Nr. 95. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer init illuſtrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel zeile oder deren Naum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Bfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate füz die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Das gepanzerte Christentum. Fünf Jahre. VIII") Freitag, den 24. April 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Kernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. tage vom Reichskanzler offiziell die erfreuliche Mitteilung gemacht, gefeßlich festzulegen versuchten; atveitens, indem sie Gewinne von daß eine wesentliche Erhöhung des Sollbestandes der Flotte" vor- hundert Prozent und darüber machten und noch darüber hinaus genommen werden solle. Und Herr Tirpis gab dazu die Begründung. den Staat zu übervorteilen fuchen; drittens, indem sie auch die Abermals nach proletarischen Begriffen hätte jedes Parlament eine fremden Staaten mit deutschen Waffen versorgen. Im großen Kriege Alle civilisierten Völker der Welt wollen den Frieden, alle schrecken fo wankelmütige Regierung davonjagen müssen, indem es ihr der Zukunft wird kaum ein Geschoß die Leiber der Deutschen bor der Möglichkeit eines großen internationalen Zusammenstoßes einstimmig das Budget verweigerte. In den ersten Monaten zerreißen, an dem die deutschen Kanonenkönige nicht ihren sicheren zurück. Wäre es möglich, auf dem ganzen Erdball eine Abstimmung des Jahres 1899 hatte sich nichts ereignet, wodurch der Umfall Profit gehabt hätten. über die Frage des Weltfriedens durchzuführen-kein Mensch der Regierung auch nur einigermaßen hätte mastiert werden können. zweifelt daran, daß ihr Resultat ein nahezu einmütiges Ver- Aber der Reichstag bewilligte das Budget und bald darauf die Flotte dammugsurteil wider den Krieg wäre! dazu. Lebensmitteln oder Wohnhäusern. Ganz anders aber stellt sich die Sache dar, wenn man sie vom Standpunkt der großen werkthätigen Volksmasse aus betrachtet. Diese Masse ist an der Größe des Exportgebietes und seiner Erhaltung, an der Sicherung der Einfuhr gewiß ebenfalls interessiert. Es läßt fich aber keine Möglichkeit der auswärtigen Politik denken, die für die Arbeiterschaft einen annähernd gleich großen wirtschaftlichen Nachteil bedeuten würde wie die ewig wachsenden Lasten des bewaffneten Friedens. Darum ist die große Flotte für sie auch nicht produktiv, denn fie schafft wohl Mehrwert, aber feinen Gebrauchswvert, der den aufgewandten Opfern auch nur einigermaßen entsprechen würde. Hätten wir nicht die große Flotte, dann könnte das Reich wohl nur mit minderem Lärm in Venezuela oder anderswo für ein paar reiche Kaufleute die Rolle des Gerichtsvollziehers übernehmen, dafür könnte aber das deutsche Volt jährlich viele Hunderte von Millionen dazu verwenden, seine körperlichen und geistigen Sträfte zu vervielfältigen. Ein Pfund Wurst ist für das Wohlergehen des Volkes wichtiger als ein ganzer Centner Schießpulver. Der Staat, der seine Rüstungen herabminderte, um seine vollswirtschaftlichen Kräfte besser zu pflegen, würde die Sympathien aller Völker ge= Nicht sie aber, sondern wir sind die vaterlandslosen Gesellen! Der nächste Wahlkampf wird zum guten Teile auch ein Stampf gegen byzantinernde Wasserpatrioten sein. Schlimmer als die ganzen sind unter ihnen die zweideutigen und halben; die Agrarier, die der Landwirtschaft den Todesstoß verfeßen", und das Centrum, das der Regierung zuliebe für Dinge stimmt, gegen die esdem Volfe zuliebe in Wort und Schrift gewettert hat. Der Staat hat nach des hochwürdigen Herrn Schädlers Worten für das Bolt nichts als Steuerzettel und Kanonen. Das Centrum hat noch etwas mehr: Panzerschiffe und Brotzölle. Politifche Ueberficht. Berlin, den 28. April. Die Novelle zur Krankenversicherung. Die Kapitalistenklasse will trotzdem sich die Möglichkeit nicht Natürlich konnten die Wähler keiner Partei diesen Umfall benehmen lassen, das Interesse ihres Profits auch mit dem Schwerte in greifen, mochten sie nun im Princip Gegner oder Anhänger der der Hand wahrzunehmen. Und von ihrem Standpunkte aus hat sie Flotte sein. Plöglich sollten die Beschlüsse, die der Reichstag vollkommen recht, sie handelt nicht anders als ein fluger Geschäfts- bor kaum zwei Jahren gefaßt hatte, über die nicht hinaus mann. An allen Aussichten des Gewinnes, die das Kriegswesen er- gehen zu wollen, die meisten Parteien erklärt hatten und ein paar Monaten für voll öffnet, hat sie ihren reichlichen Vorteil, während sie an der Tragung die die Regierung noch vor der Kosten so gut wie gar nicht beteiligt ist. Für sie sind auch die kommen ausreichend gehalten hatte, zum alten Eisen geworfen werden. Kosten des Marinismus nicht unproduktiv, sie sind ungefähr im selben Wozu? Warum? Weswegen? Die Agrarier wanden sich um die Sinne produktiv" wie das Kapital; d. h. bei der Erzeugung von gräßliche Flotte". und das Centrum befand sich in höllischer War indes jenen Demagogenparteien schon so Nickelstahl, Kanonen, Gewehren, Munition, Kasernen und dergl. läßt Verlegenheit. fich ebensogut und noch beffer ein ansehnlicher Gewinn heraus- mancher grobe Schwindel geglückt, so konnte es auch diesmal nicht schlagen wie bei der Erzeugung von Eisen, Maschinen, Werkzeugen, und rechnete darauf, daß sich später im Reichstage alles finden werde. wurde am Donnerstag im Reichstag in Angriff genommen. Wenn fehlen. Man erhob zunächst in den Zeitungen ein wüstes Geschimpfe Das Resultat dieses Preßfeldzuges faßte das rheinische Hauptorgan es nach den Wünschen der Mehrheit ginge, würde die Novelle nach Centrums, die„ Kölnische Volkszeitung", in die Worte zusammen: den Beschlüssen der Kommission en bloc. zu genehmigen sein. Ohne So viel wir sehen, hat kein Organ der Gentrumspresse für die nähere Prüfung soll Ja und Amen gesagt werden, damit die Herren neuen Flottenpläne fich ausgesprochen. Es wäre auch sehr verwunder- fich im Wahlkampfe um so bequmer auf die socialpolitische Großlich, wenn es anders wäre. that dieser Reform berufen können. Die socialdemokratische Fraktion Anläßlich der ersten Lesung der Vorlage, die eine Verdoppe hat es für selbstverständlich erachtet, diese Absicht zu durchkreuzen ung der Schlachtflotte über den plan von 1898 hinaus sowie und hat zum Entsetzen der Herren, die, wie Herrn Gamp, die laue eine Vermehrung der Auslandsschiffe forderte, erklärte Frühlingsluft ins Freie lodt, eine Reihe von Anträgen eingebracht, der konservative Herr v. Wangenheim: in denen die allerwichtigsten Verbesserungsvorschläge zum Gesetz AufWir sind uns vollkommen flar, daß gerade für die Landwirt- nahme gefunden haben. schaft diese Vorlage die allerschwersten Nachteile herbeiführen wird Bei§ 1 entwickelte sich etwas wie eine Generaldiskussion. Sier und herbeiführen muß. hatten wir die Ausdehnung der Krankenversicherung auf die Zwei Jahre zuvor hatte der gleichfalls konservative Graf Landarbeiter, das Gefinde, die Hausindustriellen und Seeleute Arnim gesagt: beantragt und gleichzeitig die obligatorische Versicherung aller Wenn die Herren hier auf der Linken( die Nationalliberalen Handlungsgehilfen und-Lehrlinge gefordert. Stadthagen begründete und die Freifinnige Bereinigung) der notleidenden Landwirtschaft diese Forderung und wies mit allem Nachdruck darauf hin, daß der völlig den Todesstoß geben wollen, so müßten sie das Doppelte Ausschluß der Landarbeiter von der Krankenversicherung ein nicht zu von Schlachtschiffen bewilligen, welches heute beantragt wird. rechtfertigendes Unrecht darstelle, das besonders auf das Schuldconto Nun war das Doppelte von Schlachtschiffen da; min bekam die des Centrums komme. Herr Gamp fuchte mit leeren Redensarten winnen uud andre Staaten zur Nachahmung anfpornen, weil schließlich notleidende Landwirtschaft völlig den Todesstoß. Troydem erklärten das Verlangen nach einer Krankenversicherung der Landarbeiter abjedermann weiß, daß das Glück und die Straft eines Bolles von die Herren, für den Todesstoß stimmen zu wollen aus nationalen suspeisen. Dagegen verlangte er, daß die Regierung möglichst bald feiner wirtschaftlichen Tüchtigkeit, nicht von der drohenden Ent- Gründen. D, erhabene Römertugend! eine neue Novelle zum Gesetz ausarbeite, in der die Kassenbeamten faltung roher physischer Gewalten abhängt. Das Centrum schickte Herrn Schädler bor, der eine eine von dem Terrorismus der socialdemokratischen Parteileitung erlöst Dem deutschen feudalkapitalistischen Klassenstaate kann man fürchterlich wilde Rede zum Fenster hinaus brüllte, gleichzeitig aber und die Aerztefrage nach den Wünschen der Aerzte geregelt werde. allerdings eine solche Rolle nicht zumuten. Indem sich aber dieser der Regierung bedeutete, es würde sich schon machen lassen. Auch der konservative Herr v. Richthofen und Herr Trimborn vom Staat nicht bloß darauf beschränkt hat, seine Rüstung zu erhalten, Und es machte sich auch! Den Agrariern wurde in der Flotten- Centrum lehnten jedes Eingehen auf unsre Vorschläge, für die noch fondern noch überdies zu einer neuen unheilvollen Entwicklung kommission die Erhöhung der Brotzölle versprochen, obwohl Herr Genosse Albrecht eintrat, ab. Nur in einer Beziehung wurde eine der ganzen Weltlage den Anstoß gegeben hat, hat er sich Tirpitz den Freifinnigen gesagt hatte, jedes neue Panzerschiff sei ein Ausnahme gemacht, die obligatorische Versicherungspflicht für die vor seinem eignen Bolle und allen Völkern der Welt mit der neues Argument für den Freihandel. Dem Centrum aber that man's Handlungsgehilfen wurde in Gestalt eines Antrages des Antisemiten fawersten Schuld beladen. Die vermehrte und verbesserte Auflage zu liebe, daß man die Forderung der Auslandsschiffe zurückstellte, Raab, der sich mit dem unsren deckte, angenommen. des Flottenplanes vom Jahre 1900 bedeutet nicht nur für das mit deren Bau ohnehin erst im Jahre 1906 begonnen werden sollte. Das Schicksal unsrer Anträge zum§ 1 war vorbildlich für alle deutsche Volk eine Laft von mehr als fünf milliarden, sondern Der Flottenplan hat aber durch den Einfluß des schimpfenden weiteren Anträge, die von den Genossen Molkenbuhr und Stadthagen auch für die konkurrierenden Staaten und ihre Völker der gegen- Centrums nichts an seiner Vollkommenheit eingebüßt, und man darf begründet wurden. Es hatte sich ein schweigendes Kartell zum Niederwärtigen Sachlage nach eine neue Milliardenlast. Jede Ver- sicher erwarten, daß die Regierung noch vor dem Jahre 1906 ihren stimmen aller unfrer Anregungen gebildet. Selbst der Antrag, den mehrung der deutschen Flotte führt wiederum eine Vergrößerung der Shylockschein auf die Auslandsschiffe präsentieren wird. Zum Ueber- Wöchnerinnen, die der Gemeinde- Krankenversicherung unterstehen, eine fremben Flotten herbei; das Resultat ist, daß Milliarden von fluß wurde später durch den Geheimerlaß des Marine- Amtes, der Wöchnerinnen- Unterstützung für 6 Wochen zu gewähren, wurde abArbeitstagen, die der Befriedigung wirklicher Kulturbedürfnisse im Vorwärts" veröffentlicht worden ist, der schlüssige Nachweis ge- gelehnt. Die Orts- Krankenkassen gewähren den Wöchnerinnen schon hätten gewidmet werden können, dem Frondienste des Waffermoloch liefert, daß der Reichstag in der Frage der Indiensthaltungskosten jetzt eine Unterstügung auf 4 Wochen, die durch die Vorlage auf anheimgefallen find, ohne daß dadurch an dem Kräfteverhältnis der erst recht von der Marineverwaltung hinters Licht geführt worden ist. 5 Wochen erhöht werden soll. Die ungerechte Benachteiligung der Staaten etwas geändert wird. Schließlich haben alle Völker in Für den nächsten Reichstag ist aber nach den Ankündigungen der Wöchnerinnen, die der Gemeinde Krankenversicherung untergleichem Maße ihren Reichtum an Schiffen und Kanonen vermehrt Regierung ein neues Flottengefez zu erwarten, das zum stehen, ist Besonders charakteristisch für die Socialpolitik wie ihre Armut an Büchern und Brot. mindesten eine Steigerung der Indiensthaltungskosten um des Centrums, das in Rücksicht auf Bayern, wo die Gemeinde" Die romantische Weltanschauung des deutschen Kaisers und die einige Millionen jährlich und den Bau einer Auslandsflotte für Strankenkassen besonders häufig sind, auch die gerechteste Erhöhung sehr nüchternen Erwägungen der interessierten Industrie haben die 150 bis 200 millionen fordern wird. Ob nicht bis dahin aber- der Leistungen dieser Kassen verhindert. Die Mehrheit des Centrums Flottenagitation ins Leben gerufen. An willfährigen Dienern hat mals der Regierung eine neue Erleuchtung kommt, bleibt abestimmte auch gegen die von der Regierung vorgeschlagene Veres weder dem gekrönten Kaiser, noch den ungekrönten Monarchen zuwarten. welche Summe sich auf siebzehn Jahre verteilt. In Wirklichkeit aber werden die Kosten der Flottenvorlage mindestens 5000 Millionen betragen, im Durchschnitt der Jahre also fast 300 Millionen Mark, oder 5 M. pro Kopf der Bevölkerung. von Essen und Dillingen gefehlt. Wilhelm II. erwartete von der Die Kosten der Flottenvermehrung betragen nach den schön Flotte eine Verstärkung seiner Herrschergewalt; es sollte nirgends in färberischen Darstellungen der Regierung 4352,91 Millionen Mart, der Welt ohne den deutschen Kaiser eine wichtige Entscheidung fallen dürfen; Krupp und Stumm rechneten auf eine Vermehrung der Aufträge und eine Stärkung ihrer industriellen Weltmachtstellung. Die felben Kräfte, die für das Zuchthaus- Gesetz wirkten, sind für die Flottenvermehrung thätig gewesen: im zweiten Falle freilich mit besserem Erfolge als im ersten. Staum war die große Flotte von 1898 glüdlich in den Hafen gebracht, so begann schon die Agitation für die größere. besserung, wonach Geschlechtskrante nicht länger mehr noch besonders durch den Verlust des Krankengeldes bestraft werden sollen. Der Versuch unsrer Fraktion, auch die Ausnahmebestimmungen für Trunkfällige zc. zu beseitigen, wurde abgelehnt, obwohl sich auch die liberalen Parteien dafür aussprachen. Morgen wird die Novelle kaum weiter beraten werden, ba borher eine Interpellation des Centrums wegen des Falles Hüffener Man hat diese enormen Auslagen eine Art Versicherungsprämie und der Nachtragsetat zu erledigen find, genannt. Diese Versicherungsprämie" beträgt für eine Arbeiter25-30 Mark jährlich, eine Summe also, für " Abgeordnetenhaus. die man schon ein recht ansehnliches Kapitälchen gegen alle Das Abgeordnetenhaus arbeitet mit ungewohnter SchnelligAber noch im Jamtar 1899 erklärte der Marine- Staatssekretär möglichen Gefahren versichern kann. In Wirklichkeit aber wird durch keit, die Reste der noch nicht erledigten Vorlagen auf. Am Tirpis in der Budgetkommission des neuen Reichstages, die die Flotte nichts gesichert oder versichert, sondern die Weltlage wird Donnerstag erledigte es mehrere Rechnungssachen und nahm Gerüchte von einem neuen Flottenplane feien gar nicht ernst- nur noch unsicherer gemacht. in dritter Lesung die Sekundärbahn- Vorlage, in haft zu nehmen. Er erklärte„ ausdrücklich, daß von keiner Stelle Man hat auch gesagt, daß durch die Flottenvermehrung Arbeit zweiter Lesung den Gefeßentwurf über die Befähigung in irgend einer Weise die Absicht hervorgetreten ist, einen neuen geschafft würde, und daß der Flottenbau darum ein wirtschaftlich für den höheren Staatsdienst an. Ob diese VorFlottenplan vorzulegen, daß im Gegenteil bei allen in Betracht löbliches Wert sei. Es kommt aber nicht darauf an, daß gearbeitet lage, die bekanntlich schon in der vorigen Session gescheitert kommenden Stellen die festeste Absicht besteht, das Flottengesetz aus- wird, sondern was gearbeitet wird. Sonst würde auch die finns ist, diesmal Gesetzestraft erlangen wird, ist noch nicht sicher, zuführen und die darin vorgesehene Limitierung( Begrenzung) inne loseste Verschwendung eine wirtschaftlich vernünftige Handlung sein da das Haus mehrere Kommissionsanträge annahm, die der zuhalten". Minister Frhr. b. Hammerstein für unannehmbar erklärte. Wenige Monate später bekam derselbe Herr Staatssekretär den Es giebt allerdings ein paar Personen im Deutschen Reiche, die aus Am Freitag steht die Fortsetzung der Beratung der AnAuftrag, einen neuen Flottenplan auszuarbeiten. Nach proletarischen der Flottenvermehrung ihren sicheren Getvinn gezogen haben. Das find träge auf lenderung des Einkommensteuer. Gesezes Ehrbegriffen hätte der Mann, der sich außer stande sah, sein Ver- die Krupp und Stumm und deren Erben, denen durch die Marine- auf der Tagesordnung. sprechen zu halten, den Abschied nehmen müssen. Aber es ist pläne Hunderte von Millionen in die Taschen gewirtschaftet worden bekannt, daß der Ehrenkoder der hohen Herren für den Verstand sind. Die Einkommensteuer- Statistit hat den Aufschwung dieses des gemeinen Volkes zu verwickelt ist. Herr Tirpik blieb und arbeitete aus. Im Dezember desselben Jahres wurde dem Reichs*) Vergl. Nr. 92 des Vorwärts". müssen. Wahlvorbereitungen. Wahlflugblätter. nationalen Reichtums infolge der Flottenvorlagen ziffernmäßig belegt. Dafür bedanken sich die Herren von Essen und Dillingen auf Der Münchener Parteitag forderte durch besondern Beschluß breierlei Weise: erstens indem sie das System der Unternehmer- die Drganisationen, Vertrauensleute und Parteigenoffen auf, alle diktatur, wie es auf ihren Werken herrscht, für ganz Deutschland Wahlflugblätter, Wahlschriften und dergleichen der Redaktion des " arbeiten. " Vorwärts" einzusenden, damit sie in möglichster Vollständigkeit| weit gediehen feien. Ein Staatsrat, Vertreter der russischen Wilhelm II. als Kulturträger. Aus Merseburg wird der gesammelt und widerlegt werden könnten. Regierung, weile feit etwa einer Woche in Berlin und arbeite Magdeb. Voltsst." berichtet: Ganz Merseburg wird, weil der deutsche Indem wir die Parteigenossen nochmals an diesen Beschluß dort mit den deutschen Regierungsvertretern. Man glaube, Raiser hierher kommen will, vom Schmutz gesäubert. Sämtliche erinnern, bitten wir, uns von allen gegnerischen Wahlschriften daß der Handelsvertrag mit Rußland in vier Wochen schmutzigen Häuser werden neu angestrichen. Heute meldet sogar möglichst zwei Eremplare einzusenden. Wir werden dafür sorgen, Schweiz seien bereits ziemlich weit gediehen. Diese mit der Renpflasterung der Straßen beginnen, die der Kaiser vorausfertig sei. Auch die Verhandlungen mit Oestreich und der ein Blatt:" Ju den nächsten Tagen wird auch die Stadtverwaltung daß den Gegnern keine der Lügen geschenkt bleibt, mit denen sie Nachricht eilt den Thatsachen erheblich voraus. Bis jetzt ist weder sichtlich passieren wird. Die Pflasterung, die in bestem Material mit Rußland noch mit Destreich und der Schweiz über nene ausgeführt werden wird, erfordert einen Kostenaufwand von rund Handelsverträge verhandelt worden. Wann die Verhandlungen 70 000." Ihren Wahlaufruf veröffentlicht die Freisinnige Verbeginnen werden, darüber ist noch keine Bestimmung getroffen Auf diese Weise werden die guten Merseburger endlich zu einem einigung. Er wendet sich gegen flerifale und protestantisch- worden. guten Straßenpflaster kommen. orthodore Ünduldsamkeit sowie gegen agrarische Interessenpolitif. Er fordert günstige Handelsverträge, Sicherung des Koalitionsrechts, feine weiteren indirekten Steuern, Erhaltung unfrer Wehrkraft zu Wasser und zu Lande" usw. " * Interessant ist, daß der Aufruf, um die militaristischen Neigungen der Partei zu verschleiern, der soeben citierten Forderung hinzufügt: Bekämpfung jedes Militarismus, der die Civilbevölkerung von der Militärbevölkerung durch Standesvorurteile und gesonderte Ehrbegriffe trennen will". Das ist, wie ziemlich das ganze Programm der freisinnigen Partei, ein Widerspruch und eine Halbheit zugleich.„ Erhaltung der Wehrkraft" kann nur sagen follen Bereitschaft weitere Vorlagen zu bewilligen dem Militarismus, de m jezigen Militarismus, dessen ganzes Wesen heute darin besteht, die Civilbevölkerung von der Militärbevöfferung zu trennen. man seitigung aller Trennung ernstlich beseitigen, so muß man BePrivilegien aus der Armee und weitgehende Verfürzung der Dienstzeit fordern. Mit der Socialdemokratie beschäftigt sich der Aufruf nur an einer Stelle. Es wird da gesagt: " Zur Sicherung ihrer Herrschaft würden die reaktionären Parteien nicht zögern, auch das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht anzutasten. Als er wünschter Vorwand dient ihnen das fortgesetzte Anwachsen der Socialdemokratie, das nicht zum wenigsten die Folge einer rückständigen Wirtschaftspolitit ist. Diesen reaktionären Plänen arbeitet die Socialdemokratie in die Hände durch die unablässige Berkeherung aller derjenigen Bestrebungen zur Besserung der Lage der arbeitenden Klassen, welche von nichtsocialistischer, insbesondere auch von liberaler Seite ausgegangen und nicht ohne Erfolg geblieben sind." Sächsischer Katzenjammer. Die Dresdener Nachrichten", das Leibblatt aller sächsischen Reaktionäre, das an der Bersumpfung der sächsischen Zustände keinen geringen Anteil hat, schreibt: Es hieße die Augen absichtlich vor ofjeniundigen Thatsachen, auf die man bei jedem Schritt stößt, verschließen, wenn man in Abrede stellen wollte, daß in letzter Zeit in den breitesten Schichten der Dresdener Bevölterung eine Mißstimmung Plaz gegriffen hat, die zu ernsten Erwägungen Anlaß giebt. Ein solches Befenntnis ei auszusprechen, erscheint, so sehr bedauerlich Der Viehstand in Deutschland. zählung und Vergleichungen mit früheren Zählungen, die soeben Ausführliche Berechnungen über die Ergebnisse der letzten Vichbom kaiserlichen Statistischen Amte veröffentlicht werden, zeigen eine fortgesetzte ſtarke Zunahme des Viehstandes, des Stückgewichtes und des Wertes der hauptsächlichsten Viehgattungen: Rindvich, Schweine und Pferden. Es wurden gezählt: und Pferden. Es wurden gezählt: Pferde Rindvieh Schweine Pferde Rindvich Schweine 1883 1873 3 352 281 15 776 702 7124 088 3 522 545 15 786 764 9 206 195 1892 3 836 273 17 555 834 12 174 442 1900 4 195 361 18 939 692 16 807 014 1873 1883 1892 1900 auf 100 Einwohner 8,2 7,7 7,8 7,4 38,4 34,5 35,5 33,6 17,4 20,1 24,6 29,8 die Thatsache selbst ist, nachgerade als eine Pflicht. Für niemand, der nur einigermaßen Fühlung mit allen Kreisen der Bevölkerung und sich eine unbefangene Beurteilung der thatsächlichen VerAuf 100 Einwohner berechnet, ist zwar die Stückzahl der Pferde hältnisse bewahrt hat, wird diese Behauptung der näheren Be- und des Rindviehes zurückgegangen, die der Schweine aber kolossal hat, gründung bedürfen. Die Ursachen des überhandgenommenen gestiegen. Es famen: Mißmuts find gewiß in weitgehendem Maße auf die gedrückte Lage der allgemeinen Eriverbsverhältnisse, auf den schlimmen Zustand unsrer Staatsfinanzen mit feiner dringend gebotenen Sparsamkeit und seinen namhaften Steuerzuschlägen usw. zurüc zuführen; die Gemütsstimmung weiter Kreise ist in der letzten Zeit aber besonders bedrückt worden durch die nachhaltigen Ver Der verhältnismäßige Rückgang der Stückzahl beim Rindvich fuche offiziöser Streise, auf die Empfindungsäußerung der wird aber aufgewogen durch die erhebliche Gewichtssteigerung der Dresdener Einwohnerschaft bestimmend einzuwirken. Es muß einzelnen Tiere. Es betrug nämlich das durchschnittliche Lebendausgesprochen werden, daß mit den gedachten Maßnahmen ein gewicht eines Stüdes in Kilogramm: nichts weniger als glücklicher Weg betreten worden ist, selbst wenn Sindvich: man zunächst auf einen äußeren Erfolg hinweisen kann. Diese Auffassung entspricht nicht etwa nur der Beurteilung derjenigen Leute, die in angeborener Abneigung gegen das, was andre begeistert, gewohnheitsmäßig alles betritteln und herabziehen, sie reicht weit in die Kreise der Bevölkerung hinein, deren staats erhaltende, nationale und monarchische Gesinnung in jedem Fall über allen Zweifel erhaben ist. Es liegt hier ein Mißgriff vor, der als Gewissenszwang empfunden wird. Kälber, noch nicht 6 Wochen alt 1883 1892 1900 50 53 55 # 94 97 99 210 219 230 531 6 Wochen bis 6 Monate alt. Jungvich, 1 bis 2 Jahre alt Stiere und Ocjen, 2 Jahre alt und älter 466 497 Kühe, 2 Jahre alt und älter Schweine, 1 Jahr alt und älter 380 116 416 443 119 126 Das ist eine Geschichtsklitterung, die nur beweist, daß das deutsche liberale Bürgertimi so weit davon noch etwas vorhanden ist feine eignen politischen und wirtschaftlichen Berfehlungen immer und immer nicht erkennen will. Woher denn die rückständige Wirtschaftspolitik und wir können hinzufügen die politische Entrechtung der unteren Volksklassen durch hundert große und kleine Mittel, woraus die Socialdemokratie gewiß ein gut Teil ihres schnellen Wachstums gewann? Der Aufruf klagt hier die Reaktion an. Aber der Schuldige ist doch zu nächst das deutsche Bürgertum, das jich jeglicher Reaktion überliefert hat, das auf Zollwucher und Wahlentrechtungen herabgekommen ist. Dann soll die Socialdemokratie gewissermaßen mitschuldig sein, daß die Reaktion das Wahlrecht antasten will. Glauben denn die Systems. Wahlaufrufverfertiger der Freisinnigen Vereinigung, daß die Empfangsschauspiels etwas gar zu plump vorgegangen. Aber etwas und vor allen Dingen eine so starke Entwicklung, daß nicht einzupreußische Reaktion das Reichstags- Wahlrecht nicht stets Neues ist die Fälschung der öffentlichen Meinung durch Mißbrauch sehen ist, weshalb sie eines besonderen Schutzes bedürfte. haffen wird, sobald die unteren Volksmassen sich desselben der wirtschaftlichen Uebermacht keineswegs; sie wird alle Tage geübt bedienen, um ihre Wohlfahrt- wäre es auch in irgendwie andrer und die Vergewaltigung der arbeitenden Bevölkerung durch das Aus dem Paradiese der Laudarbeiter. Der„ Vossischen Zeitung" Art, als es heute die Socialdemokratie thut, was freilich unmöglich Klassenwahlrecht ist eine weit schlimmere und gefährlichere That, wird aus Grünberg in der Udermark geschrieben: ist- ernstlich zu fördern? Die Reaktion würde sich mit dem gleichen und geheimen