Nr. 102. diciralist disheve ng Time 08 o sobiq paid Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 I., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. pu im notaturgode od print Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Solonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Noresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Parteigenossen! mand Nach offizieller Bekanntmachung beginnt die Auslegung der Wählerlisten mit Montag, den 18. Mai. Diese Listen haben mindestens acht Tage zu jedermanns Einsicht aus zuliegen, also bis mit dem 25. Mai. Sonntag, den 3. Mai 1903. 2400 M., jeder Togoaner auf 8000 M. Aehnliches gilt von den übrigen Kolonien. Man darf deshalb aber durchaus nicht glauben, daß unsre Landsleute in den Kolonien ein Götterleben führen. Beispielsweise waren im letzten Berichtsjahre in Ostafrika 40 Proz, in Neu- Guineau 33 Proz. der weißen Bevölkerung krank! Was den Handelsverkehr betrifft, so ist der kleinste Staat Europas für uns tausendmal wichtiger als die deutschen Kolonien. Der Milliardenumsatz im Handelsverkehr des Reiches mit den andren Auf Grund früherer Erfahrungen ist anzunehmen, daß deutschen Staaten vollzieht sich im großen ganzen auf natürlichem die Wählerlisten mehr oder weniger große Lücken enthalten wirtschaftlichen Wege, während in den Kolonien der gesamte Handelsund daß namentlich die Namen der Arbeiterwähler sehr verkehr nur den Summen entspricht, die vom Reiche dahingeschickt worden häufig fehlen. Wessen Name aber als Wähler in der sind. In Südwest- Afrika wurde beispielsweise im Jahre 1901 eine Gesamteinfuhr deutscher Herkunft von 8 Millionen mit einem Wählerliste fehlt, geht seines Wahlrechtes ver: ebenso großen Reichs- Zuschusse erkauft! luftig. Es ist also die Einsichtnahme der Wähler- Aber selbst wenn die Zahlen der folonialen Handelsstatistit liste für jeden Wähler eine Notwendigkeit. Damit dieses aber teine Schwindelzahlen wären, sondern dieselbe wirtschaftliche Bemit möglichst wenig Zeitverlust für den einzelnen geschehen deutung befäßen wie eine andre Handelsstatistik; was bedeuten fie fann, empfehlen wir den Parteigenossen dringend, sofort die bei einer gefanten Einfuhr von 6 Milliarden, einer gesamten AusMassendurchsicht der Wählerliste dergestalt zu organisieren, fuhr von fast 5 Milliarden Mark. Wenn wir die ganze Sahara daß in den Häusern, Werkstätten und Fabriken, auf einhandelten oder in einem neuen Hunnenkriege eroberten, würde Bauten und Werkplägen ze. Listen der Wahlberechtigten das tausendmal weniger unfrem Handel nüßen, als ein einziger vom angelegt werden und einzelne den Auftrag erhalten, Baun gebrochener Zollfrieg mit irgend einem civilisierten Kleindie Durchsicht der Wählerlisten vorzunehmen und die staate ihm schadet. dais Eintragung der fehlenden Namen in die Wahllisten zu veranlaffen. Daß einzelne die Massendurchsicht vor nehmen, kann nicht verweigert werden. Der Parteivorstand. Plätze an der Sonne. Fünf Jahre X.*) Zahlen kommen, dann verweisen sie uns entweder auf die Utopien Wenn wir unsren Welt- und Wasserpolitikern mit solchen dürren eines kolonialpolitischen Zukunftsstaates oder aber fie ftellen fich darüber entrüstet, wie man denn immer nur an das Geschäft denken fann. Gilt es doch den Glanz des deutschen Namens in allen Weltteilen frisch aufzubügeln und die armen farbigen Heiden zu„ christlicher Gesittung" zu erziehen. Die idealen Güter der modernen Gesellschaft, meine Herren..." " 1 Und Peters und Leist und Wehlau? Aber wir wollen nur von den letzten fünf Jahren sprechen. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. Am Freitag waren sie wieder im ersten Wahlkreis bei der Arbeit. Ihr Kampf muß sich in diesem Kreis, der bisher als ein gesicherter Besitz des Freijinns gegolten hat, mehr als in den Aber auch hier, wo die Arbeiterklasse weniger zahlreich in der Beandren Wahlkreisen Berlins auch gegen die Freisinnigen wenden. bölferung vertreten ist, ist das eigentlich Charakteristische der Wahlagitation der Ordnungsleute" das heiße Werben um die Stimmen der Arbeiter und das kindliche Soffen auf Erfolg. In der Freitags- Versammlung standen den Konservativen eine beträchtliche Zahl von Freifinnigen und mur vereinzelten Socialdemokraten gegenüber. Auf das Referat des Schriftstellers Harts mann, der mit Gott für König, Vaterland und Zollwucher eintrat, folgte eine Ansprache des tonservativen Kandidaten, Generalmajor 3. D. Bartels. Der alte Herr mag auf dem Ererzierplag eine ganz leidliche Figur gemacht haben, auf der Rednerbühne aber zungenfertigen Vorredner, dem man das Zeugnis ausstellen muß. wirfte er sehr wenig imponierend zumal im Gegensatz zu seinem daß er( berlinisch zu reden) eine brillante Schwarte hat". Die Rede" des Generalmajors stand trop der gelehrt klingenden ſtatiſtifchen Zuthaten nach Form und Inhalt auf der Höhe eines Biertischgefpräches, aber da auch er den 8ollwucher pries, fo weďte er freudige Begeisterung in jedem konservativen Herzen. Der anwesende Prof. b. Wend stern, konservativer Kandidat des zweiten Kreises, war so berauscht, daß er in der Diskussion die unbeholfenen Ausführungen des Generalmajors als eine ganz außerordentlich hervorragende Leistung feierte. Im übrigen bewies Herr festgesetzt hat, er sei von der Vorsehung dazu bestimmt, die b. Wendstern aufs nene, daß in seinem Kopfe fich die fige Idee rbeiter Berlins im Triumph in das Lager der Regierung hinüberzuführen. Es ist anglaublich, welche Berivüstung die Reden von Effen und Breslau in mittelmäßigen Köpfen angerichtet haben. Auch von freisinniger und socialdemokratischer Seite wurde in die Diskussion eingegriffen. Unser Genosse asenstein trat den Verdrehungskunststüden Hartmanns entgegen. Die Wendstern und Konsorten verspottete er: Wenn Sie träumen, den Arbeiter zu sich hinüberziehen zu können, ja dan träumen Sie." Als einmal, im Lauf der letzten Legislaturperiode, bürgerliche Abgeordnete mit der Anregung hervortraten, es möchten die deutschen Immerhin laufen in jeder konservativen oder antisemitischen Zu Anfang des Jahres 1900 drangen nach Deutschland die Sträflinge doch statt ins Zuchthaus nach den deutschen Kolonien ge- ersten Nachrichten über die Greuelthaten, die ein Alleredelfter der Versammlung ein paar Leute umher, die sich als lebende Beweise" schickt werden, da erklärte der Staatsfekretär des Reichs- Juftizamts Nation, der Prinz Prosper Arenberg in Südwestafrika begangen fangversuche vorzustellen pflegen, und auch diesmal gaben des Erfolges tonservativ antisemitischer Arbeiter Rieberding unter Berufung auf die Berichte der Gouverneure, batte. Der Prinz geriet mit einem Eingeborenen ist Streit, weil er wieder zwei dieser Arbeiter sich selber zum besten. Ein Arbeiter daß die Einführung eines solchen Deportations Systems durchaus ihm nicht genug Weiber zuführte. Er befahl einem Soldaten, hatte die Diskussion eröffnet, und den Schluß machte gleichfalls ein nicht zu wünschen wäre. Zu den Hauptgründen, die der Staats- auf den Unbotmäßigen zu schießen, der Soldat weigerte sich erst und Arbeiter. Der erfte, ein gutmütiger, fchon bejahrter Mann, der in Ton sekretär damals für seine ablehnende Stellungnahme ins Treffen schoß dann dem armen Teufel, dazu gezivungen, so vorsichtig wie und Geste sowie durch den Inhalt seines Vortrages an den Laienprediger führte, gehörte die Feststellung, daß die Gesundheitsverhält möglich ins Bein. Hiernach geruhte der prinzliche Kulturträger den irgend einer religiösen Selte erinnerte, kam seinen eignen Barteigenossen nisse in diesen Kolonien zu ungünstig seien. Zur Massenbesiedelung Mann höchstselbst totzuschießen und ihm den Ladestock ins Gehirn zu komisch vor und weckte fröhliche Heiterkeit. Der andre, ein junger, mit Weißen sei das Land überhaupt nicht geeignet. stoßen. Das Todesurteil, das über diesen prinzlichen Mörder not aufgeregter Mensch, der auf den Namen 2eißenborn hört, redete sich in eine Wut hinein, daß er bald nicht mehr wußte, was In einer durchaus anerkennenswerten Regung der Menschlichkeit wendig ausgesprochen werden mußte, wurde im Gnadenwege er sprach und schließlich mit Stentorstimme unter dem donnernden will das Reich seine Zuchthäusler lieber in den Tuberkulose- zu einer fünfzehnjährigen Zuchthausstrafe, durch einen neuen Gelächter der ganzen Versammlung in den Saal hineinbrüllte: I Brutanstalten der grauen, roten und gelben Häufer beherbergen, als Gnaden att zu einer ebenso langen Gefängnisstrafe umgewandelt. bin nicht so dumm, wie ich vielleicht aussehe!" auf dem noch gefährlicheren Boden der Kolonien. Dasselbe Reich Der Mann wird heute von den Kolonialpolitikern als Märtyrer ge- Nach diesem Herzenserguß eines Lonservativen Arbeiters hatten aber wendet für diese Kolonien, die für seine Zuchthäusler zu schlecht feiert und im Gefängnis so behandelt, daß ihn jeder socialdemo- auch die Konservativen genug. Sieben Redner standen noch auf der find, Hunderte von Millionen auf und sucht Arbeiter und vor allem fratische Redakteur darum beneiden kann. Ja, wenn eine uns dieser Liste, aber man wünschte Schluß. In der nächsten Versammlung begüterte Bauern dahin zu locken. Um aber diesen köstlichen Befiz Tage zugegangene Mitteilung zutreffend ist, wäre der Prinz sogar will man sich weiter blamieren. zu schützen, baut es eine Flotte, die Milliarden foſtet! jezt vollständig begnadigt worden und hätte das Gefängnis bereits In den letzten fünf Jahren hat man den Kolonialfurs eifrig fort- verlassen. gesteuert, und mancher heißer Schweißtropfen der steuerzahlenden In Ostafrika wurde ein Häuptling vom Hauptmann annen deutschen Arbeiterschaft ist in den afrikanischen Sand gefloffen. berg aus Laune mit Knutenhieben behandelt. Derselbe Mann Kiautshou war schon früher den Chinefen abgenommen worden hat angeblich auch ein Kind, daß ihn im Schlafe störte, samt seiner und aus diesem sonderbarsten aller Pachtverträge hat sich in erster Mutter niedergeschossen. 18 mo Jm 05 Linie die abscheuliche, blutige chinesische Burleste entwidelt. Im Nach Mitteilungen des bekannten Kolonialpolitikers Dr. Hans Jahre 1890 waren den Spaniern die völlig wertlosen Karolinen, Meher find in Ostafrika 2000 Gingeborene wegen rückständiger Balaus und Marianen- Inseln für schweres Geld, fast 17 Millionen, Steuern totgefchoffen worden. Der Oktober des Jahres 1900 abgelauft. Das ganze Gebiet hatte damals 127 weiße Einwohner, forderte allein 40 Opfer mile is darunter dreiunddreißig Deutsche. Ferner wurden durch Vertrag Nach den neuesten Nachrichtent setzt sich jeder Kolonialdeutsche, die beiden Samoa- Jufeln Upolu und Sawai erworben, die ebenso der über Mißhandlungen der Eingeborenen an deutsche Zeitungen wie die Karolinen starke Zuschüsse aus der Reichskasse erfordern. berichtet, einem amtlich verfügten Boykott aus, der Schließlich wurden der Neu- Guinea- Gesellschaft, die mit großen natürlich seine ganze Eristenz vernichtet. Verlusten arbeitete, die Hoheitsrechte über Neu- Guinea und den Die Hausstlaberei besteht im deutschen Schutzgebiete unter Bismardarchipel abgehandelt. Das Reich muß der Gesellschaft zehn der Herrschaft des Kreuzes ruhig fort. Jahre lang je 400 000 M. zahlen und hat dafür das Recht, jene Zu- Neuerdings hat sich eine deutsche Kolonialgesellschaft gebildet, schüsse zahlen zu dürfen, die die Gesellschaft bisher aufbringen die eine vollständig moralinfreie Kolonialpolitik betreiben will. Das mußte. 50 000 Settar Land, die sich die Gesellschaft wählen kann, Ideal dieser Uebermenschen besteht in der Verhängung des Arbeitswo und wie sie will, also das relativ wertvollste Land ist im 3 wangs über die Eingeborenen, aber in einer neuen kapitalistischBesitz des Privatkapitals geblieben. modernisierten Sklaverei. Was in jenen Ländern, in denen die EinAlle diese neuen Kolonien, die zum Teile unter Umgehung der geborenen ohne große Mühe von den Erzeugnissen der Natur leben können, berfassungsmäßigen Rechte des Reichstages gemacht worden sind, die Hungerpeitsche nicht vermag, foll durch die Nilpferdpeitsche ersetzt find ebenso wie die alten fressendes Kapital. Es sind die Lurus- werden. pferde, auf denen der weltpolitische Größenwahn ins Feld Wachsende Deficite, steigende Reichszuschüsse, stagnierende reitet, während das werkthätige Volt den Hafer für sie herbei. Handelsverhältnisse, furchtbare Mißhandlungen der Eingeborenen zuschaffen hat. das ist die Bilanz der deutschen Kolonialpolitik in den letzten fünf Jahren ebenso gut wie in der übrigen Zeit, feitdem zum erstenmale die Knochen der preußischen Grenadiere" dem Weltmachtssport geopfert worden sind. * " Der Wahlaufruf des Centrums wird am Sonnabend von der " Germania" veröffentlicht. Die Partei zieht immer noch mit Gott für Wahrheit, Freiheit und Recht" in den Kampf. Es wird weise Sparsamkeit verlangt. # " Zu Aufwendungen für Heer und Marine darf die Steuerkraft des Volkes nicht weiter in Anspruch genommen werden, als die Sicherheit und Wohlfahrt des Vaterlandes gebieterisch erheischen. Die Bewilligungen für die Kolonien, deren Hauptwert in der Ausbreitung des christlichen Glaubens und der Kultur beruht, haben ihr Maß in einer verständigen Würdigung unsrer finanziellen Leistungsfähigkeit." Das heißt: Wir bewilligen nach wie vor 99 Prozent aller Forderungen, 1 Prozent ziehen wir tapfer ab, um den Kampf für Wahrheit, Freiheit und Recht" zu bestreiten. Die Ausführungen über die mittlere Linie" des Zollwuchers find von wahrhaft Bülowscher Inhaltlosigkeit, lassen aber an agrarischer Tendenz nichts zu wünschen übrig; Aufhebung der Meistbegünstigungsverträge wird verlangt, ebenso Grenzsperren für Vieh. Zum Schluß wird versucht das Jesuitengesetz als Wahlparole hinzuwerfen: Die Erhaltung des Centrums ist insbesondere unbedingt notwendig für die Katholiken Deutschlands; nirgends anders finden ihre berechtigten Interessen genügendes Verständnis und thatbereite Vertretung. Keine Stimme darf verloren gehen, welche für die Sicherung unfrer Stellung abgegeben werden kann. Auch in den Wahlkreisen, in welchen die Centrumswähler eine Minderheit bilden, müssen sie vor allem durch ihre Abstimmung gegen die Fortdauer des ungerechten Jefuitengefeßes protestieren; fein Kandidat darf eine Centrumsstimme erhalten, der nicht mindestens fo viel Gerechtigkeitsfinn besitzt, daß er sich, wie die hervorragendsten Führer der konservativen, der nationalliberalen und der freisinnigen Fraktion im Reichstag für die Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesezes erklärt. Necht muß Necht bleiben." Auch diese Wahlparole wird nicht mehr ziehen; sie ist auch gar Im Stat für das Jahr 1908 Balanciert der Kolonialetat mit Einnahmen und Ausgaben von rund 37 Millionen Mart, von denen rund 28 Millionen bar zugezahltes deutsches Steuergeld find. während mur 9 Millionen, also noch nicht ein Viertel der Gesamt- Der bürgerliche Reichstag hat als getrener Sancho Pansa den fumme aus den eignen Einnahmen der Kolonien bestritten werden, weltpolitischen Don Quichotte auf seinen Kreuz- und Irrfahrten nicht ernstlich gemeint. Ein Vertreter des Centrums- apitalismus Durch seine Art zu kolonisieren, ist das Deutsche Reich das begleitet, obwohl im ganzen Reichstage keine zehn Leute sich wählt tausendmat lieber einen nationalliberalen Kulturkampfpauter Gefpött der ganzen Welt geworden. Ein Netz der Bureaukratie befinden mögen, die an den Kolonialfchwindel wirklich glauben. als einen Socialdemokraten, Es ist charakteristisch, daß der Aufruf erstreckt sich über das Land, das jeder wirtschaftlichen Unterlage ent- So konnte er denn die ruhmreichste Heldenthat seines Lebens vergißt, die Socialdemokraten unter den Gegnern des Jesuitenbehrt. Es giebt mehr Assessoren und Schußleute dort als Kaufleute. begeben und zog mit gepanzerter Faust in den Kampf wider die gefezes zu nennen. In Ostafrika kommt genau hinter jedem produktiv thätigen Deutschen chinesische Windmühle. Das chinesische Abenteuer war der Brennein Schußmann oder Ererziermeister und außerdem noch ein fpiegel, in dem sich aller Glanz der deutschen Weltpolitik zu einem Missionar zu stehen. Genau ebenso ist es in Togo und Kamerun Bilde vereinigte. bestellt. schrieben als gearbeitet. In Südafrika, der wasserlosen Perle unfres Stolonialbefizes, tommt allerdings erst auf drei Deutsche ein Schutzmann. Es wird mehr reglementiert als gehandelt, mehr geWahlkampf. Jeder deutsche Ostafrikaner kommt uns auf 6000 M. jährlich zu stehen, jeder Kameruner auf 3200 M., jeder Südwestafrikaner auf *) Vergl. Nr. 100 des Vort." Die Konfervativen und die Arbeiter. Als Berliner Zählkandidat des Centrums ist Dr. Stephan proklamiert worden. Für Teltow- Beeskow und Nieder- Barnim kandidiert er auch gleich mit. Die Stichwahl- Taktik der Freisinnigen Volkspartei. Vor einiger Zeit berichteten wir auf Grund der Meldung eines In Berlin wird die Agitation für die Reichstagswahlen von zuverlässigen Berichterstatters, Herr Dr. Wiemer habe in einer den Gegnern der Socialdemokratie mit ungleichem Cifer betrieben. Bersammlung in Altenburg gefagt, für die Freifinnige VoltsWährend es auf freifinniger Seite noch auffallend still zugeht, unter- partei sei die Socialdemokratie nicht das fleinere llebel. Darauf nehmen die vereinigten Ordnungsparteien" in ihren Ver- trat Herr Dr. Wiemer an mehrere unfrer Parteigenossen im Reichssammlungen einen Vorstoß nach dem andren. tage heran und versicherte ihnen auf sein Ehrenwort, daß er " " das nicht gesagt habe. Diese so bündige Versicherung veranlaßte werk, wenigstens in dieser Angelegenheit, zu verleiden, teilen wir nachuns zu der Notiz in unfrer Nr. 100. Wir werden aber jetzt auf stehend wörtlich den Antrag der Verkehrsdeputation mit. Es eine Erklärung unfres altenburgischen Genossen Käppler aufmerksam, wurde beantragt: die dieser schon am 11. April in der Altenburgischen Volkszeitung" unter seinem Namen veröffentlichte und die den Zweck hatte, Die Ableugnung der Wienerschen Aeußerungen in der„ Altenburger Zeitung" zurückzuweisen. Nach dieser Erklärung hat Dr. Wiemer wörtlich gesagt: " Ich komme nun zu unserm Verhalten bei der Stichwahl, wegen der mich Herr Käppler interpellierte. Bei der Stichwahl gilt auch für uns der Grundsatz vom kleineren Uebel. Dieses kleinere Uebel sind Sie( zu den Socialdemokraten gewandt) nicht. Uns trennen Ihre kommunistischen Anschauungen und Endziele, während wir auf dem Boden der heutigen Gesellschaftsordnung stehen. Herr Käppler hat durchblicken lassen, daß die Socialdemokratie mit Repreffalien antworten werde, er hat behauptet, in seiner Partei erstarke immer mehr eine Richtung, die der Freisinnigen Volkspartei bei den Stichwahlen, den übrigen reaktionären Parteien gegenüber, feinen Vorzug einräumen wollen. Ich fürchte diese Drohung nicht. Sie( zu den Socialdemokraten) wählen in der Stichwahl uns nicht um unsrer schönen Augen willen, sondern Sie wählen uns als Liberale, die fifir liberale Forderungen eintreten, das für wissen Sie, deshalb müssen Sie bei einer Stichwahl uns einem Wir werden feine Wahlparole in dieser Beziehung ausgeben, rechtsstehenden Kandidaten vorziehen. Parteigenossen und Gesinnungsgenossen! Bekanntlich wurde in der Sitzung der Hauptvorstände am 30. April d. J. ein Unterstügungskomitee gewählt. Es ist unser aller Pflicht, dieses Romitee ,, uns zunächst den Konsens für eine Probestrecke und zwar nun durch Zuwendung von Geldern zu unterstützen, damit geholfen für die im Plane eingetragene Linie Potsdamerstraße- Mohren werden kann, wo es notwendig ist. Der Parteisekretär ist bereit, straße- Spittelmarkt- Köpnickerstraße- Schlesisches Thor principiell Gelder in Empfang zu nehmen. Ueber alle einlaufenden Gelder wird wöchentlich in„ Het Volk" quittiert; alle Gelder werden an das erteilen zu wollen". Dieser Antrag( J.