Nr. 122. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn z Mart, für das übrige Auslans 2 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nunumer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 1hr vormitttags geöffnet. Zelegramm Aoreffe: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Donnerstag, den 28. Mai 1903. also pro den Die Steuerbelastung der deutschen und in der englischen Arbeiter. II. ( Schluß.) die Budgets = Wahlkampf. Die Kandidaten der Socialdemokratie. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. er abermals von Woche etwa 8 M. Dagegen beträgt die Miete Glaubens tein wahrhafter Vertreter der deutschen Wolfsinteressen Londons Arbeiter Vorstädten für ein modernes sein könne. Nachdem sich mit den zollpolitischen AusHäuschen von 6 Zimmern, Küche, Klosett nebst Gärtchen nur 14 bis führungen feines Borredners identificiert hatte, fuhr er fein 15 Shilling( 14 bis 15 M.) pro Woche, in den nordöstlichen und schwerstes Geschütz gegen die Socialdemokratie auf. Diese sei nämlich 1. antichristlich, 2. vaterlandsfeindlich, 3. antimonarchisch, 4. Gegnerin östlichen gar nur 10 Shilling- und zwar mit Einschluß aller des Privateigentums, 5. Anhängerin der freien Liebe. Originell war lokalen Abgaben. von diesen Vorwürfen nur der eine, der in das antisocialistische Es ist echt junkerlich- konservativer Humbug, wenn dem deutschen Arsenal aufgenommen zu werden verdient, daß die Pariser KomDaß die offiziösen Rechenkünstler, indem sie alle diese Unterschiede absichtlich übersehen und ihren Zweden entsprechend forri- Arbeiter von der offiziösen Preſſe vorgerechnet wird, er sei weniger mune 1871 nicht die Bank von Frankreich ausgeraubt habe! Die machten also bor dem gieren, natürlich zu dem Resultat kommen, der Engländer sei weit durch Steuern belastet, als sein englischer Arbeitskollege, der Woh- focialdemokratischen Expropriateure Und nach freisinniger Lesart wollen wir mehr belastet als der Deutsche, ist selbstverständlich. Diesen be- mung und Nahrung weit billiger und besser erhält, und obendrein Gelde" Halt. doch sogar Sparkassenbeträge von 20 M. egpropriieren. Nach wußten Fälschungen gegenüber dürfte es nicht uninteressant sein, zu um so höhere Löhne bezieht. dem Herr Wegner sich seiner christlichen Nächstenliebe gerühmt, berechnen, in welcher Weise z. B. der Haushalt eines Berliner und bekannte er sich unmittelbar darauf als Anhänger einer Zuchthauseines Londoner Arbeiters durch Zölle und Steuern beborlage zum Schuße der Arbeitswilligen" 1 Auch der Zukunftsstaat laftet ist. Leider find der Socialdemokratie, in dem der Mensch nur noch eine Nummer Berliner Arbeiters familien, die in letter Zeit veröffentlicht worden sind, meist In der ersten Beilage sein werde, konnte begreiflicherweise nicht den Beifall einer so starten nicht genügend specialisiert, oder es fehlt bei den eingekauften Lebens- des heutigen Blattes geben wir eine Liste unsrer Reichstags- Individualität wie Herr Wegner finden. Zum Schluß empfahl der mitteln die Gewichtsangabe. Wir sind deshalb genötigt, auf die Kandidaten. Nur in zwei Kreisen ist die Kandidatenfrage noch nicht tonservative Standidat zur Rettung des Mittelstandes den Befähigungserledigt. Davon ist einer, der Kreis Olpe Arnsberg im nachweis, der in Destreich dem Handwerk eine festere Basis gegeben genaueren Haushaltungsrechnungen Nürnberger Arbeiter zurückzugreifen, Regierungsbezirk Arnsberg vorläufig noch gänzlich aussichtslos für habe. Alle einfichtigen Arbeiter und Handwerker möchten ihm am die vor 2 Jahren vom Nürnberger Arbeitersekretariat veröffentlicht uns, so daß es sich nur um eine Zähltandidatur handeln kann, 16. Juni ihre Stimme geben. Denn selbst wenn die Socialdemoworden sind. Allerdings bestehen zwischen der Lebensweise eines Berliner während in dem andern, zabern in Elsaß- Lothringen, aller- tratie im neuen Reichstage mit 100 Abgeordneten aufmarschiere, ihre und eines Nürnberger Arbeiters manche Unterschiede. Beim Nürn- dings schon schon ein sehr ein sehr ernsthafter Kampf zu führen sein Ziele tönne sie ja doch nicht durchführen. Sobald das Bier. Ob er wird. die Kandidaten in diesen beiden Kreisen Genosse Singer, der nach diesen circa zweistündigen Ergüssen berger ist meist das Hauptnahrungsmittel- das Bier. tragen Nur wir sie nach. in der konservativen Nedner das Wort erhielt Butter auf seinem Brot hat, das ist Nebensache. Hat er ein Stückchen aufgestellt sein werden, Wurst oder Käse zu seinem Brot, gilt das als ein reichliches Früh einem Streise, dem 15. elsässischen, wird wie schon 1898 vorläufig braufendem Buruf begrüßt hatte teine allzuschwere Aufgabe, die stüd; sonst ißt er ſein Brot auch trocken. So sehen wir denn auch, wir ernsthaft kämpfen, auch dort, wo es sich vorläufig nur um eine dieser Arbeit mit einer gewissen gemütlichen Ueberlegenheit So sehen wir denn auch, noch auf den Wahlkampf verzichtet, in allen übrigen Streifen werden Argumente der Gegner zu widerlegen. Er unterzog sich denn auch daß in der Familie des Arbeiters, dessen Budget der nachfolgenden Stimmenzählung handeln kann. Unser Kampf geht eben nicht nur und humorvollen Nachsicht, die die gedaulliche Wucht seiner Berechnung zu Grunde gelegt worden ist, täglich 2 Liter Bier konsumiert um die Erringung von Mandaten. scharf pointierten Ausführungen freilich nur verstärkte. Er mit werden; dagegen im ganzen Jahre nur 2 Pfd. Butter und noch nicht Herrn begann dem großen Wegners Steckenpferd, 2 Pfund Margarine( die 16 Pfund Schweineschmalz wurden zum bewahren. Kirchenbann gegen die Angehörigen der jüdischen Religion. Diese Intoleranz entspreche doch sehr wenig Herrn Wegners so sehr Braten 2c. verbraucht), indes verändert dieser starke Bierverbrauch betontem„ Christentum". Im übrigen, wenn für Herrn Wegner mir die Rechnung nicht zu Gunsten, sondern zu Ungunsten des deutschen Singer in einer konservativen Versammlung. die Religion der Stein des Anstoßes sei und er gegen einen Arbeiters, da die Verbrauchssteuer auf Bier in England höher ist, Während die Konservativen draußen im Lande bemüht find, getauften Juden nichts einzuwenden habe, so stehe er damit in als in Deutschland( 8 Shilling pro Barrel= 1632 Liter). Dagegen nur ja Socialdemokraten aus ihren Versammlungen fernzuhalten, tragikomischem Gegensatz zu seinem Kampfesgenossen Dr. Böckel, betrug 1900 der Steuerertrag in Bayern 2,44 m. pro Hettoliter, weshalb sie vielfach an Wochentagen nachmittags ihre Zusammen- dessen Antisemitismus bekanntlich in der Racenfrage wurzle. im Braufteuergebiet 0,74 M.; doch kommt hierbei in Betracht, fünfte abhalten, bieten sie in Berlin alles auf, um möglichst viel Dieser ganze Antisemitismus der Konservativen nehme sich aber um daß außerdem in Deutschland eine Reihe der zum Arbeiter in ihre Versammlungen zu locken. Und während schon vor so sonderbarer aus, als der Gründer des Konservatismus der Brauen benutzten Bestandteile( Getreide, Hopfen, Zucker usw.) mit den Thoren Berlins die Redezeit in konservativen Versammlungen Jude Stahl gewesen sei. Nachdem Singer in tnapper, schlagkräftiger Es ist deshalb auch 3. B. in denen des Rentiers Hammer auf 10, ja jogar 5 Minuten Form unter fortwährendem lebhaften Beifall die„ ollen Kamellen" hohen Böllen belegt sind, in England nicht. bei der nachfolgenden Berechnung nicht die bloße Verbrauchsabgabe, eingeschränkt wird, gewährt man in Berlin ſelbſt großmütig volle von der Zerstörung der Familie und der freien Liebe Diskussionsfreiheit. Diese widerspruchsvolle Taftit erklärt sich furcht- ledigt und im Vorübergehen auch den Wegnerschen Vorwurf, sondern der Eingangszoll in Ansatz gebracht worden, da in ihm bar einfach. Wo die Konservativen aus eignen Kräften noch Ver- die Socialdemokratie fünumere sich nicht um das Wohnungselend, an weit genauer die thatsächliche Belastung zum Ausdruck kommt. sammlungen zu stande bringen können, wo sie noch etwas zu der Hand der kommunalpolitischen Thätigeeit der Socialdemokratie Vergleichen wir nun, was bei gleichem Jahreskonsum der verlieren haben, da sind ihnen die Socialdemokraten ungebetene widerlegt hatte, wandte er sich dem Vorwurf der antimonarchischen Berliner und der Londoner Arbeiter an Steuer trägt. Erwähnt sei Gäste; wo aber ihre Sache so schlecht steht, daß sie schlechter gar Gefimmung zu. In der That, die Socialdemokratie sei antinoch, daß der betreffende Arbeiter, dessen Budget der Gegenüber- nicht werden kann, da sucht man wenigstens durch das Anlocken der monarchisch. Niemals habe sie daraus den geringsten Hehl gemacht. Sie stellung zu Grunde gelegt ist, zu den besser entlohnten gehört Arbeiter den täuschenden Schein politischer Lebensfähigkeit zu stehe einfach auf dem Standpunkt, daß ein politisch reifes Kulturerweden. Und dann macht es sich doch so hübsch, wenn man volt sich selbst regieren müsse. Nicht des Königs Wille habe als fein Einkommen stellte sich auf 1472 M. und daß seine Familie im Lande draußen in den Werktagnachmittags- Versammlungen damit das höchste Gefeß zu gelten, fondern des Volkes Wille. Von dieser aus ihm, seiner Frau und drei Kindern besteht: herum renommieren kann, daß man in Berlin, der roten Hochburg, den Socialdemokraten volle Redefreiheit gewährt habe. 66 kg Rindfleisch a 4 Bf. 30 Steuerbelastung des Berliner Londoner Arbeiters Arbeiters M. M. Staats- Einkommensteuer 16, 2,64 Schweinefleisch a 5 Pf. 1,50 " 72" Kalbfleisch a 12 Pf.. 0,90 2 0,10 " 1 Butter a 16 Pf. 0,16 " 1 Margarine 0,16 8 0,80 23 " 11 Hammelfleisch a 5 Pf.. " Schweineschmalz a 10 Pf. " 3/4" 81/2" 31 11 " Mehl(= 34 kg Storn a 3,5 ẞf.). 