Nr. 109. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. des Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Injecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Aoresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Quittung. " " Dienstag, den 12. Mai 1903. " " " " 9 HamExpedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Berlin, M. 5,-. Halberstadt, Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30. Ein Revolutionär. ( Zu Justus Liebigs 100. Geburtstag.) der burch J. R. 10,-. Statklub„ Harmlos", Wrangelstr. 131, 5,-. 28. 100,-. Wandsbeck T. 65,-. Kalt b. Köln, K. S. 15,-. Vege Metallarbeiter der Firma Levy Söhne 6,55. Roter Bund von fact, W. B. 5,-. Berlin, 4. Kreis SO. 50,-. Obergrüne C. N. 1. Co., Alexandrinenstr. 27, 40,-. Gesellenfeier Arndt u. Co., b. Iserlohn, H. Th. 15,-. Guben. E. S. 10,-. Chemnitz, C. Rt. 10,-. Im Monat April gingen bei dem Unterzeichneten folgende Alexandrinenstr., 6,50. Lungenpieper vom Grabowsee 3,80. Mit Osnabrütd, R. F. 5, Berlin, K. F. 10, Stettin, G.. 75,-. Parteibeiträge ein: glieder des Verbandes deutscher Buchdrucker im Vorwärts" 225,- Geestemünde, H. K. 5,-. Köln a. th. G. 30,-. Durlach Ch. H. 5,-. Adams- Maß( Amerika) gesammelt v. d. Mitgl. der socialistischen Karl Sch., Schiffer, 5,-. Uebersch. der Kranzspende der Eisenach, N. 15,-. Markirch i. E., K. W. 5,-. Breslau, A. B. Partei 41,67. Ansbach, ges. v. Arbeiter- Gesangb.„ Union" d. 2. M. Arbeiter v. Keyling u. Thomas, Eisengießerei, 38,05. Seydlitz- 5,-. Welten i. M., A. P. 40,- Löbau i. S., 2. N. 5,30. Neu7,-. Arnsdorf i. Riefengeb., W. R. 1,-. Aachen, Dutis 3,-. Altona, Kürassier 5, Honorar v. Sparverein Glückauf durch Köppen 6,- stadt a. D., M. S. 10,50. Meißen, R. Sch. 20, München, S. W. vom Radfahrerverein„ Mobil" 25,-. Altenahr, b. Abonnenten der Tischlerei Kühn, Luifen- Ulfer 12, 10,-. 8wölf Glende", die aus 15,50. Neustadt a. D., R. 10,50. „ Koblenzer u. Bonner Volsztg." aus dem schwarzen Ahrthal: Das Licht Versehen boykottiertes Bamb. Hofbräubier tranfen 12,-. Werkstatt Fr. H. 10,-. Summa 1065,80. bricht durch trotz alledem 5,-. Altwasser i. Schl., Geburtstagsfeier 3,55. Hellmich 12,35. B. 1., Accidenzabteilung 21,-. M. N. 10,- Berlin, den 9. Mai 1903. Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Streis 1800,-( darunter: Nauchklub A. Du, B. 51 4,-. Männergesangverein Borag 10,-. CentralSolide", Boffenerstr. 1, 6,-, Gesangverein Freiheit West" 50,-, berband der Glaser, 1. Nate 50,-. Bureau- Angestellte 5,-. UeberRauchflub„ Eldorado" d. Sydow 5,-, amerif. Auktion einer„ März schuß einer Geburtstagsf. der Kupferschmiede v Borsig, b. Onkel H. Zeitung" d. 5. Abt. 6,10, 148. Bezirk durch Welfing 10,-, fieben 6,-. Arbeiter der Neuen Berliner Genossenschafts- Bäderei 25,-. elende Buchdrucker und Hilfsarbeiter, Werkabteilung Vorwärts 7,-, Feuchter Lappen 10,10. Gutenberg 33,30. Von Bäckerei- Arbeitern d. Gesangverein Kreuzberger Harmonie 20,-, Gefangdirektion am Rabattsparvereins Südost 20,50. Statfl. Bieque- Bube, Stalizerstr.696,-. 1. Mai 10,-). 3. Streis 2500,-( darunter Tischlerei K. Müller, Gießerei von Baer u. Stein 4,30. Wagenbauer d. Gesundbrunnens 129 Köpnickerstr. 109, zur Wahlschlacht durch Gottfr. Schulz 20,-20,-. Giseleure von Spinn u. Sohn 10,-. Statklub Gemüt " In der Sphäre der Agrikultur wirkt die große Industrie Trudchen Edingers Jugendweihe 1,01, von arbeitsl. Mitgl. des lichkeit II 5,-. Herrenpartie Kielerbucht, Rauchklub Valencia 4, insofern am revolutionärsten, als sie das Bollwerk der alten Gesell deutsch. Metallarbeiter- Verbandes( Prog) Märzfranz- lleberschuß durch Schneiderwerkstatt H. Hoffmann 30,- Von Mitgl. d. Verb. der schaft vernichtet, den„ Bauer", und ihm den Lohnarbeiter unterMees 4,-, zur trüben Weiße durch Gottsr. Schulz 2,- Transport- u. Verkehrscrb. im Vorwärts" 9,43. Von einem von statt des Märztranzes Arbeiter der Firma A. Herrmann u. Co. Wendstern erleuchteten nicht jeiftigen Arbeeter 1,-. Von d. Arbeitern schiebt. Die socialen Umwälzungsbedürfnisse und Gegensätze des 12,15). 4. Kreis Südost 1500,-( darunter v. d. Koll. d. Firma Edel- der Firma Lange u. Gutzeit, Märzkranzübersch. 8,55. J. G. 20,70. Landes werden so mit denen der Stadt ausgeglichen. An die mann d. Karpentiehl 3,-, Statklub„ Südost" durch Bietsch 10,-, Bersonal d. Firma H. S. Hermannn egil. Steindruder 47,-. J. M. 2,- Stelle des gewohnheitsfaulsten und irrationellsten Betriebes Rauchklub„ Rote Rofe" 4,-, durch Drewitz 1,20, Sparverein" Vor- Schmolt 3,- Klub ehemaliger Widelfinder 20,-. Buchdruckerei tritt bewußte, technologische Anwendung der Wissenschaften. Die wärts", Eisenbahnstr. 36a 26,-, Sparverein" Rote Nelte" 25,-, Stoepte 13,50. Lumgenpieper aus Gabowsee 2. Rate 3, Mitglieder der Berreißung des ursprünglichen Familienbandes von Agrikultur und vom Stadtbezirk 103 10,-, von den Arb. der Nähmaschinenfabrit U.-Dr. 6,40. Ueberschuß d. Bierkasse, Schriftgießerei Wöllmer 100,- Manufaktur, welches die kindlich unentwickelte Gestalt beider umGr. Weg 117 5,90, Lese- und Diskutierklub„ Süd- Ost" 350,-. Snus 40,- Ueberschuß der Kranzsp., Buchbinderei Abteilung schlang, wird durch die kapitalistische Produktionsweise vollendet. Strafgelder von den Arbeitern der Firma Mößnig 17,70, Stadt Aug. Scherl 7,60. Gießerei Baer u. Stein 7,-. Socialdemokratischer Sie schafft aber zugleich die materiellen Voraussetzungen einer bezirt 84 6,-, Fürbringerstr. 22 2,-, Verein d. Bretterträger u. Brett- Frauen Wahlverein 100,-. Vom Donnerstags Klub der Frauen schneider 20,- gesammelt beim Bier, Naunynstr. 9, 4,70, 8infen 10,- Bom Rauchklub„ Alte Linde" 5,-. A. B. C., Filiale II 100,- neuen, höheren Synthese, des Vereins von Agrikultur und Industrie, von H. durch Th. Jöcke 5,60, Hauschild, Gewerbegericht 1. Mai 5,- Arbeiter u. Arbeiterinnen d. Buchbinderei- Abt. d. Vorwärts", Parteis auf Grundlage ihrer gegenfäßlich ausgearbeiteten Gestalten. Mit aufgelöster Gesangverein Fackel", 2. Nate durch Berlin 18,50). beitrag 10,-, Maiprozente 11,60, Sa. 21,60. Filiale 11, von den dem stets wachsenden Uebergewicht der städtischen Bevölkerung, die 4. Streis Often 1000,-,( darunter: Damit es besser werde 30,- Arbeitern der städtischen Krankenhäuser 80,- Brüffel 243,80. fie in großen Centren zusammenhäuft, häuft die kapitalistische von den Arbeitern der Firma Gauert 13,50, für verlorene und Beelitz i. M., die Patienten der Lungenheilstätte 10,50. Bern Produktion einerseits die geschichtliche Bewegungskraft wiedererworbene Rechte 10,-, Bitherklub„ Edelweiß" 10,-, Anton 50,- Bremen, Maschinenpersonal d.