Nr. 108. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mr., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fernsprech- Anschluk: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quittung. W 75,-. " Sonntag, den 8. Mai 1892. Invermögen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fürst Bismarck fiel, weil er, statt dem Sozialismus, der treibenden Kraft der Neuzeit, Spielraum zu gewähren Im Monat April gingen bei dem Unterzeichneten an freiDer Weg zur Hölle ist bekanntlich mit guten Vor- und ihn zur Regenerirung des Staats und der Gesellschaft willigen Beiträgen ein: sägen gepflastert, und wie uns Buckle in seiner Geschichte zu benutzen, sich in einen Donquijote'schen Kampf mit dem Roblenz, Schriftenüberschuß 10,-. Strießen bei Dresden, der Zivilisation aufs Gründlichste nachgewiesen hat, spielt Sozialismus einließ und, um ihn führen zu können, sich beamerit. Auktion Neubau A. D. 17,-. Die Zielbewußten von in der Entwickelung des Menschengeschlechts der gute Wille dingungslos in die Dienste der Kapitalistenklasse begab. Schwarzenbach a./. 10,-.. 2500, G. R., Berlin 5, eine sehr geringe Rolle. Ja er spielt gar keine, denn wo Natürlich erlag er in dem hoffnungslosen Kampf. Doch Die Alten aus dem S.O. Berlins 9,20. IV. Berliner Wahlfreis die materiellen Bedingungen vorhanden sind, ba geht es sein Beispiel hat den Nachfolger nicht belehrt. Herr 8.0. 245,10. Proletarier Hochzeit bei Gründel, Berlin 5,80. auch ohne guten Willen, und wo sie fehlen, da geht es von Caprivi ist bestrebt, sich von den unreinlichen Praktiken Auer u. Co., Hamburg 45 000,- 2. M. 350,- Sp. u. 6, nicht, auch mit dem besten Willen. Der Verfall des seines wenig heikelen Vorgängers fern zu halten, allein der Biseleur: Sparbüchse Berlin 5,-. Richter'sche Werkstelle, Stegliberstraße, Berlin 6,15. Bon einer rothen Rindtaufe, Friedrich- römischen Weltreichs wurde durch die moralischen Eigen- Kurs ist der alte". Die ganze wirthschaftliche Politik Bisdem Baare wird zwar der Wilhelmstraße, Breslau 3,-. Werther 3000,-. Genossen in schaften der Cäsaren so gut wie gar nicht beeinflußt. Und ward's ist beibehalten Biesdorf 16,- Dr. A., Berlin 20,-. Rautionszinsen der Reg.- jeder einigermaßen Geschichtskundige weiß, daß die Re- Prozeß gemacht, aber vor dem Kapitalismus, zu dessen Hauptkasse zu Frankfurt a. D. 100,- Weida 8,-. Bon volutionen sehr häufig unter wohlmeinenden Monarchen würdigsten und konsequentesten Vertretern Baare gehört, Von Maurern in Biele- ausgebrochen find, woraus reaktionäre Hohlköpfe den Schluß hat auch Caprivi kapitulirt und, gleich Bismarck, sieht er in feld 50,- Braunschweig 400,- Drei Samburger Genoffen gezogen haben, die Revolutionen namentlich die große dem Sozialismus den Feind, den zu vernichten die Haupt8. R. P. 10,- Bremen, gef. auf einer Hochzeitsfeier in der französische-seien die Folge gutmüthigen Nachgebens der aufgabe des Staates sei. 28.straße 5,-. Trier, von einer rothen Rindtaufe 8, Leipzig, Regierenden gewesen. Damit war die Caprivi'sche Politik von vornherein zur Agitations- Romitee 25,-. Rigdorf, Scr. 1,-. Gef. auf einer Politische und soziale Systeme sind nicht Willkür- Unfruchtbarkeit verurtheilt. Sie hat Hoffnungen erweckt, gemüthlichen Hochzeit in Rigdorf 1,15. Von den pechschwarzen Raben der Großen Berliner Bferdebahn- Gesellschaft 6, produtte einzelner Personen oder Parteien; fie find nicht die sie nicht erfüllen konnte. Sie bereitete Enttäuschungen Borwärts" I. Qu. 9014,25. M. 3., Berlin 75, 3. B. 25,- zufällig, sondern der Ausdruck und Ausfluß der wirthschaft und erntete Enttäuschungen. Nicht eine Maßregel, die beTheißen durch B. 5,- Hörde durch B. 10,-. Weimar durch lichen Verhältnisse, die in beständiger Fortentwicklung befriedigt hätte. Nach dem Sturze Bismard's sagte einer 1: 10,3. Ronsdorf 24,-, davon 4, von rothen Gesellen im griffen sind. Sie passen sich in ihren Formen nicht jeder unserer Abgeordneten im Reichstag:„ Herr von Caprivi hat Sionftädtchen. Ronsdorf durch W. G. 7, Gera 70,- Speyer Menderung der Verhältnisse sofort an, weil sie wie Lava eine sehr schlimme Hinterlassenschaft übernommen, aber er Dof i. B. 5,-. Die rothen Buchbinder aus der Dranien- versteinern, allein, wenn sie durch eine Kluft von ihrer ist auch in der günstigen Lage, das Volk leicht gewinnen firaße, Berlin 5,- Mansfeld 3,-. Breslau( Oft und West) Grundlage getrennt sind, dann müssen sie schließlich ein zu können, weil nach der unheilvollen Bismarck schen WirthOsterode a. H. 25,-. Berlin VI., Oranienburger Borstadt 141,15. Arbeiter der Kontobuch- Fabrit Leipzigerstraße stürzen, wie ein Lavakegel, unter dem sich ein hohler Raum schaft jede Aenderung als Besserung erscheint." Eine Zeit lang kam auch der Abscheu vor dem VorD. A., Straußbergerstraße, Berlin 3300 gebildet hat. Freiburg i. B. 20, Berlin, II. Wahlfreis 400,- uslar 1,30. Und jedes politische System, das der wirthschaftlichen gänger dem Nachfolger zu Gute. Berlin, VI. Wahlkreis( Moabit) 100,-. Amerit. Auktion beim Entwicklung nicht folgt, mit den wirthschaftlichen Interessen Fehlern der Gegner fann man wohl profitiren, jedoch nicht Biergelage durch G. 11, Rübel Rolonne Schlesischer Busch der Gesammtheit oder doch wenigstens der großen Mehrheit auf die Dauer bestehen. Und etwas Eigenes soll eine Berlin-70. E. Fl., Mülhausen 5,- Ungenannt 2,-. Beim des Volkes im Widerspruch steht, hat seine feste Grundlage Regierung doch thun. Herr von Caprivi hat so gut wie Krabbel- Stat 1,-. G. H., Niederschönweide 8,- Artelt, verloren, steht in der Luft und kann, weil der feste Buntt nichts gethan, was nicht auch Fürst Bismarck hätte thun Berlin 1,50. fehlt, den Hebel nicht zu fräftiger, schöpferischer Thätigkeit tönnen. Und so hat er es glücklich zu Wege gebracht, daß Für Reimer'3 Kinder eingegangen: Es Bon den Bachau'schen Arbeitern in Prenzlau 12,40. Gef. anfeßen. G3 kann zerstören, zerschmettern, pulverisiren, Fürst Bismard heute lebendiger ist, als am Tage, da er vor Bon den Zachau'schen Arbeitern in Prenzlau 12,40. Gef. durch Kellner Berlin 16,-. Abgegeben in der Expedition des aber nichts schaffen, nichts Organisches in's Leben rufen. über zwei Jahren Berlin zerschmettert" verließ. Es gelingt nichts mehr," wie dem System, welches Daß ein Bismarck überhaupt noch eine politische Rolle Bismarck hieß. Und welches heute Caprivi heißt. spielen und eine Art Nebenregierung bilden kann, ist die Für Mai Festzeichen gingen ein: Burg bei Magdeburg 5,-. Strehlen bei Dr. 7,75. Berlin, Das nämliche Syſtem mit verschiedenen Namen. Derselbe, vernichtendste Kritik der„ neuen" Auflage des alten Kurses. Ob der Kurs Bismard genannt wird oder Caprivi, Ginzelverkauf 1,85. Gorau 35,- Grünberg i./Schl. 25,-. Neu- der alte Kurs. Alter Kurs und altes System alt, weil fenburg 27,80. Cammin 4,40. Rosenthal 10,50. Bennecken- es zurückgeblieben ist hinter der geschichtlichen Entwickelung das ist gleicher führt zu Mißerfolg und zum Fiasto. beck 3,- Malchin 5,30. Burgstädt 50,10. Aachen 15,-. der Dinge, weil es, unfähig, das Ganze zu umfassen, in Ramenz 2,50. Personen, Klassen und Zuständen seine Stüße sucht, denen Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß die Beträge für die die Mehrzahl der Bevölkerung fremd oder feindlich gegenMai- Festzeichen an den Unterzeichneten, für die Mai- übersteht. Festzeitung an die Buchhandlung des Vorwärts", Beuthstraße Nr. 2, SW, einzusenden sind. Rasche Abrechnung er100, Vorwärts" 4,70. Die Hamburger 1,-. wünscht. Berlin, den 6. Mai 1892. Für den Parteivorstand A. Bebel, W., Gr.- Görschenstr. 22a. Auf mehrfache Anfragen sei bemerkt, daß die Festzeitungen Stück mit 5 Pf. berechnet werden, dazu kommt das Porto bez. die Fracht für die Sendungen. Feuilleton. Machbrud verboten.] Am Webstuhl der Zeit. [ 108 Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Allein von den Berlin, den 7. Mai. Man hat vom Fürsten Bismard gesagt, er habe keine Politische Ueberlicht. neue Idee gehabt. Welche neue Idee hat Herr v. Caprivi gehabt? Alle einſt in den Himmel gehobenen Schöpfungen Bismard's erweisen sich als brüchig, morsch und vom Bundesräthliches. In seiner Plenarsizung vom Hausschwamm ergriffen. Und was hat Herr v. Caprivi ge- 5. Mai beschloß der Bundesrath, die vom Reichstag dem schaffen? Er segelt mechanisch und gewissenhaft in dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesene Petition des alten Kurs, welcher der Bismarc'schen Galeere verderblich Waldeck- Vereins zu Friedland wegen reichsgesetzlicher Rege geworden ist. Was ist das Ziel? Was der Plan? Vogue lung des Vereins- und Versammlungsrechts und der Einla galère! Die Galeere mag hintreiben, wohin sie will. gabe des Magistrats einer Stadt, betreffend die in einem stimmen; zur Zeit handelt es sich lediglich um Ihr Sie sprechen," meldete jetzt die Magd, die augenblicklich in Jawort." den Kreis der Gäste gezogen wurde. Nun, was mich betrifft.... ich könnte.. wenn Sie denken " Nun, so schlagen Sie ein, Herr Musselich, es wird sich Alles gut machen." So sei es denn. Es war zwar niemals mein Wunsch, aber das Schicksal lenkt, Gott gebe seinen Segen:" Frank eilte sofort hinaus und traf im Vorzimmer die Beliebte mit verweinten Augen. „ Mädchen, ich glaube gar, Du weinst an Deinem Verlobungstage. Fanny, Liebchen, Braut, kleine Frau," rief er; und ehe das Mädchen sich's versah, hatte er sie in seine Arme genommen und tüchtig abgeküßt. " Betrunken? das kann sein, warum sollte man auch Um Gottes Willen, Lassen Sie mich los, Herr Frank; Braut und Bräutigam sollen leben!" rief sofort mit Sie sind ja betrunken," rief das Mädchen erschrocken Stentorstimme der Advokat Streit; jubelnd stimmte die Ge- und suchte sich loszuringen. Ich liebe, wie Sie wissen, seit dem holden Rosenmonat ein sellschaft ein, und gerührt lagen Musselich und Frank reizendes Mädchen, welches Sie Tochter nennen, und dieses zwei von der Natur so ganz verschieden angelegte und durch nicht einmal berauscht sein in der Welt? Ich halte es selbe reizende Wesen hat mir die Ehre erwiesen, mich wieder zu ihre Erziehung, wie durch total entgegengesetzte Gesellschaftslieben. Seit jener Zeit ist es mein eifrigstes Bestreben ge- anschauungen noch weiter in Gegensatz gebrachte Charattere wesen, die Grundlagen unseres zukünftigen Glückes zueinander in den Armen. schaffen, und das ist mir, wie ich mir schmeicheln darf, so Nun, was ist denn hier wieder einmal los," rief mit ziemlich gelungen. Ich bin Expeditionsvorstand und Mit einem Male der gestrenge Herr Wachtmeister, der, Allen arbeiter eines solid begründeten und vielgelesenen Blattes, unvermuthet, an der Thüre erschien. " welches mir eine ausreichende Subsistenz gewährt; und nebenbei Entschuldigen Sie, Herr Wachtmeister," rief Frank in weiß ich mir, wie Sie gesehen, einen reichlichen literarischen voller Heiterkeit; ich feiere soeben die Verlobung meiner Nebenverdienst zu schaffen. Zu unserem Glücke fehlt nur noch selbst mit Fräulein Musselich, der Tochter dieses würdigen Ihr Segen, und um diesen wollte ich Sie in dieser feier Leidensgefährten; und so ein Tag kommt selten mehr als lichen Stunde gebeten haben." Aus eben diesen Gründen habe ich geglaubt, Sie jetzt geneigter zu finden. Ich habe von vornherein auf jede ein Mal ini Leben vor." Wie, Herr Frant, so plötzlich, an diesem Orte....„ Schöne Geschichten machen Sie hier oben, Herr Frank, und ich bin auch jetzt gar nicht in der Lage.... ich habe und es ist eine wahre Wohlthat, daß Sie endlich fortnichts mehr.. bin ruinirt." tommen. Ich habe Ihnen Ihre Freiheit anzukündigen, der Gläubiger hat nicht mehr eingezahlt." Ein Glas Wein, Herr Wachtmeister, zur Ehre meiner Verlobung," rief Frant, nicht sonderlich bewegt von diesem neuen Ereigniß, und kredenzte dem Gestrengen ein Blas, welches dieser nicht streng genug war unter solchen Umständen abzulehnen. .... meine Gorge abzunehmen." Ja, aber das geht doch nicht so schnell Frau Es wird meine Sorge sein, Frau Musselich zu be „ Herr Musselich, Ihre Tochter ist draußen und will sogar für eine Gemeinheit, bei solcher Gelegenheit nicht berauscht zu sein. Ja, ich bin betrunken von Liebe, Wein und Freude, und Du sollst es auch werden, oder wir waren niemals für einander geschaffen!" Ach Gott, wenn ich Das geahnt hätte, mein armer Bater, wenn er's sähe Er soll es sehen, er ist auch fidel, komm' her, sieh' hin!" Damit riß er die Thür auf, zog die Geliebte heran und zeigte der Erschrockenen die jubelnde Gesellschaft. Meine Herren, meine Braut!" rief mit dröhnender Stimme in den Lärmen hinein. Braut und Bräutigam sollen leben," rief Alles wie aus einem Munde, selbst der Herr Wachtmeister fühlte sich gedrungen, einen Glückwunsch zu stammeln. Musselich aber, in einem Anfall von Feierlichkeit, trat auf sie zu, vereinigte die Hände Beider und sprach: Seid glücklich!" " Unsere werthen Gäste sollen leben!" rief Frank und nöthigte der Sprachlosen ein Glas in die Hand. Dann, als sie Allen Bescheid gethan, legte er ihren Arm in den seinigen und sprach plöglich ernst werdend: Bimdesstaat abgelehnte Zwangsvollstreckung wegen rück- ständiger Genicindesteuern, keine Folge zn geben. Die Petition des Aufsichtsraths des internationalen Vereins der Gasthofs-Besitzer wegen Verbesserung der handelsrechtlichen Stellung der Gastivirthe wurde dem Reichskanzler zur weiteren Behandlung übergeben. Mit der Vorberathung der neuen Bearbeitungen des Bahnpolizei- Reglements für die Eisenbahnen Deutschlands, der Bestimmungen über die Befähigung von Bahnpolizei-Beamten und Lokomotivführern, der Signalordnung für die Eisenbahnen Deutschlands, der Normen für die Konstruktion und Ausrüstung der Eisen- bahnen Deutschlands und der Bahnordnung für deutsche Eisenbahnen untergeordneter Bedeutung wurden die Aus- schüsse für Eisenbahnen, Post und Telegraphen und für das Landheer und die Festungen beauftragt.— Aus dem Abgeordnetenhause. Dem Hause der Abgeordneten ist der Entwurf eines Gesetzes wegen G e- Heimhaltung der Ergebnisse der Veranlagung zur Staats-Eintommensteuer zugegangeil.— £ilS preußische Landtggs« Wahlrecht und der Teutschfreifinn. Die deutschfreisinnige Fraktion des preußi- schcn Abgeordnetenhauses hat beschlosten, den Antrag zu stellen, die Staatsregierung um Auskunft darüber zu er- suchen, ob dieselbe beabsichtigt, in der nächsten Session Gesetz- entwürfe vorzulegen 1. über Abänderung des Wahlrechts mit Rücksicht auf die neuen Steuergesetze, 2. über eine Neu- eintheilung der Wahlkreise in Anbetracht der seit 1860 ver- änderten Bevölkerungsverhältniste. Vielleicht erfahren wir jetzt auch, ob die wißbegierigen Interpellanten bereit sind, den Antrag auf Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten, geheimen Wahlrechts für die Landtagswahlen einzubringen. Das ist doch eine .liberale* Forderung. Aber für Gemeinde und Landtag brauchen die Deutschfreisinnigen da? Zensuswahlrecht, und sie werden sich hüten, auch nur den Versuch zu machen, diese dringende Frage im Landtage grundsätzlich zu erörtern. Daß die Landrathskammer nicht für eine Erweiterung des Wahlrechts zu haben ist, darf nicht hindern. Es verlohnt« sich schon, bei dem heutigen Stande der politischen Ent« wickelung kurz und bündig das zu heischen, was für eine freisinnige Partei etwas Selbstverständliches ist.— „Judenflinten". Auch die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung"(Nr. 214 vom 7. Mai) bekennt, daß in Sachen der Ahlwardt'schen Schrift„eine promvte und erschöpfende Aufklärung des Sachverhalts als zwingendes Gebot er- scheint". Sie theilt zugleich einen ihr von der Firma Löwe zur Verfügung gestellten Brief des Hauptmanns Kl opsch, der im Jahre 1891 Präses der derzeitigen Abnahme- Kommission war und zur Zeit das Amt eines Subdireklors der königlichen Gewehrfabrik zu Danzig bekleidet. Das Schreiben lautet: „Martinikenfelde, 24. 12. 21. Abnahme-Kommando l. Berlin. I. Nr. 1221 21. An die Kommandit-Besellschaft auf Aktien, Ludw. Löwe u. Ko. hier. In Erwiderung de? gefälligen Schreibens vom 16. 11. 21. theilt das Kommando Wohlderfelben ganz ergebenst mit, daß die von der Firma gelieferten 425 000 Bewehre 88 in jeder Beziehung den an sie gestellten Anforderungen entsprochen haben. K l o p sch." DaS offiziöse Blatt bemerkt dazu:„Mit Wiedergabe der in anderen Blättern den Behauptungen der Ahlwardt- schen Broschüre und den aus denselben in antisemitischen Journalen gezogenen Folgerungen entgegengestellten An- gaben glauben wir den offiziellen Kundgebungen nicht vorgreifen zu sollen." Daraus geht hervor, daß endlich eine amtliche Erklärung erfolgen wird, die Licht in das Dunkel bringen wird. Aufklärung thut dringend Roth!— Die Lage der preußischen Subalterubeamten. In einer offenbar aus Suballernbeainten- Kreisen stammenden Zuschrift, welche in der„Kölnischen Zeitung"(Nr. 368 vom L. Mai) abgedruckt wird, werden die mißlichen Zustände, unter denen auch diese staatlichen Lohnarbeiter zu leiden haben, anschaulich dargestellt. Behandelt die Zuschrift auch insbesondere die Verhältnisse im Weste»t, so sind doch die „Meine Herren! wäre ich ein Gewaltiger dieser Erde, so würde ich in diesem unvergeßlichen Augenblicke das Glück der Menschheit auf Erden dekretiren. Aber so wenig ich bin, kann ich doch im Verein mit wackeren Genossen unendlich Vieles zur Anbahnung diese? hohen Zieles thun. Das sei mein Dank für das Glück, welches m« die Erde in dieser lieblichen Blume harreicht. Ein weites Ge- webe mit halb verwirrten Fäden liegt noch vor meinen Blicken; aber ich bin frei jetzt, bin jung und bin glücklich. Welche Schwierigkeit wäre jetzt für mich zu schiver, welche Gefahr zu groß in dieser ereigniß- schwangeren Zeit! Sie haben mein Versprechen gehört, mahnen Sie mich daran, wenn Sie mich säumig finden.