Nr. 87. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Mittwoch, den 15. April 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Die bürgerlichen Parteien thun ja alles, um die unteren Volks- Das Centrum wollte thatsächlich die Landarbeiter um die„ Wohltlassen im politischen Unverständnis zu erhalten, doch sie überschäzen thaten" der Alters- und Invaliditäts- Versicherung bringen, während * Aehnlich liegt es hinsichtlich der Arbeiterschuh- GesetzV Ein Wahl- Wisch der Reaktionsparteien. ben Erfolg ihrer Thätigkeit, wenn sie annehmen, daß sich unter den die Socialdemokraten dieses Gesetz ablehnten, weil es völlig undeutschen Wählern noch viele finden, die sich durch die äußerliche Zu- zureichende Wohlthaten" gab. Wer die schwierige Situation der uns gegnerischen Parteien, im sammenstellung einiger Abstimmungen verblüffen lassen. Es gehört Wahlkampfe etwas Ernstliches gegen die Socialdemokratie zu sagen, nicht viel politische Schulung dazu, um zu erkennen, daß Abstimmungen sehr würdigt, ist nicht überrascht, daß sie auch vor keinem, selbst nicht häufig mehr deutig sind. Erst jüngst stimmte ein erheblicher Teil der gebung. Wie verlassen von jeder Möglichkeit, die Socialdemokratie dem alleralbernsten Wahlmittel zurückschrecken. Alle Tage Umsturz- Konservativen und Agrarier gegen den 3ollwucher, wie er ehrlich und fachlich zu bekämpfen, müssen unsre Gegner sein, daß geschrei und Fälschung des Zollwuchers in„ Schutz der nationalen im Kardorfffchen Antrag dem Reichstage zur Beschlußfassung vor- sie unsre Ablehnung des Gewerbegerichts- Gesezes und Arbeit" kann es nicht wohl thun, also müssen auch die ollen lag. Wollte deshalb jemand den ländlichen Schutzzollinteressenten der Gewerbe Novelle von 1890/91 den deutschen Arbeitern als Kamellen der„ Ablehnung der socialen Gesetzgebung erffären: Seht da, die Konservativen lehnen den Schutzzoll ab und eine Vernachlässigung ihrer Interessen denunzieren zu können ver durch die Socialdemokratie" in neuem Aufguß bereitet und verraten Eure Interessen! wie würden die Zollwucherer und meinen. Selbst der unwissendste Centrumsarbeiter, der aus Gründen denjenigen vorgesetzt werden, von denen die bürgerlichen Parteien an mit Recht über schändliche Verleumdung Klagen. Natürlich andrer Art vor der Socialdemokratie zurückscheut, weiß nunmehr, nehmen, daß sie durch andauernd an ihnen verübte Verdummungs- stimmten sie nur deshalb, mit den Socialdemokraten, gegen den Zoll- daß ohne Socialdemokratie in Deutschland feine Socialreform und attentate befähigt sind, auch das nochmals gläubig zu schlucken. wucher, weil das vorliegende Gesetz ihnen des Zollwuchers nicht insbesondere auch kein Arbeiterschuß bestünde. Die Socialdemokratie genug bot. hat wiederum gegen das Gewerbegerichts- Gesetz und das sogenannte Wenn aber dieses Beispiel lehrt, daß die Konservativen selbst Arbeiterschuß- Gesetz nur deshalb gestimmt, weil selbst die die parlamentarische Taktik verfolgen, durch Ablehnung eines Gesetzes dringendsten und berechtigtsten Forderungen, die sie zu diesen Gesezbefunden zu wollen, daß es ihnen nicht weit genug geht, entwürfen erhob, von den bürgerlichen Arbeiterfreunden und den so ist es eine doppelt erbärmliche und nur der niedrigsten Gesinnung Regierungen schnöde zurückgewiesen wurden. erreichbare Lügenhaftigkeit, der Socialdemokratie und ihren in vielen Fällen aus ähnlichen Gründen erfolgten Ablehnungen Vorwürfe zu schmieden. So abgethan die Sache ist wir müssen unsre Gegner nehmen wie sie sind und auch diesen Unsinn nochmals behandeln. Der Schwaz fam aus der„ Konservativen Korrespondenz und verbreitete sich von dort in zahllose größere und kleinere Beitungen fast aller bürgerlichen Parteien; was das Dümmste ist, das ist dieser Presse gerade das Willkommenste. Der konservativ- nationalliberal- ultramontane Wahl- Wisch lautet: „ Angesichts der Reichstagswahlen ist es zur Kennzeichnung der Socialdemokratie als angebliche Arbeiterpartei von Wert, festzustellen, wie fich die socialdemokratische Fraktion unsrer social- und wirtschaftspolitischen Gesetzgebung gegenüber verhalten hat. Sie hat gestimmt: 1888 gegen die Krankenversicherung, Unfallversicherung, Invaliditäts- und Altersversicherung, 1890 das Gesetz, betr. Einführung der Gewerbegerichte, Arbeiterschutz- Gesetz, die erste Börsensteuer- Vorlage, 1884 1889 " " " " " 1891 1881 " " " 1893 " " 1895 " 1895 " " 1890 " 1894 1896 " " zweite Börsensteuer- Vorlage, das Börsengesetz, Gesetz zur Bekämpfung des umlaut. Wettbewerbs, Geſetz zur Bekämpfung des unlaut. Wettbewerbs, erste Gesetz zur Bekämpfung des Wuchers, „ verschärfte Gesetz zur Bekämpfung des Wuchers, Bürgerliche Gesetzbuch. " 7 " Wenn die bürgerlichen Parteien diese Geseze nicht gegen die Socialdemokratie zu stande gebracht hätten, so jähe es um den Arbeiterstand heute traurig aus, und der Mittelstand wäre noch schlimmer daran." Es wird dann weiter die bekannte Aufzählung der Unfall entschädigungen und Rentenauszahlungen auf Grund der Versicherungsgesetze vorgenommen, wobei natürlich alles zur Beurteilung der Sache Entscheidende, unter anderm auch die Höhe der von den Arbeitern selbst gesteuerten Beiträge, unterschlagen wird. " " * Was bedeutet die Thatsache, daß die Socialdemokraten gegen die Geseze betr. die Kranken-, Unfall, Alters- und Invaliditäts- Versicherung gestimmt haben? Nach der Centrumspresse haben die Socialdemokraten den Arbeiter ,, um diese Wohlthaten zu bringen gesuch t". So etivas sagen nur Menschen, deren politisches Gewissen durch gewohnheitsmäßige Verlogenheit gänzlich ausgelöscht ist. Die Verleumder wissen, daß die Socialdemokratie gegen diese Geseze gestimmt hat, weil die Wohlthaten", die sie in der ihnen durch die bürgerlichen Parteien gegebenen Form brachten, gegenüber der Not der Arbeiterklasse völlig unzureichend waren und kaum mehr bedeuten konnten als eine Entlastung des kapitalistischen Armenunterstützungswesens. " Die entsegensvolle Heuchelei, welche die„ chriftliche" Partei der Konservativen in dieser Hinsicht betreibt, zeigt sich besonders noch darin, daß gerade die Konservativen jeder Verbesserung und Ausdehnung des Gewerbegerichts- Gesetzes sich widersetzen und daß sie auch das bißchen Arbeiterschutz, das durch unsägliche Bemühungen der Arbeiterschaft ertrogt ist, wieder rückgängig zu machen gewillt sind. Man denke nur an die vieljährige Heze gegen den geringen Schutz der Bäckerei- Arbeiter, man denke an die Verdächtigungen der Arbeiterbeisiger in den Gewerbegerichten und an die, wie es scheint, erfolgreichen Bemühungen, die selbst von der Regierung beabsichtigte Einführung von kaufmännischen Schiedsgerichten nach Art der Gewerbegerichte zu hintertreiben. Das Gewerbegerichts- Geseb von 1890 entsprach nicht den Anforderungen, welche die Arbeiter stellen durften. Es blieben die Innungsschiedsgerichte; es blieben die Arbeiterinnen ausgeschlossen; " desgleichen die Hausindustriellen; desgleichen die Handelsangestellten; 1883 beantragte die Socialdemokratie zum Krankenversiche- die Errichtung dieser Gerichte sollte nur fakultativ fein und wurde rungs- Gefeßentwurfe: Ausdehnung der Versicherung auf alle abhängig gemacht von den meist arbeiterfeindlichen GemeindeArbeiter, ferner als Mindestleistung vom Tage der Krankheit an" verwaltungen. Auch hier wurden unsre Verbesserungsanträge abund für die ganze Dauer der Erwerbsunfähigkeit" Krankengeld in der gelehnt. Die Socialdemokratie kämpft seitdem Jahr um Jahr für Höhe des ortsüblichen Tagelohns, sodann Wöchnerinnen- Unterstützung beffere Ausgestaltung des Gewerbegerichtswesens; endlich erreichten auf fechs Wochen, Begräbnisgeld 2c. Wegen der Ablehnung dieser wir 1901, daß wenigstens für Gemeinden mit mehr als Forderungen und wegen der so ganz ungenügenden Leistungen des 20 000 Einwohnern das Gewerbegericht obligatorisch gemacht Gesetzes stimmte die Socialdemokratie dagegen. Hätten sich die wurde. bürgerlichen Parteien auf den Standpunkt der Socialdemokratie ge- Was weiter die Arbeiterschuß- Gesetzgebung angeht, stellt, so hätten wir in Deutschland seit zwei Jahrzehnten ein gutes so genügt es, auf die weiter untenstehende Uebersicht des socialDieser Wisch ist selbst in das offiziöse Organ des Reichskanzlers, Strantenschutz- Gefeß, das wir dank des Widerstandes der bürgerlichen demokratischen Wirkens zu verweisen. in die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" über- Parteien bis heute nicht besitzen. „ Man lege doch diese Tabelle dem unwissendsten Arbeiter vor" nommen worden! Aber auch die offiziöse Parteiforrespondenz des So lange es eine Socialdemokratie im Reichstag gab, hatte sie um mit der„ Centrums- Korrespondenz" zu reden und frage ihn, Centrum 3 übermittelte ihn ihrer Presse und zwar mit einigem gewirkt für vollen Schadensersatz des Arbeiters im Falle des wie es heute um ihn und seine Familie bestellt wäre, wenn die besonderlich hetzerischen Aufputz; da wird die Abstimmungsliste also unfalles und Vollmar fagte 1884 bei Beratung der Unfall- bürgerlichen Parteien es ebenso gemacht hätten eingeleitet und fommentiert: versicherungs- Vorlage mit Recht: Allerdings find wir die Anstifter; wie die Herren, Genossen". Die„ Centrums- Korrespondenz" „ Die socialdemokratische Arbeiterfreundlichkeit wird treffend denn ohne uns, ohne die hochgehende socialistische Bewegung, wäre fagt: Hätten es die bürgerlichen Parteien ebenso gemacht, dann gekennzeichnet durch eine eben vor den Wahlen wie gerufen es Ihnen nicht eingefallen, fich überhaupt auf das Gebiet der Arbeiter- wäre die Arbeiterschutz- Gesetzgebung nicht zu stande gekommen: es kommende Aufstellung, die für die Herren Genossen" gesetzgebung zu begeben." Aber die 1884er Vorlage der gäbe weder Kranken-, noch Unfall-, noch Invaliditäts- und geradezu vernichtend ist. Man sehe sich nur die folgende Tabelle Regierung bot keinen wirklichen Unfallschutz, sondern sollte Altersversicherung, noch Gewerbegerichte.. Ja, man lege die alt So sehen die Verdienste" der Socialdemokraten um die Arbeiter und überhaupt um die produktiven Erwerbsstände aus! lediglich die durch das Socialiſtengesez niedergeknüppelten Tabelle der Abstimmungen dem unwissendsten Arbeiter vor und ettvas beruhigen. Die Socialdemokratie versuchte, befreie ihn aus seiner Unwissenheit durch eine Fre Man lege doch diese Tabelle dem unwissendsten Arbeiter vor und Arbeiter frage ihn, wie es heute um ihn und seine Familie bestellt das Unfallversicherungs- Gesetz zu verbessern. Sie forderte auch hier tlärung der Tabelle an der Hand der Thatsachen, durch wäre, wenn die bürgerlichen Parteien es ebenso gemacht hätten, Ausdehnung auf alle Arbeitenden, Erhöhung der Entschädigung die Darlegung, wie es geschah, daß die Arbeiterklasse seit Jahrs wie die Herren„ Genossen". Dann wäre die Arbeiterschutz- Gesetz- bis zum vollen Arbeitsverdienst, rascheres Feststellungs- zehnten nach Schutz gegen allzu drückende Ausnutzung ihrer Arbeitsgebung nicht zu ſtande gekommen: es gäbe weder Kranken-, noch verfahren, wirksame Arbeitervertretung statt der einseitigen Organi- traft, nach Sicherung im Falle der Krankheit, des Unfalls, der Unfall, noch Invaliditäts- und Altersversicherung, noch Gewerbe- fation der Unternehmer- Berufsgenossenschaften usw. Die bürgerlichen Invalidität verlangte und wie schließlich ihr miserable gerichte, noch Schutz des Schwachen gegen wucherische Ausbeutung. Und dann frage man den Arbeiter, ob es ihm gleich Parteien lehnten das alles ab und schufen ein Gesez, das den Imosen zugeworfen wurden, so miserabel, daß ehrliche Bergültig wäre, wenn alle die Wohlthaten und Borteile, die diese Arbeitern in den schlimmsten Notfällen kaum das Notdürftigste bot. fechter der Arbeiterinteressen diesen Wohlthaten" ihre Zustimmung Um diese Daher die Ablehnung durch die Socialdemokratie. nicht erteilen konnten. Und der unwissendste Arbeiter wird aufGesetze ihm gebracht haben, nicht vorhanden wären. 1889 forderte die Socialdemokratie zum Alters- und schreien: Hätten es doch die bürgerlichen Parteien ebenso Wohlthaten aber haben die Socialdemokraten ihn zu bringen Invalidenversicherungs Gesetz insbesondere: Feststellung der gemacht wie die Socialdemokraten! Hätten sie doch nur gesucht." Erwerbsunfähigleit, wenn der Arbeiter nur noch die Hälfte des ein wenig von dem Ernst gezeigt, den die Socialdemokratie bisherigen Verdienstes in seinem Berufe zu erringen vermag zur Herbeiführung gründlicher socialer Reformen bethätigt hat! Zunächst sei vorbemerkt die grenzenlose Leichtfertigkeit, mit der( Vorlage: nur noch ein Sechſtel des dreihundertfachen ortsüblichen Dann könnten wir gute Sicherung im Falle von Krankheit, Unfall die Offiziösen der Reaktionsparteien solche Fragen behandeln. In Tagelohnes gewöhnlicher Tagearbeier und ein Sechstel des Lohn- und Invalidität, dann könnten wir einen Arbeiterschutz haben, der der Tabelle des konservativ- ultramontanen Wahl- Wisches find nicht sages der letzten 5 Beitragsjahre. Die Novelle von 1899 hat diese wirklich die Arbeitskraft gegen das Kapital schützt, der der Arbeiterweniger als vier falsche Jahreszahlen! Das Börsengesetz datiert Bestimmung wenigstens etwas gemildert und damit anerkannt, daß die flaffe die Bedingungen der Wiedergesundung und der geistigen Aufnicht von 1895, sondern von 1896, ebenso das Gesetz betreffend den Socialdemokratie recht hatte, gegen die Vorlage von 89 zu protestieren): richtung giebt! Leider aber haben es die bürgerlichen Parteien unlautern Wettbewerb nicht von 95, sondern 96, das erste Gesetz gegen Altersgrenze für Altersrentenbezug auf 60 Jahre statt 70, Wartezeit auf nicht so gemacht wie die Herren Genossen, sondern jeder Wunsch der den Wucher datiert nicht von 1890, sondern von 1880, das zweite nicht 20 statt 30 Jahre; stärkerer Reichszuschuß, aufzubringen durch direkte Kapitaliſtentlasse war ihnen Befehl; so ist die Versicherungsvon 1894, sondern 1893. Die elementarsten parlamentarischen That Einkommensteuer auf höhere Einkommen 2c. 2c. Wegen Ablehnung gesetzgebung faum mehr als eine Entlastung der kapitalistischen sachen kennen diese Vernichter der Socialdemokratie nicht und das dieser notwendigen Bestimmungen durch die bürgerlichen Arbeiter Armenunterſtügung geworden, so ist der Arbeiterschutz in den färggesamte Soldschreibertum der bürgerlichen Provinzpreffe druckt feinde lehnte die Socialdemokratie schließlich das Gesetz ab. Hätten lichsten Anfängen steden geblieben. diese Fehler ebenso getrost nach wie alle anderen Lügenhaftigkeiten die bürgerlichen Parteien sich auf den Standpunkt der Socialdes Wisches. demokratie gestellt, so wären schon seit 1889 nicht nur die Ver- Durch eine Reihe andrer Abstimmungen soll die SocialdemoMerkwürdig nun, daß die deutschen Arbeiter alle die von der befferungen, die dann in der Novelle von 1899 geschaffen wurden- fratie den Mittelstand geschädigt haben. Der Mittelstand Socialdemokratie begangenen Todsünden dank der konservativen und wobei die Socialdemokratie sich zustimmend verhielt, erfüllt, wäre noch schlimmer daran" als selbst der Arbeiterstand", sagt der sonstigen gegnerischen Belehrung nicht schon längst begriffen fondern weit mehr gründliche Aenderungen zum Nutzen der Arbeiter tonfervative Wahl- Wisch, wenn die bürgerlichen Barteien nicht die haben. Liegen doch die meisten dieser angeblichen Vergehen an der Ar- schaft im Sinne der oben bezeichneten Forderungen erreicht worden. Börsenvorlagen 2c. zu stande gebracht hätten. Wir aber fragen: beiterklasse und am Mittelstand schon um mehrere Gesetzgebungsperioden Die Unsinnigkeit dieser Vorwürfe gegen die Socialdemokratie Was ist denn für den Mittelstand" durch diese Geseze so Bedeutendes zurück, sämtlich aber find fie schon vor den letzten Wahlen begangen worden. erweist sich aber um so toller, wenn man daran denkt, daß gerade geschaffen worden? Der Erfolg dieser Mittelstands- Gesetzgebung Und trotzdem wandten die also von der Socialdemokratie schmählich diejenigen Parteien, deren Presse jetzt solche Verleumdungen ist jedenfalls der, daß die Statistik den Rückgang und die Verbehandelte Arbeiterschaft und der ebenso schmählich behandelte Mittel- mit eifrigem Behagen wiedergiebt, zum Teil selbst gegen das fümmerung des selbständigen Kleinbetriebs erweist und daß der stand um diesen unklaren Begriff des gegnerischen Wisches einmal Alters- und Invaliditätsgefeß gestimmt haben. Am 24. Mai 1889 Jahrzehnte hindurch gerettete" Mittelstand heut beweglicher denn je beizubehalten in stets steigendem Maße ihre Sympathien und stimmten die große Mehrheit des Centrums und zahlreiche Konfer- feine Klagen erhebt, daß diejenigen, ihre Wählerstimmen der Socialdemokratie zu! Es ist ein tragisches vative gegen das Invaliditätsgesetz! Dabei trifft diese täuschung zu Enttäuschung führen, weil alle bisher von den bürgerGeschick unsrer Gegner, daß sie den Arbeitern und Unbemittelten Parteien der uns unrechtmäßig gemachte Vorwurf, daß sie abgelehnt lichen Barteien angewandten Heilmittel nichts genützt haben, nach Wohlthaten über Wohlthaten zuschütten und dadurch nur erreichen, haben, um den Arbeitern gewisse Verbesserungen vorzuenthalten. Das neuen Migturen rufen, nach dem obligatorischen Befähigungsnachweis, daß die Undankbaren immer zahlreicher von ihnen abfallen. Centrum stimmte gegen das Gesez, weil ihm der Reichszuschuß und nach künstlicher Unterbindung des Großbetriebes, nach Verbot des Wie liegen die Dinge in Wahrheit? die Ausdehnung der Versicherung auf die Landarbeiter mißfielen. Genossenschaftswesens, sofern dieses den Arbeitern zu gute kommt, usw. So sollen wir, nach der Centrumskorrespondenz, geradezu vernichtet werden! * " die ihn von Ente Was hat die Börsen besteuerung dem Mittelstand genützt? Die bürgerlichen Parteien versprechen seit zehn Jahren vielfach den Unbemittelten, daß neue Militär- und Flottenvorlagen nicht mehr auf ihre Kosten bewilligt werden sollen, sondern die Börse solle herangezogen werden. Aber es sind minimale Beträge, die aus der Börse gezogen werden. Die gewaltige Last des gestiegenen Heeres- und Marinebudgets trägt nach wie vor die Masse des Volkes, der Arbeiter und des Mittelstandes aus den Abgaben von den notwendigsten Verbrauchsgegenständen des täglichen Lebens, vom Brotforn und Fleisch, von Zucker und Salz usw. Die Börsenbesteuerung war und ist nichts als ein Schwindel der bürgerlichen Parteien, die den Anschein erwecken wollten, als sollten die weiteren MilitärInteresselosigkeit der bürgerlichen Parteien nicht zur Verhandlung der Regierung eingreifen wolle, dann aber hat das Blatt fich ent gestellt. schuldigt, daß es nur freie redaktionelle Arbeit geleistet habe. 208 1877. Socialdemokratischer Arbeiterschutz- Gesetzentwurf( Zehnstunden- auf die Socialdemokratie- diese Wahllosung erwartet tag, für Frauen und Jugendliche Achtstundentag, Verbot der man von der Regierung; und mißmutig und mißtrauisch schreibt die Nachtarbeit und Sonntagsarbeit, Verbot der Arbeit von Kindern Kreuz- Zeitung": unter 14 Jahren, obligatorische Gewerbegerichte, Reichs- Arbeits- Kreuz- Beitung": inspektoren 2c.) Infolge Interesselosigkeit und Feindseligkeit der bürgerlichen Parteicu unerledigt geblieben. 1878. Ausnahmegesek gegen die Socialdemokratie von den bürgerlichen Parteien beschlossen. Zölle und Verbrauchssteuern in Höhe von 235 Millionen Mark durch die bürgerlichen Parteien beschlossen. 1883. Socialdemokratische Verbesserungsanträge zum Krankenversicherungsgesetz von den bürgerlichen Parteien abgelehnt. und Marinevorlagen endlich von den Wohlhabenden bezahlt werden. 1884. Socialdemokratischer Arbeiterſchuk Entwurf( ähnlich den Die Socialdemokratie aber lehnte diese Steuern ab, nicht nur weil sie bürgerlichen Schwindelmanövern dienten, auch nicht nur weil solche Verkehrssteuern wenig einträglich sind und den Verkehr selbst vermindern wie die Erfahrung der letzten Jahre durchaus bestätigt hat, sondern vor allem auch, weil der Zweck, dem diese Steuern dienen sollten, nämlich die Förderung des kulturwidrigen Militarismus, von unsrer Partei nicht gebilligt wurde. Das Börsengesetz von 1895/96 bedeutete nicht eine Börsen reform zur Beseitigung von Prellerei und Uebervorteilung, wie sie von der Socialdemokratie gefordert wurde, sondern es bezweckte, durch das von den Agrariern diftierte Verbot des börsenmäßigen Terminhandels in Getreide und Mühlenfabrikaten, die Versorgung der Bevölkerung mit der nötigen Menge von Brotkorn zu erschweren und so den Preis des Getreides in die Höhe zu treiben. Das Börsengesetz war ein Brotwucher- Gesez nicht für, sondern gegen den Mittelstand. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb hat dem Mittelstand so wenig genützt, daß am 23. Januar 1903 ein hervorragender„ Mittelstandsretter", Dr. Dertel, im Reichstage erklärte, das Gesetz habe seinen Zweck nicht erfüllt". Also fann es kaum eine so schwere Verfündigung gegen den Mittelstand sein, dies Gesetz abgelehnt zu haben, wie der WahlWisch unsrer Partei vorwirft. Immerhin hätte unsre Partei diesem Gesetz zugestimmt, wenn es sich auf die billigenswerte Absicht beschränkt hätte, unwahre und irreführende Angaben über Herstellung und Preisverhältnisse der ausgebotenen Waren zu verbieten. Unfre Partei lehnte es ab, weil die bürgerlichen Parteien das Gesetz zu einem Ausnahme- Strafgesetz gegen die Handelsangestellten gestalteten, indem solche Angestellten wegen Mitteilung von Geschäftsund Betriebsgeheimnissen an andre Personen nicht nur civilrechtlich, sondern auch strafrechtlich Haftbar gemacht wurden.& s ist nicht die Schuld der Socialdemokratie, wenn die bürgerlichen Parteien selbst sonst annehmbare Gesetze mit unerträglichen Ausnahme- Bestimmungen gegen einzelne Schichten der Arbeiterschaft beladen. Weiter soll es um den Mittelstand noch schlimmer daran sein", wenn andre Parteien gleich der Socialdemokratie die Wuchergesetz1884. V Wir meinen denn doch, die Parole„ Gegen die Socialdemokratie!" sei eine durch und durch nationale. Wie steht aber die Regierung dazu? Aus ihrem Schweigen schließen socialdemokratenfreundliche Leute, sie würde es nicht ungern sehen, wenn zu Gunsten der radikalen Linken das„ Agrariertum" zurückgedrängt würde. Wäre es da nicht für die Regierung gut, das Schweigen zu brechen?" Wir glauben, daß hinter diesen Bittgesuchen an die Regierung auch der Teil der Regierung steckt, der mit den Agrariern verfippt Forderungen von 1877). Infolge der Interesselosigkeit und Feind ist. Die berühmte„ Einheitlichkeit" der Regierung ist nämlich wieder feligkeit der bürgerlichen Parteien unerledigt geblieben. einmal gänzlich aus den Fugen gegangen. Man arbeitet hinter den Socialdemokratische Verbesserungsanträge zum Unfall- Coulissen erbittert gegeneinander. Schon bei der Komödie der beiden versicherungsgesetz durch die bürgerlichen Parteien abgelehnt. Wahltermine handelte es sich zweifellos um Intriguen gewisser 1889. Socialdemokratische Verbesserungsanträge zum Alters- und Regierungskreise gegen den Reichskanzler. In diesem Sinne ist auch Invalidenversicherungsgesetz durch die bürgerlichen Parteien ab- die Wahlthätigkeit der„ Nordd. Allg. Zeitung" keineswegs reine gelehnt. 1890/91. Socialdemokratische Arbeiterschutz- Anträge zur Gewerbe- Privatleistung. Es ist vornehmlich das preußische Offiziösentum, novelle. Insbesondere: Zehnstundentag, vom 1. Januar 1894 das das Blatt scharfmacherisch beeinflußt. Thatsächlich unterscheidet Neunstundentag, vom 1. Januar 1898 Achtstundentag. Von allen sich die„ Nordd. Allg. Zeitung" gar nicht mehr von der„ Post“ und bürgerlichen Parteien zu Fall gebracht. ähnlichen Kreaturen des gemeinsten und borniertesten Unternehmertums. Sie scheint nicht übel Lust zu haben, eine neue Zuchthausvorlage als Wahlparole auszugeben. Auf diese heftigen Angriffe gegen das Koalitionsrecht haben wir wiederholt hingewiesen. Heute veröffent licht das Organ die Bestimmungen der holländischen Zwangsgesetze an der Spiße des Blattes, rühmt die schnelle parlamentarische Erledigung der Vorlage und spricht die Erwartung aus, daß die sehr weitgehenden Strafvorschriften" auch straff gehandhabt werden 1895. Ilmsturzgesetz gegen die Arbeiterbewegung. Scheitert nur, würden. Diese Regierungsschnsucht nach einer neuen Zuchthaus- Vorweil das Centrum noch weiter gehen und auch die liberale Kunst lage verdient beachtet zu werden. Eine günstige" Reichstagsund Wissenschaft nebeln wollte. Mehrheit für die Scharfmacher, und ein Koalitionszerstörungs- Gesez fomunt! a = 1891. Socialdemokratischer Antrag: Zehnstündiger Arbeitstag für Frauen abgelehnt. 1891. Socialdemokratischer Antrag: Schutz der nicht in briken beschäftigten Kinder abgelehnt. 1891. Das Koalitionsrecht der Arbeiter unter das AusnahmeStrafgeset des§ 153 der Gewerbe- Ordnung gestellt. 1891. Seeleute, Dienstboten, ländliche Arbeiter, Arbeiter in Staatsbetrieben vom Koalitionsrecht ausgeschlossen. 