-Nr. 1002 V. 99) wurde am 18. April 1899 Landes- Unterstützungskomitee abgeführt. schriftlich beim Polizeipräsidium eingereicht und wurde dann mit der bekannten Begründung abgelehnt, daß die Linie schon für Siemens 1. Halske reserviert sei und der Plan der Stadt deshalb nicht die Zuftimmung des Königs finden werde. In diesem Punkte ist also der dokumentarische Nachweis geliefert, daß die„ Nordd. Allgem. Ztg." lügt. Schweiz. Neubewaffnung der schweizerischen Artillerie. Der Bundesrat beantragt bei der Bundesversammlung die Neubewaffnung der Feldartillerie mit einem von der Expertenkommission vorgeschlagenen 7,5 Centimeter Rohrrücklaufgeschüz der Firma Krupp in Essen; Munitionswagen, Munition usw. sollen in der Schweiz hergestellt werden. Die bisherigen 56 Batterien zu sechs Geſchüßen werden ersetzt durch 74 Batterien zu vier Geschüßen. noch nicht abgeschlossen. Die Kosten der Neubewaffnung der FeldDie Versuche mit den Feldhaubißen und den Gebirgsgeschützen find artillerie belaufen sich auf 21 700 000 Fr. Aber auch in Sachen der Stern Ausschmückung hat der Direktor der Großen Berliner Straßenbahn selbst die Bemühungen das offiziösen Blattes vereitelt. Direktor Micke hat sich in dem Bericht der Großen Berliner Straßenbahn an die Generalversamm lung wegen der Marmorgruppen am Großen Stern geäußert, daß die Ausſchmückung nicht etwa aus künstlerischen Intereffen Spanien. 150 erfolgen solle, sondern als ein Ausgleich zu betrachten sei für die Ersparniſſe, welche durch die Bewilligung der Umwandlung der unter über Tumulte und blutige Zusammenstöße ein, welche die Bekanntin Oberleitung entständen. 70 jedem unsrer Wähler soll seine individuelle Freiheit erhalten irdischen Stromzuführung Antrages war von der kaiserlichen Zu hervorgerufen hat. In Infirſto wollten die Wähler in das Rathaus bleiben, zu wählen, wen er will. Wir Liberalen müssen nach rechts und nach links kämpfen, die Socialdemokraten bedrängen uns mehr als unsre rechtsstehenden Gegner, die Socialdemokratie schmäht im Wahlkampf unsre Kandidaten am meisten, dann in der Stichwahl verlangt sie trotzdem, wir sollen für sie eintreten. Ob uns die Socialdemokraten wegen unsres Verhaltens schmähen, ist uns gleichgültig, für uns ist nur Richtschnur unser entschieden liberales Programmi." Genosse Käppler versichert noch ausdrücklich, daß er diese Worte Wiemers sofort, wärend dieser sprach, niedergeschrieben hat. Es liegt danach für uns kein Anlaß vor, die Darstellung des Genossen Käppler in Zweifel zu ziehen. Der ganze Gedankengang Wiemers bestätigt auch die Richtigkeit der seiner Zeit von uns berichteten Aeußerung. Wir müssen es Herrn Dr. Wiemer überlassen, sich mit seinem Ehren wort abzufinden. Wenn wir schließlich zu den Aeußerungen Wiemers noch eine Bemerkung machen sollen, so wäre es dies, daß der Herr unser Verhältnis zu den Freifinnigen nicht zu verstehen scheint. Wenn wir wünschen, daß die Freisinnigen bei einer Stichwahl zwischen einem Socialdemokraten und einem Reaktionär für uns stimmen sollen, so geschieht das zum allerkleinsten Teile unfretwegen, sondern vielmehr der liberalen Grundsäze wegen, die Herr Wiemer so stolz als feine einzige Richtschmur bezeichnet. Wir wünschen sehr, daß die Freisinnigen ihre liberalen Grundsäge nicht so weit vergessen, um in der Stichwahl einem Reaktionär den Vorzug zu geben vor einem Socialdemokraten, der ja diefe liberalen Grundsätze gleichfalls vertreten muß. Freifinnige, die liberal handeln im allgemeinen guten Wortsinne, sind uns im Kampfe gegen die politische Reaktion sehr willkommen; Freisinnige, die reaktionär genug find, für einen offenen Reaktionär zu stimmen, taugen nichts zur Bekämpfung der Reaktion. Die Stichwahlhilfe der Freifinnigen ist uns willkommen um der liberalen Grundsäze willen; wird sie uns nicht gewährt, dann ist das schlimm genug für den Liberalismus, wir werden aber dann eben die liberalen Grundsätze auch ohne die Freisinnigen und am Ende auch gegen die Freisimmigen verteidigen und ihnen dann, wenn auch vielleicht langsamer, aber darum nicht weniger sicher zum Siege verhelfen. Die Genehmigung des ſtimmung abhängig, und das Angebot ist erfolgt, weil damit ein Wunsch des Kaisers zur Erfüllung fam. Wenn die„ Nordd. Allg. Zeitung" nicht einem ftaatsanwaltlichen Angriff auf Grund des dolus eventualis gefeit wäre, so könnte übrigens diese Hartnäckigkeit im Ableugnen sonnenklarer Thatsachen ihr als Majestätsbeleidigung ausgelegt werden. Das sieht ia beinahe wie eine Mißbilligung der kaiserlichen Bestrebungen in schärfster Form aus! " Wahlunruhen. Noch immer laufen aus Madrid Nachrichten gabe des Wahlergebnisses in verschiedenen spanischen Provinzen eindringen; die Gendarmerie verhinderte dies, und dabei kam es zu einem Zusammenstoß. Nach amtlichen Meldungen wurden 7 Berfonen, darunter ein Gendarmerielieutenant, getötet und 15 Personen verletzt. In Almeria fanden Kundgebungen statt, bei denen das Oftroigebäude in Brand gesetzt wurde. Die Menge warf mit Steinen nach der Gendarmerie, welche mit der Waffe einschritt. Dabei wurden zwei Personen verletzt. In Jumilla( Provinz Murcia) drangen Arbeitslose in das Rathaus ein, um Arbeit zu fordern. Als die Gendarmerie sie zurücktreiben wollte, schossen sie auf die Gendarmerie. Die Gendarmen erwiderten das Feuer, wobei zwei Personen ge= tötet und eine verletzt wurde. Ein Offizier erlitt ebenfalls schwere Verlegungen. Die Nachrichten stammen aus offiziöser Quelle. In den meisten Fällen haben sicherlich die Wahlbetrügereien der Behörden den Anstoß zu den Ausschreitungen gegeben. Türkei. Daß das Regierungsorgan iegt völlig im Geiste und Stil der Norbmacher Fischer, Schweinburg und Mar Lorenz redigiert wird, zeigt folgende Betrachtung" der„ Nordd. Allg. Zeitung" über den socialdemokratischen Wahlaufruf: „ Es lohnt sich nicht, die einzelnen Behauptungen der ganze Aufruf besteht bis auf die Schlußredewendungen lediglich aus solchen einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Sie find sämtlich nach dem Rezepte hergestellt: Der Leichtgläubigkeit und Die Dynamit- Attentate in Saloniki bereiten der Pforte arge Urteilslosigkeit der Masse der socialdemokratischen Wähler kann Verlegenheiten. In der vorgestrigen Nacht fand im Yildiz- Palast man alles zumuten; man muß nur den Mund recht voll ein außerordentlicher Ministerrat statt, dessen Beschlüſſe noch unnehmen. Die Schlußphrasen: Nieder mit dem Militarismus bekannt sind. Ueber das bereits gemeldete, in Vorbereitung befindNieder mit den Flottenrüstungen Nieder mit der Wucherpolitik i liche Cirkular der Pforte an die Mächte verlautet, die Pforte lehne Nieder mit. usw. sind dem socialdemokratischen Mob voll- die Verantwortung für die Ereignisse ab und schiebe sie auf die ständig angepaßt. Man sollte meinen, der gesunde Sinn der Bulgaren. Gerüchttveise verlautet, die Pforte wolle eine Art Ulti= deutschen Arbeiterschaft würde sich, angeetelt von solchem Phrasen- matum gegen Bulgarien richten. Nachträglich wird bekannt, daß tum, abwenden. Noch eines: Der Aufruf der Socialdemokratie zeigt ein Botschafter fürzlich in einer Audienz Vorsichtsmaßregeln für aufs neue deutlich, wo der Feind der nationalen Politik des Reiches Saloniki dringend angeraten habe. steht. Ob diese Erkenntnis nicht dazu beiträgt, daß endlich Dem„ B. T." wird vom 2. Mai aus Budapest gemeldet: Die fleinliche Parteizwiste in den Hintergrund treten, und aus Saloniki hierher gelangten Schreckensnachrichten, wonach die die gemeinsame Wahrung gemeinsamer Intereffen gegenüber Stadt an vierzig Stellen brennt(?) und 100 Menschen tot(?), der Socialdemokratie den bürgerlichen Parteien der deutsche Konsul und dessen Dragoman schwer verwundet seien, als die nächste und dringendste Aufgabe erscheint?" haben hier große Erregung hervorgerufen. Man nimmt nun als sicher an, daß der Einmarsch der Truppen Oestreich= nicht im stande sein wird, den Aufstand allein niederzuwerfen. Diese Ungarns nach Macedonien erfolgen wird, da die Türkei Möglichkei., welche auch einen großen Einfluß auf die innerpolitische Situation hätte, drückte auch heute die Opposition nieder. Nachdem dieselbe gestern 4 Stunden lang getobt und den Ministerpräsidenten Szell nicht hatte zu Worte kommen lassen, hörte heute denselben ruhig an. Das Wort vom socialdemokratischen Mob" ist aufklärender für die wahren Gesinnungen der herrschenden Klassen als alle social politisch geschminkten Redensarten. Der socialdemokratische Mob wird auch mit dem herbeigejammerten Kartell der bürgerlichen und feudalen Sippen fertig werden. " Elenden", der„ Mob". Wir wachsen die" Bestien", die Ein Sühneminister" nach Amerika geschickt? Der preußische Finanzminister v. Rheinbaben will am Dienstag eine sechswöchent liche Studienreise" nach den Vereinigten Staaten antreten, um die dortigen wirtschaftlichen Verhältnisse aus eigner Anschauung" tennen " Der preußische Geheimrat Lusensky will kein Kartellbrecher sein. Ueber diesen Gegenkandidaten Dertels im 9. sächsischen Kreise hat sich bekanntlich ein heftiger Stampf entsponnen. Während die Konservativen behaupteten, diese Kandidatur bedeute einen Bruch des Kartells, behaupteten die an der Aufstellung Lusenstys beteiligten Nationalliberalen das Gegenteil. Schließlich erließen die offiziellen Vertreter der Kartellparteien einschließlich des Vertreters der Nationalliberalen eine öffentliche Erklärung, daß die Kandidatur zu lernen. doch einen Bruch des Kartells bedeute. Nunmehr trat Herr Lusensky zurück und die , Dresdener Zeitung", ein nationalliberales Blatt, teilt dazu mit, daß dieser preußische Geheimrat die Kandidatur mur angenommen habe unter dem Vorbehalt, daß sie keinen Bruch des Kartells bedeute. Es wird übrigens hinzugefügt, daß die Nationalliberalen im Freiberger Kreise sich nach einem andern Sonderkandidaten umsehen wollen. Ob sie einen finden werden, der Stange hält, ist allerdings noch recht zweifelhaft. Nach mir die Sündflut" scheint der Centrums- Abgeordnete Schättgen gedacht zu haben, als er seiner Partei im Reichstage den feinen Streich spielte mit dem Antrage auf Entschädigung der Zündholzfabrikanten und Zurückstellung der Vorlage bis nach Lösung der Entschädigungsfrage. Die bayrische Centrumspresse hat sich trampfhaft bemüht, die Anträge des Herrn Schättgen, dem Herr Pichler zu Hilfe eilte, als harmlos hinzustellen. Dieser Herr Schättgen verzichtet nämlich auf seine Wiederaufstellung und überläßt es seinen Parteigenoffen, die Suppe auszulöffeln, die er ihnen eingebrockt hat. Politische Uebersicht. Offiziösen- Mob. Berlin, den 2. Mai. Die„ Nordd. Allgemeine Zeitung" treibt gegenwärtig ihr Handwerk des Dementierens in einer so verlogenen und dabei so findischen Weise, daß eine Regierung, die etwas auf sich hält, fich weigern sollte, ein so unsauberes und dummes Blatt ferner auszuhalten. Herr Rheinbaben lebt seit seiner Geburt in Deutschland und hat trotzdem immer noch eine sehr geringe Anschaumg von den deutschen wirtschaftlichen Verhältnissen. Aber Amerika wird er in sechs Wochen ergründen. Die„ Studien" dürften mithin nicht der Zweck sein. Er geht entweder als„ Sühneminister" nach Amerita, um die Verstimmungen zu beseitigen, oder er will wegen der Handelsverträge fühlen". Ob er das Denkmal des alten Frigen gleich mitnimmt?" dem Dorfe Baldo im Kreise Nevrekop ist heute eine 50 Mann starte Konstantinopel, 1. Mai. Eine weitere Meldung besagt: Bei bulgarische Bande von türkischen Truppen überfallen worden. Die Bande hat 29 Tote und 17 Verwundete verloren; die türkischen Truppen hatten angeblich nur einen Verwundeten. #Maifeier. Vororte. welche des Abends von ca. 200 Personen besucht war, nahm nach Treptow Baumschulenweg. Die Mai- Versammlung, einent, wirkungsvollen, mit großem Beifall aufgenommen Bortrag des Genossen Dr. Mar Alberty die von der Gewerkschaftstommission empfohlene Resolution bis auf den Abschnitt der Sonderorganisation einstimmig an. Berlin und München. Eine Privatdepesche aus München meldet: Nach der„ Münch. Post" stürzte Minister Crailshaim, weil er gegen den Centrums- Abgeordneten Heim das Disciplinarverfahren einleiten wollte wegen seiner Reden auf dem bayrischen Centrumstag. Da fartell einberufenen Versammlungen insgesamt von ca. 2500 Personen Rigdorf. Am Vormittag waren die beiden vom Gewerkschaftsgegen protestierte Bodewils als Reffortminister Heims. Crailsheim besucht. Bei Thiel referierte Genosse Dupont, bei Münzer Genoffe verlangte für sich das Recht der Exekutivgewalt über die Beamten Boeste. Die nachmittags bei herrlichstem Wetter in der Vereinsaller Ressorts, die Mehrheit der Minister war dagegen. Darauf Brauerei und bei Thiel, Bergstraße, vom Wahlverein veranstaltete wagte der Ministerpräsident eine Machtprobe durch sein Entlassungs- Maifeier war in beiden Lokalen von ca. 5000 Teilnehmern besucht. gesuch, das der Regent genehmigte. nullo con und Im allgemeinen nahm die Feier einen imposanten Verlauf. Die„ Münchener Neuesten Nachrichten" dementieren mittag in gut besuchter Gewerkschaftsversammlung. In Wilmersdorf referierte Genosse Bartels am Vors die Meldung, Bayern habe auf Grund des Versailler Vertrages den Am Abend waren 700 Genossen erschienen. Genosse Silberstein referierte Borfit im diplomatischen Ausschuß des Bundesrats verlangt und die über die Bedeutung des Tages. Die Resolution fand einstimmige Antwort niemals" erhalten. Die Münchener Post" sagt dazu: Annahme. Die Feierlichkeiten wurden von dem Gesangverein der Richtig sei, daß ein bayrisch- preußischer Konflikt in nie dagewesener Maurer eingeleitet. Lebende Bilder 2c. trugen zur Belebung des Schärfe bestehe, das sei auch der Grund, daß der Kaiser auf der Romreise München umgehe. Bei den Bemühungen Podewils' handle es sich auch um eine andre staatsrechtliche Frage, betreffend Stellung Bayerns im Vorsitz des Bundesrats selbst. Das Wort„ Niemals" sei thatsächlich gefallen als Antwort auf bayrische Fühlversuche. Als Sittenbild aus den Gefilden des Bundesrats mögen diese Mitteilungen verzeichnet werden. Festes bei. Grünau. Zur Maifeier hatten sich bei uns in dem kleinen Ort circa 100 Personen eingefunden, welche mit vielem Interesse dem Vortrage des Genossen Georg Bernhardt über die Bedeutung des ersten Mai folgten und dem Vortrage stürmischen Beifall zollten. einstimmig angenommen. Die von den Berliner Gewerkschaften aufgestellte Resolution wurde Reinickendorf. In gut besuchter Versammlung referierte Gen. darauf einen von einem hiesigen Genossen verfaßten Prolog. Die Het schold über die Bedeutung des ersten Mai. Gen. Dhse sprach von dem Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission verfaßte Resolution wurde angenommen. Mit einem Hoch auf die SocialDie„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erdreistet sich neuerdings, ihre Zweifel zu äußern, ob für den Abg. Singer noch die hinsicht lich der Wahrheitsliebe geltenden Moralbegriffe Geltung haben". Die Moralbegriffe der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" aller- Der Bürgermeister der Stadt Eisenach wurde am 1. Mai bon Ein Oberbürgermeister zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. dings nicht. der Straffammer daselbst wegen Vergehens im Amte zu zwei Monaten Aber Moral hin, Moral her wenn das Blatt schon aus dem Gefängnis verurteilt. Zur Last gelegt war ihm in erster Linie, daß Lügen ein Gewerbe macht, so möge es wenigstens das Gewerbe er als städtisches Polizei- Oberhaupt eine Anzahl von Anträgen, demokratie schloß die Versammlung. Der Gesangverein„ Weiße Rose" mit leidlichem Geschick und geringerer Bergeßlichkeit treiben. weibliche Personen der Sittentontrolle zu unterstellen, unterdrückt fang einige Freiheitslieder. wenn Alt Glienicke. Am Abend des 1. Mai fand die MitgliederNeulich hat sie schon ihre Freude und Dankbarkeit geäußert über hatte. Hierdurch sollte er in der guten Luther- Stadt skandalöse zu versammlung des Wahlvereins statt, in welcher Genosse Tost über „ die durch kaiserliche Initiative beschleunigte Herstellung ſtände verschuldet haben: Ein ganzes Heer von Dirne der Siemensschen Hoch- und Unterpflasterbahn". Heute leugnet sie hältern foll, auf die Nachsicht des Bürgermeisters bauend, Eisenach die Bedeutung des 1. Mai sprach. Die Versammlung spendete dent der Siemensschen Hoch- und wieder alles ab. Und der offiziöse Bursche, der die Aufgabe hat, unsicher gemacht und die Moral und die öffentliche Gesundheit geswar, reichen Beifall. Es wurde festgestellt, daß sich die Zahl der Referenten für seinen Vortrag, welcher für jedermann verständlich die Wahrheit zu verdunkeln, erdreistet sich, die Ehre anständiger denken für sein Vorgehen vor, Der Bürgermeister schützte humanitäre Bedas ihm durchaus nicht feiernden Arbeiter gegenüber dem Vorjahr bedeutend vermehrt hat. Menschen zu bewerfen und zu behaupten, daß der Abg. Singer selbst allzusehr zu Ungunsten ausgelegt werden darf, Ein 60 Mann starter Trupp marschierte um 9 Uhr vormittags nicht an die Wahrheit seiner Behauptungen über den Einfluß des man bedenkt, wie oft durch fittenpolizeilichen Uebereifer noch von Saß nach Adlershof zur Versammlung bei Lau, wo Genoffe Kaisers und der kapitalistischen Gesellschaften auf die Berliner befferungsfähige Frauen in den Schlamm der gewerbsmäßigen Hildebrandt das Referat hielt. Verkehrsanstalten glaube. Unzucht herabgezogen werden. Man denke nur an die Vorfälle in Zoffen. Die Maifeier, die erste, die überhaupt in Zoffen abRiel! Heitler lag ein andrer Fall, wo der Bürgermeister, ein Herr v. Fewson, eine Klage gegen einen jungen Mann deshalb niedergeschlagen haben sollte, weil er mit der Familie befreundet war. Die Zeugenausfage gestaltete sich in diesem Punkte ungünstig für den Angeklagten. Auch soll der Bürgermeister sich Kompetenzverlegungen schuldig gemacht haben. Der schwerste Fall dieser Art war der Ausbau einer Straße ohne Genehmigung des Gemeinderats. Hinterher verlangte er unter Berufung auf den Grafen Bülow in der China- Affaire Indemnität. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" fast ihre Lügen in folgende Säße zusammen: 1 „ Es ist eine grobe unwahrheit: daß die Stadt Berlin den Bau einer Unterpflasterbahn von dem Potsdamer Bahnhof nach dem Stadtinnern geplant hat; es ist ferner eine grobe unwahrheit: daß der Firma Siemens u. Halste eine kaiserliche Zusage gleichviel in welcher Form für die Anlage dieser Bahn gemacht ist, daß der von Herrn Singer angeführte Erlaß vom 18. Juli 1900 auf ein persönliches Eingreifen des Kaisers er- Der Staatsanwalt hatte 6 Monate Gefängnis beantragt, das gangen, daß die Verlängerung der der Großen Berliner Straßen- Urteil lautete auf 2 Monate. bahn erteilten Genehmigung auf eine Einwirkung des Kaisers zurückzuführen ist, endlich daß die Ausschmückung des Großen Sterns mit Bildwerken auf einer Anregung des Kaisers beruht." Die schamlose Dementiererei des offiziösen Blattes hat in den Beteiligten städtischen Kreisen, wie wir mitteilen können, eine starke Empörung hervorgerufen. Um nun ein für allemal dem Blatt das HandAusland. 2 Unterstützung für die Opfer des holländischen Generalstreiks. Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht der Sekretär holländischen Arbeiterpartei Genosse Vom Kuijkhof Amsterdam, de Genestet straat 16, folgenden Aufruf: der gehalten wurde, verlief in großartiger Weise. Mittags Spaziergang nach Mellen, an dem hauptsächlich die hiesigen Buchdrucker teilnahmen, abends große Feier im Rüfferschen Saale, an der sich gegen 300 Personen beteiligten und die in bester Weise verlief, wobei nicht unerwähnt bleiben soll, daß durch das„ freundliche Entgegenkommen" unfrer Polizei die Stimmung wesentlich erhöht wurde. Zehlendorf. Die Maifeier ist großartig verlaufen. Am Morgen waren über 200 Personen in der Versammlung und lauschten den sarkastischen und volkstümlichen Ausführungen des Genossen Fuchs. Die Abendfeier verlief in fröhlicher Harmonie unter starter Beteiligung der Genossen. Die Berliner Zehdenick. Die Maiversammlung war von 5-600 Personen besucht, Referent war Genosse Stiefel- Berlin. Resolution fand einstimmige Annahme. Berlin. Zum erstenmal wurde hier der 1. Mai durch Arbeits ruhe gefeiert. Die Mehrzahl der auf den Bauten beschäftigten in Arbeiter ließ die Arbeit ruhen und begab sich in großen Trupps zum Versammlungslokal. Hier referierte May Kiesel über die Be Brandenburg. = sechs Lokalen begangen, die überfüllt und war bon Maifeier in über In den Unterweserorten war die Beteiligung an der Maifeier Die deutung des 1. Mai. Die Zahl der Besucher betrug 250-300. Nach In Bielefeld und nächster Umgebung wurde die 6000 eine noch weit zahlreichere wie in den Vorjahren. Vormittags fand mittags fand im Schüßenhaus Volksfest statt. Birkenwerder. Die Versammlung fand um 61/2 Uhr statt. Sie Personen besucht waren. Die Vormittagsversammlung, in eine Demonstrationsversammlung im Kolosseum zu Bremerhaven wurde eingeleitet vom Gesangverein" Frei". Referent war Genosse der Genoffin zieh- Hamburg referierte, war von 600 Personen statt, die sich eines Befuches erfeute, wie nie zuvor. Die Arbeitsruhe Kater, welcher stürmischen Beifall erntete. besucht. Es herrschte allgemein die größte Begeisterung. hat bedeutende Fortschritte gemacht, etiva 1000 Personen waren an= Neuenhagen. Die Maifeier in Bruchmühle war von circa In Düsseldorf verlief die Maifeier im allgemeinen in recht hübscher wesend. Genoffe Haverkamp streifte in seinem mit nicht 60 Personen besucht. Das Tanzen wurde verboten; wir werden Weise. Einen geschlossenen Zug hatte die Behörde verboten, nachdem endenwollendem Beifall aufgenommenen Referat auch die Rechtsaber dagegen Beschwerde einreichen. Die Mehrzahl der Genoffen fie in früheren Jahren bei Gewerkschaftsfesten anstandslos geschlossene attentate des Norddeutschen Lloyd und das brutale Vorgehen der scheint der Meinung zu sein, daß, weil uns von der Behörde unsre Züge genehmigt hatte. Die Maifeier als Demonstration für den großen Schiffswerft J. C. Tecklenborg, die um geringer Differenzen meiſten Veranſtaltungen inhibiert werden, ein Erscheinen überflüssig Völkerfrieden liegt unfren Staatsstützen ersichtlich im Magen. willen am Vorabend des 1. Mai ihre gesamten Arbeiter etwa fei. Die Genossen sollten aber gerade der Behörde den Beweis Trotzdem kamen ani Freitag wiederum an 800 Personen 1600 an der Zahl zum 14. Mai gekündigt hat. Eine Resolution erbringen, daß wir uns durch derartige Verbote nicht ein- morgens im Gewerkschaftshause zusammen, von da im Sinne der Ausführungen des Referenten, die sich gegen den schüchtern lassen. ging es in zwanglosem, doch gemeinschaftlichem Spaziergang Militarismus zu Wasser und zu Lande, gegen die Ausbeutung und durch die Stadt hinaus zum Garten- Etablissement Scheidlingsmühle. Entrechtung der Arbeiter richtete und in der die Versammelten geloben, In Finsterwalde unternahmen die Genossen morgens in einer Gegen Mittag ging der Zug in derselben Weise, doch durch Nach- am 16. Juni bei der Reichstagswahl den gegenwärtigen MachtAnzahl von 300 einen Spaziergang nach Heinrichsruh. Zu der zügler verstärkt, zurück zur Stadt. Abends fanden drei über- habern die Quittung auszustellen, fand einstimmige Annahme. Feier am Abend im„ Gesellschaftshause" hatten fich ca. 1000 Ber- füllte Versammlungen statt. Remiſcheid. Maifeier hier groß- Abendfestlichkeiten waren von vielen Tausenden besucht und nahmen fonen eingefunden. Die Festrede hielt der Kandidat des Kreises artig verlaufen. Ausflug und Verſainmlung, Beteiligung von 800 Per- einen imposanten Verlauf. Man hatte in diesem Jahre 3 Lokale ge= Genosse Hermann Schubert- Berlin. Konzert und Gesang ver- fonen. Iserlohn. Zwei große Maiversammlungen; 3500 Personen. wählt, die sämtlich überfüllt waren. Die Festreden der Genossen schönten die Feier. In Guben beteiligten sich am Nachmittags- Molkenbuhr und Gewehr referierten. Es herrschte große Haverkamp. Dellerich und Vieth fanden begeisterte Ausflug ca. 100 Personen. In der Abendversammlung referierte Begeisterung. Aachen. Großartig verlaufene Versammlung im Aufnahme. unter lautem Beifall Genosse Kotte Berlin. Die Versammlung Frankenberger Bierkeller 500 Personen besucht. Nienburg a. W. Von herrlichem Wetter begünstigt, nahm die war von 700-800 Personen besucht.- Die Maifeier in Spremberg Die Resolution wurde angenommen. Referent: With Köln. Maifeier einen guten Verlauf. An 300 Personen waren anwesend. ist so glänzend verlaufen, wie nie zuvor. Am Ausflug beteiligten Rölu a. Rh. Imposante, zahlreich besuchte Morgen- Versammlung. Genosse Behle- Hannover hielt ein schwungvolle Festrede unter lebfich circa 300 Personen, die Abendversammlung war von 500 Ber- Genosse Hanisch Dortmund hielt ein mit reichem Beifall auf haftem Beifall der Versammlung. sonen besucht. Genossin Frl. Baader erledigte ihre Aufgabe als genommenes Referat. Am Nachmittags- Spaziergang beteiligten sich Braunschweig. Die heute vormittag im Gewerkschaftshause abReferentin in glänzender Weise.- Schwebt a. D. machte durch die über 1500 Genoffen und Genojjinnen, trotz strömenden Regens haltene Maiversammlung, in der Genoffe St. Albert Magdeburg festtäglich gekleideten Arbeiter und ihre Familien einen sonntäg- bewegte sich der Zug in voller Ruhe durch die Stadt zum Gewerk- referierte, war trotz der gegenwärtig herrschenden ungünstigen lichen Eindruck. Etwa 400 Personen feierten durch Arbeitsruhe. schaftshause, woselbst am Nachmittage Konzert veranstaltet wurde. Arbeitsverhältnisse von ca. 800 Personen besucht. An den MorgenIn der Versammlung am Vormittag sprach Genosse Wels- Berlin. Abend- Versammlung und Feier, trotzdem in allen Vororten ausflügen der Maurer, Bauarbeiter, Fabritarbeiter, Buchdrucker usw. Am Nachmittag und Abend war die Beteiligung so start, daß der selbst Fest Veranstaltungen stattfanden, ein überaus starker beteiligten sich mindestens 1500 Personen. Die von nachmittags größte Saal der Stadt und der dazu gehörige Garten überfüllt Besuch. Ein guter Geist beseelte die Genossen als gute 4 Uhr ab im Gewerkschaftshause, Hofjäger und Weißes Roß stattVorbedeutung In Nen- Ruppin demonstrierten circa 300 Personen in 311 der kommenden Reichstagswahl. In findenden Festlichkeiten erfreuten sich namentlich in den beiden einer Abendversammlung. Nach dem Referat des Genossen Barop bei Dortmund fand eine sehr gut besuchte Ber- letteren Gartenlofalen bei dem herrlichen Wetter eines starten Winkler Berlin wurde die Resolution der Berliner Gewerk- sammlung statt, in der Genosse Beder Dortmund referierte. schaftskommission angenommen. An dem Vormittagsausflug in In Hamm sprach Genosse Adolf Hoffmann Berlin und in Braunschweig. Die hiesigen Genossen veranstalteten am VorNauen nahmen 71 Personen teil. Das Nachmittagskonzert und die Soest Genosse Fricke- Dortmund vor zahlreichen Zuhörern. mittag 6 Uhr Massenspaziergänge, an denen sich minAbendfeier waren gut besucht. Die Arbeit ließen 120 Personen destens 400 Personen beteiligten. Mit Musit zog man wieder bis ruhen. In Lübbenau feierte die organisierte Arbeiterschaft deat zur Stadtgrenze zurück und in die Demonstrations- Versammlung. Weltfeiertag zum erstenmal durch Arbeitsruhe, und zwar in sehr füllte Versammlungen statt. Die Beteiligung der Gewerkschaften langem Beifall unterbrochene Fest- Referat hielt Genosse Redakteur Frankfurt a. M. Hier fanden vormittags 10 Uhr fünf über- Diese war von über 500 Personen besucht. Das oft von minuteneigenartiger Weise. 60 Mann hatten sich eingefunden. Eine ganze Flotte mit Kantine und roter Flagge bewegte sich auf den Gewässern war in diesem Jahre stärker wie früher. Nachmittags fanden sich Albert- Magdeburg. Eine Resolution, die u. a. gegen das Tisch= des Spreewaldes. Die Fahrt ging nach Polenzschänke. Dortselbst die Festteilnehmer zu einem Volksfest im Tivoligarten zusammen. tu ch zerschneiden protestierte und den holländischen Brüdern wurde der Tag in entsprechender Weise gefeiert. Erst spät abends In der Umgebung fanden zahlreiche gut besuchte Versammlungen statt. Grüße enibot, wurde unter jubelndem Beifall beschlossen. Nachwurden die Anker gelichtet, um heimwärts zu steuern. Höchst a. M. Vormittags Versammlung der Feiernden, 250 Teil- mittags vereinigte man sich zu Konzert und Vorträgen, Sommers usw. nehmer. Referent Fr. Brühne. Zwei Möbelfabriken geschlossen. Göttingen. Die hiesige Maidemonstration fand unter TeilDer Fabrikantenring hat die Holzarbeiter bis Montag ausgesperrt. nahme von ca. 300 Männern und Frauen statt. Die Festrede hielt Mittags Ausflug in den Taunus, 150 Teilnehmer. Kelsterbach. Gut- am Abend Genosse Holzapfel= Braunschweig. besuchte Demonstrationsversammlung. Referent war Genosse Diener aus Frankfurt. waren. -" Provinz Sachsen. = über = = Provinz Heffen- Nassau. Norddeutschland. Besuches, abends waren alle drei Lokale überfüllt. besucht. Königreich Sachsen. " Die Das Maikomitee verHalle a. S. Wider Erwarten verlief das Maifest in diesem Jahre imposanter als im Vorjahre. Die Arbeitsruhe begingen in erster Linie die Bauarbeiter, ein Teil der Holzarbeiter, Metallarbeiter usw. Obwohl die Metallindustriellen ziemlich brutal zu In Dresden hatte diesmal die Polizei von dem üblichen Verbot Werke gingen, Maßregelungen ankündigten, und anordnen ließen, Hamburg. Alter Gewohnheit gemäß beging auch dieses Jahr das der Massenspaziergänge Abstand genommen, wahrscheinlich aus Rückdaß am 1. Mai auch die Arbeiter beschäftigt werden, die sonst wegen Hamburger klassenbewußte Proletariat das Weltfest der Arbeit morgens sicht auf den am Sonntag stattfindenden Königsempfang. Mangel an Arbeit tagelang aussehen mußten, fcierten die Metall- durch einen imposanten Festzug. Seit die Maifeier seit 1896 auf einen Anteilnahme an der Maifeier war diesmal größer als in den letzten arbeiter doch in zwei Betrieben, in denen etwa 120 Personen be- Werktag fiel, ist die Teilnahme gerade an dem Festzug ständig ge- Jahren. Alle Wirtschaften des„ Großen Gartens" in dem die Feiernschäftigt werden. Die beiden in Giebichenstein abgehaltenen Früh wachsen. In diesem Jahre nahmen mindestens 20 000 Personen den sich nachmittags ergingen, waren überfüllt. Uniformierte Schutzversammlungen, in denen der Kandidat des Kreises Genosse beiderlei Geschlechts an demselben teil. Morgens um 9 Uhr fegte leute hatte man im Gegensatz zum Vorjahre, wo sie unsere Genossen Kunert, und der Arbeitersekretär Güldenberg referierten, sich die Spitze des Zuges, der sich nach lebereinkommen mit der getreulich begleiteten, nicht abfommandiert. Aus dem ruhigen und waven überfüllt und von etwa 1500 Personen besucht. Mit einer Polizei in der ehemaligen Vorstadt St. Georg aufgestellt hatte, schönen Verlauf der Demonstration im Großen Garten" wird nun gewissen Empörung besprachen die Maifestteilnehmer das gestern von unter den Klängen des Socialistenmarsches und unter der Führung hoffentlich die Polizei- Direktion die Lehre gezogen haben, daß die dem Reichsgericht bestätigte Urteil, nach dem der Redakteur Genosse der alten blutroten Parteifahne, die feit nunmehr dreizehn Jahren Entfendung eines größeren Gendarmerieaufgebots zur Bewachung Täumig vom„ Voltsblatt" wegen Beleidigung eines hiesigen Eisen- von dem alten bewährten, auch außerhalb Hamburg allbekannten der Maifeiernden völlig überflüssig ist. Die Versammlungen in bahners 1 Jahr Gefängnis verbüßen soll. Die in starter Parteigenossen Er d mannDubber dem Maifestzuge vorangetragen Dresden und Umgegend waren sämtlich überfüllt; sowohl die Anzahl aufgebotene Polizei ließ uns diesmal in Ruhe, obwohl die wird, in Bewegung. An den Ufern der Außenalster entlang ging es unter Vormittags- wie die Abendversammlungen. Abends fanden überall Demonstration durch die Straßen nach dem Festlokal in derselben fnospendem Frühlingsgrün nach dem Mühlenkamp, wo in zwei großen Sommerse statt. Wer sich nicht rechtzeitig einen Platz eroberte, mußte Weise vor sich ging, wie früher. Auch die studentische Verbindung, Etablissements Festfeiern arrangiert waren. In dem Zuge be- an der Thüre umkehren. Schon lange vor Eröffnung des Konzertes genannt die Pflügger", begingen ihre Maifeier" unter den wegten sich 103 Fahnen, Banner und Embleme, dazu eine Anzahl waren alle Stühle und Tische besetzt. Als Referenten sprachen in Augen der Polizei nachts 12 Uhr mit dem Beginn des 1. Mai aus Tannengrün und( bei den Bäckergewerkschaften) aus Kuchen- Pieschen Reichstags- Abgeordneter a den, in Leutewitz Braune, auf dem alten Marktplatz in der üblichen Weise. Zum Andenken an teig gefertigte gewaltige„ Acht" und Schilder mit Inschriften, die in schachwiz: Höppner, in Plauen: Dr. Diedrich, in der die Walpurgisnacht versammelt sich die Verbindung in dem Verkehrs- den idealen Zweck der Maifeier betrafen. Zwölf Musikcorps Deutschen Eiche- Striefen: Redakteur Block, im Deutschen Haus in lokal„ Goldener Pflug", dann nahmen die etwa 60-80 Musenföhne spielten Arbeiterweisen innerhalb des Zuges, und an dessen Spizze Potschappel: Reichstags- Abgeordneter Gr adnauer, in Mannslik: mit gefüllten Bierseideln um dem Springbrunnen Aufstellung und fuhren mehrere Hundert Arbeiter- Radfahrer, die in cinem geschickten Streine, im Löbtauer Gambrinus: Redakteur Fleißner, im nachdem sie dann die erste Strophe des Liedes:" Der Mai ist ge- und geschmackvollen Arrangement die lebensgroßen Büsten von Lassalle Trianon: Sindermann, im Volkshaus: Redakteur Rie m. tommen" gesungen hatten, wurde auf dem Pflaster ein fräftiger und Karl Marg dem imposanten Festzug vorantrugen. Punkt 1/10 1hr In Radeberg feierten die Arbeiter dreier Fabriken. Der BeSalamander gerieben. Wir gönnen den Herren das unschuldige trafen die Radfahrer auf dem Festplatz ein. Sofort darauf der fiber einer Möbelfabrik, in der 70 Arbeiter beschäftigt sind, ließ aus Bergnügen, möchtens als Socialdemokraten aber nicht einmal eigentliche Festzug. Doch erst kurz vor 12 Uhr erreichten die letzten Troz alle Maschinen laufen, obgleich nur vier Arbeiter weiter probieren. Gewerkschaften und Vereine das Ziel, so daß der Vorbeimarsch des arbeiteten. Die Maiausflügler, die nach Klein- Wolmsdorf wanderErfurt. Zu einer Demonstration für die Socialdemokratie ge- Buges zwei Stunden dauerte. Auf dem Festplatten, wurden von Gendarmen auf Schritt und Tritt begleitet. Die staltete sich der Morgen des 1. Mai. Pünktlich um 7 Uhr rückten und in einem benachbarten großen Festlokal sprachen vier Festversammlung, in der Labius- Dresden sprach, war sehr gut 200 Genossen und Genossinnen mit Flugblättern unter dem Arm Referenten über die Bedeutung des 1. Mai: Die Genossen Emil ab und durchschwirrten die Stadt. Die Polizei hatte ihre ganze Macht Fischer, Hoffmann, Grünwald und Weinheber. Alle Leipzig. Die Maifeier hat sich hier zu einer gewaltigen aufgeboten, um den angeblich zu machenden Auszug gewaltsam zu Festreden klangen aus in einem begeisternden Aufruf zur bevor Demonstration gestaltet, eindrucksvoller und wirkungsvoller, als wie unterdrücken. Sie bekant zu ihrem Aerger nichts zu thun und mußte stehenden Reichstagswahl. Das ganze Fest war vom Wetter auf das sie jemals in den Vorjahren begangen wurde. Der Bierkrieg, unverrichteter Sache abziehen. Vor dem Versammlungslokal waren herrlichste begünstigt. Im ganzen waren von der Hamburger Partei der gegenwärtig in Leipzig zum Austrag gebracht wird, hat nicht ca. 40 Polizisten postiert, die ihres Amtes walten sollten. Nach ge- heute nach 32 Orten zusammen 55 Referenten entsandt. Außerdem unwesentlich auf die Maifeier eingewirkt. Im letzten Augenblick thaner Arbeit fanden sich die Genossen in dem unter der Stadt ge- fanden in Hamburg selbst heute abend 19 Festversammlungen wurde den Leipziger Arbeitern zur Abhaltung der Maifeier der große legenen Dorfe Dittelstedt zusammen, um bei gemütlicher Unter- statt, in denen das Maifest durch allerhand Beranstaltungen in Brauereigarten in Stötterit, in dem 11 Jahre lang die Maifeier haltung einige Stunden der Festagsfreuden zu genießen. Anwesend würdiger Art begangen wurde. Ebenfalls fanden Versammlungen abgehalten worden war, verweigert. waren hier an 600 Genossen und Genofsinnen. Bei der Festversamm- in Altona, Ottensen, Wandsbed, Wilhelmsburg anstaltete demzufolge die Maifeier im Garten der Brauerei in BurgTung am Abend, in der der Reichstagskandidat Genosse Schulz- und Harburg statt. Alles in einem darf gejagt werden, daß das Mai- hausen, die dem Ringe nicht angehört. Obgleich der Festplatz eine Bremen die Festrede hielt, konnte der große Saal die Genossen nicht fest des Proletariats im Elbſtädte- Gebiet, soweit es auf einen Wert volle Stunde von Leipzig abliegt, war die Beteiligung an dem ge= fassen; im Garten an allen Fenstern standen die Genossen Kopf an tag fiel, trotz aller Provokationen des Unternehmertume nie würdiger, meinsamen Ausflug eine außergewöhnlich zahlreiche. Etiva 4000 Kopf. Die anwesenden Festteilnehmer am Abend wurden auf 2000 glanzvoller, imposanter begangen wurde, als in diesem Jahre, eine Personen sammelten sich in der Stadt und zogen in zwangloser geschäßt. verheißungsvolle Vorbedeutung für die bevorstehende Wahlschlacht. Weise durch die Hauptstraßen der Westvorstadt und die benachbarten Magdeburg. Von Jahr zu Jahr nimmt die Zahl derer, die am Die Maifeier in Bremen ist großartig ausgefallen. Morgens Ortschaften nach dem herrlich gelegenen Festplak. Unter zahlreichen 1. Mai die Arbeit ruhen lassen, zu. An den Frühspazier- Feftzug mit etwa 4000 Teilnehmern nach dem Bürgerpart. Später Obstbäumen, die in der wundervollsten Blütenpracht standen, lauschte gängen beteiligten sich 500 Personen, an den 6 Festversammlungen Morgenversammlung, überfüllt; Referent: Kandidat für Bremen, die Kopf an Kopf gedrängte Menge den Worten des Festredners, des insgesamt 2400 Personen. Mittags 12 Uhr fand ein Massen- 3. H. Schmalfeldt- Bremerhaven. Verden: Keine Arbeits- Reichstags- Abgeordneten Antrick. Lebhafte Rufe der Mißspaziergang durch die Straßen statt, an dem 3000 Personen ruhe, nur abends Versammlung und Kommers. billigung gegenüber den Saalinhabern und Brauereibefizern wurden teilnahmen. Der officielle Umzug war verboten worden. Die Altonaer Parteigenoffen hielten vormittags für die Feiernden laut, als der Leiter der Versammlung, Genosse Lüttich, auf deren Das Wai Konzert im Garten des Luisenpark war von 4000 eine Versammlung ab. Nachmittags bei günstigem Wetter Verhalten hinwies. In einer einstimmig angenommenen Resolution Abends fanden vier Demonstrations in Personen besucht. Bahrenfeld für die Familien Gartenfest und Tanz, protestierte die Massenversammlung gegen unsere heutigen wirtschaftversammlungen statt, die von ca. 2300 Personen besucht abends für die, die nicht feiern konnten, ebenfalls wieder lichen, Zustände und gegen die Behandlung, die man uns zu Teil waren. Im benachbarten Abenstedt beteiligten sich an der Früh Versammlung. Wir hielten den Freitag für einen ungünstigen Tag werden läßt. Die Versammlung beschloß einmütig, von den versammlung 550 Personen. Am Umzug über 700! Burg bei und rechneten auf geringere Beteiligung als früher; aber sowohl die Herrschenden und Regierenden mehr Arbeiterschutz, genügende SocialMagdeburg. 