Nr. 97. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags, Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Aoresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Socialdemokratischer Preußentag. figen. Sonntag, den 26. April 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Nöfice- Dessau, als Wernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Unfre Vertrauensleute und Parteigenoffen im ganzen Proletariat gegenüber dem agrarischen Junkerfeudalismus fann uns und 1 M. schwankt, und wenn auch die Garantien für die objektive Lande werden, gemäß dem Beschluffe des Münchener nicht veranlassen, die Stärkung des Liberalismus als Parole Festsetzung des Tagelohns durch die Novelle ein wenig erhöht worden sind, auszugeben. Wir stellen unsre Forderungen und von ihrer Er- erscheint es doch erforderlich, eine Grenze nach unten zu schaffen, Parteitages, ersucht, der Redaktion des Vorwärts" füllung wird unser Verhalten abhalten. Die nächsten Landtags- um so unzureichende Unterstützungen an die Kranken zu verhüten, alle gegnerischen Wahlflugblätter, Wahlschriften: c. und wahlen können leicht zu einer Schicksals entscheidung über die daß sie der Armenpflege doch zur Last fallen. zwar möglichst in je zwei Exemplaren zu übersenden! parlamentarische Existenz der liberalen Bourgeoisie werden, derer um Der Hauptkampf entspann sich bei§ 10, der die Beiträge für die Gemeinde- Krankenkassen bis auf 3 Proz. des ortsüblichen TageRichter und Barth. Es ist gar nicht zu leugnen, seitdem in Mainz beschlossen wurde, lohns zu erhöhen gestattet, während gegenwärtig nur bis zu 2 Proz. in die Landtagswahlen thatkräftig einzugreifen, hat sich der preußische gegangen werden kann. Dieser Erhöhung der Beiträge um 50 Proz. Liberalismus fo ungünstig entwickelt, daß heute im Proletariat steht aber nur eine Erhöhung der Leistungen von 10 bis Brozent gegenüber. Die Sache läuft also darauf noch weit weniger Neigung besteht als vordem, mit diesen Elementen 15 Zum erstenmal in der Geschichte der Socialdemokratie ber irgendwie zu paktieren. Namentlich das jämmerliche verräterische hinaus, daß die armen Kranken zu Gunsten der rückständigen sammelt sich an diesem Sonntag im Berliner Gewerkschaftshause Verhalten der Richterleute im Zollkampf, ihre immer schärfer hervor- Gemeinden, die noch nicht zur Bildung von Drts- Krankenein preußischer Parteitag der Socialdemokratie, oder schlichter: tretende Tendenz, nur noch den Feind links zu sehen, läßt auch kaffen vorgeschritten sind, belastet werden, ohne daß sie hierbei ein ein preußischer Delegiertentag, dem auch nur die Aufgabe obliegt, nur eine äußerliche Wahlhilfe fast als absolute Unmöglichkeit Wort mitzusprechen haben. Wir beantragten grundsätzlich eine eine bestimmte, im Princip vom allgemeinen Parteitag entschiedene erscheinen. Darüber herrschen nirgends in unsern Reihen Jllufionen. Erhöhung der Beiträge bei der Gemeinde- Strankenversicherung abFrage in ihren besonderen Einzelheiten zu regeln: Es handelt sich Die Theorie vom Kleineren lebel versagt beinahe, denn man kann zulehnen und die Erhöhung der Beiträge über 1½½ Proz. hinaus um die Art der in Mainz 1900 beschlossenen Beteiligung an den kaum noch von einem kleineren Uebel reden. Was liegt schließlich von der Zustimmung der Mehrheit der Versicherten abhängig zu preußischen Landtagswahlen. Es wirkt wie ein schneidendes Epigramm auf deutsche Zustände, daran, ob der preußische Landtag nur noch aus Juntern und machen. Leider gelang es nicht, die Verschlechterung, die die Novelle Es wirkt wie ein schneidendes Epigramm auf deutsche Zustände, Auch ein Antrag der Abgg. Lenzmann und daß erst nach einem Menschenalter blühender socialdemokratischer Pfaffen besteht, oder ob noch ein paar marklose Freisinnige darin bringt, zu beseitigen. Höchstgrenze der Beiträge 22 Prozent Parteithätigkeit auch in Preußen die eigentliche Partei Aber gerade weil wir keinerlei Illufionen hegen, können wir bes ortsüblichen Tagelohnes festzusetzen, wurde abgelehnt. politischen Lebens sich zu einer die Politik dieses größten und auch nüchtern und kühl die Mittel der politischen Notwendigkeit an- Herr Lenzmann gestattete sich bei der Begründung seines Anentscheidenden Bundesstaates beratenden Veranstaltung entschlossen wenden, aus einem gewissen Pflichtbewußtsein heraus, das auch in frages die Bemerkung, daß durch die überflüssigen Reden der hat. Bayrische, württembergische, sächsische Landes- Parteitage giebt es längst, in Preußen war bisher keine Luft und kein Naum für berzweifelter Stellung mit der gleichen Hingebung ringt wie an- Socialdemokraten die Zeit vertrödelt würde. Das scheint eine nachträgliche Erinnerung aus den Obstruktionstagen zu sein. Es ziert einen socialdemokratischen Landesparteitag. Die ganze Verfassung gesichts eines begeisternd winkenden Sieges. Preußen ist trogalledem ohne die befreiende Wirksamkeit der einen Vertreter der Freifinnigen Volkspartei außerordentlich, wenn Preußens, in dem alle Reichsreaktion wurzelt, stammt aus der bor Socialdemokratie nicht mehr möglich. Die Interessengegenfäge er die Wahrung der Rechte der Arbeiter für eine überflüssige Zeitsocialdemokratischen Zeit, die eine fünftige, glücklichere Generation vielleicht als eine vorgeschichtliche, vorkulturelle Zeit empfinden wird. zwischen dem feudalen Agrariertum und der industriellen Bourgeofie vertrödelung erklärt. Für die Erhöhung der Beiträge trat Graf Posadowsky spigen sich zu; so einig sie gegen das Proletariat sind, so schroff Preußen ist immer noch nach seiner rechtlichen Organisation der flafft der Gegensatz zwischen ihnen. Und die Regierung, ihrer Ab- ein, der mit dem Scheitern der ganzen Novelle drohte, wenn dieser feudale Agrarftaat polizeilich- Kleinbürgerlichen Charakters. Der Bormärz weht in ihm. Seine Gesetze entstammen der trübfeligsten Zwang der wirtschaftlichen Bewegung Rechnung tragen. Hieraus erklärt Gemeinde- Krankenversicherung Bormärz weht in ihm. Seine Gesetze entstammen der trübfeligsten stammung nach mit den Junkern verwachsen, muß andrerseits dem Wunsch der Regierung nicht gewährt würde. Er gab zu, daß die Zeit der fiegreichen Gegenrevolution. Nichts hat sich entwickelt in den sich die fahrige Zweideutigkeit, die nervöse Unruhe und öde Unfruchtbarkeit auch eine Gesezen, obwohl in die starre, enge Feudalrüstung inzwischen der preußischen Regierungspolitik. Der Kampf um die Kanalvorlage stellte aber eine gründliche Reform erst für die Zukunft eine ungeheure Entfaltung der großkapitalistischen Industrie hinein- war der deutlichste Ausdruck dieses nicht zu überwindenden Gegen- in Aussicht. Nur insofern wurde eine Kleine Verbesserung als gewachsen ist. Eine moderne Riesenstadt mit der patriarchalischen fages zwischen der alten agrarischen und der modernen industriellen erzielt, Anregung Molkenbuhrs hin Verfassung eines oftelbischen Gutsbezirks das ist Preußen. Dieser Staat ist in sich eine lächerliche und zugleich verhängnisvolle Un- Herrschaft. Man bedarf der Socialdemokratie als Netter und vom Centrum ein Antrag einlief, durch den wenigstens verhindert wird, daß die Vorschüsse, die die Gemeinden den Gemeinde- Krankenmöglichkeit; die wirtschaftliche Entwicklung stößt überall gegen die Helfer wider die Junkergewalt! Das Beispiel Sachsens, dieses industriell entwickeltsten Staates faffen seit Jahren geleistet haben, nicht durch eine Erhöhung der alte, gespensterhafte Form, und dieser Widerstand lähmt und verzerrt unter agrarisch- fleinbürgerlicher Zuchtrute, zeigt, wohin ein System Beiträge zurückgezahlt werden dürfen. Dieser Antrag fand schließlich entscheidend die deutschen Gesamtverhältnisse. Daß die Social- führt, das des Proletariats entraten zu können glaubt. Seit die Mehrheit. demokratie Jahrzehnte hindurch im Staat Preußen keine Möglichkeit dem Wahlrechtsraub, der die Socialdemokraten aus der Kammer Die Beratung wandte sich dann dem Teil des Gesetzes zu, der specifischer preußischer Bethätigung fand, bedeutet das Todesurteil des Staates, deffen durch das Dreillaffen- Wahlrecht charakterisierte ang. haben sich die Verhältnisse derart verwirrt, daß selbst der die Drts- Krantentassen betrifft. Auch hier wurden unfre ordnungsparteilichste Spießbürger von politischem Bankrott redet Anträge abgelehnt, die darauf hinausliefen, die Centralisation der fonftitutionelle Starikatur mur noch von Rußland und der Türkei und unter der Bettdecke im Hirn allerlei revolutionäre Be- Drts- Strankenkaffen zu erleichtern. Auch unsre Forderung, unter die flemmungen wälzt. gesetzlichen Mindestleistungen der Orts- Krankenkassen eine sechsüberboten wird. Dennoch hat sich nach längeren Auseinandersetzungen die Socialdemokratie entschloffen, auch in diese Verrottung einzubringen, und indem sie selbst das oberwigig- reaktionäre Wahlrecht benußte, in das System Bresche zu legen. Eine schwierigere Aufgabe hat die Socialdemokratie faum jemals übernommen, aber die Schwierigkeit erhöht nur den Eifer und die Entschlossenheit, auch die Eroberung Preußens in Angriff zu nehmen. Erhöhung der auf eine nur ein Notbehelf fei, daß Leistungen angebracht wäre, In Preußen treiben die Dinge in gleicher Richtung. Ohne die wöchentliche Schwangerschafts- Unterstügung, die Leistung des drängende und schaffende Kraft der Socialdemokratie wird Preußen Hebammendienstes und die freie ärztliche Behandlung der Schwangerzur junkerlichen Wüstenei, in der jedes frische Leben verdorrt. schafts- Beschwerden aufzunehmen, drang nicht durch. Es blieb überall Darum wird die Wahlrechtsfrage, die ein halbes Jahrhundert schlief, bei den Kommissionsbeschlüssen. jetzt zu einer Existenzfrage des Staates selbst. Die Socialdemo Am Montag beginnen die Beratungen bereits um 11 1hr bortratie wird von zwei Seiten auf die Lösung dieser unaufschiebbaren mittags. Es scheint die Absicht zu bestehen, die Tagung des ReichsReform drängen. Zunächst wird sie durch die Reichs gewalt tages am Dienstag zu beendigen. Auf dem Parteitag zu Mainz wurde die Beteiligung an den auch das ist eine wesentliche Lofung der Reichstagswahlenpreußischen Landtagswahlen principiell entschieden. Die zum Beschluß erhobene Resolution Bebel legt auch den Hauptgrundsatz der Tatil der Wahlbeteiligung fest: In denjenigen deutschen Staaten, in welchen das Dreiklassen- Wahlsystem besteht, sind die Parteigenoffen verpflichtet, bei den nächsten Wahlen mit eignen Wahlmännern in die Wahlagitation einzutreten. Für die Landtagswahlen in Breußen bildet der Parteivorstand das Central- Wahl tomitee. Ohne deffen Zustimmung dürfen die Parteigenossen in den einzelnen Wahlkreisen keine Abmachungen mit bürgerlichen Bar teien treffen." Der preußische Delegiertentag hat nun die Aufgabe, für die im Herbſte bevorstehenden Landtagswahlen den Umriß der Mainzer Resolution auszufüllen. die Beseitigung der einzelstaatlichen Wahlrechts- Monstrositäten zu erzwingen streben. Dann aber wird die socialdemokratische Agitation dieses abfurde Preußen in sich selbst und durch sich selbst zu über winden suchen. Die preußische Konferenz, in ihrer begrenzten Aufgabe, wird zu ihrem Teil in ruhiger, geſchäftsmäßiger Arbeit an der endlichen Befreiung Preußens aus junkerlicher Fremdherrschaft mithelfen. Die Beschlüsse dieses ersten preußischen Parteitages werden dem Biele uns nähern. So grüßen wir in Berlin die zur ernsten Arbeit versammelten Delegierten der Socialdemokratie Preußens. Politische Ueberlicht. Der Reichstag Berlin, den 25. April. Abgeordnetenhaus. " verschiedenen Materien. Den ersten Teil der Situng füllte die Bes Das Abgeordnetenhaus beschäftigte sich am Sonnabend mit sehr sprechung des Unglücks vom 2. April 1903 auf der fiskalischen Stoh I engrube önigin Luise" aus, bei dem 30 BergLeute in Ausübung ihres Berufes das Leben eingebüßt haben. Das Centrum nahm daraus Veranlassung, die Regierung darüber zu intervellieren, was die bisherigen Untersuchungen über die Ursachen des glüds ergeben haben und welche Maßregeln getroffen oder geplant sind, um die Wiederkehr so trauriger Unfälle thunlichst zu verhindern. Angesichts der bevorstehenden Wahlen ist es ja er flärlich, daß die Brotwucherpartei sich gemüßigt fühlt, wieder einmal in Arbeiterfreundlichkeit zu machen. Die Debatte nahm den gewöhnlichen Verlauf. Wie jedesmal, wenn irgend ein Unfall im Die Beteiligung der Socialdemokratie an den preußischen Bergbetriebe zur Sprache kommt, so suchte sich auch diesmal der Landtagswahlen ist unabhängig von der augenblidlichen parteiRessortminister, Herr Möller, damit zu trösten, daß er Elementarpolitischen Konstellation. Die Socialdemokratie geht in den Wahlereignissen nicht gewachsen sei. Daß diese Elementarereignisse" tampf zunächst, um die Köpfe zu werben, aufzuklären, zu revolutio vielfach auf Unterlassungssünden der Verwaltung zurückzuführen nieren. Es gilt die gewaltige Bedeutung des Zieles zu zeigen, die führte am Sonnabend die Beratung der Krantentassen find, darf ein preußischer Minister natürlich nicht zugeben. Und doch Junterherrschaft Preußens zu zertrümmern. Die wichtigsten Kultur- Nobelle bis zum§ 26 weiter. Besonders lebhaft gestaltete sich lehren die Erfahrungen aus andren Ländern, daß es sehr wohl aufgaben müssen erst aus der agrarisch- feudalen Umstrickung losgelöst die Debatte bei denjenigen Paragraphen, die die Gemeinde- Kranken- möglich ist, durch entsprechende Maßnahmen die Unfallgefahr im werden: Schule und Justiz, Polizei und Verwaltung, Socialpolitit, versicherung betreffen. Nach allseitigem Urteil ist die Gemeinde- Bergwerksbetriebe erheblich herabzusehen, namentlich wenn man sich, wie etwa in England, zur Anstellung von Arbeiterdelegierten entVerkehrswesen, Vereinsrecht die weiten Stulturgebiete von Krankenversicherung die ungenügendste Form der Krankenversicherung. schließen würde, die die Gruben regelmäßig zu untersuchen haben. fundamentalster Bedeutung müssen an der Fadel socialistischer Kritik Die Gemeinde Krankenkassen gewähren keine Wöchnerinnen Unter- Einen Anfang mit der Hinzuziehung von Arbeiterdelegierten hat und socialistischer Schöpferideen erhellt werden. Preußen muß zu stügung und kein Sterbegeld, und die Arbeiter, die ihnen unter der Minister jetzt in Saarbrüden gemacht; er will aber, ehe er sich zu nächst geistig gewonnen werden, wenn auch die materiellen, un- stehen, müssen zwar auch zwei Drittel der Beiträge entrichten, haben weiteren Schritten entschließt, erst die Erfahrungen damit abmittelbaren Erfolge hinter der aufgewandten Mühe zurückbleiben aber auf die Verwaltung nicht den geringsten Einfluß. Die Anträge warten. Allzu großen Hoffnungen werden sich die Bergarbeiter sollten. Diese realen Erfolge stehen erst in zweiter Reihe. Das unsrer Fraktion, deren Vertretung in den Händen von Molkenbuhr nicht hingeben dürfen, denn Herr Möller ließ deutlich durchblicken, Bewußtsein der ganzen Verkommenheit preußischer Reaktion und Stadthagen war, hatten den Zwed, notwendige Verbesserungen daß er in erster Linie den Wünschen der Unternehmer Rechnung muß in die Hirne gehämmert werden, daß selbst die herrschenden in der Gemeinde Krankenversicherung einzuführen oder that zu tragen habe. Und diese wollen bekanntlich von Arbeiterdelegierten nichts wissen. Die Debatte war trostlos. Die Herren Dr. Klassen durch die Erkenntnis in ihrem trägen, unfruchtbaren Macht- sächliche Verschlechterungen gegen den jezigen Zustand abHirsch( freis. Vp.) und die Centrumsabgeordneten Das ba ch und dünkel erschreckt und erschüttert werden. Beteiligung an den preußi- gutvehren. Zunächst verlangten wir, daß die Angehörigen Stöbel hielten furze, inhaltlose Reden, die übrigen Parteien schen Landtagswahlen das bedeutet vor allem Agitation über eines Kranken, der im Krankenhaus untergebracht wird, nicht, wie schwiegen sich aus. preußische Angelegenheiten. die Vorlage beabsichtigt, die Hälfte des Krankengeldes, sondern Heftiger ging es bei der Beratung des Gefeßentwurfes über Die preußische Konferenz hat dann die engere Aufgabe, die Mittel 3/4 desselben erhalten, und daß auch demjenigen Kranken, der keine die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst und Wege zu weisen, auf denen direkte Wahlerfolge zu erzielen seien. Angehörigen hat, ein Viertel des Krankengeldes ausgezahlt wird, zu. Hier kam der Interessengegensatz zwischen denjenigen Parteien, Die selbstverständliche Voraussetzung ist, daß wir als Social- damit er nicht völlig mittellos auf der Straße steht, wenn er aus deren Anhänger die hohen Beamtenstellen innehaben und denjenigen, demokraten, selbständig und unabhängig von irgend einer dem Krankenhause entlassen wird. Diese Anträge wurden rundweg die sie gern erhaltn möchten, so recht deutlich zum Ausdruck. In bürgerlichen Partei in die Wahl gehen. Es ist eine trügerische abgelehnt. Dasselbe Schicksal hatte unser Antrag, eine Minimal- dem Regierungsentwurf war die Entscheidung darüber, ob ein Referendar in die Verwaltung übernommen werden soll, den ReHoffnung jenes Liberalismus, der mit holden Lockrufen das Proletariat grenze bei der Festsetzung des ortsüblschen Tagelohns zu schaffen gierungspräsidenten überlassen, die auch jest schon darüber zu ent zu gewinnen sucht, daß die Socialdemokratie für ihn ins Feuer gehen und zwar 2 M. für erwachsene Männer und 1,50 M. für die übrigen scheiden haben. Die Kommission hat die Entscheidung in die Hände werde. Die in beschränktem Maße gewiß vorhandene politische Versicherten der Gemeinde- Krankenkassen. Es giebt viele Gegenden ber Minister gelegt. Das ist im Grunde genommen Jade wie Hose, Interessengemeinschaft zwischen der liberalen Bourgeoisie und dem in Deutschland, in denen der ortsübliche Tagelohn zwischen 75 Pf. aber die Nationalliberalen und das Centrum, die ihre Zeit gekommen Ent Der Marine- Balast. " fehen, wollen durchaus an dem Kommissionsbeschluß festhalten, Die Landiöirtschaft aber muß geschützt werden, damit die stramment während die Konservativen für Wiederherstellung der Regierungs- Bauernburschen erhalten bleiben, die im Manöver immer frisch und vorlage sind. Die Regierungspräsidenten berücksichtigen, wie Abg. gefund blieben, während ihm alles Mögliche fehlte". Nachdem der dieser Legislaturperiode zu leisten: und sie hat sie gut geleistet, Am Sonnabend hatte die Budgetkommission ihre letzte Arbeit in Dr. Friedberg( natl.) meinte, zu sehr die persönlichen und Herr Kandidat dann den Segen der Versicherungsgeseke gepriesen dieweil Ende gut secialen Verhältnisse der Kandidaten, der Adel und das Corps- und die Einbeziehung aller Gewerbetreibenden und Angestellten bis bau in der Bellevuestraße für das Marine- Amt. Gefordert sind im alles gut ist. Es handelte sich um den Millionen studententum würden bevorzugt. Als ob das anders würde, wenn die zu 3600 M. Jabreseinkommen gefordert hatte, kam er darauf, daß Nachtrags- Etat 5 633 400 M. für Grunderwerb, Bearbeitung des Minister die Referendare anzunehmen hätten! Die zarte An- die Arbeiter das Koalitionsrecht höher stellten wie die Versicherung. Bauprojekts und Vorbereitung" des Terrains für die Bebauung". zapfung des Adels brachte den Edlen, Frhrn. v. Hammerstein in Aber, 10 sagte er, das Koalitionsrecht kann man den Arbeitern nicht Demgegenüber steht als Einnahme die Summe von 4 533 404 m. Harnisch. Im Tone eines Festredners auf irgend einem Krieger- geben; wenn sie das hätten, dann wären sie die Herren im Stante! vereinsfest oder auf einem studentischen Kommers erklärte er, wenn als„ Erlös aus dem Verkauf der Dienstgrundstücke des Reichss Jetzt wurde dem Redner vom Vorstandstische ein Zettel gereicht. Marine- Ants, Leipziger Platz 13 und Voßfir. 25 zu Berlin." Die der Adel so stark unter den hohen Beamten vertreten sei, so sei das Wir vermuteten, seine Impresarios wollten ihn darauf aufmerksam Vorgeschichte dieses Nachtrags- Etats ist erst am Freitag im ein Beweis, daß aus diesen alten Familien, mit denen der große machen, daß er eine allzu große Schlichtheit von sich gegeben habe, Plenum eingehend besprochen und daher den Lesern bekannt. König sem Reich begründet habe, noch immer viele Sprossen sich in die er gut machen müsse. Es war jedoch etivas andres. den Dienst des Königs und des Vaterlandes stellten, und wenn schuldigen Sie, mir war vorhin ein Zettel heruntergefallen, ich muß Stolberg- Wernigerode mit, daß nachträglich noch an den Reichstag In der Kommission teilte zunächst der Vorsitzende, Graj jemand Corpsstudent sei, so sei das in den Augen des Ministers ein nochmals auf den Brotwucher zurückkommen." Nun kam erst das ein Schriftstück eines Herrn Wilhelm Bach in Berlin eingegangen großer Vorzug. Diese Rede ging selbst den Nationalliberalen und Hauptstück zu dieser Frage, das dem braven Manne anfangs unter sei, welcher die Grundstücke Bendlerstr. 11-14 und Königin Augustadem Centrum zu weit; fie lachten den Minister einfach aus und den Tisch gefallen war, nämlich Zahlen. Er führte eine Reihe straße 39a- 41 als Bauplaz anbietet. stimmten nun erst recht für die Kommissionsfassung, die die Regierung deutscher Brotpreisnotierungen an, die den nach seiner Meinung un 8000 Quadratmeter größer und trotzdem der Preis um 320 500 M. Das Terrain sei um vorher für unannehmbar erklärt hatte. widerleglichen Beweis liefern sollten, daß der Zoll das Brot nicht billiger als bei dem Terrain in der Bellevuestraße. vertenere. Von einem Weltmarktpreise, von dem Unterschied der Preise zwischen verzolltem und unverzolltem Getreide an der Zollgrenze haben seine Einpaufer dem Herrn Kandidaten nichts gesagt; deshalb weiß er auch nichts davon. Palur prach an eine Beile über Handwerkerfragen, wobei ihm seine praktische Erfahrung als ehemaliger Handwerker zu Hilfe kam, so daß er sich zu der verständigen Ansicht bekannte, daß die Innungen den Handwerkern nichts nühten. Damit fand er aber bei der zum großen Teil aus Gewerbetreibenden bestehenden Versammlung lebarten immer Beifall gefunden hatte. haften Widerspruch, während er vorher für die krausesten RedensAußerdem erledigte das Haus nur noch kleinere Vorlagen. Am Montag stehen die Eisenbahnverstaatlichungs- Gesetze und der dazu gehörige Nachtragsetat in zweiter und dritter Rejung auf der Tagesordnung. Wahlvorbereitungen. Abschrift von Wählerlisten. Unfre Parteigenossen thun gut, schon jetzt bei den Ortsbehörden die Abschrift der Wählerlisten zu beantragen. Bekanntlich hat der Vertreter des Reichskanzlers Graf v. Posadowsky im Reichstage jüngst erklärt, daß für die Behörden keine Bedenken vorliegen können, die Abschrift zu erteilen. Er verwies nur darauf, daß in kleineren Gemeinden oft die nötigen Schreibkräfte fehlen, um die Arbeit zu besorgen. Auch dieser Einwand der Gemeindebehörden wird hinfällig, wenn der Antrag zeitig genug gestellt wird. In der Diskussion, für die nur zehn Minuten Redezeit bewilligt wurde, kam das zum Ausdruck. Der auch anwesende Herr Dr. F. Lange suchte diese Gegenfäße auszugleichen, indem er, wie auch mehrere andre Redner, meinte, die Handwerker sollten nur froh sein, daß ihnen ein Handwerker als Kandidat präsentiert würde. Sie sollten nicht„ Einzelfragen aufrollen", sondern nur den Handwerker wählen, dann würde alles gut werden. werden, welche das Marine- Amt in dieser Sache mit den Abg. Singer veranlaßte hierauf, daß die Verträge vorgelesen Käufern bezw. Verkäufern der Grundstücke abgeschlossen habe. Darauf fragte Abg. Singer, ob ben angerfion für die Betterdem Marine- Amt etwas Näheres führung der Untergrundbahn in die Mitte der Stadt stehe? Es ſei doch nicht anzunehmen, daß die Gesellschaft einen so fostspieligen Kauf abschließen würde, wenn sie nicht die Sicherheit dafür in den Händen hätte, daß sie den geplanten Bau auch werde ausführen können. Von welcher Seite sei der Gesellschaft diese er die erzielte Herabsetzung der Kosten für das Reich im Verhältnis Sicherheit gegeben? Bezüglich des vorliegenden Bauprojektes halte verbesserten" Vorlage eine finanzielle Schädigung des Reiches bezu der Gesamtsumme für so gering, daß auch die Annahme der deuten würde. Auffallend sei es, daß in den vorgelesenen Verträgen fei der Anlauf der Grundstücke in der Bellevuestraße. An sich hätten für den Verkauf der Reichs- Grundstücke als Vorausseßung festgelegt Für den ersten Berliner Wahlkreis versendet das konservative die beiden Angelegenheiten mit einander nichts zu thun. Da trotzdem Generalmajors- Komitee ein Flugblatt, das nur einige oft abgeleierte Wort gesprochen, überhaupt darf man sich nicht vorstellen, daß es sich eine Seite an dieser Verbindung ein besonderes Interesse haben. Der VerVom Wahlrecht wurde in der ganzen Versammlung kein diese beiden Angelegenheiten mit einander verbunden feien, so müsse irgend Rebensarten, aber keinerlei thatsächliche Nachweise enthält. Es ge in dieser Kompromiß- Wählerversammlung um