diese Dinge weite Beunruhigung hervorgerufen, haben. Anseele dringend Abhilfe schaffen. Auch die Synoden haben bereits auAufregung wie Neugier unter der Bevölkerung wachrief. Terwagne bringt eine Reihe Fälle zur Sprache, woraus hervorgeht, Es liegt mir fern, die Freiheit der Wissenschaft oder die freie Ein Maurer bat den führenden Polizei Inspektor, ihm zu daß die Religionsgesellschaften auch in Belgien vielfach unter dem Forschung an sich anzugreifen. Es ist aber ein Unterschied zwischen erlauben, einige Worte der Aufklärung an die Italiener richten zu Waisenkinder und Frauen betrieben. Durch ihre industrielle und nicht an, Deckmantel christlicher Barmherzigkeit die schamlose Ausbeutung armer freier Forschung und unbeschränkter Lehrfreiheit zu machen. Es geht dürfen. Die Antwort auf dieses vollkommen gefeßliche und berech- kommerzielle Thätigkeit, die keinerlei Steuern und gesetzlichen Begeben kann, daß die künftigen Diener von Professoren vors daß die deutsche evangelische Landeskirche es zu tigte Verlangen war die Aufforderung zum Auseinandergehen an die schränkungen unterworfen ist, schädigen sie das Privatunternehmen, gebildet werden, die sich mit den Fundamentalfäßen der Kirche in Menge und die Drohung an den Maurer, ihn sofort zu verhaften, namentlich das Kleingewerbe. In den Krankenhäusern, so führt der siderspruch setzen. Eine Kirche, die sich das gefallen läßt, muß wenn er versuche, die Fremden zu sprechen. Darauf wurde allerdings Redner weiter aus, haben vielfach nicht der Arzt, sondern die frommen ihrem Verfall entgegengehen. Der Staat hat die Pflicht, die großen bedauerlicherweise mit Steinen aus der Menge geworfen und dies Schwestern die oberste Gewalt und die Behandlung der Kranten ge- evangelischen Organisationen der Kirche zu schützen, zumal der war das Signal zu einer großen Säbelattacke. schehe vielfach weniger nach wissenschaftlichen, als vielmehr nach Träger der Krone summus episcopus. er nicht auf dem Boden religiösen Grundsäßen. Er verlangt die Laiſation( Verweltlichung) des Christentums steht, kann nicht Mitglied einer theologischen der Krankenhäuser und die Unterstellung der Religionsgesellschaften Fakultät sein. Auf solchem Boden können wir uns einigen, und es unter das Gesez. tums und seiner Bediensteten. Amerika. Amerika den Amerikanern. denen bor Von den Streifenden, die alle besonnene organisierte Leute sind und in ihren Versammlungen stets betont haben, daß nur Ruhe und Besonnenheit zum Ziele führen kann, find die Steinwürfe nicht ausbleibt mir unverständlich, wie man aus theoretischer Sorge für die gegangen. Es hätte aber überhaupt nicht so weit tominen können, Unabhängigkeit der Fakultäten alles beini alten lassen will. Eine wenn auch die Polizei die fühle Besonnenheit gezeigt und nicht ganz Aenderung von heute auf morgen ist nicht zu denken, grundlos und ganz unberechtigterweise zu Gunsten der Unternehmer aber allmälich ist die Aenderung möglich. Chicago, 2. April. Bräsident Roosevelt hielt hier eine Rede, Professoren müssen wir erdulden, aber bei neuen Anstellungen fann Die angestellten aufgetreten wäre. Die vorgenommenen Verhaftungen wegen Au- die sich hauptsächlich mit der Monroe Lehre beschäftigte. Der man vorsichtig sein. Von einer Gleichberechtigung der positiven sprachen der Arbeitswilligen waren grundlos und ebenso Präsident sagte: Die Vereinigten Staaten halten ihre Interessen und negativen Nichtung kann doch nicht für Männer die Rede sein, die Drohung mit der Verhaftung für den Fall des An die Drohung mit der Verhaftung für den Fall des An in der diesseitigen Sphäre für größer, als diejenigen irgend einer die die göttliche Offenbarung lengnen, die den Heiland aus deni sprechens. Und das gewaltige Aufgebot von Militär und Polizei europäischen Wacht daselbst überhaupt sein tönnen, und ihre Evangelium hinausweisen, ihren göttlichen Ursprung bestreiten, alle Pflicht gegenüber sich selbst und den schwächeren Nachbar- Republifen Wunder abfengnen. Diesen Beuten muß die Anstellung versagt mußte ja aufregend und probocierend wirken. Man hat ganz den verlangt von ihnen, darüber zu wachen, daß keine der großen mili- werden. Die theologischen Fakultäten müssen eine andre Organi Eindruck, als ob in den Ostmarken, wo ja die Rettung des Deutsch- tärischen Mächte jenseits der Meere in die Rechte dieser Republiken fation erhalten. tums der Polizei in den Gliedern liegt und ein ganz besonders eingreife oder die Kontrolle über dieselben erlange. Diese Politik verEs sollen besondere Fakultäten für allschneidiges Regiment herrscht, der legale Streit als eine Art bietet daher nicht nur die Zustimmung zur Gebietsgemeine Religionswissenschaft errichtet werden, allem die Ausbildung der Revolution angesehen würde, der man durch ein imponierendes er werbung, sondern veranlaßt die Vereinigten Staaten Prediger- Seminare milßten als Gegengewicht gegen die negativGeistlichen obliegen müßte. Aufgebot der bewaffneten Deutschmacht entgegentreten zu müssen auch, sich der Erlangung einer Kontrolle zu wider firchlichen Fakultäten errichtet werden. Der Regierung kann ich mur glaubte. Das vergossene Blut kommt auf Rechnung des Unternehmer- legen, welche in der Wirkung territorialer Bergrößerung zurufen, fie möge uns dazu helfen, daß nicht der Unglaube im gleich kommt. Dies ist der Grund, warum die Vereinigten Bolle von den Lehrstühlen der Universitäten gefördert werde.( Beifall). Staaten an der Meinung festgehalten haben, daß der Bau des Isthmus- Kanals nicht durch eine ausländische Nation, sondern durch Kultusminister Dr. Studt: Der Standpunkt, den ich schon im Die Kruppschen Arbeiter und die Elenden. Der„ Essener Volks- die Vereinigten Staaten ausgeführt werden solle. Weiter sprach vorigen Jahre hier dargelegt habe, wird auch in Zukunft freund", das Organ des Centrums- Abgeordneten Stöbel, schreibt: Roosevelt über die englisch- deutsche Expedition gegen Benezuela und für die Verwaltung maßgebend sein. Juzwischen sind num " Recht weit gekommen ist es bereits auf der Kruppschen über die Notwendigkeit einer starken Marine. Benn diese geschaffen ja mancherlei 3wijtigkeiten zwischen Stirche und Theologie Fabrik. In verschiedenen Werkstätten entfalteten jetzt vor den werde, dann werde keine fremde Macht jemals sich mit den Ver- hervorgetreten. Solche Zwiftigkeiten können aber durch das Gerwerbegerichts- Wahlen die Socialdemokraten eine ganz wifte einigten Staaten über die Monroe- Lehre auseinanderzufeet die theologische Freiheit, die mit der Reformation erwachsen ist, ihre Eingreifen des Staates nicht beseitigt werden. Daß Agitation. Als einige christliche Arbeiter die Schmähungen der geneigt sein. Roten abwehren wollten, erhielten sie von ihrem Meister einen Gefahren hat, verkenne ich nicht, aber diese Gefahren müssen ertragen scharfen Verweis. Die Herren„ Genossen" dagegen ließ man völlig werden in der sicheren Voraussicht, daß alles Extreme, Unfruchtbare ungeschoren ihr Handwerk weiter treiben. Wir meinen, in einer New York, 3. April. Der deutsche Gesandte Freiherr Sped und Wahrheitswidrige im Stampfe des Geistes überwunden werden Fabrit, wie die Kruppsche, sollte doch eine derartige Agitation von Sternburg war heute Ehrengast bei einem Bankett des wird. Ein Eingreifen von außen würde mir die Folge haben, daß unmöglich sein. Statt dessen aber 30g man in einzelnen Werk- Jachtklubs von Hartford im Staate Connecticut. Der Präsident der Irrtum Bundesgenossen gewinnt. Dem Ernſte der wissenschaftſtätten die rote Fahne ziemlich offen hervor und zwar mit Wiffen des Klubs hielt eine Ansprache, in der er die Freundschaft zwischen Lichen Forschung und der Kraft des evangelischen Geistes darf verund Willen, ja mit Unterstützung von Meistern!" den Vereinigten Staaten und Deutschland feierte; er brachte traut werden, daß sich alle Spannungen und Schwierigkeiten ohne Das hätten wir uns vor einigen Wochen doch noch nicht träumen einen Toast auf Deutschland aus, eine männliche Nation, groß und unser Eingreifen von selbst wieder lösen werden. Das ist der Tassen, daß nun, anstatt daß die Essener Arbeiter das Tisch- start zu Wasser und zu Lande, deren rapid aufblühende und kräftige persönlicher Standpunkt zurücktreten muß. Ich habe meine positive Standpunkt der Regierung, dem gegenüber mein tuch zwischen sich und uns zerschnitten, sogar die Kruppsch en Marine ebenso wie ihre Armee unsre Bewunderung und Achtung Glaubensrichtung stets offenkundig bethätigt. Meister das Tischtuch zwischen sich und den Christlichen herausfordert, eine Nation, an deren Spitze der edelste Jachte zerschneiden würden und die rote Fahne in den Kruppschen Werk mann der Welt steht". Freiherr Speck von Sternburg dankte in Was die Ansprüche anlangt, die der Professor der Theologie stätten gehißt werden würde. Aber das Centrumsblatt muß es doch Beantwortung des Toastes und schloß seine tönende Rede also: Baumgarten in Kiel durch sein Auftreten in Wort und Schrift verwissen, wenn es diese erfreuliche Erscheinung demumziert. " Ich bringe nun den vom Herrn Präsidenten auf Deutschland austreten hat, so bedauere ich die Beunruhigung, die dadurch in der gebrachten Toast auf Amerila ans, nur daß ich an Stelle faiser- fchleswig- Holsteinischen Landeskirche hervorgetreten ist. Nun ist aber liches Deutschland" republikanisches Amerika", statt großartige mit Zustimmung der theologischen Fakultät in Kiel mit Einschluß Armee" tapfere Armee" und statt edelsten Yachtsmann" einen des Herrn Baumgarten ein Privatdocent von durchaus positiver Richtung angestellt worden. Der Festrede des Professors Baumgarten der größten Herrscher der Welt" setze." ist wohl eine übertriebene Bedeutung beigelegt worden. Wahlvorbereitungen. Nur Stimmvich brauchen die Konservativen. Im zweiten Berliner Wahlkreise versendet der Vorstand des Centralvereins der Konservativen vor dem Potsdamer Thore an alle Leute, die nach Namen, Nang und Stellung als konservativ vermutet werden, eine Aufforderung zum Eintritt in den Berein. Darin heißt es: „ Wir wollen Ihnen keine zeitraubenden politischen Arbeiten aufbürden und Sie auch sonst nicht in Ihrem Privatleben durch unsre Vereinsthätigkeit behelligen. Es liegt uns vor allem daran, die Gewißheit zu haben, mit einer festen Anzahl von Stimmen in die Wahlagitation eintreten zu können." Der edelste Jachtsmann. Herrenbaus. 7. Sihung vom 3. April 1903, 11 hr. Am Ministertisch: Dr. Studt. Zweitens kommt in Betracht das Auftreten des Privatdocenten der Theologie, Licentiaten Weigert in Bonn. Auch dessen Vorgehen habe ich bedauert. Gerade die Privatdocenten der Theologie hätten alle Veranlassung, sich auf den Katheder zu beschränken, austatt sich außerhalb desselben mit den neuesten wirklichen oder vermeintlichen Forschungen der Wissenschaft zu beDie Beratung des Kultusetats wird fortgesetzt. schäftigen. Neuerdings find an die evangelisch- theologische Oberbürgermeister Fuß- Kiel: Professor Hillebrand hat gestern Fakultät zu Bonn zwei anerkannte Gelehrte der positiven Richtung das Wesen der Reformschulen nicht richtig dargestellt. Auch seine berufen worden. Die Unterrichtsverwaltung wird fortfahren, die Es sind eben nur eine handvoll Macher und Agitatoren, die Auffassung des Humanistischen Gymnasiums crachte ich nicht mehr theologischen Lehrstühle an den Universitäten mit Männern zu beeine konservative Partei vorstellen und darum können sie sich auch für zeitgentäß. Die alten Klassischen Sprachen haben schon lange setzen, die mit wissenschaftlicher Tüchtigkeit ein warmes Herz für die die Socialdemokratie nicht anders vorstellent. In der focial- aufgehört um das Wort des Professors Hillebrand zu gebrachen Interessen der evangelischen Kirche vereinen. Daß dabei die positive demokratischen Partei wird keinem garantiert, daß er nur zu stimmen ein Schwert im Kampfe ume Dasein zu sein. Das war vielleicht Richtung nicht zu kurz kommen wird, dessen können Sie versichert brauche und im übrigen unbehelligt" bleiben werde; da soll jeder bis Ulrich von Hutten der Fall. Aber ivenn die alten sein.( Beifall.) ein Agitator sein. Die Redensart von der handvoll focial- Sprachen auch kein Schtvert mehr sind, 10 sind und Graf Zieten- Schwerin: Die evangelischen Mitglieder der konfer demokratischer Hezer trifft aber vollständig auf die Konservativen bleiben sie doch ein guter Wetstein der geistigen Ausbildung. vativen Partei dieses hohen Hauses stehen im großen ganzen auf zu. Ein Konservativer braucht nur abzustimmen, das übrige besorgen Mir schwebte bis vor kurzem als ein schöner Traum die Einheits- dem Standpunkt des Frhrn. v. Durant.( Zustimmung.) Die Grunddann andre für ihn. schule für alle diejenigen vor, die auf irgend einem Gebiete zu fäße, die der Minister soeben auseinandergesezt hat, sind sehr er Die deutschen Streits und Aussperrungen im 4. Quartal 1902. Bei Beginn des Quartals waren noch 36 Streiks aus dem Vierteljahre vorher unbeendigt, von denen noch 5 sich bis ins erste Quartal 1903 hineinzogen. Begonnen wurden neu 171 Streiks, beendet 188. Die Zahl der betroffenen Betriebe betrug 583, darunter famen 90 zum völligen Stillstand. Die Höchstzahl der gleichzeitig streitenden Arbeiter betrug 10 542, die der gezivungen feiernden Arbeiter 781. 41 Streifs hatten vollen, 35 teilweisen und 107 keinen Erfolg. Die Zahl der Aussperrungen, die sich aus dem Aussperrungen wurden nei vorgenommen und 13 beendet. Die Zahl der betroffenen Betriebe betrug in diesem Falle 105; davon famen zum völligen Stillstand 41. Beim Ausbruch der Aussperrung waren im Gesamtbetrieb 3765 Arbeiter beschäftigt. Die Höchstzahl der gleichzeitig Ausgesperrten betrug 1409, die der gezwungen feiernden Arbeiter 61. Die Aussperrungen hatten in 12 Fällen vollen, in einem Falle keinen Erfolg. Der gesamte Etat und das Etatsgesetz werden an dritten ins vierte Quartal 1902 hinüberzogen, betrug 9; ebensoviel genommen. Darauf verta gt sich das Haus. Nächste Sizung: 29. April. Petitionen. Schluß 43 Uhr. freulich, aber nur in der Hand eines Ministers, der auf dem Generaldirektor der Museen Dr. Schöne: Die Ausgrabungen wollen. In einer Besprechung zwischen den Vorständen der in Frage positiven evangelischen Standpunkt steht. Aber warum soll es in Babylon dienen der Erforschung der alten assyrisch- babylonischeir kommenden Orts- Krankenkassen und den Aerzten, an der auch Verbei der theologischen Fakultät nicht ebenso sein, wie bei andren Kultur. Es ist Aufgabe der Wissenschaft, darans die Folgerungen zu treter des Magistrats teilnahmen, haben sich die Aerzte dazu ver Fakultäten, die, wie die medizinische, sehr wohl Elemente fernzu ziehen, die sich eventuell für die alttestamentarische Frage ergeben standen, ihre Forderungen für den Fall aufzugeben, daß die Kassen halten wissen, die ihnen nicht paffen? Warum sollen die evange- können. Wenn diese Schlüsse in einigen populären Vorträgen nachweislich mehr als bisher überhaupt nicht leisten können. lischen Fakultäten die Vertreter der negativen Theologie in ihrem getvissermaßen vorwveggenommen sind, so ist das weder auf Anlaß Schoße dulden? Zwar die jetzt im Amte befindlichen Vertreter noch im Einverständnis mit der königlichen Staatsregierung gejezt die Fleischerei- Berufsgenossenschaft, nachdem auf Grund Die größte unter den 66 gewerblichen Berufsgenossenschaften ist dieser Richtung müssen ertragen werden, aber eine andre Frage ist, schehen, noch liegt das innerhalb der Aufgaben der Orientgesellschaft. des neuen Unfall- Versicherungsgejezes alle Betriebe, in denen Hilfsob noch mehr Vertreter der negativen Theologie an unsre zu deren Unterstützung dieser Fonds bestimmt ist. Die OrientUniversitäten berufen werden sollen.( Beifall.) gesellschaft hat sich einfach die Erforschung des Thatsächlichen Berufsgenossenschaft umfaßt gegenwärtig, wie die„ Allg. Fleischerpersonelt beschäftigt werden, aufgenommen sind. Die FleischereiProf. Dr. Schmoller- Berlin: Frhr. v. Durant hat einen ganz zum Ziele gesezt. Ich glaube, mich weiterer Erörterungen Zeitung" mitteilt, 48 007 Betriebe. falschen Gegensah tonstruiert:„ pofitive" und" negative" Theologie. Darüber enthalten zu tömten, nachdem in einem zur VerIn Wirklichkeit handelt es sich um den Gegensatz zwischen der öffentlichung gelangten Briefe Sr. Majestät des Kaisers und historischen Bildung in Theologie und Wissenschaft und dem rein Königs diese Ziele und die dabei einzuschlagenden Wege mit aller dogmatischen Standpunkt.( Sehr richtig!) Wenn Frhr. v. Durant wünschenswerten Deutlichkeit dargelegt worden find. Es wird Aufkonsequent bleiben will, so muß er überhaupt die historische Bildung gabe der geplanten wissenschaftlichen Veröffentlichungen über die aus der Theologie hinausweisen, und es bleibt ein Dogmatismus Ausgrabungen zu Baalbek sein, das dort gefundene Material voll starrer Art übrig. Die Bekenntnisse im Christentum haben sich immer ge- fommen unparteiisch und objektiv der allgemeinen Prüfung zu unterwandelt. Wollen Sie Männer wie Melanchthon und Luther den Namen von breiten und die weiteren für die religiöse Forschung daraus sich Christen absprechen, weil sie weniger orthodor waren als die herrschende etwa ergebenden Schlußfolgerungen der allgemeinen Mitarbeit den Kirche? Mein verehrter FreundHarnack ist vielleicht für das 19. Jahrhundert wissenschaftlichen und theologischen Streifen zu überlassen. dasselbe, was Melanchthon für seine Zeit war!( Oho! und Wider- Damit schließt die Debatte. spruch). Es wäre ein großes Unglück sowohl für die Universitäten wie auch besonders für die Kirche, wenn infolge der Vorschläge des Frhrn. v. Durant die theologischen Fakultäten aus den Universitäten hinausgedrängt würden. Gewiß giebt es einen Punkt, wo die Professoren der Theologie sich selber sagen müssen: Ich darf nicht mehr Lehrer der Theologie sein." Das haben hervorragende Forscher auch mehrfach gethan. Die Behörden aber dürfen nicht den einzelnen von einem vielleicht beschränkten orthodoyen Standpunkt aus sagen:„ Du bist tein guter Christ mehr, Du darfst kein Lehrer der Theologie mehr fein." Man muß in dem großen Kampfe von Glauben und Wissen Deutsche Industrie- Zeitung", ist natürlich von dem Gang der Das Organ des Centralverbandes Deutscher Industrieller, die Wir werden um Veröffentlichung des Folgenden ersucht: die Freiheit der inneren Entwicklung wahren. Damit steht und fällt Martell- Enquete höchst befriedigt. Es bezeichnet die Verhandlungen unfre evangelische Kirche. Wenn Sie uns diese Freiheit nehmen als llebung in einem volkswirtschaftlichen Seminar", bei welcher Maßregelungen in der Junungs- Krankenkasse der Tischler. wollen, dann giebt es nur einen konsequenten Weg: Kehren Sie In der Jnnungs- Krankenkasse der Tischler haben die Mitglieder die Leitung des Syndikals auch die Leitung des Fortbildungskursus des Holzarbeiter- Verbandes jämtliche Mandate der Delegierten besetzt in den Weg der katholischen Kirche zurück!