„ Bremer Bürgerzeitung" 11,40. Gesellschaft, stört fie andrerseits den Stoffwechsel zwischen Mensch 20,-, Rauchklub„ Neuer Hain" 5,-, von den Tischlern der Firma Beuthen( Oberschl.), b. totgemachten socialdemokr. Wahlver. für B. und Erde, d. H. die Rückkehr der vom Menschen in der Form von Kümmel, Frankfurter Allee 50,-, Bierprozente von den Maurern u. Umg. durch& Scholtyset 75,- Beelitz( Heilstätte) lebersch. der Nahrungs- und Kleidungsmitteln bernutzten Bodenbestandteile zum des Baues Botsdamerstraße 10/11 22,-, Statflub Vor- Mai- Beitung" B. I 3,- Bielefeld, C. Sch. 2,-. Breslau, focialwärts", Rigaerstraße 127 10,-, Agitationsflub Osten 10,-, demokr. Verein 50, Crimmitschau, organisierte Bäder 10,-. Boden, also die ewige Naturbedingung dauernder Bodenfruchtbarkeit. Tischlerei Bonnin 6,80, Agitationsklub Wilhelm Liebknecht 8,-). Crimmitschau, 18. sächsischer Neichstags- Wahlkreis, 3. State 150,-. Sie zerstört damit zugleich die physische Gesundheit der Stadt6. Kreis 8500,-( darunter Kranzüberschuß von Schwegerle durch Cöln- Stadt, Parteibeitrag 1. Quart. 1903 80,- Dresden, Merkur arbeiter und das geistige Leben der Landarbeiter. Aber sie zwingt Krüger 3,70, Streitsfat bei Hoffmann 1,- Genoffe Schaußmann, 5, Falkenberg( Oberschl.) 3,-. Gera, v. focialdemokr. Verein für zugleich durch die Berstörung der bloß naturwüchfig entstandenen Bezirk 639 3,-, organisierte Töpfer d. F. Scheffel, Lindowverstr. 11, Reuß i. 2. 150,- Gotha, durch den Vertrauensmann 30,-. Guatemala Umstände jenes Stoffwechsels ihn systematisch als regelndes Gesetz 6 ,, Ueberschuß der Stranzsp. für F. Gruß 3,85, von der Fußpartie C.-A.( Hauptstadt), von den Getreuen durch J. Rechtmann 140, ber gesellschaftlichen Produktion und in einer der vollen menschlichen Wahlvereins 20,55, Kranzüberschuß von H. Ernst vom Grünberg i. M., B. 5,-. Hannover 1000,-. Hamburg, Verband Entwicklung adäquaten Form herzustellen." 456. Bezirk 2,30, desgl. von F. Schulz 3,45, Verein der Schiffszimmerer, Lokalverband H. 300,-. Hamburg, 2. Wahl- Entwicklung adäquaten Form herzustellen." F. Mit diesen Worten nimmt Marg im Rapital" auf eine Theorie socialdemokratischer Gast- u. Schantwirte Berlins zum Wahl- freis 1500,-. Hamburg, durch die Schmiede 500,-. fonds durch Kerfin 500,-, centralisierte Lederarbeiter, Gerber, burg, im Monat April in der Expedition des„ Echo" eingegangen Bezug und charakterisiert sie in ihrer kulturgeschichtlichen Bedeutung, Färber, Filiale I, durch Trapp 200,- Burichter der Lederfabr. Eyd 483, Königsberg i. Pr., von den Parteigen. 2. Quart. 1903 100,- die gleich bei ihrem ersten Erscheinen das gewaltigste Aufsehen erregte u. Strasser 6,53, Bierprozente v. d. Arb. d. Firma Schubert u. Werth Königsberg i. Pr., N. M. 100,- Kamenz, Spritgenossenschaft, und als Gesetz vom Kreislauf des Lebens heute den weitesten Kreisen 30,95, Tellerfammlung d. Glasschleifer u. Glaser am 1. Mai 8,50, Gasthaus zum Löwen 10,- Libed, socialdemokr. Verein 500,- bekannt ist. Mit der Definition dieses Gefezes hat Liebig nicht nur Lotterie- Verein Glüdstern 5,-, fleiner Saalbefizer, Badstr. 56, 3, Ludwigshafen a. Rh., focialdemokr. Partei Bayerns, Gau Pfalz 200,- feine Verdienste um die Entwicklung der organischen Chemie gekrönt, Buzerkolonne Prizkow, Gesundbrunnen, 6,-, Geburtstag, Köpnider Leipzig, 12. u. 18. fächf. Reichstagswahltr. 5000,-( darunt. Lokaltasse es flar und verständlich zuerst ausgesprochen zu haben, muß den straße 150, 1,-, A. Voigt 3,-, E. 5. 5,-, A. B. Mister 1,-, Pestalozzi- der Lagerhalter Leipzigs 200,-, Gewerkschaft d. Maler Leipzig 100, Großthaten wissenschaftlicher Forschung zugezählt werden, wenn es auch straße b. Beefched über See 1,20, Serm. Ramlow 20,- Verbands Organisation der Zimmerer Leipzigs 2. Rate 200,-, Maurer Leipzig der kapitalistischen Gesellschaft nicht gegeben sein kann, jenes Liebigsche mitglieder Buchdruckerei Wizel 15,75,. 9. 1,50, von der Tischlerei 3000,-, Leipziger Musikverein 50,-, Centralverband der Stein Rahn 10,-, Moabit: auf einer Sindtaufe ges. d. Rönneberg 2,25, arbeiter, Mitgliedschaft Leipzig 150,- Leipziger organisierte Bild- Grundgesetz von der Anwendung der Chemie auf den rationellen AckerWohlfahrts Ausstellung Charlottenburg 8,05, 2. 2. Strone 25,- hauer 100,-). Zudenwalde, Ruhfuß 5,- München, Waldläufer bau nach allen Richtungen und in seinem vollen Umfange für die Marburg in Menschheit fruchtbar zu machen. Mit Fug und Recht legen wir Eisengießerei Hartung Bierprozente durch Kaliwoda 10,-, Betriebs- 5, M.- Gladbach, von einem Handwerker 3,-. Marburg in Menschheit fruchtbar zu machen. arbeiter der Deutschen Waffenfabrik 13,90, Lese- und Dis- Steierm., durch Lindner 1,70. Nürnberg, Hedwig 2,-, Marcel 2,- daher an dem heutigen 100. Gedächtnistage von Liebigs Geburt auf futier- Klub Moabit zu den Wahlen Dr. M. A. 10,-). Sa. 4, Niederzwönitz, 19. fächs. Reichstags- Wahlkreis 50, die Betrachtung jenes Gesetzes in den nachfolgenden Ausführungen Berlin, diverse Beiträge: Dr. 2. A. 50,-. Verband der Zimmerer Offenbach a. M., Großherzogtum Heffen 500,-. Oberstein a. N., das meiste Gewicht. Deutschlands, Bez. 7 5,50. 8ivei elende Schleifer, Jakob u. Männe Bolfsverein I. Dutart, 1903 2,32. Ottensen, W. Sch. und J. 5,-. Zwar steht das Datum der Geburt Liebigs nicht umumstößlich fest. 10,- 300,-. 3. A. 2. . P. St. 100,-. Für die Entlarvung der W.- Odessa,.. 10,65. Paris 161,29. Portland( Orig.), H. D. Neben dem 12. nennt man den 3. und den 5. Mai; doch spricht die Reichenbach in Schlesien, von Parteigenossen Pulver Schwindler, Schneiderwerkst. Gribowski 3,20. Gesammelt in der 2,35. Rigdorf, Arbeiter- Radfahrer Verein 4,15. größere Wahrscheinlichkeit für den erstgenannten Tag. Sein Vater besaß Cigarrenfabrik v. Rendschmidt z. Wahlfonds 3,-. Von dem Personal zur Wahl 20,-. der Buchdruckerei D. Walter, Kommandantenstr. 