Nr. 110. Erscheint täglich außer Montag Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mr., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,80 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preislifte für 1892 unter Nr. 6662, Vorwärts 9. Jahrg. Jufertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr Abends, an Sonna und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Zevu spredj- Anschluß: 3mt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Gefreifer Tück. Unseren Lesern ist die Schießaffäre in der Wrangelstraße noch in frischer Erinnerung. Bei der am 9. Mai vom Raiser vorgenommenen Besichtigung des 3. Garderegiments soll, nach den Meldungen bürgerlicher Blätter, der Gefreite Lück Gegenstand einer Auszeichnung geworden sein, über die wir zwei Berliner Preßorgane berichten laffen wollen: " Mittwoch, den 11. Mai 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " befriedigte eine Uebertretung, die mit einem polizeilichen hundert nicht gehört, wegen einer That, gegen welche die Strafmandat in Höhe von drei Mark gebüßt wird, hatte der Gesammtheit des Volkes auf das Energischste reagirt hat. Reichstag am 16. Februar 1892 eingehend diesen Krieg im Der Kaiser ist, so sagen seine Freunde, ein moderner Frieden behandelt und mit großer Mehrheit die von der Militär- Menfch", und er hat in der That gezeigt, daß er ein lebhafteres budget- Kommission eingebrachte Resolution angenommen: Interesse für bedeutsame Fragen hat, die unsere Zeit bewegen. „ Die verbündeten Regierungen zu ersuchen:... auf eine Auch deshalb dünkt es uns eine Unmöglichkeit, daß Wilhelm II., thunlichste Einschränkung der Militärposten, insbesondere in der das Wort gesprochen hat:„ Wir leben im Zeichen verkehrsreichen Gegenden hinzuwirken; eine den veränderten des Verkehrs!" einer Einrichtung in solcher Weise sein Lob Berliner Zeitung:. Berliner Tageblatt: Verhältniffen entsprechende Revision der Bestimmungen über zollt, die ein Hohn auf weltstädtisches Leben und Treiben ist, die " Der Gefreite Lück von der Bei der gestrigen Bataillons- den Gebrauch der Schießwaffen seitens der Militärposten herbei sich als eine Satire auf die raftlos wogende Fluth des Verkehrs 8. Kompagnie des 3. Garde- besichtigung des dritten Garde- zuführen." darstellt. Wäre die Schießinstruktion durch die kaiserliche Aus Regiments zu Fuß, welcher vor Regiments ließ der Kaiser ReDie Affäre Lück veranlaßte die städtischen Behörden Berlins, zeichnung mit einem höheren Glanze umgeben, so wäre für abKurzem den Arbeiter Brandt gimentskolonnen formiren, rief die Betitionen an den Reichskanzler wegen des Gebrauchs der fehbare Zeiten die Sicherheit für Leib und Leben überall da, wo in der Wrangel- Straße alsdann den Grenadier Lück, erfchoß und gleichzeitig den der vor Kurzem auf Posten den Schießwaffen durch die Militärposten zu erneuern( Stadt- Wachtposten stehen und instruktionsgemäß schießen, gefährdet. Arbeiter Treber verwun- Schuß abgegeben hatte, durch verordneten- Versammlung vom 7. April). Wir kennzeichneten Ganz gleich ist es, wer sich in dem Bereich der Geschosse bewegt, dete, hat für sein instruktions- den zwei Männer schwer ge- unseren Standpunkt( Borwärts" Nr. 80 vom 3. April) wie ob Bring, General, Kommerzienrath oder Proletarier mäßiges Verhalten auf Poften troffen wurden, vor die Front mancherlei Anerkennung ein- und ernannte ein- und ernannte ihn mit den folgt: Und auch darum däucht uns die neueste Wendung der Affäre Lück geheimst. Nachdem er von seinem Worten zum Gefreiten: " In der Hand eines jungen Menschen liegt das Leben nicht unmöglich, weil die Auszeichnung dieses Soldaten ein verhängnißHauptmann, Major und Obersten freiter Lick! In Anerkennung blos Desjenigen, der mit ihm irgendwie in Konflikt geräth. Die voller Stachel für strebsame Elemente der Armee wäre, sich auch, durch Belobigungen und Geld- Deine 3 forretten Benehmens Kugel, die den Lauf verläßt, bedroht Jeden, der zufällig in ihren so oder so, seine Auszeichnung zu verdienen. Wie leicht ist ein gefchente ausgezeichnet worden auf Poften ernenne ich Dich Bereich geräth, fie bedroht nicht blos die Passanten, sondern auch war, ist ihm die höchste Ehre, zum Gefreiten. Ich hoffe, daß die Bewohner der Häuser, in deren Umkreis das fleinkalibrige Anlaß gefunden, wie zahlreich sind die Vorkommnisse, die nach welche einem Soldaten wider Du auch fernerhin Dich durch Gewehr in Attion tritt. Wer in der Wurfbahn des Geschosses berühmten Mustern zum Schießen einladen! fahren kann, durch den Kaiser Muth und Entschlossenheit aus fich bewegt, ist verloren. Schuldig oder unschuldig, die Kugel felbst zu Theil geworden. Wir zeichnen wirst, und daß Du macht teinen Unterschied. Und sie wird auch treffen, wenn des erfahren darüber das Nach- ftets dem Regiment Ehre machen Bufalls Spiel einen Minister, einen General, einen Prinzen oder gefagt: Wir erwarten eine amtliche Erklärung. stehende: Am Sonnabend Abend wirft. Darauf reiche ich Dir sonst einen Mächtigen in den Bann ihrer ballistischen Kurve traf plöglich bei dem genannten die Sand!" Nach einem fräftigen bringt.... Aber die Instruktion ist befolgt.... Mögen auch Truppentheile eine Depesche des Händedruck ließ der Kaiser Züd Menschenleben nuglos geopfert werden: Inhalts ein, daß sich der Gewegtreten. Die Nachricht, daß freite Lück sofort nach der Ka- derselbe schon am Tage nach Es ist freilich ein Verbrechen, wenn ein Trunkener die ferne des Kaiser Franz Garde- jenem Vorfall vom Regiments Schildwache hänselt, ein Verbrechen, das nur mit Strömen Blutes Grenadier- Regiments zu be- Rommandeur zum Gefreiten er- gefühnt werden kann. Das Strafgesetz freilich würde den Frevler geben habe, um sich dort bei nannt worden sei, ist falsch. mit etlichen Tagen Haft, mit einer Woche Gefängniß büßen. Berlin, den 10. Mai. dem obersten Kriegsherrn per- Lück war auch gestern zum Aber der grobe Unfug wird zum Majestätsverbrechen, wenn er Der alte Kurs. Die sozialpolitischen Geheimbdes fönlich zu melden. Der Kaiser Dienst ohne Knöpfe am Kragen, verübt wird gegen zweierlei Zuch. Die beleidigte Majestät des räthe können sich nicht genug thun, um dem Unternehmerempfing den Soldaten im Offizier das Abzeichen des Gefreiten, er- Militarismus heischt sofortige Ahndung, er ist Berlegter, Kläger, thum ihre so aufrichtige wie hingebende Liebe zu versichern. Rajino, erkannte an, daß Lück schienen." nur im Sinne der maßgebenden Befehle gehandelt habe, und überreichte ihm schließ lich selbst sein Bildniß, welches die eigenhändige Unterschrift des Kaisers trug. Die faiserliche Huld sollte Damit aber noch nicht erschöpft fein. Als am Montag Morgen um 8 Uhr die drei Bataillone des dritten Garde- Regiments dem Raiser auf dem Tempelhofer Felde vorgeführt wurden, ließ Der Monarch nach beendigtem Ererziren die drei Bataillone ein offenes Karrée bilden, ritt in die Mitte desselben und rief mit lauter Stimme:„ Gefreiter Lück!" Als der Gerufene vorgetreten war, reichte der oberste Kriegsherr Lück die Hand und fagte:" Ich gebe Ihnen vor dem ganzen Regi-| mente für Ihre treue Bflichterfüllung hier. mit die Hand, es ist eine Ehre für das Regiment, wenn so brave Soldaten ihm angehören!" Der Kaiser ermahnte dann noch die Truppen, bei ernsten Vorfällen fich ftets ihrer Pflicht bewußt zu bleiben." „ Ge= 27 Die Katze, die Katz' ist gerettet." Zum Schluß wiederholen wir, was wir schon im Anfang Politische Itebersicht. Richter und Nachrichter in Einer Person. Er vollstreckt sein Ur- Erst kürzlich sprachen sie durch den Mund der„ Nordtheil am Delinquenten ohne Prozeß, vermittelst eines summa- deutschen Allgemeinen Zeitung" ihre Ansicht aus, es sei rischen Verfahrens, deffen blutigen Lakonismus tein Standrecht nun genug des grausamen Spiels mit der- Redensart übertrifft. Schonzeit für Wild haben wir glücklich in Deutsch- der Sozialreform von oben. Und in der neuesten Nummer land, Schonzeit für die Menschen sollte auch der des offiziösen Blattes( Nr. 218 vom 10. Mai) wird derFriedens. Wie viele Verwundete und Todte sollen noch das selbe Faden eifrig gesponnen. Die Bergwerks- Novelle giebt Blachfeld der Straße bedecken, bis dem kulturwidrigen Zu- auch hier wieder den Anlaß zu dem feierlichen Geständniß stand, der heute und zwar nur in Deutschland herrscht, ein Ende eines Verzichts auf den Versuch des Versuchs, soziale Politit gemacht wird? Schutz dem Bürger, fort mit der Schieß- zu treiben. Da heißt es: instruktion!" Es erscheint uns nöthig, den Sachverhalt nochmals festzustellen, obwohl oder gerade weil wir die neueste Phase in der Geschichte des Lück für ein Märchen aus Tausend und Einer Nacht halten, das sich vielleicht im asiatischen Osten leibhaftig zutragen mag, nicht aber in einem westeuropäischen Gemeinwesen, das sich ein Rechts- und Kulturstaat nennt. Wir nehmen von der Meldung der Bourgeoisblätter nur deshalb Aft, weil wir ein sofortiges amtliches Démenti in schärfster Fassung provoziren wollen. Eine amtliche Erklärung im Reichs- Anzeiger", die zur Aufhellung der Sachlage mindestens so noththut, wie die am 9. Mai im Ab geordnetenhause verlesene Kabinetsordre ohne Datum, eine Ertlärung, die hoffentlich nicht so lange auf sich warten läßt, wie der Erlaß gegen Ententeich- und Demolirungspläne. Daß ein Soldat seine Instruktion erfüllt, ist seine Pflicht. Tödtet er dabei einen, zwei Menschen, trifft er den Schuldigen und wie leicht ist dessen Schuld und daneben einen Un,, Gerade Diejenigen, welche es mit dem Schuße der Ara beiter am ernftesten nehmen, müssen wünschen, daß, nachdem durch die Reichsgesehgebung auf diesem Gebiete neue und zwar weitgehende, eben erst in Kraft getretene Anordnungen getroffen find, nunmehr eine Frist gegeben werde, in welcher sich die Praxis mit den neuen ihr vorgeschriebenen Bedingungen abzu finden hat. Unsicherheit darüber, ob die getroffenen Anordnungen dauernde sein, oder vielleicht schon bald durch andere weitergehende ersetzt werden möchten, fann weder dazu dienen, ein gutes Verhältniß zwischen den Arbeitern und den Arbeitgebern zu fördern, wohl aber die Lehteren zu Zweifeln führen, ob das noch Kommende nicht die Weiterführung ihrer Betriebe unmöglich machen werde. Wer also, ohne dem Geschehenen Zeit zu lassen, sich einzuleben, auf weitere und weitgreifende Berfchärfungen der Arbeiterschutzbestimmungen hindrängt, stellt damit nicht nur das Erreichte in Frage, sondern auch den Zweck, zu welchem es geschaffen wurde. Soll der Arbeiterschuß den sozialen Frieden fördern, so muß diese Wirkung versagen, wenn daneben eine agitatorische tritt, welche dem Arbeiter fortgesetzt ins Ohr flüstert, für ihn sei noch lange nicht genug geschehen." Ruhe ist die erste Bürgerpflicht, und wenn die Arbeiter schuldigen, so erhellt die Verwerflichkeit des Zwanges dieser In- aufsässig werden, wird der Kapitalist sein gewinnreiches Geschäft nicht weiter betreiben. So alt diese Drohung ist, Gin Betrunkener, der Arbeiter Brandt, hänselt es war in struktion. Geht der Posten straflos aus, der Bürgerblut inftrut so blöde ist sie auch: in England, in der Schweiz, in der Nacht vom 1. zum 2. April - den vor der Kaserne des tionsgemäß vergoffen hat, so ist das sein Recht. Ein betrübendes, Desterreich, allerorten ist sie der Widerhall der Plusmacherei 3. Garde- Regiments zu Fuß aufgestellten Posten, einen gewiffen ein mit Blut und Thränen geschriebenes Recht, aber doch immer auf die Arbeiterschutz- Bewegung. Und überall erweist sie Lück. Der Posten ladet, der Berauschte ergreift die Flucht und hin sein Recht. fich als klägliche Flause. Freilich die Industriellen zittern wird von der Schildwache über den Haufen geschossen. Ein Jedoch es erscheint unmöglich, daß diese That, die ein un- vor dem leisesten Hauch einer Reform, und für sie ist jeder bedeutendes Delikt mit dem Tode sühnt und einen Unbetheiligten Baragraph eines Arbeiterschuh- Gesezes ein ſtrafgeseßlicher wird burch bas treffsichere Geschoß des fleinkalibrigen Gewehrs zum Krüppel macht, durch den obersten Kriegsherrn, der zugleich Baragraph. So spricht die" Norddeutsche" mit Recht von gleichfalls zu Boden geworfen und schwer verwundet. Die Presse König von Preußen und deutscher Kaiser ist, in dieser Weise Süttenkönige in Rheinland und Westfalen Felsenherzen? in einer befürchteten„ Berschärfung": Haben die Grubeit und wird diesmal der Ausdruck der öffentlichen unverfälschten belobt werden könnte. Die hösischen Geschichtsschreiber des Sehen sie nicht, daß die Geheimbderäthe in der That den Meinung, welche gebieterisch eine Beseitigung jener Kultur- Breußenthums feiern die Hohenzollern deshalb, weil sie den guten alten Kurs getreulich innehalten? Es ist kein Wachtposten Grundsatz Friedrich II. verwirklicht, daß der König der erste sozialpolitischer Löwe, der Herr Geheimbderath,' 3 ist nur gestattet, Bürger im Staate sei. Akzeptirt man die hösische Auffassung der Schreiner Schnock, der schlohweiß und schlotternden Gine lebhafte und den Fridericianischen Grundfah, so erscheint schon aus diesem Gebeins Buße thut, daß er auch nur eine Minute das gekommen ist, Gesichtspunkt jene Schießprämie als eine Unmöglichkeit. Die Sicher sozialreformerische Löwenfell getragen. widrigen Schießinstruktion heischte, die den H Preußisches Landtags Wahlrecht. Wie die den Gebrauch der scharfen Patronen nicht nur sondern auch gegebenen Falls aufnöthigt. fnüpfte sich in den Blättern, in Versammlungen, in den weitesten heit für Leib und Leben der Bürger zu garantiren, ist eine hervor Streifen der Bevölkerung an diesen Vorfall, der die Nothwendig ragende Aufgabe der Staatsgewalt. Und der Monarch, der in preußische Regierung sich die aus Anlaß der Steuerreform teit einer Reform finnenfällig zeigte. Schlag auf Schlag waren seinem während des Prozesses Heinze veröffentlichten Erlaß fich nothwendig gewordene Aenderung des Landtags- Wahlrechts biele tödlichen Schießübungen im tiefſten Frieden auf einander als den Schirmherrn der Gefeße ausdrücklich bezeichnet hat, wird denkt, verkündet eine offiziöse Korrespondenz, in der es heißt: gefolgt. As der Poſten vor der Reichsbruderei auf einen Bürger feinen Soldaten auch noch belobigen wegen einer That, die ge- An der Grundlage des jezigen Wahlſyſtems, bem auf be Schoß, weil er Nachts ein natürliches, Bedürfniß auf der Straße rechtfertigt ist durch eine Einrichtung, welche in unser Jahr: Besteuerung begründeten Dreiklassensystem mit indirekter mittel der Reaktion nicht antaſtet. " " Judenflinten." " Jm Reichs Anzeiger" 111 vom 10. Mai lieft man: zeugen, was eigentlich diese merkwürdige Feier zu bedeuten hat. Man thut ja seine Pflicht, indem man am Biertisch nach Noten über die Arbeiter schimpft; es dürfte aber Manchem merkwürdig anders zu Muthe werden, wenn er sich die Mühe gäbe, aus eigener Anschauung die zu lernen. Bedeutung der Maidemonftrationen fennen au Die Berliner Arbeiterschaft hat in einer großen Zahl ruhiger und würdiger Versammlungen in und um Berlin den neuen Arbeitertag begangen. Störte auch die schlechte Witterung etwas die Festfreude, so haben die Arbeiter doch bewiesen, daß fie auch ohne die Vormundschaft der bürgerlichen Klaffen fähig sind, würdige Feste zu feiern. Natürlich wird dieser friedliche Ausgang auf bas starke Aufgebot von Sicherheitsorganen zurückgeführt, beileibe nicht auf den guten Willen der Arbeiter; die wackere Gesellschaft hat sich selbst wieder einmal gerettet, auch wenn gar keine Gefahr droht." . -OW und öffentlicher Wahl soll selbstredend festgehalten| marckischen Ausnahmegesetze nur ein schöner Schein", die werden." Es gelte das Dreiklassen- Wahlsystem Brotzölle blos eine Sinnestäuschung, die schmachvolle Unterneu zu befestigen und dauernd zu sichern." drückung der bürgerlichen Freiheit durch die Bismarck, Wenn der Deutschfreisinn gegen diese volksfeindlichen Ab- Puttkamer und Genossen eine Halluzination böswilliger fichten Einspruch erheben will, so kann er dies in der De- Nörgler gewesen sind. batte über den deutschfreisinnigen Antrag, betreffend das Landtags- Wahlrecht, der demnächst zur Verhandlung kommen wird. Aber warum stellt die tapfere Landtags- Fraktion Nr. " In der gestrigen Mittheilung über die Ahlwardt'sche nicht den Antrag auf Einführung des allgemeinen, geheimen, Broschüre Neue Enthüllungen Judenflinten" muß es unter gleichen, direkten Wahlrechts für den preußischen Landtag? Nr. 2 heißen:" Die Firma Löwe war durch Kontrakt verWird er auch abgelehnt, so hätte der Liberalismus, wenn pflichtet, bis ultimo Januar 1892 die letzten Waffen abzugeben, er nicht blos dem Namen nach so heißen will, seine Pflicht nicht, wie in der Broschüre gefagt ist, am 1. Juli 1892." erfüllt. Jedennoch der Deutschfreisinn hütet sich, gegen ein Irrthümlich war gestern, statt 1. Juli, 1. Januar 1892 als der Wahlsystem Sturm zu laufen, das ihn vor dem Eindringen Zag angegeben, welchen die Broschüre genannt habe." der Sozialdemokratie in das Haus am Dönhoffsplatz schützt. Miserabel oder nicht, das Dreitlassen- Wahlsystem ist wasser- merken, wie es eine Eigenthümlichkeit der deutschen BourVogelstraußpolitik. Wir hatten wiederholt zu beDem Verdienfte seine Krone! Der Lütticher dicht, und der Deutschfreifinn weiß, warum er dieses Schuß- geoisie ist, alle ihre Niederlagen in Siege und die Siege Gemeinderath hat am 9. Mai zu der Verordnung des ihrer Gegner in Niederlagen umzulügen, und die Gefahren Bürgermeisters, durch welche die für den 1. Mai geplanten Na, na! Die Hamburger Nachrichten" bezeichnen die dadurch zu entfernen, daß sie den Kopf in den Sand steckt, Kundgebungen verboten wurden, seine nachträgliche ZuMeldung, daß Fürst Bismarck gegen einen Reporter Straf- um dieselben nicht zu sehen. Die Aeußerungen unserer Stimmung ausgesprochen und 12 500 Franks zu Belohnungen antrag wegen Beleidigung gestellt habe, als eine willfür: Bourgeoispresse über den 1. Mai bildeten ein ergögliches für die Polizei bewilligt. Belgien ist gerettet. Die Polizei liche Erfindung". Fürst Bismard habe, seitdem er nicht Pröbchen dieser Taklik. Jetzt finden wir in der" Magde- wird auch fernerhin beweisen, daß sie unentbehrlich und bemehr durch seine amtliche Stellung