Nr. 105. Erscheint täglich außer Montage. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Streuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertious- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern spred- AnThluk: 3mt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 5. Mai 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Grubenbarone in der Bergarbeiter- Schuhkommission. nicht bezüglich der Lohnverhältnisse, vorgeschrieben gewünscht. Stande, den angedeuteten Gedankengang noch klarer zu 2011 formirt, folgerichtig innegehalten. Die Herren hätten am im Rommissionsbericht läßt zwar die arbeiterfreundliche Ab liebsten überhaupt keine detaillirte Arbeitsordnung, namentlich sicht nicht ganz klar erkennen wir sind aber leicht im Aber natürlich nicht ihretwegen! Ihre Seele ist rein wie die legen. Man muß nur verstehen, in Unternehmerherzen zu Neben dem Handelsminister, dessen reformatorisches" eines Kindes und ihr Geschäftsgebahren braucht tein Licht lesen! Der etwas ungeschickt gefaßte Passus des Kommissions Verhalten in der Berggesetz Kommission des preußischen zu scheuen. Nur um der Arbeiter selbst willen! berichts lautet:„ Der Artikel V berge daher den Keim des Abgeordnetenhauses nach dem gedruckt vorliegenden Berichte Solche detaillirte Arbeitsordnungen sind ja den Arbeitern Normal Arbeitstages für den Bergbau in sich, und es an dieser Stelle zuerst beleuchtet wurde, reformirten" die nicht verständlich", so sagten die Herren, und sie wollen sei nicht ausgeschlossen, daß die Bergbehörde ein dem gerade auf diesem Gebiete besonders nationalliberalen und konservativen Anwälte der Gruben- doch den Schaden der Arbeiter nicht! Nur deshalb Mal verwaltungen in Westfalen und Schlesien an dem armen strichen sie einen guten Theil der Bestimmungen, nach kräftig einsetzenden Ansturm nachgebe und für den Bergarbeiterschutz herum, daß dem Patienten Hören und welchen sie über die Berechnung des Lohns, über die Förder: Bergbau wegen dessen besonderer GefährlichGehen verging. Es ist für jeden Sozialdemokraten eine Lust, gefäße und über die Berechnung der Abzüge genaue Aus- eit und Gesundheitswidrigkeit den NormalUm gegen solche über das den Spuren dieser Thätigkeit in dem amtlichen Schriftstücke zu funft geben sollten. Und weiter offenbarten sie ihr gutes arbeitstag verkünde. folgen. Hier ist für die Bergleute unendlich Biel zu lernen; Herz für ihre Leute bei den Vorschriften über die Verwal- Biel hinausschießenden Maßnahmen das Bergbauund wir zweifeln nicht daran, daß das Lernen besorgt wird. tung der Strafgelder. Da sollen die Leute an der Verwaltung Gewerbe zu schützen, sei, wenn der Artikel V nicht geSchon aus der Art Einleitung, die der nationalliberale der Werkskassen betheiligt werden, in welche die Strafgelder strichen werden sollte, unbedingt erforderlich, in ihn BeBerichterstatter vorangeschickt hat. Da wird die amt fließen. Aber um Gotteswillen, sagten die Anwälte der Stimmungen hineinzubringen, welche die Bethätigung der liche Denkschrift über die Bergarbeiter Verhältnisse Grubenbesizer, wie kann man so leichtsinnig sein und vergrößerten Machtbefugniß auf die einzelnen Betriebe des die einzelnen Bergwerke oder Bergwerksvon 1889 grollend erwähnt und folgende Fluth durch so Etwas das gemüthvolle, schöne Verhältniß Bergbaues hinlenken." Und es geschah also: nicht für fauftdicken Entstellungen in Athem stören wollen, das zwischen uns und unseren Arbeitern be- Abtheilungen einem ausgeschüttet:„ Die Denkschrift habe nicht mehr vorhandene steht? Das heißt doch ein Mißtrauen gefeßlich pflanzen und Bezirke, sondern nur mehr für einzelne, besonders gefährliche oder nicht mehr so vorhandene Zustände beleuchtet. Dazu festlegen", wo die idyllischsten Verhältnisse von der Welt Betriebe" kann das Ober- Bergamt die Arbeitszeit regeln. sei ihr Ergebniß, soweit dieses auf die Unterdrückung des bestehen. Wenn so ein paar Kerle gelegentlich der Aus- und auf der besonderen Gefährlichkeit und Gesund Arbeiters durch den Arbeitgeber gedeutet werden könne, ein standsuntersuchung den in keinem Falle bewahrheiteten Verheitswidrigkeit", vor deren Annahme der Bergbau im Allnamentlich gegenüber der ungeheuren Ausdehnung des Unter- dacht unrechter Verwendung der Strafgelder äußerten", so gemeinen geschützt" werden muß, auf diesen verständnißsuchungsfeldes ganz verschwindendes. Das ausnahmsweise waren das eben Proben jener sozialdemokratischen Hezzereien, vollen Worten liegt offenbar der Nachdruck. Die guten, Vorkommen von Unbilligkeits- selbst Rohheitsfällen ändere die das schöne Verhältniß zwischen uns und unseren Ar- braven Arbeiter sollen nicht glauben, um feinen Preis, daß gefährlich" oder„ gesundheitshieran nichts, bestätige vielmehr die Regel, daß die Berg- beitern stören sollen- also weg mit der Betheiligung der der Bergbau überhaupt Es ist doch klar, daß dies ihre ArbeitsLeute von ihren Arbeitgebern gerecht behandelt werden. Arbeiter an der Verwaltung der Werkskaffen, weg mit der widrig" ſei. Durch die nur auf einen Berufsstand sich erstreckende Unter- Vorschrift, die Abschlüsse dieser Kassen beim Bergamt ein- freudigkeit beeinträchtigen, ihr Vergnügen an ihrer genußsuchung werde wenig bewiesen, möglicher und selbst zureichen! Demfelben Bestreben, sozialdemokratisch zu heben, reichen Arbeit schmälern müßte. Nichtwahr, wir verstehen wahrscheinlicher Weise würde eine weiter entsprangen aber offenbar die Anträge einiger Kommissionsmit- die Arbeiter- Fürsorge der Herren prächtig? Und deshalb ausgedehnte Untersuchung der Arbeiter- glieder, die Schlaf- und Wohnhäuser, welche Bechenverwaltungen teinen maximal- Arbeitstag, nicht einmal einen eventuellen, perhältnisse in anderen Gewerben viel den Arbeitern stellen, der Aufsicht der Bergbehörde zu unter- bezirksweisen- es lebe die Freude am Berufe, und„ Glückschlimmere Zustände aufbeden als beim ordnen. Lediglich im Interesse der Bergleute, nicht etwa, auf", ihr Knappen! Doch genug des grausamen Scherzes mit dem WerthBergbau geschehen sei." Die Bloßstellung anderer weil der Schmutz und die Sklaverei, die in diesen WohlGewerbe" in dem letzten Sage macht einen ganz föstlichen fahrtseinrichtungen" herrschen, zu verbergen wären, mußten vollsten, was der Bergmann hat, mit seiner Arbeitskraft, Der Kommissionsbericht, den der Eindruck; sie muß namentlich der christlichen Sozialreform iene Anträge aufs Lebhafteste bekämpft werden. Wer's feinem einzigen Gute. mit ihrer lahmen Gewerbe- Ordnung und ihrer felsenfesten nicht glaubt, lese den Schultz'schen Kommissionsbericht. Von Bochumer Bergrath im Namen der Grubenbarone erstattet Ueberzeugung von der Trefflichkeit deutscher Arbeiterverhält den wohlwollenden Herren wurde hervorgehoben, daß die hat, verleitete uns zu diesem Hohn. Freilich wird die nisse große Freude bereiten. Aber sie ist sicher das einzig Revierbeamten durch die ihnen angesonnene Ueberwachung der Persiflage auch in den bereits im Gange befindlichen wahre Wort an dem ganzen Ergusse. Die Untersuchung Logirhäuser in ihrer Stellung herabgesezt würden, daß un- Berathungen des Abgeordnetenhauses fortgesetzt werden, von 1889 hat bekanntlich nur den geringsten Theil der flar jei, wie weit sich der Begriff Arbeiterwohnungen" bis dahin, wo der jämmerlich verstümmelte Arbeiterund als Zerrbild schauderhaften Zustände aufgedeckt, die in den Kohlenrevieren erstrecke, und daß mit der übertriebenen Erweiterung der schutz zum Gesetze erhoben wird bestehen. Und wenn die Grubenbarone jetzt die Sache auf bergpolizeilichen Aufsicht die Neigung der Bergwerksbesitzer, in der Praxis vor die Berglente tritt. den Kopf stellen und behaupten, die gerechte Behandlung für ihre Arbeiter Wohnungen zu erbauen oder die Berg- aber aller Scherz und alle Fronie auf! der Arbeiter" sei die Regel, nicht mehr vorhandene Un- Leute beim Hausbau zu unterstützen, zu deren Die Wirkung der hohnvoll verzerrten„ Heform" auf die billigkeiten" wären die Ausnahme gewesen, so stellen sie eben Schaden sich vermindern würde" ergo fort mit dem preußische Bergarbeiter- Bewegung wird" zu Ungunsten der einfach an die Spitze ihrer ganzen Reformarbeit" Das gemeinschädlichen Antrage! Und wieder daffelbe Bestreben Grubenbefizer selbst ausfallen. Die preußischen Knappen jenige, was dahin gehört: unwahre Behauptungen, die nur nur den Arbeitern zu dienen, ihnen ihren schönen Beruf werden das Spiel, das man mit ihrer Gesundheit, mit das Eine Gute haben, daß sie bei den Arbeitern nicht mehr nicht zu verleiden, bei der Streichung der für die ihrem Leben, mit ihrem Lohn und ihren Strafgeldern, mit verfangen, ihre Urheber aber immer gründlicher blamiren. Ober- Bergämter vorgesehenen Befugniß„ Dauer, Beginn und ihrem Recht und ihrer Freiheit getrieben hat, durchschauen Ende der Arbeitszeit vorzuschreiben, wenn durch übermäßige bis auf den Grund. Und dann wird es tagen, immer Wir sind mit dieser Wirkung zufrieden. Denn auch bei den Einzelfragen wurde dieses System, Arbeitszeit[ die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird". heller tagen in Regionen, in denen es jetzt noch so dunkel das die Bergarbeiter so trefflich über ihre Wohlthäter" in- Die Begründung der Streichung durch die Grubenbarone ist, und kein Gesetz wird den Aufschwung mehr aufhalten, Feuilleton. ( 105 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. " " Dann hört wickelung Ihrer Arbeitskraft gesetzt. Wenn ich Sie nun Meine Herren! jedes feierliche Ereigniß will seine gleichwohl gegenwärtig an die Stelle des Herrn Muffelich Feier haben, und so auch dieses, durch welches ich nicht berufe, so geschieht es, weil ich den Versuch machen will, uur in das Bereich höherer und wichtigerer Pflichten geob nicht ein unerhofftes und unverdientes Vertrauen in treten, sondern auch noch eine Gehaltserhöhung von ganzen Ihnen den nachträglichen Trieb erweckt, demselben auch sechs Thalern für das Vierteljahr zugesichert erhalten habe. ernenne werden. Ich gerecht zu werden. Sie noch nicht Indem ich Sie hiermit von der Unbequemlichkeit entbinde, zum Expeditions Vorstande, sondern provisorisch nur mir hierfür Ihre wohlgemeinten Glückwünsche darzubringen, zum Vize- Expeditionsvorstande, zum Stellvertreter des Herrn mache ich von meiner Befugniß als Ihr nunmehriger Chef Muffelich; von Ihrer eigenen Thätigkeit und Gewiffen- Gebrauch, indem ich Ihnen gestatte, jetzt schon die Expehaf tigkeit in dieser Stelle wird es abhängen, ob Sie beim dition zu verlassen, und Ihnen den Nachmittag gänzlich Diefer unerhörte, alles Borgeahnte weit übersteigende Ausscheiden Ihres zeitherigen Vorgesetzten dessen Platz für frei gebe. Desgleichen erlaube ich mir, Sie Alle zu einem Borfall rief natürlich die höchste Sensation hervor. Nur die Zukunft definitiv überkommen. Zur Ausgleichung der tleinen Trinken einzuladen, für welches ich die erste BiertelHabicht blieb still gelassen und bemerkte mit demselben von Ihnen nunmehr zu leiſtenden schwierigen Dienste er- jahrszulage zu opfern gedenke. höhe ich vom nächsten Erften an Ihren Gehalt auf ein 8 Uhr im" goldenen Affen". Und jetzt: Gesegnete Mahlruhigen Zone: Regen Sie sich nicht auf, es wird heute noch mehr Mehr von sechs Thalern vierteljährlich. Was die übrigen zeit!" Was wird aber Herr Dr. Raffmans dazu sagen?" Merkwürdiges passiren! jetzt aber gehe Einer und melde Schreiber anbelangt, so werden dieselben wissen, daß sie den Vorfall an Dr. Raffmaus." von diesem Tage an Herrn Habicht's Weisungen unweiger- fragte einer der Schreiber bedenklich. Der jüngste Schreiber eilte in das Kabinet des Doktors lich nachzukommen haben. Und nun gehen Sie mit Gott, und meldete das sensationelle Ereigniß, worauf Raff- Herr Habicht, an Ihr neues Anit." maus in gewohnter Würde an der Thür erschien und bemerkte: Ich danke Ihnen, Herr Doktor," erwiderte nunmehr Habicht mit einer tiefen Berbeugung, für das bewiesene Bertrauen, und werde nach bester Einsicht den hier vorkommenden Angelegenheiten und Geschäften gerecht zu werden versuchen." Herr Musselich wird infolge von Familienangelegenheiten auf einige Zeit verhindert sein, seine Pflichten hier zu versehen; auch ist es bei der zunehmenden Altersschwäche Die Feierlichkeit war hiermit zu Ende, und Dr. Raffbes treuen Dieners schon jetzt geboten, eine jüngere Kraft mans zog sich in sein Kabinet zurück. Der neuernannte zu seinem Beistande heranzuziehen." Gine feierliche erwartungsvolle Stille entstand bei diesen Expeditions- Vorſtand aber begab sich nach dem Sitze seines Worten; selbst der Advokat hielt es für geboten, hier eine Vorgängers und meinte: Arbeiten Sie ruhig fort, es werden heute noch merkfeine Baufe eintreten zu lassen, nach welcher er mit wo möglich noch würdevollerem Tone fortfuhr: würdigere Dinge passiren." Und das geschah auch wirklich. Denn als gegen 12 Uhr Herr Habicht, Sie haben zwar schon zu wiederholten Malen meine Unzufriedenheit erregt und bei weitem nicht der Herr Prinzipal ausgegangen war, erhob sich Habicht die Hoffnungen erfüllt, welche ich früher auf die Ent- und sprach zu den hochaufhorchenden Schreibern: Heute Abend also um Das ist nunmehr meine Sache; ich habe es zu vers antworten. Darum geht und wundert Euch nicht zu sehr, denn es werden noch merkwürdigere Dinge auf Erden und hier in dieser Expedition besonders geschehen." Nachdem hierauf Habicht pflichtgemäß den Herren Rechtskandidaten mitgetheilt, daß Nachmittags keine Expedition sein würde, was diese zwar mit Verwunderung, aber auch mit ungeheuchelter Freude in Erfahrung brachten, setzte er sich an seinen alten Platz am Fenster, zog Brot und Wurst, sein gewöhnliches Mittagsessen, hervor und meinte: „ Auch Pausanias aß seine spartanische Suppe fort, als er die Schätze Kleinasiens zu seinen Füßen sah." Nach Beendigung dieses Mahles, das er mit einem Glase Wasser hinunterspülte, nahm Habicht seine Arbeit von Neuem vor und arbeitete fort, bis der Herr Prinzipal, der sich dann vollzieht trotz allen Parlamentsränken und Dinge klagen? Bei den tief in der Unternehmerpolitik Zurückgepfiffen. Ein übereifriger Offizofus hatte, wie trok allen Grubenbaronen zur Einigung des bergarbeitenden steckenden Revierbeamten oder bei Volfes auf der Grundlage der modernen, sozialdemokratischen wvaltungen, den Zechenver- wir bereits gemeldet, in der„ Düssorfer Zeitung" die Land die jede Beschwerde beantworten durch tags- und Reichstags- Auflösung angedroht, wenn im Par Arbeiterbewegung. Maßregelung und durch die Aechtung mittelst der lament die berufene neue Militärvorlage nicht durchginge. schwarzen Liste? Daß die häufigen Unfälle in Bergiverken Der Ober- Offiziosus der„ Norddeutschen Allgemeinen zumeist durch die Unvorsichtigkeit der Bergleute" entstehen, Beitung"( Nr. 207 vom 4. Mai) hat nun den Auftrag, den ift eine weitere sozialpolitische Entdeckung des Reform" ausgebrochenen Kläffer zurückzupfeifen. Die Korrespondenz, ministers". Der Grund liege im Unvertrautsein mit der so pindtert das Berliner Blatt, mag gut gemeint sein, fie Arbeit", man sollte eigentlich nur gelernte Bergleute unter ist aber nach Ton und Inhalt weit mehr geeignet, im Vortebersicht. Tage arbeiten laffen, das sei aber sehr schwierig". Nun aus Stimmung gegen die Militärvorlage zu machen." Im Politische Berlin, den 4. Mai. Preußische Gesetze. Der Reichs- Anzeiger"( Nr. 106 vom 4. Mai) veröffentlicht die Gesetze betreffend die Kosten föniglicher Polizeiverwaltungen in Stadtgemeinden vom 10. April und betreffend die Entschädigung für an Milzbrand gefallene Thiere vom 22. April 1892. ist diese Frage glücklich gelöst. Mag auch das Unter- Uebrigen aber bleibt es natürlich bei dem Molochs- Opfer. nehmerthum ungelernte Arbeiter einstellen, um die Lebens- Sollte", schreibt die„ Norddeutsche"," die Regierung die haltung der Bergleute zu drücken, wie dies 1889 Maßnahmen einer weittragenden Reform für unerläßlich ers während und nach dem Ausstand massenhaft geschehen ist, kennen, so wird sie, dessen sind wir gewiß, auf fachliche mag diese Schmutzkonkurenz auch ein schnödes Kampfmittel Gründe gestützt, an den Patriotismus und an die Einsicht der Kohlenlords sein, welche die Knochen der Bergleute nicht der Volksvertretung appelliren, nicht aber mit Drohungen so hoch bewerthen, wie den Ertrag der Dividende, mag es hervortreten, zu denen gar kein Anlaß gegeben ist und deren Aus dem Abgeordnetenhause. Ju der Sitzung bas auch feststehen, daß die wachsende Intensität des Betriebes, Wirkung nur eine dem wichtigen Werk höchst nachtheilige Tiefertreiben der vom 4. Mai wurde in dritter Lesung der Nachtragswendig erhöht, mag es eine Binsenwahrheit sein, daß die Schachte die Gefahr noth sein kann." Die Vorlage wird kommen. nem Etat für 1892/93 stillschweigend bewilligt. Die Berathung Bergwerks- Besizer sich gegen jede Sicherheitsmaßregel mit Kolportagehandel mit Druckschriften. In einem der Bergwerksnovelle zeigte dieselbe Physiognomie, Händen und Füßen Stäuben, thut nichts, der Jude wird Erlaß des preußischen Ministers des Innern an die Rewie am vorhergegangenen Tage, das schnöde Unternehmer verbrannt. Das Karnickel Bergmann hat angefangen und gierungen vom 11. April heißt es nach dem„ Hannoverschen Interesse triumphirte. Die Regierung gab Stück für Stück trägt die Hauptschuld. Die Arbeiter werden aus diesen Courier": Es sei die Wahrnehmung gemacht worden, daß der kärglichen Bestimmungen preis, die der wilden Profit Debatten die richtigen Schlüsse ziehen, nicht blos die Berg- Druckschriften, deren Feilbieten im Umherziehen von preußigier der Zechenbarone ein Weniges die Fänge stutzen sollten. arbeiter. Diese Vorgänge im preußischen Abgeordnetenhaus schen Behörden verboten war, in anderen BundesEs war eine große Retirade vor der geschlossenen Phalang sind der ärgste parlamentarische Skandal, sie staaten zum Kolportagehandel zugelassen