1,19 Nudeln, Gries 2c. a 7,3 Pf. Gerste a 2 Pf. Zucker a 40 Pf. Reis a 4 Pf. 19 Staffee a 40 Pf. 1/2 17 Thee a 100 f. 12 " " Erbsen, Bohnen 2c. a 1,5 Pf. 1501 Rartoffeln Cigarren( 2 kg Tabak) 85 Pf. Schnupf- Tabat, 1 kg 85 Bf. 115 kg Weißbrot 180 Schwarzbrot . 0,80 0,13 . 0,07 12,40 0,65 4,40 1,55 0,50 0.18 1,70 13,35 0,85 8, ca. 310 kg Storn 10,85 a 3,5 Pf. " 71/2" Käse a 15 Pf. 1,12 11 Eier( 14 Mandeln) a 2 Pf. 0,22 " " 81/2 " Wurst( 38 kg Fleisch a 5 Pf.) Salz a 6 Pf. 1,90 0,51 Petroleum a 6 Pf. 2,28 28,80 35,20 M. 90,17 58,75 Die Parteigenossen werden gut thun, sich die Liste aufzu" ALS mant 9 er= das Auffassung aus erstrebe die Socialdemokratie die Gesetzgebung durch das Volk, das Referendum. Auch der Vorwurf der InterDaß die konservative Wahlbewegung in Berlin nichts ist, als nationalität ĭaffe die Arbeiter völlig kalt. Könne ein Schmaroßer der socialdemokratischen Wahlbewegung, fonnte man sich etwas benten als Internationaleres wieder so recht am Dienstagabend wahrnehmen. Zu der„ kon- Christentum? Und eriſtiere denn nicht auch eine grüne Interfervativen" Wahlversammlung im Böhmischen Brau nationale"? Hätten die Agrarier nicht internationale Kongreffe abhaus hatten sich ca. 1200 Personen eingefunden, davon dreiviertel gehalten und internationale Abmachungen herbeizuführen versucht? Socialdemokraten. Die Genossen fühlten sich derart unter sich, daß sie Das gleiche Recht der internationalen Bereinigung hätten auch die gemütlich Parteimarken vertrieben, während die Herren Nationalen fich Arbeiter, damit der Arbeiterschutz möglichst gleichmäßig durchgeführt offenbar recht heimatlos borkamen. Die Zusammensetzung der Berjamm- werde und nicht die Arbeiter social rückständiger Länder als Lohn lung übte auch einen gar seltsamen Einfluß auf einzelne Individuen aus. brüder verwendet werden könnten. Dafür, daß man sich auf So sahen wir einen Mann, der sich anfangs als Konservativer lebhaft seinen Stonservatismus so viel zu gute thue, liege gerade über die socialdemokratische Unverschämtheit, Marken zu vertreiben, teine besondere Veranlassung vor. Konservativ, staatserhaltend entrüstet hatte, sich im Handumdrehen in einen Soci verwandeln, bedeute für die Herren Agrarier soviel, wie bom der dem Genossen Singer mit dem Ausdruck höchsten Entzückens Staate Desmöglichst viel erhalten wollen! die Hand schüttelte. Genosse Singer erschien, durch- halb habe man auf den Beutezug des Bollwuchers mit so brauste minutenlanger Jubel den Saal, eine Rundgebung, beispielloser Heftigkeit und Brutalität geführt. Die Herren Bödel die die gedrückte Stimmung der Konservativen schwerlich verbesserte. und Wegner hätten für den Militarismus geschwärmt. Die Frage, Dem konservativen Kandidaten für den vierten Wahlkreis, Herrn wer denn die Kosten dafür aufbringe, hätten sie sorgfältig umDr. Wegner, hatte man auch diesmal wieder aus Vorsicht eine gangen. Sei es doch eine Unbilligkeit sondergleichen, dem arbeitenden Hilfskraft zur Seite gestellt, den bekannten Dr. Böcke I. Aber die Bolle, für das nicht das Einjährigen Brivilg der Besitzenden Herrn Konservativen werden auch bei Böckel wie feiner Zeit bei eriftiere, zu der Blutsteuer auch noch die Gutsteuer aufzuerlegen. ZuWegner den rechten Geift" vermißt haben. Herr Böckel sprach mal der Militarismus doch in erster Linie zur Verteidigung des trocken akademisch, ohne Schärfe und ohne Schwung. Der Besizes diene, an dem die Proletarier keinen Anteil hätten. Natürantisemitische Demagoge war gar nicht wieder zu erkennen. Freilich, lich wolle auch die Socialdemokratie das Volt nicht wehrlos machen, der ehemalige hessische Bauernfönig" ist jest längst ein armer fondern nur das heutige, die entseßlichsten Soldatenmißhandlungen Bureausklave des Bundes der Landwirte geworden. Hätte Böckel diesen züchtende kulturfeindliche militärische System durch das Milizsystem Ausgang seiner mit so ungestümem Jugendfeuer und so glänzendem erfegen. Redner geißelte schließlich eingehend die Bollwucher- Politik Erfolg begonnenen politischen Laufbahn vorausgesehen, er wäre und die brutale Bergewaltigungstaftit ihrer Anhänger. Die Konser ficher bei der Philologie geblieben... Herr Dr. Böckel entwidelte vativen, die bei dem Bürgerlichen Gesezbuch wegen des Hafenfraßes dürr, trocken und ungeschminkt die konservative Doktrin. Er hehlte die rücksichtsloseste Obstruktion angekündigt hätten, seien die letzten, es nicht, daß er eine ideale Boltsvertretung eigentlich in einer die Anklage wider die Bollobstruktion erheben könnten. Habe man Ständevertretung erblicke, in der das wirtschaftliche Gewicht jeder doch die Anhänger des Zollwuchers nur zwingen wollen, im Barlament Berufsgruppe zum Ausdrud tomme. Er pries das engbrüstige anwesend zu sein und auf die Fasanenjagden zu verzichten. Und wenn Obgleich in der vorstehenden Tabelle nur die Sätze des bedeutſch- nationale Ideal und jang ein Loblied auf das an die Nationalliberalen bei Abstimmungen über Wahlprüfungen, mur stehenden Vertragstarifs( nicht des allgemeinen Tarifs) gestammte Hohenzollernsche Herrscherhaus, das Berlin erst um Leuten, die bereits fünf Jahre rechtswidrig ihr Mandat ausin Anrechnung gekommen sind, fehen wir, daß der deutsche Arbeiter groß gemacht habe. Er erklärte sich für Handelsverträge geübt hätten, ihr Mandat zu sichern, strupellos die Beschlußfähigkeit nahezu doppelt so hoch belastet ist als der englische, auf angenommenen Wuchertarifs und brach angezweifelt hätten, so hätte dies Recht beim Zollwucher doch wohl 1893 wurde er als Gegner der Militärvorlage auch der zollgegnerischen Linten zugestanden. Es sei undenkbar, daß und doch ist mit den oben aufgezählten Verbrauchsartikeln die Liste der dann Das abgelaufene die Regierung auf Grund des angenommenen Bolltarifs Handelsbersteuerten Gegenstände nicht erschöpft. Es fehlen darin z. B. noch gewählt für den Militarismus eine Lanze. fämtliche Industrie- Artikel, die der Arbeiter im Laufe Heeresquinquennat mache eine Verstärkung der Friedenspräsenz nötig. verträge abschließe, die auf 10 Jahre das Volf in unerhörter Weise des Jahres gekauft hat. Werden sie hinzugefügt, dann erhöht sich Insbesondre sei die Neubewaffnung der Artillerie und die Ver- auswucherten. Alles tomme deshalb auf den Wahlausfall an. Aufmehrung der Kavallerie geboten. Der einstündige Vortrag gabe des Voltes sei es, die Anhänger des Bollwuchers am die Belastung noch um ein Beträchtliches; und noch weit mehr wird Dr. Böckels wurde nur wenige Male durch die Unruhe der Ver- 16. Juni hinwegzufegen, um so die Regierung zu zwingen, wirklich der fie emporschnellen, wenn der neue Zolltarif in Straft treten sollte. sammlung, durch Zwischenrufe oder eine Lachsalve, unterbrochen. Volkswohlfahrt entsprechende Handelsverträge zu schaffen. Dazu kommt, daß auch die englischen Lokalsteuern( States), die Herr Dr. Böckel war über diese Unterbrechungen sehr verlegt. Nach dem endlosen Beifall, der Singers Rebe folgte, erklärte natürlich in den verschiedenen Gemeinden mehr oder weniger 35 m steht eine solche Entrüftung am wenigsten. Waren wir der Vorfigende, daß nunmehr Herr Wegner das Schlußwort habe. also im Die Mehrzahl der Versammlungsbesucher zogen es indes vor, auf differieren, weniger drückend find, als in vielen deutschen Ortschaften. doch Augenzeuge, als Bödel vor zwölf Jahren, Sie werden nach der Höhe des Mietspreises berechnet, schließen meist den Zenith feines Ruhmes, in einer Versammlung in Marburg, dem diesen Genuß zu berzichten, was man ihnen nach den zweistündigen Betrag für Waffer, Gas, Schule, Bäder, Armenverwaltung 2c. mit Hauptort ſeines bisherigen Babytreises, einen in der denkbar fach- Reden, mit denen die tonservativen Herren schon am Anfang die ein und werden gewöhnlich vom Hausbesizer bezahlt, der sie bei lichsten Weiſe ſprechenden Socialdemokraten schmunzelnd von dem Versammlung regaliert hatten, auch nicht besonders verargen wird. der Mietefestsetzung mit in Ansatz bringt. Trotzdem sind z. B. in Nach Böckel fam Wegner. Gegner hatte er diesmal ja genug Ein großes, dickes Fragezeichen London die Mietspreise keineswegs höher. In Berlin zahlt der vor sich, aber der„ heilige Kampfzorn" hatte ihn gleichwohl nicht Arbeiter für zwei Zimmer oder Zimmer mit Rammer und Küche überkommen. Er wiederholte, freilich in vorsichtig abgeschwächter flebte am Dienstag im dritten Wahlkreis an den Anschlagim interhaus durchweg 80 bis 35 m. pro Monat, Form, seine humoristische These, daß ein Angehöriger des mosaischen säulen und erregte die Aufmerksamkeit der Passanten. Es nahm 30 38 88 " ca. 720 Liter Bier a 4 Pf. • Grund des Podium herunterbrüllen ließ. * iemlich die ganze untere Hälfte eines PlakateS ein, das die Frei- innigen des Kreises zu einer Wählerversammlung einlud. Das originell wirkende Fragezeichen stand unter der Frage„Berlin, die Haupt st adt der Socialdemokratie die der frei- sinnige Landtags-Abgeordnete Stadtverordneter G o l d s ch m i d t den Versanrmelten beantworten wollte. Zutritt sollten nur Wähler haben, die den Freisinnskandidaten des dritten Kreises unterstützen wollen, aber die Versammlung wurde mit bekannter Dreistigkeit als „öffentliche" Wählcrversammlung bezeichnet. Am Abend erschienen dann trotz der Fragezeichen-Reklame nicht mehr als rund 200 Mann, fast nur Freisinnige. Herr Goldschmidt beantwortete seine Frage mit einem recht zuversichtlich klingenden„Nein". Das; der Freisinn in Berlin bei den ReichstagSwahlen längst nicht mehr die erste Geige spielt, leugnete er nicht. Er versicherte aber, es sei noch möglich, weiteres Vordringen der Socialdemokratie in Berlin zu verhindern und dem Freisinn sogar seine verlorene Position zurückzuerobern.