300 Teilnehmer am Vormittag. Staßfurt. Die Versammlungen als auch nachmittags die Veranstaltungen waren reform und die Einführung des Achtstundentages zu fordern, am hiesigen Genoffen feiern ihren Maientag infolge ungünstiger Um- entschieden stärker besucht als selbst da, wo wir die Feier Sonntags 16. Juni den Gegnern der Arbeiterschaft die richtige Antwort zu stände erst am Sonntag. Eine Anzahl Genossen, die den Mut hatten, hatten. erteilen und entbot schließlich den Arbeitern aller Länder brüderliche zu feiern, machten einen Ausflug nach Förderstedt usiv. Abends Kiel. Trotzdem auf den Werften im vollem Umfange gearbeitet Grüße. Am Abend fanden in Leipzig und Umgegend 22 Versammfand eine Demonstrationsversammlung statt, an welcher wurde, war die Beteiligung an den Vormittags- Ver- lungen statt. Chemnitz. Der Verlauf der Maifeier war ein sehr guter. Am 350 Personen teilnahmen. Seis. Musterhaft verlaufen. Frühsammlungen eie geradezu großartige. Nach ungefährer Schätzung ausflug nach Hainsburg, woran sich 120 Personen beteiligten, welche hatten sich reichlich 6000 Genoffen und Genoffinnen im Englischen Vormittag fand eine Versammlung statt, zu der der Andrang so stark im Laufe des Vormittags auf 200 stiegen. Abends im" Preußischen Garten, Elysium und Kaisersaal in Garden eingefunden. war, daß vor der Eröffnung die polizeiliche Absperrung des Saales Hof" Versammlung. Referent Dr. Dunder- Leipzig. Versammelt Das Referat hatten die Genossen Legien, der Kandidat des Kreiſes, erfolgen mußte. Mehrere Hundert Personen fanden keinen Einlaß. Delizich. Bei der Abendversammlung 200 Per- und Birner aus Hamburg sowie die Genoffin Frau Gott- Nachmittags 3 Uhr war ein Kommers mit Festrede sehr gut besucht. sonen anwesend. Genosse Münzer- Delitzsch referierte. Greppin. Husen aus Kiel übernommen. Die Stimmung war eine be- In Chemnik und den Vororten fanden abends 8 Uhr 14 öffentliche Hier sprach der Genosse Stadtrat Menzel aus Delipsch vor einer gut geisterte; eine gute Vorbedeutung für die Wahl. In sämtlichen Ver- Versammlungen statt, die sämtlich überfüllt waren. Neben den besuchten Versammlung. An der Maifeier beteiligten sich 50 Ber- fanimlungen wurden dem Zwecke des Tages entsprechende Resolutionen Maiforderungen wurde die bevorstehende Reichstagswahl besprochen. Nordhausen. Vormittags 350, abends 1000 Personen. angenommen. Es herrschte in den Versammlungen die begeistertſte Stimmung. Salza. Abends 400 Personen. Halberstadt. Vormittag- Ver- Jehoe. Maifeier brillant verlaufen. Beteiligung am Ausflug Einer Resolution, die der kampffreudigen Stimmung Ausdruck gab, sammlung 200 Personen. Referent Dr. Crohn. Abend- Versammlung ca. 400 Personen. Versammlung abends von gut 500 Personen wurde in allen Versammlungen einstimmig und jubelnd zugestimmt. 400 Personen. Referent Stadtverordneter A. Brandes aus Magde- besucht, trotzdem im Hauptpunkt des 5. schleswig- hollsteinschen Wahl- Meißen. Die diesjährige Maifeier übertraf die vorjährige bei burg. freises uns alle größeren Versammlungslokale abgetrieben sind. weitem, was zur Ursache hatte, daß dieses Jahr erstmalig die Töpfer Harburg. Trotz des rücksichtslosesten Vorgehens der Unter- von vier Ofenfabriken die Arbeit ruhen lassen konnten. Außerdem Rheinland und Westfalen. nehmer, die Jnnung Bauhütte" drohte, jeden Arbeiter, der am feierte noch eine Schuhfabrik. Am Nachmittags- Ausflug, welcher Dortmund. Die Maifeier nahm hier einen großartigen Verlauf. 1. Mai nicht arbeitet, zehn Tage auszusperren, hatten sich zur seinen Weg mitten durch die Stadt nahm, beteiligten sich über 300 Ein Festzug war nicht gestattet- Ausnahmegefeß-, an der Morgen Versammlung etwa 600 Genossen eingefunden. Eine Personen. Zu den Kommersen am Abend waren beide Lokale überPromenade durch die Stadt Morgen beteiligten sich entsprechende Resolution fand einstimmige Annahme. Am Nachfüllt. Genosse Riem- Dresden hielt unter begeisterter Zustimcirca zweitausend Personen. Auf dem Festplatz war die Teil- mittag unternahmen Hunderte von Feiernden mit Frau und Kind mung in beiden Lokalen die Festrede. Die Beteiligung an den nehmerzahl bis mittags auf das Doppelte gestiegent. In über- bei allerschönstem Wetter einen Spaziergang in die Haake. Zu den Kommersen wies über 1000 Personen auf. füllter Bersammlung, der Saal faßte ca. 1500 Personen, sprach Genosse Abend- Versammlungen in drei Lokalen waren 3-4000 Personen In Zwickau fand eine großartige, von 600 Bersonen besuchte Reichstagskandidat Th. Bömelburg. Die Ausführungen fanden erschienen. Die Maifeier gestaltete sich zu einer imposanten Demon- Versammlung statt. Redakteur Jädel hielt eine glänzende, mit begeisterte Aufnahme, eine entsprechende Resolution wurde einstimmig ſtration. angenommen. In Bant veranstalteten die Genoffen einen imposanten e st Die Veranstaltungen verliefen ohne Zwischenfall. Abends fanden in verschiedenen zum Wahlkreise gehörenden Orten ins- 3ug, an dem über 2000 Personen teilnahmen. Abends fanden gesamt 6 Versammlungen statt, die über 4000 Teilnehmer angezogen in Bant und Heppens je eine sehr gut besuchte Festlichkeit statt. hatten. Ueberall wurde unter großzem Beifall die in der Morgen- Festredner waren Arbeitersekretär Ebert Bremen und Genosse versammlung in Dortmund beschlossene Resolution angenommen.-Paul- Hannover. 650 Personen. fonen. am " = bielem Beifall aufgenommene Festrede. Eine Resolution im Sinne der internationalen Beschlüsse wurde einstimmig angenommen. Die Arbeitsruhe war eine allgemeine bei den Brauerei- Arbeitern, Steinmezen, Bauarbeitern, Glasern und Lagerhaltern; auch Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen feierten zum großen Teil. Die Abendkommerse waren überfüllt. statt. Am Abend war in drei Lokalitäten Kommers mit Festrede. Festredner: Genossen Stolle- Gesau und Pokorny 3wvidau. Die Zahl der Festteilnehmer betraf über 5000 Personen. Ein gutes Zeichen für die bevorstehende Reichstagswahl. Die Maifeier zu Mittweida, welche im Schüßenhaus" stattfand, verlief großartig. Die Zahl der Teilnehmer betrug ca. 1200. In Delsuit verlief die Maifeier glänzend. Etwa 1000 Per fonen nahmen an der Versammlung teil. In Schkeudit fand früh ein Ausflug statt, an dem fich 100 Berfonen beteiligten. Die Kürschner( ca. 130 Mann) feierten sämtlich durch Arbeitsruhe. Nachmittags fand ein Konzert mit turnerischen, athletischen und Gesangsvorträgen statt. Die Abendversammlung, in der Genosse Mittag Merseburg referierte, war von 400 Per sonen besucht. Thüringen. Belgien. Krimmitschau. Der Verlauf der Maifeier war ein großartiger. falls überaus stark besuchte Versammlung ab. Mit Rücksicht auf die Auch in den fleineren Orten nahm die Maifeier einen guten Die Festteilnahmer übertrafen in der Zahl bei weitem die verflossenen immer mehr zunehmende demonstrative Beteiligung( felbft bürger- Verlauf. So in Hain stadt, wo 150 Personen, Heusen= Jahre. Ueber 300 Personen beteiligten sich an dem geplanten liche Blätter geben zu, daß mindestens die Hälfte der organisierten it a mm, wo 70, Neu- fenburg, wo 150 Personen sich an Morgenspaziergange. Am Nachmittag fand in einem Lokal Konzert Arbeiter völlig feierten), kann man wohl der Hoffnung Auud der Feier beteiligten. geben, daß binnen wenigen Jahren die gesamte flassenbewußte Arbeiterschaft der bayrischen Hauptstadt den Weltfeiertag durch völlige Arbeitsruhe begehen wird. Nachmittags unternahmen die Fest- Krisis und schlechten Wetters ist die Maifeier diesmal viel imposanter Brüssel, 1. Mai.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Trozz der teilnehmer einen Ausflug nach der Menterschwaige, der leider durch inzwischen eingetretene ungünstige Witterungsverhältnisse etwas be- gewesen wie früher. Ju den Brüsseler Vorstädten Jrelles, Molenbeek, einträchtigt wurde. Am Abend fanden dann noch in den verschiedenen St. Gilles, St. Joffe, Schaerbeek, Uccle, Boitsfort und Cureghen Stadtteilen 6 Versammlungen statt, die sich ebenfalls eines sehr guten waren die Schulen und die Gemeindehäuser geschlossen. Dasselbe Besuches erfreuten. Die in allen Versammlungen herrschende war der Fall in vielen Gemeinden der Provinz. In Brüssel waren tampfeslustige und geradezu begeisterte Stimmung bietet die Ge- vormittags Meetings, nachmittags ein Frauenfest und am Abend währ, daß die Münchener Arbeiterschaft auch in der bevorstehenden eine gewaltige Manifestation durch die Stadt, zu der die ganze Be Wahlschlacht ihren Mann stellen wird. begünstigt, einen glänzenden Verlauf. Zahlreiche Arbeiter waren war die Arbeitsruhe vollständig, während in Brüssel, Gent Nürnberg. Die hiesige Maifeier nahm, vom prächtigsten Wetter völkerung auf den Beinen war. In den eigentlichen Industriegebieten, dem Borinage, Hennegau, Centre und Charleroi in der Lage, das Fest der internationalen Solidarität durch Arbeits- war die Arbeitsruhe vollständig, während ruhe zu begehen. Die große Ehffersche Möbelfabrik hatte ihren Ar- und Verviers nur die Weber und die Metallarbeiter fast vollständig beitern den Tag vollständig freigegeben, ebenso viele kleinere Betriebe. feierten. Alle Voltshäuser waren illuminiert und in Seraing auch Außerdem wurde in sämtlichen Goldschlägereien gefeiert. Für die das Rathaus. Die Städte prangten im Schmude roter Fahnen. feiernden Arbeiter fand vormittags eine Versammlung statt, die total In Verviers und Andrimont wurden Arbeiterdeputationen von den überfüllt war und einen imposanten Eindruck machte. Nachmittags Bürgermeisteri empfangen. Der Verlauf der Feier war überall trafen sich die Maidemonstranten auf einem nahe gelegenen Ver- äußerst würdig. Zwischenfälle sind nirgends vorgekommen. gnügungsort zu einem gemütlichen Beisammensein. Am Abend des 1. Mai tagten in verschiedenen Stadtteilen fünf große VolksversammItalien. lungen, mit der Tagesordnung: Die Bedeutung des 1. Mai". Die Rom, 1. Mai.( Privatdepesche des Vorwärts"). In Rom, Vorträge wurden durch auf die Feier bezügliche Gesangschöre, vor- ne apel und Florenz war die Arbeitsruhe nur unvollkommen, getragen von Arbeitersängern, eingeleitet, ernste und heitere Gesänge und Deklamationen und Musikvorträge bildeten den Schluß. In allen auch wirkte anhaltendes Regenwetter störend auf die Straßenumzüge. Versammlungen wurde eine gleichlautende Resolution angenommen, Das Manifest der Partei wurde in Rom verboten. In Mailand, in der die Versamelten erklären, daß sie an dem in der Maifeier zum Genua, Bologna, Pisa, Livorno, Turin und vielen Ausdruck kommenden Gedanken festhalten und das Gelöbnis erneuern, fleineren Orten war die Arbeitsruhe vollständig. Straßenbahnverkehr nach besten Kräften für die Verwirklichung der auf dem inter- und Beitungsdrud ruhten. Die bürgerlichen Tageszeitungen Roms find die nationalen Arbeiterkongreß 1889 aufgestellten Forderungen zu ar einzigen Jtaliens, die gedruckt wurden. In San Remo, Reggiobeiten; zu gleicher Zeit verpflichten sich die Versammelten, für die Emilia und andren socialistischen Gemeinden waren die Schulen Forderungen der Socialdemokratie einzutreten, den Indifferentismus gefchloffen. Ueberall wurden große Volksversammlungen und vielerenergisch zu bekämpfen und mit aller Kraft gegen die Brotwucherer, orts Straßenumzüge veranstaltet. In Mailand wurde der Umdie politischen und focialen Reaktionäre den Wahlkampf zu führen, um den 16. Juni zu einem Ehrentage des arbeitenden Wolfes zug durch einen Eingriff des Militärs gestört, jedoch traten keine machen. Schließlich richten die Versammlungen brüderliche Grüße ernsteren Folgen ein. In Genua wurde zur Einweihung des an die zur Bekundung der internationalen Solidarität heute au Genossenschafts Restaurants ein Festbankett veranstaltet. veranstaltet. Das 1. Mai bersammelten Arbeiter der ganzen Welt. Fehlen der Provinzblätter macht nähere Berichte vorläufig unmöglich. Amerika. M " " " Altenburg. Troh der ungünstigen Zeit ist doch auch heuer unsre Maifeier imposant verlaufen. Troßdem im Vorjahre Aussperrungen und Maßregelungen vorgekommen waren, standen diesmal noch genug Fabriken still, so daß die Vormittagsversammlung großartig besucht war. Referent war Jaech- Leipzig. Am Abend reichten die weiten Lokalitäten nicht aus, um alle Besucher faffen zu können. In einer sehr gut besuchten Versammlung demonstrierten auch die Arbeiter in Gößnik( S.-A.), wo Lederer- Altenburg sprach. Ebenso wirkungsvoll war die Demonstration in dem Sinopfmacherstädtchen Schmölln, wo Buchwald Altenburg referierte. Die Parteigenossen in Eisenberg( S.-A.) benußten die Maifeier, um damit offiziell in die Wahlbewegung einzutreten. Referent war Stücklen Altenburg. Die sehr stark besuchte Versammlung nahm einen begeisterten Verlauf. In den anderen Orten im Herzogtum Sachen- Altenburg ist die Feier meist auf Sonntag, den 3. Mai, verlegt worden. Die mächtige Begeisterung, die bei der diesjährigen Maifeier zum Ausdruc tam, berechtigt zu der Hoffnung auf einen glänzenden Wahlsieg. Weimar. An der Nachmittagsfeier nahmen ca. 250 Personen teil. Abends stieg die Bahl auf über 700. Genosse Baudert- Apolda erntete für seine gündende Rede stürmischen Beifall. Während des ganzen Festes herrschte begeisterte Stimmung. Jena. Der Mai ist gekommen!" So sangen um Mitternacht die Studenten, als sie fich zum Zuge formierten und unter Vorantritt eines Musikcorps die Straßen der Stadt durchzogen. Ob sie eine polizeiliche Erlaubnis hatten, wissen wir nicht; daß das„ öffentliche Wohl" gefährdet An den Versammlungen nahmen auch zahlreiche Frauen teil, worden wäre, möchten wir trotzdem nicht behaupten, obwohl so mancher von deren Anwesenheit die Polizei diesmal feinen Umsturz der Orda Spießbürger durch die Töne der Studentenfehlen aus seinem nung befürchtete, indem sie sie unbehelligt ließ. Schläfchen geweckt worden ist. Schon am frühen Morgen fämpfte sich In Fürth war die Maifeier imposanter als in früheren Jahren. die Sonne durch den Nebel und fündete den Anbruch eines echten Am Vormittag füllten ca. 1200 Personen den großen Saal des SaalMaientags. Der Wettergott spendete also seine Suld nicht nur dem baues. Besonders erfreulich war die Anivesenheit zahlreicher Frauen. Landesvater", der am Tage vorher feine Hochzeit feierte, sondern Eine entsprechende Resolution fand einstimmige Annahme. Für den auch den Klassenbewußten Arbeitern, die am 1. Mai den inter Nachmittag war ein Zug nach einem Ausflugsorte geplant, der vom nationalen Festtag der Arbeit begingen. Die Stadt prangt noch im Magistrat wohl genehmigt, vom Bezirksamt jedoch verboten war. Flaggenschmud, ihr ist es egal, ob sie den 30. April oder den 1. Mai Die Vormittagsversammlung nahm die Nachricht des Verbots mit dekorieren! Um 9 Uhr vormittags begann im Saale des Rats cifigem Schweigen entgegen, welches erst der stürmische Beifall durchfeller" in Wenigenjena eine öffentliche Volksversammlung, die von brach, mit dem die Verkündung aufgenommen wurde, daß dann eben etwa 200 Arbeitern aus fast allen Berufen besucht war. Reichstags- der Ausflug ohne Erlaubnis gemacht wird. Das geschah auch, und fandidat Malermeister Paul Leutert aus Apolda hielt einen gündenden in dem nahen Ausflugsort Forsthaus fanden sich in den Nachmittags= Vortrag. Da der geplante Umzug aus dringenden Gründen des stunden bei Musikvorträgen ungefähr 1500 Personen zusammen. öffentlichen Wohls verboten und jedem, der dennoch an einem solchen Die Versammlung am Abend mochte von 800 Personen besucht fein, teilnehmen würde, eine Strafe von 15 M. angedroht war, begaben benen es nicht möglich war, den Tag durch Arbeitsruhe zu feiern. sich die Feiernden am Nachmittag einzeln und in Gruppen nach dem Der familiäre Teil der Feier wird am 3. Mai in einem Gartenfest idyllisch im Forst gelegenen Waldschlößchen". Mit Frauen und bestehen. Die günstige Witterung verspricht gleichfalls großen Sindern mochten sich dort etwa 500 Personen eingefunden haben. Suſpruch. Eine Stapelle spielte luftige und erhebende Weisen; einige fleine Ludwigshafen a. Mh. Die Arbeitsruhe am 1. Mai litt sehr unter Regenschauer vermochten nicht die Festesstimmung zu trüben. Am der geschäftlichen Depression. Die Zahl der Feiernden betrug an die glangvollsten gestaltete sich die Abendfeier. Kopf an Kopf drängten 400, die sich aus allen Berufen rekrutierten. Der Vormittags- Ver- Universitätskreisen, daß er die Herausgabe einer neuen Zeitschrift in sich die Massen im Natstellersaal in Wenigenjena, der allerdings sammlung wohnten 300 Personen bei. Die abendliche Feier war nur etwa 600-700 Personen fast; aber viele konnten feinen Einlaß von über 1000 Personen besucht und mußten verspätet Eintreffende mehr finden und mußten wieder umkehren. Das Programm bewegen Plasmangel wieder umkehren. Die Feier unter Tags wurde stand aus Konzertmufit, Vorträgen des Arbeiter- Gesangvereins durch die ungünstige Witterung fehr beeinträchtigt. " Sängerchor" und allgemeinen Gesängen. Genosse Schulz hielt die Selb. Die Maifeier war abends im Ludwigsfeller von 150 PerFestrede. Die Zahl der Feiernden hat im Laufe des Tages noch fonen befucht; Referent war Genosse Ferd. Geißler aus Hof. Herr Jastrow wird, wie das Aeltestenkollegium nun einmal zu Hof. Die Maifeier verlief in bortrefflicher Weise. Am Nach- sammengesetzt ist, kaum häufig Gelegenheit finden, seine socialmittag fand ein Ausflug nach Moffendorf statt, abends Hauptfeier politischen Anschauungen anzubringen. Weit eher ist zu befürchten, in Pfaffs Kollosseum. Der Besuch war großartig, das mächtige baß die Anstellung schließlich sich zu einer Saltstellung gestalten Stollosseum überfüllt. Die Feftrede hielt Ebert of. Württemberg. New York, 1. Mai.( Laffan- Meldung.) Der 1. Mai wurde von den Arbeitern in den Vereinigten Staaten durch zahlreiche Arbeitseinstellungen gefeiert. In New Yort erschienen 30 000 beim Tunnelbau beschäftigte Arbeiter nicht zur Arbeit; ferner feierten 4300 Transportarbeiter, mehrere Hundert Heizer von Schleppdampfern sowie in Illinois 3000 Bergleute. Aus Induftrie und Handel. Die Berufung Dr. Jafirows zum ersten volkswirtschaftlichen Sekretär des Aeltestenkollegiums giebt der„ National- Zeitung" Veranlassung zu folgender Notiz: Dr. Jastrow ist durch eine Reihe socialpolitischer Schriften und die Herausgabe von Zeitschriften bekannt geworden; er gehört zu denjenigen bürgerlichen Socialpolitikern und Volkswirtschaftlern, die in den Zugeständnissen an die Socialdemokratie bis an die äußerste Grenze gehen. Noch unlängst hieß es in Berliner Gemeinschaft mit seinem früheren Kollegen Dr. Leo Arons plane. Das Aeltestenkollegium wird es kaum verhindern, wenn in der Deffentlichkeit aus dieser Berufung gewisse Schlüsse über die zukünftige politische Haltung der Korporation gezogen werden." Die Befürchtungen der National- Beitung" sind recht komisch. wird. Stuttgart. Bormittags fanden im festlich beflaggten Geert Letzte Nachrichten und Depefchen. Bur Lage auf dem Balkan. Sicherheitsdienst eingerichtet. Gestern früh beschloß der Sultan den Die Botschaften haben durch Matrosen ihrer Stationsschiffe einen Belagerungszustand über Saloniti in einem Umkreise von 20 Kilometern zu verhängen. Die Pforte bereitet eine Vorstellung bei den Großmächten vor und will diese auffordern, in Sofia ernste Schritte zu unternehmen. Tutionäre befänden sich in Saft und 300 sollen getötet sein. Es Aus Riftowac meldet die Agence Havas": Etwa 1000 Revofcheine, daß die Bevölkerung wieder Vertrauen zu gewinnen beginne. Eisenbahn- Unfall. bedeutend zugenommen. Große Aufmerksamkeit erweckte eine rote Fahne, die ein kühner Turner an einer hohen Pappel auf der Landveste befestigt hatte. Gifenach. Der Nachmittagsausflug wurde durch den niedergehenden Regen stark beeinträchtigt. Die Boltsversammlung am Abend war von 250 Personen besucht. Arnstadt. Am Morgen Spaziergang beteiligten fich 250 Personen. Nachmittags 300. Abends überfüllt. Joos hielt die Festrede.- Gotha. Die Beteiligung war schaftshaufe brei zahlreich besuchte Versammlungen der Feiernden in diesem Jahr stärker als im vorigen Jahr. Morgens wurde die statt, in welchen die Genossen Sperta, Hermann und hilte= Stadt zuerst mit Flugblättern belegt, dann war gemütliches Bei- brand über die Bedeutung des 1. Mai sprachen. Die Versamm sammensein in dem Restaurant" Zur Waldmühle". Abends zum Tungen wurden zu einem Generalappell für die bevorstehende ReichsAbends zum fungen wurden zu einem Generalappell für die bevorstehende Reichs Frankfurt a. M., 2. Mai. Die Franks. Zeitung" melbet aus Feftomers war der große Ankersaal überfüllt. Genoffe Bock hielt tagswahl. Las schöne Maiwetter, welches morgens herrschte, hat Konstantinopel: Die Revolutionäre haben vorgestern noch vereine Festrede, die mit jubelndem Beifall aufgenommen wurde.