Nr. 109. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret In's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingetr. in der Post- Zeitungs- Preislifte für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sern fprech- Anschluss Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die französische Republik und der Vatikan. Dienstag, den 10. Mai 1892. Vergebens machten Jahr für Jahr die prinzipiellen Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Gegner der Kirche darauf aufmerkſam, daß keine Ruhe ſein Friedrich Engels über die Arbeiterbewegung in England. könne, so lange der Staat sich nicht vollständig von der Kirche getrennt, und sie vollständig aus der Schule entfernt Seit dem Sturze des Raiserreichs, das der Unterstützung habe. Die Kompromißparteien blieben am Ruder. In Die von Frau Florence Relley Wischnewetky besorgte engdes Klerus bedurfte und deshalb dem Papst gegenüber zu neuester Zeit nun scheint sich die Frage zu einer Krisis zu lische Uebersetzung von Enge 132age ber arbeitenden allen Dienstleistungen bereit war, wird Frankreich durch die zuspißen. Die Begehrlichkeit des Klerus hat die aufgeklärten Klasse in England", New- York, ist soeben in der Entwickelung der Dinge mehr und mehr von dem Vatikan Boltsmassen erbittert, und die Maiwahlen haben eine dem Verfasser hat sie mit einer neuen Vorrede versehen, worin er den zweiten Auflage bei Sonnenschein in London erschienen. Der vnd der katholischen Kirche abgedrängt. Klerus so feindliche Stimmung in der Mehrzahl der Leser, für die seitdem eingetretenen Veränderungen in der Obgleich die Republik, die nach der blutigen Unter- französischen Gemeinden und folglich des französischen Volkes ökonomischen Lage der englischen Arbeiter, auf den ersten Band brückung der Kommune ihre demokratische Unterlage eine bekundet, daß die Regierung ohne Zweifel zu weiteren von Mary Kapital" verweist, wo diese ausreichend beschrieben. Beit lang verloren hatte, alles mögliche that, um sich die Schritten gegen die Kirche gezwungen sein wird. Die Entwicklung der englischen Arbeiterbewegung seit 1844 Freundschaft des Klerus zu sichern, so zeigte sich dieser ihr Jm Batikan hat man das Gefährliche der Lage be- schildert er tura in einem, in die Vorrede aufgenommenen Artikel, boch grundsätzlich feindlich. Nicht, daß der Katholizismus griffen. Um die Wirkung der unvorsichtigen Recheit einiger den er 1885 in die Londoner Kommonweal schrieb, und in ber sich nicht mit der Republik abfinden könnte- er hat nie- fleritalen Heißsporne abzuschwächen, hat der Papst ein Neuen Zeit"( Juni 1885 Heft 6) deutsch erscheinen ließ. Der mals für eine bestimmte Regierungsform geschwärmt, und Rundschreiben an die französischen Bischöfe erlassen, in Artikel schloß mit der Bemerkung: Wenn das von 1846-66 auf das allezeit war ihm jede Regierung recht, die ihm freien welchem er sie auffordert, der Republik die schuldige Achtung( Owen'scher Richtung) dort verkümmern ließ, so wird der seitdem höchste entwickelte industrielle Monopol Englands den Sozialismus Spielraum gewährte. Und daß er sich speziell nicht auf die zu zollen. In dem gewundenen und mit Klauseln gespickten erfolgte Bruch dieses Monopols dafür sorgen, daß es in England monarchische Staatsform gesteift hat, wird am Besten Briefe, der die konservativen Elemente zur Einigkeit wieder Sozialismus gebe. Daran knüpft Engels nun folgende burch die Ravaillac's und Clement's bewiesen, die im Namen mahnt, heißt es über die Mittel, diese Einigkeit zu ex- Schlußbemerkung: alleinseligmachenden Kirche gegen kirchenfeindliche zielen: Monarchen den Mordstahl erhoben. der Allein in Frankreich - und das weiß man im Vatikan fehr wohl liegen die Dinge so, daß alle der Kirche wirklich freundlichen Elemente der Bevölkerung auch so forgfam sie es verbergen mögen Gegner der Republik find, und daß die Republit ihre Stärke und Existenzfähigkeit den Elementen und Parteien verdankt, welche der Kirche prinzipiell feindlich gegenüberstehen und den Bruch zwischen Staat und Kirche und die Trennung beider herbeizuführen bemüht find. allbereits in Gesellschaftstoilette geworfen und lungert nachlässig herum auf Salontaufeusen. Das beweist wieder einmal, von welch unheilbarer Unbeständigkeit jener schreckliche Despot der guten Gesellschaft" ist, die öffentliche Meinung der Mitteltlaffe; es rechtfertigt wieder einmal die Verachtung, die wir Sozialisten einer vergangenen Generation immer für diese öffentliche Meinung hegen. Im Uebrigen haben wir keinen Grund, uns über dieses Syptom als solches zu beklagen. " Zu dieser Darstellung der Sachlage, wie sie mir 1885 er" Eines dieser Mittel besteht darin, ohne Hintergedanken schien, habe ich nur wenig hinzuzufügen. Es ist unnöthig zu und mit der vollkommenen Loyalität, die dem Chriften zusteht, sagen, daß es heutzutage wirklich wieder Sozialismus in die Zivilgewalt in der Form zu akzeptiren, in welcher fie de England" giebt, und das massenhaft: Sozialismus aller facto( thatsächlich) existirt. Ebenso wurde in Frankreich das Schattirungen, Sozialismus bewußt und unbewußt, Sozialismus erste Kaiserreich nach einer blutigen und schrecklichen Anarchie in Prosa und in Versen, Sozialismus der Arbeiterklasse und der atzeptirt, ebenso wurden andere monarchische und republikanische Mittelklasse. Denn wahrlich dieser Gräuel der Gräuel, der SoGewalten atzeptirt, die in unserer Zeit auf einander folgten. zialismus, ist nicht nur respektabel" geworden, sondern hat sich Und der Grund dieser Annahme liegt darin, daß das Gemeinwohl der Gesellschaft jedes andere Interesse überwiegt. Aus diefer Nothwendigkeit, das Gemeinwohl zu sichern, ist als seine eigenste und unmittelbarste Quelle die Nothwendigkeit einer Zivilgewalt abzuleiten, um welche sich die Unterthanen Infolge dessen mußte die Republik in demselben schaaren. Wenn daher in einer Gesellschaft eine konstituirte Maß, in welchem sie erstarkte, auch von dem Klerus sich Regierungsgewalt existirt, ist das Gemeinwohl mit dieser eng entfernen und die Kluft zwischen Staat und Kirche erweitern. verbunden und man muß sie aus diesem Grunde afzeptiren wie Die Elemente und Parteien, welche den Staat vollständig fie ist. Deshalb haben wir den französischen Katholiken gesagt: von der Kirche zu trennen entschlossen sind, haben aber Was ich für weit wichtiger halte als diese augenblickliche Nehmt die Republik, d. h. die konstituirte Regierungsgewalt Mode, in Bourgeois- Birkeln eine verwäfferte Lösung von Sozia bisher noch nicht genügende Macht besessen, um ihre Forde an; achtet sie, seid ihr unterwürfig, als der Vertreterin der lismus zu affichiren, und selbst wichtiger als den wirklichen von Gott eingesetzten Macht!" rung durchzusetzen; und die Politik der republikanischen Fortschritt, den der Sozialismus in England im Allgemeinen geDer Kern des Briefes ist: Kindlein, beißt in den faueren macht, das ist das Wiedererwachen des Londoner Ostendes. Regierung dem Vatikan gegenüber war deshalb bisher eine Apfel der Republik, mit dem Vorbehalt, daß ihr sofort Dieses unermeßliche Lager des Elends ist nicht mehr die Politit der Halbheit und der Kompromisse, von denen jeder, der Monarchie euch zuwendet, wenn diese in Frankreich stagnirende Pfüße, die es vor sechs Jahren war. Das Ostend statt dauernden Frieden zu schaffen, nur zum Nährboden neuer wieder aufkommt. Streitigkeiten und Reibungen wurde. hat seine starre Verzweiflung abgeschüttelt, ist dem Leben wieder Dieses Rundschreiben wird jedoch wenig nüßen und gegeben und ist die Heimath des sogenannten Neuen Unionismus" Natürlich spielten sich die Konflikte und Kämpfe haupt der Papst selbst wird sich darüber keinen Illusionen hin- Arbeiter. Diese Organisation mag in vieler Beziehung die Form geworden, b. i. der Organisation der großen Masse ungelernter" sächlich auf dem Gebiete des Schulwesen 3 ab. So geben. der alten Unions von gelernten" Arbeitern annehmen, aber lange die Kirche die Schule hat, hat sie den Staat der Die französische Republik tann, weil sie immer weiter sie ist wesentlich verschieden im Charakter. Die alten Unions Besitz der Schule ist daher für die Kirche im wahrsten Sinne nach lints, und von der Kirche immer mehr abgedrängt des Wortes eine Lebensfrage. Die französische Republik wird, keinen Frieden mit der Kirche schließen, nicht einmal hat sich auf diesem Gebiet bisher nur zu einem schwächlichen zu einem modus vivendi( ein Nebeneinanderleben) mit ihr Kompromiß aufzuschwingen vermocht. Sie hat zwar die gelangen. Unter solchen Umständen ist mit Bestimmtheit zu Kirche aus den Staats- und Gemeindeschulen hinausgeworfen, erwarten, daß die prinzipiellen Gegner der Kirche den Sieg ihr aber das Recht der Erhaltung und Errichtung eigener des 1. Mai dieses Jahres mit aller Kraft ausnußen werden, Schulen zuerkannt, und dieses Recht ist von der katholischen um der Kirche die Schule zu entreißen und die Trennung Kirche bis zur äußersten Grenze des Möglichen ausgenügt der Kirche von dem Staat mit Abschaffung des Kultusbudgets zur vollendeten Thatsache zu machen. worden. Feuilleton. Nachdrud verboten.) [ 109 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. " bewahren die Traditionen der Zeit, wo sie gegründet wurden, und sehen das Lohnsystem für eine ein für alle Mal gegebene, endgiftige Thatsache an, die sie im besten Falle im Intereſſe ihrer Mitglieder etwas mildern können. Die neuen Unions da gegen wurden zu einer Zeit gegründet, wo der Glaube an die Gründer und Beförderer waren entweder bewußte oder GefühlsEwigkeit des Lohnsystems schon gewaltig erschüttert war. Thre sozialisten; die Maffen, die ihnen zuströmten und in denen ihre Stärke ruht, waren roh, vernachlässigt, von der Aristokratie der Arbeiterklasse über die Achsel angesehen. Aber sie haben diesen rissen ins Licht der Deffentlichkeit gezogen( werden. Ist es Wer spricht von den Legionen emfiger Familienväter, die doch ein altes Lied, das Lied vom Niedertreten des armen ihre und ihrer Familien Existenz hinwürgen zum Nugen Volkes durch den Fuß von Reichen und Mächtigen auf Anderer, bis ihre Kraft erlahmt, die Maschine still steht, Erden. Jeder Tag bringt uns Kunde von Brüdern eine unmerkliche Lücke verursachend, die sofort ein Anderer und Schwestern, die freiwillig das Ende ihrer Leiden ausfüllt? Und wer zählt endlich die Millionen gebrochener gesucht, weil sie keinen anderen Ausweg sahen, um Herzen, die dieses Lebens Härte nicht zu tragen vermochten, größerer Noth oder der gleich gefürchteten Schande zu ent plöglich erstarrten oder langsam verbluteten? Seht gehen. Da heißt es Mangel an Religion"! Ja, wohl, umher auf die vielen Hügel, zumal auf die mit Mangel der Religion, die uns gepredigt wird! Wie viele dem schlichten Holzkreuz, oder noch besser auf die, welche Opfer zieht an jedem Tage der Arm der„ Gerechtigkeit" ihr Kreuz mit in den Schooß der Erde nahmen; könnt Und als der Sarg nun ruhte auf den Stützen, die ein, die stillschweigend annimmt, daß Alles auf Erden in Ihr den Kummer, könnt Ihr das Elend faffen, die Menge allein sem Niedergleiten in die Gruft noch für eine furze Ordnung sei und daß nur Frevler an dieser„ Ordnung" der geknickten Hoffnungen, erstickten Wünsche, erlittenen Zeit hinderten, trat Frank herauf zu ihm und sprach, sein Berführer straflos ausgeht und das arme, gedankenschwache Menschen der Mehrzahl einer Generation gleichgeschaffener Eine Ordnung, wonach ein raffinirter Drangfale, der erduldeten Härten, die eine Minderzahl von Haupt entblößend: Geschöpf, welches er verführt hat, hingeschlachtet wird Wesen auferlegt? " Freunde und Arbeiter, die Ihr zahlreich Euch dem als Kindesmörderin zum Entfeßen der Welt. Eine" Und ein gebrochenes Herz, eine geknickte Blume ist Schmerze angeschlossen, der uns an diesen ernsten Ort ge- unnatürliche Mutter" wird die genannt, weil sie in auch die müde Erdenpilgeriu, die wir hier dem Schooß der führt, sagt, wen beweint Ihr? Die theure Todte, die in dieser Welt, wo die Einzelne laum sich durchzuschlagen ver- Mutter Erde übergeben. Ihr Loos schien beneidenswerther, biefem schwarzen Schrein verschlossen ist und bald noch mochte, mit solchem hilflosen Wesen nicht langsam ver- als das vieler ihrer Schwestern; hatte sie sich doch durch weiter unserem Blick entzogen sein wird, kannten Wenige schmachten will, indem sie die Erinnerung an den nichts- Tugend und Anmuth das Herz eines braven Mannes geunter Euch nach Bildung und Sprache, Gestalt und würdigen Berführer mit sich herumtragen muß. Angesicht; und heit keine That von Denen, welche wir rütteln können. wonnen, der ihr Schutz und Helfer zu sein verihrer Kühnheit oder ihrer Bedeutung für die MenschMenschen, Menschen!" möchte man da rufen, wo habt prach bis zum Ende ihrer Tage. Aber ehe sie seinem schützenden Arme zueilen konnte, streckte eine wegen ehren und bewundern, ist von ihr Ihr Euren Geist geschärft und Eure Herzen veredelt? ausgegangen, freche Hand aus jenen Kreisen, denen wir des Leben war Liebe und Milde, segenbringend für Viele. Aber ihr Und wer nennt nun die Namen, wer kennt die Zahlen Elends soviel zuzuschreiben haben, sich gierig nach dem Trente und Tugend, der Unglücklichen, die dahinfiechen, unbekannt und kaum er begehrenswerthen Kleinode aus. Was brauchte jener Frevler Opfern und Dulden. Und als ein Opfer ist sie hinüber wähnt auf der Todtenliste; die Legion armer Nähterinnen, zu achten, daß dieses Wesen einem Anderen zugehörte War geschwebt nach jenem fernen, geheimnisvollen Lande, von welche in einer einsamen Dachstube das Leben vertrauern, jener Andere auch reich? Was brauchte er zu achten, daß wiederkehrte." dessen Grenzen, wie Hamlet jagt, kein Wanderer jemals von dem Frühling nur wissen, daß er eine für ihre frante sie in edler Scham weiblicher Würde sich seinen Zumuthungen Bruft gefährliche Witterung mit sich bringt, die verkümmern entzog? War sie nicht arm? Und er ein Reicher? Braucht Ach, und auch als Opfer ist sie keine einzelne hervor und verkrüppeln, da doch auch sie, als Blumenfaat in den die Armuth schamhaft zu sein? Soll allein von allen Gütern ragende Erscheinung. Aufsehen erregend ist ihr Fall mur gestreut, fruchtbaren, gern gebärenden Erdboden, die Keime der Erde die weibliche Schönheit dem Reichen nicht käuflich, Deshalb, weil wenige solcher Schicksale, ihrem Dunkel ent- der Schönheit und der lieblichen Anmuth in sich tragen? nicht tributpflichtig sein? Seltsamer Wahn! Hat nicht der einen imermeßlichen Vortheil: ihre Gemüther lind noch jung- fraulicher Boden, gänzlich frei von den ererbten„respektablen" Bourgeoi?-Vorurtheilen ivelche ine Kopfe der besser gestellten „alten Union isten' ve irren. Und so sehen wir jetzt, wie diese neuen Unions die Führung der Arbeiterbewegung im allgemeinen ergreifen, und mehr und mehr die reichen und stolzen„alten" Unions ins Schlepptau nehmen. „Unzweiselhaft haben die Ostend-Leute kolossale Böcke gemacht; das thaten aber ihre Vorgänger auch, das thun heute noch die doktrinären Sozialisten, die über jene die Nase rümpfen. Eine große Klasse wie eine große Nation lernt nie besser und schneller als aus den Folgen ihrer eigenen Jrrthümer. Und trotz aller möglichen Fehler in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, bleibt das Wiedererwachen des Ostends von London eines der Größten und fruchtbarsten Ereignisse dieses fin de sifecle, und roh und stolz bin ich, daß ich es erlebte. 11. Januar 1392. F. Engels." Volitifche Aeverstifik. Berlin, den 9. Mai. Aus dem Abgeordneteuhause. Der deutschfreisinnige Antrag, der in der Sitzung vom 9. Mai zur Verhandlung gekommen ist, ersuchte um Auskunft darüber, ob die Staats- rcgiernug beabsichtige, fiskalische G e b ä u d e in der Umgebung des Schlosses niederzulegen oder fiskalischen Grund und Boden abzutreten, ferner, ob die Staats- regierung nochmals eine Lotterie zur Erwerbung oder Niedcrlegung von Privatgebäuden in der Umgebung des Schlosses genehmigen wolle. DaS Ergebniß der Debatten war zwieschlächtig. Eine positive Antwort wurde über den ersten Theil des Antrages durch eine> vom Minister des Innern, H e r r f u r t h, verlesene königliche Kabinets- ordre ertheilt, laut welcher der König bestinimt, daß „für das Kaiser Wilhelm I. zu errichtende Nationaldeukmal ein Entwurf ausgearbeitet werde, in welchem die Denkmals- anlage auf das östliche Ufer des Kanals beschränkt bleibt und von der jetzigen Fluchtlinie des gegenüberliegenden Ufers überall einen Abstand von 13 Meter erhält." Der Plan, einen Ententeich zu schaffen und die Schinkel'sche Bau-Akademie niederzureißen, ist durch diese Kabinetsordre, die recht lange hat auf sich warten lassen, ein für alle Mal beseitigt. Ueber den zweiten Theil der Anfrage, das Lotterieprojekt, dagegen schwiegen sich die zwei Minister, welche in die Debatte eingriffen, Herrfurth und Miquel— anwesend waren der Ministerpräsident Graf Botho zu Eulenburg, die Minister des Innern, der Finanz, und der Eisenbahnen, H e r r f u r t h, Miquel und T h i e l e n, sowie der dauerhafte Staatssekretär v. Bötticher— in ein so diplomatisches wie durchsichtiges Schweigen.