Nr. 91. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 r., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Insecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Kampf. Sonntag, den 19. April 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernfbrecher: Amt IV. Mr. 1984. höchster Regierungsstelle für Hunderttausende von Arbeitern das der„ Kreuz- Zeitung" auf fruchtbaren Boden und man sammelt auf Koalitionsrecht verneint, wird in Wege der Rechtsprechung eine der Börse für die Socialdemokratie. Wir sind bereit, selbst die Aeußerung des Koalitionsrechts nach der andern zur strafbaren höchsten Beiträge entgegenzunehmen. Wie Wetterleuchten geht's durchs Land! Während das Volk sich Handlung gestempelt, wird, noch nicht genug damit, in der Presse Indessen eine solche Verdächtigung der gutgesinnten Börseaner mählich rüstet zu der großen Abrechnung mit den Mächten der Re- der herrschenden Parteien sogar der gesetzlichen Einschränkung der verdroß die Magdeburgische Zeitung". Sie ward den Verleumdeten attion, zu dem Urteilsspruch am Wahltage, erfolgt aller Augenblicke gesetzlichen Scheinfreiheiten das Wort geredet. zum Ritter und erklärte, die 30 000 und 10 000 Mart seien ein heftiger Zusammenstoß zwischen Kapital und Arbeit und immer Wir stehen vor den Wahlen. Die Erkenntnis, daß die Arbeiter überhaupt keine Beiträge von Einzelpersonen, sondern leberbrutaler, immer gewaltthätiger zeigt sich das Kapital, immer offener politisch kämpfen müssen, ist zwar mindestens so alt wie die Social- fschüsse socialdemokratischer Parteigeschäfte in Berlin und Hamburg. enthüllt sich in all den Einzeltämpfen das eigentliche Objekt des Kampfes: Demokratie, aber sie reicht auch nicht weit über die Kreise der social Folglich liege die Wurzel des socialdemokratischen, so beklagenses ringt die zum Bewußtsein erwachte Arbeiterklasse mit den über- demokratisch organisierten Arbeiterklasse hinaus. Die Vorgänge der werten Reichtums nicht bei der Börse, sondern bei den ruchlosen kommenen Herrenansprüchen der Kapitalistenklasse. In welchen Formen jüngsten Zeit sind geeignet, diese Erkenntnis neuen weiteren Streisen Inserenten der bürgerlichen Gesellschaft, die in socialdemokratischen der Kampf auch auftritt: sei es zwischen Einzelunternehmer und seinen der Arbeiterklasse zu vermitteln und sie zugleich zu erweitern zu der Blättern inserieren. Moral: Inseratenboykott! Die„ Kreuz- Zeitung" Arbeitern, sei es zwischen Unternehmergruppen und ganzen Berufs- Erkenntnis, daß die Arbeiter diesen Kampf nur innerhalb der Social- acceptierte auch diese Lesart und stimmte lebhaft in den Kampfruf gruppen der Arbeiter, sei es um die Verwaltung öffentlicher demokratie führen können, daß nur von dieser ihre Interessen ein: Patrioten, inseriert nicht bei Socialdemokraten! Institutionen; sei es der gewerkschaftliche Kampf um das Koalitions- rücksichtslos und ohne Vorbehalt vertreten werden. Wo waren und recht, sei es der Kampf um den Arbeiterschutz, sei es der politische sind die Parteien außerhalb der Socialdemokratie, die den Kampf Kampf um die Verwaltung der Krankenkassen: es ist im Grunde gegen den Brotwucher ohne Vorbehalt führen, wo sind die Parteien, genommen der gleiche Gegensatz und je offener die Unternehmer- die wickhaltlos für unbeschränktes Koalitionsrecht und vollen KoalitionsKlasse den Herrenstandpunkt herauskehrt, desto klarer wird in der schutz eintreten, wo find die Verfechter des ausreichendsten Arbeiter Arbeiterklasse das Bewußtsein von der Größe, der Bedeutung, schußes außerhalb der Socialdemokratie, wer ist allein für das der Einheit des Kampfzieles, das Bewußtsein bon der Selbstverwaltungsrecht der Krankenkassen eingetreten? Einheitlichkeit ihrer Interessen, desto schärfer tritt der Gegensatz der beiden Lager hervor und drängt sich desto schärfer jedem auf und immer weitere Kreise werden hineingezogen in die Reihen der bewußt Kämpfenden. Ein gewaltiges Transportunternehmen zwingt tausend Arbeiter nieder, die ihr Koalitionsrecht verteidigten; knirschend müssen fie zurüdfehren ins Joch und sich neue demütigende Bedingungen auf erlegen lassen; da werden 6000 Schuhmacher ausgesperrt, dort 4000 Metallarbeiter, wieder droht man 15 000 Tertilarbeitern mit der Hungerpeitsche. Das Koalitionsrecht steht in Frage. Ein Eisenbahnminister droht von der Parlamentstribüne jedem Arbeiter mit Entlassung, der von seinem Koalitionsrechte Gebrauch macht; eine fiskalische Verwaltung bedroht durch öffentlichen Anschlag die Bethätigung der politischen Gesinnung mit dem Hunger. Der hauende Säbel trat in Aktion im Osten und im Westen, da die Arbeiter fich des Streitbrechertums zu erwehren suchten. Und dazu der jubelnde Chorus der Presse aller bürgerlichen Parteien, das scharfmacherische Hegen der Regierungspresse; ein norddeutscher Lloyd wird als leuchtendes Beispiel den deutschen Arbeitgebern" vorgeführt, der gezeigt habe, wie man mit den Arbeitern fertig werde, die Knebelgesetzgebung der niederländischen Handelstapitalisten erivedt das Sehnen nach gleichen Thaten bei uns. 11m gegen die man Wer sehen und hören kann, der sieht und hört das. Unfre Reihen wachsen. Noch niemals haben die Organisationen unsrer Partei so bedeutende Verstärkungen erfahren, noch niemals hat unsre Parteipresse so gewaltig an Abonnenten zugenommen, wie in der jüngsten Zeit, und auf den Tagungen der Gewerkschafts- Organifationen find die Mitglieder darauf hingewiesen worden, daß sie politisch thätig sein müssen, daß sie ihr Wahlrecht ausüben müssen und daß sie socialdemokratisch wählen müssen, wenn sie ihre Interessen wahren, ihre Rechte erhalten und erweitern wollen. Das Wahlrecht selber bedroht man. Welch ein Hohn! Da benutzt man die wirtschaftliche Uebermacht und selbst der Staatsfiskus, der als Arbeitgeber größte politische und wirtschaftliche Macht in einer Hand vereint, scheut sich deffen nicht, den Arbeitern die Bethätigung ihrer politischen Ueberzeugung zu verwehren, und dann sagt man diesen selben Arbeitern: Wer von wirtschaftlichen Verhältnissen so abhängig ist, daß er nicht öffentlich nach seiner Ueberzeugung stimmen darf, dem gebührt überhaupt kein Wahlrecht.( Der nationalliberale Abgeordnete Jöckel im hessischen Landtage 1902.) Und solche Feinde des Wahlrechts sind auf allen Seiten. Nach dieser innigen Verbrüderung zwischen dem nationalliberalen und dem konservativen Blatt aber gerieten die beiden Organe plözlich wild gegen einander. Die„ Magdeburgische Zeitung" war nämlich so böse über den gegen die Börseaner von der Kreuz- Zeitungs" erhobenen Vorwurf, daß sie nichts Geringeres behauptete, als daß die mit dem gegenwärtigen Regiment unzufriedenen Junker jenes Scherflein" für die socialdemokratische Parteikasse gesammelt hätten. Wild antwortet darauf die Kreuz- Zeitung": " Die Nichtswürdigkeit dieser Anschwärzung hält mit deren Unsinnigkeit Schritt. Welcher Konservative könnte wohl so dumm sein, seine heutigen schlimmsten Feinde zu unterstügen? Aus Klatschsucht und Medisance soll das geschehen? Wir wüßten nicht, wie derartige Liebhabereien" dabei ihre Rechmung finden könnten." So wird das niedliche Spiel: Haust du meinen Juden, hau ich deinen Junker", wohl noch eine Weile weiter gehen. Die Socialdemokratie aber muß schließlich in dem Segen ersticken, der ihr abwechselnd von der Börse und dem Bunde der Landwirte zugeht!... " Wahlvorbereitungen. Ohne Wahlparole. Der Reichsbote" versichert, daß die Regierung feine Wahlparole ausgeben würde. Und die Konservative Korrespondenz" erklärt zornig: Wenn die Wähler durch die Regierung an die Urne gerufen werden, um auf den Gang der Politik ihren verfassungsmäßigen Einfluß auszuüben, so müssen sie doch zunächst wissen, nach welcher Richtung die Reise gehen soll. Andernfalls werden manche Wähler ebenso gleichgültig wie die Regierung vom Wahlatt fernbleiben und andre, erfüllt vom Mißtrauen tegen dieses auffälligen Schweigens, sich irgend einer oppositionellen Richtung anschließen." M So sind die Arbeiter bedroht in ihren Interessen, in ihren Rechten von allen Seiten; durch die wirtschaftliche Macht des Aber die Arbeiter rüsten. Wohl triumphierte der Lloyd, doch Unternehmertums, durch die politische Macht der herrschenden des Scheinsieges wird er sich nicht lange freuen. Ob die Tausend Parteien; einzig auf sich selber gestellt, werden sie gezwungen, der unterlegen, die Arbeiter klasse steht aufrecht und die künstlich er- Uebermacht des Kapitals die Kraft ihrer organisierten Zahl entgegenrichteten Schranken, die sie hie und da noch trennen, werden immer zustellen. Nur einheitlich im Handeln vermögen sie diesem Druce Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erbarmt sich nun in häufiger überstiegen und eines Tages wird man sie ganz nieder- Widerstand zu leisten, ihn allmählich zu überwinden. Die Einzel- ihrem neuerdings eingerichteten Schweinburg Post" Reffort und Heißt: Verschärfung des reißen. Die Arbeiterorganisationen aller Namen treten zusammen, tämpfe, die ihnen aufgezwungen werden, sind nur Wetterzeichen des fabriziert eine Wahlparole. die Abwehr gemeinsam drohende Ver- allgemeinen Schicksals, das ihnen droht, wenn sie nicht die Abwehr nationalen Gedankens. Verschärfung um 2, 3, 4, 5 Mark Boll? Um Auskunft wird gewaltigung zu organisieren; sie wissen oder fühlen doch einig und planmäßig betreiben auf allen Gebieten und mit allen gebeten! hier gilt nicht mehr das chriftliche, das freifinnige oder Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen. Die gewerkschaftliche Abwehr fie einst zu fei entgegengesetzt dem Unternehmertum, das mit der Hungers Bersplitterung der bürgerlichen Parteien, die fich immer noch nicht Dann flagt noch die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" über die sonst ein Aushängeschild, unter dem Arbeiterklasse gegen Kapital- peitfche die Freiheit der Koalition bedroht, der politische Kampf ist gegen die Socialdemokratie zusammenschließen wollen. Ist gar nicht trennen fuchte, hier gilt nur notwendig zur Abwehr des im modernen Staate organisierten Ka- so schlimm, Die reaktionäre Masse ist auch ohne Wahlparole gegen Herren, und wehe den Arbeitern, wenn sie sich selbst zerfleischen! Und die jüngsten Kongresse der zahlreichen Gewerkschaften, die pitalismus, und nur in der Socialdemokratie findet die Arbeiterklasse das Proletariat trotz häuslicher Bänkereien einig! von ihrer Thätigteit in den letzten Jahren Rechenschaft ablegten und die Partei, die den Kapitalismus principiell bekämpft. Wer das Ueberschau hielten über ihre Kräfte, sie gaben Zeugnis von der erkannt hat, der forge, daß am Wahltage der Reaktion die Antwort Festigkeit und der sicheren Entwicklung der gewerkschaftlichen Organi- gegeben werde auf alle Streiche, die sie führte, auf daß ihr der sationen. Das giebt die Gewähr, daß es der Arbeiterklasse immer Atem ausgehe für neue Streiche, auf daß sie erkenne: die Arbeiter besser gelingen wird, der Feinde in den eignen Reihen Herr zu sind sich bewußt ihrer Interessen, bewußt ihrer Macht und wissen sie werden, die aus Selbstsucht geboren sind, die Mangel an zu brauchen! Klassenbewußtsein und Solidaritätsgefühl bestimmt. Die Solidarität der Arbeiterklasse, die einheitliche Zusammenfassung der ganzen Klasse in einem Rahmen, unter einer Fahne, einer Leitung, ist die umentbehrliche Voraussetzung für eine solche Führung der kommenden Kämpfe, die nicht den Keim der Niederlage von vornherein in sich tragen soll. Politische Uebersicht. Berlin, den 18. April. Phantasien des Neides. Es sind schlimme Zeiten für die Konservativen. Die wohlDie Zeichen laffen erkennen, daß die Kämpfe immer heftiger thätigen Bantiers orthodox- konservativer Richtung, wie sie im letzten werden und sich immer mehr zu reinen Machtkämpfen gestalten, aber Jahrzehnt Mode waren, sind ihrer staatserhaltenden Thätigkeit zu die Zeichen lassen auch erkennen, daß gerade dies auch das Heil- erheblichem Teil für ein paar Jahre entzogen worden. Und die mittel bildet gegen Zersplitterung, Gleichgültigkeit, Unwissenheit. Notleidenden" über 500 hektar haben natürlich kein Geld für Der Kampf schmiedet die Bedrohten zu einem Heere zusammen Parteizwecke. Da ist es begreiflich, daß die Märzquittung der und die Größe des Kampfes rüttelt die Trägen und Gleich- socialdemokratischen Parteikasse die Edelsten mit einem Neid erfüllte, der sich in wüsten Phantasien austoben mußte. gültigen auf und läßt sie in die Reihen der Kämpfer treten. " Jm 2. Berliner Wahlkreise haben die Freisinnigen am Freitagabend ihren Kandidaten proklamiert: Lic. Pfarrer Gräbner aus Zehlendorf, ein Mann anscheinend nach dem Herzen Eugen Richters. Herr Müller aus Sagan hielt in der Versammlung des Wahlvereins, in der die Aufstellung vorgenommen wurde, einen Vortrag, in dem er zwar noch den freisinnigen Schein zu wahren suchte, worin er aber z. B. fein Wort vom Koalitionsrecht sagte. Einem späteren Redner, der auf diese Vergeßlichkeit" aufmertfam machte und auch auf die Haltung der Freisinnigen zum Klassenwahlrecht in der Gemeinde hinties, wurde das mit dem Bemerken verwiesen, daß er" socialdemokratisiere". Dann trat Herr Gräbner auf und hielt eine Rede gegen den Umsturz, die in der Freifinnigen Beitung" nicht schöner stehen fönnte. Er schloß mit der Versicherung, daß er für die Interessen aller Klassen eintreten werde. So einen Mann, der die Hauptaufgabe in der Vekämpfung der Socialdemokratie sieht, müssen die Freisinnigen haben. " * Die Konservativen im vierten Berliner Wahlkreise leisten fich den in diesem Falle sehr harmlosen Ult, für das parlamentarische Insbesondere die anonymen Beiträge von 30 000 und 10 000 m. Princip der Majorität" und die" Theorie des Volks- Wahlrechts" einDoch ob Sieg oder Niederlage das Schicksal der um ihr zutreten und sie rufen Nieder mit Singer", weil die„ jüdischen Koalitionsrecht ringenden Arbeitergruppen sein wird, ist damit allein erregten die konservativen Gemüter. Sie kriegten nach einigem Führer" der Socialdemokratie diese Wolfsrechte preisgegeben haben noch nicht entschieden. Der Ausgang ist dennoch ungewiß. Wie er Nachdenken heraus, daß Leute, die solche Summen opferten, teine follen. Das ist nämlich die berühmte Richtersche Erfindung aus den aber auch sein mag: so stolz der Sieg die Siegenden machen dürfte, Bettler sein können. Ein rechter frommer, Junker aber denkt viel Bollkämpfen und damit in Verbindung wird uns in dem konservativen so schmerzlich die Niederlage wäre: Sieg oder Niederlage find geschichtsmaterialistischer" als ein Socialdemokrat. Wir erkennen Flugblatte ein Vorwurf daraus gemacht, daß wir gegen den neuen Zolltarif gleicherweise nur Episoden in dem großen Kampfe der Arbeiterklasse, doch wenigstens die Möglichkeit an, daß einzelne Idealisten gestimmt haben. Der Kandidat der Konservativen im 4. Berliner den sie auf weiterem Felde austämpft. Wie die gegenwärtigen unter den Besitzenden sich aus der Zwangsjacke des Klasseninteresses Wahlkreise wird niemals in die Verlegenheit kommen, im Reichstage gewerkschaftlichen Stämpfe geeignet sind, den Arbeitern die Not- zu befreien vermögen. Solche Ausnahmen erkennt die„ Kreuz- praktisch für die Theorien des Volks- Wahlrechtes einzutreten, deshalb Ein Junker thut nichts umsonst, wie sollte da hat das nur mehr den Charakter einer Kuriosität. Aber für den wendigkeit der gewerkschaftlichen Organisierung und der einheitlichen Zeitung" nicht an. Organisation nahezulegen und wie sie thatsächlich die Arbeiter zu ein andrer aus purer Begeisterung für eine Partei Opfer bringen, kampf- Argumente den Konservativen zur Verteidigung des neuen sammenführen, so ist kein Augenblid geeigneter wie der gegen die gegen sein Klassen- intereffe wirkt!" Also fand die„ Kreuz- Zeitung" leicht die Erklärung für die wärtige, von diesen gewerkschaftlichen Kämpfen den Blick hinüberDie liberale Sonderkandidatur im 9. sächsischen Wahlkreise( Freizuleiten auf die politischen Kämpfe der Arbeiterklasse. Noch ist die Spenden: Das ist das Trinkgeld, das die Socialdemokratie als Begroße Bollschlacht faum geschlagen um die Besteuerung des Hungers; lohnung und Anspornung dafür erhält, weil sie gegen so unsinnige berg) soll, wie die Deutsche Tageszeitung" behauptet, noch nicht in dem Kampfe um die Handelsverträge wird sie bald noch einmal Gesetze wie das Börsengesetz gestimmt hat und fünftig wohl für eine perfekt sein. Dagegen hat die nationalliberale Dresdener Zeitung" behauptet, daß sie von allen Liberalen des Kreises" beschlossen Da liegt aufleben. für Zusammenhang die um Reform stimmen werde. Verbesserung ihrer Lebenshaltung gewerkschaftlich kämpfenden Bisher hatte allerdings die Börse andre Neigungen bewiesen. Sie worden sei. Geh. Ober- Regierungsrat Lusensky wurde darin als Arbeiter offen zu Tage. Sie setzen ihre Eristenz ein, um ist stets sehr parteiisch, und bekannt ist jener Wahlaufruf der ver- nationaler liberaler Kandidat bezeichnet. Es handelt sich dabei offenbar um eine Art Rebellion liberalen Selbständigkeitsund durch einigten Börseaner zu Gunsten der Militärvorlage. Wenn sich der gefühls der Wähler des Kreises gegen die Kartellversumpfung, ivenige Pfennige mehr an Lohn zu bekommen, die Gesetzgebung soll es ihnen hundertfältig wieder genommen weilen die Börse eines Besseren besonnen und fich zum Kampf gegen in die die nationalliberale Partei Sachfens versunken ist. werden. Sie bringen gewaltige Opfer um die Anerkennung ihres ben Kapitalismus befehrt haben sollte, so haben wir gegen folch Die Sächsische Nationalliberale Korrespondenz steht fest und tren Koalitionsrechtes, oft nuglos im Augenblicke, indessen wird von Mirakel natürlich nichts einzuwenden. Vielleicht fällt die Anregung zum Oberagrarier Dertel. Sie erläßt eine Erklärung, daß Lusensky, der Bolltarifs dienen können. " " 1 * Die Sicherung des Wahlgeheimnisses wird auch von der„ Konservativen Korrespondenz" verhöhnt und bedroht: durchpeitscht." " " 1 " " " England. der als Mitglied der nationalliberalen Partei bekannt sei, nicht die Der Landrats- Ufas Verbot der Annahme von Kandidaturen Ist solcher revolutionärer Widerstand gegen die Staats. Unterstützung der fächsischen nationalliberalen Parteileitung finden für Landräte- wird nach zuverlässiger Jnformation" der Ost- gewalt nach klerikaler Anschauung nicht verboten? Sollen die könne, da eine gegen Dertel gerichtete Kandidatur dem Kartellvertrage deutschen Rundschau", die Wolffs Bureau" weitergiebt, bestritten. Frommen der Obrigkeit nicht unterthan sein? Oder besteht für widerspreche. Die National- 3tg." erklärt dazu, daß dies den Aus- Die Freifinnige Zeitung", welche die Nachricht dieses in solcher Schnapsfabrikanten eine Ausnahme? tritt sämtlicher Nationalliberalen im Wahlkreise Freiberg aus dem Form unwahrscheinlichen Erlasses gebracht hatte, hält das nationalliberalen Landesverein zur Folge haben werde. Die„ National- Dementi für eine indirekte Bestätigung einer schon im Februar verZeitung" sieht in den Vorgängen in Sachsen politischen Bankerott. breiteten Ankündigung eines scharfen Resfripts des Ministers, das den Die Schulvorlage für London. Landräten überhaupt untersage, die Wahlen zu beeinflussen, wobei London, 13. April.