44a 11.-. Teil- Ronsdorf, allgemeiner Arbeiterberein 1. Quartal 1903 25,-. Riga in Darmstadt ein kleines Material- und Farbwarengeschäft, was wohl betrag einer Listensammlung von Gebr. Bolzani, Invalidenstr. 9,50.( Rußl.) C. E. 10,-. Richzenhain, Arb.- Bildungsverein 3,-. Straß- nicht ohne Einfluß auf die Richtung geblieben ist, die der Geist des früh " Familienabend T. V. F. 4" 3,30. Bach: Ueberschuß vom burg i. E., Altvater 5,-. Stuttgart J. G. S. 5,-. Solingen, vom entwickelten Knaben einschlug. Freilich galt Liebig auf der Schule für Trudeln durch Grauer 4,-. Genoffe D. W., Bezirk 155 5,- Agitationskomitee der Former v. Rheinl. u. Weſtf. zum Wahlfonds einen nur mittelmäßig und selbst wenig begabten Schüler, da die 2. u. 5. B. 10,-. Von der Arbeiterschaft der Firma B. H. G., 35, Stralau, von den Mitgl. d. Unterſtüßungsfonds der Glas- Humaniora, wie sie auf dem Gymnasium betrieben wurden, ihm Elisabeth- Ufer 5 und 6 25,- Vom Centralverband der Töpfer arbeiter, für die Reichstagswahl 150,- Stuttgart, G. U. 10 wenig Intereffe entlockten, sein Geist dagegen ganz von dem Drang zur Wahlagitation 500,-. Uebersch. des Märztranzes von den Arb. Solingen, durch das Kreiskomitee vom Volksverein Solingen 15, nach Experimentieren beherrscht war. Mit Eifer las er alle Bücher der Firma Panzer 3,05. Vom Verband der städtischen Elenden der desgl. Wald 10.-, Sa. 25,-. Schöneberg_bei Berlin, A. Kr. zum Filiale 1a 50,-. Machetes 5,-. Uebersch. der Märzkranzip. v. der Wahlfonds 40,-. Thalheim i. S., von 7 Elenden 2,-. Trier, und Schriften naturgeschichtlichen Inhalts, welche die Darmstädter Vorwärts", 1. Quartal 1903, 18 381,20. Hofbibliothek zu bieten vermochte. Nach absolvierter Gymnasialzeit Firma Siemens u. Halste trop Huldigungsadresse 21,50. Ueberschuß gef. in Rammstein 1,20. von der Firma übrig 3,25. Von den Brauereihilfsarbeitern 100,- Württemberg 100,- Wrexham, F. 7,30. X. 9. 8. 2255,12. Beulen- und einem kurzen Versuch, sich dem Apothekerberuf zuzuwenden, der Gefangverein Freiheitsflänge 10,-. Von den organisierten Hut- roda, v. H. Oberländer 5,-, von Fröhlich 3,-, Sa. 8,- Beig, damals fast die einzige Möglichkeit bot, experimentelle Chemie zu betreiben, nahm Liebig, durch ein Stipendium Ludwig I. von machern 50,-. Möbelpolierer von Klug, Warschauerstraße 18 10,- von der alten Bank- Richtern 5,-. Statt eines Märzfranzes zum Wahlfonds v. Verein der Kupferschmiede Für illustrierte Flugblätter( Befteuerung des Hessen unterstützt, seine Studien zunächst in Bonn und später in Deutschl., Filiale B. 10,-. Gesangv. Lied hoch" zur Wahl 10,-. Hungers) sind noch eingegangen: Erlangen auf. Hier war es, to er in die Fesseln der Schellingschen Friedenau, X. 9. 50,-. Arbeiter- Gesangverein Olympia" 10, Die Crefeld, durch S. 45,-. Hannover, durch 2. 225,-. Durlach, Naturphilosophie geriet. Erlanger Zeit, ausgezeichnet Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter, Bahlstelle Berlin durch H. 18,75. Nienburg a. d. W., durch Tr. 15,90. Biesenthal, durch einen nie getrübten Freundschaftsbund mit dem Dichter Platen, und Umg. 300,-. Von den Kollegen der Pianofabrik v. Neufeld, durch St. 2,15. Rudolstadt, durch H. 8,50. Dortmund durch H. war für Liebig eine Zeit der tiefsten geistigen Gährung, bis er Boechstr. 21 11,60. Uebersch. v. Märzkranz v. d. Arbeitern d. Firma 262,50. Eisenach, durch St. 25, Spandau, durch P. in V. 1,75. erkannte, daß es die Aufgabe des Naturforschers zunächst sei, die Mehlich, Sophienstraße 10,10. Reinickendorferstr. 10,-. Durch Wahlkreis Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg durch E. 581,25. Thatsachen zu erkennen, bevor er aus ihnen philosophische Schlüsse Franz 2,- Ein Freifinniger 1, Für den Wahlkampf Klara S. Außerdem von Duisburg durch W. für Fraktionsaufruf 96, ziehen dürfe. Mißvergnügt und teilweise selbst entmutigt wandte er 1,- W., Central- Markthalle 10,-. 2. H., 50,- Bon einer Summa 1276,80. Aristokratin 500,-. Von d. Tischlern der Firma J. C. Pfaff, Beugfich nach Paris, wo er zunächst im Laboratorium des Physikers hofstraße 34,90. Von den Elenden aus der Neuen Königstraße 5,-. Thenard arbeitete, bis ihm eine Empfehlung A. von Humboldts Jule, Ritterstr. 85, 4. Quartal 1902 18,30. Cigarrenfabrik das Laboratorium Gay- Lussacs öffnete, und hier war es, R. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21 8,40. In einer Brotbäcker Hauscham, H. P. 5,50, Ohrdruf, A. Sch. 5,-. Beuthen( Oberwo er in erster Linie fich die Grundlagen jener streng Versammlung für den socialdemokr. Reichstags- Wahlfonds gef. 6,10. fchlesien) Dr. W. 25,-. Höhscheid, W.. 10,-. Neumünster, induktiven Methode aneignete, für die er in seinen zahl= Belifar 1, Ueberschuß einer Uhr, K. u. Th. 1,80. Von den Rabig. 2. 5, Remscheid, 2. 60,- Güstrow, W. 2. 5,- Bab Spannern Berlins u. Umg. zur Reichstagswahl 30,-. Die Konto Reichenhall, G.§. 5,50. Weißwasser, R. M. 5,50. Colmar reichen Werken geradezu flaffische und heute noch vorbildliche geschaffen hat. Das Verhältnis von Lehrer und bucharbeiter vom Wedding 5,- Sechs Hutmacher, Königstr. 25, im Elsaß, E. Sch. 15,-, Jena, G. 5,-. Göttingen, 2. 20,- Muster 10,-. Ueberschuß v. Bierprozenten der Bautischlerei H. Mertens, Haynau, R. 10,-. München, S. 2. für. in P. 5,50. Schüler ward bald ein solches der Freundschaft, und nie hat Liebig Thurmistr. 58, 15,15. Von centralorganisierten Töpfern 500,- Eisenberg S.-A., E. B. 5,50. Annaberg, P. G. 5,- Solingen, die Förderung und Anregung vergessen, die ihm von französischer A. B. 50,-. P. S. 50,- Von Beamten der Ortstasse der Kauf-.. 5,-. Nen- Paffing b. München K. durch W. 5,50. Hannover, Wissenschaft zu Teil geworden, wie er denn 1870 bei Ausbruch des Teute 30,- Berband städtischer Arbeiter, Filiale I Berlin 50,-. D. 60,-. Braunschweig, B. 35,- Cotta 6. Dresden, H. 10,- deutsch- französischen Krieges durch öffentliche Vorlesungen in der N. u. S., Munition zum Wahlkampf für Wahrheit und Recht 4,-Greiz, J. N. 65,-. Jena, H. L. 15,-. Berlin, Sch. 5, Münchener Akademie der Wissenschaften daran erinnerte, was alles Für den Wahlkampf v. G. 2. G. 5, 8um 1. Mai für den Forst i. L., Chr. B. 15,- Wald bei Solingen, C.. 5, die deutsche Wissenschaft den Franzosen verdanke, und es fich in Wahlkampf H. M. B. Kn. 30,-. Ueberschuß vom Märzfranz Almenan, A. A. 5,-. Beifenau, J. B. 5, Roßlau( unb.), feinem Streise angelegen sein ließ, die gelöften Bande zwischen und Fünfpfennig- Kaffe der Tischler der Fabrik von Shan 10,-... 