„Ueber Bor- Hänge", sagte v. Bötticher,„welche nicht in den Kreis unserer verantwortlichen Thätigkeit fallen, können wir keine Erklärungen abgeben, auch nicht über Vorgänge, welche sich in der Um- gebung de? Kaisers abgespielt haben, soweit nicht Regie- rungShandlungen in Frage kommen." Und der Minister des Innern erklärte,„ein Antrag auf Gestattung einer Lotterie im Zusammenhange mit den erwähnten Projekten sei an ihn weder schriftlich noch mündlich gelangt und iveder amtlich noch— abgesehen von Zeitungsartikeln— außer- amtlich sei ihm etwas davon bekannt' geworden. Eine Ab- ficht der Regierung, eine Lotterie zu genehmigen, könne nicht vestehen, noch bestehe sie. Alle Angaben, als ob ihm Lotterie- Projekte vorlägen«., seien vollständig frei erfunden." Wie aber das Ministerium sich zu einem Lotteneprojekt stellt, das ihm gegebenen Falls vorgelegt werden würde, darüber erfuhr man nichts. Der Kunze'fche Plan ist aber doch nur vorläufig zu den Akten gelegt und kann Fleisch und Blut annehmen, wie die von der Staatsregierung genehmigte Echloßfreiheits- und„Antisklaverei"-Lotterie. Konstitutionelle Illusionen täuschen uns aber auch gar nicht. Die Herren Staatsminister halten es für vereinbar mit ihrer Stellung. daß das persönliche Regiment mit seinen Rathgebern und Gefolgsleuten sich immer fester„stabilirt". Und sie sind doch in der That die Nächsten dazu, sich ein Urtheil darüber zu bilden, was höher zu schätzen sei, das Portefeuille oder der politische Ruf. Graf Zedlitz, Reaktionär vom Wirbel bis zur Zehe, hat diese Streit- frage, die für die Bötticher, Miquel� Herrfurth doch längst etwas mehr als„ein Problems nur" ist, mit klugem Sinne beantwortet. Daß dieser aristokratische EincinnaluS sich an Reiche hundert Mittel, Dich zu verderben, wenn er Dich nicht erwerben kann? Ein Päckchen Spitzen genügt, in Deinen Koffer heimlich eingeschwärzt, um Dich den Armen der Gerechtigkeit zu überliefern. Denn: Heilig ist das Eigenthum! Menschenwürde und Meuscheiiglück aber und jungfräuliches Zartgefühl sind es nicht. Berufst Du Dich auf Deine Unschuld? Du mußt Sie beweisen. Kannst Du sie beweisen? Deine Thränen, Dein unschuldiges, frommes Auge beweisen nichts, gegen den erheblichen Verdachtsgrund: arm zu sein. Monate lang hat die Dahingeschiedene in den Armen der Gerechtigkeit gelegen; sie haben genügt, um ihr das Herz zu brechen. Und nun ruhe sanft. Du holdes Ständchen des großen Weltalls. Andere Blumen werden blühen und gebrochen werden, bis die Erlösungsstunde schlägt, aber Du wirst unvergessen bleiben und unsere Herzen begeistern für den großen Kampf. Und nun weine nicht, Bräutigam, um Dein dahingewelktes Bräutchen. Jenseits des Grabes winkt und lockt die schönere, unvergängliche, uns Allen gemeinsame Braut: Die Freiheit! „So bleibt auch gefaßt, Ihr Anderen; laßt Eure Herzen nicht erweichen in Thränen, sondern laßt sie hart werden im Schmerz, damit sie fertig und bereit sind, für die Freiheit eine That zu thun. Nicht zur Rache fordere ich Euch auf, denn die Rache schließt eine Vergangenheit ab, ohne eine Zukunft zu eröffnen; wer aber ein Mann unter Euch ist, der werfe mit der Handvoll Erde das stille Gelübde mit in die Gruft, Gut und Blut dafür einzusetzen, daß solcher Opfer nicht mehr viele der Menschheit zur Schmach und Schande fallen. Amen!" Wieder erklangen die Töne des Hornquartetts in ernster Weise, und der Ntännerchor stimmte Freiligrath's herrliches Lied an: —„O lieb', so lang Du lieben kannst"— Hierauf trat Lange au das offene Grab und sprach mit weithin tönender Stimme: „Schon naht die Sonne sich mit frischem Glänze Und schaut die Erde an mit Liebesblicken; Der Frühlingsgotr mit buntem Blumenkranze Will wieder Feld und Wald und Wiesen schmücken. seinen heimischen Hcerd zurückzog, bewies, daß er ein Staatsmann war. Daß die Kollegen, welche mit ihm das- selbe Eisen im Feuer hatten, geblieben sind, beweist nur, daß sie— Minister sind. Kein Minister hat bestritten, daß Herr Kunze über die Köpfe der Minister hinweg im Auf- trage des Kaisers mit dem Berliner Magistrat in Ver- Handlung getreten ist.— Charakteristisch für die Landraths- kammer war der Tiefstand der Verhandlungen. Herr Eugen Richter, der den deutschfreisiunigen Antrag vertrat, hatte leichtes Spiel bei allen Parteien, von dem lustigen Ein- gänger Don Carlos Cremer abgesehen, da er das prädestinirte Opferlamm, den von Allen preisgegebenen Ober- Verwaltungsgerichts- Rath Kunze, zur Schlacht- dank führte. Den Opferungsakt begleitete er mit den feinsten Komplimenten für die Minister, die er von vornherein außerhalb der Wurflinie seiner Ge- schösse stellte. Schwirrte ab und an ein Redepfeil gegen das königliche Schloß, so hütete sich der Bourgeoispolitiker peinlich, an dem System Kritik zu üben. Statt arund- sätzlicher Beurtheilung persönliche Angriffe, das ist der ewige Nothbehelf jener Gruppen, die mit eherner Roth- wendigkeit an dasselbe System gefesselt sind, gegen dessen Konsequenzen sie sich des Oefteren zur Wehre setzen müssen. Gewandt tummelte er, ein Konkurrent des Treitschke, sein Rößlein als Leibhusar der Hohenzollern. Mit byzantini-, schem Schwünge feierte er die„Sparsamkeit" der Vorfahren Wilhelm IL und schmolz beinahe in royalistischer Ergeben- heit, da er von dem„altehrwürdigen Schlosse" sprach. Der deutschfreisinnige Antrag wurde zurückgezogen, da Herr Richter ihn durch den„Gang der Debatte" für„erledigt" erklärte. Was die nächste Zukunft bringen wird, bleibt ab- zuwarten. Und w i r können warten.— Sechszig Millionen. Angeblich wird die Mehr- forderung für Heereszwecke sechszig Millionen Mark betragen, was einer ständigen Erhöhung der dauernden Aus- gaben des Kriegsbudgets, die sich heuer auf rund 400 Millionen belaufen, um fünfzehn Prozent gleichkäme. Das dicke Ende aber käme noch nach in jenen lieblichen„außer- ordentlichen" Ausgaben, die das Ordinarium, die ordent- licke Ausgabe, mit mathematischer Genauigkeit begleiten und trotz ihreS Namens ga« oft wiederkehren. Jedenfalls aber betrügen sie viele hunderte von Millionen. Ter deutsche Michel wird neue indirekte oder höhere alte indirekte Steuern tragen müssen: denn dieser Reichstag sagt Ja!— Naive Ertvartunge». Augenblicklich sind Gerüchte im Schwange, wonach die württembergische Regie- nmg eine Reform der Branntweinsteuer angeregt haben soll. Und zwar hätten die Staatsweisen im Schwaben- lande die Absicht, die Beseitigung des famosen Vierzig M i l l i o n e n- T r i n k g e l d s, das den ostelbischen Schnapsbrennern alljährlich vom deutschen Volke in den Sack gesteckt wird, zum Besten der R e i ch s k a s s e zu fordern. Es müßte zu diesem Zwecke die Kontingentirung im Bräunt- weinsteuer-Gesetz aufgehoben, und der Steuerunterschied von 20 M. zwischen dem kontingentirten und nicht-kontingentirten Spiritus, die Liebesgabe für die Brenner, beseitigt werden. Die guten Leutchen, die glauben, daß Preußen, der aus- schlaggebende Bundesstaat, für diesen Eingriff in das ge- heiligte Bakschisch-Recht des„alten befestigten" Grundbesitzes zu haben wäre, sind wirklich recht schlechte Musikanten. Es ist noch kein Monat verflossen, seit der preußische Land- wirthschafts-Minister von Heyden bei der Pachtnachlaß- Debatte in gehobenem Tone erklärte, verkrachte Domänen- Pächter müßten ein kleines Vermögen von zehn- bis zwölf- tausend Thälerchen aus der Sintfluth des Bankrotts retten. Eher opfert ein preußischer Junker zwölf Zacken von seinem Stammbaum, ehe er einen Pfennig seiner wohlverbrieften Einkünfte preisgiebt. Und die Junker sind maßgebend in Preußen. Wozu die vierzig Millionen, die dem Reichssäckel zufließen sollen, verwandt werden würden? Die neue Militärvorlage giebt die Antwort darauf. Man könnte das Schauspiel für Götter erleben, daß die Junker gegen die Wehrvorlage stimmten, wenn ein Theil der Kosten aus dem bisherigen Brenner-Liebesgaben-Fonds bestritten werden sollte. Und deshalb wäre der Versuch nicht unwill- kommen als Probe für den waschechten„Patriotismus" der altpreußischen Granden, die jeden Mann und jeden Pfennig auf Kosten des Volts zu dewilligen die anmuthige Gepflogen- heit haben.— Und dennoch liegt die Erde unbewegt Und trauert still in unnennbaren Schmerzen, Denn eine Blume, die sie lang gepflegt, Liegt starr und leblos jetzt an ihrem Herzen. Ein schönes Herz, das aufgehört zu schlagen, Ein edler Geist ruht aus vom Erdenmüh'n, Noch in des Lebens gold'nen Frühlingstagen Umstrahlte sie das legte Abendglüd'n. Und, schon umwölbet von der dunklen Erde, Liegt, was so heiß geliebet und ersehnt, Was treue Lieb' am frühverwaisten Herde Als seinen köstlichsten Besitz gewähnt. So treten wir jetzt still an Deine Bahre. Die Thrän' im Auge und das Herz voll Leid, Und wissen doch, uns trennen wenig Jahre, Ein Tropfen nur im Meer der Ewigkeit; Ist doch auf Erden Wandrer, was da lebt, Dir war ein kurzer Lebenspfad beschieden, Jndest der Freunde Herz noch kämpft und bebt, Verträumest Du den Lebenskampf im Frieden. Leb', Thenre, wohl! Dein Bild ist uns geblieben, Schaut wie ein Himmel mild auf uns herab; Es stirbt als Blülhe, wen die Gülter lieben. Die Dichtung singt an einem frühen Grad; Und wenn die güld'ne Sonn' am Himmel scheint, Dan» seh'u wir Dich in jenen blauen Höhen Als Bild der Göttin, die uns Alle eint, Der Freiheit Bild, der wir entgegen gehen!" Noch einmal erhob sich der Gesang der Männer in dem Hauff'schen Liebe: „Morgenroth, Morgenroth! Dann trat Barth mit umflorten Blicken vor die Grab- öffnung und Haute schweigend bald den Sarg und bald die Tiefe an, in der jener gebettet werden sollte; und erst als die Träger hinzugetreten und den Sarg herabgelassen, sprach er mit gebrochener Stimme, deren Töne nur Wenigen vernehmlich wurden: „Süße Braut, mein Glück, meine Freude,'mein Leben, leb' wohl!" und so schonend wie möglich ließ er ein Bouquet von Rosen und Myrthen auf den Sarg hernieder- gleiten. „Judenflinten." Der„Reichs-Anzciger"(Nr. 110 vom 9. Mai) veröffentlicht an hervorragender Stelle fernes nichtamtlichen Theils folgende Nachricht: „Zu den in der A h l w ard t' sch en Broschüre „Neue Enthüllungeu Judenflinten" enthaltenen Angaben, welche geeignet sind, ganz falsch« Vorstellungen über die Beschaffenheit eines großen Theils unserer Infanterie- bewaffnung zu erzeugen, und zu den über diese Broschüre in mehreren Zeitungen stattgehabten Besprechungen wird Stach- stehendes veröffentlicht: I. Die Kommanditgesellschaft aus Aktien (Ludwig Löwe, Berlin) war kontraktlich verpstichtet, das Material zu dem Hanpttheil des Gewehrs— dem Lauf— von der königlichen Gewehrfabrik Spandau in Form von Lauf« stäben zu beziehen. Die der Firma gelieferten Laufstäbe sind identisch mit den seitens der drei königlichen Gewehrfabriken verarbeiteten. Da von der Beschaffenheit des Laufmaterials wesentlich die Kriegsbrauchbarkeit der Waffe abhängt, so liegt in dem vorerwähnten Umstände eine E i ch« r h ert für die Leistungstüchtigkeit der Löwe'fchen Gewebre; auch haben sich bis jetzt nach etwa IV, jährigem truppenmäßigen Gebrauch dieser Waffen besondere Mängel nicht bemerkbar ge- macht. Während der ganzen Dauer der Fabrikation dieser Gewehre haben ferner Kontrollbeschüsse seitens der Gewehr- Prüfungskommission stattgefunden, und haben sich bei diesen Beschüssen keinerlei Anstände ergeben. 2. Die Firma Löwe war durch Kontrakt verpflichtet, bis ult. Januar 1392 die letzten Waffen der ihr übertragenen Lieferung vo» 425 000 Gewehren abzugeben, nicht, wie in der Broschüre ge- sagt ist, am 1. Januar 1392. Mitte Januar dieses Jahres sind die letzten Gewehre der genannten Fabrik abgenommen worden. 3. Der Firma Löwe ist nicht ein Gewehrpreis vo» 53 M. gezahlt worden, wie die Broschüre behauptet, sondern ein er- heblich niedrigerer. Unter Zugrundelegung des Gewehrpreises in den königlichen Fabriken kann die Firma Löwe etwa 2 bis 4 M. an jedem Gewehr verdient haben, nicht 30 M., wie der Berfaffer der Broschüre behauptet. 4. Gegen die Ange- schuldigten, soweit sie der Militärgerichtsbar- k e i t unterstellt sind, ist gerichtliche Untersuchung eingeleitet. 5. Dem Staatsanwalt ist von der Sache Mittheilung zugegangen mit dem Anheimgeben, seinerseits die erforderlichen Schritte zu thun." Diese vorläufige Mittheilung, die als„halbamtlich" zu betrachten ist, giebt noch keine entscheidende offizielle Auskunft über den Kern der Ahlwardt'schen Anklagen. Hoffentlich werden Militärgericht und bürgerliches Gericht in das Helldunkel, das über der Sache ruht» sobald wie möglich Licht bringen und den Thatbestand endgiltig fest- stellen. Das herrliche geheime Verfahren der preußischen Militärgerichtsbarkeit wird, so erwarten wir, diesmal kein Hinderniß fein, volle Publizität über den Ausgang des Prozesses walten zu lassen.— Der Streit im konservativen Lager. Graf K l e i st» Schmeuzin, der im preußischen Abgeordnetenhause den pommerfchen Wahlkreis Schivelbein-Dramburg und im Reichstag den 4. Kösliner Wahlkreis vertritt, hat seinen Austritt aus der konservativen Fraktion des Abgeordneten- Hauses erklärt. Veranlaßt ist dieser Schritt durch den Be» schluß der Fraktion, darauf zu dringen, daß der Einfluß des Abgeordneten v. Helldorff aus der Gefammtleitung der Partei entfernt werde. Graf Kleist hatte der Sitzung der Fraktion, in der jener Beschluß gefaßt wurde, nicht bei« gewöhn! Die Grimpe Helldorff hat noch immer sehr be- quem auf dem Rücksitze einer Droschke zweiter Klasse Platz.- Der 9. Mai— ein Rückblick. Heute vor 43 Jahren — am 9. Mai 1849 gelang es, nach sechstägigem blu- tigern Kamps, den für die Fürsten kämpfenden preußisch' sächsischen Truppen, den„Dresdener Mai-Auf- stand" niederzuschlagen und die Bertheidiger der Reichs- Verfassung zu überwinden. Auf die Einzelnheiten jenes Kampfs, der unmittelbar darauf in Baden und der Pfalz seine Fortsetzung fand, bis die Reaktion für den Augenblick endgiltig siegte, wollen wir hier nicht näher eingehen. Die Schilderung eines Auaenzeugen, die in der vorigen und heuttgen Nummer unseres Blattes zu finden ist, giebt dem Leser ein lebendiges Bild jener Tage. Wir wollen bloS auf einen Punkt, der ein besonderes Interesse hat, die Ausmerksamkeit lenke». Man hat uns oft die Frage gestellt:„Glaubt Ihr an eine friedliche Entwickelung der Dinge?" lind wir antworteten stets:„Das hängt mcht von uns ab, sondern von unseren Gegnern". Im Jahre 1349 hatten die gesetzlichen, nach all- gemeinem Stimmrecht gewählten Vertreter des deutschen Volks, imFraukfurtn Parlament versammelt, eine Reichsverfaffung be« Darauf aber gestattete er dem Blicke, auf seiner Um- gebung herumzuirren; seine Züge nahmen dabei einen AuS- druck ernster Entschlossenheit an, und festen Schritte? trat er zu den Uebrigen zurück. Da öffnete sich der Kreis der Männer, und in weißen, mit schwarzen Bändern garnirten Kleidern traten Helene, S ermine, Elise, Fanny Musselich und Veronika Habicht an das rab, um, ihrem HerzenSbedürfniß gemäß, zu beten und Kränze und Palmen als letzte Liebesgabe der todten Freundin aus den Sarg zu streuen, worauf sie sich alsbald nach ihren Wagen zurückbegaben. Dem Todtengräber aber ward die Arbeit erspart, denn nicht eher hörten die Arbeiter aus, mit ihren Händen Erde in die Gruft zu werfen, bis diese ge« füllt war; und dann mußte sich darüber noch ein Hügel wölben, den bald die übrig gebliebenen Blumen über» deckten. Nun erst löste sich die Versammlung ruhig und schweigend auf. Die Feierlichkeit, welche bald genug die Keime für größere und wichtigere Ereignisse entwickelte, war u Ende; der Kirchhof blieb allein mit seinen Todten, im eierlichen Schweigen Derer wartend, die ihm der Tod noch weiter zuführen sollte. Zweites Kapitel. Philosophie und Leben. Wir folgen Einigen der vom Grabe Zurückkehrenden. Im lebhaften Gespräche begriffen sehen wir Lange, Iwan und Frank, während Barth einige Schritte hinter ihnen W trauervollem Sinnen zurückbleibt. „Also gesund wieder in Deutschland angekommen und schon einige Zeit hier, ohne daß Sie ein Lebenszeichen von sich gegeben hätten?" fragte Lange seinen jungen Freund aus dem großen Ostreiche. „So ist es; ich bedurfte einiger Zeit der Sammlung und Ueberlegnng, um mit festem, klarem Blick und Eni- schluß in die /nunmehr eröffnete praktische Wirksamkeit zu treten." g „Und Ihre Reise hat den gewünschten Erfolg gehabt � „Ueber alles Erwarten, so trostlos im Anfang die Aus« sichten schienen. Aber was weinen Sie dazu, daß Dr. Rag' fchloffen, die den Anschauungen und Wünschen der Mehrheit des schließen, stellt der Arbeiterbewegung in Frankreich ein so beutschen Volks entsprach. Das war„ friedliche Entwickelung". günstiges Beugniß aus, daß wir es unseren Lesern nicht Die damaligen Fürsten aber wollten von dieser fried- vorenthalten durften. Wahrlich, wir sind besiegt. Und es lichen Entwickelung nichts wissen, sie stellten ihre dynastischen wird mit uns Matthäi am legten sein, wenn die Alliance Interessen über die Intereffen des Volts, sie weigerten sich, Antisozialiste den Helden Siegfried des Kapitalismus, so die deutsche Reichsverfaffung anzuerkennen, traten mit den auszieht, den Drachen Fafnir des Sozialismus zu erschlagen, Waffen in der Hand- gewaltsam"-ben Bürgern ent- Herrn Eugen Richter, zum Ehrenmitglied ernannt haben gegen, welche in durchaus gesetzmäßiger Weise das Ins- wird. Er verdient es gewißlich. lebentreten der Reichsverfassung forderten, und ertränkten in Strömen von Blut die deutsche Einheit", von der uns byzantinische Soldschreiber heute vorreden wollen, sie sei das Ideal der Fürsten gewesen. zu sein. Auf wen, ist nicht bekannt. Parteinachrichten. Achtung! Unterzeichnetes Romitee richtet an alle in der Provinz Brandenburg gewählten Delegirten zur Partei Konferenz die Bitte, um alle Weiterungen zu vermeiden, sich von dem Bureau der Bersammlung ein Mandat ausstellen zu lassen. Ferner wird Das Komitee: Fr. 8ubeil, Naunynftr. 86. Kleinert, Lühowfir. 118. Pfarr, Wilsnaderstr. 49. ersucht, bei Fr. Zubeil, Naunynftr. 86, die Zahl der gewählten Delegirten bis spätestens Sonnabend den 14. Mai angeben zu Die belgische Verfassungsrevision. Die Entscheidung wollen. Die Konferenz wird Sonntag den 15. Mai Vormittags wird in diesen Tagen getroffen werden, und es ist so gut der Kammer über die Frage: Revision oder Nichtrevision? 