Nr. 106. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Aoresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Der Kreuzzug. Fünf Jahre. XI.*) Freitag, den 8. Mai 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. geffen über drei Redakteure des Vorwärts" find insgesamt siebzehn worden. Im Kriege von 1870 find verhältnismäßig die wenigsten Monate Gefängnis verhängt worden. Einer unsrer Kollegen muß Menschen verloren worden." es heute noch büßen, daß er an dem Ruhme der deutschen Soldaten in China zu mäkeln gewagt hatte. V. Machen Sie es so wie die andren Stände! Gliedern Sie sich ein in den Staat! Erkennen Sie den Staat an! Denken Sie nicht fassung die natürlich der Entwickelung fähig ist und sagen Sie: daran ihn zu beseitigen! Stellen Sie sich auf den Boden der Verwir wollen mit dem Staat, mit den Ministern, mit dem Kaiser verVI. ,, Denn Sie sind doch freie Männer. Sehen Sie sich doch mal die Flugblätter von uns an. Dann fragen Sie sich doch mal, ob es nicht richtiger ist, den Versuch zu machen, Kandidaten der konservativen Partei in den Reichstag zu schicken. Es wäre doch ein wunderbares Experiment. Sie hätten dann die beste Gelegenheit einmal zu sehen, wie dann diefer Mann seine Versprechungen einlöst. Dieses daß innerlich viele auf den Standpunkt kommen werden, daß sie ihren Experiment fönnte doch wirklich einmal gemacht werden. Ich glaube, Führern die Gefolgschaft verweigern." Dekorative Politik" heißt es ja wohl; doch auch mit Die Veröffentlichung der Hunnenbriefe ist nichtsdestoweniger eine Dekorationen kann man sparen. Unfre offiziösen Theatermaler aber gute That gewesen! Selbst wenn man sich zu der unmöglichen und müssen alle paar Monate neue Dekorationen liefern; die Leinwand unsinnigen Annahme herbeilassen wollte einer Annahme, die reißt und die Farben halten nicht. Kaum drei Jahre sind seit der ebensowohl durch eine Reihe ernster Zeugen als durch suchen unsre Lage zu verbessern!" großen chinesischen Ausstattungsoperette verstrichen, und schon beginnt die zahlreichen deutschen Gefangenen Transporte widerlegt man einzusehen, daß man mit ihren Requisiten keinen großen Staat wird alles, was in diesen Hunnenbriefen stünde, sei einfach aus mehr machen kann. Graf Bülow, der vor kurzer Zeit noch den Fingern gesogen, so eröffnen diese Briefe doch einen so tiefen sein Diplomatengesicht in frause Falten 30g, wenn von Einblick in die Wirkungen des Krieges, daß sie für alle Zeiten under weltpolitischen Affaire des Prinzen Tschun die Rede war, spricht schäzbare menschliche Dokumente bleiben werden. Was da nicht mur heute schon über den Sühneprinzen in ungefähr demselben Tone, in socialdemokratischen Nörglerzeitungen, sondern auch in tugendden man früher dem„ Vorwärts" als Vaterlandsverrat anrechnete. haften Landratsblättern veröffentlicht wurde, waren Offenbarungen Es wird nicht lange mehr dauern und man wird die ganze Rache- der Bestialität, wie sie seit den Zeiten des dreißigjährigen Krieges komödie mit der famosen Feldmarschallschaft, den eingebildeten Ge- so schlimm kaum mehr erlebt worden sind. fahren und den seltsamen Siegen, im selben Lichte des Humors. Die Mehrheit der bürgerlichen Parteien hat diese Lehre nicht Herr v. Wenckstern hat hiernach verraten, daß er einen Ausbruch betrachten, in dem Graf Bülow heute schon den burlesken Aus- verstanden. Die sittlichen Verheerungen, die dieser Kolonialkrieg im der Empörung gefürchtet habe; das habe ihn veranlaßt, so borgang dieser so pomphaft in Scene gesetzten Weltaffaire zu Boltscharakter anrichtete, die zwecklos hinausgeschleuderten Geld- fichtig" zu reden. Die Angst soll den mildernden Umstand für den sehen liebt. mittel, das Ueberschnappen der chauvinistischen Phrase, das Deutsch- produzierten Unsinn abgeben. In der Kreuz- Zeitung läßt's sich Die überwältigende Komik des chinesischen Rachekrieges läßt land zur lustigen Person des Welttheaters gemacht hat alles das freilich leichter schneidig sein. Schade, jammerschade, daß die Angst kaum das Bewußtsein dessen aufkommen, was er an ernstem ist an ihnen vorübergegangen, ohne irgend einen Eindruck zu hinter- hat, seine Zuchthaus- Ansichten zu entwickeln, jene christliche des Herrn v. Wenckstern die Versammlung des Vergnügens beraubt blutigem Schaden angerichtet hat. Ein friedliches und kulturell hoch lassen. Meinung beispielsweise, daß die Leiter eines Vereins, der nicht auf stehendes Bolt hatte mit unzureichenden Mitteln einen nationalen Der Kurs ist der alte geblieben. Das altersschwache Gehirn dem Boden der Verfassung und der kapitalistischen GesellschaftsBefreiungskrieg begonnen, der in seinen Beweggründen und seinen der bürgerlichen Gesellschaft vermag aus der Geschichte nichts mehr ordnung stehe, wegen Hochberrats zu prozessieren seien. Zielen nicht zurücksteht hinter 2üz o ws wilder verwegener Jagd, zu lernen. Sie hält diese Geschichte für ihr Wert, und sie ist doch oder dem Guerillakrieg des Andreas Hofer. Dieses Volk büßte nichts andres als ihr Schidjal! feinen national- patriotischen in der allerdings provozierten Tötung eines Gesandten mißleiteten Eifer durch die von den bereinigten Völkern Europas berübte Niederbrennung seiner Dörfer, die Verwüstung seiner Aecker, durch Schändung seiner Frauen und Ermordung seiner Kinder. Und um dieses Ziel fammlung freifinniger Wähler nach einem Vortrage des Abgeordneten Im zweiten Berliner Wahlkreise hat am Mittwoch eine Verzu erreichen, mußten die Völker, mußte die Völker, mußte vor allem das deutsche Volt Hunderte von Millionen verschleudern, mußte Träger über die Aufgaben der Reichspolitik und die Haltung der Freijinnigen Volkspartei den Stadtverordneten Kreitling zum sich die Mannschaft des" Jltis" von den Kruppschen Geschossen reisinns Kandidaten für den Reichstag ernannt. aus den Takuforts die Leiber zerreißen lassen. Alle Instinkte der Die Versammlung unterschied sich Alle Instinkte der Die Versammlung unterschied sich in bemerkenswerter Weise Barbarei und der Roheit wurden angezündet und Europa der von derjenigen, die die Freisinnige Volfspartei vor ein paar unmittelbaren Gefahr eines Weltkrieges nahegerückt. Tagen im fünften Wahlkreise für ihren Kandidaten Zwick veranstaltet hatte. Herr Träger vermied es ebenso wie Herr Standpunkt farlegte, dem Beispiel der Herren Richter und Streitling, Kreitling, der nach ihm in einer furzen Ansprache feinen Zwid nachzuahmen und die Socialdemokratie zu beschimpfen. Das mug anerkannt werden, wenn auch an der Stellung der socialdemo ratischen Wählerschaft zu Herrn Kreitling nichts geändert wird. Immerhin, das Treiben der Richter- Notte wird nachgerade so ekelhaft, daß auch das leiseste Anzeichen vereinzelter freisinniger Besserung wohlthuend wirkt. Aber über allen Schrecken und Greueln wirtschaftlicher und moralischer Verwüstung, die der chinesische Feldzug angerichtet hat, triumphiert immer wieder das erschütternde Gelächter der Welt. Die ganze Geschichte des chinesischen Rachezuges ist eine Geschichte von einem, der immer wieder daneben tritt, eine Geschichte, in der alles schief geht und alles immer ganz anders kommt. Es ist die Geschichte von der Weltpolitik, wie sie sich bis auf die Knochen blamierte. d Wahlkampf. Die geistige Arbeit des Prof. v. Wenckstern. I. 914 * Inzwischen schreitet Prof. v. Wendstern zu neuen Thaten. In einem Flugblatt produzierte er sich zugleich als Nationalökonom. Der Mann hat bei Prof. Schmoller Volkswirtschaft gelernt. Er kompromittiert seinen Lehrer durch folgende Entdeckungen: Deutscher! Wir müssen alles daran sezen, das wirtschaftliche Princip, mit den geringsten Opfern das größte zn erreichen", überall durchzuführen. Unser Staat verfährt bereits nach diesem Princip. Verglichen mit den andren Kulturstaaten leistet er das Größte für Recht, Kultur und Macht mit den geringsten Mitteln. Der Nachweis ist einfach: Der Deutsche hat seit 1870 die größte Steigerung seiner Lebenshaltung, aber die geringsten Steuerlasten, berglichen mit den Bürgern der andren großen Kulturstaaten. Die indirekten Steuern in Deutschland sind kleiner als in Frankreich und England; der Deutsche zahlt 16 M., der Engländer 25 M., der Franzose 33 M. indirekte Steuer. Rechnet man alle Staatssteuern zusammen( direkte und indirekte), so zahlt der Italiener 32,4 M., der Destreicher 33 M., der Engländer 50,5 M., der Franzose 61,6 M., aber der Preuße( eingeschlossen alle direkten und indirekten Reichssteuern und alle preußischen Steuern) nur 23,8 M. Dies sind unwiderlegte und unwiderlegliche Feststellungen, welche der preußische Finanzminister Herr v. Rheinbaben am 5. Dezember 1902 im Reichstag machte. Die Ermordung eines einzelnen Mannes, der durch sein heraus forderndes Auftreten manches zu seinem unglückseligen Ende beiUnter dem Titel: Frieden im Lande" hat der konsergetragen hat, war der einzige ernste Gewaltatt, der von den aufHerr v. Wenckstern arbeitet mit wissenschaftlicher Gründlichkeit. ständischen Chinesen an den Europäern in Peking verübt worden bative Kandidat des zweiten Berliner Wahlkreises Prof. v. Wendstern feine Bock- Reden vom 23. April veröffentlicht.( Verlag von Hermann 3war hat Minister Rheinbaben am 5. Dezember 1902 überhaupt war. Während man die Gesandten tot glaubte, spielten ihre Frauen Schild.) So viel Bewußtsein hat der Herr sich doch gerettet, daß er nicht im Reichstage geredet, da er aber ein Jahr früher eine mit Tennis, und die chinesische Regierung sorgte für Proviant. Die einjah, niemand würde seine nichtigen Albernheiten lesen, und fo folchen Zahlen gespickte Rede hielt, wollen wir an einen Druckfehler Deutschen sollten als erste ihre Fahnen auf den Mauern von Beling würzte er denn das schale Gericht dadurch, daß er den„ Vorwärts" glauben. aufpflanzen, fie tamen aber, wie die socialdemokratische Presse allen Artikel über sein Auftreten als Vorwort hinzugefügt. So fann sich Herr v. Wendstern schöpft seine Wissenschaft aus der Rede eines pomphaften Ankündigungen zum Troße richtig vorausgesehen hatte, nun jeder überzeugen, ob das Urteil des Vorwärts" richtig preußischen Ministers und zwar aus jener Rede, in der Herr wir empfehlen die Schrift, damit man staunend v. Rheinbaben das Opfer der plumpen Fälschung eines Geheimerst als alles vorüber war, und wurden in Peking mit Vivat und ist, und warmen Würstchen empfangen. Als sich auch der letzte Gaffen- sehe, was so ein moderner Universitätslehrer einer Arbeiter- rats geworden ist, der das Zahlenmaterial gruppiert" hat. bersammlung zu bieten bermag. Freilich war der junge verlaufen hatte, tam der Herr Generalweltfeldmarschall doch noch so vorsichtig, das Wichtigere zu vergeffen: nämlich die der Wirkung des 5 Mark- Bolles die Getreidepreise nicht gestiegen Herr Herr Minister Rheinbaben versuchte damals den Nachweis, daß unter mit voraus geernteten Lorbeerkränzen, Marschallſtäben, Asbest- Wiedergabe der Reden Richard Fischers. Der allzu findliche Herr feien. Wie wir ihm damals nachgewiesen haben, hat er die offenhäusern und wollenen Leibbinden und erheiterte die internationale v. Wendstern bildet sich freilich ein, der„ Vorwärts" habe den Bericht kundige Thatsache, daß sofort mit dem Inkrafttreten des 5 MarkSoldateska durch die Vorführung des preußischen Stechschritts. Um über seine Reden unterdrückt, weil er sich vor so heller Aufklärung Bolles die Preise stiegen und zwar bis zu wahren Hungerpreisen, zu thun, als ob noch etwas zu thun wäre, zog die gepanzerte Faust gefürchtet habe! Der Aermste! dadurch weggezaubert, daß er die Periode des 5 Mart- Bolles mit landeinwärts, eroberte ruhige Dörfer und depeschierte Scharen fried- Indessen inzwischen haben wir uns genugsam gestählt, um das einem Teil der Periode des 8 Mark- Bolles( mit besonders niedrigen licher Landwirte als Boyerhaufen in die Welt hinaus. Der Initiative Baguis zu übernehmen, unfren Lesern die neue geistige Soft bor- Preisen) zusammen warf! Das ist die Quelle des Herrn v. Wendstern. Ein paar Citate aus dem von Herrn v. Wenckstern Die Zahlen des Ministers Rheinbaben sind sonst richtig abgeschrieben, Rußlands sollte die Weltmarschallsposse entsprungen sein; aber die zusetzen. nur hat er die indirekte Belastung der Franzosen nicht auf 83, ruffische Regierung stellte offiziell fest, daß ihr dergleichen nicht im autorisierten Stenogramm feien also wiedergegeben: sondern auf 53 M. berechnet. Traume eingefallen sei; als oberster Befehlshaber in der Provinz Tschili„ Ich bin der festen Ueberzeugung, daß gerade die wirklichen Aber die Zahlen stimmten nicht. Der Deutsche, der in Preußen sollte der deutsche Graf die internationalen Truppenkörper befehligt Stonservativen, daß gerade Persönlichkeiten wie der oftmals so falsch wohnt, zahlte bereits 1899/1901 pro Stopf an direkten und indirekten haben, aber der französische Oberkommandierende General Voyron dargestellte Herr v. Ströcher darin mit mir übereinstimmen ich Steuern und Abgaben für Preußen ist das Jahr 1899, für das bewies durch die Veröffentlichung seines Briefwechsels mit Waldersee, habe dies nicht mit ihm besprochen, aber ich habe in sein gutes Reich 1901 zu Grunde gelegt- nicht 23,8 M., sondern 34,52 M. welche unglückselige Rolle der Aermste gespielt hatte als ein Befehls- treues Auge geblickt dem deutschen Volke, und gerade den so- Und in dieser Summe fehlen noch die indiretten Staats- und haber, von dem sich niemand etwas befehlen läßt. Schließlich die genannten unteren Schichten des deutschen Volkes die Friedenshand Gemeindesteuern. groteste Idee mit dem Sühneprinzen, der, schlauer als fieben zu bieten, und Sie stoßen sie ohne weiteres zurüd." deutsche Staatssekretäre des Aeußern, die deutsche Diplomatie in Ich faffe das Christentum so auf, daß wir die Gottesliebe ander eignen Schlinge fängt, seine Sühnefahrt in Basel unterbricht wenden müssen auf unsre Mitmenschen. Ich halte es für falsch, den und als Herr der Situation nun Deutschland seine Bedingungen Menschen auf den Himmel zu verweisen und zu sagen: wenn es Dir hier auch schlecht geht, im Jenseits geht es Dir besser. Wir müssen Was hat Deutschland in diesem Kriege Werreicht? Hunderte von unfre christliche Liebe bethätigen an unfern menschlichen Brüdern. Ist es schon blanke Narretei, das reiche England mit dem be= Millionen find geopfert worden, aber noch hat deswegen tein( Beifall.) Das ist die Auffassung der konservativen Partei. Die scheidenen Deutschland zu vergleichen, so ist die KopfdurchschnittsBerechnung überhaupt nichtssagend, ja irreführend. Eine einfache deutscher Kaufmann ein Pfund mehr nach China berkauft. Mittel sind verschieden. Das Ziel ist dasselbe. Ueberlegung beweist dies. Der Berliner bezahlt pro Kopf an Die berühmte Weltmachtstellung des Reiches hat ihr Machtgebiet ,, Nun fragt sich's aber: wie ist es denn mit der Arbeitsleistung, direkten und indirekten Steuern rund 65 M., also fast das Doppelte nicht erweitert, sondern sich nur zu einem beliebten Gegenstande der mit der Wertschaffung? Können Sie denn wirklich daran festhalten, als den preußischen Durchschnitt. Dennoch wird niemand glauben, internationalen Starikatur gemacht. Krankheit und feindliche Geschosse daß Sie allein alle werte schaffen? Ich unterschäße die Arbeit des daß der Berliner schwerer bedrängt ist, als der Bewohner haben einer Menge deutscher Soldaten ein Grab im chinesischen Handarbeiters durchaus nicht. Sie ist eine absolute Bedingung der eines schlesischen Glendswinkels, auf den keine viel höhere Lande bereitet. Eine weitere Anzahl deutscher Soldaten büßen be- ganzen Volkswirtschaft. Aber, meine Herren, tönnen Sie wirklich Steuerbelastung entfällt, als die Kopfsumme der indirekten Reichsgangene Ausschreitungen im Gefängnis. baran festhalten, daß Sie allein und ausschließlich die ganzen Werte steuern, 16 M. Im Gegenteil können unter Umständen höhere Will man noch mehr von Erfolgen hören? Wohl! Ein deutsches schaffen? Da fagt hr großer Führer Marg ganz etwas andres Steuer- Durchschnittszahlen eine größere Entlastung bedeuten. Will man die verschiedenen Belastungen aufklärend gegenüberSchiff ist mit einem Orden dekoriert worden; ein sagenhafter Vor- und diese Seite seines Systems ist nicht aufgehoben worden, auch gang der Kriegslegende:" Germans to the front!" ist in schlechten von Bernstein, von David und Kautsky nicht. Er sagt: daß in die stellen, so muß man zunächst Einnahmen und Steuern vergleichen. Bildern verewigt worden. In Sanssouci stehen astronomische Gesamtarbeit eingerechnet werden muß die Erfinderarbeit, die Ent- Man muß berücksichtigen, wofür die Steuern berausgabt werden deckerarbeit, die gesellschaftsleitende Arbeit." Instrumente chinesischer Herkunft, wie einst die Victoria auf dem Brandenburger Thor in Paris sich befand. Graf Bülow hat einen Wig über den Prinzen Tschun gemacht, der schon zwei Jahre zuvor im„ Borwärts" stand und es wäre unrecht, gerade von uns das zu ver*) Vero Nr. 102 des Vorwärts", diktiert! " II. III. IV. Es lohnt sich nicht, die Rheinbaben- Wendsternschen Zahlen im einzelnen weiter nachzuprüfen; ob sie stimmen oder nicht stimmen, ist ganz gleichgültig, denn sie sind in fich finnlos und beweisen gar nichts für die Frage der Belastung, der wirtschaftlichen Bilanz der Staatsleistungen und Staatsansprüche, geschweige, daß sie etwas über die Lebenshaltung der Massen verrieten. und auf wem fie lasten. Vor allem kommt es aber auf die Arten der Steuern an. Englands Finanzen beruhen im wesentlichen auf der In den letzten 150 Jahren hat Preußen nur 25 Jahre Krieg direkten Besteuerung der Einkommen über 3200 M. Die indirekten geführt, die Engländer und Franzosen weit mehr. Wir waren der Verbrauchsabgaben lasten nicht auf den notwendigen Lebensmitteln. Die friedlichste Staat von jeher. Dank unsrer guten Armee find wir englische Besteuerung ist mithin ein Jdeal der Gerechtigkeit gegenüber diejenigen gewesen, die aufgeräumt haben mit den langen Kriegen. dem deutschen System; der englische Proletarier ist unendlich geringer Unter unsrer Leitung sind die Kriege furze reinigende Gewitter ge- belastet als der deutsche. 11 Backhaus schließt mit folgenden Leitfäßen: Es ist bezeichnend, daß ein Lehrer der Volkswirtschaft mit[ endenden jubelnden Hochrufen von den Tausenden begrüßt, die nach 1 Während der Vorbesizer mit 4000 M. Verlust arbeitete, hat derartigen plumpen statistischen Finten operiert; was mag der Mann der Versammlung die große Straße zwischen den Werken füllten. Backhaus bereits in den ersten drei, besonders schwierigen, Versuchs feinen Studenten vorschwagen, wo ihn die Deffentlichkeit nicht Wenn die Arbeiter Effens am 16. Juni ein Tischtuch zerschneiden, jahren 2,5 Proz. Verzinsung des Anlagefapitals herausgewirtschaftet. Kontrolliert! Wenn Herr v. Wenckstern die Deutschen über ihre so wird es gewiß ein andres sein als wie das mit uns. Für dieses Jahr wird 3,75 Proz. veranschlagt. Das Anlagekapital wirtschaftliche Lage wirklich hätte unterrichten wollen, so hätte er beträgt 150 000 M., der Ertrag aus Ackerbau wird auf 31 000 M., die Thatsache hervorheben müssen, daß Deutschland schon jezt das Freifiunsfeigheit. Im ersten sächsischen Wahltreise, 3ittau, aus Viehzucht auf 32 000 m., aus Gärtnerei auf 5000 m. verLand der höchsten Getreide- und Fleischpreise ist, während die ein- den unser Parteigenosse Eduard Fischer vertritt, haben die Führer anschlagt. Backhaus hofft aber eine noch größere Rentabilität zu heimischen Löhne bedeutend niedriger find als in den andren In der freisinnigen Bolkspartei feierlich beschlossen und öffentlich verdustriestaaten. Ueber diese aufreizende Thatsache helfen weder die fündet, daß sie sich in feiner Versammlung auf eine Dis- erzielen. Steuerkopfzahlen Rheinbabens hinweg, noch das selbstgedichtete fussion mit Fischer einlassen wollen, weil dieser it seinem Blatte, Leierkastenlied, mit dem Adolph v. Wendstern, alle Kriegervereins- den Armen Teufel",- die Freisinnigen zu grob behandelt habe. poeten überstrahlend, seinen Aufruf schließt: Die Freis. 