5,-. Rheinau b. Mannheim, J. H. 5,-. Magdeburg, Bom Ortsverein Berlin der Glacéhandschuhmacher 30,-. Vom R. P. 25,-. Midten, D. K. 5,50. Oberstein a. N., F. Sch. 5,- beiden Nationen neu zu knüpfen. alten Gutenberg 289,- Personal der Firma Buzke u. Co., Kranz Flensburg, H. M. 10,50. Schöned i. V., M. V. 5,-. Duisburg, überschuß 22,10. Unbekannt H. 0,50. Munition zum Wahlkampf W. 5,-. Coburg, A. W. 20,-. Dresden, H. W. 15,-. Stuttgart Gedanke rege, auf deutschem Boden = Für Schippels parlamentarisches Handbuch sind eingegangen: L. Jm Laboratorium Gay- Lussacs ward wohl zuerst in ihm der das erste chemische mit Laboratorium anzulegen und die bisher tote und lediglich speku- Kartellierte jeiftige Arbeet. Im sechsten Berliner Wahlfreis wird j Die ehemaligen Parteigenossen des Herrn Langhammer, die lative Disciplin in eine lebendige experimentelle Wissen- ein Wahlaufruf zu Gunsten des konservativen Kandidaten Freifinnigen, stimmten anfänglich der Kandidatur zu. Als die vollschaft zu verwandeln. Er sah sich in diesem Plane wesentlich Ulrich, im dritten einer zu Gunsten des„ nationalen" ständige Schwenkung des Herrn in der Zollfrage bekannt gegeben gefördert, als gleichfalls auf Humboldts Verwendung Ludwig I. von Kartellfandidaten Hahn verbreitet. Die beiden Aufrufe, die aus wurde, erklärten sie aber doch, nicht mitmachen zu können. Die Freisinnigen sind auch im Chemnizer Kreise recht bedeutungsHessen ihn 1824 als außerordentlichen Professor der Chemie nach der Druckerei des Reichsboten" stammen, haben aber genau los geworden. Die eigne Kandidatur, die sie beschlossen haben, ist Gießen berief. Doch Liebig rechnete nicht mit dem Einfluß, den denselben Wortlaut, nur daß alle Verdienste, die im Aufruf bloße Zählkandidatur. Nur mit Ach und Krach haben fie Professorenklingel seit jeher auf deutschen Universitäten auszuüben des sechsten der konservativen Partei zugeschrieben werden, einen Kandidaten gefunden. Wie die Freifinnigen in andren verstand. hofften auch die Chemnizer einem schlichten Es entspann sich ein zehnjähriger hartnäckiger Kampf für den Aufruf des dritten durch eine ebenso einfache wie billige Streifen, zwischen ihm und seinen professoralen Kollegen, die weder den jungen typographische Procedur auf sämtliche nationale Parteien groß- Mann aus der Werkstatt ein Wahlgeschäftchen machen zu können. Als sie in Gelehrten noch seine Disciplin als vollwertig anerkennen wollten, mütig übertragen werden. Ein Handgriff des Segerlehrlings, und Sie zeigten sich dabei gar nicht besonders wählerisch. ein Kampf, in dem Liebig auf dem Punkte stand, zu unterliegen und die Weltgeschichte ist umgeschaffen! Wie das gemacht wird, lehrt den eignen Reihen keinen Mann fanden, baten sie sich einen solchen bei den evangelischen Arbeitervereinen aus. Aber auch bei denen den Gegnern das Feld zu räumen, als er jenen vielcitierten Brief folgendes Beispiel: fand sich keine geeignete Person. Nun ist ein Professor an den Staatskanzler Linde schrieb, der endlich Besserung der VerWähler der Reichshauptstadt! Kellerbaum aufgestellt worden, ein alter Herr, der von vornKandidat im 3. Wahlkreise ist hältnisse brachte und ihn in den Stand setzte, fortan wenigstens ohne herein erklärt hat, daß er seines hohen Alters wegen keine energische Dr. Willy Hahn. direkte Nahrungssorgen zu leben. Nahezu 30 Jahre wirkte Liebig in Gießen, Wahlagitation betreiben könne. in gleicher Weise als Lehrer wie als Bahnbrecher auf dem engeren Außerdem wird, wie in den meisten sächsischen Wahlkreisen, ein Bähltandidat vom Centrum aufgestellt. Gebiete seiner Wissenschaft bedeutsam, fallen doch gerade in die ilginb Gießener Zeit jene Untersuchungen und Arbeiten, die, man kann sagen, die organische Chemie erst in ihrer jezigen Bedeutung gewo er sich ausschließlich jenen praktischen Problemen hingab, die in gegen fapitalistische, wie wie demokratische Vergewaltigung mannnoch höherem Maße als seine früheren theoretischen Untersuchungen seinem Namen die Unsterblichkeit sichern sollten.x Wähler des 6. Wahlkreises!| tuat auben| Bat Die sociale Gesetzgebung Die sociale Gesetzgebung trägt zudem trägt zudem den Stempel den Stempel konservativer Socialpolitik nationaler Socialpolitik und wie es die konservative und wie es die nationalen Parteien allſchaffen haben. Im Jahre 1852 folate er einem Rufe nach München, Bartei allzeit geweien, die zeit geweſen, die gegen fapitalfiftliche Politische Uebersicht. Von Anbeginn an hatte sich Liebig die Aufgabe gestellt, das damals noch völlig unerforschte Gebiet der organischen Chemie näher zu untersuchen und ihre wissenschaftliche Verbindung mit der anorganischen Chemie herzustellen. Die erste größere Entdeckung, die er im Verein mit dem bekannten Chemiker Wöhler machte, war die der Isomerie", der Gleichteiligkeit der Körper, eine heute als sehr häufig vorkommend erkannte Eigenschaft der Materie, wonach durch aus verschiedene Körper dieselben chemischen Zahlen in ihrer substantiellen Zusammensetzung aufweisen können. Bemerkt mag noch sein, daß er sowohl das heute in der Medizin vielgebrauchte Chloral und Chloroform, wie die Aldehyde, die bei der Effigfabrikation eine bedeutende Rolle spielen und in der organischen Chemie heute eine weitverzweigte Körpergruppe darstellen, entdeckte. Daß er daneben noch viele andre Körper fand, die hier nicht näher erwähnt werden können, ist nach dem Gesagten ohne weiteres verständlich, wie er ja auch zuerst den jetzt in Fray Bentos in Südamerika in großen Massen producierten Fleischertrakt sowie das erste Kindermehl als Ersatzmittel für Milch herstellte. Die beiden letztgenannten Erfindungen fallen freilich bereits in die Zeit, wo Liebig sich von den rein theoretischen Untersuchungen praktischen Problemen zugewandt hatte. Der Höhepunkt dieser legteren Thätigkeit ist das bereits oben erwähnte Gesetz vom Kreislauf des Lebens, das