„�ch habe die feste Hoffnung," renommierte er,„dast die freisinnige Partei schon diesmal dir Mehrzahl der Berliner Wahlkreise wiedergewinnen—" aber hier stockte der Redner, wohl weil plötzlich das große, dicke Fragezeichen gespenstisch vor ihm aufstieg und mit grinsendem Hohn sich gegen ihn selber wandte, und er beendete dann den stolzen Satz mit einem kleinlauten„müßte". Für den Fall, daß die freisinnige Partei sich dieses„müßte" zu Herzen nimmt, verspricht ihr das Goldschmidffche Orakel, daß sie nicht nur den 1. und S. Kreis behaupten, sondern auch den 2. und 3. Kreis zurückerobern soll und nur den 4. und 6. Kreis bis auf weiteres noch der Socialdemokratie zu überlassen braucht. Die freisinnige Partei, eiferte Redner, verdiene es, daß sie wieder Berlin beherrsche, daß Berlin wieder ihre Hauptstadt werde, „auch bei den Reichstagswahlen". Berlin sei die Stadt der In- telligenz, die Stadt der großen industriellen Unternehmungen und der gemeinniitzigen Werke, der Wissenschaft und der Kunst— da müsse sie doch auch die Stadt des Freisinns sein. Sie sei es übrigens noch immer— wenn man die Stimmen nicht zähle, sondern wäge. Natürlich will Herr Goldschniidt„das Reichswahlrecht nicht antasten". Als vorsichtiger Mann fügte er das ausdrücklich hinzu— offenbar weil ihn die Spuren des Herrn Zwick schreckten. Herr Goldschmidt nieint nur so, und er führt nichts Böses iin Schilde, wie auch Herr Zwick, der Freisinnskandidat d«s 5. Kreises, der auf die S t e u e r- kraft der Freisinnigen hinwies und ihnen eine entsprechende Ver- tretung im Reichstage wünschte, nur so meinte. Aber auffällig ist es doch, wie die Redner des Freisinns sich über dieses Thema äußern. Der eine hebt hervor, daß die Freisinnigen steuerkräftiger, der andre, daß sie intelligenter seien als die Socialdemokraten, der eine wünscht dem Freisinn eine der Stcuerkraft entsprechende Vertretung im Reichstage, der andre kommt auf die Idee, die mit der Intelligenz beschwerten Stimmen des Freisinns nicht mehr zu zählen, sondern zu wägen.— ja, was soll denn das alles heißen! Hinter all diesen Reden steckt doch nur das heimliche Bedauern, daß bei dem nach„Besitz und Bildung" nicht ftagenden Reichswahlrecht der Frei- sinn nicht zur Geltung kommen kann, weil hier ein gleiches Wahl- recht den socirildemokratischen Massen das Uebergewicht giebt, und aus all diesen Klagen spricht der stille Wunsch, daß eS anders sein möchte, weil es für sie anders besser sei. Da wird man doch gut thun, hinter die Frage, wie der Freisinn heute über das ihm un- bequem gewordene Reichswahlrecht denkt, das bewußte große, dicke Fragezeichen zu setzen. Herr Goldschmidt brachte dann das übliche Geschimpfe auf die Socialdemokratie vor; es soll uns wenig kümmern. Daß die Socialdeinokratie im Reich wie in der Kommune treu an dem als richtig erkannten Princip festhält, ist ihm, dem Freisinnigen ein Greuel. Als Beispiel führte er die Frage des Urlaubs der Berliner Gemeinde- Arbeiter an. Hier habe die Socialdemokratie noch einmal Ausschußberatung beantragt, um Urlaub schon nach einjähriger Dienstzeit durchzusetzen. Er selber habe im Ausschuß die Gewährung nach fünffährigem -Dienst durchgesetzt, aber die Ausschußberatung habe die An- gelegenheit so verzögert, daß nun in diesen, Jahre von Urlaub keine Rede mehr sein könne. Herr G. hält es also für besser, daß eine Sache sofort, aber halb gemacht wird, als daß versucht wird, -durch griindliche Beratung etwas Vollkommeneres zu erreichen! Noch skandalöser ist seine Erklärung, Urlaub schon nach einjährigen, Dienst zu gewähren, sei unmöglich, weil dann die städtische Einrichtung nicht der Privatindnstrie als Vorbild dienen könne. Herr Ä. hat wohl nie etwas davon gehört, daß„ein großes Muster Nach- «iferung'weckt". Er hält es mit den kleinen und halben Maßregeln und erwartet von diesen, daß sie dem Urteil des Privatunternehmers „höhere Gesetze geben" werden. Das Unternehmertum wird es ihm danken. Nach Herrn Goldschmidt sprach noch der Freisinnskandidat Herr- Jäger—„wenig, aber aus guten, Herzen"— und dann war's aus. Diskussion wollte niemand, obwohl es erlaubt war und dazu aufgefordert wurde. Der Vorsitzende schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung auf Sieg. Als wir auf die Straße hinaustraten, lachte uns von der nächsten Anschlagsäule vergnügt das große, dicke Frage- zeichen entgegen. Möge die Arbeiterschaft Berlins dafür sorgen, daß es sich an, W a h l t a g e für die Socialdeinokratie zu einem kräftigen Ausrufungszeichen auftichtet!— Die Socialdemokratie und die Beamten. Eine alberne Verdrehung » der Worte unsres Genossen Antrick in einer Versammlung in Bremen wird wieder durch die ganze Presse geschleift. Danach soll Antrick gesagt haben, daß für die Fortentwicklung unsres Volkes und unsrer Kultur allein die Arbeiter von Bedeutung seien und „daß dagegen unser ganzes Beamtenheer, vom Minister bis zun, Nachtwächter, vollständig überflüssig ist, daß ohne diese Beamten das Deuffche Reich nicht zu Grunde geht. Die liehen sich sehr leicht beschaffen, aber ohne seine fleißige und intelligente Arbeiterschaft würde Deutschland zu Grunde gehen; denn wenn wir(!) nicht arbeiten, so haben die nichts zu essen, die vom Ertrage unsrerPcus, Dessau, Nachw. 18./10.00 'Ewald. Berlin (St.) Zubeil, Expedient, Berlin Obst, Restanrateur "Päyel. Expedient, Berlin Borgmann, Berlin Dr. H. Braun, Berlin Freiwald, Tapezierer Silberschmidt, Berlin Kotzke, Weber' (St.)Klces, Cigarrenfb., Magdeburg (St.) Ansrick, Cigarrenfbrk., Berlin Schubert, Sekretär Otto Passehl. Wolgast 'Alex. Äuntze, Stettin 'Alwifi Körsten, Berlin 'Fritz Herbert, Stettin 'Alb, Appel, Stettin Mich. Milenz, Stettin Gg. Happig, Stettin Rob. Stellmacher, Stettin 'Frz. Müller. Köslin Aug. Horn, Stettin Herrn. Faber,, Stettin Wilh. Schauer, Stettin 'Alb. Geiizen, Stralsund Al. Hanisch, Stettin Gogowski, Posen Schulz, Posen Gutsche, Schwerin -MorawSki, Kattowitz Sremski, Posen Fritsch, Berlin Matuszewski, Posen Wominski, Posen Wons, Posen Sremski, Posen Gogowski, Posen Bieniskiwicz. Berlin Stötzel, Bromberg Wierbynski, Gnesen Zarbock, Bromberg Kons. Joh. Mommert. Breslau Kons. Heinrich Rösler. Breslau Reichsp. Emil Neukirch, Breslau Kons. Paul Löbe. Breslau Kons.'Oskar Schütz. Breslau Soc.(St.) Tuhauer, Tischlermstr., Berlin Soc. Ed. Bernstein, Berlins Kons.'Oskar Schütz, Breslau »Frz. Feldinrnrn, Langenbielau Soc.(St.) Herm. Sachse, Bochum Centr.'Aug. Kühn. Langenbielau Centr.'Aug. Kühn. Langenbielau Centr.'Aug. Kühn, Langenbielau an Stelle Liedkechts gewählt,') In der Nachwahl Name des Wahlkreises Reg.-Bez. Lieguitz, Griinberg-Freisladt. Sagan-Svrottal Größ-Glogau.... Lüben-Bunzlau,... Löjjienberg. Hamaii-L'nmiN.. i'ar>a>».(iiut., ''ui'.inii OiV' Oberg yo.l-'»'Klitrlitz. Rorben u» rg-Hoyersiverda Al'g. Bez. Oppeir, Krenzuiirg Rosenberg Oppeln...... Grost-Strelitz-Koset.. Lublinitz-Gleiwitz. Beiithcn-Tnrnowitz. Kaitowitz-Zabrze... Plest-Rybnik..... Ratibor.... Leobschiitz...... Neustadt O.-S..... Falkeiiberg-Groltkau.. Neisse....... Reg.-Bez. Magdcbm 1. Snlzivedel-Gardelcgcn 2. Osterburg- Stendal... 3. Ierichow I und II... 4. Magdeburg lStadt)... 5. Wolmirstedt-Neuhaldensleben 6. Wanzleben...... 7. Äschersleben-Kalbe... 8. Oschersleben-Halberstadt. Reg.-Bez. Merseburg. 1. Liebenwerda-Torgau. 2. Schweinitz-Wittenberg 3. Bitterfeld-Delitzsch.. 4. Saalkreis Halle... 5. Mansfelder Kreis... 6. Sangerhausen.... 7. Ouerfurt-Merseburg.. 3. Naumburg-Zeitz.... Reg.-Bez. Erstirt. 1. Nordhausen..... 2. Heiligeustadt-WorbiS.. 3. Mühlhausen-Langensalza 4. Erfurt-Schleusingen.. Provinz Schlcswig-Holstein 1. Hadersleben-Sonderburg 2. Apenrade-Flensburg.. 3. Schleswig..... 4. Tondern-Husmn... 5. Norder- u.Siider-Dithmarschen 6. Ottensen-Pinneberg.. 7. Kiel-Rendsburg... 8. Altona...... 9. Oldenburg-Scgeberg.. 10. Lauenburg..... Provinz Hannover. 1. Rorden-Emden.... 2. Aurich-Wittmund... 3. Bentheim-Meppen... 4. OSnabrück-Jburg... 5. Melle-Diepholz... 6. Verdcn-Achim.... 7. Nienburg-Stolzenau.. 8. Hannover..... 9. Hameln-Linden... 10. Hildesheim..... 11. Einbeck-Northeim... 12. Göttingen-Münden.. 13. Goslar-Harzburg... 