3tg." bringt diese köstliche Erklärung zum Abdruck und stimmt dem Verhalten ihrer Parteifreunde in Zittau zu. Hinter dem Vorwand des guten politischen Tones verbirgt sich aber nichts als freisinnige Alteweiberangst. Wenn es wahr wäre, daß Fischer eine ungebührliche Kampfesiveise übt, so müßte das dem Freifinn gerade willkommen sein; es sollte ihm Vergnügen bereiten, daß der Gegner sich so selbst vor den Wählern diskreditiert. In Wahrheit hat Fischer in seinem Blatte den Freifinn vielfach mit gebührendem Spott behandelt, aber eine ungebührliche Kampfesweise hat er nicht eingeschlagen. Etwas Derartiges zu behaupten, ist um so lächerlicher, als gerade im Zittauer Kreise der Abgeordnete und opsch vielfach gegen die Socialdemokratie agitierte die Kampfesmanieren dieses Herrn sind ja genugfam bekannt. Es ist also nichts als feige Ausflucht, wenn die Freisinnskämpen in Zittau sich durch falsche Beschuldigungen unfres Genossen um die Die freisinnigen offene Diskussion herumzustehlen versuchen. Der Bürger, Bauer, Arbeitsmann Die seh'n sich wieder freundlich an, Der Kaiser schirmt des Landes Fleiß, Dem alten Gott schallt Lob und Preis! Schließt eisenfest die deutschen Reih'n, Sieg wird der Lohn und Frieden sein! Konservative Wahltaktik. Die Konservativen suchen ihren Wahltrost in der Thatsache, daß 1898 die Wahlbeteiligung nicht allzu start war und daß eine stärkere Wahlbeteiligung bei den bevorstehenden Wahlen ihrer Partei förderlich sein könne. Die, Post" führt dazu aus: Erfahrungsgemäß stellen zu den Säumigen die Wähler staatserhaltender Richtung, insbesondere auf dem flachen Lande, das stärkste Kontingent und es unterliegt keinem Zweifel, daß in einer ganzen Reihe von Wahlkreisen der Ausgang ein Wähler selbst werden diese Kampfesmethode mißbilligen und andrer gewesen wäre, wenn die Beteiligung auf unfrer Seite eine am Wahltage dafür quittieren. ebenso lebhafte gewesen wäre, wie die auf der gegnerischen. Die * Unter den Betriebsfragen verdient in erster Linie heute die Bewältigung der Arbeit in der Landwirtschaft eine nähere Würdigung und Bearbeitung. Es ist nicht ausgeschlossen, daß durch weitere Benutzung der Ingenieurwissenschaften, der Elektrotechnik und ähnlicher Disciplinen ein viel größerer Umschwung in der Landwirtschaft eintreten wird, als durch Anwendung der Chemie in Bezug auf Pflanzen- und Thierernährung. Die praktische Ausbildung der Landwirte ist nicht genügend organisiert und meistens nicht den modernen Anforderungen entsprechend. Durch weitere Pflege des wissenschaftlichen Lehr- und Forschungswesens fann mit relativ geringen Aufwendungen eine große Förderung in der Landwirtschaft und tausendfältige Rückgewähr jener Ausgaben ermöglicht werden. In vielen Fällen werden die Verhältnisse so liegen, wie es in der vorliegenden Schrift von dem Versuchsgut Quednau nach gewiesen wurde, daß durch Anwendung der Grundsätze der Betriebslehre in furzer Zeit der Rohertrag eines Landgutes verdoppelt, der Reinertrag in noch höherem Grade gehoben werden kann, Thatsachen, die in der Verallgemeinerung bedeuten würden, daß Deutschland hundert Millionen Einwohner ernähren könnte." Wir werden auf das Buch zurückfommen, das beweist, daß die socialdemokratische Organisation ist besonders straff Eine Wahlente. Aus der„ Augsb. Abendztg." übernehmen auch und auch für die Wahlen von hervorragender Wirksamkeit. Aber Berliner Blätter die Mitteilung, daß der nationalliberale Professor auch die Freifinnige Volkspartei hat sehr erhebliche Anstrengungen Graf Du Moulin- Edart in einer Wählerversammlung gesagt habe, Landwirtschaft erst am Anfang der technischen Revolution steht. gemacht, um ihre Wahlorganisation so auszubauen, daß sie für den er wisse bestimmt, daß für München ein kompromiß Freilich verhindert der kapitalistische Zwang die volle Entfaltung fleinen Dienst vor und an dem Wahltage ausreicht. Ueberdies ist zwischen den Socialdemokraten und dem Centrum der technischen Möglichkeiten. Erst die aus die Zwangsjacke des die Aufgabe für Socialdemokraten und Freisimmigen insofern bereits perfekt und ein solches für das ganze Königreich Kapitalismus befreite socialistische Gesellschaft wird die wissenleichter wie für die staatserhaltenden Parteien, als sie ihre Haupt- dem Abschluß nahe sei. Die„ Münch. Poſt" erklärt dazu: Wenn der schaftliche Erkenntnis voll in die Praxis umsetzen können. stüge in den größeren Städten und deren Umgebung haben, während die Herr Professor das wirklich gesagt hat, dann ist er entweder seiner Stärke der staatserhaltenden Richtungen überwiegend in der Wähler- Sinne nicht mächtig oder er hat zum Zwede eines elenden Wahlschaft des flachen Landes beruht. Gerade aber aus diesem Grunde schwindels mit unerhörter Dreistigkeit eine freche Lüge in die hat einen Urlaub angetreten, aus dem er, natürlich wegen Gefundheitsist es für die staatserhaltenden Barteien von entscheidender Bedeutung, Welt gesetzt. ihre Organisation so bis ins einzelne durchzuführen, daß in der entscheidenden Stunde auch alle Parteigenossen an die Wahlurne gebracht werden können. Die richtige Einrichtung des hierzu erforderlichen Kleinen Dienstes ist nach allen Erfahrungen für den Erfolg ungleich wichtiger als Reden, Aufrufe und Flugblätter. Auf die Organisation dieses kleinen Dienstes muß daher die größte Aufmerksamkeit und die größte Sorgfalt verwendet werden. Auch wird man gut thun, die verfügbaren Geldmittel möglichst für diesen Zweck zu verwenden." probt. Politische Uebersicht. Berlin, den 7. Mai. Wissenschaftliche Agrikultur. Der Kriegsminister der Hunnenbrief- Prozesse, Herr v. Goßler, rücksichten, nicht zurückkehren wird. Er hat keine Lust, die neue Militärvorlage, die in der nächsten Session kommen wird man spricht von einer Forderung von 30 000 Mann zu vertreten. Parlamentarisch war sein Beruf, die unangenehmsten Affairen und die unentschuldbarsten Vorgänge mit dem geringsten Aufwand von Geschicklichkeit zu verteidigen. Sehr wohl hat sich der recht wirtschaftlichen Betriebslehre, hat ein notleidendes Gut in Ostpreußen, der Reichsbote" eine neue Enthüllungsbroschüre, die der frühere Der Königsberger Professor Dr. A. Badhaus, Docent der land- unbegabte Mann wohl niemals gefühlt. Ein treffliches Kampfmittel gegen die Socialdemokratie nennt Es ist unnötig, die„ staatserhaltenden Ansprüche des konser- Quednau, erworben und darauf seine Theorien praktisch er- Parteigenosse Franz Fride in Dresden hat erscheinen lassen. Zum vativen Reaktionsumsturzblattes zu behandeln. Das Citat soll nur Er hat also etivas gethan, worüber nicht nur die um Beweise für diese Kennzeichnung der Enthüllungen" druckt der zeigen, daß die Konservativen ihre Wahltaktit aus der Deffentlichkeit Wangenheim, sondern auch alle Romantiker Kleinbäuerlicher rüd- Reichsbote" einen Teil davon ab. Wir können es uns nicht verständiger Betriebsweise nicht genug spotten würden, wenn sie sagen, dem Vorgange des Reichsboten" zu folgen und nach ihm nicht die Erfolge dieses Lateinbauerntums", das gewissermaßen uns selbst steht die Broschüre noch nicht zur Verfügung- gleichfalls von der Studierstube aus wirtschaftet, zu verlegenem Schweigen ver- ein Stück daraus abzudrucken, weil wir uns keine bessere Stennzeichnung wünschen können, als sie darin von der Partei geDer Graf Hoensbroech läßt in den Nachrichten für Auerbach Backhaus hat seine Erfahrungen soeben in einem Buch veröffent- geben ist: folgendes bekannt machen: licht:„ Das Versuchsgut Quednau, ein Beispiel " Das vom Berliner„ Vorwärts" verbreitete Gerücht, Graf der angewandten modernen Betriebslehre"( Berlin, v. Hoensbroech lasse jeden Socialdemokraten aus den Wahl- Verlag von Baul Parey). Wir entnehmen den Auszügen, die von versammlungen entfernen, beruht auf unwahrheit. Herr Graf v. Hoensbroech gestattet vielmehr jedem Socialdemokraten volle der National- Zeitung" gebracht werden, die folgenden sehr beRedefreiheit." merkenswerten Darlegungen, die übrigens durchaus die herrschenden Zur selben Zeit wird in Netsch kau und Elsterberg zu socialdemokratischen Anschauungen über die Agrarfrage bestätigen. Hoensbroech- Versammlungen eingeladen mit dem Bemerken, daß teine Diskussion stattfinde, sondern nur Anfragen an den Grafen gestattet seien. in das Dunkel verlegen. Unfre Parteigenossen werden sehr gut thun, sich durch die scheinbar geringe Thätigkeit der Gegner nicht täuschen zu lassen! * Die Wahlhandlung dauert bis 7 Uhr! Durch das neue Wahlreglement ist der Schluß der Wahlhandlung bon 6 Uhr auf 7 Uhr hinausgeschoben worden. Unfre Parteigenossen werden gut thun, dafür zu sorgen, daß die Aenderung allenthalben bekannt wird. Unfre Behörden pflegen sich mit der Aufklärung der unteren Amtsstellen und Vollzugsorgane über die Rechte der Staatsbürger nicht zu sehr zu beeilen und bei der Neuheit der Vorschriften besteht die Gefahr, daß sie manchem ländlichen GemeindeOberhaupte gar nicht bekannt werden. Hat doch sogar, wie unser Kieler Parteiblatt mitteilt, der Landrat des Kreises Pinneberg in Nr 19 des Pinneberger Kreisblattes" vom 29. April amtlich be= tannt gemacht, daß die Wahlhandlung um 10 Uhr beginnt und um 6 Uhr geschlossen wird. Wenn danach verfahren würde, müßte die Wahl in diesem Kreise ohne weiteres für ungültig erklärt werden. Es empfiehlt sich, auf allen Flugblättern nicht nur die Dauer der Wahlhandlung in auffälliger Schrift mitzuteilen, sondern ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen, daß dies gegen früher durch das neue Wahlreglement abgeändert ist. * urteilen würde. " Backhaus kommt zu dem Schluß, daß das landwirtschaftliche Gewerbe und damit die gesamte Volkswirtschaft durch die richtige Benutzung der modernen Wissenschaft in heute gar nicht absehbarer Weise gefördert werden kann". Ueber seine Erfolge berichtet er im Vorwort: Wer in die interne Organisation tritt, nimmt damit schon die Verpflichtung auf sich, getvissermaßen in Not und Tod zur Partei zu stehen. Gleich wie der Jesuit keinen andren Willen haben darf als den seines Ordens, so darf der interne Genosse in teiner Lebenslage das Barteiprincip verlegen, wenn er nicht ohne weiteres das Odium des Verräters auf sich laden will. Gilt doch schon der bloße Rücktritt aus der internen Organisation als ein Verrat. Der interne Genosse darf hungern, wenn er als Arbeiter wegen seiner Gesinnung auf die Straße geworfen wird, er darf Eristenz, persönliche Freiheit, Gesundheit usw. opfern, aber darf nicht wanken in der Bethätigung seiner Gesinnung. Sonst, und sei es auch nur ein einziges Mal, sind seine Verdienste ausgelöscht für immer und wenn dieselben noch so bedeutende wären. Den großen Genossen" fann dieser Parteizelotismus nicht gefährlich werden, einmal das durch, daß für sie eine auffallend mildere Beurteilung solcher Verstöße beliebt wird, was ja durchweg der Fall ist, dann aber, weil sie durch ihre günstigen ökonomischen Verhältnisse, in der sich die meisten dieser„ Größen" befinden, eben leicht in der Lage sind, den Unentwegten" zu spielen, da materielle Not nicht an fie herantritt." „ Wenn es mir gelungen ist, troß der größten Schwierigkeiten, unbekannt mit Land und Leuten, überlastet mit vielen andren Arbeiten, ohne Subvention von Staat oder landwirtschaftlichen Korporationen, trotz mancherlei Fehlern, die erst durch Versuche und Erfahrung erkannt wurden, auf einem Gut in rauhem Klima, mit ungünstigen Bodenverhältnissen und in schlechtem Zustande, welches früher sechs Jahre hindurch jährlich 4000 M. Berlust brachte, in drei Jahren den doppelten Rohertrag zu zu erzielen Wir haben es schon tausendmal selbst ausgesprochen, daß die und bereits in dieser Zeit eine allerdings zunächst nur socialdemokratischen Arbeiter einen bewundernswerten Opfermut mäßige Berzinsung des angelegten Kapitals zu erreichen, so ist bethätigen im Kampfe um ihre Befreiung aus den Fesseln dies nur auf die Anwendung wissenschaftlicher Grundsätze zurückzu- der tapitalistischen Knechtschaft, und Knechtschaft, und auch einsichtige Gegner führen. Mit der Sicherheit der Thatsachen wage ich deshalb heute haben das oft genug gejagt. Löst man aus der zu behaupten, daß die Landwirtschaft, um den im Interesse der schimpfenden Form des getränkten Enthüllers den Kern Einzelnen wie der Allgemeinheit wünschenswerten Standpunkt ein- aus, was bleibt übrig als eine Anerkennung des hohen Idealismus, zunehmen, im großen und ganzen viel energischer von den der in der socialdemokratischen Partei lebendig ist. Die Anerkennung heutigen Fortschritten Gebrauch machen muß, daß daß aber wirkt um so stärker, als sie nicht im geringsten beabsichtigt ist. Dieser andrerseits die Wissenschaft ebenfalls andre Wege einschlagen muß. Jdealismus, der die Ziele der Partei über alles stellt, ist eines der Das natur- und ingenieurwissenschaftliche Forschungswesen bedarf wesentlichsten Mittel unsrer Erfolge und daß er bethätigt wird, daß Bersammlungsrecht und Behörden. Die Stadtverordneten in der eingehendsten Würdigung und des weiteren Ausbaues in Rüd die Notwendigkeit des Opfermutes und des straffen Zusammenhaltens Solingen haben beschlossen, ein städtisches Lokal, die Schützensicht auf die Anwendung in der Landwirtschaft; die Betriebslehre als Mittel zum Siege anerkannt wird von den angeblich auf so burg, zu politischen Versammlungen aller Parteien, also auch der muß aber die Forschungen der Naturwissenschaften und Ingenieur- tiefer sittlicher Stufe stehenden Proletariern, das ist ein Erfolg der Socialdemokraten, herzugebene. Dr Oberbürgermeister erklärte darauf, wissenschaften nach der wirtschaftlichen Seite hin prüfen und be- vierzigjährigen Erziehungsthätigkeit der Socialdemokratie, dessen sie daß er diesen Beschluß aus Gründen des Staatswohles" beanstande. arbeiten, wenn sie wirklich segensreich in die Praxis eindringen fich mit Stolz rühmen darf. Die Stadtverordneten beschlossen darauf, gegen den Bürgermeister sollen. Ich stehe nicht an, heute zu behaupten, daß es möglich ist, Nicht jeder ist sittlich stark genug, um diesen Anforderungen zu Beschwerde zu führen und eventuell beim Ober- Verwaltungsein ertragsfähiges Landgut mit dem erforderlichen gericht zu flagen. Da es sich um die Veranstaltung von Kapital und der geeigneten Arbeitskraft zum Erfolg, d. h. zu Wähler Versammlungen der handelt, ist Streit für die einer entsprechenden Kapitalverzinsung und Arbeitsrente zu bringen Wahlen bedeutsam. Es handelt sich jetzt darum, ob und daß es möglich ist, mit dem nötigen Hilfsmittel die wissendie Aufsichtsinstanzen und eventuell das Oberverwaltungsgericht die schaftlichen Grundsäge, die hierzu führen, zu entwvideln." Stadt als Eigentümerin eines Versammlungsraumes hindern werden, Die revolutionierende Wirkung der Einführung der Elektricität, diesen Raum zur Abhaltung von Versammlungen herzugeben, die durch das Wahlgefeß als ein legitimes Agitationsmittel ausdrücklich welche die Kleinbetriebsschwärmer auch gern herabfeßen oder leugnen, geschützt sind. Thun sie es, so läuft das ohne Zweifel auf eine Ver- wird besonders hervorgehoben: legung des Wahlgefezes hinaus. 3 " * Sächsische Nationalliberale für das Dreiklassen- Wahlrecht. Der Sekretär des nationalliberalen Landesvereins im Königreich Sachsen, Herr Dr. Gehrke, begeistert sich in der von ihm herausgegebenen nationalliberalen Parteikorrespondenz für das Dreitlassen- Wahlrecht. Der preußische Staat ist nach ihm gerade deshalb so fest fundiert, weil seine fonstituierte Verfassung mit dem Dreiklassen- Wahlrecht der Socialdemokratie jede größere politische Thätigkeit berwehrt habe". Das Feldgeschrei bei den Wahlkampf in Sachsen werde fein: Rache für die Wahlentrechtung von 1896." Die Socialdemokratie wolle durch Reichsgewalt die Beseitigung der einzelstaatlichen Wahlrechts- Monstrositäten zu er zwingen streben. Wer daher nicht wolle, daß die Reichskompetenz das wichtigste Sonderrecht des Bundesstaates, sich sein Wahlrecht nach eignem Bedürfnis zu gestalten, antaste, der werde der Socialdemokratie seine Unterstügung für die Wahlen versagen müssen." genügen, und wir geben gern zu, daß die bittere Not ein harter Dränger ist. Der Enthüller Fride ist ein besonderes Beispiel eines solchen Gescheiterten. Gescheitert in seinem ursprünglichen Berufe als Anstreicher, machte er Ansprüche an die Partei, die diese nicht erfüllen fonnte; er glaubte sich zu schriftstellerischer Thätigkeit bes rufen, ohne ihr gewachsen zu sein. Seine Enthüllungsbroschüre iſt ja der beste Beweis dafür. Der Partei eine solche Anerkennung zu spenden, wie es geschehen, war wahrlich nicht seine Absicht. Mit Wilde fah man lange darüber hinweg und beschäftigte ihn, weil er eben ein armer Teufel war. Es spricht wiederum unbewußt aus, wie man an Fride ges handelt, wenn er weiter schreibt: " Immer mehr gefallen fich die Vertreter der oberen Schicht gegenüber der Mehrheit der Genossen, denen sie doch eigentlich ihre wirtschaftlich gute Position und Machtstellung verdanken, in der Rolle des wohlwollenden Armenpflegers." Die elektrische Einrichtung des Versuchsgutes Quednau ist ein ganz wesentlicher origineller Bestandteil des Gutes und jedenfalls in dieser Weise noch nirgends durchgeführt. Faßt man die ganze natürliche Organisation eines Landgutes näher ins Auge, so charalterisiert sich dieselbe dadurch, daß an den verschiedensten Orten des Gutes fortwährend oder zu manchen Zeiten Kräfte gebraucht werden. Wenn früher meistens die tierische und menschliche Muskelfraft hier einsetzte, so ist dies für die heutige Zeit nicht mehr passend. Es gilt die Elementarkraft immer mehr auszunußen, Schweigegelder nahm, da war es nicht mehr möglich, ihn wohlAls der arme Fride in seiner Eigenschaft als Reporter jedoch und es ist von vornherein einleuchtend, daß durch die elektrische wollend zu pflegen; er wäre aus der Partei ausgeschlossen worden, lebertragung von einer Kraftcentrale aus die Verteilung und Anwendung der Kraft eine zweckmäßige sein muß. Wenn man aber wenn er dem nicht durch schleunigen Austritt zuvorgekommen wäre. gleichzeitig in Erwägung zieht, daß der elektrische Strom ebenso dem Reichsboten" neidlos überlassen. Dieses treffliche Kampfmittel" gegen die Socialdemokratie sei wie zur Umsegung in Kraft, zur Erzeugung von Licht und Wärme dienen kann und auch diese beiden Faktoren in der modernen Pathologisches aus der Freifinnigen Zeitung". Unter dieser ent. Landwirtschaft zu verschiedenen Zwecken gebraucht werden, so schuldigenden Spizmarte schreibt die freifinnige„ Volks vermehrt sich auch dadurch die Bedeutung der Elektricität. That- 3eitung": sächlich hat in kurzer Zeit die Elektricität in der Landwirtschaft starten Eingang gefunden. Es ist aber nicht möglich, aus den diesbezüglichen vielen Beschreibungen ein flares Bild über die Rentabilität zu erhalten. Es erschien als eine sehr wichtige Aufgabe, die Elektricität sowohl in Bezug auf ihre technische Anwendung, als auch auf ihre wirtschaftliche Brauchbarkeit in der Landwirtschaft näher in Quednau zu unterfuchen." Das heißt also auf gut deutsch, wer das Dreiklassen- Wahlrecht erhalten will, der muß nationalliberal wählen. Und die Konsequenz aus dieser Schwärmerei für das Klassen- Wahlrecht in den Einzelstaaten ist das Klassen- Wahlrecht im Reichstage. Die nationalliberale Dresdener Zeitung" erklärt zwar, daß das eine Privatmeinung des Herrn Gehrke sei, für die man die Partei nicht verantwortlich machen dürfe, es hat sich aber schon mehr als einmal gezeigt, daß gerade die Dresdener Zeitung" von ihren Parteigenoffen im Stiche geTassen worden ist. Zudem kann man es doch unmöglich als Privat- Und wie steht es um die Rentabilität? Die elektrische Centrale meinung behandeln, wenn der leitende Beamte einer liberalen Partei wurde in Verbindung mit der Molkerei geschaffen. Der Wert der in einer solchen politischen Principienfrage sich offen auf die Seite Leistung der Centrale( 6856 M.) war bedeutend höher als der der Reaktion stellt. " * Selbstkostenpreis, der 5459 M. betrug.