Nr. 101a. Abonnements- Bedingungen: S Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsBreislifte für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene stolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Unfre Weltfeier. Sonnabend, den 2. Mai 1903. England. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Wernsvrecher: Amt IV. Nr. 1984. minutenlanges Klatschen und Jubeln, das gleich einem Orkane durch London, 1. Mai.( Privatdepesche des Vorwärts".) Zwei große den Saal braust: Bebel war auf der Tribüne erschienen. Die Meetings, ein englisches und ein kontinentales, fanden im Alexandra- Augen der Leute leuchteten ordentlich vor Liebe. Von den Um den Maibaum der socialistischen Erlösung und gesellschaft Balast tatt. Es herrschte eine enthusiastische Stimmung. Ansprachen Mächten der Reaktion werden wohl wenige der Unfren lichen Verjüngung scharte sich auch dieses Jahr das Proletariat hielten ir Hardie, Hyndman, Ben Tillet, Fournemont aus Belgien fo bitter gehaßt, wie Bebel. Aber das arbeitende Volk aller Länder. Ueberall, wo die Arbeiter zum Bewußtsein ihrer Kraft sowie treter aller europäischen Kulturländer. Es wurde eine vergilt ihm diesen Haß mit tausendfacher Liebe. Ein Chor der und ihres Zieles erwacht sind, wurde durch Arbeitsruhe, Umzüge, Refolution angenommen, die den Arbeitern aller Länder Grüße Sänger segt ein. Und dann spricht Bebel. Die metallische Stimme Versammlungen und Feste, die erhabene Idee des Wölfermai, der sendet und den Achtstundentag sowie sociale Reformen fordert als bringt in jedes Edchen des Riefensaales, seine glühende Bedie Proletarier aller Länder einigt, begeistert gefeiert. Und überall Vorbereitung zur Vergesellschaftung aller Produktionsmittel. berlief der Tag in Würde und Freude. Holland. + In Deutschland stand der erste Mai diesmal ganz unter dem Eindruck der kommenden Reichstagswahlen. Es war eine Art Vorüber war von der Maifeier nichts zu spüren, da die Arbeit nirgends Amsterdam, 1. Mai.( Privatdepesche des Vorwärts".) Tagsschau unfres Aufmarsches am 16. Juni. Die Beteiligung war durch- stillstand; die Tagesversammlungen waren daher wenig besucht. In weg äußerst start, die Arbeitsruhe war in großem Umfange durch den start besuchten Abendversammlungen in Amsterdam, Rotterdam, geführt, die Versammlungen gedrängt voll. Es herrschte große Be- Sang und Utrecht herrschte jedoch eine ausgezeichnete Stimmung. geisterung und eine siegesstolze Stimmung. Die Maifeier in Berlin. redsamkeit zwingt all die Taufende in seinen Bann, beflügelt alle Seelen. Nur der Polizist, der neben dem emsig mitschreibenden Polizei- Lieutenant fizzt, blidt stumpf ruffischer Studenten und Studentinnen, die born an einigen Tischen und teilnahmslos vor sich hin in den Eaal; bloß eine Gruppe plaz genommen hat, scheint seine Aufmerksamkeit manchmal zu feffeln, und ein Reger, der ganz im Hintergrunde des Saales fizzt und zu den aufmerksamsten Zuhörern gehört. Störungen der Feier ließen sich nur hier und da übereifrige Polizisten des Ordnungsstaates zu Schulden kommen, die von unfern Genoffen mit Geduld ertragen oder auch mit sindigem Wit und fluger Entschlossenheit durchkreuzt wurden. Daß auch die Unternehmer wieder zu der Chikane der Aussperrung ihre Zuflucht nahmen, gehört zu den Begleiterscheinungen, an die fich das ProTetariat längst gewöhnt hat- Heroenthaten ohumächtiger Wut. Die Bourgeoisie hat ihre öden Sedan- und Kriegervereins- Feste. empfunden von den Hunderttausenden und Millionen, die Ueberwiegt in den Vormittagsversammlungen mehr das Patho Die Feier der Mai- Internationale überstrahlt an Gefühlsgewalt und Gedankeninhalt ebenso die Festivitäten der herrschenden Klaffen wie unfre Weltanschauung die Armseligkeit ihrer niedrigen und schmutzigen Interessen. Bei den Wahlen- das hoffen wir wird der Maigedanke fiegreich aus der Urne emporsteigen. Die Maifeier im Auslande. Destreich- Ungarn. Regelmäßig wiederkehrende Feste verfallen fast immer dem schlimmen Fluche der Gewohnheit: sie werden Selbstzived, ihr geistiger und ihr Gefühlsinhalt geht verloren. Unser Mai fest aber wird mit jeder Wiederkehr tiefer und inniger am 1. Mai das beglückende Morgenrot einer befferen Zukunft auf steigen fehen. Darin liegt das Herrliche und Erhebende dieses Festes der internationalen Verbrüderung der Arbeiterklasse. Draußen im Nordosten in der Brauerei Friedrichshain haben die Schuhmacher ihre Verfanuntung; kaum zweihundert Schritte von dem Grabe der Märzgefallenen... Manch' einer lenkt seine Schritte von oder nach der Versammlung hinüber in den stillen, eingezäunten Friedhof, den der Hauch der Geschichte unwittert. Das ist der rechte Ort für eine Mai- Andacht. Proletarier, denen der Tod die Fahne der Revolution entriß, Proletarier, die sie wieder aufnehmen.... des Festes, so kommt in den am Nachmittag stattfindenden großen Maifeiern der verschiedenen Wahlkreise auch der Frohsinn zu seinem Nechte. Ein heiteres und buntes Treiben entwickelt sich. Frauen In dichten Scharen strömten in den ersten Vormittagsstunden und Mädchen und Kinder beteiligen sich in großer Zahl die Berliner Arbeiter zu den großen Bersammlungen. Diejenigen an dem Voltsfest, in das nicht nur die Festrede einen ernsten Klang unfrer bürgerlichen Freunde", die alljährlich mit beweglichen Worten bringt: in all der Luftigkeit schwingt ein ernster Ton mit, den man uns von der„ nuglosen“ und„ überflüssigen" Demonstration der vergebens bei den mannigfachen loyalen Volksfesten suchen wird. Maifeier abzubringen suchen, haben wieder eine bittere Enttäuschung Es ist die Fröhlichkeit eines fämpfenden, siegreichen Heeres am Tage erlebt. Die Beteiligung an den Vormittags- Versammlungen zwischen zwei Schlachten. V des SD = war nicht schwächer, sondern stärker als im Vorjahre. In Wir haben gelernt, fröhlich zu kämpfen; Kraft und Selbstder Bellealliancestraße schien es manchmal, als ob sich bewußtsein finden ihren Ausdrud in dieser ungezwungenen und Wien, 1. Mai.( Privat- Depesche des Vorwärts".) Die Mai- ein geschloffener Bug zur„ Bodbrauerei" bewege, in dem die Baudoch ernsten Fröhlichkeit, mit der das Proletariat fein schönstes Fest feier ist in Wien in dem durch die Tradition geheiligten Geleise gearbeiter ihre Versammlung hatten. Die meisten Lokale wurden feiert, freudig, wie ein Held zum Siegen!" feiert worden. Vormittags fanden 24 Boltsversammlungen und lange vor Beginn der Versammlung abgesperrt, so start war der 29 Branchenversammlungen statt, die einen respektablen Besuch aufwiesen, Andrang. In den mit festlichem Rot geschmückten Sälen staute fich -wenn sich auch der ungünstige Freitag bemerkbar machte. Es die Menge Kopf an Kopf; besonders im Feenpalast, wo bei den Die Maifeier der Berliner Gewerkschaften. wurde auch czechisch, ungarisch und polnisch referiert. Wie alljährlich, Metallarbeitern Paul Singer sprach und in der Neuen Welt, Der Besuch der Vormittagsversammlungen war durchweg ein so erschienen auch heuer am ersten Mai teine Abendblätter, am zweiten wo die Holzarbeiter ihre Versammlung hatten und Bebel die sehr zahlreicher. Er übertrifft nach den vorliegenden Berichten bei Mai feine Morgenzeitungen. Nur das Abgeordnetenhaus Festrede hielt. Auf der Straße aber sorgte ein starkes Aufgebot von Schutz- weitem die Beteiligung an den Demonstrations- Bersammlungen demonstrierte gegen den Arbeiterfeiertag; vorigen Jahres. es hielt auf An- männern zu Fuß und zu Pferde dafür, daß das Straßen- Feier des hat auch die gewerkschaftliche diesjährigen Arbeiter Festtages twieder trag des Großgrundbesizers Grabmayr, eine Justament bild ein ungewöhnliches Gepräge erhielt. Besonders die Umgebung baß weder Aussperrungsbeschlüsse noch gezeigt, sonstige Drohungen Sigung ab. Die zwei Zeitungsnummern entfielen übrigens des Feenpalastes glich einem Kriegslager. Die Burgstraße war auf der Unternehmer im ftande sind, die Demonstrationen der auch in Budapest. Nachmittags fand der übliche Zug in den beiden Seiten von einer Posteutette abgesperrt, einige Berittene gewerkschaftlich organisierten Klassenbewußten Proletarier zu Brater statt, wo sich in allen Lokalen ein fröhlich ungebundenes übten fich in allerlei tavalleristischen Manövern, und zwei beeinträchtigen. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission hatte allen Treiben entfaltete. Aus der Provinz liegen mur fpärliche Nachrichten Polizeilieutenants beobachteten mit nervöser Spannung, ob das ihr angeschlossenen Organisationen eine Resolution vorgelegt, die in vor, doch hat sich in den Industriecentren die Arbeitsruhe auch Gebäude auch sicher nicht weggetragen werde. Den armen Schutz der Mainummer des„ Bortvärts" veröffentlicht ist und von allen Verheuer behauptet. Die Feier zeitigte heuer einige intereffante männern wäre eine andre Art der Maifeier herzlich zu gönnen, be- fammlungen angenommen wurde. Episoden. In St. Veit wurde der Maitag mit Böllerschüssen begrüßt, fonders, wenn wie diesmal, der Wettergott uns hold ist und die in Ottakring wurde eine Reveille veranstaltet; im Buge fielen sechs Sonne ihre wärmsten Grüße zu uns sendet, ist's recht ungemütlich, geschmückte Wagen der organisierten Kutscher auf. Fünfhundert stundenlang auf dem heißen Asphalt zu stehen, um den Staat zu Radfahrer veranstalteten einen Korso. In Graz wurde eine Ver- beschützen. fammlung aufgelöst, was zu Zusammenstößen mit der Polizei führte. Sechs Arbeiter und zwei Polizisten wurden dabei erheblich berlegt. Graz, 1. Mai.( W. T. B.) Vor mehreren industriellen Eta blissements, in denen gearbeitet wurde, fanden Kundgebungen von Arbeitern statt. Die Bolizei, welche einschritt( das heißt also die friedliche Kundgebung störte. Red. d. Voriv."), wurde mit Steinen beworfen, zwei Polizeibeamten erlitten Verlegungen. trieb schließlich die Menge mit der blanken Waffe auseinander, wobei Die Polizei zwei Arbeiter verwundet wurden. Die centralorganisierten Maurer der Zahlstelle Berlin waren in einer Anzahl von über 4000 in der Berliner Bodbrauerei versucher Kopf an Kopf gedrängt standen, hatten sich wohl ca. 2500 im fammelt. Neben dem geräumigen großen Saal, woselbst die Bes festlich geschmückten Garten niedergelassen. Im Saale referierte der Das Herumstehen und Auf- und Abpatrouillieren der Schuh- Nachdem Redner die grundlegenden Ideen der heutigen Maifeier be Kollege Silberschmidt über Die Bedeutung des 1. Mai". Leute muß um fo langweiliger sein, als es so ganz und gar nichts leuchtet hatte, zeichnete er in treffenden Worten die heutige zu thun giebt. Nur ein einziger, rein überflüffiger Aft ordnungs- reaktionäre Gesezgebung, die Unterdrückung der alle Werte retterischer Thätigkeit ist zu verzeichnen. In der Schönhauser Allee schaffenden Arbeit, die Rechtlosigkeit derselben in der heutigen Zeit, ging ein Trupp Holzarbeiter, etwa sechzig bis fiebzig Mann, und kam zu dem Schluß, daß niemand mehr ein Juteresse und nach ihrem Versammlungslokal in der Hasenheide. An der zwingende Gründe zur internationalen Verbrüderung habe als Teute entgegen, und der Krenzung der Danzigerstraße stellte sich ihnen eine Rette Schutz- gerade wir, die Arbeiterklasse. In großen Zügen beleuchtete Redner bie Arbeiten des verflossenen Reichstages und forderte in zündenden an der Spizze befindliche Lieutenant Worten zur Agitation für eine unsren Wünschen mehr entsprechende des 88. Polizeireviers Kolb rief ihnen mit hochgehobenen Besetzung des neuen Reichstages auf. Nachdem noch Panfer auf Schweiz. Händen zu:„ Auseinander!" Bernünftig wie die aufgeklärten das Fiasko des Unternehmerbeschluffes bezüglich der eintägigen Die Maifeier in der Schweiz ist, wie uns eine Privatdepesche Berliner Arbeiter nun einmal sind, fügte man sich. Ein Teil bog Aussperrung aller Maifeiernden hingewiesen und zum weiteren treuen meldet, an mehreren Orten verregnet, im übrigen befriedigend ver- nach der Eberswalderstraße ab, ein andrer in die Kastanien- Allee Zusammenhalt der Kollegen aufgefordert hatte, wurde die VerLaufen. Am Feftzuge beteiligten fich in 3ürich 6000, in Genf und verschiedene Trupps gingen die breite Schönhauser Allee ent- fammlung nach einem begeisternden Hoch auf die internationale 2000, Bernt 2000, 2uzern 1000, St. Gallen 2000, in lang. Einer der letzteren, ganze 8 Mann, wurde trotzdem plöglich völlerbefreiende Socialdemokratie gefchloffen. Winterthur 1000 Personen. Ueberall traten neben deutschen von Schutzleuten umzingelt und zur Wache gebracht. Ohne Murren ruhe war eine allgemeine. auch italienische Festredner auf. ging man mit. Nachdem dort die Personalien festgestellt waren, Zimmerer. Schon lange vor der festgesetzten Zeit wurde der wurden die Arbeiter nach ca. 1 Stunde wieder entlassen. große Saal von Buggenhagen polizeilich abgesperrt, so daß ein Frankreich. In der Belle- Alliancestraße trennt eine Compagnie Soldaten den großer Teil der Versammlungsbesucher, der ausschließlich aus Paris, 1. Mai.( Privatdepesche des„ Vortvärts".) In der Bug der Arbeiter; mancher sehnsüchtige Blick fliegt von den Berufskollegen bestand, teinen Einlaß mehr fand und demzufolge in Arbeitsbörse versanunelten sich am Nachmittag 1500 Personen, Broletariern im Waffenrock hinüber zu ihren fefttäglich gekleideten waren ca. 2500 Personen, unter denen sich auch eine Anzahl Frauen den Nebenräumen und im Garten Play nehmen mußte. Im ganzen während des Abends vier Versammlungen stattfanden. Brüdern. An einem Neubau geht der Bug borüber; befanden, anivefend. Genosse Ledebour hielt einen mit großer In der Provinz herrschte ortsweise Arbeitsruhe. In Dinin fonntäglicher Ruhe liegt der Bauplak. Nur ein Aufseher Begeisterung aufgenommenen Vortrag. Insbesondere kennzeichnete er firchen feierten sämtliche Hafenarbeiter. 6000 Personen ver- wandert einsam auf und ab. Diese von den Arbeitern verlassenen recht treffend das Bestreben der bürgerlichen Rechtsprechung, das anstalteten einen Umzug zu den Gräbern der Arbeitsopfer. In Bauten ziehen die Neugier der vorübergehenden Baffanten besonders Koalitionsrecht der Arbeiter durch Anziehung des Erpressungs2yon fand am Nachmittag eine Versammlung statt, an der sich 3000 lebhaft an und erregen ihre Entrüftung.„ Su hab'n die Hunger- paragraphen zu vernichten. Berjonen beteiligten, während 600 Mann einen Umzug mit roten Fahnen leider noch nischt jemng Feiertage; müssen sich noch eenen ertra veranstalteten. In Toulon herrschte im Hafen und in den staatlichen leisten!" zäfonniert mißbilligend ein dider Herr mit Cylinder und Werkstätten Arbeitsruhe. In Carmaux herrschte allgemeine schüttelt verdrießlich sein Haupt. Die ArbeitsSchuhmacher Der Saal des Schweizer Gartens war bis auf den letzten Stehplay von den festlich gekleideten Frauen und Männern aus dem Schuhmachergewerbe gefüllt. Die Menge Arbeitsruhe. Nur in den Glasfabriken Rejseguiers mußten die Im Saale der Bodbrauerei erregte die nügliche Verwendung folgte in begeisterter, sich durch häufige Zustimmungshundgebungen Arbeiter schaffen. In Roubaix fand eine Kundgebung bei dem einer dort angebrachten Neptunsgruppe heiteres Auffehen: die Hand, elementar ausdrückenden Stimmung den Ausführungen des Genossen Denkmal der Arbeitsopfer und in Fourmies ein Umzug die sonst den Dreirad schwingt. fchwingt eine mächtige rote Fahne. Walded Manaffe, der vor allem die bevorstehenden Wahlen bon 500 Personen nach dem Friedhofe zu den Gräbern der Ordentlich stolz fieht der focialdemokratische Aegir aus. D Aegir, Resolution erhoben sich 2000 Hände. Gefang eröffnete und schloß und die Mitarbeit aller Proletarier behandelte. Nach Verlesung der Maiopfer statt. Die Hauptfeier wird dort erst am Sonntag Herr der Fluten.... bie Feier. Dann zog eine unübersehbare Menge durch den Friedrichsabgehalten, wobei das Denkmal der Maigefallenen enthüllt Am imposantesten wirkt der prachtvolle Saal der Neuen Welt". hain in würdiger, diesmal polizeilich ungestörter Ruhe nach der werden wird. Ueberall, wo socialistische Gemeinderäte be- Von der Galerie aus fieht man die Menge unten wie ein wogendes, Alten Taberne in Stralau, um dort den Rest des Tages in geselliger stehen, ruhten die kommunalen Arbeiten. In Lille wurden schwärzliches Meer. Gleich Lichtpünktchen heben sich da und dort die Vereinigung zu verleben. 300 Delegierte in der Bürgermeisterei empfangen und mit einem roten Maiabzeichen und primitiven Papierrosetten ab. Nebenbei Die Stuffateure waren in Sanssouci, Kottbuserstraße, vers Ehrentrunt bewirtet. In Bourges veranstaltete der Gemeinderat bemerkt: wäre es nicht zu erivägen, ob folche nicht in fünstlerischer fammelt. Weit über 800 Personen füllten den geräumigen Saal einen Fadelzug. Aus Saint- Etienne, Brest und vielen Ausstattung offiziell von der Partei ausgegeben werden sollen, wie fowie die Galerien bis auf den letzten Play. Genosse Eduard andern Orten liegen Nachrichten über Versammlungen vor. Allent das in Deftreich seit vielen Jahren geschieht? Es summit und surrt wie Bernstein, der das Referat hielt, erntete für seine wirkungsvollen halben ist die Feier ruhig verlaufen. in einem Bienenkorbe. Plöglich einen Augenblick Stille. Und dann Ausführungen reichen Beifall. Nachdem noch der als sehr günstig zu bezeichnende Stand der Bewegung befannt gegeben und an Die Versammlung der Berliner Metallarbeiter im Balast- Theater! Bei den Maurern, die sich in der Brauerei Königstadt ver der Hand vorliegenden Materials die schäbige Kampfesweise der war überfüllt. Bereits um 94 Uhr erfolgte polizeiliche Absperrung. sammelt hatten, referierte Frizz Kater. Die Versammlung wurde Unternehmer und der ihnen zustehenden Presse kritisiert worden war, Singer sprach in begeisternder Weise, häufig von großem Beifall durch den Gesang" Empor zum Licht" eingeleitet, dann folgte das erfolgte Schluß der imposanten Versammlung mit einem dreimaligen, unterbrochen. Die Versammlung verlief mustergültig. schwungvolle mit großem Beifall aufgenommene Referat. Anivesend begeisternden Hoch auf die revolutionäre, völkerbefreiende Socialdemokratie. waren 2500 Personen. Die Versammlung der Leitergerüstbauer war von 250 Personen besucht. In kurzen, fräftigen Worten kennzeichnete der Referent Gebert den Kapitalismus und forderte die Anwesenden auf, an der Organisation festzuhalten. Von den Textilarbeitern, Posamentierern, der Wäschebrauche, den Hutmachern waren 300 Personen im Gewerkschaftshause versammelt und nahmen unter lebhaftem Beifall das Referat des Genossen übsch entgegen. Die Versammlung der im Handelsgewerbe thätigen Personen, welche in Cohns Festsälen stattfand, war überfüllt. Das Referat hielt Genosse Bernhardt, dessen Ausführungen lebhaften Beifall fanden. Städtische Arbeiter. Die Abendversammlung der städtischen Arbeiter in Cohns Festsälen war gut besucht. Redakteur Ströbel hielt den Festvortrag, der lebhaften Beifall erntete. Nachdem noch Genosse Aßmann energisch zur Agitation für den Verband auf 500 Arbeiter eingefunden, die dem wiederholt durch stürmische In der Versammlung der Steinfeger bei Nimann hatten sich gefordert hatte, schloß die Versammlung mit einem Hoch auf die Beifallskundgebungen unterbrochenen Festvortrag des Stadtverordneten moderne Arbeiterbewegung. Dr. Weyl lauschten. Die Versammlung der Graveure und Giseleure war wieder stärker besucht als im Vorjahre. Thurow referierte. Anivesend von 120 Personen besucht. Das Referat hatte Girbig übernommen Die Versammlung der Glasarbeiter, Schleifer und Glaser war waren über 160 Kollegen, davon beschäftigungslos 3. und fanden die Ausführigen am Schluß der Rede ungeteilten BeiDie Versammlung der Sattler, welche in der Berliner Ressource fall. Die Versammlung wäre stärker besucht gewesen, wenn die stattfand und in der Genosse Poersch referierte, war bedeutend Unternehmer nicht ihre ganze Macht gegen die Organisation aus stärker besucht als im Vorjahre. An 550 Feiernde beteiligten sich an gespielt hätten. derselben. fit et bedeutend nicht ihre Die Versammlung der Tapezierer bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75, war von 500 Personen besucht. Referent war Leo Schmidt, der in 13/ 4stündiger Rede die Forderungen der Arbeiter unter stürmischem Beifall vertrat. Mit einem begeisternden Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung ging die Versammlung auss einander. In der von ca. 400 Kollegen besuchten Versammlung der Bildhauer und Modelleure referierte Frl. Ida Altmann über die Bedeutung des Tages. Dem Referat folgte ein lebhafter Beifalls sturm. Das Gewerkschafts- Kartell hatte den ihm angeschlossenen Organisationen die nachfolgende Resolution vorgelegt, die auch in allen Versammlungen einstimmige Annahme fand. " In Uebereinstimmung mit den internationalen Kongressen der gesamten Arbeiterschaft der Welt und nach den grundlegenden Anordnungen des Kongresses der socialdemokratischen Partei Deutsch lands zu Köln( 1893) feiert das Proletariat heute am 1. Mai 1903 zum 14. Male den Weltfeiertag der Arbeiter, welcher den Klaſſen forderungen des Proletariats, der internationalen Verbrüderung und dem Weltfrieden gewidmet ist. Die Maler und Lackierer waren in Cohns Festsälen versammelt. Die heute versammelten Arbeiter und Arbeiterinnen wiederholen leber 700 Personen füllten den großen Saal. Die Beteiligung war das feierliche Gelöbnis, unentwegt für die Verwirklichung der hohen stärker wie in den Vorjahren. Das Referat des Genossen Alberth Ziele mit zäher Ausdauer und positiver Thatkraft einzutreten, was fand brausenden Beifall. durch die Arbeitsruhe am heutigen Tage dokumentiert wird. Die graphischen Berufe waren in solcher Anzahl in der Bockbrauerei versammelt, daß die Siggelegenheiten nicht ausreichten. Dr. A. Bernstein gedachte in begeisternden Worten der Bedeutung des Feiertags der Arbeit. Die Feier, welche von Gesängen des graphischen Sängertreises eingeleitet und beendigt wurde, fann als die schönste der letzten Jahre bezeichnet werden. Anwesend waren ca. 750-800 Teilnehmer. Die Versammlung der Rammer in der Bergstr. 