( Lebhafter Beifall und übernommen hatte". Widerspruch.) Wollen Sie aber evangelische freie Christen bleiben, so und da bei der Neuwahl der Delegierten am 29. Dezember 1902 müssen Sie auch eine freie theologische Wissenschaft dulden!( Leb- einen einzigen Anhaltspunkt für ein gesetzgeberisches Eingreifen gegen wurden, die gleichzeitig Mitglied eines focialdemokratischen Wahl„ Die ganzen Verhandlungen," heißt es weiter, boten nicht nur Mitglieder des Holzarbeiter Verbandes als Delegierte gewählt hafter Beifall.) das Kohlensyndikat. Weder aus der Preispolitit, noch der Stellung vereins sind, steht fest, daß socialdemokratische Arbeiter die Zweiden übrigen Induſtrien- und dem Handel, noch aus dem Einfluß drittel- Wehrheit in der Innungstasse der Tischler besitzen. auf die Arbeiter und die Löhne konnte irgend ein Schluß gezogen werden, der in dieser Richtung wies. Die Verhandlungen waren Besprechung, bei der infolge Kündigung sämtlicher Beamten durch Diese socialdemokratische Wiehrheit beschloß in einer vertraulichen vielmehr in der Hauptsache eine gründliche Rechtfertigung der Poli- den Vorstand notwendig werdenden Neuwahl in der nächsten Generaltik des Syndikats und dessen Organisation, und die Teilnehmer der versammlung 8 Beamte nicht wiederzuwählen. An Stelle dieser Stonferenz hatten wohl die Ueberzeugung mit sich genommen, daß 8 Beamten sollten, ursprünglich 2 Vorstandsmitglieder, 4 Delegierte das Syndikat sehr viel besser ist als sein Nuf. Die persönliche Ver- und 2 andre Mitglieder des Holzarbeiter- Verbandes treten. tretung des Syndifats war eine glänzende, insbesondere hatte der Geheime Stommerzienrat Kirdorf es verstanden, durch seine Bes Der Vorstand unsrer Organisation wurde nach der Vorherrschung des Stoffes und die sichere und liebenswürdige Sprech- besprechung der Delegierten bei dem Borstande der Jnnungskaffe weise die Verhandlungen zu einem kaum bestrittenen vollen Erfolg vorstellig und bat um Angabe der Gründe für die beabsichtigte des Syndikats zu führen. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß die Leitung der Verhandlungen durch Geheimrat Dr. van der Borght eine schr glückliche ist und daß die sachliche Einführung in den Stoff durch Regierungsrat Dr. Voelcker sich in den Grenzen voller Objektivität hielt." = Professor Dr. Loening Halle: Eine Verständigung zwischen mir und Frhrn. v. Durant ist, wenn er sich auch auf meine vor jährigen Ausführungen berufen hat, leider ausgeschlossen.( Bravo! bei den Bürgermeistern und Professoren.) Frhr. v. Durant steht auf dem Boden des katholischen Dogmas, ich auf dem der evangelischen Reformation. Gegen die Unterscheidung, die Freiherr v. Durant zwischen der Freiheit der Wissenschaft und der Lehrfreiheit der deutschen Professoren gemacht hat, protestiere ich im Namen der deutschen Professoren und unsrer akademischen Jugend.( Bravo!) Ich erkenne auch weder Pastoren noch Provinzialsynoden als die jenigen an, die im Namen der Kirche zu reden befugt sind, das alles ist katholische, nicht evangelische Auffassung; es widerspricht dem Princip der evangelischen Kirche.( Zustimmung.) " Aus Industrie und Handel. Daß die Macher des Centralverbandes so äußerst zufrieden mit der Leitung der Enquete durch den Geheimrat van der Borght und mit dem einleitenden Referat des Herrn Dr. Voelder sind, ist recht begreiflich. Sie haben allen Anlaß dazu. Entlassung. Der Vorstand erklärte, daß vom Kassenstandpunkte aus Ents laffungsgründe nicht vorliegen, daß vielmehr sämtliche Beamte ihre Pflicht und Schuldigkeit im vollen Maße thun. Der Vorsitzende erklärte, er sei selbst mit den Beschlüssen der Vorbesprechung nicht ganz" einverstanden. Die Delegierten feien aber der Ansicht, daß die Beamten entlassen werden müssen, weil einige teine gelernten Tischler seien, einer die Morgenpost" lese, furz weil das ganze Verhalten der Beamten außerhalb der Entlassung des einen Beamten wurde der allerdings erhebliche Kasse dem Geschmack der Delegierten nicht entspreche. Für die arbeitet habe. Grund angeführt, daß derselbe im Jahre 1900 beim Tischlerstreik geDelegierten der Jnnungskasse der Tischler statt. Es fand dann noch eine Aussprache mit den Arbeitnehmergestellt, daß alle Beamte ihre Pflicht und Schuldigkeit in der Kasse In dieser Aussprache wurde wiederum durch den Vorstand festthin. Die Beschlüsse der Delegierten wurden in der Hauptsache von Beamte auserjehen waren. zwei Leuten verteidigt, die von der Borbesprechung als zukünftige Oberhofprediger Dr. Dryander spricht dem Frhrn. von Durant den Dank dafür aus, daß er seine Opposition als von positiver Seite kommend bezeichnet habe. Bestreiten aber müsse er, daß er im vorigen Jahre gesagt habe, die Reformation sei eine That der Wissenschaft und nicht des Glaubens. Herr von Durant hat die Bedürfnisse der Kirche, die Herren Professoren die Bedürfnisse der Wissenschaft vertreten. Die Besorgnis, daß Elemente, die die Substanz der christlichen Lehre antasten, vordringen, ist vorhanden. Die Kirche hat die Pflicht, solchen Bestrebungen entgegen Tageblatt" aus Essen geschrieben wird, allerlei Alenderungen bevorIn der Leitung der Krubyschen Werke scheinen, wie dem Berl. zutreten, sie hat die Pflicht, für Nachwuchs in ihrem Sinne zu sorgen und das positive Bekenntnis auf unsern Kanzeln zu inrecht auf Differenzen mit dem bereits in Thätigkeit getretenen zustehen. Das Ausscheiden des Direktors Gillhausen wird wohl zu wahren. Alle diese Bestrebungen unterstüge ich in meiner amtlichen Aufsichtsrat zurückgeführt. Direktor Gillhausen scheidet vielmehr Thätigkeit. Mit derselben Entschiedenheit aber sage ich, es ist un aus, um den Generaldirektorposten eines größeren Hüttenwerkes, möglich, auf dem Wege staatlicher Verwaltungsmagimen, auf dem Wege wahrscheinlich des Hörder Vereins, zu übernehmen. Die seltene der Beschränkung der Lehrfreiheit oder Lernfreiheit, die jungen Thatsache, daß ein Direktor der Firma Krupp ausscheidet, um einen Theologen vor verwirrenden Einflüssen zu schüßen. Wollte man wahrscheinlich noch höher dotierten Posten eines andern Werkes ander theologischen Wissenschaft ein staatliches Machtgebot Bis zutreten, läßt natürlich allerlei vage Gerüchte entstehen. Daß sich im hierher und nicht weiter" zurufen, so würde man der übrigen innerhalb des Werkes manche Aenderung vollziehen wird, Kirche einen schweren Schaden thin. Was ich auf der Universität dogmatisch gelernt habe, das wird heute unteren Beamtenkategorien Erhebungen über den Bildungsgrad des ( Sehr richtig! links.) wenn auch ganz allmählich, ist sicher; so werden jest auch in den auch von positiven Geistlichen als veraltet anerkannt. Gegenüber einzelnen angestellt. Auch die in den einzelnen Zweigen der Vereiner solchen Neugestaltung der Dinge muß auch die Möglichkeit gewaltung verschiedene Arbeitszeit soll geregelt werden. Daß eine Vergeben sein, daß ein Forscher entgleist. Die Wissenschaft korrigiert größerung der Fabrik durch Errichtung eines großen Betriebssich selbst. Sorgen Sie, daß der Nachweis der Theologen von der gebäudes zur Zünderfabrikation bevorsteht, ist schon kurz gemeldet inneren Straft des Evangeliums durchdrungen ist. Führen Sie uns vorden. Bisher wurde die Zünderfabrikation in verschiedenen, gefrisches Blut aus den edelsten Familien zu.( Beifall.) trennt liegenden Gebäuden der Kononenbetriebe vorgenommen, ivoGraf Zieten- Schwerin: Herrn Schmoller werde ich nicht darin durch vielfach Unbequemlichkeiten entstanden. Man kann aus der folgen, Herrn Harnad mit Melanchthon zu vergleichen.( Bravo! Errichtung dieses Baues den Schluß ziehen, daß die Firma Krupp rechts.) Selbstverständlich wollen wir die jungen Theologen nicht demnächst auf größere Aufträge in Striegsmaterial rechnet. zurückhalten, daß sie von den die Welt bewegenden Problemen nichts wissen sollen. Stempelstener Hinterziehung. In den Eindruck der fürzlich Oberbürgermeister Struckmann erklärt die Anschauungen des gemeldeten Stempelsteuer- Defraudationen, die bei einer Revision der Frhrn. v. Durant für völlig unannehmbar und tritt lebhaft für die Bankgeschäfte entdeckt wurden, abzuschwächen, stellt die Frankfurter Freiheit der Wissenschaft und Forschung ein. Die Intoleranz der Zeitung" den in den Jahren 1892/1901 entdeckten Entzichungen von Orthodoxen werde dazu führen, die große Masse der Gebildeten aus Reichs- Stempelabgaben die bei der Entrichtung der Branntweinsteuer erklärt hatten, Beamte zu werden, auf diese Anstellung verzichteten. der Kirche ganz hinauszustoßen und sie in verschärfte Opposition vorgekommenen Defraudationen gegenüber. zur Kirche zu drängen. Ueberspanen Sie den Bogen nicht, danken folgendes Verhältnis: Sie Gott, daß Sie eine Regierung haben, die Ihnen so weit wie irgend möglich entgegen kommt. Freiherr v. Solemacher erklärt, daß die dem Hause angehörenden Katholiken voll und ganz auf dem Standpunkte des Freiherrn v. Durant stehen. Sympathisch sei ihm der Satz des Herrn Schmoller getvesen: Stehren Sie zurück zur katholischen Kirche, wenn er auch wenig Hoffnung auf Erfüllung dieses Wortes habe.( Heiterkeit.) Rechnungsjahr Professor Bierling- Greifswald schließt sich den Ausführungen 1892 der Herren Schmoller und Loening an. Reichs- Stempelabgaben auf eine Million Mark der vereinnahmten Steuer entfallen defraudierte Beträge Summe der hinterzogenen Gefälle Danach ergiebt sich Branntweinsteiter Summe der hinterzogenen Gefälle auf eine Million Mark der vereinnahmten Steuer entfallen defraudierte Beträge in Mart 409 1085. in Mark in Mark in Mart 289 13 57 721 1893 706 34 129 126. Ein Schlußantrag wird angenommen. Oberbürgermeister Bender- Breslau tadelt die Ueberbürdung der 1895 jungen Mädchen in den Lehrerinnen- Seminaren. Es kämen da 1896 geradezu himmelschreiende Quälereien vor. 1894 101 3 173 062 1466 1930 36 41 347 203 4 199 072 871 .1701 1897 218 4 75 291 649 4503 4 87 25 323 211 480 9 17 774 140 313 5 97 642 775 13 46 146 360 Kultusminister Dr. Studt: Es giebt zur Zeit nur ein einziges 1898 staatliches Lehrerinnen- Seminar, in Bosen. Ich bin ein entschiedener 1899 Gegner der mechanischen Gedächtnisarbeit. Oberbürgermeister Schneider- Magdeburg bringt die Wirkungen des letzten Lehrerbesoldungs- Gesetzes auf die Finanzen der größeren Kommunen zur Sprache und regt eine Revision dieses Gesetzes an. Professor Dr. Loening- Halle fordert baldige Vorlegung eines Schuldotations- Gesetzes. Kultusminister Dr. Studt teilt mit, daß die Vorarbeiten für ein Schuldotations- Gesetz noch nicht den erwünschten Abschluß gefunden haben, weil zu viel Schwierigkeiten zu überwinden sind. Er sei heute noch nicht in der Lage, den Zeitpunkt der Einbringung eines neuen Schuldotations- Gesetzes zu bestimmen. Professor Küster- Marburg tommt auf eine Aeußerung des Herrn v. Durant zurück, der gesagt habe, die positiven Theologie Professoren müßten sich ebenso gegen die negativen sträuben, wie sich die medizinischen Professoren gegen die D 1900 1901 1316 Demnach verstehen sich die agrarischen und großindustriellen Brannteinbrenner nicht minder auf die Steuerhinterziehung als manche Bankiers, vielleicht sogar, wie die vorstehende Zusammen stellung beweist, noch etwas besser. = daß sie entlassen könne, wen sie wolle. Die Delegierten- Versammlung stellte sich auf den Standpunkt, Versammlung nur Leute entlassen solle, die ihre Pflicht in der Kaffe Wenn die Delegiertennicht thun, so würden sie für solche Selbstverwaltung" danken. Entlassen solle werden, wer einerseits nicht Tischler sei und andrerfeits seine Pflicht in den den Delegierten genehmen Gewerkschaften " bandes ist und nicht zu denen gehörte, die entlassen werden sollten, Einem Beamten der Kasse, der Mitglied des Holzarbeiter- Verwurde, weil er es wagte, für die nicht dem Holzarbeiter- Verbande angehörenden Kollegen einzutreten, sofort angekündigt, daß er mun auch mit der Entlassung zu rechnen habe. Die Generalversammlung fand am 26. März statt. Sie verlief insofern nicht ganz programmmäßig, als die beiden Vorstandsmitglieder, die sich vorher bereit Es war diesen Vorstandsmitgliedern wohl inzinischen klar gemacht worden, daß es mit der Ehre eines organisierten Arbeiters nicht zu vereinbaren ist, Leute zu maßregeln und sich dann an deren Stelle zu setzen. Vor der Wahl erklärte in der Generalversammlung der Vorstand durch den Vorsitzenden, daß er die Wiederwahl sämtlicher Beamten empfehle. Gegen die vorgeschlagene Acclamationswahl wurde Widerspruch erhoben, und es wurden sechs Beamte, darunter auch das obenerwähnte Mitglied des Holzarbeiter- Verbandes, der für seine Kollegen eingetreten ist, nicht wiedergewählt. Sowohl die politisch wie die gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft Berlins wird Stellung dazu nehmen müssen, ob sie sich diesen Schlag ins Gesicht ruhig gefallen lassen will. Der Vorstand des Verbandes der Verwaltungsbeamten der Krankenkassen und Berufsgenossenschaften Deutschlands( Bezirksgruppe Berlin- Brandenburg). Die unterzeichneten Mitglieder des Vorstandes der JnnungsKrankenkasse erklären dazu: Von einer Maßregelung einzelner Beamten kann keine Rede fein. Ist doch selbst der Obermeister der Tischlerinnung, Herr Rahardt, für mehrere der nen vorgeschlagenen Standidaten eingetreten und aus dem Abstimmungsresultat ergiebt sich, daß auch ein Teil der Unternehmervertreter für die Vorgeschlagenen gestimmt hat. Jura Simplonbahn. Der schweizerische Bundesrat hat dem Abkommen zugestimmt, nach dem die Schweizerische Kreditanstalt und die Berner Kantonalbank die gesamten nicht bereits in Bundes- 4. Ottober 1902 gültigen Statuts von der Generalversammlung besitz oder sicherem Privatbesitz befindlichen Aktien der Jura- Simplonbahn übernehmen und dem Bund zu den im vereinbarten Rückauf vertrag festgesetzten Bedingungen zur Verfügung halten werden. Da hiermit, von einigen Hundert Attien abgesehen, fast das gesamte tienkapital in den Händen des Bundes und beider Bauten ist, wird die Liquidation der Jura- Simplonbahn sehr erleichtert. Streiks in den Vereinigten Staaten von Amerika te deit Die Beamten der Kasse werden auf Grund des seit dem gewählt und diese Wahl gilt für zwei Jahre, ein Modus, der bei mehreren hiesigen Kassen besteht. Um die auf Grund des alten Statuts angestellten Beamten auf das neue Statut anstellen zu können, wurde zu dem ersten in Frage kommenden Termin sämtlichen 14 Beamten der Kasse gekündigt, damit die Generalversammlung ihr Wahlrecht ausüben konnte. Bei dieser statutengemäß nötigen Zulassung der Homöopathen sträuben. Er glaube nicht, daß irgend Neuwahl sind dann allerdings sechs der alten Beamten nicht wieder jemand an die Errichtung eines homöopathischen Lehrstuhls denke. Die gewählt worden, was eben jedem Beamten passieren kann, went Homöopathie ist gar keine Wissenschaft, ebensowenig wie der Spiritismus." Times" aus New York gemeldet wird, ist mit einer Reihe Streits seine Stellung von einer Wahl abhängig ist. Die Behauptung, daß Graf zieten- Schwerin: Ich danke dem Vorredner für die Unter- in der Eiſenindustrie und im Eisenbahnbau zu rechnen. Der Aus- es sich um eine Maßregelung wegen der Gesinnung handelte, könnte stützung meines Freundes Durant. Er will keine Homöopathen, die stand unter den Arbeitern der American Bridge Company, durch den dann mit einem Schein von Berechtigung erhoben werden, wenn alle evangelische Kirche auch. Wir sträuben uns auch gegen die, die der bis jetzt nur die Bauten dieser Geſellſchaft verzögert werden, droht diejenigen Beamten entlassen worden wären, die gewerkschaftlich und Kirche den Kopf abnehmen wollen, die ihr nämlich unfren Herrn auf solche Betriebe sich auszudehnen, die der Stahl- Trust mit Bau- politiſch nicht mit den Delegierten übereinstimmten. Das ist durchaus material versorgt. Als Grund des Ausstandes wird angegeben, daß Jesum Christum nehmen wollen. Graf v. Hohenthal- Dölkau lenkt die Aufmerksamkeit des Hauses Lente von der Bridge Company beschäftigt werden, die nicht der Ar- nicht der Fall. Auch unter den Wiedergewählten sind solche, die entlassen werden könnten, wenn nach der Gesinnung gefragt worden wäre. auf einen Posten zur Unterstützung von babylonischen Ausgrabungen. beiter- Union angehören, und daß die Company die Bestimmungen Ist doch gerade derjenige wiedergewählt worden, dem vorgeworfen Die Regierung sollie dafür Sorge tragen, daß Urteile über Funde der Unior nicht beachte. Auf verschiedenen großen Bauten der Geerst näher geprüft werden, ehe sie der Oeffentlichkeit übergeben ſellſchaft in New York und in andern Städten hat man die Arbeit worden sein soll, daß er die„ Morgenpost" lese. Einer der Wiederwürden. Veranlassung dazu gebe ihm das Borgehen des Professors bereits niedergelegt. Auch unter den Bahnarbeitern mehreret großen gewählten, der erst in die Stichwahl tam, ist sogar gewählt wordet nachdem sich die Unternehmer- Wertreter entfernt hatten. Es er Delitsch. Im Lande fragten jetzt ganz einfache Leute, ob es denn Bahnen gärt es. dagegen ein Beamter nicht wieder gewählt worden, der sowohl ört. wahr sei, daß die Bibel nicht Gottes geoffenbartes Wort sei. Es Gewerkschaft wie dem socialdemokratischen Wahlverein ange einmüßten auch Theologen bei der Beurteilung der Ausgrabungen hinzuDas ist nicht deswegen geschehen, weil er für seine Kollegelegen gezogen werden. Der Staat habe ein Interesse daran, daß die getreten ist, sondern weil er bei dem Eintreten für seine Keit gar Forschunigen nicht zu Zivecken, die die Allgemeinheit nichts angehen, mit der Aufsichtsbehörde gedroht hat, die in diese Angelegen ausgebeutet werden und leine zersetzenden Wirkungen zeitigen. nichts bineinzureden hat. Sociales. Der Aerztestreit zu Mühlhausen in Thüringen scheint durch das Entgegenkommen der Aerate einen friedlichen Verlauf nehmen zu * * Daß die nicht wieder Gewählten nicht die Sympathien der 1 Streiffaffe zu zahlen und zwar je nach durchschnittlichem Tagelohn J Ter Barband der Barbier- und Friseurgehilfen ersucht die Leser Mehrheit der Generalversammlung hatten, ist richtig. Dabei spielen von 25 bis 60 f. Deziv. 