Nr. 104. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Aoresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. · о Klerikale Ablenkungen. " Mittwoch, den 6. Mai 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Aber ant fich gar nichts der katholischen Lehre so Weltfremdes ihrer Erhaltung selbst vor der Anwendung blutigster Gewalt nicht ift, als unsre Klerikalen trampfhaft möchten glauben machen. zurückschreckte; ist doch, um nur ein flagrantes Beispiel anZunächst führt die katholische Lehre alles Eigentum zurück zuführen, gerade unter dem Einfluß der christlichen Kirchen Das Centrum hat der Zollfrevel, der Verrätereien und der auf die" gefallene" Natur des Menschen, d. h. auf die egoistische der deutsche Bauernstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts Gewaltstreiche so viele auf dem Kerbholz, daß es den bevorstehenden Seite derselben. Wenn nun das 7. Gebot des Dekalogs, das man aufs neue verknechtet und um Jahrhunderte in seiner wirtschaftlichen Wahlkampf mit ehrlichen Mitteln gar nicht erst zu führen wagt. Das be- der Socialdemokratie gegenüber stets glaubt ins Feld führen zu Entwicklung zurückgeworfen worden. Dabei begegnet dem„ apoweisen die„ apologetischen" Fluglätter, die jetzt von der Hauptagitations- follen, lautet:„ Du sollst nicht stehlen", so liegt doch auf der Hand, logetischen" Flugblattschreiber ein putiges Mißgeschick. Er fafelt stelle des Centrums, dem Volksverein für das katholische Deutschland, daß dieser allgemeine Grundfaz seine besondere juristische Auslegung über Menschenrechte also: herausgegeben werden. Wie schon die Titel:„ Der neue Stulturkampf der nur aus den auf die jeweiligen Produktionsbedingungen zurück-„ Die Socialdemokratie beruft sich auf die Menschenrechte. Aber Socialdemokratie",„ find die Socialdemokraten religionsfeindlich?"," die gehenden Eigentumsverhältnissen einer Epoche finden kann. Der ganze woher hat sie denn diese? Die hat das Christentum in die Welt Kronzeugen der religionsfeindlichen Socialdemokratie" erkennen laffen, Unterschied liegt also in der philosophischen Erklärung von der Ent- gebracht, und wer„ Menschenrechte" haben will, ohne Christentum, variieren dieselben samt und sonders das gleiche religiöse Thema. stehung der sittlichen Begriffe. Marx und Engels und mit ihnen der gleicht dem Knaben, der Aepfel haben will, ohne Apfelbaum. Die Verlegenheit des Centrums um eine zugkräftige Wahlparole ist viele Socialisten verlegen sie ausschließlich in die ökonomischen Ver- Jm Materialismus giebt es zudem keine„ Rechte", welche im Gewissen offenbar so groß, daß es auf die elendeste Kulturpauterei zurüd- hältnisse selbst. Wer dagegen meint, sie außerdem noch auf einen unverletzlich sind, sondern nur Macht; er kennt nur das als zurechtgreift, um seinen Wählern seine Daseinsberechtigung noch plaufiber außerweltlichen Gott zurückführen zu müssen, dem ist das un- bestehend an, was derjenige, der die Macht in Händen hat, jeweilig machen zu können. Klipp und klar spricht sich das aus in den benommen, und zwar um so weniger unbenommen, als eine solche bestimmt. Wenn daher die Reichen die Macht, die ihnen ihr einleitenden Worten des„ apologetischen" Flugblattes Nr. 1. Hier Annahme die konkreten Grundlagen der materialistischen Geschichts- Reichtum giebt, rücksichtslos gegen den Arbeiterstand benützten, so heißt es: auffassung, wonach die politische, wirtschaftliche und fittliche Ent könnte dieser vom Standpunkt der Socialdemokratie nichts dagegen „ Das neue Jahrhundert steht vorerst im Zeichen des religiösen wicklung vom Produktionsprozeß bestimmt wird, gar nicht berührt. vorbringen." Stampfes. Schon einmal gab es für die deutschen Katholiken eine Dann soll, so lautet die zweite These, die Socialdemokratie Daß im Sinne unsres christlichen Apologeten die alten und solche Zeit. Sie ist unter der Ueberschrift„ Kulturkampf" in der Ge- bestrebt sein, das Christentum verächtlich zu machen. Es wird Bezug insbesondre die neuen" Heiden teine Menschenrechte besaßen und schichte des 19. Jahrhunderts verzeichnet; nicht als das schönste Blatt genommen auf Strauß, Büchner, Moleschott u. a., Gelehrte, die mit besigen und samt und sonders in der Hölle schmoren müssen, derselben Heute tobt der neue Kulturkampf. Ihn müssen dem Socialismus ebenso wenig zu thun haben wie eine Kuh mit und das von Rechts wegen, glauben wir ihm aufs Wort. unsre Gegner auf eine andre Weise führen. Die Staatsgewalt dem Spanischen. Wir haben nicht jedes Wort zu vertreten, das wie steht es mit dem auserwählten Volte Gottes, den Juden? läßt sich, vor allem dank dem Einflusse des die Kirche schügen einzelne Socialisten über das Christentum geschrieben haben, wie Besaß auch das keine Menschenrechte, da diese erst durch das den Centrums, heute nicht mehr als Sturmbod gegen die auch unsre klerikalen sich lebhaft dagegen verwahren würden, wenn Christentum in die Welt gesetzt sind? Der flerifale Ignorant Kirche benutzen. Deshalb wollen die Väter des neuen Kultur- wir ihnen aus den Werken sonst namhafter Theologen wie Gurh, übersieht in seinem heiligen" Born gegen die Socialdemokratie tampfes jetzt das Volk in den Kampf gegen die Kirche Mariana, Bellarmin, Suarez, Leffins u. a. eine Glaubens- und ganz und gar, daß es nach der katholischen Doktrin und unabhängig hezzen. In den Zeitungen, in Flugschriften, auf Versammlungen vor allem eine Sittenlehre zusammenbrauen wollten. Es von allem Christentum ein Naturrecht, alias Menschenrechte giebt, werden die Lehren der katholischen Kirche als kulturfeindlich und gilt hier, was bereits Lassalle in seinem Bastiat- Schulze Delitzsch die jeder Mensch kraft der Thatsache der Geburt erwirbt und volksverdummend, ihre Einrichtungen, so z. B. sogar die heilige ausgesprochen hat, daß eine Gesellschaftsform, die sich gegen un die von vielen Theologen noch bis vor die Thatsache der Geburt Beichte als Gefährdung der guten Sitten fälschlich hingestellt. abweisliche Forderungen großer und wichtiger Gesellschaftsteile hart ausgedehnt werden. Freilich gehört zu diesen Rechten auch das Standalgeschichten über schlechte Päpste und Priester werden plan- nädig steift, damit die Kritik der gesamten ökonomischen wie natürliche" Recht auf den guten Ruf und den guten mäßig erfunden und dann als feststehende Thatsachen an die Deffent- philosophischen Grundlagen der bestehenden Gesellschaftsform heraus- Namen, wonach jeder im Gewissen Gewissen gehalten ist", seine lichkeit geschleudert. Am geschäftigsten beteiligt sich an diesem wider- fordert, eine Kritik, die je nach der Individualität des Einzelnen Mitmenschen nicht zu verschreien und nicht zu verleumden. wärtigen Treiben die Socialdemokratie" u. f. f. stets mehr oder minder weit gehen wird. Geradezu Klassisch ist der Versuch, der katholischen ArbeiterSchon hier zeigt sich die unsägliche Jämmerlichkeit der Mittel, Den Höhepunkt unfreiwilliger Komit erreicht jedoch der fromme schaft durch den Hinweis auf die rücksichtslose Ausnutzung auf die das Centrum denn hinter dem Volksverein steht Flugblatt- Stribent, wenn er sich über das Verhältnis von Wissen- der ökonomischen Macht seitens der Kapitalisten gruselig unmittelbar die Centrumsfraktion des Reichstages in seiner schaft und Socialdemokratie wie folgt ausläßt: zu machen, als ob diese Macht nicht heute bereits auf das allerAgitation herabgekommen ist. Gerade die Socialdemokratie ist es Unfug und Humbug ist all dieses Flunkern der Social- rücksichtsloseste auch von klerikalen Unternehmern geltend gemacht gewesen, die während des Kulturkampfes Schulter an Schulter mit demokratie mit ihrer vorgeblichen Wissenschaft. Das beweist nichts würde. Gerade die letzte Zeit noch hat einige bezeichnende Beispiele dem Centrum für die Aufhebung der Maigefeße eingetreten ist, die so gut als das Verhalten der Socialdemokratie selbst, sobald ihr die dieser Art geliefert. Das eine aber mag man sich auf der nie müde wird, sich gegen Ausnahmegefeße aller Art zu erklären. Lehre der Wissenschaft nicht in ihren Kram paßt. Haben doch alle Centrumsfeite gesagt sein lassen: so sehr der einzelne Arbeiter Wenn sie andrerseits der Individualität vollen Spielraum gewährt, Gelehrten der Staatswissenschaft in den letzten zwanzig Jahren heute unter dem Einflusse der ökonomischen Machtfragen leidet wenn sie die freie Diskussion in Wort und Schrift in religiösen wie die socialistischen Lehren als unwissenschaftliche Hirngespinste nach- und Leiden wird, ebenso wenig Grund hater bon in philosophischen Fragen überhaupt in keiner Weise eingeschränkt gewiesen. Warum fügt sich die Socialdemokratie da nicht dem Wahr- seinem Klassenstandpunkte aus und im Hinblick auf wissen will, so steht sie damit auf einem Standpunkt, den spruch der Wissenschaft? die Zukunft, darüber mißvergnügt zu sein, daß ökonomische Fragen Windthorst und mit ihm das Centrum felber während Halt, Bauer, sagt sie, das ist etwas andres. Die Socials als Machtfragen angesehen und behandelt werden.d " # " Wahlkampf. Wer ist wahlberechtigt? Vielfache Anfragen über die Frage, ob in einem bestimmten des firchenpolitischen Konflikts wiederholt eingenommen und demokratie fingt der Wissenschaft nur dann ein Loblied, wenn sie Zum Schluß fordert dann dieser Gottesstreiter zum Kreuzzug ausdrücklich als eine Notwendigkeit der Zeit bezeichnet haben. Ganz dieselbe glaubt ausnüßen zu können gegen Glauben und gegen die Socialdemokratie mit der Verballhornisierung nach diesem von dem Centrum einst anerkannten, weil ihm von der Christentum; dann schwört fie auf die Unfehlbarkeit der eines Körnerschen Freiheitsliedes auf:" Frisch auf, mein Not diftierten Grundsatz verfährt die Socialdemokratie noch heute, Wissenschaft wie ein Mohamedaner auf den Bart des Propheten! Boll! Die Flammenzeichen rauchen. Hell vom Fels Petri wobei sie, indem sie fich an die Köpfe wendet und diese gewinnt, Das ist zwar nicht mehr ehrlich, aber was fümmert das die Social- flammt der Wahrheit Licht. Frisch auf, mein Volt! Es iſt allerdings der Meinung ist, für die„ Kultur" zu kämpfen". Die demokratie!? Sie hat ihren Zweck erreicht, wenn sie die Religion ein Kreuzzug,' s ist ein heilger Krieg!" Kein vernünftiger Mensch Verleumdung, welche die Worte des Flugblatt- Skribenten enthalten, in Verachtung gesezt hat. Um alles andre kümmert sie sich soviel wird glauben, daß man mit derartigen Einfältigkeiten dauernd wird zur höheren Ehre Gottes und zum Heile der Seelen wie eine Krähe um den Sonntag." politischen Gimpelfang betreiben kann. Das Ganze ist ein typisches noch verschärft, indem er die Socialdemokratie zur Erfinderin von Die gesamte bürgerliche Dekonomie und die klerikalen Beispiel für die Kazenjämmerlichkeit, mit der unsre Klerikalen diesStandalgeschichten macht. Es ist eine mehr als bequeme Methode, Autoritäten wie Kämpfe, Hiße, Hertling, Cathrein u. a. haben in mal in den Wahlkampf ziehen. sich an geschichtlichen oder durch die ordentlichen Gerichte festgestellten, diefem Punkte nichts andres gethan, als die liberalen Dekonomen fonkreten Thatsachen dadurch vorbeizudrücken, daß man den Gegner ausgeschrieben geht in ihrer Kritik des Socialismus von in Bausch und Bogen der Verleumdung und der Lüge bezichtigt. der Marrschen Werttheorie aus. Man giebt zu, daß die Wir sind an diese Methode seit langem gewöhnt, aber wir legen socialistischen Forderungen Marr durchaus zutreffen, wenn seine angesichts der nahen und direkten Verbindung, die zwischen dem Werttheorie richtig sei. Mary jedoch ebenso wie Engels und mit Bolfsverein für das tatholische Deutschland, dem Einberufer der ihnen der ganze Socialismus der Gegenwart haben ihre socialistischen Fall Wahlberechtigung vorliegt, veranlassen uns, die Frage, wer alljährlichen Katholiken- Bersammlungen, und der politischen Partei Forderungen niemals auf die Werttheorie aufgebaut; fie erkennen und wo jemand wahlberechtigt ist, an der Hand der Berichte der des Centrums besteht, Wert darauf, zu dieser Zeit unzweideutig in der Werttheorie lediglich ein Mittel, den Bersetzungsprozeß der Wahlprüfungskommission unter Berücksichtigung der für die Praxis darauf hinzuweisen. fapitalistischen Gesellschaft zu begreifen, ein Gesez, das zur Erklärung erheblichen Fälle nochmals ausführlich zu behandeln. Wir bitten Und womit wird nun der Schwindel bewiesen?" Durch drei der gegenwärtigen Erscheinungen dient, und das falsch oder richtig unsre Genoffen, diese Zusammenstellung sich aufzubewahren, um Thesen, deren Beweisgründe, da jene Behauptungen typischer Art sein kann, ohne daß dadurch die aus den ökonomischen selbst über solche Fälle Auskunft erteilen zu können. sind und ständig wiederkehren, wir uns einmal näher betrachten Thatsachen gezogenen socialistischen Folgerungen irgendwie berührt Wie alt muß der Wähler sein? wollen. Die erste These lautet: Die Socialdemokratie predigt den werden. Während also die bürgerliche Dekonomie die Folge- Zum Reichstag wählen kann jeder Deutsche männlichen Gebollendeten Unglauben. richtigkeit der socialistischen Dialektik zuzugeben genötigt ist, schlechts, welcher das 25. Lebensjahr am 16. Juni 1903 zurüdgelegt „ Das ist eine Thatsache", heißt es in dem Flugblatt, welche richtet sie ihren Angriff in vollstem Mißverständnis des gesamten hat, also spätestens am 16. Juni 1878 geboren ist. alle Leugnungsversuche nicht aus der Welt schaffen können. Denn modernen Socialismus gegen einen Punkt des Marrschen Kapitals", Muß der in Preußen Wählende Preuße sein? im Gegensatz zur christlichen Weltanschauung lehrt die Social- der gar nicht als Ausgangspunkt des Socialismus anzusehen ist, Keineswegs: er muß nur Deutscher sein. Ob er Preuße oder demokratie die sogenannte materialistische Weltanschauung, deren den Marx selber nicht als den Ausgangspunkt seiner Theorien an- Sachse, Hamburger oder Badenser, Mecklenburger oder Lipper, Hauptfak lautet: Alles, was in der Welt ist, das ist nur Stoff gesehen wissen wollte. Die ganze angeblich wissenschaftliche" Ver Württemberger oder Elsaß- Lothringer ist oder welchem der 26 deutschen und Kraft. Das ist das neue Evangelium, das die Social- nichtung der Socialdemokraten ist also nichts als ein vollendeter Baterländer er sonst angehört, ist für die Berechtigung zur Reichsdemokratie dem Wolfe predigt. Es befagt nicht mehr und nicht Selbstwiderspruch. Daß unsre Klerikalen sich diesen Widerspruch aneignen tagswahl ganz gleich. weniger als die Verneinung Gottes und des Geistes, eine endgültige und im Sinne eines nur um so widerwärtigeren tonfeffionellen Absage an Christenthum und Stirche, wie sie gründlicher nicht gedacht Stapitalismus ausnügen, ist um so bezeichnender, als gerade aus werden kann. Mit dieser Lehre ist aber die Socialdemokratie so der katholischen Eigentumstheorie zu allen Zeiten kommunistische innig berwachsen, wie Leib und Seele. Auf dieser Lehre ruht ihr Konsequenzen gezogen worden sind und unter den heutigen Verganzer Bau.... Eben deshalb sind alle Behauptungen socialistischer hältnissen mit unabweislicher Notwendigkeit gezogen werden müssen, Redner und Zeitungen, daß Christentum und Socialdemokratie sich wenn man mit der Grundforderung der christlichen Eigentumsbereinigen lassen, Lügen." ordnung, wonach alle Menschen eine austömmliche Eristenz besigen Zur bewußten Verdrehung kommt hier die Dummheit. Man sollen, Ernst machen will. hat einmal etwas von materialistischer Geschichtsauffassung läuten Als dritte Behauptung führt das Flugblatt ins Feld, die Socialhören, von der Mary- Engelsschen Erklärung der Geschichte, wonach demokratie schüre den Haß gegen das Christentum. Zum Beweise der Fortgang der letteren sich auf das engste an die wirtschaftlichen werden einzelne Stellen socialdemokratischer Schriftsteller angeführt, Produktionsbedingungen einer Epoche anschließt. Das wird nun im mit denen wir uns oben bereits abgefunden haben. Daneben Handumdrehen mit der materialistischen Weltanschauung die alle wird die geradezu ungeheuerliche Behauptung aufgestellt, die Kirche Erscheinungen der Welt aus den physischen Gesezen der Materie habe die gesamte abendländische Kultur geschaffen. Mag man die herleitet, identifiziert. Bemerkt zu werden verdient, daß auch die Verdienste der christlichen Kirche zumal in den ersten Jahrhunderten flerifalen Autoritäten sich geradezu ausnahmslos derselben Ver- unsrer Beitrechnung anerkennen, das ändert nichts an der Thatsache, wechselung schuldig machen. Diese Verwechselung wirkt um daß von dem Augenblide an, wo die Kirche zu einer wirtschaftlichen so tomischer, als die materialistische Geschichtsauffaffung Macht geworden, ste diese Macht rüdsichtslos benutzt hat und zu Welcher deutsche Mann ist vom Wählen ausgeschloffen, wiewohl er 25 Jahre und älter ist? Wahlberechtigt sind nicht: 1. Personen des Soldatenstandes des Heeres und der Marine, so lange sich dieselben bei der Fahne bes finden; demnach find 8 ahlmeister und Gendarmen, nicht aber 8 a hlmeister- Aspiranten für wahlberechtigt erachtet. 2. Personen, welche unter Vormundschaft oder Kuratel stehen. 3. Personen, über deren Vermögen Konkurs gerichtlich eröffnet ist, und zwar während der Dauer dieses Konkursberfahrens. 4. Personen, welche eine Armen Unterstützung aus öffentlichen oder Gemeindemitteln beziehen oder im letzten der Wahl vorhergegangenen Jahre, also feit dem 16. Juni 1902, bezogen haben. 5. Personen, denen infolge rechtsfräftigen Erkenntnisses der Vollgenuß der ftaatsbürgerlichen Rechte entzogen ist, für die Zeit der Entziehung, sofern sie nicht in diese Rechte wieder ein gesetzt sind. Ist der Vollgenuß der staatsbürgerlichen Rechte gehöre. fönnen Dieser teilte jedoch mit, daß er erst neuer Führer der Freisinnigen Volkspartei, als er von den Be. wegen politischer Bergehen oder Verbrechen dings in den Vorstand der Freisinnigen Volkspartei im ziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeiter entzogen, so tritt die Berechtigung zum Wählen wieder ein, ersten Wahlkreise gewählt worden ſei. Es ist schiver sprach. Hier wirke die Socialdemokratie noch viel schädlicher als in der sobald die außerdem erkannte Strafe vollstreckt oder durch verständlich, wie der Redner, wenn es ihm mit seinen An- Politik;„ Verhegimg"," Gewaltthätigkeit" usw. seien ihre Früchte. Begnadigung erlassen ist. Ob dieser letzte Saz noch praktische schauungen- deren Kritik wir in diesem Augenblick unterlassen Herr Richter schloß mit der Versicherung, der Freifinn sei der wahre Wirksamkeit hat, ist bestritten. ein Hort dieses FreiWas gehört nicht zu Armenunterstügung aus eine ihrer Hauptaufgaben darin sieht, die Arbeiterorganisationen finns bleiben. öffentlichen oder Gemeindemitteln? zu bekämpfen, den socialen Fortschritt zu hindern und der Demo- Nach Richter kam der Freisinnskandidat Herr 8 wid an die fratie zu Gunsten der klerikal- konservativen Reaktion in den Rücken Reihe, aber die Versammlung wurde sehr kurz von ihm abgespeist Steuerrüdstände, Schulgeldreste, Erlaß bon zu fallen. und bekam nur noch eine knapp bemessene Ansprache zu hören. Schulgeld, unentgeltliche Lieferung von LehrZwick schätzte sich selber als einen Epigonen feines großen mitteln, Aufnahme von Kindern in einer FreiIm zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreise entfalten die Führers". Den Nachweis der Befähigung, ein Jünger Richters schule, Weihnachtsgeschenke an die Kinder und der„ Ordmmgsparteien" trotz der bisherigen Mißerfolge eine rührige zu sein, erbrachte er auf der Stelle, indem er noch sinnloser als gleichen sind kein Grund, einen Wähler vom Wahlrecht auszuschließen. Agitation. Zum Montag hatten sie eine Versammlung einberufen, fein Meister über die Socialdemokratie herzog. Die Socialdemo Auch ist es nicht als Armenunterstützung zu erachten, wenn jemand 150 Personen besucht war, darunter tratie treibe eine Politik der Gewaltthätigkeit, der rohen Faust, infolge eines außerordentlichen Unglüds, zum befand sich ein großer Teil unsrer Parteigenoffen. Die Ver- sie wolle nur die rohe Masse des Volkes haben; sie er= Beispiel Feuersbrunst, Mißernte, Ueberschwemmung eine Unter- fammlung mußte drei Referate über sich ergehen lassen. Zunächst sprach zeuge Verhegung, Begehrlichkeit, Habsucht. Die freisinnigen stügung aus öffentlichen Mitteln erhielt. Ebensowenig wird als Ober- Bostassistent Stockmann, der voller Neid auf die gute Wähler bat er, dafür zu sorgen, daß aus den 58 Stimmen, mit Armenunterstützung die Liebesgabe erachtet, die alljährlich in Höhe Organisation der socialdemokratischen Partei hinwies und es bitter denen er 1898 noch durchgedrückt wurde, diesmal 5800 würden, aber von Millionen infolge der Schnapsbesteuerung und der Zölle beklagte, daß im Gegensatz zur Socialdemokratie die Ordnungs- er dürfte kaum darüber in Zweifel sein, daß die„ rohe Masse des auf notwendige Lebensmittel reichen Leuten zugewandt wird. parteien bei der Wahlarbeit nur auf bezahlte Arbeitskräfte an- Volkes" diese Hoffnung zu nichte machen wird. Als Armenunterstütung gewiefen sind, welche widerwillig und lässig die übernommene ernst ist, gerade bei derjenigen Partei bleiben kann, die Hort der Freiheit, und der fünfte Kreis for Freisinn sei der wahre die von unterhalt, die erforderliche ankheits- die dem der Wähler zur hat in zur Zeit der Wahl seinen Wohnsiz hat. Hat der Wähler mehrere Wohnsize, so ist er in mehreren Wohnfigen eingetragen, darf aber nur in einem Orte wählen. Wählen kann ist es für jeden notwendig, sich zu überzeugen, ob man in der Wählerliste eingetragen ist. Insbesondere ist es wichtig für Schnitter, Schiffer, Landarbeiter und Sachsengänger, Saisonarbeiter, aber nur der, der in der Wählerliste steht. Deshalb werden, wo fie arbeiten. tte er " auf Bühne Silfsbedürftigen ober feinen Familien- Mitgliebern von dem Armenverband der er et Thätigkeit ausübten. Nach diesem Erguß verlangte er, daß die Schluß ausgegeben. Mehr noch als vor ben Socialbenutter Beamten nur den Konservativen unbedingte Gefolgschaft und den andren Gegnern, denen man gewährte Obdach, der unentbehrliche Lebens- leiſten ja als„ nicht Einund bezeichnete diejenigen Beamten ehrlos, geladenen" das Wort nicht verstattet hätte, fürchteten Herr Richter ihre Stimme einem Socialdemokraten zuwenden fällen und die Beerdigung zu und und seine Getreuen sich offenbar vor denjenigen ihrer eignen Parteies wäre ganz selbstverständlich, bemerkte auf die genossen, die mit der Haltung der Freisinnigen Volkspartei im Ist beispielsweise ein kraules Kind, dessen Vater die erforder- Zwischenrufe, daß die in Betracht kommenden Verwaltungen in Bolltariffampf unzufrieden sind. Darum: nur rasch Schluß! Der liche Pflege nicht beschaffen konnte, in einem Krankenhaus aus diesem Sinne wirkten, also Wahlbeeinflussungen betreiben. Vorsitzende Herr Cassel fragte nicht erst, ob jemand das Wort wünsche öffentlichen Mitteln aufgenommen, so verliert der Vater das Wahl- Hierauf sprach der unvermeidliche„ Herr Arbeiter" Reinhardt Er erklärte ohne weiteres:" Redner haben sich nicht gemeldet; eine hier recht, wenn die Aufnahme in der Zeit zwischen dem 16. Juni von allen möglichen Dingen. Er behauptete u. a., daß die Land- eingegangene schriftliche Frage nach privatim 1902 und 15. Juni 1903 erfolgt ist. arbeiter bag galiti morast gar chuptate, a benetben, bieje beantwortet werden." Herr nichter, der Referent, hatte nichts dagegen Brivate Wohlthätigkeit, Zuwendung aus Stiftungen, Forderung erst von den Socialdemokraten imputiert worden ist, ferner einzuwenden, noch weniger Herr Zwick, der Kandidat- und so schloß Darlehen und dergleichen sind keine Armemunterſtüßungen. daß die progressive Einkommensteuer nicht durchführbar sei, und schließlich die um 349 eröffnete Versammlung schon furz nach 1/411. VerEbenso wenig verliert jemand durch Gewäh= gab er eine nagelneue Erfindung zum besten, nämlich die, daß die wundert schüttelten die nicht Eingeladenen" die Köpfe über den rnng des Armenrechts zur Führung eines Pro- Lebensmittelverteuerung für die Arbeiter ein großer Vorteil ist und„ Mut" der Freisinnigen. zesses sein Wahlrecht. zwar, weil sie dadurch die Begründung erlangt haben, mun für Wo, an welchem Ort ist zu wählen? höhere Löhne zu streiken. Im übrigen, meinte er, werde durch diese Dem sechsten Berliner Wahlkreise ist nun auch ein freiBerteuerung nicht ein Menſch mehr verhungern. Schallende Heiter- finniger sean did at beschert worden. Stadtverordneter feit erzielte der Redner, als er für die Wahl des konservativen Kandi- Liebenow ist es, an dessen Namen sich der zahlenmäßige Nachdaten v. Wendstern eintrat und in demselben Augenblick beteuerte, weis knüpfen soll, daß es für den Freifinn in Berlin, und nun gar daß Herr v. Wendstern ja gar kein Konservativer sei. im sechsten Wahlkreise, feinen Boden mehr giebt. Von dem Gefühl, Nach dieser Leistung des Herrn Arbeiter" sprach Herr v. Wend daß eine freifinnige Kandidatur im sechsten Wahlkreise nicht die geringste stern, der zunächst mitteilte, daß von ihm von verschiedenen Seiten Bedeutung hat, find die Anhänger dieser Partei selber durchörungen, Erklärungen verlangt werden über seine Stellung zum Koalitions- denn zu dem unter andren Umständen wichtigen Aft der Kandidatenrecht, zur Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesetzes und zu den aufstellung hatten sich wohlgezählte 44 Freisimmsmannen einForderungen der Frauenrechte, daß er aber jede bindende Er- gefunden. Diese bildeten die Generalversammlung des freisinnigen die zur Zeit der Wahl nicht in ihrem Heimatsort sich aufhalten, flärung ablehne in Rücksicht auf den§ 9 der Reichsverfassung, Wahlvereins. Eine äußerst klägliche Versammlung, die er mit Bedarauf zu achten, daß sie in die Wählerliste des Ortes eingetragen nach welchen die Abgeordneten an Aufträge und Instruktionen dauern eröffne, sagte der Vorsitzende. Nicht einmal die berufenen nicht gebunden sind. Nur das wolle er erklären, daß er Bezirksleiter, ja selbst nicht die Vorstandsmitglieder waren vollzählig Die Niederlassung an einem Orte mit der Ab- sich gegen die Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesezes nicht so vertreten. Angesichts solcher Interesselosigkeit der Spigen des Freisicht längeren Verweilens berechtigt nach wiederholten sträuben werde und zwar deshalb, Entscheidungen der Wahlprüfungs- Kommission zur Wahl an diesem deutungslos ist und überhaupt nicht zur Anwendung gelangt. mus dazu, wenn man, wie es der Referent, Herr Schöler, that, fich it har beshalb, weil diefer Baragraph ganz be- finns im Wahlkreiſe gehört ein erstaunenswertes Maß von OptimisDrte. Von diesem Grundsay ausgehend hat die Wahlprüfungs- während sich Herr v. Wenckstern über die an ihn gerichteten grund- einzureden sucht, daß der sechste Wahlkreis für den Freisinn Kommission ausgesprochen:„ Kellner, welche in einem Badeorte für fäglichen Fragen ausschwieg und die verlangten Erklärungen ab- noch nicht endgültig verloren sei. Wie die Konservativen, so rechnet die Badesaison in Stellung treten, Saisonarbeiier, Feldarbeiter, lehnte, huldigte er diesmal umsomehr dem Antisemitismus, auch