Wahlrecht nur aussöhnen, wenn die Unbemittelten aufhören würden, für ihre Interessen ernst zu tämpfen, wenn sie Lust vorspürten, zur konservativen Schafherde zurückzukehren. Beinahe diese Zumutung stellt allerdings der liberale Wahlaufruf an die Arbeiterklasse, indem er von unablässiger Verkezerung" der, insbesondere auch von liberaler Seite" aus gegangenen Bestrebungen zur Besserung der Lage der arbeitenden Klassen redet. Wo hätten wir je eine ernsthafte liberale Bestrebung zur Förderung der arbeitenden Klassen unablässig verletzert? Unablässig berkezert haben wir nur, weil es den Liberalen an ernsthaften Bestrebungen auf diesem Gebiete stets gefehlt hat. Warum denn sonst find die Arbeitermassen längst in hellen Scharen dem Liberalismus entflohen? Haben denn nicht erst jüngst wieder um nur eins im Fluge anzuführen auch alle liberalen" Parteien im Reichstage gegen die Einführung des von der Socialdemokratie beantragten Normal- Arbeitstages gestimmt?! Ganz besonders start ist die Wertsteigerung des Viehes. Während Mit diesen letzten Maßnahmen, die nach dem in diesem Punkte nämlich 1883 der Wert des Nindviehes auf 3074 Millionen Mark wohl unverdächtigen konservativen Blatte eine so besonders gedrückte berechnet wird, ist er 1900 mit 4182 Millionen Mark angegeben, Stimmung hervorgerufen haben, ist die böse Geschichte des Königs was eine Steigerung um 36 Proz. bedeutet, während die Stückzahl in dieser Zeit nur um 20 Proz. zunahm. Der Wert der empfanges gemeint. Es wird damit zugegeben, daß nicht das auSchweine betrug 1883: 476 Millionen Mark und im geblich harmlose Damenkomitee, an dessen Spize übrigens eine Jahre 1900: 913 Millionen Marl; die Steigerung des jüdische Kommerzienrätin marschiert, sondern die maßgebenden politischen Stellen für den Erpressungsversuch an den Beamten Wertes beträgt hier 92 Prozent, während sich der Wert der verantwortlich sind. Uebrigens ist dieser Vorgangt so bedenklich er Pferde um 40 Prozent steigerte bei einer Steigerung ihrer Stückzahl ist, doch mir ein einzelnes Symptom eines ganzen verrotteten um nur 19 Prozent. Die deutsche Viehzucht zeigt damit einen so glänzenden Stand Es ist wahr: man ist bei dem Arrangement dieses " wie der kommandierte Königsempfang. Dieser erscheint nur gewissen Kreisen, die die Ausschließung der Arbeiter aus dem Landtage gefordert und betrieben haben, so viel schlimmer, weil der König damit bemogelt werden sollte. Es mag aber zugegeben werden, daß der politische Bankrott der herrschenden Klasse in Sachsen im Gefolge der Wahlentrechtung so vollkommen geworden ist, daß es nur noch eines solchen Anstoßes, wie die Veröffentlichung der blantablen Empfangsmache, bedurfte, um ihn den Bankrotteuren selber zum Bewußtsein zu bringen. Eine Rettung giebt es da nu durch völlige Umkehr. Nur wenn man das Bevormundungssystem überhaupt aufgäbe und den im Volke lebenden Kräften freie Bahn gewährte, wäre ein neues, frischeres politisches Leben zu erivarten. Dem stehen jedoch zu viel materielle Interessen der herrschenden Clique entgegen, als daß sie freiwillig auf die Herrschaft verzichtete. Und zu Grunde gehen wird sie an dem Standal der Theatermache des Königsempfanges leider auch noch nicht. Ist doch die sächsische Reaktion geradezu die Verkörperung der fapitalistischen Korruption. Der Arbeiter Friedrich Borowski, ein evangelischer Masure, stand in den Diensten des Ritterschaftsdirektors v. StilpnagelDargiz in Grünberg. Im Februar 1902 mußte er von seiner Arbeitsstelle in Kleptow nach Grünberg übernommen worden, weil er frank gewesen war und hilfsbedürftig erschien, und er in Grünberg seinen Unterstützungswohnort hatte. Dort erhielt er auch im Arbeiter Hause eine Stube, die 3 und 4 Meter im Geviert hatte; eine Küche und Kammer hatte die Wohnung nicht. Borowski stellte den Antrag, ihm eine Invalidenrente zu bewilligen, da er aber nach ärztlichen Gutachten noch über die Hälfte seiner Arbeitstraft verfügte, wurde sein Ansuchen abschlägig beschieden. In Grünberg hat er, wenn er nicht bettlägerig war, für die Gutsherrschaft gearbeitet; er behauptet, in solchen Fällen täglich 50 f. verdient zu haben, sicher ist nach seinem Contobuche, daß er mit seiner Frau fast ausAber auch in schließlich von Kartoffeln gelebt hat. dem Kartoffelverbrauche hatte er sich sehr einzuschränken, da er im Monate nicht über einen Centner hinausgehen durfte. Am 30. Januar dieses Jahres wurde ihm von Herrn v. Stülpnagel die Wohnung zum 1. April gekündigt, und ant Zu den Berliner Reichstagswahlen. Eine Wahlforrespondenz Der Norddeutsche Lloyd als Befreier nud Sieger. Die armen 18. d. M. wurde er, da er nicht ausgezogen war, weil er feine berichtet: Sonderkandidaturen kleinerer Parteien werden diesmal bei den Berliner Reichstagswahlen abgesehen Kulis der kapitalistischen Gewaltmenschen, die für gute Bezahlung Unterkunft finden konnte, einem Beschlusse des Amtsgerichtes Brüssow Seine geringe Habe wurde auf die Straße von den Zählkandidaten des Centrums und der Polen nicht auf jede Gewaltthat zu einer Manifestation höherer Sittlichkeit umzu- gemäß ermittiert. gestellt werden. Bei der Reichstagswahl von 1898 erzielten die lügen haben, feierten den Streich des Norddeutschen Lloyd als eine gesetzt, wo sie bald im Schnee begraben lag. Borowski Nationalsocialen mit ihrem Kandidaten, dem Lithographen Befreiungsthat. Die Arbeiter des Lloyd sollten angeblich aufatmen, wandte sich in seiner Not an den Landrat in Prenzlau und erTischendörfer im 1. Wahlkreise über 1000 Stimmen, indes die bürger- daß sie durch das entschlossene Handeln ihres väterlichen Unterhielt zur Antwort:„ Herr v. Stülpnagel giebt Obdach in Klausthal". lichen Demokraten auf ihren Kandidaten Dr. Gräger im 5. Streise nehmers von dem Terrorismus der Gewerkschaft befreit worden Das Vorwerk ist 21, Kilometer von Grünberg entfernt; ein Fuhrwerk über 400 Stimmen vereinigten. 1893 hatten auch Nationalliberale feien. Die gestern berichtete Abstimmung der Kohlenarbeiter fonnte Borowski aber nicht erhalten, und somit liegen seine Habfeligund Bodenreformer eigne Kandidaten, während andrerseits die Kandi- über die ihnen als Kompenſation zugedachte Wohlthat der feiten noch immer auf der Straße. Die Lage des Unglücklichen ist datur des Oberstlieutenants v. Egidy im ersten Wahlkreise einen Pensionskasse hat diesen Lügenwahn zerstört. Die Arbeiter wollen geradezu zum Jammern und zum Weinen, zumal er seit dem 1. April Die Stimmen der nichts von den zweifelhaften Wohlthaten des Unternehmers wissen, feinen Pfennig mehr verdient hat. Ist in dem großen, reichen Berlin erheblichen Teil der Stimmen absplitterte. Nationalsocialen und Demokraten dürften diesmal zum sie bestehen darauf, von der Gewerkschaft terrorisiert" zu werden. jemand, der barmherzig ist und seine milde Hand aufthun mag, der Der Lloyd gedachte in dem blinden Uebermute feines Schein großen Not des alten, kranken Arbeiters zu steuern?" guten Teile den Socialdemokraten zufallen. Die polnischen Socialisten werden gleichfalls, nachdem die Einigung mit fieges den„ Befreiten" jede Möglichkeit zu nehmen, sich der Beder deutschen Socialdemokratie vollzogen ist, von vornherein freiung zu entziehen und gerade dies macht ihn nun in aller Form für deren Kandidaten stimmen. Die fatholischen Polen wollen zum Besiegten. Im Statut der Wohlfahrtskaffe" heißt es: Mitglied fann nur derjenige werden und bleiben, der nicht diesmal, um den kläglichen Mißerfolg von 1898, wo ihr Sonderfandidat Propst Wawrzyniak- Schrimm es nicht einmal auf zwei Mitglied des Hafenarbeiter- Verbandes bezw. eines gleiche oder ähn Dußend Stimmen brachte, auszuwegen, für ihren Kandidaten, den liche Ziele verfolgen en Vereins ist und nicht gegen den Norddeutschen polnisch- volksparteilichen Abg. v. Chrzanowski- Posen eine lebhafte Lloyd oder die Firma H. J. Hinsch agitiert. Beteiligungen an Streits haben das Erlöschen der Mitgliedschaft Agitation entfalten. Das Centrum hat seinen Kandidaten noch nicht nominiert. Die einstimmige Ablehnung dieses Statuts zeigt, wer der Im Reichstags- Wahlkreise Brandenburg- Westhavelland, welcher wahre Sieger ist. Der Lloyd hat zwar die Arbeiter mit Hilfe seiner jetzt durch unfern Genoffen Peus vertreten wird, haben die Frei- wirtschaftlichen Uebermacht zwingen können, unter seinen Ve= finnigen in einer zu Prizerbe abgehaltenen Vertrauensmänner- dingungen die Arbeit weiterzuführen, aber er kann sie nicht zwingen, Versammlung den Fabrikbefizer Stadtrat Ernst Blell in Branden sich einen Fußtritt auch noch als Wohlthat aufreden zu lassen. burg a. H., Bruder des freisinnigen Reichstags- Abgeordneten Star Sollten wirklich unter den Arbeitern, noch Laue und Schwankende Blell, als Kandidaten aufgestellt, nachdem vorher vergebliche Ver- gewesen sein: der Lloyd hat alle Lauheit und alles Schwanken befuche gemacht waren, einerseits die Nationalliberalen für diese siegt; jest lehnen sie es einstimmig ab, einen Bettelpfennig gegen Kandidatur zu gewinnen, andrerseits die Freifinnigen zu bestimmen, das Koalitionsrecht einzutauschen. Der Lloyd hat einen großen für den Kandidaten der Konservativen und Nationalliberalen, den Sieg errungen! seit dem 7. d. M. zur Disposition gestellten bisherigen Kommandeur der 6. Division, Generallieutenant v. Liebert, einzutreten. Bolen und Centrum. Das Centrum scheint der Polengefahr duch Intriguen begegnen zu wollen. In einer Sigung des Polenkomitees in Dortmund bezichtigten die Mitglieder den Vorsitzenden des Komitees, daß er die Polen an das Centrum verrate. Obwohl er anfangs leugnete, wurden ihm Schriftstücke vorgehalten, die außer der seinigen auch die Unterschriften von Dortmunder Centrumsführern trugen. Der dem Centrum genehme Polenführer soll dentnächst von seinem Posten entfernt werden. Deutfches Reich. Militärische Wahlrechts- Entziehung. Aus Magdeburg wird gemeldet: Bei der am Dienstag hier abgehaltenen Kontrollversammlung wurde den anwesenden Mannschaften der Reserve- Artillerie mitgeteilt, daß sie am 16. Juni, also gerade am Tage der Reichstagswahl, zu einer Nebung eingezogen werden würden. Es ist dringend nötig, daß die obere Behörde diese ungeheuerliche Wahlrechts- Entziehung aufhebt. Borbereitung der Handelsverträge. Das B. T." führt aus: Die Franti. 3tg." wußte zu melden, daß die Verhandlungen wit Rußland über die neuen Handelsverträge schon ziemlich zur Folge. " " ,, Lieber mit Kröcher als mit Barth!" Wenn die Freisinnige Zeitung" von einer frechen Lüge spricht, so kann man sicher sein, baß damit immer die Ableugnung einer unbequemen Wahrheit ge= meint ist. In der Naumannschen Zeit" lesen wir: „ Eine„ freche Lüge" fettgedruckt!- nennt die Freis sinnige Zeitung" die von den Socialdemokraten in Oldens burg verbreitete Behauptung, ein Anhänger Eugen Richters habe im Reichstage ausgerufen: Lieber mit Herrn v. Kröcher als mit Herrn Barth!" Sollte die„ Freifinnige Zeitung" neuerdings die enge Fühlung mit der Fraktion der Freisimmigen Vollspartei verToren haben? Andernfalls wäre es nicht recht verständlich, wie fie, noch dazu unter Beschimpfung ihrer Gegner, eine Thatsache in Abrede stellen fann, die vielleicht von einem Dußend Abgeordneten bezeugt werden kann. Der Ausruf fiel, als Herr Nichter im Zollkampf eine seiner denkwürdigen Reden gegen die„ Obstruktion" gehalten, leider aber ganz vergessen hatte, Herrn v. Kröcher auf seine Socialistengesetrede auch nur mit einem Wort zu antworten. Als ihm nämlich Dr. Barth zurief:" Und wo bleibt Kröcher?" da erfcholl es aus den Reihen der Freifinnigen Volkspartei:„ Lieber mit Ströcher als mit Barth!" Nähere Information über den Vorfall kann sich die Freifinnige Zeitung" bei dem Abg. Fischbed einholen. Sie wird ja dann wohl ihren Vorwurf gegen die Olden burger Socialdemokraten zurücknehmen." Wir können den Rat, Herrn Fischbeck zu fragen, nur unter füßen. Das geflügelte Wort entspricht ja auch völlig der Seelenverfassung derer um Richter in der Zollkampfzeit. Täglich 50 Pfennige Lohn für den gesunden Arbeiter, nicht ein mal genug Kartoffeln zu effen, dann frank infolge ungenügender Ernährung, feine Krankenunterstützung, schließlich auf der Landstraße im Schnee liegen: das ist Landarbeiterlos! Und dann jammert man über Lentenot! = Sombart der Selbstquell". Auf dem Heidelberger Historikertag hat sich eine niedliche Episode zugetragen, deren Held jener Professor Gombart ist, der nicht nur für Welt- und Flottenpolitik schwärmt, sondern auch für den Beruf, die verwilderte Socialdemokratie liebeGeorg v. Below Tübingen hielt einen höchst anregenden voll zu erziehen. Die„ Vojf. 8tg." berichtet darüber: Vortrag über die Entstehung des modernen Kapita lismus. Seine Darlegungen bildeten in der Hauptsache eine Kritik der Einleitung zu Sombarts bekanntem Werk:„ Der moderne Kapitalismus". Aus welchen Ursachen erklärt sich die Bildung des Kapitals, das wir seit dem Ausgang des Mittelalters in Handel und Industrie wirksam sehen? Below hatte vor einigen Jahren nachgewiesen, daß es im Mittelalter teine eigentlichen Großhändler giebt, sondern daß der Großhandel von den Kleinhändlern mit Besorgt wurde. Sombart ist dieser Auffassung beigetreten. Welche Folgerungen zieht er daraus hinsichtlich der Bildung von Kapitalien? Er lehnt den Gedanken, daß die mittelalterlichen Berufsfaufleute durch ihren Handel reich geworden sind, ab und bes hauptet, fie feien schon reich gewesen, bevor sie Handel trieben. Als Kapitalſammler sieht er die Geldhändler, die Wucherer an. Die Urvermögen aber stammen nach Sombart aus accumulierter Grundrente, und zwar aus städtischem und ländlichem Grundbesit. Diese Theorie wies Below als irrtümlich ab. Er zeigte, daß z. B. die großen Geldhändler Oberdeutschlands, die Fugger und Welfer, früher Warenhandel getrieben haben. Belows Ausführungen hatten eine dramatisch bewegte Disfussion zur Folge. Sombart selbst war herbeigeeilt, um seine Auffassung zu vertreten. Seine Verteidigung war feine glückliche. Er verzichtete von vornherein darauf, Belows Angriff durch sichere Thatsachen zu widerlegen, und behauptete, er habe lediglich eine wirtschaftliche Theorie aufstellen und nicht Wirtschaftsgeschichte treiben wollen. Mit Recht wurde ihm geantwortet, daß Theorien, die auf Geltung Anspruch erheben wollen, fich auf richtige geschichtliche Thatsachen stüzen müßten. Der Historikerkongreß hat offenbar den eigentümlichen Geist Sombarts arg verkannt. Ju seinem kürzlich erschienenen Buch über die Geschichte der deutschen Volkswirtschaft im 19. Jahrhundert findet sich als Widunung an eine verehrte Freundin ein prachtvoller Quellennachweis". Der gute Profeffor gesteht hier mit stola errötender Befcheidenbeit. er habe keine andre Quelle als sich selbst. Gemäß dieser Arbeitsmethode hat er offenbar auch seine Wirtschaftstheorie, die von den in Heidelberg versammelten Historikern abgelehnt wurde, einzig und allein aus dem üppigen Quell seines eignen Geistes geschöpft: Ich behaupte es, also ist es wahr!... Ausland. Frankreich. Paris, 23. April. Das Schreiben Dreyfus ist bisher dem Kriegsminister, da derselbe gegenwärtig von Paris abwesend ist, nicht zu gegangen. Der Minister wird voraussichtlich beim Ministerrat die amtliche Ermächtigung zur Enquete über die Dreyfus- Angelegenheit nachsuchen. Im Justizpalast wird das Schreiben Dreyfus' lebhaft tommentiert. Zahlreiche Rechtsanwalte sind der Ansicht, daß Dreyfus feinen Brief nicht an den Kriegsminister, sondern alt den Justizminister hätte richten müssen, welch' letzterer allein zuständig fei, eine Revision des Prozesses herbeizuführen. Andrerseits ist man der Meinung, daß der Justizminiſter die Revision nicht verweigern före, falls er auf vorschriftsmäßigem Wege von dem Schreiben in Kenntnis gesezt würde. In allen politischen Kreiſen ist man zwar überzeugt, daß die Dreyfus- Affaire wieder eröffnet, aber nicht aus der gerichtlichen Domäne heraustreten werde. England. Die Verhaftung eines Anarchisten in Gibraltar. Winterweizen 3,3 April 1903 April 1902 April 1901 2,3 3,9 Winterspelz 2,5 2,2 2,0 Winterroggen 3,0 2,3 3,0 Klee Luzerne Wiesen 2,5 2,7 3,3 2.7 2,5 2,9 2.7 2,8 3,0 G. Kiesel u. Co.; Bellermannstr. 93; H. Kurzweck, Fruchte straße 29; Mag Räbiger, Grüner Weg 20; C. Reichelt, Swinemünderstr. 79; R. Friedrich, Fruchtstr. 30; J. Groschfus, Landsbergerstr. 25/26; Gebr. Neukirch, Langes straße 9; 3 elder u. Plathen, Frankfurter Allee 117; H. Köhlert, Pallisadenstr. 117; Aug. Heinemann, Schulstraße 71; Th. Becker, Oranienstr. 189; C. Heckert, DemminerDie wegen Auswinterung, Mäuseschadens, Schneckenfrages und straße 6. Weitere Maßnahmen werden getroffen, sobald die Umstände dergleichen ungepflügte Fläche beträgt in Hundertteilen des An- es erfordern. baues bei Winterweizen Winterspelz Winterrogen Klee Luzerne April 1903 April 1902 April 1901 17,09 0,15. 26,60 2,16 0,09 3,70 1,02 1,02 5,40 2,20 " 0,78 0,35 Zur Lohubewegung der Stuffateure. In der gestrigen Versammlung berichtete Krebs, daß der Stand des Streits ein sehr günstiger ist. Bis jetzt haben sich 804 Kollegen in 94 Betrieben der Betvegung angeschlossen, davon arbeiten 305 Kollegen bei 43 Firmen zu den neuen Bedingungen. Anscheinend beginnt es sich auch unter den Mitgliedern des sogenannten Mußvereins zu regen, denn in der Dienstagsversammlung desselben wurde umuwunden zugegeben, In den Bemerkungen der Statistischen Korrespondenz" zu dieser daß die Forderungen der streifenden Centralverbändler den Aufstellung heißt es: Nachdem sich infolge ungünstiger Witterung des Stuffateuven ungleich mehr Rugen in Aussicht ſtellen wie die mit vorigen Sommers die Räumung der Aecker allgemein verspätet den Unternehmern getroffenen eignen Abmachungen, besonders was hatte, habe auch mit der Bestellung der Winterfelder nicht rechtzeitig. die 81stündige Arbeitszeit betrifft. Ein daselbst anwesender Verteilweise erst vier Wochen später als in regelmäßig verlaufenden treter der Unternehmer- Bereinigung schien wohl die Besorgnis zu Jahren begonnen werden können. Die demzufolge veranstaltete hegen, die wenigen getreuen Mußvereinler" tönnten sich den außerordentliche Erhebung, welche soeben abgeschlossen sei, habe Streifenden auch noch anschließen, deshalb meinte er besänftigend, wenn gegen die vorjährigen Anbauflächen, unter Hinzurechnung der auch die 81/ ftündige Arbeitszeit nicht offiziell zugestanden werden könne, Impflügungen einen Minderanbau im Staate von 3,1 Proz. beim fo ließe es sich vielleicht machen, daß trotzdem mur 81%, Stunden London, 19. April.( Eig. Ber.) Während des Aufenthalts König winterweizen und 4,7 beim Winterrogen ergeben. Die diesjährigen gearbeitet würde; die Arbeiter könnten ja 9 Stunden im Betriebe Eduards VII. in Gibraltar wurde dort ein Anarchist, Namens Umpflügungen werden einen dedeutenden Umfang einnehmen. anivesend bleiben und dann eine halbe Stunde länger vespern und Salomon( Siegfried) Nacht verhaftet, da er verdächtig ist, ein Attentat welcher sich erst mit einiger Sicherheit durch die Maiberichte werde frühſtüicken. Ob dieſer geniale Gedanke bei den Arbeitern Anklang auf den englischen König geplant zu haben. Wird die Anklage ermitteln lassen. Die in der Tabelle angegebenen Umpflügungs- gefunden hat, steht noch dahin. Den Streitenden ſuchen die Unteraufrechterhalten, so wird er wahrscheinlich vor ein Kriegsgericht ziffern seien nicht endgültig, da manches dem äußeren Eindrucke nehmer allerhand fleinliche Schwierigkeiten zu bereiten, so z. B. find gestellt werden. Nacht ist Sohn eines Arztes in Ost- Galizien und nach tote Stück einstweilen noch liegen gelassen werde in der Hoff nicht weniger als 234 Arbeiter auf die schwarze Liste" geſetzt. Auch besuchte die technische Hochschule in Wien. Er arbeitete als Elektrotechniker zuerst in Wien, dann in Berlin( Siemens ut. Halste, 1899 g, daß bei baldigem Eintritt wärmeren Wetters manche scheinbar wird versucht, einen sanften Dend auf diejenigen Unternehmer ausabgestorbene Pflanzen sich wieder erholen dürften. zuüben, welche die Forderungen der Arbeiter bereits bewilligt haben. bis 1900), ivo er, wie er sagte, die Socialdemokratie zu Zur Annahme gelangte folgende Resolution: Die Streifenden sind, berachten gelernt hat". Von Berlin ging er nach Paris Bagdadbahn. Die Verhandlungen wegen einer englischen Be- nach wie vor bereit, auszuharren in dem Kampf für Erringung geund wurde ein enthusiastischer Anhänger des Generalstreits, von teiligung an der Bagdadbahn find, wie der Telegraph meldet, vor- regelter und verbesserter Arbeitsbedingungen. Sie verpflichten sich, dem er alles Heil erwartet. Im Herbst 1901 fam er nachläufig abgebrochen worden, da die englische Fintanzgruppe die Zu- die Arbeit unter feinen Umständen eher aufzunehmen, bis der so London, wo er etwa sechs Monate weilte. Er arbeitete hier sage der Erfüllung der seitens der deutschen Gruppe aufgestellten maßvolle Tarif durch Unterschrift der Geschäftsinhaber anerkannt und in seinem Fache und benugte seine freie Zeit zur Agitation für den Bedingungen von der englischen Regierung nicht erlangen fonnte. bezahlt wird. Generalstreik. Ueber die Propaganda der That hat ihn der Schreiber Diese Bedingungen waren bekanntlich die folgenden: Erstens sollte dieser Zeilen nie reden hören. Ein Wutausbruch der Kühnemänner. Voller Aerger darüber, Von London begab er sich nach die englische Regierung ihre wohlwollende Unterstützung dazu leihen, daß die streitenden Former der Firma Hartung, Prenzlauer Spanien. Nacht ist eine frankhafte Natur, unklar im Denken daß die Garantien, für den Weiterbau der Bagdadbahn über die daß die streikenden Former der Firma Hartung, Prenzlauer Allee, die vont Betriebschef dirtierten Ginigungsbedingungen" und eines Attentatsverfuchs ganz unfähig, dazu erste Teilstrecke hinaus durch eine mäßige Erhöhung des türkischen abgelchitt haben, hingen die„ Herren aus der Gartenstraße" gestern fehlt ihm die ruhige Entschlossenheit. Sind die englischen Behörden Bolltarifs gefunden werden; zweitens sollte die englische Regierung ein Plakat aus, laut dessen der Arbeitsnachweis des Metallflug genug, diesen Attentäter" freizulassen, so wird er noch ein in Aussicht stellen, die indische Post zu später zu vereinbarenden industriellen- Verbandes für Former bis auf weiteres gesperrt ganz guter Bourgeois und Mary- Töter werden. Bedingungen über die Bagdadbahn zu leiten, falls diese thatsächlich ist. Durch diese Maßregel wollen die Kühnemänner offenbar einen die beffere Route werden sollte; und drittens sollte die englische Re- Druck auf die Streifenden ausüben, damit diese die Arbeit wieder Eine freiheitliche Kundgebung. London, 20. April.( Eig. Ber.) gierung ihre guten Dienste zur Verfügung stellen, damit eine ge aufnehmen. Ob die erwartete Wirkung eintreten wird, ist allerdings Aus Anlaß der Befreiung des russischen Socialisten Göz in Italien eignete Endstation der Bagdadbahn am Persischen Meerbusen bei eine andre Frage. richteten eine Anzahl von bekannten Engländern ein Dankschreiben Stuweit angelegt werden könne. an die italienischen Deputierten und Zeitungen, die sich bemüht Daß England sich nicht an der Bahn beteiligen wird, erscheint haben, das Asylrecht für politische Flüchtlinge zu schützen und einen faum glaublich. Die Weigerung der englischen Regierung, die Zutapferen Mann vor einem schrecklichen Schicksal zu retten." Unter- fage abzugeben, einer späteren Erhöhung der türkischen Zölle keine zeichnet ist das Dantschreiben u. a. von Herbert Spencer, Pro- Hindernisse in den Weg legen zu wollen, hat wohl nur den Zweck, feffor Caird, John Burns, Dr. Clifford und Sir Wilfrid die eine oder andre Bedingung durchzudrücken, die den Einfluß Lawson. " London, 23. April. Premierminister Balfour erklärte im Unterhause, daß die Regierung beschlossen habe, an dem Bagdadbahn- Plan nicht teilzunehmen. Rußland. Petersburg, 23. April.