„ Nach den Quednauer In Effen, der Stadt, wo das Wort vom Tischtuchzerschneiden Beobachtungen", schreibt Badhaus, kann ausgesprochen werden, daß gefallen, sprach Bebel dieser Tage vor einer überfüllten begeisterten die Möglichkeit zu einer viel größeren Verbilligung des Betriebes Versammlung Kruppscher Arbeiter unter brausendem Beifall. Auf vorliegt, und andrerseits auch die Elektricität noch viel mehr Ander langen Fahrt durch die Kruppschen Fabriken wurde er mit nicht wendung erfahren kann." Es giebt keine Dummheit, die nicht in dem Drgan des Herrn Richter als freisinnige Wahrheit aufgetischt würde ein grotester Beweis dafür, wie beleidigend gering die Intelligenz der Lejer jenes Blattes durch dessen anonymen Hauptredakteur eingeschätzt wird. Wir hatten die Zuschrift eines Mitgliedes des Berliner Arbeiters bereins veröffentlicht, worin sich der Einsender beklagte, daß ihm die öffentliche Beantwortung der von ihm in der Versammlung der Richterianer schriftlich eingebrachten Anfrage versagt wurde, wie sich der Kandidat Zwid zur Anstellung Aus dieser Thatsache jüdischer Lehrerinnen stelle. Destilliert die, Freifinnige Ztg." in ihrem krankhaft blinden Hasse gegen uns die Behauptung heraus, daß in der„ Volks- 3tg." für den Antisemitismus im fünften Wahlkreise Stimmung zu machen gesucht werde. Wie grenzenlos albern diese tief unter dem Niveau der unentwickeltsten Schulbubenlogik stehende Behauptung ist, das geht daraus hervor, daß erstens der Berliner Arbeiterverein von 1862, getreu feinem Programım, über " int = = haupt keine Antisemiten zählt, und daß zweitens der Fragesteller denjenigen belgischen Bürgern, die sich bemühen, den Grausamkeiten Großbetriebe ziemlich viel zu thun, während dies augenblidlich selber jüdischer Religion ist. Um nicht annehmen zu müssen, daß im Kongostaat ein Ende zu machen." nicht gesagt werden kann. Ganz abgesehen abgesehen von den Bes die Behauptung der Freisinnigen Zeitung" von der angeblichen Dann sprach Vandervelde und sagte:... Englands Schandfleck trieben in Pirmasens, die wegen der Aussperrung Begünstigung antisemitischer Tendenzen durch die Volks- ist Südafrika, Belgiens befindet sich im Kongo. Beide sind ruhen, sind auch an anderen Orten die größeren Betriebe vielfach Zeitung der Ausfluß einer bodenlos niederträchtigen Gesinnung die Folgen des Kapitalismus. Wirkliche Sklaverei giebt es im Kongo mit weniger Arbeit versehen, als vor etwa einem Jahre. So ist, können wir nur vermuten, daß sie in pathologischen Zuständen zwar nicht, aber es herrschen dort Zustände, die der Sklaverei arbeiten in Dresden ziemlich viel Arbeiter verkürzt. Ganz beihre Quelle hat, die der ernstesten Aufmerksamkeit der näheren gleichkommen. Die Neger werden von ihren Eroberern hart besonders beachtenswert aber ist, daß gerade in der größten SchuhFreunde des Autors empfohlen werden mögen, der die unser handelt. Sie müssen einen Tribut zahlen; der Tribut besteht in fabrik mit verkürzter Arbeitszeit gearbeitet wird, obwohl Saison Blatt beschimpfende Notiz in der Freisimmigen Zeitung" ver- einer gewissen Quantität Gummi. Ist der Neger nicht im stande, den ist. In Chemnik sind gleichfalls nicht alle Arbeitskräfte voll beanlaßt hat. Geschieht hier nicht rechtzeitig etwas Durchgreifendes, Tribut zu entrichten, so wird er körperlich gezüchtigt. Auch die Militär- schäftigt. Jn Düsseldorf ist die Arbeitszeit soweit fabrikmäßige so werden wir es erleben, daß nächstens die Freisinnige Zeitung" pflicht wurde dort eingeführt, und die Soldaten müssen Gummi Betriebe in Frage kommen, verkürzt. Die Lage des Arbeitsmarktes behauptet, die Redakteure der„ Volks- Zeitung" hätten den Gymnasiasten sammeln. Ist es unter diesen Umständen zu verwundern, daß die ist wegen des starken Buzuges ungünstig. Auch in München ist nicht Winter ermordet, um den„ Antisemitismus im fünften Berliner Neger zuteilen in Rebellionen ausbrechen? Die belgischen Agenten überall der Vollbetrieb durchgeführt; es wird nachmittags um 4 Uhr, Wahlkreise neu zu beleben." erhalten geringe Saläre und sind in der Regel ungebildete Leute. auch oft um 3 Uhr schon Schicht gemacht. Inzwischen wird die„ boshafte Bathologie". die sich Man kann sich nun vorstellen, welche Behandlung fie den Negern Neben diesen Orten mit einer für die Saison matten Beschäftigung Socialistenspiegel" nennt, von allen bürgerlichen Parteien, angedeihen lassen." Unter den Rednern befand sich auch Fox Bourne, fehlt es aber doch nicht an solchen, wo der Beschäftigungsgrad zur von den Nationalliberalen, Centrümlern, selbst von den Antisemiten der unermüdliche und mutige Verteidiger der Rechte der afrikanischen Zeit mindestens so rege ist wie im Vorjahre. Zu letteren Orten zählt und Wodan- Verehrern Langescher Konfusion, eifrig verbreitet. Eugen Eingeborenen. Er sagte, daß die belgischen Beamten sich zuweilen vor allem Berlin. Hier sind sowohl die Schoß, als auch die Richter ist nach wie vor der Held der Brotwucherparteien. der Kanibalen bedienen, die Eingeborenen des Kongo- Fabrik- Schuhmacher voll beschäftigt; ein Teil macht sogar leberEin großes Reklamebureau für Eugen Richter stellt die freifinnig- ftaates wegen Nichtzahlung des Gummi Tributs zu strafen. Stunden. In Fabrikbetrieben und größeren Maßgeschäften finden volksparteiliche Presse dar. Die„ Neue Badische Landeszeitung" weiß Das belgische Beispiel hat auf die Verwaltungsbeamten der andern gegenwärtig Neneinstellungen statt. Trotzdem sind aber noch Arbeitsvon einer Ovation für Eugen Nichter zu melden, welche die süd- Kolonialmächte eine äußerst ungünstige Wirkung ausgeübt. Die lose vorhanden; auch Zuzug macht sich bemerkbar. deutschen Demokraten ihm dargebracht haben sollen. Im weiteren Aus- Franzosen, die sich früher durch Gerechtigkeit und Güte auszeichneten, Die Generalversammlung der Mecklenburg Strelitzschen Hyposchuß der deutschen Volkspartei habe, so versichert das Blatt, Herr Veneden werden jetzt raubsüchtiger. Ebenso haben die Portugiesen ihre Ber- thekenbaut, die vorgestern in Neustrelit stattfand, ist wider Erwarten einen Antrag auf Trennung der demokratischen Reichstagsfraktion von der fuche zur Verbesserung der Lage ihrer Untergebenen ganz verlassen. sehr ruhig verlaufen, da weder die Deutsche Bank noch die TreuhandFreifinnigen Volkspartei gestellt, sei damit aber glänzend abgefallen. Kurz, die belgische Herrschaft im Kongo ist ein Skandal für die Gesellschaft die Versammlung beschickt haben. Direktor CohuizDer Antrag sei nahezu einstimmig abgelehnt worden, die weiteren Civilisation." Berlin erklärte, er stehe durchaus auf dem Standpunkt der Demokraten wollten„ von einem Abrücken vom Nichterschen Freisin Chamberlain über die Bloemfonteiner Zollresolution. In seiner Verwaltung und halte es für ganz berechtigt, daß schon frühzeitig durchaus nichts wissen. Im Gegenteil, ihre parlamentarischen gestrigen Rede über die Transvaal- Anleihe kam Chamberlain auch Sautelen gestellt würden, um die Interessen der Aktionäre zu wahren Vertreter waren in Sachen des Zolltarifes und der Obstruktion auf die einstimmig gefaßte Resolution der Konferenz von Bloem- und das noch übrig gebliebene Fünftel des Aktienkapitals zu erhalten. mit der weisen und festen Taktik Eugen Richters völlig einverstanden!" fontein zu sprechen, in welcher empfohlen wurde, Großbritanien Was die Einstellung der 931 999 M. Binsrückstände in die Nun aber kommt die Frankfurter Beitung" und einen Vorzugs- Zollfaz von 25 Proz. einzuräumen. Er wisse nicht, dementiert die ganze schöne Vertrauenskundgebung. Der Antrag was schließlich das Schicksal dieser Resolution sein werde, sie müsse habe gar nicht abgelehnt werden können, weil er nicht gestellt worden aber als ein Beweis der Loyalität angesehen werden, die dankbar an fei. Die Meldung von dem beinahe einstimmigen Botum sei eine zuerkennen sei. Die Führer der Afrikander- Partei in der Kapkolonie Verkennung der Stimmung in der Deutschen Volkspartei". Und hätten ihm ebenfalls versichert, daß die Mehrheit der Afrikander der der demokratische" Bad. Landesbote" erklärt, die Taktik Richters sei Verbindung mit England loyal gegenüberstehe.( Beifall.) Er habe nicht gebilligt worden. Richters Rede gegen die Linke wurde von diese Versicherung freudig angenommen. Wenn es auch unmöglich einem Redner scharf verurteilt, ohne daß dagegen Widerspruch laut und nicht wünschenswert sei, den holländischen und britischen Stamm geworden sei. vollständig zu verschmelzen, so sei es doch möglich, für diese beiden Regierungsrat Selmer findet, daß für die Aufsichtsbehörde Eugen Richters Freifinnige Zeitung" hatte ant Mittwoch die Stämme, wie für alle Völker unter britischer Flagge ein wahrhaft feine Veranlassung vorliege, eine Entscheidung in Betreff der ZinsNachricht von der Vertrauenskundgebung triumphierend gebracht. einigendes Band zu finden in ihrer gemeinsamen Hingebung rückstände zu treffen, vielmehr liege die Erledigung dieser Frage bei Am Donnerstag teilt sie einfach, als wäre gar nichts geschehen, mit, an die Interessen des Reiches.( Beifall.) Im weiteren der Generalversammlung. daß ein Antrag auf Tremmung der Fraktionen nicht gestellt worden Verlaufe der Diskussion erklärt Chamberlain auf die AnRegierungsrat Guttmann bemerkt, daß wenn die gefaßten sei. Das ist die wahrheitsgetreue Berichterstattung der Freis. 8tg." frage, ob die Regierung den Grundbesiz der niederländischen Beschlüsse eingehalten werden, die Pfandbriefgläubiger recht gut fahren und der Richterschen Litteraturerzeugnisse überhaupt. Eisenbahn in der Delagoa- Bay erworben habe, die Regierung stände würden, während für die Aktionäre nichts übrig bleibe. Auch die Prinz Mörder ist, wie jetzt berichtet wird, im Gefängnis bereits mit Portugal in Unterhandlung; er könne zur Zeit feine Auskunft Verwaltung habe den Wunsch, mit der Realisierung der Terrains entmündigt worden. Der Antrag auf Wiederaufnahme- Verfahren darüber geben. Finanzminister Ritchie erklärt, er hoffe, daß der schneller vorwärts zu kommen. Daß dies bisher noch nicht geschehen beruht darauf, daß der Prinz Arenberg bereits bei Begehung seiner Prospekt der Anleihe morgen nachmittag erscheinen werde. Der fei, liege an der Ungunst der Verhältnisse. Die Verwaltung werde tolonialen Scheußlichkeiten nicht zurechnungsfähig gewesen sei. Man Miniſter lehnt es ab, den Ausgabekurs und den Zinsfuß der eventuell durch vorsichtige Gewährung von Baugeldern etwas zu erhält es für wahrscheinlich, daß er demnächst aus dem Gefängnis ins garantierten Anleihe anzugeben, bestätigt jedoch, daß Zinsfuß und reichen suchen, könne sich aber große Erfolge nicht davon versprechen. Irrenhaus übersiedelt. Tilgungssatz zusammen 4 Proz. betragen werden. Der Jahresabschluß für 1902 wurde hierauf genehmigt und Die Resolution betreffend die Garantierung der Transvaal Entlastung erteilt. Dem Aufsichtsrat wurde für 1902 eine Remuneration von 1500 M. für jedes Mitglied und 3000 M. für den VorAnleihe durch das Schazamt wird darauf angenommen. sigenden zugebilligt. Außerdem erhalten die vier AufsichtsratsDänemark. mitglieder, die an Revisionen und Realisierung der Terrains beteiligt waren, eine Extravergütung von 10 000 M. " Ist das der Weg der Begnadigung? " " 1 Bilanz betreffe, so meine er, daß diese in die Passiva eingestellt werden mußten, und daß demnächst die Verwaltung an die Aktionäre die Mitteilung hätte ergehen lassen müssen, daß die Hälfte des Aktienkapitals verloren sei. Mit ihren Mitteilungen habe die Treuhand- Gesellschaft offenbar darauf hinwirken wollen, daß mit der Veräußerung der Terrains ein schnelleres Tempo eingeschlagen wurde. Auch er möchte dazu raten, daß die Verwaltung verkaufe, was verkäuflich sei. Die Kirchenorthodoxie hat sich wieder einmal in Liegni Streitbar bethätigt. Dem Pastor Dr. Franke, der vom Magistrat in Liegnig zum Geistlichen an einer dortigen Kirche berufen worden Eine ausweichende Antwort. Auf die beiden das kommunale war, wurde durch das Konsistorium und den Provinzial- Synodal- Wahlrecht betreffenden Petitionen antwortete der Ministerpräsident vorstand die Bestätigung versagt. Man will heraus- Deunger, wie„ Rigaus Bureau" mitteilt, daß eine Reform der Die Transvaal- Anleihe ist in Höhe von 30 Millionen Pfund Sterl. geschnüffelt haben, daß in den Schriften des Pastors Franke einige Gesetzgebung über die kommunalen Wahlen von jeher eine der verzinsbar mit drei Prozent pari emittiert worden. Die Anleihe moderne Bedenklichkeiten" enthalten seien. Dabei war Franke Forderungen der Linkenpartei gewesen sei. Die Regierung be- ist 1953 rückzahlbar mittels eines Amortisationsfonds von 1 Proz. Die Mitarbeiter eines so brav christlichen und kirchlichen Blattes wie absichtige, in der nächsten Session des Reichstages einen dahin englische Regierung garantiert sowohl das Kapital wie die Zinsen. Dbdie„ Tägl. Rundschau". Die Vermuderung in der bürgerlichen gehenden Entwurf vorzulegen, wodurch die in den beiden gleich die Regierung zur Emission in Höhe von 35 Millionen Pfund Kirche wächst andauernd. Und diese selben Dunkelmänner wollen Betitionen berührten Fragen zur Verhandlung kommen würden. Sterling ermächtigt ist, werden gegenwärtig erst 30 Millionen mobil machen gegen den Klerikalismus und das Centrum! Der Ministerpräsident läßt also die Frage, ob er der Forderung der emittiert. Die sogenannte„ Tarifreform" in Sachsen ist mun endgültig be- socialdemokratischen Petition betreffs Einführung des allgemeinen Allgemeine Elektricitäts Gesellschaft. Wie verlautet, wird die graben. Der sächsische Eisenbahnrat hat der bereits mitgeteilten fommunalen Wahlrechts, seinem beim Miniſterwechsel gegebenen Dividende für das demnächst ablaufende Geschäftsjahr sich etwas Absicht des Ministeriums, statt aller Reformen die Preise der Rückfahr- Gelübde und dem Programm der liberalen Partei entsprechend, nach- niedrigerer stellen als im Vorjahr( 8 Proz.) und wahrscheinlich nur tarten zu erhöhen, zugestimmt. kommen will, vollständig unbeantwortet. Es ist das leicht verständ- 71 Proz. betragen. lich, denn es entspricht dem Geist, der jetzt in der liberalen Partei herrscht. Die Thatsache wird dazu beitragen, die Wähler für die bevorstehenden Folkethingswahlen über die wahre Natur des Regierungsliberalismus aufzuklären. " " " Gewerkschaftliches. Die Streitleitung. J. A.: Arbeitersekretär H. Limbertz, Iserlohn, Lerchenstr. 15. Berlin und Umgegend. Die Hintermänner der gelben Presse. Ein Zeitungs- Berichterstatter meldet: Interessante politische Enthüllungen(?) verspricht der von dem New York Herald" gegen einige Berliner Zeitungen unterAn die organisierten Arbeiter allerorts! Türkei. nommene Beleidigungsfeldzug zu bringen. Das amerikanische Blatt Der Kampf in Iserlohn dauert unverändert fort. Die ArbeitsFlottendemonstration vor Saloniki. Zu den bereits in Saloniki willigen kann man mit der Laterne suchen und werden die Unterhatte sich durch die Behauptung beleidigt gefühlt, daß seine„ Berliner Specialtelegramme" garnicht aus Berlin stammten, sondern in Paris her- anwesenden italienischen Kriegsschiffen„ Garibaldi" und" Minerva" nehmer einsehen, daß auf diesem Wege nichts zu erreichen ist. Einzelne gestellt würden, sowie daß ihr früherer Berliner Korrespondent, Gordon sind gestern noch die Kriegsschiffe„ Sardegna"," Morosini"," Carlo Fabrikanten werden wie bisher versuchen, auswärts gearbeitet zu Smith, wegen einiger bedenklicher Sachen Berlin habe den Rücken Alberto" und„ Calatafimi" eingetroffen. Auch von deutscher Seite bekommen oder Arbeitswillige anzuwerben. Wir bitten von jedem tehren müssen. Dem letzteren war auch eine Fälschung von Börsen- wird die Flotte verstärkt. Wie die„ Köln. 3tg." berichtet, kreuzen solchen Versuch uns sofort Nachricht zu geben, damit uns der Kampf telegrammen zum Vorwurf gemacht. Darauf hat der Haupteigen- augenblicklich drei deutsche Kriegsschiffe im Mittelmeer, außer dem nicht unnötig erschwert und in die Länge gezogen wird. tümer des New York Herald", Georges Bennet zu Paris, sowie Stationsschiff Loreley" noch die fleinen Kreuzer Sperber" und sein Privatsekretär Gordon Smith die Beleidigungsklage gegen die" Condor". Letzterer ist heute von Gibraltar nach der Levante abPost" und die„ Berliner Neuesten Nachrichten" er gedampft. hoben. Der Vertreter der letzteren, Rechtsanwalt Dr. Lubszynski Konstantinopel, 6. Mai.( Meldung des Wiener f. t. Telegr.hat nunmehr einen umfangreichen Wahrheitsbeweis angetreten und Korresp.- Bureaus.) Einige Botschaften, deren ausgedehnte Gebäudehierbei auch auf angebliche frühere Machenschaften des„ New York Herald" komplexe und Gärten verdächtigen Personen den Zutritt leicht erDie Lohnbewegung der Schuhmacher macht weitere günstige unter seinem Korrespondenten, dem bekannten Normann- Schumann, möglichen, führten in den letzten Tagen außer der türkischen Polizei- Fortschritte. Im Lauf der beiden letzten Tage sind bereits durc Bezug genommen. Dr. Lubszynski sucht durch den angetretenen Wahr bewachung einen eignen Wachdienst durch Matrofen innerhalb der den neueingerichteten Arbeitsnachweis des Vereins deutscher Schuhheitsbeweis den Nachweis zu führen, daß das amerikanische Blatt seit Baulichkeiten ein, eine durch unkontrollierbare Gerüchte bedingte macher 41 Gesellen an Arbeitgeber vermittelt, welche nach dem Jahren, vor allem im Jntereffe Rußlands, eine systematische Ver- Vorsichtsmaßregel, welche nichts Aufregendes besigt. Minimallohutarif oder höher entlohnen. So weit die besseren Maßhezung zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten Konstantinopel, 6. Mai.( Meldung des Wiener t. t. Telegr.- geschäfte in Betracht kommen, sind neue Einigungen bei den Firmen Es verlautet, der Sultan habe infolge der Dähntjer, Bierberg und Müller( Karlstraße) herbeizuführen versuchte und hierbei vor trassen Verleumdungen Korresp.- Bureaus.) ( Starlstraße) erfolgt. Jit des deutschen Kaisers, tendenziös falscher Berichterstattung über die Salonifier Vorfälle persönlich an den Fürsten Ferdinand appelliert, einigen Geschäften schweben noch Verhandlungen. Nach dem Vorgänge in Deutschland und deutsche Staatseinrichtungen nicht im beiderseitigen Interesse noch ernster als bisher gegen die mace- nunmehr vorliegenden genauen Resultat waren in den ersten zurückschreckte. Er hat ferner einen Beweis dafür angetreten, daß donischen Komitees vorzugehen, deren Herd sich zweifellos in beiden Tagen 963 Ausständige in den Liſten eingetragen, die gegenschon Gordon Smith im Dienste des aus Berlin ausgewiesenen Bulgarien befinde, von wo aus die Bewegung wach erhalten werde. wärtige Zahl beträgt 413, 63 ledige Personen, hauptsächlich ArGeheimagenten Weffelizky falsche Nachrichten in die Presse lanciert habe. Die Pforte beabsichtigt, alles Material, welches sich bei der Unter- beiter der Maßgeschäfte, sind abgereist. Die Lohnkommission. Wie wir hören, hat sich Rechtsanwalt Dr. Lubszynski auf die suchung der Angelegenheit der Anschläge in Saloniti als für Aften des Auswärtigen Amtes sowie auf das Zeugnis des Staats- Bulgarien belastend herausstellt, den Großmächten mitzuteilen oder sekretärs des Auswärtigen Amtes berufen. Der„ New York Herald" zu veröffentlichen. wird vom Justizrat Dr. Sello vertreten. Ausland. Frankreich. Marokko. ihrer außerordentlichen Generalversammlung den Schlußbericht über Die Holzbearbeitungs- Maschinenarbeiter nahmen am Mittwoch in die kürzlich beendete Lohnbewegung entgegen. Der Vorsitzende Hof= Niederlage der Regierungstruppen. Aus Melilla eingegangenen Beendigung des erfolgreichen Lohntampfes waren zwar noch eine mann bezeichnete die gegenwärtige Berufslage als normal. Bei Nachrichten zufolge hat in der Nähe von Fez ein blutiger zehn Anzahl Kollegen ohne Beschäftigung geblieben, doch diese sind jezt stündiger Kampf zwischen Aufständischen und Truppen des Sultans bis auf wenige Ausnahmen bei solchen Meistern untergebracht, die stattgefunden. Die Aufständischen bemächtigten sich der Stellungen während der Aussperrung ihre Betriebe mit neuen maschinellen Einder kaiserlichen Truppen, die zahlreiche Tote und Verwundete zurück- richtungen versehen konnten. Von den in Frage kommenden Firmen ließen. Auch die Aufständischen erlitten große Verluste und haben vom Prätendenten Verstärkungen verlangt. Partei- Nachrichten. Widerstand der Kongregationen. In Bordeaux hielt der Kardinal Erzbischof Lecot eine kriegerische Ansprache an die Vikare von Talence, sind nur noch sieben gesperrt. Diese arbeiten lediglich mit Arwelche mit folgenden Worten schloß:" Die Kirche von Frankreich ist beitswilligen, die nach erfolgter Einigung aus den übrigen Betrieben in Gefahr, denn nicht nur die Ordensvereinigungen, sondern auch entlassen wurden und nur noch in den gesperrten Betrieben die Weltgeistlichkeit sind schwer bedroht. Es war kaum zu glauben, ein Interkommen fanden. Von daß die Feinde der Kirche das erreichen würden, was sie erreicht den Fräsereibesitzern wird allerdings versucht, hier und da möglichst unauffällig neue haben; man wird wahrscheinlich die Gräuel der großen Revolution Eine Ueberraschung brachte die letzte Sigung des Bürger Arbeitskräfte anzulernen, jedoch ohne den erhofften Erfolg, nochmals erleben." Aehnliche Manifestationen seitens hoher geistlicher vorsteher- Kollegiums in Lehe. Für den verstorbenen Vorsitzenden denn einmal findet sich niemand, Würdenträger werden aus Paris, Versailles, Saint- Dié zc. gemeldet. wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende gewählt. Bei der und wenn es wirklich in einzelnen Betrieben gelingt, so werden die der das Anlernen besorgt, Der Bischof letzterer Stadt richtete einen offenen Brief an die dadurch nötig gewordenen Neuwahl eines Stellvertreters zer- Ausgelernten alsbald Verbandsmitglieder. Den Arbeitgebern ist also Familienväter, deren Kinder nicht die christlichen Schulen der Stadt splitterten sich die Stimmen derart, daß der socialdemokratische mit jener Taktik nicht viel geholfen. Um nun die Errungenschaften besuchen. Er protestiert im Namen der Gerechtigkeit und Freiheit Kandidat, Genosse Mädger, gleiche Stimmenzahl mit demjenigen des legten Streits auch dauernd zu sichern, soll auf den sorgfältigen gegen die nahe bevorstehende Schließung der Schulen des Ordens erhielt, welcher die meisten bürgerlichen Stimmen auf sich vereinigt Ausbau der Organisation das höchste Augenmerk gerichtet werden. der heiligen Marie und schließt mit den Worten:" Ich wende mich hatte. In solchem Falle soll nach dem Ortsstatut gelost werden, Unorganisierte werden fortab nicht mehr durch den Arbeitsnachweis also an Euch, Familienväter, und bitte Euch, Eure Proteſte mit den und das Los entschied zu Gunsten des socialdemokratischen Standi- vermittelt. unftigen zu Gunsten der Freiheit zu vereinigen; das ist gerecht und baten. In den Sizungen des Bürgervorsteher- Kollegiums des über Streits mitunter als Notfnechte an den Maschinen beschäftigt wurden, Auch die Hobel- und Fräsekutscher, die während des billig und das beste Mittel, Eure eigne Freiheit zu garantieren." 25 000 Einwohner zählenden Ortes wird also im kommenden Jahre beginnen das wenig Rühmliche ihrer damaligen Thätigkeit einEngland. vielleicht öfter der Genosse Mädger den Vorsiz führen. zusehen und schließen sich dem Handels- und Transportarbeiter Behandlung der eingeborenen Raffen in Afrika. London, Einen nenen Gemeindewahlfieg errangen unsre badischen Ge- Verbande an. Wie empfindlich die Arbeitgeber unter den Folgen 5. Mai.