Herr Schöler mit den lässigen Wählern, die das vorige Mal welche die Woche hindurch außerhalb ihres Wohnortes arbeiten, den deren Vertreter er als mutige Kämpfer bezeichnete, was von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht haben. Aus den Sonntag aber am Wohnorte zubringen, sind am Orte ihrer Bebon der anwesenden antisemitischen Gruppe, der er ein Reihen der Indifferenten hofft er so viele Stimmen zusammenbringen schäftigung wahlberechtigt und deshalb auch in die Wählerliste dieses Heil" zurief, mit Beifall belohnt wurde. Auch als Vertreter der zu können, daß der Freisin wenigstens mit einem Achtungserfolg Ortes einzutragen." Ebenso liegt es mit solchen Personen, die Interessen der Agrarier war der Herr Professor deutlicher als sonst abschließt. Dazu ist aber energische Wahlarbeit und Opferfinn zweds Heilung sich an dem Drt einer heilanstalt, und verdiente thatsäch, daß er auch noch ausdrücklich vom Bund der nötig, und daran fehlt es wie der Referent mit Bedauern 3. B. in Görbersdorf, Beelig, Grabowsee, Rahns Landwirte als Kandidat proklamiert würde. Das Koalitionsrecht, fonstatieren mußte bei den Freifinnigen. Trotzdem meinte der dorf mit der Absicht längeren Verweilens aufhalten. Alle so meinte er u. a., kann nicht in der Weise wie bei den Industrie- hoffnungsfrohe Redner, man müsse nur an den Erfolg glauben, diese Personen thun gut, an dem Orte, wo fie wählen arbeitern auf die Landarbeiter ausgedehnt werden, weil die Ernte dann werde er nicht ausbleiben. So ein starker Glaube war aller wollen, sich auch ausdrücklich vor Offenlegung der Liste, also vor und das Vieh zu Grunde gehen würden, wenn die Landarbeiter dings bei den 44 Versammelten nicht vorhanden. Die Ausführungen dem 18., spätestens aber am 25. Mai polizeilich anzumelden: eine streiften. Im übrigen lebten die Landarbeiter sehr gut, sie würden der Diskussionsredner klangen sehr pessimistisch. Wir haben ja nicht polizeiliche Abmeldung von den früheren Wohnort, der auch bei gut behandelt und die gegenteilige Behauptung sei eine Fabel und einmal eine Zeitung, die uns unterstützt, so flagte man. Die behalten werden soll, ist nicht erforderlich; man kann mehrere Wohn- entspreche nicht den Thatsachen. Die weiteren Ausführungen des Volks- Zeitung" steht zu weit links, das" Berl. Tageblatt" schwankt orte haben. Redners boten nichts Bemerkenswertes; denn auch die Redensart, bald nach links, bald nach rechts, man weiß nicht, was man von daß die Socialdemokratie nur während der Herrschaft des ihm halten soll, und die Freifinnige Zeitung", die„ RichterManchestertums existenzberechtigt war, aber jetzt nicht mehr, da die Beitung", wie sie ein Redner nannte, fann man nur Forderungen der Socialdemokratie, soweit dieselben gute sind, voll mit Widerwillen und Abscheu lesen, denn sie ergeht sich ständig von den Konservativen übernommen und vertreten werden, gar zu oft in persönlichen Schimpfereien gegen alle, die Herrn ist nicht neu und auch nicht wahrer geworden. Richter nicht blindlings folgen. Nicht nur Nicht nur der Glaube an ihre Sache, auch das Vertrauen in sich selbst fehlt den WahlkreisSpitzen des Freisinns. Aus diesem Gefühl der eignen Bedeutungslosigkeit erklärt es sich, daß ein Redner, ein biederer Kleinfabrikant, allen Ernstes vorschlug, man müsse einen Mann mit Klangvollem Namen, einen Mann in Amt und Würden, einen Mann, der Stimmen von rechts und links erhalten könne, mit einem Wort, man müſſe den Oberbürgermeister Kirschner als Reichstags- Kandidaten aufstellen. Nun, da die Freifinnigen einen Mann mit flangvollem Namen doch nicht haben können, so begnügten sie fich schließlich mit dem Stadtverordneten Liebenow, der denn auch seinen Zuhörern, die inzwischen auf 50 Mann angewachsen waren, erzählte, für was alles er eintreten werde, wenn er durch irgend welche Umstände" in den Reichstag gelangen sollte! " Wo wählt der, der nach dem 25. Mai berzieht? Den durch die Vorschrift des Wahlgesetzes hierüber hervor gerufenen Zweifel hat die Wahlprüfungs- Kommission dahin entschieden:„ Wechselt ein Wähler nach der Aufstellung der Wählerlisten den Wohnort, so bleibt er in dem Ort, in dessen Wahlbezirk er eingetragen ist, bis zur Stichwahl wahlberechtigt." Wer also beispielsAn der hierauf folgenden Diskussion beteiligten sich ein Anweise am 1. Juni von Berlin nach Brandenburg verzieht, bleibt in hänger der Freisinnigen Volkspartei und unsre Genossen Ewald und Berlin wahlberechtigt. Will er in Brandenburg wahlberechtigt Schneider, die den socialdemokratischen Standpunkt wirkungsvoll verwerden, so muß er spätestens am 25. Mai in Brandenburg seinen traten. Auch ein alter, mit Orden und Ehrenzeichen geWohnsiz nehmen und Fürsorge treffen, daß er bis spätestens am schmückter jüdischer Handwerksmeister kündigte dem konservativ25. Mai in die Brandenburger Wählerliste eingetragen wird. Cantisemitischen Referenten seine bisherige Freundschaft. Vom Vorstandstisch wurde ihm zwar zugerufen, daß er von den Juden eine Ausnahme bilde, aber die Antisemiten ließen auch diese Ausnahme nicht gelten. Der ganze Erfolg dieser Versammlung war vorläufig der, daß vier Mitglieder für den socialdemokratischen Wahlverein gewonnen und etliche Mark für den socialdemokratischen Wahlfonds gezeichnet wurden. Winke für die Reichstagswahlen. die and sh Der mutige Freifinn. " und Rechtsanwalt Die Betreibung der Reichstagswahlen erfordert eine ganze Menge Specialfenntnisse, die nicht jeder besitzt. Das Wahlrecht und seine Ausübung, sowie die Propaganda für die Wahl find mit einer Anzahl Schutzmaßregeln und Ordnungsvorschriften umgeben, deren richtige und genaue Beobachtung einerseits erforderlich ist, um eine möglichst freie Wahl zu garantieren, und anderseits notwendig ist, Ein Begräbnis erster Klasse veranstalteten Montagabend im soll die Wahl in geordneter Weise vor sich gehen. Da sind die Vorschriften über die Wahlberechtigung Alter, Wohnort, bürger- An der Agitation für die Reichstagswahlen sich lebhafter Germaniasaale die nationalen Parteien" des sechsten Berliner liche Verhältnisse Vorschriften über für ihren Kandidaten die Verteilung zu beteiligen, fängt in Berlin nun auch der Freisinn an. Am Reichstags= Wahlkreises Um 8 Uhr abends bereits war die Tribüne von von Wahlschriften und Stimmzetteln, die Abhaltung von Montag hatte die Freisinnige Volkspartei im fünften Wahl- Ulrich. Rednern überfüllt; der Saal Wählerversammlungen, die Auslegung und Durchsicht der Wähler treise nach dem Handwerkersaale eine Versammlung einberufen. Vorstands Mitgliedern listen, die Wahlzeit, die Beschaffenheit der Stimmzettel und Wahl- Da die Freisinnigen wissen, daß auch in diesem Kreise ihre Sache allerdings war von einer melancholischen Leere, die auch bei Eröffnung der Versammlung nicht behoben war. Um 9 Uhr zählte couverts, die Wahlzelle, die Art der Stimmabgabe, die Feststellung nicht mehr gut steht, so wurde hier gleich das grobe Geschütz man etwa 300 Menschen, darunter gut die Hälfte Social des Wahlresultats, die Deffentlichkeit der Wahlhandlung, die Vor- Herr Eugen Richter vorgefahren. Mit furchtbarem Die Versammlung war nicht schlecht besucht. Auch Gegner, demokraten. Augenrollen schriften über die ungefeßliche Wahlbeeinflussung. Es ist für jeden drohender eröffnete der Vorsitzende die Trauerfeier mit Wähler, der es ernst nimmt mit der Ausübung seines wichtigsten Socialdemokraten sowie Anhänger der konservativ- antisemitischen Stimme staatsbürgerlichen Rechtes, ohne weiteres wichtig, diese Vorschriften Richtung, hatten sich zahlreich eingefunden, aber der tapfere Freifinn der Versicherung, daß auch die Gegner vollste Redefreiheit woran er aber gleich die liebenswürdige Erinnerung zu fennen; es ist doppelt wichtig für jeden, der in irgend einer war von vornherein entschlossen, feinen von ihnen zu Worte haben, Weise an der Wahlagitation teilnimmt. Ganz unerläßlich ist kommen zu lassen. Man gebrauchte das altbewährte Mittel, fich fnüpfte, daß er für diesen Abend das Hausrecht befize. Hierauf es aber für die Agitatoren, Vertrauensleute, Bettelver darauf zu berufen, daß nur Freifinnige eingeladen seien. Als bei Eröff brachte er ein männlich teutsches Hoch auf„ Kaiser Wilhelms Majestät" teiler, Wahlkontrolleure usw. unsrer Partei, sich die gründ- nung der Versammlung ein Mann in keineswegs überlautem Ton das Wort aus, rollte noch einigemale mit den Augen und erteilte zunächst lichste Kenntnis aller hierher gehörenden Vorschriften zu zur Geschäftsordnung" verlangte, wies der Vorsitzende Stadtv. Cassel dem Rechtsanwalt Dr. Hahn das Wort. Das geschniegelte Herrchen verschaffen, weil wir es vor allen Dingen sind, die unter ihn mit einer ganz unnötigen Schneidigkeit und Schärfe zur Ruhe. verlas mit eintöniger Stimme einen ganzen Sad grauliger Citate, der Mißachtung der gesetzlichen Bestimmungen zu leiden haben. Stadtv. Witkowski drängte sich an den Mann heran, ein paar andre daß den paar Dußend Jnnungsmeistern, Kalkulatoren und der= nach der andern überfam. Die Deshalb sei allen Parteigenossen die Anschaffung des Kleinen folgten feinem Beispiel es gab einen kurzen Wortwechsel, dann gleichen eine Gänsehaut Heftchens dringend empfohlen, das unter dem Titel, inke für wurde der Frevler von derben Fäusten gepackt und ohne nennens- Socialdemokraten spendeten den Versicherungen, daß die Socialdie Reichstagswahlen" im Verlage der Buchhandlung werten Widerstand hinaustransportiert. Diese Probe von Mut" demokratie nach wie vor eine revolutionäre Partei sei, daß nur der Sturz des Kapitalismus die Menschheit erlösen könne 2c. Vorwärts erschienen und zum Preise von 10 Pf. in der Expedition bildete den würdigen Anfang der Verhandlungen. des„ Vorwärts" sowie bei allen Kolporteuren zu haben ist. Herr Richter, der sonst so Nüchterne, begann mit einem so reichlichen Beifall. Natürlich marschierten auch einige gefälschte Die Organisationen haben ein großes Interesse daran, daß alle begeisterungstrunkenen Hymnus auf Zwicks Thätigkeit im Reichstage, Citate auf, die dafür um so gruseliger waren, und einige beliebte in der Wahlagitation thätigen Parteigenossen über eine ausreichende daß seine eigne Größe neben der des gepriesenen Fraktionsgenossen Verleumdungen, wie zum Beispiel die Meineidsanschuldigung. Kenntnis der Vorschriften verfügen und sie sollten es sich deshalb bedenklich zusammenschrumpfte. Nachdem ein Herr Schmidt mit einem wahren Armensündergesicht angelegen sein lassen, nicht nur diese Bestimmungen in ihren Zu- Herr Richter blickte dann in seinen„ Socialistenspiegel" und sich trampfhaft bemüht hatte, die Dede zu brechen, welche über der fam der Kandidat selbst zum Wort. sammenfünften zu besprechen, damit sie sich jedem fest einprägen, erzählte: Der Socialdemokratie ist es nicht in erster Linie darum Bersammlung lagerte, sondern auch die Mitglieder mit je einem Eremplar der Winke zu zu thun, unsre Zustände zu bessern; sie diene auch nicht dem wirt- Der ganze nationale Phrasenschatz wurde versehen. Die Parteiorganisationen und Vertrauensleute erhalten lichen Interesse der Arbeiter. Ihr sei alles nur ein Mittel zur Zuhörern ausgeleert. Besonders stolz schien Herr Ullrich auf den bei Bartiebezug erhebliche Preisermäßigungen. Diese Bestellungen Erregung neuer Unzufriedenheit. Ueber den Zollwucher selber und gegen illuminöfen Einfall zu sein, daß die Socialdemokraten zwar nicht sind direkt an den Verlag der Buchhandlung Vorwärts zu richten. ihn sagte Herr Richter nichts, wohl aber wiederholte er sein Märchen, Brotwucher, aber„ Arbeitswucher" treiben, indem sie gegen die Einfuhr daß der Tarif nur durch die Obstruktion der Social von Kulis find, die den Arbeitslohn verbilligen würden. Kaum hatte Für den ersten Berliner Wahlkreis hielt der freisinnige Rechts- demokraten zu stande gekommen sei. Ein Teil seiner eignen der Kandidat geschlossen, so beantragte ein nationaler Mann, die anwalt Gottschalt in einer Versammlung des Hafenplatz Parteigenossen unterbrach ihn hier mit unwillig- ironischem Lachen, Redezeit der Gegner auf fünf Minuten zu beschränken. Das Bezirksvereins, die im Thiergartenhof in Charlottenburg tagte, einen aber die Unentwegten antworteten mit Bravorufen und Händeklatschen wurde zwar infolge des stürmischen Protestes der Socialdemokraten Vortrag über politische Ideale und deren Wandelbarkeit". Der Herr Richter gebrauchte das in den Reihen der Zollwucherer so beliebt abgelehnt, aber der Vorsitzende machte dafür den paar Genossen, die Redner beklagte, daß die Liberalen seit jeher die Bedeutung des gewordene Schlagwort, der Reichstag habe sich nicht von Singer, dem nationalen Geschwafel die Ebre einer Widerlegung erwiesen, Proletariats unterschätzt und die Bedeutung der Arbeiter Stadthagen usw. tyrannisieren lassen wollen. Durch einen Zwischen- durch fortwährendes Unterbrechen und Bedrohung mit dem organisationen zu spät erkannt haben. Auch sei die fortdauernde ruf gereizt, rief er, sich in die Brust werfend: Glauben Sie etwa, Hausrecht" das Leben sauer. In recht gedrückter Stimmung Berufung auf die bestehende wirtschaftliche und gesellschaftliche daß ich, der ich jahrzehntelang einem Bismard im Kampf gegen- fchloffen die Herren Nationalen" um 1 Uhr die Versammlung. Ordnung" gegenüber der„ neuen Weltanschauung" genau so Phrase über gestanden habe, vor Singer und Stadthagen, vor Ledebour Hatten sie irgendwelche Hoffnungen auf eine größere Stimmen die Versammlung hat diese wie die Redensarten von staatserhaltender Partei", Stampf für e tutti quanti zurückweichen werde?" Dieses Bekenntnis, das wir zahl im sechsten Wahlkreise gehabt Thron und Altar" usw. Der Redner forderte focial als einen Beitrag zur Psychologie des Herrn Eugen Richter re- ruhmilos begraben.s liberales Handeln" Handeln" und die Bildung einer demokratischen gistrieren, fand bei seinen Freunden lebhaft zustimmenden Beifall. Er Linken, die sich stüßen soll auf die socialdemokratische streifte dann den„ Zukunftsstaat", vor dem er in bekannter Richterscher Die polnischen Socialisten Berlins haben bei ihrer Maifeier eine Partei bis in die Reihen der Nationalliberalen". In der Art als vor einem" Zuchthausstaat" graulich zu machen suchte, ver- Resolution angenommen, die sich hauptsächlich mit der ReichstagsDiskussion traten dem Redner einige Herren von der Frei- sicherte aber etwas unüberlegt fast in demselben Atemzuge, wahl beschäftigt. Wir geben sie deshalb an dieser Stelle wieder. finnigen Volkspartei entgegen. Schulrat Dr. Jonas ließ durchblicken, er glaube ja gar nicht an eine Revolution und an einen Sieg des Die bei Feuerstein versammelten polnischen Socialisten erklären daß Rechtsanwalt Gottschalt nicht mehr zur Freifinnigen Partei Proletariats. Böllig in den Ton der Scharfmacherpreffe verfiel der sich mit dem Proletariat der ganzen Welt solidarisch und sind sich + bor den armen um ftets bewußt, daß die am 1. Mai zum Ausdrud gebrachten Forde-| worden in Plotis bei Riefa, obgleich der Garten, in dem sie| so wimmert das linksliberale Blatt. Ein so jämmerliches rungen eine Notwendigkeit darstellen in dem Kampfe des Proletariats abgehalten werden sollte, geradezu einen einsamen Winkel bildet. Zeugnis für die Abhängigkeit und Ohnmacht des" freien Bürgerdie Erreichung der socialistischen Ideale, daß sie zugleich Die zahlreich erschienenen Versammlungsbefucher waren darüber sehr tums" einer deutschen Großstadt haben wir doch nicht erwartet! aber nur eine Etappe bilden auf dem Wege des vollkommenen Sieges erregt. In Riesa fand dagegen 2 Stunden später eine von 1000 Personen Und die Sache wird nicht besser, wenn die Br. M.- 3tg." sich entüber die kapitalistische Gesellschaft! besuchte Wahlversammlung in Brummers Garten statt, wo die Ab- schuldigend darauf beruft, daß bei öffentlichen Wahlen ja auch die Zur Bekämpfung der jezigen Gesellschaftsordnung eignen sich grenzung von andren Gärten nur durch Leinen vorgenommen war. focialdemokratischen Wähler vielfach zu Hause bleiben, so daß es ganz besonders die bevorstehenden Reichstagswahlen. Selbstverständlich merken auch die Landleute, daß es auf die gelegentlich der lezten Stadtverordnetenwahlen die Socialdemokratie Die Versammelten brücken der socialistischen Reichstags- Mundtotmachung der Socialdemokratie abgesehen ist und so schlagen in Bezirken, die bei den Reichstagswahlen socialdemokratische HochFraktion ihr volles Vertrauen aus und werden mit allen Kräften die Verbote oft in ihr Gegenteil um: die Sympathie der Land- burgen sind, auf nicht mehr als auf 80-100 Stimmen gebracht hat. daran arbeiten, daß keine polnische Stimme auf irgend eine gegnerische bevölkerung für die Partei wird durch sie erhöht. Die Br. M.- 3tg." möge bedenken, daß es gerade bei den StadtKandidatur fällt. Die massenhaften Verbote geben gutes Material zu Wahl- verordnetenivahlen vielfach die materielle Abhängigkeit der Arbeiter Ein Teil der hiesigen Polenkolonie versucht, ähnlich wie protesten, durch die dann die sächsische Praris zur Bekämpfung der von den Liberalen ist, die die Arbeiter von der Ausübung ihres bei früheren Reichstagswahlen, für einen polnischen Kandidaten Socialdemokratie ins rechte Licht gerückt werden wird. Allerdings Wahlrechts zurückhält. Die„ Liberalen" aber können sich nur mit Stimmung zu machen. In einer am vorigen Sonntag ab- garantiert das Reichs- Wahlgesetz nur Versammlungen in ge- der Furcht vor der Regierung oder vor den ausgesprochensten Reaktiogehaltenen Versammlung wurde B. Chrzanowski aus Posen als fchloffenen Räumen, aber es ist klar, daß auch die un- nären entschuldigen, und da behaupten wir nach wie vor, es ist mögKandidat aufgestellt. gehörige Ausnutzung landesgesetzlicher Bestimmungen zur Verhinde- lich, in allen Breslauer Wahlbezirken liberale Wahlmanns- Kandidaten Die letzten Wahlen mit der Kandidatur des Pfarrers rung von Versammlungen unter freiem Himmel für die Wahl aufzustellen, die unabhängig genug sind, bei der Abgeordnetenwahl Wawrzyniak haben die hiesigen fleritalen und konservativen Elemente Prüfungskommission des Reichstages Anlaß zur Beanstandung und neben zwei freifinnigen auch einem socialdemokratischen Kandidaten belehrt, daß die polnische Kolonie in Berlin doch gar zu sehr vom Kassierung solcher Wahlen geben muß. ihre Stimme zu geben. Höchstens lönnte man sagen, daß man demokratischen Geiste angehaucht ist, als daß sie einem Manne wie innerhalb der liberalen Kreise diese unabhängigen Elemente nicht Pfarrer Wawrzyniak, der allgemein als Reaktionär bekannt ist, ihre aufkommen lassen will; ist das aber der Fall, so sollten diese unStimme geben sollte. abhängigen Elemente fich nicht länger mißbrauchen lassen, sondern bei der Wahlmännerwahl sofort für die socialdemokratischen Kandidaten stimmen. Man fand daher eine demokratische Kandidatur, um auf diese Weise die Stimmen der hiesigen polnischen Arbeiterschaft zu gewinnen. Wir wissen jedoch, was wir von derartigen Volksvertretern zu erwarten haben; wir wissen, daß Herr Chrzanowski, wenn auch nicht direkt, so doch indirekt den Zolltarif zu stande bringen half, wir wissen ferner, daß ein solcher Vertreter kein wirklicher Verteidiger der Rechte der arbeitenden Klasse sein kann. Die Bolenheze, unter der wir zu leiden haben, bekämpfen in unvergleichlich stärkerer Weise die Vertreter der deutschen Socialdemokratie. Wir alle gedenken noch des mannhaften Auftretens des Genossen Kunert und hauptsächlich des Genossen Ledebour, welcher stets und unverhohlen die Germanisation und die nationale Bedrückung bekämpft, wie es die feige Polenfraktion niemals zu thun wagen würde. Wer ein wahrer Pole ist, wem die Sache der Arbeiterschaft am Herzen liegt, für den die Worte Freiheit, Gleichheit und Brüderlich feit keine leeren Phrasen sind, der gebe seine Stimme dem socialistischen Kandidaten. Deshalb auf, Genossen, rüstet Euch zum Kampfe, laßt Euch nicht betrügen. Uebrigens gehen unsre Redner und Wahlkandidaten trotz dieser Verbote in die betreffenden Orte und machen sich mit den betreffenden Bewohnern im Privatverkehr bekannt. So werden die aus der socialistengesetzlichen Zeit herstammenden Praktiken durch Kreuzt. Bis zur Wahl werden wir in Sachsen noch manches heitere Stückchen erleben; je mehr die Behörden gegen die Socialdemokratie unternehmen, um so lebhafter wird die Bewegung. Jesuitenkniffe. Der Herr Graf Hoensbroech hat an unsre Parteigenossen in Mylau( im 22. sächsischen Wahlkreise) ein Schreiben gerichtet, worin es heißt:„ Es kann doch nur unsere gemeinsame Sache, nämlich das Wohl der Bevölkerung fördern, wenn unsre Ansichten dem öffentlichen Urteil unterstellt werden". Wir müssen doch ganz entschieden betonen, daß unsre Sache mit der des Herrn Grafen Hoensbroech gar nichts Gemeinsames hat. Die Vertretung des Wohles der Bevölkerung ist unsre Sache; des Grafen Hoensbroech Sache, des Kandidaten der sächsischen Kartellparteien, ist die Vertretung des Wohles der Brotwucherer und der sächsischen Wahlrechts- Vernichter. Wer sich den Brotwucherern zur Verfügung stellt, soll doch offen fagen, was er will; zu behaupten, daß er das Wohl der Bevölkerung vertreten wolle, ist eine jesuitische Flause. Centrumskandidaturen. In Bonn ist wieder aufgestellt Dr. Spahn, in Krefeld Dr. Karl Bachem, in Trier Abg. Rintelen Politische Uebersicht. Saarabisches. Berlin, den 5. Mai. Es lebe der Socialismus! Es lebe der erste Mai." Berunglückte Wahlmogler. Im Im Jahre 1898 wurden wunderbarerweise bei der Hauptwahl in dem Dorfe Pessin( Wahlkreis Brandenburg- Westhavelland[!]) 17 Stimmen für den Tischlermeister Pauli, der bekanntlich nicht dort, sondern im Kreise Ostha velland als Ordnungs- Kandidat fungierte, abgegeben. Jetzt wird die Erklärung hierzu durch die ,, Spandauer Laterne" gegeben. Die in jenem Dorfe wohnenden Katholiken pflegen nämlich die Kirche in Nauen( Streis Dst havelland) zu besuchen; Sankt Johann, die Industriestadt im Königreiche Stumm, war fo auch im Juni 1898. Bei dieser Gelegenbeit( ob in in der vorigen Woche der Schauplatz hellen Aufruhrs. Seit dem der Kirche oder im Vorraum wird nicht gejagt) wurden 1. Oktober v. J. ist die Polizei„ töniglich" geworden, und sie hatte die gläubigen Schäfchen von jemand" für die damals offenbar das Bedürfnis, der neuen Würde gerecht zu werden. bevorstehende Wahl zu Gunsten Paulis bearbeitet. Dabei Namentlich der Wachtmeister Märdian führte ein strammes ließen aber die Braven in ihrer Herzenseinfalt gänzlich außer acht, daß eben Bessin im Wahlkreise We st havelland liegt, wo damals für die Staatserhaltenden" der v. Loebell berühmten Angedenkens kandidierte. Wohlgemut trotteten damals die guten Bessiner mit dem BauliStimmzettel in der Tasche nach ihrem Heim zurück und wählten dann auch, gehorsam wie solche gläubigen Schäfchen nun einmal sind, am Tage der Wahl" Pauli" statt: v. Loebell! Das nennt man Pech! Diesmal werden unsre Freunde aber allen Wahlmoglern, gleichviel in welchem Rock sie stecken, gehörig auf die unsauberen Finger sehen! " Regiment. In erster Linie wurde auf dem so fruchtbaren Felde der Polizeistunde mit aller Schneidigkeit vorgegangen. Darüber geriet der Wirt des Café Continental in Konflikt mit der Polizei. Die polizeilichen Chikanen führten schließlich dazu, daß für das Café die Polizeistunde bereits auf 6 Uhr nachmittags festgesetzt wurde. Das Bublifum ergriff für den bedrängten Wirt Partei. Es tam zu Demonstrationen. Das Café wurde gewaltsam geschlossen. Der Wirt wie die dortigen bürgerlichen Blätter behaupten Eine trockene Versammlung, aber eine gute Versammlung, hatten ein Stück Vieh nach der Polizeiwache geschleppt. Infolge dessen wir am Sonntag in Wendisch- Buchholz( Wahlkreis Teltow- Beeskow). entstand auf den Straßen eine wahre Polizeischlacht. Die Polizei Seit 1893 hatten wir in dem Orte kein Versammlungslokal. Jept 30g blank und hieb unbarmherzig ein. wurde wie " Freifinnige Scharfmacher. Das Organ für die Freifinnige Volkspartei des Kreises OberBarnim, die Eberswalder Zeitung", bringt folgende Notiz: Neuenhagen. Revolverattentat und Brandstiftung. Vom StreifKriegsschauplah ist zu berichten, daß am Montagabend ein Mann auf offener Straße ohne Grund und Ursache auf den Kaufmann H. Dürrenfeld aus einem Revolver drei scharfe Schüsse abgab, ohne ihn jedoch zu verlegen. Der Attentäter ergriff die Flucht, wurde aber von einem Radfahrer M. und Dürrenfeld eingeholt. Am Dienstagmorgen wurde der Thäter nach Freienwalde transportiert und ins Gerichtsgefängnis abgeliefert. Am Dienstagabend wurde gegen 11 Uhr der isoliert an der Freienwalder Chauffee stehende, mit Rohr gedeckte Fohlenschuppen des Herrn Domänenpächters und Ziegeleibesizers Gustav Hopf hierselbst in Brand gestedt, welcher gänzlich niederbrannte. Zweifellos liegt Brandstiftung vor. Der Schuppen war unversichert und da dies nur wenigen Personen, jedenfalls keinem Fremden, bekannt war, so glaubt man den Thäter in der Nachbarschaft suchen zu müssen. Der Verfasser der sauberen Notiz macht nicht etwa den Versuch, nachzulveisen, daß die Verbrechen von streifenden Arbeitern begangen find. Ihm genügt, daß in der Gegend, in der ein Streit stattfindet wohlverstanden ein Streit, bei dem die koalierten Unternehmer die Arbeiter ausgesperrt haben, weil sie nicht ihrer Gewerkschaft den Rücken kehren wollen, um die streikenden Arbeiter in dieser gemeinen Weise zu verdächtigen.„ Wir sind nicht gegen Streits" hat der freisinnige Kandidat in einer Wählerversammlung erklärt. Aber wenn die Arbeiter sich ihrer Haut wehren und streiken, dann werden ihnen im Stil der Denkschrift zur Zuchthausvorlage sich! Das nächste Mal wird sie wohl schon für eine Zuchthausalle möglichen Verbrechen angedichtet; die„ Volkspartei" entwickelt vorlage stimmen! des Erbprinzen von Meiningen vom Kommando des VI. Armeecorps Aus dem Reich der Ungnade. Zu dem bereits erwähnten Rücktritt schreibt die„ Brest. Morgenztg.": Es heißt, daß dieser überraschende Entschluß des Erbprinzen in engstem Zusammenhange stehe mit dem vielbesprochenen Erlasse des Corpskommandeurs gegen die Soldatenschinderei. Wir nehmen Abstand, von den mancherlei Gerüchten Notiz zu nehmen, welche über die näheren Umstände dieses Ereignisses in Umlauf sind, und registrieren nur soviel, daß der Abschied des Erbprinzen sich in den sonst üblichen Formen nicht vollzogen haben soll." Man erinnert sich, daß die offiziöse Presse seiner Zeit sich sehr unwillig über den Erlaß geäußert hat. Auch gegen den Alkoholmißbrauch in der Armee hatte der Erbprinz einen Erlaß gerichtet. gemeldet, daß Luise von Toskana von einer Prinzessin entBermenschlicht. Das Wolffsche Telegraphen- Bureau hatte gestern bunden worden sei. Die„ Nordd. Allg. Ztg." ist der Meinung, daß Recht me my at stampingement has sent erwirkt haben, " zeffin" in eine Tochter" um. Man merke sich also: Kronprinzessinnen bringen Prin effinnen auf die Welt; find sie aber geschieden, dürfen sie Töchter gebären. Vom Pferde. war es den dortigen Parteigenoffen gelungen, den Saal des Gast- Auf der Polizeiwache wurden die Verhafteten in unerhörter wirtes Krumbach zu einer Versammlung für Sonntag, den 3. Mai, Weise behandelt. 