Nr. 118. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Auslan 2 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate füt die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die Wahl der Vergeltung und Befreiung. Fünf Jahre. XV.*) ( Schluß.) Soviel muß auch dem blödesten Auge flar geworden sein: Der Tarif der Brotwucherer, dessen Wesen und Werden klar genug in aller Erinnerung steht, ist nicht vom Himmel herabgefallen. Das Verhalten der Reichstags- Mehrheit während des Zollkampfes hat nichts Ueberraschendes an sich, nichts, was zu den bisherigen Vorgängen im Widerspruch stünde. Die Politik des Bollraubes ist keine BerSonnabend, den 23. Mai 1903. VP * Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Die Wahrheit ist pöbelhaft. Wir haben in den letzten Wochen zahlreiche Beispiele dafür erWelche Summe von Krankheit, Elend und Verzweiflung in Schwäzereien nennt der Vorstand des Wahlvorstandes der Freidiesen furchtbaren Zahlen sich ausdrückt, mit wie viel Thränen der sinnigen Volkspartei des 5. Wahlkreis" höchstes Pflichtbewußtsein. Angehörigen sie begossen worden sind darüber ist im Laufe der Zeit in der socialdemokratischen Presse kein Wort der Klage gehört treife( Dresden- Tharandt- Dippoldiswalde) hat jest erst der achte Noch immer kein Dußend. Jm 6. sächsischen Reichstags- Wahlworden. Als Männer haben unsre Genossen schweigend alle Wunden Kartellkandidat, ein Pastor Jentsch aus Deuben, die Kandidatur abgetragen, die ihnen der Kampf brachte, und sie schämen sich ihrer gelehnt. Da taum noch vier Wochen bis zur Wahl sind, so muß Narben wahrhaftig nicht. Sie wissen, daß jede Stunde, die sie man fast befürchten, daß das Dugend nicht mehr ganz voll werden hinter Kerkergittern vertrauerten, am Tage der Entscheidung als wird. Vorläufig ist also unser Genosse Horn noch immer ohne Anklägerin in die Schranken tritt, daß alles Leid, das ihnen wider- Gegenkandidaten. fuhr ein dräuendes Zeugnis ablegt für den Opfermut, die Standhaftigkeit und Ueberzeugungstreue des gesamten kämpfenden Proletariats. Wer so hohe Einfäge waat, muß ein großes Spiel au bringen können, daß das Centrinn gegen die Macht der Aufklärung irrung, die mit Argumenten zu bekämpfen wäre: die Arnim, gewinnen haben. Kardorff, Spahn, Bassermann und ihre Hinterleute sind Welche Behandlung politische Angeklagte im Gerichtssaale, mit den niedrigen Waffen kämpft, die ihm wirtschaftliche Uebermacht nicht besserungsfähig. Sie haben in Sünden gelebt und werden in politische Gefangene bei Verbüßung ihrer Strafe erfahren haben, ist nicht zurückschreckt. Wir haben mitgeteilt, daß Geistliche im Beichtund religiöser Einfluß bieten und daß es auch vor roher Gewalt Sünden sterben; sie werden solange Schaden stiften, bis sie un- in mehr als einem Falle zur Sprache gebracht worden. Socialstuhl die Absolution verweigerten, weil der Beichtende einen Socialschädlich gemacht sind. demokratische Agitatoren wurden von Staatsanwälten als gewiffen- demokraten beschäftigte, oder daß der Beichtstuhl zur Agitation Wie in einem Tongemälde alle Motive zum Schluffe in zu- lose Menschen, als Verführer zum Meineide, als Leute beschimpft, gegen die socialdemokratische Presse benutzt wird, daß politische Flugsammenfassender Wiederholung in einander flingen, so hat diese die den Dummen das Geld aus der Tasche ziehen. Social blätter, gegen die Socialdemokratie natürlich, in den Kirchen verteilt Reichstagsmehrheit wenige Monate vor dem Ende alle volksfeind- demokratische Redakteure und Schriftsteller wurden in Ketten durch werden, daß das Mittel der Saalabtreiberei in der ungeniertesten lichen Tendenzen, alle gemeinen menschlichen Charaktereigenschaften, die Straßen geschleppt und im grünen Wagen transportiert. Im Weise gehandhabt wird( siehe auch das Centrums- Flugblatt in unfrer die sich in ihr regen, bis zur höchsten dramatischen Steigerung ge- Namen des Rechts, der Gerechtigkeit, der Ordnung, der Sitte und Nummer 116) und wir haben Beispiele dafür erzählen können, wie der klerikale Knüppel gegen socialdemokratische Agitatoren gehandhabt führt. Aber was der Zollkampf im großen zeigte, ist zuvor alles der Humanität! wird. schon im fleinen dagewesen. Die Reichstagsmehrheit, die die Die Centrumspresse, die diese Thatsachen nicht in Abrede stellen Opposition niederknüppelte, die Geschäftsordnung zertrat und Wir sind zu Ende. Wohl ist die Reihe der Thatsachen, die in fann, weiß darauf zu entgegnen, daß wir pöbelhaft, notenhaft, die Verfassung brach, um den deutschen Arbeitern ein Stück den letzten fünf Jahren gegen das herrschende System zengten, in gemein und auch obendrein ungezogen seien. So zu lesen in der von ihrem täglichen Brot zu entreißen, ist dieselbe Reichs- einer kurzen Aufzählung nicht zu erschöpfen. Aber wen dieser Niederrheinischen Volkszeitung" in Krefeld. Um unsre Böbeltagsmehrheit, die das Volk mit neuen Militär- und Marinelasten Ueberblick überrasche, die wichtigsten innerpolitischen Ereignisse, die haftigkeit zu beweisen, wird sogar Eugen Richter von dem Bollbelud, alle Uebergriffe der Regierungen, alle Willfür der Behörden fich feit der letzten Reichstagswahl zugetragen haben, nicht die Augen wucherblatte für sein Verhalten im Zolltampfe belobt. In dem duldete, die für ein Zuchthausgesetz gegen die Kunst stimmte, aus öffnet über das Wesen des großen Klassenkampfes, den wir führen, auch wieder einmal, Eigennus ganze Industrien erdroffelte und den Armen den Genuß dem ist überhaupt nicht zu helfen. Saß wir die Arbeiter terrorisieren. Der moderne Staat ist nicht, wie die Freifinnigen uns einreden weisen billigen Fleisches verbot. Demgegenüber berwir auf die Feststellung der" Post" in unfrer Sie spricht von christlicher Liebe, von deutscher Ehre, von bürger- wollen, die gemeinsame Organisation aller Staatsbürger, er ist Nummer 116, die dem Märchen von dem" socialdemokratischen licher Freiheit, von Fürsorge für die arbeitenden Klassen, fie erzählt nichts andres als ein Instrument in der Hand der herrschenden Terrorismus entschieden entgegentritt. Ms Beweis dafür, daß die im Wahlkampfe denen, die sie noch hören wollen, von den Gefahren, Klassen, dazu bestimmt, ihren Reichtum und ihre Machtfülle zu Socialdemokraten auch andre Parteien terrorisieren, wird die Thatmit denen die deutsche Socialdemokratie die Reichsherrlichkeit bedrohe. vermehren, die Bestrebungen der unterdrückten arbeitenden Klassen sache angeführt, daß socialdemokratische Redner in den VersammJunker und Scharfmacher, Gescheitelte und Geschorene haben sich mit allen Mitteln brutaler Gewalt niederzuhalten. Wer im Kampfe lungen andrer Parteien auftreten. Bei solcher Umtwertung der Bezum Bunde wider den Umsturz verschworen und die Wahlkreise gegen diese Staatsgewalt gegen uns steht, wer einen Stimmgriffe versteht man es, wenn das Centrum den Knüppel für eine geistige Waffe hält. unter sich aufgeteilt, als ob es ein neues Königreich Polen zu verzettel abgiebt, auf dem kein socialdemokratischer teilen gäbe. Ms weiteres Material für den Terrorismus der Socialdemo Name steht, flicht einen neuen Knoten in die Peitsche, die ihn fraten und die Böbelhaftigkeit des Vorwärts" bieten wir der Wenn ihr Kriegsplan gelingt- wer zweifelt daran, daß sie schlägt. Centrumspresse folgenden Situationsbericht, der uns vom Niederrhein dann im neuen Reichstag ihr altes Handwerk wieder aufnehmen Nach fünf Jahren unerträglicher Knechtschaft, nach fünf Jahren zugeht: werden! Sie werden das Werk des Bollwuchers vollenden, neues schamloser Volksausbeutung und Volksbedrückung, kommt endlich ein Geld für Heer und Flotte bewilligen, sie werden neue Steuern ein- Tag, der für seine Dauer alle erwachsenen Menschen Deutschlands führen, die das Bolt belasten und sich schließlich auch nicht scheuen, politisch frei macht und die Entscheidung über ihre Zukunft in ihre ihre Hand an das legte zu legen, was dem Volte als Verteidigungs- Hand legt. Was zur Vorbereitung dieses Tages versäumt wird, waffe übrig geblieben ist: an das Wahlrecht! bringt keine Ewigkeit zurück. Die Vorgänge vom November und Dezember 1902 haben die furzsichtige Auffassung gründlich zerstört, daß alles immer friedlicher und friedlicher würde, daß die Gegensäte fich ausgleichen und sich endlich zur vollen Harmonie auflösen können. Sie haben bewiesen, daß die Zeit der Katastrophen, der ungeheuren geschichtlichen Schicksalswenden noch keineswegs vorüber ist, daß ganz im Gegenwürde. Auf zur Wahlarbei! auf zur Wahl! Wahlkampf. Freifinniges Pflichtbewußtsein". " 1 heute zugeschickt wird, erfahren wir langen Artikel des Blattes vom 18. Mai, der uns erst Die dunkelste Ecke Deutschlands, der Niederrhein bis zum Kreise Duisburg, wird vom Centrum als seine ureigenste Domäne betrachtet und dort versucht es auch mit allen Mitteln, welche ihm zu Gebote stehen, jede Regung der Arbeiter, überhaupt jede selbständige Ntegung niederzuhalten. Besonders ist die Lokalabtreiberei im Schwange; unsre Genossen verfügen in den vier Kreisen Kleve- Geldern, MörsRees, Kempen und Neuß- Grevenbroich noch nicht über das kleinste Lokal wo sie zusammenkommen können, und in den beiden Kreisen M.- Gladbach und Krefeld ist es auch nicht viel besser, denn im ganzen Kreise M.- Gladbach haben die Genossen in Viersen einen Saal und im Wahlkreise Krefeld ist den Genossen der ganze Landkreis gesperrt. In dem Flugblatt, welches die Freifinnige Boltspartei im teil sich eine neue Periode des Klassenkampfes vorbereitet, die fünften Berliner Wahlkreise für die Kandidatur des Dr. 8 wid ver Streifen auf die Wirte gewirkt wird, davon nur einige Beispiele. In Mit welchem Drucke im Landkreise Krefeld und in den andren an gewaltigen Zusammenstößen reicher sein wird, als irgend eine breitet, wird befonders gerühmt, Herr Dr. Zwick habe sich als ein Uerdingen, einem industriereichen Städtchen im Wahlkreise Krefeld, zuvor. Es ist dabei gleichgültig, in welcher Form fich diese Zu-„ vom höchsten Pflichtbewußtsein tief durchdrungener war es gelungen, einen Saal zu einer Versammlung zu erhalten, fammenstöße abspielen werden; die Gallifet und Windischgräs Bolfsvertreter" gezeigt, durch eifrige Mitarbeiterschaft", ins aber nur ein einziges Mal. Als unfre Genossen wieder vorsprachen, haben in Paris und Wien mit ihren Kanonen nicht mehr Schaden besondere in der Bolltarif Kommission", habe dieser erklärte ihnen der Wirt, daß er seinen Saal eher abbrenne, ehe er gestiftet, als die deutsche Zuchthaus- und Hungerpolitik anrichten Herr sich ausgezeichnet, mit der höchsten Energie", mit größter ihn noch einmal hergebe, so sei er drangfaliert worden. Die Erfolge der Gegenrevolution drücken sich je nach Zeit habe er die Erhöhung der Zölle namentlich von Getreide und Fleisch es sei ihm angedroht worden, daß man ihn wirtschaftlich ruiniere, Beredsamkeit", mit größter Ausdauer", mit unermüdlichem Fleiß Gesellschaften feien ausgezogen, Strafmandate habe er erhalten und und Umständen in den statistischen Ziffern der gewaltsamen Todes bekämpft. Es ist schon festgestellt, daß Dr. Zwick in der ent- wenn er das Lokal noch einmal zu einer Arbeiterversammlung herfälle aus, oder in denen des Typhus, der Tuberkulose, der scheidenden Beratung der Bolltarif- Kommission über nochmalige Be- gebe. Einem Wirte im Kreise Kempen, welcher seinen Saal Kriminalstatistik und der Selbstmorde aus den berühmten un ratung der Eisenzölle im Verein mit seinem Fraktionsgenoffen zur Verfügung stellte, wurde die eine Hypothek gekündigt bekannten Ursachen. Ropich gefehlt hat und daß durch dieses Fehlen eine Herabfeßung und in einem Centrumsblatte mußte er erflären, daß er Umgekehrt ist ein mächtiger und imponierender Wahlfieg der der Eisenzölle und die Sprengung des Kompromisses zwischen Groß seinen Saal den Socialdemokraten nicht mehr gebe, ehe Socialdemokratie ein befferer Sieg des revolutionären Klaffenkampfes grundbesiz und dem Centralverband deutscher Industrieller vereitelt man ihm zu Hilfe fam. Solche Fälle kommen massenhaft vor und als die siegreiche Behauptung einer Barrikade. Das ist vielleicht der angesichts der unwahren Ausrede der Freifinnigen Zeitung". Herr Führer, die Prediger der Nächstenliebe, zurückzuführen. Wir müssen ist. Gegenüber dem Bramarbafieren in dem Flugblatt und find alle auf den Druck der Centrumspartei und ihrer geistlichen größte Triumph der Arbeiterbewegung, daß sie den größten, den Dr. Zwid sei an einer Mandelentzündung erkrankt" gewesen und die Agitation, weil uns feine Säle zur Verfügung stehen, durch wichtigsten Kampf, der in geschichtlichen Zeiten ausgefochten worden habe einen Vertreter nicht schnell genug namhaft machen Flugblätter betreiben; das aber ist bei der durch die Geistlichkeit ist, mit unblutigen Mitteln zu kämpfen versteht. Die Barbarentönige fönnen", erscheint es zweckmäßig, einmal zu beleuchten, wie das verheßten fatholischen Bevölkerung mitunter noch sehr gefährlich. der sterbenden alten Zeit verstanden keinen Thronfolgezwift und keinen höchste Pflichtbewußtsein und die eifrige Mitarbeiterschaft" des Wie weit die Verhegung geht, das erfuhren Krefelder Genossen im Grenzstreit anders zu erledigen, als daß sie ihre Unterthanen fich Herri Bwvid und seiner Genossen in der zweiten Lesung der Boll- Streise Kleve- Geldern. In einer Ortschaft, ledem, lief der Pfarrer gegenseitig abschlachten ließen. Bürde das Proletariat seinen un tarif- Kommission aussehe. Die zweite Lesung umfaßte acht Sigungen des Ortes hinter ihnen her und rief den Einwohnern zu, die Fluggleich wichtigeren Kampf mit den gleichen Waffen fuhren, so müßten( bont 22. September bis 2. Oftober). Herr Zwick wurde am 22. Sep- blätter zu zerreißen und ins Feuer zu werfen. Häufig sind Maßlängst alle Felder mit Leichen gedüngt und alle meere mit Blut ohne jegliche Entschuldigung in sämtlichen fechs Sigungen, für nehmer. Es kommt vor, daß diese Gemaßregelten von Ort zu tember zum Mitglied der Bolltarif- Kommission gewählt. Er fehlte regelungen von Parteigenossen durch die allerchriftlichsten Unterdie er zum Mitglied der Kommission für deren zweite Beratung er Ort gehetzt werden, Ohne Opfer ist es freilich nicht gegangen. Trotz aller Miß nannt war. Am 23. September, wo es sich u. a. um den Quebracho find. In Uerdingen forderten die Unternehmer einen Baumaterialienwerden, bis sie aus dem Bezirk verschwunden erfolge hat sich die herrschende Klasse Deutschlands noch immer zoll, um Getreide und um die Viehzölle handelte, fehlte e Händler, welcher einen Genossen beschäftigte, auf, denselben zu ent nicht von dem wahnwißigen Glauben befreit, eine aufstrebende Be allein von den Freifinnigen. Am 24. September handelte es fi laffen, widrigenfalls er boykottiert würde. Dieser Aufforderung kam wegung des Geistes ließe sich durch Mittel der staatlichen Zwangs- u. a. um die Bölle auf Vieh, Fleisch, Milch und um den Herings- der Händler, sonst ein ziemlich freidenkender Mann, um seinen wirte gewalt aufhalten. Das Strafregister unsrer Partei weiß in den 3011. Von den 28 Mitgliedern der Kommission fehlten unschaftlichen Ruin zu verhüten, nach und der Genosse mußte seinen legten fünf Jahren genug von dieser Methode zu erzählen. Cs entschuldigt allein die beiden freifinnigen Abgeordneten Kopsch Wohnort verlassen und als verheirateter Mann in die Frembe ziehen, wurden in dieſen Jahren über Socialdemokraten verhängt: und Zwid. Der auf socialdemokratischen Antrag in erster Lesung und sein ganzes Verbrechen bestand darin, daß er in einer Verbeseitigte Heringszoll wurde wiederhergestellt. Am 25. September fammlung einige Worte gesprochen. Die Unternehmer in Lobberich Elfbreiviertel Jahre Zuchthaus fehlte Zwid allein von den Freifinnigen: u. a. tamen die Bölle auf im Kreise Kempen haben eine Vereinbarung getroffen, daß die von Zweihundertundfünfundsiebzig Jahre Gefängnis Petroleum, Spinnstoffe, Leder, Papier und Steine zur Beratung, einem Unternehmer entlassenen Arbeiter innerhalb eines halben Am 26. September fehlten von allen Abgeordneten unentschuldigt Jahres nicht von einem andren Unternehmer eingestellt werden nur die Abgeordneten Kopsch und Zwick: in ihrer Abwesenheit ge fönnen. so langte der socialdemokratische Antrag auf Bollfreiheit der Mikrostope zur Annahme. Müller- Sagan war in dieser Sigung durch den Abg. Brömel ersetzt. Am 27. Septbr. war die entscheidende Sigung) über Das bezweifeln wir! Herr Bankdirektor Mommsen, der die Eisenzölle:" 8wid fehlte, Stopsch erschien mehrere Stunden nach freisinnige Standidat in Danzig, jagte nach dem Bericht der Königsder Abstimmung, die durch eine Stimme umgekehrt gestaltet worden berger Boltszeitung" in einer Versammlung in seinem Wahlkreise, er wäre. Am 1. Oktober fehlte nur zwick: u. a. die Kartelle und werde stets für Heer und Flotte stimmen, ganz gleich, von welchen Ursprungszeugnisse standen auf der Tagesordnung. Am 1. Oktober Schultern die Laften getragen werden. wurde sodann an Stelle Zwicks der Abg. Wiemer zum Mitglied der den Staatssteuern von seinem Einkommen noch 12-15 Broz, ReichsWenn Herr Mommsen neben Kommission durch den Abg. Dr. Müller- Sagan ernannt: mun endlich Einkommensteuern bezahlen sollte, dann halten wir seine gu am 2. Oftober, der letzten Eigung der Kommiffion, waren elle ftimmung zu den militärischen Ausgaben noch nicht für ganz so ficher. Rominisfionsmitglieder, auch die Freifinnigen anwesend. Solche färbt sein. und über hunderttausend Mark Geldstrafe. Rechnet man die Klassemurteile von Löbtau und Herne dazu, erhöht sich das Zuchthausconto auf Vierundsechzigdreiviertel Jahre und das Gefängnisconto auf dreihundert Jahre. Selbst zur Zeit des Socialistengesetzes, in der durch ihr Ausnahme recht eine Unzahl neuer Strafthaten konstruiert wurden, ist das Strafconto unfrer Partei nur um weniges höher gewesen. *) Vergl. Nr. 117 des Vorwärts". 11 Pöbelhaft! Nicht wahr? Die Liberalen in der Provinz Posen haben sie den Konservativen unterworfen; sie verzichten auf eigne Reichstags- Kandidaten in Meseriz- Bomst und in Wirsiz Schubin. Dafür sollen sie das Landtagsmandat in Birnbaum bekommen. = * = " weiter... Die Regierungen haben der Notwendigkeit zu folgen, Mittelstand der Wahlbewegung fast teilnahmslos gegenüberstehe. die Zölle so zu bemessen, daß sie andren Staaten noch annehmbar Nachdem er geschildert, wie die socialdemokratischen Arbeiter es sich erscheinen, Kommen sie auf Grund des neuen Tarifs zu feinen schon in ruhigen Zeiten angelegen sein lassen, nicht nur BildungsHandelsverträgen, dann bleibt der alte Tarif bestehen. Ob damit vereine zu besuchen, wo sie ihre Schulbildung verbessern, sondern gedient sei, möge man entscheiden." auch in politischen Versammlungen öffentliche Angelegenheiten erIn Köln redete am Mittwoch im Saale der Philharmonie Genosse Der so erhöhte Tarif" ist von der Zollwucher Mehrheit örtern, wie jetzt die socialdemokratischen Versammlungen zum Brechen Moltenbuhr vor dreieinhalbtausend Personen. Der Zutritt war unter Nachhilfe Eugen Richters angenommen worden: Antrag voll seien, die bürgerlichen aber leider nicht", schreibt er: Zudem und das ist der Hauptgrund dafür, daß der politisch nur den mit Karten versehenen Besuchern gestattet, um den Andrang Kardorff. Dieser Tarif ist nach dem Grafen Posadowsky zum regsamste Mensch in unsrer Großstadt der socialdemokratische abzuhalten. Die Karten waren in weniger als zivei Tagen völlig Arbeiter ist hat der Bürgersmann, im Gegensatz zum Arbeiter, bergriffen. Dies zeugt von dem großen Interesse, das man in Köln der Abschluß nener Handelsverträge politisch und zolltechnisch undenkbar. gar feine Zeit, in Versammlungen herumzuliegen. Unser MittelWahlbewegung entgegenbringt. Molkenbuhr brandmarkte das Zoll- Die zweite vom Grafen Posadowsky angekündigte Eventualität gilt stand ist, besonders in Berlin, will er sich halten, zu so anwucher- Centrum und insbesondere die socialpolitische Schwindel- aljo jezt: Der bisherige Zustand muß bestehen bleiben. Die Versammlung stimmte ihm durch politik dieser Partei. haltender und anstrengender Arbeit genötigt, daß ihm fast selten Eugen Richter findet mithin auch die Anschauung des Grafen ein Abend frei bleibt, und hat er einen freien Abend, braufenden Beifall zu. Gegner meldeten sich trotz Aufforderung Posadowsky handelsvertragsfeindlich", er ist zollwitcherischer gesinnt Der dann bedarf er dessen dringend zu seiner Erholung. nicht zum Wort. als der ministerielle Vertrauensmann der Schutzöllner, er braucht Arbeiter seine dagegen verläßẞt um 6 Uhr oder 7 Uhr Die Anklagerede, die Bebel vorige Woche in dem nämlichen ja die Centrumsstimmen, um gewählt zu werden. Handelsverträge Fabrik und hat von da ab den Abend vollständig frei, Saale gegen das Centrum gehalten hat, haben die Kölner Partei- um jeden Preis das wäre die Losung unheilbarer Dummheit, genossen stenographisch aufnehmen und in vielen tausend Eremplaren wenn sie nicht die Fortsetzung des Verrats wäre. da er keinerlei Geschäftssorgen im Kopfe hat; seine Erholung findet er am vollständig freien Sonntag, den der brucken lassen. tleine Geschäftsmann und Handwerker, der Kopfarbeiter, der Techniker kaum noch kennen. Denn alles, was nicht zu den oberen Klassen( Beamten mit festem Gehalt und Pension) oder den Handarbeitern gehört, hat einen geradezu mörderischen Kampf um die Existenz zu führen, in welchem es kein Rasten giebt, tein Ruhen. * Das Deutsche Reich ist nicht bloß in Mecklenburg unbekannt; auch der Stadtmagistrat von Bad Kissingen lebt noch immer im Norddeutschen Bunde. Er macht in der„ Kissinger Saaleztg." vom 16. Mai bekannt: " " " Die Anschauung, daß der Antrag Kardorff minder gefährlich sei als der Regierungsentwurf, hat der Vorwärts" nicht erst jetzt, sondern bereits im Dezember vorigen Jahres wiederholt dargelegt. Die„ Freifinnige Zeitung" ist aber bereits geistig so weit heruntergekommen, daß sie nicht mehr begreifen kann, wie man principiell für die eigne politische Ueberzeugung und gegen die feindliche Geschmacherei anfämpft, auch wenn diese fich selbst ad absurdum führt. Die Freifinnige Zeitung" protestiert schließlich " 11 " Wähler für den Reichstag des( Nord-) Deutschen Bundes ist Man glaube ja nicht, daß wir den Handarbeitern ihre freie jeder( Nord-) Deutsche." Zeit mißgönnten. Wir wollen nur zeigen, wie sie durch die GeEine solche Bekanntmachung in Bayern ist direkt irreführend, fie sehgebung in die Lage versetzt sind, sich ausgiebig politisch zu fann unerfahrene Leute in den Glauben verseßen, daß Süddeutsche, Wenn auch der ursprüngliche Tert " gegen die Art und Weise, wie der„ Vorwärts" unter Analso Bayern, nicht wählen dürfen. bethätigen, während dem mißhandelten Mittelstand es zumeist an führungszeichen jetzt gewohnheitsmäßig angebliche Aeuße der Zeit fehlt, sich um die Politik zu kümmern. Kein Wunder, daß des Wahlgefeges, das vor der Gründung des Deutschen Reiches erlassen rungen unsrer Zeitung wiedergiebt. So lesen wir dort, daß die infolgedessen die Socialdemokratie immer weiter um sich greift. wurde, so lautet, so müßte doch in amtlichen Bekanntmachungen, Freisimmige Zeitung" jest systematisch darauf hinarbeite, HandelsWenn das Los des Fabrikarbeiters gegenüber dem des Mittelfalls man sich nicht entschließen kann, die Textivorte",( Nord-) deutscher verträge mit maßvoll höheren Zöllen zu stande zu bringen".standes so begehrenswert ist, dann ist es nur verwunderlich, daß Bund" in Deutsches Reich" umzuwandeln, unbedingt der§ 2 des den Vorwurf erhebt, sie Eine solche Neußerung haben wir niemals gethan." man gegen die Socialdemokratie immer Gesezes, betreffend die Verfassung des Deutschen Reiches vom Wir verstehen es, daß die Freisinnige Zeitung", die das Fälschen wolle den Mittelstand vernichten. Nach der Logik des Reichsboten" 16. April 1871, hinzugefügt werden. Durch dieses Gesetz wird angeordnet, daß die Bundesgejeze von mun an Reichsgesetze sind, und bis zur pathologischen Leidenschaft betreibt, jezt überall Fälschungen könnte den Mittelstande ja gar fein angenehmeres Los bereitet daß man immer Dentsches Reich" zu verstehen hat, wo in den sieht, wie der Delirant Mäuse. Sie fälscht sogar, mur um andre werden, wie vernichtet zu werden. Wir erwarten, daß man uns alten Gesetzen vom Norddeutschen Binde geredet wird. Es dürfte Leute der Fälschung zeihen zu können. Die„ Anführungszeichen", die denmächst vorwirft, wir wollten den Mittelstand in seinem Elend und die Frage am Plaze sein, ob bei Wahlanfechtungen solche zweifellos Herr Eugen Richter im„ Vorwärts" entdeckt hat, sind eben solche seiner politischen Teilnahmslosigkeit erhalten. irreführenden amtlichen Bekanntmachungen nicht auch in Rechnung Einbildungen der eignen Phantasie, wie sein socialistischer Zukunftszu ziehen wären. staat. Wir haben lediglich die Tendenz der Richterschen Zolltaktik Druckfehler- Berichtigung. Die Einigung der v. Kardorff- Leute präcifiert, aber den Satz nicht mit Anführungszeichen versehen und und das Einbringen des v. Kardorff- Antrags ist durch den Drudfehler- nicht als Citat aus der Freis. 