— Sie, Herr Streit, waren mein nächster Genosse in diesen langen Tagen. Der Betrag meiner Schuld liegt gesammelt da; er ist mehr als hinreichend, um Ihre Schuld zu be- zahlen. Sie müssen heute noch frei sein. Aber Sie Alle, die ich hier zurücklasse, dürfen auf meine und meiner Freunde, die zugleich Ihre Genossen sind, thätige Unterstützung rechnen. geh muß Sie jetzt verlassen, um meine thenre Braut in die bhut ihrer Mutter zurück zu geleiten, kehre aber heute Nachmittag nochmals zu Ihnen zurück. Und jetzt, meine Herren, das letzte Glas auf baldige Beseitigung aller Plackereien und Quälerei auf Erden, auf den Untergang aller Unterdrückung und Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, aus reichliches Brot, und was man darunter versteht, für die Kinder der Erde, auf Freiheit, Brüderlich- keit und Gerechtigkeit für Alle. Hurrah!" „Hurrah!" tönte eS ihm vollstimnng entgegen und mit einer Macht, daß die Fenster de? alten Gerichtsgebäudes klirrten und tla, gen. Drittes Buch. Erstes Kapitel. Ein Opfer. Der Lenz war gekommen; und mit sanftem Hauche hier, im mächtigen Brausen dort hatte er die Spure» des vergangeneu, nicht allzu strengen Winters verweht. Angelockt vom warmen Kuß des Sonnenstrahles wagte manches Blümchen hervorzuschauen und zu fragen, ob allgemeinen Gesichtspunkte typisch für Preußen überhaupt. Denn sind die Theuernngsvcrhältnisse auch im Westen sehr drückend, die geringe Bezahlung und die dank einer ver- kehrten Zollpolitik stetig wachsende Kostspieligkeit des Lebens- Unterhalts machen sich auch in, Osten schroff genug bemerkbar. Von allgemeinem Interesse ist nachfolgende Stelle der Ein- sendung: „Der wirthschaftliche Rückgang gerade birgt die Ver- suchung zur Demoralisirun�, zur Bestechlich- keit, zur Untreue, der nur gestählte Charakter wider- stehen. Die Zeit der Zahlmeister« Geschichten liegt noch nicht weit hinter uns..... Man sollte doch endlich daran gehen, die Verhältnisse der Beamten in den einzelnen Theilen der 5 rohen Monarchie in umfassender Weise nach den jeweiligen rtlichen Verhältnissen zu gestalten. Es ist hohe Zeil! Es kann unmöglich zweckmäßig sein, die Dinge immer erN so weit kommen zu lassen, daß die Veranstaltung eines förmlichen Reinigungsprozesses nothwendig wird. Ersparen wir uns und der Welt lieber den Anblick der bösen Blasen, die aus ge- drückten Verhältnissen so leicht aussteigen, indem wir rechtzeitig eingreifen.' Vielleicht tröstet es die preußischen Subalternbeamten, daß der preußische Ministerpräsident ohne Ressort dies Jahr im Nachtragsetat mit 132 000 M. figurirt, und daß die 60 000 M., die„vorläufig" für Möbel, Silberzeug uud andere nothwendige Erfordernisse des Grafen Botho zu Eulenburg ausgeworfen wurden, nach der herzerfrischenden Mittheilung des Finanzministers Miquel gar nicht langen werden. Er sagte in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 23. April:„Ob mit den ausgeworfenen Geldmitteln auszukommen sein wird, hängt von den Verhältnissen ab. Eventuell wird eine Ueberschreitung der Forderung eintreten müssen!"-- Reichstags- Ersatzwahl im Wahlkreise Kasel- Großstrehlitz. Bei der Reichstag?- Ersatzwahl in Kasel- Großstrehlitz wurde an Stelle des von seinem Ntandat zurückgetretenen Domherrn Dr. Franz der Zentrums- kandidat Rechtsanwalt Stephan gewählt. Em Gegen- kandidat war in diesem dem Zentrum sicheren Kreise gar nicht aufgestellt worden.— Meineidsprozeß Baare. Wie die„Westfälische Volkszeitung" meldet, hat die Staatsanwaltschaft in Essen die formelle Voruntersuchung gegen den Kommerzien- rath Baare wegen wissentlichen Meineides eröffnet.~ Auf den Stumm gekoiumen. Den Industriellen be- scheiuigt die„Norddeutsche Allgemein« Zeitung"(Dir. 214 vom 7. Mai) schwarz auf weiß, daß die Sozialreform von Oben ihnen nicht mehr zur Last fallen wird. Denn so unternehmerfreundlich auch die Sozialpolitik der Regierung ist, die Selbstherrscher im wirthschafllichen Reiche, die Stumm, Krupp und Genossen sind es müde, auch nur von Arbeiter- schütz reden zu hören. So liest man nun in dem bereits erwähnten Artikel des offiziösen Blattes, daS in so trauter telephonischer Verbindung mit dem Zentralverband deutscher Industrieller und mit der Regierung steht, die zahmen An- träge Hitze, Stötzel, Dasbach zum Knappentrntz griffen „weit Uber jenes Maß" hinaus, welches Praxis und Er- fahrung gebieten." Dann heißt eS: „Wenn diese Tendenz des Jmmerweiterschweifens immer wieder breiten Raum in den parlamtntanschen Diskussionen gewinnt, so darf man sich nicht wundern, wenn die Unter- nebmer endlich von der Besorgniß erfaßt werden, es solle der Schutzmann zum Regulator aller gewerblichen Verhältnisse er- hoben werden. Unsere Gesetzgebung hat dem Unternehmer behufs Verbesserung und Sicherung des Looses der Arbeiter so erhebliche Verpflichtungen auch persönlich auferlegt, daß es dringend nothwendig erscheint, nun auch der Eingewöhnung in dl« neuen Verhältnisse und der Klärung derselben einen ge- wissen Spielraum zu gönnen. Nichts könnte eher dahin führen, unsere Gewerbe in der Thal konkurrenzunfähig zu machen, als wenn administrativer Uebereifer der Freudigkeit an der Arbeit, am Schaffen und Streben so weit Abbruch thäte, daß den leitenden, strebenden, erfindenden Faktoren im gewerblichen Leben über der Sorge, nur ja nicht in Konflikt mit formalen Anordnungen zu gerathen, Lust und Möglichkeit an steter Vervollkommnung und Ausgestaltung ihrer Produltion verloren gingen." So mag die heilige PluSmacherei sicher vor dem „Schutzmann" ihr Werk der Ausbeutung verrichten! Der Klassenstaat fällt den Unternehmern nicht in den Arm, auf deren Schultern so schivere Lasten ruhen.— wirNich AlleS schon so weit in Ordnung auf Erden, um den Kindern des Lenzes eine erträgliche Wohnstätte zu bieten. Alle Bäche gingen auf und zu gleicher Zeit alle ? Gerzen, die deS Erwachens noch fähig. Mit Inbrunst äugte die erkältete Erde die warmen Lüfte ein und zeigte sich erkenntlich für daS belebende Element, indem sie Millionen und aber Millionen kleiner hellgrüner Spitzen herausschickte, um diese Strahlen, diese Lüfte auf halbem Wege zu begrüßen und nach Kräften in sich aufzusaugen. Als allgemeiner Lebensbringer ist der Lenz immerdar betrachtet, vielfach besungen worden. Dabei vergißt man leicht, daß er besonders den kranken Menschenkindern nicht allzu freundlich zu nahen pflegt. Der Winter spart so Viele aus, von denen es scheint, als könnten sie kaum so lange warten, bis sich der Schooß der Erde weniger sträubt, den müden Erdenpilger zu empfangen, und Manchen raubt der Frühling weg, der sich von ihm sichere Genesung versprochen. Wem wären die vielen Leichenzüge nicht ans- gefallen, wenn er in den Tagen des LenzeS die Umgebung einer großen Stadt durchwandelt; wer hat da nicht ein Gefühl empfunden, als wenn der unsichtbare Todte hinter dem schwarzen Tuche hervorflüsterte:„Genieße den Frühling allein und den wonnigen Mai, ich werde seine Freuden nicht mehr theilen, aber auch nicht seinen Schmerz." Auch heute sind solcher Trauerzüge schon mehrere durch die Hauptstraße der Hclfenreicher Vorstadt gezogen, aber keiner so stattlich wie der, den wir soeben in seiner feierlichen Langsamkeit heranziehen sehen, stattlich nicht sowohl durch die Zahl der Pferde und Wagen und der dabei bedlensteten Mannschaft oder durch den ihn umgebenden äußeren Schmuck, wohl aber durch die unübersehbare Zahl der Leid- tragenden, der wirklich Leidtragenden, denn nirgends be- merkt nlan im Zuge jene gleichgiltigen Gesichter, das ruhige Geschwätz von Begleitern, die nur den Anstand, Rücksichten auf abhängige Verhältnisse oder eine kalte Achtung zu diesem Beweis der Theilnahme zusammengeführt. Ernst und still schreitet die große Männerschaar in Reihen zu Vieren dahin, und selbst in Männeraugen gewahrt man vielfach eine Thräne. „Wer mag der Todte gewesen sein?" rufen Viele. Die Quittung. Wir koustatiren, daß Herr Eugen Richter auf unseren Artikel:„Räuber der Ehre" in üblicher Weise, durch ödes Schimpfen, reagirt. Dies beweist, daß der Hieb gesessen hat. Die gleiches Recht für Alle au- strebenden Boykotts der Arbeiter, die der biedere Wort- verdreher mit seiner schmählichen Attake auf die elementaren Grundsätze bürgerlicher Freiheit zusammenzuwerfen sich unterfängt, haben damit gerade so viel zu thun, wie Au- stand und gute Sitte mit der Polemik Eugen Richter». Der bayerische Deutschfreisinn, die„Bolkö- Zeitung" und Herr Eugen Richter. Die„Freisinnige Zeitung" hat auf unsere wiederholten Anfragen, wie sie sich zu der von der„Volks- Zeitung" am bayerischen Deutsch- freisinn geübten Kritik stelle, nach langem Zögern endlich m ihrer Nummer vom 7. Mai geantwortet. In ihrer be- kannten, hämischen Manier rempelte sie die„Volts-Zeitung" an und erhält dafür von dieser eine Quittung, die Herr Richter sich nicht hinter den Spiegel stecken wird. Es heißt in der Abfertigung(„Volks- Zeitung" Nr. 103 vom 3. Mai): „Gegen die in den Nummern 102 und 105 der„Volks- Zeitung" veröffentlichten, den bekannten Beschluß des Ztnrn- berger freiflnmgen Parteitages einer mißbilligenden Kritik unleriverfenden Artikel wendet sich die„Freisinnige Zeitung" in einer Form, die wir als im Interesse der liberalen Sache liegend nicht anerkennen können. Die„Freisinnige Zeitung" sucht den Werth der fraglichen Artikel durch Anspielungen aus die Anonymität des Bersassers herabzumindern. Das ist ein Beginnen, das wir nicht verstehen, und von dem wir nicht glauben, daß es von irgend einer deutschen Zeitung verstanden wird. In der deutschen politischen Tagespresse gehört die Veröffentlichung politischer Artikel mit der Namenunterschrift des Verfassers, im Gegensatz beispielsweise zu den Gepflogen- heilen der französischen Presse, zu den größten Seltenheilen; von der„Freisinnigen Zeitung" selbst wird der Grundsatz der Anonymität der politischen Schriststellerei anfs allerstrengste gewahrt. Kein Leser der„Freisinnigen Zeitung" wird aber daraus das Recht entnehmen, um deswillen das, was die „Freisinnige Zeitung" schreibt, für minderwerthig zu halten. Das Entscheidende für die Bewerthung eines Zeitungsartikels ist doch das„W a s" und„W i e", nicht das„von wem?" DaS Gewicht der Gründe, nicht der Name des Verfassers ollle ausschlaggebend sein und ist auch glücklicher Weise m Allgemeinen ausschlaggebend. Mit dem Einwand der Anonymität des Verfassers auf gleichem Strich steht der Zweifel der„Freisinnigen Zeitung" an der Autorität, die der Verfasser in der freisinnigen Partei Bayerns genießt. Auch hier steht uns das Gewicht, die„Autorität" guter Gründe höher als die Autorität der Person, und so wird es, hoffen wir, unter liberalen Männern immer bleiben." Immer noch der Alte. Ein gedrucktes Formular war's zwar nicht, ivelches der Ex-Kanzler gegen den Altonaer Reporter benutzte, der seine Herzensmeinung über ihn ausgesprochen,— aber sonst ging es genau in der altbekannten Weise: ein behorchtes Wirthshausgespräch, das von einer Denunziantenseele dem biederen Bewohner des Sachsenwaldes hinterbracht ward, worauf dieser nach dem altbekannten Schubfach griff, in dem er jedoch nichts fand, so daß er flugs eine Anklage schreiben ließ und seinen Namen darunter setzte. Es wäre doch gut, wenn die Denunziantenseele nicht anonym bliebe. Merkwürdtg ist aber, daß der so dünnfellige Ankläger deS Altonaer Kaufmanns gegenüber den schweren, auch seine persönliche Ehre angreifenden Beschuldigungen die in Hunderten von Zei- tnngen erhoben worden sind— wir erinnern an die ungesetzliche Entnahme und Verwendung von Geldern ans dem Reptilienfonds— eine wahrhaste Rhinozeroshaut hat. Eiv Rhodus hio salta— da wäre ein Strafsorumlar am Platze.— Ein Erlaß des laudwirthschaftlichen Ministeriums. „Z. 2452 ex 1892. An die k. k. Bezirkshauptmannschaft in..... Das Ackerbau-Ministerium hat bereits zu wiederholten Malen Anlaß genommen, auf Grund von Notizen, welche in dem in Prag- Nuslc(162) redigirte» Fachblatte der Berg- und Hüttenarbeiter Oesterreichs„Glückauf" er- schienen und Klagen über Ungesetzlichkeiten, beziehungsweise Ordnungswidrigkeiten bei einzelnen Bergbauen enthielten, Erhebungen anzuordnen. Wenn sich nun auch die meisten dieser Beschwerden auf Grund der gepflogenen Erhebungen als übertrieben herausstellten, so wurde doch auch in ein« zelnen Fällen tonstatirt, daß sie nicht unbegründet erhoben welche des Weges kommen, denn keine öffentliche Bekannt- machung vom Hinscheiden einer vielgetannten Person ist erfolgt; aber wo der Zug an armen Straßenarbeitern und Stein- klopfern vorüberkommt, da machen diese Arbeiter ehrbietig Front, nehmen die Mütze ab und warten die Letzten ab, ehe sie seufzend wieder ihr Werkzeug ergreifen. Und auch den Stand des Tobten werden Wenige erratyen, denn vor- nehm gekleidete Herren und schlichte Arbeiter gehen gemischt in dem weit sich hindehnenden Zuge und einige Equipagen beschließen ihn. Wer aber einzelne Personen kennt, der weiß zu sagen, welchen Erdenpilger man hier zu seiner letzten Wohnstätte begleitet. Geht doch dem Todtenwagen zunächst mit schreckbar bleichem Angesicht, am Arme des nicht weniger bleichen Iwan, Barth, der wohlbekannte Arbeiterfreund, der vielgeprüfte Gründer einer Genoffenschaft, in welcher die gesammte Arbeiterschaft der Hauptstadt und der weitesten Umgegend einen Rtorgenstern erblicken. Und Lange und Streit, Frank und Habicht, Mandel und Hanke, Findeisen und Draht, Wießner, der rußige Schmied, und der jüngere Habicht, der Schlosser. Und nun die Genossen alle, Mann für Mann, die Deputationen der Druckereien, die Arbeiter der Findeisen- schen Fabrik, sowie viele, viele Andere, an deren Theil- nähme kaum ein Mensch gedacht. Auch Wießner und Noack, die längst zu einer solideren Beschäftigung über- gegangenen Freibeuter, hatten sich dem Zuge angeschlossen, und hinter ihnen fuhren die Equipagen von Findeisen, von Fräulein Howald, von Iwan, sowie von anderen Damen» die sich inzivischen dem„Frauenbund" angeschlossen haben. Am Eingang des Kirchhofs blieb der Todtenwagen stehen, während die nachfolgenden Männer hineingingen, um vom Eingang bis nach dem Grabe ein Spalier zn bilden. Trotz allen freundlichen Abmahnungen ergriff Barth das eine Ende der vordersten Tragstange, Hauke das andere; ihnen folgten Iwan und Lange, während Wießner und der jüngere Habicht den Schluß bildeten. Und als nun die Träger im Angesichte des Grabes erschienen, erhoben sich die Stimmen des Arbeiter-Gesangvereins, unterstutzt von einem Hornquartett, zu dem feierlichen Gesang«- „Ueber allen Wipfeln ist Ruh!"(Forts, solgt) Der f. t. Aderbau- Minister." Parteinachrichten. wurden. Derartige, in Arbeiter Beitungen gegen gute Bezahlung weggeben. Dazu hatte man aber inf Für den Umbau des Bahnhofs Westend der Berliner Rings erscheinende Notizen verdienen daher den Nothstandsbezirken, wie es scheint, das Geld nicht, und bahn wird die Summe von 1 150 000 M., für den Umbau der immerhin Beachtung, und es wird sich für die so blieben in einem hungernden Lande große Getreide- Bahnhöfe Kiel 640 000 M., Altenbeken 1037 000 M., Soest t. t. Bezirkshauptmannschaft empfehlen, das eine oder andere Quantitäten unverkauft liegen. Es wiederholte sich eben 1800 000 M. gefordert. Bezüglich des Bahnhofsbaues in Kiel derartige Fachblatt, am besten wohl ein im dortigen Amts in diesem Fall auf russischem Boden, unter besonderen Vor-( Eckernförde) folgende Resolution: Die Regierung zu ersuchen, beantragen die Abgg. Seelig, Wuhl, Peters und von Bülow bezirke erscheinendes zu abonniren, um geeigneten Falles durch aussetzungen, dieselbe widerspruchsvolle Erscheinung, welche bei Ausführung des Bauplans im einzelnen eine Unterbrechung das Revierbergamt Erhebungen und die Beseitigung der man unter dem Namen der Ueberproduktion" in der bestehenden Verkehrswege, sowie die Erschwerung der Her beklagten Uebelstände zu veranlassen. Westeuropa auf industriellem Gebiet sehr wohl kennt. stellung neuer, speziell die Gemeinde Gaarden mit der Stadt Wien, 7. Februar 1892. Es wird zum Beispiel von einer Ueberproduktion in Riel verbindender Straßenanlagen möglichst zu vermeiden. Baumwollwaaren gesprochen, und doch gehen Millionen Für das von der Regierung aufgestellte Projekt für den Das Rundschreiben stammt aus dem Bureau des öster- Menschen herum, die noch sehr gut etwas Baumwollwaaren Bahnhofsumbau spricht sich eine Petition von Dr. Schulte und Genossen in Kiel aus, während Petitionen von Ströh und Genossen reichischen Landwirthschafts- Ministers; es sei unseren zur Vervollständigung ihrer Equipirung brauchen könnten, und von Dr. Ahlmann und Genossen daselbst Menderungen desBureaukraten zur Beachtung empfohlen. aber auch mäßige Preise dafür nicht zu bezahlen vermögen. felben befürworten. Diefe Ueberproduktion beweist nichts gegen das Maffenelend, Die Forderung für Kiel wird bewilligt, der Antrag Seelig Oesterreichisches. Im österreichischen Abgeordneten sie ist eher noch ein Beweis dafür. Und ähnlich steht es mit abgelehnt, die Petitionen durch diese Beschlüsse für erledigt hause beantragte der bekannte liberale Sozialpolitiker den Getreidevorräthen, welche unverbraucht seit einem halben erklärt. Bämreither eine Ausdehnung des Arbeiter Jahre in demselben Rußland lagern, welches eine Hungers- Dhne Debatte bewilligt das Hauß die Forderungen für die Ich uses auf die bei den Wiener Verkehrsanlagen be noth in seinen Grundvesten erschüttert." Eine in diesem Bahnhöfe Westend, Altenbeken und Soeft, desgleichen die übrigen schäftigten Arbeiter und die Bestellung eines besonderen Ginn interessante Thatsache berichtete Anfangs dieses Jahres für besondere Bauausführungen geforderten Beträge, u. U. Gewerbe- Inspektors zur Ueberwachung dieser Arbeiter. der österreichisch- ungarische Konsul in Odessa. Damals 250 000 Mt. für die Errichtung von Arbeiterwohnungen im BeDie weitere Berathung wird um 83/4 Uhr auf Montag gehen uns zu über den Stand der Dinge in Italien. Die von rumänischem Getreide nach Innenrußland eröffnet. Und 11 Uhr vertagt. Borber Berathung des Antrages Richter wegen Die italienische Ministerkrise. Bahlreiche Telegramme wurde nämlich der Hafen von Odessa für die Durchfuhr sirt Frankfurt a. M. willkürlichen Kombinationen und phantastischen Gerüchte, in demselben Hafen lagerten gleichzeitig unerträglich große des Projekts zur Umgestaltung des