Nr. 114. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährt. 8,30 m, monatl. 1,10 r., töchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags. nummer mit illuftrletter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beltungs. Breistifte für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, fült das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für bie nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Noreffe: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1983. Sonntag, den 17. Mai 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Wernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. Genossen! Seht die Wählerlisten nach! Wer irrtümlicherweise nicht in der Wählerliste steht und es unterlässt, bis zum 25. Mai seine Eintragung zu veranlassen, geht seines Wahlrechts verlustig! Die Nache des Märchens.") " Seitdem der alte Rothschild dem Umstürzler anno 1848 einen blanken Thaler gegeben und ihm versichert haben soll, daß sei der Anteil, der bei der allgemeinen Teilerei auf den Revolutionär entfalle, bildet das Märchen vom Teilen die Hauptmunnmer in der Gespenster- Geschichtensammlung, die sich das Bürgertum von den Bielen" der Socialdemokratie schaubernd erfunden hat. Niemand aber trug vor, wie Herr Eugen Richter: Alle Einkommen und Vermögen würden, so hat er unzählige Male beschworen, mit solcher über zeugten Eindringlichkeit und so komischer Blattheit das Märchen nach socialistischer Auffassung in gleiche Portionen verteilt, und da dann so rechnete er eine lächerlich geringe Summe auf den einzelnen entfiele, sei der Unsinn des Socialismus bewiesen. Bisher nahm man nun an, daß Eugen Richters Sirn fo un löslich im Kapitalismus verkapfelt sei, daß es nicht imstande sei, den Gedanken socialistischer Produktionsweise zu begreifen, der doch dem einfachsten Arbeiter sofort einleuchtet. Jedesmal, wenn Eugen Richter den Socialismus verspotten will, farifiert er unwillkürlich den Kapitalismus. Wenn er die Grammatikt der socialistischen Butunftssprache zu lehren sucht, mauschelt er instinktiv den kapitalisti schen Jargon der Gegenwart. fann, was sie bisher erwarb. Also lassen wir borweg den ganze Rest aber nur das jetzige Einkommen bloß um 83 Mark 3 646 527 Personen, die 1901 über 900 20. versteuerten, deit vermehrt. Solche Teilerei ist Betrug. Sie ist die absolute UnMindestsatz von 900 M. und verteilen nur den Rest. Dann sind wir gleichheit. Sie schafft eine Minderheit mit einem Einkommen sehr nahe der absolut gleichen Verteilung des Gesamteinkommens. von 3083 Mart und eine große Mehrheit mit etwa einem Einkommen Unter dieser Vorausfegung würden immer noch 150 M. zur Ver- von 988 Mart oder noch weniger. teilung auf den Kopf der 34 Millionen preußischer Einwohner übrig bleiben oder für die fünftöpfige Familie ein Mehr von 750 M. gegen den bisherigen Zustand, d. h. fast eine Verdoppelung der bisherigen Einkünfte. Jebe Familie dieses gleich geteilten" Staates würde etwa 1600 m. Jahreseinkommen beziehen. Die Teilerei lohnt sich für die Masse der Proletarier! " Eine außerordentlich luftige Poffe: Wie ein Mensch von seiner eignen Lüge ungebracht wird! Das Märchen von der socialistischen Teilungssucht sollte die Socialdemokratic widerlegen und nun widerlegt es den Kapitalismus, zu dessen Schuß es ersonnen war. " Der„ Socialistenspiegel" bringt die grausame Verstümmelung und die ritualmörderische Abschlachtung des einst so kräftig blühenden R. E. May, ein bürgerlicher volkswirtschaftlicher Schriftsteller, Sprößlings. Es ist ein magerer Trost, daß den Arbeitern nun vorberechnet( Schmollers Jahrbücher, 1903, II. Seft) das deutsche gerechnet wird, daß sich auch die unteren Einkommen langsam Gesamteinkommen im Jahre 1900 auf 31 165 Millionen Mart, das heben. In der That sehr langsam. Nach einigen Jahrder Arbeiter auf 12 500 Millionen Mark, welche letteren bon hunderten wird das Proletariat sicher bei solcher Entwicklung 14 174 000 Erwerbsthätigen verdient" werden und insgesamt ein Steigen feines Einkommens um ein paar Steuerstufen erleben". 26 780 000 Berfonen ernähren müssen. Auf den Kopf der Gesamt- Darauf fann das Proletariat und die Socialdemokratie aber nicht bevölkerung entfällt also eine Einnahme von 556,5 M., dagegen auf warten, denn inzwischen türmen sich die Millionen der Besigenden den Kopf der Arbeiterbevölkerung allein 460 M. Auch nach dieser immer rafcher und höher, sie wachsen in den Himmel, während unten Rechnung wäre der Gewinn" einer fünftöpfigen Arbeiterfamilie aus in weiten Zeiträumen dem Land der Massen spärlicher Zuwachs fich erhebt. Zudem erweist die amtliche Statistit, daß trotz des starken der Teilerei" etwa 500 m. Noch schöner würde die Teilerei ausfallen, wenn wir etwa die Anwachsens der Vermögen gerade in Perioden lebhaften wirtschaftStadt Berlin gleichmachten. Das Statistische Jahrbuch der Stadt lichen Aufschwungs die ergänzungssteuerpflichtige( vermögenssteuerDiese entschuldigende Annahme einer unausrottbaren Berlin" berechnet das Einkommen pro Kopf der Berliner Bevölke- pflichtige) Bevölkerung von Jahr zu Jahr einen geringeren Bruchteil Beschränktheit erweist sich jetzt als nicht völlig zutreffend. Nicht rung für 1899/1900 auf 817,53 M.( in den vier Vorjahren rückwärts der Gesamtbevölkerung ausmacht. Im ganzen Staate( Preußen) minder groß wie die kapitalistische Verranntheit ist sein Fanatismus gerechnet: 806, W., 786,03 W., 767,42 W., 770,84 M.). In Berlin nämlich umfaßten sie in den Jahren 1895: 14,05, 1896: 13,97, böswilliger Erfindung. Eugen Richter hat selber an das Märchen müßten mithin bei gleicher Verteilung auf die fünftöpfige Familie 1897: 13,93 und 1899: 13,88 vom Hundert der Bevölkerung"( Obervom Teilen nie geglaubt. Das beweist der Socialisten 4087,65 M. Jahreseinkommen entfallen. Ein ganz vorzügliches Ge- Regierungsrat Evert in der Zeitschrift des königlich preußischen Das ist die socialistische Verspiegel", dessen großes Ereignis die Preisgabe des Märchens fchäft, wenn man bebenkt, daß im Jahre 1901 der Durchschnittslohn statistischen Bureaus 1901, G. 218). der Nordöstlichen Baugewerks Berufsgenossenschaft elendungstheorie, in töniglich- preußischen Zahlen. vom Teilen ist. Der unermüdlichste Agitator bes Märchens hat es im Bereich der m. Daß selbst die Teilerei schon eine Erlösung des Proletariats jezt selbst totgeschlagen, weil es sich wider den Vater dräuend er 889,85 m., im Gesamtdurchschnitt des Baugewerbes 691,62. betrug. hoben hatte. bebenten würde, daß sogar dieses erbärmlichste Schreckmittel unsrer Noch viel herrlicher aber wird die Teilerei, wenn man nun auch Feinde von uns acceptiert werden kann das beweist in berUnd das fam fo. Das Märchen selber rächte sich für den Mißbrauch, den man mit ihm trieb. Es das Vermögen reblich teilt. Dabei müssen die Vermögen unter nichtender Weise die Wahrheit des Socialismus! Vor den Ausnahm die Wirklichkeit, die es vorstellen sollte, beim Wort, und er- 6000 M. außer acht bleiben, denn sie werden von der Steuer nicht geburten ihrer eignen Verlogenheit müssen unfre kapitalistischen flärte fich bereit, Wahrheit zu werden. Ihr schwazet, sprach es, betroffen und find deshalb nicht festzustellen. Verteilen wir aber Hasser und Hezer sich bereits fürchten! immer dabon, ber Socialismus wolle teilen, also teilt doch einmal das Vermögen über 6000 M. in Preußen, so entfallen auf den Kopf und seht zu, ob wirklich dabei so gar nichts herauskommt! In 2056,3 m. Jede preußische Arbeiterfamilie von fünf Mitgliedern zwischen hat sich nämlich, wie es die socialistische Theorie voraus erhält folglich mit einem Schlag ein Vermögen von mehr als fagte, die wirtschaftliche Entwicklung vollzogen. Der Reichtum 10 000 W., oder einen jährlichen Zinnsgewinn von 400 M. Eine der einzelnen hat sich ungeheuer gesteigert, die Kluft zwischen dem Verteilung des Berliner Bermögens( ohne die nicht ermittelten höchsten Reichtum und dem Durchschnittseinkommen der Massen ist Bermögen unter 6000 m.) erzielt wiederum ein außerordentlich getvaltig gewachsen, von dem riefig vermehrten gesellschaftlichen| günstiges Resultat. " 9 Wahlkampf. Der sterbende Freifinn. Soeben ist im sechsten Berliner Wahlkreise das erste Flugblatt 1901 wurden im Stadtkreis Berlin 8103 für den Kandidaten der Freisinnigen Volkspartei, Herrn Theodor Liebenow, ausgegeben worden. Wir haben selten so start empfunden, daß der Freiſinn im Sterben liegt, wie bei der Lektüre dieses Flugblattes. Es ist ein charakteristischer Sah darin: Und wie die Socialdemokratie im wirtschaftlichen, socialen und gesellschaftlichen Leben unheilvoll wirkt, so im politischen Leben. Alles, was wir an Reaktion in Deutschland seit beinahe 30 Jahren zu bekämpfen und beklagen haben, sowie der ganze traurige Stillstand unsrer Entwicklung in fortschrittlicher Richtung, entfällt zum großen Teile auf das Schuldconto der Socialdemo kratie, deren wilftes Treiben die Reaktion gestärkt und ihr willtommene Vorwände zu ihren Aktionen geliefert hat. Wohlstand sind nur ganz spärliche Brosamen auch der besiglosen Millionen Mark Vermögen zur Steuer veranschlagt, das ist auf den Klaffen zu gute gekommen. Diese Entwickelung charakterisiert das Kopf 4263 M., auf die fünfföpfige Familie ein Vermögen von Erfurter Programm der Socialdemokratie wie folgt:" Jmmer größer 21 325 W., ober ein jährlicher Zinsgewinn von etwa 850 M. wird die Zahl der Proletarier, immer massenhafter die Armee der Jetzt find in Berlin 199 420 steuerpflichtige Personen mit einem überschüssigen Arbeiter, immer schroffer der Gegensatz zwischen Aus- Einkommen von 660 bis 900 2. eingeschätzt, 143 010 mit einem beutern und Ausgebeuteten, immer erbitterter der Klassenkampf folchen von 420 bis 660 m., 218 066 zu einem Einkommen unter zwischen Bourgeoisie und Proletariat." So tam es, daß auch die 420 W. veranlagt. Alle diese Personen, wie überhaupt so ziemlich Zeileret, wenn man mit dem Schwindel der socialistischen Feinde die ganze Arbeiterschaft Berlins würde alfo bei einer gleichen und Verleumder Ernst machte, sehr rentabel und außerordentlich Verteilung des Berliner Vermögens mit ihrem arbeitslosen Zinsverführerisch wurde. einkommen ebenso viel verdienen", wie jest mit ihrer aufreibenden " Unter demselben Seufzer hauchte die Vertretung des einstigen rebolutionären sächsischen Bürgertums, der fast vergessene sächsische Kammerfortschritt, seine altersschwache Seele aus. Ein fortschrittliches Bürgertum ist in Sachsen schon lange nicht mehr vorhanden, aber bis vor kurzem sputte es noch im sächsischen Landtage in der Person des alten Zwidauer Oberbürgermeisters Streit mit einigen wenigen Getreuen. Wenn unfre Vertreter im Landtage diesen Herrn, der zu allen reaktionären Schandthaten Ja und Amen sagte, an feinen Fortschritt" erinnerten, dann war seine stereotype, hundert= mal wiederholte Antwort: Ihr Socialdemokraten seid selbst schuld an der Reaktion; mit Eurer Rücksichtslosigkeit verleidet Ihr jedem fortschrittlich gefinnten Bürger den politischen Fortschritt. Aus Furcht vor Euren Ülebertreibungen wagt das Bürgertum nicht mehr fortschrittlich zu fein. Nach der preußischen Statistit wurde 1901, von allen Steuer- Arbeit. Ein ganz verteufeltes Märchen, das vom socialdemokratischen zahlern über 900 M. Einkommen, ein Gesamteinkommen von 8376 Millionen Mark veranschlagt. Das Einkommen der Steuer- Teilen! Erst hat man es erfunden, um nachzuweisen, daß sich die zahler über 8000 m. war in den Jahren 1892 bis 1901 von Teilerei nicht lohnt. Und nun weiß man nicht, wie man es wieder 8224 Millionen auf 4709,4 Millionen gestiegen. Um nun regelrecht los werden soll, nachdem es so gefährlich geworden, wenn es beim zu teilen, müßte man das Gesamteinkommen aller Preußen durch Wort genommen wird. Im Socialistenspiegel" würgt Eugen Richter die Kopfzahl dividieren. Dies Gesamteinkommen läßt sich aber aus auf meuchlerische Weise sein eignes Kind ab, das herangewachsen, der Steuerstatistit nicht ermitteln, weil die Einkommen der gegen den Erzeuger die Hand erhebt. 20,6 Millionen Berfonen unter 900 2. nicht angegeben find. Unter Das Vermögen wird überhaupt nicht mehr geteilt. Es ist 900 M. bleibt gerade auf das Durchschnittseinkommen der Arbeiter, völlig vergessen, daß es so etwas wie ein Vermögen in der Welt das auf 882 m. berechnet ist. So müssen wir uns mit der Ver- giebt. Eugen Nichter kennt dergleichen gar nicht mehr. Aber auch teilung" der Einkommen über 900 m. behelfen. Das ergiebt auf das Einkommen wird nicht mehr verteilt, nur ein verschrumpeltes den Kopf eine jährliche Einnahme von 246 M. oder für die fünf- Berrbild der alten Teilerei wird vorgeführt. Mit dieser Klage auf den Lippen starb er, die letzte, längst töpfige Familie 1230 M. Da nun die Einkommen unter 900 M. Zur Produktion des neuen Sputs hat er eine neue Gaufelei bei der Teilerei nicht mit eingerechnet sind, so würde sich das ersonnen: die Geschichte von der socialdemokratischen Theorie, daß im Innern morsche Säule, die noch schwach an einstige Pracht erinnerte. Und was sich unter dem Namen der Freisingigen Volkss Durchschnittseinkommen eines Arbeiters mit Familie( wenn man alle Leute, die mehr als 3000 Mt. Einkommen haben," Ausbeuter" partei noch von dem ehemaligen sächsischen Fortschritt abgesplittert Ausbeutung hatte, das hatte sich im Wahlkreise Birna schon 1898 den Antiannimmt, daß diese Familie bisher nichts verdient hat) bon 882 m. feien. Da nun die Socialdemokratie bloß die Ausbeutung auf 2112 M. steigern. Bloß durch die Teilerei. Allerdings wäre beseitigen wolle, so dürfen also auch im Zukunftsstaat die femiten in die Arme geworfen, und in der sächsischen Lausitz ist es diese eine Zeilerei ein wenig ungerecht, denn die bisherige Personen, die bisher mehr als 3000 m. einmahmen, 8000 m. jeht in voller Auflösung begriffen. So starb der Freifinn in Sachsen der Socialdemokratie. Wörtlich heißt es: aus flappernder Furcht vor Dieselben Millionärsfamilie würde dann nur den Durchschnitt von 1230 M. behalten. Der Rest wird dann verteilt. erhalten, während die Arbeiterfamilie, die bisher weniger Beläßt man somit den 450 000 Genfiten, welche ein Einkommen Strankheitssymptome zeigen sich an dem Linksfreisinn in Preußen als 900 Mark verdiente, die 1280 M. zu dem hinzuthun von mehr als 3000 M. beziehen, zunächst 3000 22., fo verbleibt ein feit einiger Zeit; die Uebereinstimmung ist, wie das Liebenowsche Einkommen von 2750 Millionen Mart. Das ergiebt auf den Kopf Flugblatt zeigt, bis zu der fast wörtlichen Wiederholung desselben Jammersprüchleins gediehen. Man könnte von einem bemitleidens *) Wir entnehmen diesen Artikel einer in den nächsten Tagen der Bevölkerung von 34 Millionen Köpfen ein Einkommen von werten Zustande reden, wenn Mitleid in der Politik am Plaze im Verlage der Buchhandlung Vorwärts erscheinenden Gegen 88 M. Auf einen Cenfiten kommen durchschnittlich 8,25 Angehörige. wäre. schrift gegen Eugen Richters berüchtigten„ Socialistenspiegel" Die Danach ergeben sich für die durchschnittliche Haushaltung 34 X 88 Wem es ernst ist mit dem Kampfe gegen die Reaktion, der " Freisinnige Beitung" hat sich wiederholt damit gebrüstet, rund 269 M. Ein Betrag von 269 M. macht auf den Arbeitstag wird einer so armseligen Partei feine Stimme geben. Das wäre daß der„ Vorwärts" nicht im stande sei, auch nur eine unrichtigkeit im Jahre noch nicht eine Mark aus, und bei zehnstündiger Arbeits- ein schöner Stampf gegen die Reaktion, bei dem die Stämpfer" ängstdes Socialistenspiegels" nachzuweisen. Wir hatten darauf erwidert, zeit auf die Stunde eine Verbesserung des Lohnes von noch nicht lich darum besorgt sind, den Feind ja nicht zu erschrecken, damit er nicht wild werde. Die Reaktion zähmt man nicht, die kann man daß das ganze Machwerk von A bis Z eine große Fälschung und 10 Pfennigen." nur niederschlagen. " " 83 eine Albernheit obendrein sei; zu dem Nachweis im einzelnen fehle Auch dieses Verfahren bietet ja immer noch einen ganz hübschen dem Vorwärts" der Raum.- Die neue focialdemokratische Wahl- Buwachs für die Arbeiterfamilie, eine Lohnerhöhung von mehr als schrift führt nun diesen Nachweis; sie zertrennt das ganze Lügen- 25 Prozent. Im übrigen ist das aber eine nette Teilerei! Nein, gewebe und entlarbt unbarmherzig den„ Spiegel" fechter der Reaktion, der die Sudelei verfaßt hat, als elenden Fälscher, liederlichen Gitatenfleber und beschränkten Tropf. Ned. des Vorwärts". wir beharren auf dem alten Märchen des gleichen Teilens. Das ist die Teilerei eines Viehhändlers: 450 000 Cenfiten sollen noch dieser Methode des Teilens je 8000+88 Mart erhalten, der Das Angstmotiv zieht sich durch das ganze Flugblatt; es wirkt deshalb nur komisch, wenn darin mehr als ein duzendmal versichert wird, was die Freifinnige Volkspartei alles will". So iII fie angeblich die notwendigen Lebensmittel mit dem Ziele auf völlige Abgabenfreiheit entlastet wissen von Steuern und Zöllen. Ihr Verhalten in dem Kampfe um den Bolltarif war aber ganz " auf das Leitmotiv des Flugblattes gestimmt, and so ho sie glü lich erreicht, daß auch hier das Gegenteil von dem herausgekommen ist, was sie angeblich" will". Die jüngsten, von uns angenogeen Aeußerungen der Freisinnigen Zeitung" über die künftige Tetti bei dem Kampfe um die Handelsverträge läßt ganz dasselbe Scher spiel wieder erwarten. Während uns im Junkertum ein rücksichtsLofer Gegner gegenübersteht, der mit angeborener Brutalität gerade auf sein Ziel losgeht und alles niederzutrampeln berei. ist, was sich ihm in den Weg stellt und sich niedertrampeln läßt, empfiehlt die " Freisinnige Zeitung" schon wieder ihr Angstrezept, das immer und immer nur den Erfolg gehabt hat, daß die Reaktion und nicht der Freisinn seinen Willen durchsetzte. - " Nach dem Flugblatte will die Freifinnige Vollspartei Arfrechterhaltung und Verallgemeinerung des Koalitionsrechtes der Arbeiter, Sicherung und Erleichterung ihrer freien genossenschaftlichen Thätigkeit in Gewerkvereinen und ähnlichen Organisationen". Kurz vorher aber heißt es in demselben Blatte: Jen möget Ihr die Wahlversammlungen der bürgerlichen Parteien jährlich mehr für Getreide ausgeben muß, von denen über besuchen und deren Kandidaten fragen, was sie den Arbeitern 600 Millionen allein, dem Schuße der Landwirtschaft" dienen müssen. bieten können. Ist die Antwort befriedigend, dann gebt diesen Das heißt: der Aermste muß mit seinen Steuergroschen dazu herEure Stimme. Ihr thut besser daran." halten, um den Großgrundbesigern ein möglichst gutes Leben zu Die Aktion der schlichten Männer" ist also auf den Sankt garantieren. Nimmerfeinstag verschoben und die Bahn frei für die mit um das goldene Kalb tanzenden, mit Mammonssucht besudelten und mit dealen gänzlich unbekannten Herren aus des Verfassers näherer Umgebung. Und das heißt Wahlkampf! Und so schallt es von allen Eden! Giebt es denn wirklich keinen verständigen und gebildeten Menschen mehr, der zum geistigen Kampf gegen die Socialdemokratie in die Schranken treten will? Und besteht die ganze Ordnungsarmee wirklich nur mehr aus Krüppeln? Kampf gegen die Ausübung des Wahlrechts. * Beeinträchtigung des Versammlungsrechts. Auch in dem diesjährigen Wahlkampfe suchen untergeordnete Polizeiorgane die Arbeiter in ihrem Rechte zu hindern, durch Versammlung die Reichstagswahl zu fördern. Wie aus zahlreichen an uns und an unsre andren Parteiblätter gerichteten Anfragen hervorgeht, wird es unsren Parteigenossen oft schwer, die geeigneten Schritte gegen ungefeßliche Verbote, Auflösungen usw. unsrer Versammlungen zu unternehmen. Daher sollten alle Wahlkomitees, Wahlvereine, Vertrauensmänner fich entweder das Vereinsrecht" für 1,20 M. oder den Führer durch das Vereins- und Versammlungsgeset" für 35 Pf. portofrei von der Buchhandlung Vorwärts kommen lassen. Der letztere enthält auch alle einschlägigen Formulare, wie Versammlungsanmeldung, Be= schwerden wegen versagter Bescheinigung 2c. * Agrarische Mittelstandsrettung. Um die selbstverständlichsten Dinge muß man in Deutschland Was ist das Wesen der Socialdemokratie? Nichts andres erst einen hartnäckigen Kampf führen, sobald diese Dinge irgend als ihr brutaler, alle Errungenschaften der Kultur gefährdender etwas mit staatsbürgerlichen Rechten zu thun haben. Das zeigt sich Klassenstandpunkt. Die Socialdemokraten vagen selbst gar right, jetzt bei den Wahlen wieder an der Art, wie Anlegung und Verüber ihre eigentlichen Ziele und deren onsequenzen Rede und vollständigung der Wählerlisten betrieben wird. An einigen Orten, Antwort zu stehen. Aber sie wirken gleichwohl arf ihre be- wie München und Dessau, hat man ja erfreulicherweise ein Das Streben der konservativ- antisemitischen Agrarier- Schuhs sonderen Ziele hin, wirker in auf die völlige Ruiniering, de Verfahren eingeschlagen, das eingeschlagen, das möglichst vollständige WählerPrivateigentums und der freien wirtschaftlichen Thätigkeit des listen zu garantieren geeignet ist. Diese praktischen Maßregeln truppe, die in den sechs Berliner Wahlkreisen eigne Kandidaten aufeinzelnen Volksgenossen, um auf den Trümmern der Existenz laffen aber den Gegensatz der sonst allgemein noch üblichen gestellt hat, ist bekanntlich darauf gerichtet, durch Köderung einiger bon Xaufenden und Millionen tätiger and frebfamer Mönner Methoden um so schärfer hervortreten. Es iſt, als ob ſogar die Welten erfahrener Kaufleute und Handwerksmeister ihrer aussichtslosen in Industrie, Handel und Gewerbe ihren Zukunftsstaat, die ge- Wählerlisten als Mittel zur Erschwerung der Wahl dienen sollten. Sache Anhänger zu gewinnen. Zu dem Zweck drapieren sie sich als ſellſchaftliche Thätigkeit" mit den in Staatseigentum verwandelten So wird uns z. B. aus Brit berichtet, daß dort die Listen laut Mittelstandsretter. Und da sie mit der Wahrheit nicht weit kommen Arbeitsmitteln aufzubauen. Und aus diesem, einem anbegriffenen amtlicher Bekanntmachung am Himmelfahrtstage, sowie Sonntag, würden, fuchen sie durch Umdichtung socialdemokratischer KundZiele zustrebenden Wirken erklärt sich die systematische Störung den 24. Mai nicht ausgelegt werden sollen, so daß sie nicht, wie vor gebungen die Socialdemokraten als planmäßige Zerstörer des Mittelstandes anzuschwärzen. unfres wirtschaftlichen und socialen Lebens durch die Socialdemo- geschrieben 8, sondern nur 6 Tage ausliegen. Beschwerde dagegen ist fratic. Wo derart lediglich einem Princip 3u fofort eingelegt worden, die hoffentlich Erfolg haben wird. liebe die wichtigsten Interessen innerhalb unsres Staatslebens fortgesetzt willkürlich verlegt werden, da ist die unausbleibliche Folge, daß sich die Angegriffenen ihrer Haut wehren. Was heißt denn das, sinſtematiſche Störung unites toirtschaftichen und socialen Lebens durch die Socialdemokratie"? Ist das nicht die bekannte Phrase aller reaktionären Blätter, die jedem Streit entgegengesetzt wird? Diese Blätter sind dann allerdings tufrichtig genug, dem Koalitionsrecht offen den Strieg zu erklären. Nur die Freisinnige Volkspartei bringt es fertig, in einem Atem Arbeitern das Koalitionsrecht zu garantieren und über ystematische Störung des wirtschaftlichen Lebens zu jammern. Ein Koalitionsrecht, von dem kein Gebrauch gemacht werden soll, um sen Gegner nicht zu reizen, das ist so echt freisinnig, daß sich jeder echt freisinnig, daß sich jeder Reaktionär damit befreunden kann. Das ist dieselbe Methode, on der ser Freifinn zu Grunde gegangen ist. Die Arbeiter bedanken sich für eine solche Methode. Die Socialdemokraten wagen nicht nur, über ihre eigentlichen Ziele Nede und Antwort zu stehen, sie wagen vor allen Dingen, für hre eigentlichen Ziele, die sie Tag für Tag offen aussprechen, zu ämpfen. Die Krankheit des Freisinns ist es, daß er wohl alles Mögliche wiII, aber nichts thut, daß er nicht wagt, für seine Ziele u kämpfen. Lediglich einem Princip zuliebe"! Das ist allerdings, venn man es aus dem Freisinnigen ins Deutsche übersetzt, ein treffliches Kennzeichen, das uns als politische Partei von den Freifinnigen unterscheidet. Unserm Princip, das ist der Befreiung des Voltes von der Herrschaft der Reaktion, der Erringung der wirtschaftlichen und politischen Freiheit der Arbeiterklasse, zuliebe lämpfen wir ohne Rücksicht auf ängstliche Gemüter. Die Freisinnigen abec jammern ohne Rücksicht auf die paar Principien lediglich um Ruhe. Nur ja nicht angreifen, der Gegner fönnte sich vehten. Rentier Bittermeier das ist der deutsche Frcisinn! Er ruhe in Frieden! Ein Wahlaufruf des schlichten Mannes. Eine ganz tolle Sache wird uns aus Spandau gemeldet. Dort find Wählerlisten in verschiedenen Wirtschaften ausgelegt worden. Darauf ist bei den Wirten ein Polizeikommissar und hat ihnen erklärt, daß sie wegen der Riſtenauslegung, das Militärverbot bekommen würden. Der Kommandanturbefehl fci schon ausgefertigt. Nimmt man dazu noch die von allen Seiten eingehenden Nachrichten über Verweigerung der Abschriften von den Wählerlisten, so gewinnt man den Eindruck, als ob eine Organisation zur Verhinderung des Wählens bestände. Da jammert die bürgerliche Bresse über die säumigen Wähler. So übernimmt selbst das offiziöse Blatt des Reichskanzlers, die Nordd. Allgem. 8tg.", unter ausdrücklicher Zustimmungserklärung folgende Auslassung der„ National- Zeitung": Rekruten zu. So wird eine Auslaffung des Genossen Ledebour in der Versammlung bei Hensel am 12. Mai zum Zweck der agrarischen Mittelstandsrettung zugeftugt. In der agrarischen Deutschen Tages- 3tg." wird darüber geschrieben: „ Er hat nach den Berichten verschiedener Blätter ungefähr folgendes ausgeführt: Die Socialdemokratie hat mit den Mittelstandsparteien absolut nichts gemein und wird sich niemals dazu hergeben, die Interessen des Mittelstandes, das heißt der Handwerker, Ladenbefizer, fleinen Industriellen 2c. zu vertreten, da auch diese nur zu der Klasse der Ausbeuter gehören. Die Socialdemokratie ist nicht dazu da, die in ihrer Existenz bedrohten kleinen Gewerbetreibenden zu schützen oder zu stützen, sondern es liegt nur in der Absicht der Socialdemokratie, daß diese Elemente, die dem Existenzkampf nicht gewachsen sind, ihre Selbständig= teit aufgeben; auf irgend welche Hilfe gegen die Pressionen des Großkapitals, der Großindustrie, der Großbazare, der Konsumvereine usw. hat der Mittelstand seitens der Socialdemokratie nicht zu hoffen, sondern es wird gerade das Bestreben der Socialdemokratie sein, solche Bazare, Großindustrien usw. im Kampfe gegen den Mittelstand zu unterstützen." Num weiß der Mittelstand vollkommen genau, woran er ist. Ein Angehöriger des Mittelstandes, der aus irgend welchen Nebengründen einem Socialdemokraten seine Stimme giebt, ist sein eigner Totengräber." Die auf der ganzen Linie mit Ausnahme weniger Wahlkreise herrschende Teilnahmlosigkeit läßt für die Erfüllung der moralisch politischen Wahlpflicht seitens der bürgerlichen Kreise das schlimmste befürchten. Bereits im Jahre 1898 waren rund 156 000 bürgerliche Wähler weniger an die Urne getreten, als im Jahre 1890, ganz zu schweigen von den lebhaften 1887 er Wahlen, denen gegenüber ein Ausfall von mehr als einer Million bürgerlicher Stimmen zu verzeichnen war. Prüft man die Zahlen von 1898 im Vergleich zu denen von 1890 näher, so ergiebt sich für die letzten Wahlen ein für das Bürgertum beschämendes Resultat, das jezt allem Anschein nach noch weit übertrumpft werden soll. Von 1890 bis Der von der„ D. T." citierte Sag trägt für jeden, der mit der 1898 hatte sich die Zahl der Wahlberechtigten um etwa 1,3 Millionen socialdemokratischen Gedankenwelt vertraut ist, den Stempel der planvermehrt. Davon liefen der Socialdemokratie rund 680 000 neue mäßigen Fälschung an der Stirn, da, hier konsequent als ge= Für die bürgerlichen Parteien wären demnach wollter Zweck der politischen Aktion der Social620 000 neue Wahlberechtigte verfügbar gewesen. Statt dessen wurde auf dieser Seite ein Verlust von 156 000 Stimmen verzeichnet, demokratie hingestellt wird, was die Socialdemokratie selbst als Tendenz der wirtschaftlichen Entwicklung in der so daß insgesamt im Jahre 1898 reichlich drei Viertel Millionen Wahl- tapitalistischen Ordnung erkannt hat und darstellt. berechtigte weniger als 1890 von ihrem Wahlrecht Gebrauch ge- Was hat Ledebour mum in Wirklichkeit gesagt? macht haben, und an der Zunahme der Wahlberechtigten im End- Er hatte in seinem Referát darauf hingewiesen, daß die effett ausschließlich die Socialdemokratie teil hatte. Sogar die Gesamtsumme der abgegebenen gültigen Stimmen einschließlich der Agrarier- Schutztruppe, die Herrn Ulrich als Kandidaten aufsocialdemokratischen hat von 1887 bis 1898 trotz des außerordentlichen gestellt hat, in ihrem Flugblatt sorgfältig ihren Hauptzwed, Je höher sich auf dem Tische die gegnerische Wahllitteratur anBachstums der Bevölkerung feine wirklich erhebliche Verschiebung die künstliche Verteuerung der Lebensmittel durch eine agrarische häuft, desto flarer wird ihre eigentliche Bedeutung. Sie ist Material erfahren... Das beschämende Schauspiel von 1898, daß lediglich die Schutzzoll- und Liebesgabenpolitit, verheimlicht hat. Durch diese für den Unterrichtsminister. Nach den Wahlen wird auf Socialdemokratie von der Vermehrung der Wahlberechtigten profitiert Politik der sogenannten Mittelstandsfreunde werde aber gerade der Grund dieser erdrückenden Beweislasten ein ernstes Wort über die und die bürgerlichen Barteien trotz des starken Volkswachstums nicht minderbemittelte Mittelstand, die Kaufleute, Handwerker und fleinen Beamten, auf das schwerste geschädigt. Darauf meldete sich ein Herr deutsche Schulbildung gesprochen werden müssen. Denn so schlecht einmal die frühere Anzahl ihrer Wähler an die Urne zu bringen Dr. Die zich zum Wort, der mit einer Beweihräucherung der eine Sache auch sein mag, es ist doch nicht einzusehen, warum fie vermögen, darf sich nicht wiederholen." auch mit so schlechten Waffen geführt werden müßte. Und so hoch Die erste Voraussetzung für die Teilnahme aller Wähler Socialdemokratie begann, die die einzige Partei sei, die im Reichswir auf der andern Seite die Richtigkeit und Gerechtigkeit unfres der Wahl ist, daß auch alle Wähler in den Listen stehen müsse fie auch„ Gerechtigkeit" gegenüber dem Mittelstand üben, und tage für„ Gerechtigkeit" eintrete. Aber da sie gerecht" sein wolle, Strebens einschäzen, so müßte doch füglich dagegen noch etwas wer ein Interesse daran hat, daß jeder Wähler sein Stet er frage deshalb den Herrn Ledebour, für den er 1900 geftimmt andres zu bemerken sein als der wirrste Unsinn. ausübt, der muß nach Kräften dafür sorgen, daß den Den rheinländischen Unternehmern wird zur Verteilung an ihre Wählern das Wählen nicht nur möglich gemacht, sondern habe, was er denn für den Mittelstand zu thun gedente, um ihn Arbeiter eine liberale Flugschrift offeriert, die sich Ein Wort zur möglichst erleichtert wird. Statt deffen regen sich zehntausen vor der Stonkurrenz der Warenhäuser und Konsumvereine zu schützen. bevorstehenden Reichstagswahl an den deutschen Arbeiterstand" betitelt, Hände, um den Wählern die Erfüllung ihres Rechtes zu verekeln. Genosse Ledebour erwiderte darauf, daß er so wenig wie seine Parteigenossen, um irgend einen Mittelstandsmann von einem Kriegs- und Arbeitsveteran" verfaßt zu sein vorgiebt wir dürfen wohl erwarten, daß die Blätter, die über die große und in Berlin bei F. W. Fossen u. Söhne, Plan Ufer 27, verlegt Partei der fäumigen Wähler flagen, unsrer Kritik der Wahl gewinnen, reaktionären Eingriffen in das Wirtschaftsleben zuDie Konsumvereine und Warenhäuser gewännen ist. Der Verfasser giebt sich als ein schlichter Mann aus der Wert- verhinderungspraktiken zustimmen und mit uns auf Abhilfe dringen men würden. gegenüber den kleineren Geschäften au Boden, weil sie eine vorstatt, und wenn er auch durch ein paar lateinische Citate ahnen läßt, werden. wieviel Geld der Herr Papa an seine humanistische Bildung ver schustert haben mag, sucht er durch ein desto schlechteres Deutsch die größeren Umsatz durch fleinere Profite beim Einzelkauf zu erzielen, geschrittenere Betriebsweise hätten. Wollten die Kaufleute sich dieser Konkurrenz erivehren, so müßten sie auch dazu übergehen, einen Geringfügigkeit seiner„ jeistigen Arbeets"-Qualitäten zu beweisen. und sollten nicht sich die Kunden verscheuchen, indem sie den Leuten, Nach einer großen welthistorischen Uebersicht, die von Babylonien, den Juden, Karthagern, Griechen, Römern usw. handelt und in der Die Reichstagswahlen nicht dringlich"! Man schreibt uns aus die nicht bei ihnen finden, was sie suchen, andre Waren aufschwagen, auch der berühmte Vorgänger Wilhelm I. in der göttlichen Gnade, Spandau: In der Donnerstag- Sigung der hiesigen Stadtverordneten die sie gar nicht haben