3tg." gekennzeichnet. Lediglich das wie seit Monaten mit Gänsefüßen teufel in dem Bericht über die Versammlung im fünften Wahlkreise Wort„ maßvoll" wurde ( Die Liberalen in Wort und That) von dem 27. November auf den versehen, um die Fronie des Ausdrucks hervorzuheben. 22. November vordatiert. " Politische Uebersicht. Bierzig Jahre. Berlin, den 22. Mai. Bor vierzig Jahren, am 23. Mai 1863, nachmittags versammelten sich im Pantheon zu Leipzig zwölf Delegierte von elf deutschen Städten, um die Konstituierung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins unter Ferdinand Lassalles Leitung zu vollziehen. Einige hundert Leipziger Arbeiter wohnten dem Schauspiele bei, dessen weltgeschichtliche Bedeutung damals freilich nur von einem Teile der Zuschauer geahnt werden mochte. Hat doch Leipzig zu Lebzeiten Lassalles nicht mehr als 350 Mitglieder des neuen Vereins in seinen Mauern gezählt! " 10 年 Die verlogene Citiererei überlassen wir den Autoren des " Socialistenspiegels", die jetzt sogar schon die Ausführungen des Gegners bloß aus dem Grunde fälschen, um ihnen eine Fälschung vorwerfen zu können. Ultramontaner Arbeiterschuh. " Germania" einen neuen " Schade! Die„ Rheinisch- Westfälische Zeitung" weiß jetzt zu ers zählen, daß zur Zeit des Zollkampfes die Auflösung des Reichstages ernstlich in Erwägung gezogen worden sei. Sie schreibt darüber: Wie...... glaubwürdig erzählt wird, ist damals in der That im Bundesrat eine starke Strömung für die Auflösung, fir die Ausnutzung des richtigen Augenblicks gewesen; die Strömung schien sogar die Oberhand in jenen Lagen zu ge= winnen, die dem Abschluß des modus procedendi zwischen der Regierung und der Reichstags- Mehrheit unmittelbar vorherging, als ein sehr einflußreicher Herr darauf aufmerksam machte, daß man doch unmöglich so furz vor Weihnachten die Bombe der Auflösung in das deutsche Volk werfen und die„ Greuel" des Wahlkampfes heraufbeschwören könne. Dieser gemütvollen Auffassung beugte sich Graf Bülow, und erkannte über Nacht den gewaltigen Unterschied zwischen Braugerste und Futtergerste. Weil Braugerste und Futtergerste zwei wirklich ganz verschiedene Dinge sind, wurde nichts aus der Reichstags- Auflösung, und weil es damals gerade furz vor Weihnachten war und die Gans in der Bratpfanne des friedlichen Staatsbürgers für den ersten Weihnachtsfeiertag vielleicht nicht gar geworden wäre, gab man die schönste Gelegenheit aus der Hand, sich einen brauchbaren Reichstag zu ver schaffen. Richtig! Der Etat war ja auch noch nicht bewilligt und was noch wichtiger war: zwei oder drei socialpolitische Eier, die die Regierung mit großem Gegader gelegt hatte, waren vom Reichstag noch nicht ganz ausgebrütet und deshalb mußte er weiter leben. " Die ultramontane Presse hatte kürzlich eine ellenlange Liste angeblicher Arbeiterschuh- Vorschriften veröffentlicht, um zu beweisen, welche Masse von Schuß auf die Arbeiter schon niedergeregnet sei. Die Liste bestand zum größten Teil aus Bundesrats- Verordnungen, durch welche die gesetzlich verbotene Nachtarbeit für jugendliche Arbeiter wieder eingeführt, die Arbeitszeit dieser Arbeiter verlängert, ihre Pausen durch Zerstückelung wertlos gemacht, die Sonntagsruhe der Arbeiter durchlöchert wird und dergleichen mehr. Wir haben diese merkwürdige Art Arbeiterschuh in unsrer Nr. 107 vom 9. Mai gebührend gekennzeichnet. Jetzt rafft sich die„ Germania" zu einer Am 29. Auguſt des Gründungsjahres schrieb Lassalle an Antwort auf, die ebenso jesuitisch ist, wie die Leporelloliste war. Bahlteich:„ Also circa tausend Mitglieder in unserm wir hatten uns in einem einzigen Punkte geirrt, indem wir bei Vereine! Das sind vorläufig die Früchte unsrer Thätigkeit! Das der Verordnung vom 25. Januar 1902 betreffend Verfahren bei die Erfolge davon, daß ich mir die Finger abgeschrieben und die Anträgen auf Verlängerung der Ladenschlußzeit" von einer VerLunge herausgeredet habe! Nicht wahr, lieber Vahlteich, diese längerung der Arbeitszeit gesprochen hatten, während es sich um Nach der Auffassung der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" wäre Apathie ist zum Verzweifeln! Solche Apathie bei einer Bewegung, Anträge zur Herbeiführung eines früheren Ladenschlusses handelt. also damals just der richtige Augenblid gewesen, gegen die Social die rein für sie, rein in ihrem Interesse stattfindet, und bei den in Auf diesem einen Irrtum baut mum die wahlen nicht schon damals geäußert hat, er hätte innerhalb der geistiger Beziehung schon immensen Agitationsmitteln, die schon auf- Artikel von Unwahrheiten und Verdrehungen auf. Wenn wir auch demokratie mobil zu machen. Schade, daß sie den Wunsch nach Neugewendet worden sind und die bei einem Wolke wie dem französischen in diesem Punkte geirrt haben, so beweist das noch nicht das geringste wahlen nicht schon damals geäußert hat, er hätte innerhalb der für das, was die„ Germania" mit ihrer Arbeiterschußliste beweisen Socialdemokratie begeisterten Widerhall gefunden! Und schade auch, schon Riesenresultate gehabt Faben würden! Wann wird dies wollte. Die Liste sollte den Eindruck eines außerordentlich umfang- daß, wenn die Regierung einen so famoſen Einfall hat, ein geheimnisvoller Herr" ihr dazwischen kommen muß! reichen Arbeiterschußes erwecken, es sollte aussehen, als ob unsre Uebrigens scheint die Geschichte des rheinischen Scharfmacher Gegeißelt vom Hohn des Bürgertums, gehetzt von Richtern und Behörden nichts weiter zu thun hätten, wie Arbeiterschutz- Bor- blattes nur zum Zwecke erfunden zu sein, die Schuld an dem socialGendarmen, zerrissen durch unglückselige Spaltungen, so stand die schriften auszuarbeiten. Wenn sich nun auch die Verordnung Ver- demokratischen Wahlerfolge, den sie prophezeit, dem bewußten„ einflußKlaffenbewegung der deutschen Arbeiterschaft in den ersten Jahren längerung der Ladenschlußzeit" mit der Verkürzung der Arbeitszeit reichen Herrn" zuzuschieben. Sie weiß doch selber, daß die Ausbeschäftigt, so wird doch die Verkürzung der Arbeitszeit durch diese schreibung von Neuwahlen zu jener bewegten Zeit für die Reihres Bestandes da. Berordnung nicht etwa angeordnet. Angeordnet ist ihre Bugierung des Buchertarifs der reine Selbstmord gewesen wäre! Aber das sollte sich das Drgan der Nickelstählernen doch gesagt " Germania" nicht fehlte; die Verordnung des Bundesrats vom fein lassen: In der Zeit, da der„ Ruhm der deutschen socialpolitischen lässigkeit bereits durch das Gesez, das natürlich in der Liste der gierung des Buchertarifs der reine Selbstmord gewesen wäre! 25. Januar 1902 regelt bloß das Verfahren; es ist eine Ordnungs Gesetzgebung" in alle Gaffen geschrien oder vorschrift, in der Liste der„ Germania" aber sollte sie den Eindrud Gesetzgebung" in alle Gaffen geschrien oder sollen wir auch fagen gegadert wird, ist es sehr unvorsichtig, von der bes erwecken, als ob sie materiell neuen Schuh anordnete. rühmten Regierung des socialen Aufschwungs in so despektierlicher Weise zu reden. Für sechs Wochen könnte doch auch ein Scharfmacher- Blatt bei der Idee des großen socialpolitischen Kostümballes bleiben! stumpfe Volt endlich seine Lethargie abschütteln!" Heute ist der Spott längst verstummt, die politische Verfolgung mehr eine notgedrungene Angewohnheit, als ein ernsthaft auf Erfolg mehr eine notgedrungene Angewohnheit, als ein ernsthaft auf Erfolg hoffender Zerstörungsplan, und troß aller Spaltungshoffnungen der Gegner steht die Partei da einig und geschlossen wie nur jemals auf dem Wahlfelde. 23 Jahre später war die einige deutsche Socialdemokratie mit fast anderthalb Millionen Wählerstimmen die größte Partei des Deutschen Reiches geworden. " Nach der Heuerute verduft' ick, soll der bekannte Groß- Schweinezüchter, Husarengeneral und zur Zeit als Landwirtschaftsminister bedienstete Herr v. Podbielski geäußert haben. Auch die Minister Möller, Schönstedt, Studt seien amtsmüde. " Die Zukunft", die das Wort wieder giebt, fügt vorsichtig hinzu: Abwarten; auch Goßler ließ sich erst unsanft mahnen". Die Wahlen zum konstituierenden Reichstage im Jahre 1867 Dann behauptet die„ Germania", die Verordnung über die brachten den Lassalleanern 40 000 Stimmen und kein Mandat. Etwa Ausnahmebestimmungen von dem Verbote der Sonntagsarbeit be achtzigtausend Stimmen und zwei Mandate gewann die von Bebel deute keine Verschlechterung des Gesetzes, sondern regele nur die Ausnahmebestimmungen des Gesetzes. Das ist vollständig univar. geführte Sächsische Volkspartei. Der§ 105b der Gewerbe- Ordnung bestimmt klar und bündig, daß die Sonntagsarbeit verboten ist und daß die Sonntagsruhe für jeden Sonntag mindestens 24 Stunden betragen muß. Der § 105c gestattet Ausnahmen von der Vorschrift des§ 105b für Ein Jahr nach der Konstituierung des Allgemeinen Deutschen gewisse Arbeiten, die in jedem Betriebe vorkommen, ivie Arbeitervereins stellte sich sein Begründer, verzweifelt und erschöpft, beispielsweise Bewachungs-, Reinigungs- und Vorbereitungsarbeiten. In der That, Minister, die von selbst gehen, giebt es nicht fast besinnungslos vor die Pistole eines gleichgültigen Junkers. Nach§ 105d endlich kann der Bundesrat für bestimmte Ges 40 Jahre nach dieser denkwürdigen Konstituierung steht die Arbeiter- werbe allgemeine Ausnahmen von den Vorschriften des§ 105b mehr; denn solche Männer würden unter den heutigen Verhältnissen fchaft Deutschlands, aus ihrer Lethargie erwacht, zu Millionen ge- zulassen. Solche Ausnahmen hat der Bundesrat für eine große das Amt gar nicht angenommen haben. Auch Podbielski wird verschart um die rote Fahne zu neuen Kämpfen bereit und neuer Siege Anzahl Gewerbe durch Verordnung vom 5. Februar 1895 zugelassen duftet werden! und diese Ausnahmen sind es, die in der Liste der„ Germania" als Vergnügte Heilanstalt"! In Sachen Prinz Arenberg teilt die gewiß. Arbeiterschutz- Vorschriften aufmarschieren. Diese Ausnahme- VorDiese Ausnahme Vor- Hannov. Allg. Zeitung" heute, entgegen den wiederholten offiziöfen Der gemächliche Wanderer mag sich in finnende Betrachtung schriften beziehen sich nicht auf die in jedem Betriebe vorkommenden, Dementis als feststehend mit, daß Prinz Arenberg in diesen Tagen des zurückgelegten Weges vertiefen, dem Vorwärtsstürmenden ist es durch§ 105c geregeiten Reinigungs-, Vorbereitungs- und Be- in die Maison de santé in Schöneberg gebracht werden soll. kaum bergönnt, einen raschen Blick nach rückwärts zu werfen. Grau wachungsarbeiten, sondern auf die gesamte Betriebsarbeit. Durch in die Maison de santé in Schöneberg gebracht werden soll. liegt die Vergangenheit weit hinter uns, rosenrot vor uns die Zu- sie wird entgegen den Vorschriften des§ 105b angeordnet, daß früheren offiziösen Dementierungen dieser Nachricht seien darauf kunft. Wir danken den Lebenden, die damals mit dabei gewesen nur an jedem zweiten Sonntage 24 Stunden oder an jedem zurückzuführen, daß ursprünglich die Absicht bestanden hat, die Uebersind, wir ehren die Toten, die sich im Riesenkampfe erschöpft haben, dritten Sonntage 36 Stunden Ruhezeit zu gewähren find, führung des Prinzen in eine Heilanstalt nach Möglichkeit geheim zu durch Thaten besser denn durch Worte. Vor vierzig Jahren hat es die bürgerliche Presse versucht, die That unsrer Vorkämpfer tot zuschweigen. Mögen die deutschen Arbeiter für den 16. Juni 1903 eine Gedächtnisfeier vorbereiten, die, hörbar und verständlich für jedermann, ihre eigne Sprache spricht. Die freifinnigen Zolltreiber. V Die halten. Das Blatt fügt hinzu, daß nach seinen ganz zuverlässigen Informationen von Geistesgestörtheit oder Unzurechnungsfähigkeit beim Prinzen Arenberg keine Rede sein kann und er überhaupt törperlich und geistig wohlauf sei. Die Heilanstalt ist ja natürlich nur als Uebergangsstadium gedacht; von dort wird er, wenn Gras über die Geschichte gewachsen ist, sacht verschwinden. Die Wärter der Heilanstalt aber mögen sich vorsehen. Der Prinz mordete seiner Zeit einen Schwarzen, weil er ihm nicht genug „ Weiber" verschafft hatte. während an den zwischenliegenden Sonntagen unbeschränkt gearbeitet werden darf. Ja die Sonntagsruhe braucht nur jeden vierten Sonntag einzutreten, wenn an den drei andren Sonntagen nicht länger( 1) wie 12 Stunden gearbeitet wird. Diese Aufhebung der Sonntagsruhe wird nicht durch das Gesetz bestimmt, sondern das Gesetz giebt dem Bundesrate nur das Recht, die Ausnahmen zuzulassen. Ein Recht, von dem der Bundesrat jedoch keinen Gebrauch machen muß! Jeder urteilsfähige, wahrheitsliebende Mensch Als handelsvertragsfeindlich" verleumdet jetzt die Freifinnige nennt das Beseitigung des Arbeiterschutzes, und wer eine solche Ver Zeitung" unfren Kampf für die Aufrechterhaltung der Caprivischen ordnung in eine Liste von Arbeiterschuh- Vorschriften aufnimmt, der Handelsverträge und gegen weitere Zollbelastungen. Ueber diese versucht, die Oeffentlichkeit irre zu führen. Von den Verschlechterungen des Schutzes der jugendlichen Arfrankhafte Berdrehungs- und Fälschungssucht ist kein Wort mehr zu beiter, mit denen die" Germania" die Oeffentlichkeit zu täuschen Korrespondenz" die braven Genossen, die am Sonntag unsre FlugSocialdemokratische Flugblattsklaven nennt die Konservative versuchte, redet sie kein Wort mehr. Statt dessen meint sie, wir Da die Konservativen nicht einen Wenn wir gegen die Zolltreibereien Eugen Richters uns wenden, sollten unser Augenmerk nicht bloß auf die Bundesrats- Verord- blätter in Berlin verbreitetent. die den Antrag Kardorff bereits als eine selbstverständliche gesetzliche nungen ihrer Liste, sondern auch auf die Kranken-, Unfall- und einzigen Flugblattverteiler gewinnen, ohne ihn mit klingender Münze Grundlage hinnehmen, so bekämpfen wir nicht Handelsverträge, Invalidengesete richten. Das ist wiederum höchst jesuitisch. Die zu solchem Opfer zu veranlassen, verstehen sie naturgemäß das sondern im Gegenteil die ungeheuerliche Anschauung, daß Handels- Mehrzahl der angeblichen Arbeiterschutz- Vorschriften jener Liste under des proletarischen Idealismus nicht. Und die„ Korrespondenz" verträge nur mit höheren Zöllen ats den jetzigen zu stande kommen bilden ja gerade die Bundesrats- Verordnungen, die den Arbeiterschutz malt sich deshalb den ungeheuren„ Terrorismus" aus, durch den die können. Wir bekämpfen die systematische Zollerhöhungs- meist wieder stark einschränken. Wenn die„ Germania" diese Ver- 10 000 Genossen zu ihrer Thätigkeit gezwungen wurden. politik, die Eugen Richter seit seinem Zollverrat treibt, als ob ordnungen jetzt preisgiebt, dann bleibt eben von der Liste nur noch er bereits in das Centrum oder den Bund der Landwirte eingetreten wäre. berlieren. Wir stehen vielmehr in dieser Hinsicht ganz auf dem Standpunkt des Grafen Posadowsky, der bei Beginn der zweiten Lesung des Zolltarifs in der Kommission rundweg erklärte: ganz wenig übrig; der Haupteffekt, nämlich die Länge der Liste, ist damit preisgegeben. Sagte doch die„ Germania", sie wolle endlich einmal zeigen, was alles in 20 Jahren geleistet worden sei. Wenn wir darauf unser Augenmert nicht richten sollen, wozu der Lärm? Deutsches Reich. Mittelstand und Arbeiter. 4 „ Handelsverträge könnten auf Grund eines so erhöhten Tarifs kaum abgeschlossen werden. Das sei politisch und zolltechnisch nu denkbar. Es gebe nur zwei Wege: entweder man acceptiere den Der„ Reichsbote" konstatiert, daß der socialdemokracise Arbeiter Entwurf wie er vorliege oder es gelte im Gegenfalle der alte Tarif der politisch regsamste Mensch in der Großstadt sei, während der Kennt die„ Konf. Korrespondenz" das schaurige Geheimnis nicht, daß jeder Berliner Arbeiter, der sich weigert, Flugblätter auszutragen, von der Parteileitung gewaltsam genötigt wird, vier Wochen auf dem Gutshofe eines gnädigen Majoratsherrn zu frohnden und obendrein fonservative Zeitungen und Flugblätter zu lesen? Das Mittel hilft allemal. Raiserreden als Wahlflugblätter. Die Breslauer Raiser rede gegen die Socialdemokratie, so regt die„ Kons. Korresp." wiederholt an: sollte nicht nur in allen Fabriken und Werkstätten, sondern allgemein durch öffentlichen Auschlag der Bevölkerung eingeprägt werden. Das Wort des Kaisers muß in alle Voltsschichten dringen,| Stimmen abgelehnt. Sodann wird die von den Radikalen Etienne, damit jedermann die socialdemokratische Gefahr deutlich erkenne. Dubief und Sarrien eingebrachte und von dem Ministerpräsidenten Namentlich wird es sich empfehlen, in allen Wahlaufrufen für Combes genehmigte Tagesordnung, in der die Kammer die Erklärung solche Kreise, in denen socialdemokratische Kandidaturen aufgestellt der Regierung billigt, mit 313 gegen 237 Stimmen angenommen. find, auf die zündenden Kaiserivorte hinzulveisen. Wir bringen sie zu diesem Zwed nochmals zum Abdruck." Was das Organ der Konservativen hier vorschlägt, hat die Socialdemokratie längst gethan. Nur erlauben wir uns nicht, an der Kaiserrede eine solche Censur zu üben, wie die„ Kons. Korresp.", die gerade den wichtigsten Satz in ihrem Abdruck unterschlägt: den von Der guten und gesicherten Existenz der Arbeiter bis ins Alter. Schutz vor Schusleuten. Ein Jahr Gefängnis beantragte der Staatsanwalt vor der Strafkammer in Köln gegen den aus Dessau gebürtigen Schutzmann Paul Schmidt. Wie die Zeugenvernehmung ergab, hat der Schuhmann an einem Abend im Februar drei ruhig des Weges gehende Arbeiter, an denen er offenbar seinen durch reichlichen Alkoholgenuß geweckten Thatendrang auslaffen wollte, ohne den mindesten Anlaß angerempelt und schließlich einen der Leute in einer so brutalen Weise mit dem Säbel mißhandelt, daß der Mann mehrere Wochen im Hospital an vier schweren Kopfwunden, sowie an Verlegungen beider Arme, des Gesichts und der Hände daniederlag. Er ließ mit den Mißhandlungen nicht nach, als der Arbeiter wehrlos am Boden lag. Das Gericht erkannte auf neun Monate Gefängnis. Die Schneesturmbeschädigungen in den Staatsforsten. In der Zeit vom 17. bis 21. April d. J. ist durch Sturm und Schnee in den Staatsforsten der Regierungsbezirke Oppeln, Breslau, Posen, Stettin, Stralsund, Potsdam und Frankfurt ein nicht unbeträchtlicher Holzanfall verursacht worden, welcher sich im ganzen auf etwa 790 000 bis 800 000 fm( esimeter) Derbholz beziffern dürfte. Im einzelnen verteilt sich diese auf überschläglicher Schägung beruhende Summe auf die einzelnen Regierungsbezirke wie folgt: Oppeln Breslau " Posen Stettin Stralsund Potsdam . Frankfurt a. D.. 450 000 fm " 35 000 38 000 " 150 000 " 12 000 " • 42 000 64.000 " " Die Berliner Korrespondenz" fügt hinzu, daß trotzdem keine Ueberfüllung des Marktes„ drohe", zumal die Holzeinfuhr aus Rußland unbedeutend sein werde. Hohe Preise sind die Hauptsache für den preußischen Staat. Ausland. An die Arbeiter aller Länder! Durch die Presse habt Ihr die Nachricht von den Massakres in Während zwei Tagen hat Rischinew erhalten. man dort geraubt, gemordet, hat man die abscheulichsten Grausamfeiten begangen, ohne daß weder die Staatsgewalt, weder die Staatsgewalt, noch die Lokalbehörden, die stets bereit sind einzuschreiten, wenn es fich um Arbeiter- oder Studentenkundgebungen oder um die Koufistation der alten Freiheiten des finnländischen Volkes handelt, irgend etwas gethan haben, die Unglücklichen zu schützen, deren einziges Verbrechen es war, Juden zu sein. England. ersuche ich mir mitzuteilen, ob es nicht Fälle gegeben hat, daß bei Arbeiterunruhen die Reservisten als Leiter und Anstifter der Unruhen erschienen sind. Bezirksvogt W. Alexandrowitsch. Türkei. Die Expedition gegen die aufständischen Albanesen vollzieht sich Die Auffassung der Die Parteien und die politische Arbeiterbewegung. London, feineswegs so günstig, wie erwartet wurde. 19. Mai.