( Eig. Ber.) Wie des öfteren an dieser Stelle die Regierung die polnischen Bezirke ausdrücklich aus mitgeteilt wurde, gab es in England und Wales bis zu Anfang nehme". dieses Jahres zweierlei Volksschulen: 1. öffentliche Schulen( Board „ Es dürfte doch kaum zu umgehen sein, daß bei der Er- Wenn ein derartiges Restript ergangen sein sollte, so würde das Schools), in denen die Erziehung modern ist und deren Kosten von örterung des sogenannten Klosettgefeges allgemeine Wahlfragen wegen der polnischen Ausnahme eine gefezwidrige Auf Gemeinde und Staat gedeckt werden; sie wurden von besonderen, mit in Betracht gezogen und namentlich von den verbündeten Re- forderung zu Wahlbeeinflussungen enthalten! Diese vom Volfe gewählten Schulkommissionen( School Boards) gegierungen gewisse Aufklärungen verlangt werden. Davon, daß Aufforderung wäre wichtiger als das Verbot. leitet; 2. Kirchenschulen, in denen die Erziehung konfessionell die Konservativen irgendwie die Absicht hätten, die angeblich zum großen Die ,, Norddeutsche Allgemeine Zeitung", die Freisinnige ist und deren Kosten großen Teil durch freiwillige beffere Sicherung des Wahlgeheimnisses durch irgendwelche Wittel Beitung" und die„ Staatsbürger- Zeitung zu verschleppen, kann natürlich nicht die Rede sein. Aber es Staatsbürger- Zeitung" halten Spenden bestritten wurden. Das Mittelschulwesen lag in den Händen wird doch wohl andrerseits erwartet werden dürfen, daß treu und Brüderlich zusammen, um die schuldigen Stellen von der der Grafschaftsräte. Auf Grund des im letzten Jahre angenommenen man derartige Bestimmungen, die einem höchst überraschenden Auflage der Wahlterminsmogelei zu entlasten. Hilft aber alles Schulgesetzes für England und Wales wurden die Schulkommissionen und vollständigen Wandel in den Anschauungen der Reichs- nichts. Dieſe Preſſe mag ein paar urteilslose und flüchtige Leser beseitigt und die Schulverwaltung den Lokalbehörden überlassen, leitung über diesen Gegenstand die Entstehung verdanken, nicht nicht aus der Welt geschwindelt. Der Kamarilla- Offiziofus polemi- Staat und Gemeinde abgewälzt, aber die Leitung dieser Kirchendurch ihre Verdrehungen verwirren, die Wahrheit wird damit ebenso wurden die finanziellen Lasten der Kirchenschulen auf Es wird dann noch über die Klosettbegeisterte Abwehrmehrheit" den Vorwärts", weigert sich aber hartnäckig, die an ihn gerichtete In diesem Schulgejeze war aber London nicht eingeschloffen. fiert zwar nach längerem Schweigen wieder sehr ausführlich gegen schulen im großen ganzen den konfeffionellen Autoritäten übergeben. gespottet. Welche gründliche Beratung eine bereits wiederholt so einfache und so aufklärende Frage zu beantworten, Jeht wurde auch die Schulvorlage für London eingebracht. Sie vom Reichstag angenommene Vorlage erfordern soll, bleibt Gewver die Bundesstaaten angewiesen heimnis der konservativen, obstruktionell verstodten Klosettfeinde. hat, die folgt in ihren Grundlinien dem Schulgesetz für England und Wales. Wie schade, daß der Mai- Termin vereitelt wurde. Dann wählerlisten vor Ostern fertigzustellen, und Die fortschrittlich gesinnte und pädagogisch tüchtige Schulkommission wann dies geschehen ist. Statt dessen will die„ Nordd. wird abgeschafft. An ihre Stelle tritt ein Komitee von 97 Mithätte man doch sagen können, daß die Herstellung von Wahlcouverts Allg. 3tg." von uns den Wortlaut des ministeriellen Erlasses gliedern, die folgendermaßen delegiert werden sollen: 36 vom nicht so schnell besorgt werden könne, so daß für diese Wahl das erfahren, in dem der 17. Mai als Wahltermin angegeben sei. Diese Grafschaftsrat, 31 von den 29 Londoner Gemeinden, 25 Sachverständige Wahlgeheimnis noch in die Hut der Junker gegeben werden müßte! Unschuld aus dem Klub der Harmlosen. Wir haben niemals von( darunter auch Frauen), 5 von der abzuschaffenden School Board. Es wär' so schön gewesen! einem ministeriellen Erlaß gesprochen, in dem dies Datum Für die Finanzen hat der Grafschaftsrat zu sorgen; dagegen soll die Anstellung und Entlassung von Lehrern das Vorrecht der einzelnen genannt worden ist, haben also auch keine Pflicht, diesen triftigen Gründen möglichen Erlaß mitzuteilen. Ein solcher Gemeindeverwaltungen sein. Hier liegt der größte Nach= ministerieller Erlag ist eine freie Erfindung der„ Nordd. Allg. teil der Bill. Denn zu den vielen Unregelmäßigkeiten des Zeitung", erfunden und dem„ Vorwärts" angedichtet, um die Auf- englischen Lebens gehört auch die, daß dieselben Londoner Wähler merksamkeit von der Hauptsache abzulenten. eine fortschrittliche Mehrheit in den Grafschaftsrat und merksamkeit von der Hauptsache abzulenken. Wenn die„ Nordd. Allg. 3tg." übrigens immer noch sich an die reaktionäre Mehrheiten in die einzelnen Gemeindeverwaltungen Warum dieselben Wähler für den Grafschaftsrat und Mein Entschluß entspringt der Ueberzeugung, daß die Kandidatur famose Erfindung der Freis. 3kg." flammert, daß der Mai- Termin schiden. für die einzelnen Gemeindeverwaltungen des Herrn von Oldenburg, der von seiten des Bundes der lediglich auf eine unglaubliche Taperei eines Berliner Magistrats- progressiv Landwirte aufgestellt werden wird, eine schwere Gefahr Dezernenten zurückzuführen sei, so hat das offiziöse Blatt, um über- reaktionär stimmen, ist ein psychologisches Nätsel. Hier spielt wahrfür die konservative Sache in unserm Wahlkreise bedeutet. Wo aber haupt dieses einzige Argument noch benutzen zu können, geflissentlich scheinlich die Tradition eine große Rolle. sollen in der Agrarpartei des Herrn v. Oldenburg die konservativ die von uns mitgeteilte Thatsache unterschlagen, daß auch im Kreise Londons reaktionär sind. Und gerade in ihre Hände soll das Schicksal gesinnten Beamten, Gewerbetreibenden, Handwerker bleiben, und wo Wiesbaden derselbe Vorgang sich abgespielt hat. Und neuer- der Londoner Lehrer gelegt werden. Dies ist, wie gesagt, der besonders bleibt der gesittete, christlich und patriotisch gesinnte Arbeiter? dings meldet die„ Frankfurter Volksstinume" auch aus dem Landkreise gefährlichste Punkt der Bill. Im übrigen ist sie nur eine AusEr wird der Socialdemokratie geradezu preisgegeben. Hanau: dehnung des Schulgesetzes vom vorigen Jahre. Die Vorlage faßt Deshalb erachte ich eine konservative Kandidatur, die von den extrem„ daß an sämtliche Bürgermeister eine Verfügung ergangen das untere und mittlere Schulwesen zusammen und legt bündlerischen Bestrebungen absteht, für eine unabweisbare Notwar, bis zum 9. April die Wahllisten fertig zu stellen und alle es in die Hände des Komitees von 97 Mitgliedern. Schließlich wendigkeit, um zu verhindern, daß die nicht extrem agrarischen Elemente der Partei entfremdet oder wohl gar der Socialdemokratie Personen, die bis zum 17. Mai 25 Jahre alt werden, in die- sollen auch die noch in London vorhandenen Kirchenschulen aus den Gemeinde und Staatssteuern unterhalten werden und von den Viele der Landbürgermeister sine sehr tonfessionellen Autoritäten geleitet werden. felbeit aufzunehmen. in die Arme getrieben werden." ärgerlich darüber, daß jetzt die ganze Arbeit noch einmal gemacht Nach der Debatte der ersten Lesung zu urteilen, wird die Rewerden muß, seit die Regierung von ihrem Ueberrumpelungs- gierung schwer zu kämpfen haben, ehe sie ihre Bill unter Dach und plan abgekommen ist und den 16. Juni als Wahltermin be- Fach sieht. stimmte." * Konservative und Bündler befehden sich trotz des in Berlin veranstalteten Versöhnungsfestes in einzelnen Wahlkreisen mit außer ordentlicher Heftigkeit. In Elbing, wo dem Bündler Oldenburg ein konservativer Gegenkandidat, ein Rechtsanwalt Stroh entgegen gestellt ist, hat der regierungsfromme Ordnungsmann einen berben Wahlaufruf erlassen, in dem es heißt: " Deutfches Reich. zu aus Jetzt wird die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" Medibumfel Hilfe rufen müssen! klerikale Anschauung es den katholischen Unternehmern zur Pflicht Kleritale Ehrlichkeit. Der Vorwärts" hatte behauptet, daß die mache, keine Socialdemokraten in ihren Betrieben zu dulden. nichts zu wünschen übrig ließ. Italien. Immerhin ist mit der Ministerwechsel.„ Capitale" meldet, daß Minister Brinetti sich entschlossen habe zurückzutreten, um seine Gesundheit zu festigen. Partei- Nachrichten. 6000 Arbeiter der Schuhindustrie in Pirmasens sind seit gestern ausgesperrt. Der brutale Gewaltatt, den die Pirmasenser Fabrikanten bor 14 Tagen beschlossen haben ist, ausgeführt. 63 Fabriken stehen still, die Arbeiter und Arbeiterinnen sind auf die Straße geworfen, nicht weil sie selbst etwas gethan haben, wodurch sich die Unternehmer in ihrem Herrendünkel verletzt fühlen könnten, sondern weil eine kleine Die„ Germania" nannte diese Behauptung eine perfide Ver= Zahl von Arbeitern mit zweien der Fabrikanten Lohnstreitigkeiten dächtigung, der„ Vorwärts" lüge frech usw. Zum Schluß forderte Christliche Arbeiterpflichten, Jesuitische Fragen und hatten. Diese beiden Fabrikanten Paque und König zahlen für die„ Germania", wie sie das liebt, Beweise. Wir erfüllten prompt 1ocialdemokratische Antworten ist der Titel einer Wahleinige Artikel nicht den im Dezember vorigen Jahres vereinbarten ihren Wunsch und lieferten einen Beweis, der an Durchschlagskraft Flugschrift, die in einigen Tagen im Verlage der Buchhandlung Vorwärts erscheinen wird. Vor kurzem ist ein Arbeiter- Katechismus Lohn, und als trotz mehrfacher Verhandlungen eine Einigung über diesen Streitpunkt nicht erzielt wurde, traten die Arbeiter der beiden erschienen, der von zwei hervorragend bekannten Jesuiten herausgegeben ist und der für christliche Arbeiter bestimmt, in Fragen und Antworten die Rechte und namentlich die Pflichten des Arbeiters vom Standpunkt des Centrums vertritt. Der Verfasser der vorgenannten Broschüre hat nun die wichtigsten Fragen und Antworten herausgegriffen und die socialdemokratischen Antworten hinzugefügt, so daß sich die christlichen Arbeiter aus eigner Wahrnehmung überzeugen fönnen, weisen Antworten ihnen richtiger erscheinen, ob die jesuitischen oder die socialdemokratischen. Zu fatholischen Gegenden wird die Broschüre von durchschlagendem Erfolg sein. Der Einzelpreis ist 20 Pf.( Porto 3 Pf.) Der Preis für die zur Agitation be stimmte Ausgabe beträgt: 500 Exemplare 20 MW., 1000 Eremglare 30 W., 5000 Eremplare 125 M. Bestellungen sind zu richten an die Buchhandlung Borwärts, Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Erfolg? Die„ Germania" besinnt sich auf die Ordensregeln der Trappisten. Sie erwähnt mit feiner Silbe unsre Antwort. Nicht einmal nimmt sie die Beschuldigung der Lüge zurück. So sauber treibt das Centralorgan des Centrums sein Handwerk. " Fabriken nach vorhergegangener Kündigung am 4. April in den Streit. Die Fabrikantenvereinigung, die schon lange auf Mittel finnt, um die Organisation der Schuhmacher, die mit Erfolg die Die Kölnische Volkszeitung" hatte die Beschimpfung Interessen ihrer Mitglieder vertreten hat, lahmzulegen, benutzte diese der Germania" nachgedruckt. Wir werden feststellen, ob sie die BeGelegenheit zu einem Schlage gegen die Organisation. Die griffe des journalistischen Anstands- das schimpft gern über die Fabrikanten- Vereinigung verlangte von den Arbeitern der Firmen Verrohung und Unehrlichkeit der socialdemokratischen Bresse auch Baque und König, daß sie sich bedingungslos unterwerfen. Falls so klerikal" auffaßt wie die Berliner Schwester. waren die Sperre, welche die Arbeiter über diese beiden Fabriken verhängt Der Kreuz- Zeitung" scheint es schmerzlich zu sein, daß die haben, nicht aufgehoben wird, werden am 18. April die Arbeiter Landesversicherungsanstalt Berlin Gelder in dem Grundstücke des sämtlicher Fabriken ausgesperrt! So verfügte die Fabrikanten- Berliner Gewerkschaftshauses hypothefarisch angelegt hat. Sie findet Vereinigung in maßlos prozenhaftem Herrendünkel. Die Streifenden es nämlich bezeichnend, daß die„ socialdemokratisch geleiteten" Geden Mitteln der frochen nicht zu Kreuze, sämtliche Arbeiter in allen Fabriken wurden werkschaftsverbände sämtlich in dem mit Landesversicherungs- Anstalt Berlin erbauten Gewerkschaftshause" deshalb gekündigt. tagen. Bezeichnend ist höchstens, daß die Streuz- Zeitung"- Eine sonderbare Ausgabe des Vereinsgefehes scheint auf dem Was sich nun während der Kündigungszeit abspielte, zeigt recht bas in diesem Zusammenhange zu erwähnen für nötig Polizeipräsidium zu Stettin in Benugung zu sein. In der letzten deutlich, daß es den Fabrikanten nicht um eine Beilegung des Kon- hält. Für die Landesversicherungs- Anstalt handelt es fich Bersammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins Stettin machte fliktes bei Paque und König zu thun war. Nicht den Frieden nämlich dabei um nichts weiter wie um die mußbringende, mündel- der Vorsitzende bekannt, daß ihm von seiten des Polizeipräsidiums wollten sie, sondern den Krieg, von dem sie hofften, daß sichere Anlage ihrer riesigen Kapitalien, zu denen bekanntlich die bereits eine Mitgliederversammlung des Wahlvereins, welche eine Stunde durch seine Wirkung sich die Organisation der Arbeiter verbluten Arbeiter selber die Hälfte beigetragen haben. Die Landes- früher angemeldet sei, verboten worden wäre, weil Gäste, welche Mitwerde. Nachdem die Fabrikanten sämtlichen Arbeitern gekündigt berſicherungs- Anstalten legen auf Grund gesetzlicher Vorschrift glieder werden wollten, Zutritt haben sollten. Die Polizei habe in hatten, machte der Bezirksamtmann unter Mitwirkung des Fabrit überhaupt einen erheblichen Teil ihres Vermögens in Grund- einer solchen Versammlung eine öffentliche erblickt. Das stücken an, inspektors, den Versuch, eine Einigung herbeizuführen. Die Arbeiter Sienen die den verschiedensten gemeinnüßigen Zweden Schriftstück war etwas unleserlich unterzeichnet. Als aber der Vorund sie geben gleichfalls erhebliche Summen her ſizende meinte, er glaube aus der Unterschrift" Buttkamer" das haben auch die beiden Beamten anerkannt zu für landwirtschaftliche Zwede, wobei sie sogar vielfach über die herauslesen zu können, schallte ihm aus der Versammlung ein bereiner Verständigung bereit. Die Vertrauensleute der Schuhmacher Grenzen der Mündelsicherheit hinausgehen, während das beim ständnisvolles„ Aha!" entgegen. erklärten am 9. d. Mts. dem Bezirksamtmann, daß die Sperre der Gewerkschaftshause nicht der Fall. Auch für Herbergen zur Heimat Wegen Majestätsbeleidigung schwebt gegen den Genossen Firmen Paque und König aufgehoben und die Aus- werden solche Gelder hergegeben, warumi also nicht für ein Gewerk- Gogowski aus Posen ein Verfahren, weil er in einer freisinnigen ständigen die Arbeit wieder aufnehmen würden, nur schaftshaus wie das Berliner, das bekanntlich auch eine Herberge Versammlung, die im Monat März in Birnbaum abgehalten wurde, knüpften fie daran die selbstverständliche Voraussetzung, daß mit 200 Betten hat. Voraussetzung, daß mit 200 Betten hat. Es soll sich doch bei der Notiz der„ Kreuz- beim Ausbringen des Kaiserhochs nicht aufgestanden sein soll. über die Differenzen in den beiden Fabriken Verhandlungen Beitung" nicht etwa um eine kleine Denunziation handeln? In dem Majestätsbeleidigungs- Verfahren gegen das„ Hamzwischen den beiderseitigen Organisationen eingeleitet würden. Der Norddeutsche Lloyd ,, verzichtet" auf Arbeitswillige. Wolffs burger Echo" wegen des Babelgedichtes hat der Staatsanwalt das Der Weg zu einem loyalen Frieden war also durch die Erklärung Bureau" verbreitet diese Nachricht: Verfahren gegen den Redakteur Stengele, wie uns ein Privatder Arbeitervertreter gebahnt. Aber die Fabrikanten beschritten diesen Wie Boesmanns Telegr. Bureau" erfährt, erließ der NordWeg nicht. Sie beantworteten den Friedensvorschlag der Arbeiter deutsche Lloyd folgende Bekanntmachung: Die Nachricht, daß wir telegramm aus Hamburg meldet, eingestellt. Die Staatsanwaltschaft mit dem Verlangen: die Sperren über Paque und König sind be- wärtige Arbeiter heranziehen, hat so zahlreiche Anmeldungen von trotz aller Haussuchungen und Vernehmungen einen Beweis dafür mit dem Verlangen: die Sperren über Paque und König sind be zur Ergänzung unsres Hafenarbeiter- Bestandes in Bremerhaven aus- hatte Stengele für den Verfasser des Gedichtes gehalten, aber dingungslos aufzuheben, und wenn das geschehen, dann werden Arbeitskräften aus fast allen Teilen Deutschlands und einen so nicht beschaffen können. Das Verfahren gegen den verantwortlichen wir( die Fabrikanten Vereinigung) zum 16. April eine Mitglieder großen Zufluß von Arbeitern nach Bremerhaven zur Folge gehabt, Redakteur dauert fort. bersammlung einberufen und ihr den Antrag, wegen der Differenzen daß wir auswärtige Arbeiter, welche bei uns Arbeit im Hafendienst bei Paque und König mit den Arbeitern zu verhandeln unter- fuchen, bringend warnen, ohne vorherige Anfrage nach Wirtschaftlicher Wochenbericht. breiten und befürworten. Bremerhaven zu kommen, da uns für längere Zeit genügend Arbeitsfräfte zur Verfügung stehen." " Das heißt also mit dürren Worten, die Arbeiter sollen sich Berlin, den 18. April 1908. Dem Norddeutschen Lloyd ergeht es wie dem alten Fuchs, der Aprilwetter. bedingungslos der Diktatur der Fabrikanten die hochhängenden Trauben nicht erreichen konnte und deshalb Securities- Company. Amerikanische Eisenbahn- Berschmelzungen. Vom Die Appellationsgerichts- Entscheidung gegen die Northern Vereinigung unterwerfen, während den Arbeitern nicht fagte: ich mag sie nicht. Wie wir bereits mitgeteilt haben, fingen Londoner Minenmarkt. Praktiken der Minen- Spielfliquen. einmal garantiert wird, daß es überhaupt zu Verhandlungen wegen unsre Bremerhavener Genossen mehrfach Arbeitertrupps, die sich der der schwebenden Differenzen kommt. Die Organisation der Arbeiter Lloyd aus Schlesien verschrieben hatte, ab und fandten sie wieder schauer, Regen und lachender Sonnenschein. Den trüben OsterAuch die Börse hatte diese Woche ihr Aprilwetter: Hagelsoll entweder zu völliger Bedeutungslosigkeit herabgedrückt werden, heim. Unter diesen Umständen ist es allerdings das beste, daß der tagen folgte ein noch trüberer Börsentag. Der Kurssturz in Eisensie soll nicht mitreden dürfen, wo die Interessen ihrer Mitglieder Lloyd selber vor Zuzug warnt, er spart dann doch das Reisegeld bahnattien, der am 13. April an der New Yorker Börse der Entauf dem Spiele stehen, oder wenn sie sich das nicht ruhig gefallen und die Vermittelungskosten für die angeworbenen Arbeiter, die er scheidung des Appellationsgerichtshofes zu St. Paul in betreff der läßt, dann wird ihr Krieg erklärt, der sie völlig vernichten soll. ja nicht bekommt. Northern Securities- Company folgte, lähmte troß der günstigen Disposition Londons für amerikanische Bahnenwerte hier fast jegliche Spekulationslust. Zudem verstimmten die Nachrichten über die Abflauung des amerikanischen Eisenmarktes, die, wie am Diens tag erzählt wurde, bereits einige amerikanische Importfirmen zu dem Versuch veranlaßt haben sollte, ihre der Deutsch- luxemburgischen Bergwerks- und Hüttengesellschaft erteilten Aufträge zurückzuziehen. Die Folge war, daß ein Teil der lokalen Spekulation zu Abgaben griff, denen an den beiden nächsten Tagen auch Realisationsverkäufe der Provinz folgten. Nachdem dann aber das über die Luxemburgische Gesellschaft verbreitete Gerücht sich als Erfindung erwiesen und New York nach der Banit seine feste Haltung wiedergefunden hatte, flärte sich in den beiden letzten Tagen auch hier der umwölfte Horizont wieder auf und die in der ersten Hälfte der Woche gefallenen Kurse der Kohlen- und Eisenaktien zogen erneut an, so daß die Woche auf dem Montanaktienmarkt nur mit geringen Kursabschlägen schließt. Ausland. Holland. Der Vernichtungskampf gegen die Arbeiterorganisation, den die Der Hüffener ist von Essen in die Garnison- Arrestanstalt in Herrschfichtigen Fabrikanten mutwillig vom Zaun gebrochen haben, Stiel gebracht worden. hat nun begonnen, die Arbeiter werden den Kampf, den zu ver- Eine amtliche Darstellung des Falles ist bisher nicht er hindern sie ehrlich bemüht waren, aufnehmen und mit gewohnter folgt. Energie führen. Auf ihrer Seite stehen 4000 Mitglieder des Vereins deutscher Schuhmacher( freie Gewerkschaft), 1000 Mitglieder des christlichen Verbandes und 200 Mitglieder des Hirsch- Dunders schen Gewerkvereins. Die drei Drganisationen haben den Kampf Amsterdam, 18. April. Die Vereinigungen der Arbeitgeber des gegen die Gewaltmaßregel der Fabrikanten gemeinsam begonnen. Gemeinschaftlich kämpfen sie für die gemeinfache Sache, für ihre Transportgewerbes machen bekannt, die Aussperrung der Arbeiter durch Fabrikantenwillkür bedrohter Eristenz. Ein harter Kampf ist werde vom Montag abends 6 Uhr ab aufgehoben werden. es, der in der pfälzischen Schuhmacherstadt auszufechten ist. Die Die Aussperrungen. Frankreich. Sympathie aller Arbeiter, ja aller rechtlich denkender Menschen steht Die Belagerung der Karthäuser. Die Karthäuser, die den wohl auf der Seite der Ausgesperrten und wünscht, daß sie in diesem mit schmeckenden Schnaps fabrizieren, wollen sich durchaus nicht aus unglaublicher Frivolität von den Fabrikanten heraufbeschworenen weisen lassen. Sie haben sich in ihrem zwischen Felsen gelegenen Streit Sieger bleiben. Kloster verbarrikadiert. St. Baul kam völlig unerwartet. Noch vor kurzem konnte man Die ungünstige Entscheidung des Appellationsgerichts von überall in der amerikanischen Presse die Meinung ausgesprochen finden, daß das Gesetz keine Handhabe biete, den amerikanischen Eisenbahn-Kombinationen ernstliche Hindernisse in den Weg zu legen. Selbst die großen Finanzmagnaten a la Morgan scheinen noch bis in letzter Zeit der Hoffnung gewesen zu sein, der Spruch des Appellationsgerichts werde so ausfallen, daß er sie in ihren Eisenbahn-Verschmelzungsprojckten nicht störe, wohl weniger, weil jie ihre finanziellen Machenschaften selbst für einwandfrei hielten, als weil sie ihren Einfluß in den Kreisen der Geschäftspolitiker und die Abhängigkeit der Regierung von ihren Wahlstipcndicn bauten. Auf eine Entscheidung, die ohne weiteres die Northern Securities-Companh für ungesetzlich erklärt und nicht nur dieser verbietet, weitere Aktien der Great Northern-Eisenbahn und der Northern Pacific-Bahn zu erwerben, sondern auch zugleich diesen beiden Bahnen die Verpflichtung auferlegt, jede Auszahlung von Dividenden an die Northern Securities-Company zu verweigern, war man jedenfalls nicht vorbereitet. Wahrscheinlich würde das Gericht auch bei den Rücksichten, die