wollen oder sie wegen Nichteinkaufs ihren Unwillen merfen lassen. Hla murabi, nicht vergessen wird kommt der Verfasser schließ- brachten unsre Genossen den dringlichen Antrag ein, den der großen Warenhäuser und Konsumvereine, daß man dort unbeEs sei einer der wesentlichsten Vorzüge lich zu folgender nachdenklichen Betrachtung: Auch wir tanzen heute noch tagtäglich um das goldene Kalb; Wahlbezirke event. zur Anschaffung von„ Wahlzellen"( wie sie be- helligt sich seines Bedarfs versehen oder fortgehen kann. dem Materia- kanntlich ein findiger Unternehmer herstellt) einen Betrag von 750 M. Publikum, insbesondere die Arbeiter, hätten das volle Recht, lismus heimgesucht. Mit unsrer schmußigen Mammons- zur Verfügung zu stellen. Zur Begründung der Dringlichkeit wies diejenigen bevorzugen, in am foulantesten bedient sucht besudeln wir uns selbst und unsre Nebenmenschen Stadtv. Rieger( Soc.) auf die bereits am 16. Juni stattfindende würden. Staatliche Eingriffe zu Gunsten eines konkurrenzunfähigen der besten und billigsten Ware und täglich und stündlich; Christi Lehren scheinen uns Christen völlig Wahl hin, jedoch mit einem geradezu verblüffenden Resultat: außer Kleinhandels könnten obendrein dem sogenannten Mittelstand nicht in Vergessenheit geraten zu sein; Jdeale kennen wir nicht mehr; unsern Genossen erhoben sich nur drei Bürgerliche zum An- einmal nügen, wie die Erhebung bewiesen habe. Aehnlich stehe es in unsrer frankhaften Leidenschaft wursteln wir immer erkenntnis der Dringlichkeit von ihren Plätzen, so daß der Antrag mit dem Handwerk. Die Arbeiter hätten nur das Interesse, dort weiter, bis wir in die Grube sinken und den Würmern also erst in 14 Tagen verhandelt werden wird. ihre Arbeitskraft zu verkaufen, wo sie die besten Arbeitsbedingungen preisgegeben sind. fänden, seien es nun höhere Löhne, kürzere Arbeitszeit oder bessere Nach dieser durchaus treffenden, nur in Betracht ihres Zwedes In bürgerlichen Bersammlungen ist es mehrfach vorgekommen, hygienische Einrichtungen. Es sei sehr zu wünschen, daß das Kleinsonderbaren Empfehlung des Liberalismus polemisiert der Beteran daß Redner aufgetreten sind, die den Ausführungen des Referenten handwerk sich bemühe, es in der Hinsicht dem Großbetrieb gleichgegen Bismarck und korrigiert seinen Ausspruch:„ Wir Deutsche fürchten Gott, sonst nichts auf der Welt" dahin, daß man nächst Gott angeblich socialdemokratische Auffassungen entgegengesezt haben, ohne zuthun. auch die inneren Feinde" fürchten müsse. Da aber der Veteran daß sie dazu von den berufenen Partei- Drganen einen Auftrag wenn sein ganzes sittliches Pathos an uns", d. h. seine eignen Kreise hatten. Es sei darauf hingewiesen, daß die socialdemokratische Partei bestimmt seien, die vorgeschritteneren Großbetriebe zu Gunsten verschoffen hat, bleibt ihm gegen die Socialdemokratie nur diese spärliche Bemerkung übrig': auch wir sind von einer ansteckenden Krankheit tierten Erfindung zur Berhinderung des Wählens, sprechen wir uns Uebrigens: bei den preußischen Landtagswahlen, dieser patenwieder. in Berlin bei etwaigem Besuche gegnerischer Versammlungen durch aus offen verfährt; wenn auf Veranlassung der berufenen Parteizu allem Ja und Amen sagen, was bie Parteiherren dekretieren. zusehen sind, gegnerische Versammlungen besucht und Redner beauftragt Eine eigne Meinung darf der Arbeiter nicht haben, sondern Organe, als welche in den hiesigen Wahlkreisen die Wahlkomitees an Wer nicht pariert, fliegt einfach heraus." werden, dem Referenten entgegenzutreten, so geschieht dies in aller Der schlichte Mann muß also, wenn er solche Klagen erhebt, Deffentlichkeit. Redner, die ohne solchen Auftrag in nichtsocialdemoimmerhin auerkennen, daß der Ausschluß aus der ſocialdemokratischen kratischen Versammlungen auftreten, thun dies auf eigne VerPartei einen empfindlichen Verlust bedeute. Das alles ist verhältnismäßig noch geistreich. Jetzt aber steigt antwortung. Die Partei muß es ablehnen, für die Aeußerungen von der Verfasser gar auf das geistige Niveau Eugen Richters hinunter Personen, die nicht in ihrem Auftrage handeln, die Verantwortung und beweist, daß bei der socialdemokratischen Teilung" auf den zu übernehmen. Kopf der Bevölkerung in Preußen nur ein Vermögen von 1950 m. irgend Geschäfte zu denen Das sie mit Die Arbeiter würden aber doch Thoren sein, fie irgend welche Maßregeln gut hießen, die " welcher rückständiger Kleinbetriebe zu schädigen. Für den Mittelstand trete die Socialdemokratie viel wirksamer ein, die Erleichterung der Volkslasten, insbesondere gegen ben Brotwucher ankämpft. Im übrigen würde die große Mehrindem sie entgegen der konservativen Agrarier- Schußtruppe für zahl des sogenannten Mittelstandes, alle kleinen Leute", nach Durchführung der socialistischen Gesellschaftsordnung sich weit beſſer ſteheit, als heute unter der Herrschaft des Kapitalismus. Der Freund der Socialdemokratie", Herr Dr. Dietsch, bekam darauf in seiner Erividerung einen Entrüftungsanfall, indem er schreiend die Ver sammelten vor einem Mann warnte, der im Reichstage feine, Gerechtigkeit" üben wolle. Das hatte natürlich in der Versammlung nur einen entfallen würde. Wobei er mit Eugen Richter ganz vergißt, daß Indirekte Steuern. Im Auftrage der Leitung der Konservativen Seiterfeitserfolg. Aber jener sonderbare Freund der Socialdemokratie" solche Aussichten wofern sie erfüllbar und von irgend einem Partei ist ein„ Natgeber für die Konservativen im Deutschen Reich" ist es offenbar, der nun zur besseren Verwirklichung seiner Warnung vernünftigen Menschen aufgenommen werden könnten für die herausgegeben, in dem mit aller wünschenswerten Deutlichkeit aus- die Fälschung von Ledebours Worten in Umlauf gesetzt hat, die die Masse der Bevölkerung immer noch durchaus nicht abschreckend gesprochen wird, daß der entwürdigende Zuſtand aufhören Raufleute und Handwerker geben, die so einfältig sind, sich einreden Deutsche Tageszeitung" citiert und ausnutt. Sollte es wirklich wären. Daß der„ Kriegs- und Arbeitsveteran" dabei zu kurz käme, müsse, der das Deutsche Deutsche Neich verurteile, der Kostgänger der Kostgänger darf allerdings angenommen werden. der Einzelstaaten zu sein. Zur Beseitigung dieses Zustandes schlägt zu lassen, daß der zur Aufreibung des Mittelstandes führende Es folgen eine Aufforderung an die liberalen Parteien, fich enger das Handbuch die weitere Vermehrung der indirekten Steuern vor, fapitalistische Entwicklungsprozeß einer planmäßigen Aktion der poli zusammenzuschließen, und an sämtliche Ordnungsparteien, gemeinsame da fie leichter zu tragen seien. Ganz gewiß find tischen Partei des Proletariats zu danken sei und daß irgend ein Sache zu machen, ferner der Abdruck der Effener und Breslauer die indiretten Steuern leichter zu tragen, als direkte Steuern, Socialdemokrat so etwas behauptet habe, so müssen wir iht allerReden an den schlichten Mann aus der Werkstatt und des Tertes der wenn fie in scharfer Weise nach oben ſtufenweise steigen; dings der Agrarierschutztruppe als Beute überlassen. erpreßten Arbeiteradressen, ferner Klagen über die gewiffenlosen wenigstens sind sie leichter zu tragen von den reichen Leuten. Agitatoren", die zu Streits anreizen, und schließlich wird für die Der Arbeiter und seine Familie hat eben die Hauptlast der Spandan. Am vergangenen Montag veranstaltete Mischmasch Gründung eines Nationalen Arbeiterbundes" die Trommel gerührt, indirekten Steuern zu tragen. Das ist einmal wieder mit Pauli wiederum eine feiner Kartenversammlungen im„ Noten Adler". ohne daß mit einem Wort gesagt wäre, was dieser Bund der zwingender Deutlichkeit in einer Broschüre nachgewiesen, die Als Zugstück diente ihm diesmal der Graf Zedliz- Neukirch. Ist es schlichten Männer im Interesse des Arbeiterstandes bewirken solle. in unsrem Parteiverlage unter dem Titel Die Lebensmittel- schon höchst bezeichnend für den schlechten Stand der Sache unsrer die zölle und indirekten Stenern" erschienen ist. Dazu die vorläufige Bemerkung: Der Gegner, daß der schlichte Mann aus der Werkstatt" nicht mehr der " In denjenigen Wahlkreisen, wo Ihr bei der diesjährigen Berfaffer bringt in ihr den Nachweis, daß das deutsche guten Gesinnung seiner Staatsarbeiter soweit vertraut, um frank Wahl noch keinen Kandidaten aus Euren Reihen aufstellen könnt, Volt infolge des neuen Zolltarifs mehr als 800 Millionen Mart und frei vor sie hinzutreten, ohne die lächerlichsten Vorsichts 4 maßregeln zur Abwehr jeglicher Kritik anzuivenden, fo fibersteigt wird der größte Teil von dem neuen Gesamtverband erfaßt| Notiz zu nehmen. Im Anschluß daran tischt sie aber ihren Lesern doch das, was sich Herr Pauli am Montag an wüsten Beschimpfungen werden, wenn er sich als fähig erweist, die genossenschaftlichen eine andre unwahrheit auf. Sie behauptet, die Socialdemokratie der Socialdemokratie und unsres Kandidaten Dr. Liebknecht und Interessen nachdrücklich wahrzunehmen. Daher ist zu hoffen, habe im Interesse der Arbeiter" Zollfreiheit für Lurusgegenstände an handgreiflichen unwahrheiten leistete, alles bisher an ihm daß der 17. Mai in der Geschichte der deutschen Genossenschafts- aller Art beantragt, so für„ Seft", ferner für„ Fasanen, Rehe, Auer gewohnte. Die„ Laterne" nagelt den Herrn Pauli denn hähne, Wachteln"," Pariser Gänseleberpasteten, Bariser und Londoner auch in ihrer heutigen Nummer wegen einer ganzen Reihe solcher bewegung ein Tag von besonderer Bedeutung werden wird. Ballroben"," feine Pariser und Wiener Damenhüte"," feinste Wahrheitswidrigkeiten nach Gebühr fest. Unter anderm be zeichnete Herr Pauli unsren Kandidaten Dr. Liebknecht als Lügner und seine Kampfesweise als unanständig, weil unser Genosse öffentlich behauptet hat, auli habe ihm für alle seine staats.rhal tenden Versammlungen ausdrücklich Redefreiheit zugesichert. Demgegenüber stellt die„ Laterne" fest, daß Herr Pauli unsren Genossen in der That ein solches Versprechen gegeben habe und zwar ge Tegentlich eines Zusammentreffens im Reichstags Restaurant! Natürlich denkt Herr Pauli heute garnicht mehr daran, sein einmal gegebenes Wort einzulösen. Hinter verschlossenen Thüren, wo er teine Kritik zu befürchten hat, ist es leicht, die Socialdemokratie zu vernichten. Ebenso vorsichtig verfahren auch die Liberalen. Vor einigen Tagen veranstaltete der„ liberale Verein" in Spandan in. Wählerversammlung, von welcher Socialdemokraten ausdrücklich ausgeschlossen und der Zutritt nur gegen Karten gestattet war. Die Tagesordnung sah auch nur" Ansprachen" des Herrn Dr. BernsteinCharlottenburg und des liberalen Kandidaten Kruse vor. Am seiben Abend veranstaltete unsre Partei eine Volfsversammlung, in welcher Ledebour einen zündenden Vortrag hielt, und die in jeder Hinsicht einen glänzenden Verlauf nahm. Wie Minister gehen! Der Kriegsminister v. Goßler foll, so er- Pariser und Londoner Salonmöbel". Herr Dasbach hätte gut gethan, über die Kommissionsverhandlungen und über die zählt das„ B. T.", in sehr ungnädiger Weise entlassen worden sein. Blenarverhandlungen seinen Lesern die Wahrheit rechtzeitig Mosses diplomatischer Rechercheur erzählt: mitzuteilen. Statt dessen hat er im Verein mit seinen Die persönlichen Beziehungen des Monarchen zum Kriegs- Fraktionsgenossen bekanntlich durch Schlußanträge die Socialminister beschränkten sich bereits seit Monaten auf die un- demokraten an der Begründung ihrer wirklich gestellten Anträge umgänglichsten Formen; der Kaiser verkehrte mit Herrn v. Goßler durch den berüchtigten Antrag v. Kardorff und durch den geschäftsschließlich nur noch durch Vermittelung des Militärkabinetts. Ilm- ordnungswidrigen Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung über so mehr mußte es auffallen, daß der Kriegsminister im persön- alle von der Socialdemokratie im Plenum gestellten Anträge die lichen Verkehr noch häufiger als früher durch Schroffheit verlegte. Socialdemokraten gehindert, die geflissentlichen Lügen, die insbesondere Selbst hochgestellte Militärs mußten mitunter ziemlich lange von Centrumsblättern und Centrums- Abgeordneten über den Inhalt antichambrieren, ehe sie das Vergnügen hatten, bei Herrn von Kommissionsverhandlungen verbreitet hat, öffentlich als b. Goßler, der öfters nur mit allen Zeichen der Gelangweiltheit solche zu brandmarken. Wir begnügen uns, dem oben citierten ihren Ausführungen folgte, vorgelassen zu werden. Blödsinn des ultramontanen Blattes nur folgende Bemerkungen Alles dieses tam schließlich dem Kaiser zu Ohren. Am gegenüberzustellen: 1. Für Sett( Position 181 und 182 des Tarifs) 29. April, kurz vor der Abreise des Monarchen nach Bückeburg weder in der Kommission noch im Plenum Boll und Rom, wurde Herr v. Goßler aufs Schloß befohlen. Es gab freiheit beantragt. 2. Ein Zolltarif, der" Pariser"," Londoner", eine sehr ungnädige Scene, worauf Herr v. Gozler sein Abschieds-" Wiener" und gar mit der Beifügung" feine"," feinste" Waren oder gesuch einreichte. Dasselbe wurde in Form der Erteilung eines dergleichen tarifiert, existiert in der ganzen Welt nicht. dreimonatigen Urlaubs sofort bewilligt. " Herr Das bach hat offenbar seinen besonderen christlichen" Tarif. 3. Auch Als eine hochgestellte dritte Persönlichkeit nach der Rückkehr Fasanen, Nehe, Auerhähne, Wachteln finden sich im deutschen Zolldes Kaisers aus Italien sich persönlich bemühte, ein Wort der tarif nicht aufgeführt. Dieses und andres Wild ist unter Bos. 111 Fürsprache für den in Ungnade gefallenen Kriegsminister ein- und 112" Haarwild und Federwild" aufgeführt. Hier haben die zulegen beziehungsweise ihm eine Abschiedsaudienz zu erwirken, Socialdemokraten im Interesse der kleinen Bauern Zollfreiheit beEin Wahlkomitee zu einem Verein zu stempeln hatte die Polizeibemerkte der Kaiser wörtlich:„ Ach was ich will ihn gar nicht antragt. Bebel legte in einer von Dasbach unterschlagenen Rede verwaltung von Eickel in Westfalen versucht. Sie forderte das mehr sehen!" dar, daß durch den Zoll der Wildstand der Junker vermehrt wird und dortige Wahlkomitee der Polen auf, Statuten und MitgliederWenn ein Minister gestürzt ist, darf auch ein liberaler Schmod die mühselige Arbeit des kleinen Bauern durch des Großgrundverzeichnis einzureichen. Die Angelegenheit fam vor das Gericht, ihn aufläffen. Als Herr v. Gozler seine beispielloſen Hunnenbrief befizers Wild vernichtet wird, weil Herr Dasbach und seine Freunde das Schöffengericht stellte sich aber auf den einzig richtigen Stand- Prozesse gegen die socialdemokratische Bresse einleitete, billigte die beim Bürgerlichen Gesetzbnch die Schadensersatzpflicht des Großpunkt, daß ein Wahlkomitee kein Verein sei. Gegen die Freisprechung Presse diese schon durch die Auswahl der in Anklagezustand ver- besizers für den durch seine Hafen angerichteten Schaden gestrichen legte der Staatsanwalt seltsamerweise Berufung ein, so daß sich die Straffegten Blätter die Gerechtigkeit verhöhnende Methode. haben. Ein katholisches Blatt, der„ Bayrische Kurier" in München, kammer in Bochum mit der Sache zu beschäftigen hatte. Auch diese erkannte Jezt findet man seine Unliebenswürdigkeit, umsomehr" der Herrn Dasbach sehr genau kennt, beantwortet im Jahre 1902 am Donnerstag auf Freisprechung, indem sie hervorhob, daß dem auffallend, als er schon in Ungnade gefallen war. Wie, ein in Un- die Fragen: Was ist ein Ultramontaner"? also: Wahlfomitee die für den Verein wesentliche Eigenschaft der dauernden gnade gefallener Mann wagt noch unliebenswürdig zu sein! Schmocks Verbindung abgehe. ganze liberale Lafaien- Psychologie lebt in diesem„ umsomehr". Uebrigens ist es dem Bruder Goßlers, dem früheren Kultusminister, nicht anders gegangen. Er wurde mit dem Bild- Spruch: mein Wille ist mein Befehl Sic volo, sic jubeo" Wilhelm II. bedacht. Indessen Minister im Zeitalter Wilhelms II. bedenken nicht das Ende. Es ist trotz alledem keine Gefahr ministerieller Leutenot! Die Rheinische Boltsstimme", das extrem- agrarische Bauern blatt, ist bekanntlich durch Urteil des Landgerichts Cleve dem fürzlich infolge des Krachs im Rheinischen Bauernverein von dessen Vorsitz zurückgetretenen Grafen von Spee als„ Redakteur" unterstellt worden. Das Gericht verurteilte den nominellen Befizer des Blattes, den Landwirt Bönniger, bei einer Geldbuße von 100 M. für jeden Fall des Zuwiderhandelns, den Redakteur Schreiner, der der Führer der agrarischen Opposition im rheinischen Centrum ist, nicht mehr als Rebatteur zu beschäftigen und ihn nicht mehr verantwortlich zeichnen zu Lassen. Dies ist nun schon zwei Wochen her; aber Graf Spee hat sich noch nicht in der Redaktion der Rheinischen Volksstimme" eingestellt, und Herr Schreiner zeichnet das Blatt nach wie vor verantwortlich. Auch sonst macht er dem Centrum unermüdlich das im Rheinland ohnedies unerquickliche Dasein fauer. Seine Leute haben unter dem Namen eines ländlichen Centrums- Wahlkomitees" bereits in mehreren rheinischen Wahlkreisen dem offiziellen Centrumskandidaten einen agrarischen Sonderkandidaten entgegengestellt, so in MülheimWipperfürth und in Siegburg- Waldbröl. " Politische Ueberlicht. Berlin, den 16. Mai. Zum 1. Genoffenschaftstag der Konsumvereine. Heute treten in Dresden die Vertreter von etwa 500 Konsumbereinen Deutschlands zusammen, um einen allgemeinen Verband dieser Genossenschaften zu begründen. Der Anstoß hierzu ist bekanntlich durch den freisinnigen Herrn Dr. Crüger, den Anwalt des„ Allgemeinen Genossenschaftsverbandes", gegeben worden, auf dessen Anregung im August borigen Jahres auf dem Allgemeinen Genossenschaftstage in Kreuznach 99 Konsumvereine wegen ihrer den Mittelstand gefährdenden Tendenzen" aus dem Allgemeinen Genossenschaftsverband ausgeschlossen wurden. Seit etwa 20 Jahren haben sich die Arbeiter speciell in Sachsen in stärkerem Maße den Konsumvereinen angeschlossen; da die Arbeiter zur Betrübnis der freisinnigen Herren, die in den Verwaltungen der Kreditgenossenschaften und älteren Konsumvereine saßen und auf den Genossenschaftstagen das große Wort führten, Socialdemokraten sind resp. in immer steigenden Maße von der socialistischen Bewegung erfaßt werden, so betrachtete man im Allgemeinen Verband die Vertreter der jüngeren Konsumbereine mit Mißtrauen und Furcht - will es einem freisinnigen Hirne doch nicht eingehen, daß man auf irgend einem Gebiete, sei es auch noch so unpolitisch, politische Konsumgenossenschaften sind ein Widersinn in sich mit den umstürzlerischen Roten zusammen arbeiten könne. Anfangs wehrte sich Herr Crüger gegen die Zumutung Konsumbereine aus dem Verband auszuschließen, weil in ihrer Verwaltung Socialdemokraten thätig sind. Als vor 10 Jahren diese Forderung erhoben wurde, erwiderte Herr Crüger:" Ich halte den Genossenschaftstag nicht für den Plaz, auf dem wir uns über die politische Gesinnung von Mitgliedern unfrer Genossenschaften auseinandersezen. Es ist das bis jetzt noch auf feinem Genossenschaftstage lebung gewesen." " ,, Lügen haben kurze Beine." " von „ Ein Ultramontaner ist ein zur Heuchelei und Verdrehung neigender Reaktionär, ein Pharifäer allerdickster Sorte, der unter dem Vorgeben, der heiligen Sache zu dienen, unedlen Leidenschaften dient, Politik und Religion mit einander verquickt und viele Menschen vom Religionsbekenntnis abhält, die, wenn die Ultramontanen nicht ihr Unwesen trieben, der Religion vielen Nutzen bringen würden." Christliche Arbeiterpflichten. Unter diesem Titel ist jüngst in der Buchhandlung Vorwärts eine Wahlschrift erschienen, welche sich mit dem„ Arbeiterkatechismus" der bekannten Jesuiten Frhrn. von Hammerstein und Cathrein beschäftigt. Die sehr merkwürdigen Antworten der flerikalen Arbeiterfreunde wurden durch socialdemokratische Antworten ergänzt. Unter dieser Ueberschrift läuft durch klerikale Blätter- wir finden die Mär z. B. im Münsterischen Anzeiger" folgende Notiz: In einer großen Rede am Sonntag in Köln hatte der socialDie, Germania" und die übrige Centrumspresse läßt nun demokratische Parteiführer( Bebel) unter anderm behauptet:" Das den üblichen„ Widerlegungsartikel" los. Wir erfahren manches aus Centrum sei in seiner Bekämpfung der Socialdemokratie nicht dem Artikel: die socialdemokratische Broschüre sei mit einer Verehrlich und konsequent. Wo nämlich das Centrum mit der glaubens- logenheit und einer Heuchelei, die ans Schamlose grengt" geschrieben. Losen, religionsfeindlichen Socialdemokratie ein Wahlgeschäftchen Gleich in der zweiten Zeile beginne das lügenhafte Treiben", der machen könne, da thue man es gerne. So biete sich jetzt das eigen- Verfasser macht ein„ plumpes Kunststück"," poffierliche Sprünge und artige Schauspiel, daß das Centrum am Rhein der Socialdemokratie Verrentungen à la Gummimensch", sein Machwerk sei nur aus einer den Krieg bis aufs Messer erklärte, während dasselbe Centrum in zum Himmel ragenden Unwissenheit oder einer noch größeren BosBayern für die bevorstehenden Wahlen mit der verlegerten haftigkeit" zu erklären, außerdem verrät es" socialdemokratische Bartei ein förmliches Wahlbündnis abgeschlossen habe. Das sei Borniertheit". doch im höchsten Grade eigentümlich. Er, Bebel, tönne dazu noch ein Uebriges und Näheres mitteilen: der bayrische Wahlpakt was in der Broschüre wirklich steht, ja er wagt sogar nicht einmal Alles das erzählt der Widerleger", aber verrät mit feiner Silbe, zwischen Centrum und Socialdemokratie sei in der Sakristei eines den Titel und den Erscheinungsort der Broschüre zu nennen berühmten Domes zu stande gekommen, und zwar zwischen einem so sehr fürchtet er, daß das Heft in die Hände der Gläubigen fallen höheren katholischen Geistlichen und einem socialdemokratischen und aufklärend wirken könne. Führer usw." Die Bestimmtheit und Sicherheit, mit welcher Leicht ist es allerdings nicht, die brutalen kapitalistischMeister Bebel in Köln seine Angabe machte, mußte für den ersten frönumelnden Rezepte des jesuitischen Arbeiterkatechismus" mit der Augenblick thatsächlich verblüffend wirken. Und doch ist die ganze arbeiterfreundlichen Heuchelei des Centrums zu vereinigen. Daher Behauptung Bebels eitel Wind und Schwindel, genau wie wird auch der unzulässige Versuch gemacht, halb und halb die im früher im Reichstag die Geschichte mit den Tucker- Briefen. Verlag des Abg. Das bach erschienenen und mit der Sanktion des Alls klassischen Gegenbeweis gegen Bebels Verleumdung find Bischofs Korum ausgestattete Schrift abzuschütteln. Ja, es wird wir in der Lage, die gegenteilige ehrenwörtliche Aussage sogar der Hauptinhalt des„ Katechismus" weggelogen, indem verdes bayrischen Socialistenführers v. Vollmar ins Feld zu führen, sichert wird, er behandle die wirtschaftlichen Streitfragen" überdenn der Abg. v. Vollmar hat jüngst in einer Münchener Wahl- haupt nicht. M versammlung zu diesem Punkte nachfolgende bündige Erklärung Ein armseliges Handwerk, als klerikaler Widerlegungsautomat abgegeben: = " Ich kenne den Grafen du Moulin- Eckart nicht.( Anm. der gegen die Wahrheit sein Brot zu verdienen! Red.: Professor Graf du Moulin hatte ebenfalls ein Bündnis Zur Krankenversicherungs Novelle wird darauf aufmerksam zwischen Centrum und Socialdemokratie für Bayern als Thatsache gemacht, daß der Bundesrat bis jetzt dem Gesetz noch nicht zuDaraus wird gefolgert, daß er sich auf den Drudhingestellt.) Er wird uns aber als ein persönlich ehrenhafter Mann gestimmt hat. geschildert. Ich muß also annehmen, daß er einem Betruge zum fehler verbeißen und die Novelle jetzt überhaupt nicht erledigen Opfer gefallen ist. Ich erkläre auf Ehrenwort, daß ich von wird. einem Wahlkompromiß zwischen Centrum und Socialdemokratie in Bayern fein Wort weiß." Nun, wie's beliebt! Ein Recht, dessen Ausübung nicht zur Pflicht gemacht wird, ist entwertet. Die Beschwerdepflicht und der gestürzte Erbprinz. Ueber die Der Abg. v. Vollmar ist bekanntlich der eigentliche Führer wird in den„ Dresdener Neuesten Nachrichten" allerlei erzählt. Der Gründe des Rücktritts des Erbprinzen von Meiningen vom Kommando der bayrischen Socialdemokratie. Wenn dieser von dem fraglichen, Prinz soll besonders deshalb Anstoß erregt haben, daß er in seinem für aufre Empfindung von vornherein unmöglichen Wahlkompromiß Corpsbefehl gegen die Soldatenmißhandlungen von einer Pflicht nichts weiß, so ist die ganze Rederei davon auch einfach unwahr des Soldaten, sich zu beschweren, gesprochen habe, während die Kriegsund extra erfunden, um das Centrum zu diskreditieren. August artikel nur ein Recht anerkennen. Bebel aber, der die Unwahrheit in Köln für seine agitatorischen Zwecke zustuzte und aufmunterte, indem er den Ort des Paftabschlusses sowie die Personen der Unterhändler genau zu kennen vorgab, hat wieder einmal in aller Oeffentlichkeit häßlich geflunkert Bullenmelker. Die Minister können uns sonst was, denkt auch und sich gröblich an der Wahrheit vergriffen." das edle Herrenhausmitglied v. Burgsdorff. Der MajoratsWas Bebel über das bayrische Kompromiß gesagt hat, ist natür- herr geruhte in einer Versammlung des Bundes der Landwirte in lich in jedem Punkte wahr. Aber er hat selbstverständlich nicht kein Vertrauen haben, dessen Kenntnisse in der Landwirtschaft nicht Pilgrim zu äußern, der Bund könne doch zu einem Reichskanzler von einem Kompromiß für die jeßigen Reichstagswahlen weiter reichen, als daß man aus Gras Heu machen und einen Bullen gesprochen, sondern von dem bekannten, viel erörterten, unter be- nicht melfen könne. sonders interessanten Umständen abgeschlossenen klerikal socialdemo- Nachdem Graf Bülow dermaßen capriviert" ist, empfiehlt es Aber sehr bald wurde aus dem Saulus ein Paulus, auch fratischen Kompromiß bei den letzten bayrischen Landtags fich doch, Herrn v. Podbielski zum Kanzler zu machen. Als SchiveineHerr Crüger fand, daß ein Konsumverein, sobald er von wahlen. Das flerifale Schmutzblatt hat auch nicht etwa irrzüchter genießt er ja einen hervorragenden Ruf! Socialdemokraten geleitet wird, den Mittelstand gefährde und tümlich berichtet, es ist nicht das Opfer eines Mißverständnisses Die Vernichtung des Mittelstandes beabsichtigt bekanntlich, wie nicht mehr in den Verband gehöre, dessen Kreditgenossenschaften geworden, sondern es hat absichtlich schamlos gefälscht. Das rheinische alle Wahllügner, Eugen Nichter voran, beschwören, die Socialgerade dem Mittelstand helfen wollen. Hauptblatt des Centrums, die„ Kölnische Volkszeitung", hatte die demokratie. Wie das die Socialdemokratie anfangen soll, selbst Stelle wie folgt wiedergegeben: wenn fie folchen Unsinn wollte, das bleibt freilich ein dunkles Geheimnis. M V " In Wahrheit sei das Centrum bereit, mit der Socialdemokratie gemeinsame Sache zu machen, wenn sein Vorteil in Frage komme. Als vor fünf Jahren in Bayern die Landtagswahlen vor der Thür standen, lagen die Dinge so, daß keine der bürgerlichen Parteien die Mehrheit hätte erlangen tönnen, welche nicht von der Socialdemokratie unterstützt worden wäre. Da seien die Führer des Centrums zu den Socialdemokraten gekommen und hätten ein Wahlkartell, einen Kuhhandel, angeboten. Infolgedessen habe die Socialdemokratie dem Centrum zur Mehrheit und das Centrum der Socialdemokratie zu elf Landtagsmandaten verholfen.... Der Wahlschacher zwischen Centrum und Socialdemokratie sei abgeschlossen worden in der Sakristei eines der berühmtesten Dome zwischen einem Führer der Socialdemokratie und einem hohen Geistlichen." Ob die verschiedenen Aufgaben dieser beiden Genossenschaftsarten eine Zusammenfassung in verschiedenen Verbänden vorteilhafter erscheinen lassen, oder ob ein gemeinsamer Verband zur wirksamen Vertretung gemeinsamer genossenschaftlicher Interessen wünschenswerter ist, darüber kann man geteilter Meinung sein und sich in Ruhe auseinandersehen. Wir neigen der ersteren Ansicht zu. Herr Crüger aber und seine Trabanten vertreten in Worten die zweite Meinung und gehen gleichzeitig gegen eine Reihe von Konsumvereinen bor, weil in ihnen ihre politischen Gegner, die Socialdemokraten, an der Leitung beteiligt find. In ihrer parteifanatischen Verblendung haben sie in Kreuznach eine Aussprache über die erste Frage verhindert, und mit der blinden Wut, welche für den freisinnigen Spießbürger so überaus charakteristisch Die Thatsache, daß das Centrum in der Sakristei eines ist, auf die verhaßten Socialdemokraten loszuschlagen versucht berühmten Domes mit den„ religionsfeindlichen“,„ gottesFurcht und Wut find immer schlechte Berater. So hat denn Herr Dr. Crüger, der sich für ungemein flug hielt, durch leugnerischen" oder wie Bebel sich in Köln ausdrückte- mit den die offene Gwaltthat gegen 99 Konsumvereine bewirkt, daß Gottseibeinns- Socialdemokraten einen Wahlhandel abschloß, muß ja 500 sich mit den Ausgeschlossenen solidarisch erklärten und dem allerdings den Hezkaplänen und ihrer Presse sehr unangenehm sein. von ihm geleiteten Verbande den Rücken kehrten. Im Ver- Aber diese Presse weiß sich zu helfen: Sie fälscht, bezeichnet dann bande sind nur 150 Stonsumvereine geblieben. Wenn der neue die gefälschte Behauptung als Lüge und beschimpft obendrein den Konsumvereins- Verband, der heute in Dresden gegründet wird, Mann, dem man das Wort im Munde umgedreht! Leben getreten ist und seine Wirksamkeit entfaltet, ins so tann es nicht ausbleiben, daß auch diese 150 Vereine sich Wildschaden, Seft und Centrum. Inzwischen aber werden die Kapitalisten im Eugen Richter- Sinne Socialdemokraten und vernichten sehr energisch den Mittelstand. Dem Jahresbericht 1902 der Rottweiler Handelskammer entnimmt unser Stuttgarter Blatt die folgenden Angaben: " Innig verwachsen mit dem Geschäftsgang der großen Uhrenfabriken ist der Geschäftsgang der vielen kleinen und mittleren Betriebe, die für die Uhrenindustrie arbeiten, wie die Uhrenbestandteilmacher, die Uhrkastenmacher, die Kartonnages macher, die Mehrzahl der mechanischen Werkstätten. Diese Be triebe hatten zwar meistens genügend zu thun, jedoch macht sich für die Bestandteil- und Kastenmacher bemerkbar, daß die Uhrenfabrikanten mehr und mehr die Fabrikate auf alle Bestandteile auszudehnen versuchen, und sie hatten ferner wie schon im Vorjahre darunter zu leiden, daß ihre Abnehmer, die Uhrenfabriken, da sie selber an ihrem Fabrikat wenig verdienten, auch für die von Hilfsbetrieben bezogenen Artikel keine guten Preise zu be= willigen vermochten." Da wird wohl für die Socialdemokratie nicht viel zur Vernichtung übrig bleiben! Prinzen in der Armee. Aus Bayern wird uns geschrieben: In schlechte Zeiten. Erst fürzlich wurde wieder ein solcher, noch dazu sehr tüchtiger General pensioniert. Der Grund für den Mißstand liegt darin, daß das I. bayrische Armeecorps förmlich eine Domäne für bayrische Prinzen vorstellt. Seit 16 Jahren ist die Stelle des kommandierenden Generals in München in den Händen von Söhnen des Prinzregenten. Und Bayern haben die Divisionskommandeure schon seit vielen Jahren Die Märkische Volkszeitung", das Organ des sattsam bekannten der gemeinsamen Sache aller Konsumgenossenschaften an- Centrums- Abgeordneten Dasbach den zu ohrfeigen, feines schließen. Auch von den zahlreichen Konsumvereinen, welche Barteigenossen Rören größte Sehnsucht ist bequemt sich mit füßeinem Verbande bisher überhaupt noch nicht angehört haben, saurer Miene von der Nichtigstellung des angeblichen Schippelcitats wenn der jetzige Kommandierende, Prinz Arnulf, abtritt, wird vor Bulgarien. aussichtlich der Entel des Regenten, Prinz Rupprecht, fein Nache| fremder Mächte beruhe in dem Glauben, daß England mit| ividern und zum Angriff vorgehen. Nach kurzem Gefecht erklärten folger fein. Die hohen Herren" sperren auf diese Weise einen seinem Steuersystem so eitg verbunden wäre, daß es die Albanesen ihre Unterwerfung und baten um Gnade. Die guten Teil des Avancements für Generallieutenants, bie Armee ver- feine Solonien nicht verteidigen könne. Die gegenivärtige Lage Division Nassir Baschas steht zwei Stunden vor Jpek. liert dadurch gar nicht selten ausgezeichnete Generale und das Volt fei eine solche, welche die Pioniere des Freihandels nicht imm Organisation des macedonischen Aufstandes.