( Eig. Ber.) Die fortschreitende politische Organisierung Pforte, daß das Vorgehen gegen die albanesische Opposition im der Gewerkschaften beginnt die zwei traditionellen Parteien die Vilajet Uestüb nach dem Einmarsch in Ipek als beendet anzusehen Stonservativen und Liberalen zu alarmieren. In allen großen sei, scheint sich nicht zu bewähren. Schemsi- Pascha mußte mit einer Versammlungen, in denen die politischen Führer, wie Balfour, Brigade in das Gebiet des Stammes Reta westlich von Djakowa Chamberlain, Morley und Campbell- Bannerman auftreten, wird abgehen. Eine gleiche Expedition dürfte in das Gebiet der Stämme dieses Ereignisses gedacht. Selbstredend zeigt sich ein tiefer Unter- Hafi südlich von Djakowa und Sum, südlich von Prizrend notwendig schied in ihren Ansichten über diese Frage. Die gebildeten Kon- werden, trotzdem die Unterwerfung aller drei Stämme angezeigt fervativen sehen darin den Ausbruch des Klassengegensatzes zwischen worden war. Mit den bei dem orthodoxen Kloster Detschani versammelten Kapital und Arbeit, während die Liberalen und Demokraten darin nur eine vorübergehende Revolte erblicken, die sich nicht durch Unter- oppositionellen Albanesen wird verhandelt. Wegen entsprechender drückung, sondern durch Zuvorkommenheit und Kompromisse beseitigen Beschüßung des Kloſters Detschani wurden seitens Rußlands bei der ließe. Die Ansichten Balfours wurden neulich an dieser Stelle Pforte Schritte unternommen. es mit Schmeicheleien. Es ist bemerkenswert, daß er seine große wiedergegeben. Mr. Chamberlain ist schlauer und versucht imperialistische Rede vom letzten Freitag mit folgenden Worten begann:" Ich bin stolz darauf, daß ich den Wahlkreis West- Birmingham vertrete, der überwiegend ein Arbeiterviertel ist. Ich vertrete mehr Arbeiter als irgend ein Arbeiter- Abgeordneter im Parlament. Ich vertrete Arbeiter, da sich aus ihnen die große Mehrheit unsres Volkes zusammensetzt. Ich vertrete sie, da sie sich nicht als eine besondere Klaſſe betrachten, deren Interessen derjenigen der andern Klasse des antwortlich fühlen für alles, was unser Land und unser Reich angeht Gemeinwesens entgegengesetzt wären, sondern als Bürger, die sich versowie als Teilnehmer an allem, was das Wohl und Wehe des Ganzen betrifft." Bei der Konferenz der liberalen Partei in Scarborough sagte Mr. Herbert Gladstone am letzten Sonnabend:„ Die Arbeiterbewegung wird politisch; als Politiker können die Arbeiter- Abgeordneten nicht ausschließlich die Arbeiter vertreten, sondern die Wahlkreise. So lange die Liberalen und Progressiven ihre Pflicht im Parlament thun, ist kein Anlaß vorhanden, die politische Arbeiterbewegung zu fürchten." Campbell Bannerman meinte: Zwischen ehrlichen Liberalen und ehrlichen Arbeitervertretern darf weder Eifersucht noch Feindschaft herrschen. Liberalismus und Arbeiterpolitik find die wichtigsten Elemente des Fortschritts. Sie können neun Zehntel des Weges zusammen marschieren und wenn sie beim letzten Zehntel angelangt sind, wird sich dann wohl zeigen, was veiter zu machen wäre. Zuerst muß die Grundlage befestigt werden. Es ist deshalb bedauerlich, daß Versuche gemacht werden, die Armee des Fortschritts zu spalten. Man sagt, die liberale Partei hätte nicht genug gethan. Aber warum hatte sie nicht genug gethan? Weil die Arbeiter ihr nicht beistehen. Im übrigen bin ich überzeugt, daß es im Lager der Arbeiter nur sehr wenige Gegner der liberalen Partei giebt. Die Abgeordneten, die gegenwärtig die Arbeiter im Unterhause vertreten, sind unübertrefflich." Außerdem schreiben die alten Arbeiterführer, wie Broadhurst und Howells, spaltenlange Artikel gegen eine unabhängige politische Arbeiterbewegung. Chamberlains Rede stößt, je ruhiger man die Folgen seiner Vorschläge abzuwägen beginnt, auf desto entschiedeneren Widerspruch bei den englischen Politikern, selbst bei solchen, die sich zu imperialisti schen Anschauungen bekennen. Die Westminster Gazette" veröffentWer das Verfahren der Regierung Nikolaus II. kennt, der wird licht eine Erklärung Lord Roseberys, worin dieser sein Erin diesen traurigen Vorgängen nichts als einen Abschreckungsversuch staunen darüber ausspricht, daß seine Rede bei Eröffnung der und zugleich einen Racheaft sehen gegen die Juden wegen der Handelskammer in Burnley am 19. Mai die Auslegung gefunden revolutionären Thätigkeit des jüdischen Proletariats in Rußland. habe, als unterstütze sie den Chamberlainschen Plan eines ZollDer russische Absolutismus sucht in der Erregung von vereins. Rosebery erklärt, er habe es vermieden, als Gegner dieses Rassen- und Religionshaß ein Mittel, die allgemeine Un- Planes aufzutreten, weil er vor nichtpolitischen Zuhörern gesprochen zufriedenheit abzulenken, und zugleich einen Vorwand, um eine habe. Er halte durchaus an seinen früheren Erklärungen fest, daß Bevölkerung im Blute zu ersticken, die, indem sie für ihre Befreiung die Liberalen Anhänger der Freihandelspolitik Tämpft, ihn in seiner Eristenz bedroht. feien und daß eine Einrichtung, ähnlich einer Reichs- Handelsliga, das Reich schwächen und die dauernde Feindschaft der ganzen Welt hervorrufen würde. Wir denunzieren diese verwerfliche Politik allen Arbeitern, allen ehrlichen Menschen. Schmerzlich bewegt bei dem Gedanken an die Opfer, die amter den Streichen der Agenten des Zarisnnis gefallen find, tiefempört von jenen scheußlichen Vorfällen, richten wir an die civilisierte Menschheit einen dringenden Appell, damit Wiederholungen dieser Greuel vermieden werden. Wir äußern unsre ernste Besorgnis. Neue Hinopferungen bereiten sich vor. In Süd- Rußland, in Polen, in Litauen überall, wo eine dichte jüdische Bevölkerung vorhanden ist, da ist die Wiederkehr der Ereignisse von Mischinem zu befürchten. Arbeiter, wenn die Regierungen nicht sprechen noch handeln wollen, dann sprecht und handelt Ihr Wenn bei den Regierungen tein Mitleid, fein menschliches Gefühl mehr zu finden ist, dann laßt tariats! fie Euren Protest hören und bringt Eure Entrüstung zum Ausdruck: Arbeiter! Euer Stillschweigen würde ein Verbrechen sein, denn nicht nur gegen eine Rasse oder Religion richtet der Zarismus feine Streiche, sondern vor allem gegen eine klasse. Er er trebt die Vernichtung des zielbewußten ProleSprecht, handelt! Erhebt Eure Stimme gegen diese Verbrechen an der Menschheit!" Das international- socialistische Bureau. V. Serwy, Sekretär. Deftreich- Ungarn. Afrika. Zur Arbeiterfrage in Südafrika. Bei der Eröffnung der gefeßgebenden Versammlung von Transvaal besprach der Gouverneur Sir Arthur Lawley die Verzögerung in der Entwicklung des Minenbetriebes, die auf den Mangel an Arbeitskräften zurückzuführen sei. Die Regierung fei nicht gewillt, die Rolle eines Parteigängers zu übernehmen; ihre Pflicht sei, die Bürger entscheiden zu lassen. Mangels statistischer Angaben könne er den Prozentsatz der be= schäftigten Eingeborenen nicht mitteilen. Danach scheint es, als hätte die Regierung ihren Widerstand gegen die Einfuhr chinesischer Kulis in die Minendistrikte bereits fallen lassen. Amerika. Zum deutsch- kanadischen Zollfonflikt wird aus Ottawa gemeldet, daß die Regierung die Zeit, innerhalb welcher in Deutschland vor dem 16. April gekaufte Waren ohne Zuschlagszoll in Kanada eingeführt werden dürfen, bis zum 30. September ausdehnen wird. Sociales. " Schwindelfassen. Die Krankenkasse Union" in Hannover ist nach unfrem dortigen Parteiblatt vom Bezirksausschuß vorläufig ges schlossen worden. Der Polizeipräsident hatte die Schließung be antragt, weil er starte 3 weifel an der Reellität der Kasse hegte. Die Bücher der Kasse sind nicht in Ordnung befunden und dem Anschein nach vorsäglich falsch ge= führt, 1[ m die Mitglieder der Kasse irre zu leiten. Außerdem zahlt die Kasse ihrem ihrem Vorstande Serartig hohe Gehälter, daß ohne Zweifel der 3wed der Kasse eine möglichst erhebliche Bereicherung der Mitglieder des Vorstandes ist. Auch hat inzwischen die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet. Der Bezirksausschuß beschloß, zunächst Auskunft über das schwebende strafgerichtliche Verfahren einzuziehen, und verfügte die vorläufige Schließung der Kasse. Kaum ist diese Sumpfblume beseitigt, so ist auf dem günstigen. Boden, den solche Pflanzen immer finden, schon wieder eine neue derartige Blüte entstanden, die Thalia", Strankenkasse für ganz Deutschland, E. H. Nr. 89 zu" Hannover. Vorstand der Kasse ist: Kart Schomburg, bisheriger Beamter der Krankenkasse Union", 1. Vorsitzender, Wilhelm Renner, 2. Vorsitzender, Joseph Hennes, Kontrolleur, Heinrich Wichmann, 1. Beisitzer, und Andreas Jaschinski, 2. Beifiber. Die Kasse hat ein Zweigbureau in Effen a. d. Ruhr. Es hat aber den Anschein, als ob von Essen die ganze Leitung ausgeht, da Agenten von dort aus angestellt werden. Der Vertreter der Thalia" in Essen, Herr Alb. Kozlowiz, nennt sich„ Direktor" und teilt den Agenten mit, die Kaffe habe ein Vermögen von 60 000 M. Die Thalia" ist jene Kasse, die wir in einer früheren Besprechung der Krankenkasse luion" erivähnten, mir war uns der Name noch nicht bekannt. Daß die Kaffe 60 000 M. Vermögen hat, bezweifeln wir sehr. " Die unentgeltlichkeit der Vernmittel ist nun für die Volksschulen zu Mülhausen im Elsaß durchgeführt. Dieser Tage ist an die Schüler und Schülerinnen der dortigen Elementarschulen ein Zettel verteilt worden, auf dem die am 28. März d. J. erlassenen Be ſtimmungen über die unentgeltliche Abgabe der Lernmittel gedruckt find; sie lauten: 1. Die Stadt liefert ihren hier wohnenden Auch Asquith hielt gestern in Doncaster eine Rede, in welcher er fich gegen die Finanzvorschläge Chamberlains wandte; er führte aus, dieselben seien der erste Schuß in dem Feldzuge, welcher von der liberalen Partei mit ungeteilter Gegnerschaft aufgenommen würde; alsdann brachte Redner Beweismaterial gegen die Finanzvorschläge vor und betonie, ihre Wirkung würde, wenn sie zu stande kämen, sein, England weitere Hindernisse auf den Märkten zu bereiten, während ein andres Ergebnis ein Vergeltungs- Elementarschülern tampf in der ganzen Welt wäre. Rußland. nur die in der Schule nötigen Lernmittel. 2. Diese Lernmittel sind Eigentum der Schüler, so lange fie die Elementarschule hier besuchen. 3. Beim Wechseln der Elementarschule innerhalb der Stadt nimmt der Beteiligung der Reservisten an den Bauernrevolten.( Eig. Ber.) Schüler alle seine Lernmittel mit; tritt er aber in eine höhere Aus der Flut der Dokumente, die das Papierreich des russischen Schule ein, oder verläßt er Mülhausen, so werden seine Lernmittel Bureaukratismus in der legten Zeit ausgegoffen hat und die ihren zurückbehalten. 4. Die Lernmittel müssen schonend behandelt und Weg auch in die Deffentlichkeit gefunden haben, tauchen nach längerer fo lange als möglich benutzt werden; deshalb wird der Lehrer fie Zeit wieder einmal recht intereſſante auf, die ein grelles Licht auf nach Möglichkeit in der Schule aufbewahren. 5. Wer seine Lernein wichtiges Faktum werfen. Wenn man geneigt gewesen ist, die mittel verliert oder leichtsinnig oder gar absichtlich unbrauchbar vorjährigen Bauernunruhen auf die dunkelsten Massen des platten Landes macht, hat sie auf eigne Kosten zu erfegen. Was Mülhaufen zurückzuführen, die fast rein instinktiv einen Ausweg aus dem Elend möglich machte, kann nach Meinung der freifinnigen Stadtverordnetengesucht haben, so wird man jest von der Regierung eines Majorität die Weltstadt Berlin bekanntlich nicht durchführen. In andren belehrt. Es erweist sich nämlich, daß in den Unruhen gerade socialer Beziehung ist Berlin das große Dorf" geblieben, das es die entwickeltsten Elemente die wichtigste Rolle gespielt haben, und äußerlich ja nicht mehr ist. zwar sind es die Reservisten gewesen, die auf das flache Land zurückkehrten, also Elemente, die trotz des militärischen Drills in der Stadt zu aufgeklärteren Anschauungen gekommen sind, und nun das flache Land unterminieren. Die folgenden zwei Dokumente beStab des 6. Armeecorps Belostok. An den Chef der 16. Infanteriedevision. Die Unruhen in Kroatien, In Agram ist es anläßlich des Todestages des kroatischen Nationalhelden Jellacie zu blutigen Zuweisen das: fammenstößen zwischen Polizei und Studenten gekommen. Die Studenten hatten einen Demonstrationszug nach dem Monument 28. Februar 1903, Nr. 588. Jellacics unternommen, um dort Kränze niederzulegen. Es wurden gegen 350 Personen verhaftet, darunter zahlreiche Frauen und Studenten, etwa 200 Personen find in Haft zurückbehalten worden, Am 17. Dezember vorigen Jahres hat der Kriegsminister bei die übrigen nach Feststellung der Nationale wieder entlassen. In den seiner kaiserlichen Hoheit während eines Vortrages fich für die Spitälern befinden sich zahlreiche Verwundete, unter ihnen auch ein gnädigen Worte bedankt, die in dem Resfript an das Pagencorps Wachmann, der von der Menge vom Pferde gerissen wurde und enthalten sind: der Militärdienst ist gegenwärtig zu einer großen dabei schwere Verletzungen erlitt. Von einem regelrechten Bauern- Schule für das Volk geworden. Der Kriegsminister hat hierbei darauf aufstand wird der Wiener Arbeiterzeitung" aus Fiume berichtet. hingewiesen, daß es eine schwere Aufgabe sei, denn die Aufsicht In der Mittwochnacht tam es auf der Strecke vor Fiume zu über die Reservisten liege nicht in unfern Händen, so daß z. B. blutigen Zusammenstößen zwischen Militär, Gendarmerie und den unter den Anführern der Unruhen in dem Gouvernement Poltawa aufgeregten Bauern. Die Bauern zogen zu Tausenden gegen die auch Reservisten gewesen seien. Stationsgebäude und suchten die ankommenden Züge, in denen sie Militär vermuteten, zum Entgleifen zu bringen. An fünf Stellen wurden die Schienen herausgerissen. Bei den Zusammenstößen sollen biele Soldaten durch Steine schwer verletzt worden sein. Eine große Anzahl Bauern wurden durch Bajonettstiche und Schüsse schwer verTegt. Frankreich. In Anbetracht dieses hat der Kriegsminister für notwendig gefunden, daß über jeden Refervisten, der an solchen Unruhen beteiligt ist, oder auch über jeden politisch Verdächtigen Aften angelegt und diese an den Chef der Militärabteilung gefandt werden, aus der der Betreffende beurlaubt worden ist. Der vierte Kongreß der socialistischen Genossenschaften Frankreichs findet am 14. und 15. August in Sotteville les Routen statt. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Warennachweisdienst, 2. Buchhaltung, 3. Jahrbuch der französischen Arbeitsgenossenschaften, 4. Notwendig feit der Bethätigung der Solidarität bei Genossenschaften, 5. Die wünschenswerten Beziehungen zwischen Produktion und Konsumtion, 6. Maßnahmen, die ins Auge zu fassen sind, um wirksam an der Ausbreitung der Arbeitergenossenschaft zu arbeiten. Wablverfammlungen. In der Wählerversammlung des zweiten Wahlkreises, die am Mittwoch im Hofjägerpalast in der Hafenheide tagte, hielt, obgleich er unter einer erheblichen Indisposition litt, Genosse Fri Kunert das einleitende Referat. Der Redner führte den Anwesenden die hauptsächlichsten politischen Ereignisse der zehnten Legislaturperiode des Reichstages vor Augen. Im Hinblick auf alle diese parlamentarischen Vorgänge, angesichts besonders der ungeheuerlichen Schulden- und Finanzwirtschaft des Reiches sei es nicht möglich, weder den bürgerlichen Parteien noch den verbündeten Regierungen irgend welches Vertrauen entgegenzubringen. Der Redner kritisierte im Anschluß daran besonders die beiden gegnerischen Parteien, die Sollte es sich erweisen, daß aus einer Abteilung besonders viele im zweiten Wahlkreise Kandidaten aufgestellt haben: den Konservatis Verdächtige hervorgegangen sind, so hat der Kriegsminister zu unter- nus, dem die Antisemiten Schlepperdienste leisten, der als der eigent= Die Kirchenpolitik der Regierung in der Deputiertenkammer. fuchen befohlen, ob daran nicht die Vorsteher der Abteilung die liche Todfeind der Arbeiterklasse anzusehen sei, sowie den Freisinn, Im Laufe der Mittwochs- Sizung führte, nachdem Ministerpräsident Schuld tragen. welcher zwar auf die Stichwahlhilfe der Sozialdemokraten mit abCombes gesprochen hatte( siehe" Lezte Nachrichten" in Nr. 117 des Infolge einer Uebereinkunft mit dem Minister des Jnnern erhält foluter Sicherheit rechne, der sich jedoch mit den allerreaktionärsten ,, Vorwärts") Allard( Soc.) aus: Er bedauere, daß die Re- der Generalstab über jede Unter- Militärperson Mitteilung, die in eine Parteien zum Dank für die erwartete Wohlthat gegen die Socialgierung nicht eine bestimmtere Erklärung abgegeben habe über die Untersuchung betreffend Staatsverbrechen hineingezogen ist. Auf demokratie kartelliere. Redner schloß mit einem wirksamen Hinweis einzig mögliche Lösung, die Trennung von Kirche und Staat. Der Befehl des Kommandierenden des Corps setzt der Stab Eure Excellenz auf die Fernziele der Sosialdemokratie und mit der AufRedner tabelt den Ministerpräsidenten, weil er nicht Stirchen schließen von der obigen Verfügung zur Beachtung in Kenntnis. forderung, alle Kräfte für den nahen Wahlkampf einzusehen. Nach Tasse, die von den Priestern zu Stätten antirepublikanischer Propa- Das Driginal unterzeichnet vom Obersten des Generalstabes dem Vortrage, der starken Beifall fand, meldete sich ein Freifinniger, ganda gemacht würden. Combes' Pflicht sei, die Botschaft beim Guerois. ein Herr Hammer, zum Wort, der die strenge Objektivität des Batikan abzuberufen. Millevoye( Nationalist) wirft Combes vor, Ministerium des Innern. Vortrags rückhaltlos anerkannte, der aber Ursache zu haben glaubte, daß er die Straßenunruhen hervorgerufen habe. Clovis Hugues Bezirksvogt in Olekminst. fich allgemein über die Kampfweise der Socialdemokratie und nament( Soc.) fordert für die Bürger das Recht, das Gesetz zu verteidigen, Der Kommandierende des 16. Armeecorps, General der In- lich über ein" In Schmuz zerren" der Gegner durch die socialdemo wenn es verletzt wird, wie es in der Kirche von Aubervilliers der Fall fanterie Batjanow, hat in privaten Gesprächen mit den Gutsbefizern kratische Presse zu beklagen. Namentlich suchte der Redner den„ hochgewesen sei; er beschuldigt die Klerikalen, daß sie sich dort wie Bandi und Gemeindebeamten auf dem Lande die Ueberzeugung gewonnen, verehrten" Herrn Eugen Richter in Schuß zu nehmen und die Verbenommen hätten.( Heftige Unterbrechungen rechts.) Denys Cochin daß als Haupträdelsführer in den verschiedenen Bauernrevolten dienste seiner Partei aus früherer Zeit hervorzuheben und außerdem ( konservativ) sagt, die Politik der Regierung sei der Krieg gegen meist die Reserve- Untermilitärs zu betrachten sind. Zu derselben wollte er die Anwesenden glauben machen, daß seine Partei keine alles, was christlich ist.( Lebhafter Beifall rechts.) Hierauf wurde Schlußfolgerung haben ihn auch Gespräche mit den verschiedenen lassenpartei, sondern eine wirkliche Volkspartei sei. die Erörterung geschlossen. Hubbard( socialistischer Radikaler) Herren Gouverneuren gebracht, die bekräftigen, daß die in der fammlung gab selbstverständlich durch einzelne Zwischenrufe und durch bringt eine Resolution ein, wonach alle die Trennung von Kirche und Reserve beurlaubten Soldaten nach ihrer Rückkehr in die Heimat Gelächter ihre abweichende Meinung kund, jedoch so, daß der Redner Staat betreffenden Anträge der Kongregations- Kommission zuge- sehr oft sich an die Spitze der Unruhen und Bewegungen gestellt seine Ansichten ruhig vortragen konnte und jedenfalls kein Recht hatte, wiesen werden sollen. Die Resolution wird mit 247 gegen 178 haben.... Jn Anbetracht der Forderung des Polizeidepartements I sich über irgend welche Beschränkung der Nedezeit zu beklagen. Darauf Die Ver " An der nahm der Reichstags- Kandidat Genosse Fischer das Wort, wider hätten, als sie für den Zolltarif eintraten. Sie hätten den Mittel- ihre Kreditoperationen ausdehnen. Die Spekulation befinde fich jetzt legte die verschiedenen Behauptungen des Herrn Hammer und wies stand nicht nur als Konsumenten geschädigt, sondern auch als Pro- in mancher Beziehung in der gefährlichen Lage einer auf ihrer nach, wie die Freisinnigen thatsächlich nur noch beflissen sind, der duzenten und Händler, indem sie die Konsumfähigkeit seiner meisten Spize balancierenden Pyramide. Der schlaffe Zustand der EisenReaktion zu dienen, den Kampf nur noch nach links zu führen und Kunden gefährdeten. Nachdem Genosse Schmidt noch verschiedene und Stahlindustrie verursache ein Gefühl der Nervosität. in das allgemeine Feldgeschrei der Reaktion: Kampf gegen den Um- brennende Tagesfragen und die Stellung der Parteien dazu be- New Yorker Börse glaube man, daß die Welle des wirtschaftlichen Sturz" einzustimmen. Wenn die Socialdemokratie sich nicht die von sprochen hatte, schloß er, es bestehe kein Zweifel, daß die Social: Gedeihens ihren Höhepunkt bereits überschritten habe. Eugen Richter in der Freisinnigen Zeitung" und im Socialisten demokratie auf allen Gebieten die richtige Vertreterin des Volkes Deutsche Roheisenproduktion. Nach den Ermittelungen des Verspiegel" vorgebrachten gemeinen Berleumdungen gefallen läßt, fei. Am 16. Juni müßte im fünften Wahlkreis die Scharte wieder eins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich, wie die handelt sie nur in der Notwehr und muß selbstverständlich die An- ausgewekt werden, die der vorige Wahlkampf geschlagen habe. Der" Induſtrie" meldet, die Roheisenproduktion des Deutschen Reichs griffe parieren. Das von dem Vorredner ebenfalls vorgebrachte Wahlkreis müsse wieder der Socialdemokratie erobert werden, die( einschl. Luxemburgs) im Monat April 1903 auf 824 452 Tonnen, Märchen, die Socialdemokratie habe die Annahme des Wuchertarifs einzig die Gewähr biete, daß die Grundsätze der Demokratie im darunter Gießereiroheisen 153 497 Tonnen, Bessemerroheisen durch ihre Obstruktion verschuldet, wurde von dem Redner unter Dar- Parlament ernsthaft und würdig vertreten würden.