10 bis 45 Pf. pro Arbeitstag. des„ Vorwärts", auf das Inserat in der heutigen Nummer zu achten, namentlich Vorgänge bei der Gründung der Innungskasse mit, die leber die Unterstützungs- Einrichtungen referiert und den darin gegebenen Hinweis zu befolgen. Die Arbeiter bekanntlich im Gegensatze zur Ortskasse der Tischler gegründet wurde. Efftinge Hamburg, der darauf hinweist, daß eine vefent- Berlins, welche Barbiergeschäfte in Anspruch nehmen, werden dringend Sympathien und Antipathien werden bei Wahlämtern stets eine Rolle fiche Eriveiterung der Unterstützungen durch die Einführung ersucht, darauf zu sehen, daß die in den Geschäften arbeitenden Gespielen. Wo gewählt wird, da wählt man eben Leute, die in jeder der Krankenunterstützung eintritt; er Beziehung das Vertrauen der Wähler besitzen. empfiehlt den dies hilfen im Besiz einer gelben Kontrollfarte für 1903 sind, bezüglichen Entwurf des Vorstandes. Bei Unterstützung nur auf der die letzte Wärzwoche abgestempelt sein muß. Nur diese R. Engmann. Karl Klingner. während der Monate März bis infl. November und einer fiebentägigen Karte dient als Ausweis dafür, daß die betreffenden Geschäftsinhaber Karenzzeit im einzelnen Krankheitsfalle würden die Kosten dieser die Forderungen und die Organisation der Barbiergehilfen ans Erfreulicherweise scheint aus der Darstellung der beiden Vorstands- Einrichtung nach der Berechnung des Vorstandes 124258 M. betragen. erkennen. mitglieder der Kasse hervorzugehen, daß wohl einige Delegierte Nach der Vorlage des Vorstandes kann den Mitgliedern während Motive geltend gemacht haben, die nicht zu billigen wären, daß aber der Monate März bis inkl. November Kranken- Unterstügung gewährt Deutfches Reich. im allgemeinen diese Motive nicht die leitenden waren für die werden, wenn diefelben dem Verbande mindestens zwei Jahre ununter- Kämpfe mit den Webern heraufbeschwören. Die Glauchauer Textilfabrikanten wollen anscheinend neue schwere Beschlüsse der Generalversammlung. G3 wäre allerdings brochen angehören und von einer auf Grund des Reichs- Kranken- Arbeiter jetzt in der stillen Geschäftszeit in den Streit zu treiben, Offenbar um die auf keinen Fall zu billigen, wenn Beamte von Krankenversicherungs- Gesetzes bestehenden Krankenkasse Krankengeld beziehen. wurde in einem großen Betriebe der nach Beendigung des großen fassen, die doch nur als technische Angestellte anzusehen Die Unterstigung richtet sich nach der Höhe der Betragsleistung und Dauer Meeraner Streits vereinbarte Lohntarif nicht mehr inne gehalten. find, wenn sie sonst ihre Pflicht thun, vertrauenswürdig der Mitgliedschaft und beträgt in der 1. Beitragsklasse 1,80 M., in Die Arbeiter hatten gehört, daß die Arbeitsniederlegung in diesem und ihrer Aufgabe gewachsen sind, aus Gründen entlassen würden, der 2. 2,10 M., in der 3. 2,40 M. pro Woche uſiv. um je 30 Pf. Betrieb mit einer großen Aussperrung aller Weber beantwortet die mit ihrer Thätigkeit als Angestellte nichts zu thun haben. Daß steigend. Nach vierjähriger Mitgliedschaft erhöht sich die Unterstützung um werden sollte. Sie ließen sich nicht provozieren. Jetzt ist der Vors wir ein solches Verfahren entschieden verurteilen müßten gerade vom 60 Pf. pro Woche und steigt von da an alle zwei Jahre um 30 Pf. figende des Textilarbeiter- Verbandes in Glauchau gemaßregelt Standpunkte des organisierten Arbeiters, kann nicht zweifelhaft sein. pro Woche bis zu einer Höhe von 4,20 M. in der 6. Klasse und 6 M. worden. Da der Fabrikant, bei dem derselbe beschäftigt war, sich in der 7. Klasse. Die Unterstützung wird vom achten Krankheits- auf Verhandlungen mit den Arbeitern nicht einließ, haben am MittSiebenter Verbandstag des Central- Verbandes der tage an auf die Dauer von 12 Wochen gewährt. woch mehr wie 200 Mann die Arbeit niedergelegt. Der Ausbruch Maurer Deutschlands. eines großen Kampfes, ähnlich dem im benachbarten Meerane, ist nicht ganz unwahrscheinlich. genommen. Dritter Verhandlungstag. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Husland. Die Statutenberatung wird fortgesetzt. Nach der Vorlage des Gewerbegerichtswahl in Nürnberg. Der Ortsverband der HirschDunderschen Gewerkvereine in Nürnberg richtete an das dortige Borstandes über Gaue und Gauverwaltung hat der Ver- hat, wie schon gemeldet, eine ganz unerwartete Ausdehnung an Gewerbegerichtswahlen von den zu wählenden 18 Beisigern und Der Arbeiterinnen- Streik in der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft Gewerkschaftskartell den Antrag, ihm bei den demnächst stattfindenden bandsvorstand die Gau- Einteilung vorzunehmen und alle Zweigs bereine ihrem Gaue zuzuteilen. Der Gauvorstand aus drei bis fünf genommen. Ueber 400 Frauen und Mädchen befinden sich im Ausstand, 18 Hilfsbeisigern je zwei in Art eines freiwilligen Proporzes einPersonen ist auf den Gautagen zu wählen. Zur Deckung der Unkosten und es ist nicht ausgeschlossen, daß auch noch die übrigen Arbeiterinnen zuräumen. Das Gewerkschaftskartell beschloß, diesem Antrage so Personen ist auf den Gautagen zu wählen. Zur Deckung der Unkosten mit den Streifenden gemeinsame Sache machen. Der Direktion weit entgegenzukommen, daß nach Maßgabe der letzten Gewerbeerhalten die Gauvorstände für jede von den Zweigvereinen ihres des Werkes kommt dieser Streit sehr ungelegen. Komute fie fich bis gerichtswahl dem Ortsverband je ein Beisitzer und ErsatzGaues umgesetzte Beitragsmarte 1½ Pf. Ferner haben die zweig jetzt doch stets damit brüsten, daß es in ihrem Betriebe noch mann vereine aus ihren Lokaltassen zu demselben Zweck alljährlich pro niemals zu einem Ausstande gekommen war. Das ist der erste verband einzuräumen sei. In der Antwort an den Orts Mitglied 30 Pf. an die Gaukasse abzuführen. Reichen diese Bewurde darauf hingewiesen, daß überall dort, träge zur Erfüllung der Aufgaben des Gauvorstandes nicht aus, Streit aber von Arbeiterinnen und nicht von Arbeitern christlichen Arbeiterorganisationen die Mehrheit bei Gewerbegerichts Streit in der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft. Daß dieser wo die Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine im Verein mit den so kann der Verbandsvorstand einen Zuschuß gewähren, wenn ins Werk gesetzt wurde, macht ihn besonders bemerkenswert. wahlen haben, von ihrem Rechte der Mehrheit vollen Gebrauch die Zweigvereine ihren Verpflichtungen nachgekommen sind. Ordentliche Es zeigt sich, daß der Streit ein purer Verzweiflungsakt der machen und gar nicht daran denken, den freien Gewerkschaften in Gautage sollen alle zwei Jahre stattfinden. Nach längerer Debatte, insbesondere über die Aufbringung der sie bei den Jammerlöhnen nicht mehr, und so hatten sie bei dem Sig und Stimme im Gewerbegericht zu verschaffen. Außerdem wird bis zum äußersten ausgebeuteten Arbeiterinnen ist. Eriſtieren fönnen dieser Weise auf Grund eines freiwilligen Proportional- Wahlsystems Mittel für die Gauvorstände, wird beschlossen, daß die Zweig: Streit auch nichts zu verlieren. Die Direktion des Werkes hatte es bemerkt, daß die freien Gewerkschaften im Princip für ein überall vereine mur 20 Pf. pro Mitglied und Jahr an die Gautasse abzuführen haben, und sodann der Vorlage des Vorstandes mit bisher verstanden, die große Mehrheit ihrer Arbeiter von allen und ausnahmslos eingeführtes Proportional- Wahlsystem eintreten, dieser und einigen redaktionellen Ergänzungen zugestimmt. Ebenso für die Arbeiter, schuf nach berühmten Mustern, Wohlfahrtseinrichtungen" erkennen. Organisationsbestrebungen fernzuhalten. Sie heuchelte Wohlwollen aber das freiwillige Proportionalsystem nicht als Verpflichtung an wird der Teil, der die Centralverwaltung, und der Teil, der den Ausschuß betrifft, nach der Vorlage des Vorstandes an zweifelhafter Art, stellte eine gut gedrillte Leibgarde von Antreibern an und entließ alle unzufriedenen Elemente", sobald solche in irgend einer Ab- Die Streifs in Ungarn. In Debreczin veranstalteten 2400 Der Verbandstag foll nach dem Entwurf des Vorstandes teilung des Betriebes auftauchten. Technische Verbesserungen aller ftreifende Arbeiter einen Demonstrationsumzug. Infolge des Bäckeralle atvei Jahre stattfinden und aus Delegierten der Zweigvereine Art wurden eingeführt, und die Folge war eine vermehrte Ein- ftreits in derselben Stadt macht sich Brotmangel fühlbar, daselbst und den Vorsitzenden der Gaue bestehen. Die Zweigvereine mit stellung billiger weiblicher Arbeitskräfte an Stelle der etwas teureren streiten auch die Maurer und Zimmerer. 500 bis 1000 Mitgliedern sollen einen Delegierten wählen usw. männlichen. Das Angebot an weiblichen Arbeitskräften war infolge Es entspinnt sich eine lebhafte Distuffion. Abgelehnt wird schließlich Rotlage benutte der allgemeinen Notlage ein überaus starkes, und diese Von der Hafenarbeiterbewegung in Marseille wird berichter: die gesamte, den Verbandstag betreffende Vorlage des Vorstandes und so niedrigen Löhne in der unerhörtesten Weise die Direktion, um die ohnehin schon In einer Versammlung von ungefähr 2000 Hafenarbeitern wurde die meisten zu diesem Teil vorliegenden Abänderungsanträge, so daß Abzüge auf Abzüge erfolgten. zu drücken. beschlossen, zwar nicht in den Ausstand zu treten, aber nur einen die diesbezüglichen bisherigen Bestimmungen des Statuts in Geltung ihre Anstrengungen, fie machten Ueberstunden ohne Zahl, beiter zu beschäftigen, welche einwilligen, 10 Stunden täglich zu ar Die Arbeiterinnen verdoppelten halben Tag zu arbeiten. Die Arbeitgeber beschlossen, nur solche Arbleiben. Eine Abänderung ist nur insofern vorgenommen, als Anbeiten. Die Arbeiter der Compagnie Générale Transatlantique träge für den Verbandstag zehn Wochen vor demselben dem Vor- um nur zu Lohn zu kommen. Doch es war unmöglich. Immer neue stande einzufenden und von diesem acht Wochen vor Zusammentritt Abzüge erfolgten, so daß die Mehrheit der Arbeiterinnen schließlich haben die Arbeit niedergelegt. im Berbandsorgan zu veröffentlichen sind. Außerdem wird dem konnte. Bei 9, 10 und 11 stündiger Arbeitszeit brachten fie es auf New Yort- einer Meldung des" Bureau Herold" zufolge nicht einmal den üblichen Lohnfaz von 15 Pf. pro Stunde erzielen 50 000 Arbeiter der verschiedensten Gewerkschaften find in Verbandsverstande anheimgegeben, event. Statutenentwürfe möglichst Wochenlöhne in der„ Höhe von 10, 8, 6, 4 und 3 M. Ja eine in den Ausstand getreten. schon bei der Ausschreibung der Wahlen zum Verbandstage zu ver- Arbeiterin, die schon mehrere Jahre in dem Betriebe thätig öffentlichen. ist, schilderte in einer der letzten Streifversammlungen, daß sie In der Nachmittags- Sigung berichtet Bömelburg zunächst über die Verhandlungen, die mit den Ver Abzüge in einer vollen Woche 1,25 Pf. verdient habe. tretern der ausländischen Maurer Organi unzählige Male sind die Arbeiterinnen einzeln oder durch Kommiffionen sationen gepflogen wurden. Der Redner verweist darauf, daß bei ihren Meistern und Betriebschefs vorstellig geworden. Entweder Wien, 3. April. Abgeordnetenhaus. Das Haus seßt die Debatte besonders die Vorkommnisse in den letzten Jahren die Notwendigkeit wurden sie schroff abgewiesen oder mit nichtssagenden Versprechungen über die Interpellationsbeantwortung des Landesverteidigungsinternationaler Vereinbarungen erwiesen haben, und betont, daß auf vertröstet. Da endlich riß den Arbeiterinnen die Geduld. Lieber Ministers betreffend den Erlaß des Kriegsministers gegen die Antider Konferenz, auf der die Organisationen von Dänemart, ohne als bei der Arbeit hungern, sagten sie sich. Sie legten die duell- Liga fort. Die Abgeordneten Zollinger und Wagner erklären, Norwegen, Schweden, Deutschland, Holland, Arbeit nieder und sind entschlossen, sich unter den bisherigen un- daß der Grlaß, welcher gegen das Gebot der christlichen Kirche ber= Destreich, Ungarn, Schweiz und Statien vertreten würdigen Bedingungen nicht wieder in das Joch der Allgemeinen stoße, zum Duell geradezu auffordere und einen Fauftschlag gegen waren, volle Einmütigkeit geherrscht habe. Eine Verständigung ist Elektricitäts- Gellschaft zu begeben. Geftigt auf den Deutschen das Centrum bedeute, welches wissen werde, was es zu thun habe, über folgende Punkte herbeigeführt: Metallarbeiter- Verband hoffen sie auf Erfolg. wenn die Zusicherung der Heeresverwaltung nicht erfüllt werde. von der Arbeiterorganisation geschrieben: Zur Aussperrung in der Holzbearbeitungs- Branche wird uns wurf zurück, daß die zur Verhütung von Ehrenhändeln erlassenen Landesverteidigungs- Minister Frhr. v. Welsersheimb weist den VorAuf die gestern an dieser Stelle abgedruckte Berichtigung des Weisungen des Kriegsministers nichtssagend seien. Der Minister Herrn Obermeisters Rahardt erklären wir, daß gerr Rahardt erilärt, in den militärischen Vorschriften werde des Duells mit keinem durch einen Arbeiter von Herrn Köhn, dessen Kunde Herr worden, doch sei das Möglichste zur Einschränkung angeordnet und Worte Erwähnung gethan; die Abschaffung sei nicht versprochen Nahardt ist, Fraise Arbeit abholen und dieselbe zu Auguſt geschehen. Abg. Beurle( deutsche Volkspartei) und Abg. Berger Hildebrand, Reichenbergerstraße 57, bringen ließ, wo die Rahardt, er habe nicht mehr die geringste Maschinenarbeit an- Sierauf vertagt sich das Haus bis zum 21. April. Arbeit fertig gestellt wurde. Damit ist die Behauptung des Herrn teidigt die Antiduell- Liga gegen den Vorwurf des Klerikalismus. ( Alldeutscher) treten entschieden für das Duell ein. Grabmayr vers fertigen lassen, widerlegt. 1. Die Organisationen unterstützen fich gegenseitig in der Fernhaltung des Zuzugs nach Streikorten. Ueber die Deckung der hieraus entstehenden Unkosten werden zwischen den in Betracht getroffen. tommenden Organisationen von Fall zu Fall Vereinbarungen 2. Die Organisationen unterſtüßen sich gegenseitig in der Agitation in den Grenzdistrikten. Die Regelung der Koften unter liegt auch in diesen Fällen besondren Abmachungen. infolge des schlechten Materials und der fortwährenden Letzte Nachrichten und Depefchen. arbeiten. 3. Die wandernden und die dauernd nach einem andren Lande Abersiedelnden Mitglieder der hier vertretenen Organisationen müffen sich der Drganisation desjenigen Landes anschließen, in dem sie Ferner führen wir noch einige Fälle an, die beweisen, daß die in Arbeit stehen. Der Uebertritt von einer Organisation in die lebhaftesten Befürworter der Aussperrung zwar die organisierten andre erfolgt ohne Zahlung erneuten Eintrittsgeldes, sofern das Arbeiter ausgesperrt haben, aber insofern gegen ihre eignen Berbetreffende Mitglied seinen Verpflichtungen in der Heimats- Organi- fammlungsbeschlüsse verstoßen, als sie ihre Betriebe nicht schließen, sation in vollem Umfange nachgekommen ist. 4. Die Drganisationen der verschiedenen Länder sollen nach sondern mit Streifbrechern und sonstigen Helfern flott weiter Möglichkeit dahin streben, in Bezug auf das Unterſtüßungswesen Im Betriebe des Herrn Brh werden immer noch Kehlleisten ( insbesondere Reise- Unterstüßung) Gegenfeitigkeits- Verträge ab- angefertigt. Die Fraiserei von Heckert, Demminerftr. 6, arbeitet auschließen, damit den von einer Organisation in die andre über- weiter, Saberer in der Brunnenstraße arbeitet mit Hausdiener, tretenden Mitgliedern ihre erworbenen Rechte voll angerechnet Stutscher und einigen Streifbrechern, auch die Frau des Betriebsinhabers arbeitet mit. Besonders bemerkenswert ist, daß in diesem Betriebe Arbeiten für einen Tischlermeister angefertigt werden, der im Zuchthause arbeiten läßt, und die Innungsführer, die doch sonst so sehr gegen die Zuchthausarbeit sind, sollen die Weiterführung dieser Arbeit sogar gestattet haben. Bei Espig in der Oranien straße verkündet zwar ein Plakat, daß während des Streits teine Arbeit angefertigt wird, trotzdem arbeitet ein Streifbrecher hinter verschlossenen Thüren. Raabe in der Usedomstraße hat auch ausgesperrt, jedoch werden dort Arbeiter von dem Böttchermeister angenommen, um Maschinenarbeit anzufertigen. werden können. 5. Die Organisationen tauschen gegenseitig ihre Drucksachen aus( Fachzeitungen, Adressenverzeichniffe, Protokolle und sonstige Mitteilungen); Sie hierin enthaltenen Anregungen, soweit sie das internationale Verhältnis berühren, find durch die Fachpresse der einzelnen Länder zu verbreiten. Mitteilungen, die einer besonders schleunigen Erledigung bedürfen( Mitteilung der Streiforte, über brohenden Zuzug usw.), sollen nach Möglichkeit in der Sprache besjenigen Landes abgefaßt sein, an das sie gerichtet sind. Duell- Debatten im öftreichischen Reichsrat. Die Kongregationen. Paris, 8. April.( W. T. 8.) Der Polizeipräfekt hat den in Paris anfäffigen Schul- und Prediger- Kongregationen bekannt gegeben, daß ihr Genehmigungsgesuch abgelehnt jei. Unter ben felben befinden sich auch die englischen Bassionisten, für welche sich die englische Botschaft wiederholt verwendet hatte. Mehreren Blättern zufolge hat Delcassé dem Generalprior der Maristen die Versicherung gegeben, daß ein neues Genehmigungsgesuch eine günstigere Aufnahme finden würde. Studentenkundgebungen in Spanien. Studenten infolge der Nichtbeachtung ihre: Beschwerde wegen MißMadrid, 3. April.( W. T. B.) In Salamanca hatten gestern handlung eines Kommilitonen durch einen Polizisten Protestkundgebungen veranstaltet, in deren Verlauf es zu Zusammenstößen mit der Gendarmerie gekommen war. Auf die Kunde von diesen Vorgängen sammelte sich eine Anzahl hicger Studenten zu einer Kundgebung vor dem Ministerium des Innern. In der Alcalastraße wurde nach dem im Wagen vorüberfahrenden Minister des Innern mit Der Steinen geworfen. Der Minister wurde nicht getroffen. Ministerpräsident Silvela wurde ebenfalls Gegenstand feindseliger Madrid, 3. April.( W. T. B.) Bei den Kundgebungen, welche Sundgebungen. Die Polizei zerstreute schließlich die Studenten. die hiesigen Studenten heute vormittag veranstalteten und die das Einschreiten der Polizei nötig machten, wurden 8 Polizisten und mehrere Studenten verwundet. Bahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Roosevelt rüffelt Dewey. Venezuela. 