eine klare Aus- dacht liege nahe, daß dieselbe Gesellschaft, welche das Reichsgrundſtück nügt zur Kennzeichnung den Absatz herauszugreifen, in dem das einanderseßung über die großen Fragen gehandelt hätte, die unsre laufen will, auch Witbesizerint der Grundstüce in der Bellevuestraße ganze Machwerk gipfelt: " Die Entwicklung Berlins ist eine glänzende geworden seit Zeit bewegen; es war in Referat und Diskussion trotz Geheimräten sei. Wenn dies der Fall sein sollte, wäre die Taktik der Gesellschaft 1871, feit der Gründung des Reiches, und mehr noch seit 1879, Bild des geistigen Zustandes der Schichten, die durch die Kandidatur scheinbar hohen Preis für die Grundstücke, die sie kaufen müsse, dadurch nichts wie ein konfuses Bierbankgerede voller Widersprüche, ein treues fehr begreiflich und für sie selbst sehr profitabel. Sie könne den feit der Politik des Schutzes der nationalen Arbeit. Die neuere Gesetzgebung hat für den Unternehmungsgeist des Großkapitals Hammer gefödert werden sollen. Die feudalen konservativen Macher wett machen, daß sie sich einen entsprechend hohen Verkaufspreis und für die Versorgung der arbeitenden Klassen neue Bahnen ge- es für sie auch äh, äh der Kandidatur werden sich im stillen darüber belustigt haben. Mag für die Grundstücke in der Bellevuestraße zahlen läßt. schaffen und Wertvolles erreicht. Aber alle Schichten des Mittel- Mann aus der Werkstatt zu stimmen: solch ein„ Volksvertreter" Weise geschädigt werde. peinliche Chose sein, für den simplen Gerade in Berlin sei die Gefahr sehr groß, daß das Reich auf diese standes insbesondere in den Gewerben und freien Berufen sind zu fann wenigstens ihren Plänen niemals gefährlich werden. Denn in Berlin seien verschiedene große furz gekommen. Während Glanz und Lurus in den Reihen der Der socialdemokratische Verein in Groß- Lichterfelde hatte zu Reichen und bessere Lebenshaltung in der Arbeiterklasse herrscht, Händen des Bureaus der Versammlung eine Einladung an Herrn nehmungen, welche mit einander verfippt und verschwägert, ja zum Verkehrs- und Elektricitäts- Gesellschaften mit einander aufs engste verbunden. Hier gebe es geradezu einen Rattenkönig von Unterist der Mittelstand in eine hartbedrängte Lage geraten." Es ist kaum Tolleres auszufinnen als diese Darstellung von der Genosse 3 ube il reden werde, zu erscheinen und ihm als ersten der mit einem sehr großen Kapital arbeite( man spricht von über Hammer ergehen lassen, in einer demnächſtigen Versammlung, in der Teil von denselben Personen verwaltet sind. Dieser Kapitaliſtenring, Entwicklung Berlins. Der„ Schutz der nationalen Arbeit", das heißt Diskussionsredner eine Stunde Redezeit garantiert. Herr Hammer 50 Millionen Mark), übe einen kolossalen Einfluß auf die Entdie Verteuerung der Lebensmittel der arbeitenden Klassen, soll die meinte, wenn er nicht Reichstagskandidat wäre, würde glänzende Entwicklung Berlins verursacht haben. Zugleich aber soll wicklung der Verkehrsverhältnisse aus. Um so bedenklicher sei es, diese glänzende Entwicklung stattgehabt haben, als der Schutz der er in alle socialdemokratischen Versammlungen gehen. Warum er wenn nun auch noch das Reichs- Marineamt den Manipulationen nationalen Arbeit" noch nicht geschaffen war! Nach konservativer es als Kandidat nicht thun könne, unterließ er mitzuteilen. dieser Gesellschaft den Weg ebene. Dadurch, daß es in seinen VerLogit entsteht die gleiche Wirkung aus den entgegengeseßten Ursachen. Welches aber ist der„ hartbedrängte Mittelstand", von dem das tum und die Pflichten des Bürgertums" wieder eine erfreuliche Ent des Reiches erfordere es vielmehr, daß der vorteilhafte Verkauf Die" Post" hat in ihrem Leitartikel„ Socialdemokratisches Wachs- andern Terrains in Verbindung habe bringen lassen. Das Interesse trägen den Verkauf des einen Terrains mit dem Ankauf eines Flugblatt spricht? Und wer hat ihn in harte Bedrängnis gebracht? deckung gemacht: Die Socialdemokrate hat einen fürchterlichen Feind abgeschlossen, von dem Ankauf der Grundstücke in der BellevueGewiß giebt es viele tausende kleine Selbständige, deren Eristenz und einen liebevollen Freund. Der gute Freund ist die Reichsschlechter ist als die Existenz eines Teils der besser gestellten Arbeiter regierung, welche die Chancen des Umsturzes in ähnlicher kein Zweifel bestehen, daß das Reich ein geeignetes Grundſtück für straße dagegen Abstand genommen Iverde. Darüber tönnie schaft. Aber die konservativen sind ja wohl die Maß- Weise wie im Jahre 1890 zu verbessern" bereit ist. Schon 1890 den Neubau viel wohlfeiler erwerben könne. gebenden und Herrschenden in Preußen und auch in Deutschland. nämlich hatte die Socialdemokratie ihren guten Freund; damals Warum haben sie denn diese kleinen Leute in harte Be- war es der Kaiser selbst, dessen Erlasie von der Socialdemo- Herr v. Tirpitz, und seine Räte versicherten, daß der Ankauf der Der Staatssekretär des Reichs- Marineamts, drängnis gebracht? Die Konservativen haben den kleinen Kaufmann und Handwerker durchaus königstreuen Arbeiter". So könne jetzt die Social- dingungen ein sehr vorteilhaftes Geschäft für das Reich ſei. fratie ausgenutzt werden konnten zur Verwirrung der schlichten, Grundstücke in der Bellevueftraße zu den jetzt vorliegenden Bemit tausend Lasten belastet, haben ihnen und den Arbeitern die ganze demokratie Zahlung für das Militärwesen aufgebürdet. Die Konservativen schädigen folg ihrer Politik für sich ausnutzen! die Aenderung des Wahlreglements als Er den Mittelstandsmann durch überlange Militärpflicht, während sie für hat die Socialdemokratie auch einen ihr gefährlichen Feind. Alle andren angebotenen Grundstücke seien ungeeignet, dies Aber glücklicherweise gelte auch für die neueste Offerte des Herrn Bach. Die die eignen Söhne gehässige Vorrechte vorbehalten. Die Konservativen halten das Volksschulwesen so niedrig, daß die Kinder der Minder- und die nichtswürdige Heze bis in den Tod gegen den ersten bisherige Grundstück zu verkaufen, bevor man nicht ein andres geist sie selbst! Durch das wüste Gebahren bei der Obstruktion" stücke sei vom Reichs- Marine- Amt veranlaßt, da es nicht gehe, das Zusammenkoppelung des Verkaufs und Ankaufs der Grundbemittelten Zeit ihres Lebens unter den Folgen einer ungenügenden Bürger des Reiches" hat sich die Socialdemokratie selbst bekämpft. Ausbildung leiden müssen. Die Konservativen haben soeben erst wieder durch ihr Wuchergesetz eine schmähliche Verschlechterung der vernichtungsversuche der Socialdemokratie find bedauerlich mißglückt. zu thun und könne daher hierüber auch keine Auskunft geben. Die" Post"-Entdeckung ist nur nicht vollständig. Die Selbst der Weiterführung der Untergrundbahn habe das Marine- Amt nichts eignetes Grundstück an der Hand habe. Mit der Konzessionierung Lebenslage der fleinen Mittelstandsleute vorbereitet. Die Konser Die nichtswürdige Hetze" sogar gegen den ersten Bürger" vativen schädigen die Krämer und Handwerker, indem sie dem Arbeiter reich ste ist der" Post" der erste! der Die Abgg. v. Tiedemann, Semmler, v. Waldow und Müllers das Brot verteuern und so ihm die Möglichkeit zu andern Einkäufen Socialistenförderung durch den Staatsanwalt und den Justizminister, koppelung der beiden Geschäfte nicht erblicken können. Das Großscheiterte an der eifrigen Fulda erklärten, daß sie eine Schädigung des Reiches in der Verwelche die Mörder" freigaben. Die Socialdemokratie hat treffliche kapital spiele heutzutage nun einmal eine maßgebende Rolle, und Freunde. Arme„ Post"! damit müsse man sich bei all derartigen Geschäften abfinden. Während aber die Abgg. v. Tiedemann und Semmler den vorliegenden Entwurf als sehr günstig für das Reich einschätzten, verlangten die Abgg. v. Waldow und Müller- Fulda, daß die Regierung noch einen viel günstigeren Entwurf dem Reichstage vorlege. Abg. Müller- Fulda fügte dem hinzu, daß die ganze Geschichte ja nicht eile, die Regierung möge sich also gedulden, bis sie mit einem befferen Vorschlage kommen könne, sie lasse ja auch den Reichstag oft genug, so z. B. bezüglich der Diäten warten. Die Abgg. Dr. Dertel und Eickhoff ſchloſſen ſich im wesentlichen den Ausführungen des Abg. Singer an. Schließlich wurde die Vorlage mann) abgelehnt. mit 20 Stimmen gegen 6 Stimmen( Nationalliberale und v. Tiedebeschränken. * * Das Die Konservativen als„ Schüßer des Mittelstandes" das ist die kostbarste Fronie. Die Unterzeichner des Flugblattes für Generalmajor a. D. Bartels sind denn auch ausschließlich abgesehen von Rechtsanwalten, Pastoren einige sehr behäbige of lithographen, Hof buchbindermeister u. dergl. Transportable zerlegbare Wahlzellen. Ein erfinderischer Kopf, Transportable zerlegbare Wahlzellen. Ein erfinderischer Kopf. der über politischen Geschäftssinn verfügt, hat mit anerkennenswerter Generalmajor a. D. Bartels hat unter Zuhilfenahme des dirigkeit eine praktische Erfindung gemacht, die alle konservativen Schwierigkeiten bei der Anwendung des neuen Wahlreglements be= Professor Wendstern am Freitag fich einer konservativen Wählerver- seitigt. Er nennt sie transportable zerlegbare Wahlzelle, die in dem sammlung vorgestellt. Auch in dieser Versammlung, über die wir uns zugesandten Cirkular wie folgt beschrieben wird: noch berichten werden, wurde die" Rettung des Mittelstands" eifrig„ Die Wahlzelle" ist ein Isolierraum, wie er nicht einfacher betrieben wie im Flugblatt. Heut jei nur ein Vorgang mitgeteilt, und zweckentsprechender gedacht werden kann, nimmt nur 2 Quadrat meter Grundfläche in Anspruch, fann in jedem Wahllokal direkt am Außerordentliche, daß den Hausdienern zeitiger Feierabend gegeben Minuten zerlegt werden, um bei den nächsten Wahlen dem gleichen Bei der Firma Herzog ereignete sich am Freitagabend das Wahlvorstandstisch leicht aufgestellt und nach Gebrauch in wenigen wurde, damit sie sich umkleiden können und die Bartels- Versammlung Zwecke zu dienen. besuchen mögen. In der Versammlung wurde eifrig gemustert, ob dem Wunsche" gehörig Folge geleistet war. So werden konservative Versammlungen einigermaßen gefüllt, indem abhängige Personen zu ihrem Besuch fonimandiert werden. Hausdiener müssen in konservativen Bersammlungen Mittelstands"-Staffage bilden. Hausdiener müssen dort hören von dem" Hartbedrängten Mittelstand", der gerettet werden soll, durch einen Generalmajor, den Schwiegersohn des alten Herzog, den Verwandten einer groß Kapitalistischen Riefenfirma, die wie nur irgend eine andre kleine und mittlere Existenzen verschluckt hat und andauernd verschluckt! Vergewaltigung, Heuchelei und Lüge das war von jeher die tonfervative Mittelstands- Bolitik. = Die Anschaffung einer Wahlzelle erfordert also für alle Beiten nur eine einmalige Ausgabe von geringem Betrage ca. 35 Mark und macht jede bauliche Veränderung im Wahllokal oder mit dem felben in Verbindung stehende Nebenräume, Nebentische entbehrlich. Bei Benußung der Wahlzelle wird bei starker Beteiligung der Wähler keine Zeit verloren und findet im Wahlgange feine Unterbrechung statt. Beim Verlassen der Wahlzelle durch die Ausgangsthüre öffnet sich selbstthätig die Eingangsthüre und zeigt dem folgenden Wähler an, daß die Wahlzelle zu seiner Verfügung steht. Die Wahlhandlung wird demnach automatisch reguliert." Die Zellen sind zu beziehen durch Herrn Neinhold Frehgang von der Holzkistenfabrik W. Jensen in Hamburg, Repholdstr. 112. Es wäre sehr nützlich, wenn sich die Regierungen um die Anwendung einer solchen praktischen und billigen Einrichtung bemühten, die geeignet zu sein scheint, Wahlanfechtungen wegen ungenügender folierräume zu verhindern. Die Arbeiterfreundlichkeit des Centrums. Der Verschleppungsantrag Pichlers zum Phosphorgefeße ist der ultramontanen Presse recht unbequemt. So sucht ihn der" Bayrische Kurier" als äußerst harmlos hinzustellen, indem er behauptet, die Annahme des Antrages hätte nicht einmal das Inkrafttreten des Gesetzes verschoben. Das Blatt verschweigt dabei aber wohlweislich, daß sein Parteifreund die Aussezung der Weiter beratung des Gefeßzentwurfes beantragt hatte. Der Antrag hatte nach dem eignen Geständnis Bichlers den Zweck, die Verhand lungen hinauszuschieben, weil er hoffte, doch noch eine Entschädigung für die Fabrikanten herausschlagen zu können. Diese Abschwächungsversuche sind ja auch begreiflich, denn der elementare Durchbruch des nadten Unternehmerinteresses ist wahrlich nicht geeignet, die Sympathien der Arbeiter für das Centrum zu stärken. Wie die christlichen Arbeiter über ein solches Vorhaben denken, geht aus einer Bemerkung des Christlichen Gewerkschaftsblattes hervor, das am 22. März 1902 die Frage des Phosphorverbotes besprach. Das Blatt nahm Bezug auf einen Artikel der„ Socialen Praris", in dem gegen eine Entschädigung der Unternehmer aus principiellen Gründen auf das entschiedenste Verwahrung eingelegt" wurde. Es sei eine höchst bedenkliche Ansicht, daß der Staat für etwaige Nachteile oder Unbequemlichkeiten der Unternehmer, die aus solchen Schutzmaßregeln sich ergeben, eine Entschädigung zahlen Ausführungen könne es sich nur anschließen. Denn:„ Wollte der Staat bei Eingriffen zum Zwecke der Gewerbehygiene ein Recht auf Entschädigung der von denselben betroffenen Unternehmer anerkennen, Eine bescheidene Anfrage. Eine Anzahl fonservativer Reichstags- so würde dadurch dem Fortschritt der Socialreform ein principieller Abgeordneter, darunter das Trifolium des Bundes der Landwirte, Stoßz versetzt werden, der unbedingt jetzt schon abgewehrt werden die Herren Hahn- Roejice- Wangenheim, sowie die Hochagrarier Graf zu Limburg- Stirum, v. Normann, v. Massow, Dertel, Rettic. müssen, daß ihren Bestrebungen wie bisher auch in Zukunft noch Die katholischen Arbeiter werden sich schon daran gewöhnen Graf zu Stolberg- Wernigerode usw. haben im Reichstag die Inter mehr derartige principielle Stöße" von ihrer parlamentarischen pellation eingebracht: Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft Vertretung versetzt werden. zu geben, wann die bestehenden Handelsverträge seitens des Deutschen Vertretung versetzt werden. Reiches gekündigt werden sollen?" Graf Ballestrem hat zu seinen bisherigen Gegenkandidaten, dem Radikal- Polen Simianowski und dem Socialisten Trabalsti, noch einen weiteren erhalten. Die Deutschen aller Richtungen stellten einen weiteren erhalten. Die Deutschen aller Richtungen stellen den Landgerichtsdirektor Schrader in Gleiwit gegen ihn auf. Vor der Hand wollen also die Brotwucherbrüder dem Grafen nicht unter die Arme greifen und er wird sich wahrscheinlich zum erstenmal müsse. Das Christliche Gewerkschaftsblatt bemerkte dazu, diesen einer Stichwahl zu unterziehen haben. Deutsches Reich. Eine Verulfung der Wähler leisten sich die Konservativen im Wahlkreise Teltow Beeskow durch die Aufstellung des Herrn Rentices Hammer aus Zehlendorf als Reichstags- Kandidaten. Picsem sehr schlichten ehemaligen Manne aus der Werkstatt ist seine Kandidatur offenbar fo zu Kopfe gestiegen, daß er ganz verwirrt davon ist. Er sagt auch seinen Zuhörern in jeder Bersamm Yung, in der er sich den patriotischen" Wählern präsentiert, wie er staunt er darüber sei, daß man ihn auserforen, und wir, die wir das Vergnügen hatten, ihn am Freitag in einer Versammlung patriotischer Wähler in Groß- Lichterfelde zu genießen, wir glauben ihm das und waren mit ihm erstaunt. Man sah und hörte es ihm an, welche un heilvolle Wirkung es auf ihn, der auch gedient" hat, macht, von feudalen Generalen, seinen ehemaligen Vorgesezten, zu ihrem Volksvertreter auserwählt zu sein, unter ihrer Leitung sich dem Volke präsentieren zu dürfen als derjenige, der den Herren oben" mit der„ dem Unterthanen ziemenden Ehrerbietung" natürlich auch einmal die Wahrheit sagen wird wenn er gewählt wird. Weil Herr Hammer in diesem Punkte vorsichtigen Zweifeln Raum giebt, verschiebt er auch die großen politischen Reden, die ihm im Kopfe herumzugehen scheinen, auf die Zeit, wenn er im Reichstage fißen wird. Er sagte am Freitag seinen Zuhörern, er wolle sie nicht mit politischen Auseinanderseßungen langweilen; das komme Die alte Wohlthätigkeit lebt noch! Nachdem die Aufklärung zurecht, wenn er in den Reichstag kommen sollte. Dann begann er Daß auf diese Frage die Regierung, will sie sich nicht selbst in über die Wohlthätigkeits"-Anstalten der Firma Krupp allgemein ge,, mit dem Auswärtigen", erzählte, daß er zur Zeit des Boerenkrieges eine Zwangslage bringen, nur antworten kann:„ Dann, wenn die worden ist, sucht das Direktorium dadurch für sie Reklame zu den Engländern mit Wollust an die Gurgel gesprungen wäre, jekt neuen Handelsverträge vereinbart und angenommen sind!" das machen, daß es aller Welt verkündet, die Befürchtung" sei nicht aber sehe er ein, daß die Regierung mit ihrer höheren Einsicht sem ist auch den Fragestellern bekannt, und sie erwarten auch kaum eine wahr, daß die für die Firma so rentablen Einrichtungen aufgehoben weise gehandelt habe und sprach dann von Englands Weltmacht- andre Antwort. Ihre Interpellation hat nur den Zweck, der Re- würden. Aus diesem Bedürfnis heraus erklärt sich ein Anschlag der stellung. Die komme her von der„ Navigationsakte". Was das gierung noch vor Schluß des Reichstages einige kleine Nadelstiche Firma, auf dem das Direktorium bekannt macht, daß die in der sei, brauche er den Zuhörern nicht zu sagen; das wüßten sie besser zu versetzen und sich zugleich den Wählern draußen im Lande als Arbeiterschaft verbreiteten Gerüchte über eine Aufhebung der Arbeiterals er. Dann kam der Zolltarif. Den Zoll trägt das Ausland. unentwegte Kämpfer für die agrarischen Interessen zu empfehlen. Pensionskasse, der Arbeitergratifikationen und des Konsumrabattes muß." unwahr seien. Die Wohlthätigkeits- Einrichtungen blieben in vollem Umfange bestehen. Vielleicht wird einmal eine gewerbegerichtliche Entscheidung herbeigeführt, ob es nicht gegen die guten Sitten verstößt, unter dem Vorwand einer Pensionskasse Lohnabzüge zu machen, die beim Ausscheiden des Arbeiters aus dem Betriebe einfach tonfisziert werden. 10 deutsche Allianz gegen England! Der Boerenkrieg schließlich diente der ohne das Einverständnis Hoosevelt teine Schritte unternimmt, den Nationalisten als eine unerschöpfliche Quelle für die Hatz gegen hat die Ansichten des Präsidenten eingeholt. Man hat hier den England. Nebenbei. Der Gedanke ist nicht abzuweisen, daß die Barenbruch gegenüber den Bereinigten Staaten sei unes daß wahrscheinlich Eindruck, daß das Vorgehen Nußlauds ein osenkundiger Bertrauens regierung bei dieser Hatz ihre Hand im Spiele hatte. Für diese ist England wirklich der„ Erbfeind", während sie mit Deutschland in Vorstellungen deswegen werden gemacht werden. gutem Einvernehmen zu leben sucht. Die Ersetzung des deutschen„ ErbAfrika. Zu dem Wählerlisten- Wirrwarr wird uns aus Krefeld gekette, die Frankreich an die zarische Diplomatie schmiedet. Das meldet: General Manning hatte auf dem Marsche zur Befrenang des feindes" durch den englischen wäre ein starker Ring mehr in der Die Engländer in Somali. Ans Aden wird vom 25. April ge= schrieben, daß auch nach dort die Weisung ergangen war, die Wählerlisten bis zum 18. April fertig zu stellen. Mit Aufbietung Bajallenverhältnis Frankreichs zu Rußland wäre dauernd befestigt, Obersten Cobbe einen Kampf mit den Streitkräften des Mullah; von wenn auch noch die mordspatriotischen Gefühle der Chauvinisten nach der Richtung der russischen offiziellen Feindschaften Die britischen Verluste sind noch nicht bekannt abgelenkt würden. Und man weiß ja, daß die hiesige chauvinistische Presse gleichviel, ob eigennützig oder nicht, ob aus innerem Trieb oder aus Rubelgründen für die Winke aus Petersburg höchst empfänglich ist. zum bestimmten Termin der Aufforderung gerecht zu werden. Die Wählerlisten liegen seit dem 17. April fertig im Rathaus, um sie vermutlich als Makulatur zu verwenden. Anfangs bis Mitte Mai findet in Krefeld der Hauptwohnungswechsel statt. Die gleiche Weisung scheint auch im Kreise Kempen ergangen zu sein, denn dort sind vor länger als zwei Wochen schon die WahlLokale bekannt gemacht worden. Das Märchen" von dem Maitermin! " 1 Weberelend. Vor einigen Tagen hatte sich vor dem Schwurgericht in Hirsch berg ein Ehepaar aus Greiffenthal bei Greifenberg wegen Brandstiftung zu verantworten. Die Verhandlung förderte wahrhaft schaurige Bilder des schlesischen Weberelends zu tage. Zwei arbeitsjame Leute tonnten trog allem Fleiß nicht mehr als 4-5 M. wöchentlich verdienen und wurden so auf die Bahndes Verbrechens gebracht. Der Gang der Verhandlung interessiert hier nicht weiter. Mitgeteilt sei nur, daß der Angeklagte versicherte, die furchtbare Not habe ihn zu dem Verbrechen getrieben. Das Gericht sprach den Angeklagten schuldig mit der Begründung: Eine besondere Notlage des Angeklagten sei nicht sest gestellt, seine Lage sei eben nicht schlechter gewesen als die der übrigen armen Weber. Wohlgemerkt, bei einem Lohn von 4-5 M. für zwei Personen findet der Gerichtshof eine besondere Notlage, sondern einen allgemein herrschenden Zustand. An der Verhandlung nahm als Geschworner Gerhart Haupt zu wollen. mann teil. Holland. Eine Spende. Der amerikanische Milliardär Carnegie hat der Woher nahm das freisimmige Blatt den Mut, vor einigen Wochen holländischen Regierung 1 500 000 Dollars zur Verfügung gestellt noch die Mitteilungen Bebels zu bestreiten und die Unter- zur Errichtung und Erhaltung eines Gebäudes und einer Bibliothek nehmer zu verteidigen? im Haag für das ständige Schiedsgericht. " Hus Induftrie und Handel. Englandhaß von neuem entfacht. Am wüsteſten wird sie in der der deutschen kapitalistischen Presse wird neuerdings auf jede Weise Der kommende Besuch Eduards VII. hat nun die nationalistische Arbeiterfrage in Südafrika. Sowohl in der englischen als in Zeitung Batrie" unter der Leitung des Abg. Millevoye, geim Interesse der Minen- Gesellschaften für die Einführung chinesischer trieben. Die Patrioten werden da aufgefordert, den englischen König und indischer Kulis in die südafrikanischen Minendistrikte Stimmung mit feindlichen und schmähenden Rufen zu empfangen. Tagtäglich zu machen gesucht. Einen Beiveis dafür, mit welchen Mitteln dabei werden angebliche oder wirkliche Zuſchriften aus den Leserkreisen gearbeitet wird, liefert nachstehende Korrefpendenz der Kölnischen veröffentlicht, um die heßende Stimmungsmache in Atem zu halten. Beitung" aus Johannesburg, in der zu Gunsten des KuliIn einer Zuschrift wird eine Geldsammlung vorgeschlagen zum An- Imports folgende Schilderung der Lohnverhältnisse der schwarzen kauf von Pfeifen, die unter die Patrioten zu verteilen wären, um so Minenarbeiter entworfen wird: das massenhafte Auspfeifen des englischen Königs zu sichern. Andere nationalistische Blätter, wie Rocheforts" Intransigeant", gewachsenen Neger im Verhältnis zu den arbeitenden Klassen in Europa Was nun die Lage dieser nackt und bedürfnislos aufwollen sich mit Hochrufen auf die Boeren begnügen. Das tolle und feineswegs harmlose Treiben hat selbst einen die ärmere Bergarbeiter Bevölkerung z. B. in Belgien oder Nordanbetrifft, so ist der Neger so unverhältnismäßig viel besser daran, als Déroulède in den Harnisch gebracht. Dieser Vaterlandsretter Frankreich, daß es geradezu als ein Frevel erscheint, in Bezug auf bleibt der alten Revanche treu, und in ihrem Namen hat er aus die Schwarzen von Unterdrückung, Ausbeutung und Zwangsarbeit dem Eril einen scharfen Protest gegen die" Patrie" und Konjorten zu sprechen. Die Löhne am Witwatersrand bewegen sich zwischen losgelassen. Er wäre bereit, Eduard VII. selbst zu grüßen, weil 25 M. monatlich für Piccaninis, d. h. Jungen zwischen 15 und eine Annäherung zwischen Frankreich und England die weltpolitischen 18 Jahren und 120 M. für Handwerker( Schmiede, Zimmerleute usw.), Pläne Wilhelmns II. durchkreuzen würde. Doch die Millevoye und von welch letzteren es indessen nur wenige giebt, denn der Kaffer ist, Rochefort find nahe daran, Déroulède für vaterlandslos zu er im Gegensatze zu den Asiaten, wenig gelehrig, sobald seine geistigen tlären. Rochefort verdächtigt ihn sogar, seine Begnadigung ertaufen Fähigkeiten etwas in Anspruch genommen werden sollen. Ein guter Hammer- Boy" der mit Bohrer und Fäustel umzugehen versteht, Das traurigste bei alledem ist, daß die ernsteten Blätter verdient 2 M. täglich; dabei werden die Leute beköstigt, erhalten Ueber diese Gerichtsverhandlung berichtet derselbe„ Bote aus genötigt find, sich auf Déroulèdes Autorität zu stüßen, um der zweimal in der Woche Fleisch und sind, wenn auch nicht luguriös, dem Riesengebirge", der erst kürzlich im Verein mit den frei- Englandhaß der nationalistischen Hanswürste entgegenzuarbeiten. so doch anständig in ihren Kasernen untergebracht. Außerdem stellt finnigen Abgeordneten Crüger und Blell bestritt, daß Löhne von Denn diese Hanswürste haben ein zahlreiches Lesepublikum. 