17 Personen wurden in einen Raum gepfercht, der zu bekommen. Kaum war die Versammlung angemeldet, da wurde kaum für sechs Platz hatte. Sie mußten die ganze Nacht über ander Gastwirt zum Bürgermeister beschieden und ihm eröffnet, daß ihm einander gedrängt stehen. Ein in die Mitte gestellter Topf diente davongelaufene Kronprinzessinnen feine die geübt hatte, entzogen ſei und er nichter Jahre unbeanstandet aus zur Befriedigung unvermeidlicher Bedürfuiffe. Einer der Betroffenen, der Schützengilde wurde ihm sogar( und der Schittenkönig absolut, ein Ingenieur, erklärte die Zustände für geradezu schweinisch. wenn er den Schützenbrüdern den Willen thut) die Entziehung der Nun aber kommt das charakteristische Nachspiel. Während bei der Schüßenkönigswürde angedroht. Die Versammlung fand trotzdem durchaus„ gutgesinnten" Bevölkerung durch die Polizei- Erzesse starte statt und Genosse Zubeil schenkte in seinem Vortrage dem Bürger einmütige Empörung hervorgerufen wurde, war man auf dem meister und den Schützenbrüdern nichts. Bei 25 Grad Réaumur gab es Berliner Polizeiministerium offenbar entzückt. Als Vertreter des Ministers während der ganzen Versammlung keinen Tropfen zu trinken; des Innern traf in St. Johann der Geh. Oberregierungsrat Maubach trotzdem hielten die Versammlungsteilnehmer bis zu Ende aus und ein und dieser Herr richtete, wie der Franff. 3tg." gemeldet wird, an Pferdezölle. Der neue Zolltarif enthält eine außerordentliche Erhöhung der Während bisher der Zoll auf Pferde nach dem nach Schluß der Versammlung meldete sich ein Ackerbürger und die versammelte Schußmannschaft eine längere Ansprache, in welcher allgemeinen Tarif 20 M. per Stück betrug, der noch durch den stellte für den Fall, daß das Versammlungslokal wieder verloren ginge, feine Scheune zu Versammlungen zur Verfügung. Das hatte er den Schuhleuten für ihr energisches Einschreiten dankte und betonte, Vertragstarif für Pferde unter zwei Jahren auf 10 M. herabgesetzt Das schneidige Vorgehen des Bürgermeisters und der Schüßenbrüder daß die junge königliche Polizei ihre Feuerprobe mit Glanz bestanden habe. ist, soll nach dem neuen Zolltarif der Zoll je nach dem Werte des zu Wege gebracht. Der gemaßregelte Gastwirt quittierte über feine Gegebenenfalls sollte noch energischer eingeschritten werden. Dem Polizei- Stückes 30 m. bis 360 M. betragen. Aus den Ergebnissen der legten Viehzählung ist zu ersehen, daß die deutschen Pferdezüchter Maßregelung durch einen Beitrag zu unserm Wahlfonds. wachtmeister Märdian, über dessen schroffes Auftreten in den Saar- wahrlich keinen Grund zur Klage haben, und daß es durchaus unberechtigt Städten nur eine Stimme des Unwillens herrscht und dem man ist, die Pferdezucht durch solche ungeheuren Zölle zu schützen. Es hat sich Zur Organisierung der Durchsicht der Wählerlisten hatte der die Entstehung der ungewöhnlichen Exzesse allgemein zuschreibt, von 1892 zu 1900 der Pferdebestand in Deutschland von 3 836 273 Parteivorstand den Arbeitern empfohlen, auf den Arbeitspläzen Liſten zollte Herr Maubach besondere Anerkennung. Nach der Versicherung Stück auf 4 195 316 Stück erhöht und der nach Schäßungen landder Wahlberechtigten anzufertigen, um mit ihrer Hilfe für möglichste eines Schußmanns betonte Herr Maubach schließlich, die Anwirtschaftlicher Sachverständigen festgestellte Durchschnittspreis für Vervollständigung der Listen zu sorgen. Dazu schreibt die" Frei- erkennung, welche er der Schußmannschaft zollte, sei für die ein Pferd stieg in dem genannten Zeitraum von 491 M. auf 561 W., finnige Zeitung": Es ist ungehörig, in Werkstätten und Fabriken, auf Bauten Deffentlichkeit bestimmt. und Werkplägen irgendwie Wahlgeschäfte wahrzunehmen. Was Rach solchem Verhalten des Regierungsvertreters wird man sich würde die Socialdemokratie sagen, wenn in dieser Weise die freilich nicht wundern, wenn derartige„ polizeiliche Mißgriffe" sich Arbeitgeber als Eigentümer dieser Pläße vorgehen wollten?" häufen. Wir würden uns freuen, wenn die Unternehmer an ihrem Teile dafür sorgten, daß jeder Wahlberechtigte in die Wählerlisten aufgenommen wird, damit er in die Lage kommt, sein Wahlrecht auszuüben. Reserve- Uebungen am Wahltage. Wie verlautet, wird die Anordnung einzelner Generalfommandos, wonach die Reserve- und Landwehr- Uebungen bei verschiedenen Truppenteilen in die Zeit der Reichstagswahlen verlegt worden waren, demnächst durch entsprechende Mitteilung an die einberufenen Mannschaften aufgehoben werden. " also um über 14 Proz. Wie sich insbesondere die Preise für verschiedene Gruppen jüngerer Pferde und für Zuchthengste in einigen der wichtigsten Pferdezuchtgebiete entwickelt haben, darüber belehrt folgende Tabelle: Durchschnittspreise in Ostpreußen Westpreußen Posen Pferde im Alter von Zuchtunter 1 bis 22 bis 3 3 bis 4 Hengste 1 Jahr Jahre Jahre Jahre 1892 1900 1892 1900 1892 1900 1892 1900 1892| 1900 122 160 205 256 308 385 437 503 1859 2065 119 137 197 220 278 301 367 389 1155 1663 99 119 182 201 266 294 351 410 886 1464 Die ungesetzlichen Beeinträchtigungen der Wahlagitation machen sich bereits wieder an den verschiedensten Orten geltend. Wir haben schon mehrere solcher Fälle mitgeteilt. Heute meldet die„ Königs- Befördert! Nach einer Meldung der Pofener Neuesten Nachr." berger Volkszeitung", daß in Preußisch- Eylau am 3. Mai nahm der frühere Oberpräsident Dr. v. Bitter eine Aufsichtsrats- Schleswig- Holst. 241 276 371 450 512 599 664 773 3220 3150 unsren Flugblattverteilern Flugblätter und Stimmzettel durch Polizei- ftelle bei den Gräflich endel Donnersmardschen Wedlenburgbeamte weggenommen worden sind. Die Wegnahme von Stimm- üttenwerken an. zetteln ist ein Grund zum Wahlproteſt. Im Wahlkreise Elbing- Marienburg war bisher noch kein Kandidat für unsre Partei aufgestellt. Die Aufstellung ist nunmehr vorgenommen worden; der Kandidat ist Genosse Arthur Crispien, Maler in Königsberg. " 265 266 399 390 532 507 666 649 3022 2717 255 283 430 427 621 632 767 749 3637 4729 Schwerin Die Beseitigung eines Anfsässigen. Nach der„ Köln. Volfsztg." Oldenburg erftritt Graf Spee beim Landgericht in Cleve das Urteil, daß er Elsaß- Lothringen 142 179 220 273 315 367 407 473 899 1361 über die Redaktion der Rheinischen Volksstimme" zu be: Danach weist nur Mecklenburg einen allgemeinen Preisrückgang stimmen habe, deren Redakteur Schreiner bei hundert Mark und Schleswig noch einen Rückgang der Preise für Zuchthengste auf, Strafe für jede Einzelkontravention jede Redaktionshandlung ver- im übrigen ist allenthalben eine erhebliche Steigerung zu fonstatieren, boten wird. So wird denn das von Schreiner eigenmächtig in die teilweise sogar bis über 60 Proz. ansteigt. Bei solchem SachAmtliche Wahlhilfe. agrarische Bahnen gesteuerte Schifflein der„ Rheinischen Volks- stande wird es dem Lohnfuhrwerker und kleinen Bauern wohl schwerAus Sachsen wird uns zu dem von uns jüngst schon bestimme" wieder in das Fahrwasser des Centrums gelenkt. Die lich einleuchten, daß eine weitere erhebliche Verteuerung der Pferde handelten Stapitel der amtlichen Wahlhilfe für die Kartellparteien Bauernoppotion gegen das Centrum ist damit freilich noch nicht be- durch Erhöhung des Zolles notwendig ist. berichtet: Immer offenkundiger gestalten sich die massenhaft erlassenen fondere Kandidaten gegen das Centrum aufstellen will, so in Bonn, seitigt, vielmehr verlautet, daß dieselbe in mehreren Wahlkreisen bebehördlichen Versammlungsverbote zu einer Wahlhilfe für die KartellHerr Max Lorenz, der Socialistentöter, schuldete aus feiner parteien. Da die Säleverweigerung die Socialdemokratie drängt, Neuß, Cleve, Düren. socialdemokratischen Zeit der Sächsischen Arbeiterzeitung" noch immer ihre Versammlungen unter freiem Himmel abzuhalten und Er hat jetzt Unabhängige Leute. Es erscheint kaum möglich, den heutigen 300 m., was ihm häufig öffentlich vorgehalten wurde. durch Ueber- Freifinn tief genug einzuschäßen. Auf der preußischen Konferenz in angeborner Noblesse der Expedition unsres Parteiblattes das Geld laffung gut umgrenzter und umzäunter Grundstücke ermöglicht, vom 26. April war betont worden, daß die Freifimtigen für die zurückgezahlt. Legen sich die Behörden ins Mittel, um dies zu verhindern. Wahlmännerwahlen unabhängige Kandidaten aufstellen müßten, die Stuttgart, Anfang Mai.( Eig. Ber.) Der württembergische Was durch Beeinflussung der Grundstücksbefizer nicht zu erzielen ist, gegebenenfalls auch für einen socialdemokratischen Abgeordneten Landtag wird am 12. Mai wieder zusammentreten, um endlich den wird mit der unglaublichsten Anwendung jener neueren Bestimmung stimmen könnten. Der Referent hatte darauf hingewiesen, daß es in ungemein verschleppten Staatsetat, der am 1. April schon in des Vereins- und Versammlungs- Gesetzes, wonach Minder der Bourgeoisie noch hinreichend viel demokratische Elemente gäbe. Geltung treten sollte, fertig zu stellen. Es besteht jedoch auch die jährige an politischen Versammlungen nicht teil- Jetzt stimmt selbst die„ Breslauer Morgen- Zeitung", die bisher für Absicht, vorher noch einmal den Versuch zu machen, die Steuernehmen dürfen, unternommen. Gehöfte oder von Gebäuden und ein Blatt der entschiedeneren Richtung galt, in den Jammer der Tante reform zu stande zu bringen. Es handelt sich noch darum, UeberZäunen weit von der Straße abgelegene Gärten und Bläge genügen Voß ein auf diese Weise liefere die Socialdemokratie liberale einstimmung der Zweiten Kammer mit den abweichenden Beschlüssen auf einmal den Anforderungen der betreffennen Gefeßesbestimmung Sige, namentlich auch die Breslauer, der Reaktion aus. Man hat der Ersten Kammer zu erzielen. Die letztere besteht darauf, bei nicht mehr, nach Ansicht der Behörden bestehe trotzdem die Gefahr, uns Breslauern den ausgezeichneten Rat gegeben, wir möchten un- dieser Gelegenheit das Recht zu erhalten, am Budget im einzelnen daß Minderjährige von der Ferne den Versammlungsrednern, zu- abhängige Leute als Wahlmänner aufstellen, die es riskieren mitwirken zu dürfen, und es besteht die Gefahr, daß die bürgerliche hören könnten, sie verbieten daher einfach die Versammlungen. So könnten, bei der Abgeordnetenwahl für den Socialdemo- Mehrheit unter Führung des Centrums auf diese feudale Zumutung wieder eine solche Versammlung verboten kraten zu stimmen. Ja, aber wo diese Leute hernehmen?" eingeht. war auch am " Ausland. Frankreich. Kundgebung in Fourmies. Paris, 4. Mai.( Eig. Ber.) Die Schlächterei von Fourmies während der Maifeier 1891 haftet noch frisch in der Erinnerung des internationalen Proletariats. Die faltblütige Niederschießung friedlicher Manifestanten das war der Dank der Bourgeoisrepublik an das Proletariat für dessen Hilfe bei der Niederwerfung des Boulangismus Wie tief die blutige Episode des Klassenkampfes sich im Gedächtnis der Klassenbewußten französischen Arbeiter eingegraben hat, das hat die gestrige imposante Massenkundgebung anläßlich der Einweihung des schlichten Denkmals der Maigefallenen gezeigt. = Von der Socialistischen Partei Frankreichs( RevolutionärSocialistische Einigkeit) veranstaltet, hat sie außer der proletarijchen Bevölkerung von Fourmies und Umgebung eine große Anzahl Delegierter aus dem Nord- Departement und Vertreter der ParteiFöderationen aus dem ganzen Lande herangezogen. Von den aus ländischen Parteien waren durch Delegierte vertreten: die belgische Arbeiterpartei, die russische Socialdemokratie und die Partei der russischen Socialrevolutionäre. Sympathie- Adressen aus dem AusLande sind eingetroffen von der deutschen Socialdemokratie, von der spanischen Arbeiterpartei, von der russischen und der polnischen Socialdemokratie. Rußland. beröffentlich worden, Taut welchem Behufs Regelung der Ziehungen Ueber die Maifeier in Warschau geht uns ein weiterer Bericht der Lose für Amortisierung der öffentlichen Schuld eine ständige zu, der den von uns gestern gebrachten ergänzt: Vor der Maifeier Ziehungskommission eingesetzt wird. Damit soll wahrscheinlich eine find von den Genossen in Warschau, wie alljährlich, Versuche ge- Kontrolle darüber geschaffen werden, daß Betrügereien bei der Renten macht worden, um eine einheitliche und gemeinsame Feier zu ver- auslosung, wie sie fürzlich entdeckt wurden, nicht mehr vorkommen. Diese anstalten. In Russisch- Polen existieren bekanntlich drei verschiedene Einrichtung wird aber so lange kein Vertrauen für sich beanspruchen können, die Socialdemokratie als das Ministerium Sturdza am Ruder ist. Denn Sturdza selbst Russisch Organisationen: Polens und Litauens und der jüdische Arbeiter hat im Jahre 1887 jene Betrügereien zum erstenmal eingeführt, bund( welche beiden Parteien auf dem gemeinsamen Boden mit nicht für seinen eignen Vorteil, wohl aber im„ patriotischen der russischen Socialdemokratie stehen und um die politische Frei Intereffe" und 1901 haben unter dem Finanzminister Ballade, wie heit in ganz Rußland fämpfen), sowie die" Polnische socialistische ebenfalls festgestellt worden ist, umfangreiche falsche Losziehungen Partei". Durch den Widerstreit unter diesen Gruppen miglang zum Vorteil der Staatskasse stattgefunden. Ein Ministerium, das zu solchen Manipulationen seine Zuflucht nimmt, hat auf Vertrauen jedoch auch in diesem Jahre die einheitliche Feier. feinen Anspruch und es ist nur verwunderlich, daß dies in Bukarest Verfammlungen. Trotzdem ist die Maifeier sehr gut gelungen. Die Hauptdemonstration fand statt auf dem Zielony- Plaz, mitten in der Stadt, nicht auch empfunden wird. wo die Socialdemokratie Russisch- Polens gemeinsam mit dem jüdischen Bund die Arbeitermassen in einen Bug ordnete und durch die Stadt führte. Vor dem Zuge wurde eine rote Fahne entfaltet mit der Aufschrift: Nieder mit dem Absolutismus! Es lebe die Socialdemokratie!" Es tam zu einem Zusammenstoß mit der Polizei und den Kosaken, jedoch der zersprengte Zug schloß sich ein paarmal wieder zusammen. Mehrere Genossen von der Socialdemokratie und vom Bund wurden verhaftet, aber zum Teil gleich wieder von der Menge befreit. Die Berliner Zahlstelle des Metallarbeiter- Verbandes hielt am Montag in der„ Neuen Welt" ihre stark besuchte ordentliche Ge= n er alversammlung ab. Zunächst gab ehold den Kaffenbericht vom ersten Quartal dieses Jahres. Einnahme und Ausgabe der Hauptkasse bilancierte in der Summe von 111 253,69 M. Die Am Vorabend der Denkmalsenthüllung wurde im Theatersaal Von der Socialdemokratie Russisch- Polens wurde kurz vor Lokalkasse weist einen Bestand von 145 218,28 M. auf. An Streit-, eine Versammlung abgehalten, an der sich 2000 Personen beteiligten. der Maifeier massenhaft die Mainummer des Agitationsorgans der Maßregelungs- und Ortsunterstübung sowie für Rechtsschutz und Den Vorsiz führte Paul Lafargue, der im Gefolge der Partei: Die rote Fahne", verbreitet, ferner ein Flugblatt, in Reisegeld find insgesamt 80 405,45 M. verausgabt worden. Dem Fourmies- Schlächterei in einem Tendenzprozeß von der Klassenjustiz dem es heißt: Nicht allein marschiert Ihr in den Kampf, polnische Rendanten wurde Decharge erteilt. Die Mitgliederzahl ist auf zu einem Jahre Gefängnis verurteilt worden war. Die Verfamm- Arbeiter, die Proletarier aller Nationalitäten und ganz Rußlands 34 402 angewachsen, darunter 1268 weibliche; sie ist in andauerndem lung votierte folgende Resolution:" Die Bürger von Fourmies marschieren mit Euch! Schließt Euch alle dem Kampfe um die Wachstum begriffen. Pezold begründete sedann einen Antrag auf halten unerschütterlich an der Revolutionär- Socialistischen Einigkeit politische Freiheit an. Denn ohne die politische Freiheit tönnt Ihr Erhöhung der Lokalbeiträge von 20 Pf. pro Monat feft. Sie grüßen die Toten von 1891, verpflichten sich, sich auf dem riemals die kapitalistische Ausbeutung abivehren. Mag die auf 10 f. pro Woche. Bei den stetig steigenden Ausgaben Boden des Klassenkampfes zu organisieren und rufen: Hoch die polnische Arbeiterklasse Hand in Hand mit dem Arbeitervolk ganz für Streits und Maßregelungen seien die Mitglieder vor die Frage fociale Revolution. Rußlands, unter der gemeinsamen Fahne der Socialdemokratie, gestellt, entweder die Zeitdauer der Unterstüßungen zu kürzen oder gegen den zarischen Despotismus auftreten, und die Zwingburg der die Lokalbeiträge zu erhöhen. Redner empfiehlt aus verschiedenen Nach einer Debatte wurde der Antrag politischen Knechtschaft fällt in Stücke, die Bahn wird frei zum Gründen das lettere. gegen wenige Stimmen angenommen. Da wahrscheinlich auf Kampfe für die socialistische Umwälzung!" dem demnächst stattfindenden Verbandstage eine allgemeine Erhöhung der Wochenbeiträge auf 40 Bf. beschlossen wird, so hätten die Berliner Metallarbeiter vom 1. Juli ab einen Beitrag von 50 Pf. pro Woche zu leisten, der ihnen von da ab durch eine Einheitsmarte quittiert werden soll. Weibliche Mitglieder bleiben von der beschlossenen Mehrleistung befreit. Eine ausgedehnte Debatte riefen darauf die Anträge auf Errichtung eines Zweigbureaus für den Norden Berlins und Anstellung von drei resp. zwei weiteren Beamten hervor. Den ersteren Antrag befürwortete Handke aus Gründen praktischer und agitatorischer Natur, derselbe wurde jedoch mit großer Majorität abgelehnt. Betreffs des zweiten Antrags stimmte die Versammlung dem Vorschlage der VertrauensmännerKonferenz zu, wonach wegen notorischer Ueberbürdung der jetzigen Beamten zwei neue Beamte angestellt werden sollen. Gewählt wurde Behrend, zwischen Ficius und Wufchik findet noch eine Stichwahl statt. An dem Straßenumzuge nach dem Friedhofe beteiligten sich nach den vorliegenden Nachrichten etwa 10 000 Personen. Hinter den vorangetragenen zahlreichen Kränzen marschierten Lafargue und die Abgeordneten Vaillant, Delary, Constant und Dufour. Ueber der Menge wehten zahlreiche rote Fahnen. Der Umzug und die Feier am Denkmal der Märtyrer verliefen in gehobener Stimmung. Und da die Behörden die aufgebotene polizeiliche und militärische Macht weitab vom Schauplatz der Kundgebung aufgestellt hatten, so kam es zu keiner Ruhestörung. Anläßlich der Denkmalsfeier hatte der Socialiste", das " Die Hauptbedeutung der diesjährigen Maifeier in RussischPolen, die besser gelungen ist, als seit mehreren Jahren, liegt auch in der Demonstration der völligen Solidarität der polnischen Arbeiterschaft mit der russischen Bewegung. Nähere Angaben über die Opfer der Maifeier stehen noch aus Türkei. ins wöchentliche Centralorgan der P. S. de S., eine rote Festnummer Die Wirren in Macedonien. Die Meldungen von der Balkanerscheinen lassen, in der namentlich Beiträge ausländischer Social- halbinsel lassen erkennen, daß wichtige Veränderungen der Lage in demokraten veröffentlicht sind, an der Spitze ein Artikel von Sarl Saloniti nicht eingetreten sind. Ueber die Stadt Saloniti ist der Kautsky:„ Der erste Mai und die Solidarität der Klassen", der Belagerungszustand verhängt und wird von den türkischen Behörden zugleich die Kritik des leitenden Bourgeoisblattes Temps" und eifrig nach den Anstiftern der Dynamitanschläge gesucht. Die ProGérault- Richards in der„ Petite République" hervorgerufen hat. fessoren des bulgarischen Gymnasiums, welche, wie seitens der BeDann folgen zuschriften von Hyndman, Plechanoff, Klara Zettin, hörden behauptet wird, die revolutionäre Bewegung leiten, sind alle Enrico Ferri, Bandervelde, Iglesias undWoynerowska. berhaftet worden. Der Vorsitzende des Ausnahmegerichts Edib Bascha ließ gleich nach seiner Ankunft überall in der Stadt bekannt machen, daß der Sultan ihm den Auftrag gegeben, die Schuldigen streng zu bestrafen. In Uestüb hielt die Polizei Haussuchungen bei Bulgaren ab, wobei sie einen Vorrat an Dynamit fand. Die jaurèsistische Partei ist der Kundgebung ferngeblieben, trotzdem der ministerialistisch gewordene Gemeinderat von Fourmies den neulichen Bordeaux- Kongreß in einer Depesche und in einem Briefe um Entsendung von Delegierten gebeten hatte. England. Die Schulvorlage für London. London, 1. Mai.( Eig. Ber.) Im Unterhause wurde die Londoner Schulvorlage in zweiter Lesung mit 300 gegen 163 Stimmen angenommen. Die irische Opposition stimmte mit der Mehrheit. Die Vorlage wird in den Kommissionsberatungen ohne Zweifel bedeutenden Aenderungen unterzogen werden. Die Regierung erklärte sich bereit, dem Grafschaftsrate einen größeren Einfluß einzuräumen. Aber das Grundübel kann nicht mehr beseitigt werden. Die Kirchenschulen erhalten eine gesicherte finanzielle Grundlage, und die Londoner Lehrer werden vielfach unter religiösen Fesseln zu leiden haben, da ihre Anstellung und Entlassung von den reaktionären Verwaltungen der einzelnen Gemeinden Londons abhängig bleibt. Frühzeitiger Ladenschluß. London, 1. Mai.( Eig. Ber.) Lord Aveburys( Sir John Lubbocs) Gesezentwurf betreffend frühzeitigen Ladenschluß wurde vom Oberhause in dritter Lesung angenommen und wird nächstens dem Unterhause zur Beratung zugehen. Der GesetzDie Flotte der Mächte, die zur Zeit im Hafen von Saloniki vor Anker liegt, besteht aus drei östreichischen, drei italienischen und einem französischen Kriegsschiff. Das deutsche Stationsschiff Loreley" trifft erst morgen ein. Um die Besorgnisse der türkischen Regierung betreffs der Flotten ansammlung zu zerstreuen, veröffentlicht die Wiener Polit. Korr." eine längere offiziöse Note, in der es zum Schluß heißt: Ganz unberechtigt wäre es,' in der Entsendung einiger fremder Kriegsschiffe das erste Anzeichen einer von den Revolutionären Macedoniens angestrebten Intervention der Mächte zu suchen. Die Mächte denken nicht an eine Intervention und halten an der Ueberzeugung fest, daß die Pforte zunächst berufen ist und auch die Kraft befißt, der macedonischen Schwierigkeiten Herr zu werden. Die Anwesenheit der fremden Kriegsschiffe wird nur so lange dauern, als es die Sicherheit der fremden Staatsbürger erheischt. Aus Induftrie und Handel. Außenhandel der deutschen Eisenindustrie im ersten Vierteljahr Der Verband der Möbelpolierer hielt am 27. d. M. in der Königsbank" eine Versammlung ab, in welcher Herr GewerbeInspektor Dr. Fischer über Arbeiterschuß- Geseze" referierte. Redner besprach im allgemeinen die hauptsächlichsten Paragraphen der Reichs- Gewerbe- Ordnung und ging dann speciell auf die Schäd lichkeit der zum Polieren der Möbel verwandten giftigen Farbstoffe und schlechten Materialien über. Jedoch sei durch die jahrelange Agitation der Arbeiter in betreff Abschaffung des mit Piridin denaturierten Spiritus und der ungereinigten Dele( sogenanntes Schleiföl) bedeutende Besserung schon eingetreten, denn es waren bei 1000 Untersuchungen der in der Branche beschäftigten Personen nur 64 Erkrankungen an Hautausschlägen und Augenentzündungen festDer Referent schloß seine mit großem Beifall aufzustellen. genommenen Ausführungen mit der Bitte, sich in Fällen, in denen die Arbeitsräume oder die zur Verwendung kommenden Materialien nicht den sanitären Anforderungen entsprächen, ruhig an Geiverbe- Inspektoren persönlich zu wenden, sie können dieses um so eher thun, als die Namen der Beschwerdeführer nicht genannt werden brauchen. Die dem Vortrage folgende Diskussion war eine sehr ausgedehnte und beteiligten sich hieran außer Herrn Dr. Becher die Kollegen Wolf, Weber und Nitschke. die entwurf bedeutet vorläufig sehr wenig. Er giebt keine festen oder all- 1903. Nach einer Zuſammenstellung der„ Rhein. Weftf. 3tg." betrug Letzte Nachrichten und Depeschen. gemeinen Normen zur Verfürzung der Arbeitszeit der Ladenangestellten, die gesamte Ausfuhr von Eisen und Eisenwaren nach den sondern stellt es den Ladeninhabern der einzelnen Gemeinden anheim, Ausweisen des faiserl. Statistischen Amtes in den ersten 3 Monaten Ein Soldat als Mörder. durch Zweidrittelmehrheit über frühzeitigen Ladenschluß zu entscheiden. dieses Jahres 901 456 Tonnen gegen 730 383 Tonnen im ersten Viertel Hannover, 5. Mai.( B. H.) Vom Kriegsgericht der 19. Division Kommt eine derartige Resolution zu stande, so wird sie dem 1902 und 457 841 Tonnen in der gleichen Zeit des Jahres 1901. wurde heute der Füsilier Jacobowsly vom 73. InfanterieMinisterium des Innern zur Bestätigung vorgelegt. Nach Erlangung Die Zunahme beläuft sich demnach gegenüber dem Vorjahr auf Regiment, der eine 70jährige Frau ermordet und beraubt hatte, der ministeriellen Sanktion wird die Resolution für die betreffende 23 Broz. und gegenüber 1901 auf nicht weniger als 97 Broz. Die zum Tode und Ausstoßzung aus dem Heere verurteilt. Gemeinde bindend. Im Sinne der Bill ist frühzeitiger Ladenschluß nicht gesamte Eiſeneinfuhr belief sich in der Berichtsperiode auf 59 685 immer mit Verkürzung der Arbeitszeit identisch. Denn es wird den Tonnen gegen 53 864 beziv. 105 781 Tonnen in den beiden VorZum Marseiller Dockerausstand. Ladeninhabern gestattet, ihre Angestellten auch nach Laden- jahren, sie weist somit gegen das erste Viertel 1902 eine Erhöhung Marseille, 5. Mai.( B. H.) Zwischen den ausständigen Dockschluß innerhalb der Geschäftsräume arbeiten zu lassen. Man sieht, von 11 Broz, auf, bleibt aber gegen die Einfuhr des korrespon- arbeitern und den Reedern fand heute eine Konferenz statt. Die die Bill ist nur ein ganz schwacher Versuch zur Beseitigung der dierenden Beitabschnittes 1901 noch um etwa 43 Broz. zurück. Die vielen und schweren Mißstände, unter denen die Ladenangestellten zu Zunahme der Ausfuhr erstreckt sich zumeist auf Roheisen Forderungen der Arbeiter sind von den Reedern im großen und ganzen angenommen worden, speciell der Neunstundentag bei 6 Fr. Leiden haben. Nichtsdestoweniger stieß ihre Annahme auf heftigen und Halbzeug, bon dem insgesamt 302 937 Tonnen ins Lohn. Es bleiben nur noch einige unwesentliche Fragen zu erledigen. Widerstand. Ihr Gegner, der Graf von Wemyss, erinnerte daran, Ausland gesandt wurden gegen 187 284 Tonnen im ersten Die Ausstandsbewegung kann somit als beendigt betrachtet werden. daß" die moderne Lehre der Arbeiterpartei die Unterwerfung Viertel 1902 und nur 50 522 Tonnen im ersten Viertel 1901; d. h. des Eigentums unter die Kontrolle einer Arbeiter- Regierung ber die Ausfuhr an Roheisen und Halbzeug hat sich seit 1901 versechsDampfer- Zusammenstoß. lange. Die Bill fündigt gegen die Gesetze des Wirtschaftslebens facht. Auch die Ausfuhr fertiger Produkte weist gegenüber den und raubt uns und unsren Kindern das unschäßbare Erbe der beiden Vorjahren eine Steigerung auf. Die Ausfuhr an FertigNew York, 5. Mai.( W. T. B.) Evening World" meldel, in Freiheit." Der edle Graf ist Führer der„ Liga für Freiheit und erzeugnissen der Eisenindustrie belief sich nämlich im Berichts- der Nähe der Insel Kog feien an der Küste von Virginien Eigentum", die die Grundsäge des individualistischen Anarchismus quartal auf 570 809 Tonnen gegen 495 078 Tonnen beziehungsweise die amerikanischen Küstendampfer" Hamilton" und" Saginaw" berteidigt. 383 560 Tonnen in den beiden Vorjahren: eine Zunahme von 15 im Nebel zusammengestoßen. Saginaw", mit 20 Passagieren und 40 Mann Mann Besatzung an Bord sei gesunken, 20 bis 30 Ber beztv. 