8 Uhr eröffnet. wie gewiß, daß die Mehrheit, ja ziemlich die gesammte Teufelaustreibung aus Bayern. Einen tultur Kammer sich für die Revision aussprechen wird. Welcher gefchichtlichen Beitrag zur Charakteristit gewisser katholischer Art die Revision sein soll, das ist Sache der nächsten Vaterlandsfeindliche Gesinnung liest die Münchener, AlPfaffentreise veröffentlicht die Sonntagsnummer der„ Köl- Kammer, die im Juni auf Grund des herrschenden Wahl- gemeine Beitung" aus der Adresse heraus, welche die Sozialnischen Zeitung". Wir werden in unserer nächsten Nummer systems gewählt werden soll. Dieses Wahlgesetz ist noch demokraten von Bingen und Rüdesheim am 1. Mai an die fran bie Geschichte dieser bayerischen Teufelsaustreibung aus dem weit schlechter, als das vom Fürsten Bismard als das„ er- zösischen Sozialdemokraten gerichtet haben. Da die Adresse sich Jahre 1891 zum Abdruck bringen. bärmlichste" bezeichnete Wahlgesetz für den preußischen lediglich gegen die großsprecherischen Teutschlinge wendet, welche Landtag. Es schließt fünf Sechstel der männlichen Be- Frankreich am liebsten zu einem einzigen großen Leichenfelbe ge Reichstags- Nachwahl in Groß- Strehlik. Bei der völkerung über 21 Jahr aus, jo daß von der Million macht sehen möchten, liegt das Ungerechtfertigte des Vorwurfs so auf der Hand. am 5. d. M. stattgehabten Reichstags- Ersatzwahl im Wahl- wahlfähiger Männer, die das 4/2 Millionen Bevölkerung Dasselbe gilt von den bezüglichen Auslassungen der Nordd. freis Cosel- Groß- Strehlig wurde, wie schon gemeldet, der enthaltende Musterland" zählt, blos 130,000 zu wählen Allg. Btg." und der übrigen Gebärdenspäher und GeschichtenBentrumskandidat Rechtsanwalt Dr. Stephan- Beuthen D./S. berechtigt sind. Daß eine auf solcher Grundlage beruhende träger. gewählt. Nach dem amtlichen Wahlergebniß erhielt er Kammer fich freiwillig für das allgemeine Wahlrecht ent10 716 von 10 832 abgegebenen Stimmen, Es scheinen scheide, ist nicht anzunehmen. Wie es scheint, will man es Aus Solingen schreibt man uns:" Der Kreistag des Kreises demnach auch auf einen Anderen Stimmen abgegeben worden mit dem sogenannten„ Offupationssystem" versuchen, d. h. Solingen hat im Laufe des vorigen Jahres eine Verfügung ereinem System, welches das Stimmrecht dem ertheilt, welcher lassen, wonach jede Tellersammlung oder die Erhebung eines Eininne- itsgeldes Ein bürgerliches Urtheil über die Maifeier. ein Haus oder einen Theil eines Hauses besitzt oder inne der vorherigen schriftlichen Genehmigung der Ortspolizeibehörde trittsgeldes zur Deckung der Kosten einer Boltsversammlung von Während die deutsche Bourgeoispreffe in peinlicher Ver- hat, also etwas Aehnliches, wie es das englische household abhängig sein soll. Für eine auf den 4. Oktober hierselbst einlegenheit gegenüber dem Ausfall des Weltfeiertags der Ar- suffrage, das jedoch durch andere Bestimmungen sehr er- berufene Voltsversammlung war die Erhebung einer Zellerfammbeiter fich windet und dreht, faßt die bürgerlich- demokratische weitert ist. Dieses Otfupationssystem" würde nicht viel lung nachgesucht, aber abschlägig befchieden worden, wobei auch " Züricher Post" ihre Ansicht wie folgt zusammen( Nr. 108 mehr als die Hälfte der Wahlfähigen wahlberechtigt machen, der Erhebung eines Eintrittsgeldes", von der in dem Gefuch nicht einmal die Rede gewesen, die Genehmigung versagt war. Dar Dom 8. Mai) Die Berichte, welche über die Maifeier von ist für die Sozialisten also unannehmbar. auf wandte sich der Einberufer obiger Versammlung am 15. Oft. den verschiedensten Seiten her eingelaufen sind, bieten zu- Bourbaix an der Arbeit. Der sozialistische vor. Js. beschwerdeführend an die tgl. Regierung in Düsseldorf gleich den Theilnehmern dieses Festes wie auch Allen, welche Rebner" Lacroix, welcher in Lüttich als Dynamiterich mit dem Hinweise auf ein auch in der„ Bergischen Ärbeiterſtimme" daffelbe unbefangen beurtheilen wollen, ein Gesammtbild, verhaftet ward, ist, wie der„ Beuple" von Brüssel, das veröffentlichtes Erkenntniß des Straffenats des fönigl. Kammerdeffen Anblick fie befriedigen darf. Für die Arbeiterschaft, Drgan unserer Genossen, mittheilt, niemals ein jezialiſti gerichts in Berlin vom 15. Mai 1891, wonach alle Verordnungen, welche den Feiertag eingesetzt und veranstaltet hat, ist es scher Redner" gewesen und stand seit 1890, weil er die Tageskosten von Boltsversammlungen verbieten, eine gefezwelche Tellersammlungen oder Eintrittsgelder zur Deckung der die weltweite Ausbreitung, die ihr Gedanke fand, für die Dynamit Theorie unter höchst auffälligen Umständen an- liche Unterlage besigen. Mit Rücksicht auf den flaren bürgerlichen Kreise sind es die Ruhe und würdige Haltung empfahl, im Verdacht, ein Spigel zu sein. Von den übrigen Wortlaut des fammergerichtlichen Urtheils verlangte der Be der Feiernden, die mit Genugthuung erfüllen." verhafteten Anarchisten" werden die meisten uns als sehr schwerdeführer die Aufhebung des Verbots der Polizeibehörde. Matthäi am lehten. Am 7. Mai wurde in Baris zweifelhafte( oder auch unzweifelhafte) Runden bezeichnet. Diese Beschwerde ging am 15. Oktober nach Düffeldorf ab, worauf in vorvoriger Woche folgende Antwort des Düsseldorfer Regierungs eine Alliance Antisocialiste", ein Antisozialisten- Das enthüllte Geheimniß von Woolwich. Ueber präsidenten erging. Bund gegründet, der bezweckt, den Individualismus gegen die bereits in ihrer Nichtigkeit gekennzeichnete Schauermär Düsseldorf, den 28. März 1892, über den sozialistischen Ideen zur Geltung zu bringen". von der schwarzen Handtasche, die am 1. Mai an der Polizeiverwaltung zu Solingen vom 2. Oftober v. J. unter dem Ihre gegen die anbei zurück erfolgende Verfügung ber Die Allianz umfaßt, wie die Frankfurter Beitung" be- Mauer des Arsenals von Woolwich bei London ge- 15. Oftober v. 3. erhobene Beschwerde muß ich nach den ans richtet, Politiker aller Parteien, Akademiker, Gefunden wurde, erfährt man jetzt Näheres. Man weiß nun, gestellten Ermittelungen als unbegründet zurückweisen. Wie durch lehrte, Schriftsteller, beispielsweise die Chefradekteure des baß die Reisetasche, welche Schießpulver Muster enthielt, Stückfrage bei der dortigen Ortspolizei- Behörde festgestellt worden Figaro"," Journal des Debats"," Siècle", Henri Taine, einem ausländischen Handlungsreisenden ist, hatten Sie bei derselben die Genehmigung nachgesucht, bei die Herzoge von Broglie und Audiffret- Basquier, die Depu- gehörte, der, wie Augenzeugen gesehen haben, am Sonn- der von Ihnen auf den 4. Oktober v. J. einberufenen Boltstirten Pion, Leon Say, den Senator Jules Simon und abend ungefähr um Mitternacht in der Beresford- Street in versammlung eine Tellersammlung abhalten zu dürfen, bei Für die Auflösung aller Gruppenunterschiede Woolwich von drei Unholden angefallen und seiner Tasche welcher die Bahlung eines Beitrages in beliebiger Höhe in das innerhalb der befizenden Klassen ist diese ergögliche Grün- beraubt worden ist. Die Straßenräuber, welche wahr- Ermessen der Theilnehmer der Versammlung gestellt werden sollte. dung symptomatisch. Alle Fraktionen laufen wie Quecksilber- scheinlich werthvolle Waaren in dem Beutel vermutheten, dieffeitigen Polizeiverordnung, betreffend das Kollektenwesen, vom Die Ortspolizei- Behörde, welcher sowohl nach§ 7 Absatz III der Fügelchen zu Einer Schicht zusammen, seitdem der feste schnitten ihn auf, doch ist es unbekannt, ob sie etwas aus 29. Auguft 1879( A.-BI. S. 364) und nach§ 1 der Kreispolizei Schritt des Proletariats den tapitalistischen Grund er beniselben genommen haben. Jedenfalls haben sie ihn so, Berordnung vom 2. April 1891 die Entscheidung über Ihr Gesuch schüttert. In diesem Konventikel finden sich ehrsam- steif- wie er gefunden ist, weggeworfen. Die Polizei fennt die zustand, hat die beantragte Genehmigung versagt. Diese innerhalb leinene Bourgeoisrepublikaner, Orleanisten, Legitimisten, häter. Der Ausländer ließ seinen Beutel im Stich und ber Buständigkeit der Ortspolizei- Behörde getroffene Entscheidung Imperialisten, Pfaffen, Kapitalisten, in trauter Genofsame lief davon. fann ich nicht für ungerechtfertigt erachten, zumal nach Lage zum Rütlibunde gegen den Sozialismus einhellig zu der Sache jede Kontrolle über über die Verwendung ſammen. Und Lümpchen Jules Simon, Ex- Mitglied der It's möglich? Ein Telegramm der Frankfurter etwa eingesammelten Gelder ausgefchloffen war. Wenn Internationalen, der seinen kommunistischen Wein längst Beitung" besagt, daß unser Genosse Körner, eins der in der angefochtenen Entscheidung auch die Erhebung eines Einmit der fanften Limonade kapitalistischer Dekonomie vertauscht Opfer des italienischen Angst- und Bankrott- Regiments, nach trittsgelbes versagt wird, so ist anzunehmen, daß der betreffende hat, paßt vortrefflich zu dem Geldsack- Fanatiker Leon Say, feiner vorige Woche erfolgten Freilassung aus Italien aus Bassus nur irrthümlich in die polizeiliche Berfügung vom 2. Dtober v. J. aufgenommen worden ist, da wie vorerwähnt der Tendenzhistoriker Taine, der seit dreißig Jahren sich ab- gewiesen und auf ein englisches Schiff gebracht worden sei, Ihr Antrag fich lediglich auf die Genehmigung einer Zellerquält, die französische Revolution auf den Schinderhannes weil die deutsche und österreichische Regierung ihm den Einsammlung richtete.- Ihre Berufung auf das Erkenntniß des zu bringen, vortrefflich zu dem Krautjunker Audiffret- Pas- tritt in die betreffenden Staaten verweigert habe. Bon Straffenats des töniglichen Kammergerichts vom 14. Mai 1891, quier. Sie alle schaaren sich um das" Palladium des sitt- Desterreich wollen wir hier nicht reden, aber Körner ist aus dessen Gründen Sie die ungültigkeit der erwähnten Solinger lichen Staats", das heilige Privateigenthum. Die Höhe unseres Wissens deutscher Staatsbürger, und er kann also Kreispolizeiverordnung vom 2. April 1891 herleiten wollen, er des Aktienkapitals dieser Gesellschaft ist leider nicht an- an der Rückkehr nach Deutschland nicht verhindert werden. scheint mir unzutreffend. Denn das gedachte Erkenntniß bezieht gegeben, es sind aber schwere Männer", die an der Spize Oder hatte Körner freiwillig auf diese Annehmlichkeit verstehen. Herr von Broglie, Erz- Reaktionär und Erz- Chauvinist, zichtet? der schon vor 15 Jahren durchaus mit den Kosaken in den Krieg gegen Deutschland ziehen wollte, Yves Guyot, Erz- Ungarisches. Der ungarische Handelsminister Baroß apoftat,( Mitverfasser der bekannten ins Deutsche über ist am 9. Mai gestorben. festen Schrift gegen das Christenthum, und bei der legten Wahl noch radikal- sozialistischer" Kandidat) u. a. Daß diese Leutchen es für nöthig halten, unter den Auspizien des großen Ravachol eine heilige Allianz gegen den Sozialismus zu andere." = Wir ber ich auf eine Polizeiverordnung des Herrn Regierungspräsidenten in Arnsberg, welche insofern von der Dortigen Kreis Polizeiverordnung erheblich abweicht, als sie das Erheben von Eintrittsgelbern bei Bersammlungen überhaupt, also auch von festen Eintrittsgeldern, an die Genehmigung der Drts. Polizeibehörde knüpft. Ferner hat dieses Erkenntniß einen Rechtszustand zur Boraussehung, nach welchem der Dets Polizeibehörde das Recht zur Genehmigung von Kollekten Totaler Natur überhaupt nicht übertragen ift. Sonach wird die Rechtsbeständigkeit der bortigen Kreis Polizeiverordnung durch das gedachte Erkenntniß nicht berührt und ift Der Regierungs- Präfident. von der Rede, maus seine Hand zu einer abscheulichen Intrigue geboten, aus der ich mich, gutem Soldatengebrauch gemäß, ohne nach wie vor nach den Bestimmungen derfelben zu verfahren. die bis ans Verbrechen heranreicht? Daß er, um meine freie Urlaub nicht wieder zu entfernen gedenke." Thätigkeit in Verfolgung meiner Rechtsansprüche zu hindern, Go ist's recht; nur frisch hinein in die Weltarbeit. mich durch Vermittelung eines Anderen in Wechselarrest mit der Beit giebt sich alles Andere von selbst." Der Düsseldorfer Regierungspräsident befindet sich unseres Grachtens ganz entschieden im Irrthum, wenn ihm das Erkenntbringen ließ und während der Zeit meiner Haft mir einen Jwan enteilte und Lange meinte, zu Frank gewendet: niß des Kammergerichts als unzutreffend erscheint." Nach seiner Theil meiner Korrespondenz stahl?" „ Das Alles sieht ihm so ähnlich," meinte Lange, daß " Ich hoffe viel von diesem jungen Manne, bei welchem Ansicht ist das angezogene Erkenntniß auch deshalb auf die Niemand sich wundern tann; Schlimmeres, als dieses ist von Herz und Kopf so frisch zur That bereit. Aber Gie, Solinger Kreis- Polizeiverordnung nicht anwendbar, weil die Polizeiverordnung des Regierungspräsidenten von Arnsberg bas ihm unternommen worden, und wird seiner Beit die ent- theurer Freund, haben wieder einmal das Rößlein Ihrer Erheben von Gintrittsgeldern bei Bersammlungen überhaupt, sprechenden Früchte tragen. Aber wir sehen Sie nun wohl Begeisterung mit lofen Bügeln schießen lassen. also auch von festen Eintrittsgeldern an die Genehmigung der als ruftigen Mitarbeiter in unserer Mitte und nicht mehr haben schon einen mißlichen Stand, daß wir ohne Bewilli- Ortspolizei- Behörde knüpft." Nach diesen Ausführungen muß als schmollenden Stubenhocker, verzeihen Sie- ich gung des Ortsgeistlichen am Grabe gesprochen. Und nun man unbedingt zu der Annahme gelangen, daß der Herr Revollends diese Rede!" gierungspräsident die festen Eintrittsgelder" von der Ge wollte sagen, als einsamen Träumer?" Was wollen Sie, Herr Doktor; sollen wir um Er- nehmigung der Polizeibehörde nicht abhängig gemacht sehen will laubniß fragen, wenn wir am Grabe unserer Lieben sprechen? sich auf die festen Eintrittsgelder" bezieht, einverstanden ist. resp. mit dem Erkenntniß des Kammergerichts, insoweit dasselbe uns eine Bensur gefallen lassen? Das scheint mir mehr Der Herr Regierungspräsident nimmt an, daß die Solinger wie kindisch, mittelalterlich- bornirt. Und was ich gesprochen, Kreis- Bolizeiverordnung von der Polizeiverordnung des Re ist wahr. Warum soll ich nicht sagen, was wahr ist? Wenn gierungspräsidenten von Arnsberg erheblich abweicht, ja, daß Sie hätten damals nicht so unbesonnen schnell das ich einen Gemordeten sehe, soll ich seinem Mörder nicht bas feste Eintrittsgeld nur irrthümlich in die polizeiliche 2. Oktober aufgenommen worden ist", Feld räumen sollen." fluchen dürfen? Das Vieh darf schreien, wenn es gemiß- Verfügung vom Der§ 1 der Habe ich nicht Recht gehabt, hat sie nicht jenes Ver- handelt wird, und wir als Menschen sollen schweigen müssen, was jedoch durchaus nicht der Fall ist. hältniß nach meiner Abwesenheit fortgesponnen? Wollen bloß weil gewisse Dhren dieses Schreien unangenehm finden? Solinger Kreis- Polizeiverordnung vom 2. April 1891 lautet nämlich wörtlich:§1. Die Veranstaltung und Ausführung von sogen. Sie leugnen, daß eine größere Annäherung zwischen ihr und Nein, ich gehöre zu Denen, die da schreien müssen, wenn Zellerfammlungen, bei welchen die Zahlung eines Beitrages oder Findeisen stattgefunden?" Ich muß mich wohl entschließen", rief Jwan mit einem Seufzer. Sie werden errathen, daß es mir sauer ankommt. Sehe" ich doch in dem Bruder immer die Schwester, werde ich doch durch Sie Alle fortwährend an die erinnert, die ich vergessen möchte." " Ich will mich nicht ganz freisprechen von der Schuld der Uebereilung; aber sie mußte anders handeln, wollte sie dem Ideal entsprechen, das ich mir von ihr geträumt." " " " Ich kann das nicht leugnen, was sich deutlich genug sehen. Mag man uns besser behandeln, dann brauchen wir desgleichen die Erhebung eines freiwilligen Eintrittsgeldes oder herausstellt; aber verwechseln Sie nicht immer Ursache mit nicht zu schreien." eines solchen von beliebiger Höhe bei öffentlichen und bei solchen Wirkung, zumal wenn Sie das als Beweis anführen, was" Ja, ja, es werden noch manche Opfer fallen, aber tch Versammlungen, auf welche die Vorschrift des§ 1 bezw. des§3 möchte lieber das nächste sein, als andere Opfer sehen." Sie selbst zum Theil haben bewirken helfen?" der Verordnung über die Verhütung eines die gefeßliche Freiheit und Ordnung gefährdenden Mißbrauchs des Versammlungs- und Also auch ein Stückchen Egoismus?" fragte Frank Bereinigungsrechts vom 11. März 1850( G.-S. S. 277) An lächelnd. wendung findet, ist nur nach vorgängiger schriftlicher GenehmiWas wollen Sie. Etwas Egoismns trägt Jeber in gung der Orts- Bolizeibehörde desjenigen Bezirts, in welchem die Und ist es ihre Schuld, wenn Sie sich ein Jdeal ge- diesem Jahrhunderte Geborene an seinen Stiefeln mit herum. betr. Versammlung abgehalten wird, gestattet." Der Beschwerde träumt da, wo Sie nur das Recht hatten, das wirkliche zu Aber hier gestatten Sie mir, Abschied zu nehmen. Hier führer wird selbstverständlich den weiteren Instanzenweg be nehmen, wie es eben ist?" wohnt unser ehemaliger Leidensgefährte, der Philoph treten." " Ich komme mit Ihnen nicht aus," meinte Jwan Mensch, dessen Philosophie ihn nicht verhindert, nebenbei seufzend und lächelnd zugleich. Es kann das Alles auch ein großer Egoist zu sein. Ich habe ihm wiederholt einen Gegen den Reichstags Abgeordneten Jöst in Maina nichts mehr helfen. Entlassen Sie mich, bitte, für heute Besuch versprochen und will nun heute einmal sehen, ob ist eine vor ca. zwei Jahren eingeleitet gewesene Untersuchung noch einmal; denn ich habe sie gesehen und bedarf der nicht aus diesem Philosophen noch ein Mensch heraus- wegen Beleidigung eines dortigen höheren Polizeibeamten, welch Sammlung, will mich da drüben in dem Bart verlieren zuschälen ist." und morgen in die Armee des arbeitenden Boltes eintreten, ( Fortfegung folgt.) Polizeiliches, Gerichtliches ze. lettere in einer Parteiversammlung geschehen sein soll, wieder aufgenommen werden. ArbeiterFür den Inhalt der Inserate über Bildungs- Schule. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 10. Mai. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Schauspielhaus. Narziß. Berliner Theater. Dorf und Stadt. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Wallner- Theater. Ehrliche Arbeit. Residenz Theater. Der fleine Schwerenöther. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Die Ulanen. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Bellealliance- Theater. Der Günftling. Kroll's Theater. Der Barbier von Sevilla. Ostend- Theater. Heinrich Heine. Der Fall Clémenceau. Fernpalaft. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. PassageAm Mittwoch, den 11. d. M.( Bußtag) fällt der Unterricht an allen Schulen aus. Den Schülern der Dit- Schule zur Renntniß, daß der Unterricht im Rechnen Donnerstags, und Deutsch ( untere) Sonnabends, wieder regelmäßig stattfindet. 459/9 Der Vorstand. Genossen, welche gewillt sind, einem gemüthl. ält. Arbeiter- Gefangv. beizutreten, werden ersucht, Donnerstags Abends Annenstraße 16, zu erscheinen. Tenöre erwünscht. 29286 Gesangverein ,, Nordstern"( M des Arb.-S.-B.), durch Austreten indifferenter Sangesbrüder geschädigt, sucht Mitglieder. Uebungsstunde Donnerstag, Abends 9 Uhr, bei Reichert, MüllerStraße 7. 2900b 24002 Die beschlagnahmte Wiener Maifest- Zeitung ist jetzt freigegeben und gelangt von heute ab bei Herrn Louis Abel, Buchhandlung, Berlin S., Sebastianstr. 29, zur Auslieferung. Bestellungen nimmt jeder Verschleißer von Beitungen und Büchern entgegen. Preis 20 Pfennige. Wien, 7. Mai 1892. Verlag der Volkspresse. A. Heimann. Empfehle mich den Genossen zur Anfertigung fämmtlicher Seilerwaaren zu soliden Preisen. 