dazu genöthigt sei, keinen burgischen Zeitung", die uns schon manchmal Vergnügen lohnenswerth ist. Strafantrag wegen Beleidigung mehr gestellt. Die Bis- gemacht hat, ein neues klassisches Exempel. In einem Die Maifeier in Lodz. Aus Warschau wird uns mard, Beleidigung" war angeblich in einem Wirthshaus- Leitartikel über die französischen Gemeindekommt dieses sinnreiche Blatt zu dem geschrieben: Die auch vom Vorwärts" gebrachte Nachgespräche begangen worden. Sollen wirklich die auto- a blen daß in diesen Wahlen zwei Parteien richt, daß in Lodz ein Streit sämmtlicher Fabrikarbeiter graphirten Strafformulare ausgegangen sein? Oder wirkt Schluß, die Thatsache besänftigend, daß ER„ ein dem aktiven Staats- schwere Niederlagen erlitten hatten: die klerikal- monarchisti- zu Gunsten einer Lohnerhöhung ausgebrochen sei, ist Sozialisten. Da wir, unrichtig. Den Anstoß zu diesem eigenartigen Streit gab Leben entrückter Privatmann" ist?" Oder denkt ER daran, ichen Parteien und die daß ein gewiffer Jemand im Sachsenwalde als Heckenreiter auch bei denkbar bescheidenstem Vertrauen in die wiffen- die Maifeier der Lodzer Arbeiter, welche zum mit niedergelassenem Visir Weg und Steg unsicher macht schaftliche Bildung und redaktionelle Züchtigkeit der größten Theile unter dem Einflusse des modernen Sozialisund aus dem Hinterhalte seine Widersacher anfällt? Troy " Magdeburgischen Zeitung", doch unmöglich annehmen muß stehen. Weil eine Feier des Tages, wie in Westalledem wollen wir in Geduld noch einige Zeit des Kommen können, daß die Redakteure in der Schule nicht lesen ge- europa, dort nicht möglich ist, demonstrirten die polnischen den harren. Es ist so schwer zu glauben, daß der Barzinese lernt haben, so forschten wir nach einer psychologischen Er- Proletarier für den Achtstundentag und die Internationalität einmal nicht klärung dieses Räthsels. Und wir fanden sie auch. Bei des Proletariats auf dem ihnen allein zugänglichen Wege flagt! einer genaueren Lesung des Artikels entdeckten wir, daß der Arbeitseinstellung. Und da Sonntags die Fabriken die Magdeburgische Zeitung" in ihrer mordspatriotischen ruhen, so feierten die Arbeiter am 2. Mai. Weil Polizei Vismard's Ruffenpolitik. Wenn die Vossische Beitung" hohe Diplomatie treibt, hört der Kladde Angst vor dem 1. Wtai sich der Befürchtung hingegeben und Militar in brutalster Weise gegen die feiernden Ar der Sozialisten die beiter vorgingen, so haben sie bis zum 6. Mai die Arbeit radatsch" auf, das bevorzugte Wigblatt unseres" Bürger- hatte, während die eine Hälfte thums zu sein. Niemand hat die deutsche Politik zu faule Bourgeoisgesellschaft" mit Dynamit in die Luft ruhen lassen. Jetzt sind die meisten der Feiernden wieder Gunsten des russischen Selbstherrscherthums in schmählicherer Sprengt, würde die andere Hälfte mit fliegenden Blut- in den Fabriken thätig. Wer das heißblütige Naturell der Weise entwürdigt, als Fürst Bismarck, der sich geberdete fahnen" in sämmtliche Gemeindevertretungen Frankreichs Polen kennt, wird diese Demonstration, die zugleich gegen wie ein Statthalter des weißen Baren und sein Glaubens einziehen. Da beides nicht geschehen ist, und die Sozialisten die zarische Bwingherrschaft sich richtete, wohl zu würdigen, bekenntniß in das denkwürdige Sinngedicht zuspizte, er laffe gar kein Dynamit angewandt und" nur" einige hundert verstehen. sich vom Baren Fußtritte gefallen. Erniedrigte er sich zum Gemeindevertretungen erobert haben, so ist das Greffer. Der russische Polizeiminister Generallieutenant Bedienten der russischen Despoten und machte er Breußisch- schwere Niederlage" der französischen Sozialisten! Noch Gresser, Stadthauptmann von Petersburg, einer der Deutschland zum Reich der Hinterrussen, so trat er aller- ein paar solcher Niederlagen" der Sozialisten, und die Gresser, Stadthauptmann von Petersburg, einer der dings nur in die Fußstapfen der preußischen Reaktion, die französische Bourgeoisie hat sich todt gefiegt". Wie wird gewissenlosesten und bösartigsten Schergen des garenthums, ist schwer erkrankt. Ueber die Ursache seines Leidens find vor ihm bereits Bäterchen" gehuldigt hatte. Und als Bis- die Magdeburgerin dann triumphiren! die abenteuerlichsten Gerüchte im Schwange. Er leide, so marck als Entgelt für seine Bedientenrolle, die er noch auf die deutsche Preffe im Spiegel des Auslands. heißt es, an einer inneren Entzündung der Bellenhaut beider dem Berliner Kongreß mit Eifer durchgeführt hatte, von Ein schweizerisches Blatt, der demokratische St. Gallener Beine. Greffer habe sich Einspritzungen mit einem ,, Bitalin" Rußland Fußtritte und nichts als Fußtritie erhielt, da ver- Stadtanzeiger", schreibt in dem„ Berliner Brief" seiner genannten Heilmittel machen lassen, wobei ihm durch einen glich er sich mit dem Lakaien, der angefahren wird, weil er letzten Nummer: unglücklichen Zufall es heiße, die Sprize sei nicht rein nicht schnell genug die Hintertreppe hinaufsteigt, wenn der " Die deutsche Presse ist berühmt durch ihren Muth, nein, gewesen irgend ein fremder Stoff beigebracht worden sei. Herr gefchellt hat. Die Voffische Zeitung" weiß das Todesverachtung ist das rechte Wort. Seit zwei Jahren hat Das Vitalin" selbst solle nach der Erklärung seines Er beffer, und so schreibt sie in der Besprechung eines fie ein neues Feld gefunden, auf dem sie ihre Bravour- finders, des Ingenieurs Gatschowsky, lediglich aus Boray den neuen Kurs vertheidigenden Buches: Berlin- Wien- stückchen zum Besten geben fann: Die Arbeiterfeier jam ersten und Glycerin bestehen und bei verschiedenen Personen be Mai. Fürst Rom" u. ja.: Oder meint man im Ernste, Mit heldenhaftem Zittern verkündete sie in den reits heilend gewirkt haben. Dieses Vitalin", von dem Bismarck habe die Gewaltthaten in Bulgarien gebilligt und letzten Aprilwochen, daß die die bürgerliche Gesellschaft Niemand nichts weiß, scheint die Erfindung eines Bes nichts, aber auch gar nichts von diesem Tag zu befürchten schwichtigungs- Hofraths zu sein. In Petersburg erzählt Desterreich Nachgiebigkeit angesonnen? Mag er immer gefagt haben, Bulgarien sei ihm Hekuba und der ganze Orient alle Maiftürme der Welt sie nicht zu erschüttern vermöchten, man, daß Greffer das Opfer eines nihilistischen nicht die Knochen eines Grenadiers werth; ein Meister der Und nimmt man in den ersten Maitagen irgend ein Blatt von Attentats geworden sei. Diplomatie sagt nicht immer, was er meint, und über die beliebiger Parteimoral zur Hand, so ist es von Anfang bis zu Absichten Deutschlands war Graf Kalnoky unterrichtet genug, um auch die russenfreundlichsten Worte und Schritte des Fürsten Bismarck richtig zu deuten. Die scheinbaren Zugeständnisse an das Moskowiterthum aber konnten dem Fürsten Bismard als die besten Waffen erscheinen, im Augenblicke des Krieges den ganzen ,, furor teutonicus"( Berserkerwuth) zu entflammen. Denn wie völlig mußte Rußland im Unrecht sein, wenn es sich selbst durch eine Nachgiebigkeit des deutschen Kanzlers, welche mit Recht den Unwillen des Volkes erregte, nicht abhalten ließ, über Deutschland herzufallen? Ein einzelner Zug ist noch nicht das Ende des Spiels." Die schmaßende Behaglichkeit des neunmalweisen Philisters, der die sibyllinischen Bücher der Politik so gut versteht, wie der„ graue Freund" das Lautenschlagen, wirft im Kampf der Geister wahrhaft herzerfrischend. Nächstens wird der Denker der„ Vossischen Zeitung" den bündigen Nachweis liefern, daß die bisFeuilleton. Nachdrud verboten.) Am Webstuhl der Zeit. [ 110 Zeitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Der Abschied hatte an der Pforte eines ansehnlichen Hauses stattgefunden, dessen sämmtliche nach der Straße herausgehende Fenster unten durch eiserne Fensterladen, oben durch schwere Vorhänge verschlossen waren. Hier schellte Lange, denn die Hausthür war auch bei Tage verschlossen. Nach einigem Warten öffnete ein riesiger Portier die Thüre eine habe sie stehe in ihrer Tugendhaftigkeit fo bombenfest, daß Ende mit nichts Anderem gefüllt, als mit Telegrammen, Ror Russisches. Nach polnischen Blättern hat am 9. Mai respondenzen, Berichten über die„ harmlose" Maifeier. Mit in Chartow, Moskau und anderen russischen Städten neuer Einphase wird erst dem gläubigen Lefer verkündigt, lich eine Massenausweisung der Juden mit unnachsichtlicher daß die ganze Geschichte auch nicht die kleinste Be Strenge begonnen. deutung habe, daß das Ganze eine Kraftprobe sei, die nicht müde, über die spontanen Aeußerungen der proletarischen über den Werth einer Komödie nicht hinausgehe, und nach- Mordprozek Vulkowitsch. In dem zu Konstantinopel her geht durch die gesammte Presse ein einziger Seufzer der Gr- verhandelten Prozesse gegen die Mörder des bulgarischen leichterung, wenn die Sache abgelaufen ist, ohne daß die ge- Agenten Bullowitsch ist am 11. Mai das Urtheil gefällt fürchteten Bersuche mit den neuesten Sprengstoffen gemacht worden worden. Die Angeklagten Merdjan und Christo wurden find. Ja, sie ist furchtbar tapfer, die deutsche Presse, sie wird des vorsätzlichen Mordes schuldig erkannt und zum Tode Solidarität zu spotten; dies hindert sie aber durchaus nicht, verurtheilt. Naoum und Nicolas Tufektschieff wurden als die kleinsten Kleinigkeiten, die mit der Kraftprobe" in Ver: Anstifter des Verbrechens in contumaciam mit 15 Jahren bindung stehen, sorglich zu registriren. Welche Wonne, Zwangsarbeit bestraft. Diese beiden Tufektschieff befinden nachher sagen zu fönnen: Seht ihr, wir haben's sich sicher unter dem Schutze der russischen Regierung. gleich gefagt, an der ganzen Geschichte ist doch nichts.. Natürlich fällt es den braven Spießbürgern, deren Leiborgan ihnen zum Frühstück die frohe Botschaft " Alles ruhig" bringt, nicht ein, sich einmal selbst davon zu überwelches faft gänzlich von einem Zelte eingenommen" Sie haben in gewisser Beziehung Recht; aber man wurde, in dessen Schatten auf einem Divan mit muß als Homöopath Gleiches mit Gleichem, den Ernst des untergeschlagenen Beinen ein Mann, wie ein Pascha ge- Lebens mit dem Ernst des Strebens zu mildern suchen." kleidet, behaglich dasaß, aus einer langen Pfeife rauchte und" Ja, was wollen Sie, daß ich thue? Ich studire, in sich von einem türkisch gekleideten Mädchen von ziemlicher dem ich mich in alle möglichen Situationen begebe, un Schönheit Kaffee einschenken ließ. Beim Anblick des Besuchs nahm er phlegmatisch die Pfeife aus dem Munde und streckte mit einem vernehmlichen: ,, Allah kerim!" die Hand zum Gruße aus. " Wie? Sie sind es?" rief Lange erstaunt, als er unter dem federgeschmückten Turban das Gesicht seines ehemaligen Schlafgenoffen erkannte. Sind Sie denn zum Islam übergetreten?" " Nur für heute," bemerkte er ruhig und rief dann der improvifirten Türkin ein herrisches: 群 Noch eine Taffe, Sllavin, und eine gestopfte Pfeife!" zu. empfinden zu lernen, wie den Menschen darin zu Muthe sein mag. Im Uebrigen glaube ich in Büchern gerade genug studirt zu haben: Judier, Griechen und Hömer, Mittelalter und Neuzeit kenne ich fast so genau, als wenn ich mit ihnen gelebt hätte, denn ich habe ein fürchterliches Gedächtniß, es ist entsetzlich. Was soll ich da weiter thun? zu Schriftstellern dritten und vierten Ranges herab steigen?" " Sie sollten Ihre Kenntnisse verwerthen zum Besten der Menschheit." und musterte den Einlaß Begehrenden mit mißtrauischen bedienten i lagen inte it a go aft, aber ich würde fortgeschicht. Ich passe nicht in dieses Stand Es ist eigentlich nicht Gitte, Fremde durch Sklavinnen oder Aber wie? Als Lehrer und Dozent müßte ich in das Blicken, worauf er nach Namen und Begehr fragte. ich stelle mir vor, daß ich Sie als einen sehr guten Freund ſyſtem, auch nicht in die große Geſellſchaftsschablone, na Lange war etwas mißmuthig über solchen Empfang und antwortete: Mein Begehren werde ich Ihnen nicht sagen; mein Name steht auf dieser Karte; und nun sputen Sie sich gefälligst, denn ich bin nicht gewohnt, lange zu warten." in meinen Harem eintreten lassen kann." denen man nur sagen darf, was den Mächtigen und Ge was haben Sie denn für Einfälle?" Aber nun sagen Sie mir nur um alles in der Welt, waltigen zusagt, und ich bin nicht arm genug, um mich Leider ist das nicht meine eigene urwüchsige Idee, auch leider zu schlecht, als daß ich als Schriftsteller auf Der Thürwächter schien sich diese Mahnung auch zu tes sondern ich kam dazu, nachdem ich eine Poffe gesehen, die treten möchte, obwohl manche Lente wohl noch schlechter Herzen genommen zu haben, denn er kehrte ziemlich schnell laß Dich einmal in die Wangen kneifen und dann troll nicht bei jeder Bewegung an das Glasdach des Staates zurück und bat den Besuch in höflicherer Weise, die Treppe Dich, ich habe das Türkenspiel satt." hinauf zu gehen. anzustoßen." Das Mädchen wurde zwar etwas verlegen, bot aber Das Haus war äußerst elegant ausgestattet; tunstvolle doch die Wange zu der angedrohten Mißhandlung dar und immer übrig." Fresken zierten die Hausflurwände sowie den Kalk an den enteilte. Treppenwänden, während elegante Teppiche den Tritt auf Ser Platten Borphyrfiusen unhörbar und sicherer machten, Aber eine politische Thätigkeit bliebe Ihnen noch ,, Eine politische Thätigkeit? ich bitte Sie, welche? Ju Gin langweiliges Leben," meinte der Philosoph dann eine von den organisirten Parteien sollte ich eintreten, wo Wie erstaunte aber der Schriftsteller, als er oben in dem einen Tag" hinzubringen, aber schon nach ein paar Stunden Borsaal einen türkischen Sklaven erblickte, der ihn mit über habe ich gefühlt, wie langweilig es sein muß, ein Türke der Brust gekreuzten Armen und tiefer Verbeugung be- zu sein." grüßte. Sie werden sich überall langweilen, weil Sie sich nicht Lange unternahm es, ihn in deutscher Sprache nach entschließen können, etwas Gruftes zu treiben." der die fucht, ja selbst Eigenmuz die Triebfedern find?" Sie haben es mit der Partei des wirklichen Voltes, mit den Sozialisten, noch nicht versucht." " Gut, daß Sie mich daran erinnern; ich habe Ihnen Manches abgehört, was mir ganz gut gefällt; und, glauben Frage verſtanben, tonnte er nicht, ersehen, denn stumm ist ich „ Etwas Ernstes zu treiben? Lebe ich denn nicht, und Sie mir, es würde mir ganz recht sein, wenn ich in einen öffnete derselbe die Thüre zu einem großen Zimmer, Ernsterem zu begehren?" Imit der Zeit immer mehr absterbe." Parteinachrichten. In Sachen Pens findet bezüglich des Magdeburger Urtheils Montag, den 16. Mai, Morgens 9 Uhr, vor dem dritten Straf senat des Reichsgerichts die Revisionsverhandlung statt. Arbeiterzeitung", Genoffe Ruh ba ch, wegen Verächtlichmachung| nehmen müssen. Deshalb appelliren wir nochmals an das So von Staatseinrichtungen zu 3 Monaten Gefängniß als Zusatz- lidaritätsgefühl fämmtlicher Arbeiter, uns in unserer gerechten ftrafe verurtheilt. Bezüglich der Anklage auf Majestätsbeleidigung Sache thatkräftig zu unterstützen, damit wir den Sieg erlangen, Am Sonnabend tamen 1628 M. zur Auszahlung; nächsten erfolgte Freisprechung. -Der Redakteur der Burgstädter Boltsstimme", Sonnabend gebrauchen wir ungefähr 2200 M. Briefe und GeldGenoffe Oskar Fröhlich, wurde wegen eines Artikels zu zwei sendungen find an Karl Kellner, Biethenstr. 66, Hof 4 Tr. bei Nowag zu adressiren. Die Sozialdemokraten des Wahlkreises MindenMonaten Gefängniß verurtheilt. Lübbecke werden vom Mindener Vertrauensmann Ernst Tige zu - In Meran bestellte neulich ein Mitglied des ArbeiterSchneider und Schneiderinnen Berlins! Die nächste einer Konferenz eingeladen, welche Sonntag, den 15. Mai, Nach- Fortbildungsvereins bei der Züricher Buchhandlung des Schweize mittags 8 Uhr, im Lokale des Herrn Wischmeier, Ritterstraße 18 rischen Grütlivereins eine Anzahl Exemplare des Textes der Sigung der Werkstatt- und Geschäftsbelegirten findet Donnerstag, in Minden, beginnt und Mittel und Wege schaffen soll, um die Arbeiter Marseillaise. Die Buchhandlung fandte darauf 100 ben 12. Mai, Abends 8/2 Uhr, im Restaurant Leopold, Mark Agitation einheitlich zu gestalten. Die Parteigenossen der Drte Exemplare eines Blattes, auf welchem neben der Arbeiter- grafenstraße 88, statt. G3 ist nothwendig, daß jebes Geschäft Lübbecke und Rahden werden auf die Konferenz besonders auf- Marseillaise noch vier Lieder, darunter auch das bekannte fatirische und jede Werkstätte vertreten ist und werden alle Kollegen und Poem: mertfam gemacht. Das zied der petroleure", abgedruckt waren. Die Sendung Kolleginnen aufgefordert, Delegirte zu entfenden. Vertrauenswurde auf dem gewöhnlichen Postwege verlangt, der Besteller mann Timm. be D Sächsische Gemüthlichkeit. Der Parteigenoffe Stephan Nowack in Delsnit erhielt von der Amtshauptmannschaft die Ausweisungsordre, weil er nicht Angehöriger des Deutschen „ feit von dem bei Reiches ist und feit längerer Zeit durch agitatorisches Berhalten, insbesondere durch aufreizende und hegerische Gespräche, welche er an öffentlichen Orten zu Jedermanns Gehör zu führen pflege, bei der gutgesinnten Einwohnerschaft Anstoß und ergerniß er Maiforgen der Polizei." Dem regierungsfrommen Straßburger Tageblatt" wurde aus Colmar geschrieben:„ Die fogewordenen Polizei sowohl in Colmar, als auch in der Umgebung sehr ruhig verlaufen." regt habe." Niederträchtiger Verunglimpfung der Arbeiter machte fich wieder einmal die„ Rheinisch- Westfälische Zeitung" schuldig Bezüglich einer früheren unwahren Angabe über die Maifeier der Arbeiter Essens brachte das Blatt der Großindustriellen die Berichtigung in der Form, daß es sagte, aus dem und dem Grunde sei eine polizeiliche Ausweisung der Theilnehmer aus Nächsten Sonnabend findet bei Säger, Grüner Weg 29, zeigen, welch' abhängiges Geschöpf er sei. Soll dagegen Front batte also nicht die geringste Ahnung, daß er mit der Bestellung Musikinstrumenten- Arbeiter und Arbeiterinnen! etwas ungehöriges begehen könne. Die Sendung kam an, ein Wie bekannt, fand am dritten Ofterseiertag in Gera eine löbliches t. t. Zollamt öffnete sie vorschriftsmäßig und fühlte sich Konferenz der Musikinstrumenten- Arbeiter Deutschlands statt, auf verpflichtet, von dem fürchterlichen Inhalt der politischen Polizei welcher eine auf dem