und auf Grund der Kohlenritter, die zeigten, daß sie und nur sie den Aus- sind der rücksichtslose Ausdruck einer Klassenpolitit, die ihre dort genehmigter Verzeichnisse in Preußen im Umherziehen schlag geben. Die Regierungsvorlage enthielt im§ 80 k die bitteren Früchte tragen wird. Der preußische Landtag er feilgehalten find. Der Minister bemerkt, daß diese ver Verpflichtung des Bergwerksbefizers, auf einer und derselben scheint als der Lakai der Zechenbarone. Als der Lakai? schiedenartige Handhabung der Gesetzesbestimmung nicht Grube oder Grubenabtheilung zur Förderung des gewonnenen Nein! Kein Pudel kann gelehriger und willfähriger den nur die Erreichung des von allen Bundesregierungen Materials nur Fördergefäße von gleichem Rauminhalt Stock des Herrn apportiren, als der Landtag diesen schmäh- gemeinsam angestrebten Zieles der Ausschließung schädzu verwenden, falls bei der Lohuberechnung die Leistung lichen Insult der Bergarbeiterschaft. licher Druckschriften vom Hausirhandel erschwere, sonaus Bahl und Rauminhalt der Fördergefäße ermittelt wird. dern auch im Widerspruche mit dem öffentlichen Die Kommissionsmehrheit, der dieser simple Schutz vor den National" ,,, international". Herr von Berlepsch Rechtsbewußtsein stehe". Es werde deshalb beabsichtigt, Prellereien der Grubenbarone ein Greuel war, strich diese hat in der Bergwerksgesetz- Kommission den alten Unter- bei den betheiligten Bundesregierungen auf die Befolgung Vorschrift, und das Abgeordnetenhaus folgte seinen kapita- nehmertric verwendet, der Maximal- Arbeitstag sei so lange einer schärferen Praxis bei Ertheilung der Genehmi liftischen Leithämmeln. In namentlicher Abstimmung wurde undistutirbar, bis eine internationale Verständigung darüber gung zum Handel mit Druckschriften im Umherziehen in der Vorschlag der Kommission mit 179 gegen 99 Stimmen erzielt sei. In der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" ihren Gebieten hinzuwirken". Die 3ensur, die vorn -die Minderheit setzte sich aus Ultramontanen, Deutsch-( Nr. 208 vom 4. Mai) deklamirt irgend ein hinauskomplimentirt worden ist, ist hinten wieder einfreisinnigen, Polen, Don Carlos Cremer und den weit- tönender Rhapsode" des Handelsministeriums darüber, geschmuggelt worden, und heute tritt sie fühner auf als je. fichtigeren Kreuz- Zeitungs- Leuten von Hammerstein und baß wir deshalb an dem Reformminister" die wohl Wenn die preußische Regierung nur in sozialpolitischen AnKropatschek von den Konservativen zusammen- von der verdiente Kritik geübt haben. Daß die Ver- gelegenheiten so entschieden vorginge, wie bei den MaßHurrah Majorität angenommen. Giebt es Niemand, der das weisung auf internationale Regelung einer Frage", nahmen, die auf eine Einschränkung der Preßfreiheit hin" Haus zur Scham zurückruft"? Der Uebermuth, mit lispelt der Geheimbderath,„ das Organ einer Partei, welche auslaufen! Es ist bekannt, daß die Reaktion ihre Bollwelchem die Fabrikfeudalität im holden Bunde mit den Kraut- bekanntlich Alles international gestalten will, derartig ver- machten in Sachen des Kolportage- Buchhandels auch gründjunkern den Knappentruz ins Leben ruft, der eine unverfiegbare drießt, ist allerdings sonderbar genug." Allerdings sonderlich dazu ausnüßt, die Zufuhr geistiger Waffen für die Quelle der Verbitterung und des Grolles für die Berg- bar genug", daß wir den Arbeiterschutz im eigenen Lande breiten Massen, die noch Gleichgiltigen und Lauen, zu hin arbeiter ist, hat nur eine geschichtliche Parallele, die trunkene und die internationale Fabrikgesetzgebung für zwei Dinge dern, eine neue Kontinentalsperre gegen die Aufklärung, die Verblendung der französischen Aristokratie vor der Sintfluth halten, die sehr wohl vereinbar sind, während die Plus- dem Rückschritt auf die Dauer nicht helfen wird. Der der großen Revolution. Die Vertreter des herrschenden macherei überall vor der gesetzlichen Regelung des Arbeiter- Inder der verbotenen Schriften ist noch stets ein Reizmittel Systems sind seine Todtengräber; fie peitschen die Gruben- schußes daheim fich drückt, bis zur internationalen Ver- zur Lektüre gewesen. arbeiter mit Skorpionen in das Lager der Sozialdemokratie. einbarung", was in unser geliebtes Deutsch übertragen für Be " Daß der Prozeß auf diese Weise vor sich geht, ist die Schuld diese Leute nichts anderes bedeutet als bis zum Sankt Bayerischer Militäretat. Dem bayerischen Landtag der herrschenden Klassen. 23 ir kämpfen für ein gutes Nimmerleinstag"! Die Gelehrten der Nordd. Allg. 3tg." ist der Militäretat für 1892/93 in Konsequenz der im Reich Bergarbeiterschutz- Gesetz aus sozialistischen Beweggründen. tönnen doch auf dem einen Gebiet, das sie meisterhaft be- bereits getroffenen Festsetzungen zugegangen. Im Großen Wir wissen auch, daß die Knappen in absehbarer Zeit zu herrschen, leicht lernen, daß sich Doppelmaßnahmen draußen ist der Landtag an die lezteren gebunden, nur im engeren den Kerntruppen der Partei gehören werden: schwenken fie und drinnen sehr gut durchführen lassen, wenn man nur Rahmen kann er Bofitionen mitbestimmen. Der bayerische schon jetzt in hellen Haufen ein, so mag die Bourgeoisie, will: die nationale Reptilienpreffe ist organisirt, ohne daß Militäretat bilancirt mit 67 698 800 M. um 8496 445 M. wenn sie in Bälde den Schaden befieht, ihren Aschermittwoch die internationale Offiziösenwirthschaft dabei zu Schaden mehr als im Vorjahr. Die einmaligen Ausgaben sind mit als die Konsequenz ihres tollen gesetzgeberischen Faschings gekommen wäre. Neben der duftigen Norddeutschen All- 13 201 852 M. um 7 706 765 M. gestiegen. Aus den Des begreifen und erdulden. Herr von Berlepsch sprang für die gemeinen Zeitung" blüht ungestört die Politische Kor- tails ist für weitere Kreise vielleicht nur das interessant, Bergwerksbesitzer tapfer in die Bresche: die Einheitlichkeit respondenz" daß die Jägerbataillone auf den Dienst abzurichtende Hunde und die Aichung der Fördergefäße sei kein Mißtrauens erhalten und das Kriegsministerium sich eine militärische votum gegen diese Männer von Bildung, von Besitz. Der Kommiffionsbericht über die Bergwerks- Druckerei einrichtet, damit das Amtsgeheimniß besser getrügereien", erklärte er, kommen auch in diesen Kreisen Novelle. In den nationalliberalen Münchener Neuesten wahrt werden könne". Offenbar ist den Herren Kriegsvor, aus meiner langjährigen Praxis weiß ich aber, daß Nachrichten"( Nr. 202 vom 4. Mai) wird das gewaltigen die Veröffentlichung des Safferling'schen Sols bezügliche Klagen der Bergarbeiter gegen die Bergwerks Schulz'sche Machwert wie folgt beurtheilt:" Es muß offen datenmißhandlungs- Erlasses, die kurz nach dem vom Vors befizer nicht sehr häufig sind. Betrogen wird gesagt werden, daß die Kommission sich mit dieser Art von wärts" publizirten Erlasse des Prinzen Georg zu Sachsen überall im Handel und Wandel( Hört! hört!), Arbeit an der Regierungsvorlage kein Verdienst um das in der Unterfränkischen Vollstribüne" und im Vorwärts" aber im Bergiverksbetriebe so selten, wie in wenig Gemeinwohl erworben, und sich in direkten Widerspruch mit erfolgte, sehr unangenehm gewesen, und man hofft wohl, anderen Gewerben. Die Bestimmungen, welche Maße und der kaiserlichen Botschaft( vom 4. Februar 1890) und mit auf diese Weise neue Enthüllungen zu vereiteln. welche Gewichte gebraucht werden müssen, sind aus dem dem schönen Worte gesetzt hat, daß die staatlichen Betriebe Ueber den Gebrauch der Schußwaffen durch Bestreben der Regierung hervorgegangen, alles Unklare aus zu Musteranstalten werden sollten. Dem sozialen Frieden Wachtposten hat für Bayern der Kriegsminister von den Lohnverhältnissen der Bergwerke zu beseitigen." Wir wird nicht damit gedient. Die Kommission hat die hohen Safferling vor einiger Zeit eine neue Instruktion er find nicht gewillt, dem Herrn Handelsminister darin zu Biele vertaunt, die für die Gesezgebung überall und immer laffen. Danach darf ein Soldat auf Posten nur in dem widersprechen, daß der Betrug ein integrirender Bestand- als leitende Gesichtspunkte vorschweben sollten und sich von Falle schießen, wenn ein gewaltsamer Angriff" erfolgt theil der kapitalistischen Wirthschaftsweise, wir stellen nur fleinlichen Erwägungen leiten laffen." Die nationalliberalen oder„ Gefahr für sein Leben" in Frage steht, in allen fest, daß beim großen deutschen Bergarbeiter- Ausstand über Organe in Preußen sind die begeisterten Herolde der Zechen- anderen Fällen ist den Posten das Schießen strengstens die Fördergefäße von den Berglenten zur Genüge Klage ge- befizer. Ihnen seien die Randgloffen des bayerischen Bruder untersagt. Was wenig genug, aber immer noch besser ist, führt wurde. Bei wem sollen sie im gewöhnlichen Lauf der blattes angelegentlich empfohlen! als die preußische Schießinstruktion. beschwert von den Genüffen der Table d'hote, zurückkehrte. Die Leere seiner Schreibstube fiel ihm alsbald auf, und er fragte mit strengem Tone nach den Fehlenden. Sie find spazieren gegangen," bemerkte Habicht, ohne von seiner Arbeit aufzusehen, mit sehr leichtem Tone. " Spazieren gegangen, jekt?" rief Raffmans erstaunt, wer hat ihnen denn die Erlaubniß gegeben?" " Ich war so frei," entgegnete Habicht gelassen. Sie? Habicht! Sie haben sich unterstanden, ohne mich zu befragen, eine solche Erlaubniß zu geben?" " Die armen Leute haben viele Arbeit und wenig Vergnügen; sie wollen auch einmal an die frische Luft." Wissen Sie, Habicht, daß das ein lebermaß von Unverschämtheit ist," rief Raffmaus immer entrüfteter. " Es mag Ihnen so erscheinen," meinte dieser. " 11 Und daß ich Sie fortjagen werde?" Da würde ich mir den Kopf gewiß nicht herunter reißen, Herr Doktor." Sagen Sie nur um Gottes willen, was ist denn in Sie gefahren?" Ich weiß nicht, tch fühle mich ganz wohl, es müßten mir denn die 6 Thaler vierteljährliche Zulage in den Kopf gestiegen sein." " Sie können nichts abwarten; es würde immer mehr geworden sein." Hoffnungen! ich habe lange genug von Hoffnungen gelebt. Auf diese Weise aber bewirken Sie weiter nichts, als daß ich einen anderen Expeditionsvorstand einsetze." Soll mir auch recht sein." " " Oder Herrn Musselich wieder hierher berufe," schloß Raffmaus, der die hartnäckige Feindschaft zwischen dem früheren und jetzigen Vorstand seiner Expedition fannte, mit einem lauernden Blicke auf den jungen Schreiber. „ Herrn Musselich wieder?" fragte Habicht, indem er feine Arbeit zusammenschob und sich erhob. Ja, allerdings, Herrn Musselich. Da trat der Schreiber ganz nahe an den Advokaten heran, blickte ihm mit seinen dunklen Augen nachdenklich in's Gesicht und sagte: " ,, Daran thun Sie auch ganz Necht, Herr Doktor; Herr Bruder, ich habe so viel gelitten, willst Du mir denn Muffelich hat das um Sie verdient. Und nun leben Sie für immer zürnen?" fragte das Mädchen, indem es sich wohl bis morgen früh, ich will nun auch meinen Feiertag erhob und dem jungen Manne näher trat. genießen." " Sie werden hier bleiben, Herr Habicht, und arbeiten; ich befehle es Ihnen." Befehlen Sie, so viel Sie wollen, ich werde trotzdem ausgehen." " Ich schicke auf die Polizei." " " Meinetwegen, Herr Doktor; schicken Sie, wohin Sie wollen. Nur alteriren Sie sich nicht so; bei Ihrer KörperConstitution könnte das gefährlich auslaufen." Und damit nahm Habicht seinen Hut und empfahl sich mit einem höflichen Viel Vergnügen". " ** " Du hast gelitten; ja, wie wir; aber nicht, indem Du unsere Armuth, unsere Noth theilteft, sondern indem Du Dich dem Vergnügen in die Arme warfeft; und welchem Vergnügen! Statt treu zu bleiben der Sache der Armen und Elenden, hast Du die unfittlichen Freuden Derer ges theilt, die uns ausbeuten, unterdrücken, schänden und ers niedrigen. Ich habe Dir nicht gezürnt, denn ich wußte, daß Du arm und elend sein mußteft mitten unter den Herrlichkeiten und Genüssen des Reichthums, weil Niemand ungestraft abtrinnig wird den Pflichten und Sitten der Seinen; aber Du hättest Dein Elend allein tragen sollen, da Du es allein verschuldet." " Bruder, Du bist zu hart, Du weißt nicht, wie das Alles geschehen." " Ich weiß, daß Ihr immer ein Mäntelchen findet, Eure Fehler und Sünden zu bedecken; aber es ist nic groß und dicht genug, um Eure Blöße gänzlich zu ver hüllen." Wir verlassen den nicht wenig erstaunten Advokaten, dem schließlich auch nichts übrig blieb, als die Expedition zu schließen und dem Beispiele seiner Leute zu folgen. Habicht wandte sich nach der Steinhauer Vorstadt, in welcher sich die arme Bevölkerung der Hauptstadt zum großen Theile angesammelt hatte, und stieg dort in einem ziemlich finsteren Hause in die Dach- Etage, wo er eine Thür„ Du richtest mich, Bruder, ehe Du mich gehört hast; öffnete und ein kleines Zimmer betrat, welches alle charat- das ist nicht brüderlich, nicht christlich und nicht menschteristischen Merkmale großer Armuth erkennen ließ. lich." Dort lag auf einem ziemlich abgenutzten Kanapee ein altes Mütterchen, in Decken bis ans Rinn eingehüllt; und zornig. neben dem Kanapee kniete eine weibliche Gestalt, elegant" Komm her, Leberecht, zu mir," rief die alte Frau und nach der Mode des Tages gekleidet. Bei seinem streckte dem Sohne die abgezehrte Rechte entgegen, auf die Eintritt wandte Letztere das Gesicht nach der Thür er zueilte und die er, an dem Lager niederkniend an seine und stieß einen Ruf der Ueberraschung und des Schreckens Lippen preßte. aus. Auch der junge Mann blieb, wie an die Schwelle gebannt, stehen und vermochte erst nach einer Bause seiner Ueberraschung Luft zu machen, indem er ansrief: Du hier, Veronica, in unserer Wohnung?" " Tritt näher, mein Sohn, und reiche Deiner Schwester die Hand zum Gruße," rief die kranke Frau mit schivacher Stimme. „ Es sollte nicht so sein," erwiderte aber Habicht mit büfterem Blick, diese Stube der Armuth sollte frei bleiben von ihrer Berührung." Mache Du mir Vorwürfe darüber", rief Habicht Leberecht," begann die Kranke mit matter, bittender Stimme, es ist Deine Schwester, die an das Krankenlager ihrer Mutter geeilt ist, um ihr Alles zu erzählen, was fie betroffen, und ihre Verzeihung zu finden. Leberecht, ich habe Alles gehört und habe ihr verziehen, denn ihre Schuld ist eine kleine in Anbetracht des Unglücks und der Leiden, Sie sie betroffen." ( Fortsetzung folgt.) . 4 " Sie hat -W Ganz gut, aber die Oberfreifinnige Partei Rapazitäten" im lieblichen Techtel- Pourbaix. Wir meldeten schon vor Wochen, daß der Straßen, welche passirt worden waren, sind sämmtlich breit, fo . Eine Niederlage." Der deutsche Angstphilister hat| Fehlern seiner Nachfolger keine Vortheile ziehen, wenigstens I gegen Raution bereits wieder auf freiem Fuße befinden. von jeher die Gewohnheit gehabt, jeden Fußtritt, den er nicht unmittelbarer ist vorläufig tödter als todt". Der Lockspizel Felipe Munoz, das Werkzeug der Regierung, ist empfängt, jede Niederlage, die er erleidet, als einen Dem großen moralischen Siege, welchen die Sozial- von Rechts wegen nicht in Haft: ihm gebührt zum mindesten oralifchen Sieg" zu feiern. Jezt macht er es wieder so demokratie durch die imposante Feier des 1. Mai in ganz ein Gouverneursposten in der Havana oder ein erledigtes mit dem 1. Mai. Der 1. Mai soll ein moralischer Sieg Frankreich davongetragen hat, steht zur Seite der große Ministerportefeuille. Wer so geschickt den Staat rettet, bedes Bürgerthums, eine Niederlage der Sozialdemokraten politische Sieg bei den Mai- Wahlen. In Marseilles, sitzt unstreitig auch die für spanische Minister erforderliche gewesen sein. Grund: weil es keine Revolution gegeben Roubaix, St. Quentin, Carcassonne, Narbonne, Commentry, Fingerfertigkeit, fünf Millionen aus dem öffentlichen Säckel hat und die Welt noch steht. Nun wir wollen den Montluçon, Calais und anderen wichtigen Städten und so in seine Tasche zu eskamotiren. Geschwindigkeit ist keine armen Hasenfüßen den Trost der Selbsttäuschung nicht ziemlich in allen kleineren Gemeinden in den Industrie- Hererei, das beweisen der Marineminister Romero Robledo nehmen, möchten ihnen aber doch den Rath geben, ihr bezirken haben die Sozialdemokraten ihre Vertreter in die und seine würdigen Vorgänger. Ein spanischer Korrespondent Talent an anderen Gegenständen zu versuchen-an Fuß- Gemeindekörper geschickt- der beste und wirksamste Protest der Kölnischen Zeitung"( Nr. 358 vom 3. Mai) schreibt: tritten und Niederlagen fehlt es ihnen ja nicht und von einerseits gegen die kapitalistische Gesellschaftsordnung,„ Der Anarchistenprozeß in Wiadrid nimmt für die Polizei dem 1. Mai die Finger zu lassen. Er ist nun einmal ein andererseits gegen die von den Bourgeoisorganen so eine immer ungünstigere Wendung. Daß Munoz noch Gedenktag bürgerlicher Feigheit und Brutalität, und wird warm empfohlene- Taktik des politischen Nichtsthuns mehrere Tage nach ergangenem Berhaftbefehl mit dem cs allezeit bleiben. Unser Angstphilisterthum hat alles mit revolutionärer Kraftphrase. Von Frankreich kann Kommissar des Kongreßdistrikts Umgang gehabt hat, steht aufgeboten, um die Feier des 1. Mai zu verhindern, aber Niemand mehr behaupten, die Masse der Arbeiter sei dem nunmehr fest. Dagegen wird die Verschwörungsgeschichte es hat seinen Zweck nicht erreicht die Arbeiter haben Anarchismus" zugethan. wie der vorige immer zweifelhafter, und man wird sich darauf gefaßt die tollgewordenen Hammel" ausgelacht und den 1. Mai Sonntag gezeigt sich von der unheilvollen Enthaltungs- machen müssen, daß sich schließlich das Ganze als eine gefeiert, und werden ihn feiern. So lange aber der 1. Mai politik gründlich emanzipirt und wir können mit Fug und Komödie herausstellt, durch die die Oberbehörden geals Weltfest der Arbeit besteht, und so lange im Gedächtniß Recht sagen: Das französische Proletariat in seiner Ge- täuscht werden sollten." der zukünftigen Geschlechter die Erinnerung