( Eig. Ber.) Auf Einladung der Independent Labour Party nossen in Rüppur. Sie siegten in der dritten Wählerklasse mit der willkürlich von ihnen inscenierten Aussperrung gelitten haben, tam Genosse Emil Vandervelde aus Brüssel nach London, 110-115 Stimmen gegen 36-43 gegnerische Stimmen. In der geht aus einem Artikel ihres offiziellen Organs, der„ Fachum hier über die Behandlung der farbigen Rassen zu sprechen. Die zweiten Klasse behaupteten die Gegner mit knapper Not ihren zeitung", hervor. Dort werden alle„ Ehrenmänner" unter Versammlung fand gestern abend statt. Keir Hardie führte den Besißstand und in der ersten Klaſſe unterſtüßten unsre Genossen einen ihnen flehentlichst ersucht, 36 namhaft gemachten, besonders Vorsiz und sagte:„ Das Volk Englands muß es der Regierung Gegenvorschlag gegen die Kandidaten der bisher herrschenden Clique, schwer geschädigten Firmen wieder Kundschaft und Verdienst zuzuführen. flar machen, daß die farbigen Rassen dasselbe Recht auf ein eignes wobei es gelang, dieser zwei anscheinend ihr sichere Mandate zu Leben haben wie die weißen Bölfer. Dieses Princip darf nicht abgeschwächt entreißen. werden." J. R. Macdonald, der Sekretär des Labour Representation, Committee, brachte folgende Resolution ein:„ Die Versammlung protestiert gegen alle Versuche in Südafrika, die Eingeborenen zur Arbeit in den Goldgruben zu zwingen. Wir fordern die Regierung auf, dem Verlangen des südafrikanischen Stapitals nach stärkerem Zwang allen Widerstand zu leisten. Wir sympathisieren lebhaft mit Aus Industrie und Handel. An einer andern Stelle versucht die Fachzeitung" dann allerdings wieder, die Niederlage der Arbeitgeber als taum fühlbar hinzustellen, indem sie geringschäßig von den nur um ein Weniges verbesserten Löhnen" spricht. Das Organ scheint gar nicht zu merken, in welche Widersprüche es sich da verrennt. Damit ist nämlich unumwunden Beschäftigungsgrad im Schuhgewerbe. Im Gegensatz zu andren zugegeben, daß die Arbeitgeber unter normalen Verhältnissen sehr Gewerben ist der Geschäftsgang im Schuhgewerbe gegenüber dem wohl höhere Löhne zahlen können, wenn sie nur wollen. LedigVorjahre weniger lebhaft. Voriges Jahr hatten im Frühjahr die lich ihr durch die Herren Rahardt und Plathen getipelter Macht- und Zur Lohnbewegung der Militärschneider. In der letzten Streifversammlung, die von sämtlichen Ausständigen besucht war, erstattete Ritter den Situationsbericht. Vor dem Gewerbegericht, welches anzurufen die letzte Versammlung beschlossen hatte, waren zu einer Vorkonferenz sechs Unternehmer geladen, von denen bier erschienen waren, die aber eine positive Erflärung, ob die gesamten Unternehmer vor dem Einigungsamt berKommission ist " eine Er hat außerdem " Ein weiterer Antrag, Herrenbüntel hat sie zu der Machtprobe der Aussperrung veranlaßt,| Streifpoften aufgehalten und waren dann ohne jeden für sie er- Befeler selbst bekommt es fertig, um seinen Befehlen den Seren Folgen ihnen mun allerdings sehr unangenehm geworden sind.fichtlichen Grund polizeilich sistiert worden. Die Folge war das richtigen Nachdruck zu verleihen, thätlich gegen die Arbeiter vorUnter den sonstigen Mitteilungen intereffiert noch, daß die Maschinen- übliche Strafmandat, gegen das sie Berufung einlegten. Ein als zugehen. So befahl er einem Hilfsarbeiter des Morgens beim Bearbeiter in diesem Jahre nur fünf Mai- Ausgesperrte haben, jeden Beuge vernommener Polizei- Wachtmeister bekundete, daß die An- ginn der Arbeit die Chamottkästen erst in Ordnung zu bringen und falls auch ein Zeichen dafür, daß die Arbeitgeber an der einen Macht- geklagten den Verkehr behindert hatten und der Aufforderung zum dann die andren Arbeiten zu verrichten. Eines Tages beliebte es probe vorläufig genug haben. Beschlossen wurde noch, die jetzigen Weitergehen nicht sofort gefolgt waren und das Ende war eine dem Herrn zu fragen, weshalb denn noch kein Kaffee gekocht sei. Extrabeiträge vom 1. Juni ab auf eine monatliche Extrasteuer von Verurteilung zu je 30 M. Geldstrafe event. 3 Tagen Haft. Als die Als nunmehr der Arbeiter fich den Einwurf gestattete, daß ihm aufgetragen 50 Bf. zu reducieren. Angeklagten, denen kein Verteidiger zur Seite stand, darauf hin- sei, erst die Säften zu besorgen, erhielt er einen Stoß vor die Brust, wiesen, daß ihnen durch eine derartig gehandhabte Straßenverkehrs- daß er zurücktaumelte. Eine Beschwerde beim Dirigenten hatte Ordnung ihr gesetzlich gewährleistetes Streifrecht verkümmert werde, den Erfolg, daß derselbe das Benehmen dieses Vorgesezten" als zuckte der Amtsanwalt einfach mit den Schultern. Auf Richter und vielleicht in der„ Rage" geschehen entschuldigte und hinzufügte, er Schöffen aber schien dieser Einwand weiter keinen Eindruck zu sei wohl von den andern aufgewiegelt worden. Auch machen; gelaffen wurde die Verurteilung ausgesprochen. Gegen der Kontrolleur Heuer soll mit den Arbeitern umspringen, als das Urteil soll Berufung eingelegt werden. wenn dieselben keine Menschen wären. Weiter wurde lebhaft darüber Als ungetreuer Armenkommissions- Vorsteher stand gestern der geklagt, daß man jetzt schon wieder dazu übergeht, durch Aussezzen Sen Arbeitern den gewiß nicht hohen Verdienst noch mehr zu schmälern. handeln wollen, nicht abgeben konnten. Unterdessen sind die Arbeit- städtische Lehrer Ferdinand Paul May vor dem Schwurgericht am hätte man auch nur im geringsten die Absicht, den Leuten ein Landgericht I. Er war der Amtsunterschlagung und Ürkundengeber endlich nach fieben Wochen mit einem Einheitstarif herausfälschung beschuldigt. Er war seit 1881 als Lehrer thätig, zuerft Entgegenkommen zu beweisen oder sich als humanen Arbeitgeber aufs gekommen und an die Arbeiter um Wiederaufnahme der Arbeit herangetreten. Der Tarif enthält im Vergleich zu den bis jetzt der 152. Gemeindeschule. Sein Jahresgehalt betrug zuletzt 3548 M. würde. Es gewinnt aber immer mehr den Anschein, als wollte man mehrere Jahre außerhalb, dann, als er nach Berlin versetzt war, an auspielen, so könnte man dies ohne Kosten, indem man den gezahlten Löhnen bedeutende Verschlechterungen, die namentlich die einschließlich Wohnungsgeldzuschuß. von den städtischen Kollegien bewilligten Urlaub einfach jetzt erteilen Arbeiter der besten Geschäfte am meisten treffen; derselbe rief unter einschließlich Wohnungsgeldzuschuß. Er ist seit dem Jahre 1884 mit aller Gewalt den Arbeitern die Macht fühlbar machen, daß sie den Versammelten allgemeine Entrüstung hervor, die sich bis zur Vorsteher der 37. Armentommission. verheiratet und Vater zweier Kinder. Im Jahre 1895 wurde er Als solcher erhielt er einen auch als Bürger der Stadt die Lohnsklaven seien und als solche Empörung steigerte, als weiterhin bekannt gegeben wurde, daß die eisernen Bestand an Geldmitteln zugewiesen, der zuletzt 3200 m. behandelt werden müßten. In scharfen Worten geißelte Sekretär im Unternehmerringe vereinigten Firmen das sogenannte Prämicn Schubert dieses Gebahren. Es sei nicht verwunderlich, wenn sich oder Zuſchußzſyſtem einzuführer beabsichtigen. Danach sollen auf die betrng und dazu diente, den Mitgliedern der Kommission diejenigen die Arbeiter dagegen wendeten und diesen Zustand so rasch als in Tarife festgesetzten Löhne nach Verlauf von 3 Jahren an die Summen zuzuweisen, deren fie zur Auszahlung der monatändern wollten. Jedoch möchte er möglich die Kollegen an die Armen Arbeiter, die nur mit Einwilligung des Arbeitgebers die Arbeitlichen Unterstügung bedurften. Er hatte im Augenblick bitten, davon Abstand nehmen. zu Wir niederlegen", 7 Broz. Zuschuß ausbezahlt werden. Einen rechtlichen fogenannte Duplikatsliste zu führen, die als Auszahlungsliste diente. Die Auszahlung der Gelder fand werden versuchen, der großen Deffentlichkeit von diesen MißAnspruch haben hierauf die Arbeiter nicht, die innerhalb eines halben gewöhnlich in Gegenwart von drei Kommissionsmitgliedern in der ständen Kenntnis zu geben, wir wollen noch einmal versuchen, den Jahres die Arbeitsstelle wechseln, wie es anderseits auch von der Schule statt. Nach Leistung der Zahlungen hatte der Angeklagte Behandlung vor Augen zu führen; sollte auch dieser Schritt verStadtverordneten und dem Magistrat das Unhaltbare einer solchen eine anzufertigen und der Lösung des Arbeitsverhältnisses geben will. Der Redner bezeichnete einzureichen. Er hat mun zugestandenermaßen seit dem Jahre 1900 gebens sein, dann möge auf dieser Seite auch die Verantwortung dieses Gebahren der Unternehmer als direkt wider die guten Einstimmig wurde folgende Resolution Sitten verstoßend, wenn der wirtschaftlich Stärkere von solchen zu tragungen in die Liste zu verbergen gesucht. Er hat Beträge ein- angenommen:" In Anbetracht der geradezu gesundheitsgefährlichen erzwingenden freien Vereinbarungen Gebrauch macht. Di Ausständigen gaben durch entrüstete Zwischenrufe und enthusiastische gestellt, die gar nicht zur Auszahlung gelangt waren, insbesondere und miserablen Zustände in den Berliner Gasanstalten fordert 2c. die heutige Versammlung die Berliner Ortsleitung auf, eine Meinung waren, der am Schlusse hervorhob, daß es sich jetzt nicht nicht gefaßt waren, konstruiert und dazu die Namen von Kommissions- Umgegend einzuberufen, in welcher vernunftgemäße Forderungen Beifallskundgebungen fund, daß sie mit dem Referenten einer eigenmächtig Beschlüsse von Armenkommissionen, die von diesen gar gemeinsame Versammlung der Gasanstaltsarbeiter Berlins und mur um Erringung befferer Lohnverhältnisse, sondern um einen Abwehrkampf gegen die bedrohte Bewegungsfreiheit der Arbeiter mitgliedern gefälscht. Die Unterschlagungen haben im Lauf der bezüglich der Arbeitszeit und der Behandlung erhoben werden sollen. handele. Die Annahme folgender Resolution erfolgte einstimmig: Jahre die Summe von 3600 M. erreicht. Der Angeklagte war in Die Ortsleitung wird weiter ersucht, alle notwendigen Schritte zu Die versammelten ausständigen Militärschneider erflären nach leichtsinniges Leben, sondern durch eine Notlage, aus der er nicht rungen mit allen Mitteln durchzusetzen." vollem Umfange geständig. Er versicherte, daß er nicht durch unternehmen, um gegebenenfalls diese absolut notwendigen Forde wurde gleichfalls eindaß derselbe für sie unamnehmbar ist, dies umso mehr als ihnen im Jahre 1884 verheiratete, habe er 1560 Mark Gehalt gehabt. herausfam, zu den Strafthaten getrieben worden sei. Als er sich stimmig angenommen. durch das beabsichtigte Einführen des Prämiensystems jede Beivegungs- Krankheit und mancherlei Unglück in der Familie hätten ihn heim freiheit genommen würde. Die Versammelten protestieren ganz Verband der Stuffateure. Eine außerordentliche Mitgliederenergisch dagegen, dadurch wie Unmündige von den Arbeitgebern gesucht, er habe die Wirtschaft aus eignen Mitteln nicht mehr be- versammlung hatten die zu neuen Bedingungen arbeitenden Stuktaenergisch dagegen, dadurch wie Unmündige von den Arbeitgebern friedigen können, habe wiederholt Darlehen aufnehmen müssen und teure am 6. Mai. Die Lohnkommission berichtete, daß sich der Kampf behandelt zu werden und erklären einmütig, daß unter diesen Um- feine finanziellen Schivierigkeiten seien so gewachsen, daß schließlich nun weniger um unsre Forderungen als vielmehr um die Anſtänden an eine Wiederaufnahme der Arbeit nicht zu denken ist.bie Wogen über seinem Kopfe zusammenschlugen. Rechtsanwalt erkennung unsrer Organisation dreht. Mit welch echt jesuitischen In der Erwägung, daß eine offizielle Antwort des Berliner Bobreder bat für ihn um mildernde Umstände, die die Ge- Mitteln die Freie Vereinigung" in Gemeinschaft mit der UnterGewerbegerichts auf den letzten letzten Beschluß das Einigungs- schwornen auch gewährten. Der Angeklagte wurde zu einem nehmer- Organisation gegen uns zu kämpfen sucht, beweisen zwei amt anzurufen, bisher nicht erfolgt ist, ob die Arbeitgeber ahr zwei Monaten Gefängnis unter Anrechnung von zwei Flugblätter, die uns vorliegen. Desgleichen beweist ein rotes insgesamt bereit sind, zu verhandeln, beschließt die Berfammlung durch eine aus den Reihen der Ausständigen bestehende Monaten Untersuchungshaft verurteilt und ihm auf zwei Jahre die Flugblatt, welches angeblich von einigen Centralverbändlern gegen ihren Vorstand gerichtet ist und jetzt ebenfalls beim welche aus Arbeitern aller Geschäfte zusammengesetzt Fähigkeit zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes abgesprochen. nach dieser Nichtung hin weitere Schritte zu unternehmen und daß das Gewerbegericht unter der Voraussetzung, daß sämtliche Unter- jungen Mannes gegen ein ehrbures Mädchen fand gestern durch Urteil Ein vom Vorstand eingebrachter Antrag, die zu neuen Bedingungen Die Ausschreitung eines den gebildeten Ständen angehörigen Klempnerstreit unter diesen zur Verteilung gelangte, die Kühnemänner ihre Hand dabei im Spiele haben. nehmer erscheinen, nochmals anzurufen. Bei den eventuellen Berber 135. Abteilung des Schöffengerichts gebührende Ahndung. Der Ein vom Vorstand eingebrachter Antrag, die zu neuen Bedingungen handlungen hat die Kommission den Auftrag, daß nur auf der Grund- 21 jährige Kaufmann Gottfried Kauer hatte sich wegen thätlicher und die Streitfasse abzuliefern, wurde mit großer Majorität angenommen. arbeitenden Mitglieder haben 10 Proz. ihres Wochenverdienstes in lage beider Tarife- unter Fortfall des Prämien- oder Buschuß- wörtlicher Beleidigung zu verantworten. Die Verhandlung fand Eine hierauf eingebrachte Resolution, in welcher die Filiale Berlin systems zu verhandeln ist und die im Arbeitgeber- Tarif weg- unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Aus der Urteilsverkündigung des Centralverbandes der Stuffateure ihre Mißbilligung und Ungelassenen Positionen Marine Uniformen und Litewostas" wieder ging folgender Sachverhalt hervor: Am Abend des 28. März mut über die von Zug und Trug strozenden Flugblätter, sowie ihr uufgenommen werden. dieses Jahres, gleich nach 10 Uhr, hatte die unverehelichte Bedauern über die einer Sonderbündelei angehörenden Stuffateure Martha M. noch einen Gang zur Apotheke machen müssen, Drohende Aussperrung in Glauchau. In der Lohntveberei von wurde sie am Kronprinzen- Ufer von dem ihr begegnenden Angeklagten um etwas für ihre erkrankte Mutter zu holen. Auf dem Rückwege Bezold u. Co. tam es in der vorigen Woche zu Differenzen zwischen angesprochen. Mit den Worten: Lassen Sie mich bitte gehen, ich dem Unternehmer und den Webern, weil die Arbeiter eine früher muß schleunigst nach Hause!" suchte das junge Mädchen an ihm bezahlte Arbeit unentgeltlich leisten sollen. Der Wortführer der vorbei zu kommen. Der Angeklagte, der sich in etwas angeheiterter Arbeiter wurde entlassen, worauf die Arbeitsniederlegung erfolgte. Stimmung befand, vertrat ihr aber den Weg, faßte fie um die Vor dem Einigungsamt unter dem Vorsitze des Bürgermeisters tam Taille und machte ihr schamlose Anträge. Als die Angegriffene laut das Abkommen zu stande, daß die Arbeit wieder aufgenommen um Hilfe rief, versezte der Angeklagte ihr mit einem Schimpfwerden solle, wenn der Gemaßregelte in einem andren Betriebe wort eine Ohrfeige und gab sie dann frei. eingestellt werde. Da derselbe aber nirgends in Arbeit kommender Herr nahm sich der Beleidigten an und veranlaßte die genommen wurde, dauert der Ausstand fort. machten sämtliche Textilfabrikanten durch Anschlag in den Fabriken ob nicht auf die vom Staatsanwalte beantragte Freiheitsstrafe zu Am Dienstag Feststellung des Angeklagten. Der Gerichtshof hatte lange erwogen, bekannt, daß am Sonnabend, den 9. Mai, die Aussperrung fämt erkennen sei, hatte sich schließlich aber doch dafür entschieden, daß licher Arbeiter erfolgt, wenn bis zu dem genannten Tage morgens der Angeklagte mit Rücksicht auf seine Jugend und bisherige Un6 Uhr die Arbeit bei Pezold u. Co. nicht wieder aufgenommen bescholtenheit mit einer Geldstrafe von 125 M. worden ist. Es stehen erneute Verhandlungen vor dem Einigungs- des Angeklagten davonkommen solle. dem Monatsgehalt Ob ein Arbeiter in der gleichen Lage ebenfalls mit einer GeldZur Aussperrung in Iserlohn wird uns geschrieben: Die Auf- strafe davongekommen wäre? forderung der Fabrikanten an die Arbeiter, aus den Organisationen Potsdam. Durch Militärboykott ruiniert. auszutreten, hatte faſt nirgends Erfolg. Nur drei Arbeiter fidele Weinstube befand sich bis zum vorigen Jahre in Botsdam in ( von ca. 4000!) holten sich die Papiere, um zu arbeiten. Hinzu der Schwertfegerstraße, woselbst der Weinhändler Paul Mid etabliert fommt eine Anzahl von 50 bis 80 Unorganisierten; es lohnt sich war. Bis spät in die Nacht hinein ging es dort recht luftig zu, aber nirgends, den Betrieb fortzuführen. Troß der massenhaft auf- denn junge Garde- Offiziere, Regierungs- Affefforen 2c. verkehrten dort Konstantinopel: Die Mitteilung Bulgariens Köln, 7. Mai.( W. T. B.) Die Kölnische Zeitung" meldet aus an die Pforte, gebotenen Gendarmerie ereigneten fich Dank der vorzüglichen und lebten in dulci jubilo. Da aber dieselben auch mitunter die Bulgarien werde, falls die Pforte den Wortlaut ihrer letzten, einem Disciplin der Arbeiter feine unliebſamen Zwischenfälle. Die am Beche anschreiben ließen und später, wenn die Summe schon recht ultimatum gleichenden Note nicht zurückziehe und durch eine Mittwoch abgehaltenen Mitgliederversammlungen, eine imposante hoch angewachsen war, in Schwierigkeiten gerieten, wurde eines andre in der üblichen Form gehaltene erfege, ebenso schroff Heerschau der Organisationen, waren vom bestem Geist beseelt. Die Tages den jungen Garde- Lieutenants der Wunsch nahe gelegt, antworten, wird eine Aenderung der türkischen Note nicht herbeiHoffming auf baldige Beilegung des Kampfes ist allgemein. die зи zu besuchen. Der führen. Es ist demnach eine Verschärfung des Zwistes zu Sohn eines kommandierenden Generals war nämlich erwarten. Dennoch halten unterrichtete Kreise den Ausbruch von Mick wegen einer höheren Zechschuld verklagt offener Feindseligkeiten für unwahrscheinlich, da der Sultan worden, und dies war die Veranlassung dazu, daß sich das schwer zu solchen Entschlüssen zu bestimmen sei, wenn nicht von den Regiment desselben mit dem Verkehr in der Weinstube etwas näher Mächten einstimmig Bürgschaft geleistet wird, wofür jedoch keine In Mühldorf am Inn, wo sich der Hauptbetrieb dieser beschäftigte. Seitdem wurde dieselbe von den Offizieren ec. ge- Anzeichen vorliegen. Die militärischen Maßnahmen werden auf Firma befindet, sind ebenfalls Differenzen ausgebrochen. Am mieden und nun ging es schnell abwärts mit ihrem Inhaber, er breiterer Grundlage fortgesetzt. 28. April wurden sämtliche Tischler und Maschinenarbeiter, 36 an geriet in Konkurs und hatte sich am Mittwoch vor der Potsdamer Gumbinnen, 7. Mai.( W. T. B.) Heute nachmittag ging über der Zahl, gemaßregelt und sofort ohne Kündigung auf das Pflaster Straffammer wegen Vergehens gegen die Konkursordnung zu ver- die Stadt bei startem Sturm ein schweres Unwetter mit Hagelschlag geworfen, weil am Sonntag, den 26. April, die Sollegen einem in antworten, weil er feine kaufmännischen Handelsbücher geführt und nieder, welches beträchtlichen Schaden an den Saaten und der diesem Betriebe an der Kreissäge verunglückten Verbandskollegen das teine Bilanzen gezogen hatte. Für die Gläubiger tommen Baumblüte angerichtet hat... Tetzte Geleite gaben und einen Stranz niederlegten. Der Zuzug von bei dem Konfurs mur 8 Proz. heraus, da Mick nur wenig Masse Frankfurt a. M., 7. Mai.( W. T. B.) Eine Depesche der Tischlern und Maschinenarbeitern nach Mühldorf und Neusorg ist aufzuweisen hatte. Der Staatsanwalt konnte in der Handlungs- Frankfurter Zeitung" aus Konstantinopel besagt, der Aufständischenstrengstens fernzuhalten. weise Micks feine mildernden Umstände erblicken und beantragte Führer 3onts chew sei bei einem Gefecht in der Nähe von Saloniti Die Aussperrung in Pirmasens wird allem Anschein nach sobald gegen denselben 14 Tage Gefängnis. Der Verteidiger plädierte für getötet worden. Freisprechung des Angeklagten, weil derselbe nicht Bollkaufmann ge= noch nicht beendet werden. Alle Einigungsversuche, von welcher wesen sei, event. für Annahme mildernder Umstände, die er darin Seite sie auch kommen mögen, werden von den Fabrikanten schroff fand, daß mich die Nächte hindurch selber kneipen zurückgewiesen. Die Geschäftsleute in Pirmasens fühlen sich be- mußte und deshalb feine Beit zur Buchführung greiflicherweise durch die Aussperrung start benachteiligt. Ein Ber hatte. Der Gerichtshof hielt mid ebenfalls nicht für einen Vollfuch zur Beilegung des Konfliktes, den der Detaillisten- Verein machte, faufmann und sprach ihn deshalb frei. blieb ebenso erfolglos, wie ein von den Arbeitern gemachter Versuch, die Bermittelung des Gewerbegerichts als Einigungsamt zu erlangen. Die Fabrikanten wollen die von ihnen begonnene Machtprobe unter allen Umständen durchführen und in ihrem Interesse entscheiden. amte bebor. 群 = Deutfches Reich. In der Möbelfabrik von Kempf u. Geiger in Neusorg( Fichtel gebirge) find wegen Maßregelung des Vorsitzenden der Zahlstelle des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes Differenzen ausgebrochen. 