Schloßplates, und des Anwelche in ihnen enthalten sind, verdienen jedoch keinen Platz Mengen russischen Getreides. Aber dieses lettere, für die trages Rickert wegen der Mittheilung der Ergebnisse der neuen in einem ernsthaften Blatte. Die italienische Krise wird Ausfuhr ursprünglich bestimmt, war höherwerthig als das Einkommensteuer- Beranlagung. noch längere Zeit ständige Beitungsrubrik bleiben, denn sie rumänische, und deswegen wurde das rumänische in die ist das Resultat eines chronischen Uebels und selbst chronisch. Nothstandsbezirke dirigirt. Die Odessaer Kaufleute baten Alles in Italien, d. h. in dem Italien der Regierung, ist damals, daß die Regierung gestatten möge, russisches mit verfahren, ungesund, in wüstem Chaos. Alle der Monarchie rumänischem Getreide auszutauschen, nämlich soviel russisches zu Gebot stehenden Staatsmänner: Crispi, Rudini, Niko- Getreide auszuführen, als minderwerthiges rumänisches eintera u. f. w. haben abgewirthschaftet, und Imbriani mit geführt werde. Die widersinnigen Konsequenzen der wirthseinen Freunden, die mehr und mehr die Situation befchaftlichen Anarchie, wie sie der Kapitalismus bedingt, herrschen, sind Republikaner und werden sich ebensowenig treten hier deutlich zu Tage. dazu hergeben, die Monarchie zu retten, wie den Dreibund. Was jetzt versucht wird, die Krisis zu verfleistern, hat für uns fein Intereffe - und das, was Interesse für uns hat: der Verfall des italienischen Königreichs und die Abbröckelung Italiens vom Dreibund, Dreibund, vollzieht fich nicht in Tagen und auch nicht in Wochen. Man spricht bereits von einem provisorischen Ministerium, das die Kammer auflösen und der neuzuwählenden Kammer 59. Sigung vom 7. mai, 12 Uhr. das Weitere überlassen soll. Das wäre jedoch nur ein Am Ministertische: Thielen, Herrfurth und RomHinausschieben der Entscheidung. Und hierzu fommt noch, miffarien. daß das gegenwärtige Wahlsystem gar feine, auch nur an- Der Gefeßzentwurf, betreffend die Verlegung der Landesnähernd den Volkswillen und die Volksinteressen aus- Buß- und Bettage wird ohne Debatte in dritter Lesung endgiltig drückende Vertretung herbeiführen kann. Nur ein Fünftel angenommen. Die Handelskammern in Wiesbaden, Lüneburg, Riel, Frankber thatsächlich Wahlfähigen hat das Wahlrecht. Die furt a. D., Göttingen, Düsseldorf und das Direktorium des Massen, d. h. das gesammte arbeitende Bost find politisch Bereins für die Rübenzucker- Industrie des Deutschen Reiches haben rechtlos. Wie lange wird aber die Monarchie in Italien um Festsetzung eines andern als des im Gefeßentwurf bestimmten sich mit dem allgemeinen Wahlrecht vereinigen lassen? Tages, des Mittwochs vor dem letzten Trinitatis- Sonntage Selbst wenn das ganze genießende Bürgerthum sammt petitionirt. Diese Petitionen werden durch den soeben gefaßten Adel, Pfaffheit und Bureaukratie fich zu einem Kartell gegen Ein Vorschlag zur Güte. Der britische Botschafter Beschluß für erledigt erklärt. uns vereinigte auch formell, denn thatsächlich besteht ja in Paris, Lord Dufferin, hat bei dem Jahresdiner der Es folgt die zweite Berathung des Sekundärbahngesetzes. dieses Kartell schon, so würde die Hoffnung der Kreuz- 3tg." britischen Handelstammer zu Paris eine Rede gehalten, in Die Kommiffion beantragt die unveränderte Annahme des Gesetz- fich doch nicht erfüllen. Der Arbeiter will nach allen Richtungen welcher er u. A. sagte:" In früheren Tagen wurden Kriegs- entwurfs über die Frage der Nachbewilligung von Mehrkosten hin heutzutage eine menschenwürdige Existenz haben, und diese erklärungen mit großen Beremonien, unter Trompetenstößen für bereits früher bewilligte Sekundärbahn Bauten. Darüber, ist ihm in der alten Gesellschaft eben nicht geboten. Daß das durch die Herolde der Könige verkündigt. In modernen ob es wirthschaftlich richtig sei, die Mittel für Erneuerung Junkerblatt gerade vom Christenthum die Vernichtung der Sozialund Erweiterung von Bahnhöfen, Werkstätten und Wagenschuppen, demokratie erwartet, wird nachgerade luftig. Wenn sich die ArBeiten werden dieselben in furzen, oft ungrammatikalischen für vermehrte Geleise und für Erneuerung des Betriebsmaterials beiter erst wieder um die Vorschriften des Nazareners be Telegrammen vermittelt. Vietne neue Idee über die ferner aus Anleihen zu entnehmen, hat die Kommission be tümmerten, die anschaulich im Neuen Testament zu lesen sind, so Methode der Vermittelung von Kriegserklärungen würde sonders schriftlichen Bericht erstattet und folgende Resolution würden die frumben Kreuzzeitungsleute wahrscheinlich baldigst dahin gehen, zwei hohe Galgen an der Grenze zu vorgeschlagen: Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 1 errichten und mit gebührendem Pompe und Deforum die Die Regierung aufzufordern, die für den Erneuerungsbau beiden Botschafter der respettiven Staaten auf von Bahnhöfen erforderlichen Bedürfnisse in dem Staatshaus. zuhängen. Wenn das Instrument noch durch die Gegen- balts Etat auszubringen, und demgemäß die Mittel zur Be wart der beiden auswärtigen Minister ver- friedigung derselben auf dem für den Staatshaushalts Etat schönt würde, so würde die Lektion um so drastischer sein." gegebenen Wege zu beschaffen. Wir empfehlen diesen milden Beitrag zur Frage des Militarismus den Ministern und Diplomaten der Kultur" ftaaten auf das Angelegentlichste. Die Kreuz- Zeitung" philosophirt in ihrer Nr. 212 vom 6. Mai wieder einmal über die Binsenwahrheit, daß nicht alle der 1 Millionen Stimmen am 20. Februar 1890 von guten, überzeugten Genossen abgegeben wurden.„ Die wahlpolitische Stärke der Sozialdemokratie liegt in der - sagt das Blatt unerbittlichen Geschloffen beit ihres Borgehens, während die Schwäche der bürgerlichen Parteien" umgekehrt nicht in dem Mangel an Vertretung in der Deffentlichkeit zu suchen ist die chriftlichen Blätter haben zusammen auch heute noch einen ungleich größeren Leserkreis als die sozialdemokrati schen sondern darin, daß diese bürgerlichen Parteien" sich nicht ebenso fest zum Christenthum bekennen, als jene zum Widerchristenthum. Wäre es möglich, in diesem Sinne ein„ Kartell" zu schließen, so würde die Sozialdemokratie in der fürzesten Beit um allen Einfluß tommen. Allein wie wir soeben erst gesehen, besteht gerade zwischen ihr und einem Theil der bürgerlichen Parteien", wenn auch in uneingestandener Weise, ein Kartell", das feine Spitze der Sache nach gegen das Christenthum und damit gegen alles wendet, was mit dem Christenthum indirekt zusammenhängt. Unter diesen Umständen ist es unmöglich, die Fortschritte der Sozialdemokratie zu hemmen. Das werden wir über furz oder lang erleben." die peinlichen und einschneidenden Formalitäten des Uebertritts zur jüdischen Kirche über sich ergehen lassen, um ihr heiliges Eigenthum und ihre sonstigen Vorrechte im Schatten der Synagoge vor dem praktischen Christenthum des Proletariats in Sicherheit a'aslast zu bringen. Zur Herstellung neuer Eisenbahnlinien und zur Beschaffung Eine empfindliche Büchtigung wurde der Magde von Betriebsmitteln für dieselben verlangt die Vorlage burgischen Beitung" durch den Amtsvorsteher von Groß26 289 000 m., von denen 1990 000 M. für die Linie Gramenz- Ottersleben zu theil. Das tapitalistische Blatt brachte über die Bublib, 2 450 000 M. für Schievelbein- Polzin, 6 569 000 M. für in Groß- Ottersleben stattgehabte Maifeier der Magdeburger Geestemünde- Stade, 3290 000 m. für Paderborn- Büren, und Sozialdemokraten einen Bericht, in welchem u. A. behauptet war, Londoner Anarchistenprozeß. In dem Prozesse 3 000 000 m. für Bierfeld- Türkismühle, ohne Debatte bewilligt daß bald Betrunkene sich auf der Straße bewegt und die Kirch gegen die Anarchisten Nicholls und Mowbray, Rebatteur werden. und Herausgeber des Blattes Commonweal", wurde ersterer zu 18 Monaten Zwangsarbeit verurtheilt, letzterer freigesprochen.* gänger gestört hätten; durch alle Feld und sonstigen Arbeiten Bei der Forderung B 290 000 M. für die Sekundärbahn der kleinen Leute tönnte die Sonntagsruhe nicht so gestört werden, wie es am 1. Mai durch die Sozialdemokraten in Ottersleben Baderborn- Büren bemerkt Abg. vom Heede( nl.): Das Sauerland bedarf dringend geschehen sei. Dieser ganze Bericht war frech erlogen. Die einer vollständigeren Aufschließung durch Eisenbahnen, als sie Magdeburgische Beitung" wurde von dem erwähnten Amtsvorsteher preßgefeßlich gezwungen, eine Berichtigung zu Englische Einwanderungspolitik. In der Unter- hier gewährt werden soll. Minister Thielen: Die Interessen von Lippstadt hätten veröffentlichen, in welcher u. A. gesagt ist, daß durch die Mais haus Sigung vom 6. Wat hat sich der Minister Balfour vielleicht eine Bahn dorthin nöthig gemacht, aber bie allgemeine manifestanten die Ruhe, Sicherheit und Ordnung nirgends gestört über eine Eingabe der konservativen Abgeordneten, welche Finanglage macht eine Beschränkung nöthig. wurde und die Behauptung, es hätten sich Betrunkene auf der Maßregeln gegen die Einwanderung mittellofer Die von der Regierung vorgeschlagene Linie wird nach dem Straße bewegt und die Kirchgänger gestört, aus der Luft gegriffen Ausländer beantragt, folgendermaßen geäußert: Er Antrag der Kommission genehmigt, nachdem der Antrag auf Rücksei. Die Redensart So etwas jei in Ottersleben noch nicht das tenne den vielseitig im Lande fundgegebenen Wunsch nach verweisung in die Kommission gegen die Stimmen der National- gewesen", wäre deshalb dem Ginsender des Berichtes zurückzugeben. Als neuer Beweis deffen, was in der Magdeburgischen einer Methode zur Behandlung der Frage der Ein- liberalen abgelehnt war. Ferner wird bewilligt die Forderung aur Anlage zweiter, Beitung" über die Sozialdemokratie alles aufammengelogen wird, wanderung solcher Fremden, die voraussichtlich dem Lande dritter oder vierter Geleise auf den Strecken Thorn- Korschen ist die Erklärung des Amtsvorstehers von Werth. Aus derselben zur Last fallen würden; er gebe auch zu, daß verschiedene 4816 320 M., Trier Landesgrenze bei Gierd 1275 000 m., geht übrigens noch hervor, daß die Anordnungen der Magdeburger Unstände, darunter die Aktion auswärtiger Regierungen, Gborzo- Georggrube 1 050 000 W., Cosel Randezin- Nendza Bolizei, welche nach Groß- Ottersleben Mannschaften fandte, die Auswanderung vom Festlande nach England wesentlich 1270 000 m. ebenso überflüssig waren, wie die gleichen Maßnahmen anderwärts. beeinflussen und zukünftig in noch stärkerer Weise beeinflussen Ebenso werden die entsprechenden Forderungen bewilligt der für die Strecken Breslau- Königszelt 400 000 m, zum Grunddürften. Die Sache biete viele Schwierigkeiten; Niedergeschlagen wurde in Breslau ein GeheimbundsBerliner Ringbahn zwischen Schöneberg und prozeß, der im Jahre 1888 gegen 15 Genoffen eingeleitet worden Minister des Junern erwäge jedoch sorgfältig eine im erwerb Hause einzubringende Vorlage, die der Regierung hin- Signalfiation Vdp. 150000 M., Ringbahn zwischen Wilmersdorf- war. Die gegen die flüchtigen Genossen Duckstein und Steinmetz reichende Gewalt zur Behandlung des Gegenstandes ge- Friedenau und Halensee beziehungsweise Halenfee- Grunewald erlassenen Saftbefehle sind aufgehoben. Die Kosten des Prozesses 1 537 000 M., Charlottenburg- Grunewald 835 000 M. und die trägt der Staat. Es haben feine ausreichenden Verdachtsgründen währe." Wie fich Nordamerika gegen die Chinesen absperrt, übrigen Bofitionen dieses Abschnittes der Vorlage, u. A. zur Eröffnung des Hauptverfahrens vorgelegen, sagt der bezüg so soll sich England nach den toristischen Wünschen gegen Bahrenfeld Blankeneefe 395 000 M., Harburg Burtehude liche Beschluß des Landgerichts. den Zufluß der besonders im East end von London fich 1000 000 M., Sagehorn- Bremen 550 000 W. Für den Ausbau fammelnden ausländischen Proietarier abschließen. Im der Bahnstrecken Morgenroth Beuthen D. S.- Borsigwerk, Karf Der Verdener Anzeiger", öffentliches East- end hausen Behntausende jener Opfer des Schwitz einschließlich Erweiterung der Bahnhöfe Morgenroth, Borsigwert, Organ der städtischen Behörde," bringt in feiner Nummer vom systems, die polnischen und russischen Juden, die als Beistretscham, Karf und Beuthen D. S. werden 7 400 000 m. 8. Mai die Mittheilung, daß am 1. Mai Spizbuben aus einem Tischler und Schneider von den Verlegern und Großhändlern gefordert. Dazu liegt vor eine Petition der Donnersmarckhütte Stalle eine Anzahl Wäschestücke haben mit sich gehen heißen, und Man war auf derartige Borkommnisse ausgeschwitzt werden. Whit Absperrungsmaßregeln ist hier in Babrze, welche die Herstellung einer Hauptbahn- Berbindung fagt zum Schluß: freilich nichts gethan. Sobald auch diese tiefftstehenden zwischen Karf und Bobret beantragt und den Anschluß ihrer wahrend der legten Wlaifeier- Nacht gefaßt." Eisen- und Kohlenwerke an die oberschlesische Schmalspurbahn Glückliches Verden, wo die Spizbuben bloß in der Nacht des Arbeitergruppen sich organisiren und den englischen Arbeitern durch zwei verschiedene Linien, Ermäßigung der für sie giltigen 1. Mai siehlen! feine Schmugfonkurrenz mehr machen, ist der erste Schritt Tariffaße und entsprechende Zurückerstattung der seit dem zur Heilung des Schadens gethan. Die Konservativen 1. Oftober 1890 zu viel gezahlten Beträge wünscht, auch um die mit ihren Plänen voraussichtlich kein Glück Bejörderung ihrer Frachten nach Desterreich auf dem kürzesten Schienenwege und um Aufhebung der Oderberger Brückengebühr nachsucht. Die Petition soll nach dem Antrage der Budgetkommission werden haben. # Amtsblättliches. Barby. Am 1. Mai fand" hier eine öffentliche Boltsver sammlung statt, in welcher Genosse Horrwih aus Berlin die Bedeutung des 1. Mai tarlegte." Eine entsprechende Resolution fand Annahme. Ausfuhrverbote. Die russische Haferausfuhr ist, wie bereits von uns gemeldet, wieder gestattet worden. Wie in ihren ersten beiden Punkten der Regierung als Material Sächsisches. In Leipzig ist nach der Köln. Bolts- 3tg." wirfte das Berbot? Entgegen allen Erwartungen, schreibt überwiesen, im Uebrigen durch Uebergang zur Tagesordnung die Wiederholung der am vorigen Sonntag durch das schlechte Wetter beeinträchtigten Maifeier verboten worden. ein Sachkundiger in der" Frankfurter Zeitung"( Nr. 127, erledigt werden. Die Forderung wird bewilligt, über die Petition wird gemäß Morgenblatt vom 6. Mai), konnten die ursprünglich zur dem Kommissionsantrage beschlossen. Sozialdemokratische Presse. Jn Brünn ftellt bie Ausfuhr bestimmten und nunmehr von der Ausfuhr ab- Zur Deckung der Mehrkosten für den Bau bereits bewilligter Arbeiterstimme" ihr Erscheinen ein, dafür scheint der Bolts geschnittenen Getreidemengen den Rückweg aus den Aus- Eisenbahnen und Bahnanlagen werden in 10 einzelnen Poften freund" vom 1. Mai ab als Wochenblatt und in vergrößertem fuhrhäfen in das Binnenland nicht finden. Nicht als ob zufammen ca. 18 Millionen verlangt, darunter für die Linie Formate. Trotz aller Schwierigkeiten besitzt die österreichische etwa der Nothstand in Rußland geschwunden wäre! Die Deutschwette Groß Kunzendorf 372 000 M., Streblen Grotttau Sozialdemokratie nun schon drei Wochenblätter. graufigen Berichte, welche ab und zu aus den nothleidenden 685 000 M., Nimptsch Gnadenfrei 460 000 M., Neusalz- SaganFortschritte der Organisation in Oesterreich. In der Gebieten Rußlands nach Außen orangen, haben immer Reificht 610'000 M., Berlin- Zehlendorf 910 000 wt., Steubabelswieter an die fürchterliche Thatsache seiner Existenz erinnert. berg Botsdam 350 000 M., Bella Mehlis Klein Schmalkalden Beit vom 1. bis 30. April find folgende neue Organisationen ge Aber auch im Nothstands- Rußland kennt man feinen Rom- 2200 000 m., Bahnanlagen innerhalb der Stadt Köln 7 400 000 M. gründet worden: Wien: Fachverein der Berkehrsbediensteten Die Mehrforderung von 372 000 M. für Deutschwette Groß- Niederösterreichs; Czechoslavischer Arbeiter Fortbildungsverein munismus. Das Getreide, welches in den Häfen lagert, Kunzendorf wird bewilligt, ebenso die Nachforderung für Strehlen Gleichheit" im XIX. Bez.; Arbeiter Fortbildungsverein für gehört nicht den Millionen Russen, die damit ihren Hunger Grottau und die Position„ Mehrkosten für die Umgestaltung der Inzersdorf; Gewerkschaft der Mühlenarbeiter Niederösterreich stillen könnten, sondern den Kaufleuten, die es nur Bahnhofsanlagen zu Münster i. W, 80 000." In der Provinz: Bildungsverein Fortschritt" in Hertin. 0 Für den Juhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 8. Mai. Brauerei Friedrichshain( früher Lips). Sonntag, den 15. Mai 1892, früh präzise 5 Uhr: Zur Maifeier Großes Früh- Konzert Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 8. Mai, Abends 71, Uhr, in den Gratweil'schen Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79: Vortrag des Herrn Dr. Carl Pinn über: Die öffentliche Meinung." Nachher: Gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen ausgeführt von 35 Mitgliedern der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker Berlins u. Umgegend unter Leitung des Dirigenten und Herren, sehr willkommen. Herrn G. Jahnke. 438/4 Entree à Person inkl. Programm 25 Pf.- Anfang früh präzise 5 Uhr. Außerordentliche General Versammlung Billets sind in allen mit Plakaten belegten Geschäften und bei folgenden am Dienstag, den 10. Mai, Abends 8 Uhr, im oberen Saale der Gratweil'schen Adressen zu haben: G. Jahnke, Rügenerstr. 35; G. Schonert, Bernauerstr. 28; Opernhaus, Boabdil, der letzte Mauren- H. Seeger, Weberstr. 33 II; G. Grass, Aderftr. 120; H. Loppe, Reichenbergertönig. Montag: Der Ring des Nibelungen. Das Rheingold. Schauspielhaus. Der neue Herr. Montag: Fauft von Goethe. Berliner Theater. Nora. Montag: Uriel Acosta. Leffing- Theater. Eine Frau. Die Ballschuhe. Montag: Sodoms Ende. Wallner- Theater. Ehrliche Arbeit. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz Theater. Lola. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Die Ulanen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ern- Theater. Fräulein Feldwebel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Der Günftling. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Die lustigen Weiber von Windsor. Montag: Der Waffenschmied. Oftend- Theater." Heinrich Heine. Der Fall Clémenceau. Montag: Dieselbe Vorstellung. Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. PassagePanopticum. Mann mit Steinkopf und Pigmy v. Stanley- Zwergvolk. 10-1 5-9 Uhr. Castan's Panopticum Riesin und Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Nur Mitglieder haben Zutritt. Mitgliedskarte legitimirt. E Straße 158; 0. Thierbach, Gastwirth, Schwedterstr. 44; Gnadt, Brunnenstr. 38; A. Scholz, Rastanien- Allee 35 u. s. w. 457/5 Achtung! Zum Sternecker. Schloss Sonntag, den 8. Mai 1892: Weissensee. 2390L Absturz des Aeronauten Hrn. Lattemann mit seinem neu erfundenen Taschen- Touristen- Fallschirm. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entr. 30 Pf., res. Play 50 Pf. Rud. Sternecker. Vorläufige Anzeige. Mit Gegenwärtigem erlaube ich mir hierdurch mitzutheilen, daß ich vom 1. September d. J. die Concordia- Festsäle, Einfahrt: Andreasstr. 64, übernehmen werde. Ausfahrt: Krantstr. 38, Das mit dem größten Komfort der Neuzeit ausgestattete RiesenPradht- Etablissement enthält: 1. Einen großen Fei.saal, 2500-3000 Personen fassend, große Orchester und Theaterbühne, Wandelbahnen und vorzügliche Nebenräume. 2. Einen Festsaal von 400-500 Personen mit Nebenräumen, geschmackvollst ausgestattet. 8. Einen Festsaal, 250-300 Personen fassend, mit genügenden Nebenräumen. 4. 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Wahl eines Delegirten zur Generalversammlung. 2. Anträge zur Generalversammlung. 3. Beschlußfassung über die von der Kommission in Hamburg beantragte Erhöhung der Beiträge. Bahlreiches Erscheinen dringend nothwendig. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. 2898b Verein deutscher Schuhmacher. ( Filiale Berlin.) Montag, den 9. Mai, Abends 81/2 Uhr: Versammlung bei Henke, Blumenstraße 78. Tagesordnung: 1. Vortrag. Referent: Herr Bruns. 2. Diskussion. 8. Abrechnung des Rafürers vom 1. Quartal. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gäfte willkommen. Der Bevollmächtigte. 294/2 Versammlung des Vereins sämmtl. Arbeiter und Arbeiterinnen d. Wäschebranche Berlins am Dienstag, den 10. Mai, Abends 81/2 Uhr, in Pastor's Salon, Neue Königstr. 7. Tagesordnung: neues Unternehmen gefälligft zu unterſtüßen, und sichere Ihnen toulanteftes 3entral- Kranken- u. Sterbekasse rechnung vom Stiftungsfest. 4. Bab Entgegenkommen in jeder Weise zu. 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Mai, Vormittags 10 Uhr, im Viktoria- Saal, Perlebergerstr. 18. Tagesordnung: 1. Raffenbericht v. L. Quartal 1892. 2. Verschiedenes. 2909b Die Ortsverwaltung. 1. Bortrag. 2. Diskussion. 8. Ab Wahl der Revisoren. 5. Gewerkschaftliches. 849/11 Der Vorstand. Genossen! Durch falsche Angaben meiner früheren Botenfrau geschädigt, sehe ich mich ver anlaßt, den wahren Sachverhalt zu ver öffentlichen. Selbige ist auf eigenen Wunsch, selbständig zu werden, entlassen, weil ich Unregelmäßigkeiten nicht mehr dulden wollte, was mein Vorgänger, Herr Marzahn sowohl, wie viele Gr. öffentl. Versammlung meiner Abonnenten bezeugen können. sämmtlicher Hausdiener Berlins Montag, den 9. Mai, Abends 9 Uhr, in der ,, Berliner Ressource", Kommandantenstr. 57. .- D.: 1. Mittheilung. 2. Vortrag. Park- Schlossbes Stadtverordneten Vogtherr.( Mah. Grösster Garten. 10 Begelbahnen. ParkTany. Sonntag: Frei- Konzert. Jeden Sonntag: Tanz. Jeden siehe Anschlagfäulen am Montag.) Stempel! NB. Der Verein Berliner Hausdiener S sonders eingeladen. C. Stolzenburg,[ 2887L Zeitungs- Spediteur, Wiesenstr. 14. * Vereins- Abzeichen. H. GUTTMANN Stempel, ( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr. 9. * 2301 L ist zu dieser Versammlung ganz be: Gravirung von Inschriften Treptow. strasse. Kaffeeküche. Kegelbahnen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Bade's Volksgarten. Vorzügliches Weiß- u. Sairisch- 2876b] FRIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Beute, Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert 2302L AF Neu eröffnet! A. Neupert's Volks- Garten, Landsberger Chauffee, empfiehlt fein Lofal für Vereine u. Festlichkeiten. Bill. Preiſe, gr. Weiße 20 Pf. Seidel 10 Pf. Vorwärts" u. ,, Boltsblatt" liegen aus. 2923b A. Neupert. Empfehle mein neu eröffnetes Weißund Bairisch- Bier- Lokal mit Speisewirthschaft, Franz. Billard.„ Vorwärts", 29106 Der Vertrauensmann. Gentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. anderer gewerbl. Arbeiter etc. Oertliche Verwaltung Berlin G. Mitglieder- Bersammlung Montag, den 9. Mai 1892, Abends 81/2 Uhr, im Freischük, Fruchtstr. 36a. Tagesordnung: Stempel! Zähne volt. Garantie naturgewerden schmerzlos unter treu u. preisw. eingefeßt, plombirt, mit Cocain it. Lachgas ſchmerzlos u. gefahrlos gezog. Sprechst. 8-1, 2-7, auch Sonnt. Unbem. berücs. Theilz. gestatt. Vereinen ermäßigte Preise. Albert Loewenstein, Dentist, Bahnatelier 57 Alexanderſtr. 57, 2. Gt., vis- à- vis d. Alexandertaf.( fr.Münzft. 11). Rüftungs- Verleih- Juftitut von H. Bock, Bau- Unternehmer, 2838b „ Bolts- Tribüne". ,, Volts- Zeitung" liegen 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1892. empfiehlt seine kompletten Stangen, W. Böhme. aus. Auch ist ein Vereinszimmer mit 2. Regelung der Gehaltsfrage. 8. Die für Maler einzelne Stubenrüftungen, 8. Die Rüstungen zu ganzen Façaden, sowie mit humoristisch. Vorträgen. Gintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich fowie zur Bahlstelle, zu vergeben. Anfang 4/2 Uhr. Pianino, passend für Gesangvereine neue Krankenkassengeset Novelle und besgleichen Triebladen, Unterfangungs wie ftellen fich die Mitglieder zum schienen, sowie Absteifungen zu ganzen Großer Frühstücks- u. Mittagstisch sowie 6 Billards, 3 Regel Fischer, Alt- Moabit 87. Weiterbestehen unserer Kaffe? StatutenFronten. bahnen und 2 Sale. berathung. Parteigenoffen empfehle mein schön Jeden Sonntag und Mittwoch im fuch. Bereinszimmer als Bahlstelle für Anfang Sonntags 4 Uhr, Mittwochs 21818 Swinemünderftr. 45. 8 Uhr. Ende 2 Uhr. Herren, die SonnAllen Freunden u. Bekannten empfehle F. Sodtke. Märkischer Hof, Admiral- Straße Nr. 18. eingerichtetes total zum gefälligen Be- ist das Erscheinen sämmtlicher Mit Bettfedern, fach gereinigte, Moabiter Gesellschaftshaus, großen Spiegel- Saal: Großer Ball. 40 Personen. Edmund Renter, Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater tags am Tanz theilnehmen, zahlen nur und Spezialitäten. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L Welt- Restaurant Dresdenerstr. 97. Heute und folgende Tage: Auftreten der 50 Der wichtigen Tagesordnung halber glieder nothwendig. Mitgliedsbuch nothwendig. 306/11 Die Ortsverwaltung. neue, vorzüglich füllend, Pfd. 50, 70, 90 f. Halbdaunen Pro. 1,10. Halbdaunen, filberhell, Pfd. 1,60. Daunen von vorzügl. ( 3 Pf. im Abonnement. Empfehle meinen mein Weiß- u. Sairisdy- Bierlokal, Kranken- Unterstützungs- Bund Fütraft( 8 Pid. genügen zum größten Saal zu Sommernachts- Bällen, Hoch- sowie meinen guten alten Nordhäuser. zeiten und Bersammlungen. Der 1. und W. Haugk, Boeckhstr. 12. 3. Pfingstfeiertag ist noch an Vereine zu vergeben. 3 Vereinszimmer mit Piano auch Sonntags zur Verfügung. 2352L Restaurant ,, Zukunftsstaat", Kastanien- Allee 35. 2169L Bestes Weißbier der Schneider. Dienstag, den 10. Mai 1892, Abends 81/2 Uhr, in den Armin- Hallen( unterer Saal), Rommandantenftr. 20: ohne Wasserzusatz, Mitgliederversammlung. Vereinszimmer, 30-40 Pers. fassend, 16 große oder 32 fleine für 3 Mart mit Piano, noch einige Abende an Ver- liefert Emil Böhl, 1. bayr. Jodler, Konzerthänger eine, auch zur Bahlſtelle, zu vergeben 19872 Frankfurter Allee 74. und Schuhplattler- Gesellschaft Seeschlößchen Reinidendorf. Fernſprech- Anschluß Amt VIIb. 1511 M. Jacob Damhofer. Jeden Sonntag: 2161L Erste Abtheilung der Roschat'schen Gr.Ballim Parquettsaal Sänger, unter Protektion des t. t. Rammersängers und Komponisten Hrn. wozu ergebenst einladet Böttcher. Thomas Koschat. Schlagende Nachtigallen 6 M., sow. 29246 Schnelle, Invalidenstr. 7. Anfg. Wochentags 71, Uhr, Entr. 15 Bf. alle Arten Singvögel " Sonntags 6 Uhr, Entree 30 Pf. Genossen empfehle mein Lokal, große und kleine Vereins: immer mit Piano, fowie 2 R egel. bahnen stehen zur Verfügung.[ 27676 G. Leichnitz, Königsbergerstr. 24. Vereinszimmer verg. Kühnel, Weidenweg 101. 29196 = Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Feder über das Reichs Krankenversicherungs= Gesetz. Distusfion. Kaffenangelegenheiten. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller Mitglieder dringend nothwendig. Mitgliedsbuch legitimirt. 274/15 Die Lokalverwaltung. Zur Anfertigung von Damen- u. Kinderkleidern empfiehlt sich den Genossinnen M. Löffler, Tresckowstr. 31. Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Oberbett) Pid. 2,50, empfiehlt das als ftreng reell bekannte, 1870 begründete Spezial- Geschäft von S. Pollack, Oranienstr. 61, am Morigplatz.[ 1396L Rohtabak. Alle in- u. ausländischen Sorten in bester Auswahl empfiehlt billigst u. reell H. Herholz, Brunnen- Str. 145. [ 2395L] Gesangusrein ,, Nordstern"( M. des Arb.-S.-B.), durch Austreten in differenter Sangesbrüder geschädigt, fucht Mitglieder. Uebungsstunde Donnerstag, Abends 9 Uhr, bei Reichert, Müller2900b ftraße 7. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 108. fonen. M war Sonntag, den 8. Mai 1892. . " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " 4 Lokales: 9. Jahrg. zum Staatsanwalt. Achtung! Genossen im 4. Berliner Reichstags- Wahl.. freis. Sonntag früh 8 Uhr bei Hoffmann, Wrangelstraße 32, findet Flugblättervertheilung statt. Um zahlreiches Erscheinen insbesondere der Mitglieder des Vereins ersucht Der Vorstand. " Volksversammlung in den Vorstädten Smichov, Weinberge,- Der Redakteur der in Erfurt erscheinenden Thüringer Parteinachrichten. Zizkov, Karolinenthal, Bubna und Lieben, eine eigene Frauen- Tribüne", Genosse Hülle, hat wegen Preßsünden 3 Monate zu Die Maifeier ist in der ganzen zivilifirten Welt von den Versammlung im Bräuhause„ beim Klauzar", eine freie Buch- verbüßen, zu deren Antritt er auf Sonntag, 8. Mai, eingeladen flaffenbewußten Arbeitern in dem Sinne begangen worden, in drucker- Versammlung im Konvikt und eine freie Schneider- Ber- war. Um noch einige einige geschäftliche Angelegenheiten zu welchem sie vom Pariser Kongreß eingesetzt wurde. Wenn wir fammlung. Die Versammlungen waren alle sehr gut besucht, ordnen, beantragte Hülle einen vierzehntägigen Aufschub nach dem Eintreffen der ersten telegraphischen Nachrichten über man schäßt die Zahl der Theilnehmer auf 20 000-25 000. Nach und begab sich dieserhalb persönlich den Ausfall des Festes glaubten, die Betheiligung sei infolge des mittags waren Festkonzerte, Ausflüge und andere gesellige Unter- Dort wurde Hülle der Bescheid, das Gesuch bei der den Ausfall des Festes glaubten, die Betheiligung sei infolge des haltungen. Alle Festtheilnehmer trugen rothe Abzeichen. Ferner Gerichtsschreiberei protokolliren zu laffen, aber gestern fast allenthalben sehr ungünstigen Wetters etwas geringer gewurde der 1. Mai gefeiert in Pilsen, Jungbunglau, Kuttenberg, wurde unser Genosse aweds Haftantritts wesen als im Vorjahre, so können wir heute auf Grund zuverlässigerer, schriftlicher Berichte erklären, daß wohl die Betheiligung Baun, Raudniz, Kladno, Klattau, Beraun, Taus, Duy, Brug polizeilich sistirt. Welche Gründe die hohe Obrigkeit infolge der Witterung nicht überall so zahlreich war, als sie bei und anderen Orten. zu ihrem Vorgehen veranlaßten, ist uns unerfindlich; wenn schönem Wetter mit Sicherheit zu erwarten stand, daß aber der aber irgendwo der Glaube auftauchen sollte, durch die Besuch der diesmaligen Feier den schon guten Besuch der vorLuckenwalde. Wie allerorts, wo die Arbeiter zum Be- unerwartete Wegnahme jenes Redakteurs trete eine Störung jährigen weit übertraf. Damit ist ein neuer Beweis dafür wußtsein ihrer Klaffenlage gekommen sind, gestaltete sich auch in in dem Erscheinen unseres Partei Organs ein, so wäre diese Ererbracht, daß der 1. Mai zu einem echten und rechten Arbeiter- unserer Stadt die Maifeier zu einer imposanten Rundgebung. wartung trügerisch. Grfaß war sofort zur Stelle und die feste geworden ist und der dauernde Gedenktag der Verbrüderung Vormittags sprach Genosse Sailer vor einer sehr zahlreich be- Tribüne" wird nach wie vor die Fahne des Proletariats des internationalen Proletariats bleiben wird. suchten Versammlung über die Bedeutung des Tages, worauf hoch halten. Selbstverständlich ist die Zahl der Orte, in welchen die eine entsprechende Resolution einstimmig angenommen wurde. Die Sonnabendnummer der, Magdeburger Volks Maifeier begangen wurde, eine weit größere, als davon im„ Bor- Die Versammlung endete nach einem kräftigen Schlußworte des st i m me" wurde wegen des Leitartikels beschlagnahmt, in welchem wärts" Notiz genommen werden konnte. Nicht nur in den großen die Sozialdemokratie. Der gemüthliche Theil der Feier, wobei zur Maifeier der dortigen Arbeiter kritisirt, ferner die oben Vorsitzenden, Genossen Hellsinger, mit einem brausenden Hoch auf das Verhalten der Magdeburgischen Zeitung" und der Polizei und mittleren Städten, sondern auch in den kleineren und fleinsten, der Gesangverein" Sängerlust" mitwirkte, bestand aus Konzert erwähnte Erklärung des Otterslebener Antsvorstehers abferner in vielen Dörfern wurde die Maifeier begangen. Wir laffen im Nachstehenden noch einige Mittheilungen aus den und Tanz; der Saal war dabei überfüllt. Polizei war während gedruckt war. einzelnen Orten folgen und schließen damit die Berichterstattung des Vergnügens nicht zu sehen. über das diesjährige Maifest der Arbeit ab. Nauen. Troß des schlechten Wetters fuhren etwa 60 Genoffen nach Finkenkrug, überall mit großem Jubel begangen worden. In den meisten Maifeier im Ausland. In Holland ist die Maifeier wofelbft sie bei Gefang und Vorträgen fröhlich den Tag ver- Drten war es polizeilich verboten, mit entrollten Fahnen durch brachten. In Denzlingen( Baden), wo die Genossen von die Straßen zu ziehen. Dieses hat in Leenwarden( Provinz Emmingen, Waldkirch und Denzlingen die Feier gemeinsam begingen, betheiligten sich auch Bauern an derselben. In Friesland) etwas Tumult zur Folge gehabt. Baden- Baden betrug die Zahl der Theilnehmer 300; das Feft verlief aufs Beste. In Nedarau, das gleichfalls zum liberalen Musterstaate" Baden gehört, Der Wiener Arbeiter 3eitung" wurde die von 7 Uhr ab Tanz und Musik untersagt. Ellen Nummer vom 29. April wegen des Maifest- Artikels tonfiszirt. bei Bremen: zahlreicher Besuch. Altona: großartige Mani- Das Landesgericht bestätigte die Beschlagnahme und sprach das festation. Elmshorn: überfüllte Lokale. Neumünster: 1300 Per- Berbot der Weiterverbreitung aus, weil in dem erwähnten Artikel Die Bekehrungsversuche am Krankenbett, wie sie von Gaarden: imposante Demonstration. Rendsburg: zu Feindseligkeiten wider einzelne Klassen und Stände aufgefordert Geistlichen, Stadtmissionaren, barmherzigen Schwestern, Mit1000 Personen. Tönning: starker Besuch. Wilhelmsburg: fein soll. Dagegen lehnte es das Verlangen des Staatsanwalts gliedern des Christlichen Vereins junger Männer" u. s. w. 2000 Theilnehmer. In Geesthacht fand ein Umzug statt; ab, welcher auch das Verbot der Weiterverbreitung des in der unternommen werden, sind zahlreicher, als in der Regel anes betheiligten sich daran 180 Personen, für den fleinen Ort eine felben Nummer enthaltenen Gedichts" Vision" wegen angeblichen genommen wird, und Pastor Stage ist leider wirklich nicht der ganz erhebliche Anzahl. In Flensburg betheiligten sich an Hochverraths ausgesprochen wissen wollte. Der Staatsanwalt Einzige, der sich rühmen darf, einem Sterbenden noch kurz vor der Feier 4000 Personen. Elsaß Lothringen: Mül- will seinen Kopf aber partout durchsetzen und hat deshalb gegen dem Tode die Rückkehr in den Schooß der Kirche abgerungen zu hausen: starter Besuch. Bischheim b. Straßburg: würdiger Ver- diesen ablehnenden Bescheid Beschwerde eingelegt. haben. Die Stadtmissionare z. B. haben in einem einzigen Jahre lauf der Feier; dem verstorbenen Genossen Karl Lorenz wurde-Auch der Maifest- Artikel des Brünner Volksfreunds" allein 7688 Besuche bei Kranten gemacht. Diese Besuche werden, zum 1. Mai ein schöner Stranz gestiftet.- Thüringen. Stadt gefährdete nach Ansicht des Landesgerichts die öffentliche Ruhe wie aus den laufenden Berichten der Blätter für Stadtmiffion" 3lm: 700 Personen.