( Laffans muß die Pensionen bezahlen. Auge gehabt hätten, und er fönne nicht glauben, daß, wenn die Meldung.) Ein Gewährsmann des Fremdenblattes" teilt ein Ges felben jeyt Tebten, fie gezögert hätten, Verträge auf fpräch mit, das er mit dem macedonischen Bandenführer Panteto Ein flerifaler Berichtiger. Vorzugsbehandlung und Gegenseitigkeit mit hatte, der infolge einer Verwundung nach Wien gekommen ist. Er Der Herausgeber der Dortmunder„ Tremonia"( Lensing) Englands eignen Kindern abzuschließen. Seiner erzählt, daß Sarafow Macedonien in 45 Bezirke geteilt hat. Jeder drängt uns folgende Berichtigung auf, die wir aufnehmen, obwohl Meinung nach sei die ganze der Freihandelslehre ge Bezirk muß eine Bande stellen. Die Geldbeiträge werden von der fie unter 3 nicht den juristischen Anforderungen entspricht: gebene künstliche, falsche Auslegung auf den kleinen Nest Bürgermeistern eintassiert und verteilt. Verräterische Bürgermeister In Nr. 103 des„ Vorwärts" vom 5. Mai 1908 bringen Sie von Klein- Engländern" und Anhängern der Manchesterschule werden niedergeschossen, ebenso gefangene Türken, wenn die Bes einen Artikel mit der Ueberschrift Die politische Lage im rheinisch zurückzuführen. Das Land dürfe aber nicht, soweit bie völkerung ihnen nachweist, daß sie Ausschreitungen begangen haben. westfälischen Industriegebiet" in welchem in Bezug auf mich als Landsleute der Engländer in Betracht kommen. Die andren gefangenen Türken werden freigelassen. Es giebt in Standidat der Centrumspartei im Reichstags- Wahlkreise Dortmund durch irgend eine technische Begriffsbestimmung gangen 2000 Jnfurgenten. Jeder Insurgent hat eine oder mehrere Hörde eine Reihe unwahrer Behauptungen enthalten find. Jns- des Freihandels gebunden werden und dürfe nicht Banden bei sich. Das Dynamit wird aus dem Ausland eingeführt, besondere ist zögern, wenn nötig, zu Bergeltungsmaßnahmen zu schreiten, wenn und zwar mit Hilfe bezahlter Türken über die Grenze gebracht. 1. unwahr, daß ich im Jahre 1898 für Niederschlagung zweier immer die zwischen England und den Bürgern seiner Kolonien be- Auch waren es bezahlte Türken, die den Minengang in Saloniki gegen mich schwebender Prozesse mit den Nationalliberalen kom stehenden Interessen bedroht seien. gruben. Pantew erzählt, Sarafow habe erklärt, daß, wenn promiffelte. Zur Zeit der Wahlen des Jahres 1898 haben gegen... Was das Vorzugsverhältnis betreffe, in dem Großbritannien Europa die Mahnung von Saloniti überhöre, weitere Attentate mich überhaupt teine Prozesse gefchwebt, sie können also bei zu Kanada stehe, so sei das britische Reich ein Ganzes und unteilbar. folgen werden. den Verhandlungen mit den Nationalliberalen gar nicht in Großbritannien habe geglaubt, daß ein Abkommen von dieser Art, mit Frage gekommen sein, auch ist thatsächlich bei diesen Ver- bem Kanada ihm eine Freundlichkeit erweise, eine Art Familienabkommen Das Kabinett Danew hat seine Entlassung eingereicht. Wie handlungen mit feinem Worte von Prozessen gesprochen sei, welches niemand anders etwas angehe. Unglücklicherweise verlautet, ist die Ursache der Ministerkrise in der bestimmten Willens habe Deutschland barüber andre Anschauungen. Deutschland beſtehe äußerung des Fürsten zu suchen, daß der Justizminister Radew 2. Es ist unwahr, daß ich 1808 mit den Nationalliberalen darauf, Stanada so zu behandeln, als wäre es ein Land für sich, aus dem Kabinett ausscheide. As Radew anläglich des gestrigen tompromiffelte gegen Ueberlassung eines Stadtverordnetensizes". und es weigere sich, Stanada als Teil eines Reiches an Borisfestes im Schloß zur Beglückwünschung erschien, ignorierte ihn Ich bin schon seit 1891 Stadtverordneter in Dortmund, mein Mandat zu erkennen, bas berechtigt fet, Worzugsrechte für der Fürst. Das Kabinett beschloß darauf einhellig feinen Rüdtritt. fland 1808 überhaupt nicht in Frage. ich in Anspruch zu nehmen. Deutsche Blätter sprächen Der Präsident des Appellationshofes in Philippopel Petcow ist im 3. Es ist umwahr, daß ich fürzlich erklärt haben soll, daß, es ganz offen aus, daß dies eine Politik der Wieder- Schloß empfangen worden. ,, wenn es eine Stichwahl zwischen Socialdemokratie und National- vergeltung sei, darauf berechnet, andre Kolonien davon liberalisnus giebt, dann helfen wir den Halatiften". Nientals und abzuschrecken. England die gleichen Vorteile einzuräumen. Der Spitze des macedonischen Komitees in Sofia. Er soll auf ein niemandem gegenüber habe ich eine solche Erklärung abgegeben. Es liege deshalb darin nicht bloß eine Bestrafung Kanadas, sondern Eingreifen Bulgariens zu Gunsten der aufständischen macedonischen In der in meinem Verlage erscheinenden Beitung Eremonia" ist auch eine Drohung gegen Südafrika, Australien und Neuseeland, Bulgaren hindrängen und sich verächtlich über das Zögern des mit meiner Zustimmung vielmehr die Bemerkung gemacht, daß, und diese Politit werde durch die Annahme gestützt, Groß- Fürsten geäußert haben. wenn es durch die Schuld der Polen zu einer Stichwahl zwischen britannien fet mit seinem Finanzsystem so eng Rationalliberalen und Socialdemokraten täme, entweder der Halatist oder der Socialdemokrat gewählt werde. Beide seien aber doch den teidigen könne, und daß jeder, der es versucht, eine Art Polen wohl weniger angenehm als der Centrumsmann. bont Specialbeziehungen mit England anzuknüpfen, dies auf eigne Gefahr thue, und man es ihm überlassen müsse, die durch die erfolgte Kündigung täglichen Geldes durch die Seehandlung Vom Geldmarkt. Infolge der anhaltenden Geldknappheit, dis Feindschaft des Auslandes zu tragen. Dies bedeutet nichts andres, noch gesteigert worden ist, erhöhte sich heute der Diskontsag un als uns in eine demütigende Stellung herabwürdigen. Das will/ Proz. auf 3½ Proz., der Zinssatz für tägliches Geld auf 31 Proz ich auf keinen Fall, und ich weiß, was folgen wird, wenn man Gleichzeitig erfolgte ein Rückgang der Kurse für ausländische Devisen, diesen Gedanken Platz greifen läßt. da vielfach die Guthaben aus dem Auslande zurückgezogen werden, namentlich gab furz London" um 11% Pf. nach. worden. * " Es gehört schon die ganze edle- Un- verfrorenheit eines Centrumsmannes dazu, die vorstehende„ Berichtigung" zu schreiben. Genosse Bebel hat nicht mit Unrecht" in einer Dortmunder Rede erklärt: es ist Unsinn, den paar Jesuiten im Auslande die Rückkehr nach Deutschland zu verbieten, haben wir doch tausende Jesuiten bereits in Deutschland. Und der Herr Lensing ist einer dieser Jefuiten allerdings ein weniger geschliffener, als strupelloser. Seine„ Berichtigung" berichtigte zum Teil etwas, was der„ Vorwärts" gar nicht behauptet hat, zum Teil lügt sie. ad 1. Gegen Herrn Lensing waren zwei Prozesse anhängig gemacht, einer wegen Beleidigung der Verwaltung der Zeche Zollern; die Verwaltung hatte Strafantrag gestellt. Der zweite Brozeß war angestrengt wegen Beleidigung des Magistrats und der national liberalen Stadtverordneten. Strafantrag gestellt hatten der Magistrat und die betreffenden Stadtverordneten. Der Angeklagte Radew ist Macedonier von Geburt und stand früher mit an verwachsen, daß es feine stolonien nicht bers Aus Induftrie und und Handel. Oestreich- Ungarn. Die Unruhen in Kroatien dehnen sich trotz der offiziellen Ableugnungen weiter aus. Jn Buccari fanden, toie aus Fiume ge meldet wird, wiederum Kundgebungen statt, bei denen 25 Gefangene, die bei früheren Kundgebungen verhaftet worden waren, befreit wurden. Budapest, 16. Mai. Die Schuldigen in der Broder Kunde gebung find bereits ermittelt und 18 von ihnen verhaftet worden. Schweiz. es " Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft und Union. Eine Massen fündigung hat vorgestern bei der Elektricitäts- Gesellschaft Union sotie bei der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft stattgefunden. Infolge der Vereinigung der beiden Gesellschaften ist weit über 100 Beamten per 1. Juli gekündigt worden, da durch das Ver schmelzen der Verwaltungen eine Anzahl von Personen überzählig geworden find. Den Gefündigten ist, soweit es ihnen gelingt, eine annehmbare Stellung schon vor dem 1. Juli zu erlangen, ein früherer Austritt aus dem Dienst der Gesellschaft freigestellt. Die Teugnete die Verfasserschaft und versuchte zwei andre Redakteure zu Kanton Graubünden wählte der rein ländliche Wahlkreis Fünfdörfer genommen werden, indem auf Grund neuter Verträge, wie sie burch Socialdemokratische Wahlerfolge. Bei den Großrats- Wahlen im Mehrzahl der Kündigungen wird jedoch, wie verlautet, zurüd bestimmen, sich vor Gericht als die Autoren zu bekennen. Die zu dem„ Liebesdienst" in Aussicht Genommenen lehnten dankend ab. den Genossen Knellwolf, Pfarrer in Untervaz, als Großrat. Außer die Verschmelzung der beiden Gesellschaften bedingt sind, soweit, Die Geschichte wurde dem Herrn Lensing, der den seltenen Borzug bem vermochten die Socialisten der Hauptstadt Chur das ihnen wie es nur irgend möglich ist, die alten Beamten per 1. Juli wieder be- eingestellt werden. befigt, schon einmal wegen verleumderischer Beleidigung bisher zugestandene Mandat im dritten Wahlgange zu In Basel gelang bestraft worden zu fein, brenzlich. Da tam als rettender Engel die haupten. im den Socialisten Handelskammer zu Berlin. Berlin. In der vorgestrigen Volls Stichwahl. Die Nationalliberalen regten ein Kompromiß an. Horburgquartier ihren Kandidaten durchzubringen. Die Groß versammlung der Handelskammer zu Berlin legten, wie schon Seitens der Centrumsleitung( Herr Lensing als Centrumskandidat rats- Fraktion zählt nun 28 Mitglieder auf 130 Abgeordnete. gestern tura mitgeteilt wurde, die von der britten Wahlgehörte ja auch wohl dazu) wurde gefordert: The man in Im Kanton Neuenburg fanden vergangenen Sonntag in allen abteilung gewählten Mitglieder der Handelskammer Bry, Dr. Kompromißverhandlungen eintrete, müßten die beiden gegen Herrn Gemeinden die Generalratswahlen statt. Das Resultat von Gerschel, Gugenheim, Hinrichsen, Jacob, Ledermann, Philippsohn, Lensing schwebenden Prozesse aus der Welt geschafft werden. La Chaux de Fonds, entsprach nicht den gehegten Erwartungen. Ge- Pietsch, Wilhelm Schulze, Weigert mit Rücksicht auf die Entscheidung Daraufhin verhandelte Herr Kommerzienrat Brauns mit dem wählt wurden nur die 10 Genossen, die auch auf der gegnerischen Liste des Ober- Verwaltungsgerichts ihr Mandat nieber. Die beiden MitMagistrat und Herr Rechtsanwalt Westhoff mit der Beche Zollern. ftanden. Die Socialisten verloren ca. 600 Stimmen gegenüber den glieder Heilmann und Riel sind zur Zeit verreist. Die HandelsDer Erfolg war: die Prozesse wurden niedergeschlagen, dann trat Großratswahlen des Jahres 1901. Das ist eine Folge der Strifis fammer faßte darauf den Beschluß, gemäß§ 17 des HandelskammerSteuerrücftändige verlieren nämlich das Gesetzes unverzüglich unter Zugrundelegung der bei der früheren man in die Verhandlungen ein. Das weitere Objekt der Verhand- in der Uhrenmacherei. lung waren Zugeständnisse auf kommunalpolitischem Gebiet( Bufage Stimmrecht in Gemeinde- Angelegenheiten. In Locle hatten sich die Wahl festgestellten Liste der Wahlberechtigten eine Erfahwahl vors bon Sigen aus der II. Abteilung sowie von Centrums- Stadtverord- brei Parteien auf eine gemeinsame Liste geeinigt; den Socialisten zunehmen. Zum Kommissar für diese Wahl wurde das Handelsneten zu Kommissionen). fielen von 40 Mandaten 11 zu. Jm industriellen Dorfe Travers lammer- Mitglied Herr Sobernheim ernannt. Im Behinderungsfall ad 2. Daß Herr Lensing für sich ein Stadtverordneten( Val de Travers) errangen die Socialisten die Mehrheit und im des letzteren wird ihn Direktor Schulte vertreten. Mandat ausgehandelt habe, ist im Vorwärts" nicht behauptet, es Grenzdorfe Les Brenets bei Locle gelangt ein Socialist in Stich- Zur jüngsten Entwicklung der amerikanischen Eisenindustrie. heißt eines Stadtverordneten sizes( richtiger müßte es wahl. Innerhalb der letzten sechs Monate des Jahres 1902 sind in den Der Große Rat( Landtag) des Kantons Baselstadt wählte in Bereinigten Staaten von Amerita Pläne ausgearbeitet worden zur allerdings wohl heißen: mehrerer!) Im übrigen erledigt sich der feiner legten Sigung mit 73 von 84 Stimmen den Genoffen Eugen Errichtung von 17 neuen Sochöfen mit einer gesamten Leistungs Punkt durch ad 1. ad 3. Die Berichtigung" behauptet das genaue Gegenteil der Wullschleger zum Vicepräsidenten des Regierungsrates( Staats- fähigkeit von ca. 2 600 000 Tons Noheisen pro Jahr und zu VerWahrheit. In Nr. 85 der Tremonia" vom 27. Februar 1908 heißt ministeriums). Genosse Wullschleger gehört erst ein Jahr dem änderungen schon bestehender Hochofenwerte, welche eine MehrRegierungsrate an. es wörtlich: " Husland. Balfour und Chamberlain. Socialreform. England. London, 14. Mai.( Eig. Ber.) Das erzeugung von 400 000 Tons Roheisen herbeiführen sollen. Wenn Es ist möglich und vielleicht nicht unwahrscheinlich, daß, alle biese Pläne in der projektierten Weise zur Ausführung ge wenn auf eine solche polnische Sonderkandidatur nur etwa 2000 Tangt sind, wird demnach die Union 3 Millionen Tons Roheisen bis 3000 Polen hereinfielen, das Centrum von der Stichwahl aus- Unterhaus nahm gestern einstimmig einen Antrag an, der die Ne- mehr als vorher herzustellen im stande sein. Alle neu zu errichtenden geschlossen würde. Und was dann? Dann hätte das Centrum wieder die Entscheidung zwischen einem Nationalliberalen und gierung auffordert, das im Jahre 1897 erlassene Gesez, betreffend oder umzubauenden Hochöfen im Norden des Landes sind für die Unfallsentschädigung, zu verbessern. Alle Redner stimmten Gewinnung von Roheisen zur Stahlfabrikation bestimmt, während Socialdemokraten zu geben. Wie die Dinge sich im deutschen darin überein, daß das Gesez sehr wohlthätig wirft, nur giebt es die Neu- und Umbauten im Süden mit Ausnahme derjenigen der Baterlande entwickelt haben, wie die Socialdemokraten das Centrum bekämpfen, wäre dann sicher(!), daß ein Nationalliberaler zu einer Unmasse von Prozessen den Anlaß, da es viele Ausnahmen Alabama Steel u. Wire Company und der Tennessee Coal, Fron in Bezug auf Arbeiter und Unfallstategorien macht, die nur von Railroad Company, Gießerei und Schmiede- Roheisen zu er wiederum gewählt würde, also gerade der Kandidat, den die Polen den Richtern festgestellt werden können. Hierzu kommt noch, daß schmelzen ausersehen sind. Die Ausbeute von 13 der neuen Hocham wenigsten gern gewählt haben wollen... Die Thatsachen und die Berichtigung des Herrn Lensing, die Stilisierung des Gefeßes eine mangelhafte ist. Mr. Afers- fen wird in den Anlagen der Gesellschaften, welche die Defen bauen, Kandidat der Centrumspartei in Dortmund, zeigen wieder einmal, Douglas, der Staatssekretär des Innern, versprach, dem Wunsche der weiteren Verarbeitung unterzogen werden, während nur die Prodaß es unter den Vertretern der Partei für Wahrheit und Recht des Unterhauses gemäß zu handeln und der nächsten parla- duktion von vier Defen mit einer 500 000 Tons faum erreichenden Produktionskraft unberarbeitet auf den Markt zum Verkauf komment Leute giebt, die an einer unbesiegbaren Abneigung gegen die Wahr- mentarischen Session ein amendiertes Gefeß zugehen zu laffen. wird. Alle vorerwähnten Neu- und Umbauten fönnen im Laufe des heit frankhaft leiden und solche Leute spielen sogar in der Municipalisierung des Londoner Hafens. London, 14. Mai. Jahres 1903 nicht vollendet werden, so daß ihre Wirkung für die Centrumspartei die hervorragende Rolle. ( Eig. Ber.) Die zweite Lesung des Gesetzentwurfs, betreffend die Produktion dieses Jahres nicht voll in Betracht kommen fann. Municipalisierung der Londoner Dods, wurde gestern vom Unter- In den nächsten sechs Monaten werden diejenigen Neu- und hause im Princip angenommen. Bis jetzt werden die Docks von Umbauten Bis jetzt werden die Docks von Umbauten von Hochöfen vollendet, welche vor 1½ Jahren einzelnen Aktiengesellschaften verwaltet. Unter dieser Verwaltung profettiert wurden und wegen des Mangels an Baumaterialien und ist die Entwicklung des Hafens von London weit hinter der Maschineneinrichtungen bisher noch nicht fertig gestellt werden Die stille Hoffnung der englischen Freihandelsgegner, das von Hamburg und Antwerpen zurückgeblieben. Um dieser konnten. Durch die Thätigkeit dieser Hochöfen soll sich die Proenglische Kabinett werde sich durch ihre Agitationen für Stagnation abzuhelfen, wurde die oben genannte Bill eingebracht. buktionskraft des Landes für Gießerei und Schmiede- Roheisen um Beibehaltung Sie hat drei Grundgedanken: 1. die Schaffung einer neuen, einheit etwa 900 000 Tons pro Jahr erhöhen. des Kornzolles schließlich doch noch zu Zur Ausführung des Brüffeler Budervertrages erfährt die fanzlers Mr. Ritchie dementieren, ist durch die Antwort, die steuern; 3. Auslauf der Aktiengesellschaften. Buntt 1 und 3 bieten Magdeburger Zeitung" von unterrichteter Seite, daß die amtliche ihrer Auffassung bekehren und die Ankündigung des Schatz- lichen Verwaltung; 2. die Erhaltung der Docs aus Londoner Lokalgestern der englische Premierminister einer Abordnung der Zollfreunde besondere Schwierigkeiten, denn das Parlament ist sich noch nicht Ginladung der belgischen Regierung zur Teilnahme an der ständigen erteilt hat, bitter enttäuscht worden. Herr Balfour erklärte furzweg, einig darüber, wie die neue Verwaltung zusammengesetzt sein soll, ueberwachungskommission in Brüssel hier noch nicht eingetroffen ist; er könne ihrem Wunsch, daß der Getreidezoll erhalten bleibe, ebenso wenig ist es sich vorläufig über den Umfang des Auskaufs fie wird aber bald erwartet, da die Kommission bekanntlich nach flar. Diese Schwierigkeiten sollen in der Kommissionsberatung ge- dem Zuderabkommen bom 5. März 1902 spätestens drei Monate nicht entgegenkommen, da der Zoll nur eine Striegssteuer gewesen löst werden. Die Kommission besteht aus Mitgliedern des Unter- vor dem Inkrafttreten des Abkommens, b. h. bis zum 1. Juni, zugebem sei und Schutzölle in England nicht aus zufälligen Anlässen eingeführt werden können, zumal England aus dem Freihandel nach und Oberhauses. fammentreten muß. Ihre erste Aufgabe wird sein, eine Entscheidung vielen Richtungen hin großen Nugen ziehe. An Angriffen über die Frage zu treffen, ob die Doppeltontigentierung nach dem auf ihre Haltung in dieser Frage wird es allerdings der Das Gesetz über die Ablösung des Zehnten ist nun vom Lands- östreichischen System als staatliche Prämie zu betrachten ist oder nicht. Regierung bei der Beratung des Budgets nicht fehlen. thing ebenfalls angenommen worden und zwar mit 40 gegen Wie weiter mitgeteilt wird, sind zur Erstattung von Gutachten für Die Anzahl der Mitglieder der Regierungspartei, die der Führung 15 Stimmen. Dagegen stimmten unser Barteigenosse C. C. Andersen, einzelne Fragen als Sachverständige die Kommerzienräte Stene und Chaplins folgen, ist zwar nur flein und dürfte kaum vier Dugend 13 Konservative und 1 Liberaler. Nach dieser Abstimmung wurde Karcher vom Raffineriesyndikat und Kommerzienrat Coste und Dr. übersteigen, aber zu diesen Gegnern der Aufhebung des bas Landsthing mit dem Stufe„ Es lebe der König!" geschlossen. Preißler aus der Rohzucker- Industrie ausersehen worden, Kornzolls gehört auch der frühere Schazlanzler Sir M. Sids Gleich darauf fand auch im Foltething der Sessionsschluß statt. Beach und in gewiffem Sinne auch Mr. Joe Chamber hier rief man" Der König und die Verfassung lebe!" lain. Weniger aus schutzölnerischen Gründen, sondern weil sie in dem Kornzoll eine Maßnahme sehen, die Grundlage Dänemark. Türkei. Letzte Nachrichten und Depefchen. Vom Kampf an der Unterweser. des englischen Steuerwesens zu verbreiten und Mittel für künftige Der Vormarsch der türkischen Truppen gegen die aufständischen Begefact, 16. Mai.( W. T. B.) Die Direktion der Werft des Aufgaben zu gewinnen. Als ernstlicher Schutzzoll tann nach ihrer Albanesen hat nach langem Zögern am 13. d. Mis. von zwei Seiten Bremer„ Bultan" macht durch Anschlag bekannt, daß, da die Meinung ein Getreidezoll von 1/2 Schilling( 50 f.) pro Doppel- begonnen. Nassir Pascha rückte mit 16 Bataillonen, einem Differenzen von der Tecklenborg- Werft in Geestemünde bisher nicht centner überhaupt nicht gelten. Kavallerie- Regiment und einer Batterie von Mitrowiza, Schensi beigelegt find, den Arbeitern heute abend gefündigt würde. Die Daneben spricht jedoch noch ein andres Motiv mit: nämlich das Pascha mit 8 Bataillonen und einer Batterie aus der Umgebung Ablöhnung und Entlassungen der Arbeiter erfolgen am MontagBemühen, Mittel zu erlangen, den englischen Kolonien, die wie zum von Djakowa vor. Am 15. oder 16. d. Mts. soll der Einmarsch in vormittag. Beispiel Kanada, dem Mutterland Vorzugszölle gelvähren, pet erfolgen. Der größte Teil der Chefs und Notabeln soll bereits für ihre Einfuhr in Großbritannien irgend welche Gegen- die Opposition gegen die Reformen aufgegeben haben. Dagegen Budapest, 26. Mai.( W. T. B.) Der„ Pester Lloyd" meldet: bevorzugungen Und zu einem haben sich die oppositionellen Elemente von Jpek nordwärts in die In Agram wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. folchen Mittel dünkt ihnen der Korngoll sehr gut geeignet. Deutlich Rugowaldungen und nach andren Orten zurüdgezogen, weshalb gögling des Priester Seminars Franz Strinja, bei dem zahl kommt diese Auffassung in einer Rede zum Ausdruck, die weitere Operationen notwendig sein werden. reiche aufrührerische Proflamationen gefunden wurden, ferner der Chamberlain gestern in seinem Wahlkreis Birmingham hielt Konstantinopel, 16. Mai. Nach einem Telegramm des Oberst- Chefredakteur des socialistischen Organs Slobodna Riec, seine Frau und in der er folgende imperialistische Gedanken entwickelte: kommandierenden Omar Ruschdi Pafcha haben die aufrührerischen sowie 24 Socialisten und 5 Socialistinnen wurden in Gewahrsam Die Handelslage habe sich seit den Tagen Cobdens und Brights Albanesen am 14. Mai auf die von Djakowa aus vorrüdenden gebracht. Auch im Orte Gorni wurden zwei Verhaftungen vorgeändert. Die Politik der Diktatur und Einmischung seitens Truppen Schenst Pafchas Feuer gegeben, letterer ließ das Feuer er- genommen. einräumen zu fönnen. Ein Berantwortl. Nedakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 114. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 17. Mai 1903. 6218 minum Zur Wahlbewegung. Die Wahlbewegung läßt einen Rückblick über die bisherigen Wahlergebnisse, in denen sich sowohl die Bewegung der Wahlstimmen, als auch diejenige der Parteistärken ausdrückt, angezeigt erscheinen. Die beistehende, übersichtliche graphische Darstellung dient diesem Zweck. In der linken Hälfte sind von 1871-1898 spätere Nachwahlen sind nicht berücksichtigt die Parteien nach der Zahl ihrer Abgeordneten aufgeführt und durch besondere, verschiedenartige Signaturen gekennzeichnet. Die rechte Hälfte der Darstellung giebt die Zu- und Abnahme der auf die einzelnen Parteivertreter gefallenen Stimmen wieder. Die senkrechten Linien in beiden Darstellungen be= zeichnen die Jahre der Wahl( 1871, 1874, 1877, 1878, 1881, 1884, 1887, 1890, 1898, 1898), die zudem am Fuß jeder der beiden graphischen Darstellungen eingefchrieben sind. Die Horizontalen Linien bezeichnen in der Darstellung links die Anzahl der Abgeordneten bon 10 zu 10 genommen, in der Darstellung rechts die Anzahl der für die Parteien abgegebenen Wahlstimmen von 100 000 zu 100 000 gezählt. In der Parteibewegung links figurieren die einzelnen Reichstags- Parteien mit folgenden Stärkezahlen für die obengenannten zehn Wahljahre: Die Konservativen( K) mit 50, 22, 40, 59, 50, 78, 80, 78, 72 und 57 Mitgliedern.. Die Reichspartei( R) mit 38, 33, 38, 57, 28, 28, 41, 20, 28 und 25. Die Nationalliberalen( N) mit 116, 155, 141, 109, 47, 51, 99, 42, 53 und 47. Abgeordn. 150 N116 141 4255 Kart Inst.BestReact Berlin WSP Parteibewegung. Konserv. is W 2120 2 Mill Wahlstimmen.. do wwwwwww.Reichsp Südd. Volksp Nationallib. ... Fortschr. Freis. Vo Sorialdem. Zentrum Polen Lib.Vereing. -Wellen ***** Antis( Ref. P) 000000 Elsässer 109 106 100 100 99 93 94 00 257 56 K so Fo 51 47 46 Sezess 96 1788 7678 960 Stimmen 1,50000 1543 1516 1032 100 SHOW 1446 1486 1968 14.27 1342 1333Z NITY 000000 1176 1147 1178 1159 1160 N 1 Mal 997*** 997 973 830 861 895 763 736 666 80 78 73 72 66 31K 53 56 S -50 2700 47 N 5649 42 38 35 35 500000 K 550 550 5254 32 28 482 438 Li.R 29 28mm 28 29 F.Vo 22 24 25.R 373387 385 12342 35% 312 781 15 15 2.13 210 16 11 15 16 11 14.P LER 274 246 216 3.10 20 220 258 310 A 30F.V 13 Eg. P.176 198 TO TELE 194 147 8.SU.V. G Sav S135 19 103 165 100 P 120 Siz 54 65 96 89 A.120***** 48 1871 1874 1877 1878 $ 881 1884 1887 1890 1893 1899 1871 .1874 1877 1878 1881 1884 1887. 18901893 1898 R 38 Die Fortschrittspartei mit 44, 49, 35, 26, 60, dann nach der Vereinigung mit den im Jahre 1881 von den Nationalliberalen abgetrennten 46 Secessionisten, vom Jahre 1884 an als deutsch- freisinnige Partei mit 67, 82 und 66 Mitgliedern, woraus nach LosLösung der freisinnigen Bereinigung von 18 Mitgliedern 1893 die freifinnige Boltspartei entstand mit 24 Mitgliedern in 1893 und 29 bei der Wahl 1898. Die Freifinnige Vereinigung hatte 1893 und 1898 jedesmal 13 Mitglieder. Giner liberalen Reichspartei( Li. R.) ist noch zu gedenken, die im Jahre 1871 bei der ersten Wahl 29, und 1874 nur drei Mitglieder erhielt, inzwischen aus der Reihe der Fraktionen verschwunden ist. Das Centrum( Z) mit 57, 91, 93, 94, 100, 99, 98, 106, 96 und 103 Mitgliedern. Die Polen( P) mit 13, 14, 14, 14, 18, 16, 18, 16, 19 und 14 Mitgliedern. Die Süddeutsche Volkspartei( Sü. Vo.) mit 2, 1, 4, 3, 9, 7, 0, 10, 11 und 8 Mitgliedern. Die Welfen( W) mit 4, 4, 4, 10, 10, 11, 4, 11, 7 und 9 Mitgliedern. Die Elsässer( E) zuerst im Jahre 1874 auftretend mit 15, 15, 15, 15, 15, 15, 10, 8 und 10 Mitgliedern. Partei- Nachrichten. Wen soll der Arbeiter wählen? Unter diesem Titel erscheint am Dienstag im Parteiverlage ein Wahlaufruf an die Arbeiter in Stadt und Land von Richard Calwe r. Der Preis für die Agitations- Ausgabe ist: 500 Exemplare 20 M., 1000 Exemplare 30 M., 5000 Exemplare 125 M. Der Einzelpreis ist 10 Bf. Bestellungen sind zu richten: Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 69. 339 Die Dänen mit durchweg 1 Mitglied( 1881 waren es 2); in der graphischen Darstellung nicht mit eingezeichnet. Die Socialdemokraten( S) mit 2, 9, 12, 9, 12, 24, 11, 35, 44 und 56 Mitgliedern. 1, Die Antisemiten( A)( Reformpartei) seit 1887 auftretend mit 5, 16 und 12 Mitgliedern. Die Fraktionslosen sind, weil an Zahl univefentlich, in der graphischen Zeichnung nicht mit enthalten. Alle einzelnen Fraktionen kann man, an der Randlinie links beginnend, durch alle Wahlperioden hindurch genau verfolgen, wenn man die Signatur einer Fraktion( f. d. Zeichenerklärung oben in der 8Zeichnung) im Auge behält. Das Auf und Ab der Fraktionslinien giebt dann genau das Steigen und Fallen der Mitgliederzahl der Fraktionen wieder. Juwiefern besonders politische Ereignisse auf die Gestaltung der Parteistärken Einfluß gehabt haben, möge der Leser selbst zu begründen suchen. 330 Jn gleicher Art ist in der graphischen Tabelle rechts die Anzahl der für die einzelnen politischen Parteien abgegebenen Stimmen zur Anschauung gebracht. Die horizontalen Linien bezeichnen dort die Stimmenzahlen von 100 000 zu 100 000, die senkrechten Linien wiederum die Wahljahre. Hier treten die Linien der abgegebenen Stimmen noch charakteristischer hervor, als in der Darstellung links die Parteistärfen; namentlich ist das stetige Anwachsen der Stimmen, die für socialdemokratische Kandidaten abgegeben find, von ganz außerordentlich prägnanter Gestalt. Um der Uebersichtlichkeit nicht zu schaden, find die für die kleinsten Fraktionen und die Fraktionslofen abgegebenen Stimmen in der Darstellung nicht erst wiedergegeben; um so deutlicher tritt die Stimmabgabe für die andren Parteien vor Augen, aus der man viel zutreffender als aus einer die Abgeordnetenzahlen wiedergebenden Tabelle die Stellung der Bevölkerung des Neiches zu den einzelnen politischen Partei= bekenntnissen ersehen kann. sekretär des Centralfomitees, Professor Dr. Pannwvit entworfenes des Frauentampfes, anstatt es mutboll in den Vordergrund zu Schema der Einrichtungen zur Bekämpfung der Tuberkulose in stellen! Deutschland, die Aufgaben der Gemeinden bei der Tuberkulose- Es ist interessant, daß der Hamburger Vorstand, der also für bekämpfung darlegte, dabei auch das den Vereinen verbleibende das Frauenstimmrecht nicht fämpft, schließlich in dem Cirkular fich Gebiet berührte, das sich auf Belehrung der der Schule Entlassenen offen als Hilfstruppe einer bürgerlichen liberalen Politik" entpuppt! zu erstrecken haben würde. Da es sich bei der Schwindfucht um eine Gegen den Verein gewerblich thätiger Frauen und Mädchen in Wohnungskrankheit handelt, ist die Wohnungsfrage auch die Frage Rigdorf war der Verfuch gemacht worden, eine Anklage auf Grund ist vor allen Dingen eine trockene und sommige Wohnung zu ver mitteilt, wurde die Anklage- Erhebung seitens der Staatsanwaltschaft der erfolgreichen Bekämpfung der Schwindsucht; den betreffenden Kranken der§§ 8 und 16 des Vereinsgefeges zu konstruieren. Wie man uns schaffen. Die Bekämpfung der Schwindsucht in den Wohnungen hat| auf dreifache Weise zu erfolgen: durch Belehrung der schwindsüchtigen der Staatstasse auferlegt. Diese Kosten sind gewiß keine geringen. wegen mangelnden Beweises zurückgewiesen. Die Kosten wurden Personen, durch möglichste folierung der Schwindsüchtigen von Es wurden gegen 25 Zeugen vernommen, Haussuchungen abgehalten ihren Angehörigen innerhalb ihrer Wohnungen und durch und nun das flägliche Resultat! Für die Nixdorfer Behörde resp. Formalin- Desinfektionen. Neben der Anzeigepflicht durch den Arzt für den Polizeidirektor Bösel ist die Affaire gerade kein Ruhmes-Reine Wusterwirtschaft hat nach den Feststellungen des Schöffen- und den Haushaltungsvorstand ist die freiwillige Meldung an blatt, für die Nigdorfer Frauen jedoch ein Anfporn, ihre Organisation gerichts in Magdeburg in dem Betriebe des Ateliers der zustreben, wobei die Untersuchung tostenlos zu geschehen hat zu dem zu gestalten, was sie sein soll und muß: ein nüßliches Glied Modiftin Ida Stappen bed geherrscht. Dort verkehrte nicht nur Dringend empfahl der Vortragende die Errichtung von Wald- dem zu gestalten, was sie sein soll und muß: ein nüzliches Glied weibliche, sondern auch männliche Kundschaft, was aber über die erholungsstätten durch Drts- Arantenfaffen. Säuglinge sind, da die im Kampfe gegen das Kapital. Swede ber letteren erzählt wurde, führte das Gericht mehr auf die Bererbung der Tuberkulose fast als ausgefchloffen und nur die Ans Nederei und Brahlerei der Lehrmädchen zurüd. Die Redakteure der lage dazu als vererblich angesehen wird, nach Möglichkeit vor In Neuesten Nachrichten", Breitbarth, und der" Boltsstimme", fektionen von außen zu schüßen. Für die Bekämpfung der Tuberkulose Genosse Nitsch, die von der„ Rederei" durch zwei Verhandlungen in den Schulen hat der Schularzt zu sorgen. vor dem Gewerbegericht erfahren hatten, wurden wegen Weiterberbreitung derselben zu je 50 M. Geldstrafe verurteilt. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Sociales. " Aus der Frauenbewegung. Ober- Schöneweide. Der hiesige Bildungsverein für Frauen und Mädchen hält Montag, den 18. Mai, feine regelmäßige Mitgliederversammlung im Botal von Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18, ab. Herr Dr. Roeder wird den Vortrag halten. Recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Frauen und Mädchen erwartet Der Vorstand. Verfammlungen. Zum Streite der Aerzte mit den Krankenkassen in Mühlhausen i. Thür. nahmen dort vier zahlreich besuchte öffentliche Vera sammlungen Stellung. Die Versammlungen protestierten gegen das Vorgehen der Regierung, durch das den Kassen 16 Aerzte auf oftroyiert wurden; sie berlangten, daß zu den vorhandenen zwei Der Ausschuß des deutschen Centralfomitees für Lungenheilstätten Aerzten( die übrigen von den Kassen engagierten hatten auf Berhielt gestern unter dem Vorsitz des Grafen Posabowsky im anlassung ihrer Kollegen Mühlhausen wieder verlassen) nur vier Eine Mitgliederversammlung des Verbandes der Bäcker fand Reichsamt des Innern eine Sigung ab. Den ersten Gegenstand der weitere engagiert würden.-Herr Oberbürgermeister Trentmann besonders darauf hinwies, welche Bedeutung für uns die Reichstagsam Dienstag statt. Heßschold hielt einen Vortrag, in welchem er Tagesordnung bildete der von Professor Dr. Bann wis bors hat mündlich noch angeordnet, daß die Kassenvorstände sich nicht wahl hat und welche Arbeiten wir dabei au leisten verpflichtet sind. getragene Geschäftsbericht, der ein übersichtliches Bild über den mehr mit auswärtigen Aerzten in Verbindung setzen beziv. Verträge Es wurde nunmehr die in der letzten öffentlichen Versammlung ge Stand der Tuberkulofebekämpfung bietet. Es feien hier nach den mit diesen abschließen dürfen. wählte Wahlkommission von S auf 12 Mann verstärkt, so daß auf verschiedensten Richtungen Fortschritte zu verzeichnen. So habe durch die kürzlich vom Reichstage angenommene Novelle zum jeden Wahlkreis atvei Mann kommen, welche mit Hilfe ihrer Freunde Krantenversicherungs- Gefeß die Arbeiterberficherung eine bedeutungsoder arbeitslosen Kollegen die Säumigen an die Wahlurne zu führen bolle Verbesserung erfahren, auch seien die Erfolge betreffs Erhaben. Danach wurde eine Resolution der Bäcker der Berliner Ges langung der Erwerbsfähigkeit durch die Heilstätten- Behandlung im Frauenrechtlerinnen gegen Frauenrechte. Einen seltsamen Kampf nossenschaftsbäderei verlesen, welche fordert, daß die Berliner Ge allgemeinen günstiger geworden, was auf die allmählich besser für Frauenrechte führt der in Hamburg ſizende Vorstand des nossenschaftsbäckerei hinsichtlich der völligen Arbeitsruhe am 1. Mai werdende Auslese zurückgeführt werde. Ein Vergleich der diesjährigen Deutschen Vereins für Frauenftimmrecht". Die Vorstandsdamen bahnbrechend vorgeht, und daß die Stonkurrenz, speciell die Neue und vorjährigen Heilstätten- Uebersicht zeige, daß man mit Erfolg Dr. jur. Anita Augspurg und 2, G. Heymann erlassen an ihre Mit Berliner Genossenschaftsbäckerei, diefem Beispiel folgt. 