22 Mann haben gekündigt. Ausland. Michche Weinstube nicht mehr Verfammlungen. Berlins ausspricht, fand einstimmige Annahme. " Im Schmargendorfer Wahlverein referierte Britte über: Die Gewerkschaften und die Gesetzgebung". Redner forderte die gewerkschaftlich Organisierten auf zur Abwehr der Angriffe auf das Stoalitionsrecht und der Gefahren durch Lebensmittelberteuerung infolge der Zollpolitik, sich auch politisch zu organisieren und bei den Wahlen mitzuarbeiten. Stübling verliest einen Brief der Milchcentrale, in dem der Streit ihrer Kutscher und Burschen als Kunden bei unpünktlicher Bedienung ersucht wird. Die Versammlung noch von Bolle zu entnehmen. Die Lokalkommission berichtet, daß empfiehlt den Arbeiterfrauen, keine Milch weder bei der Centrale das Restaurant" Café Pein"( früher Wirtshaus Weißer Schwan"), Tepligerstraße, nicht mehr zu Bersammlungen zu haben ist. Das Rofal wird gesperrt. Der Vorsitzende fordert noch auf, am Sonntag, den 17. Mai, früh 7 Uhr, sich im Wirtshaus Schmargendorf" zu einer Flugblattverteilung am Orte und außerhalb besonders zahlreich einzufinden. " Letzte Nachrichten und Depeschen. Arader Komitat kam es bei der Nichterwahl zu Ausschreitungen. Budapest, 7. Mai.( W. T. B.) In der Gemeinde Seprös im Bei dem Zusammenstoß mit der Gendarmerie wurden 4 Bauern getötet und mehrere verwundet. Paris, 7. Mai.( W. T. B.) Auf dem Rückwege vom Justizpalast nach ihrem Kloster in der Rue de la Santé bildeten die Stapuziner heute den Gegenstand von Beifallsäußerungen und Gegenfundgebungen. Eine größere Schar Studenten besonders stieß Rufe aus: Nieder mit den Pfaffen! Hoch die Republik!" Es wurden einige Verhaftungen vorgenommen. Eine sehr gut besuchte Versammlung der Gasarbeiter der städtischen Paris, 7. Mai.( W. T. B.) Jm Marineministerium wird beGasauftalt in der Gitschinerstraße tagte am Dienstag bei stätigt, daß nach Toulon der Befehl ergangen sei, eine Flottendivision Dockarbeiterstreif. Paris, 6. Mai.( Eig. Ber.) Der seit mehreren Ewald, Schönleinstraße, um Stellung gegen mannigfache Miß nach Saloniti zu entsenden. Wochen fortdauernde Doder streit in Marseille hat mit stände in dem Betriebe zu nehmen. Vor allen Dingen beklagten London, 7. Mai.( W. T. B.) Das Oberhaus hat die dritte einem vollständigen Sieg der Arbeiter geendet. Sie haben sich die Arbeiter über die geradezu brutale Behandlung durch den Lesung der Vorlage betreffend die Erhöhung des Mannschaftsden Neunstundentag( anstatt des früheren Zehnstundentages) unter Gasmeister Meyer. Einem Arbeiter, welcher infolge der bestandes der Flottenreserve angenommen. Aufrechterhaltung des Tagelohnes von 6 Fr. errungen. Der neue folossalen Anstrengung vor dem glühenden Dfen erkrankte und Glasgow, 7. Mai.( W. T. B.) Die Maschinenbauer in Vertrag, der von den Vertretern der Gewerkschaft und denen der dies Montags meldete, begegnete der Herr mit dem kaum glaub- Greenock und Paisley haben sich dem Ausst and angeschlossen; es Unternehmerorganisation unterzeichnet wurde, hat eine Geltungs- lichen Einwand, weshalb er dies nicht schon Sonnabends mitgeteilt haben jetzt im ganzen 6000 Mann die Arbeit eingestellt. dauer von fünf Jahren. habe, da er dann für entsprechenden Ersatz hätte forgen können. Petersburg, 7. Mai.( W. T. B.) Aus Aschabad( Transkafpien) Ueberaus traurig steht es ferner mit der Lieferung von Hand wird der Austritt des Flusses Tadschend gemeldet; die Stadt und schuhen, welche die Betriebsleute gebrauchen, um sich nicht die mehrere Ortschaften stehen unter Wasser, der Eisenbahnverkehr ist Hände zu verbrennen. An Stelle derselben will man Lappen geben, unterbrochen. Die Verluste sind bedeutend. Der Fluß steigt noch Wieder einmal Streifpoften als Verkehrhindernis. Vor dem jedenfalls um die horrenden Ausgaben dafür zu sparen. Drohen die immer. Schöffengericht hatten sich am Donnerstag die Metallarbeiter Arbeiter mit Beschwerde beim Dirigenten, dann allerdings bequemen Konstantinopel, 7. Mai.( W. T. B.) Am 3. d. M. hat ein Gefecht Schröder und Wiesner von der Metallarbeiter- Gewerkschaft sich die unteren Vorgesetzten unter recht eigentümlichen Bemerkungen der türkischen Truppen gegen eine bulgarische Bande in einem Dorf wegen Verkehrsbehinderung zu verantworten. Anläßlich des Streis zur Hergabe der absolut notwendigen Materialien. Einem Arbeiter bei Serres stattgefunden. Nachdem auf die Truppen Dynamitbei der Firma Mewes, Kottel u. Co., Schönhauser Allee, hatten fich wurde auf sein Ersuchen um Handschuhe der Bescheid:" Sie alter bomben geworfen, wurde das Dorf genommen, zur Hälfte niederbeide Angeklagte am 18. Februar in der Nähe der Fabrit als Dussel wollen auch Handschuhe haben?" Der Polier gebrannt und die Bande vernichtet. Gerichts- Zeitung. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 106. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Auslegung der ReichstagsWählerlisten für die sechs Wahlkreise Berlins sowie für die nach der WahlkreisEinteilung von 1870 zum Wahlkreise Teltow- Beestow- Storkow bezw. Nieder- Barnim gehörigen Wahlbezirke werden acht Tage lang und zwar vom 18. Mai d. Js. ab an den Wochentagen von vormittags 9 bis nachmittags 3 Uhr und am Himmelfahrts- und Sonntage von 12 bis 5 Uhr nachmittags ausliegen. Die Auslegung aller Listen erfolgt in dem städtischen Wahlbureau, Poststraße 16- II Treppen und gleichzeitig gesondert in den nachstehend bezeichneten Räumlichkeiten: für den ersten Wahlkreis, unifaffend die Stadtbezirke: Freitag, 8. Mai 1903. e) für die Stadtbez. 177 bis 1881C und 189 bis 191 einschl. ausfallen solle. der zu den Stadtbez. 192 und 193B gehörenden Teile, Auftrag erhalten, daß dieses oder jenes Grundstüd abzuschäzen sei Er habe lediglich schriftlich oder telephonisch den welche hier den Stadtbez. 190A/ 191 bezt. 189 A zugeteilt und diesen Auftrag habe er mit seinem Kollegen gewissenhaft erfüllt. sind und zwar: Ueber den Auftrag selbst habe er mit Herrn Romeid niemals, mit von Stadtbez. 192: Platz C, Straßen 10 und 11 von Herrn Kommerzienrat Schultz im Lauf der ganzen Jahre höchstens Ringbahn bis Straße 15, Straßen 12, 13 und 14, sowie zehnmal Rüdsprache genommen. Die Bant gab zur Ausführung Straße 15 von Greifswalderstraße bis Kniprodestraße, des Auftrages die nötigen Unterlagen in Gestalt eines Aftenstückes, ausschl. der Eckgrundstücke an der Greifswalderstraße, das Katasterauszüge, Größenangaben 2c. enthielt. Sonstige Direktiven Straße 38 und von Stadtbez. 193B: Arnswalderplay, feien ihnen von der Bank absolut nicht gegeben worden. Bözotstraße von Straße 2 bis Elbingerstraße, Elbingers Angell. Baurat Bohl schließt sich diesen Darlegungen boll. straße von Greifswalderstraße bis Kniprodestraße, ausschl. ständig an. Er habe den kapitalisierten Ertragswert eines auf einer der Eckgrundstücke an der Greifswalderstraße( Nr. 70 Barzelle zu erbauenden Hauses genommen und von ihm die Bauund 71), Friedebergerstraße 1-8 und 11-18, Straße 3, fosten, die Straßenregulierungskosten, sowie die Zinsverluste abStraßen 2 und 4 ausschl. der Edgrundstücke derselben an gezogen, die dadurch entständen, daß namentlich bei größeren ber Greifswalderſtraße, Straßen I und 9 ausschl. Der Ed- Lemainé eine Reihe von Jahren vergingen, ehe fie bebaut feien. grundstücke an der Greifswalderstraße, Straße 8, Straße 11 Den dann verbleibenden Rest habe er als Wert angenommen. bon Straße 9 bis Ringbahn, sämtlich Abteilung XIII des Beb.- Planes, Woldenbergerstr. 2-31, fowie für die zum Wahlkreise Nieder- Barnim gehörigen, aus den Teilen der Stadtbez, 180A bis 1810 gebildeten Wahlbezirke: Nr. 360, 361, 364, 366, 367, 369, 370, 372 und 373 in der Turnhalle der 81./109. Gemeindeschule, Tilsiterstr. 4/5; 7921 für den fünften Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 1bis 20, 283 und 284 und von Stadtbez. 144: Kleine Kurstraße 9, Niederwallstr. 24 und 25, Spittelmarkt 14 und 14a; mit Ausschluß von Alexanderstr. 18( Stadtbez. 3), Kleine Präsidenten- w straße 6 und 7 und Neue Promenade 9 und 10( Stadtbez. 5); ferner scheiden aus: Kurfürsten- Play, der nordwestliche Teil des Tiergartens, begrenzt im Süden von der Charlottenburger Chaussee und im Westen vom Spreewege, Zelten- Allee( Stadtbez. 283), Bellevue- Ufer, der nördlich der Charlottenburger Chaussee zwischen dem Großen Stern und der neuen Weichbild- Grenze belegene Teil des Tiergartens einschl. Schloß und Part Bellevue( Stadtbez. 284), welche für den Wahlkreis„ Teltow- Beeskow- Storkow" zu wählen haben. in der Turnhalle der 21./24. Gemeindeschule, Hinter der Garnisonkirche 2; für den zweiten Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke: 21 bis 78 und 114 bis 117; mit Ausschluß: des südöstlichen Teiles des Tiergartens, begrenzt im Norden von der Charlotten burger Chaussee, im Westen von der Hofjägerallee, einschließlich dieser Allee und der Chaussee, des Gärtnergrundstücks an der Großen Duer- und Bellevue- Allee( Stadtbezirk 33), Berlinerstraße 152( fiskalisches Grundstück an der Charlottenburger Chauffee, Schweizerhaus, Tiergartenförsterei, Tiergartenufer, des südwestlichen Teils des Tiergartens, begrenzt im Norden von der Charlottenburger Chaussee, mit Einschluß derselben, und im Osten von der Hoffäger- Allee, diese ausgeschlossen, Stadtbahnbogen 488 bis 506( Stadtbez. 34), Garten- Ufer, Hippodrom und Wasserwerke im Tiergarten, Lützow- Ufer 39, Schleusenmeisterhaus des Zoologischen Gartens, Stadtbahnbogen 507-530( Stadtbez. 35), welche für den Wahlkreis Teltow- Beeskow- Storkow" zu wählen haben. und zwar: " a) für die Stadtбez. 21-30 und 50-73 in der Turnhalle der 131./169. Gemeindeschule, Tempelhofer Ufer 2; b) für die Stadtbez. 81-49 und für den zum Wahlkreise Teltow- Beeskow- Storkow gehörigen, aus den Teilen der Stadtbez. 33, 34, 35, 283 und 284 gebildeten Wahlbez. 724 in der Turnhalle der 99. Gemeindeschule, Steinmetzstraße 79; e) für die Stadtbez. 74-780 und 114-117 in der Turnhalle der 83./93. Gemeindeschule, Dieffenbachstr. 60/61; für den dritten Wahlkreis, umfaffend die Stadtbezirke: 79. bis 82, 87, 118 bis 144, mit Ausschluß von Oranien straße 31-41 und 166-175( Stadtbez. 81), Brigerstr. 25, Kott buferstr. 7 und 8( Stadtbez. 87), Kleine Kurstr. 9, Niederwallstraße 24 und 25 und Spittelmarkt 14 und 14 a( Stadtbezirk 144). in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmidstr. 38; für den vierten Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 192 und 193B, mit Ausschluß der vorstehend genannten zum vierten Wahlkreise gehörigen Teile derselben, ferner 194 bis 217, 279 bis 282 mit Ausschluß von Alexander- Ufer, Friedrich Karl- Ufer von der Kronprinzen bis zur Alfenbrücke und Invalidenftr. 80 bis 83( Stadtbez. 282); von 5: Kleine Präsidentenstr. 6 und 7 und Neue Promenade 9 und 10; vou 183: Landwehrstr. 1 in der Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule, Gipsstr. 23a; für den sechsten Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 218 bis 278, 285 bis 326 und von 282: Alexander Ufer, Friedrich Karl- Ufer von der Kronprinzen- bis zur Alfenbrücke und Invalidenstr. 80-83. und zwar: a) für die Stadtbez 218 bis 226 und 237 bis 250 in der Turnhalle der 110./174. Gemeindeschule, Schönhauser Allee 166a; b) für die Stadtbez. 227 bis 236 und 251 bis 258 in der Turnhalle der 132./142. Gemeindefchule, Demminerstr. 27; c) für die Stadtbez. 259 bis 278 in der Turnhalle der 17. Gemeindeschule, Ackerstr. 67; einschl. der d) für die Stadtbez. 285 bis 287 und 298 bis 304 zum 282. Stadtbezirk gehörenden Grundstücke: des Alexander Ufers, Friedrich Karl Ufer 1-6 und Invalidenstraße 80-83, Auf Antrag des Staatsanivalts beschließt der Gerichtshof, das in Frage stehende Terrain an der Schönhauser Allee sofort an Ort und Stelle zu besichtigen. Zur Wahrnehmung dieses Lokaltermines begeben sich Gerichtshof, Staatsanwalte, Angeklagte, Verteidiger und die Bau- Sachverständigen nach Pankow hinaus. Nächste Sigung Freitag 9 Uhr. Wablverfammlungen. In einer Wähler- Bersammlung für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis, die am 6. Mai den großen Saal des GewerkschaftsHauses füllte, sprach Reichstags- Abgeordneter Wolfgang Heine über die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen. Er ers innerte an die Aehnlichkeit der augenblicklichen politischen Situation mit der vom Jahre 1887. Auch damals habe die Socialdemokratie in erster Reihe gestanden im Kampfe um das Wohl des deutschen Volkes. Die Folge sei der Sammelruf der uns feindlichen Parteien gewesen und deren erste That im neuen Reichstage eine Entrechtung des Volfes, die Verlängerung der Legislaturperiode von drei auf fünf Jahre. Und jetzt, wo die Socialdemokratie einen energischen Kampf gegen noch viel schlimmere Anschläge auf das Volkswohl als 1887 hinter fich habe, da ertöne wieder derselbe Sammelruf auf der andern Seite mit dem Motto: Nieder mit der Socialdemokratie! Dessen könnten wir sicher sein: wenn durch die Wahlen wieder eine reaktionäre Mehrheit zu stande komme, dann werde man sich mit Kleinigkeiten in der Volfsentrechtung nicht be= gnügen. Das allgemeine Wahlrecht sei gefährdet und Wünsche nach einem neuen Umsturzgesetz, nach neuen Unterdrückungsgefegen gegen die zielbewußte Arbeiterschaft würden in nationalliberalen, konservativen und allentandern Feindeskreisen halben Taut. Zum mindesten sei zu erwarten, daß die Reaktionäre bei der Neuregelung des Strafrechts die Gelegenheit benutzen werden und neue Strafbestimmungen und Verschärfungen vorschlagen, die die Arbeiterpartei treffen, um dann zu sagen, das wäre allgemeines Recht. Auch die Gefahr der Aufhebung des Koalitionsrechts sei durchaus noch nicht beseitigt. Wenn der antisemitische Kandidat des dritten Wahlkreises, Rechtsanwalt Hahn, in dem Flugblatt der Antisemiten erkläre, er sei für das Koalitionsrecht und seine Sicherung", dann sei das noch lange tein Beiveis, daß die Antisemiten nicht für ein Zuchthausgesetz gegen das zielbewußte Proletariat stimmen würden. Auch hier komme wieder das so überaus zweideutige Wort„ Sicherung" des Koalitionsrechts vor, das von den Gegnern dieses Rechts häufig für eine Beschränkung desselben gebraucht worden sei. Anders werde wohl die Sicherung des Herrn Hahn auch nicht aussehen. Eine weitere Gefahr für das Volk liege in der Bedrohung unfres Krankenkassenwesens und seiner Selbstverwaltung. Redner behandelte weiter unsre Militär- und Finanzwirtschaft, die Bedrückung des Volkes durch die indirekte Besteuerung und die unfinnige Zollpolitik, Die Wählerlisten sind nach dem Wohnungsstande vom 17. April die Handel und Wandel lahmlegen und eine weitere Auspowerung dieses Jahres aufgestellt. Wer die Listen für unrichtig oder des Volkes herbeiführen werden. Alle dem sei durch eine Stärkung unvollständig hält, kann dies binnen acht Tagen nach dem Beginn der socialdemokratischen Vertretung im Reichstage entgegenzuwirken. ihrer Auslegung, also spätestens am 25. Mai d. J. schriftlich bei Dann verbreitete sich Genosse Heine noch in wirkungsvoller Darlegung dem Berliner Magistrat oder in einer der vorbezeichneten achtzehn über die verschiedenen die Kultur, die Freiheit und das Volkswohl Auslegestellen vor den dazu ernannten Kommissarien zu fördernden Aufgaben der Socialdemokratie, denen fie mur gerecht werden Protokoll geben, muß aber die Beweismittel für seine Be- fönne in einem nicht von der Neaktion aller Schattierungen be= hauptungen, soweit diese nicht auf allgemeiner Kenntnis beruhen, herrschten Reichstage. Jeder Genoffe werde bis zum Wahltage bei beibringen. allen Wahlarbeiten, namentlich in der Agitation von Mund zu Mund seine vollste Schuldigkeit thun müssen, denn der Kampf fei nicht leicht im 3. Kreise. Die Sammler feien an der Arbeit. Täglich tönne man aus der Freisinnigen Zeitung" die Liebesblicke Richters nach den Konservativen und Antisemiten schweifen sehen, bei welchen er offenkundig um ihre Unterstüßung buhle. Die Hauptwahl müsse den Sieg bringen.( Stürmischer Beifall.) Gegner meldeten fich nicht zum Wort. Nach kurzer Debatte schloß die Versammlung mit einem dreimaligen Hoch auf die Socialdemokratie und den Genossen Heine. welche hier dem Stadtbezirk 285 augeteilt sind, in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule, Turmftr. 86; e) für die Stadtbez. 288 bis 297 in der Turnhalle der 82./90. Gemeindeschule, Turmftr. 75; f) für die Stadtbez. 305 bis 326 B in der Turnhalle der 118./127. Gemeindeschule, Pantstr. 8. Zur Begründung der beantragten Nachtragung in die Wählerliste abgesehen von sonst etwa erforderlichen Urkunden ent weder der Mietskontrakt, die letzte Steuerquittung oder die polizeilich bescheinigte Anmeldung für die zur Eintragung angegebene Wohnung vorzulegen. Prozeß gegen die Pommernbank. Sechster Tag. 02912919 Sociales. Verstänkerte Arbeiterwohnungen. der Arbeiter 83 bis 86, 88 bis 113, 145 bis 191, ferner von 3: Alexanderstr. 18, von 81: Dranienstr. 31-41 und 166-175, von 87: Brigerstr 25, Kottbuserstr. 7 und 8, bon 192 und 193B: Arnswalder Plaz, Bößowstraße von Straße 2 bis Elbingerstraße, Elbingerstraße von Greifswalderstraße bis Kniprodestraße ausschl. der Edgrundstücke an der Greifswalderstraße( Nr. 70 In der heutigen Sigung wurde über die Tarmethode der Anund 71), Friedebergerstr. 1-8 und 11-18, Blag C, Straßen 3, geflagten anel und Bohl verhandelt. Zu diesem Thema ist der 8, 10 und 11, sowie Straßen 2, 4, 7, 9, 12, 13 und 14 ausschl. bekannte Professor Emil Dietrich von der Technischen Hochschule der Eckgrundstücke derselben an der Greifswalderstraße und der zu Charlottenburg als Sachverständiger erschienen. Es werden zuStraße 15 von Greifswalderstraße bis Kniprodestraße ausschl. nächst die Gutachten der beiden Angeklagten über den Wert des der Edgrundstüde an der Greifswalderstraße, Straße 38, sämtlich großen Terrains der Immobilien- Verkehrsbank an der Schönhauser öllinghausen, sollte sich gegen eine Regierungs PolizeiHerr Siepmann, der Besitzer einer Ringofen Siegelei in Abt. XIII¹ d. Beb.-Pl., Woldenbergstr. 2-31; dagegen mit Allee auf der Gemarkung des Vororts Pankow verlesen und im An- verordnung vom 8. Januar 1881 bergangen haben, welche vorAusschluß von Landwehrstr 1( Stadtbez. 183); ferner scheiden schlusse daran die von dem Aufsichtsrat der Immobilien- Verkehrs- schreibt, daß den aus Aborten und Pissoirs auf Fabrikgrundstüden aus: Baltenplay östlicher Teil, Hübnerstr. 1-6 und 9-15, bant erlafferten genauen Tarationsvorschriften. Das ganze Terrain entströmenden Düften in bestimmter Weise entgegengewirkt werde. Thaerstr. 14a- 24, Weidenweg 35-47 und 50-62( Stadt- ist im November 1891 von beiden Angeklagten auf 5090 727. Diese„ Desoduration" war bei den Aborten auf dem Siepmannschen bezirk 180A und D). Petersburgerstr. 5-10 und 82-85, tigaer tagiert worden. Nachdem das Terrain in vier Blocks gerteilt war, Biegeleigrundstüd, wo während der Campagne etwa 25 Arbeiter straße 1-10 und 130-188, haerstr. 9-14( Stadtbezirk 180B), haben die beiden Angeklagten im Dezember 1893 die vier einzelnen beschäftigt sind, unterblieben. Bei einer Revision durch den GewerbeEldenaerstr. 12, Frankfurter Allee 65-68, Liebigstraße, Mirbach- Blocs wie folgt tagiert: 1. 1837 924 M., 2. 1045 803 M., Inspektor wurde festgestellt, daß die Klosetts und Pissoirs straße 1, Petersburgerstr. 1, Rigaerstr. 11-12 und 128-129, 3. 1 624 422 W., 4. 1 475 250 M., zusammen also 5 983 359 M. die in unmittelbarster Nähe Angell. Stadtbauinspektor a. D. Hanel bestreitet, daß er für wohnungen liegen, einen weithin gehenden Geruch derartig Weidenweg 48 und 49( Stadtbez. 180 C), Dolzigerstraße 2-50, Frankfurter Allee 1-64, Gabelsbergerstraße, Mirbachstr. 15-77, feine Tagen irgend einen Vorwurf verdiene. Er habe seine Tagen verbreiteten, daß er in die Schlafräume eindringen Broskauerstr. 1-2 und 40, Rigaerstraße 25-115, Samariter durchaus nach den von der Bank gegebenen Vorschriften und nach mußte. Siepmann bestritt die Rechtsgültigkeit der Verordnung Play, Samariterſtraße 1-20 und 23-42, Schreinerstraße 2-70, bestem Wissen angefertigt. Was die erste Tare betrifft, so sei sie und behauptete, daß seine Ziegelei auch keine Fabrik sei, die VerStraßen 66 A und 67 A ausschließlich der Edgrundstücke an der für die Immobilien- Verkehrsbank aufgestellt zu einer Zeit, als er mit ordnung also darauf überhaupt nicht angewendet werden könnte. des Bebauungs- Planes)( Stadtbezirk 181 A und C), Dolziger- sich damals noch nicht um die feststellung der Beleihungsgrenze, Angeklagten zu einer Geldstrafe von Eldenaerstraße, Straße 66 B und 67( jämtlich Abteilung XIII der Pommernbant noch gar nichts zu thun gehabt habe. Es handelte ordnung also darauf überhaupt nicht angewendet werden könnte. Das Landgericht als Berufungsinstanz verurteilte jedoch den 20 Mark und straße 1 und 51, Eldenaerstraße ausschließlich Nr. 12, Fordenbed- sondern um die Feststellung des Wertes des Terrains. Das Terrain eingeflagten zu einer Geldstrafe von jei aus, play, Hübnerfir. 7 und 8, Landsberger Allee von Hausburgstraße nach seinen Größen, Front- und sonstigen Verhältnissen bis ins Kleinste fundheit diene, durchaus rechtsgültig sei. daß die Verordnung, die dem Schuße der Ge bis Ringbahn, Mirbachstr. 2-14 und 78, Proskauerstr. 3-39, untersucht worden. Bei der zweiten Tage sei den Sachverständigen Auch wäre eine Rigaerstr. 18-24 und 116-127, Samariterſte. 21 und 22, Schreiner gesagt werden: es werde beabsichtigt, die nicht bebauten Teile des Biegelei mit mehr als 20 Arbeitern während der Saison als Fabrik straße 1 und 71-72, Edgrundstücke der Straßen 66 A und 67A Terrains zu Lagerplätzen zu vermieten. Direktor Behnsen habe anzusehen. Der Angeklagte legte Revision ein und machte unter ( Abt. XIII 3 d. Beb.