( Lebhafter 42 288 Tonnen, Thomasroheisen 505 889 Tonnen, Stahl- und Spiegellegung der thatsächlichen Vorgänge als ein lächerliches Geschwätz ge- Beifall.) Genoffin Schneider trat dann mit Wärme für den eisen 53 534 Tonnen und Buddelroheisen 69 244 Tonnen. Bom fennzeichnet. Nachdem Genosse Donath in gleichem Sinne die socialdemokratischen Wahlverein der Frauen und Mädchen ein. Haltung der Freisinnigen beleuchtet hatte, nahm Fischer nochmals das Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Der Vorsitzende schloß nach 1. Januar bis 30. April 1903 wurden produziert 3 184 419 Tonnen Wort und forderte die Genossen auf, den gegnerischen Versammlungen einer aufmunternden Ansprache, den Genossen Robert Schmidt schon gegen 2608 283 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. fernzubleiben. Bei den Freisinnigen, die die öffentliche Aussprache im ersten Wahlgange zum Siege zu verhelfen, die Versammlung Oberschlesischer Coatsmarkt. Infolge besseren Abfazes nach Scheuen und wo man nicht geladen sei, müsse das selbstverständlich mit einem dreimaligen Hoch auf die Socialdemokratie, in das die Russisch- Polen hat sich das Geschäft am Coatsmarkt laut„ Br. Gen.fein. Die Konservativen aber nußen planmäßig die Anwesenheit Anwesenden begeistert einstimmten. Anz." etwas belebt. Die großen Bestände des Reviers können unsrer Parteigenossen dazu aus, die Lügen vom Terrorismus der jedoch vorerst noch nicht geräumt werden. Die Preise sind unSocialdemokratie und der Verübung von allerlei Unfug immer von fand am Montag im Saale des Vereinshauses statt. Weißensee. Eine äußerst zahlreich besuchte Wählerversammlung genügend, für Stückcoats werden höchstens 12,50 M. ab Coatsanstalt neuem in die Welt zu sehen und den Bürgern dadurch Grauen ein- e debour hielt ein mit großem Beifall aufgenommenes Referat. Coats zu gewinnen, sind neuerdings wieder aufgenommen worden Genosse erzielt. Die Bemühungen, den Berliner Markt für oberschlesischen zuflößen und an die Wahlurne zu treiben. Die Arbeiter aber sollten Bon den besonders eingeladenen Gegnern hatte tros mehrfacher Auf- Da die westfälische Konkurrenz alles aufbietet, den Markt zu be nicht so dumm sein, den Konservativen auf diesen Leim zu hüpfen, um dadurch dem von der ganzen bürgerlichen Preise verbreiteten plan- forderung des Vorsitzenden nur Herr Mertens den Mut gefunden, haupten, find jedoch noch keine Abschlüsse möglich gewesen. mäßigen Schwindel immer neue Nahrung zu geben. Die Aus- in längeren Ausführungen seine antisemitischen Bestrebungen vorzutragen. Ledebour widerlegte in wirkungsvoller Weise, oftmals von führungen fanden lebhaften Beifall. Mit Hochrufen auf die Social- Beifall unterbrochen, die irrigen und nicht sehr geistvoll vorgetragenen Demokratie wurde die Versammlung geschlossen. Ansichten dieses Herrn. Genosse Schumann ermahnte zur Einsicht nahme in die Wählerlisten und schloß hierauf der Vorsitzende die imposante Versammlung mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Socialdemokratie. " In Hennikendorf waren es Industrie- Arbeiter, die dem Referat Stadthagens zuhörten. Gegner waren nicht erschienen. Auch hier wurde dem Referenten rauschender Beifall zu teil. In der Dis fussion kamen hier die erbärmlichen Zustände in den Ziegeleibetrieben zur Sprache. Zur Fusion der Bergwerksgesellschaft Hibernia und der Gewerk schaft General Blumenthal geht der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" aus Gewerkenkreisen der Zeche General Blumenthal ein Schreiben zu, aus dem hervorgeht, daß keineswegs alle Gewerken mit den Bedingungen, unter denen die Verschmelzung vor sich gehen soll, zufrieden sind. In der Zuschrift heißt es: Fünfter Wahlkreis. Die öffentliche Versammlung, die am Mittwoch in Lehdeckers Saal abgehalten wurde, war wie alle vorher gehenden ebenfalls start besucht. Genosse Wolfgang eine referierte. Nach einem kritischen Rückblick auf die Thätigkeit des Trebbin. Leßten Sonntag fand eine von nahezu 300 Wählern ,, Ueber eine Beschlußfassung einer Fusion mit benannter Beche berflossenen Reichstags würdigte Redner alsdann die für den fünften besuchte Versammlung statt, Genosse Dr. Alberty beleuchtete in fann noch keine Rede sein. Es hat nur eine private Besprechung Kreis in Betracht kommenden gegnerischen Parteien und deren feinem 1stündigen Referat die politische Lage und widerlegte die darüber stattgefunden. Soviel steht schon heute feſt, daß für eine Kandidaten. Die Freisinnige Boltspartei sei in feiner Hinsicht in der gegnerischen, von Dr. Friedrich Röhrs verfaßten Broschüre Offerte, wie solche aus beregtem Artikel hervorgeht, auf keinen Fall mehr zuverlässig, um elenden Wahlschachers minden verleugnet diese die gegen die Socialdemokratie gerichteten Angriffe. Das Referat eine Majorität zu erzielen sein dürfte. Zu bemerken würde noch Partei auch den jämmerlichen Rest ihrer einstigen Principien. Dies fand einmütigen Beifall. Die Stimmung der Versammlung war eine sein, daß nicht, wie angegeben, die jetzige Förderung auf 350 Jahre, habe ich schon gezeigt bei dem von uns ausgearbeiteten Gefeßentwurf Hoffnungsfreudige, siegesfichere. sondern nach amtlicher Feststellung auf ca. 365 Jahre ausreichen betreffend die Verantwortlichkeit der Minister, bei dessen Beratung würde( gelegentlich der letzten Anleihebegebung gab die Verwaltung sich die Freisinnigen in eisiges Schweigen hüllten, ferner bei ihrer statt, in denen Arthur Stadthagen referierte. Die Genossen und Beamte thätig sind. Von einer Gruppe von Gewerken isſt AnIn Kagel und Hennikendorf fanden am Sonntag Versammlungen 350 Jahre an. D. N.) und daß auf dem Werk ca. 4000 Arbeiter Gegnerschaft gegen die Aufhebung des Majestätsbeleidigungs- varen gezwungen, öffentliche Gewerkschaftsversammlungen einzufang dieses Monats an den Grubenvorstand das Ersuchen gerichtet Paragraphen und zuletzt in effatantester Weise durch den empörenden berufen, denn die Wirte geben ihre Säle nicht der politischen Partei. worden, ein Gutachten über den ungefähren Wert des KohlenZollverrat. Diese Ferrumpierten Freisinnsseelen können gar nicht die Zeit abwarten, bis die Konservativen und Antisemiten In Stagel war es feit 1890 wieder das erste Mal, daß Stadthagen reichtums nebst der Rebenprodukte sowie die voraussichtlich daraus nicht die Zeit abwarter, bis die Konservativen und Antisemiten dort referierte. Damals sollte er und seine Anhänger mächtige zu erzielenden Ausbeuten zur Gewerkenversammlung anfertigen zu ihnen den Bruderschatz aufdrücken. Im zweiten Wahlkreise treiben Steile bekommen, diesmal hatten die Gegner keine Anstalten dazu ge- lassen, damit die Gewerken über den Wert ihres Besizes genau fie ihren Handel mit dem Wendstern, und wenn in jenem Kreis zur troffen, aber erschienen waren fast alle Wähler dieses Ortes und orientiert würden. Ueber die Stimmung der Mehrheit der Gewerken Schande Berlins ein Reaktionär gewählt werden sollte, so sei dies hörten dem vortrefflichen Referat des Genossen Stadthagen mit Auf-( gemeint sind Gewerken mit 250 Kuren) scheint der Grubenvorstand lediglich die Schuld der Freisinnigen. Auch im fünften Streife zeige merksamkeit zu. Den erschienenen Kleinbauern fetzte der Referent wohl nicht genügend orientiert zu sein." fich dies widerliche Liebäugeln der Unentwegten" mit der rück auseinander, daß sie keinen Vorteil von der Annahme der Zollvorlage, ständigsten politischen Gruppe, den Antisemiten, denn der Ritualmord speciell den erhöhten Getreidezöllen haben würden, wenn sie nicht im Attien- Gesellschaft Mix u. Genest Telephon- und Telegraphen Bruhn sei doch nur deswegen aufgestellt, um die Wahl des Social- ftande wären, von ihren Produkten zu verkaufen. Nur allein der Werke, Berlin. Es gelangt für das verflossene Geschäftsjahr eine Demetraten Robert Schmidt zu verhindern. Es müsse ein liebliches Großgrundbefizer wird jene Millionen, die man dem deutschen Volke Dividende von 4 Proz. gegen 9 Proz. im Vorjahre zur Verteilung. ild abgeben, 3 wid und Bruhn gegenseitig in inniger Um- rauben will, einheimsen. Die übergroße Mehrzahl der Landwirte Nach der Bilanz per Ultimo Dezember 1902 erhöhten sich das Generalarmung zu sehen, während der große" Eugen das geistesverwandte wird leer ausgehen, darum sollten sie gemeinsam mit der Arbeiter- Warenconto von 2 204 014 M. im Vorjahre auf 2 233 392 M. und Baar segnet. Redner wendet sich hierauf an die Handwerker und schaft gegen jene 25 000 Großgrundbesizer kämpfen, damit endlich die Debitoren von 1322 225 M. auf 1747 148 M.; dagegen verGewerbetreibenden, indem er die Mittelstandsretterei" der Gegner jener Ausbeutung des deutschen Volkes Einhalt geboten würde. minderte sich das Bankguthaben von 387 444 M. auf 85 620 M. An ins rechte Licht rückt. Die beste Mittelstandspolitik sei, die Arbeiter In der Diskussion sprachen zwei Gegner, deren Ausführungen vom Kreditoren find 986 397 M.( 767 460 M. im Vorjahre) vorhanden. tauffräftig zu machen. Auch die kleinen und mittleren Beamten Genossen Stadthagen widerlegt wurden. Das Hypothekenconto, welches diesmal eingehend specialisiert ist, hätten alle Ursache, für die Socialdemokratie zu stimmen, weil diese beträgt 2 736 000 2.( 2 686 000 M. im Vorjahre). Dem Reserveftets deren Rechte wahrnimmt. Wenn alle diese Boltsklassen aber fonds konnten 35 025 M. zugeführt werden, die aus dem Agio der dennoch freisinnig oder antisemitisch wählen würden, dann dürften im Jahre 1900 ausgegebenen Attien zurückgestellt waren. sie sich auch nicht wundern, wenn ihnen von ihren Erwählten hernach das Fell über die Ohren gezogen wird. Für jeden organisierten Arbeiter aber sei es eine Ehrensache, alles zu thun, um den fünften Wahlkreis gleich im ersten Wahlgange der Socialdemokratie zu er obern. Der 13/ ftündige Vortrag fand reichen Beifall. Wie schon in andren Versammlungen, so beteiligten sich auch hier mehrere jüdische Wähler an der Debatte und forderten ihre Glaubensgenossen auf, diesmal allesamt socialdemokratisch zu stimmen. Hierzu be merkten Davidsohn und Heine: Es sei sehr erfreulich, wenn die Juden endlich in größerer Zahl zu der Einsicht kommen würden, fich der principiell jeden Rassenhaß bekämpfenden Socialdemokratie anzuschließen. Bisher habe leider ein großer Teil der Juden durch unterwürfige Kriecherei vor den Machthabern und einflußreichen Gruppen in Staat und Reich den Antisemitismus geradezu mit züchten helfen. Solche Juden müßten von ihren Klarsehenden Stammesgenoffen einfach verachtet werden, denn jene tragen ihr gerütteltes Maß von Schuld nicht allein an der efelhaften Juden heberei, sondern auch an der ganzen miserablen volkswirtschaftlichen Bolitif. Deshalb wolle die Socialdemokratie dem Judentum auch nicht schmeicheln, um etwa Stimmenfang zu treiben nein, jeder denkende Jude müsse selbst so viel Verstand haben, aus eignem AnBuchbinder- Verband. Die am 14. Mai tagende außerordenttrieb für die Socialdemokratie zu stimmen. Zum Schluß meldete liche Generalversammlung der Zahlstelle Berlin diskutierte über die Zur Aussperrung der Bremer Bauarbeiter. sich auch wieder Herr Dr. Goldstein zum Wort. Was er eigent- Vergebung der Druckarbeiten, zu welcher die Ortsverwaltung bisher Bremen, 22. Mai.( W. T. B.) Die Maurer und Zimmerleute lich wollte, blieb auch diesmal schleierhaft. Aus seinen Aus- dahin Stellung genommen hatte, daß dieselben zu gleichen Teilen haben sich geweigert, die ausständigen Klempnergesellen zur Aufgabe führungen schien hervorzugehen, daß es ihm um eine theoretische dem Vorwärts" wie auch einem dem Verband angehörenden ihrer Forderungen zu veranlassen, infolgedessen ist heute seitens der Auseinanderseßung über das Lassallesche eherne Lohngefeß zu thun Kollegen und thätigen Parteigenoffen zugeteilt werden sollten. Nach Baugewerksmeister die Aussperrung der sämtlichen Maurer, Zimmers sei. Nach einer harten Geduldsprobe der Versammlung wurde dem lebhafter Debatte wurde der Antrag des Vorstandes mit großer leute und andrer Bauarbeiter beschlossen worden. Von dieser MaßHerrn vom Referenten eine begreiflich zu machen versucht, daß Majorität angenommen. Alsdann wurde Klage geführt über den gegenwärtig keine Zeit zum Theoretisieren sei. Jetzt heiße es handeln Paritätischen Arbeitsnachweis, welcher nicht in der erwarteten Weise regel find zunächst ca. 4500-5000 Arbeiter betroffen. und kämpfen, und nicht spintisieren. In einem fernigen Schluß- funktioniere, während andrerseits betont wurde, daß derselbe noch wort mahnte der Vorsitzende dann die Genossen an ihre Pflichten gar nicht so lange eriſtiere, um sich ein umfassendes Urteil darüber und legte es allen Anwesenden nahe, fernerhin nicht mehr die fo- bilden zu können, da die gegenseitige Gewöhnung die schroffen Gegengenannte parteiloſe Slatschpresse zu lesen, von der die auch radikal" fäße mildern würde. Die Angelegenheit fand nicht ihre volle ErSchillernde Morgenpost" jest wieder in einer großen Annonce ledigung und die Versammlung wurde vertagt. Streitbrecher nach Iserlohn sucht. Mit einem donnernden Hoch auf die Socialdemokratie, auf den Referenten Heine und den Kandidaten Robert Schmidt wurde die Versammlung nach Mitternacht geschloffen. " Verfammlungen. Maschinenfabrik Grevenbroich in Grevenbroich. Das vers gangene Geschäftsjahr, für das eine Dividende nicht verteilt wird, schließt mit einem Verlust von 174 100 M. ab, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Der Fehlbetrag stellt sich auf 383 677 W. und erhöht sich durch die Abschreibungen von 90 063 M. auf Centralverband der Töpfer( Bahlstelle Berlin). In der gestrigen 473 740 M. Hiervon geht ab der Saldo des Vorjahres mit start besuchten öffentlichen Töpferversammlung kam es zu einer leb- 49 639 M., der Reservefonds mit 200 000 m. und das Deltreberehaften Auseinandersetzung zwischen Gesellen und Innmgsmeistern Conto mit 50 000 m., so daß die obigen 174 100 m. verbleiben. In wegen der eigenmächtigen Aufhebung des paritätischen Arbeits- der Bilanz erscheinen die Materialien mit 600 813 m.( 641 618 M. nachweises seitens des Innungsvorstandes. Im Verlaufe der Debatte i. V.) und die Debitoren mit 1733 738 M.( 2 660 517 m. i. V.) An mußten die Meister selber zugeben, daß sie sich ohne triftige Ver- Kreditoren sind 1 754 325 M.( 2 068 502 M. i. V.) vorhanden, darunter anlassungeines Vertragsbruches schuldig gemacht haben, der lediglich die Bankierschuld mit 1 388 601 M.( 1 369 601 M. i. V.). Die Gesellschaft aus ihrer Abneigung gegen den paritätischen Arbeitsnachweis hervor hatte nach dem Geschäftsbericht für etwa 752 000 m. Aufträge in das gegangen ist. Die Versammlung beschloß hierauf in geheimer Ab- berflossene Geschäftsjahr hinübergenommen, infolge der Beschlüsse der Stimmung mit 1500 gegen 110 Stimmen, den Arbeits- Brüsseler Buderkonferenz waren jedoch Aufträge von irgendwelcher nachweis von Verbandswegen obligatorisch aufrecht Bedeutung für die Zuderindustrie für das ganze Jahr hindurch trotz zu erhalten und damit das frühere Umschauen zu beseitigen. aller Anstrengungen nicht zu bekommen. Ferner wurde beschlossen, den jetzt noch auf dem Nachweis eingetragenen Arbeitslosen eine wöchentliche Unterstützung von 15 M. und bei Verheirateten für jedes Kind noch 1 M. zu gewähren. " Letzte Nachrichten und Depefchen. Eisenbahn- Unfälle. stieß auf Bahnhof Erfurt B. die vom Schnellzug Nr. 14 abgegangene Erfurt, 22. Mai.( Amtlich.) Heute nachmittag 2 Uhr 45 Min. stieß auf Bahnhof Erfurt P. die vom Schnellzug Nr. 14 abgegangene Maschine auf der Fahrt zum Schuppen am Westende des Bahnhofes mit einer in Einfahrt begriffenen leeren Maschine von Neudietendorf zusammen. Beide Lokomotivführer wurden anscheinend schwer, die beiden Heizer nur leicht verlegt. Der Betrieb ist nicht gestört. Der Unfall wurde durch Ueberfahren der Rangiertafel seitens der abgehenden Schnellzugs- Lokomotive verursacht. E3 Seesen, 22. Mai.( W. T. B.) Amtliche Meldung. Bom Verband der Dachdecker.( Filiale Berlin.) In der Versamm lung vom 17. Mai, welche im„ Englischen Garten" tagte, erstattete Höppner Bericht vom Gautag, an den sich eine längere Debatte Eine Versammlung für den fünften Wahlkreis füllte am 20. Mai anschloß, insbesondere über die Einführung der Arbeitslosen- Verden großen Saal des Alten Schützenhauses. Stadtverordneter Dr. Sicherung. Alsdann folgte der Bericht der Tariffommission. Friedeberg schilderte in seinem Referat das Junkertum und das wurde beschlossen, den Nicht- Innungsmeistern je zwei Gremplare Schnellzuge 34 Berlin- Aachen entgleisten heute nachmittag immer mehr an seine Seite tretende Bürgertum wie sie sind, be- des Tarifs zuzusenden. Ferner wurde folgende Resolution ein- 11 Uhr bei Durchfahrt des Haltepunktes Ildehausen zwischen leuchtete kritisch die Parteien, die sie vertreten, und gab dann einstimmig angenommen: Die Versammlung beschließt, für die Durch Seesen und Gandersheim die letzten fünf Wagen. PerBild von den Zielen und der praktischen Bethätigung der Social- führung des am 12. Mai vor dem Berliner Einigungsamt fest- sonen wurden nicht verletzt. Auch find Wagen und Geleife demokratie. Er kam zu dem Schluß, daß es nur eine Bartei gebe gelegten Tarifs überall, auch bei Nicht- Innungsmeistern, ein nur gering beschädigt. Der andre Zugteil fuhr nach Umsteigen der für die, welche vorwärts strebten und die sich und allen andren sowie mit Genehmigung des Filial- und Gauvorstandes eventuell die weiter. Die Strede war 6 Uhr abends wieder frei, inzwischen zutreten. Ueber die Werkstellen der nichttariftreuen Arbeitgeber ist Passagiere und Umladen der Post mit 30 Minuten Verspätung dem nachwachsenden Geschlecht ein menschenwürdiges Dasein sichern Sperre zu verhängen. Arbeitet ein Verbandskollege unter dem war eingeleisiger Betrieb eingerichtet. Die Ursache hat bis jetzt noch wollten: das sei die Socialdemokratie.( Lebhafter Beifall.) Darauf nahm der socialdemokratische Kandidat, Genosse Robert Tarif, so ist derselbe aus der Organisation auszuschließen. nicht festgestellt werden können. Schmidt, das Wort, um zunächst das Sündenregister der frei- Der socialdemokratische Wahlverein für Friedrichsfelde hielt am sinnigen Partei zu entrollen. Unter anderm bemerkte er: In ihrem Mittwoch, den 20. d. M., feine Mitgliederversammlung bei Haberland Flugblatt behaupteten die Freisinnigen, sie wollten gleiches Recht ab. Waldeck Manasse sprach über die Socialdemokratie und ihre für alle. Das sei ein schöner Grundfab, der bei voller Durchführung Gegner. Die Versammlung, in der auch Frauen anwesend waren, ficherlich unsre Anerkennung finde. Wie sehe denn aber das gleiche zollte dem Referenten reichen Beifall. Recht für alle", wie es der Freifinn wolle, aus. Vor allem müßte es doch im politischen Leben zum Ausdruck kommen; jedem müßte das gleiche Wahlrecht nicht nur für den Neichstag, nicht nur für die Landtage, sondern auch für die Kommunen gesichert werden. Das Aus Industrie und Bandel. " Socialpolitisches aus Destreich. Wien, 22. Mai.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Das Haus ſegte die Generaldebatte über die gewerbliche Sonntagsruhe fort. Handelsminister v. Call befürwortete die Abänderungsanträge des socialpolitischen Ausschusses, darunter denjenigen auf Einschränkung der Sonntagsarbeit auf vier Vormittagsstunden als wichtigen Schritt zu einer allmählichen Erlangung der vollständigen Sonntagsruhe, die aus religiösen und socialpolitischen Gründen anzustreben sei. Darauf wurden die Verhandlungen abgebrochen; die nächste Sigung findet am 26. Mai statt. Marokko. hätten aber die Herren aus ihrem Programm gestrichen. Dem Die Bank von England hat endlich dem Drängen der Londoner Geldsack und Grundbesit wollten sie ihr Borrecht erhalten, und sie Finanz nachgegeben und ihren Diskont von 4 auf 3½ Proz. erfagten, man könne doch nicht eine große Stadt, und gar Berlin, mäßigt. der Socialdemokratie ausliefern. Daß, wer im Besitz sei, diesen nicht Vom amerikanischen Eisenmarkt lauten die Nachrichten wesentlich Tanger, 22. Mai.( Meldung der„ Agence Havas".) Aus Fez aufgeben möge, fei verständlich, aber demokratisch sei das nicht. ungünstiger. Auch die Fachzeitschrift Iron Age", die noch bis vor werden noch folgende Einzelheiten über den Abfall des Zemmur Warum sollte Berlin übrigens nicht eine socialdemokratische Ver- furzem die Lage sehr optimistisch beurteilte, giebt jetzt zu, daß in stammes gemeldet. Am 16. Mai fiel die Abteilung des Zemmurwaltung haben. Es würde sein wie in Kopenhagen; alle Häuser verschiedenen Zweigen der Eisenindustrie die Tendenz nach unten stammes vom Sultan ab und griff Fez an. Die Truppen des würden nach wie vor auf ihren Pläßen stehen. Allerdings würden gerichtet sei. Die Ansicht, daß der Höhepunkt der Sturbe überschritten Sultans machten einen Ausfall und warfen die Kabylen auf Metinez wir keine Ententeichprojekte verwirklichen und uns nicht nach dem sei und es nunmehr abwärts gehe, gewinnt mehr und mehr an zurück. Auf dem Wege dorthin wurde den Zemmurs der Rückzug Wort richten: Nicht oben rüber, sondern unten durch. Wir würden Boden. Der Newyorker Korrespondent des" Manchester Guardian" abgeschnitten, diese gerieten zwischen zwei Feuer und verloren gggen sagen: Das machen wir, wie wir wollen. Und Besuche würden wir kommt, wie Laffans Bureau" meldet, auf Grund feiner 1000 Tote und zahlreiche Verwundete. zu dem gern entgegennehmen, aber die Straßen auspußen auf Kosten der Erkundigungen bei verschiedenen Bank Autoritäten zu Steuerzahler, das würden wir allerdings nicht.( Lebhafte Bu- Schluß, daß an einflußreichen Stellen vielfach Mißbehagen über Paris, 22. Mai.( W. T. B.) Die Pariser Deputierten haben stimmung und Heiterkeit.) Auch die Antisemiten zeigte Redner im die Lage der amerikanischen Märkte zu Tage tritt. Konservative beschlossen, nächsten Dienstag in der Kammer einen Antrag eins richtigen Lichte. Besonders hob er hervor, daß diese angeblichen Baufiers äußern sich, wie er sagt, besorgt über die Art, in welcher zubringen auf Herabseßung des Eingangszolles für Mittelstandsretter dem Mittelstande einen doppelten Schlag versezt zahlreiche leitende Institute und Trustgesellschaften verschiedentlich Getreide um 2 Fr. für den Centner. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen. Nr. 118. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Genossen, wahrt Ener Wahlrecht! Da die Wählerlisten nur noch bis zum Montag ausliegen, ist| Für den Südosten: es höchste Zeit, daß diejenigen, die die Einsichtnahme bis jetzt noch W. Mertens, Cuvrystr. 34; nicht vorgenommen haben, sich davon überzeugen, daß sie in die Wähler-. Erbe, Cubrystr. 25; listen eingetragen sind. Die Wählerlisten liegen an den wiederholt. Tolksdorf, Görligerstr. 58; F. Gonell, Falckensteinstr. 5; bekannt gegebenen Orten( vergl. Nr. 115 des„ Vorwärts") an Wochen- A. Bachmann, Eisenbahnstr. 36a; tagen von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 3 Uhr, am Sonntag Gräfe, Laufizerplaz 13; von 12-5 Uhr nachmittags aus. Schütze, Reichenbergerstr. 96a; W. Frehland, Grünauerstr. 3; Für die Genossen, die durchaus verhindert sind, selbst die Wählerlisten einzusehen, sind folgende Genossen erbötig, die Kontrolle auszuüben: Für den ersten Wahlkreis: Emil Günther, Bischofstr. 12; Ang. Hahn, Stralauerstr. 48; Hans Boß, Klosterstr. 101; Koch, Neue Friedrichstr. 20; Georg Weihnacht, Grünstr. 21; Wilhelm Neyen, Kurstr. 25; Jacob Ege, Roßstr. 23; Gustav Glaue, Krausenstr. 18; Fritz Bollien, Französischestr. 6; Menzel, Dorotheenstr. 69; Otto Wolff, Mauerstr. 50; Gustav Radtke, Flensburgerstr. 24; Julius Wagner, Curhavenerstr. 4; Jul. Moses, Brücken- Allee 4, pt. r. Für den zweiten Oskar Kumte, Bülowstr. 59; Jul. Fischer, Boechstr. 7; Batschke, Gräfeſtr. 31; Ferd. Ewald, Schönleinstr. 6; Paul Scholz, Barutherstr. 22, Ecke Bossenerstr. 1; Frit Preuß, Belleallianceftr. 74a; Borgfeld, Arndtstr. 35; Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15; Otto Autrick, Steinmenstr. 60; E. Lindemann, Moritstr. 9; Frik Rechtbach, Hagelsbergerstr. 23; Frit Ohnesorge, Markgrafenstr. 102; Emil Seidel, Mittenwalderstr. 16; Joh. Thomsen, Gneisenaustraße, Ede Mittenwalderstraße; Karl Werner, Hagelsbergerstr. 2; Richard Augustin, Lindenstr. 69; Hugo Lehmann, Friedrichstr. 16; W. Schulz, Wasserthorstraße 14; Saß, Hornstr. 