12 war von ungefähr 200 Mann besucht. Das mit Beifall aufgenommene Referat hielt der Genosse no II. Außer der allgemeinen wurde noch eine andre Resolution angenommen, in welcher den Berufsangehörigen die Bekämpfung der im Berufe vorhandenen Mißstände dringend ans Herz gelegt wird. Die Versammlung der Puzzer fand bei Keller im völlig überfüllten großen Saale, dessen Galerien auch dicht besetzt waren, statt, und wurde durch Gesangsvorträge stimmungsvoll eingeleitet. Die oft von stürmischem Beifall unterbrochene Festrede hielt Genosse Dr. Friedeberg. Die Arbeitsruhe im Gewerbe der Puzzer ist eine vollständige. Die Versammlung der Schneider und Schneiderinnen tagte in den Arminhallen und war stärker als in den Vorjahren besucht. Ilm 10 Uhr wurde das Lokal, nachdem sämtliche Nebenräume überfüllt waren, polizeilich abgesperrt. Die Feier wurde durch Gesang eröffnet. Das Referat hatte Kollege Stühmer. " Die Versammlung der Holz- und Bretterträger war außerordentlich gut besucht. Weit über 500 Personen füllten den Saal des Königstadt- Casino. Das Referat hielt Genosse Jonny Hinrichsen, dessen Ausführungen mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurden. Die Versammlung der Kistenmacher, welche in den Andreass Festsälen tagte, war von circa 300 Personen besucht. Mar Strasser hielt das Referat. Die Versammlung wurde durch Gesang eingeleitet und geschlossen. Leinlein referierte. Anwesend waren über 350 Kollegen und Die Kürschner hielten ihre Versammlung im Schüßenhause ab. Kolleginnen. Für guten Abschluß sorgte der Gesangverein der Kürschner durch Vortrag einiger Lieder. Der Berband der Möbelpolierer hielt seine Versammlung im Lokal Königsbant ab. Dieselbe war von über 1000 Personen besucht. Eingeleitet wurde sie von einem Gesangsvortrag des Vereins der Möbelpolierer. Nachdem hielt Kollege Reuter einen Vortrag. Frau Frohmann machte dann noch auf den Frauen- Wahlverein aufmerksam. Ein Gesangsvortrag beschloß die imposante Feier. ed Die Maifeier der Partei. Erster Wahlkreis. " " Zweiter Wahlkreis. debsR und des Gewerkschaftshauses veranstaltet. Die Parteigenossen hatten ihre Maifeier in den Gesamträumen Während in dem unteren Saal sich die Jugend den Freuden des Tanzes hingab, waren in dem oberen großen Saal, der mit roten Fahnen und Emblemen reich geschmückt war die Bühne war in einen Blumenhain verwandelt, aus dessen Grün die mit rotem Stoff drapierten Büsten unsrer Vorkämpfer Marx und Lassalle hervorschauten lauschten aufmerksam den Vorträgen des Tonfünstler- Orchesters. die älteren Genossen mit ihren Frauen versammelt Genosse Dr. Leo Arons, der Kandidat des Kreises, hielt die Festrede. In packenden, fernigen Worten wies der Redner auf die Bedeutung der Maifeier hin, die Bedeutung der Verkürzung der ArbeitsDie heute Versammelten erheben den schärfsten Protest gegen zeit fennzeichnend, die für den Kampf, den die Arbeiterschaft gegen über dem Gebahren der Herrn professionellen Scharfmacher innerhalb politische und wirtschaftliche Abhängigkeit führen muß, so notwendig der Unternehmer- Verbände. Diefelbe geschicht in einer solch ver- ist. Redner beleuchtete furz die Situation für die Reichstagswahlen, hegenden Methode, wodurch schwere wirtschaftliche Kämpfe in forderte zu energischer Mitarbeit für den politischen und wirtschaftbrutaler Weise vom Zaune gebrochen, nur als Mittel zum Zweck: die lichen Kampf auf, dann wird die Arbeiterklasse auch das gesteckte Ziel Ausübung des Koalitionsrechtes den Arbeitern illusorisch zu machen. erreichen. Brausender Jubel durchtönte den Saal am Schlusse der Diesen so gemeingefährlichen Tendenzen der Unternehmer- Verbände, Rede. Hierauf trug die„ Typographia"( Gesangverein Berliner Buchvom volkswirtschaft.hen Standpunkte betrachtet, wird offensichtlich drucker und Schriftgießer) die Lieder Gruß an den Mai" von seiten der Behörde, Staatsantvalt und Richter Borschub geleistet. Sonnenuntergang" und Schwäbisches Volkslied Die heute Versammelten verlangen daher auf Grund der Verfassung: Gleiches Recht für alle, ohne Ansehen der Person, Schuh des gesetz vor. Dann wechselten Gesänge und Musikaufführungen programun lich gewährleisteten Koalitionsrechtes, Sicherung des Vereins- und Dr. May Alberti in erafter Weise vorgetragen. Noch lange nach gemäß hintereinander ab. Die Recitationen wurden vom Genossen Versammlungsrechtes. Die Versammelten fordern die Regierungen Mitternacht waren die Genoffen in traulichen Gruppen, eifrig die auf, da angesichts der Thatsache, daß die Zahl der Unfallverlebten ahlen besprechend, zusammen. auf dem Schlachtfelde der Industrie noch immer in erschreckendem Wahlen besprechend, zuſammen. Maße im Steigen sich befindet, Witiven und Waijen in durchaus unzulänglichem Maße versorgt, die Novelle zum Krantenversicherungs- Die Genofsinnen und Genossen begingen das Fest der Arbeit, Gesetz in durchaus ungenügender Weise verbessert, sich endlich einmal wie alljährlich, auch diesmal in den Garten- Etablissement der mit einer wirksamen Arbeiterschutz- und Arbeiterfürsorge- Gesetz- Berliner Bockbrauerei am Tempelhofer Berg. Unter den im zarten gebung zu befassen. Maiengrün prangenden Bäumen, von denen sich das schöne Not Die werkthätige Bevölkerung beiderlei Geschlechts erhebt am der Flaggendekoration wirkungsvoll abhob, fummelte sich schon heutigen Tage den flaenden Protest gegenüber dem Zoll- und am Nachmittag eine tausendköpfige fröhliche Menge, die beim Brotivucher- Gesez, welches wider Recht und gegen die parlamentarische Herabdämmern des Abends immer mehr anschwoй. Wohl an Geschäftsordnung zur Annahme in gewaltsamer Weise gebracht sechstausend Personen mochten da sein, das Arbeiterfest zu feierit. wurde. Die Vertreter der verbündeten Regierungen trifft der schwere Gute Musik, ausgeführt vom Berliner Symphonie- Orchester unter nicht zu verantwortende Vorwurf, sich als Handlanger einer kleinen Leitung des Herrn M. Fischer, und treffliche Gesangsleistungen von Rücksicht auf die darbende Masse des Voltes, deren Ernährung, Auffang fand auch das Reigenfahren von Mitgliedern des ArbeiterZahl von nimmersatten Großgrundbesitzern verivendet zu haben, ohne zehn Arbeiter- Gesangvereinen befriedigten Ohr und Gemüt; vielen deren Gesundheit, Sittlichkeit und Moral. Radfahrervereins Berlin und die Vorführungen des Kinematographen. Frauen in den großen Saal, wo R. Fischer ein Festrede Gegen 129 Uhr abends strömte eine große Schar von Männern und halten sollte. Leider war der Vertreter des Kreises derart erkrankt, daß er das Bett hüten mußte. Diese Nachricht wurde allgemein mit tiefem Bedauern aufgenommen. Genosse Dr. Alfred Bernstein sprang für den Genossen Fischer ein und feierte den 1. Mai als den Tag, wo das Proletariat der ganzen Welt gegen den Kapitalismus für den Socialismus, gegen Ausbeutung und Knechtschaft für wahre Gleichheit und Freiheit, gegen den Militarismus und Nationalitätenhaß für den Weltfrieden und die Weltverbrüderung demonstriert. Die aus dem Herzen kommende und zu Herzen gehende Rede, in der natürlich auch der 16. Juni seiner Bedeutung nach als Tag des Gerichts gewürdigt wurde, erzielte stürmischen Beifall. Nach einem dreimaligen Hoch auf die Socialdemokratie und den Redner drängte alles wieder hinaus in den lanen wonnigen Frühlingsabend. Dritter Wahlkreis. Die Versammlung der Bau- und Erdarbeiter tagte in der Brauerei Friedrichshain. Das Lokal war bis auf den letzten Platz gefüllt, ca. 2000 Personen, darunter viele Frauen, waren erschienen. Die einstündige Rede des Genossen Augustin wurde mit Be- Partei, um die kultur- und volksfeindliche Politik der besitzenden geisterung aufgenommen. Dem mannhaften Eintreten der Vertreter der socialdemokratischen und somit herrschenden Klassen:„ Bereichert Euch" zu durchkreuzen, gebührt die rückhaltlose Anerkennung des gesamten Volkes und das iveitere unumschränkte Vertrauen. Die heute Versammelten erkennen in den gegenwärtigen Zuständen, die auf Bedrückung und Vergewaltigungen aller Art hinauslaufen, die natürlichen Auswüchse einer fapitalistischen Gesellschaftsordnung. Die Vergolder hielten ihre Versvmmlung in der„ Alhambra" ab. Die Versammlung war trotz der angedrohten Aussperrung mehr wie in den Vorjahren besucht. Ueber 500 Personen waren zugegen. Außer der Resolution der Gewerkschaftskommission wurde noch befchloffen: Die Maiversammlung der Vergolder Berlins protestiert entschieden gegen die brutalen Maßnahmen der Fabrikanten- Daher gilt der unaufhaltsame Kampf der Beseitigung des Vereinigung und wird bei gegebener Zeit diesbezügliche Gegen- fapitalistischen Systems durch die Eroberung der politischen Macht und maßnahmen treffen. Mit einem Hoch auf ferneres Blühen und Ge- Verivirtlichung des socialdemokratischen Programms. Die in diesem deihen der Organisation und den Achtstundentag wurde die Ver- Jahre stattfindende Reichstagswahl wird eine weitere Etappe zur fammlung geschlossen. Gewinnung der breiten Masse, die uns heute noch fern steht, geDie Leberarbeiter waren im großen Saale des Lokals„ Marien- währen. Deshalb verpflichten sich alle Anwesenden, ihre ganze Kraft und Thätigkeit einzusehen, um unsern größten Feind, den Indiffebad" versammelt. Etiva 600 Personen füllten den Saal. Der Besangberein Lied hoch" leitete die Feier mit einem stimmungs- rentismus, das Bolliverk der besitzenden Klaffen, niederzureißen. Für die gestellten Forderungen an die gefeßgebenden Körpervollen Liede ein. Hierauf hielt Genosse G. Link das Referat. schaften und für das feierliche Gelöbnis unferer praktischen Thätigkeit, Die Parteigenossen hatten sich auch in diesem Jahre in der Stürmischer Beifall folgte dem Vortrage. Nach einem gut vor: des unerbittlichen Klaffentampfes, erheben wir heute Versammelten Neuen Welt", Hafenheide, versammelt. Schon in den frühen Nachgetragenen Schlußgefang und einigen fernigen Worten seitens des die Hand zum Maienschivur. Der Schwere des gewaltigen uns bevormittagsstunden, vor dem offiziellen Beginn der Feier, hatten sich Rorfizenden Brinkmann wurde die Versammlung mit einem Hoch stehenden Kampfes und der kommenden Stämpfe zwischen Kapital mehrere tausend Personen eingefunden und bald war der auf die internationale Socialdemokratie geschlossen. und Arbeit sind sich die anwesenden Männer und Frauen voll und im schönsten Frühlingsgrün Frühlingsgrün prangende prangende Riesengarten, aus Die Versammlung der Nahrungs- und Genußmittel- Gewerbe ganz belvußt. Doch in dem Klassenbewußtsein: ohne Kämpfe keine dem die roten Fahnen hindurchleuchteten, dicht besetzt. Die war von beinahe 1000 Männern und Frauen besucht. Das ein- Fortschritte, ohne Opfer auch keine Erfolge, reichen wir ohne Rücksicht Zahl der Festteilnehmer wurde allgemein auf über 15 000 geschätzt. stündige Referat des Genossen Davidsohn wurde mit großem auf Nationalität oder Glauben allen denen brüderlich die Hand, die Die Festrede hielt der Abgeordnete des Kreises, Genosse W. Heine, Beifall aufgenommen. Anfang und Schluß der Versammlung ver- mit uns den nun einmal unerbittlichen Klassenkampf aufnehmen, zum die Bedeutung der Maifeier im Gegensatz zu den von der Borgeoisie begrüßt, in Weife Fortschritt der Menschheit, der Gerechtigkeit und Wahrheit." veranstalteten Festivitäten schilderte und auf die hohen Jdeale hinDie Versammlung der Zimmerer war von ca. 2000 Personen, wies, für die das organisierte Proletariat aller Stulturländer am darunter viele Frauen, besucht. Stadtv. Obst- Schöneberg referierte 1. Mai demonstriert. Die diesmalige Maifeier sei zugleich als eine unter dem Beifall der Anwesenden über die Bedeutung des Tages. Vorfeier des Sieges zu betrachten, den die deutsche Socialdemokratie Der Gesangverein der Zimmerer verschönerte das Fest durch mehrere am 16. Juni erringen wird. Der Redner forderte die Versammelten auf, eine schwungvoll vorgetragene Lieder. Der Saal wurde schon gleich nach recht rege Thätigkeit zu entfalten, um den reaktionären, volls10 Uhr abgesperrt. feindlichen Gelüsten der herrschenden Klassen entgegenzutvirken. Durch stürmische Beifallshundgebungen erklärten die Kopf an Kopf gedrängten Zuhörer ihr Einverständnis mit den Ausführungen des Redners und aus tanjenden Kehlen erscholl ein begeisterndes Hoch auf die internationale, völkerbefreiende Socialdemokratie. Schönte der Gesangverein der Bäcker durch den Vortrag von Festlieberit. Eine Auszählung der einzelnen Branchen ergab, daß sie alle( außer den Schlächtern) zahlreicher vertreten waren als im vorigen Jahre. Nach einem begeisterten Hoch auf die SocialSemolratie ging die Versammlung um 12 Uhr unter dem Gesang der Arbeiter- Marseillaise auseinander. Die Holzarbeiter hielten ihre Versammlung in der„ Neuten Welt" ab. Der große Saal war schon lange vor Beginn der Versammlung megen Ueberfüllung polizeilich abgesperrt. Auch der ausgedehnte Barten war dicht besetzt. Man schäzt die Zahl der Anwesenden auf 20 000. Der Festredner, Genosse Bebel, von lebhaften Kundgebungen begrüßt, fennzeichnete in packendem Vortrage unter stürmischem Beifall der Zuhörer die Bedeutung des Tages. Die Portefeuiller waren Köpniderstr. 137 versammelt. Anwesend waren 170 Personen. Referent Dr. Wollheim. Die Versammlung des Fachvereins der Tischler war von 400 Personen besucht. Die Zinkgießer und Stürzer hatten sich der Versammlung angeschlossen. Referent war Genosse Dannenberger. " Diesmal tam, begünstigt von dem herrlichen Wetter, das auch abends den Aufenthalt in dem Garten gestattete, daß ganze In der Versammlung der Cementierer bei Nümann, Brunnen- Die Hausdiener, Packer- und Geschäftsdiener- Vereinigung tagte Programm zur vollen Gelhmg. Sowohl die einzelnen Konzertstraße 188, waren ca. 300 Personen anwesend, davon sind 280 im fleinen Saale bei Cohn, Beuthstraße. Waldeck Manasie piecen, als auch die Gesangsvorträge von den Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes und die turnerischen Aufführungen von Mits organisiert im Centralverband der Maurer Deutschlands( Sektion der hielt das Referat. Von diesen arbeiten am 2. Mai voraussichtlich 90 ementierer). gliedern des Turnvereins Fichte" ernteten lebhaften Beifall. Die Versammlung der Bauarbeiter im Englischen Garten" war prächtiges Feuerwerk bildete für den größten Teil der Festbesucher Ein neiter, die andren find zum Teil arbeitslos und werden bis so besucht, daß das Lokal polizeilich abgesperrt war, und zwar schon den Abschluß der imposanten und ausgezeichnet verlaufenen Feier. Montag, den 4. Mai, ausgesperrt. Referent war Genosse Fülle. lange vor Beginn der Versammlung. Anwesend waren 700 Kollegen. Die Buchbinder und Buchbinderei- Arbeiterinnen waren im Me- Die Mufitinstrumenten- Arbeiter hielten in Graumanns Festfälen, Die Genossen hatten das Lokal Sanssouci" für die Maifeier Bierter Wahlkreis( Südost). val a st, Alexandrinenſtr. 110, bersammelt. Anwesend waren Naunynstr. 27, ihre von 500 Personen besuchte Maiversammlung ab, gewählt. Schon in den Nachmittagsstunden waren die Frauen und 600 Berufsgenossen. Das Referat hielt Saffenbach. Vor und nach in der Mar Schütte in wirkungsvoller Weise über die Bedeutung Männer erschienen. Der sehr schön der Feier des Tages entsprechend der Festrede trug der Buchbinder- Männerchor Arbeiterlieder vor. des Tages referierte. Der" Sängerkreis der MusikinstrumentenEs herrschte große Begeisterung. Arbeiter" verschönte die Feier durch stimmungsvoll vorgetragene geschmückte Saal, der etwa um 6 Uhr geöffnet wurde, füllte fich bald bis auf den lezten Platz, etwa 2000 Personen In der Versammlung der Porzellan- Arbeiter in den Central- Lieder. waren anwesend. Ein reichhaltiges Programm sorgte für Festsälen, Oranienstr. 180, waren 120 Personen anwesend. Der Eine Gruppenversammlung für die fleineren Gewerkschaften des genügende Unterhaltung. Die Berliner Zonkünstler boten Gesangverein der Gewerkschaft leitete die Feier ein und schloß fie. Kartells fand in den Borussia- Sälen statt. Circa 200 Anwesende Musikaufführungen dar. Die Gefänge wurden von acht Gesangvereinen Die Festrede hielt Genoffe Dr. Zadek. folgten unter lebhaftem Beifall den Ausführungen des Referenten( dem Arbeiter- Sängerbund angehörig) vorgetragen. Die Hoffmannschen C. Wermuth. Norddeutschen Sänger boten Aufführungen ernſten und heiteren InDie Versammlung der Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter tagte in Kussins Festsälen, Andreasstr. 21. Das Referat hielt Genosse In der Versammlung der Fliesenleger hielt Stollege Wegner Nachdem die Gesangvereine das prächtige Lieb halts. Auch turnerische Aufführungen halfen das Fest verschönen. Freiwald. Der Vortrag wurde oft von Beifallskundgebungen vor etwa 100 Personen einen Vortrag über die Bedeutung desintoniert hatten, hielt Genosse Paul Singer die Feſtrebe. Sehnsucht" unterbrochen. Nach einstündigem Vortrag schloß die mit Gesang 1. Mai. Die Versammlung wurde verschönt durch Gesangsvorträge Rebner betonte die Bedeutung der Verkürzung der Arbeitszeit, die eingeleitete Feier. Auch die Frauen waren stark vertreten. Anwesend des Gesangvereins Lorbeerkranz I. in der Maidemonstration liegt; Agitation und Organisation, das ist waren 800 Kollegen. Die Versammlung der Maler und Kleber bei Feuerstein, Alte unfre Barole, Agitation und Organisation für den gewerkschaftlichen Die Versammlung der Rabikputer fand im Luisenstädtischen Jakobstr. 75, war von über 250 Personen besucht. Referent Wil- wie für den politischen Kampf. Die diesjährige Maifeier bildet Klubhaus, Kommandantenstraße, statt. Die ausgezählte Teilnehmer- helm Berndt sprach über die Bedeutung des 1. Mai und erntete gleichzeitig den Aufmarsch der Socialdemokratie für die kommende zahl betrug 300, darunter 46 Frauen. Genosse Ötto Sillier referierte stürmischen Beifall. Die Versammlung wurde durch Gesangs- Reichstagswahl. In flammenden Worten kennzeichnete der Redner unter starkem Beifall über die Bedeutung des Tages. Diskussion vorträge des Gesangvereins der Gewerkschaft der Maier eingeleitet die Situation und sagte am Schluffe: Inser großer Vorfämpfer fand nicht statt. und geschlossen. Karl Marg sagt:" Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" " Charlottenburg 5 " " 1 Dieser Ruf ist unser Schlachtruf, aber er wird dereinst| guügte sich hier an den Darbiehungen eines bortrefflichen| Um doch eine Feier" zu stande zu bringen, hatten die Genoffen auch unser Siegesruf sein, wenn wir unser Ziel errungen Orchesters und den exakten Leistungen der Gesangvereine" Nord- nach der Versammlung ein Geselliges Beisammensein" angemeldet. haben. Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" In diesem wacht" und„ Weddinger Harmonie", desgleichen fanden die turneri Dies wurde von der Behörde nicht verboten- aber die überwachenden Ruf liegt all unser Hoffen, unser Sehnen, in diesem Rufe aber liegt schen Aufführungen von Mitgliedern des Turnvereins Fichte" den Beamten hatten Instruktion, Musik und Tanz nicht zu dulden. Der auch unsre Forderung. Der Redner schloß mit einem Hoch auf die ungeteilten Beifall der zahlreichen Zuschauer. internationale Socialdemokratie. Die Anwesenden stimmten begeistert Genoffen John wurde mit stürmischen Beifall aufgenommen. Die Festrede des Lokalbefizer hatte die Genossen davon unterrichtet. Doch die Genossen in den Ruf ein. Minutenlanger Beifall durchbrauste den Saal. Die Ginen ungeheuren Zuspruch von Besuchern hatte das Lotal wußten sich zu helfen. Nach dem Referat fand eine Pause statt, die Kinder der anwesenden Genossen, die vor Beginn der Rede Singers Feldschlößchen" in der Müllerstraße aufzuweisen. Unablässig mit Gesangsvorträgen der Ober- Schöneweider Liedertafel" ausden Saal hatten verlassen müssen, wurden nun unter den Klängen flutete hier vom frühen Nachmittag ab bis zum Schluß eine gefüllt wurde. Dann nahmen die Genossen Münzer, Bessier einer Fanfare wieder in den Saal geleitet, was stürmische Heiterteit folossale Menschenmenge in das Lokal hinein und wieder heraus. und Grunow das Wort zur Diskussion und geißelten scharf das hervorrief. Von den Kontrolleuren with die Zahl der Besucher, Vierter Wahlkreis( Ost). die Verbot; eine Protestresolution dagegen fand einstimmige Annahme. hier ab und zugegangen find, bis auf 12 000 geschätzt. Die hin und her wieder Vertagung und Gesangsvorträge. Dann einstimmige AnIn dem geräumigen Garten der Brauerei„ Friedrichs- wogende Menge stand hier buchstäblich oft viertelstundenlang in den nahme der Resolution der Gewerkschaftskommission nach einigen hain" fanunelte sich im Laufe des Nachmittags" eine mindestens Gängen unbeweglich eingeteilt. Daß tros alledem nicht ein einziger fernigen, die Situation beleuchtenden Worten Münzers, der nun 10 000 Köpfe zählende Menschenmenge an. Mit Kind und Kegel Mißton die reine Festesfreude störte, ist selbstverständlich. Eingeteilt in fernigen, die Situation beleuchtenden Worten Münzers, der nun waren die Genossen erschienen, um sich bei dem prächtigen Maien- drangvoll- fürchterliche Enge hielt auch der Genoffe inte feine bem Genoffen Girbig wieder das Wort gab zur Deklamation wetter in anregender Unterhaltung an den Darbietungen der Musik- mit braufendem Beifall aufgenommene Festrede. Gejangliche und zweier Gedichte von Heine. Die leberwachenden bedeckten das kapelle, der Gesangvereine, Turner, Radfahrer usw. zu erfreuen. Das turnerische Aufführungen sowie ein gutes Specialitäten Ensemble Haupt Genosse Münzer läutete:„ Die Versammlung ist junge Grün der Bäume, die blühenden Blumen und Gesträuche trugen dazu bei, die frohe Festesstimmung bis zum legten Augenblick vertagt!" Brausender Beifall. Nun fand eine lebhafte Aushatten bei Jung und Alt eine echte rechte Frühlingsstimmung rege zu halten. einandersetzung zwischen den Beamten und dem Bureau statt, hervorgerufen. Unter den Teilnehmern herrschte mur eine Berliner Vororte. Meinung: Einen so wunderbar schönen 1. Mai hatte man ob Deklamationen" öffentliche Lustbarkeiten seien. Die Beamten befeit langem nicht erlebt. Des Abends hielt Stadtverordneter hause abgehaltenen Gewerkschaftsversammlungen waren von circa eröffnung. In begeisterter Stimmung nahm Girbig das Wort und rg. Die beiden am Vormittag im Bolts- riefen sich auf die„ Nichtanmeldung" der Deflamationen. WiederDr. Heimann in dem großen, mit Partei- Emblemen reich ge- 2500 Personen besucht. Die meisten von den Feiernden waren die, nach einigen erklärenden Worten deklamierte er Heines„ Sklavenschiff" schmückten Saal die martige Festrede. Obwohl Tische und Stühle die im Bauberuf und in der Holzbranche beschäftigt find. Jin oberen unter jubelndem Beifall. Bertagung. Gesangsvorträge. Nach Eröffnung aus dem Saal entfernt waren, konnte doch höchstens nur der dritte Saale, der 1500 Personen faßte, sprach Koste, und im unteren Teil der Anwesenden Platz finden. In zündenden Worten wies der mit dem anliegenden Büffettiaal, wo 1000 Personen versammelt nahm nochmals Girbig das Wort und deklamierte Heines Pferd und Referent auf die Bedeutung des 1. Mai hin und gab der Hoffnung waren, sprach Brüdner unter lebhaften Beifall über die Bedeutung fel". Dann konstatierte Genosse Münz er ausdrücklich, daß die BerAusdruck, daß dieſem ſchönen Maientage bald ein für die Social- des Tages. Die Berliner Resolution wurde in beiden Versammlung bis auf den letzten Mann ausgehalten und damit eine demokratie noch schönerer Junitag folgen möge. sammlungen einstimmig angenommen. Die Versammlungen wurden großartige Demonstration gegen das„ Maiverbot" begangen habe. Eine zweite Versammlung für denselben Wahlkreis fand im eingeleitet und geschlossen durch stimmungsvolle Vorträge der hiesigen Mit einem stürmisch- begeisternd aufgenommenen Hoch auf die interKellerschen Lokal in der Koppenstraße statt. Da infolge des günstigen Arbeiter- Gesangvereine. Des Nachmittags fanden sich die Genoffen mit nationale, bölferbefreiende Socialdemokratie fchließt er die WerWetters alles ins Freie drängte, so war der Besuch hier während ihren Frauen und Kindern zu dem vom focialdemokratischen Wahl- fanumlung in vorgerückter Stunde. Unter Abfingen des Socialistens der Nachmittagsstunden nicht start. Am Abend jedoch füllte sich auch verein veranstalteten Maifest, das fämtliche Räume des Volkshauses marfches leerte sich der Saal von den über den großartigen Verlauf dieses Etablissement, so daß etwa 1500 Genossen mit ihren Familien in Beschlag gelegt hatte, ein. Die Teilnehmerzahl war gegen an der Feier teilnahmen. Für die ihnen entgangene Freude an den 3500 Personen, die in froßer Festesstimmung und auf den Sieges- freudig belegten Maidemonstranten. Schönheiten der Natur entschädigten sich die hier erschienenen Genossen tag am 16. Juni den 1. Mai feierten. Gesangsvorträge sämtlicher Adlershof. Die hiesige Maifeier begann am Vormittag injoniehr durch gesellige Unterhaltung. Die Festrede hielt Genosse Arbeiter- Gesangvereine( M. 5. A. S. 8.) Charlottenburgs durch eine von den Gewerkschaften einberufene Versammlung, die und humorvolle Vorträge des allbeliebten Berliner Ulf von ca. 500 Personen besucht war und in der Genosse Julius Trios nebst einem gediegenen Konzert verschönerten das Fest. Sildebrand ein Referat über die Bedeutung des 1. Mai Schon in den ersten Nachmittagsstunden begann sich der Bis zur späten Nachtstunde trat dann der Tanz in seine Rechte. In hielt. Die in Nummer 101 des Vorwärts" veröffentlichte Schweizergarten mit Besuchern zu füllen, deren Zahl bis allem: Ein großartiges Maifest, welches die Charlottenburger Resolution wurde einstimmig angenommen.- Nachmittags zum Abend auf mindeſtens 6000 anwuchs. Auch hier wurde wie Arbeiterschaft bis jetzt noch in dieser packenden Weise nicht gehabt bon 3 bis 7 Uhr veranstaltete der Wahlverein im Garten überall fameradschaftliche Unterhaltung gepflegt, in der die Genossen hat. Möge dieses ein gutes Omen zu der am 16. Juni stattfindenden Frei- Konzert. Bei der Abendfeier mußte man sich, da der häufig einander versicherten, alles daran zu setzen, um diesen Streis Wahlschlacht sein. Antsvorsteher feine öffentlichen Vergnügen der Arbeiterschaft den Gegnern am 16. Juni wieder zu entreißen. Die FestSpandau. Die geftrige Maifeier nahm einen sehr be- erlaubte, mit einer geschlossenen Gesellschaft begnügen. rede hielt der Kandidat des Kreises, Genosse Robert friedigenden Verlauf. Die Vormittagsversammlung, in welcher felbe war von circa 700 Personen besucht. Schmidt. In ferniger Ansprache legte er die Bedeutung des Schulz-Borfigwalde sprach, war überfüllt, es waren mindestens Genossen. Georg Davidjohn gehaltene Feftrede wurde 1. Mai klar und ging dann zu einer unerbittlichen Kritik der 500 Personen anwesend. Das Straßenbild hatte einen fest mit stürmischem Beifall aufgenommun. Wir glauben konstatieren zu heutigen Gesellschaftszustände über. Manches Auge wurde feucht, lichen Anstrich; Gruppen sonntäglich gefleideter Arbeiter durchzogen fönnen, baß die Arbeiterschaft sich in der geschlossenen Gesellschaft als er auf das furchtbare Schicksal hinwvies, dem in dieser„ besten die Straßen. Im Baufache herrschte fast völlige Arbeitsruhe, die wohler gefühlt hat, wie bei einem öffentlichen Vergnügen, wenn auch aller Welten" jene Armenhäuslerin aus Oberfranken zum Opfer fiel, welche Wördelsche Faßfabrik ruhte vollständig, ebenso feierten einige zu unsrem Bebauern einzelnen Genossen, die vom Komitee nicht vordie so selbstgefälligen behördlichen„ Schützer der Witwen und Waisen" Tischlereien gänzlich. In der Metallindustrie dagegen ivar aus nahe- fchriftsmäßig gelaben waren, die Teilnahme nicht gestattet werden elend hatten verhungern und bei lebendigem Leibe verfaulen lassen. Mit liegenden Gründen von einer Arbeitsruhe nichts zu merken. einen wuchtigen Appell an die Genossen, am Wahltage ihre Schuldig Die Nachmittags- Festlichkeiten nahmen ihren programmnmäßigen Die Versammlung in Pankow in Klingenbergs Restaurant keit zu thun, schloß der Referent unter stürmischem Beifall. Die Verlauf. Abends wuchs die Teilnehmerzahl auf etwa 1800 Ber- war von ca. 500 Personen besucht. Eingeleitet wurde die VerVersammlung brachte alsdann ein donnerndes Hoch auf die Social- fonen an. fammlung durch einen Vortrag des Gesangvereins" Bukunft", sodemokratie aus, in das selbst die im Garten sigenden Genossen und dann hielt Genosse Stadthagen einen einstündigen schwungvollen Genossinnen mit einstimmten. Erst in später Stunde rüsteten sich Vortrag über die Bedeutung des 1. Mai. die Festteilnehmer nach und nach zum Aufbruch. Sechster Wahlfreis. Reuter. Fünfter Wahlkreis. " d. Die Schöneberger Maifeier verlief überaus imposant. In der Vormittagsversammlung im Obfischen Lolale, zu der sich gegen 800 Personen eingefunden hatten, hielt Genosse etter einen der Bedeutung des Tages entsprechenden Vortrag. Nachmittags hatten mit ihren Familien eingefunden. Konzert und lebende Bilder, von fich im genannten Lokale, das vollständig überfüllt war, die Genossen Genossen Schröder arrangiert, wechselten wieder ab. Genosse Mafiini hielt eine zündende und temperamentvolle, beifällig auf genommene Ansprache. fonnte. DieDie von dem Wilmersdorf. Jn Wittes Volksgarten tagte eine gut bes fuchte kombinierte Gewerkschaftsversammlung, in welcher Genosse lohnte den Redner. 2. Bartels über die Bedeutung des 1. Mai sprach. Reicher Beifall " " Die Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt hatten für ihr Maifest die Lokale„ Berliner Prater" und Fröbels Die Maifeier in Söpenid nahm diesmal einen großartigen Theater" gewählt, deren mit roten Fahnen und Emblemen geVerlauf. In der Vormittags- Versammlung, in welcher Genosse schmackvoll dekorierte Gärten schon des Nachmittags, begünstigt vom 8ubeil referierte, waren weit über 1000 Personen anwesend. Die Herrlichsten Wetter, sehr zahlreich besegt waren. Die große Bühne Der Festzug von des ersten Lokals zierte die Biste umfres umbergeßlichen Alten", Versammlung Brudner- Berlin. In Schmargendorf referierte am Abend in gutbesuchter Refolution wurde einstimmig angenommen. Er charakterisierte unter Teb- eers Wilhelmsgerten nach Müggelschlößchen verlief ohne jede Wilhelm Liebknecht, während im andern Lokal die von Karl Marx haftem Beifall die mit Kaiserworten eingeleitete, aber völlig ins Störung und machte einen gewaltigen Eindruck. Abends waren placiert war. Für Unterhaltung der Festteilnehmer hatte das Stocken geratene Socialpolitit und forderte zu lebhafter Bahl beide Sale, Scheers Wilhelmsgarten" und Kaiserhof", überfüllt. Komitee hinreichend Sorge getragen; ein gut geleitetes Konzert, agitation auf. Die Resolution der Gewerkschaftskommnission wurde Friedrichshagen. Von der Mehrzahl der hiesigen Ges theatralische Aufführungen der Gesellschaft Lewandowsky und lebende Bilder vom Verein„ Vorwärts" sorgten für die nötige Abwechslung. Morgen fortgesetzt. angenommen. Die Feier wurde mit Gesang und Tanz bis zum werkschaften wurde der Tag durch Arbeitsruthe gefeiert. Die Vormittags- Versammlung im Seeschlößchen war von über 200 TeilWährend im„ Prater" die Gesangvereine Kaiserscher Männerchor", Erster Mai"," Waltüre"," Vineta" und" Melodia" für fängerischen fand, war von ca. 400 Personen besucht. Die Feftrede hielt Genofie Nachmittag fanden Ausflüge in die Umgegend statt. Die Abend. Friedenau. Die Maifeier, welche im Sofal von Grube statt- nehmern besucht. Genosse Sonnenburg hielt das Referat. Am Genuß Sorge trugen, waren es bei Fröbel Gleichheit", Rote Nelle II", öster und wurden die gefanglichen Vorträge vom Arbeiterversammlung im Gisteller war sehr gut besucht. Genosse Paul „ Linde I" und" Wacht auf I", sämtlich Mitglieder des Arbeiter- Sänger Gesangverein Zukunft"-Steglitz und die Einzelvorträge von den Dupont sprach in wirkungsvoller Weise über die Bedeutung des bundes, die durch ihre ausgezeichneten Leistungen das Publikum zu Genossen des Wahlvereins mit dem größten Beifall aufgenommen. Tages. Gesangsvorträge des Vereins, Maienguß vor und nach der wiederholten Beifallsbezeugungen veranlaßten. Auch der Kleinen hatte man durch Veranstaltung eines imposanten Fackelzuges gedacht. straße 15, tagte, war überfüllt- Tische und Stühle hatte man Steglig. Die Bersanumlung, die bei Schell hase, Ahorn Bersammlung frugen zum würdigen Verlauf des Festes bei. Eichwalde. Die Parteigenossen des Wahlvereins Eichwalde Die Festrede hielt in beiden Lokalen Genosse Bartels. Unter leb- vorher entfernt und mußten die Erschienenen die Ausführungen und Umgegend sammelten sich nachmittags 4 Uhr zahlreich im haften Zustimmungskundgebungen schilderte Redner die augenblickliche des Genossen Ritter- Berlin stehend anhören. Der Referent er Vereinstofat ind gingen von da geschlossen nach Schmödwig nach politische Situation, unter welcher das deutsche Proletariat in den örterte die Forderung des Achtstundentages vom Standpunkte der dem Restaurant Seddin- See. Wahlkampf zieht, beneidet von allen bürgerlichen Parteien des Socialölonomie, der Bollsgesundheit und der Demokratie und schloß Die Barteigenossen Lichtenbergs begingen ihre Feier in Reiches ob der günstigen Lage, die sie selbst durch ihr Verhalten in mit dem Appell an die Anwesenden, dafür zu sorgen, daß am Abend Gestalt eines Familien- Fest- Kommerses. Genosse Wermuth hielt Wucherpolitik der Socialdemokratie geschaffen. Ein dreifaches Hoch auf die Wahlkreise Teltowo- Beeskow- Storlow- Charlottenburg weben möge! auf 800 Personen. der verflossenen Legislaturperiode als Förderer der Räuber- und des 16. Juni die Fahne des Socialismus von neuem über dem unter reichem Beifall die gestrede. Der Besuch des Festes belief fich internationale Socialdemokratie bildete den Schluß der kurzen, aber Gesangsvorträge vor und nach dem Referat gaben der Versammlung Tegel. Ettva 450 Personen hatten sich in Trapps Festsälen martigen Rede. In den Abendstunden wuchs die Zahl der Fest einen erhebenden Einbrud. genossen ganz enorm, so daß sämtliche Gartengänge hauptsächlich im Praterals Stehpläge Benutzung fanden. in Saal oder Garten Sigpläge In eingefunden, die den begeisternden Ausführungen des Genossen In Groß- Lichterfelde sind alle Vergnügungen verboten worden. Shula- Borsigwalde zuhörten. Der Gesangverein Immergrün" Die Zahl der Feiernden betrug nach Ausweis der gewerkschaftlichen trug beim gemütlichen Beisammensein mehrere Lieder vor. BeDie Genoffen der Rosenthaler Vorstadt und vom Kontrolle 345. Die Abend- Bersammlung war gut besucht. Das merkenswert ist, daß der„ Tegeler Anzeiger" wissen wollte, daß die Gesundbrunnen hielten ihre Maifeier in drei Lokalen und Referat hielt Genoffin Graduauer. Firma Borsig im Fall einer Feier eine 16 wöchentliche Aussperrung Gärten der Badstraße ab. Schon nachmittags strömte eine große Anzahl von Männern, Frauen und Kindern herbei, abends aber lung etwa 500 Personen eingefunden. Genosse Poezi ch- Berlin jedenfalls feinen Einfluß gehabt. In Nowawes- Neuendorf hatten sich in der Vormittags- Versamm angedroht hätte. Auf den Berlauf der Feier hat diese Drohung herrschte überall ein solches Gedränge, daß es unmöglich erscheint, sprach über die besondere Bedenfung der diesjährigen Maifeier an Weißenfee. Die Bormittagsversammlung sämtlicher Gewerk zuverlässig abzuschätzen, wie viele Tausende dort am Feste teil- gesichts der kommenden Wahlen. Eine Resolution, in der zum schaften, die im großen Gartensaale des Restaurants, Schloß Weißennahmen; jedenfalls aber muß man auf weit über 20 000 rechnen. Ausdruck gebracht wird, daß die Arbeiterschaft das Tischtuch zwischen fee" stattfand, war von 1000 Personen besucht. Nach dem sehr beihinreichender Anzahl zu finden, dann wohl auch das überall ver- stimmige Anahme. in sich und der Socialdemokratie nicht zerschneiden werde, fand ein- fällig aufgenommenen Referat des Genoffen Ströbel wurde die Resolution der Berliner Getvertschaften angenommen. fchiedenartige abwechslungsreiche Programm veranlaßte manche, Potsdam. nacheinander in allen drei Etablissements Einkehr zu halten. Die Vormittags Gewerkschaftsversammlung bei Friedrichsfelde. Die Vormittagsversammlung war von Glaser war von 300 Personen besucht. Es referierte Genoffe Sta a b. ca. 250 Personen besucht. Der Vortrag vom Genossen H. Schubert In Ballschmieders Festiälen, wo Stadtverordneter Eine Resolution, die inhaltlich der Bedeutung des Tages entsprach, wurde mit bransendem Beifall aufgenommen. Die Resolution fand Augustin in wirkungsvoller Festrede auf die ideale Bedeutung wurde einstimmig angenommen. Am Nachmittage wurde ein Aus- einstimmige Annahme. Auch das Nachmittagsvergnügen war sehr der Feier hinwies, war das Programm im übrigen reich an ausflug nach Bornim unternommen. gewählten Musikstiden; dann leisteten die Arbeiterfänger Vortreff hältnissen entsprechend sehr gut. Die Abend- Verfanuntung fand Die Beteiligung war den Ver- gut besucht. liches für die Verschönerung des Festes. Außerdem aber war durch 600 Teilnehmer. In derselben wurde nach einem trefflichen Referat Brandenburg. komische Vorträge noch für weitere Abwechslung gesorgt. des Genossen Dr. Karl Liebknecht die Resolution der Berliner Strausberg. Die Beteiligung war gegen die vorhergehenden In Weimanns Volksgarten und ebenso in Bern Gewerkschaftskommiſſion angenommen. Die Feier verlief im all- Jahre großartig. Fast alle Betriebe rubten, nur die Schuhfabrik von bard Rose Theater war das Programm noch abwechslungs gemeinen glänzend. der Firma M. Tack nicht und ein Teil der Firma Liesegang. reicher. Dort wurden außer den andern Darbietungen auch Die Parteigenoffen von Rigdorf hatten zwei Lokale, die diesem Jahre waren wir von der Begleitung durch Sicherheitsbeamte Theatervorstellungen gegeben, die großen Anklang fanden und Vereinsbrauerei und Thiels Festfäle, zur Verfügung. Der große bei der Frühpartie verschont geblieben. An der Partie nahmen 155 lebende Bilder, die in schöner, idealer Form, die die Arbeiterschaft Garten der Vereinsbrauerei war schon in den Nachmittagsstunden Personen, voriges Jahr nur 74 Personen, teil. In der Versammbewegenden Gedanken zum Ausdruck brachten. In diesen beiden sehr gut besucht. Die Zahl der Festteilnehmer wird für dieses Lokal lung, an welcher auch die Frauen teilnahmen, waren 200 Personen Lokalen hielt Redakteur Leid die Festrede und die starke Wirkung, auf über 2000 angegeben. Auch hier war den Feiernden ein reich anwesend, voriges Jahr 90 Personen. Die Frühpactie haite ihre die feine Schilderung der Kämpfe und behren Ziele der Arbeiterhaltiges Programm geboten. Außer dem Konzert der Civil- Berufs- Tour durch Gielsdorf, Wilkendorf, retour nach Strausberg, durch die bewegung hervorrief, äußerte sich in begeistertem Beifall. mufiler und den freiheitlichen Gefängen des Arbeiter- Gefaugvereins ganze Stadt ins Lokal des Herrn Franz Magnus, too unser Kandidat, Die Moabiter Genossen hatten für die Maifeier zwei Freie Sänger" sorgte die bekannte Gesellschaft Strzelewicz für eine Genosse Bruns, einen Vortrag hielt. Sonntag, den 3. Mai, nach Lokale belegt, Kronenbrauerei und Wilhelmshof. In ersterem dem Tage entsprechende Unterhaltung. mittags 3 Uhr, findet im Lokal des Herrn Otte in Willendorf eine drängte sich schon vom frühen Nachmittage ab Kopf an Kopf Die Mai- Versammlung in Brig, welche von ca. 110 Berfonen Berfammlung statt. Es ist die erste focialdemokratische Berjamm eine festlich frohbewegte Menge. Am Abend war das Lokal besucht war, nahm nach einem Referat des Genossen Dr. Silber- lung, welche in Wilkendorf stattfindet. Genosse Bruns wird überfüllt, so daß viele der Kommenden teinen Einlaß ste in- Rigdorf die von der Berliner Gewerkschaftsfommission verreferieren. Eberswalde. Jm Baugewerbe war die Arbeilsruhe mehr finden konnten. Genosse Ledebour entfesselte durch seine öffentlichte Resolution einstimmig an. Das Nachmittagsvergnügen vollständig durchgeführt. Trotzdem war die Beteiligung am Ausflug ungemein schwungvolle Feftrede förmliche Beifallsstürme und steigerte fand unter äußerst starker Beteiligung statt. und abends bei der Feier schwächer als in den Vorjahren, weil die die schon vorhandene Festesfreude zu brausendem Jubel und höchster Stralau Rummelsburg. Zur Festversammlung im feiernden Bauarbeiter nur in geringer Bahl teilnehmen. Sie Feier Siegeszuversicht. Die Gesangvereine„ Vereinte Sangesbrüder Moabits" Lokale der Witwe Schonert hatten sich ca. 400 Personen eingefunden. fand in zwei Lokalen statt, in denen Bruns eine Feftrede hielt. urd Unverzagt II" thaten ebenfalls das Ihrige zur Verschönering Die Genoffin Ties hielt den Vortrag über die Bedeutung des Oranienburg. Die Vormittags- Versammlung war von 200 Personen des Festes. 