man in den Vereinigten Staaten noch mehr wie anderswo auf die Wünsche der Vlutokratie zu nehmen geneigt ist, nicht zu einein so weitgehenden Verbot gelangt sein, hätten nicht die Macher, voran Pierpont Morgan, in ihrem Machtkitzel allzu unverschämt über die papiernen Fesseln des Shermanschen Antitrust-Gesetzes gespöttelt. So sah sich das Gericht, wollte es sich nicht dem Verdacht aussetzen, im Dienst der Hochfinanz zu stehen, fast gewaltsam gezwungen gegen die Northern Securities-Companp zu entscheiden, ganz ab- gesehen davon, daß ein den Eisenbahn-Vereinigungen günstiges Urteil zugleich die schärfste Diskreditierung der neuesten Roosevelt- schen Antitrust-Gesetzgeberei gewesen wäre. Zunächst wollen die Trustmagnaten an das Bundesgericht appellieren, und es ist, da sie sicherlich hiner den Coulissen ihren ganzen Einfluß aufbieten werden, keineswegs ausgeschlossen, daß dieses einzelne Teile des Urteils abschwächt, wenn auch an eine völlige Kassation der Entscheidung des Appellationsgerichts kaum zu denken ist, da dadurch die öffentliche Meinung allzu sehr heraus- gefordert werden würde. Außerdem aber sind die vier Richter des Gerichts zu St. Paul so vorsichtig gewesen, sich in der Begründung ihres Urteils auf frühere Erkenntnisse des Obersten Gerichtshofes zu beziehen. Doch selbst, wenn das Obergericht sich der Ent- scheidung der Vorinstanz anschließt, ist nicht zu erwarten, daß die amerikanische Hochfinanz kurzweg auf die Durchführung ihrer Eisenbahn-Verschmelzungspläne verzichtet. Sie hat während der •setzten Jahre so viel Geriebenheit in der Ausfindung neuer, die ge- sctzlüchen Normen umgehender Geschäftskniffe bekrindet, daß sie auch diesnaal Auswege finden wird. Einen hat Lemont, zugleich Direktor der Morthern Securities-Company und Vicepräsident der Northern Railtvay-Company, bereits angedeutet, indem er erklärte, so lange die Eisenbahnen, die durch diese Entscheidung berührt werden, sich in demselben Händen befänden, werde die Entscheidung, selbst wenn sie vrm dem Höchsten Gerichtshof bestätigt werde, wenig Erfolg haben, da dieselben Personen, welche die Kontrolle über die Northern Secmities-Eonipany besäßen, auch die Kontrolle über die Northern Pa.rific-Railway-Company, die Chicago-Burlington und Quincy- Railroad-Company und die Great Northern Railway-Company innehätten. . Lemont plant also eine Art Personalunion der verschiedenen Bahnen, die cm die Stelle der Securities-Company treten soll; und thatsächlich dürfte das amerikanische Gesetz eine derartige Form der Fusion nicht inchibieren können. Das Erkenntnis des Appellations- gerichtshofes richtet sich nicht gegen die Vereinigung überhaupt, sondern nur gegen die specielle Form, in der diese bei der Northern Securities-Company durchgeführt ist. Bekanntlich besteht diese Form darin, daß eine besondere Aktiengesellschaft gebildet wird, die Anteil- scheine und festverzinsliche Bonds auSgiebt und gegen diese entweder direkt eine größere Zahl der betreffenden Bahnaktien ankauft bezw. eintauscht oder aber ihre Anteilscheine und Bonds zunächst an das Publikum veräußert und dann den Erlös zum Ankauf jener Bahn- werte verwendet. Dagegen kann das Gesetz niemand hindern, so viele Aktien, wie er vermag, von verschiedenen Bahnen anzukaufen, diese Aktien mit andern Personen zu teilen, sie diesen zu cedieren, mit ihnen unter der Hand Vereinbarungen zu treffen usw. lind ebenso wenig kernn das Gesetz inhibieren, daß eine Bahngesellschaft Aktien einer andern Bahn erwirbt und zu diesem Zweck durch Aus- gäbe neuer Vorzugsaktien oder Obligationen sich die nötigen Mittel verschafft. In Wallstreet verlautete denn auch schon vorgestern ge- rüchtweise, daß, wenn die Northern Securities-Company sich zur Auf- lösung gezwungen schen sollte, die von Morgan kontrollierte Wisconsin-Central-Bahn die Northern Pacific- mit der Burlington- Quincy-Bahn übernehmen würde, während andrerseits die Great Northern-Bahn an die Minncapolis- und St. Louis-Bahn fallen solle. Daran, daß auf die eine oder andre Weise die Trustfinanziers einen Ausweg finden werden, ist demnach nicht zu zweifeln. Die Ansicht, die nach dem Bekanntwerden der Appellationsgerichts-Ent- scheidung in der Börsenpresse auftauchte, daß mit der Bestätigung des Gerichtsurteils von St. Paul die Morgan und Konsorten aus ihre Eisenbahnmonopolisierungs- Pläne verzichten müßten, beruht ent- schieden auf einer Unterschätzung der geschäftlichen Gerissenheit und Skrupellosigkeit der amerikanischen Großsinanziers. Thatsächlich hat auch, nachdem der erste Schreck vorüber war, die New Dörfer Handelsbörse die Situation wesentlich harmloser aufzufassen begonnen und in den letzten Tagen die Northern Securities-Shares bereits wieder um einige Prozent höher bewertet. Damit soll nicht gesagt sein, daß es für das amerikanische Wirt- schaftsleben völlig gleichgültig ist, wie die Entscheidung des obersten Gerichtshofes ausfällt. Treten an die Stelle des Aktientrusts, als welchen sich die Northern Securities- Company darstellt, Ver- schmelzungen der oben erwähnten Art, so verliert damit die Oeffent- lichkeit noch weit mehr die Kontrolle über die finanziellen Veichältnisse der betreffenden Bahnen, als das heute schon der Fall ist. Die Aktien und Obligationen werden noch mehr zu Vertrauenspapieren, deren jeweiliger.Kursstand nicht auf wirklichen wirtschaftlichen Unterlagen beruht, sondern auf dem Vertrauen, daß an der Spitze der betreffenden Unternehmungen diese und jene„prominenter" Großkapitalisten stehen, die bisher geschäftlich so viel Glück gehabt haben und auch in diesem Falle die Sache wohl machen werden. Nichts aber ist ver- änderlichcr als solches Vertrauen. Es schlägt gar leicht in Mißtrauen um. Schon heute beruht das ganze amerikanische Kurswcchselspiel infolge der Unmöglichkeit einer öffentlichen Kontrolle der Geschäfts- führung der großen Trust- und Akticnunternehmungen weniger auf realen Wirtschaftsverhältnissen, als auf Vertrauen, Glauben und Meinen. Deshalb genügen denn auch meist schon geringe geschäftliche Wcchsclfälle oder die Machenschaften kleiner Börsencliquen, um be- trächtliche Kursschwankungen hervorzubringen. Der Londoner Minenmarkt zeigt neuerdings wieder eine bessere Haltung, da die Nachrichten über die Ausbeute und das Arbeits- angebot in letzter Zeit verhältnismäßig günstig lauteten. Der Er- trag der Transvaal-Minen stellte sich im letzten Monat auf 217 405 Unzen gegen 196 513 Unzen im Februar, und zugleich hat die Zahl der beschäftigten einheimischen Arbeiter um über 3700 zugenommen. Leider finden die südafrikanischen Minenpapiere nicht nur bei den deutschen Kapitalisten und berufsmäßigen Spekulanten, sondern auch bei kleinen Leuten, die sich durch die niedrigen Anschaffungskosten bestechen lassen, immer mehr Eingang. Von Sachvcrstä.:digen wird der Gesamtwert der in deutschen Händen befindlichen Müienpapiere mch nicht weniger als 300 bis 900 Millionen Mark geschätzt. Unter diesen Umständen beansprucht ein sachverständiger Ar- tikel. den jüngst die„Ouartcrly Review" über die Praktiken der Minengesellschaften und der Spielercliquen veröffentlichte, ein ent- schiede-.es Interesse. Nach den dortigen Darlegungen haben von den etwa 350 Minengesellschaften Südafrikas bisher 30 Proz. überhaupt noch keine Dividende verteilt, weitere 60 Proz. nicht mehr seit den legten drei Jahren, und nur das letzte Zehntel konnte eine durch- jchnittliche Dividende von 5 bis 6 Proz. ausschütten. Trotzdem und obgleich beinahe sämtliche älteren Gesellschaften einer Kapital- Verstärkung zur vollen Wiederaufnahme ihres Betriebes bedürfen, steht durchweg der Kurs über das Mehrfache des Nennwertes der Anteilscheine. Diese Hochhaltung der Minenkurse ist zumeist auf die Machenschaften der sogenannten„Kontrpll- Häuser"((Controlling bouses) zurückzuführen, die entweder bei der ersten Emission oder zur Zeit eines Tiefstandes der Kurse ihren großen Bestand von An- teil scheinen um ein Billiges zusammengekauft haben und nun mit diesen eine gewerbsmäßige Spekulation treiben, wobei sie nach ihrem Gutdünken und Bedarf das Glück zu korrigieren suchen. Abwechselnd wird bald eine Hausse, bald eine Baisse zu inscenieren versucht. Sind die Kurse durch alle Künste der Reklame hochgetrieben, so wird ein Teil des Bestandes an Anteilscheinen an das liebe Publikum zu hohen Preise» abgestoßen, um bald darauf, wenn durch Alarmnachrichten und plötzliche Verkäufe dem Publikum die nötige Aengstlichkeit bei- gebracht worden ist und dieses kopflos seine Papiere auf den Markt wirft, wieder zu Schleuderpreisen zurückgekauft zu werden. Man nennt dieses schöne Spiel„tnrning on the tap"(am Zapfen drehen). Nach der„Quarterly Review" kontrollieren 10 bis 12 Firmen fast den ganzen südafrikanischen Minenmarkt. An 200 Minen-Gc- sellschaften mit einem Nominalkapital von 2 Milliarden Mark sind in ihrer Hand. Ist. Hus Induftrle und Ftondcl Nene Reichsanleihe. Die Zeichnung auf die neue deutsche drei- prozentige Reichsanleihe bedeutet einen entschiedenen Erfolg. Auf die Anleihe im Betrage von 290 Millionen Mark sind 13V« Mil- liarden Mark, also mehr als das Siebenundvierzigfache, gezeichnet worden. Bei den einzelnen hiesigen Zeichnungsstcllen wurden fol- gende Summen gezeichnet: Bei der Deutschen Bank 2,82 Milliarden, bei S. Bleichröder 1,15 Milliarden, bei Mendelssohn u. Co. 1 290 000 000 M, bei der Diskonto-Gesellschaft 1 105 000 000 M. bei der Darmstädter und Dresdener Bank je 500 000 000 M., bei Robert Wärschauer u. Co. ca. 350 000 000 M., bei der Kommerz- und Diskontobank ca. 270 000 000 M., bei der Nationalbank für Deutschland 205 000 000 M., bei Delbrück Leo u. Co. 507 500 000 Mark, bei F. W. Krause u. Co. 79 000 000 M, bei Hardy u. Co. 122 000 000 und bei der Berliner Bank 70 000 000 M. Von der gezeichneten Summe entfallen beinahe zwei Drittel auf Berlin, und zwar sollen sich nicht, wie meist früher, hauptsächlich nur Spekulationskreise beteiligt haben, sondern auch viele kleinere Kapitalisten. Betreffs der Zuteilung giebt die Reichsbank folgendes bekannt: „lieber die Zuteilung auf die gestern gezeichneten Beträge der neuen dreiprozentigen Rcichsanleihe ist schon heute dahin Beschluß gefaßt worden, den Zeichnungsstellen durchgängig zwei Prozent der bei ihnen gezeichneten Summen zur Verfügung zu stellen und ihnen die Unterverteilung auf die einzelnen Zeichnungen zu überlassen. Hierbei sollen die reellen kleinen Zeichnungen sowie solche besonders berücksichtigt werden, die zweifellos zu festen Kapitalsanlagen, ins- besondere zur Eintragung in das Reichsschuldbuch bestimmt sind. Der bei dieser Zuteilung verfügbar bleibende Betrag der zur Zeichnung aufgelegten Summe ist dem Reichsbankdirektorium zu einer besseren Ausstattung der kleineren Zeichnungsstellen zur Verfügung gestellt worden." Die Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen in Berlin versendet ihren Geschäftsbericht für das Jahr 1902, das erste volle Betriebsjahr. Der Reingewinn beträgt 1 053 480 M.; nach Abzug des dem Reservefonds zu überweisenden Betrages von 52 924 Mark bleiben 1 005 556 M.. von denen 1 000 000 M. als vier- prozentige Dividende zur Verteilung gelangen sollen, während der Rest von 5556 M. auf neue Rechnung vorgetragen wird. Divi- dcndenberechtigt sind von dem jetzt 30 Millionen Mark betragenden Aktienkapital nur 25 Millionen Mark; die übrigen 5 Millionen Mark participieren erst vom 1. Januar 1903 am Gewinn. Betreffs des Betriebes heißt es im Geschäftsbericht: Der Wagenpark bestand bei Eröffnung der Bahn aus 22 Wagen II. Klasse und 42 Wagen III. Klasse; er wurde im Laufe des Jahres vermehrt aus 23 Wagen II. Klasse und 57 Wagen III. Klasse, so daß am Schlüsse des Berichtsjahres zusammen 35 Wagen vorhanden waren. Weitere Wagenbeschaffungen sind schon seit längerer Zeit in die Wege geleitet. Im Betrieb standen im Anfang 15 Dreiwagen- Züge mit 15 Wagen II. Klasse und 30 Wagen III. Klasse. Die Zahl der Züge wurde sodann auf 18 vermehrt, von denen bei dem wcitcrcn An- wachsen des Verkehrs 3 Züge durch Einfügung eines dritten Wagens III. Klasse zu Vierwagen-Zügen verstärkt wurden. Der Rest des Wagenparks dient als Reserve für die Einlegung von Sonderzügen und bei Reparaturen. Das Kraftwerk umfaßte ursprünglich 3 Dampfdhnamos von 900— 1200 Pferdestärken und 6 Wasserröhrenkesseln von je 230 Quadratmeter Heizfläche. Der sich stetig steigernde Verkehr und die Vermehrung der im Betriebe stehenden Züge machte die Aufstellung einer vierten Dampfdynamo von 1200— 1500 Pferdestärken nebst 4 Wasserröhrenkesseln zu je 294 Quadratmeter Heizfläche sowie eines Umformers notwendig. Eine fünfte, gleich große Dampfdhnamo ist bereits in Bestellung gegeben. Die Zahl der im Betriebe thätigen Angestellten und Arbeiter belief sich am Schlüsse des Berichtsjahres auf 596. Marieuburg-Mlawkaer Eisenbahn. In der am 16. April ab- gehaltenen Sitzung des AufsichtsratS wurde beschlossen, für das Jahr 1902 die Verteilung einer Dividende von 5 Proz. auf die Stamm! Prioritätsaktien und IV« Proz. auf die Stammaktien der General- Versammlung in Vorschlag zu bringen. Bloselhüttenwerke in Maiziörcs bei Metz. Die belgische Aktien- gesellschast Hauts-Fourneaux de la Moselle, die in Maiziöres bei Metz zwei Hochöfen besitzt, wird, nach der„Kölnischen Zeitung", in den Besitz der Firma Karl Später in Koblenz übergehen. Das Aktienkapital der Gesellschaft beträgt 12 Millionen Frank, die Anleihe- schuld 4,40 Millionen Frank, die mit Proz. verzinslich und zu 102 Proz. rückzahlbar, aber nicht hypothekarisch eingetragen sind. Das in Maizisres liegende Hüttenwerk, das über zwei Hochöfen mit einer Leistungsfähigkeit von 100 000 Tonnen und 675 Hektar vollständig aufgeschlossenen Bergwerksbesitz verfügt, soll zur bessereil Ausnutzung der wertvollen Minette durch die sofortige Errichtung von 1—2 Hochöfen mit einer Jahreserzengung von je 90 000 Tonnen eine bedeutende Erweiterung erfahren. Die dem- nächst einzuberufende Generalversammlung der Gesellschast wird über die Veräußening des Unternehmens endgültig Beschluß zu fassen haben, doch ist air der Annahme des Angebots der Firma Später nicht zu zweifeln, nachdem die weitaus über die Mehrheit des Kapitals verfügenden Aktionäre entsprechende Zusagen gemacht haben. Die Zahlung des Kaufpreises erfolgt in bar. Ntuntrr Intknmtionaler Kongreß gegen den Alkoholismus. Bremen, 17. April 1903. Den Vorsitz führte heute Senatspräsidcnt Dr. von Strauß und Torney- Berlin. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete heute ein Vortrag des Prof. Or. mcck. Cramer-Göttingen über die Ent- mündigung wegen Trunksucht. Redner führte aus: Es gebe heilbare, unheilbare und geisteskranke Trunksüchtige. Die Frage, ob jemand unheilbarer Trunksüchtiger sei, sei allgemein schwer zu entscheiden. Allein man könne doch wohl sagen, wenn bei einem Trunksüchtigen»ach halbjähriger Anstaltsbehandlung und gänzlicher Enthaltsamkeit sich keinerlei Besserung, sondern eher eine Ver- schlimmerung zeige, so sei der Patient unheilbar. Ein trunksüchtiger Geisteskranker könne nur wegen Geisteskrankheit, nicht aber wegen Trunksucht entmündigt werden. Wenn ein trunksüchtiger Geistes- kranker von der Geisteskrankheit genesen, so sei er noch keineswegs von der Trunksucht geheilt; bei diesen Leuten müsse alsdann erst mit der Heilung der Trunksucht begonnen werden. Bedauerlich sei es. daß die Entmündigung wegen Trunksucht erst immer eintrete, wenn der Mann gesundheitlich und wirtschaftlich vollständig ruiniert und nichts mehr zu retten sei. Der Heilverfuch kann nicht frühzeitig genug eingeleitet werden. Die Heilung ist nur möglich bei einem genügend langen Aufenthalt in einer Trinkerheilanstalt, der meist nur durch die Entmündigung wegen Trunksucht erzwungen werdkn kann. Deshalb kann auch die Entmündigung nicht frühzeitig genug eingeleitet werden. Professor vr. jur. Endemann-Halle a. S. empfiehlt eine zwangsweise Durchführung der Heilbehandlung. Ihre Festlegung müsse durch Gesetz erfolgen, denn jede Beschränkung der bürger- lichen Freiheit solle von der allgemeinen Volkszustimmung getragen werden. Derselben Ansicht sind auch andre Redner. Professor Dr. F o r e l- Lausanne hält jeden Menschen, der nur einmal betrunken sei, für einen Geistes- kranken. In St. Gallen sei ein Gesetz geschaffen worden, wonach jeder Trunksüchtige in eme Anstalt aufgenommen werden müsse, wenn dieser aus eignem Entschluß die Aufnahme verlange. Die Kranken müssen alsdann sich schriftlich verpflichten, mindestens sechs Monate in der Anstalt zu bleiben. Habe der Kranke unterschrieben, so werde eir auch nicht früher entlassen. Rittergutsbesitzer S m i t h- Niendorf: Er giebt der BeHand- lung Trunksüchtiger in der Familie den Vorzug, wenn in dieser die erforderlichen Maßnahmen vorhanden seien. 0r. meck. Möller- Brackwede empfahl, die Invaliden- versicherungs-Anstalten und Krankenkassen zur Hcilzwecken-Unter- stützung Trunksüchtiger heranzuziehen und ebenso, wie in Westfalen, aller Orten, Gewohnheitstrinker auf öffentliche Säuferlisten zu setzen. Professor Dr. C r a m e r- Göttingen trat im Schlußwort dem Professor Dr Forel entgegen. Es würde zu ganz sonderbaren Konsequenzen führen, wollte man jeden Trunksüchtigen für geistes- krank erklären. Der Kongreß beschäftigte sich danach mit der Gasthaus- r e f o r m. Joseph B e n t l e y- Bradford teilte in englischer Sprache mit, daß in England schon seit 70 Jahren in sehr vielen Städten alkohol- freie Gasthäuser bestehen, die sich sämtlich großer Beliebtheit er- freuen. Diese, zumeist genossenschaftliche Unternehmungen, zahlen ihren Mitgliedern durchschnittlich 6— 7 Proz. Dividende. Der Redner wandte sich alsdann gegen das Gothenburger System. Direktor F i t g e r- Gothenburg erläuterte alsdann daZ Gothenburger S y st e m. Die Mäßigkeits- und Abstinenz- bewcgung in Schweden setzte um das Jahr 1830 ein und bewirkte einen starken Rückgang des Alkoholkonsums. Die Bewegung wurde durch die Gesetzgebung unterstützt, durch die besonders auf dem Lande die Zahl der Schankstättcn sehr verringert wurde. In den Städten hatte das Alkoholelend nur wenig abgenommen. Da be- schloß im Jahre 1865 die städtische Verwaltung von Gothenburg, die Schankkonzessionen nicht mehr wie bisher an Privatpersonen zu ver- pachten, sondern sie solchen Gesellschaften zu übertragen,„welche den Betrieb nicht des Gewinnes wegen, sondern aus Wohlwollen für die arbeitenden Klassen zu übernehmen bereit seien". Das Ver- hältnis zwischen den Vertretern des Gothenburger Systems und den Abstinenten in Schweden sei im allgemeinen gut. Mr. P e a r c e- London teilte in englischer Sprache mit: In London gab es in früheren Jahren für Arbeiter nur sehr schmutzige Schankstätten, in denen der Völlerei in schlimmster Weise gefrönt wurde. Aus diesem Anlaß habe er Ende der 1860er Jahre ein alkoholfreies Gasthaus für Arbeiter errichtet. Jetzt gebe es in London 78 solcher Gasthäuser, die täglich 30 000 Mahlzeiten ver- abreichen. Diese Gasthäuser beschäftigen insgesamt 1300 An- gestellte. Es werden nur alkoholfreie Getränke verabreicht und auch nicht geduldet, daß alkoholische Getränke in den Gasthausräumen genossen werden. Miß Gray-London teilte mit: In Liverpool bestehen 60 alkoholfteie Lokale. Die Singspielhallen haben sich von 348 auf 38 vermindert, die alkoholischen Schankstätten von 1889 bis 1901 um 649. Im letzten Jahre seien noch 84 Alkohol-Wirtschaften ein- gegangen. Die Verbrechen haben sich in Liverpool in den letzten Jahren derartig reduziert, daß die Schutzleute um 200 vermindert werden konnten. Dadurch ersparen die Steuerzahler eine jährliche Ausgabe von 8000 Pfund Sterling. Hierzu komme die Ersparnis für Kranken-, Armen-, Irrenhäuser usw. Schuldirektor Ficlden-Thorp- Dorf bemängelte das Gothenburger System. Dasselbe könne jedenfalls in seiner jetzigen Gestalt wenig nützen. Der beste Beweis hierfür sei, daß eine große Anzahl Wirte derartiger Schankstätten Säufer geworden seien. (Hört! hört!) Frau Dr. Delbrück- Bremen, mit Beifall empfangen, teilte mit, daß der Frauenbund in Zürich mit der Errichtung alkoholfteier Gasthäuser glänzende Ergebnisse erzielt habe. Dr. Helenius- Helsingfors teilte mit, daß in Finnland der Alkoholkonsum seit den letzten 35 Jahren sich um V, Proz. ver- mindert habe. Das Gothenburger System könne nur dann etwas nützen, wenn den Behörden das Recht gegeben werde, den Monopol- Gesellschaften den Verkauf gewisser Sachen zu verbieten. Heute nachmittag hielten die Vorstände der Trinker- heil statten im Gewerbehause eine öffentliche Generalversamm- lung ab. Im„Kasino" fand eine vom„Bremer Arbeiter-Abstinenten- verein" einberufene Volksversammlung statt. GewerhlcbaftUcbcö. Ein Rückblick auf die Berbandstage, welche in der Osterwoche und vorher im Anschluß an den Bauarbeiter- schutz-Kongreß abgehalten wurden, bietet ein