( W. T. V.) Am 19. und 20. April fanden in Kifchine i Arbeiterausschreitungen gegen Juden statt, wobei 25 Menschen getötet, gegen 70 schwer und gegen 200 leicht verwundet wurden. Der Minister des Innern erklärte für Stadt und Kreis Kischinew den Zustand des verstärkten Schutzes. Der " Die Kutscher der Ring- Düppelschen Milchcentrale sind gestern in einen Abwehstreit eingetreten. Schon seit geraumer Zeit führten die Kutscher lebhafte Klage über schlechte Behandlung. Bei die fie um so empfindlicher trafen, als sie ohnehin schon mit ihrem ben geringsten Versehen wurden harte Geldstrafen über sie verhängt, Lohn für faule Kunden haften. Bis jetzt haben die Kutscher noch in den englischen Regierungstreifen kein Zweifel bestehen, daß schließ- nic erfahren, zu welchen Zwecken die vielen und hohen Strafgelder lich die Bahn auch ohne englische Hilfsmittel gebaut wird, daß dann verivandt werden. Von den 75 beschäftigten Kutschern hatten sich aber der englische Einfluß ein sehr beschränkter sein würde. vor einiger Zeit 60 dem Verbande der Handels-, Transport- und Der Oberinspektor ersuchte die " Daily Telegraph" hat nicht unrecht, wenn er einigen größeren Verkehrsarbeiter angeschlossen. Londoner Blättern gegenüber die Meinung vertritt, das in England Kutscher, der Organisation den Rücken zu kehren. Er riet ihnen, sich bemerkbar machende Widerstreben gegen die Beteiligung an der aus ihrer Mitte selbst Vertrauensleute zu wählen, die befugt sein Bagdadbahn sei nur die Folge übertriebener Deutschenfurcht. Wenn sollten, Wünsche und Beschwerden bei ihm anzubringen. Dies ist die englischen Finanzmänner, dadurch eingeschüchtert, ihre Beteili- denn auch geschehen. Als aber die Gewählten die Interessen ihrer gung ablehnen sollten, würde das nötige Geld mit Leichtigkeit Mitarbeiter wirklich zu vertreten suchten, da wurden sie gemaßregelt. anderswo aufgebracht werden, und diese Stapitalien würden dann Am Mittwoch erfolgte plößlich die Entlassung des Verbands- Verin weitem Maße von deutschen Einflüssen kontrolliert werden, so trauensmannes und eines Kollegen, weil sie für den Verband agitiert daß die Linie vollkommen deutsch sein würde. hatten. Hierauf verlangten die Kutscher die Wiedereinstellung der Englische Niederlage in Somali. Oberst Swann telegraphierte Gemaßregelten, doch; ohne Erfolg. Eine Vermittelung des VerbandsRheinisch- Westfälisches Kohlensyndikat. Wie der„ Vossischen vertreters lehnte der Oberinspektor ab unter Hinweis auf eine entan das Londoner Kriegsamt: Eine fliegende Kolonne unter Oberst Gobbe, welche am 10. April Galadi verließ, um den Weg nach Beitung" geschrieben wird, sollen die noch außerhalb des Syndikats sprechende, vom Vorstande der Milchcentrale gegebene Instruktion. Walwal zu erkunden, erlitt am 17. April eine schwere Niederlage. stehenden größeren Kohlenzechen sich nunmehr bereit erklärt haben, Nunmehr legten etiva 60 Kutscher die Arbeit nieder. Oberst Cobbe, welcher sich am 17. früh in Gumburru befand, hatte der Förderbeteiligung dem Syndikat beizutreten. Ganz ablehnend Spigmarke in der gestrigen Nummer veröffentlichten Notiz teilt uns unter gewissen vom Shudifat zu erfüllenden Bedingungen hinsichtlich Entlaffene Sträflinge als Arbeitswillige. Zu der unter dieser den Beschluß gefaßt, nach Galadi zurückzukehren, wegen der großen Schwierigkeiten, welche dem Aufklärungsmarsche auf Walwal entgegen- soll sich nur noch die auf dem linken Rheinufer bei Homberg gelegene der Verein zur Besserung der Strafgefangenen mit, daß er( der staden und wegen des Wassermangels. Als er eben abrüden wollte, Beche" Rheinpreußen", welche sich im Alleinbesitz der Reederfamilie Verein) der Firma Stähr u. Co. weder Arbeiter zugesandt habe, hörte er aus der Richtung, in der sich eine kleine Truppe unter Haniel befindet, verhalten. noch un Zusendung von Arbeitern ersucht worden sei, und daß er es grundsätzlich vermeide, Arbeiter da. wo ein Streit ausgebrochen ist, unterzubringen. Afrika. Der Beamte der zuständigen Gewerkschaft, welcher uns die be= treffende Notiz einſandte, teilt uns mit, daß ihm ein Entlassungschein einer Strafanstalt vorgelegen habe und der Inhaber dieses Scheines angab, er sei von dem genannten Verein an die Firma Stähr u. Co. gewiesen worden. Deutsches Reich. Hauptmann Oliveh befand, Gewehrfeuer. Er entsandte daher um Kohlenproduktion Deutschlands im ersten Vierteljahre 1903. 9 Uhr früh den Oberst Plunkett mit 160 Mann afrikanische Schüßen, Nach den soeben veröffentlichten auttlichen Ermittelungen betrug die 48 Siths und 2 Mayimgeschüßen, um Oliveh zu befreien, der aber deutsche Kohlenproduktion in den drei ersten Monaten dieses Jahres thatsächlich gar nicht angegriffen war. Ulm 11% Uhr mittags wurde im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres 1902: an Steinkohlen wiederum heftiges Gewehrfeuer aus der Richtung vernommen, 28 300 905 Tonnen( 25 080 178), an Braunkohlen 11 140 143 nach der Plunkett entsandt war. Später trafen Flüchtlinge ein, Tonnen( 10 205 395), an Coats 2 688 336 Tonnen( 2 099 439), welche berichteten, daß Plunkett mit Verlusten geschlagen sei. Nach an Briketts und Naßpreßsteinen 2475 839 Tonnen( 2040 312). weiterhin eingegangenen Nachrichten ist Plunketts Truppe bis auf Die Produktion hat also bei allen Sorten beträchtlich zugenommen. 37 Mann vollständig aufgerieben. Plunkett wurde von einer Konsolidierte Alkaliwerke Wefieregeln. Die in der heutigen Die Malergehilfen Magdeburgs haben den Arbeitgebern folgende sehr starken feindlichen Truppe, bestehend aus Berittenen und Infanterie, auf nahe Distanz angegriffen. Er hielt den Feind Aufsichtsrats- Sigung vorgelegte Jahresrechnung für 1902 schließt Forderungen unterbreitet: Verlangt werden bei neunstündiger Arzurück, bis er keine Munition mehr hatte und ließ dann ein Carré nach Vornahme von Abschreibungen in der Höhe von rund 1 254 000 beitszeit ein Minimalstundenlohn von 50 Pf., für ungelernte Arbeiter formieren und seine Truppen mit dem Bajonett vorgehen. Schließ- Mark mit einem Reingewinnt von rund 2 133 000 M. ab. Nach von 40 Pf., bei Ueberstunden ein Zuschlag von 10 Pf., bei Nachtlich überwältigte der Feind das Carré und machte außer den er- Dotierung der gesetzlichen Reserve mit rund 105 000 M. und der arbeit, die die Dauer von 7 Stunden nicht übersteigen soll, von 15 Pf., wähnten 37 Geflüchteten, alle übrigen nieder. besonderen Reserve mit 100 000 m. sowie Zahlung der statutarischen bei Accordarbeit nach Uebereinkunft unter Garantie der Erreichung General Manuing Tantiemen und Dotierung des Pensions- und Unterstüßungsfonds des Minimallohnes. bricht von Gumburro auf, um Cobbe zu entsetzen. mit 70 000. soll der Generalversammlung vorgeschlagen werden, auf jede Stammattie eine Dividende von 17 Broz., auf jeden Genuß schein 30,61 M. zur Verteilung zu bringen. Tic Generalversamm lung wird auf den 19. Mai festgesetzt. Parlamentarifches. des Gewerkschaftliches. Die Handels- und Transportarbeiter in Elberfeld führen zur 3eit eine Lohnbewegung, die einen günstigen Verlauf nimmt. Nachdem bereits vor etwa acht Tagen ca. 300 Arbeiter durch gütliche Vereinbarungen mit verschiedenen Unternehmern unter neuen und besseren Arbeitsbedingungen arbeiten konnten, mußten dann noch ca. 400 Personen in den Streif eintreten. Auch von diesen konnten innerhalb einiger Tage die Hälfte wieder zu neuen Bedingungen die Arbeit aufnehmen. Interpellation im Reichstage. Centrums- Abgeordnete bringen im Reichstage diefe Jnterpellation ein: Aus welchen Gründen hält der Herr Reichskanzler die Prüfungsvorschriften für die Fleisch beschauer in den Ausführungsbestimmungen Berlin und Umgegend. Bundesrates zu dem Gesetze, betreffend die Schlachtvieh- und Fleisch- Der Streit der Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter ist ur plötz Der Textilarbeiter Streif in Colmar i. E.( bei der Firma beschau vom 3. Juni 1900 mit diesem Geseze vereinbar, obschon lich in ein neues Stadium gerückt. Bekanntlich nahmen Kiener), der kürzlich wegen des allzu schneidigen Vorgehens der dieselben den bei Beratung des Gesetzes zum Ausdrucke gekommenen die Verhandlungen mit den Einzelunternehmern bis jetzt einen erfreu- Polizei viel von sich reden machte, ist jetzt als beendet anzusehen. Absichten nicht entsprechen, und ist derselbe bereit eine Abänderung lichen Fortgang. Es hatten bis gestern bereits 28 Firmen bewilligt, Einen Erfolg haben die Streifenden nicht gehabt. herbeizuführen?" woselbst dann auch die Arbeit sofort wieder aufgenommen wurde. Weißgerber. Der Streit in Triptis bei der Firma Olsner Da erschien in der gestrigen Nummer der Volks- Zeitung" ganz ist beendet. Der Stundenlohn wurde von 31% auf 33 Pfennige unerwartet folgendes Inserat: erhöht. Achtung! Abgeordnetenhaus. Der Abg. Gothein( fri. Vg.) hat mit Unterstügung der beiden freisinnigen Parteien im Abgeordnetenhause folgende Interpellation eingebracht: Für Tischler, Drechsler, Bildhauer, Stellmacher und. Schlosser bietet sich die selten günstige Gelegenheit, sofort bei lohnender Beschäftigung in nachstehenden Holzbearbeitungs- Fabriken und Tischlereien als Maschinenarbeiter einzutreten:( Und min folgen die Namen und Adressen von 51 Firmen, darunter auch alle diejenigen Firmen, die bereits bewilligt haben oder an der Aussperrung gar nicht beteiligt sind.) Husland. " Hat die königliche Staatsregierung die Absicht, einem Notstande Aus Schweden. Der Aus stand der Hafenarbeiter in der durch die legten Stürme geschädigten Bevölkerung, insbesondere Stockholm und in Gefle dauert unverändert fort. In Stockholm der Fischer in den preußischen Küstengebieten entgegen zu wirken?" find ungefähr 150 Streifbrecher thätig. Der Widertville der Be Handbuch für das preußische Abgeordnetenhaus. völfering gegen die Streitbrecher tam am Sonnabendnachmittag in Der vom einer großen Straßendemonstration unwillkürlich zum Ausdruck. Die Bureaudirektor des Abgeordnetenhauses Herrn Plate herausgegebene Nachtrag zu dem im Januar 1899 erschienenen Handbuch für das Bahl der Teilnehmer, die in größter Ruhe und Ordnung am Hafen preußische Abgeordnetenhaus ist hente ausgegeben. Er schließt alle entlang zogen, wuchs auf ca. 1000 an. Ungefähr 50 Streitbrecher früheren Nachträge in sich zusammen und giebt somit einen vollOffenbar handelt es sich hierbei um einen Trick, den einzelne wurden dadurch veranlaßt, die Arbeit niederzulegen. In Gefle ständigen Ueberblid sämtlicher Personalverhältnisse in der legten leitende Personen der Arbeitgeber- Organisation ausgeheckt haben, wurden 190 städtische Arbeiter verabschiedet, weil sie sich weigerten, Legislaturperiode. um die weiteren Verhandlungen unmöglich zu machen. Auf sofort Streifarbeit im Hafen, zu der man sie kommandiert hatte, Die gegenwärtige Stärke der Fraktionen ist folgende: Die eingezogene Erkundigungen bei mehreren Fabrikanten wurde den auszuführen. Das Verhalten der Kommunalbehörden sowie die Konservativen zählen 143 Mitglieder, das Centrum 98, die National- Arbeitern die verblüffende Antwort: Ja, wir sind selbst er- Parteinahme der Polizei für die Unternehmer verursachten am Sonnliberalen 75, die Freikonservativen mit 2 Hospitanten 58, die Frei- ft aunt über jene Annonce, unser Name ist gegen unsren abend in Gefle eine Straßendemonstration, bei der die Polizei blank finnige Volkspartei mit 2 Hospitanten 24, die Polen 13 und die Wunsch und willen da hineingekomme it. Die Idee, zog. Verwundungen kamen jedoch nicht vor. Ein Mann wurde verFreifinnige Vereinigung 10. Bei keiner der hier aufgeführten arbeitslose Arbeiter andrer Branchen zur Maschinenarbeit als Eriak haftet. Am Sonntagnachmittag hatten die Gewerkschaften der Stadt Parteien find 7 Abgeordnete. Es sind dies die Anhänger des Bundes für die Streitenden anzulernen, ist übrigens nicht neu, es hat sich einen Demonstrationszug veranstaltet, an dem trop des orfanartigen der Landwirte, die Dänen, der Antisemit und zwei fraktionslose Ab- nur noch nicht durchführen lassen. Gewissenlos aber ist es von den Sturmes 2000 Personen teilnahmen. Auf dem Sammelplatz am geordnete. Erledigt sind zur Zeit 5 Mandate, und zwar die Unternehmern, durch derartige Annoncen Leute von auswärts Boltshause fanden sich ca. 3000 Perfonen ein. Den Vermittelungss 4 Mandate der verstorbenen Abgeordneten v. Bandelow, Freiherr heranzulocken, damit sie hier in Berlin schließlich auf der versuch des Landeshauptmanns haben die Unternehmer abgelehnt. v. Heereman, Knörcke und Munckel und das Mandat des ins Herren- Straße oder im Asyl für Obdachlose liegen müssen. Zum Streit der Marseiller Dockfarbeiter wird berichtet: haus berufenen Grafen v. Ballestrem. Mittwoch nahmen 1200 Ausständige die Arbeit wieder auf. Kurz und gut, die Unternehmer haben mit der Annonce die Aussperrung aufgehoben, um mit neu anzulernden Streit brechern ihre Betriebe wieder in Gang zu bringen. Als Antwort darauf sperren die Maschinenarbeiter hiermit vorläufig folgende 18 Firmen: H. Barra, Gerichts- Zeitung. Am Aus Induftrie und Handel. Saatenstand in Brenßen. Nach den amtlichen Ermittelungen Admiralstraße 16; Berliner Holzcomptoir, Küstrinerwar der Saatenstand um die Mitte dieses Monats im Vergleich play 9; Robert Seller w., Königsbergerstraße 4; Das Erpressungsgespenst geht wieder um. Schon seit längerer zu den beiden Vorjahren folgender( 1 bedeutet sehr gut", 2" gut", R. u.. Gutheil Nachfolger. Reichenbergerstraße 154; Beit hörte man nichts mehr davon, daß von den Gerichten der Ein3=, mittel", 4= gering"): Aug. Haberer, Brunnenste. 79; Ad. Hoch, Andreasstr. 32; tritt in einen Streit zur Erringung höherer Löhne als Erpressung Nachher leistete ausgelegt wurde. Gestern jedoch verfiel das Berliner Schöffengericht 1 namentlich ein großer Teil von Parteigenossen aus dem Wahlkreise der Nede, das das ganze Programm des konservativen Kandidaten, unter dem Vorsiz des Amtsgerichtsrats Schräpler wieder in den fortgezogen sind. Der Redner machte auf die Notwendigkeit, die der im übrigen das wirkliche konservative Programm längst abgethan geglaubten Justizirrtum. Anläßlich des Borsigschen Wählerlisten einzusehen, aufmerksam und gab bekannt, daß am und seine eignen Meinungen hinter einem Wall ebenso Dreherstreiks nämlich fühlten sich mehrere„ Arbeitswillige" von den Dienstag, den 28. April, eine Volksversammlung bei Buggenhagen üppiger wie ulfiger Stedestürme verbarg. stattfindet, womit die Wahlagitation eingeleitet wird. Ferner wurde streikenden Drehern Jurgens, Nienas, Schwarz und bekannt gegeben, daß am Sonntag, den 17. Mai, eine Flugblatt- ihn noch ein Freiherr v. Bottenberg- Schirp rednerische Hell belästigt und bedroht. Sie ließen die letzteren durch verbreitung stattfindet, und am Sonntag, den 26. April, vormittags Hilfe in einer Weise, daß selbst Herr v. Wendstern blaß wurde. Der einen Gendarm feststellen, und die Folge war eine Auflage 9 Uhr, die Besichtigung der Vorwärts- Druckerei vorgenommen edle Freiherr ließ sich in äußerst populärer Weise zum Volke herab. twegen Streifvergehens. Schon während der Verhandlung gab der wird. Er berlinerte fogar. Die Bekehrung der Berliner Arbeiter betrieb Borsigende dem Staatsanwalt wie auch dem Verteidiger anheim, er Vierter Wahlkreis( Often). Die Generalversammlung des aufs gründlichste. So versicherte der Freiherr z. B.: den Erpressungsparagraphen mit in Betracht zu ziehen. Der Staats- focialdemokratischen Wahlvereins fand am Dienstag im Saale Große Bir arbeeten jeiftig; bet strengt ooch an." Herr v. Bottenanwalt verzichtete aber darauf, und der Rechtsanwalt Meyerstein Frankfurterstr. 117 bei sehr zahlreicher Beteiligung statt. Der Vor- berg- Schirp aber sah äußerst gesund aus und in seinem als Vertreter Dr. Heinemanns bestritt die Anwendbarkeit jenes fißende Bader teilte im Vorstandsbericht mit, daß im verflossenen roten Kopf waren durch die geistige Anstrengung alle historischen, Paragraphen. Nach längerer Beratung fam mum das Gericht zu dem Halbjahre die Genoffen Heck, Strüger, König, Fandtke, Heckel, Straft, ökonomischen, politischen Thatsachen locker geworden und lagen Beschluß, sich als unzuständig zu erklären und die Sache an die Fährmann und Witt gestorben sind. Ihr Andenken wurde in üblicher funterbunt durcheinander. Straffammer zu überweisen. Der Vorsigende begründete diese Weise geehrt. Der Kassierer Thielte berichtete, daß die Ein- Armes Junkertum! Die Stöcker und Wagner, die einst die Entscheidung folgendermaßen: Die Streitenden hätten zur Zeit nahmen, einschließlich eines alten Bestandes von 128,05 M., 4914 M. Arbeiter von der Socialdemokratie loszulösen suchten, waren einen Mindestlohn von 50 Pf. pro Stunde gefordert. betrugen; die Ausgaben, darunter 2000 M. an die Vertrauensleute, Durch die 4288,30 M., so daß ein Bestand von 625,70 m. verbleibt. Die Mit: Geistesriesen gegenüber diesem Nachwuchs, der das gleiche Ziel Zeugenaussage des Herrn Direktor Dorn als Vertreter der gliederzahl ist auf ca. 4000 angewachsen. Seit der letzten Versammanstrebt. Jetzt ist's mir noch der Größenwahn geistig Unmündiger, Firma Borsig sei nun erwiesen, daß die fleißigen Dreher schon lung haben sich 331 Genossen zur Aufnahme in den Wahlverein ge- die nicht einmal den Gripps zum Demagogen haben. Wie schör vor dem Streik über 50 Bf. bis zu 1 M. pro Stunde verdient haben. meldet. Dem Kassierer wurde einstimmig Decharge erteilt. Von leuchtet der Wendstern ein melancholisches Lied von Nacht und Mithin feien es nur die weniger fleißigen Dreher gewesen, die einer Neuwahl für die statutenmäßig ausscheidende Hälfte der Vor- Finsternis! fich den 50 Pfennig- Lohn durch Streit erzwingen wollten.( That standsmitglieder wurde Abstand genommen und einstimmig beschlossen, Die Versammlung bewies eine bewunderungswürdige Geduld, sächlich machte der Direktor Dorn eine ähnliche Aussage, verschwieg daß die betreffenden Genossen auf ein weiteres Jahr im Amte ver- daß fie troß öfterer stürmischer Neigung zur Lach- und Spottlust bleiben sollen. Dann hielt Stadtv. Dr. Friedeberg einen jedoch, daß auch die Mehrzahl derjenigen Dreher mit in den Streit Vortrag über:„ Die Grundbedeutung der Maifeier immer wieder den Schwatz der konservativen Helden ertrug, welche getreten waren, die wirklich mehr wie 50 Pfennig verdient hatten. Der Redner betonte besonders scharf, daß die Arbeiter am 1. Mai Bekanntlich thaten dies die sogenannten fleißigen Dreher" aber durch Fernbleiben von der Arbeit dokumentieren sollten, daß sie über nicht etwa, um den sogenannten weniger fleißigen" die Faulheit ihre Arbeitskraft selbst verfügen und nicht Sflaven des Kapitals sein zu stärken, sondern weil sie wußten, daß sie nur infolge günstiger wollen. Eine Maifeier, die nicht durch vollkommene Arbeitsruhe betriebstechnischer Umstände so viel verdienten, während ihre ebenso gefeiert werde, sei überhaupt keine Feier. Es sei ein politischer tüchtigen und ebenso fleißigen Kollegen infolge der mangelhaften Fehler, daß man der Maifeier die abgeschwächte Form gegeben habe. Arbeitsverteilung, Preisbrückereien der Meister und eine Reihe machte noch auf die am 28. April stattfindende Wählerversammlung Der Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen. Der Vorsitzende andrer in der Betriebstechnik wurzelnder Umstände ftets nur geringeren Lohn erzielen konnten, auch wenn diese sich noch so sehr an wirken, daß neue Kämpfer für die Partei gewonnen werden. strengten. Anscheinend kam es Herrn Dorn hauptsächlich nur darauf an, zu konstatieren, daß die Streifenden bedingungslos die Arbeit wieder aufnehmen mußten. Ueber das den Angeklagten zur Last gelegte Streitbergehen selbst wußte er nicht das Geringste zu bekunden.) Weil nun, so deducierte der Vorfigende weiter, die Streifenden den 50 Pf.- Lohn durch Streit von der Firma Borsig ergivingen wollten, so hätten sie sich damit einen rechtswidrigen Vermögensvorteil verschaffen wollen, denn sie hatten noch keinerlei Recht auf die ihnen nicht bewilligten 50 Pf. Es liege fomit Streit vergeben in Jdealkonkurrenz mit Expreffung vor, deshalb sei die Sache an die Straffammer zu überweisen. " Nach dieser Logik wäre einfach jeder Lohnstreit eine Expreffung, und das Koalitionsrecht eriftierte in praxi überhaupt nicht mehr. Die Nuzzantendung würde dann sein: Auf Grund des Koalitionsrechts dürft ihr Arbeiter zur Erringung höherer Löhne in einen Streit treten. Thut ihr es aber, so werdet ihr wegen Erpreffung ins Gefängnis gesteckt. Für die Vorsigschen Dreher eröffnet sich aber noch eine besonders schöne Perspektive, denn in Konsequenz der amtsrichterlichen Deduktion könnten noch alle damals am Streik Beteiligten wegen Erpressung in Anklagezustand versezt werden. Die Firma Borsig aber würde vielleicht auf viele Monate ihre Dreher Ios, auch ohne Streit. Aller Wahrscheinlichkeit aber dürfte die Straffammer durch die juristischen Exkursionen des Amtsgerichtsrats Schräpler einen Strich ziehen. aufmerksam und forderte ferner die Genoſſen auf, überall dafür au zu eine socialdemokratische Arbeiterversammlung offenbar mit einem Deutschen Studenten- Kolleg oder einer Bürgervereins- Sizung verwechselten. Wir Socialdemokraten find ja vaterlandslos, aber so lieben wir die deutsche Nation und ihre Kultur doch, daß wir beginnen, uns unsrer Gegner zu schämen. Letzte Nachrichten und Depeschen. Zur Aussperrung in Pirmasens. Judenfeindliche Excesse. Die Kongregationen in Frankreich. Franziskaner gab Anlaß zu einer Rundgebung; die Menge mußte Nimes, 23. April.( W. T. B.) Die Ausweisung der hiesigen von berittenem Militär auseinandergetrieben werden. Le Havre, 23. April.( W. T. B.) Hier kam es zu lärmenden Kundgebungen für und wider die ausgewiesenen Kongreganisten, die schließlich in Naufereien ausarteten; 21 Verhaftungen mußten vorgenommen werden. Englisches Unterhaus. London, 23. April.( W. T. B.) Unterhaus.( Fortsetzung.) Finanzverein hielt am Dienstag im Lotale Sanssouci" seine ordentBierter Wahlkreis( Südost). Der Socialdemokratische WahlFrankfurt a. M., 23. April.( B. H.) Wie der„ Frankf. 8tg." liche Generalversammlang ab. Nach der üblichen Ehrung der ver- aus Pirmasens berichtet wird, find zur Aufrechterhaltung der storbenen Mitglieder gab der Vorsitzende Hoffmann den Vor- Ordnung aus der ganzen Pfalz Gendarmeriemannschaften in standsbericht des letzten Halbjahres. In den Vorstandsfizungen find Höhe von 30 Mann nach hier abbeordert worden. Nach hauptsächlich die Vorarbeiten zu den letzten Gewerbegerichts- und Bekanntmachung des Bürgermeisteramts sind die Sammlungen bei Stadtverordnetenwahlen erledigt; ferner ist eine Statistit auf der Bürgerschaft zu Gunsten der Ausständigen untersagt worden. genommen, um das Verhältnis festzustellen derjenigen Arbeiter, die In den meisten Fabriken wird das Stillſtehen der Arbeit zur im Streife der politischen und gewerkschaftlichen Organisation an- Herrichtung der Fabrikräumlichkeiten verwendet, wobei die ungehören zu der Zahl derer, die bei den Wahlen für uns stimmen. organisierten Arbeiter beschäftigt werden, Dem Verein gehören gegenwärtig 2984 Mitglieder an, im legten Halbjahr hat die Mitgliederzahl um 966 zugenommen, 23 sind ausgeschieden, davon 14 durch Tod. Hierauf gab Traczyk den Lemberg, 23. April.( B. H.) In Uhnow fanden judenfeindliche Excesse Rassenbericht. Die Einnahme betrug 4679,05 M., die Ausgabe 4334,80 M., statt, wobei mehrere Personen schwer verwundet wurden. Gleichdarunter 2439,50 M. für Agitation, so daß ein Kaffenbestand von 344,75 M. zeitig brach ein Brand aus, wobei 60 Wohnhäuser eingeäschert verbleibt. Dem Kassierer wurde einstimmig Decharge erteilt. Die wurden. Militär ist bereits dahin abgegangen." darauf erfolgte Neuwahl des Vorstandes hatte folgendes Ergebnis: 1. Schriftführer: Franz Brothmann'; 2. Schriftführer: Otto Krippahle; 1. Vorsitzender: Baut Hoffmann; 2. Vorsitzender: Max Menzel; 1. Staffierer: With. Ulm; 2. Stassierer: Balded Traczyk. Zu Bei fizern wurden gewählt: Laaser, John, Klannn, Jäck, Heinrich und Tiege. Die Zahl derselben ist von drei auf sechs erhöht worden. Ats Revisoren: Dsburg, Edeling und Bechert. Nach Erledigung dieser geschäftlichen Angelegenheiten hielt Genosse alisti einen bei fällig aufgenommenen Vortrag über:" Gine reaktionäre Maffe". Zum Schluß ermahnte der Borsigende die Anwesenden, in den Organisationen darauf hinzuwirken, daß möglichst alle Drudarbeiten Ein Straßenraub auf dem Tempelhofer Felde beschäftigte am der Vorwärts"-Druckerei zur Ausführung übertragen werden. Mittwoch das Schwurgericht ant Landgericht II. Als Thäter faß Der Arbeiter- Sängerbund hielt am 19. April eine Ausschuß- minister Ritchie bringt das Budget ein und erklärt, der Voranschlag für der Schlosser Julius Melzer auf der Anklagebaut. Der Angeklagte fizung ab. Nachdem drei zur Aufnahme gemeldete Vereine ihr 1903/4 beziffere die Ausgaben auf 143 954000 Pfd. Sterl., die Einzusammen. Er fremdete sich mit diefem an und besuchte mit ihm genommen. Zum Bumit Bundesangelegenheiten" sprach der Dirigent würde. Im Hinblick hierauf schlägt der Finanzminister vor, die Eintraf am Abend des 2. Februar d. J. mit dem Arbeiter 3 inndorf Probelied gesungen hatten, wurden dieselben in den Bund aufnahmen auf der Grundlage der bestehenden Besteuerung auf 154770000 verschiedene Lokale in der Hafenheide, wobei Zinndorf den freund- genommen. Zum Punkt Bundesangelegenheiten" sprach der Dirigent fb, so daß sich danach ein Ueberschuß von 10 816 000 Bfb. ergeben verschiedene Lokale in der Hafenheide, wobei Zinndorf den freund für Bermehrung der lebungsstunden, um bessere Leistungen erzielen tommensteuer von 1 Gh. 3 Bence für das Pfund Sterling auf 11 Bence lichen Gastgeber spielte. Zum Dank dafür verschleppte er den splendiden Freund nach dem Tempelhofer Felde und frug wurde beschlossen, die Bundes- lebungsstunden für das ganze Jahr vorher der Einkommensteuer würden sich die Einnahmen aus dieser Steuer zu können. Es wurde beim alten belassen( alle sechs Wochen) und herabzusetzen und den Kornzoll aufzuheben. Durch die Herabfezung ihn dort gelegentlich nach der Zeit. Binndorf zog seine Uhr Zinndorf zog feine Uhr festzulegen. Das Sängerfest wird am Sonntag, den 9. August, um 81%, und sagte, wie spät es war. Ach, das stimmt wohl nicht meinte in Friedrichshagen abgehalten. Auch nimmt der Ausschuß mit Be 8 Willionen Pfund vermindern; ferner würde die Aufhebung der Angeklagte es muß wohl später sein. Beig' doch mal her, ich glaube, Deine Uhr geht gar nicht mehr!" dauern davon Kenntnis, daß zum Bauarbeiterschutz- Kongres bombes Kornzolles eine Mindereinnahme von 2 Millionen Pfund erBeig' doch mal her, ich glaube, Deine Uhr geht gar nicht mehr!" Komitee zur Eröffnungsfeier ein Gesangverein zugezogen wurde, der geben. Der Miniſter ſchlägt sodann vor, die Aufwendungen für Damit ergriff er die Uhr, was sich der harmlose Freund ruhig ge dem Arbeiter- Sängerbund fern steht. Betreffs der Maifeier werden die Staatsschuld auf 27 Millionen Pfund Sterling, jährlich festfallen ließ. In demselben Moment erhielt er einen Fauftschlag ins die Vereine darauf hingewiesen, daß die Probe am Sonntag, den zusetzen, wovon 6 Millionen zur Amortisation bestimmt werden. Gesicht, der ihm die Augen blendete, gleichzeitig verspürte er einen 26. April präcise 10 Uhr vormittags in demselben Lokal stattfindet, follen. Stud an der Uhrkette, und als er danach griff, da fühlte er nur noch in welchem die Maifeier abgehalten wird. Am 1. Mai selbst wird Die Kosten des Krieges in Südafrika und in China belaufen fich Finanzminister Ritchie führt bezüglich des Budgets aus: den Karabinerhaken an der Weste. Die ühr und der neue Freund der erste Gesang um 7 Uhr abends zum Vortrag gebracht. Auch auf 217 000 000 fund Sterling. waren gemeinschaftlich verschwunden. Der Angeklagte wurde sehr werden die Sangesbrüder, welche den Tag durch Arbeitsrube feiern, 770 778 000 fund Sterling, wird aber 1908, wenn keine ZwischenDie Schuld beträgt jetzt bald ermittelt und verhaftet. In der heutigen Verhandlung legte ersucht, sich in den Vormittagsversammlungen um den Gesang zufälle eintreten, auf# 694 000 000 Pfund herabgemindert sein. er ein reumütiges Geständnis ab, wodurch er den Erfolg erzielte, befümmern. daß ihm die Geschworenen mildernde Umstände bewilligten. Das Bezüglich der Flottenforderungen sagt der Finanzminister: Es Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis, wovon zwei Monate Centralverband der Maschinisten und Heizer. Die Ortsverivaltung ist nicht die Eifersucht irgend einer Macht, die uns dazu zwingt, auf die Untersuchungshaft angerechnet wurden. Berlin hielt am 19. d. M. ihre Generalversammlung ab. Der vom immer mehr für unsre Flotte auszugeben. Unfre Flotte muß wachsen, Rassierer Paschen erstattete Kassenbericht pro 1. Quartal d. J ergab so lange die andern Flotten wachsen. Ich freue mich zu bemerken, in Einnahme 3489,40 M. und Ausgabe 3482,27 9., inkl. des Ve- daß Anzeichen nicht fehlen, daß einige unsrer Nachbarn wünschen, standes von 8600,33. einen Gesamtkassenbestand von 8607,46 W. ihren Ausgaben für die Flotte ein Halt zuzurufen. Wir An die Centralkaffe abgeliefert wurden 1967 M. An 49 Mitglieder begrüßen diese Anzeichen auf unfrer Seite mit Freude und wurden a Conto der Centraltasse als Arbeitslosen Unterstützung fönnen sie versichern, daß wenn sie eine solche Politik ans 1548,05 m. gezahlt. Der Wochenbeitrag wurde in Anbetracht der nehmen und an ihr festhalten werden, wir bereitwillig und loyal ihren sich steigernden Verbandsausgaben und um den Lokalfonds zu Vorgehen folgen werden.