an die Ver- sammtheit steht jetzt auf dem Boden derselben Taktik wie behörden" sind nicht besser als die Unterbehörden". brechen und die Schmach des Kapitalismus fortlebt, be- die deutsche Sozialdemokratie. Mit dem 1. Mai 1892, der deutet der 1. Mai auch, und zwar durch die bloße That- den internationalen Reaktionären die Waffe des Polizeifache seines Bestehens, eine beschämende und zerschmetternde Anarchismus aus der Hand geschlagen hat, ist für FrankNiederlage der Bourgeoisie. reich eine neue Aera der Arbeiterbewegung eröffnet worden. Die französischen Klerikalen und Monarchisten werden Sie will nicht verstehen. Bei der Schloßlotterie ebenso wie die Bourgeois- und Polizeirepublikaner den 1. Mai Parteinacrichten. und den Ententeich Plänen helfen auch deutsch freischwarz auftreichen; sie sind bei den Gemeindewahlen Die Stettiner Polizei ist bei der Maifeier der Arbeiter sinnige Größen" munkeln und mantschen. Wir selbst in vielen ihrer besten Gegenden auf's Haupt ge- in einer Weise aufgetreten, wie es in feiner anderen deutschen knüpften deshalb an die Nachricht betreffs der Interpellation schlagen worden; sogar in vielen Orten der Vendée, die Stadt und weit über die Grenzen Deutschlands hinaus der Fall der deutschfreisinnigen Landtags- Abgeordneten die Bemerkung, auch heute noch ihre reaktionäre Vergangenheit nicht ganz gewefen. Der„ Stettiner Voltsbote" berichtet darüber: Zu dem es wäre gut, wenn die Landboten bei den deutschfreisinnigen ausgelöscht hat. Ueberhaupt war die Signatur der Wahl Ausfluge hatten sich des Worgens etwa 4000 Arbeiter im WalsStadtvätern in dieser Sache eine freundliche Umfrage ge- des 1. Mai-eine Verschiebung nach links. Die mann'schen Lokale eingefunden. Gegen 7 Uhr wurde aufhalten hätten. Wie dies zu verstehen ist, das leuchtet Jedem Dynamitkomödie hat also ihren Zweck nicht allein verfehlt, gebrochen. Der Zug, der nicht etwa in geordneten Reihen vor ein, der in guten Treuen lieft. Die Freifinnige Beitung" sondern sogar die der beabsichtigten entgegengesetzte Wirkung fich ging, damit die Bestimmungen des Vereinsgesetzes nicht übertreten würden, sondern in awanglofer Folge fich aber bezeichnet unsere Gloffe als einen willkürlichen Angriff hervorgebracht. Allem Anschein nach werden die Kosten der aneinanderreihte, nahm seinen Weg über die Oberwiet, am Bahnauf die freisinnige Bartei", da ja uns bekannt sein müßte, Maiwahlen zunächst von dem ultramontanen hofe vorbei, grüne Schanze hoch, Paradeplatz entlang, Moltkedaß die freisinnigen Landtags- Abgeordneten, welche zugleich Ierus bezahlt werden die prinzipiellen Gegner der Straße bis zum Eingang zur Böligerstraße. Hier erfolgte das Ginder Stadtverordneten- Versammlung angehören, an den Kirche haben beträchtlich an Macht gewonnen fie wissen schreiten der Polizei. Der Zug bewegte sich schweigfam durch Magistrat eine Anfrage gerichtet hätten. Um die un- nun, daß sie die Mehrheit des Landes hinter sich haben, die Straßen, kein Gesang, tein Ruf wurde laut, der Verkehr, glaubliche Jämmerlichkeit der deutschfreifinnigen Lotterie- und die Regierung wird, um den ihr selbst drohenden der um diese Zeit überhaupt nur gering ist, war nicht ge Patrioten zu verdecken, bedient fich die Freifinnige Zeitung" Sturm zu beschwören, in ihrer Kirchenpolitik zu Konzessionen hemmt, die Schrittsteige blieben gänzlich frei und auf dem Fahrdamm fuhren die Fuhrwerke, denen stets bereitwillig auseiner Sophifterei, deren nur sie fähig ist. Worauf es uns an den Radikalismus geneigt sein. gewichen worden war, durch den Zug hin und her. Die antam, war, festzustellen, daß auch anerkannte deutschdaß eine Verkehrsstörung, wenn dieselbe nicht absichtlich mechtel mit den Kunze und Genossen mitspielten, eine biedete Bourbaix, der Schützling des belgischen herbeigeführt wird, nicht entstehen kann. Als der Zug eben Thatsache, die die den Interpellanten sicherlich früher minifteriums, in Lüttich und Umgegend eine große Thätig- burch die Moltkestraße sich bewegt hatte, tam in rafendem Lauf und besser bekannt war, als benen, die nicht zum Fort- feit entwickelt und auch ein Verbot der Mai- Umzüge für der Polizeikommissar Bierold mit mehreren Schuhleuten, wie vers schrittsklängel gehören. Die Interpellation ist eine diesen Kreis erwirkt habe. Natürlich gehörte es zum Ge- lautet, von der Hauptdirektion anmarschirt und stellte sich dem bem parlamentarischen Deutschfreifinn aufgezwungene Noth- schäft, daß auch vorigen Sonntag etwas geknallt wurde. Die Buge entgegen, indem er rief:" Sie machen ja einen öffentlichen wendigkeit, um die blamirte Partei vor den kompromittir Thäter dieser Attentate" sind jetzt ermittelt und man aufzug, Sie müssen auseinandergehen!" Ja, aber wo denn nun bei den Menschenmassen schnell hin? Sodann wird der Ruf lichen Machenschaften der eigenen Leute zu sichern. Die telegraphirt: doch auch nur von den Vordersten verstanden, während von Mohrenwäsche wird den Tapfern so wenig gelingen, wie Lüttich, 4. Mat. Zu den wegen der jüngsten Dynamit hinten nachgedrängt wird. Als wir uns umfahen, stand dicht beim Begasbrunnen und bei der Schloßfreiheitslotterie. attentate Verhafteten gehört ein gewiffer Beaujeau. Bei dem neben uns ein uns von früheren Haussuchungen her be Die Fordenbeck, Stryck und Zelle hängen an den Rock- felben wurden eine Bombe sowie einige Dynamitpatronen vor- fannter Kriminalschutzmann. Als wir denselben darauf aufschößen des Deutschfreisinns so fest, wie die Freifinnige gefunden, deren Papierümhüllung genau derjenigen glich, in merksam machten, daß wir doch nun bald durch die Stadt feien Beitung" an der Taktik des Entstellens, des Verdrehens welche die bei der Explosion am Boulevard Sauvenière auf und daß man, weil durch das Entgegentreten der Polizei der und Scheltens hängt. einem Fensterbrette vorgefundene Patrone gehüllt war. Ferner Bug sich zu einem dichten Menschenfnäuel angestaut hatte, gar wurde ein gewisser Stoumont verhaftet, bei welchem man eben- feinen Ausweg finden könne, entgegnete derselbe, wir sollten das falls Dyrtamtitpatronen in einem Blumentopf versteckt vorfand. dem Kommissar( Bierold) vorstellen, Herr Kommissar Stürmer Beaujeau ist bereits gerichtlich vernommen worden und hat habe uns ja auch ruhig passiren lassen. In diesem Augenblick gutem Vernehmen nach ein volles Geständniß ab- faben wir über die Köpfe der Menschen aber auch schon die, geregt, auch seine Mithelfer angegeben. Die Polizeifäbel schwingen. Trotzdem suchten wir zu dem Kommiffac Berhaftung der letzteren ist angeordnet. zu gelangen, doch dieser hörte nicht und rief: Das geht nicht! Burück, zurück!" Wie wir erfahren, hat zuerst ein Schuhmann den Kommissar aufgefordert, den Befehl zum Blantziehen zu er theilen, und letzterer hat dem Grsuchen sofort Folge gegeben. Inzwischen waren noch zwei Rommiffare mit Polizeimannschaften angelangt. Ein Theil der Menschen wurde links in die Preußische Das ist nun nicht ganz richtig, denn wir haben nicht · Die Maifeier in Nuffisch- Polen. Aus Warschau Straße, ein Theil rechts in die Giesebrechtstraße und ein Theil nöthig, die Gemeinschaft mit Leuten abzuschütteln, mit denen wir nie etwas gemein gehabt haben. Eine Klatschende Ohr wird uns über den Verlauf der Waifeier geschrieben: Es die Polizerstraße zurück in die Moltkestraße gebrängt. Wie feige auf die Wängen unserer deutschen Mailügner ist diese fanden drei Versammlungen unter freiem Himmel statt, fich die Polizei dabei betragen hat, das können wir und zwar in Willanow, Bielany und Wola( alle drei gar nicht so beschreiben, wie wir es gern möchten, denn Bemerkung des französischen Bourgeoisblattes aber doch. außerhalb der Stadt). Jn der Versammlung zu Willanow wir würden unzweifelhaft deshalb mit dem Staatsanwalt in Die Menschen gingen so schnell, als es Ravachol. Die Regierung hat den zweiten Prozeß waren Männer und Frauen, im Ganzen 400 Personen. Um Konflikt kommen. gegen Ravachol vertagt. Für diesen Entschluß werden alle 5 Uhr Nachmittag zogen die in Willanow Versammelten in bei der angeftauten Masse nur möglich war, zurück und hatten möglichen Gründe angegeben- man sei der Geschworenen geschlossenen Reihen nach Warschau, wo sie durch einige sicherlich keine Neigung, auch nur den geringsten Widerstand zu Auf der Straße" Nowy Swiat" leisten, aber verschiedene Schutzleute( nicht alle) hieben unbarmnicht sicher, die Aufregung sei zu groß u. s. w. Alles Straßen marschirten. herzig aus Leibeskräften immer zu. Wir sahen selbst, wie Jemand, natürlich faule Ausflüchte. Das Richtige werden die wurden sie durch Polizei zerstreut; über 40 Personen sind der beim Fliehen durch einige Siebe zum Straucheln gebracht Bariser getroffen haben, die nach einem Telegramm der verhaftet. Ueber den Verlauf des Maifestes in Wola, worden war, dann ganz unmenschlich gehauen wurde. Giuer der Bossischen Zeitung" steif und fest glauben, die Regie Bielany und der Provinz haben wir noch keine Nachrichten. Schußleute rief, wie wir selbst hörten:" Ihr verfluchten Hunde, rung ziehe den Prozeß deshalb hinaus, weil die Polizei Man sieht, daß trotz des furchtbaren Alps der russischen wollt Ihr laufen!" Ein Anderer hat gerufen, als alles in ihrem Agenten Straflosigkeit versprochen Tyrannei die Sozialdemokratie in Russisch- Polen wilder Flucht auseinanderftob:" Sind die aber feig!" Da 3 habe. Und wirklich, es sollte uns nicht wundern, wenn bedeutsame Fortschritte gemacht hat, obwohl in letzter Beit, ist zunächst gewiß ein Beweis, daß nicht der Held Ravachol demnächst wieder irgendwo- etwa an einer wie schon berichtet, zahlreiche Verhaftungen stattgefunden geringste Biberstand geleistet wurde. Die Schußleute haben sich aber nicht damit begnügt, auf die wehrloſe Spielbank unter den Edelsten der Nation"- auftauchte. haben, so daß die Zitadelle überfüllt ist. Es handelt sich fliehende Menge mit flacher Klinge zu hauen, sondern haben mit hier um eine Arbeiterbewegung, die auf dem Boden des scharfer Kante geschlagen. Infolgedessen find vielfach die Der 1. Mai in Frankreich. Der ruhige Verlauf wissenschaftlichen Sozialismus steht und sich leider zerbauen worden. Ein Arbeiter erhielt einen ziemlich des Tages, den die Reaktionäre, um die Massen zu er aufs schärfste vom terroristischen Blanquismus scheidet. erheblichen Stich in den Rücken. Die Polizei ist den Fliehenden ist in sogar bis in die Häuser, in einem Falle noch dazu eine Treppe schrecken, als Tag zwar nicht des Welt- aber doch des Eine sozialdemokratische Proklamation vor einigen Wochen hoch, nachgegangen und hat geschlagen. Auch einzelne Personen, Gesellschafts- Untergangs angekündigt hatten, ist die denkbar einigen tausend Exemplaren vertheilt worden. die Mai- Abzeichen trugen, bekamen noch Siebe, als die Masse schwerste Niederlage, die den Männern des Rothen Ge- in Warschau, Lodz, Zyrardow spenstes zugefügt werden konnte. Die Wauivau- Bolitit hat in der Kundgebung heißt es: Durch ein feierliches, fest- fchon auseinander gelaufen war; vielfach wurden die Mai- Abzeichen abgerissen. Ein alter uns bekannter Mann war an der gründlich abgewirthschaftet. Uebrigens war das fran- liches, aber ruhiges Begehen des Mai- Arbeiterfestes wollen Bruft gepackt, daß gleich der Rock davon zerrissen worden war. zösische Bürgerthum von Aufang an, wie wir bereits mit vir unseren Ausbeutern und Unterdrückern: Herren, Fabri- Auch viele zufällig Vorübergehende bekamen Siebe. Und wes theilten, sehr zweiflerisch- kritisch gegenüber den sogenannten fanten und russischer Regierung zeigen, daß wir alle muthig halb das Alles? Die Arbeiter, die doch auch ihre Steuern be Dynamit- Attentaten. Von der Polizeimache war man ziem- und fühn unsere Forderungen aussprechen. Wir wollen zahlen müssen, gehen ruhig durch die Straßen, um einen Ausflug lich allgemein überzeugt, und selbst die Explosion in Very's mur acht Stunden täglich arbeiten, daß wir nicht wegen zu machen! Was für ein dringendes Interesse hat wohl die Caféhaus konnte das Publikum nicht in die erwünschte überschüssiger Arbeit zu Grunde gehen, damit wir Zeit zuin heutige Gesellschaftsordnung, hat die Regierung und schließlich rabitale Breffe erblickte in diesen niederträchtigen Streichen endlich mehr Leute Arbeit bekommen. Wir fordern, daßlich durch die Straßen, da werden sie auf Befehl eines Einzelnen gesellschaftsretterische Stimmung versetzen. Die gefammte Lernen, zu Bergnügungen und zur Ruhe haben, damit die Polizei selbst wohl daran, einen solch' friedlichen Zug( in dieser Beise zu stören?... Eine Anzahl Menschen gehen friedden Finger des Schlächters von Fourmies" des in unser Lohn höher sei, damit wir einen für uns und unsere wie tolle Hunde auseinandergejagt, und wer sich die Schläge solchen Praktiken wohlbewanderten Conftans, von dem es Angehörigen ausreichenden Lebensunterhalt haben, damit nicht ruhig gefallen läßt, und sich widersetzt, der wird wegen notorisch ist, daß er für die Lockspitzel- Taktik stets eine unsere Kinder ihre jungen Kräfte nicht für größere Ein- Widerstands angeklagt und hat dann Gelegenheit, hinter schwedifehr große Neigung gehabt hat. Was in deutschen Zeitungen kommen der Fabrikanten erschöpfen, damit unsere Töchter fchen Gardinen über seine Frevelthat nachzudenken. Das sind die von dem„ Banne des Schreckens" gesagt ward, der am nicht genöthigt sind, ihren Leib zu verkaufen, um nur Rechtszustände am Ende des 19. Jahrhunderts. 9 -Den deutschen Mailügnern ins Stammbnch. Gestern theilten wir mit, was das englische Hauptorgan der Ronservativen über den anti- anarchistischen Charakter des Maifestes sagte. Heute wollen wir aus dem Hauptorgan der französischen Bourgeoisie, dem„ Temps", folgende Stelle ( Nummer vom 3. d. M.) abdrucken: In Deutschland scheint die Sozialdemokratie vor Allem damit beschäftigt zu sein, jede Gemeinschaft mit den Anarchisten abzuschütteln." " H 1 Ein Anarchist", der gleich wenn er gefaßt wird, ein volles Geständniß ablegt und seine Mithelfer angiebt"" Pourbaix wir kennen Dich! # zur Folge gehabt habe ist eitel Reporter- Phantasie. Nieder mit dem grausamen selbstherrschenden Barismus, der Stettiner Arbeiter werden über die Angelegenheit in einer ProtestDer Bann des Schreckens" war das abscheuliche Wetter, unsere besten und edelsten Vertreter tödtet! Wir wollen versammlung beschließen. Wir aber wollen uns nur die einfache das auch in Paris am 1. Mai herrschte, und den Aufent selbst regieren! Wir fordern die Freiheit der Versamm Frage verstatten: Ist eine Polizei, welche in dieser Weise gegen halt im Freien- gerade wie in Berlin und so ziemlich lungen, auf welchen wir uns über die Verbesserung unseres Die Arbeiter auftritt, überhaupt noch mit dem Interesse eines dem ganzen übrigen Deutschland- einfach zur Unmöglich- Looses berathen können; die Freiheit des Wortes und Staates verträglich, der den Arbeitern die Sozialreform verUnd den Kindstöpfen, die da meinen, die Druckes, damit Niemanden die Gendarmen des Zaren für teit machte. sprach? guten Borbereitungen der Regierung" hätten Unruhen seine edlen Bestrebungen nach Sibirien mit seinen langen Eisenach. Giner hiesigen Bezirksdirektion, sowie dem Vors verhindert, wird von der„ Justice" höhnend entgegengehalten, und schweren Leiden schleppen können. Wir wollen nicht, stand der Residensstadt hat es gefallen, zur Ministerial- Bekanntdaß ein Aufgebot von Polizei und Truppen das Bolt nur daß man uns zwingt, in einer fremden Sprache zu sprechen machung vom 22. April des großherzoglichen Staatsministeriums erbittert und herausgefordert hätte, und daß gerade die und zu denken, wir fordern polnische Schulen und polnische noch hinzuzufügen, daß am 1. Mai auch alle Konzerte, Kommerse, Abwesenheit, wenigstens sichtbarer Vorbereitungen, Gerichte. das Publikum in ruhige Stimmung gebracht habe. Jeden ber zum Glück Bälle, sowie öffentliche Tänze verboten seien, so daß jener Tag also ein vollständig stiller Sonntag war. Der Verfuch, die Feier am 8. Mai abzuhalten, scheiterte ebenfalls, da auch hierin die Bezirksdirektion eine Störung der öffentlichen Ruhe erblickte. Frankenhaufen i. Th. Das Maifest ist bei musterhafter * alls ist jetzt der Beweis geliefert, daß die Regierung mit Ehren- Munoz. Ueber die Dynamitangelegenheit der rer angeblichen Angst vor dem 1. Mai- die fie Munoz und Genossen, die bekanntlich pure Polizeimache am letzten und entscheidenden Tag war, ist es in Madrid ganz still geworden. Man er zum Ausdruck zu bringen verhindert ward, vollkommen fährt, daß auf Grund des geschlossenen Beweisverfahrens Saltung der ca. 1000 Theilnehmer großartig verlaufen. Das recht gehabt hat; und das Ministerium wird die Folgen mit Ausnahme von Deboche, Ferreira und Mateo Diaz die Entfalten des rothen Banners war polizeilich verboten. Beim tragen haben. Herr Constans freilich wird aus den sämmtlichen Verhafteten, darunter auch Munoz, sich Feste war Molizei nicht anwesend. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 5. Mai. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Götterdämmerung. Schauspielhaus. Kabale und Liebe. Deutsches Theater. Nathan der Weife. Berliner Theater. befizer. Unferem Regelbruber Oswald Müller zu feinem heutigen Wiegenfeste ein dreifaches, Gut Holz". 2843b Regelklub ,, Rage". Todes- Anzeige. Hierdurch zur Nachricht, daß die Be erdigung des Kollegen 393/19 August Krause am Donnerstag, Nachmittags 8 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes( Brit) aus stattfindet. Fachverein der Stuckateure. Den Mitgliedern der 309/17 Zentraltasse der Tabatarbeiter Der Hütten zur geft. Nachricht, daß das Mitglied Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Wallner- Theater. Ehrliche Arbeit. Residenz Theater. Der fleine Schwerenöther. Carl Schöppler am 3. Mai verstorben ist. Die Beerdigung findet Freitag, den 6. Mai, Nach mittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Elisabeth- Kirchhofes( Prinzen- Allee) aus Das Sonntagskind. statt. Thomas- Theater. Die Ulanen. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Bellealliance- Theater. Der Günft ling. Kroll's Theater. Der Waffen schmied. Oftend- Theater. Faust. Feenpalant. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Banfmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. American- Theater. Spezialitäten. Vorstellung. Theater der Reichshallen. zialitäten- Vorstellung. SpeDie Ortsverwaltung. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes, des Tischlers Franz Kukahn, fage ich allen seinen Kollegen meinen 2848b herzlichsten Dank. Die tiefbetrübte Wittwe Anna Kukahn nebst Kindern. Bekanntmachung. In der am 30. April d. J. stattBereins Berlin S., Oranienstr. 50, ist gehabten Sigung des Waaren- Verkaufsbeschlossen worden, als Dividende pr. Monat April 1892 5000 Std. beste ferntr. Oberschaalseife 5000 Wachskernseife 5000 Scheuerseife " " " " " zu verkaufen, und zwar in Mengen von: 2 Stck. Oberschaalscife) also zusammen Wachskernseife 6 Stück für Scheuerseife 75 Pfennige. PassagePanopticum." Mann mit Steinkopf und Pigmy v. Stanley- Zwergvolk. 10-1 5-9 Uhr. oder: 1 Stck. Oberschaalseife) alfo zusammen Wachskernseife 3 Stück für Scheuerseife 372 Pfennig. 31 59 Jedes Stück vorstehender Seife wiegt in frischem Zustande 1/2 Pfund und liegt zur vorherigen Besichtigung aus. Der Verkauf findet am Montag, den 9., Dienstag, den 10. und Donnerstag, den 12. Mai statt. 2378L Castan's Panopticum Berlin, ben 1. Mai 1892. Friedrichstr. 165a, Ece Behrenstr. Riesin und Puppen- Fee Aama, Waaren- Verkaufs- Verein D. Lublinski. Oranien- Straße 50. Abrechnung der Liquidations- Kommission des Vereins der Berliner Nagelschmiede. Bei Auflösung des Vereins als Kassenbestand übernommen 47 Mart 10 Pf. Davon wurden verausgabt: Für Aufbewahrung und Transport der Vereinsutensilien. 4,40. größte Riesin, Für Inferate im„ Borwärts" 2,80 16 J. alt, 9 F. groß. Für Porto und sonstige AusPrinzeß Pauline, 16 Jahre alt, 40 Zentimeter groß. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert mit humoristisch. Vorträgen. gaben. " " 1,45 Summa 8,65 M. Es verbleibt somit ein Bestand von 38 Mart 45 Pf., welcher dem Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend überwiesen wurde. 390/14 Berlin, den 2. Mai 1892. Die Liquidations- Kommission. J. Ueberall. W. Miehlke. F. List. Achtung! Verein der Former. Am Sonnabend, den 7. d. M., Abends 81/2 Uhr, findet im Lokal, Gipstr. 3, eine Versammlung mit Damen Großer Frühstücks- u. Mittagstisch statt. Herr Dr. Rehfisch hat auf Wunsch sowie 6 Billards, 3 Regelein weiteres Referat übernommen. bahnen und 2 Säle. Um recht rege Betheiligung bittet 2844b Der Vorstand. J. A.: A. Mewe 3. F. Sodtke. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Ehrenerklärung. Endesunterzeichneter erklärt hiermit, daß die gegen Fräulein Margarethe Täglich: Gr. Konzert, Theater Theuer, Elisabethstraße 45a, gethanen und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Welt- Restaurant Dresdenerstr. 97. Heute und folgende Zage: Auftreten der 1. bayr. Jodler, Konzerthänger und Schuhplattler- Gesellschaft M. Jacob Damhofer. Erste Abtheilung der Koschat'schen Sänger, unter Protektion des t. I. Aeußerungen vollständig auf unwahrheit beruhen, erklärt vielmehr, daß oben Genannte ein unbescholtenes Mädchen ist 2847b Franz Sacher, Schuhmacher. METALL NIVERSAL M PUTZ- POMADE Schutzmarke. ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG. goldene u.silberna Die in der ganzen Welt rühm Kammerfängers und Komponisten Hrn. lichst bekannte Thomas Koschat. Anfg. Wochentags 7%, Uhr, Entr. 15 B ,, Helm- Putz- Pomade" . Sonntags 6 Uhr, Entree 30 Pf. ist nur unser Erzeugniss. Dosen mit anderen Helmen und nicht mit Allen Genossen und Bekannten unserer Firma, weise man als empfehle mein 2706b werthlose Nachahmungen zurück. Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Angenehmer Aufenthalt f. Proletarier. W. 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E Bei den von uns notirten Preisen ist jede Uebervortheilung ausgeschloffen, und bemerken wir ausdrücklich, daß unsere Waaren nur von freien Schneidern und nicht in Buchthäusern nach neuestem Schnitt aus nur gediegenen Stoffen angefertigt sind und jeden Vergleich mit nach Maass gefertigten Kleidern aushalten können, und ersuchen wir Jedermann, unser Riesen- Etablissement in Augenschein zu nehmen und sich durch Einkauf persönlich davon zu überzeugen; denn in heutiger Zeit, wo ein Jeder, sei er Geschäftsmann oder Arbeiter, sei er kleiner oder großer Rentier, über Schmälerung seiner Einkünfte, ja fogar der Beamte über Bertheuerung der Lebensbedürfnisse berechtigte Klagen hat, ist es angebracht und muß es von Jedem mit Freuden begrüßt werden, daß ein VerkaufsHaus hier existirt, dessen Zweck einzig und allein darin besteht, dem großen Publikum Befleidungsstücke nach neuestem Schnitt dauerhaft und gut und für wenig Geld zu geben und den Arbeiter mit Verdienst zu unterstützen. Diese schwierige Aufgabe haben wir uns gestellt, und werden wir jederzeit diesem Prinzip tren bleiben. Wer bei uns nicht seinen Bedarf deckt, thut Unrecht an fich felbst und schadet seinem Geldbeutel, denn ,, Geld gespart, ist Geld verdient"." ,, Zum Prophet", Welthaus fertiger Herren- und Knaben- Garderoben, I. Etage, am Dönhoffplatz, I. Etage, Ecke Leipziger- u. Kommandantenstraße. P. S. Wir erwähnen noch, daß wir für die englische, französische, italienische, spanische, russische, schwedische, dänische, sowie für die verschiedenen czechischen Sprachen je einen Verkäufer in unserem Etablissement haben. 2379L Für das auswärtige Publikum ist ein eigenes Versandbureau eingerichtet, und wolle man bei Bestellungen, um unliebsame Verzögerungen zu vermeiden, unserer Adresse die Aufschrift ,, Versandbureau" beifügen. Sendungen nach auswärts können bei dem Umfange unserer Etablissements nur gegen Nachnahme oder Vorhereinsendung des Betrages ausgeführt werden, und wird nicht Conveni rendes anstandslos umgetauscht. 1. Etage, am Dönhoffplak, 1. Etage, Ede Leipziger- und Kommandantenstraße. Nur gute Schneiderarbeit. Versand nach auswärts. Keine Sträflingsarbeit. Verantwortlicher Redakteur: Auauft Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 105. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 56. Sigung vom 4. mai, 11 Uhr. Am Ministertische: Graf Eulenburg, v. Bötticher, Miquel, von Berlepsch und Kommissarien. In dritter Berathung genehmigt das Haus zunächst den Nachtragsetat für 1892-93( betr. das Gehalt des Ministerpräsidenten) ohne Debatte. Es folgt die Fortsetzung der zweiten Berathung des Gesetzentwurfes, betr. Die Abänderung einzelner Bestimmungen des allgemeinen Berggesetzes vom 24. Juni 1865, und zwar wird zunächst§ 80e( entsprechend§ 134c der Gewerbe- Ordnung), wonach die Arbeitsordnung für beide Theile rechtsverbindlich ist, ohne Nach§ 80 f soll die Arbeitsordnung den auf dem betreffenden Bergwerke beschäftigten großjährigen Arbeitern nnd wo ein ständiger Arbeiterausschuß besteht, diesem zur Aeußerung vorgelegt werden. Debatte angenommen. werden kann. = a Donnerstag, den 5. Mai 1892. die Aenderung des bisherigen Zustandes im Jnteresse des Arbeiters hat der Abg. Stöbel hinreichendes Material beigebracht. Der Wiederkehr derartiger Betrugsfälle wünschen wir vorzubeugen und deshalb empfehlen wir Ihnen nach dem Antrage Hize die Wiederherstellung der Regierungsvorlage.( Beifall links.) 9. Jahrg. Bezüglich der letzten Bestimmung, wonach Abzüge für Waschabgänge, Halden und sonstige beim Absatz der Produkte gegen die Fördermenge sich ergebende Verluste nicht gemacht werden dürfen, weist Abg. Grimm- Wiesbaden darauf hin, daß bei Eisenerz- BergAbg. Hammacher: Gäbe es nicht ohnehin schon eine volle werken, von denen er schon vorher gesprochen, die Löhne gezahlt Garantie gegen Mißbrauch und Betrug seitens der Grubenbesizer, werden nicht nach der Fördermenge, sondern nach der sich nachher so trüge ich gar kein Bedenken, eine Bestimmung in das Gesetz herausstellenden Aufbereitungsmenge, und fragt an, ob die in aufzunehmen, wonach die Fördergefäße sämmtlich denselben Rede stehende Vorschrift in irgend einer Beziehung diesen Werken Raum bezw. dasselbe Gewicht haben müssen. Aber ein Bedürfniß ein Hinderniß bereite. hierzu ist nicht vorhanden. Der von Herrn Stößel erwähnte Ministerialdirektor Freund: Durch die bezügliche VorFall pafsirte zu einer Zeit, als eine bergpolizeiliche Vorschrift schrift soll diese Art der Lohnzahlung nicht unmöglich gemacht nicht bestand, daß auf jedem Fördergefäß der Raum angegeben werden. Wo die Gedinge geschlossen werden auf die Menge werden muß. Kann danach nicht jeder Arbeiter selbst seine der zur Aufbereitung gelangenden Erze, wobei es also nicht darLeistungen überwachen und sich gegen den Betrug seitens der auf antommt, wieviel Rohmaterial gefördert wird, fönnen natürBergverwaltung schützen? Wozu nun die Werke absolut dagu lich keine Abzüge gemacht werden; wo aber Gedinge auf ge= nöthigen, nur Gefäße von demselben Raum und Gewicht anzu- förderte Mengen abgeschlossen werden, können solche Abzüge für wenden? Der betriebstechnischen Seite stelle ich die ökonomische Verluste stattfinden. entgegen. Die Bewegung in der Verwendung von Fördergefäßen§ 80k wird nach den Anträgen der Kommission genehmigt. ist noch nicht abgeschlossen. Dies Betriebsmaterial der Gruben Die§§ 81, 82, 83, 83 a und 84, welche die Kündigungsfrist 2c. würde vollständig entwerthet werden, wenn man einheit- betreffen, werden ohne Debatte genehmigt. Eine Ausnahme davon liche Gewichtsbestimmung einführte. Nach§ 85 sollen die Bergwerksbesizer großjährige Arbeiter, Abg. Grimm Wiesbaden( natl.): Die Vorlage bezieht sich ganz einseitig auf den Kohlenbergbau und nimmt auf den so wichtigen Erzbau gar keine Rücksicht. In den Eisenerzgruben wäre nur aus betriebstechnischen, nicht aber aus ökono- von denen sie wissen, daß sie früher schon im Bergbau beschäftigt an der Lahn, Dill und in den benachbarten Gegenden findet der mischen Rücksichten zulässig. Der Arbeiter tann selbst gewesen sind, nicht annehmen ohne Zeugniß des früheren ArbeitBetrieb in den einzelnen Gruben mit nur sehr wenigen Leuten, kontrolliren, ob das Gefäß richtig ist, und die Bergbehörden gebers beziv. der Polizeibehörde. Die Abgg. Hige und Gen. beantragen, daß die Bergwerkspit zwei bis drei, statt. Nun soll die Arbeitsordnung nach der würden auf eine desfallsige Beschwerde des Bergarbeiters eine Borlage den Arbeitern zur Aeußerung darüber mitgetheilt werden. Kontrolle der Fördergefäße vornehmen. Es bedarf dazu nicht besitzer zu Arbeiten, welche Leben und Gesundheit der Mitarbeiter Fur den Besitzer von 20-25 solcher fleinen Werte ist dies aber einmal der Aichung. Die Verwaltung fann Anordnungen treffen, gefährden können, nur solche Arbeiter heranziehen dürfen, welche schwer durchführbar. Ferner soll der Vorstand der Krankenkasse welche jeden Mißbrauch ausschließen. Der Kommissionsbeschluß den Nachweis der Befähigung dazu erbracht haben. In Steineines Bergwerkbetriebes als Arbeiterausschuß angesehen werden; reicht vollkommen aus, um die Arbeiter gegen Betrug zu schützen. fohlen- Bergwerken sollen als Vollhäuer nur Bergarbeiter be bei so kleinen Betrieben aber bilden die Arbeiter von allen in Minister v. Berlepsch: Es tönnte nach den Ausführungen schäftigt werden, welche eine dreijährige Lehrzeit hinter fich einer Verwaltung befindlichen Gruben eine gemeinschaftliche des Abg. Meyer den Anschein haben, als ob die Regierung die haben. Die näheren Vorschriften soll das Ober- Bergamt erKrantentaffe; soll auch hier der Kassenvorstand als Arbeiter vorgekommenen Betrugsfälle für so bedenklich erachtet hätte, daß laffen. ausschuß gelten? Die einfachste Abhilfe wäre durch die An- ein geseglicher Schutz gegen diese Art des Betruges eingeführt Abg. Hitze( 3.): Die Einrichtung des obligatorischen Abwendung des§ 80 a gegeben, wonach bei kleinen Betrieben von werden müsse. Die Thatsache, daß auf einer Grube in betrüge- fehrscheins ist damit begründet, daß die Arbeitgeber Sicherheit Der Einführung einer Arbeitsordnung überhaupt abgesehen rischer Absicht verschiedene Formen von Förderwagen gewählt haben müssen, ob der Arbeiter befähigt ist, die ihm aufgetragene worden sind, ist nicht aus der Welt zu schaffen. Aber ich er- Arbeit zu leisten. Die Berechtigung dieses Grundes muß ich anMinister v. Berlepsch: G3 ist außer Zweifel, daß§ 80 innere mich nicht, daß in anderen Fällen die Thatsache des Be- erkennen. Andererseits muß ich aber bemerken, daß der Arbeitdie wesentlichste Abhilfe gegen die Bedenken des Vorredners truges der Bergwerksbesitzer konstatirt worden ist. Betrogen wird ja geber in keiner Weise verpflichtet ist, sich an diese Rücksichten zu enthält, aber auch im Uebrigen bin ich nicht im Zweifet, daß das leider überall. Aber Betrug in Handel und Wandel kommt an anderen halten. Diesen Zweck des Abkehrscheins will unser Antrag herbeiGesetz für den nassauischen Erzbergbetrieb Anwendung finden Stellen jedenfalls sehr viel häufiger vor, als seitens der Berg- führen. Der maßgebende Gesichtspunkt ist der der Sicherheit. fann. Auch wenn der Vorstand der gemeinschaftlichen Kranken- werksbefizer ihren Arbeitern gegenüber. Ich stehe nicht an zu Die Gefahr ist groß, daß viele Arbeiter angenommen werden, die taffe mehrerer Gruben als Arbeiterausschuß fungirt, wird der behaupten, daß bei dem Stande der Bergwerksbefizer der Fall nicht die genügende Vorbildung zu ihrer Arbeit besitzen und daZweck des Gesetzes seinem Sinne nach völlig erfüllt. eines Betruges ein so ausnahmsweiser ist, wie in außerordentlich her Leben und Gesundheit ihrer Mitarbeiter gefährden. Daß § 80f wird genehmigt, ebenso die ebenfalls die Arbeits- wenig anderen gewerbetreibenden Ständen, und aus dem Vor eine gewisse Vorbildung nothwendig ist, wird von keiner Seite Ordnung betreffenden§§ 80g und 80i. tommen solcher einzelnen Fälle hat die Gesetzgebung nun den bestritten, nur die Frage der Durchführung ist schwierig. Es Nach§ 80k der Vorlage sind die Bergwerksbesitzer verpflichtet, Schluß gezogen, daß für die Gewerbetreibenden vorgeschrieben empfiehlt sich auch, speziell beim Steinkohlenbergbau, für die bei der Lohnberechnung auf Grund abgeschlossener Gedinge werden müsse, welches Maßes und Gewichtes man sich beim Bollhäuer die besondere Vorschrift in das Gefeß aufzunehmen, folgende Vorschriften zu beobachten: 1. Bei Berechnung nach Zahl Sandel bedienen müsse. Der Grund, welcher die in Rede daß sie mindestens drei Jahre als Lehrhäuer thätig gewesen sein und Rauminhalt der Fördergefäße sollen auf einer und derselben stehende Bestimmung veranlaßt hat, ist lediglich der, daß man müssen. Ich bitte Sie, unsern Antrag anzunehmen. Minister v. Berlepsch: Für die Anregungen, die mir der Grube oder Grubenabtheilung nur Fördergefäße gleichen Raum- alle Unklarheiten aus den Lohnverhältnissen der Bergwerke beVorredner gegeben hat, bin ich ihm sehr dankbar; sie führen mich inhalts benutzt werden; der Rauminhalt muß vor Beginn des feitigen wollte. Gebrauchs festgestellt werden und an dem Gefäß dauernd Ministerialdirektor Ober- Berghauptmann Freund: Betriebs- aber nicht zu dem Schluß, den Antrag anzunehmen. Die Bedeutlich ersichtlich gemacht werden. 2. Bei Berechnung nach technische Gründe sprechen gegen die Verschiedenartigkeit der deutung dieses Antrages liegt auf der einen Seite in den großen Gewicht muß das Leergewicht jedes einzelnen Gefäßes vor Beginn Fördergefäße. Wenn der Schacht einmal auf Fördergefäße von Gefahren, die die Arbeit im Bergbau mit sich bringt, auf der des Gebrauchs, sowie nach jeder Reparatur festgestellt werden. 10 Bentnern eingerichtet ist, so fann ohne Abänderung des anderen Seite darin, daß die Zahl der beschäftigten Bergarbeiter Wenn nicht jedes einzelne Gefäß gewogen wird, dürfen nur Schachtes nicht zu Fördergefäßen von 15 Bentnern übergegangen sich plötzlich sehr vermehren würde und daß die Rekrutirung Fördergefäße gleicher Form und gleichen Rauminhalts verwendet werden. Deshalb hat die Regierung ihre Vorschläge für zweck- aus Kreisen stattfindet, die in der Regel von der Arbeit werden. 