49 Proz. sonen feien dabei ertrunken. " " Frische Landbill. Im Unterhause stand gestern die irische Landbill zur Verhandlung. John Redmond( Jre) unterstützte den GeAuf dem amerikanischen Eisenmarkt hat nach dem Wochenbericht setvorschlag, welcher eine noch nicht dagewesene gute Gelegenheit des Ironmanger" die Nachfrage noch weiter nachgelassen. Gegen Frankfurt a. M., 5. Mai.( W. T. B.) Die Frankfurter biete, in Jrland den socialen Frieden herzustellen. 3war enthalte wärtig sind," heißt es in diesem Bericht betreffs des Roheisens, die Bill noch schwere Mängel, aber er hoffe, die Regierung werde die Vorräte gering und die Werke mit Aufträgen so gut versehen, Zeitung" meldet aus Konstantinopel: In der ersten Sigung des Abänderungsanträge dazu annehmen. Coghill( konf.) beantragt die daß ein Rückgang vor Mitte des Sommers nicht wahrscheinlich ist. Internationalen Schiedsgerichts zwischen der Pforte und der Dette Ablehung der Bill mit der Begründung, daß sie zu„ Homerule" führen Die Produktion nimmt indes stärter zu als der publiane wurden die Bollmachten ausgetauscht und der belgische würde und dem englischen Steuerzahler eine ungebührlich schwere Verbrauch, so daß es nur eine Frage der Zeit ist, Staatsminister Beernaert zum Vorsitzenden gewählt. In der nächsten Last auferlege. Premierminister Balfour erklärt, der Gefeßentwurf daß der Martt ein normaleres Aussehen annehmen am Donnerstag stattfindenden Sigung werden die Konklusionen der beabsichtige eine fener Härten zu beseitigen, welche in Irland jede wird als in den legten beiden Jahren. Auf dem Stahl- Pforte verlesen und die Plaidoyers beginnen. politische Bewegung verschlimmere, die sonst harmlos fein würde. markt machen sich Anzeichen eines Rückganges bemerkbar, und es London, 5. Mai.( W. T. B.) Oberhaus. In Ertviderung aus Campbell- Bannermann( Lib.) spricht seine Zustimmung zu den wird mitgeteilt, daß große Verkäufe von deutschen Stahlfnüppeln zu eine Anfrage über die Bagdad- Eisenbahn und britische Politik am Grundsäßen der Vorlage aus. 29 Dollar inkl. Boll vorgenommen worden sind. Man glaubt, daß Persischen Golf führt Lord Lansdowne aus, es feien feine VerhandNachdem noch mehrere Redner im Princip ihre Zustimmung ein Preisrückgang in diesem Artikel, in welchem die Situation gegen- lungen mit den Gründern der Bagdad- Eisenbahn oder mit zu der Vorlage ausgesprochen hatten, wurde die Berhandlung wärtig fritisch ist, sich vollziehen wird." den fremden Regierungen gepflogen worden. Es hätten jedoch bertagt. Bereinigung des Bergwerts Hibernia mit der Zeche Blumenthal. vertrauliche Unterhandlungen zwischen der englischen Regierung und Schon im Februar liefen Gerüchte an der Börse über eine Ber- den Vertretern gewiffer großer englischer Häuser stattgefunden zur schmelzung der Zeche General Blumenthal mit der Bergwerks- Feststellung, ob die Bedingungen, unter denen das Unternehmen ausEin Fiasko der Wahlrechtsverschlechterer. Die auf Veranlassung Gesellschaft Hibernia um. Eine Bestätigung erhalten diese durch die geführt werden könnte, einen Charakter trügen, der es der britischen des Justizministers Alberti zur Sammlung von Unterschriften aus- Mitteilung der„ Rhein- Westfäl. 3tg.", daß gestern im Anschluß an Regierung gestattete, ihre Unterstützung anzubieten. gelegte Petition für sofortige Einführung des Pro- die Gewerkenversammlung der Gewerkschaft General Blumenthal Unfre Stellung am Persischen Golf weicht von der jeder andern portionalsystems bei den Stadtverordneten- Wahlen in Kopen in Düsseldorf eine vertrauliche Besprechung stattgefunden hat, zu Macht ab. Unfre Politit sollte sich auf den Schuß und die hagen ist jetzt endlich dem Ministerpräsidenten Deunger zugestellt der die Presse keinen Zutritt hatte. Es wurde über die Angliederung Förderung des englischen Handels in diesen Gewässern richten, worden. Die Betition hat es, trotzdem sie nahezu 2 Monate auslag, der Gewerkschaft General Blumenthal an eine große Bergwerks- es ist aber nicht beabsichtigt worden, daß die Thätigkeit der nur auf 10 775 Unterschriften gebracht, wogegen die Petition der gesellschaft oder den Verkauf der Gewerkschaft an eine solche verhandelt. Regierung sich auf den Ausschluß des berechtigten Handels andrer Socialdemokraten für Einführung des allgemeinen tomDie Gewerkschaft Blumenthal hat, wie das Berliner Tageblatt" der Mächte richten sollte. Die Regierung würde die Errichtung einer munalen Wahlrechts in Verbindung mit dem Proportionalsystem innerhalb 14 Tagen 45 746 aufzuweisen Weldung hinzufügt, eine Belegschaft von ca. 4000 Mann, eine Flottenbasis oder eines befestigten Hafens im Bersischen Golf als hatte. Albertis Petition wurde bereits am 7. April offiziell ein- Förderung von ca. 870 000 Tonnen und eine Coatsproduktion von eine sehr ernste Drohung gegen die englischen Interessen halten und ca. 28 000 Tonnen. Sie fördert Gas- und Gasflammtohle sowie würde dem sicherlich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgezogen, das Resultat war aber damals so erbärmlich, daß man fich Fettfohle. Die Attien des Bergwerks Hibernia erfuhren heute eine gegentreten.( Beifall.) So weit ich weiß, besteht aber keine dernicht damit an die Deffentlichkeit getraute und die Sammlungen fort Kurssteigerung um etwa 2 Prozent. Die Kuge der Gewerkschaft artige Absicht. Rufendern Dänemark. H sezte. Es wurde dann in fast allen Zeitungen annonciert und den Blumenthal wurden gestern 15 600 M. G., 15 800 M. B. notiert. Belgrad, 5. Mai.( W. T. B.) Die Wahlen für die dennoch hat sich, da es 44 765 komununale Wähler in Kopenhagen Heute stellte sich der Kurs auf 15 800 M. G., 16 100 W. B. Die Stupichtina sind auf den 1. Juni, die Wahlen für 18 zu giebt, nicht einmal der vierte Teil für Albertis Petition erklärt. Sture der Gewerkschaft repräsentieren zu dem gegenwärtigen Kurse wählende Senatoren auf den 18. Juni neuen Stils anberaumt Wenn Deunger nun die beiden Petitionen vergleicht, kann er jeden- ungefähr ein Kapital von 16 Millionen Mark. Der König erteilte dem vom Senat ausgearbeiteten provisorischen falls über das, was das Wolf von ihm verlangt, feinen Augenblid Rumänischer Rentenauslofungsschwindel. Wie das W. T. B." im Unflaren sein. aus Bukarest meldet, ist in dem dortigen Amtsblatt ein königliches Dekret| Wahlgeses seine Zustimmung. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. worden. Nr. 104. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Vertrauensämter der Berliner Socialdemokratie. A. Bertrauenspersonen: 1. Wahlkreis: Georg Oppel, Dranienburgerstr. 5, vorn III. Georg Weihnacht, Grünstr. 21 part. 2. Wahlkreis: P. Scholz, Barutherstr. 22, Ecke Bossenerstr. 1. H. Werner, Mittenwalderstr. 30 part. 3. Wahlkreis: Franz Hoch, Admiralstr. 7, vorn IV. Aug. Pohl, Naunynstr. 30, vorn IV. 4. Wahlkreis( Ost): Paul Schneider, Blumenstr. 48 III. Otto Frante, Borndorferstr. 8, vorn part. 4. Wahlkreis( Südost): Rich. Hackelbusch, Cuvryftr. 16, Hof II. Wilhelm Jöchel, Köpnickerstr. 190. 5. Wahlkreis: 2eopold Liepmann, Linienstr. 242 I. Leo Zucht, Mendelsohnſtr. 9, 2. Hof Aufgang A 4 Tr. bei Strehlow. 6. Wahlkreis( Moabit): Karl Fischer, Waldstr. 8. ( Wedding und Oranienburger Vorstadt): Eugen Ernst, Veteranenstr. 8. ( Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen): Adam Bittdorf, Fehrbellinerstr. 25. Nieder- Barnim: Georg Freiwaldt, Pankow, Florastr. 36. ( Schönhauser Vorstadt): Karl Mars, Kastanien- Allee 95/96. Teltow- Beeskow: Paul Hirsch, Charlottenburg, Rosinenstr. 3. Aug. Schnell, Charlottenburg, Rosinenstr. 3. Für die Frauen Berlins: Ottilie Baader, Belle- Allianceſtraße 95, Hof III. Frau Bauschte, Berlin NW., Rostockerstraße 43, Quergebäude I. Frau M. Wengels, Gr. Frank furterstraße 133 III. Nieder- Barnim: Frau Emma Jhrer, Pantow, Schloßstr. 8. Teltow Beeskow: Frau Thiel, Tempelhof, Friedrich Wilhelm straße 17. B. Breßtommiffion: 1. Wahlkreis: Rich. Strehl, Swinemünderstr. 118 I. Friz Kubat, Jakobikirchstr. 2. 2. Wahlkreis: Albrecht Fülle, Mariendorferstr. 1. Richard Röckeriz, Plan- Ufer 92e. 3. Wahlkreis: tto Kräfer, Oranienstr. 143, Seitenfl. IV. May Voi, Köpnickerstr. 25 a, Seitenfl. I. 4. Wahlkreis( Osten): Otto Büchner, Andreasstr. 75. 4. Wahlkreis( Südosten): Nich. Weiße, Forsterstr. 39. 5. Wahlkreis: Willy Friedländer, Elsasserstr. 25 II. Otto Wels, Greifswalderstr. 45 IV. 6. Wahlkreis: W. Gaßmann, Badstr. 14. H. Guttmann, Brunnenstr. 9. Nieder- Barnim: Oswald Grauer, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 197. Emil Schumann, Neu- Weißensee, Lehderstr. 118 part. Teltow- Beeskow: Herm. Köster, Zehlendorf, Flensburgerstr. 2. Frizz Hoppe, Rigdorf, Berlinerstr. 14. C. Lokalfommission: 1. Wahlkreis: Jakob Ege, Roßstr. 23. Wilh. Neyen, Kurstr. 25. 2. Wahlkreis: Wilh. Mews, Gräfestr. 6, Hof Quergeb. IV. Karl Polenste, Gitschinerstr. 73 II. 3. Wahlfreis: Wilhelm Hinz, Prinzenstr. 66, born IV. Karl Heise, Josefstr. 11, Hof IV. 4. Wahlkreis( Osten): D. Blume, Gubenerstr. 6 part. F. Zimmermann, Zorndorferstr. 44. 4. Wahlkreis( Südosten): Wilh. Sedler, Lausitzerstr. 14 III. Wilh. Hauschildt, Falckensteinstr. 6 I. ( Treptow.) Gustav Beer, Staligerstr. 65, born IV. 5. Wahlkreis: Karl Klein, Georgenkirchstr. 12. Wilh. Merker, Kl. Hamburgerstr. 10. 6. Wahlkreis: Otto Fischer, Beuffelstr. 66. Otto Wegener, Boyenstr. 4( für Dranienburger Vorstadt und Wedding). Gustav Wizel, Brunnenstr. 164( für Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen). Vorstadt). Wenzel, Schliemannstr. 43, vorn IV( für Schönhauser Nieder- Barnim: Otto Riebe, Friedrichsfelde, Victoriastr. 4. Teltow- Beeskow: Herm. Schliebig, Briz, Jahnstr. 3. Alle Zusendungen in Lokalangelegenheiten find an Wilhelm Hinz, S. 14, Prinzenstr. 66, vorn IV, zu richten. D. Agitationskommission für die Provinz Brandenburg: 1. Wahlkreis: Albin Schuster, Straßmannstr. 2. 2. Wahlkreis: Fri 8inte, Reichenbergerstr. 188. 3. Wahlkreis: Karl Dimmid, Luisen- Ufer 11. boten. ( L. S.) Der Stadtgemeindevorstand. Bleymüller. 0. Mittwoch, 6. Mai 1903. nach der Turnhalle wird zufolge der von der Auf- Fabrikanten Deutschlands, an deren Spizze der bekannte Herr Brezel sichtsbehörde erteilten Instruktion hiermit ver- steht, haben es fertig gebracht, einen ihrer Kollegen zum Wortbruch zu drängen. Am 21. April unterzeichnete der Juhaber der Firma Kemmerich u. die Forderungen der Arbeiter. Die Arbeitszeit war dadurch um eine halbe Stunde verkürzt. Letzten Montag fündigte er seinen Arbeitern an, daß Diese löbliche Unterwerfung unter die„ von der Aufsichtsbehörde auf Verlangen der Fabrikanten- Vereinigung die frühere Arbeitserteilte Instruktion" wirft ein bezeichnendes Licht darauf, von welchen zeit wieder hergestellt werde. Er müsse dem Drängen Umständen die Gewährung oder Verweigerung staatsbürgerlicher feiner Herren Kollegen nachgeben. Außer dieser Firma sind bei Rechte abhängen kann. Hätte der Herr Bürgermeister andre Gründe E. Schulz, Buckowerstraße, Rüger u. Mallon, Chausseestraße als den angegebenen für sein Verbot gewußt, er hätte nicht gezögert, und H. Diefener, Schlesischestraße, die Differenzen noch nicht beisie anzugeben. gelegt. Letzter Herr hat wohl die Nutzlosigkeit des bereits geschilderten Verfahrens eingesehen und sucht jetzt Arbeiter, die nichts bom Verband wissen wollen. Bis jetzt sind seine Bemühungen ohne nennenswerten Erfolg gewesen. Die Ortsverwaltung. " Wegen ,, objektiver" Beleidigung des Schöffengerichts zu Nortwille", Genosse Leinert, zu 150 m. Geldstrafe event. 15 Tagen heim wurde der verantwortliche Redakteur des Hannoverschen VolksGefängnis verurteilt. Der Staatsanwalt hatte 300 M. Geldstrafe beantragt. Das Einigungsamt beschäftigte sich gestern mit dem Rohr. Iegerstreit bei der Firma Bechem u. Post, Stegligerstraße 4. Dort waren die Arbeiter vor etwa acht Tagen in den Ausstand geWegen öffentlicher Beleidigung des amerikanischen Konfuls Langer hatte sich der verantwortliche Redakteur der„ Arbeiterstimme" in treten, weil Löhne und Arbeitszeit nicht den für das Rohrlegergewerbe gültigen Vertragsbedingungen entsprachen, wie sie nach dem Solingen, Genosse Dittmann, zu verantworten. Die Beleidigung großen vorjährigen Rohrlegerstreit mit den Unternehmerorganisationen wird gefunden in einem Artikel des genannten Blattes vom 23. März festgelegt waren. Bemerkt sei hierbei, daß diese Firma bis jetzt dieses Jahres. Darin wird gemeldet, daß der Konsul in einem Schaufenster seiner Wohnung einen defekten Stuhl mit der Aufschrift keiner Organisation angehörte und auch den Tarif nicht unterzeichnet ausgestellt hatte:" Solche Ware kauft man bei Gebr. Alsberg in hatte. Nach einer gegenseitigen Aussprache zwischen dem Vertreter des Metallarbeiter- Verbandes Wiesenthal und dem von der Solingen." Der Stuhl war schon lange im Befiße des Herrn Firma entsandten Oberingenieur Beutner wurde vom Vorsitzenden Langer, aber noch nicht bezahlt. Die Firma Gebr. Alsberg, die v. Schulz folgender Vergleich formuliert: Die Firma erkennt den eine Anzahl Wechsel Langers besaß, beantwortete die Herausforderung Tarif der Rohrleger vom 12. November v. J. in vollem Umfange damit, daß sie die Wechsel ebenfalls ausstellte mit der Anzeige, daß fie billig zu haben seien. So weit die Mitteilung des Blattes. Als an, worauf die Arbeit am Mittwoch, den 6. Mai, wieder aufim Laufe der Gerichtsverhandlung der Vorsitzende das civilrechtliche genommen wird. Beide Parteien erkannten diesen Vergleich unterSchuldverhältnis zwischen Langer und der Firma Alsberg zur Auf- schriftlich an. flärung des Sachverhalts näher feststellen wollte, antwortete der als Die Müllfutscher und Mitfahrer der Staubschutz"- Akt.- Ges., Sie fordern Zeuge geladene Konsul auf eine Frage des Vorsitzenden in ganz er- Nord- Ufer, befinden sich seit Montag früh im Streit. regtem Tone: " Aber was soll das! Sie fragen mich hier nach eine Lohnerhöhung für Kutscher auf 30 M. und für Mitfahrer auf meinen Privatangelegenheiten; ich bin doch nicht der Angeklagte." 27 M. und Abschaffung des Drei- Fuhren- Systems. Eine am MontagDas Gericht erblickte in dieser Antwort, die mehrfach wiederholt vormittag angebahnte Verhandlung hat zur Beilegung des Streiks wurde, eine grobe Ungebührlichkeit und nahm den Konsul in eine nicht geführt. Arbeitswillige aus den Reihen der Streikenden sind Ordnungsstrafe von 30 M. Nach wiederholten ausweichenden Ant- nicht zu verzeichnen. worten weigerte sich der Konsul schließlich, weitere Aussagen zu Von den Arbeitern der Straßenbahn- Werkstätten sind nicht, wie machen. Das Gericht nimmt hierauf Bezug und verurteilt den in dem gestrigen Bericht steht, 250, sondern 520 organisiert. Konsul wegen wiederholter Ungebühr zu einer sofort zu vollDer Konsul protestiert streckenden Haftstrafe von einem Tage. hiergegen; fönne als Amerikaner wegen einer Ueberfretung bon deutschen Gerichten Als er Deutsches Reich. Aussperrung beim Bremer Vulkan. Eine Privatdepesche aus nicht verurteilt werden. Vegesack meldet uns, daß auf der dortigen Werft des Bremer er abgeführt werden soll, läuft er aus dem Gerichts- Bultan 150 Nieter ausgesperrt sind. faale und flüchtet in seine Wohnung, die er noch nicht wieder verlassen hat. In der Sache selbst wurde weiter verhandelt und Redakteur Dittmann wegen Beleidigung des Konsuls zu 50 M. Geldstrafe oder 10 Tagen Gefängnis verurteilt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Zur Aussperrung in Iserlohn hatten wir bereits mitgeteilt, daß die Fabrikanten- Berein Unorganisierte und aus der Drganisation Austretende am Mittwoch wieder einstellen will. Jetzt wird uns berichtet, daß es sich hierbei nur um einen Versuch handelt. Der Fabrikanten- Verein falfuliert ganz richtig, daß sich in den Reihen der Ausgesperrten nicht so viele Abtrünnige finden werden, als nötig sind, die Betriebe im Gange zu halten. Die am Mittwoch etwa Eintretenden werden deshalb ohne Kündigung eingestellt, damit fie, wenn ihrer zu wenige sind, am Donnerstag wieder entlassen und die Fabriken geschlossen werden können. Maurer- Aussperrung in Mainz. Der Kampf nimmt seinen Fortgang. Die Bauten find fast gänzlich verödet. Poliere und Lehrlinge suchen sich so gut sie es vermögen zu beschäftigen. Die Zahl der durch die Aussperrung beschäftigungslos werdenden Arbeiter vermehrt sich von Tag zu Tag. Die Lohnbewegung der Schuhmacher nimmt, soweit die Durch führung des Minimallohntarifs in Betracht kommt, einen äußerst günstigen Verlauf. Eine große Anzahl von Arbeitgebern, welche am Montag noch kategorisch die Zustimmung zu dem Tarif verweigerten, haben sich am Dienstag eines Besseren besonnen und den Tarif an erkannt. Infolge dessen hat die Zahl der Ausständigen beträchtlich abgenommen und beläuft sich dieselbe augenblicklich auf rund 500. Ein günstiges Ergebnis hat die Lohnbewegung auch insofern Die Tischler in Planen i. V. streifen. Sie hatten vor vier Wochen gehabt, als eine Anzahl Arbeitgeber, welche bereits nach dem Minimal- den Meistern ihre Forderungen eingereicht( 20 Proz. Lohnerhöhung, lohntarif oder darüber bezahlten, Lohnerhöhungen bewilligten. 58 Stunden wöchentliche Arbeitszeit usw.), worauf aber keine Antwort Wesentlich anders liegen die Verhältnisse bei den besseren Maß- erfolgte. Am 18. April kündigten sämtliche Tischlergesellen. geschäften. Diese Arbeitgeber haben sich gegenüber der Bewegung Einigungsversuche, die während der Kündigungsfrist unternommen koaliert und der Streifleitung erklärt, daß es ihnen unmöglich sei, wurden, verliefen ergebnislos. Die Zahl der Streifenden beLohnerhöhungen bewilligen zu können, welche Erklärung der Ober- trägt 300. meister Bierbach in der Montagsversammlung noch ganz besonders Die Fliesenleger in Dortmund ersuchen, den Zuzug dahin unterstrich. Diese Erklärung ist insofern eigentümlich, als es sich dabei namentlich um erst und zweitklassige Geschäfte handelt, welche für fernzuhalten, weil zwischen ihnen und den Unternehmern Differenzen die sicherlich in der Lage sind, auch angemessene Preise für feine die zahlungsfähigsten und höchstgestellten Gesellschaftskreise arbeiten, bestehen. Dant. Den edlen Spendern besten Dank für die gesandten Handarbeit zahlen zu können, die die Gewährung eines angemessenen Bücher! Für die Centralbibliothek der vereinigten Gewerkschaften Lohnfazes für den Arbeiter ermöglichen. Daß eine angemessene Bruck a. d. M.( Steiermark) der Bibliothekar: Haberl. ohne daß gleich die Schuhmachermeister ihre Existenz einbüßen, beSteigerung der gegenwärtigen niedrigen Lohnsätze auch möglich ist, weist doch gerade der Umstand, daß es verschiedene Arbeitgeber mit der Zeit zu großem Wohlstand gebracht haben, außerdem haben gerade eine Anzahl mittlerer Geschäfte sich bereits mit ihren Nückerstraße 6 E. Bericht über den Geschäftsbetrieb im Monat Central- Verein für Arbeitsnachweis, Gormannstraße 13 und Arbeitern geeinigt und Lohnerhöhungen von 0,75-2,00 m. pro Paar bewilligt, darunter die Firmen Stiller, Grunert, Philipp und Fischbach, April: Eine weitere Zahl von Arbeitgebern stehen noch mit ihren Arbeitern in Verhandlungen und dürften in den nächsten Tagen weitere Einigungen zu erwarten sein. Die Lohnkommission. 4. Wahlkreis( Often): Albert Wase wit, Friedrichsbergerstr. 19. letterer den vollen 2. Tarif mit zusammen 83 Arbeiterit. 4. Wahlkreis( Südosten): Karl Scholz, Wrangelstr. 110. 5. Wahlkreis: Franz Koste, Marienburgerstr. 3/4. 6. Wahlkreis: Mar Kiesel, Schulstr. 22. Gustav Lautant, Brunnenstr. 117. Nieder- Barnim: A. Taubmann, Neu- Weißensee, Elsaßstr. 15. Teltow- Beeskow: Ernst Obst, Schöneberg, Meiningerstr. 8. Arthur Stadthagen, Corneliusstr. 3. E. Vorsitzende der Wahlvereine: 1. Wahlkreis: elig Guttmann, Niederwallstr. 28/29. 2. Wahlfreis: Hugo Woldersti, Stegligerstr. 84. 3. Wahlkreis: St. Friz, Dranienstr. 157 IV. Partei- Nachrichten. im Lederarbeiter Sociales. Eingeschriebene Von Arbeitgebern In Arbeit arbeitsuchende Personen berlangte Arbeitskräfte gebrachte Personen Ungelernte Arbeiter. Städtische Arbeiter 2952 2118 1914 193 269 252 30 2 2 1147 1223 723 372 194 172 73 69 55 395 289 212 291 107 76 478 778 364 5941 5049 3770 Maler Schlosser Klempner Tapezierer Buchbinder Weibliche Personen Der Streif der Stuffateure. Wie gestern vormittag in der sehr zahlreich besuchten Versammlung der Streifenden berichtet wurde, ist in dem Stand der Bewegung seit Sonntag feine wesentliche Veränderung eingetreten. Die Firma 3olle, die ihre Bewilligung durch ein Schreiben vom 1. Mai wieder rückgängig machte, hat, nachdem die Stuffateure am Montag vorstellig wurden, dieses Schreiben wieder für ungültig erklärt und erhält jetzt ihre Bewilligung aufrecht. Im ganzen haben nun 54 Firmen die Forderungen 4. Wahlkreis( Dsten): Ernst Bader, Große Frankfurterstr. 34. der Centralorganisation anerkannt. Die Unternehmer bemühen sich Die Kulturaufgaben leiden nicht? In eine Straffammerfizung 4. Wahlkreis( Südosten); Paul Hoffmann, Oppelnerstr. 21. sehr eifrig, Arbeitswillige heranzuziehen und haben unter andrem 5. Wahlkreis: Leo Bucht, Mendelsohnſtr. 9, 2. Hof Aufgang A Stuftateuren für Berlin annonciert und versprechen ihnen in der Brachwizer Boltsschule 100 bis 120 Schüler zu beBreslauer Generalanzeiger" nach einigen hundert zu alle war der Lehrer Otto Lehmann von Brachwitz wegen Ueberschreitung des Züchtigungsrechts angeklagt. Der Mann hatte 4 Tr. bei Strehlow. 7 bis 8 M. Tagelohn. Sie haben aber damit so viel wie gar aufsichtigen und zu unterrichten, wobei er zeitweise sehr nervös ge6. Wahlkreis: Wilh. Freythaler, Gartenplatz 1. Central- Wahlverein für Teltow- Beeskow: Paul Hirsch, Char- mit den Berliner Streifenden solidarisch erklärt feinen Erfolg, da die Breslauer Stuffateure sich bereits worden war und von dem Stock in übermäßiger Weise Gebrauch haben und lottenburg, Nofinenstr. 3. dafür sorgen, daß von dort keine Streitbrecher geliefert werden. gemacht hatte. Pastor Hoffmann als Schulinspektor bekundete, daß Daß die Unternehmer sich in großer Verlegenheit befinden, beweist Angeklagten nicht auf bösen Willen, sondern auf Nervosität eine eventuelle Ueberschreitung des Züchtigungsrechtes seitens des auch ein der Versammlung der Streikenden vorliegendes Cirkular und Aufregung zurückzuführen sei; man möge berücksichtigen, des Arbeitgeberbundes, wodurch dieser an die Bauherren welche Anzahl Kinder der Lehrer täglich zu unterrichten gehabt habe. Die Partei- Organisation in Karlsbad( Böhmen) ersucht uns mit- die dringende Bitte richtet, doch mit den Stuffateurgeschäften nur während der Staatsanwalt 50 M. Geldstrafe beantragte, sprach das zuteilen, daß sie fich mit der Angelegenheit des Genossen Dr. Start noch einige Zeit Geduld zu haben, da der Streik ja boch nur noch Gericht den Lehrer mit dem Hinweiſe, er möge zukünftig mit den Die sich als Freie Vereinigung" Kindern etwas vorsichtiger zu Werke gehen, frei. in Karlsbad gegen Dr. B. Weiß in Hamburg beschäftigt habe. ganz kurze Zeit dauern werde. Dr. Start ſei über den Vorgang befragt worden und er habe erbezeichnende Streifbrecher- Organisation, die mit ihren 44 Mitgliedern klärt, daß er in der Sache in gutem Glauben gehandelt habe und Verbandes Tarifverträge mit den Unternehmern abzuschließen, sucht der Knappschaftskasse in Dortmund den Zechenverwaltungen mit, sich anmaßt, über die Köpfe der 800-900 Mitglieder des Central- Bezüglich der Bekämpfung der Wurmkrankheit teilt der Vorstand auch heute noch von der Richtigkeit seiner Behauptungen überzeugt mit den traurigsten Mitteln Uneinigkeit unter den Streifenden her- daß die Untersuchung der Belegschaften auf Kosten der betreffenden sei. Die Parteikonferenz erklärte dem Genossen Stark, daß sie von vorzurufen und dadurch den Unternehmern zu dienen. feiner Wahrheitsliebe überzeugt sei, und beschloß, diesen Standpunkt Flugblatt, das an die„ Kollegen vom Central- Verband" gerichtet ist und schaft 1 M. ale angemessen erscheine. Die Mikroskope werden von durch Veröffentlichung im Vorwärts" bekannt zu machen. allerlei unwahre Behauptungen enthält, sucht diese Freie Vereinigung" der Knappschaftstasse angeschafft und den Zechenverwaltungen zum Ohne uns in eine neue Erörterung des der Erklärung zu Grunde ben Streifenden einzuredent, daß die Unterschriften der Unternehmer, Selbsttoftenpreise a Stite 400 M. überlassen. Da die mikroskopische liegenden Streitfalles einzulassen, kommen wir dem Wunsche der die bewilligt haben, nichts wert seien, weil sie in der Notlage ge- Untersuchung sehr einfach ist, so wird seitens des KnappschaftskaffenKarlsbader Partei- Organisation, der sich auf das Verhältnis derselben geben seien. Dieses Flugblatt sowie auch ein Cirkular, wodurch Vorstandes der Vorschlag gemacht, zur Entlastung der Snappschaftszu Genossen Start bezieht, hiermit nach. einige von den Streifenden zu einer Versammlung der Freien Verärzte Heilgehilfen in der Untersuchung auszubilden und dann damit Polizeiliches, Gerichtliches ufw. einigung, die am Mittwoch stattfinden soll, eingeladen wurden, ist so zu betrauen. Schließlich wird auf die absolut notwendige UnterPolizei und Maifeier. Ueber alle Verbote von Maifeier- abgefaßt, daß man ohne Zweifel annehmen muß, daß Unternehmer fuchung derjenigen Bergleute hingewiefen, welche nen angelegt Umzügen zu berichten, berbietet sich schon deswegen, weil wir unsre selbst die Verfasser find. Es wird aber auch durch diese Machen werden. Der Knappschaftsverein läßt bisher die Untersuchung auf schaften nicht gelingen, die Streifenden wankelmütig zu machen. Wurmkrankheit in 4 Bechenbaracken und 17 Krankenhäusern vorLeser unmöglich mit der immer wiederkehrenden Wendung von den Der Stand des Streite ist im allgemeinen als recht günstig zu be- nehmen. Zur Zeit find 63 Aerzte auf Wurmkrankheit unterwiesen. „ dringenden Gründen des öffentlichen Wohles" langweilen können. Nur ausnahmsweise, wenn die Behörden einmal uns einen Einblick zeichnen. Aus dem Verlauf der Versammlung und der Diskussion Gegen die Anstellung eines Wohnungsinspektors hatten sich in die innere Verbotsmaschinerie gestatten, verlohnt es sich, den ging deutlich hervor, daß die Streifenden an ihren Forderungen feft Gründen näher zu treten, welche für polizeiliche Entschließungen halten und durchaus nicht die Absicht haben, den jetzt drei Wochen maßgebend find. So dekretiert der Bürgermeister von Ilmenau: dauernden Kampf aufzugeben. " Der aus bezeichnetem Anlaß( Maiversammlung) am gleichen Zur Lohnbewegung der Treibriemen- Sattler ist noch zu berichten: Tage abends 7 Uhr geplante Festzug durch die Straßen der Stadt Die Herren der Ortsgruppe Berlin des Verbandes der Treibriemen " die Würzburger Stadtväter mit Händen und Zähnen gewehrt und wiederholte Anordnungen der Regierung wurden einfach nicht erfüllt. Nunmehr hat die Regierung erklärt, daß bis 1. Juli der Posten besetzt sein muß, widrigenfalls er von Regierungs wegen ausgefüllt wird. Schweren Herzens mußten sich die störrischen Die Arbeiterbeifiker des Gewerbegerichts Nürnberg richteten an den dortigen Magistrat das Gesuch, die Angliederung der Kaufmannsgerichte an die Gewerbegerichte zu begutachten und die zahlreichen Petitionen, in denen um Befürwortung des Anschlusses an die Amtsgerichte nachgesucht wird, abzulehnen, da nur durch die Angliederung an die Gewerbegerichte eine im Interesse aller Beteiligten liegende rasche Erledigung der Differenzen gewährleistet sei. Verfammlungen. " Namens auf der GeburtsParagraphen im Wortlaut Ihnen mitzuteilen. Sie finden das Gesetz t Stadtbäter bazu entschließen, endlich einen Wohnungsinspektor an- 1872,32 m. Dem Kassierer wurde einstimmig Decharge erteilt. zustellen. Eine oberflächliche Besichtigung der Wohnungen in Würz- Bruhns, der den Vorstandsbericht gab, ging dann des näheren auf die jeder öffentlichen Bibliothek und in der Bibliothek Ihrer Gewerkschaft. burg durch eine städtische Kommission hat ergeben, daß Mißstände Stellung unsres Verbandes zu den andern Gewerkschaften ein. Die Sch. 33, W. B. Ihr Anspruch wird an der Schwierigkeit des Beweises vorhanden sind, die dringend der Abhilfe bedürfen. Ebenso hart- Bahlstelle Schöneberg ist zu Berlin übergetreten. In der Diskussion scheitern: der Beklagte hätte zu schwören, ob Ihre Annahme zutrifft. 