( Beifall.) Finanzminister Ritchie erklärt schonen, von 25 Pf. auf 30 Pf. erhöht und zwar von der 18. Woche ferner, die Aufhebung des Kornzolles werde am 1. Juli in Kraft an. Die Mitgliederzahl beträgt zur Beit 1120. Bernan. In der gut besuchten Vollsversammlung am 18. d. M. referierte Frau Martha Tiez aus Berlin über die bevorstehenden " Verfammlungen. " treten. Die Genoffen des ersten Berliner Reichstags Wahlkreises hielten am Mittwoch im„ Englischen Hof" eine öffentliche Wählerversammlung ab, in der der Kandidat des Kreises, Dr. Arons, in furzen Ausführungen den Zweck der demnächst stattfindenden preußischen Landeskonferenz darlegte. Dem Wunsche des Redners, die Konferenz durch drei Delegierte zu beschicken, wurde durch die Deutschland und Kanada. Wahl der Genossen Oppel, Waldeck- Manasse und Seidel entsprochen. Hierauf folgte ein Referat des Genossen Täterow über die Reichstagswahlen. An die Frauen richtete Rednerin die Auf- ment eingebrachte Tarifnovelle bestimmt allgemein, daß ein Zuschlag Montreal, 22. April.( W. T. B.) Die im kanadischen ParlaTommenden Reichstagswahlen. Nach eingehender Erörterung der forderung, fich mehr wie bisher mit Politik zu befassen, da sie die von einem Drittel des gewöhnlichen Rolls auf Waren eines Landes großen Lasten für Militarismus und Marine, die das arbeitende Folgen des Wuchertarifs zuerst fühlen würden. Mit einem fräftigen von einem Drittel des gewöhnlichen Zolls auf Waren eines Landes Bolt aufzubringen hat und der so jämmerlich daniederliegenden Appell an die Anwesenden, in dem bevorstehenden Wahlkampf für gelegt werden kann, welches fanadische Waren ungünstiger als Socialpolitit flizzierte Nebner die Stellung der beiden in Frage die Socialdemokratie einzustehen, schloß Rednerin ihren mit Be- nur im wesentlichen ein Produit des betreffenden Landes ist, troi andre behandelt. Der Zuschlag erfolgt auch, sofern die Waren Tommenden Standidaten, der freisinnigen Volkspartei und der Ston- geisterung aufgenommenen Vortrag. Hierauf nahm der Vorsitzende Veredelung in einem andrem Lande, doch unbeschadet der Beservativen und kam zu dem Ergebnis, daß bei fleißiger Wahlarbeit des Wahlvereins, Helbig, das Wort und forderte die Anwesenden Stimmung des britischen preferential tariff betreffend die VerVeredelung in einem andrem Lande, doch unbeschadet der Beder erste Kreis zu erobern sei.( Lebhafter Beifall.) Eine Dis- auf, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern. tussion fand nicht statt, Gegner meldeten sich trotz der Aufforderung edelung in England. Der Finanzminister bestimmt, welche Länder dem Zuschlag unterliegen. Ausgenommen find goods nicht zum Wort. actuelly purchased on or before 16. April for immediate transportation to Canada." Die Präzisierung letterer Bestimmung wird erwartet. Bollfreie Waren werden nicht getroffen. Der Finanzminister hat die Erhebung des Zuschlags gegen Deutschland angeordnet. Ein städtischer Konservativer. Der socialdemokratische Wahlverein für den britten Berliner Neichstags- Wahlkreis hielt am Dienstag eine gut besuchte Generalversammlung im Gewerkschaftshause ab. Aus dem Bericht des Vor- Wohl zum erstenmal seit dem Socialistengefez hat die Berliner standes, den St. Fris gab, war zu entnehmen, daß der Verein im Socialdemokratie wieder den Versuch unternommen, in öffentlicher ersten Quartal um über 500 Mitglieder zugenommen hat und die gritgliederzahl auf 1588 gestiegen ist. In Rücksicht auf diese erfreu- Versammlung mit den Gegnern ein geistiges Tournier auszufechten. Tuche Ausbreitung des Vereins und um den Kassierern ihre Thätigkeit Der Kandidat des zweiten Berliner Wahlkreises, der Privatdozent zu erleichtern, sind nunmehr für alle Bezirke Bahlabende eingerichtet der Berliner Universität Professor v. Wendstern war unsrer worden, in denen die Beiträge bezahlt und auch Neu- Aufnahmen von Einladung gefolgt. Drei Personen im Schnee umgekommen. Frankfurt a. D., 23. April.( W. T. B.) Im Regierungsbezirk Frankfurt sind, wie die Frankfurter Oderzeitung" meldet, während des letzten Schneesturmes zwei Männer und eine Frau im Schnee genommen haben. " Mitgliedern vorgenommen werden können. Nach dem Bericht, den der Ungezählte Arbeitermassen strömten, eine intereffante Aus- umgekommen. Staffierer Harndt erstattete, beirugen die Einnahmen im ersten einandersetzung erwartend, am Donnerstagabend in die Bockbrauerei. Cuartal, einschließlich des alten Bestandes von 637,70 M., insgesamt Der Saal war schon früh polizeilich abgesperrt. Hunderte meldet, beschloß heute nachmittag eine Versammlung der FabrikantenKrefeld, 23. April.( W. T. B.) Wie die„ Krefelder Zeitung" 1727,20 M., die Ausgaben, darunter 200 M. für Agitation, 704,30 mußten am Eingang wieder umkehren. Mark, so daß ein Bestand von 1022,90 m. verbleibt. Die AbIndeffen: um es verbände die zum 4. Mai verhängte Sperre aufzuheben, nachdem rechnung wurde von St räder namens der Revisoren als richtig be- gleich zu sagen, der Versuch ist mißglückt und verlohnt der die Arbeiter der Firma Bretthal u. Co. die Arbeit wieder aufstätigt und auf deren Antrag dem Stassierer die Decharge erteilt. Wiederholung nicht. Was Herr v. Wendstern auf das temperamentFerner tourde auf Antrag der Revisoren beschlossen, dem Vorstande volle, wuchtig aufgebaute, bei all seiner Knappheit fachlich er. Bozen, 23. April.( B. H.) Bei dem ungeheuren Waldbrande 1000 m. aur Agitation zu überweisen. Hierauf hielt Dr. schöpfende Referat zu erwidern wußte, ivar ein naives Gemisch im Gebirge über Riva wurden 20 Steinarbeiter durch Feuerbrände Br. Borchardt einen interessanten, mit lebhaftem Beifall auf von inhaltlichem Unsinn und komischen Ansprüchen einer ge- verlegt. genommenen Vortrag über:" Socialismus und Genossenschafts- waltigen politischen Mission. Dieser Herr v. Wendstern ist, Stockholm, 23. April.( W. T. B.)„ Aftonbladet" meldet aus wesen", an den sich eine kurze Diskussion knüpfte. Unter Vereins- man soll es nicht glauben, mit dem stolzen Bewußtsein in die Ver- Helsingfors: Gestern fanden verschiedene Haussuchungen statt, unter angelegenheiten plädierte der Vorfißende Fris mit dem Hinweis auf fammlung gekommen, daß der 23. April 1903 jener ewig dents andern bei dem Baron Born in Sarolaks, dem Advokaten Castren Verpflichtungen und bei der Mutter des Barons Born in Helsingfors. Born wurde ant dem zum erstenmal„ ein städtischer an den Wahlarbeiten und für möglichste Verbreitung der Parteipreffe würdige Tag sei, wegen einer Strafe von 30 000 M. gepfändet, zu der er verurteilt und-Literatur. Ebenso ersuchte der Vertrauensmann och, eine Konservativer" dem Arbeiter die Friedenshand gereicht hat, und damit worden war, weil er als Vorsitzender der Stadtverordneten- Nerfanrecht rege Agitation im Interesse der Partei zu entfalten, die um so den ersten Schritt gethan hat, um den deutschen Arbeiter von der lung anläßlich der Soldatenausschreibung unterlassen hatte, die notwendiger ist, als sich die Wählerzahl im Streise verringert und socialdemokratischen Leitung loszulösen. Das war der ganze Inhalt Stadtverordneten einzuberufen. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druk u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, Nr. 95. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 294. Sigung. Donnerstag, den 23. April 1903, nachmittags 1 Uhr. = Freitag, 24. April 1903. § 3 der Kommissionsbeschlüsse bestimmt, daß von der VerAbg. Röfice- Dessau( frs. Vg.): Wenn die Novelle auch noch manche Wünsche unberücksichtigt sicherungspflicht ausgeschlossen sind Personen des Soldatenläßt, so bringt sie doch einige lange geforderte Verbesserungen, standes sowie solche in Betrieben oder im Dienste des Reiches, eines denen wir zustimmen. Die Einbeziehung der in der Landwirtschaft, Staates oder Kommunalverbandes beschäftigten Personen, die in im Gesindedienst und im Handelsgewerbe Beschäftigten wäre Strankheitsfällen Anspruch auf Fortzahlung des Gehalts oder Lohnes Am Bundesratstische: Graf Posadowsky, Kraette. dringend notwendig, darin sind wir mit dem Vorredner oder Krantenunterstügung mindestens für 13 Wochen nach der ErDie Novelle zum Reichsbeamten Gesez( Pensions- einverstanden, aber es ist mit Sicherheit vorauszusehen, daß, wenn krankung und bei Fortdauer der Erkrankung für weitere 13 Wochen berechtigung der Postbeamten in Ostasien) wird in dritter Lesung ein solcher Vorschlag die Mehrheit des Hauses finden sollte, die Re- Anspruch auf diese Unterstützung oder auf Gehalt, Penfion, Wartedebattelos angenommen. gierung das Gesetz scheitern lassen würde. Daher müssen wir uns geld oder ähnliche Bezüge mindestens im anderthalbfachen Betrage Es folgt die zweite Lesung der Novelle zum Krankenkassengeses. vorläufig auf das Erreichbare beschränken. Dagegen ist die Ver- des Krankengeldes haben. §1 bestimmt den Kreis der der Versicherungspflicht unterliegenden sicherung des noch nicht dem Gesetz unterstehenden Teils der Abgg. Albrecht( Soc.) und Gen. beantragen, nur solche Personen Personen. Die Novelle läßt diesen Paragraphen des bestehenden Handlungsgehilfen spruchreif und ich werde deshalb für den dieser Kategorien von der Versicherungspflicht auszuschließen, die Gesezes unverändert. Antrag Raab stimmen. Im übrigen werden wir der Resolution zu- Anspruch auf Fortzahlung des Gehaltes oder auf Kranken- UnterAbgg. Albrecht( Soc.) und Gen. beantragen, dem Versicherungs- stimmen, die in der nächsten Novelle die Einbeziehung der ländlichen stützung von mindestens 26 Wochen haben. swang auch folgende Kategorien zu unterwerfen: 1. die in land- und Arbeiter verlangt. Nach den Erklärungen der Regierung Abg. Stadthagen( Soc.) begründet diesen Antrag, der eine Kon forstwirtschaftlichen Betrieben sowie die als Gesinde ist mit Sicherheit zu erwarten, daß diese Ausdehnung bald sequenz der Ausdehnung der Kranken- Entschädigung von 13 auf beschäftigten Arbeiter, sofern sie nicht einer gleichwertigen landes- erfolgen wird. Ich kann die Herren Socialdemokraten nur 26 Wochen sei. gefeglichen Krankenversicherungspflicht unterliegen; 2. felbständige bitten, sich wenigstens in der Diskussion zu beschränken, sonst Der Antrag wird abgelehnt, ebenso nach kurzer Befürwortung Gewerbetreibende, welche in eignen Betriebsstätten im Auftrage und wird es unmöglich sein, bei der großen Zahl der von ihnen gestellten durch den Abg. Stadthagen( Soc.) ein im wesentlichen redaktiofür Rechnung andrer Gewerbetreibender mit der Herstellung oder Anträge dies wichtige Gesez noch in dieser Legislaturperiode zu ver- neller Antrag Albrecht( Soc.) zu§ 3a.( Befreiung von der VerBearbeitung gewerblicher Erzeugnisse beschäftigt werden( aus abschieden. Ich erinnere daran, daß gerade die Socialdemokratie ficherungspflicht auf besonderen Antrag.) industrie), und zwar auch für den Fall, daß fie die Noh- und zunächst von einer Kommissionsberatung überhaupt absehen wollte.§ 6, der sich auf die Gemeide- Krankenversicherung bezieht, beHilfsstoffe selbst beschaffen, und auch für die Zeit, während der sie Damit stimmt es nicht zusammen, daß sie nach der eingehenden stimmt: vorübergehend für eigne Rechnung arbeiten. Kommissionsberatung nun wieder mit so vielen Anträgen kommt, 1. vom Beginn der Krankheit ab freie ärztliche Behandlung, von deren Aussichtslosigkeit sie überzeugt sein muß. Im Einbringen Arznei, Brillen, Bruchbänder und ähnliche Heilmittel; von Anträgen sind die Socialdemokraten gewiß Meister, mögen sie sich auch in der Beschränkung der Diskussion als Meister erweisen! ( Bravo! links.) Abg. Gamp( Rp.): 9 Im Falle der Ablehnung des Antrags auf Einbeziehung der in land und forstwirtschaftlichen Betrieben sowie der als Gesinde beschäftigten Arbeiter beantragen Abgg. Albrecht und Genossen, als § 1a einzuschalten:„ Die Vorschriften des§ 1 finden auf die in der Land- und Forstwirtschaft gegen Gehalt oder Lohn beschäftigten Personen Anwendung, soweit dieselben nicht durch Veschluß einer Wir werden ausnahmslos die 2. im Fall der Eriverbsunfähigkeit vom dritten Tage nach dem Tage der Erkrankung ab für jeden Arbeitstag ein Krantengeld in Höhe der Hälfte des ortsüblichen Tagelohnes gewöhnlicher Tagearbeiter. Die Krankenunterstützung endet spätestens mit dem Ablauf der der Krankheit. Gemeinde für ihren Bezirk oder eines weiteren Kommunal- Verbandes Weitergehende Aenderungen werden in dieser Session nicht mehr le chs undzwanzigsten( bisher dreizehnten) Woche nach Beginn für seinen Bezirk oder für Teile desselben ausgeschlossen wird. Diefer Beschluß bedarf der Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde." Abg. Raab( Antif.) durchzusehen sein. Die Somunission hat ja auch eine Resolution an genommen, wonach womöglich schon in der nächsten Session ein unter Nummer 1 das Wort ähnliche" durch sonstige" zu ersetzen; Hierzu beantragen die Abgg. Albrecht( Soc.) und Genossen: Ferner beantragen die Abgg. Albrecht und Genossen, der des Krankenversicherungs- Gesetzes vorgelegt werden soll. Die jest Erfolges des Heilverfahrens und zur Erleichterung der Folgen der Gefeßentwurf zum Zwecke einer eingehenden und gründlichen Reform ferner nach" Heilmittel" zu setzen: sowie die zur Sicherung des Bestimmung des§ 1, daß die Bejagung von Seeschiffen der Ver- wieder eingebrachten Anträge der Socialdemokraten sind schon in der Verlegung erforderlichen Heilmittel( Strücken 2c.)", in Nr. 2 die ficherungspflicht nicht unterliegt, hinzuzufügen: sofern durch den Kommission eingehend beraten und gegen eine ganz geringe Minder- Worte„ vom dritten Tage nach dem Tage der Erkrankung ab" sowie Arbeitgeber für die während der Dauer des Arbeitsvertrages ein- heit abgelehnt worden. tretenden Erkrankungsfälle der Anspruch auf freie Stur oder Ver- eingebracht? Sind diefe Anträge ernst gemeint, d. h. wollen Sie Warum werden sie also jetzt nochmals die Worte„ der Hälfte" zu streichen und ferner dem Absatz 1 folgende pflegung in einem Krankenhause auf die in§ 6,2 bezeichnete Dauer( zu den Socialdemokraten) gemäß dem Standpunkt des Krankenkassen- Biffern hinzuzufügen: 3. eine Unterſtüßung in Höhe des KrankenEndlich stellen die Abgg. Albrecht und Genossen den Antrag werden, dann sagen Sie es, dann können wir heute nach Hause einer auf Grund dieses Gesetzes errichteten Kasse oder einer Gemeindetages das Gesetz ablehnen, wenn diese Anträge nicht angenommen Lage der Entbindung ab gerechnet, mindestens 6 Monate hindurch geldes an Wöchnerinnen, welche innerhalb des letzten Jahres, vom auf Streichung der Ausnahmen von der Versicherungspflicht für gehen. Die Einbeziehung der Hausindustriellen in die Versiche Krankenversicherung angehört haben, auf die Dauer von 6 Wochen Handlungsgehilfen und Lehrlinge, das heißt auf rungspflicht sind wir principiell durchaus geneigt, weiter zu prüfen. obligatorische Versicherung dieser Gruppe von Angestellten Ich bebaure, daß in der Reſolution der kommiſſion die Gin- nach ihrer Niederkunft, und 4. für den Todesfall eines Mitgliedes ( identisch mit dem Antrage Raab). beziehung der Handwerker in die Krankenversicherung nicht ent- ein Sterbegeld im zwanzigfachen Betrage des ortsüblichen Tage= Tohnes, mindestens aber 50 M." halten ist. Heiner von uns hat sich je dagegen ge= für begründet den von ihm gestellten Antrag auf Streichung des fträubt, die strankenfürsorge die Nachdem Abg. Molkenbuhr die Anträge begründet und der Staatsländlichen Arbeiter vierten Absatzes des§ 1, der lautet:" Handlungsgehilfen und besser zu gestalten; wir wenden uns nur dagegen, daß dies auf sekretär Graf Posadowsky ihnen entgegen getreten ist, werden sie Lehrlinge unterliegen der Versicherungspflicht nur, sofern durch demselben Wege wie für die gewerblichen Arbeiter geschieht. Die gegen die Stimmen der Socialdemokraten abgelehnt und§ 6 in der Kommissionsfassung angenommen. Vertrag die ihnen nach Artikel 60 des deutschen Handelsgesetzbuchs Schwierigkeiten, die Krankenfürsorge für die ländlichen Arbeiter durch zustehenden Rechte aufgehoben oder beschränkt sind. Auch für diese die Reichsgesetzgebung zu regeln, liegen für jeden Sachkundigen auf ermächtigt sind, zu beschließen, daß Versicherteit, die sich eine Krank§ 6a des bestehenden Gesetzes bestimmt, daß die Gemeinden Kategorie müsse die Versicherung obligatorisch sein. Die Frage sei der Hand. In manchen Gebieten ist schon jetzt diese Fürsorge eine heit vorsäglich oder durch schuldhafte Beteiligung bei Schlägereien längst spruchreif, während in vielen andren Hinsichten der Regierung weit größere, als es nach der Reichs- Gesetzgebung der Fall oder Raufhändeln, durch Trunkfälligkeit oder geschlechtliche zizustimmen sei, daß manche Frage, wie das Verhältnis der Kranken- fein würde. Die ländlichen Arbeiter befinden sich größtenteils in Ausschweifungen zugezogen haben, für diese Krankheit das faffen zu den Aerzten und den Apotheken, noch nicht zu lösen und einer wirtschaftlich weit besseren Lage als die Industrie- Arbeiter.(!!) Strankengeld gar nicht oder nur teilweise zu gewähren ist. daher in dieser Novelle unberücksichtigt zu laffen sei. Die soeben ein- Ich möchte die Herren Socialdemokraten bitten, falls sie ihre An- rankengeld gar nicht oder nur teilweise zu gewähren ist. Hier hat die Kommission gemäß der Regierungsvorlage gereichte ganze Sammlung socialdemokratischer Anträge erwede leider träge nicht zurückziehen wollen, sich wenigstens mit einer allgemeinen die Worte„ durch geschlechtliche Ausschweisungen" gestrichen. die Befürchtung, daß die zu hoch gespannten Ansprüche der Social- Begründung zu begnügen, damit wir die Novelle bald verabschieden Ein Antrag Albrecht( Soc.) will außerdem die Worte demokraten einem Gedanken verhängnisvoll werden fönnten, der tönnen. Es ist heute so schönes Frühlingswetter.( Heiterkeit.) Es nach allseitiger Meinung reif zur Durchführung sei und wohl auch drängt einen hinaus in Gottes freie Natur. Seien Sie( zu den durch schuldhafte Beteiligung bei Schlägereien oder Naufhändeln, durch Trunkfälligkeit" streichen. die Zustimmung der Regierung finden würde. Freilich hätten die Socialdemokraten) doch verständig und ziehen Sie Ihre Anträge Abgg. Albrecht und Genossen seinen Antrag mit unter die ihrigen zurück.( Gelächter bei den Socialdemokraten. Beifall rechts.) aufgenommen, aber in der Beschränkung auf diesen einen Punkt hätte sich der socialpolitische Meister gezeigt. Durch die Fülle der focialdemokratischen Anträge werde auch das Schifflein seines eignen gefährdet. Abg. Stadthagen( Soc.): Abg. Trimborn( C.): beste socialpolitische Rolle, der sich in seinen Anträgen und Reden Unfrer Meinung nach spielt bei dieser Novelle derjenige die auf das allernotwendigste beschränkt. Die Herren Socialdemokraten aber verfolgen eine andre Taktik. Die Annahme ihrer Anträge Will man die Lücke zwischen Invaliden- und Krankenversicherung würde die Borlage geradezu zum Scheitern bringen. Warum gehen tvirklich ausfüllen, so muß man unsre Anträge annehmen und den Sie hierbei nicht ebenso vernünftig vor, wie bei der Bekanntmachung Kreis der Versicherten dieser beiden Geseze gleichstellen, sonst besteht über das Wahlreglement, bei der Herr Blos in einer sehr ber zwischen dem Invaliden- und Krankenversicherung für einen Teil ständigen Rede auf die Geltendmachung weiterer Wünsche verzichtet der Arbeiter sogar eine Lüde von 26 Wochen. Das Gesetz selbst hat. Wir werden uns streng an die Kommissionsbeschlüsse halten erreicht also nicht im entferntesten den Zwed, den es und außer diesen nur noch dem Antrag Raab zustimmen, dessen Anangeblich hat. Ich begreife überhaupt nicht, wie der Herr Vorredner nahme, wie wir uns überzeugt haben, das Zustandekommen der der Regierung für diese Vorlage noch Dank sagen kann, während Vorlage nicht gefährden wird. sie doch in der That nur eine schwere Schädigung der ArbeiterIlasse bedeutet. Daß die Ausdehnung der VersicherungsAbg. Frhr. v. Richthofen( f.): Abg. Albrecht( Soc.): Nach dem Kommissionsbeschluß können die Gemeinden weiter beschließen, daß Versicherten, die von der Gemeinde die Krantenunterstützung ununterbrochen oder im Laufe eines Zeitraumes neuen Unterſtüßungsfalles, sofern dieser durch die gleiche nicht von zwölf Monaten für 26 Wochen bezogen haben, bei Eintritt eines gehobene Krankheitsursache veranlaßt worden ist, im Laufe der nächsten zwölf Monate Krantenunterstützung nur für die Gesamtdauer von 13 Wochen zu gewähren ist. Hier will ein Antrag Albrecht( Soc.) am Schluß statt 13 Wochen" fezen 26 Wochen". Fernerhin beantragen die Abgg. Albrecht u. Gen.( Soc.), die Bestimmung des§ 6a zu streichen, wonach die Gemeinden ermächtigt find, zu beschließen, daß die ärztliche Behandlung, die Lieferung der Arznei und die Kur und Verpflegung nur durch be stimmte Aerzte, Apotheken und Krankenhäuser zu gewähren sind und die Bezahlung der durch Inanspruchnahme audrer Aerzte, Apotheken und Krankenhäuser entstandenen Kosten, von dringenden Fällen abgesehen, abgelehnt werden kann. Endlich verlangt ein Antrag Albrecht( Soc.), daß die Ges meinden ermächtigt sein sollen, Sie in§ 21 für Orts- Krankenkassen für zulässig erachteten Erhöhungen und Erweiterungen der Unterstügungs- Leistungen zu beschließen. " Abg. Dr. Esche( natl.) begründet einen Antrag auf Streichung der Worte durch Trunkfälligkeit." Nach dem heutigen Stande der wissenschaft sei Trunkfälligkeit direkt als eine Strankheit zu betrachten, für die das Krankengeld ebenso gewährt werden müsse wie für jede andre Krankheit. pflicht auf die ländlichen Arbeiter undurchführbar sei, ist eine Seit einiger Zeit hat man wenn hier Reden gehalten werden ganz hinfällige Behauptung. Den Rat des Herrn Raab müssen das Gefühl, als ob das Grabgeläute des Reichstags ertönte, es sind wir dankend ablehnen. Ebenso gut wie die Handlungsgehilfen haben lediglich Wahlreden. Wir wollen praktische Politik treiben, wirklich auch die ländlichen Arbeiter das Recht auf Krankenversicherung. etwas für die Arbeiter erreichen, daher beschränken wir uns auf den Die stets wiederholten Sympathie- Erklärungen nüßen den Arbeitern Inhalt den Novelle, wie er aus der Kommission hervorgegangen ist. nights, davon wird kein Kranker gesund, wenn man auch neuerdings Ueber die Anträge Albrecht ist jedes Wort zu viel, sie sollen nur behauptet, durch Gesundbeten Krante heilen zu können. Die länd- programmatische Erklärungen nach außen sein. Dem Antrag Raab lichen Arbeiter verlangen die Durchführung unsrer Anträge als ihr werden wir zustimmen, weil es mehr oder weniger auf Zufall begutes Recht, ebenso wie die Seeleute und Hausindustriellen Anspruch ruht, daß das, was er will, nicht schon jetzt Gesetz ist.( Bravo!) auf volle Krankenunterstügung haben. Wenn heute vor Gericht festgestellt ist, daß Gutsbefizer frante Arbeiter hilflos gelassen, ja noch mißhandelt haben, so ist dadurch die Notwendigkeit der Kranten beim Wahlreglement. liegt daran, daß diese beiden Gesetze ſich Daß wir bei diesem Gesez nicht dieselbe Taktik befolgen, wie Abg. Röfice- Deffau( frf. Vg.) schließt sich den Ausführungen des Abg. Dr. Esche an. Auch der Vertreter der Bayerischen Regierung versicherung ländlicher Arbeiter erwiesen. Landesgesetzlich ist diese Materie fast nirgends geregelt, vor allem nicht in dem ein wirtschaftliches Gesetz. Wir sind nicht nur eine politische, sondern ruutfälligkeit" ausgesprochen.