2--7 M. in den schlesischen Webereien bezahlt werden. Das freisich die Arbeitsleistung auch eines träftigen Staffers nicht annähernd sinnige Blatt fezt dem Bericht noch die Spizmarke vor:„ Ein Stück der eines heimischen Bergmannes gleich. Nehmen wir z. B. Kohlendes traurigsten socialen Weberelends in Schlesien!" Bergleute in Belgien, die im Gedinge es bei vielstündiger, schwerer Arbeit im besten Falle auf 4,50 Frank bringen und dabei ihre und ihrer Familie Nahrung und Wohnung zu bestreiten haben, während der Kaffer alles frei hat und seine Weiber inzwischen daheim in seinem Kraal ihren Lebensunterhalt aus den Mais- oder Tabakfeldern bestreiten und der Mann, wenn er irgendwie sparsam ist, nach dreijähriger Arbeit mit einer Ersparnis von 2000 M. nach Der Petitionskommission des Abgeordnetenhauses lag eine Hause gehen kann, genug, um sich einige weitere Weiber und Vieh Petition einer Reihe freifinniger Bezirksvereine vor um Verlegung London, 22. April.( Eig. Ber.) Ein südafrikanischer Unter- zu kaufen. Wo findet man in Europa ähnlich günstige Verhältnisse des Wahlortes für den Landtags- Wahlbezirk 9, Potsdam( Teltow- nehmer Namens Alfred Moſely machte während seines langjährigen für den Arbeiterstand? Dabei geht man hier jetzt gar mit dem Beeskow- Storkow) von Köpenick nach Charlottenburg, Schöne Aufenthaltes in Johannesburg die Erfahrung, daß die amerikanischen Plane um, die verheirateten Kaffen anstatt in den Kasernen, in berg oder Rirdorf. Trotz Einspruch des Regierungsvertreters Ingenieure, Verwalter und technischen Arbeiter ihren englischen Kollegen eignen Hütten unterzubringen, und ihnen ein Stückchen Land dazu wurde mit großer Mehrheit beschlossen, die Petition der überlegen sind. Als guter Patriot beschloß er deshalb, das ſeinige zu geben und ihnen zu gestatten, eins oder mehrere ihrer Weiber töniglichen Staatsregierung zur Berüdsichtigung zu über zur Aufrüttelung Englands beizutragen. Er lud eine Anzahl von mitzubringen. Und da wird von Unterdrückung und Ausbeutung weisen. Aus dem Bericht der Komunission, der jetzt vorliegt, britischen Arbeiterführern ein, mit ihm eine Studienreise nach den gesprochen und geschrieben... Die geplante höhere Besteuerung der geht von neuem hervor, was für Zustände bei den Abgeordneten Vereinigten Staaten zu unternehmen. Einige zwanzig Arbeiter- Staffern ist ebenfalls als Bedrückung hingestellt worden und trotzdem wahlen herrschen und wie die Regierung bemüht ist, selbst die not- führer folgten der Einladung und brachten im November und De- ist dies eine der notwendigsten Maßregeln, um die Staffern zu regelwendigsten gesetzlichen Aenderungen hinauszuschieben. Zur Be- zamber 1902 etwa sechs Wochen in Nordamerika zu, wo sie die in mäßigerer Arbeit anzuhalten, nicht etwa allein im Interesse der gründung der Petition heißt es von der Wahl in Köpenick ihr Fach einschlagenden Induſtrien besuchten. Diese Reise nennt Landwirtschaft und der Grubenbetriebe, sondern hauptsächlich aus 1898( wir folgen dem Wortlaut des Berichtes):" Der Um- man die Mosely- Kommission. Sie hat vor drei Tagen ihren Bericht politischen und Sicherheitsgründen, weil sonst der unbeschäftigte stand, daß feine Stichwahl stattfinden brauchte, und ferner die veröffentlicht. Kaffer feinen alten wilden Gewohnheiten wieder anheimfallen und Willfährigkeit der Wahlmänner, welche auf die Mosely scheint seine Leute gar nicht gekannt zu haben. Er somit eine ausgesprochene Gefahr für die öffentliche Sicherheit Ausübung ihnen zustehender Rechte Verzicht wußte nicht, daß gute Briten alles besser verständen als das Ausland. werden müßte." Teisteten, hätten allein damals noch das Zustandekommen der Die Kommission hat natürlich nichts Besonderes in den Vereinigten Wenn die Lebensverhältnisse der Kaffern thatsächlich so be= Wahl ermöglicht. Der größte Saal jener Stadt( Köpenick) Staaten gesehen. Und wenn zuweilen etwas auffiel, so seien es deutend günstiger sind, als die der belgischen und nordfranzösischen nähme höchstens 600 Personen auf. Von den 1913 Wahlmännern gewiß Engländer gewesen, die es gemacht haben. Es gebe wohl Bergarbeiter, so ergiebt sich daraus logischerweise nicht, seien zur vorigen Wahl 1855 erschienen. 3 weidrittel der Wahl- Unterschiede zwischen beiden Ländern da eines in Europa, das daß die Lage der Kaffern verschlechtert, sondern daß männer haben sich daher außerhalb des Wahllotals in andre in Amerika liege aber Vorteile und Nachteile glichen sich die der belgischen und französischen Bergarbeiter aufgebessert andren Räumen und auf der Straße aufhalten müssen. Im Saale aus. Good old England habe vor keinem was zu fürchten. Ebenso werden muß. Die Folgerung der Stölnischen Zeitung" selbst aber habe trotzdem ein lebensgefährliches Gedränge geherrscht. gut könnten die Amerikaner von den Engländern lernen. ist allerdings eine andre, wie sie denn auch bekanntlich im Herbst Diese Verhältnisse würden bei der kommenden Wahl noch ungünstiger So etwa lautet der Bericht der britischen Arbeiterführer. Und vorigen Jahres, als die nordfranzösischen Kohlengruben- Arbeiter fein. Es komme hinzu, daß die Konstituierung des Bureaus jolie die wer den Durchschnitts- Engländer kennt, hat einen andren Bericht gar wegen Lohnabzüge streiften, deren Vorgehen für ganz unberechtigt Entscheidung über die Gültigkeit angefochtener Wahlmanns- nicht erwartet. Ist man doch noch heute in England fest überzeugt, fand. Uebrigens unterläßt der Johannesburger Korrespondent des mandate durch die Gesamtheit der Wahlmänner zu er daß ein britischer Soldat sechs Boeren schlagen könnte. Indes, nationalliberalen Blattes hinzuzufügen, daß fast sämtliche Gefolgen habe und daß angesichts der durch die ihre Augen ganz verschließen konnten die britischen Arbeiterführer brauchsartikel in Transvaal vier-, fünfmal so tener find als in genügende Größe des Wahllokales herbeigeführten physischen nicht. Sie geben zu, daß die amerikanischen Fabriken technisch besser Deutschland, also ein Tagelohn von 2 W. dort nicht mehr Kauftraft Unmöglichkeit, diese Bestimmungen durchzuführen, die ungültigkeit ausgerüstet sind als die britischen. Diesem Umstande sei die höhere hat, als bei uns etwa 50 Pf. einer derart zu stande gekommenen Wahl außer Frage stehe. Ergiebigkeit der amerikanischen Arbeit zu verdanken. Die Löhne Hannoversche Straßenbahn. Die Gesamteinnahmen für das Selbstverständlich beantragte unter diesen Umständen der Bericht seien höher, die Lebenshaltung besser, dafür aber auch die Landtagswahlen ,, auf der Straße". un " England. Die Mosely- Kommission. erstatter, die Petition zur Berücksichtigung zu überweisen; Arbeitszeit etwas länger als in England. Mosely selbst ist Jahr 1902 stellen sich auf 3 515 589 M.( im Vorjahre 3 636 077 M.), dem widersetzte sich der Regierungskommissar; feine Ausweniger optimistisch. Er hält den amerikanischen Unternehmer und denen als Gesamtausgaben 3 056 398 M.( 2 385 261 M.) gegenüber führungen sind unbezahlbar:" Der Herr Regierungskommissar Arbeiter für tüchtiger als den britischen. Die Fabriken seien viel stehen. Es bleibt demnach nur ein Brutto- Ueberschuß von 459 191 M., erkannte an, daß die Verhältnisse richtig dargestellt beffer eingerichtet und geleitet; die Arbeiter werden ermutigt, sich aus dem, da er durch Abschreibungen und Rüdstellungen völlig worden seien. Indes lägen ähnliche Verhältnisse vor in technisch auszubilden, sie zeigten mehr Fleiß und vor allem viel mehr absorbiert wird, eine Dividende nicht ausgeschüttet werden kann. Wahlkreisen der Provinzen Posen, Schlesien und Westpreußen. Nüchternheit als die britischen. Die Verwaltung der Aktiengesellschaft für Eiſenindustrie und Brückenban( vorm. Johann Caspar Hartort) in Duisburg schlägt für das abgelaufene Geschäftsjahr bei üblichen Abschreibungen die Verteilung einer Dividende von 6 Proz. auf die Vorzugsaktien und von 4 Proz. auf die Stammattien vor. Die Generalversammlung soll am 25. Mai in Hochfeld stattfinden. Türkei. Die Regierung beabsichtige in der nächsten Session( also nach Mr. Mosely, der Urheber dieser Kommission, wird wahrscheinlich den nächsten Wahlen D. R.) einen Gefeßentwurf einzubringen, in Anerkennung feiner Verdienste um das Wohl des britischen Reiches mit welchem die... Schwierigkeiten durch Berlegung der Wahlorte in den Adelstand erhoben werden.„ Sir Alfred Mosely" flingt beseitigt werden sollten..." Diese Ausführungen vermochten, wie gar nicht schlecht. die Abstimmung zeigte, nicht einmal auf die Kommission des Abgeordnetenhauses Eindruck zu machen. Ob die Regierung nun in der That wenigstens mit einer Aenderung des Gesetzes von 1860, das die Wahlorte bestimmte, vorgehen wird, oder ob sie die Blamage, die wir schon längst prophezeiten, mit fatalistischem Gleichmut über fich ergehen lassen will, trotzdem sie nunmehr ganz allein steht? Hohe Zeit ist es allerdings, daß die Herren Minister zu einem Beschluß kommen, denn eine Aenderung des Gesetzes von 1860 muß in dreimaliger Lesung beide Häuser des Landtages passieren! Ausland. Oestreich- Ungarn. Der Wuchertarif. Der Zollausschuß nahm die Positionen der Tarifflaffe Schlacht- und Zugvieh unter Zurückstellung der Abstimmung über die Positionen für Ochsen, Stiere, Stühe, Jungvieh, Nälber, Schafe, Biegen sowie Schweine im Gewicht von über zehn Kilogramm an, für welche Positionen die Vertreter der Landwirt: fchaft erhöhte Zölle verlangen. Ferner nahm der Ausschuß die Positionen der Tarifklasse Geflügel und Fische an unter Zurückstellung Der Position für tote Fische. Frankreich. Um den Besuch Eduards VII. Konstantinopel, 24. April. Vom Yildiz wird fortgesetzt und abwechselnd mit verschiedenen Elementen der albanesischen Opposition im Vilajet lestüb verhandelt. Man hofft, sie durch Truppenanfammlungen und durch Drohungen, gegen sie vorzugehen, zum Aufgeben ihrer Opposition gegen die Reformen zu bewegen. Maßgebende diplomatische Kreise sind von dieser Haltung der Pforte wenig befriedigt und befürchten einen Mißerfolg und die Ausbreitung der albanesischen Opposition auf andre Vilajets, oder daß das Aufgeben der Opposition mur ein momentanes und die Beruhigung keine dauernde sein würde, wenn ein energisches militärisches Vorgehen unterbleibt. In Yildizkreisen scheint dagegen die Meinung vorzuherrschen, daß die Anwendung von Waffengewalt, so lange die Oppofition der Albanesen sich nicht offensiv äußert, vermieden und zuerst alle friedlichen Beruhigungsmittel erschöpft werden müssen. Ein grade untersagt den Behörden in Uesküb, den anwesenden fremden Berichterstattern die Erlaubnis für Reifen in das Innere des Landes zu gewähren. Afien. Mandschurei Zwift. Beking, 24. April. Die hiesigen Vertreter Großbritanniens und Japans haben dem Prinzen Tsching geraten, darauf zu bestehen, daß die Mandschurei wieder in den Zustand wie vor dem Striege versetzt werde, und die neuen Forderungen Rußlands abzulehnen. Die Vereinigten Staaten haben bisher noch keine offiziellen Schritte gethan. Paris, 23. April.( Eig. Ber.) In acht Tagen wird der englische König der französischen Republik einen Besuch abstatten. Nachdem der Selbstherrscher aller Neußen die dritte Republik hoffähig gemacht, dürfen die andren Monarchen mit deren Präsidenten Besuche austauschen, ohne sich etwas zu vergeben selbst Eduard VII., Zu diesem Mandschurei- Zwist wird aus London vom 25. d. M. der seine tronprinzlichen Bummeleien durch ein desto steiferes berichtet:„ Standard“,„ Morning Post“ und„ Daily Chronicle" Ceremoniell zu vergessen machen sucht. Bedeutsam ist dagegen drängen in Artikeln, welche gegen die russischen Forderungen bezügsein Besuch als ein offizielles Zeichen der Annäherung zwifchen England und Frankreich nach all' den Reibungen lich der Mandschurei gerichtet sind, die englische Regierung, der lezten Jahre, die im Zwischenfall von Faschoda ihren sehr eine entschlossene Haltung einzunehmen, und weisen auf die Wichtig bedenklichen Höhepunkt erreicht haben. feit einer solchen angesichts des englisch- japanischen Bündnisses hin Seit Faſchoda( 1898) ist England in der französischen Mauvi-" Standard" hofft, die englische Regierung werde in Petersburg flarnistischen Presse zum Rang eines Erbfeindes" befördert worden, der legen, daß die Abschließung der Mandschurei für die übrigen diesen Titel sogar dem andren„ Erbfeind", dem deutschen, ernstlich Nationen nicht vollzogene Thatsache werden könne, ohne die gesamte streitig machte. In nationalistischen Blättern schien eine Zeitlang chinesische Frage wieder aufzurollen und die Angelegenheit der Erdie Revanche wegen Fashoda die altehrwürdige Fafchoda die altehrwürdige Revanche ledigung derselben wieder zu eröffnen, bei der die ganze civilisierte wegen Elsaß Lothringen gänzlich verdrängt zu haben. Kammer Wahlkampf vorjährigen D Noch arbeiteten die Kan didaten der Baterlandsliga" gegen die Regierungsparteien im Welt beteiligt sei. Aus Washington wird zugleich gemeldet: Der amerikanische auch mit dem Schlagwort mit der Faschoda- Feigheit". Ja, dann Gesandte in Beling Conger hat die Forderungen Rußlands beund wann wurden patriotische Stimmen laut für eine französisch- züglich der Mandschurei im Auszuge mitgeteilt. Staatssekretär Hay, " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Streit der Militärschneider. Gestern vormittag waren die Ausständigen wiederum zahlreich in den Arminhallen versammelt. Wie Ritter ausführte, ist die Lage des Streits unverändert. Die Kundschaft, die offenbar sehr wenig Sympathie für die Streifenden hat, läßt jedenfalls bezüglich ihrer Vestellungen die größte Nachsicht walten. Von einem Unternehmer wurde das Gerücht verbreitet, der oberste Kriegsherr hätte sich geäußert, man solle die Militärschneider streifen lassen, so lange sie wollten. Sollte das wirklich der Wahrheit entsprechen, so würden sich die Militärschneider dadurch nicht abhalten lassen, ihre Forderungen auch ferner zu vertreten. Von einigen Unternehmern werden sonderbare Mittel angewandt, um sich aus der Verlegenheit zu helfen. So sucht z. B. die Firma 2uttmann in der Friedrichstraße durch anonyme Annoncen nach Arbeitskräften und empfiehlt den Reflektanten, Sonntagsvormittags vorzusprechen, damit sie den Ermahnungen der Streikposten entgehen. Cine andre Firma, Sch unak in der Kommandantenstraße, die sich durch Versendung von 1500 Empfehlungsschreiben während des Streifs Militärfundschaft zu erwerben suchte, ist, nachdem die andren Firmen hiervon Kenntnis erhalten hatten, von diesen ermächtigt worden, vorläufig alle Arbeiten zu übernehmen, doch mit der Be= dingung, die gewonnenen Kunden nach dem Streik wieder den alten Firmen zuzuführen. Die Streifenden werden Herrn Schunak selbstverständlich nicht den Gefallen thun, bei ihm die Streitarbeit anzufertigen. Die Firma Schwarz hat fürzlich auf dem Bureau des Verbandes einen Einigungsversuch gemacht, wollte sich aber nicht zur bedingten Anerkennung des Tarifes verpflichten, so daß die BeDer Referent erklärte am Schluß sprechung resultatlos verlief. seiner Ausführungen, daß bis jetzt kein Grund vorliege, die Taftit zu ändern; man werde auch fernerhin abwarten, welche Vorschläge von den Unternehmern gemacht würden, und dann darüber beraten. Durch lebhaften Beifall gab die Versammlung ihr Einverständnis hiermit fund. und die Generalversammlung am 22. April d. J. sind für die Verund die Generalversammlung am 22. April d. I. sind für die VerAchtung Kürschner! Die Mitgliederversammlung am 25. März fürzung der Arbeitszeit von 9% auf 9 Stimden eingetreten. Die Forderungen, welche in den beiden Versammlungen aufgestellt wurden, sind: Die Arbeitszeit beträgt 9 Stunden. Die Festsetzung des Anfanges und Endes derselben wird den Kollegen und Kolleginnen in den einzelnen Werkstätten überlassen, jedoch darf dieselbe des Die Aussperrung in Iserlohn Dr. Sonnabends die Zeit um 5% Uhr nachmittags nicht überschreiten. F. Brauer, F. Rabe und C. Perlich. Den Kassenbericht Mittagspause 1 Stunde, Frühstücks- und Vesperpauſe je/ Stunde. zeigt, ebenso wie die Kämpfe, welche die Unternehmer an andern für das erste Quarial erstattete der Kassierer Lehmann. Danach Sonntagsarbeit fällt fort. Die Ueberstunden dürfen nur bis 10 Uhr Orten gegen die organisierten Arbeiter führen, daß es die Fabrikanten betrugen die Einnahmen der Zahlstellen und Sektionen abends ausgedehnt werden und wird für dieselben, ob in Stück- oder auf Unterwerfung, ja auf Vernichtung der Organisation abgesehen 46 752,35 M., die Ausgaben 5814,98 M., der Bestand 40 937,37 Wochenlohn gearbeitet wird, 50 Proz. Aufschlag bezahlt. Der haben. Daher die Hartnädigkeit, mit der die Fabrikanten alle Eini Mark. Die Einnahmen des 3 weigvereins betrugen einschließ Minimallohn beträgt wie bisher für Gefellen 25 M., für Stepperinnen gungsversuche ohne weiteres ablehnen. Die Geschäftsleute in ferlich des alten Bestandes von 82 273,42 M. insgesamt 109 827,20 18 M., fü Mamsells 14 M. Der 1. Mai wird als Arbeiter lohn, die auf die Kundschaft der Arbeiter angewiesen sind und deshalb Mark, die Ausgaben, darunter 3828,50 M für Gemaßregelten= feiertag freigegeben. Alle Anfragen sind zu richten an Fr. Grandel, auch durch die Aussperrung geschädigt werden, haben den Regierungs- Unterstüßung, 5000, M. an die Parteitaffe und 10,909,77 W. Berlin. O. 34, Heidenfeldstr. 2. präsidenten ersucht, Einigungsverhandlungen einzuleiten. Der Re- an die Verbandstasse, insgesamt 35 157,54 M., so daß ein KassenDer Vorstand des Verbandes der Kürschner Berlins gierungspräsident hat das Ersuchen abgelehnt. Hierauf haben die bestand von 74 669,66 M. in der Zweigvereins- Stasse verbleibt.und Umgegend. Geschäftsleute sowohl bei der Fabrikantenvereinigung wie bei den Nach kurzer Diskussion wurde noch beschlossen, wie in den Vorjahren Gewerkschaften angefragt, ob sie zu erneuten Vergleichsverhandlungen so auch in diesem Jahre den 1. Mai durch völlige Arbeitsbereit seien. Das Gewerkschaftskartell hat seine Bereitwilligkeit er- ruhe zu feiern. An die Feiernden wird eine Maimarke ausflärt und hinzugefügt, daß bei gutem Willen auf der andern Seite gegeben. Die Versammlung findet wiederum in der Bockbrauerei statt. eine Verſtändigung jezt sehr leicht zu ſtande kommen könne, da per Der socialdemokratische Wahlverein für Charlottenburg hielt Arbeiter, an dessen Ausschluß der frühere Einigungsversuch scheiterte, am 23. April im Volkshause eine Generalversammlung ab. Die Fabrikantenvereinigung aber Br. Borchardt referierte über:" Der socialistische Gedanke und lehnte jede Verhandlung rundweg ab und bewies damit aufs neue, seine Verwirklichung". Er behandelte in historischer Darstellung die daß sie einen brutalen Machtkampf gegen die Arbeiterorganisation Rolle, welche der genossenschaftliche Gedanke in der socialistischen führt. Siegen werden die Fabrikanten allerdings nicht. Bewegung bisher gespielt hat. Redner wies nach, weshalb die früher befürwortete Grürung von Produktivgenossenschaften in Miskredit tommen mußte. Es fehle ihnen, wie sie sich ausgestalteten, das socialistische Moment. Im Gegensatz zu ihnen, die unter den Be dingungen der Warenproduktion und für den Warenmarkt arbeiteten, enthielten die Konsumgenossenschaften, deren Entstehung und Entwicklung Redner schilderte, Seime der socialistischen Produktion in Redner verweist unter anderm auf die zum Teil schon von sich. den Konsumgenossenschaften betriebene Produktion für die Genossenschafts- Mitglieder, die nicht mehr Warenproduktion, sondern Probuktion von Bedarfsartikeln für die organisierten Genossen sei. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Es schloß sich daran eine kurze Debatte. Ueber den Stand des Streits der Kutscher in der Ring- Düppelschen Milchcentrale ist zu berichten, daß die am Sonnabend früh 3 Uhr stattgefundenen Verhandlungen zwischen dem Vertreter der Organisation und dem Detonomierat Ning, ou feinem endgültigen Resultat geführt haben, da derselbe nur 10 bis 15 der besten Kutscher wieder einstellen wollte, und sollten sich dieselben einzeln persönlich auswärts in Arbeit getreten iſt. melden. Die Kutscher lehnten dieses Anerbieten stritte ab. In der Sonnabendmittag stattgefundenen Versammlung erklärten die Stutscher, fest zusammenzuhalten und appellieren diefelben an die Berliner Arbeiterschaft, daß dieselbe keinen Tropfen Ringmilch trinkt, bis der Sieg der Kutscher errungen ist. Die Aussperrung in Birmasens. Der Streik der Former bei Hartung, Prenzlauer Allee 44, zeitigt Den Fabrikanten genügt es nicht, daß sie die Arbeiter in ihrem sonderbare Blüten. Gestern wurde ein Former, der von einer Bank Wohnort der Eristenz beraubt haben, sie gehen noch citer und erin der lee die Fabrit beobachtete, verhaftet und ihm angedroht, fuchen die auswärtigen Fabrikanten, feinem Pirmasenser Schuhdaß er im Wiederholungsfalle nach dem Präsidium eingeliefert würde. macher Arbeit zu geben. Also völlig ausgehungert sollen die Arbeiter Weil die Sache so unglaublich klang, probierte der Bevollmächtigte werden, die sich den Willen der Fabrikanten nicht bedingungslos des Metallarbeiter- Verbandes, Karl Wiesenthal, mit einem Streifen- unterwerfen. Etwas rücksichtsvoller verfährt man gegen die nicht den das Erempel. Kaum zivei Minuten hatten die Beiden Platz ge- organisierten Arbeiter. Ausgesperrt sind sie zwar ebenso wie die nommen, so kam der Wachtmeister Voigt vom 81. vier und wieder Mitglieder der Organisationen, aber der Fabrikantenverein will holte jene Drohungen. Auf die diesbezüglichen Kammergerichts- ihnen eine Unterstüßung zahlen in derselben Höhe, wie sie die OrEntscheidungen hingewiesen, daß doch von keiner Verkehrsstörung die ganisierten bekommen. So wenigstens hat es der Verein beschlossen. Rede sein könne, da auf der Allee nur alle 100 Schritte ein Mensch Ob der Beschluß ausgeführt wird, muß abgewartet werden. Um die tomme, bezog sich der Beamte auf seine Anweisung, jeden Streifenden Kundschaft zur Nachsicht zu bewegen, scheuen sich die Fabrikanten zu berhaften, der sich vor der Fabrik zeige. Einige Former haben nicht, eine wissentliche unwahrheit zu verbreiten. Wegen des wird um heißt es in den betreffenden Briefen infolgedessen schon Anzeige erhalten. In lezter Zeit sind wiederholt gerichtliche Urteile ergangen, in welchen die wegen gleichen Ver- Aufschub der Lieferung ersucht. Daß es sich nicht um einen Streif, gehena" wie die oben angeklagten Streifposten freigesprochen und sondern um eine Aussperrung handelt, wagt man den Kunden nicht das diesbezügliche Vorgehen der Polizeibeamten als ungefeßlich er- au sagen, dadurch könnte das Geschäft verdorben werden. flärt wurde. Es wäre wirklich höchste Zeit, wenn endlich seitens der vorgesetzten Behörde die Polizei- Organe über die Ungefeglichkeit ihres Verhaltens instruiert würden. Deutfches Reich. Die Mitgliederzahl des Deutschen Metallarbeiter Verbandes betrug nach der soeben veröffentlichten Jahresabrechnung Ende 1902 nicht weniger als 128 842, darunter 3453 weibliche. Das bedeutet gegen 1901 mit 102 905 Mitgliedern, darunter 2460 weibliche, eine Zunahme von 25 937. Daran participieren alle im Verbande vertretenen Branchen, die Arbeiterinnen mit 993. Der Metallarbeiter Verband hat somit im Jahre 1902 die absolut höchste Steigerung seiner Mitgliederzahl seit seinem Bestehen zu verzeichnen. Die frühere höchste Steigerung fand vom Jahre 1895 auf 1896 mit 16 765 Mitgliedern statt. Die erhöhte Mitgliederzahl findet natürlich auch ihren Ausdruck im Kassenwesen. Die Abrechnung bilanziert mit 2 246 022,11 M. ( 1901: 1880 995,61 M.). Die ungünstigen Erwerbsverhältnisse, unter denen besonders die Metallarbeiter zu leiden hatten, verurfachten eine bedeutende Steigerung der Ausgaben für Unterstüßungen. Es wurden ausgegeben für: Reisegeld 1902 1901 M. MR. 135 226,24 Arbeitslosen Unterstügung Streit- Unterstützung. 