1. Mai. Die von der Referentin gemachten Ausführungen wurden besucht. Genossin E. Ihrer hielt einen mit großem Veifall aufs Auch in Wilhelmshof hatte sich gegen Abend der große mit großem Beifall aufgenommen. Die Resolution der Gewerkschafts- genommenen Vortrag. Nachmittag fand ein Ausflug nach Birion= Garten fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Auch hier trugen tommission fand in der imposanten Versammlung einstimmige Anwerder statt, auch dabei war die Beteiligung eine sehr rege. einzelne Gesangvereine sowie Mitglieder des Turnvereins Fichte" nahme. Berschönt wurde die Feier durch mehrere Gesangsvorträge Abend- Versammlung war von 300-350 Personen beint. zum Gelingen der Feier bei. Die poesie- durchwobene Festrede des des Gesangvereins„ Vorwärts VII". Genossen Waldeck- Manasse machte namentlich auf die Frauen einen tiefen Eindruck. Die Maifeier in Ober- Schöne weide wurde erheblich dadurch verschönt, daß die Behörde fie verbot. So fand denn abends eine durch Gesang eingeleitete. Versammlung statt, die den 700 Personen fassenden Saal bis auf den legten Platz füllte und ver- dem Referenten Genossen Girbig brausenden Beifall spendete. Die Genossen der Dranienburger Vorstadt hielten die Maifeier im„ Gisteller", Chauffeestraße, ab. Die weiten Räumlich leiten dieses" Riesenetablissements waren abends bis auf den legten Plaz besetzt. Eine vieltausendköpfige Menge Die Frankfurt a. D. Sämtliche Veranstaltungen zeigten steigende Bes teiligung. Versammlung am Vormittag ca. 400 Teilnehmer. beitsruhe ausgebreiteter als in früheren Jahren. Gemeinschaftlicher Spaziergang und Nachmittags- Konzert ca. 1200 Teilnehmer. Genofsin Lilly Braun hielt eine Ansprave. Aus Gusow und 3 la tttom waren Genossen anwesend. Abend- Veranstaltungen im Eldorado" und" Vorwärts" überfüllt. Forst( Laufik). # Adel! Ein Revolver- Gendarm. Die Im Augenblick, als der Brand ausbrach, wurden zwei der Uebel19 erlitt Tote und Truppen, Gendarmen daher fanden bis Verwundete, darunter viele UnDer Werkstättenleiter der Orientbahn Gustab Billigs bei den Explosionen einen Schienbeinbruch, sonst ist niemand vom Personal der Bahn verlegt; auch deren Bauanlagen find unbeschädigt. Der Wali und der Militärkommandant erschienen am Brandplay und in den Straßen, ließen alle Straßen durch Truppen befehen, die Konsulate und andre hervorragende Gebäude militärisch scharf bewachen; der Wali versprach den Konsuln mög lichsten Schuh der Fremden. Außer einigen Schuldigen, sowie be waffneten Bulgaren wurden auch zahlreiche Verdächtige verhaftet. Die Erregung ist groß; Handel und Verkehr ftoden. Arbeitsruhe wird den Fabritarbeitern ftreng berlveigert, aber die der Beratung des Antrages fernblieben. So hielten sie denn| Treibereien bulgarischer Revolutionäre zurückzuführen ist. Handwerker feiern, so sämtliche Töpfer und Tischler. Bormittags- ohne Anwesenheit der Minister ihre wohlpräparierten Neden, Konsuln erkennen selbst die Richtigkeit dieser Thatsachen an. Ueber Bersammlung war von 350 männlichen Arbeitern und einigen aus denen deutlich hervorgeht, daß Graf Bülow trotz seines den Anschlag felbst wird gemeldet: Mehrere Personen, welche sich in Frauen besucht. Nachmittags Ausflug. Abends in den beiden größten Wuchertarifs die Landwirtschaft ruiniert und sich mit Haut und drei Wagen befanden, begannen plößlich damit, Bomben zu werfen. Sälen überfüllte Festversammlungen. Vormittags Klees, Abends Stadtverordneter Wilfe- Berlin Festredner. Begeisterte Stimmung, Haaren der Socialdemokratie verkauft hat. Ein Wunder, daß thäter durch Bombensplitter zerriffen, drei andre wurden lebend genamentlich bei Erwähnung des Wahlkampfes. Kirchhain. Am die Herren sich nicht zu der Behauptung emporichtvangen, die fangen genommen. Ein Soldat und ein Wächter fanden gleichfalls Ausflug waren 150 Personen beteiligt, nachmittags 200 Personen, Minister hätten mur deshalb den Saal verlassen, um der jocial- ihren Tod, von den Angestellten der Vant ist niemand umgekommen. abends Versammlung, Ewald- Berlin referierte vor zahlreicher Bu- demokratischen Maifeier beizuwohnen. hörerschaft. Die Polizei hatte den Tanz verboten und berDer Anstifter der Unruhen ist ein auf einem Dampfer der Der Antrag Mirbach wurde natürlich mit großer Mehr Messageries maritimes" hier eingetroffener bulgarischer Schulmeister langte die Entfernung der Frauen aus dem Saal; die Aufregung war heit angenommen. Die Großgrundbesitzer haben also, wie namens Jorghi. Derselbe reiste alsbald wieder nach Uesküb ab, Groß. Die Beteiligung war bedeutend stärker als im Vorjahre. Die Graf Mirbach triumphierend verkündete, ihre Ehrenpflicht er- wurde aber unterwegs verhaftet und nach Saloniki zurückgeschafft, Bersammlung wurde aufgelöst, als Ewald 5 Minuten gesprochen füllt, indem sie noch im letzten Augenblick, nicht etwa fiir sich, wo er dem Gericht übergeben worden ist; hatte. Cottbus. Die Vormittags- Versammlung war von 200 Perfonen besucht; Geneffe Neumann referierte. Nachmittag allgemeiner sondern für die Kleinbesizer, Borteile herauszuschlagen suchten. Bureaus meldet über die Vorfälle: Ein weiterer Bericht des Wiener t. 1. Tel.- Corts Spaziergang mit guter Beteiligung. Abends große Festversammlung Außerdem erledigte das Haus noch die Eisenbahnverstaatund Kontners bei Kolltvih, 2000 Personen. Saloniki, 30. April. Mittwochabend wurden seitens des Genoffe Leupold lichungs- Vorlagen nebst dem dazu gehörigen Nachtragsetat, die macedonischen Komitees an etwa 50 Punkten der Stadt und referierte. Schwicbus. Hier sprach Genosse Silberschmidt vor Sekundärbahn- Vorlage und einige kleine Gesezentwürfe. einer unzählbaren Menge. Der Saal überfüllt, Garten und NebenUmgebung Dynamitanschläge verübt. Durch den Brand Den Schluß der Sigung bildete ein Obstruktionsfeldzug der Ottomanbant- Filiale wurde auch die gegenüberliegende räume müssen herhalten, um die Massen unterzubringen. Der Ser Herrenhäusler. Obwohl die Einladung zu der gemein- Metellin- Bank( Mytilene- Bank 3) ergriffen; die Gelddepots in beiden Referent erntete töjenden Beifall. Der Gesangvercin„ Eichenkranz" famen Schlußßigung auf 4 Uhr ergangen war, beschlossen sie Banten sollen gerettet sein; auch gegen den Fremdenklub und mehrere twirfte durch Vortrag von Liedern zur Verschönerung des Festes mit. Landsberg a. W. Die Naiverfammlung trar überfüllt, im Gaal um 4 1hr, den Gefeßentwurf betr. die polizeiliche Regelung Restaurants wurden Bomben geworfen. tvaren 500-600 Personen anwesend, eine mindestens ebenso große des Feuerlöschwesens einer Stommission zu überweisen; die und Polizei verfolgten die Nebelthäter, Auf beiden Seiten Anzahl stand außerhalb des Saales und hörte den Ausführungen des Herren ärgerten sich darüber, daß sie von der Regierung zurüd nach Mitternacht dauernde Kämpfe statt. viele gab es Referenten Genoffen Gehen, welcher an Stelle des Genossen Bäkel gesetzt worden, die dieses Gesetz zuerst an das Abgeordneten beteiligte. erschienen war, a. Tas Referat wurde des öfteren von startem haus, statt an das Herrenhaus, gelangen ließ. So endete denn Beifall unterbrochen. Als der Referent am Schluß feiner Aus- die Session mit einem schmählichen Fiasko des Ministers des führungen dafür eintrat, daß am 16. Juni cinmütig für den Kan- Innern, dem zwei Gefebentwürfe an einem Tage vor die Füße didaten der Socialdemokratie, Genossen Bägel, einzutreten sei, fanden diese Bemerkungen den ungeteilten stürmischen Beifall der Wer geworfen wurden. Und das tros seiner Trinksprüche auf den fammlung. Mit einent donnernden Hoch auf die internationale Socialdemokratie fand die Versammlung, welche die besten Hoffnungen ertvarten läßt, ihren Abschluß. Nathenow. Die Vormittagsbersammlung war bon 120 Personen besucht. Die Resolution der Während die Maifeier überall friedlich und würdig verlief, ist Berliner Gewerkschafts- Kommission wurde nach einem Referat von die Feier der Teltower Parteigenoffen durch einen der un- Pera, 30. April. Außer der Ottomanischen Bant ist in Saloniki Sr. Weber- Rathenom mit einem auf die noch immer andauernde erhörten polizeilichen Mißgriffe", wenn auch nur vorübergehend, ge- der deutsche Selub zerstört; drei Mitglieder desselben wurden ber tirbeitslosigkeit bezughabenden Bufab einstimmig angenommen. Bu flört worden. Zu der groben Gesegesunkenntnis des Bürgermeisters wundet, einer ist tot, auch soll der deutsche Konsulatsverweser leicht den Nachmittags- und Abendveranstaltungen herrschte großer AnDas Petroleumdepot der Bahn und die deutsche drang. In der Schloßfellerei Fürstenwalde tagte eine von allen von Keltow gefellte sich die bedrohliche Schneidigkeit eines Wacht verletzt sein. Schule wurden mit Bomben beschoffen, letztere ohne großen Gewerkschaften start besuchte Versammlung. Genosse Sorg- Berlin meisters. referierte. Nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenem VorDie Versammlung war von unfren Genoffen als„ öffentliche Schaden. trage wurde die Resolution der Berliner Gewerkschaftskommission Bersammlung für Männer und Frauen" vorschriftsmäßig angemeldet Vilajet Monastir verschiedene Attionen stattgefunden. Gleichzeitig mit den Vorfällen in Salonifi haben auch im Gerüchten einstimmig angenommen. Die Beteiligung an der Versammlung und worden. Der Einsender erhielt nun seine Anmeldung mit dem zufolge haben starke Banden die bulgarische Grenze überschritten und an dem Morgenausflug übertraf bei weitem die Veranstaltungen des flaffischen, vom 30. April datierten Bescheid zurück:„ Eine Ver- größere Kämpfe stattgefunden. Ueber einen vorgestern auf der Vorjahres und gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung für fammlung ist nur zur Anzeige zu bringen, wenn in derselben Malesch- Planina im Kreise Pechotschowa( Vilajet lestüb) erfolgten den Arbeiter- Feiertag. Serau. Die Maifeier ist von 600 Beröffentliche Angelegenheiten erörtert werden sollen. Db letzteres der Zusammenstoß mit einer großen Baude verlautet, daß die Bande sonen besucht. lees hält die Festrede. feierten 50 Bersonen. Durch Arbeitsruhe Fall ist, ergiebt die nebenstehende Anzeige nicht; dieselbe ist daher angeblich mehrere 100 Mann stark und der Kampf sehr hartentsprechend zu bervollständigen. Die Polizeiverwaltung. Bevier." nädig war. Konstantinopel, 30. April.( Meldung des Wiener f. f. Tel.- Corr.Breslan. Mehrere hundert Genossen aus allen Berufen ver- paar Wochen im Amt ist und offenbar bestrebt war, seine Teltewer Dies Verlangen des Bürgermeisters, der übrigens nur noch ein Bureaus.) Im Yildiz- Balais, wo die Salonifier Vorfälle anstalteten morgens 8 Uhr vom Gewerkschaftshause aus einen Ausflug Laufbahn mit einem imponierenden Knalleffekt zu schließen, war Ministerrat große Erregung hervorgerufen haben, wurden nachts ein in die Nachbarschaft. Abends fand im Getvertschaftshause eine und sodann militärische Beratungen abgehalten. Bolksversammlung statt, in welcher Genoffe Julius Bruhns über natürlich völlig unsinnig. Es bedarf nach dem preußischen Vereins- Die Gerüchte, daß das 3. Corps in Ealoniti und das das Thema:" Der 1. Mai und die Reichstagswahlen" referierte. recht keiner Angabe der Tagesordnung, fondern lediglich einer 2. in Adrianopel mobilisiert werden, bestätigten sich bisher nicht. Nach - In Ohlau, 100 am Tage nicht gefeiert wurde, fand Anzeige. Es bedarf auch keiner besonderen Erlaubnis; die bloße türkischer Angabe wurde auch gegen das türkische Hauptpoftamt in abends eine Boltsversammlung ftatt, in welcher Genosse Anmeldung erfüllt die gefeßlichen Bestimmungen. So hatte denn Salonifi ein Bombenattentat gerichtet, ohne daß großer Schaden Nad lof. Breslau referierte.- Ju Alt- Warthau und im Revier der das merkwürdige Vervollständigungsgesuch des Bürgermeisters angerichtet wurde. Nach derselben Angabe fuhren die Uebelthäter in Steinbrüche ruhte die Arbeit. In der Maiversammlung referierte lediglich die rechtliche Bedeutung einer Empfangs- Bestätigung ihnen auf den Wachtposten warfen, brangen die übrigen in das einem Wagen bei der Ottomanbank vor, und indem sich einige von Genoffe SchüBreslau. Im oberschlesischen Juduſtrierevier der Anmeldung. Die Versammlung war ordnungsmäßig angemeldet, Bankgebäude ein und setzten dasselbe durch eine Dynamit- Explosion wird die Maifeier am ersten Sonntag im Mai veranstaltet. Liegnių. Hier fand der Strife ivegen eine fie fonnte also stattfinden. terte Feier durch Arbeitsruhe nicht statt. Die Abendversammlung Gleichwohl fanden unsre Genossen, als fie um 21 Uhr im im Gewerkschaftshaufe faßte die Erschienenen nicht, da der Saal Schweizerhaus Seehof erschienen, das Haus von einigen Wachtmeistern höchstens 400 Berfonen faßt. Die Liegniger haben sich endlich und Sergeanten umstellt. In der Versammlung fehlte die Polizei wenigstens ein so großes Lofal erringen können. Mai- Rebe des Genoffen Müller- Görlig, der für Liegnig erschienen zwei Mann und verlangten die Bescheinigung von dem Die zunächst. Erst als der Referent ungefähr 5 Minuten gefprochen hatte, fandidiert, wurde mit stürmischem Beifall - Göclit. In der Versammlung waren 1200 Männer und Frauen der Polizeiverwaltung, das ja eine solche Bescheinigung der Anzeige aufgenommen. Vorsitzenden Genossen Krüger. Man überreichte jenes Schriftstüc anwesend; nach 11ftündigen Referat des Genoffen Schlegel Breslau darstellte. Aber der Wachtmeister brauchte natürlich nicht mehr von gelobte die Versammlung, den Kandidaten der Socialdemokratie, Genossen Hugo Keller, in den Reichstag zu wählen. Bunzlau. den Gefeßen zu wissen als sein vorgefester Bürgermeister und löste, Ein schweres Eisenbahn- Unglück Am Ausfluge früh 8 Uhr beteiligten fich ca. 100 Personen. Die obwohl er anerkannt hatte, daß er von der Anmeldung wisse, die Bersanunlung abends in Bunzlau war von ca. 200 Personen besucht. Versammlung widerrechtlich auf. Die stark besuchte Versammlung hat sich heute morgen gegen 16 Uhr auf dem Fernbahnhof Referent Genoffe Sermann Stolpe Grüneberg. Sonntag noch begleitete den Aft mit humoristischen Bravorufen. Friedrichstraße ereignet, wobei eine Perfon getötet und eine befondere Festfeier. Nun kam das stärkste. Um die Versammlung zu stillem fünf Fahrgäste verlegt wurden. Ueber die Katastrophe, welche feid ruhig und verlaßt den Saal." Auseinandergehen zu veranlassen, rief der Vorsitzende:" Genossen, zu übertriebenen Gerüchten Veranlassung gab, stellten wir nachstehendes fest. Der Zug Nr. 248, von Insterburg kommend, soll Darauf drehte sich der auflösende Wachtmeister wutentbrannt fahrplanmäßig um 5 1hr 14 Minuten auf Bahnhof Friedrichstraße um, griff den Vorsitzenden Krüger und riß ihn gewaltsam von der eintreffen und hat dort zwei Minuten Aufenthalt; er erlitt jedoch dreiviertel Meter hohen Tribüne herunter, so daß Krüger hinstürzte. Heute fünf Minuten Verspätung und lief erst 5 Uhr 19 Minuten Die That begleitete der Wachtmeister sein Name ist Kruse mit auf der Station ein. Der Vorortszug Nr. 1302, von Strausberg den brüllenden Worten: Sie haben jetzt das Maul zu halten." fommend, nach Potsdam bestimmt, folgte unmittelbar dem Natürlich wurde wegen diefer polizeilichen Ausschreitung die Personenzuge und erreichte den Bahnhof Friedrichstraße eine Bersammlung ein wenig aufgeregt. Man vernahm Ausrufe der Minute zu früh, statt 5 1hr 21 Minuten schon um 5 Uhr Empörung. In diesem Augenblic hob der Wachtmeister seinen 20 Minuten. Obwohl dem letzteren Train Einfahrtssignal nicht Revolver empor und zielte heldenhaft auf die versammelten gegeben war, ließ der Lokomotivführer des Vorortszuges dies unSchlesien. nennens In Ririgsberg i. Offpr. war die Maifeier eine prächtige Her schau für den Wahlkampf. Die Anzahl der durch vollständige Arbeitsruhe Feiernden war in diesem Jahre eine viel größere als in früheren Jahren. Vormittags fanden zwei Versammlungen statt, die lange vor Beginn abgesperrt wurden. Die Genossen Haase und Morchionini referierten unter jubelndem Beifall. Hunderte Genoffen standen auf der Straße, viele wiederum mußten umlehren. Nachmittags fand im Etablissement Hammer" ein großes Boltsfest statt, welches von Tausenden und Taufenden besucht war. Eine Festrede hier im Garten zu halten war polizeilich verboten mit der Begründung, der Amtsvorsteher habe nicht genügend Polizei: mannschaften. Im Saale dieses Etablissements durfte auch nicht gesprochen werden, weil nach Ansicht der Polizei die Baulichkeiten für uns nicht genügend gesichert waren. Bofen. Die Maifeier wurde hier in angemessener Weise begangen. Vormittags 11 Uhr fand eine von mehr als 300 Personen besuchte Versammlung statt. Nachmittags wurde ein gemeinsamer Ausflug unternommen. Abends war wiederum Versammlung für diejenigen Arbeiter, die den Tag durch Arbeitsruhe nicht feiern fouten. Politifche Ueberficht. Berlin, den 2. Mai. Der Schluß des Landtags. Arbeiter. Unfre Genossen ließen sich auch durch diese Bravour- That nicht provozieren. Endlich kam auch der Oberwachtmeister und griff in beruhigendem Sinne ein. So wurde weder„ gebrüfewigt", noch geHüffenert", noch nach Humtenart gekämpft. Unfre Genossen haben Beschwerde wegen der diversen„ Migriffe" ein gelegt. Auf die Maifeier selbst wirkte der polizeiliche Exzeß nur anregend. Bei dem folgenden Gartenfest waren unsre Genossen um so begeisterter bei der Sache. Bis 5 Uhr morgens waren die Festteilnehmer zusammen, geschützt durch fünf Polizisten, die also einmal Gelegenheit hatte, eine socialdemokratische Maifeier gründlich durchzukosten. Für die Wahlagitation im Kreise ist der Zwischenfall von nicht zu unterschätzender agitatorischer Bedeutung. Ungarn. England. in Brand. Saloniki, 1. Mai.( Meldung der„ Agence Habas".) Gestern wurden hier wieder acht bis zehn Bomben geworfen. Mehrere Personen wurden hierbei getötet, zahlreiche Verhaftungen wurden Division des Mittelmeergeschwaders hat Befehl erhalten, sich nach vorgenommen. Die Panit dauert an. Neapel, 1. Mai.( Meldung der Agenzia Stefani".) Eine Saloniki zu begeben. " beachtet und fuhr scharf in die Halle ein. Jekt bes merkte ztvar der Maschinenführer den bor ihm haltenden Personenzug, den die Passagiere eben verließen und gab sofort Gegendampf, doch konnte das Unglück nicht mehr vermieden werden. Die Maschine des Potsdamer Zuges fuhr mit solcher Kraft auf den Schlußwagen IV. Klaffe Nr. 2615 des Vorzuges auf, daß dieser gegen den nächsten Wagen Nr. 1606 der III. Wagenklaffe ge= drückt wurde, sich an dessen Stirnwand emporhob und sie eindrückte. Die Stirnfront sowie die Seitenwände des letzten Abteils vom Wagen 1606 wurden total zertrümmert, die Blechwand legte sich schräg über den Innenraum, die, Außenfigbank sowie beide Gepäcnege wurden abgerissen und bildeten so eine förmliche Höhle, in welcher sich zwei Baffagiere befanden. Auf der Plattform des Schlußwagens befand sich im Augenblick der Katastrophe ber 17 Jahre alte Artist Johannes Hermann Mühlflit aus KlagenAm Freitagnachmittag ist die letzte Session der Legislaturperiode des Landtages geschlossen worden, nachdem vorher noch furth, der sich auf der Durchreise nach Köln befand und beide Häuser geschäftliche Sigungen abgehalten hatten. Budapest, 30. April. Ungefähr 100 Studenten veranlaßten abends im Begriff war abzusteigen. M. wurde zwischen der zertrümmerten den Stirnwänden der beiden Wagen festDas Abgeordnetenhaus hatte sich darüber schlüssig zu vor dem Nationalfafino eine Kundgebung. 