2; E. Marsch, Alvenslebenstr. 15; Wahlkreis: Wilhelm Bruns, Wilhelmstr. 146; Hermann Bartel, Hasenheide 58; Federhart, Boppstr. 4; Schülke, Bärwaldstr. 1; Kieburg, Urbanstraße 68; D. Merkmann, Grimmstr. 3; Schaller, Gräfestr. 4; Gutschmidt, Kottbuser Damm 8; Adolf Rickert, Steinmegstr. 35; Otto Böttcher, Steinmeßstr. 29; E. Homuth, Lüßowstr. 51; Otto Bethfe, Lüzowstr. 7; A. Ullrich, Lützowstr. 107/8; F. Schulz, Corneliusstr. 4; Klose, Blumenthalstr. 5; H. Kretschmer, Yorkstr. 49; Herm. Fiebelkow, Yorkstr. 37; Schulz, Bülowstr. 21; Domschke, Kurfürsten- und FrobenStraßen- Ecke; W. Richter, Culinstr. 36. Für den dritten Wahlkreis: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40 ( Kottbufer Thor); Herm. Schnicber, Admiralstr. 21; Max Schönemann, Stalizerstr. 7; Karl Schneider, Oranienstr. 171; Franz Krüger, Naunynstr. 54; Martin Mescha, Adalbertstr. 24 ( Ede Engel- Ufer); Franz Richter, Franzstr. 1; Mag Beyer, Köpnickerstr. 55a; Paul Horsch, Engel- Ufer 15; Heinrich Wörner, Annenstr. 26; Jakob Lenz, Alte Jakobstr. 69; Ernst Lier, Alte Jakobstr. 119; Gustav Ladewig, Kommandantenstraße 65; Adolf Flick, Simeonstr. 23; Emil Götte, Brandenburgstr. 18; Wilhelm Börner, Ritterstr. 15; E. Hahn, Sebastianstr. 2; Gustav Manzey, Dresdenerstr. 18; Otto Krause, Brigerstr. 32. Für den vierten Wahlkreis: R. Ulm, Stralauer Allee 36, F. Thielte, Pallisadenstr. 52; Barbiergeschäft; K. Strauß, Bödikerstr. 6; E. Werner, Stralauer Allee 17b; S. Wolff, Caprivistr. 15; P. Litfin, Warschauerstr. 61; Ploeger, Rigaerstr. 127, Henze, Petersburgerstr. 41; Rott, Straßmannstr. 23; D. Franke, Zorndorferstr. 8; D. Blume, Gubenerstr. 6; Wasewik, Friedrichsbergerstr. 19; Schulze, Blumenstr. 38; Risch, Koppenstr. 13; Butschke, Krautstr. 36; D. Schulze, Weberstr. 40a; Hajeloff, Landsbergerstr. 8; Spaet, Weinstr. 28; Waschinsky, Grüner Weg 6; Merkowski, Andreasstr. 26; Gorn, Markusstr. 23. Schück, Manteuffelstr. 74; Richter, Mariannenstr. 41; Wählisch, Adalbertstr. 4; Göde, Wrangelstr. 126; Grundmann, Naunynstr. 78; Lucatis, Reichenbergerstr. 133; Becker, Köpenickerstr. 191. Für den fünften Wahlkreis: Flanz, Christburgerstr. 29; Rücker, Christburgerstr. 31; Reimann, Greifswalderstr. 220; Krämer, Greifswalderstr. 196; Wendland, Marienburgerstr. 32; Route, Marienburgerstr. 3/4; Schild, Immanuelkirchstr. 12/13; Wollée, Immanuelkirchstr. 37; Dimce, Winsstr. 56; Dierbach, Heinersdorferstr. 6; Rausch, Winsstr. 12; Schrolle, Landwehrstr. 3; Dennier, Meyerbeerstr. 7; Knötsch, Hirtenstr. 10; Köhler, Landsbergerstr. 35: Waßmann, Linienftr. 29; Waldburg, Koblankstr. 15; Kracker, Keibelstr. 40; Frit, Lothringerstr. 68; Albrecht, Grenadierstr. 12; Wolter, Muladstr. 29/30; Drescher, Linienſtr. 218; Thiel, Linienstr. 52; Batt, Dragonerstr. 15; Renfer, Auguststr. 51; Jäckel, Oranienburgerstr. 91; Wittchow, Kl. Hamburgerstr. 27, Eingang Elsasserstraße; Emil Wiese, Luisenstr. 20; Schlitz, Luisenstr. 26; Jersyn, Charitéſtr. 3; Brühning, Philippstr 1; sowie das ständige Wahlbureau des V. Berliner Wahlkreises im Restaurant Günzel, I. Eing. Rosenthalerstr. 57, II. Ging. Für den sechsten Moabit: Joh. Pfarr, Putligstr. 10; Karl Anders, Salzwedelerstr. 8; E. Vetter, Bredowvstr. 11; Reinh. Streit, Kirchstr. 23; Karl Fischer, Waldstr. 8; Dewit, Sickingenstr. 48; Otto Fischer, Beusselstr. 66; Karl May, Rostockerstr. 18; Max Faber, Stephanstr. 11; w. Grunwald, Alt- Moabit 46. Wedding: Jul. Krause, Müllerstr. 7a; W. Mattuer, Müllerstr. 162a; Aug. Doye, Müllerstr. 32a; J. Fride, Marstr. 13b; Ad. Heckert, Reinickendorferstr. 35; B. Kröhn, Reinidendorferstr. 23; Aug. Plath, Reinickendorferstr. 600; H. Tauschel, Wiesenstr. 29; Oskar Kleinau, Gerichtstr. 4; Karl Fahrow, Ravenéstr. 6. Oranienburger Vorstadt: B. Abendroth, Ackerstr. 104; E. Diefe, Ackerstr. 123; Hilgenfeld, Bergstr. 62; J. Kaiser, Pflugstr. 6; Bialucha, Boyenstr. 40; A. Seidel, Hochstr. 38; Czechowski, Gartenstr. 40, Cigarr.Geschäft; S. Joseph, Tieckstr. 34; Reichenbach, Kielerstr. 1; Emil Radke, Ackerstr. 90. Rosenthaler Vorstadt: D. Bachgänger, Swinemünderstraße 84; F. Döring, Ruppinerstr. 21; C. Jäger, Swinemünderstr. 21; Gormannstr. 28. Wahlkreis: 2. Rofin, Ruppinerstr. 42; Kesselring, Schwedterstr. 227; 2. Bertels, Ruppinerstr. 49; Geisler, Veteranenstr. 4; Märker, Bergstr. 10; Korf, Elisabethkirchstr. 18; Sonnabend, 23. Mai 1903. gefragt, ob der Bericht des„ Vorwärts" auf Wahrheit beruhe. Sowohl Herr Plathen als auch der Vorsitzende jener Versammlung, Obermeister C. Rahardt u. a. haben sofort geantwortet, daß jener Bericht auf böswilliger Erfindung beruht, daß vielmehr die mühevolle und schwierige Stellung" uneingeschränkt von allen Holzindustriellen, auch von Herrn Plathen anerkannt worden ist." Die„ Vossische Zeitung" hat sich wir wollen annehmen Teichtfertigerweise zu einer Anrempelung des„ Vorwärts" benutzen lassen. Es ist uns nämlich niemals eingefallen zu berichten, Herr Plathen habe Herrn v. Schulz einen verkappten Socialdemokraten genannt. Die einzige Stelle unfres Blattes, die Anlaß zu der vorstehenden Notiz gegeben haben kann, findet sich in einem Bericht über eine Versammlung der an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter, den wir am 21. April brachten. In dieser Versammlung wurde unter anderm über eine vorhergegangene ArbeitgeberBersammlung gesprochen. Was der Referent in der Arbeiter- Versammlung über die Arbeitgeber- Bersammlung sagte, giebt unser Bericht so wieder: „ Hier fehlte es nicht an hahnebüchenen Anrempelungen des Getverbegerichts- Direktors v. Schulz, dem mehrfach Parteilichkeit zu Gunsten der Arbeiter vorgeworfen wurde. Man nannte ihn einen ,, berkappten Socialdemokraten", und einer der Herren meinte fogar, v. Schulz qualificiere sich ganz gut, die Stelle Singers im Reichstage einzunehmen." Wie man sieht, sagt unser Bericht nicht, daß Herr Plathen Herrn v. Schulz einen verkappten Socialdemokraten genannt hat. Wir wissen auch heut noch nicht und haben gar kein Interesse zu erfahren, ob Herr Plathen mit Recht oder Unrecht in den Verdacht geraten ist, jene Aeußerung gethan zu haben. Daß eine solche Aeußerung gemacht wurde, ist in der Arbeiter- Versammlung gefagt worden, wir haben das Gesagte referierend wiedergegeben, und wenn es der Wahrheit nicht entspricht, so kann man dem„ Vorwärts" nicht den Vorwurf böswilliger Erfindung machen. Damit könnte die Angelegenheit für uns erledigt sein. Wir haben aber, um möglichste Klarheit über diesen Fall zu schaffen, beim Vorstande des Verbandes der an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter angefragt, wie es sich mit der strittigen Aeußerung verhält, und da wurde uns der Bescheid: Daß die Herrn v. Schulz betreffende Aeußerung in der Versammlung der Arbeitgeber gefallen ist, hat ein Arbeitgeber, welcher jener Versamm lung beiwohnte, einem Vorstandsmitgliede des Arbeiterverbandes mitgeteilt. Der Arbeiter hatte keine Veranlassung, an der Glaubwürdigkeit seines Gewährsmannes zu zweifeln und brachte die Angelegenheit in der Arbeiterversammlung vor. Nachdem unser Bericht Giente, Brunnenstraße 51( Edc über diese Versammlung erschienen war, hatten zwei Vorstand? Bernauerstraße); mitglieder des Arbeiterverbandes eine geschäftliche Unterredung mit Greth, Wattstr. 1; dem Vorsitzenden des Vereins der Fräsereibefizer, Herrn Melle. Bei dieser Gelegenheit drückte Herr Melle seine Verwunderung darüber aus, daß der Vorwärts" so genau über die Vorgänge in der Arbeitgeber Versammlung unterrichtet sei. Herr Melle soll, wie uns versichert wird, ausdrücklich Destätigt haben, daß der Bericht des„ Vorwärts", auch soweit er sich auf die gegen Herrn v. Schulz gemachten Aeußerungen bezog, durchaus auf Wahrheit beruhe. Jrmert, Swinemünderstr. 26; Weigmann, Bernauerstr. 94; Rusch, Swinemünderstr. 118. Gesundbrunnen: Abendroth, Badstr. 42/43; Kegeler, Prinzen- Allee 14; K. Brack, Stettinerstr. 17; H. Raschte, Rügenerstr. 24; G. Löhrig, Pantstr. 32d; G. Brüschte, Hussitenstr. 21; Mollenhauer, Swinemünderstr. 95; Rollfinger, Graunstr. 26; A. Bärsch, Drontheimerstr. 1c; G. Hermann, Butbuserstr. 45; Knoblich, Soldinerstr. 96; Balte, Putbuserstr. 16. Schönhauser Borstadt: Gobin, Prenzlauer Allee 232; Lamprecht, Wörtherstr. 39; Kiesel, Weißenburgerstr. 53; Mars, Kastanien- Allee 95/96; Steding, Weinbergsweg 15b; Koberling, Schliemannstr. 33; Horst, Lychenerstr. 18; Ramlow, Schönhauser Allee 135; Stein, Stargarderstr. 79; Schwarz, Schliemannstr. 42; Grobler, Dunderstr. 83; Hartig, Prenzlauer Allee 43; Binner, Tresdotftr. 30; Fiedler, Saarbrückerstr. 6; Bijeste, Chorinerstr. 55. Erfülle jeder seine Pflicht und überzeuge sich, ob sein Recht gewahrt und er eingetragen ist. Wer nicht in den Wählerlisten steht, besitzt kein Wahlrecht! Partei- Nachrichten. Wir begnügen uns mit diesen Feststellungen und überlassen es den Beteiligten, sich darüber auseinanderzusetzen, wer sich einer „ böswilligen Erfindung" schuldig gemacht hat. Zur Lohnbewegung der Schuhmacher. Die Firma Kath, Neue Wilhelmstraße, hat sich mit ihren Arbeitern geeinigt und pro Paar 1 Mark Lohnerhöhung bewilligt. Die Situation scheint übrigens für die Herren Arbeitgeber schon recht bedenklich zu werden, denn die Firma Oppermann u. Co., Unter den Linden, ein erstklassiges Maßgeschäft, I äßt Maßarbeit auf mechanischem Wege in der Genossenschaftsfabrik der selbständigen Schuhmacher herstellen. Vielleicht will diese Firma dadurch den Nachweis führen, daß die auf mechanischem Wege hergestellte Arbeit der feinen Handarbeit an Qualität gleich kommt und es keiner feinen Maßgeschäfte mehr bedarf. Die Stimmung der Ausständigen ist nach wie vor eine aus gezeichnete und dürften die Arbeitgeber bald zum Nachgeben gezwungen fein. Zuzug von auswärtigen Arbeitskräften findet fast gar nicht statt. Die Lohnkommission. Die Arbeiter der Eisenmöbelfabrik von Schulz, Hasenheide, beschlossen in der letzten Versammlung, von der gemeinsamen Forderung des Neunstundentages vorläufig Abstand zu nehmen, weil ein erheblicher Teil der dort beschäftigten Schlosser nicht erschienen war. Der Betrieb ist nach wie vor für Metallarbeiter aller Branchen gesperrt. Die Bau- und Möbeltischler in Nowawes- Neuendorf befinden sich in einer Lohbewegung. Ihre Forderungen: Einführung eines einheitlichen Lohn- und Accordtarifs und einer 56stündigen Arbeitszeit pro Woche, welche am 9. Mai den Unternehmern unterbreitet wurden mit dem Ersuchen, sich bis zum 16. Mai darüber zu äußern oder zu verhandeln, ist auf Veranlassung der Potsdamer Inmung rundweg abgelehnt. Infolgedessen legten die Tischler am Montag, den 18. Mai, die Arbeit nieder. An demselben Tage bahnte der Gauvorstand Verhandlungen an, dieselben scheiterten aber, weil die Meister erst den Beschluß der Innung abwarten wollten. Bis jetzt ist den Arbeitern aber noch kein Bescheid zugegangen. Die Möbelmagazine von Better, Gericke u. Grundmann werden so lange gemieden, bis die Forderungen der Arbeiter anerkannt sind. Es ist den Zuzug nach dort fernzuhalten. Pflicht der reisenden Kollegen, Nowawes- Neuendorf zu meiden und Deutsches Reich. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Die höhere Einsicht eines Landgerichts hat den Genossen Riem aus Dresden wieder von einer Strafe befreit, die ihm das Parteipreffe. Ueber 2700 Abonnenten hat die„ Bremer Bürger- Schöffengericht zudiktiert hatte. Riem war als Redakteur des Zeitung" seit dem 1. Oktober vorigen Jahres zu ihrem alten Abon-" Sächsischen Volksfreund" vom Schöffengericht in Freiberg wegen nentenstand hinzugewonnen. Das ist ein Erfolg, der nicht nur zu Beleidigung eines Cigarrenfabrikanten zu 30 M. Geldstrafe verurteilt den schönsten Hoffnungen für das Blatt felbst berechtigt, sondern worden. In dem schöffengerichtlichen Urteil heißt es u. a.: Bu Ungunsten auch allerwärts zur Nacheiferung anfpornen sollte. des Angeklagten spricht, daß es ihm auch offenbar nur daraufangekommen ist, die Arbeiter zuberhezen und Die allgemeine Aussperrung der Bremer Bauarbeiter Aus dem Gefängnis zurückgekehrt ist am Freitagnachmittag auch Unfrieden zu stiften. Genoffe Riem legte gegen dieses eigentümliche hat der dortige Arbeitgeber- Verband beschlossen. Die Aussperrung der Genosse Garbe in Kassel, der wegen Beleigigung eines Fabri- Urteil Berufung ein und die Verhandlung vor der Strafkammer soll am Montag beginnen. Sie wird deshalb verhängt, weil die tanten 14 Tage hinter schwedischen Gardinen zubringen mußte. führte zur Freisprechung des Angeklagten und zur leber- streifenden Klempner dem Verlangen der Unternehmer, bis FreitagTotenliste der Partei. In Bunzlau starb der Genosse Ernst bürdung der Kosten beider Instanzen inkl. der not- mittag die Arbeit zu den alten Bedingungen aufzunehmen, nicht nachStarte, der seit Jahren an der Proletarierkrankheit, der Schwind- wendigen Auslagen des Angeklagten auf den Kläger. Solche gekommen sind. Also weil die Klempner Forderungen an die Klempnerfucht, litt. Er trug sein schweres Leiden mit heldenhafter Geduld Hereinfälle könnten sich die Unternehmer und Direttoren ersparen, meister stellen, werden mehrere Tausend Bauhandwerker und Arbeiter und war trotz der verheerenden Krankheit stets auf dem Blaze, wenn wenn sie nicht der vielfach verbreiteten Anficht huldigten, einen ausgesperrt. Diese haben nun zwar gar keinen Einfluß auf die Klempner, es galt, für die Partei zu wirken. Mit ihm und durch ihn ist die Socialdemokraten brauche man nur anzuklagen verurteilt wird er sie können sie doch nicht zwingen, dem Streik ein Ende zu machen, Bewegung in Bunzlau groß geworden. Schon unter dem Socialisten- dann schon! aber das Unternehmertum geht blindwütig gegen die Arbeiter Ios. geseze war er opfermutig thätig, immer stand er an der Spitze und Wegen einer Kritik der Effener Kaiserrede und der Rede des Folgt der eine nicht willig, dann gebraucht man Gewalt gegen zehn viele Jahre ist er Vertrauensmann der Partei gewesen. Bei den Kronprinzen war, wie schon mitgeteilt, gegen den Genossen andre. Und die Leute, welche fortgesetzt mit so brutalen Maßregeln Wahlen 1887 und 1890 war Ernst Starte der socialdemokratische Adelung als Redakteur ber Mainzer Volkszeitung" eine Anklage vorgehen, schreien bei jeder Gelegenheit über den Terrorismus der Reichstags- Kandidat für Bunzlau- Lüben und seit mehreren Jahren wegen Majestätsbeleidigung erhoben. Die Verhandlung gehört er zu den socialdemokratischen Stadtverordneten seiner fand bereits vor acht Tagen statt; das Gericht vertagte jedoch die Heimatstadt. Urteilsverkündigung bis auf gestern. Wie uns eine Depesche aus Neue Konflikte an der Unterweser? Der Landesausschuß der deutschen, öftreichischen und ungarischen Mainz meldet, erkannte die Straffammer auf drei Monate Socialisten in der Schweiz veröffentlicht foeben für 1902 ſeinen daß ein in schärfster Weise Angegriffener, weil er die Angriffe zurüd 1600 ausgesperrt gewesenen Arbeitern wieder ein. Gefängnis. Wir erleben in diesem Urteil das Schauspiel, Tecklenborg A.-G. stellte heute vormittag nur etwa 60 Proz. von den Aus Bremerhaven, 22. Mai, meldet Wolffs Bureau: Die Werft Thätigkeitsbericht, dem wir entnehmen, daß der Landesorganisation 35 Seftionen mit 2600 Mitgliedern angehören. Die Sektionsberichte weist, ins Gefängnis wandern muß. Das ist auch eine Illustration Weise ausgesperrt gebliebenen Arbeiter werden in einer heute nachDie auf diese Laſſen zum Teil ein recht reges Vereinsleben erkennen, in den zu dem Worte von dem sicheren Hinterhalte des Redaktionstisches". meisten werden die nachteiligen Wirkungen der allgemeinen Wirtschaftskrise auf den Stand der Organisation betont. Die Bibliotheken der Sektionen enthalten 10 378 Bände, wovon im Berichtsjahre 3770 an die Mitglieder ausgeliehen wurden. Socialdemokratische Agitationsschriften wurden für 3436 Fr. verkauft, um ca. 100 Fr. mehr als 1901. Die Einnahmen der Centralkaffe betrugen inklusive 1253,50 Fr. Raffenbestand 2207,10 Fr., die Ausgaben 1101,60 Fr., der Kassenbestand Ende 1902 1105,50 Fr. Der Fonds zu Gunsten politischer Flüchtlinge hatte 515 Fr. Einnahmen und 434,10 Fr. Ausgaben, so daß ein Kassenbestand von 80,90 Fr. verblieb. Der Züricher Arbeiterbildungsverein„ Eintracht" beantragt zur Urabstimmung, den wegen principieller Vergehen Ausgeschlossenen nach 10 Jahren Amnestie zu erteilen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Einer böswilligen Erfindung soll sich der„ Vorwärts" schuldig gemacht haben. Die„ Voffische Zeitung" brachte vor einigen Tagen diese Notiz: Nach einem Bericht des Vorwärts" soll Plathen, der Vorfizende der Freien Vereinigung der Holzindustriellen von Berlin, in einer Meisterversammlung den Vorsitzenden des Berliner Gewerbegerichts Herrn v. Schulz einen verkappten Socialdemokraten" genannt haben. Dieser hat daraufhin bei Herrn Plathen anArbeiter. mittag stattfindenden Versammlung hierzu Stellung nehmen. Nach hierher gelangten telegraphischen Nachrichten hat auch der Bremer Vulkan in Vegesac mehr als 400 Mann ausgesperrt gewesener Arbeiter nicht wieder eingestellt. Aus der Mitteilung ist nicht ersichtlich, ob die nicht wieder Eingestellten aus betriebstechnischen Gründen nicht sofort wieder aufgenommen werden konnten, oder ob sie dauernd ausgesperrt bleiben follen. Ist letteres der Fall, dann haben die beiden Betriebe Urs fache zu einen neuen Ausbruch des eben erst beigelegten Konflikts gegeben. Hoffentlich wird es nicht dahin kommen, denn einer solchen Provokation der Arbeiter, die soeben durch besonnenes Nachgebent ihre Friedensliebe bethätigt haben, sollte man selbst die rücksichtslofesten Unternehmer nicht für fähig halten. Ein Konflikt im Kruppschen Betriebe. Selbst unter den Arbeitern| rätlicher Verordnung in allen Drten des Kreises am 4. April be- Wählerlisten ausgeübt haben muß. Dem städtischen des Kruppschen Betriebes machen sich selbständige Regungen geltend. gonnen werden müssen, also zu einer Zeit, als die Anzugsanmel- Wahlbureau, das Jahr für Jahr die Liste der Wahlberechtigten aufMan läßt sich nicht mehr nach patriarchalischem System im aus- dungen noch nicht erledigt sein konnten. Wer also sein Wahlrecht stellt, wird zum Zweck der alljährlichen Berichtigung dieser Liste schließlichen Interesse des Betriebes fonimandieren. In der ausüben will, sehe sofort die Listen nach. Schmiede S. S. sollten, wie die Arbeiter- Zeitung" in Dort nicht nur von den Zu- und Fortzügen, den Sterbefällen mund berichtet, am Sonnabend Ueberstunden gemacht werden, Am Sonntag liegt die Liste nicht aus. Die Genossen mögen gemacht, sondern auch Rigdorf. Die Wählerliste liegt aus bis Mittwoch, den 27. Mai. und der Vollendung des 24. Lebensjahres Mitteilung als jedoch um 6 Uhr abends das Feierabend- Signal ertönte, bon den Bestrafungen, den Unters Entmündigungen. Meldungen " legten alle bis auf den letzten Mann die Arbeit nieder und deshalb die Wochentage zur Einsichtnahme benußen. An Wochen- stützungen, Konkursen und Verschiedene Leute tagen kann die Wählerliste von morgens 8 bis abends 8 Uhr in über unterstützte Personen sind nun bei dem Wahlbureau einverließen ruhig und gelassen die Betriebsstätte. Gemaßregelt wurden in Merseburg fünf Vorstandsmitglieder des Bauarbeiter- Verbandes, welche im Auftrage ihrer Kollegen wegen Aufbefferung der Löhne vorstellig wurden. sollen bei dieſem einmütigen Vorgehen die Maulsperre bekommen der Erfstraße im Schulgebäude( Turnhalle) eingesehen werden. haben, ist es doch ein unerhörtes Beginnen, bei Krupp derartiges zu Genossen, versäumt nicht, Euch zu vergewissern, ob Ihr gegangen: im drittlegten Jahre 40 706, im vorletzten 49 389, im wagen. Die Arbeiter dieses Betriebes sind sich dahin einig geworden, eingetragen seid! legten 56 398. Diese Zahlen und ihre ganz außerordentlich rasche nicht eher wieder Ueberstunden zu machen, bis sie die 12stündige An die Wähler von Treptow- Baumschulenweg. Unfre Gemeinde- unterstützungs- Meldungen in einem einzigen Jahre und bedeutende Steigerung reden eine deutliche Sprache. 56398 Mittagspause wieder erhalten und eine Regelung des Accordsystems behörde scheint sich die Aufstellung der Reichstags- Wahlliste allem und in dem Jahre, das für die Aufstellung der Wählerlisten zur herbeigeführt ist. Anschein nach sehr leicht gemacht zu haben. Die Gemeinde Treptow war die legte, welche die Auslegung bekannt gab. Die Bekannt diesmaligen Reichstagswahl in Betracht kommt! In vielen Fällen machung erfolgte erst am Sonnabend, den 16. Mai, abends, so daß mag die eingegangene Meldung dann thatsächlich zu einer Entziehung man bei Einsichtnahme der Wahlliste den Eindruck erhielt, daß die des Wahlrechts geführt haben! selbe sehr flüchtig und mangelhaft hergestellt sein müsse. Diese Vermutung trifft denn auch zu. Außer Fehlern, wie unrichtige uns des Verdachtes nicht ganz zu erwehren, daß mancher brave Nach unsrer Kenntnis des Berliner Freisinns vermögen wir Adressen und unrichtige Schreibweise des Namens sind eine ganze Freisinnsmann beim Anblick dieser Zahlen sich vergnügt die Anzahl wahlberechtigter Personen überhaupt nicht in der Liste. Hände reiben und die freisimmige Vorsehung der Reichshauptstadt In der kurzen Zeit, die uns zur Verfügung stand, konnten preisen wird, die es unterlassen hat, in den Zeiten der Not die wir selbstverständlich nicht alles kontrollieren. Daher ersuchen wir die Parteigenossen dringend, die Wählerliste noch beizeiten einzusehen, arbeitende Bevölkerung nach socialdemokratischem Vorschlage durch wer es bis Montagmittag versäumt hat und nicht in der Liste steht, Beschaffung von Arbeitsgelegenheit möglichst vor Verarmung zu bes fann am 16. Juni nicht wählen. Die Liste liegt an den Wochen- wahren. Es sind ja größtenteils socialdemokratische Wähler, tagen von 8-3 Uhr und am Sonntage von 12-5 Uhr im Amts- die auf diese Weise ihres Wahlrechts verlustig gegangen sind. „ Affle hause, Zimmer 6, aus. Vorteile gelten!" Wenn in freisinnigen Kreisen jetzt wieder mit stiller Freude darauf hingewiesen wird, daß die Hinausdranging Stadtteile und in die Vororte im letzten Jahrfünft wieder fortder Arbeiterbevölkerung aus dem Innern der Stadt in die äußeren Stadtteile und in die Vororte im letzten Jahrfünft wieder fortgeschritten sei und die Position der Freisinnigen in den inneren Bezirken gebessert habe, dann wird dem Freisinn am Ende auch die lichen Mitteln über zahlreiche socialdemokratische Wähler verhängt Wahlrechts entziehung, die wegen Unterstützung aus öffentworden ist, gar nicht so unwillkommen sein. Die Klempner in Plauen haben im April den Arbeitgebern Forderungen eingereicht. Da eine Aeußerung der Arbeitgeber bisher nicht erfolgt ist, so fündigten die Klempner am 18. d. M. und werden am 30. b. M. die Arbeit niederlegen, wenn bis dahin keine Einigung erfolgt. Die Zimmerer in Dsnabrück haben ihren Streit beendet. Durch Verhandlungen vor dem Einigungsamt wurde festgesetzt, daß der Lohn für junge Gesellen 27, später 35-40 Pf. pro Stunde beträgt und für Ueberstunden ein Aufschlag von 5 Pf. gezahlt wird. Neunter Verbandstag der Bäckereiarbeiter Deutschlands. In der Sigung am Mittwoch wurden zunächst einige nicht unerhebliche Aenderungen zum Unterstützungsreglement beschlossen. Dann referierte der Verbandsvorsitzende Allmann über den Tagesordnungspunkt: Stellungnahme zu Lohnbewegungen und Streiks. Der Referent erörtert einleitend die Auch müsse dahin gestrebt werden, in Als Korreferent befürwortet Gaßner den vom Ausschuß gestellten Antrag und begründet ihn damit, daß der Gauleiter am besten die Verhältnisse seines Bezirks überschauen könne. Vor Eintritt in die Diskussion nimmt der Verbandstag noch ein Referat Freitags- Leipzig entgegen über die Maifeier. Redner begründet eine hierzu gestellte Resolution, die den Kollegen als Richtschnur dienen soll, und in welcher verlangt wird, daß dort, wo drei Viertel der Kollegen organisiert sind, Stellung zur Arbeitsruhe genommen werden soll. Außerdem liegt die Liste für den Ortsteil Baumschulenweg vom testaurant Staffeldt, Baumschulenstr. 