Vertrauensmännnersystem beruhende ZentralRunde zu geben. Darauf wurde bei allen„ Verdächtigen" gehaus Organisation beschlossen wurde. Demgemäß hat hier die öffent fucht, und den Empfänger der Sendung sowie noch 5 Mitglieder liche Bersammlung am 4. Mai einen Vertrauensmann gewählt. Gin Gerichtsbeamter in der Arbeiterpartei verhaftete niet terpanammen, die ihre Gewehre mit dem auf Gure Pflicht ist es nun, diesen in seiner Thätigkeit nach Kräften Uniform und 2 gepflanzten Bajonett verziert hatten, forgten durch ihre Anwesen su unterſtüßen. beit bei dem ganzen hochnothpeinlichen Vorgange dafür, daß Abends 8 Uhr, eine öffentliche Versammlung der Delegirten recht viel Aufsehen erregt wurde. Die liberale, Meraner Zeitung" sämmtlicher Fabriken statt( siehe Inserat), in welcher StelKritit, ohne übrigens über den Strang zu schlagen; fie wurde lung genommen werden soll zu den jetzigen üblen Verhältnissen, unter natürlich tonfiszirt, denn wer eine t. f. österreichische Polizei zu welchen wir leben. Unter Benutzung des schlechten Geschäftsgangs sind zum Beispiel Fabrikordnungen erlassen worden, tadeln wagt, der verdient Strafe, und habe die heilige Hermandad die oft aller Menschlichkeit Sohn sprechen, ferner hat man und die Arbeitszeit verlängert, Lohnabzüge vorgenommen auch das allerdümmte Zeug verbrochen. In Düsseldorf wurde der Bildungsverein Frauen und Mädchen auf Grund bes preußischen Bereinsgefeßes auf- ist überhaupt gegen uns vorgegangen, als hätten die betreffenden selbst. Mitgliederliste, Protokollbuch und so weiter sind be- Fabrikanten nur den Moment abgewartet, um dem Arbeiter zu Schlagnahmt. stimme" it nach einer Bekanntmachung des Magdeburger Bolizei- fchlechter werden laffen oder wollt Ihr sie beseitigen helfen? Ja! -Die Beschlagnahme der Nr. 107 ber Magdeburger Bolts- gemacht werden oder nicht? Wollt Ihr die Zustände noch einem Lokal bei Mutter Grün nicht nöthig" gewesen. präsidenten Reßler gemäß Gerichtsbeschlusses auf Grund der muß die Antwort lauten; fort mit der Rebensart:" Es nüßt präsidenten Reßler gemäß Gerichtsbeschlusses auf Grund der doch nichts." Freilich, wenn sich die Mehrzahl fern von jeder Die Eislebener Standalaffäre, bei welcher bekanntlich SS 181 und 185 und 187 des Strafgesetzbuches erfolgt wegen Organisation hält, kommen wir nicht vorwärts; aber wenn wir fogenannte„ reichstreue" Bergleute eine von unseren Parteigenossen Groß- Ottersleben behandelnden Leitartikels, welcher erdichtete Interessen mit Erfolg wahrnehmen. Es ist also nöthig, Fühlung des den Verlauf der sogenannten Maifeier in Magdeburg und uns vereinigen zu einer gefchloffenen Masse, können wir unsere einberufene Versammlung troh ihres ausdrücklichen Ausschlusses und entstellte Thatsachen, sowie Beleidigungen des königlichen unter uns zu gewinnen. Diese erhalten wir zunächst badurch, störten und mit Knüppeln und Todtschlägern auf die Sozial- Polizeipräsidiums und der Schuhmannschaft enthält." Demokraten einhieben, soll demnächst vor der Straftammer zu -Bersammlungsrecht in Bayern. Am 27. März daß jede Fabrik( von den größeren jeder Saal) einen Delegirten Eisleben zur Verhandlung kommen. Die Anflage lautet nicht, sollte in einer Voltsversammlung auf dem Wiesenthaler Hof bei resp. eine Delegirte in die öffentliche Versammlung sendet. In wie allgemein angenommen wurde, auf Landfriedensbruch, sondern Raiserslautern ein Genoffe über Gewerbegerichte referiren, tönnen, genügt es, wenn eine Person diese Funktion übernimmt. Fabriken, wo sich die Kollegen oder Kolleginnen nicht aussprechen nur auf Rörperverlegung. dieselbe wurde aber polizeilich aufgelöst, da eine Frau anwesend Alles Weitere wird sich finden. Nun frisch ans Werk, es nüßt war. Auf die Beschwerde darüber wurde zwar der betreffende burger Freien Gemeinde feinen Beschluß betreffs Auf- am 5. Mai meldete in Erlenbach ein Genoffe wieder eine Zurückgezogen hat das Aeltestenkollegium der Magde- Beamte rettifigirt, aber die Versammlung war und blieb futsch. doch, wenn wir fest zusammenstehen und fest zusammenhalten! Mit kollegialem Gruß lösung dieser Korporation. Diese zurücknahme ist verursacht Boltsversammlung mit dem gleichen Thema an, erhielt aber vom burch einen vom 3. Mai datirten richterlichen Bejehl, wonach Bürgermeister die Antwort, er könne es nicht erlauben, das kgl. den Welteften bei Strafe von 100 M. oder 10 Tagen Haft auf Bezirksamt habe ihm schon vor 14 Tagen erklärt, es dürften gegeben wurde, der Gemeinde am 4. Mai die Versammlungshalle teine Versammlungen stattfinden, damit im Orte Ruhe und fets ist zu Gunsten der Gehilfen beendet. zur Abhaltung der Gemeindeversammlung zur Verfügung zu ftellen; diefem richterlichen Befehl ist zwar nicht Folge gegeben Frieben bleibe. - Das Potsdamer Schöffengericht sprach drei Genossen Aus Leipzig wird uns geschrieben: Die hiesige arbeiterund dadurch die angedrohte Strafe verwirkt, dafür aber machten aus Regin von der Anklage der öffentlichen Verbreitung sozial- feindliche Presse bringt die Nachricht, daß eine Anzahl Buchdie Aeltesten den Auflösungsbeschluß rückgängig. demokratischer Flugschriften frei, weil die Verbreitung von Haus drucker gehilfen sich für die Tarifgemeinschaft ausgesprochen und Sozialdemokratische Partei der Schweiz. Der Grütli u Haus erfolgte und eine andere nicht nachgewiesen werden zwei Kandidaten aufgestellt haben. Es handelt sich dabei jedoch berein Grenchen hat seinen Beitritt zur Partei erflärt. Mitglied- onnte. Der Amtsanwalt hat gegen dieses Erkenntniß Berufung nur um das Zusammenkommen einiger Streitbreder, eingelegt. schaften der Partei haben sich gebildet oder sind im Entstehen begriffen in Solothurn, Neuenburg, Langenthal, Grenchen, Freiburg und Emmishofen. * # * Polizeiliches, Gerichtliches ze. Wegen Beleidigung des Bürgermeisters in Elms horn sollte Genofje Klüß, der gegenwärtig in Glückstadt eine sechs monatliche Gefängnißstrafe verbüßt, noch einen Monat länger der Freiheit entbehren. Das Altonaer Landgericht sprach ihn jedoch frei. Der Vertrauensmann: J. Meyer, O., Andreasstraße 12, III, Der Schuhmacherftreik bei J. Schnur u. Co. in Weißens welche Leute aus ihrer Mitte mit der Kandidatur für die dem nächftige Wahl betraut haben. Wie bereits berichtet, haben sich die Leipziger Buchdruckergehilfen energisch gegen die Tarifgemeinschaft erklärt. Der Schneiderstreik in Winterthur gewinnt an AusDie Maurer Wiens legten wegen Lohndifferenzen die Der Verleger des Schuhmacher- Fachblattes, Reichstags-Freigesprochen wurde ferner der Redakteur Ling- dehnung. Abgeordneter W. Bock in Gotha, wurde vom Amtsgericht zu weiler in Giberfeld, welcher auf Grund des§ 131 an 20 M. Strafe verurtheilt, weil er feiner Zeit den bekannten geklagt war. Auch die fünf Mitglieder der Agitationskommission Arbeit nieder. frühere reaktionäre Miniſter v. Wittlen hat nämlich eine Ber- sprach das Gericht frei. ordnung hinterlassen, nach welcher Geldſammlungen der vorherigen Genehmigung der Ortsbehörde bedürfen, und zugleich eine geheime Instruktion an die Ortsbehörden, in welchen Fällen die Genehmigung zu versagen sei; im Landtag erklärte der Herr dann, Verordnung und Instruktion richteten sich lediglich gegen die Sozialdemokratie. Das jetzige liberale" Ministerium regiert mit der Verordnung und der Instruktion feines reaktionären Borgängers natürlich ruhig weiter. Soziale Lteberlicht. " " Forschungsreise im kapitalistischen Jutereffe. Dr. Reismanu, Redakteur des Zechenorgans Glück auf!" General fekretär des Bergbau- Vereins des Ober- Bergamtsbezirks Dort mund, furz ein gewiefter, schneidiger" Vertreter der Interessen der Grubenbarone, ist nach einer Meldung der Rheinisch- Westf. Zeitung" nach Nord- England abgereift, um die Bergarbeiter- Verhältnisse im Durhamer Bezirk und die etwaige Einwirkung des dortigen Streits auf Deutschland an Ort und Stelle zu studiren. Was dabei herauskommen wird, läßt sich unschwer errathen. Der Streik der Weber und Spulerinnen von Rigdorf und Brik dauert unverändert fort. Die Zahl der Streifenden Aussicherheitspolizeilichen Rücksichten" schlechtweg verbot ist diese Woche bis auf 154 Weber und 51 Spulerinnen gestiegen, Für die Zechenbarone die Kenntniß neuer Kniffe, um die Bergby nur ber schlesische Umtsvorsteher Ertelt zu Dürrgon eine zum so daß nur noch wenige zur Arbeit gehen. In den jeden Vor- arbeiter noch mehr ihren Interessen dienstbar zu machen, für die 8. Mai im Hoffmann'schen Garten zu Roth fretsch am geplante mittag von sämmtlichen Ausständigen besuchten Versammlungen Arbeiter neue Gefahren und für die Kohlenkonsumenten wahrVolksversammlung. herrscht ein sehr reger Geist. Am Sonnabend wurde beschlossen, In Drebach( Sachsen) wurde die Maifeier von der eine Deputation in die eben tagende Gemeindevertreter- Sigung Scheinlich auch. Amtshauptmannschaft mit der Begründung verboten, daß 1. nicht zu senden, welche dort unsere traurigen Verhältnisse zur Sprache mit der nöthigen Bestimmtheit hervorgehe, wer die Feier ver- bringen folle. 3 Gesellen und 2 Spulerinnen begaben sich sofort nstalte, und 2. weil sicherheitspolizeiliche Bedenken obwalteten, nach dem Rathhaus, wurden aber mit dem Bemerken zurückund die Treppe nicht die nöthige Breite. denn der Saal des betreffenden Zotals habe nur einen Ausgang gewiesen, daß nur das verhandelt werden könne, was auf der Tagesordnung stehe. Unter den Meistern hofft man, daß uns In nichtöffentlicher Verhandlung der Straffammer zu die Unterstützungsgelder bald ausgehen werden und wir dann, Bochum wurde der ehemalige Redakteur der„ Gelsenkirchener vom Hunger getrieben, die Arbeit bedingungslos wieder auf " Und er ist daran gestorben?" Briefkaffen der Expedition. Deutscher Arbeiterverein Bern. Betrag für Maifest Beitungen empfangen. und begraben Lassen?? " Wie, Herr Mensch, Sie haben Ihren Onkel wie einen Wie er gelebt hat, Herr Doktor." Er hat Ihnen eine Million hinterlaffen." " Hat er sie mir etwa zu Liebe hinterlassen? Gehen " Sie hätten ein Weib nehmen sollen." Menschen ausgesogen und elend gemacht, als Greis verliebt hätte. Ja, noch in seinen letzten Athemzügen ermahnte er Sie mir mit diesem Geschlecht. Gin Weib? Das wäre das Beste, nicht wahr? Gehen in ein junges hübsches Mädchen, bei dem er vielleicht an mich, recht genau mit den Begräbnißtosten umzugehen, ja Ich habe geliebt, wie ein nichts bentt, als an die jungen Säfte und an die jugend- alles Ueberflüssige zu vermeiden! Das Zettere habe ich wurde verlassen, weil ein er auszusaugen gedachte, allerdings gethan, denn ich habe sogar meine Stiefelfohlen Anderer kam, der zehntausend Thaler Vermögen besaß, wie er seine Schuldner ausgesogen. Und in der Wuth der gespart und bin nicht mit zum Begräbniß gegangen." während Beute verzehrt Welt so, daß man annehmen mußte, ich befäße nur den lich an sein Ende denken." ſpäter erbte ich vierzigtausend; da zeigte ich mich in der er fid), lag er matt und krank im Bette und mußte schließvierten Theil dieses Vermögens. Als solcher liebte ich zum zweiten Male einen blonden Engel, bei dessen Er- Wenn ein solches Geschöpf überhaupt ftirbt, ja. scheinen in meiner Erinnerung mich jetzt noch zuweilen hier Denten Sie, eines Tages schickt er zu mir, melden laffend, Sie; diese Menschen find so erbärmlich, so elend und ver und ba ein Bittern erfaßt. Die verrieth mich auch um daß er im Sterben liege. Ich komme zu ihm; eine freide lommen, daß man am besten thut, ihre Berührung womög eines Menschen willen, der vermeintlicher Weise dreimal weiße Gesichtsfarbe liegt auf seinen mageren Bügen, eine lich ganz und gar zu meiden. Ich habe das ziemlich früh mehr besaß als ich. Infolgedessen habe ich für das ganze abgezehrte Hand streckt sich mir entgegen. Und während und ziemlich scharf empfunden, mich deshalb bei Zeiten Beſchlecht gebauft und ge jeſt und in alle Ewigkeit da- ich nun bente, er wird etwas zu seiner Seele Stärkung und daran gemacht, mir alle Charakterauswüchse auszuschneiden, fär. Mögen Aubere River bie Welt ſehen, meinen zu seines Herzens Trost von mir hören wollen, weshalb ich alle Edigkeiten und Absonderlichkeiten abzugewöhnen und so Gaffee toche ich mir nöthigenfalls noch selbst. Und denken unterwegs in meinem Gedächtniß einschlägige Gedanken von wenigstens annähernd ein dem Ürtypus der Menschheit ähn erzählt er mir mit liches Wesen zu werden." Hagestolz so ärmlich lebte, daß er mein Mitleiden erregte, leuchtendem Gesicht, daß es ihm gelungen, einen großen| Sind aber dabei doch weiter nichts geworden, als ein erträglicher Egoist." Rente von 300 Thalern jährlich zu unterstützen, wofür er zuziehen, so daß ich als sein natürlicher Erbe nicht viel " Ein Egoist, Herr Doktor, wie sollte das sein! Ich bemir jedesmal heiße Dantesthränen weinte. Berluste zu erwarten hätte. Dann gab er mir als feinem gehre nichts, absolut nichts für mich von Anderen." feinem Krankenlager zu erscheinen. bittet mich, an einstweiligen Verwalter gegen genauen Revers die Adressen Fühlen Sie denn nicht, daß so vieles von Da lag er, schwach Der Wenig in and Schuldverschreibungen und wechseln, Bürgschaften und Anderen befißen und bereits verzehrt haben, daß es fraquin fahender Sechsziger, ber muger Siege or unich selbst Kautionen, und jezte mir auseinander, wie wenn ich iſt, ob Sie überhaupt, wenn Sie alles by bol es fraglich kaum liebte, hatte sich in ein junges Mädchen verliebt und seinen Fußtapfen folgte, in ungefähr zwanzig Jahren an befizen, der Welt so viel wiedergeben können, als Sie von tlagte mir, daß er mit allem seinen Reichthume die Liebe die dreißig Millionen eriverben müßte." bes Mädchens nicht erlangen könne, und bittet mich um Imeinen Rath und meinen Trost. " Nicht möglich; er dachte auch an die Vermehrung Wissenschaft arbeiten müssen, damit Sie so viele Kenntnisse „ Er dachte daran und zitterte nur in Besorgniß, ob Sie für wissenschaftlichen Samen aus für die Bukunft? fich aneignen konnten, wie Sie besitzen. Und was streuen seines Rapitals nach seinem Tode?" Ich denke, er ist toll geworden mit seinem eingebildeten Reid hum; aber wer malt mein Erstaunen, als ich erfahre ich auch konsequent und energisch genug vorgehen würde. Sie genießen die Werke der Kunst, ohne selbst ein Kunstchem Namen das Volk einen Geldwucherer belegt, ge- Ropfe heraus, und mit heiserer Stimme fragte er mich, ob Egoismus?" nahm, während seines Lebens den Halsabschneider, mit wel hinterlassen würde, traten ihm die Augen förmlich aus dem Arbeit Anderer, ohne selbst zu arbeiten; ist das nicht spielt, daß er nach und nach troh allen Schicksalsschlägen, ich denn glaubte, daß er sich Zeit seines Lebens gefchunden brauche?" wie er die gelegentlichen Geschäftsausfälle nannte, welche und gewürgt, um sein Geld an die Armen wegzuwerfen? beim Wuchergeschäft unausbleiblich sind, mehr als eine Dabei sah er mich mit so eigenthümlich mißtrauischen Blicken Million erworben. Stellen Sie sich ein solches Geschöpf an, daß ich zu gewärtigen hatte, er würde mich enterben, vor, welches Hunderte und vielleicht gar Tausende von wenn er ernstlich an meinen Wohlthätigkeitssinn geglaubt ,, Bezahle ich etwa nicht Alles reichlich, was ich verWomit?" " Womit? Ei nun, mit Geld!" ( Fortsetzung folgt.) Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum Achtung! zum Achtung! Bentral- Kranken- u. Sterbekassenserem Sollegen Star Stiefelbes Donnerstag, den 12. Mai, Abends 8½ Uhr: Grosse öffentliche gegenüber keinerlei Berantwortung. Sozialdemokratische Versammlung für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis Theater. im Lokale des Herrn Joel, Andreasstr. 21. Tagesordnung: der Tischler und anderer gewerbl. Arbeiter. ( E. H. Nr. 3 Hamburg.) Oertl. Verwaltung Berlin A. u. H. Montag, den 16. Mai, Abends 82 Uhr, Mitglieder- Versammlung 1. Die politische Lage. Referent: J. Auer. 2. Diskussion. 3. Wahl im Lokale Süd- Ost, Waldemarstr. 75. von drei Delegirten zur Partei- Konferenz. Mittwoch bleiben sämmtliche Theater 392/1 geschlossen. Donnerstag, den 12. Mai. Opernhaus. Freund Frig. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Das Buch Hiob. Die Philosophin. Meister Andrea. Berliner Theater. Nora. Leffing- Theater. Paragraph 330. Wallner- Theater. Die Ballschuhe. Ehrliche Arbeit. fleine Residenz Theater. Der Schwerenöther. Der Vertrauensmann. Tischler. Große öffentliche Versammlung am Montag, den 16. Mai, Abends 8 Uhr, im großen Saale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Ailee 11-13. Tagesordnung: 1. Stellungnahme der Tischler Berlins zu der von den vereinigten Holzindustriellen und der Tischler- Innung Th. Glocke. 2. Diskussion. Event. Wahl eines Vertrauensmannes und Streit- Kontrollkommissions- Mitgliedes. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die Mitglieder zum Weiterbestehen unserer Kasse? 2. Statutenberathung und Stellung von Anträgen zur Generalversammlung. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Jedes Mitglied ist verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. 300/14 Die Ortsverwaltungen. J. A.: Heinrich Lau, Manteuffelstr. 97. Friz Haseloph, Grünauerstr. 2. heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß die ganze Schönebergerstraße wackelt. Von Deinen Freunden 2935b Schäffer u. Walker. Rarlchen, wird Dir das nicht zu theuer? Nach langen schweren Leiden ver schied am 7. d. M. mein theurer Gatte, 34. Lebensjahre. Dies theile hierdurch der Steinmetz Ernst Krüger, im allen Freunden und Genossen mit. Die trauernde Gattin Krüger. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 11. Mai, in Rigdorf von der Herr mann- und Knesebeckstraßen- Ecke statt. Danksagung. Für die große Theilnahme, welche mir von allen Freunden und Bekannten bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Vaters, des Restaurateurs H. Bork, entgegengebracht wurde, fage ich hiermit meinen tiefgefühlten Dank, 29436 Friedrich- Wilhelmätädt. Theater. aufgestellten„ Fabriks- resp. Werkẞattsordnung" Referent: Central- Kranken- u. Sterbekasse besonders den Steinmegen Berlins. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Die Ulanen. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Bellealliance- Theater. Der Günftling. Kollegen, das rücksichtslose Vorgehen der Unternehmer sollte Jeden von Euch veranlassen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. 363/13 der Tabakarbeiter Deutschlands. Berlin l. Donnerstag, den 12. Mai, Abends 8 Uhr, Kroll's Theater. Die Maccabier Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler etc. Mitgliederversammlung Oftend- Theater. Heinrich Heine. ( Eing. Hilfskaffe Nr. 3, Hamburg.) Filiale Berlin D. Mitglieder Versammlung Feenpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- am Montag, den 16. Mai, Abends 8 Uhr, im Bittoria- Saal, Perlebergerstr. 13. stellung. Tages- Ordnung: 1. Statutenberathung zu der am 6. Juni in Halle a. S. fortgefeßten Kaufmann's Variété. Spezialitäten- Generalversammlung. 2. Verschiedenes. – Der wichtigen Tagesordnung halber Vorstellung. American- Theater. Spezialitäten ist jedes Mitglied verpflichtet, pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Castan's Panoptikum. Friedrichstraße 165a, Ecke Behrenstraße.. 2942b Maler. Donnerstag, den 12. Mai, Abends 8 // 2 Uhr: 1. Abrechnung vom I. Quartal 1892. 3. 2.: B. Prengel. 2. Verschiedenes. J. Die Mitglieder des 2946b sozialdem.Lese- u. Diskutirklubs Vereinte Kraft" " werden ersucht, recht zahlreich in der am Mittwoch, den 11. d. M., stattfindenden Sizung zu erscheinen. 434/12 Der Vorstand. Versammlung der Bereinigung der Maler, Ladirer n. f. w. Ost- u. Westpreussen! Filiale V( Norden) im Lokale des Herrn Gnadt, Brunnenstraße 38. Tagesordnung: 1. Vortrag. Referent: Kollege Riesop. 2. Diskussion. 3. Filialangelegenheit und Fragekasten. Zu dieser Versammlung ladet höflichst und [ 210/3] Der Vorstand. Riesin und Puppen- Fee dringend ein Aama, 16 J. alt, 9 F. groß. Brinzeß Bauline, 16 Jahre alt, 40 Zentimeter groß. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum. Mann Freie Vereinigung der Kaufleute. Große Versammlung I Donnerstag, den 12. Mai, Abends 8½½ Uhr, in den Gratweil'schen Bierhallen, Kommandantenstraße 78/79, Tages Ordnung: 1. Bodenbesigreform und Sozialdemokratie. Referent: Herr Dr. Bruno Borchardt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 177/17 Der Vorstand. Achtung! Sonnabend, den 14. Mai: Achtung! Versammlung heute Mittwoch, Abends 81/2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen. Tagesordnung: 257/18 Vortrag des Genoffen Bunker über: Die Entwickelung des Menschen". " Genossenschafts- Bäckerei Frau Wittwe Bork. Empfehle mein reichhaltiges Lager in Rosen, Hochstamm von 1,50-3 M., wilder bis 3 Meter 75 Pf. 29446 ein, 5-8 Reben, bis 2 Meter 50 Pi.. A. Huhn, Rathenowerstr. 91. Lese- Halle, früb. 39, vor 5 Morgens Gr. Frankfurterstr. 40, geöff., Mitgl. d. Freien Bereinig.[ 2950 Elegante HerrenAnzüge, sowie Damenkleider nur nach Maass, billigst, auch gegen Theilzahlung.[ 23921 Oranienstr. 126, 1. 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Mai, Abends 81/2 Uhr, in Hoffmann's Fettsälen, Rixdorf, Bergstraße Nr. 133. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Arbeiter Rixdorfs zu dem gegenwärtigen Streit der hiesigen Weber und Spuler. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Alle Arbeiter und Arbeiterinnen Rixdorfs sind hierzu besonders eingeladen. Die Versammlung findet mit Genehmigung des Vertrauensmanns statt. 2943b Der Einberufer. J. Semmel, praft. Zahn- Arzt, 2245L 1. bayr. Jodler, Konzertjänger Oranienstr. 55, Moritzplatz. Spr. 9-1, 3-5. In ber Poliklinik und Schuhplattler- Gesellschaft für Unbemittelte 8-9 m., 1-3, 5--6 Nachm.( tünfil. Zähne 2 Mart) M. Jacob Damhofer. Größtes Lager der Lonisenstadt! Herren- u. Knaben- Garderobe Erste Abtheilung der Koschat'schen Sänger, unter Protektion des t. t. Kammerfängers und Komponisten Hrn. Thomas Koschat. Anfg. Wochentags 71/2 Uhr, Entr. 15 Pf. Sonntags 6 Uhr, Entree 30 Pf. " M. 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Mooren( 3.) hält ebenfalls die Geheimhaltung der alle Versuche, sie herabzudrücken, werden scheitern. Ausfälle der Steuereinschäzung für sehr schwierig, namentlich weil die KomAm Ministertische: Miquel, Thielen, Bosse, Eisenbahneinnahmen können durch Verminderungen der Ausgaben munalsteuer- Beranlagung ohne jegliche Geheimnißträmerei zu erD. Heyden und Kommissarien. nicht gedeckt werden, eben so wenig durch Steuervermehrung. folgen pflege. Wo bleibt die Kontrolle der Wählerliste, wenn die Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten Die plötzliche rücksichtslose Einführung neuer Grundsätze über die Geheimnißkrämerei zu weit getrieben wird. Es hat manche Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Erweiterung, Vervoll- Verwendung der Eisenbahnüberschüsse würde dazu führen, daß Wahlkreisgeometrie nur dadurch aufgedeckt werden können, daß ständigung und beffere Ausrüstung des Staatseisenbahn- Neges; für andere Staatszwecke eine Anleihe aufgenommen werden die Deffentlichkeit die Steuer- und Wahllisten kontrollirte. es ist noch übrig die Berathung einer von der Budgetkommission müßte. Sparsamkeit ist wichtiger, als die Art der Verrechnung Minister Herrfurth: Herr von Eynern hat bei der Be vorgeschlagenen Resolution, welche lautet:„ Die Staatsregierung der Ausgaben. Bei der gegenwärtigen Finanzlage ist die Sache fprechung seiner Interpellation darauf hingewiesen, daß die aufzufordern, die für den Erneuerungsbau von Bahnhöfen er nicht von so erheblicher Bedeutung, als die Herren von der Geheimhaltung nicht blos der Veranlagung, sondern auch der forderlichen Bedürfnisse in dem Staatshaushalts Etat auszu- Budgetkommission glauben. Wir stehen auf dem Boden der An- Steuerergebnisse in der Tendenz des Gesetzes liege; er hat die bringen und demgemäß die Mittel zur Befriedigung derselben träge, aber wir können noch keine Mittel angeben, wie sie durch- Regierung aufgefordert, auch bei der Bildung der Wahllisten das auf dem für den Staatshaushalts Etat gegebenen Wege zu geführt werden sollen. beschaffen." Geheimniß zu wahren. Hiermit würde das Haus sich im WiderInzwischen ist von den Abgg. Zieber und Schmieding spruch sehen, wenn es auf die Geheimhaltung verzichten wollte, Referent Abg. Hammacher weist darauf hin, daß die Erfolgender Antrag( der vom Finanzminister erwähnte, in der wie die Herren Mooren und Meyer. Die Vorlage ist nur ein neuerungsbauten nicht als Kapitalsanlage betrachtet werden Budgetkommission abgelehnte Antrag) eingegangen:" Die Staats- Kompromiß, fie geht nur soweit, daß eine Kontrolle der Wahl fönnten. Sie müßten deshalb aus den laufenden Einnahmen regierung aufzufordern, darauf Bedacht zu nehmen, daß thunlichst listen gestattet ist, ohne daß die Einkommensteuer- Veranlagung bestritten werden. Das Extra Ordinarium der Eisenbahn- bald die Kosten für Anlage zweiter und weiterer Geleise, für geradezu offen gelegt wird. Verwaltung habe ohnehin einen sehr geringen Umfang an- Um- und Erneuerungsbauten von Bahnhöfen und für Vermehrung Abg. v. Schalfcha( 3.) schließt sich den Ausführungen des genommen; alle Ausgaben würden auf die Anleihe verwiesen. von Betriebsmitteln für die bereits bestehenden Bahnen in dem Ministers an; das Geheimniß müsse gewahrt werden und zwar Das ist ein unwirthschaftliches Verfahren. Staatshaushaltsplan ausgebracht und demgemäß die Mittel zur in möglichst weitem Umfange. Abg. Schmieding( ntl.): Die Frage wäre vielleicht besser Befriedigung dieser Bedürfnisse schrittweise aus den Betriebs- Abg. v. Rauchhaupt( f.) empfiehlt die Berathung der Vorzu einer Beit behandelt worden, als die Geldmittel bei einnahmen der Staatseisenbahnen beschafft werden." lage in einer Kommission. Die Einzelheiten der Veranlagung Der Eisenbahn Verwaltung reichlicher vorhanden waren. Abg. Graf Limburg- Stirum: Es muß nicht gesagt werden: müssen geheim gehalten werden; aber die Schlußsumme der VerWie schlechte Wirthschaft es ist, wenn man solche Aus- diese oder jene Ausgaben müssen aus laufenden Einnahmen ge- anlagung ist publici iuris. Das Geses spricht auch nur von dem gaben aus Anleihen deckt, hat die Vergangenheit gelehrt. deckt werden, sondern vielmehr muß man sagen: die laufenden Geheimniß der Steuerveranlagung, nicht der Steuererhebung und Durch die Verweisung solcher Ausgaben auf die Anleihen wuchs Einnahmen müssen bis zu einem gewissen Grade zu solchen Aus- der weiteren Dinge. Die Landgemeinde- Ordnung muß geändert die Eisenbahn Kapitalschuld ganz ungeheuer und die Eisenbahns gaben herangezogen werden. Ganz feste Grundsäge dafür kann werden; denn danach muß die Wählerliste aufgestellt werden nach verwaltung lehnte es ab, Tarifermäßigungen eintreten zu lassen. man nicht aufstellen; man muß von Fall zu Fall entscheiden. den einzelnen Steuergattungen, es muß nun noch eine besondere Ich möchte aber die Resolution nicht zur Annahme empfehlen, Zur Sparsamteit wird immer gerathen, aber bei jeder Budget Lifte mit der Schlußsumme aller Steuern aufgestellt werden. weil ich es nicht für richtig halte, einseitig einen Punkt zu regeln. berathung macht sich allseitig eine gewisse Begehrlichkeit bemert- Diese Leistung ist zu viel für die Landgemeinden. Deshalb muß Beffer wäre es gewesen, einen Antrag anzunehmen, der ebenfalls lich; deshalb ist zu wünschen, daß die heutige Debatte nicht ohne der Staat darauf verzichten, das Ergebniß der Steuerveranlagung in der Budgetkommission gestellt ist und dahin geht:„ Die Staats: Gindruck auf das Haus bleibt. Ob der Antrag Lieber oder der als ein Geheimniß zu behandeln. Wie soll denn das Geheimniß regierung aufzufordern, die Frage einer Beschränkung der von Antrag der Kommission angenommen wird, ist ziemlich gleich gewahrt werden, wenn die Einschäßungskommission bezw. ihr der Eisenbahnverwaltung für andere Staatsausgaben zur Ver- giltig; denn in beiden Fällen wird die Regierung nach dem Borsigender das Recht hat, zur Aufklärung der Steuererklärung fügung zu stellenden Summen auf einen festen, in bestimmten Grundsatz verfahren müffen: Ultra posse nemo tenetur. die Gemeindebehörden und die Voreinschätzungs- Kommission Zeiträumen zu revidirenden Betrag in Erwägung zu nehmen. Abg. Sattler( natl.) hält es für nothwendig, daß das Haus heranzuziehen? Da kann das Geheimniß gar nicht bewahrt Solange die Ueberschüsse der Eisenbahn für die allgemeine Staats- irgend einen Beschluß faffe, um sich und die Regierung nach der bleiben. faffe herausgepreßt werden, kann der Eisenbahnminister seinen in dem Antrage angedeuteten Richtung hin zu binden. In erster Finanzminister Miquel: Die amtliche Kenntnißnahme von eigentlichen wirthschaftlichen Aufgaben nicht gerecht werden; er Linie erklärt er sich für den Antrag Lieber; wenn derselbe ab- der Steuererklärung wird man nicht verhindern können und kann die Tarifreformen nicht durchführen. Gerade die Bahnhöfe gelehnt werden sollte, würde er aber auch für den Antrag der wollen; aber die betheiligten Personen find sämmtlich zur Gefind vielfach so schlecht, daß dringend ein Umbau erforderlich ist; Kommission stimmen. heimhaltung verpflichtet. Wie nothwendig die Aufforderung will man diese Bauten auf die ordentlichen Einnahmen anweisen, Abg. Stenzel( frt.) spricht sich ebenfalls dafür aus, daß an die Steuerzahler der 11. un 12. Stufe war, so wird dadurch der Umbau erheblich verzögert. Biel richtiger möglichst viele Ausgaben aus den laufenden Mitteln gedeckt eine Steuererklärung abzugeben, zeigt ein Vorgang in Berlin. wäre es, die Erneuerung des vollendeten Betriebsmaterials auf werden. Deshalb müsse das Haus für irgend eine Resolution Von 15-16 000 diefer Steuerzahler haben in Berlin 6000 ein die laufenden Einnahmen zu verweisen. sich aussprechen, wenn die Resolutionen auch bei der gegen Einkommen von mehr als 3000 M. angegeben und zwar ins= 0 = Abg. Lieber( 3.): Auch meine Freunde sind der Meinung, wärtigen Finanzlage nicht erheblichen Eindruck machen werden. gesammt ein Mehr von 10 Millionen Mart( Hört! rechts.) Die daß man auf die schwankenden Eisenbahn- Einnahmen nicht Er werde für diejenige Resolution stimmen, die zuerst zur Ab- Kontrolle der Oeffentlichkeit war früher nothwendig. Jetzt find gleichmäßig bleibende Ausgaben des Staates verweisen soll. ftimmung kommt. aber die Garantien für die richtige Steuerveranlagung so groß, Aus den Zusammenstellungen geht hervor, daß 4/5 aller Ausgaben Abg. Rickert: Wenn man sich das so gewissermaßen an daß wir die öffentliche Kritit nicht mehr unbedingt nöthig zu für Betriebsmittel, die aus laufenden Einnahmen hätten beschafft den Knöpfen abzählt, wofür man stimmen wird, so heißt doch haben glauben. Daher kann die Finanzverwaltung nichts dagegen werden sollen, durch Anleihen gedeckt worden sind. Wenn jetzt das etwas Scherz treiben mit der Autorität des Hauses. Ich haben, daß es verhindert wird, daß die Einschätzungsergebnisse alle Ausgaben, die man aus laufenden Mitteln decken müßte werde für gar feine Resolution stimmen, weil dieselben doch keine gleichfam auf den öffentlichen Markt gebracht werden. Die Vornach wirthschaftlichen Grundsäßen, auf den Etat verwiesen Bedeutung haben, namentlich nach der Interpretation, welche lage erschöpft die Frage nicht vollständig, denn die Wahllisten werden, statt auf die Anleihen, so würde die ganze Finanz- die Refolutionen hier erfahren haben. Hier entscheidet die bleiben ja immer noch öffentlich. Mehrarbeit wird den Gegebahrung umgestürzt werden. Aber irgendwo müssen wir einen Praxis: Das Anleihegesetz und der Etat müssen vorgenommen meindeverwaltungen nicht auferlegt, denn sie brauchen jetzt statt Anfang machen und da die Kommission die Bahnhofsbauten und den Ministern das Konzept forrigirt werden. Ohne eine der einzelnen Rubriken nur die Schlußsumme auszufüllen. suerst ins Auge gefaßt hat, so müssen wir uns zunächst damit quotisirte Steuer wird man aber zu einer einschneidenden Abg. Mooren hält es für zweckmäßig, das ganze Gesetz abs begnügen; aber es ist dies nur ein Schritt auf dem bezeichneten Aenderung der Praxis nicht fommen. Gegenüber den That zulehnen. Wege. sachen wird eine solche windige Resolution nicht viel helfen. Abg. von Kardorff: Als wir die Vorlegung dieses Gesetzes Finanzminister Miquel: Ich bin wie als Abgeordneter Der Finanzminister hat aufgefordert, ihm die Puntte anzugeben, verlangten, hatten wir die Erfahrung der ersten Veranlagung noch auch als Minister der Meinung, daß das Eisenbahn- Garantiewo Ersparungen gemacht werden können. Das können nur die nicht gemacht. Heute werden wohl die meisten wenig Werth auf gefeß die nöthige Sicherheit nicht geschaffen hat für die Finanz- Minister, die Leiter der Verwaltung, welche deren ganzes Getriebe die Geheimhaltung legen. verwaltung bezüglich der großen Risiken. Aber eine retrospettive besser übersehen können wie wir. Finanzininister Miquel weist im Anschluß an den AusKritik zu üben hat feinen Zweck, weil Regierung und Landtag Die Resolution, welche der Abg. Lieber beantragt hat, führungen des Herrn von Schalscha, der es neulich getadelt hat, einem großen unbekannten neuen Wesen gegenüberstand. Die wird gegen die Stimmen der Freifinnigen und eines Theils der daß die Vorsitzenden der Einschäßungskommissionen über die Frage, was gehört zu den aus laufenden Mitteln zu deckenden Ronservativen angenommen, die Resolution der Kommission wird Deklaration hinweggehen, darauf hin, daß die Regierung Werth Ausgaben, ist nicht leicht zu beantworten; das hängt ab von abgelehnt. darauf lege, daß der Deklaration ein möglichst großes Gefordert, darauf Bedacht zu nehmen, daß thunlichst bald für ge- Die Abgg. Simon von Zastrow( f.), Sattler( ntl.) und wiffe Ausgaben die Deckung in den Betriebseinnahmen gesucht Brüel( Welfe) schließen sich diesen Ausführungen an. wird. Der Antrag der Budgetkommission bindet die Regierung Das Haus beschließt demgemäß. der Anschauung des Einzelnen. Deshalb ist es begreiflich, daß Es folgt die erste Berathung des Gesetz- Entwurfs betreffend wicht beigelegt und das Publikum zur Achtung derselben erzogen vielleicht in den ersten zehn Jahren der Verstaatlichung hier und die Gewährung einer Staatsrente für Stolwerde. da fehl gegriffen ist, daß wir jetzt eine Aenderung herbeiführen. gebührenentschädigungen in der evangelisch- Die Vorlage geht darauf an eine Kommission von 14 MitIn der Tendenz bin ich mit allen Anträgen einverstanden. Aber lutherischen Kirche der Provinz Hannover. gliedern. leider ist es leichter, die Konsequenz theoretisch zu erkennen, als Abg. vou Vok( st.) weist darauf hin, daß die Vorlage voll- Ju zweiter Berathung werden darauf die Gefeßentwürfe in der Finanzlage fie unmittelbar ins Leben zu rufen. ständig dem Gesetz für die 8 älteren Provinzen entspricht, welches betr. eine vorläufige Bestimmung über die Regulirung der Am meisten würde mir folgender in der Budgetkommission ein- in der Kommission erledigt ist. Deshalb sei eine Kommissions- gutsherrlichen und bäuerlichen Verhältnisse in Neu- Vorpommern gebrachter Antrag gefallen, welcher die Staatsregierung auf- berathung wohl nicht nothipendig. und Rügen und betr. die Regulirung der gutsherrlichen und bäuerlichen Verhältnisse in Neu- Vorpommern und Rügen nach den Anträgen der Kommission angenommen, nachdem die Abgg. Drawe und Knebel erklärt hatten, daß sie gegen die von der Kommission vorgeschlagene Aenderung, wenn sie diefelben auch nicht überall billigten, keinen Widerspruch erheben wollten. Die Petitionen der Kosfäthen Danckwardt und Genossen zu Mönckwitz sind dadurch erledigt. zu fehr. Der allgemeine Antrag ist, wenn man überhaupt einen Es folgt die erste Berathung des Gesetzentwurfs betr. die Beschluß fassen will, was vielleicht nicht nöthig ist, da ich und Geheimhaltung der Ergebnisse der Veranlagung der Eisenbahnminister die Anschauung, welche hier vertreten wird, zur Staatseintommensteuer. theilen, empfehlenswerther. Wir fönnten den Antrag nur fo Abg. von Meyer- Arnswalde: Das Geheimniß ist bei der auffassen, daß hier ein erster Schritt gemacht werden soll. Den großen Zahl der an der Beranlagung und Einziehung der Steuern Gedanken, als ob die Eisenbahnverwaltung der Finanzkontrolle betheiligten Personen nicht aufrecht zu erhalten. Deshalb follte entzogen werden solle, muß ich zurückweisen; die Bildung eines man