7 Studenten wurden Plattform und geklemmt und fein Körper förmlich zermalmt. Die beiden machen, ob es den Gefeßentwurf über die Befähigung wegen widersetzlichkeit gegen die Polizei verhaftet. für den höheren Verwaltungsdienst in der Fahrgäste in der dritten Wagenklasse erlitten Quetschungen der Fassung des Herrenhauses seine Zustimmung geben solle. Glasgow, 1. Mai. Ein hier seit einiger Zeit bestehender Aus- Hüften und außerdem drei Reisende der vierten Wagenklasse leichte Wider Erwarten blieben die Herren standhaft, fie lehnten die ftand der Maschinenbaner am Clyde nimunt ernstere Gestalt an; heute Hautabschürfungen und Beulen. Sofort nachdem der Unfall passiert war, wurde der auf dem Schlesischen Bahnhof stationierten HilfsVorlage in namentlicher Abstimmung mit 164 gegen 130 var so gut wie feiner derselben zur Arbeit angetreten. und Rettungszug telegraphisch herbeibeordert. Dieser Zug, der Stimmen ab. Da eine Uebereinstimmung zwischen den beiden zum erstenmal auf der Stadtbahn in Thätigkeit gesezt wurde, traf Häusern des Landtages nicht erzielt wurde, ist die Vorlage also Madrid, 30. April. Die Angestellten fämtlicher elektrischer nach faum 30 Minuten mit dem Nettungs- und Arbeitspersonal gefallen. Warum mußte sich der Minister Freiherr von Straßenbahn- Gesellschaften haben den Generalstreit beschlossen. fowie sechs Aerzten ein, welche den fünf Verwundeten Verbände anSammerstein auch so eifrig für den Adel und das Corps falls die Gesellschaften nicht die Löhne erhöhen. Die Gesellschaften legten, die alsdann ihre Reife fortjeßen konnten. Die Aufräumungsstudententum ins Zeug legen? Das verärgerte die bürgerliche lehnten die Forderungen ab. arbeiten nahmen etwa 2 Stunden in Anspruch, da vier Wagen Konkurrenz! Das Herrenhaus hatte seinen großen Tag", den Tag der des Buges 248 entgleist waren. In der Zwischenzeit wurde der Die Wirren in Macedonien. Die macedonisch- bulgarischen im Herrenhaus üblichen naiven Offenherzigkeiten; Revolutionäre jegen ihre Attentate zur Erschütterung der fürlichen Berkehr eingeleifig aufrecht erhalten. Die Lokomotive und Wagen die edlen und erlauchten Herren zerbrachen sich die Köpfe der Herrschaft in Macedonien fort. Den fürzlich verübten Attentaten bes Borortszuges blieben unbeschädigt und von den Passagieren Reichsregierung. Nachdem die Regierung im Reichstage fich auf zwei Eisenbahnzüge der Drientbahnen haben sie am Mittwoch desselben wurde niemand verlegt. geweigert hatte, Auskunft darüber zu geben, wenn die Handels- abend einen Dyuaniitanschlag auf die Ottomanische Bank in Saloniti verträge gekündigt werden, glaubten die Mir ba ch, Freiherr tolgen lassen, der den größten Teil dieser Bank in Flammen setzte. v. Manteuffel und andere Höchft- Notleidende, im Herren- Die Pariser türkische Botschaft veröffentlicht darüber folgendes ihr haus mit allem Nachdruck die Regierung an ihre Pflicht er augenniti, 30. April. Das Gebäude ber ottomanischen Bank hat zugegangene Saloniki, innern zu müssen; sie stellten den Antrag, die preußische in Flammen gestanden, ein Teil wurde gerettet. Es sind alle Maß- Die Aussperrung in Iserlohn. Eine Privatdepesche teilt uns Regierung möge im Bundesrat auf eine alsbaldige Rün- nahmen getroffen worden, um ein weiteres Umschgreifen des Feuers mit, daß ein neuer Einigungsversuch stattgefunden hat, der aber, digung der Handelsverträge und der kündbaren Meist zu verhindern und die öffentliche Ruhe und Ordnung aufrecht wie die früheren gefcheitert ift. Die Fabrikanten haben beschlossen, begünstigungsverträge hinwirken. Zu ihrem Schmerz mußten zu erhalten. Das Feuer ist dadurch entstanden, daß von gewissen die Nichtorganisierten sowie die aus der Organisation Austretenden fie es erleben, daß die Vertreter der Regierung demonstrativ Stellen Bomben geworfen wurden, was auf die aufhegenden am Mittwoch wieder einzustellen. Berantwortl. Nedakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocken. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Spanien. Türket. Letzte Nachrichten und Depefchen. Hierzu 1 Beilage. Nr. 101a. 20. Jahrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Preussifcher Landtag. Herrenhaus. 10. Sigung vom Freitag, den 1. Mai. Graf v. Mirbach: Sonnabend, 2. Mai 1903. fann, Nur macht immer Die land entgegenkommen muß. Selbst der nationalliberale Abgeordnete einen nicht unerheblichen Faktor bildet auch die Viehzucht. In Dr. Paasche, der kein Agrarier ist, hat bei der Besprechung der den uns feindlichen Blättern wird immer behauptet, daß der Grop fonservativen Interpellation im Reichstage erklärt, er würde wünschen, Grundbesitz den kleinen Viehzüchter preisgiebt. In dem neuen daß wir recht bald in die Lage kämen, die Handelsverträge zu fündigen. Tarif sind aber, wenn auch nicht nach unten gebunden, die Zollfäße Und Graf Bülow hat am 15. März im Reichstag erklärt, daß die für Vieh so wesentlich erhöht, daß am Zustandekommen neuer HandelsAm Ministertische: Frhr. v. Rheinbaben, Budde. Landwirtschaft das Recht auf die eifrigste Forderung und Fürsorge verträge gerade die Viehzüchter und kleinen Besizer wesentlich interessiert Nach Erledigung der Eisenbahn- Vorlage folgt die einmalige seitens des Reiches habe. Möge der Reichskanzler diese programmati- find. Hoffentlich wird möglichst bald klares agrarisches Fahrwasser erreicht. Schlußberatung über den folgenden Antrag Frhr. v. Man- schen Worte nun auch in die That umsehen, und möge das Votum Graf Mirbach hat ausdrüdlich erflärt, daß wir keine Feinde langteuffel, Graf v. Mirbach und Fürst zu Dohna Schlobitten: des Herrenhauses für die Stellung des Bundesrats ein wirksames fristiger Handelsverträge seien. Wir wollen nur, daß die neuen Das Herrenhaus wolle beschließen, den Herrn Ministerpräsi- Compelle sein. Ich bitte Sie um Ihre Zustimmung zu unserm Handelsverträge nicht vernichtend für die Landwirtschaft, wie die denten zu ersuchen, im Bundesrate dafür einzutreten, daß eine Antrag.( Lebhafter Beifall bei den Konservativen.) Caprivischen Handelsverträge, ausfallen. Wenn die heutige Aktion Kündigung der bestehenden Handelsverträge sowie der tündbaren Staatsminister a. D. Frhr. v. Lucius: feinen andern Zweck hätte, als den, der Regierung nachdrücklich Meistbegünstigungsverträge alsbald erfolge." Gegenüber solchen Erklärungen, wie sie vor einigen Tagen der Ver- nahezulegen, daß sie auf keine Mehrheit für Handelsverträge rechnen darf, bie die weiter Landwirtschaft schädigen, ( Die Minister verlassen mit den Kommiffaren den Saal.) treter des Reichskanzlers im Reichstage abgegeben hat, war es Handelsverträge waren und sind für die deutsche Landwirtschaft, schwebenden Verhandlungen einzugreifen. Ich sehe keinen Grund wir uns hier haben beschäftigen müssen.( Lebhafter Beifall.) Dem Antrag ist folgende Begründung beigefügt: Die derzeitigen bisher Pragis der Parlamente, durch Anträge nicht in die dann ist ihr Zweck vollkommen erreicht, dann hat sie wertvoller gewirkt als viele andre gefeßgeberische Dinge, mit denen welche bei denselben hinsichtlich ihres Zollschutzes ausschließlich Ein- cin, warum man in diesem Fall von dieser Praxis abbuze erlitt, verhängnisvoll. Die Lage der heimischen Landwirt- gehen soll, und zwar um so weniger, als die verbündeten Oberbürgermeister Becker- Köln: schaft erheischt dringlich und ungefäumt das Inkrafttreten eines Regierungen doch in der That mit einer Vorlage vorgegangen sind, In letzter Stunde und ganz überstürzt ist der Antrag hier einwirksamen Zollschutes, wie er von dem leitenden Staatsminister die dazu bestimmt ist, einen erhöhten Schuh sowohl der Industrie gebracht worden, ohne daß irgend ein durchschlagender Grund für namens der verbündeten Regierungen wiederholt zugesichert wurde. als auch der Landwirtschaft zu gewähren. Man kann der Meinung diese Art des Vorgehens geltend gemacht worden wäre. Freiherr v. Durant erflärt zur Geschäftsordnung, daß sein sein, daß die Vorlage der verbündeten Regierungen, besonders in der Geschicklichkeit des Reichstanzlers ist es zu verdanken, daß überName mur deshalb nicht unter dem Antrag stehe, weil er in der landwirtschaftlicher Beziehung, weiter hätte gehen können und daß wir, haupt in den neuen Bolltarif noch die Minimalzölle für Fraktionsfizung nicht anwesend sein konnte. wie in der Vorlage von 1887, einen 6 Mark- Bell für Weizen und Getreide zu stande gekommen sind. Die Regierung hat im ReichsUnter großer Heiterkeit des Hauses geben dieselbe Erklärung Roggen hätten bekommen sollen. Damals, 1887, hatte die Regierung tage die Beantwortung der Interpellation ausdrücklich abgelehnt, noch vier weitere Mitglieder der tonservativen Fraktion nach bei der Vertretung landwirtschaftlicher Interessen einen viel schwereren weil sie die schwebenden Verhandlungen nicht schädigen will. Diese einander ab. Hierauf erhält das Wort zur Begründung des Antrags Stand als heute. Ich habe damals im Reichstag diese Vorlage zu Erklärung hätte Sie allein schon davon abhalten sollen, diesen Anvertreten gehabt, und wir waren schon sehr zufrieden, daß das trag zu stellen. Es ist doch sehr bedenklich, jemanden zu stüßen, der Centrum durch den Abg. Windthorst sich zu einer Zollerhöhung auf die Stüße gar nicht haben will. Bor wenigen Minuten trat an mich die Frage heran, ob unser fünf Mart bereit finden ließ. Nachdem nun aber die verbündeten nicht länger warten. Sie sagen, Sie könnten Antrag nicht eine Beeinträchtigung der Rechte der Krone bedeuten Regierungen durch die Einbringung dieser Vorlage mit ihren erhöhten können Sie auch noch ein halbes Jahr länger warten.( Heiterkeit.) Wenn Sie so lange gewartet haben, könnte. Wenn man den Antrag liest, wird man nur unter Berzicht Bollsägen den guten Willen bekundet haben, die neuen Handelsverträge Wer bei Verhandlungen nicht warten auf jedes Nachdenken eine solche Frage aufwerfen können. Jedes in einer günstigeren Weise für die Landwirtschaft zu gestalten, liegt ein schlechtes Geschäft. Parlament eines Einzelstaates hat das Recht, an den leitenden für die Häuser des Landtages eigentlich kaum eine Veranlassung vor, Berhandlungen hier werden im Lande einen sehr bedenklichen ( Lebhafte Zustimmung lints.) Minister das Ersuchen zu richten, im Bundesrat für die Lösung solcher in dieser Richtung zu drängen. Es ist doch ein Internum der deut- Eindruck machen. Jedenfalls zwingen Sie uns, gegen den Antrag Fragen einzutreten, welche zur Kompetenz des Reiches gehören. Das folgt fchen Regierung, in den Berhandlungen mit dem Auslande die zu stimmen, den wir für nicht opportun halten. aus dem föderativen Charakter des Reiches, und man kann sich für diese günstigen Momente für den Abschluß von Verträgen wahrzunehmen. Auffassung auch auf die Autorität des Fürsten Bismarck berufen, der Wenn der Zeitpunkt für die Kündigung der Handelsverträge ges Graf Eulenburg- Prassen: dies nicht nur für ein Recht sondern für eine Pflicht der Bundes- tommen ist, sind wir durchaus nicht so zu beurteilen in der Der Antrag ist deshalb so rasch eingebracht worden, weil wir staaten erklärte. Auch der gegentvärtige Ministerpräsident und Lage wie die Reichsregierung. Die Annahme eines solchen Antrages furz vor dem Ende der Session standen. Es blieb also Reichskanzler hat kein Bedenken getragen, in beiden Häusern des bedeutet eigentlich ein Mißtrauensvotum für die Regierung. Ich nichts andres übrig. Wir müssen durch die Kündigung der Sandtages auf die Notwendigkeit des Schutzes der Landwirtschaft zweifle daran, ob es zweckmäßig ist und der Würde des hohen Handelsverträge einmal prüfen, ob Deutschland etwas gilt im Kreise durch Zölle hinzulveijen, obwohl die Entscheidung darüber in der Hauses entspricht, diesen Antrag, dem die verbündeten Regierungen der Mächte, oder ob wir immer nur die Handlanger des Auslandes Kompetenz des Reiches liegt. Er hat derart am 26. Januar 1901 boch faum Folge geben können und der von vornherein ein Schlag find.( Bravo!) Ich hatte bestimmt erwartet, daß die Regierung zu im Abgeordnetenhause erflärt:„ In voller Anerkennung ins Wasser ist, hier anzunehmen. Die Kompetenz des Herren- dem Antrage hier Stellung nehmen würde.( Sehr richtig!) Wir der schwierigen Verhältnisse, in welchen sich die Landwirtschaft be- hauses zur Stellung solcher Anträge bezweifle ich keineswegs; haben unsre Schuldigkeit mit diesem Antrage gethan. Folgt ihm die findet und von dem Wunsche beseelt, die Lage derselben wirksam zu im Gegenteil, ich meine, wir sollten von unsrer Kompetenz. Regierung, so ist es gut; folgt sie ihm nicht, dann trifft sie die nerbeffern, ist die königliche Staatsregierung entschlossen, auf die der Regierung Direktiven für ihre Stellung im Bundesrat Berantwortung.( Bravo!) Gewährung eines ausreichenden und deshalb zu erhöhenden Zoll- zu geben, viel häufiger Gebrauch machen. So hätten wir sehr wohl ichuzes für landwirtschaftliche Produkte hinzuwirken. Eine ähnliche Verwahrung einlegen können gegen die Belastung der Zolltarifvorlage Erklärung gab Graf Bülow am 28. März 1901 im Herrenhause ab. mit der Festlegung von 50 Wiillionen für die Reliften- Versorgung zu Seitens der liberalen, man kann wohl sagen landwirtschaftfeind- ngunsten der Einzelstaaten und gegen die Aufhebung der städtischen lichen Bresse wird man unfren Vorstoß jedenfalls eine agrarische Begehr- Detrois, eine Maßnahme, die vielleicht gar nicht zur Kompetenz des lichkeit fondergleichen nennen. Sie werden aber bei objektiver Neichstags gehörte. Aber aus Gründen der Opportunität und der Prüfung, denke ich, mit mir der Ansicht sein, daß es eine Ehren- parlamentarischen Praxis werde ich gegen den Antrag stimmen. pflicht des großen und größten Grundbesißes ist, die Interessen seiner Berufsgenossen, auch des fleinen Grundbesites, zu vertreten. Der Großgrundbesitz würde pflichtvergessen handeln, wenn er Ich kann mich dem Herrn Vorredner mur anschließen. Hielte sich von der Vertretung der gemeinsamen Interessen der Lanwirt der Bundesrat die Kündigung der jetzigen Handelsverträge für förderlich schaft ausschließen würde.( Sehr richtig!) Das mit aller Ent- im Interesse der schwebenden Verhandlungen, so wäre die Kündigung fchiedenheit zu betonen, liegt im Interesse auch des Herrenhauses. jedenfalls schon erfolgt. Aber es ist zweifellos, daß Verhandlungen besser s liegt mir vollkommen fern, mit unserm Antrage der Staats- zum Erfolg führen, wenn sie freundschaftlich geführt werden und regierung oder dem leitenden Minister irgend welche Schwierigkeiten nicht mit dem Revolver in der Hand. Wenn die Verträge gekündigt hereiten zu wollen. Ich betrachte es vielmehr als meine Aufgabe, werden, muß unter allen Umständen innerhalb eines Jahres etwas die Herren in der schwierigen Position zu stärken, die sie bei der Neues zu stande kommen und das kann nicht im Interesse der Das Ausland weiß genau, Sandelsvertragsverhandlung haben. Ich will den Herrn Reichs- Landwirtschaft liegen. daß die Tangler nicht verantwortlich machen für vieles, was vom konservativen Regierung gewillt ist, die alten Handelsverträge nicht zu erneuern, Graf v. Mirbach: Wenn man die Not der Landwirtschaft leugnet, Standpunkte heute mißfallen muß. Er hat eine höchst mangelhafte sondern neue Verträge zu stande zu bringen, die mehr im Interesse so veriveise ich nur auf die ausgezeichneten Landwirte da drüben, die Erbschaft antreten müssen, die im bürgerlichen Leben nur cum bene- der Landwirtschaft liegen. An einen Zollfrieg hat auch die Landwirt- Bertreter der Städte Breslau und Berlin!( Heiterkeit rechts.) ficio inventarii übernommen worden wäre. Es treten Erscheinungen schaft nicht das geringste Interesse, im Gegenteil, auch sie hat ein Der Antrag wird hierauf mit großer Mehrheit gegen etwa in unserm öffentlichen Leben auf, die uns nichts weniger als erhebliches Interesse an geordneten vertragsmäßigen Zuständen. 40 Stimmen angenommen, die von der sogenannten Linken, den angenehm find. So ist der Reichstag gestern in programmatischer Gerade dadurch, daß Sie dem fortgesetzten Drängen des Folge mit einem Miston ausgeklungen. Bundes der Landwirte nachgeben, schwächen Sie die Position der Bürgermeistern und Professoren gestellt wurden. Mit der Minderheit Die Landwirtschaft befindet sich in überaus schwieriger Lage: fie Regierung bei den Verhandlungen. Das agitatorische Treiben des stimmte auch Herr v. Bötticher. fämpft um ihre Eristenz. Der Getreidebau ist, von wenigen Klein- engeren Vorstandes des Bundes ist nichts als eine Vorfrucht für die betrieben abgesehen, das Fundament der deutschen Landwirtschaft. Socialdemokratie, es hat keinen andren Zweck, als die Berhetung 1887 sprach der damalige Staatssekretär b. Bötticher amtlich ber besitzenden Klassen, man stört badurch nur den gemeinsamen Durch den Antrag wird der von der bedrohlichen Notlage der deutschen Landwirtschaft. Der Kampf gegen die Umsturzpartei. Durchschnittspreis für Weizen betrug damals 164 M., der Eindruck, als ob die landwirtschaftlichen Kreise zur Brotverteuerung für Hoggen 121 M. Heute stehen die Getreidepreise noch etwas und zum Zollfrieg treiben, nur vermehrt, und das kann bei den unter diefem Niveau. Wie traurig muß es da heute um die deutschen fünftigen Wahlen nur nachteilig wirken. Landwirte stehen!( Sehr richtig!) Wieviel verhängnisvoller muß Dr. Wachler: Frhr. v. Mantenffel: Oberbürgermeister Bender- Breslau: der Städte, der arbeitenden Bevölkerung. Der Fortfall der HandelsAuf den Handelsverträgen beruht der Wohlstand des Landes, verträge würde Not und Elend bedeuten. Durch Ihren Antrag 31vingen Sie uns geradezu zu fragen: geht es denn der Landwirtschaft wirklich so schlecht?( Burufe: Ja! ja!) Herr v. Mirbach hat das als eine allgemein bekannte und unbestreitbare Behauptung hingestellt. Warum geht es aber den Landwirten so schlecht? Doch vor allem deshalb, weil sie ihre Güter so teuer bezahlen müssen.( Lachen rechts.) Ich stehe der Landwirtschaft selbst sehr nahe und weiß sehr genau, daß es ihr noch lange nicht am schlechtesten geht.( Unruhe rechts.) Vor allem ist mir aber bei dem Antrage unverständlich geblieben, wie die Herren Antragsteller so leicht über die Konsequenzen des Antrages für die andren Erwerbszweige hinweggehen konnten.( Sehr richtig! links.) Damit schließt die Diskussion. In seinem Schlußwort bemerkt ( Kommissare und nach ihnen Minister Budde betreten wieder den Saal.) Es folgt die Beratung der Sekundärbahn- Borlage. Präsident Fürst zu Wied teilt mit, daß das Gesez betr. die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst vom Abgeordnetenhause zurückgekommen sei, das im§ 4 die Annahme der Regierungsreferendare durch die Minister des Innern und der Finanzen wiederhergestellt habe. Eine weitere Beratung des Gesetzes sei nur angängig, wenn fein Widerspruch erfolgt. Oberbürgermeister von Görlig Büchtemann erhebt Einspruch gegen die Weiterberatung. Wir haben keinen Anlaß, das Gesetz abzulehnen, wollen aber festhalten an der vor wenigen Tagen mit großer Majorität beschlossenen Fassung. Minister des Innern Frhr. v. Hammerstein: Ich lege auf die weitere Durchberatung des Gefeßentwurfs infolge der heutigen BeDas Gesez kommt also nicht zur Erledigung. Der Präsident teilt mit, daß um 4 1hr eine gemeinschaftliche Schlußfizung beider Häuser des Landtages stattfindet. Abgeordnetenhaus. 66. Sigung vom Freitag, 1. Mai, 11 Uhr. Am Ministertische Frhr. v. Hammerstein. dieser Tiefstand der Preise heute sein angesichts der inzwischen Bei den Wahlen wird so viel und so blödsinnig gelogen, daß eingetretenen enormen Belaftung der deutschen Landwirtschaft durch man an der Intelligenz des deutschen Volkes verzweifeln könnte, die sociale Gesetzgebung angesichts der toloffalen Steigerung der wenn man weiß, daß es doch noch Leute giebt, die diese niederträchtigen Löhne für die Landarbeiter, angesichts der Abwanderung unfrer Lügen glauben.( Sehr richtig!) Unser Antrag wird uns bei den tüchtigsten Arbeitskräfte, die auf Kosten der ländlichen Gemeinden Wahlen viel mehr nüßen als die Reden der Herren Vorreder. Die groß gezogen worden sind.