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" " " " " 24, 30, 36, " " " 15 20 " " " " " " 24 " " 07 " " " " " " " 40, 28 " " " # 48, 32 " " " 83 " Abtheilung II. Sonstiger Detail- Preis M. 30, bei uns von M. 20 • ... • " " " Buckskin Kammgarn " " Satin. Nouveauté " " Haute Nouveauté " " an. " " " " " " 40, 45, 48, 28 " " " " 30 " " " " " 32 " " " " " 54, 38 " " " 29 " " " " 60, 45 " " OF " an. 55, 38 " " 65, " " " " " 50 " " " " " Abtheilung III. sonstiger Detail- Preis M. 48, bei uns von M. 32 Abtheilung IV. sonstiger Detail- Preis M. 6, bei uns von M. 2½ an. == 8, " " " 10, 4 52 " " " " " " " " 12, ry " " " " 18, 10 " " " 26, 13 " " Hosen und Westen in jeder Preislage in den großartigsten Mustern und Stoffen. Sommer- Paletots " ******** Abtheilung V. Sonstiger Detail- Preis M. 20, bei uns von M. 9 an. 29, 14 " " " " 36, 20 " " " " " " " m. seid. Aufschlägen 40, 28 " " " " " " " " " u. Futter hochelegante " " 48, 32 " 54, 38 " " Ulster in hellen Stoffen 36, 20 " " carrirten 19 40, 24 " " " " " " hochfeinen. 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" 9/2" 512 " " " " " Satin, 10, 12, 53/4 6 B " " Diagonal, " 13, 18, " " 15, 18, 19, " 20, " 24, 30, " hochfeine, c) Jünglings- Anzüge, in Zwirn,. " " " Buckskin, " Cheviot, " Diagonal, " Kammgarn hochelegante, B 11 14 " " 18 " 2 Knaben- Paletots mit und ohne Pellerine von 3" Mark au. Für das Verleihen von Fracks, sowie ganzer schwarzer Anzüge haben wir eine besondere Abtheilung eingerichtet. Bei den von uns notirten Preisen ist jede Uebervortheilung ausgeschlossen, und bemerken wir ausdrücklich, daß unsere Waaren nur von freien Schneidern und nicht in Buchthäusern nach neuestem Schnitt aus nur gediegenen Stoffen angefertigt find und jeden Vergleich mit e nach Maass gefertigten Kleidern aushalten können, und ersuchen wir Jedermann, unser Riesen- Etablissement in Augenschein zu nehmen und sich durch Einkauf persönlich davon zu überzeugen. Zum Prophet", Welthaus fertiger Herren- und Knaben- Garderoben, I. Etage, am Dönhoffplatz, I. Etage, Ede Leipziger und Kommandantenstraße. P. S. 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Die Bau- Akademie und das Grundstück Terrassen beschafft sein würde, dann erwartete der Mann als Am Ministertische: Graf Eulenburg, v. Bötticher, derfelben würde in Frage kommen. Will der preußische Fistus Bürgerfrone die Ernennung zum Ober- Bürgermeister von Berlin Herrfurth, Miquel, Thielen, v. Heyden, Bosse unentgeltlich dieses Grundstück zur Verfügung stellen Die Re-( Heiterkeit); so bescheiden ist der Herr; er hätte eigentlich mit und Rommiffarien. gierung würde selbständig dazu garnicht berechtigt sein. Es der Neukonstruktion des gestürzten Ministeriums beauftragt Eingegangen ist ein Antrag der Abgg. Richter und Gen. würden ferner große Wasserbauten nothwendig fein, für welche werden müssen. Herr Kunze hat allerdings erklärt, die 1½ Mill betr. die Borlegung von Entwürfen über Abänderung des Gelder nicht vorhanden sind. Alle diese Projekte entspringen sollten nicht aus einer Lotterie beschafft werden. Aber er hat. Landtags- Wahlrechts und eine neue Eintheilung der Wahlkreise. nicht einem praktischen Bedürfniß, einem Verkehrsbedürfniß, son- sich dazu nicht verbindlich gemacht; das Lotterieprojekt ist vielAuf der Tagesordnung steht zunächst der Antrag Richter: dern es handelt sich um Luxusbauten, die sich durch ihre Ufer- leicht nur vertagt. Wo sollen denn die Gelder sonst herkommen? Die Staatsregierung um Auskunft darüber zu ersuchen: 1. ob losigkeit auszeichnen. Jedes Projekt gebiert ein neues. In Ich will das Licht der Deffentlichkeit auf das Halbbunkel fallen dieselbe die Niederlegung fistalischer Gebäude bezw. die Ab- dieser Weise brängen sich Höflinge und phantasievolle lassen, damit es schwierig wird, dunkle Wege zu gehen. Es sind tretung fistalischen Grund und Bodens in der Umgebung des Architekten heran und suchen die Borstellung zu erwecken, Andeutungen gefallen, als ob große Lieferanten für Armee und fönigl. Schlosses beabsichtigt; 2. ob dieselbe es angemessen er als wenn man durch äußerlichen Glanz und Prunk der Staat in der Lage sein würden, Beiträge zu geben unter der achtet, nochmals eine Lotterie zu genehmigen zur Erwerbung Krone diene. Dergleichen war doch früher nicht bei uns? Voraussetzung: Eine Hand wäscht die andere. Wenn die große bezw. Niederlegung von Privatgebäuden in der Umgebung des Wie kontrastiren solche Projekte mit den gegenwärtigen Erwerbs- Pferdebahn- Gesellschaft 300 000 oder 500 000 m. geben wollte, öniglichen Schlosses. verhältnissen? Der Finanzminister ist äußerst targ; die Kon- sollte sie die Genehmigung zur Durchfreuzung der Linden erhalten Dieses Abg. Richter: Unser Antrag bezweckt Klarheit zu be- sequenzen dieser Sparsamkeit verspürt der letzte Beamte, dessen an dem Punkte, wo es ihr bisher verweigert wurde. chaffen über Projekte bezüglich der Umgestaltung der Umgebung berechtigte Ansprüche nicht befriedigt werden können. Es fehlen Projekt hängt mit dem Schloß nicht zusammen, es ist eine Ver es fönigl. Schlosses, welche zur gesteigerten Erregung in weiteren die Mittel für eine Vermehrung des Richterpersonals zur fehrsfrage. Die Staatshoheit darf nicht verschachert werden für Kreisen geführt haben, namentlich bezüglich der Mittel und prompten Erledigung der Geschäfte. Was soll es im Lande für Geld.( Sehr richtig! lints). Ein solches Verfahren würde Frivolität alles überbieten, was man Wege zur Förderung dieser Projekte. Der Antrag soll teine einen Eindruck machen, wenn an einer solchen Stelle Luxus- an je gehört Spige gegen die Minister haben, denn wir wissen nicht, wie projekte dieser Art, deren Befriedigung Millionen erfordert, mit hat fiber den Grundsatz, der Zweck heiligt das mittel. oiefelben zu diesen Dingen stehen, es muß aber den Ministern größter Unbefangenheit angestellt werden. Und diese Projekte Ich hoffe, daß alle diese Dinge fich als haltlos erweisen. erwünscht sein, sich öffentlich auszusprechen und das knüpfen sich an die alte Residenz der Hohenzollern. Denn wenn Man soll aber auch nicht einmal ein Geflüster von Mund zu herrschende Halbdunkel zu zerstreuen, als ob in Preußen die historische Umgebung des Schlosses beseitigt wird, dann wird Mund aufkommen lassen. Ich nehme ohne Weiteres an, daß die ein Hintertreppen- Regiment aufkommen könnte. Ich werde man schießlich vor dem Schlosse selbst auch nicht mehr Halt Minister solche Dinge mit ihren Begriffen von Ehre nicht verAlles fagen, was ich weiß oder zu wissen glaube, um machen.( Widerspruch rechts.) Die Ansprüche an den Komfort einbar finden. Ueber die Lotteriefrage können die Minister ja vadurch den Thatbestand Klarzustellen. Daran müssen unserer lassen sich in dem alten Schloß nicht befriedigen, aber durch alle sagen: Wir haben davon nichts in den Aften. Aber das würde Meinung nach auch alle Parteien das größte Interesse haben. Bauten wird man nicht dazu kommen, das Schloß zu einem nur eine Vogelstraußpolitik sein. Denn das Projekt kann jeden Der Antrag steht einer Interpellation gleich, für welche wir nicht wohnlichen Sommeraufenthalt zu gestalten. Dieses Schloß er- Augenblick wiederkommen. Solche Lotterien sollten auch nicht von die genügende Anzahl von Unterschriften haben; wenn die Aeuße- innert gerade in seinen Konstruktionen, daß die Mehrzahl seiner Fall zu Fall behandelt werden, sondern nach bestimmten Grundrung der Minister und der Parteien erfolgt sein wird, hat der fürstlichen Bewohner es verstanden haben, sparsam zu sein und fäßen. Nach der Stempelabgabe sind im abgelaufenen Jahre Antrag seinen Zweck erfüllt, ohne daß es dann noch einer Ab- Maß zu halten. Dadurch find Preußen und die Hohenzollern 168 Millionen Mart verspielt worden. In welchem Lichte müssen stimmung bedürfte. Es handelt sich nicht blos um ein Projekt, das geworden, was sie heute geworden.( Sehr richtig! links und wir erscheinen angesichts des Umstandes, daß jetzt eine Kommission sondern um ein ganzes Bündel von Projekten. Danach würde im Zentrum.) Auf der Südseite soll das Schloß auch Terraffen über die Börsenspekulationen tagt, während das Lotteriespiel doch bas Schloß ringsum von Schutthaufen umgeben werden, weil erhalten, wie auf der Nordfeite. Man hat zwei Gründe an- nur die Borstufe für das Börsenspiel ist. Die ganze Angelegen niedergeriffen werden müßte nicht blos die Schloßfreiheit und das geführt: Es solle ein Spielplatz geschaffen werden für die faifer- beit bekommt einen ernsteren Hintergrund dadurch, wie Herr Helms'sche Restaurant, sondern auch die Bau- Akademie, das rothe lichen Kinder. Welche Zumuthung! Die Kinder sollen dort an- Kunze seine Legitimation führt. Herr Kunze hat in einem Brief Schloß und die Häuser zwischen der Breitenstraße und der Kur- gesichts des großen Verkehrs sich harmlosen Spielen hingeben! an die Kreuz- Zeitung" erklärt, er unterhandle im Auftrage Sr. fürstenbrücke. Die Niederreißung der Westseite hängt zusammen 3weitens will man anarchistische Annäherungen verhindern. Dem Majestät des Kaisers. Die Minister decken sonst mit ihrer Person mit der Aufstellung des Kaiser- Wilhelm- Denkmals, für welches alten Kaiser Wilhelm ist es niemals eingefallen, von seinem hifto- die Krone. Diese unverantwortliche Person deckt sich mit der man eigentlich einen Platz vor dem Brandenburger Thor in Aus- rischen Edfenster weg zu gehen. Nichts hat mehr dazu bei- Krone; es scheint ihm nicht bewußt zu sein, daß er durch die ficht genommen hatte, allenfalls den Bariser Play. Der Raiser getragen, ihm die Herzen des Volkes nahe zu bringen, Krone Alles decken will, was mit der Frage zusammenhängt. ch hat sich aber für einen Platz in der Nähe des töniglichen Schlosses als gerade der Umstand, daß er unter den Augen des bezweifle, daß Herr Kunze einen solchen Auftrag hat; aber wir ausgesprochen. Dieser Absicht beugten sich Bundesrath und Bürgerthums feinen Regentenpflichten oblag.( Bustimmung.) haben ein Recht, die Aufklärung des Thatbestandes zu verlangen; Ministerium. Inzwischen hatte sich das Komitee für die Schloß Wenn die Rücksicht auf den Anarchismus erst maßgebend ist, denn bisher hat Niemand, auch der Magistrat nichts davon gefreiheits- Lotterie gebildet. einen Die Genehmigung dieser Lotterie welche Stilart werden dann die königlichen Schlösser erhalten? wußt, daß Herr Kunze solchen Auftrag hatte. ist vielfach bedauert worden, aber der Reichstag verzichtete( Heiterkeit.) Wenn die Terrasse 12 Meter in Anspruch nimmt, Die Minister sind nicht blos verantwortlich für das, was sie infolge dessen, da er sich für die Schloßfreiheit nicht dann ist der Verkehr verhindert durch den Begasbrunnen. Da thun, sondern auch für das, was sie geschehen lassen, wenn sie entscheiden konnte, auf die Mitbestimmung über den Platz. soll durch die Niederlegung der Häuser zwischen der Breitenstraße Kenntniß davon haben. Es handelt sich hier um eine öffentliche Seitdem find zwei Jahre verflossen. Wie das Denkmal aussehen und der Kurfürstenbrücke geholfen werden. Da ist zum Magistrat Angelegenheit, denn die Aenderung der Baufluchtlinien fann nur foll, weiß man nicht, man weiß auch nicht, wie der Platz an der ein Mann Namens Kunze gekommen,( Heiterkeit), der 1% Mill. unter Gegenzeichnung der Minister geschehen. Deshalb kann die Schloßfreiheit gestaltet werden soll. Man zweifelt zum Theil an dafür anbot. Der Mann ist in seinem Privatleben Ober- Krone nur durch die Minister in dieser Sache etwas thun. Sind der Angemessenheit dieses Plates für das Denfmal. Man möchte Verwaltungsgerichtsrath, vorher Rath im Finanzministerium und die Minister nicht genügend unterrichtet, so müssen wir sie erben Platz weit poesievoller gestalten. Ein Plan des Baumeister Regierungsrath in Merseburg. So reich, um aus eigenen Mitteln fuchen, den Thatbestand klarzustellen, und uns eine Auskunft zu Biller ist in der Bauzeitung" mit Lebhaftigkeit vertreten worden: etwas zu opfern, scheint Herr Kunze nicht zu sein, denn er rühmt geben. Ich habe zu den Ministern das volle Vertrauen, daß fie Die Bauakademie soll niedergelegt und aus diesem Platz nebst sich des Opfers der Droschkengelder, welche er bezahlt. Daß er sich dessen bewußt sind, was sie ihrer verfassungsmäßigen Stellung, dem Schinkelplatz foll Raum geschaffen werden für eine see- oder sich sonst für Kunst und Verschönerung Berlins interessirt, ist ihres Ansehens vor dem Wolfe und ihrer persönlichen Würde teichartige Ausgestaltung des Spreearmes; dazu sollen eine monu- auch nicht bekannt geworden. Er scheint seine Thätigkeit auf schuldig sind.( Beifall links.) Minister von Bötticher: Ich bin dem Vorrebner dankbar mentale Brücke, Wasserstürze u. s. w. tommen. Die Schifffahrt die Berschönerung des Schloffes zu konzentriren. Das alte müffe fich mit einer geringeren Höhe der Brücke begnügen und Schloßfreiheit Komitee hat sich, wie es scheint, auf dafür, daß er beim Beginn seiner Ausführungen sich dahin ausdie Tragfähigkeit der Schiffe vermindern. Den maritimen gelöst. Es ist eigenthümlich, daß solche Machenschaften gesprochen hat, daß es nicht seine Absicht sei, irgend welche in die Hand nimmt. Spike gegen die Minister vorzubringen; ich will ihm danken, Neigungen des Monarchen suchen die Höflinge dadurch entgegen- ein Ober Verwaltungsgerichtsrath in zukommen, daß es möglich sein werde, mittelst der Kaiserlichen Das mag Jemand thun, der auf den Titel Kommissionsrath indem ich ihn über nähere Irrthümer aufkläre. Der Mahnung Yacht von Potsdam nach dem Schloß zu fahren und dort zu spekulirt. Für einen preußischen Beamten schickt sich das nicht. an unsere Pflicht bedurfte es nicht. Wir können aber feine Erantern. Dieses Projektt ist ein privates, aber es reicht bereits Bustimmung links und im Zentrum. Vereinzelte Rufe rechts: flärung abgeben über Borgänge, welche nicht in den unserer Geschäfte fallen, wir können teine Erstattgefunden im Reichsamt des Innern, welches das Biller'sche nahe, daß wiederum eine Lotterie zur Beschaffung der Gelder flärung abgeben über über Dinge, welche Projett zur Kenntniß genommen hat. Gegenstand der Besprechung veranstaltet werden sollte. Das war auch beabsichtigt; es sollten Umgebung der allerhöchsten Person ereignet haben, soweit : 8 Millionen Mark ausgegeben werden; es sich dabei nicht um mar eigentlich der Denkmalsplay in der früheren Beschränkung. 100 000 Loose à 80 m. um Regierungshandlungen handelt. sich in der Bie das neue Projekt aufgenommen worden ist, darüber gehen davon sollen etwas über 4 Millionen Mark als Gewinn ver- Die Aufregung über die Projekte war eine durchaus unnöthige. die Nachrichten auseinander. Nach einigen Nachrichten soll das wendet, etwas mehr als 12 Millionen waren als Provision in Der Kaiser hat die ihm überlassene Entscheidung über den Projett ein gewiffes Schütteln des Kopfes hervorgerufen haben wegen Aussicht genommen. Das Bautkonsortium war fertig; die Loose Denkmalsplatz für Kaiser Wilhelm dahin getroffen, daß die Der Gefährdung der Schifffahrtsinteressen und wegen der Kosten. follten auch bereits an einen Unternehmer weiter vergeben sein. Schloßfreiheit dafür gewährt werden soll. Es haben sich manche Um die Rosten fümmern sich die Künstler allerdings nicht; das Da habe ich die Sache in die Deffentlichkeit gebracht. Herr Bweifel ergeben, wie man einen würdigen Blag herſtellen könnte. 1st eine untergeordnete bürgerliche Sache( Seiterkeit). Man Runze glaubte die Genehmigung der Minister sicher in der Tasche Zu diesen Projekten gehört auch das Projekt eines Herrn Ziller. scheint anzunehmen, daß der Reichstag für die Kosten aufkommen zu haben. Der Minister des Innern würde das zwar nicht Der Vorredner hat mich als einen Protektor des Projekts hinmuß. Der Reichstag hat allerdings die Gestaltung der Platz- gern thun; aber es würde sonst eine Rabinetsfrage entstehen und gestellt.( Widerspruch Richter's.) Herr Ziller macht ein Projekt, frage der Entscheidung des Kaisers anheimgegeben, aber sich die ber Minister des Junern würde dann seinen Posten verlieren wozu jeder Reichsangehörige das Recht hat. Da es sich um bie Stoftenfrage vorbehalten. Ich fürchtete, daß durch den Verzicht und Herr Kunze wollte auch mit dem Finanzminister ein poli- Playfrage handelte, mußte ich mir das Projekt näher ansehen. auf die Mitwirkung bei der Platfrage der Reichstag präjudizirt tisches Duell ausfechten und er wäre sicher, daß der Finanz- Daraus hat man nun gemacht, daß ich ein Protektor des Projekts würde. Das wurde aber von Herrn von Bötticher bestritten. minister auf dem Plate bliebe. Herr Kunze ist also im Nebenamt sei. Ich fühle mich davon durchaus frei. Nachdem die regte Aus bewegter Zeit. ( Schluß.) Dort pagner, die ich mit ihm allein leeren mußte. Da blies der Buchhalter, den ich in Leipzig auf meinem Romptoir hinter den Postillon und fort ging's auf's Neue; in Hanau verließ ich den Büchern wähnte! Wir tamen endlich nach Rastatt, wo Apotheker Bostwagen, um mich daselbst auszuruhen, allein mehrere dortige Schtopp uns reinen Wein einschenkte; Rastatt war fast ganz Freunde ließen mich durch allerhand veranstaltete Ovationen nicht offen, denn man hatte den Bau der Festungswerte erft vor Nun, die Freude war aufrichtig, und der wackere Mann hätte zur Ruhe kommen, fodaß ich nach Frankfurt ausriß. Hier eilte Kurzem begonnen, also tein Heil! Dabei hatte die Wirttem= beinahe das ganze Büffet geräumt, denn er schob ein Badet nach ich nach der Baulskirche, sab mir das betrübte Parlament an, bergische Regierung ihr Ehrenvort gebrochen, indem sie ben dem anderen, eine Flasche nach der anderen in mein Koupee hinein. war aber froh, als ich wieder im Freien war; da traf ich den Reichstruppen gestattete, über den Schwarzwald ins badische Loch fort ging's nach Eisenach, wo ich der letzten Gefahr glücklich guten Roßmäßler, der mir sogleich antrug, seine Wohnung Oberland einzubrechen, um unserer Volksarmee in den Rücken entging. Ich stieg im ersten Hotel ab und placirte mich sogleich mit ihm zu theilen, was ich gern annahm. Nachdem ich an zu fallen und ihr den Rückzug in die Schweiz abzuschneiden. an die Table d'hôte, denn es war schon gegen 8 Uhr Abends; diesem und dem folgenden Tage meine Freunde aus dem Bar Wir gingen also nach Kehl und als die Preußen bis auf mir gegenüber saß ein älterer Herr, höherer preußischer Beamter, lamente gesprochen und da die Kunde sich verbreitet hatte, daß Stunde berangekommen waren, nach Straßburg. bit zwei liebenswürdigen Töchtern. Wir waren augenblicklich Reichstruppen Baden und die Pfalz zernirten, eilte ich über wimmelte es von Flüchtlingen, die, wenn sie nicht Dienst in der die einzigen Gäste, um so schneller war die Unterhaltung an- Darmstadt nach Mannheim. Im Rheinhessischen waren die Fremdenlegion nahmen, heerdenweise von den Gendarmen ins Aristo wurde, da er natürlich die brutale Gewalt vertheidigte, die Reisenden; geknüpft, die sich natürlich um den Fall