84-85, und für den Sonnabendabend um 7 Uhr an und am Sonntagvormittag in Ortsteil Treptow in derselben Zeit im Restaurant Bod, Kiefholzstr. 6, zur Einsichtnahme aus. = = Auständige Kampfesweise". " Treptow- Baumschulenweg. Die Parteigenossen werden ersucht, Logiswesens; geht dann zur Nachtarbeit und den sanitären Miß- verbreitung zur Verfügung zu stellen. Treffpunkt 8 Uhr im Verhältnisse in den Bäckereien und die Schäden des Kost- und sich am Sonntagmorgen rcht zahlreich zur Flugblatt: ständen über, worunter die Bäckereiarbeiter sehr die Bäckereiarbeiter sehr in ihrer Restaurant Staffeldt, Baumschulenstr. 84/85. Gesundheit benachteiligt würden und bespricht ferner aus Steglit. Es hat sich herausgestellt, daß zahlreiche Personen, führlich die Wirkung der Bäckereiverordnung. Hier die Kontrolle der Behörden noch sehr ungenügend, deshalb Wohnung nicht gewechselt haben, trotzdem in der Wählerliste sei welche schon lange hier ansässig sind und in den letzten Jahren die müßten die organisierten Kollegen selbst mit thätig sein. Durch nicht verzeichnet sind. Genossen, versäumt nicht, die Listen von Gründer in Schwerinstraße 13 eine Volksversammlung Am Dienstag, den 19. cr. fand im zweiten Wahlkreis im Saal die Berichte der Fabrikinspektoren sei die Regierung veranlaßt einzusehen und die eventuelle Nachtragung zu veranlassen! statt, in der Genosse Bernhard über das Thema:„ Die bevorworden, diesen Dingen größere Aufmerksamkeit zu schenken; sie sei deshalb auch weniger bereit, den Gegnern des Marimal- Arbeitstages Nr. 18 814 zu achten, auf welcher bereits 1,80 M. gezeichnet war. Ferner bitten wir auf die verlorene Sammelliste stehende Reichstagswahl und die Parteien" referierte. Die Versammelten befundeten durch lebhaften Beifall ihre Uebereinstimmung Konzessionen zu machen. Die Durchführung der Sonntagsruhe sei mit den Ausführungen des Referenten. nach Kräften zu erstreben. Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde. Die Parteigenossen werden man eine vorzügliche Gelegenheit, ein treffliches Beispiel dafür In der Diskussion hatte den fabrikmäßigen Betrieben( mit Motor oder Dampfkraft) sechs nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die Wählerlisten kennen zu lernen, was sich die sogenannten„ Parteien der Gebildeten" Arbeitsschichten a 8 Stunden pro Woche zu erlangen, da das als nur noch bis Montag, den 25. Mai, ausliegen. In Tempelhof unter dem Schlagwort„ Kampf mit geistigen Waffen" vordurchführbar bezeichnet werden müsse. Die Beseitigung der Nacht- liegen die Listen am Sonntag von 8 bis 9 Uhr vormittags und von stellen. Ein Herr Henoch stellte die Theorie auf, daß der Klassenarbeit müsse so lange zurückgestellt werden, bis das Koft- und 11 bis 1 Uhr mittags aus, in Mariendorf und Marienfelde von unterschied zwischen Kapitalisten und Arbeitern lange nicht so groß Logiswesen beseitigt sei. Bei Streits müsse größere Vorsicht 8 bis 9 Uhr vormittags, an den übrigen Tagen in den Dienst- sei, wie der zwischen den Arbeiterführern und den Arbeitern. Der obwalten. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigt sich Redner stunden. Herr Liebknecht habe 7200 m. Gehalt bezogen, habe in einer feinen mit den zu diesem Punkt gestellten Anträgen. Besonders scharf Alt Glienicke. Die Wählerlisten liegen bis zum 25. Mai aus, Gegend gewohnt wendet er sich da gegen einen Antrag des Verbandsausschusses, der und zwar für den I. Bezirk: Rudowerstraße, Friedrich von Arbeitern wenig zu spüren ſei seine Frau wohne ja noch in einer Straße, wo und dabei habe dieser Herr, berlangt, daß bei Streits und Lohnbewegungen nach dem Gutachten straße und Köpeniderstr. 11-25, bei Brodel; für den der sich mit Vorliebe Soldat der Revolution" nannte, nicht des betreffenden Gauvorstandes gehandelt werden soll. II. Bezirk: Wilhelmstraße, Köpeniderstr. 32-46 und einmal den Mut gehabt, gehabt, seine Artikel im„ Vorwärts" Grünauerstraße, bei Sa B. Es ist die Pflicht jedes Lesers, selbst verantwortlich zu zeichnen. Zu seinem Gehalt seien feinen Nachbar, seinen Mitarbeiter zu veranlassen, die Wählerliste zum Ueberfluß auch noch die Tellersammlungen von seinen Im Gegensatz zu dem Liebnachzusehen. Jeder Wähler findet dazu Zeit, des Abends oder am Agitationsreisen gekommen. Sonntag den ganzen Tag über! fnechtschen Bourgeoiseinkommen stehe, daß die Witwe des lich ernähren müsse. Das treue Auge des Herrn von Kröcher sei Genossen Jacobey sich mit Waschen und Zimmervermieten fümmerihm immer noch lieber als das Verbrechergesicht des Juden Singer mit den aufgedunsenen Hängebacken, der seine Lebensaufgabe darin gesehen habe, arme Mäntelnäherinnen auszupowern. Das sei ja allerdings ein würdiger Vertreter der Arbeiterklasse. Auf lebhafte Zurufe des Unwillens aus der Versammlung sagte der den Schädel des Herrn Singer von einer Anzahl von gewiegten Henoch: Wenn Sie daran zweifeln, lassen Sie doch einmal Kriminalisten messen, ob das nicht ein ausgesprochener Verbrechertypus ist. Auch Herr Ledebour, der frühere Redakteur des Herrn Cohn, dürfe nicht im Reichstage fehlen. Der Vorsitzende mußte wiederholt energisch zur Ruhe mahnen, um die auf das lebhafteste empörte Zuhörerschaft im Baum zu halten. Unter dem Schuße der geradezu mustergültig durchgeführten Redefreiheit, die in unsren Versammlungen üblich ist, sette der Herr Henoch seine Schmähungen fort: Auch der Vortragende Herr Bernhard sei ein würdiger Genosse. Er sei der Allerweltsrebbach Journalist, der an der Zukunft" und andern bürgerlichen Blättern mitarbeite. Das sei richtig, wenn auch unter dent Schuße des Schlußwortes Herr Bernhard nachher alles auf den Kopf stellen werde." Um dieſen perfiden Vorwurf nicht auf sich ſizen zu lassen, antwortete Bernhard sofort dieser Ordnungsstüße. Er bezeichnete es namentlich als empörend, gemacht, sich der Unterstüßungsvereinigung des Vereins Arbeiterpresse" Köpenick. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß die Wähler- daß man unsern toten Liebknecht, dem selbst die Gegner stets die anzuschließen. Die Hälfte der Beiträge werden von der Verbands- liften bis einschließlich Mittwoch, den 27. Mai, aus- größte Hochachtung entgegengebracht haben, in solcher bübischen kasse gezahlt." Ebenfalls Annahme findet der Antrag: Auf dem liegen und zwar des Wochentags von 9-1 und 3-6 und Sonntag Weise vor Arbeitern zu beschimpfen wage. Gerade Liebknecht sei stets nächsten Gewerkschaftskongreß soll die Schädlichkeit des Kost- und von 11-1 Uhr. Es ist unbedingt notwendig, daß jeder uneigennüßig gewesen und habe immer zuletzt an sich und seine Logiswesens beim Arbeitgeber für die Gewerkschaftsbewegung", als Barteigenosse die Wählerliste nachsieht, da wir festgestellt haben, daß materielle Lage gedacht. Noch im hohen Alter habe er- wie allbekanntbesonderer Punkt auf die Tagesordnung gesezt werden. mehrere Häuser mit 15 bis 20 Mietern überhaupt nicht in der Wähler- eine längere Gefängnisstrafe verbüßen müssen. Unter wachsendem liste verzeichnet waren! Diejenigen Genossen, welche feine Zeit Beifall der Versammlung geißelte Bernhard dieſe fast ans Jdiotische haben, die Liste selbst nachzusehen, mögen sich an die Genossen grenzende Methode a la Bürger- Fränkel, Leute, die fast ein MenschenRochlik, Nieke, Weber, Buchholz, Müggelheimerstraße, alter für die Arbeiterbewegung unter der Kontrolle der Deffentlichkeit Stippefohl und Selling, Schönerlinderstraße, Seidel, thätig seien, mit Schmutztübeln zu bewerfen. Es sei wahrhaftig Grünauerstraße, wenden. Nach längerer Debatte wird zur Abstimmung über die gestellten Anträge geschritten. Annahme findet zunächst ein Antrag Berlin: der Beseitigung der Ausnahmebestimmungen des Absatz 2 des§ 115 der Gewerbe- Ordnung verlangt. Ferner ein Antrag München: Einführung eines wöchentlichen 36stündigen Ruhetages für die Bäckereiarbeiter, Verbot der Nachtarbeit von Personen unter 18 Jahren und gesetzliche Festlegung eines Marimalarbeitstages für Bäckereiarbeiter. Außer diefen socialpolitischen Anträgen wurden noch angenommen: die Resolution zur Maifeierfrage, dann eine weitere, die sich für Gründung von Streitfonds in den Mitgliedschaften ausspricht, und ferner ein Antrag, der die Abhaltung von Konferenzen zwischen den Verbandsbeamten wünscht. Weißensee. Achtung, Parteigenossen! Es hat sich herausgestellt, daß die Wählerlisten ziemlich mangelhaft aufgestellt; benutze jeder die paar Tage, in denen die Listen ausliegen, um sie einzusehen. Die Aprilumzüge sind bei der Aufstellung nicht berüdsichtigt. Jeber wählt in dem Bezirk, wo er vor dem 1. April gewohnt hat. Das Wahlkomitee. findet eine Versammlung für die Genossen von Rudow im Johannisthal. Am Sonntag, den 24. d. M., nachmittags 4 Uhr, Lotal von H. Mertins, Noonstr. 2, statt. Da uns in Rudow fein Lokal zur Verfügung steht und die Versammlung, die wir unter freiem Himmel anberaumt hatten, mit der Begründung verboten wurde, daß von der Abhaltung der Versammlung Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu befürchten fei, ersuchen wir die Rudower Wähler, sich zu obiger Versammlung recht zahlreich einzufinden. Ober- Schöneweide. Morgen, Sonntag, den 24. Mai cr., findet Zum Punkte„ Bericht vom Gewerkschaftskongreß" referiert im Lokale des Herrn Kaufholt, Wilhelminenhofstr. 18, eine öffentliche He zich old- Berlin. Er empfiehlt am Schluß seiner Ausführungen, Versammlung für Männer und Frauen statt, in der Genosse Redakteur der Verbandstag möge sich dem Beschluß des Kongresses über die Paul John über:" Politik und Kochtopf" spricht. " Politik und Kochtopf" spricht. Nach der Versicherung der Verbandsbeamten anschließen. Nach kurzer De- Verfammlung geselliges Beisammensein. Zahlreiche Beteiligung, bebatte wird beschlossen:„ Es wird den Verbandsbeamten zur Pflicht sonders auch der Frauen, erwarten " " Zum Punkt Presse" berichtet Allmann Hamburg, er habe sich nicht mehr mit der früheren Sorgfalt dem Verbandsorgan widmen können. Mit der Entwicklung der Zeitung gebe er sich zu frieden. Gegen zu die zu diesem Punkt gestellten Anträge trägt man fast durchgängig Bedenken. Nach beendeter Debatte werden fast alle zu dem Bunft gestellten Anträge durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Lokales. Die Vertrauensleute. Notftand und Wahlrecht. " " " = unnötig, die tausendmal widerlegte Legende von den Singerschen Mäntelnäherinnen noch einmal als verleumderische Lüge zu fennzeichnen. Es sei auch allgemein bekannt, daß Ledebour von der Volks- Zeitung" in der ihn ehrendsten Weise geschieden sei. Bezüglich seiner eignen Person erklärte der Referent, daß er seit seinem achtzehnten Lebensjahr, also seit einem Jahrzehnt, AnFür die Stadtbezirke 1-5 und 283-284 findet am Sonntag, Als in den letzten Jahren die wirtschaftliche Lage der Arbeiter- hänger der Socialdemokratie sei. Er habe sich auch nie geschent, den 24. Mai, morgens 8 Uhr, von Hahn, Stralauerstr. 48, und von bevölkerung Berlins durch Wohnungsnot und Arbeits- finn der Henochschen Methode sei es, daß er in einem Atemzuge seine Ansichten öffentlich zu vertreten. Charakteristisch für den BlödRadtke, Flensburgerstr. 24 aus Flugblattverbreitung statt. Wir bitten mangel noch mehr verschlechtert wurde, als immer deutlicher und Liebknecht schmähe, weil er Gehalt von der Partei bezogen habe die Parteigenossen bei dieser äußerst wichtigen Agitationsarbeit um immer drohender an allen Ecken und Enden die Anzeichen eines und Bernhard verdächtige, weil er kein Gehalt von der Partei bereichliche Unterstützung. außergewöhnlichen Not standes hervortraten, da gab ziehe, sondern als Handelsredakteur, für dessen Kritik der Geld" sonders unsren Gegnern, die stets die univahre Behauptung kolGastrecht mißbrauche. Achtung! Fünfter Wahlkreis! Am Sonntag, den 24. d. M., man sich, wie noch in frischer Erinnerung ist, in kommunalen marktsverhältnisse und des Bankwesens die politische Gesinnung gar früh 28 Uhr, findet eine Flugblattverbreitung statt. Die Streisen die eifrigste Mühe, den Sachverhalt möglichst zu ver- nicht in Betracht komme, bei bürgerlichen Verlegern sein Genossen werden ersucht, sich recht zahlreich auf folgenden tuschen. Der Berliner Freifinn suchte einen Vorwand, sich der von nicht nach der politischen Ueberzeugung seines Brotgebers frage. Brot verdiene, ebenso wie ja auch jeder andre Arbeiter Stellen einzufinden: Dinde, Winsstr. 12, Dennier, Meyerbeerstr. 7, focialdemokratischer Seite betonten Pflicht, hier von Gemeinde wegen Genosse Woldersky schlug dann etwas fräftige Töne an. As Krader, Reibelstr. 40, Patt, Dragonerstr. 15, Renfer, Auguftstr. 51, helfend einzugreifen, kaltherzig zu entziehen. Im„ Vorwärts" ist er den Ausspruch des alten Friz citierte:„ Es sei ein Skandal, daß Wittchow, Kl. Hamburgerstr. 27( Ecke Elsasserstraße), Schliz, Luisen- damals und seitdem noch mehrfach gezeigt worden, wie die man sich mit solchem Gesindel herumschlagen müsse", da zog es der Straße 26. Der Vorstand. trüben Folgen des Notstands, allen Ableugnungen zum Henoch, der wohl merkte, daß er die Lammesgeduld der Arbeiter Fünfier Wahlkreis! Genossen, die gewillt sind, sich noch an den Troß, auf den verschiedensten Gebieten des socialen Lebens der auf das äußerste erschöpft hatte, vor, aus dem Saal zu notwendigen schriftlichen Wahlarbeiten zu beteiligen, werden ersucht, Berliner Bevölkerung sich geltend gemacht haben und zum Teil noch schleichen. sich unverzüglich im Wahlbureau( Restaurant Günzel, Rosen- fortwirken, wie die Erwerbserschwerung sofort zu einer Beeinträchti- Die Lektüre dieses Versammlungsberichtes empfehlen wir bethalerstraße 57) zu melden. Das Bureau ist täglich, auch Sonntag, von 10 Uhr früh ab geöffnet. Daselbst kann auch Einsicht in die gung des Steueraufkommens geführt hat, wie die Armenlasten ge portieren, daß die Socialdemokratie in ihren Versammlungen das Wählerliste genommen werden. Der Vorstand. wachsen sind, die Frequenz des Arbeitshauses sich gemehrt hat, und Sechster Wahlkreis. Montag, den 25. Mai, findet in Wei- o weiter. Inzwischen hat ja erfreulicherweise wieder eine Besserung manns Volksgarten, Badstraße 55/56, eine Volksver= der Erwerbsverhältnisse begonnen. Aber mancher, der dank dieser Der Feuerwehrmann als Ausstellungswächter. fammlung statt, in der Genosse Vogtherr aus Stettin das Befferung jetzt schon ziemlich wieder aus dem Gröbsten heraus Referat halten wird. Zahlreichen Besuch erwartet ist, hiegt in diesen Wochen und Tagen noch einmal die Nachwehen begonnen hat, läßt an Zuverlässigkeit faum etwas zu wünschen Der Feuerschutz der Ausstellungen, deren Saison ja jetzt wieder Der Vertrauensmann. der Notstandsjahre recht bitter zu spüren. übrig. Jeder Besucher dieser Ausstellungen bemerkt mit Genugthuning Keine vier Wochen mehr trennen uns von den Reichstags- die zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen, die hier gegen Feuersgefahr woahlen, durch die für die nächsten fünf Jahre über die Geschicke getroffen sind. Jedem ist auch der Feuerwehrmann als Ausstellungsdes deutschen Volkes entschieden werden soll. Jeder beeilt sich, sein wächter bekannt. Unter der treuen Obhut dieses Schußengels, der Wahlrecht zu wahren und in den jetzt ausliegenden Wähler- einen etwa ausbrechenden Brand sofort im Keime erstickt, widmen Ungefähr 60 Wähler haben bis jetzt ihre Nachtragung beantragen Listen nachzusehen, ob er darin verzeichnet ist. er darin verzeichnet ist. Wie viele wir uns in behaglicher Sorglosigkeit der Befriedigung unsres müssen, eine Folge davon, daß die Listen während des Österumzuges diesmal nicht in die Listen aufgenommen worden Wissensdurſtes. aufgestellt werden mußten. Alle Wähler, die am 1. April find, weil sie Armenunterstützung aus Indes in einem Punkt behält leider auch hier wieder der Satz zugezogen oder umgezogen, müssen besonders es öffentlichen seine Richtigkeit, daß nicht alles Gold ist, was glänzt. Nur wenige als ihre Pflicht erachten, sofort die Listen ein Mitteln beziehen oder im letzten der Wahl vorangegangenen der Ausstellungsbesucher mögen sich die Frage vorlegen, wie es zusehen. Jahre bezogen haben, das entzieht sich unsrer Kenntnis. eigentlich um die Bezahlung der mit der Bewachung einer AusDas was für Lichtenberg zutrifft, dürfte für den ganzen Kreis Man kann sich aber nach den folgenden Angaben eine Vorstellung stellung betrauten Feuerwehrleute steht. Die meisten nehmen an: Nieder- Barnim zutreffen. Die Aufstellung hat auf Grund land- davon machen, welchen Einfluß der Notstand auf die die Leute friegen ihr Gehalt und haben dafür den Dienst zu leisten, Lichtenberg. Die Wählerlisten, die auch am Sonntag, den 24. d. M., von 9-1 Uhr im großen Sigungssaale des Nathauses in der Dorfstraße zu jedermanns Einsichtnahme ausliegen, enthalten 10 454 Namen. ehe bezahlt wurde. zu dem sie kommandiert werden. Ganz so liegt die Sache jedoch nicht.| während er andernfalls die Kaffe plündern wollte. Wie weit diese Iman ihn immer den Socialdemokraten vorwirft. Herr Plong hat Die betreffenden Mannschaften werden in der Regel aus den Reihen der Angaben auf Wahrheit beruhen, dürfte die Untersuchung ergeben. am Wahltische ohne dent Wahlvorstande anzugehören eidesjeweils dienst freien Leute genommen und sollen dann Adam wurde heute morgen nach Moabit ins Untersuchungsgefängnis stattliche Versicherungen über die„ Echtheit" der Vollmachten seinerfür ihre Leistung besonders entschädigt werden. Mit der eingeliefert. Gegner gefordert, überhaupt die Wahlen" gemacht, wie es nur ein Auszahlung der versprochenen Entschädigung hat man es aber merkMann mit der wirtschaftlichen lebermacht, über die dieser Herr hier würdigerweise gar nicht sehr eilig. In der Koppenstraße Einen Selbstmordverfuch verübte gestern nachmittag am May- am Drte auf Grund seiner Stellung als Allgewaltiger des Vorschußhat in den letzten Wochen eine Ausstellung für Caféhaus- und bach- Ufer ein junges Mädchen, welches sich von der Böschung der vereins, dem unsre Kleinhandwerker und Geschäftsleute tributpflichtig Konditoreibetrieb stattgefunden. Die zum Bachdienst kommandierten Straße in den Landwehrkanal stürzte. Unter der Einwirkung der sind, vermag. Feuerwehrleute wurden, wie üblich, aus den dienstfreien Mann- fühlen Fluten erwachten jedoch die Lebensgeister des Mädchens, Bei Begründung des Proteftes durch unfren Genossen Grauer schaften genommen, aber vergeblich haben sie darauf gerechnet, daß welches gellend um Hilfe rief. Schiffern, die mit ihren Fahrzeugen wurden die Herren immer kleinlauter, fanden auch keine Worte, als ihnen der Lohn gleich nach Leistung des Dienstes gezahlt würde. in der Nähe ankerten, gelaug es auch, die Lebensmüde den Wellen unser Redner nachwies, daß dieselben Herren, die die Hausbesizer Noch in diesem Augenblick, wo wir diese Zeilen niederschreiben, wird zu entreißen, bevor sie ernsthaften Schaden genommen hatte. Ein der Socialdemokraten als Scheinbefizer weil nur Anteile an den darauf gewartet. Die Leute müssen sich damit trösten, daß sie Schußmann wollte das Mädchen zu seiner eignen Sicherheit zur Grundstücken ihnen gehören sollten bezeichneten, in ihren Neihen. Leidensgefährten haben, die schon viel länger auf ihren Lohn Wache bringen, jedoch weigerte es sich, ihm zu folgen, ebenso wenig einen Mann sißen haben, der gleich dem Herrn von Wangenheim wohl warten. Im April vorigen Jahres gab's in der Dresdenerstraße gab es feinen Namen und Wohnung an. Auch verweigerte die im Besize großer Grundstücke ist, doch schon seit Jahr und Tag keinen eine Gastwirtschafts- Ausstellung von dieser Ausstellung her ist Selbstmordkandidatin jede Auskunft über die Beweggründe zur That. Pfennig Steuern bezahlt. Derselbe Herr, Ristenfabrikant gleichfalls noch Lohn für die durch dienstfreie Leute geleisteten Sicher- Ohne daß die Personalfeststellung der Geretteten bewirkt werden Göhlsdorf, bezeichnete seiner Zeit, als unsre Genossen die Gemeindeheitswachen zu zahlen. Warum die Zahlung bisher nicht erfolgte, fonnte, fuhr diese in einer Droschke davon. vertretung über die Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit interist rätselhaft. Aehnlich liegen übrigens die Dinge bei der Bewachung Ein Opfer des Straßenverkehrs ist die 35 Jahre alte Ehefrau pellierten, die Besucher der Arbeitslosen- Versammlung als des Dombaues. Auch hier sind gelegentlich 3-4 Monate vergangen, Friederike des Metalldrehers Müller aus der Dranienſtr. 169 g daß Steuern von dem Herrn nicht beizutreiben sind, aber Montagsbummer! Der Gemeindevorsteher mußte zugeben, worden, die gestern, Freitagnachmittag, auf dem Luisenstädtischen Vielleicht giebt einer der nächsten Abteilungsbefehle" des Herrn Kirchhof an der Bergmannstraße, beerdigt wurde. Die Frau wurde, Gemeindevertreter sei der Herr noch, sein Mandat werde mur, nachBranddirektors Aufschluß über die Gründe all dieser Verzöge als sie vor vierzehn Tagen aus der Markthalle kommend auf dem dem die Sache hier zur Sprache gebracht ruhen! Unfre„ Bürgerrungen. Oder sollten sich die Feuerwehrmannschaften verhört Oranienplatz einem Wagen ausweichen wollte, von einem mit Stab- lichen" schämten sich und schwiegen! Sie erklärten auch einmütig haben? Sollten sie sich hinsichtlich ihrer Lohnbezüge in einem eisen beladenen Geschäftswagen überfahren und starb im Kranken- alle Wahlen für gültig, sonst hätte ja noch ein Socialdemokrat als Irrtum befinden und nichts mehr zu fordern haben? 