( Sehr richtig!) Die Caprivische Handels- Bekämpfung dieses Antrages wird lediglich dem Bunde der vertrags- Bolitit ist von geradezu vernichtender Wirkung für die Landwirte zu gute tommen.( Sehr richtig!) Das Aus- schlüsse des Abgeordnetenhauses teinen Wert. deutsche Landwirtschaft getvesen. Wenn die verbündeten Regierungen noch land, meinte der Herr Vorredner, wisse genau, was die Das hat es vielleicht vor dasselbe Verständnis für die Notlage der Landwirtschaft haben wie Regierung wolle. Weihnachten 1887, woran nicht zu zweifeln ist, dann dürfen sie feinen Augenblick gewußt, als wir den Antrag Kardorff mit Müh und Not länger zögern, um die Landwirtschaft aus dieser unhaltbaren durchgebracht hatten. Aber was nach der Zeit erfolgt ist, die Präsident Fürst zu Wied schließt die Sigung um 344 Uhr mit Situation herauszuziehen.( Bravo!) Die deutsche Landwirtschaft Begünstigung solcher Parteien, die alles weniger als für den Antrag dem üblichen Kaiserhoch und der Mitteilung, daß das Provisorium hat nach einer jüngst publizierten Berechnung mit 14 Broz, des Kardorff gewirkt hatten, hat das Ausland auch bemerkt und es wird der Tagungen in dem alten Hause ein Ende habe. Das neue GeWertes ihres gesamten Grund und Bodens die Caprivische Handels- daraus seine Schlüsse ziehen bei den Verhandlungen. Wenn wir bäude sei so praktisch und schön eingerichtet, daß der Abschied aus vertrags- Politik bezahlt. Hunderte von tüchtigen und fleißigen Land- einen derartigen Antrag mit großer Majorität annehmen, so stärken diesem Hause nicht besonders schwer falle. Er wünsche, daß der Geift, der das Herrenhaus immer beseelt habe, der Geist möglichster wirten sind durch die Capribische Politik um ihr Vermögen gebracht wir damit die Position der Regierung.( Sehr richtig!) und von Haus und Hof getrieben worden.( Sehr richtig!) Deshalb Die Position der Regierung muß gestärkt werden, selbst wenn Objektivität und Parteilosigkeit auch in das neue Gebäude übergehen rechnen die Landwirte mit jedem Tag, um aus diefer Mifere sie auf unsre Anregung, die Handelsverträge sofort zu fündigen, werde.( Bravo!) Herauszukommen. Nach den vielfachen Erklärungen der Regierung nicht eingehen sollte. Auf Grund unfres Antrages fann sie aber waren wir berechtigt zu erwarten, daß mit Rücksicht auf die wirt- den Kontrahenten sagen: feht, die Produzenten dringen immer schaftlichen Interessen der Landwirtschaft die Kündigung der Handels- stärker auf uns ein, schärfere Maßnahmen zu erreichen. Wenn nun verträge vor dem 1. Januar d. J. erfolgen würde. Das ist leider gesagt wird, die Regierung will ja gar nicht gestärkt werden, so ernicht geschehen. widere ich: Ein guter Patriot muß die Regierung unterstützen, selbst Auf der Tagesordnung stehen zunächst Petitionen, welche von Wir find leine Gegner langfristiger Handelsverträge, aber wir wenn sie diese Unterstützung nicht haben will.( Heiterkeit und Beifall.) der Kommission für nicht geeignet zur Erörterung im Plenum er= wünschen nur solche Verträge, die der JIndustrie, der Landwirtschaft Man hat uns gesagt, es ist eine Thorheit mit diesem Antrag achtet sind. Darunter befindet sich eine Mitteilung des Herausund allen Kleineren Gewerben gleichmäßig nüßen und uns wieder zu kommen, da die Regierung schwerlich antworten wird. Wenn gebers der Deutschen Zeitung" Dr. Lange betreffend eine Eingabe einer nationalen Wirtschaftspolitik zuführen. Stabile wirtschaftliche wir aber noch im Zweifel gewesen wären, so find wir geradezu veran den Bundesrat gegen die Aufhebung des§ 2 des JesuitenZustände werden und können wir nur erreichen durch neue pflichtet worden, diesen Antrag hier einzubringen nach der Art und gesekes. Tarifverträge mit allen maßgebenden Ländern, und der Wunsch Weise, wie die Regierung die Interpellation der Konservativen im der nationalen Produktion, den Abschluß solcher Verträge möglichst Reichstage behandelt hat.( Sehr richtig!) In ähnlicher Richtung hat auch beschleunigt zu sehen, ist berechtigt. Die Interessen der Industrie das Verhalten der Regierung im preußischen Abgeordnetenhause am und Landwirtschaft sind vollkommen solidarisch, folange wir eine 2. Juni 1902 gewirkt. Und daß die Regierung heute nicht anwirklich nationale Wirtschaftspolitik treiben. Die leitenden Gefichts- wefend ist, liegt in derselben Richtung. Ich hätte einmal sehen punkte einer solchen Bolitit hat der Reichskanzler im Reichstage mögen, wenn eine solche Interpellation im Reichstage von der SocialEs folgt die Beratung des vom Herrenhause abgeänderten überaus flar und zutreffend auseinandergesetzt. Beim Bolltarif hat demokratie eingebracht worden wäre: ich bin fest überzeugt, fie wäre Gefeßentwurfs betr. die Vorbereitung zum höheren Verwaltungsder Reichskanzler das erreicht, was er gewollt hat, denn der Tarif von der Regierung beantwortet worden.( Lebhafte Bustimmung.) dienst. ist im wesentlichen unverändert aus den Beratungen des Reichstages Wie agrarisch haben die Reichskanzler Caprivi, Hohenlohe und In der Generaldebatte nimmt das Wort hervorgegangen. Wir haben in dem neuen Zolltarif die beste Waffe Graf Bülow immer in der ersten Zeit ihres Amtes bei uns ge= Abg. Friken( C.): Meine politischen Freunde haben sich entim Kampf um die Handelsverträge, nun muß von dieser Waffe fprochen. Wenn das Ausland aber sieht, daß der Wind immer mehr schloffen, die Fassung des Herrenhauses nicht anzunehmen, sondern aber auch Gebrauch gemacht werden, und zwar thunlichst bald. Die abflaut, dann wird es seine Maßnahmen nicht nach den Momenten die von uns in der britten Lesung angenommene Faffung aufrecht gegenwärtigen Handelsverträge wirken zu Gunsten des Auslandes und einer starken agrarischen Strömung treffen, sondern nach den zu erhalten. Wir wissen, daß das Gesetz nun scheitern wird, aber zu Ungunsten Deutschlands. Man hat dabei den bewährten Grundfaz Momenten, die dem Ausland opportun erscheinen. Bei solchen Ver- unser Entschluß ist uns um so leichter geworden, da das Zustandedes Fürsten Bismard, daß politische und wirtschaftliche Dinge streng hältnissen blühen in erster Linie die Geschäfte der Social kommen des Gefezes von keiner großen Bedeutung ist. auseinandergehalten werden müffen, nicht im Auge behalten. Die demokratie.( Lebhafte Buftimmung.) Sowie Unzufriedenheit bei Situation würde sich aber sehr bald zu Gunsten Deutschlands ändern, irgend einer Bevölkerungsschicht entsteht, wird die SocialMinister des Innern Freiherr v. Hammerstein: wenn es sich entschlösse, die Handelsverträge zu fündigen. demokratie immer den meisten Nugen daraus schöpfen. Es ist des- Ich bedauere die Erklärung des Vorrebners auf das lebhafteste. Wenn du den Frieden willst, riste den Strieg! Ich bin fein Freund halb Pflicht der Regierung, möglichst bald Beruhigung im Lande zu Was ich befürchtet habe, ist eingetreten. Ich weiß, daß die Bevon Bollfriegen, schon um nicht die Industrie, diese bedeutende schaffen. Beruhigung fann aber nur dann geschaffen werden, wenn schlüsse dieses Hauses auf Fraktionsbeschlüssen beruhen. Ich mache Konsumentin agrarischer Produkte, zu schädigen. Deutschland ist fast die Regierung fish entschließt, die Handelsverträge zu kündigen. Das aber darauf aufmerksam, daß gestern beide Fraktionen bes eine gegen der ganzen Welt gegenüber einer der besten Käufer, dem das Aus- wesentliche Fundament der Landwirtschaft ist der Getreidebau. Aber Herrenhauses Minorität Abg. v. Eynern( natl.) beantragt, diese Petition fitr geeignet zur Erörterung zu erklären. Der Antrag wird genügend unterstützt. Präs. v. Kröcher: Die Petition wird später auf die Tagesordnung gesetzt werden.( Heiterkeit.) ganz verschwindende bie Wiederherstellung der Regierungsvorlage beschlossen haben. Präsident v. Kröcher schlägt mitten in der Beratung vor, die Verfolgung dem Kommandeur des Kaiser Alexander Garde Ich hoffe, daß dieser einmütige Beschluß auch hier seine Verhandlungen jetzt abzubrechen und die Sigung zu vertagen, da Grenadier- Regiments, Herrn Oberst v. Spitz, überwiesen. Des Wirkung nicht verfehlen wird. Vielleicht ist eine Einigung der Saal für die gemeinschaftliche Schlußfitung gereinigt werden Vorfall hat bei den Anwohnern der Sieboldstraße umst möglich auf Grund des Antrags v. Savigny in der zweiten müsse. größeres Aergernis hervorgerufen, als nach Behauptunger. Lesung, worin den abgelehnten Petenten ein ausdrückliches In einer längeren Geschäftsordnungs- Debatte wird allseitig dem von Zeugen Zeugen schon öfter Beschwerderecht gegeben wurde, von jener Stelle her oder vielleicht auf Grund Bedauern Ausdruck gegeben, daß die Petitionen, der Ausfluß des auf Hunde und Kazen geschossen und vor einiger Zeit eines Zusages in dem Sinne, daß in dem Gesetz aus wichtigsten Rechtes der Staatsbürger, nicht sämtlich noch zur Ver- auch ein Hund in dieser Weise getötet worden sein soll. Der drücklich bei§ 4 festgelegt wird, daß die beteiligten Minister alle handlung kommen konnten. übereifrige Jäger dürfte voraussichtlich wegen Tierquälerei, SachAnordnungen zu treffen hätten, um genau festzustellen, nach welchen Der Vertagungsantrag wird angenommen. beschädigung und Schießens auf verbotenem Terrain unter Anklage Grundsätzen die Ernennung der Regierungsreferendare zu erfolgen Abg. Fritzen( C.) spricht namens des Hauses dem Präsidenten kommen. Seine Ermittelung dürfte um so leichter sein, als ein hat. Wird ein solcher Antrag nicht gestellt, so muß das Gefeß als v. Kröcher den Dank für die umsichtige und unparteiische Geschäfts- Offiziersbursche sich dahin geäußert, daß er wisse, wer den Schuß gescheitert angesehen werden, was ich sehr bedauern würde.( Bei- führung aus. abgegeben. Der Bursche, der allerdings später diese Behauptung fall rechts.) Präsident v. Kröcher schließt seine Ansprache mit den Worten: wieder zurückzog, ist als Zeuge angegeben und wird infolgedessen Auf Wiedersehen meine Herren, wenn nicht in diesem Hause, so viel- eidesstattlich vernommen werden. leicht an einem andern Orte.( Große Heiterkeit.) Abg. v. Tiedemann( ft.) erklärt, seine Freunde würden für die Fassung des Herrenhauses eintreten. Abg. Peltasohn( frs. Vg.): Es liegt kein Anlaß vor, unfre Stellungnahme irgendwie zu ändern. Wir werden in der dritten Lesung gegen die Regierungsvorlage stimmen. Abg. Frhr. v. Zedliz- Neukirch( ft.) spricht sich für die Herrenhausfaffung aus. Er beantragt, die Sigung auf eine Stunde zu vertagen, um in einer Kommission Vermittelungsvorschläge zu machen. Abg. Frhr. v. Richthofen( t.): Meine politischen Freunde werden für die Fassung des Herrenhauses stimmen. Sollte diese hier nicht angenommen werden, so würden wir gegen das ganze Gesez stimmen. Abg. Keruth( frf. Vp.): Meine politischen Freunde werden wie bei der dritten Lesung gegen die Regierungsvorlage stimmen. Abg. Dr. Friedberg( natl.): Der Herr Minister hat darauf hingewiesen, daß selbst die Liberalen im Herrenhause sich gegen die von uns beschlossene Fassung ausgesprochen haben. Demgegenüber möchte ich darauf aufmerksam machen, daß die Linke im Herrenhause eine Resolution beantragt hat, die auch angenommen ist und die für das nächste Jahr einen neuen Gesezentwurf verlangt. Damit hat die Linke bekundet, daß der gegenwärtige Gesezentwurf nicht genügt. Das ist auch unsre Ansicht.( Beifall links.) Abg. Fritzen( C.): Eine große Partei dieses Hauses wünscht die Sigung auf eine Stunde zu vertagen, um dann in eine ernente Prüfung der Sache einzutreten. Würde Herr v. Zedliz diesen Antrag aufrecht erhalten, so würden wir für denselben stimmen. Ich glaube nicht, daß auf Grund von Vermittelungsvorschlägen irgendwie eine Einigung zu erzielen ist. Derartige Vermittelungsvorschläge haben meinen politischen Freunden bereits vorgelegen; wir haben dieselben aber nicht acceptieren können. Abg. Frhr. v. Zedlik( ft.) zieht nach dieser Erklärung seinen Antrag zurück. Damit schließt die Generaldiskussion. Schluß 2 Uhr. Um 4 Uhr findet die Schlußsizung statt. 0 Gemeinschaftliche Schlußfihung Zusammenstoß. In der Warschauerstraße, Ecke der Borhagenerstraße ereignete sich vorgestern, am 30. April, abends, unter ungeheurem Menschenauflauf folgender Vorfall: Der Motorwagen Nr. 3 der Linie Central- Viehhof- Warschauerbrücke überrannte gestern beider Häuser am Freitag, 1. Mai, 4 Uhr. abend um die zehnte Stunde den mit Rindervierteln beladenen Wagen eines Schlächtermeisters aus der Prinzenstraße. Trotzdem der Wagen Am Ministertisch: Schönstedt, Dr. Stud t, Frhr. v. Rhein- umgestürzt wurde und zerbrach kamen die beiderseitigen Führer baben, Frhr. v. Hammerstein, Möller, Budde. sowie das Pferd mit heiler Haut davon. Das Fleisch, das auf der Präsident Fürst zu Wied eröffnet die Sitzung.. Straße umber lag, wurde aufgestapelt, bis ein neuer Wagen zur Justizminister Dr. Schönstedt: Ich habe dem Hause eine aller- Stelle geholt wurde. Um 11 Uhr war die Sache beendet. höchste Botschaft mitzuteilen.( Die Mitglieder erheben sich von den Sizen.) Die Botschaft lautet: Wir Wilhelm, von Gottes Verschwunden ist seit 14 Tagen die 37 Jahre alte Schneiderin Gnaden König von Preußen thun fund und fügen hiermit zu wissen, daß wir unsern Staatsminister Dr. Schönstedt beauftragt haben, die gegenwärtigen Sigungen beider Häuser unsrer Monarchie am 1. Mai d. J. in unserm Namen zu schließen. Gegeben Bückeburg, den 29. April 1903. Wilhelm, gegengezeichnet vom föniglichen Staatsministerium." Jch übergebe die Urkunde dem Herrn Präsidenten. Auf Grund der mir erteilten allerhöchsten Ermächtigung erkläre des Landtags für geschlossen. hierdurch im Namen seiner Majestät des Königs die Sigungen Schluß 4 Uhr 20 Minuten. ich Lokales. Pauline Seifert aus der Gerichtstr. 6 mit ihrem sechs Jahre alten Sohn Paul. Zur Verwunderung der Hausgenossen erschien gestern ein Vertreter der Schuldeputation, um sich zu erkundigen, weshalb der Knabe schon seit dem 15. v. M. die Schule nicht mehr besucht habe. Erst jetzt fiel es den Leuten ein, daß sie die Schneiderin, die mit ihrem Sohne eine Stube bewohnte, schon lange nicht mehr gesehen hatten. Man fah nun in der Wohnung nach und fand, daß die Inhaberin alle ihre Sachen zurückgelassen hat. Was aus ihr und dem Knaben geworden ist, weiß niemand. Bermutet wird, daß die Mutter freiwillig in den Tod gegangen ist und ihren Sohn mitgenommen hat. Selbstmord in einem Stadtbahnzug verübte am Donnerstagabend ein etwa 35-40 Jahre alter Mann, der anscheinend aus Mühlhausen in Thüringen stammit. Als der Stadtbahnzug um 5 Uhr 7 Minuten in Potsdam eintraf bot sich beim Deffnen eines Abteils III. Klasse Gemeingefährliche Schießübungen werden von den Schießständen ein schrecklicher Anblick dar. Blutüberströmt lag ein Mann, der anin der Hafenheide aus vorgenommen. Vorgestern morgen gegen scheinend den besseren Ständen angehörte, tot auf dem Fußboden, 8 Uhr tummelte fich in den Promenadenwegen, welche die katholische während an der Decke des Wagens einzelne Teile des Gehirns Garnisonkirche in der Sieboldstraße umgeben, ein dem Kaufmann flebten. Mit einer Doppelflinte hatte sich derselbe kurz vor der AnIn der Specialdebatte zu§ 4 wird das Wort nicht verlangt. 3., Urbanstr. 185, gehöriger Hund, der Forterrier Rasse angehörig, kunft des Zuges in den Mund geschossen und dadurch den Schädel Abg. Dr. Friedberg( natt.) beantragt,§ 4 in der Faffung des als plößlich aus einem Fenster eines der Beamtenhäuser der an zwei Stellen zum Bersten gebracht. Ein Lauf des Gewehrs Abgeordnetenhauses wiederherzustellen, wonach die Annahme der Militär- Schießstände in der Hafenheide ein Schrotschuß fiel und die war noch geladen, auch wurden noch 6 Patronen bei dem SelbstReferendare durch die Minister des Innern und der Finanzen zu volle Ladung drang dem Tier aus einer Entfernung von etwa mörder gefunden, dagegen tein Pfennig Geld. Der Selbstmörder erfolgen hat. 20 Metern in die rechte Seite. Vor Schmerzen Heulend ist ein Kaufmann Franz Krebs, wohnhaft in Schöneberg, Cheruskerbrach der Hund zusammen. Das Fell ähnelte einem Sieb straße 10, welcher Mitinhaber der Celluloidwaren- und Stockfabrik und einzelne Schrotkörner waren fogar durch den Körper von Schönfeldt u. Co. in Berlin, Alexandrinenstr. 95/96 ist. Derselbe hindurchgedrungen und auf der andren Seite wieder heraus- war mit der Tochter des Lederwarenfabrikanten Kloeberg in Mühlgetreten. Die Schuß Affaire war von einer in der Siebold hausen in Th., von dem man einen Brief bei ihm vorfand, verstraße 3 wohnenden Frau H. beobachtet worden, welche auch gesehen heiratet. Näheren Aufschluß über die Motive zu dem Selbstmord hatte, aus welchem Fenster die Schrotladung abgefeuert worden dürfte der Brief geben, den Krebs kurz vor seinem Tode an seinen war. Das betreffende Wärterhäuschen wird von dem Scheiben- Bruder in Zehlendorf gerichtet hat. Krebs soll in geregelten Vermeister des Kaiser Alexander Garde Grenadier- Regiments, dem hältnissen gelebt haben. Sergeanten Selle bewohnt. Die Angelegenheit ist zur weiteren Auf Antrag v. Heydebrand( f.) ist die Abstimmung über Antrag Friedberg eine namentliche. den Der Antrag Friedberg wird mit 164 gegen 130 Stimmen an genommen. Der Rest des Gesetzes wird debattelos angenommen. In der Gesamtabstimmung wird der Gesetzentwurf gegen die Stimmen der beiden konservativen Parteien angenommen. Es folgen Petitionen. 7. Ziehung 4.Klaffé 208. Kgl. Preuß. Lotterie.| 743[ 5001 824 27 58 115016 163 90[ 1000] 276 395 Biebung vom 1. Mai 1903, vormittags. Nur die Gewinne über 232 Mt. find den betreffender Nummern in Miammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdrud verboten. 174 313 45 442 54 98 565 619 78 765 97 922 1246 370[ 500 535 935 2006 47 56 176 858 917 91 3003 164 445[ 500 552 91 692 712 40 4027[ 500] 312 29 97 487 604 754 916 5078[ 1000] 266 400 7 29[ 1000] 37 658 704 6045 151[ 3000] 223 319 548 87 628 7090[ 500] 279 98 424 918 26 73 88 8245 465 531 626 726 823 9266 436 37[ 500] 666 890 10149 88 95 673 711 905 81 11069 135 211 94 373 484 588 613 872 926 12087 142 51 445 48 69 694 891 92 113024 107 85 292[ 500] 402 74 665 805 85 918 48 14001 46 58 111[ 500] 96 400 27 514 50 645 96[ 3000] 752 879 915 15040 41 213 326 54 97 549 747 870 78 16100 43 49[ 3000] 214 23 363 474 553 88 708 21 826 17130 361 69 460 591 651 787 879[ 500] 18020 291 593 650 844 941 82 19025 37 57 145[ 5001 219 44 59 406 518 50 613 715 58 85 812 900 20039 179 319 33 82 631 757 83 904 77 21364 464 95[ 500] 549 75 835 47 22062 81[ 500] 217 45 55 315 443 508 70 97[ 1000] 782 252 979 23801 30 900 76 24196 288 332 498 796 936 25005 182 223 373[ 1000] 463 552 77 647 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Biebung 4. Mlaffe 208. Kgl. Preuß. Lotterie.| 111220 95 472 506 659 937 112007 133 316 546 Blehung vom 1. Mai 1903, xachmittags. Nur die wewinne über 232 Mt. find den betreffenden Summern in Alammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Rachbruc verboten. 81 205 317[ 500] 589 670 703 856 67 1272 360 432[ 1000] 64 679 706[ 500] 953 2077[ 500] 137 261 404 1500] 11 88 637 809 965[ 500] 3100[ 3000] 203 16 38[ 1000) 340 54 503 46 55 72 793[ 500) 944 4134[ 500] 63 76 577 88 680 82 91 766 71 941 53 5250 562 701 889 919 6031 208 599 981 7003 70 243 336 487 543 617 87 838 58 8047 49 92 581 617 84 826 74 9135 [ 1000] 39[ 10001 96 245 636 72 714 853 60 946 71 10045 176 255 64 336 473 82 543 736 89 824 44 11321[ 500] 60 456 539 777 885 955 12174[ 1000] 628 72 81 95 874[ 3000] 904 18 55 93 13002[ 5001 343 460 521 28 650 751 938[ 500] 69 14104 23 1500] 475 94 823 26 27 53 971[ 500] 15019 58 139 88 388 648 804 12 39 16013 124 78 15001 93[ 1000] 257[ 500] 437 656 940 17286 306 57 428 563 639[ 5001 733 876 938 18121 277 95 317 552 607 75 99 725 53 80 955 19204 25 70 93 403 585 726 883 20174 253 483 547 991 21020 36 230 91[ 500] 368 459 852 974 79 92 22053 108[ 3000] 213 390 429 68 776 855( 500) 948 23030 57 158 90 209 36 406 539 49 81 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983 98067 317 57 473 576 657[ 5001 99 767[ 5001 870 15001 979 99074 202 304 774 15801 94 919 71 100059 311 14[ 3000] 468 92 547 52 73 634 815 56 982 101127 283 403 31 629 906 34 87 102009 10 103[ 5001 92 456 60 72 522 706 997 103120 273 394 99 522 46 59 744 56 75 835 907 23[ 30001 104026 483 710 15001 828 105024 67 297 324 64 428 556 86[ 5001 91 825 962 106266 384 509 15001 965 107010 95 208 312 39 48 81 95 608 724 108015 210 28 58 479 630 37 52 945 109019 264 318 58 59 79 511 742 834 900 10( 5001 110164 216 408 31 576 89 645 720 884 88 967 76 668 731 971 113280 304 744 803 83 951 114006 28 121 99 319 20 96 451 09 500 720 959 115117 94 732 627 50 76[ 500] 116165 304 18 507. 