1896. Socialdemokratischer Antrag auf Aufhebung der Salzsteuer. Abgelehnt durch Konservative, Centrum, Rationalliberale, Antisemiten. Bäckerei- Arbeiter. Ansturm der Konservativen gegen den winzigen Schutz der 1897. Geheimer Streit- Erlaß des Grafen Posadowsky an Unternehmer- Organisationen zur Vorbereitung des Schutzes Streifbrecher( Arbeitswillige"). die Eine ganz originelle funkelnagelneue Wahlparole hat die„ Köln. Zeitung" entdeckt. Sie ruft zu„ nationaler Politit" auf. Nichts ist bezeichnender für den geistigen und moralischen Verfall der fartellierten bürgerlichen Parteien als die Flucht zu dieser in seiner Wieldeutigkeit völlig inhaltlos gewordenen Vokabel. Ein Wort, was nicht einmal mehr zum Aufputz einer Bierrede genügt, wird zu feierlicher Wahlparole erhoben. der Socialdemokratischer Arbeiterschutz- Antrag: Achtstundentag für alle Arbeiter im Geiverbe, Industries, Handels- und Verkehrs- Für die Socialdemokratie ist diese Suche nach einer zug1898. Socialdemokratischer Antrag auf Einführung einer progressiven wesen. Von sämtlichen bürgerlichen Parteien abgelehnt. fräftigen Wahlparole äußerst belustigend. Wir brauchen nicht Reichs- Einkommensteuer auf Einkommen über 6000 W., aus zu suchen; jede Handlung unsrer Feinde ist eine Wahlparole für welcher der Mehrbedarf der Marine über 1172 Millionen Mark uns. pro Jahr gedeckt werden soll. Von den bürgerlichen Parteien abgelehnt. gebung abgelehnt hätten. Hier ist die konservativ- Klerikale Be- 1899. Gocialdemokratische Anträge auf Berbesserung und Sicherung des tämpfung der Socialdemokratie bei der blanken Lüge angelangt. In Wahrheit hat die socialdemokratische Fraktion dem sogenannten Wuchergesetz ihre Zustimmung erteilt! Allerdings hat sie in der Debatte über das Gesetz keinen Zweifel darüber gelassen, daß sie in ihm keine wesentliche Hilfe für den Mittelstand erkenne, wie die ,, Netter des Mittelstandes" andauernd vortäuschen. Wer behielt Recht? Es ist offenbar, daß die Jahrzehnte dauernden Gesetzgebungsexperimente zum Schutz des Mittelstandes nicht hindern konnten, daß dieselben kapitalistischen Klassen, deren Vertreter diese Gesetzgebung betrieben, den weiteren wirtschaftlichen Niedergang des Mittelstandes gefördert haben. Durch andauernde Vergrößerung der indirekten Steuerlasten, durch Verteuerung der Lebensmittel und industriellen Rohmaterialien, durch Schwächung der Kaufkraft der Arbeiterschaft, durch Förderung des Großkapitalismus auf allen Gebieten haben diese Klassen den Mittelstand ruiniert, dem sie aus politischen Gründen des Wählerfanges Rettung und neue Blüte verhießen. * Die Ablehnung des Bürgerlichen Gesetzbuch es endlich ift ähnlich aufzufassen wie die Stellungnahme unsrer Partei zur bürgerlichen Schein- Socialpolitik. Die socialdemokratische ReichstagsFraktion arbeitete aufs eifrigste an der Verbesserung des bürgerlichen Rechts, und wenn sie in der endgültigen Abstimmung ab lehnte, so natürlich wiederum nur, weil die meisten auch ihrer bescheidensten Verbesserungsanträge dank dem Wider stande der konservativen, nationalliberalen, ultramontanen Voltsfeinde zu Fall gebracht worden waren. Das neue Bürgerliche Gesetzbuch ordnete nicht den Arbeitsvertrag für alle Arbeiter gleich und den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechend; es erhielt die Ausnahmebestimmungen für Bergarbeiter sowie das längst veraltete einzelstaatliche Gefinderecht; es erhielt die civilrechtliche Privilegierung der landesherrlichen Häuser und des hohen Adels; es erhielt die feudalistischen Geseze über Fideikommisse, Lehen, Rentengüter, Anerbenrecht 2c. Nicht irgendwie Genügendes brachte das Gesetz Hinsichtlich des Rechts der Frauen, die Schadensersatzpflicht der Beamten, des Vereinsrechts usw. Um den unsocialen und fortschrittswidrigen Charakter des Bürgerlichen Gesetzbuches deutlich zu bekunden, lehnte es die Socialdemofratie ab. Auch hier trifft zu:„ Wenn die bürgerlichen Parteien es ebenso gemacht hätten, wie die Herren Genossen", dann hätten wir schon seit 1896 ein den Unbemittelten weit günstigeres bürgerliches Recht in Deutschland. Am allerwenigsten haben die Kon servativen Anlaß, aus unsrer Ablehnung Vorwürfe zu destillieren; die Konservativen drohten frech, das Bürgerliche Gesetzbuch abzulehnen, wenn dem kleinen Landwirt Ersatzanspruch für den auf seinem Acker von den junkerlichen Hasen angerichteten Schaden gewährt werde! Das Centrum beugte sich dieser Drohung! Gegen das allgemeine Wahlrecht 1899. Zuchthausgeses zur völligen Vernichtung des Koalitions- spricht sich am Dienstagabend frank und frei die Kreuz- Zeitung" rechtes der Arbeiter, insbesondere von Konservativen, teils auch aus. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hatte, indem sie scheinvon Nationalliberalen eifrig befürwortet. Nur durch erregte Gegen bar die Vorlage zur Sicherung des Wahlgeheimnisses gegen die fich auch mit der Maßnahme abfinden, die nur eine Konsequenz des bewegung der Arbeiterschaft verhindert. Konservativen verteidigte, ironisch gemeint, die Konservativen müßten Koalitionsrechtes: Ausdehnung auf Landarbeiter, Seeleute, Arbeiter ja auch von ihnen für unantastbar erachteten bestehenden in staatlichen Betrieben, Dienstboten; Sicherstellung gegen die ja Wahlrechts ist". Landesgesetzlichen Vereinsgesetze; Strafandrohung gegen Unternehmer, welche Ausübung des Koalitionsrechtes verhindern. Alles von den bürgerlichen Parteien abgelehnt. 1900 folgte socialdemokratische Notstandsinterpellation; gesetzliche Verkürzung der Arbeitszeit, Arbeitslosen- Unterstützung 2c. gefordert. Bölliges Versagen der bürgerlichen Parteien. Gegen diese Meinung, daß das Reichstags- Wahlrecht für sie uns antastbar sei, wendet sich das tonservative Drgan sehr entschieden. 1900. Socialdemokratischer Antrag zum Handlungsgehilfenschutz auf Sie erinnert an eine Aeußerung des Ministers v. Buttkamer aus den Schluß der offenen Verkaufsstellen von abends 8 Uhr bis morgens achtziger Jahren, daß die Regierung erwäge, ob nicht auch im 6 Uhr abgelehnt. Reichstagswahlrecht die öffentliche Stimmenabgabe ftatt der geheimen einzuführen sei. Die Kreuz- Zeitung" fügt hinzu: Die Konservativen haben damals gegen eine solche Aenderung des Reichstags- Wahlrechts keinerlei Einspruch erhoben. Wenn konservative Reichstags Abgeordnete sich mehrfach anders ausgesprochen haben, so haben sie doch niemals gesagt, daß das gegenwärtige Reichstags- Wahlrecht für fie ,, unantastbar" sei.. Sie haben in der Regel auf Anfragen nur erklärt, daß sie zur Zeit eine Abänderung nicht herbeigeführt sehen wollen." " 1900 folgten socialdemokratische Anträge und Gesezentwürfe: Zehnstundentag und weitere Kürzung bis auf acht Stunden; Reichsarbeitsamit; Verbesserung der Gewerbegerichte; Gesez zur Regelung des Wohnungswesens; Schußbestimmungen für Arbeiterinnen, bes sonders schwangeren, und Wöchnerinnen; freies Vereins- und Koalitionsrecht; Reichs- Berggeses. Bis auf geringe Meinigkeiten Das heißt: die Konservativen werden das Reichstags- Wahlrecht alles durch die bürgerlichen Mehrheitsparteien verhindert, beziehungsweise nicht zur Beratung zugelassen, da Brotwucher- Geseze 2c. die in dem Augenblick antasten, in dem sie sich Erfolg versprechen. Dies Geständnis bringt zwar nichts Neues, ist aber immerhin festzus 1900. Lex Seinze, welche mit Kupplern und Zuhältern Kunst und halten. Zeit ausfüllten! gemeint Wissenschaft in Fesseln schlagen sollte, von Konservativen und Gegen eine Verschärfung" des Wahlgeheimnisses Centrum gefordert, durch die Socialdemokratie verhindert. ist die Sicherung des Wahlgeheimnisses wehrt sich die ganze 1900. Socialdemokratischer Antrag: Mehrkosten der Flottenvorlage tonservativ- agrarische Presse mit wachsender Heftigkeit und ges durch Reichs- Einkommensteuer zu decken. Von den bürgerlichen steigerter Dummheit. Selten hat man so brutal das Recht auf Parteien abgelehnt. 1902. Zölle und Verbrauchsstenern in Höhe von 819 Millionen Mark Wahlbeeinflussung proklamiert wie in diesen Preßäußerungen. Die „ Deutsche Tageszeitung" droht selbst mit durch die bürgerlichen Parteien beschlossen. struktion. Sie verlangt gründliche Verbesserungen und Kommissionsberatung, nachdem in höchst zweideutiger Weise wieder das Regierungsorgan, die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung", mit Ver befferungsanregungen vorangegangen war. Wuchertarif beschlossen, der die Zölle und Verbrauchssteuern auf weit mehr als 1 Milliarde treiben soll. Jede Arbeiterfamilie von 5 Köpfen soll allein vom Brot 45 M. Abgabe jährlich zahlen. Socialdemokratische Anträge: Aus vermehrtem Zollgetim 100 Millionen zur Förderung des Schulwesens, 49 Millionen zur Beseitigung der Salzsteuer, Aufhebung der Zuckersteuer. Alles durch bürgerliche Parteien abgelehnt. Desgleichen abgelehnt der socialdemokratische Antrag auf Aufhebung der Getreidezölle in Teuerungszeiten. 0b9 Obstruktion gegen ein Gesetz, das bestimmt ist, die„ sittliche, ethische Pflicht" der Geheimhaltung der Wahl zu erfüllen etwas Angenehmeres könnte der Socialdemokratie wahrlich nicht geschehen. Wir sind sehr zweifelhaft, ob uns das„ Klosettgesetz" mehr Vorteile 1903. Socialdemokratische Resolution zum Etat: Zehnstunden- bringen fann als die agitatorische Wirkung des Zu- Falle- Bringens tag 2c.( wie Antrag von 1900), Ausgestaltung der Fabrikaufsicht einer solchen Vorlage. ( Heranziehung von Erwählten der Arbeiter und Ausdehnung auf Heimarbeit, Landwirtschaft). Von allen bürgerlichen Parteien abgelehnt. Socialdemokratischer Antrag auf Schutz der Kinder in landwirtschaftlichen Betrieben abgelehnt. 1903. Von den bürgerlichen Parteien für Militär, Marine, Kolonien, China, Schuldzinsen bewilligt: Mehr als 1 Milliarde für 1 Jahr. Politische Uebersicht. Berlin, den 14. April. Deutfches Reich. Ein Nachtrags- Etat. Eine Korrespondenz meldet, daß dem Reichstage noch ein Nachtrags- Etat zugehen werde. In demselben foll die von der Budgetkommission und vom Plenum abgelehnte Forderung für den Neubau des Reichs Marine- Amts in veränderter Form unter Ermäßigung des Kostenanschlages wieder aufgenommen werden, nachdem die Besizer der in Frage kommenden Grundstücke von der Bellevuestraße ihre Angebote erniedrigt haben. Von dem Venezuela Nachtrags- Etat hört man noch nichts. Die Summen find wohl so peinlich hoch, daß man die Sache lieber hinter die Wahlen verschiebt. D Gesinnungszwang. Auf den fiskalischen Gruben des Saargebietes ist folgender Aechtungsbefehl angeschlagen: Sie Bekanntmachung. Auf der Suche nach einer Wahlparole. So ist es in all den angeführten Fällen nichts als ein gänzlich Die Blätter des Zollfartells flehen in sehr drolliger Weise die verlogener Kniff, dessen Verlogenheit mur noch durch seine Lächerlich- Regierung an, endlich eine Wahlparole zu spenden. Sie sind sich keit und Aussichtslosigkeit übertroffen werden kann, wenn die offenbar bewußt, daß mit den Parolen des 7/2 M.- Bolles, des AnCentrums- Korrespondenz den Arbeiter vor die Frage stellen will ,,, ob trags Kardorff, der neuen Steuern, Soldaten und Schiffe, der Polenes ihm gleichgültig wäre, wenn alle die Wohlthaten und Vorteile, hatz usw. keine besonderen Wahlgeschäfte zu machen sind. die diese Gesetze ihm gebracht haben, nicht vorhanden wären". wollen, daß die Regierung ihnen eine Wahlparole stiftet, die allen Die Frage ist vielmehr die:„ Ist es dem Arbeiter gleichgültig, daß häuslichen Hader zwischen den Kartellparteien des Zollwuchers aus dem die kapitalistischen Parteien die gründliche Verbesserung der Wege räumt. Und es ist auch kein Zweifel, welche Losung man Versicherungs- Gesetzgebung, die Herbeiführung eines seines Namens von der Regierung hören will. würdigen Arbeiterschutzes und eines die Interessen der unteren Volkstlassen wahrenden civilen Rechts durch Ablehnung aller socialdemofratischen Forderungen verhindert haben?" " Die Tabelle der socialdemokratischen Abstimmungen sagt dem Arbeiter nicht, um welche Wohlthaten ihn die Socialdemokraten zu bringen suchte. Vielmehr erinnert sie ihn, sobald er befähigt ist, den Dingen ein wenig näher nachzugehen, an tausend Verfündigungen der bürgerlichen Parteien. Um aber auch dem unwissendsten Arbeiter", der etwa sich burch den trügerischen Zauber der bürgerlichen Schwindeltabelle einen Augenblick blenden läßt, die Augen zu öffnen, sei ihnen folgende fleine, wenn auch bei weitem nicht vollständige Tabelle der Arbeiter und Volksfreundlichkeit der bürgerlichen Mehrheitsparteien aufgerollt. 1867. Erster socialdemokratischer Arbeiterschutz- Gesezentivurf( Behnstundentag zc.) im norddeutschen Reichstage; wurde infolge der " " Wir bringen der Belegschaft hierdurch zur strengsten Beachtung zur Kenntnis, daß diejenigen auf den fiskalischen Gruben des Saarreviers beschäftigten Bergleute, welche einem socialdemokratischen Die„ Kreuz- Zeitung" beklagt sich lebhaft über die unzeitgemäße Berein angehören oder beitreten oder socialdemokratische VersammSchweigsamkeit der Regierung". Schon damals als die Kardörfferei lungen besuchen, im Wege der Kündigung aus der Grubenarbeit entim Schwange war, habe die Regierung sehr unzweckmäßig geschwiegen: lassen werden. Friedrichsthal, den 7. April 1903. , Damals war", so beteuert die„ Kreuz- Zeitung",„ in der über die socialdemokratischen Vergewaltigungsversuche der Reichstagsmehrheit tief empörten(!!) Bevölkerung vielfach der Wunsch rege und auch zum öffentlichen Ausdruck gebracht worden, die Re- Die Bekanntmachung ist zwar ein erfreulicher Beweis dafür, daß gierung möge auch einmal ein Wort im Interesse der Ordnung wir auch in diesen Hochburgen des Centrums Fuß zu fassen beginnen sprechen und als erster gesetzgebender Faktor zwischen den Reichs- und sie wird uns bei der Reichstagswahl manche Stimme zuführen, tags- Anarchismus hineinfahren. Aber die Regierung aber dennoch müssen wir sie als einen verwerflichen Gesinnungszwang schwieg; sie behielt ihre Meinung über die Obstruktion und ihre bezeichnen, zu dem der preußische Fiskus als Unternehmer so wenig Ansicht, wie sie zu bewältigen sei, für sich, obwohl auch sie an der Kgl. Berginspektion. ( Stempel.) Erhaltung der Arbeitsfähigkeit des Reichstages start interessiert ein Recht hat wie ein andrer Unternehmer. Es ist eine unfittliche ist. Jenes Schweigen der Regierung erleichterte allerdings die Handlung, einem Arbeiter bei Strafe des Hungers die Bethätigung einige Wochen später von ihr fundgethane wohlwollende Be- feiner politischen Ueberzeugung zu verwehren und der preußische handlung der Obstruktionsparteien." Fistus stellt sich damit auf eine Stufe mit den brutalsten Schlots Vor 14 Tagen habe es dann einmal geschienen, als ob die junkern, denen der Arbeiter nichts als ein Ausbeutungsobjekt ist. Norddeutsche Allgemeine Zeitung" in die Wahlbewegung namens Die lehte Bartei- Quittung, die an Beiträgen über 100 m. ettva 84 000 m. buchte, erregt den Neid der bürgerlichen Presse. Man spornt den Eifer der eignen Partei an, es an Opferwilligkeit mit dem Proletariat aufzunehmen- ein regelmäßig wiederkehrender Appell, der auch diesmal in die leere Luft vergebens gejammert ist. Nur aufsteigende Klassen, nur Kämpfer für große, ideale Ziele wissen zu opfernden gemeinen Interessen der herrschenden Klassen entspricht die Niedrigkeit der Gesinnung. Die„ Märkische Volts- Zeitung", das Centrumsorgan, empfindet eine besonders lebhafte Neugier nach den Spendern der großen Beiträge, der 30 000 und 10 000 m. Ueber die Herkunft könne man nur Vermutungen hegen, die sich auch auf die der Socialdemokratie nicht allzu fern stehende Börse erstrecken dürfen". Der Anschlag der Regierung auf die Arbeiterorganisationen, auf das Ausstandsrecht der Arbeiter im allgemeinen und auf das der Verkehrsarbeiter im besonderen ist vorläufig geglückt. Kameraden! Es ist eine Forderung guter Kriegsmannskunst, fich zurückzuziehen, wenn es die Lage erfordert. Das müssen wir jetzt. Borbeaug, 12. April. Erster Verhandlungstag. Eröffnungssißung. Vormittags 11% Uhr. Der Kongreß tagt im geräumigen Saal des Alcazar- Theaters, der mit rotem Tuch und roten Fahnen drapiert ist. Die organis satorischen Vorberatungen sind diesmal sehr gut. Mar merkt, daß Ihr habt diesen gewaltigen Kampf mit heiligem Ernst ge- die Gruppen von Bordeaur, die den Kongres organisiert haben, durch führt. Bewahrt diese Haltung auch jetzt... Und dann, in die guesdistische Schule gegangen sind. Sonst freilich gehören sie seit diefem für die niederländische Arbeiterbewegung so ernſtem Augen- ihrem Austritt aus der guesdistischen Föderation des Girondeblick, haben wir nur ein Wort zu sagen: Arbeiter, schützt Eure Departements, die als solche fortbesteht, zu den extremen oppor Organisation! Dort ist Eure Hoffnung! Dort ist Eure Zukunft! tunistischen Elementer der P. S. F.( Parti Socialiste Française, Es ist doch wahr, das stolze Wort: Uns wird die Welt gehören, Französische Socialistische Partei). trotz allem! Das Abwehrkomitee. Wahrhaftig, das katholische Blatt scheint einer Offenbarung teilhaftig geworden zu sein. Wenn es aber solche seltsamen Leute erregt. Die Führer der verschiedenen Gewerkschaften wollten sich Gleich die Bureauivahler gestalten sich zu einer Kraftprobe zwischen Im Volkshaus waren 5-6000 Arbeiter versammelt. Man war greß und bittet um Aufstellung von Kandidaten für das Bureau. Orry, Sekretär der Interföderalen Komitees, eröffnet den Kons von der„ Börse" kennt, die bereit sind, die Partei zu unterstützen, dem Aufhebungsbeschluß nicht fügen. van Erkel( Schriftführer den Freunden und den Gegnern Millerands. Die ersteren schlagen die den Kapitalismus entwurzeln will, dann bitten wir dringend um des Nationalen Arbeiterfekretariats und Komiteemitglied) teilt mit, vor, als Vorsitzenden den Bürgermeister- Adjunkt der Kongreß- Stadt, ihre Adresse; wir werden keinen Augenblick zögern, die„ lumpigsten" daß das Abwehrkomitee einstimmig, aber aus verschiedenen Game Ile, die letzteren rufen laut und energisch den Namen 10 000 Mart unter dem fängt doch ein„ Märkischer Volkszeitungs"- Gründen, beschlossen habe, den Ausstand aufzuheben. An erster Cipriani aus. Nach einer zweifelhaften Abstimmung kommt es Börseaner gar nicht an dankbar entgegenzunehmen. Stelle auf Grund von Berichten aus verschiedenen Plätzen, daß die zu einer Auszählung, die die Wahl des Oppositions an= Narren- Disputation. In einer Nigdorfer Versammlung hatte Eisenbahner mutlos wären. Ohne Wissen des Abwehrkomitees habe bidaten, Cipriani, mit 47 gegen 39 Stimmen ergiebt. Das Erder Kaplan Dasbach 2000 Gulden demjenigen versprochen, der nach der Centralvorstand des Niederländischen Vereins der Eisenbahner gebnis wird von der Opposition mit Beifall begrüßt. Zu Beisitzern weise, daß in jesuitischen Schriften sich der Satz befinde:" Der Unterhandlungen mit den Direktionen angeknüpft. werden gewähli: Camelle Bordeaux und Calvignac, Zweck heiligt das Mittel". Wessels, Schriftführer der Hafenarbeiter und Komitee- Mit Bürgermeister von Carmaux. Schriftführer ist Frau Bonne glied, wies darauf hin, daß das Zwangs- Gesez von der ersten viale. Dann könnten die Vorstandsmitglieder der Eisenbahner mit 4 Jahren Kammer angenommen und sofort in Kraft gesetzt werden würde. Orry verliest verschiedene Begrüßungsschreiben. Bericht der Man datsprüfungs- Kommission. Gefängnis bestraft werden. Auch die örtlichen Abwehr- Komitees Es sind 214 Mandate ausgestellt worden gegenüber 174 auf dem vortönnten morgen, ohne sich dessen bewußt zu werden, etwas Straf- jährigen Tours- Kongreß. Nur ein einziges Mandat wird beanstandet bares begehen, das fie ins Gefängnis bringe. und vom Kongreß für ungültig erklärt. Auf Antrag der Kommission werden ferner der Kammerfraktion, die als eine besondere Föderation gilt, 2 Mandate, d. H. mitentscheidende Stimmen, zuerkannt. andern Deputierten, sofern sie keine Mandate befißen, haben beDer Erjefuit Graf Hoensbroech zieht daraufhin mit einem offenen Brief vom Leder, und macht sich anheischig, den Preis zu verdienen. Drei katholische und drei protestantische UniversitätsProfessoren sollen das Schiedsamt übernehmen und bei Stimmengleichheit soll ein jüdischer Professor den Ausschlag geben. Die" Germania" fällt zornig über den Abtrünnigen her und beschäftigt sich charakteristisch für Klerikale polemik borwiegend mit dem Umstand, daß der Erjefuit eine reiche Frau geheiratet habe, und sie ergeht sich in weiteren dunklen Andeutungen hinsichtlich seiner Privatverhältnisse. Der ganze Streit ist höchst albern. Es ist ganz gleichgültig, ob ein Jesuit einmal den Satz geschrieben hat oder nicht, da ja feststeht, daß die ganze Centrumspolitik wie auch die der andern herrschenden Parteien- man denke nur an den Zollkampf- mur eine einzige umfassende Anwendung einer solchen Regel ist. Ein Schauspiel für Chinesen. Vliegen( Schriftführer des Abwehr Komitees): Man mache hier einander Vorwürfe; einzelne aber hätten nicht die Schuld, der Streit sei gemeinschaftlich begonnen, müsse gemeinschaftlich beendet werden. Man müsse nun die Arbeit wieder aufnehmen. Es entstand große Unruhe in der Versammlung, die größtenteils für Fortsetzung des Streiks zu sein schien. Vliegen verzichtet aufs Wort. ratende Stimme. V Alle Sendung von Begrüßungs- Depeschen an den belgischen ParRosciusko beantragt namens der Seine- Föderation die anläßlich des Generalstreifs, sowie eines Protestes an das italienische teitag und an die holländische Socialdemokratie Centralorgan„ Avanti" gegen die Verhaftung des russischen Socialisten Gotz auf Betreiben des russischen Despotismus. van Emmenes( Anarchist, Erdarbeiter) spricht von social demokratischem Berrat und meint, wenn der Eisenbahnerstreit 14 Tage gedauert hätte, wäre alles auf den Eisenbahnlinien in vollständige Unordnung geraten. Dann spricht Boetie von den Metallarbeitern für Fortsetzung vorstand. Gérault- Richard spricht dagegen, weil im Jaurès beantragt einen Gruß an den deutschen ParteiAus Beling wird vom 13. April telegraphisch gemeldet: Eine des Streits und Barteigenossin Frau Roland- Holst mahnt die Gegensatz zu den zuerst beantragten Grüßen hier fein besonderer Wirtshausstreitigkeit zwischen etwa 50 deutschen und ebensoviel Arbeiter dem Beschluß des Central- Komitees, das sie ja selbst ge- Anlaß vorliege. Jaurè 3 weist auf den deutschen Wahlkampf hin. östreichischen Soldaten artete auf der Straße zu einer Schlägerei aus. wählt hätten, Folge zu leisten. Zum Schlusse spricht noch Domela Kosciusko hat nichts gegen den Jaurèsschen Antrag einzuwenden. Die Streitenden gingen mit nütteln, Messern und andren Nieuwenhuis, der zufällig da war und nicht die Absicht hatte aber die andern Parteien hätten doch an den Bordeaux- Kongreß zu Waffen gegen einander los. Eine Menge von Chinesen sahen dem hier zu sprechen, wie er fagte. Er teilte mit, daß die Central- Depeschieren, nicht diefer an jene, sofern kein besonderer Anlaß vorStreite zu. Eine deutsche Compagnie mit aufgepflanztem Seiten vorstände aller Gewerkschaften zusammenberufen wären und daß liege. Hierauf werden alle beantragten Begrüßungs- Depeschen gewehr und eine östreichische Patrouille trennten die Kämpfenden diese sich aussprechen würden, welches nun die weitere Haltung votiert. und säuberten die Straße. Mehrere der Kämpfenden mußten in das sein müsse. Hospital gebracht werden. Die beiden Kontingente werden mehrere Wochen Kasernenarrest haben. Wahlvorbereitungen. Die Konservativen im zweiten Berliner Wahlkreise verbreiten ein Wahlflugblatt, worin sie sich an die Arbeiter wenden und sie vor der Socialdemokratie warnen, weil diese- alle Armeeund Marineforderungen ablehnen. Ein Beschluß wurde in dieser Versammlung nicht gefaßt. Inzwischen ist dann einmütig dem Beschlusse des Komitees Folge geleistet worden. Frankreich. in der Dreyfus- Angelegenheit eröffnet. Der Minister soll auch eine Paris, 14. April. Kriegsminister André hat die Untersuchung umfassende Säuberung in der Armee beabsichtigen. Das wird den Die Franziskaner haben gestern Paris verlassen und sich nach Holland begeben. Der Obere erklärte, daß er die Rechte seiner Kongregation vor den Gerichten geltend machen werde. Konservativen gerade so viel Arbeiterſtimmen zuführen wie die Erflärung, daß Brot und Fleisch teurer werden müssen, damit die Agrarier ihre Arbeiter bezahlen können. Das Flugblatt bietet das Eingeständnis, daß die jetzige Bollpolitik auf Verteuerung von Fleisch und Brot gerichtet ist. Spanien. Schluß der Sitzung 12 Uhr. Nachmittags Sigung. 2 Uhr. Orry, Parteisekretär: Das Interföderale Komitee hat die eingelaufenen 41 Anträge veröffentlicht. Es macht dem Kongreß keine Der Vorschläge über die Reihenfolge der Tagesordnung. längere lebhafte Debatte über die Priorität der BeKongreß mag selbst diese Frage entscheiden. Es entspinnt sich eine handlung des Falles Millerand, was von der Opposition durch Zwischenrufe verlangt wird. Die Rechte ruft:„ Berichte zuerst!" Renaudel: Millerand sei mit der Ausschließung bedroht, er könne deshalb nicht an den sonstigen Debatten und Beschlüssen des Kongresses teilnehmen. Zuerst müsse die Ausschlußfrage behandelt werden.( Protestrufe rechts.) Redner mahnt be= sonders seine engeren Gesinnungsgenossen zur Ruhe, die desto nötiger sei, je wichtiger die zur Debatte stehende Frage.( Allgemeiner Beifall.) Brest, 13. April. Heute abend fanden hier anläßlich eines hier tagenden Katholikentongresses antiklerikale Kundgebungen statt. Die Eine unglaubliche Unverfrorenheit muß man es nennen, daß in Menge durchzog die Straßen unter Schmährufen auf die Geistlichkeit diesem konservativen Flugblatte den Arbeitern Anerkennung ihrer und Absingen der Carmagnole. Die Ansammlungen wurden von politischen Rechte, Schutz und Entwicklung ihrer Organisationen und der Polizei mehrmals auseinandergetrieben. Dabei fam es zu Zu- Rodrique verlangt, zuerst die mit dem Falle Millerand zus des Koalitionsrechts" versprochen wird. fammenstößen, bei denen ein höherer Polizeibeamter, sowie eine Un- sammenhängenden Punkte 8 und 9 zu behandeln( d. h. die Fragen, Noch sind die Reden des Eisenbahnministers und der zahl Polizisten durch Schläge getroffen wurden. ob ein Deputierter gegen die Abschaffung des Kultusbudgets stimmen Konservativen im preußischen Landtage kaum verhallt, durch und ob er den Soldaten den Zutritt zu den Arbeitsbörsen verwehren die den Eisenbahn- Arbeitern jeder Anspruch auf das Koalitions recht brutal versagt wird;" darf). Man müsse mit den Principien-, nicht mit den Personenkaum ist die Heldenthat des Republikanische Demonstrationen. Am Sonntag wurde in Madrid fragen beginnen. Norddeutschen Lloyd geschehen, durch welche die Arbeiter zum eine Versammlung von Republikanern abgehalten, die von 15000 Personen Jaurès stimmt mit Renaudel überein, über die Notwendigkeit, Austritt aus ihrer Gewerkschaftsorganisation gezwungen wurden; besucht war. In derselben wurde mitgeteilt, daß auch in den zuerst die Frage zu diskutieren, die den Kongreß am meiſten trenne. das alles geschah und geschieht unter dem Beifall fämtlicher Organe Provinzen an zahlreichen Orten Zusammenfünfte unter Beteiligung Aber im Gegensatz zu Renaudel dente er, daß Millerand bis auf der konservativen und aller verwandten Parteien und der Re- von mehr als 300 000 Republikanern stattgefunden hätten. Es weiteres das gleiche Recht habe wie alle andren Delegierten am gierungsblätter; Tag für Tag feiert die widerliche Heze gegen das wurden sehr erregte Reden gehalten, die von Hochrufen auf die Kongresse teilzunehmen.