( Heiterkeit.) Zum wenigstens müſſe wesentlich unterscheiden. Das eine ist ein rein politisches, das andre habe sich in der Kommission für die Streichung der Worte„ durch rüdständigen Preußen. In der Kommission ist uns eine Zuſammen vor allemt auch eine wirtschaftliche Partei und legen ganz besonderes diese Beſtimmung bei der nächsten Novelle beseitigt werden. stellung versprochen worden, inwieweit von dem ftatutarischen Recht, Gewicht auf dieses Versicherungsgefeß, das so tief in das wirtschaft strebt, die traurigen Folgen des übermäßigen Alkoholgenusses zu Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Regierung ist eifrig bedie Versicherung auf die ländlichen Arbeiter auszudehnen, Gebrauch gemacht worden ist. Wenn wir uns noch bekämpfen. Ich möchte aber doch folgendes bemerken: Wenn die nicht erhalten, wahrscheinlich, weil außerordentlich wenig Material mehr Beschränkung auferlegen wollten, als wir's schon ges Regierung vorgeschlagen hat, die Geschlechtskrankheiten unter die Leider haben wir diese Zusammenstellung liche Leben der Arbeiter einschneidet. in dieser Hinsicht aufzufinden ist. Alle wirklich landwirtschaft- fondern Meister der Beschränktheit. Unfre Anträge bewegen fich wird, so lag hierfür ein wichtiger hygienischer Grund por, weil diese than haben, wären wir nicht Meister in der Beschränkung, Krankheiten aufzunehmen, für deren Heilung Krankengeld bezahlt freundlichen Kreise haben stets die Versicherung der ländlichen sondern Meister der Beschränktheit. Unfre Anträge bewegen sich Arbeiter im Interesse der ländlichen Kreise selbst für notwendig durchaus in dem Rahmen der jezigen Organisation der Kranken- wird, so lag hierfür ein wichtiger hygienischer Grund vor, weil diese erklärt. Der Antrag, den wir als Eventualantrag gestellt haben, versicherung. Besonders notwendig ist die Ausdehnung der Ber- Krankheiten übertragbar sind, während die Trunksucht höchstens moralisch erklärt. Der Antrag, den wir als Eventualantrag gestellt haben, sicherung auf die Hausindustrie. Diese Notwendigkeit ist von allen so einfach zu lösen. Man kann doch gewohnheitsmäßigen Trintern entspricht einem früheren Antrag des konservativen Abgeordneten ſicherung auf die Hausindustrie. Diese Notwendigkeit ist von allen durch das schlechte Beispiel ansteckend wirkt. Die Frage ist auch nicht entspricht einen früheren Antrag des konservativen Abgeordneten Barteien bereits solange erkannt, daß die Frage in der That spruch kein Krankengeld in die Hand geben. Viel ratsamer wäre es, solche b. Malzahn. Nur an dem Widerstande des Centrums scheiterte damals die Ausdehnung der Krankenversicherung auf die ländlichen reif iſt. Der Ausschluß der Heimarbeiter aus der Krankenversicherung Personen in Trinferasyle zu stecken. Das würde aber eine wesentArbeiter. Man erkannte damals auch auf konservativer und national- iſt eine Prämie für die Kapitalisten, die Heimarbeiter beschäftigten. Wer liche finanzielle Belastung der Kaffen bedeuten. Wollen die Antragliberaler Seite an, daß die Leutenot durch die Nichtaufnahme der wie ich jahrelang in der Haus induſtrie beschäftigt war, fennt genau fteller ihren Zwed erreichen, so müßten sie beantragen, daß solche Tändlichen Arbeiter in die Versicherung nur vermehrt werden könne die Schäden, die aus dieser Heimarbeit dem Volkswohl erstehen, Personen zwangsweise in Tinferasyle gebracht würden. Herr Paasche forderte damals sogar die obligatorische Ein- schwere materielle, aber auch schwere moralische Schäden. Kleider von Lenten, die an ansteckenden Krankheiten gestorben sind, werden Beziehung der ländlichen Arbeiter in die Krankenversicherung. in den hausindustriellen Werkstätten neben andern liegen gelassen, Der bon uns jetzt aufgenommene Antrag wurde damals die Löhne find außerordentlich niedrige usw. usw. Dringend notin namentlicher Abstimmung mit 136 gegen 134 Stimmen abgelehnt. Was haben aber die ländlichen Arbeiter verbrochen, daß man sie wendig wäre die Beseitigung der Hausindustrie überhaupt, zum Esche zurückgezogen ist, für den Teil des socialdemokratischen Ander Wohlthat der Krankenversicherung noch immer beraubt?! Daß mindesten aber müßte die Krankenversicherung auf die Heimarbeiter die patriarchalische Fürsorge der Gutsbesizer für ihre Arbeiter ausgedehnt werden. Wenn Herrn Gamp die Frühlingsluft ins Freie heute in den meisten Fällen versagt, hat bereits 1889 auch zieht, so mag er hinausgehen, wir haben Zeit und werden uns beHerr v. Bötticher zugegeben. Die immer zunehmende Leutenot mühen, die Novelle nach Möglichkeit zu verbessern.( Bravo! bei den allein beweist schon, wie schlecht es die ländlichen Arbeiter haben müssen. Heute ist der ländliche Arbeiter und der Kleinbesizer schon Abg. Fraukeu( natl.): Wir werden alle Anträge, die das Gesetz wegen der geringen Anzahl von Aerzten und Krankenhäusern auf zu Fall bringen können, ablehnen und für die Kommissionsbeschlüsse dem Lande un Krankheitsfalle hilfsbedürftiger als der gewerbliche eintreten. Von den Abänderungsanträgen werden wir nur dem AuArbeiter. Um so notwendiger ist ihre Unterstellung unter die Ver- trage Raab zustinumen. ficherung. Nehmen Sie unsern Antrag nicht an, so fönnen Sie Abg. Dr. Haffe( natl.): Meine Freunde bedauern lebhaft, daß Alkohol degenerierend auf die Nachkommenschaft des Betreffenden unmöglich behaupten, mit diesem Gesetz etwas focial Wertvolles zu es nicht möglich gewesen ist, in der Novelle den berechtigten Wünschen schaffen.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) der Aerzte Rechnung zu tragen. Wir hoffen, daß sehr bald eine Abg. Stadthagen( Soc.): weitere Rovelle eingebracht wird, die auch das Verhältnis der Aerzte Geheimrat Dr. Encken- Addenhausen: Unser Antrag ist in der Kommission nur mit sechs gegen Die Umfrage, von der der Herr Borrebner sprach, ist ins Wert zu den Krankenkassen regelt. sechs Stimmen abgelehnt worden. Die Bestimmung des Gegesezt und sobald die Antworten eingelaufen sind, werden sie dem Damit schließt die Diskussion über§ 1. Der Antrag fezes verführt, ja zivingt geradezu zur Trunksucht. Wenn jemand, Steichstage bekannt gegeben werden. Die Krankenversicherung der Ma ab und der damit identische Antrag Albrecht wird einstimmig der im Rausch verletzt worden ist, die Unterstützung entzogen Seeleute wird durch eine Novelle zur Seemannsordnung die ent- angenommen, sämtliche übrigen fecialdemokratischen Anträge wird und er so nicht im stande ist, sich gut zu ernähren, so wird er sprechende Ausdehnung erfahren, sobald diese Vorlage ver abgelehnt.§ 1 wird mit der betreffenden Menderung einstimmig gerade dazu verleitet, zur Kompensierung der schlechten Ernährung abschiedet ist. Alkohol zu sich zu nehmen. Und dann: was ist truntfällig? Socialdemokraten.) angenommen. Abg. Dr. Esche( natl.) zieht seinen Antrag zurück in der Hofftenntnis kommen wird, daß der Antrag doch eine Notwendigkeit sei. nung, daß die Regierung bei ihren späteren Erwägungen zu der ErAbg. Berth- Coburg( frs. Bp.): Jch werde, nachdem der Antrag trages stimmen, der dasselbe will, und beantrage über diesen Zeil gesonderte Abstimmung. Ich bin gewiß ein Apostel der Mäßigkeit, aber mit solchen gesetzlichen Bestimmungen kommt man der Trunksucht nicht bei. Der Begriff der Trunkfälligkeit ist ein ganz bager. Wenn jemand einen fleinen Rausch hat, hin und fällt fich berlegt, verliert er dann die Unterstützung, weil" Trunffälligkeit" borlag? Ich glaube doch nicht. Der Herr Staatssekretär hat übersehen, daß wenn auch die Trunksucht nicht anstecend wirft, so doch der übermäßige Gemniß von wirkt.( Sehr richtig! links.) analin Vermischtes. Vermischtes. Geng Weitere Opfer des Schneesturms. " " Sie werden feinen ehrlichen Juristen finden, der Ihnen fagt, was aufhalten Schmuglonlurrenz zu bereiten. Erwägenswert ist höchstens fälligkeit, sondern auch der Schlägerei usw. stehen im Widerspruch macht, daß nämlich auch die Papier- und Schreibwarenhandlungen mit dem Grundgedanken des Krankenversicherungs- Gesches. Dies den Buchhändlern nach 8 Uhr Konkurrenz machen können; dem Gesez ist doch nicht dazu da, neben dem Strafgesetz noch besondere könnte aber fehr einfach dadurch abgeholfen werden, daß man auch Bei dem letzten Schneesturm umgekommen ist, wie die„ P. R." Strafbestimmungen zu schaffen. Ich bitte Sie also gemäß unsrem für diese den Achtuhr- Ladenschluß einführte. meldet, der 65 Jahre alte Glasschleifer Josef Burger Antrage alle diese Ausnahmen zu beseitigen. aus Baruth, welcher beim Nachhausegehen den Weg auf dem Bei weitem wichtiger als alle andren bisher vorgenommenen Königsberg eingeführt werden. Die bei der Gas produktion Wiesenweg geriet. In dem furchtbaren Schneetreiben bemerkte er Der Achtstundentag soll in der städtischen Gasanstalt zu Schienengeleise zur Glashütte verfehlte und infolge deffen auf einen Nenderungen ist unser Antrag wegen der 26 wöchigen weiteren Unter- beschäftigten Arbeiter werden nach der neuen Arbeitsordnung in drei einen Graben nicht, stürzte hinein und ertrant. Am nächsten morgen stützung bei einer erneuten Erkrankung an solche Versicherten, die bereits eine 26 wöchige Unterstützung bezogen haben. Wir verteidigen arbeiten in einer zusammenhängenden Arbeitsschicht von net dem nur der Hut noch sichtbar war. Er hinterläßt eine seit 15 Jahren achtstündigen Schichten beschäftigt werden, die übrigen Arbeiter fand man die vollständig eingeschneite Leiche des alten Mannes, von hier den Standpunkt des Reichsamtes des Innern. Es kommen hier besonders Herz, Lungen- und Magenleidende in Betracht. Für Stunden mit einer halbstündigen Pause. Als vor einen Jahre tranke Witwe. = Litterarisches. Wir erhalten folgende Mitteilung: diese Kranten darf keine Lücke in der Entschädigungsdauer be- re Genoffen in der Stadtverordneten- Versammlung zu Königsberg Der aus Berlin stammende Briefträger Böttcher, der stehen. Wenn hier unser Antrag abgelehnt wird, so schwebt die für die Straßenbahner den Neunstundentag forderten, geriet die Ver- beim Postamt in Vieraden in der Mark Dienſt that, verlich ganze Verbesserung dieser Novelle in der Luft. Wird diese Lücke sammlung über solche Anträge ganz aus dem Häuschen; jetzt wird am Montag früh sein Postamt um einen dienstlichen Gang nach nicht geschlossen, so steht überhaupt die Ausfüllung einer Lücke die Utopie" zur Wirklichkeit. Hohenfelde anzutreten. Zivischen Blumenhagen und Hohenfelde hat lediglich auf dem Papier. Ich bitte Sie dringend, diesen unfren den Beamten wahrscheinlich in dem furchtbaren Schneesturm die Antrag anzunehmen. Die Gemeinde- Krankenversicherung ist seiner Müdigkeit übermannt, so daß er sich, um auszuruhen, auf einen Zeit lediglich als ein Notbehelf gedacht. Um so notwendiger ist es, Chausseestein ſegte. Von diesem ist er nicht mehr aufgestandent. hier nicht zu weit zu gehen in den Befugnissen an die GemeindeLandleute fanden den Bedauernswerten am andren Tage er behörden. Von diesem Gesichtspunkt aus haben wir Sie auch gebeten Eine neue socialdemokratische Wochenschrift wird kurze Zeit nach froren auf. um Streichung der Bestimmung, wonach die Gemeinden die freie den Reichstagswahlen in Berlin zu erscheinen beginnen. Eine Anzahl Ferner wird aus Breslau gemeldet: Abermals wurden Aerztewahl ablehnen können. In der Schweiz besteht überall bei hervorragender, schriftstellerisch thätiger Genossen haben bereits ihre sieben im Schneeſturme erfrorene Personen aufgefunden. Die Zahl der Gemeinde Krankenversicherung die freie Aerztewahl. In Mitwirkung zugefagt; die Chefredaktion liegt in den Händen des der Berunglückten in Schlesien beträgt somit zweiundzwanzig. Auch Nürnberg, wo eine freifinnige Stadtverwaltung besteht, sind alle Genossen Dr. Heinrich Braun. Die Erörterung der Tagesfragen, im Kreise Kempen in der Provinz Pesen wurden zwei Arbeiter und Bestrebungen der Arbeiter, im Interesse der Gesundung der die Behandlung der Probleme der praktischen Politik wird vorzugs- ein Maurerlehrling erfroren aufgefunden. Unweit Betsche erfror im Arbeiterschaft die Krankenversicherung auszubauen, gescheitert. weise das Arbeitsgebiet der Wochenschrift bilden, die damit den Schneesturm der sechsundzwanzigjährige Lehrer Deutschmann und Der Magistrat hat die Beratung über einen Antrag auf Errichtung bestehenden Zeitschriften ergänzend zur Seite treten soll. Ins- bei Ostrowo der Wirtschaftsbesitzer Glazel aus Lewkow. einer allgemeinen Ortsfrankenkasse wiederholt hinausgezogen und besondere wird sie bemüht sein, dabei mitzuwirken, daß in der Wie schließlich die Elbinger Zeitung" meldet, ist der durch allerhand Ausreden verschleppt. Solchen freijinnigen Bartei über den notwendigen theoretischen Auseinandersetzungen und Tolkemiter Schooner des Schiffers Wiegner, Magistraten wollen Sie das Recht lassen, eine ausreichende der durch sie hervorgerufenen Polemik die in den entscheidenden welcher nebst einem andern Schooner noch vermißt wurde, ebenfalls Krantenunterstügung vieler Stranfenfategorien und die freie Aerzte- Principien thatsächlich vorhandene Einheit nicht verloren geht, auf den Strand geworfen worden und die Besayung von wahl zu verweigern Zum mindesten müssen, wenn die Gemeinde- sondern in einer zielflaren, auf Erweiterung der Macht der Arbeiter- drei Mann ertrunken. Von dem noch fehlenden Schooner Krankenversicherungen das Recht haben sollen, die Ansprüche der Mr- klasse gerichteten Politik zum Ausdruck kommt. Das Programm der ist bisher keine Nachricht eingegangen, so daß man annehmen muß, beiter überall zu verkürzen, diese Versicherungen auch ermächtigt Wochenschrift, ihre Aufgaben im einzelnen u. dergl. wird ein bald daß er mit der Besayung von vier Mann unterwerden, die Erhöhungen und Erweiterungen der Leistungen, die für erscheinender Prospekt mitteilen. Der Verlag der Wochenschrift wird gegangen ist. Drts- Krankenkassen zulässig sind, zu beschließen. Wenn das einer aus Genossen bestehenden Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesez aber wirklich eine Wohlthat fein soll, so muß gehören. intan die Möglichkeit verhindern, die Vorteile des Gesetzes für die Arbeiter durch einen einfachen Verwaltungsbeschluß zu unterbinden. Die Stellung der Mehrheitsparteien scheint allerdings bereits in dem Sinne festgelegt zu sein, daß sie alle weiteren Verbesserungsanträge ablehnen. Kann aber diese Stellung eines Verfein? Wenn Sie wirkliche Freunde der Arbeiterschaft sind, müssen Sie unsre Anträge annehmen.( Beifall bei den Socialdemokraten.) Geheimrat Dr. Beckmann bestreitet gegenüber dem Abg. MoltenBuhr, daß die Novelle den Arbeitern mehr nehme als gebe. Direktor im Reichsamt des Innern Caspar weist darauf hin, daß weitergehende Leistungen der Strankenkassen nicht ohne Erhöhung der Beiträge möglich wären. Abg. Räfice Dessau( fri. Vg.) erklärt sich für den socialdemokratischen Antrag, der auch den bereits in einem Jahre durch 26 Wochen Unterstüßten im nächsten Jahre den Anspruch auf 26wöchige Unterstügung gewähren will. Abg. Moltenbuhr( Soc.): Bisher hat man sich mit allen Berechnungen über die voraussichtliche Belastung der Kasien sehr erheblich getäuscht, andrerseits find weniger Invalidenrenten und geringere Summen an Krankenunterstüßung gezahlt worden, als man vorher berechnet hatte. Ich fürchte daher, daß meine Behauptung, daß den Arbeitern durch die Erhöhung der Beiträge mehr genommen wird als ihnen durch die Fristverlängerung der Unterstützung geboten wird, zutreffen wird. Damit schließt die Diskussion. Aus der Frauenbewegung. Abendstunden des Sonnabend hier einfeßende und ununterbrochen Der vom Sturm zerstörte Cirkus. Den zerstörenden Elementen des am Sonntag tobenden Unwetters ist nach einem Bericht der Neum. 3tg." auch der gegenwärtig in Landsberg a. W. gastierende Cirkus Blumenfeld teilweise zum Opfer gefallen. Der in den andauernde Schneefall belastete die drei Zeltdächer in außerordentWäscherinnen, Näherinnen, Stärkerinnen und andrer Arbeiterinnen einsekte, war das Unglück nicht mehr abzuwenden. Die RundIn einer sehr gut besuchten Versammlung der Blätterinnen, licher Weise. Als nun noch gegen Mitternacht der folossale Sturm und Arbeiter der Wäsche- und Krawattenbranche, die in den Luna- stangen des großen Zeltes wurden durch die ungeheure Last Martha Tie über die Mißstände in der Wäschefabrit auf die innere Einrichtung. Hier war ein Bergen von Material Sälen, Neue Königstraße, am 22. April stattfand, sprach Genojjin zum Zerbrechen gebracht, und so fenkte sich die Zeltleinwand der Gebrüder Borchardt. Sie führte unter andern aus: ausgeschlossen, da sonst sehr leicht Menschen hätten verunglüden Obwohl wiederholt Notrufe über unerträgliche Zustände aus der ge- können. So ist ein großer Teil der inneren Zelteinrichtung, wie nannten, regelmäßig etwa 350 Arbeiterinnen beschäftigenden Fabrik Stühle, elektrische Anlage, Stangen, Bretter usw. zertrümmert gedrungen feien, hätten sich diese Arbeiterinnen doch jahrelang der worden. Die Zeltbedachung selbst ist geplant. Das Hauptbestreben Organisation ihrer Branche ferngehalten. Jetzt endlich sei es den der Cirkusangestellten ging auf die Neitung des Pferdezeltes hinaus. Vertretern der Organisation gelungen, eine zahlreich besuchte Fabrit Nach vergeblichem Bemühen, das Zelt zu halten, brachte gegen 4 Uhr versammlung zu ermöglichen. Was hier und sonst noch festgestellt morgens auch hier der Sturm die Stüßstangen zum Brechen, und sei, stehe im trasfesten Widerspruch mit den Arbeiterschutz- Bestim die Beliwvand begrub die Thiere unter sich. Nun lag die Gefahr nahe, mungen der Gewerbe- Ordnung, welche Rednerin citiert. Die mangel- daß die Pferde ersticken könnten. Die stärkeren Tiere zerrissen die hafte Wasserzufuhr in dem großen Betriebe habe Zustände gezeitigt, Leinwand und stürmten ins Freie, die kleineren Tiere mußten richtig auss die jeder Anforderung der Hygiene widersprechen. Die Wasser- gegraben werden. Anerkannt muß werden, daß die Landsberger uleitung erfolge vermittelst eines Reservoirs, das in den obersten schnell bei der Hand waren und die emsig arbeitenden Cirkusleute Räumen angebracht sei. Sei das Reservoir nicht gefüllt, so trete thatkräftig unterstützen. Die Pferde wurden glüdlich unter dem zus Wassermangel ein, der sich unangenehm bemerkbar mache. Das jammengebrochenen Zeltdache hervorgeholt und vorläufig in Gasthofs Wasser sei zu Reinigungszweden bestimmt, über den Wasserhähnen Stallungen untergebracht. Das Gewicher der unter dem Zelte bes stehe aber nicht angeschriezen, daß es zum Trinken nicht benutzt werden grabenen Pferde war entseglich. Von den auf den Zelten lagernden folle. Und dieses Wasser solle im Reservoir nach glaubhaften An- Schneemassen fann man sich eine Vorstellung machen, wenn man gaben auf seiner Oberfläche eine dichte Staubschicht haben, Papier bedenkt, daß die drei Zeltbedachungen zusammen 2400 Quadratmeter und sonstige Abfälle schwämmen nicht selten darauf und Ratten und groß sind. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf viele tausend Mäuse hätten ihr Domizil dancben aufgeschlagen. Sei es ein schon Mark. Ein ähnliches Sturmunglück hat den Cirfus vor zwei Jahren wenig appetitlicher Gedanke, daß sich die Arbeiterinnen mit diesem in Freiburg i. Br. getroffen. Wasser reinigen müßten, so errege es geradezu Ekel, wenn man annehme, daß in der Not, namentlich im dunstigen Plättraum, von Das grausame Vaterland. Halle a. S., 22. April. Jm Elend dem Wasser getrunken werde. Auch die Klosetts würden aus zur Verzweiflung getrieben war die 32jährige Arbeiterin Antonie dem Reservoir mit Wasser versorgt. Da hätten sich bei der oft mangel Pomeranz aus Posen, die heute vor dem Schwurgericht behaften Wasserzufuhr haarsträubende Verhältnisse herausgebildei, zumal immer eine größere Anzahl von Arbeiterinnen auf nur ein schuldigt wurde, am Nachmittage des 23. Februar versucht zu haben, ihr neun Monate altes Kind zu töten. Sie hatte sich mit ihrem lichen Zustande, die Becken gewährten einen efelerregenden Anblick. Töchterchen vor einen von Giebichenstein angesaust kommenden Die Bentilation sei ebenfalls eine sehr mangelhafte. Ankleideräume, Motorwagen geworfen, um sich und das Kind überfahren zu lassen. wie sie die Gewerbe- Ordnung vorschreibe, fehlten so gut wie gang. Der Wagen wurde jedoch zum Stehen gebracht und dadurch großes Die Wasserleitungen seien die einzigen Waschvorrichtungen und hätten linheil verhütet. Die unglüdliche Frau, die sich in Mengede in Westzum Teil ein sehr trauriges Aussehen. Wegen der sanitären Miß- falen mit einem Bergmann aus Galizien verheiratet hat, wurde stände hat Rednerin eine Beschwerde beim Fabrikinspektorat auDen Delegierten zur preußischen Landeskonferenz hängig gemacht. Sie hofft, daß dadurch eine durchgreifende Kon- von dem treulosen Manne, nachdem sie drei Kindern das Leben gezur Nachricht, daß von Sonnabend, den 25. April, mittags 12 Uhr, trolle herbeigeführt werde. Sie stellte schließlich noch fest, daß auch schenkt, im Stiche gelaffen. Die P. war der Gemeinde in im Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15, Parteigenossen an die Verdienstverhältnisse bei der Firma Borchardt sehr viel zu Mengede lästig" geworden, da sie eine verkrüppelte Hand bewesend sind, um den Delegierten jede gewünschte Auskunft zu erwünschen übrig ließen und daß im Betriebe ein ungerechtes Abzugs- faß und für sich und ihre Kinder nicht arbeiten konnte. Sie wurde, teilen. Erkennungszeichen: rote Rosette. system eingeführt sei. Rednerin schloß: Wollen die Arbeiterinnen obwohl sie in Preußen geboren ist, aus Deutschunter menschenwürdigen Verhältnissen ihr Brot verdienen, wollen sie, land ausgewiesen, weil sie einen Galizier ges daß den Arbeiterschuß- Vorschriften auch wirklich Geltung verschafft heiratet und damit östreichische Unterthanin gewird, dann schließen sie sich dem Verbande der Arbeiterinnen und worden. Deutsche Beamte brachten die arme Frau mit ihren Arbeiter der Wäsche und Krawattenbranche an.( Lebhafter Bei= fall.) Kindern alt die Grenze, und als In der Debatte wurden die gerügten Mißstände von einigen Rednerinnen bestätigt. Der Versuch einer Frau, die Klosetttalamität liche Familie in Wotzky, dem Heimatorte des Mannes der in einem Saale milder erscheinen zu lassen, mißlang. B., anfam, fagte der Gemeindevorsteher dortselbst, Arbeit tönne sie mit ihren Kindern betteln gehen. Die habe er nicht; wenn die Frau leben wolle, Schwergeprüfte nahm alle noch vorhandenen Mittel zusammen und fuhr mit ihren drei Kindern nach Halle. Krank, erschöpft, müde und hungrig wurde die Familie in ein leeres Zimmer des Asyls für In der Abstimmung werden die Anträge Albrecht abgelehnt, der Antrag auf Streichung der Worte durch Truntfälligkeit" gegen die Stimmen der Socialdemokraten, Freijinnigen und Nationalliberalen. Der Beschluß der Kommission auf Streichung der Worte geschlechtliche Ausschweifungen" wird gegen die Stimmen der Mehrheit des Centrums und eines Teils der Konservativen an genommen; ebenso der ganze§ 6a in der Kommissionsfassung. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sigung: Freitag 1 hr( Interpellation Gröber( C.) betreffend den Fall Hüssener in Essen, Nachtragsetat, Krankenkassen- Klosett angewiesen seien. Die Klosetts befänden sich in einem scheußNovelle). Schluß 634 Uhr. Partei- Nachrichten. Vom Handbuch für socialdemokratische Wähler ist die erste Auflage vollständig vergriffen. Die im Druck befindliche zweite Auflage kommt erst Ende nächster Woche zur Versendung. Bei den Bürgerausschußwahlen zu Plankstadt in Baden warfen unfre Genossen das Centrum, das bisher die Gemeindevertretung beherrschte, mit 164 gegen 138 Stimmen aus der Klasse der Niederst besteuerten hinaus, Auch in 3 ell a.. gelang es den Genoffen, in der untersten Steuerklasse das Centrum zu schlagen. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 27. April, abends 81%, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Vortrag des Herrn Dr. May Osborn über:„ Bödlin" ( mit Vorführung von Lichtbildern). Gäste willkommen. Der Vorstand. drei die unglück Totenliste der Partei. Jn Brünninghausen( Westfalen) starb der Genosse Edelmeier, der am 14. April durch Sturz in den Rigdorf. Am Dienstag, den 28. April, abends 8 Uhr, findet Obdachlose gestedt und dann beging die Frau die ihr zur Last geSchacht auf der Zeche Vorwärts" verunglückte. Edelmeier war im Lokale des Herrn Thiel, Bergstr. 151-152, eine Volksversammlegte That. Ihr Verteidiger, Justizrat Elze, bezeichnete es als eine ftets zur Stelle, wenn es galt, für die Interessen des Proletariats Jung statt. Tagesordnung: Die Pflicht der Proletarierinnen, von Grausamkeit, eine deutsche Frau, die zufällig einen Galizier gecinzutreten. den ihnen zustehenden Rechten Gebrauch zu machen. Referent: Ge- heiratet habe, mit ihren drei Kindern abzuschieben. Die Unglüdliche noffe Hildebrandt. Diskussion. Verschiedenes. Um zahlreichen Be- wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt und die Haft wurde such durch die Frauen und Mädchen der arbeitenden Bolles ersucht in Abrechnung gebracht. Die Vertrauensperson. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. -Redakteurfrenden. Die Rudolstädter Straffammer verurteilte den Genossen 3ietsch wegen formaler Beleidigung des Bürgermeisters Liebscher zu 100 M. Geldstrafe. fei. Sociales. V Berliner Naturheilverein II. Heute abend 8%, Uhr im Böhmischen Brauhause, Landsberger Affce 11, spricht Herr A. Heindorf über: Magen-, Leber- und Darmkrankheiten sowie Verdauungsstörungen, deren Ursachen, Verhütung und naturgemäße Heilung. Sociale Rechtspflege. Gegen den Achtuhr- Ladenschluß im Buchhandel macht der Vorstand des Berliner Sortimentervereins mobil. Die Verwaltungsbehörde beabsichtigt, auf Grund des§ 139f der Gewerbe- Ordnung Keine Rentenüberweisung ohne Anhören des Renten: eine Infrage bei den Juhabern offener Verkaufsstellen für den Buch empfängers. Ein Verwaltungsstreitverfahren eines Armenverbandes und Musikalienhandel dahin vorzunehmen, ob eine Mehrheit von gegen eine Berufsgenossenschaft wegen Rentenüberweisung erklärte zwei Dritteln der Geschäftsinhaber für den Achtuhr Ladenschluß das Ober- Verwaltungsgericht deshalb für unzulässig, weil der in Der Vorstand des Berliner Sortimentervereins ist der Betracht kommende Rentenempfänger bezw. sein Vormund nicht geMeinung, daß die Mehrzahl der Buchhandlungen schon heute um hört worden war und seine Zustimmung nicht gegeben hatte. Das 8 Uhr schließen, daß die geringe Anzahl der später schließenden Gericht ging davon aus, daß ein Streit zwischen Armenverband und keine Gehilfen beschäftigen, und man den Geschäftsinhabern, welche es Berufsgenossenschaft wegen Ueberweisung einer Unfallrente unter für erfprießlich halten, länger als bis 8 Uhr bei Offenhalten des llebergehung des Rentenempfängers nicht zum Austrag gebracht Ladens zu arbeiten, dieses persönliche Recht nicht vers werden könne, wenn auch der Antrag auf lleberweisung bei der Bekümmern dürfe. Er fordert deswegen die Geschäftsinhaber aufrufsgenossenschaft zu stellen sei. Das Verfügungsrecht des Rentensich der Anfrage gegenüber ablehnend zu verhalten und für den empfängers sei int§ 96 des Unfallversicherungs- Geſches ausdrücklich bisherigen Neunuhr- Ladenschluß zu stimmen. anerkannt worden. Liege die Zustimmung des Rentenempfängers 4 Inseratenschwindel. In einer Reihe größerer Tageszeitungen erschien ein Injerat folgenden Inhaltes:" Nebenverdienst für jedermann p. Stunde 1,80 M. durch leichte Schreibarbeit zu Hause. Muſter und Profpeit gegen 80 Pf. in Briefmarken. Brief unter V. M. 68 postlagernd Siegburg( Reinl.)