3. Aus betriebstechnischen Gründen können Ausnahmen mäßig gehalten. Wenn aber das Haus nicht darauf eingehen nichts verstehen, da sie aus Provinzen fommen, wo sie mit thun haben, also auch nicht von der Bergbehörde gestattet werden. Für Waschabgänge, will, so wird sie sich der Annahme der Kommissionsbeschlüsse nicht dem Bergbau nichts zu angelernt find. Dieser Umstand ist einer der wesents Halden- und sonstige Verluste soll den Arbeitern kein Abzug ge- widersetzen. Gründe, daß die preußische Bergbau UnfallAbg. Schmieding( natl.): Der große Fortschritt in den lichsten lezten Jahren, daß man von 10- zu 15- Bentnerwagen überging, statistit ungünstigere Verhältnisse aufweist, als die Statistik der wäre durch die Bestimmung der Regierungsvorlage über die meisten anderen Bergbau treibenden Länder. Diese Unfälle entEine oberschlesische stehen nicht nur durch schlagende Wetter, sondern auch durch Fördergefäße unmöglich gemacht worden. Steinfall u. f. w. Die Ursache ist in beiden Fällen in der Regel die Unvorsichtigkeit der Bergleute und der Grund der Unvorsichtigkeit liegt in dem völligen Unvertrautsein mit der Arbeit. Nun ist infolge dieses Umstandes nicht nur bei den Bergbehörden, sondern auch in Kreisen der Bergarbeiter diese Frage schon vielfach erörtert worden. Heute ist die Ansicht ausgesprochen, daß eine Abhilfe nur darin zu suchen sei, daß zur selbständigen Arbeit unter Tage macht werden dürfen. Die Kommission beantragt, in Nr. 1 nur zu bestimmen, daß bei Berechnung nach Zahl und Nauminhalt der Rauminhalt der Fördergefäße dauernd und deutlich ersichtlich gemacht werden soll, und in Nr. 2, daß das Leergewicht der Fördergefäße alljährlich Beche würde ein Opfer von 60-70 000 m. bringen müssen, um festgestellt wird, ferner Nr. 3, betr. die Zulassung von Ausnahmen dieser Vorschrift zu genügen. Diese Belastung ist durchaus nicht an den Schluß des§ 80 k zu setzen. durch das Interesse der Arbeiter geboten. Der erste Grundsatz Die Abgg. Hiße und Gen. beantragen die Wiederherstellung der Arbeiterfreundlichkeit ist für mich die Zahlung eines aus der Regierungsvorlage. fömmlichen Sohnes, welcher durch die neue Belastung der ohnehin Abg. Stötzel( 3.): Der vorliegende Paragraph will einen schon hoch belasteten Bergwerke leicht erniedrigt werden könnte. Streitpunkt aus der Welt schaffen, der vielfach zu großen Miß- Ich bitte Sie, die Kommissionsbeschlüsse anzunehmen. helligkeiten Anlaß gab; um so mehr bedauern wir, daß die Kom- Abg. v. Bockelberg( t.): Die Einführung von Förder- nur gelernte Arbeiter zugelassen werden sollen. Die Schwierigkeit mission den guten Willen der Regierung lahm legte. Vor ungefäßen gleichen Rauminhalts ist praktisch unmöglich. Der Berg- der Ausführung dieser als gut erkannten Maßregel ist außergefähr zehn Jahren fand in Dortmund der Germania- Prozeß bau erhielte dadurch eine Ausnahmestellung gegenüber anderen ordentlich groß. Es müßte dazu übergegangen werden, die ganze statt, wo es sich herausstellte, daß den Arbeitern Wagen mit Berufsgenossenschaften. In der Landwirthschaft z. B. werden Masse der Bergarbeiter neu zu organisiren und zu klassifiziren in etwa zwei Zentner Mehrinhalt untergeschoben waren, die zu dem Gefäße verschiedensten Hauminhalts bei der Ernte benutzt. Schlepper, Lehrhäuer und Bollhäuer. Das bedeutet eine völlige Umfür die fleineren Gefäße verabredeten Lohn gefüllt werden Außerdem legen Sie durch die Forderung der Regierungsvorlage fehr des augenblicklichen Zustandes auf den meisten Bergwerken. mußten; daraus entstand dann Aufruhr und infolge dessen der den Bergwerksbesitzern eine ungeheuere finanzielle Laft auf. Wir Wenn man diefe Neu- Organisation wirklich eingeführt hat, entsteht sofort eine neue Schwierigkeit in der Frage der Kontrolle. Prozeß damals fagten die Sachverständigen aus, daß ohne bitten Sie daher, den Antrag abzulehnen. Zweifel das Vorgehen der Grubenvorstände verurtheilt werden Abg. Eberty( dfr.): Die Autorität der Staatsregierung Eine weitere Wirkung der Maßregel wäre die wenigstens übermüsse und sich als Betrug qualifizire. Diese Zustände herrschten wird im vorliegenden Falle zu wenig geachtet. Der Staat mit gangsweise erhebliche Verminderung der Produktion. Das ist aber nicht nur auf einer Grube, sondern sie fommen mehrfach feinen fistalischen Gruben ist der größte Interessent, der selbst ein Moment, das in Erwägung gezogen werden muß, das viel vor. Es ist nun erfreulich, daß§ 80k solche Miß- am Besten wissen muß, wie sehr er durch die Forderung der weniger die Grubenbesitzer und Bergleute hindern wird, ihre Zustände beseitigen will, aber die Beseitigung des Ab- Regierungsvorlage belastet wird. Ab- Regierungsvorlage belastet wird. Einen Unterschied zwischen Stimmung dazu zu geben, als die Konsumenten. Denn erstere und betriebstechnischen Gründen ver- haben schon lange das Bestreben, die Preise der Kohlen hoch zu fages 3 beseitigt den ganzen Vortheil. Ich sehe nicht betriebsökonomischen ein, wenn die Grubenbesitzer die Mißstände verurtheilen, mag ich nicht zu ersehen. Gemäß dem in der kaiserlichen treiben, und dasselbe würde durch eine solche Maßregel unterstützt 17. November 1881 enthaltenen Gedanken werden. Darunter leiden die Konsumenten. Daraus geht hervor, warum sie sich so gegen den Absatz 3 wehren; ich bitte Sie, Botschaft vom der Staat den Schwächeren gegen den Stärkeren daß diese ganze Sache einer eingehenden Erwägung nach allen durch Annahme unseres Antrages den Zankapfel aus der Welt will zur zu schaffen, die Ablehnung würde das Mißtrauen unter den Arschützen. Wer aber im Arbeitsverhältniß der Schwächere ist, Richtungen hin bedarf und nicht zu frühzeitig in die Geſetzgebung aufgenommen werden kann. Ein Fehler ist es, eine be= beitern nicht nur vermehren, sondern es auch dort hervorrufen, braucht in diesem Hause nicht ausgeführt zu werden. wo bisher noch keins bestand. Ministerialdirefor Ober- Berghauptmann Freund: Wo der stimmte Zeit als Lehrzeit für alle Häuer im Gesetz vorzuschreiben. Abg. Ritter( ft.): Ich bitte Sie, den Antrag abzulehnen Lohn nach Zahl und Inhalt der Fördergefäße ermittelt wird, be Das geht viel zu weit. Das Wesentlichste ist, daß jeder Bergzur selbständigen Bergarbeit zugelassen und den Kommissionsvorschlag anzunehmen. Es handelt sich hier stehen überall gleiche Wagen.( Hört, hört! links.) Wenn es mann nicht eher gar nicht um Gegensätze zwischen Arbeitgeber und Arbeitern, möglich war, von den 10- Zentnerwagen zu 15- Bentnerwagen werden darf, bis er nicht einige Zeit unter erfahrenen Bergleuten fondern nur um eine betriebstechnische Maßregel. Ich sehe auch überzugehen, so wird auch möglich sein, wo jetzt noch Förder- gearbeitet hat. Ueber diesen Punkt besteht allgemeine lebernicht ein, wie aus der Ablehnung des Absatzes 3 Mißtrauen ent- gefäße verschiedenen Rauminhalis angewendet werden, dieselben einstimmung. Es ist für die Gesundheit und das Leben der liehen kann; denn Absatz 1 stellt ausdrücklich fest, daß die Förder- burch folche gleichen Inhalts zu ersetzen. Der Uebergang ift Arbeiter nothwendig, daß von dem Zustand abgegangen wird, gefäße dauernd und deutlich gezeichnet sein müssen, so daß fein freilich nicht ohne weiteres möglich, dazu müßten erst die daß jeder beliebige Arbeiter ohne Weiteres zur schwierigsten ArZweifel über den Rauminhalt entstehen kann. Die Verschieden- Strecken vergrößert werden. Zur Erleichterung des Ueberganges beit zugelassen wird. Dieser Grundsatz hat schon in verschiedenen artigkeit des Abbaues verlangt, daß verschiedene Fördergefäße ist daher in der Regierungsvorlage eine besondere Bestimmung Polizeiverordnungen Ausdruck gefunden; doch bin ich bis heute noch nicht in der Lage, die Wirkungen derselben hier vorzulegen. Derwendet werden; in einer Grube braucht man etwa zuerst vorhanden. Gefäße mit 5 Zentner Inhalt, dann werden auch solche mit Abg. Site( 3.): In der Denkschrift über den Bergarbeiter. Ich halte es jedoch nicht für nöthig, die Gesetzgebung dafür in 6 ftreit ist festgestellt, daß bei der Anwendung von Fördergefäßen Anspruch zu nehmen, sondern halte es für ausreichend, im Wege wendbaren Gefäße abgeschafft und nur solche mit dem größeren verschiedenen Rauminh alts dennoch keine Verschiedenheit in der Polizeiverordnung Abhilfe zu schaffen. Nicht in der GrInhalt beschafft werden sollen, so kann das einer einzigen Grube der Berechnung des Lohnes stattfand. In der Landwirtschaft fenntniß des Uebelstandes, den ich vollkommen anerkenne, liegt Roſten bis zu 70 000 m. veranlassen; davon haben weder die wird der Lohu meist nach dem Gewicht berechnet, und wenn die Schwierigkeit, sondern in der Ausführung der Maßregeln zur Unternehmer, noch die Arbeiter irgend welchen Vortheil. Der nicht, sind die Arbeiter beffer in der Lage, den Inhalt der an Abhilfe. Der wesentlichste Theil der Aufgabe wird auch hier gerade gewendeten Gefäße zu beurtheilen. Wir legen großen Werth auf den Ober- Bergämtern zu überlassen sein. Deshalb bitte ich, den Antrag Hiße abzulehnen. burch seine Erklärungen wedt er das Mißtrauen der Arbeiter. Die Wiederherstellung der Regierungsvorlage. Er hat ja in den Osterferien Vorträge über die Vorlage vor Abg. Cremer- Teltow tritt für die Regierungsvorlage ein. Abg. Bopelins( frt.): Ich sehe nicht ein, warum Abg. Hitze Bergarbeitern gehalten; wenn er das mit dem Mandat als Ab-| Abg. Stötzel( 3.): Wenn die Wagen auf der Brücke aus nicht auch die alte berggesetzliche Bestimmung beibehalten vill, geordneter vereinbar findet, so bitte ich ihn, doch dabei darauf geschüttet werden, kann sich der Aufseher leicht in dem Inhalt daß ein Bergwerks- Unternehmer Leute, von denen er weiß, daß hinzuwirken, daß das Mißtrauen nicht wächst, das halte ich nicht derselben irren. Beim Rechnungsabschluß nach 4 Wochen kann sie schon vorher im Bergbau beschäftigt waren, nur wenn sie ein für gut und nicht für im Sinne eines sozialen Friedens liegend. Der Arbeiter unmöglich mehr nachweisen, daß er au dem und Zeugniß ihres letzten Arbeitgebers besigen, anstellen darf. Sein Abg. Meyer- Berlin: Der Vorredner hat für die von der dem Tage Wagen von dem und dem Inhalt gefördert habe. Antrag erscheint mir nach den Ausführungen des Herrn Ministers Kommission vorgenommene Aenderung den betriebstechnischen Einen Arbeiter in einer Bergarbeiter- Versammlung habe ich zur Zeit nicht annehmbar, ich werde gegen denselben stimmen. Grund Abg. Engels( frk.): Nach den Ausführungen des Herrn angeführt, daß in den Fördergefäßen den Fördergefäßen von veräußern hören, er würde, wenn er einmal den Abg. Ritter spräche, schiedenem Rauminhalt ein bedeutendes Anlagefapital steckt, ihm persönlich sagen, daß sich unter den Arbeitgebern mehr Ministers liegt fein Grund vor, die Kommissionsfassung durch was bei Annahme der Regierungsvorlage entwerthet werden räudige Schafe finden, als unter den Arbeitern. Wenn Sie die vom Abg. Hige vorgeschlagene zu ersetzen, darum bitte ich würde. Dies trifft nicht unter allen Umständen zu, denn die unseren Antrag annehmen, tragen Sie zur Beruhigung der Ar- Sie, diesen leyteren Antrag abzulehnen. Abg. Graf Limburg- Stirum( t.): Dem in dem Antrag Hitze Staatsregierung hatte einen Uebergangs- Baragraphen vorgesehen, beiter bei und bewahren sie vor der Sozialdemokratie. der es ermöglicht, diejenigen Fördergefäße, welche sich mit dieser Damit schließt die Debatte. In namentlicher Abstimmung enthaltenen Gedanken stehen meine Freunde sehr sympathisch Bestimmung nicht vertragen, alles verbrauchen. Ehrlich wird der Antrag Hige mit 179 gegen 99 Stimmen abgelehnt; gegenüber, wir wünschen für jede Arbeit, in der eine besondere den Nachweis der Befähigung. aß und Gewicht ist die erſte Borauslegung in jedem recht- dagegen ſlimmen Nationalliberale, Freikonservative und Kon: Geschicklichkeit nöthig i Schaffenen Berkehr, und dem ſteht nichts so sehr entgegen, als die fervative mit Ausnahme der Abgeordneten von Hammerstein und wir stimmen aber gegen den Antrag, weil er towelt er die allgemeine Befähigung der Bergarbeiter betrifft Anwendung zu vieler verschiedener Maße und Gewichte! Für Kropatscheck eigentlich nutr eine Resolution darstellt; " die näheren diesen Fall der Name Verein der Maurer" nur fingirt, denn geisternde Rede, worauf von den Maffen die Marseillaise ges Bestimmungen können nur die Regierung oder die Ober- es kann sich wohl hier nur um ein öffentliches Bergnügen fungen wurde. Daran reihte sich, die Fahnenweihe des Maurer Bergämter geben, und dabei muß noch auf jeden einzelnen handeln. Fachvereins, worauf in die Stadt zurückmarschirt und in den Spezialfall besonders Rücksicht genommen werden. Den anderen Der Gastwirth Schneider hatte bereits den Antrag zu einem Räumen der Helvetia" bei Konzert der würdig verlaufene Tag Theil des Antrages kann ich darum nicht annehmen, weil ich derartigen Vergnügen gestellt, ist aber abschläglich beschieden der Arbeit beschlossen wurde. Die vom Zentralfomitee für die nicht weiß, ob die Frist von drei Jahren genügt oder zu kurz worden, weil öffentliche Tanzluftbarkeiten nach einer Verfügung Maifeier vorgeschlagene Eingabe an die Bundesversammlung und ist, und ich ohne genügende Information in dieser wichtigen des Herrn Oberpräsidenten für ein Dorf mit einer Seelenzahl eine Resolution wurde einstimmig angenommen. Sache keinen definitiven Beschluß gefaßt sehen möchte. wie Jaznick nur alle 4 Wochen stattzufinden haben. Es ist nun Bern. Der gestrigen Maifeier ging Vormittags die Fahnens Abg. Bachem( 3.): Ich danke dem Vorredner dafür, daß aber erst vor 2 Wochen Tanzvergnügen in 2 Lokalen hierselbst geweihe des Schuhmachervereins voran, wobei Redakteur Steck über die er für die Jdee des Befähigungsnachweises eintrat, aber eine wesen. Politik der Sozialdemokratie sprach. Nachmittags zogen sämmtliche bloße Resolution kann ich in dem ersten Theil unseres Antrages Sie werden daher mit Ihrem Antrage abgewiesen. der Arbeiterunion Bern angehörenden Vereine mit mehreren Musiknicht erkennen; denn wenn auch das Ober- Bergamt die genauere Der Auntsvorsteher forps, 18 Fahnen nnd vielen Gewerksemblemen, etwas über Bestimmung über die Art der Durchführung haben muß, so sollen Bernch. 2000 Mann stark, vom Kirchenfeld nach dem Waisenhausplay, eben die Ober- Bergämter hierdurch gezwungen werden, irgend Die anwesenden Genossen, welche dem Wirth den Saal ab- wo Redakteur Conzett die Festrede hielt, in welcher er den Achtwelche Bestimmungen zu treffen. Ich glaube nach dem Gang der gemiethet hatten, legten sich Bier auf und wollten mit dem Tanz stundentag und die vorliegende Resolution und Petition an die Debatte, daß, wenn selbst unser Antrag heut abgelehnt werden sollte, beginnen; sofort kamen sämmtliche Gendarme und erklärten, daß Bundesversammlung besprach. Die Resolution und die Petition ein diese Materie regelndes, von der Regierung einzubringendes Gesetz ihnen höheren Orts der Befehl ertheilt sei, sobald getanzt würde, wurden einstimmig angenommen. Da die Witterung eine Ver große Aussicht auf Annahme hat; auf Polizeiverordnungen bitte den Saal gewaltsam zu räumen, worauf die Genossen es vor sammlung auf dem Wankdorffeld nicht zuließ, zerstreuten sich die ich den Minister nicht zu rekurriren, es handelt sich um einheit zogen, das Lokal zu verlassen. Die im zweiten Lokale Ver- Vereine in ihre Lokale. Von allen Seiten wird bestätigt, daß die liche, gefeßliche Regelung des Gegenstandes. Früher war die sammelten hatten nun, um die Genossen nicht frühzeitig aus- Maifeier im ganzen Lande ruhig verlaufen ist. Unterscheidung zwischen Lehr- und Vollhäuern überall durch einander gehen zu lassen, den Antrag angenommen, als dritten Biel. Die Feier verlief nach Programm mit Zug der geführt, erst in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts hörte fie Punkt ein„ Gemüthliches Beisammensein" auf die Tagesordnung Arbeiterunion, 4-500 Mann und Vorträgen auf dem Neumarktauf, ich sehe aber nicht ein, warum das, was früher Rechtens zu sehen. Der Amtsvorsteher machte zwar ein etwas erstauntes plag vor etwa 2000 Zuhörern. war, nicht wiederum gefeßlich soll eingeführt werden können. Die Gesicht, schien aber hiergegen keine gefeßlichen Bedenken zu haben St. Immer. Die Maidemonstration der Arbeiterschaft des Rücksicht auf die Konsumenten sollte von dem Minister doch nicht und fofort trugen denn die anwesenden Genossen Gedichte und St.Jmmerthales ist prächtig verlaufen. StarkerSchneefall verhinderte der auf die Arbeiter vorgezogen werden, wvie er thut, Gesangspiecen vor. Mittlerweile war die Musik aus dem anderen die Durchführung des ganzen Programms. Jm dichtgefüllten wenn er sich gegen unseren Antrag mit Rücksicht auf die Lokale angelangt; der sehr energische Vorsitzende, Genosse Schmidt- Kasinosaal sprach als deutscher Redner Enderli von Zürich, als dadurch entstandene Erhöhung der Kohlenpreise erklärt. Die Torgelow, ertheilte ihr das Recht, etwas vorzutragen. Das war französischer Redner Dubois von St. Jmmer, welcher die InstiNothwendigkeit einer Aenderung des gegenwärtigen Systems wird dem anwesenden Gendarmerie- Wachtmeister Ziemann denn doch tution der politischen Polizei scharf angriff. allseitig, auch von Bergbehörden und Bergwerksbefizern an zu viel; er erklärte, unter keinen Umständen zu dulden, daß erkannt, und zur Abhilfe ist nur die Einführung des Befähigungs- Mufit gemacht würde. Um diesen Worten den nöthigen Respekt nachweises geeignet. Wir wollen ja den landwirthschaftlichen zu verschaffen, holte sich derselbe seine Kollegen in den Saal, die Arbeitern die Möglichkeit nicht nehmen, im Bergbetriebe einen nun unter den Augen des Publitums die Schuppenketten unter besonderen Erwerb zu finden, aber leichtsinnig darf man dabei das Kinn nahmen, die Gewehre Iuden und sich tampfbereit nicht verfahren. Wollen Sie unseren Antrag heut nicht an- hinstellten! Nun begann zwischen dem Vorsitzenden und dem nehmen, so bitte ich Sie um Ihr Wohlwollen für die Zeit, wo Wachtmeister eine lebhafte Debatte, bei welcher jeder sein Recht der Minister oder wir mit einer gefeßlichen Formulirung der zu wahren sich bemühte. Der Vorsitzende verlangte wiederholt, Da er die Dienstlichkeit des Wachtmeisters deshalb nicht anMinister v. Berlepsch: Der Vorredner meint, der Minister erkannte, weil derselbe sich mit den Anwesenden um Recht und folle mehr auf das Wohl der Arbeiter, als auf den Standpunkt Unrecht stritt, daß letzterer sich zum Wort melden sollte, andernder Konsumenten Rücksicht nehmen. Den darin liegenden Vor- falls er der Vorsitzende- sich gezwungen sähe, von seinem wurf habe ich nicht verdient, ich habe mich ausdrücklich mit dem Hausrecht Gebrauch zu machen; andererseits nahm der WachtPrinzip des Antrages einverstanden erklärt, und will es nach meister für sich das Recht in Anspruch, zu thun, was ihm beliebe; Möglichkeit verwirklichen. Daß ich mich aber gegen eine plöß- dazwischen spielte nun wieder auf Anordnung der Festordner die liche Regelung der Sache erkläre, ist gewiß gerechtfertigt; die Musit, die dann der Wachtmeister wiederum verbot und darauf Folge der Maßregel wird zweifellos eine Preiserhöhung sein, zur Verhaftung des Korpsführers schritt. Da nun die Polizei namentlich bei steigender Konjunktur; darum aber soll die Maß erklärte, die Musikanten sofort zu verhaften, wenn sie weiterregel nicht unterbleiben, man muß nur die nöthigen