( Lebhafter Beifall rechts.). Brincipiens Stoalitionsrecht der Arbeiter in der konservativen Presse wilde Republik begleitet waren. Zu der Versammlung in Barcelona und Personenfragen könnten in diesem Fall nicht auseinanderDrgien: und in demselben Augenblick verspricht ein kon- hatten sich 20 000 Personen eingefunden. Es wurde der Beschluß gehalten werden, da die Principienfrage gerade durch Millerands servatives Flugblatt den Arbeitern Schutz und Entwide- gefaßt, alle Republikaner zu einer Partei unter alleiniger Führung Abstimmungen auf die Tagesordnung gesetzt worden sei. Er schlägt lung des Koalitionsrechtes! Die Konservativen, die dem von Salmeron zu vereinigen. also vor, zuerst den Bericht der Kammerfraktion und darauf den Fall Buchthausgefeße zujubelten, die den Landarbeitern das KoalitionsMillerand zu behandeln. recht hartnädig vorenthalten, bringen es fertig, sich als Schützer des Koalitionsrechtes aufzuspielen! Diese Leute müssen die Arbeiter wirklich für unglaublich dumm halten, daß sie ihnen solchen Hohn zu bieten wagen. Afrika. Sieg der Aufständischen in Marokko. Ladevèze beantragt namens der Gironde- Föderation eine vorausgreifende Motion, die auf dem letzten Kongreß der Föderation votiert wurde und die vor allem von sämtlichen Delegierten die Verpflichtung fordert, sich den Kongreßbeschlüssen zu fügen, sonst würden sich die Betreffenden selbst aus der Partei ausschließen". Eine amtliche Depesche aus Melilla meldet: Die Aufständischen ließen gestern gegen das Fort Frajana eine Mine springen Daß die Konservativen es für nötig halten, jezt, wo sie um die und stürmten dann durch die offene Bresche. Die Besatzung leistete Stimmen der Arbeiter buhlen, diesen Anerkennung ihrer politischen eine Zeit lang Widerstand, wich dann aber zurück und flüchtete sich Lenormand- Yonne: In Tours wurde beschlossen, daß die Rechte, Schutz und Entwicklung des Koalitionsrechts zu versprechen, auf spanisches Gebiet. Die Aufständischen verfolgten die Flüchtigen Kammerfraktion ihren Bericht einen Monat vor dem Kongreß den das beweist, daß sie sehr wohl wissen, wie notwendig politische bis an die Grenze dieses Gebiets. Der Pascha, seine Frauen und Rechte und Koalitionsrecht für die Arbeiter sind. In der Praxis eine Anzahl verwundeter Askaris befinden sich unter dem Schutze der giebt es keinen ärgeren Feind dieser Arbeiterrechte wie die Konser Spanier. vativen; sie nehmen also mit Bewußtsein den Arbeitern das Wichtigste, das ihnen jetzt als Wahlköder gut ist. Privatmeldungen besagen: Als das Fort in die Luft ging, famen 40 Mann ums Leben, darunter ein Offizier. Mit dem Pascha, der am Schenkel verwundet ist, sind noch 23 Verwundete nach Melilla geflüchtet. Der Kongreß von Bordeaux. Föderationen zuzustellen habe. Dieser Beschluß ist verletzt, wir haben den Bericht bis heute noch nicht gesehen. Daher will er der Be= ratung des Berichts überhaupt die Vorfrage entgegenseßen. Zuerst müssen wir uns versichern, ob Millerand das Recht hat, unfren weiteren Beratungen beizuwohnen. Drei weitere Delegierte der Opposition sprechen ebenfalls für die sofortige Beratung des Falles Millerand. Renaudel erinnert gegenüber Jaurès, daß auf den früheren Kongressen niemals irgend ein Bericht am Anfang der Tagung debattiert worden sei. Niemand hegt persönliche Feindschaft gegen Millerand, wir wollen lediglich eine taktische Frage entscheiden, die Wahlarbeit. Die Delegierten des Gaues XX( Süddeutschland) des Arbeiter- Radfahrerbundes Solidarität, die am ersten Ostertag in München einen Gautag abhielten, beschlossen: Der zweite Gautag des Arbeiter- Radfahrerbundes erklärt es als heiligste Pflicht und Aufgabe der Arbeiter- Radfahrer, daß sie mit allen Kräften bei den Reichstagswahlen die socialdemokratische Wahlagitation durch Am Ostersonntag ist in Bordeaux der Kongreß der Franeben durch Millerands Auftreten entstanden ist. Verteilung der Bresse, Flugblätter und Stimmzettel sowie am Wahl- zösischen Socialistischen Partei zusammengetreten. Er Heppenheimer- Paris: Keine Zweideutigkeiten! Niemand will tage selbst durch möglichste Besetzung der einzelnen Wahllokale unter- wird parteiamtlich als der fünfte" Kongreß dieser Partei bezeichnet, der Behandlung des Falles Millerand ausweichen. Aber die Logik ſtützen. indem vom ersten allgemeinen„ Einigungskongreß" in Paris 1899 gerechnet wird. Er ist der zweite Kongreß der sogenannten Jaurèsistischen Richtung, die sich vor einem Jahre in Tours zu einer besonderen Partei konstituiert hatte. Dänische Wahltandidaten. Die Dänen haben nun auch ihre Kandidaten aufgestellt. In Hadersleben- Sonderburg kandidiert der jezige Vertreter Redakteur Jessen, im II. Wahlkreis ist der Tabakfabrikant Andresen, im IV. Hofbefizer Knudsen aufgestellt. anerkannt. Ausland. Nach dem Sturm. " Die beherrschende Frage des Kongresses wird wiederum die Millerand Angelegenheit sein. 25 Föderationen der Partei haben den Ausschlußantrag gegen Millerand gestellt; bei einer Gesamtzahl von 38 Föderationen, welche die Partei umfaßt, ist das eine große Mehrheit. Millerands Freunde werden sich jedoch die größte Mühe geben, die Delegierten umzustimmen. verlangt, daß zuerst der Kammerbericht neben dem Bericht der SeineFöderation, die den Fall eingehend behandelt hat, diskutiert werde. Redner mahni zur Ruhe und zur Objektivität. Sonst hätten wir kein Recht, gegen die Ausnahmegerichte zu protestieren.( Lebhafter Beifall rechts.) Jaurès: Keine sachliche Meinungsdifferenz liegt vor. Wozu streiten über eine Geschäftsordnungsfrage? Er beantragt, zuerst den Kammerfraktions- Bericht zu verlesen und dann sofort ohne vorherige Generaldebatte den Fall Millerand zu behandeln. Renaudel stimmt diesem Antrag bei. Ladevèze: Viviani hat sich über die Bedeutung unsrer Motion getäuscht. Sie bezweckt einen versöhnlichen Ausgang und soll für alle gelten. Nach der anfänglichen Verwirrung ist rasch wieder die einheitliche Am Vorabend des Kongresses fand in der großen Cirkushalle zu Ladevèze verlangt zuerst die Abstimmung über die Gironde= Geschlossenheit im holländischen Proletariat zurückgekehrt. Das Bordeaug eine von 3000 Personen besuchte Versammlung statt, Motion: Mag Millerand zunächst erklären, ob er sich verpflichte, Schußkomitee hat sich aufgelöst. Man hat auch nach heftigen in der Jaurès, Gérault- Richard und Pressensé sprachen. Unser die Kongreßbeschlüsse zu befolgen. Viviani: Diese Motion ist nuklos und beleidigend. Warum Auseinandersetzungen das Vorgehen des Ausschusses als berechtigt Storrespondent berichtet uns hierüber: Jaurès begann mit dem Hinweis auf das socialistische Werk Millerand von vornherein in eine nachteilige Stellung bringen? Jst Wie wir einer Darstellung unsres Amsterdamer Korrespondenten der geistigen, sittlichen und moralischen Emancipation, um dann er ein Angeklagter, so muß er bis auf weiteres für unschuldig ge= entnehmen, wurde zunächst die Meldung von der Aufhebung des zur Wiederaufnahme der Dreyfus Affaire überzugehen, der halten werden. Und dann können denn alle hier sich verpflichten, Generalstreits vielfach für ein Unternehmertrid gehalten. Erst langs der Hauptinhalt seiner Rede galt. Gérault Richard be- den Kongreßbeschlüssen sich zu fügen? Giebt es denn hier nicht solche, sam begriff man, daß das niederländische Proletariat in dem un- sprach den Niedergang des Nationalismus, dessen gewaltthätiger die eventuell an eine Spaltung denken? Wollt Ihr alle jene gleichen Kampfe gegen die Uebermacht der Reaktion unterliege: Taktik er die auf der Vernunft und der Diskussion beruhende Verpflichtung übernehmen?( Rufe: Ja! Nein!) Ich höre auch Die ökonomische Waffe des Generalstreits gegen Bajonette und focialistische Attion gegenüberstellte. Pressensé sprach eingehend Rufe:" Nein!" Also taugt die Motion nichts. Bolizei und Justiz, gegen„ chriftliche" Zwingherrschaft und„ chriftliche" über die innere und äußere Politik seiner Partei: einerseits rechtStreitbrecher! Mit den Christen hatten sich auch verschworen die fertigte er die bürgerlich- socialistische Kartellpolitik selbst in gewöhnLiberalen, die einmütig mit der reaktionären Rechten gegen die lichen Zeiten", andrerseits wies er auf die Gefahren der Taktik hin wenigen socialdemokratischen und freisinnig- demokratischen Stimmen und erwartete vom Bordeaux- Rongreß eine feste Richtschnur für die Schließlich wird die Motion von der Gironde- Föderation zurüddie Knebelung der Arbeiter beschlossen hatten. Jetzt war man ent- Rammerfraktion. Die Partei habe tagtäglich für Reformen zu Sierauf erfolgte die einstimmige Annahme des Antrags Jaurès. mutigt, verbittert, dem Abwehrkomitee gab man die Schuld. Man wirken, aber die Revolution bleibe deswegen nicht ausgeschlossen. in Partei habe bedachte nicht, welch gewichtige Gründe für diesen Beschluß sprachen. Reine der Geschichte auf die Revolution Der gedruckte Bericht der Kammerfraktion wird nun verteilt. Manche Faust ballte sich und manche Thräne schimmerte in den verzichtet. Nachdem wir alle möglichen Reformen erlangt Der Bericht der Kammerfraktion würde doch die sociale Revolution, eine Augen der plöglich verdüsterten Gesichter, die eben noch so mutig haben würden, wird an Stelle des Abg. Devèze, des Verfassers, vom Abgeordglänzten. Aber die Besonnenheit siegte über die sich aufbäumende radikale Aenderung der Gesellschaft als Schlußresultat notwendig sein. neten Rouanet verlesen: Die Fraktion zählt 31 Mitglieder Der Charakter dieser Revolution aber, ob sie gewaltthätig sein werde gegenüber 30 in der früheren Kammer. Im Beginn der Legislatur oder nicht das hänge von den Gegnern ab. war sie 33 Mann start. Seitdem ist der Abg. Calvinhac gestorben Nachfolgend der Kongresbericht. und Abg. Meslier ist ausgetreten( wegen besonderer Ursachen", meint der Bericht, will sagen: auf Verlangen der Organisation seines Leidenschaft. In dem Manifest des Abwehrkomitees, das die Aufhebung des Streits verkündete, heißt es: gezogen. Wahlkreises). Die Abgg. Boher und Cadenet( Marseille), die der 1 Proletariats und der Bourgeoisie. So aber nur in Ber Theorie. I auch die Aftien der Chicago- Milwaukee und St. Paul- Bahn, der früheren Fraktion angehörten, sind der neuen nicht wieder beige- Die Praxis war dagegen von Anfang an eine Nache der That Louisville und Nashville- Bahn, der Union Pacific- Bahn usw. gingen treten. Rouanet fügt mündlich hinzu, daß seit der jüngsten Wahl fachen an jener Abstraktion. Siehe das reformerische Minimal- um mehrere Prozent zurück. Gabriel Devilles die Frattion 32 Mitglieder zählt. programm der socialistischen Parteient. Die legale und reformerische Die Vorgänge haben auch für das deutsche Wirtschaftsleben ein Außerparlamentarische Aktion. Die Fraktion Aktion liegt nicht an der Schwäche des einzelnen oder bedeutendes Interesse, weil sie geeignet sind, den zur Zeit in den hat nach Möglichkeit diese Aktion besorgt. Die Aenderung der Ge- an der Korruption, sondern sie ist eine Folge der Demokratie. So- Vereinigten Staaten von Amerika betriebenen sehr ausgedehnten schäftsordnung der Kammer, wodurch die Erhöhung der Budget- Aus bald das allgemeine Wahlrecht, das Régime der Mehrheit herrscht, Eisenbahnbau etwas einzuschränken und auf diesem wesentlich die gaben überhaupt erschwert und diejenige des Lohnes der Staats- giebt es feinen Klassenkampf im alten Sinne. Das Hochkonjunktur des amerikanischen Eisenmarktes beruht. arbeiter und-Angestellten auf dem Wege von Initiativanträgen ganz allgemeine Wahlrecht schränkt in weitem Maße den abunmöglich gemacht wurde, hat uns verhindert, ebenso häufig wie strakten Begriff des Klassentampfes und des Klassenstaates Bagdad- Eisenbahn. Gestern fand in Konstantinopel die Konfrüher durch parlamentarische Anträge zu Gunsten des Proletariats ein. Die Klassenherrschaft wird durch die Herrschaft der tituierung der Kaiserlich- Ottomanischen Bagdad- Eisenbahngesellschaft im allgemeinen und der vom Staate Beschäftigten im einzelnen ein- Mehrheit ersetzt. Von da an giebt es kein legales Hindernis mehr statt. Auf das Kapital von 15 Millionen Frank wurde die Hälfte zutreten. Dafür haben wir uns noch nie so oft für die letzteren ver- für den Vormarsch des Socialismus. Die Revolution ist nicht mehr einbezahlt. Den Verwaltungsrat bilden die Herren Gwinner, Direktor wendet, wie im ersten Jahre dieser Legislatur. Noch nie haben wir zu machen, sie ist bereits gemacht. In der Demokratie ist die Ne- der Deutschen Bank, Berlin, Vorsitzender; Vernes, Versicherungsrat so zahlreiche Abordnungen von Arbeitern empfangen. Anstatt der volution nicht nur unnötig, fie iſt auch muzlos. Denn nach Arter, Bräfident der Schweizerischen Kreditanstalt, Zürich; Graf der Banque Ottomane, stellvertretender Vorsitzender, Paris; Abegg Initiativanträge wendeten wir uns an die Regierung, um sie zu ent- einer fiegreichen Revolution müßte man wieder an das allgemeine d'Arnour, Generaldirektor der Dette Publique Ottomane, Ronsprechenden Budgetreformen zu drängen. Dabei haben wir bei der Wahlrecht appellieren. Ist aber die Mehrheit gegen die Revolution, stantinopel; G. Auboyneau, Generaldirektor der Banque Ottomane, Regierung oft ein sympathisches Entgegenkommen gefunden und zu- so wird diese nichts ausgerichtet haben. weilen selbst noch etwas mehr". Beweis: die Millionen für die Neben der legalen reformerischen Aktion hat Millerand mit Ronstantinopel; Mor. Bauer, Direktor des Wiener Bankvereins, Bergarbeiter- Pensionen. Freilich haben wir nicht alles Geforderte voller Klarheit eine zweite Konsequenz des demokratischen Socia- Wien; Kommandant Berger, französischer Delegierter bei der Dette erlangt, aber„ tvir tvissen ja, daß der Arbeiter in der Bourgeois- lismus festgelegt die Solidarität der Interessen zwischen den Bublique Ottomane, Konstantinopel; Konsul Braunfels, in Firma gesellschaft nicht alle seine Rechte durchsetzen kann..." Massen. Die Demokratie ist nach Jaurès politischer E. Huguenin, stellvertretender Generaldirektor der Anatolischen BahnJakob S. H. Stern, Frankfurt a. M.; 2. Chenut, Konstantinopel; Auch an der Agitation haben wir uns nach Möglichkeit be- Kommunismus", daher steht das Gesetz über den Klassen. teiligt. Allen Ansprüchen konnten wir freilich nicht genügen. Der socialistische Partei, an die Regierung kommen will, gesellschaft, Konstantinopel; A. v. Kaulla, Verwaltungsrat der Deputierte ist belastet mit Briefschreiben und verschiedenen Arbeiten, fann sich nicht außerhalb des Gesetzes stellen. Das Proletariat ist Generaldirektor a. D. der Anatolischen Bahngesellschaft, München; Württembergischen Vereinsbank, Stuttgart; bon Kühlmann, die nichts mit seiner gesetzgebenden und propagandistischen Funktion somit an der Achtung vor der Gefeßlichkeit interessiert, ebenso am zu thun haben. Die neuen Sitten der Wählerschaft machen aus ihm Gedeihen der nationalen Produktion. Keine Gewerkschaften, keine Raville, Verwaltungsrat der Banque Ottomane, Paris; Reformen würden etwas helfen, wenn die Quelle der nationalen Eisenbahndirektor a. D. Schrader, Mitglied des Reichstages, Berlin; Parlamentarische Aktion. Sie richtete sich nach dem Produktion versiegte. Generalkonsul P. Schwabach, Mitinhaber des Hauses S. Bleichröder, Tours- Programm. Da wir nie die Republik vom Socialismus trennen, so haben wir fortgefahren, mit den Republikanern des Blocks Ottomane, Konstantinopel; A. Zurettini, Administrateur- Délégué Berlin; M. Steinthal, Direktor der Deutschen Bank, Berlin; Testa, Ministerresident a. D., deutscher Delegierter bei der Dette Publique der Linken für die Politit der republikanischen Verteidigung und der Union Financiere de Genève, Genf; Dr. K. Zander, Geheimer Aktion einzutreten. Angesichts des Anschwellens der Regierungsmehrheit und unsrer numerischen Schwäche hätte man befürchten Regierungsrat, Generaldirektor der Anatolischen Bahngesellschaft, können, daß die Regierung dazu getrieben würde, ohne unsre MitKonstantinopel. wirkung auszukommen. Nichts von alledem, trotz der öffentlichen und privaten Ermahnungen seitens der hervorragendsten Vertreter des Centrums, der Ribot und der Aynard, die gern uns aus der Mehrheit hätten verjagen wollen; um ihr beizutreten. Unser Einfluß beruht eben auf der Thatsache, daß wir der adäquatefte( am meisten entsprechende) Ausdruck der Gefühle und der Bedürfnisse der Demokratie find, daher übertrifft er bedeutend das Maß unsrer mumerischen einen Brieffaften. Stärke. Ferner betont der Bericht die ausgiebige Vertretung der Fraktion in den Kommissionen und besonders die Wahl von Jaurès zum Vicepräsidenten und entwirft ein Bild von der Fraktionsthätigkeit im einzelnen. des Proletariats vertreten, sondern auch die Intereffen der ge Die socialistische Partei muß nicht ausschließlich die Interessen famten Demokratie. Erst wenn Ihr das leugnet, dürft Ihr Millerand verurteilen. Aber Gure ganze Taktik ist gerade von jener Auffassung diftiert. Siehe das parlamentarische Regierungskartell. Also warum nicht alle Folgen dieser Euren Taktik anerkennen? Die Praris geht voran, die faule Theorie hinft nach. Es gilt die Scheidung zwischen der alten Theorie und der neuen Praris zu beschleunigen. Zwei Doktrinen zugleich sind unmöglich: eine für die Eingeweihten und im Parlament, die andre fürs Publikum. Uebrigens ist diese Zwieschlächtigkeit muzlos, denn Eure Handlungen lassen Spuren hinter sich. So lange aber Ihr eine zweifache Doktrin zulasset, erscheinen Eure Handlungen als Verrätereien, anstatt als Fortschritte zu gelten. Ihr habt über diese Auffassung des demokratischen Socialismus zu entscheiden, nicht nur über Millerand. Vergeßt aber nicht, daß wir auf dem Boden der Deklaration der Menschenrechte, der demokratischen Charte, kämpfen!( Beifall rechts.) ( Ausführlicher Bericht über die letzten Redner folgt.) Partei- Nachrichten. gesellschaft einen völlig internationalen Charakter haben. Zu dem Wie die„ Daily Mail" wissen will, wird die Bagdad- Bahngesellschaft einen völlig internationalen Charakter haben. Sapital werden Deutschland, England, Frankreich je ein Viertel des Betrages beisteuern; das vierte Viertel entfällt auf die Schweiz und die Anatolische Bahn sowie auf Destreich. Zunächst will die Gesellschaft für 40 Millionen Franks Obligationen ausgeben, die zur Erbauung der Strecke Konia- Eregli dienen sollen. Die Mecklenburg- Strelitzsche Hypothekenbank zieht, da sie doch wohl einsieht, daß ein Vorgehen gegen die Treuhand- Gesellschaft und die hinter ihr stehende Bant vergeblich sein würde, ihre neuen Organisationspläne zurück. Sie veröffentlicht ein langes Rechtfertigungsschreiben, in dem sie erklärt: " Da die deutsche Treuhand- Gesellschaft nicht in der Lage war, sich unsren Vorschlägen anzuschließen und wir uns deshalb von der Einberufung der Pfandbriefgläubiger einen Erfolg nicht versprechen fonnten, so hat die Bankverwaltung beschlossen, von weiteren Schritten abzusehen..." Die Generalversammlung des Norddeutschen Lloyd", die am Von den auseinandergehenden Abstimmungen der Fraktionsmitglieder erwähnt der Bericht nur die dreifache Abstimmungsweise Danach sprach Hervé gegen die Abstimmungen Millerands, bein Votum des Gesamtbudgets und die zuerst eingetretene obschon er aus dessen Ministerschaft keine Vorwürfe ableite. Dann Spaltung der Fraktion bei der Abstimmung über die sucht Miller and selbst in ausführlicher Rede seine Haltung zu Geheimfonds:" Diese Fragen haben wir, wie übrigens auch rechtfertigen. Er schloß mit den Worten: Wenn Sie glauben, der Tours- Kongreß, nicht als Principienfragen betrachtet. Es ist daß die politische Macht an einem Tage wie ein Wunder flar, daß es kein Princip sein kann, gegen jedes Budget zu uns zufällt, so müssen Sie mich ausschließen, wenn Sie votieren: man verwirft ein Budget, welches nicht paßt und man aber mit mir der Auffassung sind, daß wir Stüd für Stück der Sonnabend in Bremen stattgefunden hat, genehmigte den vom Präbotiert ein Budget, welches paẞt. Das Budget von 1903 öffentlichen Gewalten zu erobern haben, dann dürfen Sie den Aus- sidenten Plate vorgelegten Geschäftsbericht und die Bilanz. Auf eine Anfrage teilte der Generaldirektor Dr. Wiegand mit, daß, enthält übrigens gewisse Reformen zu Gunsten der Berg- schluß nicht beschließen. soweit bis heute das Gewinnerträgnis für Reisen des ersten Quartals arbeiter, der Lehrer, des weltlichen Schulunterrichts, Reformen im Heer und in der Marine. Aber auch die Geheimfonds haben im fich abschätzen ließe, dieses Quartal einen Mehrertrag in den Betriebsüberschüssen von reichlich 2 Millionen Mark gegen den gleichen laufenden Jahre zuweilen dazu gedient, armen Arbeitern auszuhelfen. Zudem bedeutet die Verwerfung der Geheimfonds stets Zeitabschnitt des Vorjahres ergeben habe. Das zweite Quartal einen Aft des Mißtrauens gegen die Regierung, der gegenüber dem verspreche ebenfalls recht gute Ergebnisse. Auf eine weitere Anfrage gegenwärtigen Ministerium unstatthaft wäre..." Principienfragen, Genosse W- r im Voltswille" zu Hannover. Er bedauert, daß Lloyd erklärte Generaldirektor Dr. Wiegand, daß sich die GesamtUeber die jüngsten Diskussionen unsrer Theoretiker äußert sich ein nach den aus Neubauten sich ergebenden Schuldverbindlichkeiten des sagt der Bericht, find dagegen solche Fragen, wie die Trennung gerade zu einer Zeit, wo sich die Genossen zusammenschließen zum summe der aus abgeschlossenen Baukontrakten sich ergebenden Versagt der Bericht, find dagegen solche Fragen, wie die Trennung zwischen Staat und Kirche, der Generalstreik, und da war Die Fraktion einmütig mit Kampf gegen den gemeinsamen Feind, ein paar Parteigenossen, die bindlichkeiten auf annähernd 23--24 Millionen Mark belaufe. Diese Ausnahme Millerands. Folgen unflare Säße gegen Parteispaltungen und für die Anspruch darauf erheben, als geistige Führer im Kampfe gegen die Kontrafte erstreckten sich jedoch zum Teil auf Schiffe, welche ersGedankenfreiheit innerhalb der Partei, ein unpassender Vergleich mit Artikelschreiber tabelt dann im einzelnen, daß Genosse Dr. David Bahlungen verteilten sich ziemlich gleichmäßig auf die Jahre 1903 Reaktion zu gelten, sich außerhalb der Front herumfagbalgen. Der in den Jahren 1903-1905 zur Ablieferung gelangen. den Meinungsverschiedenheiten in der deutschen Socialdemokratie, die noch schnell vor der Wahl durch sein Buch über die Agrarfrage eine bis 1905, so daß in jedem Jahre etwas mehr als die Hälfte der aus Hoffnung auf eine glückliche Lösung" des Falles Millerand. Konstituierung der Fraktion. Die Seine- Föderation Diskussion hervorrief, daß Kautsky seine Kritik des Davidschen Abschreibungen und Reſerveſtellungen verfügbaren Mittel dazu zu Werkes in eine verlegende Form fleidete, daß Göhre nach der verivenden sei. Mit der Frage der Dividende habe dies selbstredend hat die Verletzung der Tours- Statuten moniert, die mir diejenigen Veröffentlichung des Parteivorstandes über die Mitarbeit an der nichts zu thun. In den Aufsichtsrat werden die ftatutengemäß Deputierten als Fraktionsmitglieder anerkennen, der Wahlcampagne das Parteiprogramm öffentlich ausgehängt bürgerlichen Presse noch einen Artikel in der Zukunft" veröffentlichte ausscheidenden Herren Direktor Dr. Jordan, K. G. Kulenkampff und haben. Die neue Fraktion hat aber auch einige Deputierten und Bernstein in den„ Socialistischen Monatsheften" einen Artikel: Generalkonsul Dr. Schwabach durch Zuruf wiedergewählt. aufgenommen, die das Programm nicht aufgehängt hatten, Der Marr- Kultus und das Recht der Revision" erscheinen ließ. Genosse W- r fragt: darunter Millerand. Außerdem hat dieser der Fraktion erflärt, er erachte für möglich den Eintritt eines Socialisten ins Ministerium selbst vor dem Zusammentritt eines neuen Parteitages und er werde den Generalstreit belämpfen. Kein Zweifel, fagt der Bericht, daß Millerand auf Grund der Statuten der Fraktion nicht angehören durfte. Aber die Fraktion liebt die„ Bannflüche" nicht übermäßig: ,, lvo es sich un menschliche Wahrheiten handelt, die wie alle Dinge der Entwicklung und der Aenderung unterliegen, ist der Bannfluch stets ein pretentiöser und oft ein lächerliches Verfahren..." Die Fraktion hat also niemand ausschließen wollen. Der Kongreß mag entscheiden.( Beifall rechts.) in Nun wird der Bericht der Seine Föderation berlesen, der das Protokoll der Verhandlungen über die bekannten Abstimmungen Millerands enthält. Das Resultat war die Verwerfung des Ausschlußantrages mit 69 gegen 52 Stimmen bei 8 Enthaltungen und die Annahme eines Tadelsvotums gegen Millerand mit 71 gegen 56 Stimmen bei 2 Enthaltungen. Zum Schluß wendet fich der Bericht gegen gebundene Mandate der Delegierten in der Millerand- Frage.( Beifall rechts.) Millerand Debatte. Vorsitzender Cipriani fragt Millerand, ob er nicht zuerst sprechen wolle. Millerand: Mögen die zuerst sprechen, die meine Ausschließung verlangen.. Renaudel beantragt, daß Millerand zuerst sprechen solle. Ueber diesen Antrag entspinnt sich eine endlose und sehr erregte Debatte. Schließlich zieht Renaudel den Antrag zurück. Es dauert etwa eine Stunde, ehe die fachliche Debatte beginnt. " Wohin soll das führen, wenn angesichts eines der schwersten Kämpfe, den die Partei je zu führen hatte, Parteigenossen, die als sich Die Ausgelost wurden von der Anleihe von 1883 die Serien 8 und 30, bon 1885 die Serie 1 und von 1894 die Serie 23 geiftige Führer der Socialdemokratie gelten wollen, die fid be Letzte Nachrichten und Depefchen. rechtigt glauben, die höchsten Ehrenstellen einzunehmen, die das Proletariat zu vergeben hat, einen derartigen Mangel an Takt und der noch notwendigeren Disciplin be tunden?!" Er schließt seinen Artikel: Parteitag der ungarischen Socialdemokratie. Budapest, 14. April.