näher dargelegt ist in dem 1840 erschienenen Werke Liebigs Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agrikultur und Physiologie". " demokratische Bergetvalti haft aufgetreten find, so werden sie fortgung mannhaft aufgetreten fahren, im Geiste des Christentums die ist, so wird sie fortfahren, focialen Nöte der Zeit zu heilen. im Geiste des Christentums die focialen Nöte der Zeit zu heilen. Sonst ist nichts, aber auch gar nichts geändert. Selbst die Interpunktionsfehler sind hier wie dort die gleichen. Es giebt Jahrmarktsphotographen, bei denen jedermann für billiges Geld sein Gesicht auf ein feuriges Roß und in eine pracht bolle Uniform hineinphotographieren lassen fann. Darunter wird der Name geschrieben, und das Porträt ist fertig. " Noch summarischer verfährt die betriebsame Druckerei des Reichsboten". Ihr Wahlaufruf ist einfach nach dem System der Inhaber papiere gebildet. Wer ihn hat, für den gilt er, und alle Rechte und Vorzüge eines Vordermannes gehen auf ihn über. Dieser vereinfachte Betrieb erspart den kartellierten Gehirnchen viel„ jeistige Arbeet". Weitere Produktionseinschränkungen durch das Kartell werden wohl nicht lange auf sich warten laffen. Im Wahlkreise Bauch- Belzig- Jüterbog- Luckenwalde ist von der Freifinnigen Volkspartei der Lehrer Baschte Berlin als Randidat aufgestellt worden. Den Schuh der Schwachen in der Liebe proklamierte Herr Professor Hesselbarth in Lippstadt( Kreis Lippstadt- Brilon), der Centrumsdomäne, die jetzt so fleißig von unsren Parteigenossen bearbeitet wird. Dort sprach vor einigen Tagen user Parteigenoffe Förster Hamburg. In der Diskussion wußte der Professor Heffelbarth, wie wir aus dem Berichte eines dortigen Lokalblattes entnehmen, ihm nichts weiter zu entgegnen, als daß er Buch bon ließ Bebels der Frau aufmarschieren tomische Schlüsse zog. daraus ungemein örtert Bekanntlich und Berlin, den 11. Mai. Der Freifinn für den Brotwucher. Bisher hat die Freifinnige Boltspartei zwar den herostratischen Ruhm gesucht, den Zollwucher zu fördern und die ZollerhöhungsGegner zu verraten, aber immerhin hat sie gegen die Erhöhung der Lebensmittelzölle im Zolltarif gestimmt. Jezt kündigt die„ Freifinnige Zeitung" den Umfall ihrer Partei auch in der Stellung zur Zollerhöhung selbst an! " Die Freifinnige Zeitung" geht daran, ihren glorreichen Kampf gegen die Socialdemokratie dadurch zu krönen, daß sie gegen unfre Bartei schwere Vorwürfe richtet, weil sie erklärt, solche Handelsverträge, die auf Grund des neuen Zolltarifs, d. h. mit den befannten standalösen Minimalzöllen auf Roggen, Weizen, Hafer und Gerste, abgeschlossen werden sollen, entschieden zu bekämpfen. H Die„ Freifinnige Zeitung" leistet sich auch hier die ihr zur firen Jdee" gewordene Ungereimtheit, die Socialdemokratie werde durch die Haltung zu den Handelsverträgen, die sie jetzt ankündigt, den Agrariern direkt in die Hände arbeiten.„ Wenn auf diese Weise sich im Reichstag aus Socialdemokraten und Agrariern eine Mehrheit zufanimenballt gegen neue Handelsverträge, so können wir erst recht in den Sumpf gelangen." Die Freifinnige Zeitung" verkündet dagegen als Richtschnur ihrer Partei im Kampf um neue Handelsverträge: ,, Wer es wohl meint mit der deutschen Volkswirtschaft, der nimmt einzig und allein zur Richtschnur die möglichste Aufrechterhaltung der bestehenden Zölle, behält sich im einzelnen die Freiheit der Abstimmung vor, in der Absicht, so weit irgend möglich das Volk vor Schädigungen aus der durch das neue Tarifgesetz veränderten Sachlage zu bewahren." würde die Freifinnige Boltspartei dem Brotwucher ins Leben helfen. Es handelt sich hier um jenen gewaltigen Vorgang in der Natur, der Tier- und Pflanzenreich unmittelbar mit einander verbindet Das ist das offene Bekenntnis des Herrn Richter, daß und in gegenseitige Abhängigkeit setzt. Liebig wies nämlich nach, er er bereit ist zur Erhöhung der Getreidezölle über den gegendaß Tier- und Pflanzeneiweiß von der gleichen chemischen Zusammen Bebel darin auch das Eheproblem sehr eingehend wärtigen Stand hinaus! Wie hoch der Richtersche Freifinn in der setzung sind, daß die Pflanze aus Kohlensäure, Wasser und und bertritt die Ansicht, daß die gegenwärtige Eheform weiteren Verteuerung der Lebensmittel gehen will, das bleibt zwar Ammoniak jene Nahrungsstoffe zu bilden vermag, die direkt oder indirekt zur Unterhaltung der tierischen Lebewesen erforderlich find. nicht dauernd bestehen, sondern sich mit der Wandlung der Produktions- noch unausgesprochen, aber eine Grenze nach oben wird nicht indirekt zur Unterhaltung der tierischen Lebewesen erforderlich sind. und Eigentumsverhältnisse ändern wird. Dazu sagt nun der Herr angegeben; also selbst über die Minimalzölle hinaus Der Atmungs- und Verdauungsprozeß der Tiere verwandelt dann Professor nach dem erwähnten Bericht: jene pflanzlichen Gebilde wieder in ihre ersten Bestandteile, Wasser, „ Die Einehe wird von Bebel und seiner Partei als Institution Die Freifinnige Zeitung" versucht diese Pläne, die denn auch Sauerstoff und Ammoniak zurück. Besonders Aufsehen erregend verworfen. Das Weib soll auch vollständig frei in ihrer Wahl sein. ward jedoch diese rein wissenschaftliche Hypothese durch die specielle Ist Abneigung eingetreten, so wird die Ehe unmoralisch und wird den letzten Rest der freifinnigen Vergangenheit endgültig beseitigen, Anwendung, die Liebig ihr für den Ackerbau gab. Man war gelöst. Damit verkündet die Socialdemokratie, welche auf dem ähnlich zu bemänteln, wie sie ihren Verrat gegen eine nachhaltige Gebiete des Eriverbslebens den zügellosen Wettbewerb mit der Opposition im Kampfe um den Zolltarif durch die Thorheit zu bedamals in England bereits zur Mineraldüngung insbesondere Habgier der wirtschaftlich Bessergestellten und der Unterdrückung schönigen versuchte, daß die Socialdemokratie den Agrariern Dienste mit Knochenmehl fortgeschritten, berühmte deutsche Landwirte wie der Schwachen nicht genug brandmarken kann, diefelbe zügellose leiste. Das Organ Richters beruft sich darauf, daß nach Fortfall Thaer und Sprengel hatten diese Methode jedoch für Deutschland als Konkurrenz im Verhältnis der Geschlechter, während der jetzige