0. F. 100. 1. Ja. 2. bis 4. Die Invaliden- und die Altersrente näckig sind die Stadtväter von Schweinfurt. Schon seit einem fritisierten verschiedene Kollegen die Agitation der verschiedenen Ber- richtet sich nach der Höhe der Beiträge. 2. 9. 3. Niemals. Jahre sträuben sie sich krampfhaft gegen die Forderung, einen Bau- bände unter sich. Es müßte hierin unbedingt Remedur geschaffen Abonnent L., Zellstr. 1. Nein. 2. Niederbarnim.- Wähler. Wenn aufseher aus dem Arbeiterstande anzustellen, obwohl die Kreis- werden. Man werde auf dem nächsten Gewerkschaftskongreß die Sie nicht bis spätestens am 25. Mai nach Wanzleben verziehen, sich dort anmelden und Aufnahme in die dortige Wählerliste erwirken, bleiben Sie regierung dies selber schon wiederholt verlangt hatte. Einmal be- Frage anschneiden lassen. A. H. O. Das Reichsgesetz vom gründeten sie ihre Ablehnung damit, daß die Bauten, die zu den Der Verein der Bauanschläger hat in seiner Generalversamm- nur in Rirdorf wahlberechtigt. Beschwerden Anlaß gegeben hatten, bereits fertig gestellt seien und lung am 3. d. M. beschlossen, bei der Meisterkommission nochmals 19. Mai 1891 über die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Hand- Feuerwaffen berbietet, Hand- Feuerwaffen feilzuhalten oder in den Verkehr zu daher die Anstellung eines Bauaufsehers überflüssig sei! Die Re- vorstellig zu werden um strikte Beantwortung der Tariffrage. Auch bringen, wenn ihre Läuse und Verschlüsse nicht in amtlichen Prüfungsgierung ließ jedoch diesen Grund nicht gelten und gab dem Schwein- wurde beschlossen, in diesem Monat eine öffentliche Versammlung anstalten geprüft und mit Prüfungszeichen versehen sind. Verfehlungen furter Magistrat abermals die Anweisung zur Anstellung eines der Bauanschläger einzuberufen behufs Stellungnahme zur Tarif- hiergegen sind mit Geldstrafe bis 1000 Mark oder mit Gefängnisstrafe bis Bauaufsehers, das wurde aber wiederum abgelehnt. Man muß in frage. Die Versammlung wird im Vorwärts" bekannt gegeben. zu sechs Monaten sowie mit Einziehung der Waffen bedroht.-. 10. Nein. Schweinfurt wirklich allen Grund haben, eine sachverständige BeA. M. 26. Namensbeilegung. Dem außerehelichen, in die Ehe Groß- Besten. Der socialdemokratische Wahlverein hielt am gebrachten, nicht von ihm erzeugten Kinde seiner Frau kann der Ehemann aufsichtigung der Bauten zu fürchten. 26. April seine Generalversammlung ab. Zunächst erläuterte der infolge einer auf Antrag der Socialdemokraten in das Büürgerliche Gesetzbuch Vorsitzende das Wahlgesetz zum Reichstage. Sodann gab der gebrachten Vorschrift seinen Namen beilegen. Sie können das dadurch erDer reichen, daß entweder Sie, Ihre Frau und der Vormund vor dem StandesKassierer den Kassenbericht und wurde ihm Decharge erteilt. Verein besteht jetzt zwei Jahre und ist es das erste Mal, daß die beamten erscheinen, der die Geburt bekundet hat. Dort geben Sie zu Parteigenossen am Orte in der Lage waren, am Sonntag, 3. Mai, Protokoll, daß Sie dem Kinde Ihren Namen geben, die andren erklären ihr eine Maifeier zu veranstalten, da ihnen im vorigen Jahre noch kein Einverständnis hierzu. Oder Sie stellen eine Urkunde etwa folgenden Inhalts aus:„ Meine Ehefrau hat vor der Ehe ein nicht von mir erzeugtes Lokal zur Verfügung stand. Kind Namens geboren. Ich erteile hierdurch dem Kinde meiner Ehefrau meinen Namen, so daß es fortan heißen soll. Berlin, den Folgt Ihre Unterschrift.( Dieser Name ist gerichtlich oder notariell zu beglaubigen.) Unter das Schriftstück folgt:" Mit der Erteilung des an mein Kind, beziehentlich Mündel, bin ich einverstanden. Berlin, den. Folgen die Unterschriften Ihrer Frau und des Vormunds. Auch diese Unterschriften sind notariell oder gerichtlich zu be glaubigen. Diese Urkunde überweisen Sie dann dem Standesbeamten, in dessen Standesregister die Geburt des Kindes eingetragen ist, mit dem Antrage: Auf Grund dieser Einwilligung den Namen urkunde in.... umzuwandeln. Dieser zweite Weg ist vorzuziehen, wenn das Kind nicht hier geboren ist. Es ist zweckmäßig, die NamensN. M. Mein. beilegung vor der Einschulung stattfinden zu lassen. N. N. 100. 1. Darüber, ob das Strafverfahren weiteren Fortgang nimmt es ist dies durchaus möglich erhalten Sie durch Anfrage bei der Staatsanwaltschaft Auskunft. 2. Es gilt als selbstverständliche Anstandspflicht, den Namen des Komponisten zu nennen. Er hat ein Recht hierauf, wenn nicht eine besondere Vereinbarung entgegensteht. Zwei Streitende. Gemeindliche Erlaubnis zum Heiraten ist außer in Teilen O. P. 12. Mit von Bayern für Deutsche nicht mehr erforderlich. erreichter Volljährigkeit, also mit vollendetem 21. Lebensjahr, kann ein Mann heiraten. E. 3. 51. Sie sind rechtlich Ihren Eltern gegenüber nur so weit alimentationspflichtig, als Sie die Alimentationspflicht bei Berücksichtigung Ihrer sonstigen Verpflichtungen ohne Gefährdung des standesmäßigen Unterhalts für Sie, Ihre Frau und Kinder erfüllen können. von der Gemeinde für Ihre Mutter verwendeten Zum Ersatz der Krankenhauskosten sind Sie nicht verpflichtet. O. 2. 907. Nein. Schenkmorn. Für Erziehungsstreitigkeiten zwischen Eheleuten ist zunächst das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Ehemann wohnt, zuständig. Eine Klage auf Herausgabe des Kindes ist nicht aussichtslos. Schiller. Das Schöneberg. GesezSchreiben der Direktion entspricht der Rechtslage. liche Borschriften der von Ihnen gedachten Art bestehen nicht. Sie können aber mit Aussicht auf Erfolg sich an die Gewerbe- Deputation mit dem Antrag wenden, auf Beseitigung der Mißstände zu dringen. B. 10, Kühne, 2. K. 99, 2. W. 1. Nein. Morne Holstein. Den Antrag auf Naturalisation können Sie mit Aussicht auf Erfolg für sich und ihre Kinder ſtellen. 23. M. 101. Sie sind wahlberechtigt. 2. Y. Leider nicht. Gustav Schwarz. 1. und 2. Die Zinsen bis Ablauf des Jahres 1898 find verjährt. Die noch nicht verjährten Binjen tönnen Sie einflagen. 3. Ohne Anfrage bei Ihrem Schwiegervater und beim Amtsgericht können Sie Nachricht darüber, ob ein Testament errichtet ist, nicht erhalten. Kluck. Sie dürfen den Gegenstand nicht verkaufen, Sie können nur AbG. P. Ein Anspruch gegen eine Stasse steht Ihnen holung verlangen. 2. M. 64. 1. Ja: Verjährung nach Ihrer Schilderung leider nicht zu. tritt nicht ein. 2., 3. und 4. Ja. R. V. 58. Nein, nur in besonderen Frankenfelde. 1. Nein. 2. Falls Fällen: Arbeiterrecht S. 237-239. Hermann nicht mit Ihnen über die Pflege getroffene Vereinbarungen( z. B. daß das E. V. 85. 1. Ja. 2. Nein. Krause. Der Bahnbeamte ist im Recht. Rind in Berlin zu erziehen ist) entgegenstehen: Ja. 3. Ja. Weißensee. Am 28. April fand im„ Prälaten" eine öffentliche Gewerkschaftsversammlung statt. Schumann erstattete den Bericht vom Getverkschaftskartell. Dem Kartell gehören 12 Gewerkschaften an. Der Kassenbericht wies eine Einnahme inkl. Bestand vom borigen Semester von 572,25 M. auf; die Ausgabe betrug 268,44 M.; Buchbinder- Verband. Die am 29. April im„ Dresdener Kasino" es verbleibt ein Kassenbestand von 303,81 M. In dem Bericht führte tagende Generalversammlung der Bahlstelle Berlin nahm zunächst Schumann den Anwesenden die Notwendigkeit der gewerkschaftlichen den Geschäfts- und Kassenbericht des ersten Qartals entgegen. Bei Organisationen vor Augen. Ferner wurde in dem Bericht erwähnt, der Feststellung des Mitgliederbestandes von 2198 männlichen, 1672 daß der Vorsitzende des Gewerbegerichts es als unzulässig erklärte, weiblichen, insgesamt 3870 Personen, ist eine Zunahme zu kon- daß ein Beisitzer einen Kläger vor Gericht vertreten fann. Es wurde staticren. Die Centralkasse hatte eine Einnahme von 14 897,65 M., diese Handlungsweise als ungesetzlich erklärt. Es werden die Geeine Ausgabe von 6158,25 M., darunter für Arbeitslosen- Unter- noffen aufgefordert, alle Vorkommnisse, welche auf das gewerbliche ftzung 3476,30 M. Nach Stuttgart wurden 8400 M. gesandt. Die Verhältnis Bezug haben, dem Kartell zu melden, damit es zu der Einnahme der Lokalkasse bezifferte sich auf 6352,15 M., die Ausgabe artigen Fällen Stellung nehmen kann. Dem Vertrauensmann Úthes vom Handels-, Transport- und auf 2188,43 M. Der Ueberschuß beträgt 4163,72 M. Der Ertra wurde Decharge erteilt. fonds erhöhte sich von 11 675,09 auf 12 579,24 M. Die Bibliothek Verkehrsarbeiter- Verband berichtet über den Streit der Milchkutscher befitt 1046 Bände. Der Bibliothek- Kommission wurden 100 W. der Centrale für Milchverwertung. Es werden die Einwohner von überwiesen. Ein Antrag wurde angenommen, die Mitglieder aller Weißensee aufgefordert, so lange keinen Tropfen Ringmilch zu Gegen die in voriger Ver- trinken, bis die Angestellten zu ihrem Recht gekommen find. Als Tariftommissionen zu entschädigen. sammlung erfolgte Wahl Jahns zum Mitglied der Berliner Gewerk Revisoren wurden Wall und Heiler gewählt. schaftskommission wurde ein von 15 Kollegen unterzeichneter Protest eingelegt. Lenk begründete denselben und unterbreitete der Versammlung eine Resolution, des Inhalts, daß die Kollegen eine Verantwortung für die Thätigkeit P. Jahns auf Grund der im dritten Berliner Reichstags- Wahlkreise erfolgten Feststellungen nicht übernehmen können, infolgedessen seine Wahl für nichtig erklärt, ein ihm zugestandenes Referat über Konsumgenossenschaften rückgängig gemacht und ihm die Befähigung, irgend ein Amt in der Organisation der Zahlstelle Berlin innerhalb zwei Jahre zu befleiden, aberkannt wird. Jahn schildert seine frühere politische und gewerkschaftliche Thätigkeit, das gegen ihn ergangene Urteil beruhe auf Unfenntnis der wirklichen Vorgänge und Personenverwechselung, woraus sich alsdann eine falsche Ansicht gebildet habe. Die über die einzelnen Teile der Resolution erfolgenden Abstimmungen ergaben erdrückende Majoritäten für dieselbe. Fensterputzer. In der Generalversammlung am 28. April machte Brüschte bekannt, daß Gebert von seiten des Vorstandes als Kassierer und auch als Gauleiter der Provinz Brandenburg ernannt worden ist. Hierauf gab Gebert den Kassenbericht. Die Einnahme betrug in diesem Quartal 891,06 M., die Ausgabe 751,54 M., somit verbleibt ein Kassenbestand von 139.52 M. Dem Kassierer wurde Decharge erteilt. Hierauf gab Naßler Bericht über den Ausstand bei der Firma Stähr. Redner stellte am Schlusse seiner Ausführungen einen Antrag der dahin geht, den Streit bei obengenannter Firma aufzuheben. Es wurde einstimmig beschlossen, den Streik aufzuheben. Brüschke machte hierauf bekannt, daß sich ein Fensterpub- Institut Berolina" gegründet hat, welches nur von organisierten Kollegen geleitet wird. Folgende Resolution fand einstimmige Annahme: Die Versammelten nehmen Kenntnis von der Gründung des Fensterreinigungs- Instituts„ Berolina". Sie begrüßen diese Gründung als ein Bollwerk gegen das Unternehmertum und erblicken darin einen Stützpunkt für die gesamten Fensterpuzer Berlins. Sie berpflichten sich, Mann für Mann dafür zu sorgen, daß dem Unternehmen immer mehr Arbeit zugeführt wird, um dadurch immer mehr Kollegen Arbeitsverdienst zu verschaffen. Der Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter( Zahlstelle Der Berlin) hielt am 29. April seine Generalversammlung ab. Kassenbericht besagt: Einnahme 1665,93 M., Ausgabe 325,65 M., an den Hauptvorstand geschickt 467,96 M., bleibt ein Bestand von Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 6. Mai. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Bar und Zimmermann. Schauspielhaus. Prinz Friedrich von Homburg. Deutsches. Die Weber. Berliner. Der Hüttenbefizer. Lessing. Die Jüdin von Tolodo. Neues. Pelleas und Melisande. Residenz. Lutti. Westen. Dubarry. Central. Madame Sherry. Thalia. Der Posaunenengel. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Die guten Freunde. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Die Here. Belle Alliance. Winterschlaf. Hierauf: Vor dem Gesindeball. Carl Wein. Jugendstürme. Casino. Unser Goldjunge. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Buntes. Der Zigeunerbaron. Luisen. Geschlossen. Kleines. Nachtasyl. Trianon. Die Notbrüde. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Passage Theater. Specialitäten. Balast. Geschlossen. Urania. Taubenstraße 48/49. Die deutsche Dstseeküste. Invalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands, Bezirk Berlin. Mittwochabend 9 Uhr: Sigung in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Gäste sind willkommen. Centralverband der Konditoren und verwandter Berufe. Heute abend 8%, Uhr: Versammlung im Verbandslokal Linienstr. 96. Gäste willkommen. Verband der Frisenrgehilfen Deutschlands, Zweigverein Berlin. Mittwoch, den 6. Mai, abends 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung bei Günzel, Rosenthalerstr. 57. Briefkasten der Redaktion. Cecil. Genosse Singer ist nächsten Dienstag in Sonneberg. A. S. 10. G. wohnt in Zehlendorf bei Berlin, Prinz Handjerhstraße. Fr. D. 10. Hilarität bedeutet Heiterkeit. 777. Bierter Gewerkschaftsfongreß in Stuttgart am 16. Juni 1902. Ausländer 22. Frage 1 läßt sich in kurzen Worten nicht erschöpfend beantworten. Zu langen Ausführungen bietet der Briefkasten aber feinen Raum, deshalb empfehlen wir Ihnen, sich mit der Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung vertraut zu machen. Material dazu finden Sie in den Bibliotheken jeder größeren Gewerkschaft. Streitende Genossen. 1. Vorsitzender des Verbandes deutscher Buchdruder ist Döblin. 2. Darüber wissen wir nichts Bestimmtes. 3. Vorsigender des Gutenberg- Bundes ist Karl Ilig. 4. Wird uns als konserbativ bezeichnet, wir kennen den Herrn nicht. Juriftifcher Teil. A. 2. 27. Witterungsübersicht vom 5. Mai 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter F. G. 100. Sie könnten lediglich den Wirt auffordern, innerhalb einer von Ihnen zu bestimmenden angemessenen Frist die unliebsamen Mitbewohner entfernen zu lassen, androhen, daß Sie eventuell nach Ablauf der Frist dies auf seine Kosten thun würden, die Drohung dann mit Hilfe eines Kammerjägers ausführen und endlich die Kosten einklagen. Soweit ohne mündliche Rücksprache die Sachlage zu beurteilen ist, wäre eine Klage auf Lohnzahlung nicht ohne Aussicht auf Erfolg. Die Klage beim Gewerbegericht kann mündlich oder schriftlich angestellt werden.- A. M. 5. Swinemde. 745 SSD heiter Hamburg 746 S Da der Schuldner verzogen ist, hat er Ihnen den Betrag zuzusenden. Berlin A. B. 23. Kommt in die nächste Nummer. H. M. Zeichen. Ja. A. 31. Für gewerbliche Arbeiter, zu diesen gehört das Küchenpersonal Frantj.a.M. 748 S eines Restaurants, besteht 14 tägige Kündigung, falls nichts andres verein- München bart ist. Die Kündigungsfrist des Gefindes( ob Hausmädchen oder Köchin ist gleich) ist eine sechswöchentliche zum Quartals ersten, falls nichts andres vereinbart ist. Ein Gesetz wie Sie es andeuten, ist nie vorgelegt. . K. 1000. 1. Nein. 2. Das kann als strafbar erachtet werden. 3. Ja. F. R. Schon die Rücksicht auf den Raum berbietet es, den gewünschten Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Die guten Freunde. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Die Hexe. 746 28 750 S Temp. n. T. 5° C. 4° R.| Stationen Barometer ſtand min Wind richtung Windstäcke Wetter 2heiter Temp. n. T. 5º E.= 4°. -0 bedect 8 2 bedeckt 11 17 Haparanda 765 NN 1 wolkenl 12 Petersburg 757 Still 2Regen 15 Cort 743 M 3bedeckt 12 Aberdeen 5 mollig 11 Paris 747 528 4 bedeckt 11 750 S 5 bedeckt 13 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 6. Mai 1903. Zunächst aufklarend, am Tage etwas wärmer bei mäßigen nördlichen Winden; später wieder zunehmende Bewölkung und Regen. Berliner Wetterbureau. Wien Stuffateure! Bauberufe! Die Arbeitswilligen- Vereinigung scheut nicht die schäbigsten Mittel Mittwoch abend 8 Uhr: und hat genau nach unsrem Muster nachgeahmte ArbeitsberechtigungsTrauerspiel in 5 Aufz. v. A. Fitger. Karten angefertigt. Wir fordern nun alle arbeitenden Kollegen auf, in Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: der heutigen Versammlung sich andre Karten von uns ausfüllen zu lassen, Luftspiel in 4 Ausz. v. Vict. Sardou Die Hexe. Freitagabend 8 Uhr: Die Hexe. Die guten Freunde. Freitagabend 8 Uhr: Die guten Freunde. um dieser dreisten Nachahmung entgegenzutreten. Urania. Castans Panoptikum. Carl Weiss- Theater. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anfang: Friedrichstr. 165. Mit seinen weltberühmten Wachsfiguren u. unzähligen andren Sehenswürdigkeiten! Neu! Princess Bohatcio, die Kolossal Indierin aus Singapore. Neu! Carlo Riego mit seiner Cléo Otéro Wiener Elite- Kapelle. Pythia Anthropos. Große Frankfurter: Straße 132. Jugendstürme. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Lette Die Kindervorstellung: wilden Schwäne. Sonntagnachmittag 3Uhr: Am Altar. Ab Sonntag: Eröffnung der Specialitäten- Saison. Metropol- Theater. Mit glänzender Ausstattung. Neuestes! Allerneuestes! Revue in 5 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Victor Holländer. Thalia- Theater. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Letzte Woche! Anfang 7, Uhr. Die Lohnkommission. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Drchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Avis! Posaunen- Engel. Denry Bender. Casino- Theater 3 Uhr. Sonntags Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Anf. der Abendvorstell. 8 Uhr. Lola Loyd Excentric- Soubrette. Oskar Klein. Wochentags ab 7 Uhr Eintrittspr. nur 25 Pf. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Anfang 7 Uhr: Cake Walk. Lutti( Loute). Ganz Berlin zerbricht sich schon den vierten Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! 14 neue erstklassige Nummern. Trianon- Theater. Bernhard Rose- Theater Georgenstraße, zwischen Friedrich- u.Universitätsstraße. Abends 8 Uhr: Badstraße 58. Mittwoch, den 6. Mai: Der Dornenweg Die Notbrücke. Schauspiel in 3 Atten b. 3. Philippi. Lustspiel in 3 Atten von Fred Gréfac und Francis de Croisset. Sonntag nachmittags 3 ühr: Die Liebesschaukel. Anfang 8 Uhr. F. Nach der Vorstellung: Tanz. Sonnabend 16. Mai: Benefiz für Gustav Albrecht: Goldener Boden. Schwank in 4 Aften von Pierre Beber. Morgen und folgende Tage: Lutti. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Neues Theater Schiffbanerdamm 4a- 5. Anfang 72 Uhr: Pelleas und Melisande. Der Thielscher als Spreewälder Amme. Heute Mittwoch, den 6. Mai: Benefiz für den Komponisten Julius Einödshofer.- Sonnabend, 9. ai: Zum 1. Male: Auf eignen Füßen. Sonntagnachmittag 3, Uhr: Charleys Tante. Central- Theater Täglich 72 Uhr: Madame Sherry. Frid- Frid. Flora Siding. Wini Grabitz. 300 Mitwirkende. Im dritten Bild: Eine Sitzung bei Anna Rothe. Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Operette in 3 Aften von Hugo Felir. Zum Die Liebesinsel. Sonntag, 10. Mai, nachm. 3 Uhr, 1. Male: halbe Preise. In erster Beseßung: Berliner Ausstattungs- Operette in Die Fledermaus. 3 Akten von Benno Jacobson. Operette in 3 Aften von Joh. Strauß. Im 2. Akt: Känguruh- Duett und Musik von C. Stix. Abds. 7%, Uhr: Madame Sherry. Auf der Liebesinsel, komponiert Belle- Alliance- Theater. Winterschlaf. Drama in 3 Aften von May Dreyer. Hierauf: Vor dem Gesindeball. Lustspiel in 1 Art von Mar Pollaczet. Donnerstag: Freigesprochen. Hierauf: System Aubert. Anf. 8 Uhr. Sonntagnachm. 3 Uhr: Emilia Galotti. von Paul Lincke. Ferner: Die neuen Specialitäten. Lothringerstr. 37. Täglich, auch Sonntags, Anf. 8 Uhr. Um 92 Uhr: Unser Goldjunge" Borher das vollst. neue Programm. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Heute: Geschlossen. Die Spieltage sind bis auf weiteres nur Sonnabend, Sonntag und Dienstag. Sonnabend, den 9. Mai: Englisch. Unterricht Extra- Vorstellung. in und außer dem Hause ( Einzel- oder im Cirkel) erteilt 10602* G. Swienty geb. Liebknecht, Schöneberg, Sedanstraße 57, III. PrinzenDr. Simmel, Str. 41. Specialarzt für[ 98/ 14* Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4 WINGTORTEN 765 Neues Programm. Mile. Lorraines, Lebende Bilder. Sam Elton, Komischer Excentric. Carlotte Kara, Creolische Sängerin. Pantzer Brothers, Akrobaten. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ecke Alexanderstr. Jm herrlichen Sommergarten: Täglich: Konzert, Theateru. Specialität.- Vorstellung. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Achtung! Vereine! Juni, Juli, August sind noch mehrere Sonnabende zu Theater, Bällen und Sommerfesten frei unter ganz günstigen Bedingungen. V. Wahlkreis. Freitag, den 8 Mai 1903, abends 8 Uhr, im großen Saale des Berliner Handwerker- Vereins, Sophienstr. 15: Wähler- Versammlung. Tages- Ordnung: Rakoczy, Ungarische Tanztruppe. F. Scholz' Festsäle und Garten, Socialdemokratie und Reichstags- Wahlen. Das Meistergesangs- Quartett. Ralph Johnstone, Große Frankfurterstraße 74. Bicyclist. Auch steht mein Saal zu Versammlungen zur Verfügung. Woodwards, dressierte Seelöwen. Miss Diana, amer. Spiegeltänzerin. Ballett und ,, Biograph". Jeden Sonntag: Großer Ball. 2. Anfang 4 Uhr. Land 2 Mark, [ 13622* südwestlicher Vorort, WochenAbzahlung. Par Referenten: Genoffen Dr. Leo Arons und der Kandidat des Kreises Rob.Schmidt. Diskussion. Für zahlreichen Besuch der Versammlung ist zu agitieren. Die Vertrauensleute. Reichshallen. zelle 60th. Amt III. 1296. 1. Eingang: Rosenthalerstr. 57, Sof part. 2. Eingang: Gormannstr. 28. Stettiner Sänger. 11. a. Bühnengrössen und Anna Pote, das : Buvjún Blumenmedium. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Sanssouci. Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. 300 Mart, nur mündlich, verkauft Hinsche, Wißmannstr.4.[ 10132* Patente besorgt und verwertet gut und schnell Patent- Bureau 3.Reichhold u. Co., Berlin NW., Luisentr. 24. Auskunft kostenlos. 7722* Die bestsitzenden 14362 Nach der Vorstellung: Bruchbänder und Leibbinden Tanz- Kränzchen. Hefert A. Reiche, Bandagist, Vereinsbillets gültig. Seydelstraße 15. Lieferant für alle Krankenkassen. A. Jandorf& Co. Spittelmarkt 16/17 Belle Alliancestr.1/ 2 Tompadou Gr. Frankfurterst.113 Alleinverkauf für Berlin der „ Pompadour" Gummi- Schweissblätter Vorzügliches Fabrikat, Trikot- Gewebe mit hellem Gummi, geruchlos, absolut wasserdicht, ganz, dünn und leicht, daher für Sommerkleider und Blusen sehr geeignet. Preis pro Paar: 30, 35, 40 Pfg. Gebr. Cranz' Festsäle und Garten Achtung! Köslinerstr. 8. Achtung! Größter und schönster Festsaal des Nordens, Neu! 1500 Personen fassend, Neu! Naturgarten mit Bühne, 2000 Personen fassend, stehen den geehrten Vereinen und Gewerkschaften zur Abhaltung von Sommerfesten 2c. zu den coulantesten Bedingungen zur Verfügung. Achtungsvoll 12752* Erster Pfingst- Feiertag noch frei. Gebr. Cranz. Schmöckwitz Gasthaus zur Palme ( Endstation der ,, Stern"-Dampfer) Telephon: Inhaber: Hermann Peter. Grünau No. 39. Empfehle mein allbekanntes, herrlich am Wald und Wasser belegenes Lokal den geehrten Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Kegelbahnen, große Kaffeküche. Säle, Hallen, großer schattiger Garten, 2000 Personen fassend. J. A. Partenheimer, Kaiser Wilhelmstr. 19a. Rollschinken Hinterschinken fetter Speck magerer Speck . Das Wahl- Bureau des fünften Kreises befindet sich im Restaurant Günzel, Geöffnet Wochentags von 10 Uhr vormittags an, Sonntags von 10-1 Uhr. Jede gewünschte Auskunft wird dort erteilt. Der Vorstand. Charlottenburg. 217/4 Donnerstag, den 7. Mai 1903, abends 82 Uhr, im ,, Volkshaus", Rofinenstraße Nr. 3: Wähler- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Die kommende Reichstagswahl. Referent: Fritz Zubeil. 2. Diskussion. Gegner find hiermit eingeladen. Das socialdemokratische Wahlkomitee. Meine Damen!! Jetzt Saccos Blusen Röcke Reste zu Saccos, Kleidern, Herren- Anzügen etc. billiger. 1370L* III. Wahlkreis! Mittwoch, den 6. Mai, abends 8 Uhr: 202/7 Wähler- Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal). Tages- Ordnung: 1. Auf zur Reichstagswahl! Referent: Reichstags- Abgeordneter Wolfgang Heine. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwarten 212/ 2* Die Vertrauensleute. 47 Wrangelstr. 47, part. Achtung! Rabitzputzer u. Spanner. ( Kein Laden.) Hochbahnhof Schlesisch. Thor. Herren- Kragen, reinleinen, garantiert 4fach, verschiedene Façons in allen Weiten, Stück 15 Pf., so lange der Vorrat reicht. Kragen Mittwoch, den 6. Mai, abends 8 Uhr, im Neuen Klubhaus, Kommandantenstr. 72: Nach kurzem, schwerem Leiden entschlief am 3. Mai, nachts 11 Uhr, mein lieber Mann, unser guter Bater, Schwiegervater und Großvater, der Tischler Gottlieb Tix 11586 im 61. Lebensjahre. Dies zeigen betrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 7. Mai, nachmittags 4 Uhr, Dom Krankenhause am Urban aus auf dem alten Jakobi- Kirchhof statt. Socialdemokratischer Wahlverein im 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Genossen zur Nachricht, daß das Mitglied Gottlieb Tix nach kurzem Krankenlager am 3. Mai verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 7. Mai, nachmittags 4 Uhr, vom Krankenhaus am Urban nach dem alten Jakobifirchhof statt. Um zahlreiche Beteiligung ersacht 240/10 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Tischler Gottlieb Tix am 3. Mai nach kurzem Krantenlager verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 7. Mai, nachmittags 4 Uhr, bom städtischen Krankenhause am Urban aus auf dem alten JakobiKirchhof statt. 81/17 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Deutscher Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Metallarbeiter- Verband Tages- Ordnung: 1. Situationsbericht über den Stand unsrer Lohnbewegung und weitere Stellungnahme zu derselben. 2. Verschiedenes. 252/10 Der Vorstand. per Dutzend 3 Wk. b 3 Mk. 50 Pt. Deutscher Holzarbeiter- Verband. und Pfg. Manschetten, Prima, garant. 4fach 1/2 Dutzend 1.80 Mk., Oberhemden, Serviteurs, Krawatten, in größter Auswahl, Trikotagen, Strümpfe, Hosenträger, Handschuhe. Detailverkauf zu Engrospreisen. Ernst Marcuse, Münzftr. 