14. Celle-Gifhorn.... 15. Lüchow-Uclzen.... 10. Lüncburg-Winsen.. 17. Harburg-Buxtehude. 18. Stade-Bremervörde. 19. Otterndorf-Neuhaus.. Reg.-Bez. Münster. 1. Tecklenburg-Ahaus.. 2. Münster-Koesfeld... 3. Borken-Recklinghausen. 4. Lüdinghauseii-Warendorf Reg.-Bez. Minden. 1. Mindeii-Lübbccke.. 2. Hersord-Halle... 3. Bielefeld-Wiedenbrück 4. Paderborn-Büren.. 5. Warburg-Höxter.. Reg.-Bez. Arnsberg. 1. Wittgenstein-Siegen. 2. Olpe-Arnsbcrg.. 3. Altena-Jserlohn.. 4. Hagen...... 5. Bochum..... 6. Dortmund.... 7. Hamm-Soest... 8. Lippstadt-Brilon.. Reg.-Bez. Kogel. 1. Rinteln-Hofgeismar 2. Kassel..... 3 Fritzlar-Ziegenhain. 4 Ejchwege-Schmalkalden 5. Marburg-Frankenberg 0. Hersfeld-Rolenburg. 7. Fnlda-Schlüchtern.. 8. Hanau-Gelnhausen. Reg.-Bez. Wiesbaden 1. Usingen-Höchst... 2. Wiesbaden.... 3. Goarshausen-Nassau 4. Diez-Liinburg... 5. Dillenburg-Herbom. 0. Frankfurt a M... an Stelle SchoenlankS gewählt. Name des socialdemokratischen Kandidaten 1903 *) In der Rachwahl verloren gegangen. 'Herm. Stolpe, Grünberg 'Herm. Stolpe, Grünberg Horm. Zimmer, Breslau 'Stolpe, Grllnberg Al. Staudinger, Leipzig Herm. Müller, Görlitz 'H. Krätzig, Landeshut 'Frz. Feldmann, Langenbielau 'Hugo Keller, Görlitz Otto Neümann, KottbuS Joh. Sosna, KönigShlltte Paul Paduschek, Kopanina Josef Scholz, Beuthen Franz Trabalski, Kattowitz Dr. Winter, Beuthen 'Morawski, Kattowitz Franz Scholtysek, Königshütte Paul Löbe, Breslau Recker-, Weber, Neustadt 'Schütz, Former,• Breslau *81, Bebel, Berlin 'A. Bebel, Berlin W. Haupt F. Bender Karl Voigt, Gommern Pfannkuch, Tischler R. Zlitsch Silberschmidt '(St.) Albert Schmidt, Magdeburgs A. Bartels, Wernigerode Rande, Cigarrenfabrikant W.. Fritzsch,. Verlin 'Weistmann, Halle a. S. (St.) Kuncrt, Redakteur, Berlin 'Grothe,. Halle 'I. Simon, Nürnberg 'O. Mittag, Merseburg (St.) Thiele, Redakteur 'Th. Glocke. Berlin Heinrich Meister, Hannober Max Gnmwald, Schriftstell., Berlin 'Heinr. Schulz, Bremen H. Mahlke, Flensburg H. Mahlke, Flensburg P. Hoffmann, Hamburg 'W- Brecopr,.Kixl. Paul Müller, Hamburg v, Elm,. Cigaxrenmacher 'C. Legten, Berlin Frohme, Schriftsteller, Hamburg 'P. Wcinheber, Hamburg 'F. Lesche, Hamburg 'P. Hug, Bant. 'P. Hug, Bant B. Brüggemann, Münster 'Chr. Schräder, Hannover Vesper, Arbeitersekret., Osnabrück A. Henke. Bremen Behle, Linden Heinrich Meister 'Brey, Hannover 'Rauch, Hannover Ad. Hoffmann, Berlin 'B. Heymann, Stuttgart Leinert, Hannover Thiclhorn, Goslar Georg Bauer, Hannover 'Fischer, Hamburg 'Baerer, Harburg Fr. Cbert, Bremen 'Haverkamp, Bremerhaven 'W. Feld, Bnrgsteinfurt Heiko Groenewold, Münster I. Spaniol, Oberhausen 'Karl Eilers. Bielefeld Karl Severing, Bielefeld 'Karl Hoffmann, Bielefeld Bruno Schumann, Bielefeld Wilh. Groth, Bielefeld Karl Schäfermeier, Bielefeld Limpertz, Iserlohn 'Gewehr, Elberfeld 'Timm, München O. Hnö. Bochum Th. Bömelburg, Hamburg H. Becker, Dortmund 'Alb. Siggelkow, Bielefeld O. Betterlein. Helmarshausen 'Thiel, Kassel 'Jordan, Kassel *W. Hugo. Kassel Paul Bader Bock, Gotha 'Pfannkuch, Berlin G. Hoch, Schriftsteller, Hanau :rz. Brühne, Frankfurt a. M. ust. Lehmann, Mannheim 'F. A. Vetters. Gießen Rob. Habicht, Frankfurt Ed. Krumm, Gießen Schmidt, Lithograph, Frankfurt a.M. Name des Wahlkreises Reg.-Bez. K«bleuz. 1. Wetzlar-Altenkirchen.. 2. Neuwied...... 3. Koblenz-St. Goar.. 4. Kreuznach-Simmern.. 5. Mayen-Ahrweiler... 6. Adenau-Kochem,.. Reg.-Bez� Düsseldorf. 1. Lennep-Mettmann.. 2. Elberfeld-Barmen... 3. Solingen...... 4. Düsseldorf..... 5. Esse» 6. Duisburg..... 7, Mörs-Rees..... 8. Cleve-Geldern.... 9. Kempen...... 10. München-Gladbach.. 11. Krefeld...... 12. Neuh-Grevenbroich.. Reg.-Bez. Köln. 1. Köln(Stadt).... 2. Köln(Kreis).... 3. Bergheim-Euskirchen.. 4. Rheinbach-Bonn.,. 5. SiegkreiS-Waldbröl.. 6. Mülheim-Wipperftirth. Reg.-Bez. Trier. 1. Daun-Prüm.... 2. Wittlich-Berncastel.. 3. Trier....... 4. Sciarburg-Saarlouis. 5. Saarbrücken..... 6. Ottweiler-St. Wendel. Reg.-Bez. Aachen. 1. Schleiden-Malmedy.. 2. Eupen-Aachen(Kreis). 3. Aachen(Stadt).... 4. Düren-Jlllich.... 5. Geilenkirchen-HemSberg. Reg.-Bez. Sigmaringrn.. Königreich Bayer». Reg.-Bez. Oberbayrrn. 1. München I..... 2. München El..... 3. Aichach...... 4. Ingolstadt..... 5. Wasserburg..... 6. Weilheim...... 7. Rosenheim..... 8. Traunstein..... Reg.-Bez. Nirderbayern. 1. Lanvshut..... 2. Straubing..... 8. Passau...... 4. Pfarrkirchen..... 5. Deggendorf..... 6. Kelheim...... Reg.-Bez. Pfalz. 1. Speyer...... 2. Landau...... 8. Germersheim.... 4. Zweibrücken..... 5. Homburg..... 6. Kaiserslautern.... Reg.-Bez. Oberpfalz. 1. Regensburg..... 2. Amberg...... 3. Neumarkt..... 4. Neunburg vorm Wald. 5. Neustadt a. d. Waldnaab Reg.-Bez. Oberfranken. 1' Hof....... 2. Bayreuth...... 8. Forchheim..... 4. Kronach...... 6. Bamberg...... Reg.-Bez. Mittelfranken. I. Nürnberg..... 2. Erlangen-Fürth... 8. Ansbach-Schwabach., 4. Eichstätt...... 5. Dinkelsbühl..... 6. Rothenburg ob der Tauber Reg.-Bez. Nntrrfranken. 1. Aschaffenburg..... 2. Kitzingen....... 3. Lohr........ 4. Neustadt a. Saale.,. 5. Schweinfurt...... 6. Würzburg...... Reg.-Bez. Schwaben. 1. Augsburg...... 2. Donauworth..... 3. Dillinaen...... 4. Jllertissen...... 5. Kaufbeuren...... 6. Jmmenstadt...... Königreich Sachsen. 1. Zittau....... 2. Löbau-Ebersbach... 8. Bautzen...... 4. Dresden-Neustadt... 5. Dresden-Alfftadt... 6. Dresden-Tharandt•. 7. Meißen-Großenhain.. 8. Pirna....... 9. Freiberg-Oederan.,. 10. Döbeln-Rohwein,.. 11. Oschatz...... 12. Leipzig-Stadt.... 13. Leipzig-Land.... 14. Borna-Pegau.... 15. Mitweida-Limbach.. 16. Chemnitz...... 17. Glauchau-Meerane.. 18. Zwickau-Crimmitschau. 19. Stollberg-Schneeberg. 20. Zschopau-Gelenau... 21. Annaberg-Eibenstock.. 22. Kirchberg-Auerbach.. 23. Plauen.,»««- Am 16.16. 1898 social- demokrat. Stimmen abgegeben Prozent aller abgegeben. Stimmen Partei- angehörigk. des 1898 gewählten Name des focialdemokratischen Kandidaten 1903 'A. Bebel. Berlin Dr. A. Erdmann, Köln Hüttmann, Frankfurt a. M. *81. Bebel. Berlin *A. Hofrichter, Köln *A. Bebel, Berlin 'Karl Meist, Köln Molkenbuhr, Redakteur 'Scheidemann, Offenbach 'Herm. Grimpe, Elberfeld P. Gräser, Elberfeld 'Cl. Hengsbach, Köln Herrn. Trilse, Elberfeld Molkenbuhr Molkenbuhr 'C. Haberland, Barmen May, Solingen Max Sendler, Solingen 'A. Hofrichter, Köln 'Dr. Erdmann, Köln 'A. Bebel. Berlin Dr. Erdmann, Köln 'A. Bebel. Berlin 'H. Gilsbach, Verleger, Köln 'A. Bebel, Berlin Dr. Erdmann, Köln Dr. Erdmann. Köln I. Spaniol, Oberhausen I. Spaniol, Oberhaufen G. Lehmann, Mannheim 'A. Bebel, Berlin Rich. Rösch, Redakteur, Aachen R. Eberle, Barmen 'A. Bebel, Berlin 'A. Bebel, Berlin Paul Gloning, Reutlingen 'Georg Birk, Gastwirt v. Bollmar, Schriftsteller 'Joh. Braun, Lagerhalt., Lechhausen 'Ed. Schmid, München 'Gg. Birk, München Seb. Witti, München 'Gg. v. Vollmar, München Jos. Schorer, Freilassing Ant. Raith, München Aut. Raith, München Gg. v. Vollmar, München 'Frz. Schmitt, München 'Ed. Schmid, München Seb. Witti, München Ehrhart, Tapezier, Ludwigshafen 'Huber, Ludwigshafen Körner. Ludwigshafen Ph.Keidcl, Landt.-Abg., Pirmasens Dlckreiter, Redatteur, Ludwigshafen 'Klement, Gastwirt, Kaiserslautern Bapt. Hagen, Regensburg I. Böckler, Fürth 'K. Enßner. Schlosser, Nürnberg Michael Weiß, Rentier, Weiden A. Rackl, Gauvorstand. Nürnberg 'Daniel Stücklen, Hof K. Hügel, Schneidermstr., Bayreuth Demhart, Malermstr., Erlangen 81, rt. Walter, Landt.-Abg., Koburg 'K. Dorn, Arbeitersekret.. Niirnberg Dr. Südckum, Redakteurs (St.) M. Segitz, Arbeitersekretär Michael Hierl, Schwabach 'Breder. Cigarrenhändl., Niirnberg 'I. Merkel, Landt.-Abg., Nürnberg 'Zick, Magistratsrat, Fürth 'Gräf. Arbeitersekretär, Frankfurt Gg. Klampfer, Cigarrenfabrikant Georg Diehl, Verbandsvorstand Paul Fiedler, Magazinier 'Joseph Säckler, Gastwirt Franz Schmitt HanS Rollwagen, Augsburg Joh. Nimmerfall, München Karl Vollnhals, München Ludw. Pickelmann, München Angerhofer R. Kmeriem, München (St.) Edm. Fischer, Redakteur Karl Sindermann. Dresden 'Wilh. Höppner, Dresden (St.) Aug. Kaden, Cigarrenfabrik. (St.) Dr. Gradnauer, Redakteur Georg Horn, Redakteur Nitzschke, Großenhain 'Jul. Fräßdorf. Dresden 'Ernst Schulze, Cossebaude Grünberg, Hartha, Nachw. 18./1.02 'Richard Lipinski, Leipzig tulius Motteler, Leipzig rd. Geyer, Cigarrenfabr., Leipzig Gg. Schöpflin Paul Göhre M. Schippel, Redakteur. Berlin I. Auer, Schriftsteller. Berlin W. Stolle, Gärtner, Gesau Goldstein. Zwickaus (St.) E. Roseno«, Redakt., Chemnitz 'Ernst Grenz. Leipzig u,Cigarrenfbr., Chemnitz Name deS focialdemokratischen Kandidaten 1903 Hildenbrand, Stuttgarts 'Tauscher, Stuttgart 'Kittler, Heilbronn Karl Sperka. Stuttgart (St.) Schlegel, Nachw. 27./10. 99 'Friedrich Hermann, Stuttgart Karl Oster Wilhelm Kowald, Stuttgart Mattutat, Arbeitersekretär Dr. Lindemann Karl Krüger. Hall Friedrich Fischer, Stuttgart A. Rudolph, Stuttgart 'Dietrich, Stuttgart Georg Preßmar, Gaislinge» Friedrich Göhring, Ulm Friedrich Göhring, Ulm 'A. Krohn, Konstanz 'Fritz Fleig. Hornberg A. Kleemann. Durlach *Fr. Haug, Freiburg 'E. Kräuter, Freiburg W. Engler. Freiburg G. Monsch, Offenburg Theod. Lutz, Baden-Baden E. Eichham, Mannheim�) (St.) Geck, Buchdr.