die ganze Geheimhaltung streichen. Eine Tenfelaustreibung in " Bayern. Schluß 32 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 11 Uhr. ( 3weite Lesung der Landgemeinde- Ordnung für Schleswig- Holstein, dritte Lesung der Novelle zum Berggeseh.) mit firchlichen Formen umkleidete Teufelsbeschwörung darauf ihres Kindes zunächst Hilfe bei einem Arzte, doch vergebens. bedacht sein, seine Ausdrücke sorgfältig zu wählen; aber als sehr nun wandten sie sich in ihrem tiefen Kummer an den hochw. auffallend wird man es wenigstens bezeichnen dürfen, daß eine Herrn Pfarrvikar Seitz von Dürrwangen, ob nicht etwa durch protestantische Frau durch die ganze Beschreibung des Vorgangs das Gebet der Kirche der Bedauernswerthe von seinem Leiden als Here geht und daß der Teufelsbeschwörer Pater Aurelian befreit würde. Nachdem dieser etliche Male die kirchliche BeneDie Kölnische Zeitung"( Nr. 375 vom 8. Mai) bringt dem Teufel, als dem Vater der Lüge, zwar in manchen Be- diftion über den unglücklichen Knaben gesprochen und keine unter obigem Titel folgenden anziehenden Artikel: hauptungen den Glauben verweigert, nirgend aber durchblicken Aenderung zum Bessern an ihm bemerken konnte, fandte er Der Kirchliche Anzeiger für die Erzdiözese Köln enthielt in läßt, daß eben derselbe Vater der Lüge auch wohl da gelogen Eltern und Kind an das hiesige Kapuzinerkloster in der Meinung, seiner ersten Nummer des Jahres 1891 den lateinischen Wort- haben tönnte, als er jene Protestantin beschuldigte, mit geschenkten vielleicht hier könne dem Unglücklichen die gesuchte Hilfe von laut des von Papst Leo XIII. erlaffenen exorcismus in Satanam Sugeln, das ist Birnenschnitzeln, den Teufel in ein Nachbarstind Gott erfleht werden. Beim erstmaligen Hiersein fanden wir aur et angelos apostatas, der Teufelsbeschwörung. In einem hineingeheyt zu haben! Doch alle weiteren Betrachtungen seien auf Knaben die oben berichteten auffälligen Erscheinungen. Wir andern geistlichen Blatte wurde bald darauf aus zuverlässiger eine andere Gelegenheit verschoben, da das geistliche Schriftstück sprachen zunächst über ihn die gewöhnliche Krankenbenediktion. Quelle" gemeldet, daß der heilige Water diesen Exorzismus selbst und die nachfolgenden thatsächlichen Erläuterungen heute schon Dabei zeigte er eine solche Unruhe oder besser gesagt, folches verfaßt habe und täglich bete. Mancher Sohn des 19. Jahr einen großen Naum unseres Blattes in Anspruch nehmen. Die Wüthen und Toben, daß man nur zu leicht an dämonische Einhunderts wird geglaubt haben, daß diese Beschwörung sich mehr große Mehrzahl unserer Leser wird es begreiflich finden, daß wir flüsse benken mußte; zugleich legte er eine solche Körperstärke an gegen geistige Anfechtungen richte als gegen einen wirklichen uns über die Grundlagen einer Urkunde, die der menschlichen den Tag, wie man sie bei einem zehnjährigen Knaben unmöglich Teufel, der mit menschlichen Sinnen wahrgenommen werden Vernunft so haarsträubende Dinge zu glauben zumuthet, troß aller finden kann, sodaß ihn drei erwachsene Personen faft nicht zu fönne. Daß aber noch jetzt, in unserer gelobten Zeit der Kennzeichen ihrer Echtheit noch besonders zu unterrichten strebten. bändigen vermochten. Was die Eltern gesucht und wir so sehnlich Aufklärung, der persönliche Teufel in einen Menschen Die den Schluß bildenden Erläuterungen enthalten die Ergebnisse gewünscht hätten, wurde nicht erreicht. Ihr Schmerz wurde jetzt Stimme reden kann, der an Ort und Stelle von einem erprobten Beobachter und noch größer und trostlos gingen fie nach Hause. Doch ließen sie das erfahren wir aus der nachstehenden urkundlichen Dar- Menschenkenner angestellten sorgfältigen Nachforschungen. den Muth nicht sinken, sondern gedenkend: wer auf den Herrn stellung aus der Feder eines frommen Mannes, der eben diesen Zunächst folge hier die von Pater Aurelian unterzeichnete persönlichen Teufel in aller Form aus einem Knaben ausgetrieben Urkunde: bat. Dieser Teufelsbanner ist nicht etwa ein alter Schäfer oder Bericht über die Tenfelaustreibung ein Latenbruder, sondern ein geweihter Priester, ein Ordenspater, und zu seinem Vorgehen von zwei Bischöfen, von Augsburg und von Eichstätt, ermächtigt worden. Er beruft sich außerdem auf die Gheleute Zilf von Oberlottermühle an ihrem ältesten Sohne Michael, Papst Leo XIII. am 19. November 1890 erlaffen worden ist, und dies Weltpriester; auch erklärt er Jedermann für nicht mehr fatholisch, welcher damals 10 Jahre zählte, ganz auffällige Erscheinungen. zum Defteren, allein die gesuchte Hilfe wurde nicht erlangt. der nicht mit ihm an Beſeſſenheit und Austreibung des Zenfels Er fonnte nicht nur tein Gebet mehr verrichten, sondern auch von Etliche Male begaben sich die Eltern mit dem Knaben in die glaubt, und verkündigt ihm das höllische Feuer zur Strafe seines andern lein Gebet sprechen hören, ohne in ganz außerordentliche berühmte Wallfahrtskirche und ließen ihn vom jeweiligen WallUnglaubens. Wuthausbrüche zu verfallen, duldete feine geweihten Gegenstände fahrtspriester benedeciren. Doch Alles schien bis jetzt vergebens Nachdem es einer föniglich preußischen Staatsanwaltschaft mehr in seiner Nähe, erlaubte fich gegen seine Eltern die gröbsten zu sein, der liebe Gott wartete noch mit seiner Hilfe, er wollte eingefallen ist, den heiligen Rod von Trier zu dem Range einer Mißhandlungen und zeigte in seinen Gesichtszügen eine solche mit besonders glänzendem Licht die Macht offenbaren, die er inter dem Schuße der Strafgeseze stehenden Einrichtung der Kirche Veränderung, daß auf etwas Außerordentliches geschlossen wer seinen Brieſtern auf Erden verliehen hat. 13. und 14. Juli 1891 im Wemdinger Kapuzinerkloster. A. Borbericht. Seit Fastnacht- Dienstag( 10. Februar) bemerkten die Müllers vertraut, wird nicht zu Schanden werden, kamen sie voll Vertrauen zu wiederholten Malen( 7-8 Mal) zu uns Hilfe suchend. Wir wollten helfen und wandten darum alle Mittel an. Wir sprachen über den Knaben die benedictio a daemone vexatorum fowie nach erhaltener Erlaubniß von P. Provincial Fr. Kav. Kappelmayr den Exorcismus in Satanam et angelos apostatas, wie er vom it erheben, muß man wohl noch mehr bei dem Urtheil über diese den mußte. Die Eltern suchten in diesem traurigen Zustande Am 12. Mai 1891 war der hochwürdige Bischof Pancratius Lokales. erhoben. " Die Rede ist nur merkwürdigerweise in ganz anderem Sinne hielt am 10. April d. J., wie alljährlich, feine aus Abgeordneten des Vereins einerseits und des Zentralvorstandes andererseits zu- aufgefaßt worden, und hat sogar Anlaß zu ganz eigenthümlichen Die Benuhung der städtischen Volksbibliotheken ist, fammengesetzte Generalversammlung ab. Im Laufe der Debatte Gerüchten gegeben, die sich auf den Tod der Manzel'schen Kinder wie sich aus dem foeben vom Magiftrat veröffentlichten Ver- ftellte es sich nun heraus, daß laut Bericht des Hauptkassen- beziehen. waltungsbericht ergiebt, gegen das Vorjahr hinsichtlich der Bahl Revisors der Verein im Monat März d. J. mit einer UnterWir erhalten folgende Zuschrift: Die Nr. 108, 9. Jahr Der Leser wie der entliehenen Bücher wieder zurückgegangen. Die Bilanz von 3000 Mart, die Krankenkasse Zukunft" Boffifche Zeitung" versucht diese Thatsache aus allerlei äußeren dagegen mit einer solchen von 4000 Mart gearbeitet habe, gang Ihres Blattes, vom Sonntag den 8. Mai 1892 bringt in Umständen zu erklären, aus der ungleichen Vertheilung der wogegen der Vorsitzende des Vereins, der nach Prozenten befoldet der 1. Beilage unter der Rubrik" Lokales" einen Artikel betreffend Bibliotheken auf die einzelnen Stadttheile und der Bücher auf wird, ein Jahreseinkommen von über 16000 Mark für seine die Firma Gerson u. Co. bezw. deren Inhaber Ph. Freudenberg. Auf Grund des§ 11 des Preßgefehes ersuche ich Sie hier die einzelnen Bibliotheken, aus der räumlichen Beschränktheit der Thätigkeit bezieht. In dieser Versammlung, die übrigens insofern nicht Bibliothekszimmer und der zu geringen Zahl des Bibliotheks refultatios verlief, als die Majorität dem Vorstande ein Mis- durch folgende thatsächliche Berichtigung ohne Einschaltung oder perfonals, welche großen Zeitverlust für die Gutleiher herbei- trauensvotum ertheilte, wurde nach 18stündiger Debatte be- Weglajjung in die nach Empfang dieser Einsendung nächst führen, aus der für die Arbeiterbevölkerung sehr ungünstig ge- fchloffen, eine zweite Generalversammlung auf den 15. Juli fest- folgende, für den Druck nicht bereits abgeschlossene Nummer und Legenen Bücherausgabe in den Mittagsstunden u. s. w. Alle zusehen, und es wären die obwaltenden Differenzen friedlich aus zwar in demselben Theile derfelben und mit derselben Schrift Diese Dinge erkennen auch wir als im höchsten Maße ver- getragen worden, wenn nicht zum größten Erstaunen der Mit- aufzunehmen. „ Es ist unwahr, daß Herr K. bei der Vermittelung des Ver besserungsbedürftig an, aber als Ursachen für die geringe Be- glieder das offizielle Vereinsorgan Zukunft" in seiner Nummer nugung der Bibliotheken sind sie doch wohl nur in ganz be vom 1. Mai eine Aufforderung an die Veretnsangehörigen ge- laufs des Kaiserbazars von Lissauer an Freudenberg 30 000 Mart schränktem Umfange wirksam. Die Arbeiterbevölferung, auf richtet, dem gegenwärtigen Borstande für seine musterhafte oder überhaupt etwas verdient hat. Es ist unwahr, daß welche die Volksbibliotheken ausgesprochenermaßen in erster Linie Zeitung der Geschäfte ein Vertrauensvotum durch eine Ur- Herr K. mit 15 000 Mark jährlichem Gehalt und dreijährigem berechnet sind, scheut weder Entfernung noch Zeitverlust, wenn abstimmung, die durch Einfammeln diesbezüglicher Unterschriften Bertrage engagirt worden ist. Es ist unwahr, daß eine sofortige Entlassung ohne Einverständniß des Herrn K. es gilt, fich ein gutes Buch zu verschaffen, und die Entnahme durch Boten erfolgen solle, zu ertheilen. Es von Büchern fönnte, da der Katalog gedruckt zu haben ist oder Daraufhin haben 11 Abgeordnete des Vereins eine öffent- erfolgt ist. ist unwahr, daß große Unterschleife eventuell fostenlos abgeschrieben werden darf, zur Noth auch in liche Mitgliederversammlung zum 12. Mai in Keller's Festfälen, ermittelt worden, deren er sich schuldig gemacht hatte. der Mittagsstunde durch einen Boten, z. B. nach Schulschluß Köpnickerstr. 96-97 einberufen, um dort über die gefährdete Bielmehr ist Herr K., welcher auf eine längere Zeit kontraktlich durch die Schulkinder bewirkt werden. Aber die eigentliche Ur- Situation des Vereins Zukunft" au referiren. Seitens des Vor- überhaupt nicht engagirt war, auf Grund freundschaftlicher fache der geringen Benutzung der Bibliotheken liegt in der Beschaffen- ftandes ist eine Neuwahl der Abgeordneten ausgeschrieben, weil Verständigung aus dem Personenverbande der Firma Gerson heit der Bücher, über die sie verfügen. Greifen wir z. B. den Katalog dies jedoch statutenwidrig ist, haben die gegenwärtigen Ab- u. Ko. geschieden. Hochachtungsvoll einer mitten in einem Arbeiterviertel gelegenen Bibliothek, der in geordneten gestern Beschwerde bei königlichen Polizeipräsidium der Chorinerstraße, heraus, so finden wir darin über die den Philipp Freudenberg, in Firma Gerson u. Ko." Arbeiter von heutzutage am meisten intereffirenden Gebiete blut= Die obige Berichtigung Klärt die Sache wenig auf. Die erste wenig. Die an Umfang höchst bescheidene, geradezu armselig Gesellschaft Eigenhaus" ihr Programm, aus Mangel an Ber- von Lissauer an Freudenberg nichts verdient habe, ist an fich Sie treten den Rückzug au! Nachdem jüngst die Bau- Berichtigung, daß Herr K. bei dem Verkauf des Kaiser- Bazars ausgestattete Abtheilung„ Volkswirthschaft" und" Deffentliches ständniß hierfür in Arbeiterkreisen, vollständig umgestaltet hat, unwesentlich, und könnte Herr K. sie höchstens berichtigen. Ob Leben" ist ein Sammelsurium von alten und fast immer auch folgt ihr nunmehr die Baugenossenschaft Gigenes Heim". Die übrigens Herr K. mit 15 000 M. und dreijährigem Kontrakt, oder veralteten Büchern. Mit der Geschichte und den Naturwissens Generalversammlung der Gesellschaft ermächtigte den Vorstand mit 14 000 m. und auf türzere Zeit engagirt war, darauf fommt schaften liegt es um nichts besser. Die umfangreichste Abtheilung zur bestmöglichsten Versilberung des gesammten Besitzthums es wenig an. Daß Herr K. auf Grund freundschaftlicher Ver ist in allen Bibliotheken die deutsche Nationalliteratur, zu der inkl. des in Rixdorf errichteten tafernenartigen Hauses, und zwar ständigung" aus dem Geschäft geschieden, haben wir gar nicht neben den Klaffikern auch die unmöglichsten Schmöker gezählt motivirte man die plötzliche Fahnenflucht, unverblümt mit der angezweifelt. Wir können also nur davon Akt nehmen, daß werden. Daher wird auch das größte Kontingent zu den Lefern Unfähigkeit, in dieser Angelegenheit fördernd eingreifen zu können. große Unterschleife, deren Herr K. sich schuldig gemacht habe, von der Schuljugend gestellt. Einem Arbeiter, der in der Lektüre Man sei zur Einsicht gekommen, heißt es wörtlich, daß mit den nicht vorgekommen sind. etwas mehr als einen bloßen Zeitvertreib sieht, wird es niemals geringen Mitteln der Genoffen eine Lösung oder auch nur eine einfallen, diese sogenannten Boltsbibliotheken, die über das Niveau Reform( sic!) im befchränkten Umfange nicht zu ermöglichen sei". einer vorstädtischen Winkel- Leihbibliothet nur wenig hinausragen, Gin wenig spät ist den Wohnungsphilanthropen das Berständniß Rheinische Zeitung" veröffentlicht in ihrer Nr. 11 vom 7. Mai Auch eine Geschäftsempfehlung. Die in Köln erscheinende zu benutzen. Er hält sich lieber an die zwar auch nicht gerade aufgedämmert, das ist wahr. Unsere Schuld aber ist es wahrlich folgendes Zirkular: glänzend, aber doch dem Fortschritt der Aufklärung entsprechend nicht, denn wir haben die Wohnungspfuscher doch gewiß zeitig" P. P. Hiermit die ergebene Mittheilung, daß ich den Be ausgestatteten Bibliotheken der politischen und gewerkschaftlichen genug auf den unausbleiblichen Krach aufmerksam gemacht. Es trieb der bisher unter der Firma Bernhard Freyhan bestandenen Vereinigungen, denen er angehört. Wenn man sich ein Lese- ist unmöglich, eine so wichtige soziale Frage lösen zu wollen, Stodfabrik übernommen habe. Durch billigen Einkauf von Roh publikum für die städtischen Boltsbibliotheken schaffen will, so wenn man nicht die allerblasseste Vorstellung von den wirklichen waaren, wie durch ganz enorm billige Arbeitslöhne möge man ihnen ihren vorsintfluthlichen Charakter nehmen und Bedürfnissen und Lebensgewohnheiten Derjenigen hat, welchen bin ich in der Lage, Ihnen bei exaltefter Lieferung Sie allers fie nach dem Mufter jener Vereinsbibliotheken umgestalten. Aber man die Hilfe aufnöthigen zu fönnen vermeint. Herr Bantier billigst zu bedienen und soll es mich freuen, mit Ihrem man wird sich hüten! Warschauer oder Herr Wohlgemuth oder gar die bei gemein- w. Wohlwollen beehrt zu werden. In Entgegensehung Ihrer ge nüßigen Veranstaltungen unvermeidlichen Knopflochstatisten und schätzten Ordres empfehle ich mich Ihnen hochachtungsvoll Titelfiguranten, die können allerdings nicht wissen, welchen 2. Kahn, Stockfabrit, Fabrik: Plößensee bei Berlin, Komtor: Wechselfällen ein Arbeiterfchicksal ausgesetzt ist. Der Rebbach SW., Kommandantenstr. 76." spielt auch eine erste Rolle bei den Wohnungsreformatoren, denn Die Stockarbeiter sehen, wie die Fabrikanten sich noch schließlich will auch der Philister Segen von seinem Gelde haben. Damit brüsten, daß sie ihre Arbeitslöhne so enorm herabgedrückt Es umsonst hergeben, das thut er nur, wenn er gereizt wird. In haben! beiden Fällen aber fann Gescheidtes nicht herauskommen, denn entweder wird die Wohnungsfrage als Spielerei betrieben, als Beitvertreib für Leute, die irgend eine Beschäftigung haben müffen, oder als Spekulation. Das Fiasko birgt diese Art von Philanthropie selbstverständlich in fich. Das Werner'sche Lokal in Weißensee, in welchem, wie wir gestern berichteten, am Sonntag Abend ein Arbeiter erschossen wurde, war das Restaurant von Ludwig Werner in der Röfkestraße und nicht das von Wilhelm Werner in der Kronprinzentraße. Die Ahlwardt'schen Judenflinten haben der freisinnigen Presse die Luft erweckt, nach dem, was die Konservativen schon lange verlangten, nach der Beschränkung der Preßfreiheit. Die Boffische Zeitung" empfindet eine Lücke der Gefeßgebung" Wenn die Regierung je bereit war, eine Lücke zu stopfen, dies. mal wird sie es gewiß sein. Steht es doch bei ihr, dort einzugreifen, wo es ihr paßt, dort Gemeingefährlichkeit zu erblicken und anderwärts Wahrnehmung berechtigter Intereffen, dort Um sturz- und hier staatserhaltende Bestrebungen. Was hilft es aber, wenn ein Ahlwardt wirklich konfiszirt oder verurtheilt wird? Selbst wenn ihm die volle unwahrheit nachgewiesen wird, geglaubt werden selbst seine Werleumdungen werden. Was hat Pferdebahnen! Die Neue Berliner Pferdebahn- Gesellschaft nicht allein der Fall Manché aufgedeckt? Würde nicht hat in diesem Jahre die Zahl der Sommerwagen" un 30 verTodtschlag! Schon wieder wird uns eine Blutthat, die ein preußischer Minister des Ordensschachers beschuldigt? Sind mehrt und werden dieselben vom 15. d. M. an in die ver- leider mit dem Tode eines Menschen geendet, von der nicht die Gelder des Welfenfonds zu privaten Zwecken, wie zur schiedenen Linien eingestellt werden; übrigens ist bei den neu- heutigen Nacht aus dem Nordosten der Stadt gemeldet, welche Bezahlung der Schulden eines Minister- Schwiegervaters, benutzt? gebauten Sommerwagen darauf Bedacht genommen werden, daß die allgemeinste Aufregung, über die Brutalität, mit welcher die Das Volk läßt den einzelnen Fall nicht allein dastehen, sondern die Trittbretter recht niedrig angebracht sind, um das Auf- und That verübt worden, hervorgerufen hat. Kurz vor 12 Uhr verallgemeinert ihn. Und wenn selbst der Juftizminister als in Absteigen zu erleichtern. fehrten in dem Restaurationslokal von B., Lothringerstraße, ein Judenhänden befindlich von Stöcker und Genossen hingestellt Die Neue Berliner Omnibus- und Packetfahrt- Gesellschaft