653 725 29 832 921 117021 49 280 329 67 557 88 654 92 777 971 118082 339[ 3000] 695 847 68 91 119098 265 423 545 901 41 120160 319 401 799 121108 430 43 86 530 644 908 26 61 122069 110001 83 273 334 460 523 50 99 [ 1000] 671 72[ 3000] 721 28 123012 39 189 353 415 510 678 86 735 70 81 98 861 932 124156[ 10001 222 35 90 419 78 579 625 720 32 852 125109 51 342 456 505 066 022 126203 33 35 124 515 71 649 910 127072 114 50 15001 459 86 87 895 128116 264 312 619 717 848 84 129011 109 267 564 93 653 787 998 130687 970 131117 51 30C 86 420 63 551 62 625 94 777 998 132003 95 196 282 365 466 79 561 792 921 133202 95 867 134016 15001 482 1000] 916 135075 246 548 136002 86 672[ 5001 87 701 18 [ 30001 74 97 838 64 137010 99 276 130001 333 56 507 617 753 50 829 89 138052[ 500] 139 471 546 49 99 883 906 15[ 500: 45 49 139059 96 189 324 433 584 140033 76 207 356 423 871 923 54 61 141252 417 523 15001 31 739 806 908 36 142075 107 436 96 566 97 668 92 802 948[ 5001 143125 34 40 307 503 705 25 31 917 144003 193 242 619 63 889 960 72 145053[ 30001 108 20 243 80 83 452 15001 60 93 579 854 69 87 97 961 146184 397 425 75 633 38 75 204 8 147238 338 476 560 855 65 913 18[ 30001 148019 86 450 56 57 775 903 7 149062[ 30001 68 70 184 270 473 650 58 90[ 5001 770 78 835 70 84 960 150299 334 47 401 721 802 87 943 151038 314 455 566 788 950 58 152136 284 90 447 554 611 915 45 153222 471[ 3000] 84 594 767 862 919 154104 17 32 428 75 79[ 5001 622 57 927 155173 306 448 93 730 75[ 30001 937 156191 322 401 20 52 542 88 640 44 58 734 36 157070 90 258 304 455 690 841 989 158149 51 87 268[ 500 77 361 423 75 565[ 5001 650 748 159166 397 588 870 924[ 500] 160069 201 77 378 479 530 88 606 948 161150 444 15001 744 937[ 10001 162013 98 380[ 5001 575 631 40 60 774 163058 119 200 81[ 5000 433 81 510 59 627 30 895 990 164133 34 60 809 165062 113 49 247 410 71 521 96 644 88 752 831 33 46 57 95 916 34 166102 82 372 523 739 167012 202 17 74 78 362 97 504 618 922 168076 82 113 599 722 70 825 80 169074 177 225 418 26 38 884 170140 80 88 248 390 435 738 830 909 171489 172014 65 103 70 359 425 580 656 82 975 77 173161 286 458 572 670 72 95 174150 619 39 944 175107 65 348 76 560 683 855 62 176067 341 469 801 13 72 177017 240 346 598 873 927 178151 365 83 98 619 36 805 20 33 179055 96 139 78 296 304 42 96 777 180024 103 83 237 343 610[ 1000] 53 709 181024 46 115 224 4209 38 70 87 615 963 80[ 500] 182067 235 400 528 82 628 749 874 183109 84 203 40 63 507 655 704 860 184053 441 91 535 88 611 888 185017 56 396 402 676 743 186010 62 92 155 372 505 601 860 999 187057 119 31 263 343 433 555 637 851 188129 560 99 624 60 63 859 189234 93 469 610 97 842 190056 184 305 43 424 87 510 35 739 191023 65 140 201 315 615 77 707 46 840 192013 54 170 88 235 [ 1000] 319 411[ 500] 569 765 817 82 98 193002 5 103 295 442 509 13 671 77 708 45 88 827 194149 301 723 71 76 896 15001 960 95 195068 127 40 42 257 89 317 400 28 87 93 555 613 51 709 81 879 196014[ 1000 39 56 64 73 216 920 197027 192[ 500] 336 710[ 1000] 198066 635 38 801 7 53 927 199046 120 52 297 98 410 602 743 81 98 805 969 200085 166 71 410 520[ 1000] 78 748 931 201021 155 65 211 448 528 56[ 3000] 615( 3000) 92 709 802 920 40 10001 72 202056 160 73 232 61 78 310 26 443 590 639 95 700 40 877 965[ 500] 203065[ 3000] 224 509 44 73 78[ 3000] 91 603 736 982 204016 240 47 539 67 629 723 855 959 205013 652 791 206137 48 201 25 331 436 712 31 925 91 207066 148 308 420 747 64 208125 30 41[ 1000] 537 79 87 628[ 500] 759 803 209020 55 65 520 1500] 776 822 210001 101 221 74 500 95 631-58 833 60[ 3000] 73 [ 3000] 966 211285 440 549 82[ 1000] 88 679 801 16 87 212005 33 363 683 762 818 990 213025 27 67 257 310 79 478 031 84 733 985 214060 67 1500] 79 475 525 823 150001 35 915 215032 37 49 74( 500) 368 408 27 537 623 833 216097 300 77 560 712 20 44 75 882 905 217101 37 75 445 594 940 55 218078-88 110 57 77 391 406 25 54 506 37 62 64 664 743 861 66 901 79 219048 125 41 86 206 28 1500] 30 45 88 308 20 49 859 995 220044 45 174 269 86 348 684 859 221030 105 96 217 370 408 9 20 23 506 12 612[ 500] 701 801 968 76 222107 803 41 961 80 223237 58 63 604 739 850 92 224001 13 54 85 192 260 306 18( 1000) 21 52 505( 1000) 629 34 719 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn au 500 000 Mart, 2 au 200( 00 R., 2 81 150 000 r., 2 3 75 000 1 5000 W, 6 zu 30 000 D., 13 3 15 000 T., 26 3 10 000 02., 51 31 5000 Mt.. 759 zu 3000 t., 1022 au 1000 M 1947 u 500 Mr. Berichtigung: In der Lifte vom 30. April nagmitinge( fes 169 791 fteft 169 761. Goldene Medaille Berlin 1896. Im Eisen ist etwas Göttliches enthalten. Gesetzlich geschützt!) Dr. Boerhave. Broschüre gratis und franco. Goldene Medaille Faris 1900. Der von mir seit Jahren hergestellte, gegen die verschiedenartigsten Krankheiten mit bestem, oft auffallendem Erfolge angewendete, dazu sehr billige Nur aus gesundem Blute entsteht ein gesunder Körper. ,, Berliner Stahlbrunnen" ( Ersatz tür Badereise. hat vor den aus den Badeorten versandten Brunnen den Vorzug, daß er das Eisen nicht als Oryd( Oder) ausscheidet, wie diese, sondern dasselbe dauernd unverändert als das leicht verdauliche und am leichtesten affimilirbare Eisenoxydul gelöst und wirksam behält; außerdem auch frei ist von den Verunreinigungen der natürlichen Brunnen( Gips, Thonerde, Kieselsäure) und ist besonders allen denjenigen Leidenden zu empfehlen, welchen es nicht möglich ist, eine Kur im Badeorte an der Quelle vorzunehmen. " Der Berliner Stahlbrunnen" ist so präparirt, daß er auf die weiteften Entfernungen versandt werden kann, ohne dem Verderben zu unterliegen oder an Wirkung zu verlieren. Die vielseitig günstige Wirkung des ,, Berliner Stahlbrunnen" beruht darauf, daß derselbe besten Appetit erzeugt, den Stoffwechsel, die Verdauung und den Stuhlgang fördert, die Verwerthung der Speisen verbessert, mit feinem reichen Eisengehalte die Blutbildung mehrt, das Blut selbst verbeffert und dies bei seiner steten Circulation den leidenden Organen gesunde Zufuhr bringt, wodurch dieselben allmählich regenerirt, gesund werden. äche, Kopf Aus diesem Grunde bewährt sich derselbe ganz besonders gegen Blutarmuth, Bleichsucht, Nervenleiden aller Art, Schwäche, Ropfschmerz, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Magens, Leber, Gallenstein, Nieren, Darms und Blasenleiden selbst allerschwerster Art, Abmagerung, Hals-, Rehlkopf- und Luftröhren- Verschleimung, Rheumatismus, Gicht, Ischias, Scropheln, Drüsenanschwellungen, leichten Lungenkatarrh, Athembeschwerden( Asthma), Schlaflosigkeit, Nasenbluten, Lähmungen, Rückenmarksleiden, un reines Blut, Flechten, Fettleibigkeit, Herzverfettuna, Sterilität, Unterleibsleiden aller Art, Leiden der Wechseljahre, Hysterie, Hypochondrie, Epilepsie, Menstruationsstörung, Schwächezustände, Schwäche nach Malariafieber, Herenschutz. Die Trinktur fann jederzcit, auch im Winter, ohne Berufsstörung, ohne strenge Diät und ohne besondere Brunnenpromenade vorgenommen werden. Mittheilungen über gute, beste, vorzügliche Wirkung gehen täglich ein mit Nachbestellung selbst aus hochadligen Kreisen. Preis für Berlin: Füllung von 30 Ft. Mt. 10 prän.( abonnementsweise). Fortschung im Anschluß Mk. 8. Für 2 Personen in einer Familie 60 Ft. Mk. 18. Fortsetzung im Anschluß Mt. 15. Zustellung der Flaschen einzeln stets frisch präparirt frei ins Haus, volle Flasche hin, lecre zurück. Nach den Vororten liefere zu demselben Preise frei Haus gleich 30 Fl. zuzüglich 10 Pf. Pfand pro Flasche. Nach auswärts Rifte mit 30 Flaschen frei zur Bahn Mf. 15,-, 2 Kisten zugleich Mt. 28,-, gegen Einsendung oder Nachnahme des Betrages. Bei Fortsetzung im Anschluß 1 Kiste Mf. 13,-. Riste und Flaschen, frankirt zurückgesandt, werden mit Mt. 4, angenommen. A. W. Kumbier, approbirter vereidigter Apotheker, Berlin NW., Marienstr. 30. Den Chemikern aber Geehrter Herr Aumbier! Avis au lecteur. Sehr geehrter Herr Kumbier! Schon vor 150 Jahren schrieb Friedrich der Grosse. mit Bezug auf neue Es drängt mich, Ihnen zu sagen, welche guten Erfolge ich durch den Gebrauch Jm vor. Jahre litt meine 20 jährige Tochter an hochgradiger Blutarmuth und Bleichsucht; sie war sehr blass, fühlte sich stets müde, matt, hatte Seilbräparate an den Grafen Algarotti:„ Die Chemiter erfinden deraleichen; wenn Ihres Stablbrunnens gehabt habe. fie zuerst erscheinen, hat man starten Glauben daran, die Freude währt aber nicht Ich litt seit 4 Jahren an nervösen Krankheitserscheinungen schwerster schlechton Appetit, schlechte Verdauung, keinen erquickenden Schlaf, war Sie hat dann 30 Fl. von Ihrem lange. Diese Worte des an der Gicht leidenden großen Rönigs haben auch jeßt ihre Art, hauptsächlich Magen- und Unterleibsbeschwerden; ich habe jahrelang nur stets verdrlesslich und sehr nervös- reizbar. Stahlbrunnen getrunten, der ihr ausserordentlich gut be Bedeutung noch nicht verloren, wo täglich neue Mittel" auftauchen.- Mineralbrunnen von flüssiger Nahrung gelebt, die Aufnahme von fester Eveise wurde mir zur Berliner ist. Der Appetit besserte sich, die Verdauung regelte aber find, weil sie sich stets bewähren, fchon seit fast 2000 Jahren als Heilmittel an- Unmöglichkeit durch unüberwindlichen Widerwillen und nachfolgenoe Schmerzen kommen sie bekam ein gesundes, frisches Aussehen, gewann wieder gewendet, denn schon im 1. Jahrhundert n. Chr. fannten und gebrauchten die Römer und Beklemmungen. Die Folge davon war, dass ich gänzlich abgemagert war sich, bie Quellen von Aachen, und zur Seit Karls des Grossen( um 800 n. Chr.) batten und mich so schwach fühlte, dast ich mich nur mit Mühe aufrecht erhalten Kraft, Rührigkeit und Arbeitslust, fühlte sich im Ganzen sehr wohl und die Heilquellen von Ems, Wiesbaden und andern Drien der Rheingegend weitbin konnte und im Freien nur mit zitternden Knieen eine ganz kurze Strecke an Stelle der nervösen Reizbarkeit trat heitere Gemüthsstimmung bis zur einen guten Ruf, und der bereits viele Millionen Flaschen jährlich umfassende Confum gehen konnte. Mehrere Aerzte, darunter 2 Epecialärzte für Magen- und Darm- Ausgelassenheit, so dass sich alle ihre Bekannten wanderten über die Versteigt noch von Jahr zu Jahr. Da ich so die es bei dem frankheiten, erklärten mein Leiden ir nervöses Magenleiden, aber alle dagegen änderung; auch an Gewicht hatte sie 8 Pfand zugenommen. ist heutigen Stande der Wissenschaft nicht nur möglich, die natürlichen angewandten Mittel halfen nicht den Rath, recht träftig und viel zu enen, gute Wirkung Ihres Stahlbrunnens selbst beobachtet habe, so will ich und meine Quellen genau zu analysiren, sondern anch nachzubilden und Mineral- fornie ich nicht beiolgen, weil der bloße Gedanke an Sveiseauinahme mir schon eine andere Tochter, weil wir uns auch etwas angegriffen und nervös fühlen, jezt den brunnen künstlich herzustellen und noch dazu von rationellerer Zu- Da! war. Da wurde ich von einer Verwandten auf Ihren Stahlbrunnen aufmerksam Stahlbrunnen auch trinten und die jüngere Tochter soll die Kur ebenfalls noch wiedersammensetzung und grösserer Reinheit, frei von den nachtheiligen Verun- gemacht und nachdem ich 60. davon getranfen, stellte sich wieder natürlicher bolen, weshalb ich Sie bitte, uns von morgen ab für 3 Personen zu senden. Soviel reinigungen der natürlichen Quellen( Gips, Schverspath. Thonerde, Riefelsäure) Appetit ein, ich wurde kräftiger und munterer und kann bereits leichtere mir bekannt, gewähren Sie bei 3 Trintern in einer Familie zugleich eine Ermäßigung wie auch von unveränderlicher stets gleichartiger Zusammensetzung, wäh- Arbeiten in meiner Wirtschaft verrichten. Mein Aussehen ist ein so auf der Preise, die Sie mir dann wohl auch zukommen lassen. Voller Dankbarkeit für die schöne Wirkung Ihres Stahlbrunnens bei meiner rend die natürlichen Mineralbrunnen sich beim Versand und Lagern ver- fallend besseres, dass alle Bekannten mich erstaunt fragen, womit ich das Hochachtungsvoll ändern und die Quellen doch unmöglich Jahrzehnte oder Jahrhunderte hin- zu Wege gebracht habe. 3ch dente nach einiger Zeit noch weitere 60 Fl. 31 Tochter zeichne durch dieselbe Zusammensetzung haben können, trinfen, um weitere Fortfcritte auf dem Wege zur völligen Gesundheit zu machen Berlin, Belforterstr. 1, den 30. 5. 1901. Frau Anna Stiller. Zur Aufflärung sei hier erwähnt, daß eine Anzahl Mineralbrunnen, welche und auch meine 13 jährige Tochter, welche bleichsüchtig und schwach ist, soll den von Laien für natürliche gehalten werden, Kunstprodukte find, indem dieselben durch Brunnen trinken. damit vorgenommene Manipulationen, wie Enteifnung( bei Tafelwässern) gujas von Ihre von Herzen dankbare. Salzen, fünstliche Einpreffung fünstlicher Kohlensäure auch fünstlich hergestellte Mineralbrunnen werden. Atteste und Dankschreiben. Berlin, Mühlenstr. 59 a, den 20. 2. 02. Sehr geehrter Herr Kumbier! Frau Kemnik. Eehr geehrter Herr Kumbier! Nach Beendigung der Kur mit Ihrem Stahlbrunnen fann ich Ihnen die freudige Mittheilung machen, dass sich derselbe bei meiner Blutarmuth und der damit zusammenhängenden Nervosität aufs Beste bewährt hat. Bereits nach dem Bemerkt möge noch sein, daß ein einziger Arzt mit aussebehnter Bragis in einem leber bie Stur, welche meine Frau mit 3hrem ,, Berliner Stahlbrunnen" vor: Gebrauche einiger Flaschen stellte sich wesentliche Besserung ein. Ich bekam pielbefuchten Badeorte infolge eines sehr günstig verlaufenen Versuchs mit dem Ber- genommen hat, fann ich Ihnen mittheilen, dass derselbe ausserordentlich ge- guten Appetit und meine Verdauung wurde eine bessere, der Stuhlgang regelte sich. Das müde nnd matte Gefühl verliess mich und die zuletzt liner Stablbrunnen" bei einem schon lange Zeit Leidenden in den legten Jahren holfen hat, wofür ich Ihnen meinen besten Dank faje. jedes Jahr einige 40 Risten à 30 l. von demsel ben für seine Patienten bestellte. Meine Frau litt seit einem Jahre an einem schweren Magenleiden, an unerträglich gewordenen nervösen Kopfschmerzen verschwanden ganz. Ich Magengeschwüren mit Krebsbildung. Wir hatten 7 Aerzte, darunter auch fo fühle mich jetzt wieder frisch und gestärkt und fann meinen häuslichen Begenannte Heilkunstler, außerdem verschiedene Mittel, die in den Zeitungen angepriesen schäftigungen, ohne müde zu werden, wieder nachgehen. Ich werde daher auch nicht wurden, aber alles war vergeben. Das Körpergewicht meiner Frau ging dabei unterlassen, Ihren Stahlbrunnen allen ähnlich Leidenden aufs Angelegentlichste zu herunter von 164 Pfund auf 81 Pfund, sämmtliche Speisen, auch die leicht- empfehlen. Indem ich Ihnen hiermit meinen herzlichsten Dant ausspreche, zeichne ich Wir bescheinigen dem Herrn Apotheker A. W. Kumbier in verdaulichsten worden nicht mehr vertragen. Tann bestellte ich im vor. Commer Hochachtungsvoll Kemberg, dass die Revisionen der dortigen Apotheke während 30. von Ihrem Berliner Stahlbrunnen" und schon vom ersten Tage an stellte Frau Dbermonteur E. Ritfchel. seines Besitzes stets ein recht günstiges und zufrieden sich ruhiger Schlaf ein, bei der 10ten Flasche hörte das Erbrechen vollBerlin, Rathenowerstr. 31, den 7. 4. 1901. stellendes Resultat ergeben haben. Revisionsbescheid: Aus ständig anf und nach Verbrauch der 30. Flasche( in, 60-70 Tagen) hatte den Revisionsverhandlungen haben wir gerne ersehen, dass meine Frau bereits 20 Pfund an Gewicht wieder zugenommen. Der Appetit Sie ernstlich bemüht gewesen sind, so manche Mängel der hatte sich nach der Kur derart gesteigert, dass sie jetzt wieder ihr dortigen Apotheke, welche gegen Ihre Vorgänger monirt früheres Gewicht hat. 3d kann daher allen Magentranten den Berliner Stahlwerden mussten, abzustellen. Auch haben uns die Revisionen brunnen bestens empfehlen. die Ueberzeugung verschafft, dass Sie Ihrem Berufe mit Hochachtungsvoll lobenswerthem Eiter, Sachkenntniss und Pflichttrene obliegen. Königliche Regierung, Abtheilung des Innern, gez. von Krosigk. Merseburg, den 4. Juni 1870. Sehr geehrter Herr! Neu Weißenfee, Etraßburgitr. 22, d. 15. 2. 03. Robert Hagen. Herr Dr. med. Ed. Reich, Kiel, befannter Hygienifer, Director, Vicepräsident, Mitglied von Akademieen und gelehrten Gesellschaften in Paris a. s. w. fchreibt in seinem ausführlichen Gutachten u. a.: Was ich von Ihrem Berliner Stahlbrunnen" gelesen habe, hat mir sehr gefallen und macht den Eindruck vollster Wahrheit. Ich habe daher beschlossen, den Brunnen zunächst selbst zu trinken und zwar die ersten z: vet Wochen in fleinen Portionen. Wollen Sie die Güte haben, mir zunächst Tag um Tag 1 Flasche zu Eisen- Pulvern, Eisen- Pillen u. se w. schlechte Erfahrungen machten, bei Gebrauch 9 übersenden. Berlin, den 4. 12. 02. Sanitätsrath Dr. 2. Sehr geehrter Herr Kumbier! Gestern habe ich die 15 te Flasche Ihres Berliner Stahlbrunneng" getrunken. Ich friere nicht mehr, wie vorher; meine Stimmung ist zuversichtlicher und ich kann die Treppen weit leichter hinaufsteigen. Auch die Esslust und der Stahlgang sind besser geworden. Für die pünktliche Uebersendung des Brunnens fage 3hnen meinen aufrichtigen Dank und bin Ihr dankbar ergebener Berlin, den 6. 1. 08. ( Originale einzusehen). Dr. W., Sanitätsrath. Sehr geehrter Herr Kumbier! Da ich bei meinem Magens, Leber-, Gallenstein- und Hämorrhoidalleiden mit dem Gefühl steten Vollseins und arger Nervosität in Folge schlechter Blutmischung mit Ihrem Stahlbrunnen bessere Erfolge erzielte als mit zweimaliger Kur in Karlsbad, so bitte ich wiederum um Zusendung von 30 Fl Bugleich fann ich Ihnen mittheilen, daß Bekannte, denen ich Ihren Etahlbrunnen empfohlen, ebenfalls guten Erfolg gehabt haben. Hochachtungsvoll Jul. Scheibe, Special- Schlofferet. Britz b. Berlin, den 10. 2. 1900( früher Berlin). Sehr geehrter Herr Kumbier! Kisten à 30 FI. von Ihrem Berliner Stahlbrunnen" zu senden. Einliegend übersende ich Ihnen 53 Rubel und bitte Sie, mir dafür wiederum Wie Sie aus der Wiederbestellung ersehen, hat uns der Brunnen gut Mit freundschaftlichem Gruß Dec. Jwersfojé bei Nicopol, den 20. 2. 0%. Hermann Neufeldt, Gutsbef. ( Gouvern. Jekaterinoslaw, Süd- Rußland). gethan. Sehr geehrter Herr Kumbier! Sehr geehrter Herr Kumbier! Pillen u. s. w. verschrieben. Dieselben. zeigen oft genug feine Wirkung, weil In so vielen Fällen werden die Präparate des Eisens in Form von Palvern. das darin enthaltene Eisen unlöslich in den Verdauungssäften ist. Daher nimmt es feinen Augenblick Wunder, daß viele Strante, welche mit den gewöhnlichen des ,, Berliner Stahlbrunnen" durchaus ihre Rechnung fanden, denn das darin enthaltene Eisen befindet sich im Zustande vollkommener Lösung und ist den Verdauungsorganen des Menschen durchaus angepasst. Es ist daher das Berliner Fabrilat, dem wirklich grössere Bedeatang zukommt und dem daram auch eine gute Zukunft leuchtet, dem aus Badeorten versandten Brunnen ändert beibehält, während letztere Hauptbestandthelle bald nach der unbedingt vorzuziehen, weil es seine chemische Zusammensetzung unverFüllung in die Flaschen ausscheiden und dadurch mehr oder weniger an Für beiliegende 25 Rubel bitte ich Sie 4 Riften à 30 FL. von Ihrem Berliner Wirksamkeit verlieren. Das Stumbier'sche Erzengniß ist auch lange haltbar und Stablbrunnen" an Herrn Schneersohn in Station Prischipp der Kurskvon weit billigerem Preise als die von den Brunnenbrten aus versandten Minerals Charkow- Sewastopoler Bahn( Südrussland) au senden. Diese 4 Kisten sollen waffer, und dieser Umstand dürfte auch zu seinem Vortheile sprechen. In der That, für meinen Schwiegersohn. Mit freundlichem Gruß Ihr der Stahlbrunnen des Herrn A. W. Kumbier verdient es, herzlich will- Dec. Jwerstoje bei Nicopol, d. 5. 5. 