( B. H.) Der Parteitag der ungarischen Socialdemokratie nahm eine Resolution an, worin die völlige wirtSolveit wir die Stimmung der Parteigenossen tennen, haben schaftliche Lostrennung Ungarns von Oestreich verlangt wird, ferner fte es gründlich satt, sich gerade von denjenigen Partei die Entwicklung der ungarischen Industrie mittels Erziehungszöllen, genoffen, die ihnen im Kampf gegen die Gegner vorangehen der Abschluß von langfristigen Handelsverträgen auf Grund der und der Masse ein Beispiel von Disciplin geben sollten, immer Meistbegünstigung, überhaupt jede Erleichterung und Sicherung des wieder Steine in den Weg wälzen zu lassen." internationalen Handelsverkehrs sowie schärfste Bekämpfung der Agrarzölle. W- r im einzelnen erhebt, gerechtfertigt sind oder nicht; was er je Wir wollen ununtersucht laffen, ob die Vorwürfe, die Genosse doch über die Meinung der Parteigenossen von dem Taft und der der Verhältnisse ihm nur bestätigen, daß er die Stimmung der Masse Disciplin unsrer Theoretiker sagt, so können wir aus unsrer Kenntnis richtig wiedergegeben hat. Totenliste der Partei. In 3 wid au starb an der Schwindsucht der Steinmetz David Herold. Der Verstorbene hat zu allen Beiten seine Pflicht als Parteigenosse brav erfüllt. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Maifeier und Behörden. Die Polizeibehörde in Elmshorn berbot einen für den 1. Mai geplanten gemeinsamen Ausmarsch der Genossen. Gründe: die allbekannten! Groben Unfug soll Genosse Rtablof, ber verantwortliche ReLacour- Paris begründet lurz die Vorwürfe gegen Millerands Ab- dakteur der Breslauer Volkswacht", dadurch verübt haben, daß er ftimmungen. Millerand hat in den Seine- Föderations- Sigungen u. a. die im Inseratenteil eine Ankündigung aufnahm, wonach der freis von ihm als Minister bewilligte jährliche Subvention von 10 000 r. religiöse Brebiger Tschirn über das Thema: Hat Christus über= für die Arbeitsbörsen angeführt, um zu zeigen, daß er für die Ver- haupt gelebt?" sprechen wollte. Desselben Verbrechens find auch die folgung des antimilitaristischen Soldaten- Handbuches" votiert hatte Redakteure der Breslauer bürgerlichen Blätter sowie alle Geschäftsfeineswegs aus Feindseligkeit gegen die Gewerkschaften. Redner leute angeklagt, welche Plakate mit der Ankündigung des Vortrages fragt, ob Millerand um den Preis von 10 000 Fr. die Arbeitsbörsen aushängten. Herr Tschirn muß bei der Breslauer Polizei einen zu Dienerinnen des Staates machen wollte.( Lebhafter Beifall links.) guten Freund haben, der ihm die Bomben- Reklame für seinen VorSarrante- Paris, Delegierter der Cher- Föderation, Verfasser der trag besorgt hat. Broschüre„ Oppositions- und Regierungsfocialismus", behandelt die principielle Grundlage der Debatte: Wo Principien in Frage kommen, gelten feine persönlichen Rücksichten. Aber man darf nicht ungerecht Aus Induſtrie und Handel. 27 Rußlands Entschädigungsansprüche. Es verlautet: Rußland verlange als Entschädigung für die Familie Wien, 14. April. Die„ Neue Freie Presse" meldet aus Belgrad: des getöteten russischen Konsuls Schtscherbina 120 000 Frant, die Entsendung von 20 000 Mann anatolischer Truppen nach Altferbien zur ständigen Niederhaltung der Albanesen und endlich die Errichtung einer Sühnekapelle auf dem Thatorte. Zur Lage in Holland. Amsterdam, 14. April. Die entlassenen Angestellten der beiden Eisenbahn- Gesellschaften haben an die Gesellschaften das Gesuch gerichtet ,, in ihren alten Stellungen wiederangestellt zu werden, und eine Anzahl hervorragender Personen gebeten, dieses Gesuch zu unterstützen. Internationaler landwirtschaftlicher Kongres. Rom, 14. April.( W. T. B.) ( W. T. B.) Die erste Abteilung des fiebenten internationalen landwirtschaftlichen hier tagenden Kongresses beriet heute die Frage einer europäischen Verständigung zum Zived der Anwendung von Differentialzöllen gegenüber den Vereinigten Staaten. Der deutsche Abgesandte Graf Schwerin- Löwiß befürwortete für die neuen Handelsverträge besondere Vergünstigungen der europäischen Erzeugnisse gegenüber denjenigen der Vereinigten Staaten. Schließlich wurde ein Antrag Luzzattis angenommen, welcher dahin geht, daß die Frage der amerikanischen Konkurrenz bis zum Bu sammentritt des nächsten Kongresses vertagt werden solle, damit in der Zwischenzeit die Angelegenheit gründlicher studiert werden könne. Die Auslieferung Göt's vor dem Appellgerichtshof. fein. Der Angeklagte muß erst gehört werden. Die Debatte ist Der Fall der amerikanischen Eisenbahnwerte. Die gerichtliche schwerwiegend. Wir sollen aus unsren Neihen einen Mann wie Entscheidung in dem Prozeß gegen die Northern Securities Millerand verjagen, der seit zehn Jahren der Partei so große Dienste Company"( Vergl. den Bericht in der Sonntags- Nummer.) drängte an geleistet.( Beifall rechts.) Eure Vorwürfe gegen ihn richten sich mit der gestrigen New Yorker Börse alle andren die Börsenkreise interfeinem Wort gegen die leitenden Ideen, die er jüngst effierenden Vorgänge in den Hintergrund. Bei der Eröffnung suchten ausgesprochen. Diese Jdeen sind mit Schweigen oder Zustimmung die hinter dieser Gesellschaft stehenden Stapitalisten zunächst den Kurs der Rom, 14. April.( W. T. B.) Wie die Blätter aus Neapel aufgenommen worden. Die Abstimmungen M.s sind nur die Folge Northern Securities- und andrer Eisenbahnaktien durch belangreiche melden, beantragte der Oberstaatsanwalt am dortigen Appelldieser Ideen. Es gilt die Politik des demokratischen Socialismus Interventionskäufe zu halten, doch hatte der im Straßenverkehr er- gerichtshof, daß dem Gesuch um Auslieferung des russischen Staatsder alten Auffassung gegenüber zu stellen.( Ironischer Beifall lints.) folgte Kurssturz troß dieses Widerstandes alsbald ein fast allgemeines angehörigen Göz nicht stattzugeben sei, weil das Verbrechen, welches Die Jdee des Selassenkampfes, wie fie bon gewissen Sinken der Eisenbahnwerte zur Folge. Besonders wurden die Aftien Göz begangen, mit einem politischen Verbrechen im Zusammenhang Theoretikern interpretiert wurde, macht einschränkende Vor- derjenigen Eisenbahngesellschaften durch umfangreiche Positions- stehe. behalte nötig. In dieser Auslegung beherrscht der Klassen- lösungen start mitgenommen, die sich mit Kombinationsplänen tragen Stampf das gesamte gesellschaftliche Leben und nicht nur die wirt- oder bei denen die Vermutung besteht, daß sie durch gesetzliches Köln, 14. April.( B. H.) Nach einem Telegramm der Köln. schaftlichen Verhältnisse. Der Staat ist danach ein Klassenstaat im Vorgehen in der Ausführung ihrer Absichten gestört werden können. 8tg." aus Madrid dauert in Cadix der ungeheure Brand, der alle Dienste der herrschenden Klassen, also kann man von ihm nichts Dagegen waren Industriewerte weniger durch die rückläufige Be- benachbarten Drte in dichten Rauch einhüllt, fort. Der Verlust beGutes erwarten. Er muß nicht erobert, sondern zerstört werden. wegung in Mitleidenschaft gezogen. Als der Verkaufsdrang etwas läuft sich auf über eine Million. Auch giebt es feine gemeinsamen Interessen des Proletariats und nachließ trat auf furze Zeit eine leichte Erholung ein, doch gingen Kapstadt, 14. April.( W. T. B.) Vom 24. April ab fallen die der Bourgeoisie. Diese abstrakte, von Ort und Zeit unabhängige die Preise später abermals zurück. Transitzölle fort und alle Erzeugnisse der Kapkolonie werden Auffassung vom Klaffenkampf schließt in fich zweierlei Folgen: Am schärfsten litten natürlich die Aftien der Northern- Securities- nach Transvaal zollfrei zugelassen. Ausgenommen sind Branntwein, 1. Reformen sind unmöglich, 2. feine solidarischen Intereffen des Company unter den Abgaben; fie fielen von 108% auf 9434; aber Bier, Dynamit und von ausländischem Storn verfertigtes Mehl. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u.Unterhaltungsblatt Nr. 87. 20. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der Parteitag der belgischen Socialdemokratie. Mittwody, 15. April 1903. ließen und uns verboten, unsern gefallenen Märtyrern die letzte Ehre daß im Gegensatz zu den staatlichen Behörden, die städtischen Bezu erweisen? hörden verschiedentlich die Organisation der Arbeiter direkt anerkennen. Lecken( Redakteur des„ Beuple"): Wie wollen Sie denn von So hat der Berliner Magistrat uns verlangen, im Parteiorgan die Meinung der Mehrzahl der Ge- dem Beispiel gefolgt den Delegierten zur Generalversammlung und der Hamburger Senat ist Brüssel, den 12. April. nossen zu vertreten, wenn wir nicht wissen, wie diese denkt?( Sehr Urlaub gewährt und es den einzelnen Verwaltungen überlassen, ob Vormittags- Sizung. wahr!) Anseele verlangt, man solle bei den Kompromissen nur vor sie den delegierten Arbeitern für diese Tage den Lohn zahlen. Von Genoffe Defnet eröffnet den Kongreß mit einer feurigen An- fichtig sein. Auf der Tribüne eines Kongresses tann man andren Städten ist ein ähnliches Vorgehen seitens der städtischen Behörden sprache: Vor einem Jahre standen wir inmitten des Kampfes. Wir allerdings vorsichtig sein. Aber Sie( zu Anseele gewendet) wissen zu verzeichnen. Der Redner giebt sodann eine llebersicht über die Arbeiten wurden geschlagen. Aber die Anwesenheit von 592 Delegierten auf ia, wie schwer es schon für Sie als gewöhnlicher Abgeordneter ist bes Vorstandes, die sehr umfassend waren und sehr hohe Andiesem Kongreß betweist, daß die Partei stärker denn je dasteht. vorsichtig zu sein.( Stürmischer Beifall.) Die Frage ist heute: forderungen an die leitenden Personen stellten. Die Abrechnung vom Das geflossene Blut unsrer Märtyrer war guter Same; er ist auf- Wollt Ihr das allgemeine Wahlrecht?( Hundertstimmiges Ja!) Charlottenburger Gasarbeiter- Streit, welche vom Vorstande erst jetzt gegangen und hat Früchte gezeitigt. Wollt Ihr Euch zu diesem Zwecke mit einer andern gegeben werden kann, weist eine Einnahme von 3145,24 M. und Vandervelde: Die russischen und polnischen Socialisten Partei verbinden? Dann fagt: Ja!( Bereinzelte seine Ausgabe von 1913,85 m. auf. M. haben einige Genoffen beauftragt sie zu vertreten. Ebenso find Delegierte der internationalen Vergarbeiter- Konferenz und der Luremburger Abgeordnete Welther als Gäste anwesend. Nach einigen geschäftlichen Angelegenheiten wird zur Tagesordnung geschritten. Mehrere Beschwerden über die häufige Abwesenheit der socialistischen Abgeordneten in der Kammer beschließt man in der geheimen Sigung zu behandeln. Serwy berliest den Bericht der Kooperativen. Ein großer Fortschritt ist im abgelaufenen Jahre zu verzeichnen. Im Berichtsjahre allein sind zehn neue Volkshäuser errichtet.( Beifall.) " Als Präsident wird Genosse De stree- Charleroi ernannt. Von jeder Föderation nimmt je ein Delegierter am Bräsidententische Platz. Förnemont, der Berichterstatter über den 4. Punkt der Tagesordnung Allgemeines gleiches Wahlrecht" nimmt das Wort. Diejenigen, welche sich mit der Hoffnung schmeichelten, daß nun die Bewegung zu Gunsten des allgemeinen gleichen Wahlrechts für lange Zeit tot sei, werden angesichts des heutigen Tages ihre Meinung ändern müssen. Auch die mutigsten unter uns selbst neigten zu der Annahme, daß für absehbare Zeit an eine neue Wahlrechts- Campagne nicht zu denken sei. Trotz Stampfmutigkeit und Furchtlosigkeit, die während der Campagne und bis an ihr Ende geherrscht, ließen sich doch die bangen Gedanken an die Zukunft nicht ganz verscheuchen. Da auf allen Seiten gewünscht wird, die Campagne für das Wahlrecht wieder zu eröffnen, ist es wohl angebracht, die früher begangenen Fehler zu beleuchten, um eine Wiederholung zu vermeiden. Heute ist es nun wohl opportun, zu sagen, ebenso gut für uns als für die ausländischen Gäste, daß der Generalstreit im Vorjahre nicht vorausgesehen und nicht vorbereitet wurde, die Arbeiterklasse selbst hat ihn begonnen; fie selbst glaubte Eristenz und Brot für das Wahlrecht in die Wagschale zu werfen für das, was im Parlament zu erreichen wir zu schwach waren. M d a!) Das ist gut, hierüber muß Klarheit geschaffen werden. Nach dem Bericht über die Thätigkeit des Ausschusses, den ( Beifall.) Schabel Berlin giebt, folgt eine längere Diskussion, in der Suber Briffel: Jch will fein Kompromiß. Ein Klerikaler ist wesentliche Eintvendungen nicht erhoben werden und sich alle Redner mir lieber als ein Liberaler. Diese haben fünfzig Jahre regiert, mit der Thätigkeit des Verbandsvorstandes und den von demselben ohne etwas für die Arbeiter gethan zu haben. Keine Alliancen mit getroffenen Maßnahmen im allgemeinen einverstanden erflären. diesen liberalen Hanswürsten.( Beifall.) Folgende Resolution wird eingereicht: In der Nachmittags Sigung, die von Scherzer Nürnberg geleitet wird, wird die Diskussion über die Berichte fortDer Kongreß hält den Generalstreit für das beste( supreme) gesetzt. Nach Beendigung derselben wird dem Verbandsvorstande Mittel zur Erreichung des allgemeinen gleichen Wahlrechts. Die einstimmig die Entlastung erteilt. Partei weist loyale Hilfe nicht von der Hand. Inzwischen ist Ueber die zukünftige Gestaltung des Verbandes alle Aufmerksamkeit und Kraft auf den Ausbau der Gewerkschafts-| referierte H. Schubert- Berlin. Er verweist darauf, daß die socialdemokratischen Gemeindevertretern geordneten haben bor ben Wahlen( 1904) bie zu verdanken haben, daß aber auch die Organiſation viel kräftiger und Revision der Verfassung wieder zu beantragen. lampffähiger gemacht werden muß, um die Intereffen der Arbeiter mit Die Annahme dieser Resolution rust rauschenden Beifall hervor allem Nachdruck vertreten zu können. Der Redner empfiehlt eine ( Schluß der Sitzung.) intensive Agitation, um den großen Teil der noch fernstehenden Montags Sigung. Gemeinde- Arbeiter zur ferner Organisation heranzuziehen; Vandervelde, Berichterstatter über den 5. Punkt( Kampf damit die ungeheure Fluktuation aufhört, die obligatorische gegen den Alkoholismus), läßt die Ansichten der heutigen wissen Einführung der Unterstützung in Sterbefällen, und außerdem schaftlichen Autoritäten Revue passieren. Sie alle find einig, daß soll eine bessere Ausgestaltung des Fachorgans stattfinden, der Alkohol ein gefährliches Gift ft. Vor allem dürfe in unfren so daß die Kollegen in jeder Beziehung aufgeklärt und mehr wie Kooperationen kein Alkohol verkauft werden. bisher für die Organisation und deren Bestrebungen interessiert Nach langer Diskussion wird fast einstimmig beschlossen, den werden. Der Referent erläutert sodann den neuen Statutenentivurf Verkauf des Alkohols in den socialistischen und ersucht, demselben zuzustimmen. Kooperationen vom 1. April 1904 ab zu verbieten. Die wesentlichsten Aenderungen des bisherigen Statuts find; Die bisherigen( neun) Mitglieder des Parteivorstandes werden die Erhöhung des wöchentlichen Beitrags von 15 auf aufs neue gewählt. 20 f. für männliche und von 10 auf 15 Bf. für weibliche Mitglieder. Ferner die obligatorische Einführung der Sterbe- Unterstügung, Sie nach einjähriger Mitgliedschaft 65 M. und jährlich um 15 M. Der Kongreß diskutiert die Erhöhung der Parteibeiträge von steigend nach zehnjähriger Mitgliedschaft 200 m. betragen soll. Den10 auf 15 Cents( pro Mitglied und Jahr). Die beantragte Er- jenigen Mitgliedern, welche aus städtischen resp. staatlichen Betrieben höhung der 5 Cents soll an die Gewerkschaftskommission ab- ausscheiden müssen und deshalb aus dem Verbande austreten, kann geliefert werden, um ihr die Einrichtung eines ständigen Sekretariats ein Teil der eingezahlten Beiträge und zwar 3 Pf. pro Woche zu ermöglichen. feit Einführung der Sterbe- Unterſtügung zurückerstattet werden, wenn die in Betracht kommende Summe mindestens 3 M. beträgt.- Von den statutengemäßen Beiträgen müssen 75 Pro3.( bisher 50 Proz.), ferner die Eintritts- und Delegiertengelder an den Verbandsvorstand abgeführt werden, während die übrigen 25 Proz. der Beiträge zur Bestreitung der örtlichen Ausgaben verbleiben. Eine wesentliche Aenderung ist auch die, daß an ein und demselben Ort nicht mehr mehrere Filialen, sondern nur eine Filiale bestehen darf. Doch können für die einzelnen Berufe, welche sich der speciellen Berufsinteressen anzunehmen haben, Seftionen errichtet werden. ( Mittagspause.) Gigung Montagnachmittag. Die Erhöhung der Beiträge wird bis zum nächsten Kongreß vertagt. Geheime Sigung. Solche Fälle dürfen nicht mehr vorkommen. Wir wissen, uns bleibt so ziemlich weiter nichts übrig als die ökonomische Waffe. In lezter Zeit ist sie oft angewendet worden; so ziemlich überall ohne Erfolg. Dies kann aber unsren Glauben an die Wirksamkeit Nachdem die Tribünen geräumt und die Kartenkontrolle vorund Durchführbarkeit des Generalstreits nicht erschüttern. Im genommen, wird die Thätigkeit und der Bericht der Kammerfraktion Gegenteil. Ueberall, wo der Generalstreit proklamiert wurde, waren diskutiert. Zur Kontrolle der Anwesenheit der Abgeordneten in der fofort auch seine Schwächen zu sehen. Und gerade diese Schwächen Kammer wird beschlossen:„ Der Sekretär der Fraktion hat monatlich müffen beseitigt werden. Dazu ist der Ausbau und die Stärkung den Föderationen mitzuteilen, welche von ihren Abgeordneten und der Gewerkschaftsorganisation unerläßlich. Der wirtschaftlichen wie off sie gefehlt haben." Diverse Vorfälle, die speciell einige Organisation der Arbeiter müssen alle Kräfte jezt gelten. So lange Abgeordneten betreffen, werden des längeren und hizig diskutiert, und so eifrig wir die politische Thätigkeit gepflegt haben, muß es ohne durch Beschlüsse besiegelt zu werden. jezt auch mit der Stärkung der Syndikate, Anfammlung eines Kampffonds, Verbindung aller Gruppen zu gemeinsamem Handeln geschehen. Der Punkt Kommunalwahlen" wird dem Parteivorstand zur Stegelung überwiesen. Der Kassenbericht der Partei weist für das letzte Jahr 11 844 Fr. Genossen! Der Anbruch eines neuen Wahlrecht Kampfes ist Einnahme auf; dieser steht eine Ausgabe von 11 150 Fr. gegenüber. näher, als viele von Euch glauben. Versäumt keinen Augenblick, Den Schluß des Kongresses bildet die lange Diskussion über die Vorbereitungen zu treffen. Alle an die Arbeit für die Gewerkschafts- Frage: Darf ein nicht gewerkschaftlich Organisierter in einer organisation, Und mit dieser vorwärts zum Streit für das all- Stooperation angestellt werden? gemeine gleiche Wahlrecht.( Nauschender Beifall.) Während dieser Debatte hatten die Delegierten der Provinz nach De Bruyn Gent wünscht ein beständiges Kompromiß mit und nach den Kongreß verlassen. Infolgedessen konnte die Frage den Liberalen zur Beseitigung des Klerikalen Regiments. Die nicht endgültig geregelt werden. Arbeiterpartei allein fei jetzt noch nicht start genug, allein zu fiegen. ( Widerspruch.) Der Kongreß wird gegen 7 Uhr abends geschlossen. Die dritte Generalversammlung der in Gemeindebetrieben beschäftigten Arbeiter und Unter- Angestellten In der Generaldiskussion, die bis zum Schluß der Sihung noch nicht beendet ist, wenden sich Schabel und Rönnigt- Berlin gegen die Verschmelzung der Filialen, wodurch fie eine Erschwerung der Agitation befürchten, und gegen die Sterbe- Unterstügung, wie sie vom Vorstande in Vorschlag gebracht ist, während die Delegierten von Dresden, Nürnberg, Hamburg 2c. sich im allgemeinen mit der Vorstandsvorlage einverstanden erklärten. hielten am ersten Ostertage im Gewerkschaftshause zu Berlin eine Die Mühlenarbeiter Gaukonferenz für den ersten Gau ihres Verbandes ab. Derselbe umfaßt die Provinzen Brandenburg, Pommern, Bosen, Ost- und Westpreußen. Anwesend waren außer der Gauleitung Delegierte aus Berlin, Stettin, Brandenburg, Magdeburg und Wusterhausen. Kottbus und Eberswalde waren trop Zusage nicht vertreten, ebenfalls fehlten Vertreter der östlichen Provinzen. Aus dem Bericht des Gauvorstandes, den der Vorsitzende Ostwald gab, sowie aus den Einzelberichten der Delegierten ging hervor, daß die Organisation der Mühlenarbeiter sich leider nur schwach entwickelt. In den Dsts provinzen haben zwar schon einzelne Zahlstellen bestanden, diefelben sind jedoch wieder eingegangen. Agitationstouren nach Bromberg, Königsberg, Danzig, Elbing uſtv. zeitigten nur Vandervelde:„ Wir werden wiederum einen Antrag auf Abänderung der Verfassung( allgemeines gleiches Wahlrecht) kurz vor den nächsten Wahlen( 1904) einreichen. Und dann wird wieder Zeit und Gelegenheit sein, unsre Kräfte zu zeigen. Das was der Vorredner wünschte, ist nicht nur unmöglich, sondern auch gefährlich. Wie froh sind wir, die proportionelle Bertretung und demzufolge teine Kompromisse mehr notwendig zu haben. Wir können dadurch im Kampfgetinmmel die trat gestern früh im Berliner Gewerkschaftshause zusammen. Anrote Fahne frei hochheben.( Beifall.) Aber im" Peuple" wird eine wesend find 58 Delegierte aus 23 Städten, ferner der VerbandsAgitation für die Kompromisse gemacht. Es muß dies endlich ein- vorstand und ein Vertreter des Ausschusses. Die socialdemokratische mal öffentlich gesagt werden, daß zwischen uns der Redaktion Stadtverordneten- Fraktion ist durch die Stadtverordneten A. Hinze, recht magere Erfolge, dagegen ist Aussicht vorhanden, in Wittstock, unfres Centralorgans und mir- Meinungsverschiedenheiten bestehen. Th. Glocke und Dr. We y1, die Generalfommission der Getvert Perleberg, Ruppin und in mehreren pommerschen Orten festen Die Genossen der Redaktion sollen öffentlich die Beweggründe ihrer schaften Deutschlands durch i'm breit vertreten. Außerdem find Fuß zu faffen. Die Hauptzahlstellen find gegenwärtig Berlin und Taktik und ihre Hintergedanken sagen. Ich glaube, fie sehen unsre als Gäste anivesend: Pfeiffer, Hansen, Pedersen und Stettin; im ganzen Gan find etwa 300 Mühlenarbeiter organisiert. Liberalen noch als fortschrittlich an. Das sind sie keineswegs, Christen, sämtlich aus Kopenhagen. Vom Gauvorstand wie auch vom Referenten Prüfer, der über waren es nie und werden es nie werden. Ich halte für es notwendig, Die Generalversammlung wird um 9% Uhr von Fiebig- gitation sprach, wurde auf die großen Schwierigkeiten hingewiesen, den Liberalen den Namen zu geben, den fie verdienen: Neaktionäre. Berlin mit herzlicher Begrüßung der Delegierten und Gäste eröffnet. die den Organisationsbestrebungen teils durch die beruflichen Ver Die falschen Freunde hoffen schon wieder, daß wir ihnen die Kastanien In das Bureau werden gewählt: H. Schubert- Berlin und hältnisse, teils durch die Mühlenbesizer bereitet werden. Nicht zum aus dem Feuer holen. Diese Hoffnungen werden und dürfen nimmer- F. Scherzer Fürth als Vorsitzende, Busacker- Berlin und mindesten aber bilden Indifferenz und Furcht der Arbeiter wie auch mehr in Erfüllung gehen.( Beifall.) Riedel Hamburg als Schriftführer, Meißner Bremen und der Hang am Althergebrachten einen Hemmschuh für die Ausbreitung Smeet Lüttich: Man will schon wieder in Kompromissen machen. is chan- Dresden als Beisizer. Wenn es den Liberalen ernst mit ihrem Antiklerikalismus wäre, Hierauf begrüßt Stadtverordneter A. Hinze namens der socialdann müßten sie uns folgen und uns noch dankbar fein, daß wir demokratischen Stadtverordneten- Fraktion den Verbandstag, er bevorangehen. Es ist ihnen aber damit nicht ernst. Ihre ganze Ver- dauert, daß der Berliner Magistrat nicht vertreten, wünscht den Be gangenheit beweist es. Folgedessen ist auch jede Konzession, alles ratungen besten Erfolg und versichert, daß die socialdemokratische Liebeswerben umsonst und für uns stets eine Blamage. Stärken Fraktion auch in Zukunft im vollen Maße die Interessen der städtischen wir lieber unser eignes Streitheer; warten wir mit dem Kampf, Arbeiter vertreten wird. bis wir allein uns start genug fühlen, allein mit der Reaktion fertig zu werden.( Stürmischer Beifall.) der Organisation. Auch wurde Beschwerde darüber geführt, daß die Gewerkschaftskartelle fich im allgemeinen so wenig hilfbereit zeigen, eine rühmliche Ausnahme nur mache das Kartell Randow- Greifenhagen. Altenkirch regt an, sich mehr wie bisher an die Parteipreffe zu wenden, um den Organisationsgedanken stärker zu propagieren. Sauer Berlin und Lindner Brandenburg berweisen auf die mangelhafte Gewerbe- Inspektion. Die Gewerbe- Aufsichtsbeamten melden sich meistens vor der Revision bei den Mühlenbefizern an, und nur in den feltensten Fällen haben fie etwas an ungenügenden Schutzvorrichtungen usw. auszusetzen. Dit to alb referierte sodann über Die Durchführung der Bestimmungen betreffend Sonntagsruhe und Arbeitszeit im Müllergetverbe". Am günstigsten stehe es mit der Arbeitszeit noch im Stettiner Bezirk, woselbst durchschnittlich 12 Stunden gearbeitet werde. In den übrigen Distrikten des Gaues bemißt sich die Arbeitszeit auf 14, 16, ja 18 Stunden, wobei Berlin feine Ausnahme macht, weil die daselbst übliche zwölfftündige Arbeitszeit durch das Ueberstundenunwesen fast allgemein hoch überschritten wird. Sonntagsarbeit herrscht durchgehends in fast allen Betrieben, zum mindeſten müssen mehrere Stunden Reinigungs- oder Die diesbezüglichen Schärfungsarbeiten vorgenommen werden. " Pfeiffer Kopenhagen, der Vertreter der Gasarbeiter Kopen hagens, schildert eingehend den Stand der Arbeiterbewegung in Anseele: Ich verfocht den Gedanken der Alliancen schon zu Dänemart; er verweist darauf, daß dieselbe tüchtige Fortschritte geeiner Zeit, als man noch viel schärfer dagegen war denn heute. macht hat und demzufolge auch wesentliche Verbesserungen der LohnWir haben in unfren Reihen noch eine Anzahl Genossen, die ihnen und Arbeitsbedingungen erzielt werden konnten. nicht zugänglich find. Aber die Idee der Alliancen mit bürgerlichen Pedersen Kopenhagen, Vertreter des kommunalen Arbeiter Parteien marschiert und in absehbarer Zeit wird man sie auch noch verbandes, in dem die städtischen Arbeiter organisiert sind, spricht sich mit andren Augen ansehen.