366 034,12 108 625,19 311 949,02 419 750,01 197 181,09 66 344,27 Besondere Notfälle Zusammen: 987 354,64 56 685,58 674 440,92 Streits 48 Weber die Arbeit niedergelegt, weil ihre Forderung um geringe Weberstreik in Forst. Bei der Firma Karl Gustav El be haben Lohnaufbesserung nicht bewilligt worden ist. Der Streit der Bauarbeiter in Straßburg dauert ungeschwächt fort. Ein Einigungsversuch, den der Bürgermeister unternahm, fcheiterte an der Hartnäckigkeit der Unternehmer, die von einem Mindestlohn nichts wissen wollen. Agenten der Unternehmer befinden sich auf der Suche nach Arbeitswilligen, ohne jedoch so viel zu finden, daß der Streik dadurch beeinflußt werden könnte. Wenn hin und wieder ein Trupp Italiener ankommt, so gelingt es fast immer, die Leute zur Abreise zu bewegen. Die Fuhrleute der Elberfelder Speditionsgeschäfte haben ihre Lohnbewegung mit einem aufriedenstellenden Erfolge beendet. Den Vorstandsbericht erstattete Baate. Daraus ist hervor suheben: Bezüglich der Maifeier ist beschlossen worden, den Vormittag zur Veranstaltung von Versammlungen den Gewerkschaften zu überlassen. Am Nachmittag veranstaltet die Partei ein Volksfest. Besonders beschäftigt haben den Vorstand, der das engere Wahlkomitee bildet, sowie den Vorstand in Gemeinschaft mit den Bezirksführern, als dem weiteren Wahlkomitee, die Vorbereitungen für die Wahlbewegung. Im Mai soll die eigentliche öffentliche Wahlagitation mit einer großen demonstrativ wirkenden Bersammlung eingeleitet erstatten wird. Redner verweist darauf, daß der Kampf ein schwerer werden, wo 3 ubeil über seine parlamentarische Thätigkeit Bericht Der Kassierer gab sein werde mit dem Ziel, den Kandidaten schon im ersten Ansturm durchzubringen. An die Kriegskasse müsse jeder denken, die Sammellisten müßten sich mit Beiträgen bedecken und jeder organisierte Genosse habe sich zur Arbeit dem Bezirksführer zur Verfügung zu stellen. Oeffentliche Aufforderungen in der Zeitung erfolgten nicht mehr, wenn Flugblätter zu verteilen seien. den Rechenschaftsbericht für das erste Vierteljahr 1903. Die Ein nahme betrug 1561,30 M., die Ausgabe 1369,12 M., Ivobon 882,92 Mark der Kreiskasse zuflossen. Die Ortsbestand 192,18 m. Parteispedition hatte nach dem Bericht des Spediteurs Scharnberg in der Zeit vom 1. Oktober 1902 bis zum 1. April 1903, einschließlich eines Bestandes von 138 M., eine Einnahme von 14 328,49 M., Der Bauarbeiter- Streit in Bromberg ist beendet. Es ist noch der gegenübersteht eine Gesamtausgabe von 14 141,12 M., so daß in frischer Erinnerung, daß die Bromberger Polizei aus einem un- ein Bestand von 177,37 M. verbleibt. Unter den Ausgaben befinden bedeutenden Anlaß gelegentlich eines Streifbrechertransports mit dem fich 600 M., die dem Kaffierer des Wahlvereins überwiesen wurden. Säbel gegen die Menge borging, welche zu Gunsten der Streitenden Der Abonnentenstand stieg von 1560 auf 1965. Nach einer Dedemonstrierte. Auch nach diesen Vorgängen hat die Polizei in batte, die Fragen der Wahlagitation betraf, beschloß die Versammweitestem Maße die Interessen der Unternehmer geschützt. Unter lung die Wiederwahl des gesamten bisherigen Vorstandes. Die Rediesen Umständen war der Kampf, den die Unternehmer als einen visoren Leeder und Jander wurden bestätigt und an Stelle des ausMachtstreit führten, ein ungleicher. Aussicht auf Erfolg hatten die scheidenden Revisors Jost wurde Genosse Rosenthal gewählt. In Arbeiter nicht mehr. Deshalb beschlossen zuerst die Maurer, den den Verein wurden 46 neue Mitglieder aufgenommen. nuslosen Kampf einzustellen und den Streit aufzuheben. Die Zim- verbandes hielt am 22. April ihre ordentliche Generalversammlung Holzarbeiter. Die Zahlstelle Rigdorf des Deutschen Holzarbeiter merer und Bauarbeiter traten dem Beschluß bei. Husland. Streits in der Schweiz. In den Streit eingetreten sind die Die Ausgaben für diese vier Unterstüßungsarten allein betragen gegen 1901 ein Mehr von 312 913,71 W. Mit der Summe von Klempner in Luzern für den Zehnstundentag, Minimallohn von 987 354,64 M. find jedoch die Leistungen des Verbandes für Unter- 48 Cts. pro Stunde, Abschaffung der Accordarbeit. In St. Gallen ftübungen nicht erschöpft, denn aus den den Ortsverwaltungen überstreifen 230 Maler für minimalen Stundenlohn von 52 Cts. und wiesenen Beträgen( 292 554,43 M.) und aus Sammelgeldern find bon 48 Cts. für Hilfsarbeiter. Die Zimmerleute in Bern noch große Summen dafür ausbezahlt worden. An weiteren Aus- find am Donnerstag in den Streit getreten mit der Forderung, den gaben sind zu verzeichnen: Für Agitation 52 635,70 M., das Ver- Minimallohn von 45 auf 50 Cts. pro Stunde zu erhöhen. bandsorgan, das jedes Mitglied unentgeltlich erhält, beanspruchte einen Kostenaufwand von 94 259,21 M.; für Rechtsschutz wurden 12 372,68 M. geleistet; an die Generalkommission wurden 10 804,00 Mark abgeführt; die Verwaltungskosten betrugen 59 200,54 M. Der gesamte Vermögensstand am 31. Dezember 1902 war 702 938,87 Mark. Wieder eine Niederlage des Norddeutschen Lloyd. Dieser Tage hatten auch die Arbeiter der Reparaturwerkstatt des Norddeutschen Lloyd darüber zu entscheiden, ob sie sich mit dem Linsengericht einer Pensionskasse über den Verzicht auf ihr Stoalitionsrecht trösten wollen. Man war allgemein der Ansicht, daß, wenn die Gesellschaft ipirklich 100 000 M. hergeben wolle, sie diese Summe doch zu einer Aufbefferung der Löhne verwenden möge. Ein Lohnsatz von 3 M. 20 Pf. sei, so wurde mit Recht betont, nicht genügend, um den Ansprüchen an eine einigermaßen anständige Lebensweise gerecht werden zu können, geschweige denn, daß davon noch Geld zu der Pensionskasse, die doch nur eine Sinebelung der Arbeiter bedeute, übrig bleibe. Die Diskussion endete mit der einstimmigen Ablehnung der Vorlage. Schiffbauer, Schiffszimmerer. Bei der Firma Tecklenborg in Geestemünde drohen Differenzen auszubrechen, weil die Arbeiter der Einführung der Accordarbeit Widerstand entgegensetzten. Der Werkmeister der Firma ist bereits abgereist, um Arbeitswillige anzu werben. Also Borsicht! Zuzug fernhalten! Vom Marseiller Hafenarbeiter- Streit wird berichtet: Das am Freitag unter den Hafenarbeitern veranstaltete Referendum bestätigt vollkommen, daß diefelben entschlossen sind, den Streik fortzusehen. Sie verlangen den Neunstundentag bei 6 Fr. Lohn und wollen feinesfalls ohne Annahme dieser Bedingung zu den Arbeitsstätten zurückfehren. = 400 Militäreffekten Arbeiter und Arbeiterinnen haben infolge Entlassung eines Werkmeisters die Arbeit niedergelegt und sich mit den ausständigen Dockarbeitern solidarisch erklärt. " Verfammlungen. Dem ab. Nach dem Kaffenbericht hatte die Hauptkasse eine Einnahme und eine Ausgabe von 1181,84 M. Die Einnahme der Lokaltasse betrug 170 m., die Ausgabe 720 M., Kassenbestand 4722,82 m. Staffierer wurde Decharge erteilt. Im weiteren wurde einstimmig beschlossen, die Arbeit am 1. Mai ruhen zu lassen. Die Unterstützung für den 2. Mai, falls die Unternehmer an diesem Tage eine Aussperrung vornehmen, wurde gegen eine Stimme abgelehnt. Weißensee. Am 22. April fand im Vereinshaus eine gut besuchte öffentliche Wähler- Versammlung statt, in welcher ReichstagsAbgeordneter Arthur Stadthagen einen oft von lebhaftem Beifall unterbrochenen Vortrag hielt. Redner gab einen Rückblick der verflossenen fünf Jahre und kritisierte scharf das Verhalten der bürgerlichen Parteien bei den Abstimmungen, speciell bei der Zollvorlage und forderte in seinem Schlußwort die Anwesenden auf, am 16. Juni mit ganzer Kraft dafür einzutreten, daß ein Sieg auf der ganzen Linie stattfindet. Gegner hatten sich nicht zum Wort gemeldet. Durch einstimmige Annahme einer Resolution verpflichten sich die Versammelten, am 16. Juni mit ganzer Kraft dafür einzutreten, daß der Kreis Nieder- Barnim gleich im ersten Wahlgang gewonnen wird. Letzte Nachrichten und Depefchen. Bereinigte Staaten gegen Rußland. Washington, 25. April.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Es verlautet, daß an China ein Protest gerichtet werden soll, der ihm zu wissen thut, daß die den Protest unterzeichnenden Mächte irgendeine Gebietsveräußerung oder Konzession zum besonderen Vorteil einer einzelnen Nation nicht günstig ansehen werden. Nichts destoweniger beginnen die hiesigen Regierungstreise anzunehmen, daß die Mandschurei für China hoffnungslos verloren ist und lassen verlauten, man werde sich wahrscheinlich bemühen, von Rußland das bindende Versprechen zu erlangen, daß die Mächte nicht gänzlich der Handelsrechte in der Mandschurei beraubt werden. Eisenbahnunfall. Die Aussperrung in Pirmasens beschäftigte am Freitag eine gut besuchte öffentliche Schuhmacherversammlung. Als Referent war Kölle aus Nürnberg, Vertreter des Hauptvorstandes des Vereins deutscher Schuhmacher, erschienen. Er berichtete ausführlich über die Verhältnisse und Ereignisse in Birmasens und forderte zu reichlicher Unterstützung der Ausgesperrten auf. Nachdem Hermann, der Vorsitzende der Versammlung, sich in gleichem Sinne geäußert hatte, wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die am 24. April tagende Versammlung sämtlicher in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen erblickt in der Aussperrung von 6000 Kollegen in Birmasens nur einen von dem dortigen Unternehmertum provocierten Gewaltakt, die Organi Eisenbahn- Arbeiter als Streitbrecher kommandiert. In Kaffet fation der Arbeiter zu vernichten. Die Versammlung erklärt, daß es streiken die Tischler seit dem 28. März. Sie fordern Verkürzung der sich in diesem Kampfe lediglich um einen Klaffenkampf zwischen Posen, 25. April.( Amtliche Meldung.) Zug 914 von HohenArbeitszeit von 9%, auf 9 Stunden, 10 Proz. Lohnerhöhung, 18 M. Stapital und Arbeit handelt und daß es die Ehre der Organisation stein( Westpreußen) fuhr bei Einfahrt in Bahnhof Berent um 4 Uhr Mindestlohn und Beseitigung der Accordarbeit. Die Arbeitgeber erfordert, diesen Kampf mit allen zu Gebote stehenden Mitteln durch 48 Min. infolge falscher Weichenstellung auf leere Wagen auf. Drei haben die Forderungen in der Hauptsache abgelehnt, sie waren auch zuführen. Die Versammlung drückt den Pirmasenser Kollegen für Reisende erlitten geringe Hautabschürfungen und Drücke. Beamte bei einer Einigungsverhandlung, die der Vorfißende des Gewerbe- ihre besonnene Haltung ihre wärmste Sympathie aus und verspricht, find nicht verlegt. Beschädigung des Materials am Zug gering, an gerichts herbeiführte, zu keinem Entgegenkommen bereit, so daß an sie in der weitgehendsten Weise materiell zu unterstützen und zu diesem ben leeren Wagen erheblich. Zug wurde neu gebildet und fuhr mit dem Starrfinn der Unternehmer die Beilegung des Konflikts Zwecke den Beschluß der Vertrauensmänner, daß jeder Kollege und 20 Min. Verspätung ab. Der Verkehr leidet keine Unterbrechung. scheiterte. Hierzu haben auch die Hehereien des Berliner Ober- jede Kollegin allwöchentlich 5 Proz. ihres Arbeitsverdienstes bis zur meisters Rahardt ihr Teil beigetragen. Dieser bekannte fleine Beendigung der Bewegung zur Unterstüßung abzuführen hat, voll Berhaftete Fälscherbande. Echarfmacher schrieb seinen Kasseler Kollegen:" Haltet fest zu zur Durchführung zu bringen." Posen, 25. April. Nach Mitteilung der hiesigen Kriminalpolizei fammen, ganz Deutschland sieht auf Euch. Gebt nicht nach, sonst Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt am 20. April ist hier eine Fälscherbande festgenommen worden, welche Fünf- und fommen die Holzarbeiter auch in andren Städten mit Forderungen." -Die auf solche Weise scharf gemachten Staffeler Tischlermeister eine Generalversammlung ab, in der die Abrechnung vom ersten weimarkstücke in Silber, hauptsächlich aber Coupons der 31 proz. haben aber noch an einer andren Stelle, nämlich bei der Eisen Quartal dieses Jahres, welches bei einer Einnahme von 2361,45 M., Preußischen Staatsanleihe und zwar in Höhe von 17,20 M. bahn Direktion, Unterstüßung gefunden. Diese stellte einer Ausgabe von 2007,80 m. mit einem Ueberschuß von 353,65 M. vom Jahre 1890, 5,25 M. vom Jahre 1885 und 3,50 M. von den einem vom Streit betroffenen Meister, der Arbeiten für den Umbau abschnitt, gegeben wurde. In Bezug auf die Maifeier wurde be- Jahren 1892, 1893 und 1895 in größerem Umfange angefertigt Als- haben. Die Verbrecherbande, deren Verbindungen fich bis nach des Bahnhofes zu liefern hat, drei Tischler aus der schlossen, für die Feier durch Arbeitsruhe einzutreten. Eisenbahn- Werkstatt zur Verfügung, die, vielleicht dann erstattete der Vorsitzende Haffner den Bericht von den Amerika erstrecken, soll auch verschiebene auswärtige Münzen ge= In lebhafter Debatte fälscht haben. Bisher ist es gelungen, sechs Verbrecher zu verhaften. gegen ihren Willen, als Streifbrecher arbeiten müssen. Eine Kom- stattgefundenen Einigungsverhandlungen. Explodierter Luftballon. miffion der Streitenden wurde beim Eisenbahn- Präsidenten vor- darüber gräzifiert die Versammlung durch einstimmige Annahme einer Stjelstör( Seeland), 25. April.( Meldung von Rigaus Bureau.) stellig und ersuchte um Zurückziehung der unfreiwilligen Streif Resolution ihren Standpunkt dahin, daß die im 21. Jahre bestehende, gut brecher. Der Präsident lehnte dies Ersuchen ab, da es sich um Ar- funktionierende Organisation durchaus keine Ursache habe, die bereits heute nachmittag 4 ihr ist hier in der Nähe ein Ballon des beiten handle, die im öffentlichen Interesse fertiggestellt werden einmal stattgefundene Verschmelzung, bei der die Musikinstrumenten- Deutschen Vereins für Luftschiffahrt, welcher heute vormittag müßten. Er ließ sich auch nicht umstimmen durch den Einwand der arbeiter schlechte Erfahrungen machten, zu wiederholen. Sie lehnt eine in Berlin aufgestiegen war, gelandet. Unmittelbar nach dem Streifenden, daß sie ja diese Arbeiten machen würden, wenn ihnen Einigung dieser Art aus principiellen und praktischen Gründen wohlbehalten entstiegen, explodierte der Ballon aus unbekannter derselbe Lohn gezahlt würde, den ihr Meister den Tischlern aus der ist aber nicht abgeneigt, einer Einigung in andrer Form unter An- Niedergange des Ballons, welchem vier deutsche Luftschiffer- Offiziere Eisenbahn- Werkstatt zahle. Da also die Streifenden beim Prä- erkennung und Aufrechterhaltung der Selbständigkeit der Organi- Ursache und verbrannte vollständig. Die Offiziere blieben unverlegt und reisten alsbald nach Berlin zurüd. sidenten kein Gehör fanden, so richteten sie telegraphisch eine Be- fation zuzustimmen. Der Centralverband der Maurer( Zweigverein Berlin) hielt am schwerde an den Eisenbahn- Minister, auf die soweit bis jetzt beFreitag eine Generalversammlung im Gewerkschaftshause ab, in der Sofia, 25. April.( Meldung des Wiener Telegraphen- Korrespondenzfannt eine Antwort noch nicht erfolgt ist. Von dem Eisenbahn- Minister, der sich öffentlich als Feind des Silberschmidt über den Bauarbeiterschuh Stongreß und Bureaus.) Wie verlautet, wird der bulgarische Grenzdienst verstärkt. Koalitionsrechts der Arbeiter wenigstens soweit die Eisenbahn P. Winzler, Matschens und Busse über die Verhandlungen Es ist abermals ein Reserve- Jahrgang des 14. Infanterie- Regiments in Frage kommt gekennzeichnet hat, ist wohl taum zu erivarten, und Beschlüsse des Verbandstages berichteten. In den Verbands- einberufen worden. Nach einem Gerücht fand an der Grenze südlich daß er das parteiische Eingreifen der Eisenbahn- Direktion in den Ausschuß wurden sodann gewählt: A. Dähne, O. Hante, von Samakow ein blutiger Zusammenstoß zwischen bulgarischen und Tischlerstreik mißbilligen wird. A. Vogel, P. Winzler, E. Simanowski, St. Gareis, I türkischen Truppen statt. " Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 97. 20. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. til 1908. 206. Reichstag. Reichstag.ing 296. Sigung. Sonnabend, den 25. April 1903, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Bosadowsky.da 8001 Auf der Tagesordnung steht zunächst der Bericht der Geschäftsordnungs- Kommission über den Antrag des Amtsgerichts zu Aichach ( Bayern) auf Genehmigung zur Einleitung eines Bribattlage= Verfahrens gegen den Abg. Beck- Aichach( C.) während der gegenwärtigen Sizungsperiode ivegen Beleidigung. teilen. ledigt Die Kommiſſion beantragt, die Genehmigung nicht zu er§ 10 beſtimmt in jedem ersten Abfaz, daß, falls die Beiträge zur Erfüllung der Leistungen der Krankenkassen nicht ausreichen, die Beiträge mit Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde bis zu 3 Proz. des ortsüblichen Tagelohnes erhöht werden können. bestehende wiederherzustellen, die 2 Proz. des Lohnes erhöht werden dürfen und folgenden Zufay: Eine Erhöhung der Beiträge über 1½ Proz. bedarf der Zu Stimmung der Mehrheit der Versicherten. 1 Sonntag, 26. April 1903. Die Abgg. Albrecht und Genossen( Socträge nur bis zu Herr Regierungskommissar nicht erbracht. Nach Absatz 3 des§ 10 sind bei dauernden Ueberschüssen nach Ausammlung eines Refervefonds im Betrage der durchschnittlichen Jahresausgabe der letzten drei Jahre zunächst die Beiträge bis Gemeinde zu beschließen, ob eine weitere Herabsetzung der Beiträge Proz. des ortsüblichen Lohnes zu ermäßigen, alsdann hat die oder eine Erhöhung oder Erweiterung der Unterſtügungen einEin Antrag Albrecht( Soc.) will die Entscheidung hierüber nicht der Gemeinde überlassen, sondern es sollen die Versicherten durch Mehrheitsbeschluß darüber zu bestimmen haben. Das Haus stimmt diesem Antrage debattelos zu. Darauf werden einige Rechnungssachen debattelos er- treten soll. Es folgt die Fortsetzung der zweiten Beratung der Krankenkassen- Novelle. M Sollten etwa die Abg. Rösicke Dessau( frs. Vg.): Die Beiträge dürfen nicht höher bemessen werden, als es unbedingt notwendig ist, und zwar trifft dies besonders für die Gemeinde Krankenversicherung zu, da bei ihr die Aermsten der Armen versichert sind. Den Beweis, daß das eine Beitragserhöhung bis über 21, Broz. notwendig ist, hat der erhöhten Beiträge dazu benutzt werden, um früher von den Gemeinden an die Kaffen geleistete Zuschüsse zurückzuzahlen, fo würde das bedeuten, Beiträge von den Wermsten der Armen erheben, um die Reichen in der Gemeinde von Schulden zu befreien, die sie früher gemacht haben.( Sehr richtig! links.) dolgem Abg. Molkenbuhr( Soc.): gierung findet, geht deutlich hervor, daß es sich bei der Vorlage auch Aus dem erheblichen Widerstand, den unser Antrag bei der ReBarum handelt, zu verhindern, daß die Gemeinden in Zukunft Bor schüsse leisten müssen. Bei den 2 Millionen Vorschüssen, welche die preußischen Gemeinden ihren Kassen bisher haben leisten müssen, ist ein solcher Wunsch ja auch erklärlich und um diese Forderung schmadhafter zu machen, hat man dann die billige Ausfüllung der Lücke von Abg. Stadthagen( Soc.): Es handelt sich hier darum, die erste 13 Wochen daneben gewährt. Um so vorsichtiger müssen wir der Vorlage Die Beratung wird fortgesezt mit§ 7 des bestehenden Ge- erhebliche Verschlechterung der Regierungsvorlage gegenüber dem gegenüber sein. Die Gemeindekassen sind die rückständigste Art der sekes, der Bestimmungen trifft über die Krankenhaus- Verpflegung. bestehenden Gesetz zu verhindern. Es wird darin unter anderm festgesetzt, daß, falls der in einem 3 Proz. des ortsüblichen Lohnes erhöht werden können, ohne daß Bestand zu erhalten. Man sagt, wenn die Beiträge nicht erhöht Die Beiträge follen bis auf Strankenversicherung und wir haben nicht den geringsten Anlaß, ihren Strankenhause Untergebrachte Angehörige hat, deren Unterhalt er die Arbeiter auch nur im geringsten dabei mitzusprechen haben. würden, könnten auch nicht mehr Leistungen geboten werden. Bisher bisher aus seinem Arbeitsverdienst bestritten hat, neben der freien Moltenbuhr hat schon darauf hingewiesen, daß gegenüber dieser hat aber noch keine Gemeindekasse mehr als die Mindestleistung zu Sur und Verpflegung die Hälfte des Krankengeldes für die An- Beitragserhöhung um 50 Proz. die Leistungen nur um 10 Proz. Wege gebracht. Wir müssen daher gerade darauf ausgehen, den gehörigen zu zahlen ist. erhöht werden fönnen. Das ist feine Ein Antrag Albrecht( Soc.) 1. Gen. will hier sehen statt Socialpolitit, Gemeinde- Krankenkassen die Existenzmöglichkeit zu nehmen, damit sie geeine Verschleierung dessen, daß man versucht, „ die Hälfte":„ drei Viertel". Ferner will der Antrag dem zwungen werden, Orts- Krankenkassen zu errichten, die all das heute Gemeindedeficits auf Kosten der Arbeiter zu decken. Paragraphen hinzufügen: Hat der in einem Strankenhause Unter- Das Reichsamt des Junern hatte nur 2,4 Broz. vorgeschlagen und Strantenkaffen verlangt haben. Auch im Interesse der Centralisation schon bieten, was wir mit unsern Anträgen von den Gemeindegebrachte eine Angehörige, deren Unterhalt er bisher aus seinem erst auf das Betreiben besonders von Bayern ist die Möglichkeit der des Versicherungswvejens liegt die allmähliche Abbröckelung der Arbeitsverdienst bestritten hat, so ist neben der freien Kur und Ver- Erhöhung bis auf 3 Proz. in die Vorlage gekommen. Schon heute Gemeinde- Krankenkassen, die wir wünschen.( Bravo! bei den Socialpflegung ein Viertel des Krantengeldes für ihn zu zahlen." werden jährlich über sechs Millionen von den Arbeitern als Bufchuß demokraten.) Abg. Molkenbuhr( Soc.): zur Armenpflege in Form der Beiträge zur Gemeinde Krankenversicherung erhoben und jetzt soll noch eine Mehrbelastung von Geheimrat Beckmann betont gegenüber dem Abg. Rösice, daß Unser Antrag will dafür sorgen, daß den Angehörigen eines mehreren Millionen beschlossen werden, und zwar ohne daß die auch die schlechteſtgeſtellten Gemeinde- Strankenkassen berücksichtigt im Krankenhause untergebrachten Arbeiters eine etwas auskömm werden müssen. Davon, daß ein Deficit aus der Vergangenheit ge lichere Unterstüßung gegeben wird. Das Krankengeld beträgt nur Arbeiter das geringste Recht haben, darüber mitzusprechen. bedt werden soll, ist keine Stede, es handelt sich nur um die Deckung Dies soll geschehen, mur um die durch Vetternwirtschaft und die Hälfte des ortsüblichen Tagelohns, die Familien- Unterstützung Abg. Trimborn( C.): Es soll nur im äußersten Falle die Möglichd. h. in vielen Gegenden nur etwa 50 Pf.1 Unser Antrag will zu erhalten, diese rückständigste Form der Krankenversicherung! teit gegeben werden, mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde die Beibeträgt also nach dem geltenden Gefeß nur ein Viertel des Tagelohns, schlechte Verwaltung mit Dificits arbeitenden Gemeinde- Krankenkassen fünftiger Vorschüsse. werigstens drei Viertel des Krankengeldes gewähren, d. h. bei einem Sie diese Möglichkeit der Erhöhung der Beiträge von 2 auf 3 Proz. wenn es in der That Kassen giebt, die ohne eine solche Erhöhung Wenn diese Novelle in der That ein Fortschritt sein soll, so müssen träge auf 3 Proz. zu erhöhen. Diese Möglichkeit ist notwendig, Tagelohn von 2 M. eine Familien- Unterstützung von 75 Pf. Die unter allen Umständen ablehnen. Warum wollen Sie denn den jekige geringe Familien- Unterſtüßung iſt vielfach eine Ursache dafür, Arbeitern nicht die Selbstverwaltung geben? Im Gegenſaz zu den nicht auskommen, und dieser Nachweis ist von bem Herrit Redaß manche Arbeiter fich ist für die Gemeinde- Krankentaiſen haben die gierungsvertreter er bere worden.( Widerspruch des Abg. Stadtwollen. Diese kleine Mehrausgabe ist für die Krankenkassen sehr verwaltung der Arbeiter besteht, so vorzüglich gewirtschaftet, daß sie hagen. Wir wollen weder eine künstliche Stärkung noch eine künftwohl zu ertragen. Das Seilverfahren im Krankenhauſe iſt wohl an in der Lage waren, ihre Zeiſtungen zu erhöhen. Wollen Sie die liche Unterbindung der Gemeindekaſſen. Dem Antrag Hofmann fich teurer, kommt aber dadurch, daß es die Heilung beschleunigt, Krankenversicherung loslösen von der Armenpflege, so stimmen Sie stimmen wir zu, da er es den Gemeinden erleichtert, die Leistungen sondern die unfren Anträgen zu.( Bravo!), im legten Grunde den Kassen doch billiger zu stehen. Auch dem Kranken selbst muß, währenddem er im Krankenhause ist, wenigstens cine fleine Geldunterstützung gewährt werden, schon damit er das Krankenhaus nicht völlig mittellos verläßt. Diese Mittellosigkeit aus Heilanstalten Entlassener ist oft die Ursache zu völliger Verelendung und zu völligem Ruin. Dem will der zweite Teil unsres Antrages vorbeugen. Da es sich hier nur um die Aufwendung ganz geringer Mittel handelt, so bitte ich, hier einmal eine Ausnahme zu machen und unserm Antrage zuzustimmen.