Rautelen spielten, sahen sich die Genoffen gezwungen, mit Deklamationen 2c. treffen, z. B. nicht plöglich eine übergroße Lehrzeit der Häuer fortzufahren. So haben die Genossen mit Deflamationen und einführen. Nach den Worten des Vorredners weiß ich auch Bertagungen ihren 1. Mai feiern müssen, versicherten aber Alle, nicht, ob der Antrag überhaupt annehmbar ist. Er setzte näm- sich sehr gut amüsirt zu haben. lich die bestimmte Form eines Befähigungsnachweises voraus. Bisher war ich der Meinung, daß der Sinn des Antrages allgemeiner gefaßt war, daß den Ober- Bergämtern überlassen bleiben soll, zu bestimmen, wann der Lehrhäuer zum Vollhäuer avanciren darf; darin bin ich jetzt irre geworden, denn jetzt scheint mir ein formell zu führender Befähigungsnachweis angestrebt zu fein. Die Einführung eines Examens mit besonderem Reglement halte ich bei der großen Zahl der in Frage kommenden Bergarbeiter für unthunlich. Materie vor Sie treten. Abg. Jerusalem( Zentrum) weist darauf hin, daß die Unfallstatistiken, namentlich in Steinkohlen- Bergwerfen, beweisen, daß durch die Zunahme der Zahl der ungelernten Bergarbeiter die Gefährlichkeit des Betriebes zugenommen habe. Deshalb sei es nothwendig, einen Befähigungsnachweis in irgend welcher Form einzuführen. Abg. Stögel ergänzt diese Ausführungen durch Beispiele aus dem praktischen Leben. Abg. Hammacher( natl.): Die Gründe für den Antrag sind so schwerwiegend, daß kaum ein Abgeordneter sein wird, der sich nicht auf den Boden des Antrags stellt; aber es ist doch schwierig, die Sache jetzt in Angriff zu nehmen nach den formellen Bedenken, welche der Minister hier vorgetragen hat. Das zweckmäßigste wäre es wohl, den Antrag zur Zeit zurückzuziehen, nachdem man sich von allen Seiten für die Tendenz des Antrages erflärt hat. Abg. v. Erffa( t.): Ich stehe dem Antrage Hize sehr sympathisch gegenüber. Wir vom Standpunkte der Landwirthschaft im Often haben gar teine Veranlaffung, dem Zuzug der Arbeiter nach dem Westen irgendwie Vorschub zu leisten. Das würde aber geschehen, wenn die Bergwerksbesitzer die Möglichkeit haben, an die Stelle der Geschicklichkeit, welche durch diese Vorschrift gefordert wird, die einfache rohe Kraft zu sehen, und das ist das einzige, was die Leute aus dem Often mit sich bringen. Werden aber diese Vorschriften eingeführt, dann werden die Bergleute nicht so zahlreich nach dem Westen gehen. Abg. Schmieding( nl.): Wir sind ebenfalls mit dem Grundgedanken des Antrages einverstanden. Eine bessere Vorbildung der Bergarbeiter, namentlich der jüngeren Elemente, ist ein dringendes Bedürfniß. Nachdem aber der Minister erflärt hat, daß die Sache heute zur Entscheidung noch nicht reif ist, können wir den Antrag unmöglich in der vorgeschlagenen Form annehmen. Abg. Hitze erklärt, daß er seinen Antrag nicht zurückziehen tönne. Abg. von der Neck schlägt vor, den Antrag und den§ 85 an die Kommission zurückzuverweisen. Die Zurückverweisung wird abgelehnt.§ 85 wird darauf unter Ablehnung des Antrages Hiße( für den neben dem Zentrum auch einige Konservative u. A. Sack, v. Busse, v. Meyer- Arns walde, v. Erffa, v. Derzen( Bromberg), Stöcker, Kropatscheck, Wüsten, v. Bandemer, Cremer, v. Buttkamer Plauth, v. Putttamer Nipkau, Jacobs, Bohh, v. Enckevort stimmen) nach dem Antrage der Kommission angenommen. V Darauf wird um 32 Uhr die weitere Berathung bis Donnerstag 11 Uhr vertagt, Außerdem Wahlprüfungen und zweite Lesung der Vorlage, betr. den Buß- und Bettag. Parteinachrichten. Die Genoffen von Bingen und Rüdesheim a. Nh. hatten den Plan gefaßt, am 1. Mai einen Ausflug nach dem Niederwald zu unternehmen, um in jener Gegend, wo der Chauvinismus in höchster Blüthe steht, dem Gedanken der internationalen Solidarität Des Proletariats Ausdruck zu geben. Das schlechte Wetter verhinderte jedoch die Ausführung dieses Vorhabens, zu dem eine ungemein starke Betheiligung in Aussicht stand. Das Fest wurde nun in Bingen abgehalten. Genosse Widmaier hielt eine kernige Ansprache, und dann wurde an die französischen Genossen eine Adresse abgesandt, in welcher es u. A. heißt: An die französischen Sozialdemokraten! Genossen! Brüder! 0 Die Sozialdemokraten von Bingen und Rüdesheim glauben, ben internationalen Arbeiter- Feiertag am besten dadurch begehen zu können, daß sie hier am Fuße des Niederwald Monuments Protest erheben gegen die Pflege des Völkerhaffes, die das edelste Gefühl des Menschen, die Nächstenliebe, systematisch untergraben würde, wenn nicht die Arbeiterklasse diesem Treiben ein energisches Halt zuriefe. Heute, am 1. Mai, soll durch die vom Chauvinismus verpestete Luft der Niederwaldgegend ein gesunder Hauch freiheitlicher Nächstenliebe wehen, und am selben Orte, wo der sogenannte Patriotismus der deutschen Denker" unzählige Male Orgien gefeiert hat, befunden wir, daß das arbeitende Volk diesseits und jenseits der Vogesen einig ist trotz aller Verhebung. Hier, wo die deutschen Mords- Patrioten ihr Nieder mit Frankreich" brüllen, rufen wir den Proletariern jenseits der Bogesen unseren aufrichtigen Brudergruß zu. 3ug. Die Maifeier machte einen guten Eindruck. Das Referat hatte Redakteur Zimmermann von Luzern. Herisau. Die Betheiligung an der Maifeier des Arbeiterbundes in Herisau war eine sehr große. Advokat H. Scherrer von St. Gallen sprach vortrefflich. Genf. Tros trübem Wetter war die Maifeier stark besucht. Der Festzug zählte ca. 700 Theilnehmer mit 20 Fahnen. Die Reden wurden in Carouge im Freien gehalten. Es sprachen Großrath Thiébaud, Nationalrath Favon, Journalist Bommeli und Professor Schiff. Die angenommene Resolution verlangt unter Anderem Abschaffung der politischen Polizei. * * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wie wir schon seiner Zeit berichteten, wurden am 12. Februar die Genossen Sattler E. Weigelin und der frühere Redakteur des in Sonneberg i. Thür. erscheinenden Thüringer Volksfreundes", August Burkhardt, wegen Be leidigung der Diakonissin- Schwester Elise Seltik, f. 3. in Bettelhecken, begangen durch Veröffentlichung eines Artikels in Nr. 20 des Thür. Boltsfreund" vom 4. Dezember 1890 Ersterer gu 10 Wochen und Letzterer zu 7 Wochen Gefängniß verurtheilt. W. trat feine Strafe sofort an und ist am 22. April bereits ent lassen, Burkhardt legte Berufung gegen das Urtheil ein. In der am 30. April stattgehabten Sigung der Straffammer I zu Meie ningen ist die Berufung Burkhardt's verworfen worden. Derselbe legte dagegen Revision ein. -In Augsburg wurde Genosse Bröder, Redakteur der„ Volts- Zeitung", wegen Beleidigung des Ingenieurs Kranz von der Maschinenfabrik Augsburg zu 3 Wochen Gefängniß verurtheilt. - Das Leipziger Landgericht verurtheilte den Redakteur der Wurzener Zeitung", Genossen Thiele, wegen Beleidigung des Wurzener Stadtraths Suchsland zu 200 M., wies dagegen eine Nebenklage des letteren ab. Das Vergehen wurde in einent Artikel gefunden, welchen Thiele über seinen befannten Ausschluß aus dem Stadtverordneten- Kollegium geschrieben hatte. Tokales. Verbrecherische Narrheit und herostratische Eitelkeit verblenden so manchen" Propagandisten der That" und verleiten diese, da fie sonst nichts zu thun wiffen, zu allen möglichen Dummen jungenstreichen. Denn ein solcher ist es zum mindesten, wenn ein folcher Propagandist an einen früheren Bekannten eine offene Positarte sendet, auf deren einer Seite folgende Adresse steht: Herrn Arno Winter Klempner in Firma Th. Giremand Es falle Haß, es falle Neid, Es lebe hoch die Einigkeit. Germany Berlin Nieder mit dem Chauvinismus! Prinzessinnenstraße 21, Hoch lebe die internationale Verbrüderung! Die Rarte ist abgestempelt London, 26. April." Auf der anderen Seite der Karte steht: Schönebeck a. Glbe. Die Betheiligung an der Maifeier war Lieber Freund Winter! eine sehr gute. Sie begann Nachmittags mit einer VolksTheile Dir hier mit, daß ich seit 14 Tagen in London bin, versammlung, worauf unter Musikbegleitung Umzug durch den da ich austneifen mußte in Berlin wegen anarchistischer ProOrt stattfand, wobei sich zirka 200 Männer betheiligten. Das paganda. Grüße alle Genossen und Freunde bei Dich. eigentliche Fest war im großen Saale des Stadtparts, welcher Besten Gruß 3000 Personen faßt und troz des schlechten Wetters voll be= feßt war, Laufigk, bei Leipzig. Zu dem ara 1. Mai unternommenen Ausfluge ftellte sich, wie das in Deutschland Sitte, natürlich auch die Polizei ein. Die Soldaten der hiesigen Garnison mußten Abends im Quartier bleiben. * " Belustigende Wuth über die erlittene Täuschung, daß die Maifeier Fiasko machen werde, spricht aus folgender Bemerkung des Berliner Korrespondenten der Münchener Neuesten Nachrichten":" Ein großes Sonntagsvergnügen mit dem ganzen großstädtischen Klimbim und sozialdemokratischem Aufput, das war die Maifeier des Jahres 1892." Wie froh wäre das deutsche Bürgerthum, wenn es eine solche Feier fertig brächte! Gegen das Maifest der Arbeiter verhalten sich die Feste des Bürgerthums wie ein Gassenhauer zu einer Beethoven'schen Symphonie. St. Johann Saarbrücken. Troh strömenden Regens hatten sich zirka 600-700 Personen zur Maifeier eingefunden. Die Polizei war start vertreten. Der Verlauf des Festes war vortrefflich. Adr. Club Autonomie 6. Windwillstreet Richard Hamm. London W. Tottenham Court Road, Solche Karte offen einem Arbeitskollegen, der mit dem Anarchismus nichts zu thun hat und der die Befehrungss versuche" des Hamm stets mit Entschiedenheit zurückgewiesen hat, in das Geschäftslokal zu schicken, kann nur die Folge haben, den Betreffenden dem Prinzipal und Anderen als Helfershelfer der Anarchisten hinzustellen. Schon einige Tage vorher waren zwei Arbeitskollegen des Winter Packete mit der„ Autonomie", freilich in ihrer Privatwohnung zugegangen. Adreffaten vermutheten in dem Absender gleichfalls den Hamm und vernichteten die Packete. Das anarchistische Londoner Organ" Autonomie" ist nun, wie auch in der Fränt. Tagespost" erklärt wird, nie etwas Anderes gewesen, als eine Mause falle, welche von Polizistenlauf gestellt ist. Zum neuerlichen Beweise dessen bringt dieses Blatt eine Szene aus dem Prozeß gegen die Walsall- Verschwörer in Erinnerung, die bisher nicht genügend beachtet wurde: " Der eigentliche Anstifter dieser Bombenverschwörung war ein gewisser Goulon, dieser aber ward nicht angeklagt. Die Borbesprechungen über diese Bombenfabrikation mit diesem Einen dramatischen Abschluß hatte die Maifeier in Coulon fanden in dem Klublokal der Autonomie", Jahnit in Pommern, zu welcher aus ungefähr 20 Ortschaften Die Maifeier im Ausland. Auch in Dublin( Irland) 6 Windmillstreet, London, statt. Die Polizei war davon genau die Genossen nebst ihren Familien zusammengekommen waren, feierte das Proletariat den internationalen allgemeinen Arbeiter unterrichtet und fah ruhig zu. Einer der Verschwörer", der zu und Genosse Gründel aus Berlin in zwei Versamm Festtag durch großartige Kundgebungen. Sämmtliche Gewerk- 6 Jahren Zuchthaus begnadigte reuevolle und geständige Dealin lungen die Bedeutung des 1. Mai tarlegte. Um die Einwohner schaften versammelten sich gegen Mittag in der Mitte der Stadt wurde auch im Klublokal in dem Augenblick verhaftet, als er dieses kleinen Ortes vor den ttt Sozialdemokraten zu schüßen, und zogen, in zwölf größere Sektionen eingetheilt, mit Gewerk von Walsall dorthin eine Flasche Chloroform brachte. Von der hatte man die stattliche Zahl von 8 Gendarmen und 1 Gendarm- schafts- Emblemen und jede Gewerkschaft ein Mufiftorps bei sich Station bis ins Lokal war die Polizei neben ihm her Wachtmeister aus den Kreisen zusammengezogen, gleichzeitig aber führend, zirka 20-25 000 Mann start nach dem dicht vor der gegangen. Und im Verhöre vor Gericht mußte der auch die Förster mobil gemacht und einen Theil des unteren Stadt gelegenen großen Phönixparke. Hier wurden unter freiem Polizei Jnfpettor Melville außer obigem auch noch Bahnpersonals Blechschilder sich anheften laffen, welche die In- Himmel großartige Meetings abgehalten, welche Resolutionen das weitere Geständniß ablegen, daß er oft und regel schrift Bahnpolizei" trugen. Diese Leute waren mit riesigen zur Erlangung des achtstündigen Arbeitstages annahmen. Das mäßig an Anarchisten Geld zahle, daß er Coulon ganz Knüppeln bewaffnet. Der Amtsvorsteher, welcher den Lesern des Publikum Dublins war, mit Ausnahme des Unternehmerthums, genau fenne, auch wisse, daß Coulon Mitglied des Londoner ,, Vorwärts" durch seine Verfügungen bei der letzten Reichstags- zum größten Theil nach dem Parke geeilt, um sich an der Kund- Autonomie"-Klubs sei. Dagegen lehnte er natürlich die Be Wahl wohl noch in Erinnerung sein dürfte, hatte dem Vorstand gebung zu betheiligen. Die ganze Feier verlief in schönster antwortung der Frage ab, warum er Coulon nicht verhaftet und der Maurer ein Schriftstück folgenden Inhalts zugesandt: Ordnung. ob und wieviel er ihm Geld gezahlt habe." Jahnic, den 29. April 1892, An den Vorstand des Vereins des Maurer für Jagnic und Umgegend zu Jahnid. Ueber die Maifeier in der Schweiz berichtet die Für uns, sagt die Fränk. Tagespost", ist die Ablehnung der bürgerliche Züricher Post": Frage so gut eine Antwort, wie wenn er genau die Höhe des Winterthur. Die von den hiesigen organisirten Ar- Monatsgehaltes angegeben hätte. Die ganze Episode ist ein Auf Ihren Antrag vom 23. d. M. in Betreff Veranstaltung beitern arrangirte Maifeier nahm einen in jeder Beziehung neuer Beweis für unsere alten, seit Jahren wiederholten eines Konzerts verbunden mit Tanzkränzchen im Lokale des Herrn vollauf befriedigenden Verlauf und war weit großartiger als Warnungen. Und wenn, wie jüngst in Berlin, immer wieder Schneider hierfelbft für Sonntag, den 1. Mai, erwidere ich beide vorangegangenen Maifeste. Der Zug, der zirka 1100 Per- Gläubige auf die Falle der Autonomie" hineintappen, so ist das Ihnen, daß die polizeiliche Genehmigung hierzu nicht ertheilt fonen zählte, marfchirte nach 1 Uhr mit der Musikkapelle Alpen- für die Betroffenen gewiß schmerzlich, aber im Grunde haben fie rösli" an der Spike von den Straußanlagen weg durch die Stadt es nicht beffer verdient. Wer cllen Warnungen zum Troß und Es findet an demselben Tage und in demselben Lokale eine in die Festhütte auf der Schüßenwiese, wo sich gegen 1500 Per über diese höhnend in dieses Polizeigarn läuft nun, der muß öffentliche Voltsversammlung statt und ist jedenfalls für sonen versammelten. Herr Wullschleger von Basel hielt eine be- es eben büßen und durch eigenen Schaden klug werden, werden kann. " P Der oben erwähnte Samm wird uns denn auch von zwet 1 ftraße nach dem Dönhoffsplatz und von der Dennewitzstraße durch| Fußes, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. zuverlässigen Genoffen als perdächtiges Individuum bezeichnet. Die Stulm, Groß- Görschenstraße nach dem Bahnhof der Gesell- An der Ecke des Wilhelm- und Friedrich- Karl- Ufers wurde Abends Er hat z. B. während seines Aufenthalts in Berlin eine Geburts- fchaft in Schöneberg nachgesucht. Diese Linie, welche nur Straßen ein Arbeiter mit schweren Verlegungen am Bein aufgefunden tags- Feier, za welcher man ihm den Zutritt verweigert hatte, mit nur geringem Wagenverkehr berühre, eigne fich ganz besonders und nach seiner Wohnung gebracht. Er ist angeblich von einer dem Nachtwächter als eine geheime Versammlung denunzirt, so zur Versuchslinie und entlaste gleichzeitig den Verkehr in der Droschte überfahren worden. Im Laufe des Tages fanden vier daß denn auch Polizei erschien, und so die Feier gestört wurde, Leipziger, Potsdamer- und Lügomstraße. Brände statt. wenn auch der wirkliche Thatbestand sich sofort ergab. 