." Ein Münchener Privatier, welcher, der Wissenschaft halber", die 80 Pf. an die angegebene Adresse sandte, erhielt nun folgende Zusendung. In einem Briefcouvert befand sich ein kleines Quantum pulverisierter Goldbrouze, die einen beiläufigen Wert von vielleicht 3 Bf. präsentiert. Der Sendung lag, wie die„ Augsb. Abendztg." mitteilt, eine gedruckte Anleitung" bei, in welcher dem Empfänger der gute Rat erteilt Wasser und flüssigem Leim zu verdünnen, sich Visiten- und Gratulationswurde, den beiliegenden präparierten Goldstaub mit Spiritus, heißem tarten zu kaufen und diese hübsch fein mit der Bronze zu beschreiben. er dieses mache, könne leicht für eine solche Karte 10 Pf. erlösen, wobei es ihm übrigens noch freistehe, je nach Belieben, höhere Breise anzufezen. Schriftvorlagen und Federn könne man in jeder Schreibwarenhandlung beziehen. Witterungsübersicht vom 23. April 1903, morgens 8 Uhr. Wenn die Sachen in Wirklichkeit id lägen, wie sie der Vorstand nicht vor und wolle dieser sie nicht geben, wenn der Armenverband des Sortimenterverbandes darstellt, wäre es geradezu wunderbar, cin Recht auf lleberiveifung der Rente zu haben glaube, dann müsse daß die Buchhandlungsgehilfen, die in ihrer Wiehrheit wahr der Armenverband das im§ 26 des Geiches geregelte Streitverfahrent Stationen haftig nicht zu den unzufriedenen Elementen gehören, den gegen den Rentenempfänger behufs Beseitigung feines Achtuhr Ladenschluß cifrig anstreben. 1lebrigens ist es Widerspruchs einleiten, tönne aber nicht gleich gegen die Berufsauch gleichgültig, ob diejenigen Buchhändler, welche noch genossenschaft flagen. nach 8 Uhr geöffnet halten, Gehilfen beschäftigen oder nicht. Wenn ihnen das Berständnis dafür fehlt, daß sie dadurch gegen den eignen Körper wüten, so muß auf sie zu ihrem eignen Heile zwangs weise eingewirkt werden; vor allen Dingen haben sie aber nicht das persönliche Recht", ihren anständigeren Kollegen durch LängerBarometer stand mm Winds Bumpia Windflärte Better Temp. 1. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometer taito mm Wind richtung Windflärte Wetter Haparanda 753 SS 2wolfig Swinemde. Hamburg 748 RD Wetter- Prognose für Freitag, den 21. April 1903. Berlin 7479D lebhaften jüdlichen Binden; später etwas fühler. Zunächst ziemlich warm, aber vielfach wollig mit Regenfällen und schr Franlj.a.M. 742 München 741 ED Berliner Wetterbureau. Wien 749 50 3 Regen 2 Betersburg 1 wolfig 6 Cork 2 wolfent 8 Aberdeen 5 wollig 12 Paris 3bededt 10 751 NNW 5heiter 716 3 bededt Temp. n. C. 5°. 4° 9. al Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 24. April Anfang 7, Ulhr: Opernhaus. Die Walküre. Schauspielhaus. Wie die Alten fungen. Deutsches. Monna Vanna. Berliner. leber unsre Straft. ( II. Teil.) Lessing. Gespenster. Neues. Belleas und Melisande. Residenz. Lutti. 23eiten. Don Juan. ill Central. Chinesische Flitterwochen. Thalia. Der Posaunenengel. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Die guten Freunde. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Der ledige Hoj. Belle Alliance. Pick und Pocket. Carl Weiß. Der Liebe Gebot. Schiller- Theater. Lese- n. Diskutierklub ,, Moabit". Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Freitagabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Lustspiel in 4 Aufz. v. Vict. Sardou. Sonnabendabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Sonntagnachmittag 3Uhr: Das Glück im Winkel. Sonntagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Freitagabend 8 Uhr: Der ledige Hof. Schauspiel in 4 Aften v. 2. Anzengruber. Sonnabendabend 8 Uhr: Der ledige Hof. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Braut von Messina. Sonntagabend 8 Uhr: Heimat. Urania. Carl Weiss- Theater. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Photographie in natürlichen Farben ( durch Wald und Flur). Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Buntes. Die Rinder der Excellens. Passage- Theater. jeste Burg. Kleines. Nachtasyl. Trianon. Die Rotbrüde. Casino. Elternlos. Frischen und Lieschen. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Der Gesindeball. Specia litäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Bajjage Theater. Specialitäten. Balajt. Die neueste Richtung. Specialitäten. Uranin. Taubenstraße 48/49. Photographie in natürlichen Farben( durch Wald und Flur). Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Lettes Gastspiel der WienerOperetten- Gesellschaft. Heute die letzte Aufführung von Gräfin Pepi. Anfang 7, Uhr: Sonnabend, abends 7, Uhr: Unter Leitung des Hrn. Dir. Ferenczy. Zum erstenmal: Chinesische Flitterwochen. Baudeville Operette in 3 Aften von Talbot. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Oskar Klein ( Tyll Eulenspiegel). Cake Walk der echten Louisianas. Ganz Berlin zerbricht sich schon den dritten Monat Große Frankfurter: Straße 132. Lezte Woche! Der Liebe Gebot. Anfang S 11hr. Morgen: Der Liebe Gebot. Sonnabendnachm. 3 Uhr: KinderVorstellung: Hänsel und Gretel. Unfren Mitgliedern zur Nachricht, daß am Sonnabend, d. 25. April, abends 8%, Uhr, im„ Moabiter Kasino", Wilsnackerstraße 63, ein Kunst- Abend stattfindet. Vortrag des Herrn Dr. Max Alberty über ,, Kunst und Reaktion". 99 Künstlerische Vorträge, Mufik, Gefang und Recitationen von erstklassigen Künstlern. Um regen Besuch wird gebeten. Nachher: Tanz. Zu unsren sämtlichen Veranstaltungen sind Gäste stets willkommen. 285/17 Eintritt incl. Programm 25 Pf. Der Vorstand. Achtung! Bauarbeiter Berlins u. Umg. Achtung! W. Noacks Theater. Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Direktion: Robert Dill. Zahlstellen Berlins und Umgegend. Brunnenstrasse 16. Sonntag, den 26. April, vormittags 10 Uhr, in Cohns Festfälen( großer Saal), Heute: Geschlossen! Sonnabend: Extra Vorstellung. Die = Beuthstraße Nr. 19/20: Memoiren des Teufels. ramtlicher zum Lohngebiet Berlin gehörigen Verbandszahlstellen. Grosse kombinierte Mitglieder- Versammlung Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Balast. den Kopf über AGA! Die neueste Richtung. die schwebende Jungfrau! Castans Panoptikum. Friedrichstr. 165. Mit seinen weltberühmten Wachsfiguren u. unzähligen andren Sehenswürdigkeit., Kunstschätzen etc. Gr. Promenaden- Konzert. Neu! Cléo Otéro, die interessante Rauch- und Sandmalerin. Neu! Pythia, d. hellsehende Dame. Halbe Preise! Die Fledermans. Anthropos, der künstliche Operette in 3 Akten von Joh. Strauß. Abends 7 Uhr: Chinesische Flitterwochen. Borstellung. Montag: Diefelbe Thalia- Theater. Mensch und vieles andre. Trianon- Theater. Georgenstraße, Dresdenerstr. 72/73. Täglich 7, Uhr. zwischen Friedrich- u.liniversitätsstraße. Der Posaunen- Engel. Abends 8 Uhr: Ausstattungspoffe mit Gef. und Tanz. Die Notbrücke. Tanzparodien. Artisten- Revue. Thielscher als Spreewälder Amme. Sonntagnachmittag 31 Uhr: Charleys Tante. Lustspiel in 3 Aften von Fred Gréfac und Francis de Croisset. Sonntag nachmittags 3 Ühr: Dic Liebesschaukel. Schipant in 3 Atten v. Dr. Schweizer. Alle Schaunummern neu!! Annie Darnett, athletische Spiele. Mary Forrester, Tanz- Sängerin. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung vom Bauarbeiterschuh- Stongreß. 2. Der Stand der Verhandlungen mit den Arbeitgebern. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Wahl des Ausschusses. 5. Verbandsangelegenheiten. Kollegen! Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder erforderlich. Erscheint deshalb alle in der Berjanmmlung. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Verbandspapiere legitimieren; ohne dieselben kein Einlaß. Die Lohukommission. J. A.: K. Heidemann. 34/5 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Fernsprecher Amt VII, 353. Miss Stoer, equilibristischer Sport- ft. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Mr. Browns, Bioskope. Mile. Fata Fatime, usw. usw. Schluß der Saison: Donnerstag, den 30. April. Ehren- u. Vorzugskarten werden mit Saisonschluss ungültig. Anjang 8 Uhr.. Entree 50 Pf. Reichshallen. Stettiner Sänger. 11. a.: Bühnengrössen und Anna Pote, das Blumenmedium. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Luisen- Theater. Apollo- Theater. Sanssouci. Zum erstenmal: Eine fefte Burg. Anfang 8 Uhr. Sonnabend: Die Geier- Wally. Sonntag. 3 Uhr: Königin Quife. Hierauf: Das Versprechen hinterm Herd. 8 Uhr: Eine feste Burg. Montag: Die Geier- Bally. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 7, Uhr: Lutti( Loute). Schwank in 4 Aften von Pierre Beber. Morgen und folgende Tage: Lutti. Sonntagnachmittag: Nora. Frau Reisenhofer. Täglich mit stürmischem Beifall GesangsGesindeball, Burleske mit d. spiritist. Anna Rothe- Parodie. Ferner: 4 Madcaps. Donatellis. Hein. Blank.- Cake- Walk.- Seldoms. Kosmograph. Kilianys leh. Bilder. Casino Theater Lothringerstr. 37. Nur noch bis 1. Mai! Anfang 8 Uhr, Somlags 7, Uhr. Elternlos. Fritzchen u. Lieschen. Nur noch bis 1. Mai: Marcelly! Les trois Berg's etc. Ab 2. Mai: Ganz neues Programm. Zum erstenmal: Unser Goldjunge. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Metropol- Theater. Nachtasyl. Mit glänzender Ausstattung Neues Theater Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Victor Holländer. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Frid- Frid. Flora Siding. Wini Grabitz, 300 Mitwirkende. Im dritten Bild: Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 7, Uhr: Pelleas und Melisande. Belle- Alliance- Theater. Allabendlich 8 11hr: Pick and Pocket" Shivani m. Gef. u. Tanz in 3 Aften. Schlager des 2. Aftes: Im Eine Sitzung hei Anna Rothe. Cip. Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. WITH BARTEN 8 76 Pantzer Brothers, Ralph Johnstone, She, Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach der Vorstellung: Tanz- Kränzchen. Vereinsbillets gültig. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ece Aleranderstr. Nur kurze Zeit! Madame Latouré, die fesche Französin. Vollmer- Truppe. Der Bürgermeister von Tippelskirchen. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Militär- Konzert. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Do Von Ende April ab, wird das berühmte Drchester d. Signor Vincenzo Ferrara fonzertieren. Die Stichwahl zum Verbandstag findet am Sonntag, den 26. April, statt und zwar in der Zeit von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 1 hr. Gewählt wird in folgenden Lokalen: S. SO.: Gewerkschaftshaus, Saal 1. W.( Schöneberg): D. Kumke, Bülowstr. 59. NW.( Moabit): Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47. 0.:. Sienik, Gr. Frankfurterstr. 133. N.:. Abendroth, Badstr. 42/43; J. Wernau, Schwedterstraße 23; B. Raabe, Stolbergersir. 23. 115/ 17* 0.( Schöneweide): E. Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18. Weißensee: W. Schmuz, König- Chaussee 38. Charlottenburg: Volkshaus, Rosinenstr. 3. Steglig: F. Schellhase, Ahornstr. 15 a. Rigdorf: E. Mercier, Steinmeistr. 113. Spandan: F. Böhle( vorm. Nadtfe), Neumeisterstr. 5. Die Stimmlisten werden an den Eingängen zu den Wahllokalen verteilt. Ohne Mitgliedsbuch kann niemand wählen. Die Vertrauensleute haben unter allen Umständen den Mitgliedern die Bücher aus: Die Ortsverwaltung. zuhändigen. Adtung! Westpreusser! Adtung! Sonntag, den 26. April, vormittags 111, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- lifer 15: Versammlung aller Genoffen und Genoffinnen Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Was können wir zur diesjährigen Reichstagswahl für die Heimat thun? 2. Diskussion. Genoffen, Genossinnen und Heimatfreunde! Der wichtigen Tagesordnung wegen bittet recht zahlreich zu erscheinen 8355 Der Einberufer. Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgeg. Bureau: C. 22, Dragonerstr. 15. Teleph. Amt III. 5028. Weltberühmt sind meine beliebten echten Seehundleder- Portemonnaies mit praktischem Doppel- Schlusshügel. Modell 1903. G. M. S. 49 432. 12992* Ganz aus einem Stück echten Seeund Extra- Verschluss für Gold- und Heute, Freitag, den 24. April, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn hundleders gearbeitet mit Zahltasche Carl Patt, Dragonerstraße 15: Delegierten- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäftsbericht des Ausschusses. 2. Diskussion. 3. Neuwahl des Ausschusses. 4. Verschiedenes. Es erwartet volzähliges Erscheinen der Delegierten Der Ausschuss. Arbeiter- Skatbund für Berlin und Umgegend. Papiergeld. Für Herren pro Stück} 3, " Damen Albert Rosenhain, 286/4 Berlin SW, Leipzigerstrasse Sonntag, den 26. April, nachmittags 3 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- lifer 15, Saal III: General- Versammlung. eingeladen. Klubs, welche dem Bunde beitreten wollen, sind hierzu höflichst Deutscher Bienenhonig, best. Qualit. vers. die 10 Pfunddose zu 7,00 M., 5 Pfd. 4,30 M. franco. Garant. Rüdnahme. Honig! Unverfälscht. E. Reil, Nordloh, Bahnhof 820b Der Vorstand. auf Teilzahlung Möbel Haga Levent's 73/74. Die weltbekannte Bettfedern- fabrik GuftavLuftig, BerlinS., Bringenftraße 46, verfendet gegen Nachnahme garant.neue Bettfedern d. Pfd. 55 f., inesische Halbbaunen d. Pfd. M. 1,25, beijere Halbbaunen d. Pfd. M. 1,75, vorzügliche Daunen d. ib. M. 2,85. Bon diejen Deunen genügen 3 bis 4 Pfund zum großen Sherbett. Berpadung frei. Breist. u. Proben gratis. Viele Anerkennungsschr. Bandwürmer Wwe.. mit Stopf, frisch in Spiritus event. Wasser Chauffeeftr. 82. Laufen a 2,00 Linnaea, Invalidenstr. 105. * Augustsehn, Oldenbg.* Verband der Bauanschläger Deutschlands. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Sonnenbad. Der Duncancan. Cip- Heute, Freitag, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Donna Juana. Cake Walk. Massage- Terzett. Buntes Theater. Die Kinder der Excellenz. Ortsverwaltung Charlottenburg. Sonntag, den 26. April, vormittags 10 Uhr, bei Hagen, Bismardstraße 50: Sitzung der Ortsverwaltung. 5/9 Versammlung. Tagesordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. Achtung! Bürsten- und Pinselmacher! Frauen- Vortrag Frauenleiden jeder Altersstufe Montag, den 27. April, abends 8 11hr, findet bei Hoffmann, Sente Freitag, abends 8, Arminhallen, Kommandantenstr. 20, Vom 1. bis 17. Mai: Swinemünderstraße 47, eine Besprechung über" Taktische Angelegenheiten in Gastspiel des Opern- Ensembles des unserm Berufe" statt. Nur Mitglieder des Holzarbeiter- Verbandes Theaters des Westens. haben Zutritt; diese sind verpflichtet, bestimmt zu erscheinen. 81/7 F. Bauer, Swinemünderstr. 49. Akrobaten Bernhard Rose- Theater Bicyclist. die 4 Elemente. Renée Debauga, Kaleidoscop- Tänz. Badstraße 58. Sonnabend, den 25. April: Central- Verband deutscher Brauerei- Arbeiter ( Sektion II Berlin). Hoshi Tokio, Japanertruppe. Benefiz für den Regisseur Am Sonntag, den 26. April, nachmittags 1 Uhr, bei Herrn Keller, Charlotte Kara, Creolische Sängerin. Bachus Jacoby, Les Provençales, Humorist. Französisches Gesangs- Quartett. Mlle. Miette, Par. Strassensäng. Ludwig Wüpper. Onkel Bräfig. Lebensbild in 5 Aften nach La Belle Toledo, Span. Tänz. Frik Reuters Ut mine Stromtid". FesselHarry Houdini, Künstler. Anjang 8 1hr, Sonntag: Koppenstr. 29: Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag. Abrechnung von 1. Quartal und Vorstandsbericht. Tarif vereinbarung. Bereinsangelegenheiten. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist pünktliches und vollzähliges 8376 Der Vorstand. Das Fest d. Lucullus, Ballett. Gr. Theater- u. Specialitäten- Vorstelly. einen erforderlich. 72 Der Biograph". 90 werden an großen Lichtbildern verständlich erklärt vom prakt. Naturheilt. Grandmann. Suranstalt Köpniderstr. 72. 11-2, 6-8. Eintritt nebit Broschüre 20 Pi. Naturheilverein„ Reform". 13220* Rummelsburg. Socialdemokratifdy. Wahlverein f. d. Bezirk Rummelsburg. Sonnabend, den 25. April 1902, abends 8 Uhr, General- Versammlung im Saale des Herrn Hahn, Hauptstr. 4. Tages Ordnung: 1. Bericht der Gemeindevertreter. 2. Dis fusion. 3. Wahl eines Wahlkomitees. 4. Bericht des Kassierers. 5. Bericht des Bibliothekars. 6. Vercinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert! Neue Mitglieder werden vor Beginn der Versammlung aufgenommen. Zahlreichen Besuch der Mitglieder erwartet Der Vorstand. Centralverband der Glaser und verwandter Vorwärts- Buchhandlung Berufsgenossen Deutschlands( Zahlstelle Berlin). SW., Lindenstrasse 69. Sonnabend, den 25. April, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Unentbehrlich für Ausfügler! feier des 11. Stiftungs- festes Specialfarten ber näheren Umgebung Berlins. Bernan- Biesenthal, Lante, Liepnikund Bandlitz- See 1,00 2. Buckow am Schermügel- See( Mär fische Schweiz) nebst Führer 0,75 M. Cöpenick Friedrichshagen, Woltersdorf Erkner Schmödtvig- Königswusterhausen- Mittenwalde 13 0,75 M. Eberswalde, Freienwalde- Dderberg 1,25 M. Eberswalde, Jagdschloß Hubertusstod, Kloster Chorin 1,00. Freienwalde und nächste Umgebung nebst Führer 1,00 M. Freienwalde, Wriezen, Dderberg 1,00 2. 1,00 9. Berlins. Grunewald und westliche Vororte Potsdam, Stadtplan mit nächster Umgebung nebst Tourenverzeichnis Potsdam und Werder 0,75 M. 1,00. 0,75 M. Spreewald m. praktischem Touristenführer Strausberg und der Blumenthal Tegel Heiligensee, H Wanderbuch Brandenburg. sammen • 1,00 9. Schulzendorf, Hermsdorf, Haselhorst und Hackenfelde. 0,75 M. Ferner empfehlen als sehr praktisch: Taschenatlas von Berlin und Umgebung, enthaltend 21 Starten und Pläne mit Führer, leichthandliches Format 2,00 M. für die Mark 3 Bünde. Z 5,00 M. I. Teil: Nähere Umgebung. Ber: lins, umfaßt die Gegend von Potsdam, Spandau, Dranienburg, Königswusterhausen 1,50 M. II. Teil: Westliche Hälfte der Umgebung Berlins bis Brandenburg a. H., Stendal, Tangermünde, Neu- Ruppin, Neu- Strelik 1,50 M. III. Teil: Destliche Hälfte der Umgebung Berlins bis Eberswalde, Frankfurt a. D., Schwedt, Küstrin, Lübben, Spreewald, Mustau 2,00 M. Diese Wanderbücher bieten pracht bolle Schilderungen der Mark, biele detaillierte Karten und Pläne und find so dem Wanderer ein zuverlässiger Führer und Berater. Roh- Tabak 10682* Max Jacoby, Strelişeritr. 52. bestehend in Festrede, großem Ball, Theater- und Gesangsaufführungen, tomischen Vorträgen, Berloinng von Diamanten und Kunstgegen: ständen. Um 12 Uhr: Kaffee- Pause. Anfang abends 9 Uhr. Herren- Billet 50 Pf. Gäfte willkommen. Damen- Billet 30 Pf. 73/3 Bergschloss- Restaurant Waidmannslust. Schönstes Lokal an der Nordbahn. 5000 Personen fassend. Allen Bereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. 13242* Ferdinand Mülle. ogierhäuser Pensionate, Hôtels sollten bei grösseren NeuAnschaffungen nicht verabsäumen, meine Offerte u. Preise zu vergleichen, da stets Ungewöhnliches zu bieten im stande bin. Katalog 1327L* ( 100 Mustersendung franko. Seiten stark) und Teppich Emil Lefèvre Specialhaus Oranienstrasse 158 Berlin Dr. Simmel, PrinzenSpecialarzt für[ 108/ 11* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4. Vorurteilsfrei möge das kaufende Publikum unser lesen und durch einen Versuch die Angebot Wahrheit unfrer Offerte prüfen. Nicht immer bürgt der hohe Preis für unbedingte Reellität der Ware und ebenso wenig ist bei einem billigen Preise immer ein minderwertiges Fabrikat zu erwarten. Durch unsre kolosjalen Umjäge mit den bedeutendsten Techfabriken, welche uns die größten Borteile sichern, ferner durch finnreiche Maschinerien und richtige Arbeitseinteilung sind wir in den Stand gesetzt, für billiges Geld vornehme Herren- Garderobe zu liefern. Die Bor teile nachstehender Offerte sind nur zu erkennen, wenn man unfre Fabrifate in Augenschein nimmt. Wir offerieren unsren in fürzester Zeit so beliebt gewordenen Paletot Courant Dieses vornehme Kleidungsstück besteht aus fein meliertem weichem Marengo: Ober: ftoff( auch gemustert), prachtvoll gearbeitet, modernes façon, sämtliche Nähte zweimal gesteppt, gediegene Buthaten in Berarbeitung II 17,00 M. Derselbe Paletot, extra fein ausgestattet, in Verarbeitung I( Maß ersetzend) 25,00 M. Ferner offerieren wir, so lange der Vorrat reicht, unter der Marte ,, Favorit Marte ,, Imperial" Jack. Auzug aus cleg. gestr. oder grau meliert. Kammgarn, vornehme Zuthaten, edel verarbeitet( Maß ersehend) in modernen Façons, den verwöhntesten Ansprüchen genügend, 26,00 M. Jack. Anzug aus modernem schwarz- weiß ges mustertem oder graumelierten haltbarem Cheviot, gediegene Buthaten, zweimal gesteppt, ge: fchloffenes Façon mit geraden oder schrägen Taschen 18,00 M. Diese Kleidungsstücke sind auch für starke Herren vorrätig. 4 Wochen Extra- Preise für Knaben- Anzüge u. Baletots| Haus Joppen aus grauem für jedes Aller. Cheviot 2,00 M. Die Preise sind auf jedem Gegenstand deutlich in Zahlen sichtbar und streng fest. Nebervorteilung ausgeschlossen. Garantie für tadellosen: Sit. Einzelne Modelle sehr preiswert. 9672* Deutsche Compagnie Heitinger&. Co., Berlin, Oranienstrasse 40-41. Central- Verband deutscher Brauerei- Arbeiter Sektion Berlin II. Todes- Anzeige. Am 21. d. M. verstarb nach schwerem Leiden unjer Kollege, der Flaschenkellerarbeiter Fritz Bennewitz ( Böhm. Brauhaus) im Alter von 46 Jahren. Wir verlieren in demselben ein freues und eifriges Mitglied unsrer Organisation. Die Beerdigung findet Freitag, den 24. d. M., nachmittags 51%, Uhr, von der Leichenhalle des Auferstehungs- Kirchhofs( Weißensee) aus statt. 8385 Der Vorstand. Am 22. April, abends 8 Uhr, starb nach kurzem Krantenlager unser lieber Sollege und langjähriger Borfizender der Filiale I des Berbandes der städtischen Ar beiter, der Gasarbeiter Adolf Guhn im 51. Lebensjahre. Ein treuer, für das Gedeihen der Organisation stets kampfbereiter Sollege, werden wir seiner stets gedenken. Die Beerdigung findet am Sonn tagnachmittag 4 Uhr vom Tranerhause, Bankstr. 47a, aus nach dem neuen Bauls- Kirchhof, Plöhensee, Seestraße, statt. 286/5 Der Vorstand der Filiale 1. Tischler- Verein zu Berlin E. H. No. 89. Unser Mitglied 198/13 Karl Burkhardt ist am Dienstag nach längerem Leiden verstorben. Die Beerdigung findet am Sonnabend, nachmittags 4 1hr, auf dem Emmaus- Friedhof statt. Rege Beteiligung ertvartet Der Vorstand. Arbeiter- Radfahrerverein „ Berlin", Sonntag 10 Uhr: Tempelbofer Feld, Altes Steuerhaus, nach Marienfelde bei Dittmann. In den Cigarren- Spezialgeschäften erhältlich: 12/2 Bir gratulieren unserm Freunde R. Hildebrand aufeinem 30jährigen Wiegenfeste. Lieber Reinhold, der Wohlthätigkeit werden keine Schranken gefeßt. Die zielbewußten Tischler aus dem fleinen Gewerkschaftshause, Kopens hagenerstraße 74: A. W. E. Sch. A. B. F. W. A. St. 8486 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schmied Wilhelm Krengel verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. 115/18 Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber guter Mann, der Kupferschmied Max Pirzer nach schweren, langen Leiden sanft entschlafen ist. 8426 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. April, nachmittags 32 Uhr, von der Halle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Danksagung. 8496 Sage für die große innige Teilnahme sowie für die zahlreichen und finnesreichen Stranzspenden und uns zum großen Troft erwiesene Ehre bei der Beerdigung meines lieben Mannes meinen tiefgefühlten Dank. Den Ge nossen des 6. Berliner Reichstags. Wahlkreises, der Bezirke 463 und 464, seinen Freunden und Kollegen der Firma Paul Mazante, den Kollegen der Firma Baul Juhl, sowie den Arbeite rinnen und Arbeitern der Cigarettens branche Berlins und Umgegend, allen Freunden, Verwandten und Bekannten, unserm Chef Herrn Greifeld und Herrn Waldeck Manasse für die troftreichen Borte noch unsren tiefgefühlten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Witwe Rabe nebst Sohn und Schwiegermutter. Charlottenburg. M. Schmerberg[ 10772* Wilmersdorfer Straße 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Dhrlöcher werden schmerzlos geftochen. ASSIM- CIGARETTEN- 10 Stück 30 Pf.Jedes Wort: 5 * wertvollen Coupons Georg A. Jasmatzi Akt.- Ges. Grösste Deutsche Cigaretten- Fabrik. Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurterstraße 9, parterre. + 37* Kleine Anzeigen. Möbelverkauf Stastanien- Allee 56. Verkaufe 2 Zimmer gute, gediegene Nußbaummöbel spottbillig. Brautleuten passend auch Flügel, Schlagregulator, Stufuhr 10,00, prachtvolle echte Delgemälde 8,00, Plüschtischdecke, Gardinen, Perserteppich, Stehsäulen 4,00, Verschiedenes. Georgenkirchstraße 1a, Treppe. Ringschiffchen. Bobbin, Schnell näher, ohne Anzahlung. Woche 1,00, gebrauchte 12,00. Köpniderstraße 60/61, Prenzlauerstraße 59/60, und Große Frankfurterstraße 43.+ 96* Materials, Bortost- Gemüse- Geschäft, 11 Jahre bestehend, verkäuflich. Hochvornehme Herren- Anzüge, Näheres Adolfstraße 12b, Bäckerei. Sommerpaletots aus feinsten Maßstoffen herrührend 18-38, Beinkleider Teppiche mit Farbenfchlern Fabril7-11 Mart. Bertauj Sonnabend, niederlage Große Frankfurterstraße 9, +37 Sonntag. Deutsches Bersandhaus, parterre. 16048* Sägerstraße 63, 1 Treppe. Fahrräder, Teilzahlungen, 125 Krawattenstoffe große Auswahl. Mart, Invalidenstraße 148, StalizerWallnertheaterstraße 30. 15898 ftrage 40. 1601 Teppiche!( fehlerhafte) in allen Wringmaschinen auf Abzahlung, Größen für die Hälfte des Bertes ohne Anzahlung, Bellmann, Gollnowim Teppichlager Brünn, Hackescher straße 26, nahe der Landsberger- firaße 52 I, lints. Markt 4, Bahnhof Börse. 