-leiber nicht angehalten. Bei Aufstellung des Festzuges begann ein fchiedene Zeichen ihrer Thätigkeit gegeben. Am Bahnhof und in Die Maifeier in Rens älterer Linie wurde auch in diesem Jahre trok leichter Regen, der über den ganzen Umzug anhielt. Circa 3000 zwei Restaurants in Saloniki wurden mehrere Bomben geworfen. der ungünstigen Konjunktur in der Textilbranche würdig begangen. Genoffen beteiligten sich daran. Drei Musikcorps, zahlreiche Fahnen außer einem Schweizer, einem Italiener sowie ſechs türkischen Während die herrschende Gesellschaft sich an den Hochzeits- und Embleme wurden mitgeführt. Zwei berittene Schuhleute eröff- Soldaten, die getötet wurden, find drei Deutsche und drei veranstaltungen der Fürstlichkeiten berauschte, versammelte sich das neten den Zug, für den die Polizei für glatte Passage sorgte. Biele Italiener schwer verletzt worden. Die Verlegung des Stonjuls Fohr Proletariat, um für die Kulturforderungen der Arbeiter zu Taufende, leider auch Arbeiter, bildeten während der ganzen Länge bestätigt sich nicht. Hussein Hilmin Pascha befahl strengstes Vorgehen und demonstrieren. Von einer Arbeitsruhe wußte man freilich des Buges Spalier, so daß man gut von zehntausend Feternden energischen Waffengebrauch bei etwaigem Widerstand. 35 Bulgaren, in Greiz und Umgegend bis jetzt noch nichts, und so ist es denn sprechen kann. Am Abend sammelten sich die Feiernden und die welche bei den Haussuchungen oder bei der Verhaftung sich widerals ein Anfang zum Bessern zu betrachten, daß diesmal ein Arbeitenden in brei Sälen, Dinkelacker, Gewerkschaftshaus und Wulle festen, wurden furzweg erschossen und gegen 200 Verhaftungen vorWorgenspaziergang stattfand, an welchem fich ca. 60 Per zu Festfeiern bei Musik, Gesang und entsprechenden Deklamationen. genommen. fonen beteiligten. Die Genossen zogen durch den Gommeter Alle Befürchtungen, daß heuer eine Abflauung zu konstatieren sein Wald und den Röschniggrund nach Neumühle, einem werde, find glänzend widerlegt worden. Mit demonstrativer Deutbeliebten Ausflugsort, wo sie sich einige Stunden köstlichsten Frohlichkeit wurde der Einwohnerschaft die geschlossene Entschiedenheit finns hingaben. Einen bedeutenden Schritt weiter sind unsre der Forderungen der Arbeiterschaft vor Augen geführt. Zeulenrobaer Genossen. Dieselben führen schon seit Jahren einen Ilmzug mit Musik durch die Stadt nach dem Festlokal aus. An dem Offenbach. Die hiesige Maifeier wurde mit einer FestverfammGroßherzogtum Heffen. felben beteiligten fich auch in diesem Jahre ca. 80 Personen. Die Yung im hiesigen schön geschmüdten Arbeiterheim eingeleitet, die vor Veranstaltungen des Abends bestanden in Stonzert, Gemittags 10 Uhr an 1200-1500 Genoffen und Genossinnen gufangsborträgen, Theateraufführugen usw. Von fammengeführt hatte. einer Festrede müssen wir Reußenländer deshalb Abstand nehmen, die Festrede, die stürmischen Beifall fand. Eine Resolution fand einHier hielt Genossion Stähler Dresden weil unser reattinäres Versammlungsgesetz die Teilnahme von Frauen verbietet. An der Feier in timmige Annahme, in der das Gelöbnis, nach besten Kräften für die Verwirklichung der auf dem Bariser Kongreß aufgestellten Forde Bamberg, 2. Mai.( W. T. B.) Von dem Güterzug 1887 entGreiz in Grimms Sälen beteiligten sich 700 Personen. In Beulenroda fand die Feier in zwei Sälen statt und hatten sich bort circa rungen einzutreten, erneuert und gegen Militarismus und Marinis- gleisten vor der Station Hirschaid zwei Maschinen und fünf Wagen. mus protestiert wurde. Dieser Protest soll noch durch die Abgabe Der Verkehr ist seit 1 Uhr gestört. Der Schnellzugverkehr wird durch 800 Personen zufammengefunden. In ben um Greiz liegenden socialdemokratischer Stimmzettel am 16. Juni besonders bekräftigt Umsteigen aufrecht erhalten. Ein Bremser wurde leicht verletzt. Arbeiterdörfern wurden ebenfalls Festlichkeiten am Abend ver- werden. Nachmittags 3 Uhr fand auch diesmal wieder der große anstaltet und hatten diefelben felgenden Besuch aufzuweisen: Demonstrationsumzug durch eine Anzahl Sauptstraßen statt. An dem Aubachthal- Jrchwiz 450, Cafelwig- Obergrachlik 400, Dölau- Buge beteiligten fich 4 Hauptabteilungen, 40 Cingelgruppen und vier 400, Pohlik Raasdorf 420, Rew York, 2. Mai.( Laffan- Meldung.) Große Waldbrände sind Reudnik Musikhöre der beiden Arbeiterkapellen. Im Juge wurden noch an an mehreren Stellen im Adirondackgebirge ausgebrochen. Eine Herrmannsgrün 300 Perfonen. Das ist im ganzen eine Teilnehmer 20 Banner und Fahnen wie verschiedene Standarten mit Zuſchriften: Anzahl Hotels, Sägemühlen und Scheunen wurden vernichtet. Am zahl von 3470 bei einer Einwohnerzahl von rund 68 000. Wenn och der Achtstundentag!"" Nieder mit der Zollwuchermehrheit!" Freitag wurde das Feuer an einigen Stellen durch heftige Schneein Bezug auf Arbeitsruhe also noch viel zu wünschen übrig bleibt." Auf zur Reichstagswahll"" Fort mit der Nachtarbeit!" usw. ge- firme gelöscht. In Bennsylvanien wurde das Städtchen Creßforta so ist doch mit Freuden zu konstatieren, daß das Proletariat unfres tragen. Viel bewundert wurde eine Gruppe von Mädchen, Frauen durch Feuer, das von einem Waldbrand auf die Stadt übergriff, Wahlkreises den Maigedanken erfaßt hat und dies in den Abend- und Kindern mit entsprechenden Emblemen, Guirlanden usw. Der zerstört. Der Brandschaden wird auf zwei Millionen Dollar ge festlichkeiten deutlich zum Ausdruck kam. Bug wies eine stattliche Länge auf und mochte an 1800-2000 Per- schäßt. Eine Anzahl Kinder werden vermißt. Man befürchtet, daß Bayern. fonen umfassen. Eine Gruppe war auch aus Arbeitslosen auf der sie in den Flammen umgekommen find. Das Fener konnte noch In München wurde der Feiertag des Proletariats unter toe i t- Durchreise zusammengestellt. Nach einstündigem Marsche langte der nicht gelöscht werden. Die Stadt ist von ihren Verbindungen völlig aus zahlreicherer Beteiligung begangen, als Bug im Arbeiterheim an, woselbst sich dann ein recht fröhliches abgeschnitten. jemals vorher. Eine ganze Anzahl großer Betriebe hatten Treiben bei Musik und Gesangsvorträgen bis in die späte Nacht es zum Schmerz der Scharfmacherpreffe ihren Arbeitern, freigestellt. hinein entwickelte. Auch die diesjährige Maifeier reiht sich ihren zu feiern. In der Metallindustrie wurde außer in einigen großen Borgängern würdig an und zeigte, daß die Arbeiterbewegung im Fabrifen, z. B. in der Maffeischen Maschinenfabrit, namentlich auchrüftigen Fortschreiten begriffen ist. in einer sehr großen Zahl von fleineren Unternehmungen der festliche Mainz. Die Versammlung am Vormittag, in der Genosse Tag durch völlige Arbeitsruhe gefeiert. Von den Holzarbeitern. Adelung referierte, war von über 200 Arbeitern besucht. Nach deren Gewerkschaft energisch für die Maifeier agitiert hatte, mag mittags unternahmen die Feiernden mit Frau und sind einen Auswohl der größte Teil aller Arbeiter gefeiert haben; in der Holz flug nach Weisenau, wo sich annähernd 1000 Personen aus Mainz industrie ruhten am heutigen Tage mit einer Ausnahme alle größeren und Nachbarorten zusammenfanden, um frohe Stunden bei Musit Cleveland( Ohio), 2. Mai.( W. T. B.) Die Kohlsche TorpedoBetriebe. Auch andre Berufe, so die Handschuhmacher, Buchbinder und Gefang zu verleben. Die Redner, Genöffen Adelung und fabrik ist heute durch eine Explosion zerstört worden. 25-50 umund so weiter feierten in größerer Baht. Unter diesen Umständen Dr. David sowie Genosse Alb. Thomas aus Baris ernteten liegende Häuser find ebenfalls zerstört oder start beschädigt. stellte sich für die Partei zum erstenmal die Notwendigkeit ein, am reichen Beifall. Die drei Abendversammlungen in Mainz, in denen Im Umkreis von einer halben Meile sprangen die Fenster. Vormittag zwei Versammlungen, im Münchener Kindl- Keller und die Genossen Liebmann, Seel und Friedberg als Fest Als die Explosion erfolgte, arbeiteten 30 Personen, meistens Mädchen in der Schwabinger Brauerei, abzuhalten, die beide überfüllt redner sprachen, waren sämtlich überfüllt. Ueberall herrschte hohe in der Fabrik selbst. Es sollen wenigstens 12 Personen umwaren. Die Schneider hielten, wie seit Jahren, eine eigne, gleich Begeisterung und hoffnungsfreudige Stampfesstimmung. gekommen und gegen 50 verlegt sein. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Rothenthal- Sachswit Waldbrände. Frankfurt a. M., 3. Mai.( B.$.) In der vergangenen Nacht wurde hier im Hotel Bristol der Sohn des Stettiner Polizeipräsidenten b. Butttamer wegen Bechprellerei verhaftet. Der junge Mann war vor einiger Zeit seinen Eltern durchgebrannt; auf seine Ermittelung hatten seine Angehörigen eine Belohnung von 800 M. ausgesetzt. 98 b nale Nr. 102. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Aussperrungen wegen der Maifeier. Sonntag, 3. Mai 1903. alten! Wir lassen uns jetzt von unserm Vorstand nicht mehr an bis nachmittags 3 Uhr und am Himmelfahrts- und der Nafe umherführen! Sonntage von 12 bis 5 Uhr nachmittags ausliegen. M. u. Sch. und Genossen, Centralisten." Ist es uns nicht möglich ,. diese Verfasser festzustellen, so ge- Die Auslegung aller Listen für die sechs Berliner Wahlreicht es doch auch den Unternehmern nicht zum Ruhme, in solcher treise sowie die zu den Wahlkreisen Teltow BeestowBundesgenossenschaft gegen die große Mehrheit ihrer Arbeitnehmer Storkow und Nieder Barnim gehörigen städtischen Nach den vorläufigen Ermittelungen der Gewerkschafts- au fämpfen. Einmal war es den Unternehmern gelungen, eine UnKommission, die sich natürlich nur auf die ihr angeschlossenen einigkeit zu entfachen und für ihre Zwecke auszunüßen, dieses Mal Wahlbezirke erfolgt in dem Wahlbureau des Berliner Organisationen erstrecken, sind in diesem Jahre etwa 2000 Maurer, soll es nicht gelingen! Darum steht so wie bisher fest zusammen, Magistrats, Poftstraße 16, 2 Treppen, sowie für die 200 Puger, 274 Zimmerer, 250 Bauhilfsarbeiter, 700 Holz- verliert nicht das Ziel durch kleinliche Nebensächlichkeiten und der einzelnen Wahlkreise gesondert in einer Reihe von Lokalitäten, arbeiter, 357 Retallarbeiter, 10 Maler und 7 Bildhauer aus Sieg ist unser trotz alledem! Die Streiffommission. die wir in unsrer nächsten Nummer bekannt geben werden. gesperrt worn. Ferner wird uns mitgeteilt, daß die Steinmegen i zwei hiesigen Betrieben ausgesperrt wurden. Achtung, Schuhmacher! Wir machen Euch darauf aufmerksam, Im Hinblick a Sie gewaltige Zahl derjenigen, die auch in diesem daß überall, wo die eingereichten Tarife nicht bewilligt wurden, Taut Jahre am 1. i die Arbeit ruhen ließen, ist die Zahl der Aus- Beschluß der Versammlung vom 27. April in der gesperrten nur gering. Uebrigens ist die Aussperrung nur für den Tonhalle die Arbeit am Montag, den 4. Mai, Sonnabend verhängt. Am Montag geht die Arbeit weiter. Die niederzulegen ist. Wir berweisen die Kollegen besonders auf Zeit, welche die Unternehmer gebrauchen, um den Merger darüber zu die heute im Inferatenteil bekannt gegebenen Versammlungen. Die berwinden, daß sich die Arbeiter einen Feiertag bestimmen, an dem Streiflokale werden in dieser Versammlung bekanntgegeben. fie für ihre Forderungen demonstrieren, ist also im Laufe der Jahre erheblich kürzer geworden. Zum Streit der Stukkateure. Der Stand unsrer Bewegung ich ein durchaus günstiger. ergiebt sich an der Hand folgender Zusammenstellung: Die Agitationskommission des Vereins deutscher Schuhmacher. Achtung! Kürschner! Wegen Bezahlung schlechter Löhne ist die Müßenfabrik von 2. Lewin, Michaelfirchstr. 17, gesperrt. Buzug Das ist streng fernzuhalten, 15. April 22. April Beteiligt waren 610 793 29. April 851 Kollegen Täglich haben sich kontrolliert 442 496 482 " Unter neuen Bedingungen arbeiten Abgereift 168 284 316 " 6 24 Arbeitswillig festgestellt 7 14 " 0 12 15 Nicht kontrolliert, aber auch nicht arbeitswillig festgestellt waren 8003 Die Ortsverwaltung des deutschen Kürschner- Verbandes. ( Bahlstelle Berlin.) Die Liebesgaben der Geistlichen. Die Berliner Stadtfynode hat sich in ihrer diesjährigen Tagung noch einmal mit der Frage der sogenannten Liebesgaben der Geistlichen zu beschäftigen gehabt. Sie hat hierzu nummehr einen Beschluß gefaßt, der eine starke Einschränkung des persönlichen Bezuges von Liebesgaben bedeutet und später eine völlige Beseitigung anbahnt. Der seit einer Reihe von Jahren geführte Kampf gegen die alte firchliche Sitte der Liebesgaben, die von ihren Gegnern für eine schlimme Unfitte erklärt und fast mit dem Trinkgeldgeben auf eine Stufe gestellt wurde, hatte zeitweise recht scharfe Formen angenommen, und es waren dabei mancherlei gar nicht erbauliche Dinge Zum Müllkutscherstreit. Am Freitag fand eine erneute Be zu Tage gekommen. Uns hat der Liebesgabenkrieg ziemlich fühl sprechung zwischen dem Direktor der Wirtschafts- Genossenschaft und gelaffen, aber die Hartnäckigkeit und Erbitterung, mit der die Freunde einem Mitgliede der Streiffommission statt, woran auch ein Ver- der Liebesgaben für deren Beibehaltung stritten, war doch auch für treter der Organisation als Zuhörer teilnahm. Hierbei erklärte der die dem tirchlichen Leben fernstehende Bevölkerung nicht ohne InterDirektor, die Kutscher könnten zwar in den ersten 14 Tagen wieder zu den alten Bedingungen fahren, später würde das Drei- Touren- effe. Es wurde gekämpft, als handle es sich um die heiligsten System dennoch eingeführt werden. Eine derartige Erklärung konnte Güter" der Menschheit. Der Fortbestand der Kirche, so schien es, 8, ins die Streifenden allerdings nicht befriedigen, weshalb sie weiter in war gefährdet, wenn es den Gemeindegliedern nicht mehr möglich gesamt 53 Firmen. dem Ausstand verharren. Da sich Arbeitswillige aus ihren Reihen sein sollte, den Geistlichen für Trauungen, Taufen u. s. w., für Kons Der gesamte nun noch zu führende Kampf umfaßt hauptsächlich nicht gefunden haben, so giebt sich die Firma alle erdenkliche Mühe, firmandenunterricht und Profelytenmacherei mit Geld oder Geldesdie in der Freien Vereinigung der Inhaber von Bildhauer- und solche zu bekommen. Sie hat sich dieserhalb sogar an das Asyl für wert zu beschenken. Stuckgeschäften Berlins und Umgegend vereinigten mittleren Ge- Obdachlose gewandt; doch steht zu erwarten, daß die schwere Arbeit Im Jahre 1902 hatte sich die Berliner Stadtsynode durch schäfte und spitzt sich vornehmlich dahin zu, ob der modernen Ar- mit den so gewonnenen Arbeitswilligen nicht bewältigt werden kann. Mehrheitsbeschluß für Beseitigung der Liebesgaben ausgesprochen. beiterorganisation die ihr zukommende Berechtigung und Anerkennung Von gewerkschaftlichen Veranstaltungen am 1. Mai wird uns Diese Stellungnahme hat dem Konsistorium Veranlassung gegeben, zu zollen ist, oder ob es möglich ist, über die Stöpfe einer nach nachträglich berichtet, daß die Steinarbeiter, Dachdecker und Asphalt eine amtliche Regelung der Liebesgabenfrage anzustreben. Eine Hunderten zählenden Berufsorganisation Lohn und Arbeits- arbeiter am Vormittag eine gut besuchte Versammlung abhielten. Umfrage bei den Gemeinde- Kirchenräten und Gemeinde- Geistlichen bedingungen willkürlich festzulegen. 90 lokalorganisierte Töpfer machten einen Ausflug nach Birken- des ganzen Berliner Synodalbezirkes ergab, daß von 50 Kirchenräten noch 18 und von 150 Geistlichen noch 34 sich unbedingt Bewilligt haben. 33 Daß es nur noch dieses letztere iſt, und nicht mehr unbillige werder und schlossen sich einer Versammlung der dortigen und maßlose Forderungen, beweist die Art und Weise der Agitation, mit der die Unternehmer auf diejenigen ihrer Kollegen einwirken, welche sich veranlaßt sahen, im Interesse von Ruhe und Frieden unfren Tarif unterschriftlich anzuerkennen! Neben den vielen sonstigen Aussprengungen, die sie verfügten, haben die Unternehmer folgendes Cirkular versandt: „ Am 27. 4. 1902. Genossen an. Deutfches Reich. gegen die Abschaffung der Liebesgaben erklärten. Das Konfiftorium Gegen die Wohlfahrtskaffen" des Lloyd haben sich nun auch die hat indes auf diese unentwegten Schützer altkirchlicher Sitte Arbeiter der technischen Werkstätten des Lloyd erklärt. Die Frist, in feine Rücksicht genommen, sondern der Synode den Vorschlag ge= der sich die Ladungs- und Kohlenarbeiter zum Beitritt in die Staffen macht, die Liebesgaben auf indirektem Wege zu beseitigen. Ein melden sollten, war am Donnerstag abgelaufen. Das Resultat ist direktes Verbot der Liebesgaben sei nicht möglich, aber die Geistlichen für den Lloyd ein äußerst ungünstiges, er hat die Frist deshalb bis follten die Liebesgaben, die sie erhalten, an die Kirchenkassen abZu den fortgesetzten falschen Verbreitungen einer hiesigen zum 2. Mai verlängert und die bürgerliche Presse bemüht sich nun, liefern, soweit sie in Geld oder geldwerten Papieren bestehen. Die Stuffateur- Organisation find wir genötigt, noch einmal Stellung Die Arbeiter für die Wohlfahrtskaffen einzufangen, indem sie die Mehrzahl der Geistlichen hat sich hiermit einverstanden erklärt, doch zum zu nehmen. Es ist unwahr, daß ein großer Teil der Arbeitgeber Statuten derfelben, obgleich diese den Arbeitern das Koalitionsrecht haben auch sie nicht bedingungslos auf die Liebesgaben verzichten die unerfüllbaren Forderungen der Stukkateurgehilfen thatsächlich nehmen, für annehmbar erklärt. Es ist sicher, daß sich unterschriftlich anerkannt hat. Wir hier unterzeichneten Geschäfts- die Arbeiter auch durch diese Lockungen, die nur den Interessen des wollen, sondern zum Ausgleich eine Gehaltserhöhung oder inhaber und Unternehmer erklären ausdrücklich, daß wir mit den Unternehmertums dienen, in ihrer ablehnenden Haltung nicht be- eine angemessene Entschädigung andrer Art gefordert. inhaber und Unternehmer erklären ausdrücklich, daß wir mit den Lohnbewilligungen bis an die Grenze des Möglichen gegangen sind einflussen lassen. Auch der Synodalbeschluß von 1902 hatte die Schadloshaltung als und daß wir weitere Zugeständnisse nicht machen können! Fast fämtliche Baugeschäfte und Auftraggeber, die Staats- und Gemeindeselbstverständlich vorausgesetzt. Die Synode hat jetzt einen entbehörden haben uns ihre Unterstützung zugesichert und erklärt, uns sprechenden Gehaltsregulierungs- Entwurf, den daskonsistorium vorgelegt weiterhin Aufschub und Frist für unsre Lieferungen zu gewähren." batte, angenommen. Wer sich bereit erklärt, die Liebesgaben abUnterzeichnet stehen neben andren die unfren Tarif durch Unterzuliefern, bekommt Gehaltserhöhung; neu anzustellende Geistliche schrift anerkannten Firmen Karl Hauer, H. Richter, Bolle und Beyer müssen die Ablieferungspflicht sofort übernehmen und bekommen u. Drechsler. sofort das höhere Gehalt. Gerade um letztere Firma, welche bisher stets als human und Tohal als eine der größten anerkannt wurde, entbrannte ein heftiger Streit; um dieselbe auch den scharfmacherischen Gelüstek diefer Mittelfirmen dienstbar zu machen. Daher fühlte sich die Lohnkommission veranlaßt, im Kreise der Vereinsmeister folgendes Cirkular zu versenden: Central- Verband der Stuffateure Deutschlands, Filiale Berlin. Berlin, den 24. 4. 03. Werter Herrl Die Aussperrung der Mainzer Maurer wirft bereits auf andre Berufe zurück. Eine Anzahl Zimmerer ist, weil die Maurerarbeiten ruhen, entlassen worden. Auch von den Arbeitern, die am Rheinhafen mit Entladen von Steinen und Sand beschäftigt werden, ist ein Teil in Mitlersenschaft gezogen. Die Unternehmer ersuchen ihre Kunden um Aufschub der Arbeiten. Dabei wird fälschlicherweise von einem durch die Arbeiter aufgezwungenen Kampf geredet, während boch allgemein bekannt ist, daß die Unternehmer ohne begründete Ursache diefen stampf vom Baune gebrochen haben, um die Organi fation der Arbeiter zu vernichten. Wir haben feinen Anlaß, es den Geistlichen zu verdenken, daß sie sich nicht umsonst von den Liebesgaben trennen wollten, und wir wundern uns nicht einmal hierüber. Die Liebesgaben haben für manche von ihnen eine sehr bedeutende Einnahmequelle gebildet da fann niemand verlangen, daß sie sie so ohne weiteres preisgeben. Auch ein Geistlicher ist Mensch und Berliner Partei- Angelegenheiten. hängt an irdischen Gütern, auch ein Geiftlicher will ein möglichſt übernommen. Die erste Versammlung des socialdemokratischen Franen Wahlvereins Wir erlauben uns im Namen obigen Vereins und um falsche findet am Dienstag, den 5. Mai, bei Ballschmieder, Badstraße 16 Gerüchte auf ihre Wahrheit hin richtig zu stellen, darauf hinzuweisen, daß dem Unterzeichneten weder offiziell, noch an der praktischen Ausstatt. Der Reichstags- Abgeordnete Genosse Antrick hat das Referat führung unsrer tariflichen Forderungen irgendwie bekannt geworden ist, daß die Firma Beyer u. Drechsler, hier, Trebbinerstraße, ihre ge gebene Unterschrift in irgend einer Form zurückgezogen hat! Achtungsvoll J. A.: Die Lohntommission. tag, den 12. Mai, in Sanssouci, Stottbuserstraße 4a, die dritte am Eine weitere Versammlung desselben Vereins findet am Diens13. Mai bei Zühlke, Dennewigstraße 13, statt.