erfteuliches Bild fort- schreitender Entwicklung. Die Heerschau der gewerkschaftlich organi- sierten Arbeiter hat gezeigt, daß ihre Verbände die schwere Wirtschaft- liche Krise der letzten Jahre im allgemeinen fast ohne jeden Nachteil über- standen haben. Wo sich während derZeitdeswirtschastlichenNiederganges ein Verlust von Mitgliedern bemerkbar gemacht hatte, da ist er bereits wieder eingeholt, ja sogar überholt. Die zehn Verbände, welche in den letzten Wochen ihre Generalversammlungen abhielten, wiesen am Schluß des vorigen Jahres zusammen die stattliche Zahl von rund 180 000 Mitgliedern auf, die im ersten Quartal des laufenden Jahres aufs neue eine weitere Vermehrung erfahren hat. Um ihre Existenz brauchen die Gewerkschaften also nicht mehr besorgt zu sein. Sie ruht auf sicherem Grunde, der um so sicherer und fester wird, je mehr die noch abseits stehenden Arbeiter zu der Erkenntnis kommen, daß nur durch Zusammenhalt, nur durch die Organisasion ihre Lebenslage verbessert, ihre Rechte erlveitert werden können. Die Verhandlungen der Verbandstage galten neben den Maß- nahmen, die für die Ausbreitung, ftir die Gewinnung neuer Kämpfer auf gewerkschaftlichem Boden notwendig sind, der Schaffung von Einrichtungen, die dem Ausbau und der Befestigung der Organi- sationen dienen. Eines der Mttel zu diesem Zweck ist das Unterstützungswesen, welches auch in der einen oder andren Forin von allen Verbandstagen behandelt wurde. Während noch vor wenigen Jahren innerhalb der Gewerkschaften oft heiße Redekämpfe geführt wurden über die Frage, ob sich die Gewerkschaften über- Haupt mit dem Unterftützungswesen befassen sollen, ist die Zahl derer immer geringer geworden, welche meinen, die Pflege von Unter- stützungseinrichtungen müsse notwendigerweise zur Vernachlässigung, ja zum Aufgeben des gewerkschaftlichen Kampfes führen. Die prakttschen Erfahrungen, welche in diesem Punkt in den letzten Jahren gemacht wurden, haben eben gezeigt, daß die Befürchsimgen der Unterstützungs- gegner nicht eingeteoffen sind, und daß eine Gewerkschaft, wenn sie erfüllt ist vom Geiste der klassenbewußten Arbeiterbewegung, ihren Kampfcharakter dadurch nicht verliert, daß sie ihren Mitgliedern Reise-, Kranken- oder Arbeitslosen-Unterstützung gewährt. Es hat sich gezeigt, daß durch derartige Einrichtungen der Mitgliederstand stabiler und die Gewerkschaft deshalb kampffähiger geworden ist. Nicht als Selbstzweck, sondern als ein Mittel zur Befestigung der Organisation haben auch diesmal verschiedene Verbandstage teils neue Unterstützungszweige eingeführt, teils bestehende erweitert und vervollkommnet. Außer den Einrichtungen, die dem Ausbau und der Stärkung| zugiebt, daß die die Forderungen der Streifenden durchaus 1( 9 Live Minimallohn bei siebenstündiger Arbeit) an der Sehmaschine der eignen Organisation dienen, sind auch Maßnahmen getroffen nicht unbescheiden oder unerfüllbar sind, denn den Arbeits- unmöglich machte. Vollständiger sind noch nie Arbeiter geschlagen worden, die einen engeren Zusammenschluß, ein gemeinsames willigen wird bedeutend mehr Lohn gezahlt, als die Streikenden worden und nie haben Ausständige weniger eine solche bedingungsArbeiten mit berufsverwandten Organisationen bezwecken. Besonders überhaupt fordern. Dabei ist es eine offenfundige Thatsache, daß lose Kapitulation verdient. Elemente" sich bezüglich der Leistungsfähigkeit auch nicht im entdie so sorgsam gehüteten, für den Staat so besonders nützlichen ferntesten mit den Streifenden messen können. erwähnenswert ist der Kartellvertrag, den die Maurer, Zimmerer und Bauarbeiter miteinander vereinbart haben. Er regelt die Vertretung der gemeinsamen gewerkschaftlichen Interessen, besonders bei Lohntämpfen, und schafft dadurch Unzuträglichkeiten aus der Welt, die naturgemäß öfter vorkamen, wenn Angehörige des einen Berufs durch den Streit eines andern in Mitleidenschaft gezogen wurden, ohne selbst daran intereffiert zu sein. Achtung, Kleber! Die Sperre bei der Firma Tapezier- Maschine Hönemann, Ludwigskirchstr. 6, bleibi bestehen, da Unterhandlungen noch nicht stattgefunden haben. Arbeitswillige haben sich noch nicht angefunden. Deutfches Reich. Verein der Kleber. Schneiderstreik in Kristiania. Am 15. April haben die Schneider Kristianias die Arbeit niedergelegt. Der Streit umfaßt ungefähr 500 Arbeiter und Arbeiterinnen. Sociales. gegen die Arbeitgeber und deren Vertreter felten vorkommen, so mehren sich jedoch die Fälle von Thätlichkeiten der Arbeiter gegen Arbeiter liegt, die Urheber der Streitigkeiten möglichst schnell von Mitarbeite in bedenklicher Weise, so daß es auch im Interesse der der Arbeitsstätte entfernen zu können. Häufig werden die Arbeit geber durch derartige Streitfälle auch wirtschaftlich geschädigt. Auch Die Rabigspanner sind vor kurzem in eine 2ohubewegung eingetreten, die bereits ein äußerst günstiges Resultat gezeitigt hat. Ihre Forderung ist: Erhöhung des Lohnes von 60 auf 65 Pf. pro Stumde. Mit den Unternehmern fanden mehrfach Verhandlungen Wenn so die Organisationen verschiedener Berufe in ein engeres gemeinschaftlichen Vertrag mit den Cementierern, Rabizpuzern und deswegen statt. Hätten sich die Unternehmer dazu verstanden, einen Verhältnis zu einander getreten sind, so saben wir andrerseits auch Spannern abzuschließen, so wären letztere jedenfalls mit 621, Pf. den Bundesrat und Reichstag eine Eingabe gerichtet um ErDer Deutsche Arbeitgeberbund für das Baugewerbe hat an die ebenso erfreuliche Thatsache, daß auf den verflossenen Verbands- zufrieden gewesen. Jetzt aber, da ihre Lage noch verschlechtert weiterung des§ 123 3iffer 5 der Reichs- Gewerbe- Ordnung, dahin, tagen mehr denn je innige Beziehungen mit den Berufsgenossen des werden sollte, reichten sie kurz entschlossen bei jedem einzelnen daß auch Thätlichkeiten der Gesellen und Gehilfen untereinander Auslandes geknüpft worden sind. Fast auf allen Verbandstagen Unternehmer die alte Forderung( 65 Pf.) wieder ein und drohten zur sofortigen Entlassung aus dem Arbeitsverhältnis berechtigen waren ausländische Gäste anwesend, die natürlich nicht als Ver- mit Arbeitsniederlegung, falls nicht bewilligt würde. Bislang haben sollen, während bisher nur Thätlichkeiten oder grobe Beleidigungen gnügungsreisende gekommen waren, sondern um, soweit die aus der 17 Firmen, darunter die bedeutendsten, die Forderung anerkannt. gegen den Arbeitgeber, seine Vertreter oder deren Familienangehörige Verschiedenheit der Sprache erwachsenden Schwierigkeiten es gestatten, Von den etwa 230 in Betracht kommenden Spannern arbeiten einen Grund zur sofortigen Entlassung bildeten. In der Begründung Verschiedenheit der Sprache erwachsenden Schwierigkeiten es gestatten, bereits 140 zu den neuen Bedingungen. Die übrigen, die meistens der Eingabe heißt es:„ Wenn auch Ausschreitungen der Arbeiter den Verhandlungen zu folgen, Anregungen zu geben und zu empfangen. bei kleineren Meistern beschäftigt sind, hoffen den Lohnfaz von Bei den Maurern haben sich die Beziehungen zum Auslande zu formellen 65 Pf. in der nächsten Zeit ebenfalls zu erringen. Abmachungen hinsichtlich gegenseitiger Unterstützung auf gewerkschaftlichem Gebiet verdichtet. Ein gemeinsames Band verbindet jetzt die Maurer Deutschlands mit ihren Berufsgenossen in Norwegen, Schweden, Dänemark, Holland, Ostreich, Ungarn, Schweiz und Italien. Der Wert dieser internationalen Verbindung besteht vor allem darin, fann leicht Ersahpflicht durch Betriebsunfälle entstehen, welche die daß alle Beteiligten bei Lohnkämpfen vor ausländischen Streitbrechern Berufsgenossenschaften belasten; sei es daß Trunkenheit Reibereien nachhaltiger als bisher geschützt sind. Andre Organisationen haben Die Aussperrung der niederrheinischen Weber. zwischen den Arbeitern Hervorruft, sei es, daß socialdemokratische auf ihren Verbandstagen Gegenseitigkeitsverträge Hinsichtlich Agitatoren durch ihre politischen Anzettelungen Thätlichkeiten unterEin Privat- Telegramm aus Krefeld meldet uns, daß die beiden einander veranlassen, oder daß zielbewußte Gewerkschaftsmitglieder finanzieller Leistungen mit den ausländischen Kollegen teils neu von der Firma Bretthal u. Co. gemaßregelten Arbeiter freiwillig auf das Zusammenarbeiten mit anders oder nicht Organisierten bergeschlossen, teils verbessert.- So hat sich der Geist internationaler ihre Wiedereinstellung verzichteten. Die Streifenden haben be- hindern wollen. In allen Fällen können aus solchen Verstößen Arbeiterfolidarität bei den verflossenen Verbandstagen in schönster schlossen, den Schiedsspruch, den das Einigungsamt in ihrer schwerwiegende Folgen für die Arbeitgeber entstehen. Weise bekundet, und was hier zwischen den Arbeitern der ver- Angelegenheit gefällt hat, anzuerkennen, und die Arbeit Es ist nicht unmöglich, daß die Herren Scharfmacher im Bauschiedensten Länder vereinbart worden ist, wird gute Erfolge zeitigen. maßregel der Fabrikanten ist somit durch die Nachgiebigkeit der tages in diesem mit ihrem Vorschlag Gegenliebe finden. Für die am Montag wieder aufzunehmen. Der geplanten Gewaltgetverbe bei entsprechender Zusammensetzung des neuen ReichsFestigung und Ausbau der Organisation, Vorbereitung zu Arbeiter der Boden entzogen. Die 70 Streifenden wollten es nicht Arbeiterschaft erivächst deshalb die Pflicht, bei den Wahlen ihre neuer gewerkschaftlicher Arbeit, Rüstung zu neuen Kämpfen, die, darauf ankommen lassen, daß ihretwegen Tausende ihrer Kameraden Schuldigkeit zu thun, damit die socialistische Fraktion in solcher Stärke wenn es sein muß, für die Interessen der Arbeiter geführt werden, in einen harten Kampf mit dem herrischen Unternehmertum hinein in den Reichstag einzieht, daß sie den geplanten Schlag gegen die das ist das Ergebnis der soeben abgeschlossenen Reihe von Verbands- gezogen würden, sie verzichteten deshalb im Interesse des Friedens Arbeiterbewegung tagen, die wieder gezeigt haben, daß die Gewerkschaftsbewegung auf ihr gutes Recht. denn um einen solchen, nicht um den rüftig vorwärts schreitet. Mögen auch die reaktionären Gegner Den Fabrikanten scheint ein friedlicher Ausgang des Konflikts Kampf gegen Roheiten einzelner, die jeder tadeln wird, hande if es fich- parieren fann. Uebrigens haben die Herren Betentzen die der Arbeiterbewegung versuchen, den Gewerkschaften alle durchaus nicht in den Stram zu passen. Sie hatten diftiert: Die Stonsequenz ihres Vorschlages vergessen, die darin besteht, dass auch möglichen Hindernisse in den Weg zu werfen, mag auch Ausständigen haben bis Sonnabend die Arbeit wieder auf die Arbeiter sofort die Arbeit niederlegen dürfen, wenn ihr Brotein von Herrendinkel beseeltes Unternehmertum durch miß die Ausständigen erst zunehmen, sonst erfolgt die allgemeine Kündigung. Da nun herr" mit irgend jemand in Prügelei gerät oder sich an dem bräuchliche Antvendung seiner wirtschaftlichen Macht, ant Sonnabend ihren Beschluß ge- Terrorismus beteiligt, der von Arbeitgeber- Vereinigungen mit Hilfe wie faßt haben und am Montag die Arbeit aufnehmen wollen, so der beliebten Wechselchen geübt wird. wir es eben jetzt wieder bei den verschiedenen Aussperrungen sehen, haben die Fabrikanten- wie das Wolffsche Bureau mit größter Eiljede selbständige Regung der Arbeiter brutal zu unterdrücken und fertigkeit meldete thatsächlich die Kündigung, von ihre Drganisationen lahm zu legen suchen,-ja mag selbst hier und der 25 000 Arbeiter betroffen werden, ausda eine einzelne arbeiterfeindliche Maßregel anscheinend Erfolg gesprochen. Der Fabrikantenverein will erst darüber beraten, haben: die klassenbewußte Organisation der Arbeiter tann nicht ob er die Kündigung zurücknehmen wird. Wollen dann die Herren vernichtet werden, denn sie hat die Kraft, den Stürmen der Neaktion, wirklich einen Gewaltakt ausführen, obgleich der Grund dazu nicht dem lebermut des Unternehmertums Trotz zu bieten. mehr vorhanden ist, so richten sie sich selber. " Hus der Frauenbewegung. Achtung, Steglik und Umgegend! Montag, den 20. April, abends 8 Uhr, öffentliche Frauenversammlung bei Schellhafe, Stegliz, Ab, ornstraße. Tagesordnung: Vortrag der Frau Dr. Anna Gradnauer Erklärung. Nach dem in Nr. 89 des Vorwärts" veröffent Gera haben am 10. April an die Firma das Ersuchen gerichtet, Frauen und Mädchen von Stegliz und Umgegend! Beweist durch Die Weißgerber und Hilfsarbeiter der Firma L. Schalscha in über:" Die Frau im Wahlkampf". Diskussion. Verschiedenes. lichten von der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands ist den seit 1898 bestehenden Lohn um 3 M. zu erhöhen und den zahlreichen Besuch dieser Versammlung, daß Ihr den regsten unteit daselbst eine Resolution angenommen worden, in der es heißt: Accordarbeitern einen Zuschlag von 10-12 Proz. zu den Stücklöhnen nehmt an dem Zustandekommen einer Reichstags- Vertretung, welche " Die Generalversammlung erklärt die Versuche, welche von seiten zu gewähren. Die Firma hat durch Anschlag bekannt gegeben, daß dem Interesse der arbeitenden Klaffe entspricht. Auch die Männer des Lagerhalter- Verbandes offiziell und inoffiziell unternommen fie in absehbarer Zeit eine Lohnerhöhung nicht gewähren könne. find herzlich eingeladen. werden, um eine Organisation aller in Genossenschaftsbetrieben be- Die sämtlichen Arbeiter stehen deshalb in Kün- Ober Schöneweide. Den Mitgliedern des Frauen und schäftigten Angestellten zu schaffen, als mit dem Geiste moderner digung. Alle Lederarbeiter werden vor Zuzug nach Gera Mädchen Bildungsvereins zur Kenntnis, daß die nächste Gewerkschafts- Organisationen und den Beschlüssen deutscher Ge- gewarnt. Mitgliederversammlung Donnerstag, den 23. April, im Restaurant werkschaftskongresse unvereinbar." Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18, stattfindet. Der Vorstand. Die Kreis- Vertrauensperson. Der unterzeichnete Vorstand erklärt, daß er bis heute niemals, weder offiziell noch inoffiziell, versucht hat, den in den Köpfen einzelner Gewerkschaftler und auch Gewerkschaftsführer nicht vom Lagerhalter- Verband vorhandenen Genossenschafts- je bollständigen weißerfolg geführt, wie der Streit der Letzte Nachrichten und Depeschen. angestellten- Verband zu verwirklichen. Wenn die Frage eines derartigen Verbandes auch von einem Angehörigen des unterzeichneten Verbandes erörtert wurde, so ist es doch höchst illoyal gehandelt, der gesamten Verband verantwort Der Vorstand des Verbandes Tich zu machen. der Lagerhalter und Lagerhalterinnen Deutschlands. J. A.: R. Pötzsch, 1. Vorsitzender. Berlin und Umgegend. Husland. Das Ende des römischen Buchdruckerstreifs. jedoch bewegungen der letzten Jahre hat in Italien kaum eine zu einem Rom, 16. April.( Eig. Ber.) Von den großen Arbeitermiert mit der Forderung des Achtstundentages und entsprechender römischen Buchdrucker. Am 28. Februar wurde der Ausstand prollaTariferhöhung. Alle Tageblätter und 5 bis 6 andre Druckereien ge währten sofort die Forderungen, so daß 689 Arbeiter in Arbeit blieben. Die übrigen, nahezu 2000, legten die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft verfügte über einen Streitfonds von 200 000 Lire; es hat den Buchdruckern während des ganzen Ausstandes nicht an praktischen Solidaritätsbeweisen der andern Arbeiter gefehlt, die im ganzen gegen 100 000 Lire nach Rom sandten, während die römische Arbeiterschaft drei Tage der allgemeinen Arbeitsenthaltung auf sich genommen hat, um den Buchdruckern zu helfen. Troßdem haben diese gestern die Wiederaufnahme der Arbeit beschließen müssen, ohne irgend eine Verbesserung ihrer Lage erreicht zu haben und ohne auch nur alle Ausständigen wieder eingestellt zu sehen. Achtung, Lithographen, Steindrucker usw.! Bei der Firma O. Schloß, Alleranderstr. 31, stehen wegen teilweiser Entziehung der Feiertagsbezahlung und der beabsichtigten Einführung einer rigorofen Arbeitsordnung Differenzen bevor. Zur Dreyfus= Affaire. Depesche der" Frankfurter Zeitung" fündigt Jaurès in der" Petite Frankfurt a. M., 18. April.( B. H.) Nach einer Bariser Republique" zur Dreyfus- Affaire ganz furz ein ihm von Herrn Ferlet de Bourbonne verbürgies neues Zeugnis über die Eristenz des ge= fälschten, vont deutschen Kaiser angeblich annotierten Bordereaus an. Herr Ferlet behauptet, Oberst Stoffel, ein intimer Freund des Fürsten Münster, habe ihm die Existenz dieses Schriftstückes offenbart und die Uebersetzung der kaiserlichen Randbemerkung sistiert. Die Kongregationen in Frankreich. Paris, 18. April.( W. T. B.) Erzbischof Kardinal Richard hat an den Ministerpräsidenten Combes ein Schreiben gerichtet, worin er gegen dessen Verbot, betreffend die Kirchenpredigten von Kongreganisten, protestiert, da durch diese Maßnahme eine Bedrückung des Gewissens der Katholiken und die Vernichtung der Religion in Frankreich erstrebt werde. Paris, 18. April.( W. T. B.) Der Polizeipräfekt Lépine ließ Landarbeiter- Bewegung in Spanien. Cordova, 18. April.( W. T. B.) Ausständige Landarbeiter veranstalteten eine Kundgebung in den Straßen und erzwangen die Schließung der Läden. Mehrere Personen wurden verlegt, einige Verhaftungen wurden vorgenommen. Infolge dieser Vorgänge wurde der Belagerungszustand verhängt. Die Ruhe ist wieder hergestellt. Marokko. Madrid, 18. April.( W. T. B.) Einer Meldung aus Tanger zufolge haben Benider- Kabylen mehreren Ausländern, welche sich auf dem Wege nach Tetuan befanden, Vieh und Geld geraubt. Zur Züchtigung der Aufständischen wurden Truppen entsandt. Wie weiter gemldet wird, habe der Prätendent an den Vertreter des Sultans für Auswärtige Angelegenheiten in Tanger, Mohammed weiter gemldet wird, habe der Prätendent an den Vertreter des ben el Arbi et Tores, ein Schreiben gerichtet, in welchem er den selben ersucht, ihn zum Sultan ausrufen zu lassen. Lohnbewegung der Treibriemen- Sattler. Die Treibriemen- Sattler Berlins haben Anfang April ihren Arbeitgebern durch ihre Kommission folgende Forderungen unterbreiten lassen: Einführung der neunstündigen Arbeitszeit bei Fortbezahlung des bisherigen WochenLohnes beziehungsweise entsprechender Erhöhung der Stundenlöhne; Dabei war die ganze Bewegung nicht etwa plötzlich vom Zaun Sonnabends eine Stunde früher Feierabend ohne Lohnkürzung, für gebrochen worden, sondern wohlüberlegt und vorbereitet. Die Arleberstunden ein Lohnzuschlag von 25 Proz., bestimmte Accordsäge, beiter, deren Lage nicht ungünstig ist, obwohl sie nicht die höchsten Freigabe des 1. Mai. Die Fabrikanten wurden ersucht, bis zum Tarife unter den italienischen Buchdruckern haben, wollten den Acht15. April zu antworten. Die Treibriemen- Sattler hielten nun am stundentag an Stelle des Behnstundentages setzen, um die starke Ar17. April im Englischen Garten eine außerordentliche Mitglieder- beitslosigkeit in ihrem Gewerbe zu vermindern. Daß diese VerBersammlung ab, um zu den Antworten der Fabrikanten Stellung befferung bei dem heutigen Stande der Industrie durchführbar wäre, heute die Kapellen mehrerer Kongregationen sperren. zu nehmen. Es wurde festgestellt, daß der Kommission nur von der schlossen sie aus den ungeheuren Preisunterbietungen, die die UnterFirma Tennert eine Antwort zugegangen, und zwar eine im wesent- nehmer bei der Uebernahme staatlicher Arbeiten vornehmen. Man lichen ablehnende. Ihren Arbeitern direkt die Forderungen bewilligt geht dabei nur um untereinander zu konkurrieren bis zu haben die Firmen Reich u. Halberstamm und Malzow. Einige Firmen 45 Proz. des angesetzten Submissionspreises. Sobald die Unterhaben ihren Arbeitern Teilzugeständnisse gemacht und andre baben nehmer von dieser Schmutzkonkurrenz lajjen, läßt die Industrie beffere die Forderungen gänzlich ignoriert. Nach längerer lebhafter Debatte Arbeitsbedingungen zu. Alle diese objektiv richtigen Erwägungen wurde beschlossen, daß die Kollegen im Laufe des Sonnabends da, haben aber auf den Verlauf des Ausstandes keinen Einfluß haben wo sich die Unternehmer nicht geäußert haben, auf eine Antwort fönnen. Die Unternehmer haben die Frage gar nicht diskutiert, ob dringen sollen. Am Montagabend soll eine weitere Versammlung fie Zugeständnisse machen können, sondern von allem Anfang an dann entscheidende Beschlüsse faffen. Vorher hatte die Versamm erklärt, daß sie keine machen wollen. Sie haben sogar ein Schiedslung zum Branchenobmann Pinkowski, als dessen Stellvertreter gericht abgelehnt und die versprochene Kommission zur Prüfung der A. Weiß und in die Agitationskommission Ebert, Alfred Arbeiterforderungen nur bewilligen wollen, nachdem der Streik zu Weiß und Fiesler gewählt. Ende wäre. Wenn sie im stande waren, auf diesen Forderungen zu bestehen, so danken die Unternehmer das ihrer Organisation und ihrer starken Streifbrecher- Staffe. Die Organisation hat dies Nach geben der kleineren Besizer verhütet, die allein den Ausstand nicht hätten ertragen können; wäre in den kleineren Betrieben die Arbeit aufgenommen worden, so hätte die verminderte Zahl der Streikenden länger widerstehen können. Durch die gutgefüllte Streifbrechertaffe hat man im Laufe der 37 Tage des Ausstandes 600 Streifbrecher Die Kühnemänner. Am 17. April wurden die streifenden Former anwerben können. Es handelte sich jedoch nur um etiva 200 gelernte und Gießerei- Arbeiter der Firma Hartung, Prenzlauer Allee nach Arbeiter, die andern gehören jenem Lumpenpack an, die keinen andern dem berühmten Bureau der Herren aus der Gartenstraße" gerufen, Beruf haben, als Streitbrecher zu sein und heute die Setzerarbeit um über die Beilegung des Streits zu verhandeln. Die Kommission dilettantisch betreiben wie morgen ein andres Gewerbe. der Streifenden erklärte, ohne den Vertreter des Metallarbeiter- Ver- Die heute morgen zur Arbeit angetretenen Streifenden wurden bandes nicht zu verhandeln. Herr Kühnemann sowohl wie Herr nach dem Dienstalter wieder eingestellt. Reyling bemühten sich zwar, die Ausständigen umzustimmen, indem wegen arbeitslos bleiben, werden von der Gewerkschaft unterstützt. 