( Beifall bei den Socialdemo- folgendermaßen zu faffen: traten.) Berichterstatter Abg. Hofmann- Dillenburg( natl.) weist darauf hin, daß der Antrag Albrecht bereits in der Kommission gestellt und abgelehnt fei. Der Antrag Albrecht wird abgelehnt. Bu§ 8, der von der Festsetzung des ortsüblichen Tage Tohnes handelt, beantragen die Abgg. Albrecht( Soc.) und Genossen, daß der ortsübliche Tagelohn für männliche Erwachsene nicht unter 2 M., für alle übrigen versicherungspflichtigen Personen nicht unter 1,50 M. festgesetzt werden darf. Abg. Stadthagen( Soc.): V zu erhöhen resp. zu eriveitern. die Gemeinde- Krankenversicherung in der Zukunft verschwinden, aber Abg. v. Richthofen- Damsdorf( f.): Nach meiner Anschauung wird man darf sie nicht insgeheim abmurksen. So lange sie auf gefeßzlicher Grundlage beruhen, muß man es ihnen ermöglichen, auf eignen Füßen zu stehen. Den Antrag Hofmann halten wir für ziemlich bedeutungslos, werden aber für ihn stimmen, da er möglicherweise doch Gutes stiften fain. Die Abgg. Lenzmann( frs. Bp.) und Röside- Dessau( frf. g.) beantragen statt 3 Proz. im ersten Absatz zu jezen 2½ Proz. 23g.) Abg. Hofmann Dillenburg( natl.) wendet sich gegen diese Anträge, die im Augenblick das Zustandekommen des Gesetzes verhindern würden. Man könne dann lieber gleich die Beratung des Gesetzes abbrechen. Redner befürwortet seinen Antrag, den Absaz 3 Abg. Stadthagen( Soc.): Der Beweis, daß Fälle vorkommen Ergeben sich aus den Jahresabschlüssen dauernd Ueberschüsse können, wo eine Erhöhung der Beiträge um 50 Proz. also bis der Einnahmen aus Beiträgen über die Ausgaben, so hat nach An- 3 Proz. durchaus notwendig wäre, ist von der Regierung nicht erſammlung eines Reservefonds im Betrage der durchschnittlichen bracht. Die Regierung selbst hat im Gegenteil erflärt, daß eine Jahresausgabe der legten drei Jahre die Gemeinde zu beschließen, Erhöhung um 11 Proz. ausreichen würde, um ausch für die Gemeindeob eine Herabsetzung der Beiträge oder eine Erhöhung oder Er- Krankenversicherung die Ausdehnung der Unterstützung von 13 auf weiterung der Unterstützungen eintreten soll." 26 Wochen zu decken. Der Satz von 3 Proz., das hat Herr Beckmann selbst gesagt, foll dazu dienen, um den gegenwärtigen Besigstand der Kassen Gemeinde- Krankenversicherung durchaus rückständig iſt, ſtimunt diefer zu erhalten. Und Herr Trimborn, der selbst anerkennt, daß die bitten, den rückständigen Gemeindeversicherungen nicht die Mög Verewigung der Gemeinde- Krankenkassen zu. Ich möchte dringend lichkeit zu geben, die Arbeiter auszubeuten.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Abg. Lenzmann( frf. p.): 1610 Staatssekretär Graf Posadowsky: § Ein Antrag Trimborn( C.) Lenzmann( frs. Vp.) will 10 folgenden Zusatz geben:" Es dürfen die Einnahmen aus Erhöhungen der Beiträge über 2" Proz. nicht verwendet werden, um Vorschüsse zu decken, die aus einem früheren Zeitraum als den legten zwei Rechnungsjahren herrühren." Abg. Röficke- Dessau( frs. Vg.) hält diesen Antrag für eine wesentliche Verbesserung und will dafür stimmen. Abg. Trimborn( C.) befürwortet seinen Antrag. Staatssekretär Graf Pesadowsky behält sich die Stellung der Die Anträge Trimborn und Hofmann- Dillenburg werden an= augenommen. Abgg. Albrecht und Genossen( Soc.) beantragen, die Worte: wenn die Zahl" bis„ beträgt" zu streichen. Dieser Antrag wird nach kurzer Befürwortung durch den Abg. Stadthagen( Soc.) abgelehnt. Jn§ 17 beantragen die Abgg. Albrecht und Genossen( Soc.) die Bestimmung zu streichen:„ Gegen die Verfügung der höheren vorwärts, aber sie bedeutet immerhin eine Wohlthat für die arbeitende Die Regierungsvorlage thut zwar nur einen winzigen Schritt Klasse. Ich würde es vor meinen Wählern nicht verantworten können, durch Zustimmung zu Abänderungsanträgen, die im Augenblice un Die Novelle bestimmt, daß der ortsübliche Tagelohn festgesetzt durchführbar sind, das Zustandekommen der Vorlage vereiteln zu werden soll von der höheren Verwaltungsbehörde, nachdem Vertretern helfen. Ich verstehe ja die andre Stellung des Krantentassen der Arbeitgeber und der Versicherungspflichtigen Gelegenheit zu einer Kongresses, aber wir bilden hier keinen Krankenkassen- Kongreß Aeußerung gegeben ist. Wer diese Vertreter der Arbeitgeber sein sondern einen gefeßgebenden Faktor. Nun wird die winzige Zeit ( Oho! bei den sollen, das ist nicht näher bestimmt. Einen von uns in dieser Be- auch noch vertrödelt durch überflüssige Reden. ziehung in der Kommission gestellten Antrag haben wir jetzt als Socialdemokraten. Sehr gut! rechts und im Centrum.) augenblicklich aussichtslos nicht wiederholt, sondern wir haben uns Vicepräsident Büsing: Herr Abg. Lenzmann, Sie dürfen die Reden mit der Wiederholung eines Antrags begnügt, der das Minimum von Abgeordneten nicht als überflüssig bezeichnen.( Abg. Stadthagen des ortsüblichen Tagelohns festiegt. In Niederbayern giebt es zahl- ruft: Seine eignen doch! Heiterfeit.) Heiterteit.) Sieje Reden schon auf dem reiche Ortschaften, in denen der Tagelohn erwachsener männlicher und Abg. Lenzmann: Wir haben alle diese Reden weiblicher Arbeiter 75 f. bis 1,20 m. beträgt! Solche Summen Krankenkassen- Kongreß gehört, deshalb meine ich, sind sie hier über- Regierung zu diesem Antrag vor. können der Berechnung des Krankengeldes auf keinen Fall zu Grunde flüffig. gelegt werden. Sie müssen dem Arbeiter doch allerwenigstens eine Vicepräsident Büsing: Durch diesen Zusatz wird die Sache nicht Summe gewähren, bei der ein Finanzgenie nicht gerade verhungern besser.( Seiterkeit.) Sie haben immerhin ausgesprochen, daß die genommen, die Anträge Albrecht abgelehnt, ebenso der Jin Regierungsbezirt Königsberg beträgt der ortsübliche Reden, die ein Abgeordneter hier gehalten hat, überflüssig gewesen lage die Möglichkeit der Erhöhung der Beiträge von 2 auf 8 Proz. muß. Antrag Lenzmann- Röside. Darauf wird gemäß der VorTagelohn für männliche Arbeiter mit Ausnahme von Königsberg find. Das ist mit der Ordnung des Hauses nicht ganz verträglich. lage die Möglichkeit der Erhöhung der Beiträge von 2 auf 3 Proz. und einigen andren Städten weit unter 2 Mart, für weibliche Abg. Lenzmann: Mein Antrag wendet sich gegen eine über-§ 16 handelt von der Errichtung von Orts- KrankenArbeiter in einzelnen Fällen nur 75 oder 80 Pfennig, durchschnittlich triebene Förderung des Systems der Gemeindeversicherung, wie sie taffen. Es wird u. a. bestimmt:„ Die Errichtung ge= 1 Mart. Selbst im Regierungsbezirk Potsdam beträgt, besonders die Vorlage herbeiführen würde. Im übrigen verwahre ich mich meinsamer Drts- Krankenkassen für mehrere Gewerbszweige oder auf dem platten Lande, der durchschnittliche ortsübliche Tagelohn dagegen, daß man aus unsrer momentan ablehnenden Stellung zu Betriebsarten ist zulässig, wenn die Zahl der in den einzelnen für männliche Arbeiter unter 2 M., ein Beweis, daß überall da, wo den focialdemokratischen Anträgen principielle Schlüsse zieht. Bir Gewerbszweigen und Betriebsarten beschäftigten Personen weniger ein Wahlkreis konservativ vertreten ist, der Tagelohn ganz minimal haben ja durch die Nesolution der Regierung die Notwendigkeit als 100 beträgt." ist. In den Kreisen Allenstein, Labiau, Neustadt i. Westpr., Konig, weiterer Reformen dringend ans Herz gelegt.( Beifall links.) Rosenberg, Schlochau, im Landkreise Breslau sowie in sämtlichen Landkreisen der Regierungsbezirke Breslau und Liegnik, im Kreise Sprottau, in sämtlichen Kreisen des Regierungsbezirts Oppeln beträgt Die Beratungen erinnern mich unwillkürlich an das Märchen der, ortsübliche Tagelohn sogar noch unter 1,50 Mark! In ein- von dem Mädchen, das am Abend Gold sammelt und, als es zelnen Gegenden fintt der Jahresverdienst erwachsener männlicher morgens erwacht, entdeckt, daß es nur Asche iſt. Man ist jetzt Arbeiter auf 240 M.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Man eifrig bemüht, nachzuweisen, daß die Vorlage, die die Regierung Verwaltungsbehörde, durch die die Errichtung einer gemeinsamen muß, nachdem unsre Anträge auf Gewährung höherer Prozentjäge für einen wesentlichen Fortschritt hält, nichts wie Aſche iſt. Es ist des Tagelohns für die Unterstützungen abgelehnt sind, doch wenigstens ja verhältnismäßig einfach, hier Anträge zu stellen, die allerdings Drtsfrankenkasse angeordnet wird, steht der Gemeinde innerhalb vier eine auskömmliche Grundtare für die Krankengeldbemessung schaffen. eine wesentliche materielle Verbesserung der Krankenversicherung dar- Wochen die Beschwerde an die Centralbehörde zu." Abg. Stadthagen( Soc.) befürwortet diesen Antrag. Es sei kein Früher wurde selbst von nationalliberaler Seite es steckte damals stellen. Auch die verbündeten Regierungen find sich dessen bewußt, noch ein ganz andrer socialpolitischer Zug in den Nationalliberalen daß noch wesentliche Verbesserungen notwendig sind und kommen erkennbarer Grund vorhanden, warum den Gemeinden ein Beschwerdeals heute gefagt, es sei ganz gleichgültig, ob man die Arbeiter werden, aber, wie bei so vielen großen Gedanken, spielt hier die recht gegen einen behördlichen Beschluß auf Centralisierung des zur Hälfte oder nur zu einem Drittel verhungern lasse, man müsse Finanzfrage eine gewichtige Rolle. Wenn die gestellten Abänderungs- Krankenkassenwesens zustehen solle. Der Antrag wird abgelehnt. ihnen etwas Auskömmliches gewähren. Also nehmen Sie unfren anträge durchgehen würden, so ist es mathematisch ganz unzweifel§ 20 handelt von den Leistungen der Drts- Krankenkassen. intrag an, der in Uebereinstimmung steht mit den Beschlüſſen des baft, bak felbst nach Erbigungen ungefähig ein würden. Unter andern foll nach der Novelle den Wöchnerinnen Drts Krankenkassen nicht mehr eine Unterstützung in Höhe des Krankengeldes auf die Dauer von Krantentassentages. neue Novelle die BeiDas Gesetz hat doch den Zweck, die Armenlasten der Gemeinden Dann müßten entweder durch eine zu verringern. Soll dieser Zweck aber erreicht werden, dann müffen träge erheblich erhöht, vielleicht auch anders verteilt werden, sechs Wochen nach der Niederkunft( nach dem bestehenden Sie die Unterstützung wenigstens so festiegen, daß ein Arbeiter not- oder eine Reihe von Orts- Krankenkassen würden in Gemeinde- Gesez mindestens 4 Wochen nach der Niederkunft, und soweit die dürftig damit leben kann. Das ist mit 50 Bf. Strankengeld un- Strantenkaffen umgewandelt werden müssen, also gerade die Form Gewerbe- Ordnung, die Beschäftigung der Wöchnerinnen für eine möglich wenn Sie unfren Antrag nicht annehmen, so werden trot auehmen müſſent, die hier bekämpft wird und die auch nach dem längere Zeit untersagt, für dieje Beit) gewährt werden. des Krankenversicherungs- Gesetzes viele Arbeiter der Armenpflege zur Gefeß nur als Eventualform gedacht ist. Mein Kommissar wird Last fallen und dadurch auch noch ihres Wahlrechts verlustig gehen. mathematisch nachweisen, daß diese 3 Prozent notwendig sind und zwölf Wochen lang gewähren, von denen sechs vor und sechs unmittelbar nach der Niederkunft liegen müssen. Außerdem will Unser Antrag ist auf dem legten Strantenkassen- Stongreß einstimmig daß die verbündeten Regierungen deshalb das höchste Gewicht auf der Antrag den Wöchnerinnen zugesichert wissen: Freie Gewährung Bestimmung legen müssen. Ich füge hinzu, daß, angenommen und ich erwarte, daß auch das Centrum für ihn ein- diese der erforderlichen Hebammendienste und freie ärztliche Behandlung einen entgegengefeßten Antrag annehmen, ich treten wird, da der Abg. Cahensly auf jenem Krankenkassen- Kongreß wenn Sie der Schwangerschaftsbeschwerden. Ferner soll nach dem Antrag nicht gegen den Antrag gestimmt hat. Man könnte uns entgegnen, feine Gewähr dafür bieten kann, daß im Bundesrat Die finanziellen Grundlagen Albrecht das Sterbegeld, das jetzt den 20 fachen Betrag des die Gemeinde- Krankenversicherung, um die es sich hier im§ 8 allein Vorlage Zustimmung findet. handelt, tommt berhältnismäßig wenig in Betracht. Das ist zwar für die Borlage missen vorhanden sein, wir würden einem Tagelohns beträgt, mindestens 50 Mart betragen. Abg. Molkenbuhr( Soc.) befürwortet diese Forderungen. Bisher die Absicht der Gesetzgebung in der That gewesen, in der Praris Gefeß nicht zustimmen können, für das nach der Ansicht der ver- gewährt das Krankenkassen- Gesetz erst in dem Moment eine Unter aber ist die Gemeinde- Strankenversicherung fehr ausgedehnt, weil bindeten Regierungen die finanzielle Grundlage fehlen würde. Es viele Gemeinden fie für in ihrem Interesie nicht im Intereffe ist eine gründliche Reform der Krankenkassen- Versicherung in Ausfügung, wo die Schwangere zur Wöchnerin geworden ist. Nach der Arbeiter praktischer halten, und sich mit aller Macht gegen sicht genommen, und man wird dabei erneut die Frage prüfen, ob unserm Antrag soll auch vor der Geburt eine Unterstügung ge= die Errichtung von Orts- Krankentassen sträuben. Der Abg. Richter es finanziell möglich ist, noch weitere Verbesserungen vorzunehmen. währt werden. Wiederholt ist durch ärztliches Zeugnis erwerbshat diese Entwicklung seiner Zeit sehr richtig vorausgesagt. Unter Aber solange die Beiträge der Mitglieder die jetzige Grenze haben, unfähiger Schwangeren eine Unterstügung verweigert worden, weil die Eriverbsunfähigkeit von andren Gründen als der Schwangerschaft diesen Umständen sind Sie verpflichtet, unfren Antrag anzunehmen, muß auch das, was den Mitgliedern geboten werden kann, sich nach herrühre. Diesen Zustand halten wir für eine ungerechtigkeit. Vor für den sich nicht nur alle Arbeiter, sondern auch alle Arbeitgeber dieser Grenze richten. allen Dingen halten wir freie ärztliche Hilfe für die Wöchnerinnen auf dem Krankenkassen- Kongreß ausgesprochen haben.( Bravo! bei Geheimrat Dr. Beckmann legt zahlenmäßig dar, daß die Mög- für notwendig, um der Entwicklung von Frauenkrankheiten vorzubeugen. Das liegt im Interesse der Krankenkassen selbst. Für die Gesamtfinanzierung der Kaffen kommt die aus unserm Antrag entstehende Mehrausgabe nicht wesentlich in Betracht. Ich bitte, diese Anträge, ben Socialdemokraten.) Unter Ablehnung des Antrags Albrecht wird§ 8 urverändert angenommen. die lichkeit der Erhöhung der Beiträge bis auf 3 Proz. notwendig fei, um es unter allen Umständen zu vermeiden, daß eine GemeindeKrankenkaffe liquidiere. die sehr segensreich wirken müssen, anzunehmen.( Bravo! bei Socialdemokraten.) Hos den Präsident Graf Ballestrem teilt mit, daß ihm foeben eine) Nächste Sigung Montag 11 Uhr.( Rechnungssachen, Nach Interpellation Graf Limburg Stirum von Nortrags- Etat, Petitionen, Krankenkassen Gesez, Der Antrag Albrecht wird abgelehnt,§ 20 nach den man( t.) zugegangen sei: Ist der Reichskanzler bereit, Auskunft phor Vorlage. Kommissionsbeschlüssen angenommen, ebenso debattelos§§ 21-26. zu geben, wann die bestehenden Handelsverträge gekündigt werden? Schluß 58 Uhr. Darauf verta gt sich das Haus. ( Unruhe links.) " III. Wahlkreis. 8nglisch. Unterricht und außer dem Hause ( Einzel- oder im Cirkel) erteilt 10602* 6. Swienty geb. Liebknecht, Dienstag, den 28. April 1903, abends 8 Uhr: Schöneberg, Gedanstraße 57, III. Volks- Versammlung Berliner Nordpark Müllerstrasse 148. Gesangvereine des Arbeiter: Sängerbundes mit größerem Anim großen Saale von Buggenhagen am Morigplatz. hang für die Frühtonzerte an beiden Tages Ordnung: Pfingstfeiertagen unter sehr gün ftigen Bedingungen gewünscht. Die Direktion. Café Restaurant 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Reichstags- 13302* Abgeordneter Wolfgang Heine. 2. Diskussion. NB. Die Wähler des III. Wahlkreises find zu dieser Ver: sammlung besonders eingeladen. 212/1 Moabit! Die Vertrauensleute. Moabit! VI. Wahlkreis. Chokolade 20 Pf. F. Heinisch, Dresdenerstr. 128/29. Staffee 10 u. 15 Pf. Gute Küche. 2 Billards, Stunde 40 Pf., bestens empfohlen.[ 10432* Großer Mittag und Abendtisch B. Liebehenschel Mariannenstr. 48. Kakao 20 Pi. 20 Mittwoch, den 29. April, abends 8, Uhr, im Moabiter Kasino, Vereinsz. 40 Perf. noch zu vergeben. Wilsnackerstr. 63: Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: ـوو 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 28. April 1903, abends 8 Uhr, in Kellers großem Saale, Koppenstraße 29: Wähler- Versammlung. Tages- Ordnung: 214/ 5* 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Paul Singer: Die bevorstehende Reichstagswahl und die gegnerischen Parteien. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Wahl- Komitees. Die Gegner werden hiermit eingeladen. Die Vertrauensleute. VI. Wahlkreis. Dienstag, 28. April, abends 8%, Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10/11: Volks- Versammlung. Luna- Festsäle", neter Genosse Ledebour. 2. Diskussion. Neue Königstr. 7. Empfehle meine Säle nebst 500 Bersonen faffendem Naturgarten mit Theaterbühne sowie zwei verdeckte 1. Der Aufmarsch der Parteien zum Wahlkampf. Referent: Sommerlegelbahnen, zur Abhaltung Genosse S. Katzenstein. 2. Diskussion. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein 219/19 Der Vertrauensmann. bont Vereins Festlichkeiten; Sonntags. Tagesordnung: 1. Um was fämpfen wir bei der Wahl? Referent: Reichstags- AbgeordZu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. Rixdorf. 247/ 10* auch Mittwoch, den 29. April 1902, abends 8 Uhr, im großen Saale der Neuen Welt", Hafenheide 115-116: G. Goldgräbe. Ziehung 19. Mal Central- Verband der Maurer Deutschlands. Stettiner Lose ( Bezirk Wedding.) Am Mittwoch, den 29. d. M., abends 8 Uhr, im ,, Wedding- Park", Müllerstr. 178: Mitglieder- Versammlung. Tages Drdnung: 1. Bortrag des Genossen Fülle über: Die bevorstehende Reichstagswahl". 2. Bericht aus den Bertretersizungen. 3. Antrag der Berliner Oblcute. Guten Besuch erwartet Der Obmann. 137/7 Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 27. April, abends 8, Uhr, in Kussins AndreasFestsälen, Andreasstraße 21: Ordentliche a M. Pferde11Lose10M., Porto u.Liste20Pf Gewinne können nach Ziehg. freihändig oder auf Auktion gut verwertet werden gegen Bar- Geld. 4114 Gewinne im Gesamtwerte von M. 135,000 davon 110 Reit- und Wagenpferde mit 7 Equipagen: M. 112,000 4000 Silbergewinne mit M. 21,200 u. 10 eleg. Fahrräder 1800 M. Lose versendet d. Gen.- Debit: Volks- Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Reichstagswahl. Referent: Reichstags- Abgeordneter Genosse August Bebel. 2. Diskussion. Der Einberufer. Einen recht zahlreichen Besuch erwartet Bauhandwerker! Bauberufe! 232/ 9* Laut Beschluß einer am 14. April stattgefundenen Versammlung ist mit 537 gegen 19 bei 3 ungültigen Stimmen der allgemeine Ausstand überall da erklärt worden, wo die Unternehmer unsern Tarif nicht anerkannt haben. Da schon sofort eine große Zahl der maßgebendsten Firmen bewilligt haben, so wird zu diesem Zweck an alle arbeitenden Stuffateure eine rote Arbeitsberechtigungskarte ausgestellt, welche mit dem Stempel des Centralverbandes der Stukkateure Deutschlands( Filiale Generalversammlung. Lud. Müller& Co. Berlin) verſehen iſt. Tages Ordnung: 1. Kassenbericht vom 1. Quartal 1903. 2. Der Stand unsrer LohnBewegung. 3. Stellungnahme zur Maifeier. 4. Gewerkschaftliches. Eintritt wird nur Mitgliedern gestattet. Um zahlreichen Besuch bittet 25/15 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Achtung! Kistenmacher. Montag, den 27. d. M., abends 8, Uhr, im Lokal des Herrn Kussin, Andreasstr. 21( oberer Saal): General Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom lekten Quartal. 2. Bericht über die durch den Parteivorstand gepflogenen Einigungsverhandlungen. 3. Wahl des gesamten Vorstandes. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder erwartet 103/4 Der Vorstand. J. A.: Karl Judel Achtung! Westpreussen! Achtung! Sonntag, den 26. April, vormittags 11, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Versammlung aller Genoffen und Genossinnen Berlins und Umgegend. Lages Ordnung: 1. Was können wir zur diesjährigen Reichstagswahl für die Heimat thun? 2. Diskussion. Genossen, Genossinnen und Heimatfreunde! Der wichtigen Tages ordnung wegen bittet recht zahlreich zu erscheinen Der Einberufer. 8356 Telegr.- Adr.: Berlin, Breitestr.5 Glücksmüller Cigarren$ 195 welche Sturm und Unwetter durch gelitten, verkaufe bedeutend unter Preis Wichtig für Händler! S. Glaser, Invaliden- Strasse, Wir ersuchen alle Bauberufe, in üblicher Weise jeden arbeitenden Stukkateur an seine Pflicht zu erinnern, damit unser Vorgehen in wenigen Tagen ein erfolgreiches ist. 173/17 Die Streikleitung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. Die Stichwahl zum Verbandstag Ecke Eichendorff- Str. findet am Sonntag, den 26. April, statt und zwar in der Zeit von 36 Markvormittags 10 Uhr bis nachmittags 1 Uhr. Eleganter Anzug oder Paletot Gewählt wird in folgenden Lokalen: nach Mass mit zwei Anproben. S. So.: Gewerkschaftshaus, Saal 1. W.( Schöneberg): D. Kumte, Bülowstr. 59. Wer selbst Stoff hatww.abit) Kronenbrauerci, Alt- Moabit 47. 115/ 17* 0.( Schöneweide): E. Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18. Weißensee: W. Schmuz, König- Chaussee 38. Charlottenburg: Voltshaus, Rosinenstr. 3. fertige eleganten Anzug oder O.:. Stienis, Gr. Frankfurterstr. 133. Steglit: F. Schellhase, Ahornstr. 15 a. Paletot mit guten Zuthaten N.: A. Abendroth, Badstr. 42/43; J. Wernau, Schwedter- Rigdorf: E. Mercier, Steinmeßstr. 113. straße 23; B. Raabe, Kolbergerstr. 23. Spandau: F. Böhle( vorm. Radtke), Neumeisterstr. 5. für 20 Mark. Die Stimmlisten werden an den Eingängen zu den Wahllokalen verteilt. Ohne Mitgliedsbuch kann niemand wählen. Die Vertrauensleute haben unter allen Umständen den Mitgliedern die Bücher aus: Die Ortsverwaltung. Krüger, Schneidermeister, Berlin N., Lortzingstr. 2 III. zuhändigen. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. 115/2 Achtung! Radfahrer u. Radkäufer, Achtung! Sonntag, den 26. April 1903, vormittags 10 Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29: Montag, den 27. April 1903, abends 8 Uhr, bei Patt, Dragonerstr. 15: Oeffentliche Verfammlung. Tages- Ordnung: Grosse Klempner- Versammlung. い Tages Drdnung: 1. Weshalb sollte sich jeder Radfahrer und Radkäufer der Berliner Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Die Vorschläge der Arbeitgeber und unsre Stellungnahme hierzu. Einkaufs- Genossenschaft anschließen? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 106/20 Die Geschäftsstelle, Marfiliusstr. 19. Alle Interessenten find hierzu eingeladen. Achtung! Etuisarbeiter. Achtung! Morgen Montag, den 27. April, abends 8% Uhr: Branchen- Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dupont über: Die Gewerkschaften und die Tommenden Reichstagswahlen. 2. Diskussion. 3. Maifeier. 4. WerkstubenAngelegenheiten und Berschiedenes. 23/20 Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vertrauensmann. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 27. April, abends 8, 1hr, im„ Rosenthaler Hof", Rosenthalerstr. 12: 169/16 General- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht vom 1. Quartal 1903. 2. Bericht der Delegierten von der Gewerkschaftskommiſsinn. 3. Aufstellung eines Regulativs für die Vertreter- Wahlen. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Referent: Cohen. Kollegen! Es haben am Donnerstagabend Verhandlungen der beiden Kommissionen stattgefunden. Es ist notwendig, das Resultat dieser Verhandlungen den Kollegen zu unterbreiten und die Meinung der Kollegen zu hören. Wir erwarten auf das bestimmteste, daß jeder Kollege zur Stelle ist. Die Meister find zu dieser Versammlung schriftlich eingeladen. ArbeiterSamariter+ Kolonne. Gegründet 1888. Arbeiter und Arbeiterinnen! " Die Ortsverwaltung. 115/ 19* Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 27. April, abends 8, 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Dr. Mag Osborn über: Böcklin. Mit Borführung eines Lichtbilder- Apparats. Gäste willkommen. [ 55/9] Der Vorstand. Bibliothel steht un- Verband aller in der Stickerei- Brauche beschäft. Personen. Morgen, Montagabend 9 Uhr, beginnt ein neuer SamariterKursus in der Centrale Dresdener Garten", Dresdenerstraße 45. Vortrag über Anatomie( Bau des menschlichen Körpers). Einschreibegeld 25 Pf., monatlicher Beitrag 25 Pf. Bibliothek steht unentgeltlich zur Verfügung. Anfragen und Aufträge sind an den Vorsitzenden E. Stein, Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 40, Geldsendungen an den Kassirer G. Hellmuth, O., Langestr. 22, zu richten. Beginn des Kursus in der Filiale Brunnenstr. 154 am Montag, den 4. Mai. Zahlreichen Besuch erwartet Musikwerke mit auswechselbaren Notenscheiben fowie Zithern. Schönste Familienunterhaltung. Geringe Teilzahlung. Neue Königstr. 47 II, Alexanderpl. I 261/4 Der Borstand. Verfallene Pfänder! Zum Fest! Goldsachen wie Brillanten jeder Art, gold. u. filb. Uhren, Ketten, Ringe, fauber u. schön, werd.spottb. verk. Altes Gold, Silber w. get. 1. in Bahl. gen. in Pfandl. Prinzenstr. 28, 1, Ede Ritterjiv. Mittwoch, den 29. April, abends Punkt 8%, Uhr: General- Verfammlung in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, der Delegierten und der Kommissionen. 2. Wahl des Vorstandes usw. 3. Anträge. 4. Tarifberatung. 5. Berschiedenes.. Mitgliedsbuch legitimiert! Gäste haben keinen Zutritt! Aufnahme von Mitgliedern vor der Versammlung, Zur Beachtung! Am Sonnabend, den 16. Mai cr. findet im großen Saale der, Arminhallen" unser zweites Stiftungsfest ftatt, und sind Billets zu demjelben im Arbeitsnachweis, Ballstr. 32/33, sowie in der Versammlung zu haben. 286/7 Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Schöneberg. Freitag, den 1. Mai, von nachmittags 4 Uhr ab: Mai= Feier in den Obstschen Lokalitäten, Meininger- Strasse No. 8. Konzert, Gesangs- u. humoristische Vorträge, Reigenfahren, lebende Bilder, Kinder- Fackelzug usw. Festrede, gehalten von Albert Massini. Entree 20 Pf. 15/7 Orts- Krankenkasse d. Mechaniker, Optiker und verwandten Gewerbe. Ordentliche General- Versammlung sämtlicher Vertreter am Mittwoch, den 6. Mai, abends präc. 