-Bes., Offenburg (St.)Dre»Sbach, Kaufm., Mannheim 'G. Pfeiffle. Mannheim R. Horter. Mannheim E. Eckardt, Mannheim Eduard Krumm H. Bushold, Friedberg Dr. Michels, Marburg (St.) B. Kramer, Gastw., Darmstadt K. Ulrich, Buchdr.-Bes., Offenbach 'A. Rau, Gemeinderat, Mühlheim 'Berthold, Damfftadt Peter Reichert, Tüncher 'Dr. David, Schriftsteller Theod. Bartels, Lübeck 'Emil Groth, Rostock 'Berth. Große, Hamburg 'Heinr. Lorenz. Hamburg (St.) Dr. Herzfrld, Berlin 'Gustav Knappe, Stettin Heinr. Lüth, Hamburg (St.) A. Baudert, Restaurat., Apolda Herm. Leber, Schlosser, Jena *Paul Leutert, Malermstr., Apolda *P. Hug, Bant 'P. Hug, Bant Ad. Schulz, Delmenhorst (St.) W.«l»S, Schriftsteller Rick, Braunschweig (St.) Calwer, Redakteur Ed. Wehder, Sonneberg Reißhaus, Schneider, Erfurt 'Buchwald 'Krüger, Korrektor, Halle Bock, Redakteur, Gotha 'Herm. Käppler, Altenburg (St.) Albrecht, Schneidermstr., Halle 'Ivos, Redakteur, Gotha 'Hofmann, Saalfeld 'L. Dettmering, Elberfeld Förster, Cigarrenfabrik., Hamburg Wurm, Schriftsteller, Berlin Heinr. Klingenhagen. Herford Cl. Becker, Lemgo Schwartz, Geschäftsführer 'Schmalfeldt, Gastw., Bremerhaven Bebel, Schriftsteller Dietz, Buchdnxckerei-Besitzer Metzger, Journalist Joseph Gsell, Mülhausen Emmel, Mülhausen 10) Jac. Peirotes, Straßburg Josef Bucher, Gebweiler Louis Weinzom 'Paul Brzoslewicz 'Gust. Hoffmann „Bernh. Böhle L. Meyer 'Tharl. Schott ®. Bohn, Gemeinderat, Straßburg Peirotes, Straßburg 'Jean Martin, Mülhausen Bleibt unbesetzt Die Aufftellung unsrer Kandidaten ist sonach beendet bis auf die zwei Kreise Olpe»SrnS» berg im Regierungsbezirl Arnsberg und Zabern in Elfaß-Lothringen. In 394 Kreisen kandidieren 322 Parteigenossen, von denen 36 in mehreren Kreisen aufgestellt sind. Der 15. elsässische KreiS bleibt unbesetzt. Die Namen der bisherigen Abgeordneten sind fett gedruckt; ein St. vor dem Namen bedeutet in Stichwahl gewählt, ein' vor dem Namen bedeutet, daß der betteffende schon 1893 in diesem Kreise kandidiert hat. y 5411 davon fielen aus Schumacher, st Die socialdemokrattschen Stimmen, die für den nicht wählbaren Schröder abgegeben wurden, befinden sich unter den 4429 ungültigen, st In der Nachwahl an Stelle Oertel» gewählt, st Der bisherige Abg. Seifert kandidiert nicht mehr. Goldstein kandidierte 1898 sür Meiken. st Der bisherige Abg. Klotz kandidiert nicht mehr. Hildenbrand kandidierte 1893 sllr Balingen, st Der in Stichwahl gewählte bisherige Abg. Agfter kandidiert nicht mehr,'st In der Nachwahl verloren gegangen. Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 28. Mai. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Robert der Teufel. Schauspielhaus. König Heinrich der Fünfte. Deutsches. Der Biberpelz. Berliner. Alt- Heidelberg. Lessing. Der blinde Passagier. Residenz. Lustige Ehemänner. Vorher: Nach dem Balle. Neues. Der Herr Gemeinderat. Westen. Dubarry. Central. Madame Sherry. Thalia. Charleys Tante., Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Jm weißen Rößl.. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Die guten Freunde. Kleines. Nachtasyl. Trianon. Die Notbrüde. Belle- Alliance. Excellenz. Die Kinder der Carl Weiß. Das Geheimnis des roten Hauses. Casino. Verlorene Ehre. Beckers Geschichte 2c. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Buntes. Die weiße Dame. Paffage Theater. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Zum erstenmal: Von der Zugspiße zum Wahmann. Invalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Donnerstag, 28. Mai, 7, Uhr: Gastspiel des königl. Hofopernsängers Martin Klein. 8um legtenmal: Madame Sherry. Operette in 3 Aften von Hugo Felig. Freitag, Sonnabend: Die Fleder: mans. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Anfang 8 Uhr. Viertlette Aufführung: Charleys Tante. Schwank in 2 Atten v. Br. Thomas. Freitag, Sonnabend, Sonntag: Charleys Tante. Residenz- Theater für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Die Expedition. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Im weissen Rössl. Lustspiel in 3 Akten von D. Blumenthal und G. Kadelburg. Freitagabend 8 Uhr: Im weissen Rössl. Sonnabendabend 8 Uhr: Im weissen Rössl. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Lustspiel in 4 Aufz. v. Vict. Sardou. Freitagabend 8 Uhr: Jugendfreunde. Sonnabendabend 8 Uhr: Hedda Gabler. Im Garten Konzert. 6. 0000 Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, 31. Mai( 1. Pfingstfeiertag), im Berliner Prater, Kastanien- Allee 7/9 und Montag, 1. Juni( 2. Pfingstfeiertag), in Ballschmieders Festsälen, Badstr. 16: Urania. Kleines Theater. Grosses Früh- Konzert Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Zum erstenmal: Von der Zugspitze zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Sonntags 3 Uhr. Anfang: Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Erna Koschel Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter: Straße 132. Das Geheimnis des roten Hauses. Engl. Sensationsfomödie in 6 Bildern von Hungerfield. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Sommer Garten: Täglich: Konzert, Theater und SpecialitätenVorstellung. Anfang 51, Uhr. V Neues Sonntag( 1. Feiertag): Programm. Am 2. Feiertag: Große Früh- Vorstellung. Anfang 52 Uhr. Josefine Delcliseur Bernhard Rose- Theater Cake Walk Zaretzki- Trio. Ganz Berlin zerbricht sich schon den vierten Monat Badstraße 58. Vom 1. Pfingstfeiertag ab täglich: Gr. 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Von 6 Uhr ab: DoppelKonzerte. Bei eintretender Dunkelheit: Phänomenale Beleuchtung. Casino- Theater Lothringerstr. 37. noch 9. Lebende Bilder. Sam Elton, Komischer Excentric. Carlotte Kara, Creolische Sängerin. Pantzer Brothers, Akrobaten. Rakoczy, Ungarische Tanztruppe. Das Meistergesangs- Quartett. Ralph Johnstone, Bicyclist. Woodwards, dressierte Seelöwen. Miss Diana, amer. Spiegeltänzerin. Ballett und ,, Biograph", , Berlin auf Stelzen." Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 4 Uhr. Am 1. u. 2. Feiertag: Gr. FrühStonzert u. Früh- Vorstell. Anf. 5 Uhr. Am 2. u. 3. Feiertag: Gr. Ball. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Heute: Geschlossen. veranstaltet von den Socialdemokrat. Parteigenossen des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Konzert, Cheater fowie fämtliche Specialitäten und unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, NORD". Kaffeeküche von 4 Uhr geöffnet. Billets an der Kasse 30 Pfennig, im Vorverkauf 25 Pf. 219/17 Tanz 50 Pfennig. Programm gratis. Das Komitee. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Voranzeige. Sonntag, den 9. August 1903: 16/8 12. Sängerfest des Arbeiter- Sängerbundes im Müggelfchlösschen und Strandfchloss, Friedrichshagen. Gesungen werden folgende Lieder: Festgesang" von Kurz, Borwärts", Empor zum Licht"," Heimkehr", Saat und Ernte" und" Freiheit". Sonntag, den 12. Juli 1903 in Nauen: Provinzial- Sängerfest. Wiedereröffnung: Am 1. Pfingst- Folgende Chorlieder kommen zum Vortrag:" Festgesang" von Uthmann,„ Bruderlied"," Liebeslust" u.„ Empor zum Licht". Der Vereine, welche sich daran beteiligen, haben schnellstens ihre Zusage, desgl. die Zahl der Sänger an feiertag. Am 1., 2. und 3. Feiertag: den 2. Stafsterer H. Naetebusch, Graudenzerstr. 4, zu melden. Der Vorstand. Grosse Fest- Vorstellungen. Anfang des Konzerts 5, der Vorstellung 6 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. In der Klemme. Humoreske von Mehsel. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Sanssouci. Ab Pfingsten täglich im Garten: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anjang: Sonntags Konz. 5 Uhr, Borstell. 7 Uhr. Wochentags: Konz. 6 Uhr, Borstell. 8 Uhr. Sonnt., Mont. u. Donnerst. nach der Soiree: Tanz. 196 Friedrichstrasse 196 nahe der Leipziger Strasse Permanente AUSSTELLUNG 1 der Gegenstände, die für JASMATZI- COUPONS Besichtigung erbeten. Insal erhältlich sind. lid GEORG A. JASMATZI AKT.- GES. Grösste deutsche Cigarettenfabrik. Wilmersdorf, Wilhelmsaue 112, Luisenpark. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Garten- Konzert. Unser Goldjunge. Freie Volksbühne. Grosses Instrumental- Konzert 8 Uhr: Beckers Geschichte 2c. An allen Pfingsttagen nachm. 4 u. abds. 8 Uhr: Ertra- Borstellungen mit vollständig neuem Programm. BilletVorverkauf täglich an der Staffe. Apollo- Theater. Zum 23. Male: Die Liebesinsel. Von Benno Jacobson. Musik von C. Stix. Im 3. Akt: Die lebenden Briefmarken. Grosses Post- Ballett. Ferner: Die glänzenden Specialitäten. Metropol- Theater. 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Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 122. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 28. Mai 1903. Partei- Nachrichten. Aus der frauenbewegung. 