600, die der Streitbrecher sie mit wahrhaft rührenden Worten das unendliche Wohlwollen der Die Unternehmer benußen die Gelegenheit, um den Besiegten eine Industriellen ihren" Arbeitern gegenüber betonten. Als fie aber die geradezu russische Arbeitsordnung zur Unterschrift vorzulegen. Diese völlige Nußlosigkeit ihrer Ueberredungskünfte einsahen, und Arbeitsordnung ist dieselbe für alle föderierten Buchdruckereien und die Kommission unbedingt auf der Hinzuziehung des ist ein Dokument für die unvornehme, ja pöbelhafte Gesinnung der Verbands Vertreters bestand, da ermahnten die Herren Unternehmer, die, nicht zufrieden des errungenen Sieges, die beden Direktor der Firma Hartung, sich selbst mit den siegten Gegner noch demütigen und verhöhnen. Die Arbeitsordnung Arbeitern zu verständigen. Ein Versuch wurde dazu allerdings fett fest, daß der Vorarbeiter nicht Mitglied der Gewerkschaft sein auch gemacht. Derfelbe verlief jedoch resultatlos, obwohl die Strei- fann; daß fernerhin dem Dienstalter der Arbeiter nicht Rechnung kenden das weitgehendste Entgegenkommen bewiesen hatten. Die getragen wird, daß kein Arbeiter eine ihm zugewiesene Arbeit zurück Torgelower Arbeitswilligen" alle andren find wieder abgereist weisen darf, wenn sie in sein Fach schlägt, daß jeder Arbeiter nach logieren sämtlich in der Hartungschen Fabrik. Sie essen und vierzehntägiger Kündigung entlassen werden kann und seinerseits New York, 18. April.( W. T. B.) Nach Meldungen aus schlafen daselbst, und zwar in denselben Betten, die schon vor etwa vierzehn Tage vorher seine Kündigung anzeigen muß. Schließlich Tegneigalpa in Salvador hat General Arias, der die Stadt Jahresfrist den Streitbrechern in den Niles- Werken als Lagerstätte bestimmt sie, daß die Beschäftigung an den Sehmaschinen nicht mehr fürzlich an Bonillas übergab, die Bedingungen der Uebergabe gegedient haben. Wollen die lieben Arbeitswilligen des Abends aus- wie bisher Borrecht der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter jein brochen, indem er bei seinem Abzug die Staatskaise mitnahm und gehen, so zeigt ihnen der Obermeister den Weg über den Zaun! soll und öffnet damit der Preisdrückerei Thür und Thor, die früher auf die Truppen Dsonillas feuern ließ. Letzterer verfolgte darauf Nebrigens verurteilt sich die Firma selbst, indem sie der zwischen Gewerkschaft und Unternehmern abgeschlossene Vertrag Arias, und brachte ihn als Gefangenen nach Tegneigalpa zurüd. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Bertin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Die Ortsverwaltung. Berkehrsstörungen in Destreich. Wien, 18. April.( W. T. B.) Infolge des seit gestern an dauernden Schneesturmes sind die meisten Telegraphen- und Telephon leitungen nach außerhalb gestört. Auch aus andren Teilen ein, die durch Schneestürine verursacht sind. Destreichs wie aus Ungarn laufen Berichte über Verkehrsstörungen Gijon, 18. April.( W. T. B.) Auf einer heute hier abgehaltenen Versammlung fam es zu einer Schlägerei zwischen Anarchisten und Socialisten. Ein Socialist wurde durch einen Dolchstich getötet. welchem sich gegenwärtig eine Marine- und Fischerei- Ausstellung Marseille, 18. April.( W. T. B.) Das Alhambra- Theater, in befindet, ist heute nachmittag durch eine Feuersbrunst vollständig befindet, ist heute nachmittag durch eine Feuersbrunst vollständig zerstört worden. Nr. 91. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die erste Konferenz der deutschen Gasanftalts- Arbeiter Gasauftalts- Arbeiter stellen. Zweiter Verhandlungstag. Sonntag, 19. April 1903. für den ganzen Spaß. Den stärksten Eindruck machte auf uns der 16 600 Thaler erworben worden, jetzt soll sie für 6 Millionen, also gräßliche Staub, der von dem Asphalt der Sieges- Allee und für das 210fache verkauft werden. Wo bleibe da die staatliche aus dem Sand der Reitwege ausstieg. Wir hatten nur den einen Moral, zumal die Abholzung der Heide die Ortschaften, deren EntSprengwagen hindurchfahren zu sehen, der die Staubwolken ge vom ärztlichen Standpunkte. Während die Regierung auf der einen Wunsch, durch diese glänzenden Karossen einen plebejisch- plumpen ſichen die Regierung selbst gewünscht und begünstigt habe, in ihrer Eristenz gefährde. Dr. Ebeling behandelte die Abholzungsfrage dämpft hätte. Schaudernd retteten wir uns auf einen Seitenpfad Seite den Kampf gegen die Tuberkulose und den Alkohol unterstütze und strebten auf Umwegen unsrem Ziel zu. und mit großen Kosten Heilstätten baue, untergrabe fie andrerseits Aus den Berichten, die die bürgerliche Presse über die ersten durch den Verkauf von Waldungen ihre eignen Bestrebungen. AnPromenadenfahrten veröffentlicht hat, ersehen wir, daß der Kaiser gesichts der Opfer, welche die Schwindsucht in Berlin fordert, müsse und seine Gattin dem Unternehmen Interesse entgegenbringen es als Verbrechen an der Volksgesundheit angesehen werden, wenn und an einem der Nachmittage sich persönlich von dem Stand der Fiskus auch nur eine Handbreit Waldbestand an Spekulanten der Sache überzeugt haben. Das ist dann natürlich eine besondere abgebe. Die Schönholzer Heide bilde eine Lunge des Nordens, der Bugabe für die Menge der Gaffer gewesen. Neugier und Schaulust Hinweis auf die Jungfernheide sei der weiten Entfernung, wie der Nachdem Herr Damaschke teuern Fahrpreise wegen hinfällig. scheinen dabei, nach einem Bericht des„ Lot.- Anz." zu urteilen, wieder die Frage vom Standpunkt des Bodenreformers behandelt hatte, einmal ihre Orgie gefeiert zu haben. Das Scherlblatt flagt, daß nahm die Versammlung einstimmig eine Protestresolution das Kaiserpaar förmlich bedrängt wurde, und stellt fest, daß es gegen die Abholzung an und erklärte sich für die Entsendung einer lediglich der sogenannten besseren Klasse angehörige Personen" Deputation an den Landwirtschaftsminister, die waren, von denen dieser Unfug verübt" wurde. Das fann man noch in letzter Stunde versuchen soll, diesen über die Sachlage aufdem Schilderer, der die„ bessere Klasse" kennt, aufs Wort glauben. zuklären und den Verkauf der Heide zu verhindern. Die Kirchlichen unter sich. Die Sigung der Berliner Stadtverordneten- Versammlung fällt am nächsten Donnerstag aus. Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Hofarbeiter und Hand In der Vormittags- Sigung wird die Berichterstattung über die merter fortgesetzt. Die Berichte der Delegierten sind so ziemlich gleichlautend: Niedrige Löhne, lange Arbeitszeit, willkürliche Behandlung seitens der direkten Vorgesezten, Mangel an Schuß- Vorrichtungen und arge sanitäre und hygienische Mißstände, während andrerseits die Eristenz der Arbeiter eine sehr unsichere ist und wenn überhaupt, so doch nur in get... em Maße bei eintretender Krankheit, Unfällen, Alter und Invalidität für die Arbeiter gesorgt wird. Berlin macht darin keine rühmliche Ausnahme, im Gegenteil mußte fest= gestellt werden, daß die Verhältnisse in mancher Beziehung noch schlechter als in andren Städten find. Aehnlich lauten die Berichte über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Rohrleger, Helfer, Kontrolleure, Laternenwärter, Installateure usiv. Es berichten hierüber die Delegierten von Berlin, Dresden, Stuttgart, Pforzheim, Stettin, Mainz, Nürnberg, Bremen, Hamburg, Fürth uſtv. Einigermaßen geregelt, wenn auch noch viel verbesserungsbedürftig, find die Arbeitsverhältnisse für die verschiedenen Kategorien in Fürth. In Kopenhagen sind, wie berichtet wird, die Laternenwärter feit 1898 mit Pensionsberechtigung fest angestellt, erhalten Uniform mit Draußen auf dem Wedding in der Nazareth Gemeinde Reber die Sonntagsruhe im Gastwirtsbetriebe sind jetzt für die Regenmantel und einen Jahresgehalt von 1000 bis 1200 Stronen. geht es jetzt heiß her. Hier besteht seit langem eine Fehde Berliner Vororte im Streife Niederbarnim folgende Vorschriften ers In den verschiedenen Städten Deutschlands werden Wochenlöhne von zwischen den liberalen Kirchenrats Mitgliedern lassen worden: Der von den Gast- und Schankwirten betriebene 10 bis 21 M. und nur selten einige Mark mehr bezahlt, so daß die und den orthodoxen Pastoren. Mit Rücksicht auf die bevor- Verkauf über die Straße" ist als Ausübung des Handelsgewerbes Laternenwärter troh der schon verhältnismäßig langen Arbeitszeit, stehenden Kirchenwahlen hat sich der Gegensatz in der Lenten Zeit anzusehen und demgemäß an Sonn- und Feiertagen auf die für das wobei sie allen Unbilden der Witterung ausgesetzt sind, zumeist auf besonders scharf zugespitzt. Von den Schritten, die ein Til der Handelsgewerbe freigegebenen Stunden zu beschränken. Außerhalb einen umfangreichen Nebenerwerb angewiesen sind. Ein freier Tag Kirchenrats- Mitglieder unternommen hat, um den ersten Geistlichen, dieser Stunden dürfen die Gaft- und Schankwirte Nahrungs- und wird diesen Arbeitern in vielen Fällen überhaupt nicht gewährt, oder den Pfarrer Diestelkamp, zu beseitigen, haben wir vor mehreren berabfolgen. Der Ausschank von Bier und Wein vom Faß wird das aber sie müssen für diesen Tag einen Ersatzmann auf ihre Kosten Wochen Mitteilung gemacht. Auch der Kampf, der zwischen dem Genußmittel aller Art nur an ihre Gäste zum Genuß auf der Stelle Nach beendeter Berichterstattung referiert H. Schubert Kirchenrat und dem evangelischen Kirchenbau- Verein um die famose der Neichs- Gewerbe- Ordnung unbeschränkt gestattet. Die Lieferung gegen den Gastwirten an Sonn- und Feiertagen auf Grund des 1150 Berlin über die Forderungen der Gasanstalts- Arbeiter zur Ver- Kapernaum- Kirche entbrannt ist, ist unfren Lesern bekannt. In der zubereiteter Speisen aus den Küchen der Gast- und Schankwirtschaften besserung ihrer Lage, der hierbei auch die Zustände in den Berliner Wahlagitation spielen Herr Diestelkamp und die Kapernaum- Kirche die in fremde Häuser fällt unter den Gewerbebetrieb der Köche und ist Gasanstalten schildert und das Verhalten der Stadtverwaltung den Hauptrolle. Das war auch der Fall in einer Kirchenwähler- zugelassen. Forderungen der Arbeiter gegenüber einer treffenden Kritik unter Versammlung, die zu Freitagabend von den Liberalen einzog. Er weist nach, daß die begründetsten Wünsche der Arbeiter mit berufen worden war und in der es zu heftigen tumultuarischen 8. d. M. eine Kiste vom Postamt NW. 5 nach Warmbrunn. Am Auch ein Postfuriofum. Ein hiesiger Einwohner sandte am den nichtigsten Einwendungen abgelehnt werden und die Verwaltung Busammenstößen zwischen diesen und den zahlreich erschienenen An- 11., vormittags, erhielt der Empfänger durch den gewöhnlichen im allgemeinen socialpolitisch einen völlig rückständigen Standpunkt einnimmt. So werden in einem Jahresbericht der Verwaltung der Hängern der orthodoxen Richtung kam. Briefträger ein am 10. in Breslau abgefaßtes, von zwei Beamten städtischen Gaswerke diese Betriebe geradezu als Kuranstalten für Für den Unbeteiligten war es ungemein amüsant, die liberalen unterschriebenes Protokoll, für das der Briefträger 25 Pf. von ihm verschiedene Krankheitsarten geschildert und im weiteren wird die Klagen über die Not der Nazareth- Gemeinde mit einzog. Aus dem Protokoll ging hervor, daß die Stifte statt nach Ablehnung der achtstündigen Arbeitszeit damit begründet, daß an- anzuhören. Daß ein forsch- liberaler geblich in der Anstalt in Nottbus, an die man sich um Auskunft ge- ist gegenüber einem stock- orthodoyen Pastor, der in seiner Gemb ein Brief festgestellt worden. Warmbrunn nach Breslau gefandt und dort zum Teil zertrümmert Kirchenrat ohnmächtig angekommen war. Als Inhalt waren acht Büchsen Konserven wandt hat, schlechte Erfahrungen gemacht wären. Der Redner be- meinde mit gründet sodann, nachdem er die Notwendigkeit einer kräftigen Or- daß eine evangelische Kirche zu stande kommt durch die Hoch- Tag nach Eingang des Protokolls brachte der Paketbesteller die der Selbstherrlichkeit eines Pafchas wirtschaftet; zertrümmerten Stifte hatte sich die Post 25 Pf. berechnet. Für die neue Verpackung der Ginen ganisation betont hatte, eingehend die Forderung der GasanstaltsArbeiter, die in einer Resolution zusammengefaßt sind. Diese Re- herzigkeit" eines katholischen Grafen und prozeßeifrigen Grundstücks- Kiste, verlangte aber bor der Aushändigung die Unters folution, die ohne Diskussion einstimmig angenommen wird, lautet: spekulanten, der bis dato noch das Recht hat, den über seinen Grund- schrift des Empfängers, daß er sich jeder Einwendung begebe. Diese In Erwägung des Umstandes, daß die Berichterstattung der besiz führenden einzigen Zugang zu der fertigen Kirche, wenn er Unterschrift verweigerte der Empfänger natürlich, da er nicht wußte, Vertreter deutscher Gasarbeiter hinsichtlich der betriebstechnischen will, zu sperren und so die Benutzung der Kirche unmöglich zu in Berlin abgesandten übereinstimmte. Nun nahm der Bote die ob der nach dem Protokoll in Breslau festgestellte Juhalt mit dem Einrichtungen das leberwiegen schwerer, die Arbeiter bedrückenden machen das sind Verhältnisse und Zustände von einer to mit, stifte wieder mit. Der Empfänger aber beschwerte sich und verlangte Mißstände ergeben hat, fordert die Konferenz zeitgemäße Re- die eigentlich auch einem firchlich Gesinnten nicht entgehen sollte. die Zurückzahlung der 25 Pf., da die Kiste durch Verschulden eines Die Konferenz erachtet die in den meisten Gasanstalten In der Versammlung freilich nahm man das Pech sehr tragisch. Ein Beamten auf einen falschen Weg gelenkt und auf diesem beschädigt herrschende zwölfstündige Arbeitszeit als viel zu lang. Die physische Kirchenältester klagte, daß der Herr Graf einfach eine Strippe worden sei, und die bedingungslose Herausgabe der Sendung, denn Arbeit ist außerordentlich schwer und von ruinöser Wirkung auf die Gesundheit. Es leidet darunter nicht nur das körperliche, sondern vor die Kirchthür ziehen könne", ohne daß man etwas diese gehöre nicht der Post, sondern ihm. Die Post dürfe daher auch das geistige Wohlbefinden der Arbeiter. Deshalb hält die dagegen machen könne. Mehr Glück hat der Liberalismus gegen die Aushändigung nicht von der verlangten Unterschrift abhängig erste Konferenz der deutschen Gasarbeiter für unbedingt notwendig, Herrn Diestelkamp gehabt; als Neuigkeit konnte mitgeteilt werden, machen, sondern müsse es dem Empfänger überlassen, was er daß in allen deutschen Gaswerken für die Arbeiter des inneren daß der alte Mann nunmehr pensioniert werden wird. später etwa thun werde. Unterdessen erhielt er auf seine Betriebes der mit gehörigen Pausen durchsetzte Achtstundentag, also der Dreischichtenwechsel nach Sopenhagener Muster, Liebenswürdigkeiten, die die streitenden Parteien einander fich bereit, vom Warmbrunner Amt die Sendung anzunehmen. Jetzt Das Interessanteste an der Versammlung waren unstreitig die Anfrage von dem Berliner Absender die Antwort, daß das Breslauer Protokoll den Inhalt richtig angegeben habe. Daraufhin erklärte er eingeführt wird. Besonders ist die lange Schichtdauer zu verurteilen und nach Beseitigu derselben hinzuwirken. Ferner hält es an den Kopf warfen. sonders die Orthodoxen brüllten, wie verlangte aber das Amt die 25 Pf., die es mittlerweile zurückgezahlt die Konferenz für notwendig, daß den Arbeitern unentgeltlich gute, ihr Redner trat der Pastor Granzin auf, der in seinen mit beißendem Sache sei erledigt, man werde die Kiste an den Absender zurückwenn sie in einer antisemitischen Radauversammlung wären. Als hatte, wieder, und als sie ihm verweigert wurden, erklärte es, die erfrischende Getränke zur Verfügung gestellt und in ausreichendem Maße Bäder eingtet werden. Für die übrigen Angestellten Spott gewürzten Ausführungen wieder einmal den Beweis schicken und von ihm die 25 Pf. einziehen. Die Folge war eine der Gaswerke: Hofarbeiter, Arbeiter der öffentlichen und civilen lieferte, daß auch ein Prediger der Liebe so recht von Herzen zu Beschwerde an das Reichspostamt. Vorgestern wurde nun der Beleuchtung müssen in materieller als auch in hygienischer Be- hassen versteht. Schon vorher hatte sich der Herr Bastor als fo Absender in Berlin bont einem Beamten gefragt, об er ziehung beffere Verhältnisse eingeführt werden. Außerdem fordert energischer Zwischenrufer produziert, daß der den Vorsitz führende die Stifte wiederhaben wolle oder ob sie an den ursprüng die Konferenz die Durchführung der sonstigen im Programm des Kirchenälteste ihm den Gebrauch des Hausrechtes" ankündigte. erflärte natürlich und gab darüber die verlangte Unterschrift, daß lich bestimmten Empfänger gehen folle. Der Absender Verbandes der städtischen Arbeiter niedergelegten socialen Grund- Seinen Gegnern schien es ein mächtiges Vergnügen zu bereiten, der die Stifte haben solle, an den er sie abgesandt habe; denn daß fäße. Der Vorstand des genannten Berbandes wird ersucht, überall eine entsprechende Agitation für die Verwirklichung der auch mal einen Paftor abgekanzelt zu sehen, und noch dazu vor dieser sie bekomme, sei ja der Zweck der Sendung. Von der Zahlung aufgestellten Forderungen zu entfalten und alle notwendig erfeiner Gemeinde. Bastor Granzin gab nachher andeutungs- der 25 Pf. oder eine Begebung irgend welcher Rechte war feine scheinenden Maßnahmen zu ergreifen. weise eine verdächtige Geschichte zum besten, die sich zwischen Rede mehr. Wir sind aber doch gespannt, ob der Empfänger die einem nicht genannten liberalen Kirchenältesten und einem Siste nun ohne weiteres erhält zehn Tage nach dem Geburtstage, Mädchen zugetragen haben soll. ältester Trettin, indem er eine Anzeige erwähnte, die der Herr macht. Mit dem hätte sich die ganze Geschichte binnen einer halben Die Antwort gab Kirchen- für den sie bestimmt war. Werkwürdig ist, daß die Postverwaltung unter dem Zeichen des Verkehrs keinen Gebrauch vom Fernsprecher Pastor vor ein paar Jahren gegen feinen jetzt von ihm so Stunde erledigen lassen. tapfer verteidigten Amtsbruder Diestellamp gemacht haben soll. Herr Granzin hatte sich aber bereits vorher empfohlen. formen. Die Resolution soll mit den Forderungen der übrigen städtischen Arbeiter allen kommunalen Verwaltungen übermittelt werden. Unter Verschiedenem werden noch mehrere Wünsche geäußert, aber von einer Beschlußfassung Abstand genommen. Außerdem wird mitgeteilt, daß die Kopenhagener Laternenwärter und Gastontrolleure den Vertrag zum 1. Juli gekündigt und eine Erhöhung des Lohnes, der bisher, je nach der Dienstzeit, 1000 bis 1200 Stronen beträgt, auf 1100 bis 1400 Stronen fordern. Nachdem die dänischen Delegierten dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß auch in Zukunft ein solidarisches Zusammenwirken stattfindet, und nach einer Ansprache des Vorsitzenden Schubert an die Delegierten, in der er ebenfalls den Gedanken der internationalen Solidarität betont, wird die Konferenz geschlossen. Lokales. Lente, die nichts zu thun haben, " Durch die Versammlung sind die Kirchlichen unter fich", die Liberalen und die Orthodoren, in lehrreicher Weise beleuchtet worden. Insofern ist diese Stagbalgerei der Nazarener auch für die weitere Deffentlichkeit von erheblichem Interesse. Ein Weltreisender zu Fuß stellte sich uns heute in der Person des Franzosen Jean Jules Martin, eines ehemaligen Hotelbieners, Neisetrieb gefaßt. Er begab sich alsbald auf Schusters Rappen auf vor. Herr Martin wurde vor etlichen Jahren übermächtig vom die Reise und durchpilgerte außer seinem Heimatland Belgien, die Schweiz und Italien. Aber sein Sinn strebte noch weiter in die Ferne. So ließ er sich denn nach Afrika hinüberschiffen, wo er u. a. Wenn sich Herr Reinhardt demaskiert. Sein wahres Gesicht Aegypten und Abessinien durchstreifte. Aber auch diese Spaziergänge zeigte der konservative Renommierarbeiter Reinhardt, der danach genügten ihm auf die Dauer nicht. Augenblicklich ist Herr Martin nicht nur in Berliner Versammlungen ausgestellt wird, sondern als im Begriff, Rußland, Borderafien, die Mandschurei, China, Japan und Australien zu Fuß zu durchwandern. konservativer Agitator auch die Provinz unsicher macht, in einer unternehmungsluftigen Franzosen diese fleine Sprigtour ebenso gut Hoffen wir, daß dem Bersammlung in leestedt im 17. Hannoverschen Wahlkreise. In bekommt, wie seine bisherigen Ausflüge. Fast tönnten wir freilich kommen jetzt täglich nachmittags in der Siege's Allee zusammen. Dieser Versammlung behauptete Herr Reinhardt nach dem Bericht befürchten, daß dem kleinen resoluten Herrn allmählich unser Blanet Ein hocharistokratischer Sportverein, der sich die Pflege des extra 10 000 m., an Gehalt bezögen und daß die socialdemokratischen des„ Harburger Volksblatt", daß socialdemokratische Redakteure zu flein für seinen Wandertrieb werden möchte. teuren und darum auch extranoblen Fahrsports angelegen sein läßt,„ Erefutoren" abends das eingetriebene Geld in Wein umfezten. alte frührere Kutscher Paul Tiedt aus der Marienburgerstr 30a. Der Ueberfahren und getötet wurde gestern, Freitagmittag, der 28 Jahre veranstaltet hier seit ein paar Tagen sogenannte Bromenaden- Der in Berliner Versammlungen im allgemeinen so manierlich auf- junge Plann konnte feit zwei Jahren feinem Berufe nicht mehr nach fahrten vornehmsten Stils, um einem dringenden Bedürfnis tretende Herr Reinhardt entpuppt fich danach in der Provinz als gehen, weil er an Strämpfen litt, und lebte seitdem von Gelegenheitsabzuhelfen. Das ist ein Schauspiel, das sich gewohnheitsmäßige ein sauberer Patron. Er, der früher selbst der Socialdemokratie arbeiten. Da er gestern nichts zu thun hatte, so ging er außerhalb Gaffer nicht gern entgehen lassen, und zwischen Siegessäule und angehörte und als socialdemokratischer Egekutor" einen besonderen der Stadt umher. In der Nähe von Weißenfee traf er den Kutscher Roland- Brunnen timmelt es daher in den Nachmittagstunden von Eifer entwickelte, muß ganz genau wissen, wie schamlos er mit Hecker des Fuhrherrn Domke, der eine Fuhre Lehm geholt hatte. einer dichtgedrängten Menge. Wir haben am Sonnabend auf einem Gange durch die Sieges- dieser Mann im Gifer, feinen jezigen Auftraggebern ja zu Gefallen zu plöglich einen Krampfanfall und stürzte, bevor Seder, der neben ihm feinen Behauptungen geflunkert hat. Es ist aber ganz nett, daß Hecker, der ihn kannte, nahm ihn auf seine Bitte auf seinem Wagen mit nach Berlin. Vor dem Hause Greifswalderstr. 