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15( Saal 1). Tagesordnung: In getrennter Wahlversammlung. Für die Vertreter d. Kassenmitglieder: Tanz frei. Erjahwahl v. 2 Mitgliedern z. Vorstand. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. In gemeinschaftlicher Versammlung. Der Vorstand des Wahlvereins. 1. Abnahme der Jahresrechnung für 1902. 2. Antrag des Vorstandes auf Abänderung der Kontrollvorschriften eventuell Anstellung eines Krankenfontrolleurs. 3. Desgleichen auf Abänderung des§ 14 des Statuts. 4. Bericht der Kommission zur Regelung der Beamtengehälter. 5. Bericht und Neuwahl der Beschwerde Kommission. 6. Verschiedenes. Achtung! Putzer Achtung! Zur Maifeier ersuchen wir die Kollegen Berlins und der Vororte am 1. Mai, vormittags 10 Uhr, in der Versammlung bei Keller, Koppenstr. 29, pünktlich zu erscheinen, da Maikarten außer in der Versammlung nicht ausgegeben werden. Etwaige Gemtaßregelte bitten wir, sich in ihrem eignen Interesse am 2. Mai im Bureau zu melden. 133/14 Die örtliche Verwaltung. J. A.: H. Neumann. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Montag, den 27. April 1903, abends 8%, Uhr, Bezirksversammlung für Westen, Südwesten und Schöneberg im ,, Klubhaus", Schöneberg, Haupt- Strasse 5 und 6. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Ergänzungswahlen zur BezirksIeitung. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 116/1 Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Zur Beachtung! Bie in den Vorjahren gelangen auch diesmal für diejenigen Kollegen, welche verhindert sind, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern, Maimarken zum Preise von 50 Pf. zur Ausgabe. Dieselben sind bei allen Kassierern und ZahlstellenInhabern erhältlich. Wir erwarten, daß die Kollegen für regen Bertrieb Sorge tragen. Die Ortsverwaltung. Berlin, den 28. April 1903. Der Vorstand. : Erh. Schlenker, Borjisender. Beschwerden, zu deren Erledigung die Einsicht der Kaffenafien erforder= im Staffenlokal einzureichen. lich ist, find bis zum 3. Mai schriftlich Sollte diese Tagesordnung nicht erledigt werden, so findet die Fortsetzung der Generalversammlung am 13. Mai in dem gleichen Lokal statt. Der Jahresbericht für 1902 ist er schienen und kann im Kaffenlokal in Empfang genommen werden. 8995 Freitag, den 1. Mai 1903: Maifeier der Socialdemokraten Berlins 1. Kreis: in folgenden Lokalen: Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. 2. Kreis: Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. 3. Kreis: Neue Welt, Hasenheide 108-114. 4. Kreis( So.): Sanssouci, Kottbuserstrasse 4a. 4. Kreis( 0.): Kellers Festsäle, Koppenstrasse 29. Lipps, Am Friedrichshain 42/49. 5. Kreis: Schweizergarten, am Königsthor. 6. Kreis: Fröbel( fr. Puhlmann), Schönh. Allee 148. Berliner Prater, Kastanien- Allee 8/9. Ballschmieder, Badstrasse 16. Weimanns Volksgarten, Badstrasse 56. Bernhard Rose, Badstrasse 58. Feldschlösschen, Müllerstrasse 142. Eiskeller, Chausseestrasse 88. Wilhelmshof, Alt- Moabit 104/105. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Konzert Gesangsaufführungen des Arbeiter- Sängerbundes Festrede. Vorführungen der Arbeiter- Radfahrer. Auftreten der Arbeiter- Turnvereine. Feuerwerk. Kinderbelustigungen aller Art. Kinematographische Vorstellungen. Lebende Bilder. Recitation. Grosser Ball. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. 219/ 8* Anfang 3 Uhr nachmittags. Alles Nähere siehe Plakate der einzelnen Kreise. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den Sälen statt. Zu recht zahlreichem Besuch laden ein ndoa wa Die Vertrauensleute. Mai- Versammlungen 1903 doeldges) der im Gewerkschafts- Kartell Deutscher Holzarbeiter- Verband vereinigten Organisationen für Berlin und Umgegend Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 29. April, abends 814 Uhr: Generalversammlung bei Keller, Roppenstraße 29. Tages- Ordnung: 1. Kassenbericht vom I. Quartal. Bericht des Borstandes, des Arbeitsvermittlers und der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Wahl eines Mitgliedes zur Ortsverwaltung, zum Ausschuß und zum Gauvorstand. 3. Antrag auf Ausschluß mehrerer Mitglieder. Verbandsangelegenheiten. Nur Eintritt mit Mitgliedsbuch. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Die Ortsverwaltung. Korbmacher! Achtung! Montag, den 27. April, abends 81%, Uhr, Engel- Ufer 15: Branchen- Versammlung. Zages Ordnung: Branchen- Angelegenheit und Verschiedenes. Zum zahlreichen Besuch ladet ein Die Kommiffion. 81/9 Bezirksversammlung für Friedrichsberg findet Montag, den 27. April, abends 8, Uhr, im Lokale des Herrn Lutterbüse, Friedrich- Karlstraße 11, statt. Tages- Ordnung: 1. Wie und wo feiern die Friedrichsberger Kollegen den 1. Mai? 2. Verbandsangelegenheit. 3. Verschiedenes. Nicht- Verbandsmitglieder haben Zutritt. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! = Die Branchen Versammlung fällt für diesen Monat wegen der am Mittwoch, den 29. April, stattfindenden Generalversammlung aus. Die Branchen- Kommission. Achtung! Einleber! Achtung! Mittwoch, den 29. April, abends 7 Uhr, Gewerkschaftshaus, Saal 1: Branchen- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Verschiedenes. Wegen der Generalversammlung wird die Versammlung pünktlich eröffnet. Der Obmann. Täschner und Koffermacher! Montag, den 27. April, abends 8, hr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Außerordentliche Branchen- Versammlung. Auf der Tagesordnung steht unter andrem: Freitag, den 1. Mai, vormittags 10 Uhr. Die Versammlungen finden mit Frauen statt. Tagesordnungen in sämtlichen Versammlungen: Die Bedeutung des ersten Mai. 201 Bauarbeiter. Englischer Garten, Alexander- Straße 27c. Referent: Carl Stripp. Fliesenleger bei Carl Patt, Dragoner- Straße 15. Referent: Franz Wegner. Holz- und Bretterträger sowie Brettschneider. Königstadt- Kafino, Holzmarkt- Straße 72. Referent: Jonny Hinrichsen. Hausdiener und Packer 19 bei Cohn, Beuthstraße 19, I, mittags 12 Uhr. Referent: Waldeck Manasse. Isolierer und Rohrumhüller bei Schneider, Belforter- Straße 15. Referent: Mag Kotke. TerKistenmacher. Restaurant Stechert, Andreas- Straße 21. 919 Referent: Mag Straffer. Kürschner. Altes Schützenhaus, Linien- Straße 5. Referent: Andreas Kleinlein. Maler und Kleber bei Feuerstein, Alte Jakob- Straße 75. Referent: Wilhelm Berndt. Die Wahl der Branchen- Obmänner und der Kuw Maurer. Agitationsfommission. Berichterstattung über den Stand der Lohnbewegung der Koffermacher. Das Erscheinen fämtlicher Mitglieder ist dringend notwendig. Die Branchenleitung. J. A.: Carl Weyher. 157/2 Achtung! Vergolder. Achtung! Verband der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin. Montag, den 27. April 1903, abends präcise 8 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20( groker Saal): Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 225/6 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Griaswahl eines Revisoren zur Filial- Kaffe. 3. Bericht der Delegierten der Gewerkschaftskommission und Neuwahl derselben. 4. Bericht der Delegierten von der Generalversammlung München. 5. Wahl des gesamten Hauptvorstandes. 6. Berschiedenes. Kollegen Wegen der hochwichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10-11. Referent: Victor Fränkl. Musikinstrumentenarbeiter bei Graumann, Naunyn- Straße 27. Referent: M. Schütte. Möbelpolierer. Restaurant Königsbank, Große Frankfurterstraße 117. Referent: G. Reuter. Portefeuiller und LederGalanteriearbeiter. Restaurant Fürstenhof, Köpnider- Straße 137-138. Referent: Dr. Wollheim. Tischler bei Zöls, Köpnider- Straße 137. Referent: A. Dannenberger. Töpfer. Husflug nach Birkenwerder. 286/8 Treffpunkt: 8 Uhr Bahnhof Gesundbrunnen. Abfahrt daselbst um 82 Uhr. Abmarsch von Waidmannslust um 10 Uhr. Zinkgiesser und Stürzer. 好好 Husflug, 爆 爆 Zimmerer. Unter Mitwirkung des Gesangvereins der Zimmerer. Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11-13. Referent: Stadtverordneter Ernst Obst. Gruppen- Versammlung in den Boruffia- Sälen, Ackerstraße 6-7. Referent: Carl Wermuth. Bäcker begeben sich direkt nach der Versammlung. Bleiglaser begeben sich direkt nach der Versammlung. Bürsten- und Pinselmacher treffen sich am 1. Mai früh 8 Uhr bei Günzel, Rosenthalerstr. 57. Konfektionsarbeiter und Arbeiterinnen begeben sich direkt nach der Versammlung. Metallarbeiter, Treffpunkt um 81, Uhr bei Carl Patt, Dragonerstr. 15. Rohrer treffen sich um 8½ 1hr bei Carl Patt, Dragonerstraße 15. Schirmmacher begeben sich direkt nach der Versammlung. Gewerkschaftlicher Frauenverein. Den Mitgliedern steht es frei, sich einer der vorstehenden Berfammlungen anzuschließen. Die Gewerkschaften haben das Anmelden der Versammlungen selbst zu besorgen. Bei den Zusammenfünften bedarf es feiner Anmeldung. Ueber die Anzahl der Versammlungsbesucher ist dem Bureau, Dragonetstr. 15, Mitteilung zu machen. Die Mitglieder werden ersucht, sich mittags und abends an den Parteifeftlichkeiten rege zu beteiligen. Auf zur Mai- Versammlung! philount Der Husfchufs. Achtung, Gewerkschaften! 1919-18M Geffentliche Mai- Versammlungen am Vormittag des 1. Mai. Sämtliche Verfammlungen finden mit Hilfsarbeitern und frauen statt. Die Tagesordnung in sämtlichen Versammlungen lautet: Die Bedeutung des 1. Bekleidungs- Industrie. = Mat. Jordained Gruppen Bersammlung, Gewerkschafts- Nahrungs- und Genussmittel- Gewerbe. Referent: R. Hübsch. Textilarbeiter, Wäschebranche, Posamentiere, Hutmacher, Färber, Kürschner, Defateure, Stickereiarbeiter usto. gehen direkt in die Gruppen- Versammlung. Gruppen- Versammlung, Cohns Festsäle, Handels-, Transport- u. Verkehrs- Gewerbe. Bentoftr. 20, Großer Saal, mittags 12 Uhr. Referent: G. Bernhardt. Die Handlungsgehilfen und Gehilfinnen, Bureau- Angestellte, Kaufleute, Handelshilfsarbeiter, Geschäfts-, Arbeits- und Droschkentutscher, Lagerhalter, Fensterpuger kommen im Versammlungslokal zusammen. Gewerkschaftshaus, Gaal V, vormittags 10 Uhr. Leitergerüstbauer, Sektion d. C.-V. d. H. u. T.- Arb. Referent: Gebert. ene Welt, vormittags 10 Uhr. Referent: Reichstags- Abg. A. Bebel. 8usammenkunft der einzelnen Gewerbe. Holzarbeiter. Gruppen- Versammlung: Nene Welt, Hafenheide 106-114, Tischler gehen direkt nach der Neuen Welt. Böttcher Barkettbodenleger Einjezer Stammmacher Stockarbeiter Korbmacher Drechsler. Bürstenmacher Berlmutterarbeiter Musikinstrumentenarbeiter Jalousie- Arbeiter Stellmacher Bauanschläger Modell- und Fabrittischler Bilderrahmenmacher itimliEk& lis; of vormittags 8 Uhr bei Merkowski, Andreasstr. 26. im Gewerkschaftshaus, Saal VIII. Saal III. " " " " " 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 3000 " " Gruppen Versammlung bei Brochnow( früher Nieft), Weberstr. 17, vormittags 10 Uhr. Referent: Georg Davidsohn. 8usammenkunft der einzelnen Gewerbe: Barbiere Konditoren Musiker Schlächter Bäcker OUT vormittags 9 Uhr bei Günzel, Rofenthalerstr. 57. sdda!.. 9 " " " Drescher, Linienstr. 96. " " Günzel, Rosenthalerstr. 57. 9 " " Patt, Dragonerstr. 15. 9 " " Völker, Klosterstr. 101. 300/1 Brauer und Hilfsarbeiter, Gastwirtsgehilfen, Tabalarbeiter, Müller, Gärtner, Bademeister, Maffeure, Krankenpfleger gehen direkt in die Gruppen- Bersammlung. Graphisches Gewerbe. Gruppen: Versammlung: Bock. Brauerei ( fl. Saal), am Tempelhofer Berg, vorm. 10 Uhr. Referent: Dr. A. Bernstein. Alle dazu gehörigen Branchen: Buchdrucker, Buchdruckerei- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen, Schriftgießer, Stereotypeure, Lithographen und Steindrucker, Xylographen, Formstecher und Tapetendrucker kommen in der Gruppen- Versammlung zusammen. Stramm, Ritterjir. 123. Metallarbeiter. Gruppen Versammlung: Feen- Palast, Ede Burg und Bersammeln sich in ihren Verkehrsbei Bareins, Brückenstr. 7. " " " " " lokalen und gehen alsdann geschlossen " " 8 8 8 " 812 " 1 8 in die Gruppenversammlung. im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Gewerkschaftshaus. bei Günzel, Rosenthalerstr. 57. im Gewerkschaftshaus. bei Stramm, Ritterstr. 123. 6. Thomas, Gartenstr. 90. Schuhwaren- Industrie. Gruppenversammlung im Schweizer- Garten ( Königsthor), vormittags präcise 10 Uhr. Die Kollegen der einzelnen Fabreferent: 23 albert Manaffittags in ihren Verkehrsfofalen und gehen alsdann geschlossen in die Gruppenversammlung. Bauarbeiter. ,, Brauerei Friedrichshain", vormittags 10 Uhr, Referent: Stadtv. Augustin. Wolfgangstraße, vormittags 10 Uhr. Referent: Reichstags- Abgeordneter Paul Singer. Sämtliche Metallarbeiter gehen direkt in die Gruppen- Versammlung. Außerdem treffen sich: Schmiede. vormittags 8 Uhr bei Hahn, Stralauerstr. 48. Klempner. 8 im Gewerkschaftshause. 2 Uhr: Treffpunkt Schlesischer Bahnhof. D Lederbearbeitung. Gruppen- Versammlung im Lofal ,, Marienbad", Badstraße 36( Gesundbrunnen). Referent: G. Link. Lohgerber, Weißgerber, Lederzurichter, Lederfärber, Handschuhmacher gehen direkt in die GruppenVersammlung. Sattler. Berliner Ressource, Kommandantenstraße Nr. 57, vormittags 10 Uhr. Referent: Bruno Pörsch. Buchbinder u. Buchbinderei- Arbeiterinnen, Etui- und Ledergalanterie- Steinarbeiter, Granit- u. Marmorarbeiter, Asphaltarbeiter, Dachdecker. Arbeiter und Arbeiterinnen. Messpalast, Alexandrinenstraße 110, vormittags 10 Uhr. Referent: Joh. Saffenbach. Glasarbeiter, Glaser, Glasschleifer. Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15, Saal 7. Referent: E. Girbig. sila Englischer Garten, Alexanderstraße Nr. 27e, vormittags 10 Uhr. Referent: A. Semle. Steinsetzer und Rammer. Bergstraße Nr. 12, vormittags 10 Uhr. Referent: Dr. Weyl. Graveure und Ciseleure. Beckers Referentent. 62. Stukkateure, Gipsgiesser. Sanssouci, Rottbusstraße Nr. 4a, Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter. Sale, Kussins Festsäle, Andreasstraße 21, vormittags 10 Uhr. Referent: E. Wermuth. Referent: Ed. Bernstein. 10 Uhr. nd elwoa Schneider u. Schneiderinnen. Arminhallen, Kommandanten .com Referent: H. Stühmer. straße 20, vorm. 10 Uhr. Holz-, Stein- und Gips- Bildhauer und Modelleure. Dresdenerfir. 96, vorm. 9. Tapezierer. Feuersteins Zaal, Allte Jakobstraße Nr. 75, vormittags 10 Uhr. Referentin: Frl. Jda Altmann. Maler und Lackierer. Maurer. ,, Dresdener Kasino", Cohns Festsäle, Beuthitr. 20, vorm. 10 Uhr. Referent: Dr. Alberti. Referent: Leo Schmidt. Töpfer. Gewerkschaftshaus( grafier Saal), Engel- Ufer Nr. 15, vormittags 10 Uhr. Referent: Reichstags- Abgeordneter W. Heine. ,, Berliner Bockbrauerei", Tempelhofer Berg, vormittags 10 Uhr. Referent: Hermann Silberschmidt. „ Central- Festsäle", Oranienstr. 130, vorm. 10 ur. Vergolder. Alhambra, Wallner Theaterstraße Nr. 15, vormittags 10 Uhr. Porzellanarbeiter. Putzer. Referent: Dr. Zadek. Kellers Festsale, Koppenstraße 29, vormittags 10 Uhr. Zimmerer. Referent: Dr. Friedeberg. 72, Referent: C. Bohrisch. Buggenhagen, am Moritzplak, vormittags 10 Uhr. Referent: Reichstags- Abgeordneter Ledebour. Rabitzputzer." Nenes Klub Referent: A. Drunjel, ormittags 10 Uhr Städtische Arbeiter. Cohns Festsale, Beuthstr. 19/21, 1, abends 8 Uhr. Charlottenburg. mondan Vormittags 10 Uhr im Voltshaus, Rosinenstr. 3: lammlungen fämtlicher Gewerkschaften. Referenten: Eugen Brückner, F. Kotke. 8: allex Rixdorf, Form. 10 Uhr: Versammlung fämtlicher Gewerkschaften. 1. bei Thiel, Bergstr. 151/152. Referent: P. Dupont. 2. Für das Baugewerbe: bei Münzer, Knesebeckstr. 119. Referent: E. Böske. Bormittags 10 Uhr bei Obst, Meiningeritrafe Pankow u. Nieder- Schönhausen. Schöneberg. Versammlung sämtlicher Gewerkschaften. Pankow u. Nieder- Schönhausen, Borm. 10 hr: Berfammlung Referent: Redakteur Wekker. 10 bei The Schonert, Sten Zeland: bei Klingenberg, Kaiser Friedrichstraße. Referent: Reichstags- Abg. A. Stadthagen. fämtlicher Gewerkschaften Nachm. 3 Uhr bei Boczyche, Kreuzstraße: Großes Konzert usw. Stralau- Rummelsburg. Derfammlung fämtlicher Gewerkschaften. Friedrichsberg- Lichtenberg, Berm. 10 Uhr: Versammlung Referentin: Frau M. Tietz. sämtlicher Gewerkschaften bei Höflich( ,, Schwarzer Adler"), Frankfurter Chauffee 120. Referent: P. Litfin. sil Bormittags 10 Vormittags 10 Uhr: Schloß Weißensee: 90 Weissensee. Versammlung sämtlicher Gewerkschaften. Referent: A. Ritter. logia 20 Die Gewerkschaften resp. die Einberufer der Gruppen- Versammlungen haben ihre Versammlungen selbst anzumelden. Bei den vorherigen Zusammenkünften bedarf es keiner Anmeldung. Gleichzeitig werden die Bureaus der Versammlungen beauftragt, über die Anzahl der Versammlungsbesucher dem GewerkschaftsBureau, Engel- Ufer 15, Gewerkschaftshaus, 2. Flureingang, schriftlich Kenntnis zu geben. Der Ausschuss der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 97. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 26. April 1903. Partei- Nachrichten. Die Maifest- Zeitung ist soeben ausgegeben. Seit Jahren ist unser Parteiverlag bemüht, die besten Künstler und die hervor ragendsten Schriftsteller unsrer Partei zur Mitarbeit für dieses Unternehmen heranzuziehen. Dank dieser Bestrebungen ist es gelungen, auch das diesjährige Maifestblatt künstlerisch prächtig auszustatten und so eine Agitationsnummer für den Socialismus und den 1. Mai zu schaffen. Der 1. Mai als Herold der Freiheit als Titelblatt, Wir sind die Kraft! als Schlußbild werden ebenso wie die freudigen Kampfesruf und frohe Siegeszuversicht atmenden Artikel den Beifall unsrer Parteigenossen finden. Auch eine geschmackvolle Mai- Postkarte hat die Buchhandlung Vorwärts herausgegeben. Bestellungen sind zu richten an die Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., 2indenstraße 69. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 26. April. Freie Volksbühne. Metropol. Theater. Sm Hinterhause. 1. und 2. Abteilung. Anfang 2 Uhr. 9 Lessing Theater. 4. und 5. Abteilung: Johannisfeuer. Anfang 2%, Uhr. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Die Zauberflöte. Montag: Die Hugenotten. Schauspielhaus. Die Schloßherrin. Montag: Agnes Bernauer. Nenes Opern- Theater. der Weise. Montag: Geschlossen. Deutsches. Monna Banna. Nathan Nachm. 2, Uhr: Die versunkene Glode. Montag: Monna Banna. Uhr: Othello. Berliner. Alt- Heidelberg. Nachmittags 2 Lessing. Der blinde Passagier. Montag: Die Berleumdung. Montag: Galeotto. Neues. Belleas und Melisande. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. an Aus der Frauenbewegung. Maifeier und Behörden. Aus Jena meldet uns ein Telegramm, daß dort der Maifestumzug aus dringenden Gründen des öffent lichen Wohls" polizeilich verboten worden ist. Wir waren bisher findet am Dienstag, den 5. Mai, statt. Der Reichstags= Die erste Versammlung des Frauen- Wahlvereins immer der Meinung, daß dringende Gründe des öffentlichen Wohls Abgeordnete Genosse Antric hat das Referat überdie Demonstration für den Achtstundentag gebieten. In Geeste Abgeordnete Genosse Antrid hat das Referat übernommen. Näheres wird noch bekannt gemacht. münde müssen die Genossen den 1. Mai ohne Tanz feiern, weil die Behörde die Entdeckung gemacht hat, daß derselbe auf einen benannten Zahlstellen melden: Für den Norden bei Frau Wehl, Weitere Mitglieder können sich zur Aufnahme in den nachFreitag fällt und im diesseitigen Bezirk Tanzerlaubnisse a Lothringerstr. 67; Frau A. Meich, Lychenerstr. 8, born IV; Frau der erste Mai doch ein Feiertag und zwar der größte Feiertag des Rostockerstr. 43, Seitenfl. II. Für den Osten bei Frau Tiez, Wochentagen überhaupt nicht erteilt werden". Deswegen bleibt 3, Seeger, Kolbergerstr. 26, Laden, und Frau Bauschte, Proletariats! Blumenstr. 63, vorn I, und Frau Wengels, Große Frankfurterwurde Genosse Joos als Redakteur des Gothaischen„ Boltsblatt" straße 29 im Laden. Wegen Beleidigung des Schultheißen Graf von Tambach straße 133. Für den Südosten bei Frau Kohsta, WienerFür den Süden bei Frau Scholz, zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten verurteilt." Das Gericht Gneisenauftr. 50, of IV; Frau Stulite, Prinzenstr. 102 III, und las aus dem betreffenden Artikel heraus, daß darin dem Schult- Frl. Baader, Bellealliancestr. 95 Hof III. Der Vorstand. heißen eine beabsichtigte Fälschung der Liste zur Gemeindewahl vorgeworfen werde. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3Uhr: Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Die Braut von Messina. Schauspiel in 3 Atten von Hermann Ein Trauerspiel mit Chören von Sudermann. Sonntagabend 8 Uhr: Der Herr Senator. Luftspiel in 3 Aufzügen von Franz v. Schönthan und Gustav Kadelburg. Montagabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Dienstagabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Friedrich Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: Heimat. Schauspiel in 4 Atten von Hermann Sudermann. Montagabend 8 Uhr: Der ledige Hof. Dienstagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Urania. Neue Freie Volksbühne. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Sonntag, den 26. April, abends 7 Uhr, in Cohus Festfälen Montag: Das Land Tirol. Um 6 Uhr im Theater: Dr. Kearton: Aus dem Haushalt der freien Natur. Sternwarte Invalidenstrasse Um 8 Uhr A. Wegener: Die Laplacesche Theorie( Experiment). Thalia- Theater. Buntes Theater. Berliner Aquarium Dresdenerstr. 72/73. Täglich 7 Uhr. Der Posaunen- Engel. Köpnickerstrasse 68. Freigesprochen von Häfker. D'Weanerin v. Frhrn. von Stenglin. Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Strasse No. 14. Beuthstraße 19/20: 150/9 Moderner Lichtbilder- Abend von Dr. Max Osborn Die Meister der modernen Malerei. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Eintrittskarten a 40 Pf. find an der Abendkasse zu haben. Neues Theater Schweizer Garten. Schiffbauerdamm 4a- 5. Sonntagnachm. 3 Uhr, zu halben Am Königsthor. Preisen: Die Kreuzelschreiber. Anfang 7, Uhr: Am Friedrichshain. Bei günstiger) Jeden Heute, Sonntag: Eintrittspreis: Pelleas und Melisande. Witterung Sonntag, Ausstattungspoſſe mit Gef. und Tanz. Mayerchen von Dr. Jon Lehmann. 25 Pfg. Tanzparodien. Artisten- Revue. Thielscher als Spreewälder Amme. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Charleys Tante. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 72 Uhr: Rahmittags 3 Uhr: Die Streuzel- Lutti( Loute). schreiber. Montag: Belleas und Melisande. Residenz. Lutti. Rachmittags 3 Uhr: Nora. Montag: Lutti. Schwank in 4 Alten von Pierre Beber. Heute Sonntagnachmittag: Vom 1. bis 17. Mai: Gastspiel des Opern- Ensembles des Theaters des Westens. Kleines Theater Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr bei über die Hälfte ermässigten Preisen: Don Carlos auf der Schmiere. Serenissimus- Zwischenspiele. Liebesträume. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. Passage- Theater. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Kollegen Oskar Klein Abends 8 Uhr: Nachtasyl. Montag: Nachtasyl. Morgen und folgende Lage: Lutti. Belle- Alliance- Theater. Nur noch bis inkl. nächsten Mittwoch Westen. Die Gloden von Corne Nora. Frau Reisenhofer. ville. Nachmittags 3 Uhr: Der Postillon von Lonjumeau. Montag: Bar und Zimmermann. Central. Chinesische Flitterwochen. Nachmittags 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Chinesische Flitterwochen. Thalia. Der Bosaunenengel. Nachmittags 3/2 Uhr: Charleys Tante. Montag: Der Bofaunenengel. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Ballner Theater.) Der Herr Senator. Nachmittags 3 Uhr: Das Glüd im Winkel. Montag: Die guten Freunde. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Heimat. Rachmittags 3 Uhr: Die Braut von Messina. Montag: Der ledige Hof. Belle Alliance. Bid und Bodet. Montag: Pid und Bocket. Carl Weiß. Der Liebe Gebot. Nachmittags 4 Uhr: Am Altar. Montag: Der Liebe Gebot. Buntes. D'Beanerin. Meherchen. Freigesprochen. Montag: Dieselbe Borstellung. Luisen. Eine feste Burg. Nachmittags 3 Uhr: Königin Luise. Hierauf: Das Versprechen hinterm Herd. Montag: Die Geier- Wally. Kleines. Nachtasyl. Nachmittags 3 Uhr: Don Carlos auf der Schmiere. SerenissimusZwischenspiele. Montag: Nachtasyl. Trianon. Die Notbrüde. Nachmittags 3 Uhr: Die Liebes schautel. Montag: Die Rotbrüde. Casino. Elternlos. Frischen und Lieschen. Specialitäten. Nachmittags 4 Uhr: Lieder des Musikanten. Montag: Elternlos. Frischen und Lieschen. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Montag: Dieselbe Borstellung. Luisen- Theater. Letzte Woche! Nachm. 3 Uhr, zu Hleinen Breiſen: Königin Luife. Hierauf: Das Versprechen hinterm Herd. Abends 8 Uhr: Zum erstenmal: Eine feste Burg. Montag: Die Geier- Wally. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter: Straße 132. Nachm. 