6. März die Zimmerer in den Streit traten, denen am 16. März die tufe Bedenken gegen den Becherschen Vorschlag, ersterer mit der BeMaurer und Bauarbeiter folgten. Zuerst war alles ruhig und erst als gründung, daß die Behandlung akut venerisch Erkrankter nur in am 30. März 6-7 Arbeitswillige tamen, entstand Erregung. einem Krankenhaus möglich sei, legterer unter dem Hinweis darauf, Einen glänzenden Wahlsieg haben unsre hessischen Genossen Die Arbeitswilligen, die von 4 Beamten von der Bahn geleitet daß bei schlechtem Wetter die Kranken voraussichtlich nicht das gelegentlich einer Neuwahl von Landtagswahlmännern in Bieber wurden, wurden belästigt und einer so verletzt, daß er das Krankenhaus Sanatorium aufsuchen würden. Dr. Blaschko meint, daß der davongetragen. Das Landtagsmandat unsres Genossen Orb für aufsuchen mußte. Am 1. April follte wieder ein Transport Italiener Betrieb dieser Sanatorien auch im Winter fortgeführt werden müsse, Offenbach- Land war von der Zweiten Hessischen Kammer für kommen. Am gleichen Tage aber hatten auch Truppen Garnison- da bei der Ueberfüllung der Krankenhäuser gerade dann das Ve ungültig erklärt worden, weil bei der Wahlmännerwahl in Bieber wechsel vorgenommen, wodurch ein großer Verkehr auf den dürfnis nach Betten für Geschlechtskrante am größten sei. Er schlägt Unregelmäßigkeiten vorgekommen sein sollten. Es mußte des- Straßen war und insbesondere vor dem Bahnhof sich entwickelte. vor, daß die Berliner Ortsgruppe sich mit der Central- Kommission halb vom ganzen dortigen Landtags- Wahlkreis in Bieber allein eine 22 Schuleute und 12 Nachtbeamte unter der der Krankenkassen Berlins und eventuell mit den Landes- VerNeuwahl der Wahlmänner vorgenommen werden. Da bei der letzten Führung von 3 Kommissaren wurden unter der Ober- ficherungsanstalten Berlin und Brandenburg in Verbindung setzen Landtagswahl Genosse Orb im ganzen 32 Wahlmänner für leitung des Polizei- Inspektors zum Schuße der an solle. Prof. Lesser befürwortet ebenfalls die Begründung der fich hatte, wovon Bieber 6 Wahlmänner stellte, auf den kommenden Arbeitswilligen nach dem Bahnhofe beordert. artiger Sanatorien als Not behelf, so lange in Berlin die BettenGegner aber 26 Stimmen bei der Wahlmännerwahl fielen, so Dortfelbft fand sich auch ein Abgeordneter der Streifenden ein, der zahl für Geschlechtstranke noch so unzureichend sei wie jetzt, wo in hing es von der neu vorgenommenen Urwahl in Bieber ab, ob der den Zeugen höflich bat, mit den importierten Arbeitern reden einer Woche allein aus der Charité 60-70 schwer socialdemokratischen Partei der Landtagssitz für Offenbach- Land er- und ihnen die Verhältnisse auseinandersegen zu ertrantte Geschlechtstrante wegen Ueberfüllung halten bleiben oder an die Gegner verloren gehen würde. Von dürfen. Der Zeuge verweigerte diese Zwiesprache. Als der Zug abgewiesen werden mußten( 1) Auf Antrag des Herrit beiden Seiten machte man die größten Anstrengungen, um den Sieg mit den Arbeitswilligen in der Mitte das Bahnhofsportal verließ, Dr. Lennhoff wird der Vorschlag, daß der Vorstand sich mit der zu erringen. Besonders das Centrum verschmähte tein Mittel, um wurde er von den Streikenden mit Heulen und Pfeifen empfangen. Centralfommision und den Landesversicherungs- Anstalten in Verihn uns zu entreißen. Der Polizei- Inspektor hat darauf seine sämtlichen Mannschaften bindung setzen soll, einstimmig angenommen. Aber keiner der versuchten Tricks verfing. Alle unsre sechs blank ziehen lassen. In der Bahnhofstraße flogen dann Wahlmänner wurden mit erhöhter Stimmenzahl wieder einzelne Steine, durch welche Beamte getroffen wurden. gewählt. Die Gegner brachten es auf etwa zwei Drittel bis drei Am Elisabethmarkte hat dann der Inspektor die Menge Viertel unsrer Stimmenzahl. aufgefordert, sich zu entfernen, was mit Steinhagel beantwortet sei. Da habe es den Befehl zum Vorgehen mit der blanken Waffe ge- Ueber Kinderwelt und Prostitution sprach im Berliner Verein gegeben, wodurch dann eine Anzahl Verwundungen vorkamen. Auch für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse am 25. Mai Fräulein wurden viele Verhaftungen vorgenommen und eine Anzahl Personen Adele Schreiber. Ausgehend von der Notwendigkeit, den fist zur Zeit in Untersuchungshaft, um ihre Prozessierung zu er- furchtbaren Strebsschaden des fäuflichen Liebesgenusses aus der Ges warten. Das Gericht konnte in dieser Darstellung eine Provokation sellschaft zu entfernen, schilderte die Referentin, wie in unfrer Zeit der Streifenden nicht erblicken und verurteilte den Genossen endlich Männer und Frauen aller Stände eifrig die Prostitution beSommer zu nur bier Monaten Gefängnis! Der Staats- fämpfen, statt sie, wie bisher, au verschleiern. Man sucht den anivalt hatte gar sechs Monate beantragt! Grund des Uebels nicht einseitig in der zur Unsittlichkeit geborenen, Diefes Urteil eines bürgerlichen Gerichts zeigt wieder einmal, gleichsam direkt vorherbestimmten Einzelpersönlichkeit, sondern in der Von einer Erbschaft Bebels wußte dieser Tage die Presse zu wie sehr bürgerliche und proletarische Denkweise sich von einander wirtschaftlichen Notlage. Erschwerend tritt für manche Kinder eine anberichten. Uns war von der Sache nichts Näheres bekannt und wir unterscheiden und wie sehr das Klassenurteil über ein und denselben geborene oder anerzogene geringere Widerstandsfähigkeit gegen uns haben sie deswegen unerwähnt gelaffen. Die Leipziger Volksztg." Vorgang auseinandergeht. Ein Polizeibeamter, doch ein durchaus jittliche Einwirkungen zu Tage, welche in günstiger Lage überwunden weiß nun über die Sache folgendes zu berichten: Bebel erhielt die glaubwürdiger Mann, bekundet ausdrücklich, er habe einem Ab- wird, in einem ungeeigneten Milieu jedoch die traurige Folge zeitigt, Nachricht von der ihm zugedachten Erbschaft erst vor einigen Tagen geordneten der Streifenden, der höflich um eine unter daß schon im frühen Kindesalter das arme Wesen der Prostitution zugestellt, begleitet von der in französischer Sprache abgefaßten redung mit den importierten Arbeitern bat, diese ver- rettungslos anheimfällt. Hauptursache der Verderbnis sind die AbWillensmeinung des Verstorbenen. Dieser erklärt darin, er weigert. Das Volt urteilt: Diese Verweigerung einer Unterredung stumpfung des Schamgefühls und die vorzeitige Erregung der Sinn legiere 10 000 Franken an Herrn Bebel, nicht weil er einer war ungefeßlich; sie wirkte in Verbindung mit dem Massenaufgebot lichkeit, wie sie in den überfüllten Wohnungen der Armut in allen der Führer der socialistischen Partei, sondern ein Freund von Polizeikräften als eine Provokation der Menge, die man verdammte, Großstädten( in Berlin 27 000 Bimmer, in denen 6 und mehr Perder Wahrheit sei, weil Bebel den Mut habe, alle Zeit zu sagen ohnmächtig dem Import der Leute zuzusehen, welche ihre Klassengenossen fonen jeden Alters und Geschlechts gemeinsam schlafen) und in all wie er denkt, so weit ihm dies erlaubt sei und wenn er glaube, nicht nur um die Früchte ihrer gefeßlich gestatteten Koalition, sondern der traurigen Verwahrlosung der Kinder sich darstellt, deren Eltern, daß dieses die Wahrheit sei, weil Bebel mit ihm( den Erblasser) auch um die zukünftige Arbeitsgelegenheit bringen sollten. Das von der Not zum Erwerb getrieben, die kleinen Wesen sich selbst in dem auf die Spitze getriebenen Militarismus das stärkste bürgerliche Gericht urteilt: Nein, ein solches Verhalten ist keine überlassen müssen. Schlimmer noch ist die Lage für die Kleinen, Hindernis der Entwicklung der Menschheit sehe, das entweder damit Provokation, und wer das behauptet, wandert vier Monate ins Ge- die selbst arbeiten als Blumenmädchen, als Hausierer, als Ausendigen werde, das kontinentale Europa zum Nußen Englands und fängnis! Wie aufreizend wirkt solch ein Urteil, das dem Klaffen- läufer usiv. Nordamerikas zu Grunde zu richten oder zu einem schredlichen Siege gefühl des Proletariats so widerspricht! führe, den zu verhüten die Aufgabe jedes Menschenfreundes sein müsse. Jm weiteren, führt der Erblasser aus, sei er auch zu dem Legat beranlaßt worden, weil Bebel wiederholt den Mut gehabt, zu erklären, daß das einzige Heilmittel, diese verfahrene Situation Noch ein Veteran. In Offenbach feierte gestern einer von der alten Garde, Genosse Nikles Peter Toppst a a, seinen 60. Geburtstag. Er stand schon in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts als Lassalleaner in den vorderen Reihen und hat unter den schwierigsten Verhältnissen unentwegt die Fahne des Socialismus Hochgehalten. Auch in der Zeit des Socialistengesetzes und des Heinen Belagerungszustandes hat er unerschrocken feinen Mann gestanden. Sociales. Eine genaue Umfrage bei den 12 000 geschändeten Kindern Londons ergab, daß in vielen Fällen die eignen Verwandten, Väter sogar und Großväter, die Verführer gewesen. Im ganzen sind es ältere Männer, von 50 Jahren bis zum hohen Greiſenalter, die sich so schmachvoll an der wehrlosen Kindheit vergehen. Mit vertrauenland und Frankreich in Bezug auf Elsaß- Lothringen sei, daß wenn hielt am 22. Mai im Bürgersaale des Rathauses eine Sigung ab, richten. Die Erzählungen eines frühzeitig verderbten Kindes reißt ins Gleichgewicht zu bringen, eine Verständigung zwischen Deutsch- Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheit erweckendem Aussehen und dem Versprechen irgend eines Geschenkes verloden sie die armen Kleinen, die sie oft für zeitlebens zu Grunde diese