Staat der jetzigen Handelsverträge und im Falle des Nichtzustandekommens durchaus unbrauchbar bezeichnet. Saussure und andre Forscher durch den Schutz der Einehe ein Gleichgewicht herstellt. Mit dem neuer Verträge durch Ablehnung seitens der Agrarier und der Socialhatten daneben schon die anorganischen Pflanzenbestandteile unter- von der Natur mit wenig Gaben Ausgestatteten hat Bebel Mitleid, demokraten entweder der bestehende Generaltarif in Kraft tritt oder sucht und auf ihre Bedeutung für die Bodendüngung hingewiesen. was die Magenfrage betrifft. Seine geringe Arbeit wird ihm voll Allein der einfache Zusammenhang zwischen Pflanzenernährung, angerechnet. Aber fann er ihm eine Frau verschaffen, was heute der neue Tarif. So können wir erst recht in den Sumpf geDüngung und Bodenbestandteilen war doch nur sehr ungenügend er- doch ziemlich ausnahmslos jedem gelingen kann? Nein. Wer langen". nachweist, daß Bebel das in seinem Zukunftsreich kann, soll Eine unsäglichere Stellungnahme ist nicht zu denken. Was die kannt. Dann kam Liebigs oben erwähntes Werk. Der einfache Ge1 Rthlr. verdienen. " Freifinnige Zeitung" ihrer eignen Partei aufzwingt und der Socialdankengang desselben ist der folgende: Wie die Tiere braucht auch Wir wollen uns nicht damit aufhalten, daß der Herr die An- demokratie zumutet, bedeutet nichts andres, als daß man von vorndie Pflanze bestimmte zum Aufbau ihres Organismus unabweislich sichten, die Bebel bei der Erörterung eines tiefgründigen Problems, herein sich für eine beliebige Erhöhung der Lebensmittelzölle bereit notwendige Stoffe. Sie bedarf zunächst gewisser Bestandteile bei dem neben wirtschaftlichen Grundlagen auch die Psychologie eine erklären muß, weil die Regierung, unter Berkennung aller wirtder Atmosphäre, Kohlensäure, Wasser, Ammoniak, die fie so große Rolle spielt, ohne weiteres auch zu Ansichten der Partei vermöge der besonderen Konstitution ihrer Blätter aufnimmt, macht. Aber das müssen wir sagen: einen ulfigeren Grund für die be- fchaftlichen Notwendigkeiten des Reiches, in einen handelsdann aber auch gewisser anorganischer Salze, die sie durch ihr stehende Ehe als wie der hier genannte, daß sie jedem Liebesschwachen bertragslosen Zustand hineintreiben könnte! den Freuden der Liebe In Wirklichkeit fördert gerade die Ankündigung der Wurzelwerk dem Boden entnehmen muß, insbesondere Kalt seinen ihm zukommenden Anteil verbindungen, Phosphorsäure, Schwefelsäure und Salzsäurever garantieren soll, gewissermaßen als Gesetz gegen den unlauteren freisinuigen Zollerhöhungs- Bereitschaft solche Neigungen der bindungen. Diese letteren Bestandteile müssen, da sie dem Boden Wettbewerb in der Liebe, haben wir noch nicht gehört. Gehört etwa agrarischen Elemente in der Regierung und der agrarischen Parteien. verloren gehen, durch die Düngung demselben wieder zugeführt der Herr Profeffor zu dem in seinem Liebesnahrungsstande bedrohten Die Regierung fieht nun bereits, daß selbst die Freisinnige Vollsverloren gehen, durch die Düngung demselben wieder zugeführt" Mittelstande" der Liebe, der die Konkurrenz der Großen in der partei bereit ist, Handelsverträge mit höheren Kornzöllen zu gewerden. Setzt der Landwirt dieses außer acht, so betreibt er Raub- Riebe zu fürchten hat? bau, und ein derartiger Raubbau war es, der Griechenland. Man kann aber daran sehen, wie sich die Socialdemokraten stets nehmigen. Das kann sie nur bestärken, sowohl in die neuen HandelsSizilien, Italien und selbst Aegypten und Nordafrika, einst selbst widersprechen. Es ist nur gut, daß es ultramontane Profefforen berträge endgültig höhere Getreidezölle aufzunehmen als auch die die Kornkammern der alten Welt, allmählich unfruchtbar ge- giebt, die den socialdemokratischen Unsinn aus seinen geheimsten iesigen Verträge bei dem Ausland zu kündigen, da sie sich sicher fühlen darf, daß im Reichstag sich eine Mehrheit finden wird für macht hat. schließt Liebig weiter, gehört Schlupfwinkeln aufstöbern. neue Verträge und erhöhte Zölle. Die freifinnig volfsparteiliche zu einer rationellen Landwirtschaft Kenntnis der Zusammensowie die Analyse der setzung der jeweiligen Ackertrume Im Wahlkreise Görlitz ist der freifinnige Kandidat, der bisherige Bollbereitschaft ermutigt die Regierung zur eifrigsten Fortführung Aus diesen Abg. Lüders, zurüdgetreten. An seiner Stelle wird der hier be- ihrer Politik der Lebensmittel- Verteuerung. Aschenbestandteile der zu kultivierenden Pflanzen. fannte Arzt Dr. Mugdan aufgestellt. Man führt den Rücktritt beiden Faktoren ergiebt sich die Zusammensetzung des besten des Herrn Lüders auf Preßangriffe zurück, die sich mit seiner Düngemittels. parlamentarischen Unthätigkeit beschäftigen. Daher, so 11 an = " 1 Das Verhalten der Freis. Ztg." wäre gänzlich unbegreiflich, wenn die Partei des Herrn Richter nicht grundsäßlich zu Ronzeffionen an die Schutzzollpolitik des Brotwuchers neigte. Denn Die ersten Versuche, die mit dieser Theorie praktisch gemacht aus taktischen Erwägungen kann der erneute Angriff der Freis. wurden, schlugen fehl, weil Liebig dem Boden unlösliche Ver Die tapferen Freifinnigen im Zittauer Wahlkreise haben sich 3tg." gegen unsre Partei nicht entspringen; das hieße die politische bindungen zugeführt hatte, damit der Regen die Salze nicht fort- nicht damit begnügt, unsern Kandidaten Edmund Fischer nicht nur Intelligenz der freifinnigen Parteiführung zu niedrig einwaschen könne. Die Unlöslichkeit der zugeführten Verbindungen aus ihren eignen Versammlungen auszuschließen, sie haben sogar aber machte sie unwirksam. Endlich kam Liebig auf die anfangs auch die Nationalliberalen aufgefordert, ebenso zu handeln. Die schäßen. Die" Freis. 8tg." erinnert selbst an den Hinweis der unüberwindbar scheinende Lösung des Rätsels, das ihm manchen Spott Nationalliberalen haben das jedoch abgelehnt mit der Begründung, Korrespondenz des Bundes der Landwirte": Es sei der Regierung seitens derer eingetragen hatte, die von vornherein gegen die, graue daß sie keinen Anlaß hätten, sich über den Ton" Fischers zu be- zuzutrauen, daß sie unter Umständen auch die Mindestsätze für GeTheorie" der Gelehrtenstube eingenommen sind. Er hatte eine Eigenschaft schweren. In einer freisinnigen Versammlung in Berthelsdorf hat treide in dem neuen Zolltarif- Gesetz durch eine neue Bestimmung übrigens ein Freisinniger als Grund des Ausschlusses Fischers mit Gesegestraft wieder ausräumen werde. Ist es da nicht der Ackerkrume außer acht gelassen, die schon seit längerer Zeit be- angegeben, daß fie unter sich sein und keine Versammlungen für die die Aufgabe jeder Bolloppofition, die Regierung in dieser Richkannt war, die sog.