-BI.) an der Eldenaerstraße, Thaerstr. 25-28, gefagt, daß bereits Offerten für das Vermieten der Lagerpläge vor nicht gesundheitsschädlich seien. Bacillen schadeten nur, wenn sie Direktor Behnsen habe andrem geltend, daß die von Aborten ausgehenden Gerüche Bellestraße( Stadtbezirt 181 B), welche für den Wahlkreis Nieder- lägen. Daraufhin sei diese zweite Tare gemacht worden. Das habe durch die Luft als Staub verbreitet würden, nicht aber, solange fie Barnim" zu wählen haben die Bank als Befizerin gewußt. Diese Tage sei im Jahre 1900 ersetzt worden durch eine neue Tage, welche unter Berücksichtigung seien in dem verdünnten Zustande, in dem sie die Luft weiter an den Kotmassen klebten. Und die Gase, die dem Not entströmten, der vorgeschriebenen Grundfäße aufgemacht sei und den Beleihungen verbreite, nicht gesundheitsschädlich. Das Einatmen bon zu Grunde gelegen habe. Auf die einzelnen Tagen könne er sich Dung stoffen fei für die Gesundheit natürlich heute nach zehn Jahren nicht mehr besinnen. Der Angeklagte entwidelt sodann in längerem Vortrage die gültig. Der Straffenat des Kammergerichts verwarf indeffen die Umständen sogar borteilhaft. Die Verordnung wäre unGrundsätze, die ihn und seinen Kollegen bei Aufmachung der Tagen Stevision mit der Begründung, daß die Polizeiverordnung unzweifelgeleitet hätten. Sie hätten überall da, wo es ihnen erforderlich haft rechtsgültig sei und von einer unrichtigen Anwendung derselben auch nicht geredet werden könne. Der Vorderrichter habe die Ziegelei Siepmanns auch mit Recht zu den Fabriken gerechnet. und zwar: a) für die Stadtbez. 83, 84 und 95 bis 109 in der Turnhalle ber 115./170. Gemeindeschule, Staligerstraße 55/56; Grundstücke: b) für die Stadtbez. 85, 86, 88 bis 94 und 110 bis 113 B einschließlich der zum 81. und 87. Stadtbez. gehörenden Dranienstr. 31-41 und 166-175, Brizerstr. 25, Rottbuser- erfchien, genaue Besichtigungen der zu tagierenden Grundstücke bor straße 7 und 8, genommen und außerdem das bei der Bank befindliche Material welche hier dem 86. bezt. 88. Stadtbez. zugeteilt sind, fowie die Ergebnisse zahlreicher von ihnen versandter Fragebogen in der Turnhalle der 145./151. Gemeindeschule, benutzt. Bei den Terrains habe man sich an ihre AusmußungsReichenbergerstr. 131/132; fähigkeit gehalten, unzutreffend sei die Behauptung der Anklage, baß sie den gutunfswert abgeschäßt hätten. Sie hätten diesen Bufunftswert nur als Grundlage für den durch Abzug von Zinsaufwendungen und Unkosten sich ergebenden zeitigen Wert berückfichtigt. Schließlich sei auch die Verkäuflichkeit in Betracht gezogen und auf Grund all dieser Gesichtspunkte sei man dann zu einem endgültigen Verkaufswert gekommen. c) für die Stadtbez. 145 bis 159, 162 bis 165 und 182-188 einschließlich des zum 3. Stadtbez. gehörenden Grundstückes Meranderstr. 18, welches hier dem Stadtbez. 148 zugeteilt ist, in der Turnhalle ber 23. Gemeindeschule, Straußbergerstr. 9; d) für die Stadtbez. 160, 161 uud 166 bis 176 in der Turnhalle der 138./158. Gemeindeschule, Mühlenstr. 50; Aus der Frauenbewegung. führte unter Die Frauen und Mädchen des Kreises Teltow- Beeskow- StorkowCharlottenburg werden hierdurch darauf aufmerksam gemacht, daß für diesen Wahl. freis ein Socialdemokratischer Wahlverein der Frauen und Mädchen besteht. Es ist Ehrenpflicht aller Frauen und Mädchen, welche an Auf Befragen erklärt Angell. Ha nel weiter, daß er von der der Wahlbewegung zu Gunsten der socialdemokratischen Partei ein Bant teineswegs irgend eine Direttive erhalten habe, wie die Tage Interesse haben, sowie bereit sind, sich das Wahlrecht zu erkämpfen, " Witterungsübersicht vom 7. Mai 1903, morgens 8 Uhr. dem Wahlverein der Frauen des Kreises Teltow- Beeskow- Storfow-| straße 17, born I. Alle Anfragen sind zu richten an Frau Marie| Organ in blämischer Sprache: Die Frauenstimme". Auch erscheint Charlottenburg als Mitglied beizutreten. Der Monatsbeitrag beträgt Thiel, Tempelhof, Friedrich Wilhelmstr. 17. Der Vorstand. weiter die Zeitung der Genossin de Gahmonb:" Les Cahiers 20 Pf. Frauen und Mädchen, thut Eure Pflicht, beteiligt Euch Am Sonntag, den 10. Mai, abends 6 Uhr, findet zu Rixdorf féministes". ant allen Arbeiten mit den Männern gemeinsam, denn auch im Lokale des Herrn Mercier, Steinmetzstr. 113, eine Mitgliederwir können viel dazu thun, daß unser Arbeitervertreter im Reichs- Versammlung des Frauen- Wahlvereins für Teltow- Beeskow- Storkowtage, Frizz Zubeil, bei der Wahlschlacht mit einer großen Majorität Charlottenburg statt. Tagesordnung: 1. Frauen Interessen und als Sieger hervorgeht. Politik. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Damen und Herren haben Folgende Frauen haben sich bereit erklärt, Mitgliedermeldungen als Gäste Zutritt. und Beiträge entgegenzunehmen: Stationen Barometer stand mm Swinemde. 755 S 756 29 Wind richtung Windstärke In Rigdorf Frau Martha Jeeze, Steinmetstr. 120, Hof I, Der diesjährige Kongreß der socialistischen Frauen Belgiens sowie Frau Mohr, Wißmannstr. 10, born II; in Schöneberg findet in den Pfingstfeiertagen in Brüssel statt. Die Tagesordnung Frau Anna Meiling, Sedanstr. 34, vorn III; in Charist folgende: Die Frauenbewegung; die industrielle Arbeit der Tottenburg Frau Marie Liedtke, Wilmersdorferstr. 69; Frau; die Spitzenklöpplerinnen; die Prostitution; Sterblichkeit der Hamburg 754S Berlin in Wilmersdorf Frau Hauswald, Sigmaringenstr. 34; Kinder der Industrie- Arbeiterinnen; Agitation. Am Abend des Frankj.a.M. 758 SW in Steglik Frau Haberland, Schüßenstr. 19, Hof III; in erſten Kongreßtages feiert die Gruppe der Brüsseler Genossinnen München Briz Frau Nierig, Werderstr. 64; in Treptow Baum ihr erstes Stiftungsfest. Von der vom vorjährigen Kongreß be- Bien schulenweg Frau Miedlaŋ, Marienthalerstraße 13; in schlossenen Frauenzeitung liegt die zweite Nummer vor. Es ist dies Johannisthal Nieder Schöneweide Frau Mann, ein Monatsorgan und führt den Namen„ La femme socialiste". Bismarckstr. 7; in Adlershof Frau Büttner, Hackenberg-| Neben dieser haben auch die socialistischen Frauen Belgiens ein südwestlichen Winden. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 8. Mai. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Die Verschwörung des Fiesko zu Genua. Deutsches. Monna Banna. Berliner. Alt- Heidelberg. Leffing. Der blinde Passagier. Neues. Pelleas und Melisande. Residenz. Lutti. Westen. Dubarry. Central. Madame Sherrh. Thalia. Der Posaunenengel. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Die Here. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Die guten Freunde. Belle Alliance. Freigesprochen. System Aubert. Carl Weiß. Jugendstürme. Casino. Unser Goldjunge. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Buntes. Figaros Hochzeit. Luisen. Geschlossen. Kleines. Nachtashl. Trianon. Die Notbrücke. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Paffage Theater. Specialitäten. Palast. Geschlossen. Urania. Taubenstraße 48/49. Die deutsche Dstseeküste. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Täglich 7 Uhr: Madame Sherry. Operette in 3 Akten von Hugo Felir. Sonntag, 10. Mai, nachm. 3 Uhr, halbe Preise. In erster Beschung: Die Fledermaus. Operette in 3 Aften von Joh. Strauß. Abds. 7%, Uhr: Madame Sherry. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Anfang 7 Uhr. Der Posaunen- Engel. Sonnabend, zum 1. Male: Auf eigenen Füssen. Große Posse mit Gesang in 6 Bildern. Sonntagnachm. 3/2 Uhr: Charleys Tante. Abends 7 Uhr: Auf eigenen Füßen. Montag, 72 Uhr: Der Vosaunen- Engel. Dienstag, 7 Uhr: Auf eigenen Füßen. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Anfang 72 Uhr: Lutti( Loute). Schwank in 4 Aften von Pierre Beber. = Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Freitagabend 8 Uhr: Die Hexe. Trauerspiel in 5 Aufz. v. A. Fitger. Sonnabendabend 8 Uhr: Die Hexe. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Freitagabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Lustspiel in 4 Aufz. v. Vict. Sardou. Sonnabendabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Hedda Gabler. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Sonntagnachmittag 3 Uhr: Heimat. Sonntagabend 8 Uhr: Die Hexe. Wilhelm Tell. Sonntagabend 8 Uhr: Hedda Gabler. Urania. Apollo- Theater. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Die deutsche Ostseeküste. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Anf. der Abendvorstell. 8 Uhr. Lola Loyd Excentric- Soubrette. Oskar Klein. Cake Walk. Ganz Berlin zerbricht sich schon den vierten Monat Zum 3. Male: Die Liebesinsel. Berliner Ausstattungs- Burleske in 3 Akten von Benno Jacobsohn. Musik von C. Stix. Im 2. Akt: Känguruh- Duett und Auf der Liebesinsel, komponiert von Paul Lincke. Ferner: Die neuen Specialitäten. Casino Theater Lothringerstr. 37. Täglich, auch Sonntags, Anf. 8 Uhr. Um 92 Uhr: ,, Unser Goldjunge" Borher das vollst. neue Programm. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. den Kopf über AGA! Nachtasyl. die schwebende Jungfrau! 14 neue erstklassige Nummern. Castans Panoptikum. Friedrichstr. 165. Mit seinen weltberühmten Wachsfiguren u. unzähligen andren Sehenswürdigkeiten! Neu! Princess Bohatcio, die Kolossal Indierin aus Singapore. Neu! Carlo Riego mit seiner Wiener Elite- Kapelle. Cléo Otéro Pythia Anthropos. Wochentags ab 7% Uhr Eintrittspr. nur 25 Pf. Avis! AVIS! Metropol- Theater. Mit glänzen der Ausstattung. Neuestes! Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter: Straße 132. Jugendstürme. Anjang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Lette Kindervorstellung: Die wilden Schwäne. Sonntagnachmittag 3Uhr: Am Altar. Ab Sonntag: Eröffnung der Specialitäten- Saison. Bernhard Rose- Theater Badstraße 58. Sonntag, den 10. Mai 1903: Grosse Vorstellung. a. Auf fremder Erde oder: Die Macht des Goldes, sowie Auftreten von Specialitäten. Bei günstiger Witterung im Garten: Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 62 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Sonnabend, 16. Mai: Benefiz für G. Albrecht: Goldener Boden. Allerneuestes! W. Noacks Theater. Revue in 5 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Victor Holländer. Morgen und folgende Tage: Lutti. Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Belle- Alliance- Theater. Henry Bender. Freigesprochen. Komödie in 1 Akt n. d. Franz. von Herm. Häffer.- Hierauf: System Aubert. Komödie in 3 Aften von Cl. Roland und Pierre Morgand. Anf. 8 Uhr. Sonntagnachm. 3 Uhr bei fleinen Preisen: Emilia Galotti. Frid- Frid. Flora Siding. Wini Grabitz. 300 Mitwirkende. Im dritten Bild: Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Heute: Geschlossen. Die Spieltage sind bis auf weiteres nur Sonnabend, Sonntag und Dienstag. Sonnabend, den 9. Mai: Eine Sitzung bei Anna Rothe. Extra- Vorstellung. Grandioses Ballett. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Trianon- Theater. Georgenstraße, Reichshallen. Stettiner Sänger. 11. a.: Bühnengrössen Die Notbrücke. zwischen Friedrich- u.Universitätsstraße. und Anna Pote, das Blumenmedium. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Abends 8 Uhr: Lustspiel in 3 Aften von Fred Gréfac und Francis de Croisset. Sonntag nachmittags 3 Ühr: Die Liebesschaukel. WINTER DEBARTEN 8 765 Neues Programm. Mile. Lorraines, Lebende Bilder. Sam Elton, Komischer Excentric. Carlotte Kara, Creolische Sängerin. Pantzer Brothers, Akrobaten. Neues Theater Rakoczy, Ungarische Tanztruppe. Schiffbauerdamm 4a- 5. Das Meistergesangs- Quartett. Anfang 7, Uhr: Ralph Johnstone, Pelleas und Melisande. Bicyclist. Woodwards, dressierte Seelöwen. Miss Diana, amer. Spiegeltänzerin. Ballett und ,, Biograph". 760 S Better Temp. n. C. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer ſtand mm Windrichtung Windstärke Better Temp. n. C. 5°.= 4° R. 4 heiter 1 1 Regen 7 1 bedeckt 11 2bedect 3bedeckt 14 Haparanda 758 N 4 bedeckt 12 Petersburg 751 NW 3halb bd. 14 Cort 751 S 3bedeckt 11 Aberdeen 3wolkig 12 Paris 758 2 759 23 2wolkig 15 Wetter- Prognose für Freitag, den 8. Mai 1903. Ein wenig fühler, vielfach wolkig mit leichten Regenfällen und mäßigen Berliner Wetterbureau. ORIGINAL Pariser Weltausstellung 1900. SINGER NAHMASCHINE Goldene Medaille der Handwerkerkammer Dortmund 1902. Von der Internationalen Jurh wurde den Singer- Nähmaschinen der Centralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Drtsverwaltung Berlin I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß GRAND PRIX as unfer italieb, der Arbeiter Rudolf Poh! am 30. April freiwillig aus dem Leben geschieden ist. 67/19 der höchste Preis der Ausstellung, zuerkannt. Die Nähmaschinen der Singer Co. für den Familiengebrauch, Kunststickerei sowie industrielle Zwecke jeder Art verdanken ihren Weltruf der mustergültigen Konstruktion, vorzüglichen Qualität und großen Leistungsfähigkeit, welche von jeher alle deren Fabrikate auszeichnen. unentgeltlicher Unterricht in d. modernen Kunststickerei. Singer Co. Nähmaschinen Act.- Ges. juht Berlin W., Leipzigerstr. 92. 10412* Sanssouci. Landspeck Donnerstag, Sonntag und Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Seine Leberwurst Mageren und fetten. bei 5 Pfd Hall. Zwiebelleberwurst Braunschw. Leberwurst Thüringer Rotwurst Fleischwurst Mettwurst u. Polnische Nach der Vorstellung: Tanz- Kränzchen. Vereinsbillets gültig. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Orchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser: Saal: Tanz. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ede Alexanderstr. Im herrlichen Sommergarten: Täglich: Konzert, Theateru. Specialität.- Vorstellung. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Charlottenburg. " 3ur alten Linde", Leibnizstraße 3. Gut gepflegte Biere, warme Speisen zu jeder Tageszeit empfiehlt 13862* A. Röttger. Schladwurit, halbhart Salami- u.Schlackw., prima Landschink. i. ganz. u. halb. Delitateß- Schinken. . a Pfd. 70 67 Die Beerdigung findet heute, Freitag, den 8. Mai, nachmittags 6 Uhr, von der Halle des Rummelsburger Kirchhofs( Verlängerte Neue Prinz Albertstraße) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er= Die Ortsverwaltung Berlin 1. Danksagung. " 55 65 " 80 55 Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Buchdrud Maschinenmeisters Otto Mischke, fage ich allen denen, besonders dem Verein Berliner Buchdruc- Maschinenmeister meinen innigsten Dant. 65 1188b # 7 65 " " " " " " " " Johanna Mischke. Für die mir beim Begräbnis meines 95 lieben Mannes erwiesene Teilnahme 1,10 spreche ich allen Freunden und Be95 fannten meinen herzlichsten Dant 1,10 aus. 11966 Frau Emma Föge. strasse 27. Paul Klähn, ChausseeCharlottenburg. M. Schmerberg[ 10772* Wilmersdorfer Straße 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu äußerst billigen Preisen. Optische Artikel. Dhrlöcher werden schmerzlos gestochen. Stepdecken Gelegenheitskäufe! alle Wollatlas, Farben, 4,85, 6,00 alle Similiseide, Fare, 5,25, 6,00 Special Emil Lefèvre, Haus Berlin Oranienstr. 158. S., Nach auswärts perNachnahme Restaurant Ernst Rentner. Tegel, Berlinerstr. 87. 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Mai 1903, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause( Großer Saal): Freitag, den 8., Sonnabend, den 9., Montag, den 11., Dienstag, den 12. d. M. Grosse Versammlung der Klempner. Tages Ordnung: Die endgültigen Verhandlungen vor dem Einigungsamt. Referent: Cohen. Kollegen! Die abermaligen Verhandlungen am Mittwoch, den 6. d. M., haben zu einer Berständigung zwischen den Vertretern der beiderseitigen Parteien geführt. Das Einigungsprotokoll bedarf noch der Zustimmung der gesamten Kollegen und erwarten wir, daß zu diesem Zweck die Kollegen in obiger Versammlung vollzählig erscheinent. 116/12 Die Ortsverwaltung. Bauarbeiter! Bauberufe! Die Meifter- Vereinigung scheut nicht die verwerflichsten Mittel und hatte genau nach unsrem Muster nachgeahmte ArbeitsberechtigungsKarten angefertigt. Wir fordern Euch nunmehr doppelt auf, jeden arbeitenden Stuffateur in üblicher Weise an seine Pflicht zu erinnern und nach der Berechtigungskarte des Central- Verbandes der Stukkateure Deutschlands zu fragen. Jeder mit roter Karte Legitimierte aber benugt eine Nachahmung, da wir sofort eine meergrüne Arbeitsberechtigungs- Karte ausgestellt haben. Die Streiffommission. 175/4 Achtung, Rabitspanner! Freitag, den 8. Mai, abends 8 Uhr: Außerordentl. Mitgliederversammlung der Rabikspanner. Tagesordnung: Wie stellen wir uns zu den arbeitslosen Kollegen betreffs Unterstügung? Quartalsabrechnung. Verschiedenes. 34/13 Vorwärts- Buchhandlung SW., Lindenstrasse 69. Der Vorstand. J. A.: A. Seidel. Unentbehrlich für Ausflügler! Verband der Bau- Anschläger Deutschlands. Ortsgruppe Berlin. Sonntag, den 10. Mai, vormittags 10 Uhr, im Lokale von Theinert, Neue Friedrichstraße 20: Versammlung Tagesordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber werden die Kollegen extra gebeten, bollzählig und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. 35/10 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Specialfarten der näheren Umgebung Berlins. Bernau- Viesenthal, Lanke, Liepnisund Wandliz- See 1,00 M. Buckow am Schermüßel- See( Mär tische Schweiz) nebst führer 0,75 M. Cöpenick Friedrichshagen, Woltersdorf Ertner Schmöckwitz- Königswusterhausen- Mittenwalde = Heute, Freitag, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Grunewald und westliche Vororte Sitzung der Ortsverwaltung. Achtung! Einsetzer. Achtung! öbau und Werber Sonntag, den 10. Mai, vormittags 10 Uhr, finden in den bekannten Lokalen die Bezirkssitzungen statt. Montagabend: Kommissionssitzung. 81/19 Elegante Der Obmann. Costümröcke in ganz Wolle; in neuen Fassons; vorzüglicher Schnitt, tadelloser Sitz, prima Verarbeitung in allen modernen Stoffen, sämtliche Weiten u Längen stets in grosser Auswahl vorrätig .• 3.50 Mk., 6 Mk., 10 Mk., 15 Mk., 20 Mk. In Damastu. Merveilleux 25 Mk. Blusen ind.neuest. Fantasiestreifen 1.50 Mk., 2,50 Mk. Seidenblusen, entzückende Streifen- und FantasieMuster, elegante Fassons 5.50, 7.50, 10 Mk. Eleg. 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3000] 442 502 632 55 89 788 859 984 24051 68 70[ 1000] 81 85 99 143 46[ 3000] 397 505 29 706 7 25173 208 21 29 488[ 1000] 809[ 1000] 17 26087 223 313 456 76 89 508 650 800 43 97 27147 223 315 401 585 641 50 738 805 948 82 28332 536 623 828 968[ 1000] 29148 228 48 97 442 81 938[ 1000] 30011 32 149 282 452 610 84 86[ 10 000] 724 96 884 31007 124 38 44 48 394 522 59[ 10001 659 781 873 32005 314[ 500] 68 91 400 524 47 49 628 55 733 33000 68 134 362 483 99 627 821 986 89 34149 268 88 606 720 94 944 35220 63 76 389 953 75 36027 115[ 500] 75 201 21 484 626 743 68 853 954 37011 31 91[ 3000] 100 277 391 505 39 706 37 92 964 38425 30 40 513 16 609 77 90 735 45 98 903 15 56 39128 40 204 300 493 502 ( 500] 96 622 839 57 902 7 75.97 40512[ 500] 41 664 79 839 41105 22 204 92 99 310 [ 3000] 435 98 501 90 98 611 75 883[ 5001 920 42049 56 57 84 158[ 1000] 299 404[ 3000] 47 525 67 609 803 5 95 917 71 43015 252 323 623 876[ 50001 907 65 44035 137 521 748 885 905 45110 209 34 374( 30001 480 521 29 882 955 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Masse 208. Kgl. Preuß. Lotterie. 98 114221 322 450 99 707[ 5001 859[ 1000] 919 115052 Blehung vom 7. Wiai 1903, nachmittags. Nur die Gewinne über 232 wit. find den betreffenden Dummern in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdrut verboten. 239 461 625 722 814 70 913 1021 68 124 309 31 522 907 2244 15000 375 97 461 649 706[ 500] 47 868 94 95 3056 82 141 376 683 948 4018 32 102 261 328 642[ 500] 821 58 83 942 5000[ 1000] 222 306 33 846 88 6016 43 163 253 647[ 5001 94 736 896 968 7022 192 622[ 1000] 754 1500] 55 91 832 904[ 1000] 33 8079 89 137 50 322 424 15001 513 28 56 620 910 52 84 9141 68 243 463 74 574 632 43 735 815 50 10165 258 323[ 15 0001 456 83 735 59[ 1000] 73 90 842 61 87 11022 34 374 449 521 34 95 818 911 85 91 94 97 12078 95 135 50 205 46 318 631 963 88 13200 10 389 611 35 80 875 78 94 96 964 70 77 14118 256 342 71 74 410 503 28 78 745 72 984 15065 137 398 435 729 85 851 16083 111 23 682 770 903 16 17037 167 345 477 83 525 58 917 18140 42 530 48 655 69 762 802 994 19440 52 667 82 810 20212 341 87 424 51 93 596 656 845 936 21044 218 82 312 95 624 79 722 811 89 98 970 22025 46 174 260 497 99 515 26 38 601 57 763 92 816 23053 97 380 93 521 602 799 949 24137 68 248 357 511 705 40 956 25079 234 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Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. fidium. 1601* 1594* 1536 Steller. 11846 10876* Leih- Haus Boffenerstraße 35. Kunststopferei von Frau Stofosły, Steinmenstraße 48, Quergebäude hochparterre. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Stellenangebote. 1175b Aug. Heinemann, Schulstr. 71. Th. Beder, Dranienstr. 189. C. Hedert, Demminerstr. 6. Achtung! Nr. 106. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. 