6. Als Verbindungsorgan wird, Der Grundstein", Fachorgan bes deutschen Maurerverbandes, bestimmt. Von der Einfeßung Stuccateure. Am Montag, den 6. d. M., findet eine öffentliche eines besonderen internationalen Sekretariats wird vorläufig Versammlung statt.( Siehe Annonce am Sonntag.) Der Vorstand Abstand genommen. 7. Internationale Konferenzen sollen nach Bedarf und nach unsrer Filiale ladet hiermit die Kollegen zu ihren Bahlstellenvoraufgegangener Verständigung zwischen den Vertretern der in Zusammenkünften auf diesen Sonntagvormittag 10 Uhr ein, und Betracht kommenden Organisationen stattfinden. zwar wird auf das Erscheinen aller Kollegen der betreffenden Bezirke gerechnet. Nicht jedem ist es gegeben und erwünscht, in einer großen Eine Disfuffion über den Bericht findet nicht statt. Bersammlung seine Meinung zu äußern, aber im ungezwungenen Es wird nunmehr die Statutenberatung fortgesetzt und über Beiſammensein am Biertisch ist jeder berufen, ungeniert seine Ansicht Beitritt, Beitrittsgeld, Ersazbücher, Uebertritt aus andren Vereinen über die gegenwärtige Lage zum besten zu geben. Diesmal sollen und Wiederaufnahme diskutiert. In der Vorlage des Vorstandes, aber die Hilfskassierer eine allgemeine Umfrage herbeiführen, an Frankfurt a. M., 3. April.( B. H.) Die„ Frankfurter Ztg." die für diesen Abschnitt fast einstimmige Annahme fand, heißt es welcher jeder Stuccateur mitzuwirken hat und welche unbedingt dem u. a.: Eine Anrechnung der Mitgliedschaft in einer sonstigen Vorstande als Unterlage dienen soll in unfrem ferneren Vorgehen. meldet aus New York: Am Schlusse seiner in Chicago gehaltenen Nede deutschen Maurerorganisation ist zulässig, wenn der ganze Verein Kollegen! Es werden Euch also drei Fragen unterbreitet erteilte Präsident Roosevelt dem Admiral Dewey eine scharfe zurechtoder ein größerer Teil der Mitgliedschaft in corpore übertritt, werden, welche in einer großen Bersammlung zu beantworten nicht weisung." oder wenn zwischen ausländischen Maurervereinen und dem Ver- möglich ist. Daher besucht am Sonntag, den 5. April, vormittags bande Startellverträge bestehen, welche eine Anrechnung vorschreiben. 10 Uhr, Eure Bezirks- Zahlstellen und helft mit in dem Stampf fir Berbesserung unsrer wirtschaftlichen und socialen Lage. Die Zahl- Caracas, 3. April.( Laffan- Meldung.) Der Kongreß lehnte Nach einer sehr regen Diskussion über die Beitragsleistung stellen befinden sich: N., Dunderstr. 88 bei Grobler und Gericht- die Annahme der deutschen, britischen und italienischen Protokolle wird im wesentlichen den vom Vorstand aufgestellten Grundsäzen augestimmt. Es foll wie bisher für 40 Wochen im Jahre während straße 39, Ede Ruheplasstraße bei Schulz; O., Petersburgerstr. 81 ab, da er feinen Präcedenzfall schaffen will, und erteilte dem Präber Monate März bis inkl. November der Beitrag erhoben werden. bei Beschel; SO., Manteuffelstr. 101 bei Gläser; W., Mauerstr. 17 fidenten Castro Vollmacht, die Angelegenheit nach Gutdünken zu er Die Höhe des Beitrages richtet sich nach der Höhe des Lohnes, er Ede Salzwedelerstraße bei Bordt; Wilmersdorf, Wegenerstr. 18 bei bei Peters und Bülowstr. 59 bei Kumte; NW., Stephanstr. 30, ledigen. soll gleich sein dem zehnten Teil eines Sommer- Tagelohnes und beträgt für die erste Beitragstlaffe 25 Pf., für die zweite Klaffe 30 f., Selfe; Steglis, Flensburgerstr. 12 bei Vogel; Charlottenburg, Volks für die dritte 35 Pf. usw. steigend bis zu 60 Pf. pro Woche in der Haus, Rosinenstr. 3, und Rigdorf, Steinmezstr. 126, Ecke Lessingstraße hten Beitragsklasse. Außerdem haben die Mitglieder, welche bei Wezel. Der Vorstand der Filiale Berlin ährend eines Streits innerhalb des Streifgebietes zu den ge des Centralverbandes der Stuccateure Deutschlands erten resp. vereinbarten Bedingungen oder bei Abwehrstreits, perrungen und Sympathiestreits zu den alten Bedingungen Bei der Firma Cyclov, Inhaber Mehlis u. Behrens, Bankstraße, der bei Angriffsstreits infolge eines Versammlungsbeschlusses zu haben sämtliche Former, Maschinenformer und Kernmacher wegen dem ten Bedingungen arbeiten, außer dem Verbandsbeitrag und fortgesetter Lohnreduktion die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist streng ent. örtlichen Zuschlagsbeitrag einen Extrabeitrag an die fernzuhalten. обще Bangkok, 3. April. Da das Gerücht verbreitet war, daß ein Trupp siamesischer Soldaten bis Bosao, in der Nähe von Nan, vorgedrungen sei, nachdem er die Grenspfähle umgerissen hatte, erhob er der französische Geschäftsträger in Bangkok sofort nach Bestätigung der Nachricht energisch Einspruch beim siamesischen Minister der Auswärtigen Angelegenheiten. Dieser ließ dem französischen Geschäftsträger Dutasta heute erklären, daß der Zwischenfall auf einem Mißverständnis beruhe, daß die Grenzpfähle an ihren Platz zurückgebracht würden und den Soldaten telegraphisch der Befehl erteilt sei, auf siamesisches Gebiet zurückzugehen. Hierzu 2 Beilagen. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 80. 20. Jahrgang. 1. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 4. April 1903. Fünfzehnte Generalversammlung des Centralverbandes das dann unter allen Umständen mit einer höheren Zahl von Arbeits 1. März bis 31. Oktober auf 40 Pf., vom 1. November bis Ende 2. 3. 4. der Zimmerer. Dritter Verhandlungstag. 40 " " 50 " " 25 30 85 " . mit über 50 Der Beitrag für den Lokalfonds soll mindestens in der ersten Lohnklasse 10 Pf., in der zweiten 15 Pf., in der dritten 20 Pf., in der vierten 25 Pf. pro Woche betragen. Des weiteren hat sich die Kommission mit dem Antrage auf Anstellung von befoldeten Vertrauensmännern beschäftigt, um die Agitation für die Ausbreitung und Festigung des Verbandes intenfiber zu betreiben; sie hält das letztere für notwendig und stimmt deshalb dem Antrage zu, welcher unter anderm besagt: Bei Einführung der Arbeitslosen- Unterstüßung sei zu beachten, Winter vorsieht und empfiehtl, den Wochenbeitrag für die Zeit von Tosen- Tagen zu rechnen sein würde, also auch mit höheren Ausgaben. Februar auf 15 Pf. festzusehen. Den Filialen steht es frei, lokale Denn jezt arbeiten in der stillen Zeit sehr viele Mitglieder außerhalb Buschläge in beliebiger Höhe zu erheben. Vor Schluß der Sizung des Berufes bei schlechtbezahlter Gelegenheitsarbeit. Trotzdem verabschiedet sich Staudt- Zürich. hält Redner die Unterstützung für durchführbar, wenn auch werden. gegangen Bis Hauptvorstand bein jezt find angemeldet, wobei 7500 MitZunächst wird der Bericht vom Gewerkschaftskongres in Stuttgart babei sehr vorsichtig vorgegangen werden müsse. Stebner schlägt Siebenter Verbandstag des Verbandes der Bau-, Erdvon Schmidt- Breslau und Feilenschmidt- Stuttgart erteilt. vor, auf Grund der statistischen Feststellungen eine Aufstellung In der Diskussion wird von mehreren Rednern gegen die Empfehlung machen zu lassen und dann eventuell, unter Erhöhung der Beiträge und gewerblichen Hilfsarbeiter. des Gewerkschaftskongresses, für die Gewerkschaftsbeamten die Hälfte auf 50 f. pro Woche, die Arbeitslosen- Unterstüßung einzuführen. der Versicherungsbeiträge zur Unter ftügungsgenossenschaft Die Verhandlungen am Freitag begannen mit der zu leisten, Stellung genommen, von andren sowie vom Vertreter der Ausscheiden müsse der Vorschlag, die Krankenunterſtügung auf- Beratung über 2ohn bewegung und Streiks. MohnkGeneralkommission Sobert Schmidt wird sie warm befür zuheben und die so erzielten Ersparnisse für die Arbeitslosen- Unter- Hamburg fordert in seinem Referat zu genauer Beachtung der stützung zu verwenden. Jedenfalls solle man bei Beratung dieser statutarischen Bestimmungen bei Streits und Lohnbewegungen auf. wortet. Ein von Feilenschmidt eingebrachter Antrag, die Beamten zum Beitritt zur Unterſtügungs- Genossenschaft zu ver Frage nicht die Hauptaufgabe der Organisation außer Augen lassen: Für die nächste Zeit sollte in solchen Fällen mit großer Borsicht voreine Kampforganisation zu bleiben. pflichten und die Hälfte der Beiträge auf den Verband zu überDie Diskussionsredner sprechen sich durchweg im Princip für die bereits 39 Lohnbewegungen nehmen, wird in namentlicher Abstimmung mit 49 gegen 39 Stimmen Einführung der Arbeitslosen- Unterstüßung aus. Es wird fogar be- glieder in Betracht kommen; mit Einschluß der unorgani abgelehnt. Der zweite Teil des Antrages, wonach die Betont, daß diese Generalversammlung nicht auseinander gehen dürfe, fierten Arbeiter ist die Zahl der Beteiligten bedeutend höher. ziehungen zur Generalfommission der Gewerschaften Deutschlands Es ist nicht immer zu empfehlen, mit den Maurern gemeinsam auch für die Zukunft aufrecht erhalten und die Beiträge an die ohne die Arbeitslosen- Unterstützung beschlossen zu haben. Der Referent Tobler warnt in feinem Schlußwort vor einer Forderungen zu stellen. Der Redner macht dann weiter auf die Generalfommission pro Mitglied und pro Quartal von 3 Pf. auf ebereitung in dieser Frage. Die Unterstützung heute schon end- Fehler aufmerksam, die in einigen Städten bei Streiks und 4 Pf. erhöht werden sollen, wird gegen eine Stimme angenommen. gültig zu beschließen, täme einer leberrumpelung gleich. Schon Lohnbewegungen gemacht wurden.-Sieran schloß sich eine sehr Nummehr wird in die Beratung des Kartellvertrages allein die technischen Einrichtungen der Drganisation würden in lebhafte Diskussion, in der die Vorgänge in den verschiedenen Orten zwischen den Centralverbänden der Bauarbeiter, Maurer und Zimmerer, diesem Falle den an sie herantretenden Anforderungen nicht genügen. bargelegt wurden und die Taktik bei Lohnbewegungen ausführlich der gestern auf dem Verbandstage der Maurer beraten und anEs gelangt mit allen gegen vier Stimmen ein Antrag zur An- besprochen wurde. Der Referent spricht in seinem Schlußwort den genommen wurde, eingetreten. Schrader Hamburg erläutert den nahme, in welchem die Generalversammlung ihre Sympathie aus- Wunsch aus, daß die Aussprache zur Beseitigung der bei LohnVertrag, der darauf debattelos angenommen wird. Es wird in die Beratung der noch nicht erledigten Anträge ein- spricht für den Vorschlag des Vorstandes und diesen beauftragt, ein bewegungen vorkommenden Mißstände beitragen möge. Darauf wurde zur Beratung der Statuten übergetreten. Zunächst erstattet Lewin Bericht für die gestern gewählte diesbezügliches Projekt auszuarbeiten und im Laufe des Sommers zur Urabstimmung zu unterbreiten. Fällt dieselbe in bejahendem gegangen. Die den Zweck des Verbandes und den Beitritt zum Kommission, welcher die sämtlichen Anträge auf Beitragserhöhung Sinne aus, so tritt die Einrichtung mit dem vorgeschlagenen Beitrag Verbande betreffenden Paragraphen wurden in der vom Hauptüberwiesen sind. Die Kommission ist trop der in der Generaldebatte vorstand vorgeschlagenen Form mit geringen Aenderungen an bervorgetretenen Gegensäge zu völliger Einstimmigkeit gelangt. Die am 1. Januar 1904 in Straft. An Stelle des nicht erschienenen Dr. Sommerfeld hält dann genommen. Mitglieder von Lokal- oder andren Centralorganisationen Stommission schlägt statt der bisherigen verschiedenen Beitragsleistung der Redakteur Mart das Referat über die Bleiweißfrage. Dieselbe follen, wenn sie in ihrer früheren Organisation ihren Verpflichtungen eine gleichmäßige für 40 vom 1. März ab zu zählende Wochen vor. steht zum erstenmal auf der Tagesordnung einer General- Ver- nachgekommen find, ohne Eintrittsgeld aufgenommen werden. Tritt Der wöchentliche Beitrag soll nach dem Vorschlage der Kommission sammlung. ein ganzer Verein oder ein größerer Teil von den Mitgliedern gebetragen: Es sprechen in der Diskussion nur die ausländischen Delegierten. meinschaftlich über, so ist es zulässig, die Mitgliedschaft in An1. Lohnllaffe bis influsive 30 Pf. Stundenlohn 20 Pf. Es gelangt sodann die nachstehende Resolution, die sich im wesent- rechnung zu bringen; ebenso wenn zwischen den Organisationen lichen mit den Ausführungen des Referenten deckt, zur einstimmigen Verträge bestehen, die dies vorschreiben. Wegen Schulden gestrichene Annahme: Mitglieder sollen beim Wiedereintritt 13 Wochenbeiträge nachzahlen; Die Forderung, die Verwendung des giftigen Bleiweißes im im Wiederholungsfall können die Zahlstellen eine höhere BeitragsMalergewerbe auszuschalten, ist schon seit Jahren von den Berufszahl festiegen, jedoch nicht über ein Jahr. angehörigen dieses Gewerbes erhoben worden. Aber auch Staats- In der Nachmittagssigung wurde bezüglich der Beimänner, Hygienifer, Menschenfreunde haben die Berechtigung dieser träge beschlossen, statt der bisherigen drei Beitragsklassen Forderung anerkannt und sie unterstützt. Diese Forderung ist in acht Klassen einzuführen, wodurch der großen Verschiedenheit der Deutschland bis jetzt ohne Erfüllung geblieben, während man ihr Löhne an den verschiedenen Orten und in den verschiedenen Branchen in andren Ländern großes Entgegenkommen gezeigt hat. In mehr Rechnung getragen wird. Es wird ein Einheitsbeitrag von Deutschland beschränken sich die gefeßlichen Maßnahmen nur auf 20 Pf. pro Woche eingeführt, der ohne Zuschlag dort gilt, wo der Vorbeugungsvorschriften für die Fabritation des Bleiweißes; für Stundenlohn nicht über 24 Bf. beträgt. Bei höheren Stundenlöhnen die Verwendung und Verarbeitung dieses giftigen Materials tommen Zuschläge für den Unterstügungsfonds hinzu, die je nach der find bis jetzt nur vereinzelte einzelstaatliche, ortspolizeiliche Lohnhöhe 5-35 Pf. betragen. Der letzte Zuschlag tritt bei Stundenoder gewerbepolizeiliche Vorbeugungsvorschriften auf Grund des löhnen von über 54 Pf. ein, so daß hier der Gesamtbeitrag 55 Pf. § 120 der Reichs- Gewerbe- Ordnung erlaffen worden. Wie die beträgt. Im allgemeinen ist der Beitrag so geregelt, daß er uns Strankenkassenstatistik zeigt, ist dadurch nur ein ganz geringer Rüd- gefähr der Höhe des am Orte gezahlten Stundenlohnes gleichkommt. gang der Krankenziffer der Bleivergiftungen eingetreten. Hat dies In den einzelnen Städten, wo verschiedene Lohnsäze maßgebend sind, zum Teil seine Ursachen darin, daß diese Vorbeugungsvorschriften sollen höchstens zwei Lohnklassen eingeführt werden. Diese Beitragsmur vereinzelt erlassen wurden, so läßt zum andern Teil die regelung, die für die höheren Lohnklaffen eine wesentliche Erhöhung Natur des Maler- und Anstreichergetverbes die strifte Befolgung der Beiträge bedeutet, wurde in namentlicher Abstimmung mit von Vorbeugungsvorschriften nicht zu, zumal auch infolge niedriger 56 gegen 8 Stimmen bei einer Stimmenthaltung beschlossen. Bei Löhne und langandauernder Arbeitslosigkeit die wirtschaftliche Arbeitslosigkeit beträgt der Betrag in der niedrigsten Klasse 15 Bf., Lage der in diesem Gewerbe beschäftigten Arbeiter gedrückt ist in den übrigen 20 Pf. Das Eintrittsgeld ist auf 50 Pf. bemeffen. und deren körperliche Widerstandsfähigkeit demzufolge gegen Rechtsschutz foll den Mitgliedern gewährt werden, wenn fie die schleichende Einivirkung des Bleiorydgiftes geschwächt wird. mindestens 6 Monate Mitglied sind, find, in wichtigen Fällen Von den im Malergetverbe Erwerbsthätigen, deren Zahl sich auch schon früher. Reise Unterstützung fann in fchon nach der Gewerbezählung von 1895 auf 185 987 belief, den November, Dezember, Januar, Februar und dürften mindestens 70 Proz. mit Bleiweiß zu arbeiten haben und März ausgezahlt werden und zwar 1 Mart pro Tag bis zur Höchstvon diesen der größte Prozentsaz ausschließlich nur das giftige fumme von 30 Mart. Für Mitglieder, die durch Aussperrung oder Bleiweiß verarbeiten. Die Verwendung des Bleiweißes bildet Streit zur Abreise genötigt wurden, ist für die Monate April bis also auch eine große hygienische Gefahr für weite Schichten des Ottober eine Reise- Unterstützung vorgesehen, die 1,50 M. pro Tag beträgt. Volkes und seines Nachwuchses. Bezüglich Streifunterstützung wurden im wesentlichen folgende Be ftimmungen festgesetzt: Die Streitunterstützung erfolgt vom vierten Tage des Streits oder der Aussperrung ab und beträgt bei Mitgliedern, die 44 Wochenbeiträge geleistet haben, je nach der Beitragsflaffe 8 bis 15 Mart, bei fürzerer Dauer der Mitgliedschaft 6-12 Mart pro Woche. Für jedes Kind ist ein Zuschlag von 1 Mart vorgesehen. Die Maßregelungs- Unterstüßung ist nicht an eine Starrengzeit gebunden. Ferner ist im Statut eine Umzugsunterstützung vorgesehen für solche Mitglieder, die unter bestimmten Voraus fegungen gezwungen find, ihren Wohnort zu wechseln und einen eignen Haushalt haben. Die Höhe der Unterstügung richtet sich nach der Entfernung und beträgt 15 bis 35 Mart. Außerdem wird eine Die in Berlin versammelten Delegierten der 9. General- Begräbnisbeihilfe festgesezt für den Sterbefall der Mitglieder versammlung der Vereinigung der Maler, Ladierer, Anstreicher, oder deren Ehefrauen. Sie beträgt den Beitragsklassen entsprechend Tüncher und Weißbinder Deutschlands ersuchen deshalb die 25-40 M. Ferner wurden gestern noch die Bestimmungen über Reichsregierung und die einzelnen Landesregierungen, der Er- Austritt und Ausschluß, über Ehrenmitglieder( solche, die wegen füllung folgender Forderungen näher zu treten: Verbot der Ver- hohen Alters oder infolge von Unfall arbeitsunfähig wurden und wendung aller bleiorydhaltigen Farben im Maler-, Anstreicher, beshalb vom Beitrag befreit werden), solvie über die Lackierer- und Tünchergewerbe. Desgleichen erwarten die an- Gliederung des Verbandes und über Zahlstellen erledigt. wesenden Delegierten auch, daß die Staats- und Kommunalbehörden Besonders wichtig ist ist die Bestimmung über Zahlstelfen, selbst mit gutem Beispiel vorangehen, bei Vergebung der Maler- durch die verhindert werden soll, daß wie jezt mehrere Bahlstellen und Anstreicherarbeiten die Verwendung von Bleiweiß verbieten an einem Orte bestehen. In dem Gebiete eines Orts, resp. eines und bei den notwendigen Beratungen zu diesen Fragen auch Ver- Lohn, Arbeits- oder gemeinsamen Interessengebietes, oder für treter aus der Gehilfenschaft hinzuziehen. mehrere Orte, die zusammenliegen, soll nur eine Bahlstelle leber die Beschlüsse des Gewerkschaftstongreffes bestehen. berichtet u B. Derselbe geht nur des näheren auf die Beschlüsse betreffs der Gehalts- und Versicherungsfrage der Gewerkschaftsangestellten ein. Die Diskussion über diese Frage wird bis zur Der Centralvorstand wird beauftragt, Vertrauensmänner auf Conto der Centralfaffe gegen Besoldung fest anzustellen. Aufgabe der Vertrauensmämter ist: die Regelung