198 bekam Tiedt Allee Gelegenheit gehabt, die Sache auf uns wirken zu lassen. Per sein, so dankenswerte Beiträge zur Beurteilung seines Charakters fag, ihn ergreifen und festhalten fonnte, auf das Pflaster. Das sonen aus den unbemittelten Volksschichten haben wir unter den Gaffern liefert. Bei einem so unökonomischen Haushalten mit seinem be- linke Vorderrad des schweren Wagens zermalmte dem Wermsten nicht bemerkt, und es dürften auch schwerlich welche darunter gefcheidenen Pfunde wird er ebenso rasch verbraucht sein, wie der den Kopf, so daß er auf der Stelle tot liegen blieb. Die Leiche wesen sein. Es wäre aber am Ende gar keine so üble Idee, einmal erftarbeiter Lorenzen, der Korbmacher Fischer und ähnliche Ge- wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhaufe gebracht. die Gleichgültigen unter den Proletariern hierher zu führen, jene ſtalten.Gedankenlosen, die noch nicht zur Erkenntnis ihrer Klassenlage durchUm sich zu erhängen, brach gestern der 30 Jahre alte Tischler gedrungen find, und ihnen eine dieser Promenadenfahrten zu zeigen; der Umgebung Berlins fand gestern in Bankow statt. Sowohl die feit einem halben Jahre so start, daß seine Frau, mit der er feit Eine große Protestversammlung gegen die Forstabholzungen in Ludwig Segkorn in die Wohnung seiner Frau ein. Seyforn trant fie würden vielleicht einigen Nutzen davon haben. Mancher arme fommunalen Vereine im Norden Berlins, als die der Vororte hatten drei Jahren in tinderlofer Ehe lebte, sich vor zwei Monaten von ihm Schlucker beneidet die Reichen und schimpft auf sie, aber genau ge- zahlreiche Vertreter entsandt. Es wurde gegen den Verkauf von trennte und nach der Gerichtstraße 56 zog. Während nun gestern nommen hat er gar keine richtige Vorstellung davon, wie reich die Waldterrains durch den Fistus protestiert, insbesondere aber die die Frau auf Arbeit gegangen war, öffnete er ihre Wohnung mit Reichen sind. Die Promenadenfahrten in der Sieges- Allee geben ihm Frage der Erhaltung der Schönholzer Heide besprochen. einem Nachschlüssel, verschloß fie hinter sich wieder und erhängte fich eine kleine Probe davon. Hier kann er an einer einzigen Stelle Die Versammlung verwahrte sich entschieden gegen die Behauptung an der Thürklinke. Bei ihrer Heimkehr von der Arbeit fand ihn feine vereint eine Fülle von Beispielen sehen, die ihn darüber aufklären, des Landwirtschaftsministers im Abgeordnetenhause, als ginge die Frau abends fot auf. wo der Wohlhabende sein Geld läßt. Bewegung zur Erhaltung der Schönholzer Heide von den Gastwirten Beim Abspringen von einem Straßenbahnwagen verunglückte Das zu zeigen, ist anscheinend auch der Hauptzweck dieser aus. Mit den nördlichen Vororten träten eine halbe Million BeBromenadenfahrten, wenn auch nicht gerade die Absicht die ist, den wohner des Berliner Nordens gegen die Abholzungspläne ein, so gestern der Diener des Privatiers Munt, Stegligerstr. 54, Stonezius. Reichtum und seine Verwendung dem Proletarier zu zeigen. daß die geringe Bahl der dabei intereffierten Gastwirte taum in Er sprang an der Ecke der Potsdamer- und Lüßowstraße kurz vor Man will gesehen werden, sich sehen lassen aber selbstverständlich Minister, der am 4. April 1901 durch einen Erlaß die Berliner Frage komme. Rechtsanwalt Berg bedauerte, daß derselbe der Haltestelle von dem Straßenbahnwagen 1099, stürzte und erlitt einen Doppelbrich des rechten Oberschenkels. von seinesgleichen und allenfalls noch von den besser Gekleideten aus Vororte aufforderte, sich die Bodenspekulanten vom Halfe zu halten, Ein gefährlicher Kinderfreund wurde am Freitag gegen Abend dem zu Fuß gehenden Pöbel". Ein andres Vergnügen ist offenbar jetzt diesen Herren felbst die Wege ebne, ja felbft Terrainspekulant auf dem Tempelhofer Felde festgenommen. Einige Leute bemertten, nicht dabei oder es fehlt uns eben an dem rechten Verständnis liverden wolle. Die Schönholzer Heide sei vor 61 Jahren vom Fiskus für daß der Maler Hans David aus der Großgörschenstraße zwei kleine " Mädchen in der Bergmannstraße an sich lockte und nach dem Tempelhofer Feld verschleppte. Als er dort begann, unzüchtige Handlungen mit ihnen vorzunehmen, sprangen sie zu, packten und prügelten ihn durch und übergaben ihn dann der Polizei, während sie die Kinder nach Hause brachten. Durch einen Saugpfropfen ums Leben gekommen ist der neun Monate alte Sohn Erwin des Kupferschmiedes Ladewig aus der Lychenerstraße Nr. 15. Während die Eltern glaubten, daß er schliefe, und sich nur auf 5 Minuten von ihm entfernten, verschluckte der Kleine den Pfropfen, der ihm im Halse stecken blieb. Nachdem der Vater umsonst versucht hatte, ihn mit zwei Fingerspißen herauszuziehen, trug er das Kind zu einem Arzt. Erst den dritten fand er zu Hause, und nun war der Knabe tot. Rechtzeitiges Anrufen der Rettungsgesellschaft hätte diesen schlimmen Ausgang verhindert. Arbeiter- Bildungsschule. Lehrplan für das 2. Quartat 1903. Montag: Nationalofonomie( Reichs- Finanzreform und die Einkommenbesteuerung in Preußen); Vortragender: Schrift steller Georg Bernhard. Dienstag: Geschichte( Geschichte des Industrialismus im 19. Jahrhundert); Vortragender: Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner. Freitag: Rede- llebung( Uebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen Auffah); Vortragender: Schrift steller Dr. Rudolf Steiner. Der Unterricht beginnt in Nationalökonomie: Montag, den 20. April; Geschichte: Dienstag, den 28. April; Rede- Nebung: Freitag, den 24. April. Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 11 Uhr. Die reichhaltige Bibliothet ist an diesen Abenden von 8 bis 9 Uhr geöffnet. Der Mitglieds beitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 Mart und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermanit zum unentgeltlichen Besuch frei. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten bei Beginn jedes Kursus im SchulTotal, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, of links 2 Tr., und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; Vogel, Demminerstr. 32; Strause, Müllerstr. 7a: Barnimstr. 42; Vogel, Demminerstr. 32; Krause, Müllerstr. 7a; Horsch, Engel- Ufer 15. Alle Zuſchriften sind an den ersten Vor sigenden Hermann Lammé, Berlin SW. 43, Hornstr. 20, Quergebäude II, Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 20, zu senden. Gerichts- Zeitung. " Arbeiter- Bildungsschule. Heute abend 7 Uhr Vortrag des Genossen Dittmer über„ Die Arbeiterbewegung in der französischen Schweiz"" in Frankes Festsälen, Sebastianstraße 39. Allgemeine Familien: Sterbekasse zu Berlin. Heute Zahltag bei Dieke, Aderstr. 123, von 3-6 Uhr. Briefkaften der Redaktion. O. Ewald. Dr. W., Friedrichshagen, Kastanien- Allee 20. Wahl 1903. Spätestens 25. April. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler am 16. April nach langen Leiden verstorben ist. 81/2 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19. April, nachm. um 4 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Köpenick. Am Freitag früh entschlief sanft am Herzschlage mein innigst geliebter Mann, unser guter Bater, der Restaurateur und Stadtverordnete Schwere Mißhandlungen eines Kindes führten gestern den Arbeiter Franz Regelin und dessen Ehefrau Emma Regelin vor die erste Strafkammer des Landgerichts II. Die Beweisaufnahme ergab folgenden Sachverhalt: Der Arbeiter Eichler zu Rirdorf gab am 8. August v. J. seinen noch nicht zweijährigen Sohn Gustav den Angeklagten in Pflege. Seine Frau war furz vorher gestorben, er selbst konnte sich um die Pflege des Kindes nicht fümmern, da er Tags über auf Arbeit ging. Einige Zeit später brachte Eichler auch seinen älteren jährigen Sohn Egon bei den Angeklagten unter. Dieser blieh bis zum Oktober bei den Angeklagten. Als er zum Vater zurückkehrte, erzählte er diesem, daß sein jüngerer Bruder von den Angeklagten wiederholt furchtbar geschlagen worden sei. Eichler suchte fein Kind auf. Er fand es in einem Zustande, der jeder Be schreibung spottete. Der ganze Körper des fleinen Knaben war mit blutunterlaufenen Striemen und aufgesprungenen Stellen Christian Meinhardt bedeckt, die nur von schweren Mißhandlungen herrühren Da ernste Gefahr für das Leben des Kindes entstanden konnten. war, ſo wurde es sofort in ärztliche Pflege gegeben. Der Angeklagte Ehemann Regelin gab zu, das Kind wiederholt mittels eines zerbrochenen Ausklopfers gezüchtigt zu haben, es sci notwendig gewesen, um ihm den Hang zur Unreinlichkeit abzu gewöhnen. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Ehemann Regelin zwei Monate, gegen die Ehefrau einen Monat Gefängnis. Der Gerichtshof verurteilte den Ehemann zu zwei Monaten Gefängnis, sprach die Ehefrau dagegen frei, da ihre Beteiligung an den Mißhandlungen nicht hinreichend erwiesen sei. Die Ermordung des Gymnasiasten Winter in Konik spielte eine Rolle in einem Preßprozeß, der das Reichsgericht am 17. April beschäftigte. Das Landgericht I in Berlin hat am 11. Oftober v. 3. den Redakteur der Staatsbürger- Zeitung", Dr. phil. Baul Bötticher, und den Verleger des Blattes, Bruhn, wegen Be leidigung von Behörden usw., insbesondere des Bürgermeister?, eine Landrichters, der Staatsanwaltschaft und der Polizeiverivaltung in Konig verurteilt und zwar Bötticher zu einem Jahre, Bruhn sechs zu Monaten Gefängnis. Die Angeklagte beharren dabei, daß die beiden Levi, Vater und Sohn, die Mörder Blattes 21 Beweismomente für ihre Ansicht veröffentlicht. Das des Gymnasiasten Winter sind, und haben in mehreren Artikeln ihres Gericht hält es aber nicht für erwiesen, daß die Levis in irgend Cirkus Albert Schumann, vormals Renz. So wird der Titel einer Beziehung zu dem Morde gestanden haben. Die Mitwisser des Cirkusgebäudes in der Karlstraße von der nächsten Saison an und Begünstiger sind völlig unermittelt geblieben. In den Tauten, denn der Direktor Schumann will nicht, daß der so populäre inkriminierten Artikeln werden die jüdischen Nebenkläger Name Renz, der mit dem Hause so eng verknüpft gewesen, vergessen teils der Thäterschaft, teils der Mitwisserschaft usto. beschuldigt. werde. Am Montag findet unwiderruflich die Abschiedsvorstellung Bruhn hatte seine beiden Artikel nach seinen beiden Reisen noch statt; eine neue Verlängerung des Berliner Gastspiels ist unmöglich. Konig verfaßt. Im ganzen handelt es sich um 13 Artikel. Den Am Sonntag sind somit die beiden letzten Sonntags- Vorstellungen Beamten wird darin vorgeworfen, sie hätten nach bestimmter, das und zum letztenmal geht heute die viel belachte Pantomime Die Judentum schonender Schablone gehandelt und bewußt das Recht Lustigen Heidelberger" in Scene, die damit ihre 175. Aufführung gebeugt. Gerade das Gegenteil, so sagt das Urteil, ist der erfährt. Die Reifenfahrt„ Looping the Hoop" wird von Miß Alix Fall. Zahlreiche Juden, sogar der Rabbiner, mußten sich über Heute ebenfalls zum letztenmal in beiden Vorstellungen ausgeführt ihr Alibi ausweisen; die Synagoge wurde durchsucht, die ausweisen; die Synagoge wurde durchsucht, die werden. Der Cirkus Schumann reist nach einer glänzenden Saison Nitualmord- Litteratur studiert. Der Bürgermeister von Konik ist zu längerem Gastspiel nach Dresden. in den Artikeln als„ waschechter Judengenosse" bezeichnet worden, der mit einer Jüdin verheiratet sei und auf Veranlassung der jüdischen Gemeinde einem Photographen aufgegeben habe, das Bilh des Winter aus dem Schaukasten zu nehmen. Dem Staatsanwalt ist vorgeworfen, er habe mir auf das Zeugnis von Juden Wert gelegt, und die Oberbehörde( nach Ansicht der Gerichtes war um zu verdamit der Oberstaatsanwalt gemeint) habe, hüten, daß die Juden von der Bevölkerung totgeschlagen würden, Die Aus den Nachbarorten. angeordnet, gegen die Juden nicht zu scharf vorzugehen usw. Angeklagten hatten gegen das Ürteil Revision eingelegt, to che Rigdorf. An die Beiten des Socialistengefeges von den Rechtsanwalten Hahn und Simons vertreten wurde. Die erinnert ein Polizeistreich, dem der Nixdorfer Parteigenosse Reischock Verhandlung über einige prozessuale Beschwerden nahm längere zum Opfer gefallen ist. St. benutzte anläßlich eines Konzerts, das Beit in Anspruch. Die materiellen Rügen wurden vom Reichsihn in das Lokal von Gröpler geführt hatte, die Gelegenheit, um anwalt deshalb als unbeachtlich bezeichnet, weil sie sich lediglich Arbeiter und Arbeiterinnen! Tretet der Arbeiter- Bildungsschule bei! " Ermäßigte Eintrittskarten zur Berliner Secession, Kantstraße 12, werden auch diesmal an die Mitglieder der Gewerkschaften ausDiese gegeben und zivar zum Preise von 25 Pf. statt 1 Mark. Karten können von Beauftragten der einzelnen Organisationen im Bureau des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15, IV in Empfang genommen werden. Eine Abgabe an Einzelpersonen findet nicht statt. Albert Czernefsky im 50. Lebensjahre. Dies zeigt um stilles Beileid bittend an Die trauernde Witwe Marie Czernefsky, geb. Lintsche, nebst Kindern. 12942 Die Beerdigung findet am Montag, den 20. April, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Marienstr. 11, aus statt. Köpenick. Socialdemokratischer Wahlverein Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse, Stadtverordneter Albert Czernefski verstorben ist. 202/13 Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Montag, den 20. d. M., nachmittags 22 Uhr, vom Trauerhause in der Marienstraße aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er Der Vorstand. fucht feiner Barteipflicht zu genügen. Er sammelte unter Benutzung einer gegen die thatsächlichen Feſtſtellungen richteten.- Das Reichsgericht Ortskrankenkasse Lifte freiwillige Beiträge für den socialdemokratischen Wahlfonds. erkannte auf Verwerfung der Revision. Vermischtes. Plöglich erwischte ihn ein Kriminalbeamter, der das Konzert durch feine Gegenwart verschönte, und entführte ihn nach dem Polizeibureau. Allhier enteignete man ihn der betreffenden Liste, seines Notizbuches mit einigen Parteibons und des Geldes, anscheinend nach dem Grundsatz: Eigentum ist Diebstahl! Sogar 20 Pf. eignen Vermögens mußte St. hergeben. Nach- Opfer eines Luftmordes. In Neumünster in Holstein wurde dem er eine Quittung erhalten und man sich fein säuberlich Namen, die Leiche eines etwa zehnjährigen Mädchens, welches seit dem Stand und Wohnung notiert hatte, durfte R. wieder gehen. Unser 12. November v. J. spurlos verschwunden war, durch einen Zufall Genosse hat Beschwerde erhoben. Thatsächlich entbehrt auch die von Knaben in einer Sandgrube gefunden. Es unterliegt keinem Nicht Aktion einmal Zweifel, daß die Leiche bereits die ganze Zeit dort eingescharrt ge ganze jedes gesetzlichen Grundes. ein unberechtigtes öffentliches Solleftieren läßt sich heraus- wesen ist, denn sie war schon start in Verwesung übergegangen. tüfteln, denn das Kammergericht hat entschieden, daß Nach allgemeiner Ueberzeugung handelt es sich hier nicht um einen unter den Kollekten, die einer Die Situation der Leiche läßt behördlichen Erlaubnis Unfall, sondern um ein Verbrechen. bedürfen, nur Sammlungen von Haus zu Haus( Hausfolletten) auch keine andre Deutung zu. Sie lag, die Kleider nach oben gezu verstehen seien. Jede andre öffentliche Sammlung freiwilliger schlagen, mit dem Gesicht nach unten in zusammengedrückter Stellung. Beiträge ist ohne weiteres erlaubt. St. ist aber nicht von Haus zu Es ist anzunehmen, daß der Mörder sein Opfer nicht weit von dem Haus gegangen, um zu fanmeln, sondern hat die Sammlung nur Fundorte getötet hat. Wundern muß man sich nur, daß die Leiche in dem einen Lokal vorgenommen. In einem ganz gleichen Falle nicht schon längst gefunden wurde, denn hier spielen viele Kinder, hat das Kammergericht auf Freisprechung erkannt und dabei aus- auch wird der Fußsteig vielfach benutzt. Die Leiche lag nur etwa gesprochen, daß ein Gehen von Kneipe zu Kneipe zum einen halben Fuß unter der Erde und war mit Sand bedeckt. Zwede der Sammlung freiwilliger Beiträge allerdings unter den Zugentgleisung. Quedlinburg, 18. April. Amtliche Meldung. Begriff der mur mit behördlicher Genehmigung zulässigen Hausfollette fallen würde. Darum handelte es sich hier aber nicht. Heute früh entgleiste Personenzug 923 zwischen Quedlinburg und Suderode. Verlegungen von Personen sind nicht vorgekommen, auch Adlershof. Die hiesigen Saalbesitzer, die seit Januar der ist bis auf geringe Beschädigung des Geleises kein Materialschaden Arbeiterschaft ihren Saal zur Verfügung gestellt haben, erfreuen sich entstanden. Ueber die Ursache der Entgleisung ist Untersuchung einseitdem der ganz besonderen Aufmerksamkeit der Polizei, was durch geleitet. Betriebsstörung wird voraussichtlich bis 3 Uhr nachmittag3 nachstehende Gerichtsverhandlung wieder bestätigt wurde. Bemerkt beendet sein. sei, daß nicht allein die Polizei, sondern auch der Handwerkerverein Eine sonderbare Löschmethode wendete eine Arbeiterfrau in fofort nach der Freigabe des Saales dem Gastwirt Wöllstein seine Leobschütz an. Sie goß aus Versehen Spiritus in eine PetroleumFreundschaft dadurch fündigte, daß er aus dem Verein ausgeschlossen lampe. Beim Anzünden der Lanpe explodierte die Mischung und wurde. Herr Wöllstein muß doch aber immer noch nicht ein all zu schlechter Mensch sein, da er von der Militärbehörde vor ca. 8 Tagen sprigte brennend über den Fußboden. Als die Bemühungen der mit dem Landwehr- Dienstauszeichen versehen wurde.