15. Sizung vom Donnerstag, den 7. Mai. nachmittags 5 Uhr. Freitag, 8. Mai 1903. Stadtv. Singer: Ich freue mich, daß die Behauptung wegen einer der der Gemeindeschulen, derjenigen in der Kesseldes Askanischen Gymnasiums bezüglich des Mangels der Wasser- straße, mangelhaft seien. Der Magistrat hatte mit der spülung irrig war; Laß aber die widrigen Gerüche keine Erfindung heiklen Aufgabe, die Berliner Schulen gegen den Vorwurf find, dafür habe ich zahlreiche Zeugen. Wenn Herr Esmann keinen der Unsauberkeit in Schutz zu nehmen, den Stadtrat Selberg widrigen Geruch bemerkt hat, so ist das vielleicht schon die Folge betraut. Herr Gelberg meinte, der Staub und Schmuz sei in den der Abhilfe, welche nach der Zeitungsnotiz eintrat, denn es sind Schulen„ nicht mehr so schlimm wie früher". Was die Klosetts feitdem erhebliche Arbeiten dort vorgenommen worden. Die auto- angeht, so sind nach seiner Versicherung die des Askanischen Gymnasiums Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung nach 1/6 Uhr. matische Spülung ist übrigens außerordentlich unpraktisch, sie kann die besser als ihr Ruf, und die der Gemeindeschule in der Kesselstraße In den Ausschuß zur Vorbereitung der Neuwahlen eines be- Uebelstände nicht vollständig beseitigen. Merkwürdig ist es, wenn in sind nur durch eine unglückliche Fassung der Vorlage" in schlechten foldeten Stadtrats sind u. a. auch die Stadtv. Ewald, Heimann der Vorlage betr. die Kesselstraßenschule eine unglückliche Fassung Geruch gebracht worden. Ein paar Stadtverordnete unterstützten und Tolksdorf( Soc.) deputiert worden. sich findet; das hätte doch vermieden werden können. Daß man die diese Verteidigung, aber Singer erwiderte lächelnd, in solchen Der Stadtv. Röhlich( A.-L.) hat das Mandat niedergelegt. In- Uebelstände bestreitet, sind wir ja gewöhnt; es kommt schließlich Dingen gebe man bekanntlich nur ungern zu, daß Mißstände vorfolge dessen haben Ersagwahlen in die Kuratorien der Borstelschen doch bloß darauf an, daß sie beseitigt werden. Aus Anlaß der Handen und die Rüge berechtigt sei. Auf das Zugeständnis komme Blindenstiftung und der Handwerkerschulen sowie in die Deputation Beitungsnotiz hat ja auch der Direktor des Askanischen Gymnasiums es ja aber auch gar nicht an; wenn man nur die Mißstände für die innere Ausschmückung des Rathauses stattzufinden. Als die Beseitigung der Gruppenspülung beantragt. Die erwähnten beseitige, so sei der Zwed der öffentlichen Besprechung erreicht.Ersatzmann wird durch Zuruf Stadtv. Realschuldirektor Hellwig Gerüche sind eine Plage für die ganze Schülerschaft und Lehrerschaft Die bereits erwähnte Vorlage über die Klosetts der Gemeinde( A. L.) gewählt. gewesen, das steht fest. schule in der Kesselstraße tam gleich hinterher. Hier Stadtv. Rosenow: Ich selbst habe ja seiner Zeit den Versuch wies Genosse Stadtv. Stadthagen mit gelungenem Spott mit dem Stauböl vorgeschlagen. Ich bemängele nur, daß die Vor- nach, daß es nur den Nasen der Offiziere, die in dem benachbarten lage nicht ausführlich genug ist. Kasino speisen wollen, zu danken sei, wenn die Schule jetzt eine Stadtrat Selberg giebt zu, daß die Gruppenspülung ungenügend neue, den modernen Anforderungen entsprechende Klosettanlage beist; sie existiere nur noch an einigen wenigen Schulen. kommen solle. Stadtrat Selberg erwiderte ein paar Worte, aber Stadtv. Esmann bestreitet, daß im Askanischen Gymnasium in auf die unglückliche Fassung" wagte er sich nicht mehr zu berufen, den letzten Tagen besondere, Arbeiten stattgefunden hätten. Mit nachdem ihm Stadthagen an dem Wortlaut der Vorlage gezeigt Eau de Cologne werde allerdings in den Abortanlagen nicht hatte, daß der Magistrat die Mangelhaftigkeit der Klosetts unziveioperiert. deutig zugiebt. Zur Vertretung der Stadt Berlin auf dem Städtetag aus Anlaß der Städte- Ausstellung in Dresden, 20. und 21. Mai d. J., wählte die Versammlung die Mitglieder Langerhans, Gericke und Cassel. Stadtv. Liebenow( A. L.) referiert namens des Rechnungs- Ausschusses. Die Entlastung für die Rechnungen wird erteilt. Darauf findet die Wahl eines Stadtschulrats für den verstorbenen Stadtschulrat Voigt statt. Gewählt wird mit 91 Stimmen einstimmig Provinzialschulrat Michaelis; zwei Zettel sind unbeschrieben. Die Sommerferien der Versammlung werden auch in diesem Jahre in die Monate Juli und August verlegt. Ueber die anderweite Organisation der Reinigungsarbeiten in den höheren Lehranstalten Die Vorlage geht an einen Ausschuß. Einige kleine Zuwendungen für die Waisenverwaltung im Betrage von 97 Mark werden dem Erfrischungsfonds überwiesen. Stadt und Militärfistus. Auf Anregung des Militärfistus soll die zur 14. Gemeindeschule, Sesselstraße 3/4, gehörige, an das neue Offizier feine Rente be= Unternehmer- ,, Humanität" und die gesicherte Existenz" des Arbeiters Der Arbeiter G. ist 40 Jahre lang bei der Firma Borsig beschäftigt gewesen, woselbst er in legter Zeit seines hohen Alters wegen der Aufräumungstolonne zugeteilt war, un hier bei leichterer Arbeit sozusagen das Gnadenbrot der Firma zu effen. Eines Tages Hat der Magistrat eine Denkschrift überreicht. Die Angelegen- asino des Garde- Füsilier- Regiments angrenzende Latrine, die zog sich der alte Mann beim Hochheben einer etwa zwei Centner heit ist im Anschluß an eine von der Versammlung am noch zur Tonnenabfuhr eingerichtet ist, abgebrochen, das Terrain, schiveren Lagerschale eine Druckverlegung der rechten Hand zu, die 21. März 1901 gefaßte Resolution, welche für die Klassenzimmer inkl. des jezigen Schuleingangs 174 qm, gegen zwei Geländestreifen sich derartig verschlimmerte, daß er im Moabiter Krankenhause aller städtischen Schulen( auch der Realschulen) dreimal wöchentlich des Ererzierplazes Grügmacher von zusammen 203,80 qm eingetauscht operiert werden mußte. Nach der Heilung war die Hand total nasses Aufwischen und sonst tägliche Reinigung durch Ausfegen und die Kosten der baulichen Veränderungen, speciell auch der Ver- verkrüppelt, ebenfalls war der Arm erheblich in Mitleidenschaft unter möglichster Vermeidung von Staubentwicklung, sowie monatlich legung der Bedürfnisanstalt nach der Nord- und des Einganges nach gezogen. G. stellte darauf bei der Nordöstlichen Eisen- und Stahleinmaliges Fensterpuzen verlangte, durch eine Magistratskommission der Westseite von der Militärverwaltung übernommen werden. Berufsgenossenschaft den Antrag auf Gewährung einer Unfallrente. geprüft worden, wobei zunächst die starke Steigerung der Kosten, Stadtv. Stadthagen( Soc.): Die Militärverwaltung hat gefunden, Bei der polizeilichen Vorvernehmung, die zur Untersuchung des welche die Folge der Erfüllung jener Forderungen sein würde, daß die Aborte der fraglichen Schule denn doch in einer Weise riechen, Unfalls auf dem Tegeler Amtsbureau stattfand, benahm sich nun der erheblichen Anstoß erregt hat. Inzwischen sind Versuche mit dem wie es für die anstoßende Anstalt, in der die Offiziere ihre Speisen Vertreter der Firma Borsig, ein Herr Belling, recht sonderbar. fogen. Staub öl gemacht worden, das an Stelle des bisherigen einnehmen, durchaus unstatthaft ist. Das Angebot der MilitärLeinölanstrichs zur Verwendung gekommen ist; das Stauböl hat sich behörde zeugt von einem großen Fortschritt; endlich einmal soll eit nämlich keine Zeugen des Unfalls vorhanden waren, bebewährt und es soll unter allgemeiner Einführung des neuen Ver- auch von dieser Seite etwas für die Schule geschehen. Die Gerüche, hauptete er, der Arbeiter G. habe den Unfall nur simuliert. fahrens bei der wöchentlich zweimaligen Reinigung verbleiben. die sich da so unangenehm bemerkbar machen, müssen aber in der Er würde schon dafür sorgen, daß G. Das Fensterpuzen soll je nach Bedürfnis auf Anordnung des Direktors That vorhanden sein, da sonst die Militärverwalang mit einem fomme, denn die Firma habe mit dessen Erkrankung absolut auch öfter als viermal im Jahre stattfinden. folchen Gebot nicht gekommen wäre. Die bisherige ungenügende nichts zu thun. Als der ebenfalls vernommene Vertreter der Spülung muß, wo sie noch vorhanden ist, durchaus beseitigt werden, Neuen Maschinenbauer- Krankenkasse Herrn Belling daran erinnerte, und ich erwarte, daß die neue Anlage Klosetts erhält, die sofort nach daß man Angaben eines Arbeiters, der seit 40 Jahren zur Zudem Gebrauch und jederzeit Spülung zulassen. Ich verlange für unire Schüler nur dasselbe, was für die Offiziere unzweifelhaft auch ein- friedenheit der Firma gearbeitet habe, doch jedenfalls Glauben gerichtet wird. Besser wäre ja gewesen, wenn der Magistrat die schenken könne, gab dieser eine wenig passende Antwort. Bei dem beregten Mißstände aus eignem Antriebe beseitigt hätte. Besonders Manne scheint sich überhaupt die Ansicht festgesetzt zu haben, der nicht ganz sonnentlar erwiesen ist, freut mich, daß die Militärverwaltung uns auch Licht geben will: daß jeder Unfall, es joll am Eingang der Turnhalle eine Laterne neu gesetzt werden. von den Verletzten simuliert werde. In diesem Sinne hat Mit dem Terraintausch wie mit der Sicherung des Fensterrechts nach er sich schon wiederholt bei den Vorbernehmungen ausder Ostseite, also nach dem Militärkasino hin, kann ich mich nur ein gelaffen, womit allerdings nicht gesagt sein soll, daß er demverstanden erklären. Beschämend ist und bleibt, daß der bisherige entsprechend von der Firma Borsig etwa instruiert wäre. Doch mag Zustand erst jetzt durch das Dazwischentreten des Militärfistus in dem sein wie ihm wolle Thatsache ist, daß G. mit seinen AnFortfall kommt. Ich wünsche nicht, daß wir nur Kinder und Lehrer haben, die mit dem Schnupfen gesegnet sind, sondern daß in allen sprüchen von der Berufsgenossenschaft prompt abgewiesen wurde. Abortanlagen diejenigen Einrichtungen vorhanden sind, die den Erst das Schiedsgericht sprach ihm eine Rente von 50 Proz. zu, und das Reichs- Versicherungsamt erhöhte dieselbe später noch auf hygienischen und Anstandsforderungen entsprechen. Stadtrat Selberg: Bei der neuen Klosettanlage wird die 662/3 Proz. Nun war aber der G. während der Zeit, daß seine Einrichtung durchaus modern sein. Unfallsache noch schwebte, in eine äußerst bedrängte. Lage geraten. Er wandte sich deshalb an die Firma mit der Bitte um eine Unterfützung aus der Stiftung für alte und invalide Arbeiter. Doch merkwürdig, die Firma, deren humanitäre Einrichtungen so häufig bis über den grünen Klee gelobt werden, schlug dem armen Teufel die Bitte rundweg ab. Er, der vierzig lange Jahre der Firma gedient, noch niemals frank gewesen war und nur hatte, mußte eben sehen, wie er durchkam, bis er seine Rente erhielt. Stadtv. Rosenow( N. 2.): Erst jetzt nach mehr als zwei Jahren giebt uns der Magistrat auf unsre Forderungen, die die Erfüllung einer einfachen Anstandspflicht und zwingender hygienischer Erfordernisse sind, eine nach allen Seiten unbefriedigende Antwort. Man zieht sich darauf zurück, daß den Vorteil der häufigeren Reinigung nicht die Schüler der Anstalten, sondern die fremden Gäste, die Vereine, Fortbildungsschulen usw. haben würden. Daß das kein Grund gegen die Beachtung der Anforderungen der Hygiene ſein tanu, liegt auf der Hand. Die Gutachten der Direktoren können nicht maß gebend sein angesichts der weniger günstigen Einfahrungen, die man in den Fabriken und Werkstätten mit dem Stauböl insofern gemacht hat, als bei der Verwendung von Stauböl sich der Staub am Boden zu Flocken und Klumpen zusammenballt, die dem Raum ein höchst unappetitliches Aussehen geben; und in diesem Zustande sollen die Klassenzimmer nach wie vor drei Tage lang belaffen werden! Die Frage der Reinigung der Gemeindeschulen wird in der Vorlage vollständig mit Stillschweigen übergangen. Ich beantrage Ausschußberatung. Die Vorlage wird angenommen. Stadtv. Singer( Soc.): Ich schließe mich diesen Ausführungen burchaus an, möchte aber gleichzeitig einen andern Hinweis geben. Zu einer vernünftigen Schulhygiene gehört auch ordentliche Reinigung, gute Bentilation und möglichste Geruchlosigkeit der Schulaborte. Wer das bisher für selbstverständlich gehalten hat, Das Askanische würde sich einem Irrtum hingegeben haben. besitzt Gymnasium eine Abort- Anlage, welche zum Efel aller Schüler geworden ist und die sich die Schüler zu benußen scheuen. Es wird behauptet, daß diese Anlage in hohem Grade Gestank verbreitet, feine Wasserklosetts hat, mit 5. Wahlkreis. Heute Freitagabend 8 Uhr findet im and Vielleicht hätte er die paar Rentengroschen auch noch nicht erhalten, einem Worte in einem Zustande ist, der in Berlin undentbar fein werteria a I, Sophienstr. 15, eine öffentliche Wähler wenn sich nicht organisierte Arbeiter feiner angenommen und die sollte. Wir haben aber auch eine Anzahl Gemeindeschulen, wo versammlung statt, in der Genosse Eduard Bernstein und Unfallsache für ihn durchgefochten hätten. So sieht es mit der vielähnliche Zustände herrschen sollen. Wir werden ja heute noch in der Kandidat Genosse Robert Schmidt über:" Die Social- gerühmten Humanität der Unternehmer aus. einer andern Vorlage des Magistrats einen Beweis dafür finden. demokratie und die Reichstags- Wahlen" sprechen werden. Zahlreiches Borsig wieder einmal ein Lokomotiven- Jubiläum feiert, dann erinnern Wenn die Firma Es wirft ein charakteristisches Licht auf die Zustände, wenn wir Erscheinen erwartet hören, daß, nachdem in der Nachbarschaft einer Gemeindeschule ein Am Sonntag früh 1/8 Uhr findet eine Flugblattverbreitung statt. sich ihre Wohlfahrtsredner vielleicht auch dieses Falles. Offiziertafino angelegt werden soll, jetzt die Militärverwaltung alles Die Lofale werden morgen bekanntgegeben. Zahlreiche Beteiligung thut, ihren Mitgliedern unangenehme Wirkungen dieser Nachbar- dringend geboten. Der Vorstand. Die Gewerbedeputation des Magistrats verhandelte in ihrer schaft zu ersparen. Der Einwand, daß das betreffende Radialsystem Brit. Freitagabend 8%, Uhr: Bersammlung des Wahl- Sigung am Mittwoch über einen Protest gegen die Gültigkeit der noch nicht fertig und die Schule noch nicht angeschlossen sei, ist hin- vereins, Berberstr. 27, bei weniger. Vortrag des Dr. Eberti am 12. Januar d. J. stattgehabten Wahl von Vertretern zur hiesigen fällig, Bafferspülung fann auch ohne Kanalisation eingerichtet über die Wahlen. Distussion. Vereinsangelegenheiten. Tischler-( Zwangs-) Jmuung. Bereits die erste von dieser Innung werden; andrerseits aber müßte man dann sogar eine vermehrte nach ihrer Konstituierung im Jahre 1901 erfolgte Wahl der Vertreter Kontrolle über Einrichtungen dieser Art führen. Für die Ausschuß- Nieder- Schöneweide. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß der zur Generalversammlung war von der Gewerbedeputation wegen beratung kann ich mich auch meinerseits nur erklären. Jedenfalls Wahlverein am Sonnabend, den 9. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale vorgekommener Wahlbeeinflussungen für ungültig erklärt worden. wird aber diese Anregung genügen, um der Schuldeputation die von Franz, Grünauerstr. 5, seine ordnungsmäßige Vereins- Auch bei bei der diesjährigen Wahl arbeiteten der Obermeister Frage sehr ernstlich ans Herz zu legen. bersammlung abhält. Gäste haben Zutritt. der Innung, Herr Rahardt, und seine Getreuen mit HochStadtrat Selberg: Ich weiß nicht, ob Herr Rosenow in der druck, um die Wahl von Gegnern des Innungszwanges Für den Stadtv. Singer, der verreisen muß, wird in den Ausschuß für die Beratung der Urlaubsfrage der städtischen Arbeiter Stadtv. Dr. Freudenberg( Soc.) durch Zuruf gewählt. Schluß gegen 18 Uhr. Berliner Partei- Angelegenbeiten. bei außerordentlichen Anläffen einige Stunden im Betriebe gefehlt Der Vorstand. Grünau. Am Sonnabend, den 9. Mai, abends 8 Uhr, findet Lokales. Das Wahlkomitee. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. 0 Der Stauböl haben, sind die Zustände wesentlich gebessert, der Staub im Lokale des Herrn Duchauffour hierselbst, Stöpniderstr. 79, eine wurde, scheute man sich nicht, selbst im Wahllokal während der setzt sich fest auf dem Boden an, und wenn das Stauböl viermal im öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Wahlhandlung arge Beeinflussungen der Wähler zu treiben. Jahre angewendet ist, wird der festgesetzte Staub mit dem Piassava- statt, in der Genosse 3ubeil über:„ Die bevorstehende Reichstags= Genoſſe soll, besen losgestoßen, der Boden gescheuert und von neuem mit Stauböl Wahl" sprechen wird. Alle Wähler ohne Unterschied der Partei find hatte fich unterstanden, die Wähler durch Flugblätter und Postkarten gestrichen. Die Verfuche sind allerdings noch nicht an allen Schulen eingeladen. zu beeinflussen, indem er sie zur Wahl der ihm genehmen Personen gemacht worden. Wir brauchen auch die Fenster nicht jeden Monat Königs- Wusterhausen. Donnerstagnachmittag 3 Uhr im Saale in feiner Eigenschaft als Obermeister aufforderte. Dabei ließ es der zu pugen, wenn das Stauböl erst allgemein durchgeführt ist. Es handelt von Wedhorn, Altes Schüßenhaus: Deffentliche Herr Obermeister an grundlosen Verdächtigungen der gegnerischen sich nicht um eine Geldfrage; es fehlt fattisch an Zeit, wenn Sie nicht die Wählerversammlung für Männer und Frauen. Tages- Kandidaten nicht fehlen. Mit Recht betonte unser Parteigenosse Nacht zu Hilfe nehmen wollen; ob lezteres ein Vorteil ist, muß ordnung: Die bevorstehende Reichstagswahl. Partei- Bürgerdeputierter Tuyauer in der Gewerbedeputation, daß in dahin gestellt bleiben, betreffs der Fenster ist es sicherlich keiner. genossen! Arbeiter, Handwerker! Mit dieser Versammlung soll die der Tischler Innung die Wahlbeeinflussungen und Mogeleien Daß das Augenlicht bei den ungereinigten Fenstern leidet, ist nicht Agitation zur Reichstagswahl hier eingeleitet werden. Es wird des chronisch zu werden drohten, wenn die Aufsichtsbehörde den Herren richtig. Herrn Singer erwidere ich, daß die Zeitungsnachricht wegen halb zahlreiches Erscheinen erwartet. vom Innungsvorstande nicht flar und unziveideutig zu verstehen des Askanischen Gymnasiums auf unwahrheit beruht.( Sört! hört!) gäbe, daß sie sich daran gewöhnen müßten, die Wahlen ordnungsEs ist dort längst Wasserspülung. In der Kesselstraße ist schon seit mäßig vor sich gehen zu lassen. Wie bei den Parlamentswahlen 20 Jahren Wasserspülung, nur steht das alte Latrinengebäude noch; Landräte und andre Staatsbeamte in ihrer Beamteneigenschaft fich die Fassung in der Begründung der Vorlage ist eine unglückliche( Bejeder Wahlbeeinflussung zu enthalten hätten, wenn die Wahlen nicht wegung). Der Anschluß an die Wasserleitung ist schon 1880 ausfür ungültig erklärt werden sollen, so müßten auch die Inmmgsgeführt worden. Wären die Zustände im Askanischen Gymnasium beamten, und als solcher sei der Obermeister zu betrachten, sich so schlimm, so hätte der Direktor, an dessen Garten die Aborte Die gestrige Sigung der Stadtverordneten wurde größtenteils jeder Agitation zu Gunsten bestimmter Kandidaten enthalten. Direkt anstoßen, längst Einspruch erhoben. Wir haben in ganz Berlin durch die Erörterung von allerlei Schmusgeschichten" in Der Referent, welcher über den Wahlprotest Bericht erstattete, feine Schule ohne Wasserspülung mehr, soweit ich habe ermitteln Anspruch genommen. Es handelte sich um den Schmuß, der in beantragte, nur die Wahl von drei Vertretern für ungültig zu den Schulen Berlins ach! so reichlich sich findet. Die höheren erklären. Demgegenüber wurde von andrer Seite beantragt, die Stadtv. Professor Glazel( Fr. Fr.) bestätigt als Schulmann Lehranstalten sind in dieser Beziehung nicht sehr viel besser Wahl aller am 12. Januar gewählten 57 Vertreter zu annullieren. durchaus die Ausführungen des Stadtrats aus zweijähriger Er- daran, als die Gemeindeschulen. In der Stadtverordneten- Nachdem noch die Stadtverordneten Plischke, Borgmann und fahrung. Das Fensterpugen werde und müsse sich noch verbessern Versammlung sind diese sind diese Uebelstände schon recht oft be- Stadtrat Fischbeck für die ungültigkeit, Magistratsaffessor Dr. Hamlassen; aber Thatsache sei, daß das Stauböl große Vorteile gesprochen worden und wiederholt ist Abhilfe gefordert worden. burger aber für die Gültigkeit der sämtlichen Mandate gesprochen, bracht habe. Den Anlaß zu einer erneuten Besprechung bildete diesmal eine Vor- beschloß die Gewerbebeputation mit großer Mehrheit, alle 57 ManStadtv. Baumeister Esmann( Fr. Fr.) äußert sich in demselben lage, durch die der Magistrat der Versammlung Kenntnis davon date für ungültig zu erklären und dem Innungsvorstande aufzugeben, Sinne. Bon Flocken und Klumpen sei bei den Baubereisungen nichts giebt, wie er künftig die Reinigungsarbeiten in den Neuwahlen vornehmen zu lassen. zu merten gewefen. Auch für die Turnhalle scheine sich das Stauböl höheren Lehranstalten ausführen lassen will. Die Zu Ein Antrag der hiesigen Köche- Junung geht dahin, die Gewerbezu eignen. In der Abortanlage des Askanischen Gymnasiums be- geständnisse, zu denen sich der Magistrat entschlossen hat, wurden vom deputation zu erfuchen, die Zahl der im Küchenbetriebe des„ Hotel ständen durchaus befriedigende Zustände. Der Direktor jei über die Stadtv. Rofenow als zu gering bezeichnet. Unser Genosse Kaiserhof" gehaltenen Stochlehrlinge einzuschränken. Während im betr. Zeitungsmeldung entrüstet. Wenn die Gruppenspülung der Stadtv. Singer schloß sich diesem Urteil an und brachte zugleich Monopol- Hotel" auf neun dort beschäftigte Köche sechs Lehrlinge Klosetts durch Einzelspülung ersetzt werde, bleibe überhaupt nichts zu die Klosettverhältnisse des Askanischen Gymnasiums zur Sprache. fommen, werden im Hotel Kaiserhof" nur sieben Köche, dafür aber wünschen übrig. Das Latrinengebäude in der Kesselstraße fei noch Singer wies auch darauf hin, daß in einer andren Vorlage, mit der fünfzehn Lehrlinge im Küchenbetriebe beschäftigt. Die Gewerbefür das Tonnensystem eingerichtet, ebenso wie das des Gymnasiums; sich die Versammlung in derselben Sizung zu beschäftigen haben deputation hielt den Wunsch der Köche- Inmung für berechtigt und aber Wasserspülung sei bei beiden längst vorhanden. werde, vom Magistrat selber zugegeben werde, daß die Klosette beschloß, der Verwaltung des Hotels Kaiserhof" aufzugeben, die fönnen. " Sahl der Lehrlinge in gleiche Höhe mit der Zahl der beschäftigten der Einrichtung das Rüdbehaltungsrecht geltend gemacht wurde, war einer Wohnung in Flammen auf, während in der Artilleriestraße 27 Köche zu bringen, also auf sieben einzuschränken. die Frau sehr aufgeregt und niedergeschlagen. Eine neue Wohnung Decken und Wäschestücke durch Feuer beschädigt wurden. Auch in der Ein Antrag der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede- Innung, war bis zum 1. Mai noch nicht gefunden. Unmittelbar vor dem Alten Schüßenstraße 6, in der Landsbergerstraße 82 und in der die Fachschule dieser Innung nach dem Gebäude der zweiten Hand- Auszug stand Frau Heuer früh morgens, während ihr Mann und Dennewigstraße 17 hatte die Wehr ähnliche Brände abzulöschen. werkerschule zu verlegen, fand die Zustimmung der Gewerbe- die Kinder noch schliefen, heimlich auf, verließ still die Wohnung Außerdem sind in den letzten 24 Stunden noch von einigen andren deputation. und war seitdem verschwunden. Gestern fand man sie am Schiff Stellen Alarmierungen zu verzeichnen, doch handelte es sich in diesen Der Barbier, Friseur- und Heilgehilfen- Innung wurde ein Zu bauerdamm als Leiche in der Spree wieder. Fällen nur um ganz unbedeutende Anlässe. schuß von 300 M. für ihre Fachschule bewilligt. Auch die Bäcker- Junung„ Germania" ersuchte um einen Zuschuß zu den Kosten ihrer Fach- und Fortbildungsschule. Die Beschlußfassung über diesen Antrag wurde vertagt; ebenso die Beschluß faffung über einen Antrag betreffend unentgeltliche Lieferung von Schreibmaterialien( Stahlfedern und Bleistifte) an die Schüler der Fachschule für Schuhmacher. Mit dem beantragten Neubau eines Fachschulhauses auf dem Grundstück Blumenstr. 