119/ 5* ftraße. Dorn eine 97/1 Kanarienroller 4,00, Vorschläger 97/4 8,00, Neanderstraße 7. Verkaufe billig zwei Betten, Steppdecken, Plüschtischdecken, Teppich, Gardinen, Plüschportieren, Stores, Divandecke, Wäsche( neu) NaunynMehl und Vorkost, Grüntram Spottbillig Teppiche, Betten, Gar- Nähmaschinen, Langschiffchen, wegen Krankheit zu verkaufen, Preis 8525 binen, Stores, Bortieren, Tischdecken, 12 Mark. Wheeler- Wilson 8 Mart, 800,00. Höchstestraße 31. Steppbeden, Wäsche, Sommerpaletots, Bellmann, Gollnowstraße 26 nahe der Legehühner, Meerschweine, Sea1595 ninchen Stastanienallee 61. Anzüge, Remontoirshren, Regula- Landsbergerstraße. 15948* + 37* Verschiedenes. 8506 + 61* Rechtsbureau, früherer Gerichts+ 36* sekretär, Andreasstraße 38. Eingabengefuche, Straffachen, Klagen usw. Betsch, Brunnenstraße 97. Vereinszimmer. Lier, Alte Jakobftraße 119. 16075* Vereinszimmer zu vergeben. Botsdamer Stangenbier. Franke, Zorndorferstraße 8. + 45* Jeden Sonntag voigtländische Klöße Neanderstraße 30. Zum gemüt lichen Sachsen. 8396* Rechtsbureau, Brozeßbeistand, Eingabengesuche Steuerberufung, Raterteilung. Fell, Brummenstraße vierzig. Alte fauft 8465 8445 für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstr. 69. bis 4 Uhr angenommen Schlafstellen. Schlafftelle, Herrn, Bevernstr. 4, Hof I links. +3 Schlafftelle, zwei Mädchen. Gothe, Weinstraße 27. +36 Arbeitsmarkt. Stellenangebote. 89H Tüchtige Lackierer per sofort für dauernde u. lohnende Beschäftigung gesucht. Rebenverdienst für jedermann! Adler- Fahrradwerke vorm. Goldfachen, Zahngebisse, Brospekt gegen Retourmarte. Herm. Brunnen- Wolf, Zividau, Blücherstraße. 7926 Heinrich Kleyer Blatin, Silber ftraße 137, Goldschmelze. Jungbierfahrer, mehrere, stellt Vereinszimmer zu vergeben. noch ringfreie Brauerei ein. Abreffe 106/1 Frankfurt a. M. Restaurant Schloffer- Sarl, Lessing unter F. 3 an die Erpedition dieser straße 20. +130 Zeitung. 8185* 75 Pfennige! Steuersachen, Ein- Korbmacher auf Rohrarbeit ver gabengesuche, Raterteilung. Aller langt Stoppenstraße 64. 8266 auf Filzarbeit finden sofort Bebilligst Gerichtsklagen, Straffachen, UnBurschen für Grundiererei ber- fchäftigung. fallsachen, Chefcheidungs-, Alimenten- langt May Leonhard, Goldleisten Th. Simon& Co., flagen. Bulfow, Staligerstraße 141. Fabrit, Schlesischestraße 31. Glogauerstr. 21. Vermietungen. Zimmer. + 3* Filzzuschneider u. Zwicker 13252 Farbigmacher werden verlangt Kleidchenarbeiterinnen Biesenthalerstraße 21. +101 für Waschsachen, Taillenfaçons, sucht Gin geübter Schablonenschneider 13262 wird bei dauernder Stellung zum Brobearbeit. J. Goetz jr., Rosenstr. 18. sofortigen Antritt gesucht. Adressen imter A. 105 in der Expedition dieser Für's Ausland werden 97/8 Zeitung. tüchtige Plätterinnen auf Kragen u. Manschetten bei hohem Lohn gesucht. Schriftl. Meld. unter E. Y. 1638 Rudolf Mosse, Brinzenstr.41. toren, Uhrtetten, Möbel, Spiegel, Borjährige elegante HerrenBilder. Leihhaus Neanderstraße 6. Frühjahrs- und Sommererpaletots Teilzahlungen gestattet. 131/18 und Anzüge aus feinsten Stoffen Möbelangebot. Im Auktions- 25 bis 40 Mark. Berkauf SonnMöbelspeicher, Mödernstraße 25, Hoch- abend und Sonntag. Versandhaus bahn Haltestelle Mödernbrüde, sollen Germania, Unter den Linden 21, II. Unfallfachen. Rechtsbureau Putger, verschiedene gediegene Mußbaum- Steppdecken billigst Fabrit Große Stegligerstraße fünfundsechzig.[ 16238* möbel- Einrichtungen verlauft werden, Frankfurterstraße 9, parterre. darunter hochfeine Salongarnituren, Patentanwalt Dammann, DraMilchkübel, Semmeltisch, Baneelsofas, Nußbaumpianio, Bibliobernienstraße 57, Morigplak, bis abends käuflich. Weidemann, Münzstraße 9. acht. 7736* theken, Anticideschränke, Nußbaumbuffets, Schreibtische 26,00, funtel- Baneelsofa mit Auffah 55,00, Rechtsbureau. Langjährige Er nagelneue Ruhebetten mit prachtvoller Garnitur, verliehen gewesen, ber- folge! Fabisch, Grüner Weg vierDivandede 22,50, hocheleganter Säulen- fauft, garantiert gute Polsterung, undneunzig( Andreasplak), SteuerMöbliertes Zimmer an besseren trumeau 30,00, prachtvolle Salon- Invalidenstraße 36, Hof. 90/4 berufung, Eingabengejuhe, RatSchneidermeister, tüchtig und er7885 Herrn zu vermieten. Negel, Benden fahren speciell in Stinderjacken und teppiche, schon 18,00, 3immerleppiche Gartenland, 80 Quadratruten, erteilung. ftraße 6, II. 8,00, reichgeftiate Uebergardinen, verkauft Gastwirt Girke, Ditbahn8476 Badfischjaden, werden nach Wien für Leih- Haus Bossenerstraße 35. Spachtelstores, Tüllgardinen, Stepp- Borort Fredersdorf. 8455 Einfach möbliertes Zimmer, allein, ein großes Engros- Geschäft gesucht. beden, Salonbilder, Standuhren, Kunststopferei von Frau Kokosty, 15 Mart, fucht Herr, Nähe Höchste Offerten bis 25. in der Expedition Kleiderspind, neu, 25,00, Vertifo, Steinmezstraße 48, Quergebäude hochstraße. A. B. Postamt 43. G. 3.4 8346 Blüschtischdecken 5,00, verschiedene rumeau 40,00, Stüble 3,00, Lisaje parterre. Gelegenheiten spottbillig. Klavierspieler, Sonnabend, Sonn6,00, Bettstelle 12,00, Stächenmöbel, Multionator. Fahrradgesuch, auch desett, Rattag, Kollmann, Gartenstraße 85. Soja 36,00, Reichenbergerstraße 37, laff, Schönhauser Allee 163a. Mietsgesuche. 94/ 2* Papageiauswahl, sofort sprechend Reller. Farbigmacher, geübte, fucht Gold25,00, Liederfinger 35,00, junge Vivisektion! Ber sich über diese Restauration zu bertensen, mit ruloseste Grausamkeit unsrer Beit Junger Mann sucht Nähe Hallesches straße 17. leistenfabrik Barthels, MichaelkirchGraupapageien billig, Buchfinken ,, 8366 Stiegliße, Hänflinge, Bierfische, Richter, mehreren Bereinen, Fabrit im Hause. unterrichten will, verlange die Flug Thor einfach möbliertes Binuner Einen Bergolder und Farbigmacher Zu erfragen bei Schmidt, Zwingli bläller des Wellbundes gegen Bivi( allein). Offerten mit Breis unter Achtung, Korbmacher! Dranienstraße 87. straße 14a, Cigarrenfabrik. 8480 sektion, welche unentgeltlich versendet B. H., Postamt 48. 8306 suchen Hans Gost u. Co., Kurfürsten Der Zuzug ist streng fern zu halten Rezept für Buhartifel, mit Kund- werden vom Berliner Tierschutzverein, Geschäftsfräulein sucht billiges ftraße 146. 840b bon d. Korbmöbel- Fabrik( Mississippi), schaft barauf, billig zu verlaufen. Z. Stöniggrägerstraße 108. Um gütigen Zimmer 1. Mai. Preisofferten Y. Tüchtige Farbigmacherinnen ver- Wilhelmstraße 29. 80/13 Kanarienhähne Weidenweg 59. Bostamt 83. 8315 Abdruck wird gebeten. 1616* Postanit 29. 854b langt May Leonhard, Schlesischestr. 31. Verantwortl. Pedotteur: Carl Zeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Rideke, 15816* 688b Kanarienhähne, große Auswahl, Rühl, Schöneberg, Bahnstraße 41. 8415 8545 Fürs Ausland werden tüchtige Näherinnen auf Stragen und Manschetten bei hohem Lohn gesucht. Schriftl. Meld. unter E. X. 1637 an Rudolf Mosse, Brinzenstr. 41. 97/2 Nr. 95. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ein badisches Mörder- Trio vor Gericht. Freiburg i. Br., 21. April. Vor dem hiesigen Schwurgericht begannen gestern die Verhandlungen in einem Raubmordprozesse, der eine höchst romantische Vorgeschichte hat und der in der Person des Meggergesellen Weißer einen Verbrecher auf die Auflagebank führt, der es verstanden hat, jahrelang unerkannt in der alten Breisgaustadt als Mörder, Einbrecher und Dieb zu leben und im Verein mit seinen zwei des Raubmordes mitangeklagten Complicen, den Schlächtern Ziegler und Hermann, durch fühne Räuberzüge das badische Oberland wiederholt in die höchste Aufregung zu versehen. hatten. Freitag, 24. April 1903. chnischem Raffinement das Gebetbuch der Toten dieser in die Hand Verband angeschloffenen, gut gedeihenden Straßenbahner- Drganisation gab und auch den Revolver so placierte, daß dadurch der Anschein werden von verschiedenen ihrer Vorgesetzten gegenwärtig allerhand eines Selbstmordes erweckt wurde; ebenso legte er neben die Leiche Schwierigkeiten bereitet, von der einfachsten Kleinlichen Dienstchikane einen Zettel des Inhaltes, daß die Tote sich die Schüsse selbst bei bis zur Entlassung. Hier ein Beispiel: Kürzlich fand unter den Angebracht habe, um der unausbleiblichen Schande zu entgehen. Danach wurde in die Verhandlung der weiteren Mordthat an dem gestellten auf dem Bahnhof Schöneberg( Belzigerstraße) die Wahl Trödler Burgheimer eingetreten. des Vertrauensmannes statt. Seitens der Organisation kandidierte der bisherige Vertrauensmann, Schaffner Rüdiger, dem auf Betreiben der Hofverwaltung der Schaffner Bauer, ein " = Berliner Partei- Angelegenheiten. Arbeitswilliger beim großen Streit, entgegengestellt wurde. Die Lifte Nr. 12 405 zur Reichstagswahl ist verloren gegangen. Bei der Wahl erhielt nun Rüdiger 100 und Bauer 135 Stimmen. Gesammelt waren darauf 2,20 M. Es war am Abend des 15. Januar d. J., als Bewohner des K. Fahrow, Ravenéstr. 6, abzugeben. Es wird gebeten, dieselbe bei Dies Resultat überraschte allgemein. Schon in wenigen Tagen meldeten sich bei der Verbandsleitung der Straßenbahner 113 SolHauses Brunnenstr. 10 in Freiburg den dort wohnenden 79 Jahre alten jüdischen Trödler Lazarus Burgheimer, den Vater eines Die Parteigenoffen von Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg legen, die allesamit unterschriftlich versicherten, für Rüdiger gefrüheren badischen Zeitungsverlegers und jetzigen Berliner Schrift- werden darauf aufmerksam gemacht, daß laut Beschluß der kombinierten stimmt zu haben. Sie sind der Meinung, daß es während der gießereireisenden, tot vor der Hinterthür seines Geschäftslotals Vorstandssigung bis nach Beendigung der Reichstagswahlen alle Wittagspause am Wahltage bei der Aufbewahrung der Wahlzettel liegend vorfanden. Der alte Mann war anscheinend vom Schlage Bufschriften an Genossen with. Eberhardt, Charlotten nicht ganz ordnungsmäßig zugegangen sei. Einige Tage später getroffen und hatte nicht mehr die Kraft gehabt, jemand zu Hilfe zu burg, Spreestr. 24, zu richten sind. Nur wenn dieser Beschluß erhielt dann Rüdiger ein vom Direktor Wachold unterzeichnetes rufen. Bald jedoch ergab sich, daß ein Raubmord vorlag, der von beobachtet wird, können die Wahlarbeiten pünktlich erledigt werden. Schreiben, worin ihn zum 1. Mai der Dienst gekündigt wurde. mehreren Personen planmäßig durchgeführt worden sein mußte und Das Central- Wahlkomitee. Diese Kündigung hängt höchstwahrscheinlich mit Rüdigers Verbandsbei welchem die Thäter das Geschäftslokal Bur heimers nach Geld Groß- Lichterfelde. Seitens der Konservativen ist für heute abend thätigkeit zusammen; er hatte sich als rühriges Mitglied einer nicht durchsucht und diesen schließlich erwürgt hatten. Die fofort auf- eine öffentliche Wählerversammlung in den Hertelschen Saal, gerade gerngesehenen Organisation offenbar mißliebig gemacht. genommenen Nachforschungen nach den Mördern blieben jedoch er- Potsdamerstraße, einberufen, in welcher der Kandidat der reaktionären Dafür spricht auch, daß er vom Inspektor Bernis eine Rüge folglos, da diese jede, auch die kleinste Spur, hinter sich verwischt Parteien Malermeister Hammer über die bevorstehenden Wahlen erhielt, weil er nach dem Gewerkschaftshause zu einer Versammlung Wenige Tage später nun, am Morgen des 23. Januar d. J., daß weder Bureauwahl noch Diskussion stattfinden gegangen war. Entrüstet hatte ihn andern Tags der Inspektor fand sich der Hausbursche des Herrenkleider- Geschäfts von Ramöller sollen, und ferner, daß nur patriotische" Wähler ein-( nebenbei bemerkt ein Reserve- Offizier) angefahren: Im Gewerkschaftsin der Kaiserstraße, Namens Karl Weißer, auf der hiesigen Polizei- geladen find. hause verkehrten lauter Socialdemokraten, es zieme sich für einen direktion mit der Meldung ein, daß er in dem Moment, too er das Diese unerhörten Bedingungen machen es unsren Parteigenoffen Straßenbahner nicht, dorthin zu gehen. Der Schaffner wird also Geschäft vom Hausflur aus zu öffnen versucht habe, von hinten zur Pflicht, der Versammlung fern zu bleiben. entlaffen, die Organisation aber wird sich weiter entwickeln, gleichangefallen und durch mehrere Messerstiche verletzt worden sei. Da viel ob es der Direktion gefällt oder nicht. die Rollläden des Geschäfts Spuren eines in der verflossenen Nacht verübten Einbruchdiebstahls aufwiesen, so vermute er, daß die über dann auch festgestellt, daß die Ladenkaffe des Geschäfts erbrochen raschten Diebe seine Angreifer gewesen seien. Thatsächlich wurde und ihres Inhalts im Werte von 80-100 M. beraubt worden war. Da Weißer auch das Signalement der verdächtigen Personen anzugeben vermochte, die sich nach seiner Behauptung schon am Tage zuvor in nächster Nähe des Geschäftslofals zu schaffen gemacht haben Der Vorstand des socialdemokratischen Wahlvereins. follten, so wurden alsbald Nachforschungen angestellt, die auch zur Rummelsburg. Die Mitglieder des Wahlvereins werden noch- Die Folgen des Schneesturmes am Sonntag und Montag machen vorübergehenden Festnahme mehrerer Personen führten. Dann aber mals auf die am Sonnabend stattfindende General- Ver- fich jetzt durch ein immenfes Steigen der Fluten der Spree bes fam der Striminalpolizei das Benehmen des überfallenen Haus- fammlung aufmerksam gemacht. burschen verdächtig vor und seine schließliche Festnahme führte zu wichtige Tagesordnung umfaßt, so werden die Mitglieder ersucht, herniedergekommen und Da dieselbe eine äußerst merkbar. Die gewaltigen Schneemengen, welche bei dem Unwetter bei der nachfolgenden warmen Luftder überraschenden Entdeckung, daß Weißer nicht nur den Einbruchsdiebstahl fingiert hatte, sondern daß er auch der Anführer der Raub recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen.( Siehe Inserat in heutiger strömung, die auch strichweise von Regen begleitet wurde, vermörderbande gewesen war, die den alten Trödler Burgheimer ums schwanden überraschend schnell und die Folgen des starken Tauwetters bildet das Emporschwellen des Spreespiegels, dessen Stand Leben gebracht hatte. Seine Complicen waren die Mezger Ziegler fich innerhalb weniger Stunden um 15 Centimeter erhöhte. Ebenso und Hermann, die, wie die Untersuchung ergab, seit langem im wie die Spree ist auch die Panke durch die Folgen des Unwetters in badischen Oberland umfangreiche Biehdiebstähle verübt und das geMitleidenschaft gezogen. Vorgestern und gestern glich das kleine stohlene Vich durch Vermittelung Weißers hier abgesezt hatten. Sie Flüßchen einem Gebirgsbach. hatten den Mord gemeinsam verabredet, weil sie bei Burgheimer erhebliche Barmittel vermuteten. Der Vorstand des socialdemokratischen Wahlvereins. Mariendorf und Umgegend. Sonntag, den 26. April, findet die erste gitationstour zu den Reichstagswahlen statt. Treff Die städtische Schulbeputation hat eine Kommission von fünf Friedrich Wilhelmstr. 17 bei Genoffen Thiel. Für Mariendorf um Beratungen nach dem 1. Mai begintent. punkt für die Tempelhofer Genossen früh 16 Uhr, Tempelhof, Witgliedern eingesetzt, die ihr über die Anstellung der zu wählenden Schulärzte Borschläge machen soll. Die Kommission wird ihre 6 Uhr früh Dorfstraßen- Ecke Großbeerenstraße in Mariendorf. Ab- weitere Meldungen für diese Stellen von der Schuldeputation ent Bis dahin werden noch fahrt früh 7 Uhr vom Militär- Bahnhof in Marienfelde. Um rege gegen genommen. Persönlicher Vorstellung der Bewerber bedarf es Beteiligung wird gebeten. Nummer.) Fidn Der Vorstand. Nieder- Schöneweide. Der Wahlverein hält am Sonnabend, den 25. d. Wits., abends 8 Uhr, im Lokal von Franz, Grünauerstraße 5, feine ordnungsmäßige Generalversammlung ab. Um pünkt liches und zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Auch sind die Billets vom Osterbergnügen abzurechnen. Alt- Glienicke. Am Sonnabend, den 25. d. Mits. hält der Socialdemokratische Wahlverein seine Generalversammlung bei Saß, Grünauerstr. 21, ab. Erscheinen ersucht Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Der Vorstand. Damit war die Reihe der Ueberraschungen in dieser Sache aber noch nicht abgeschlossen, denn es meldeten sich plötzlich die Verwandten eines im Jahre 1899 im Sternenwalde bei Freiburg tot auf gefundenen Mädchens Namens Josepha Kirchhofer, das längere Zeit mit Weißer verkehrt hatte und von dem seiner Zeit angenommen Ertner. Am Sonntag, den 26. April, nachmittags 4 1hr, findet worden war, daß es durch Selbstmord geendet habe, weil es fich in Brodtschen Lokal eine Versammlung für Männer und in andren Umständen befand. Die Leiche wies drei Schußwunden Frauen statt, in der der Reichstags- Abgeordnete Frig Zubeil auf und es lag auch in nächster Nähe des Mädchens ein abgeschossener über die bevorstehenden Reichstagswahlen referieren wird. Männer Revolver sowie ein Zettel des Juhalts, daß fie freiwillig aus dem und Frauen des Bezirks Ertner und Umgegend werden ersucht, recht Leben geschieden sei. Man nahm jedoch jetzt an, daß auch hier eine zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. Mordthat Weißers vorliegt, der sich der lästigen Ansprüche des Mädchens entledigen wollte. Endlich hat die Staatsanwaltschaft noch einen dritten Fall ermittelt, in dem Weißer einen Mordversuch mit seinen Spießgesellen auf einen Schweinehändler in Ottoschwanden im Schwarzwald beabsichtigt haben soll. Er hat sich daher im Verein mit Hermann und Ziegler wegen gemeinschaftLichen Raubmordes an Burgheimer, ferner wegen Einbruchsdiebstahls, Raubes und Hehlerei sowie wegen Ermordung seiner Geliebten und wegen eines Mordverfuchs in Gemeinschaft mit Ziegler und Hermann zu verantworten. finden statt: Lokales. C. Für Arbeiterinnen allein halten die Gewerbe- JufpektionsAssistentinnen Fräulein Reichert, Fräulein v. Bennigsen- Förder und Fräulein Kummert zu den unter B. angegebenen Zeiten Sprechstunden in den Räumen der Gewerbe Inspektion Berlin O. beztv. N. und C. ab. Außerdem sind zur Auskunftserteilung über alle die GewerbeAufsicht betreffenden Angelegenheiten täglich von 1 bis 3 Uhr Gewerbe- Aufsichtsbeamte in den Dienstlokaten der Gewerbe- Inspektionen anwesend. Gewerbe Juspektion. Der Polizeipräsident erläßt folgende Befanntmachung: Gemäß§§ 120 a ff. der Gewerbe- Ordnung sind die Gewerbe- Unternehmer verpflichtet, die Arbeitsräume, Betriebseinrichtungen, Maschinen und Gerätschafteit so einzurichten und zu unterhalten, daß die Arbeiter gegen Gefahren für Leben und Gefundheit soweit geschützt sind, wie es die Natur des Betriebes Die Verhandlungen werden voraussichtlich fünf Tage in An- gestattet. spruch nehmen. Die drei Angeklagten werden zu jeder Sizung start Zu diesem Zwecke sowie zur Auskunfterteilung über alle andern gefesselt und von je einem Gendarmen bewacht vorgeführt. Das die Gewerbe- Aufsicht betreffenden Angelegenheiten sind die Gewerbegroßherzogliche Justizministerium hat einen besonderen Regierungs- Aufsichtsbeamten in den unten bezeichneten Dienstlokalen und zu den Tomiffar zu dem Prozesse entsandt. Der Andrang des Publikums nachbenannten Zeiten zu sprechen. ist naturgemäß ein ganz enormer. Die offiziellen Sprechstunden der Gewerbe- Aufsichtsbeamten Unter den Zeugen befinden sich die Verwandten der beiden Ermordeten, unter anderm der Vater und die Mutter des in Frage kommenden Mädchens und die beiden A. Für Arbeiter und Arbeitgeber: Söhne des Trödlers Burgheimer sowie Freunde und Bekannte der Dienstags und Freitags von 1 bis 2 Uhr mittags. drei Mörder. Zunächst wurden die näheren Begleitumstände des B. Für Arbeiter allein: Todes der Geliebten des Hauptangeklagten Weißer, der 23jährigen Donnerstag von 7 bis 8 Uhr abends und am 1. Sonntage Fabrikarbeiterin Maria Josepha Stirchhofer, erörtert, deren Leiche des Monats van 9 bis 10 Uhr vormittags. Ende Oktober des Jahres 1899 im Sternenwalde bei Freiburg mit drei Schußwunden im Hinterkopf aufgefunden wurde. Die Vermutung, daß er den Tod seiner Geliebten verschuldet habe, bestätigte der Angeklagte bei seiner Vernehmung als richtig, wie er auch die Teilnahme an der Ermordung Burgheimers ohne weiteres zugab. Er erzählte, daß er in der hiesigen Fabrik von Zerbe das Färberhandwerk erlernt habe und dann zwei Jahre in Altona in Arbeit gestanden habe. Nach seiner Rückkehr von dort sei er in der Papierfabrik von Schivickert als Vorarbeiter eingetreten und als folcher hat er nach den Aussagen der hierüber vernommenen Arbeiterinnen einen geradezu dämonischen Einfluß auf diese ausgeübt. Seine Liebschaften gingen in die Dußende und wenn ihm ein Mädchen nicht freiwillig folgte, fo mißbrauchte er seine Vertrauensstellung in der schmählichsten Weise, um die Widerstrebenden sich gefügig zu machen. Er scheute dabei auch vor Notzucht- Attentaten nicht zurück. Nachdem er wiederholt von den durch ihn verführten Mädchen zur Anerkennung der Vaterschaft gezwungen worden war und eins der Kinder sogar in eigne Pflege hatte nehmen müssen, war es ihur naturgemäß höchst fatal, als die Kirchhofer ihm Anfang Oktober 1899 die Mitteilung machte, daß sie demnächst mit einem von ihm herrührenden Kinde niederkommen werde. Er hatte das Mädchen im Sommer desselben Jahres kennen gelernt und sie sich in derselben Weise wie auch schon andre Arbeiterinnen vor ihr dienstbar ge= 3. Gewerbe- Juspektion Berlin S., umfassend die Bezirke der macht. Wie er im Laufe seiner Vernehmung weiterhin angab, hat Polizeireviere 28, 30, 31, 34 bis 36, 39, 41, 42, 47, 56, 63, 67, 71 er ihr zunächst den Rat erteilt, zu einer weisen Frau" zu gehen, bis 73, 78 und 85, jowie den Stadtkreis Schöneberg. Gewerbederen Mittel jedoch nicht verfingen. Darauf lud er das Mädchen Inspektor: Donath. Assistent: Lampe. Diensträume: Schöneberg, Bahnstr. 6. am Sonntag, den 15. Oktober, zu einem Spaziergange nach dem Sternenwalde ein, und als sie ihm unterwegs Vorwürfe wegen 4. Gewerbe- Inspektion Berlin W., umfassend die Bezirke der ihres Zustandes machte, schoß er ihr auf etwa einen Meter Ent- Polizeireviere 3 bis 5, 8, 32, 33, 37, 57, 58, 64, 74 bis 77, 83, 84, fernung drei Revolverkugeln in den Hinterkopf, so daß das Mädchen spektor: von Gizydi. Assistent: Lohmann. Diensträume: NW. 52, 91 und 100, sowie den Stadtkreis Charlottenburg. Gewerbe- Ju fofort eine Leiche war. Dann ging er, als ob nicht das geringste geschehen sei, nach Freiburg hinein und beteiligte sich dort an der Calvinstr. 13. Einweihung der St. Johanniskirche als Sänger. Als am nächsten 5. Gewerbe- Inspektion Berlin N., umfassend die Bezirke der Lage der Tod des Mädchenz in der Fabrik bekannt wurde, that Polizeireviere 7, 9, 10, 11, 17, 18, 46, 50, 51, 59 bis 62, 68, 69, Weißer sehr gefühlvoll und legte eine Liste zur Einsammlung von 80 bis 82, 88 bis 90, 92, 97 bis 99 und 101. Gewerbe- Juspettor: Beiträgen für einen Kranz auf das Grab der„ Selbstmörderin" an. Dr. Rasch. Aſſiſtenten und Aspiranten: Dr. Dewis, Fräulein von in die er sich als erster mit einem namhaften Betrage einzeichnete! Bennigjen Förder, Steinhoff. Diensträume: N. 20, PrinzenKurze Zeit darauf ging Weißer, den einige der Mädchen schon damals nicht. Jit dem Bahnverkehr nach Berlin konnte, obwohl mit allen Kräften an der Beseitigung der Störungen gearbeitet wurde, der regelrechte Fahrplan bisher noch nicht auf allen Strecken wieder aufgenommen werden. Im Bezirke der Stettiner Bahn erlitten die Züge noch bis zum gestrigen abend erhebliche Verspätungen. Am heutigen Morgen jedoch trafen die Trains ziemlich pünktlich auf dem Stettiner Bahnhof ein. Dagegen fann der Güterverkehr allem Anfcheine nach noch nicht in vollem Umfange aufgenommen werden, wie daraus hervorgeht, daß die täglichen Milchsendungen heute früh noch teilweise ausblieben. Zur Ausbesserung des Sturmschadens an der Kaiser WilhelmGedächtniskirche arbeiten jetzt 16 Zimmerleute und 8 Maurer. Das Außengerist ist jetzt fertig. Einen beängstigenden Eindruck machte es auf die zahlreichen Zuschauer, wie der Obersteiger Danke von der Firma Kreiling u. Co. die letzte Leiter oben anlegte und dann das Kreuz festband. Ein Baumeister, der schon am Sonntag Feuerwehr und Polizei auf die drohende Gefahr aufmerksam machte, erhielt durch einen Schuhmann, der nach Einholung eines Gutachtens in seine Wohnung gesandt wurde, den Bescheid, daß keine Gefahr vorliege. Eines der ältesten Berliner Versammlungslokale, das besonders in der Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung eine Rolle spielt, das Haus Grenadierstraße 33 wird jest niedergerissen. Hier befand sich viele Jahre lang das Streifbureau der Maurer, hier tagte, vor Errichtung des Gewerkschaftshauses, der Berliner Arbeitervertreter- Verein, auch das Gewerkschaftsbureau hatte in der ersten Zeit seines Bestehens in diesem Hause sein Heim aufgeschlagen. Während des Bierboykotts war es eines der wenigen boykottfreien Lokale im Centrum. Der fleine, verräucherte Versammlungsraum diente abwechselnd bald als Tanzfaal, bald als Betsaal für die in Stelle der alten Häuser Grenadierstr. 33 und 34 die neue der Gegend zahlreich ansässigen jüdischen Hausierer. Nun wird an und Versammlungssälen errichtet. Musikerbörse des Vereins Berliner Musiker mit großen VereinsUeber eine neue Berkehrserleichterung, welche die Igl. Eisenbahndirektion Berlin zur Einführung bringt, wird uns folgendes gemeldet: Zur Bequemlichkeit des reisenden Publikums übernimmt die Berliner Baletfahrt- Gesellschaft auf Wunsch die Besorgung von Fahrfarten und Gepädfcheinen für eine feste Gebühr, welche, wie folgt, normiert ist: Es sind zu zahlen für Besorgung von Fahrkarten bei Beträgen bis zu 20 M. 30 Pf., bei Beträgen über 20 m. bis Die Bezirke der Gewerbe- Inspektionen für Berlin, Charlotten- 49,95 M. 50 Pf., von 50 M. bis 99,95 M. 70 Pf. und von 100 W. burg, Schöneberg und Rigdorf find, wie folgt, abgegrenzt: und darüber eine Mark; für die Besorgung 1. Gewerbe- Inspektion Berlin C., umfassend die Bezirke der der Gepäckscheine für je 100 Kilogramm 50 Pf., mindestens Polizeireviere 1, 2, 6, 12 bis 16, 19 bis 22, 27, 29, 38, 40, 55 und jedoch 30 f. Diese Gebühr kommt für jede Sendung einmal zur Berechnung. 