177 Gerichts- Beifung Unter der Maste eines Kollegen drängte sich in der verIn wie frivoler Art in Berliner Brauereien das flossenen Nacht zwischen 12 und 1 Uhr ein Unbekannter an den freie Stoalitionsrecht eines Arbeiters unterdrückt werden die Lindenstraße entlang gehenden Schlächter U. heran, indem er foll, zeigt ein Borfall in der Mälzerei Lagerhof, Usedomstraße, diesem mittheilte, daß er augenblicklich keine Arbeit habe. Beide welche der Aktienbrauerei Moabit gehört. Daselbst arbeitete vom besuchten zusammen ein Wirthshaus; als sie dieses wieder ver20. September 1891 ab der Brauergeselle K., welcher dem Brauer- laffen hatten, bat der Unbekannte seinen Begleiter, er möge ihmi Wegen fahrlässiger Körperverlegung stand gestern der verein der Provinz Brandenburg angehörte. Er wurde am einmal feinen Verlobungsring zeigen. Als er den Reifen in der Kutscher Ernst Hornig vor der ersten Straffammer des Land2. April 1892 aus nichtigen Gründen entlassen, nachdem er Hand hielt, versetzte er dem etwas angetrunkenen U. einen Stoß gerichts I. Der Angeklagte, der in den Diensten des Fourage61/2 Monate feine Arbeit zur Zufriedenheit geleistet hatte. R. mit der Faust vor die Brust, entriß ihm noch die goldene Uhr händlers Meyer stand, erhielt am Nachmittage des 24. Dezember verlangte nun von dem Malzmeister Kind ein Zeugniß über fette und eilte mit seiner Beute davon. Der Räuber wäre ent- vorigen Jahres von seiner Dienstherrin den Auftrag, sie nebst feine Führung, welches ihm jedoch rundweg abgeschlagen kommen, wenn nicht gerade der Kriminalkommiffarius Braun, ihrer 9jährigen Tochter und einer anderen Frau nach dem Kirchwurde, so daß derselbe auf gerichtlichem Wege sein Recht welcher eine Revision der Verbrecherlokale vorgenommen hatte, hofe zu fahren. Der Angeklagte gehorchte nur widerwillig, da geltend machen mußte. Bei der gestrigen gewerbegerichtlichen in einer Droschke die Lindenstraße entlang gefahren wäre und ihm dieser Auftrag am Heilig- Abend nicht genehm Verhandlung vor der Gewerbedeputation äußerte nun Herr die Hilferufe des Beraubten gehört hätte. Der Beamte verfolgte fam. Vor dem dem Kirchhofe mußte der Angeklagte eine Kind: Ich kann dem R. Kein Zeugniß über gute Führung aus- in der Droschke den Flüchtigen, holte ihn ein und erkannte in halbe Stunde warten. Als dann die Rückfahrt begann, stellen, weil derfelbe Bertrauensmann eines sozialdemokratischen ihm den seit zwei Tagen aus dem Gefängniß Plößensee entlassenen machte der Angeklagte seinem verhaltenen Groll dadurch, Vereins ist. Auf Befragen des Gewerbedeputations- Mitgliedes Arbeiter" Mattur. Luft, daß er wie rasend die ohnehin etwas abschüssige Tonnte er feine weitere Anschuldigung vorbringen. Das Zeugniß, welches er nun ausstellte, lautete: " Juhaber dieses, der Mälzer J. K., hat vom 10. September 1891 bis 2. April 1892 als Mälzer in der Aktienbrauerei Moabit gearbeitet. Während dieser Zeit war K.'s Führung nicht zu meiner Zufriedenheit. Berlin, den 3. Mai 1892. Kind, Malzmeister." Dem R. ift anheimgeftellt worden, nunmehr beim Amtsgericht zuflagen, und das ist langwierig genug. Noch ist das Gewerbe gericht in Berlin nicht eingeführt; das scheint im rothen Hause nicht so als dringendes Bedürfniß empfunden zu werden, als die Aunge'schen Schloßprojekte. Der Brauerverein dürfte aber dem nächst auch die Handlungsweise der Attienbrauerei Moabit in das Bereich seiner Erwägungen ziehen. Die Fabrikordnung, welche für die chemische& abrit bon C. A. F. Kahlbaum in Aldershof eingeführt wurde, fagt in§ 4 u. 2.: Die Arbeitszeit dauert von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends mit einer Stunde Mittagspause. Eine Pause für Frühstick und Vesper wird nicht gewährt; beides hat viemehr bei der Arbeit zu geschehen." Bei 11stündiger Arbeitszeit fann der Mensch Frühstück oder Vesper nicht entbehren; in einer chemischen Fabrit num, wo doch wohl auch giftige Substanzen( Säuren 2c.) bereitet werden, während der Arbeit zu essen, das ist jedenfalls eine Vorschrift, welche die Behörde, die sich um solche Dinge zu kümmern hat, um feinen Preis dulden darf. Wir machen hiermit auf diese Angelegenheit aufmerksam und erwarten im Interesse der ArFeiter jener Fabrit, daß schleunigst Abhilfe geschaffen wird. Wie mau uns mittheilt, erhalten die dortigen Arbeiter mit Ausnahme Neber das Polizei- Meldeamt wird vielfach Klage geführt. Tie vorhandenen Schalter und Beamten genügen nicht für den Andrang des Publikums. Man muß erst Stunden lang auf die Auskunft warten. Da die Anfragen schriftlich eingereicht werden müssen, so wäre es auch erforderlich, wie auf der Post dem Publikum eine Schreibgelegenheit zu geben. " V Ein hießiger bekannter Kaufmann ist gestern Abend auf Diestelbergerstraße hinabfuhr. Der wiederholten Aufforderung eine ebenso bellagenswerthe wie heitere Weise zu einer nicht seiner Herrin, vernünftig zu fahren, schenkte der Angeklagte kein unwesentlichen Verwundung gekommen. Seiner Wohnung zu- Gehör. An der Ecke der Friedenstraße beschrieb der Angeklagte, ohne die schnelle Gangart des Pferdes zu mäßigen, einen so steuernd, bemerkte er in der Lindenstraße Arm in Arm mit einer furzen Bogen, daß die Räder die Bordschwelle streiften, der anderen jungen Dame feine Buchhalterin. Er begrüßte seine Angestellte und im Gespräch war der Chef an der Seite der Damen Wagen schlug um und sämmtliche Insassen flogen im weiten einige Schritte gegangen, als er plöglich von hinten einen so ge- Bogen auf das Pflaster. Während der Angeklagte das Glück waltigen Schlag über den Kopf empfing, daß er blutüberströmt hatte, mit beiler Saut davonzukommen, erlitten die beiden Frauen zusammenbrach. Während des darob entstandenen Zumults ver- und das Kind schwere Verlegungen: deren Nachwirkungen noch nahm man beständig die angstvollen und verzweifelten Rufe der nicht völlig gehoben sind. Dame.„ Karl! Du hast ja meinen Chef erschlagen!" räthselhafte der Handlungsweise des Angeklagten lag, mit einer GefängnißDer Gerichtshof ahndete die grenzenlose Frivolität, die in Worte, die auf der nächsten Sanitätswache, wohin man den Verwundeten schaffte, ihre Aufklärung finden sollten. Die Buchhalterin strafe von drei Monaten. war mit einer Verwandten im Theater gewesen. Von deren Mann und Ein ebenso gewagtes wie unfluges Mittel wandte der ihrem Verlobten abgeholt, waren die beiden Damen vorauf- Bäckergeselle Franz Brand an, um eine ihm drohende gelinde geschritten, während die Herren in einiger Entfernung folgten. Militärftrafe von sich abzuwenden. Er hatte versäumt, sich Als nun unser Kaufmann die Buchhalterin angesprochen hatte rechtzeitig zu gestellen. Um die Kommission zu täuschen, änderte und eine Strecke plaudernd mit ihr gegangen war, glaubte, Karl" Brand in seinem Taufzeugniß die Jahreszahl 1870 in 1871 um, nicht anders, als daß seine Braut von einem jener Zudringlichen so daß er sich danach erst ein Jahr später zu gestellen haben mit Anträgen belästigt werde, welche des Abends allein gehende würde. Die Fälschung wurde leicht entdeckt und Brand wegen Damen zu belästigen pflegen. Der junge Mann wüthend in dem Urkundenfälschung vor die zweite Strafkammer des Landgerichts I Gedanken, daß ein Flaneur feiner Verlobten zu nahe getreten, gestellt. Im gestrigen Termine wurde der Angeklagte unter Bu hatte daher auf diesen seinen gewichtigen Stod niederfaufen billigung mildernder Umstände zu einer Gefängnißstrafe von drei lassen und so die geschilderte Szene herbeigeführt. Wie zu Boden Tagen verurtheilt. geschmettert nunmehr der Bräutigam nach Erkenntniß seines Der Schneider Albert Fuchs, welcher unter dem Verdacht Irrthums sich gefühlt, läßt sich denken. Der Chef selbst soll die des Straßenraubes, den er in der Uniform eines Ullanen gegen Sache noch mit gutem Humor aufgefaßt und dem heißspornigen einen Kaufmann auf dem Ulanen- Gyerzierplatz begangen haben Liebhaber nur angedroht haben, daß er von seinem Hochzeits- sollte, verhaftet worden war, ist auf den Antrag feines Vergeschenk die Kurkosten abziehen werde. theidigers Rechtsanwalt Dr. Gotthelf aus der Haft entlassen Ein Zigeuner- Begräbuik. Unter Entfaltung eines wahr- worden. Soziale Itebersicht. In der Marmorwaaren- Fabrik von C. Fink in Berlin, Lindenstr. 20-21, legten die Steinmetzen die Arbeit nieder. Einige Kollegen müssen erst noch ihre Werkstücke fertig stellen und werden dann nachfolgen. Anlaß hierzu gaben die G. Fint, welcher Innungsmeister ist, die von der Innung festneue Fabrifordnung, sowie Lohndifferenzen. Ferner wollte Herr gefeßte Arbeitszeit nicht anerkennen, und das Reinigen der Fabrik wurde nachlässig besorgt. Die Gesellen gaben sich bereits mit einigen Zugeständnissen zufrieden, worauf ein Kollege gemaßregelt wurde, was die Arbeitseinstellung veranlaßte. Zuzug ist streng fernzuhalten. der Meister im Anfang übrigens nur 2,20 m. Tagelohn; die haft fürstlichen Pompes, wie derselbe nur noch bei Von den Vertheidigern der Frau Dr. Prager, Rechtslänger daselbst beschäftigten Arbeiter erhalten im Höchstbetrage Leichenkondukten hochgestellter Persönlichkeiten vorkommt, hat anwalt Dr. Friedmann und Dr. Gotthelf, ist gegen den das 2,50 M., dagegen ist in der Fabrikordnung eine Strafe von 1 t. gestern Nachmittag die Beerdigung eines Zigeuners stattgefunden. Wiederaufnahme- Gesuch ablehnenden Beschluß der Strafkammer schon für den Fall vorgesehen, daß während der Mittagspause, Am Sonnabend war der 18jährige Sohn des Zigeunerhäuptlings jetzt die Beschwerde eingelegt worden. die doch dem Arbeiter gehört, Karte gespielt wird. und Pferdehändlers Petermann in Weißensee nach längerem Leiden gestorben, und wurde der Todte gestern Nachmittag zur legten Ruhestätte auf dem katholischen Kirchhofe daselbst überführt. Die Stammesgenossen der trauernden Eltern waren von Nah und Fern erschienen, um ihrem Häuptlingssohne die letzte Ehre zu erweisen; den Leichenzug eröffnete ein Musik- Korps, dann folgten mit diesem abwechselnd mehrere Zigeuner fidelnd und Der Leichenwagen war ein solcher erster Bymbel schlagend. Klaffe, auf dem ein prächtiger Metallfarg stand, zu beiden Seiten Anläßlich der Grundsteinlegung zu der Auferstehungeritten die nächsten Anverwandten des Verstorbenen, Vettern und kirche, welche am 6. d. Mts. von il bis 12 Uhr auf dem ehe- Ontel, auf Pferden, deren Geschirr und Sattel mit Flor umhüllt maligen Armenfriedhof in der Friedenstraße und in Anwesenheit waren. Hinter dem Sarge schritten sechs Zigeuner daher, die des Kaisers stattfinden soll, ist man mit dem Aufbau des Aeltesten des Stammes in Weißenfee, unbedeckten Hauptes, GePavillons und der Tribüne start beschäftigt. Jedoch kann das bete nurmelnd und Tambourin schlagend, dann folgte das übrige Publikum nicht verstehen, wozu die vielen Soldaten nebst Feuer- Trauergeleit, alles Zigeuner, Männer, Frauen und Kinder in wehr auf dem Plage beschäftigt werden? 14 Mann des Garde- ihren phantastischen Nationalkostümen, zu Wagen, zu Pferd und Pionier- Bataillons unter Aufsicht von 2 Unteroffizieren revidiren den Erdboden mit Picken, worauf dann der Fußboden gelegt vier Klageweihern, die als Zeichen des Schmerzes ein lautes zu Fuß, den Schluß bildeten die trauernden Eltern, umringt von auß, den und die Pfähle eingeschlagen werden. Das Publikum geht Stlagegeheul erhoben. Ein tausendköpfiges Publikum folgte dem vorüber, ist verwundert und schüttelt die Köpfe, einige Arbeiter- Leichenkondukte, und es mußte gleich hinter dem Trauergefolge der frauen äußerten laut: Na nun wundert's uns nicht mehr, wenn Kirchhof gegenüber dem Andrange der Massen geschlossen werden. Die Weber von Rigdorf und Britz bei Berlin streifen unfere Männer feine Arbeit friegen! Die Beerdigung selbst wurde nach katholischem Ritus vor- feit Montag. Sie verlangen Wiederherstellung des vor 3 Jahren Die Verwendung sogenannter Putlappen, die sowohl genommen, doch wurden bald darauf von den Stammes- mit den Meistern vereinbarten Tarifs, welcher jetzt durch eine beim Maschinenbetriebe, als auch in verschiedenen Zweigen der ältesten auf freiem Felde die üblichen Todtenopfer für den 15- bis 20prozentige Lohnreduktion gebrochen wurde. Holzbearbeitung nothwendig ist, hat sich vielfach als für die da Mond in dem Schlachten eines Hundes bestehend vor lungen, welche in einer Sitzung beiderseits ernannter Delegirter zur Schlichtung der Angelegenheit gepflogen wurden, find gemit umgehenden Arbeiter gesundheitsschädlich erwiesen; nament- genommen. lich gilt dies von den sogenannten Polirlappen, die in der scheitert. Am Dienstag versuchte eine Deputation der Meister in Als der Postschaffner Manzel, wohnhaft Bernau Ersatz für die Streifenden zu beschaffen, worauf sich die Tischlerei zum Poliren glatter Flächen gebraucht und dabei an- Gartenstr. 54, 4 Treppen, gestern Nachmittag 1/23 Uhr aus Bernauer Webergehilfen um Auskunft an die Rixdorfer Kollegen dauernd mit starkem Druck gegen die Polirfläche und gegen die Danzig nach Hause tam, fand er seine Frau ermordet im Bette wandten. Am Mittwoch sind Meister nach Nowawes gereist, um Hand des Polirers gestoßen werden. In vielen Fällen stellen sich bei Lischlergeſellen, namentlich wenn sie nicht beständig und. Das Sparkassenbuch und verschiedene Werthgegenstände dort Gehilfen zu engagiren; die Streikenden sandten jedoch gleichfehlten. Raubmord. Der Vertrauensmann Joseph Buchmann, Mittenwalderstr. 7. Verhand falls einige Kollegen dorthin, damit der Plan vereitelt werde. An die Bäckerei Arbeiter! ausschließlich mit Polirarbeit beschäftigt find, nach einer solchen gelegentlichen Arbeit Erkrankungen an den Händen ein. Schon Das Berliner Verkehrs- Lexikon, Sem. XIII( Verlag Die Zahl der Streifenden beträgt: 150 Gefellen, meist verheirathet, vor Jahren war von Seiten der Kaffenärzte auf die Noth- von May Schildberger, Preis 40 P.) ist soeben in der Sommers welche 140 Kinder zu ernähren haben, und 40 Spulerinnen. Um wendigkeit der Desinfektion sämmtlicher in Gebrauch kommen- ausgabe erschienen. Wir können nicht umhin, unsere Leser auf Fernhaltung des Zuzuges wird dringend gebeten. Sendungen der Puzlappen hingewiesen worden. Von einer dahin- diefes nette, praktische Büchlein aufmerksam zu machen, das der sind zu richten an Karl Kellner, Rixdorf, Ziethenstraße 66, Hof IV., gehenden behördlichen Verordnung glaubte man absehen besten Empfehlung würdig ist. Denn es giebt Inapp und flar bei Nowag. zu können, da es ja bei der gefeßlichen Krankenversicherung in einer einzigen alphabetischen Anordnung Auskunft über Alles, im Interesse der Arbeitgeber lag, solche für die Krankenkassen was den Verkehr und das öffentliche Leben in Berlin betrifft. In Hamburg, Lübeck und den benachbarten Städten find fostspieligen Erkrankungen der Arbeiter zu vermeiden und naxient Bon jeder Straße sind die Omnibus- und Pferdebahn- Agenten bemüht, Bäcker für Kopenhagen anzuwerben. lich in Berlin für die Desinfektion der Buklappen in den Des Verbindungen angegeben. Theater, Sehenswürdigkeiten, öffentinfektionsanstalten ausreichend Gelegenheit gefchaffen war. Diese liche Lokale u. f. w. find in der Uebersicht mit enthalten. Die Erwartung hat sich, wie alle, die man auf die Einsicht" der Pläne der Pferdebahnen, Omnibusse, Dampfschiffe und EisenArbeitgeber fegt, nicht erfüllt. Im ganzen letzten Jahre sind in bahnen sind in dem umfangreichen und handlichen Büchlein entden städtischen Desinfektionsanstalten 538 Bentner Buklappen halten. Wir fönuen das Büchlein um so eher empfehlen, als desinfizirt worden, im Vorjahre gar nur 442 Bentner. Nach dem wir es selbst seit Jahren täglich benutzen. Geschäftsumfange, den der Handel und der Verbrauch von Putz11 Nach uns zugegangenen Mittheilungen ist in Kopenhagen durchaus kein Mangel an Arbeitskräften vorhanden. Es sind ca. 550 Bäcker in Arbeit stehend, gegen 350 arbeitslos. Die Unternehmer suchen aber Arbeitskräfte aus Deutschland heranzuziehen, um unseren Sollegen die errungenen Verbesserungen ihrer Eristenz wieder illusorisch zu machen, Wir ersuchen deshalb unsere Kollegen, sich nicht nach Kopenlappen in Berlin bat, müßte das desinfizirte Gewichtsquantum Die Hilfe der Sanitätswache Neu- Röln und angrenzende zehn bis zwanzig Mal so start sein, wenn der dabei ins Auge Luisenstadt wurde im Monat April in Anspruch genommen: machen, so ersuchen wir diefelben, sich beim Arbeitsnachweis des gefaßte 3wed, den Gebrauch der Zappen gefahrlos zu machen, auf der Wache selbst 12mal, außerhalb der Wache 18mal, zu erreicht werden soll. Es ist als zweifellos zu erachten, daß in ſammen 25 Fälle. Von diesen betrafen: innere Erkrankungen zahlreichen Fällen die Verschleppung von Krankheits- Erzeugern 12 Fälle, chirurgische Krankheiten 7 Fälle, Unglücksfälle 1 Fall, durch Lumpen erfolgte, welche später als Buglappen Verwendung vorfäßliche Verlegungen durch Andere 4 Fälle, Geburtshilfe fanden. Ehe man fräftige Maßregeln gegen die Arbeitgeber wurde geleistet 1 Fall, zusammen 25 Fälle. trifft, mag schon die Gesundheit der Arbeiter darüber zu Grunde gehen, Berliner Asylverein für Obdachlose. Jm verflossenen Monat April 1892 nächtigten im Männerasyl 9000 Personen, Die Große Berliner Pferde Eisenbahn Gesellschaft davon badeten 2993 Personen, im Frauenafyl 1404 Personen, hat sich( wie hiesige Blätter berichten) nach mehrfachen Verhand- davon badeten 112 Perfonen. lungen mit der Stadtgemeinde dem Magiftrat gegenüber nunmehr B hagen anwerben zu lassen. Sollten dennoch Kollegen hinüber Dänischen Bäcker- Arbeiter- Verbandes, Kopenhagen, Bündaasdstrade 17, II. Saal, zu melden. Die Agitation3 Rommission der Bäckerei Arbeiter Deutschlands, J. A.: E. H. Kretschmer, Lange Mühren Nr. 59, Hamburg. Der Ausstand der Dockarbeiter in Hull ist beendet. Den Koblenarbeitern ist der volle Lohn, den sie für die Arbeit an den Kohlenbehältern verlangten, gewährt worden. Für die Arbeit auf Segelschiffen erhalten sie nur die Hälfte und für andere Arbeit nur ein Wiertel der beanspruchten Erhöhung. Für bereit erklärt, auf der im Laufe des Sommers neu zu erbauenden Polizeibericht. Am 8. d. M. Morgens wurde der Kutscher Pferdebahnstrecke vom Lützow- Platz durch die Hofjäger- Allee bis Bleh auf dem Grundstück Müllerstr. 36 bei der Abfuhr von Erde die in Tagelohn bezahlten Arbeiter setzten sie eine Erhöhung von zum Sanfa- Platz in Moabit versuchsweise den elektrischen Betrieb von seinem Wagen gegen ein Stallgebäude gedrückt und erlitt 10-13. pet. durch. mittelt Attumulatoren einzurichten, da das Attamulatorensystem dabei so bedeutende Quetschungen des Unterleibes, daß er nach unter den elektrischen Treibsystemen, soweit Einfachheit der Ein- der Charitee gebracht werden mußte. Vor dem Hause Schiffanderen geeigneten System mit unter etwa = Meber die Arbeitseinstellung am Nord Oftfeekanal richtung, Freiheit der Bewegung der Wagen und Ueberwindung bauerdamm 23 wurde Vormittags ein Schriftfetzer von einem un- berichten bürgerliche Blätter aus Soltenau: Es stellten auf dem Don Betriebsstörungen in Betracht kommen, als das für welt- bekannten Manne ohne Veranlassung durch einen Schlag am Kopfe Bauplatz der Baugesellschaft Wittkop, Förster, Cordes und städtische Verkehrsverhältnisse geeignetst erscheinende Erfahmittel des fo bedeutend verlegt, daß seine Ueberführung nach der Charitee Soenderup an der neuen Schleuse sämmtliche Maurer und Aranimalischen Betriebes sei. Die Gesellschaft ist auch ferner be- erforderlich wurde. Vormittags wurde im Fluthgraben, nahe beiter, reichlich 600 Mann, die Arbeit ein. Die Vorstellungen eines unbekannten, von Seiten der kaiserlichen Kanalkommission und der Baugesell reit, eine besondere Bersuchslinie nach dem sogenannten Buda- der Treptower Brücke, die Leiche pefter oder einem 45 Jahre alten Mannes, am Nachmittag im schaft, die Arbeiten wieder zu den bisherigen Lohnfäßen aufzus irdischer Stromzuführung zu erbauen und zu betreiben, und hat Landwehrkanal an der von der Heydtbrücke die Leiche eines nehmen, blieben erfolglos. Die Arbeiter verlangten einen Stundenzu diesem Behuse beim Magistrat die Genehmigung zum Bau neugeborenen Kindes und im Hauptbassin die Zeiche einer lohn von durchschnittlich 30 Pf. Gestern Nachmittag fand die einer Linie von der Reichenbergerstraße bis zum Zoologischen unbekannten, etwa 40jährigen Frauensperson angeschwemmt. Entlassung fämmtlicher Arbeiter statt und wurde ihnen der rückGarten( Bahnhof Nürnbergerstraße), beziehungsweise Schöneberg Nachmittags versuchte ein junges Mädchen in ihrer Wohnung, in ständige Lohn sofort ausgezahlt. Gestern Abend wurde einer der unter Benugung der Ritter, Junker, Markgrafen, Zimmer, der Leipzigerstraße, sich mittelst Salzsäure zu vergiften. Sie Streifenden, welcher einen Bau- Aufseher zu Boden schlug, verBring Albrecht, Deffauer- und Bernburgerstraße( Bhilharmonie), wurde jedoch durch Anwendung von Gegenmitteln gerettet. haftet; sonstige Ausschreitungen sind nicht vorgekommen. Wenn die Arbeiter einen durchschnittlichen Stundenlohn von ferner der Röthener, Flottwell., Dennewiß- und Kurfürstenstraße Vor dem Hause Gertraudtenstr. 