( Zwischenrufe.) Sind wir mit dem in derselben Weise aus. Auch er betont die Notwendigkeit der Ende des fleritalen Gouvernements auch nur um einen Deut unsrem Organisation und berichtete, daß von den 700 in Betracht kommenden Ziele näher? Das klerikale Regime hat auch etwas Gutes, denn es Arbeitern über 500 der Organisation angehören, trotzdem man der giebt uns tagtäglich propagandistische, sehr wirksame Waffen in die Hand, felben anfangs ebenso wie in Deutschland außerordentliche Schwierig Sank deren wir heute im schwarzen Flandern riesige Fortschritte machen. teiten bereitet hat. Das Verhältnis hat sich bedeutend geändert, Wenden wir die Waffen an, die uns die Römlinge liefern, und indem die verschiedensten Betriebsleiter nunmehr ganz gern mit der schwingen wir sie mehr denn jemals unter dem Nufe: Socialismus feit fünf Jahren bestehenden Organisation der Arbeiter verhandeln Bundesratsbestimmungen erweisen sich als völlig wirkungslos, weil und immer Socialismus.( Beifall.) und auf diese Weise eine Verständigung erreicht werden konnte. sich niemand deren Innehaltung fümmert. Beschlossen Devinne( Chefredakteur des Peuple"): Ich neige mit meinen Aus Holland, von wo in Rücksicht auf die dortigen Ver- wurde hierauf:„ Die Konferenz beauftragt den Vorstand, die strikte Durchführung der gesetzAnsichten mehr denen Anseeles zu.( Zwischenrufe.) Ohne eine Alliance ist hältnisse von einer Delegation Abstand genommen wurde, ist ein fein Augenmert auf es unmöglich, zu unserm Ziele zu tommen. Man spricht von unfren längeres Begrüßungsschreiben eingegangen, in dem es u. a. heißt: lichen Bestimmungen betreffend die Sonntagsruhe und ArbeitsSträften, als von einer unbesiegbaren Größe. Dieses Uebertreiben zunächst sind die mächtigen Direktionen gezwungen worden, die zeit Au richten. Die anwesenden Delegierten verpflichten unfrer Stärke ist es gerade, was zu bekämpfen ich mir Vereinigung des Eisenbahnpersonals anzuerkennen; zu bekämpfen ich mir Vereinigung des Eisenbahnpersonals anzuerkennen; auch die sich, für die entsprechenden Unterlagen Sorge zu tragen, wie auch zur Aufgabe gemacht habe, weil es zum guten Teile Amsterdamer Gemeinde- Arbeiter wußten sich so gut Gehör zu ver- über den Erfolg der jeweiligen Schritte zu berichten." Bezüglich des die Niederlage des Vorjahres verschuldete. Eine solche Wiederholung schaffen, daß ihnen belangreiche Verbesserungen in Aussicht gestellt worden Arbeitsnachweises, über den Baumann berichtete, wurde zu verhüten widme ich alle meine Kräfte und vereinige mich zu sind. Die Nuhe in unserm falten, gefühllosen Holland wird sicher beschlossen: In Berlin einen Centralnachweis für den ersten Gau Siesem Behufe mit jedem guten Willen.( Beifall.) einzurichten, ohne dadurch die Selbständigkeit der einzelnen ZahlDestree Chaleroi: Im Namen der Föderation von Chaleroi stellen betr. der Arbeitsvermittelung zu erschüttern. Zur Förderung habe ich zu erklären, daß sie beantragt haben, die St. P.( Proportioder Agitation in den Ostprovinzen foll versucht werden, geeigneten nelle Vertretung) auf die Tagesordnung dieses Kongresses zu feyzen. Verbandskollegen daselbst Arbeit zu verschaffen und diesen eventuell Wir sind und bleiben Gegner der R. P. Wenu aber die Proporz Die Generalversammlung erklärt sich durch lebhaften Beifall unter Zuhilfenahme von Mitteln aus der Hauptkasse den dort üblichen freunde uns deswegen tadeln, denn sage ich, Ihr seid nicht konsequent. und indem sich die Delegierten von den Plätzen erheben, mit dem Höchstlohn zu sichern, damit sie möglichst unabhängig für die Orgas Warum verlangt Ihr nicht die Anwendung des Proporzes für alle Vorgehen der holländischen Arbeiter solidarisch. Nach Verlefung isation wirken tönnen.- Ostwald teilte alsdann mit, daß im Wahlen? Solange Ihr dies nicht verlangt, verbitte ich mir diese einiger weiteren Begrüßungstelegramme wird die Geschäftsordnung Herbst eine Konferenz sämtlicher Gauvorstände in einem noch zu Vorwürfe. Wer war es denn, der dieses Pluralsystem schuf? festgesezt und eine Mandatsprüfungs- Kommission gewählt. bestimmenden Drte stattfinden solle. Die nächste Gaukonferenz wird Eben dieselben Liberalen schufen es, mit denen uns zu verbünden Hierauf erstattet Bruno Börsch den Geschäftsbericht am dritten Weihnachtsfeiertage dieses Jahres wieder im Berliner Ihr verlangt. Habt Ihr schon wieder vergessen, daß es Eure Ver- des Verbandsvorstandes. Aus dem Bericht, den wir Gelverkschaftshause abgehalten. bündeten, die liberalen Bürgermeister waren, die uns niederfäbeln bereits in der Sonntagsnummer behandelten, ist noch bemerkenswert, wiederkehren, wenn unsre Regierung fich nicht in die Sache ein mischte und aufgehetzt durch die Kapitalistenpresse Geseze befür wortet, welche die niederländischen Eisenbahn- und Gemeindearbeiter Vereinigungen vollständig lahin legt. Eine Textilarbeiter Konferenz Verbandstag der Schmiede. Halle a. S., 11. April. Die fommission den Rat, die verschiedenen Gauleiter der einzelnen Vereines reichhaltigen Zahlenmaterials sucht der Redner die Möglichkeit Agitationsfomniiffion für Rheinland- Westfalen, seitens der General| gleichen die Erhöhung des Wochenbeitrages um 5 Pf. An der Hand fand am ersten Ostertage im Gewerkschaftshause zu Berlin statt, um bände möchten sich zusammenthun und so das verwirklichen, was der einer höheren Arbeitslosen- Unterstützung nachzuweisen. entsprechend einem Beschluß der letzten Generalversammlung des Generalfommission momentan nicht möglich sei. Zu dieser Angelegenheit liegen zahlreiche Anträge vor. Tertilarbeiter- Verbandes eine Vorlage über Gau- Einteilung Diskussion hierüber ist eine sehr ausgedehnte und wird durch einen und Anstellung besoldeter Gauleiter auszuarbeiten. Schlußantrag beendet. Mit 14 gegen 13 Stimmen wird ein Antrag Anwesend waren 17 Delegierte als Vertreter der Agitationskomitees des Vorstandes, wonach die Arbeitslosen- Unterstügung für Mitglieder, aus allen Bezirken Deutschlands, außerdem der gesamte Verbandsdie mindestens 104 Wochenbeiträge geleistet haben, wöchentlich 8 M. vorstand und Ausschuß, bestehend aus zusammen zehn Personen. Die Verhandlungen finden im Saale des Glauchschen Schüßen auf die Dauer von 4 Wochen, nach 260 Beiträgen wöchentlich 9 M. Der Verbandsvorsitzende Hübsch, der die Konferenz vormittags 10 Uhr hauses statt. Es sind 47 Delegierte erschienen. Die General- auf die Dauer von 6 Wochen, nach 520 Beiträgen wöchentlich 10 M. eröffnete, wies darauf hin, daß sich der Verband nach außen hin sehr kommission ist durch Sabath vertreten. auf die Dauer von 10 Wochen beträgt, mit der Aenderung ans günstig entwickelt und die Mitgliederzahl auf über 51 000 gestiegen ist. Die heutige Sigung beschäftigte sich zunächst mit dem vom genommen, daß die Karenzzeit bei Berechtigung der Arbeitslosen Die Konferenz faßte mit 17 gegen 8 Stimmen den Beschluß, der Hauptvorsitzenden Lange, Hauptkassierer Schreiber und Aus- Unterſtügung bei Verheirateten 1 Jahr, bei Ledigen 3 Jahre beträgt. nächsten Generalversammlung die Einteilung des Verbandsgebietes schuß- Vorfißenden Stü we erstatteten Berichten. In der Diskussion in 7 Gaue und die dementsprechende Anstellung von Gaubeamten wurde die Thätigkeit der Verwaltungsbeamten teils bemängelt, teils Leipzig, 13. April 1903. vorzuschlagen. Die Gaue sollen folgende Landesteile umfassen: anerkannt. Die Verhandlungen werden wiederum im Pantheon eröffnet. 1. Schlesien und Brandenburg, 2. Sachsen und Nordbayern, Mehrere Delegierte erheben Einspruch gegen die gestrige Abstimmung Zum Punkt 3 der Tagesordnung, Organfrage, erstattet 3. Thüringen, 4. Süddeutschland, 5. Westfalen und Norddeutschland, Tempel- Berlin den Bericht der Preßkommission. Gegen den Re- über die Arbeitsloſen- Unterſtügung. Diese Angelegenheit wird nach 6. das rechte Rheinland, 7. das linke Rheinland. Eine genauere dakteur Schreiber, der zugleich Hauptkassierer des Verbandes ist, längerer Geschäftsordnungs- Debatte einer Kommission zur nochAbgrenzung der Gaue wird später erfolgen. Die Gaubeamten war bei der Preßkommission nur eine unwesentliche Beschwerde einmaligen Borberatung überwiesen. follen in geheimer Abstimmung auf den Gaukonferenzen, gegangen. Zum Punkt Verbandsorgan wurde beantragt, den Kopf der Zahlstelle Berlin angenommen: Reisende Kollegen erhalten pro Beim Punkt Reise Unterstüßung wird folgender Antrag die alle zwei Jahre stattfinden, gewählt werden, und bedürfen der fitel Bruder Schmied", der etwas zünftlerisch flinge, in Kilometer 3 Pf. Der volle Betrag ist auszuzahlen, auch wenn die Bestätigung des Verbandsvorstandes. Als Gehalt der Gaubeamiten Schmiede- Zeitung" umzuändern, die Preßkommission aufzuwerden 1600 M. vorgeschlagen, jährlich steigend um 50 m. bis zum heben und die Ueberwachung der Presse dem Ausschuß zu über- zurückgelegte Strecke 100 Kilometer übersteigt. Höchstgehalt von 2000 W. Die Entscheidung über diese Vorschläge tragen. Ferner wird gewünscht, im„ Bruder Schmied" Annoncen it ütung sowie auf Gründung einer Sterbefall- Unter Ueber die Anträge auf Einführung einer Krantenunter wird die im nächsten Jahre stattfindende Generalversammlung des nicht mehr aufzunehmen. Es wird auch beantragt, das Verbands- tüung wird zur Tagesordnung übergegangen. Des weitern wurde auf der Konferenz über die Bemühungen organ zu vergrößern. Beim Punkt: Rechtsschutz wird ein Antrag der Zahlstelle der Krimmitschauer Tertilarbeiter zur Durch= führung des zehnstündigen Arbeitstages gesprochen. wet, angenommen. Dresden, der eine präcifere Fassung des gegenwärtigen Statuts beHierzu war eine besondere Delegation aus Krimmitschau anleber die Agitation und Neu- Einteilung ber wesend. Die Textilarbeiter streben dort schon seit einer Reihe von Eichhorn. Auch diese Angelegenheit wird zur Vorberatung einer Agitations Bezirke referiert der Verbandsvorsitzende Jahren danach, die Fabrikanten auf friedlichem Wege zur Ein führung des Zehnstundentages, der in benachbarten Drten schon seit längerer Zeit besteht, zu veranlaffen, hatten aber bisher nicht den gewünschten Erfolg. Die Konferenz nahm einstimmig eine Resolution an, worin den Tertilarbeitern Krimmitschaus vollste Sympathie aus gesprochen wird und die Delegierten sich verpflichten, in allen Bezirken Deutschlands Aufklärung über die Sachlage in Krimmitschau zu verbreiten. Verbandes treffen. Dritte Generalversammlung des Centralverbandes der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands. Hamburg, 10. April. " Halle, 12. April. fortgefahren. Der Antrag Berlin, im Fachorgan Annoncen nicht mehr Am dritten Verhandlungstage wurde mit dem Punkt Organfrage aufzunehmen, wurde abgelehnt. Angenommen wurde der Antrag des Centralvorstandes, dem Verbandsorgan den Titel SchmiedeBeitung" zu geben. Die Preßkommission bleibt besteheir. D st üßungswesen im allgemeinen. Mit einer guten, recht über die Arbeitslosen- Unterstügung beraten hat, Bericht und em Hierauf referiert Schreiber- Hamburg über das unter- Stommiſſion überwiesen. Nach der Mittagspause erstattet zunächst die Kommission, die übersichtlich zusammengestellten Statistik plädiert Redner für den fiehlt folgendes zur Annahme: Die Karenzzeit wird für Ledige auf weiteren Ausbau der Unterſtügungen. An UnterReferent für die Einführung der Kranten- Unter- vei Jahre, für Verheiratete auf ein Jahr festgesetzt. stüßung ist Schrader- Hamburg. Redner bemerkt, daß diese süßung wird gezahlt für Verheiratete nach einer Mitgliedschaft von 52 Wochen wöchentlich 6 M. für die Dauer von 4 Wochen, Unterstützung von den Kollegen mit einer gewissen Leidenschaftlichkeit behandelt worden sei. Dies sei aber kein schlechtes, sondern ein Vorlagen des Hauptvorstandes nicht gleichgültig hinnehmen. Man gutes Zeichen für die Organisation und beweist, daß die Kollegen möge die Kranken- Unterſtützung einführen. 104 7 5 " " " " " " " " 156 8 6 " " " H " " " 260 " " 520 9 10 " " " " " " " " " " " " " " 78 für Ledige nach einer Mitgliedschaft von 104 Wochen wöchentlich 6 M. auf die Dauer von 4 Wochen, 156 260 7 5 " " " " " " " " 8 6 " " " " " " " " 520 " " 572 9 10 7 " 1 " " " " " 8 " " " H " " " Die Diskussion über die Einführung der Kranken- Unterstützung bewegte sich in demselben Fahrwasser, in dem sie auch in andren Die Generalversammlung tagte in den Tütgeschen Lokalitäten. Gewerkschaften besprochen wurde. Einige Delegierte erblicken in dem In der Begrüßungsrede hob der Verbandsvorsitzende Schumann Ausbau des Unterstützungswesens einen Zug nach rechts und be= besonders hervor, daß der Verband sich trotz der ungünstigen wirt haupten, Politik gehöre in die Gewerkschaften hinein. Der Staat schaftlichen Verhältnisse noch um rund 3000 Mitglieder vermehrt sei verpflichtet für die Kranken zu sorgen und wenn er seine Schuldighabe. Noch erfreulicher sei, daß das erste Quartal 1903 eine feit nicht thue, so müsse dagegen protestiert werden. Die Vorlage 40 Wochen erneut Unterstützung beziehen. Ausgesteuerte Mitglieder können nach einer Karenzzeit von Steigerung der Mitgliederzahl um 3500 aufzuweisen hat, der Ver- für die Kranken- Unterstügung gehöre in den Orkus. Hiergegen wird band somit am 1. April 1903 rund 24 300 Angehörige zählte. von den Anhängern der Einführung der Kranken- Unterstützung ein- 35 M. erhöht. Für 111 Verwaltungsstellen sind 45 Delegierte antesend. gewendet, daß die Gegner des Unterstützungswesens bei der EinAußerdem sind vertreten der Verbandsvorstand. Ausschuß, Redaktion führung der Arbeitslosen- Unterstützung ähnliche Ausführungen ge des Fachblattes, Prezkommission und als Vertreter der General- macht hätten. Alte Organisationen wären aber durch das Unterkommission Regien. Als Gäste sind Vertreter des Verbandes der stüßungswesen nachweislich stabil und kräftig geworden. Handlungsgehilfen und der Hafenarbeiter anwesend. Die östreichischen Berufsorganisationen sandten Begrüßungsschreiben. 5 zur Prüfung der Mandate wurde eine fünfgliedrige Kommiffion ge- Fünfte Generalversammlung des Verbandes der Sattler. bezirke zu beſchäftigen hatte, wird vorgeſchlagen, 14 Bezirke zu bilden wählt. Danach erfolgt die Festsetzung der Geschäftsordnung. Beschlossen wird, den streikenden Berufskollegen in Holland zur Unterstüßung 2000 M. zu übermitteln. Während der Tagung der Mandatsprüfungs- Kommission referierte Werner- Berlin über:„ Die Entwicklung der Großbetriebe im Handelsgewerbe und ihr Einfluß auf die Berufsverhältnisse". In der dem Referat folgenden eingehenden Diskussion wird dem Referenten allseitig zugestimmt, dann folgt die einstimmige Annahme nachstehender Entschließung, die sich mit dem Inhalt des Referats im wesentlichen deckt: Die im Handelsgewerbe immer mehr zu Tage tretende mörderische Konkurrenz und die dadurch sich immer mehr verringernde Profitrate bedingen die Zusammenlegung großer Kapitalien zur Schaffung von Großbetrieben, welche eine größere Leistungsfähigkeit nach jeder Richtung ermöglichen. An Stelle der Zwergbetriebe treten die großen Waren- und Erporthäuser. Durch diese Entwicklung der Handelsbetriebe wird das sogenannte patriarchalische Verhältnis mehr und gründlich beseitigt, fie bedeutet also auch einen Fortschritt im Arbeitsverhältnis der Arbeiter. Je schneller die Evolution zu Großbetrieben fortschreitet, desto eher wird es möglich sein, menschenwürdige Zustände für die Handelsarbeiter durchzusetzen. Die Generalversammlung der Handels-, Transport- und Vertehrsarbeiter Deutschlands begrüßt daher die Entwicklung der Großbetriebe im Handelsgewerbe aus besagten Gründen mit lebhafter Genugthuung und beauftragt die Verbandsleitung, mit den maßgebenden Körperschaften und Vereinigungen der Unternehmer in Verbindung zu treten event. an die Leitungen der einzelnen WarenHäufer zwecks tariflicher dauernder Regelung der Arbeits- Verhältnisse unsrer in den Großbetrieben beschäftigten Kollegen heranzutreten und für Festlegung möglichst gleichartiger Arbeitsbedingungen Sorge zu tragen. Die Mandatsprüfungs- Kommission gab hierauf ihren Bericht, fonach die Versammlung beschloß, sämtliche Mandate als gültig anzuerkennen. Hierauf wurde seitens des Verbandsvorsißenden Schumann der Geschäftsbericht für die verflossene Periode von 2 Jahren gegeben. Dieser schilderte besonders den Einfluß, den die wirtschaftliche Krise auf die Organisaition ausgeübt habe. Den ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnissen sei in erster Linie die Thatsache zuzuschreiben, daß der Fortschritt in der Mitgliederzahl nicht so groß gewesen sei, als in früheren Jahren. Der Verband mußte vielfach feine Tattit in so mancher Beziehung ändern, den Verhältnissen anpassen. Vielfach hätten auch Unternehmer andre Maßregeln ergriffen als bisher, indem vielfach Leute, die sich in Betrieben den Unternehmern unliebsam bemerkbar gemacht hätten, nicht wie früher aus den Betrieben hinaus, sondern in den Betrieben selbst zu höheren Stellen hinaufgemaßregelt wurden. Dadurch wurden viele hervorragend thätige Verbandsmitglieder in einen gewissen Gegensatz zu ihren Mitarbeitern gebracht und so für die Organisation schachmatt gesezt. Andrerseits habe sich die Anstellung von Gauleitern in großen und ganzen gut belvährt, und ihr sei es zum großen Teil zuzuschreiben, daß die Zahl der organisierten Berufskollegen während der Zeit der Krise sich nicht gemindert hatte. Nach dem Bericht des Haupttassierers Magler tourde trok erhöhten Beitrags in der Berichtsperiode ein geringerer Ueberschuß erzielt als in den Jahren 1899-1900. Dies fei auf wesentliche Erhöhungen der Unterstützungen, besonders der ArbeitsLofen- Unterstüßung, zurückzuführen. Eine Stärkung der Verbandstasse sei in Anbetracht der steigenden Ausgaben für Unterstützung unbedingt notwendig. Den Bericht des Ausschusses giebt BächlerLeipzig. Er erläutert die verschiedenen gegen den Verbands- Vorstand vorgebrachten Beschwerden und spricht sich gegen die Anlegung eines Teils des Verbandsvermögens in Straßenbahnaktien aus. Seitens des Vorstandes gab Schulzti Aufklärung über die Anlage des Verbandsvermögens und betonte, daß das in Aftien der Großen Berliner angelegte Stapital mindestens ebenso sicher sei, als die Anlage bei irgend einer Sparkasse. Nun folgte die Distuffion des Vorstandsberichts. Die Debatte bewegte sich teilweise um den Bericht des Vorstandes, andrerseits auch um die Thätigkeit einzelner Gau- Angestellten. Es wurde allseitig anerkannt, daß der Centralvorstand in jeder Beziehung seine Schuldigkeit gethan hat, wenn auch einzelne Vorkommnisse seitens der Delegierten nicht gutgeheißen wurden. Eine Debatte von längerer Dauer verursachte eine Berliner Interpellation, den vorjährigen verLoren gegangenen Rolffutscher- Streit betreffend. Auch dieser Punkt wurde schließlich zur allseitigen Zufriedenheit erledigt. Der Vorsißende der Generalfommission, 2e gien, gab auf eine Anfrage Dellmarings Elberfeld betreffs Einsetzung einer Der Höchstsatz der Reise Unterstützung wird von 30 auf In namentlicher Abstimmung werden diese Vorschläge ein stimmig angenommen. Die Verbandsbeiträge werden einstimmig von 25 auf 30 f. erhöht. Von der Kommission, die sich mit der Einteilung der Agitationsmit dem Sig in Berlin, Chemnitz, Dresden, Breslau, Leipzig, Erfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Mannheim, Saarbrücken, Stuttgart, Am 2. Feiertag trat hier die Generalversammlung zusammen. Freiburg und Nürnberg. Die Hauptleitung der Agitation steht dem Sie ist von 39 Delegierten besucht. Außer zwei Vertretern des Verbandsvorstand zu. Die Zahlstellen haben zur Deckung der Centralvorstandes und dem Vorsitzenden des Ausschusses iſt je ein Agitationskosten einen obligatorischen Beitrag von 5 Pf. pro Kopf Vertreter der östreichischen und der skandinavischen Bruderorganisationen und Monat zu erheben und an die Bezirke abzuführen. anwesend. Aus der Schweiz waren Begrüßungstelegramme eingelaufen. Die Organisation der Portefeuiller ist durch ihren Vorfizzenden vertreten. Kassel, 13. April. Am ersten Verhandlungstage wurde der Bericht des Vorstandes und Ausschusses zur Kenntnis genommen. Die eingelaufenen Anträge über die Presse wurden dem Vorstande zur Berücksichtigung überwiesen. Es wurde beschlossen, die Zeitung in Zukunft in der Druckerei des Vorwärts" herstellen zu lassen. Den weiblichen Mitgliedern soll in Zukunft neben der„ Sattler- Zeitung" die„ Gleichheit" geliefert werden. " Dem Streifreglement wurde folgendes hinzugefügt: Die Genehmigung von Angriffsstreiks kann nur dann erfolgen, wenn zwei Drittel aller in Betracht kommenden Kollegen mindestens ein halbes Jahr dem Verbande angehören. Bei Abwehrstreiks muß mindestens die Hälfte der Kollegen ein halbes Jahr organisiert sein. Dauert ein Streif bereits zwei Wochen und ist an eine Beilegung noch nicht zu denken, so find die nicht durch besondere Umstände an den Ort gebundenen Mitglieder verpflichtet, den Ort zu verlassen. ( Brivattelegramm.) Kassel, 14. April. Der Verbandstag beschloß in seiner heutigen Sigung die Einführung der Arbeitslosen= unterstützung mit 25 gegen 14 Stimmen. Zehnter Verbandstag der Glaser und verwandter Berufsgenossen. Leipzig, 11. April. Jm Saale des Pantheon wurde heute abend 7 Uhr der Verbandstag eröffnet. Die Verhandlungen, die für Sonntag und Montag in Aussicht genommen waren, fönnen am Sonntag in Leipzig nicht stattfinden, weil am ersten Feiertag alle Versamm lungen in Sachsen verboten sind. Die Delegierten müssen deshalb an diesem Tage jenseits der sächsischen Grenze in Schkeudig ihre Beratungen fortführen. -Anwesend sind 27 Delegierte. Außerdem der Vorsigende und der Kassierer des Verbandes sowie der Vorsitzende des Ausschusses. Die Generalkommission ist durch Kube vertreten. Der Vorschlag der Kommission wird gegen eine Stimme angenommen. Alle Anträge auf Aenderung der Statuten werden dem Haupts vorstande überwiesen, der dem nächsten Verbandstage einen entsprechenden Entwurf unterbreiten soll. Das Gehalt des ersten Vorsitzenden wurde von 1600 auf 1800 M. erhöht und ihm ferner für Heizung, Beleuchtung und Bureaumiete 100 m. bewilligt. Nach einem Referat Eichhorns stimmte sodann der Verbandstag debattelos folgender Resolution zu: Der in Leipzig tagende zehnte Verbandstag des Centralverbandes der Glaser und verwandter Berufsgenossen Deutschlands erkennt die Swedmäßigkeit forporativer Arbeitsverträge an. Es wird der Verbandsvorstand beauftragt, die nötigen Schritte einzuleiten, um auch für das Glasergewerbe das Zustandekommen eines forporativen Arbeitsvertrages zu ermöglichen. Sollten die mit den Unternehmern zu pflegenden Verhandlungen wirklich zu einem Resultat führen, so ist über die zu treffenden Abmachungen eine Urabstimmung herbeizuführen. Der Sitz des Verbandes bleibt in Karlsruhe, der des Ausschusses in Leipzig. Der nächste Verbandstag wird in Mannheim abgehalten. Gegen 5 Stimmen wird beschlossen, den Sitz der Preßkommiffton in Karlsruhe zu belassen. Der Verbandsvorsitzende Eichhorn und der Verbandstaffterer Schwerdt werden einstimmig wiedergewählt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Fünfte Generalversammlung des Verbandes der Vergolder und verwandter Gewerbe. München, den 13. April. Der Verbandsvorsitzende Späthe Berlin betont in seiner Ers öffnungsrede, daß sich augenblicklich schon wieder ein Aufschwung im Bergoldergewerbe bemerkbar mache. Der Verband habe aber auch die Krise, trotz schwerer Kämpfe, gut überstanden. Vom Auslande sind K. Richter und Alois Schmidt aus Wien anwesend. Die Generalfommission ist durch Knoll- Berlin vertreten. Auf der Generalversammlung sind 16 Delegierte sowie zwei VerIn der regen Diskussion über den Geschäftsbericht wurde die treter des Hauptvorstandes und ein Vertreter des Ausschusses an Thätigkeit des Vorsigenden und Staffierers allseitig anerkannt. Einige wefend. Der Bericht des Verbandsvorstandes wird ohne Mängel, die sich in der Hauptsache auf den im schriftlichen Verkehr und im Verbandsorgan angewandten Ton bezogen, wurden kritisiert, Debatte entgegengenommen, desgleichen der Bericht des Der Bericht des Ausschusses jedoch betonten sämtliche Redner, daß auch nach dieser Richtung in Haupttaifierers. lester Beit eine wesentliche Besserung eingetreten sei. Dem Vorzeitigt eine Debatte, die sich um interne Angelegenheiten der fizenden und dem Kassierer wurde einstimmig Decharge erteilt. Organisation dreht. Die vom Ausschuß vorgelegte BerufsDen Bericht des Ausschusses erstattete elm Leipzig, statistit nimmt die Generalversammlung ohne Debatte zur Nach kurzer Debatte wurde auch dem Ausschuß Decharge erteilt. Kenntnis. Es folgen die Berichte der einzelnen Dele Die Preßkommission berichtet, daß dem Redakteur gierten. Eichhorn bei Beginn seiner Thätigkeit viel Schwierigkeiten bereitet wurden. Von außerdeutschen Abonnenten der" Glaser- Beitung" befinden sich in St. Gallen 120, Wien 80, Zürich 40, Schaffhausen 17, Winterthur 15 und Luzern 10. Leipzig Schreudig, 12. April. D Einen breiten Raum in der Debatte nehmen die Verhandlungen über den Generalstreit der Berliner Vergolder in Anspruch. Schnorre- Berlin wendet sich gegen die Auffassung der Berliner Leitung, daß zu gelegener Zeit auch ein abermaliger Generalstreik nicht von der Hand zu weisen sei. Die Erfahrungen bei dem ersten Es folgt die Beratung der Anträge auf Anschluß an den Generalstreit ermutigen nicht zu einer Wiederholung. Dehlert, Holzarbeiter Verband. Die meisten Redner wenden sich Heetmann und Späthe wenden sich gegen die Ausführungen gegen den Anschluß an den Holzarbeiter- Verband und bedauern, daß Schnorres. Die Vorwürfe, welche derselbe der Leitung mache, diese Frage, die zum mindesten als verfrüht zu bezeichnen sei, schon feien zum Teil unberechtigt, zum Teil einseitig. Verschiedene auf mehreren Verbandstagen angeschnitten worden sei. Schließlich Vertreter fleinerer Filialen erklären, daß ihre Filialen werden die Anträge auf Anschluß an den Holzarbeiter- Verband dem Berliner Generalstreit durchaus sympathisch gegenüber gegen zwei Stimmen abgelehnt und folgende Resolution gegen drei gestanden haben und auch bereit gewesen wären, denselben mit