und Betreibung der Agitation inner- und außerhalb der Zahlstellen, Zeitung und Regelung der Lohnbetwegungen, Teilnahme an den sich notwendig machenden Sizungen, Prüfung der Kaffenbücher und Staffe, da, wo es notwendig erscheint, usw. Die Vertrauensmänner sind dem Centralvorstande unterstellt und haben sich dessen Anordnungen zu fügen. Die Besoldung der Vertrauensmänner ist eine monatliche und richtet sich nach dem ortsüblichen Tagelohn, jedoch dergestalt, daß das niedrigste Anfangsgehalt nicht unter 1600 M. und das höchste nicht über 1900 M. im Jahre beträgt. Das Gehalt steigt alsdann jährlich um 100 m. Das Höchstgehalt darf 2200 M. pro Jahr nicht übersteigen. leber Anstellung und Entlassung der Vertrauensmänner entscheidet der Centralvorstand. Ferner hat die Kommission sich mit den Anträgen beschäftigt, Die welche eine Erhöhung der Streif- Unterstüßung bezweden. Kommission hält eine solche für notwendig und beantragt deshalb zu§ 8 bes Streif- Reglements: Die Unterstügung in jeder Lohnklasse um 20 Pf. pro Tag zu erhöhen, für Kinder find statt 50 Pf. pro Woche 15 Pf. pro Tag zu zahlen." Nach diesen Vorschlägen würde die Centralfasse jährlich ettva 65 000 M. mehr erhalten, dagegen für Streit- Unterstützung 28 000 92. mehr ausgeben, für die anzustellenden zehn Vertrauensmänner resp. Gauvorfigenden an Gehältern und Agitationskosten 40 000 M., zu fammen alfo 68 000 2.; die fich danach ergebende Mehrausgabe von 3000 m. hofft die Kommission durch die intensivere Agitation wieder einzubringen. Nach längerer Diskussion der sämtlichen Stommiffionsanträge wird auf Antrag Mädger- Lehe beschlossen, zunächst die Frage der Anstellung der Bertrauensleute zu besprechen und durch Abstimmung zu erledigen und damı erst die Beitragsfrage zu regeln. Der Erfüllung der Forderung auf Ausschließung des Bleiweißes stehen keine Hindernisse technischer oder wirtschaftlicher Art entgegen, da das Bleiweiß im Maler, Anstreicher- und Lackierergewerbe vollständig ersetzt werden kann. Die Urteile der Malermeister, die bis jest bekannt geworden sind und die fich zum Teil über die Ungefährlichkeit des Bleiweißes, zum Teil für die Unersey barkeit des Bleiweißes auslassen, widersprechen sich untereinander, entbehren alle der Objektivität und haben in den Reihen der Malermeister selbst Widerspruch gefunden. Sie bilden also keine ernst zu nehmende Antwort auf den Erlaß des preußischen Ministers für Handel und Gelverbe vom 22. April 1902. Monaten Nach weiterer Diskussion wird der Antrag der Kommission auf Einsetzung von befoldeten Vertrauensleuten resp. Gauvorsitzenden angenommen, worauf in der Diskussion über die Erhöhung der Beiträge fortgefahren wird. Nach Beendigung derselben wird der Antrag der Kommission auf Erhöhung der Beiträge in namentlicher Abstimmung mit 55 Stimmen gegen 32 an genommen, dagegen der Antrag bezüglich der Zuschläge für Sen Lokalfonds ebenfalls in namentlicher Abftimuning mit 45 gegen 42 Stimmen abgelehnt; dafür wird der Antrag angenommen, daß ber Wochenbeitrag inkl. Lokalzuschlag mindestens einen Stundenlohn Betragen soll. Angenommen werden weiter die Vorschläge der Kommission bezüglich der Streit- Unterstützung. Ebenso gelangen die von der Kommission beantragten Gehaltssäße für die neu einzufezenden Vertrauensleute zur Annahme. Von den übrigen zum Statut vorliegenden Anträgen heben wir folgende hervor: Der Vorstand beantragt, bei der Reife- Unterstützung Wahl der Beamten vertagt. Mit den Beschlüssen des Gewerkschaftsdas Stilometersystem wieder aufzuheben, sie vielmehr in jeder Bahltongresses und der Beibehaltung des bisherigen Verhältniffes ist die Ueberschrift zum 1. Kapitel einer Broschüre: Die Frauen ftelle auf 75 Bf. festzusehen und das Marimum von 18 M. auf aur Generalfommiffion erklärt sich die Generalversammlung ein und die Politit von Lily Braun, die soeben in der Partei21 M. zu erhöhen. Beides wird angenommen. berstanden. Buchhandlung Vorwärts erschienen ist. Die Verfasserin erinnert im Zur Annahme gelangt eine Erhöhung der Unterstützung der Inhaftierten um 20 Pf. pro Tag in jeder Lohntlasse. Antrag Dehmichen Dresden: Hus der Frauenbewegung. Es war einmal Aus dem engen Es gelangt nunmehr der Punkt Lohnbewegung zur ersten Kapitel an die Verzweiflungsthat hungernder Pariser Frauen, Längere Zeit wird über eine Reihe von Anträgen diskutiert, Beratung. Dazu referiert Tobler. Zunächst empfiehlt er, bie die im Jahre 1789 nach Versailles zogen, um vom König Brot für dafür welche die Unterſtügung für Gemaßregelte in bestimmter Weiſe feft- eftimmung wieder herzustellen, wonach bie Streitunterſtügung nur ihre Kinder zu fordern. Sie brachten zivar fein Brot heim, bafilr nach Zahlung von zehn Wochenbeiträgen gewährt wird. Bum sezen wollen. Zur Annahme gelangt dann mit 40 Stimmen ein mindesten soll neu eingetretenen Mitgliedern biefer Betrag von der aber den König nach Paris. Seitdem hat die Maschine ihren SiegesWer wegen agitatorischer Thätigkeit für die Organisation nach ersten Unterstützung in Abzug gebracht werden können. Es habe lauf begonnen. Sie hat Weib und Kind der Ausbeutung durch den fich gezeigt, daß man vielfach bei Eintritt in Lohnbewegungen nicht Kapitalismus überantwortet und das Familienleben des Proletariers weislich gemagregelt wird, erhält vom ersten Tage ab awei Drittel bie nötigen Vorbereitungen für den Fall eines Lohntampfes getroffen zerstört. Die Maschine ebnet aber auch den Weg zur Befreiung der feines bisherigen Tagelohues auf die Dauer bis zu sechs Wochen." hatte. Audrerseits fönne mit Genugthumg festgestellt werden, Frau aus den ökonomischen, rechtlichen und sittlichen Fesseln, in die Angenommen wird feruer ein Antrag der Zahlstelle Berlin, baß große Erfolge erzielt worden find, namentlich hin vergangene Beiten sie gefchlagen haben. Ist die Frau aber zur vollkommen arbeitsunfähige Mitglieder, die das 60. Lebensjahr erreicht haben und zehn Jahre ununterbrochen ihren fichtlich Abschlusses von Lohntarif Verträgen. In den letzten zwei Eriverbsarbeit gezwungen, dann hat sie auch ein dringendes InterVerpflichtungen dem Verbande gegenüber nachgekommen sind, auf Jahren seien in mehr als 60 Orten solche zu stande gebracht werden. esse an allen Fragen des öffentlichen Lebens. Die Debatte dreht sich vorwiegend un Maßnahmen des Haupt- Sahmen des häuslichen Lebens hinaus ist die arbeitende Frau vorstandes bei verschiedenen Streits. Die Statuten zur Staatsbürgerin geworden. Ms solche muß sie sich auch mit der Es beginnt die Statutenberatung. beratungs- Kommission empfiehlt hierzu die Annahme des Vorstands- Politik beschäftigen, muß Stellung nehmen zu den Grundsätzen und antrages betreffend Anstellung von Beamten für die Leitung der Programmen der politischen Parteien und muß die Reden und die Ausführung der Geschäfte undrfast full but authoritation. Gleichzeitig mit at Sandlungen ihrer Bertreter im Parlament verfolgen. In warmen, nahme der Vorlage soll der verpflichtet werden, auf die zu Herzen dringenden Worten fordert die Verfasserin schließlich die Verschmelzung der in einem Lohngebiet belegenen Filialen hin proletarischen Frauen auf zu thätiger Mitarbeit in dem bevoranarbeiten. Gegen diefen letzteren Antrag wendet sich hauptsächlich stehenden Wahlkampf, und zeigt, wo die Frau mithelfen kann.„ Mehr Miete Rigdorf. Einige Vertreter Kleinerer Filialen befürchten eine wie je," ruft sie aus, steht des Volles Wohl und Wehe jetzt auf dem Bevorzugung der Großstädte. Spiel. Pfui! über das Weib, das sich faul und feige zurückzieht! Der Jammer hungernder Kinder, der Fluch der ausgebeuteten, geInechteten Menschheit wird auf ihrem Leben lasten". ihren Antrag vom Beitrage befreit werden. Neunte Generalversammlung der Vereinigung der Maler, Jackierer, Auftreicher, Tüncher und Weißbinder Deutschlands. Dritter Verhandlungstag. Die Generalversammlung tritt in die Beratung des Punftes: In der Abstimmung, die eine namentliche ist, wird der Antrag Statistik über Arbeitslosigkeit im Berufe". Ins besondere handelt es sich dabei um die Frage, ob die Durchführung der Statutenberatungs- Kommission mit 89 gegen 9 Stimmen an der Arbeitslosen- Unterstützung in der Bereinigung möglich ist. Refe- genommen. Die Gewährung von Sterbe- Unterstüßung wird auch auf ledige rent ist der Vorfizende Tobler. Die in der Zeit von Juli 1901 bis Juli 1902 aufgenommene Statistit, an der fich 8592 Mitglieder Mitglieder ausgedehnt. Das Eintrittsgeld wird von 80 Pf. auf beteiligt haben, hat ergeben, daß 6215 Mitglieder( 72 Broz.) arbeits- 1 M. erhöht. In Rücksicht auf die in Aussicht stehende Arbeitslosen- UnterTos umb 1450 Mitglieder( 17 Proz.) frank waren. Die Dauer der Arbeitslosigkeit betrug pro Mitglieb 87,06 Tage, der Krankheit ftigung empfiehlt die Konuniffion die Ablehnung des Vorstands. antrages, soweit derselbe die Aussetzung der Beitragszahlung im 0,84 Tage. Der Preis ist 50 Pf., Agitationsausgabe 20 Pf. Bestellunge find an die Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 69, richten. Rigdorf. Die Generalversammlung des Vereins getve thätiger Frauen und Mädchen Rigdorfs findet am Sonntag Theater. H -dt. Witterungsübersicht vom 3. April 1903, morgens 8 Uhr. 5. April, nachmittags, bei Thiel, Bergstr. 151/152 ftatt. Die Mit-| Unheilunheil schlechthin ohne Ansehen der Person zu ftiften, die| Gatten, hezt ihn zu mordgieriger Eifersucht gegen den Bruder auf. glieder werden gebeten, vollzählig zu erscheinen, da die Tagesordnung prickelnde Sensation, bei dem Leiden der andern sich fagen zu dürfen, Weniger wäre hier mehr gewesen. Bei dieser Fülle der Verbrechent eine wichtige ist. Nach der Versammlung veranstaltet der Verein daß fie, von keinem gesehen, listig aus dem Hinterhalte den giftigen fann fich fein einziges ordentlich auswachsen, ein Familienkränzchen im großen Saale des Herrn Thiel. Einlaß- Bfeil abgeschnellt. Nicht aus neidischer Verbitterung ist ihr der Hang förmlich über einander. fie stolpern farten zu demselben sind bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. erwachsen. Im Gegenteil, wir sehen sie in dem Stück beliebt, be 3war auch nicht glaubhaft, aber traftvoll wirft in dem Am Ende glaubt man gar nichts. Anfang 4 Uhr. Regen Besuch erwartet der Vorstand. wundert, auf den Händen getragen, und Björnson deutet nicht an, Schlußalt die Scene zwischen Doktor Kann und der Verdaß es jemals anders gewesen. Eher als Neid mag der verwahr- brecherin, wo er die Entlarvte, die, weiter lebend, weiter frebeln Tofte Uebermut eines verzogenen Kindes, das sich gewöhnt hat, die würde, zum Selbstmord zwingen will. Nur durch die Fürbitte Menschen als lebendige Puppen, als willenlose Gegenstände seiner Margaretes, der gütigen Frau des Doktor Ura, gelingt es ihr, noch Neugier anzusehen, der nährende Boden gewesen sein, auf dem die einmal zu entkommen. Deutsches Theater. Auf Storhobe". Schauspiel in Krankheit gedieh. 3 Alten von Björnstjerne Björnson. In gewisser Hinsicht Raffinement der Niedertracht hindurch. Ettvas kindisch Dummes blickt durch alles Die Aufführung bot viel des Trefflichen. Bewunderungswürdig ift es das in Laboremus" behandelte Thema, das Björnson in dem schien mir Irene Triesch als Maria. Indes auch so vermochte neuen Stüde weiter spinnt. Maria hat die Erbschaft Lydias an- gegen seine dramatische Darstellung. Aber es müßte wirkliche Die Seltenheit eines solchen Typus wäre kein Gegenargument das Stück nicht zu erwärmen. Der Beifall blieb lau. getreten, nur daß ihre Verworfenheit als eine pathologisch noch ge Darstellung sein, die uns das Innere, und mit dem Sein zugleich, fteigerte erscheint. Ueberhaupt von allen Typen perverser Weiblichkeit, wie es Jbjen in seinen großen Dramen gethan, auch das Gewordendenen man in der neueren Dramatik begegnet, ist Maria in der fein des Charakters erschließt. Was Björnson giebt, ist trotz einiger Grund- und Biellofigkeit ihrer bösen Handlungen die perverfeste. Hervorragender Scenen, wenig mehr als Silhouette. Seine Hedda Gabler, an deren boshaft- feiges Intriguieren ihr Thun viel- Maria bleibt uns fast so fremd und fern, als läse man Yeicht am allermeisten erinnert, wird immerhin durch eine Art von von ihr in einem Prozeßbericht. Nirgends ein weiter Ausblick Eifersucht geleitet. Löbborg ist Hedda nicht gleichgültig. Der Gedanke, in die Vergangenheit, die daß er in freier Schönheit, Weinlaub im Haar", gestorben sein reihen hindeutend, uns das abnorme Resultat derselben verständauf verborgene Entwicklungsmag, erwedt in ihr ein Gefühl berauschender Frende. Wildes licher und interessanter machen könnte. Jm dramatischen Bau statt Swinemde. 760 3 Salome verlangt in der Nachsucht verschmähter Liebe nach dem der gebotenen Konzentration ein breites Auseinanderlaufen der Hamburg Haupte des Läufers; Wedekinds Lulu kostet in dem grausamen Spiel Handlung! Alles willkürlich, abgerissen. Was soll dieser Kauz, der Berlin mit den Männern die Triumphe ihrer sinnlichen Wacht aus, und Doktor Üra, mit seinen närrischen Deklamationen, was der burleske Frantj./M. 760 NO selbst die angeborene Tücke Strindbergscher Weiber erhält durch be- Einbruch der Verwandten nach der Brandkatastrophe? Warum wird München stimmte Motive, durch den Kampf mit dem Manne, Richtung und der König" auf die Bühne bemüht? Und verwirrend wie die Ziel. Anders Maria. Sie tämpft nicht, sie haßt nicht, fie ist nicht wuchernden Episoden wirkt die Masse der auf Marias Haupt gewälzten eifersüchtig, ja nicht einmal für ihre sinnlich- weibliche Eitelkeit sucht sie lebelthaten: Sie verrät das Fabrikgeheimnis ihres Mannes an die bei ihren Anschlägen Befriedigung. Was sie antreibt, ist kein besonderes Stonkurrenz, fie stedt, um unversicherte Geldsummen zu vernichten, das Motiv, nur ganz oder höchstens nebenher allgemein die krankhafte Sucht, Bureau in Brand, beschuldigt eine Verwandte der That, betrügt den Die Nordseestürme sind vorüber und die demzufolge reich- Reichhaltiges licher ausfallenden Fänge gestatten uns, zu nachstehenden billigen Preisen zu offerieren: Cabliau ohne Kopf, im Anschnitt Pfd. 20 Pf. Schellfisch in allen Grössen 15-25 Pf. Pfd. 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Nun haben wir, um der Oeffentlichkeit Gelegenheit zu geben, ein Urteil zu fällen, die Meister zu obiger Versammlung schriftlich eingeladen. Die Ortsverwaltung. Centralverband d. Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter 4/19 Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin I. Bureau und Arbeitsnachweis: Engel- Ufer 15, II, Zimmer 16. Telephon: Amt VII, Nr. 3348. Achtung! Bauarbeiter. Achtung! follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Allein- Berkauf. Sehr starke Ware in praktischen grauen u. braunen Streifen, auch einfarbig. Am Bund aus einem Stück gearbeitet. Sehr feste Rappnähte. Haltbarste Pilot- Taschen. Große Flicken umsonst. Die Hose 4 Mt. 50 Seit dem 1. d. M. stehen die Berliner Banklempner im Streit. Die Berliner bei Entnahme von finden werden. Achtung! Leitergerit- Arbeiter Achtung! Secher eine er glauben nicht nachgeben zu brauchen, in der Meinung, daf: fich genügend StreitBerlins und Umgegend. Sonntag, den 5. April cr., vormittags 10 Uhr, im Voltshause, Charlottenburg, Rojinenstr. 3: Grosse Versammlung. Tagesordnung: 1. Der Verlauf des Streits und unsre fernere, Taktif. Referent: Sollege Werner. 2. Diskussion. 3. Geschäftliches und Wahl eines Sektionsleiters. Es ist Ehrenfache eines jeden Leitergerüst- Arbeiters, in dieser hochwichtigen Bersammlung zu erscheinen. Achtung! Achtung! Müllkutscher und Mitfahrer sowie alle Kutscher aus den gewerbl. Fuhrbetrieben. Sonntag, den 5. April, nachmittags 3 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Grosse Versammlung. Tagesordnung: 1. Bie stellen wir uns zu dem neuesten Vorgehen der FuhriverksBerufsgenossenschaft gegenüber den Vorschriften des Berliner Polizeipräsidiums, betreffend feste Kutschersize und Bremsen? Referent: Stollege Werner. 2. Diskussion und Beschlußfassung. 3. Wahl einer Sektionsleitung. Achtung! Kohlenarbeiter und Kutscher. Sonntag, den 5. April, abends 6 1hr: Achtung! Große Versammlung mit Frauen im Englischen Garten, Meranderstr. 27 c. Zagesordnung: 1. Unfallversicherungs- Gesetzgebung. Referent: Rollege Albert Uthess. 2. Diskussion. 3. Wahl einer AgitationsTommission und Geschäftliches. 67/11 Einen wirklich zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung I. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VI, 353. Montag, den 6. April 1903, abends 8 Uhr: Versammlung der Mechaniker, Uhrmacher n. Optifer im„ Gewerkschaftshaufe". Engeller 15, Gaal L. I. 1. Vortrag des Genoffen Kaliski über: Internationales vom Klaffenkampf". 2. Diskussion. 3. Wahl des Branchenvertreters und der Agitationskommission. 4. Verbandsangelegenheiten. Montag, den 6. April 1903, abends 8½ Uhr: Branchen- Versammlung der Eisenformer und Berufsgenossen im„ Kolberger Salon", Kolbergestr. 23. Zages Drdnung: 1. Der Streit bei Hartung, Prenzlauer Allee. 2. Diskussion. 3. Arbeits- und Lohnverhältnisse der übrigen Gießereien. 4. Verbandsangelegenheiten. Sonntag, den 5. April 1903, vormittags 10 Uhr: Morgensprache der Schraubendreher bei Wetzel, rangelstr. 136. Zahlreichen Besuch erwartet 114/17 Die Ortsverwaltung. Centralverband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin). Wir haben zur Kontrolle grüne Legitimationskarten ausgegeben. Jeder Klempner, der zu neuen Bedingungen arbeitet, muß im Besitz einer solchen Karte fein. Wir ersuchen die gesamten Bauarbeiter uns zu unterstützen und jeden Klempner auf den Bauten nach der Karte zu fragen. Hoch die Solidarität! 114/11 Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Ortsverwaltung Berlin). Achtung, Zimmerer! 6 Stüd 26 Mr. Echtblaues Monteur- Jackett 1 M. 90 Echtblaue Monteur- Hose Echtblaues Monteur- Jackett 1 M. 50 Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 50 Echtblaue Monteur- Hose Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 10 Manchester- Hofe 8,50,5,25,4,25,3 M. 50 Gefüttert. Manchest.- Sackett 14,-9, Weiße Friseur- Jacketts 3,50, 2. 75 Konditor- Jacken, 2reihig, 4,25, 3 M. Maler- Mittel 3,-, 2,50, 2. 