02. Hermann Neufeldt, Gutsbesizer. Sehr geehrter Herr Kumbier! kommen geheissen, allgemein empfohlen und den natürlichen, in Flaschen ( Gouv. Jekaterinostaw, Süd- Rußland). Ich bezeuge hiermit der Wahrheit gemäß, daß Ihr„ Berliner Stahlbrunnen" und Krügen zum Versand nach auswärts gelangenden Mineralwässern vorbei meinem schweren Leber- und Gallensteinleiden wahrhaft überraschende gezogen zu werden. Erfolge hervorgebracht hat. Vor etwa 10 Jabren ertranfte ich an Gallen3hr ,, Berliner Stahlbrunnen" thút hier Wunderdinge gegen ein versteinkolik derart, dass ich zeitweise täglich mit den erässlichsten Schmerzen altetes Magenleiden und es wollen ihn noch 2 Patienten in meinem Hause trinken, verbundene heftige Krampfanfälle bekam. Meine Farbe war erdfahl mit ich nicht unterlassen. Ihnen zu berichten, dass sich derselbe bei meinem lang- bes Betrages zu senden. Nachdem ich Ihren Berliner Stahlbrunnen" längere Zeit gebraucht habe, tann weshalb ich Sie bitte, so schnell als möglich noch. 2 Riften à 30 Fl. unter Nachnahme dunklen Schatten unter den Augen, dazu trat Gelbsucht, so dass das Weisse jährigen, ganz besonders hartnäckigen chronischen Magen- und NervenIhr dankbarer im Auge ganz gelb war. Die Behandlung mehrerer Aerzte nacheinander lelden derart vorzüglich bewährt hat, dass ich der festen Ueberzeugung brachte mir keine Hülfe, nur Linderung auf kurze Zeit, auch im Kranken- bin, durch denselben von diesem so schweren Leiden vollkommen befreit hause erzielte ich solche nicht. Eine Operation sollte das einzige sein, das mir zu werden. Ich werde deshalb Ihren Stahlbrunnen, den ich sehr gern trinke, helfen lönne. Da mir aber ein sicherer Fortfall der unerträglichen Schmerzen auch und der das einzige Mittel ist, mit dem ich bisher so günstige Resultate nicht in Aussicht gestellt wurde, sah ich von der Operation ab und unternahm eine erzielte, aud fernerhin gebrauchen. da ein älteres Leiden naturgemäss auch Kur mit Ihrem Etahlbrunnen, der mir von anderen Leidensgefährten warm eine längere Kur erfordert. Alle vorher angewendeten Mittel, darunter auch Bor zwei Jahren wurde ich von einer Krankheit befallen, von welcher der mich beempfohlen wurde, weil er ihnen grosse Erfolge gebracht hatte. 3d trant Homöopathie, hatten nur vorübergehenden Erfolg. indem fie regelmäßig schon nach handelnde Arzt selbst zunächst nicht wußte, was mir fehle. Derselbe fagte, von meiner nun 4 Monate hintereinander Ihren Stablbrunnen, er bekam mir vorzüglich, ich furger Reit in ihrer Wirkung nachließen, um bald darauf ganz zu versagen, so daß Lunge wäre nur noch eine kleine Spitze da, so dass ich selbst glaubte, konnte wieder essen, verdaute wieder gut, kam wieder zu Kräften, die ein längerer Gebrauch gar nichts nüßte, während bei Ihrem Brunnen das Gegentheil ich hätte die Langenschwindsucht und müsse sterben. Da das Leiden trotz Schmerzen liessen nach, die Anfälle wurden seltener, auch weniger schwer, der Fall tit. Je länger man diesen trinkt, und die Kur wiederholt, desto der angewandten Mittel immer schlimmer wurde, gebrauchte ich zuletzt gar und nach etwa 6 Wochen blieben dieselben ganz fort. Mein Ausieben wurde besser und sicherer ist der Erfolg. 3ch werde daher nicht versäumen, jedem nichts mehr. Da brachte mir ein uns befannter Herr Ihren Stahlbrunnen, ich gebrauchte wieder ein gutes, und ich fühle mich seitdem ganz wohl; ich habe bis heute Leidenden Ihren grofartig wirkenden Stahlbrunnen auf wärmste zu empfehlen. denselben, und als ich 12 Flaschen davon getrunken hatte, bekam ich nicht allein Appetit, keine Anfälle mehr gehabt, wozu ich jedoch bemerke, daß ich, um eine Wiederkehr Grünthali. Sa., den 25. 1. 03. Mit vorzüglicher Hochachtung sondern Hunger und gewann nach und nach auch wieder Kräfte. Während ich zu verhüten, Ihrem Rathe folgend, die Kur etwa alle 2 Jahre mit etwa 60 FL wiederJhr Bernhard Lichtenberger, Uhrmacher. vordem fo frant war, daß mir der Arzt das Leben schon abgesagt hatte, war ich nach holt habe. Mein Alter ist jest über 50 Jahre. Verbrauch von 60 Flaschen Ihres Brunnens fast wieder ganz gesund. Ich Sehr geehrter Herr Kumbier! habe denselben dann noch weiter getrunken, im Ganzen bis jest 90 Flaschen, da ich auch an Rheumatismus litt, von dem ich ebenfalls dadurch geheilt bin. Ich fann daher allen Leidenden Ihren Stahlbrunnen nur empfehlen, weil er mir Nach diesen Erfolgen fann ich Ihren Etahlbrunnen allen ähnlich Leidenden rut warm empfehlen, und gebe Gott, daß noch recht viele leidende Menschen durch den Gebrauch desselben ihre Gesundheit wieder erlangen, wie ich. Ihre Ihnen stets dankbare Berlin, Christburgerstr. 23, d. 25. 2. 03. Frau Agnes Finster. Sehr geehrter Herr Kumbier Abraham Did. Tiege, deutsche Kolonie bei Feodorovka, Gouvernement Taurien( Krim), Südrußland 29. 3. 1901. Geehrter Herr Stumbier! Geehrter Herr Sumbier! Frau Martha Seifert. Die wunderbare Wirkung Ihres Berliner Stahlbrannen" bei meiner Fran veranlaßt mich, Sie um gefällige Uebersendung von weieren 30 l. zu ersuchen, mit denen ich selbst eine Rur gegen meinen recht empfindlichen Rheumatismus felbft fo gute Dienste geleistet hat. Empfangen Sie daher hiermit meinen auf-, beginnen will. Meine Frau litt seit 4 Jahren an heftigem Magenschmerz richtigsten Dant. verbunden mit Uebelkeit. saurem Aufstossen, heftigen Angst- und Schwindel- Mühlau bei Burgstädt i. S., den 3. 2. 98. Hochachtungsvoll Sehr geehrter Herr Kumbier! anfällen. Dabei waren ihre Nerven aufs höchste geschwächt, so dass sie Unter Bezugnahme auf unsere Unterredung in Berlin vor meiner Abreise nach selten in der Nacht den ersehnten Schlaf fand. In Folge der geringen New- York möchte ich ihnen hiermit zur prompten Berladung an Herrn Spediteur Aufnahme von Nahrung war sie bei sonst grosser Figur bis auf 105 Pfund H. Becker in Hamburg 60 FI. von dem Berliner Stahlbrunnen beitellen. Gewicht herunter gekommen und da wir in allen den Jahren bei den Aerzten verIndem ich Ihnen anzeige, daß ich die Stiste mit den leeren Flaschen abgeschickt Wie Sie wissen habe ich denselben im Sommer in Berlin getrunken: derselbe geblich Sülfe gesucht hatten, Bejchloffen wir, Ihren berühmten Stahlbrunnen zu ge- habe, fann ich Ihnen über die Wirkung des Stahlbrunnens folgendes mitteilen: ist mir sehr gut bekommen und obgleich die Frachtspesen, Zoll u. s. w. brauchen. Schon nach der 6. Flasche stellte sich Appetit ein, der Druck in Meine Frau ist 74 Jahre alt und hat Ihren Stahlbrunnen besonders gegen nach hier sehr hoch sind, was den Brunnen um das dreifache vertheuern der Magengegend verlor sich ganz und nach Gebrauch von 30 Fl. ist meine Asthma, Rheumatismus und Gicht getrunken. Der gute Erfolg ist auch wird, möchte ich denselben doch nicht gerne entbehren, weshalb ich Sie bitte, Frau gesund. Sie schläft des Nachts gut, hat gesunde Farbe, der Schwindel nicht ausgeblieben. Die Gesichtsfarbe wurde bald eine bessere, die Athemdie Flaschen gut verpackt an mich auf den Weg zu bringen. Ich füce it. 26 bei zum und Schwäche sind nicht wieder gekommen und sie wiegt jetzt 130 Pfand. noth verschwand nach und nach, so daß sie wieder Gänge besorgen und die Begleiche der Rechnung, da Sie die Sendung wohl als Fortiebung ansehen. Diese Wirtung verdanten wir nächit Gott nur Jhrem Stahlbrunnen, wofür wir Ihnen Speisen bereiten fann. Als meine Frau 10 Flaschen getrunken hatte, schwollen ihr die Falls der Brunnen mir hier dieselben Dienste erweisen sollte, werde ich weitere unfern wärmsten herzlichen Dant aussprechen. Bestellungen machen. Mit freundlichem Gruß Ihr 205 Irving Ave. Broftlyn, N. Y.( U. St. A.) den 18. 11. 1902. Oskar C. Seyfarth. Hochachtungsvoll Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 149. Sehr geehrter Herr Rumbier! A. Masanke, Fuhrherr. Beine an, aber nach einigen Tagen verschwand die Geschwulst und damit zugleich auch Gicht und Rheumatismus. Ganz besonders bemerkbar war die günstige Wirkung auf die Nieren, indem der vorher duntle und trübe Urin bald flar und rein wurde. Ich kann Ihren Stahlbrunnen daher allen ähnlich Leidenden nur empfehlen. Schwedt a. D., den 5. 4. 1901. Hochachtungsvoll C. Müller, Lehrer a. D. Geehrter Herr Rumbier! Ich fandte heute eine Stifte mit leeren Flaschen an Sie zurück und theile Ihnen Sehr geehrter Herr Rumbier! Da sich der Gesundheitszustand meiner Frau schon nach Gebrauch von 20 FI Erlauben Sie, daß ich Ihnen meinen herzlichsten Dant ausspreche für die gross- Ihres so bewährten Stahlbrunnens ganz bedeutend gehoben hat, so erbitte ich artige Wirkung Ihres Berliner Stahlbrunnen", nicht nur weil er mir als umgehend nochmals 30 l. regelmässige jährliche Frühjahrskur vorzügliche Dienste leistet, sondern Ich hatte, als ich Ihre Broschüre gelejen. fofort große Hoffnung auf Ihren Stabl vor allem, weil er meinem Bruder jo ausserordentlich und überraschend ge- brunnen geiegt. Heute aber fann ich Ihnen danfenswerther Weise hocherfreut mitholfen hat. Wie Sie wissen, hat sich mein Bruder aus deutschen Kolonien Gids theilen, dass diese unsere Hoffnungen noch bedeutend übertroffen sind. Das dazu gleichzeitig mit, daß ich durch Ihren Stahlbrunnen von meinem heftigen Ameritas ein lästiges Wechselfleber und Bheumatismus mitgebracht. Fast ein Jahr frühere bleiche Aussehen meiner Frau, die grossen Rückenschmerzen, sowie chronischen Blasenleiden wieder befreit bin. Ich hatte zuvor schon mehrere Aerzte litt er daran und hatte schon so viel Chinin geschluckt, dass er kurzathmig das starke Herzklopfen sind verschwunden. Meine Frau hat jetzt ein in Anspruch genommen, auch wohl etwas Linderung der Schmerzen, aber feine Heilung geworden war. Da befragte ich Sie um Ihren Stahlbrunnen, und fiehe, schon gutes durch Ihren Stahlbrunnen gewonnenes gesundes Roth im Gesicht. erlangt. 3war traten die brennenden Schmerzen zuerst heftiger auf, aber ich wurde nach 8 Tagen verspürte er, wie die Fiebererscheinungen wichen, und nun Sie hat guten Appetit und bis jetzt 4 Pfund an Gewicht zugenommen. So nicht ängstlich, da dies bei Brunnen ja meist der Fall sein soll, und trank ruhig ist es ganz weg. Er ist frisch und gesund, wie nur ein junger Mann von ist sie auf dem Wege, ihre frühere Gesundheit und Kraft, sowie neuen Lebensmuth weiter, einige Beit nur 2 pro Tag, dann mehr, und wurde nach und nach von 25 Jahren sein kann, ohne irgend welche Beschwerden. Also nochmals herz- wteber zu erlangen. Auf diese Weise wird der von mir und meiner Frau jo hoch meinem schweren Leiden befreit. Darum, Herr Kumbier, hiermit meinen herzlichsten lichen Dant, das Mittel ist probat! Es grüßt geschäßte Berliner Stahlbrunnen" in meiner Familie öfter getrunten werden. Hochachtungsvoll Ihre A. Herde, städt. Lehrerin. Hochachtungsvoll Fran Emma Schröter. Charlottenburg, Ranalstr. 13, den 31. 7. 02. Ihr dankbarer P. Noad. Starpel bei Liebenau( N.-M.), den 15. 12. 1900. Hingewiesen sei noch daraus, daß mein ,, Berliner Stahlbrannen" fich besonders auch bei Nierenleiden bewährt, woran sehr viele Menschen leiden, ohne es zu wissen, vone es gietch wahrzunehmen, während es mit Mitteln dagegen font in der series medicaminum recht schlecht aussieht. Analyse: Natriumchlorid 1.202, Natriumsultat 2,920, Kaliumsultat 0,172, Magnesiumsulfat 1,160, Mangansulfat 0,140, Eisencarbonat 2,197 in 10,000 Theilen. Zutreffende Trinkweise wird auch gern mündlich gegeben. Berlin, Friedenstraße 100, den 24. 6. 1901. Dant! Fordert M.& W. Müller's Nordhäuser! nur Fordert M.& W. Müller's Breslauer Weizenkorn! nur Fordert M.& W. Müller's Nordlicht Fenster alter Morn nur Original- Literflasche 1 Mark. Garantiert frei von der vielfach üblichen Branntweinschärfe, Fuselöl, Aldehyden..! Daher wohlschmeckender und bekömmlicher! Gutachten und Atteste über M.& W. Müller's Kornbranntwein liegen fiets zur Einsicht bereit! Osten. D. Bleich, Andreasstr. 34. 2. Mek, N. Rudolf, Blumenstr. 39. 29. J. Wiedemann, Franks. Allee 47. . Anders, Friedenstr. 102. S. Suhl, Friedenstr. 34. Zu haben in allen Destillations- und Schank- Geschäften zc. W. Weffel, Boppstr. 5. C. Beggerow, Brandenburgstr. 17. F. Anclam, Budower Markthalle. G. Stübbe, Camphausenstr. 5. N. Dornbusch, Dieffenbachstr. 56. G. Naasch, Fürstenstr. 1. C. Prader, Gräfeftr. 20. A. Höhr, Jahnstr. 3. F. Schulze, Kottbuser Ufer 5. Behrendt, Kurfürstendamm 140. Kartensch, Nordosten. R. Koch, Belforterstr. 8. 137. H. Ollenburg, 134. E. Solldorf, Barnimstr. 22. V. Moewes, 20. H. von Hagen, 116. E. Richter, Leipzigerstr. 53. E. Schirmer, Linkstraße 5. E. Homuth, Lützowstr. 51. 6. Seibt, 69. F. Selchow, Martin Lutherstr. 8. E. Dallwin, Magdeburger Plaz 5. S. Hübner, E. Lindner, Straßburgerstr. 29. M. Haase, Büschingstr. 17. A. Wiese, Danzigerstr. 66. A. Gottwald, Elbingerstr. 31. Tscharnke, Tempelhof. C. Dreibrot, Ringbahnstr. 12. F. Schmidt, Berlinerstr. 7. B. Bater, R. Talke, 7. 20. D. Sonnenbrodt, Kaiserin Augustastraße 1. Schmargendorf. C. Liffel, Breitestr. 25. Rixdorf. Fr. Maykus, Fruchtstr. 8. F. Schipporeit, 31. 26. E. Schneider, 37. Justus Bock, Prinzenstr. 46. 20. Bieste, Grüner Weg 61. P. Berudt, 95. 6. " H. Nichter, 18. Fr. Jakob, 80. C. Scherz, 38. Fr. Hartung, Gubenerstr. 11. Fr. Hildebrandt, H. Reinicke, Prinzessinnenstr. 28. H. Hammel, St. Strata, Marburgerstr. 5. R. Stephan, Mauerstr. 26. W. Ahrens, Am Friedrichshain 40. Fr. Groh, Greifswalderstr. 226. A. Harmuth, 32. C. Suth, 228. 15. D. Wolff, 50. 53. 7. F. Carl, D. Bachnick, Neue Königstr. 13. E. Balzer, Hermannplaz 5. 4. $. Gundlach, 80. E. Behl, 22. W. Hollbach, Hermannstr. 120. F. Kochzins, Mohrenstr. 16. B. Schmidt, Nürnbergerstr. 6. C. Graf, C. Geisendorf, 61. H. Jeratsch, Staiser Friedrichstr. 5. S. Gladow, 80. R. Lange, Wigmannstr. 30. 57/58. W. Klane, 2. A. Bawel, Herthaftr. 1. 2. 22 a. Th. Czaja, Potsdamerstr. 83. W. Irenschmidt, Schaperstr. 36. 2. Adam, Sigismundstr. 11. E. Köhler, Steinmezstr. 45. 59. P. Kröfing, 33. 23we. Thielsch, 27. A. Colas, Wilhelmstr. 122. W. Peters, 122a. 119/120. 5. Müthel, 43. " 16. F. Peters, 107. 39. W. Jänice, G. Leidenfrost, Holzmarktstr. 69/70. C. Fröhlich, Insterburgerstr. 16. A. Gutenschwager, Kochhannſtr. 26. C. Marczinczyd. Königsbergerstr. 3. D. Bod, Koppenstr. 93. W. Müller, Strautstr. 3a. Fr. Wiesegarth, Krautstr. 38. P. Horu, Langestr. 19. C. Köhnke, 94. H. Borchardt, Madaistr. 14. C. Genfel, Markusstr. 50. 3. Gichmanu, Kl. Markusftr. 23. M. Emmerich, Matternstr. 16. J. Hübscher, Mühlenstr. 46. G. Flöckner, Petersburgerftr. 40. F. Grothe, C. Sübner, Memelerstr. 81. C. Kühn, Bosenerstr. 10. G. Beer, Romintenerstr. 32. C. Schilling, Samariterftr. 23. E. Thiemig, Straßnannstr. 9. E. Kramer, Thaerstr. 31 a. A. Bfantsch. 10. 2. Schöneberg, Schinfeftr. 11. G. Jeftram, Sebastianstr. 77. F. Engel, Stallschreiberstr. 58. G. Bagelow, Wallstr. 39. F. Wiese, Südwesten. F. Krupkat, Alexandrinenstr. 97. . Sprotte, R. Schöneberg, W. Wendt, Alb. Lemke, Ustanischer Play 4. M. Pfätgenhauer, Bellealliancept.14. D. Weibehof, Beuthstr. 7. J. Roschinski, Blücherftr. 29. F. Blachowsky, Fidicinftr. 43. H. Lehmann, Friedrichstr. 16. E. Wiebicke, 124. E. Däumichen, Gifschinerstr. 32. J. Thomsen, Gneisenaustr. 30. 5. Abraham, Großbeerenstr. 85. 6. Schulz, Nordwesten. F. Heise, Alt- Moabit 106. F. Berger, Birkenstr. 8. G. Fiebler, F. Muth, " 23. Mosenberg, Enghavenerstr. 11. 5. Greusing, 13a. 44a. 20. Vogeler, Bremerstr. 47. D. Sprenger, Beusselstr. 61. F. Saalmann, 89. 95. 1. " O. Unger, 61. M. Butler, Drehsestr. 10. 34. C. Hanue, Warschauerstr. 59. D. Baumgart, Beidenweg 36. C. Schüler, J. Nelde, Hagelsbergerstr. 20. 5. Schubert, Hollmannstr. 14. P. Mohrmann, Flensburgerstr. 12. E. Schneider, Jagowstr. 11. C. Scholz, 22. F. Babel, 25. 46. 23. Duin, 49. J. Jerms, Ate Jalobstr. 42. A. Thomas, Luisenstr. 1. E. Waunice, 48. 23. Hüttner, Weisbachstr. 2. F. Conrad, Zorndorferstr. 6. C. Prestel, A. Schäfer, 137. 36. 23. Marg, Neue Jakobftr. 11. A. Dresler, Kochſtr. 55. H. Senk, Lübederstr. 15. M. Ziegenhagen, Lübeckerstr. 8. P. Barendt, Spenerstr. 19. D. Jähuke, Südosten. A. Theiler, 50. " D. Wolgast, Adalbertstr. 25. Fr. Prause, Admiralstr. 1. M. Paul, Brüdenstr. 13. . Heilmann, 5. Schmidt, A. Weidert, R. Wendt, Brüdenstr. 4. C. Bartsch, Elisabeth- Ufer 47. 5. Bowik, Engel- llfer 12. M. Matschke, Faldensteinstr. 7. F. Prill, Franzitr. 7. 7. Hopp, Glogauerstr. 58. 2. Zwarg, 32. A. Brültow, Görlizerstr. 44. G. Grundmann, Rommand.- Str. 52. C. Brauer, Lindenstr. 25. M. Freiwald, 47. A. Buffe, Mariendorferstr. 11. C. Albrecht, Mödernstr. 96. C. Burghagen, W. Gülde, 93. 123. 22148 22. 46. 86. C. Weimarshausen, Mödernftr. 25. J. Hietzig, Noftigstr. 63. W. Haselhorst, Dranienstr. 99. J. Hopp. 66. 28. Tolksdorf, 59. " H. Fürst, Oranienstr. 164. M. Weber, 33. R. Brando, Röpniderstr. 53. F. Juhnke, 149. " M. Berlin, 70a. F. Morth, 97. A. Bag, 147. Mr. Wolf, Plan- llfer 27. J. Krug, 45. N. Priebusch, 169. C. Salomon, Buttkamerstr. 11. W. Bodin, Ritterstr. 41. N. Seppelt, 53. M. Mojeler, " H. Brandes, Lohmühlenstr. 128. 5. Stramm, 96. 123. C. Fleischer, Manteuffelstr. 68. J. Heider, 27. G. Berndt, Tempelhofer User 14. D. Biermann, 18. 6. Mohs, 77. Petereit, 36. E. Dänmichen, Willibald Allegisstr. 10. 7. Kurzmann, Yorkstr. 54. ( Ede Stalikerstraße.) M. Lindner, " J. Schröter, Manteuffelstr. 20 c. E. Hammer, 39. 56. 2. Grüneberg, Mariannenstr. 2. P. Jauer, Zimmerstr. 74. W. Hand, 33. N. Krause, Mustauerstr. 61. M. Bünge, Naunynstr. 14. G. Vogler, 88. D. Bergner, Reichenbergerstr. 157. A. Thoma, 73. R. Braun, Rungestr." 14. N. Ambos, Stalikerstr. 114. Fr. Lenz, 122. A. Lindenblatt, Staligerstr. 104. A. Torge, Staligerstr. 80. D. Wunschert, Waldemarstr. 24. J. Asbahr, Wienerstr. 56 a. 5. Büttner, J. Liedtke, 24. 36a. 6. Buluweit, Brangelftr. 83. 2. Küter, C. Peshold, C. Schufter, Bossenerstr. 38. Westen. E. Marsch, Alvenslebenftr. 15. 8. W. Werner, A. Köfters, Neue Ansbacherstr. 17. W. Puhlemann, Augsburgerftr. 46. C. Dobbert, Blumeshof 9. B. Güttler, Bülowstr. 57. Fr. Rumpf, 47/48. 21. E. Schulz, 2. Kraszinat, Göbenstr. 3. H. Bachmann, Golfstr. 36. Fr. Wolff, Hohenstaufenstr. 18. M. Gerlach, Kaiserin Auguftraftr. 80. C. Barnowski, Staplerstr. 1. B. Seibel, Königgrägerstr. 107. H. Wittmann, 111. 23. Kricbemann, Königin AugustaStraße 24. 21. Fr. Müller, Stromstr. 5. Babel u. Haude, Wilsnaderstr. 38. H. Zernifow, Georgenstr. 24. Norden. J. Kutke, Angermünderstr. 12. F. Maulhardt, Badstr. 4. M. Pfuhl, Bernauerstr. 31. C. Bialuga, Bohenstr. 40. G. Mież, Buchholzerstr. 17. P. Gruß, Chauffeeftr. 83. Karl Meyer, Chorinerstr. 44. G. Ziebtle, Chriftinenstr. 27. G. Doffe, Dalldorferstr. 39. Fr. Schwarze, Eichendorffftr. 20. M. Sippe, Fehrbellinerstr. 47. F. Bord, Franfediftr. 50. G. Breste, Gartenstr. 47. J. Winkler, Greifenhagenerstr. 13. . Welzel, Hennigsdorferstr. 28. 6. Simon, Hochstr. 44. C. Pritkow, Invalidenstr. 102. H. Bartelm, 5. Lehmann, 6. 120. Fr. Luhmann, Kopenhagenerstr. 70. R. Mathausch, Linienstr. 63. Fr. Wwe. Fellenberg, Lothringerstraße 109. E. Schönnagel, Lothringerstr. 48. J. Wurdelmann, Lottumftr. 25. F. Lorenz, Megerstr. 16. C. Jungbluth, Müllerstr. 12a. M. Winkelmann, Müllerstr. 12. C. Altendorf, Dranienburgerstr. 57. 32. A. Mafuch, G. Krüger, Pappel- Allee 44. C. Schmidt, 5a. Fr. Schibilsti, Schliemannstr. 17. L. Keil, Schönhauser Allee 178. A. Pehold, Schönhauser Allee 172. 164. W. Stege, . Gaule, Schwebterstr. 29. O. Kay, " 265. 5. Linte, Seeftr. 64. A. Fischer, Stettinerstr. 9. 5. .. Franz, Stettinerstr. 56. 61. C. Jäger, Swinemünderstr. 20. 78. G. Suchotki, 69. 21. A. Nitsche, Köthenerstr. 26. M. Drömer, 63. 6. Führer, Krausenstr. 3. F. Schmidt, 65. 6. Möller, 3. 6. Schilling, 51. 2. Gumprecht, Annenftr. 42. E. Fandré, Kronenstr. 33. Th. Witte, Beinbergsweg 8. J. Weller, Annenstr. 1. U. Lindow, 54. C. Haufel, F. G. Böhmer," 71. H. Frant, Bollinerstr. 3. M. Vogel, Ad. Grakig, Süden. S. Gensch, Annenstr. 11. Fr. Krause. Bärwaldstr. 13. 10. F. Nehm, 6. Steinbacher, Neue Königstr. 16. Berlin u. Kettuer, Landsberger Allce 39. E. Köhler, Landsbergerstr. 34. P. Bahldieck, W. Hille, Marienburgerstr. 31. A. Adermann, Meyerbeerstr. 8. E. Laube, Pallisadenstr. 44. 2. Stawicki, Brenzlauer Allee 224. A. Felich, Rykestr. 43. 5. Erdner, Weberstr. 13. A. Kusche, 5. Perleberg, B. Weezerek, 11. 50. 23. 5. Otto, Werneuchenerstr. 1. 6. Gülle, Winsstr. 3. Centrum. Tempelhof, Aleranderstr. 28. W. Pussehl, Bischofstr. 12. M. Scheps, Breitestr. 24. R. Nürnberg, Burgstr. 21. F. Wegener, Dirksenstr. 46. N. Proffer, Fischerstr. 10. E. Groffe, Heiligegeiſtstr. 34. W. Knößsch, Hirtenstr. 10. W. Stockfisch, Kurstr. 50. Otto Scholk, Münzftr. 23. 26. W. Maak, Fr. M. Torge, Brenzlauerstr. 13. A. Meyer, Kl. Bräsidentenstr. 2. C. Mickley, Sophienstr. 28. H. Nisch, Schloßplay 1. G. Schabow, Alte Schönhauserstr. 20. F. Arnold, Spittelmarkt 3. E. Schwarzenstein, An der Stadt. bahn 25. H. 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