- Am Sonntag, entsetzten Frau, den Brand mit einem Lappen zu löschen, vergeblich den 4. Januar 1903 befanden sich der 10jährige Sohn des Gastwirts waren, setzte sie sich auf die brennende Flüssigkeit. Dabei erlitt fie Wöllstein und der 12jährige Sohn seines Büffettiers im Schantzimmer, fo schwere Brandwunden, daß sie in das städtische Krankenhaus wo sie ihr Abendbrot verzehrten und von wo aus sie nach Aussage gebracht werden mußte. Dort ist sie gestern den schweren Verdes Gendarmen Kühle den in dem Nebensaal stattfindenden öffentlegungen erlegen. Wetternachrichten. Aus allen Teilen des Reiches und auch des lichen Tanz beobachten, konnten. Der Herr Gendarm erblickte hierin ein Vergehen gegen die Ober- Präsidialverordnung vom Auslandes kommen Nachrichten über Unwetter sowie über durch 14. Juli 1872 und 15. Oktober 1895; weshalb er auch gegen dasselbe angerichteten Schaden. So wird gemeldet: den Gastwirt Wöllstein Anzeige erstattete. Herr Wöllstein sagte aus, Breslau, 18. April. Hier hält das Schneetreiben seit zwölf daß die Kinder sich früher stets auch in Gegenwart des Stunden in unveränderter Heftigkeit an. Der Betrieb der FernsprechHerrn Gendarmen in diesem Naum aufgehalten hätten, leitungen nach Oberschlesien ist noch gestört, auch jener nach Berlin ohne daß derselbe je daran Anstoß genommen hätte. Das unterbrochen. In der Stadt find viele Leitungsdrähte gerissen. Schöffengericht Köpenick sprach Wöllstein denn auch frei mit der Be- Nürnberg, 18. April. Bei heftigem Sturm herrscht hier seit Aus Urbeis und den umgründung, daß diese Verordnung auf eigne Kinder feine Anwendung heute morgen starker Schneefall. finden könne. Der Amtsanwalt legte Berufung ein, weshalb die liegenden Vogesenhöhen wird berichtet, daß die Kälte in Sache am 17. d. Mts. vor dem Landgericht II Berlin verhandelt der vergangenen Nacht 10 Grad unter Null betrug und der Wien. Das wurde. Der Staatsanwalt machte geltend, daß der Schuß der ge- Schnee in den Bergen 1 Meter hoch liegt. nannten Verordnungen die eignen Kinder genau so treffen müsse Unwetter hat in allen Landesteilen fürchterlich gewütet; die wie die andern, weshalb er Aufhebung des ersten Urteils und eine gesamte Obsternte ist vernichtet, die Telegraphen- und TelephonEs herrscht Strafe von 3 M. beantragte. Der Gerichtshof verwarf jedoch die verbindungen mit Wien find größtenteils gestört. Züge raume aufgehalten hätten, tönne die Verordnung nicht in Betracht aus Ungarn und Steiermark find infolge Schneeverwehungen aus ständig. Mailand. In der ganzen Lombardei wüten heftige tommen, weshalb die Freisprechung erfolgen müsse. Krankenversicherung für Handlungsgehilfen in Charlottenburg. Schneeſtürme.- Odessa. In ganz Südrußland ist ein berherender Der Magistrat beantragt jetzt bei der Stadtverordnetrn- Versammlung Wetterfturz eingetreten. Längs der Küste des Schwarzen Meeres Marseille, 17. April. Der Sturm den Erlaß eines Drtsstatuts über die Krankenversicherung der Handheute den ganzen Tag hindurch an Heftigkeit zulungsgehilfen und Lehrlinge. Nach demselben soll sich die KrankenVersicherungspflicht auf männliche und weibliche Handlungsgehilfen genommen und vielfachen Schaden angerichtet. Kein Schiff founte und Lehrlinge erstrecken, deren Arbeitsverdienst an Lohn oder in den Hafen einlaufen oder auslaufen. Der Hamburger Dampfer Gehalt 6%, Mart für den Arbeitstag oder bei Bemessung Kaiser" flüchtete in den Fischereihafen. Einem griechischen Dreimaster brachen die Masten. 40 fleinere Fahrzeuge wurden zum nach größeren Zeitabschnitten 2000 M. für das Jahr nicht übersteigt. Sinten gebracht. Seit 15 Jahren hat man hier feinen so heftigen Das Statut soll am 1. Juli 1903 in Kraft treten. Die beteiligten Sturm erlebt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich übereinstimmend für das Berlin hat es bereits eingeführt, neue Statut ausgesprochen. Schöneberg und die andren Vororte, die in Frage kommen, stehen im Begriff dies zu thun. der Sattler und verwandten Gewerbe. Am 17. April verstarb unser Mitglied, der Sattler Hugo Fuchs ( Werkst.„ Deutsch. Offizierverein"). Die Beerdigung findet am Dienstag, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des KreuzKirchhofes in Mariendorf, Feldstraße, aus statt. 272/20 J. A.: H. Werner. Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlin. Freitag, den 17. April 1903, verstarb unser Mitglied Hugo Fuchs ( Werkstelle Offiziersverein"). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Kreuz- Kirchhofs, Mariendorf, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 156/17 Die Ortsverwaltung. Central- Kranken- und Begräbniskasse der Sattler und Berufsgenossen Deutschlands Hoffnung. E. H. 64. Ortsverwaltung Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 17. April 1903 der Sattler Hugo Fuchs verstorben ist. 7596 Die Beerdigung findet am 21. April, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Heilig- Kreuz- Kirchhofs, Mariendorf, Feldstraße, aus statt. Berufung, indem er ausführte, da die Kinder fich nur im Neben. Hochwassergefahr. Der Verkehr ist vielfach unterbrochen, beige Tischler- Verein zu Berlin wüten Schneeſtürme. Wetter- Prognose für Sonntag, den 19. April 1903. Kühl und vorwiegend trübe mit Niederschlägen und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. E. H. No. 89. Unser Mitglied, Herr Ernst Riemer ist am 16. d. M. nach langem Leiden verstorben. Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gol gatha Kirchhofes, Barsusstraße, aus ftatt. Rege Beteiligung erwünscht. 198/11 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags Wahlkreis. Todes- Anzeige. Am 18. d. M. verstarb unse Mitglied, der Cigarrenarbeiter Julius Rabe Diedenhofenerstr. 8, an der Proletarierkrankheit. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 21. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 247/7 Der Vorstand. Allen Bekannten, Kollegen und Genossen die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und jorgender Vater Julius Rabe nach langem, schwerem Leiden am 18. d. M. sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 21. April, nachmittags 4 Uhr, von der Zeichenhalle der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee, aus statt. 7726 Die tieftrauernden Hinterbliebenen Wwe. Therese Rabe, geb. Schoch, nebst Sohn. Todes- Anzeige. Am 14. April verschied unser Mitglied vom Rauchklub„ Kernspitze“ Christian Oelschläger. Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. April, nachmittags 31, Uhr, vom Siech enhause, Prenzlauer Allee, aus nach dem Kirchhof der Markus Gemeinde in Wilhemsberg statt. 285/18 A Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Nachruf. Am 7. d. M. verstarb ein treues und langjähriges Mitglied, der Kollege L. Ackermann infolge Sturzes von der Leiter. Der Verein widmet dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken! 33/6 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Paul Vierus am 16. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 115/11 Die Ortsverwaltung. Am Dienstag, den 14. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, entschlief nach furzem Krankenlager mein geliebter Mann, der Schriftseter Karl Ruez an Lungenödem im 56. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt an Wwe. Bertha Ruez nebst Tochter. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 19. 16. Mts., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zions Kirchhofes in NiederSchönhausen aus. 7716 A Centralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Drtsverwaltung Berlin I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 16. d. M. unser langjähriges treues Mitglied, der Rolltutscher Rudolf Müller bei der Ausübung seines Berufes uns plötzlich durch den Tod ent rissen wurde. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntagnachmittag um 4 Uhr vom Leichenschauhauſe, Hannoverschestraße aus nach Wilhelmsberg statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 67/7 Die Ortsverwaltung Berlin 1. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß uns der Tod unser einziges, innigst geliebtes Kind 12932 Käthe nach kurzem schwerem Leiden da hingerafft hat. am Die betrübten Eltern Aug. Lutterbüse und Frau. Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. April, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Friedrich Karlstraße 11, aus nach dem Georgen Kirchhof, Lands berger Allee, statt. 111. Wahlkreis. Dienstag, den 21. April, abends 8% Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Generalversammlung des Wahlvereins 1. Bericht und Abrechnung vom ersten Quartal. 2. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow: Um was lämpft das Volk bei den bevorstehenden Reichstagswahlen?" Diskussion. Frauen die Achtung! Frauen und Mädchen! Arbeiterinnen Berlins! Achtung! Orts- Krankenkasse d. Mechaniker, Montag, den 20. April 1903, abends 8 Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29: Volks- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genoffen Athur Stadthagen über: 8 und 21 des Mitglieder werden in folgenden Zahliſtellen aufgenommen: Gottfried Preußischen Vereinsgejekes für die Frauen in Bezug auf die Reichstagswahlen. 2. Distuſſion. 3. Grfindung Die Vertrauenspersonen. Schulz, Admiralstr. 40a( Stottbuser Play). Wilhelm Börner, Ritter- und Sonstituierung eines Wahlvereins für Frauen. Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen ersuchen ftraße 15. Martin Mescha, Adalbertstr. 24( Eingang Engel- Ulfer). Emil 1/5 Götte, Brandenburgstr. 18. Adolf Flick, Simeonstr. 23. Ernst Lier, Alte Jakobstr. 119. Franz Krüger, Naunynstr. 54. Spedition Prinzenstraße 31. Der Socialdemokratischer Wahlverein Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer f.d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( SO.). Dienstag, den 21. April, abends 8 Uhr, in Sanssouci, Kottbuserstraße 4a: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Neuwahl desselben. 2. Vortrag des Genoffen Kaliski über:" Eine reaktionäre Masse". 3. Diskussion. 4. Vereins242/18 Bmgelegenheiten. – Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Zahlreichen Besuch erwartet Socialdemokratischer Wahlverein Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 22. April, abends Punkt 8½ Uhr, in den Boruffia- Sälen, Ackerstraße 6-7: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1903, sowie Bericht der Revisoren. 2. Berichterstattung über die EinigungsVerhandlung und weitere Stellungnahme zu derselben. 3. Wahl eines Revisors. 4. Vereinsangelegenheiten. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. 129/9 Stukkateure! Der Vorstand. für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis Montag, den 20. April 1903, abends 8 Uhr, in Frankes Festsälen: ( Osten). Dienstag, den 21. April, abds. 8%, Uhr, Große Frankfurterstr. 117: General- Versammlung. General- Versammlung der Filiale Berlin. Tages Ordnung: Optiker und verwandten Gewerke zu Berlin. Sonntag, den 26. April 1903, vor. mittags von 9 bis 11, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel Ufer 15, Saal III: Wahlversammlung sämtlicher grossjährigen Kassen- Mitglieder. Tages- Ordnung: Ersatztahl von 56 Vertretern zur Generalversammlung für 1901-1903 (§ 49 und 49a des Statuts). ( Nach§ 38 des Statuts ist die Wahl geheim und durch Stimmzettel vor= zunehmen.) Die Herren Arbeitgeber werden ersucht, den Mitgliedern zum Zwecke der Legitimation bei der Wahlhandlung die Mitgliedsbücher resp. die Mitgliedskarten zu berabfolgen. - Ohne Legitimation fein Zutritt. Berlin, den 17. April 1903. Der Vorstand. J. A.: Erh. Schlenker, Vorsitzender Zum Zweck der Kandidaten- Aufstellung zur vorstehenden Wahl- Verfammlung 7216 Versammlung sämtlicher Kaffeumitglieder am Dienstag, den 21. April 1903, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Rommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: 1. Aufstellung der Kandidaten. Krankenversicherungs- Gesez und über 1. Abrechnung vom ersten Quartal 1903. 2. Aus unsrer Gewerbegerichtspratis. Referent: Kollege Rösner. 2. Bortrag über die Novelle zum Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Er- 3. Vergleich des neuen Mußtarifs mit den bisher gezahlten Preisen und mit unsrem neuen Tarif. 4. Was ist den Krankenkassentag. 3. Verschiedenes. gänzungswahl des Vorstandes. 3. Vortrag des Stadtv. Dr. Friedeberg. Streifbruch? 5. Berschiedenes. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. Es wird wieder ersucht, vor und während der Versammlung nicht zu rauchen. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreichen Besuch ersucht 242/20 173/16 Der Vorstand. Socialdemokratischer Verein Donnerstag, den 23. April, 8 Uhr, Bauhandwerker! Die Ortsverwaltung. P. Krebs. Bauberufe! Laut Beschluß einer am 14. April stattgefundenen Versammlung ist im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreise. mit 537 gegen 19 bei 3 ungültigen Stimmen der allgemeine Ausstand überall da erklärt worden, wo die Unternehmer unsern Tarif nicht an erkannt haben. Da schon sofort eine große Zahl der maßgebendsten Firmen Arbeitsberechtigungskarte ausgestellt, welche mit im Alten Schützenhause, Linienstraße 5: Generalversammlung. bewilligt haben, so wird zu diesem Zweck an alle arbeitenden Stuffateure Tages- Ordnung: 1. Vorstands-, Kaffen- und Revisionsbericht. 2. Wahl des Vorstandes. eine rote Die Kassenmitglieder werden gebeten, die aufzustellenden Kandi baten genau mit Namen, Vornamen, Wohnung und Kassennummer zu bezeichnen. Orts- Krankenkaffe der Stellmacher zu Berlin. Sonntag, den 26. April 1903, vormittags 92 Uhr, bei Hrn. Nümann, Brunnenstr. 188: Ordentliche dem Stempel des Centralverbandes der Stuffateure Deutschlands( Filiale General- Versammlung. 3. Bericht der Vertrauensleute, Preß-, Lokal- und Agitationskommission. Berlin) versehen ist. 4. Wahl von drei Delegierten zur preußischen Parteifonferenz. 5. Partei- und Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Tages- Ordnung: 1. Abnahme der Rechnung des Wir ersuchen alle Banberufe, in üblicher Weise jeden arbeitenden Stukkateur an seine Pflicht Jahres 1902 und Bericht der Revisoren. zu erinnern, damit unser Vorgehen in wenigen Tagen ein erfolgreiches ist. 2. Ersakwahl von 2 Borstands-Mit173/13 Die Streikleitung. gliedern( 1 Arbeitgeber, 1 Arbeit. Ich habe meine Braris wieder aufnehmer). 3. Antrag des Vorstandes auf Abänderung des§ 13 des Statuts. 4. Bericht über den 2. KrankenkassenDr. Curt Freudenberg, Rongres au Berlin. 5. Verschiedenes. 7105 Der Vorstand. Mittwoch, den 22. April, abends 8%, Uhr, in den Arminhallen, S. Oranienstr. 68, II. J. A.: F. Josewski. Kommandantenstraße 20: 8-9, 4-5( Donnerstags: 8-9, 3-4). Das ftändige Wahlbureau des Kreifes Centralverband der Maurer befindet sich im Restaurant Otto Güntzel, Amt III, 1296, 1. Eingang: Rosenthalerstr. 57. 2. Eingang: Gormannstr. 28. Vorläufig geöffnet: Wochentags von 10 Uhr an, Sonn tags von 10 bis 1 Uhr vormittags. 245/ 7* Jede auf die Wahl oder den Verein gewünschte Auskunft wird dort gern erteilt. Oeffentliche Versammlung für Erwachsene beiderlei Geschlechts Dienstag, 21. April, Schlag 81, Uhr, bei Buggenhagen, Moritplatz. Sektion der Rabitzputzer. Mitglieder- Versammlung. 252/5 Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Lohnbewegung der Spanner. 2. Abrechnung vom ersten Quartal 1903. 3. Berichterstattung vom BauarbeiterschutzSongreß und vom Verbandstage. 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen erwartet Der Vorstand. genommen. 7326 Arbeiter- Bildungsschule Berlin Sonntag, den 19. April 1903, abends 7 Uhr, in Frankes Festsälen, Sebastianstr. 39: Vortrag des Genossen Dittmer über: Verband der Sattler. Die Arbeiterbewegung in der französischen Schweiz. Ortsverwaltung Berlin. Vortragender: V. Oppell, Kapstadt, Distriktsarzt a. D., Bureau: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Zimmer 30.- Fernſpr. VII, 1959. Charlottenburg, Bismarckstr. 23 a. 1. Ursprung des§ 175. 2. Der Fall Krupp 2c. 3. Die Klärung der Mittwoch, den 22. April, abends 29 Uhr, im großen Saale fittlichen Anschauungen. 4. Sind die Andersgeschlechtlich veranlagten eine der Armin hallen, Kommandantenstr. 20: Gefahr für das Bolk? Jedermann wird dringend hierzu eingeladen, da die Frage der Aufhebung des§ 175 dem nächsten Reichstage vorgelegt werden wird. Bur Deckung der Unkosten Eintritt nicht unter 10 Pf. Ueber dasselbe Thema spreche ich nochmals: Charlottenburg, Rosinenstr. 3, Volkshaus", im großen Saal, am Dienstag, den 28. April, Schlag 8%, Uhr. 576b Musikinstrumenten- ArbeiterFachverein. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht des Borstandes. vom Nachdem: Gemütliches Beisammensein und Canz. Eintritt 20 Pf. inkl. Garderobe. [ 4/16 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonntag, den 19. April cr., vorm. 10 Uhr, bei Sacbse, Lindowerstraße 2. Abredung bont 4. Chartal und Jahresabrechnung. 280 Versammlung d. Feilenarbeiter. 3. Wahl des Kassierers. 4. Wahl des Vorsitzenden. 5. Wahl der Mitglieder zum Centralvorstand. 6. Wahl der Mitglieder zum Ausschuß. 7. Wahl des Brandenburger Agitationskomitees( Gauleitung). 8. Verschiedenes. 156/18 Kollegen und Kolleginnen! Bei der außerordentlichen Wichtig feit dieser Bersammlung ist es notwendig, daß alle erscheinen. Es ist Pflicht Montag, den 20. April, abends 8 Uhr, bei Graumann, jedes einzelnen, für zahlreichen Besuch Sorge zu tragen. Naunynstraße 27: Die Ortsverwaltung. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung von der Urania- Borstellung und vom ersten Quartal. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Bericht von den Einigungsverhandlungen. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. 141/8 Am Mittwoch, den 22. April cr., abends 8% Uhr: Große öffentliche Volks- Versammlung in Weimanns Klubhaus, Schöneberg, Hauptstr. 5/6. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Herrn Rosenow über: , Die Bedeutung der Genossenschaftsfrage für die Arbeiterklasse, mit besonderer Berücksichtigung der Wangenossenschaften." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 285/19 Gemeinnüßiger Bauverein, E. 6. m. b. H. Achtung! Schuhmacher! Achtung! Montag, den 20. April 1903, abends 81%, Uhr, in der Tonhalle", Friedrichstraße 112: Grosse öffent. Schuhmacher- Versammlung. Tages- Ordnung: Berichterstattung über den Stand der Lohnbewegung und Beschlußfaffung über die Vorlegung der Lohntarise und Ausstellung allgemeiner Forderungen. Sämtliche in Berlin für die besseren Maßgeschäfte, bei Kleinschuhmachern und in Besohlanstalten beschäftigten Schuhmacher sind zu dieser Versammlung eingeladen. In dieser Versammlung kommen die Lohntarife zur Verteilung, 69/14 Der Einberufer. Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlin. Montag, den 20. April 1903, abends 9 Uhr: Ausserordentliche Branchenversammlung der Treibriemensattler Dienstag, den 21. April cr., abends 8, Uhr: 115/10 Bezirksversammlung für Steglitz bel Schellhase, Ahornstrasse 15a. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Behrend über: Braris der Gewerbegerichte". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten u. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Centralverband der Steinarbeiter Deutschlands, Berlin II. Dienstag, den 21. April, abends 8 Uhr, im„ Englischen Garten", Alexanderstraße 27c: Versammlung der Marmorarbeiter. Tages- Ordnung: 1. Vierteljahres-, Maskenball- und Krankenkassen- Abrechnung. 2. Wahl eines zweiten Borsigenden. 3. Wahl eines Kollegen zur Gauleitung. 4. Der 1. Mai. 5. Die Vergebung der Königlichen Arbeiten an das Aus156/19 land. 6. Gewerkschaftliches. 172/13 im kleinen Saal des Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. Tages- Ordnung: 1. Entgültige Stellungnahme betreffs der Forderungen. 2. Verschiedenes. Kollegen, erscheint in dieser Versammlung. Es liegt in Eurem eigensten Interesse, in dieser wichtigen Angelegenheit selbst mitzuraten und durch einen guten Besuch den Beweis zu liefern, daß Ihr geeint hinter Euren Forderungen steht. Die Ortsverwaltung. Schöneberg. Socialdemokratischer Wahlverein. Dienstag, den 21. April, abends 8 Uhr, bei Obst, Meininger- Strasse 8: Versammlung. 15/6 Der Vorstand. Central- Krankenkasse der Maurer, Gipser, Weissbinder und Stukkateure Deutschlands , Grundstein zur Einigkeit". ( Zahlstelle Weissensee.) Dienstag, den 21. d. M., abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Stegemann, Langhans- und Wilhelmstraßen- Ecke: 149/2 Neuc Der Vorstand. Tages- Ordnung: 1. Sassenbericht. 2. Bericht des Parteispediteurs. 3. Vortrag. 4. Vercinsangelegenheiten. Frauen haben Zutritt! Mitglieder werden aufgenommeg. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Verhand der Kürschner Berlins u. Ungegend. General- Versammlung Mittwoch, den 22. April, abends 81, 11hr, bei Feind, Weinstr. 11. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes und Neuwahl desselben. 2. Statuten änderung. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 102/5 Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Kassen- und Revisionsbericht vom 1. Quartal. 2. Wahl eines Kassierers resp. Hilfskassierers. 3. Innere Stassenangelegenheiten. J. A. Paul Jürgen. Hchtung! Radfabrer! Am Montag, den 20. April, abends 8, Uhr, findet die Generalversammlung der Berliner Einkaufs- Genossenschaft int Lokale von Gieste, Landsbergerstr. 89( Ecke Kl. Frankfurterstraße) statt. Tages- Ordnung: 7586 1. Geschäftsbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Statutenberatung. 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. NB. Wegen des kolossalen Andranges vor den Feiertagen konnten weder Reparaturen noch Neulieferungen von Fahrrädern mit der wünschenswerten Promptheit ausgeführt werden. Wir haben nun Fürsorge getroffen, daß dieser Mißstand sich nicht wiederholt, und bitten alle Nad Die Geschäftsstelle: Marsiliusstr. 