254/7 Mechaniker- Kittel( braun) 3,-, 2 M. 40 Weiße Leder- Jadetts, 2reihig 7,50, 3 M. 75 Gemäß den Bestimmungen unsres neuen Vertrages trat am Mittwoch, den 1. April Der Einheitslohn Weiße Lederhosen 4,50, 2 M. 75 Zwirnhosen, fest it. schön, 3,-, 1 M. 75 Die Preise gelten für normale Größen. dieses Jahres, eine Lohnerhöhung von 2½ Pf. pro Stunde ein. beträgt also jest 67% Pf. für die Stunde. Wir machen darauf aufmerksam und ersuchen Baer Sohn alle Zimmerer, welchen diese vereinbarte Lohnerhöhung vorenthalten wird, dem Bureau des Central- Verbandes, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Zimmer 32( Fernsprecher Amt VII Nr. 789), unverzüglich Mitteilung zu machen. Die Verbandsleitung. Verein deutscher Schuhmacher. Strand- Restauraut Sonntag, den 5. April 1903, nachmittags 3%, Uhr, bei Cohn, Beuthstraße Nr. 20: Kombinierte Konferenz der Arbeiter der besseren Mass- Geschäfte. Tagesordnung wird in der Konferenz bekannt gegeben. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Verband der Möbelpolierer. 2 Montag, den 6. April, abends 8 Uhr, in Rigdorf, Steinmetzstraße 103: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: Ferdinand Freiligrath, ein Dichter des Boltes. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Mittwoch, den 8. April, abends 7½ Uhr: 145/19 Sitzung der Vertrauensmänner. Berlin Norden: Brnunenstr. 96. am En gros. Export. En detail. Chauffeeftr.24a/ 25. Brückenstr.11. Gr. Frankfurterstr. 20. Die 20. Preisliste 1902 wird kostenlos und portofrei zugesandt. 10272* Bei Bestellung von Hosen ist die Müggelsee zwischen Müggelschloß u. Aussichtsturm. Bundweite und die Schrittlänge, bei Korporationen für Sommervergnügen anzugeben. Empfehle Fabriken, Vereinen und Sacketts und Mänteln die Brustweite Bersand von 20 M. an franco. und Ausflüge mein großartig gelegenes Lokal. Saal für ca. 3000 Personen, Hallen, genügende Nebenräume, BeStrandschloss", Luftigungen aller Art. Coulante Breife. M. Degebrodt, Köpenick. Nachdruck verboten! Gelegenheitskauf! Vorjährige Herren- Knaben- Garderobe 11. verkaufe ich, um schnell damit zu räumen, zu ganz bedentend herabgesetzten Preisen. Berlin Diten und ichtenberg: Blumenstr. 38. og 3 Weißensee: König- Chauffee 55. Jede Werkstelle muk vertreten sein. Montag, d. 20. April, Engel- fer 15: Generalversammlung. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungs- Schule. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links II. Lehrplan für das II. Quartal 1903. Behandelter Lehrstoff UnterUnterrichtsfach Lehrer richtsAbend National- Reichsfinanzen und die Einkommenökonomie besteuerung in Preussen. Schriftst. Georg Montag Bernhard SchriftGeGeschichte des Industrialismus im 19. Jahrhundert. steller Dienstag Dr. Rudolf Steiner RedeUebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen Aufsatz. Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner Freitag Sonntag, den 5. April, nochm. 5 Uhr, bei Voigt, Ritterstr. 75: schichte Ausserordentliche General-Versammlung. Zages- Ordnung: Vortrag des Gewerkschaftssekretärs G. Link über„ Die Strankenversicherung Uebung mit Bezugnahme auf die Strankenkassen- Novelle". Beschlußfassung über die vom Centralverbands- Borstand angeordnete Beitragserhöhung um 5 Pf. pro Woche auf die Dauer von 26 Wochen und die damit bedingte Erhöhung der Ortsverwaltung. 138/12 Wegen der Wichtigkeit der Tages- Ordnung wird um zahlreiches Erscheinen gebeten. Es wird Bunkt 5 Uhr in die Tages- Ordnung eingetreten. Am 1. Osterfeiertag, vormittags 10 Uhr, Frühschoppen bei Voigt, Ritterstr. 75, wozu um zahlreiches Erscheinen bittet Die Ortsverwaltung. Verband der Barbiergehilfen. In folgenden Geschäften werden noch Gehilfen mit Kontrollfarte befchäftigt. Alle andren erkennen unsre Organisation nicht mehr an, indem fie unjren Arbeitsnachweis meiden. 285/6 Genoffcuschaft III., Banlstr. 32 d.| Genossenschaft II., Waldemarstr. 65. Leonhardt, Ererzierstr. 21 a. Dresp, Adalbertstr. 96. Witte, Gropiusstr. 7. Taubert, Stalizerstr. 77. Marks, Weddingstr. 8. Böhme, Reinidendorferstr. 43 a. Kuschte, Stalikerſtr. 18. Schmidt, Rigaeritr. 123. Lajeski, Müllerjtr. 168. Freihube, Gerichtfir. 46. Borges, Stolbergerfir. 11. Wermke, Usedomstr. 9. Wirth, Brunnenjir. 90. Frenzel, Cremmenerstr. 12. Hosemann, Swinemünderstr. 125. Bunge, Chorinerstr. 28. Deichfel, Bappel- Allee 9. Dannert, Pappel- Alice 33. Prochenow, Riebenwalderstr. 30. Trott, Butbuserstr. 41. Linka, Butbuferstr. 38. Dahlke, Ramlerstr. 34. Kellner, Ramlerstr. 17. Schobert, Wollinerstr. 31. Bötte, Drontheimerstr. 1 d Manzelmann, Echliemannstr. 45. Sietel, Stargardterstr. 14. Arlt, Sidingeniir. 7. Sommerfeld, Rostoderstr. 45. Giese, Rostockerjir. 1. Peters, Beuffelſtr. 8a. Miha, Lubederstr. 47. Mahlow, Perlebergerstr. 59. Stier, Fürstenbergeritr. 11. Chriftopf, Gormannstr. 12. Genossenschaft I., Krautfiv. 17. Neega, Sorauerstr. 22. Hecht, Wienerstr. 58. Fabian, Manteuffelftr. Gols, Cubitt. 9. Manid, Memelerfir. 6. Morgenstern, Tilsiterstr. 88. Kathen, Gräfeftr. 9b. Schrolle, Landwehrstr. 3. Henke, Frankfurter Allee 176. Blafener, Thaerstr. 24. Schulz, Chriftburgerstr. 21. Weissfluck, Friedrichsberg, Wartenbergftr. 68. Golek, Neu- Weißensee, Gustav Adolfstr. 24. Starke, Segel, Schlieberstr. 18. Der Unterricht beginnt in Nationalökonomie Montag, den 20. April; Geschichte Dienstag, den 28. April; Rede- Uebung Freitag, den 24. April. Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 11 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Hof links 2 Tr., und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstrasse 42; Vogel, Demminerstrasse 32; Krause, Müllerstr. 7a; Horsch, Engel- Ufer 15. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin SW. 43, Hornstr. 20, Querg. II, Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 50, zu senden. 4/14 Der Vorstand. Brodts Gesellschafts- Haus Erkner am Dämeritz- See. Der Verkauf findet nur kurze Zeit statt. Herren- Jackett- Anzüge ein- und zwerreihige Form, darunter Brachtstücke, 15 und 20 Mart. 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 80. 20. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Nachrichten. " Sonnabend, 4. April 1903. Beamten von Zeit zu Zeit in entsprechender Weise zu bearbeiten, sein. Derselbe wollte von dem Gerüst ein Tau abbinden, trat dabei um für den Töchterhort" mehr Beiträge zu erzielen. Das ist feht und stürzte herab. M. ist verheiratet, hat aber keine Kinder. auch kürzlich bei der Verteilung des Geschäftsberichts für 1902 wieder versucht worden. Im Anschluß an diese Mitteilungen hatten ein großes Stonzert der Berliner Tonkünstler Vereini Im Gewerkschaftshause findet am Balmsonntag, den 5. April, wir erwähnt, daß auf einem der Bostämter Berlins den Beamten gung statt. Es werden der Konzertfänger Herr Th. Scheer, sowie nahegelegt worden ist, freiwillig" einen Zeil ihres Feder- bie Recitatorin Fräulein A. Hebeler mitwirken, so daß die VeranFeder- gung statt. Es werden der Konzerthänger Herr Th. Scheer, solvie gelbes" zu opfern. " " Die Unterstützungsvereinigung der in der modernen Ar beiterbewegung thätigen Angestellten hat die Konstituierung des Borstandes nach den neuen Bestimmungen des Statuts vollzogen; die Zusammenfeßung gestaltete sich wie folgt: Glode, Vorsitzender; Umbreit, Schriftführer; Schmidt, Kassierer; Gifler und Kautsky, Beifizer. Die Mitgliederzahl der Vereinigung der Ober- Postdirektion erregt zu haben; sie fragt jest bei Diese unfre Bemerkung scheint in hohem Grade das Intereffe staltung auch diesmal ihre Anziehungskraft ausüben dürfte. Apollo- Theater. Wenn das Lachen wirklich eine so heilsame Bauchist im vergangenen Quartal auf 513 gestiegen, b. h. ein Mehr von uns an, auf welchem Postamt das gewesen sei. Der Zweck dieser und Lungengymnastit ist, wie manche Mediziner behaupten, so kann 80 gegen das vorige Duartal. Die Staffe verfügt über einen Be- Anfrage ist uns zunächst nicht recht llar. Die Zumutung, fich zu der Besuch des Apollo- Theaters aus hygienischen Gründen dringend stand von 16 893 M. Alle Zuſchriften und Geldsendungen, auch für Gunsten des„ Töchterhorts" das Federgeld" zu kürzen, verdient zwar empfohlen werden. Die neue Gesangsburleske diefer Bühne,„ Gesindes den Verein Arbeiterpresse, find an Robert Schmidt, von unfrem Standpunkt aus Mißbilligung, aber die Ober- ball", ließ gestern den Wellenschlag bald leise schütternden, bald herzBerlin SO., Naunynstr. 40, zu richten. Postdirektion wird wohl kaum etwas dagegen einzuwenden lich ausbrechenden Gelächters faum einen Augenblick verebben. Der Das Jubiläum ihres zehnjährigen Bestehens feierte am 1. April haben. Jedenfalls stellt sich diese Zumutung nicht dar als eine Gefindeball" ist eigentlich eine Privat- Soiree, die das fefche Dienst auch die in Greiz erscheinende„ Reußische Volkszeitung". Dem Blatte Ueberschreitung der Amtsbefugnisse. Aus welchem Grunde kann mädel einer Postdirektorin, die selbst zum Presseball fährt, mit Gr standen bei der Gründung mur die bescheidenen Mittel der lokalen dann aber die Ober- Postdirektion ein Interesse daran habent, das laubnis ihrer Gnädigen in deren Wohnung veranstaltet. Daß die Parteitaffe zur Verfügung; es hat sich völlig aus eigner Straft zu Bostamt zu erfahren? Sie will doch nicht etwa dem ingeniösen Abendgäfte so zahlreich erscheinen und sich aus der Garderobe der einem Machtfaktor im öffentlichen Leben emporgearbeitet. Auch die Federgeld"- Mam noch ihre specielle Anerkennung aussprechen? Herrschaft die Requisiten zu einem regelrechten Kostümball ausReußische Volkszeitung" hatte eine Anzahl Borgängerinnen. Im Oder ist es ihr weniger barum zu thun, diesen verdienten Beamten leihen würden, hatte die menschenfreundliche Postdirektorin allers Jahre 1874 verbreiteten die Genoffen im Streife den in Crimmitschau kennen zu lernen, als darum, aus unsrer Antwort Anhaltspunkte dings nicht erwartet. Auf diesem improvisierten Gesindeball passieren erscheinenden Bürger- und Bauernfreund". Ein Versuch, unter zur Ermittelung desjenigen zu gewinnen, der uns informiert nun die unglaublichsten Dinge. Der von der Boftdirettorin ihrer dent Titel„ Reußische Blätter" in Schleiz ein eignes Blatt hat? Wir empfehlen der Ober- Postdirektion, erst einmal selber nach natürlich anderweitig engagierten Tochter zugedachte Bräutigam, ein gefegiteter herauszugeben, mußte wegen der fehlenden Mittel schon nach dem Vater der Federgeld"-Idee zu forschen. Wenn sie zu diesem mit Draht und tölpelhafter Einfalt ungewöhnlich faum vier Wochen aufgegeben werden. Dann erschien der Zwed sämtliche Postämter Berlins abilappert, so wird er sich ganz Brovinziale, schneit in die fidele Gesellschaft, wodurch sich die lächerBürger und Bauernfreund" wieder auf der Bildfläche, bis er gewiß bereitwilligst melden. lichsten Mißverständnisse ergeben. Der Herr Postdirektor selbst, der nach 1878 dem Socialistengesetz zum Opfer fiel. Nachdem den Genossen Aus der Magistrats- Sibung vom Freitag. Nach eingehender Be- ankommt, wird von der ahnungslosen Gesellschaft auch das Dienst sechsmonatiger Inspektionsreise unerwartet in der neuen Wohnung eine Zeit lang nur der Züricher Socialdemokrat" zur Verfügung ratung wurde vom Kollegium beschlossen, der Polizeiverordnung über personal ist neu- als unberträglicher Störenfried furzerhand an die Luft gestanden hatte, tauchte dann im Jahre 1881 ber eichsbürger" den Verkehr auf der Straße Unter den Linden, wonach der füdliche gefeßt. Die draftische Stomil diefes unerschöpflichen Verwechslungs auf; er wurde verboten. Es folgten die Thüringer Waldpost", Fahrdamm nur von Personenfuhrwert befahren werden darf zu piels wird erhöht durch allerhand aktuelle Wige, Couplets, eine Necht auf Arbeit"," Arbeiterzeitung" und" Arbeiter- Chronik". Auch zustimmen. Ausschlaggebend war der Umstand, daß auch früher spiritistische Séance usw. und namentlich auch durch das ungemein diese Blätter vurden teilweise wieder verboten. Die Reußische schon das Befahren des südlichen asphaltierten Fahrdammes mit Laft flotte Spiel sämtlicher Darsteller. Der Specialitätenteil war in Boltszeitung", die als Kopfblatt des Sächsischen Volksblattes" in fuhrwerken nicht gestattet war und Laſtfuhrwert den gepflasterten allen Teilen erfillaijig". Eine sehr stimmbegabte Operettendiva ist Zividau mit einem eignen lokalen Teil herausgegeben wird, erschien Fahrdamm benußen mußten, munmehr werden dieſe Fuhriverke auf Fr. Bettori. Mit dem berichtigten Cafe Walle kontrastierten zuerst dreimal wöchentlich; mit dem 1. Juli 1900 wurde sie in ein den nördlichen Fahrdamm verwiesen. Der Stadtbaurat Ludwig feltsam die plastischen Darstellungen der täglich erscheinendes Blatt umgewandelt. Die Existenz des mit so hoffmann legte die Entwürfe für die im Friedrichshain zu erwunderbar gebauter männlicher Modelle, deren Körper in übergeringen Mitteln begründeten Blattes ist heute fest begründet; es richtenden Märchenbrunnen vor, die den Beifall des Magistrats fanden raschend schneller Folge zu Marmorgestalten antiker und moderner hat sich zu einer mächtigen Waffe entwickelt, auf welche die Gegner und nunmehr nach diesen neuen Plänen ausgeführt werden sollen. Schöpfungen erstarrten. Die Grazien, die beim Cake Walle entsetzt unsrer Sache im Kreise mit Furcht, die Freunde derfelben mit be- Außerdem fand ein Vertrag mit der Gemeinde Nummelsburg über die Flucht ergriffen, schienen zurückgekehrt zu sein, unt, mit einer rechtigtem Stolz bliden. die Anlage und Herstellung von Straßen, wobei die Stadt Berlin vierten nachgeborenen Schwester im Bunde, höchsteigenfitßig gegen intereffiert ist, die Zustimmung des Magistrats. das gegen sie verübte schivarze Attentat zu demonstrieren. Alles in allem: ein selten gelungenes Programm. 11 Der Parteitag der Socialdemokratie Dänemarks wird am 7., 8. und 9. Mai in Aarhus tagen. Es wird Hauptaufgabe des Partei- Die Diphtherie- Sterblichkeit ist im letzten Jahr in Berlin ganz tages sein, über die Stellung der Partei zu den bevorstehenden außerordentlich gering gewesen. Es wurden im Jahre 1902 nur Follethingswahlen zu beschließen, 205 Diphtherie- Sterbefälle gemeldet, während im Jahre 1901 noc Mufre italienischen Genossen waren mit der Haltung ihrer 469 Personen und in den zehn Jahren von 1900 zurüd bis 1891 Kammerfraktion und ihrem Centralorgan, dem zu Rom erscheinenden noch 534, 609, 608, 507, 515, 989( 1895), 1361, 1578, 1325, 1010 Per „ Avanti" aus taktischen Gründen unzufrieden. Man warf beiden fonen der Diphtherie erlegen waren. In den 80er Jahren war die vor, daß fie zu ministeriell und opportunistisch gesinnt seien. Sie Berliner Diphtherie- Sterblichkeit sogar noch bedeutend höher ne zwangen zunächst die Fraktion zu einer Erklärung, daß sie die bis- wefen. Der Durchschnitt stellte sich im Jahrzehnt 1891-1900 auf herige Haltung aufgeben wolle und führten auch den Rücktritt des Abgeordneten Biffolati von seiner Stellung als Direktor des Avanti" herbei. Die Unzufriedenheit der Masse hatte nämlich zur Folge gehabt, daß der Abonnentenstand des„ Avanti" ständig fant, so daß das Blatt in finanzielle Bedrängnis geriet. Als nun die Parteigenossen aufgefordert wurden, durch Geldbeiträge die Weiter existenz des Centralorgans zu sichern, weigerten sich eine Anzahl Settionen deffen folange das gegenwärtige Direktorium bestände. Biffolati erklärte infolgedessen seinen Rücktritt. M Seldoms", dreier Fenerbericht. In der Nacht zum Freitag hatte die Wehr längere 3eit in der Wilsnackerstr. 35 zu thun. Hier war gegen 10 Uhr in Decken, Warenvorräte, Spiritus ec. ergriffen hatte. Es mußte daher längere Zeit Wasser gegeben werden, um die Flammen zu erstiden. Kurz vorher war in der Wusterhausenerstr. 1 in einem Keller allerlei Gerlimpel und Verpackungsmaterial in Brand geraten, während in rund 900 Sterbefälle pro Jahr; dagegen hatte er im Jahrzehnt der Insterburgerstr. 19 Preßfohlen sich von selbst entzündet hatten. 1881-1891 noch rund 1700 Sterbefälle pro Jahr betragen. Bea Gegen Abend wurde die Feuerwehr wegen eines Banunfalles nach sonders seit der Mitte der 90er Jahre hat der Würgeengel Diphtherie der Nankesir. 5 gerufen, wo der Arbeiter Otto Wiseler aus der immer mehr von dem Schrecken verloren, den er früher verbreitete. Solmsstr. 39 von einem Baugerüft abgestürzt war. Hierbei hatte Seitdem ist die Diphtherie- Sterblichkeit in Berlin so gering geworden, er sich so schwere Verlegungen zugezogen, daß er noch auf dem daß sie für die Gesamt- Sterblichkeit faum noch eine Rolle spielt. Transport zum Krankenhause verstarb. Gleichzeitig war in der Diphtherie- Epidemien, wie die von 1883 und 1884, denen 2651 und Lehninerstr. 5 in einer Leimküche ein Brand entstanden, dessen Ab2446 Personen zum Opfer fielen, erscheinen uns heute fast schon wie löschung indes bald erfolgte. In der Müllerstr. 11 war die Dachfonstruktion eines Maschinenhauses in Brand geraten, während in der Der zweite Nachtrag zum Berliner Adreßbuch 1903 gelangt öpniderstr. 32 in einer Fabrit Kisten und Bretter in Flammen anfangs Wiai zur Ausgabe und wird wie der erste allen Abnehmern standen. Freitagnachmittag erfolgte ein Alarm nach der Urbanſtr. 8, Berliner Partei- Angelegenheiten. der Haupt- Ausgabe unentgeltlich verabfolgt. Zum Zwecke der Er- weil hier auf dem Boden ein kleiner Brand ausgekommen war. reichung größter Genauigkeit und Vollständigleit werden alle Be- Außerdem liefen in den letzten 24 Stunden noch von einigen Erster Wahlkreis. Dienstag, den 7. April, findet im Innungsteiligten dringend gebeten, Geschäfts- Eröffnungen und Berlegungen, andern Stellen Feuermeldungen ein, doch handelte es sich hier um hause, Fischerstraße 25, Generalversammlung des Wahl- Wohnungs- und Grundbesitz- Veränderungen, soweit diese seit Er- blinden Lärm". bereins ftatt, in welcher Neuwahl des Vorstandes und ein scheinen des ersten Nachtrages stattgefunden haben und noch nicht Referat des Genossen Oppel über die Pflichten und Aufgaben der berücksichtigt find oder zu einem jetzt schon feststehenden Zeitpunkte Mitglieder während der Wahl auf der Tagesordnung steht. im laufenden Jahre stattfinden werden, möglichst umgehend, spätestens gimmmerstr. 37-41, anzuzeigen. Märchen. Aus den Nachbarorten. Stralan. Am Sonntag, den 5. April, nachmittags 2 11hr, findet aber bis zum 11. April d. J. der Redaktion des Adreßbuchs, SW. 12 Sigung mit dem Entwurf eines neuen Ortsstatuts, betreffend das Die Rigdorfer Gewerbedeputation hatte sich in ihrer letzten bei E. Gursch, At- Stralau Nr. 5, die Generalversammlung Geiverbegericht der Stadt Rirdorf zu beschäftigen. Da es sich im des Wahlvereins für Stralau und Umgegend statt. Der Selbstmord cines Soldaten rief gestern, Donnerstagabend, wesentlichen darum handelte, die schon bisher geltenden ortsTagesordnung: 1. Vortrag des Genossen C. Bartels. 