24 fiel ein Arbeiter infolge eines mit Abzweigungen von der Markgrafenstraße durch die Krausen- Fehltritts zur Erde und erlitt eine bedeutende Verlegung des 30 Pf. forderten, so ist das bescheiden genug. Kann man denn ArR. Kahlert, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchtiub Obneforge, Abends 9 Uhr, nicht dafür sorgen, daß wenigftens bei Arbeiten für das Reich| Staliserftr. 41.- Rauchflub Marbesgrün, Abends 8% Uhr, teftaurant| Cayenne besagt, daß der in Paris vermuthete Anarchist Pint den Arbeitern der Streit erspart bleibt? in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2.- Rauchflub Kernipige, Abends fich noch augenblicklich in Cayenne befinde, wo er wegen Fluchtbr, bet 2. Böhl, Rüdersdorferfir. 8. Rauchflub Arcona, Abends versuchs gefangen gehalten werde. Die Nachforschungen nach Abends 9 Uhr, bet Berndt, Berlebergerstr. 17. 9 Uhr, bei Siemenlinsti, Reichenbergerftr. 71.- Rauchtiub Arabi Basha, dem Urheber des Attentats im Restaurant Bery sind bisher Statklub Tournee, Abends 8% Uhr, bet Ullrich, Wrangelfir. 84. resultatlos verlaufen. Stat flub Rückwärts, Abends 8% Uhr, bei Arndt, Ballifadenstr. 47. In Christianstadt( Kreis Sorau) streifen gegen 400 beiter der drei Müller'schen Fabriken wegen duktion der Arbeitszeit und des Lohnes. ReDie Kutscher der Wiener Einspänner und Fiaker be schlossen vom 5. Mai Mitternachts an zu streiten, falls bis dahin ihren Beschwerden seitens der Regierung keine Folge gegeben ist. In Lyon ist am Mittwoch der vierte internationale Kongreß der Volks Kredit Gesellschaften eröffnet worden. Unter den gewählten Ehren- Vize- Präsidenten befindet sich auch Raiffeisen als Vertreter des allgemeinen Verbandes der deutschen ländlichen Darlehns- Genossenschaften. Versammlungen. Vermischkes: Paris, 4. Mai. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat den Präfekten in einem Zirkular die strengste Ueberwachung des Betriebes anbefohlen, in denen Dynamit verwendet wird. Ferner hat der Minister den Erlaß von Vorschriften über die Aufbewahrung und den Gebrauch von Explosivstoffen angekündigt. London, 4. Mai. Die Anarchisten Mowbray und Nicoll, welche im„ Commonweal" Mord und Zodschlag gepredigt, wers abgeurtheilt werden. den nächsten Freitag vor dem Kriminal- Gerichtshof Old Bailey" giebt bekannt, daß vor 3 Wochen aus Bukarest die Boden einPocken in München. Die Münchener Polizeidirektion geschleppt wurden; drei Fälle seien angezeigt, zwei aber verheimlicht und dadurch zwei Todesfälle verursacht worden; drei ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) weitere Erkrankungen sind gemeldet. Die Personen, welche die Saarbrücken, 4. Mai. Das Eisenbahn- Betriebsamt Saar Anzeige- Erstattung verfäumt haben, sind bestraft worden. brücken giebt bekannt: Heute Nachmittag 2 Uhr stieß der Trainlieutenant Krapf, welcher wegen großer Wechsel- Personenzug 340, von Bingerbrück kommend, bei der Einfahrt fälschungen nach Amerifa flüchtete, wurde in Ludwigsburg ein- in den Bahnhof Saarbrücken mit einer leeren Maschine zuVerein der Barbier, Friseur- und Perückenmacher- Gehilfen geliefert. sammen. Von den Beamten ist Niemand, von den Reisen( Zweigverein Berlin und Umgegend). Heute Abend 10 Uhr: Mitglieder- Hochwasser. Der Umschlagplatz der böhmischen Nordbahn den sind einer erheblich, zwei unerheblich verlegt. Beide Bersammlung Rosenthalerstr. 38. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: Süd: in Tetschen ist durch Elbhochwasser überfluthet; infolge dessen Maschinen und ein Personenwagen sind erheblich, zwei weitere Schule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Rechnen; Süd- Ostschule, mußte der Verkehr theilweise eingestellt werden. Wagen unerheblich beschädigt. Eine Betriebsstörung ist nicht Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Geschichte( alt); Ost- Schule, Mar fusstr. 31: Unterricht in Rechnen; Nord- Schule, Müllerstraße 179a: dort eine Judenheze hervorgerufen wurde durch das Gerücht, die Neue Judenheize. Aus Najarow( Galizien) verlautet, daß eingetreten. Breslan, 4. Mai. Der Breslauer 3tg." zufolge dauert Unterricht in Deutsch( mittlerer); Chemie. In alle Lehrfächer tönnen noch Juden hätten den fatholischen Pfarrer mißhandelt. Daraufhin der bereits gemeldete Streit der Bergarbeiter in Oberschlefien Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. gefe. u. Diskutirklubs. Donnerktag. Dieß gen, Abends 8 Uhr, sollen breitausend Bauern auf die Verkaufsläden der Juden ge- fort. Auch verlautet, daß wenig Aussicht auf baldige Beilegung bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenfir. 40, bei stürzt sein und sie geplündert haben. Der Gendarmerie gelang des Streits vorhanden sei. Gieshoit. Süd- Ost, bei Toltsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ecke. Spinoza, Abends 8% Uhr, bei Hoffmann, Wrangelstraße 32. es, die Ordnung wieder herzustellen. Herwegh, Abends sh ühr, Reichenbergerstraße 54, Ecte Lausigerstraße, bei Schayer. Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffen, sind nur an die Borstände derselbeu zu richten. Annenstraße 9, bei Prog. unverzagt, Köpeniderfiraße 127a, bei Großer Brand. Die Stadt Radziwilow in Rußland ist vollständig niedergebrannt, viele hundert Familien find brotund obdachlos. Das Elend ist entsetzlich. Neuer Schienenweg. In Rußland ist am 3. Mai der Bau der Bahnlinie Kurst- Woronesh eröffnet worden. Wegen Ausbruchs der Cholera in Harrar( Abeffynien) eine fünftägige Quarantäne für Provenienzen aus dem Hafen von Zeilah angeordnet. Der Mörder Deeming wird am 16. Mai in Australien ist Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Cannstatt, 4. Mai, 7 Uhr Abends. Seit heute Nachmittag steht die große Bettfedernfabrik von Strauß und Ko. in Flammen. Bahlreiche in der Fabrik beschäftigte Arbeiter und Arbeiterinnen fonnten sich nicht mehr retten und sind wahrscheinlich verbrannt. Die Anzahl der Todten ließ sich bisher nicht ermitteln. Petersburg, 4. Mai. Heute Nachmittag 2 Uhr fand eine Sigung der unter dem Vorsize des Geheimraths Abaza tagenden Getreidekommission statt. Die Kommission sprach sich einstimmig für die Freigabe des Exports von Mais und Hafer aus den baltischen Häfen Riga, Libau und Reval aus. Brüffel, 4. Mai. In Jemeppe sur Meuse wurde ein ge wiffer Aimé Mathensen verhaftet, der im hohen Grade ver dächtig erscheint, an den Dynamitexplosionen in Lüttich theilgenommen zu haben. Paris, 4. Mai. Laut Erlaß des Ministers für öffentliche Arbeiten dürfen vom 1. Juni d. J. ab als Maschinisten, Heizer und Kondukteure der französischen Eisenbahnen nur französische Staatsangehörige angestellt werden. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Rüfter. Kornblume, Blumenstraße 54, bei Wuttke. FrühlingsIuft, Flottwellstraße 5, bei Bartel. Brezelschluß, Annenstr. 16, bei Reßner. Weiße Rose, Reinickendorf, Restdensstr. 101, bei Garus. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bei Friesede. Dorf- hingerichtet. glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftftr.- Ecke bei Schulz. Echo 2, Alte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. Einigkeit,( Hutmacher), PappelAllee 3-4, bei Krause. 8utunft 1, Steglig, Kurhaus Friedenau. Harmonie, Tempelhof, Dorfstr. 10, bet Gerth. Beilchenblau, Rott bufer Damm 39, bet jatob.- 8utunft 2, Nied.- Schönhausen, Buchholzerstr. bei Hempel. Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Jüdenstr. 55, bet Frischmann. Edelweiß, Melchiorstraße 15, bet Stehmann.- Borar, Admiralstraße 38, bet Lülow. Seeger'scher Gefangverein, Blumenstraße 46, bei Wenck. Maiglöckchen 2, S.-D., Manteuffelftr. 67, bei Springstubbe.- Eintracht, Glienicke bei Adlershof, bet Keller. Rom, 4. Mai. In der heutigen Kammerfißung theilt Rudini Ginigteit 2, Groß- Lichterfelde, Amalienstraße, bei Hann. nung 3". Brandenburg, Neust. Markt 2, bei Weybmers. Freie Sänger, Luzatti zum interimistischen Finanzminister mit und fügt Soff die Demission Colombos und die Ernennung des Schahministers Langeftr. 108, bei Mebelin. 3utunft 3, Belten, bei M. Grunow. Kreuzberger armonie, Lindenstr. 106, bei Poppe. Nordstern, hinzu, die Demission von Colombos sei durch dessen ErMüllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr flärung hervorgerufen, teine neuen Steuern vertreten zu Nachmittags, Barnimftr. 16, bei Heindorf. Treue Brüder, Ahrendt- wollen. Der Ertrag der Zölle sei gesunken, weil die GetreideBriefkaffen der Redaktion. Straße 23.- 2tbertee, Gisenbahnstraße 20.- Liedes Echo, Reichenberger und Forsterstraßen- Ecke, bei Spindler. Einfuhr gänzlich aufgehört habe, was in wirthschaftlicher Hinsicht Berichtigung. In der Sozialen Uebersicht" der gestrigen Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. jedoch neue Maßnahmen nothwendig machte. Die Differenzen Nummer ist in der Notiz Invaliden und Altersversicherung" Donnerstag: Humoristischer Verein Bautenschwengel, bei Sommer, feien schwere gewesen, denn sie betrafen Fundamentalpunkte des anstatt„ politische Durchführung" zu lesen praktische". Mufitverein Animo, bei Schmidt, Wrangelftr. 141. Geselliger Berein Grüne Eiche,( vor dem halle'schen Thor), bei Regierungsprogramms. Colombo mußte zum größten Leidwesen An unsere Herren Korrespondenten. Wir bitten zu beRaporte, Solmsftr. 1. Bergnügungsverein Silaritas, bei Tempel, scheiden. Die Regierung schlage nun vor, die außerordentlichen achten, daß jeder unfrankirt zugesandte Brief uns Strafporto Breslauerstr. 27. Rauchflub Graue Wolfe, bei Jörte, Strautstr. 6. Theaterverein Fideler Geist, bei Schneider, Adalbertstr. 8. Militärausgaben auf 9 Millionen Lire zu beschränken und diese kostet. Osiris, Abends 9 Uhr, bei Roll, Adalberstr. 21. durch Ersparungen aufzubringen, das Kriegsbudget auf P. T. Die Gerüchte sind ganz unbegründet. Nichts ErnstGefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer 246 Millionen Lire zu belassen. Vom Gesammtbetrage des liches Männer 246 Millionen Lire zu belassen. Bom Gesammtbetrage des liches nur einige Ruhe nöthig, wenigstens einige Zeit ohne Gesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, GörlitzerAusfalles von straße 42.33 Millionen Lire sollen 14 Millionen übermäßige Arbeit. Gruß. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends durch Ersparungen, 11 Millionen durch Erbschaftssteuer und F. H. Die Kasse kann die Kosten einklagen. Die§§ 859 bet Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chaussee. Männer Gefangverein das Hypotheken Gesetz, 7 Millionen aus dem Zündhölzchen- und 867 der Zivilprozeßordnung sind zu lang, um sie hier abzuTyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Musikverein Frisch- Auf, Annenstr. 14, bet Ehrenberg. Monopol, der Rest aus der Reform der Provinzialverwaltung, drucken. Sie fönnen sie in der Buchhandlung oder Redaktion Theaterverein effing, Abends 9 Uhr, bet Musehold, Landsberger für welche er sich besondere Ermächtigung erbittet, auch da, wo ansehen, und sich eventuell abschreiben. ftraße 31. Privat- Theaterverein, Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im sonst ein Gesez nothwendig wäre, mit töniglichen Verordnungen S. 399. Der Arbeitgeber fann wieder Ihren Willen keine Märkischen Hof, Admiralftr. 18. Turnverein Gesundbrunnen( Behrlings- Abtheilung) turnt Montag vorgehen zu können, gedeckt werden.( Stürmische Unterbrechungen). Lohnabzüge machen. Lassen Sie die Frage zur gerichtlichen Entund Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantftr. 26. Nehmen Sie die Vorschläge an, so wird das Budget ein günstiges scheidung kominen. Geselliger Berein Freiheit, abends 9 Uhr, bet Thierbach, Schwebter fein, wenn nicht, dann wird in 1892/1893 der Ausfall 60 Millionen H. Dr. Sie müssen sich znnächst mit der Klage an die Straße 44. Geselliger Verein Regina, Oranienftr. 121, bet Seifert. Gefelliger Klub Blau- Beilchen, Abends 9 Uhr, Annenstraße bei betragen. Jedenfalls erwarte die Regierung eine unzweideutige Gewerbedeputation wenden. C. Proz. Berein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punti Antwort. Die Kammer beschloß über die Erklärung des Minister- Für die Arbeiter- Bildungsschule. Von Herrn W. Schauder, Pfropfenverein Webbing, Abends präsidenten unmittelbar, nachdem derselbe vom Senate zurück- Hamburg 10,25 M. Von der Liquidationsfommission des SteinFreundschaft, Abends uhr, gekehrt sein wird, die Debatte zu eröffnen. bildhauer- Vereins durch Herrn Dumansky 50 M. erhalten. Paris, 4. Mai. Eine Depesche des Gouverneurs von H. Gumpel, Barnimstraße 42. Stallschreiberstr. 58. 9 Uhr, bet Schröder, Stegligerstr. 18. 8% 1hr, bet Helterhoff, Antonstr. 5. bei Scholz, Kastanien- Allee 35. Mufitverein Rauchtlub Kollegia, Abends 9 1hr, in Bernhardt's Destillation, Fachverein der Tischler. Versammlung I am Sonnabend, den 7. Mai 1892, Abends 8% Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79. Tages- Ordnung: 1. Das Ergebniß unserer Statistit. 412/15 2. Die nach der neuen Gewerbe- Ordnung eingeführten Arbeitsordnungen, Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. M Musik. Lager in allen Streich, Blas- und SchlagInstrumenten, Flöten, Clarinetten, Trommeln, Harmonikas. Albums und Bierseidel mit Musik. Spieldofen, hunderte von Stücken spielend und mit Arbeiterliedern.( Mundharmonika's habe ich für einen gemaßregelten Harmonikamacher zum Vertrieb erhalten.) 2252L Aug. Kessler, 51 Lausitzerstrasse 51. Bund d. geselligen Arbeiter- Vereine Möbel- und Ausstattungs- Magazin Berlins und Umgegend. Sonntag, den 15. Mai d. J., Vormittags 1,10 Uhr, in den ,, Armin- Hallen", Kommandantensir. 20: Versammlung. Tagesordnung: 197/18 Der Bund und die 1. Bortrag des Genossen Stritzkowsky über: Der Bund und die moderne Arbeiterbewegung." 2. Bericht des Vergnügungskomitees vom Stiftungsfest. 3. Aufnahme neuer Vereine. 4. Bundesangelegenheiten. von J. Adler, Oranienstraße 47. Auch Theilzahlung gestattet.[ 2259L Steppdecken!! größte Auswah!!! am billigsten in Emil Lefèvre's Fabrik, Berlin, Oranienstr. 158.[ 1820L mit kleinen 1 Boften Schlafdeden Flecken Stück 4, 6, 8 und 10 Mart. Werth das Doppelte!! Jalustr. Preisliste gratis u. franko. Echt Stonsdorfer, Bitter- Liqueur, Str. 1,20 Mt., 10 Str. 10 Mt. Die Drogenhandlung M. Schüssler, von [ 518M8 Gerichtstraße 8, Johannisbeer- Wein, vorzüglich, Flasche 55 Pf., 10 Fl. 5 Mt. Maitrank, frischen, Flasche 65 Pf., 10 Flaschen 5,50 Mt. Tokayer, med. süßer Ungarwein, Literfl. 2,10 Mt. Himbeer, Kirsch, Johannisbeersaft, Liter 1,20 mt. 6a Belle- Alliance- Plak 6a, Eugen Neumann& Co., 81 Hene Friedrichstr. Sl. empfiehlt: 2357L Fußbodenfarbe pr. Pfund 30 Pf. und Referat wird in der Bundesversammlung bekannt gemacht. Gleichzeitig Anstalt, Nene Jakobstr. 9, Brunnenstr. 123, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36 NB. Wanderversammlung Sonntag, den 29. Mai, Vormittags. Lotal Altenberg's chem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.- Fußbodenglanzlaď vr. Pfund 75 Pf. werben bie Vereine ersucht, bie Billet- Abrechnung vom Stiftungsfest bei dem 54, Fruchten Freund der Hausfrau! Raffirer Herrn A. Puppe, Martusstr. 21a, oder in der Bundesversammlung Gard., Möbelft. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. Herren Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 h. an. Reparaturen billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. vorzunehmen. Der Vorstand. Grosse öffentliche Versammlung der Steinmezen Berlins Elegante Herrenam Sonntag, den 8. Mai, Vormittags 10 Uhr, bei Müller, Johannisstraße Nr. 20. Zages Ordnung: = 1. Neuer Organisationsentwurf. 2. Arbeitseinstellung in der Marmorwaaren- Fabrik von C. Fink, Sindenstraße Nr. 21. de Steinmetzen Berlins und Umgegend werden dringend ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen.- Beiträge werden einkafjirt. 291/15 Buchmann, Vertrauensmann, Mittenwalderstr. 7. Abrechnung der Liquidations- Kommission der Parquetleger Berlins. Debet. Vom Verein erhalten Einnahme der Kommission Credit. M. 41,09 Ausgaben der Kommiſſion M. 62,35 Anzüge, sowie Damenkleider nur nach Maass, billigst, auch gegen Theilzahlung. Oranienstr. 126, 1. 2033L Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Stiegliße, 1,50, Buchfinken, Staare, Sänflinge. Beifige 1 W., Girlige, Tannenfinfen 80 Pf.( reelle 23212 Männchen). F. Schnelle, Staligerstr. 132. Eine Nähmaschine für Herrenfof. bill. zu verf. Glbenaerstr. 2, gegen fragen bei Ungering, Breslauerstr. 27, Schankgeschäft veränderungshalber schneider ist billig zu verkaufen. Bu erüber dem Zentral- Viehhof. 28206 Restaurant. Zähne werden schmerzlos unter Kinderwagen. vollst. Garantie naturge2850b Größtes LagerBerlins Andreasstr.23 Hp. Cocain u. Lachgas schmerzlos u. gefahr Rechtsbureau richters a. D., Alte los gezog. Sprechst. 8-1, 2-7, auch th Sonnt. Unbem. berücf. 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