26 000 M. wurden dann zur haus am Urban an den Unterleibsverlegungen, die sie dabei er- gewählt erklärt werden müssen. litten hatte. Neupflasterung der Hohen- Schönhausenerstraße und 6000 M. zur Die Beseitigung der Schulgeldfreiheit für Lehrerkinder, die an Ein Selbstmord. Erschossen hat sich in dem Hause Mauerstraße Bebauungsplan für das Gelände an der Ostbahn und RummelsBürgersteigregulierung in der Dorfstraße bewilligt. Ein neuer den höheren Lehranstalten der Stadt Berlin durch das am 1. April 1903 Nr. 10 der Möbelhändler Gustav Rothe, der dortselbst seit 31 Jahren burger Grenze fand die Zustimmung und so wird wieder ein in Kraft getretene neue Freischul- Regulativ herbeigeführt werden ein gut gehendes Geschäft betrieb, das ihn zu einem vermögenden 80 Morgen großes Terrain der Spekulation erschlossen. soll, hat in den Kreisen der seminarisch gebildeten Lehrer dieser An- Manne gemacht hatte. In der letzten Zeit flagte Rothe, der auch stalten eine gewisse Mißstimmung hervorgerufen. Es wird als Be- Eigentümer des Hauses Petristr. 11 war, über Rheumatismus und Pankow. Wie der Kandidat der staatserhaltenden Parteien im nachteiligung empfunden, daß die Stadtgemeinde zu gleicher Zeit ein Beinleiden, das ihm das Gehen erschwerte. Während heute Nieder- Barnimer Kreise, Herr Anton Ringel, den Handwerkermit der Einführung des neuen Regulativs zwar den Oberlehrern morgen seine Frau in einem Vorderzimmer und die 22jährige Tochter stand rettet, dafür ein Beispiel. Herr Ringel ist bekanntlich auch eine Gehaltsaufbesserung gewährt habe, die ihnen ein Ersatz für die auf dem Hofe war, tötete er sich durch einen Revolverschuß in der Mitglied der Bankower Gemeindevertretung und hatte diese KörperSchulgeldfreiheit sei, nicht aber auch den ſeminarisch gebildeten Schlafftube. Die Kugel drang an der rechten Schläfe in den Kopf fchaft vor kurzem zur Erweiterung des Steigerturmes der freiLehrern. Einer dieser Lehrer, der sich durch die Aufhebung der ein und trat an der linken wieder heraus. willigen Feuerwehr 1000 M. bewilligt. Die Vorarbeiten waren Schulgeldfreiheit geschädigt fühlte und sich deshalb an den Magistrat gewandt hatte, ist abgewiesen worden. Der Verein der feminarisch Durch einen Sturz aus dem Fenster lebensgefährlich verunglückt schon so weit gediehen, daß die Arbeit einem hiesigen kleineren gebildeten Lehrer der höheren Mädchenschulen Berlins hat nun an ist gestern abend der 6 Jahre alte Sohn Mar des Kaufmanns Zimmermeister übertragen werden sollte, als Herr Ringel, ohne von irgend einer Seite dazu beauftragt zu sein, Prospekte und Preise die Gemeindebehörden die Erklärung gerichtet, daß die Aufhebung Nachmann aus der Kastanien- Allee 43. Die Nachmannschen Eheleute, von großen Eisenwerken aus dem Rheinlande sich schicken ließ, um der Schulgeldfreiheit, die für die künftig zur Einschulung kommenden die ein Bofamentiergeschäft betreiben, besuchten nachmittags Verdie Pankower mit einem eisernen Steigerturm zu be= Lehrerfinder verfügt worden ist, für die seminarisch gebildeten Lehrer wandte in der Gleditschstraße und ließen ihr Dienstmädchen mit den Die aktiven Mitglieder der Feuerwehr, das heißt der städtischen höheren Mädchenschulen„ eine Schädigung ihrer Rechte beiden Kindern zu Hause. Als das Mädchen in der Küche das glücken. diejenigen, welche die Uebungen ausführen müssen, stehen und eine Schmälerung ihres Einkommens" bedeute, da diese nicht„ in Abendbrot zurechtmachte, ging der Knabe in eine Hinterstube, kletterte entsprechender Weise entschädigt" worden seien. Es sei eine" Forde auf das Fensterbrett und hängte sich mit beiden Händen an einen sämtlich auf dem Standpunkt, daß ein hölzerner Steigerturm praktirung der Billigkeit, daß auch diesen Lehrern hierfür ein Aequivalent Bindfaden, der zum Trocknen kleiner Wäschestücke vor dem offenen scher sei als einer von Eisen. Da Ringel inaktives Mitglied der in Form einer Gehaltserhöhung gewährt werde". Fenster von der einen Seite des Rahmens zur andern gespannt war. Feuerwehr ist, zu gleicher Zeit auch Vorsitzender, so wird es wohl einer fleinen Revolution" kommen. zit Der Bindfaden riß, der Kleine fiel auf den Hof hinab und zog sich Gemeindevertretung konnte unser Genofie Freiwaldt diese famose außer einem Bruch beider Unterarme einen schweren Schädelbruch zu. Handwerksrettung des Herrn Ringel ins rechte Licht rücken. Er Der verunglückte Stnabe wurde auf Wunsch der telephonisch herbei wurde sogar aus dem bürgerlichen Lager unterstützt mit der gerufenen Eltern von dem Arzt in der Wohnung gelassen und liegt Motivierung, daß die praktisch thätigen Leute der Wehr jedenfalls maßgebend seien. Wir hoffen, daß in Pankow und auch im ganzen Kreis diese kleine Probe für den Unterschied zwischen den Worten und den Thaten des Herrn Ringel genügt, um die„ Handwerkerfängerei" und die übrige Hohlheit seines Programms zu beleuchten. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 24. Mai, vormittags 8 Uhr, Wollen sich nun In der letzten Sigung der Tabig Vermischtes. Ein Arbeitszug verunglückt. Städtische Betriebe. Recht ungehalten über die ihnen zu teil werdende Behandlung sind die Arbeiter der städtischen Kanalisation. Auf der Pumpstation VI mußte vor einiger Zeit das Personal auf Anweisung des Maschinenmeisters K. den Sort schwer danieder. Aufbewahrungsort der Stationssachen räumen, troßdem derselbe bisher auch jetzt noch unbenugt bleibt. Unter den Sachen befanden Ein Unhold wurde gestern morgen um 7 Uhr in der Görlitzer sich auch die eignen des Bassinarbeiters B., welcher Nachtdienst straße festgenommen. Als ein zehnjähriges Mädchen in dem Hause versah. Als derselbe des Abends zum Dienst antrat, wurde ihm Nr. 35 Zeitungen austrug, kam ein zwanzigjähriger Bursche hinter bedeutet, daß die Sachen nach dem neuen Raum, die schlechteren ihm her, warf es auf dem ersten Treppenabsage hin und versuchte davon jedoch auf Anordnung des Maschinenmeisters auf den es zu vergewaltigen. Auf das Geschrei des Kindes schlugen die Schutthaufen geworfen worden seien; wenn er glaube, daß Gastwirtsfrau Schade, die gerade ihren Laden säuberte, und der in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: Freireligiöse fich noch was Brauchbares darunter befände, so möge er es sich Hausverwalter Seifert Lärm und verfolgten den Verbrecher, der Vorlesung. Um 10%, Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn heraussuchen. Ist nun ein Kanalarbeiter bei seinem Verdienst und sein Heil in der Flucht suchte. In der Cuprhstraße wurde der Dr. Conrad Schmidt- Charlottenburg:" Aus der Geschichte der Philosophie". der eigenartigen Arbeit schon nicht in der Lage, wie ein Salongiger! Hier bestritt er jede Schuld und behauptete, er habe auf der Treppe Flüchtling gestellt und nach der Wache des 73. Reviers gebracht. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. gekleidet zu gehen und nur„ neues Arbeitszeug" zu tragen, so war für den betreffenden Arbeiter die Sache insofern noch unangenehmer, nach einem Abort gesucht und das Kind nur aus Versehen anda er sich für seinen Jungen heimlich 3,50 M. gespart hatte, die in gestoßen, so daß es hingefallen sei. In demselben Augenblick aber diesen Sachen aufbewahrt wurden und nun verschwunden waren. kam in Begleitung eines Arbeiters und eines Schußmanns ein Als ihm mun noch das Malheur passierte, daß er im Bassin den Milchmädchen auf die Wache, um anzuzeigen, daß eine Viertelstunde Ueber das schwere Eisenbahn- Unglück bei Dirschau, bei dem Bruch eines Thermometers zuerst bemerkte und meldete, wurde er vorher ein junger Mensch versucht habe, es in der Schlesischenstraße mit den Worten angefahren:" Sie lügen ja; das waren Sie, und mit zu vergewaltigen. Das 13jährige Mädchen erkannte in dem Fest 13 Wagen zertrümmert, 3 Personen getötet, 9 schwer und 22 leicht As er auch jetzt noch verletzt wurden, wird aus Dirschau vom Donnerstag amtlich dem Gelde scheint es auch nicht zu stimmen!" Auch bezüglich der genommenen sofort diesen Menschen. Badegelegenheit für die Arbeiter wird lebhaft geflagt. leugnete, überführte es ihn auf der Stelle. Das Mädchen hatte dem gemeldet: Während sich früher zum wenigsten vier Mann zu gleicher Zeit dabei einen Kneifer, den er trug, zertrümmert. Den zerschlagenen leerer Arbeitszug, der Erdmassen zur Verbreiterung eines Dammes Burschen mit der Milchkanne einen Schlag ins Gesicht gegeben und An 20. d. Mts., 11 Uhr 42 Min. vormittags, entgleifte ein durch Baden des Schmuzes entledigen konnten, ist dies nach der neuen Einrichtung nur einer Person möglich. Kneifer, schloß es seine Darstellung, hat er eingesteckt und er wird die Arbeiter am Wochenschluß reinigen, so müßte der letzte der neun ihn noch in der Tasche haben. Der Wachtmeister faßte dem Menschen befördert hatte, mit der Lokomotive und 14 Arbeitswagen zwischen Mann starken Kolonne 4-4 Stunden nach Feierabend warten, in die Tasche und holte den zertrümmerten Kneifer heraus. Nun den Stationen Altjahn und Schwventau und zwar in der Nähe der Er wurde sofort der letzteren. Es wurden bei dem Unfalle ein Hilfs bremser, ein um in den Genuß dieser Wohlihat gelangen zu können. Aehnlich half dem Burschen kein Leugnen mehr. ergeht es den Heizern und Kesselreinigern, die auch mehrere Mann Kriminalpolizei zugeführt und von dieser noch gestern nach Moabit Rottenarbeiter und ein Chaussee Aufseher getötet, der Bahumeister, der Heizer und 8 Arbeiter sind schwer, sowie start sind. Auch bezüglich der im Etat festgesetzten 340 Arbeits- gebracht. tage, die jetzt durch die Feiertage nicht erreicht werden, sind die Als Leiche gelandet wurde gestern morgen am Kottbuser Ufer das 22. Arbeiter leicht verlegt. Der Rettungszug von Dirschau Leute der Meinung, daß durch ein Scheuern der Kanäle Abhilfe seit dem 12. d. Mts. vermißte Dienstmädchen Emma Richter, mit traf bereits 1 Uhr 18 Minuten mit zwei Aerzten und vollständiger geschaffen werden könnte. Sehr angenehm berührt sind die dessen eigenartigem Verschwinden sich die Kriminalpolizei lebhaft be- Rettungsfolonne in Schwentau ein. Die Schwerverletzten waren Kanalisationsarbeiter von dem neuesten Schritt des Magistrats: schäftigte. Der Körper, der etiva neun Tage im Wasser gelegen schon kurz nach 3 Uhr nachmittags im Krankenhause in Dirschau Arbeitern, die 25 Jahre ununterbrochen im Dienste der Stadt ge- haben muß, zeigte Spuren der Verweſung, während Erkennungs- untergebracht, während die Leichtverletzten ihre Wohnungen aufsuchen standen haben, 25 Mark als Jubiläumsgabe zu übermitteln! zeichen äußerer Verletzung nicht entdeckt werden konnten. Es muß konnten. Die Ursache konnte noch nicht ermittelt werden, die Unterdaher mit der Möglichkeit eines seitens der R. verübten Selbst- suchung Das Gerücht von einem Raubmordversuch verursachte gestern mordes gerechnet werden. Die morgen stattfindende Obduktion der fuchung iſt eingeleitet. Es ist aber festgestellt, daß das Schienenunter den Tausenden von Ausflüglern in dem Vororte Tegel un- Leiche dürfte jedenfalls Aufklärung über die Todesursache, speciell und Schwellenmaterial in jeder Weise tadellos war. geheueres Aufsehen. Gegen 6 Uhr nachmittags ertönten aus dem darüber, ob die R. das Opfer eines Verbrechens geworden ist, geben. Der B. 3." geht über das Unglück folgender Specialbericht zu: Hause Berlinerstraße 86 gellende Hilferufe, welche fofort eine ge- Die Briefe und das Ansichtspoftfarten- Album, welche, die Richter Das Unglüd ereignete sich ungefähr um 11,45 Uhr, und bereits furz waltige Menschenansammlung vor dem Hause veranlaßten. Die bei dem Verlassen der Wohnung ihrer Herrschaft mit sich genommen nach 12,35 Uhr segte sich schon von Dirschau aus der erste Hilfszug Hilferufe flangen aus der in der ersten Etage befindlichen Wohnung hat, sind bei der Toten nicht gefunden, auch konnte der Verbleib mit mehreren Aerzten in Bewegung, die den Verlegten kurz nach 1 1hr die erste Hilfe bringen konnten. Der Zugführer Paz rettete des Rendanten der Tegeler Orts- Krankenkasse, Herrn Kulina, und dieser Gegenstände bisher nicht ermittelt werden. durch rechtzeitiges Abspringen sein Leben. mehrere Personen eilten sofort hinauf, um dort Einlaß zu begehren. Zeugen gesucht. Diejenigen Personen, die am 28. März d. J., Das 17jährige Dienstmädchen K.s, Anna Zacharias, öffnete die Thür nachmittags gegen 5 Uhr, einer vor dem Hause Kottbuser Damm 11 und teilte den Eintretenden mit, daß sie von einem Einbrecher, der erfolgten Siftierung eines älteren Mannes beigewohnt haben, werden zum Fenster hinaus entflohen, überfallen worden sei. Während ihre gebeten, ihre Adressen baldigst an A. Stengel, Rigdorf, HermannHerrschaft einen Ausflug unternommen hatte, hatte sich die Z. im Straße 232, gelangen zu lassen. Bureau aufgehalten und dort geschrieben. In dieser Zeit hatte der Einbrecher die Küchenthür erbrochen. Von hier aus wollte er in die abgeriegelten Wohnräume eindringen. Da er die Thüren mit dem Hus den Nachbarorten. " Der verunglückte Arbeitszug bestand neben der Maschine ans 26 Wagen, von denen 13 zertrümmert wurden. Zum Glück fuhr die Maschine rückwärts und der Tender stürzte zuerst von dem circa 10 Meter hohen eingeleisigen Damm hinab in den Graben, um von der nachfolgenden Lokomotive teilweise wieder herausgehoben und tief in das angrenzende Ackerland gedrückt zu werden. Die Maschine liegt etwas schräg im Graben, sie hat sich über 2 Meter tief in den Erdboden hineingebohrt, so daß nur noch der Kessel Die Charlottenburger Stadtverordneten- Bersammlung verlängerte herausragt. Wäre die Maschine vorwärts gefahren, hätte der nachStemmeisen nicht erbrechen konnte, holte er sich aus der Küche ein in ihrer Sizung am Mittwoch die vertragsmäßige Frist für die stürzende Tender die auf der Maschine befindlichen 5 Personen ohne Wurstmesser, mit dem er die Thürfüllungen ausschnitt. So gelangte Fertigstellung der Untergrundbahn vom Knie nach dem Wilhelms- Frage erdrückt, doch so hielt der lange Sessel die nachstürzenden der Verbrecher in das Balkonzimmer, woselbst er den Wäscheschrank play, welche mit dem 1. April 1905 abläuft, dergestalt, daß diese Wagen etwas zurück. Die Schwerverletzten wurden nach dem plünderte und der Schreibsekretär erbrach. In diesem Augenblick Strecke 12 Jahre nach Uebergabe des für den Bau in Betracht Johanniter- Krankenhause in Dirschau geschafft, der Bahnmeister betrat die 3. von dem danebenliegenden Bureau den Raum und der kommenden Teiles des Straßenkörpers der verbreiterten Bismarc- Quaitsch blieb in Schwentau zurück. Eine Gerichtskommission besichtigte abends gegen 6 Uhr die straße fertiggestellt sein muß. Gleichfalls genehmigt wurde die VorDieb stürzte sich auf die völlig Heberraschte und drückte ihr die Kehle zu. Tage, betr. Die ftraßenmäßige Einteilung der Bismardstraße. Zur Unfallstelle. Es steht bereits fest, daß der bedauernswerte Unfall Zwischen beiden entstand nun ein verzweifelter Stampf. Der 3. ge- Beschaffung von Wahlurnen und Wahlzellen für die Reichstagswahl nicht durch menschliches Verschulden, sondern durch eine Senkung des Yang es sich loszureißen und sie suchte nach dem Nebenzimmer zu bewilligte die Versammlung 3600 Marf. Die Vorlage, betr. die Bahndammes, der an der Unfallstelle einen kleinen Graben überentfliehen. An der Thür jedoch entspann sich nochmals zwischen innere Einrichtung des neuen, Krankenhauses auf Westend, wurde brückt, verursacht worden ist. beiden ein heftiger Kampf. Schließlich erklärte der Verbrecher, dem einem Ausschuß zur Vorberatung überwiesen. Weiter beschloß die 10 000 Tonnen Kohlen ins Wasser gefallen. Bremerhaven, 22. Mai. Mädchen das Leben zu lassen, wenn sie ihm mitteile, wo der Herr Versammlung, vom 1. Juli ab die Stelle eines Direktors des das Geld aufbewahre. Die 3. mußte schwören, ihn nicht zu ver- städtischen Statistischen Amtes im Hauptamt neu zu schaffen. Die Bei der hiesigen Kaiserhafen- Erweiterung ist gestern an der Westseite der Ausrüstungsbassins ein größeres Stück der Quaimauer ins raten, wofür der Dieb das Versprechen gab, dem Mädchen Geld ab- Stelle wurde bisher nebenamtlich von Prof. Hirschberg, dem neuen Rutschen gekommen. Die Ursache ist darin zu suchen, daß vorgestern zugeben und es ebenfalls nicht verraten zu wollen. Als die Leute Direktor des Statistischen Amtes der Stadt Berlin, bekleidet. der englische Dampfer Martin" dort eine Ladung Kohlen gelöscht die Treppe hinauffamen, drohte der Bursche die 3. zu erstechen, wen Lichtenberg. Gemeindevertreter aber nicht Steuer- und am Lande aufgestapelt hatte. Das Gewicht dieser Kohlen sie die Thür öffne. Aus Handtüchern, die er zusammenknüpfte, zahler! Die Gemeindevertretung hatte in ihrer Sizung vom verursachte gestern das Gleiten des Erdreichs, bei welchem 10 000 bildete der Eindringling ein Seil, an welchem er sich aus einem 20. d. Mts. unter anderm auch über die Einsprüche gegen die letzten Tonnen Kohlen ins Wasser fielen. Menschen sind nicht zu Schaden Fenster nach dem Hofe zu hinabließ. Als er noch etwa 3 Meter Gemeindewahlen zu verhandeln. Gegen die Wahlen der ersten gekommen. vom Erdboden entfernt war, lösten sich die Knoten und der Dieb Klasse, in der die Freisinnigen unterlagen, haben diese Einspruch Erdbeben in Italien. In Benevent und fünf Dörfern dieser erhoben. Einen Mitgliede des Wahlvorstandes, das auf Grund stürzte in die Tiefe. Bevor es ihm gelang, aufzustehen und zu ent- einer Vollmacht für eine Witwe an der Wahlversammlung teilnahm, Provinz wurde gestern vormittag 10 Uhr 43 Minuten ein heftiger fliehen, wurde er von dem in demselben Hause wohnenden wurde nachgewiesen, daß die Vollmacht ungültig war, er also gar Erdstoß verspürt. Leichte Erderschütterungen werden aus sechs Gastwirt Reutner festgehalten und Die seismologischen der Polizei übergeben. nicht Wahlvorstands- Mitglied sein konnte. Aber das macht nichts, Dörfern in der Provinz Avenillo gemeldet. Die Persönlichkeit des Verbrechers wurde als diejenige des obdach- die feindlichen Brüder vertrugen sich angesichts des Wahlprotestes Instrumente in Neapel zeigten heute vormittag 10 Uhr 40 Minuten Es wurde nirgends Schaden angerichtet. Losen Schlossers Paul Adam festgestellt. Der Verhaftete bestreitet, der Socialdemokraten gegen die Gültigkeit der Wahlen in der zweiten zwei leichte Erdbeben an. daß er die Absicht gehabt habe, die 3. zu töten, er habe sie mur Klasse. Genosse Grauer zeigte der Versammlung die ganze ErWahl". Einem Forensen ist es danach geeinschüchtern wollen. Er will auch nicht mit der Absicht, den Ein- bärmlichkeit dieser Eingegangene Druckschriften. bruch zu verüben, nach Tegel gekommen sein. Adam behauptet, daß versammlung zu schicken und dieser wird dann, weil ja nur" Voll- Mit einem Anhang zur Wahlagitation: Die Sünden des Centrums. Preis stattet, seinen Stiefelputer mit einer Vollmacht" in die WahlSocialdemokratie und Centrum. Eine Rede Bebels in Bamberg. er im Vorbeigehen an dem Hause das Schild„ Drts- Krankenkasse" machten" vertreten sind, Wahlvorstand der Wählerklasse derer von 20 Pfennig. Verlag: Expedition der Buchhandlung Vorwärts. Berlin 1908. gelesen habe und dabei in ihm die Vermutung aufstieg, daß da„ Besitz" und Bildung! Standinger. Von Schulze- Delizich bis Kreuznach. 78 Seiten: Preis etwas zu holen sei". Er sei daraufhin nach oben gegangen, in der Auch in der zweiten Wählerklasse sind ungültige„ Vollmachten" 30 Bf. Hamburg 8, 1903. Großeinkaufs- Gesellschaft deutscher KonsumAbsicht zu klingeln und wenn ihm geöffnet werde, nur zu betteln, abgegeben worden, außerdem wurde ein Terrorismus ausgeübt, wie vereine, Gröningerstr. 13/17. " " Versandhaus Germania, Berlin W., Unter den Linden 21, II fabrstubl Bis Pfingsten täglicher Verkauf unsrer hocheleganten vorjährigen fertigen Herrengarderoben. 25 bis 40 Mark Herrenanzüge und Sommerpaletots. 9 bis 12 Mark Herrenbeinkleider. robieren geht über Studieren. Durch jahrelarige Versuche habe ich es erreicht, Modelle für normale folie anormale Menschen aufzustellen, wodurch ich in der Lage bin Garderobe 15652 für jede Figur passend herzustellen und solche in großer Auswahl zu billigen, aber festen Preisen zum Verkauf zu bringen. Zur Frühjahrs- u. 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Zufälligen Schaden hat der Hypotheken gebucht, wisse er nicht; es mag aber sein, daß Direktor Wirt zu ersehen, wenn nicht im Vertrag das Gegenteil steht. Rezteres Behusen eine Trenung vorgenommen hat, in Hypotheken, die er Glbingerstr. 82. Sit im Statut nicht das Gegenteil vermerkt, so tritt ist in Berlin die Regel. A. St. Die Erlaubnis fann erteilt werden. nicht bald und in solche, die er bald zurückzuerwerben gedachte. leider Stürzung ein. Bücherrevisor Bachmann jetzt den Vortrag seines Gutachtens Aber diese Buchungen seien auf die Eigentumsverhältnisse der steht in Ihrem Falle das Gesetz zur Seite. 777. 