„ Absorptionsfähigkeit" des Bodens, welcher die kannt war, die sog.„ Absorptionsfähigkeit" des Bodens, welcher die Socialdemokraten arrangieren wollten. Das mit dem schlechten Tontung voranzudrängen und so das Zurückbleiben der HandelsDüngungssalze in einer Weise aufnimmt, daß der Regen sie nicht ist nur eine Verlegenheitsausrede. bertrags- Bölle unter den Minimalzöllen des Tarifs zu erwirken? wegwaschen fann und es unnötig macht, den Kunstdünger зи unlösliche Form die in eine " bringen. Heute ist 營 Im 16. fächsischen Wahlkreise, Chemnit, wird es bei der Wahl Selbst wenn der Freifinn geneigt ist, höhere Kornzölle zu bewilligen, Liebigsche Theorie die Grundregel, nach der der rationelle Acker- vier Kandidaten geben, trotzdem der Kreis zum sichersten Besitzstand o dürfte er aus Klugheitsgründen nicht schon jetzt diese Bereitwilligbau, sofern von einem solchen in der modernen Wirtschaft die Rede der Socialdemokratie gehört. Kandidat der Kartellparteien ist der feit ankündigen. Die jetzige Haltung der Freis. 8tg." ist geeignet, Tapetenfabrikant Mag Langhammer, einer der Hauptmacher die Möglichkeit von Handelsverträgen, die unter sein kann, sich vollzieht. im Ringe der Tapetenfabrikanten. Monatelang hatte man die Minimalzölle gehen, von vornherein zu be Sturz erwähnt mögen noch sein die zuerst im der Augsburger nach einem Kandidaten im bürgerlichen Lager vergeblich ge- feitigen. Aug. Zeitung" veröffentlichten chemischen Briefe Liebigs, die zuerst sucht, bis man sich sich entschloß, Langhammer aufzustellen. Indem die Freifinnige Zeitung" in blödem Socialistenhaß die weitesten Kreise auf die besondere volkswirtschaftliche Bedeutung Derselbe war früher ein ganz radikaler Freifinniger vom Flügel gegen unsre Stellung zur Handelsvertragsfrage eifert- niedrige der chemischen Wissenschaft hingewiesen haben, sowie auf jene drei Richters und hat als solcher zweimal in sächsischen Reichstags- Unterstellungen, die dabei, wie sich versteht, nicht fehlen, schenken gewaltigen litterarischen Schöpfungen, die auf seine Anregung und Wahlkreisen kandidiert, erfolglos. Seit einiger Zeit ist erste Mitarbeiterschaft zurückgehen und sich heute noch eines Welt- liberal. Als Großindustrieller hat er aber noch den Bolltarif- wir dem Organ des Herrn Richter erweist die Freifinnige rufes erfreuen: die Annalen der Chemie, das Handwörterbuch der Entwurf der Regierung lebhaft bekämpft und im Chemnitzer Volkspartei sich als reif geworden für die Bewilligung des Zollwuchers sich sehr energisch gegen jede und für die Herbeiführung industrie- und handelsfeindlicher Handelsreinen angewandten Chemie und die Jahresberichte der Chemie. Die Stadtverordneten- Kollegium beiden ersterwähnten Werke haben in England und Frankreich Nach- Ende vorigen Jahres hat sich Herr Langhammer gegen Zollweitere Erhöhung der Lebensmittelzölle ausgesprochen. Noch verträge. ahmung gefunden. Wahlkampf. er nationalerhöhungen auf Lebensmittel ausgesprochen. Dann wurde er als Profefforale Steuerphilosophie. Als wir neulich dem Kandidaten Kandidat in Vorschlag gebracht. Konservative und Antisemiten machten des zweiten Berliner Wahlkreises, dem städtischen" Konservativen ihre Zustimmung von seiner Stellungnahme zu den Zöllen abhängig. Da Professor v. Wendstern, eine fleine Vorlesung über Steuer ging innerhalb 14 Tagen mit dem jetzigen Erkorenen der Chenmizer statistit hielten, ließen wir absichtlich den größten Posten der Kartellparteien eine vollständige Wandlung vor: aus dem energi- fteuerlichen Belastung außer Acht, wir wollten dem Herrn Professor schen Bekämpfer höherer Zölle wurde ein lebhafter Be Gelegenheit geben, unfre zu niedrigen Zahlen zu korrigieren. Aber fürworter der Zollsäge des Regierungsentwurfes. Ein solches Herr v. Wendstern hat gar nichts gemerkt, und dieser Muster- NationalMuster von Wandlungsfähigkeit verdient nichts andres als fartell- otonom„ beweist" ruhig in der„ Kreuz- Zeitung", daß unfre 10 parteilicher Durchfallskandidat zu sein. Rechnung zu hoch sei. Die Fronde des Gemaßregelten. Wie aus dem Wahlkreise Banzleben berichtet wird, soll der entlassene Regierungspräsident v. Arnstedt dort als Reichstagskandidat aufgestellt werden und die Unterstügung der Konservativen und Bündler finden. Um zu zeigen, was für Leute jetzt von den Fakultäten würdig befunden werden, deutsche Studenten zu belehren, sei das Wenck- fternsche Rührei von Unwissenheit und Konfusion serviert. Eine Kleinigkeit zuvor. Wir hatten die Belastung eines in Preußen lebenden Deutschen auf 34,62 M.(ausschließlich der indirekten Steuern und Abgaben in Staat und Gemeinde) berechnet. Prof. v. W e n ck st e r n schwört natürlich auf den Minister v. Rhein- baben und leistet ihm einen Zeugeneid, daß die von ihm im Reichstag angegebene Gesamtbelastungsziffer von 23,8 M. richtig sei. Vielleicht veranlaßt Prof. v. Wenckstern einmal einen seiner Studenten, in der Bibliothek die preußische Statistik einzusehen; er wird dann sicher zu seinem größten Erstaunen erfahren, daß sogar ein Minister nichts von Statistik versteht, gleich als wäre er ein moderner Professor der Nationalökononne: In der Zahl Rhein- babens sind nämlich alle nicht staatlichen preußischen Steuern und Abgaben vergessen, d.h. die kommunalen Zuschläge zur Einkommensteuer. Wir hatten den Unsinn der durchschnittlichen Kopfberechnungen, der bei der Zusammenwerfung aller möglichen direkten und indirekten Steuern entsteht, an einen, einfachen Beweis nachgewiesen. Herr v. Wenckstern vermag diese Argumentation durch nichts zu entkräften als durch eine neue Duimn- heit, die entlarvt, daß dieser Docent der Nationalökonomie thatsäch- lich nicht das ABC der Statistik beherrscht. Herr v. W e n ck st e r n