23. -Meter Baustellen i. Erkner, 84 f Neu- Zittau 50 Bf., Dabendorf m. BauKonsens 72 Pf., bei Grünau 143 Pf. bert. unt. reellen Zahlungsbedingungen Schulz, Rigdorf, Lenaustr. 12/13, b. III. Reste 75-110 Pf.| fr. Schweineschinken 55-60 Pf. 90-100 65-68 70-75 " Karbonade " Schweinebauch " Rückenfett 75 • " Liesen. " Rinderbraten. Jagdwurst u. Braunschw. 75 " Oberschale " Schlackwurst, Salami f. Leber, Zungenwurst 75 70 " 50 " 55 " 55 " 65 65 " Rotwurst u. Zwiebelwurst 48 Verkauf von 5 Pfd. an.[ 13152* Fritz Leisegang, Chausseestrasse 123, am Dranienburger Thor. Brennabor- u. Möwe- Räder billigst. Grosse Reparatur- Werkstatt. Sämtliche Zubehörteile zu konkurrenzlosen Preisen. Wichtig für Klempner! 14552 Größere Banklempnerei und Installations- Werkstatt für Gas und Baſſer mit großem Stundenkreis( neue Maschinen) ist zu verkaufen. Offerten unter A. T. 100 postlagernd Königswusterhausen. Activa. Bilanz- Conto am 31. Dezember 1902. 46 989,90 Per Conto- Corrent-Conto An Materialien- Conto Caffa- Conto Werkzeug- Conto. Maschinen- Conto Kautions- Conto ( Creditoren) Dahrlehn- Conto. Geschäfts- Anteil- Conto der Mitglieder. Reservefonds- Conto 23,09 2 200, # 1 600, 200, " .. 32 866,99 Gewinn- und Verlust" 7 257,47 Conto Corrent- Conto ( Debitoren). Bankguthaben * spottbillig für elegante Herrenanzüge, Paletots, Kinder- Anzüge usw. Mittwoch, den 6. Mai, abends 814 Uhr: Vertrauensmänner- Versammlungen der Drechsler: Osten bei Matthes, Roppenstr. 41. Norden bei Schmitz, Brunnenstr. 150. Südosten und Westen bei Stramm, Ritterstr. 123. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstatt- Differenzen. Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. 3. Verbands81/16 Marienburgerogierhäuser Geld Pensionate, Hôtels sollten bei grösseren NeuAnschaffungen nicht verabsäumen, meine Offerte u. Preise zu da stets Un** Tuchfabrik- Niederlagewöhnliches zu bieten im Koch& Seeland, Berlin C, Roßstr. 2. Erlaube mir zum Quartalswechsel auf meine seit vielen Jahren bestehende Möbel- und Polsterwaren- Fabrik ganz er gebenst hinzuweisen. Das jahre lange Renommee, welches ich bei dem laufenden Publikum jeit meinem mehrjährigen Bestehen genieße, bürgt für solide und dauerhafte Ausführung meiner Waren. Ein kleiner Versuch wird Sie bon meiner allseitig anerkannten Leistungsfähigkeit überzeugen. Möbel und 1454L* Katalog( 100 Seiten stark) und Mustersendung franko. Teppich Emil Lefèvre Specialhaus Oranienstrasse 158 Berlin S S.t 1- Lotterie. Ziehung: 25.- 27. Mai 8840 Geldgewinne baar ohne jeden Abzug zahlbar von Mk: 355000 Hauptgewinne: Mark 60000 50000 eidenstoffe. 40000 30000 Weltbekannt ist unsre 1452L* Schwarze Reinseidene Robe Jin glatt und gemustert 10 Meter Mark 25,00. Seidenhaus Polster- Pauldrach& Ott. waren- Fabrik von 12342* R. Rosien Tapezierer u. Dekorateur Passiva, 2 587,10 81 965,14 840, an der Kastanien- Allee. 2 489, Conto( Reingewinn) 3 256,21 9. 91 137,45 M. 91 137,45 Mitgliederzahl am 31. Dezember 1902: 28. Neu eingetreten: 1. Ausgetreten: 1. Betrag der Haftsumme: 840 M. Geschäftsguthaben: 840 M. Das Geschäftsguthaben der Genossen hat sich nicht vermehrt und nicht vermindert. Die Haftsumme der Genossen ebenfalls nicht. Genossenschafts- Tischlerei..Ostend". Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Paul Lehmann, Geschäftsführer. H. Kernicke, Staffierer. 127/3 26 Schwedterstr.26 I. II. Geschäft: Oranienstr. 153. Rosenthalerstr. 20-21. Man verlange Proben. Credit. Monatlich 10 Markliefere Anzüge, Paletots nach Maß. Per Kaffe allerbilligste Preise. Wer selbst Stoff hat v. 20 M. an. Schneidermstr., Tomporowski, Prinzenstr 55. Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metalldreher Richard Ludwig am 1. Mai verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 116/10 Die Ortsverwaltung. Invaliden- Unterstützungskasse der Steindrucker u.Lithographen Die Beerdigung des am 3. Mai verstorbenen Lichtdruckers Franz Lehmann findet am Mittwoch, den 6. Mai, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Friedrichshagen, Friedrichstraße 91, aus statt. 1161b Das Komitee. Für die bei der Beerdigung meines geliebten Mannes, unfres guten Vaters, des Gastwirts Julius Mierke bewiesene Teilnahme sprechen wir allen Freunden und Bekannten, dem Verein soc. Gast- und Schankwirte, dem soc. Wahlverein von Pankow, dem Gesangverein Nord- Melodia" und dem Laubenbesizer Verein " Helgoland" unfren aufrichtigsten Dank aus. 14532 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die reichlichen Kranzspenden sowie für die rege Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten, den Kollegen der Firma F. F. A. Schulze sowie dem Ortsverband der Klempner meinen 1165b herzlichsten Dant. Die trauernde Witwe Frau Zahl nebst Kindern. 20000 3. Grünberg, etc. etc. etc. Originallose à 3 Mark Für Porto und Liste 30 Pf. extra N.Boyenstr.44 Wollen Sie sich elegant und billig kleiden, so kaufen Sie bei Osear Braner& Co. Nacht 3. Grünberg, G. m. b. H. Bank- Geschäft Berlin W. Friedrichstr. 181 Filialen: NW. Wilsnackerstr, 63. 10. Andreasstr. 46a. SO. Oranienstr. 177. teppdecken fauft man am preismerteften nur direkt in der Fabrit, 72 Wallftraße 72, wo auch alte Steppdecken aufgearbeitet werden. 8. Strohmandel, Berlin 14. Jalustrierter Preiskatalog gratis. Heute Mittwoch, den 6. Mai, vormittags 11, Uhr: Eröffnung der Ersten Fach- Ausstellung für Caféhaus- und Konditorei- Betrieb nebst Ausstellung sämtlicher Artikel für das Gastwirtsgewerbe bom 6. bis 21. Mai 1903 veranstaltet vom Verein der Cafétiers Deutschlands( Siz Berlin) in Louis Kellers Festsälen, Berlin, Koppenstr. 29. Täglich Doppel- Konzert der Garde- Husaren und Garde- Pioniere. Entree 50 Pf. N. Boyenstr. 44. Grösste Auswahl der feinsten Kavalier- und MonatsGarderoben. 1443 Reste zur [ 768L* Damen Mäntel- Konfektion und Kinder Garderobe. Futterseiden, Besatzartikel. Fertige Damen- Mäntel und Jacketts in grösster Ausw. Kostüm- Stoffreste zu vollständigen Kostümen u. einzelnen Röcken in farbig u. schwarz, enorme Ausw. C. PELZ, 14562 4. Kottbuser- Strasse 4. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. 10. Ziehung 4. Klasse 208. Kgl. Preuß. Lotterie.| 118011[ 3000] 68 341 467 574 119199 273 335[ 500] 8tehung vom 5. Wai 1903, vormittags. Nur die Gewinne über 232 wit. find den betreffenden Nummern in Relautern beigefügt ( Ohne Gewähr.) Nachbrnd verboten. 70 89 170 243 338 75 409 59 533 77 627 67 730 35 883 965 1038 185 218 20 329 669 784 2003 107 87 407 24 [ 500] 618 3001 10 313 573 99 754 831[ 1000] 84 4088 91 107 77 217 327 485 709 801 24[ 3000] 979 5002 16 149 214 61 300 18 691 765 896 935[ 1000] 86 6037 99 237 66 301 82 466 80 664 716 812 932 49 72 7038[ 1000] 84 176 234 317 97 416 67 601 717 887 8029 128 57 522 755 846 9147 311[ 5001 59 411 882 10017 79 92 117 315 404 8 27 876[ 1000] 11053 82 84( 500) 86 174 486 92 527 623 744 883 975 12101 351 60 92 512[ 5001 68 716 68 997 13128 206 34 350 427 623 53 755 98 914 14048 417 511 94 819 45 57 15125 ( 10 000] 47[ 500] 69 280 84 465 579 695 722 53 800 982 16026 208 21 328 50 60 431 97 590 749 825 970 79 88 17026 229 303 445 992 18019 138 97 231 440 513 81 744 815 986 19017 33 106 36 213 95 461 78 20009 11 148 89[ 1000] 93 221 324 72 428 513 38 684 788 21108 64 270 92 485 693 806 998 22056 157 206 70 355 69 520[ 500] 23009 51 376[ 500] 84 492 866 979 24169 230[ 500] 355 400 509 87 650[ 500] 851 89 25217 78 375 472 506 30 66 86 859 902 5 26099 129 270 78 334 84[ 1000] 401 11 37 521 700 907 27133 248 399 471 78 80 89[ 10001 604[ 1000) 81 903 12 87 28184 385 412[ 1000] 589 651 922 29 29086 115 388 716 23 69 978 30083( 5001 99 190 243 358 528 62 31011 241 64 95 945 32226 403 563 735 69 33044 464 86 544 633 69 840 48 922 34033 76 192 205 415 29 74 581 711 89 ( 3000] 820 70 933 35081 94 207 36 328 34 403 522 043 96 726 36104 50 78[ 1000] 387 679 711 892 929 37215 409 39 515 29 644 882 38135 65 85 225 98 476 539 85 648 831 36 39213 27 46 393 809 40017 48[ 10001 125 40 212 38 307 477 509[ 500] 638 733 52[ 500] 41222 309 28 531 58 652 845 70 924 42003 143 72 251 332 708 859 996 43037 149 321 27 444 53 600 743 44024 43 462 557 664 830 934 50 69 45032 43 45 162 227 54[ 500] 84 321 503 605 44 765 862 67 920 38 51 46015 55 59 304 66 500 80 647 767 47004 42 215 44 401 55 560 639 991 48149[ 100001 200 16[ 500] 23 61 591 885 91 49246 429 516 609 700 843 912 50070 217[ 500] 382 457 620 82 738 878 935 39 97 ( 10 000] 51078 222 465 529 41 68 76 693[ 1000] 958 52000 217 13000] 42 74 78 85 408 540 635 43 74 788 844 54 927 53017 129 290 434 526 51 610 39 784 900 54068 229 79 331 88 407 605 13 710 55111 22 75 728 55 58 979 56148 268 379 566 602 915 60 67 57025 146 58 452 72 534 625 76 852[ 1000] 67 80 948 58260 312 491 92 625 96 13000] 721 34 818[ 500] 904 59237 51 ( 500) 609 44 766 827 74 900 4 50 99 60068 356 487 691 763 80[ 3000] 859 900 37 61007 15 146[ 1000] 84 350 438 81 698 707 810 16 28 34 62047 418 555 80 808 919 23 63016 32 53 239 94 303 475 564 91 93 94 790 809 950 64017 82 293 303 449 533 700 921 65220[ 500] 81 84 304 77 480 527 55 66 692 730 15001 40 838 66005[ 500] 292 363 479 679 857[ 10001 949 55 67057[ 10001 67 452 82 610 949 68199 216 44 57 344 400 607 902 69430 524 699 837 86 985 70001 137 47 218 38[ 500] 419 564 611 753 841 71012 38 167 73 258 359 441 631[ 5001 754 967[ 1000] 90 72011 50 77[ 1000] 181 83 205 34 495[ 1000] 668 96 715 882 921 f500] 24 28 31 62 85 73116 71 367 422 795[ 5001 96 883 95 976 74115 85 308 629 763 863 909 75104 46[ 10001 413 27 74 727 73 845 76216 30 328 32 451 635 701 822 82 77279 395 406 29 561 740 80 78108[ 10001 351 62 435 553 633 735 801 958 79009 215 421 88 770[ 3000] 97 839 44 927[ 10001 80146[ 10001 271 308 44 571 848 982 81146 48 244 99 346 444 685 796 875 82096 160 93 379 531 91[ 1000] 604 83018 75 141 307 98 671 700[ 1000] 12 76 890 84165 294 450 687 744 85040 222 425 834 40 934 82 86015 110 224 450 802 6 940 83 87255 77 605 53 747 88 889 94 911 88053 66 126 406 51 662 84 871 951 89219 84 384 415 30 47 56 579 760 68 963 74 90567[ 500] 84 970 88 91061 369 965 92128 80 96 231 337 521 88 652 769[ 1000] 800 19 982 93057 82 122 251 312 80 438 796 821 57 94037 39 376 468 586 672 719 98 892 942 95016 86 112 93 309 615 845[ 500] 96128 59 349 70 405 676 845 945 74 97089 392 557 697 826 85 986 98002 445 503 11 72 601 30 62 718 818 99049 80 328 40 492 547 754[ 10001 817 100068 182 204 458 101028 99 185 340 433 727 822 79 967 102180 217 394 473 89 521 740 960 103115 239 60[ 3000] 441 51[ 1000] 621 704 9 51 91 15001 875 84 928 104188 239 52 798 857 66 945 79 105148 304 456 746 75[ 1000] 853 106295 624 107310 11 76 410 85 500 636 821 920 23 108207 73 304 65 404 45 667 724 74 109303 405 657 958 110117 298 633 38 743 76 829 111011 185 201 49 349 408 581 660 69[ 10001 72 720 903 5 112027 105 76 212[ 500] 304 8 36 46 91 434 758 113317 416 500 794 828 944 55 68 114126 67 241 44 83 635 84 94 704 15 24 861[ 3000] 115004 256 96 313 22 742 821 116016 42 155 532 34 59 997 117506 83 885 Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurters + 37* ftraße 9, parterre. Hochvornehme Herren- Anzüge, Sommerpaletots aus feinsten Maßstoffen herrührend 18-38, Beinkleider Verkauf Sonnabend, 7--11 Mart. Sonntag. Deutsches Versandhaus, 16048 Sägerstraße 63, 1 Treppe. Knabenanzüge, Paletots, MädchenNeider, Jacketts. Hoffmann, Veteranenstraße 14. Stoffe zur Kinder- Konfektion, Sammet, Plüsche in großer Auswahl. Hoffmann, Veteranenstraße 14. Weiche Herrenhüte, gute Qualität, Stück 95 Pfennige. Bessere Sachen Staiſerſtraße enorm billig. Hutfabrit, Comptoir 477 624 773 891 94 120216 23 431 644 768 810[ 500] 63 121049 156 225 405 60 518 621 772 94 910[ 5001 122043 93 106 53 254 433 583 600 931 98 123095 144 379 614 37 [ 5001 971 124216 25 363 95 910 47 88 125107 23 467 72 93 562 80 822 45 126234 65 577 655 73 762 127070 630 49 745 967 128007 19 30 252 83 412 592 95 903 129012 516 685 708[ 10001 38 67 71 800 6 25 29 937 130142 370 648 741 73[ 5001 824 907 59 131219 43 79 328 417 49[ 30001 565 639 65 71 773 132117 [ 3000] 362 459 568 89 638 54 702 845 99 913 16 133020 94 132 221 28 63 327 38 548 65 646 89 770 [ 3000] 872 79 134067 221 549 613 730 72 79 829 87 955 135062 183 225 48 389 423 618 62 750 839 43 45 86 982 136187 441 528 997 137296 468 690 138001 31 77 92 130 93 97 309 436 718 86 823 139060 114 24 396 98 402 607 44 758 71 846[ 500] 140287 338[ 500] 89[ 500] 671 729 75 814 86 141055 92 153 224 391 401[ 500] 24 675 760 142024 104 281 478 778 826 93[ 1000] 143075 124 209 329 80 420 586 750 144056 279 98 362 81 465 530 631 [ 1000] 48 928 42[ 3000] 145019 83 101 53 265 376 627 39 713 146111 13 18[ 500] 66 208 47[ 1000] 53 86 31 18 907 28 85 147023 45 199 226[ 5001 388 537 721 803 148050 220 98 354 756 821 24 928 38 149050 [ 1000] 84 156 375 404 596 615 706 847 994 150058 94 339 465 520 664 744 804 151136 209 78 81 315 413 513 657 791 152007 22 46 246 48 54 522 84 153042 712 50 75 809[ 3000] 25 56 914 28 154062[ 500] 191 265 91 337 42 66 751 155065 86 185[ 10001 94 375 81[ 1000] 431 33 70[ 30001 96 [ 5001 642 156002 41 127 72 561 67 699 742 157135 328 507 61 91 623 158092 147 75[ 5001 381 487 514 982 159260[ 3000] 441 592 614 97 719 30 67 79 97 160178 556 76[ 500] 603 16 76 719[ 1000] 995 161033 55 72 143 48 72 78 277 95 388 400 512 93 614 50 745 62 814 942 162123 74 358 466 533 163002 19 31 177 269 322 418 59 596 781 918 164249 166159 88 92 96 768 870 72 165127 862 69 272 74 396 406 9 581 679 731 62 84 880 994 167096 168357 427 46 60 510 61 77 626 68 436 545 764 904 44 169207 16 320 56 64 403 51 689 707 927 77 170018 35 110 39 92 218 411 58 523 84 610 38 44 747 962 65 171245[ 3000] 79 327 75 77 538 97 642 764 68 98 840 172007 69 160 80 90 364 592 627 926 173095[ 30001 148 303 25 64 580 692 705 841 59 919 39 174130 57 60 82 251 603 7 175132 59 79[ 5000] 269 610 839 959[ 500] 176250 368 82 453 659 907 68 177388 414 501 665 92 745 64 71 828 79 178056 92 171 338 51 90 94[ 3000] 721 831 959 179201 92 641 710( 3000] 40 87 991 15001 180124 42 91 276 339 467 504 821 65 181482 741 53 983[ 500] 182100 545 796 819 27 65 945 49 183010 52 89 526 828 946 184205 332 88 452 700 970 74( 1000] 90 185350[ 10001 404 518 622 24 [ 500] 79 951 186021 175 481 516 38 49 79 695 715 823 42 901 34 187170 289 378 502 601 59 935 188180 491 709 847 189088 96 185 219 318 436 43 369 505[ 500] 79 190018 37 94 169 200 5 95 369 505 798 839 191212 86 1500] 95 323 451[ 3000] 542 709 935 192080 329[ 3000] 410 16 540 51 643 773 818 79 193022 596 700[ 500] 194035 60 363 530 53 61 728 98 968 195051 204 63 86 313[ 500] 433 72 684 86 728 816 24 91 952 196452 525 55 735 39 45 963 85 197087 190 258[ 5000] 61 395 696 750 79 905 198350 68 546 603 45 95 709 871 75 199047 163 66 308 406 667[ 1000] 78 772 876 996 568 813 0794 169 200 200096 104 76 700 60 914 40 82 201005 19 [ 500] 71 138 67 765 848 93 202132 48 369 637 70 765 847 927 68 203000 112 85[ 10 000 250 335 465 67 613 65 85 981 204075 78 230 90 323 56 532 95 668 821 927 205035[ 500] 290 487 88 539 611 728 206160[ 1000] 324 42 94 442 49 635 861 74 77 207028 228 469[ 3000] 918 78 208040[ 500] 201 20 24 303 417[ 500] 95 550 895 945 209022 27 238 49 807 967 211045 287 210027 267 307 836[ 500] 971 311 593 732 51 928 212059 214 337 408 880 936 213084 175[ 500] 307 412 24 729 54 93 974 79 214044 152 214 56 332 445 60 554 758 825 215056 296 332 74 96 755 819 955 216000 5 42 120 230 37 449 631 743 850 57[ 5001 94 540 42 614 82 777 94 801 48 768 921 219203 367 443 504 902 217094 256 62 386 481 218063 146 341 463 67 220072 139 42 207 557 72[ 500] 611 703 863 900 221055 77 91 160 258 397 449 97 786 92 808 222059 245 46 51 391 471 534 674 873 981 223049 115 278 456 567 663 72 730 51 800 903 8 224105 235 493 578 716 944[ 15000] Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn an 500 000 Mart, 1 gu 200 000 wt., 2 zu 150 000 Mt., 2 zu 75 000 Wit, 1 31 50( 00 0.1., 5 au 30 000 wt., 9 au 15 000 wt., 18 31 10 000 0 37 31 5000 M., 632 gu 3000 r., 825 au 1000 t, 154 3 500 Wt. 192081181 Größere Die Expedition. 10. Biehung 4. Klasse 208. Kgl. Preuß. Lotterie| 999 5001 116288 413 57 504 11 669 74 864 991 Siehung vom 5. Mai 1903, nachmittags. Nur die Gewinne über 232 Wit. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdrud verboten. 34 79 182 219 460 535 609 41 782 95 1010 128 37 357 97 451 606 12 763 826 2055[ 1000] 97 261 70 347 810 71 909 3254 511 600 12 20 873 991 4160 292 385 414 584 85 888 960 5321 544 860 74[ 3000] 6408[ 1000] 573 775 833 7031 117 218 29 525 50 725 32 8019 395 754 801 929 36 9318 454 83 731 91 846 999 10204 73 575 746 884 907 91 11065 78 245 454 532 69 639 717 824 12284 89 458[ 5001 600 4 7 78 13360 66 464 83 738 841 14092 146 237 598 669 833 944 88 15074 165 374 507 699 824 979 16076 81 106 259 439 61 69 558 96 726 63 871 76[ 3000] 977[ 500] 91 17033 100 15 21[ 500] 37 49 221 89[ 3000] 317 31 56 487 1500] 626 93 712 40 816 34 18021 114 32 224 28 68 517 770 808 14 906 53 19030 121 310 15 428 62 20106 72 76 269 91 383[ 1000] 652 73 820[ 1000] 27 35 89 21700 57 803 938 22179 241 381 473 548 [ 500] 714 15 49 873 917 60 64 23126 301 668 708 30 82 858 24042 235 368 77 414 530 679 713 29 935 43 71 25088 146 321 479 792 891 928 97 26170 226 39 375[ 30 000] 422 27456 510 27 699 848 72 977 28006 284 330 582 86 692 822 928 29034 126 206 30 331 61 80[ 1000] 456 541 661 82 30163 204 446 501 791 31085 252 326 435 48 592 694 712 834 98 32302[ 500] 58 64 436 98 514 91 631 95 748[ 30001 73 876 33010 23 56 106 427 74 877 34002 31 99 123 29 369 455 73 556 57 651 62 809 98 [ 3000] 35313 90 508 637 804 926 43 59 71 36193 234 75 84 440[ 500] 678 908 37015[ 500] 28 72 357 86 486 743 93 816[ 500] 42 99 923 71 15001 38018 170 649 765 852 39069 95 154 76[ 500] 288 560 610 77 991 40035 91 164 481 88 537 57 61 618 725 879 98 935 41223 570 658 742 42374 578 647 903 28[ 3000] 36 [ 1000] 43119 82[ 500] 234 81 385 591 692 886 953 44147 201 481 657[ 500] 902 24 45139 85 201 386 424 [ 1000] 573 915 45 46348 497 596 812 47134 04 317 423 500 912 52 95 48006 47 122 356 520 51 655 947 49125 418 76 610[ 500] 851 939 58 50109 249 60 542 645 54 805 51106 87 456 71 [ 1000] 708 91[ 500] 834[ 5001 959 74 52026 70 87 160 258 66 315 18 566 718 53076 388 473[ 500] 602 825 940 77 54459[ 500] 673 968 55192 249 341 459 503 34 619 42 730 800 17 937 56088 371 512 80 951 94 57085 332 518 33 83 616 27 755 91 888 953 58357 70 93 487 605 51 788 890 94 966 59108 375 452 517 40 606 710 56 807 88 97 968 60348 430 510 641 70 823 61054 281 314 451 [ 500] 564 855 62002 15 209 87 436[ 10001 532 707 44 72 94 912 63248 88 739 80 64079 270 84 469 74 81 607 75 923 65042 63 153 214 328 517 56 766 67 66129 369 528[ 1000] 41 70 680[ 3000] 731 52 805 14 22 958 67084[ 1000] 125 43 98 551 54 56 638 899 68200 531 91 717 70 905 69050 52 226[ 5001 91 303 648 84 773 864 923 28 70072 174 206 361 414 94 503 621 999 71003 86 536 10001 92 613 782 888 72122 43 99 420 76 512 55 91 769 888[ 5001 912 73 81 96[ 5001 73018 433 672 80 899 931 46 74113 353 428 98 516 759 81 858 981 75243 67 640 55 714 98 947 76037[ 1000] 85[ 5001 112 297 326 66 98 524 34 84 685 721 994 77070 171 79 276 519 707 19 871 973 78052 86 677 15001 706 916 79179 94 407 28 506 33 35 746[ 3000] 814 934 80031[ 5001 66 128 96 315 85 409 680 710 856 81285[ 500 490 505 635 753 92 874 82208 71 300 [ 500] 551 660 923 42 83038 74 150 94 308 409 10 27 745 850 92 84043 69 74[ 3000] 205 38 55[ 3000] 392 460 96 511 651 834 60 94 909 56 85061 82 154[ 5000] 86 203 35 65 376[ 500] 490.998 86123 62 411[ 10001 62 92 531 643 702[ 500] 36[ 1000] 77 803 922 87012 71 317 515 620 899 969 79 88062 128 53 419 762 68 884 89037 55 160 210 59 414 723 839 78 82 917 90027 165 261 341 440[ 5001 78[ 3000] 84[ 3000] 504 7 65 718 95 964 91018 68 110 30 45 50 206 329 414 508 648 760 62[ 30001 829 46 92034 89 181 265 310 [ 1000] 461 573 650 92 764 828 39 64 906 93064 89 105 28 238 325 564 617 24 78 960 94010 76 334[ 3000] 57 409 91 522[ 10001 25 699 858 952[ 50001 95017 217 89 336 447 542 760 66[ 500] 830 902 62 96182 242 364 429 554 817 968 71 93 97044 115 93 283 397 507 30 37 97 98046 49 81 124 490 701 19 829 64 73 91 99008 42 312 424[ 500] 506 24 639 701 55 898 100164 473 523 60 67 96 749 886 93[ 500] 101395 747 826[ 3000] 102450 95 568 609 103105 21 403 828 58 914 53 104335 65[ 500] 77 475 545 105060 196 291 497 510 618 799 802 55 106096 296 318 68 603[ 500] 50 81 107437[ 3000] 572 99 682 108040 125 546 62 682 834 35 941[ 5001 109006[ 5001 38 71 74 443 515 28 1500] 86 780 110116 85 244 315[ 1000] 413 508 632 709 830 58 958 111149[ 10001 64 221 24 81 352 74 467 98 758 844 55 112100 41 252 319 50 51 413[ 5001 900[ 5001 23 54 113319 628 742 851 114124 265 306 458 84 584 685 788 829 997 115068 74 151 329 683 734 862 329 683 734 Kleine Anzeigen. V Vorjährige elegante Herrenhosen aus feinsten Stoffen 9 bis 12 Mart, Verkauf Sonnabend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21, II Verschiedenes. 117011 88 105[ 500] 312[ 500] 443 500 75 763 898 912 118020 141 70 95 429 54 81 551 64 98 702 830 67 83 94 903 119003 24[ 1000] 215 451 542 649 75 975 120030 234 405[ 5001 53 561 649 57 700 29 848 79 121020[ 500] 67 153[ 500] 350 85 88 620 77[ 500] 899 958 122032[ 500] 252 76 317 458 595 697 877 988 123085 419 521 25 683 769 89 908 24 51 52 124039 123 74 88 212 27 42 47 390 597 729 939 54 125016 239 561 728 65 126044 57 279 311 447 568 781 891 936 127062 84 147 87 236 56 434 611 55 77 702 62[ 50001 988 128069 162 273 302 92 516[ 3000] 634 804 42 66 129014 38 58 83 138 54 205 473 79 [ 3000] 640 831 130018 149[ 1000] 61 215 349 57 421 734 801 903 38 69 86 96 131089 248 344 433 532 823 132056 61 157 273 346 450 15001 663 831 920 78 93 133018 53( 5007 147 330 518 625 28 772 311 44 710007 968 134055 93 112 19 92 298 328 81 447 519 679 702 19 911 36 67 135155 252 387 414 645 65 T5001 136004 6 57 79 215[ 500] 325 460 525 780 137015 111 83 318 73 577 733 55 824 138012 231 65 75[ 1000] 93 923 139334 516 32 56 683 703 89 929 57 140127[ 10001 42 65 289 97 429 709 882 96 141263 677 713 805 906 26 142049 85 95 173 321 48 470 75 80[ 500] 550 621 41 787 143031 319[ 10001 679 733 900 144002 248 337 476[ 500] 710 145091 386 477 506 64 835 146010 49 420 521 680 147038 15001 93 130 62 324 61 68 439 732 60 94 926 30 148301[ 1000] 5 18 773 837 149072 102 36[ 500] 218 85 328 494 671 710 30 912 25 150125 202 83 95 395 420 48 81 696 987 151146 [ 1000] 57 210[ 500] 323 601 752 54 67 953 152023 35 291[ 500] 370 709 84 99 953 91 153048 81 150 374 80 531 601 61 761 812[ 5000] 154015 262 335 526 639 56 774 83 975 155013 61 134 41 222 324 522[ 500] 668 866 909 156023[ 3000] 72 208 438 63 873 922 50 157004 132 227 653 867 986 158090 535 807 53 60 907 8 159058 120 242 521 61 90 713 831 41[ 3000] 905 160096 553 611 768 161404 8 11 94 648 749 810 34 909 162061 365 69 447 761 84 888 917 163076 [ 500] 211[ 30001 18 419 70 561 75 80 898 906 66 164046 101 29 41 76 404[ 500] 57 543 686[ 500] 706 857 165042 367 83[ 3000] 686 732 849 50 935 38 166038 73 161 215 86 520[ 500] 34 78 688 956 78 648 908 65 168216 453 537 688 973 415 25 91 654 86 94 770 830 998 167139 89 301 169104 57 395 170093 142 84 236 303 501 39 666 734 36 79 99 171048 133 80 92 350 466 515 95 672 852 82[ 500] 945 49 82 172278 515 618 59 876 86 95[ 1000] 987 173013 146 239 397 472 828 902 174004 281 362 712 861 81 921 175013 38 68 500 605 701 951 54 176287 446 782 89 821 24 918 51 177070 94 294 321 37 425 60 513 178412 562 617 44 71 711[ 500] 65 179080 288 467 85[ 3000] 500 672 89 834 919 93 180380 420 41 737 828 978 181092 131 87[ 1000] 263 838 88 968 91 182145 84 89 283 379[ 1000] 413 92 646 983 93 183191 334 484 715 846 184072 137 340 411 18 81 572 754 185151 200 55 352 697[ 30001 766 93 812 953 186013 23 64 79 80 199[ 500] 341 65 83[ 1000] 95 428[ 3000] 556 87 604 745 849 79 187069 133 253 523 53 656 846 59 953[ 1000] 78 188125 306 421 530 78 644[ 500] 90 913 31 189124 84 349 62 ( 3000] 611 30 717 965 77 80 96 190017 45 79 141 92 340 62 559 689 802 53 931 [ 75 000] 191000 159 223 82 363 600 6 75 867 980 [ 3000] 192160 61 209 12 74 88 514 33 622 23 913 27 193018 617 718 48 194064 151[ 3000] 342 82 410 86 601 74 874 195032 251 56 96 315 21 43 743 923 196066 192 291 310 436( 500] 637 764 66 833 910 16 197132 222 401[ 3000] 592 690 813 59 198086 175 281 308 627 32 94 98 726 960 199197[ 3000] 305 25 621 712[ 3000] 61 859 69[ 3000] 200316[ 5001 451[ 500] 501 626 63 753 937 201057 103 229 315 419 589 602 66 919 202229 362 812 203136 265 79 332 461[ 1000] 537 72 664 819 74[ 500] 936 204022 191 281 412 15 29 691 879[ 1000] 205088 199 375 97 427[ 3000] 572 95 618 90 747 69 949 67 206088 122 214 339 58 59 401 721 61 93 829 933[ 1000] 207010 65 89 205[ 3000] 47[ 3000] 84 435 571 636 60 700 41 823 48 914[ 3000] 24 208021 230 330 35 456 515 710[ 1000] 35 837 56 911 35 209029 96 152 280 348 [ 1000] 421 82 507 654 912 22 210266 378 84 475 79 796 805 72 918 211051 228 365 727 62[ 500] 212185 87 311 23 402 15 20 522 679 721 873 920 41 43 213094 141 203 472 529[ 1000) 659 736 828 77 940 214139 479 591 639 93 796 215085 86 159 388 93[ 1000] 592 674 809 59 216062 259 67 91 364 725 64 843 959 217116 309 17 518 686 806 13 81 218056 113 505 42 60 932 219014 130 336 580 673 744 837 220198 257 430 718 889 906 221276 305 565 620 73 92 832 940 222065 124 35 743 913 91 93 223137 75 226 52 457 562 92 635[ 3000] 89 92[ 1000] 982 224188 540 69 612 796 988 Im Gewinnrabe verblieben: 1 Gewinn an 500 000 Mart, 1 au 200 000 t, 2 zu 150 000 Mt., 1 zu 75 000 t, 1 zu 50 000 4 zu 30 000 r., 9 au 15 000 r., 18 au 10 000 t, 33 a 5000 2, 50 zu 3000 r., 785 au 1000 M 1481 zu 600. Anzeigen für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr ,. in der Hauptexpedition Lindenstr. 69. bis 4 Uhr angenommen Nur tüchtige Schildermaler( Glas schilder) verlangt Meyer, Augsburgerstraße 78. 11665 Bankow, Kaiser Friedrichstraße 67. Näherinnen im Hause. Schröder, Knabenblusen- Arbeiterin( Roll berpachten hochgeschlossen), Leibchenhofen, verlangt + 62* im und außerm Hause Dunderstraße 80 1657K* 11006 Malzkraftbier, blutbildend, für Steppdecken, spottbillig, Fabrif, Ningschiffchen, Bobbin, Schnell Wernaus prachtvoller, 1000 Per Weinstraße 20. + 96* Blutarme, Brustkranke, Schwächliche, näher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, fonen fassender Theater- und Specia12,00. Röpniderstraße litäten Garten, Schwedterstraße 23, Teppiche!( fehlerhafte) in allen Gewichtszunahme, bessere Gesichts gebrauchte überraschend, 14 Flaschen 60/61, Prenzlauerstraße 59/60 und ist eröffnet. Vereinen bei Veranstaltung Größen für die Hälfte des Wertes farbe, + 96* von Festlichkeiten hoher Ueberschuß ent im Teppichlager Brünn, Hadescher 3 Mark, 16 Tonne 3,50 exklusive. Große Frankfurterstraße 43. Markt 4, Bahnhof Börse. Möbelverkauf Kastanien- Allee 56. garantiert. 119/ 5* Nicht Flaschenzahl, Qualität scheidet. Borter Kelleret Ringler, Blumenstand Spottbillig Teppiche, Betten, Gar- Bernauerstraße 119. ชน 90/ 1* Schwedterstraße 23. dinen, Stores, Portieren, Tischdecken, Steppdecken, Wäsche, Sommerpaletots, Sommerkegelbahn frei Neue im Laden. Anzüge, Remontoiruhren, RegulaKönigstraße 7. 