Dresdens brehte; der alte Bahnhöfe vom Militär befeht und die Offiziere examinirten Innere getrieben wurden. Später wurden die Flüchtlinge mit meinem Graminator sagte ich, ich sei der Kette um den Arm und den Hals, je Einer und er ließ mich freund mit einem franz. Spigbuben, oder Räuber Reifen Sie glücklich, Herr oder Mörder oder Bagabunden zusammendenn damals waren ja alle Frauen, ihrem Rechtsgefühl folgend, lich mit einem gedehnten: für uns. Ich sprach namentlich heftig über die Schandthaten des Fabrikant," durch. Nach mancherlei Zwischenfällen tam geschlossen, von Correspondenz zu Correspondenz bis ins fuchte den unvergeßlichen Trüßschler Innere transportirt, mußten oft Tage und Nächte lang auf Baite ber Tafel, mit weimarischen Offizieren bepflanzt worden auf, blieb einige Zeit bei ihm, konnte aber keine Berwendung faulem Stroh liegen und kamen voller Ungeziefer, halb ver dies zu meinen Ohren, als ich begann, vom Betteladel zu sprechen, quartier, fand ihn aber nicht vor, da er nach Worms ausgezogen bieg, welche meine Borte höhnisch tommentirten; faum brang finden. Ich ging nun nach Ludwigshafen in Blender's Haupt- hungert im Innern an. Das nennt man A Dem Einfluß unferes größten sächsischen Industriellen, der Republik ſehr befreundet, gefang Gnadenbrot als Offizier annehmen muß und dergl. mehr. Auf der Straße hielt ein Lohnkutscher; auf mein Befragen, ob er es, mir, dem Einzigen von so viel Tausenden, den Aufenthalt Bit lieben Schwestern, beter fenn ber Tafel ich in der Wohnt da nicht Herr Meinhardt?" frug ich." Jawohl", er- reuſfirte vollkommen mit Kautschud- und Guttapercha- Artikeln quate, fie, wollen& eleje Strautjunter tennen, Giner unserer reichsten Weinhändler." Meinhardt brachte tam mit den Kindern, wir waren wieder glücklich. De Fra fogte bes Gespräches garnicht beilerit hatte. Cie unvorsichtiger", widerte er,„ wer sollte Herrn Sugo Franz Meinhardt nicht die Guttapercha habe ich in Frankreich eingeführt. nettet en: sogleich auf die Post und sehen Sie sich auf Ihren Platz im eine große Fabrik in Penig und wir waren intim befreundet. Frau, und jetzt gab's wieder Schlag auf Schlag. Der Staats: arretiren und nach Sachsen zurüdtransportiren laffen? Eilen Sie den größten Theil des Jahres in Leipzig zu, denn er besaß auch mir der Tod mein Liebstes, mein Theuerstes, meine gute Gilwagen!" Aber meine Müße und Reisetasche muß ich doch Jch brachte, wie zivilfommissairend mit dem Schleppsäbel, mehrere streich war gelungen; die Polizei und das Militär waren all. mitnehmen, auch meine Zeche bezahlen," sagte ich. Dafür lassen glückliche Wochen in dieser herrlichen Familie zu, denn Frau mächtig; ein elender Polizei Zentralfommissair Namens Conte Sie mich forgen," fagte das edle Mädchen; ihr von ganzem Meinhardt ist das Jdeal einer Frau. " " ( er wurde später wegen zu viel Schlechtigkeiten abgesetzt, kam Herzen das reichste Lebensglück wünschend, eilte ich nach der Boft, empfing bald meine Reisetasche und Müße, und eine Stunde fechtend zurückzuziehen; mein Freund Hammel und ich wir be- bei mir einen Gummimantel( damals 65 Fr. fostend) kaufen und Im Schlüchtern, bei Bater Fay, dem Bater Werner des zur Verfügung zu stellen. Augenblicklich keine Verwendung. Ich Tags darauf war, zum Schein Haussuchung bei mir, 14 Tage darauf fuhren wir in einer herrlichen Mainacht' gen Frankfurt. gaben uns nach Karlsruhe, um uns der provisorischen Regierung als ich ihm den Kredit verweigerte, verließ er mich wüthend. Güdens, wurde Halt gemacht; das ganze Haus war voll ging ins Ministerium des Innern, mir eine Partout- Eisenbahn- darauf kam die Ordre, ich möge entscheiden, ob ich wünsche nach Flüchtlinge und es gab viel interessante Wiedersehenszenen; als farte ausfertigen zu lassen; der betreffende Beamte hört meinen Rochefort oder nach Angers( awei abscheuliche Pläge) transportirt Water Fay meinen Namen gehört, holte er eine Flasche Cham- Namen und schreit laut auf: es war Freund Pring, mein zu werden; die angesehensten Einwohner Straßburgs, der Maire Die Reichstruppen rückten vor und wir erhielten Ordre uns nach Afrifa und wurde von den Eingeborenen erschlagen) wollte bleiben wird. tommen laffen, als ob es nicht darauf ankäme, wenn die Zer mine von den Behörden einmal überschritten werden. Es werden allerdings jetzt die allergrößten Anforderungen an die Behörden gestellt, aber es handelt sich hier um eine nicht zu verschiebende Arbeit, welche zur Vorbereitung der Kommunalsteuer- Reform dient. Die Veröffentlichung im Staats- Anzeiger" follte dazu dienen, Material zu sammeln. Bisher ist mir in der Presse noch keine Konkurrenz vorüber war, mußte die Platfrage geordnet werden. Abg. Lieber( 3): Herr Richter und feine Freunde haben bäude und Gewerbesteuer verzichten. Die Behörden sind an Dabei tonturriren verschiedenartige Intereffen, z. B. auch die der das Verdienst, an dieser Frage, welche die öffentliche Meinung gewiesen worden, die Uebersichten bis zum 1. Juni einzureichen. Schifffahrt und der Finanzverwaltung. Jegt ist eine allerhöchste schon zu lange aufgeregt hat, Aufklärung und Beruhigung ge- Ich weiß aber nicht, ob die Behörden, die jetzt überlastet sind, Entscheidung ergangen, welche alle Besorgnisse dahin, daß ein schafft zu haben. Herr Richter hat das Ministerium auch in damit fertig werden. Nach einer Verarbeitung im Finanz Ententeich angelegt oder die Bauakademie niedergerissen werden durchaus angemeffener Weise behandelt. Ich bedauere, daß die ministerium wird die Denkschrift veröffentlicht werden, das heißt fönnte, zerstreuen. Die allerhöchste Entscheidung beschränkt das allerhöchste Ordre, welche heute bekannt gegeben ist, nicht schon eine ausführliche wissenschaftliche Darlegung, nicht blos eine ZuDenkmal auf das östliche Ufer; die Anlagen sollen vom west- früher bekannt gegeben werden konnte oder bekannt gegeben sammenstellung von Zahlen. lichen Ufer is Meter entfernt bleiben, weil das Interesse der worden ist. Die Beröffentlichung derselben hätte auch in unseren Abg. von Kardorff( ft.) hebt hervor, daß die Einwirkung Schifffahrt es erfordert. Die Vorarbeiten laffen hoffen, daß es Kreisen die Beunruhigung, welche nicht zum Besten der Krone der Einkommensteuer auf die Kommunal- Steuerverhältnisse sehr gelingen wird, ain hundertjährigen Geburtstag Kaiser Wilhelms I. Platz gegriffen hatte, beseitigt. bedenklich sei Man werde sich nochmals überlegen müssen, ob das Denkmal zu enthüllen. Abg. Sobrecht( ntl.): Die Projekte nach ihrem fünft- die starte Ermäßigung der unteren Stufen aufrecht erhalten Minister Herrfurth: Alle Anträge wegen Genehmigung von lerischen Werthe zu prüfen, sind wir nicht berufen, aber wir werden kann. Es ist Thatsache, daß die wohlhabenden Leute Lotterien werden von den Ministern der Finanz und des Innern müssen uns davor wahren, daß wir in finanzieller Weise in nach Berlin ziehen. Das ganze Einkommensteuer- Gesez hat bearbeitet. Von einem Antrag auf Geftattung einer Lotterie, Mitleidenschaft gezogen werden. Ich glaube, daß alle Barteien eine sozialistische Färbung; man sieht jezt, wie weit man damit welche irgend welchen Busammenhang hat mit dem von Herrn mit Ausnahme des vorlegten Redners die Projekte entschieden tommt. Richter bezeichneten Projekt, ist mir weder mündlich noch schrift- mißbilligen. Nach den Bestimmungen über die Lotterien ist Abg. v. Schalfcha( 3.) tritt den Ausführungen des Vor lich, weder amtlich, noch abgesehen von den Zeitungsberichten, deren Genehmigung abhängig von den kompetenten Behörden. redners bei und spricht die Befürchtung aus, daß die besonderen außeramtlich, etwas bekannt geworden. Eine Absicht der Regie: Das ist wichtig bei der sich bemerkbar machenden Neigung, daß Beamten, welche zur Einschäßung herangezogen worden sind, fich rung, eine solche Lotterie zu genehmigen besteht nicht und fann nichtfompetente Instanzen sich in die Sache hineindrängen, so dem Streberthum hingeben werden. Es seien feltsame Ginnicht bestehen. Die Angaben, daß mir die Lotterieprojekte an daß die kompetenten Behörden eine schwierige Stellung haben. Schäßungen vorgekommen, worüber er nur seinen größten Undiefem oder jenem Tage vorgelegt worden seien, sind vollständig Diese Andeutung genügt wohl. willen ausdrücken könne. Die Art und Weise, ohne Angabe von erfunden. Der Abg. Richter hat heftige Angriffe gerichtet gegen Damit schließt die Debatte. Das Schlußwort erhält Gründen Deklarationen von Ehrenmännern zurückzuweisen, zu den Herrn Kunze. Die Mitglieder des Oberverwaltungsgerichtes Abg. Richter( dfr.): Der Verlauf der Debatte hat gezeigt, ignoriren und zu beanstanden, ist durchaus nicht geeignet, die unterliegen nicht der Disziplin der Minister. Ich kann aber im daß die Parteien mit uns vollständig übereinstimmen; auf den Stellung der besonderen Einschäßungskommiffarien zu befestigen. Interesse der Beamten, die sich hier nicht vertheidigen können, wilden Herrn Cremer hatte ich nicht gerechnet; er hat sich auf Solchen tattlosen Herren sollte eine Belehrung zu Theil werden, nur konstatiren, daß Herr Richter einen Beamten sehr fragwürdige die Schloßfreiheits- Lotterie verbissen und seine Rede darauf ein- welche den Mangel an Taft ersetzt. Motive untergelegt hat, für welche er auch noch nicht den gerichtet, trotzdem ich gar nicht davon gesprochen habe. Ich ver- Finanzminister Miquel: Die Kommissarien sind angewiesen, Schatten eines Beweises beigebracht hat.( Bustimmung rechts.) stehe es jetzt, daß die von Herrn Cremer unterstützten konservativen möglichst erst persönliche Verhandlungen eintreten zu laffen, ehe Präsident v. Köller ertheilt dem Abg. Hobrecht das Wort, seine Freundschaft mit Herrn Kunze dokumentirt. Das wird Einschätzung nicht überall danach verfahren worden ist. Wir Kandidaten immer so glänzend durchfallen. Herr Gremer hat sie die Deklaration verwerfen. Es ist möglich, daß bei der ersten welcher erklärt, daß er auf das Wort verzichte. diefem vielleicht nicht angenehm sein, da Herr Cremer auch seine haben nicht angestanden, die erforderlichen Korrekturen eintreten Abg. Graf Limburg: Die Sache hat doch eine ernste Seite. Freundschaft für Herrn Ahlwardt bekundet hat.( Buruf Cremer's: au laffen. Daß die Beamten auch den nöthigen Takt haben Ich kann nur meine Befriedigung darüber aussprechen, daß die Das ist erlogen!) Damit habe ich Herrn Cremer schon mehr Auf- müssen, ist selbstverständlich. Beschwerden sind mir noch nicht Regierung mit einer solchen Entschiedenheit die Bewilligung von merksamkeit zugewendet, als er eigentlich verdient. Das Minifterium augekommen, daß es die Beamten haben an Tatt fehlen laffen. Privatlotterien zurückgewiesen hat für eine Sache, für welche wir müßte der Presse dankbar fein für die Aufklärung der öffent- Man sollte erst den Instanzenweg gehen, ehe man hier eine eigentlich im Etat hätten Kosten auswerfen müssen. Die Schloß- lichen Meinung; dadurch ist seine Widerstandskraft jedenfalls ver- Diskussion über einzelne Fälle hervorruft. freiheit Lotterie hat einen äußerst peinlichen Eindruck gemacht, stärkt worden. Die Presse würde sich mit der Sache nicht befaßt namentlich weil fie fomplizirt wäre mit der Denkmalsfrage für haben, wenn man sich bei dem Minister festerer Grundsäge ver- erledigt, haben alle Zahlenübersichten nur einen zweifelhaften Abg. von Nauchhaupt( fons.): Ehe nicht die Reklamationen den verstorbenen Kaifer Wilhelm. Es berührt nicht angenehm, fehen könnte: er hat die Schloßfreiheit und die Kolonial- Lotterie Werth. Ich möchte den Minister bitten, die Behörden nicht allzu daß das Denkmal so abfeits von der großen Straße tommt. Die genehmigt; danach durfte man von ihm eine dritte Genehmigung fehr zu überlasten. Die Aufstellung der verschiedenen Uebersichten öffentliche Meinung dachte, das Denkmal müsse auf den Pariser- erwarten. Wenn man im Reiche die Prämien Lotterien macht eine ungeheure Arbeit; um zwischen fundirten und un Blat, über welchen zweimal feine fiegreichen Truppen einzogen, von der Genehmigung des Reichstags abhängig machte, fundirten Vermögen zu scheiden, muß fast bei jedem Benfiten eine wo das Volk das Denkmal immer sehen kann. Nach solchem dann fönnte dies bezüglich folcher Privat Lotterien besondere Rechnung aufgestellt werden. Borgange fann man die Lotterieprojekte nicht in den Kreis der von großem Umfange ebenfalls vorgeschrieben werden. Finanzminister Miquel: Ich möchte nicht die Meinung aufBhantafiegebilde verweisen. Ueber die Handhabung der Be- Herr von Bötticher habe ich nicht als Protektor des Biller'schen willigung von Privatlotterien seitens der Regierung war bisher Projektes hingestellt; ich habe nur davon gesprochen, daß er von nichts zu erinnern. Ich hoffe, daß in Zukunft das ebenso dem Projekt Kenntniß genommen hat. Ich betrachte es als einen Erfolg, daß durch die Kabinetsordre die Frage aufgeklärt ist. Abg. Vopelius( ft.): Meine Freunde find der Meinung, Herr von Bötticher hätte mich nicht auf den Weg der privaten baß es sich hier um eine interne Frage der Stadt Berlin und unterhaltung verweisen sollen. Es wird schon zu viel hinter den des Hausministeriums handelt. Nach der Erklärung des Roulissen verhandelt, wir müssen aber die Sache heute flarstellen. Ministers von Bötticher brauche ich auf die erste Frage des Wie alt ist denn die Rabinetsordre?( Sehr richtig! lints). Unser Beantwortung meiner Fragen vorgekommen. Antrages nicht einzugehen. Auf die zweite Frage hat der Antrag ist doch alt genug, daß schon eine Veröffentlichung hätte Abg. Rickert( fr.): Die Klagen des Herrn von Schalfcha, Minister des Innern eine genügende Grtlärung abgegeben. stattfinden tönnen. Die Thätigkeit des Herrn Runge fällt zum die fich blos gegen die besonderen Einschäßungstommiffarien, nicht Meine Freunde wünschen aber, daß die Regierung jedem Ver- Theil allerdings in den Bereich des Hausministeriums, zum gegen die einfchäßenden Landräthe richten, hätten vor Grlaß des Tangen, für solche Zwecke eine Botterie zu genehmigen, ein fate- Theil aber auch in die Thätigkeit des Staatsministeriums, denn Gesezes geltend gemacht werden müssen. An welche Rorporationen gorisches Rein entgegensetzen möge. feine Baufluchtlinie fann geändert werden ohne Zustimmung der Abg. Cremer- Teltow: Das Projekt der Niederlegung der Minister. Es würde also ein Fehler sein, wenn die Krone schon Schloßfreiheit ist nicht dem Kopfe des Herrn Kunze entsprungen, Stellung genommen hätte, ehe die Minister sich damit befaßt sondern 1876 hier im Hause, als es sich darum handelte, für die haben. Jedenfalls ist es nicht Schuld unserer Partei, wenn die Erweiterung der Bau- fademie einen Bauplatz zu schaffen. Man Minister nicht vor solchen Dingen gewarnt werden.( Bustimmung follte den Baracen an der Schloßfreiheit gegenüber nicht von links). Nachdem unserer Antrag seinen Zweck erreicht, ziehe ich Finanzminister Miquel: Die Berathung über das Kom historischen Erinnerungen sprechen. Seit 1878 hat die Stadt- denselben zurück. munalsteuer- Gesetz sind zwar schon weit gefördert, aber noch verwaltung nichts gethan, um hier eine Besserung herbeiguführen. nicht ganz zum Abschluß gelangt, weil man erst mit der Staats Das Zögern der Stadt hat es dahin gebracht, daß die Spekulation Es folgt die Berathung des Antrags der Abgg. Richter steuer- Reform zum Abschluß fommen will. Ob man zur Ver fich der Sache bemächtigte. Das Komitee der Schloßfreiheit hat und Genossen: Die Staatsregierung zu ersuchen, über die Gröffentlichung der Grundzüge der Kommunalsteuer schreiten wird, einen Fehler gemacht, indem es keinen der jüdischen Mitbürger hin- gebnisse der Veranlagung der neuen Einkommensteuer für den darüber bin ich nicht imstande, gegenwärtig Auskunft zu geben. zugezogen hat; denn anders können die Millionen nicht in Be- Staat und für die größeren Kommunen, baldmöglichst ausführliche Nach einigen Bemerkungen der Abgg. Sattler und Höppner wegung gefeht werden, schon wegen der dahinter stehenden Presse. Denkschriften zu veröffentlichen. führt in einem Schlußwort der Abg. Richter aus, daß man dem Herr Kunze ist jetzt noch nomineller Besitzer der Häuser, da von Abg. Richter( dfr.): Die bisherigen Uebersichten über die Minister auf seine Fragen feine Auskunft geben tönnte, wenn der Stadt fich Niemand eingefunden hat, als die Auflaffung Neuveranlagung waren sehr dürftig; für die Nußbarmachung der man nicht wisse, ob er nicht eine neue Vermögenssteuer auf die stattfand. Es sind erhebliche Gelder aus den Miethen ein Steuerergebnisse für die sozialen und wirthschaftlichen Maßregeln Einkommensteuer aufwecken wolle; man habe mit der Einkommen gekommen; die Ueberschüsse sind für allerlei gute Zwecke ver- wird eine größere Ausführlichkeit wünschenswerth sein, nament- fteuer vielfach einen Sprung ins Dunfle gemacht und es sei noch wendet worden. Die Sache gehört doch eigentlich in den Reichs- lich für die erste Uebersicht, denn es wird sich danach die Frage garnicht abzufehen, ob man schon in der nächsten Session tag. Wenn der Platz für das Denkmal einmal bestimmt ist, des Wahlrechts richten müssen. Es wird sich herausstellen müssen, einen weiteren Schritt zur Kommunalsteuer- Reform machen könnte. dann fügt man sich und macht keine Redensarten mehr. wie das Plus entsteht aus der Doppelbesteuerung der Aktien- Darauf wird der Antrag Richter gegen die Stimmen der Herr Kunze will Ober- Bürgermeister von Berlin werden; davon gesellschaften, aus der Erhöhung des Tarifs und der schärferen Ronfervativen angenommen. weiß ich nichts, Herr Richter wohl auch nicht( Buruf: Beitung!); Einschätzung überhaupt und wie sich die Steuer vertheilt auf die ach, die Zeitung macht ja Herr Richter selber. Ein Mensch mit Städte und das Land. Wichtig ist auch, zu wissen, wie die Befeinen verständigen fünf Sinnen wird nicht die unabhängige hörden zusammengesetzt sind und wie die neue Steuer auf die Stellung eines Ober- Verwaltungs- Gerichtsraths mit der ab- Kommunalsteuern einwirkt. Nach dieser letzteren Richtung hin hängigen Stellung eines Ober- Bürgermeisters von Berlin ver- sind uns bisher keine Dentschriften übergeben worden. tauschen. Die Fortschrittspartei will Berlin regieren, aber fie Finanzminister Miquel: Der ganze Antrag wäre wohl nicht hat in Bezug auf die Initiative wenig geleistet. In den fiebziger nöthig gewesen. Die Staatsregierung ist mit den Ausführungen des Jahren hat fie Baraden gebaut, aber nichts gründlich besorgt. Borredners vollkommen