ben Stimmen angenommen: höchsten Opfern zu unterstützen, da man in der Provinz das größte Interesse an der Beseitigung des Zwischenmeister Systemis in Berlin habe. „ Die auf dem zehnten Verbandstage anwesenden Delegierten sind mit dem Uebertritt zum Holzarbeiter- Verband im Princip einverstanden, können jedoch aus taktischen Gründen vor der Hand zu einem lebertritt nicht ihre Stimme geben." Die Bemühungen zur Organisation der weiblichen Berufsangehörigen haben nur sehr geringen Erfolg gehabt. Späthe erHierauf referiert der Verbandsvorsitzende Eichhorn über den flärt dies dahin, daß die Arbeiterinnen fürchten, aus der Arbeit Ausbau des Unterstützungswesens im Verbande. Die gedrängt zu werden, wenn sie die Forderung aufstellen: Für gleiche Erhöhung der Arbeitslosen- Unterstützung sei praktisch durchführbar Leistung gleiche Bezahlung. Oftmals mangele es aber auch an der und der Organisation dienlich. Die bisherige Bestimmung, wonach nötigen Agitation. mur Verheiratete diese Unterstüßung erlangen, lasse sich durch nichts Die Delegierten für Bremen und Fürth- Nürnberg führen Bes rechtfertigen. Eine längere Karenzzeit sei aber empfehlenswert, des- schwerde über mangelndes Entgegenkommen seitens des Holzarbeiter Verbandes. Jn Bremen sei dadurch bis jetzt eine Verbesserung der| batrische socialdemokratische Landtagsfraktion durch den Abg. Birt| berg verlegt und der Beitrag von 30 Bf. monatlich auf 10 f. Lohn- und Arbeitsverhältnisse verhindert worden. Der Verbands- vertreten. Die Generaldirektion der Staatsbahnen hatte diesmal den wöchentlich erhöht. Eine Anzahl weiterer Statutenänderungen haben vorsitzende Späthe fügt dem hinzu, daß er auf diesbezügliche Be- Delegierten wieder Freifahrt gewährt. lediglich den Ziveck, die seinerzeitige Verschmelzung der drei Verbände schwerden beim Vorstande des Holzarbeiter Verbandes sehr wenig Der wichtigste Teil der Beratungen bezog sich auf die Frage der zu erleichtern. Entgegenkommen gefunden habe. Verschmelzung der drei süddeutschen Verbände, Der als Gaft anivesende Vorsitzende des bahrischen Verkehrs In Bonn und einigen andren Rheinorten ist durch den Einfluß die bekanntlich schon vorige Weihnachten auf einem gemeinsamen vereins schlägt der Generalversammlung vor, es möge eine Kartell des französischen Zolltarifs die Fabrikation stark zurückgegangen. Verbandstage in Ulm erfolgen sollte, durch das Eingreifen der verbindung zwischen den beiden Verbänden hergestellt werden, da Im allgemeinen ergiebt sich aus den verschiedenen Berichten, betr. Eisenbahnverwaltungen jedoch verhindert wurde. Von allen es für alle Teile gut sei, wenn die mittleren und unteren Beamten daß fast allenthalben die Verhältnisse noch vielfach verbesserungsfähig Seiten wurde betont, daß man trotzdem auf die möglichst baldige und die Arbeiter ihre Interessen gemeinsam verfechten und sich nicht und verbesserungsbedürftig sind, und daß auch der Ausbau der Vereinigung hinarbeiten müsse. Nur die Vertreter einiger fleineren mehr durch einen künstlich gezüchteten Kastengeist von einander Organisation noch überall zu wünschen übrig läßt. Es konnte Bahlstellen sprachen die Meinung aus, es möge zunächst der Ver- trennen lassen. Die Vorstandschaft wird beauftragt, die nötigen aber auch über erfreuliche Erfolge auf den verschiedensten Gebieten band in Bayern besser ausgebaut werden, ehe man an die Ver- Schritte zur Herstellung des Kartellverhältnisses zu unternehmen. berichtet werden. einigung gehe. Die Vertreter der badischen und württembergischen In die neue Hauptvorstandschaft wird als erster Vorsitzender Nach Schluß der Berichterstattung appelliert Schmidt- Wien an Verbände teilten mit, daß ihre Kollegen gleichfalls an gewählt: Herrmann- Nürnberg und als erster Hauptkassierer die Delegierten, mehr als bisher für die Durchführung der Mai- dem Plane der Verschmelzung festhalten. Nur werde sich Reichelt- Nürnberg. feier einzutreten. In Destreich blicke man mit Neid auf diese im laufenden Jahre nicht mehr ermöglichen lassen, Der nächste Verbandstag findet in Weiden statt. die Entwicklung der deutschen Organisationen. Man möge aber da man den verschiedenen Ortsverivaltungen Gelegenheit auch hinsichtlich der Maifeier in Deutschland von den östreichischen geben wolle, sich auf den im Herbst stattfindenden GeneralversammGenossen lernen. lungen nochmals darüber auszusprechen. Schließlich wird folgende Es folgt die Beratung des Tagesordnungs- Punktes: Ausbau Resolution hierzu mit allen gegen eine Stimme angenommen: Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dieg' Verlag) ist soeben das der Organisation. Als erster Antrag steht hierzu die feste" Die Generalversammlung erklärt sich damit einverstanden, daß 28. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben Der Kongreß in Bordeaux und die Anstellung des Verbandsvorsitzenden zur Debatte. Langner und die Verschmelzung der drei süddeutschen Verbände im Auge zu be- wir hervor: Dieselbe faule Wurzel. französischen Socialisten. Von Jean Longuet. Beiträge zu einer Ges Späthe begründen namens des Vorstandes den Antrag. Die halten ist und daß die Hauptvorstandschaft in Fühlung mit den schichte der Internationale. Von Dr. Mar Bach.( Schluß.) Das Weib Diskussion bewegt sich durchweg in zustimmendem Sinne. beiden Bruderverbänden bleiben soll, bis der geeignete Moment zum und der Intellektualismus. Bon Klara Zetkin. Litterarische Rundschau: gemeinsamen Handeln gekommen sein wird. Die hier anwesenden Mar Lehrs, Käthe Kollwitz. Von Hugo Heller. Dr. G. Ruhland, System Delegierten, versprechen, bei ihren Ortsverwaltungen ihre ganze der politlichen Detonomie. Ben komad Schmidt. Mice Salomon, Sociale Generalversammlung des Verbandes bayrischer Eisenbahn- Kraft einzusehen, um ihre Kollegen über diese Frage aufzuklären." Frauenpflichten. Von H. Fürth. Tony Kellen, Die Not unsrer Schauwerkstätten- und Betriebsarbeiter.schaft mit der Ausarbeitung einer Petition an den Landtag zu behandlungen, Bostanstallen und Stolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Ferner wird beschlossen, die neu zu wählende Hauptvorstand Spielerinnen. Der auf moderner Grundlage beruhende Verband hielt während auftragen. der Oster- Feiertage in München seine IV. Generalversammlung ab, Bei der Statutenberatung wird der Titel der Vereinigung gedie von 31 Delegierten besucht war. Die Bruderverbände in ändert in: Bayrischer Eisenbahnarbeiter Verband. Württemberg und Baden waren durch je einen Delegierten, die Der Siz des Verbandes wird von Schweinfurt nach Nürn Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwo, den 15. April Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Carmen. Schauspielhaus. Die Journalisten. Deutsches. Monna Vanna. Urania. Taubenstrasse 48/49. 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" Sage allen Freunden und Ver wandten für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines Hieben Gesangverein Nordd. Schleife. Mannes meinen herzlichen Dank, vor allen dem Rauchflub Pfälzer, sowie dem Arbeiter- Raucherbund und dem Verband Berliner Portiers und Berufsgenossen. e o 6596 Frau Rindt nebst Tochter. Danksagung. Für die überaus zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Dachdeckers Hermann Mehrlein, sage allen Beteiligten meinen herz6616 Marie Mehrlein. Danksagung. Salon und Kloster.nahme bei der Beerdigung meiner Volksschauspiel in 5 Atten von Georg Horn. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Sonnabend, 25. April: Benefiz für Ludwig Wüpper: Onkel Bräjig. Lebensbild in 5 Aften nach Frizz Reuter. Des folossalen Andrangs wegen und um vielseitigen Wünschen zu entsprechen, Montag, 20. d. M., unwiderruflich lekte Vorstellung in dieser Saison! Metropol- Theater. Cirkus Schumann Mit glänzen der Ausstattung. Neuestes! Allerneuestes! 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April, abends 7, Uhr: Für die vielen Beweise der Teillieben Frau und guten Mutter sagen wir allen Freunden und Bekannten uniren herzlichen Dank. 6526 Reinh. Finster und Tochter. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied Max Heinrich am 12. d. Mts. verstorben ist. 12. b. Mts. Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 15., nachm. 2 Uhr, auf dem Gemeinde Friedhof in Friedrichsfelde statt. 6486 D Der Vorstand. Todes- Anzeige. Am 13. d. Mts. verstarb nach zweijähriger Krankheit unser langjähriges Mitglied, der Kollege Hermann Roll, Pappel- Allee 32a. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 16. 3. Mis., nachmittags Uhr für 4 Uhr, vom Trauerhause aus nach Maß für Anzüge.t Herren Knaben u. größte Auswahl in in- u. ansländischen Stoffen für Paletots, Anzüge, Beinkleider zc., werden unter Garantie des guten Sites zu überaus billigen Preisen schnellstens angefertigt im Tuchgeschäft bei A. Karle, Waldemarstr. 66. 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Von Ende April ab wird das berühmte Drchester d. Signor Vincenzo Ferrara fonzertieren. Sanssouci. Dounerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Donnerstag, den 16. April: Die Lieder d. Musikanten. Boltsstück mit Ges. in 5 Aft. von Rudolf Kneisel. Lebrecht Winter... Adolf Hoffmann. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Vereinsbillets gültia. verf. die 10 Pfunddose zu 7,00 M., 5 Pfd. 4,30 M. franco. Garant. Rücknahme. Nordloh, Bahnhof E. Reil, uguitfebn, Oldenbg. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ede Alleganderstr. Gr. Ertra- Vorstellungen. Das ergr. Lebensbild: Durch Klippen u. Wellen u. Der Armut Plage. Auftr. jämtl. Specialitäten. Anf. 8 Uhr. Sonnt. 6%, Uhr. auf Teilzahlung Möbel Hugo Levent's nach dem Gethsemane- Kirchhof, Nieder- Schönhausen, statt. Um zahlreiche Beteiligung erfucht 31/2 Der Vorstand der Freien Vereinigung der Bauarbeiter Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Am 13. April starb nach langem Leiden mein guter Mann und liebender Vater, der Stellmacher Friedrich Dieckmann D im 62. Lebensjahr( 23jähriges Mitglied der Central- Krankenund Sterbekasse der deutschen Wagenbauer). 6536 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 16. April, nachm. 3, Uhr, von der Leichenhalle der königl. Charité nach dem Charité- Kirchhof statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Vater, Bruder, Schwager, Schwieger und Großvater, der Gastwirt [ 12282 Fritz Liese im Alter von 62 Jahren verstorben ist. Um stilles Beileid bitten bie Hinterbliebenen. J. V.: H. Wiese. Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 15. d. M., nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause Neue Hochstraße 19 aus statt. Wwe.$ 40 Land 2 Mark pro Woche Abzahlung. 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April 1903. der Bewegung hatten, sind als diesen Firmen ge- greiflichen Beweis dafür, daß in Berlin in den lezten hörig zu betrachten und wenn diese Firmen nicht be- Jahren eine ganz außergewöhnlich große Not willigen, Streitarbeit". geherrscht hat. In dem Bericht wird zwar mit keinem einzigen Rom, den 10. April vormittags. Dienstagabend hatten die Meister Versammlung. Da werden Wort davon gesprochen, aber die dürren Zahlen, die er aufführt, Daß Nom drei Tage hindurch von einem allgemeinen Ausstand fie haben feststellen können, daß trotz der Feiertage fein Streifender reden eine desto beredtere Sprache. Die verwaisten, verlassenen oder betroffen werden könnte und noch dazu in der Karwoche- hätte abgefallen ist. Auf Grund dieser Thatsache können die Klempner allen sonst hilflos gewordenen Kinder, denen die Waisenverwaltung Obdach, bor einigen Jahren wohl kein Mensch für möglich gehalten. Und Beschlüssen der Meister mit Ruhe entgegensehen. noch weniger hätte man es für möglich gehalten, daß der Ausstand Nahrung und Erziehung gewährt, hatten sich schon von 1900 bis 1901 von den Arbeitern mit soviel Festigkeit und Ruhe durchgeführt werden die Märk. Volksstimme" nach einem bürgerlichen Lokalblatt mit Bahl weiter auf 5907, also um weitere 11 Proz. gestiegen. Es wiederZiegeleiarbeiter- Streit. Jn Neuenhagen, N., haben wie von 4891 auf 5810, also um 8 Proz. vermehrt. Bis 1902 ist ihre könnte. Rom ist keine Industriestadt und hat im Gegensatz zu großen Städten Nord- Italiens ein sehr mangelhaft organisiertes teilt die Arbeiter in zwei Ziegeleien die Arbeit niedergelegt. Proletariat. Daher war es wirklich erstaunlich, daß 25 000 Aus- Darauf haben sich die Arbeitgeber solidarisch mit einander erklärt bolt sich hier nur, was in der Waisenpflege Berlins seit Jahrzehnten ständige drei Tage lang aus Solidarität der Arbeit fern geblieben und eine allgemeine Aussperrung beschlossen. Montag inuner aufs neue zu beobachten gewesen ist. So oft ein außers find, in der Hochsaison der Bauarbeiten und des Fremdenverkehrs, früh haben die Ziegeleien von Haack und Krause in Braliß, und gewöhnlicher Notstand auftrat, vermehrte sich sofort auch die Zahl um so erstaunlicher, als der Generalstreit aus Solidarität mit den Mahliz in Schiffmühle den Betrieb eingestellt und sämtliche Arbeiter der der Waisenverwaltung anheimfallenden Kinder. Das gilt nicht Buchdruckern erklärt worden war, also mit der bestentlohnten Ar- entlassen. Insgesamt sind davon etwa 150 Mann betroffen, so nur für diejenigen Kinder, die wegen Armut, Krankheit usw. der beiterklasse, und dagegen Arbeiter traf, die einen fümmerlichen Ver- daß mit den früheren jetzt gegen 300 Arbeiter sich im Ausstand Eltern in Waisenpflege genommen werden. Auch die eigentlich verdienst haben, wie die Droschkenkutscher, Bäder, Straßenlehrer, Gepäck befinden. waisten Kinder werden in Zeiten der Not zahlreicher als sonst der träger, oder die Saisonarbeiter sind wie die Maurer, von denen 10 000 Waisenpflege zugeführt.. die Arbeit niedergelegt hatten. Auch die Ruhe und Geseztheit, mit Zum Bromberger Bauhandwerkerstreit wird uns geschrieben: Durch diese steigende Inanspruchnahme der Waisenpflege wird der der Streit geführt worden ist, hätte man den als lärmend be- Die Notiz in den bürgerlichen Blättern, wonach am Mittwoch natürlich auch der Etat in steigendem Maße belastet. Die Ausgaben fannten römischen Arbeitern kaum zugetraut; man bedente, daß die Einigungsverhandlungen stattgefunden haben sollen, wo die Arbeit der Waisenverwaltung, auf den Kopf der Bevölkerung berechnet, Provokation beispiellos war. In der ganzen Stadt war während der geber jedes Zugeständnis ablehnten und die Arbeitnehmer sich bereit hatten sich Jahre hindurch auf ungefähr derselben Höhe gehalten. brei letzten Tage ein irretierendes, aufreizendes Waffengeraffel. Es erklärten, die Arbeit zu den alten Bedingungen wieder aufzunehmen, tvaren 25 000 Mann Militär in Rom zusammengezogen, sogar ist unwahr. Bis jetzt haben noch keine Verhandlungen noch im Jahre 1899/1900 hatten sie nur 59% Pf. pro Kopf bemehrere Batterien Feldartillerie, und die Compagnien rasselten durch stattgefunden. Dieselben sollen erst eingeleitet werden. Der tragen, aber im folgenden Jahre stiegen fie plöglich auf 63% Pf. die Straßen, schwenkten herum wie auf einem Manöverfelde, daß Streit ist sehr günstig für alle drei Berufe. Streitbrecher giebt es und im Jahre 1901/02 sogar auf rund 70 Pf. pro Kopf. Um die wirklich eine heilige Geduld dazu gehörte, das Schauspiel ruhig mit außer den Polieren nicht. Auch ist es den Unternehmern nicht ge- Ausgaben für die übrigen Zweige des städtischen Armenwesens steht anzusehen. lungen, aus den Provinzen Streitbrecher zu erhaschen. Nur haben es ähnlich. Was die Gemeinde an direkter Hilfe verweigert, das Der Generalstreit ist nun, wie schon telegraphisch gemeldet sich wieder in diesen Tagen einige italienische Streitbrecher- Kolonnen muß sie hinterher auf dem indirekten Wege der Armenpflege wenigwurde, beendet, der Streik der Buchdrucker dauert fort. In der ver- eingefunden, um hier den Verräter zu machen. Es sind hier jetzt stens teilweise gewähren. gangenen Nacht hat die Kommission der Buchdrucker mit der der 105 italienische Streifbrecher. Aber auch diese Elemente können die Drudereibejizer in Gegenwart des Ministers des Innern und der Bromberger Unternehmer wegen ihrer Untauglichkeit nicht herausAbgeordneten Roms verhandelt, um einen Modus der Uebereinkunft reißen. Der Zuzug von Maurern, Zimmerern und Bauarbeitern ist zu finden. Die Besizer blieben aber bei dem vor der Erklärung des fernzuhalten. Generalstreits eingenommenen Standpunkt: sie wollten den NeunStundentag und entsprechende Tariferhöhung gewähren, aber alle Eine Wahlfundgebung der Hausagrarier. Einen Aufruf zu den Reichstagswahlen erläßt der Bund der Berliner Grundbesigervereine. Es heißt Die Gärtner und Gartenarbeiter in Bremen find während der darin u a.:„ Nichts liegt uns ferner, als etwa den Streit der Streitbrecher( 510 Mann) in Arbeit behalten. Die Verhandlungen Osterfeiertage in den Streit getreten. Es machte sich dies not politischen Parteien ins Zager der Hausbefizer zu tragen. Es handelt waren lang und mühsam. Da aber der Regierung ungemein biel wendig, weil die Unternehmer jede Verhandlung zurüdwiesen und sich bei den fünftigen Reichstagswahlen zweifellos um eine Macht niederlegung eingerichtet hatten.- In Wandsbed treten die Gärtner probe, um einen Entscheidungskampf zwischen Bürgertum und sich auf einen ebenfalls nach Ablauf der Kündigungsfristen in den Streik. Zuzug Socialdemokratie, der für die ganze Zukunft unfres Volfes, be= ist fernzuhalten. deutungsvoll ist. Am Ausgange diefes Kampfes sind auch die HausEin Streifender ausgewiesen. Ein italienischer Maurer, der in besitzer stark interessiert, die in der Socialdemokratie nicht die Straßburg i. E. am Streit teilnahm, ist ausgewiesen worden. Als politische Partei, sondern die nach Macht und Einfluß ringende wirtGrund wird zwar die nicht einwandsfreie Vergangenheit des fchaftliche und sociale Weltanschauung erblicken, die derjenigen der Mannes angegeben, aber es giebt doch zu denken, daß die Polizei Hausbefizer diametral gegenübersteht. Db konservativ oder nationalerst jetzt an der Vergangenheit des Italieners Anstoß nahm, liberal, ob freisinnig oder ultramontan zu wählen ist das hat nachdem er bereits sechs Jahre in Straßburg gearbeitet hat, und jeder mit sich selbst auszumachen, das kommt für ihn als Hausmun mit seinen streikenden Kollegen gemeinsame Sache macht. Aber befizer erst in zweiter Linie in Betracht, aber der einen Devise muß so geht es im lieben deutschen Vaterlande: Wenn die Ausländer als er als Hausbesizer unter allen Umständen treu bleiben: Für das Streitbrecher fommen, werden fie mit offenen Armen empfangen, anfäffige Bürgertum und gegen die Socialdemokratie, die granderlauben sie sich aber, zu streifen, dann fallen fie lästig". fäßliche und unversöhnliche Gegnerin der Hausbefizer." Die Zimmerer in Osnabrück find wie der Voss. 8tg." telein den Aus st and getreten. graphiert wird Husland. " an einer Beendigung des Ausstandes lag, der um des Eigenfinns von 5 Druckereibesizern das ganze Leben Roms unterbindet, gelang es schließlich, etwas wie eine Uebereinkunft zu stande zu bringen. An Stelle des von den Unternehmern abgelehnten Schiedsgerichts, dem auch die Frage der Streifbrecher überwiesen werden sollte, beschloß man, eine Kommission zu ernennen, bestehend aus 5 Arbeitern, 5 Buchdruckereibesizern, dem Abgeordneten Luzzatti und dem Senator Raur( Herausgeber der„ Tribuna"). Diese Kommission soll über die schwebenden Fragen beraten und ihre Beschlüsse den beiden Parteien unterbreiten; die Buchdrucker, 2000 Mann, fehen einstweilen den Streik fort. Die Sezer der Tagesblätter, die den Achtſtundentag und entsprechende Tarife seit Beginn des Buchdruckerstreiks( und zum Teil schon vorher) hatten, nahmen die Arbeit wieder auf. Die zeitungslose fchredliche Zeit in der nur der von Streitbrechern gedruckte„ Popolo Romano" erschien ist somit zu Ende. Während heute nacht um 2 Uhr noch nichts über die WiederDaß die Socialdemokratie die unversöhnliche Gegnerin hausaufnahme der Arbeit bekannt war, wurden um 7 Uhr Manifeste der agrarischer Ausbeutungssucht ist, ist unzweifelhaft richtig. Spaßhaft Buchdruckergewerkschaft in der Arbeitskammer angeschlagen, in denen macht sich dagegen die feine Unterscheidung zwischen der Social die Ausständigen aufgefordert werden, noch heute die Arbeit aufzu Eine internationale Konferenz der Bergarbeiter fand Oster- demokratie als" Partei" und der nach Macht und Einfluß ringenden nehmen. Die Buchdrucker danken in dem Manifest den andern Ar- sonnabend in Brüssel statt. Die englische Bergarbeiter- Organisation socialdemokratischen Weltanschauung". Wir sollten doch meinen, beitern für die Beweise der Solidarität, erklären aber, weitere Opfer var vertreten durch Picard, Abraham und Banthkon, die deutsche daß in den politischen Parteibestrebungen der Socialdemokratie auch nicht annehmen und ihre Sache allein zu Ende führen zu wollen. Da durch Hue, die französische durch Cotte und Baront und die belgische beren Weltanschauung einigermaßen zum Ausdruck komme. Wir in dem Manifest von keinem erlangten Zugeständnis die Rede ist, durch Cavrot und Caluwaert. Die Aufgabe der Konferenz war, Socialdemokraten pflegen uns wenigstens nicht den Lugus einer Parteimadhte es unleugbar einen sehr schlechten Eindruck unter den Ar das Datum für den nächsten internationalen Berg angehörigkeit zu leisten, die mit unsrer Weltanschauung nichts zu thun hat. beitern, denen es die erste Stunde von der Beendigung des General- arbeiter Songreß sowie deffen Tagesordnung festzusetzen. streils brachte. Es wirfte wie eine falte Douche auf die Ausständigen, Nach eingehender Besprechung einigte man fich, den inter- Aber die Herren Hausagrarier haben augenscheinlich von sich auf die entschlossen waren, weiter zu streiken. nationalen Kongreß auf 1. Juni nach Brüssel einzuberufen. andre geschlossen. Sie bringen es in der That fertig, einer Partei Gewiß haben zwingende Umstände die Grekutivkommission der Die Beratungen sollen möglichst bis Donnerstag den 4. Juni be- anzugehören, die z. B. die Freizügigkeit auf ihre Fahne geArbeitskammer bewogen, den Streit so ohne Sang und Klang abzu- endigt sein.- Die Tagesordnung enthält folgende Punkte: schrieben hat und gleichzeitig ihrer hausagrarischen Weltanschauung brechen. Die Regierung wird es nicht an Drohungen und Ein- 1. Verkürzung der Arbeitszeit der Bergarbeiter auf acht gemäß nach Beschränkung der Freizügigkeit schreit. Berlangte schüchterungen haben fehlen lassen ist man doch solveit gegangen, Stunden täglich( einschließlich Ein- und Ausfahrt); 2. Alters- doch seiner Zeit die Deutsche Hausbesiger Zeitung" von der Verhängung des Belagerungszustandes über Rom zu sprechen! versicherung für die Bergarbeiter; 3. Mineninspektion; 4. Minimal- kategorisch, daß die Stadtverwaltungen arbeitslosen Elementen, Auch ist ja die Möglichkeit schwerer Komplikationen nie ausgeschlossen, Lohn; 5. Verstaatlichung der Minen; 6. Generalstreif. besonders in einer Stadt, deren Arbeiterschaft so zahlreiche Bum dritten Punkte legte Hué folgende Resolution vor: Die Unter- die nicht einmal für einen Monat die Miete aufbringen konnten, anarchistische Elemente enthält wie Rom. Immerhin ist es schwer nehmer sind gefeßlich zu verpflichten, auf den Werken Einrichtungen den Zuzug sperren sollten, und forderte doch die„ Allg. Haus. für die so opferwilligen und entschlossenen Arbeiter, einfach auf ein zur Förderung der Arbeitergesundheit zu schaffen, in erster Linie und Grundbes.- 3 tg." jogar in einem hausagrarischen Kommunal= einer Botum ihrer Exekutivkommission hin, ohne selbst in einer Versamm geräumige Bade- Anstalten. Auch zur Bekämpfung der Wurmkrankheit programm, daß die Gemeinde den Zuzug von Arbeitskräften lung befragt worden zu sein, zur Arbeit zurückkehren zu müssen. find alle Mittel zu ergreifen, die wissenschaft und Praxis erschweren und regulieren müsse. Daß der Kommune bei dieser Daß ein Generalstreit eine bluternste Sache war, wußte man ja im als zweckdienlich anerkannt haben. Gelegenheit auch die Pflicht zugewiesen wurde, Baustreits voraus. Da die Arbeitskammer die Berantwortung für den Schritt Der Kongres erhebt aufs neue die Forderung nach Hilfe- thunlichst zu verhindern", fei nur nebenbei erwähnt. Wir drei Tage hindurch getragen hatte, hätte sie vielleicht den Mut finden inspektoren aus den Reihen der Arbeiter, gewählt durch die Beleg- glauben laum, daß ein freifinniges Hausagrariergemüt an diesen sollen, sie noch einen oder zwei Tage länger zu tragen. Diese hätten schaften und besoldet vom Staat. möglicherweise die Buchdruckereibesiber zum Nachgeben zwingen Weiter wünscht Cotte, daß der Kongreß in einer Resolution Forderungen Anstoß genommen hat. In der That, so lange ein Tönnen. daß es Unleugbar haben die Unternehmer bei den letzten Verhand- die Regelung der Unfallversicherungs- Geſetze zu Gunsten der aus- socialdemokratischer Proletarier nicht zu begreifen vermag, bag eg Verhand- ländischen Arbeiter verlange. nur ein Gebot der sittlichen Weltordnung ist, an den Hausbesitzer fungen eine flägliche Figur gespielt. Mit geradezu tindischem Trob Die Dockarbeiter in Marseille erklärten sich mit der Vereinheit als Mietzins 25-30 Prozent feines Jahreslohnes zu entrichten, ist haben sie auf ihrem Willen bestanden. Im Grunde handelte es fich vor der Proklamierung des Generalftreiks nur noch um die Entlassung lichung der Sommer- und Winterföhne bei der Einführung des er nicht reif für die Weltanschauung eines Hausagrariers und dessen der Streitbrecher. Die organisierten Arbeiter hatten sich zu folgenden Neunstundentages einverstanden. Die Reeder stimmten zu und die unversöhnlicher Gegner. Bedingungen verstanden: Entlassung der Untauglichen und der Vor- Vorverhandlungen über die Beilegung des Streites wurden einbestraften; die übrigen Streilbrecher sollten von der Buchdrucker- geleitet. geivertschaft mit 200 Lire pro Stopf entschädigt und fortgeschickt Lire werden. Dazu hatte der Verein der Hotelbesitzer Roms 50 000 ir geboten, um die berühmten Streifbrecher abzulohnen, der Heraus Ruruszug von Rom abreifen können. Die Berbohrtheit der Unter geber des Messagero" 60 000. Die Herrschaften hätten also im nehmer hat all das abgewiesen. Ob die Gesellschaft nach dem Generalstreit mehr Vernunft zeigen wird, als vorher, wird sich dem nächst zeigen. Vielleicht hat die Arbeiterschaft allzu bereitwillig der Stadt Rom ein friedliches Osterfest zugestanden. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 11. " " Die Stare von Plöhensee. " Der moderne Strafvollzug ist manchen Leuten zu human. Wer Berliner Partei- Angelegenheiten. heute ins Gefängnis oder ins Zuchthaus gestedt wird, der entbehrt fo flagen fie eigentlich nicht viel mehr als die Freiheit. Wenn Socialdemokratischer Wahlverein für Adlershof. Donnerstag, Vorschriften der Hausordnung zu Schulden kommen läßt, so hat er er sich keinen Verstoß gegen die Anstaltsdisciplin oder gegen die den 16. April, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im otet Tag für Tag feine warme Belle, friegt Tag für Tag sein leidlich des Herrn H. Fechner, Oppenstraße 56. Auf der Tagesordnung steht ausreichendes Eſſen, braucht sich auch, so oft er sich abends in fein a. ein Vortrag des Genossen Georg Bernhardt über: Ver- warmes Bett legt, niemals Sorgen um den folgenden Tag zu sammlungsrecht und Reichstagswahl". Gäste auch Frauen machen nun, was will er noch mehr! durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Mittwochabend 7 Uhr, fein ausgesonnenen Mittel geblieben, mit denen 280 find all' die Handzettelverbreitung vom Genossen Stemmwedel, Friedenstr. 1 aus. früheren, weniger verzärtelten Zeiten die Freiheitsstrafe zu schärfen man in Sammellisten verloren. Auf dem Wege von Startshorst nach so meisterhaft verstand?! Selbst die einst so beliebten Brügel find Friedrichsfelde sind zwei Sammellisten des Niederbarnimer Kreises wenn man dem Aufenthalt hinter Kerkermauern so sehr alle feine mur noch als äußerstes Disciplinarmittel für Zuchthäusler in Gebrauch. für die Reichstagswahlen verloren gegangen. Es sind die Nummern Schrecken nimmt ja, dann darf man sich wirklich nicht wundern, immer voller werden. wird ersucht, diefelben anzuhalten und an den Genossen Pinseler in Friedrichsfelde, Luisenstraße 15, einzusenden. Lokales. Notstand und Waisenpflege. staff Die Stuffateure sind mit dem heutigen Tage in den Streit 16 067 und 16 068 und find darauf bereits 70 Bf. gezeichnet. Es daß die Gefängnisse und die Zuchthäuser nicht leerer, sondern nur eingetreten. Ein dahingehender Beschluß wurde in ihrer geftrigen Versammlung mit 537 gegen 19 Stimmen gefaßt, nachdem Jene Eiferer werden mit Genugthuung Kenntnis nehmen von Sie Korporation der Arbeitgeber sämtliche Forderungen der Arbeiter einer Maßregel, die fürzlich in dem Strafgefängnis Blößensee abgelehnt hatte. Von den ca. 100 in Betracht kommenden Firmen getroffen worden ist. Auf den Höfen der Anstalt stehen etliche haben bis jest 23 bewilligt, darunter mehrere der bedeutendsten. Bäume, und diefe Bäume waren seit vielen Jahren mit Nistkästen An dem Streit sind ca. 1000 Arbeiter beteiligt, davon gehören etwa ausgerüstet, die Jahr für Jahr von den Staren eifrig benutzt 600 der Drganisation an. Der Streit ist von dem Hauptvorstande As in den letzten Jahren Wohnungsteuerung und Arbeits- wurden. Zahlreiche Gefangene haben an den Staren ihre Freude sanktioniert worden und sind dementsprechend auch die UnterstützungsDie Kästen sind jetzt mit fäße normiert. Wer drei Wochen vor Ausbruch des Streiks arbeitslos mangel die unbemittelte Bevölkerung Berlins stärker noch als sonst gehabt, aber damit ist es nun vorbe gelvesen ist, erhält die Streifunterstützung bereits vom ersten Tage bedrückten, war man in kommunalen Kreisen eifrig bemüht, den einem Male durch Anstaltspersonal heruntergeholt worden, jo baz ab, alle übrigen erst mit dem sechsten Streiftage. Beschlossen wurde Sachverhalt möglichst zu verdunkeln. Gegenüber den Mahnungen die Stare von Plötzensee obdachlos geworden sind und sich nach noch, daß jeder zu den neuen Bedingungen arbeitende Stollege pro der focialdemokratischen Stadtverordneten erklärte man auf frei- andren Quartieren umsehen müſſen. Wer diese Maßregel angeordnet hat, das entzieht sich unsrer Kenntnis, aber sie dürfte Tag 50% f. an die Streiftaffe zu zahlen hat. Bei dem gegen- sinniger Seite dreist, ein Notstand fei nicht vorhanden schwerlich auf die Eigenmächtigkeit des ersten besten Unterbeamten wärtigen günstigen Stande der Baulonjunktur hoffen die Stuffateure wenigstens ein außergewöhnlicher. Zwar machten sich zurückzuführen sein. Die Anordnung ist anscheinend ganz plöglich auf einen baldigen Erfolg. Das Streikkomitee befindet sich im in der Kommunalverwaltung sehr bald die Folgen der steigenden erfolgt. Die Stare waren bereits zurückgekehrt und gingen schon Lokale von Weihnacht, Grünftr. 21. Not bemerkbar. Aber es durfte nun einmal keinen Notstand geben, daran, sich wieder wohnlich einzurichten. Wenn man durchaus die Zur Lohnbewegung der Klempner ist zu berichten, daß 93 Firmen weil sonst der Kommunalfreisinn sich der Pflicht, von Gemeinde Tiere von den Anstaltshöfen verbannen wollte, so hätte man nun die Forderungen unterschriftlich anerkannt haben. Es befinden sich wegen etwas zur Linderung der Not zu thun, weniger leicht hätte schließlich noch ein paar Monate warten können, bis sie ihre Brut aufgezogen hatten. Aber offenbar hat man es mit einem Male sehr zur Zeit noch 390 Klempner bei 42 Firmen im Ausstande. Eine Reihe entziehen können. von Firmen wollen wohl alles bewilligen, aber nicht unterschreiben. Inzwischen haben die verschiedenen Zweige der Gemeinde- eilig gehabt. Verschiedene Firmen versuchen ihre dringendsten Arbeiten durch solche verwaltung ihre Berichte über das Etatsjahr 1901/02 veröffentlicht. daß man ihnen diese Freude genommen hat. Jene Eiferer aber, Die Infaffen der Anstalt sind begreiflicherweise darüber empört, Meister fertigstellen zu lassen, die bewilligt haben, doch ist es ge- An der Hand dieser Berichte haben wir mehrfach nachgewiesen, denen der moderne Strafvollzug, wie gesagt, fchon lange viel zu lungen, in einer Reihe von Fällen diesen Schiebungen auf die Spur zu kommen und sie zu verhindern, so daß auch dieser Ausweg ver- welchen Einfluß der außergewöhnliche Notstand, der angeblich nicht human war, werden befriedigt Beifall spenden, wenn sie von der sperrt wird. Auch auf scheinbares llebertragen der Arbeiten auf borhanden war, auf die städtische Verwaltung ausgeübt hat. Auch über die Plößenseer Stare verhängten Ermission erfahren. Ein andre Firmen, das durch die Baumeister bewirkt wird, ist zu der Bericht über die städtische Waisenpflege, der als einer Gefängnis ist ja nicht zum Amüsement seiner Infaffen da! achten. Alle Arbeiten, die Firmen bei Begin der letzten jetzt veröffentlicht worden ist, liefert wieder den hand stohlenen Sachen an hause gebracht werden. Das Osterwetter. Nach den ziemlich falten Oster- Feiertagen fiel| ihrer Herrschaft, des Kaufmanns Natusius, Prenzlauer Allee, 45,| hof Charlottenhof fahren, während er zu den am Bahnhof haltenden die Temperatur, die am Montag früh nur 2 Grad+ betrug, in der beim Ueberschreiten des Fahrdammes vor dem Hause Alexander Droschkentutschern sagte, er habe die Absicht, sich totfahren zu lassen, Nacht zum Dienstag bis auf 0,3 Grad Kälte und gleichzeitig fette straße 50 unter einen Straßenbahnwagen der Linie 11. Die Franke was diese nicht für Ernst hielten. Von dem Dr. med. Körbin, den ein intensiver Schneefall ein. Bei der empfindlichen Kälte blieb in erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und starkblutende Kopfiunde, er fannte, borgte sich Brose darauf 10 Pf., löfte sich dafür eine Fahr der Umgebung Berlins der Schnee liegen und überzog Felder und der Knabe leichtere Verlegungen am Kopfe. Das Dienstmädchen farte und betrat den Bahnsteig, wo gerade der um 8 Uhr 10 Min. Wege mit einer weißen Decke, die auch der steigenden Temperatur fand Aufnahme im Krankenhause am Friedrichshain, das Kind nach Berlin gehende Vorortzug einfuhr. Dicht vor dem faiserlichen gegenüber bis in die späten Vormittagsstunden Stand hielt. Die wurde nach der elterlichen Wohnung gebracht. Kälte, die auch strichweiſe zur Eisbildung führte, hat leider unter vormittag kreuzte der Maurer Schultz, Beuſſelſtr. 49 wohnhaft, Ein vielstimmiger Aufſchrei des Publikums belehrte den Lokomotiv Am Sonntag Empfangssalon warf sich mun Brose urplöglich vor die Lokomotive. dem schon kräftig entwickelten Pflanzenwuchs bedeutenden Schaden an der Ecke der Turm- und Waldstraße den Fahrdamm. verursacht und ganz besonders haben die Obstbäume gelitten. Die blieb stehen, um einen mit Eisen beladenen Lastwagen vorbei Brose mit abgefahrenem Kopf, Bein und Arm gräßlich verstümmelt Er führer erst darüber, was geschehen war. Als der Zug hielt, wurde jungen Blätter sind in der einen Nacht vielfach schwarz geworden fahren zu lassen, trat jedoch mit dem rechten Fuß so dicht an den unter demselben hervorgeholt. Seine Leiche wurde noch im Lauf des und die schon entwickelten Blüten und Blütenknospen der Kirschfelben heran, daß ihm das Hinterrad über den Fuß hinwegging und Tages nach dem Kirchhof gebracht. bäume erfroren. Auch Kastanien und Linden sowie die Ziersträucher zwei Zehen total zermalmte. Der Verunglüďte fand Aufnahme im haben durch die Osterkälte, die jedenfalls durch das massenhafte Krankenhause Moabit. Beim Radeln schwer zu Schaden gekommen scheinend infolge eines Unglüdsfalles, am Osterheiligabend auf der Von einem Eisenbahnzug überfahren und getötet wurde, an Auftreten von Eisbergen im atlantischen Ocean herbeigeführt worden, ist der Schlosserlehrling Koch, der am Sonntagnachmittag gegen Station Nowawes- Neuendorf der 22jährige Laborant Mag Bunze, gelitten. 6 Uhr, auf der Rückfahrt nach Berlin begriffen, auf seiner Maschine Tot aufgefunden wurde vorgestern morgen vor ihrer Wohnung die die Chaussee von Saatwinkel nach Blößensee entlangsaufte. Ein Kind welcher auf dem Laboratorium„ Eule“ bei Kohlhasenbrück beschäftigt 40 Jahre alte Gastwirtin Witwe Bertha Wischke geb. Krümmel aus lief plötzlich ummittelbar vor dem Rade über die Landstraße und, war. Er hatte bis gegen 11 Uhr in einem Restaurant zu Nowales der Waldemarstr. 38. Die Frau war in ihren Vereinssälen vorgestern um ein Unglück zu verhindern, bremste. mit aller Gewalt. Hierbei guter Dinge gezecht und sich dann etwas angeheitert nach dem Bahnmorgen bis 4 Uhr am Büffett thätig gewesen und wollte dann in stürzte der Lehrling und fiel so unglücklich, daß er einen doppelten hof begeben, um nach Neubabelsberg zurückzufahren. Anscheinend ist nun Bunze von dem Bahnsteig abgestürzt, als der von Berlin um die im vierten Stock des Seitenflügels gelegene Wohnung hinauf- Bruch des rechten Unterschenkels erlitt. Hinzukommende Aus11 Uhr 23 Minuten kommende Wannseezug die Station passierte., gehen. Um 7 Uhr fand der Bäckerjunge sie vor der Thür tot auf flügler brachten den Verunglückten nach dem Krankenhause Moabit. Sem Treppenflur liegen. Ein Herzschlag hatte ihrem Leben jäh ein Ein zweiter Radfahrer, Guſtav Palm, fuhr am Montagnachmittag der nächste Wannseezug eintraf, aufgefunden. Sein in Nowaves als Seine arg verstümunelte Leiche wurde erst eine Stunde später, als Ende gemacht. an der Ecke der Tempelhofer- und Feurigstraße in Schöneberg gegen Privatwächter thätiger Vater rekognoscierte diefelbe. Der junge einen entgegenkommenden Straßenbahnwagen der südlichen Vorortgebung unsicher machten, ist von der Kriminalpolizei abgefaßt und Verlegung am Hinterkopf und mußte nach dem Elisabeth- Kranken- geschlossen erscheint. Eine der größten Einbrecherbanden, die jemals Berlin und Um- bahn und stürzte um. Er erfitt eine schwere Gehirnerschütterung, Mann lebte in geordneten Verhältnissen, so daß ein Selbſtmord auseingesperrt worden. Sie bestand aus dem Schlosser Gustav VolkBeim Absteigen von einem fahrenden Neu- Weißensee. Am 1. Osterfeiertag vergiftete sich der Inhaber mann, dem Handlungsgehilfen Otto Goldbach, dem ehemaligen Straßenbahnwagen verunglückte der Kutscher Karaphat, Chorinerstr. 27 der hiesigen höheren Knabenschule, Liedtke. Gegen 10 Uhr abends Bügler Hermann Meinicke, einem Tischler Strömer, dem Porzellan- wohnhaft. Er sprang vor dem Hause Schönhauser Allee 138 von dem in fanden ihn Angehörige entfeelt anf dem Teppich seiner Wohnung maler Johann Gilge und dem Handlungsgehilfen Alphons Barent. voller Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen 1978 der Linie Briz- Nieder- liegen. Eristenzforge haben 2. zu der verzweifelten That getrieben. Goldbach war der„ kaufmännische Direktor" der Bande. Er hatte Schönhausen und fiel so unglücklich, daß er eine schwere GehirnBeziehungen zu verschiedenen Geschäften, wußte die ge- erschütterung erlitt. Er wurde nach der Charité gebracht.- Ein Lichtenberg. Bei der Etatsberatung brachten die Genossen den Mann zu bringen und besorgte bedauerlicher Unfall ereignete sich gestern nachmittag bei dem wiederum den Antrag ein, daß Gemeinde- Arbeiten nur an solche dann auch die Abrechnung. In der Alten Schönhauserstraße bewohnte Rennen in Karlshorst. Bei dem Schluß- Rennen stürzten an der Unternehmer vergeben werden sollen, die die im Gewerbe be er als Junggeselle drei prächtig eingerichtete Bimmer. legten Hürde die Pferde„ Mein Glüd" und" Nietrolith", wobei die stehenden tariflichen Abmachungen einhalten. Genosse Welt wies im Echte Perferteppiche bedeckten in allen Zimmern den Fußboden, Bereiter, der Jockey Lippold und Winkler, Armbrüche, ferner der Besonderen auf die Thatsache hin, daß Druckarbeiten der Gemeinde Barent wohnte erstere auch einen Schlüsselbeinbruch erlitt. für sich allein in der Arndtstraße, die andern vier hatten eine ge- Tiere mußte, da es fich ebenfalls schwere Verlegungen zugezogen nicht einmischen", das sind Eins der gestürzten noch immer nicht in tariftreuen Druckereien hergestellt würden.„ Die Gemeinde dürfe sich in Privatverhältnisse der Betriebsunternehmer meinsame Wohnung in der Langestraße. In der Wohnung Goldbachs hatte, erschossen werden. seit Jahren diefelben Argumente, hielten die Einbrecher regelmäßig ihre Konferenzen zur Besprechung die gegen das Verlangen geltend gemacht werden und das, trotzdem ihrer Pläne ab. Technischer Leiter der Bande war Volkmann, dem Lebensgefährlich verunglückt ist am Freitagmittag in der Hermann Genosse Grauer darauf hinweisen konnte, daß die Baukommission der die übrigen Mitglieder sich unterordneten, sobald ein Einbruchsplan straße zu Nixdorf der 30 Jahre alte Bauarbeiter Nichard Eichelbaum Gemeinde fich die Anregung zu eigen gemacht habe. Die Forderung nach gehöriger Beratung einmal festgestellt war. Alls Specialität aus Briz. E. fuhr auf einem Zweirad in der Richtung nach Briz neuer Lehrkräfte für die Gemeindeschulen fand wieder die Liberalen betrieb die Gesellschaft den Einbruch in Comptoir- und Fabrikräume. zu, wollte dabei einem Straßenbahnwagen ausweichen und fuhr als Gegner. Gemeindevorstand und Socialdemokraten mußten Hauptsächlich hat sie es dabei auf die Geldspinde abgesehen, die dabei gegen einen zweiten Motorwagen der Straßenbahn, welchen gemeinsam für die notwendigsten Lehrerſtellen eintreten. In Lichten fie mit großer Geschicklichkeit von der Wand abrückte und er vorher nicht gesehen hatte, da er durch den ersten Straßenbahn- berg könne von einem Schulnotstande nicht geredet werden, von hinten öffnete, um an die Tresore heranzukommen. In der wagen verdeckt war. Eichelbaum stürzte infolge des heftigen An- tvenn in Ostpreußen noch 150 Kinder eine Klasse Schönhauser Allee allein verübten Volkmann und Genossen drei pralls im Vogen von seinem Rade und fiel so unglücklich auf das besuchten, in Lichtenberg aber nur 80 Schüler eine solche Geldschrankeinbrüche, u. a. bei einem Drehorgel- Fabrikanten auf dem Straßenpflaster, daß er einen komplicierten Schädelbruch und eine füllten! So lange nicht der Staat die Schullasten übernehme, müsse Grundstück Nr. 78. Hier gelangten sie über den Bahndamm des schwere Gehirnerschütterung erlitt. Der Bedauernswerte, der erst seit jede geforderte Lehrkraft verweigert werden, das waren die Argumente Nordringes und einen Baum auf das Gehöft, sprengten die eiserne furzer Zeit verheiratet ist, wurde in faft hoffnungslosem Zustande der liberalen Kommunalpolitiker". Vorstand und Socialdemokratie Thür der Fabrik, warfen das Geldspind auf eine Chaiselongue und nach dem Briger Kreiskrankenhause gebracht. bildeten die Majorität. Einige Zahlen aus dem Etat von 1895 erbrachen dann die Hinterwand. Auf dem Nebengrundstück Nr. 77 waren fie zweimal vergeblich in einer Glaswarenfabrik. Selbstmord einer Chansonnette. Auf eine sonderbare Art hat zum Gtat 1903 veranschaulichen die Entwicklung Lichtenbergs. 1895 Aerger, daß sie nichts gefunden hatten, schlugen sie im Comptoir Stommandantenstr. 21 das Leben genommen. Nachdem sie fechs 2 Millionen Mark. Die Gesamtausgabe der ordentlichen Gemeindes Aus sich die 32 Jahre alte Sängerin Emma Weber geb. Brandt aus der zählte es 28000, 1903 46000 Einwohner. 1895 belief sich das Ordinarium des Hauptetats mit den Nebenetats auf 500000 und 1903 auf circa alles kurz und klein und hinterließen dem Eigentümer einen Jahre mit einem Artisten verheiratet gewesen war, wurde die finder verwaltung im Jahre 1895 betrug pro Kopf der Bevölkerung 14 M. Bettel mit der Mahnung, das nächste Mal Geld ins Spind zu lose Ehe vor zwei Jahren geschieden. Seitdem trat die Sängerin und 1903 27 M. Der Grund und Boden nach dem gemeinen Wert Legen. In der Chausseestraße drangen sie über einen Kirchhof unter dem Namen Emma Weber- Brandt in in eine Fabrik ein und vergifteten den Wachhund. ein großer Teil der Einbrüche, die in der letzten Zeit in der Berufsgenossen und dem Stanumpublikum hieß sie wegen ihrer statt- 102 Millionen Mark. In der Zwischenzeit sind erbaut worden drei Auch Specialitätentheatern auf, zuletzt am Alexanderplatz. Unter ihren berechnet, wurde 1895 geschätzt auf 64 Millionen Mark, 1903 auf Umgebung Berlins, wie in Südende, Lankwitz und Groß- Lichterfelde lichen Körperfülle die„ dice Emma". Vor vier Monaten trat Frau Schulhäuser, zwei Turnhallen und ein Armenhaus. Das Wasserwerk verübt wurden, konnt auf das Conto dieser Bande. In Malchow Weber in Beziehungen zu einem Herrn in Zehlendorf, von dem ist in eignen Betrieb übergegangen und mehr als 1 Million Mark suchten die Einbrecher zwei Gastwirte heim. Bei dem einen fanden sie wußte, daß er verheiratet war. Er lernte sie in der Singspiel- find für Straßenpflasterung aufgewandt worden. fie u. a. einen Topf, den sie mit Butter gefüllt glaubten. Als sie halle, in der sie auftrat, kennen, und beredete sie, vom Brettel Der Niederbarnimer Kreislandrat und Großgrundbesitzer Herr aber darauf bei dem andern frühstücken und die Semmeln, die sie abzutreten, bezahlte ihr die Wohnung und bestritt auch sonst die von Tresckow befindet sich auf dem Kriegspfade gegen die Social bei ihm entdeckten, schmieren wollten, sahen sie zu ihrem großen Kosten ihres Unterhalts und besuchte sie fast täglich. Am Karfreitag demokratie. Nachdem der Friedrichsfelder Kriegerverein feinen Aerger, daß sie nicht Butter, sondern Mus hatten. Mit diesem be- morgen nahmen die Hausgenossen wahr, daß er in großer Auf Kameraden" Bube ausgeschlossen, weil dieser seinen Saal der schmierten sie nun alle Wände, nachdem sie vorher ausgeräumt reginig ihre Wohnung verließ. Während sie ihm sonst immer noch Socialdemokratie zu Versammlungen zur Verfügung stellte, hat der hatten, was ihnen mitnehmenswert erschien. In Zehlendorf suchte auf der Treppe Adien mein lieber Bub" nachgerufen hatte, hörte Herr Landrat auch den Lichtenberger Kriegskameraden Gürsch, Voltmann mit seiner Bande die vom Urban dorthin verlegte man damals kein Abschiedswort. Am Sonnabendmorgen um 8 Uhr feines Zeichens Saalbesizer, darauf hingewiesen, daß ein„ Kamerad" Erziehungs- Anstalt für verwahrlofte Knaben einmal wieder bat Frau Weber ihre Wirtin, Briefe aus Zehlendorf nicht mehr die Socialdemokratie nicht durch Hergabe seiner Räume fördern aut, der er selbst früher ztvei Jahre angehört hatte. anzunehmen. Von der Zeit an ließ sie sich nicht mehr sehen. Zwei Briefe dürfe. Auch hier ist der Ausschluß aus dem Kriegerverein erfolgt Hier wollte er von Beamten und Wärtern einmal bei Nacht- tamen noch, die Wirtin ließ sie aber sogleich zurückgehen. Der Frau und damit wohl das Gerede widerlegt, daß Herr Bube in Friedrichszeit Kleidungsstücke und dergleichen holen. Bisher find der kam es dann verdächtig vor, daß sie von ihrer Mieterin nichts mehr hörte. felde, in welchem Orte der Herr Landrat seinen Besitz hat, für sein Bande 31 Einbrüche nachgewiesen worden, sie hat aber ohne Zweifel Am ersten Feiertag mittags ließ sie das Zimmer öffnen und nun Gintreten für die endliche Einführung der Besteuerung des Grund noch mehr verübt. Den letzten Raubzug machte sie nach Weißensee. fand man die Sängerin tot im Bett liegen. Sie hatte sich aus drei und Bodens nach dem gemeinen Wert besonders in Verruf ge Hier steht sie in einer Nacht in dem Geschäft von Hirsch für 5000 m. Drahtstäben und Watte eine Maste gemacht, diese mit Chloroform kommen sein soll. Stoffe und hatte alle Einrichtungen getroffen, die ganze Beute getränkt, mit Barchend überzogen und dann auf das Gesicht gelegt gleich in Ballen nach Berlin mitzunehmen. Unterdessen hatte aber und hierüber noch die Bettdecke gezogen. In einem Briefe für die Bankow. Großfeuer brach gestern nachmittag gegen 2 Uhr in die Kriminalpolizei ein aufmerkſames Auge auf Goldbach geworfen, Revierpolizei hatte sie nur angegeben, daß sie Selbstmord begangen dem Hause Spandauerstraße 25, welches dem Bureauvorsteher Maaß der mit seiner Braut ein verschwenderisches Leben führte, obwohl habe. Die Briefe ihres Verehrers hatte sie mit einem blauen gehört, aus. Fast sämtliche Möbel in der ersten Etage sind verniemand recht sagen konnte, wovon er eigentlich lebte. Während er Bändchen zusammengebunden und auf das Päckchen einen Zettel brannt. Auch drohte die Decke einzustürzen. Die freiwillige Feuer beobachtet wurde, lernte die Kriminalpolizei auch die andren Leute gelegt, der mir die Worte„ Lug und Trug" enthielt. Die Armen- vehr hatte ca. 2 Stunden zu thun, um den Brand zu löschen. Eine kemen, die zu ihm zu den„ Konferenzen" kamen. Als nun der kommission bat fie in einem Schreiben, fie möge ihre Kostüme, in Person erlitt geringe Brandwunden am Kopfe. große Einbruch in Weißensee gemeldet wurde, ließen die Beamten denen sie sich ihr Brot verdient habe, einer namhaft gemachten, ihr Goldbach nicht mehr aus den Augen und ertappten ihn schließlich, befreundeten armen Kollegin überlassen. Charlottenburg. Ein gefährlicher Schlafstellenschwindler, der seit während er Geschäftsleuten in den gestohlenen Waren seine Offerten" Monaten zahlreiche Vermieter in Berlin und den Vororten gebrands machte. Unmittelbar nach dem„ kaufmännischen Direktor" wurden Von der Beerdigung in den Tod! Der bekannte Restaurateur fchazt hat, ist gestern( 2. Osterfeiertag) in der Person des 23 Jahre dann auch die übrigen Mitglieder der Baude festgenommen. In Osterfeiertag von der Beerdigung seiner Tante aus Rheinsberg dingfest gemacht worden. Strüger wollte gestern im Hause Wilmers. Otto Suin de Boutemard aus Hohen- Neuendorf kehrte am zweiten alten Hausdieners Walter Krüger von der Charlottenburger Polizei ihren Wohnungen wurden noch allerhand andre Sachen gefunden, die jedenfalls auch irgendwo gestohlen sind, so bei Goldbach u. a. zurück. Abends geriet er wegen einer geringfügigen Ursache mit dorferstr. 152 seine Schwindeleien versuchen, geriet aber an die falsche auch eine sehr wertvolle alte Geige, deren Verlust noch nicht an- feinem Bersonal in Streit und schoß sich des Nachts vor den Adresse. Ein herbeigerufener Schußmann nahm ihn fest. Von der gezeigt ist. Die Geige trägt die Aufschrift Manufacture Berlin u. Augen seiner Ehefrau in die Schläfe, so daß der Tod sofort eintrat. Kriminalpolizei: wurde K. als ein alter Bekannter erkannt, der schon Copyright Jacobus Steiner; fie kann vom Eigentümer im Zinumer 37. war erst 52 Jahre alt und befand sich in den besten Ver- viel auf dem Kerbholz hatte und zuletzt eine mehrjährige Gefängnis. des Polizeipräsidiums in Empfang genommen werden. Die mögensverhältnissen. strafe verbüßt. " Gerichts- Zeitung. Bande, die alles leugnete, zu überführen, war feine leichte Arbeit, Auf seiner Arbeitsstätte erschossen hat sich der 71 Jahre alte es gelang aber, wie schon erwähnt, der Kriminalpolizei bis jetzt in Weißgerber August Most aus der Gerichtstr. 24. Der alte Maim 31 Fällen. Da hiermit die Ermittelungen einen vorläufigen Abschluß litt seit 18 Wochen an startem Rasenbluten und konnte trosz ärztlicher erreichten, so wurden die verhafteten Einbrecher am Sonnabend nach Hilfe keine Linderung finden. Die ganze Zeit über war er arbeiteMoabit in das Untersuchungsgefängnis gebracht. Ihre Wohnungen unfähig. Kopfschmerzen und Schwindelanfälle trieben ihn schließlich der Entscheidung dieser Frage zu berücksichtigen sind, hatte sich fürz Mundraub oder Diebstahl? Ueber die Gesichtspunkte, die bet wurden polizeilich verschlossen, da das meiste, was sie enthalten, wahr in den Tod. In einem Anfall von Verzweiflung ging er nach der lich das Reichsgericht auszusprechen. Zwei halbwüchsige Burschen scheinlich auch gestohlen ist, so ohne Zweifel die Dekorationen in den Gerberei von Böhm in der Gerichtstr. 