be- merkt nämlich gegen unfern Einwand nichts weiter wie den einen Satz: „Seit Jahren arbeitet die Socialdemokratie stets mit solchen Kopfdurchschnittszahlen bei Beurteilung der Zölle. Hier ist sie also gut, aber sonst„nichtssagend, ja irreführend"! Wirklich, so stehts geschrieben und der Name Professor Dr. v. Wenck- stern ist über dieser geistigen Arbeit zu lesen. Bei den Zöllen wird die Socialdemokratie auch künftig so verfahren, wie fie es „seit Jahren" gethan hat. Denn das ist ja eben einer der wichtigsten Einwände gegen die Zölle auf allgemeine VcrbraiichSmittel, daß sie in brutaler Ungerechtigkeit als K o p f z ö l l e lvirken— was das ist „Kopfzoll", läßt er sich von einem Studenten oder von dem Lotterie- Freiherrn von dem Bottlenberg-Schirp erklären— und deshalb bietet hier die Durchschnittsberechnung auf den Kopf ein scharfes Bild der thatsächlichen Belastung. Anders liegt es bei den direkten Steuern, die je gerechter sie sind und je mehr sie auf den Besitzenden ruhen, nicht Belastungszeugnisse. sondern im Gegenteil Wohlstandsspiegelungen sind. Der'Zolldurchschnitt ist eine Statistik des Elends, die Durchschnittsquote direkter Steuern, die von socialpolitischen Gesichtspunkten durchdrungen sind, bietet ein Bild des Reichtums. Darum ist die Durchschnittsberechnung, für direkte und indirekte Steuern zusammengeworfen, falsch, für Zölle richtig. Nun aber die Hauptsache: Die Nachholnng des von uns über- gangenen schwersten Belastungspostens. Die englische Steuer- gesetzgebung unterscheidet sich von der deutschen nicht nur dadurch, daß sie wesentlich auf direkter Besteuerung der Be- fitzenden basiert ist(Steuer auf Einkommen über 3200 M. und die sehr ergiebige Erbschaftssteuer), sondern auch vor allem dadurch, daß die indirekten Steuern reine Verbrauchsabgaben, nicht, wie bei uns, Schutzzölle sind. Das bedeutet: In England wird der Verbrauch— Brot und Fleisch ist überhaupt nicht belastet— nur um die Summe verteuert, die in die Staatskasse fließt. Dividiert man die Einnahmen der Staatskasse an indirekten Steuern durch die Einwohnerzahl, so erhält man die wirkliche Belastung derKonsu- menten. In Deutschland aber geht nur ein kleiner Teil der indirekten Abgaben an die Reichskasse, die Hauptsumme fließt in die Talchen der„geschützten" Kapitalisten von Dreschmaschinen und Hochöfen, deren Produkte um die Höhe des Schutzzolles— mit einem geringen schwankenden Abzug, der den Druck «ruf den Auslandspreis darstellt— über den Weltmarktpreis en, porgetrieben werden. Die Berechnung der Belastnng ist im einzelnen schwierig, namentlich weil wir keine ausreichende inter- nationale Statistik der Fleischpreise haben, die n i e d r i g st e Schätzung aber beziffert die gesamte indirekte Belastung der deuffchen Bevölkerung schon nach den jetzt geltenden Zollsätzen ans 1400 Millionen oder pro Kopf 2ö Mark(statt der Rheinbabenschen 16 Mark). Rechnet man zu dieser Snnime die preußischen staatlichen und nichtstaatlichen Steuern hinzu— wodurch allerdings, wie wir dargelegt haben das Bild nicht schärfer, sondern ver- schwommener wird— so erhalten wir statt Rheinbaben- Wenck- sterns 23,8 M. 43,(12 M. Steuerbelastung pro Kopf. Diese Zahl marschiert nicht nur ihrer korrupten Herkunft nach, sondern auch in ihrer Höhe, die a n s i ch loeniger bedeutet, an der„Spitze der C i v i li s a ti o n". Unter den künstigen Zollsätzen und den neuen zu erwartenden indirekten Steuern wird die Zahl noch gewaltig steigen. Deutschland wird dann nicht nur das Land der höchsten Lebensmittelpreise sein, das es schon jetzt ist, sondern es wird auch den höchsten Steuerdiirchschnitt ausweisen. Wenn schließlich Herr v. Wenckstern auch noch den Professor Adolf W a g n e r in den traurige» Znsammenbruch seiner Wissen- schast hineinzieht, der seit jeher den Glanz dentsch-preußischer Finanzen„errechnet" hat, so mag das Herr Wagner mit dem Kollegen Wenckstern abmachen. An die längst der Lächerlichkeit verfallenen Finanzpropheten des Flotteukollers zu erinnern, scheint uns heute doch eine unnöfige Grausamkeit!— Hifoland. Ein Protest von Finnländern. Ueber die Gewaltmaßregeln empört, welche die russischen Machthaber über Finnland ergehen lassen, wenden sich hiermit Finnländer, die sich in ihren ureigensten Menschenrechten verletzt fühlen, im eignen wie im Namen zahlreicher Landsleute an die öffentliche Meinung des aufgeklärten und fteisinnigen Westens. Vor vier Jahren brach der gegenwärtig regierende Gelbst- Herrscher von Rußland die Verfassung, die Alexander I. bei der Eroberung Finnlands im Jahre 1809 bestätigt und die der jetzige Kaiser selbst gleich allen seinen Vorgängern durch feierliche Regenten- Versicherung auftecht zu erhalten gelobt hatte. Die öffentliche Meinung in der ganzen gebildeten Welt gab ihrer Indignation über diesen Verfassungsbruch in vielfacher Weise Ausdruck. Den will- kürlichen und aller geordneten Rechtspflege Hohn sprechenden Maß- nahmen, zu deren Sanktion sich der Kaiser durch den herrschsüchtigen General-Gouverneur verleiten ließ, setzten finnländische Bürger, die an den beschworenen Gesetzen festhielten, einen besonnenen, aber entschiedenen Widerstand entgegen. Hierdurch gereizt, hat die russische Regierung jetzt in Finnland eine Schreckensherrschaft ein- geführt, von der sich Menschen, die unter gesetzlich geordneten Ver- Hältnissen leben, kaum eine Vorstellung machen können. Ein Volk, das gewohnt ist, das Gesetz über alle persönlichen Rücksichten zu stellen und das seit langer Zeit seine nationale Selbständigkeit im Schutze einer freisinnigen Gesetzgebung erfolgreich weiterentwickelt hat, ist jetzt täglich Zeuge einer brutalen Vergewaltigung des Rechts, während Lüge und Verleumdung reichliche Belohnung finden und verbrecherische Individuen, wenn sie im Dienste der Spionage stehen, dem Arm der Gcrcchttgkeit entzogen werden. Doch nicht genug damit, hat der russische Satrap, dessen Willkür der Monarch jetzt vollständig das finnländische Volk preisgegeben hat, in ver- leumderischer Weise aufrührerische Umtriebe vorschützend, sich das Recht verschafft, ohne gerichtliches Verfahren und Urteil finnländische Bürger des Landes zu verweisen oder ins Innere des Reiches