beiden ersten Kulturnationen des europäischen Kontinents sich in welcher zunächst Dr. Blaschko über den Frankfurter Kongreß manche andre mit sich in den Abgrund, denn die kindliche Neugier verständigt hätten, für beide Länder eine Periode innerer Wohlfahrt berichtete, die Bedeutung desselben im Kampfe gegen die Geschlechts will das Erfahrene selbst erleben. Daß in vielen Fällen die Mutter beginne und der Friede der Welt gesichert sei. Der Erblaffer trantheiten hervorhob und die Mitteilung machte, daß die Gesellschaft selbst die Supplerin spielt, ist einer der traurigsten Büge in dieser hält es auch für angemessen, in dem Schriftstück zu erklären, daß nun über 2000 Mitglieder, darunter viele große Städte und andre Bebel von dem Legat teine Kenntnis habe. Das Testament ist am Körperschaften zähle. Es folgte ein Vortrag des Dr. G. Gut Seuche empfiehlt die Referentin vor allem Mäßigkeit im Altohols Leidensgeschichte der Kindheit. Als Heilmittel gegen die sociale 6. März 1900 ausgestellt, als der Erblaffer bereits im 84. Lebens- mann über die Bedeutung der Geschlechtskrankheiten für die Hygiene genuß, da nicht nur die meisten Sittlichkeitsverbrechen im Rausch jahre stand. des Auges. Der Redner legte an der Hand eines großen begangen werden, sondern auch die Trunksucht der Eltern geeignet Totenliste der Partei. Unfre Genoffen in Barmen haben Zahlenmaterials dar, wie häufig Syphilis und Gonorrhöe gerade erscheint, die Veranlagung ihrer Kinder aufs ungünstigste zu bes einen ihrer treuesten Mitkämpfer, den Genoffen Johannes Krieg, dieses edle Organ betreffen, wie oft vollſtändige Erblindung eintreten einflussen. Die Kinder von Trinkern find in vielen Fällen epileptisch zu Grabe getragen. Wiewohl er seit Jahren von einem schweren, und nur durch eine rechtzeitige ärztliche Behandlung, Diefen oder schwachsinnig, und damit zu vorzeitiger Sinnlichkeit veranlagt, Lebhafte Diskussion entwickelte sich beim die sich bei mangelhafter Erziehung nur zu bald entivickelt. Besses schmerzhaften Leiden geplagt wurde, hatte er es sich nicht nehmen verhütet werden kann. laſſen, in der vordersten Stampfeslinie zu bleiben. Erst als das dritten Punkt der Tagesordnung, bei welchem Herr Dr. 2. Becher rung der Wohnungsverhältnisse, nach der Art der mustergültigen Leiden sich so sehr verschlimmerte, daß er das Bett nicht mehr ver- unter Hinweis auf das durch das neue Krankenversicherungs- Gesez Säufer der gemeinnützigen Baugenossenschaften in Frankfurt a. M.. Lassen konnte, legte er seinen Posten als Bezirksführer, den er jahre Geschlechtskrante empfahl, die Einrichtung der bekanntlich schon schulen an), Kindergärten und Kinderhorte, Behütung der Kleinen boraussichtlich stark vermehrte Bedürfnis bon Betten feine Prügel in der Schule( Rednerin führt Beispiele aus Klosters lang gewissenhaft versehen hat, nieder. Aber nicht allein in der Partei hat er seinen Mann gestellt, auch in der Getverkschaft, bem feit einigen Jahren praktisch erprobten Erholungsstätten vor ungeeigneten Schaustellungen und vor dem schädlicen en Tertilarbeiter- Verband, hat er stets feine Pflicht und Schuldigkeit auch für die Verpflegung und Behandlung von Geschlechtskranten zu gethan. In Edenheim bei Frankfurt a. M. starb der Genoffe verwerten. Die Erholungsstätten haben den Vorzug, daß sowohl die enthalt im Wirtshaus sind weitere nüßliche Maßregeln, wie auch Beter Michel. Selbst der tote Socialist erschien den Behörden Errichtung wie der Betrieb im Verhältnis ungemein wohlfeil ist. Die Fürsorge- Erziehung, welche die Vortragende jedoch nach Art ber so gefährlich, daß bei der Beerdigung brei Gendarmen und der Der Bau einer Erholungsstätte toftet, wenn die Döderiche Barade englischen und amerikanischen Erziehungstolonien gestalten möchte. Ortsdiener Posto gefaßt hatten. Selbst in den Reihen der Gegner leibweise zu erlangen ist, 4000 m. einschließlich der Einrichtung. Diese bestehen in Einzelhäusern auf einem landwirtschaftlichen Gut hielt man diese Art der Socialistenbekämpfung nicht für einwandsfrei. Ein Tages- Sanatorium würde eine Mehrausgabe insofern mit gemeinsamer Schule; ein Dorf mit Familien von 10-12 Kindern verlangen, als dort neben dem üblichen Brausebade, das unter Leitung einer Lehrerin. Je früher die Kinder in solch günstige Polizeiliches, Gerichtliches ufw. jede Erholungsstätte hat, noch etwa 1000 M. für eine Bade- Verhältnisse kommen, je besser für ihre Entwicklung. Die Frage der Die Bromberger Unruhen aus Anlaß des Bauarbeiter einrichtung zu verausgaben wären. Der Betrieb einer Erholungsstätte nabenliebe wurde gestreift bei Erwähnung des Buches von Feriani Ausstandes fanden am Dienstag eine Erörterung vor der Erfurter deckt sich bei einer Belegung mit 100 bis 120 Stranten infolge des über Kinderverkauf in Italien. Uebergroße Armut veranlaßt viele Straffammer. Die„ Thüringer Tribüne" hatte, ebenso wie andre Reingetvinnes, der aus dem Milchbertriebe erzielt wird, aus sich Eltern, ihre Kinder, meist Knaben, an einen Unternehmer zu ber= Blätter, eine Notiz von der Sache gebracht und dabei bemerkt, selbst. Nach einem Voranschlage ist anzunehmen, daß die für einen kaufen, der sie ins Ausland führt und in jeder Weise ausbeutet. die Polizei habe durch ihr Verhalten die Ausschreitungen materiell günstigen Betrieb erforderliche Jahl bon Kranten sich Dieser Menschenhandel müßte in gleicher Weise wie der Mädchenprobociert. Der verantwortliche Redakteur des Blattes, Genosse zusammenfinden wird. Die Ortsgruppe Berlin der Deutschen Ge- handel international bekämpft werden. Den Müttern legte die VorSommer, hatte sich deshalb wegen Beleidigung der Brom- sellschaft möge sich den Gedanken, ein solches Tages- Sanatorium in der tragende ans Herz, nicht nur den Mädchen in geeigneter Art die berger Polizei zu verantworten. Der als Zeuge erschienene Nähe von Berlin zu begründen, zu eigen machen. In der notwendige Aufklärung zu geben, sondern auch die Söhne über ihre Polizei- Inspektor Bathe aus Bromberg führte aus, daß am Diskussion äußerten Stabsarzt Hoffmann und Geheimrat Mar- sittlichen und hygienischen Pflichten zu belehren. Mit einem warmen Reichstagswahlen vor fünfundzwanzig Jahren. II. Bald folgten Regierung und Parteien mit ihren Wahlaufrufen. Der Kampf gegen die Socialdemokratie sei es mit oder ohne Ausnahmegesetz bildete ihren Hauptinhalt. Zugleich flog ein Schwarm feindlicher Broschüren auf. Ein Herr Helferich in Duisburg bewies, daß die Socialdemokratie die eigent liche Ausbeuterin der Arbeiter sei. Andre machten sich daran, den Zusammenhang der Socialdemokratie mit den Attentaten zu beweisen, oder auf andre Weise die Socialdemokratie„ kritisch zu überwinden". Sie hat auch das überstanden. Damals erschien auch das Urbild des Socialistenspiegels:„ Die Socialdemokraten, was sie wollen und wie sie wirken, vom Abgeordneten Eugen Richter". Mit einer gewissen Wehnut nimmt man heute diese arg vergilbten Blätter in die Hand. Denn die Unwissenheit und Dummheit des großen Wolfstribunen hatten damals noch einen gewissen Zug ins Erhabene. Sie war einfach schön zu nennen, wie alles Vollkommene in seiner Art schön ist. Bon Lassalle hieß es: Er spekulierte auf die schlechten Leidenschaften im Menschen, den Neid, die Eifersucht, den Hang zu bequemem Erwerb und zur Genußsucht. Einer darauf berechneten Demagogie wurde ein historisch philosophisches Mäntelchen umzuhängen versucht. Von gleicher Gelehrsamkeit zeugt die tiefsinnige Kritik, die Herr Richter Marg und seinem„ Kapital" angedeihen ließ: er denn auch offenbar die Erleuchtung, daß die Socialdemokratie mit Schuld an der furchtbaren Krise trage, die im Gefolge des Gründerschwindels hereingebrochen war: Der Rückschlag würde nicht so heftig gewesen sein, er würde sich auch nicht von solcher Dauer erwiesen haben, wenn nicht in jenen Schwindeljahren es der Socialdemokratie gelungen wäre, in folchem Maße, wie es geschehen ist, Verwirrung in die Arbeiterberhältnisse zu bringen, Die Begriffe Kapitalistenklasse und Arbeiterklasse haben sich merk würdigerweise im Sinne unfrer Auffassung ganz allgemein eingebürgert, obwohl sie von Richter schon vor 25 Jahren vernichtet worden sind: und sucht sich derselben, soweit er sie noch betreibt, sobald wie möglich zu entledigen. Herr Nichter hat also offenbar nicht nur nicht das Pulver, sondern ebenso wenig die Eisenbahnen erfunden, mit deren Ver staatlichung knapp ein Jahr nach seiner Prophezeiung begonnen wurde. " Von den übrigen Flugschriften der damaligen Zeit verdient eine Schrift des Geschichtsprofessors Heinrich v. Treitschte hervors gehoben zu werden. Sie führte den schönen Titel Der Socias lismus und der Meuchelmord", nahm es für selbstverständlich an, daß die Socialdemokratie an der Schießerei Hödels und Nobilings die Schuld trage, und setzte alle ihre Hoffnung auf die UnterBei weitem der größte Teil des Kapitals ist im Besize von drückung der Meinungsfreiheit. Wir wissen sehr wohl", hieß es Arbeitern, d. h. von solchen, welche zugleich persönlich, sei es darin, daß in dem politischen Katechismus der Durchschnittsliberalen geistige oder förperliche Sträfte in wirtschaftlich