2. Diskussion. beim 4. Garde- Regiment einige Aufregung hervor. Der Gardes statutarischen Bestimmungen den Vorschriften des neuen Gewerbe3. Raffenbericht. 4. Anträge zur Streiskonferenz und Wahl von Füfilier Friedrich Solelowsky, der bei der 10. Compagnie diente, gerichts- Gesetzes anzupassen und entsprechend zu eriveitern, so ging Delegierten zu derselben. 5. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Mit stürzte sich abends gegen 10 Uhr aus einem Dachfenster des Boden- die Durchberatung ziemlich glatt von statten. Natürlich versuchten auch glieder, zu erscheinen. geschosses der Kaserne in Moabit auf den Hof hinab und blieb mit bei dieser Gelegenheit die den Zunftkreisen nahestehenden Mitglieder, Treptow Baumschulenweg. Montag, den 6. April, abends gebrochenen Gliedmaßen und schweren inneren Verlegungen be- die Deputation zu einer diretten Stellungnahme gegen den Sonn8% Uhr, findet in Adermanns Festsälen, Baumschulenstr. 78, eine wurde, tonnte nur noch den Tod feststellen. Die Leiche wurde nach wie auch schon das alte Ortsstatut, den Vorsitzenden des Gewerbes immungslos auf dem Pflaster liegen. Ein Arzt, der fofort gerufen tag als Wahltag zu bestimmen.§ 13 des Entwurfs unterläßt, Volksversammlung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Frip dem Garnisonlazarett I in der Scharnhorststraße gebracht. Was gerichts die Bestimmung von Tag, Ort und Stunde der Wahlen. Zubeil über„ Auf zur Reichstagswahl sprechen wird. Hierzu findet den jungen Mann zum Selbstmord veranlaßte, ist noch nicht bekannt. Die letzte Wahl der Arbeitnehmer- Beisitzer hatte nun auch in Rirdorf, morgen, Sonntag früh 81% Uhr Flugblattverbreitung statt, zu welcher die Genossen sich den Bezirksführern Baumschulenſtr. 84, Neue Im Tiergarten erschos sich gestern nachmittag der 20 Jahre wie in Berlin und anderwärts, an einem Sonntage stattgefunden Krug- Allee 62 und Kiefholzstr. 6 zahlreich zur Verfügung zu alte Handlungsgehilfe Friz Hellmann, der in der Seibelstraße Nr. 4 und deshalb bekanntlich zu dem Streit der Arbeitgeber im Wahlstellen und für zahlreichen Bersammlungsbefuch zu agitieren haben. ein möbliertes Zimmer betvohnte und in einer Eisenwaren- Handlung ausschuß beziehungsweise Wahlvorstand, sowie zu fruchtlosen BeHeute Sonnabend Zahlabend bei Senftleben. Der Zahlabend in angestellt war. Der junge Mann, dessen Eltern in Suhl wohnen, schwerden der Stämpfer für Aufrechterhaltung der guten alten Treptow, welcher regelmäßig jeden Mittwoch vor dem 15. Riefholz- lam vor einem halben Jahre nach Berlin, war im Geschäft sehr Sitten" geführt. Der Bezirksausschuß ivies die Herren damals straße 6 stattfindet, fällt diesen Monat aus. brauchbar und im Privatleben nüchtern und häuslich. Erst in der schlankweg ab. Das erwähnte Deputationsmitglied beantragte, den legten Zeit vollzog sich in ihm eine Wandlung. Sein Gehalt reichte 18 des Entwurfs hinzuzufügen: An Sonn- und Fefttagen dürfen die nicht mehr und im Geschäft wurde er etwas nachlässig, so daß er Wahlen nicht stattfinden". Es gab darüber eine Debatte, in welcher mehrmals getadelt werden mußte. Es wird vermutet, daß er in der Antragsteller geltend machte, ein erheblicher Teil der Bevölkerung schlechte Gesellschaft geraten war. Sein Prinzipal aber hatte das habe an der letzten Sonntagsivahl Anstoß genommen. Auf die AusFür die Jugendwehr wird von ihrem Vorstand wieder einmal Bertrauen, daß er bald wieder auf den rechten Weg kommen werde, führungen der Arbeitervertreter, die die Notwendigkeit der Vornahme ein Aufruf verbreitet, in dem„ vornehmlich an die Eltern" die und dachte daher nicht daran, ihn zu entlassen. Wider Erwarten aber blieb aller Wahlen an Sonntagen betonten, erwiderte er, gerade dies herzliche Bitte" gerichtet wird, die Jugendwehr- Sache nach„ Kräften Hellmann am 1. April von selbst weg. Während sein Geschäftsherr Princip, das an den guten alten Sitten rütteln wolle, müsse dazu unterſtügen zu wollen". Die Ziele und die Erfolge der Jugendwehr gestern nachmittag nach seiner Wohnung tam, um sich nach seinem führen, zu sagen: Widerstehe den Anfängen. Bei der Mehrheit werden in glänzenden Farben geschildert, um die Eltern zu Berbleib zu erkundigen, schoß er sich im Tiergarten zwischen der fand indessen der Antrag keinen Anklang. Auch zwei Magistratsanimieren, daß sie ihre Jungen an dieser Spielerei teilnehmen Sieges- Allee und dem Neuen Opernhause eine Revolverfugel in die mitglieder sprachen sich dagegen aus, ebenso ein Jaduſtrieller, laffen. Gleichzeitig wird zum Zweck einer weiteren Empfehlung linte Schläfe. der besonders anerkannte, daß der eine Arbeiter- Vertreter recht habe, wenn er fage, daß die Vornahme der Wahl Lokales. der Jugendwehr in der Form einer Dantjagung an Behörden, -w Publikum und Presse auf die Förderung hingewiesen, die die Als Leiche aus der Spree gelandet wurde der 22 Jahre alte an Wochentagen auch von den Unternehmern, namentlich patriotisch- erzicherischen Bestrebungen" der Jugendwehr von diesen Kaufmann Paul Besemer aus der Müllenhofstr. 4, der in einem denen der Großindustrie, unangenehm empfunden werde. Der AnSeiten erfahren haben. Hervorgehoben wird besonders die Haltung Zuchgeschäft in der Rosenthalerstraße angestellt war und feit dem trag auf Ausschluß der Sonn- und Feiertage als Wahltage wurde der Berliner Presse, die namentlich in den letzten Jahren 28. Februar vermißt wurde. Der junge Mann war, in der letzten Sann abgelehnt. Dasselbe Schicksal erlitt der Antrag der ohne Ansehung ihres politischen Standpunites Beit sehr zerstreut gewesen und schien nervenkrank zu sein. Selbstmord- Arbeitervertreter, den Entschädigungssatz für die Beifizer von 4 W. ausnahmslos ihr Wohlwollen bewiesen" habe. gedanken hatte er aber niemals geäußert. auf 5 M. zu erhöhen. Die Deputation erklärte sich damit eins " Bir trauten unsren Augen nicht, als wir das lasen. Diese Um sich mit ihrem Rinde das Leben zu nehmen, hat sich die verstanden, daß ein Ausschuß, bestehend aus drei ArbeitnehmerDarstellung entspricht nicht der Wahrheit und tann 26 Jahre alte Ghefrau Luise des Tischlers Hennig aus der Weber- Beifizern, drei Arbeitgeber- Beifißern und dem Vorsitzenden des die Wirkung haben, untundige Eltern irrezuführen. ftraße 43 gestern mittag aus ihrer Wohnung entfernt. Die Frau ist Gewerbegerichts, gebildet werde zur Beratung und Fest Zur Berliner Preffe gehört auch der Vorwärts". Wo aber Mutter zweier Kinder, eines zweijährigen Sohnes und eines erſt ſtellung von Gutachten über gewerbliche Fragen, welche haben wir jemals der Jugendwehr Wohlwollen" be fieben Monate alten Töchterchens Namens Räthchen, Seit ihrer von Staatsbehörden oder von dem Magistrat erfordert vicsen?! Unfres Erachtens hat der Vorstand der Jugendwehr die letzten Entbindung war sie leidend. In den nächsten Tagen sollte werden, sowie bon Anträgen in gewerblichen Fragen, Pflicht, in seinen Reklamen ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß fie eine Seilanstalt aufsuchen. Eine starte Abneigung dagegen welche bei Staatsbehörden, bei Vertretungen von Kommunaldiese Militärspielerei von der Preise der aufgeklärten aber scheint ihr den Plan eingegeben zu haben, sich und dem verbänden oder bei den gefeßgebenden Körperschaften des Staats Arbeiterschaft nichts weniger als gebilligt wird. jüngsten Kinde das Leben zu nehmen. Während gestern mittag ihr oder des Reichs eingebracht werden sollen. Bei Erörterung besonderer Eigentlich follte ja gerade ein Hinweis auf die ablehnende Haltung Mann auf seiner Arbeitsstelle und der zweijährige Knabe bei Fragen soll der Ausschuß fich fooptieren können durch Heranziehung der Socialdemokratie und ihrer Presse dem, der" patriotisch feiner Großmutter im selben Hause war, ging fie mit dem Kleinen bon je zwei Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeifizern. erzicherische Bestrebungen" verfolgt, von seinem Standpunkt aus als Käthchen weg und hinterließ ihrem Mann und ihrer Mutter je einen ein wirtfames Mittel zur Förderung feiner Sache erscheinen. In Bettel, auf dem sie um Berzeihung bat und mitteilte, daß sie mit wurden 10 000 2. bewilligt für Errichtung einer Verfuchs- Kläranlage Wilmersdorf. In der letzten Sigung der Gemeindevertretung fönigstreuen Kreisen neigt man doch sonst sehr zu der Ansicht, daß ihrem Liebling ins Jenseits gehe. Seitdem ist sie verschwunden. auf dem Gelände der Charlottenburger Pumpstation. Die Kanaliein patriotisches Unternehmen durch die scharfe Betonung des Frau Hennig hat blondes Haar und blaue Augen, ein volles Geficht fations- Beiträge für 1903 find auf 60 M. angefegt und zwar Rate A. Gegensatzes, in dem dazu die Bestrebungen der Socialdemokratie und eine kräftige Gestalt, ist 1,73 Meter groß und trägt eine 25 M., Nate B. 33 M. Sodann wurde der in Berlin schon bestehen, nur an Zugkraft gewinnen kann. Ist man im Vorstand der schwarzbraun tarierte Taille, einen schwarzen Rod, einen grünen stehenden Polizeiverordnung für Fuhriverke( 17. Mai 1901) zur Jugendwehr andrer Meinung? Umhang und einen schwarzen Herrenhut mit Schleife. Das Kind trägt Verhütung von Unglücksfällen für unfren Ort die ZuDie neugierige Ober- Postdirektion. Ueber die Verhältnisse der ein weißes Umhängejäckchen und eine seidene weiße Kappe mit ftimmung gegeben. Vom Genossen Hilpert wurde die am 25. März Stiftung Töchterhort", die für verwaiste Töchter von Post- Schleifen. im Beisein des Landrats stattgefundene Vertagung der Stadtwerdume beamten bestimmt ist, hatten wir fürzlich einige Angaben gemacht. Todessturz. Gestern nachmittag 5 Uhr stürzte zu Charlotten moniert, da sich die Bürgerschaft darüber entrüstet und die Be Wir hatten ausgeführt, daß bei den Postbeamten, besonders bei den burg, Nantestr. 5, der 30 Jahre alte Gerüstbauer Otto Miester, zögerung mit großen Geldmitteln verknüpft ist. Eine mögli unteren, die Meinungen über den„ Segen" dieser Stiftung sehr ge- Solmsstr. 39 wohnhaft, aus der Höhe von 12 Metern von einem baldige erneute Annahme des Antrages tönne die Scharte auswei teilt sind, und daß infolgedessen die Beamten sich nicht sehr am Hause angebrachten Leitergerüft auf das Straßenpflaster, blieb Die Vertretung erkannte die Dringlichkeit an, die bestehende eifrig an der Zahlung von Beiträgen beteiligen. bort bewußlos liegen und wurde nach der Unfallstation am mission, die das Material zur Stadtwerbung bearbeitet, zu Obwohl die Beitragszahlung als eine freiwillige" gilt, lassen es Boologischen Garten gebracht, wofelbst er nach Verlauf von einer größern, und zwar Mitglieder hineinzuwählen, die gegen di sich die Vorgesezten doch angelegen sein, die Säumigen unter ihren Biertelftunde verstarb, ohne wieder zum Bewußtsein gekommen zu fagung gestimmt haben. Da nunmehr drei Mitglieder 11 Sie sollen Verfammlungen. Rach Er die Rommission anstraten, wurden vier der Gewünschten neu gewählt. I folent Heren Jönlichkeiten ist in Wirklichkeit gar feine Rede.-Iwie dies bet nechten Dianten sonst der Fall sei ust. Inzwischen ist die Stadtwerdung so weit gediehen, daß in aller- räs.: Es wird behauptet, daß Sie ein sehr hartherziger Gläubiger längerer Beweisaufnahme, in der die Sachverständigen sich in nächster Zeit ein Vertreter des Landrats an den Verhandlungen der gewesen seien und mit der größten Rücksichtslosigkeit und Energie höchst ungünstiger Weise über die Taitschen Diamanten ausgesprochen, Kommiffion teilnehmen soll. Ihre Forderungen einzutreiben bemüht waren. Angefl.: Die tam der Staatsanwalt zu dem Schluß, daß der Angeklagte schuldig Im Schmargendorfer Wahlverein wurde nach einem Referat Verhandlung wird das Gegenteil erweisen. Ich habe nie eine sei. Er beantragte gegen ihn 1000 M. Geldstrafe und Veröffent Im Schmargendorfer Wahlverein wurde nach einem Referat einzige Zwangsvollstreckung vornehmen lassen. Bräf.: Das lichung des Urteils in allen Zeitungen, in denen der Angeklagie Kalistis über„ Die Bedeutung der nächsten Reichstagswahlen" eine Es wird aber behauptet, daß Sie dazu Ihre inseriert hatte. Der Vertreter der Nebenkläger schloß sich diesen AnWahlkommission, bestehend aus den Genossen Stübling, Pudlitz und Leute hatten, die Sie als Prozeßbevollmächtigte vorschickten. ns- trägen an. mag schon sein. Schmelzer, gewählt. Beschlossen wurde, während der Wahl besondere sollen Sie mit dem Inhaber der Blumenjäle, Der Gerichtshof tam jedoch zu einem freisprechenden Urteil. periode die Mitglieder Versammlungen, denen Gäste dem Weinhändler Richard Meyer, bon dem aus Wiesbaden stets Zutritt haben, all wöchentlich Dienstags abzuhalten, ein Krankheitsattest eingegangen ist, gemeinschaftlich viele 1m die Thätigkeit des Reichstages und der bürgerlichen Barteien zu Agitationszweden ausführlich behandeln zu können. Die Geldgeschäfte gemacht haben. In den Blumensälen sollen viele Lokalkommission berichtet, daß der neue Inhaber des Forsthauses" junge Leute verkehrt haben, die Meyers Vermittlung bei der BeDie Organisation der Bäcker hielt am Dienstag in der„ Tonfeinen Saal der Arbeiterschaft verweigert, was die zahlreichen dort schaffung von Darlehen in Anspruch genommen haben. verkehrenden organisierten Bauarbeiter berücksichtigen sollten. Bei mit Herrn Meyer die Geldgeschäfte ganz geschäftsmäßig betrieben halle" eine gutbesuchte Agitationsversammlung ab. Hesschold haben. Angefl.: Das ist alles nicht richtig, wie die Beweis- als Referent zog in längeren Ausführungen einen treffenden Vers dem früher frei geweſenen Restaurant„ Sanssouci" ist die Lokal- aufnahme ergeben wird. Ich habe zu Herrn Meyer in geschäftlichen gleich zwischen den Verbandstagen der Bäckermeister resp. Meistersperre besonders strikte zu befolgen. Beziehungen geftanden und verschiedene Grundstücsgeschäfte mit ihm jöhne und den Verbandstagen der organisierten Gesellen. Nowawes. Eine eigenartige Ueberraschung wurde der am ersten zusammen gemacht, u. a. das Grand Hotel in Halle, ferner ein Bergwerf zeigte, wie bei den Meistern nur das Bestreben obwaltet, April stattgefundenen Sigung der Gemeindevertretung dadurch be- in Ungarn gekauft 2c. Präs.: Es wird behauptet, daß Sie bei Gefellen und Lehrlinge in rücksichtslosester Weise für sich auszunuzen, reitet, daß bei Beginn derselben vom Amtsvorsteher bekannt gemacht den Geldgeschäften, die Sie zusammen mit Meyer machten, sehr vor- und was auf der andren Seite die Gesellen zu thun haben, um ihre wurde, daß der Landtags- Abgeordnete unsres Kreises, Baumeister sichtig gewesen seien; schon bei Abschluß des Geschäfts sollen Sie Lohn- und Arbeitsverhältnisse und damit ihre gesamte Lebenshaltung Felisch, sowie das Neuendorfer Gemeindekollegium der Sigung bei- darauf bedacht gewesen sein, die Spuren ihrer Thätigkeit zu verbessern. Entgegen den falschen Alarmnachrichten der Meister ers wohnen und ersterer ein Referat über die von den Einwohnern möglichst zu verdunkeln. Sie sollen namentlich den früheren Bureau- klärte er die Abficht, gegenwärtig in einen allgemeinen Streit Nowawes Neuendorfs bei der Eisenbahnbehörde schon öfters bean- vorsteher des ehemaligen Rechtsanwalts Lisser, der dessen rechte einzutreten, für ausgeschlossen, dazu würden sich die Gesellen eine Was den Goldacerschen Streit antragte Höherlegung der Bahngeleise und Unterführung derfelben halten Hand war, zur Anstellung von Klagen 2c. benutzt haben; dieser soll günstigere Zeit aussuchen. werde. Herr Felisch entwickelte darauf in längeren Ausführungen wieder eine Reihe andrer Personen als Prozeßbevollmächtigte vor- belangt, so sei derselbe allerdings verloren gegangen, weil sich seine Ansichten über genanntes Projekt. Er erklärte, daß geschoben haben.- Angefl.: Das alles ist nicht zutreffend. Alle Arbeitswillige in genügender Zahl gefunden hatten; immerhin liege er die Sache bisher nicht unterstügen konnte, da ihm die hiesigen diese Personen sind mir völlig unbekannt. Präs.: Es wird zu einem besondren Triumph für Herrn Goldacker fein Anlaß vor. Berhältnisse vollständig unbekannt seien; er kenne die Orte nur aus auch behauptet, daß Sie 40-80 Proz. Zinsen genommen haben. An der Diskussion beteiligten sich noch Nachtigall und Die Anträge zum neunten Wahlversammlungen, fonnte sie aber nie näher besichtigen, da es Angefl.: Die Beweisaufnahme wird dies nicht bestätigen. Wenn Schneider im Sinne des Referats. ftets finster war, wenn er zu den Versammlungen fam. Auch seien jemand Geld zu gewerblichen Zweden brauchte, habe ich mehr be- Bäcker- Verbandstage sollen in der am 7. April stattfindenden außers ihm specielle Wünsche von hier aus noch nicht unterbreitet worden. rechnet als sonst. Ich habe 6, 10, 15 und einmal auch 20 Prozent ordentlichen Generalversammlung beraten werden. Barth brachte Redner schlägt vor, eine scharfe Petition, welche mehrere Hundert Zinsen beansprucht. noch zur Sprache, daß die Bädermeister verlangen, die Gesellen Unterschriften haben müsse, an das Abgeordnetenhaus zu senden. Hierauf beginnt die Beweisaufnahme über den allgemeinen Teil follen vom 1. April an beim Antritt der Arbeit mit weißer Schürze, Er würde die Angelegenheit auf das kräftigfte unterstützen. der Anklage. Die hierzu vernommenen Zeugen wissen wenig aus weißer Mütze und Taschentuch versehen sein. Das sei an fich zu ( Daß Herr Felisch die hiesigen Verhältnisse hiesigen Verhältnisse nicht fennt, zusagen. Drei Zeugen, die als Inkasso- Mandatare für den ver- billigen, nur müßte gerügt werden, daß die Gesellen die Anschaffung ist ja nicht zu verwundern; denn es ist ja bekannt, storbenen Bureauvorsteher Riederich in vielen Fällen figurierten, sowie die Reinigung der Schürzen und Müßen von ihrem miserablen daß die konservativen Abgeordneten nur bei der Wahl zum„ Bolte" behaupten, den Angeklagten Pariser nicht gekannt zu haben. Sie Lohn noch bezahlen müßten. Ferner wünschten alle Redner, daß die herabsteigen; ob er aber dazu kommen wird, obige Petition unter wissen nur, daß Riederich vielfach Wechsel einzuflagen hatte, können Meister stets mit dem guten Beispiel weißer Schürzen und Müzen stüßen zu können, steht doch noch sehr in Frage, denn in dieser aber nichts darüber aussagen, ob diese Wechsel von Bariser her- vorangehen sollten. Bei der hierzu vorgenommenen Abstimmung ergab Session tommt sie bestimmt nicht mehr zur Verhandlung, und ob rührten. Auch der als Zeuge vernommene ehemalige Rechtsanwalt sich, daß von allen Versammelten ungefähr 100 bei Meistern be nach den Wahlen Herr Felisch wieder als Vertreter unsres Kreises Lisser weiß mur, daß sein ehemaliger Bureauvorsteher Riederich schäftigt sind, die mitarbeiten, und von diesen 100 Meistern trägt ins Abgeordnetenhaus einzieht, ist noch sehr zu bezweifeln.) Des Intasfogeschäfte machte und auch mit Pariser bekannt war. In bis jezt nur einer eine weiße Schürze, was doch ein Hohn auf weiteren nahm die Versammlung davon Kenntnis, daß am 1. Oktober welchen sonstigen Beziehungen diese sonst miteinander standen, die Steinlichkeitsbestrebungen der Bäckermeister iſt. die hiesige Weberei- Lehrwerkstätte eingeht; die Regierung verzichtet ist ihm unbekannt.