1. Rein. 2. Ja. A. W. 33. Der Polizei über die Verhältnisse der Immobilien- Verkehrsbank fort. Es gipfelt Pommernbank ohne Einfluß. R. W. 1. Für Entbindungss, in folgenden Ausführungen: Sämtliche Bilanzen der Bank aus Sechswochenkosten und für die Alimente müssen Sie aufkommen. Staatsaniv. Beeck: Bitte, schaffen Sie mir Herrn Behnsen her, den Jahren 1891-1900 haben den Mangel, daß sie keine flare ich wäre Ihnen sehr dankbar dafür. Vorläufig wird Herr Behnsen sind, ist Ausfluß der väterlichen Gewalt. Der Vater hat, gleichviel ob er F. 12a. Die Bestimmung, in welcher Religion die Kinder zu erziehen Uebersicht über den Vermögensstand geben, weil Bosten, welche in stedbrieflich verfolgt. Katholik oder Protestant ist, zu bestimmen, in welcher Religion das Kind zu separato unter den Aktiven und Passiven erscheinen müssen, bon einander Der Gerichtshof beschließt hierauf nach dem Antrage des erziehen ist. Seineswegs muß der Katholik, der sein mit einer Protestantin abgezogen wurden und nur mit Differenz unter der Justizrats Wronker, die genannten Bücherfachverständigen zu be- erzeugtes eheliches Kind in der protestantischen Religion erziehen lassen will, den Attiven erscheinen. Namentlich gelte auftragen, sofort die gemeinschaftliche Prüfung der Bücher an der zwischen Brautleuten gemischter Konfession werden, abgesehen vom Frank Protestant werden. Verträge über die Religionsbestimmung der Kinder das von den Grundstücks- Werten und den Hypotheken- Hand des Bachmannschen Gutachtens zu beginnen. Da diese Arbeit furter Gebiet, in Preußen als nichtig erachtet. Ebenso find an Pfarrer, schulden. Der Zweck dieser Zusammenziehung sei augenscheinlich der eine sehr umfangreiche ist, wird die nächste Sigung auf nächsten Stapläne usw. über die Kindererziehung abgegebene Bersprechen null und gewesen, nicht öffentlich zu dokumentieren, daß die Grundstücke der Montag 9 Uhr vertagt. Immobilien- Verkehrsbank seit 1892 summarisch höher mit Hypotheken nichtig. Lediglich die persönliche Ueberzeugung und das Interesse des Kindes darf bei der Wahl der Religion entscheidend sein. Eine Schranke belastet gewesen seien, als sie zu Buch standen. Der weitgrößte Teil der Grundstücke der Immobilien- Verkehrsbank sei an Personen verzieht die Rechtsprechung leider bei Kindern von Dissidenten: fie verlangt eine bestimmte geoffenbarte" Religionserziehung, und sei es die buddhistische. fauft worden, die überhaupt keine Barzahlungen leisteten, sondern Emilie, Pappel- Allee 100. Pfändet der Gläubiger des Ehemannes für die gekauften Grundstücke nur Hypotheken auf dieselben gaben: Storkow- Charlottenburg. Sonntag, den 24. Mai, abends 6 Uhr, machung ihres Eigentums zur Freigabe aufzufordern, sowie einen ge Teltow Beeskow- der Ehefrau gehörige Sachen, so hat diese den Gläubiger unter Glaubhafts Da die Immobilien- Verkehrsbank nur minimale Bargewinne bei den Verkäufen von Häusern, da ferner Zinsgewinne durch Zins- findet im Lokal des Herrn Hollbach in Rigdorf, Hermanstraße 120, antrag und Interventionstlage zu erheben. Formulare hierfür finden Sie verluste absolviert wurden, hätte sie ohne fortlaufende größte eine Mitgliederversammlung statt. Tagesordnung: Vortrag des Gerente fann neben der Unfallrente bezogen werden. A. S. 55. Altersrente oder InvalidenUnterstützung seitens der Pommernbank bestehen können, nossen Georg Davidsohn, Diksussion und Verschiedenes. Mit Invaliden- oder Altersrente so lange und soweit die Unfallrente unter erworbenen Hypotheken auf die verkauften glieder werden in obiger Versammlung aufgenommen. Damen und Hinzurechnung der Alters- oder Invalidenrente den siebeneinhalbsachen Grundstücke weiter begeben konnte, oder wenn die Erträge ihrer Herren als Gäste sehr willkommen. Negen Besuch erwartet Grundbetrag der Invalidenrente übersteigt, also wenn eine Unfall, Häuser dementsprechend gute gewesen wären. Beides sei aber nicht Invaliden- und Altersrente zusammen gerechnet, falls der Verder Fall gewesen. Daß sie nicht in der Lage waren, die HypoLichtenberg. Eine Versammlung, die außerordentlich gut von sicherte in der I. Lohnklasse versichert ist, mehr als 450 M., in der II. mehr theken in genügender Weise an andre Institute, als die Pommern- Frauen besucht war, hörte mit sichtlichem Intereffe einen Vortrag als 525 M., in der III. mehr als 600 M., in der IV. mehr als 675 M., W. W. 95. Ein über 16 Jahre bank, weiter zu begeben, gehe daraus hervor, daß der Bestand erntete großen Beifall und fand ihre Aufforderung, bei den Wahlen Anwalt sein, der das nicht weiß. Beantragen Sie beim Magistrat, Abteilung der Frau Tie über das Frauen- Stimmrecht" an. Die Rednerin in der V. mehr als 750 M. beträgt. alter Schreiberlehrling ist versicherungspflichtig. Das muß ja ein sonderbarer an Hypotheken von Jahr zu Jahr ganz bedeutend gestiegen sei. Der große Rückgang im Hypothekenbesitz vom Jahre nur für die Socialdemokratie einzutreten, da es nur für Invalidenversicherung( Breitestr. 24a), den Anwalt anzuhalten, nachzufleben. 1898 zum Jahre 1899( bon 10 848 000 m. auf 4 234 000 M.) sei durch die Hilfe der Socialdemokratie möglich sein werde, das Frauen- w. S. Körperliche Fehler, die bei der Superrebision zur Erklärung der dadurch entstanden, daß im Dezember 1899 die Pommernbank Stimmrecht zu erlangen, reichen Beifall. Mehr als 20 Frauen Dienstunfähigkeit führen können. F. O. 26. Klagen Sie bei dem 7 568 307 M. in Lombard nahm. Die Pommernbank sei für diesen ließen sich in den Frauen- Wahlverein aufnehmen. Gewerbegericht auf Zahlung des Lohnes gegen Herausgabe der Sachen. Betrag auf LombardC- onto, das jedoch ein Contocorrent- Conto dar 2. P. 112. Von der Aufbewahrungspflicht können Sie sich nur durch stelle, debitiert. Die Immobilien- Verkehrsbank sei den ganzen Veröffentlichen Verkauf( nach vorheriger Androhung desselben) oder durch Stlage auf Zahlung des Lohnes und nachherige Pfändung befreien. hältnissen nach ein von der Pommernbank absolut abhängiges R. Weis. 100. Sie rechnen zu der evangelischen Religionsgemeinschaft. Institut gewesen. Nach der Ansicht des Sachverständigen haben die Für den Austritt aus der Kirche ist es gleich, welcher christlichen Konfeſſion Angeklagten Schulz und Romeick die Immobilien- Verkehrsbank und Sie zurechnen. A. N. Die Mutter. 100 F. L., Junger Abonnent, die Pommernbant fortlaufend dadurch geschädigt, daß sie an diese Banken Forderungen, Aktien und andre Anteile verkauften, die seitens der Banken nur mit Verlusten realisiert werden konnten. Nach den Berechnungen habe die Schädigung des Bankconcerns seitens des Angeklagten Schulz 1866 306 M., Jeitens des Angeklagten Romeid 1 194 067 M., zuſammen also 3060 353 M. betragen. Nicht einbegriffen in dieser Rechnung seien diejenigen vom Angeklagten Schultz an die Immobilien- Verkehrsbant abgetretenen Forderungen. wenn sie die Justizrat Wronter: Es sei dem Angeklagten Schulz natürlich unmöglich, fich auf das umfangreiche Gutachten des Herrn Bachmann fofort im einzelnen zu äußern. Schon jetzt wolle er nur zwei Punkte hervorheben: 1. Kommerzienrat Schultz behaupte, daß ein Lombard Conto der Immobilien- Verkehrsbank bei der Pommernbaut nur 1892-1893 eriſtiert habe, daß es aber von 1894 ab ein LombardConto überhaupt nicht mehr gegeben habe. 2. Die Verluste, die der Sachverständige herausgerechnet habe, seien nicht annähernd so hoch gewesen; die Gewinne seien nicht genügend gewürdigt worden. Der Berteidiger beantragt: die gerichtlichen Bücherrevisoren Huschke und Kruse, sowie die öffentlich angestellten vereideten Bücherrevisoren Bergmann und Gorski zu beauftragen, gemeinschaftlich mit Herru Bachmann die Bücher einzusehen, die von letzterem in feinem Gutachten aufgeführten Daten zu besprechen und über das Ergebnis diefer gemeinschaftlichen Prüfung am Montag Bericht zu erstatten. Der Vorstand. Briefkaften der Redaktion. 1 000 000 000. 1 Billion= 1 Million Millionen. Fettfleck. 1 Dalhuysen. Sie meinen jedenfalls das Buch:" Die Frau und der Socialismus." Von A. Bebel. Zu beziehen durch die Buchhandlung des Borwärts". Polonia. In der ersten Teilung des Königreichs Polen 1772 erhielt.. 16. 1. Sie find wahlberechtigt. Krantenhauspflege, bie Preußen Westpreußen ohne Danzig und Thorn, sowie den Nekedistrikt, in bor dem 16. Juni 1902 erfolgt ist, gleiviel ob die der zweiten Teilung 1793 das damalige Großpolen mit Danzig und Thorn, um ständen als eine innerhalb eines Jahres vor Surtosten bezahlt sind oder nicht, tann unter keinen in der dritten Teilung 1815 wurde Preußen Westpreußen und Bosen zu der Wahl empfangene Armen unterstützung erachtet geteilt. Polen. Dft- und Westpreußen gehörten früher zu Großpolen, bem nordöstlichen Teile des Königreichs, dagegen gehörte Schlesien zu stlein werden. 2. Streit besteht nur darüber, ob und inwieweit seit dieſer Zeit polen, dem südwestlichen Teile. Schlesien war von Glaven bewohnt und gewährte Krankenpflege Armenunterstützung ist. Nach richtiger Ansicht ist fam im zehnten Jahrhundert an Polen. 1163 wurde es von Polen undie Aufnahme eines Kindes in ein Krankenhaus keine Armenunterstüßung, abhängig, mußte aber die Oberherrschaft Böhmens im 14. Jahrhundert_anwenn es deshalb aufgenommen ist, weil es ftrant, nicht weil es arm ist. erkennen, ward östreichische Provinz und kam 1742 zum größten Teil anbrechen& verjährt in zehn Jahren. Die Frist beginnt von neuem von Unwissender. Ver. Die Verfolgung eines nicht abgeurteilten Breußen. Wette. 1000 Millionen sind eine Williarde, geschrieben jeder gegen den Thäter gerichteten Handlung ab. dorf). Den ersten sowie den jetzigen König von Preußen. E. B. R. 10. Solche Münze( Marien Schweinerei ist ein mit Zuchthausstrafe bedrohtes Verbrechen und berechtigt In etwas Benzin aufgelöste Magnesia wird auf die Flecke aufgetragen und selbst für den Fall einer Freisprechung zur Chefcheidung. G. G. 12. nach einigen Stunden vorsichtig abgerieben oder abgebürstet. Nötigenfalls 1. und 2. Sie müssen, wie es scheint, ohne neue Stlage zahlen; der Anwiederholen. M. N. 1. Ein sehr primitives Bett. 2. Ja. 3. Ja. spruch verjährt in 30 Jahren. 3. Sie leben außer Gütergemeinschaft. H. M. Wir sind ahnungslos, aber Sie können sich, um die wichtige Lizen- teilen und dem Standesbeamten zu übergeben. Dieser fann Beglaubigung 4. Gegen 80 000. A. 2. 114. Die Einwilligung ist schriftlich zu er frage zu lösen, an die„ tönigsberger Volksztg." in Königsberg, Knochenstraße, oder das Erscheinen des Vaters verlangen. Sind Sie, was aus Ihrem unter Berufung auf uns wenden. Pankow I. Reffelstein entfernt man, indem man in dem Gefäß 1 Liter Wasser mit 100 Gramm Salzsäure eine Schreiben nicht ersichtlich ist, männlichen Geschlechts, so nützt die Eins Viertelstunde kochen läßt. Nachher gut auswässern. 23. R. Albert willigung nichts, Sie können dann erst nach vollendetem 21. Lebensjahre Massini, Berlin, Ritterstr. 88, 1 r. wird über alle diesbezüglichen Anfragen heiraten oder müssen sich vom Vormundschaftsgericht für volljährig erklären beste Auskunft geben. G. B. 50. Ja. laffen. P. L- u.„ Der Konfektionär",„ Die Modistin", m. G. 1. Rücken ist strafbar und nuklos; Deutsche Konfettiou", 2. Die Klage fann etwa 14 Tage dauern. " Die Herren- und Knaben- Konfektion"," Kinder- warten Sie die Stlage ab. Garderobe" und" Manufakturwaren Zeitung", sämtlich in Berlin." Nähere 3. Der Birt derjenigen Räume, in denen sich die Möbel befinden, hat das Adresse ist nicht nötig. Schüler D. Ziehen Sie nähere Erfundigungen Burückbehaltungsrecht. ein im Fahrradgeschäft Brennabor", Leipzigerstraße, nahe Wilhelmstraße. Juriftifcher Teil. von 7 bis 9½ ihr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter heiter Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm richtung Wind Bindstärke Wetter Temp. n. T. 15°. 4° 9t. 2 wolkig 1polfig 11 Angell. Schult: Er müsse sich vorbehalten, auf die Ausführungen des Sachverständigen Bachmann eingehend zu antworten. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Insbesondere müsse er dem widersprechen, was der Sachverständige von den Hypotheken auf Lombardconto gesagt. In der ersten Zeit der eines Gesuchs um Verlängerung der Polizeistunde liegt in dem Ermessen E. A. S. 101. Einspruch wäre erfolglos. H. B. Die Ablehnung Geschäftsverbindung der Pommernbank mit der Immoblien- Verkehrs- der Behörde. Beschwerde an den Oberpräsidenten hätte teine Aussicht auf bant sei der Verkehr ein Lombardverkehr gewefen. Die schriftlichen Erfolg. 100, 104 2. P., Schulden. Nein. F. K. 300. Sie find Swinemde. 771 Still Vereinbarungen seien aber bald aufgehoben werden, so daß die Pommern- wahlberechtigt. W. K. Ist nichts andres vereinbart, so kann das Hamburg bank von da ab stets Eigentümerin der pypotheken gewesen sei. Die Mädchen nur mit Sechswochenfrist, und zwar mir zum Duartalsersten, also Berlin 2. Kr. 18. Ein solcher Vertrag würde un- Frankj.a.M. 771 ND alte Bezeichnung Hypotheken- Lombard- Conto" sei allerdings bei zum 1. Juli, fündigen. 773 SD 2 heiter 769 SD 1 wolfen! 16 behalten worden, erst im Jahre 1897 sei die Bezeichnung„ Hypotheken- gültig und strafbar sein, gleichviel ob er gerichtlich, notariell oder schriftlich München geschlossen wird. 2. 29. 1.- 5.: Nein. 770 MW x. 2. 3. 1. Ja. 2. Nein. Wien Conto II" eingeführt worden. 2 wolfig .. Beides ist nur mit Buſtimmung der Eltern möglich. Wt. S. Staatsanwalt Beed: Das betreist eben, daß Sie mit dem Klagen Sie auf Aufhebung des Vertrages und Schadensersaz. Wetter- Prognose für Sonnabend, den 23. Mai 1903. M. 100. Etwas wärmer, vielfach heiter bei schwachen südöstlichen Winden; feine beiderseitigen Vermögen machten, was Sie wollten. Wenden Sie sich an den Vorstand Ihrer Krankenkasse. 5. S. 1. Ver- oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 23. Mai. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Carmen. Schauspielhaus. 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( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Der Probekandidat. Schauspiel in 4 Aufzügen v. M. Dreher. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Sonntagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Montagabend 8 Uhr: Hedda Gabler. Am Die Expedition. Belle- Alliance- Theater. Metropol- Theater. Freigesprochen. Hierauf: System Aubert. Morgen und folgende Tage: Frei gesprochen. Hierauf: System Aubert. Im Sommergarten von 6 Uhr ab Doppel- Konzert. Specialit. I. Ranges. Apollo- Theater. Zum 18. Male: Die Liebesinsel. Von Benno Jacobson. Musik von C. Stix. Königsthor. Schweizer- Garten. Friedrichshain.ses Post- Ballett. Sonntag, den 24. Mai: Garten- Konzert und Extra- Vorstellung. Von Pfingsten ab: 15382* Ferner: Die glänzenden Specialitäten. Der grösste Erfolg dieser Saison! Zum 130. Male: Neuestes! Allerneuestes! Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzendes Ballett. 300 Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. 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Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Heute: Geschlossen. Sonntag: Letzte Vorstellung vor Pfingsten. Anfang des Konzerts 6, der Vorstellung 72 Uhr. Bei schönem Wetter: Borstellung im Garten. Beckers Geschichte 2c. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Elternfos. Dazu Auftreten sämtl. Specialitäten. Kopfläufenebst Brut verschwinden fofort d. Paff. Unschädlich. Erfolg überraschend. In Drog. 50 Pf. En gros Noris Zahn& Comp. Dr. Schünemann, Specialarzt für Haut, Harn und Brauenteiden, Seydelstr. 9. 12-3, 6-8, Sonnt. 9-11. Dr. Simmel, Str. 41. [ 98/ 14* Specialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4 3 lumen- und 10572 Kranzbinderei Richard Engelke, Reichenberger- Strasse 164, Ecke Mariannenstr. Specialität: Vereinskränze. Thalia- Theater Weltrestaurant Weltrestaurant ( Direktion: Jean Kren. Alfred Schönfeld.) Wohlthätigkeits- Vorstellung Inhaber: Homann& Polpitz. irichgarten. Größtes und schönstes Lokal am Plage, 10000 Personen fassend. Mittwoch: : Gr. Gartenkonzert. 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Bekanntmachung. 14965 Zur Wahl der Delegierten(§ 17 der Grundbest.) werden die Mitglieder und Lieferanten hierdurch ergebenst eingeladen und zwar die Mitglieder Nr. 1-5000 und die Lieferanten Nr. 1-400 am Dienstag, den 26. Mai er.; die Mitglieder Nr. 5001-10 000 und die Lieferanten Nr. 401-800 am Mittwoch, den 27. Mai cr.; die Mitglieder Nr. 10 001-15 000 und die Lieferanten Nr. 801-1200 am Donnerstag, den 28. Mai cr.; Centralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Am 20. Mai verstarb unser Mitglied, der Kutscher Gustav Sperling. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen, Sonntag, den 24. Mai, nach. = mittags 3,2 Uhr, von der Leichenhalle des Urban- Krankenhauses aus nach dem Neuen JerusalemerKirchhof, Rirdorf, Hermannstraße, statt. 68/1 Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung Berlin!. Socialdemokrat. Wahlverein Friedrichsfelde und Umgegend. Am 20. d. M. verstarb unser Mitglied 286/17 Hermann Schulz, Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. d. M., nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause Wilhelmstr. 38 aus statt. Der Vorstand. Central- Kranken- und Begräbniskasse der Sattler und Berufsgen. ,, Hoffnung"(. 5. 64). Ortsverwaltung Berlin. Nachruf. Hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Sattler' Paul Kramm im 25. Lebensjahre am 19. Mai 1535b verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines mir unvergeßlichen Mannes Adolf Köppen fage allen Verwandten, Freunden, Kollegen und Bekannten meinen herzlichsten Dank. 15226 Wwe. Auguste Köppen. die Mitglieder Nr. 15 001–21 000 und die Lieferanten nr. 1201-1525 Neuen 1908er Matjeshering am Freitag, den 29. Mai cr., abends 8½, 1hr, int Kellers Festsälen, Koppenstr. 29. bersendet das 10- Pfund- Faß franco Als Legitimation dient den Mitgliedern ihr Mitgliedsbuch, den Lieferanten Postnachnahme, Inhalt ca. 40 Stüd, Der Vorstand. 4 Mark ihre Erkennungskarte. Akrobaten. 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Mai 1903, vormittags 11 1hr, bei Patt, Dragonerstraße Nr. 15: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Gedenken die Rohrleger Berlins und Umgegend in eine Lohnbewegung einzutreten? 4. Verschiedenes. Die Kollegen der Firmen von A. Schrödter, C. Schröter und Stahl find besonders hiermit eingeladen. 286/16 Der Beauftragte. Wähler des VI. Wahlkreises! Central- Kranken- u. Sterbe Montag, den 25. Mai, abends 8 Uhr, in Weimanns Volksgarten, Badstraße Nr. 55/56: Volks- Versammlung. Referent: Genosse Vogtherr aus Stettin. Tagesordnung: 1. Die Wichtigkeit der bevorstehenden Reichstagswahl. 2. Ficie Diskussion. Alle Wähler sind hierzu freundlichst eingeladen. Zahlreichen Besuch der Genossen und Genossinnen erwartet Der Vertrauensmann. kaffe der Tischler und andrer gewerblicher Arbeiter. Verwaltung Berlin E. Sonntag, 24. Mai, vorm 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung im„ Kolberger Salon", Kolbergerstr. 23. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1903. 2. Statutenberatung und Anträge zu 219/15 der am 27.Juli stattfindenden Generalversammlung in Würzburg. 3. Wahl eines Delegierten. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Neue Berliner Genossenschafts- Bäckerei. Achtung! Bauarbeiter Berlins u. Umgegend. Achtung! ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Jung, Graunstraße 41: Zahlstellen Berlins und Umgegend. Der Wichtigkeit der Tagesordnung Mitglieder erscheinen; dies erwartet 183/4 Die Verwaltung. Sonnabend, den 6. Juni, abends 9 Uhr, im Lokale des Genoffen Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands. entsprechend iſt es notwendig, daß alle Außerordentliche Generalversammlung.den br Sonntag, den 24. Mai 1903, vormittags 10 Uhr: Zwei grosse komb. Mitglieder- Versammlungen Tages- Ordnung: 1. Anträge. 2. Geschäftliches. Anträge müssen bis zum 30. Mai eingereicht werden. Der Vorstand. Robert Engel. 127/6 StarI Met old. 9228118 Verband der Möbelpolierer. aller zum Berliner Lohngebiet gehörigen Verbands- Zahlstellen. 1. Versammlung der Accordarbeiter( Steinträger) in Cohns Feftfälen, Beuthstr. 19/20. Heute abend werden in jämtlichen Zahliſtellen Beiträge entgegen- 2. Versammlung der Lohnarbeiter im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal). genommen; daselbst Ausgabe der Billets a 25 Pf. zum Früh- Konzert M am 2. Pfingst- Feiertag in der Gr. Frankfurterstraße 117. Die Mitglieder, welche an der Gesangsaufführung mitwirken wollen, Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Die Bedeutung des korporativen Arbeitsvertrages. Referenten: Kollegen 0. Böttcher und H. Heidemann. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Kollegen! Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder erforderlich. Agitiert Ginlaß! werden gebeten, am Montag, den 25. d. M., abends 8 Uhr, nicht Andreas- beshalb für guten Beſuch dieſer Verſammlungen. zen. Berbandspapiere legitimieren. Ohne diefelben kein Gin straße, zur Uebungsstunde zu Hente abend 8, 11hr in Weissensee, König: Chauffee 55: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen C. Wermuth über:" Die französische Revolution bon 1789". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Montag, den 25. Mai, abends 82 Uhr, Admiralstr. 18c: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen G. Reuter über: Geheime Vereinigungen in alter und neuerer Zeit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mittwoch, den 27. Mai: Vorftands- Sitzung. Die Kollegen werden ersucht, in den Versammlungen pünktlich zu erscheinen. 146/5 Achtung! Der Vorstand. Achtung! 34/16 Dieses ab anerkannt Deutsches ganz besonders vorzügliche Auffer Ausjnqueur Mehl Arbeiter- Bangenossenschaft Paradies" eignet sich zu Berlin.( E. G. m. b..) Sonntag, den 24. Mai 1903, vormittags 9 Uhr, bei Buggenhagen, am Morikplay: kein andres Bes Pampf- Kunstmüh Ober- Graeditz Faulbrück in Solefien 4/6 Festbäckerei Erste ordentliche General- Versammlung. In plombierten 5 und 2 Kilo- Säckchen überall erhältlich. Tages Ordnung: 1. a) Geschäftsbericht und Vorlegung der Bilanz nebst Gewinn- und Verlustberechnung. b) Bericht der Revisions Chausseefommiffion. c) Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz und Berteilung des Gewinnes. 2. a) Verwaltungs- Angelegenheiten. b) An die Strasse 79. Verwaltung gelangte Anträge. 3. Neuwahl des Gesamtvorstandes und Ersatz- Ecke Boyenstrasse wahlen zum Aufsichtsrat. 4. Unfre Terrain- Angelegenheit. 5. Verschiedenes. Die Bilanz, sowie die Gewinn- und Verlustberechnung sind beim Staffierer Paul Stempel, Manteuffelstraße 109, Quergeb. III rechts, einzusehen. Ohne Mitgliedskarte kein Zutritt. Beiträge werden in der Versammlung entgegen genommen. Der Vorstand. J. A.: Friedrich Driebe. 127/17 Achtung! Treibriemen- Sattler! Heute Sonnabend, den 23. Mai 1903, abends 8%, Uhr: Chausseestrasse 79. Straßenbahn- Haltestelle. Ecke Boyenstrasse. Th. Juras d Grösstes Herren- und Knaben- Garderoben- Geschäft T. II. 3941 Feste Preife. des Nordens. T. II. 3941. Uebervorteilung Gegründet 1879. ausgeschlossen. Jeder Gegenstand ist mit genauer Preisangabe versehen. Derren- Anzüge| Herren- Weften 15, 16, 18 bis 25 M. weiß und couleurt von 1,75 an. Mitglieder- Versammlung Herren- Paletots Knaben- Anzüge im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 3). Tages- Ordnung: Der Streit bei E. Schulz, H. Diesner, Kemmrich& Co., Rüger& Mallon and unfre weitere Stellungnahme. Jeder Kollege muß anwesend sein. 157/9 Die Branchen Leitung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bilderrahmenmacher. Montag, den 25. Mai, abends 81 Uhr, bei Voigt, Ritterstraße 75, Branchen- Versammlung. Zahlreiches Erscheinen erwartet [ 82/11] Die Kommission. Verband des technischen Bühnen- Personals. Sonnabend, den 23. Mai, abends 11 Uhr: Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Gewerkschafts- Sekretärs Genossen Link über: Reichstagswahlen und Gewerkschaften. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen erwartet 190/5 Der Vorstand. Bauanschläger. Montag, 25. Mai, abends 7, Uhr, im Gewerkschaftshaus( Saal 1): 33/ 8* Oeffentliche Versammlung. Stellungnahme zur Lohnfrage. Der Einberufer. Seiden- Hut- Fabrik bon 13022* Carl Renz No. 3, Oranienstrasse No. 3. Großes Strohhut- Lager.Mützen. Schirme. Neelle Bedienung. 10, 12, 15 bis 45 M. Herren- Holen bon 3 bis 18 M. 2,50, 3, 3,50 bis 20 M. Schul- Anzüge bon 3 M. an. Meinen werten Kunden halte ich mein reichhaltiges Lager in- und aus: ländischer Stoffe bestens empfohlen. Für tadellosen Siz und coulanteste Bedienung bietet mein langjähriges Renommee die beste Garantie. Für korpulente Figuren halte alle Weiten auf Lager. 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