3 Uhr. Parkett 60 Pf. Am Altar. Abends 8 Uhr: Lezte Sonntags- Aufführung. Der Liebe Gebot. Montag: Der Liebe Gebot. Central- Theater Unter Leitung des Hrn. Dir. Ferenczy. Heute zwei Borstellungen. Nachmittags 3 Uhr, halbe Preise: Die Fledermaus. Abends 7, Uhr: Chinesische Flitterwochen. Montag und folgende Tage: Chinesische Flitterwochen. Metropol- Theater. Mit glänzen der Ausstattung. Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Victor Holländer. Apollo. Der Gesindeball. Specia- Emil Thomas a. G. Josef Josephi. litäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Baffage- Theater. Specialitäten. Balaft. Die Henry Bender. Frid- Frid. Flora Siding. Wini Grabitz, 300 Mitwirkende. Im dritten Bild: Allabendlich 8 Uhr: ( Tyll Eulenspiegel). Cake Walk Ganz Berlin zerbricht sich der echten Louisianas. schon den dritten Monat Pick und Pocket". den Kopf über AGA! Schwank m. Ges. u. Tanz in 3 Akten. die schwebende Jungfrau! Bernhard Rose- Theater Bernhard Rose- Theater Castans Panoptikum. Badstraße 58. Sonntag, den 26. April: Einer muss heiraten! Der Säugling und Bleib' bei mir! fowie Auftreten von Specialitäten. Anfang 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Stadt- Theater. Alt- Moabit 47/49. Der erste Tote. Der Klingeljunge und Der Liehestrank sowie Auftreten von Specialitäten. Anfang 6% Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Apollo- Theater. Täglich 8 Uhr mit grossem Erfolg: Gesindeball, GesangsBurleske mit d. spiritist. Anna Rothe- Parodie. Ferner: Donatellis. Cake- Walk, 4 Madcaps. Seldoms.- Hein. Blank. Kilianys leb. Bilder. Kosmograph. In Vorbereitung: Die Liebesinsel. WINTER CARTEN 765 Friedrichstr. 165. Mit seinen weltberühmten Wachsfiguren u. unzähligen andren Sehenswürdigkeit., Kunstschätzen etc. Gr. Promenaden- Konzert. Neu! Cléo Otéro, die interessante Rauch- und Sandmalerin. Neu! Pythia, Anthropos, d. hellsehende Dame. der künstliche Mensch und vieles andre. Reichshallen. Stettiner Sänger. 11. a.: Bühnengrössen und Anna Pote, das Blumenmedium. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Casino Theater Lothringerstr. 37. Nur noch bis 1. Mai! Anfang 8 Uhr, Sonntags 7%, Uhr. Elternlos. Fritzchen u. Lieschen. Nur noch bis 1. Mai: Marcelly! Les trois Berg's etc. Ab 2. Mai: Ganz neues Programm. Zum erstenmal: Unser Goldjunge. Akrobaten. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Lieder Bicyclist. bes Musikanten, dazu Auftreten die 4 Elemente. fämtlicher Specialitäten. Renée Debauga, Kaleidoscop- Tänz. Hoshi Tokio, Japanertruppe. Charlotte Kara, Creolische Sängerin. Humorist. Pantzer Brothers, Ralph Johnstone, She, neucite stichtung. Eine Sitzung bei Anna Rothe. Bachus Jacoby, Specialitäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Um 6 Uhr im Theater: Dr. Kearton: Aus dem Haushalt der Natur. Montag: Das Land Tirol. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Um 8 Uhr: A. Wegener: Die Laplacesche Theorie( Experiment). Trianon- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrich- u.Universitätsstraße. Abends 8 Uhr: Die Notbrücke. Lustspiel in 3 Aften von Fred Gréfac und Francis de Croiffet. Sonntag nachmittags 3 Ühe: Die Liebesschaukel. Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Palast- Theater Burgstraße 22. Früher: Feen- Palast. Letzte Woche: Die neueste Richtung. Les Provençales, Französisches Gesangs- Quartett. Mlle. Miette, Par. Strassensäng. La Belle Toledo, Span. Tänz. FesselHarry Houdini, Künstler. Das Fest d. Lucullus, Ballett. Der ,, Biograph". W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Schwant in 3 Atten v. Dr. Schweizer. Brunnenstrasse 16. Alle Specialitäten neu!! Die Vorführung lebender Photographien. Memoiren des Teufels. Schluß der Saison: Donnerstag, den 30. April. Ehren- u. Vorzugskarten werden mit Saisonschluss ungültig. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Anfang 1,8 Uhr: Nachher: Ball. Montag: Geschlossen. Dienstag: Die Memoiren bes Teufels. Sanssouci. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach der Vorstellung: Tanz- Kränzchen. Bereinsbillets gültig. Königstadt- Kasino. Holzmarfiitr. 72, Ecke Aleranderstr. Täglich: Theater- u. Specialitäten- Borst. Nur turzes Gastspiel: Madame Latouré, die fesche Soubrette. Der erste Tote. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Montag: Pelleas und Melisande. Etablissement Specialitäten- Vorstellung. Saale Entree 30 Pf. An Wochentagen der Saison ist das Sm großen Ball Anfang 8 Uhr. Buggenhagen Etabliffem. an Ber., Geſellſch. zu vergeb. am Moritzplatz. Jeden Tag: Militär- Konzert. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Von Ende April ab wird das berühmte Drchester d. Signor Vincenzo Ferrara tonzertieren. Urania. Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Bersammlungen. 10462* C. F. Walter. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. 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Die Wahl erfolgt für die Kassenund Innungsmitglieder in einem besonderen Wahltermin, zu welchem die Bahlberechtigten mindestens zwei Wochen vorher durch das im§ 60 bezeichnete Blatt sowie durch Säulenanschlag einzuladen sind. 798 § 47 2161. 1. Die Generalversammlung wird vom Borſtande unter Angabe der Gegen stände der Verhandlungen durch eine wenigstens zwei Wochen vorher durch das im§ 60 bezeichnete Blatt fowie durch Postkarte zu erlassende Einladung berufen. § 50 Abs. 2. Die gemäß Biffer 8 und 9 beschlossenen Mahngebühren und VorIn allen besseren Geschäften zu verlangen. هما الك شاهانه دخانلری مشترك المنفعه روی اداره سی Die Kaiserlich türkische Tabak- Regie ausschliesslich befugt, im Türk. Reiche Tabake zu verarbeiten, hat seit Anf. d. J. die ehemals erteilten Concessionen, Ottomane etc. annuliert, Fabrikation u. Exportation in eigene Hand zurückgenommen, weshalb sie trotz gesteigerter Tabakpreise und wesentlich verbesserter Fabrikation die Preise bedeutend ermässigte. 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Diese Aenderung tritt mit dem ersten Tage des auf die statutenmäßige Bekanntmachung folgenden Monats in Straft. Reinhold Rohkohl, Berlin, den 18. Dezember 1902. Der Vorstand. C. Hoier, Vorsitzender. Schriftführer. Vorstehender I. Nachtrag zum Nebenstatut der Töpfer- und Ofenseger Innung zu Berlin betreffend die Snnungs- Krankenkasse vom 18. Dezember 1902 wird gemäß§§ 85, 100c der Gewerbe- Ordnung in der Fassung des Gesetzes vom 26. Juli 1897 hierdurch genehmigt. Berlin, den 19. März 1903. Der Polizei- Präsident. v. Borries. Genehmigung. Stplfr. It.§ 99 der Gewerbe- Ordn.) Nr. II b. D. 536. 03. Bg. 273/8 Vorstehender Nachtrag fritt mit dem 1. Mai 1903 in Straft. Der Vorstand. Reinhold Rohkohl, C. Hoier, Borsitzender. Schriftführer. 29 Gardinenhaus, Bernhard Schwart Wallstr. 29 Flur Eing. Lieferant für alle Krankenkassen. Vereine erhalten Ermässigung. [ 1355L Letzte Woche Sonderverkauf imit. Perser Teppiche Gebet- u. 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April. nevis Da der Andrang von Käufern bei dem vorjährigen gleichartigen Verkauf ein so grosser war, dass sich Raummangel zeigte und infolgedessen die Bedienung nicht immer nach Wunsch von statten ging, so findet diesmal der grosse Räumungs- Verkauf in einem besonderen Verkaufslokal statt und zwar: Ein grosser Posten Herren-, Damenund KinderSchuhwaren nur Friedrichstr. 62, Ecke Kronenstr. Dieser Räumungs- Verkauf dauert nur eine beschränkte Zeit und bietet jedem eine wirklich günstige Gelegenheit, gute, haltbare Schuhe und Stiefel zu aussergewöhnlich billigen Preisen einzukaufen. Stiller's Schuhwarenhaus wird extra billig 12 0 20SW. Jerusalemer Str. 40 ausverkauft. SW. Jerusalemer Str. 38-39 W. Potsdamer Str. 2 W. Tauenzienstr. 19 a W. Friedrichstrasse 75, Ecke Jägerstrasse 904 21090 ess Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich. Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlir SW. 38 Nr. 97. 20. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Sonntag, 26. April 1903. tage erteilt werden können, da dadurch eine zu schwere Hut, schwarzes Jackett mit graufarriertem Futter, schwarzer UeberSchädigung des Geschäftsbetriebes hervorgerufen rod. Die Leiche ist etiva 1,60 Meter groß. hat dunkles, wird. Es kann auch nicht ausnahmsweise von dieser Be- fast schwarzes Haar mit Haarnet versehen, ein längliches volles stimmung abgegangen werden und geschieht diese Mitteilung jetzt Gesicht, etwas breite Nase. Der Gesamteindruck ist der einer Ausaus dem Grunde, damit den Eltern, welche ihre Kinder an andren länderin. Um Mitteilungen behufs Rekognoscierung der Leiche erStellen angemeldet haben sollten, Gelegenheit gegeben wird, diese sucht der Amtsvorsteher in Zehlendorf. noch rechtzeitig dort abzumelden und in den Konfirmations- Unterricht zu schiden." adla Eine Wählerversammlung findet am Dienstag, den 28. April, abends 8 Uhr, bei Keller, Stoppenstraße 29, statt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Genosse Paul Singer über die nächste Reichstagswahl und die gegnerischen Parteien referieren wird, ebenso wird das Wahlfomitee gewählt. Wir ersuchen die Parteigenossen, Selbstmord in der Droschke. Der 30 Jahre alte Versicherungsrecht rege für diese Versammlung zu agitieren. Die Vertrauensleute. Hier wird also den Eltern sogar vorgeschrieben, bei welchem Bureau der„ Victoria" beschäftigt, seit fünf Wochen aber angeblich beamte Ernst Fenske aus der Rotherstr. 29 war seit drei Jahren im Dritter Wahlkreis. Dienstag, den 28. April, abends 8 Uhr: Pastor sie ihre Kinder konfirmieren lassen sollen bei Strafe wegen eines Nervenleidens beurlaubt. Ats gestern mittag feine Bolksversammlung bei Buggenhagen( Morigplay). Tages- chikanöser Urlaubsverteigerung, sollen doch nicht einmal Aus- Frau mit dem fünf Monate alten Kinde auf einen Augenblid vegordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneter 28olfgang nahmen, durch die der Geschäftsbetrieb doch wahrhaftig nicht ge- gegangen war, verließ er die Wohnung und kehrte nicht wieder Heine über: Die bevorstehenden Reichstagswahlen. 2. Diskussion. stört werden kann, zugelassen werden. zurück. Heute morgen in der dritten Stunde nahm Fenste am Parteigenossen! Mit dieser Versammlung treten wir in die Wahlbewegung und ersuchen deshalb für regen Besuch derselben Gegenwartsstaat, dieser Musterbetrieb auch eines städtischen Kon- Wohnung zu bringen. In der That, ein famoses Bild aus dem kapitalistischen Morigplaz eine Droschke mit dem Auftrage, ihn nach seiner Auf der Fahrt durch die Stalizerzu agitieren. servativen! Und für Unternehmer, die ihre Arbeiter allen gesetzlichen einen Schuß fallen und fand feinen Fahrgast blutüberströmt auf straße hörte der Kutscher an der Ecke der Wienerstraße Rigdorf. Mittwoch, den 29. April, abends 8 Uhr, findet im Rechtsgarantien zum Trotz derart in die Jacke des Zuchthäuslers dem Wagenpolster liegen. Er brachte ihn nach der Rettungsgroßen Saale der Neuen Welt" eine Boltsversammlung steden können, verlangt Herr v. Wendstern noch erhöhten Schutz wache am Görliger Bahnhof, wo der dienstthuende Arzt jedoch nur statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Genosse August Bebel gegenüber den Anmaßungen der Arbeiter! über die Reichstagswahlen referieren wird. Die Genossinnen und Genossen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Die Vertrauensleute. " Nieder- Schönhausen, Bezirk Bankow. Dienstag, den 28. d. M., abends 8 Uhr, Versammlung bei Wenzel, Lindenstr. 43. Tages ordnung: 1. Vortrag des Genossen Davidsohn- Berlin: Was wir wollen." 2. Verschiedenes. Gäste willkommen. Johannisthal. Die Mitgliederversammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins findet am Dienstag, den 28. April, abends 81/2 Uhr, im Lokale von Wille( früher Lenze), Friedrichstraße, statt. Tagesordnung: 1. inte aur Reichstagswahl. 2. Bereinsangelegenheiten. Es wird gebeten, zahl reich zu erscheinen. Eichwalde. Die Wahlfonds- Sammellisten Nr. 18 012 und 18 013, auf die noch nichts gesammelt war, sind verloren gegangen. wird gebeten, fie bei Genossen Gustav Thyme, Eichwalde, Graben 6, abzugeben. Lokales. noch den Tod feststellen konnte. Fenske hatte sich mit einem Revolver in den Kopf geschossen. Wo er in der Zeit vom Mittag bis zum frühen Morgen gewesen ist, ließ sich noch nicht feststellen. Arbeiter- Bildungsschule Berlin, Geiverkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Die Kurse in Nationalökonomie und Rede- llebung haben in bergangener Woche ihren Anfang genommen. In dieser Woche können noch neue Teilnehmer eintreten. Dienstag, den 28. April, Beginn 19. Jahrhundert); Vortragender: Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Am 1. Mai fällt der Unterricht in Rede- lebung aus; derselbe wird später nachgeholt. Es fainmenwirkens von politischer und gewverter Thaenossen des Unterrichts in Geschichte( Geschichte des Industrialismus im Das Festblatt zum 1. Mai ist soeben im Verlag der Vorwärts" Buchdruckerei erschienen. besonders reichhaltig und wertvoll. Von der Bedeutung des Welt- Gelände der ehemaligen Borsigmühle in Moabit. Sein tertlicher Inhalt ist diesmal ganz Einen graufigen Fund machte gestern mittag ein Schiffer am feiertags der Arbeit handelt ein Auffazz Georg Ledebours, Nähe des Ufers etwas im Wasser treiben und hatte, als er es Er sah in der der zugleich einen Ausblick auf die bevorstehende Reichstagswahl landete, die Leiche eines ermordeten neugeborenen Mädchens vor wirft. Dem Lebensmai des Proletarierkindes, auf den nur zu oft fich. Die Leiche des fräftigen Kindes hatte am Halse eine klaffende der Reif des Elends fällt, ist ein Artikel aus der Feder der Genossin Wunde, die von zwei bis auf die Knochen gehenden Messerschnitten Lily Braun gewidmet. Er schließt mit der mahnenden herrührt. Sie war ganz nackt und wurde von der Revierpolizei nach Broletariat:„ Der Mai Losung an für das kommende Geschlecht kämpfende bent Schauhause gebracht. den Kindern!" Jauchzendes Frühlingsahnen, Ahnen auch von einem der Völkermai des Socialismus leuchtenden Menschheitsfrühling, flingt aus den Rhythmen einer herrlichen Stizze Johannes Schlafs. Die Notwendigkeit des guzur Legien. Eine beißende Satyre endlich auf die„ jeistige Arbeet" der gesellschaftlichen Parasiten ist die Plauderei„ Nobel- Mai". Die Gesellschaftsstüßen wollen den Arbeitern die Feier des 1. Mai daburch verleiden, daß sie selbst am 1. Mai ihre gesegnete Thätigkeit einstellen. Die Wirkung ist natürlich zerschmetternd. Von dem Bildschmuck sei die Zeichnung Profeffor Slevogts hervorgehoben: Die Vögel des Zeus, die Adler. haben sich auf den sehnigen Armen eines Ein Musterbetrieb nach dem Herzen konservativer Voltsbeglüder Proletariers niedergelassen, ein Symbol der Majestät des Volkes. ist unstreitig der des Herrn Kommerzienrat Bolle, bekannter unter ordentlich zahlreich beschickt worden, fast 700 h und fern außerHunde aller Rassen, dem Namen Klingel- Bolle. Die Arbeitsverhältnisse, denen die Arbeiter Eisenbahndirektion ist, nachdem die Abnahme Set Balle schon vor in dem Riefenfaale ber Neuen Welt" und den Nebenräumen unterDie Uebergabe des Neubaus des Stettiner Bahnhofs an die vom riesigen Bernhardiner bis zum winzigen Seidenpinscher, sind Bolles unterworfen sind, können geradezu als Erempel dafür dienen, etwa vier Wochen stattgefunden hat, nunmehr in bollem Umfange gebracht. Alle Rassen sind durch prächtige Eremplare vertreten. wie es in einem Zukunftsstaate aussehen würde, der nach konser erfolgt. Das Vestibul wie die Gepäck- Abfertigung sind fertiggestelt Von den großen Hunderaffen find nächst den deutschen Doggen, deren vativen Grundsätzen eingerichtet wäre. Dieser konservative Zukunfts- und die neuen Schaltergebäude bereits in Benutzung genommen. Repräsentanten Kraft mit Eleganz vereinen, die imposanten Bernstaat wäre ein ideales Ding. In dem Betriebe Bolles giebt es Vorläufig findet die Gepäck- Abfertigung noch an der alten Annahme- hardiner am zahlreichsten vertreten, daneben auch Leonberger und nämlich keine unzufriedenen und mit der göttlichen Weltordnung stelle statt. Mit Beginn des Saisonverkehrs wird jedoch eine räum- die seltenen Neufundländer. Sehr zahlreiche Exemplare weisen neben frebelhaft hadernden Arbeiter. Aus dem einfachen Grunde nicht, weil liche Trennung der Gepäck- An- und Abnahmestelle stattfinden, für den Gebrauchshunden den Jagdhunden, den Teckeln und Bolle solche räubigen Schafe schleunigst aus seiner frommen Herde Stettiner Bahnhofs, der fast die gesamte Unterkellerung der Bahn- doggs, Boger, Terriers, Pudel und Spitze. Auch die Raffen, mit Bolle solche räubigen Schafe schleunigst aus seiner frommen Herbe welche je vier Wagen zur Verfügung stehen. Der Gepäckraum des Airedales auch die kleineren Angusrassen auf: die Collies, Bullausmerzen würde. Wären alle Unternehmer so konsequent auf Hofs- Anlage einnimmt, ist der größte, der überhaupt existiert. Er deren Durchzüchtung man sich erst neuerdings beschäftigt, die Doberdie Aufrechterhaltung patriarchalischer Zucht und strenger Gottes- umfaßt eine Fläche von 8000 Quadratmetern. Die Gesamtfront des mann- Pinscher und deutschen Schäferhunde, sind durch eine ganze furcht bedacht, wie unser Kommerzienrat, so wären die Tage der Stettiner Bahnhofs, einschließlich des an diesen sich anschließenden Reihe charakteristischer Tiere vertreten. Liebhabern von Rassehunden unbotmäßigen, gottlosen roten Rotte gezählt. Ein Arbeiter, der sich Vorort- Bahnhofs der Stettiner- und Nordbahn, weist eine Front kann der Besuch der Ausstellung, die am Sonntagabend ihren Schluß dem patriarchalischen Regiment nicht fügen wollte, wurde einfach von 110 Metern auf. erreicht, nur empfohlen werden. Ein konservativer Musterbetrieb. D vom Verein„ Heftor, Gesellschaft für Hundefreunde", in der„ Neuen Die Hunde- Ausstellung, die vom„ Deutschen Doggen- Klub" und Welt", Hasenheide, veranstaltet worden ist, wurde am Sonnabendvormittag eröffnet. Die Ausstellung ist " ausgehungert, wenn nicht noch die Organe des konservativen Zur Werderschen Baumblüte werden vom kommenden Sonntag Großfeuer in der Maitäfer- Kaserne. Sonnabendnachmittag gegen Musterstaates ein übriges thun und einen solchen Revoluzzer ab von Berlin, Botsdamer Bahnhof, aus die fogen. Blütenzüge ab 2 Uhr fam aus nicht ermittelter Ursache in der Mailäfer- Kaferne in schleunigst ins Arbeitshaus fchicken würden, wo es schmale Kost und gelaffen, ebenso fahren die Dampfer der Stern Gesellschaft von der Chauffeestraße 91 ein großer Dachstuhlbrand aus und zwar über nach dem Rezepte des Herrn Tapezierermeisters Hein desto mehr Potsdam aus nach Werder. Es sind über den Stand der Baum- dem Eingange des ersten Bataillons. Er verbreitete sich mit unPrügel geben würde. Leider reicht freilich der politische Einfluß der blüte bisher verschiedene falsche Nachrichten verbreitet worden, heimlicher Schnelligkeit, so daß Brandinspektor Julius, der mit dem Herren Hein und v. Wenckstern nicht so weit, uns eine solch' ideale namentlich ist es unrichtig, daß der letzte Schneesturm die Blüte Löschzuge aus der Pantstraße zuerst auf der Brandstelle erschien, Brügel und Zuchthausgesetzgebung zu bescheren, und leider hat das vollständig vernichtet hat und auch die Ernte Aussichten schlecht sofort sowohl von der Straße, wie auch vom Stafernenhofe aus den find. Vorbild so patriarchalischer Unternehmer, wie Herr Stumm und Herr von zuständiger Seite mitgeteilt wird, die frühe Pflaume, Leitern hinweg mit sechs Schlauchleitungen vorgegangen. Troßdem Von beiden Seiten wurde über mechanische Die einzige Frucht, welche gelitten hat, ist, wie uns Angriff anordnete. Bolle, immerhin nur vereinzelte Nachahmung gefunden. welche bereits in Blüte stand. Die Kirschen, welche ja hauptsächlich verbreitete sich das Feuer auch auf den Dachraum etwa 50 Meter für die Baumblüte in Werder und für die Obsternte in Betracht lang. Die Feuerwehr richtete ihr Augenmerk hauptsächlich darauf, kommen, blühten, durch die Kälte der letzten Zeit zurückgehalten, die angrenzenden Bekleidungskammern zu schützen, was auch gelang. glücklicherweise noch nicht. Ganz spurlos ist natürlich der Sturm Die Dachbodenräume brannten indes total aus. Branddirektor auch in Werder nicht vorübergegangen, doch bedeutet dieser Schaden Giersberg war längere Zeit selbst am Brandplaße und leitete die nichts bei der Fülle der Kirschenblüte, die sich nun, nach Eintritt des Ablöschungsarbeiten. Die vollständige Ablöschung mit den Aufwärmeren Wetters, rapid entfaltet, so daß trotz alledem die Werderiche räumungsarbeiten dauerte über zwei Stunden. amblüte auch in diesem Jahre diefelbe Schönheit zeigen wird wie früher. Ein wie gestrenges Regiment Herr Bolle führt, ist schon bei früheren Gelegenheiten ia" Vorwärts" erörtert worden. Die Arbeit ist mit peinlichster Gewissenhaftigkeit und der Schweigfamkeit eines Karthäuser Mönchs zu verrichten. Ausbrüche einer unziemlichen Lebensluft, wie Singen, werden, wie bei Verhandlungen vor dem Getverbegericht festgestellt wurde, nicht gestattet. Johann der muntere Seifenfieder und der Normannenheld Taillefer, der es wegen seines " " Spandau. Zu seinen Wählern" ist Herr Pauli Botsmunteren Singens bei der Arbeit vom Kalfaktor zum stolzen Ritter dam wieder einmal herabgestiegen, diesmal in der Rolle eines Mit der Beute entkommen ist ein ungetreuer Rechnungsführer, waschechten Judenfressers! Seiner alten Gewohnheit, die brachte, gelten Herrn Bolle und seinen Beamten feineswegs als Vor- der 33 Jahre alte, aus Wien gebürtige Richard Eisler, der in einem Socialdemokratie aus dem Hinterhalt, d. h. hinter verbilder rüftigen Fleißes. Auch sonst haben die Angestellten sich hiesigen großen Hotel angestellt war. Eisler tam vor einigen schlossenen Thüren und unter strengstem Ausschluß jeder Diswährend der Arbeitsstunden selbst dann jeder ablenkenden Beschäftigung Monaten aus Santos in Brasilien hierher und fand seiner Sprach- tuffion abzumurksen, ist Herr Pauli, der schlichte und tapfere Mann zu enthalten, wenn dadurch ihre Thätigkeit nicht beeinflußt würde. kenntnisse wegen bald Stellung. Bom 10. zum 11. April hatte er aus der Werkstatt", aufs neue treu geblieben. Auch diesmal wurde Wurde doch beispielsweise ein Junge, der während der Fahrt auf Nachtdienst. Als er ihn erledigt hatte, brannte er mit der Kaffe, recht pomphaft von seiten der Veranstalter der Versammlung am dem Wagen in einem gefundenen Zeitungsblatt gelesen hatte, für 7300 Mart in Papieren und hartem Gelde, durch. Obwohl die legten Mittwoch( im Roten(!) Adler" zu Spandau) des antidies Verbrechen gegen die Bollesche Gefängnis, nein Betriebs- Kriminalpolizei alsbald alle Hafenpläge und Eisenbahn- Uebergangs- femitischen Deutschen" Volksbundes" in die Welt pofaunt, daß ordnung, mit einem Abzug von 1,50 M. bestraft. stationen benachrichtigte, gelang es doch nicht, den Flüchtigen zu Socialdemokraten zu der Versammlung keinen Zutritt haben, und Aber die Gesetzgebung des konservativen Musterbetriebes er- feiner in Brafilien lebenden Braut zurücksehnte, und vermutet daher. Gültigkeit verlieren" sollten. Trotz aller von der niedrigsten Wahlangst faffen. Aus hinterlassenen Briefen erfah man, daß er sich sehr nach bie ausgegebenen starten in den Händen von Socialdemokraten ihre streckt sich auch auf das Privatleben der Angestellten. Für daß er den Weg dorthin eingeschlagen hat. Vielleicht hat er sich eingegebenen Absperrungsmaßregeln konnte selbstredend nicht verHerrn Bee ist sogar nicht einmal die Religion Privatsache. aber auch nach Wien gewandt, wo noch Verwandte von ihm wohnen. hindert werden, daß sich der Versammlungssaal gut zur Hälfte mit Nicht nur unternehmerfürchtig sollen die Arbeiter sein, sondern auch Socialdemokraten gefüllt hatte, welche gekommen waren, um die gottesfürchtig. Man erinnert sich des Aufsehens, das feiner Zeit der Nacht drei Männer in dem Hause Charlottenstraße 49, in dem sich haltung zu genießen". Herr Pauli zerstörte denn auch mit rauher Bei der Geburtstagsfeier" überrascht wurden in der vergangenen Produktionen des politischen Chamäleons" Pauli" in ruhiger Zurückvon Bolle auf fatholische Angestellte geübte 3wang, den die Weinhandlung von Lutter befindet. Ein Privatnachtwächter fah Hand den letzten Rest des Wahnes, daß er etwa ein Herz für die protestantischen Betriebsgottesdienst zu besuchen, erregt hatte. drei wenig vertrauererweckende Gestalten in das Haus hineingehen. Arbeiter haben könnte; er schwärmte für den Mittelstand, Als die katholischen Arbeiter sich diesem Zwange nicht unterwerfen Während er aufpaßte, was weiter geschehen würde, kam sein Wachtwollten, flogen sie einfach aufs Straßenpflaster. Als dann die meister dazu. Beide untersuchten nun die Thür und fanden, daß sie schuld seien. Mit seinen Ausführungen erntete er nur sehr fargen an dessen Ruin nur die Juden und Socialdemokraten Katholiten Berlins eine große Protestbewegung inscenierten, fah nicht verschlossen, sondern nur angelehnt war. Bevor sie noch Beifall. Nach ihm gab der Antisemit Profeffor Förster, vor stark sich Herr Bolle mit Rüdficht auf seine katholischen Abnehmer hineingehen konnten, wurde sie aufgeriffen und heraus stürmten veranlaßt, die Gemaßregelten wieder einzustellen. Der standalöse die drei Männer, die der Wächter beobachtet hatte. Während die geleertem Hause, noch eine kurze Borstellung! Solche Gegner beiden andern entkamen, wurde einer erivischt. Dieser war sehr beiden andern entkamen, wurde einer erwischt. unreife Köpfe, politische Narren überzeugen", Gewissenszwang gegenüber den Nichtkatholiken blieb freilich ungehalten und verbat sich jede Belästigung. Er fei Hausdiener bei einer ernsthaften, auf wissenschaftlichen Grundsätzen basierenden bestehen. Ueber den Kirchenbesuch nicht nur der Arbeiter selbst, Lutter und habe seine Freunde zu seinem Geburtstage eingeladen. Partei, wie der Socialdemokratie können sie nicht gefährlich werden! sondern auch der Angehörigen der Angestellten wird scharfe Bei der Feier sei es etwas spät geworden, das komme aber anderswo Kontrolle geübt. Wer nicht regelmäßig die Kirche besucht, fliegt. auch vor. Wachtmeister und Wächter ließen sich aber nicht verblüffen, Tönnen Um genaue Kontrolle üben zu können, hat Bolle ſeinen eignen sondern brachten den Mann troß seines Sträubens auf die Revier- Gerichts- Zeitung. Geistlichen angestellt gerade wie Strafanstalten ihre eignen wache. Hier erkannte man ihn als einen wegen Diebstahls wiederGeistlichen haben. Nicht einmal die freie Wahl des Seelenarztes holt vorbestraften Menschen Namens Matthes Scholz aus Werben Gin Streit zwifchen zwei Schwägern, bei dem auf beiden Seiten Geistlichen haben. Nicht einmal die freie Wahl des Seelenarztes wird gestattet! Die idyllischen Zustände dieses konservativen Muster- bei Kottbus. Brecheisen, Schraubenzieher und sonstiges Einbrecher höchst gefährliche Waffen zur Anwendung gelangten, bebetriebes werden trefflich beleuchtet durch folgenden Ukas, der sich Werkzeug, das man bei ihm fand, wollte er von einem feiner beiden fchäftigte gestern die zehnte Straffammer des Landgerichts I. Der betriebes werden trefflich beleuchtet durch folgenden Utas, der sich Freunde bekommen haben, um es einen Augenblick zu halten". Der Schuhmachermeister Hermann Briefe hatte im vorigen Jahre die in Nr. 16 des Fabritboten der Meierei E. Bolle" Festgenommene wurde der Kriminalpolizei übergeben. Tochter der Witwe Krüger geheiratet. Die ganze Familie wohnte befindet: " Gleichzeitig wollen wir die Meierei- Angestellten darauf hin Hause Müllerstr. 