Droschkentutscher und ein ziemlich reduzirt gekleideter Mann ein wurde, verhielt sich die ganze konservative Partei nicht in still hat nunmehr weitere 4 Wagen mit elektrischer Beleuchtung ver- und setzten sich an einen Tisch, an welchem der Raufmann schweigender Zustimmung? Diese Zustimmung der konservativen fehen, welche auf der Linie Moabit- Alexanderplatz verkehren; Czewitsch, Veteranenstraße wohnhaft, sowie ein alter Herr Blah Partei, die sich der besonders patriotisch- monarchischen Ge- die allgemeine Einführung des elektrischen Lichtes bei dieser Ge- genommen hatten. Dabei stieß der zuletzt angekommene Fremde finnung rühmt, und doch die gröbfte persönliche Anschuldigung sellschaft dürfte jedoch nicht stattfinden, weil es häufiger vor den Greis rücksichtslos vom Stuhl, so daß dieser zu Boden stürzte. Der Minister des Königs beifällig aufnimmt, soll sie nicht beweis- tommt, daß die Batterie versagt und infolge dessen völlige Dunkel- Herr G. war über das freche Auftreten des neuen Gaftes so Träftig sein? Solchen Verhältniffen gegenüber die Abhilfe in heit in den Wagen herrscht. erbittert, daß er demselben zurief: Schämen Sie sich, einen weiterer Beschränkung der Preßfreiheit zu sehen, das ist der alten Mann so zu behandeln." Kaum aber hatte der Kaufmann neueste Fortschritt des Deutschfreisinns. Herr Sattler, Hilfsprediger an St. Golgatha, ver- diese Worte gesprochen, als der Fremde mit einem ab öffentlicht folgende Erklärung:" Es hat mir vollständig fern scheulichen Fluch ein vor ihm stehendes Weißbierglas er Ueber den Unterstützungs-, Kranken- und Sterbe- gelegen, irgend welchen Verdacht" bezüglich der Frau Manzel griff und dasselbe mit voller Wucht gegen den Kopf des kaffen- Verein„ Bukunft" haben wir schon längst die Atten ge- auszufprechen. Ich habe im Allgemeinen als Schäden der ahnungslosen G. warf, so daß derselbe dumpf ſtöhnend, blut: schlossen. Nachdem wir seit mehr als Jahr und Tag wer weiß Beit die Uebertretungen der betreffenden drei Gebote angeführt überströmt und besinnungslos zusammenbrach. Nach ge wie oft diesen Verein in das richtige Licht gestellt haben, geben und damit die Sünden der Zeit brandmarken wollen, wie das schehener That ergriff der Bursche die Flucht, lief auf die wir es schließlich auf, diejenigen noch ferner warnen zu wollen, auch der Wortlaut meines Manuskriptes, das ich wörtlich vor- Straße, wurde jedoch von den anwesenden Gästen, einem Herrn die nur durch eigenen Schaden flug werden. Sie haben es sich getragen habe, ergiebt. In feiner Weise hatte ich die Absicht, Türkheim und Postsekretär Halder ergriffen und nach dem schließlich selbst zuzuschreiben, und können sich nicht beklagen, bas 6. Gebot in irgend welche Beziehung zu der Ermordeten zu Lokal zurückgeführt. Sier gelang es aber dem frechen Thäter, daß sie nicht oft genug von uns gewarnt find. Ueber die Lage setzen. Ich bedauere, daß der betr. Paffus meiner Rede in solcher sich nochmals loszureißen und nach dem Dachboden des Hauses des Vereins geht uns ein Bericht zu, von dem wir einfach Notiz Weise ausgebeutet worden ist. Der Ehemann selbst und der zu flüchten, wo er nach heftiger Gegenwehr von dem Privat nehmen und der also lautet: Bruder der Ermordeten haben, wie sie mir bestätigen, die Rede wächter des Hauses gestellt und um 2 Uhr der Polizei übergeben Der seit zirka 5 Jahren hier bestehende Verein Bukunft" so aufgefaßt, wie ich es beabsichtigte." wurde. In dem Verhafteten, der heute Morgen nach dem Polizei" von Augsburg auf Besuch beim Stadtpfarrer Scheidl in Wemding. diftion über diesen Knaben ertheilen. Wollten wir den Beistand von oben. Den Erorzismus nahmen wir nach dem Der Vater des bedauernswerthen Knaben, welcher von diesem nun den Exorzismus in Wemding licite vornehmen, großen Eichstätter Rituale vor. Obwohl in demselben nichts vers Besuche vorher Kunde erhalten, suchte beim hochw. Herrn Bischof so brauchten wir noch die Erlaubniß des hochw. Herrn mertt ist, so setzten wir doch die heilige Kreuzpartikel aus. Beim um Audiens nach, welche ihm auch gewährt wurde. Wie der Bischofs Leopold von Eichstätt, welche uns am 10. Juli ertheilt Segen mit derfelben erhob der Knabe abermals ein fürchterliches Bater mit seinem Kinde in das Audienzzimmer eintrat, ging der wurde. So nun ausgerüstet durch die Vollmacht vom Bischofe Gefchrei. Zugleich spuckte er feinen Unflath beständig gegen die Bischof sofort im Vollbewußtsein seiner bischöflichen Kraft und Würde ließen wir die Eltern mit dem benannten Knaben zu uns heilige Streuzpartikel und die beiden amtirenden Priester P. Remi auf lettern zu mit den Worten:„ Mich täuschest du nicht, unreiner tommen am 13. Juli, an welchem Tage denn auch die Begins und Aurelian. Gefchrei und Spucken dauerten ununters Geist." Doch der Knabe blieb in der geschilderten auffallenden schwörung begann. brochen fort bis nach Abbeten der Allerheiligen- Litanei. Und Erscheinung, und als der hochw. Herr Bischof selbst die Benediktion B. Vornahme des feierlichen Exorzismus. nun folgten die Beschwörungen, welche wir in lateinischer Sprache vornahm, tam er durch das Verhalten des Knaben zur Ueber- Schweren Herzens, aber vertrauend auf Gottes Beistand, vornahmen. Trotz aller Fragen erhielten wir keine Antwort, zeugung, daß hier kein Betrug obwalte, vielmehr derselbe vom nahmen wir, P. Remigius und P. Aurelian, am 13. Juli früh wohl aber zeigte er die größte Verachtung gegen uns, indem der bösen Geiste gequält werden müsse. Es ist nun höchst beachtens- 7 Uhr zum ersten Male den feierlichen Exorzismus vor. Vor- Beseffene bei jeder Frage uns anfpuckte. Der böse Feind wollte werth, zu obigen Thatsachen, wovon wir, P. Remigius, Bitar, her ließen wir die Kirche schließen, einerseits um der Neugier uns offenbar durch diese Verachtung zur Nachgiebigkeit zwingen, und P. Aurelian, Beuge find, noch einige andere beizufügen, die feine Gelegenheit 31 bieten bei diesem ersten Afte, allein durch die Gewalt, die uns Gott in der Weihe des Gror nicht blos von Vater und Mutter des Knaben, sondern auch noch andererseits um nicht vor der neugierigen Menge giftes gegeben hat, ließen wir uns nicht schrecken, sondern seiten von vielen anderen Zeugen sowohl aus der Heimath als auch beschämen zu laffen, falls der böse Feind, wenn auch in lügen- den Grorzismus fort. Als wir dann gemäß des Rituals die von Wemding und dessen Umgebung bestätigt sind. hafter Weise, manches Geheimniß offenbaren sollte, wie er es violette Stola dem Knaben um den Hals wanden, da vers So oft der Knabe an einer Kirche oder einem Kruzifiy oder an Herrn Pfarrvifar in Dürrwangen gethan hatte, als dieser den achteten wir den bösen Feind, denn dieses Zeichen, einem zu Ehren der Mutter Gottes oder eines anderen Heiligen Knaben benedizirte. Doch ließen wir als Zeugen die Eltern durch welches die priesterliche Gewalt gekennzeichnet ist, errichteten Denkmal vorübergehen mußte, wurde er plötzlich un- des Besessenen sowie mehrere Männer aus Hürrwangen, einen bereitete ihm ungeheure Schmerzen, die er durch lautes Stöhnen gefähr 30 Schritte unruhig und fant dann wie leblos zu Boden. gewiffen Kaufmann Bscherr von hier, unfern Laienbruder und und Seufzen kundgab. P. Aurelian wiederholte den Exorzismus, Man mußte ihn ebenso weit über die frommen Denkmäler hinaus den Klosterausgeher in der Kirche. Schon lange vorher, als es zeigten sich die nämlichen Erscheinungen. Wohl hatten wir tragen und erst dann fonnte er wieder weitergehen. Außerdem wir den Exorzismus begannen, beohrfeigte der Knabe feine bis jegt noch nichts erzielt, allein unser Vertrauen hat sich wurde von uns und vielen Hunderten die Beobachtung gemacht, Eltern auf eine ganz unbeschreibliche Weise. Und als wir ihn wenigstens insoweit gesteigert, daß wir hoffen durften, des bösen daß der Genannte in der Kirche eine fürchterliche Unruhe zeigte, ins Presbyterium bringen ließen, da spielte sich eine wahrhaft Feindes los zu werden. Nachmittag3 2 Uhr nahm P. Aurelian ganz besonders auffallend bei der heiligen Wandlung, und seine schaudererregende Szene ab. Denn als man unsern Befehl aus in Gegenwart des P. Remigius und der obengenannten Zeugen Augen, die stets geschlossen waren, nie zum Altar richten konnte. führen wollte, da erhob der Beseffene ein fürchterliches Gefchrei. den Exorzismus im Chore vor. Vor Beginn desselben und In diesem traurigen Zustand befand sich der Knabe nun fast ein Nicht mehr die Stimme eines Menschen glaubte man zu hören, während der Allerheiligen- Litanei die gleichen Auftritte wie am halbes Jahr, und da tros alles angewandten Gebetes fich feine als vielmehr die eines wilden Thieres, und zwar so gewaltig, Bormittag. Noch öftere Beschwörung und erst dann, nachdem Befferung zeigte, vielmehr der Zustand des Knaben täglich trauriger daß das Gebrüll dieser Ausdruck ist nicht zu ich gedroht hatte, das Allerheiligste in den Chor zu bringen wurde, wandte sich endlich der Vater schriftlich an den hochwürdigen scharf noch mehrere hundert Meter außerhalb der und ihn zur Anbetung seines Herrn im heiligen Safras Herrn Bischof von Augsburg mit der Bitte zur Vornahme des Klosterkirche vernommen wurde, und so entsetzlich, daß alle, mente zu zwingen, da ſchrie der Teufel ganz wüthen feierlichen Exorzismus. Am 25. Juni 1. J. erhielt er die erbetene welche es hörten, mit Schaudern erfüllt wurden. Bei einem Der Knabe sei besessen." Ein deutlicher Beweis für die wirk Erlaubniß mit der Bemerkung, er habe ganz freie Wahl, von solchen Auftritte läßt es sich denken, wie uns Priestern zu Muthliche Gegenwart Jesus im heiligen Sakramente und wie der welchem Priester er diese schwierige Aufgabe ausführen lassen wolle. gewesen sein muß. Und doch sollte noch ergeres fommen. böse Feind dasselbe fürchtet. Auf die weitere Beschwörung, ob Auch an die Kapuziner in Wemding, zu denen er ohnehin das ulls der Vater den Knaben in das Presbyterium bringen wollte, nur ein Teufel den Knaben im Besitz habe, erhielt ich zur Ante größte Bertrauen habe, dürfe er sich wenden. Hochw. Herr Pfarr- da war er ihm gegenüber schwächer als ein schwaches Kind. Das wort: vilar von Dürrwangen, desgleichen der von Feuchtwangen lehnten schwache Kind warf den starken Vater mit solcher Gewalt zu Gottes die Es seien ihr zehn." Hierauf wurden sie in der Kraft es ab, so schwierige Funktionen vorzunehmen. Unerfahrenheit in Boden, daß tiefes Bangen uns Alle ergriff. Erst nach längerem Antwort folgte: Ich mag nicht. Bei allen anderen Beschwörungen solchen Vorkommnissen und Jugend gaben beide als Grund an. Ringen konnte er vom Bater, von obengenannten Männern und blieb der böse Feind ruhig, nur von Zeit zu Zeit spuckte er mich So schrieb denn am 5. Juli der hochw. Herr Vikar von Dürr- unserm Laienbruder Macarius unter Aufbietung aller Kräfte in voll Verachtung an. Welche Schmerzen der Teufel empfand, wangen an uns mit der Bitte, wir möchten den feierlichen Gror- das Presbyterium gebracht werden. Zu größerer Vorsicht ließen wir als ich ihm mit dem Allerheiligsten drohte, das zu beschreiben zismus vornehmen. Wir sagten zu, hatten aber vorher noch ihn mit starken Riemen an Sänden und Füßen feffeln, allein er vermag keine Feder, das Stöhnen und Seufzen war herzeine Schwierigkeit zu überwinden. Dürrwangen gehört zur bewegte feine Glieder gerade so gut, als ob nichts desgleichen ge- zerreißend. Abends 5 Uhr nahm P. Aurelian wieder ben Diözese Augsburg, Wemding zur Diözese Eichstätt. Somit schehen sei. Nach solchen Vorbereitungen schickten wir uns an, die Exorzismus am Knaben vor. Es traten noch immer die näm fonnte uns ber hochw. Herr Bischof von Augsburg teine Juris sogenannte Handlung vorzunehmen voll des festen Vertrauens auf lichen Erscheinungen zutage, wie sie beim Segen mit der heiligen " W Präsidium überführt wurde, ist der Arbeiter Sukow, 25 Jahre juden den Kreis unter sich getheilt und jeder beschränke| 30. April d. J. die Einnahmen in dieser Zeit haben 428,66 m. alt, ermittelt worden. Der verwundete Kaufmann E. wurde sich auf die ihm zugewiesene Gegend, so daß die betragen, die Ausgaben 24 Pf. mehr als die Einnahmen. Nach nach der Sanitätswache in der Brenzlauerstraße geschafft, doch Bauern beim Verkaufe ihres Viehs nur auf einen dem der Kommission Decharge ertheilt worden und Herr Gernth gelang es dort nicht, den Unglücklichen, dessen Kopf- Schlagader einzigen Händler angewiesen seien. Diese Notis bezogen die den Rechenschaftsbericht über die Geschäftsführung gegeben, wurde durchschnitten, in's Leben zurückzurufen. C. wurde nach An- Kläger auf sich. Das Amtsgericht lehnte den Antrag, die Privat- zur Neuwahl der Agitationstommiffion geschritten; auß derselben legung eines Nothverbandes in das städtische Krankenhaus lage zu erheben ab mit der Begründung, daß in dem Artikel gingen hervor die Herren Heffi, Schallenberg, Goldschmidt, Richard Friedrichshain gebracht, wo der Bedauenswerthe, ohne die Be- eine Beleidigung nicht gefunden werden könne. Die Staats- und Frl. Bir. Herr Gernth referirte dann über die Thätigkeit finnung wieder erlangt zu haben, verstarb. anwaltschaft verweigerte die Erhebung einer Anklage, weil ein der Streit Kontrollkommission, worauf zum Delegirten zu dieser öffentliches Interesse nicht vorliege. Erst als die Kläger beim Rommission Herr Richard gewählt wurde; Herr Gernth erhielt Durch Arbeitslosigkeit in den Tod getrieben. Ein Landgericht Beschwerde erhoben, wurde ihrem Antrage auf Er- für seinen Vertrieb von Marken der Streit Kontrollkommiffion Lejer dieses Blattes schreibt uns:„ Es ist die alte Geschichte, die hebung der Privattlage stattgegeben. Während die Kläger sich Decharge ertheilt. Ueber den Streit bei der Firma Schmidt, sich jedoch oft genug wiederholt. Mit der bekannten lakonischen durch Rechtsanwalt Dr. Holz im Termine vertreten ließen, stand Braun u. Co. theilte Herr Möhring mit, daß er selbst der letzte Kürze brachte der Polizeibericht am Dienstag, den 3. Mai, fol- dem Beklagten der Rechtsanwalt Dr. Schwindt als Vertheidiger von den sechs Streitenden sei, der noch arbeitslos ist; er gende Notiz: Gestern wurde ein Arbeiter in seiner Wohnung zur Seite. Der Lettere bestritt die bestritt die Attiv Legitimation werde nächste Woche auswärts Arbeit suchen. Von verschiedenen erhängt vorgefunden." Ein Bekannter des Verstorbenen theilt der Kläger, welche nicht nöthig hätten den Artikel auf Seiten wurde betont, daß damit der Streit nicht für beendet uns Folgendes mit. Der Arbeiter Griesche, aus der Provinz fich zu beziehen, da ihre Namen garnicht genannt erklärt werden dürfe; jene Firma fönne mit den Arbeitern, die Bofen gebürtig, hatte eine sehr starke Familie. Infolge der dort seien. Die Gebrüder Schiff führten ja auch andere Bornamen, bort Streitbrecher geworden sind, nicht viel ausrichten. Andere herrschenden Noth und Arbeitslosigkeit war es ihm faft nicht wie die im Artikel angegebenen Buchstaben. Rechtsanwalt Holz sprachen gegen partielle Streits im Allgemeinen und Herr Gernth mehr möglich, sich und die Seinen zu ernähren. Griesche beschloß behauptete dagegen, daß im Kreise Schlüchtern außer den Klägern empfahl, für eine beffere Konjunktur einen Generalstreit in Ausdaher Frau und Kinder zu verlassen und sein Heil anderwärts keine anderen Personen den Viehhandel im Großen betrieben, sicht zu nehmen. Herr Richard behauptete, daß Diejenigen, zu suchen. Er schüttelte den Staub seines Dorfes von den daß die Kläger deshalb den Artikel auf sich beziehen mußten und welche den partiellen Streit ohne Weiteres verurtheilen, damit Füßen, nahm was irgend entbehrlich war, zu sich, und im Be- daß dies auch seitens aller Leser im dortigen Kreise geschehen im Falle eines solchen Streits nur Streitbrecher groß ziehen. wußtsein, ein Recht auf Arbeit zu haben, wanderte er von Ort fei. Der Gerichtshof hielt nur den Kläger Noßbaum zur Stellung Wenn auch zur Zeit überall die Unternehmer die Preise zu zu Ort. So war er über Hamburg bis nach Hannover ge- des Strafantrages berechtigt und wies die Gebrüder Schiff mit drücken suchten, so sei doch an Arbeit kein Mangel; tommen; hier waren seine Mittel erschöpft. Jest mußte ihrer Klage ab. Zur Sache selbst führte der Vertreter alle Werkstätten seien voll. Diese Angelegenheit wurde er sich den Verpflegungsstationen in die Arme werfen. Unter des Klägers aus, daß derfelbe zweifellos durch den damit verlassen und zu den Verhältnissen bei der Firma Entbehrungen aller Art war er endlich in Berlin angelangt. Artikel in feiner Ehre herabgesetzt sei. Zudem sei der ganze Ju- Methlow( Inh. Meyer) übergegangen, wo der Unternehmer Hier hoffte er, würde sein Leid ein Ende baben und er würde halt des Artikels unwahr und es könne das Zeugniß des Bürger- die Anforderungen an die Arbeiter für die geringen Preise, die Arbeit finden, die er trotz eifrigen Vorsprechens nicht hatte finden meisters zu Schlüchtern, sowie anderer angesehener Personen er zahlt, bedeutend gesteigert und andererseits auch die bisherigen tönnen. Noch einmal nahm er alle Kräfte zusammen, miethete dafür erbracht werden, daß Noßbaum sich eines tadellosen Rufs Preise gekürzt hat. Da die Arbeiter bei jener Firma aber nicht eine Schlafstelle, und jetzt ging das Arbeitsuchen los. Bald mußte und allgemeiner Achtung erfreue. Der Bertheidiger führte da einig sind, die Arbeit für solche Preise zu verweigern, so wurde er jedoch die Erfahrung machen, daß es hier ebenso schlecht, wie gegen aus, daß eine Beleidigung in dem Artikel nicht zu finden von der Proklamation des Streits abgesehen. In einer Resolution, in seiner Heimath bestellt sei. Budem tam noch die Sorge um fet. Eventuell trete er den Beweis der Wahrheit an und berufe welche dies aussprach, verpflichteten sich die Anwesenden, durch seine Frau und Kinder zu Hause hinzu. Die Noth war bei ihm sich auf das Zeugniß des Landraths des Kreises Schlüchtern. rege Agitation unter den Kollegen und Sammlungen zu einem aufs Höchste gestiegen. Der sonst wetterfeste Mann wurde von der Der Gerichtshof sprach den Beklagten frei, weil eine Beleidigung Streitfonds einen Generalstreit vorzubereiten. Hierauf wurde Sorge und Noth übermannt, verzweiflungsvoll griff