-Anhalt. Röthen: Ueber 1000 Ber- und Ordnung des friedsamen Desterreichs, weshalb die betreffende hervorgeht, zumeist und fast ausschließlich bei solchen Kranken fonen nahmen an der Abendfestlichkeit theil. Bernburg: Troß Nummer verboten wurde. gemacht, die sich längst von der Kirche losgesagt haben. Es nicht günstigen Wetters betheiligten sich am Ausflug gegen Bei einer am 8. März 1891 abgehaltenen antisemitischen handelt sich also um unerbetene Besuche. Ob dieselben dem 200 Personen. Bayern. Die Augsburger Arbeiter halten Versammlung in Windecken( Kreis Hanau), in welcher der Bustand der Kranken besonders zuträglich gewesen sind, darüber die am vorigen Sonntag wegen ungünstiger Witterung verschobene Judenfresser Böckel anwesend war, verlangten die anwesenden wird von den Stadtmissionaren nicht berichtet. Dagegen brechen Maifeier heute Sonntag auf dem Spicel ab. Bamberg: 1500 Besucher. Sozialdemokraten Bureauwahl, weil es sich um eine Bolts- sie über den Erfolg in kirchlicher Beziehung wiederholt 28ürttemberg. Münster a. H.: 120 Personen. Wangen: über versammlung handelte. Es kam darüber zu unruhigen Szenen, in Frohlocken und Jubel aus. Zu verwundern iſt's freilich nicht, Erwarten zahlreiche Betheiligung. Schorndorf, Sulzbach, Göp- infolge deren die Versammlung aufgelöst wurde. Gegen 12 Ge- wenn ihre Agitation erfolgreich ist. Kranke sind ja meist so pingen, Reutlingen, Heidenheim, Havensburg, überall imposante noffen, darunter Emmel aus Frankfurt, erhob man darauf An- willenlos, daß sie dem geistlichen Zuspruch" gegenüber nicht Sachsen. In Paunsdorf bei Leipzig veranstalteten flage wegen Hausfriedensbruchs, Widerstands, Ruhestörung und lange Stand zu halten vermögen. Die Besucher gehen mit einer am 30. April zur Vorfeier zwei Drittel der Einwohner eine groben Unfugs. Das dortige Schöffengericht sprach jedoch den gewiffen Schlangenflugheit" zu Werke, wie sich denn die Pfaffen. Illumination. In Semd und Hainstadt verlief die Feier Genossen Emmel und zehn andere Angeklagte frei und ver- und Mucker aller Konfefsionen stets als psychologisch geschulte ohne Störung, in Hausenstamm und Bürgel verboten die urtheilte nur den zwölften Angeklagten und zwar wegen Be- Tattiter erster Güte erweisen. Ueber die Krankenbesuche der Gendarmen die Festrede, angeblich, weil sie vom Kreisamt den drohung zu 14 Tagen Gefängniß. christlichen jungen Männer" heißt es in dem Jahresbericht des Auftrag hätten. In Alzey fand Volksversammlung und Fest- In Barby wurde der Handelsmann Ifidor Horrwitz Vereins: Kleine Liebesbeweise, wie das Geschenk eines Veilchenlichkeit im Pfälzer Hof statt; Genosse Miedreich aus Mains hielt aus Berlin wegen Beleidigung des Kaffenarztes Dr. Schenk zu fträußchens, einiger Apfelfinen, eines Trattates oder Neuen die Festrede. In Finthen sprach Fräul. Wabniz aus Berlin, in 3 Wochen und wegen Beleidigung des Superintendenten Schepper Testamentes, werden mit großer Dankbarkeit entgegengenommen und gewähren herzliche Freude." Leider beschränken sich Kelsterbach, wo sich auch die Genossen aus Höchst a. M. und vom Schöffengericht zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt; beide Sindlingen zusammengefunden, sprach Genosse Hübner aus Höchst Strafen sind in eine Gesammtstrafe von 2 Monaten zusammen- diese Besuche auch nicht einmal auf solche Kranke, die und in Bischofsheim traten die Genoffen aus Ginsheim, Bausch gezogen. Die Beleidigungen sollen in einer Volksversammlung sich in ihrer Wohnung behandeln lassen, die also in der heim, Rüsselsheim, Trebur und Großgerau zur Maifeier zusammen. geschehen sein, in welcher der Genannte sprach. Lage find, gegebenen Falles um Unterlassung weiterer In Wiesbaden war das geplante Waldfest verregnet; es fand-Der frühere Redakteur des„ Braunschweiger Bolt3- Agitation durch Traftätchenvertheilung, geistlichen Zuspruch, Besuche zu bitten. Auch in den Krankenhäusern wird die daher ein Fest in der Bürger Schützenhalle statt, wo Genoffe freunds", Genosse R. Calwer, sollte nach dem Antrage Abendmahls- Ertheilung und Abhaltung vollständiger Gottesdienste Opifizius aus Frankfurt über die Achtstundenbewegung referirte. des Staatsanwalts wegen angeblicher Beschimpfung, firchlicher in einem Umfange betrieben, von dem der, welcher noch nie in Ueberall herrschte ein guter Geift und gehobene Stimmung. Gebräuche auf 8 Tage ins Gefängniß. Das Gericht sprach einem Krankenhause gelegen bat, gar keine Ahnung hat. In In Hessen ist die Maifeier allerorts, wo Sozialdemokraten ihn frei. find, festlich begangen worden. Ueber Bingen, Rüdesheim und diesem Punkte gleichen sich alle Krankenhäuser, die königlichen Hans Blum Beleidigung. Vom Wurzener wie die städtischen, die katholischen wie die evangelischen, und es Mainz haben wir schon berichtet, doch ist dem noch beizufügen, Schöffengericht wurde der Redakteur der Wurzener Zeitung", wird auch nicht gefragt, ob die Kranken den Besuch wünschen daß in Mainz zwar am Feftorte, der Stadthalle, teine Polizei auf Genoffe Ad. Thiele, zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt, oder nicht. Der Chriftliche Verein junger Männer" schickt seine geboten war, die ganze Schußmannschaft jedoch nebst zwei weil er in der von ihm mitredigirten Zeitschrift Die Boltswart" Agenten jeden Sonntag aus und läßt die kranken jungen Männer Kompagnien des 117. Infanterieregiments bereit stand. In einen Artikel veröffentlicht hat, der die Ueberschrift trägt:" Hans besuchen, gleichviel ob sie zu ihm halten oder nicht. Wir entDarmstadt fand die Maifeier im Saalbau statt, wo sich 1500 Blum, der Patriotenhäuptling, ein Landesverräther?" Der Ar- halten uns jeder Kritik dieser Belehrungsmethode. Aber wir Menschen zusammengefunden hatten. Genoffe Phil. Müller hielt tikel behandelte die Betheiligung der fächsischen Nationalliberalen fordern von den Krankenhaus- Verwaltungen, daß sie, die leibdie Festrede. Böhmen. Die Maifeier der czechischen Sozial- an den 1866 er Annexionsbestrebungen. Es ist Berufung ein- tiche Gesundung als ihr erstes und einziges Biel ansehend, von demokratie ist nach dem Bericht der Wiener, Arbeiter- 3tg." gleichfalls gelegt. Das Leipziger Landgericht wird wohl das Urtheil auf den Kranten alles fernhalten, was diesen irgendwie läftig werden glänzend verlaufen. Alle czechischen Parteiblätter erschienen mit heben, denn Hans Blum hat der Sozialdemokratie vaterlands- tönnte. Jedem möge der Zuspruch zu Theil werden, den er rothem Rand, einige mit illuftrirten Festbeilagen. Wo es das verrätherische Neigungen ja auch oft genug vorgeworfen, und Wetter und die Polizei zuließ, wurden die Versammlungen unter führt überhaupt den Kampf mit unserer Partei in einer Weise, freiem Himmel abgehalten. Am großartigsten war die Maifeier daß die schärfsten Angriffe auf diesen fleinen Sohn eines großen in Prag. Zwei große Meetings unter freiem Himmel, je eine Vaters ganz natürlich sind. Feier. " Aus bewegter Zeit. * * . " wünscht. Was in der Hauptstadt der vielgepriesenen Sozial. reform Unternehmer an Arbeisleistung noch zu fordern wagen, schlafend, Tzschirner zerknickt im Halbschlafe, Bakunin mit seinen Knaben, die in Turner, Kommunalgarden-, Bergmanns- oder großen verglasten Augen einem Phantome gleichend, nur den sonstigen Korporationskleidern oder Abzeichen in den Häusern Nachstehendes Manuskript, das 40 Jahre alt und dessen Ver- braven Heubner frisch, freundlich, trotz aller nur an ihm nicht gefunden wurden, zog man heraus, stellte sie, die oft flehentlich Nachstehendes Manuskript, das 40 Jahre alt und dessen Ver- sichtbarer Erschöpfung ein Mann, ein ganzer Mann. Er benahm um ihr Leben Bittenden, an die Wand und erschoß sie! Es war faffer nicht mehr unter den Lebenden ist, schildert das Handeln mir alle Illusionen, er wußte, daß unsere Sache eine ver- dies ein besonderes Vergnügen für die Preußischen famosen Vierund die Schicksale eines Leipziger Bürgers, der an der Dresdener lorene fei. undzwanziger, die hier mit einer seltenen Bravour die Vorzüge Mai- Revolution" von 1849 Theil nahm. Da Jeder unserer Leser jene Ereignisse in den Hauptumrissen kennt, oder Gehen wir gleich zur verhängnißvollen Nacht über, wo die ihrer Zündnadelgewehre bewiesen. Es wurde mir nicht wohl doch Gelegenheit hat, diese fennen zu lernen, so enthalten wir lehte Barrikade( an Engels Haus) fiel und wo im Nu die Stadt dabei,( Schnate hatte den Kopf ganz und gar verloren und folgte uns jedes Kommentars, zumal ein solcher der Lebendigkeit der mit sieges- u. f. w. trunkenen Preußen und Sachsen angefüllt mir ganz mechanisch), denn trotzdem, daß unser edler Wirth jede Darstellung nur Abbruch thun würde. war, die in ihrer ungeheuren Bravour Jeden niederschoffen, der Haussuchung mit der Bemerkung glücklich abgewiesen hatte, daß fich auf der Straße befand, die sogar, dieses Henterhandwerk aus den Fenstern seines Hauses nicht hatte geschossen werden fortsetzend in die Häuser drangen( so wurde z. B. der halbblinde können, waren inzwischen Proklamationen erschienen, die AusAm 5. Mai war die letzte Boltsversammlung im Hofe der Brinz von Schwarzburg- Rudolstadt, der im Hotel de Sare feiner lieferung aller Versteckten bei standrechtlicher Ahndung befehlend. Bürgerschule in Leipzig, deren Zweck war, nochmals zum Zuzug Augentur wegen wohnte, von den sieggewohnten Preußen in Ich konnte doch unseren braven Wirth diefer Gefahr nicht aus nach Dresden aufzufordern, indem wir, die Einberufer dieser seinem Zimmer niedergeschossen). Berfolgt, ohne Aussicht aus sehen, und brach daher, immer von Schnate gefolgt, auf, um auf Boltsversammlung, erklärten, daß nun genug gesprochen sei und der Stadt zu gelangen, rettete ich mich mit Schopeck und Pro- irgend eine Weise einen Ausweg zu finden, zumal in der daß wir, die That dem Worte folgen lassend, unmittelbar nach fessor Schnake in den Hirsch( jetzt Brüffeler Hof); bier lagen Scheffelgaffe, die mit Leichen befäet war, nicht mehr geschossen Dresden abfahren würden. Am Hospitalthore nahm uns( ca. schon viele Todte in der Hausflur, wir mußten über sie hinweg wurde. Der Zufall führte mir einen höheren fächs. Offizier in 12 Personen) ein Omnibus unseres braven Reichspoftmeisters, die 6 Treppen hinauf bis zum Speicher flüchten, von Schüffen Bivil in den Weg, dem ich zur Zeit, wo sein Sohn mit meinen Bater Werner's, auf und fort ging's nach Grimma, da die Eisen- verfolgt. Doch auch hier suchten wir vergebens einen Versteck; Söhnen im Froebel'schen Institut in Reithen erzogen wurde, bahnroute von den Preußen bereits besetzt war. In Grimma, da zerbrach Schoped mit starkem Arm zwei Dachsparren, wo manchen Dienst erwiesen hatte, und bat ihn, uns aus diesem wie in allen an der Dresdener Straße gelegenen Städten ließen durch eine hinreichende Deffnung entstand, um uns, Schopeck zu- Jammerthal zu erlösen, was ihm ein Leichtes gewesen, da an der wir durch Sturmläuten und Generalmarsch die Bevölkerung auf erft, dann ich, endlich Prof. Schnate auf das Dach hinaus zu Barrikade( der Post gegenüber), welche eben abgetragen wurde, den betr. Marktplatz berufen, hielten unter allgemeinem Beifall winden. Da mußten wir in dieser schwindelnden Höhe, nur mit ein fächf. Junker fommandirte. Statt dessen führte mich dieser unsere Reden und reisten weiter, nicht im Mindesten gestört, überall, Daumen und Zeigefinger an den regendurchnäßten Dachziegeln Ehren mann ins Polizeigebäude und überlieferte mich dem felbst auf der Landstraße, die Proflamationen der provisorischen uns festhaltend, über mehrere Dächer hinwegklettern, auf niedere wegen seiner Grausamkeit damals sehr verrufenen PolizeiwachtRegierung vertheilend. In Wilsdruff setten wir unsere Waffen Dächer hinabspringend, manchmal hart neben uns von einer meister. Allein Dieser war edeldentender; er erfannte mich gehörig in Stand, weil uns mitgetheilt wurde, daß starte Rugel begrüßt, bis auf einmal ein Ehrenmann, der an einer( denn ich war in der letzten Zeit öfters in' den Volksversamm Kavallerie- Patrouillen umherschwärmten, um die Buzüge ab- Dachluke stand, um die herumfliegenden Funken der brennenden lungen in Dresden aufgetreten) und sagte mir, seine Freude über zuschneiden. Indessen gelangten wir unbehelligt bis zum Feld- Spiegelfabrik zu löschen, uns zu sich rief. Nicht ohne große An- den Sieg der sogenannten guten() Sache nicht verhehlend, schlößchen, welches von einer starken Abtheilung unserer Leute strengung erreichten wir die Dachluke, in welche der brave Mann machen Sie, daß Sie hier fortkommen." Ich sprang davon beſegt war, die uns mit Jubel empfingen. Hier trennte ich mich uns Ginen nach dem Anderen hineinzog; er gab uns sofort als( Schnake mir nach), wurde aber plöglich von Bierundzwanzigern von meinen Reisegefährten, um mit Hilfe eines Führers nach Asyl ein Zimmer im ersten Stock( Wohnung zweier Jünger der ergriffen und mit Androhung sofortigen Erschießens zum Mitdem Sitz der provisorischen Regierung zu gelangen, was bereits medicin. Akademie, die schon seit mehreren Tagen sich der Pflege abtragen der an der Polizei aufgebauten Barrikade angehalten. ein sehr gefährliches Unternehmen war, denn alle zum Rathhause der Verwundeten hingegeben hatten), aus welchem vermöge seiner Kurz darauf fagt mir ein fleiner Vierundzwanziger treuherzig ins führenden Straßen wurden start beschossen. So mußten wir age nicht hatte geschossen werden. Hier verließ uns Schopect, Dhr eilen Sie weg von hier, es sind verdächtige Augen auf Sie theils durch durchbrochene Häuser, theils auf den Straßen auf der immer noch einen Ausweg aus Dresden zu finden hoffte. gerichtet." Ich ließ mir dies nicht zwei mal fagen, sondern lief allen Vieren triechend vorwärts zu kommen suchen, bis wir end: Wenige Minuten nachher wurde er verwundet und gefangen ge- in das Gäßchen nach der Wilsdruffer Straße", mich stellend, lich zum Rathhause gelangten. Ich ging fofort in das Zimmer, nommen. Inzwischen war der Morgen angebrochen und wir als wollte ich mein Wasser abschlagen. Im Nu hatten zwei welches die provisorische Regierung inne hatte und fand Todi mußten das Scheußlichste mit ansehen; Wänner, Jünglinge, Dämonen der Bierundzwanziger die Mündungen ihrer Gewehre beweisen die Zustände bei den hiesigen Dinnibusgesellschaften, der übrigen Personals, sowie man es nicht braucht, möge man sich einem menschlichen Antlik hervorzubringen vermögen. Et Allgemeinen Omnibus- Aktiengesellschaft und der Berliner Packet- in fürzester Ründigungsfrist entledigen. Von dieser Maxime ging gab fahrt- Gesellschaft. auf der Polizeiwache durch Polizeibeamte in Herr Freudenberg am Donnerstag doch ab. Im Kaiserbazar diesen Zustand Bustand versetzt worden zu sein. E3 bleibt Bei der Allgemeinen Omnibus Aktiengesellschaft müssen nahm ein Herr K. eine hervorragende Stellung ein. Derselbe uns fein 8weifel, daß der Mann die Wahrheit gefagt fämmtliche Angestellte Morgens 1/27 Uhr auf dem Hofe des vermittelte den Verkauf des Kaiserbazars von Lissauer an Freuden hat. Da das Polizeipräsidium gegen unseren Kollegen Gronheim Depots antreten, Abfahrt der Wagen in kurzen Abständen bis berg und verdiente dabei 30 000 Mart. Von letterem wurde er schon schärfstens vorging, als derselbe den beanstandeten Artikel ver etwas nach 7 Uhr, darauf ununterbrochener Dienst bis gegen mit 15 000 Mart jährlichem Gehalt mit dreijährigem Vertrag öffentlichte, so erwarten wir diesmal, daß das Polizeipräsium durch 10%/ 4 Uhr, wo der erste Wagen in das Depot zurückkehrt. Mit- engagirt. Am Donnerstag Abend 6 Uhr wurde er sofort entschärfste Weisungen an die Sicherheits- Wachtmannschaften tags resp. Frühstücks- und Vesperpausen giebt es nicht, das Essen lassen. Es waren große Unterschleife ermittelt worden, deren er dafür sorgen wird, daß Insulten gegen Arrestanten unter allen muß in ca. 7-10 Minuten auf der Haltestelle hinunter gewürgt sich schuldig gemacht hatte. Man sieht, wie gut die Marime des Umständen künftig unterbleiben, und damit diesen werden. Also im günstigsten Falle 161/4 Stunden ununter- Konfektionär" sich bewährt. brochener Dienst; weit ungünstiger stellt sich die Sache bei den Weisungen der nöthige Erfolg gesichert ist, möge es gegen die letzten Wagen und solchen, die weit bis zum Depot zu fahren haben, Von der Direktion der Aktienbrauerei Moabit" er wirklich einmal eine falsche Mittheilung gebracht würde, sich wie Zeitungen nicht mehr mit Antlagen vorgehen, sondern falls 3. B. dem letzten Wagen der Linie Potsdamer Brücke- Küstriner Blah; balten wir folgende Buſchrift: Aus Nr. 105 Ihres Organs er andere Leute an einer Berichtigung genügen laffen. Daß Derselbe geht 10 Uhr 40 Minuten von der Potsdamer Brücke ab, fehen wir, daß unser Malzmeister auf dem Berliner Lagerhof, unter den 3000 Berliner Schußleuten auch einige fein tönnen, muß dann vom Küftrinerplaz bis zu dem Depot am Rottbufer gelegentlich einer gewerbegerichtlichen Verhandlung mit dem welche Europens übertünchte Höflichkeit in urwüchfigerer Weise Damm zurück, woselbst er erst gegen 12 Uhr Nachts eintrifft, in Mälzer Kößling den Entlassungsgrund des Letteren dahin verschmähen, als sich mit dem Amte von Sicherheitswächtern diesem Falle beträgt also die Arbeitsdauer 172 Stunde, fo motivirt hat, daß K. Bertrauensmann eines sozialdemokratischen verträgt, wird hoffentlich das Polizeipräsidium auch amtlich nicht daß den Angestellten für das Nachtessen, für den Weg von und Vereins wäre 2c. nach der Wohnung, für Erholung in der Familie, Nachtruhe, bestreiten. Körperreinigung, Frühstück 2c. zusammen 6/2 Stunde übrig bleiben. Nicht ein Haar besser ist es bei der Packetfahrt: Gesellschaft. Sind die Bestrebungen der Thierschutz Vereine, und der Thierschutz, der seitens der Polizei im öffentlichen Fuhrwesen streng gehandhabt wird, nicht der reine Hohn auf eine derartige Menschenschinderei? tommen! % Die Wir erlauben uns Ihnen ergebenst mitzutheilen, daß wohl ein Irrthum Ihres Herrn Berichterstatters vorliegen muß, wenn Einem Veilchen gleich im Verborgenen blüht der Arbeitsgesagt ist, daß der Malzmeister weitere Anschuldigungen nicht nachweis für weibliche Personen des Zentralvereins für Arbeitsvorbringen konnte, deun Kößling hat sich nach Aussage unseres nachweis in der Klosterftr. 