93. Gewerbe- Inspektor: Dr. Jungfer. Affiftenten und Aspiranten: nur Die Bestellung auf Fahr Hartig, Fräulein Kummert, von Finch. Diensträume: NO. 43, farten und Gepäckscheine muß spätestens zwölf Tagesstunden vor Georgenkirchplatz 21. Abfahrt des zu benutzenden Zuges, gleichzeitig mit der Anmeldung zur Abholung des Gepäcks, im Befize der Gesellschaft sein. Die lettere iſt berechtigt, vom Besteller einen Teilbetrag der Auslagen im Voraus einzufordern. Die Empfangnahme der Fahrkarten und demjenigen Bahnhofe, von welchem die Heise angetreten wird, gegen Gepäckscheine erfolgt bei der Geschäftsstelle der Gesellschaft, auf Zahlung der Auslagen und Gebührensäße. Auf Wunsch werden die Fahrkarten und Gepäckscheine auch ins Haus gesandt, doch erhöhen fich in diesem Falle die Gebühren um die Hälfte der oben mitgeteilten Sätze. 2. Gewerbe- Jufpektion Berlin O., umfassend die Bezirke der Polizeireviere 23 bis 26, 43 bis 45, 48, 49, 52 bis 54, 65, 66, 70, 79, 86, 87, 94 bis 96, 102 und 103, sowie den Stadtkreis Rigdorf. Dr. Glühmann, Fräulein Reichert, Schulze. Diensträume: SO. 16, Gewerbe- Inspektor: Dr. Fischer. Assistenten und Aspiranten: Engel- Ufer 4. Allce 88. offen als den Mörder der Kirchhofer bezeichnet hatten, abermals Die Große Verfiner" und das Koalitionsrecht. Bei Beendigung auf längere Zeit nach Altona, und als er wieder zurückkam, war des großen Straßenbahner- Streits im Jahre 1900 erklärte die Dilängst Gras über die ganze Sache gewachsen, so daß er beruhigt zu rettion seierfichst, sie würde keinem der Angestellten etwas in den weiteren Thaten schreiten konnte, die jetzt ebenfalls der Abutteilung weg legen, falls er sich einer Organisation anschließen sollte. Aus durch das Schwurgericht unterliegen. Die Zeugen zu dieser ersten Schredensthat des Angeklagten bekundeten im wesentlichen, daß die drücklich wurde es dem Personal freigestellt, nach eignem Willen uns Kirchhofer ein bescheidenes und ruhiges Mädchen gewesen sei, die gehindert Vereinen angehören zu dürfen. Ju lezter Zeit scheint sich ficher den Angeklagten nicht zu der That durch Vorwürfe oder sonstwie oben" nun doch ein Wandel der Anschauungen vollzogen zu haben, gereizt habe. Es wird dabei festgestellt, daß Weißer mit geradezu denn den Mitgliedern der dem Handels- und Transportarbeiter Von seinem Lehramte suspendiert wurde bis auf weiteres der Profeffor Dr. Martin Mendelssohn durch Beschluß der medizinischen Fakultät. aus der Marienburgerstr. 7 herausbilden, dessen Verschwinden bor Zu einem Waldmenschen wollte sich der 12jährige Schüler Kl. einigen Tagen gemeldet wurde. Der Knabe hatte, wie mitgeteilt, eine schlechte Censur nach Hause gebracht, die der Vater nicht unterschreiben wollte, und das sind hatte dann die Lehrer angelogen. Bestrafung fürchtend, verließ der Knabe das elterliche Haus und man nahm an, daß er bei dem Sturm am Sonntag zu Schaden gefommen wäre. Diese Befürchtung hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Gestern. bemerkte ein Schußmann den jugendlichen Ausstand ein, daß er sich in den Waldungen in der Umgebung Berlins reißer, nahm ihn fest und führte ihn den Eltern zu. Der Kleine geaufgehalten habe und die Absicht hatte, dort auch ferner zu leben, verweigerte jedoch weitere Mitteilungen über seinen fünftägigen Aufenthalt. Nahrungsmittel dürfte sich das Bürschchen vermutlich erbettelt haben. Ein Irrtum mit elektrischen Folgen ist einem Einbrecher in der gestrigen Nacht verhängnisvoll geworden. Eine aus drei Personen bestehende Gesellschaft" hatte beschloffen, der Großdestillation von " Andree in der Prenzlauerstr. 1 einen Besuch abzustatten. Einer der Arbeiter- Bildungsschule Berlin, Getvertschaftshaus, Engel- Ulfer 15, I nach, daß Herr Ströhler thatsächlich nicht das berichtet hat, was in „ der in den aften steht, den Socien, der Kleine", hatte die Aufgabe, in den Lagerkeller der er of links 2 Tr. Freitag, den 24. März, Beginn des Kursus in den Aften steht, sondern genau das Gegenteil. Die Aften wähnten Firma einzubringen, um von dort aus in den Laden zu Nede Uebung( Uebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen wurden zu jedermanns Einsicht auf den Tisch des Hauses nieder gelangen und den Komplizen dann ungestörten Zutritt zu ver- Auffazz); Vortragender: Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner. gelegt. Aber es muzte alles nichts; mit der dreistesten schaffen. Der Einbrecher ging aber fehl und statt den Lagerfeller Auf zwei Durchgänger aus Amerika fahndet auf Ersuchen der Stirn von der Welt versuchte Herr Ströhler um den Kern der Großdestillation zu erbrechen, öffnete er den Vorratskeller des dortigen Behörden die hiesige Kriminalpolizei, einen gewissen Wray der Sache herumzugehen und sich als die arme verfolgte Unschuld in der ersten Etage desselben Hauses wohnenden Tabak- Taylor und einen gebürtigen Franzosen George Bossut, auch George hinzustellen. griffen die Genossen Hirsch und Baake Großhändlers Kodtlow. Die Kellerthür ist jedoch durch eine Reumarqué genannt. Taylor war Beamter der landwirtschaftlichen Von unirer Seite griffe elektrische Leitung mit der Wohnung K.s verbunden und Abteilung der hawaischen Verwaltung und benutzte einen 30tägigen in die Debatte ein. Ersterer betonte, daß es sich nicht um eine die Alarmglocke trat in Thätigkeit, ohne daß der Dieb, der sich Urlaub, um Regierungsgelder zu unterschlagen und damit durch persönliche Differenz zwischen dem Vorsteher und den Magistratsbeutelüſtern in dem Keller umjah, etwas davon ahnte. Anders seine zubrennen. Auf seine Ergreifung ist eine Belohnung von mitgliedern handle; wäre das der Fall, so würden die SocialGenossen. Als Herr K. das Fenster öffnete und vor der Thür 500 Dollar ausgefekt worden. Er ist 50 Jahre alt, mittelgroß demokraten sich neutral verhalten und es ruhig mit ansehen, bis haltenden Droschkentutschern zurief, daß im Keller Diebe sein müßten, und sehr nervös und hat infolge seiner nervösen Aufgeregtheit die die Gegner sich zerfleischt haben. Aber in Wirklichkeit verschwanden die beiden unbemerkt, ohne auch nur ihren im Keller Angewohnheit, sich die Fingernägel abzubeißen. Bossut verübte in handle es sich um einen Stampf zwischen der Richtung im Magistrat, befindlichen Kollegen warnen zu können. Der Dieb, der noch immer New York einen großen Brillantendiebstahl; auf seine Festnahme die die Armenpflege social ausgestalten wolle und zwischen der durch ahnungslos nach dem richtigen Kellerverschlage suchte, wurde fest- sind 1000 Dollar ausgeschrieben. Er ist 32 Jahre alt und war Ströhler repräsentierten Richtung, die das Zurück ins Mittelalter genommen und der Polizei eingeliefert. Der Verhaftete, ein früher Schlächter in Frankreich, lebte aber schon länger in Amerika, predige. Stadtv. Baake wies auf die Ursachen des Anwachsens 21jähriger Arbeiter Namens Richter, in Verbrecherkreisender ist groß und schlaut gewachsen, hat dunkle Augen und schwarzes der Armenlasten hin und charakterisierte das Streben der Freunde Kleine" genannt, gab unumwunden zu, daß er bei dem Streifzuge Saar. Ein Diamantendiadem, das zu seiner Beute gehört, ist des Herrn Ströhler dahin, daß diese den Decernenten der Armenvon zwei Genossen begleitet war, die entkommen sind, behauptet J. M. gezeichnet, eine Uhr und andre Wert- und Schmuckstücke M. L. verwaltung zum Bettelvoigt erniedrigen wollten. jedoch, die Namen der beiden nicht zu kennen. Sie konnten bisher nicht ermittelt werden. auf dem Grundund N. N. Hus den Nachbarorten. = Der Antrag der Freunde des Herrn Ströhler, der darauf hinauss läuft, daß der„ Boſſiſchen Zeitung" eine im Sinne des Herrn Ströhler gerichtete Aufklärung überfandt werden sollte, gelangte mit 28 gegen 18 Stimmen zur Annahme. Damit ist der Grund zu einem neuen Konflikt gegeben, denn der Oberbürgermeister erklärte sofort, daß daß der Magistrat ihm nicht beitreten werde. dieser Beschluß die Befugnisse der Stadtverordneten überschreite und Unbekannte Leiche. Am 19. d. M. ist auf dem Laubengelände, Giner Katastrophe entgangen ist die 31 Jahre alte Frau des verlängerte Hennigsdorferstraße, der Leichnam einer weiblichen Person Buchhalters Hugo Selle mit ihren beiden Kindern im Alter von aufgefunden worden, dessen Identifizierung bisher nicht gelungen ist. 3 Jahren und 6 Monaten. Selle, ein Mann von 40 Jahren, hatte feit Die Unbekannte ist 45-50 Jahre alt, 1,65 Meter groß, hat blondes acht Monaten keine Stellung mehr. Da nun des fleinen Kindes Haar, hellblonde Augenbrauen, eine platte nach oben gebogene Nase, tegen auch seine Frau nicht viel verdienen konnte, so blieb er für breiten Mund, rundes Kinn, dicke, aufgedunsene Gesichtsbildung, zwei Stuben und Küche, die er im ersten Stock des Hofgebäudes in rötlich- blaue Gesichtsfarbe; sie ist von untersetter Gestalt und war Vorher hatte die Versammlung den ersten Beigeordneten der Schönhauser Allee Nr. 72a seit einem Vierteljahr bewohnte, für mit schwarzer Bluse, rotem Parchendrock, schwarzen Strümpfen und und debattelos einige Vorlagen, darunter die betreffend den Erlaß Dr. Maier Remscheid zum Stadtsyndikus gewählt zwei Monate die Miete schuldig. Als ihn daher kürzlich der sehr defelten gelben Schnürschuhen bekleidet. Die hinterlassenen Sachen eines Drtsstatuts über die Ausdehnung der KrankenversicherungsHauswirt Maurermeister Rabis ermittierte, wollte er mit der können im Leichenschauhauſe, Hannoverscheſtraße 6, besichtigt werden. pflicht auf männliche und weibliche Handlungsgehilfen und Lehrlinge ganzen Familie in den Tod gehen. Die Frau entfloh jedoch Etwaige die Person der Unbekannten angehende Mitteilungen find an mit den Kindern und fand im städtischen Obdach ein Unter- das Polizeipräsidium, Alexanderplatz, zu J.-Nr. 2857 IV. 27. 03 zurichten. angenommen. fommen. Selle ist seitdem verschwunden und hat sich wahrscheinlich Die Schöneberger Stadtverordneten- Versammlung erledigte am das Leben genommen. Er ist 1,65 Meter groß, hager und blaß, hat nach der Dresdenerstr. 23 gerufen. Hier war im Erdgeschoß ein kleinlich zuweilen der Fiskus bei den allergeringsten Objekten berFeuerbericht. Donnerstag früh gegen 6 Uhr wurde die Wehr Montag ihre Tagesordnung( fieben Punkte) in 20 Minuten. Wie schwarzes Haar und Spizbart und trägt eine graugrüne Joppe, eine schwarze Weste, dunkle Beinkleider, einen Stehkragen mit schwarz- Feuer ausgekommen, das bei Ankunft des ersten Löschzuges auch fährt, konnte man so recht bei der äußeren Ausschmüdung des neuen weißem Schlips, Zugstiefel und einen Kneifer. Traurige Ver schon auf den ersten Stock übergesprungen war. Es mußte daher Amtsgerichtsgebäudes sehen. Nachdem die Kommune den Bauplatz hältnisse andrer Art liegen dem Verschwinden des 27 Jahre alten tüchtig Wasser gegeben werden, bevor die Flammen erstickt waren. im Werte von über einer halben Million unentgeltlich hergegeben Stallschweizers Paul Heyer zu Grunde. Dieser hatte mit einer auch in der Winsstr. 59 hatte die Wehr längere Zeit zu thun. Es hatte, verlangte die Bauverwaltung zur Anbringung zweier kleiner 20jährigen Marie Friedlof ein Verhältnis, aus dem ein jet arbeiten wurden durch eine starke Verqualmung sehr erschwert. Es Lieferung brannte ein größerer Teil des Dachstuhles. Die Ablöschungs- monumentaler Brunnen zu beiden Seiten des Hauptportals die acht Jahre alter Sohn Paul hervorging. Am 1. Januar fam er des benötigten fließenden Wassers auf Kosten mit beiden von Essen hierher, mietete mußte über mechanische Leitern hinweg vorgegangen werden, um der Stadt zum Tränken der Pferde des nahen Droschkenstück Jasmunderstraße Nr. 16 auf dem Hofe eine Keller- dem Brandherd beizukommen. Fast eine Stunde dauerte es, bevor halteplates"." Um den löblichen Plan nun nicht scheitern zu wohnung und erklärte dem Hauswirt, daß er in der nächsten straße 56, Kürassierstr. 4, Unter den Linden 3a, Reichenbergerstr. 71 fiskalischen Standpunkte, überhaupt nichts werden die Gefahr beseitigt war. Alarmierungen, die nach der Köpnicer- laffen sonst dürfte aus demselben bei dem bekannten Zeit heiraten werde. Die Hochzeit wurde jedoch imuner bewilligte die wieder hinausgeschoben. Gestern morgen kam das Mädchen, bedeutende Anlässe zurückzuführen. und noch nach einigen andren Stellen erfolgten, waren auf un- Versammlung einen Betrag von 200 M. ausschließlich zur Wasserdas sich nur mühsam vorwärts schleppen konnte, zu Haus lieferung ohne Uebernahme der Anlage und sonstigen Unkosten. genossen und klagte ihnen, Heyer habe sie am SonnDie Kostenrechnung der schon seit zwei Jahren bestehenden abend durch Fußtritte gegen den Leib und Würgen am Halse schwer Hohenzollernschule( Reformgymnasium), kommt jezt endlich mißhandelt und sei seitdem verschwunden. Soeben teile er ihr zur endgültigen Präsentation. Danach stellt sich dieselbe auf In der Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung ist es 785 316 M. Der Rechnungs- und Finanzausschuß soll indes die Rechnung in einem Briefe mit, daß er sich das Leben nehme. Der Hausverwalter holte sogleich einen Arzt, der schwere Verletzungen fest- Magistrat gekommen. Die Ursache desselben ist auf das Anwachsen von Vorschlägen betreffend die Gleichstellung der Besoldungsordnung am Mittwoch zu einem neuen Konflikt zwischen Mehrheit und nochmals prüfen. In die gemischte Deputation für Ausarbeitung stellte und die Unglüdliche mit einem Koppschen Rettungswagen der Armeniasten zurückzuführen. Die Mehrheit der Stadtverordneten für die städtischen und mittleren Unterbeamten mit derjenigen nach dem Krankenhaus Am Friedrichshain bringen ließ. Das Kind wurde dem Waisenhaus übergeben. Heher arbeitete, so lange er in Bersammlung hat seit Jahren ihr Streben darauf gerichtet, die von Berlin und Charlottenburg wurde unfrerseits Stadtv. Bäumler Berlin war, nur wenig. Für den Unterhalt mußte das Mädchen besondere hat sie alle Maßnahmen, die auf die Milderung der socialen Aufgaben der Gemeinde völlig zu vernachlässigen. Ins- delegiert. sorgen, das auch die Hausreinigung übernahm. Wohnungsnot und auf die Verringerung der Arbeitslosigkeit ge- 113 660 Personen; gegenüber der letzten Meldestatistit also eine ZuDie Einwohnerzahl Schönebergs betrug Mitte dieses Monats richtet waren, zu hintertreiben versucht. Jezt, fich die Folgen ihrer Sünden der Steigerung ant Bekanntlich hatte Anfangs d. J. der der Ausnahme von 1187 Seelen. gaben aus dem Armenetat bemerkbar machen, fuchen sie zweite Bürgermeister Dr. Gerhardt in der städtischen Körperschaft die Schuld von sich abzuwälzen und den Anschein zu er erklärt, daß mit der Fertigstellung der neuen Gemeinde- Doppelweden, als ob die Gelder der Stenerzahler feitens des schule in der Hohenstauffenstraße die„ leidigen fliegenden Klassen" be= seitigt sein würden". Nach der Um- und Einschulung am Anfang des Decernenten der Armenvertaltung, des Stadtrats Samter, Bon der Kontrollversammlung ins Wasser ging vorgestern, MittApril- Schuljahres sind nun, wie wir hören, immer noch fünf wochnachmittag, der 30 Jahre alte Schneider Ladislaus Muszinski nur so zum Fenster hinausgeworfen würden. Unter Führung des aus der Gollnowstr. 34. Der Mann tam nach der Kontrollver- Stadtverordnetenvorstehers Ströhler richten sie die heftigsten fliegende Klassen vorhanden. Wenn auch zugegeben werden muß, daß ſammlung, die er als Dekonomiehandwerker besucht hatte, in die Angriffe gegen den Magistrat, Angriffe, die jeder Grundlage ent- sich die Verhältnisse in dieser Beziehung gegenüber den letzten Jahren etwas gebessert haben( durchschnittlich sollen nicht mehr als Schantwirtschaft von Lohmann am Lüzowufer 23 und verzehrte in behren. So hat Herr Ströhler kürzlich angeblich an der Hand der 50 Kinder auf eine Atlasie kommen), so ist diese Gewissenheit im zwei Stunden für 75 Pf., ohne einen Pfennig zu befiken. Als der aften ein Schreiben verfaßt, in welchem er den Mitgliedern Volksschulwesen leider noch sehr zu bedauern und die Errichtung Wirt ihn aufforderte, ihm ein Pfand zu lassen, gab er ihm einen des Magistrats Ueberschreitungen der Gesetze vorwarf. sechsläufigen nicht geladenen Revolver und seinen Militärpaß und Magistrat ließ diesen Vorwurf natürlich nicht auf sich sizen; in neuer Gemeindeschulen in erster Linie in den Vordergrund zu stellen. errn Ströhler vor, er habe Thatsachen fagte zum Abschied, er habe sich schon längst erschießen wollen. Von einer Erwiderung warf er Zehlendorf. Die Gemeindevertretung beschloß in ihrer letzten der Schankwirtschaft ging M. nach einer Bank am Lützowufer hinter- behauptet, die entweder überhaupt nicht oder von denen gerade das Sigung debattelos, den Gemeindevorstand zu ermächtigen, den Bahnließ dort ein Blatt aus seinem Notizbuch mit den Worten:„ Lebt Gegenteil in den Akten steht. Ein Auszug aus diesem Schreiben des hofsbau an der Beerenstraße( Villenkolonie Zehlendorf- West) in eigner wohl, Frau und Kinder!" und sprang in den Landwehrkanal." Ein Wagistrats ist von der„ Vossischen 3tg." veröffentlicht worden. Dies Regie in Angriff zu nehmen; nach der Mitteilung des GemeindeStudent, der gerade des Weges fam, sprang ihm nach, faßte ihn gab Herrn Ströhler den erwünschten Anlaß. sofort den Ausschuß, vorstandes steht die unmittelbare Erledigung mit der EisenbahnStudent, der gerade des Weges fam, sprang ihm nach, faßte ihn der zur Prüfung der Frage eingesetzt ist, zusammenzuberufen und sich verwaltung bevor. Der schon zur Seeschlange gewordene Bau des noch zur rechten Zeit und hielt ihn so lange über Wasser, bis der Obstschiffer Schmidt aus der Schillstr. 1 mit seinem Boot herankam bon diesem mit Hilfe der Mehrheit, die ihm blindlings folgt, ein Direktions- Wohnhauses auf dem Grundstück des Gymnasiums wurde Vertrauensvotum ausstellen zu lassen. und beide rettete. Muszinski wurde nach dem Elisabeth- Krankenhause durch Bewilligung von 55 000 M. endlich erledigt. Komisch war Ausschuß abgespielt hatte, im Plenum wiederholen. Aeußerlich hat( jetzt Rentier), Durchfalls- Kandidat von Teltow- Beeskow- Storkow Am Mittwoch sollte sich dann dieselbe Komödie, die sich in dem hierbei das Auftreten des Volkstribunen Malermeisters a. D. Hammer Herr Ströhler gesiegt, seine Myrmidonen stellten ihm das Vertrauens- Charlottenburg bei der nächsten Reichstagswahl. Derselbe donnerte Banunfall. Am Mittwochnachmittag stürzten auf dem Neubau votum aus, aber in Wirklichkeit dürfte Herr Ströbler ausgespielt gegen die Regierung, die den Gemeinden die Selbstverwaltung Reuterstraße 31 in Rigdorf im Hinterhause sämtliche Treppenpodeste haben, er ist gerichtet. Wohl noch niemals hat sich ein Stadt- nehme, die die Gemeinden zu Ausgaben zwinge, die wahre Vervon der vierten Etage bis zum Parterre zusammen, wobei der verordneten- Vorsteher das sagen lassen müssen, was Herrn Ströhler schleuderungen von Kommunalvermögen herbeiführt usw.( Die ReArbeiter Willi Mehrlein durch einen Stein am Kopfe verlegt in dieser Sigung gesagt wurde. Ein Mann wie er, so rief ihm ein gierung hatte den Gymnasialbau von der Erbauung des Direktorwurde. Der Vorfall dürfte als eine Folge der hastigen Accord- Redner zu, gehört nicht an die Spitze der Versammlung. Ein Wohnhauses abhängig gemacht.) Von seinen Kollegen im Dorfarbeit anzusehen sein und seine Ursache in der nach fachmännischem andrer Redner, Professor Dr. v. Liszt, betonte unter dem parlament bekam er die höhnende Antwort, daß er ja anderswo die Urteil zu früh entfernten Ausschalung der Cementdecken haben. Den lebhaften Beifall der Minderheit, er habe es als eine Beleidigung Maßnahmen der Regierung ruhig hinnehme, warum er also hier so Verlegten trifft der Unfall um so härter, als erst kürzlich sein Vater, betrachtet, daß man ihm zugeutet habe, an einem Festessen zu empfindlich sei. Herr Hammer galt früher hier als freisimmig; daß der Dachdecker Hermann Mehrlein, durch einen Sturz vom Hänge- Ehren des Vorstehers teilzunehmen, und infolgedessen die Einladung er jegt Kandidat des reaktionären Reichs- Wahlvereins für Teltow ist, gerüst sein Leben verlor. mit Entrüstung zerrissen. In der Sache selber wies der Magistrat beweist sein Anpassungsvermögen. Auf der Polizeiwache gestorben ist der 41 Jahre alte Tischler Hermann Sartori aus der Winerstraße 57b, der wegen Trunkenheit zu feiner eignen Sicherheit in Gewahrsam genommen worden war. Der Mann verlor vor Jahren durch den Tod seine Frau und war seitdem Gewohnheitstrinker. gebracht, wo sich sein anfangs bedenkliches Befinden gestern abend gebeffert hatte. der Central- Kranken- u. Sterbe-| Orts- Krankenkasse kaffe der Tischler etc. ( E. 5. Nr. 3, Hamburg.) Filiale A. Montag, den 27. d. M., abends 8 Uhr, im Lokal von Wollschläger, Adalbertstrasse 21: Mitglieder- Versammlung. Dachdecker Berlins. Dachdecker Mittwoch, den 29. April 1903, abends S Uhr. im Lokal des Herrn Feind, Weinstr. 11: Ordeutliche General- Versammlung. Tagesordnung: Zagesordnung: 1. Kaffenbericht vom 1. Quartal 1903. 2. Das Krankenfajjen- Gesetz unter Berücksichtigung der 1. Wahl eines Vorstandsmitgliedes Freien Hilfsfassen. Referent: Genoffe für Arbeitnehmer. 2. Bericht des Lint. 3. Diskussion. 4. Verschiedene Prüfungsausschusses und Decharge Kaffenangelegenheiten. 181/4 Erteilung des Rendanten. 3. AbPflicht eines jeden Mitgliedes ist es, änderung des Statuts§ 27, 8. Abzu erscheinen. änderung. 4. Abänderung des Statuts § 18, 7. Abänderung. 5. Verschiedenes. Nur Delegierte haben Zutritt. 273/6 A. Salzmann, 1. Borsigender. Die Ortsverwaltung. J. A.: Ludw. Borchhardt, Laufiberstraße 23, 1. Dgb. linker Aufgang I. Central- Kranken- u. Sterbe kaffe der Tischler ( E. H. 3.) Zahlstelle Lichtenberg. Mitglieder Versammlung am Sonntag, den 29. April, vormittags 10 Uhr, Bekanntmachung. Gemeinsame- Orts- Krankenkasse für Mariendorf und Umgegend. Am 3. Mai d. 3., vormittags 9 Uhr, im Restaurant Schefand, im Lokale von Schneider, Kron- Mariendorf, Feldstr. 14: prinzenstraße Nr. 47. Tages- Ordnung: 1. Kassenbericht Ordentliche Generalversammlung vom ersten Quartal 1903. 2. Ber- zu der die Herren Delegierten hierschiedene Kassenangelegenheiten. Um regen Besuch ersucht 184/5 Die Ortsverwaltung. Cigarren$ 196 welche Sturm und Unwetter durch gelitten, verkaufe bedeutend unter Preis durch ergebenst eingeladen werden. Tages- Ordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung für 1902. 2. Verschiedenes. Mariendorf, den 20. April 1903. Der Vorstand: 273/7 C. Schröder, 1. Borsigender. werden täglich Betten gründlich gereinigt. Carl Schmidt, Büsten- Fabrik, BERLIN W., Taubenstr. 23, empfiehlt seine weltberühmten Stoffbüsten für jede Körpcriorm. Figur wie nebensteh. von 7 Mk. bis 50 Mk. Unentbehrlich zur Anfertigung der Kostüme. Katalog Vratis und franco. Man hüte sich vor wertlosen Nachahmungen. 408L* ΟΣ Verlag v. G. Birk& Co, München. Zur Agitation empfehlen wir: Robert Albert: KaiserAdreffen mit einem Anhang: Kruppscher Wohlthätigfeits Schwindel. 20 Vf. *** Der Fall Krupp, eine Thatsachensammlung. 50 Pf. Demnächst erscheinen: Johannes Timm: Centrum und Socialdemokratie. 20 Pf. H.von R.: Fürstenporträte. 50 27. 11472* Kolporteuren hoher Rabatt. Land 2 Mark Wichtig für Händler! Abholen und Wiederbringen der Bellen pro Woche Abzahlung. Parzene S. Glaser, 840 Meter 300 M., westlicher BorBettfedern- Specialgesch., ort- Berkehr, nur mündlich, verkauft ORIGINAL SINGER NAHMASCH Der Pariser Weltausstellung 1900. Von der Internationalen Jury wurde den Singer- Nähmaschinen ber GRAND PRIX Heute giebt es wieder rische Blutund Leber- Wurst in bekannter tadelloser Qualität. Rich. Augustin, Lindenstr. 69. of parterre. der höchste Preis der Ausstellung, zuerfannt. Die Nähmaschinen der Singer Co. für den Familiengebrauch, Stunftstiderei sowie industrielle Zwede jeder" Borwärts"-Haus. Frühstücks- und Art verdanten ihren Weltruf der mustergültigen Son struktion, vorzüglichen Qualität und großen LeistungsGoldene Medaille fähigkeit, welche von jeher alle deren Fabrikate auszeichnen. der Handworker. Inentgeltlicher Unterricht in d. modernen Kunſtſtickerei. Singer Co. Nähmaschinen Act.- Ges. kammer Dortmund 1902. Blutarme, schwächliche und genesende Personen trinken Santa Rosa feurig süsser Rotwein a Fl. 1,40 Mk. oder 816L* Afrikanischen Blutwein kräftiger, herber Rotwein a Fl. 1,25 Mk. Käuflich in allen durch Plakate kenntlich gemachten Niederlagen von Hermann Meyer& Co., Wattstrasse 11/12. Kopflänsenebst Brut verschwinden fofort d. Puff. Unschädlich. Erfolg überraschend. In Drog. 50 Pf. En gros Noris Zahn& Comp. Mittagstisch. Sizungszimmer. Möbel- Fabrik„ Victoria" Eingetragene Genossenschaft mit bes fchränkter Haftpflicht. Berlin W., Leipzigerstr. 92. 10412* Sonntag, den 10. Mai 1903, geschieht auf Verlangen tostenfrei. Invaliden- Strasse, Ecke Eichendorff- Str. Retzlaff, afte Satobite. 57/39. Herronimy, Bluntenstraße 79. 10132 Berantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts vormittags 9 Uhr, im Geschäftslotal, Krautstr. 52: Berliner Nordpark General- Versammlung. Müllerstrasse 148. Gefangvereine des Arbeiter: Sängerbundes mit größerem Anhang für die Frühkonzerte an beiden Pfingstfeiertagen unter sehr gün stigen Bedingungen gewünscht. 13302* Die Direktion. Herren- Kragen, reinleinen, garantiert 4fach, verschiedene Façons in allen Weiten, Stück 15 PI., so lange der Borrat reicht. Geschlossene Kragen per Dutzend 3 Mk. und 3. Mk. 50 Pig. Manschetten, Prima, garant. 4fach 1/2 Dutzend 1.80 Mk., Oberhemden, Serviteurs, Krawatten, in größter Auswahl, Trikotagen, Strümpfe, Hosenträger, Handschuhe. Detailverkauf zu Engrospreisen. Tages Drdnung: bericht. 3. Neuwahl des Vorstandes 1. Geschäftsbericht. 2. Revisionsund Aufsichtsrates. 4. Statutenänderung. 5. Verschiedenes. Die Bilanz liegt in unserm Geschäftslokal zur Einsicht aus. 8136 Der Vorstand. M. Hinsche. A. Schulz. este Res spottbillig für elegante Herrenanzüge, Paletots, Kinder- Anzüge usw. * Tuchfabrik- Niederlage Ernst Marcuse, Münzstr. 23.| Koch& Seeland, Berlin C, Roßstr. 2. Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.