120/14 Junges Mädchen, tagsüber für Wirtschaft, verlangt Poppe, Nirdorf, toren, Uhrketten, Möbel, Spiegel, Bilder. Leihhaus Neanderstraße 6. Unfallsachen.Rechtsbureau Bugger, Sofa aufarbeiten 3,00 Mart, Matraze Hermannstraße 41. Teilzahlungen gestattet. 98/ 12* Stegligerstraße fünfund sechzig.[ 1623* 2,00 Mart. Zimmer, Schöneberg, Belzigerstraße 62. Steppdecken billigst Fabrik Große +126 Patentanwalt Dammann, DraFrankfurterstraße 9, parterre.+ 37* nienstraße 57, Morikplay, Rat in Parteigenosse sucht zum Geschäft Nenerbaute Villa und baureife Patentsachen. 10876* Darlehn von 300 Mart, rückzahlbar Ladeneinrichtung, gebraucht und Terrains mit 50 jähriger Laub- und Rechtsbureau, vormaliger Ge- ratenweiſe. Offerte unter„ Tofficher", Andreasstraße neu, Material-, Mehl- und Vorkost, Nadelwaldung, direkt an königlicher richtssekretär, 38. Boftamt 41. 11676 Bäckerei und Konditoreis, Restau- Forst, staubfrei, ozonreich, ruhige, ge- Prozeßbeistand, Eingabengesuche, Natrations-, Buk-, Manufatturwaren, fügte Lage, passend für Sanatorien, erteilung. 75 Pfennige! Steuersachen, Ein+ 37* gabengesuche, Raterteilung. Allerbilligst Comptoir Ein- Gärtnerei, Hühnerzucht, unmittelbar Rechtsbureau. Langjährige Er- Berichtsklagen, Strafsachen, UnfallKonfektions- und Teppiche mit Farbenfehlern Fabril niederlage Große Frankfurterstraße 9, parterre. + 37* 15368* ftraße 4 und 5. Sonntags geöffnet.* Anfertigung in jedem Stil nach Maß Eigentümer Bloßfelds Villen- Kolonie undneunzig( Andreasplah), Gerichts- flagen. Wullow, Stalizerstraße 141. Steppdecken, feinste Handarbeit, fauft man direkt beim SteppdeckenAnfertiger Georg Schmerzler, Blumenstraße 13. Alte Decken werden neu 1561K bezogen. in eigner Fabrik mit elektrischem Be trieb. Flatom, Brunnenstraße 7, III. 714. Andreasstraße 21, VII. 1722. 1601* 11515* * Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Ein tüchtiger Mechaniker als Juftierer auf Paginier- Maschinen wird sofort verlangt. Hermann Bernert, Charlottenburg, Wielandstraße 60, am Bahnhof Savignyplat. Tüchtige Einpader auf Goldleisten berlangt Mar Leonhard, Schlesischestraße 31. 11625 11566 Plätterin, Tarifpreise, dauernd verlangt Bauer, Swinemünderstr. 49. Geübte Belegerinnen und Ausschneider auf Goldleisten sucht Wertmeister, Brunnenstraße 194. 11636 Im Arbeitsmarkt durch befonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Pf. pro Zeile. Erfahrener Filz- Zuschneider für sofort bei gutem Lohn gesucht. Emil Pinner Nachfolger, 90/6 Dirksenstr. 41. HolzbearbeitungsmaschinenArbeiter! Stolpe( Nordbahn). +76 beistand, Eingabengesuche, Nat Lebensmittel: Geschäft vergiebt erteilung. auf Raution oder verkauft billig. Rechtsbureau, Prozeßbeistand, Krankenfahrstühle für Bimmer Offerten" 101" Bostamt 36. 11576 Eingabengejuche, Naterteilung. Falt, Brunnenstraße vierzig. und Straße fäuflich und leihweise in 11486 allen Preislagen. Kopp, Elfaffer- Schlofferei frankheitshalber sofort Möbelangebot. Im Auktions- straße 95. 93/ 11* billig zu verkaufen. Bu erfragen Eingaben, Stellengesuche, BittMöbelspeicher, Möckernstraße 25, HochRestaurant Settekorn, Nieder- Schön- gesuche 2c. billigst Poststraße 25 I bahn- Haltestelle Mödernbrücke, sollen Kinderwagen, Sportwagen, Kinderhausen. 11646* geradezu. verschiedene gediegene Nußbaum- bettstelle, seltene Gelegenheit. Hühn, Nechtskonsulent Petsch, Brunnen1/ 16* Kanarienvogel mit Bauer, Klempmöbel- Einrichtungen verkauft werden, Richthofenstraße 13. straße 97. Prozeßfachen, Naterteilung, nerwerkzeug, Bettstelle mit Matraze Sarunter Hochfeine Salongarnituren, Fahrräder, Zeilzahlungen, 125 Eingabengefuche, Steuerberufung. billig. Stoppenstraße 12, Hof II, Paneelsofas, Nußbaumpianio, BiblioEingabengefuche, Strafsachen, Mart, Invalidenstraße 148, StalizerHelmfe. +38 theken, Ankleideschränke, Nußbaumstraße 40. Klagen usw. Betsch, Brunnenstraße 97. buffets, Schreibtische 26,00, funkelGelegenheitskauf. Betten, Steppnagelneue Ruhebetten mit prachtvoller 1000 neue Nähmaschinen gebe auf decken, Plüschtischdecke, Teppich, Stores, Leih- Haus Boffenerstraße 35. Divandecke 22,50, HocheleganterSäulen- Abzahlung, ohne Anzahlung. Lang- Gardinen, Uebergardinen, Diwan- Kunststopferei von Frau Kotosky, frumeau 30,00, prachtvolle Salon- schiffchen, hocharmig, Wheeler Wilson, decke, Schlafdecke, BWäsche( alles neu) Steinmezstraße 48, Duergebäude hoch- Selterabzieher verlangt Bethge, teppiche, schon 18,00, Bimmerteppiche tomplett, mit allen Apparaten, feine billig. Naunynstraße 52, I links. parterre. Rügenerstraße 26. +102 8,00, reichgestickte Uebergardinen, Ausstattung, drei Jahre reelle Garantie. Plüschgarnitur, elegantes Sofa, Fahrradgesuch, auch defekt, RazzSpachtelstores, Tüllgardinen, Stepp- Für die Güte meiner Nähmaschinen Tüchtigen Schrifthauer verlangt zwei 94/2( Tare) Lohmann, Prinzen- Allee 42 Standuhren, sprechen Tausende meiner Kunden. 45 Mart, Fremdenzimmer laff, Schönhauser Allee 163a. decken, Plüschtischdecken 5,00, verschiedene Lieferant hoher Behörden. Ernst Möbel, alles unbenugt, Wohnung verSchrifthauer verlangt Mallwig, Vivisektion! Wer sich über diese Gelegenheiten pottbillig. Lideke, Bellmann, Gollnowstraße 26, nahe mietbar, gut abvermietet, Friedrich ruchloseste Grausamkeit unsrer Beit Rigdorf, Hermannstraße 205. Auktionator. 1654* der Landsbergerstraße. Alte Maschinen straße 131d, born IV. 120/15 unterrichten will, verlange die Flug- Schleifer und Bolierer auf schwarze nehme in Zahlung. Steglik. Schloßstraße 102, Edce Elegante Säulenwirtschaft, Paneel- blätter des Weltbundes gegen Vivi- Holzschüsse verlangt Thürling, Stalizer+112 Flensburgerstraße: Große Auswahl Laubenbau! Gebrauchte und neue Garnitur, Säulentrumeau, gestochenes sektion, welche unentgeltlich versendet ftraße 8. Tüchtigen Westenschneider, außerm in fertiger Garderobe. Solide Maß- Kanthölzer, Bretter, Latten, Leisten, Säulenspind verkauft junger Mann werden vom Berliner Tierschutzverein, anfertigung unter Garantie. Frib Thüren, Fenster, Dachpappe, Teer, fofort spottbillig Umstände halber. Königgräberstraße 108. Um gütigen Hause, verlangt Struwe, Seydel1616* straße 17. Hamburg. + 108* billig Rottbuserdamm 22. 10716 Händler ausgeschlossen. Bergstraße 2, I. Abbrud wird gebeten. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Salonbilder, 1592* +6 1155b 11595 75/ 14* Folgende Firmen find gesperrt: R. Keller, Königsbergerstr. 4. Ad. Hoch, Andreasstr. 32. M. Räbiger, Grüner Weg 20. Belder u. Plathen, Frankfurter Allee 117. Aug. Heinemann, Schulstr. 71. Th. Becker, Dranienstr. 189. C. Heckert, Demminerstr. 6. Achtung! Die Pianofabrit ,, Erolka", Köpnickerstr. 36, ist gesperrt. Zuzug streng fernzuhalten. Fachverein 141/ 10* der Musikinstrumentenarbeiter. Nr. 104. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Prozeß gegen die Pommernbank. Dritter Tag. = von der Mittwoch, 6. Mai 1903. Die ungemeine Ueberschäzung ergiebt sich nach der Meinung das galt dem Dr. Wegner und seinen Kumpanen gleich: wenn das des Staatsantvalts schon daraus, daß der von der Immobilien- Thema mur zog. Wenn sich nur in der Hoffnung auf ein keifendes Verkehrsbank an Neu u. Rosenbusch bezahlte Einkaufspreis bei weitem Religionsgezänk recht viel Neugierige einfanden. Aber ach, die den Wert überſtiegen hat. Die Uebersteigung des wirklichen Wertes Spekulation erwies sich als vollständig verfehlt. Hatten sich doch in In der heutigen Sitzung hält der Vorsitzende, Landgerichts- ergebe sich schon daraus, daß Neu u. Rosenbusch den Verkaufspreis, dem großen Saale nur wohlgezählte siebzig Männlein eingefunden, Direktor Heidrich dem Angeklagten Romeid vor, in der Vor- den fie der Immobilien- Verkehrsbank berechneten, willkürlich um untersuchung habe er angegeben, daß bei seinem Eintritt in die über eine Million erhöhten mit Rücksicht auf die faulen Objekte, die deren Reihen sich während des Vortrages des konservativen KandiDirektion der Pommernbant im Jahre 1889 diese zahlungsunfähig sie sich in Zahlung geben ließen. daten sogar noch merklich lichteten. gewesen sei, weil sie eine ganze Anzahl minderwertiger zweiter Rechtsanwalt Dr. Werthauer sucht darzuthun, daß die Er- Die Einberufer harrten bis nach 9 Uhr vergebens der er, die Hypotheken besaß und infolge der landwirtschaftlichen Krise eine höhung auch ohne Berücksichtigung der hereingenommenen Werte nicht kommen wollten. Endlich mußte man aber doch die Versammganze Reihe von Gütern übernehmen mußte, so daß infolge dessen durch die erfolgte allgemeine Wertsteigerung sich rechtfertigen lasse. lung eröffnen. Bitter klagte dabei der Vorsitzende über den kläg18-20 Millionen Mark festgelegen hätten. Staatsanwalt Angell. No meid Beed hat seine Ansicht über diesen lichen Besuch. Das sei der beschämende Erfolg einer intensiven bestätigt dies, ohne für die damals von ihm genannten Zahlen eine Punkt in der Anklage wie folgt entwickelt: Die zum Agitation. An alle konservativen Vereine des Wahlkreises habe man Gewähr zu übernehmen. Zwecke ihrer Grundstücke erforderlichen Millionen erhielt Es werden hierauf die Verhältnisse der Immobilien- die Immobilien Verkehrsbank in der Hauptsache sich gewendet. Die Vereine„ Markus"," Lazarus" und„ Auferstehung" Verkehrsbank erörtert. Die Immobilien- Verkehrsbank wurde Bommernbank. Die Hypotheken und Grundstücke, welche die hätten feierlich die Verpflichtung übernommen, Einladungen zur durch Statut vom 3. Juli 1890 mit einem Aftienkapital von Immobilien Verkehrsbank beim Ankauf der Grundstücke an Neu Versammlung zu verteilen. Und trotzdem diese beschämende Teilnahms100 000 m. gegründet, auf welches 25 Broz. eingezahlt wurden. u. Rosenbusch herausgegeben hat, haben lange nicht den an- lofigkeit! Dann erteilte er dem Referenten das Wort. Als Gründer traten Franz Armborst, Gutsbesizer Joseph Priodt, genommenen Wert gehabt, denn Neu u. Rosenbusch haben Wir sagten schon, daß sich während des Vortrages ein Teil der Gutsbesitzer Fritz Wagner, Kaufmann Franz Achenwall, Kaufmann berloren: a) bei Schönhauser Allee I an den Hypotheken Handvoll Versammlungsbesucher wieder verkrümelt habe. Und wie Paul Hoffmann auf, die eigentlichen Gründer waren aber die An- 685 900 m., an den Gütern 357 900 M., zusammen 1043 800 M.; gern wären die andern gefolgt, wenn sie nicht heroisches Pflichtgeflagten Schulz und Romeid, sowie der damalige stellvertretende b) bei Schönhauser Allee II an den Hypotheken 463 190 M., an der bewußtsein in stumpfer Resignation zurückgehalten hätte. Denn ein Direktor bei der Deutſchen Grundschuldbank Berthold Warfinski. Durch Brauerei Jerfiz 317 000 M., zuſammen 780 190 W.; c) bei Rigdorf solches Gewäsch, wie die Rede des konservativen Kandidaten, haben Beschluß der Generalversammlung vom 28. Oftober 1890 wurde das an den Hypotheken 529 000 m. Das ergiebt eine Gesamtsumme Grundkapital auf 500 000 m. erhöht. In der ersten Zeit nach der von 2 350 000 M. Aus dem Zeugnis des Herrn Neu geht hervor, wir noch nicht gehört. Ein paar der abgegriffensten politischen Gründung befanden sich von den Aktien der Immobilien- Verkehrs- daß die Firma Neu u. Rosenbusch die Minderwertigkeit dieser Objekte Infamien, eingewickelt in das ödeste theologische PhrasenBank je 160 Stück in den Händen von Schulz, Nomeick und Warsinski gekannt und den Kaufpreis für die Terrains dem dementsprechend höher geträtsch. Dazu die Art des Vortrags! Eine anderthalbund die restlichen 20 in den Händen des Direktors der Dresdener gestellt hat. Hatte aber die Immobilien- Verkehrsbank die Grundstücke stündige Seichtbeutelei, mit breiweicher, einschläfernder Stimme Bank Schmidt. Später kam es zu Zerwürfnissen mit Herrn Warsinsti, um obige 2 350 000 m. überzahlt, so hatte sie sich damit abgeleiert. Eine Sonntagsnachmittags- Predigt ist ein Sirokko infolge dessen nahmen Schulz und Romeick Herrn Warsinski_je ihr Todesurteil selbst gesprochen. Die hohen Be- von Leidenschaft gegenüber dieser ohnmächtigen Salbaderei. 80 Aktien ab, so daß nunmehr ein jeder 240 Stück Aftien besaß. Am leihungen der zu teuer gekauften Terrains haben durch die Die eignen Partei- Angehörigen des Herrn Wegner waren 12. November 1899 trat Schulz seine Aftien zum Kurse Pommernbank nach Ansicht der Anklage stattgefunden, um der denn auch von der Rede nichts weniger als erbaut. Ihr bon 200 Broz. an die Immobilien- Erwerbsgesellschaft, und am Immobilien- Verkehrsbank die Erfüllung ihrer schweren Verpflichtungen 15. Januar 1900 Romeick die seinigen zum Kurse von 100 Broz. an gegen die Pommernbank und die Strelitzbank äußerlich zu erleichtern. Beifall war mehr als lau. Der einzige Diskussionsredner äußerte die Vereinigung für Grunderwerb ab. Ferner hat Herr Romeid am Denn dieselbe sei bei ihrem geringen Grundkapital von 500 000 m. den nicht mißzuverstehenden Wunsch, daß zu der nächsten Versamm31. August 1900 noch einmal 10 000 m. Attien der Immobilien- Ver- und ihrer ungünstigen Entwickelung außer stande gewesen, auch nur lung, zu der man, um nicht wieder lauter leere Stühle tehrsbank zum Sturse von 200 Proz. an die Vereinigung für Grund- die Zinsen für die ihr von den beiden Banten gewährten Darlehen zu sehen, die Gegner einladen möge, auch noch ein zweiter eriverb verkauft. Dividenden sind nur einmal bezahlt und zwar auf aufzubringen. Referent geladen werden möge. Noch deutlicher gab der Vor100 000 M. für 6 Monate und auf 400 000 m. für 1 Monat. Dann sigende der allgemeinen Enttäuschung Ausdruck. Er meinte, daß ist die weitere Dividendenzahlung unterblieben. Dagegen sind an die Aufsichtsratsmitglieder und Direktoren regelmäßige Tantiemen recht, wie ich mich ausdrücken soll, der 8ug"-gefehlt habe. Das gezahlt worden. Dritter Wahlfreis. Parteigenoffen! Heute Mittwoch, den 6. Mai, habe aber wahrscheinlich nur die gähnende Leere des Saales berAuf Vorhalt giebt der Angeklagte Schulz zu, daß die eigent- abends 8 Uhr, findet eine wählerversammlung im großen schuldet. Der so unsanft von seinen eignen Getreuen kritisierte Kanliche Bestimmung der Immobilien- Verkehrsbant war, ein Hilfs- Saale des Gewerkschaftshauses statt. Unser Kandidat o If= Institut der Pommernbank zu bilden und ihr unbequeme Objekte gang Heine spricht über das Thema:" Auf zur Reichstagswahl." bidat fühlte denn auch selbst, daß er noch irgend etwas thun mußte, um abzunehmen, jedoch sei bei der Immobilien- Verkehrsbank alles Außerdem Diskussion. Wir bitten die Genossen, für regen Besuch sich einen halbwegs leidlichen Abgang zu sichern. Er hatte zwar in ordnungsmäßig zugegangen. Die staatliche Aufsichtsbehörde der Versammlung zu agitieren. Die Vertrauensleute. seinem Referat die Socialdemokratie bereits als eine Partei zur sei über die Immobilien- Verkehrsbank völlig orientiert gewesen. Der Kurs von 200 Proz. hätte dem wirklichen Werte der Aktien spricht der Genosse Paul Singer in den Germaniasalen, Singer" einen Mann genannt, der auf die Achtung eines deutschen Sechster Wahlkreis. Donnerstag, den 7. Mai, abends 81%, Uhr, Organisierung des Börsenschutzes" bezeichnet, er hatte den Juden entsprochen, denn die Verkehrsbank hätte einen latenten Gewinn von Chausseestraße 103, über: Der Wahlkampf und unsre Gegner". Zu Mannes keinen Anspruch erheben könne, allein diese läppischen Un15 Millionen Mark gehabt, weil die Grundstücke einen um diesen recht zahlreichem Besuch seitens der Genossen und Genofsinnen verschämtheiten hatten auf die an gepfeffertere Stoft gewöhnte ZuhörerBetrag höheren Wert hatten, als sie zu Buch standen. Was die Zahlung der Tantiemen an Aufsichtsratsmitglieder und Direktoren schaft keinen Eindruck gemacht. So mußte er denn seinem armen beträfe, so hätten beide Teile je 181 000 m., zusammen also Wilmersdorf. Mittwoch, den 6. Mai, abends 81, Uhr, findet Hirn einen fräftigeren Schlager abringen. Nachdem er weinerlich 362 000 M. zu verlangen gehabt, während in Wirklichkeit nur in Wittes Voltsgarten, Berlinerstraße 40, die Versammlung versichert, daß ihm nur die Gegner gefehlt hätten, um ihn zu„ heiligem 160 000 m. gezahlt seien. des Socialdemokratischen Wahlvereins statt, in welcher Kampfeszorn" zu entflammen, gab er ein Pröbchen dieser Art. Genosse Täterow über die bevorstehende Reichstagswahl sprechen Der Jude Singer könne traft seiner Zugehörigkeit zum wird. Frauen, auch Gäste haben Zutritt. mosaischen Glauben" nimmermehr ein ehrlicher Führer deutscher einen Lügner. Er bitte etwa anwesende Vertreter der Preſſe, diesen Männer sein. Behaupte er das doch zu sein, so erkläre er ihn für Ausdruck zu veröffentlichen, damit ihn Singer bor deutschen" Richtern verklagen könne. Hatte sich der famose konservative Kandidat schon vorher als Kretin bewiesen, so hatte er damit unfre Diagnose dahin ergänzt, daß wir es mit einem boshaften Kretin zu thun hatten. Kretins pflegen ja meistens boshaft zu sein. Wenn wir noch hinzufügen, daß der erwähnte Diskussionsredner unter dem lebhaften Beifall der Markus, Lazarusund bernommen. Berliner Partei- Angelegenheiten. dem Vortrage des Kandidaten der„ Geiſt- nein, ich weiß nicht ladet ein Der Vertrauensmann. Der Angeklagte Romeick schließt sich im allgemeinen dieser Darstellung an. Ueber die Gründung der Immobilien- Verkehrsbank werden fodann zwei Zeugen, die seiner Zeit dem Gründer- Konsortium an- Heute, Mittwoch, abends 8 Uhr im Restaurant Gambrinus, Steglit. Wir machen die Genossen hiermit nochmals auf die gehörten, in Wahrheit aber nur Strohmänner gewesen sein sollen, thornstr. 15 a, stattfindende öffentliche Versammlung aufmertKaufmann Franz Achenwall, Buchhalter beim Invaliden- fam. Genosse Bartels Berlin spricht über das Thema: Die bedank, kann nur sagen, daß er auf Betreiben des Angeklagten vorstehende Reichstagswahl und was steht auf dem Spiel. Kommerzienrats Schulz als Gründer gezeichnet habe. Ihm seien 20 Aftien überwiesen worden, wofür er kein Geld zahlte. Seine ganze Thätigkeit sei nur Gefälligkeit gewesen. Entgelt habe er dafür nicht erhalten. 0 Kommunales. " " Oberlehrer Dr. Franz Arm borst ist seiner Zeit als Silfs- Die städtische Verkehrsdeputation hatte gestern unter dem Vorlehrer an einer Gemeindeschule zur Gründung herangezogen worden. Sitz des Oberbürgermeisters eine 3ftündige Sigung, in der das Auferstehungs Brüder ein 8uchthaus Gesetz gegen Er sei mit Romeid befreundet gewesen und habe sich aus diesem Reiseprogramm der Deputationsmitglieder, welche die Schwebebahn die Arbeiterschaft forderte, so wäre damit alles ErwähnensGrunde dazu bestimmen lassen. Er habe selbst Attien nicht gezeichnet, in Elberfeld- Barmen, sowie die Hafenanlagen in Magdeburg, Düffel- werte über die Versammlung gesagt. sie seien ihm zugeschrieben worden und er wisse nicht, wer das Gelb dorf und Köln besichtigen werden, festgestellt wurde. Die Reise wird In acht Tagen wollen die Konservativen abermals tagen und dafür gezahlt hat. Später sei er Aufsichtsrats- Mitglied geworden. in der nächsten Woche, 10.- 12. Mai, stattfinden und verfolgt den dazu die Gegner einladen. Socialdemokraten werden Ueber das Geschäftliche könne er gar nichts sagen, denn davon ver- Zweck, Anlage und Betrieb der Schwebebahn genau tennen zu zweifellos nicht so dumm sein, diesen Jammerstehe er nichts. Auf Vorhalt des Staatsanwalts giebt der Zeuge lernen, um aus eigner Anschauung zu entscheiden, ob die Ver- menschen den Saal zu füllen. Wenn der Dr. Wegner zu, daß ihm auch sonst noch Aktien zugeteilt worden seien. pflanzung dieses Verkehrsmittels nach Berlin zweckmäßig erscheint. feinen heiligen Kampfeszorn" Socialdemokraten gegenüber ausspeien Zeuge Prokurist Horwege bestätigt auf Befragen, daß die Neben andern Berichten und Entscheidungen beschäftigte sich die Immobilien- Verkehrsbank den Zweck hatte, die notleidenden Sachen der Pommernbant abzunehmen. Deputation auch mit dem Projekt der Fortführung der Hochbahn will, mag er zu uns tommen. Auch für sein Häuslein Konals Unterpflasterbahn vom Potsdamer Bahnhof nach dem Innern fervativer findet sich in jeder socialdemokratischen Versammlung noch Benge Stutterich war Bureauvorsteher der Hypotheken- der Stadt. Unterschlupf. Wollen sie das nicht, so mögen sie sich gegenseitig in Abteilung der Pommernbank. Nach seiner Ansicht war der Angeklagte nichtDie Aktiengesellschaft Siemens u. Halske die Stadt bekommt ihren Konventikeln zu Tode öden. Schulz die ausschlaggebende Persönlichkeit bei der Pommernbank. die landespolizeiliche Erlaubnis für die Anlage dieser Bahn nicht Die Beleihungen in der Hypothekenabteilung wurden im wesentlichen bauen und will dann einen Teil der Strecke als Hochbahn( am arbeiter im neuen königlichen botanischen Garten zu Dahlem werden plant die Linie als Unterpflasterbahn bis zum Hausvoigteiplatz zu Die Arbeits- und Lohnverhältnisse der Gärtner und Gartenvon dem Angeklagten Schulz allein erledigt. Die Verquickung der Immobilien- Verkehrsbank mit der Spittelmarkt usw.) ausbilden, um, nach Ueberbrückung der Spree, uns als recht unzulässiger Art geschildert. Pommernbant hat nach der Anklage einen sehr großen Umfang wieder als Unterbahn nach dem Alexanderplatz zu kommen. es bon wurde Kenntnis genommen. Es werden zur Zeit etwa 35 Gehilfen, 50 Arbeiter und 25 Frauen angenommen und sich nach der Gründung der Streligbank auch auf Auf Antrag des Referenten beschloß die Deputation, den Vor- beschäftigt. 28 Gehilfen erhalten 2,75-3,25 M., fieben Gehilfen 1,50 diese übertragen. Nicht bloß, daß die Immobilien- Verkehrsbank bei schlag der Gesellschaft abzulehnen und zu verlangen, daß die ganze bis 2,50 M. pro Tag; die Arbeiter 2,75-3,00 M.; die Frauen 1,50 M. ihrem geringen Kapital von 500 000 m. schließlich nicht weniger als Linie als Unterpflasterbahn auszuführen und mindestens bis zum Während bisher auch in den Frühjahrs- und Sommermonaten die 7 578 000 m. Pommernaktien und 6 174 000 m. Streligattien ihr Spittelmarkt zu errichten sei. Die aus Interessentenkreisen angeregte tägliche Arbeitszeit 10 Stunden betrug, ist diese jezt auf 10% Stunden Eigentum nannte, es war auch der ihr gehörige Grundbesitz von den Errichtung eines städtischen Lagerhofes für Benzin und Betroleum, verlängert worden ohne Lohnzulage. In den Vorjahren machten die genannten Banken mit über 50 000 000 m. beliehen. welche der Feuers- und Explosivgefahr wegen nicht in der Stadt gelagert Angestellten häufiger Ueberstunden und erhielten diese mit 35-50 Pf. Der Staatsanwalt geht dann auf die Verhältnisse einer Reihe werden dürfen, wurde als zur Zeit nicht zweckmäßig von der Depu- vergütigt. Diese fleine Mehreinnahme fällt jetzt durch die Arbeitsbon Gütern ein, welche die Pommernbant hatte in Besitz nehmen tation abgelehnt, den beteiligten Kreisen jedoch anheimgegeben, sich verlängerung weg. Die Angestellten sind über die neue Maßmüssen. Er will nachweisen, daß in den Geschäftsberichten um die Bachtung geeigneter städtischer Lagerpläge für ihre Zwede nahme der Direktion erklärlich sehr ungehalten. Für den Aufdie Verhältnisse der Pommernbant unrichtig dargestellt worden zu bemühen. seherdienst an Sonntagen von nachmittags 2-7 Uhr wird eine Verfeien. Nach seiner Ansicht sei die Behauptung falsch, daß Von der Rechnungslegung der Gesellschaft für elektrische Hoch- gütung von 1,50 M. geleistet. Vorstellungen, die Arbeitszeit auf den gelungen sei, der Grundbesitz Bank berlustlos und Untergrundbahnen über die elektrische Hochbahn für 1902 zehn Stunden zu belassen, hatten feinen Erfolg; die Direktion abzustoßen. Thatsächlich seien nur Stelle an faulen lehnte das mit dem Hinweis ab, daß im königlichen Tiergarten und Schuldnern, welche die Güter 1890 in Besitz hatten, von der Der Antrag der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft auf bei der Stadt Berlin die Gärtner und Gartenarbeiter fogar die elfPommernbant andre faule Schuldner gesetzt, und zwar die Im- Errichtung einer Haltestelle in der Schönhauser Allee( Berlängerung der stündige Arbeitszeit hätten. Das sind zweifellos recht rückständige mobilien- Verkehrsbank und andre Leute, die zahlungsunfähig waren, Strede Staſtanien- Allee bis zur Schönhauser Allee) wurde abgelehnt; der Zustände; in der gewerblichen Landschaftsgärtnerei besteht schon so daß von einem„ Abstoßen der Güter" gar keine Rede sein könne. Gesellschaft soll anheimgestellt werden, eine Haltestelle in der Stolpische mehr als ein Jahrzehnt die Höchstarbeitszeit von 10 Stunden. Staat und Gemeinde sollten aber Musteranstalten in der ArSeitens der Angeklagten und der Verteidigung wird dieser Aufstraße zu errichten, damit die Anpflanzungen in der Mittelpromenade faffung widersprochen. der Schönhauser Allee nicht leiden. Ebenso wurde der Antrag der beiterfürsorge sein. Angell. Schultz führt in längerem Vortrage aus, daß es fich selben Gesellschaft, eine, nach Ansicht der Deputation den Verkehr um teine bloßen Schiebungen gehandelt habe, die Pommernbant fehr störende Veränderung der Geleisanlagen am Spittelmarkt, und vielmehr durch den llebergang der Güter an die Immobilien- die Anlage einer Haltestelle in der Wallstraße- wodurch die Verkehrsbant besser gestellt worden sei. - Der Vorsitzende meint, Kreuzung der Geleiſe an einem der verkehrsreichsten Punkte nötig daß die inwieweit dies zutreffe. wird, abgelehnt. Rechtsanwalt Dr. Werthauer: Ist die Begründung der Immobilien- Verkehrsbant, die nach der Ansicht des Staatsanwalts eine bloße Schiebung gewesen sein soll, nicht erfolgt unter Kenntnisnahme und im Einverständnis resp. nach Beratung mit der Aufsichtsbehörde, die es gebilligt hat? " Angell. Schulz: Das ist richtig. Chefredakteur Christians als Mitglied des Aufsichtsrats werde bekunden können, daß er über diese Angelegenheit im Ministerium Rücksprache gehabt habe. Angell. Romeid erklärt auf Befragen, daß er sich über die Einzelheiten nicht äußern könne. Er könne nur sagen, daß die Pommernbank die verschiedenen Objekte besessen hat und daß die Verkäufe im Interesse der Pommernbank erfolgt find. Lokales. Für oder wider Chriftum." Unser Gott, der ist die Liebe, Jesus Christus ist sein Namen; Seine Duldsamkeit und Demut leaving Suchen wir stets nachzuahmen. Berliner Asylverein für Obdachlose. Jm Monats April nächtigten im Männerasy! 20 095 Personen, wovon 8719 badeten, im Frauenasyl 5209 Personen, wovon 1289 badeten. Arbeitsnachweis wird erbeten für Männer: Wiesenstr. 55/59, für Frauen: Füfilierſtr. 