er zum Strick in dem Artikel nicht zu finden sei. noch folgender Antrag angenommen:" Den Streit bei der Firma und machte seinem elenden Leben ein Ende. Schmidt, Braun& Co. aufzuheben und den Kollegen Möhring als gemaßregelt weiter zu unterstützen, an alle Elaffenbewußten Kollegen jedoch zu appelliren, dort nicht in Arbeit zu treten." Eine betrügerische Handlungsweise, die dem Kaufmann Heraus mit der Sprache! Herr Eugen Richter schimpft Louis De schon einmal eine Gefängnißstrafe von in feiner Freifinnigen Zeitung" gegen Herrn Mehring, der ihm einem Jahre drei Monaten eingetragen hat, führte denso gründlich die Wege gewiesen hat. Herr Mehring ift Manns selben gestern wiederum vor die vierte Straftammer des Land- In einer Versammlung der Arbeiterinnen der Blumengenug, wenn er Luft dazu hat, den schalkluftigen Thersites des gerichts I. Der Angeklagte besuchte mit Trikotwaaren die kleinen und Puzfedern- Branche referirte am 7. Mai H. Siegerist Kapitalismus nochmals vor allem Bolt zu züchtigen. Aber die Provinzstädte und in diesen die Schneider. Er überredete die über das Thema:" Die Arbeiter im Kampfe mit dem Kapital". Infektennatur des bösen Buben läßt dem Richter feine Ruhe und felben, Waare von ihm in Kommission zu nehmen, einen hohen Gr erläuterte in längeren Ausführungen die Stellung des Arso flunkert er weiter: Jett fehlt noch der Dritte unter Gewinn in Aussicht stellend und besonders hervorhebend, daß beiters innerhalb der menschlichen Gesellschaft, welche aus etwa den heutigen Sozialdemokraten, welche früher in der Bolts feinerlei Risiko dabei zu laufen sei, da nach je 3 Monaten nur 90 pCt. Arbeitenden bestehe, während die übrigen 10 pct. fich Beitung" thätig waren. Vielleicht hat derselbe auch noch die die von dem Kommittenten abgefeßte Waare zu bezahlen sei. Am aus Nichtarbeitenden zusammensetzten, erörterte dann den Begriff Güte, sich zu melden." Mache Herr Richter aus seinem edlen Schlusse der Verabredung zog der Angeklagte dann einen Wechsel des Kapitals, sowie den der produktiven und unproduktiven Herzen keine Mördergrube! Er nenne diesen Dritten"! hervor und bat um die Unterschrift des neu erworbenen Kunden, Arbeit und zeigte, wie ungenügend das Fabrik- Inspektorat insPolizeibericht. Am 9. d. M. Morgens vergiftete sich ein wobei er versicherte, daß das Papier nur als Bestätigung besondere den jugendlichen Arbeitern gegenüber funktioniet, zum Raufmann in feiner Wohnung, in der Holzmarktstraße, mittelst dafür dienen solle, daß die Waare abgeliefert worden Schluß seiner Ausführungen die Anwesenden ermahnend, treu Arfenit. In der Spree, nahe der Moabiter Brücke, wurde die sei. Die geschäftsungewandten Handwerker, welche in vielen zur Organisation zu stehen, um durch einmüthiges Zusammenhalten Leiche eines jungen Mädchens angeschwemmt. Vormittags Fällen von der Natur eines Wechsels keine Ahnung hatten, diese Zustände zu beseitigen. In der Diskussion betonte Frau wurde ein fünfjähriges Mädchen vor dem Hause Memelerstr. 56 wurden erst darüber belehrt, als sie nach drei Monaten von Rönsch besonders die traurigen Verhältnisse der Berliner und einem Kaufmann Löwenthal, einem Verivandten des Ds, die sächsischen Blumenarbeiterinnen, wie aber trotzdem die Arvon einem Bierwagen überfahren und an beiden Beinen schwer Anzeige erhielten, daß der Wechsel ihnen in den nächsten Tagen beiterinnen immer noch in einem gewiffen Eigendünkel befangen verlegt. Es wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Im Hause Gartenstr. 12a stürzte Nachmittags eine zur Zahlung vorgelegt würde. Die Geängstigten mußten wohl seien. Jahn wies namentlich auf den schädlichen Einfluß der Frau infolge eines Fehltritts von der Treppe und erlitt eine so Borstellungen machten, erwiderte dieser ihnen furz und bündig, die für Arbeiterinnen besonders geeignete Gleichheit" zu lesen. Frau infolge eines Fehltritts von der Treppe und erlitt eine so oder übel für Deckung forgen und wenn sie bei dem Angeklagten Rapitalistenpresse hin und empfahl die Arbeiterpreffe, insbesondere bedeutende Hippenquetschung, daß ihre Ueberführung nach dem daß sie die Waare fest gekauft hätten. Die Schneider hatten sich hieran anschließend, theilt Frau Winistädt als Vorsitzende Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde. Vor dem Haufe Chauffeeſtr. 28a wurde ein dreijähriges Mädchen von einem in einzelnen Fällen überreden laffen, Waare zum Betrage von noch mit, daß in den, jeden Montag nach dem Ersten eines jeden Arbeitswagen überfahren und auf der Stelle getödtet. Nach 3-400 M. zu nehmen, während ihr Absatz ein kaum neunens Monats stattfindenden Versammlungen die„ Gleichheit" kostenlos mittags wurde ein ehemaliger Schuldiener in der Wohnung seines werther gewefen. Der Gerichtshof belegte den Angeklagten wegen vertheilt werden wird. Eohnes erhängt aufgefunden. Abends sprang eine unbekannte, weier Fälle mit einer Zusagstrafe von zwei Monaten Geetwa zwanzigjährige Frauensperson gegenüber dem Grundstück fängniß. Eine öffentliche Versammlung der Dachdecker Berlins und Umgegend tagte am 8. d. M. behufs Entgegennahme und Friedrichsgracht 53 in den Spreefanal, wurde jedoch noch lebend Vor der ersten Straffammer des Landgerichts I standen Beschlußfassung über die Antwort der Meister bezw. Unternehmer. aus dem Wasser gezogen und nach der Charitée gebracht. In Dienstag der Schantwirth Soltysiak und dessen Ghefrau unter Bekanntlich sind die Gesellen zur Erringung eines Stundenlohnes der Nacht zum 10. d. M. fand in der Schankwirthschaft der Anklage der Kuppelei. Die Angeklagten besigen in der von 60 Pf. in eine Bewegung eingetreten und waren zu diesem Lothringerstr. 16 eine Schlägerei statt, wobei der Steinmetz Unter Wasserstraße eine sogenannte Animirfneipe mit Damen- 3wecke Listen verausgabt worden, welche diese Forderung enthalten Luckow einem Kaufmann mit einem Weißbierglas auf den Kopf bedienung. Das ekelhafte Treiben in dieser Art Lokalen ist be- und, nachdem sie von den Gesellen unterzeichnet worden, den schlug und ihn dadurch schwer verletzte. Der Kaufmann wurde tannt. Die Frauenzimmer haben die Gäfte zu bewegen, nicht Meistern bezw. Unternehmern zur Unterzeichnung ihrerseits unternach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht und Luckow blos selbst zu trinken, sondern auch ihnen und den Wirthsleuten breitet werden sollte. Eingegangen waren bisher nur Listen von verhaftet. Am 9. d. M. fanden zwei kleine Brände statt. Getränke, die zu besonders hohen Preifen angerechnet werden, zum Hohdorf, Sperling, Georg Weißenhagen, Diebel und Thieme. Besten zu geben. Um eine möglichst hohe Beche den Gästen zu er Eine Bewilligung ist keinerseits erfolgt. Bei Weißenhagen sind pressen, wird ihre Laszivität auf die schamloseste Weise gereizt. Den die Arbeiter, die sich auf der Liste unterschrieben haben, einfach Löwenantheil an dem so errungenen Gewinn haben die Wirthe, entlassen worden, dasselbe Schicksal theilte ein Arbeiter bei die Mädchen werden mit einer geringen Provision von den in Janice, welcher einen Durchschnittslohn von 42 Pf. pro Stunde Rechnung gebrachten Getränken abgespeist. Der Staatsanwalt zahlt und wo die Forderung der Gesellen auf 50 Pf. ermäßigt beantragte gegen die Angeklagten drei Monate Gefängniß; der worden war. Dieses Resultat des Vorgehens fand in der Ver Gerichtshof erkannte, da die Angeklagten bisher noch unbestraft fammlung eine allfeitige scharfe Kritif. Ausgegeben worden find waren, auf 14 Tage Gefängniß. Gerichts- Beifung. Der Redakteur des Volt", Otto Balla, hatte sich gestern gestern vor der 135." Abtheilung des Schöffengerichts in einer Privatllage zu verantworten, welche die Viehhändler Levy Noßmann und die Gebrüder Mendel und Simon Schiff au Schlüchtern in Hessen gegen ihn angestrengt hatten. Im Mai vorigen Jahres erschien im Volt" eine aus Schlüchtern datirte Notiz, worin mitgetheilt wurde, daß die dortigen Biehhändler 2. N., B. S. und 2. S. die im Kreise Schlüchtern ansässigen Landleute in unerhörter Weise ausbeuteten. Um sich nicht gegenseitig Konkurrenz zu machen, hätten diese Handels= Versammlungen. 200 Liften. Von den Empfängern wurde mehrfach mündlich Bericht erstattet, doch ließ sich ein Resultat nicht feststellen. Im Algemeinen war die Sachlage die, daß die Meister bezw. Unternehmer die Forderung von 60 Pf. Stundenlohn ablehnen und nur nach Leistung" bezahlen wollen. Die Versamm lung fah in Anbetracht der Verhältnisse von einer Beschlußfassung über die Antwort der Meisterschaft ab, vertagte dieselbe vielmehr Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält tommission ein genaues Resultat vorlegen soll. Beantragt war, bis zur nächsten Versammlung, in welcher die gewählte Lohnniffe der Töpfer Berlins und Umgegend hielt am 2. Mai eine über die Firma Janice, welche die Telephonarbeiten der Generalversammlung ab, in welcher folgender Kaffenbericht gegeben Ober- Postdirektion in Entreprise hat, die Sperre zu verhängen wurde: Einnahmen( inkl. des Kaffenbestandes vom 4. Quartal 1891) behufs Zahlung eines Mindestlohnes von 30 Pf. pro Stunde. Krenzpartikel und dem Abbeten der Allerheiligen- Litanei ge- 1584,05 M., in Summa 3069,75 M., Ausgaben 2661,13 M., Diefelbe erhält von der Post für den Gefellen 60 Pf., für den schildert wurden. Auf alle Fragen, die ich stellte, erhielt ich Bestand 408,62 M. Der Raffirer wurde entlastet und dann Arbeiter 40 Pf. pro Stunde, der Unternehmer entlohnt die Ges feine Antwort, wohl aber zeigte er große Verachtung, indem der Kollege Korsally zum Revisor gewählt. Die Verhandlung über fellen mit 42 Pf., die Arbeiter mit 271/2 Pf. pro Stunde und Kranke beständig gegen mich und die Kreuzpartikel ausspuckte. Den Bunkt:" Die Zustände in unserem Gewerbe", wurde wegen hat sich bereit erklärt, den besten" Gesellen 3 Pf. pro Stunde Nach viermaliger Anwendung des feierlichen Exorzismus hatten au spärlichen Befuches der Versammlung bis zur nächsten öffent auzulegen. Wie verlautet, beabsichtigt die Ober- Boftdirektion, zu wir wenigstens das Eine erreicht, daß der Teufel bekannte, er lichen Versammlung vertagt und hierauf beschlossen, am Bußtage zuzulegen. Wie verlautet, beabsichtigt die Ober- Postdirektion, habe den Knaben besessen. eine Landpartie zu unternehmen. Zum Schluß verlas der Vor- ganz mit den großen Unternehmern zu brechen und die einzelnen Am nächsten Tage( 14. Juli) mußte P. Remigius nach sitzende die bekannte zuschrift der Kellner, wonach das Er- Baubezirke Kleineren Unternehmern zu übertragen. Die Ver P. Joseph a Bonissa waren bei einer Mission und so war alfo fennungszeichen derselben für das laufende Quartal von blauerbie Firma Janide vom 16. d. M. a b, falls die Firma dem P. Aurelian die schwierige Aufgabe ganz allein überlassen. bis dahin die Lohnforderung nicht bewilligt haben sollte, die Wohl ging ich mit großem Bangen an das ernste Wert. Doch Die Parteigenoffen aus den Kreisen Wittenberg, Sperre au verhängen und die Anwesenden verpflichteten im Vertrauen auf Gottes gnädigen Beistand, fauf die Bilfe der Torgan, Schweinitz und Liebenwerda hielten am 4. Mai fich, zur Unterstützung der aus der Arbeit kommenden pro Woche allerfeligsten Jungfrau Maria, aller Engel und Heiligen, eine Bersammlung ab, in welcher Dr. Bernstein einen beifällig mindestens 1 M. zu steuern. Am 15. foll noch eine öffentliche beruhigt durch den Gedanken, daß ich nicht aus Selbst aufgenommenen Bortrag über die politische Lage im Allgemeinen Versammlung stattfinden und wird die Lohnkommission den sud, t, sondern durch die Vollmacht zweier Bischöfe die und speziell über die Agitation auf dem Lande hielt. Nach dem Unternehmer Janice zweckentsprechend unterrichten. Für die ernste Aufgabe unternommen, hoffte ich ein glückliches Re- Vortrag entspann sich eine rege Diskussion, an welcher sich die Lohnkommission wurden verschiedene Neuwahlen vollzogen, aus fultat zu erzielen. Und wirklich hat der liebe Gott an diesem Genossen Gadegast, Kayser, Grosche, Nitschke und mehrere andere welchen hervorgingen: Rosenbaum, Rühn, Sauer, Tage geholfen. Nach der heiligen Meffe früh 7 Uhr begann ich betheiligten. Ein Antrag des Genossen Gadegast, der Vertrauens- BI o d an Stelle von Petri, Jörnih, Knebel und Lemnizer. An die Streit- Kontrollkommission mit dem Exorzismus. Die Kirche ließ ich geöffnet. Eine große mann folle eine Versammlung einberufen mit der Tagesordnung: Stelle Mehrlein's wurde Menschenmenge, darunter eine große Bahl Wallfahrer, waren Wie stellen sich die Genossen zur Gründung eines Vereins? wurde Rad wit belegirt und die Versammlung dann mit einem Hoch gegen, welche alle Zeugen dessen sind, was jezt geschah. Beim gegen zwei Stimmen angenommen. Große Heiterfeit rief es auf die Dachdeckerbewegung geschlossen. Segen mit der heiligen Kreuzpartikel und der Allerheiligen- Litanei hervor, als Genosse Gresse den Brief eines Torgauer Genoffen außerordentliches Wirthen und Toben und fortwährendes Spucken. verlas, worin mitgetheilt war, unter welchen Verhältnissen die Eine öffentliche Versammlung aller gewerblichen ArUnd nun begannen die Beschwörungen. Während derselben legte Torgauer Genoffen ihre Maifeier begangen haben. Da in Torgau beiter und Arbeiterinnen von Friedrichsberg, Rummelsich dem Knaben die heilige Kreuzpartikel aufs Haupt und auf die selbst kein Lokal zu haben war, hatte man sich nach der 1/2 Stunde burg und Umgegend tagte am 8. Mai in Friedrichsberg. Auf Brust ein kleines Reliquiarium( Reliquienkästchen). Es läßt sich entfernten sogenannten„ Gule" begeben und arrangirte daselbst der Tagesordnung stand" Der Halberstädter Gewerkschaftskongres nun nicht beschreiben, welche Schmerzen der böse Feind dabei aus eine kleine musikalische Unterhaltung, verbunden mit Tanz. Als und die künftige Organisationsform der Gewerkschaften". Als ſtehen mußte. Herzzerreißend war der Anblick des Knaben, denn in sich nun an demselben dreißig in Torgau garnifonirende Pionire Referenten fungirten die Herren A. Heß und S. Feder, von feinen Zügen lafen wir den Schmerz. In diesem Zustande beschwor betheiligten, trat der Gendarmerie- Wachtmeister mit seiner Eskorte denen ersterer den Standpunkt der Zentralverbände, der lettere ich den Teufel nahezu eine Stunde. Zu wiederholteu Malen for- von fünf bis sechs Mann in Attion und inhibirte die Musit, den des Vertrauensmännersystems vertrat. Während Herr Heß derte ich das Boll auf, doch mit mir zu beten, denn ich selbst schien und als sich die Maifest- Theilnehmer mit einer Ziehharmonita sich auf einen turzen Ueberblick über die Verhandlungen des Ge faft der Berzweiflung nahe. Unter Händeringen und lautem Schluchzen unterhalten wollten, ließ der strenge Herr Wachtmeister diefelbe werkschaftskongresses beschränkte und nur damit endete, die Anund Weinen erfüllte es meine Bitte. Endlich gab der Teufel, nach mit Beschlag belegen und ein Gendarm marschirte mit diesem wesenden zum Anschluß an die Zentralorganisation aufzufordern, bedem ich wieder zum öftern mit dem Allerheiligsten gedroht hatte, Musikinstrument nach Torgau zu. Um 10 Uhr sollte der Wirth fämpfte Herr Feder energisch diese Form der Organisation und empfahl unter gräßlichem Berzerren der Gesichtsmuskeln des Knaben, nichts mehr einschenken, da schenkten sich die Genossen selber ein die Lokalorganisation unter Berufung darauf, wie stark die Töpferunter lautem Stöhnen und unter dem Zeichen des heftigen und legten das Geld an einen bestimmten Ort. Um 11 Uhr war Organisation mit ihrem Vertrauensmänner- System sich den UnterSchmerzes auf die Frage, ob er das Kind verlassen wolle, zur Polizeiftunde und nun gingen die 25 bis 30 Genossen in Be- nehmern gegenüber gezeigt hat. Seiner Behauptung, daß in den Antwort: Nein. Ich beschwor ihn sodann, er müsse ausfahren, gleitung von etlichen Gendarmen nach Torgau zurück. Sie hatten fleinen Bahlstellen der Zentralverbände( an den kleinen Orten) ich befehle es ihm in der Kraft Gottes und in der Gewalt, welche sich alle köstlich amüsirt, und so ist auch von den Torgauern die die Arbeiter von der proletarischen Bewegung nichts wissen, trat er mir verliehen habe. Auf dieses hin erhielt ich unter den wie Maifeier, trotz aller Hindernisse, bestens gefeiert worden. bei der ersten Frage geschilderten Erscheinungen die Antwort: in der Diskussion Herr Sparfeld bei, der besonders auch be= tonte, daß die Hausindustriellen bei den Zentralverbänden aus Ich mag nicht." Um feine Wiederholungen machen zu müffen, In der öffentlichen Versammlung der im Bergolder der Organisation ausgeschlossen sind. Herr Ahrens- Berlin will ich hier bemerken, daß der böse Feind jedesmal erst nach ge werte beschäftigten Arbeiter und Arbeite- sprach für Zentralverbände, hob jedoch hervor, daß die ganze längerm Beschwören antwortete und unter den nämlichen oben innen erstattete am 7. Mai zunächst die Agitationstommiffion Angelegenheit nur eine Nüglichkeitsfrage ist. Serr Feber be Beschilderten Erscheinungen. ( Fortsetzung folgt.) Bericht über ihre Thätigkeit vom 8. August vor. Js. bis zum merkte, daß die Frauen, wenn sie sich unter sich organisiren, sich zu richten. 1 Echo 2, Borax, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Donnerstag: Humoristischer Verein Bautenschwengel, bet Sommer, Stallschreiberstr. 58.- Mujitverein Animo, bei Schmidt, Wrangelstr. 141. Geselliger Verein Grüne Eiche,( vor dem Halle'schen Thor), bet kaporte, Solmsstr. 1.- Bergnügungsverein hilaritas, bei Tempel, Breslauerstr. 27.- Rauchklub Graue Wolfe, bei Jörte, Krautstr. 6. Theaterverein Fideler Geift, bei Schneider, Adalbertstr. 8. Ofiris, Abends% s Uhr, bei Roll, Adalberstr. 21. Musikverein Die Einsperrung des Barons Loewenstjoeld in das Kopenhagener Irrenhaus, die vor einigen Monaten großes Der Baron kehrte Aufsehen erregte, wurde plöblich aufgehoben. nach Veile( Jütland) zurück und wurde hier von Tausenden demonstrativ mit Musik und Fahnen empfangen. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Petersburg, 10. Mai. Der Zustand des Stadthauptmanns Greffer ist sehr gefährlich, da sich die Entzündung weiter ausbreitet und sich zahlreiche brandige Stellen gebildet haben. Eine chemische Untersuchung des Vitalin" hatte das Vorhandensein von Borax und Glyzerin in demselben bestätigt. Prag, 10. Mai. Zweihundert Arbeiter der Baumwollspinnerei Liebig u. Co. in Haratih haben die Arbeit niedergelegt. Brüffel, 10. Mai. Repräsentantenkammer. Bei der fortgesehten Berathung der Verfassungsrevision wurde die Revision des Artikels 47 der Verfassung mit 131 St. angenommen. Arwurde mit 122 gegen 6 St. angenommen. Artikel 53, wonach titel 56 betreffend die Wählbarkeit der Mitglieder des Senats der Wahlkörper für die Kammer und den Senat der gleiche sein soll, wurde mit 97 gegen 34 St. genehmigt. viel leichter zur proletarischen Bewegung heranziehen laffen. So Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund Patrick O'Sullyvan, einer der wegen Betheiligung an ber fönnen sie sich aber auch unter dem Vertrauensmänner- System unter der geselligen Arbeitervereine betreffen, find nur an die Vorstände derfelbeu Ermordung des Dr. Cronin zu lebenslänglicher Zwangsarbeit einander und mit den Männern zusammenschließen. Herr Heß Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs Verurtheilten, ist im Chicagoer Gefängnißhospital gestorben. Er verlangt, daß die Frauen, die mit den Männern zusammen- stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, versicherte bis zum letzten Augenblick, daß er unschuldig sei. arbeiten, mit ihnen zusammen auch in den Versammlungen die Annenstraße 9, bet proß. Unverzagt, Köpenickerstraße 127a, bei Küfter. Kornblume, Blumenstraße 54, bei Wuttke. Frühlingsgemeinsame Lage erörtern sollen. Herr Genthin erinnerte tuft, Flottwellstraße 5, bet Bartel. Brezelschluß, Annenstr. 16, daran, daß es fast kein Gewerbe giebt, in dem früher nicht 3en- bei Reßner. Weiße Rose, Reinickendorf, Residensstr. 101, bei Garus.. Dorf tralisation bestanden hat. Als die Verbände ein wenig zur Macht morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bei Friefecte. glöcklein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftstr.- Ecke bei Schulz. zu kommen schienen, da wurden sie von den Behörden aufgelöst. Alte Schönhauserfir. 42, bei Reimann. Einigkeit,( Sutmacher), Bappel Durch die Lokalorganisation seien dann aber die Arbeiter hoch Allee 3-4, bei Krause. Butunft 1, Stegliz, Kurhaus Friedenau. Veilchenblau, Kott gekommen; deshalb sollte man diese erhalten. Herr Hedler armonte, Tempelhof, Dorfstr. 10, bei Gerth. bufer Damm 39, bei gatob.- 3utunft 2, Nied.- Schönhausen, Buchholzerstr. bei fand keine der bestehenden Organisationsformen für gut. Im sempel. Durch Herabsturz des Fahrstuhls wurden im Bergwert Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Jüdenstr. 55, bei Trieukaisin bei Gilly 5 Personen getödtet. Weiteren wurde die Frage erörtert: Wo ist die Grenze Frischmann.- Edelweiß, Melchiorstraße 15, bei Stehmann. zwischen Politik und rein Gewerkschaftlichem?" Man betonte, Admiralstraße 38, bei Lülow. Seeger'scher Gesangverein, Blumenstraße 46, bet Wendt. Matglöckchen 2, S.-D., Manteuffelstr. 67, daß nach unseren Gesezen eine solche nicht besteht. bei Springstubbe. Eintracht, Glienice bei Adlershof, bei Keller. Einigkeit 2, Groß- Lichterfelde, Amalienstraße, bei Hann. Soff Eine von über 500 Personen besuchte öffentliche Ver- nung 3". Brandenburg, Neuft. Markt 2, bet Weydmers. Frete Sänger, Langeftr. 108, bet Nebelin. sammlung der Berliner Brauergehilfen verhandelte am Kreuzberger Harmonie, Lindenstr. 106, bei Poppe. Butunft 3, Belten, bei W. Grunow. Nordstern, 8. Mai über das Thema„ Arbeitsordnungen". Herr Dr. Lütmüllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr genau referirte darüber unter lebhaftem Beifall. Redner unterzog Nachmittags, Barnimftr. 16, bei Heindorf. Treue Brüder, Ahrendtnamentlich die bereits von den hiesigen Brauereien, insbesondere der traße 23. Libertee, Eisenbahnstraße 20.- 2iedes- Echo, Reichenberger- und Forsterstraßen- Ede, bei Spindler. Liedertafel Westend, Bockbrauerei, geschaffenen Arbeitsordnungen einer scharfen Kritik. Blumenthalftr. 5 bei Behrendt. Lettere, jetzt wieder zurückgezogene, zeige wie die anderen eine solche Unkenntniß über die Gesetzesbestimmungen, daß sie geradezu als ungefeglich bezeichnet werden müsse. 3. B. verlange man von dem Gehilfen eine vierzehntäge Kündigung, während er selbst ohne jegliche Kündigung entlassen werden kann. Ein fernerer 3wang bestehe darin, daß jeder unverheirathete Brauer gezwungen wird, nur in der Brauerei zu wohnen und zu schlafen, ja sogar zu Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer einer bestimmten Zeit zu Hause sein muß. Würden die Brauer Gefangverein It: Dessau, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görliger straße 42.- Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins sich diese Anordnungen widerspruchslos gefallen laffen, fönnte für weißensee und Umgegend, Donnerstags und Sonnabends Abends man von ihnen sagen, daß sie ähnlich wie Esau ihre Rechte für bei Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Männer- Gefangverein täglich 6 Liter Bier verkaufen; es sei demnach zu erwarten, daß Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Fausimann, Reichenbergerstr. 73a. Musikverein Frisch Auf, Annenstr. 14, bei Ehrenberg. sämmtliche Brauer sich der allgemeinen Arbeiterbewegung an Theaterverein effing, Abends 9 Uhr, bet Musehold, Landsberger schließen. Nach einer recht lebhaften Diskussion, in welcher be- ftraße 31. Privat- Theaterverein, Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im sonders das Schlafen und Wohnen in den Brauereien Märkischen Hof, Admiralstr. 18. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag scharf getadelt wird, werden die von der Kommission ge- und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. machten Abänderungen und Zufäße zur Arbeitsordnung Gefelliger Berein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwedtereinstimmig angenommen. Hierauf erstattet der Verbandstraße 44. Geselliger Verein Regina, Dranienstr. 121, bei Seifert. vorsitzende Wieta Bericht über die Thätigkeit des Verbandes Geiger Klub Blau- Beilchen, abends& Uhr. Annenstraße 9 bei Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punkt und hebt in seinen weiteren Ausführungen namentlich hervor, 9 Uhr, bei Schröder, Stegligerftr. 18.- Pfropfenverein Webbing, Abends Freundschaft, Abends 9 Uhr, daß nach der Staftitit das Lebensalter der Brauer sich auf nur 8½ Uhr, bet Helterhoff, Antonftr. 5. bei Scholz, Kaftanten- Allee 35. 30-32 Jahre belaufe. Im Allgemeinen herrsche noch eine Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, Arbeitszeit von 16-18 Stunden bei einem noch, namentlich in Stalizerfir. 41. Rauchklub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant Bayern, vielfachen Lohn von 11-15 Pf. pro Stunde, während. Kahlert, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchtiub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2.- Rauchilub Kernipige, Abends die in Deutschland vorhandenen 297 Attienbrauereien 8% uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchklub Arcona, Abends mit einem Kapital von 291 760 000 m. einen Uhr, bei Siementinsti, Reichenbergerstr. 71.- Rauchtlub Arabi Pascha, jährlichen Gewinn von 38 160 186 M. oder durch Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brizerstr. 32. Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Dhnestreit, jeden schnittlich 71/2 pet. Dividende erzielen. So müßten trotz des Fabrikinspektoriats! in der Bergischen Brauerei- tlub Rückwärts, Abends 8% Uhr, bei Arndt, Pallisadenſtr. 47. gesellschaft bei Dortmund 8-10 Brauer in einem äußerst engen Raum schlafen, in welchem 3 Transmiffionen im Gange find. Es sei an der Zeit, daß auch die Brauer sich des Wortes erinnerten: „ Ein gesunder Geist in einem gefunden Körper."( Lebh. Beifall.) In der weiteren Diskussion werden nach Besprechung über den Arbeitsnachweis die bereits im Vorwärts" erwähnten Verhältniffe in der Ahrens'schen Brauerei einer längeren Kritik unterzogen und die gesammten Berliner Arbeiter ersucht, fich mit den Brauern solidarisch zu erklären. Es gelangt dann Schiffszufammenstoß. Der seewärts fahrende Dampfer Weimar tollidirte in vorvergangener Nacht auf der Elbe bei Finkenfolgende Resolution einstimmig zur Annahme: Die heute am 8. Mai in Feuerstein's Salon tagende öffent. wärder mit dem einlaufenden Hamburger Dampfer Armin. liche Versammlung der Brauergehilfen Berlins beschließt: Die Letterer fant sofort, Weimar" wurde schwer beschädigt und Angelegenheit betreffend die Entlassung des Vertrauensmannes mußte feine Reise aufgeben. Ein Mann des„ Armin" ist be des Gauvereins der Provinz Brandenburg Reßling in der denklich verlegt worden. Mälzerei der Brauerei Lagerhof von Ahrens durch den Mälzmeister Kind wegen der Mitgliedschaft eines sozial demokratischen Vereins" der Berliner Streit- Kontrollkommission zu unterbreiten, um die weiteren Schritte zu veranlassen." " -V As Delegirter in die Kommission wird Kollege Preuß gewählt und die Versammlung nach Anhörung der Verhältnisse der Rigdorfer Weber durch den Genossen Schindler mit brausenden Hochs auf die Organisation der Brauer und die allgemeine Arbeiterbewegung geschlossen. G. Proz. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelfir. 84. Vermischtes. 10 Stat Rom, 10. Mai. Wie die„ Agenzia Stefani" meldet, hat der König mittelst Defretes vom heutigen Tage das Entlassungsgesuch des Kabinets Rudini angenommen und soeben Giolitti mit der Bildung eines neuen Kabinets beauftragt. ( Depeschen des Bureau Herold.) " " Hamburg, 10. Mai. Zu der Erklärung des ReichsAnzeigers", betreffend die Löwe'schen Gewehre, fagen die Hamb. Nachr.", die Erklärung, daß keine besonderen" Mängel hervor getreten feien, genüge nicht. Vom Kriegsgewehr der deutschen Infanterie tönne man verlangen, daß es nicht nur teine be sonderen", sondern überhaupt keine Mängel aufweife. Bochum, 10. Mai. Die an das Herrenhaus abgesandte Petition des neuen Bergarbeiter- Verbandes wünscht die WiederHerstellung der Regierungsvorlage, die Ginführung des Be fähigungsnachweises für Vollhäuer, eine gleichmäßige Größe der Wagen und die Beseitigung des Wagennullens. München, 10. Mai. Die Landtagssession wird bis zum 28. Mai verlängert werden. Das Ausführungsgeseh zum ReichsKrankenkassengeset dürfte, soweit es Aenderungen an den Be stimmungen über die Krankenfürsorge für landwirthschaftliche Arbeiter betrifft, abgelehnt bezw. vorher zurückgezogen werden. Wien, 10. Mai. In Lodz sind achthundert Arbeiter verhaftet, der Ausnahmezustand wurde proklamirt. Wien, 10. Mai. In der Harabczer, in dem Isergebirge ge legenen Spinnerei des Baron Liebig stellten die Spinner wegen Entlassung eines Arbeiters die Arbeit ein. Warschau, 10. Mai. In der Stadt Miendzyrzecz( Gouv. Siedlec) hat eine große Feuersbrunst gegen 350 Häuser eingeäschert. Der Schaden ist sehr bedeutend, 3 Kinder und 4 Erwachsene sind verbrannt. Auf Grund des Preßgesetzes." Der Elberfelder Freien Preffe" ging ein Schreiben zu, in welchem zwei Arbeiter, dar unter ein gewiffer August Maar, mittheilten, daß und weshalb in der Militäreffekten- Fabrik von P. J. Schulten ein Streit aus- London, 10. Mai. Das Resultat der Abstimmung der gebrochen sei. Die Redaktion veröffentlichte diese Mittheilung. Bergleute von Südwales über den Vorschlag der Einführung Darauf„ wünschte" der Fabrikant eine Gegenerklärung desselben eines wöchentlichen Ruhetages ist heute bekannt gegeben. Für Arbeiters Maar, dieser entsprach auch dem Wunsche" und verden genannten Vorschlag sprachen sich 19 038, gegen denselben langte die Aufnahme derfelben von der Elberfelder Freien 46 122 aus. Presse" auf Grund von§ 11 des Preßgesetzes. Briefkaffen der Redaktion. Die Freie Vereinigung der Getreideträger und SpeicherRothschild's Kajfirer, Jäger, tam nach einer Meldung arbeiter hatte am 5. Mai eine Mitglieder- Versammlung, in des Reuter'schen Bureaus" aus Kairo in voriger Woche unter welcher Herr J. Bernau über das Thema„ Volksbildung und falschem Namen dort an und reiste am Freitag angeblich nach Bolksnahrung" referirte. In der Diskussion sprach Kollege Griechenland weiter. Der in Frankfurt in der Angelegenheit Beutler im Sinne des Referenten und forderte die Anwesenden Jäger verhaftete Beamte ist der Ober- Telegraphen- Assistent Peter zur Propaganda für die Organisation auf. Unter Verschiedenem Müngersdorf I; Jäger reist mit dessen Paß und Militärpapieren Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefie sprach ein Mitglied feine Mißbilligung über einen Unternehmer und soll hierfür 60 000 m. gezahlt haben. Auch ein dortiger aus, der 200 Str. Malz vom Kahn zu Wagen fördern ließ zum Eierhändler soll inhaftirt sein, da er den Vermittler gespielt Preise von 5 Mart für 4 Mann. Der Empfänger der Waare dagegen bezahlte an den Unternehmer dafür 7,50 Mart. Zum Schluß ersuchte der Vorsitzende noch die Anwesenden, das Brot der Bäckerei- Genossenschaft zu kaufen. habe. Fiskalische Noblesse. Der Prozeß des bei dem Röhrmooser Eisenbahnunglück schwer verletzten Ladenburger ist be= Allgemeiner Arbeiterinnenverein Berlins und Umgegend, Filiale glichen worden. Ladenburger erhält auf Lebenszeit eine JahresMoabit. Heute, Mittwoch, Nachmittags 5 Uhr, Perlebergerstr. Nr. 28 bei rente von 5200 M. Beim früheren Ableben Ladenburger's Hermerschmidt: Bersammlung. Vortrag. bleiben die Ansprüche der Wittwe und der Kinder gewahrt. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, Mittwoch, den 11. b. M. Abends 8% Uhr, Sigung mit Damen im Bereinslotal Armin- Ladenburger verzichtet auf einen einmaligen Schadenersatz von Hallen", Kommandantenstraße 20. Am Sonntag, den 15. Mai, Nachmittags 36 000 M. Sämmtliche Kosten trägt der Fistus. Es bedurfte 4 Uhr, Sigung mit Damen und Gästen in Bischoff's Restaurant in Krebs- also beinahe dreijähriger Prozeßführung, um einen nicht bestreitjauche bet Treptow. Schmiede Riedorfs. Deffentliche Versammlung heute, Mittwoch, Nachbaren Rechtsanspruch gegen den Fiskus durchzuführen. mittags 2% Uhr, in Barta's tleinem Saal, Bergstraße 120. Tagesordnung: Vortrag des Herrn F. Stegerist über: Die Nothwendigkeit der Gewerkschafts- Die Gemeindekaffe in Dehrn bei Limburg ist von Dieben Oft- und Westpreußen! Bersammlung heute Mittwoch in Gratweir's mittelst Einbruchs geplündert worden. Sie entwendeten 6000 Mart, wovon sich dann auf der Straße etwa 1800 Mart zerstreut vorfanden. Organisation." Bierhallen. Maler. Am Mittwoch, den 11. Mat, Abends 8% Uhr, Bersammlung der Filiale 5 Nord im Zotale des Herrn Gnadt, Brunnenstraße 38. Vortrag, Diskussion. 103 Jahre alt. Von den verhältnißmäßig zahlreichen hochBerliner Naturheilverein 2. Am Donnerstag, den 12. bd. M., Abends 8% Uhr, im Prälaten am Alexanderplaẞ. Bogen 8, Gingang von der Straße betagten Personen unserer Provinz, schreibt man aus Posen, ist an der Stadtbahn. Vortrag der Frau Jördu aus Leipzig über erworbene wieder eine gestorben: die verwittwete Therese Makowska, geund ererbte Krankheiten." Antwort wird nicht ertheilt. F. St. Die Geschwister sind solidarisch zur Zahlung der Krankenkosten verpflichtet. Halbinvalide 90. Sie müssen sich an die Militärbehörde wenden. J. S., Forsterstraße. Es kommt darauf an, welcher Art die Schulden find. K. K. in R. Der erwähnte Brauergeselle führt einen anderen Namen. W. K. Reichsmünzen in Kupfer- Fünfpfennigftücken find nicht geprägt worden. Wette. 1. Es kommt auf das Ehescheidungs- Urtheil ant. Im Allgemeinen verbleibt ein Kind in so frühem Lebensalter der Mutter. 2. Ob es ein Grund zur Ehescheidung ist, wenn der Mann zu sozialdemokratischen Versammlungen und Leseabenden geht?" Und ein Narr wartet auf Antwort. Verein der Stralsunder. Donnerstag, den 12. Mai, Abends 9% uhr, borene Lewandowska in Gnesen. Dieselbe erreichte ein Alter von Blaze und in der vorliegenden Form faum verwendbar. BielW. H. Lassen Sie es auf die Klage ankommen. Solche Fragen lassen sich übrigens auch schwer einfach mit Ja und Nein beantworten. M. Er muß Sie bis Ablauf des Vertrags wohnen lassen. M. B. 100. Das Gesuch ist leider nicht zu erfüllen. J. A. Besten Dank! Der Artikel ist aber jezt nicht am bei Beißer, Grünstr. 7-8. Berichte. Schlußberathung über das Stiftungsfest, 103 Jahren. leicht später! Die betreffende Nummer wollen wir in unserem Aufnahme neuer Mitglieder. Fidelitas. Geselliger Verein„ Azalie"( Mitglied des Arbeiter- Bundes für Berlin Verdiente Strafe. Ein Megger zu Odenkirchen, welcher Archiv aufbewahren. und Umgegend). Gigung am Donnerstag, den 12. d. M., Abends 9 uhr, im nachweislich Fleischtheile eines verendeten Kalbes gekauft und Für die Arbeiter Bildungsschule erhalten: Vom Vom Gesangverein„ MännerSele- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% uhr, wieder verkauft hatte, wurde deshalb von der Düsseldorfer Straf- Gesangverein Liederlust" 20 M. chor St. Urban" 30 M. Besten Dant Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei fammer zu 1 Monat Gefängniß verurtheilt. Gieshoit. Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecke. H. Gumpel, Barnimstr. 42. Spinoza, Abends 8 Uhr, bei Hoffmann, Wrangelstraße 32. Serwegh, Abends 8% ühr, Reichenbergerstraße 54, Ecke Lausigerstraße, bei Schayer. Lotale u den 3 Raben", An der Michael- Brücke 1. bei Schröder, Wiesenstr. 39. Der Restaurateur Véry, eines der Opfer Ravachols, ist in Paris gestorben. Erlauben uns hiermit anzuzeigen, daß wir mit dem heutigen Tage eine Buchdruckerei in der Brunnen- Straße Nr. 124 eröffnet haben. Jm Besize großer Maschinen, ausgestattet mit dem modernsten Schriftenmaterial, sind wir in den Stand gesetzt, sämmtliche in dieses Fach einschlagende Arbeiten schnell und zu soliden Preisen herzustellen. Plakate in jeder Größe, auch für die Anschlagfäulen, übernehmen zu denselben Preisen wie Nauck& Hartmann. Ebenfalls fertigen wir Quittungsmarken und Kautschuckstempel zu soliden Preisen an. 2406L Schrinner& Kunkel. Brunnenstraße 124. Freunden und Hoesch, homöopath. Adlershof. Zigarren und Tabake. Mirtileriet. 27. 8-10, 5-7, Goni. 8-10Wittwe Wolff, Bismarckstr. 37. C. Königsfeld, Reinickendorfer- Str. G. Größte Auswahl. 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