3u ge= bestrebt gewesen sei, den Unterschieb in der Fürsorge für männliche glieder im Reiche ein Cirkular, in dem zur Mitarbeit zu den Wahlen gebener Zeit werde man mit bestimmten Anträgen an die Geschäftss und weibliche Lungentrante auszugleichen. Nachdem für die Unter- aufgefordert wird. Darin heißt es: leitung refp. die Generalversammlung herantreten. Die Mitglieders bringung Lungenkranker aus den unbemittelten Streifen in vorerst Dem Vorstande steht es nicht zu, und es liegt ihm fern, die beersammlung nahm hierzu folgende Resolution an: Die Versamm ausreichender Weise gesorgt sei, macht sich das Bedürfnis geltend, politischen leberzeugungen der Mitglieder beeinflussen zu wollen, lung nimmt mit Befriedigung Kenntnis von dem Vorgehen der Heilanstalten mit mäßigen Pflegefäßen auch für den Mittelstand zu es darf jedoch erwartet werden, daß letztere nur für solche Arbeiter der Berliner Genossenschaftsbäckerei, erwartet aber auch, befigen, namentlich für die nichtversicherten Klassen. Die Mitglieder Kandidaten wirken, welche sich verpflichten, als Reichstags- daß die Arbeiter der Genossenschaften sich mehr als bisher an den zahl des Centralkomitees habe sich um 500 gegen das Vorjahr ver- Abgeordnete für die Forderungen der Frauenbewegung principiell Organisationsarbeiten beteiligen mögen. mehrt und stelle sich zur Zeit auf 1300. Nach der von dem einzutreten. Eine diesbezügliche Frage ist dem Kandidaten beim Der Mühlenarbeiter- Verband( Zahlstelle Berlin) hörte in der Schatzmeister, dem Geheimen Kommerzienrat von Mendels Angebot der Agitationsarbeit für ihn zu stellen, und es darf Versammlung vom Sonntag zunächst einen Vortrag Sauers über die john- Bartholdy, aufgemachten Rechnungslegung betrugen genügen, wenn er sich für Gleichstellung der Frauen im Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen für die Gewerkdie Einnahmen 901 181 M., die Ausgaben 187 719 M., so daß sich Vereinsrecht, für Verbefferung der Mädchenbildung( gründliche schaften. Der lebhafte Beifall, der den Ausführungen gezollt wurde, ein Bestand von 718 461 M. ergiebt. Darauf hielt der Ges Reform der Töchterschulen, obligatorische Fortbildungsschulen, läßt erwarten, daß jeder Anwesende seine Schuldigkeit bei der Wahl heime Medizinalrat Profeffor Dr. von Leyden einen Vor- Immatrikulation auf Hochschulen), für Arbeiterinnen- und Dienst thun wird. Röthig gab darauf den Kassenbericht für das frag über die Wirksamkeit der Seilstätten für botenschutz, Gleichberechtigung der Frauen bei Kaufmanns- und 1. Quartal. Danach betrugen die Einnahmen inkl. eines Bestandes Lungentrante", deren Erfolge außerordentlich befriedigende Gewerbegerichten, Anstellung von Frauen in kommunalen und von 472,80 M. 1291,85 M.; davon gingen an die Hauptkasse genannt werden dürfen. In den jetzt bestehenden 74 Sanatorien staatlichen Aemtern und Ehrenämtern, gleiche Besoldung männ- 641,65 M., Ganfasse 29,35 M.; der Lokaltasse verblieben 148,05 m. fönnen jährlich an 30 000 Strante behandelt werden. Von den bis licher und weiblicher Beamten, überhaupt für die vorläufig Die Vergnügungsfasse hat einen Bestand von 115,25 M. Hierzu jetzt behandelten Stranten haben sich 80 Proz. wesentlich gebessert, realisierbaren Forderungen der Frauen erklärt. Die Frage seiner wurde beschlossen, den ausgesperrten Schuhmachern in Pirmasens die faft einer Heilung entsprechen. Bezüglich des Einflusses der Haltung gegenüber dem Frauenstimmrecht braucht nicht ausschlag 15 M. zu überweisen, ebenso 40 m. als zweite Rate für die Tuberkulose Behandlung auf die Sterblichkeit ist eine Abnahme der gebend zu sein, da dessen Verwirklichung in der Entscheidung des Reistags- Kandidatur der Kollegen Bartels und Käppler abzuschicken. Letzteren feit 1875 bis 1901 von 30,95 auf 19,50 unter 10 000 Reichstags unterstehender Form noch nicht in Betracht kommt." Der Kassierer wurde entlastet. Lebenden festgestellt. Der Vortragende behandelte noch die Frage Die Anforderungen, die hierdurch an die der Unterstüßung zu der Kinderheilstätten, mit deren Errichtung wir unfren Nachbarn, würdigenden Reichstagskandidaten gestellt werden, sind teils überaus Sonntag, den 17. Mai, abends 7 Uhr, im Restaurant Abstinentenheim, Verein für Gesundheitspflege des Volkes Berlin Moabit. den Franzosen, gefolgt find. Die Heilstätten sollen fortan die unklare, wie die jede Auslegung zulassende Forderung von Arbeite Neue Schönhauserstraße 12. Bortrag:" Die Naturheilbewegung als Kampf Burg sein, auf die sich die Bestrebungen stüßen im Kampfe rinnen- und Dienstbotenschutz", teils ganz unzureichende; warum um Recht und Aufklärung." Nach dem Vortrage geselliges Beisammensein gegen Zuberkulose. Der Präsident des Reichs- Versicherungs- 3. B. nur gleiche Besoldung weiblicher wie männlicher Beamten mit Unterhaltung. Gäste willkommen. amts Gaebel ergänzte die Ausführungen des Vortragenden bei gleicher Leistung? Das wahrhaft Unglaubliche dieses Cirkulars Centralverband der Glaser. Am Montag, den 18. Mai, findet im auf Grund der neuesten Statistit. Danach ergiebt fich, daß liegt aber darin, daß man unter Berufung auf die vorläufig reali- Gewerkschaftshause eine Mitglieder- Bersammlung statt. die Prozentzahl der Lungentuberkulöfen sich keineswegs berfierbaren Forderungen" auf das berzichtet, was das Arbeiter- Bildungsschule Berlin, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. ringert habe. Von den männlichen Industriearbeitern wird bis Wesen des Vereins bedeuten sollte, auf die Agitation Morgen, Montagabend, fällt der Unterricht in Nationalökonomie aus. Bird später nachgeholt. zum 35. Jahre die Hälfte, bis in die Mitte der vierziger Jahre ein für das Frauenstimmrecht! So fördern bürgerliche Frauen- Arbeiter Samariterkolonne( gegründet 1888). Morgen, MontagDrittel schwindsüchtig. Den Schlußvortrag hielt der Stadrat rechtlerinnen die Rechte, deren Erwerbung sie selbst für ihre oberste abend 9 Uhr, in der Filiale Brunnenstr. 154: II. Lehrabend. Vortrag über Bütter Halle a. S., der, anknüpfend an ein von dem General- Aufgabe erklären! Wan verhehlt ängstlich das entscheidende Princip Phyftologie. Neue Teilnehmer tönnen noch eintreten. Gäfte willkommen. H 80 Freie Vereinigung der Asphalteure 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis..Wahlkreis. e Montag, den 18. Mai 1903, abends 8 Uhr: Oeffentl. Wähler- Versammlung in der Alhambra, Wallner- Theaterstr. 15. Tages- Ordnung: Vortrag des Arbeitersekretärs Genossen Robert Schmidt: 1. Welche wirtschaftlichen und politischen Interessen hat das deutsche Volk zu wahren? 2. Diskussion. Die gegnerischen Kandidaten sind besonders eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Das Wahlkomitee. 214/7 Dienstag, den 19. Mai, abends 8 Uhr, im großen Saale der " Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Wähler- Versammlung Tages Ordnung: 1.„ Die Wichtigkeit der bevorstehenden Reichstagswahl". 212/4 Referent: Rechtsanwalt Wolfgang Heine, Kandidat für den dritten Wahlkreis. 2. Diskussion. Rege Beteiligung von Wählern aller Parteien erwartet Das Wahlkomitee. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung Dienstag, den 19. Mai, abends 8 Uhr: Oeffentl. Wähler- Versammlung im Lokale Sanssouci, Rottbuser- Strasse 4a. Tages- Ordnung: 1. Wer erhält am 16. Juni unfre Stimme? Referent: Genosse Wilhelm Pfannkuch. 2. Diskussion. Das Wahlkomitee. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht V. Wahlkreis. 214/8 Montag, den 18. Mai, abends 8%, Uhr, im Grand- Hotel, Alexanderplatz: Oeffentliche Wähler- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Liberalen in Wort und That.- 2. Diskussion. Referent: Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. NB. Die Abgeordneten Eugen Richter und Dr. Zwick sind zu dieser Versammlung brieflich eingeladen. am Montag, den 18. Mai, abends 81, Uhr, im Marienbad, Badstr. 36. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Kiesel über: Sociale Thatsachen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäfte, auch Damen, willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet 247/19 Der Vorstand. Socialdemokrat. Wahlverein der Frauen für Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. u. verw. Berufsgenossen Berlins. Todes- Anzeige. Nach langen schweren Leiden verschied am Donnerstag, den 14. Mai, mittags 12 Uhr, unser Franz Marg an der Proletarier- Krankheit. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. Mai, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Schliemannstraße 28, aus nach dem Gethsemane Kirchhof, Nieder- Schönhausen, statt. Um rege Beteiligung ersucht 286/14 Der Vorstand. Allen Bekannten zur Nachricht, daß der Metalldreher Karl Wolff gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 3 Uhr vom Krankenhause am Urban aus nach dem Emmaus- Kirchhose statt. 1567L A. Menzel. Danksagung. Für die bei dem unerwarteten Hinscheiden meines lieben Mannes, unfres guten Bafers Vincenz Woytek empfangenen Beweise innigster TeilDienstag, den 19. Mai 1903, abends 8½ Uhr: nahme, für die Ktranzſpenden und zahlOeffentliche Versammlung im Volkshause, Charlottenburg, Rosinenftr. 3. Tages- Ordnung: 1. Bortrag der Genoffin Frau Dr. Gradnauer über:„ Die Frauen und die Neichstagswahlen". 2. Diskussion. Gäste, Männer und Frauen, willkommen. 250/6 Der Vorstand. Schöneberg! reiche Beteiligung bei der Begräbnisfeierlichkeit sagen wir allen, insbesondere Herrn K. Graumann in Firma Schrifte gießerei Emil Gursch, den Beamten der Firma sowie den Mitarbeitern und Kollegen des Entschlafenen unsern 14036 herzlichsten Dank. Wwe. Jda Woytek geb. Worgitzki nebst Kindern. Danksagung. Für die innige Teilnahme bei der Beerdigung meines Mannes den Kollegen vom„ Verein deutscher Schuh macher", dem Gesangverein Freie des Wahlvereins für Weißensee und Umgegend meinen innigsten Dant. 217/6 Dienstag, den 19. Mai, abends 8 Uhr, im Obstschen Lokale, Sänger Weißensee" sowie den Genossen Das ständige Wahlbureau des Kreises befindet sich: Nosenthalerstr. 57, 2. Eingang: Gormann: strafte 28 im Restaurant Günzel. Jede auf die Wahl bezügliche Auskunft wird dort gern erteilt. VI. Wahlkreis. Meiningerstraße 8: Wähler- Versammlung Tages- Ordnung: Die Socialdemokratie und die Reichstagswahlen. Referent: Eduard Bernstein. Dienstag, den 19. Mai, abends 8', Uhr: abelſhem Beſuche ladet ein 12 Zu recht zahlreichem 202/20 Das Wahlkomitee. 3 Volks- Versammlungen Verband der Sattler. in folgenden Lokalen: Bitive Grimm nebſt Stindern. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme und die Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unsers guten Vaters und Schwiegervaters Heinrich Giessel Ortsverwaltung Berlin.thiReichstags- Wahlkteises und dem GeBureau: Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15, Zimmer 30. Fernspr.: Amt VII Nr. 1959. 2 Kommandantenstr. 20( großer Saal): sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, den Parteigenossen des 554. Bezirks des sechsten Berliner jangverein ,, Vorwärts" unfren herz156/5 lichsten Dant. Im Namen der Hinterbliebenen Wwe. Louise Giessel, Mitglieder- Versammlung. 1. In der ,, Kronen- Brauerei", Alt- Moabit 47/49. toch, den 20. Mai, abends 84, Uhr, in den Arminhallen, Referent: Der Kandidat des Kreises Genosse G. Ledebour. 2. Bei Bernhard Raabe, Colbergerstrasse 23. Referent: Rechtsanwalt Genosse Victor Fränkl. 3. Jm ,, Swinemünder Gesellschaftshaus", Swinemünderstraße 42. Referent: Genosse Waldeck Manasse. Tages- Ordnung in allen Versammlungen: 1. Die Reichstags- Wahlen. 2. Freie Diskussion. Alle Wähler sind hierzu freundlichst eingeladen. Zahlreichen Besuch der Genossen und Genossinnen Die Vertrauensleute. erwarten 247/18 Stukkateure! Sonntag, den 17. Mai, vormittags 11 Uhr, im großen Saale der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee, vor dem Schönhauser Thor: Oeffentliche Versammlung der Filiale Berlin. Tages Drdnung: 1. Unser Streik vor dem Einigsamt und wie lauten jetzt unfre Arbeitsbedingungen? 2. Unfre weitere Taktik. 3. Verschiedenes. Bur Dedung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Das Erscheinen sämtlicher Kollegen ist Ehrenpflicht und find Fahrverbindungen vorhanden nach allen Richtungen bis Rosenthaler, Schönhauser und Prenzlauer Thor, Stadtbahn bis Allexanderplatz oder Börse, überall je 10 Minuten Weg. 175/7 Die Streifkommission. Die Ortsverwaltung. Deuticher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Verichterstattung von der Generalversammlung in Kaffel. 3. Das Regulativ der Ortsverwaltung Berlin. Die Lokalkaffen. 5. Berschiedenes. Die Wichtigkeit der Tagesordnung macht das Erscheinen aller Mitglieder dringend notwendig. Die Ortsverwaltung. Achtung! Täschner. 3 1566L 10572 lumen- und Kranzbinderei Richard Engelke, Reichenberger- Strasse 164, Ecke Mariannenstr. Achtung! Specialität: Vereinskränze. Montag, den 18. Mai, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15( Saal 7): Branchen- Versammlung. Tages- Ordnung; Beschlußfassung über den neuen Vertrag. Es ist Ehrenpflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Ver: fammlung anwesend zu sein. Die Schlichtungs- Kommission. J. A.: Carl Weyher. Achtung! Militär- Sattler. Adhtung! Montag, den 18. Mai cr., abends 8%, Uhr: Grosse öffentliche Versammlung im Linden- Kasino, Lindenstr. 106. Tages- Ordnung: 1. Die Arbeitsverhältnisse bei der Firma ,, Loh Söhne": 2. Die Gendarmerie- Packtaschen und unsre Forderungen. 3. Verschiedenes. Kollegen! In Anbetracht der ungeheuerlichen Zustände, die in den Militär Effekten- Fabriken in betreff des Zwischenmeister- Systems und der Heimarbeit herrschen, im weiteren wegen der geradezu skandalösen Preise, die für die verschiedensten Artikel bezahlt werden, ist das Erscheinen aller Beteiligten dringend notwendig. Kollegen! Es gilt, Protest einzulegen und der Deffentlichkeit zu Fernsprecher Amt VII, 353. zeigen, unter welchen elenden, erbärmlichen Zuständen und Löhnen die für den Staat bestimmten Arbeiten hergestellt werden. 157/7 Die Lohn- und Agitations- Kommission der Militär- Branche. Montag, den 18. Mai, abends 8½ Uhr: General- Versammlung im Saale der Neuen Welt, Hasenheide 108/114. Verband der Tapezierer. Filiale Berlin. SO. 16. Engel- Ufer Nr. 15. Tagesordnung: 1. Stichwahl betreffend Wahl eines Bureaubeamten. Mittwoch, den 20. mai, abends 8, br, bei Feuerstein, Alte Jakobſtr. 75: 2. Unterstügung der Ausgesperrten in Iserlohn. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 24. Maí, vorm. präcife 11 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain: Uebungs- Stunde. Geübt werden: Saat und Ernte" und" Freiheit". Vollzähliges Erscheinen. Bundestarte legitimiert. Im Nebenfaale vorm. präcife 10 Uhr: 16/7 Ausschuss- Sitzung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Bundes- Angelegenheiten. Anfragen und Zuschriften sind zu richten an den ersten Vorsitzenden J. Meyer, Fichtestraße 27. Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung. 1. Bericht über den Streik bei der Firma Gebr. Hecker. 2. Beratung des dem nächsten Verbandstag vorzulegenden Statuten Entwurfs und fonftiger eventuellen Anträge. 10 9 8 Wegen gänzlicher Auflösung unsres 1888 gegr. Engros- Lagers Berk. jämtl. Vorräte. StandWandund TaschenUhren staunend billig. Rein Kaufzwang!!! 7.6. Hillmer& John Leipzigerstrasse 66, Hof geradezu. Damen- Mäntel- Fabrik Edelweiss" Köpenickerstr. 114, III. Einzelverkauf von 14852 Saccos Paletots Umhängen Kostümen c. zu Fabrikpreisen. Borzeiger dieses erhält 5 Prozent Rabatt. Tuchstoffe 1441L Cheviots, Reste Paletotstoffe Wir erwarten eine rege Beteiligung der Mitglieder, um eine gründliche spottbillig. Aussprache über diese wichtigen Punkte zu ermöglichen. Tuchlager Molkenmarkt 12-13 177/8 Die Verbandsleitung. Carl Engel ,,, Ecke zur Rippe". Handlungsgehilfen! Montag, den 18. Mai, abends 9 Uhr bei Buggenhagen, Morigplatz: Oeffentliche Versammlung. Es spricht Georg Bernhard über: Wen wählen wir bei den kommenden Reichstagswahlen. Nach dem Vortrage freie Aussprache. Herr Rechtsanwalt Wolfgang Heine hat sein Erscheinen zugesagt. 13565 Zu dieser Versammlung sind alle Handlungsgehilfen, welcher Parteirichtung sie auch angehören, eingeladen. Der Einberufer: August Penn, Friedrichsbergerstr. 14. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Central- Verein der Bildhauer Deutschlands. Parkettleger. Montag, 18. Mai, abends 8 1hr im Gewerkschaftshaus, Saal 10: Kommissions- Sitzung mit Vertrauensmännern. Verwaltungsstelle Berlin. Donnerstag, den 21. d. M.( Himmelfahrt) Herren- Partie nach Königs- Wusterhausen, Neue Mühle, Zeuthen. Abfahrt morgens 7.37 Uhr Es ist Pflicht der Kollegen ,. aus jeder Firma einen Vertrauensmann zu senden. ab Görliger Bahnhof nach Königs- Wusterhausen. 20/7 Gäste willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet Das Komitee. Montag, den 18. Mai 1903, abends 8½ Uhr, im Neuen Klubhaus, Kommandantenstr. 72: Dienstag, den 19. Mai, abend3 Punkt 8%, Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Branchenversammlung der Kammmacher Grosse öffentliche Schuhmacher- Versammlung. und aller in der Celluloid- Haarschmuck- Branche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Robert Fendel. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten. 4. Berschiedenes. 82/5 Das Erscheinen jänitlicher Kollegen ist wegen eines wichtigen Punktes dringend erforderlich. Die Kommission. Achtung! Stockarbeiter. Am Dienstag, den 19. Mai, 8 Uhr abends, in Frankes Saal, Sebastianstr. 39: Tages Drdnung: 1. Berichterstattung über den Stand der Lohnbewegung. 2. Verschiedenes. 170/1 Wersuchen besonders die in Arbeit stehenden Kollegen in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Lohukommission. Stettin: Berlin: Hohenzollernstr. 3. Filialen: Bellealliancestr. 98. Magazinstr. 2. Chausseestr. 54. Mass- Anzüge 24 und 30 Mark. 1348L* nach Mass Radfahrer Anzüge Aufsehen 24 und 30 Mark. erregen der wirklich chike Sitz meiner Mass- Anzüge sowie die Güte der dazu verwandten prima modernen Mass- Stoffreste bei den konkurrenzlos billigen Preisen. Die besonderen Anerkennungen und die Weiterempfehlungen seitens meiner geehrten Kunden beweisen die strenge Reellität der von mir angefertigten Anzüge, die nur auf Rosshaar gearbeitet und garantiert handgenäht sind. Adtung: Central- Verband der Maurer Deutschlands. Sonnenscheins Engros- Resterhaus, Zweigverein Berlin. Sektion der Putzer. Am Simmelfahrtstage findet eine Fusspartie, veranstaltet vom Branchenversammlung der Stock- und Celluloidarbeiter. Gefangverein der Buzer, nach Tegel, Tegelort, Heiligensee uſw. statt. Mitglieder, dic daran teilnehmen wollen, werden freundlich dazu eingeladen. Treffpunkt pünktlich früh 8 Uhr Bahnhof Tegel. Tagesordnung: 1. Die Ueberstunden- Arbeit. Referent Kollege Leopold. 2. Diskussion. 3. Bericht und Neuwahl der Kommission. 4. Verschiedenes. 133/16 3. A.: H. Neumann Deutscher Metallarbeiter- Verband. Atung! Vergolder. Achtung! Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1–5.- Fernſprecher: Amt VII, 353 Verband der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter Efchaftsbauje, Dienstag, den 19. Mai, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Uljer 15, großer Saal: Versammlung und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin. Montag, den 18. Mai 1903, abends präc. 8 uhr: der Former und Berufsgenoffen Berlins und Umgegend. Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Bericht über die Vorarbeiten zur Former- Konferenz. 2. Wahl der Delegierten. 3. Ein Notschrei eines Berliner Eisengießereibesizers. 4. Diskussion. 5. Verbands- Angelegenheiten. 117/3 Die Ortsverwaltung. in den ,, Arminhallen", Stommandantenstr. 20( großer Saal). Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Stiftungsfest. 902. Bortrag. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 225/7 Centralverband d. Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Blicht eines jeden iſt es, in dieſer Verſammlung päntlich zu erscheinen. Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin I. Bureau und Arbeitsnachweis: Engel- Ufer 15, II, Zimmer 16. Telephon: Amt VII, Nr. 3348. Mitglieder aller Branchen! Montag, den 18. Mai 1903, abends 812 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstraße 20/21: Fortsetzung der ordentlichen General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Rassen- und Arbeitsnachweis- Bericht pro 1. Quartal 1903. 2. Ergänzungswahl zur inneren Ortsverwaltung, 3. Anträge und Geſchäftliches. 1. Bericht der Delegierten zur Berliner Gewerkschaftsund Neuwahl derselben. Bei der äußerst wichtigen Tages- Ordnung ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes zu erscheinen. Mitgliedsbuch ist am Eingang des Saales vorzuzeigen. 67/20 Die Ortsverwaltung I. Musikinstrumenten- Arbeiter. Fachverein. Rann, Raumbur 27: Montag, den 18. Mai, abends 812 Uhr, bei Graumann, Naunynftr. 27: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Kleinlein über:" Der heutigen Menschheit Reichtümer". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zur Beachtung! Um die Versammlung zur Zeit eröffnen zu können, ersuchen wir um pünktliches Erscheinen sämtlicher Kollegen. Gäste willkommen. Donnerstag, den 21. Mai( Himmelfahrtstag): Herren- Partie 141/13 nach Karlshorst, Sadowa, Pferdebucht usw. Treffpunkt: Morgens präcise 8 Uhr Schlesischer Bahnhof. Rege Beteiligung erwartet 1 Filiale Berlin. Der Vorstand. Centralverband der Dachdecker Sonntag, den 17. Mai, vormittags 10 Uhr: Versammlung im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c. Tages Ordnung: Der Vorstand. Vereinigung der Maler Filiale Berlin I. Dienstag, den 19. Mai 1903, abends 82 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- User Nr. 15, Saal I. neuen Novelle zum Krankenkassen- Gesez. 2. Vereinsangelegenheiten. Tagesordnung: 1. Vortrag: Die Krankenversicherung nach der Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung.[ 124/10 19. Mai er., Dienstag, abends Bunt 8 hr, in Ahrends Brauerei. Moabit! Berlin NW., Ecke Strom und Turmstraße: Moabit! Grosser Vortrag nur für Damen von Frau A. Pickel über: Frauen- Krankheiten, deren Urlachen, Wefen und natur ohne Operation. gemässe Heilung Borage: Eintritt 20 Pf.[ 286/15] Naturheilverein Charlottenburg- Berlin.( 1180) Institute für elektromagnetische Therapie, System Trüb. Berlin W., Bülowstr. 20, Hochbahn Bülowstrasse. Anstaltsarzt Dr. James Loewy. Berlin N., Oranienburgerstr. 14. Stadtbahn Börse. Anstaltsarzt Dr. Hugo Neumann. Täglich geöffnet von 9-5 Uhr. Sprechstunden der Aerzte von 12-2 Uhr. Behandlung von Nervenkrankheiten und Rheumatismen mittels elektromagnetischer Strahlung, besonders: Neuralgien, Ischias, Schreibkrampf, Migräne, Schlaflosigkeit, Neurasthenie, Rheumatismus, chronische Schmerzzustände etc. Prospekte gratis und franco. 3/12 Auswärtige Institute: Stuttgart, Strassburg, Karlsruhe, Lübeck. Essen a. Ruhr, Aachen, Düsseldorf, Wiesbaden, Dortmund, Barmen. Münster i. W., Cassel, Osnabrück, Bad Oeynhausen, Bielefeld. ber Zucht- und Legehühner 1. Vortrag. 2. Bericht der Delegierten vom Gaufag. 3. Bericht der Zariffommission. 4. Verschiedenes in Verbandsangelegenheiten. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen aller Kollegen dringend notwendig. 54/18 Die Ortsverwaltung. Verband der Kürschner Berlins und Umgegend. Dienstag, den 19. Mai, abends 8%, Uhst, im Lokal Feind, einstr. 11: ersammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht über das Resultat der Agitation in unsrer Bewegung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 102/4 Der Vorstand. Konsum- und Produktiv- Genossenschaft Berlin- Rixdorf. E. G. m. b. H. Montag, den 25. Mai, abends 8% ihr, im Gewerkschaftshause, 1. den mai, en 15 et al): Ordentliche General- Versammlung. Tages Drdnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Vorschläge der Verwaltung auf Reorganisation. 3. Statutenänderung. 4. Erfahwahlen zum Vorstand und Aufsichtsrat. 5. Anträge.*) *) Anträge der Mitglieder müssen bis zum 22. Mai in Händen des Borstandes sein. Nur Mitgliedsbuch legitimiert. Werte Mitglieder! Wohl noch keine Generalversammlung ist von solcher Bedeutung gewesen wie diese, es ist dringend nötig und erwünscht, daß alle Mitglieder erscheinen. 127/5 Borschläge der Verwaltung, Statutenänderung betreffend, wolle man in ben Verkaufsstellen verlangen. Der Vorstand. 2. Breslauer. E. Wuzky. Der Aufsichtsrat. D. Schumann aerkauft 000080 Otto Pich, Berlin, Zionskirchplatz 8. Rohtabak Max Otto, Filiale Berlin N., Brunnenstr. 38 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in allen Sorten Tabak zu billigsten Preisen. Postversand unter Nachnahme. Kredit- Erteilung nach 15642* En gros. Uebereinkunft. [ 14072*] Roh- Tabak. En detail. Preise verzollt ab Berlin. 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Die Berliner Tapezierer Zwangsinnung, Firma ausgesprochen hat, im weiteren aber dem Stampfe mit verschränkten Armen zugesehen hat, wird nun wohl nächstens wieder behaupten, daß die Organisation der Arbeiter nur immer in den guten Geschäften und bei den Kleinmeistern vorgeht und die Schmutzkonkurrenz nicht bekämpft. Hier hätten die Herren wieder einmal zeigen können, ob es ihnen ernst ist mit ihrer Phrase vom Schutz des Mittelstandes. Wie wir hören, haben einige Kollegen polizei gerichtliches Nachspiel zu haben. Um was es sich dabei handeln soll, liche Bernehmungen gehabt, es scheint also auch dieser Ausstand ein ist bis jetzt noch nicht zu ersehen. Von den Streifenden ist sich keiner einer strafbaren Handlung bewußt. Die Verbandsleitung der Tapezierer. Engel- Ufer 15. Sonntag, 17. Mai 1903. Vom Kampf an der Unterweser. In einer Werftarbeiter- Bersammlung, die am Donnerstag in Bremerhaven stattfand, wurde berichtet, daß Verhandlungen mit der Direktion des" Bulkan" stattfanden und die Differenzen besser als man erwartet habe, geschlichtet friedigende Einigung erzielt worden. Die Versammlung beschloß, feien. Hinsichtlich der Regelung der Accordarbeit sei eine be= noch einen letzten Einigungsversuch mit der Firma Tecklenborg zu machen. Infolge dieses Beschlusses ist die Vermittelung des Landrats sowie des Gewerbegerichts in Geestemünde nachgesucht worden. auch die ihnen erwachsenen notwendigen Auslagen gehoben und dem§ 4 der alten Vereinbarung( Auslefe des Personals) in der Staatskasse auferlegt. der oben abgefchwächten Form beigeftimmt. Unbefiegt fehren Würde das Gesetz zulassen, daß den Richtern, die in so far die Arbeiter in alter Stärke an ihre vor vier Wochen verlassenen Der in der Provinz Brandenburg verbreitete Kalender,„ Der gegen das Gesetz verstoßender Weise wie das Soldiner Schöffen- Pläge zurück. Die Organisation der deutschen Schuhmacher kann märkische Volksbote", hat es unsern Gegnern angethan. Dugende gerichts- Urteil, unschuldige Angeschuldigte bestrafen, die Kosten mit berechtigtem Stolze auf den beendeten Kampf zurückblicken. von Anklagen sind gegen Verbreiter des Kalenders erhoben: fie des Prozesses auferlegen, dann würde der Fiskus und Die Pirmasenser Arbeiterschaft führte sich während des bier endeten sämtlich mit völliger Freisprechung. Ein besonders lehr- die Staatsbürger viele Kosten und viel Zeitverlust sparen. Der wöchigen Kampfes in musterhafter Weise und brachte damit den erreicher Fall aus der jüngsten Zeit sei etwas ausführlicher mitgeteilt: Staatskasse sind bislang etwa 600 Mart Kosten durch verfehlte Au- zieherischen Einfluß der Organisation in augenfälligſter Weise zur Vier Genossen hatten den Kalender in den Häusern einiger Dörfer flagen gegen Kalenderverbreiter erwachsen. Erscheinung. Die Pirmasenser Arbeiterschaft war bis bor furzer des Landsberg- Soldiner Kreises am Sonntag außerhalb der Beit eine völlig undisciplinierte Masse und sie stand in dem Nufe, Kirchzeit verbreitet. Dies löbliche Thun bedachte das Soldiner leicht zu Ercessen geneigt zu sein. Doch alle Befürchtungen, die Amtsgericht mit je 3 Mark Geldstrafe, weil die sogenannte Verman im Hinblick darauf hegte, erwiesen sich als grundlos. Nicht frommungsverordnung des Oberpräsidenten verlegt sei. Auf den ein einziges Mal fanden die 45 Gendarmen, die die Regierung nach gegen diese Strafbefehle erhobenen Einspruch fette das Soldiner Pirmasens beordert hatte, Gelegenheit zum Einschreiten. Die Schöffengericht die Strafe auf 21 Mart hinauf. Das SchöffenSicherheitswächter fanden absolut nichts zu thun. gerichtsurteil ist in der Art seiner Begründung so merkwürdig, daß Was dem Kampfe in Pirmasens sein besonderes Gepräge verwir es gern zur Lehre, wie Urteile nicht aussehen sollten, völlig zum Abdruck bringen würden, wenn es nicht gar so lang wäre. Wir Tapezierer! Der Streit bei der Firma Heder, Müncheberger- lieh, war die Einmütigkeit und Geschlossenheit der gesamten Arbeiterlaffen dafür die Berufungsschrift der Angeklagten folgen, aus der Straße 9, ist gestern nach achtwöchentlicher Dauer für beendet erklärt fchaft in der Zurückweisung der Verstöße des Unternehmertums. Zum fein Gedankengang hinlänglich flar hervorgeht. Darin führten worden. Bemerkenswert bei diesem Lohnkampf ist das zähe Fest- erstenmal in der Geschichte der pfälzischen Arbeiterbewegung stand die Angeklagten folgendes aus: Allein eine durch das Reichs- halten aller 18 Stollegen, die am 23. März die Arbeit niederlegten, dem foalierten Unternehmertum eine foalierte Arbeiterschaft gegens an ihren berechtigten Forderungen. Wenn auch die Ausständigen über. Und diese Einigkeit hielt an bis zum heutigen Tage. Alles gesetz, nämlich durch§ 43 Abſay 5 der Gewerbe- Ordnung, feinen Erfolg zu verzeichnen haben und die Organisation mehr als in allem: das Pirmasenser Unternehmertum ist diesmal noch mit ausdrücklich geschütte handlung, nämlich die nichteinem blauen Auge davongekommen und es dürfte sobald teine Lust gewerbsmäßige Verteilung von Druckschriften in geschlossenen Räumen 1000 M. opfern mußte, so wird doch der Unternehmer Hecker an ohne polizeiliche Erlaubnis, haben wir ausgeführt. Die Ober- feinem Sieg" auch keine besondere Freude haben, er wird wohl mehr verspüren, ein zweites Mal eine vierwöchentliche Aussperrung präsidial- Verordnung vom 4. Juli 1898 berbietet und kann nur solche längst eingesehen haben, daß es auch für ihn beffer gewesen wäre, zu riskieren. Es dürfte an der diesmaligen für lange Zeit genug Arbeiten verbieten, die öffentlich bemerkbar sind und wenn er den wiederholten Versuchen der Organisation, eine Einigung haben. durch ihre Art die äußere Heilighaltung der Sonntage beein- herbeizuführen, Rechnung getragen hätte. trächtigen. Keine dieser Voraussetzungen liegt vor. Das Tragen bon Kalendern ein Kalender wiegt 20 Gramm, ein jeder von uns hat noch nicht 20 solcher Kalender getragen- ist keine Arbeit. Wäre sie nach dem Schöffengericht als folche anzusehen, so wäre ja auch das Tragen eines Gesangbuches, einer Aftenmappe u. dergl. eine Arbeit und das öffentlich bemerkbare Tragen solcher Dinge am Sonntag strafbar. in der Absicht eines Oberpräsidenten gelegen haben, hätte er ihn beabsichtigt, ſo wäre seine Verordnung rechtsungültig. Dementsprechend hat das Kammergericht in einer Unzahl von Fällen eine solche Verbreitung von Druckschriften als durchaus gestattet und straflos bezeichnet. Nach der völlig unzutreffenden Ansicht des Schöffengerichts würde ja auch jeder Einwohner strafbar sein, der Sonntags von Haus zu Haus geht oder von Laden zu Laden, oder der des Sonntags Waren fauft und mit den Waren auf dem Arme nach Hause geht, ja vielleicht gar eine Mutter, die Der Arbeitgeber- Verband für das Baugewerbe in Köln beschloß ihr Kind auf dem Arme trägt. Wenn der Vorderrichter ferner annimmt, unser Gebahren" habe die Sonntagsandacht", in einer Donnerstagabend abgehaltenen außerordentlichen General die Sonntagsbetrachtung", die innere Sonntagsheiligung" Berband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen. bersammlung, von einer Generalaussperrung der Arbeiter vorläufig zerstört, so übersieht er hierbei, daß die Veror nung nur Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, da im Kabeltverk A.