5. Die Ueberweisungen zur Fürsorge- Erziehung haben sich in Berlin in dem Vierteljahr Januar bis März 1903 weiter vermindert. Es wurden nur noch 101 Jugendliche überwiesen, während in demselben Zeitraum des vorhergehenden Jahres 194 Jugendliche in Fürsorge- Erziehung gekommen waren. In den acht Bierteljahren feit Inkrafttreten des Fürsorge- Erziehungs- Gesezes, vom April 1901 bis zum März 1903, wurden 52, 124, 154, 194, 184, 166, 130, 101 Jugendliche überwiesen. Hiernach wurde der Höhepunkt bereits im ersten Jahre erreicht, und schon im ersten Viertel des zweiten Jahres begann ein Rüdgang. In diesen zwei Jahren tamen im ganzen 1105 3öglinge in Fürsorge- Erziehung, wovon 45 durch widerrufliche oder endgültige Entlassung oder durch Tod inzwischen wieder Es folgt die Vernehmung des Bankiers Neu aus Nürnberg ausgeschieden sind. Am 1. April 1903 befanden sich demnach in der ( Firma Neu u. Rosenbusch), der sich über drei große Terraingeſchäfte Fürsorge- Erziehung der Stadt Berlin 1060 3öglinge. Außerdem ausläßt, die seine Firma mit der Pommernbank bezw. mit der waren von früher her noch 474 Zwangserziehungs- Böglinge vorImmobilien- Berkehrsbant gemacht hat. Die Firma Neu u. Roſen" Für oder wider Christum", lautete das Thema, über das handen. husch hat Terrains in Bankow und Nirdorf an die Immobilien- gestern abend in der„ Concordia" der konservative Kandidat des Stern- Dampfer- Gesellschaft macht folgendes über den Beginn der Verkehrsbank verkauft; jie sind von der Pommernbank ſehr hoch bierten Wahlkreises, Dr. Wegner, sprach. Christus, den Prediger täglichen fahrplanmäßigen Dampferfahrten bekannt. Die Eröffnung beliehen worden, denn die Immobilien- Verkehrsbank borgte sich den selbstloſeſter Nächstenliebe, gewissermaßen zum Schutzpatron des der neuen Dampfschiffsstation Schlesisches Thor"( Bevernstraße) am Kaufpreis und alles, was zur Melioration u. bergl. nötig war, von Brotwuchers und der Zuchthausgesetz- Schwärmerei auszurufen, ist Hochbahnhof erfolgt von der Jannowigbrücke vormittags von 9 der Pommernbant. eigentlich die schamloseste Blasphemie, die sich denken läßt. Aber ühr stündlich, nachmittags von 2 Uhr ab halbstündlicher Verkehr Deshalb sind wir auch so sanft, So leutselig, ruhig, milde, Hadern niemals, nach des Lammes, Des Versöhners Musterbilde." " Disputation" von Heine. " Aus den Nachbarorten. " bis Loreley, Grünaut, Schmöckwitz; vom Schlesischen Thor. bor- schweben, und zwar handelt es sich hier nicht, wie bei den älteren und meinte dabei: Weshalb arbeiteten Sie denn nicht an jenem mittags von 934 Uhr stündlich, nachmittags von 21/4 Uhr ab halb- Jllusionen Phantasma, Neptuna usiv. um bloße Spiegelungen. Tage? Ein ordentlicher Mensch pflegt doch zu arbeiten. Das Stündlicher Verkehr bis Loreley, Grünau, Schmöckwiz. Recht treffliche Leistungen bietet auch das Oliveira- Trio, das aus Leben ist doch nur zum Arbeiten da, nur die Arbeit Zur Baumblüte nach Werder gehen folgende Dampfer einem Herrn und zwei Damen besteht, die sich als vorzügliche macht das Leben genußreich." Vielleicht wären diese ab: Von Berlin: Weidendammer Brücke 830 Uhr vormittags; Fanfaren- und Trompetenbläser sowie als Mandolinens, Guitarre- Ausführungen noch weiter ausgesponnen worden, wenn nicht Moabiter Brücke( Café Gärtner) 855 Uhr vormittags. Von Char- und Euphoniumspieler bewähren; ferner die Akrobaten- Truppe der Zeuge geantwortet hätte, er sei in jener Zeit leider ar lottenburg: Schloßbrücke 920 Uhr vormittags. Von Spandau: Vulcano mit ihren Höllentricks. Auch der Humor kommt nicht zu beitslos gewesen. Nach beendeter Beweisaufnahme versuchte Charlottenbrücke 1030 Uhr vormittags. Von Potsdam: Lange Brücke, furz. Für ihn sorgt Herr Oskar Klein, der gestern in der Nolle der Vorsitzende wiederholt einen Vergleich herbeizuführen. Rechtsvon 10-12 und 134-534 Uhr stündlich( bei gutem Wetter halb eines verknöcherten, schimpfenden Gymnasialprofessors, der in der anwalt Heine, als Vertreter Weders aber lehnte den Vorschlag stündlich zwischen Potsdam und Werder). Von Werder, Bismarckshöhe, Obersekunda seinen Allotria treibenden Schülern die Geschichte des ab unter der Begründung, er schließe mit keinem solchen Herren bon 12-7 Uhr stündlich bis Potsdam, 530 bis Spandau- Berlin. Stampfes zwischen Persern und Spartanern bei Thermopylä vorträgt, jemals wieder einen Vergleich, weil in einem ähnlichen Falle der Von Wannsee: 1140 vormittags, 220-620 nachmittags stündlich wahre Lachsalven zu entfesseln wußte. damalige Beklagte und dessen Freunde das großmütige Entgegen ( 1140, 320, 620 über Clodow) bis Potsdam. Von Potsdam: 1145 vortommen seinerseits hinterher noch als Feigheit auszulegen versucht mittags, 150, 3-6 nachmittags stündlich( 1145, 150, 6 über Cladow). hätten. Auch der Kläger Weiß lehnte den Vergleich ab. Dessen Ans bis Wannsee. walt, Dr. Heinemann, wies in seinem Plädoher u. a. auf die Ein wahrer Rattenkönig von Prozessen ist aus der Krisis im Rigdorf. Am Rande des Tempelhofer Feldes erschossen hat sich verhältnismäßig hohen Strafen hin, die fast regelmäßig über Arbeiter Deutschen Tierschutz- Verein hervorgegangen. So schweben zur Zeit Sonntagmorgen der 42 Jahre alte Lithograph Heisinger aus der berhängt werden, wenn sich diese bei Lohnkämpfen usw. unbedachters zwei Beleidigungsklagen gegen eine Frau D. und eine Frau Hof- Voltastr. 16 in Berlin. Nach schriftlichen Aufzeichnungen, die man weise Arbeitswilligen oder Arbeitgebern gegenüber mal in ähnlicher rätin K., die von einem ehemaligen Vorstandsmitglied angestrengt bei dem Toten fand, hat eine unheilbare Geschlechtskrankheit dem Weise ausdrücken, wie es hier Herr Rahardt den Klägern gegenüber worden sind. Vier Beleidigungsklagen richten sich gegen einen selben zu der traurigen That Veranlassung gegeben. Die Leiche wurde beliebt hat. Er ersuche deshalb, bei Abmessung des Strafmaßes auch Berichterstatter, drei davon sind von ehemals bei dem Verein an- polizeilich beschlagnahmt und nach der Nixdorfer Leichenhalle ge- hier Parität walten zu lassen. Das Urteil ging dahin, die Widergestellten Beamten erhoben. Eines Flugblattes wegen, welches der schafft. Nach der neuesten Feststellung des Magistrats zählt Rir- flage Rahardis gegen Weiß sei als erfolglos abzuweisen. Das Oberlehrer N. herausgegeben hat und das schwere Anschuldigungen dorf gegenwärtig 107 319 Einwohner. gegen sei Rahardt wegen formaler Beleidigung der beiden Kläger zu 10 M. Geldstrafe event. 2 Tagen Gefängnis zu verurs gegen den Vorsitzenden des Deutschen Tierschuh- Vereins enthält, hat dieser Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft gestellt. Eine Sonnabendnachmittag auf dem Grundstücke des Hauptpoſtamts in erklärliche Erregtheit in Betracht, auch habe er in Wahrung bes Schöneberg. Ein Fahrstuhl- Unglüc ereignete sich am teilen gewesen. Strafmildernd komme beim Beklagten dessen Beleidigungsklage gegen den Generalmajor 3. D. K. hat bereits zu der Hauptstraße. Der Postbote Wilh. Menz war bei der Auffahrt rechtigter Interessen gehandelt, als er die Kläger damals zur Rede Vernehmungen vor der Landwehr- Inspektion in Schöneberg geführt. bes elektrisch betriebenen Fahrstuhls oberhalb des Erdgeschosses mit stellte. Das Urteil soll durch fiebentägigen Aushang an der GerichtsEine Gruppe von Mitgliedern des Deutschen Tierschutz- Vereins flagt dem rechten Fuße zwischen Fußboden des Fahrstuhles und Mauer- tafel publiziert werden. Gnädig genug ist der Obermeister weggegenwärtig beim königlichen Amtsgericht auf Aufhebung der Beschlüsse der Generalversammlung vom 16. März. Schließlich hat der werk geraten, so daß die Befreiung des Aermsten unmöglich war. gekommen, immerhin, er ist verknurrt. Vorstand des Deutschen Tierschutz- Vereins vor einigen Tagen eine Die herbeigeholte Feuerwehr mußte, um den Verunglückten aus seiner Denunziation gegen den Oberlehrer N. bei dem Provinzial- Schul- schrecklichen Lage zu befreien, das Mauerwerk ausbrechen. M. erlitt einen komplizierten Bruch des rechten Unterschenkels. Kolleginn eingereicht. Grünau. Wie weit in unsrem Orte die Straße 38. Am Friedhef erschossen hat sich der junge Kunstmaler Behrendt, der Sohn des Privatiers Nathan Behrendt aus der Prenzlauer Der junge Mann, der erst kürzlich von einer Kunstreise durch Italien zurückkehrte, hatte den Lebensmut verloren, weil er an Lungenblutung litt und sein Leiden für unheilbar hielt. Am Sonntag morgen wurde er dicht an der Mauer des jüdischen Friedhofes in Weißenfee tot aufgefunden. Er hatte sich dort mit einem Revolver erschossen. Durch einen vom Brett fallenden Blumentopf verunglückte gestern nachmittag um 1/26 Uhr der 12 Jahre alte Knabe Paul Mahnke aus der Falckensteinstr. 21, der in der Spedition von Kempermann in der Laufigerstr. 34 als„ Rollmops" beschäftigt ist. Während er auf dem Hofe auf einem Wagen stand, warf ihm ein Windstoß einen Blumentopf aus dem ersten Stock auf den Kopf. Der Junge wurde so schiver verlegt, daß er die Hilfe der Rettungswache am Görlitzer Bahnhof in Anspruch nehmen mußte, " Nowawes. In der am 29. April abgehaltenen Sizung der Gemeindevertretung wurde u. a. folgendes verhandelt. Unter Geschäft liche Mitteilungen" gab der Amtsvorsteher bekannt, daß der dem Minister eingereichte Entwurf des zu erbauenden Schulhauses nicht genehmigt sei, und zwar handelte es sich hierbei um die Anlage der Treppe, für welche der Minister die kolossale Laufbreite von 3,80 Meter verlange. Da eine derartige Aenderung des jeßigen Entwurfs nicht ohne weiteres durchführbar ist, so will der Amtsvorsteher unter Bugrundelegung des von dem Minister zuerst ausgearbeiteten Projets eine Umänderung des der Regierung eingereichten vornehmen Tassen. 389 351 Mart unterschlagen. Die Unterschlagungen zum Nachteil des Oekonomierats Späth, welche wegen ihrer folossalen Höhe Aufsehen erregten, gelangten gestern vor der ersten Strafkammer Ein Bootsunfall auf dem Flakensee hätte gestern beinahe zu dem Neugierde unsrer des Landgerichts II zur Erörterung. Aus der Untersuchungshaft Tode eines Mannes geführt. Ein Ausflügler, der Metalldreher W., Polizei gediehen ist, zeigt folgende Geschichte: Ein Arbeiter wurde wurde der 47jährige Buchhalter Fritz Sebastian Röttger vors hatte in Erfner ein Ruderboot gemietet, mit welchem er in der Ver- im vorigen Monat 15 Tage zu einer militärischen Uebung eingezogen. geführt, welcher beschuldigt war, seinem Chef, dem Inhaber der bes engung des Flakensees umherfuhr. Infolge falscher Steuerung seitens Bei seiner Frau, die allein zu Hause war, erschien nun plößlich der fannten Späthschen Baumschulen bei Briz, nach und nach einen Ges des Insassen stieß das Fahrzeug gegen einen Pfeiler der Kanalbrücke Gemeindediener und stellte folgende wunderbare Fragen: In welchem famtbetrag von 389 351 Mark unterschlagen zu haben. Röttger trat und schlug um. Der des Schwimmens unkundige W. bemühte sich, Lokal verkehrt denn Ihr Mann? Die Frau war ganz erstaunt im Jahre 1889 als Kassierer und Buchhalter beim Dekonomierat sich über Wasser zu halten und es gelang ihm auch schließlich, den darüber und nannte ein Lokal, in welchem ihr Mann verkehrt. Das Späth ein. Es wurde ihm von Anfang an volles Vertrauen ge= Rand des gekenterten Bootes zu erreichen und sich an demselben fest- genügte dem Beamten nicht, er frug weiter:" Geht denn Ihr Mann schenkt. In den letzten Jahren fiel es dem Oekonomierat auf, daß zuklammern. Der Unfall war inzwischen von Passanten der Brücke nicht nach der„ Grünen Ecke"( Arbeiter- Verkehrslokal) und besucht das Geschäft so gut wie gar keinen Reinnuken mehr abwarf, obgleich bemerkt worden und der Gastwirt Steuer unternahm es, in einem er dort nicht die Versammlungen?"( Wahlvereins- Versammlungen.) das Geschäft eher zu- als abgenommen hatte. Im verflossenen Boote dem Gefährdeten zu Hilfe zu eilen. Es gelang ihm auch, die Nun bekam es die Frau mit der Angst zu thun, sie erklärte deshalb, Sommer wandte Herr Späth sich an den Bücherrevisor Bierstedt mit Unfallstelle in dem Augenblick zu erreichen, als der völlig erschöpfte daß ihr Mann Wochentags und Sonntags arbeiten müsse, daher der Bitte, eine Revision der Bücher vorzunehmen. Als der Ange= W. seinen Halt verlor und unterging. Der mit dem Tode Ringende keine Zeit habe, Versammlungen zu besuchen. Der Beamte fragte flagte dies erfuhr, wußte er seinen Chef zu überreden, von dem wurde noch rechtzeitig geborgen und erholte sich bald wieder unter jedoch ganz genau nach der Arbeitsstätte, die ihm auch genannt Vorhaben Abstand zu nehmen, indem er ihm vorstellte, daß die Zeit wurde. Die Frau, die nun im höchsten Grade beunruhigt war, zur Vornahme einer Revision ungünstig sei. Herr Späth wartete geeigneten Maßnahmen. dachte, ihr Mann müsse irgend etwas begangen haben, was er ihr noch einige Zeit und ließ dann ohne Wissen des Angeklagten eine verheimlicht hätte. Der Beamte meinte jedoch, es sei ja nicht so Bücherrevision vornehmen. Diese hatte ein unerwartetes Ergebnis. schlimm, er wolle nur wissen, wo ihr Mann sein Glas Bier trinke. Der Revisor entdeckte Fehler und Fälschungen in Menge, weldje Wir möchten uns aber doch der auftraggebenden Behörde gegenüber zum Teil schon vor länger als 10 Jahren begonnen hatten und bis die bescheidene Anfrage erlauben, wie sie dazu kommt, über einen zur legten Zeit fortgefekt worden waren. Als der erste Fehler fests unbescholtenen Einwohner, der zur Uebung einberufen ist, derartige gestellt war, stellte Herr Späth den ungetreuen Buchhalter zur Rede. im höchsten Grade sonderbare Erkundigungen einzuziehen. Die Dieser räumte seine Verfehlungen ein, schätzte den Gesamtbetrag der Frau beruhigte sich nicht eher, bis ihr Mann zurückam und von ihm unterschlagenen Summe auf etwa 300 000 M., erflärte ihr betenerte, er habe weder beim Militär noch in Civil etwas aber, daß er im stande sei, den Schaden zu decken. Der Angeklagte begangen. wurde nicht sofort zur Anzeige gebracht, während die zeitraubende Bücherrevision fortgesetzt wurde, ging er nach Holland, von wo er nach einigen Wochen aus freien Stücken nach Berlin zurückkehrte. Der Fehlbetrag war schließlich auf 389 351 M. festgestellt worden Der Angeklagte hatte vor seiner Abreise seinem Chef eine ganze Anzahl Grundstücke und Aktien überantwortet, die er für die veruntreuten Gelder erworben hatte. Nach den Angaben des Angeklagten Feuerbericht. In der Zwischenzeit hatte die Wehr über ein sollten die Grundstücke einen Gesamtwert von über 300 000 m. Im gestrigen Termine behauptete der Angeklagte, daß er Dutzend Brände zu beseitigen. In der Nacht zum Dienstag wurde haben. fie nach der Brüderstraße 2 gerufen, wo in der Goldschmiede- Werkdas Opfer von Grundstücksspekulationen geworden sei. Da der Anaufnahme sich lediglich um die Feststellung, wie hoch der Wert der statt von Sy u. Wagner ein Brand ausgekommen war. Zur selben geflagte der Beruntreuungen geständig war, so drepte die der AnZeit gingen in der Lorgingstraße 13 Möbel und Kleidungsstücke in Diese Hindernisse, welche von der Regierung dem Schulhaus von dem Angeklagten als Deckung gegebenen Grundstücke und Papiere einer Wohnung in Flammen auf, die aber noch im Keime erstickt Neubau schon seit langer Zeit in den Weg gelegt werden, sind geradezu zu bemessen sei. Zeuge Dekonomierat Späth bekundete, daß er arg werden konnten. Durch Unvorsichtigkeit waren in der Ritterstraße 75 auffallend. Da diese Veränderung des Planes und die Genehmigung enttäuscht worden sei. Hypotheken, welche der Angeklagte ihm mit nachmittags in einer Buchdruckerei Garderobenstücke in Brand ge des Ministers längere Zeit erfordert, so ist leider mit Sicherheit darauf 100 000 M. angerechnet habe, hätten kaum den zehnten Teil des raten, während in der Swinemünderstraße 55 alter Hausrat und zu rechnen, daß der geplante Neubau in diesem Jahre nicht mehr in Wertes gehabt. Das Besiktum Hegermühle, Parzellen in Eichwalde, Verpackungsmaterial in einem Keller brannte. In der Dieffen- Angriff genommen werden kann und die Gemeinde sich noch mit dem Grundstücke in Wittenberge, alles habe der Angeklagte hoch zu Buch und bachstraße 32 in der Potsdamerstraße 92 hatte die schon vor zehn Jahren für baufällig erklärten Schulhause in der angegeben, in Wirklichkeit habe der Gesamtwert aller dieser Grunds Wehr vorher Wohnungsbrände abzulöschen. Wäscheſtücke, Decken, Priesterstraße, welches an Trakehner Zustände erinnert, behelfen muß. Stücke nur gegen 60 bis 70 000 W. betragen, so daß dem Dekonomies Möbel 2c. wurden in der Hauptsache beschädigt. Nach dem Da die Uniformen der freiwilligen Feuerwehr, welche seit sieben rat Späth noch ein Schaden von etwa 300 000 Mart ers Montagnachmittag gerufen, weil hier ein mit Heu beladener Eisen- tretung ihre Zustimmung zur Anschaffung neuer Dienstkleidung, in Höhe von 64 000 W Die Forderung ist keinen Schlesischen Güterbahnhofe in der Mühlenstr. 13/14 wurde die Wehr Jahren im Gebrauch, nur sehr schadhaft geworden sind, giebt die Verwachsen ist. Unter den" Aktiven" des Angeklagten befand sich auch eine Ehrenschuld eines Lieutenants v. Eitner bahnwagen in Flammen stand. Wenn auch durch kräftiges Wasser- welche eine Ausgabe von 1000 M. erfordert. Hierauf erfolgte die geben der Waggon geschüßt wurde, ist doch die Ladung durch Feuer Vorlegung des Entwurfs eines Totengräberhauses nebst Stoftenan Pfennig wert. Der Staatsanwalt nahm an, daß eine einzige fortgefekte Hands und Wasser vollständig vernichtet. Außerdem liefen noch von der schlag. Der Bau dieses Hauses, welches zwei Stuben, Küche, Bureau Besselstr. 11, Falckensteinstr. 31 und noch von mehreren andren und Seller umfassen soll, ist bei einfachster Ausführung auf ca. 6000 lung borliege. Das unbegreiflich leichtsinnige Verhalten des Anges Stellen Alarmierungen ein, die jedoch auf ganz unbedeutende An- Mark veranschlagt. In der ausgedehnten Debatte, welche sich hierüber klagten sowie der von ihm angerichtete hohe Schaden rechtfertige eine entsprechende Strafe. Der Staatsanwalt beantragte gegen den An= entspann und an der sich unsrerseits Gruhl und Hoffmann beteiligten, wurde insbesondere bemängelt, daß die vorgesehenen Wohnräume für geklagten vier Jahre Gefängnis und fünfjährigen Ehreine Familie nicht ausreichend seien, auch fehle es an Raum für Unterbringung gärtnerischer Utensilien usw. Der Gemeinde- Baumeister wurde beauftragt, zur nächsten Sizung eine neue Stizze auszuarbeiten und hierbei die Anregungen der Vertretung zu berückfichtigen. Die in der letzten Sizung von unsrem Genossen Wagner erhobenen Beschwerden über die Beschaffenheit der Luisenstraße haben die Wegekommission veranlaßt, in der heutigen Sitzung den Antrag auf Pflasterung genannter Straße zu stellen. Die Vorlage wurde der Finanzkommission zur schnellen Erledigung überwiesen. In Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dies' Berlag) ist soeben das der nicht öffentlichen Sizung brachte der Amtsvorsteher eine von ihm 31. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben ausgearbeitete Petition an die Eisenbahnbehörde bezüglich höher- wir hervor: Der Liberalismus im Wahlkampf. Die irische Landbill. Von Der Kampf und die Niederlage der Arbeiter in Das„ Casino- Theater", jener Boltsmusentempel in der Lothringer- legung des Bahnkörpers und Haltens der Fernzüge an hiesiger Station M. Beer( London). straße, hat am 1. d. M. wieder sein Programm geändert. Ein- zur Verlesung. Die Vertretung beschloß, dieselbe öffentlich zur Holland. Von Henriette Roland Holst(' s Graveland). II. geleitet werden die jetzigen Darbietungen durch ein hübsches Lieder- Unterzeichnung auszulegen. Auf Antrag Gruhl soll auch eine Ab- deutung von Farbe und Form des Tierileides. Von Kurt Grottewik. Die Versicherung der Mutterschaft. Von Oda Olberg- Lerda. spiel„ Beckers Geschichte", das Herrn Eckhoff und Frl. Lübke schrift dem Gewerkschaftskartell übermittelt werden, um Unterschriften Litterarische Rundschau: Die Gründung der deutschen Socialdemokratie. Ferner wurde noch von den Genossen Gruhl und Die Karikatur der europäischen Völker vom Altertum bis zur Neuzeit. als frisch verheiratetem Ehepaar Gelegenheit giebt, ihre bald sehn zu sammeln. süchtigen, bald wehherzigen, bald jubelhaft empordrängenden Ge- Hoffmann auf verschiedene Mißstände beim Plakatwesen hingewiesen; Notizen: Berufsgenossenschaften und Krisis. Zur Krisis in der Metallfühle mit schönen Stimmmitteln gesanglich zum Ausdruck zu bringen. da die Plakattafeln nur geringe Größe haben, können die Aufträge industrie. Der Amtsvorsteher erklärte, daß Den bunten Teil eröffnet der Humorist Fredy Waldmüller nicht immer berücksichtigt werden. mit recht aktuellen Couplets. Dann folgen die von der Direktion die im vorigen Jahre von der Vertretung beschlossene Aufstellung von prolongierten Bergs, die sich diesmal als Strolchterzett ein- Säulen in nächster Zeit stattfinden wird, wodurch diese berechtigten führen, danach aber blizschnell in ein flottes Tanz- Ensemble um- Klagen beseitigt würden. Zum Schluß wurden noch einige Armenwandeln und auch in ihrer neuen Nummer als tüchtige Artisten sachen erledigt. zeigen. The Dttorus bieten einen Teufelsaft, der dem mitVon der„, Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen wirkenden Herrn Gelegenheit zu ganz unglaublichen Gliederverrenkungen ( Stuttgart, Diez Verlag), ist uns focben die Nr. 10 des 13. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Schuk giebt. Schließlich kommt das übliche Volksstüd, diesmal Unser den Müttern. Die badische Fabrikinspektion über die Bertürzung der Goldjunge" von May Ko ch. Der Goldjunge" ist eine Variation Obermeister Nahardt als Verurteilter. Gestern kam die vor gefeßlichen Arbeitszeit der Arbeiterinnen. Von D. Z. des alten Themas vom verlorenen Sohn. Optimistischer als die einigen Wochen vertagte Beleidigungsklage des Tischlers Weiß Brincipielles über die Fauenorganisationen in den christlichen Gewerk Bibel läßt aber der Verfasser unsres Volksstückes den guten aber und des Möbelpolierers Weder gegen den bekannten Obermeister bereinen. Von Fanny Imle. Aus der Bewegung. Feuilleton: Ein Leichtsinnigen Bruder Lüderjahn in das elterliche Haus nicht ver- der Tischler- Innung, Rahardt, vor dem Schöffengericht zur Ab- Streber. Von Philipp Langmann. Notizenteil: Sociale Gesezgebung. Frauenbewegung. lumpt, sondern gebessert und als Millionär von Clondyke kommend urteilung. Wie erinnerlich sein dürfte, hatte der Beklagte am Frauen in öffentlichen Aemtern. zurückkehren. Unter den Darstellern wußte namentlich Herr Direktor 27. Januar d. J. die Kläger vor dem berühmten Arbeitsnachweis Frauenfrage. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer Berg nicht nur die humoristische Seite seines Schuhmachermeister in der Alexanderstraße ohne Ursache angerempelt und sie als verWörmann zu treffen, sondern er fand auch als enttäuschter und meintliche Streitposten mit Ausdrücken wie Wegelagerer, 10 Bf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungslifte gebrochener Bater tiefe Herzenstöne. Lilli Belle hatte die Hosen Tagediebe und arbeitsscheues Gesindel beleidigt. für 1903 unter Nr. 3189) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne angezogen und schien sich in ihrer Rolle als Schusterlehrling ebenso Als die beiden insultierten Arbeiter dann die Personalien ihres Be- Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pf. zu amüsieren, wie das Publikum über sie. Ein Prachtexemplar von leidigers feststellen lassen wollten, rief dieser plötzlich ängstlich um einem Dienstmädchen bot Frl. Scholz. Im übrigen thaten alle Silfe, obwohl niemand beabsichtigte, sich etwa an seiner Wenigkeit Beteiligten ihre Pflicht, so daß die kleine Vorstadtbühne eine zu vergreifen. Er will von Weiß derartig am Arme gepackt worden vollendete Darstellung bieten konnte. sein, daß es ihm„ wehe" that. Deshalb hat er auch wegen thätlicher Bassage- Theater. Die häufige Behauptung, daß die Specialitäten Beleidigung Widerklage gegen Weiß erhoben. Die Beweisaufnahme Theater nichts Neues mehr zu bieten vermöchten, wird durch ver- fiel auch diesmal zu Ungunsten des Obermeisters aus. Recht beschiedene Programmnummern des Passage- Theaters Lügen gestraft. zeichnend war seine eigne Aussage, daß er dem als Zeuge geladenen, Vornehmlich ist es die neueste Illusion Aga", die allgemeine Ueber- hünenhaften Portier des Arbeitsnachweises Vorwürfe gemacht habe, raschung hervorruft; denn während bekanntlich Anna Rothe es nur weil dieser ihm auf sein Rufen und Winken nicht schnell genug zu bis zum Herumfliegenlassen von Kohl- und Sellerietöpfen sowie Hilfe geeilt war.( Demnach scheint der Portier gleichzeitig als andren vulgären landwirtschaftlichen Produkten gebracht hat, läßt der Schußengel für Herrn Rahardt engagiert zu sein.) Verblüffend, " Illusionist", der die Aga vorführt, diese, nachdem er sie in einen aber auch zugleich erheiternd wirkte auch ein Ausspruch des Richters. Geheimratsviertel", Rulide als Spiritist"," Das Brivilegium"," Mezger magnetischen Schlaf versenkt hat, sich in horizontaler Lage frei in Dieser fragte nämlich einen Zeugen, was ihn denn an dem fraglichen meister Wurstlers Stammtischrede" und" Das verbesserte ABC- Buch". De die Luft erheben und dort ohne sichtbaren Stützpunkt mehrere Minuten Tage in die Nähe des bekämpften Arbeitsnachweises geführt habe, Preis der 12 Seiten starken Nummer ist 10 Pf. lässe zurückzuführen waren. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hof links 2 Treppen, Saal 8. Der Jahresbericht ist im Druck erschienen. Die Mitglieder und Interessenten können denselben in der Schule oder in den Zahlstellen abholen. Wünsche nach weiteren Exemplaren wolle man an den Kassierer H. Königs, Hafenheide 50, richten. " Freie Fortbildungskurse für Arbeiter", veranstaltet von der Wildenschaft, Technische Hochschule, Berlin. Mittwoch, den 6. Mai, abends 8 Uhr, wird Herr cand. med. Edwin Bab über„ Hygiene" in der Aula der Charlottenburger Ober- Realschule sprechen. Eintrittsfarten zu 20 Pf.( Abonnement auf sämtliche Vorträge 50 Pf.) sind an der Abendkasse erhältlich. " Gerichts- Zeitung. berlust. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Schwindt, suchte ein milderes Strafmaß zu erzielen, indem er darauf hinwies, daß man in dem Angeklagten nicht eine Verbrechernatur, sondern einen bedaueruswerten Phantasten vor sich habe. Das Urteil lautete nach dem Antrage des Staatsanwalts. Eingegangene Druckschriften. " M Die Bes Ed. Fuchs, Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch. handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pre Quartal zu beziehen. In der Beitungspreisliste der Bostanstalten ist die nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft tostet 25 Pf. Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. " " Thatsächliches und Litteratur zur Der„ Wahre Jacob" hat soeben die 10. Nummer seines 20. Ja' gangs erscheinen lassen. Die Serie der„ Wahlbilder" wird in derselben du das farbige Bild" Die politischen sieben Schwaben" fortgesetzt. Das ani farbige Bild stellt Michels Bukunft auf dem Wasser" dar. Von der Portr Galerie„ Die Makler des Brotwuchers" enthält die Nummer die Bild Bassermanns und Gröbers. Von den weiteren Illustrationn nennen wir„ M und Morik am Balkan"," Beim Soldätlesspiel"," Jesuiten- Einzug"," M fahrt"," Eine Wahlrede"," Der Jolierraum" und" Uncle Sam und i Großmächte". Der tertliche Teil der Nummer enthält die Gedichte„ Her liche Aussichten"," Der Fähnrich zur See"," Deutschlands Speckseite"," T alten Deutschen"." Das gefoppte Bäuerlein"," Fortschrittsrummel“,„ Arist fratische Zweifel"," Die gute Polizei" und außer zahlreichen fleineren Be trägen in Poesie und Prosa noch die größeren Feuilletons„ Aus der Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid, in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Bubdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.