( Siehe Annonce am Dienstag.) reichliches Einkommen haben und eine möglichst behagliche Existenz führen. Um eines jedoch möchten wir hier die betreffenden Geiſtlichen bitten. Vielleicht überlegen sie sich einmal, ob sie noch das Recht haben, andre Leute als begehrlich, materialistisch usw. zu anstreben oder zum mindesten sich gegen deren Verschlechterung verdammen, wenn auch diese eine Besserung ihrer Lebenshaltung wehren. Neue Baumverwüftungen im Tiergarten. War es uns möglich, an der Hand dieses Cirkulars nur auf Bahlstellen aufgenommen werden: Für den Norden bei Frau We y 1, Mitglieder können in den Versammlungen wie in den nachstehenden diesen einen Fall hinzuweisen, so liegt es jetzt an den bei den andren Lothringerstr. 67; Frau A. Meich, Lychenerstr. 3, vorn IV; Frau um Berlin gründlich aufgeräumt werden. Die Schönholzer Heide, Es hat den Anschein, als sollte mit den Baumbeständen in und drei Firmen beschäftigten Kollegen, der Wahrheit zum Recht zu ver- Seeger, Kolbergerstr. 26, Laden, und Frau Bauschke, die als Erholungsstätte für die proletarischen Massenquartiere des helfen und durch eine genaue Umfrage festzustellen, wer der Düpierte Rostoderstr. 48, Seitenfl. II. Für den Osten bei Frau Tie. Nordens geradezu unentbehrlich ist, soll abgeholzt werden, und der ist, ob die Mitglieder des Meistervereins oder ob es möglich ist, Blumenstr. 63, vorn I, und Frau Wengels, Große Frankfurter Grunewald, dieser herrliche Naturpark, soll in einen öden, von ungegenüber einer Arbeiterorganisation Erklärungen abzugeben, welche straße 183. Für den Südosten bei Frau Koßta, Wienerhinter dem Rücken derfelben dann als nicht bestehend erklärt werden! traße 29 im Laden. Für den Süden bei Frau Schol. 3ähligen breiten Willenstraßen durchzogenen Wollspark" verwandelt Kollegen und Bauarbeiter! Es gilt jetzt in unserm Beruf einen Kampf auszufechten, durch welchen andre Bauberufe sich schon ihre Gneisenaustr. 50, Hof IV; Frau ulite, Prinzenjir. 102 III, und weiden. Das Schicksal, das dem Grunewald droht, hat den TierDer Vorstand. garten bereits ereilt. Verschwunden sind die prächtigen Baum Anerkennung und Achtung erkämpft haben. Wir appellieren an Euer Frl. Baader, Bellealliancestr. 95 Hof III. Solidaritätsgefühl, daß Ihr uns in diesem Stampfe, je heftiger er gruppen, verschwunden ist die Zufluchsstätte der Vogelwelt, das wird, desto umfangreicher und auch materiell unterstüßt. Erster Wahlkreis. Reichstags- Abgeordneter Paul Singer üppig rautende Unterholz. Sauber rafierte Rasenflächen dehnen Es gilt den im Meisterverein organisierten mittleren und spricht in einer Wähler- Versammlung am Dienstag im Feen- fich jetzt dort, wo ehemals schattendes Buschwerk die Jllusion Hleinen Scharfmachern zu beweisen, daß sie sich der Einsicht der palast. Die gegnerischen Kandidaten find brieflich eingeladen. eines Waldes inmitten des Berliner Häusermeeres hervorzauberte. größeren und größten Baugeschäftsinhaber anzugliedern haben! Bahlreichen Besuch erwartet Das Komitee. Aber mit diesen Baunverwüstungen will man sich nicht begnügen, Nicht unerfüllbare Forderungen, nicht zwangsweise Lohnerhöhungen Achtung, erster Wahlkreis! Den Parteigenossen zur gefl. Nach der steife, nüchterne englische Bart, in den man den deutschen Naturfind das vermeintliche Ziel unfres Kampfes, sondern nur geordnete richt, daß am Sonntag, den 3. Mai, morgens 8 Uhr, eine Flug part verivandelt hat, soll vollends in eine poesielose Promenade für und geregelte Verhältnisse wollen wir auf zwei Jahre schaffen! Die blattverbreitung von folgenden Lokalen aus stattfindet: bie oberen Behntausend verwandelt werden. In der„ Preußischen seit zwei Jahren auf dem Tarif des Mußvereins stehenden alten Sahn, Stralauerstr. 48; Weihnacht, Grünstr. 21; Glaue, Krausen Korrespondenz" erzählt nämlich ein Mitarbeiter, daß ihm bei einem Preise wollen wir mal endlich auch zur Auszahlung gelangen lassen. straße 18; Menzel, Dorotheenstr. 69; Frant, Charlottenstr. 60; Wolf, Korrespondenz" erzählt nämlich ein Mitarbeiter, daß ihm bei einem Denn das, was für uns alle als unerfüllbare Forderung hingestellt Mauerite, 50; Radtte, Flensburgerstr. 24. Wir bitten die Partei- Spaziergang im Tiergarten am Großen Stern" ein alter war, es wird den jezigen Arbeitswilligen übermächtig angeboten! genossen, sich recht zahlreich einzufinden, damit die Verbreitung eine General begegnet fei, der ihm im Gespräche die weiteren Sie brauchen nur 8% Stunden in den so ungefunden Werkstellen recht wirksame wird. Das Wahlkomitee. Verschönerungs" Projekte des des Tiergartens anvertraut habe. zu arbeiten, sie erhalten alle nur möglichen Preise und das Material Schöneberg. Am Montag, den 4. Mai, findet im Obstschen Diese Projekte gehen dahin, in den idyllischten Bezirken in Hülle und Fülle herangeschafft! Aber wenn es die Allgemeinheit Lokale, Meiningerstr. 8, eine Volts Versammlung statt. des Tiergartens neue Brachtstraßen anzulegen, um dadurch für den fordert, sind es unverschämte Bedingungen! Wenn in dem Cirkular Tages- Ordnung: Die bevorstehende Reichstagswahl." Referent neugeschaffenen„ Berliner Corso", die Renommierfahrten des reichen der Unternehmer der letzte Absatz die Solidarität fast sämtlicher alded Manasse. Die am Dienstag, den 5. Mai fälligen Müßiggangs, eine Gelegenheit zu schaffen, ganz unter sich zu Baugeschäfte, der Staats- und Gemeindebehörden usw. proflamiert, monatlichen Bezirtsfizungen finden nicht an diesem Tage, fein, ohne durch Droschten zweiter Güte oder gar Schlächterwagen, so haben wir dieser Solidarität des Kapitals die Solidarität der fondern eine Woche später am Dienstag, den 12. Mai statt und wird die unverschämterweise trotz des Corsos ihren Weg durch die Unterdrückten und der Ueberzeugten entgegenzufeben! Es muß ein vollzähliger Besuch erwartet. weiter festgestellt werden, daß die in Betracht kommenden Firmen Siegesallee nehmen, in ihrem eigenartigen Vergnügen gestört zu für bessere Arbeiten unsre Forderung unterschriftlich anerkannt Frankfurter Chauffee 120: Volts- Versammlung. Reichstags- Abg. Lichtenberg. Dienstag, den 5. Mai, im Höflichschen Saale, werden. Die alte Excellenz soll dabei allerlei Andeutungen über haben; fie nehmen keinen Anstoß daran, den von einer andren Ge- Genosse Wolfgang Heine spricht über das Thema:„ Was hohe und höchste Persönlichkeiten gemacht haben, die sich für das werkschaftsorganisation formulierten Tarif auf seinen Inhalt hin wird uns der kommende Reichstag bringen?" neue Projekt außerordentlich interessierten. zu prüfen und unterzeichneten unfre Forderungen. Armer Tiergarten! Bedauernswerte Berliner! lüsterne Mittelmeister, sondern es sind ihnen noch Bundesgenoffen Eichwalde und Umgegend" findet Sonntag, den 3. Mai, in Zeuthen entstanden, welche ihre eignen Arbeitsbrüder durch schäbige Ver- in dem jetzt freien Lokal von Wie. Barnad, Restaurant Dorf Aue, dächtigungen uneinig zu machen suchen! Mit freudiger Miene war nachm. 2 Uhr statt. Die Genoffen werden ersucht, zahlreich und es dem Unternehmer Walz möglich, einem Kollegen folgenden auf pünktlich zu erscheinen. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste will rotes Papier gedruckten Erguß zu übermitteln: Kollegen! Es gilt nicht nur den Kampf gegen unfre so macht. Eichwalde. Die Mitglieder- Versammlung des Wahlvereins kommen. Lokales. " 1 " Kollegen! Wir haben erfahren, daß noch beinahe 100 Arbeitgeber bis heute nicht unterschrieben haben und daß die Unternehmer- Organisation nicht daran denkt, vor Ablauf der nächsten vier Wochen die Unterschrift zur geben! Unser Vorstand verkündet schon eine Woche lang, daß die Hälfte aller Unternehmer bewilligt hat! Die Auslegung der Reichstags- Wählerlisten Wir wollen die Namen dieser Firmen wissen! Wer sind diese Unter- wird nach der Bestimmung des Ministers des Innern vom nehmer? Weshalb wird das nicht bekannt gemacht! Warum streifen wir überhaupt und sollen unsre Weiber und Stinder vier 18. Mai ab acht Tage lang erfolgen. Und zwar werden Wochen hungern lassen?? Zum Schluß bleibt wie früher alles beim die Wählerlisten an den Wochentagen von vormittags 9 Unter- wird D Die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn" beglückt uns abermals mit einer Berichtigung, die sich auf den Vorfall mit dem entlassenen Schaffner Rüdiger bezieht. Es wird darin nochmals mit aller Bestimmtheit versichert, daß bei der Vertrauensmännertvahl auf dem Bahnhofe Belzigerstraße feinerlei Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind, woran auch das Resultat der Nachwahl" nichts ändern könne. Ferner heißt es, der Inspektor Bernis„ habe niemals einem Angestellten aus seiner politischen Gesinnung einen Vorwurf gemacht, dagegen allerdings dem Schaffner Rüdiger einen Urlaub zum Besuche einer von Transportarbeiter- Verbande berufenen Versammlung verweigert, der unter der unwahren Begründung erbeten wurde, es handle sich um eine Versammlung der Vertrauensmänner unsrer Gesellschaft. Dieses Vorgehen des Sonntagabend: Die Here. Montag: Die Here. Betriebsinspektors steht in vollkommenem Einklang mit unfren Grund- Anscheinend aus Liebesgram vergiftet hat sich gestern Abend die fäßen, die politische Gesinnung jedes einzelnen utangetastet zu lassen, in Charlottenburg Sesenheimerstraße 40 wohnhafte geschiedene Frau Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. dagegen eine Beeinflussung der dienstlichen Thätigkeit durch politische Lippert, welche schon seit einigen Jahren ein Liebesverhältnis mit Königliches Opernhaus. Sonntag: Der fliegende Holländer. MonAgitationen auf das entschiedenste zu verbieten. einem Herrn Krämer unterhielt. Das Brautpaar, welches eine tag: Fidelio. Dienstag: Till Eulenspiegel. Mittwoch: Bar und ZimmerWas sich die verehrte Direktion unter einer Beeinflussung der gemeinsame Wohnung inne hatte und von den Einwohnern des mann. Donnerstag: Samson und Dalila. Freitag: Tannhäuſer. Sonn" dienstlichen Thätigkeit" durch„ politische Agitation" eigentlich vor- benannten Hauses als Mann und Frau gehalten wurde, sollte abend: Die verkaufte Braut. Der Zauberknabe. Sonntag: Till Eulenstellt, das wird wohl für immer ihr unergründliches Geheimnis in diesem Monat seine Hochzeit feiern, zu welcher schon spiegel. Montag: Lohengrin. bleiben. Im übrigen sagt dieser Paffus gerade genug. alle Vorbereitungen, wie Anschaffung des Brautkleides usw., Montag: Sakuntala. Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Gyges und sein Ring. Dienstag: Die Schloßherrin. Mittwoch: Prinz Eine höfliche Abfägung. Bislang stellte sich die Direktion der getroffen wurden. Es mußte jedoch wohl zwischen dem Friedrich von Homburg. Donnerstag: Die Welt, in der man sich langweilt. Großen Berliner Straßenbahn immer so, als hätte sie nicht das Brautpaar ein Zwist stattgefunden haben, denn Krämer wollte an- Freitag: Die Verschwörung des Fiesto zu Genua. Sonnabend: Sakuntala. geringste Interesse daran, welchen Vereinen oder Organisationen die scheinend sich von seiner Braut trennen. Währenddessen er zu diesem Sonntag: Im bunten Rod. Montag: Was ihr wollt. Straßenbahner angehörten. Als vor drei Jahren anläßlich des Gift ein. Bald darauf befiel sie ein Unwohlsein. Als Krämer ihr Sonntag, 10. Mai: König Laurin. Zweck feine Sachen packte, nahm Frau Lippert im andern Zimmer Neues fgl. Opern- Theater. Sonntag, 3. Mai: Die Journalisten. großen Streits von dem Schaffner Ascher der neue Straßenbahner- beistehen wollte, gestand sie ihm, daß sie Gift eingenommen hatte. Glück im Winkel. Sonntagabend: Wohlthätige Frauen. Montag: Die Here. Verein gegründet wurde, da wußte allerdings sofort jedermann, daß Alle Wiederbelebungsversuche des herbeigerufenen Arztes waren ohne Dienstag: Die guten Freunde. Mittwoch: Die guten Freunde. DonnersSchiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag: Das Direktion geschehen war, damit der„ Ascher- Verein" als Gegengewicht wurde die Verschiedene abgeholt. dies nur unter ausdrücklicher Billigung und Befürwortung der Erfolg, da sie kurze Zeit darauf starb. Mittels Krankenwagens tag, Freitag und Sonnabend: Die Here. Sonntagnachmittag: Heimat. gegen die auf modernem Boden stehende Straßenbahner- Organisation wirken solle. Ascher selbst war mit einemmale das Schoßfind seiner höheren Das Belle- Alliance- Theater hat schon wieder einen DirektionsSchiller- Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag Vorgesetzten geworden, und diese wußten auch dahin zu wirken, daß der neue wechsel erlebt. Am Freitag führte sich Direktor Krauß mit dem nachmittag: Die Jungfrau von Orleans, Sonntagabend: Die guten Verein Mitglieder erhielt. Im Laufe der Zeit scheint sich„ oben" Ensemble des Bunten Theaters an jener Stätte ein mit der Auf- Donnerstag und Freitag: Die guten Freunde. Sonnabend: Hedda Gabler. Freunde. Montag: Heimat. Dienstag: Die Here. Mittwoch: Die Here. jedoch die Meinung über den einst so gut angeschriebenen Vereins- führung von Mar Dreyers Drama Winterschlaf". Die Darstellung Sonntagnachmittag: Wilhelm Tell. Sonntagabend: Hedda Gabler. Montag: gründer Ascher geändert zu haben, umsomehr, als letterer einsehen war im allgemeinen passabel, Marie Wismer bot als„ Tante Jda" Der Probekandidat. lernte, daß die dem Verein vorgeschriebene Marschroute die Mitglieder sogar eine recht gute Leistung. Einem großen Teil des Publikums Deutsches Theater. Sonntagnachmittag: Die versunkene Glode. zur Verfimpelung führen mußte. So erhielt denn Ascher eines guten schien allerdings das Verständnis für das gehaltvolle Drama ab- Sonntagabend: Monna Banna. Montag und Dienstag: Monna Banna. Tages ein von dem Direktionsbeamten Kothe verfertigtes Schreiben, zugehen. Man ist in dem Musentempel vor dem Halleschen Thore Mittwoch: Die Weber. Donnerstag: Faust. Freitag: Monna Banna. worin ihm im Interesse der Förderung des Vereins nahe an leichte Kost gewöhnt. Der nachfolgende muntere Einafter" Vor Sonnabend: Der arme Heinrich. Sonntagnachmittag: Es lebe das Leben. gelegt" wurde, auf sein Vorstandsamt bis auf weiteres zu ver- dem Gesindeball" war dagegen dem Geschmack der Zuhörer besser Sonntagabend: Die Wildente. Montag: Monna Banna. zichten. Um dem mißliebig Gewordenen die bittere Pille etwas angepaßt. Auch die Darsteller fühlten sich hier mehr in ihrem schmackhafter zu machen, vertröstete man ihn auf kommende bessere Element wie im Drama. Sie ernteten denn auch für ihr flottes Sonnabend: Jugend. Sonntag, den 3. Mai und 10. Mai, nachmittags: Zeiten, wo die noch immer grollenden, in den„ Ketten des Verbandes Spiel wohlverdienten Beifall. liegenden Angestellten" zu verständiger Einsicht gekommen sein werden, Berliner Theater. Sonntagnachmittag: Ueber unsre Kraft I. Teil. Apollo- Theater. Nachdem sich bereits am 2. Mai im Apollo- Sonntagabend: Alt- Heidelberg. Montag: Ueber unsre Kraft. I. Teil. In einer Nachschrift wird der Abgesägte dann ersucht, den Inhalt Theater neue Specialitäten, die allgemeinsten Beifall gefunden Dienstag: Alt- Heidelberg. Mittwoch: Der Hüttenbesizer. Donnerstag: des Schreibens geheim und vertraulich" zu behandeln. An der Alt- Heidelberg. Freitag: Alt- Heidelberg. Sonnabend: 100 000 Thaler. ganzen Sache intereffiert weniger, daß der Mohr, der früher seine haben, borſtellten, wird das Programm durch die Erstaufführung Sonntagnachmitag: Ueber unsre Straft. I. Teil. der Novität„ Die Liebes- Insel" von Benno Jacobson am Sonntagabend: 100 000 Schuldigkeit gethan hatte, jetzt gehen konnte, als vielmehr, daß 6. Mai eine vollständige Erneuerung erfahren. hiermit dokumentarisch bewiesen wird, in welchem Maße die Direktion auf die Gesinnung ihrer Angestellten einzuwirken bemüht ist. " Gerichts- Zeitung. Neues Theater. Allabendlich bis Freitag: Belleas und Melisande. Die Kreuzelschreiber. Thaler. Theater des Westens. Allabendlich: Dubarrh. Sonntag, den 3. Mai, nachmittags: Bar und Zimmermann. Sonntag, den 10. Mai, nachmittags: Auf eignen Füßen. Sonntag, den 3. und 10. Mai, nachmittags: Charleys Der Troubadour. Thalia Theater. Allabendlich: Der Posaunen- Engel. Sonnabend: Tante. mittags: Sein Doppelgänger. Sonntag, den 10. Mai, nachmittags: Seine Residenz- Theater. Allabendlich: Lutti. Sonntag, den 3. Mai, nachKammerzoje. Sonntag, den woch: Der Zigeunerbaron. Donnerstag: Fra Diavolo. Freitag: Figaros Buntes Theater. Sonntagnachmittag: Der Troubadour. Sonntag abend: Undine. Montag: Der Waffenschmied. Dienstag: Martha. MittHochzeit. Sonnabend: Undine. Sonntagnachmittag: Martha. Sonntagabend: Der Zigeunerbaron. Apollo Theater. Allabendlich: Gesindeball. Metropol- Theater. Allabendlich: Neuestes! Allerneuestes! Casino Theater. Allabendlich: Unser Goldjunge. Sonntagnachmittag: Leonore, die Grabesbraut. Urania Theater, Taubenstr. 48/49. Sonntag: Das Land Tirol. Montag: Frühlingstage an der Reviera. Dienstag: Das Land Tirol. Mittwoch: Die deutsche Ostseeküste. Donnerstag: Das Land Tirol. Freitag: Die deutsche Ostseeküste. Sonnabend: Das Land Tirol. Feuerbericht. Feuerlärm von der Hl. Kreuzkirche am Blücherplatz Im Stadt- und Vorortbahn- Betriebe tritt heute zum erstenmale wehr. Schon wiederhost ist es dort vorgekommen, daß beim Anberursachte Sonnabendnachmittag 4 Uhr die Alarmierung der Feuerder Sommer- Sonntags- Fahrplan in Kraft. Die Bahnverwaltung Heizen größere Rauchmengen aus der Feuerungsanlage drangen, so rechnet bei günstiger Witterung auf einen ganz gewaltigen Verkehr daß Feuer befürchtet wurde. Auch diesmal handelte es sich lediglich und hat demgemäß einen Fahrplan ausgearbeitet, welcher weit- um eine Rauchanhäufung im Heizungsteller, wodurch irrtümlich gehenden Ansprüchen genügen dürfte. Für den Verkehr nach dem Feuersgefahr angenommen wurde. Die Wehr sorgte für Abzug des Grunewald sind in den Richtungen nach der Stadt, nach dem Süd- Rauches und rückte in wenigen Minuten wieder ab. Sonnabend früh Leffing- Theater. Sonntag: Galeotto.( Sainz.) Montag: Die Jüdin und Nordring stündlich zwölf Züge vorgesehen und in gleicher Weise war in der Ritterstraße 11 in einer Schleiferei ein Brand ent- von Toledo.( Kainz.) Dienstag: Galeotto.( Kainz.) Mittwoch: Die Züdin wird Grünau resp. Johannisthal mit Berlin- Görlizer Bahnhof standen, der aber noch im Keime erstickt werden konnte. Längere Donnerstagabend: Dämmerung. von Toledo.( Kainz.) Donnerstagnachmittag: Vorlesung von Josef Kainz. und Stadtbahn verbunden werden. Durch die Einfügung der oben Beit hatte die Wehr in der Friedrichstraße 13 zu thun. Hier war abend: Dämmerung. Sonntag: Der blinde Baffagier. Freitag: Der blinde Passagier. Sonngenannten Sonderzüge sowie durch Vermehrung der Verbindung mit Freitagabend auf nicht ermittelte Weise in dem Lagerraum eines Halensee, Rigdorf, Westend wird auf der Stadtbahn selbst ein Borzellangeschäfts Feuer ausgekommen, das an dem Verpackungs- 10. Mai, nachmittags: Einafter. Kleines Theater. Allabendlich: Nachtasyl. Sonntag, den 3. und 3 Minuten- Verkehr geschaffen. Den Ausflüglern nach Friedrichshagen stroh und und Hermsdorf- Oranienburg werden 15-25 Sonderzüge zur Ver- gefunden hatte. an anderem Verpackungsmaterial reiche Nahrung Trianon- Theater. Allabendlich: Die Notbrücke. Eine starte Berqualmung erschwerte die Central Theater. Allabendlich: Madame Sherry. fügung stehen. Ablöschungsarbeiten sehr. Es mußte fast eine Stunde mit 3. und 10. Mai, nachmittags: Die Fledermaus. Bezüglich des Eisenbahn- Unglücks auf dem Bahnhof Friedrich erstickt waren. Leider trug der Feuermann Herrmann bei den Löscharbeiten findeball zivei Rohren Wasser gegeben werden, bevor die Flammen Belle- Alliance Theater. Allabendlich: Winterschlaf. Vor dem Gestraße war das Gerücht verbreitet, daß die Ursache des Unfalles in eine starke Rauchvergiftung davon, so daß er sich in ärztliche Be= Carl Weiß- Theater. Allabendlich: Jugendstürme. Sonntag, den der vorzeitigen Freigabe der Ausfahrt auf Bahnhof Alexanderplatz 3. Mai, nachmittags: Preciosa. zu suchen sei. Diese Meldung ist unzutreffend. Der Zug Nr. 1302 handlung begeben mußte. In der Köslinerstr. 