165, in welchem sich ein Kaffeegeschäft befindet. Briese konnte sich mit seinem Schwager, dem 16jährigen LaufEin schwerer Unfall ereignete sich gestern nachmittag vor dem zusammen in einem Hinterhause des Grundstücks Elsasserstraße 39. weisen, daß der Konfirmanden- Unterricht von seiten unsres burschen Ernst Krüger, schlecht vertragen, es tam häufig Geistlichen, Herrn Pastor Arnold, für die Mädchen am Dahin brachte der Rollkutscher Karl W. eine schwere Stifte. Er schob zwischen ihnen zu Auseinandersehungen. Montag und Donnerstag, für die Knaben am Dienstag und Frei- dieselbe vom Wagen auf feinen stierartigen Naden, als er aber auf wischen ihnen zu Auseinanderfegungen. Seriger will befürchtet Freibas Trottoir treten wollte, stolperte er, geriet ins Straucheln und haben, daß sein Schwager einmal gegen ihn handgreiflich tag von 11-12 Uhr erteilt wird. Die Einsegnung der Kinder werden könne, und unt hiergegen gewappnet zu fein, die Kiste rutschte ihm über den Kopf zur Erde hinab. Beim Aufwird stets so gelegt werden, daß die Angestellten und Freunde prallen auf die Steine erhielt sie einen Rückstoß, geriet in rild- griff er zu einem niederträchtigen Mittel. Er kaufte fich für 10 f. der Familien ohne Störung der Berufsthätigteit fich an der Konfirmationsfeier beteiligen können. Sollten Eltern läufige Bewegung, schlug dem Kutscher an die Beine, warf diesen zu gemahlenen Pfeffer, den er lose in der Jacketttasche bei sich ihre Kinder bereits bei andren Geistlichen für den und fiel auf ihn nieder. Der Mann erlitt schwere immere Ver- Bufteabend des 15. März kam Briefe in etwas angetrunkenem den Konfirmanden- Unterricht angemeldet haben und legungen und einen Bedenbruch. Polizeibeamte brachten den schwer zustande nach Hause. Das Unglüd wollte, daß er auf dem HausBerletzten mittels eines requirierten Wagens auf seinen ausdrücklichen ihnen wieder zu einem Wortivechfel. Blöblich griff Strüger in die flur mit seinem Schwager zusammentraf. Sofort fam es zwischen jegt noch den Unterricht bei Herrn Pastor Arnold wünschen, so haben sie von den Geistlichen eine schrift wünschen, so haben sie von den Geistlichen eine schrift Wunsch nach seiner Wohnung und benachrichtigten den Besitzer des Tasche und warf seinem Schwager eine Handvoll Pfeffer ins Gesicht. liche Erlaubnis einzuholen, die jeder Geistliche zu er- Wagens, damit derselbe sein Eigentum in Sicherheit bringen konnte. Dieser, der ohnehin augenleibend ist, schrie laut auf vor Schmerz. Da er teilen auf Wunsch der Eltern verpflichtet ist. An- Die Leiche eines ettva 20jährigen Mädchens wurde am 18. April vor einigen Monaten das Opfer eines Leberfalles geworden, trug er feit gehörigen von Kindern, die nicht den Meierei Gottes in Schlachtenfee gefunden, welches etwa drei Wochen im Waffer ge- diefer Zeit stets einen geladenen Revolver bei sich. Halb wahnSienst besucht haben und von andren Geistlichen an Wochen- legen hat. Die Leiche war bekleidet mit weißem und rotem Unter- finnig vor Schmerz holte er die Schußwaffe hervor und schoß tagen oder Sonntags bormittags eingefegnet werden, rod, fchwarzen Strümpfen, fchwarzen Schnürstiefeln, blauer Blufe. blindlings auf seinen davoneilenden Schwager. Dieser wurde gewird in Zukunft tein Urlaub am Konfirmations In der Nähe des Ufers sind seiner Zeit gefunden worden: schwarzer troffen, die Kugel ging ihm in die rechte Schulter. Sie fist noch ift zu • Der Gerichtshof war nicht der Ansicht, daß eine Notwehr vorlag. Das Pfeffer- Attentät gegen den Angeklagten war bereits ausgeführt und der Thäter auf der Flucht, eine Abwehr somit nicht mehr notwendig. Der Angriff des Zeugen Krüger sei ein höchst niederträchtiger und gemeiner gewefen, dem Angeklagten seien auch mildernde Umstände im weitesten Umfange zugesprochen worden, aber feine Bestrafung habe erfolgen müssen. Es sei auf 150 M. Geldstrafe und Einziehung des Revolvers erkannt worden. in feinem Körper. Zum Glück für Briese sind eble Teile nicht ver- leilte mit, daß die Abonnentenzahl des Vorwärts" auf einige p Leffing Theater. Sonntag: Der blinde Passagier. Montag: Galeotto. legt worden, fein schwerer Körnerle bungeefsen. Briese wurde wegen Hundert über 71 000 gestiegen ist. Von der Lokalkommission( Sainz.) Dienstag: Die Jüdin von Toledo.( Kainz.) Mittwoch: Sodoms angeklagt. Der Staatsanwalt berichtete Karl Klein. Er forberte zu strenger Beachtung der Ende.( Stainz.) Donnerstag: Der blinde Paſſagier. Freitag: Geſpenſter. verkannte nicht, daß im vorliegenden Falle mildernde Umstände Liste auf. In seinem Berichte von der Agitations( Rainz.) Sonnabend: Frißchen und Tartüff.( Kainz.) Sonntag: Galeotto. ( Kainz.) nach verschiedenen Richtungen vorlägen, er beantragte gegen fommission erwähnte Kohte, daß im Wahlkreise Prenzlau Kleines Theater. Allabendlich: Nachtasyl. Sonntag, den 26. April den Angeklagten aber doch eine Gefängnisstrafe von fünf Angermünde an Stelle des von der Kandidatur zurückgetretenen und 3. Mai, nachmittags: Einafter. Monaten. Der Verteidiger Rechtsanwalt Danielowicz plä- Dr. Borchardt Otto Wels die Kandidatur übernommen hat. Es Trianon Theater. Allabendlich: Die Notbrücke. Sonntag, den dierte für Freisprechung, indem er geltend machte, daß findet dort jetzt schon eine sehr starke Wahlbewegung statt und die 26. April, nachmittags: Die Liebesschaukel. dem Angeklagten der§ 53 Str. G.-B. reftische Flitterwochen. Somm gute kommen Abonnentenzahl der„ Fackel" beträchtlich gestiegen. Central Theater. Allabendlich: Chinesische Flitterwochen. Sonntag, Zu einer müsse. Danach sei die Ueberschreitung der Notwehr nicht strafbar, größeren Diskussion gaben die verschiedenen Berichte keinen Anlaß. 26. Aprit und 3. Mai, nachmittags: Die Fledermaus. Belle- Alliance- Theater. Bis Mittwoch allabendlich: Pick und Pocket. wenn der Thäter in Bestürzung, Furcht oder Schrecken über die Donnerstag: Maria Magdalena. Grenzen der Notwehr hinausgegangen fei. Zu dem Bericht über die Versammlung der Vertrauensmänner Carl Weiß- Theater. Sonntag bis Dienstag: Der Liebe Gebot. des Holzarbeiter- Verbandes erhalten wir vom Verbande der Kassen- Von Mittwoch ab allabendlich: Jugendstürme. Sonntag, dert 26. April, beamten folgende Berichtigung: Unter den Gemaßregelten nachmittags: Am Meer. Sonnabend, den 2. Mai, nachmittags: Die wilden befindet sich fein einziger von denen, welche seiner Zeit von der Schwäne. Drts- Krankenkasse der Tischler zur Innungs- Krankenkasse über- Buntes Theater. Sonntag u. Montag: Freigesprochen. D'Weanerin. gegangen sind. Weder beim Kampfe um den Arbeitsnachweis, Maherchen. Dienstag: Vor dem Gesindeball. Winterschlaf. Mittwoch und noch sonst bei irgend einer Gelegenheit ist, wie auch in der von der Donnerstag: Eglantine und Lyfiart. D'Beanerin. Freigesprochen. Freitag: Centralkommission einberufenen Sigung festgestellt wurde, seitens Bar und Zimmermann.( Gaſtjp. d. Th. d. W.) Sonnabend: Fra Diavolo. der Beamten der Kasse dem Innungsvorstande Material geliefert Sonntagnachmittag: Der Troubadour. Sonntagabend: Undine. Apollo Theater. Allabendlich: Gefindeball. worden, außer demjenigen, dessen Ueberlassung an an den Innungs- Metropol- Theater. Allabendlich: Neuestes! Allerneuestes! vorstand seitens des Vorstandes der Krankenkasse ausdrücklich Casino Theater. Allabendlich: Elternlos. Sonntagnachmittag: Lieder angeordnet worden ist. Einige der Beamten haben sogar des Musikanten. gegen derartige Anordnungen des Vorstandes Einspruch erhoben. Urania Theater, Taubenstr. 48/49. Dienstag und Freitag: PhotoGegen den Beamten, welcher Mitglied des Holzarbeiter- graphien in natürlichen Farben. Sonst allabendlich: Das Land Tirol. Verbandes ist und angeblich nicht wiedergewählt wurde, weil er mit der Aufsichtsbehörde gedroht haben soll, wurde in der Generalversammlung der Kasse, welche die Wahl der Beamten vornahm, ja gerade geltend gemacht, daß er sich gesträubt habe, Arbeiten für den Innungsvorstand zu machen. Aus dem Resultat der Abstimmung ergiebt sich ohne weiteres, daß gerade auch die Innungs vertreter gegen dessen Wiederwahl stimmten. Einen Anspruch auf lebenslängliche Anstellung haben die Beamten bis dato schon des- G. Münster. Eine öffentliche Verbreitung von Flugblättern halb nicht erhoben, weil sie der Ansicht sind, daß kein anständig während der Kirchzeit unterliegt auch nach Ausschreibung der denkender Arbeitgeber einen Angestellten, der seine Pflicht und Wahl der Gefahr strafrechtlicher Verfolgung wegen Verstoßes gegen SonntagsSchuldigkeit thut, was ja bei allen Verhandlungen gerade feitens heiligungs Verordnungen. Auch nicht öffentliche Verbreitung ist zwar des Kaffenvorstandes von allen Beamten behauptet worden ist, ohne nicht strafbar, sie soll aber während der Kirchzeit aus agitatorischen jeden Grund aufs Pflaster wirft. Gründen unterbleiben. Das ist der wiederholt dringend seitens Wahltomitees insbesondere für das platte Land auf Grund jahrelanger Erfahrungen erteilte Rat. Wegen öffentlicher Beleidigung des Töpfers Lüdtke hatte sich am 23. d. M. der Töpfer Graf vor dem hiesigen Schöffengericht zu verantworten. Lüdtke hatte den Angeklagten angezeigt, ihn Lump", „ Ker!" und" Streifbrecher in einem früheren Droschkentutscherstreik" geschimpft zu haben, und die Staatsanwaltschaft erhob im öffent lichen Interesse die Anklage. Der Staatsanwalt bezeichnete in der Hauptverhandlung das Verhalten des Graf als ein gemeingefährliches, beinahe an§ 153 der Gewerbe- Ordnung grenzendes, das eine gewisse Sühne verlange; der Angeklagte habe wahr scheinlich auch die Absicht gehabt, den Lüdtke zum Beitritt aum Centralverband der Töpfer zu nötigen und ihn um feine Arbeit gebracht. Er beantrage zwei Wochen Gefängnis. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Victor Fränkt, wandte sich nachdrücklich gegen die Darlegung des Staatsanwalts und das exorbitante Strafmaß. Er wies darauf hin, daß von einer Aehnlichkeit mit§ 158 G.-D. gar keine Rede sei und auch nicht die geringste Veranlassung dazu vorliege, wegen Redewendungen, die in erregter Stimmung und Angetrunkenheit im Restaurant gefallen feien, auf Gefängnis zu erkennen. Sei Lüdtke, der damals Lokalist gewesen, wirklich in Verruf gekommen, so könne das nur dadurch geschehen sein, daß er einen gleichfalls organisierten Kollegen bei Der Staatsanwaltschaft denunziert habe. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu zwei Wochen Gefängnis. Er meinte, der Vorfall zeige, mit welchem Terrorismus" verfahren werde, das grenze an Vergehen gegen§ 153 G.-D. Versammlungen. Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Die Zauberflöte. Montag: Die Sugenotten. Dienstag: Orpheus und Eurydike. Mittwoch: Siegfried. Donnerstag: Fra Diavolo. Freitag: Margarethe. Sonnabend: Der Waffenschmied. Sonntag: Der fliegende Holländer. Montag: Fidelio.d Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Die Schloßherrin. Montag: Agnes Bernauer. Dienstag: Die Ahnfrau. Mittwoch: Safuntala. Donnerstag: Die Schloßherrin. Freitag: Sakuntala. Sonnabend: König Heinrich V. Sonntag: Gyges und sein Ring. Montag: Saluntala. Neues fgl. Opern- Theater. Sonntag, 26. April: Nathan der Weise. Sonntag, 3. Mai: Die Journalisten. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag: Das Glüd im Winkel. Sonntagabend: Der Herr Senator. Montag: Die guten Freunde. Dienstag: Die guten Freunde. Mittwoch: Die guten Freunde. Donnerstag: Die guten Freunde. Freitag: Die Here. Sonnabend: Die bere. Sonntagnachmittag: Das Glück im Winkel. Sonntagabend: Wohl thätige Frauen. Montag: Die Here. Schiller- Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntagnachmittag: Die Braut von Messina. Sonntagabend: Heimat. Montag: Der ledige Hof. Dienstag: Wohlthätige Frauen. Mittwoch und Donnerstag: Der ledige Hof. Freitag und Sonnabend: Die guten Freunde. Sonntagnachmittag: Die Jungfrau von Orleans. Sonntagabend: Die Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½½ Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. 3 C. S. 1. Zur Wahl des Bürgermeisters darf, wie aus§ 64 der Städte- Ordnung in Verbindung mit§ 16 des Zuständigkeitsgesetzes geschloffen wird, nicht vor der Feſtſebung der Besoldung, die der Genehmigung seitens des Bezirksausschusses unterliegt, geschritten werden. Die Mitteilung andrer Wahlbedingungen an die Aufsichtsbehörde ist nicht notwendig, aber zweckmäßig, damit nicht hernach wegen diefer Bedingungen die Bestätigung persagt wird. Praktischer ist es, folche Bedingungen nicht auszuschreiben, fondern vor der Wahl mit dem Kandidaten zu vereinbaren. 2. Der Magistrat hat kein Recht, eine Ausschreibung mit Bedingungen zu veranlassen, die dem Stadtverordnetenbeschluß widersprechen. Hat der dortige Magistrat dies dennoch gethan, jo kann die Versammlung beschließen, daß er die Kosten für dieses ungültige Elebovat aus eigner Tasche zu bezahlen hat, und beim Fünfter Wahlkreis. Der Socialdemokratische Regierungspräsidenten Beschwerde erheben. 3. Zur Ausschreibung kann Verein hielt am Donnerstag im Alten Schüßenhause feine nach weit verbreiteter, allerdings als gültig bestrittener Praris die StadtGeneralversammlung ab. Zunächst wurden 65 Genossen, die sich verordneten Versammlung allein( nach Erledigung der zu 1 gedachten zur Aufnahme gemeldet hatten, für aufgenommen erklärt. Der Formalten) schreiten. 4. In Ihrem Falle steht der Versammlung das Recht Borstandsbericht sowie der Kassenbericht erstrecken sich, da die letzte zu, fich innerhalb 14 Tagen an den Regierungspräsidenten zu wenden. Steht dieser auf demselben Standpunkt wie der Bezirksausschuß, so ist das Generalversammlung erst Ende Februar stattfinden konnte, hur Gehalt dementsprechend zu fixieren und Genehmigung zu dieser Festsetzung auf zwei Monate. Der Vorsitzende 3ucht teilte mit, daß sich der nachzusuchen. Das Verwaltungsstreitverfahren ist soweit ersichtlich für die Vorstand ausschließlich mit den Vorarbeiten zur Reichstagswahl be dortigen Fälle nicht zulässig. A. S., Schöneberg. 1. Leider liegt Ber2. Die Sache ist streitig, beantragen Sie Eintragung. faßte. Was den Besuch gegnerischer Versammlungen anbelangt, ist jährung vor. der Vorstand der Meinung, daß die Genossen keinen Grund haben, N. G. 19. Wenn die Verstorbene nicht die alleinige Ernährerin ihrer Familie war, nein. 2. 2. 1. Bei beiden Organen ist der Antrag zu den Gegnern den Saal zu füllen oder sich bei den Freisinnigen nach den Anweisungen Eugen Richters einer Anklage wegen HausfriedensSonntagabend: Monna Banna. Montag bis Sonnabend: Monna haben das Recht, wegen Beleidigung(§§ 185, 186 Str.-G.-B.) zu flage= bruchs auszusehen. Ferner machte der Redner darauf aufmerksam, Banna. Sonntagnachmittag: Die versunkene Glode. Sonntagabend: das nächstens ein Flugblatt verbreitet werden soll, worin die Namen Monna Banna. der Genossen, die das Einsehen der Wählerlisten übernehmen, be- Neues Theater. Sonnabend: Jugend. Sonst allabendlich: Pelleas tannt gegeben werden.- Die Einnahmen des Vereins beliefen sich und Melisande. Sonntag, den 26. April und 3. Mai, nachmittags: Die cinfchließlich des alten Bestandes, bon 1186,91 M. auf 2478,53 M., Kreuzelschreiber. Berliner Theater. Sonntagnachmittag: Othello. Sonntagabend: die Ausgaben auf 717,65 M.; es bleibt ein Kassenbestand von 1760,88. Seit der vorigen Generalversammlung wurden-Heidelberg. Montag: Verleumdung. Dienstag: Alt- Heidelberg. woch: Der Hüttenbefizer. Donnerstag: Alt- Heidelberg. Freitag: Alt172 Mitglieder aufgenommen; der Verein hat jest 1129 zahlende Heidelberg. Sonnabend: Das Käthchen von Heilbronn. Sonntagabend: Mitglieder. Dem Sassierer Liepmann wurde einstimmig Decharge Alt- Heidelberg. Sodann wurde der Gesamtvorstand einstimmig per Acclamation wiedergewählt. In der 6. Abteilung ist als Abteilungsführer an Stelle Munts Genosse Friedländer getreten. Die Vertrauensleute haben sich, wie Liepmann bes richtet, hauptsächlich mit den Vorbereitungen zur Reichstagswahl befaßt. Im fünften Kreise sollen in nächster Zeit einige große Versammlungen stattfinden, im übrigen aber muß die Agitation von Von der Mund zu Mund mit größtem Eifer betrieben werden. Breßkommission erstattete Friedländer den Bericht und erteilt. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner ReichstagsWahlkreis. Todes- Anzeige. Am Donnerstag, den 23. d. Mts., verstarb unjer Mitglied August Matz am Vellermannstr. 6. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. d. Mts., nachmittags 3%, Uhr, vom Lazarus Strankenhause aus nach dem neuen Pauls Kirchhof( Seestraße) statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 247/11 Der Vorstand. Allgemeine Kranken- und SterbeKasse der deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen. ( E. H. 86, Hamburg,) Verwaltungsstelle Berlin B. Am Freitag, den 24. April, verstarb nach langen schweren Leiden unser Mitglied 9366 Eduard Weichert. am Die Beerdigung findet Montag, 27. 6. M., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofs in der Hermannstraße zu Rigdorf aus Die Ortsverwaltung. itatt. 3 lumen- und 10572 Am 23: April 1908 verschied nach kurzem, schwerem Leiden Herr Paul Grüneberg, Beamter der Allgemeinen Orte: Krankenkaffe gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen zu Berlin, 273/10 Wir beklagen und betrauern den unerwarteten Verlust des Ent schlafenen, welcher während seiner langjährigen Thätigkeit uns jeder zeit ein lieber und aufrichtiger Sollege gewesen ist, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. im 43. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Sonntag, den. 26. April, nachmittags 6 Uhr, von der Reichenhalle des St. Georgenkirchhofes am Königs: thor aus statt. Die Beamten d. Allgemeinen Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen zu Berlin. Allgemeine Orts- Krankenkasse gewerbl. Arbeiter u. Arbeiterinnen zu Berlin. Am 23. April d. J. verstarb 28. 2 nach furzem, schweren Leiden der Beamte der Allgemeinen OrtsKrankenkaffe gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen zu Berlin, Herr Paul Grüneberg im 43. Lebensjahre.d 273/9 Der Verstorbene war während feiner fast 19 jährigen Thätigkeit bei der Kaffe ein äußerst strebfamer, pflichtgetreuter. Beamter, trauern. Kranzbinderei beffer' Berluft wir aufrichtig beRichard Engelke, Reichenberger- Strasse 164, Ecke Mariannenstr. Specialität: Vereinskränze. !! Von 36 Mark an!! Anzug nach Maß, neueste Muster, reinw. Stoffe, feinste Zuthaten, 2 Anproben, für tadellosen Sit goldene Medaille. Ludwig Engel, Prenzlauerstr. 23 II, Alexander: platz. Romme mit Muster Maß: nehmen, auch außerhalb. Poft: 94/18 farte. Gegr. 1892. Wir werden dem Dahingeschie denen stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 26. d. M., nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgen- Kirchhofs am Königsthor aus statt. Der Vorstand. Zahn- Klinik, beliebige Zeil Preise zahlung. InvalidenOlga Jacobson, strasse 145. guten Freunde. Montag: Heimat. Deutsches Theater. Sonntagnachmittag: Die versunkene Glode. stellen. 2. Ja. Trevirorum. 1. Die Verlegung war statthaft. 2. Sie Witterungsübersicht vom 25. April 1903, morgens 8 Uhr. Mitt Stationen Barometer stand mm 752S Windrichtung Windstärke Wetter 5 bedeckt Temp. n. C. 5° E. 4° R. 7 Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Haparanda 762 DGD 2Schnee Temp. n. C. 5° E. 4°. 2661 3wolfen! 2Regen 6 Petersburg 764 GD 8 Cort 5 bedeckt 3bededt 2wolfen! 9 3bcdedt 753 SW 756 22 2wollent 6 9 Theater des Westens. Sonntagnachmittag: Die Gloden von Corne- Swinemde. 752 SSD 2heiter bille. Sonntagabend: Der Postillon von Lonjumeau. Montag: Zar und Hamburg 748 D Zimmermann. Mittwoch: Fra Diavolo. Berlin Dienstag: Der Verschwender. Donnerstag: La Traviata. Freitag und Sonnabend: Dubarry. Sonntag- ranij.a.M. 751 SW nachmittag: Zar und Zimmermann. Sonntagabend: Dubarry. Montag: München Thalia Theater. Allabendlich: Der Bosaunen- Engel. Sonntag, den 26. April und 3. Mai, nachmittags: Charleys Tante. Residenz- Theater. Allabendlich: Lutti. Sonntag, den 26. April, nachweise etwas Regen. mittags: Nora. Sonntag, den 3. Mai, nachmittags: Sein Doppelgänger. Dubarry. Wien 3 Aberdeen 5 Paris 755 28 755 Wetter- Prognose für Sonntag, den 26. April 1903. Ein wenig wärmer, vielfach heiter bei mäßigen südlichen Winden; zeitArbeiter- Bildungs- Schule. Pa Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links II. Lehrplan für das II. Quartal 1903. Unterrichtsfach Behandelter Lehrstoff Lehrer UnterrichtsAbend National- Reichsfinanzen und die Einkommenökonomie besteuerung in Preussen. Schriftst. Georg Montag Bernhard SchriftGeGeschichte des Industrialismus im 19. Jahrhundert. steller Dr. Rudolf Steiner Dienstag SchriftRedeUebung Uebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen Aufsatz. steller Dr. Rudolf Steiner Freitag schichte Der Unterricht beginnt in Nationalökonomie Montag, den 20. April; Geschichte Dienstag, den 28. April; Rede- Uebung Freitag, den 24. April 1 Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 11 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei.l: Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links 2 Tr., und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstrasse 42; Vogel, Demminerstrasse 32; Krause, Müllerstr. 7a; Horsch, Engel- Ufer 15. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin SW. 43, Hornstr. 20, Querg. II, Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 50, zu senden. 4/14 Der Vorstand. wwwwwww Sehr billige Preise! Deutsche erstkl. Roland- Fahrräder auf Wunsch auf Teilzahlung. Anzahlung 30-60 Mart, Abzahlung 10-20 Mark monatlich. S. Rosenau in Hachenburg. Dr. Schünemann, Specialarzt für Haut, Harn- und Frauenleiden, Seydelstr. 9. 12-13, 26-28, Sonnt. 9-11. PrinzenPatente besorgt und verwertet gut und schnell Patent- Bureau 3.Reichhold u. Co., Berlin NW., Luisentr. 24. Auskunft fostenlos. 7722* Damen-, Mädchen- und Knaben- Konfektion. Saccos, Röcke und Blusen. in bester Ausführung zu ganz billigen Preisen. Stoff- Reste selbst anfertigung. Zuschnitt gratis. C. Abraham 38. Admiralstrasse 38( im Laden) am Kottbuser Thor. 12402* Berliner Wetterbureau. 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Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.