-G. abzusehen, jedoch sollen am nächsten Mittwoch früh alle Buzzer und bie Störung einer allgemeinen äußeren Sonntags- Ober- Schöneweide Differenzen ausgebrochen sind und weitere be- Fuger ausgesperrt werden, wenn die Streiffommission bis Soun heiligung verbieten kann und will. Ganz entschieden wendeten sich vorstehen, den Zuzug fernzuhalten. Alle Anfragen sind zu richten an abendabend nicht den Streit für beendet erklärt hat; ebenso sollen die Maurer, die sich weigern, die Arbeiten der Puzer auszuführen, die Angeklagten gegen den Versuch des Schöffengerichts, den E. Bennewitz, Rigdorf, Hermannstraße 45. Inhalt des Kalenders einer Betrachtung zu unterziehen. Sie entlassen werden. Drahtspinner und Ladierer. Sämtliche Arbeiter der Firma führten nach dieser Richtung aus:„ Der größte Teil des Urteils enthält Schul- Hafenheide faßten am Donnerstag in einer Versammlung Der Verband der Werftarbeiter Deutschlands hielt vom 11. bis Darlegungen des Vorderrichters über den Inhalt des Kalenders, den Beschluß, daß, falls die Firma bis Freitagmittag die berechtigten 13. d. M. in Vegesac seine Generalversammlung ab, die von 30 De fubjektive Auffaffungen über den litterarischen und politischen Wert Forderungen der streifenden Spinner nicht anerkenne, sofort fünfzig legierten beschickt war. Der vorliegende Geschäftsbericht umfaßt desselben sowie eine Reihe von unzutreffenden Ausdrücken gegen adierer ebenfalls die Arbeit einstellen würden. Legteres ift die Zeit vom 1. Januar 1901 bis 31. Dezember 1902. Der Kaffenunfre Personen. Diese gesamten Darlegungen haben unsres Er- geschehen, nachdem der Chef der Firma den nachgesuchten Ber- bericht zeigt eine Einnahme von 57 176,19 M. und eine Ausgabe achtens mit der Beurteilung der uns zur Last gelegten That nicht handlungen am Freitag abfichtlich auswich. Am Montag wird eine von 15 706,74 M. Somit war Anfang 1903 ein Kassenbestand von das geringste zu thun. So spricht der Borderrichter von dem neue Versammlung stattfinden, um weitere Maßnahmen zu be- 41 469,45 M. vorhanden, gegen 11 737,01 M. zu Beginn der Berichtsjedem religiösen Gefühl und gläubigen Christengemüt hohn- schließen. Möglich, daß es dann zu einem Ausstand der gesamten periode. Verausgabt wurden u. a. für Streits und Aussperrungen sprechenden sogenannten Kalender", im Betriebe beschäftigten Arbeiter tommt. Einſtiveilen ist der ganze 1160,50 M., Agitation 1465,15 M., Verbandsorgan 1642,10 M., " dem Kalender, der sich nach der Ueberzeugung des Gerichts Betrieb für Metallarbeiter aller Branchen gesperrt. Bemerkt sei Gemaßregelte 220,95 M., Umzugsgelder 50 M., Rechtsschutz 15,40 m. als eine verkappte politische Hetschrift schlimmster Art darstellt," noch, daß der durchschnittliche Stundenlohn der Drahtspinner bei In den Lokaltassen der Zahlstellen befinden sich 15 771,14 m. Die ,, berstedten vaterlandsfeindlichen Sinn," Berbabes betrug Anfang 1908: 3753, fie verteilt der Firma in letzter Zeit nur etwa 40 Pf. betragen hat. Mitgliederzahl des " Pfarrer, der eine Staatseinrichtung fei." Die Firma Förster u. Schulze, Dresdenerstr. 80, ist ebenfalls für sich auf 16 3ahlstellen. Das Fachorgan Der Werftarbeiter", das So glaubt er die Staatsinstitutionen"," Staat"," Adel" und Drahtarbeiter gesperrt. monatlich erscheint, hat eine Auflage von 4300 Egemplaren erreicht. Kirche" feien verächtlich gemacht, weil er aufs tiefste die bekannten Von den Beschlüssen der Generalversammlung ist zu erwähnen, Berse fiber das Verhältnis zwischen Staat, Adel und Kirche mißfammlung am Freitag erklärten sich die Streikenden mit den vor gegen 6 Stimmen befchloffen wurde. Der Kutscherstreit in der Milchcentrale ist beendet. In ihrer Ver- daß die Einführung der Arbeitslosen- Unterstübung mit 23 bersteht: Die Höhe der Untergegen 6 Stimmen beschlossen wurde. bem Gewerbegericht zwischen den Vertretern der Organisation und füßung beträgt bei einer Beitragsleistung von 52 Wochen 6 M. pro dem Oberamtmann Ring- Dippel getroffenen Vereinbarungen ein verstanden. Soweit die Kutscher und Wurschen nicht schon ander- oche, bei 104 Beitragswochen 7 M., bei 156 Beitragswochen 8 M., bei 208 Beitragswochen 9 M. und bei 260 Beitragswochen 10 M. weitige Beschäftigung gefunden hatten, ist die Arbeit von ihnen wieder Zu diesem Zwecke wird der wöchentliche Beitrag auf 30 Pf. erhöht. aufgenommen worden. Diese Beitragserhöhung tritt am 1. Juli 1908 in Straft, während die Unterstüßung selbst am 1. Juli 1904 in Kraft tritt. " " „ Der Staat stützt sich auf Adel und Kirche, Die Beiden stüßen sich wieder auf ihn Das gleicht dem Versuch Baron Münchhausens, Sich am eignen Zopf aus dem Sumpfe zu ziehn." Diese sämtlichen Ausführungen des Vorderrichters bewegen fich auf einem Gebiete, das der Richter als solcher zu betreten nicht berufen ist. Religiöse und politische Ueberzeugungen eines andern gehen den Richter nichts an, falls nicht die Bethätigung dieser Ueber zeugungen gegen Strafgeseze verstößt. Die Lichtdrucker, welche im Verein der Lithographen, Steindruder usw. organisiert sind, beschlossen in ihrer letzten Versammlung, am Sonnabend, den 16. d. M., an alle Prinzipale die Forderung zu stellen, die Lohn- und Arbeitsbedingungen anzuerkennen, welche der erste Lichtdruder- Kongreß aufgestellt hat und die bereits in den besseren Geschäften zum Teil bewilligt sind. Bis zum Montag, den 18. d. M., werden die Antworten der Prinzipale erwartet, und am Dienstag wird eine Versammlung über die weiteren Schritte Beschluß fassen. Der Gesellen- Ausschuß. Deutfches Reich. Arbeitswillige für Iserlohn sind, wie unsre Leser wissen, am Donnerstag von Berlin abgereist. The sie am Bestimmungsorte anlangten, hatten die Vertreter der Ausgesperrten bereits Kenntnis und Stelle erwarten. Es gelang denn auch, die Ankömmlinge wieder von der Sendung und so konnten sie die Ankunft der Leute an Ort zur Abreise zu bewegen. Nur ein einziger folgte dem Lockruf der Fabrikanten. Die andern dampften wieder ab. " Bezüglich der andern Unterstützungszweige beschloß die Generalversammlung, die Reise- Unterstützung von 10 auf 20 M. und die Umzugsgeldern von 20 auf 30 m. jährlich zu erhöhen. Die Notstands- Unterstügung soll bis zur Höhe von 20 M. pro Jahr gewährt werden. Oling Ausland. ein allgemeiner. Die Zahl der Streifenden beläuft sich auf 1600. War der Richter der freilich irrigen, von etwa fünfzig Richtern, die sich bislang mit dem Kalender beschäftigten, aud Bei der Statutenberatung wurde unter anderm beschlossen: niemals ausgesprochenen Ansicht, der Kalender enthalte die Mert Die Höhe der Unterstützung bei Streits und Aussperrungen bemale einer strafbaren Handlung, über die das Schöffengericht zu trägt in der Regel wöchentlich 10 M. für Ledige und 12 M. für Verurteilen nicht berufen ist, so hatte er den Thatbestand zur Aburteilung dem zuständigen Gericht zu überweisen. Das Schöffen unter den Kollegen die Nachricht zu verbreiten, daß der paritätische eignen Verbandsbureau sowie die Anstellung eines zweiten Beamten Achtung, Töpfer! Von einigen Arbeitgebern ist versucht worden, heiratete, für jedes Kind 1 M. mehr, bis zum Höchstbetrage von 18 m. Die Generalversammlung beschloß auch die Errichtung eines gericht ist nicht befugt, zu behaupten, der§ 181 des Straf- Gefegbuche Arbeitsnachweis aufgehoben sei. Wir konstatieren demgegenüber, mit einem Jahresgehalt von 2000 Wt. Der bisherige Vorsitzende sei verlegt. Abgesehen von dieser formellen Unzuständigkeit ist aber daß dieses nicht der Fall ist und Arbeit nach wie vor nur durch Dellerich wurde einstimmig wiedergewählt. Der Siz des Verbandes vor allem materiell kein Gericht berechtigt, über die religiösen oder ben Arbeitsnachweis, Engel- Ufer 15( Gewerkschaftsbleibt in Bremerhaven. Die nächste Generalversammlung wird in politischen Ansichten andrer au urteilen. Je ferner der haus) angenommen werden darf. Wir ersuchen die Kollegen, streng Stiel abgehalten. Richter der religiösen oder politischen Ueber darauf zu achten, daß jeder neu auf einem Bau anfangende Kollege zeugung eines Angefchuldigten steht, desto mehr einen Schein vom Arbeitsnachweis in Händen hat. Mit dieser Anift er berpflichtet, sich davor zu hüten, feine abgelegenheit wird sich am Dienstagabend eine Vertrauensmänner Streits in Ungarn. Der Bauarbeiter- Streit in Preßburg ist weichende religiöse oder politische Empfindung Gigung beschäftigen. Jeder Bau muß vertreten sein. an Stelle objektiver Prüfung der angebliche n Die Arbeit ruht auf allen Bauten. Außerdem streiten in Breßburg Strafthat zu sezen. Auch dieser Grundsatz ist ja vom noch die Kesselschmiede, Tischler und Schuhmacher. In Raab streifen Rammergericht anerkannt. Ohne Rücksicht auf die Person, die Bäcker. Weißes Gebäck wird infolgedessen nicht hergestellt, der insbesondere ohne Stücksicht auf die religiöse oder politische Ueber- Der Riesenkampf der Pirmasenser Schuhmacher ist zu Ende. Bedarf an Schwarzbrot wird bei einigen Bäckermeistern durch Milizeugung des Angeschuldigten oder des einer Anklage zu Grunde Diese Nachricht, die wir gestern nach Mitteilungen bürgerlicher Blätter tär- Bäder gebedt. In Budapest befinden sich die Steinmezen liegenden Breßerzeugnisses hat der Richter lediglich die That zu brachten, wird durch unsren Korrespondenten bestätigt. Derselbe noch im Streit. 250 Tabalarbeiterinnen des ungarischen Tabatprüfen und zu beurteilen, zu deren Aburteilung er berufen ist. Sonst schreibt: Am Montag, den 18. Mai, wird die Arbeit in sämtlichen einlösungsamtes in Betes- Cfaba stehen seit einer Woche im Austritt politische Leidenschaft an die Stelle richterlicher Erwägung. Fabriken wieder aufgenommen. Der Kampf ist wider alles Erwarten stande. Der ungarische Staat zahlte den Arbeiterinnen einen HungerDiesen Boden jeder gesunden Rechtspflege und rasch beendet worden und zwar zu Gunsten der Arbeiter. lohn von 44 Heller. Gefordert wird nun eine Krone täglich. Die damit die Möglichkeit objektiver Beurteilung verläßt aber der Vorder- Die Unternehmer hatten am Montag, als alles im besten Gange besten und geübtesten Arbeiterinnen konnten bisher bloß 60 Heller richter mit den angeführten Stellen und gelangt dadurch auch zu war und die Wiederaufnahme der Arbeit für den Donnerstag bereits verdienen, und dabei wurde ihnen eine derart rohe Behandlung zu Ausdrücken über unsre durch das Gefeß geschikte Thätig gesichert schien, im Siegestaumel weil die Arbeiter ihnen teil, daß unter den Forderungen auch die nach humaner Behandlung teit, gegen die wir uns umsomehr wenden müssen, als sie die wenigstens teilweise zugestimmt und ihnen das Recht zugestanden, erhoben wird. Grundlage einer Straferhöhung geworden sind. So spricht das eine leine Auslese unter den wiedereinzustellenden Arbeitern borUrteil von einem„ förmlichen Eindringen", von einem Treiben", zunehmen eine so große Anzahl von Arbeitern( 400) auf die frechen Eindringey in die übrigen Klausen", Gebaren der An- Proffriptionsliste gefeßt, daß die Arbeiter mit Entrüftung erklärten, jode Eingegangene Druckfchriften. getlagten",„ breifte Art der Angeklagten"," Gemeingefährlichkeit ihres den Kampf weiterzuführen. Die Erbitterung über das hinter Annalen des Deutschen Reiches für Gesetzgebung, Verwaltung Treibens, Sitten- und Gedankenverrohungen, wenn auch unbewußt, hältige Verhalten des Fabrikantenvereins brachte die gesamte durch und Volkswirtschaft. 36. Jahrgang. Inhalt von Nr. 5: Tendenzen in Die Notenbanken in Württemberg, 1876-1900. Von Dr. phil. Berthold indes schuldhaft unbewußt, d. h. grobfahrlässig, zu verbreiten". Die die Aussperrung in ihrem Ertverbe schwer geschädigte Bevölkerung der internationalen Streitbewegung. Bon Dr. E. S. Halevy in Berlin. Wahl dieser objektiv verlegenden Ausbrüde beruht durchweg auf Ver- wider den Fabrikantenring auf, so daß dieser es für geraten hielt, Breslauer in Berlin.( Schluß.)- Stizzen und Notizen: Statistische fennung der thatsächlichen und rechtlichen Lage des Falls, aber auch auf nachzugeben. Nach dem Abbruch der Verhandlungen ließ er durch Randgloffen zu den Reichstagswahlen. Die Erhebung der Handwerker: einer Berwechslung des Amtes eines Gerichts dritte Personen bekannt geben, daß seine Resolution vom fammer- Beiträge. Aus den Gesetzblättern. mit dem allerdings auch unberechtigten Streben Montag, wegen ber er alles gegen sich aufgebracht eines politischen Parteimanns, allein die Verbreitung feiner hatte, von den Arbeitern„ falsch aufgefaßt" worden sei. Ueberzeugung für gefeßlich zulässig zu erachten. Nicht als politische Es sollten keineswegs 400 Mann ausgesperrt werden. Ein Teil der Gegner, sondern als Angeklagte sind wir angeflagt und bitten Fabrikanten benötige außer der angegebenen Zahl der Arbeiter noch um Schuß gegen Bezeichnungen, die jeder that andre; nachdem von den organisierten Arbeitern ca. 200 abgereist, Stationen sächlichen und moralischen Grundlage entbehren. andre wieder wo anders Stellung gefunden, so blieben vielleicht Da wir nach dem allen durchaus teine strafbare Handlung be- noch 100-150 Arbeiter übrig, die momentan teine Beschäftigung gangen haben, da ferner das Kammergericht wiederholt in ähnlichen fänden, die aber nach Aufnahme der Arbeit binnen furzem Fällen auf Freisprechung erkannt hat, bezw. die freifprechenden eingestellt werden könnten. Mit dieser Interpretation waren die Arbeiter auch einverstanden Hamburg 766 23 Urteile der Landgerichte bestätigt hat und da uns endlich als einfachen Arbeitern nicht wohl zugemutet werden sollte, Kosten zu tragen, die und so tam denn am Freitag der Frieden zu stande. Die Unters Frankf.a.M. 769 S lediglich durch wiederholt vom Kammergericht getadelten Rechtsirrtum nehmer haben im weiteren noch die Einführung der von Behörden veranlaßt sind, so dürfte es der Billigkeit entsprechen, auch 10 stündigen Arbeitszeit zugesichert, haben die Bien die uns erwachsenen notwendigen Auslagen der Staatstaffe aufzulegen." Organisation anerkannt, die schwarzen Listen Die Straflammer zu Landsberg a. W. entsprach den Anträgen der zurückgezogen und der Einsetzung eines Schiedsgerichts aur Angeklagten in vollem Umfange: das Soldiner Schöffen Schlichtung aller fünftigen Differenzen zugestimmt. Die Arbeiter Winden und wenig veränderter Zemperatur. gerichts- Urteil wurde aufgehoben, die Angeklagten freigesprochen und haben dagegen die Sperre über die Fabriken Baqué und König auf" " " Witterungsübersicht vom 16. Mai 1903, morgens 8 Uhr. Berlin Barometer stand mm München 770 23 Wind richtung Windstärke 28 etter Temp. n. T. 5° C. 4° N. Stationen Barometer Wind richfung Windstärke Better 2heiter Temp. n. T. 4 7 Swinemde. 766 WSW 2 halb bb. 13 Haparanda 753 3bedeckt 10 Petersburg 758 3 heiter 767 NW 2bedeckt 12 Cort 766 S 3bebedt 10 2Dunst 12 Aberdeen 6 woltig 11 Paris 771 52 2bedeckt 13 766 N 2halb bd. 14 Wetter- Prognofe für Sonntag, den 17. Mai 1903. Vorherrschend woltig, mit leichten Regenfällen, mäßigen westlichen Berliner Wetterbureau. für Inserate die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 17. Mai. Freie Volksbühne. MetropolTheater. Im Hinterhause. 7. und 8. Abteilung. Anfang 23 Uhr. Lessing Theater. 10. und 11. Abteilung: Johannisfeuer. Anfang 24 Uhr. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Undine. Montag: La Traviata.( Violetta.) Schauspielhaus. König Heinrich VI. Montag: Ein Sommernachtstraum, Neues Operntheater. Die Fleder maus. Deutsches. Monna Banna. Nachm. 2 Uhr: Rosenmontag. Montag: Monna Banna. Berliner. 100 000 Thaler. Nachmittags 2, Uhr: Ueber unsre Kraft.( II. Zeil). Montag: Alt- Heidelberg. Leffing. Der blinde Passagier. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues. Der grade Michl. Montag: Diefelbe Borstellung. Residenz. Lustige Ehemänner. Nach dem Balle. Montag: Dieselbe Borstellung. Westen. Dubarry. Nachmittags 3 Uhr: Martha. Montag: Dubarry. Central. Madame Sherry. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Madame Sherry. Thalia. Auf eignen Füßen. Inferate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Die Expedition. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Das Land Tirol. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anfang: Sonntags 3 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Josefine Delcliseur erregt allabendl. Lachsalven als Berliner Bäckerjunge. Lola Loyd Cake Walk. Ganz Berlin zerbricht sich schon den vierten Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! 14 neue erstklassige Nummern. 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Kadelburg. ontagabend 8 Uhr: Montagabend 8 Uhr Gabler. Dienstagabend 8 Uhr: Im weissen Rössl. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Die Ahnfrau. Anfang 7 Uhr. Nachher: Ball. Bei schönem Wetter: Borst. im Garten. Montag: Geschlossen. Dienstag: Die Ahnfran. Bernhard Rose- Theater Badstraße 58. Sonntag, den 17. Mai 1903: Gr. Theater- Vorstellung, sowie Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Bei günstiger Witterung im Garten. Grosser Erfolg! Im weissen Rössl. Dienstagabend 8 Uhr: Hedda Gabler. str. 148 Berliner Nordpark MillerJeden Sonntag: Frankfurter Hasenheide Neue Welt Arnold Scholz 108 114 Sonntag, den 17. Mai 1903: Grosses Militär- Doppel- Konzert Nach dem Konzert: Grosser Familien- Ball. 2 Ball- Orchester. 1510L Kaffeeküche. 3 Kegelbahnen. Russische Rutschbahn. Avis! Donnerstag, den 21. Mai( Himmelfahrtstag): Gala- Specialitäten- Vorstellung. Tempelhofer Tivoli. Tempelhof, Berliner Strasse 50. Jeden Militär- Konzert d. Musik- Corps Sonntag: Erstk!. HumoristenSänger. ' u.Possen- Ensemble Schweizer Garten. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Bei günstiger Jeden Witterung Sonntag Specialitäten- Vorstellung. der freiwilligen Sanitäts- Kolonne vom Roten Kreuz in Uniform. Anfang 4 Uhr. Dirigent: A. Pappmek 1. Eintritt 10 Pf. Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Im RiesenSpiegel- Saal: 1364b Jeden Mittwoch: Familien- Tanzkränzchen. Eintritt und Tanz frei. Donnerstag, 21. Mai( Himmelfahrtstag): Grosses Konzert und Ball. Kaffeeküche täglich v. 2 Uhr an geöffnet. Heinrich Stein. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Borm großen Ball Anfang 8 Uhr. 000000000000000000000 stellung 5 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. 1. Pfingstfeiertag: Eröffnung der Sommer- Saison: Theater, Specialit. I. Ranges. U. a.: Willy Agoston. Stadt- Theater. Alt- Moabit 47/49. Gr. Theater- Vorstellung. Schiller N. Friedrich- Wilhelmstädt. Neues Theater u. a: Gaftspiel von Helene Drenker: Theater.) Im weißen Rößl. Nachmittags 3 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Jm weißen Rößl. Belle: Alliance. Die Lebendigtote. Hierauf: Syftem Aubert. Nachmittags 3 Uhr: Winterschlaf. Montag: Die Lebendigtote. Hierauf: Syftem Aubert. Carl Weiß. Der Liebe Gebot. Nachmittags 3 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Montag: Jlse Römer. Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 7, Uhr: Gastspiel Hansi Niese. Der g'rade Michl. Montag: Der g'rade Michl. Metropol- Theater. Casino. Unser Goldjunge. Specia- Der grösste Erfolg dieser Saison! litäten. Montag: Unser Goldjunge. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Buntes. Der Freischütz. Kleines. Nachtasyl. Zum 125. Male: Neuestes! Allerneuestes! Dramatische Revue in 5 Bildern. Nachmittags 3 Uhr: Don Carlos Glänzendes Ballett. 300 Mitwirkende. auf der Schmiere. Montag: Nachtasyl. Trianon. Die Notbrüde. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Baffage Theater. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Das Land Tirol. Invalidenstraße 57/62. Stern 7 Anfang 8 Uhr. 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Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Anfang 7, Uhr. Anfang 72 Uhr. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter: Straße 132. Nachmittags 3 Uhr. Parkett 60 Pf.: Das Käthchen von Heilbronn. Abends 8 Uhr: Der Liebe Gebot. Im Garten: Täglich: Konzert, Theater u. Specialitäten- Borstellung. Anfang 4 Uhr. Montag, Dienstag: Jlse Römer. Mittwoch, zum erstenmal: Das Geheimnis des roten Hauses. Lustige Ehemänner. Prater- Cheater Schwant in 3 Aften von A. Mars und Albert Barré. Deutsch v. Schönau. Borher: Nach dem Balle. Schwank in 1 Aft nach d. Spanischen bes M. Carrion von M. Loebel. Morgen und folgende Tage: Die felbe Borstellung. Kastanien- Allee 7-9. 12596 Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Uhr. Konzert und Ball. Anfang 4 Eintritt 30 Pf., numer. Plaz 50 Bf. Nächste Vorstellung Donnerstag, den 21. Mai( Himmelfahrt). Bollständige Eröffnung Sonntag, den 31. Mai ( 1. Feiertag). Montag, den 1. Juni stellung. Casino Theater Feiertag): Frühfonzert und BorLothringerstr. 37. 8 Uhr: Neue Debuts! Das Barinkai- Trio. Neu! Gustonelly etc. Gr. Erfolg! 9 Uhr: Unser Goldjunge. Beckers Geschichte. Kalbo. Alhambra Wallnertheater- Str. 15. Rakoczy, Ungarische Tanztruppe. Das Meistergesangs- Quartett. Ralph Johnstone, Bicyclist. Woodwards, dressierte Seelöwen. Miss Diana, amer. Spiegeltänzerin. Ballett und ,, Biograph". Reichshallen. Stettiner Sänger. Auf allg. Verlangen: Anna Pote, das Blumenmedium. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Drchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ede Alexanderstr. Bei günft. Witterung im Garten. Neues Programm. 1. a. The tree Sisters Bollini und„ Das neue Dienstmädchen". Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Jeden Sonntag und Dienstag: Berliner Großer Extra Ball bei doppelt beseztem großen Orchester. 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53 69020 283 402 36 51 747 901 60 70019[ 1000] 548 675 928 84 71187 273 352 77 [ 1000] 434 635 739 831 977 72005[ 500] 19[ 500] 60 1500] 285 346 730 67[ 5001 73153 235 370 403 780 74009 56 72 271 341 414 797 835 926 75338 424 701 86[ 1000] 853 76053 239 54 83 482 515 871 77 914 77107 34 78 426 597 679 872 984 78302[ 1000] 532 34 41 79796 813[ 3000] 34[ 5001 913 80087 136[ 500] 91 272 309 429[ 3000) 689 907 81155 381 681 732 82026 363 807 46[ 500) 83370 585 695 943 67 84741 910 15[ 3000] 65 85018 136 78 287 477 658 853 86158 243 506 22 34 684 844 1500] 920 87000 34[ 500] 253 449 66[ 500] 512 638 777 96 88021 35[ 3000] 280 98 308[ 3000] 87 639 89057 188 257 568 692 890 90029 304 595[ 500] 733 946 91117 570 604 21 41 52 796 806 81 92002 212 90 537 914 56 93022 178 97 288 309 417 559 638 834 917 88 94022 30 358 61 626 [ 1000] 966 95432 500[ 500] 45 742 992 96139 85 432 85 623 709[ 1000] 836 928 43 97182 469 72 603 710 868 98156 63 381 403[ 1000] 706 834 99089 92 265 394 658 771 855 900 63 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131093 182 477 574 604 82 868 132053 489 645 944 133082 113 248 71[ 3000] 82[ 500] 321 67 594 789 930 134023 61 263 630 788 902 135128 99 321 460 572 634 915 136292 338 416 872 947 137165 268 408 55 546 616 25 49 77 78 853 928 75[ 500] 138006 [ 10001 71 129 206 609 709 87[ 10001 820 77 139000 ( 1000] 21 246 366[ 1000] 570 804 889 140043 238 517 22 825 913 66 91 99 141181 142051 197[ 3000] 208 393 908 44 75 143000 61 305 812 932 83 144939 145063 173 455 992[ 3000] 146011 135 36 687 732 803 11[ 30001 75 924 147102 36 217 84 406 921 148029 451 747 879 937 50 149051[ 10001 479 535 667 80 889 96 150273 81 390 10001 672 727 58 893 151017 158[ 500] 266 456 727 956 78 152280 401 61[ 5001 619 93 878 153080 361 79 421 63 620 30 45 815 154034 49 214 313[ 5001 710 59 827 959 85[ 30001 155212 66 414 32 97 584 710 856 912 156336 80 703 57 835 88 911 23 57 157056 109 65 95 391[ 500] 431 32 641 731 891 927[ 500] 158259[ 10001 806 925 40 44 59 159124 385 826 160354 416 668 83 84 756[ 1000] 75 904 5 161042 304 503 670 76 934 162058 241 302 14 572 692 768 820 913 163079 117 40 696[ 500] 741 85 867 949 97 164095 514 24 728 74 93 801 920 165007 157 75 278 443 654 166034 79 245 430 501 57 629 859 167155 570 622 702 904 88[ 10001 168287 337 752 169361 417 96 611 51 702 855[ 30001 65 80 86 170405 171012 454 702 31 49 81 172156 340 85 475 915[ 30001 42 51 89 173411 594 707 857 174158 254 442 53 595 175007 73 231 96 15001 392 620 713 916 176081[ 5001 201[ 1000] 404 541 647 79 757 818 53 89 916 177669 716 18 893[ 10007 916 63 178016 126 397 610 982 179120 436 614 180074 117 95 465 694 747 817 938 181002 418 72 515 59 814 995 182010 25 85 378 577 183355 58 15001 88[ 500] 520 66 88 737 837 973 184064 199 551 716 15001 806 986 185031 52 175 306 546 742 68 69 871 983[ 30001 186151 96 310 582 83 691 187018 20 160 64 574 710 80 856 937 97[ 500] 188417 19 675 732 991 189147 251 311 60 488 518 190090 101 18 64 99 293 624 848 66 191035 150 397 412 529 765 854 951 192149[ 5001 255 367 91 92 413 586 768 955 193088 267 354 98 426 630 757 194061 430 589 640 980 83 195635 785 802 [ 500] 196248[ 30001 359 63 73 406 802 58 197276 314 470 532 69 784 90 928 84 198311 425 77 818 199052 313 430 622 719[ 30001 853 71 200363 99 572 92 625 928 201175 369 434 82 93 702 846 923 202433 515 80 625 977 15001 203147 94 323 44 643 705 66 932 204107 575 686 807 908 205029( 5001 206145 333 413 513 73 910 53 207045 101 230 93 379 87 428 519 24 25 63 640 77 766 208105 7 79 99 15001 336 554 209097 132 35 93 314 433 210003 178 97 317 477 910 211077 283[ 1000] 336 44 482 578 94 635 95 717 813 212083[ 5001 168 349 568 718 89 213541 660 78 944 214077 233 40 436 559 89 649 215160 313 89 486 737 70 802 43 216053[ 10001 59 214[ 5001 71 553 610 24 793 820 955 217020 30001 113 244 401 843 218042 988 219202 625 93 714 220133 234 65 573 617 58 221348 95 977 222219 452 502 27 130001 830 223015 169 379 93[ 5001 474 611 765 85 801 37 930 224017 122[ 5001 96 210 37 86 414 720 15001 67 879 99 980 95 Die Bichung der ersten Staffe der 209. Königlich Breu. ifden laffenlotterie findet statt am 7. und 8. Juli 1903 Berantworth Redakteur: Carl Leib in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 114. 20. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 17. Mai 1903. 5. u. 25. Bezirk; Schulz, Bergstr. 81, Restaurant, 15. und 16. Bezirk; Der Dresdener Fall ist noch mit Heiratsschwindeleien komW. Grunwald, Richardstr. 112, Restaurant, 10. und 11. Bezirt; pliziert, aber auch diese Verquidung ist nicht neu. Liebebedürftig W. Heinrich, Schöneweiderstr. 10, Restaurant, 12. und 13. Bezirk; von jeher mit einander in Zusammenhang gestanden. Jm vorigen F. Hoppe, Berlinerstr. 14, Restaurant, 4., 7., 8. und 9. Bezirk. Berliner Partei- Angelegenbeiten. Jähnide, Rottbuserdamm 88, Cigarrengeschäft, 1. und 2. Bezirk: feit und Aberglaube, Wahrsagerei und Kuppelgeſchäft haben Zur Lokalliste! Arbeiter! Parteigenossen! Bereine! Achtet bei Ausflügen und Bartien, die während des Sommers unternommen werden, genau auf die Lokalliste; verkehrt nur in denjenigen Lokalen, welche auf der Lifte verzeichnet stehen! Gleichzeitig den Parteigenossen zur Mitteilung, daß nachstehende Lokale von der am 1. Ma i erschienenen Lokallifte gestrichen werden müssen und als gesperrt betrachtet werden: Berlin, V. Wahlfreis:„ 8ur hochschule", Quisenstr. 55. Neumühle- Niederlehme: Benizorzinsky und Parlow, Bart Restaurant. Anfragen und Zuschriften in 2otal- Angelegenheiten find nicht an die Redaktion des Borwärts", sondern nur an den Genossen Wilhelm Hinz, Berlin S. 14, Prinzenstr. 66, zu richten. Die Lokalfommission. Erster Wahlkreis. Zur Flugblattverbreitung haben fich die Genoffen an folgenden Stellen einzufinden: Hahn, Stralauer straße 48; Weihnacht, Grünstr. 21; Glaue, Strauſenſtr. 18; Wenzel, Dorotheenstr. 69; Frank, Charlottenstr. 60; Wolf, Mauerstr. 50; Radtke, Flensburgerstr. 24. Das Wahlfomitee. Brit. Am Dienstag, den 19. Mai, abends 81%, Uhr, findet im Lokal von Adam im„ Buschtrug", Rudowerstr. 51, eine öffent liche Voltsversammlung statt. Referent Gen. Behrend. Thema:" Die Reichstagswahl". Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 0 Sommer wurde hier in Berlin eine Frau Dr. Schettler unter der Beschuldigung der Hochstapelei festgenommen. Der waderen Dame, die sich intimer Beziehungen zu allerbesten Gesellschaftskreisen erfreute, wurde auch vorgeworfen, ein flott gehendes Kuppelgeschäft betrieben zu haben. Auch sie kannte ihre Kundschaft und kam dem geistigen" Bedürfnis der vornehmen" Gesellschaft entgegen. Die Anspruchsvolleren suchte sie mit spiritistischen Séancen" zu be Schöneberg. Dienstagabend bei Obft Wähler- Versamm Iung. Eduard Bernstein spricht über: Die Socialdemo- friedigen, fratie und die Reichstagswahlen". Die Wähler aller Parteien sind friedigen, die sie als„ Schreibmedium" unter dem Beistand des eingeladen. guten Geistes Schwester Lieschens" in ihrer luxuriös ausgestatteten Wohnung in Berlin W. veranstaltete. Die Bescheideneren nahmen Friedrichsfelde. Allen Genoffen zur Nachricht, daß die Wähler mit der Weisheit einer gewöhnlichen Wahrsagerin vorlieb, die zu liste für Friedrichsfelde im Gemeindebureau, Schloßstr. 24, vom diefem Kreise Beziehungen unterhielt. Merkwürdigerweise ist über Montag ab ausliegt. Die Gemeinde ist in vier Wahlbezirke eingeteilt, davon in Friedrichsfelde drei, die Kolonie Karlshorst bildet das Verfahren gegen die betriebsame Frau Doktor seit dem Herbst ben 4. Bezirk. Abschriften der Bezirks- Wählerlisten borigen Jahres nichts mehr bekannt geworden. Auch ihre jugendliche liegen aus für den 1. Bezirk beim Gastwirt Albert Scholz, Berliner Freundin, die selbst im Punkte der Liebe den schreibmedial tundstraße 103; für den 2. Bezirk beim Gastwirt J. Krüger, Berliner- gegebenen Befehlen„ Schwester Lieschens" blindlings folgte und straße 88; für den 3. Bezirk beim Gastwirt J. Losse, Luisenstr. 20; später bei einer hiesigen Hebamme Quartier nahm, scheint verfür Karlshorst beim Gastwirt D. König dafelbft, Trescow schollen zu sein. Ob die noblen Herrschaften, die bei Frau Allee 87. Die Einteilung der einzelnen Bezirke hängt in allen Dr. Schettler ein- und ausgegangen sein sollen und gewiß Lokalen aus. Das socialdemokratische Wahlkomitee. J. A.: Pinseler. von banger Anteilnahme an ihrem Geschick erfüllt waren, schon aufatmen dürfen?. Zweiter Wahlkreis. Mittwoch, den 20. d. M., abends 8 Uhr, Friedrichsfelde Karlshorst- Mahlsdorf. Den Mitgliedern des Die Dresdener Schwindlerin soll ihr Treiben mit acht Jahren findet im Hofi äger- Palast, Hasenheide 52/53, eine öffentliche Wahlvereins zur Kenntnis, daß die diesmalige Monats- Buchthaus büßen. Von den Damen, die der Gerichtsverhandlung Wählerversammlung statt. Genosse Reichstags- Abgeordneter Kunert versammlung Mittwoch, den 20. d. Mts., abends 82 Uhr, bei beiwohnten, wurde die Urteilsverkündigung mit einem Schrei des referiert über:" Die Parteien im Wahlkampfe". Haberland, Wilhelmstr. 38, stattfindet. Außerdem" finden Stadtviertel Bersammlungen Manasse wird über Die Socialdemokratie und ihre Gegner" Da ist das„ Blumenmedium" doch erheblich billiger davongekommen. Genosse alded Entsetzens aufgenommen. Das Urteil ist in der That unerhört hart. statt am Montag, den 18., bei Gramtau, Stegligerstr. 35; referieren. Außerdem stehen wichtige Vereinsangelegenheiten auf der Bei der Rothe wurde darauf Rücksicht genommen, daß ihr der Schwindel Dienstag, den 19., bei Gründer, Schwerinftr. 18, in der Tagesordnung. Die Genossen werden aufgefordert, die Bersammlung durch die Leichtgläubigkeit ihrer Verehrer zu sehr erleichtert worden Genosse Georg Bernhard referieren wird. zahlreich zu besuchen. Gäste, auch Frauen, herzlich willkommen. Der Vorstand. war. Wäre der Bauder gegenüber dieser mildernde Umstand gleichZweiter Wahlkreis. Die Einsichtnahme der Wählerlisten, Johannisthal. Die Mitglieder- Versammlung des socialdemo- falls berücksichtigt worden, so hätte man unmöglich auf eine so graudie vom 18. Mai bis 25. Mai bewerkstelligt werden kann, ist in fratischen Wahlvereins findet am Dienstag, den 19. d. M., abends same hohe Strafe erkennen können. Wenn eine Bauder auf acht diesem Jahre notwendiger als je. Wie sich aus Abschriften 8 Uhr, im Lokale von Senftleben statt. Tagesordnung: Jahre ins Zuchthaus wandern soll, welche Strafe hatte dann jener ergiebt, fehlen die Namen von sehr bekannten Genossen, die bei den 1. Die bevorstehende Reichstagswahl. 2. Vereins- vor Frömmigkeit triefende Hofbankier verdient, der vor ein paar legten und vorlegten Wahlen in die Listen aufgenommen waren und angelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Jahren durch seine Schwindeleien zahlreiche Kleine Sparer an den zum Teil heute noch in derselben Wohnung wohnen wie damals. Bettelstab brachte! Versäume daher kein Wahlberechtigter, die Listen einzusehen. Ober- Schöneweide. Die Parteigenossen werden nochmals darauf Die Listen liegen auch am Himmelfahrtstage sowie am nachfolgenden hingewiesen, daß die alle Wähler umfassende Wählerliste in der Zeit Sonntag auf. Für diejenigen Wahlberechtigten, die verhindert sind, vom 18.