19. fahrer, dies zu beachten. Warenhaus A.Wertheim Extra- Preise Kleiderstoffe Die Preisliste über FrühjahrsModen wird Kostenlos versandt. Montag, Dienstag, Mittwoch Levantine Waschstoff, bedruckt, hell as catei, Mtr. 33 Pf. Voile Grenadine eine Wolle, Mr. 1.45| Kostüm- Leinen u. dunkel, Blusenstoff Baumwolle, mit Bulgarenstreifen, Mtr. Foulardine waschstoff, 35Pf. ca.110 cm br. engl. gemustert ca. 110 cm breit hell Kostümstoffe Mtr. 1.35 Liberty- Seideu. dunkel Mtr. 1.45 u. 1.75 bedruckt, leicht, mit Seidenglanz 45 Pf. 45P. Schantung- Seide glatte, Blusen- Zephyr 23 u. 28 Pf. gestreift Mtr. Ein Posten: chinesische Rohseide Mtr. 95 Pf., 1.35 u. 1.85 Mk. soweit der Vorrat reicht: Damenhüte starkfädig, zweifarbig, Mtr, 72 Pf. Kleider- Panama Baumwollgew., m. Seidenglanz, Mtr. 1.05 Reins. Blusencreponstoff eingewebt. baumw. Spitzenmust. 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April 1903, einsenden April 1903, zu wollen und zwar für: Teltow- Beeskow an den Genossen Hermann Schliebis in Brit, Jahnstraße 2; Nieder- Barnim an den Genoffen Otto Riebe in Friedrichsfelde, Victoriastraße 4; Jagowstraße 9; Potsdam- Ofthavelland an den Genossen Albert Neue in Spandau, Diverse Orte an den Genossen Gustav Fellwock in Eberswalde, Eisenbahnstraße 67; Französisch- Buchholz. Reichstagswahlen? Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Mitglieds- Frauen- Wahlvereins stattfindet und in welcher Reichstags- Abgeordneter buch legitimiert. Zahlreicher Besuch erwünscht. Für Damen ist die Genosse Stadthagen den Vortrag halten wird. Galerie reserviert. Der Vorstand. Die Vertrauenspersonen Berlins. Der Wahlverein für den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis ( Often) hält am Dienstag, den 21. d. M., abends 81 Uhr, Große Schöneberg. Dienstag, den 21. April, bei Obst, MeiningerFrankfurterstraße 117 seine Generalversammlung ab. Tagesordnung: straße 8: Generalversammlung des Wahlvereins. Siehe Inserat. Bericht des Vorstandes und der Revisoren, Ergänzungswahl des Borstandes, Vortrag des Stadtverordneten Dr. Friedeberg, Diskussion Kähnes Festsaal die regelmäßige Mitgliederversammlung Am Dienstag, den 21. d. M., findet in und Verschiedenes. des Wahlvereins statt, in der Genosse Mag Kiesel einen Friedenau. Am Dienstag, den 21. April 1903, abends 8 Uhr, Vortrag über: Die Vernichtung der deutschen Socialdemokratie" findet im Lokale von Grube, Kaiser- Allee, Ecke Stubenrauchstraße, halten wird. Gäste sind willkommen. die Monatsversammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins für Friedenau statt. Tagesordnung: 1. Vortrag. Wahlverein Tegel. Am 22. April, Mittwochabend 8 Uhr, im 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Maifeier. 5. Ver- Lokal des Herrn Julius Klippenstein( Seeschlößchen): Mitgliederschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Es ist Pflicht aller Genossen, bersammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Distuffion. 3. Staffenpünktlich zu erscheinen. bericht. 4. Bericht der Delegierten der Kreiskonferenz. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Ausgabe der Billets zum Gäfte, Männer wie Frauen, haben Zutritt. Stiftungsfest. Daher Erscheinen eines jeden Genossen notwendig. Berlin an den Genoffen Wilhelm Hinz, S. 14, Prinzenstraße 66. 81, 1hr, findet bei Genossen Hilpert, Kurfürstendamm 126, eine Wilmersdorf- Halensee. Am Dienstag, den 21. April, abends Die Lokalkommissions- Mitglieder wollen die Bezirksversammlung statt, in welcher Genosse Hilpert über die beAenderungen und Neu- Aufnahmen für obige Liste vorstehende Reichstagswahl referieren wird. Zahlreiches Erscheinen genau besorgen, da dieselbe für Versammlungen zu der am Diens- der Halenseer und Wilmersdorfer Genossen zu dieser Versammlung tag, den 16. Juni d. I., stattfindenden Reichstagswahl als maß- ist dringend erwünscht. gebend betrachtet werden soll. " Bielfach kommt es vor, daß Zuschriften in ,, Lokalangelegenheiten" an die Redaktion oder Expedition des Vorwärts" gesandt werden; zur schnellen Erledigung derselben ersuchen wir die Genossen, alle Anfragen und Zusendungen nur an den Genossen Wilhelm Hinz, Berlin S. 14, Prinzen str. 66, zu richten und nicht an den inkl. der Stichwahlen sind wir hinsichtlich des Vereins- und VerZehlendorf. Am Dienstag, den 21. April, abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung bei Giese, Teltowerstraße. Genosse Köster spricht über: Die bevorstehenden Wahlen und die Pflichten der Mitglieder. Gäste sind willkommen. Frauen und Mädchen! Arbeiterinnen Berlins! Schmargendorf. Der Wahlverein hält am Dienstagabend 81/2 Uhr Mit der erfolgten Festsetzung des Wahltermins auf den 16. Juni im Wirtshaus Schmargendorf" eine außerordentliche Versammlung fallen für uns Frauen die Beschränkungen des§ 8 des preußischen ab, in der Genosse Stübling über" Interessenwirtschaft und Politit" Vereinsgefeßes fort. Während der Zeit bis zur erfolgten Wahl referiert. Die Vereinsversammlungen finden während der Wahlsammlungsrechts den Männern gleichgestellt. Wir dürfen in diefer periode an jedem Dienstag, statt und werden die Mitglieder um Zeit in Preußen Wahlvereine gründen oder solchen der Männer, die zahlreichen Besuch und um Einführung von Gästen gebeten. Die Parteiblätter der oben genannten Kreise nur für die Zeit der Wahl bestehen, uns als Mitglieder anwerden um Abdruck ersucht. schließen. Die Lokalfommission. Vorwärts". 3. Wahlkreis. Dienstag, den 21. April, abends 81%, Uhr: Generalversammlung des Wahlvereins im großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Tagesordnung: Bericht und AbrechPassage Theater. Specialitäten. Balast. Die neueste Richtung. Specialitäten. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem, Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 19. April. Freie Volksbühne. Metropol. Theater. Helden. 13. u. 14. Abteilung. Anfang 2 Uhr. Lessing 9 Theater. 3. und Montag: Dieselbe Borstellung. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Montag: Das Land Tirol. Um 6 Uhr im Theater: Aus dem Haushalt der freien Natur. Invalidenstraße 57/62. Stern marte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Um 8 Uhr: A. Wegener: Das Newtonsche Gravitations- Gesek. 4. Abteilung: Rosenmontag. An Central- Theater fang 2 Uhr. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Margarethe. Montag: Lohengrin. Schauspielhaus. Don Carlos, Infant von Spanien. Montag: Torquato Tasso. Neues Opern- Theater. Im bunten Rod. Nachmittags 3 Uhr: Was ihr wollt. Montag: Geschloffen. Deutsches. Monna Banna. Nachm. 22 Uhr: Rosenmontag. Montag: Monna Banna. Berliner. Der Hüttenbesizer. Nachmittags 2, Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Montag: Alt- Heidelberg. Leffing. Fritchen. Hierauf: Tartuff. Montag: Rosenmontag Neues. Pelleas und Melisande. Nachmittags 2, Uhr: Ledige Leute. Montag: Belleas und Melisande. Residenz. Lutti. Nachmittags 3 Uhr: Der Unterpräfekt. Montag: Lutti. Weften. Die Gloden von Corne Nachmittags 3 Uhr: Der Freischüts. Montag: Der Postillon von Lonjumeau. Central. Clo- Clo. Nachmittags 3 Uhr: Gräfin Pepi. Montag: Clo- Clo. Thalia. Der Posaunenengel. Nachmittags 3, Uhr: Charleys Tante. Montag: Der Bosaunenengel. Anfang 8 Uhr: Schiller Q.( Wallner Theater.) Die guten Freunde. Nachmittags 3 Uhr: Der Probefandidat. Montag: Die guten Freunde. Rachmittags 3 Uhr, halbe Preise: Gräfin Pepi. Operette in 3 Aften von Joh. Strauß. Abends 72 Uhr: Clo- Clo. Montag und Dienstag 7%, Uhr: Clo- Clo. Uhr: Dieses Recht auszunuzen ist unsre Pflicht. Frauen und Mädchen des arbeitenden Volkes, Ihr feid mit verantwortlich dafür, ob Not und Elend und Unterdrückung noch weiter in verschärftem Maße bestehen werden, oder Gerechtigkeit, Brot und Freiheit dem Volfe zu teil werden foll. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Probekandidat. Schauspiel in 4 Aufz. v. Max Dreher. Sonntagabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Lustspiel in 4 Aufz. v. Vict. Sardou. Montagabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Dienstagabend 8 Uhr: Don Gil. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Mittwoch u. Donnerstag 7: Das Land Tirol. Gräfin Pepi. Freitag 72 Uhr: Lette Gast- Bor ftellung! Clo- Clo. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Täglich 72 Uhr. Der Posaunen- Engel. Ausstattungsposse mit Ges. und Tanz. Tanzparodien. Artisten- Revue. Thielscher als Spreewälder Amme. Sonntagnachmittag 32 Uhr: Charleys Tante. Montag, 3.25.M.: Der Posaunen- Engel. Luisen- Theater. Nachm. 3 Uhr zu Kleinen Breisen: Der Raub der Sabinerinnen. Abends 8 Uhr: Die Waise von Lowood. Morgen: Die Geier- Wally. Dienstag: Berlin, wie es weint und lacht. Montag: Das Land Tirol. Um 6 Uhr im Theater: Aus dem Haushalt der freien Natur. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Um 8 Uhr A. Wegener: Das Newtonsche Gravitations- Gesetz. Castans Panoptikum. Friedrichstr. 165. 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Nachmittags 3 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Eglantine und 22 Montag: Die Geier- Wally. Kleines. Nachtasyl. Schlager des 2. Aftes: Im Sonnenbad. Der Duncancan. CipDonna Juana. Cake Walk, Cip. Massage Terzett. Rachmittags 3 Uhr: Don Carlos Buntes Theater. auf der Schmiere. SerenissimusZwischenspiele. Montag: Nachtashl. Trianon. Die Notbrüde. Köpnickerstrasse 68. Eglantine und Lysiart. Nachmittags 3 Uhr: Die Liebes- Die umkehrte Freit. Hockenjos. fchaufel. Montag: Die Notbrüde. Cafino. Elternlos. Frißchen und Lieschen. Specialitäten. Nachmittags 4 Uhr: Ein Sohn des Boltes. Specialitäten. Trianon- Theater. Georgenstraße, Abends 8 Uhr: Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Oskar Klein ( Tyll Eulenspiegel). Cake Walk der echten Louisianas. Ganz Berlin zerbricht sich schon den dritten Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! Schiller- Theater N. Johannisthal. Die vierteljährliche Generalversammlung des hiesigen Wahlvereins findet am Dienstag, den 21. April, abends 81 Uhr, bei Mertins, Moonstr. 2, statt. Tagesordnung: 1. Bericht des gesamten Vorstandes. 2. Wahl des zweiten Vorsitzenden. 3. Bericht der Gemeindevertreter. 4. Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, die Billets vom Bergnügen abzus rechnen. Um zahlreichen Besuch ersucht Metropol-Theater. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Mit glänzender Ausstattung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie in einem Neuestes! Vorspiel u. 5 kitten v. Friedr. Schiller Allerneuestes! Sonntagabend 8 Uhr: Der ledige Hof. Schauspiel in 4 Aften v. L. Anzengruber. Montagabend 8 Uhr: Der ledige Hof. Dienstagabend 8 Uhr: Der ledige Hof. Morgen, Montag, den 20. d. Mts., Abschieds- Vorstellung in dieser Saison. Cirkus Schumann Heute, Sonntag, den 19. April, 4 Uhr und 72 Uhr: 2 grosse Vorstellungen 2 Nachm. 4 Uhr ein Kind frei, weitere Kinder zahl. halbe Preise. Nachmittags: Clown- Vorstellung. Nachm. zum letztenmal: Pierrots Weihnachten mit dem beliebten Bonbonregen. In beiden Vorstellungen, nachm. und abends: Miss Alix mit ihrem Motor Car Looping the Hoop Abends zum letzten u. 175. Male: Die lustigen Heidelberger. Morgen Abschieds- Vorstellung. Anfang 7, Uhr, Ende 10%, Uhr. Zum letztenmal: Looping the Hoop. Casino Theater Lothringerstr. 37. Nachmittags 4 Uhr: Ein Sohn des Volkes. Dazu Auftreten fämil. Specialitäten. Glänzender Erfolg des neuen Progr. Der urkomische Marcelli. Les trois Bergs. Revue in 5 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Victor Holländer. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Frid- Frid. Flora Siding. Wini Grabitz, 300 Mitwirkende. Im dritten Bild: Der Vorstand. Kleines Theater Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr bei über die Hälfte ermässigten Preisen: Don Carlos auf der Schmiere. Serenissimus- Zwischenspiele. Familienidyll. Kollegen. Abends 8 Uhr: Nachtasyl. Montag: Nachtasyl. WINE BARTEN 765 Pantzer Brothers, Ralph Johnstone, She, Akrobaten. 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Der Gesindeball. Specialitäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Rustspiel in 3 Aften von Fred Gréfac und Francis de Croisset. Sonntagnachmittags 3 Uhr: Die Liebesschaukel, Anfang 7%, Uhr: Nach der Vorstellung: Ball. Montag: Geschlossen. Dienstag: Ein ehrlicher Makler. Operette in 4 ft. b. Guinot u. Gilbert. Abends 8 Uhr: Der Liebe Gebot. Morgen: Der Liebe Gebot. In Vorbereitung: Jugendstürme. Militär- Konzert. Donnnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Von Ende April ab wird das berühmte Orchester d. Signor Vincenzo Ferrara fonzertieren. Hoshi Tokio, Japanertruppe. Charlotte Kara, Creolische Sängerin. Bachus Jacoby, Les Provençales, Humorist. Französisches Gesangs- Quartett. Me. Miette, Par. Strassensäng. La Belle Toledo, Span. Tänz. FesselHarry Houdini, Künstler. Das Fest d. Lucullus, Ballett, Der ,, Biograph". Gratweils Bierhallen Theater u. Variété Kommandanten Straße 77/79. 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Stand über die Abänderung des Kassenstatuts. Berlin, den 2. April 1903. Der Vorstand. A. Daehne, Vorsitzender. A. Kelpin, Schriftführer. Großer Mittags und Abendtisch B. Liebehenschel Marianneustr. 48. Vereinsz. 40 Bers. noch zu vergeben. H In Ltr..- Fl. empfehle: Cognac 1,25-10,35, Rum 1,00-5,60. Nordhäuser 0,45-1,35, * 7-60 M. Reizende SaisonNeuheiten. Musterbücher gratis. 29 Gardinenhaus Bernhard Schwark Wallstr. 29 Flur Eing. Patente besorgt und verwertet gut und schnell Patent- Bureau Has Bandwürmer mit Kopf, frisch in Spiritus event. Wasser faufen a Mt. 2,00 Linnaea, Invalidenstr. 105. Verfallene Pfänder! Zum Fest! Goldsachen wie Brillanten jeder Art, gold. u. silb. Uhren, Ketten, Ringe, sauber u. schön, werd.spottb. verk. Altes Gold, Silber w. gef. u. in Zahl. gen. in Pfandl. Prinzenstr. 28, I, Ede Ritterstr. 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Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links 2 Tr., und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40 a; Reul, Barnimstrasse 42; Vogel, Demminerstrasse 32; Krause, Müllerstr. 7a; Horsch, Engel- Ufer 15. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin SW. 43, Hornstr. 20, Querg. II, Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 50, zu senden. 4/14 Der Vorstand. Gemische Waschanstalt und Färberei H.BERGMANN, FILIALEN: Jerusalemerstr. 58, Eing.Kochstr. Elsasserstr. Ecke Gartenstr. Landsbergerpl. 5. Alte Jacobstr. 80. Schaperstr. 16. Kleiststr. 23. Weinmeisterstr.9. Mansteinstr.10. Schillstr.20. 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Berantwortlicher Redacteur: Carl Zeid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 1284L Nr. 91. 20. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Margarethe. Montag: Lohengrin. Dienstag: Der Freischüß. Mittwoch: Figaros Hochzeit. Donnerstag: Die Stumme von Portici. Freitag: Die Walküre. Sonnabend: Feuersnot. Cavalleria rusticana. Sonntag: Die Zauberflöte. Montag: Die Hugenotten. Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Don Carlos. Montag: Torquato Taffo. Dienstag: Die Schloßherrin. Mittwoch: Im bunten Rod. Donnerstag: Macbeth. Freitag: Wie die alten fungen. Sonnabend: Die Räuber. Sonntag: Die Schloßherrin. Montag: Agnes Bernauer. Neues tgl. Opern- Theater. Sonntag, 19. April, nachmittags: Was ihr wollt; abends: Jm bunten Rod. Sonntag, 26. April: Nathan der Weise. Schiller Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag: Der Probefandidat. Sonntagabend: Die guten Freunde. Montag: Die guten Freunde. Dienstag: Don Gil. Mittwoch: Der ledige Hof. Donnerstag, Freitag und Sonnabend: Die guten Freunde. Sonntagnachmittag: Das Glück im Winkel. Sonntagabend: Der Herr Senator. Montag: Die guten Freunde. Schiller Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag nachmittag: Die Jungfrau von Orleans. Sonntagabend: Der ledige Hof. Montag und Dienstag: Der ledige Hof. Mittwoch: Der Probekandidat. Donnerstag: Die Braut von Messina. Freitag und Sonnabend: Der ledige Hof. Sonntagnachmittag: Die Braut vonMessina. Sonntagabend: Heimat. Montag: Der ledige Hof. Sonntag, 19. April 1903. Deutsches Theater. Sonntagnachmittag: Rosenmontag. Sonntag Central- Theater. Sonntagnachmittag: Gräfin Bepi. Sonntagaland: abend: Monna Banna. Montag bis Sonnabend: Monna Vanna. Sonntag- Clo- Clo. Montag und Dienstag: Clo- Clo. Mittwoch und Donnerstag: nachmittag: Die versunkene Glocke. Sonntagabend: Monna Banna. Gräfin Pepi. Freitag: Clo- Clo. Sonnabend: Chinesische Flitternchen. Neues Theater. Dienstag: Die Kreuzelschreiber. Sonst allabendlich: Sonntagnachmittag: Die Fledermaus. Sontagabend: Chinesische litterBelleas und Melisande. Sonntag, den 19. April, nachmittags: Ledige Leute. wochen. Montag: Chinesische Flitterwochen. Sonntag, den 26. April, nachmittags: Die Kreuzelschreiber. Belle- Alliance Theater. Allabendlich: Pick und Bocket. Berliner Theater. Sonntagnachmittag: Das Stäthchen von Heilbronn. Lutsen Theater. Sonntagnachmittag: Der Raub der Sabinrinnen. Sonntagabend: Der Hüttenbesizer. Montag: Alt- Heidelberg. Dienstag Sonntagabend: Die Waise aus Lowood. Montag: Die Gei er- Wally. Ueber unfre Kraft. I. Teil. Mittwoch und Donnerstag: Alt- Heidelberg. Dienstag: Berlin, wie es weint und lacht. Mittwoch: Hamlet. Donners Freitag: Ueber unsre Straft. II Teil. Sonnabend: Verleumdung. Sonntag: tag: Die Maschinenbauer von Berlin. Freitag: Eine feste Burg.. Sonn nachmittag: Othello. Sonntagabend: Mt- Heidelberg. abend: Die Geier- Wally. Sonntagnachmittag: Königin Luise. Das VerTheater des Westens. Sonntagnachmittag: Freischüß. Sonntagabend: sprechen hinterm Herd. Sonntagabend: Eine feste Burg. Monntag: Die Die Glocken von Corneville. Montag: Der Postillon von Lonjumeau. Geier- Wally. Dienstag: Die Glocken von Corneville. Mittwoch: Der Bettelstudent. Carl Weiß Theater. Allabendlich: Der Liebe Gebot. Sonntag, Donnerstag: Carmen. Freitag: Don Juan. Sonnabend: Die Fledermaus. den 19. April, nachmittags: Das Jungfernstift. Sonntag, de a 26. April, Sonntagabend: Der Postillon von Lonjumeau. Sonntagnachmittag: Die nachmittags: Der Leiermann und sein Pflegekind. Glocken von Corneville. Thalia Theater. Allabendlich: Der Posaunen- Engel. Sonntag, den 19. und 26. April, nachmittags: Charleys Tante. Residenz Theater. Allabendlich: Lutti. Sonntag, den 19. April, nach mittags: Der Unterpräfekt. Sonntag, den 26. April, nachmittags: Seine Kammerzofe. 0 Leffing Theater. Sonntag: Frißchen und Tartüff. Montag: Rosenmontag, Dienstag: Die Jüdin von Toledo. Mittwoch: Der blinde Passagier. Donnerstag: Sodoms Ende. Freitag: Gespenster. Sonnabend: Frißchen und Tartüff. Sonntag: Der blinde Passagier. Kleines Theater. Allabendlich: Nachtasyl. Sonntag, den 19. und und 26. April, nachmittags: Einafter. Trianon- Theater. Allabendlich: Die Notbrücke. Sonntag, den 19. und 26. April, nachmittags: Die Liebesschaukel. Buntes Theater. Sonntag, Montag, Dienstag, Mittw h: Eglantine und Lyfiart. Umgekehrte Freit. 2c. Donnerstag: Die Kinder der Excellenz. Sonnabend und Sonntag: D'Weanerin. Meierchen. Freige prochen. Apollo Theater. Sonntagnachmittag: Lysistrata. Albendlich: Gefindeball. Alexanderplat- Theater. Sonntag und Montag: Der Glöckner von Notre- Dame. Dienstag: Interviews. Nur sein Verhältnis. Hertha. Mittwoch: Dorf und Stadt. Donnerstag: Marianne, em Weib aus dem Volke. Freitag: Der Glöckner von Notre- Dame. Sonnabend: Iphigenia auf Tauris. Sonntag: Der Todschläger. Metropol Theater. Allabendlich: Neuestes! Alle crieuestes! Cafino Theater. Allabendlich: Elternlos. Son abagnachmittag: Ein Sohn des Volkes. Urania- Theater, Taubenstr. 48/49. Allabendlich: Das Land Tirol. BAER SOHN Chausseestrasse 24a- 25 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20 zwischen Invalidenstr. u. Schiller- Theater N. zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr. Ecke Koppenstrasse( am Bürger- HospitaD Special- Haus grössten Massstabes. Preiswerte Sonder- Angebote Frühjahr- Paletots moderne Webarten, mit schrigen Raglan- Paletots A 18. Marengo, Melton oder andere Taschen M. Schöne, gestreifte Stoffe in moderner aparter Verarbeitung 30, 27, 24 50, 40, 36, 30, 25, 18 65, 50, 45, 8 M. 21 M. 15 M. Frühjahr- Paletots. 45, 36, 27, 21, 18, 15, 12 Raglan- Paletots Mod. 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Wer sich über diese ruchloseste Grausamkeit unsrer Zeit unterrichten will, verlange die Flug blätter des Weltbundes gegen Bivifeftion, welche unentgeltlich versendet werden vom Berliner Tierschutzverein, Königgrägerstraße 108. Um gütigen Abdruck wird gebeten. 1615* 6786* + 1* 99 7196 Tüchtiger selbständiger Grundierer allein, 718b nach Außerhalb gesucht. Zu melden Sonntag von 10 Uhr vorm. bis 2 Uhr nachmittags Reinickendorferstr. 180 im Barbierladen. 105/19 Achtung, Korbmacher!