4 fam gleichzeitig nach Botsdam erhielt erst auf oben genannter Station die Ausfahrt, hauptsächlich Möbel und Wäscheſtücke beschädigte. Außerdem liefen durch Umfallen einer Petroleumlampe in einer Küche Feuer aus, das nachdem die Blockstation auf Bahnhof Börse das Signal Strecke in der Zwischenzeit noch Alarmierungen von der Stegligerstr. 8, frei" gegeben hatte. Die Katastrophe ist lediglich dadurch herbeigeführt, Treschowstr. 10, Schulstr. 97/98, Rostockerstr. 9, von der Wilsnackerdaß der Lokomotivführer des Vorortzuges das Haltesignal an der Straße 20, Langestr. 88/89 und noch von einigen andern Stellen ein. genannten Blocitation unbeachtet ließ. Die Blockstation Börse ist zwischen In allen diesen Fällen wurden in der Hauptsache Decken, Möbel, Sen Bahnhöfen Alexanderplatz und Friedrichstraße im Interesse einer beschleunigten Verkehrs- Abfertigung eingeschaltet worden. Sie Kleidungsstücke usw. durch Feuer beschädigt. liegt von beiden Stationen je 22 Minuten entfernt, so daß die Züge unter allen Umständen jenen Abstand halten müssen. Dadurch, daß der Maschinenführer des Potsdamer Zuges das Haltefignal überfährt, während andrerseits der Fernzug gebremst auf dem Ein Nachspiel zum Heinze- Prozeß. An einen Prozeß, welcher Bahnhof Friedrichstraße einlief, wurde naturgemäß der Abstand zwischen derzeit großes Aufsehen erregte und der dann die Veranlassung zu den beiden Trains derartig vermindert, daß der Zusammenstoß knapp der vielerörterten lex Heinze bot, erinnerte eine Verhandlung, eine Minute nach der Einfahrt des Insterburger Buges erfolgte. welche gestern unter dem Vorfiz des Landgerichtsrats Wachtel bor Die Signal- Vorrichtung auf der Stadtbahn ist derartig ein- der dritten Straffammer des Landgerichts I stattfand. Im Juli 1892 gerichtet, daß ein Unglick durch falsches Signalgeben unmöglich er- wurde gegen den Töpfer Heinze und dessen Ehefrau Anna Heinze scheint. Die Signale find untereinander elektrisch verbunden. An verhandelt. Dieselben waren beschuldigt, den Nachtwächter den Bahnhöfen resp. Blockstationen stehen die Fahrtsignale gewöhn Braun, welcher in den Anlagen bei der Elisabeth Kirchelich auf" halt". In diesem Zustande sind die Signaleinrichtungen erhängt gefunden wurde, ermordet zu haben, denn Braun durch Riegel derartig gesichert, daß auf den Stationen nicht war erst getötet und dann erhängt worden. Der Verstorbene ohne weiteres das Durchfahrtssignal gegeben werden kann. war besonders energisch gegen die Prostituierten und deren Anhang Erst dadurch, daß die Vor- Station, im obigen Falle die in seinem Viertel vorgegangen und nahm man deshalb an, daß er einem Blockstation Börse, das Signal Strecke frei" giebt, wird der Nacheakt zum Opfer gefallen war. Die Verhandlung bot ein trübes Riegel auf den Nach Stationen automatisch ausgeschaltet Bild aus dem dunklen Berlin und Enthüllungen grausiger Art aus und nun erst kann hier Ausfahrt gegeben werden. Auf der Block dem Leben und Treiben der Zuhälter. Heinze wurde wegen gestation„ Börse" war es dem Blockwärter natürlich unmöglich, dem fährlicher Körperverlegung mit tödlichem Ausgange zum höchsten Zuge Durchfahrt zu geben, weil ja auf ihrer Vorstation, das heißt zulässigen Strafmaß, 15 Jahren Zuchthaus, seine Ehefrau Bahnhof Friedrichstraße, der Zug noch nicht ausgefahren war. So- wegen Beihilfe zu 10 Jahren Zuchthaus berurteilt. Im bald der Zug die Station verlassen hat, wird das soeben passierte September v. J. hatte die Ehefrau Heinze ihre Strafe verbüßt. Sie Signal auf" halt" gestellt und der Sicherungsriegel legt sich wieder ergab sich trot ihrer 50 Jahre sofort wieder ihrem früheren Lebensautomatisch vor. Man ersieht hieraus, daß nur durch grobe Pflicht- wandel und soll den erst 22jährigen Arbeiter Paul Köhn durch berlegung ein Unfall auf der Stadtbahn herbeigeführt werden kann. Geldgeschenke bewogen haben, die Rolle ihres„ Beschüßers" zu über- Größte Auswahl. Billigste Preise. Eine fürstliche Belohnung. Am letzten Freitagmittag geriet eine nehmen und sie bei ihren nächtlichen Streifzügen zu begleiten. Sie Guter Brand! Borzügliche Qualität. hat sich bald mit ihm beruneinigt und dann den besseren Ständen angehörige Dame mit ihrem Kinde in Lebens- gegen ihn wegen Diebstahls erstattet, da er ihr eine Uhr Fabrikations- Utensilien. gefahr dadurch, daß sie unter den Vorderperron der elektrischen Bahn und mehrere Kleidungsstücke entwendet haben sollte. geriet. Ein Arbeiter, der die Scene mit ansah, sprang fofort hinzu stand Köhn Neue Formen, sehr große Auswahl mun wegen Zuhälterei und Diebstahls, Frau Heinze und brachte zunächst das Kind durch rasches Zugreifen in Sicherheit wegen Anstiftung zum erstgenannten Vergehen vor Gericht. zu Driginal- Fabrikpreisen. und riß auch mit eigner Gefahr die Frau aus ihrer gefährlichen Angeklagte Heinze erklärte unter Thränen, daß sie nach der EntLage. Die sehr vermögende Dame bewies ihren Dank für ihre und laffung aus dem Zuchthause darauf angewiesen war, ihren früheren ihres Kindes Rettung durch das fürstliche Geschenk von sage und Erwerb wieder aufzunehmen, denn sie hätte doch leben müssen. schreibe drei Mart. Durch die Beweisaufnahme wurden beide Angeklagten überführt. Köhn wurde zu einem Jahr zwei Monaten Gefängnis, dreijährigem Ehrverlust, Frau Heinze zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Beide sollen der Landespolizeibehörde überwiesen werden. Vermischtes. Anzeige Die Eine Haussuchung wurde am Nachmittag des 1. Mai in der Wohnung des Redakteurs und Verlegers des„ Anarchist", Richard Klose, in der Liebigstraße abgehalten. Von Nummer 3 dieses Blattes wurden dabei zweiundvierzig Eremplare beschlagnahmt. 11 Bei der Maifeier des zweiten Kreises ist ein braunes Portemonnaie verloren gegangen. Juhalt ein Zwanzig- Markstück. Gegen Belohnung abzugeben bei Paul Scholz, Zoffenerstr. 1.- Bei der MaiFestlichkeit des fünften Kreises im Schweizergarten ist ein Portemonnaie Attentat eines Jrrsinnigen. Wien, 1. Mai. Während der mit 21,70 M. Inhalt verloren gegangen. Gefunden wurde ein heutigen Mai- Andacht in der Stefanskirche trat ein junger Mann Regenschirm. Abzugeben resp. abzuholen bei Leopold Liepmann, neben den Priester an den Altar und feuerte aus einem Revolver Linienstr. 242, I. mehrere Schüsse in die versammelte Gemeinde; Mittelschullehrer Juratscheck wurde tödlich verletzt und eine Frau von einer Kugel gestreift. Der Thäter, der sich Konrad Haag nennt, ist irrsinnig. Die Stefanskirche, in der eine Panik ausbrach, wurde, nachdem sich die Gläubigen entfernt hatten, geschlossen. Einen Mordversuch, der in Wien in einer Kirche von dem Elektrotechniker Konrad Hag gegen einen Lehrer gemacht wurde, hat auch in Berlin Veranlassung zu Ermittelungen gegeben, da Hagen früher hier wohnte. Der junge Mann, der am 23. Mai 1876 zu Leipzig Der Bergsturz in Frant. Der Bericht des nach Frank entsandten geboren wurde, wohnte in Berlin an verschiedenen Stellen in Inspektors der öffentlichen Arbeiten stellt fest, es stehe außer allem Studentenvierteln, in der Schumann, Marien- und Karlstraße. Er zweifel, daß weder von einem Vulkanausbruch, noch von einer galt hier für geistig nicht ganz gefund, da er oft ein mehr als Erplosion die Rede sein könne, die Katastrophe sei lediglich durch sonderbares Wesen zeigte. So erschien er mehr als einmal voll einen Felssturz veranlaßt worden. Die Gefahr einer Ueberschwemmung ständig nackt in der Wohnung seiner Wirtsleute. Eines Tags jei vorüber, da das Wasser durch die Felsblöcke, welche in das Bett meldete er dem Fundbureau in der Charlottenstraße, daß er sein des Flusses gerollt sind, hindurchfickert. Portemonnaie mit zwei Tausendmarkscheinen verloren habe und versprach dem Wiederbringer 1000 Mart Belohnung, da das PorteWien. Der Vorstand. monnaie auch eine Ausweiskarte auf seinen Namen enthalte. Seiner Wahlkreis Stralsund Franzburg: Rügen. Sonntag, den 3. Mai, Socialdemokratischer Agitations- Verein für den Reichstags: Wirtin ſchrieb aytam, daß dieses Berg eit bezahlen vormittag ber erbett alami, et fönne. Thatsächlich hatte er nicht einen Pfennig verloren. Im Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. Um recht zahlAugust vorigen Jahres erhielt er bei einem Zusammenstoß mit einem reiches Erscheinen ersucht Studenten einen Schuß in die Rippen. Nachdem er von dieser Ver- Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 3. Mai, bormittags 88%, Uhr, legung in einem Krankenhause geheilt worden war, ging er nach in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterſtr. 6: Versammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 10 Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Lebensrätsel". Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Hilfskaffe der Graveure, Giseleure und verwandten Berufsgenossen Berlins tagt jeden 1. Montag im Monat im Restaurant Elze, Luisen- Ufer 1, abends 8-10 Uhr. Deutscher Arbeiter- Abstinenten- Bund. Ortsgruppe Berlin. Montag, den 4. Mai, abends 8 Uhr, im Abstinentenheim", Neue Schönhauserstraße 12: Unterhaltungsabend. Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Eintritt frei. Gäste willkommen. Ueberfahren wurde heute morgen 11 Uhr Ecke der Gr. Hamburgerstraße und Sophienstraße ein Mann in älteren Jahren nebst Zweirad von einem Aschinger" Faßbierwagen. Der Mann wurde anscheinend schwer verletzt, auch das Rad sehr beschädigt. Der Verlezte wurde sofort nach dem Katholischen Krankenhause gebracht. Nach Ansicht von Augenzeugen soll den Kutscher keine Schuld treffen. Wetter- Prognose für Sonntag, den 3. Mai 1903. Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst troden. Etwas fühler, vielfach heiter bei ziemlich frischen nordöstlichen Winden; Berliner Wetterbureau. 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Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser lieber Turngenosse, der Graveur 286/9 120 Otto Thiele aus der 3. Männer- Abteilung, im Alter von 24 Jahren nach langem schweren Leiden an Lungen- Bereiterung, am 30. April bei der Operation verstorben ist. Derselbe war eines der tüchtigsten Mitglieder unsres Vereins und hat sich besonders in der 3. Männerund Lehrlings- Abteilung als Turnwart besondere Verdienste worben. Seinen offenen und biederen Charakter werden wir stets in Erinnerung behalten. er= Die Beerdigung findet am Sonntag, den 3. Mai, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses am Urban aus nach dem Neuen Jakobi- Stirchhof statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Turnverein ,, Fichte“, Am 30. April verstarb nach Jangem Strantenlager unser lieber Turngenosse 1085b der Zimmerer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, der Zimmerer Ferdinand Manitzke am 1. Mai verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. Mai, nachmittags 4 Uhr, auf dem St. AndreasKirchhof in Wilhelmsberg statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 259/3 J. A. M. Zübke. : Deutscher 90 Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Otto Purschke am 30. April verstorben ist. Die Beerdigung findet am 3. Mai, nachmittags um 32 Uhr von der Leichenhalle des Jakobi- Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 81/14 Unfre innigst geliebte Schwester, Schwägerin und Tante, die Schneiderin Marie Bautz starb nach schwerer Operation am 1. Mai 3 Uhr. Die Beerdigung findet am 4. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus ftatt. 14392 Die trauernden Hinterbliebenen. Tod und Teufel allem Ungeziefer. Wanzen bernichtet samt Brut sofort mit tödlicher Sicherheit nur ,, Reichels verstärktes Wanzenfluid", Fl. 50 Pf., 1,-, Liter 5,- M. 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Lebensjahre. 286/10 Wir verlieren in ihm einen fleißigen und tüchtigen Sänger und werden sein Andenken stets in Ehren halten. Treffpunkt der Sänger bei Jrrgang 1/2 Uhr vis a vis dem neuen Jakobi- Kirchhofe. Central- Verband der Zimmerer Deutschlands. Zahlstelle Berlin u. Umgegend ( Bezirk 17). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied Georg Krüger am Freitag, den 1. Mai, berstorben ist. 2 W Die Beerdigung findet heute nachmittag 6, Uhr von dem Trauerhause in Nieder Schönhausen, Bismardstraße 32, nach dem Kirchhofe in Schönhausen statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis ( Osten). Todes- Anzeige. Am 1. d. M. starb unser Mit243/2 glied, der Zimmerer Ferdinand Manitzki. am Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. d. M., nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle des Markus- Andreas- Friedhof in Wilhelmsberg( HohenSchönhausen) statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Verein der Zimmerer Berlins n. Umgeg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Kamernd Todesanzeige. Ferdinand Manitzke am 1. Mai früh 4 Uhr verstorben ist. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am 3. Mai nachm. 4 Uhr von der Leichenhalle des Markus Kirchhofes in Hohen- Schönhausen aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 257/9 Der Vorstand. Am Mittwoch starb nach kurzem Strantenlager der langjährige Vereinskassierer Fritz Dänicke. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 3 Uhr vom Trauerhause, Brinzen- Allee 47, aus statt. 222/6 Der Vorstand. Abessinier- Brunnen b. 15 M. an. in garant. bekannter Güte und bester Ausführung Buimpens Koblank& Co., brie, Berlin N., Reinickendorferstr. 54a Erdbohrer leibweise gratis. Illustrierte Kataloge gratis Alte, gut erhaltene Pumpen spottbillig. 11862* Lochmann's weltberühmte, bei einfachem Zurücklegen des Kopfes intensiv spülende Nasen- Douche ,, Frisch und Frei" aus Porzellan. D. R. G. M. 134776. 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Der Parteitag der holländischen Socialdemokratie, der mit Rücksicht auf den Streit nicht vor den Ostertagen stattfinden konnte und deshalb vertagt wurde, wird nunmehr während der beiden Pfingsttage zu Enschede abgehalten. " Bebels Rede, die er am 24. September v. J. in Bamberg ge= In einem besonderen Anhang Die Sünden des halten hat, ist soeben als Wahl- Agitationsbroschüre Centrums" hat Bebel die gegen die wirtschaftliche und geistige Ferri übernimmt nunmehr die Leitung desselben. Alle bisherigen Die Krise im Avanti" ist nun vorbei. Genosse Enrico unter dem Titel: Socialdemokratie und Centrum" Befreiung der Arbeiterklasse gerichteten Attentate des Centrums zu- Redakteure, mit Ausnahme der Lokal- Berichterstatter, treten am von unserm Parteiverlage herausgegeben. Der Centrums- Abgeordnete fammengestellt und den aftenmäßigen Nachweis von der Kultur- 10. Mai von ihrer Thätigkeit am Avanti" zurüd. Desgleichen Domkapitular Dr. Schädler hatte auf dem Mannheimer widrigkeit und der Arbeiterfeindlichkeit des Centrums erbracht. wird die ganze Verwaltung des Blattes gewechselt. Die austretenden Katholikentage gegen die Socialdemokratie und nament Genossen sind: Cassola, erster politischer Redakteur, Bonomi, lich gegen Bebel und Vollmar schwere Vorwürfe Der Einzelpreis für die Broschüre beträgt 20 f. er= Zur zweiter politischer Redakteur, Schiavi, Auslandsredakteur, hoben. Gegen diese Vorwürfe wandte sich Bebel in der Agitation ist eine billige Ausgabe hergestellt, die aber nur an Merloni, parlamentarischer Berichterstatter, Mazzoni, Versammlung, zu der Herr Schädler eingeladen, aber Vertrauenspersonen, Wahlkomitees usw. abgegeben wird. Für Administrator, und 3 armi, erster Kassierer. Die Liste der an ihre nicht erschienen war. Die Versammlung war riesig be- diese ist der Preis: 500 Exemplare 20 M., 1000 Exemplare 30 sucht. Bebels Rede ist eine beredte Verteidigungsschrift gegen 5000 Gremplare 125 M. bom Centrum gegen unsre Partei erhobenen Vorwürfe; sie ist aber auch eine glänzende Rechtfertigung des die Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung. Theater. Sonntag, 3. Mai. Freie Volksbühne. Metropol. Theater. Im Hinterhause. 3. und 4. Abteilung. Anfang 24 Uhr. Lessing Theater. 6. und 7. Abteilung: Johannisfeuer. Anfang 2%, Uhr. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Der fliegende Holländer. Montag: Fidelio. Schauspielhaus. Ring. Gyges und sein Montag: Sakuntala. Neues Operntheater. Die Journalisten. Montag: Geschlossen. Deutsches. Monna Vanna. Nachm. 2 Uhr: Die versunkene Glode. Montag: Monna Banna. Berliner. Alt- Heidelberg. Nachmittags 3 Uhr: Ueber unsre Straft.( 1. Teil). Montag: Ueber unsre Straft. ( 1. Teil.) Leffing. Galeotto. Montag: Die Jüdin von Toledo. Neues. Belleas und Melisande. Montag: Belleas und Melisande. Residenz. Lutti. Nachmittags 3 Uhr: Sein Doppelgänger. Montag: Lutti. Weften. Dubarrh. Nachmittags 3 Uhr: Bar und Bimmermann. Montag: Dubarry. Central. Madame Sherry. Montag: Madame Sherry. Thalia. Der Posaunenengel. Nachmittags 3/2 Uhr: Charleys Tante. Montag: Der Posaunenengel. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Wohlthätige Frauen. im Winkel. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Montag: Frühlingstage an der Riviera. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Anf. der Abendvorstell. 8 Uhr. Lola Loyd Excentric Soubrette. Oskar Klein. Cake Walk. Ganz Berlin zerbricht sich schon den vierten Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! 14 neue erstklassige Nummern. Castans Panoptikum. Friedrichstr. 165. Mit seinen weltberühmten De Wachsfiguren u. unzähligen andren Sehenswürdigkeiten! Neu! Princess Bohatcio, die Kolossal- Indierin aus Singapore. Neu! Carlo Riego mit seiner Wiener Elite- Kapelle. Cléo Otéro Pythia Anthropos. Wochentags ab 7 Uhr M., Stelle tretenden Genossen ist noch nicht definitiv festgesetzt. Ein Teil der Entlassenen dürfte in die Nedaktion der im Juni in Genua erscheinenden Tageszeitung, 2a Lanterna" eintreten, die zwar Bestellungen sind an die Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., fein Parteiblatt, sondern ein Genossenschaftsblatt sein wird, aber von Lindenstraße 69 zu richten. Socialisten reformistischer Richtung gegründet und geleitet wird. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Schauspiel in 3 Atten von Hermann Sudermann. Sonntagabend 8 Uhr: Wohlthätige Frauen. Lustspiel in 4 Akten v. Ad. L'Arronge. Montagabend 8 Uhr: Die Hexe. Dienstagabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie in einem Vorspiel u. 5 Aften v. Friedr. Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Lustspiel in 4 Aufz. v. Bict. Sardou. Montagabend 8 Uhr: Heimat. Dienstagabend 8 Uhr: Die Hexe. Trianon- Theater. Bernhard Rose- Theater Georgenstraße, zwischen Friedrich- u.Universitätsstraße. Abends 8 Uhr: Die Notbrücke. Lustspiel in 3 Aften von Fred Grésac und Francis de Croisset. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Die Liebesschaukel. Badstraße 58. Sonntag, den 3. Mai 1903: sowie AufGr. Theater- Vorstellung reten von Specialitäten I. Ranges. Anfang 6, Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Bei günstiger Witterung die Vorstellung im Garten. Kleines Theater Stadt- Theater. Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr bei über die Hälfte ermässigten Preisen: Don Carlos auf der Schmiere. Serenissimus- Zwischenspiele. Liebesträume. Kollegen. Abends 8 Uhr: Nachtasyl. Montag: Z. 100. Male: Nachtasyl. Apollo- Theater. Neue Specialitäten. 6 Debuts. Um 9 Uhr: Mit stürm. Beifall: Gesindeball, GesangsBurleske Mittwoch, 6. Mai: Premiere: Die Liebesinsel, AusstattungsBenno Operette AVIS! Eintritisur, nur 25 Pl. Casion Theater Avis! Lothringerstr. 37. Nachmittags 3 Uhr: Das Glüd Thalia- Theater. Säglich auch Sonntags Anf. 8 Uhr. Dresdenerstr. 72/73. Täglich 7 Uhr. Um 9½ Uhr:„ Unser Montag: Die Here. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Die guten Freunde. Nachmittags 3 Uhr: Die Jungfrau von Drleans. Montag: Heimat. Belle- Alliance. Winterschlaf. Vorher: Vor dem Gesindeball. Montag: Winterschlaf. Vor dem Gesindeball. Vorher: Carl Weiß. Jugendstürme. Nachmittags 3 Uhr: Preciosa. Montag: Jugendstürme. Buntes. Undine. Rachmittags 3 Uhr: Der Waffenschmied. Montag: Troubadour. Luisen. Geschlossen. Kleines. Nachtasyl. Nachmittags 3 Uhr: Don Carlos auf der Schmiere. SereniffimusZwischenspiele. Montag: Nachtasyl. Trianon. Die Notbrücke. Der Posaunen- Engel. Goldjunge" Ausstattungsposse mit Ges, und Tanz. Tanzparodien. Artisten- Revue. Thielscher als Spreewälder Amme. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Charleys Taute. Borher das vollst. neue Programm. Sonntagnachm. 4 Uhr: Lenore. die Grabesbraut. Dazu Auftreten sämtl. Specialttäten. Residenz- Theater Carl Weiss- Theater. Direktion: Sigmund Lautenburg. Abends 7, Uhr: Lutti( Loute). Schwant in 4 Atten von Pierre Beber. Morgen und folgende Tage: Lutti. Heute Sonntagnachmittag: Sein Doppelgänger. Neues Theater Nachmittags 3 Uhr: Die Liebes- Schiffbauerdamm 4a- 5. schaukel. Sonntagnachm. 3 Uhr, bei halben Montag: Die Notbrüde. Casino. Unser Goldjunge. Specialitäten. Rachmittags 4 Uhr: Lenore die Grabesbraut. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Der Gesindeball. Specialitäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Bajjage- Theater. Specialitäten. Balaff. Geschlossen. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Montag: Frühlingstage Riviera. Invalidenstraße 57/62. an der Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Preisen: Die Kreuzelschreiber. Abends 7, Uhr: Große Frankfurter: Straße 132. Nachmittags 3 Uhr. Parkett 60 ẞf. Preciosa. Abends 8 Uhr: Jugendstürme. Lebensbild in 5 Aften( 7 Bildern) nach ihrem gleichnamigen Roman von A. Andrea. Morgen: Jugendstürme. Heute im Sommer- Garten: Grosses Konzert, Theater- und SpecialitätenVorstellung. Anfang 5 Uhr. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Pelleas und Melisande. Menschenhaß und Rene. Montag: Pelleas und Melisande. Anfang 7%, Uhr. Nachher: Ball. Buntes Theater. Köpnickerstrasse 68. Ensemble- Gastspiel des Theaters des Westens. 3 Uhr: Troubadour. 8 Uhr: Undine. Montag: Geschlossen. Dienstag: Menschenhas u. Neue. 11 WING! 8 765 Metropol- Theater. Neues Programm. Central Theater Mit glänzen der Ausstattung Heute zwei Vorstellungen. Nachm. 3 Uhr, halbe Preise. In erster Besetzung: Die Fledermaus. Operette Abends 7%, Uhr: Neuestes! Mile. Lorraines, Lebende Bilder. 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Nerlas Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 102. 20. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wablverfammlungen. Sonntag, 3. Mai 1903. so ungünstigen Verhältnisse im Bäckergewerbe und zeigte den zu wollen, sondern das Bäckerhandwerk für einen der gesundesten Berufe hörern, daß keine Partei außer der Socialdemokratie tonsequent für erklären und auf diese Weise jede Verbesserung von der Hand weisen. die Interessen der Arbeiter aller Berufe eintritt. Insbesondere Die Versammlung wählte eine Kommission, bei der sich die Der Verband der Bäcker hatte am 30. April eine Ver- wies er darauf hin, wie die Socialdemokratie für den Schutz der Kollegen, melden sollen, die sich an den Wahlarbeiten beteiligen sammlung einberufen, die der Wahlagitation diente. Der Bäckereiarbeiter eingetreten ist im Gegensatz zu andren Parteien, wollen. Referent Robert Schmidt schilderte die bekannten für Arbeiter deren Vertreter nicht nur vom Bäckerei- Arbeiterschutz nichts wissen Socialdemokratischer Wahlverein M.G 28 u. kaffe der Tischler etc. Central- Kranken- n. Sterbe für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis I. Wahlkreis. in Dienstag, den 5. Mai, abends 8½ Uhr: Versammlung im ,, Berliner Prater", Kastanien- Allee 7. Tages- Ordnung: 247/ 12* 1. Vortrag des Stadtv. Dr. Freudenberg. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste auch Damen willkommen. Der Vorstand. Central- Verband der Maurer Deutschlands. Sektion der Buter. Mittwoch, den 6. Mai, abends 7 ihr, in den Arminhallen, nogillid Dienstag, den 5. Mai, abends 8 Uhr im Palast Theater( früher anab Dertliche Verwaltung Berlin B. Montag, den 4. Mai cr., abends 8 Uhr, Feen Palast), Burgstraße, Ecke Wolfgangstraße: Mitglieder- Versammlung Oeffentliche Wähler- Versammlung 208/1 Tages- Ordnung: 1. ,, Die Wahlen und die Socialdemokratie". 2. Diskussion. Referent: Reichstags- Abgeordneter Paul Singer. Die Kandidaten im I. Streis find schriftlich eingeladen. Zahlreichen Besuch erwartet Das Wahlkomitee.. im Gewerkschaftshause, Engel. Ufer 15, Saal 3. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom I. Quartal 1903. 2. Borirag des Herrn F. Stügelmeier über das Alters- und Invalidenversicherungs- Gesez. 3. Verschiedene Sassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. 184/5 Die Ortsverwaltung. Achtung! Vereine! Mitglieder- Versammlung. Central- Verband der Töpfer. Frankes Festsale, Sebastianste 3. Tages- Ordnung: 1. Bericht über die Mai- Aussperrung und Beschlußfassung über die Unterstügungsfrage. 2. Bekanntgabe des Resultats über die stattgefundene BautenFiliale Berlin. Mein schattiger Natur- Garten 280 Aufnahme. 3. Berichterstattung vom Verbandstage und Bauarbeiterschub- Dienstag, den 5. Mai, abends 6%, Uhr, im Gewerkschaftshause( großer Saal): it jest bebeutend vergrößert( faßt Rongreß. Um pünktliches Erscheinen ersucht Die örtliche Verwaltung. J. A.: H. Neumann. Verband der Möbelpolierer. [ Zahlstelle Berlin.] Die Auszahlung der Unterstützungen findet nur Montags abends 7-8 Uhr imenir. 38 ftatt. Mittivoa), den 6. Mai, abends 8 Uhr Sitzung der Vertrauensmänner. Weissensee, König- Chauffee 55, 3 Berlin- Nord, Brunnenstr. 96. Berlin- Südost und Rixdorf, Stalikerstr. 59. Tages- Ordnung: Bericht über die Mai. Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1500 Personen), sehr zu Sommerfesten zu empfehlen. Ebenso empfehle meine Säle mit Bühne auch Sonntags zu coulantesten Bedingungen. 1. Wahl der Delegierten zur General- Versammlung. 2. Gewerkschaftliches. Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe werden keine Stimmzettel verabfolgt. 14052. Der Vorstand. Schuhmacher! Balduin Franke, Sebastianstr. 39. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 358 Montag, den 4. Mai, vormittags 9 Uhr, in der Berliner Ressource, Sonntag, den 3. Mat, vormittags 10 Uhr, im Lokal von Mothes, Huffitenstraße Nr. 40: usperrung am 1. at. 16 Grosse öffentliche Schuhmacher- Versammlung. Versammlung der Hobler, Bohrer, Stosser, Fraiser. Berlin- Ost und Lichtenberg, Blumenstr. 38. Tages- Ordnung: Zages Drdnung: 1. Berichterstattung über den Stand der Lohnbewegung. 2. VerBortrag des Kollegen Weber über: Das Recht bei Lohnstreitig teiten". Von jeder Werkstelle muß Bericht erstattet werden. Die Mit- schiedenes. glieder, welche einem Gesangberein angehören und gewillt, sind, am zweiten Bfingst- Feiertag zum Frühkonzert, Frankfurterstr. 117, sowie zum Stiftungsfeft des Verbandes mitzuwirken, werden hiermit ersucht, am Freitag, den 8. d. M., abends 8 Uhr, Blumenstr. 38, zu erscheinen oder ihre Adresse an H. Schulz, Memelerstr. 60a zu senden. Der Vorstand. Stukkateure. Charlottenburg. Montag, den 4. Mai, vormittags 9 Uhr, im Volkshaus, Rosinenftr. 3: Oeffentliche Schuhmacher- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung über den Stand der Lohnbewegung. 2. BerDienstag, den 5. Mai, vormittags 10 Uhr, in Frankes Festfälen, schiedenes. Sebastianstraße 39: 175/2 Versammlung der Streikenden. Tages Ordnung: Der Stand unsrer Bewegung. Die Streiffontrolle wird von 9-12 Uhr nur im Versammlungslokal für diesen Tag ausgeführt. Die Streiffommission. Mittwoch, den 6. Mai, abends 8 Uhr, in Frankes Festsälen, Sebastianstraße 39: Filial- Versammlung der arbeitenden Kollegen des Central- Verbandes. Tages Ordnung: 1. Unser Streik. 2. Gewerkschaftliches. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller zu den neuen Bedingungen beschäftigten Kollegen, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Der Borstand. Centralverband d. Handels- Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin 1. Bureau und Arbeitsnachweis: Engel- Ufer 15, II, Zimmer 16. Telephon: Amt VII, Nr. 3348. Adtung! Mitglieder aller Branchen! Mittwoch, den 6. Mai, abends 8%, Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstraße 20/21: Ordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Mitteilungen. 2. Bericht der Delegierten vom Verbandstag in Hamburg. 3. Wahl von drei Beisigern und zwei Revisoren zum Hauptvorstand. 4. Stafsen- und Arbeitsnachweisbericht pro 1. Quartal 1908. 5. Ergänzungswahl zur inneren Ortsverwaltung und Geschäftliches. 6. Bericht der Delegierten zur Gewerkschaftskommission und Neuwahl derselben. Einen wirklich zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Kollegen! Laut Beschluß der Versammlung vom 27. April d. J. ist überall dort, wo der eingereichte Tarif nicht bewilligt wurde, am Montag, den 4. Wai, die Arbeit niederzulegen. Jeder Kollege hat in diesen Bersammlungen zu erscheinen, auch diejenigen, deren Forderungen bewilligt wurden. Die Streitlofale werden in diesen Versammlungen bekannt gegeben. Die Agitationskommission. Sonntag, den 3. Mai 1903, vormittags 10 Uhr, bei Wetzel, Wrangelstraße 136: Morgensprache der Schraubendreher. Zahlreichen Besuch erwartet 116/8 Die Ortsverwaltung. Musikinstrumenten- Arbeiter. Fachverein. Montag, den 4. Mai, abends 8 Uhr, bei Graumann, Naunynstraße 27: Werkstatt- Delegierten- Versammlung. Tages- Ordnung: Verein deutscher Schuhmacher. in Montag, den 4. d. W., abends 81 Uhr, Rosenthalerstraße 11-12: General- Versammlung. Zages Drdnung: 269/17 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Bericht der Delegierten von der Bahlreichen Bejuch erwartet 1. Verlauf der Maifeier. 2. Bericht des Delegierten vom Gewerkschafts. fartell. 3. Werkstattangelegenheiten. 141/9 Zur Beachtung! Jede Werkstatt muß Bertreten sein. Besondere Einladungen ergehen diesmal nicht. Achtung! Der Vorstand. Achtung! Rabitz- Putzer und Spanner! Sonntag, den 3. Mai, vormittags 10 Uhr: Berliner Gewertschaftskammission und Neuwahl derselben. 3. Berschiedenes. Kombinierte Mitgliederversammlung der Rabik- Puker Achtung! Der Die Ortsverwaltung. Achtung! Gewerkschaften! Vereine! etc. und Spanner in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Zages Ordnung: Stellungnahme zu der von den Unternehmern angedrohten Aussperrung. Der Vorstand. Montag, den 4. Mai, abends 7 Uhr: Central- Verband der Civilmusiker Bersammlung der Rabitz- Spanner Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin, bei Jannaschk, Jnfelftr. 10. Tages Ordnung: Unfre weitere Stellungnahme zur Lohnbringt in Erinnerung] daß sein Musiker Nachweis sich vor wie nach bewegung. Quartals- Abrechnung. Verschiedenes. 252/9 Der Vorstand. Rosenthalerftr. 57, Restaurant Pfeffer, befindet. Musikbestellungen werden jederzeit dort angenomm.. Telephon Amt III, 1296. Centralverband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin und Umgegend). Versammlung. Achtung! Parteigenossen! Der sich annoncierende Fachverein der Sonntag, den 3. Mai, nachmittags 5 1hr, bei Voigt, Mitterftr. 75: Civilmusiker Berlins und Umgegend", unterzeichnet G. Schonert, hat mit einer Organisation, geschweige mit der modernen Arbeiterbewegung absolut nichts gemein. Nach Herrn G. Schonerts Erklärung gehe die Politik des Reichsfages die Musiker nichts an. Der Fachverein besteht nur aus Indifferenten und solchen, welche ohne jedes gewerkschaftliche Biel find. Die Ortsverwaltung. 50/2 J. A.: Albert Hoch, Borsigender. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. Sonntag, den 3. Mai 1903, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal IV: Versammlung der Klempner. Tages- Ordnung: Die Verhandlungen mit den Meistern vor dem Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts. Das Erscheinen aller Kollegen erwartet Referent: Cohen. 麗 29 Die Ortsverwaltung. Deuticher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. Zages Ordnung: Bericht des Kollegen Kirschnick als Gewerbegerichts- Beisißer. Verschiedenes. Fragekasten. 138/15 An demselben Tage, vormittags 9 Uhr: Besichtigung der Buchdruckerei Vorwärts, Lindenstr. 69. Die Versammlung der Kollegen findet daselbst vorher bei Augustin statt. Die Ortsverwaltung. Achtung! Westpreussen! Achtung! Sonntag, d. 3. Mai, mittags 11%; Uhr i. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 8: Versammlung aller hier wohnenden Genossen, Genoffinnen und Heimatsfreunde. Tages- Ordnung: 1. Was fönnen wir zur diesjährigen Reichstagswahl 116/7 für die Heimat thun? 2. Diskussion. 116/6 1067/ 6* Genossen, Genoffinnen und Heimatsfreunde, der wichtigen Tagesordnung wegen bittet um recht zahlreichen Besuch Der Einberufer. Achtung! Lackierer! Achtung! Dienstag, den 5. Mai 1903, abends 8%, Uhr: Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Zages Ordnung: 1. Was ist die erste Pflicht jedes Arbeiters? Referent: Paul Pawlowitsch. 107/6 Zahlreichen Besuch erwartet Am Montag, den 4. Mai 1903, abends 8 Uhr, im Lokal ,, Neue Welt" Hafenheide 108-114: 2. Distuffion. 3. Berſchiedenes General- Verfammlung der Verwaltungsstelle Berlin. Tages Drdnung: 1. Kassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Anträge der Ortsverwaltung und an die Ortsverwaltung gelangten Anträge. Kollegen! Es liegen Anträge vor betreffend Erhöhung der Lokalbeiträge, Errichtung eines Bureaus für den Norden und Anstellung weiterer Beamten. Deshalb ist es Pflicht eines jeden Kollegen, am Montag zur Versammlung zu kommen, Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Ortsverwaltung. Die Ortsverwaltung. Centralverband d. Bau-, Erdund gewerblichen Hilfsarbeiter. Das fiebente Stiftungsfest der Filiale Charlottenburg am 9. Mai ist ein geschlossenes Vereinsvergnügen. Abendkaffe findet daher nicht statt. Fast vollendet ist der Erweiterungsbau meines Kaufhauses, ich stelle nunmehr sämtliche Reste und Restbestände, welche sich während des Räumungs- Verkaufs in grossen Massen angesammelt, und die durch den umfangreichen Umbau mehr oder weniger angestaubten und leicht beschädigten Waren sowie grosse Partie- Posten wollener Kleiderstoffe, Waschstoffe und Seidenstoffe Montag, 4., Dienstag, 5., Mittwoch, 6., zu bisher noch nie gekannten, Aufsehen erregend billigen Preisen zum schnellsten Verkauf. Wollene Kleiderstoffe! breit Ganzwollene Cheviots schwarz u. farbig, doppelt- 48 Pf. Meter 110 Seidenglänzende Alpacca- Stoffe 110 cm breit, 98 Pf. Neuheit Meter Waschstoffe! Madapolame in grossartiger Ausmusterung Rips- Piqué, nur gute Qualitäten. Organdi und Batist à jour. Foulardine Seidenstoffe! Mtr. 19 Pf. Seiden- Leinen, imit, grosse Saison- Neuheit, Mtr. 35 Pf. Ganzseidene Merveilleux Mtr. 35 Pf., 30 Pf. Ganzseidene Damaste • Mtr. 55, 48 PL. • Mtr. 95 Pf. . Mtr. 1,25 Mtr. 55, 0 Mtr. 98 Pf. 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Nur die Gewinne 6er 232 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdrud verboten. 142 275 330[ 500] 431 662 846 902 3 60 91[ 500] 0.088 264 442 76 81[ 1000] 605 64 83 802[ 1000] 69[ 3000] 922 2092( 500) 256 72 539 751 906 22 83 3091 512 673 78 797 4029 82 189 246 410[ 3000] 527 602 11 783 879 995 5017 207 71 358 82 84 525 86 660 89 723 57 76 914 6014 132 47 238 460 620 773 88 810 987 7164[ 500] 66 230 310 756 8073 247[ 3000] 88 373 447 515 720 64 845 903[ 500] 9072 192 368 84 99 469 522[ 500] 90 626 725[ 500] 830 91 96 997 10032 54 118 22 220 67 498 615 734 68 96[ 1000] 810 11020 105 232 42 308 574 600 842 55 923 12094 127 86 214 317 473 610 796 15001 804 30 954 82 13364 448 654 84 769 99 844 46 58 902 14125 64 203 63 358 411 557 703 21 38 15020 48 133 58 87 253 490 550 720 16112 463 524 771 86 839 17111 212 60 97[ 500] 464 90 666 84 721 890 18049 139 358[ 500] 534 846 19093 162 218 99 325 516 642 779 20117 43 227 94 476 517 666 744 21027 54 159 505 29 34 1000] 37 636 95 733 76 867 75 989 91 22029 107 318 517 77 756[ 3000] 23031 110[ 1000] 220[ 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74 224046 195 204[ 5000] 13 369 437 73 682 710 92 872 Im Gewingrabe verblieben: 1 Gewinn au 500 000 Mart, 2 3 200 000 Mt., 2 au 150 000 m., 2 zu 75 000 r., I t 50 000., 6 su 30 000 90, 12 au 15 000 t., 25 au 10 000 Mt., 49 81 5000.. 728 au 3000 t, 977 au 1000 wit 1853 zu 500. Baustellen in schönster Lage Nieder- Schönhausens an vollständig regulierten Straßen mit Gas- u. Wasserleitung; nur hochliegendes, trodenes Land, per R. von 85 Mk. an. 7692* Auskunft jederzeit im Bureau, Kaiserweg 3, Nieder- Schönhausen. Zucht- und Legehühner verkauft 8. Bichung 4. Klaffe 208. Kgl. Preuß. Lotterie.[ 3000 91759 931 122283 504 82 646 51 93 762 986 Blebung vom 2. Wai 1903, admittags. Nur die Gewinne über 232 Vit. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt hne Bewähr.) Stach brud verboten. Otto Pich, Berlin, Zionskirchplak 8.[ 14072*] 120272 806 983[ 500] 121027[ 3000] 377 649 123028 132 92 212 21 68 347 535 87 699 738 124097 254 332 58 666[ 30001 826 28 900 125076[ 10001 100 218 94 332 84 427 524 925 126313 401 88[ 1000] 608 40 880[ 1000] 127046 97 338 470 771 90 864 991 128042 316 42 51 620 701 30[ 5001 82 875 129000 29 31 63 15001 201[ 30001 455 75 740 56 843 gal 254 76 446 66 75 511 69 601 16 766 859 987 132066 130055 615 18[ 1000] 26 54 716 859 131096 134 83 141 47 229 45 63 69 320 497 502 623[ 1000] 772 [ 3000] 877 902 3 75 133080 124 48 77 96 256 74 304 802 922[ 10001 134354 130001 477 545 761 818 135116 449 73 74 95 681 821 93 926[ 30001 136223 [ 1000] 335 52 440 93 534 704 5 34[ 30001 83 883 950 137137 236 67 319 411 98 670 74 505 96 966 72 92 138073 94 259[ 500] 346 72 402 547 619 832 925 68 139152 64 235 303 411 524 82 872 85 2 44 72 83 141 616 714 66 1073 80 327 98 598 719 77 886 2172 93 312 410 68 130001 69 640 729 64 95 807 67 89 950 3034 67 75 657 59 759 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76 729 843 29 90047 u 5000 Mt.. 698 au 3000 22 935 au 1000 ant., 119063 244 402 501 20 50 1717 zu 500 Mt. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Dauf und Braking: Bowwints Busdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 102. 20. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus der Frauenbewegung. Frauen und Mädchen! Negt Euch zur Mitarbeit. Nuht das winzige politische Recht, fvelches uns während der Wahlzeit gehört, rege aus. Eine jede von Euch weiß, wie unendlich wir an allen politischen Fragen interessiert find, wie wir unter der Last des Militarismus, unter dem Brotwucher zu leiden haben. Die Socialgesetzgebung, aber auch alle Sonntag, 3. Mai 190. andern großen Fragen gehen uns, die wir im Kampfe ums Brot welchem Eifer die Frauen für diese Rechte eintreten. Dazu diene stehen, genau so an, wie die Männer. Und doch dürfen wir nicht mit uns der Verein, die Stärke seiner Mitgliederzahl mu selbst den beraten, werden wir wie Unmündige ausgeschlossen. Anders jetzt, grimmigsten Frauenfeind verstummen machen. Darum agitiere eine wo der Kampf um die Reichstagswahl tobt; da dürfen auch wir nach jede von Euch für den ersten politischen Verein de scher Frauen. unsrem famosen Vereinsgefeß uns zu politischen Vereinen zusammen-| Jede werbe in ihrem Kreise Mitglieder und führe die Freundinnen finden. Die Berliner Frauen haben von dem Recht Gebrauch ge- und Nachbarinnen zu der ersten Mitgliederversammlung, welche am macht, indem sie sich einen Verein für die Reichstagswahl 1903 5. Mai, abends 8 Uhr, bei Ballschmieder, Badste. 16, stattfindet. gründeten. Nun gilt es aber auch, daß sich die Frauen recht rege Das Referat hat der Reichstags- Abgeordnete Arctric übernommen. daran beteiligen. Gilt es doch, unfren Gegnern, welche uns mit aller Macht die politischen Rechte vorenthalten wollen, zu beweisen, mit Der Vorstand. BAER SOHN Chausseestrasse 24a- 25 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20 zwischen Invalidenstr, u. Schiller- Theater N. zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr. 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