- Zur Verlesung tommt die unbeeidete auf die fernere Benutzung der Webeschule und überläßt das Gebäude Aussage des seiner Zeit als Angeschuldigter vernommenen verder Gemeinde für kommunale Zwede. Darauf erfolgte die storbenen Riederich. Dieser hat unter anderm ausgesagt, daß er Festsetzung des Haushaltsplanes. Derselbe wurde gegen Inkasso- Mandatar für Pariser gewesen sei und mit diesem abgemacht Es folgte habe, daß er ein Drittel des einzuflagenden Objekts als Provision erhalten Die Stimmen der Socialdemokraten genehmigt. nun die Einteilung der Bezirke für die nächsten Reichstags- folle. Pariser habe ihn bei den Verabredungen gleichzeitig an wahlen und die Ernennung der Wahlvorsteher, sowie die Festsetzung gewiesen, daß er gegen die Schuldner recht rigoros vorgehen solle. der Wahllokale. Er habe einige Inkassogeschäfte dieser Art gemacht, bis ihm ein Befannter fagte:„ Pariser ist ja ein Wucherer! Du wirst doch für diesen Der AnJuden nicht die Kastanien aus dem Feuer holen?!" geklagte bestreitet diese Behauptung sehr lebhaft und wiederholt auf bas bestimmteste, daß das einzige Motiv zu seiner Verbindung mit Niederich das der Bequemlichkeit war, er sei in seinem Geschäft allein gewefen und habe die Störungen durch die gerichtlichen Termine bermeiden wollen. Hierauf wird in die Beweisaufnahme über die einzelnen Fälle eingetreten. Dieselbe ist folgende: I. Bez. Seelen 3028 3020 Wahllokal Stellvertr. Wahlvorsteher 2896 Schmidt, Wilhelmstr. Damm Wagner( Soc.) 2854 Turnhalle, Auguststr. Langer Gorgas Regel, Lindenstr. Hanice Fritsche Bernhardt, Priesterstr. Steiner Hiemte( Soc.) Unfre hierauf bezüglichen Wünsche, daß auch wir im Wahl vorstande vertreten sein wollen, fanden insofern Berücksichtigung, als die Genossen Wagner und Hiemte zu Stellvertretern des Wahl vorstehers im I. refp. IV. Bezirk ernannt wurden. IV. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 5. April, vormittags 88% Uhr, in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: Bersammlung. Freireligiöse Borlesung." Um 10% Uhr vormittags ebendafelbft: Vortrag des Frl. Ida Altmann:„ Die Heldin und die Heilige." Gäste, Damen und erren, en- Angestellte, Charlottenburg. Am Dienstag, den 7. April, sehr willkommen. abends 8, Uhr, findet in Charlottenburg im Türkischen Zelt, Berlinerftr. 53, eine von der Mitgliedschaft Berlin des Centralvereins der Bureau- Angestellten Deutschlands einberufene öffentliche Versammlung aller bei Rechtsanwalten und Notaren, Gerichtsvollziehern, Versicherungs- Instituten aller Art und Die Versammlung soll der Privatbureaus beschäftigten Personen statt. Besprechung der elenden Verhältnisse dieser Angestellten dienen. Verein der Buchdrucker und Schriftgießer für Rirdorf- Brik. Sonntag, den 5. April, nachmittags 1 Uhr, in Wernetes Festsälen( früher Apollo- Theater), Hermannstr. 49: Vereinsversammlung. Vermischtes. Der erste Fall betrifft einen früheren Hauptmann v. Tr., der 2000 m. im Spiel an einen Major v. R. verloren hatte und Das Grubenunglück in Gleiwik. Nach einer weiteren amtlichen diese Schuld schleunigst bezahlen wollte. Auf Empfehlung des Majors Meldung über das gestrige Grubenumglück in der Königin Luifev. N. fei er, wie der Zeuge bekundet, zu Pariser gegangen, der das Grube" wurden durch den Luftdruck infolge des plöglichen Geld zweifellos geben würde". Pariser habe ihm gefagt, daß er Zubruchgehens in Flöz Heinitz drei Mann getötet. Durch das Geld geben wolle, daß es aber teuer sei. Er habe ihm dann Der letzte Punkt der Tagesordnung, Kollektivversicherung der freiwilligen Feuerwehr, wurde auf Antrag des Genossen Gruhl der Finanzkommission zur Vorberatung überwiesen. Friedrichshagen. Von einem Schlächterwagen über- 1700. gegeben, der Zeuge hat aber auf einen Dreimonatswechsel gleichzeitig nach Flöz Schudmann abziehende Brandgase wurden ein Steiger, ein Aufseher und zwei fahren und lebensgefährlich verletzt wurde gestern, Donnerstag, 2000 m. ausschreiben müssen. Der Wechsel ist später eingelöst in diesem Flöz noch nachmittag, vor dem Hause Friedrichstr. 10-12 der zwölf Jahre alte worden. Der Angeklagte behauptet, daß er von irgend welcher Mann erstickt, von denen drei zur Rettung herbeigeeilt waren, Da sich die vers Sohn Otto des in der Stirchstr. 3 wohnenden Grünkramhändlers Notlage des Zeugen keinerlei Kenntnis gehabt habe. Er habe dem Im Lazarett befinden sich noch acht Verlegte. Heinrich Heller. Alls eine Partie junger Leute mit klingendem Spiel Zeugen das Geld auf keine andre Sicherheit gegeben, als auf seine Sie Friedrichstraße entlang marschierten, wurden die Pferde des Wechselunterschrift hin. Der Wechsel sei am Verfalltage nicht ein Schlächtermeisters G. Krägnow scheu undrasten ineine Schar dem Zuge gelöst worden, sondern habe eine ganze Zeit lang gelegen, ohne daß folgender Kinder, wobei einige unter den Wagen zu liegen tamen und der bem Zeugen dadurch nur die geringste Unbequemlichkeit entstanden wäre. Der Zeuge bestätigt legteres. Der Angeklagte behauptet, Heine Heller durch Ueberfahren am Kopfe erheblich verlegt wurde und in baß er nicht 1700 sondern 1900 M. hingegeben habe, was der Zeuge bedenklichem Zustande in die elterliche Wohnung getragen wurde. bestreitet. Recht übel erging es auch dem Kutscher des Gespannes, welchem augenscheinlich keine Schuld beizumessen ist. Einige Personen der aufgeregten Menge vergingen sich thätlich an dem durch den Vorfall wie vom Schlage gerührten, auf seinem Kutscherbock stillsizenden Wagenführer, der durch harte Schläge am Kopfe derartig verletzt wurde, daß er blutüberströmt und bewußtlos zum Arzt getragen werden mußte. Gerichts- Zeitung. dann mißten 14 Mann bis jetzt noch nicht gemeldet haben, ist zu bes fürchten, daß sie sich noch in der verbrochenen Strede oder in einem durch die Brüche abgeschnittenen Bremsschachtfelde befinden. Die Brandgase sind durch den frischen Wetterstrom zurückgedrängt worden. Die Aufwältigungsarbeiten konnten deshalb von beiden Seiten ber Strede in Angriff genommen werden, dürften aber voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die neue Wasserhaltung und die Förderschächte sind im Betriebe. Bei einem Dynamitexplosion. Triest, 3. April. In einem KolonialwarenGeschäft in der Via Martini fand eine Dynamiterplosion statt, wobei die Geschäftsinhaberin und drei Kinder schwere Brandwunden davon trugen und ein großer Materialschaden angerichtet wurde. era Der nächste Fall betrifft einen Gerichtsassessor a. D. G. Dieser befand sich an sich in guter Vermögenslage. Ihm war eine Auch eine Strafe. Der Baumeister Maier von Rottselmünster Erbschaft in Höhe 80 000 M. zugefallen; er lebte sehr flott, besuchte fleißig die Rennbahnen und machte Ausgaben, die seine Einnahmen( Niederbayern) und fein Vorarbeiter eingier I haben, wie ein überschritten. Er machte mit Mendel Treuherz, dann mit dem liberales Blatt berichtet, durch„ bodenlose Schlamperei" den Einsturz flüchtig gewordenen Benno Ostertag und schließlich mit Pariser eines Neubaues verschuldet. Sie hatten ein Stallgebäude für einen Wechselgeschäfte. Nachdem er mit den Agenten Herz und Ostertag Bauern aufzuführen und verwendeten dazu schlechte Ziegelsteine, die wiederholt Geldgeschäfte gegen großes Damno gemacht, erfuhr er, der Lieferant ihnen selbst als Ausschußware bezeichnet hatte. In daß der eigentliche Geldgeber der Angeklagte sei und feste fich folgedessen stürzte der Bau ein und es wurden dabei einige Arbeiter im Jahre 1888 oder 1889 mit diesem direkt in Ber zum Teil schwer verlegt. Das Landgericht verurteilte die beiden Der Wucherprozeß Heinrich Bariser bindung. Um welche Beträge es sich handelte, weiß er heute nicht begann heute vormittag vor der dritten Straffammer des Land- mehr. Jedenfalls versichert er, daß es sich bei ihm um teinerlei Baufünstler zu der furchtbaren Strafe von je 50 M. oder fünf Tagen Gefängnis. gerichts I im großen Schwurgerichtssaale. Den Borsig führt Land- Notlage, sondern nur um Jugendleichtsinn handelt. Er könne nur Furchtbares Brandunglück. Budweis, 3. April. gerichtsrat a chtel, die Anflage vertritt Staatsanwalt Nölting, sagen, daß sich das Geschäft mit Barifer bequem und coulant abwidelte; Die Verteidigung führen Rechtsanwalt Leyserson und Justizrat Pariser war nicht der Mann, der große Redensarten machte, in fünf in Deutsch- Maliten ausgebrochenen verheerenden Brande find sechs Dr. Sello. Von den zur Sache vorgeladenen Beugen find in der Minuten war die Sache fertig und das Geld lag auf dem Tisch. Kinder in den Flammen ungekommen. Tangen Zeit, die seit dem im Jahre 1896 stattgefundenen ersten Wie viel ginsen er an Pariser habe zahlen müssen, wisse er Termin verflossen, eine ganze Reihe verstorben, zahlreiche andre nicht mehr, er habe keineswegs die Empfindung gehabt, daß die Zeugen, darunter Träger hochadeliger Namen, find durch Opfer, die er bringen mußte, übertrieben groß waren. ärztliche Atteste entschuldigt bezw. tommissarisch Etwas dunkel und konfuse ist der Fall des nicht auffindbaren Ein eigenartiger Wächter der öffentlichen Ordnung war der vernommen worden. Unter den etwa 25 Zeugen, die anwesend find, Zeugen Ingenieurs Paul Baumert, der von Rußland hierherbefinden sich mehrere Rechtsanwalte, die feiner Zeit Vertreter gekommen war, fich mit der Verwertung von Patenten beschäftigte frühere Schuhmann und jetzige Reisende Wilhelm Hoigt von Köln, einzelner Zeugen gewesen sind, ferner verschiedene Agenten, fodann und viel Geld verdiente. Er hat zunächst mit Hermann, dann mit der von der fünften Straftammer wegen Zuhälterei und versuchter der bekannte Mendel Treuherz und der aus Plötzensee vorgeführte Meher und schließlich mit Pariser Geldgeschäfte gemacht. Letzterer Erpressung zu neun Monaten Gefängnis berurteilt wurde. Hoigt chemalige Rechtsanwalt Eduard isser u. a. Der Angeklagte hat habe ihm vier Wechsel im Betrage von 100 000 M. diskontiert, die machte im Januar v. J. die Bekanntschaft der Dirne Katharina bereits im Jahre 1896 wegen dieser Wucheraffaire auf der Anklage- von Hermann giriert waren. Pariser habe sich 15 bis 20 Proz. pro piel und knüpfte mit ihr ein Verhältnis an. Er leistete ihr dann bant gefeffen und zivar in Gemeinschaft mit dem Weinhändler Richard Quartal berechnet, Hermann berechnete fich 21 bis 5 Proz. Provision. Buhälterdienste, obschon er noch im Dienst war, und er hat Meyer, dem Hypothekenmakler Karl Herrmann und dem Kauf Der Angeklagte ist von dem Zeugen als ein rücksichtsloser Gläubiger während dieser Zeit von der Dirne täglich drei Mark Einige Zeit darauf nahm er feine Entlassung als mann A. Niederich. Der erste Termin im Jahre 1896 wurde vertagt, geschildert worden, der ihm die Bitte, ihm einen Wechsel über halten. bei dem späteren Termin schied Pariser vorläufig aus, weil er in- 24000 M. zu prolongieren, hartherzig abgelehnt und ein vollstreckbares Schußmann und lebte nun mit der Dirne als deren Zuhälter. folge von Krankheit nicht verhandlungsfähig war. Das gegen die Urteil gegen ihn berausgebracht habe. Es sei dann auch die Zwangs- Sie erhielt ihn vollständig und bezahlte auch seine Kleidung und Das Paar zog dann erst drei übrigen Angeklagten fortgesetzte Berfahren schloß mit der Frei vollstreckung erfolgt. Wohnung und gab ihm Taschengeld. sprechung der Angeklagten Meyer und Herrmann, während Niederich, Der Augetlagte erflärt die Darstellung des Zeugen, der, nach Essen und von dort nach Bielefeld, wo die Dirne ihrem der inzwischen gestorben ist, in Geistesfrankheit verfiel. Bu seinen wie festgestellt wird, nicht auffindbar ist und auch schon zum Termin schmußigen Gewerbe nachging und er den Zuhälter machte. Auch persönlichen Verhältnissen bemerkt der Angeklagte auf die Fragen des im Jahre 1896 nicht aufzufinden war, für absolut falsch und die nach Köln, wohin sich die Dirne wieder begab, folgte ihr Hoigt und Vorsitzenden: Er sei am 24. November 1888 in Krakau als der Thatsachen völlig entstellend. hat sie auf ihren Gängen begleitet und Wache gestanden. Schließlich Sohn eines preußischen Staatsangehörigen geboren, mosaisch und Ueber die Persönlichkeit des Baumert fagt ein Zeuge, Bankier fam es zu Streitigkeiten, und eines Tages fam er in ihre Wohnung im Jahre 1868 wegen Ausübung eines öffentlichen Amtes zu Gans, aus: Baumert habe ihn einmal bewogen, ihm Kohlen- und drohte, er werde alles kurz und flein schlagen, wenn sie ihm 14 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Sein Vater habe Rohwolle staub- Attien" in Höhe von 100 000 m. zu lombardieren. Er sei kein Geld gebe. Da ließ die Dirne einen Schutzmann holen, der Der Staatsanwalt hatte und Rohleder aus Rußland importiert und sei in Breslau ansässig damit aber gründlichst hineingefallen, denn die Aftien seien völlig feinen ehemaligen Kollegen festnahm. getvesen. Er selbst habe in Breslau das Gymnasium absolviert und wertlos geworden und er habe sein Geld verloren. Der Nuf des gegen Hoigt eine Gesamtgefängnisstrafe von einem Jahre beantragt, Bann neuere Sprachen studiert. Wegen Familienverhältnisse habe er das Herrn Baumert sei ein sehr schlechter. ferner Stellung unter Polizei- Aufsicht und seine leberweisung an Da er aber geständig Studium aufgegeben und sei in das Geschäft seines Vaters eingetreten. Hier wird die Verhandlung abgebrochen und auf Sonnabend die Provinzial- Arbeitsanstalt zu Brauweiler. Er bestreite entschieden, Wuchergeschäfte gemacht, oder durch Geld- 9 hr vertagt. und auch noch nicht bestraft war, nahm das Gericht von den Nebengeschäfte, bei denen der Zinsfuß das zulässige Maß unverhältnisstrafen Abstand. mäßig überschritten hätte, die Notlage oder den Leichtsinn dritter Im ,, Taits Diamanten" handelte es sich in einem umfangreichen Er sei mit der Zeit mit einem Prozeß wegen unlauteren Wettbewerbs, der gestern vor Personen ausgenugt zu haben. großen Kreise von Geschäftsleuten in Berührung gekommen und habe der siebenten Straffammer des Landgerichts I stattfand. Auf der Siefen gelegentlich Wechsel diskontiert und diese weiter disfontiert. Anklagebant befand sich der Inhaber der Firma Tait, der Juwelier Er habe an den Geldgeschäften, die er gemacht habe, mur viel Geld Frank Joseph Goldfoll. Eine Anzahl Inhaber der ersten Berliner Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends verloren; er habe nur Geld an Grundstücken und Hypotheken- Juwelierfirmen hatten gegen den Angeschuldigten Strafantrag gestellt geschäften gewonnen. Bräs.: Sie sollen auch außerordentlich und waren als Rebentläger zugelassen, sie wurden im Termine durch von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Nach der Anklage G. R. R. 14. Eine geschiedene Katholikin hat dasselbe Recht, tole Hohe Prozente berechnet haben? Angekl: Das trifft durchaus den Rechtsanwalt Dr. Mendel vertreten. E. F., Mary K., Stralauer Licht zu. Präs. Es wird ferner behauptet, daß Ihre Beziehungen soll der Angeschuldigte hier eine Reklame getrieben haben, die andre Geschiedene, nochmals zu heiraten. F. F., Moabit 21. Dr. Liebknecht wohnt Spandauer das auch in höhere Streise erstreckten und daß Sie vermöge Ihrer be- fchwer gegen Gesetz betreffend den unlauteren Wett- Allee. Ja. Brücke 8. Mag Keller. Die Eltern würden ein Rüdforderungsrecht tenden Mittel im stande gewesen seien, Ansprüche auf höhere Darlehne bewerb verstößt. Es wurde behauptet, daß sie die, beste mis haben. G. E. 111. Ohne Einsicht in die Statuten ist Ihre Frage nicht efriedigen. Angel.: Diese Behauptung beruht einfach auf tation der Welt" und von echten Diamanten nicht zu beantworten. B. M., Pantow. Die Kaution hinzugeben, wäre Besonders Leichtsinn. So wie der Bertrag nach Ihrer Schilderung lautet, ist dies ja ung. Es ist eine Legende, die von gewiffen Zeitungen frufti- au unterscheiden seien, selbst von Kennern nicht. worden ist. Die Personen von hohem Rang, die mit mir in hervorgehoben wurde, daß das Feuer der Taitschen Diamanten ein Darlehn, das Sie wohl nie wiederbekommen würden. Zehnen Sie ab, die ung gestanden haben sollen, find nur Phantasiegebilde; von nicht durch eine künstliche Rüdseite hervorgerufen fei, Kaution anders als in der Hinterlegungsstelle nicberzulegen.-. 190. Rein. Briefkaften der Redaktion. G. N. und G. P. Buliver. Juriftifcher Ceil. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 4. April. Anfang 72 Uhr: Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Der ledige Hof. Schiller- Theater N. Metropol-Theater. ( Friedrich- Wilhelmſtädtisches Theater). Mit glänzender Ausstattung: Sonnabendabend 8 U br: Der Probekandidat. Das Land Tirol. Shauspiel in 4 aften v. L. Anzengruber. Schauspiel in 4 Aften v. M. Dreyer. 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Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am Mittwoch, den 1. April, mein lieber Mann, unser Sohn, Bruder und Schwager, der Maler Fritz Bernhagen nach kurzem, schwerem Leiden gestorben ist. 4426 Die Beerdigung findet am Sonntag, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhojes in Brig aus statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Kollege, der Klavierarbeiter Carl Schufft am 1. April im Krankenhaus Bethanien verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. April, vormittags 10%, Uhr von der Leichenhalle des Central- Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. 4376 Die Kollegen der Pianofabrik von Hooff& Co. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Former am Albert Jorkschatus am 1. d. M. gestorben ist. 114/16 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet statt Sonntag, den 5. 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