23, in der er 32 Jahre be- hatten bei einem Diebstahl, den sie im Meßpalast ausgeführt hatten, Näumen Goldbachs. schäftigt war, besuchte dort seine Arbeitsgenossen, ging dann in die zwei Flaschen Weißwein erbeutet, die sie alsbald verzehrten. Dessens Einen Osterausflug nach Berlin hatten zwei Schüler im Alter Trockenkammer hinauf und schoß sich eine Revolverkugel in die rechte ungeachtet nahm die Strafiammer nicht Mundraub, sondern Dieb von 12 resp. 13 Jahren aus Frankfurt a. M. unternommen, jedoch Schläfe. Als die Arbeiter, die den Schuß fallen hörten, ihn fanden, stahl an und verurteilte die beiden Jungen wegen des letzteren Verwurden die beiden Abenteurer bald nach ihrer Ankunft hierselbst fest- war er schon tot. Most war seit zwei Jahren verwitwet; eine er gehens. Die Straffammer ging von der Ansicht aus, daß bei der gehalten und durch die telegraphisch benachrichtigten Eltern gestern von wachsene unverheiratete Tochter führte ihm die Wirtschaft. Schuldfrage der Gesamtwert der beiden Flaschen maßgebend und hier abgeholt. Es handelt sich um die Söhne von zwei Kaufleuten Berloren. Am Montag, den 2. Feiertag wurde im Brater bei dieser Wert kein unbedeutender, auch die Menge kein unbedeutender aus Frankfurt a. M., die sich einmal einige vergnügte Tage machen der Matinee ein Portemonnaie mit ca. 100 Mart Inhalt verloren. fei, und zwar ganz besonders deshalb, weil die Thäter nur halbwollten und zu diesem Zwecke die Kassen der Eltern um 400 resp. Der ehrliche Finder wird gebeten, dasselbe in der Spedition Kastanien- wüchsige Burschen aus den unteren Schichten der Bevölkerung seien. 170 M. erleichterten. Mit dieser Beute gondelten sie nach der Reichs- Allee 95/96 bei C. Mars, abzugeben. Dagegen machte Rechtsanwalt Dr. Werthauer in der Revision Hauptstadt und der ältere Knabe, der schon einmal hier war, übergeltend: Zur Anwendung der Strafbestimmung wegen Munds nahm die Führerrolle. Zunächst begaben sie sich, um zu Mittag zu tag, den 16. April, abends 71%, Uhr, in der 7. städt. Fortbildungs- bedeutendem Werte sind, doch nur in geringer Menge entivender Ein unentgeltlicher Kursus in Elektrotechnik beginnt am Donners- ra ubes würde es genügen, daß die Gegenstände, troßdem sie von speisen, bald nach ihrer Ankunft nach einem Restaurant in der Botsdamerstraße, wo sie ein so verschwenderisches Essen bestellten, Borkenntnisse. Anmeldungen werden abends im Amtszimmer Gräfe- objettibes, und es dürfe deshalb nicht auf die oben hervors schule. Die Teilnahme ist jedermann gestattet und bedingt keine sind. Das Thatbestandsmerkmal des unbedeutenden Wertes fei ein daß sie hierdurch die Aufmerksamkeit des Kellners erregten. Dieser Straße 85/88 entgegengenommen. verständigte einen Schußmann, welcher die jugendlichen Durch brenner festnahm und nach der Polizeiwache brachte. Sie blieben Professor Moris Lazarus gestorben. In Merane ist der bekannte bis zu der gestern erfolgten Ankunft der Väter in polizeilichem Universitätsprofessor Lazarus gestorben; derfelbe hat ein Alter von Gewahrsam. 78 Jahren erreicht. Lazarus war auf verschiedenen Lehrgebieten Eine Jagd hinter einem nackten Menschen gab es am ersten thätig. Psychologie der Völker und des Staatslebens, ErkenntnisFeiertage morgens früh in der Linienstraße. Ein Mann von etwa theorie und Pädagogik waren die Hauptfächer in denen er lehrte. 40 Jahren fleidete sich vor dem Hause Nr. 200 vollständig aus, warf alle Kleidungsstüde, auch das Hemd, weg und lief nackt so schnell die Straße entlang, daß weder ein Schuhmann noch Bassanten ihn einholen fonnten. Erst als ein Milchhändler ihn mit seinem Wagen Einen gräßlichen Selbstmord beging am Morgen des zweiten am Hackeschen Markte stellte, konnte man ihn ergreifen. Ein Schutz- Osterfeiertages vor den Augen zahlreicher Ausflügler der 20jährige mann bedeckte ihn mun mit seinem Mantel und brachte ihn mit dem Sohn des Uhrmachers Brose in Potsdam auf dem dortigen BahnMilchwagen nach der Wache, wo man ihm die aufgelesenen Kleider Hofe. Der im Geschäft seines Vaters thätige junge Mann litt an nur mit Gewalt wieder anziehen konnte. Der Unglückliche, der epileptischen Krämpfen und ist dieserhalb schon in einer Anstalt gegeistestrank und noch nicht bekannt ist, wurde mit einer Droschke wesen. Sobald er geistige Getränke zu sich genommen hatte, wirkte nach der Charité gebracht. Er weigert sich fortgesezt, seinen Namen dies unheilvoll auf ihn ein und er machte dann allerlei unüberlegte Streiche. Am Abend des ersten Osterfeiertages war Brose in einem Eine ganze Reihe von Unfällen, zum Teil schwerer Natur, werden Restaurant gewesen und hatte sich dann spät in der Nacht nach dem Bahnvon den Osterfeiertagen gemeldet. Am Sonntag gerieten das hofe begeben, wo er sich bis gegen Morgen herumdrückte. Einem Be 30 Jahre alte Dienstmädchen Franke mit dem fünfjährigen Sohn amten, der ihm fortschicken wollte, erklärte er, er wolle bis Bahn- antrag nicht vorlag. zu nennen. Aus den Nachbarorten. gehobene Thatsache Bezug genommen werden, daß bei der Bes ftimmung des Thatbestandsmerkmals ausschlaggebend gewesen sei, daß es sich um Burschen aus den unteren Schichten der Bevölkerung handelte. Das subjettive Moment hätte nur bei der Frage des alsbaldigen Verbrauchszwecks erkannt werden dürfen, dieses That bestandsmerkmal sei jedoch nicht erörtert worden. Das Reichss gericht hat aus den gleichen Gründen das Urteil der Straffammer aufgehoben und ausgeführt: Die Gründe, aus welchen die Strafs fammer die Momente des unbedeutenden Wertes und der geringen Menge des Weines verneinte, sei lediglich der Persönlichkeit der Thäter entnommen, während hierfür nur objektive Gesichtspunkte in Betracht kommen. Die Frage, ob der Wert ein uns bedeutender und die Menge eine geringe ist, sei zivar im wents lichen thatsächlicher Natur, im vorliegenden Fall sei aber die Ents fcheidung vom Rechtsirrtum beeinflußt, indem ohne Angabe des wirklichen Wertes des Weins davon ausgegangen wird, daß die Beurteilung des Wertes und der Menge je nach dem Lebensalter und der socialen Stellung des Thäters eine verschiedene sein könne. Darauf mußte auf Einstellung des Verfahrens erkannt werden, da zu einer Verurteilung wegen Mundraubes der erforderliche Straf Bariser tritt feine Strafe an. Der wegen Wucher 3 zu zwei| Firment, so bei Brehme, versucht man die Bestimmung des Zohn- und hatte fürzlich die See Offizier Hauptprüfung an der Marine Jahren Gefängnis, fünfjährigem Ehrverlust und 10 000 M. Geld- tarifes, wonach an Heiligabenden um 3 Uhr Feierabend ist( ohne schule mit Erfolg bestanden. Er war bereits an Bord des Torpedostrafe verurteilte Kaufmann Heinrich Pariser hat gestern dem Lohnabzug), dadurch zu umgehen, daß man am Sonnabend vor Schulschiffes" Blücher" kommandiert und sollte unmittelbar nach Gericht angezeigt, daß er auf Einlegung von Rechtsmitteln ver Ostern nicht mehr arbeiten läßt. Eine Abstellung der Mißstände bei Ostern den Kursus in der Ausbildung mit der Torpedowaffe auf der zichte und bereit sei, seine Strafe anzutreten, der Straßenbahn Siemens u. Halske ist an dem Indifferentismus der Flensburger Torpedoftation beginnen. Hartmann, der Sohn des daselbst beschäftigten Arbeiter gescheitert. Sociale Rechtspflege. " Metallarbeiter- Gewerkschaft. Eine am 6. d. M. abgehaltene Versammlung der Verwaltungsstelle Berlin beschloß hinsichtlich der Maifeier: Berbau Besizers des hiesigen Berliner Hofes", diente im 9. Fußartillerie. Regiment. Er erhielt drei Stiche mit dem Seitengewehr, von denen einer die Lunge durchbohrte und den Tod sofort herbeiführte. " Gegen die Strohmänner im Baugewerbe geht jetzt das GewerbeFür die einzelnen Betriebe find Werkstatt- Versammlungen ab- Ein Hamburger Dampfer gestrandet. Der Hamburger Dampfer gericht Magdeburg mit äußerster Strenge vor. Ursache dazu zuhalten; wenn zwei Drittel der im Betriebe beschäftigten Arbeiter Helfrid Bissmark" geriet, von Landskrona kommend, bei Malmö war aber auch genügend vorhanden. In jeder Sigung traten beschließen, den 1. Mai zu feiern, hat die Arbeit an diesem Tage zu auf Grund. Ein dänischer Bergungsdampfer ist zur Hilfeleistung Maurer, Zimmerer uft. gegen die Bankfirma Meyer Oppenheimer ruhen. Mitglieder, welche durch Umstände verhindert sind, die Arbeit abgegangen. in Hannover auf, die mit der Ausführung Magdeburger Bauten die ruhen zu lassen, haben ihrem Verdienst entsprechend die von der bekannten Strohmänner beauftragte. Ein deutscher Offizier wegen Spionage verhaftet. San Remo, Diese Strohmänner be Organisation ausgegebenen Maimarken zu entnehmen, jedoch gilt als 14. April. Die Polizei verhaftete hier einen früheren deutschen trogen aber häufig die Arbeiter um ihren verdienten Lohn und Mindestsaz eine Marke. Weiter wurde beschlossen, daß sich unfre Genie- Offizier Namens Wessel, welcher von der deutschen Polizeis gerichtlich war ihnen dann wie immer nicht beizukommen. Diefem feiernden Kollegen der Gruppen- Versammlung, welche vom Berliner behörde schon lange wegen Spionage und Unterschlagung gesucht ffandalösen Zustande hat das Getverbegericht jetzt endlich ein Ende Gewerkschaftskartell in den Borussiasälen, Aderstr. 6/7, einberufen wird. Weffel foll Pläne von deutschen Festungen an fremde Nationen gemacht. Es verurteilt in jedem Falle( und deren find sehr viele!) wird, anzuschließen haben, desgleichen wurde beschlossen, daß jedem verkauft haben. Bei seiner Verhaftung rief er aus: Lassen Sie die Bankfirma und mehr wie ein dugendmal hat diese bereits bluten feiernden Kollegen in dieser Versammlung ein Ausweis mich, es handelt sich um politische Angelegenheiten". Als er in den miffent. Die Begründung der Urteile ist sehr interessant. Zunächst darüber in sein Mitgliedsbuch eingetragen werden soll." wird die Zuständigkeit des Gewerbegerichts damit begründet, Wagen gebracht wurde, mit welchem er ins Gefängnis transportiert Hierauf sprach Dr. Friedeberg über die bevorstehende Reichstags- werden sollte, stieß er den Ruf:„ Nieder mit Deutschland!" aus. daß die Firma dem Strohmann die Baugelder in einer dem Werte wahl. Nach Schluß des beifällig aufgenommenen Vortrages nahmen des fertiggestellten Baues feineswegs entsprechenden Höhe die Versammelten eine Resolution an, worin sie sich verpflichten, alle Ueberschwemmung. Budapest, 13. April. Der infolge angewährt und daß sie jederzeit vom Vertrage zurückzutreten ihre Straft für die Verwirklichung des focialdemokratischen Gedankens haltenden Regens angeschwollene Ternovafluß hat einen großen Teil befugt ist, ist, während der Strohmann jeden Augenblick, einzusetzen. der Stadt Csakathurn im Komitat Zala überschwemmt. Die Dämme mie grundbuchlich festgestellt ist, die Zwangsvollstreckung des Flusses werden vom Militär verstärkt. An der steierischen Grenze zu gewärtigen hat." Darin sieht das Gericht die wenn auch verDie im Holzarbeiter Verbande organisierten Musikinstrumenten wurde der Eisenbahndamm fortgeschwemmt. Der Bahnverkehr ist fchleierte gewerbliche Thätigkeit. Arbeitgeber" sei aber nur Arbeiter hielten am 7. April ihre Vertrauensmänner- Versammlung unterbrochen. derjenige, der auf eignes Risiko ein Gewerbe betreibe. Der ab. Die Stontrollkommission berichtete über die bielfach wegen aus 4500 Faß Petroleum in Brand geraten. Cadiz, 13. April. Strohmann, Maurer M., sei ein leistungsunfähiger Unternehmer, da gebrochener Differenzen stattgefundenen Werkstattsizungen. In Im Lagerhof der Compania Transatlantica, in dem 4500 Fai ihm erst von andrer Seite die Mittel vorgestreckt werden mußten, verschiedenen Betrieben hatten die Unternehmer versucht, Preis- Im Lagerhof der Compania Transatlantica, in dem 4500 Faß Petroleum aufgestapelt sind, ist heute eine Feuersbrunst ausgebrochen. ehe er überhaupt anfangen konnte. Da außerdem die sog. Verträge reduzierungen vorzunehmen, was jedoch seitens der Organisation Bisher ist niemand verunglückt. Da sich nur 30 Meter vom Lagerhof mit einer( wie die Bankfirma wußte) mittellosen Person abgeschlossen in vielen Fällen zurückgewiesen werden konnte. feien, so erhellt ohne weiteres, daß diese Verträge nur zum Schein einigen Kollegen die Hoffnung ausgesprochen, daß die vom Partei- Schuge desselben getroffen und Gräben angelegt worden, um das entfernt ein Bulvermagazin befindet, find alle Maßnahmen zum und lediglich in der Absicht geschlossen seien, das Vermögen der Be- vorstand unternommenen Einigungsversuche zwischen den hier bebrennende Petroleum fortzuleiten. flagten etwaigen Forderungen der Baulieferanten und Arbeiter zu stehenden lokalen Organisationen und den Centralverbänden auch entziehen. Sch eingeschäfte sind aber nach§ 157 des Bürger- für die Musikinstrumenten- Arbeiter einen befriedigenden Abschluß erlangen möchten. Betreffs der Maifeier sprachen sich die Delegierten Das gefiel natürlich der famosen Bantfirma nicht und deshalb allgemein dahin aus, daß dieselbe in allen Betrieben, wo die Zahl entsandte sie zum letzten Termin als Vertreter einen Bankier Rose, der Organisierten eine nennenswerte sei, wieder durch vollständige haltig, daß wir uns aus Raumgründen nur eine beschränkte Auswahl geder erklärte, die Firma stehe mit den Klägern in keinem Vertrags- Arbeitsruhe begangen wird. oder Arbeitsverhältnis. Der Vorsitzende aber durchkreuzte die Ver- Der socialdemokratische Agitationsverein für den Reichstagstuschungspläne. Um nämlich ein für allemal aus dem Tohuwabohu Wahlkreis Stralsund- Franzburg- Rügen hielt am 5. April feine der Tricks, Hintermänner, Geldgeber, Cessionserteiler ufiv. ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende gab bekannt, herauszukommen, beschloß das Gericht, sich im nächsten daß an Agitationsmaterial 1000 Eremplare Bebels Rede und Termin unsres Wissens das erste Mal seitens cines 5000 Flugblätter zur Versendung kamen. Des weiteren wurden Gewerbegerichts die Baugeldverträge, die Meyer Oppen- 25 000 Flugblätter zur Wahlagitation für den Kreis auf Kosten des heimer mit den Strohmännern abgeschlossen" hat, vorlegen zu lassen. Vereins bewilligt. Der Staffenbericht ergab eine Einnahme von Dann aber giebt's für die Schwindler und Strohmänner fein Ent 131,77 M., eine Ausgabe von 39,98 m., so daß ein Bestand von rinnen mehr und Hunderte von Bau- Arbeitern Magdeburgs und 91,79 27. verbleibt. Gewählt wurden May Buhmann, Beisitzer, Umgegend werden tief aufatmen. Sohaum, Kassierer, Bahls, Revisor. " Andren Gewerbegerichten kann das strenge Vorgehen gegen die Baulöwen und deren Vorder- und Hintermänner nicht dringend genug zur Nachachtung empfohlen werden! Verfammlungen. = Es wurde von Briefkaften der Redaktion. G. 8. Sie haben darin wohl recht, indes ist das Material so reichs statten konnten. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½ 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. 5. B. 100 Jijelhorst. Die Geschworenen bejahen oder verneinen die Schuldfrage. Sodann spricht das Gericht das Urteil. Ist das aus drei Richtern bestehende Gericht einstimmig der Ansicht, die Geschworenen haben sich zu Ungunsten des Angeklagten geirrt, so fann es die Sache dem nächsten etwa 14 Tagen in verneinendem Sinne beantwortet. Schwurgericht überweisen. V. K. 9. Dieselben Fragen sind bereits vor O. A. Ja. 2. A. 100. Zum Abzug sind Sie nicht berechtigt. F. K. Halensee. 1. Nein. 2. Ja, 4 Jahre lang. 3. u. 4. Rein. 5. 20. Der Uebernahme Socialdemokratischer Wahlverein für Mariendorf und Umgegend. tönnen Beseitigung der Mitbewohner innerhalb einer angemessenen Frist der Filiale steht ein Hindernis nicht entgegen. O. K., Antonstr. 9. Sie In der am 7. April bei Adel in Tempelhof stattgefundenen General unter der Androhung verlangen, daß Sie dieselbe sonst auf Kosten des versammlung gab der Vorsitzende den Thätigkeitsbericht. Ferner gab Wirts vornehmen lassen würden. Die Drohung führen Sie dann mit der Kassierer den Kaffenbericht. Der Verein hatte im ersten Viertel Hilfe eines Kammerjägers aus. 23. W. 1000. 1. Ja. 2. Nein. jahr eine Einnahme von 153,62 M., eine Ausgabe von 50,95 M., A. B. 25. Eine Berufung hätte keine Aussicht auf Erfolg. W. 2. an die Centralfaffe des Kreises sind 102,41 M. abgeliefert, bleibt ein 1. Die Alimentenklage hat Aussicht auf Erfolg. Die Alimentenhöhe ist Die Steinseher hielten am Donnerstag eine von Gesellen Bestand von 0,29 M. Der Verein zählt 192 Mitglieder, und zivar gefeßlich nicht fixiert. 15 bis 25 Mart monatlich gelten als angemessen. ausschuß einberufene Versammlung ab, in welcher Markmann in Tempelhof 91, Mariendorf 69, Südende 2, Marienfelde 26,2 in Antrag auf Bestrafung oder dergleichen des Betreffenden würde wedlos feint. O. 2. S. 42. 1. Ale. 2. Die vom 1. April ab für die den Bericht über den Stand des lokalen Streiffonds erstattete. Die Lichtenrade 2, Mahlow und Berlin je 1 Mitglied. Ferner verteilen Stleider- und Wäschekonfektion eingeführten Lohnbücher gelten für alle, auch A. Rttski. In die Lohnbücher sind mit Einnahmen desselben betrugen einschließlich eines alten Bestandes sich die Mitglieder auf folgende Berufe: Arbeiter 73, Maurer 41, die großjährigen Arbeiter. von 16 294,32 m. insgesamt 20 069,97 W., die Ausgaben 1438,81 m. lempner 9, Schriftgießer 8, Zimmerer 7, Schloffer 6, Tischler 6, Tinte einzutragen: Art und Umfang der übertragenen Arbeit, bei Accordarbeit Weiter sind die von den Verbandsmitgliedern im Jahre 1902 ge- Buchdrucker 5, Dreher 4, Metallarbeiter 3, Steinfeger 3, Töpfer, die Stückzahl, die Lohnjähe, ferner die Bedingungen für die Lieferung von Werkzahlten Beiträge im Betrage von 3775,65 M. an den Verband Tapezierer, Mechaniker, Steinarbeiter, Stuffateure, Schmiede, Maler zeugen und Stoffen zu den übertragenen Arbeiten und endlich die Bezurückgezahlt worden, welche als Grundfonds für die lokale Arbeits- je 2. Je ein Klempnermeister, Töpfermeister, Handelsmann, Bäder- dingungen für die Gewährung von Kost und Wohnung, sofern Kost oder Wohnung als Lohn oder Zeil des Lohnes gewährt werden sollen. Tosen- Unterstützung Verwendung gefunden haben. Die Zahlungen meister, Schuhmachermeister, Bildhauer, Cigarrenfabrikant, Cigarrenzum lokalen Streitfonds find bis auf weiteres eingestellt. Als macher, Anstreicher, Heizer, Maschinist, Elektromonteur, Former, SteinWitterungsübersicht vom 14. April 1903, morgens 8 Uhr. Revisoren für den verbleibenden eisernen Bestand wurden Genside, brucker, Gummiarbeiter, Gürtler, Eisenbobler, Rammer, Lithograph, Brömmler und P. Grabiz gewählt. Bezüglich des 1. Mai Bezüglich des 1. Mai Möbelpolierer, Pantinenmacher, Mofaitsetzer, Stereotypeur. wurde beschlossen, daß auch in diesem Jahre die Arbeits- Bezirksführer für Tempelhof wurde Genosse Flieg gewählt. ruhe ftritte durchzuführen ist. Der befferent Kontrolle halber er soll ein Stempel verabfolgt werden. Für den Fall, daß Maßregelungen eintreten follten, werden die Be treffenden unterstützt. Den holländischen Arbeitern bewilligte die Versammlung 300 Mark, den ausgesperrten Holzbearbeitungsmaschinenarbeitern 100 Mart. Unter Gewerkschaftlichem wurden die Verhältnisse bei verschiedenen Firmen einer Kritik unterzogen. Unter Ein Fähnrich zur See Mörder. Effen, 13. April. In der Nacht andern wurde mitgeteilt, daß bei Kadzick in Köpenick, einem Unternehmer, der noch vor wenigen Tagen in den Reihen der Arbeiter zum Ostersonntag erstach der Fähnrich zur See Hüffener auf der schaft gestanden hat, Leistungen verlangt werden, die ans Unsinnige Straße den Einjährigfreiwilligen der Infanterie Hartmann im grenzen. Es wurde den Köpenicker Genossen zur Pflicht gemacht, Streit. Hartmann foll angeblich nicht gegrüßt haben. Beide waren hiergegen energisch Stellung zu nehmen. Bei verschiedenen Berliner Schulfameraden. Hüffener gehört der Marine seit 10. April 1901 an II. Wahlkreis. General- Versammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins für den II. Berliner Reichstags- Wahlkreis am Mittwoch, den 15. April 1903, abends 8%, Uhr, im 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Wahl des Vorstandes " Wilhelm- Theater", Friedrichstr. 236. Tages- Ordnung: und der Revisoren. 3. Vereins- Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreichen Bejuch erwartet 238/ 7* Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 16. April 1903, abends 8, Uhr, im„ Eiskeller", Chauffeestraße Nr. 88: 247/ 6* Ausserordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Ledebour. 2. Wahl der Delegierten zur preußischen Landeskonferenz. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 19. April, vorm. 11 Uhr, Lindenstr. 69: Als Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands, Bezirk Berlin. Mittwochabend 9 Uhr: Sikung in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Gäste sind willkommen. Vermischtes. Bauhandwerker! Stationen Barometerstand mm richtung Wind Windstärke Svinembe. 746 Hamburg 751 N Berlin 750 23 Frankf./. 763 SW München 760 28 Bien Better 6 Regen 4 wolfig 4bedect 2bedeckt Temp. n. C. 5°.4° 9. Stationen Barometer. ſtand mm Wind richtung Windstärke Better 1 Haparanda 741 SS 2wollig 5 Petersburg 743 SSD 4 Cort 767 N 2 Aberdeen 5 bedeďt 1 Paris 5bededt 3 heiter PONG. 4° R. 764 SSW 2wolfen! 1 759 23 1 bedeďt Wetter- Prognose für Mittwoch, den 15. April 1903. Vielfach heiter, jedoch noch fühl und unbeständig mit geringen Niederschlägen und frischen nordwestlichen Winden. Berliner etterbureau. Bauberufe! Orts- Krankenkasse der Schloffer Dienstag, den 21. d. Mts., abends 8 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45: Laut Beschluß einer am 14. April stattgefundenen Versammlung ist und verwandten Gewerbe. mit 537 gegen 19 bei 3 ungültigen Stimmen der allgemeine Ausstand überall da erklärt worden, wo die Unternehmer unsern Tarif nicht anerkannt haben. Da schon sofort eine große Zahl der maßgebendsten Firmen bewilligt haben, so wird zu diesem Zweck an alle arbeitenden Stuffateure Arbeitsberechtigungskarte ausgestellt, welche mit dem Stempel des Centralverbandes der Stuffateure Deutschlands( Filiale Berlin) versehen ist. eine rote Wir ersuchen alle Bauberufe, in üblicher Weije jeden arbeitenden Stuffateur an seine Pflicht zu erinnern, damit unser Vorgehen in wenigen Tagen ein erfolgreiches ift. 173/13 Die Streikleitung. Achtung! Radfahrer. Achtung! Wer ein erstklassiges Fahrrad, das beste der Gegento art, mit patentiertem Rohtabak. Eröffnung heute! Driginal- Doppelgloden- Lager( D. R. P. 100 596), mit durchgehender Achse, 11. Kottbuserstr.11. General- Versammlung. Gemeinschaftliche Sibung der ArbeitTages- Ordnung: geber und Arbeitnehmer. zur 1. Bericht der Kommission Prüfung der Jahresrechnung pro 1902 resp. Entlastung des Rechnungslegers. 2. Bortrag über:" Das Invalidenversicherungs- Gesch". 3. Berschiedenes. Die Herren Delegierten werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen, und die übersandte Legitimation mit zubringen. Der Vorstand. P. Heinrich, Vorsitzender. 586b Verein socialdemokr. Gaft- u. Schankwirte Berlins und Umgegend. also nicht geteilter Achse, ist ölhaltend, staubsicher und hat den Vorteil, daz bei täglicher Benutzung die Delung garantiert 2 Jahre vorhält, 146 M., Händlerpreis 275 M. oder W: K. C. mit Glodenlager fowie I ExcelsiorMäntel 9 M. n. 6,25. I Grcelfior- Schlauche 5 M. n. 4 M., auch Trifotagen und Möbel jeder Art Taufen und den Zwischenhändler- Profit in die eigene Tasche steden will, wende fich nur an die Geschäftsstellen des Vereins Voran II Prod. u. Einkaufs- Genossenschaft für Rad- Freitag, den 17. April er., nachmittags 5%, Uhr, beim Kollegen fahrer, Mitglied des A.-R.-B. Solidarität. Hein, Gosslerstr. 16, Stilg., Lambeck, Usedomstr. 8, part. Schütze, Reichenbergerstr. 96a, Seraphin, Rummelsburg, Kantstr. 16, ferner in Steglitz, Herderstr. 6, 1. Besichtigung der Druckerei des Vorwärts" monatlich 10 m., alte näder werden in Zahlung genommen. 99 Treffbun um 10 Uhr, im Restaurant von Augustin, Linden: straße 69, of parterre. Mittwoch, den 29. April, abends 8%, Uhr: Ordentliche General- Versammlung 23/11 im Lofal Dresdener Casino, Dresdenerstr. 96. Tagesordnung fpäter. 1/2 5%%% Pf. Pfund Brot 50 Backware 6 Stück für 10 Pf. Albrechts Bäckereien: Wrangelstraße 9, Krautstraße 19, Falckensteinstr. 28, Lausitzerstr. 2. Markthalle Büdlerstr., Stand 222/23. Markthalle Andreasstr., Stand 16/18. Die Ortsverwaltung. Teilzahlung ohne Preisaufschlag. Anzahlung 58 M. Abzahlung Sonntag, den 19. April: Tour nach Velten( Paris, Luisenstr. 14) Start: Bahnhof Bedding, früh 7%, Uhr, für Ost und Südost 7 Uhr, Andreasplak. Gäste willkommen. Mittwoch, den 29. April, abends 8, Uhr, im Elysium, Landsberger Allee 40: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Abrechnung der Geschäftsstelle und des Kafficrers. 3. Vorlegung der Statuten, der Fahrradversicherung gegen Diebstahl. 3. Verschiedenes. Mitglieder werden aufEinschreibegeld 50 Pf. Beitrag monaflich 25 Pf., für Außerhalb 15 Pf. Der Vorstand. Verfallene Pfänder! Zum Fest! teppdecken genommen. fauft man am preiswertesten nur direkt in der Fabrik, 72 Wall: ftraße 72, wo auch alte Steppdecken aufgearbeitet werden. B. Strohmandel, Berlin 14. Juftrierter Preiskatalog gratis. 106/18 Baustellen i. Erkner, eter 84 Pf., Goldfachen wie Brillanten jeder Art, Wernan, Schwedterstraße 23/24: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Borstandes, unter andern die Angelegenheit Reimann, 2. Bericht des Kassierers vom ersten Quartal und Schedlekki, Hennig. Jahresbericht sowie Bericht der Revisoren. 3. Bericht der Rechtsschutztommiffion. 4. Ergänzungswahl des Vorstandes, der Revisoren und der Rechtsschutz- Kommission. 5. Aufnahme neuer Mitglieder. 6. Vereinsangelegenheiten, u. a. Antrag der Revisoren, betreffend Stimmrecht in den Borstandssigungen. Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Tuchstoffe Neu- Zittau 50 Bf., Dabendorf m. Bau- gold. u. filb. Uhren, Ketten, Ringe, Paletotstoffe Stoniens 72 B., bei Grünau 143 Bf. fauber u. schön, werd.fpotth. verf. 2ltes spottbillig, vert. unt. reellen Zahlungsbedingungen Gold, Silber w. get. u. in Zahl. gen. in Tuchlager 966L* Cheviots, Reste Dr. Schünemann, Specialarzt für Haut, Haru: und Frauenleiden, Seydelstr. 9. 212-3, 6-8, Sonnt. 9-11. Kopflänsenebst Brut verschwinden fofort d. Puff. Unschädlich. ErEn gros Noris Zahn& Comp. Molkenmarkt 12-13 folg überraschend. In Drog. 50 Pf. Schulz, Nixdorf, Lenauftr. 12/13, v. III. Pfandi. 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