97. Nach dem Geschäftsberichte sind Malzmeisters so renitent benommen, und seine Führung ließ so viel zu vom Juni bis September 1891 im Ganzen 596 Stellen durch den wünschen übrig, daß er entlassen werden mußte. Wir wären Ihnen Nachweis besetzt worden. Derselbe erstreckt sich allerdings nur dankbar, wenn Sie in Ihrer Zeitung fonstatiren würden, daß das auf Handarbeiterinnen( Fabritarbeiterinnen) und verwandte BeEngagement und die Entlassung des Personals auf dem Berliner rufe, die Gesindevermittelung bleibt der Privatspekulation überlassen, Schon im Interesse der Sicherheit des Verkehrs ist es, daß durch Lagerhof dem jeweiligen Malzmeister selbständig zusteht und war uns die in ihren Bureaus täglich eine Ausstellung weiblicher Arbeitssolche von überlangem Dienst erschöpfte Personen das Leben der Entlassungsgrund des Kößling in dem vom Malzmeister Kind fräste veranstaltet. Die Arbeitgeber sehen denn auch den Verihrer Mitmenschen nicht gefährdet wird, und hier, wenn nicht angegebenen Sinne bisher nicht bekannt, wie es uns überhaupt einsnachweis nicht für voll an, der sich über deren Widerstand und anders durch polizeiliches Verbot menschenwürdigere Bustände ge- ferne liegt, politische Gesinnungen unseres Arbeiterpersonales in passives Verhalten arg beschwert. Die Resultate des Nachweises schaffen werden. Nebenbei bemerkt, erhalten die Leute dafür Erwägung zu ziehen." wären geradezu klägliche gewesen, da erschien als Retter aus der einen so geringen Sohn, daß auf die Stunde zirka 17 Pfennige weitere Anschuldigungen gegen den Mälzer Kößling zur Be- lich bedingungslos auf die Seite der Prinzipale, indem er mit den Uns erscheint es nebensächlich, ob der Malameister noch Noth der Buchdruckerstreit! Der Nachweis stellte sich natürNach dem Berliner Adreßbuch besteht die Direktion aus den gründung der Entlassung und des Zeugnisses vorgebracht hat; berühmten Bunde der Berliner Buchdruckereibefizer ein Abkommen Herren Major a. D. Gelinek und Hauptmann a. D. Hopp. es genügt, wenn er die Eigenschaft des K. als Vertrauensmann dahingehend traf, daß die Mitglieder des Bundes das weibliche Im Aufsichtsrath find der Wirkt. Geh. Kriegsrath a. D. Sulzer, eines Vereins auch nur mit als Grund angegeben hat. Es ist Fabrikpersonal durch den Arbeitsnachweis bezogen". der Generalkonsul A. George, Baumeister Knoblauch, Bantier Sache der Direktion, auch bei ihren Beamten es durchzusehen, Thätigkeit dieses Kartells war eine ziemlich rege, den Druckereien T. Busse, Dr. R. A. Goldschmidt, Bankier, Bankdirektor J. Frei- daß sie jedes Eingriffs in das politische Leben der Arbeiter fich wurden 430 Anlegerinnen, Bogenfängerinnen, Falzerinnen und mark. Die Aftien der Gesellschaft tosten über das Doppelte des enthalten. Bunttirerinnen überwiesen. Die stärkste Geschäftsthätigkeit weist eingezahlten Geldes, 205 pCt., die Dividende pro 90 und 91 der November auf, der Monat des Buchdruckerstreifs! beträgt je 12/3 Thaler pro eingezahlte hundert Thaler, um so star Blumenthal, hatte sich wegen des polizeilichen AufTheaterzenfur. Der Direktor des Lessing Theaters, Dr. verwerflicher erscheint da die Sparerei nach unten. Die Löhne der Arbeiterinnen schwankten zwischen 6 Mark Am verwerflichsten aber scheint es, daß der Magiftrat Kon- führungsverbots der Hanna Jagert", von Otto Erich Hart- wöchentlich bei jugendlichen und 12 Mart bei erwachsenen Ar zeffionen ertheilt, ohne der Ausbeutungssucht der Unternehmer Diese ist jetzt abschlägig beantwortet worden und zwar mit der leben, mit einer Beschwerde an den Oberpräsidenten gewandt. beiterinnen, doch war der letztgenannte Satz schon ziemlich felten." In den Druckereien wurden für Punktirerinnen 15, eine Schranke zu sehen. Begründung, daß die von der Titelheldin in ihren Worten und Anlegerinnen 12 und Bogenfängerinnen 7,50 m. wöchentlich anDie Firma Gerson u. Co., oder vielmehr Herr Philipp Menschenthums" in Widerspruch stehe zu den die Grund- so jämmerlich niedrigen Löhne gehen auch dem Vorstand des Handlungen vertretene Philosophie des freien gelegt. Die Falzerinnen mußten meist im Attord arbeiten. Diese fektionär" gefunden. Die Geschäftsordnung, die wir im Leit- lagen unserer Staats- und Gesellschaftsordnung bildenden Sitten- Nachweises wider den Strich, er macht sich aber weiter feine artikel der Nr. 95 erörterten, findet dieses Blatt vollständig gefeßen. Dr. Blumenthal will nun weitere Beschwerde beim Strupel, sondern hat sich einen Grund, weshalb die Arbeiterinnen human" und hat gegen dieselbe nichts einzuwenden". Die Be Ober- Verwaltungsgericht führen. Die Polizei ihrerseits hat gar nicht besser bezahlt zu werden brauchen, auch bereits hervor weisführung, welche es versucht, bestätigt dabei nur unsere Be mehrere Kriminalpolizisten mit der Ausarbeitung einer Grund- gesucht. Von 888 Stellung suchenden Arbeiterinnen haben nämhauptungen. So schreibt es: In England find achttägige Rün- legung einer Metaphyfit der Sitten auf Grundlage unserer lich 871 oder 42 pt. angegeben, daß sie bei ihren Eltern wohnen. Daraus schließt nun der Vereinsvorstand, daß diese 42 pet. nicht bigungszeiten, in Amerita eintägige Kündigungsfristen gefeßmäßig. Staats- und Gesellschaftsordnung beauftragt. Der Vorwärts" weist doch sonst so gern auf englische und darauf angewiefen sind, mit ihrem Lohn den ganzen Lebens amerikanische Zustände hin, warum denn nicht auch in diesem unterhalt zu bestreiten. Wenn es auch vorkommt, so heißt es Falle?" Wenn der Konfektionär" unseren Artikel nur mit etwas in dem Bericht, daß die Eltern arbeitsunfähig sind und von dem Aufmerksamkeit gelesen hätte, würde er gefunden haben, daß wir überwiegenden Mehrzahl dieser Fälle die Töchter neben ihren Sohn der Kinder leben, so tann man doch annehmen, daß in der nicht die Kündigungsfrist selbst einer Kritik unterzogen, sondern sie nur gegenüberstellten der vor ein paar Jahren aufgestellten prahlerischen Behauptung der Kaufmannschaft, derhandlungsgehilfe bedürje der Bersicherungspflicht nicht, durch das Handels- Gesez fei er fchon in einer geschützten Stellung. Die genannte GeschäftsOrdnung, die ähnlich immer allgemeiner in die Praxis tritt, zeigt die vollständige Haltlosigkeit jener Prahlerei. Das Blatt findet es auch in der Ordnung, daß jeder Angestellte sich vom Geschäftsarzt behandeln lassen muß, und meint nur, Herr Freudenberg Ein geprügelter Arrestant. Vor Kurzem ist unser Rollege werde nichts dagegen haben, wenn der Angestellte sich von seinem Gronheim zu 200 Mark Geldstrafe verurtheilt- worden, weil Hausarzte behandeln läßt. Die ganzen Ausführungen des Ge- er in den Vorwärts" eine Notiz aufgenommen hatte, in welcher schäftsblattes gipfeln darin: Herr Freudenberg ist ein so guter mitgetheilt war, daß auf einer Polizeimache Beamte der heiligen und liebenswürdiger Mann, wie man taum noch einen in der Hermandad einen Arrestanten geprügelt hätten. Daß die PolizeiWelt findet." Züchtiges Personal entläßt man nicht, man wachen aber feineswegs so fromme Kinderstuben sind, als wir Nachweis nicht abschrecken lassen, er will zuerst dafür sorgen, daß freut sich, wenn man solches besitzt. Für Faullenzer sind nach der Verurtheilung unseres Kollegen annehmen zu müssen sich die Arbeiterinnen während ihres Aufenthalts im Nachweis be unsere Geschäfte keine Brutstätten und Futterhäuser." Mit glaubten, das lehrte uns folgender Borjall: Ein Arbeiter beging schäftigen können und dann für den Nachweis selbst geeignetere der letzteren Bemerkung wird dem Handels Gesetzbuche nach am 1. Mai die Thorheit, anstatt sich an der sozialdemokratischen Räumlichkeiten beschaffen. Und all die Mühe, um in einem 30 Jahren seines Bestehens noch ein Hieb verseßt. Die aber von Maifeier zu betheiligen und somit seinen Verstand beisammenzu- Beitraum von 7 Monaten 600 Arbeiterinnen zu den niedrigsten Herrn Freudenberg jeweilig Entlassenen erhalten jetzt noch die halten, nach bürgerlicher Sitte fich irgendwo einen schweren Lohnfäßen vermiethen zu tönnen. besondere Brandmarkung, daß sie doch nichtsnußiges Gesindel Rausch anzuzechen. In diesem Zustande belästigte er sein müssen, denn sonst hätte sie ja Herr Freuden auf der Straße einige Damen und wurde deshalb berg nicht entlassen! Rechtlicher Bestimmungen bedürfen von einem Schuhmann Die Spandauer sind wirklich geborene Pechvögel! Nicht arretirt, was durchaus in der allein, daß sie aus ihren Schulden nicht mehr heraussehen können, die Handlungsgehilfen nicht, es genügt, wenn alle ihre Rechte Ordnung war. Nun fommt das, was mit der dem Polizei- verlieren sie auch die Prozesse, die der hochweise Magistrat auf der patriarchalischen Gewalt des allgütigen und allweisen Herrn präsidium jedenfalls erwünschten Bartheit ausgedrückt außer städtische Kosten anstrengt. Wir theilten vor Kurzem schon mit, Freudenberg anheim gegeben werden er wird es wohl machen. Der Ordnung ist. Als nämlich der Sitirte zum Polizeigewahrsam daß der Militärfistus seinen lieben Spandauern überhaupt keinen Der Konfettionär" bestätigt voll und ganz alles von uns ge- des betr. Reviers transportirt wurde, war er zwar schwer vom Biennig Steuern entrichtet. Ein großer Theil der Beamten des fagte; die Lobhymne auf Herrn Philipp Freudenberg möge dieser Hausch umfangen, aber sein Körper war heil, und als er nach Militärfistus ist als dem Militärstande angehörig, gleichfalls ihm lohnen! einigen Stunden wieder entlassen wurde, war das Umgekehrte der steuerfrei. Die im Zivilstand befindlichen Angestellten brauchen Abtheilung 3- Vorstehern, denen man großes Fall. Der Mann stellte sich uns am Morgen des nächsten Tages als Reichsbeamte nur die Hälfte der Kommunalsteuer zu beVertrauen und große Gehälter bewilligt, sollte handels- in einem geradezu bemitleidenswerthen zustande zahlen. Diese lettere Vergünstigung wird aber nicht allein von gefegliche Kündigung zugestanden werden", meint der vor. Sein Gesicht spielte in der Augengegend alle Nuancen der den vollen Reichsbeamten, sondern auch von solchen AnRonfettionär" in seiner Lobbymine auf Ph. Freudenberg; des jenigen Farbenskala, welche Fausts und sonstige Schläge auf gestellten der königlichen Institute in Anspruch genommen, " Der Magiftrat bat gestern beschlossen, das Polizeipräsidium um Erlaß einer Polizeiverordnung zu ersuchen, wonach Berlin nur nach Gewicht, Stück oder Bündel verkauft werden nichtflüssige Nahrungs- und Genuß mittel in dürfen. Sparsamkeit lernt man beim Militär, das merkten bie von hier zur 14 tägigen Uebung nach Graudenz beförderten Reservisten. Sie hatten in diesen 14 Tagen die eigene Fuß bekleidung und Wäsche zu benuken, und erhielten dafür als Entfchädigung für die erstere 18 Pf., für lettere 5 Pf. Eltern mit verdienen." Worauf diese Annahme begründet ist, verschweigt der Bericht, es würde ihm eine solche Begründung auch schwer fallen; denn thatsächlich wirkt hier nur die eiserne Nothwendigkeit, die Löhne der Töchter balts zu verwenden. mit in dem gemeinsamen Haus Doch seien wir nicht ungerecht, eine Ausnahme liegt vor, allerdings vorläufig noch auf dem Papier: Die holde" Spar Agnes" in den berühmten Bukunftsbildern des großen Eugen Richter! Dieses Mustermädchen mit seinen 2000 baaren blanten Mart beschämt aller dings sämmtliche Arbeiterinnen der Welt:' Me tolle Nummer, diese Agnes! S Durch die Mißerfolge des verflossenen Jahres will sich aber der auf meiner Brust, um mich wegen Ungehorsams zu erschießen, schranke von zirka 3 Ellen Durchmesser nehmen, den die brave die Staubwolfen?" Ich sage, es wird eine Schafheerde sein. da rettet mich zum zweiten Male der treuberzige Kleine, seinen Köchin bei jedem drohenden Besuche mit einem großen Kleider- Nein", entgegnete fie, es sind rothe Sufaren." Wie von einer Kameraden erklärend, er habe mich in die nächste Straße zum schranke verfeyte; wir fanden ein großes Bauernbrot und Tarantel gestochen springe ich auf, zum Hinterhause hinaus und Abtragen beordert, da hier schon zu viel Zeute arbeiten. So ge- Gellert's Fabeln, die Köchin konnte uns nur schwarzen Kaffee ungefehen zwischen den einreben hinauf bis zum Versteck, dent langten wir in die Wilsdruffer Gaffe, gerade auf eine Barrikade und Wasser geben, da mein Verwandter sie beim reichen Hempel Göpel. Ich fonnte mich des Lachens nicht enthalten, als ich sah, Stoßend, in der ich eine fast leere Bucfertonne erblickte. Da hier in Kost gegeben hatte, damit im Logis gar kein Feuer gemacht wie die herrlichen Truppen, die das Haus ausgesucht hatten, mit immer noch Schüsse fielen, trochen wir eiligst in dieses Faß, den werde. So brachte sie uns ihren Kaffee, vorgebend, sie wollte langer Nase wieder abziehen mußten. Mein Freund J., der Eingang mit den darin befindlichen Pflastersteinen verseßend. ihn oben genießen. Schöne Kost für Geist und Körper! inzwischen nach Hause zurückgekehrt war und die Räubergeschichte Als endlich das Schießen aufhörte, verließen wir unser Asyl, Beinahe sechs Tage lang Schwarzbrot mit Kaffee und Gellert's gehört hatte, eilte nach Meißen, nahm Extrapost nach Leisnig umherirrend und den Patrouillen mehrmals in die Hand fallend, Gabeln. Schnate hielt's nicht aus, er überließ sich einem Leipziger und holte mich nach gegebenem Signal unter dem guten Göpel wobei ich mich immer durchlog. Endlich kamen wir in ein Freunde, der mich besuchte und kam glücklich bis Leipzig zu meiner hervor. Fort ging es, was die Pierde nur aushalten konnten, Hotel um etwas zu genießen, besonders aber, um unsere ver- Frau, hielt sich dort kurze Zeit auf und seitdem haben wir nie nach Leisnig. Hier hatte die Reaktion noch nicht ihr Haupt dächtigen Kopfbedeckungen zu vertauschen, was aber nicht möglich wieder Etwas von ihm vernommen. Also mein guter Schuh- wieder erhoben und mein alter Freund und Geschäftsfreund war, denn der freundliche Oberkeliner hatte schon ein ganzes macher hatte endlich einen alten Freund, den in Dresden wohn- Brandmayer nahm mich unter sein schüßendes Dach; im Kreise Zimmer voll Turnerhüte, Kommunalgarden- Reppis u. f. w. u. f. w., baften Heifenden einer süddeutschen Papierfabrit, wohl bekannt der braven Leisniger Bewohner habe ich da recht gemüthliche indessen war schon viel gedient, daß der Oberkeliner das breite in Leipzig wegen seiner Gemüthlichkeit und seiner wunderschönen, Stunden verbracht. Mein Freund J. hielt sich nicht auf; er Band mir vom Hute riß. Aufs Neue umherirrend( vom Morgen reich mit Silber ausgestatteten Ulmer Tabafspfeife. Er machte reiste per Extrapoft nach Leipzig, um meiner Frau, sowie unserem bis zum Abend) tamen wir in die große Brüderstraße, wo ein meine Toilette der Art, daß ich ganz unkenntlich wurde und mit edlen Reichspostmeister meinen neuen Versteck anzuzeigen. Vater Verwandter in der aristokratischen Hempelei im 3ten Stock Hilfe der von Leipzig angekommenen Kleider gewann ich ganz Werner berieth sich mit meiner Frau, denn von Leisnig aus wohnte, den ich erft turz vorher besucht hatte. Wir sprangen die das Ansehen eines geschwollenen Aristo. Er lootste mich glück- mußte ich das Königreich Sachsen verlassen; er installirte Treppen hinauf, ein mir sehr verdächtig erscheinender Mann lich gegen Abend aus Dresden, mitten durch die Militärmassen eine prächtige Herrschaftstutsche mit Livree, Schnüren und hinter uns her. Ich flingele; zu wem wollen Sie?" frug er; hinaus; ich hatte meine Brille ablegen müssen und konnte fast Treffen behängtem Rossebändiger, fehte meine Frau und zu Herrn N. N.", sagte ich; der ist mit seiner Familie schon gar nichts von den schrecklichen Verwüstungen erkennen. Am ein Töchterlein hinein und befahl dem Kutscher, mich feit zehn Tagen aufs Land gereift", erwiderte er und ich ent- Leipziger Bahnhofe bogen wir links ab, theilweise einen Fußweg über Borna( oder Lausigt) nach Altenburgisch Lucka zu schaffen. gegnete, daß er doch jedenfalls eine so große Wohnung nicht ohne an der Elbe, theils die Chaussee verfolgend. In dem Chauffee- Als die Equipage in Leisnig anfam, borgte mir der gute Brandmayer Wachter gelassen haben würde. Da öffnet die Köchin die Vor- hause gegenüber von Uebigau kehrten wir ein, um etwas zu ge- fein Töchterchen zur Mitreise, damit die Reisegesellschaft noch faalsthür und obgleich es schon dämmerte, rief sie, ach Gott, nießen; hier fanden wir bei den Töchtern des Chassee- Ginnehmers mehr den Anschein einer vornehmen Familie gewann. Wir Sie sind es, Herr Schred". Allgemeiner Eintritt. Auch der ver- und mehreren anwesenden Freundinnen, welche mein Lootse tannte fuhren nun ungehindert durch den fächsischen Reiterfordon bei dächtige Mann entpuppte sich und sagte mir, er fenne mich schon und denen er einige Worte zugeflüstert hatte, die herzinnigste Laufigt und kamen glücklich nach Altenburgisch- Lucka, wo lange, er sei Schuhmacher aus Bichocher, wohne im Hause und Aufnahme. Gegen Mitternacht gelangten wir nach Wieißen und eben Jahrmarkt war. Die brave Wirthin zur Sonne Frau Schusei von meinem Berwandten gebeten worden, die Wohnung zu bald fand ich in dem noch 1/4 Stunde entfernten Pavillon meines mann verschaffte mir am anderen Tage einen zuverlässigen Mann, überwachen. Er stellte sich mir ganz zur Verfügung und ich Freundes, des Fabrikuesizers E. J., das ersehnte, wenn auch der mich einspännig nach Weißenfels schaffen sollte. Nach einem schickte ihn auf der Stelle nach Leipzig ab, um meiner armen nur momentane fyl. Da lebte ich 3 glückliche Tage, indeffen sehr schmerzlichen Abschiede fuhr dann meine gute Frau in Vater Frau die Nachricht zu bringen, daß ich am Leben sei. Er tam hatte mir Freund F. schon am 1. Tage einen Verstect oben am Werner's Equipage nach Leipzig, ich aber nach Weißenfels; zwar spät nach Leipzig, brachte aber doch die größte Freude in Berge( sein Pavillon liegt unten am Berge, von Weinreben um- mein Fuhrherr, ein guter Demokrat, brachte mich nach Weißendie vor Schmerz vergehende Familie, der man schon ver- trängt) unter einem Göpel angewiesen, wo die auf dem Berg- fels in ein Hotel, dessen Oberfellner ebenfalls ein Kerndemokrat schiedene Arten meiner Ermordung erzählt hatte.-Nach plateau weidenden Ochsen zc. sich selbst ihr Trinkwasser hinaus war und der mich zum Glück kannte.