einverstanden. Wir werden nicht bloß dem Die enge Baffage an der Friedrichstraße ist erbaut worden; die nächsten Landtage eine ausführliche Denkschrift über die gesammten Leipziger Kolonnaden sind verunziert durch die nebenstehenden von ihm berührten Fragen vorlegen, sondern auch schon, Bauten. Daß der Berliner Wih bei dem Ententeich schnell bei wenn thunlich, dieselben im Staats- Anzeiger" veröffentlichen. der Hand war, ist selbstverständlich; das hat man bei dem Denn ich bin davon durchdrungen, daß die Steuerreform nur Fordenbecken ebenfalls erlebt. Herr Richter hat lediglich Be- durchgeführt werden kann unter der Zustimmung des Landes. hauptungen beweislos aufgestellt. Zur Beseitigung der Häuser Wir wollen kein Verstecken spielen. Wir wollen die öffentliche an der Südseite des Schloßplates gehört höchstens die Phantasie Meinung vorbereiten durch die Veröffentlichung alles Materials. eines Maurerpoliers. Weshalb soll man dazu nicht eine Lotterie Auch die Rückwirkung der neuen Einkommensteuer auf die Lage veranstalten, wenn man das für den Kölner Dom, für Marien- der Kommune ist von der größten Bedeutung. Es haben sich burg u. f. w. ebenfalls gethan hat? Wie soll man den Verkehr vielfach geradezu unhaltbare Zustände in einzelnen Gemeinden heben, wenn man fein Geld in Bewegung setzt? Es fehlt eben nur an der Unternehmungsluft. Es scheint mir überhaupt, daß man die Lotterietrommel rührt, weil man die Judenflinten nicht will plazen hören. Damit ist die Frage erledigt. " herausgestellt. Deshalb muß mit der staatlichen Steuerreform auch die Kommunal- Steuerreform zum Abschluß gebracht werden. Die Regierung will die Realsteuern den Gemeinden überlaffen und von Staatswegen auf die Einnahmen aus der Grund-, Ge" wird die Grund- und Gebäudefteuer überwiesen werden? Wird die Entschädigung die Aufhebung der Grundsteuer- Freiheit wieder zurückgefordert werden? Wird der Finanzminister auch über diese Fragen und die anderen Fragen der Kommunalsteuer- Reform im Staats- Anzeiger" etwas verlautbaren laffen? " Es folgt die Fortsetzung der zweiten Berathung des Geset entwurfs, betreffend die Erweiterung, Vervoll. ständigung und bessere Ausnügung des Staatseisenbahn- Neyes. Das Haus erledigt eine große Anzahl der zu diesem Geset eingegangenen Petitionen. Die Berathung über die von der Budgetkommission beantragte besondere Resolution bezüglich der Kosten für Erneuerungsbauten an Bahnhöfen wird gegen 83/4 Uhr bis Dienstag 11 Uhr vertagt. Parteinachrichten. Die Nachfeier des 1. Mai, welche am Sonntag in mehreren Städten abgehalten wurde, ist unter außerordentlich) starter Theilnahme der arbeitenden Bevölkerung und in glänzen der Weise verlaufen. Das geht schon aus den Nachrichten der Telegraphenbureaus hervor, welche z. B. von Nürnberg melden: starter Besuch, ohne Störung", von Halle a. G.: etwa 10 000 Personen", von Augsburg: geordneter Berlauf, 8000 Theil nehmer". Die Leipziger Arbeiter hielten wegen des Verbots der Nachfeier dieselbe in der Weise ab, daß sie in Massen nach Stötterig zogen und daselbst in den verschiedenen Lokalen, jeder Trupp für sich, den Achtstundentag feierten. Trupp für sich, den Achtstundentag feierten. * " an der Spike, petitionirten für mich beim Ministerium. Aber angewiesen, widmete ich mich der härtesten Arbeit, mehrmals in da, wo es weber Anklage noch Bertheidigung giebt, gilt nur die der Woche früh 3 Uhr auf der Ostbahn, ebenso täglich Mittage, rohe Gewalt. Da alles Bitten umsonst war, wandte ich mich öfters Nachmittags auf der Nordbahn und täglich Abends von an meinen Bantier in Straßburg, M. Renouard de Bussière, 8-11 Uhr auf der Westbahn. Eines Morgens, wo ich Tags der ein persönlicher Freund von Ihm ist und der eben zum vorher auch um 3 Uhr schon thätig gewesen, übermannte mich 55 Jahren der frühere Maler Bodmer, Gefretär der wirth Todtenliste der Partei. In Zürich starb im Alter von Corps legislatif einberufen war; ich bat ihn, wenn ich durchaus die Müdigkeit, ich finte auf eine Holzbant auf die linke Seite nicht in Straßburg bleiben dürfe, doch auszuwirken, daß ich nach und hatte wohl eine Stunde in dieser eisigkalten Luft der offenen bes Grütlivereins Zürich wirfte er lange Jahre in anerkennens schaftlichen Genossenschaft des Züricher Grütlivereins. Als Präfident Havre dürfe, was mir denn auch gewährt wurde. Als ich Halle gefchlafen, als man mich weckte. Sogleich empfand ich auf meinem Transport nach Havre in Paris im Polizei- Ministerium einen stechenden Schmerz in der linken Seite, den ich verschwieg, werther Weise und wurde als Vertreter der Arbeiterinteressen In Stahmeln einen der höchsten Beamten frug, weshalb man mich so maß der aber endlich so zunahm, daß ich nicht mehr gehen fonnte. auch in den Großen Stadtrath gewählt. regele, antwortete er verlegen, nachdem er sich mein Attenheft Nun ging die Doktorirerei an; von der Milz) ging die Ent bei Leipzig ist im Alter von 33 Jahren der Maurer Franz hatte geben lassen, in dem er herumblätterte:" Es sei auf Antrag zündung zum Zwerch- und endlich zum Rippenfell über und es Schöbel gestorben. Derselbe war Mitglied des Gemeinderaths. der deutschen Regierungen; ich wäre zu gefährlich angefellte sich noch ein abscheulicher Krampfhusten dazu. Die ganze der Grenze." linfe Seite meines Mittelförpers war aufgeschunden! Drei Polizeiliches, Gerichtliches ze. In Havre erfuhr ich erst, daß ich„ refugié politique interné" Monate lang lag ich auf dem Jammerbette, von dem ich mich plante zum Maifest eine Versammlung im" Daheim", einen -Der Arbeiterverein in Bogtsberg( fächs. Bogtland) sei, D. h. vogelfrei, besonders nach den Sicherheitsgesehen, dennoch öfters der Geschäfte wegen, freilich unter den gräßlichsten benn auf die erste falsche Denunziation hin wäre ich nach der Schmerzen, aufraffen mußte. Endlich war es beinahe fertig mit Spaziergang nach Oberlofa und Abendunterhaltungen in mehreren Cayenne geschafft worden. Wer sollte nun in Havre sich den mir; ich hatte 45 Pid. meines Gewichts verloren und war Lokalen. Alles wurde verboten bis auf die Behörden gegenüber kompromittiren, einem so gefährlichen Menschen schwach wie ein Kind; da erklärten die Aerzte, ich sei verloren, In der Begründung des Verbots heißt es u. A.: Im Interesse eine Stelle gebend, einem Berbrecher, über deffen Haupt das wenn ich länger in Paris bliebe, denn nur die deutsche, die der öffentlichen Ordnung und Sicherheit wird deshalb sowohl Schwert des Damokles schwebte? Trogden würgte ich mich heimathliche Luft tönne mich retten. Da schaffte mich denn meine das Konzert als auch der Spaziergang auf Grund von§§ 12, burch, ließ meine in Straßburg zurückgelassenen Kinder zu mir gute Frau schweren Herzens zur Eisenbahn. Acht der schönsten 13, 38 bes Bereinsgefeßes vom 22. November 1850 verboten, tommen( bis auf mein Gretchen, die das große Glück hatte, Tage meines Lebens( die Krankheit gehört nicht dahin) verlebte Gegen die Abhaltung der auf Nachmittags 4 Uhr ans von den trefflichsten edelsten Menschen, Herrn und ich bei den edlen Wohlthätern meines Gretchens; bann ging es beraumten Versammlung des Vereins im" Daheim" gehen ber Madame Berdin in Marlenheim, kaum 2 Jahre alt, auf- nach Baden und durchs Oberland in die Schweiz bis nach Königlichen Amtshauptmannschaft Bedenken nicht bei." genommen zu werden und die heute noch dieses Glück genießt) Konstanz. Ich hielt mich überall auf, wo ich gute Luft und Konzert und Spaziergang staatsgefährlich und Versammlung und verheirathete mich wieder. Dieser Schritt ist der einzige Quellwasser oder entsprechende Bäder fand. Nachdem ich noch nicht wir sind paff. Sonnenstrahl, der mich in Frankreich erquickte, denn ich hatte die die Proving Hohenzollern Hechingen, den Schwarzwald, Stutt glücklichste Wahl getroffen. Die fünfzehn Jahre in Havre gart, Nürnberg zc. besucht hatte, kam ich endlich in die Heimath, waren eine harte Prüfungszeit; Krankheiten, Geburten und wo ich mich so glücklich fühle. Todesfälle hörten nicht auf- es ist haarsträubend zu hören, was wir durchgemacht. Versammlung. bei Leipzig eine Versammlung abhalten; dieselbe wurde jedoch Am 8. Mai sollte Genosse Geyer in Großdölzig verboten, weil der Rebner- fura gefagt zu intereffant, ber zu erwartende Massenandrang zu groß und die Polizei zu gering Nachschrift. Ich hätte tönnen ein dickes Buch schreiben, an Bahl sei. Großdölzig und Umgegend gehören zum platten Lande des 18. fächsischen Reichstags Wahlkreises. Wermuthlich will man durch die Berbote die ländlichen Arbeiter vor der„ fozialdemokratischen Gefahr" schirmen, was natürlich nichts nutzen Da werde ich nach Paris verlockt; Havrefer Herren, denen so episodenreich ist vorstehende Beitperiode, und es ist mir oft ich zu sehr in die Karte geguckt, verlockten mich mit goldenen recht schwer gefallen, mich turz zu fassen. Bersprechungen nach Paris, ihr Wort kaum 1/2 Jahr haltend. Ich würde heute noch gewinnen, wenn ich einen Prozeß anfinge, Der abscheulichste Gesellschafter einer Milzkrankheit ist der aber dazu gehört in Frankreich viel Geld. Also wieder auf mich Spleen; ich war entfeßlich damit geplagt. wird. Lokales. • Achtung! Den Parteigenossen zur Nachricht, daß in Anbetracht des beschränkten Raumes Einlaßkarten für die Parteigenossen zur Provinzialfonferenz zur Ausgabe gelangen und von Mittwoch, den 11. d. M., an von den Vertrauensmännern der sechs Berliner Wahlkreise zu beziehen sind. Für die Genossen aus der Provinz, welche als Zuhörer dem Parteitag beiwohnen wollen, sind eine Anzahl Karten refervirt und können dieselben von den Genossen Fr. Zubeil, Naunynftr. 86, in Empfang genommen werden. Das Romitee. Kleinert. 3ubeil. Pfart. In Sachen Eugen Richter erhalten wir folgende Zuschrift: Verehrliche Redaktion! In der neuesten Nummer der Freifinnigen Beitung" findet sich folgende Notiz: " Front machen gegen die Gaunerschaften der Unternehmer, welche| Sandkrugbrüde in den Spandauer Schifffahrtskanal, wurde jedoch mit betrügerischen Strauchdieben Halbpart machen, um den mit Hilfe des Rettungsballes noch lebend aus dem Wasser ges zogen und nach der Charitee gebracht. Nachmittags versuchte Arbeitern die sauer verdienten Groschen abzuliften. eine Arbeiterfrau in ihrer Wohnung in der Gerichtstraße sich Daß es in Berlin Häuser mit acht bewohnten Stock mittelst Kleefalzes zu vergiften und mußte nach der Charitee ges werten giebt, dürfte wenig bekannt sein. Die Thatsache wird bracht werden. Auf dem Hackeschen Markt wurde ein Kaufaber in den Berichten der städtischen Armenärzte bescheinigt. In mann von einer Kutsche überfahren und im Gesicht und am Knie 60 Armenarzt- Bezirken sind genauere Ermittelungen über die so bedeutend verlegt, daß seine Ueberführung nach dem St. Wohnungen der behandelten Armentranten angestellt worden. Hedwigs- Krankenhause erforderlich wurde.- Am 7. und 8. d. M. Bon etwa 50 000 Kranken wohnten 6300 im Keller; die Zahl fanden sechs fleine Brände statt. der im Erdgeschoß, 1, 2 und 3 Treppen hoch Wohnenden stellte fich auf bezw. 6000, 6600, 8000 und 9700, während die größte Zahl dieser Kranten, nämlich 11 000 4 Treppen hoch wohnte; 5 Treppen hoch wohnten noch beinahe 1000 und 6 Treppen hoch 19 dieser Armentranten. Gerichts- Beitung. inhalt nichts. Nach Kläger tann nun nicht nach der Zare liquidiren und muß deshalb mit seiner Klage abgewiefen werden. Ein frecher Diebstahl ist in der Nacht zum Sonntag Ueber die Stellung des Hausarztes hat fürzlich die zwischen 1 und 2 Uhr in dem Garderobengeschäft von Klaaß, 17. Biviltammer des Landgerichts I in der Berufungsinstanz Wen's juckt, der fraße sich. Der Vorwärts" verlangt Neue Königstraße 59, durch zwei schwere Jungen" ausgeführt Veranlassung gehabt, eine Entscheidung zu treffen, die in den Die Namen derjenigen zu wissen, welche als Renegaten aus der worden. Die Einbrecher scheinen den Diebstahl genau aus Blättern für Rechtspflege" wiedergegeben wird und der wir Redaktion der Volks- Zeitung" in dem Vorwärts" thätig baldowert zu haben, denn diefelben müssen sich bereits vor 10 Uhr folgende allgemein intereffirende Bunkte entnehmen. find. Wir sind durchaus nicht im Ünklaren darüber, Abends in dem Hause haben einschließen lassen, um dann das allgemeinem Gebrauch ist der Inhalt des Bertrages dahin aufdaß die Betreffenden selbst und die Redaktion des Vor- Schloß der vom Flur aus in den Laden führenden Eingangsthür zufassen, daß der Arzt jederzeit dem Rufe in das Haus folge und wärts" genau weiß, wen wir meinen. Hat die Redaktion zu öffnen. Die Diebe haben sich dann mit der Ausplünderung auch in seiner Sprechstunde seinen Rath gebe, und von Zeit zu des„ Vorwärts" das Bedürfniß, diese Namen wieder ein- des Geschäftes vollkommen Zeit gelaffen, sie haben sich ihrer Beit unaufgefordert die Familie besuche, daß er für seine gemal vor die Deffentlichkeit zu ziehen, so braucht sie die defekten Anzüge entledigt und sich aus dem Waarenbestand fammte Thätigkeit ein Bauschquantum erhalte. Es ist durchaus Herren blos zu ersuchen, ihre Schimpfartikel im Vorwärts" gentlemanlike gekleidet. A13 einer der Hausbewohner nicht Absicht der Parteien, die Medizinaltare zu Grunde zu legen; gegen Eugen Richter zu unterzeichnen, statt als Feig aufschloß, sind die Burschen als harmlose Passanten der Klient pflegt sich die Zahl der Besuche, wie viel Personen linge hinter dem Busch" Eugen Richter zu verleumden." herausgegangen, freilich nicht, ohne daß ein Jeder von dabei behandelt find, welcher tarmäßigen Bewerthung die einDer anonyme Verfasser dieser Notiz ist Herr Eugen ihnen ein großes Packet Sachen, neue Herrenanzüge, Nichter; da mich die Bübereien dieses Buben in der That zu sich angeeignet hatte. In der Nähe der Liegmannstraße tam ben zelnen Handlungen unterliegen, wie oft ein Mitglied feiner Familie in die Sprechstunde seines Hausarztes gegangen ist, juden" anfangen, so gestatten Sie mir wohl, seinem Wunsche ge- schnell Buschreitenden ein Nachtwächter des 18. Polizeireviers nicht zu notiren, ist auch meist nicht im Stande, es zu thun. mäß, mich zu fragen". Ich erkläre ihn also hiermit, insoweit er entgegen, dem die Burschen verdächtig vorkamen; der Beamte angedeutet hat und andeutet, daß ich als„ Renegat" aus der forderte sie auf stehen zu bleiben, statt dessen aber rannten die- Wenn das der betr. Arzt thut, so ändert das am Vertrags" Bolts Zeitung" im Vorwärts" anonym gegen ihn angebliche selben nach Leibeskräften davon und warfen während des Laufens Der Hausvater, der etwa wie hier der Beklagte, Frau und Schimpfartikel veröffentlicht habe, für einen infamen einen Theil der gestohlenen Sachen fort, ein Diebesmanöver, das drei Kinder hat, will sich nicht der Gefahr aussetzen, für jeden Lügner. So vorzüglich Ihre Abfertigungen dieses tapita ihnen das Entkommen in der Landsbergerstraße ermöglichte. Der listischen Soldschreibers waren, so darf ich mich feines Berdienstes Schaden, den der Bestohlene erleidet, ist nicht unbeträchtlich, u. A. Besuch 3 Mt. 80 Pfg. für die ersten, 1 Mt. 20 Pfg. für die weiteren Personen, also vielleicht 10 mt. zahlen zu müssen. Er daran rühmen, wie ich denn noch nie eine Silbe im Vorwärts" haben die Diebe auch das Lagerbuch(?) mitgenommen. Bis beröffentlicht habe, abgesehen von den persönlichen, mit meinem jetzt ist es noch nicht gelungen, der Einbrecher habhaft zu werden. will sich die ärztliche Behandlung für eine angemessene Entschädigung im Ganzen sichern. Namen unterzeichneten Erklärungen, welche ich in der Nothwehr Der Hausarzt aber will sich ein festes Einkommen sichern gegen heimtücfische Angriffe einer tapitalistischen Klique zu er Eine Blutthat ist in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag lajsen gezwungen war und welche Sie zu veröffentlichen die mich in dem Hause Büschingstr. 