63a erklärte sich die Gewerbedeputation einverstanden. D V Papiere auf den Namen einer 26 Jahre alten, aus Sandau in Unfall oder Selbstmord. Am 16. v. M. kam ein Mädchen, das Schlesien gebürtigen Blätterin Rosa Schaffron vorlegte und am Tage Aus den Nachbarorten. vorher von Breslau abgereift war, nach dem christlichen Hospiz in der Dranienstraße, um dort einige Tage zu bleiben. Die Zugereifte, Mitteilung des Polizeipräsidenten, in welcher die Beschwerden über Charlottenburg. Die Stadtverordneten- Versammlung nahm eine die keinerlei Sachen mitbrachte, ging um 3 Uhr nachmittags weg die Edelsche Jrrenanstalt als unzutreffend bezeichnet werden, debattewollte um 6 Uhr zurückkehren, ließ sich aber nicht wieder sehen und los zur Kenntnis; nur unser Genosse Vogel wies darauf hin, daß Gestern nachmittag landete man viele Mißstände durch Revisionen überhaupt nicht festgestellt werden auch nichts mehr von sich hören. fie am Plan- Ufer als Leiche aus dem Landwehrkanal. Andeutungen, fönnen. Das Gehalt der geprüften Oberlehrerin für das neue die auf einen Selbstmord schließen ließen, fand man nicht bei ihr. Mädchen Real Gymnasium wurde zu 3000 M. festgesezt und soll Die Berliner Armendirektion als Massenklägerin. Etiv a 400 lagen gegen Gewerbetreibende, Bäcker- und Tot aufgefunden wurde in der Wohnung seiner Frau gestern alle drei Jahre um 250 M. steigen, bis nach 21 Dienstjahren das Schlächtermeister, Gastwirte usw. wegen Nicht- Versicherung der bei vormittag der 62 Jahre alte, aus 3offen gebürtige Klempnergeselle Höchstgehalt von 4750 M. erreicht ist. Weiter wurden noch einige ihnen beschäftigten Dienstmädchen bei den Krankenkassen ihrer Berufe Ernst Böhme, der kinderlos verheiratet war und früher mit seiner für erkrankte Lehrkräfte und erweiterten Betriebes des ElektricitätsEtatsüberschreitungen genehmigt, die infolge notwendiger Vertretung schweben bei den hiesigen Gerichten. Es handelt sich darum, Frau in der Wollinerstraße wohnte. Wegen häuslichen Zwistes gerichtlich festzustellen, ob die Mädchen als Dienstboten oder als trennten sich die Eheleute am 1. Juli v. J. Die Frau wohnte feit werkes hier ergeben sich infolgedessen auch namhafte Mehrcinnahmen notwendig wurden. Gewerbegehilfinnen anzusehen sind. Soweit die Arbeitgeber die dem in der Schwedterstr. 51, während der Mann keine Wohnung Mädchen bei ihren Orts Krankenkassen Rigdorf. Unter der schweren Beschuldigung des ver angemeldet haben, mehr hatte. Als Frau Böhme am 1. d. M. influenzakrank nach der wurde der Schankwirt Wilhelm sind sie nach§ 617 Abs. II B. G.-B. bei Erkrankungen Charité tam, gab sie ihrem Manne, der sie dort öfter besuchte, den suchten Gattenmordes bon weiteren Verpflichtungen entbunden. Nun ist aber Schlüssel zu ihrer Wohnung, in die er nun Eingang fand, ohne daß Dietrichs aus der Weserstr. 204 in Haft genommen. Nach den Annach der Lohnhöhe die gezahlte Krankenunterstützung so gering, daß die Nachbarn es merkten. Gestern vormittag um 9 Uhr fand man gaben seiner Ehefrau hat D. diefelbe nachts im Bett erschießen sie die Kurkosten nur zur Hälfte deckt, während die andre Hälfte von ihn bei offener Thür nur mit einem Hemde bekleidet tot auf dem wollen, was sie jedoch dadurch vereitelte, daß sie ihrem Manne die der Armendirektion zugezahlt werden muß. Diese fordert dann Fußboden liegen. Ein Arzt stellte fest, daß der Tod schon 5 bis Waffe entriß. Dietrichs bestreitet entschieden, daß er seine Frau gewöhnlich von dem betreffenden Arbeitgeber die verauslagte Summe 6 Stunden vorher infolge eines Herzschlages eingetreten sei. Die habe töten wollen; er habe nur sich selbst zu erschießen beabsichtigt zurück, indem sie sich auf§ 617 Abs. I B. G.-B. beruft und die eiche wurde beschlagnahmt. und sei hierzu durch Familienzwistigkeiten und schlechten GeschäftsMädchen als Dienstboten betrachtet. In verschiedenen Fällen ist die gang veranlaßt worden. D. wurde dem hiesigen Amtsgericht zuArmendirektion bereits mit ihrer Forderung abgewiesen worden, sie tirchplatz. Die 61 Jahre alte Witwe Christine Wegener vom Georgen der Maurer Ernst Geier aus der Schönebergerstraße 29 in Berlin Eine aufregende Scene gab es gestern abend auf dem Georgen geführt. Auf dem Neubau Knesebeckstr 80/81 verunglückte flagt jedoch weiter, da eine principielle Entscheidung darüber, unter firchplag 37a stand mit ihrer 4jährigen Enkelin, die sie beim Spielen dadurch, daß er durch eine Rüstung brach und sich dabei einen welchen Umständen Dienstmädchen von Gewerbetreibenden als Ge- beaufsichtigt hatte, auf der Bordschwelle, um ihr die Kleider wieder doppelten Bruch des rechten Fußes zuzog. Nachdem ihm in der werbegehilfinnen anzusehen sind, noch nicht erfolgt ist. in Ordnung zu bringen und wandte dem Straßendamm dem Rücken Unfallstation ein Verband angelegt worden, wurde der Verunglückte Die erste Probefahrt mit dem für den elektrischen zu. Ein vierzehnjähriger Radler Ernst Schreck, der im Fahren noch mittels Krankenwagens nach seiner Wohnung geschafft. Bei der Betrieb der Vorortstrecke Berlin- Groß- Lichterfelde- Ost nicht bewandert ist, rannte die alte Frau, die ihn nicht sehen konnte, Arbeit verunglüdte gestern der Maler May Kricke aus der bestimmten Wagenzug hat in letzter Nacht unter Leitung des Ge- so heftig an, daß sie mit dem Kinde auf den Danum stürzte und Kleinen Andreasstraße 15 in Berlin. K. war im Hause Berlinerheimen Baurats Bort von der königl. Eisenbahndirektion Berlin mit gebrochenem Oberschenkel liegen blieb. Der Junge suchte sein straße 84 mit dem Malen einer Küchendecke beschäftigt, wobei er sich und im Beisein der beteiligten Ingenieure der Union, Elektricitäts- Heil in der Flucht, wurde aber in der Neuen Königstraße ergriffen einer hohen Leiter bediente. Plötzlich verlor K. das Gleichgewicht Gesellschaft, stattgefunden. Die Vorortstrecke Groß- Lichterfelde- und nach der Reviertache in der Liezmannstraße gebracht. Die und stürzte von der Leiter herab, wobei er mit dem Rücken auf die Ost- Pape Straße wurde mehrmals mit der normalen Fahr- Verunglückte wurde von der Unfallstation X mit einem Lückschen Kante der Kochmaschine aufschlug und sich bedauerlicherweise eine geschwindigkeit nach jeder Nichtung hin befahren. Die drei Wagen Wagen nach dem Krankenhause am Friedrichshain und, weil dort schwere Verlegung des Rückgrats zuzog. Nachdem ihm die erſte des Versuchszuges find bekanntlich sämtlich als Triebwagen aus- kein Plaz war, nach Bethanien gebracht. Die kleine Enkelin war ärztliche Hilfe zu teil geworden, wurde K. mittels Krankenwagens gebildet, so daß der Zug von jedem Wagen aus gesteuert werden nur mit Gewalt von der Großmutter zu trennen. nach seiner Wohnung geschafft. kann. An den Endstationen findet demnach in ähnlicher Weise wie Bei der Schleifenfahrt abgestürzt. Seit einiger Zeit fährt der Potsdam. Aus der„ besseren" Gesellschaft. Eine Probei dem Versuchszuge der Wannseebahn, ohne daß der Zug um Kunstfahrer Fuß eine von der Fabrit Tobler auf deren Terrain vokation zur Herausforderung zum Zweikampf gedreht werden müßte, lediglich ein Wechsel des Führerstaudes durch errichtete Schleife. Bei der gestrigen Probefahrt ereignete sich ein bildet gegenwärtig in der Kreisstadt Belzig das Tagesgespräch. Ein den Fahrer statt, der sich bon einem Ende des 3uges schwerer Unfall, indem Fuß auf dem Abfahrtspunkt von einem dortiger Baumeister geriet in dem Restaurant des Kaufmanns Paul nach dent andern begiebt. Das Resultat der Probefahrten Schwindelanfall befallen wurde. Gleich am Anfang schon setzte das mit einem Arzt in Wortstreit, wobei der erstere von dem letzteren entsprach im allgemeinen den alt fie gestellten Vorderrad über den Steg hinweg und stürzte mit seinem Fahrer mit wenig schmeichelhaften Schimpfnamen belegt wurde. Die AnAnforderungen, ebenso ließ die Stromzuführung nichts zu wünschen ca. 20 Meter in die Tiefe, wo dieser mit sehr schwerer Becken- gelegenheit wurde den Freunden des Baumeisters bekannt, welche übrig. Dieselbe erfolgt von dem Elektricitätswert„ Süd- West" in Schöneberg aus durch drei eiſenband- armierte Bleikabel; die Der Unfall ist darauf zurückzuführen, daß kein Sicherheits ergrimmt, begab sich derselbe dieser Tage abermals in das Paulsche Schöneberg aus durch drei eiſenband- armierte Bleifabel; die quetschung liegen blieb. Fuß wurde nach seiner Wohnung gebracht. nunmehr denselben fortwährend mit der Sache häuselten. Darüber Spannung des Stromes beträgt in der Kraftstation 550 Volt. Wie neg gespannt war. Lokal und ohrfeigte dort in Gegenwart der Gäste den Arzt, dabei bei der Wannseebahn, so dienen auch auf dieser Versuchsstrecke zur erklärend, daß er seinen Kartellträger erivarte. Bisher hat aber der Eine Revolverschießerei rief vorgestern abend in einigen Straßen Arzt, der schon früher einmal eine ähnliche Affaire erlebte, dem unmittelbaren Stromzuführung isoliert angelegte Leitungsschienen, welche sich neben den Fahrgeleisen befinden; die Rückleitung des Charlottenburgs eine große Aufregung hervor. Zwischen 7 und Stromes nach dem Kraftwerk bewirken die Fahrschienen selbst. Die 8 Uhr schoß an der Ecke der Leibniz- und Berlinerstraße ein Mann Baumeister( vernünftigerweise! Red.) keine Herausforderung zugesandt. Probefahrten sollen in den nächsten Nächten noch fortgescht werden. hinter einem andern, mit dem er gar nichts zu thun gehabt hatte, Die für den vollen Betrieb der Strecke erforderlichen sechs elektri- plötzlich einen Schrotschuß ab und lief dann weg. Zum Glück ging schen Wagenzüge werden nach und nach im Laufe dieses und des es ohne Verlegung ab. Vor dem Hause Krummestr. 7 wiederholte Vermischtes. nächsten Monats fertiggestellt und dann ebenfalls auf der bezeichneten der Verfolgte feinen„ Scherz", ebenfalls ohne Unheil anzurichten, Strecke erprobt werden. In der gleichen Zeit wird auch die neue wurde nun aber festgenommen und nach der Wache des 7. Reviers Eine Windhofe. Die Bewohner von Bennigsen und Gestorf Maschinenanlage im Kraftwerk„ Süd- West" fertiggestellt werden, so gebracht. Hier wurde er festgestellt als ein 40jähriger Arbeiter bekamen am 4. Mai ein sehr seltenes Naturschauspiel zu sehen, daß voraussichtlich im Laufe des Monats Juli Hermann Stawicki aus der Krunimestr. 7. Der Revolver, den man nämlich eine Windhose. Etwa 14 Uhr nachmittags bildete sich bei der volle elektrische Betrieb auf der Vorort- ihm abnahm, enthielt noch vier scharfe Schrotpatronen. Stawidi außerordentlich schwüler Temperatur über dem Limberge eine strecke Berlin Lichterfelde( st) zur Einführung machte vor einem Jahre schon einmal von sich reden. Er griff trichterförmige Wolke, die in beständiger Drehung war, zugleich wird gelangen können. damals einen Schuhmann thätlich so heftig an, daß sich der Beamte entstand auch auf der Erde eine solche drehende Bewegung von feiner mit dem blanken Säbel erwehren mußte. Die Waschleine, welche sich zum Schuße der Rasenflächen die Straße Unter den Linden entlangzog, ist nunmehr beseitigt, nachdem die Anpflanzung einer lebenden Hecke vom Denkmal Friedrichs II. bis zum Brandenburger Thor durchgeführt ist. Bei der Maifeier in der„ Neuen Welt" ist am Nachmittag eine goldene Damenuhr verloren worden. Es wird gebeten, dieselbe beim Unterzeichneten abzuliefern. Daselbst kann auch ein DamenRegenschirm, welcher am selben Tage gefunden wurde, abgeholt werden. Franz Hoch, Admiralstr. 7 IV. einer Heftigkeit, daß alles mit fortgerissen wurde. Der drehende Trichter bewegte sich langsam vom Limberge auf die BennigsenGestorfer Landstraße zu. Dort angelangt wurden zwölf der stärksten Apfelbäume mit ihrer Wurzel aus der Erde gehoben und führten einen seltsamen Reigen in Lauben- Einbrüche werden gegenwärtig in der Umgebung Berlins Ber Luft aus. Ein auf dem Acer stehender, mit kalt in großer Zahl verübt und täglich laufen bei den Polizeibehörden beladener Wagen war zuerst spurlos ber= Mitteilungen seitens der„ Kolonisten" über Diebstähle ein. Die VerDie Liebesinfet" hat das Apollo- Theater die Ausstattungs- i chwunden; man fand ihn erst nach langem Suchen wieder, brecher haben es hauptsächlich auf Geflügel abgesehen. Die Tiere burleske getauft, die mit dem gefirigen Tage der„ Gefindeball" ab- vollständig in feine einzelnen Teile aufgelöst. werden an Ort und Stelle abgeschlachtet und anscheinend in Säden gelöst hat.„ Die Liebesinsel" wem wird dabei nicht schwül Einen traurigen Anblick gewährte der Gestorfer Molkereiwagen. und auf Wagen verladen. So wurden in der letzten Nacht auf einer ovidisch" zu Mute, um eine Anleihe bei Peter Hille zu machen. Sein Inhalt lag zerstreut auf Straße und Acker, das UnterLaubenkolonie in Charlottenburg einem Besizer eine Ziege und neun Man denkt an phosphorescierende Meereswogen, girrende Sirenen- gestell 20 Meter von der Straße auf dem Felde, die übrigen Hühner, einem andern Kolonisten Hühner und Gänse und in einem flänge, üppig schmachtende Nymphentänze. Aber die Liebesinjel Teile wurden eine Viertelstunde davon gefunden, alles zerbrochen. britten Falle Tauben gestohlen. Aus einer benachbarten Kolonie auf ist kein Stypros, sondern das nüchterne Produkt eines barocken Die Pferde waren durch den Wirbelwind losgerissen, zu Boden Wilmersdorfer Gebiet wurden ebenfalls Geflügel und eine Anzahl Williardärseinfalls. Auf der Liebesinsel wird in verschwiegenen Rosen- geschleudert, dann aber mit ihrem Besitzer davon gejagt. Kaninchen geraubt. lauben zivar ein wenig gekost, aber die diversen Pärchen präsentieren dort das Zerstörungswerk vollendet war, bewegte sich die Windhose Vollständig hinter Schloß und Riegel ist jetzt eine Diebesbande, sich dann zur Beruhigung prüder Gemüter fofort als ebenso viele nach der Bennigsen- Hupeder Landstraße zu. Unterwegs er deren Aufhebung bereits Anfang der Woche gemeldet wurde. Auch Brautpaare. Also auf dieser Liebesinsel geht es ungemein sittjam faßte fie eine Schafherde. Der Schäfer rettete sich dadurch, die beiden letzten Mitglieder der„ Chabruse", der Arbeiter Hein und zu. Weshalb der Milliardär Michigan feinen Besitz überhaupt daß er sich auf den Boden legte, während Schafe und Kutscher Bohner, letzterer als„ Blondhaar" bekannt, sind durch die Liebesinsel" benamset, bleibt ebenso rätselhaft, wie der Umstand, Hunde einen tollen Tanz aufführten. Auf der Bemühungen der Charlottenburger Kriminalpolizei jetzt in Berlin er- daß man gar dem ganzen Stück diesen verführerischen Titel bei- genannten Landstraße fielen drei starke Apfelbäume als Opfer, große mittelt und festgenommen worden. Die Zahl der verhafteten Ein- gelegt hat. Ebenso gut hätte man es" Cohn 7" oder„ Das Stücke der Straße mit sich herausreißend, dann löste sich der Wirbel brecher ist damit auf elf gestiegen. Die Gesellschaft arbeitete haupt- Känguruh" nennen können. Lustig genug ist die Burleske aber trog- allmählich auf. Ein Segen war es, daß die Windhose auf ihrem sächlich in den westlichen Vororten, wo sie Klingel- und Flatter dem. Der Dialog enthält manchen wißigen Schlager, die Walzer- Wege die Ortschaften verschonte. Als Nachspiel fam später ein starker fahrten ausführte und vorwiegend Bodendiebstähle verübte. Soweit rhythmen sind flott und moussierend und die paar gefühlvollen Lieder Hagelschauer mit Körnern von Taubenei bis Walnußgröße. bisher festgestellt wurde, trat die„ Chabruse" nie gemeinsam so recht was für schmachtende Backfische und gleichgesinnte musikalisch- Fünfzig Tage ohne Speise unter der Erde hat ein Kohlenarbeiter in Thätigkeit, sondern sie bildete Gruppen zu 4-5 Mann, naive Gemüter. Einen frohen Farbenrausch entfaltet die hübsche Schluß bei Charkow zugebracht. In einer Bulazelschen Mine war Mitte die sich zu gemeinsamen Raubzügen zusammenschlossen. Die Art scene„ Das Fest der Post." Die Darstellung war wieder famos. Durch März der Bauer Jerochin spurlos verschwunden. Dieser Tage fanden der Diebstähle sowie die von den Verbrechern für ihre Fahrten ge- übermütige Lustigkeit zeichneten sich Robert Steidl, durch trockene ihn andre Arbeiter in einem der wenig beschrittenen Stollen, nachwählte Gegend führte zunächst zu der Annahme, daß sie mit der Komit die Herren Ried und Worms aus, durch prächtiges dem sie sein Stöhnen gehört hatten. Der Unglückliche hat fünfzig bereits zur Aburteilung gelangten Kochschen Bande in Verbindung Stimmmaterial glänzten Frl. Vettori und Herr Semfté. Tage unter der Erde zugebracht und ist zum Skelett abgemagert. gestanden haben. Die weiteren Ermittelungen haben jedoch keinen Von den Specialitäten verdienen die Leitergymnastiker" The Ceados" Troß der langen Hungerfur befindet er sich bei vollem Bewußtsein, Anhalt für die Richtigkeit der Vermutung gegeben, vielmehr dürften rühmlich genannt zu werden. Eigenartig berührten die Gefänge und seine Kräfte beginnen langjam wiederzukehren. Man hofft, ihn die Verhafteten selbständige Arbeiter" gewesen sein. einer Farbigen- Truppe, der 6 Ebong Bells, namentlich sentimentale völlig wiederherstellen zu können und ist der Ansicht, daß er in einer In den Tod getrieben hat die Kündigung ihrer Wohnung die deutsche Volksweisen aus den nicht gerade sehr zierlichen Mündchen Art Lethargie gelegen habe. nerventrante Frau des Steinfegers Heuer, Martha geb. Winkelmann. Dieser fraushaarigen Töchter des Südens. Briefkaften der Redaktion. Die 40 Jahre alte Frau war seit 18 Jahren verheiratet und Mutter Feuerbericht. In der Nacht zum Donnerstag wurde die Wehr von zwei Kindern im Alter von 10 und 8 Jahren. Seit Jahresfrist nach der Wrangelstraße 13 gerufen. Hier war in dem Kesselraum litt sie nach einer Frühgeburt an den Nerven. Die Leute wohnten der Brauerei G. Seuß Feuer ausgekommen, das bald die Decken- Zehlendorf. Unentgeltliche Behandlung wird kaum zu erhalten sein, vielHeilanstalt. Nervenkranke finden Aufnahme in Haus Schönow" bet früher in der Rückerstraße 4 und blieben dort für zwei Monate die schalung und das Dach ergriffen hatte. Es mußte deshalb längere leicht ermäßigte. Eine Anfrage bei dem Borstand ist zu empfehlen. Miete schuldig, weil der Mann nur wenig Arbeit hatte. Als ihnen Zeit Wasser gegeben werden, bevor die Gefahr beseitigt war. Möbel A. Berliner Gebiet. A. F. Beelih. Siehe Mittwochnummer unter nun zum 1. Mai gekündigt und für die Mietsschuld an einem Teil und Kleidungsstücke gingen furz vorher in der Blumenstraße 69 in" Wahlkampf". Schellfische in allen Grössen 15-25 Cabliau 18 Pf., im Anschnitt 20 ohne Kopf Seelachs 20 Pf., im Anschnitt. 27 Pf. pro Pfd. 57 19 57 Rotzungen, kleinere 25 Pf., grosse 35 99 99 99 aus Alle Fischarten sind infolge grosser Fänge soeben in grossen Mengen eingetroffen. Die dem mannigfachen Znbereitungen sind umfangreichen Seefisch- Kochbuch, das jeder Käufer gratis erhält, ersichtlich. 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