( In jener Zeit wurde zwei Tagen tam er zurück und vergeblich war sein Bemühen, pumpen müssen. Hier sollte ich auf ein dreimaliges Signal nämlich jeder Preuße, der die Stelle eines Präsidenten der demoeinen meiner Freunde in Dresden ausfindig zu machen, der mir warten. Man hatte soeben Bürgermeister Tschiate in Meißen tratifchen Vereine der preußischen Proving Sachsen übernahm, aus der Stadt helfen sollte.) Erst am sechsten Tage gelang es. mitrothen Husaren abgeholt und da mir hinterbracht wurde, einfach beigesteckt; deshalb wählten mich die Vereine zu ihrem Inzwischen war unser Aufenthalt in diesem aristokratischen Haufe daß mein Asyl verrathen sei, so machte ich mich immer auf den Präsidenten, weil man mir als Sachsen nichts anhaben sehr pretär und wir mußten unseren Aufenthalt in einem Wand- Sprung gefaßt. Es war am 8. Tage Morgens, als ich mit der fonnte; daher, sowie aus den Volksversammlungen, dem Verherrlichen Frau J. frühstückte; fie saß einem Fenster gegenüber, brüderungsseste in Halle u. f. w. war ich persönlich sehr bekannt *) Der Eine war erschossen, der Andere verwundet, der Dritte von welchem aus sie die Meißener Straße übersehen konnte. Auf in der Provinz). Der brave Rutscher nahm durchaus nichts für gefangen, der Vierte versteckt, der Fünfte geflüchtet u. f. w. einmal springt sie auf und sagt: Bürger Schreck, sehen Sie dort die Fuhre, er schäßte es sich zur Ehre, mich gefahren zu haben, " Soziale Ltebersicht: Der Streik der Weber und Spulerinnen Rigdorfs Der die noch nicht etatsmäßig al3 Beamte dem Personal ihres Hilferufes wurde der Dieb durch einen Schuhmann fest einverleibt sind; es sind dies nicht fest angestellte Technifer, gehalten. Einige werthvolle Ringe find während der Flucht auf Chemiker, Meifter. Der Magifirat vertritt die Ansicht, daß die Straße gefallen und verloren gegangen. Der Dieb ist der die letztere Beamtenkategorie die vollen Steuern zu zahlen habe wegen Bettelns bestrafte wohnungslose Kellner Robert Subflew. dauert unverändert fort. Die Bemühungen der Meister, Arbeitsund da diese gutwillig nichts herausrückten, flagte der Magistrat. Er hatte aber mit seiner Klage fein Glück, sondern viel damit Doppel- Selbstmord. In der Jungfernhaide wurden am fräfte von Bernau, Straußberg und Nowawes heranzuziehen, sind glänzend ab. Trotzdem aber hat er neuerdings einen ähnlichen Freitag Nachmittag die beiden Brüder Bittor und Armand Fager- bisher mißlungen. Die Meister Helbig und Richter ließen in Versuch riskirt, in Geldangelegenheiten sind die Spandauer ftröm als Selbstmorder aufgefunden. Der 57 Jahre alte Bittor Bernau bekannt machen, daß in Nixdorf 150 Weber und verteufelt empfindlich. Fünf Meister der Pulverfabrik, die noch nicht hatte sich eine Kugel durch den Kopf geschossen und war 50 Spulerinnen auf lohnende Arbeit verlangt werden. etatsmäßig angestellt waren, sollten auf jeden Fall die gesammte bereits toot, Armand F. hatte versucht, sich zu erhängen, doch Vertrauensmann von Bernau war jedoch den Meistern zuvorstädtische Steuer bezahlen. Damit waren diese nicht ein- war der Aft des Baumes gebrochen und der Zweck vereitelt gekommen und hatte die dortigen Weber infolge unseres Aufrufs verstanden, weil sie der Ansicht waren, daß sie ebenso wie die worden. Noch lebend wurde W. in das städtische Krankenhaus im Vorwärts" vor Zuzug nach hier gewarnt. Der Geist der etatsmäßigen Reichsbeamten nur die Hälfte zu zahlen brauchten. Moabit gebracht, wo er sich jetzt außer aller Gefahr befinden Streifenden ist ein guter. Die Zahl derselben hat sich noch um Auf ihre Reklamation ging der Magistrat nicht ein und soll. Die beiden Brüder waren Inhaber der Firma Bittor einige vermehrt. Täglich werden hier Bersammlungen abgehalten; nun schritten die zu hoch Besteuerten zur Klage im Wege des Fagerström, Ausfuhr- und Großgeschäft von Weiß-, Kurz- Streit- Kontrolkommission gewählt. Trotzdem die Meister erklärt Kurz- in ber geftrigen wurde Kollege Schlittler als Delegirter_azur Verwaltungs- Streitverfahrens. Die Kläger beriefen sich auf das und Trikotwaaren und sollen in gutem Rufe gestanden haben. haben, daß, wenn die Gesellen Hunger haben, würden sie schon Gutachten der Direktion der Pulverfabrik und dies muß so Geschäftliche Kalamitäten bildeten den Anlaß der That. ausgefallen sein, daß der Bezirksausschuß in Potsdam für die wieder fommen, glauben wir, wenn die Unterstützungen reichlich Kläger und gegen den Magistrat entscheiden mußte. Aber so Jm ,, Welt- Restaurant", Dresdenerstr. 97, gastirt gegen- fließen werden, unsere geringen Forderungen durchsetzen zu leicht läßt sich der Magistrat von Spandau nicht in die Pfanne wärtig eine bayerische Jodler, Konzertfänger- und Schuhplattler- fönnen, denn die Meister müssen bald nachgeben, da sie sonst ihre hauen! Er legte kaltlächelnd Berufung ein beim Ober- Ver- gesellschaft unter Zeitung des Jakob Damhofer. Diese Gesellschaft Bestellungen verlieren würden. Bemerkt sei noch, daß einzelne waltungsgericht und wartete dann gemächlich der Dinge, die da esteht aus 5 Buabn und 5 Diandin, da gar satrisch sing'n und Meister erklärt haben, die Forderung: 20 Pf. pro Stunde für tommen sollten. Er wartete, wartete, wartete, bis die vor spring'n, jod'In und Zitherschlag'n. Es sind einige recht hübsche Nebenarbeiten, unter welchen Reihen, Blattstechen und alle geschriebene Frist versäumt war! Der zweite Senat des obersten Stimmen dabei, wohlgeschult und flangvoll. Da ist zuerst der anderen Vorrichtungen zu verstehen sind, eine unverschämte sei. Gerichtshoses war somit gar nicht in der Lage, die Streitfrage stimme. Hierauf Frl. Marie, welche zwar einige Sommer älter Singmoafta Dambofer. Derselbe besitzt eine sympathische BaritonVerband aller in der Textilbranche einer nochmaligen Prüfung zu unterziehen, sondern mußte den ist, als die anderen Diandin, aber die beste Stimme besitzt und beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Magiftrat von Spandau wegen der Frijtverfäumung mit seiner einen guten Vortrag. Frl. Miral ist eine fesche Sopraniſtin. Deutschlands, Filiale Rigdorf. Klage abweisen! Auch die Leistungen der übrigen Mitglieder find anerkennens Die Korkenschneider der Fabrik Wollheim in Posen. werth; der Bitherspieler der Gesellschaft ist vorzüglich. Es ist Sie verlangen Breslauer Preise. Bis die Sache geregelt ist, ein Boltsvergnügen im beften Sinne des Wortes und wohl wolle man streng den Buzug fernhalten. geeignet, dem Weltrestaurant neue Freunde zuzuführen. Ja, wir Spandauer find helle...! In der Poliklinik von Professor Dr. Litten, DorotheenStraße 8, werden innerlich Stranke wochentäglich von 12-2 Uhr unentgeltlich behandelt. Auch sind dort Apparate zur mechanischen Behandlung von Lungenkranken aufgestellt. Berechnet. Die Eisenerz- Bergarbeiter der Erzförderung der Oberschlesischen Eiſenindustrie- Aktiengesellschaft sollen, wie aus Gleiwiz berichtet wird, die Arbeit wieder aufgenommen und sich der Lohnfürzung gefügt haben. Die Dresdener Buchdrucker erklärten sich gleichfalls gegen die weitere Betheiligung an der Zarisgemeinschaft. Himmelderscheinungen im Mai. Die Sonne verläßt gegen Mitte dieses Monats das Sternbild des Widders, im in das des Stiers einzutreten. Vollmond haben wir am 11. Mai 11 Uhr, letztes Viertel am 19. Mai 3 Uhr, Neumond am 25. Mai 18 Uhr.) Am 8. Mai 17 Uhr Weltzeit steht der Mond in größester Erdferne in einem Abitande von 406 000 km, am 24. Mai 5 Uhr wieder der Erde am nächsten mit 361 000 km Abstand. Eine partielle Mondfinsterniß, deren größeste In der zahnärztlichen Poliklinik des praktischen BahnBerfinsterung 0,956 Monddurchmesser betragen wird, ist am arztes 2. Maschte, SW. Martgrafenstr. 78, 11, werden Nach11. Mai in der Westhälfte Asiens und Australiens, im indifchen mittags von 5-6/ 2 Uhr Unbemittelte unentgeltlich behandelt. die Wiener, Arb.- 3tg." jolgende orientirende Mittheilung: Unter den Ueber die Bewegung unter den Wiener Kutschern bringt Dzean, in Afrila und Südamerika, aber auch in Europa von Für Füllungen und künstliche Zähne werden die Auslagen be- Rutschern der Wiener Lohnfuhrwerke beginnt sich's zu regen. Die 9 Uhr 10 Min. bis 12 Uhr 37 Min. Weltzeit sichtbar deckungen hellerer Sterne durch den Mond werden in unseren Leute versammeln sich, sie reden über ihre Lage und wollen sogar Breiten nicht statt haben. Der Merkur bleibt bis Ende Mai Nach Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt ftreifen, allein all das nicht in erster Linie für sich, wie man schwer sichtbar. Die Venus leuchtet am westlichen Himmel als Berlin sind bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom glauben sollte, sondern mehr für ihre Dienstgeber. Den Anlaß Abendstern: ihre Sichtbarkeit, die am 30. April das Maximum 24. bis infl. 30. April cr. zur Anmeldung gekommen: 405 Ghe- zu der Bewegung gab die neue Fahrtage, welche thatsächlich ein Don 4 Stunden betrug, nimmt im Laufe des Mai auf schließungen, 1006 Lebendgeborene, 25 Tootgeborene, 586 Sterbe- Monstrum ihrer Gattung ist und deutlich zeigt, daß ihre Wähler 21/2 Stunden ab. Ende Mai strahlt sie aber in ihrem größesten fälle. Bureaukraten find. Weiter beklagen sich die Kutscher über bas Glanze. Mars der jetzt aus dem Sternbild des Schüßen in das des Steinbocks rückt, ist am südöstlichen Himmel etwa Tischler im Fieberwahn aus einem Fenster feiner im vierten Feinde der Kutscher, die Unternehmer, die sich von ihren AnPolizeibericht. Am 6. d. M. Bormittags stürzte sich ein zwischen aber werden auch Klagen laut gegen die hauptsächlichsten polizeiliche Verbot des Befahrens der Tramwayschienen. Da 2 Stunden lang vor Tagesanbruch sichtbar. Der Jupiter Stock des Hauses Badstr. 34 belegenen Wohnung auf den Hof wird nur in der zweiten Hälfte des Mai gang furze Beit hinab und erlitt außer einer schweren Verlegung am Hinterkopie gestellten alltäglich große Bachtbeträge bezahlen lassen, die der Morgens im Onen zu sehen sein. Saturn ist Nacht über im anscheinend auch innere Berlegungen, so daß er nach der Charitee dürfnisse zu decken gar nicht zu sprechen. Die Beſizer der Fahrin Gehilfe oft gar nicht einnimmt, von der Möglichkeit seine BeSternbilde der Jungfrau zu beobachten, bis er Witte Mai zum gebracht werden mußte. Abends wurde ein Handlungsgehilfe Löwen übertritt. Ende Wai ist er nur noch etwa 4 Stunden in einem Restaurant in der Königgrägerstraße auf dem Abort zeuge find ihrerseits mit der neuen Tage unzufrieden und wurden lang nach Sonnenuntergang wahrzunehmen. Uranus tann mit durchschnittenen Bulsadern bewußtlos aufgefunden und nach durch einen feine Spize gegen die Behörde richtenden Streik es felbft zu feige dazu gerne sehen, wenn die Kutscher man in der zweiten Hälfte der Nacht bei der Waage finden. Der Charitee gebracht. Neptun wäre nur mit dem Fernrohr in den frühesten Abendvon stunden zu beobachten, im Ster. Ob man den am 6. März Swift entdeckten Romet in späten späten Nachtstunden uns wird wahrnehmen tönnen ist zweifelhajt. Er geht jest start nach Norden und ist in Amerika bei mit bloßem Auge gesehen worden: feine Helligkeit nimmt aber bereits ziemlich stark ab. Der Winnede'sche Komet weiter wird beobachtet werden können. Gerichts- Beitung. ihnen die Kastanien aus dem Feuer holen würden. Versammlungen. Zentralkranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer geDer Wiener Kutschetstreit hat begonnen. Von 8800 Rutschern streiten etwa 2500. Am Sonnabend verkehrten nur 20 Wagen; von denselben waren die Nummern entfernt. Die Stimmung der auständigen gegen die fahrenden Rutscher ist eine erbitterte. Die Schloffer Salzburgs stehen in einer Bewegung um iſt in Wien von Spitaler am 18. März wiedergefunden und an welche gestern vor der 187. Abtheilung des Schöffengerichts statt: Verminderung der Arbeitszeit auf täglich 10 Stunden. Gine demselben Tage im Sternbilde der Cassiopeia ein teleskopischer Komet entdeckt, der voraussichtlich auch in mäßigen Fernröhren fand, ein kleines Nachspiel. Der frühere Direktor der Aftien Herabſegung auf 102 Stunden haben die Unternehmer schon Für den Stern- Gesellschaft Kaiser- Bazar", Kaufmann Moris Richter hatte zugesagt. Bis die Angelegenheit ihren Abschluß gefunden hat, himmel gilt Folgendes: Auf der Ojtseite des Firmaments die gegen den Fabrikanten Saul Schreiber au Chemniz, ist jeder Zuzug streng fern zu halten. Milchstraße, an deren Gabelung östlich vom Nordpol der Schwan hörte, Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Der Beklagte solte welcher derzeit zum Aufsichtsrath der genannten Gesellschaft ge( Hauptstern Deneb), südöstlich davon der Adler mit dem Atair im November v. 3. in Gegenwart mehrerer Herren öffentlich er( erster Größe). Jm Südosten der Storpion( mit Autares). flärt haben, es sei von dem Vorstande der Aftien Gesellschaft Destlich des Meridians die Leier( Bega), westlich die Jungfrau ( Spica) und Bootes( Artter). Im Westen der große Löwe; im Kaiser- Bazar mit dem Gelde der Aktionäre in einer Art und Nordwesten noch sichtbar die Zwillinge( Castor und Pollux). Im Direktion werfe, beispielsweise habe der Privattläger innerhalb Weise umgegangen worden, welche kein günstiges Licht auf die Norden östlich und westlich vom Wieridian die Cassiopeia und 4 Wochen ca. 30 000 mt. Spesen gemacht. Zum Beweise dieser werblicher Arbeiter u. f. 1.( G. 8. 3), Dertliche Bera ut, im Fretder Fuhrmann mit der Gapella. Aeußerung, welche der Wahrheit nicht entspreche, berief der Mitgliederversammlung am Montag, den 9. d. M., Abends 8½ Uhr, im Fretschüß, Fruchtfir. 86a. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1892. In dem Goldwaarengeschäft von R. in der Rosenthaler Privatkläger sich auf das Zeugniß des Kommerzienraths Bogel 2. Regelung der Gehaltsfrage. 8. Die neue Krantentaffengefeß- Novelle, und Der Lettere, Straße erschien Freitag Abend, als die Verkäuferin Martha&. in Chemnik. der kommissarisch vernommen wie stellen sich die Mitglieder zum Weiterbestehen unserer Kaffe. 4. Statutenberathung. allein anwesend war, ein Mann und verlangte die Vorlage von worden ist, hat die beanstandete Aeußerung fast dem WortFreier Diskutierverein. Montag, den 9. Mat, Abends 8% Uhr, bet Ringen. Als ihm ein Karton mit Ringen vorgelegt wurde, laute nach bestätigt. Der Beklagte legte verschiedene Leopold, Martgrafenstraße 88, General- Bersammlung. entriß er denselben der Verkäuferin, steckte ihn unter seinen Rock Quittungen vor, Bentralkranken- und Sterbekaffe der Tischler u. f. w., Dertliche aus denen sich ergab, daß der Privat Berwaltungsstelle Berlin B. Mitglieder- Bersammlung Montag, den 9. Mai, und lief aus dem Laden. eine 85 tägige Orientreise, die ( Stege Frl. E. lief ihm nach und infolge fläger für er für die abends pünktlich s uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Gesellschaft unternommen, ca. 2700 Mart verbraucht hatte. Sonnabend- annonce). Während der Angeklagte den Zusammenbruch des Kaiser- Bazars *) Die Beitangaben sind Weltzeit, d. h. mittlere Sonnenzeit auf die Geschäftsführung des Vorstandes zurückzurühren suchte, des nautisch geographischen Normalmeridians von Greenwich: behauptete der Privatkläger, unter Bezugnahme auf eine große die Stunden werden hierbei bekanntlich von 0-24 gezählt und Anzahl Zeugen, daß die Schuld an dem Falle nur die vollkommen beginnen mit der Mittagszeit des Normalmeridians, so daß 0-12 ungenügende Finanzirung des Unternehmens gewesen sei. Während die Nachmittagsstunden für diesen Meridian, die Zeit von 12-24 der Rechtsbeistand des Klägers, Rechtsanwalt Gotthelf die BeDagegen die daraufjolgenden Nachmitternachtsstunden bedeuten. strafung des Beklagten beantragte, wollte der Vertreter des Letzteren, Rechtsanwalt Boelling, seinem Klienten den Schutz des $ 198 des Str.-G.-B. zugebilligt wiffen. mart Geldstrafe. Der Gerichtshof verurtheilte den Beklagten zu fünfzig Oeffentliche Versammlung am 10. b. M., Abends 8 Uhr, bei Behrend, Blumenthalstraße 5. Gründung eines Leseflubs. Privat- Theater- und Vergnügungsverein Leffing 2. Am Sonntag den 8. Mat 1892, in Lehmann's testaurant, Alexandrinenstraße 35, Generals fisung. Vergnügungsverein Fidelio". Heute Nachmittag Generalfihung und musikalische Abendunterhaltung im Restaurant Seifert, Drantenstraße 121, unterster Saal. Verein mur Wahrung der Jntereffen der Schuhmacher. General versammlung am Montag, den 9. Mat, abends ex übr, bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 8. Mat, Abends 7% Uhr, in Grat well's Bierhallen, Vortrag des Herrn Dr. Karl Pinn über:" Die öffentliche Meinung." Gäste willkommen. Dienstag, den 10. Mai, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, außerordentliche Generalversammlung. Nur Mitglieder haben Sutritt. Fachverein der in Buchbindereien der Papier- und LederwaarenIndustrie beschäftigten Arbeiter. Montag, den 9. Mat, abends präziſe 9 Uhr, Vereins- Bersammlung in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75. Vortrag des Genoffen Gilberberg über: 1. Optimismus und Pessimismus. 2. Besprechung über das abzuhaltende Sommerfest. Dr. Sommerfeld. Vereinigung der Maler, Lachkirer und Anftreicher. Montag, den 9. Mai, Abends 9 Uhr, Bersammlung der Filiale Moabit. Wortrag von Bausdiener Berlins. Montag, den 9. b. M., Abends 9 Uhr, Große öffentliche Versammlung. Näheres( stehe Inserat in der Sonntagsnummer und Anschlagfäulen). Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Montag, den 9. Mat, Abends 8 Uhr, Versammlung bei Sente, Blumenftr. 78. Bortrag. Ortsverwaltung Berlin. Bersammlung am Montag, ben 9. Mat, Abends Vereinigung der Dredjoler und gerutegenossen Deutschlands. 8% ühr bei Geefeldt, Grenadierfir. 38. bet Fenerstein, Alte Jakobstr. 76. Außerordentliche General- Berfammlung. Antrag betr. Auflösung des Fachvereins event. Wahl ciner Biquidations Kommission, bei Ablehnung Wahl des 1. und 2. Borsigenden, Es haben nur vereinsmitglieder Zutritt, welche nicht länger als 3 Monate mit ihren Beiträgen im Rückstande find. an bet Bohllebe, Alexandrinenfir. 