10 verübt worden. Bei der dortselbst und nimmt deshalb eine gewisse Bahl von Hausarztstellen an, Ihnen für immer verbindende Loyalität gehabt haben. Herr im Keller wohnenden Wittwe Frau Heinrich befand sich bis die ihm ein gewisses Mindesteinkommen in Aussicht stellen. In Richter hat überhaupt feinen Grund fich zu beklagen, daß ich, November vorigen Jahres der 34 jährige Tischlergeselle Beder in Beiten guten Gesundheitszustandes tann er sich dann ohne Ginwenn ich veranlaßt war, seine Infamien zu züchtigen, diese Schlafstelle, ein schon wegen Körperverlegung vielfach vorbestrafter buße an Einkommen durch wenige Besuche seiner Pflichten entBüchtigung anders, als auf öffentlichem Markte vorgenommen Mensch, der u. A. im verflossenen Winter aus gleichem Anlaß ledigen, muß aber auch bei epidemisch auftretenden Krankheiten babe. Es ist allein seine Methode, giftige Verleumdungen aus eine längere Freiheitsstrafe verbüßt hatte. Nach seiner Haft feine viel angestrengtere Thätigkeit ohne materiellen Gewinn feigem Hinterhalte zu verbreiten, und sich, wenn er gerichtlich entlassung hatte B. teine feste Wohnung mehr erlangen tönnen, ausüben. Der Kläger ist unstreitig Hausarzt des Beklagten geworden. Rede und Antwort stehen soll, sogar bis hinter den Drucker zu sondern trieb sich vielfach obdachlos umber. Mehrere Male verfriechen, und es gehört zu feinen größten wahnsinnigsten Bor- suchte er auch seine frühere Wirthin, die Frau H., auf und vers Er hat die Offerte, das zu werden, angenommen. Daß er nicht stellungen, fich dem Herrn Ahlwardt gegenüber, der doch blieb dort auch Nächte hindurch, obwohl die Schlafstellen- fofort ein Jahreshonorar bedungen, sondern erklärt hat, es wenigstens mit Ropf und Kragen für seine Beschuldigungen vermietherin ihm den Aufenthalt verboten hatte, da der tomme darauf an, was er bei dem Angeklagten zu thun haben britten Personen haftet, als anständigen Menschen" aufzu- Tischler vielfach erklärte, daß er nur der Gewalt weichen werde. So werde, ist ganz natürlich. Der Beklagte hat nun pro 1889 dem Spielen. war B. auch am Sonnabend Abend kurz nach 10 Uhr total betrunten läger 80 M. ohne Liquidation gezahlt, Kläger hat das augenommen. Da sich übrigens Herr Richter erbreiftet hat, Ihre wahrheits in den Keller hineingetaumelt und warf sich im Schlafzimmer Aus der Zahlung ergab sich ein Jahreshonorar von 80 M., gemäße Darstellung des vom Aufsichtsrathe der Bolts Btg." auf das Bett; bald darauf kam der bei Frau H. in Schlafstelle läger hat sich zufrieden gezeigt, der Vertrag ist für 1890 still( Vorsitzender: der freifinnige Reichstags- und Landtags- Abgeord- liegende Bimmergefelle Wilhelm Brandt nach Hause, und als der schweigend auf dieser Grundlage erneuert. nete Otto Hermes, Intimus des Herrn Richter) über meinen Tischler Jenen mit Frau H. sprechen hörte, sprang er plötzlich Kollegen Ledebour und mich verhängten Boykotts als" falsch" zu von seinem Lager auf und schlug den Nichtsahnenden mit der bezeichnen, so will ich ihn auch gleich in diesem Betrachte einer geballten Faust ins Gesicht, indem er schrie:" Du Hallunke, willst In der Privatbeleidigungsklage des Dr. jur. Brager wiffentlichen 2üge geziehen haben. Ich bin von Hermes mich in meiner Ruhe stören?" In diesem Augenblick ging der und Konsorten auf's Pflaster geworfen worden, weil ich die Schlächtergeselle Adam, Höchstesiraße wohnhaft, an dem betreffen gegen den Schriftsteller Maximilian Harden lautet der VerAusbeutung und Mißhandlung einer Schauspielerin durch einen den Hause vorbei; er tannte beide Streitenden, da er mit diesen gleich, auf Grund dessen eine Einigung erzielt wurde, folgenderfapitalistischen Soldfchreiber belämpft hatte. Zur Bemäntelung früher selbst bei Frau H. gewohnt hatte, und rief deshalb in den maßen: Der Angeklagte giebt folgende Erklärung ab:" In Nr. 5 Dhr. der Gegenwart" hatte ich den Prozeß Schweizer- Prager zum dieses infamen, durch Herrn Eugen Richter in der Freifinnigen Keller hinein: Wilhelm, gieb doch dem Becker ein paar Ohr Ausgangspunkt einer soziologischen Betrachtung gemacht. Gegen Beitung" lebhaft unterstüßten Boykotts hat Herr Otto Hermes feigen!" Als" der Tischlergeselle die Stimme des Adam, die darin von mir als umgehende Gerüchte erwähnten Thatallerdings die geistreiche Behauptung erfunden, daß ich wegen mit dem er schon seit ionaten in bitterer Feindschaft Bernachläffigung meiner redaktionellen Pflichten entlassen worden lebte und mit dem er auch am Sonnabend Abend vorher in fachen hat nun Herr Dr. jur. Georg Prager Einspruch erhoben. fei; allein diese Behauptung ist durch ein umfassendes, gericht der Bech'sden Deftillation einen Streit gehabt, vernahm, Da ich keine Beranlassung habe, die Erklärung des Herrn liches Beweisverfahren als eine unfaubere Lüge festgestellt, und der ergriff der Trunkenbold eine 20 Pfund schwere Eisenstange und Dr. Prager anzuzweifeln, so benutze ich gerne die Gelegenheit, die Aufsichtsrath der ,, Bolts- 3tg." ift durch ein rechtskräftiges Erkenntniß versuchte, die Kellertreppe emporeilend, das spige Instrument thatfächlichen Angaben des Artikels und meine daraus gezogenen des hiesigen Landgerichts gezwungen worden, das mir vertrags- feinem Gegner in den Leib zu stoßen. Ehe B. jedoch den tödt Schlußfolgerungen hiermit richtig zu stellen." Der Angeklagte mäßig noch zustehende, aber mir böswillig behuss gründlicherer lichen Schlag ausführen konnte, hatte der Schlächter sein Messer verpflichtet sich, vorstehende Erklärung in der nächsten oder nächst Bernichtung meiner materiellen Gristenz vorenthaltene Gehalt gezogen und dem Gegner damit einen Stich in den Kopf vers nächsten Nummer der Gegenwart" zum Abdruck zu bringen. Die gerichtlichen Rosten übernimmt der Angeklagte, die außer auszuzahlen, sowie sämmtliche Gerichtskosten zu tragen. fetzt, durch welchen eine Arterie zerschnitten wurde. Der SchwerEs versteht sich, daß Ihre weiteren Angaben, wonach Herr verwundete wurde sofort nach der Sanitätswache in der Weber- gerichtlichen werden gegen einander aufgehoben. Kläger nimmt Eugen Richter die unter meiner Redaktion stehende Bolts- straße gebracht, benahm sich aber so renitent, daß er nicht ver- die Klage zurück, behält sich aber das Recht vor, diesen Vergleich Beitung" zur Zeit des Sozialistengesetzes dem Wohlwollen der bunden werden konnte, und erst, nachdem er infolge des inneren binnen 4 Wochen zu widerrufen, falls die fragliche Erklärung in Bolizei als gemäßigt sozialistisch" denunzirt, und wonach er Blutverluftes die Besinnung verloren, nach dem städtischen der Gegenwart" nicht erschienen ist. während des polizeilichen Verbots der Bolts Zeitung" ihre Krankenhause Friedrichshain überführt wurde, wo er sich, wie Im Prozek Polfe ftellte am Montag, dem 28. Verhande Abonnenten heimlich für sein Blättchen wegzutapern gesucht hat, wir erfahren, gestern Morgen noch am Leben befand. Adam wurde lungstag, der zugleich den Beginn der sechsten Woche des Prozesses während er öffentlich vorher Ströme von Krokodilsthränen über fofort verhaftet. bildet, der Staatsanwalt den Antrag, die Sache zu vertagen und das widerrechtliche Verbot" vergoß, vollkommen einer urkundlich In das Lokal von Werner in Weißenfee tamen Sonn- ihm die Aften zur weiteren Ermittelung zuzustellen. Die Staatsfestgestellten Wahrheit entsprechen. Mit kollegialem Gruße tag Abend gegen 11/2 Uhr drei Arbeiter, Simon Wlowarczek, anwaltschaft sei zwar der Meinumg, daß der Angeklagte falsche deffen Sohn und ein Arbeiter Schäfer. Sie geriethen in solche Vorspiegelungen gebraucht hat, um für seine Aktien Abnehmer zu Berlin, den 9. Mai 1892. Erregung, daß sie mit Messern auf Werner eindrangen und ihm finden, aber durch den bisherigen Berlauf der Verhandlung und mehrere Stiche in den Kopf beibrachten. Nachdem sie mit Gewalt zumal durch die Gutachten der bisher vernommenen SachWenn die Redaktion des Vorwärts" diesen Ausführungen entfernt worden waren, warfen sie mit Steinen, und ein Stein riß verständigen sei die Anklagebehörde auch zu der Ansicht gelangt, die Bemerkung hinzufügt, daß" für Herrn Ledebour basselbe dem Wirthe die Wange vollständig auf. Werner flüchtete nun hinter baß es zum mindestens zweifelhaft ist, ob Personen badurch ge gilt wie für Herrn Wehring, so ist für uns die Sache abgethan. den Schanttisch, griff zu seinem Revolver und schoß vom schädigt find. Die Staatsanwaltschaft wolle bas Bergehen des G giebt einen Höhepunkt der Berfidie und Feigheit, auf welchem Lokal aus auf die Angreifer. Er traf Wlowarczek burch die Betruges nach einer anderen Richtung hin nachweisen. Sie auf den Kurs der Façonattien eingewirkt hat. Für nur Geschöpfe von den natürlichen Eigenschaften des Herrn Lunge, so daß er sofort todt hinstürzte. Der Wirth wurde verwolle nachweisen, daß der Angeklagte durch Kurstreiberei den Werth der Attien sei nicht ber Liquidations Eugen Richter gedeihen. In welches Gebiet der Naturkunde er bunden, aber nicht lange darauf verhaftet. oder der Rentabilitätswerth, sondern der Stursgehört, zeigt er durch das anmuthige Stichwort, daß er seiner Polizeibericht. In der Nacht zum 7. b. M. wurden die werth legten Rundgebung mit dem auserlesenen Geschmack, der nur ihm Arbeiter Karl König und Reinhold und Adolf Fefinger von dem werth maßgebend und die Staatsanwaltschaft wolle sich auf ein eignet, verausgefchickt hat. Wir bitten unsere Leser um Ent- Wächter schuldigung, daß wir eine im Verhältniß zum inneren Werthe Wächter Gliesche bei einem Einbruch in den Schuhwaarenladen Gutachten der Weltesten der Kaufmannschaft, sowie auf andere bes Subjeft- Dbjekts übermäßig lange Zeit zu unserem Ausflug von Echfilzer, Weberstr. 40c, betroffen. Als sie durch ein nach Gutachten darüber beziehen, daß der Angeklagte durch seine des Subjekt- Objekts übermäßig lange Zeit zu unserem Ausflug in das Reich der politisch- publizistischen Entomologie verwendet dem Hofe führendes Fenster zu entkommen verfuchten und der Zeitungsartikel die Kurse tünstlich in die Höhe getrieben hat. in das Reich der politisch- publizistischen Entomologie verwendet wächter ihnen entgegentrat, stürzte sich der Adolf Fesinger auf Die Vertheidiger traten diesem Verlangen mit Entschiedenheit enthaben. Aber das öffentliche Intereffe zwingt den Forscher, auch Infekten auf seine Nadel aufzuspießen, die zu der unerfreulichen diesen, so daß er von seiner Waffe Gebrauch machen mußte. gegen. Der Gerichtshof lehnte den Antrag der StaatsanwaltParasiten- Spezies gehören. Für die Zukunft aber sorge der Fefinger erhielt zwei Siebe über den Kopf und mußte nach dem schaft ab, ebenso die weiteren Anträge derselben auf die neue Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden, die beiden Beweisführnng. Rammerjäger! anderen Verbrecher wurden verhaftet. Am 7. d. M. Morgens In dem Prozeß wegen der bekannten Säbelaffäre Der Geistliche als Kriminalist. Bei dem Begräbniß der geriethen die Kleider eines fünfjährigen Mädchens, als es in ber ermordeten Botschaffners- Frau Mangel auf dem Elisabeth- Kirch- Wohnung seiner Eltern, Thurmstr. 78, heiße Asche aus dem Ofen Heyl- Leydhecker, über welche wir in Nr. 107 vom 7. Mai bes hofe in der Prinzen- Allee predigte der die Grabrede haltende nehmen wollte, in Brand, und erlitt das Kind so schwere Brand- richtet haben, erkannte das Schöffengericht auf Freisprechung der Geiftliche über das Gebot:" Du solist nicht ehebrechen" und bewunden am ganzen Körper, daß es bald darauf im Kranken- angeklagten Redakteure. Vormittags wurde ein Arbeiter in Frankfurt, 6. Mai. Die Ortsverwaltung Frankfurt des fundete damit seine Ansicht, daß die Grmordete unerlaubten hause zu Moabit verstarb. Umgang gepflogen habe. Bisher hütete fich die gesammte Bresse, feiner Wohnung, in der Betristraße, erhängt vorgefunden. Als deutschen Schneider- und Schneiderinnenverbandes war auf einem Hundewagen die Grund des§ 8 des Vereinsgefeges angeklagt, Frauen in einen boreilige Vermuthungen aufzustellen, bevor Thatsachen fonstatirt der Töpferlehrling Reinert mit feien. Die Rücksichten, die jeden Anderen binden, feffeln jedoch Beteranenstraße passirte, glitt er vor dem Haufe Nr. 1 aus, fiel politischen Verein aufgenommen zu haben. Der Staatsanwalt den Geistlichen nicht. Er richtet, bevor noch ein Richter gerichtet, zu Boden und wurde von seinem Wagen überfahren. Er erlitt beantragte Schließung der Filiale und Berurtheilung der Berund selbstverständlich - ohne Ansehen der Person. Wenn wir anscheinend schwere innere Verlegungen, so daß seine Ueberfüh waltungsmitglieder. Die Vertheidigung beantragte Freisprechung, am Grabe irgend einer Gräfin oder sonstigen vornehmen Dame rung nach dem Lazarus- Krankenhause nothwendig wurde. Un da der Verein auf Grund eines früheren Urtheils als ein nicht noch niemals von Ghebruch und dergleichen haben reden hören, der Ecke der Blumen- und Schillingstraße gerieth ein zweijähriges politischer erklärt worden ist. Einzelne Handlungen, z. B. die so liegt das einfach daran, daß in vornehmen Kreifen Derartiges Mädchen unter die Räder eines Möbelwagens und wurde an Betheiligung an den Gewerbegerichts- Wahlen, feien zwar politischer ebenso wenig vorkommt, als es jemals nothwendig erscheint, beiden Beinen bedeutend verlegt. Nachmittags stieß im Hause Natur, doch nicht von der Thätigkeit der Arbeiterinnen zu trennen. Linienftr. 77 ein Lehrling einen neunjährigen Knaben, weil deffen Das Schöffengericht sprach die Angeklagten frei. einer hochgeborenen Braut den Myrthenkranz zu entziehen. Mutter ihn angeblich geschlagen hatte, aus Rache von der Treppe, In welcher rappigen Weise viele Unternehmer ihre so daß dieser beide Arme bruch und einen schweren Schädelbruch Arbeiter ausbeuten, sieht man aus den Verträgen, die sie mit ihren erlitt. Der Berletzte wurde nach der Universitätsflinit gebracht. Helfershelfern schließen. Nicht genug, daß sie die Löhne bis auf Auf dem Leipzigerplatz wurde eine Frau beim Befteigen eines bas Aeußerste herabsehen, auch von dem Lohne, den sie den Pferdebahnwagens von einem vorüberfahrenden Omnibus erfaßt Arbeitern zahlen, suchen sie noch auf Hinterwegen ihren Profit. und zu Boden geworfen und erlitt anscheinend schwere innere Die Unternehmer find nicht selten, welche förmliche Verträge auf Berlegungen, welche ihre Ueberführung nach dem ElifabethAchtung, Buchdrucker Berlins! Kosten ihrer Arbeiter abschließen; diese werden an Wirthe und Krankenhause nothwendig machten.- Vor dem Haufe Büschingstr. 10 einem Tischler bei einer Seitens der Prinzipalität find Stimmzettel zur Wahl von Sonstige Händler gleichsam verschachert, und wenn sie sich nicht brachte der Schlächter Adam dazu verstehen, ihre Bedürfnisse von denselben zu entnehmen, infolge Eifersucht ausgebrochenen Schlägerei einen Meffer Gehilfenvertretern zur Tariftommission ausgegeben, in welchen werden sie aus der Arbeit entlassen oder sonstwie in der Arbeit stich in den Kopf bei und verlegte ihn dadurch so schwer, daß er verlangt wird, daß diefelben ausgefüllt dem Brinzipalsvertreter chifanirt. Das Trucksystem ist gesetzlich verboten; aber die Aus- nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Des betreffenden Kreifes zu übergeben find. Wir machen darauf beutungsgier des Rapitalisten findet immer Auswege, das Gesetz Der Thäter wurde verhaftet. Abends wurden eine Portier- aufmerksam, daß es bisher nicht ufus war, das Resultat der Thr F. Mehring. " Boziale Lteberlicht. zu umgehen. Wo der Unternehmer diese filzige Rupfmanier frau und ihre drei Kinder in ihrer Wohnung in der Lindenstraße Gehilfenwahlen durch Prinzipale feststellen zu lassen; laut verfchmäht, da finden sich Werkmeister, welche sie anwenden, und bewußtlos am Boden liegend aufgefunden. Der sofort herbei Zarif haben die abtretenden Gehilfenvertreter die Wahlgeschäfte oft sind auch Beide im Bunde. Diesem Blutsaugersystem sollten gerufene Arzt stellte eine leichte Arsenitvergiftung fest und brachte zu leiten. Wir ersuchen daher die Gehilfenschaft Berlins, die bie Arbeiter viel entschiedener in den Weg treten; in den Fach- Die Kranten durch entsprechende Gegenmittel außer Lebensgefahr. Stimmzettel in verfchloffenem Rouvert an Herrn H. Besteck, vereinen wie in den Gewerkschaften sollte man entschiedener-Am 8. b. M. Bormittags sprang ein Handelsmann an der Oranienftr. 126, abzuliefern; die öffentliche Auszählung, woran auch Bertreter der Herren Prinzipale theilnehmen können, findet| Triefchmann. 8 Wilhelm Nölte. 2. Zitania, Röpenickerstraße 191 bet Boge. am Freitag Abend, den 13. Mai, im Restaurant Bublib, Zimmer- Schönhauser auee 28 bei subimeb. – Bilarta, blumenfirage 40 bei ußent, straße 87, statt. J. A.: Ph. Schmitt. Der Streik der Schuhmachergesellen Güstrowe ist nach der Mecklenburgischen Volts- Zeitung" als beendet anzusehen, obwohl einige Meister infolge Zuzugs von Streitbrechern die Gehilfenforderungen nicht bewilligten. Der Streit der Seiler und Reepschläger Bremens dauert fort; ebenso der Streit der Arbeiter und Arbeiterinnen der Groß und Wenz'schen Schubfabrik in München, welche der neuen Arbeitsordnung halber die Arbeit niederlegten. Ueber den Wiener Kutscherstreik meldet der Telegraph, daß viele Kutscher den Dienst bereits wieder aufgenommen hätten. Ein Niesenstreik ist in Lodz( Russisch- Polen) ausgebrochen. Viele tausend Arbeiter der Telegraph spricht von 30 000 haben die Arbeit niedergelegt, weil das Unternehmerthum nicht die geforderte Aufbesserung ihres Lohnes bewilligte. In Lissabon streiten seit Sonntag die Bediensteten der Pferdebahn. Mahnwort an alle Dach- und Schieferdecker Deutschlands. Kollegen! Ueberall regen sich die Arbeiter, welche noch keiner oder nur einer Lokalorganisation angehört haben, um sich einer Organisation anzuschließen, wie sie die moderne Arbeiterbewegung haben will, nämlich einem Zentralverband über ganz Deutschland. Dieser Verband ist gegründet, hat aber in der furzen Zeit seines Bestehens sich noch nicht zu der Größe, die wir erstreben, auf schwingen können. Kollegen! Nehmt Euch ein Muster an den Unternehmern, diese haben den Werth der Organisation weit beffer erkannt als hr; mögen sie sich noch so arg befehden und fich gegenseitig die Preise drücken, Euch gegenüber, die Ihr bei Eurer ohnehin anstrengenden Arbeit auch noch jede Stunde den Tod vor Augen habt, werdet Ihr sie immer einig finden, nämlich in niedriger Bezahlung und größtmöglicher Ausnußung Eurer Arbeitskraft. Sind Eure Löhne etwa mit dem Preise der Lebensmittel und Miethen gestiegen? Im Gegentheil, die Löhne sinken von Jahr zu Jahr und Ihr sinkt mit. Darum ermannt Euch, fämpft für Besserung Eurer Existenz. Da der Einzelne nicht im Stande ist, den Kampf mit dem ausbeutenden Kapitalismus auf zunehmen, ist es nothwendig, uns zusammenzuthun, um ein großes Ganze zu bilden, denn nur so werden wir die in unserem Gewerf cingeriffenen Schäden beseitigen und unsere wirthschaftliche Lage aufzubessern im Stande sein. Darum auf, ehe es zu spät ist, tretet Mann für Mann unserer Organisation bei. Alle Anfragen, sowie um Zusendung von Statuten, richte man an den Unterzeichneten. Gleichzeitig rujen wir Euch unsere Fachzeitung ins Gedächtniß, dieselbe ist die einzige Fachzeitung, welche die Interessen der Dachdeckergesellen voll und ganz vertritt. Probenummern gratis und franto durch den Unterzeichneten. Mit follegialem Gruß H. Pollwitz, Bentral- Vorsitzender des Verbandes der vereinigten Dachdeckergesellen und Berufsgenossen Deutschlands und Berleger der gemeinen Dachdecker- Zeitung". Berlin N., Schwedterstraße 52 III. Versammlungen. Freies Bied 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bei Feder. Sänger Chor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig. Wiederhall, Eisenbahnfiraße 20 bei Siegmund. Zufriedenheit, Gneisenaunraße ss bei Kärger.- Gängerfreiheit, fur, bet lich, Naunynstr. 44.- Freiheitsgruß, Schönhauser Allee 46 bei Buffe. 1 Echo 3. Zehlendorf, Anglersruh" Alsenstraße bei Ghmte. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Dienstag: Gefelliger Verein Glimbim, bei George, Gr. Görschenstr. 16.Theaterverein Ataste bet Ockert, 8eughofstraße 8. Theaterverein Blumeniese bei Krüger, Dresdenerftr. 105.- Tambourverein Deutsche Giche, bei Sabeck, Fürbringerstr. 7. Geselliger Verein Mehr 2t cht bet Weidenweg 12. Babel, Frankfurter Allee 90.- Tambour- Verein Boruffia bet Feldhahn, Tambourverein Ruf, bei Sommer, Grünstraße 21. Tambourverein Wirbel, bei Müller, Gartenstr. 52. Rauchtlub Graue Wolfe, bei Rattte, Krautstr. 48. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gesangverein Nord 8-11 Uhr, Wriezenerstr. 6, bei Sendte. boten auch wieder in derselben Weise an zu stehlen". Doch iezt wollte es das Schicksal, daß der Dieb in flagranti ertappt wurde, und zwar in der Person der Ehefrau des Hausbesizers, welche das Gestohlene einem ihrer früheren An beter heimlich zusteckte und in den früheren Fällen die Schuld auf ihre Dienstboten gewälzt hatte. Literarisches. Die Wahrheit über Bismarck. Ein offenes Wort an die deutsche Nation von Balder. Leipzig. Verlag von E. Minde. Preis 2 M. wird in einer 48 Seiten starten Broschüre packend geschildert, Die wirthschaftliche Lage der Gastwirthsbediensteten welche die Kellner 2. Ebert und R. Hoffmeyer heraus gegeben haben. Die Broschüre verdient deshalb Beachtung. Sie ist unter dem Titel„ Das Trinkgeld und die wirthschaftliche Lage der Kellner und Berufsgenossen als Streitschrift gegen die Pfarrer bei 2. Gbert, S.