- 25. Mai in den üblichen Geschäftsstunden ausliegt: 1. auf Agitation für die Kirchen wahlen reichlich Gelegenheit zu bieten. Die Paftoren und ihren Anhang kennen zu lernen, pflegt die selber die Liſten einzusehen, find im zweiten Wahlkreise dem Gemeinde Amt, Friſchenstr. 13; 2. beim Genoffen Die Streitigkeiten, die dann allemal zwischen den kirchlich Orthonachstehende Genossen bereit, die Listen einzusehen. Diese Wahl Kaufholt, Wilhelminenhofstr. 18. Die Teil- Wählerliste berechtigten mögen sich also melden bei den Restaurateuren Dstar liegt aus für den 1. Bezirk bet Töpfer, Siemens- doren und den kirchlich Liberalen ausgefochten werden, müssen zwar Kumte, Bülowstr. 59; Jul. Fischer, Boechstr. 7; Batschke, Gräfe- straße 5( Wahllokal ist Otto Kühn, Siemensstr. 1); für den jeden Unbeteiligten anwidern. Aber daß die Herren einmal einer straße 31; Ferd. Ewald, Schönleinstr. 6; Paul Scholz, Barutherstr. 22, 2. Bezirk bei anfholt, Wilhelminenhofstr. 18( Wahlfokal ist dem andern die Wahrheit sagen, das ist am Ende auch etwas wert. Ede Boffenerstr. 1; Frizz Preuß, Bellealliancestr. 74a; Borgfeld, Arndt- Restaurant Wilhelminenhof); für den 3. Bezirk bei Dellmann, Auf die schmutzige Pastorenwäsche, die in den letzten Monaten und straße 35; in den Cigarrengeschäften von Heinr. Schröder, Kreuzbergstr. 15; Wilhelminenhofstraße 79, Ede Laufenerstraße( Wahllokal ist Wochen draußen in der Nazareth- und Kapernaum GeOtto Anirid, Steinmetstr. 60; bei den Restaurateuren E. Lindemann, Wilhelminenhof- Rafino", Wilhelminenhofstraße 43); für den meinde gewaschen worden ist, haben wir bereits mehrfach Morigstr. 9; Friz Rechtbach, Hagelsbergerstr. 23; Frizz Ohnesorge, 4. Bezirk bei Schüler, Wilhelminenhofstr. 64 und bei Dobs I ab, Dob81ab, Martgrafenstr. 102; Emil Seidel, Mittenwalderstr. 16; Joh. Thomsen, Oftend( Wahllokal ist Mörners Blumengarten). Genossen! Agitiert hingewiesen. Am Freitag leisteten sich die Liberalen in ihrer Gneisenaustraße, Ede Mittenwalderstraße; Karl Werner, Hagels im Hause, in der Werkstatt, in der Fabrik für die Einsichtnahme der Wählerversammlung die Bosheit, ein neues Badet aufzumachen. bergerstr. 2; Richard Augustin, Lindenstr. 69; Fried. Lehmann, Wählerliste! Wer dies nicht selbst thun fann, gebe Steuerzettel, Diesmal sollte besonders der Pastor Granzin bloßgestellt werden, Friedrichstr. 16; W. Schulz, Wasserthorstraße 14; Saß, Hornstr. 2; Militärpapier oder Mitskontraft als Legitimation ab bei den der sich anfangs liberal gegeben hat und nachher zu den OrthoWilhelm Bruns, Wilhelmstraße 146; Hermann Bartel, Hafen Genossen: D. Münzer, Ohmstr. 1; F. Pfeiffer, Siemensstr. 12; bogen abgeschwenkt ist. Man warf ihm vor, daß er vor Jahren heide 58; Federhart, Boppstr. 4; Schülfe, Bärwaldstraße 1; 3. Grunow, Edisonstr. 4( Laden); M. Stephan, Frischenstr. 4 und gegen seinen Amtsbruder, den vielgenannten stockorthodoxen Rieburg, Urbanstraße 68; D. Mertmann, Grimmstraße 3; Schaller, R. Töpfer, Wilhelminenhofstr. 63, Portal I. Pfarrer Diestelkamp, intriguiert habe denselben Diestelkamp, Gräfestr. 4; Gutschmidt, Kottbuser Damm 8; Adolf Rickert, Steinmegstr. 85; Otto Böttcher, Steinmegstr. 29; E. Homuth, Spandau. Parteigenossen! Gewerkschaften! Sorgt für einen den er später so eifrig berteidigt hat, ohne doch seinen Lützowstr. 51; Otto Bethfe, Lüßowstr. 7; a. Ulrich, Lützow impofanten Besuch der Volksversammlung, die schließlichen Sturz aufhalten zu können. Das Verhältnis zwischen straße 107/8; F. Schulz, Corneliusstr. 4; Klose, Blumenthalstr. 5; heute nachmittag 3 Uhr im Sumteschen Saale, Schönwalderstr. 80, den beiden Amtsbrüdern soll früher so eigenartig gewesen sein, H. Kretschmer, Yorfstr. 49; Herm. Fiebellow, Vortstr. 37; Schulz, stattfindet. Die Tages- Ordnung lautet: Die Gewertschaften baß Herr Granzin sich sogar geweigert hat, Herrn Diestelkamp das Bülowstr. 21; Domschte, Kurfürsten- und Frobenstraßen- Ede. und die bevorstehenden Reichstagswahlen". Abendmahl zu reichen. Gegen Pastor Granzin und seine Freunde wurden in der Versammlung der Liberalen die stärksten Ausdrücke gebraucht. Man sprach von Unverschämtheit, von Unwahrhaftigkeit, Verleumdung und Verhegung, von Strauchrittern, von einem hochmütigen, herrschsüchtigen Pfaffen usw. Als wir den Saal berließen, erinnerten wir uns des herben Urteils, das Heinrich Heine über Dritter Wahlkreis. Achtung, Parteigenoffen! Am Dienstag, den 19. Mai, abends 8 Uhr, spricht unser Kandidat Wolfgang Heine im großen Saale der Arminhallen über„ Die Wichtigkeit der bevorstehenden Reichstagswahl". Außerdem Diskussion. Für regen Besuch der Versammlung zu agitieren, ist Pflicht jedes Parteigenossen. Das Wahlfomitee. Lokales. Aus dem Reiche der Dummheit und des Schwindels. Der Glaube an die„ Helligkeit" der Sachsen ist bei den Berlinern, vei Streitende ähnlicher Art, den Mönch und den Rabbi, gefällt hat. 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am Montag, den 18. Mai, die bekanntlich viel flüger als andre Leute sind, niemals sehr fest Zur Auslegung der Wählerlisten. Die Mustauerstraße abends 812 Uhr, findet in der" Alhambra", Wallnertheaterstr. 15, eine öffentliche Wählerversammlung statt, in welcher gewesen. In den letzten Tagen ist er aber noch mehr ins Wanten ist in der Wählerliste mit Ausnahme der Häuser 1 bis 8 unter Genoffe Robert Schmidt über: Welche wirtschaftlichen und gebracht worden durch den Betrugsprozeß gegen eine bollständig neuen Nummern aufgeführt. An den Häusern politischen Interessen hat das deutsche Volt zu wahren?" sprechen 23a hrfagerin" Frau Bauder, der vor dem Landgericht stehen jedoch nur die alten Nummern und ist auch den Be wird. Wir ersuchen die Parteigenossen, pünktlich und zahlreich zu zu Dresden geführt worden ist. Der Aberglaube, sagt sich der wohnern von einer Umänderung der Hausnummern nichts be erscheinen. Das Wahltomitee. Berliner Spießbürger, ist ja auch aus unsrer sonst so aufgeklärten annt. Die Besizer der betreffenden Häuser haben wohl MitFünfter Wahlkreis. Montagabend 8 Uhr spricht Genosse Reichshauptstadt immer noch nicht ganz verschwunden, aber so toll, teilung erhalten. Für die Mieter entsteht jedoch durch diese MaßArthur Stadthagen im Grand Hotel Alegander- wie die sächsische Pythia es getrieben, wäre es in Berlin doch wohl nahme sowohl bei Einsichtnahme in die Wählerlisten als auch am plak( Eingang Alexanderplatz) über das Thema„ Die Liberalen in nicht möglich gewesen. Tage der Wahl die größte Verwirrung. Es wäre deswegen Wort und That" unter besonderer Berücksichtigung des Verhaltens Seit bei uns der noch unvergessene Giftmorb am Teufelssee das erforderlich, daß diesem Mangel durch Anbringen der neuen Nummern des Freisinnigen im fünften Wahlkreise. Wir ersuchen die Genossen, Treiben der Berliner Wahrsagerinnen, Kartenlegerinnen, Eidente- abgeholfen würde. für regen Besuch zu agitieren. Der Vorstand. rinnen usw. und die Skrupellosigkeit der inseratengierigen bürgerNochmals: Bauarbeiterschutz". In der Nr. 109 unfres Blattes Fünfter Wahlkreis. Die Flugblatt- Berbreitung findet lichen Presse vom Schlage des" Lokal- Anzeiger", der Morgen- brachten wir in der Beilage eine Notiz: Bauarbeiterschutz". Der um 18 Uhr nicht 19 Uhr statt! post" usw. blizartig beleuchtet hat, ist in Berlin die Wahrsagekunst Leiter des Baues, ein Architekt Herr W. Daubig, verlangt nun eine Sammelliste verloren. Auf dem Wege von Gartenstraße 75 bis in der That etwas in Mißkredit gekommen. Die Polizei sieht den Erklärung auf Grund des Breßgefeßes§ 11. Der Unfall fei wohl Wiesenstraße 10 ist ein Notizbuch( enthaltend eine Reichstags- Adepten dieses Schwindels schärfer auf die Finger, und die passiert, aber durch die eigne(?) unvorsichtigkeit des Sammelliste Nr. 12 414 mit 2, gezeichnet und ein Aufnahmeschein Klatsch- und Inseratenpresse weist die Anpreisungen der wahr- Zimmerers. Namentlich aber ist es der Schlußjazz, der es Herrn des Metallarbeiter- Verbandes, auf den Namen Schmidt lautend) ver- fagenden Schwindlerinnen, die sie früher unbedenklich aufnahm, jetzt Daubig angethan hat. Wir fagten, auf dem Bau herrschen Zuloren worden. Es wird gebeten, dasselbe an Karl Fahrow, Ravené- vorsichtig zurück. stände, daß die Polizei wohl einschreiten müßte". Dem gegenüber Doch in dem bergenden Dunkel, in das die behauptet Herr D., daß auf dem Bau„ mustergültige" Zustände straße 6, abzugeben. Wahrsagekunst sich hat flüchten müssen, scheint das Geschäft nicht herrschen. Mit Berlaub, Herr D., die Bauleitung scheint Bankow. Am Sonntag früh 7 Uhr findet eine Flugblatt- schlechter zu blühen, als vorher in dem grellen Licht einer schamlosen gar nicht zu wissen, daß der Bau Pariserstraße Nr. 4 berbreitung im ganzen Bezirk statt. Treffpunkt in allen Deffentlichkeit. Da ohne Reflame natürlich auch auf diesem Gebiete von den Vertrauenspersonen der baugewerblichen Arbeiter 8 Wahlbezirken in folgenden Lokalen: 1. Bezirk: Lahn, Schloß- des Erwerbslebens nicht viel zu machen ist, so ist an die Stelle der kontrolliert worden ist. Die Kontrolleure waren Zeugen des Streits straße; 2. Bezirk: Griffel, Kaiser Friedrichstraße; 3. Bezirk: Mierte, früheren Annonce der Handzettel getreten, der dreist in die Häuser zwischen Maurer- und Zimmererpolier, wer die Baltenlage abzudecen Berlinerstraße; 4. Bezirk: Dreßler, Florastraße, Ecke Mühlenstraße; getragen, in die Thürbriefkästen gesteckt wird usw. hat. Ferner wurde am Montag, den 11. Mai, festgestellt, daß das 5. Bezirk: Hoffmann, Mühlenstr. 25; 6. Bezirk: Jauert, Schönholzerstraße, Ecke Spandauerstraße; 7. Bezirk: Clemen, Wollantstr. 122; der Wahrsagerinnen- Reklame sehr verbreitet sein. Das liegt selbstlichen Bestimmungen, die Bau- Hilfsarbeiter müssen ihre Besonders in dem vornehmeren Westen der Stadt soll diese Art Schutzdach am Leitergang der Borderfront fehlt. Die Baubude ist zu klein, entspricht also nicht den polizei8. Bezirk: Böhlide, Wollantstraße( Nordbahn). Nieber Schönhausen: Treffpunkt bei Wenzel, Lindenstr. 48. verständlich nicht daran, daß in den bemittelten Kreisen Dummheit Kleider im Bau hängen, am Abort fehlt die Thür und an den Französisch Buchholz: Treffpunkt: Kähne, Berlinerstraße. und Aberglaube stärker verbreitet wären als in den unbemittelten. Seitenwänden fehlen zwei Bretter. Im Kellergeschoß war eine Die Pantower Genossen, welche nach Buchholz gehen, treffen sich bei In dieser Beziehung sieht es leider in den„ niederen" Gesellschafts- Deffnung von 2 Metern Länge und 1 Metern Breite nicht verdeckt Hoffmann, Mühlenstraße. schichten und in den„ höheren" gleichermaßen trübe aus. Aber in oder umfriedigt. Wenn Herr D. das„ mustergültig" nennt, ist das Weißensee. Genossen, welche am Wahltage helfen sowie fich an einem Bunkte ist die abergläubische bornehme" Gesellschaft dem den Vorarbeiten zur Wahl beteiligen wollen, mögen ihre Adresse ab- abergläubischen„ ordinären" Volt doch über: sie läßt sich der Wahr geben bei Schmutz, König- Chaussee 38. Das Wahlkomitee. fagerin gegenüber nicht lumpen, wenn es ans Bezahlen geht. Französisch- Buchholz. Am Dienstag, den 19. Mai, abends Gine Wahrsagerin, die ihr Geschäft versteht und es in Berlin W. 81, 1hr, findet in Rähnes Festsaal die regelmäßige Mitglieber betreibt, kann hier rasch einen ansehnlichen Streis nobelster Versammlung des socialdemokratischen Vereins statt, in der Genoffe Kunden um sich sammeln und davon ein ganz behagliches Leben Kiesel Berlin einen Vortrag halten wird. Gäste willkommen. führen. Unter den 28 Personen, die als Opfer der fächsischen solche Befunde mit einem ganz andern Namen. Herr D. sieht also, Rigdorf. Genossen, seht die Wählerlisten nach! Wem es durch Pythia ermittelt worden sind, waren neben armen Näherinnen, daß die Informierung lediglich seine Sache ist, aus an Zeit mangelt, die Listen selbst einzusehen, für den sind nach Stiderinnen, Erzieherinnen usw. hochgestellte Damen und Herren Die Berechnung der Bevölkerungszahl von Berlin durch Fortstehend Berzeichnete bereit, dies zu thun: W. Köpke, Karlsgarten aus Dresden, Chemnitz usw. und auch aus Berlin. Die Gaunerin ſchreibung ist in der letzten Beit- unter dem Einfluß des raschen straße 1, Restaurant, 22. und 28. Bezirk; E. Rezerau, Hermann hat den Herrschaften recht beträchtliche Summen abzuschwindeln ge- Wechsels der Berliner Zu- und Wegzugsverhältnisse, den die Straße 50, Cigarrengeschäft, 20. und 21. Bezirk, dazu gehört Weise- mußt. Sie deutete nach alter simpler Zigeunerinnenpragis aus Jahre 1901 und 1902 gebracht haben straße; R. Ribell, Reuterstr. 54a, Restaurant, 8. und 6. Bezirt; der Hand, suchte aber in Anbetracht der meist„ bornehmen" ficherer geworden. Die Volkszählung von 1900 hatte ergeben, Balzer, Steinmegstr. 126, Cigarrengeschäft, 29. und 32. Bezirk; und„ gebildeten" Kundschaft dem einfältigen Schwindel daß für die Bevölkerungsfortschreibung die Weggezogenen mit einer 2. Hermann, Kirchhofstr. 1, Cigarrengeschäft, 14., 35. und 36. Bezirk; einen, wissenschaftlichen" Anstrich zu geben. Dieser Trick Bahl in Rechnung gestellt werden mußten, die beim männlichen D. Breil, Rosenstr. 24, Restaurant, 33. und 34. Bezirk; Beetz, Geschlecht um 20,722 Broz., beim weiblichen um 10,921 Proz., Knesebecstr. 135, Restaurant, 17. und 18. Bezirk; N. Preßler, Ziethen scheint denn auch seine Wirkung nicht verfehlt zu haben. Das über die Zahl der gemeldeten Wegzüge hinausging. In straße 69, Restaurant, 26., 28., 30. und 31. Bezirk; Lutz, Wißmann- Treiben der Frau Bauber erinnert in dieser Beziehung einigermaßen dieser Höhe war dann der Zuschlag, der zu den Wegzugsmeldungen straße 10, Restaurant, 24. Bezirk; Günther, Kopfstr. 39, Cigarren an den Schwindel des„ Blumenmediums" Frau Rothe, der die wegen der Unvollständigkeit der Meldungen gemacht wird, vom geschäft, 19. und 27. Bezirk; A. Schmidt, Mainzerstr. 6, Restaurant, Berliner dem Gelächter der Welt preisgegeben hat. Berliner Statistischen Amt zunächst beibehalten worden. Das Erseine Sache. Die baugewerblichen Arbeiter haben diesen Befund den nötigen Stellen( Polizei und Berufsgenossenschaft) gemeldet. Am Sonnabend, den 16. Mai, wurde der Bau nach kontrolliert, mun erft fand der Kontrolleur, daß Schußdächer vorhanden find, ebenso war die Kelleröffnung umfriedigt, während sich Abort und Baubude noch in demselben Zustande befanden. Herr D. nennt das mustergültig", die baugewerblichen Arbeiter allerdings bezeichnen wieder etwas uns gebnis der zu Steuerzweden ausgeführten Personenstandsaufnahmen | Ats Urheber des Luftmordversuchs in Rigdorf verhaftet wurde hortes. Der Antrag der Finanzkommission auf Pflasterung der Ser Jahre 1901 und 1902 hat es aber wahrscheinlich gemacht, daß der Berliner Alfred Thiele aus der Admiralstraße 7. Er wurde von Luisenstraße, soweit die Auflassung erfolgt ist, wird angenommen. diefer Zuschlag gegenwärtig noch etwas zu gering ist; er ist daher einem Gendarmen in Mariendorf festgenommen und befindet sich Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 18 500 M. Der Antrag auf feit Mai 1903 für das männliche Geschlecht auf rund 22 Proz., für gegenwärtig in der Frrenanstalt von Dr. Fräntel in Lantwig. Pflasterung der Bäderstraße wird an die Finanzkommission zurückdas weibliche auf rund 12 Broz. der Wegzugsmeldungen erhöht Thiele war bereits in der Dalldorfer Anstalt gewesen. worden. Das Statistische Amt hat hiernach die Fortschreibung auch für die ganze Zeit seit der Volkszählung von 1900 berichtigt. Es hat sich dabei herausgestellt, daß für diese 22 Jahre noch rund 6000 Weggezogene mehr in Rechnung gestellt werden müssen als bei dem bisherigen Zuschlag. Dementsprechend wird auch die Bevölkerungszahl Berlins für April 1901 vom Statistischen Amt jetzt um rund 6000 niedriger angenommen als sie bei dem bisherigen Zuschlag angenommen worden war. Die Ergebnisse der alljährlichen Personenstandsaufnahmen werden in dieser Weise schon seit 1896 für die Bevölkerungsfortschreibung nußbar gemacht. Daß dadurch eine größere Sicherheit der Fortschreibung erzielt wird, hat die Boltszählung von 1900 gezeigt, deren Ergebnis nur ganz wenig von dem Fortschreibungsergebnis abwich. Geräte M 35 711 Rigdorf. Auf dem Neubau Warthestr. 20 hatte gestern der Maurer herabzustürzen, wobei er sich innerliche Verlegungen und einen Gustav Schmidt aus Pankow das Malheur, von einer Leiter 3 Meter hoch Rippenbruch zuzog. Mittelst städtischen Krankenwagens wurde der Berunglückte nach dem Krankenhaus Bethanien gebracht. = Es Grundstücksbom Zahl von 15 " wurde natürlich über die ihm angethane Kränkung sehr erregt und fand sich vor oder wurde festgestellt, was auch nur einen Schein von Schuld auf den verdächtigten Beamten werfen konnte. Derselbe hat sofort um Urlaub angetragen, welcher ihm auch gewährt wurde. Geine Beschwerde über den Wachtmeister Heide hat er nun der Regierung zur Entscheidung unterbreitet. Heide wurde zur Ermittelung des Thaters vorläufig dem IV. Polizeirebier überwiesen, Man scheint nach allem jetzt bei der Polizeibehörde selber zu glauben, daß die mehrmaligen Steinattentate gegen den Chef der Exekutive ihren Grund in der trotz aller Ableugnungen unzweifelhaft bestehenden allgemeinen Mißstimmung der Potsdamer Schuhmannschaft, von der selbst die Vorstände der Polizeireviere nicht frei sind, haben. Die Schußmänner beschweren sich namentlich darüber, daß sie von den neuernannten Wachtmeistern, die früher auch nicht mehr wie sie selber waren, in einer Weise behandelt werden, als wären sie eben erst in den Dienst getretene Rekruten. Alte bewährte Beamte ließen sich deshalb pensionieren. verwiesen und soll von derselben auch über die Pflasterung des südlichen Teiles der Lindenstraße beraten werden. Vom Genossen Gruhl wurde hierbei angeregt, daß sich die Finanzkommission einmal ernstlich mit Hus den Nachbarorten. der Kanalisation unfres Drts befassen und einen KostenAnschlag ausarbeiten möge, welchem Wunsche die Versammlung zus Bevölkerung von Nieder- Baruim. Der soeben erschienene Ver- stimmte. Hiermit war der öffentliche Teil erledigt. In der nichts waltungsbericht des Kreisausschusses für das Jahr 1902 führt als öffentlichen Sigung brachte der Amtsvorsteher ein Schreiben aus dem Ergebnis der Personenstands- Aufnahme vom 27. Oftober 1902 eine Civilkabinett des Kaisers an den hiesigen Kirchenrat zur Verlesung. Gesamt- Einwohnerzahl von 319 576( 16 630 mehr als im Vorjahre) Darin wird mitgeteilt, daß der Kaiser verhindert sei, der am 24. Mai an. Die Vermehrung ist zu einem Viertel auf den Ueberschuß der stattfindenden Feier des 150 jährigen Bestehens der hiesigen evangelischen Geburten über die Sterbefälle, zu drei Vierteln auf Zuwanderung Kirche beizuwohnen, und habe er seinen ältesten Sohn beauftragt, ihn zu zurückzuführen. Von den 142 Ortschaften des Kreises zählen folgende vertreten. Im Anschluß hieran ersuchte der Amtsvorsteher um die 46 Ortschaften mehr wie 1000 Einwohner, bei denen in Bewilligung von Mitteln zur Ausschmückung des Rathauses und der Klammern die Bevölkerungszahl vom Jahre 1901 angegeben ist: Straßen, welche der Kronprinz bis zur Kirche passieren muß. Die Aus dem Friedrichs- Gewerbe- Stipendium werden alljährlich im dorf Plößensee 2793( 3852), Tegel und Tegel Schloß 8121( 7583), Dall- socialdemokratischen Vertreter ließen durch Gruhl erklären, daß sie 6397( 6293), Reinickendorf 17 015 Monat Januar Beträge von je 150 M. an Gewerbegehilfen behufs Schönhausen und ( 15 640), Nieder- für derartige Zwecke keinen Pfennig bewilligen. Die Mehrheit gab Gutsbezirk 6066( 4801), Bankow ihrer weiteren gewerblichen Ausbildung gezahlt. Einen Anspruch( 22 511), 23 561 natürlich ihre Bewilligung zu dem Antrage des Amtsvorstehers. Die Neu Weißensee mit Weißensee ( 34 703), Wegekommission wird sich nun damit zu beschäftigen haben, wie die darauf haben nur in Berlin geborene und ortsangehörige, nicht unter hohen Schönhausen 2691( 2480), Lichtenberg 45 731( 44 022), Armut unsres Dorfes am besten vor den Augen des Kronprinzen 18 und nicht über 30 Jahre alte Gewerbegehilfen, welche während Friedrichsfelde 11 161( 10 194), Rummelsburg 19 360 ihrer Lehrzeit resp. ihrer Beschäftigung als Gehilfen Fleiß, Tüchtigkeit, Stralau ( 17 609), versteckt werden kann. 1829( 1613), Bernau 8644( 8398), Alt- Landsberg insbesondere aber auf Vervollkommnung in ihrem Handwerk ge- 2375( 2336), Liebenwalde 2771( 2860), Dranienburg 8621( 8264), 2 Jahre alte Söhnchen des Arbeiters Lehmann von einem BrotBrit. In der Chausseestraße wurde gestern vormittag das richteten Lerntrieb gezeigt haben. Bewerber haben ihre selbst- Biesdorf 1085( 1120), Birkenwerder 1629( 1595), Französisch- Buchholz wagen überfahren und so schwer verletzt, daß an seinem Aufkommen geschriebenen Gesuche unter Beifügung eines Lebenslaufs, der 3485( 3269), Dahlwitz 1388( 1336), Eriner 3120( 3031), Friedrichs gezweifelt wird. Ob den Wagenführer eine Schuld trifft, steht noch Friedrichswagen Geburtsurkunde und der Originale oder beglaubigten Abschriften hagen 11 685( 11 388), Hermsdorf 3206( 3019), Zübars 1739 der Atteste ihrer Lehrmeister beziv. Arbeitgeber in betreff ihrer( 1475), Mahlsdorf 1522( 1309), Hohen- Neuendorf 1400( 1190), nicht fest. praktischen Geschicklichkeit und Fleißes, sowie ihrer Führung Neuenhagener Gemeinde und Gut 1697( 1553), Rahnsdorf Ueber eine Misstimmung unter der Potsdamer Schuhmannschaft' dem Kuratorium des Friedrichs- Gewerbe- Stipendiums, Stralauer 1221( 1222), Rosenthal 3339( 2624), Rüdersdorf 2870( 2866), meldet die Potsd. Korresp.": Das wiederholte Steinbombardement ftraße 3-6, I, bis spätestens Ende Juni d. 3. einzureichen. Stallberge- Rüdersdorf 3210( 3167), Tasdorf 3624( 3259), Ober- gegen die Fenster der Wohnung des Potsdamer Polizei- Inspektors Gleichzeitig haben die Bewerber nachzuweisen, daß sie eine der in Schöneweide 8307( 7076), Werlsee- Gemeinden 1230( 1165), Wolters- Hauptmann Freiherrn v. Sleist hat zu ganz besonderen Maßnahmen Berlin bestehenden Unterrichtsanstalten, welche die allgemeine dorf 2001( 1935), Hellersdorf mit Wuhlgarten 1491( 1356), Hennicken- der Kriminalpolizei geführt. In der Nacht vom Sonnabend zum intellektuelle, wie auch im besonderen die gewerbliche resp. technische dorf 1011( 979), Herzfelde 2740( 2634), Klosterfelde 1056( 1015), Sonntag nach 12 Uhr hatte das Steinattentat, bei dem Herrn v. Kleist Fortbildung dem Handwerkerstande angehöriger Personen bezwecken, Marientverder 1608( 1596), Mühlenbed 1346( 1356), Sachsen- die Scheiben seines Balfonzimmers zertrümmert wurden, stattmindestens ein Jahr hindurch mit Fleiß und Erfolg besucht haben. Haufen 1351( 1326), Groß- Schönebeck 2118( 2019), Klein- Schönebeck gefunden. Mit dem Portier des Hauses hatte alsdann der PolizeiGesuche, bei denen auch nur eines der vorstehend bezeichneten Beweis 1425( 1253), Schönerlinde 1088( 1127), Schönwalde 1449( 1399). Inspektor noch in der Nacht nach dem Thäter geforscht, ohne den= stücke mangelhaft ist oder ganz fehlt, tönnen nicht berücksichtigt selben entdecken zu können. Am Donnerstag wurden nun plötzlich werden. im Hause Augustastr. 7 durch den Kriminalkommissar Guban, der Eine Fischerei- Ausstellung, welche der Fischereiverein für die erschien, allerlei Nachforschungen nach dem Thäter angestellt. Das mit mehreren Kriminalbeamten und einem Bausachverständigen dort Provinz Brandenburg aus Anlaß seines 25 jährigen Bestehens verHaus Augustastr. 7 liegt nicht allzu weit von dem Haus Augustaanstaltet hat, wird heute in der Westhalle des Landes- Ausstellungsparts am Lehrter Bahnhof eröffnet. Die Ausstellung bietet ein straße 30, das Herr v. Kleist bewohnt, entfernt und hat in demvollständiges Bild des Fischereivereins in der Mark Brandenburg Rummelsburg. Der am 13. d. Mts. stattgefundenen Gemeinde- felben ein seit etwa 5 Jahren bei der Potsdamer Polizei angestellter und ist nicht nur für den Fachmann, sondern auch für den Laien vertreter Sizung lag ein Antrag des Gemeindevorstandes vor, die Schuhmann seine Wohnung. Dieser bisher im IV. Polizeirevier von größtem Intereſſe. Den meisten Platz beansprucht unter den Umsatzstener, welche bis jetzt ausnahmslos 1 Proz. betrug, für un- thätige Beamte, ein früherer Gardeducorps- Unteroffizier, dem von 16 Abteilungen die Vorführung der lebenden Fische in 140 Aquarien. bebaute Grundstücke auf 2 Proz. zu erhöhen. Als unbebaut sollen allen Seiten das beste Leumundszeugnis ausgestellt wird, war bei Daß der Zander, der von der kleinsten Brut bis zu laichfähigen auch solche Grundstücke gelten, auf welchen Ställe, Schuppen 2c. seiner Behörde in den Verdacht der Täterschaft geraten. Er hatte Eremplaren zu sehen ist, der charakteristischeſte Fisch der Branden- errichtet sind, oder bebaute Grundstücke, welche mit Hofraum und wenige Tage vor dem letzten Steinattentat sich dienſtlich über seinen burgischen Gewässer ist, wird mancher, dessen Geldbeutel ihm bisher Garten einen Flächeninhalt von 1000 Quadratmeter übersteigen. Vorgesetzten, den Polizeiwachtmeister Heide, welcher bei der gesamten den Genuß eines solchen verbot, mit Erstaunen erst durch diese Aus- Dem Antrage wurde von der Vertretung zugestimmt. Schußmannschaft wenig Sympathien genießt, beschwert, war aber stellung erfahren. Auch daß die Forelle in den märkischen Gewässern ist zu erwarten, daß bei dem lebhaften mit seiner Beschwerde abgewiesen worden und sollte ein Protokoll eine Heimat hat, wird sicher allgemein überraschen; sie kommt außer Verkehr in Borhagen die Einnahmen der Gemeinde fich unterschreiben, was er entschieden veriveigerte. Am Sonnabend in den Fischzucht- Anstalten namentlich in den vom Vläming herab- bedeutend erhöhen werden. Welch riesigen Gewinne die Speku II. Polizeirevier verseht und nun richtete sich nach dem Steinattentat wurde deshalb der Schuhmann von dem IV. Polizeirevier nach dem führenden Gewässern vor. Auch der so empfindliche filberglänzende lation hier herausgeschlagen hat, ist daraus zu ersehen, daß die der Berdacht gegen ihn, indem man annahm, daß er vielleicht im Lachs der Elbe wird lebend zur Schau gebracht. Außer den Quadratrute, welche vor einigen Jahren für 300 m. verkauft wurde, Unmut zu der That gekommen sei. Man hat das Haus Auguſtaſtr. 7 lebenden Fischen wird der Berliner Fischhandel zahlreiche lebend jetzt mit 800 m. und mehr bezahlt wird. Weiter wurde befrisch erhaltene Exemplare der Bewohner des Meeres und der Binnen- schlossen, den einmaligen Betrag für Legung des Wasserrohres von bis in die Keller hinein nach ähnlichen Steinen, wie solche bei der gewässer auf Eis konserviert zur Ausstellung bringen. Hat doch 5 M. auf 12 M. pro laufenden Meter zu erhöhen. Die steigende und befragte die ganze Nachbarschaft, ob sie etwa den Schuhmann That verwendet wurden, durchsucht, forschte auch nach andern Spuren Berlin einen der größten Fischmärkte unter den europäischen Städten. Einwohnerzahl, welche jetzt über 20 000 beträgt, macht eine Ver- in der vergangenen Nacht haben fortgehen oder kommen hören, nichts Im Stadtbahnbogen 31( Braustübl) ist eine unter fachmännischer mehrung der Gemeindevertreter wünschenswert, weshalb Leitung stehende Fisch- Kosthalle eingerichtet. Diese bietet nicht etiva Gemeindevorstand vorgeschlagen wurde, die Delikatessen zu hohen Preisen, sondern der Fisch wird in einer auf 18 zu erhöhen, während von unsrer Seite die Erhöhung schmackhaften, auch der bürgerlichen Familie zugänglichen Be- auf 24 beantragt wurde. Gegen die Stimmen unsrer Genossen wird reitungsweise zu angemessenen Breisen verabreicht. In bunter der Antrag des Gemeindevorstandes angenommen. Zum Schluß teilt Folge bietet die Ausstellung sodann die mannigfachen der Vorsteher mit, daß von der Regierung der Staatszuschuß für die Erbeutung Wasserbewohner, Transport behälter unter denen die mannigfachen Wodene bolt ingeverbliche Fortbildungsschule von 3500 W. auf 5440 M. jährlich Modelle von Eisen 1906 erhöht worden ist. bahnwagen, Dampfern und Seglern mit Innenbassins auf fallen), Fischsport Geräte 2C. 3offen. Am Mittwoch, den 13. d. M., hielt hier vor etwa Auch die Tierfischzucht und Aquarienkunde ist vertreten. Unter den mannigfachen ausstellenden 400 Personen der Malermeister Friz Hammer- Steglitz als Kandidat Industrien dürfte unsre Damenwelt namentlich die Fabrikation der vereinigten bürgerlichen Parteien sein erstes Referat. Hatten fünstlicher Perlen aus den Schuppen des wir nach den früheren Berichten über das Auftreten des Herrn nicht Uecelei interessieren, jenes bescheidenen Spreebewohners, der im Sommer zu Tausenden viel von ihm erwartet, so mußten sich die zahlreich in der Versamm an den Berliner Brücken steht, von dem man bisher jedoch nur die lung anwesenden Genossen doch kopfschüttelnd sagen, daß es doch Verwendung als Sardelle und Sardine tannte. Eine besondere Ab- traurig um die„ nationalen" Parteien bestellt sein müsse, daß sie teilung der Ausstellung bildet dann noch die fischerei einen solchen Mann als Vertreter ihrer Interessen in den Reichstag liche Gesetzgebung, verbotene Fanggeräte, hygienische Ein- senden wollen. Keine Spur von einem Programm, keine Spur von richtungen für Fischer, Hilfsgerätschaften zur Krankenpflege Verständnis für die Fragen der inneren und äußeren Politik, und und so weiter. Die Ausstellung soll vom 17. Mai bis zum 7. Juni eine geradezu naive Beschränktheit auf dem Gebiete der socialen und dauern; das Entree ist auf 50 Pf. bemessen, soll am Mittwoch und wirtschaftlichen Gesetzgebung. Blutrünstige Kriegsgeschichten, ein Sonnabend aber noch auf 25 Pf. herabgesetzt werden. Der Eingang zur paar zusammengestoppelte statistische Daten, die teilweise falsch, Ausstellung befindet sich lediglich Invalidenstr.63-78. Besucher, welche die teilweise in ihrer Zusammenstellung ein ganz unzutreffendes Bild Zweiter Wahlkreis. In einer gut besuchten Wählerversammlung, Gelegenheit benutzen und auch die große Berliner Kunstausstellung gaben, und zum Schluß öde und maßlose Hezereien und Ver- die am Freitag im Wilhelm- Theater" in der Friedrichstraße stattbesuchen wollen, haben dafür 25 Pf. nachzuzahlen. Während der leumdungen gegen die Socialdemokratie, das war es, was dieser fand, sprach Genoffe Albrecht Fülle über:„ Die Parteien im Ausstellung tagt in Berlin auch der Deutsche Fischerei- Verein, auch fannt werden, daß unsre Genossen in musterhafter Ruhe dieses Ge- eigentlich nur mit zwei Parteien zu thun habe: mit der Socialdemo= Herr uns in feiner Wahlrede auftischte. Um so mehr muß es aner- Wahlkampfe". Er hob hervor, daß man es hier im Wahlkreise findet der 10. Deutsche Fischerei- Tag statt. wäsch in etwa 1/ stündiger Rede über sich ergehen ließen. Nur als fratie und den Freifinnigen. Wenn die Konservativen, die doch gar Eine Diebesbande aus Lumpensammlern ist von der Kriminal- in der Diskussion, in der uns großmütigst 10 Minuten Redezeit zu- teine Aussicht auf positiven Erfolg haben, eine so auffallend rührige polizei dingfest gemacht worden. Seit länger als einem halben gestanden wurden, Herr Hammer, der noch vorher die„ armen ver- Agitation entfalten, verfolgen fie offenbar nur den Zweck, eine StichJahre wurden namentlich im Westen der Stadt viele Boden- und führten Arbeiter" vor der Socialdemokratie gewarnt, die ihnen das wahl notwendig zu machen, weil sie glauben, dadurch den Freisinnigen Stellerdiebstähle verübt, ohne daß es gelingen wollte, die Thäter zu Höchste und Heiligste, die Religion, aus dem Herzen reiße und erklärt sicher durchzubringen. Die Verleumdungen, mit denen Eugen Richter ermitteln. Es fiel schließlich auf, daß die Diebstähle mit einer hatte, nur seine Parteien seien die wahren Hüter der heiligsten Güter, und sein Anhang gegen die Socialdemokratie immer von neuem zu gewissen Regelmäßigkeit dem Besuch einer Zumpensammlerin folgten, unserm ersten Diskussionsredner, Genossen Dr. Freudenberg- Felde zieht, beleuchtete der Vortragende und ebenso die sonderbare Die als eine Frau Bolt geb. Holze festgestellt wurde. Man Berlin, der in treffender Weise die Ausführnugen des Referenten Agitationsweise des konservativen Kandidaten v. Wendstern, beobachtete mun diese und fand, daß sie jedesmal mit einem andern auf ihre Unrichtigkeit zurückführte, seine Religion zum Vorwurf der bekanntlich das unsinnige Verlangen an die Arbeiter stellt, sie Mann und einem andern Wagen kami. Wenn sie sich in den machte und es als bedauerlich erklärte, daß die Arbeiter einen Juden sollten mit ihm das„ Experiment machen", ihn in den Reichstag zu Wohnungen nach alten Sachen, Papier, Knochen usw. erfundigten, zum Vertreter ihrer Intereesin bestellt hätten, brauste ein lauter, schicken. Der Redner ging dann auf die hauptsächlichsten politischen so baldowerten sie auf den Böden und in den Kellern die minutenlanger Entrüstungssturni durch den Saal und Pfuirufe" Fragen ein und forderte zum Schluß zu fleißiger Ausnutzung der Gelegenheiten zu Diebstählen aus, bei deren Ausführung dann und„ Verleumder" flogen dem Malermeister an den Kopf. Als nun vier Wochen auf, die uns noch von der Wahl trennen, damit uns die Bolk" Schmiere stand". Die Männer fonnten die unser zweiter Diskussionsredner, Genosse Rönisch, ebenfalls un auch im zweiten Kreise der Sieg auf den ersten Schlag zu teil werde. größten Bündel wegschleppen, ohne Verdacht zu erregen, da barmherzig mit dem nationalen Kandidaten ins Gericht ging, be-( Lebhafter Beifall.) Trotzdem die Gegner durch Säulenanschlag die Leute im Hause glaubten, daß sie gekaufte Lumpen enthielten. tamen es die Herren mit der Angst zu thun und schlossen die Dis- eingeladen waren und von dem Referenten wie vom Vorsitzenden Gestern wurde Frau Bolt in der Kaiserstraße mit zwei ihrer Helfers- fussion. Ueber das Resultat der Versammlung werden die Herren herausgefordert wurden, meldete sich keiner zum Wort. Helfer, den Lumpensammlern Hermann Runge und Julius Wiente, vom Reichs- Wahlverein wohl nicht erfreut gewesen sein, denn bei der jizende Scholz ersuchte die Genossen, sich einmal gründlich zu überauf frischer That ertappt und festgenommen. Ein Junge von elf Aufforderung, wer für die Kandidatur Hammer fei, möge fich er- legen, ob es zweckmäßig sei, immer wieder die gegnerischen Berſammbis zwölf Jahren, der sie auch oft begleitete, ist noch nicht ermittelt heben, blieb wohl annähernd die Hälfte ſizen. Nun, wir werden in lungen zu besuchen und sie dadurch dauernd interessant zu machen, Die Handwagen, mit denen sie ihre Beute wegfchaffte, stahl die einer öffentlichen Versammlung am nächsten Mittwoch, den 20. d. M., wo man doch deutlich sieht, daß die Gegner zu feige sind, in unsern Bande auch überall zusammen; daher hatte sie auch stets einen uns näher mit dem Referat des Herrn Hammer beschäftigen und Bersammlungen mit uns zu diskutieren. Er forderte zu energischer andren. Alle Verhafteten waren obdachlos, einer der Männer schon demselben bei unbeschränkter Redefreiheit Gelegenheit geben, seine Agitationsarbeit für unsern Kandidaten Richard Fischer auf feit zwei Jahren. Berdächtigungen zu beweisen. Eine besondere Einladung wird dem und machte auf die am nächsten Mittwoch im Hofjäger- Palast", Durch einen Sturz vom Bau tödlich verunglückt ist am Freitag- Herrn zugehen. Für die Mitglieder unfres Wahlvereins die Mit Hasenheide 52, stattfindende große Versammlung aufmerksam. mittag der 28 Jahre alte ledige Eisenarbeiter Rudolf Schuster aus wir fordern die Genossen auf, sich zahlreich daran zu beteiligen. daß am Sonntagvormittag Flugblattverbreitung stattfindet. Sechster Wahlkreis. Am Freitag war eine Volksversammlung der Schlesischenstraße 12. Schuster arbeitete auf einem Fabrikbau, nach der Kronenbrauerei einberufen. Es gab ein übervolles Haus. der in der Mühlenstraße 9 zu Schöneberg am dritten Hofe errichtet Nowawes. In der letzten Gemeindevertretersizung vom 13. d. M. Reichstags- Abgeordneter Wolfgang Seine hielt vor einem wird. Beim Verlegen von eisernen Trägern fiel er infolge eines wurde der Gemeindevertreter Dralle, dessen Amtszeit als Schieds- dichtgedrängten, tausendköpfigen Zuhörerkreise Vortrag über: Was Fehltritts oder eines Schwindelanfalls aus dem dritten Stock ins richter abgelaufen war, als solcher wiedergewählt. Der nach den hat das arbeitende Volk von den Reichstagswahlen zu erwarten? Erdgeschoß herab und schlug auf einen Schutthaufen auf. Der Ver- Vorschlägen der vorigen Versammlung umgearbeitete Entwurf eines Seine Ausführungen gipfelten in einer Kritik der socialen und politiunglückte zog sich Arm- und Beinbrüche und schwere innere Ver- Totengräberhauses wurde genehmigt und die Kosten im Betrage schen Verhältnisse Deutschlands. Dann gewährte Redner einen legungen zu und starb nach wenigen Minuten. Seine Leiche wurde von 7000 M., welche durch eine Anleihe gedeckt werden sollen, be- Ausblick auf das, was die Socialdemokratie, deren Macht durch die nach der Halle des Friedhofes an der Marstraße gebracht. willigt. Für die Reichstagswahl sollen vier Wahlurnen beschafft tommenden Wahlen gestärkt werden müsse, zu verhindern und was Bon feinem eignen Wagen überfahren und getötet wurde gestern werden a 12,50 M. Die Vertretung giebt hierzu ihre Zustimmung. fie Positives zu leisten habe. Seine Darlegungen wurden wiederabend um 8 Uhr der 54 Jahre alte Mörtelfutscher Gottlieb Stirl Der vom Evangelisch- kirchlichen Hilfsverein hierselbst eingerichtete holt durch lebhafte Beifallskundgebungen der Versammelten unteraus der Waldemarstr. 