110, Sigung. Nach eingenommenem Frühstück( die ganze Tafel war mit alt preußischen Staatshämorrhoidaren besett) holte mich der Oberfellner aus dieser fatalen Atmosphäre und fuhr mit mir zum Bahnhofe. Auch hier hatte ich nichts zu bezahlen. Nach langem Ein alter Gefängnißzögling, der Vergolder Theodor Warten fam der Bug; zu meinem großen Glücke war der Bugs Decour, wurde gestern der zweiten Strastammer des Landtommandant einer der besten von unserer Farbe, mit dem ich be- gerichts I vorgeführt. Der jegt 62jährige Angeklagte ist seit freundet war. Jest glaubte ich mich geborgen und ich täuschte seiner Einsegnung wenig aus dem Gefängnisse und Zuchthause mich nicht. Es war die gejährlichste Stelle, Erfurt zu paffiren; herausgekommen, die Gesammtzeit seiner Buchthausstrafen bes dort war Belagerungszustand, der Eisenbahnhof voller Soldaten trägt allein 36 Jahre und vor der Zeit liegen viele Gefängnißund jeder Passagier wurde genau wegen seiner Legitimation 2c. firafen. Am Abende des 9. Januar wurde Decour wiederum examinirt. Trogdem, daß in der Parlamentszeitung vom 14. Mai bei einem Einbruchsdiebstahle ertappt, den er bei einem stand: „ der Buchhändler Schreck in Leipzig, Bater Restaurateur in der Waßmannstraße ausführte. Der Staatsanwalt von zehn Kindern, nahm am Kampfe in Dresden beantragte hierfür eine Zuchthausstrafe von sechs Jahren; der Theil und wurde, nach Uebergabe der Stadt Gerichtshof ging aber weit über den Antrag hinaus, indem auf im Engelschen Hause lebendig verbrannt. Die zehn Jahre Zuchthaus und die üblichen Nebenstrafen erOffiziere besten an; tein Pardon! u. f. w." und fannt wurde. Boraussichtlich wird der Berurtheilte also im Fachverein der Tapezirer. Montag, den 9. b. M., Abends 8 Uhr. ich also glauben mußte, nicht verfolgt zu werden( mein Steckbrief Buchthause die Erlösung von seiner freudlosen Laufbahn finden. erschien auch wirklich erst am 25. Mai) war ich doch ängstlich, weil ich in Erfurt durch Besuch des Gymnasiums sehr bekannt war, Eine Anklage wegen Anfreizung zu Gewaltthätig auch Berwandte dort hatte. Nun war es gerade Himmelfahrts- feiten bezw. wegen Beihilfe dazu, wurde gestern vor der Tambour- und Vergnügungsverein ,, Gut Geil". Sonntag von 5 Uhr fest und schönes Wetter, welches die Provinzialen auf die Eisen- zweiten Straffammer des Landgerichts I gegen die Drehorgel bahn- Perrons verlodt. Mein ehrenwerther Bugskommandant spieler Paul Karsch, Julius Benisect und den DrehorgelVerband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen war auf Alles vorbereitet; er segte mich iſolirt in ein Koupee Verleiher August Buchwald verhandelt. Am 6. Dezember befchäftigten Arbeiter Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin 1). MitI. Klasse und instruirte mich folgendermaßen: im Moment der vorigen Jahres fang der Angeklagte Karsch auf dem Hose des aliederversammlung am Montag, den 9. Mat, Abends 8 Uhr, bet Säger, Grüner Weg 29. Bortrag des Herrn Hoffmann über: Das Prinzip der Ers Anfunst des Zuges in Erfurt werde ich schnell Dein Koupee Grundstücks Reinickendorferstr. 37 ein Lied, welches bei den zu haltung der Kraft". Bericht von der Generalversammlung in Bremen. öffnen und Dich als Herr Direktor, devot neben Dir gehend, hörern großen Beifall fand. Der Angeklagte verkaufte auch den Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund schnell in die Restauration begleiten. Dort laß Dir Bier geben, Text des Liedes für 10 Pf. Ein im Hause wohnender der geselligen Arbeitervereine betreffen, sind nur an die Borstände derselben zu richten. tümmere Dich um nichts und bleibe fest sitzen, auch wenn der Polizei- Wachtmeister fannte das Lied, es war das durch GerichtsSozialdemokratische Lese- und Diskutirklubo. Sonntags. Mar Bug schon abgeht". Und so geschah es. Nach einiger Zeit gab beschluß verbotene und beschlagnahmte Proletarierlied". Karsch Kayfer, Nachmittags 3 Uhr, Schneetoppe, Noftiaftr. 29. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von man das Abjahrtssignal und der Zug setzte sich langsam in se gab bei seiner polizeilichen Vernehmung an, daß ihm der Text Gesangverein wegung( der Lokomotivführer war von den Unsrigen und unter- zu dem Liede ebenso wie die Orgel selbst von dem Verleiher 2-4 Uhr: uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. richtet). Auf einmal reist der Zugskommandant die Thüre auf Buchwald geliefert worden sei. Buchwald bezeichnete wiederum ber& la sarbeiter zu Stralau Borwärts" Hummelsburg, bet Borgund schreitum Gotteswillen wo bleiben Sie denn, Herr Direktor?" den Drehorgelspieler Benisect als den Lieferanten. So wurden, Er faßt mich und stößt mich in das offengelassene Koupee hinein; die beiden Leßtgenannten wegen Beihilfe zu dem von Karsch bejezt mehr vitesse und im Nu war ich aus dem Bereiche der gangenen Bergehen unter Anklage gestellt. Im Termine schützten Bajonette und hatte nichts zu befürchten. In Gotha angekommen, fämmtliche Angefchuldigten Unkenntniß vor, fanden damit beim lehne ich mich zum Fenner hinaus. Auf einmal schreit Jemand: Gerichtshofe aber keinen Glauben. Karsch wurde zu brei, " Herr Gott im Himmel, Gie leben ja!" Der gute Mann, Benifec zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt, Buchwald ein intimer Freund Water Werner's und sehr oft in Leipzig, wo tam mit einer Geldstrafe von 30 M. davon. er stets unferen Bersammlungen beiwohnte, hielt in der Hand das„ Gothaische Tageblatt" vom 16. Mai, in welchem unter Auf- Der ehemalige badische Landtags. Abgeordnete Gfell zählung vieler Greuelthaten auch die Nachricht stand:" Buch- wurde zu Freiburg wegen Sittlichkeitsverbrechens zu 32 Monaten Seine händler Schred aus Leipzig wurde in dem Zimmer" eines Gefängniß und brei Jahren Ehrenverlust verurtheilt. brennenden Hauses eingesperrt und ist lebendig verbrannt." Burechnungsfähigkeit wurde angenommen. Ein Mitangeklagter wurde freigesprochen. ( Schluß folgt.) " mann. Vorwärts 3, Friedrichsberg, Berlinerstr. 10, bet Momber. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Norddeutsche Krösche. Senefelder, Jübenstr. 55 bei Trieschmann. Bieber= Uhr: uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Steber luft, Fichtestr. 29 bei tette, Naunynitr. 86 bei Zubeil. tafel der Mifa ler und verwandten Berufsgenossen Annenstr. 14 bei Ehrenberg.-Moabiter Sieberta fel, wuhelmshavenerfir. 25 bei Brosch. Görlitzerstr. 68 bet Zoltsdorf. Harmonie 2 Landsbergerstr. 81 bet Musehold. Zonblüthe Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bet Riebel. Sängerchor der Chirurgischen Branche, Alte Schönhauser straße Nr. 48 bet Reimann. Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80. Sängergruß, Friedrichshagen bet Blant. Froh' Hoffnung ber 8immerer Berlin West. Gleichheit, appel- Alee 8-4 bet truse. Syra 2, CharlottenGängerhain, Reichenburg, Charlottenburger- Ufer ab bet Benzin. bergerstr. 21 bet patholb. Lotosblume, Kleine Kurstraße 10 bet Rangow.-8iedesfreiheit II, Straußberg, im Restaurant Krüger. grobe Goffnung der 8tmmerer Berlin Weft), Kuimstraße 6 bet 900 Naumann. Myrthenblätter, Belforterstraße 15, bet Schneider. Felsenburg, Roppenftr. 43c. Brüderschaft( Hausdiener), FischerStraße 41. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend, Sonntag: Privat- Theatergesellschaft und Artistenflub Humor, bei Sabedt, Fürbringerstr. 7. Privat- Theatergesellschaft 2ustspiel bei Siegemund, Eisenbahnstr. 20. Theater und Artiftenflub Jugendtraft 2 bei Ritter, Mauerstr. 86. Theaterverein Borussia bei Ockert, Beughofstr. 8. Geselliger Verein Neue Welt bet Strohschänt. Ryteftr. 48. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Montag: Theaterverem Proletariat bei Köhn, Naunynur. 83. Rauchklub Deutscher Michel, Stoppenstr. 43c. Theaterverein off hat Literarisches. Nummer 19 der ,, Berliner Volks- Tribüne" vom 7. Mai folgenden Inhalt: Aus der Woche. Die überseeische Schweiz. Gedicht. Kopenhagen, 7. Mai. Der aus früheren Meldungen be fannte große Streit, an dem sich 10 000 Arbeiter betheiligten, ist heute beendigt worden. Die Arbeiter haben die Feststellung eines Minimallohnes von 2/2 Kronen pro Tag erreicht. London, 6. Mai. Heute fand eine neue Abstimmung unter Auswanderung aus Desterreich.- Die Männer der Kommune V. Das Landvolk in Italien. Vom Schlachtfelde. den Durhamer Kohlenarbeitern statt. Die vorgelegten Fragen Novelle. Der Fortschritt, seine Bedingungen und sein Ziel VI. lauteten, ob der Ausstand fortgesetzt werden solle, ob direkte VerDie Zustände in Rußland. Gewerkschaftliches aus der mittlung angestrebt, oder ob die Beamten der Vereinigung bes Von der Bewegung. Gewerkschaftliches 2c, auftragt werden sollen, den bestmöglichen Vergleich zu erzielen. Das Refuttat wird morgen bekannt gegeben werden. Loudon, 7. Mai. Die Bergleute in Durham haben mit 267 gegen 162 Stimmen beschlossen, den Beamten ihrer Vereinigung befizern und den Arbeitern schwebenden Streitfragen eine Einigung herbeizuführen. nung, bei Schneider, Adalbertstr. 8.- Kollegenschaft Gemüthlichkeit, Verschiedenes. Aufruf. Hohenzollern, Seidelstr. 30( alle 14 Tage). Theaterverein Proletariat, Köhn, Naunynstr. 83. Rauchflub Blaue Quaste, Mücke, Wöhlerstr. 2. Privat- Theatergesellschaft Lustspiel, Siegmund, Eisenbahnstr. 20. Die Rekonstruktion der Kirchlichen Autorität. Bon Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- theater- Ernst von Bunsen. Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig. Ge- die Ermächtigung zu ertheilen, bezw. der zwischen den Bergwerks gesellschaft Walhalla, jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant heftet 2 Mart. Lautenbach, Cuvrystraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Theater- und Vergnügungsverein Harletin, heute Nachmittag 5 Uhr bei Bade, Zeughofstr. 8. Turnverein Fichte, jeden Sonntag von 4-6 Uhr in Schölzel's Seeschlößchen( Hungriger Wolf), in Lichtenberg. Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. Vergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung Linten straße 150. Schleiermacherstr. 2. Tambour- und Bergnügungsverein Gut Seil, alle 14 Tage bei Wendt, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein Bwiebelfische, Nixdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner: ftraße 120. Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bei Möring, Admiralftr. 18c. Geselliger Klub Namenlos, jeben Montag bet Abraham, Straßburgerstr. 5. Bithertlub Freiheitstlänge, jeden Montag Abend bet E. Franke, Aposteltirche 7b. Pfeifentlub Felsen fest, Abends 9 Uhr, Posenerstraße 15, Neftaurant Schuttpelz. Rauchklub Brüberlichteit, Abends 9-11 Uhr bei Willi Schmidt Wrangelfir. 141. Rauchtlub Weiße 2olte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Charlottenburg. Die Abrechnung der Charlottenburger Kommunalwahl stellt sich folgendermaßen: Einnahme. Ausgabe: Von den Töpfern CharTottenburgs. • Vom Wahlverein TeltowCharlottenburgs. Versammlungseinnahme Auf Listen gesammelt 9 Mart Für Flugblätter, Stimm 50,-zettel, Annoncen im Vorwärts und Volksblatt für 50,- Teltow, Listen und Quit26,10 tungen 273,85 Ausgabe des Wahlfomitees für Brieie und Mart 282,90 Summa 399,95 Postkarten, Flugblätterholen, Referenten beSorgen und Fahrgeld für felbige; ferner für Genossen, die mit Stimmzetteln gestanden haben 116,45 Einnahme Ausgabe.. Ueberschuß Vier Listen stehen noch aus. möglich abzurechnen. Summa 399,35 899,95 M. 399,35" -, 60 m. Vermischtes. Ergreifung des Kassirers Jäger auf 10 000 Mark. Das Bankhaus Rothschild erhöhte die Prämie für die Selbstmord. In Uchenhofen( Franken) erhängte sich die 91 Jahre 11 Monate alte Dekonomenwittwe Kunigunda Schneider. Vollständig niedergebrannt ist das Bahnhofsgebäude der South Eastern Eisenbahn in Dover. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Hamburg, 7. Mai. Wie der„ Hamburgische Korrespondent" meldet, gestaltete sich die Beweisaufnahme in der heutigen Berhandlung vor der Straffammer des hiesigen Landgerichts gegen den Kapitän und mehrere Maschinisten des Dampfers eines Negers, so günstig, daß die Angeklagten sämmt Aline Wörmann" wegen Tödtung des Heizers Glasgow, lich fostenlos freigesprochen wurden. In der Verhandlung gebührlich und der Wahrheit nicht entsprechend dargestellt wurde festgestellt, daß die Angelegenheit in einigen Blättern un worden war. Wien, 7. Mai. Infolge von Verhandlungen der streikenden Rutscher mit der Gewerbebehörde werden, wie man annimmt, heute Abend oder Morgen früh etwa 1000 Fuhrwerke die Fahrten wieder aufnehmen. ( Depeschen des Bureau Herold.) München, 7. Mai. Die sozialistische Maifeier in Holzapfelfreuth ist des ungünstigen Wetters halber auf den 15. Mai verschoben worden. Wien, 7. Mai. Die Triester Polizei nahm bei dortigen Arbeiterführern erfolglos Haussuchungen vor. Der Anarchist Miano wurde der venezianischen Behörde ausgeliefert. Wien, 7. Mai. Die Besizer der Ein- und Zweispänner erklärten der Behörde, sie würden morgen selbst fahren, da die Kutscher den Streit fortsetzten. Lemberg, 7. Mai. Wie polnischen Blättern gemeldet wird, mußten vorgestern infolge strenger Handhabung des Fremdengesetzes mehrere tausend Juden Odessa verlassen. Lodz, 7. Mai, 8 Uhr Abends. Viele Tausende hiesiger Arbeiter verlangen eine Lohnerhöhung von 30 pet. Ein allgemeiner Bitten damit sobald wie Ausstand steht bevor. Die Lage ist kritisch. Die Polizei ist fonfignirt und Militär zur Unterstützung herangezogen. Lodz, 7. Mai, 10 Uhr Abends. 80 000 Mann befinden sich im Ausstand. Grobe Ausschreitungen, selbst Eigenthumsvergehen, sollen vorgekommen fein und zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Ruhe ist noch nicht hergestellt. Da3 Wahltomitee. J. A.: H. Wernicke. Alice Hildebrandt Theodor Kunft Verlobte. 2891b Unserem Sangesbruder u. Genossen gen. Basrichter zu seinem 42. Den Mitgliedern des | Allen Freunden empf mein Bier419/9 und Genossen traße 31, Elzholz. Vereins der Militärschneider zur Nachricht, daß der Kollege Neth felle Die beſten Glückwünſche, daß ganz verstorben ist. Die Beerdigung findet Reinickendorf wackelt und der ganze See austrocknet. Albert, merkte was? Deine Stammgenossen: G. B. G. Oe. M. R. W. K. K. E. J. G. Herrn Richard Schulze zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch, daß die Zither u. Schnupftabatdose auf dem Tische tanzen. D. M. D. B. 2916b Unserm Werkführer Karl Petermann zu seinem heutigen Geburtstage bie besten Glückwünsche. 29146 Die Koch u. Bein'er inkl. Gustav. Unserem Kassirer Petermann zum heutigen Wiegenfefte ein donnerudes heute, Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, auf dem Jakobi- Kirchhof in Brizz statt. Der Vorstand. Für die Beweise innigster Theilnahme bei der Beerdigung meines unvergeß lichen Mannes Ludwig Reinhardt fage ich allen Freunden u. Bekannten meinen herzlichsten Dank. 2922b Die trauernde Wittwe. Danksagung! 2895b Für die große Theilnahme, welche uns von allen Verwandten, Kollegen, Freunden und Befannten bei der Be erdigung meines lieben Mannes und Baters entgegengebracht wurde, fagen wir hiermit unseren herzlichen Dant; Hoch! Karlchen, esse heute nicht zu viel. besonders auch noch dem Vorstand des Die Genossen vom Wahl= Fachvereins Berliner Stuckateure und verein Berlin I.[ 2897 b dem Gesangverein Hand in Hand I". Unserm Flötenbudiker Alex Bie Frau Wittwe Krause. Adolf Krause. nieden zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch, daß die Kranzbinderei und Blumenganzen Flöten tanzen. Gewidmet von feinen vaterlandslosen Gästen. 2908b Handlung 17902 Lokal, Vereinszimmer 2c. MarkusNordhäuser Korn Ltr. 60 Pf. Rum, Arac, Cognac 1 Mark. Brauer& Grützmann, Großdestillation, 63 Andreasstraße 63, 17 Putbuserstraße 17. London, 7. Mat. Lord Salisbury erklärte sich zum Empfang einer Deputation des Gewerkschaftsraths betreffs der Achtstundenbewegung bereit. Der Empfang wird vermuthlich kommenden Mittwoch stattfinden. Der erste Lord des Schazes, Balfour, wird dabei zugegen sein. Briefkaffen der Redaktion. Für die Arbeiter Bildungsschule erhalten: Von Herrn G. F. 36 M. Bei einer Beerdigung gesammelt durch " Untas", Bildhauer, 3,85 M. Von Schülern der Arbeiter Bildungsschule auf der Landparthie nach Birkenwerder gesammelt 8,30 M. Am 1. Mai durch Schüler gesammelt 2,90 m. H. Gumpel, Barnimstr. 42. publizirt, it also gegenwärtig überhaupt noch nicht in Kraft. W. B. Das Gesetz ist in dem offiziellen Gesezblatt noch nicht Dasselbe schreibt sich auch rückwirkende Kraft nicht zu, so daß es schaften gilt. nur für die in Zukunft zu Uebungen einzuziehenden Mann" 21 D. S., Brit. Es liegt ganz in dem Belieben einer Beitung, ob sie eine Annonce aufnehmen will oder nicht. Zwei Wettende. Platina ist bedeutend schwerer als Qued filber. . J. 13. Nein! Das Berliner Voltsblatt" hat sich während der Regierungszeit des Kaisers Friedrich gleich entfernt Raiser als" freisinnig" anlügen wollten, wie von der Gemeinheit von der ekelhaften Ankriecherei der Freisinnigen", die sich den der Kartellpresse und der Bismarckverehrer, die den sterbensfranken Mann mit Koth bewarfen, gehalten. Beim Tode des Kaisers er schien ein seine Person und sein Verhältniß zum öffentlichen Leben würdigender Artikel, ohne Trauer und ohne Trauerrand. Unsere Hoffnung ist nicht bei den Fürsten, ebenso wenig wie bei den einzelnen großen" Männern. ,, Etliche unzufriedene Damen" aus dem VI. Wahlfreise fragen an, ob sich im Restaurant zum Brocken nicht bald' mal bei schönem Wetter eine Nachfeier des Maifestes veranstalten ließe. Voraussichtlich würde sich das da sehr gemüthlich anlaffen. Die Redaktion solle dem Wunsche freundliche Befürwortung" angedeihen laffen. Die Redaktion hat Damen gegenüber tein Kieselherz, aber den Wettergott herauszufordern, das muß sie schon der Gesammtheit der Genossen überlassen. ,, Röthlich angehaucht". Senden Sie die Zuschrift nebst nochmaliger Darstellung der Angelegenheit an die Redaktion ein. W. K. Alle drei Fragen sind mit Ja zu beantworten. Die Scheiben haben Sie zu bezahlen. E. S. 1859. Wann Pfingsten 1859 gewesen? Da müssen Sie eines alten Kalenders habhaft zu werden suchen. Boykott. Ihr Schreiven haben wir der Lokalkommission überwiesen. Genossenschafts- Bäckerei Berlins und Umgegend. Sandton verschiebenen Interessen felchen der Genossenschaft verkaufen. geht uns die Mittheilung zu, daß Händler Brot Privatbacker als solches von Es ist bis jetzt noch nicht möglich gewesen, sämmtliche Sorten von Brot init einem Stempel zu versehen. Dieses wird aber in den nächsten Tagen ge schehen und bitten wir, bis dahin vorsichtig zu sein, eventuell uns die Namen Derjenigen anzugeben, welche oben bezeichnete Manipulation betreiben. 95/12 Der Aufsichtsrath. Achtung! Brot aus der Genossenschafts- Bäckerei Achtung! R. F. Daubitz' Daubitz' liefert frei in's Haus und hält ſtets vorräthig Magenbitter, weltbekannt und seit 1861 erprobt und bewährt, dürfte in keiner Familie fehlen; zu haben in allen Droguen, Rolonialwaarenhandl. u. in der Fabrit Berlin SW., Neuenburgerstr. 28. 1 gr. [ 2200b I. 3,00, 1 fl. Fl. 1,00 m. von Bucks tin und Baletot. Neste stoffen, passend zu Herren u. Knaben- Anzügen. Damentuche in den neuesten Farben zu Caves, Regenmänteln u. Jaquets empf. billigst C. F. F. W. 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