- O ,, 26," Oranienstraße 183, erschienen und kostet Schmidt'sche Broschüre Des Kellners Weh und Wohl" in Berlin natreon, Abends 9-11 lihr, bei Keßner, Annenstraße 16.- Musikverein 8-10 Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Berliner Turngen offenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, köpnicer Straße 158 bei Buchs.- Privattheaterverein Crescendo. Abends, Puttbuserstr. 35, bei Schulz. Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimftr. 47. sälen, Müllerstr. 7. Bergnügungsverein Reich strone, Abends 9 uhr, in Reichert's Fest Geselliger Verein Brüderschaft, im Restaurant 40 Pfg. Deutscher Reichsadler, Beuffelftr. 9.- Bergnügungsverein Saturnalia, beute Abend 9 Uhr, Raupachstr. 6. Reichenbergerstr. 24, bei Schröder.- Rauchklub Eldorado, Abends 8 Uhr, Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, im Restaurant W. Schulze, Ofbahnhof 7. Rauchklub Dämmerwolfe, Böckhstr. 51. Rauchtlub Bruderbund. Abends 9 Uhr, Lauftzerstr. 50, zum Beitgeist, Bernauerstr. 72. bet Grande. Rauchtlub 8eitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant Rauchflub Ambalema, Abend 9 Uhr, Reichenbergerstr. 73a, bet Faustmann. Tambourverein Rothe Melte, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, bet Thiele, Brandenburgstr. 56. Stattlub Kreuz- Solo, 8-10 1hr, Krautsstr. 2, bei Mühle. Touristenklub Wanderlust, Abends 9 Uhr, bei Biebrat, Fransectifstraße und Schönhauser Allee Ecke. Vermilchifes. Ein betagtes Ehepaar in Braunschweig, das durch den Neubau des Hauses in Geldforgen gerathen war, hatte befchloffen, gemeinsam den Tod zu suchen. Vorige Nacht gingen die Leute in die Küche, zündeten Holz auf dem Heerde an und entfernten das Abzugsrohr. Als am nächsten Morgen die Tochter die Küchenthür öffnete, fand sie die Mutter auf einemStuble fitzend, den Vater vor ihr knieend, den Kopf in den Schooß seiner Frau bergend, beide durch das Kohlengas getödtet. Der erwachsene Sohn der Leute ist verschwunden; man vermuthet, daß auch er Selbstmord begangen habe. S wollten Die Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Petersburg, 9. Mai. Nach Meldungen aus Lodz ist der Ausstand der Arbeiter infolge Einschreitens der Truppen beigelegt und die Ruhe vollständig wiederhergestellt. Wie die Untersuchung ergeben hat, ist der Ausstand weder durch ausländische noch durch einheimische Agitatoren, sondern nur durch das pol nische Proletariat hervorgerufen worden. Paris, 9. Mai. Das Leichenbegängniß des bei der Er plosion im Restaurant Véry schwer verlegten und am Freitag veritorbenen Hamond hat heute Vormittag unter äußerst zahl reicher Betheiligung stattgefunden. Auf dem Père- Lachaise hielt der Präsident des Munizipalrathes eine Rede, in welcher er die anarchistischen Attentate auf das heftigste brandmarkte. Die Feierlichkeit verlief ohne Zwischenfall. Lissabon, 9. Mai. Die Angestellten der hiesigen Pferde bahn, welche in einen Streit eingetreten waren, haben die Arbeit wieder aufgenommen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Bochum, 9. Mai. Die Bergarbeiter- Bersammlung in Red Panik in der Schule. Unter den das alte Schulgebäude linghausen sprach sich für die Beschickung des Londoner Konauf der Rosenstraße in Breslau besuchenden Kindern hatte sich, gresses durch drei bis vier Delegirte des Kohlenrevieres aus. wie die„ Schl. 3tg." berichtet, das Gerücht verbreitet, daß sich die„ Hamb. Nachr." die Meldung, welche fürzlich der H. Corr." Hamburg, 9. Mai. An der Spitze des Blattes bezeichnen eine alte, verherte Gräfin unter dem Namen„ die rothe Frau" im Schulgebäude aufhalte und mit Dolchen bewaffnet den Kindern brachte, daß Fürst Bismarck gegen einen Geschäftsmann Straf „ All- nachstelle, um sie zu tödten. Eine unbeschreibliche Angst beantrag wegen Beleidigung gestellt habe, als eine willkürliche Er mächtigte sich der Rinder. Als bei Beginn des Nachmittags- findung. Fürst Bismarck habe, seitdem er nicht mehr durch seine Unterrichts feines der Kinder das Schulgebäude betreten wollte, amtliche Stellung dazu genöthigt sei, feinen Strafantrag wegen mußten die Lehrer mit Gewalt die Kinder zum Eintritt Beleidigung mehr gestellt. in die Klassenzimmer bewegen. Ludwigshafen, 9. Mai. Bei der Wahl der Arbeiter zum Troy gütlichen Zuredens Gewerbeschiedsgericht siegten hier die Sozialdemokraten. tonnten sich die aufgeregten Gemüther nicht beruhigen. Am Schluß Bern, 9. Mai. Unter den Ziegeleiarbeitern bei Enderich Des Nachmittags Unterrichts Kinder die Klassenzimmer nicht verlassen. Durch energisches Gin- herrschen die schwarzen Pocken. Die Seuche ist wahrscheinlich schreiten der gesammten Lehrerschaft gelang es, die Kinder zu ent- eingeschleppt worden. Rom, 9. Mai. In der Kirche von Perugia entstand infolge In einer öffentlichen Versammlung der Zimmerer fernen, die sich vor dem Schulhause auf der Straße anfammelten eines Streites zwischen dem Küster und Studenten eine Panit. Berlins und Umgegend sprach am Sonntag Herr Blaurod und dann johlend und schreiend die rothgekleidete Here erwarteten. Biele Frauen wurden ohnmächtig, mehrere sind verlegt. über das Thema: Wie ist der gegenwärtigen schlechten Lage der mit der Zeit so groß, daß der Verkehr völlig in's Stocken fam. Majorität ergeben, 10 Revolutionäre wurden in St. Quen ge Paris, 9. Mai. Die Abstimmung hat eine republikanische Bau Arbeiter entgegenzutreten? Er führte aus, durch die Ver: Ein Polizeikommissar erschien mit vier Schußleuten, aber die handlungen des Halverstädter Kongresses über lokale und zentrale Beamten waren nicht im Stande, die Ruhe herzustellen. Rein wählt. Die liberale Liste ist in Neuilly durchgekommen. Die Organisation wäre die Einigkeit etwas gelockert, doch sei dieselbe Bureden der Lehrer und der Beamten half. Erst als Letztere im Sozialisten sind in Fourmies endgiltig geschlagen. dringend nothwendig zur Erreichung der vorgesteckten Biele; nur Schulgebäude in der Annahme, daß sich Jemand darin versteckt festgestellt, daß Ravachol im Jahre 1890 dort zwei Frauen ers Paris, 9. Mai. Die Staatsprofuratur in St. Etienne hat der Unschluß Aller an die Organisation könne bei eintretenden halten könnte, eine Haussuchung vorgenommen hatten, ohne jedoch günstigen Geschäftskonjunkturen zu einem höheren Lohnfage führen. mordet hat. In einer Resolution beschloß dann die Versammlung, die Lohn- etwas verdächtiges zu finden, beruhigten sich die Kleinen. Ihren 100. Geburtstag feierte in Köln die Wittwe des tommission materiell zu unterstützen, um einen Fonds zur Ab= wehr der Lohndrückerei anzufammeln, und alle Uneinigkeit in Geheimen Ober- Justizraths Saedt. Bezug auf die Organisationsform zu unterlassen. Die Zahl der Gerhard v. Breuning, der als Knabe Beethoven's LiebBimmerer Berlins beträgt etwa 6000, die Arbeit ruht im Winter, ing gewesen ist und später werthvolle Beethoven- Erinnerungen so daß bei zehnstündiger Arbeitszeit der Tagelohn von 4/2 m. sowie auch medizinische Schriften veröffentlicht hat, ist in Wien nicht über die schlechte Zeit hinweghelfen fann; außerdem fällt gestorben. es Allen, die das 40. Lebensjahr überschritten haben, immer hause der Hof- Pianofortefabrik H. Knauß Söhne aus. Das Großfener brach in Koblenz in dem Maschinenfchwerer, Arbeit zu erhalten, da bei dem ungeheuren Angebot Maschinen- und Kesselhaus ist vouständig zerstört und in dem von Arbeitskräften die Jüngeren bevorzugt werden. An die Raffe sind verhältnißmäßig große Anforderungen gestellt worden, großen Holzlager der Fabrik bedeutender Schaden angerichtet. Einen unvergleichlich dicken Schädel besißt ein Bursche der Ueberschuß betrug nur 19,75 M. von Haardt bei Neustadt. Er feierte im Zorn über die Tücke Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein. Heute Dienstag große General- feiner Braut", die sich weigerte mit ihm zu tanzen, vor der verfammlung bei Säger, Grüner Weg 29. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der deutschen Drechsler Wirthschaft auf der Straße kurz enischlossen nicht weniger als u. f. w.( E.$. 86, Hamburg), örtliche Verwaltungsstelle Berlin B. Witglieder vier Schüsse aus einem Revolver auf sich ab, ohne daß es ihm versammlung am Dienstag, den 10. Mat, abends 8 Uhr, Martannen gelang, sich ums Leben zu bringen. Die Kugeln wurden Adytung, Maler! Dienstag, den 10. Mai, Abends 8 Uhr, Bersammlung vom Arzte am nächsten Tage entfernt und der Lebensmüde hatte für Berlin Süd- West bet Boppe, Lindenftr. 106. Unfere Organisation. dabei keine besondere Störung seines Wohlbefindens zu verSozialdemokratischer Klub der im Buchdruckgewerbe beschäftigten zeichnen. Und doch hatte er laut eigener Versicherung sorgsam Arbeiter. Dienstag, den 10. Mat, Abends 8 Uhr, ordentliche Bersammlung im Restaurant Preußer, Seydelstraße. Politische Rundschau. Ersagwahl des nach der Schläfengegend gezielt. ftraße 81-82. Borstandes. gestrigen Abstimmung 7, die Konservativen 3 Size im MunisipalParis, 9. Mai. Die Republikaner gewannen bei der rath, die Sozialisten verloren 3 Size. Barcelona, 9. Mai. Die hiesige Polizei ist der Ansicht, daß Gustav Mathieu in die Umgebung der Stadt geflohen ist. Man sucht sehr eifrig nach ihm. Briefkaffen der Redaktion. Unseren Herren Korrespondenten zur gefl. Kenntniß nahme, daß die Berichterstattung über die Maifeier bereits in der Sonntagsnummer beendet wurde. Berichtigung. Beim Sage des Artikels Die Maifeier" ( Parteinachrichten, Nr. 108, 1. Beilage) ist der Absatz In Hessen" bis Böhmen" an die falsche Stelle gerathen. Er gehört vor die Stelle:" In Semo und Hainstadt." Zwei Streitende. Sie wundern sich darüber, daß wir Ihre Frage, in welchem Jahre und an welchem Tage der GrundEin gefährlicher Verbrecher, Namens Jens Nielsen, stein zum Reichstag gelegt ist, noch nicht beantwortet haben. ( Bahlstelle Berlin). Bersammlung am Dienstag, den 10. b. M., Abends London in Brand steckte und zwei Mal zum Tode verurtheilt, und Zeitverlust machen kann, wenn Sie sich für diese müßige Vereinigung aller in der Schmiederei beschäftigten Versonen welcher vor einigen Jahren mehrere Gebäude in den Docks von Der Grund besteht darin, daß es Ihnen nicht mehr Umstände 8% Uhr, bel Scheffer, Inselstr. 10. Berband deutscher Zimmerleute Schönebergs und Umgegend. jedoch immer wieder begnadigt worden ist, hat am 4. Mai im Bersammlung Dienstag, den 10. Mat, Abends 8 Uhr, bet Jakob, Grunewald- Buchthause in Horsens( Dänemart), wo er jegt seine Strafe abGauverein Berliner Bildhauer. Heute, Dienstag, den 10 Mat, außer büßt, den Gefängnißarzt und einen Aufseher mit einem Beile ordentliche Generalversammlung. Soch wichtige Bahl.( Stebe Injerat überfallen und sie schwer verwundet; das Leben derselben ist Dom Sonnabend.) Bahlreicher Besuch erwünscht. jedoch nicht in Gefahr. firaße 110. ererbte Krankheiten". dem Stettiner Bahnhofe. Schule, Müllerstr. 179a: Unterricht in Geschichte( mittlere). In allen Lehrmesters, eintreten. Frage intereffiren, als uns, daß wir aber jede Stunde, die wir darauf verwenden, nüßlicheren Beschäftigungen und den Bedürf niffen von tausenden unserer Leser entziehen. Der Grundstein zum Reichstag dürfte, wenn wir nicht sehr irren, im Jahre 1884 gelegt sein, und wollen Sie den Tag wiffen, dann laffen Sie sich in der Redaktion den betreffenden Jahrgang des Volksblatt" zur Ansicht geben und blättern denselben durch. # Den unzufriedenen Damen" im 6. Wahlkreise diene zur Nachricht, daß voraussichtlich am 2. Pfingstfeiertag eine Nachfeier auf dem„ Brocken" stattfinden wird. Für das Wetter wollen die betr. Genossen aber feine Garantie übernehmen. Verein Berliner Rolportagebuchhändler. Dienflag, den 10. Mat, Abends 8 Uhr, Sigung im Vereinslotal, Stralauerstr. 57( Miegel) Eisenbahn- Unglück. Nach den neuesten Nachrichten ist das Berliner Naturheilverein 2. Donnerstag, den 12. Mai, Abends syuhr, auf der Atchison, Topeka, und Santa- Fe- Eisenbahn geschehene im Prälaten am Alexanderplay, Bogen 8, Eingang von der Straße an der Unglück das schrecklichste, das seit langer Zeit in den Vereinigten Stadtbahn. Vortrag der Frau Jörðun aus Leipzig über:" Eworbene und Staaten vorgekommen ist. Der verunglückte Zug, einer der besten Riedorf. Sozialdemokratischer Berein„ Borwärts". Heute Dienstag Expreßzüge jener Linie, geht am Abend aus Kansas City ab und Bersammlung bei Hoffmann, Bergfir. 133, großer Saal. fährt die ganze Nacht hindurch bis zu dem 540 Meilen entAllgemeine Mietherversammlung am Dienstag, den 10. Mat, Abends 8 Uhr, Restaurant Rohland, Elsasserstr. 26. Absendung einer fernten Chikago. Gegen Mitternacht trat stürmisches Wetter mit Betition an den Eisenbahnminister wegen Belassung des Borortsverkehrs auf Regenschauern ein, und da die Flüsse bedeutend angeschwollen 14. Juni 1848 statt. Scholz, Kastanien- Allee. Der Zeughaus Sturm fand am waren, beobachtete der Maschinenführer alle Vorsichtsmaßregeln. M- 6. Die Stelle, welche in der„ Börsen Zeitung" aus Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag, Abends 8-10% Uhr: Süd- Bald nachdem der Zug Medhill passirt hatte, erreichte er, un- Schlosser's Weltgeschichte zitirt wird, stammt nicht von Schloffer. Schule, Hagelsbergerstr. 43: Unterr.cht in Deutsch( mittlerer); SüdOft ich u'te, Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Deutsch( mittlerer), Mathe- gefähr 225 Meilen vor Chicago, die über den Forfluß gelegte Die Geschichte der neuen Zeit zu Schloffer's Weltgeschichte ist matit: Oft: Shule, Markusstr. 31: Unterricht in Physiologie; Nord- Brücke. Dieselbe galt für unbedingt sicher, doch waren vermuthlich nach dem Tode Schlosser's von verschiedenen Skribenten von dem fächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Se: Die Stützen durch den angeschwollenen Strom geschwächt. In dem Schlage der Treitschke und Hänschen Blum herausgegeben. Augenblick, wo die Brücke zusamme..brach, befand sich fast der ganze Kaiserslautern. Das Schreiben vom 29. April gelangte Arbeiter- Bildungsschule. Am Mittwoch, den 11. d. M.( Bußtag) fällt Bug auf derselben. Die Lokomotive hatte gerade das jenseitige Ufer erst am 9. Mai in unsre Hand. Inzwischen ist schon die BeDer Unterricht an allen Schulen aus. Den Schülern der Dit- Schule zur Kenntniß, daß der Unterricht im Rechnen" Donnerstags, und„ Deutsch"( unt.) erreicht und der letzte Wagen, ein Bullman'scher Schlafwagen, endigung des Streits gemeldet worden. Sonnabends ipteder regelmäßig stattfindet. befand sich noch auf dem anderen Ufer. Beide blieben auf den 174 K. Wo Mujitautomaten zu haben sind? Jm 2. Band Schienen stehen, während der gesammte übrige Zug, bestehend des Adreßbuch finden Sie sämmtliche Gewerbetreibende nach aus einem Kohlenwagen, einem Gepäckwagen und drei Personen- dem Alphabet geordnet. Unter Automatenhandlungen und wagen, 36 Fuß tief hinabstürzte. Die Waggons fielen auf: Fabriken oder unter Musikalien werden Sie wohl das Gewünschte einander, doch gelang es einer großen Anzahl der unter den finden. der geselligen Arbeitervereine betreffen, sind nur an die Borstände derselben Trümmern Begrabener, sich ans Ufer zu retten. Sieben Per- 2. Y. 999. Wenn Ihr Sohn ohne bestimmte Gegens Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend, Dienstag, Abends fonen sind ums Leben gekommen und zwanzig haben Verlegungen ansprüche für Ihr eigenes Geschäft thätig ist, so ist er nicht ver Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Freundschaft 1, bei erhalten. ficherungspflichtig. Oswald Berliner, Brannenstraße 114. straße 5 bei Bartels.-Diy mpta, Alte Jatobftr. 68 bei Richter.- child,, usere Dienstboten" sind ein ständiges Thema der Klage H. M. Um die Heirathserlaubniß muß der Minderjährige horn, Ufebomftr. 33 bet Miete.- Fidelitas, Bergstr.es bet steller. bürgerlicher Kreiſe. Was auf jene weißen Stlaven aber Alles zunächst beim Vormund nachsuchen und dieser beantragt sie beim gro, Kaifer Franz- Grenadier- play 7.- Alpenglode, Grüner Weg 29, bet abgewälzt wird, trat recht drastisch neulich in Leipzig zu Tage. Ein Vormundschaftsgericht, an welches auch das Mündel, welchem dortiger Hausbesitzer machte zu seinem Berdrusse fast täglich der Vormund die Zustimmung versagt, sich beschwerdeführend bergerstraße 3bet Birt. Ujn verzagt 2, Wioabit, Kronen- Brauerei. des Morgens die Wahrnehmung, daß ihm aus seinem wenden kann. Portemonnaie Beträge verschwanden; auch bemerkte er, wie sich J. K. Mit der Findigkeit" der Post hat es nichts au Waldkapelle 1, Berliner Bockbraueret. Arbeiter Maibund, der Weinvorrath in seinem Keller fast täglich reduzirte. Das thun, wenn unter Millionen Briefen einer und der andere in ein ftraße 6 bet D. Klein.. Kreuzberg, Lichterfelberstraße 7-8 bei Dienstmädchen, sowie das Kindermädchen wurden der Diebstähle falsches Briefpacket geräth und daher erst eine kleine Extrafahrt Winter. Freiheit 2, Adlershof, bei Albrecht. Alte inde, beschuldigt und aus ihren Diensten entlassen. Wegen Mangels macht, ehe ihn der richtige Briefträger in die Hande bekommt. Mariannenstraße 31-32 bei Doberstein. Borwärts 4, Rathenow, an Beweisen fonnte ein Strafverfahren gegen diefelben nicht einRestaurant Walhalla". Rigdorf. Nothwendig ist es nicht, eine Agitationsfommission Musehold. Gorgenlos Röslinerstraße 17 bet Wendt. geleitet werden, aber desto zweideutiger waren die Abgangs in einer öffentlichen und nicht in einer Vereinsversammlung zu Gefangverein ber Böttcher Steineiche, Jüdenstraße 55 bei atteste. Es dauerte aber nicht lange, so fingen die neuen Dienst- I wählen, aber es empfiehlt sich im höchsten Grade. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Johannes Webde, 9 Uhr, bet G. Behrend, Blumenstr. 5. Sozialdemokrat, Abends 8 Uhr, bet J. Wintler, Manteuffelstr. 60.müller, Wienerfir. 31. Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund Agitationsverein Lassalle, bei Drüge zu richten. Harmonia, FlottwellSaeger. Berliner Buchdrucker, Alte Jatobftr. 83 bei Wienecke. Bruderherz, Straußbergerstr. 3 bei Birk. Ihn'scher Humor, StraußHoffnung 2, Deutsch Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräß. Nowawes, Wallstraße bet Gärtner. bet 3 Gängertette, SchönleinGinigteit 2, Landsbergerstraße 31 Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.