34, der bei Tabbert in der Mühlenstraße be- Knabenhort hat beantragt, ihm eine jährliche Beihilfe zu be- brochen. Namentlich ließen diese keinen Zweifel darüber, daß sie willigen. In der Diskussion hierüber erklärt Genoffe mit seinem scharfen Urteil über Eugen Nichter und die Freifinnige schäftigt war. Er fiel in der Schönhauser Allee gegenüber der Buch- Gruhl, daß wir nur dann für Bewilligung einer Unter- Volkspartei als der Helfershelfer der Reaktionäre und Brotwucherer holzerstraße so unglücklich vom Bock, daß ihm das rechte Vorderrad stügung stimmen würden, wenn der Vertretung ein Mit- vollkommen einverstanden waren. Der Vorwurf, den der freisinvige über den Kopf ging. Schwer verletzt wurde der Verunglückte von verwaltungsrecht eingeräumt werde; des ferneren müßte sich der Kandidat für den sechsten Wahlkreis in seinem Flugblatt nach einem Schuhmann des 17. Reviers von der nächsten Unfallstation in Vorstand des Knabenhorts verpflichten, auch für alte Männer ein Richterschem Recept der Socialdemokratie macht, daß fie bei den ein Krankenhaus gebracht, wo er bald nach der Aufnahme starb. Asyl zu schaffen. Der Amtsvorsteher erwiderte, daß der Vorstand Verhandlungen über den Zolltarif Recht und gute Sitte niederWodurch der Sturz vom Wagen veranlaßt wurde, ließ sich noch nicht des Knabenhorts sich bereit erklärt habe, die Armentommiffion jeder getrampelt hätten, erregte ein Sohngelächter ob feiner Dummheit feſtſtellen. zeit eine Kontrolle ausüben zu laffen in Bezug auf Beschaffung der und Pfuirufe wegen der darin liegenden elenden Heuchelei und Vera Im Zoologischen Garten beträgt der Eintrittspreis am heutigen Räume, Hausordnung, Verpflegung der Besucher dieses Justituts; eben- leumdung. Unter stürmischem, anhaltendem Beifall schloß Genosse Sonntag 50 Pf. für Erwachsene und 25 Bf. für Kinder unter zehn falls sollen Räume für den Aufenthalt von alten Männern ein- Heine mit einem Mahnruf, im sechsten Wahlkreise nicht nur den Jahren. Von 4 Uhr nachmittags ab tonzertieren im Garten drei gerichtet werden. Die Vertretung beschließt darauf die Bewilligung gewohnten Sieg zu erzielen, sondern durch Aufbietung auch der Garde Kapellen in Uniform. bon 300 m. jährlich widerruflich zur Unterstützung des Knaben- legten Stimme dafür zu sorgen, daß wir am 16. Juni einen großen, 0 " Wahlverfammlungen. " Der Vor einen für die Partei ehrenbollen Sieg feiern könnten. Nachdem Errichtung eigner Erholungsstätten. e) Besichtigung der Kranken| Richters endlich, ob er die Angellagten auch fiftiert | Genosse Streiß im Sinne des Referats die sogenannten nationalen häufer und andrer Anstalten, in welchen Staffenmitglieder unter hätte, wenn fie nicht Streitposten gestanden Parteien kritisiert hatte, nahm Herr Diekich das Wort, um die gebracht sind. f) Veranstaltung belehrender Vorträge und Maß hätten, mußte dies der Schußmann strift verneinen. In Interessen des Mittelstandes wahrzunehmen. Er kam zu dem Re- nahmen zur Verhütung von Krankheiten. g) Gemeinsame Vorschläge Uebereinstimmung mit dem Antrag des Verteidigers, Rechtsfultat, daß der Mittelstand weder vom Centrum, noch von der zur Abänderung der einschlägigen Gesetze. h) Verständigung über Konservativen und Antisemiten, noch vom Freifinn und auch nichts die durch die Kaffen gemeinsam zu vollziehenden Wahlen auf Grund anwalts Dr. Heinemann, erkannte das Gericht hierauf, daß von der Socialdemokratie zu erwarten habe. Wie die Dinge liegen, der Arbeiterversicherungs- Gesetzgebung. i) Erledigung aller An- sämtliche Angeklagte freizusprechen, der Staatsfollte der Mittelstand eine eigne große Partei bilden. Genosse gelegenheiten, welche ihr von den zugehörigen Kassenvorständen über- tasse auch die Kosten des Verfahrens einschließlich der Kosten der Verteidigung zur Last zu legen seien. Heine erörterte darauf eingehend die Stellung der Socialdemokratie wiesen werden. zur angeregten Frage der Vertretung der Mittelstandsinteressen. Beitreten zur Central- Kommission kann jede Krankenkasse in Zur Begründung wurde bemerkt: Aus den ruhigen, sachlichen DarKurz zusammengefaßt sagte er: Quadsalbereien, wie sie zur Hebung Berlin und Umgegend. legungen des Beamten habe sich ergeben, daß die Angeklagten die Zur Führung der Geschäfte wird alljährlich eine Kommiffion Sicherheit, Ruhe und Ordnung auf der Straße nicht beeinträchtigt des Mittelstandes vielfach angepriesen würden, müsse die Socialdemokratie schon deshalb ablehnen, weil sie stets nur unternehme, gewählt, deren Zahl die ordentliche Versammlung bestimmt und in hätten und daß sie nur auf Anweisung des Reviervorstandes, der Ferner soll ein ärzttvas möglich sei, und nichts verspreeche, was sich nicht durchführen der jede Kassengruppe vertreten sein muß. Lasse oder dem Fortschritt hinderlich sei. Dagegen seien wir der licher und pharmaceutischer Beirat gewählt werden. Außerdem ist der Beamte pflichtgemäß gefolgt sei, lediglich deshalb, weil sie Meinung, daß Leute in der vom Redner angedeuteten socialen Lage die Kommission berechtigt, Behörden und Sachverständige heran- Streikposten gestanden hätten, fortgewiesen seien. Dies aber doch am besten bei der Socialdemokratie aufgehoben seien. Die zuziehen. ift gefeßlich unzulässig, da das Streifpostenstehen erlaubt ist. Die Es erschien aber anBelastung der großen Volksmassen, insbesondere der Arbeiterschaft, Nach Erledigung dieses Punttes referierte Herr D. Staller Angeklagten waren daher freizusprechen. mit indirekten Steuern zur Förderung antikultureller Zwecke, belaste über die von der Allgemeinen Orts- Krankenkasse Charlottenburgs gemessen, die Kosten der Verteidigung der Staatskasse zur Last zu diesen Mittelstand doppelt, zunächst als Konsumenten der ver- ausgearbeiteten legen, mit Rücksicht darauf, daß eine so generelle Anweisung, wie schiedensten besteuerten Bedarfsartikel und dann als Lieferanten der sie vom Reviervorstand erteilt sei, die Streifposten fortzuweisen, gar in seiner Konsumfähigkeit herabgesetzten Arbeiterschaft. Unter einer Bollpolitik, die Handel und Wandel störe, leide der Mittelstand gleich der Arbeiterschaft. Die Herrschaft des Bureaukratismus sei ihm schädlich im höchsten Grade, genau so, wie andren großen Voltsschichten. Und die Zahl solcher Beispiele ließe sich unendlich vermehren. Wer kämpfe nun am energischten dagegen an? Das sei die Socialdemokratie! So möge jener Mittelstand sein Interesse vertreten, indem er mit uns fämpfe gegen eine wucherische Zollpolitit, gegen die Herrschaft der Bureaukratie, gegen eine ungerechte Belastung des Voltes und für politische Rechte, für Volksfreiheiten. ( Donnernder Applaus.) Nachdem Herr Dietsch und Heine nochmals gesprochen, wurde die Versammlung gegen 1 Uhr nachts mit brausenden Hochs auf die Socialdemokratie, auf Heine und den Kandidaten des Kreises geschlossen. Adlershof. In einer sehr start besuchten Wählerversammlung Sprach hier am Mittwoch in Lau's Gesellschaftshaus Genosse Friß Bubeil. Die gegnerischen Kandidaten des Kreises waren schrift lich eingeladen, aber nicht erschienen. Der konservative Kandidat Herr Hammer meinte in seinem Absageschreiben, daß er nicht die Hoffnung hegt, Socialdemokraten befehren zu können. Im übrigen versicherte er, tein Gegner des allgemeinen, gleichen Wahlrechts zu sein. Anknüpfend an diese Versicherung des Herrn Hammer wies Genosse Zubeil darauf hin, wie die Parteien des Brotwuchers dem Bruder Arbeiter" in Stadt und Land vor den Wahlen alles Gute bersprechen, aber nach denselben das vergessen und nur die Interessen der Junker und des Großgrundbesitzes vertreten. Redner erörtert weiter die Stellung der Socialdemokratie insbesondere zum Militarismus, der Kranken- usw. Versicherung, der Rechtsprechung und der Kinderarbeit, und schloß seinen circa zweistündigen Vortrag mit einem zündenden Appell an die Versammlung, den 16. Juni zu einem großen Siegestag der Socialdemokratie zu machen, damit auch die Gegner im Wahlkreise Teltow- Beeskow einsehen, daß dieser Kreis für immer der Socialdemokratie gehöre.( Stürmischer Wilhelmsruh. Bei Deutschmann fand am Mittwoch eine start besuchte Wählerversammlung statt, in der der Kandidat des Kreises, Genosse Stadthagen, über:" Socialdemokratie und Reichstags: wahlen" sprach. Der Referent wies in seinem zweistündiger Vortrage auf die Schäden und Gefahren des Militarismus und des Zolltarifs hin. Die Klassenjustiz brandmarkend, forderte er die Verfammelten auf, am 16. Juni ihre Schuldigkeit zu thun. Der starke Beifall beties das Einverständnis der Versammlung mit den Ausführungen des Referenten. Eine Diskussion fand trop wieder Holter Aufforderung an die Gegner nicht statt. Bom Vorsitzenden wurde darauf aufmerksam gemacht, daß der Gemeindediener EinLadungszettel zur konservativen Wählerversammlung verbreitete, was ungeseklich sei. Nachdem eine im Sinne des Referats gehaltene Resolution angenommen war, erfolgte Schluß der von zwei Drittel der ortsansässigen Wähler besuchten Versammlung. Beifall.) wiederholter Aufforderung. Eine Wählerversammlung für die zum Wahlkreise Niederbarnim gehörenden Bezirke in Berlin- Ost fand am Mittwoch in der Germania- Brauerei statt und war außerordentlich gut besucht. Die Erschienenen lauschten aufmerksam den Worten des Referenten, Genossen Litfin. Nach dem rauschenden Beifall, den die Verſammlung am Schlusse des Referats spendete, schienen die anwesenden Gegner den Mut verloren zu haben, niemand meldete sich trok Die" Ordnungshelden" haben in dem Landrat des Kreises in ihrer schönen Stampfesweise einen waderen Mitarbeiter gefunden. Kaum ist die Entfernung der Saalbesizer Bube und Gürsch aus dem Kriegerverein bekannt, verweigert auch Herr Paul Schwarz, Dorf straße, seinen Saal, desgl. auch der Saalbesitzer R. Schulz, HohenSchönhausen. Und das vor den Thoren Berlins! Jm Centrum der Industriel Arbeiter, beachtet die Wirte, die nicht den Mut finden, solchem Anfinnen entgegenzutreten. Verfammlungen. Normativ- Bestimmungen bezüglich der Arzneilieferung. Die Verhandlungen der Charlottenburger Kasse mit den nicht erteilt werden dürfe. Streifposten als solche seien nicht anders Apothekern auf Grundlage dieser Bestimmungen sind, wie der Re- zu behandeln, als andre Passanten einer Straße, und ob die ferent mitteilte, ebenfalls resultatlos verlaufen. Nachdem noch Streitposten den Verkehr, die Ordnung und Sicherheit auf der darauf hingewiesen, daß seitens der Central- Kommission, wenn nicht Straße beeinträchtigen, lasse sich nicht von vornherein beurteilen, bald eine Einigung mit den gesamten Apothekern zu stande kommt, so daß eine Anweisung, schlechtweg jeden Streifposten zu sistieren, noch weitere Maßnahmen treffen und unter anderm mit einer ent- als eine sich nicht innerhalb der Geseze haltende sprechenden Anzahl Apotheker definitive Vereinbarungen abschließenmaßregel anzusehen sei. Seien aber hier Leute, die gar nichts wird, daß diese auf mehrere Jahre allein zu den Lieferungen zu gelassen und die übrigen dauernd ausgeschlossen werden sollen, wurde Strafbares gethan haben, vor den Richter gebracht worden und sei einstimmig folgende Resolution beschlossen: bekannt, daß Sachen, wie die vorliegenden, von der Staatsantvalt" Die heutige Versammlung der Krankenkassen- Vorstände und schaft zumeist durch alle Instanzen geführt würden, so kann man -Verwaltungsbeamten erachtet es nach wie vor für ihre unabweisbare den Angeklagten nicht verwehren, sich eines rechtskundigen Beistandes Pflicht, einen Frieden mit den Apothekern nur auf der Basis zu zu bedienen. Aus diesem Grunde seien auch die dafür den Anschließen, daß die Droguisten bevorzugte Lieferanten der frei- geklagten erwachsenen Auslagen der Staatskasse aufzuerlegen. So lange die Normativbestimmungen gegebenen Mittel bleiben. einen diesbezüglichen Paragraphen nicht enthalten, erklärt die Versammlung diese für unannehmbar, ohne den sonstigen Wert der= ſelben zu verkennen. Nach verschiedenen geschäftlichen Mitteilungen des Vorsitzenden Simanowski erfolgte der Schluß der Versammlung, in der 47 Orts, 9 Jnnungs-, 36 Hilfs, 18 Betriebs und 9 VorortsKrankenkassen vertreten waren. " Vermischtes. " Die Apotheke und der Volksmund. Eine luftige Zusammen Die Versammlung hält es außerdem nur für Sache der Central- stellung seltsamer Verdeutschungen veröffentlicht Dr. Franz Söhns Kommission, definitive Abmachungen mit den Apothekern für alle in der Wiener Wochenschrift„ Die Zeit" unter dem Titel: WunderKassen gemeinsam zu treffen." bare Medikamente". Es heißt in dem Artikel: Was fordert man nicht alles von dem jungen Praktikanten in einer Apotheke! Der eine will ein zerteilendes Mittel und nennt es" Feine Grete" ( Foenum graecum). Der andre fordert etwas Blutreinigendes und berlangt allen Ernstes eine„ Spitze Leonore"( Species lignorum); und Deutscher Holzarbeiter- Verband. In einer am Mittwoch ab- einen dritten faßt das Verlangen nach Salbeiblättern, den ersucht um eine Jüngling ungefcheut Schmale gehaltenen Vertrauensmänner- Versammlung der Musikinstrumenten er Arbeiter wurde der Bericht über die Maifeier gegeben. Aus dem- Sophie", die er sich aus Folia Salviae zurechtgelegt hatte; felben ist zu ersehen, daß die Beteiligung eine bessere war wie im ein vierter fühlt den Drang nach einem Melilotuspflaster und Vorjahre. In 37 Betrieben der Berliner Musikinstrumenten- gelvinnt es über sich, dasselbe als„ Lottenpflaster" zu fordern. Industrie ließen am 1. Mai die darin Beschäftigten meist geschlossen" Balsterjahn" und Bullerjahn" sind aus der Radix Valeriana oder in größerer Mehrzahl die Arbeit ruhen. Aussperrungen und( Baldrian) etwas roh zugehauen." Zach ins Knopfloch": Seit man Maßregelungen wurden von sieben Unternehmern vorgenommen. Das Teucrium Scordium Lachenknoblauch( das heißt in Lachen In drei Fabriken wurden die Arbeiter auf einen Tag, in einer Fabrit wachsendes Kraut) nannte, lag die possierliche Verbildung nahe. Blutreinigend wirkt der auf drei Tage ausgesperrt. Entlassungen einzelner von den Feiernden mal eines deutschen Wortes fanden in zwei Betrieben statt. Von der Pianofabrik Eroica, Sachfenfraß", lignum Sassafras, wie ihn die Officin nennt, erKöpnickerstr. 36, wurden 17 Arbeiter, nachdem sie dem Unternehmer weichend und fühlend dagegen das„ Diakonuspflaster"( Diachylonmitgeteilt hatten, feiern zu wollen, schon am 30. April aufs Pflaster pflaster), besonders wenn es doppelt ist. Aus Karbolsäure wird geworfen. Der Betrieb ist deshalb seitens der beteiligten Organi- Karambolsäure", aus Schweinfurtergrün Schweinefuttergrün", aus fationen gesperrt worden. Bei dem Punkt Verschiedenes" Salomel Kaltes Mehl", aus Cascarilla Schaderill" und" Korallenwurde der Wunsch geäußert, die nächste Branchenversammlung als tropfen", aus Sal mirabile Glauberi Miserables Salz"( es schmeckt eine öffentliche abzuhalten, und den Kollegen Robert Schmidt zu er- allerdings miserabel!), aus Salmiatgeist ein" Jadengeist" und aus suchen, in derselben über das Thema„ Die bevorstehenden Wahlen Chloralhydrat„ Choleradraht“. und die Berliner Musikinstrumenten- Arbeiter" zu referieren. Die Branchenkommission versprach, dem Wunsche Rechnung tragen zu wollen, falls Stollege R. Schmidt an dem betreffenden Tage noch frei ist. " " " dies Der verkannte Klingelbeutel. Aus dem an der holsteinischen Ostseeküste gelegenen Fischerstädtchen Heiligenhafen wird unfrem Geschichtchen erzählt: Jochen Kieler Bruderorgan folgendes Hamann, ein alter Gutstagelöhner, der sein Leben lang nicht von Die Steinarbeiter beschäftigten sich am 12. Mai mit der Be- der Scholle der heimischen Deputats- Katenstelle gekommen war, hatte handlung und den Arbeitsverhältnissen bei der Firma E. Schilling. fich dieser Tage endlich einmal aufgerafft, feinen in Heiligenhafen Die Behandlung durch den Geschäftsinhaber spottet jeder Bewohnenden Bruder aus Anlaß einer Familienfestlichkeit zu besuchen. schreibung. Auch die Arbeitsverhältnisse lassen viel zu wünschen Im Schmucke eines uralten Gehrockes begiebt er sich auch in die übrig. Da Herr Schilling mehrere neue Sorten Kalkstein einge- Kirche und verfolgt daselbst mit ganz besonderem Interesse den Umben Steinarbeitern zugemutet, für 5 Proz. Zuschlag auf Accordarbeit in feiner angestammten Dorftirche längst abgeschafft ist, weil es führt hat, kam es am 27. April zur Arbeitsniederlegung. Es wurde gang des Klingelbeutels, der ihm unbekannt ist, da diese Einrichtung den Stein zu schleifen, wobei ein Stundenlohn von sage und schreibe sich nicht der Mühe verlohnt, Gaben zu sammeln. We bot im günstigen Falle 10 Pfennigen erreicht werden kann. Als Herr einmal einen Pfennig oder gar zwei für solche Zwecke übrig hat, Schilling merkte, daß am Nachmittag nicht ein einziger Steinmek thut ihn direkt in den Armenblock an der Kirchenthür. Aufmerksam mehr am Werkplak war, lenkte er schnell wieder ein und ließ unter den alten Bedingungen weiter arbeiten. Ferner wurde berichtet, daß gehalten wird. In einer Resolution sicherten die Versammelten den die Bundesrats- Verordnung betreffs Reinigung der Buden nicht ein bei Schilling Beschäftigten in jeder Weise Unterstützung zu. 1978 Die Krankenkassen- Borstände und Verwaltungsbeamten hielten am Freitag im großen Saale des Gewerkschaftshauses eine stark besuchte Versammlung ab, in der Herr Dr. N. Friedeberg über die Unterredung der Vertreter der Central- Kommission mit der Gewerbedeputation des Magistrats zu Berlin bezüglich der zukünftigen Organisation der Krankenkassen berichtete. Nach den Ausführungen des Referenten werden auch seitens der Behörden die großen Verdienste, die sich die CentralKommission durch ihre bisherige Thätigkeit für die Entwicklung der Krankenkassen erworben hat, uneingeschränkt anerkannt, aber eine feste Organisation, wie sie von der Kommission und den Kassen als notwendig erachtet wird, kann nach den bisherigen Bestimmungen des Krankenversicherungs- Gefeßes nicht geschaffen werden. Auch unter = Der socialdemokratische Wahlverein Rigdorf hielt am 13. d. M. im Deutschen Wirtshaus", Bergstr. 137, seine regelmäßige Mit gliederversammlung ab. Zuerst wurde als Parteispediteur der Genosse Heinrich, früher Potsdam, einstimmig gewählt. Hierauf hielt Dr. Alberth einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Bortrag über die Reichstagswahlen. Er kritisierte das lügenhafte Gebahren der Gegner in ihren Flugblättern. Eingehender behandelte er die Mittelstandsfrage. Des weiteren ging er auf das System des Militarismus ein. Der Redner kam zu dem Schluß, daß die Rigdorfer Genossen es nicht an dem nötigen Eifer werden fehlen lassen, um in diesem Kreise am 16. Juni dazu beizutragen, daß der Sieg ein gewaltiger sei. Genosse Boeste ermahnte die Genossen zu eifriger Mitarbeit bei der Wahlagitation; gelte es doch, am Orte selbst noch ein großes Stück Indifferentismus zu beseitigen. Eine weitere Diskussion fand nicht statt. Ausgeschlossen wurden aus dem Wahlberein der Maurer Otto Hanisch und der Restaurateur Schoor. Neu aufgenommen wurden 162 Mitglieder. nibal Gerichts- Zeitung. Zum Polizeikampf gegen die Streikposten. Jm März d. J. brach bei der Firma Gödel in der Chauffeeaber fieht Jochen Hamann zu, wie der Mann mit den früher einmal weiß gewefenen Handschuhen, deren Finger in weiser Vorsorge auf den Gemeindemitglied hinhält, und wie die Mehrzahl der letzteren mit Zuwachs angefertigt find, das seltsame Stoffgehängsel jedem einem leisen Kopfschütteln dankend ablehnt. Endlich kommt der Mann auch zu Jochen Hamann, der schon eine Weile unruhig auf der harten Bank hin- und herrutschte und nun ebenfalls den Kopf schüttelt und dem Gabensammler verlegen zuruft! Min Müz ist't of nich." Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Undine. Montag: La Traviata. Dienstag: Lohengrin. Mittwoch: Don Juan, Donnerstag: Romeo und Julia. Freitag: Die Meistersinger von Nürnberg. Sonnabend: Carmen. Sonntag: Fidelio. Montag: Till Gulenspiegel. Ein Sommernachtstraum. Dienstag: Die Jungfrau von Orleans. Mittwoch: Königliches Schauspielhaus. Sonntag: König Heinrich VI. Montag: Sakuntala. Donnerstag: Geigenmacher von Cremona. Die Schule der Frauen. Freitag: Die Räuber. Sonnabend: Jm bunten Rod. Sonntag: König Richard II. Montag: König Heinrich IV. Neues tgl. Opern- Theater. Sonntag, 17. Mai: Die Fledermaus. Sonntag, 24. Mai: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag: Des Meeres und der Liebe Wellen. Sonntagabend: Hedda Gabler. Montag: Hedda Gabler. Dienstag: Im weißen Rößl. Mittwoch: Jm weißen Rößl. Donnerstag: Hedda Gabler. Freitag: Hedda Gabler. Sonnabend: Im weißen Rößl. Sonntagnachmittag: Wilhelm Tell. Sonntagabend: Im weißen Rößl. Montag: Jm weißen Nößl. Schiller- Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntage wenn eine Organiſatie sicher fig she felt sichtbart Berlin, wie sie ftraße 31/32 Streit aus. Die Dreher Schulz, Schwung, Bm weißen Nökl. Dienstag: Hedda Gabler." nur für den Aufsichtsbezirk nachmittag: Romeo und Julia. Sonntagabend: Im weißen Rößl. Montag: Im Rößl. Mittwoch: Die guten Freunde. Sonnabend: Der Probeso müßten doch die freien Hilfskassen und die Vorortskassen aus- Schubbe, Enulat und Haase, welche in der Nähe der Fabrit fandidat. Sonntagnachmittag: Des Meeres und der Liebe Wellen. Sonntagscheiden. Der Redner empfiehlt schließlich, den Vorschlägen der Streikposten standen, wurden von den Schuhleuten aufgefordert, die abend: Jugendfreunde. Montag: Hedda Gabler. Central- Kommission, durch die die gegebenen Verhältnisse in jeder Umgebung der Fabrik zu verlassen und, als sie dies nicht thaten, abend: Monna Banna. Montag und Dienstag: Monna Banna. Mittwoch: Deutsches Theater. Sonntagnachmittag: Rosenmontag. SonntagWeise berücksichtigt werden, zuzustimmen. sistiert. Gegen die üblichen, hierauf erlassenen Strafmandate legten Ein Boltsjeind. Donnerstag: Monna Banna. Freitag: Einsame Menschen. Nach einer furzen Diskussion wurde den von der Central- die sämtlichen Arbeiter Widerspruch ein und beantragten richterliche Sonnabend: Der arme Heinrich. Sonntagnachmittag: Die Weber. SonntagKommission aufgestellten Leitfäßen in der vorgeschlagenen Fassung Entscheidung. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht wurde abend und Montag: Monna Banna. principiell fast einstimmig zugestimmt. Neues Theater. Allabendlich: Der g'rade Michl.( Gastspiel Hansi Danach gründen die in Berlin und Umgegend bestehenden Orts-, nur der eine der Belastungszeugen, der Schuhmann, vernommen, Niese). Betriebs, Fabrits-, Jnnungs- und Freie Hilfs- usw. Strankenkassen der aussagte: Zusammengegangen seien die Angeklagten nicht, Berliner Theater. Sonntagnachmittag: Ueber unsre Kraft. II. Teil. dem Namen„ Central Kommission da der sondern jeder für sich allein; die Chaussee Sonntagabend: 100 000 Thaler. Montag: Alt- Heidelberg. Dienstag und Mittwoch: 100 000 Thaler. Donnerstag: Alt- Heidelberg. Freitag: Krankenkassen Berlins und Umgegend" eine Ber- straße eine der belebtesten Straßen Berlins sei, so hätten 100 000 Thaler. Sonnabendnachmittag: Savonarola. Sonnabendabend: einigung, die den Zweck hat, alle die Krankenkasse gemeinsam be- die Angeklagten den Verkehr insofern gehindert, als andre Passanten alt- Heidelberg. Sonntagnachmittag: Ueber unsre Kraft. II. Teil. Sonntag rührenden Angelegenheiten zu fördern sowie eine gedeihliche Weiter- ihnen hätten ausweichen müssen. Auf die Vorhaltung, daß dies abend: 100 000 Thaler. entwicklung der Kassen und Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit doch bei jedem Menschen, der sich auf der öffentlichen Straße 17. Mai, nachmittags: Martha. Sonntag, den 24. Mai, nachmittags: Der Theater des Westens. Allabendlich: Gräfin Dubarry. Sonntag, den herbeizuführen. Ferner soll die Kommission den Verkehr zwischen den Krankenkassen vermitteln, wenn dieselben in der Gesamtheit bewege, in gleicher Weise der Fall sei jedermann weiche eben Berschwender. oder ein größerer Teil derselben von den Behörden oder andren dem andern aus, dies sei das Wesen des Verkehrs auf der Straße Organisationen um ihre Mitwirkung ersucht werden. mußte der Beamte zugeben, daß anders auch vorliegend die Die Selbständigkeit der einzelnen Stassen- resp. Kaffengruppen- Sache nicht gewesen sei, da die Angeklagten völlig getrennt von Vereinigungen, hinsichtlich der Verwaltung ihrer eignen Angelegen- einander und an ganz verschiedenen Straßenteilen fich auf heiten, soll in feiner Weise beeinträchtigt werden. gehalten hätten. Auch sonst konnte der Schutzmann irgend Der Zweck der Vereinigung soll erreicht werden durch: a) Ge- etwas Auffälliges in dem Verhalten der Angeklagten nicht meinschaftliches Vorgehen zur Herbeiführung günstiger Abschlüsse mit angeben, er habe fie nur sistiert, weil der Apotheken, Aerzten, Krankenhäusern, Kliniken, Droguisten, Badedie Leute, die Streit= Anstalten, Bandagisten und andren Lieferanten für Krankenkassen. Seviervorstand ihm b) lleberiwachung der Ausführung der gemachten Abschlüsse. c) Ver- poft en standen, als zu Sistierende bezeichnet mittelung der Uebernahme des Heilverfahrens, in Heilstätten der habe. Der Schutzmann fügte noch hinzu, daß die AnLandesversicherung und andren Anstalten, in Erholungsstätten und geklagten zwar auf seine Aufforderung weitergegangen, aber nach Bädern, da, wo es die Kassenvorstände angebracht finden, d) Event. einiger Zeit wiedergekommen seien. Die entscheidende Frage des Balle. Thalia Theater. Allabendlich: Der Posaunen- Engel. Nur Sonntag, den 17. Mai: Auf eignen Füßen. Sonntag, 17. und 24. Mai, nachmittags: Charleys Tante. Residenz Theater. Allabendlich: Lustige Ehemänner und Nach dem Leffing- Theater. Sonntag: Der blinde Passagier. Montag: Der blinde Baffagier. Dienstag: Geschlossen. Mittwoch, Donnerstag und Freitag: Der blinde Passagier. Sonnabend: Dame aux Camélias, S. Bernhardt. Sonntag: Phedre Bohémos. Sonntag, den Kleines Theater. Allabendlich: Nachtasyl. Trianon- Theater. Allabendlich: Die Notbrüde. Central Theater. Allabendlich: Madame Sherry. 17. und 24. Mai, nachmittags: Die Fledermaus. Belle- Alliance Theater. Allabendlich: Die Lebendigtote. 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Und dieser ersten Ursache der Bank von England möglich ist, läßt sich darum noch nicht in Das Ende der Reichsanleihe. Konzertzeichnerei.- Das Nellamebebürfnis schließt sich als zweite das zunehmende starke Paradebedürfnis der Deutschland mit seinen wesentlich anders gearteten Bankverhältnissen der Großbanken. Die„ Kölnische Zeitung" über die Zeichnungsmodalitäten. Nang abzulaufen, das sie nicht nur alles mitnehmen heißt, was großen Banken an, das Bestreben, einander bei den Zeichnungen den einführen. Während die Lage des deutschen Eisenmarktes sich in den letzten Der amerikanische Eisenmarkt. Deutsche und amerikanische Eijenindustrie. irgend zur Beteiligung Lust verspürt, sondern sie auch dazu bestimmt, Wochen nicht unbeträchtlich günstiger gestaltet hat und durch größern Wie vor einigen Tagen offiziell gemeldet wurde, ist jetzt der den Subskriptionen der Kundschaft noch aus Eignem ansehnliche Absatz im Inlande erfekt wurde, was im Vergleich zum März durch Restbetrag, den die Reichshauptkasse aus der Begebung der neuen Portionen hinzuzufügen. den geringeren Export nach Amerika und England verloren dreiprozentigen Reichsanleihe noch zu fordern hatte, völlig eingezahlt Selbst manche mit der Hochfinanz gute Beziehungen unter ging, zeigen die Berichte aus den Vereinigten Staaten worden zwei Wochen vor dem auf den 26. Mai festgesetzten End- haltende Blätter haben denn auch im Hinblick auf den Ausgang der eine weitere Abflauung des dortigen Eisenmarktes. Der Preis für termin. Deutlich flingt aus der Nachricht, wie sie Wolffs Bureau Anleihe in den letzten Tagen allerlei Betrachtungen über die Unzu- Gießerei- Roheisen ist, nachdem er erst, vor kurzem um 50 Cents in alle Welt hinausgesandt hat, eine starke Genugthuung heraus; aber länglichkeit der heutigen Zeichnungsmodalitäten angestellt und schöne( 2,10 M.) pro Tonne ermäßigt worden war, vor einigen Tagen das relativ gute Ende, womit die Anleihe schließt, vermag nicht Vorschläge zur Abhilfe gemacht; darunter auch die Köln. Btg.". wiederum um 50 Cents gefallen und zugleich ist der Preis für Stahldarüber hinwegzuhelfen, daß sie im Grunde eine Enttäuschung be- Sie forderte Maßnahmen zur Befestigung und Sicherung des fnüppel von 31 auf 29 Dollar zurückgegangen. Motiviert wird diese deutet, und der bittere Sohn, mit dem die englische Finanz- Börsenkurses". Die jetzige Art, die Anleihen öffentlich aufzulegen, Herabsetzung damit, daß es gelte, der deutschen Eisen- und Stahlpreffe die siebenundvierzigfache Ueberzeichnung behandelte, eine habe allerdings bisher zur Befriedigung des Geldbedarfs des einfuhr in Amerika entgegenzutreten. Es braucht aber kaum gejagt gewisse Berechtigung hatte, wenn auch bei der englischen Transvaal- Deutschen Reiches und der Einzelstaaten geführt, aber im Grunde zu werden, daß wenn Bedarf und Nachfrage noch die gleichen wären, Anleihe es im ganzen ebensowenig an jener spekulativen Konzert- sei das angewandte Verfahren doch nur ein Scheinmanöver bedent- wie im Januar und im Februar dieses Jahres, die amerikanische zeichnerei gefehlt hat. Schon daß, ungeachtet der enormen Ueber- lichster Art, das von der„ Gediegenheit der preußischen und Gisenindustrie sich ebensowenig jetzt durch die deutsche Einfuhr beirren zeichnung der deutschen Reichsanleihe, ein recht ansehnliches so- deutschen Verwaltungsgrundsäße" seltsam abweiche. Besser als laffen würde, wie sie sich damals und im ganzen vorigen Jahr in genanntes schwimmendes Material" übrig blieb und fich alsbald das uneingeschränkte Gehenlassen seien immerhin noch die früheren ihrer Preispolitik durch den deutschen und englischen Import stören nach Auflösung des großen Bankentonsortiums ein Unterkonsortium Sperrerklärungen. Als Gegenmittel gegen die heutige Konzert- ließ. Gerade daß man drüben seit kurzem so äußerst empfindlich zur Uebernahme des Restbetrages bilden mußte, war ein recht starter zeichnerei empfiehlt das Blatt, daß gleich bei der Zeichnungs- gegen die fremde Eiseneinfuhr geworden ist und sie durch PreisDämpfer auf die Begeisterung, mit der, als sich die 47fache Ueber- aufforderung bekannt gegeben wird, daß diejenigen Zeichnungen, ermäßigungen auszuschließen sucht, beweist, daß die Nachfrage mehr zeichnung herausstellte, dieses Resultat jubelnd verkündet wurde, welche die Verpflichtung zur Uebertragung in das Reichsschuldbuch und mehr nachläßt und der Import dem Absatz der einheimischen begleitet von allerlei schönen Betrachtungen über das tiefe Vertrauen enthalten, vorweg in vollem Umfange berücksichtigt werden. Die Industrie hindernd in den Weg tritt. des deutschen Volkes natürlich nur des befizenden zu den nachträgliche Berücksichtigung solcher freiwillig abgegebenen Er Ob auch diesmal die Abflauung des amerikanischen Eisenmarktes, Reichsfinanzen, das in diesem glänzenden Ergebnis zum Ausdruck klärungen sei gewiß sehr erwünscht, aber sie tönne nicht jene Boraus wie im Spätherbst vorigen Jahres, bald wieder vorübergeht, ob fie täme. Man fann wirklich der englischen und amerikanischen Preise verkündigung ersetzen. Zwar hätte in diesem Falle nicht darauf den Anfang einer hereinbrechenden Krise bedeutet, läßt sich von hier nicht gar zu sehr berargen, wenn sie einen Lachkitzel verspürte gerechnet werden können, daß der ganze aufgelegte Beaus bei der durchweg start tendenziösen, widerspruchsvollen Berichts obgleich sicherlich John Bull und Uncle Sam in finanzieller Betrag von 290 Millionen dem Reichsschuldbuch zugeführt würde, erstattung der amerikanischen Handels- und Börsenpresse nicht beziehung sehr viel vor ihren eignen Thüren wegzukehren finden. aber immerhin wäre es sehr nüßlich gewesen, wenn auf urteilen. Wie an dieser Stelle schon wiederholt hervorgehoben ist, Sensationsmache überall! Wie auf dem Gebiete des Theater- diese Weise sehr viele Stücke aus dem offenen Markte weggenommen besteht zwischen dem Aufschwung der deutschen Eisenindustrie in den wesens und in der modernen Journalistik mit ihren Vegiertiteln und und in dauernde feste Hände übergeführt worden wären. Nicht minder Jahren 1895/1900 und der Hochkonjunktur in der amerikanischen ihrer Ersetzung inneren Gehalts durch würzende Paprika- Beigaben, dürfte es, meint das rheinische Blatt, zweckmäßig sein, besser als Eisen- und Stahlindustrie während der letzten Jahre ein wesentlicher so wird auch auf dem Finanzgebiet das Sensationsbedürfnis immer bisher zu ermöglichen, daß alle diejenigen fleineren Kapitalisten Unterschied, und es können deshalb die amerikanischen Markterscheinungen mehr zum wichtigsten Faktor. Einen treffenden Beweis lieferte im vorweg berücksichtigt würden, die bereit wären, am Zeichnungstage nicht einfach nach der Analogie der deutschen beurteilt werden. Die borigen Jahr dafür die hundertfache Ueberzeichnung der russischen selbst das ganze von ihnen gezeichnete Kapital bei den Zeichnungs- Profperität der deutschen Eisenindustrie in den Jahren 1895/1900 Anleihe, als wären die optimistischen Budgetberichte des Herrn Witte stellen oder bei öffentlichen Staffen bar zu bezahlen, und welche fich wurde besonders bewirkt durch die Ausweitung der technischen mehr als intereffante Bilanzierungskünfte und die russischen Staats- dadurch als ernste Sparer darstellten. Produktionsmittel, durch die Anlage neuer und die Ausdehnung papiere die sichersten Anlagewerte der Welt, und einen gleich vollbestehender industrieller Betriebe, durch die Ingebrauchnahme neuer gültigen Beweis liefert dafür jetzt wieder die Unterbringung der Maschinerien usw. Die im Jahre 1900 hereinbrechende Krise war neuen deutschen Reichsanleihe. Es Es kann zugegeben werden, demnach auch vor allem eine Produktionsmittelkrise. In dem Aufschwung daß das große Angebot in Reichsanleihe, das alsder amerikanischen Eisenindustrie spielt aber dieses Moment nur eine bald nach dem Abschluß der Substription hervortrat und sekundäre Rolle; ihre Prosperität wurde hervorgerufen durch den rapiden den Kurs der neuen Werte statt nach oben, nach unten tendieren Ausbau des amerikanischen Eisenbahnneges in den vergangenen Jahrenließ, zum Teil eine Ursache in der seit kurzem eingetretenen Verim letzten Jahre wurden z. B. über 1200 deutsche Meilen neuer Gesteifung des Geldmarktes hat; es fann ferner zugestanden werden, leise gelegt, ohne die zweiten Geleise, Neben- und Rangiers sowie daß die Geldknappheit durch den Abfluß deutschen Geldes nach die Straßenbahngeleise, ferner durch die starke Bauthätigkeit und London für die Transvaal- Anleihe noch mehr gesteigert worden ist, die zunehmende Anwendung eiserner Materialien bei den Bauten und schließlich, daß thatsächlich die Erfahrungen bei den letzten Analler Art. Demnach läuft die Frage, ob eine Krise der amerikaleihen manche Kapitalisten in der Erwartung einer neuen nischen Eisenindustrie bevorsteht, darauf hinaus, ob in allernächster folossalen Ueberzeichnung bestimmt haben, diesmal noch weit Beit eine starke Abnahme der Eisenbahn- und sonstigen Bauthätigkeit höhere Beträge zu fubskribieren, als sie anlegen wollten in den Vereinigten Staaten zit erwarten ist; und diese Frage läßt und können; aber alle diese Gründe erklären doch nur zu sich nicht so ohne weiteres beantworten. einem bescheidenen Teil den Unterschied zwischen dem ersten großen Emissionserfolg und der späteren Aufnahme der nenen Werte. Die Hauptursache besteht zweifellos in der zu einem Spekulationsfport ausgearteten fogenannte Konzertzeichnerei, d. h. der bloßen Von andren Seiten wird verlangt, daß die englischen Substriptionsbedingungen, wie sie neuerdings wieder bei der Transvaal- Anleihe gestellt worden sind, auch in Deutschland zur Anwendung kommen. Es soll die Kautionsforderung, die heute durchweg von den Zeichnungsstellen ihrer Kundschaft gegenüber nicht erhoben wird, stritte eingehalten werden, und zwar soll gleich bei der Zeichnung eine gewisse Barzahlung( 3 oder 4 Proz.) verlangt werden, der später bei der Buteilung eine weitere Barzahlung in doppelter oder dreifacher Höhe des ersten Betrages hinzugefügt werden muß. Daß durch die Vorschläge der Köln. 8tg." die eine feste Kapitalanlage suchenden Kapitalisten allerdings nicht, wie sie meint, die fleinen, fondern vornehmlich die mittleren- gegenüber den spekulativen Zeichnern bevorzugt werden würden, ist zweifellos. Die sogenannte Konzertzeichnerei würde aber ebenso wenig durch diese wie durch die englischen Maßnahmen ferngehalten werden. Der Erfolg würde nur fein, daß die kleine zu Gunsten der größeren Spekulation zurückgedrängt würde. Das zeigen deutlich die Vorgänge bei der Transbaal- Anleihe. Schon wochenlang, bevor der Zinsfuß und der Emissionskurs bekannt waren, fanden große Blancoverläufe mit beTat. BAER SOHN Unter Preis! Englische Regenmäntel 15 M. Chausseestrasse 24- a- 25 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20 zwischen Invalidenstr. u. Schiller- Theater N. zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr. Ecke Koppenstrasse( am Bürger- HospitaD Special- Haus grössten Massstabes. M. Grüne Herren- Joppen. 85 P. Schwarze Lüster- Jackets 225 Gestreifte Lüster- Jackets 325 Schüler- Joppen- Anzüge Knaben- Wasch- Anzüge 90 Knaben- Wasch- Blusen v 50 von 80 18 M. an Frühjahr- Paletots. 45, 36, 27, 21, 18, 15, Raglan- Paletots Moderne, elegante neue Stoffe Frühjahr- Anzüge 50, 45, 40, 36, = 33, 30, 27, 8 M. 21 M. 30, 27, 24 24, 21, 18 15 M. 65, 50, 45, 6 M. Schwarze Genrock- Anzüge 40, 36, 33 27 M. 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Länge 110 mm. 100 Stück 12.50 M Netto- Gewicht 100 Stck. 660 Gramm. Kisteninhalt 100 Stück. Länge 121 mm. 100 Stück 19.50 M. No 52 Consumo Netto- Gewicht 100 St. 680 Gramm. Länge 128 mm Kisteninhalt 100 Stück 100 Stück 5.00 M. U. F. T. Havana- Import. U. F. T. Havana- Import. N96! Este Netto- Gewicht 100 Stck 850 Gramm. Kisteninhalt 100 Stück Länge 120 mm. 100 Stück 13.-M. Netto- Gew cht 100 Stek. 740 Gramm. Kisteninhalt 100 Stück Länge 132 mm. 100 Stück 20.- M. Netto- Gewicht 100 St. 650 Gramm. Länge 128 mm Kisteninhalt 100 Stück 100 Stück 6.00 M. No43 Trapero Netto- Gewicht 100 St. 500 Gramm. Länge 112 mm Kisteninhalt 100 Stück 100 Stück 4.00 M. No124 Zellna Netto- Gewicht 100 St. 520 Gramm. Länge 105 mm Kisteninhalt 50 Stück... 100 Stück 12.00 M. No 128 Rococo Netto- Gewicht 100 St. 600 Gramm. Länge 118 mm Kisteninhalt 50 Stück 100 Stück 12.50 M. No 138 Comercial Netto- Gewicht 100 St. 430 Gramm. Länge 105 mm Kisteninhalt 50 Stück. 100 Stück 13.50 M. 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So erscheint die Zunahme der weiblichen auf diese Gruppen oder Rubriken allein beziehen sich die Ver- Erwerbsarbeit in Agrarländern, die zum Industriestaat übergehen, gleiche der Miß Collett über die Zahlen der verheirateten Arbeite- viel stärker, als in Ländern, die schon lange Zeit von der Industrie Ich meinerseits habe die und ihrem Geist und Wesen beherrscht sind. Die so geringe relative Nimmt die gewerbliche Arbeit von Frauen aus der Arbeiterklasse rinnen in den Jahren 1881 und 1891. zu oder ab? Meine Bemerkung in einem Artikel der„ Socialistischen denken erheben können, beiseite gelassen und mich lediglich auf Miß Collet nicht auf die Frauen aus der Arbeiterklasse, sondern Zahlen der Gruppe der 20-25jährigen, gegen die sich noch Be- Zunahme der weiblichen Erwerbsarbeit in England entfällt nach Monatshefte", daß„ Anzeichen vorliegen, als ob in dem Maße, als Monatshefte", daß„ Anzeichen vorliegen, als ob in dem Maße, als sich die wirtschaftliche Lage der männlichen Arbeiter verbessert, auch die der 25-45jährigen beschränkt. Gegen fie findet sich in dem auf die Frauen und unverheirateten Mädchen aus den bürgerlichen die gewerbliche Arbeit der Frauen aus der Arbeiterklasse zurückgeht", ganzen Artikel des Dr. Sinzheimer keine Silbe, denn hier kommt Klassen. Sie sagt das nicht aus Schönfärberei, denn sie erklärt hat die Genossin Lily Braun veranlagt, im Vorwärts" vom 28. April in der That die gefundene Mindestzahl der wirklichen Zahl der ver- wiederholt den Prozentsatz der erwerbsthätigen Ehefrauen aus der heirateten Arbeiterinnen am nächsten. Lehrt dies schon eine Arbeiterklasse außerordentlich hoch"( S. 27), für bedauernswürdig 1908 die Richtigkeit dieser Bemerkung lebhaft in Zweifel zu ziehen. einfache Neberlegung, so wird es zum lleberfluß noch durch hoch"( S. 5) usw., fie zeigt sich auch keineswegs als Gegnerin Obwohl ich der Frage nicht diejenige Bedeutung beilege, die sie eine Specialerhebung aus dem Jahre 1894 bestätigt, bei der die weiblicher Berufsthätigkeit, sondern setzt z. B. auf S. 24/25 an offenbar in den Augen der Genossin Braun hat, will ich doch nicht verheirateten Arbeiterinnen Lancashires wirklich gezählt wurden und einem Vergleich zwischen der Frauenarbeit im wesentlich agrarischen ermangeln, den angefochtenen Satz näher zu begründen. Wie die Genossin Braun schon bemerkt hat, stützt sich meine die über deren Zahl von Stadt zu Stadt fast dieselben Abweichungen Süden und der des industriellen Norden Englands auseinander, um Bemerkung vornehmlich, wenn auch nicht ausschließlich, auf die Er- aufweist, wie die betreffenden Mindestzahlen der 25- bis 45 jährigen wie viel die als Beruf aufgefaßte weibliche Arbeit der Gelegenheitsbei Miß Collett. arbeit überlegen ist, die von Mädchen geleistet wird, für welche die hebung über die Frauenarbeit, die Miß Clara Collet im Auftrage des britischen Arbeitsamtes über die Frauenarbeit vorgenommen und schreibt, die Untersuchung der Miß Collett habe„ von den 51 städtischen bildet. Aber als Statistikerin hatte sie Thatsachen festzustellen, Uebrigens ist es auch unrichtig, wenn die Genossin Braun Erwerbsthätigkeit nur eine vorübergehende Phase in ihrem Leben in einem 1894 von diesem Amt veröffentlichten Bericht niedergelegt Sanitätsdistrikten mit über 50.000 Einwohnern nur 19 herangezogen". und diese summiert sie S. 72 wie folgt:" Die Arbeit verheirateter hat. Es sind die Folgerungen dieses Berichts, soweit sie sich auf Auch das fonnte mur schreiben, wer den Bericht nicht aus eignem Frauen ist zurückgegangen, die bloße Gelegenheitsbeschäftigung hat die Fabrikarbeit verheirateter Frauen beziehen, welche die Genossin Studium fennt. Braun unter Berufung auf eine 1895 im Archiv für sociale GesetzThatsächlich umfaßt die Untersuchung alle abgenommen, und die geringe Zunahme in der Gesamtbeschäftigung städtischen Sanitätsdistrikte. gebung erschienene Kritik aus der Feder Dr. L. Sinzheimers ansicht Aber sie enthält nebenbei eine Anzahl von Frauen und Mädchen ist der Zunahme von jungen Frauen und oder vielmehr als wertlos hinzustellen sucht. Ich kann jedoch das Special- Zusammenstellungen, und eine davon bezieht sich auf 19 der Mädchen unter 25 Jahren mit bestimmten dauernden Berufen und betreffende Urteil Dr. Sinzheimers nur bedingt, das der Genossin wichtigsten Centren der Baumwoll- und Bekleidungs- der zunehmenden Beschäftigung von weiblichen Personen aus der Braun überhaupt nicht anerkennen. Industrie Englands, in der die Frauenarbeit eine so große bürgerlichen Klasse zuzuschreiben." Was wir, wenn sich diese Erfahrung weiter bestätigt, aufzugeben Vorausgeschickt sei folgendes: Miß Collet ist Statistikerin von Stolle spielt, und über die Miß Collett die Ergebnisse von SpecialBeruf. Sie war als Hilfs Fabritinspettorin thätig gewesen, hatte Erhebungen zur Verfügung standen, die eine Kontrolle der vorhaben, tann hier unerörtert bleiben. Sicherlich nicht den Kampf für an den rühmlichst bekannten Charles Boothschen Erhebungen über erwähnten Mindestzahlen erlaubten. Bei den Schlüſſen, die sie aus die Befreiung der Arbeiterklasse von ökonomischer Ausbeutung und Londoner Arbeiterverhältnisse und andren Erhebungen mitgearbeitet, dieser besonderen Zusammenstellung zieht, unterläßt aber auch Miß politischer Unterdrückung, für die zweckdienlichste Organisation der ehe das britische Arbeitsamt sie mit der hier in Frage stehenden Er- Collett nie zum Ausdruck zu bringen, daß es sich da um Teil- menschlichen Arbeit und die Gleichheit aller Gesellschaftsmitglieder hebung betraute. Ist es denkbar, daß eine solche Persönlichkeit, deren resultate handelt. Im ganzen", schreibt sie hinsichtlich ihrer zu- ohne Unterschied des Geschlechts. allgemeine Sachkenntnis und hohe Unparteilichkeit Dr. Sinzheimer ſammenfassend, im ganzen scheinen wir folgern zu dürfen, und Frau Braun ausdrücklich anerkennen, solch widersinnige Zu- daß in diesen Städten, wo die Arbeit verheirateter Frauen sich am Briefkaften der Redaktion. sammenstellungen liefern, daß das britische Arbeitsamt solch wider- stärksten geltend macht, der Prozentsaz der berufsJuriftifcher Ceil. finnige Angaben unter seinem Titel in die Welt schicken wird, als thätigen verheirateten Frauen Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends wie die Genoffin Braun sie uns vorführt? Miß Collet müßte un- liegt absolut kein Grund vor, der Miß Collet Voreiligkeit in ihren von 7 bis 92 Uhr abends ftatt. Geöffnet: 7 Uhr. wiffender sein wie der jüngste ABC- Schüße der Dekonomie und Schlüssen vorzuwerfen. Dies um so weniger, als der allgemeine Census Englands Statistik oder allen Verstand verloren haben, um derartig konfuses Zeug zu Tage zu fördern, wie es die Genoffin Braun sie vortragen thatsächlich für das in Frage kommende Jahrzehnt einen Rückgang läßt. Indes braucht man nur einen Blick in den Bericht der Wiß tamen in England auf je 100 beschäftigte Männer und Knaben: der Frauenarbeit in sehr wichtigen Industriezweigen auftveist. So Collet zu werfen, um sich zu überzeugen, daß die Dame bei Aufstellung ihres Berichts und der darin enthaltenen Tabellen durchaus Abnahme bei Sinnen war und wirklich noch ganz gut wußte, daß das Ganze pro 100 nicht fleiner ist, als wie der Teil. männliche Arbeiter M Die Sache ist kurz folgende. abnimmt". Es 1881 1891 " " " " " In der Kammgarn- Industrie 180 Seiden- Industrie 224 " Baumwoll- Industrie 163 156 Stickerei 2c. 172 Frauen u. Mädchen 8 201 23 " " " 7 " " " 167 120 " " " 287 Ed. Bernstein. einen bei dem Batentamt zugelassenen Batentanwalt( die Liste ist im zweiten 5. 64. Wenden Sie sich in Patentsachen an das Patentamt oder an Teil des Adreßtalenders verzeichnet), oder an den Vorstand des Verbandes deutscher Batentanwalte, Unter den Linden 11. 2. 32. Ihr Mann wird als Ausländer wahrscheinlich nicht zum Vormund ernannt werden. Eine 100. 1. Mein: wenden Meldung, wie Sie sie fürchten, findet nicht statt. Sie sich beschwerdeführend an den Kreisausschuß. 2. Unverständlich. 3. Der Anlieger hat kein Recht, das Gemeindeland zu bebauen. Was Sie mit Bezahlung der Ausmessungskosten meinen, ist nicht klar. 4. Nein. D., Potsdam. 1. Etwa ein halbes Jahr. 2. Ja. Sie könnten Miß Collet sucht in ihrem Bericht unter anderm ein Bild zu nur eine Berichtigung auf Grund des§ 11 des Preßgefezes herbeiführen. geben, wie sich in den Städten und Industriecentren Englands das E. N. 100. C. F. 25. Amtsgericht II, Hallesches Ufer 29/31. ziffernmäßige Verhältnis der verheirateten zu den ledigen Arbeite1. Eine bestimmte Arbeitszeit für erwachsene männliche Arbeiter oder für rinnen stellt. Nun unterscheidet aber die englische Arbeitsstatistik im Lehrlinge schlechthin besteht nicht. 2. Zu Arbeiten am Sonntag find Sie G. 2. 23. Eine Strafanzeige kann Erfolg haben. allgemeinen nicht zwischen verheirateten und unverheirateten Ueberhaupt war in den Berufen, die über ein Prozent der nicht verpflichtet. D. K., M. B. 50. 1 und 2: Nein. E. F. 1. Legen Sie den Arbeiterinnen, sondern nimmt nur die verschiedenen Altersklassen berufsthätigen weiblichen Personen umfaßten, die Zahl dieser im Sachverhalt dar, geben Sie Zeugen dafür an und erheben Sie Widerklage. auf. Und da half sich Miß Collett dadurch, daß sie den Zahlen aller Durchschnitt von 28,11 auf 27,75 pro Taufend aller weiblichen Per- H. D. Das Mitglied hat das Recht, anwesend zu sein, zu stimmen, berufsthätigen weiblichen Personen, wie sie die Arbeitsstatistik er- fonen von über 10 Jahren gefallen. Die sehr geringe Zunahme auch mit Erfolg einen Beschluß des von Ihnen gedachten Inhalts nicht zu giebt, die Zahlen der vom allgemeinen Census festgestellten ledigen weiblicher Arbeiter, die der englische Census von 1891 gegen 1881 respektieren. 21. B. 77. 8ur Heirat nehmen Sie Ihre und Ihrer weiblichen Personen der betreffenden Altersklassen gegenüberstellt. überhaupt verzeichnet, nämlich 0,37 Prozent aller weib- Braut Geburtsurkunden, Ihre Militärpapiere und, falls Ihre Braut noch Die Differenz, die sich da je nachdem als Ueberschuß aller Arbeite- lichen Personen von über 10 Jahren, entfällt in der nicht 21 Jahre alt ist, die Einwilligung des Vaters( oder falls der Bater rinnen über die ledigen weiblichen Personen herausstellt, bezeichnet Hauptfache auf Gewerbe, die unter ein Prozent der weiblichen verstorben, der Mutter) oder des Vormunds zum Standesbeamten mit. Goltzstraße 46. Die Praris schwankt. Genoffe, Fehrbellinerstr. 31. fie als die Mindestzahl der verheirateten Arbeiterinnen. Sie soll Arbeiter umfaßten. 1. Ja. 2. In Breslau. A. B. M. Der Wirt muß die Firma wieder besagen, daß mindestens soviel von der betreffenden Arbeiterinnen- Ein sehr bemerkenswertes Symptom, das aber vorläufig eben anmalen lassen. M. W. 1. Nach unsrer Ansicht sind sie wahlberechtigt. gruppe verheiratete Frauen waren. nur ein Symptom ist. Ob in ihm mehr als eine bloß 2. Die Eltern sind, soweit sich dies ersehen läßt, nicht erbberechtigt. Das ist nun soweit ganz unanfechtbar. Es ist aber klar, daß gelegentliche Erscheinung zu suchen ist, wird sich zeigen, wenn 3. S. 16. Ihr Sohn soll die Kaffe bei der Aufsichtsbehörde auf diese Mindestzahlen sich um so mehr von der Wirklichkeit entfernen die genauen Benjuszahlen des lezztabgelaufenen Jahrzehntes vor- Bahlung des Strankengeldes und Ersatz der Kosten verklagen und 3. W. Ja. werden, bezw. ihr um so weniger entsprechen, je mehr die unter- liegen. Dasselbe gilt, wie ich ausdrücklich in meinem außerdem den Unfall der Bau- Berufsgenossenschaft melden. Saffe. Gegenüber dem Urteil wäre ein neues Verfahren aussichtslos. fuchte Altersgruppe ledige Personen umfaßt, die überhaupt keine Artikel hervorgehoben habe, von der obenerwähnten C. S. 1876. Mein; wenn Sie nicht vor dem 25. Mai nach W. verBerufsthätigkeit ausüben. Das gilt denn auch thatsächlich Thatsache des Rückganges der Zahl der erwerbsthätigen Ehefrauen ziehen, sind Sie nicht dort, sondern nur hier wahlberechtigt. Teltow: von der ersten Rubrik der betreffenden Collettschen Tabellen. aus der Arbeiterklasse. Die Genoffin Braun ereifert sich da ohne jeden Kanal. Liefbau- Berufsgenossenschaft in Berlin. Ruhrort. 1. Steine; Da sind alle berufsthätigen weiblichen Personen von über Grund. Ich habe in Bezug auf die zukünftige Cheform feine be- es tann aber der Besitz von Unterhaltsmitteln( etwa 300 bis 500 Mart) zehn Jahren allen ledigen weiblichen Personen von fonderen Wünsche", die, wie sie liebenswürdig andeutet, meine Ge- verlangt werden. 2. Nein. F. K. Wenden Sie sich an einen Batentüber 10 Jahren gegenübergestellt, also auch alle die Schul- danken über das, was thatsächlich vor sich geht, beeinflussen könnten. anwalt, z. B. Neue Wilhelmſtr. 13. F. W. 22. Wie wiederholt von mädchen und sonstigen berufslosen Haustöchter, um mit der Genossin Mein Wunsch geht nur soweit, daß ich alle menschliche Wesen, ob uns dargelegt ist, schreibt das Einkommensteuer- Gesetz ausdrücklich vor: von Braun zu reden. Gegen die Mindestzahlen dieser Rubrik richten sich Männer oder Frauen, in die Lage versezt sehen möchte, als gleich steuerpflichtiges Einkommen 3000 Mart nicht übersteigt, ist für jedes Familiendem steuerpflichtigen Einkommen eines Haushaltungs- Vorstandes, dessen fünf Sechstel der Sinzheimerschen Kritit, und diese wäre bis auf den berechtigte Angehörige des Gemeinwesens nach ihren Anlagen und mitglied unter 14 Jahren der Betrag von 50 Mart in Abzug zu bringen; Punkt über dem i. berechtigt, wenn Miß Collett diesen Zahlen irgend Neigungen sich zu bethätigen, was darüber hinausgeht, da mögen sind mindestens drei Familienmitglieder unter 14 Jahren vorhanden, so welchen Indikationswert hinsichtlich der wirklichen Zahl der ver- die fünftigen Generationen nach ihrer Façon selig werden. findet auf jeden Fall eine Ermäßigung um eine Stufe statt. Heirateten Arbeiterinnen beigelegt, auf Grund ihrer irgend welche Folge- Einstweilen sehe ich die Menschen, und gerade in der Reklamieren Sie also schleunigst. T.. 1890. 1. u. 2. Nein. rungen gezogen hätte. Das ist aber nirgends der Fall. Und Miß Arbeiterklasse, an der überkommenen Che- und Familienform A. F. Sie müssen sich an einen Notar menden, an welchen ist gleich. Collett fonnte auch gar nicht auf den Gedanken kommen, auf Grund festhalten. Und außer Zweifel scheint mir, daß der besser- Die Kosten richten sich nach der Höhe des Objekts. Die Adressen der Notare dieser Rubrik solche Schlüsse zu ziehen, weil da in den meisten gestellte Arbeiter, der Familie hat, auf die Erwerbsarbeit finden Sie im zweiten, die Sprechstunden im ersten Teil des Adreßbuches. Arthur F. 1. Gegen den ablehnenden Bescheid des Oberpräsidenten Fällen die Zahl der Ledigen die der Verheirateten übertrifft, feiner Frau mit Vorliebe Verzicht leistet. In fünf Arbeiterbudgets, steht einem Deutschen das Recht auf Klage an das Ober- Verwaltungsgericht das heißt, statt einer Mindestzahl eine Minuszahl von ver- die der Ingenieur H. Beck am Schlusse seiner fürzlich erschienenen innerhalb 14 Tagen zu. 2. Der Stäufer kann nicht einseitig zurücktreten. Heirateten Arbeiterinnen herauskommt. Miß Collett hat vielmehr, Schrift über die Löhne der deutschen Maschinenbauer mitteilt, weisen. K. 68. Aus dem Pfandrecht oder Zurückbehaltungsrecht an einer Samit auch kein ungeübter Leser ihrer Tabellen etwa auf falsche Schlüsse beim qualifizierten Arbeiter die Rubriken Lohn der Ehefrau und Sache, z. B. für rückständige Miete, folgt für den Inhaber mangels einer gerät, die Mindestzahlen durch den Druck von den Minuszahlen Nebenerwerb der Ehefrau Gedankenstriche auf, desgleichen bei einem entgegenstehenden Vereinbarung nicht das Recht, das Pfand zu verkaufen unterscheiden lassen, und Seite für Seite findet man bei ihr unter Handlanger mit stärkerer Familie( aber feinem Säugling), wo einige oder es als Eigentum zu behalten. Der Pfandinhaber hat nur das Recht den Tabellen die Note:" Der Ueberschuß der ledigen über die be- der Kinder schon im Erwerbsalter find. Das find herausgegriffene auf Bahlung zu flagen und dann pfänden zu lassen oder eine öffentliche schäftigten Personen ist in großem Fettdruck, der der beschäftigten Beispiele, die allein noch keine Beweiskraft haben, aber da die Schrift Bersteigerung des Pfandes„ Arbeiterrecht" S. 156) vornehmen zu lassen. Der B. N. 1. Ja. 2. Das geht aus lettere Weg ist weniger kostspielig. des Herrn Beck in diesem Punkte ganz tendenzlos ist, haben sie doch dem Statut der Stasse hervor. über die ledigen in schrägen Zahlen angezeigt. H. M., Oranienburg. Ja. Ein Jrrtum über den Wert der Differenzzahlen ist danach nicht einen gewissen Anzeigewert. Ferner ist es mir seiner Beit auf- G.. 18. 1. Wenn Sie nicht Ehebruch nachweisen können, so müßten möglich. Es ist durchaus kein Widerspruch, daß in Bury in der gefallen, daß bei einer Diskussion, die vor einigen Jahren in der Sie nun zunächst auf Wiederherstellung des ehelichen Lebens flagen. Erst Rubrit aller Altersklassen zusammen ein fleinerer Ueberschuß der Frauen- Kolumne der„ Cooperative News" über die Frage gepflogen wenn trok obfiegenden Erkenntnisses die Ehehälfte ein Jahr lang nach RechtsBerheirateten sich ergiebt, als in der Rubrik der Altersklasse von 25 wurde, ob sich für verheiratete Frauen die Fabritarbeit lohne, fraft des Erkenntniffes fich fern hält, kann wegen böslicher Berlassung ge Pflugftr. 1. Zuständig bis 35 Jahren. In Manchester zeigt die erstere Rubrik ein Minus die überwiegende Zahl der, wie flagt werden. 2. Corneliusstr. 3, Quergebäude. gefagt, lediglich von zur Zwangsvollstreckung ist der Gerichtsvollzieher des Amtsgerichtsbezirks, 7,282, es ift aber nirgends dies als ein An Frauen, und zwar in der großen Mehrheit von Frauen in dem der Verurteilte wohnt. 2. Es fann eine Zwangsvollstreckung solange zeichen dafür hingestellt, daß es in Manchester gar feine ver- aus der Arbeiterklasse eingesandten Antworten fehr ent wiederholt werden, bis Zahlung erfolgt ist. Böhland. Scharfrichter find Heirateten Arbeiterinnen, sondern sogar etwas wie Minus- Arbeiterinnen schieden verneinend ausfiel. Es mag dabei viel Vorurteil, viel Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft. Sie werden nicht gegen festes Gehalt, gegeben haben soll. Dr. Sinzheimer sagt wenigstens, wenn er die Modephraseologie mitgespielt haben, aber das Publikum der sondern gegen Accordlohn beschäftigt. Bestimmte Zuständigkeitsgebiete niw. Zahlen für Bury anführt, daß es sich um Mindest zahlen handelt, Cooperative News" besteht in der Arbeiterbevölkerung der Industrie- giebt es daher nicht. Welcher Scharfrichter eine Hinrichtung vollzogen hat, die Genoffin Braun aber läßt furzweg Miß Collet für Burh die centren Englands, und nicht ob das, was die Arbeiterklasse denkt wird nach der Hinrichtung bekannt gemacht. Um die Namen der Scharf Zahl sämtlicher verheirateten Arbeiterinnen" als geringer wie und wonach sie handelt, unter allen Gesichtspunkten richtig ist, war die Zahl der einen Altersklasse angeben. Da eine böse Absicht in meinem Artikel festzustellen, sondern nur, wie sie denkt und wie. D. 300. Unbedeutende Körperfehler.-. M. Es kann bei Privat gegenüber Miß Collett ausgeschlossen ist, muß ich annehmen sie handelt. Und mit Bezug auf unser Thema steht es in Deutsch flagen vom Kläger Vorschuß( zehn Mark) gefordert und von der Vorschuß wofür auch andre Bemerkungen ihres Artikels sprechen, daß sie land wie in England außer Zweifel, daß die Arbeiterklasse mit zahlung der Fortgang der Klage abhängig gemacht werden. felbst den Collettschen Bericht gar nicht in der Hand gehabt hat, großer Bähigkeit an der überkommenen bürgerlichen Familienform In beiden Fällen haben die andern Mitglieder Recht. 50. A. und G. K. sondern ihn nur aus zweiter Hand kennt. festhält, deren charakteristische Merkmale die Einzelehe, der Einzel- Ohne Einsicht in das Testament und ohne mündliche Rücksprache läßt sich Ewald M. Borläufig Ist aber die hier gekennzeichnete Rubrik für die Ermittelung haushalt sind, und daß der besserbezahlte Arbeiter es zu vermeiden eine derartige Nachlaßfrage nicht beantworten. haben Sie zu zahlen. Ist der Reklamation stattgegeben, so erhalten Sie der wirklichen Zahl der verheirateten Arbeiterinnen wertlos, so gilt sucht, daß seine Frau für den Erwerb zu arbeiten hat. das zu viel Gezahlte zurück. B. 125. Die Naturalisierung eines Ausdas Gleiche nicht von den Rubriken derjenigen Altersklassen, in Wenn die gewerbliche Frauenarbeit trotzdem in Deutschland noch länders ist von dem Willen der höheren Verwaltungsbehörde( Berlin: denen man nur wenige ledige weibliche Personen antrifft, die zunimmt, so ist das zum großen Teil Folge der socialen Ver- Bolizeipräsident, Provinz: Oberpräsident) abhängig. Die Naturalisation feinem Erwerb oder Beruf nachgehen. In der Gruppe der 20- bis schiebungen, die mit der Ueberflügelung der Landwirtschaft durch die foftet 50 M. Aussicht auf Gewährung der Naturalisation liegt in Ihrem 25jährigen ist ihre Zahl schon ziemlich gering, und sie ist noch viel Industrie, bezw. des platten Landes durch die Stadt verbunden sind. Falle vor, wenn der Antrag von den betreffenden Professoren unterſtüßt wird bon Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 16 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. " " M. M. 100. 1. Ja und 2. Nein. richter fümmern wir uns nicht. F. M. 1. Ja. 2. Das wird von der Staatsanwaltschaft mitgeteilt. Kleine Anzeigen. Waldvögel spottbillig, auch für Wiederverkäufer. Schnelle, Große Frankfurterstraße 13. +7 1390b Anzeigen für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstr. 69. bis 4 Uhr angenommen. 2. R. 100. Obstgeschäft verkaufe Umstände Gemüse und Vorkostgeschäft, Holz, Halbrenner spottbillig Wilhelm- Eleganten Kinderwagen verkauft, halber, auch bermiete. Dusella, Kohlen, Rolle, wegen Strankheit ver- ftraße 121, Portier. 13985 10 Mart, Czerney, Stralauer Allee 17e. 1661 llerandrinenstraße 44. 13856 fäuflich. Rigdorf, Steinmetzstraße 144. 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