mußbringender mit Lapidarschrift zu lesen steht, alle Ausnahmegeseße sind nuglos, Thätigkeit aufwenden. An dem angeblichem Monopol wie die Geschichte Frankreichs beweist"... Doch wir sind der Kapitalistentlasse"( die schnippischen Gänsefüßchen tegerisch genug, den Tiefsinn dieser Geschichts. stehen auch im Driginal) nimmt sofort jeder Teil, der philofophen zu bezweifeln." Und für die Leiden der etwas mehr erarbeitet, als er für seine nächsten Verfolgten entquoll seinem tiefen deutschen Gemüt dieses BeLebensbedürfnisse braucht. Herr Richter hat zwar die Ausnahmegeseze bekämpfen müssen, aber: alles verstehen( und Herr Richter verstand alles) heißt alles verzeihen. So findet er: Ein Wunder ist es freilich nicht, daß gegenüber dem Ruf der Socialdemokratie nach Staatshilfe für einseitige Klasseninteressen nun auch die Gegeninteressen lebendig werden und die Staatsmacht aufzubieten suchen zur Maßregelung der Arbeiter. Herr Richter berstand" also das Socialistengesez beinahe ebensogut wie die Erdrosselung der Geschäftsordnung und den Antrag Kardorff. Wozu so viel Aufhebens über diese angeblich socialistische Damit könnten wir füglich von Herrn Eugen Richter für diesBibel? Daß, so lange die Menschen unvollkommen sind, auch die mal Abschied nehmen. Seine Zuchthausphantasien und„ Teilungs" fapitalistische Produktion ihre Schattenseiten hat, braucht nicht erst Berechnungen fann man auch in seinen späteren Meisterwerfen gebewiesen zu werden. nießen. Bloß weil er sich über die Prophezeiungen andrer Leute Herr Nichter, der führende Politiker des Bürgertums, wußte zu gerne luftig macht, soll daran erinnert werden, wie glänzend sich also vor 25 Jahren von den wissenschaftlichen Grundlagen der sein eigner Seherblid bewährte. Um nämlich zu beweisen, daß der socialistischen Bewegung noch etwas weniger als eine Kuh von der Staat auf wirtschaftlichem Gebiete mit der Privatinitiative den chinesischen Grammatik. Und obgleich er diese Lüde seiner Fach- Wettbewerb nicht aufnehmen könnte, erklärt er in dem Kapitel bildung feitdem noch nicht ausgefüllt hat, ist es ihm inimer noch Die Post", angeblich eine socialdemokratische Musteranſtalt", vergönnt, in der bürgerlichen Gesellschaft als Gelegenheitsmacher für folgendes: den Brotwucher und Specialist für Socialistenvertilgung eine Auch hat der Staat von den früheren Betriebszweigen der gewisse Nolle zu spielen. Seiner profunden Menschenkenntnis verdankt! Post die Personenbeförderung nahezu ganz aufgegeben. " fenntnis: Möglich immerhin, daß die Socialdemokraten in der Schule der internationalen Propaganda einige gefährliche Kunstgriffe der Geheimbündelei gelernt haben; die Mehrzahl ihrer Führer wird doch sicherlich, sobald sie den Ernst der Staatsgewalt fühlt, ihrem heroischen Charakter treu bleiben und unter den wahl= berwandten Gemütern der Londoner Schwefelbande" einen ficheren Unterschlupf suchen. Zu einem solchen Grade sittlicher Verlotterung hatte die Siegesfümmelei und der bismärckische Mordspatriotismns das deutsche Bürgertum herabgezerrt. Es liegt eine nicht unbeabsichtigte Symbolik darin, daß nach der Schlachtung Hödels die Zuschauer des gräßlichen Altes dem Henker die Hand schüttelten, die jenen kranten, verirrten Kopf soeben abgeschlagen hatte. Vor dem Henker kroch das ganze Bürgertum im Staube. Natürlich fehlte diesem großen Kriegszug gegen den Gedanken auch der Tyrtäos nicht. Denn Herr Felix Dahn griff in die Saiten und reimte fürchterlich: Nimmer der Lorbeer, des Delbaums Reifer, Schirmen das teure Haupt dem Kaiser! Heilig dem Fremden dies Angesicht Aber dem Wahn der Deutschen nicht. " Streits gegen 500 Die Aufruf an alle Wohlgesinnten, die einzelnen Hilfsmittel nicht des beide Teile zum Wort kommen zu lassen". Diesen Wunsch fönnen Zur Aussperrung der Bauarbeiter in Dresden bringt bie halb zu versäumen, weil unter der bestehenden Wirtschaftsordnung wir schon mit Rüdsicht auf den Raum unsres Blattes Sächsische Arbeiterzeitung" den nachstehenden Situationsbericht: eine durchgreifende Besserung leider nicht zu erhoffen sei, schloß nicht erfüllen. Im übrigen deckt sich die Darstellung des Unfre Baumeister sind die lautesten Schreier für den Schutz der der interessante Vortrag unter allgemeinem Beifall. Herrn Gleichauf, soweit sie den Kern der Sache betrifft, nationalen Arbeit. Die Dresdener hochpatriotischen Bauunternehmer Vor Schluß der Versammlung teilte die Vorsitzende mit, daß mit dem, was wir über die Angelegenheit veröffentlicht haben. aber haben die deutschen Bauhandwerker aufs Pflaster geworfen der Verein am dritten Pfingstfeiertag einen Ausflug nach Schönholz Wenn Herr Gleichauf die zwischen ihm und dem Vertreter des und versuchen aus Böhmen, Italien usw. Arbeitskräfte zu holen. veranstaltet; fie bat, sich recht zahlreich um 3 Uhr bei Schiller ein- Metallarbeiter- Verbandes aus Anlaß des Streiks bei Mehlich Die deutschen Behörden, die peinlichst aufpassen, daß nicht ein Laib zufinden. Die nächste Vereinsversammlung findet am 22. Juni statt. gepflogene Diskussion als eine principielle Auseinandersetzung Brot über die deutsche Grenze kommt, sind höchst zuvorkommend, Der socialdemokratische Wahlverein der Frauen und Mädchen zwischen den beiden Organisationen fennzeichnet, so ist das eine den Dresdener Unternehmern ihre Menschenware auf die ArbeitsBerlins und Umgegend hielt am 26. Mai im Alten Schüßenhaus" gewaltige Uebertreibung. Die Meinungsverschiedenheit zwischen Cohen pläge bringen zu helfen. Auf den Staatsbauten, z. B. Ständehaus, eine Versammlung ab. An Stelle der erkrankten Genoffin Ihrer und Gleichauf das geht auch aus dem Bericht des letzteren hervor- follen sogar nur böhmische Maurer und Zimmerer eingestellt werden. hielt Genossin Martha Tieb einen sehr beifällig aufgenommenen dreht sich nur um die Frage: Wollen die Arbeiter streiken, um vom 1. Juni Heute nacht tam eine Ladung von 125 Mann aus Prag. Vortrag über das Frauen- Stimmrecht, über den wir an- ab den Neunstundentag zu bekommen oder wollen sie abwarten, ob Wagen wurden nach Neustadt übergeführt. Unfre Posten konnten läßlich einer andren Versammlung bereits ausführlicher berichtet die Fabrikleitung ihre Zusage, den Neunstundentag am 1. Oftober sich bald mit ihnen verständigen. Auf den Krebsschen Neubau, wurde der ganze Trupp hingeführt, von wo haben. Genoffin D. Baader verlas den an sie gelangten Brief einzuführen, erfüllt. Herr Gleichauf ist im Vertrauen auf die Luisenstraße, die Verteilung an Geyer und Kirsten usw. erfolgen eines anonymen sogenannten„ Gebildeten", der die Frauen an den Zusage der Fabrikleitung für das Abivarten, während die Leitung aus Um 11 Uhr hatten die Unternehmer noch niemand. Kochtopf binden will, und ließ es an Spott über das rückständige des Metallarbeiter- Verbandes der Zusage mit Mißtrauen gegenüber sollte. männliche Individuum, das obendrein zu feige fei, seinen Namen zu steht und überzeugt ist, daß die Arbeiter durch einen Streit schneller Im Volkshause waren desto mehr. Mit dem nächsten Zuge geht nennen, nicht fehlen. Unter Hinweis auf den Zollwucher und die Ge- und sicherer zum Ziele kommen. Wir sind überzeugt, daß die es zurück nach Prag. Die noch Zurückbleibenden werden den andren fahren, die den wenigen Volksrechten drohen, führte sie aus, die Leitung des Metallarbeiter- Verbandes nicht zum Streit raten bald folgen. Den Dresdener Unternehmern kostet diese fuhre 500 Frauen hätten an dem Ausgange der diesjährigen Wahl ein solches wird wegen einer Forderung, von der sie weiß, daß dieselbe bis 600 M. ohne Spesen. Die Gesichter kann sich jeder selbst ausInteresse, wie noch bei keiner Wahl zuvor. Sorge man dafür, daß in nicht zu ferner Zeit ohne Streit bewilligt wird. Wir nehmen malen, die die Herren vom Arbeitgeberverband mit samt ihren der Frauen- Wahlverein immer größer werde und der Sauerteig der alfo an, daß die Leitung des Metallarbeiter- Verbandes gute Gründe Agenten machten, als ein Trupp nach dem andern zu uns überAls Kirstens Rausreißer über die Marienbrücke kamen Frauenaufklärung auch noch nach der Wahl und der dann notwendigen haben wird, wenn sie dem Versprechen der Fabrikleitung nicht traut. schwenkte. Auflösung des Vereins kräftiglich weiter wirken könne. Und hätten Es handelt sich also bei dem Streit nicht um eine principielle, und nach der Magdeburgerstraße einbiegen sollten, schwenften fe die Frauen auch noch nicht das Wahlrecht, so wären sie doch ver- sondern lediglich um eine taktische Frage. Welche von beiden Seiten alle 30 Mann nach dem Voltshause ab. Die Herren standen wie pflichtet zu wühlen im Sinne der Socialdemokratie. Die Versamm- die Sachlage richtig beurteilt hat, das wird ja der Verlauf des begoffene Pudel da. inne der Geriale& fepmann sprach den Lung stimmte dem lebhaft zu. zeigen. Darüber mit Herrn Gleichauf zu diskutieren Die Aussperrung der Kölner Maurer und Buter, die von der Frauen den Dank der Parteigenossen, namentlich der des fünften ist jetzt wirklich nicht angebracht. Die Arbeiter der MehlichWahlkreises dafür aus, daß sie ebenfalls in den Wahlkampf fräten. schen Fabrik haben den Streit beschlossen, Unternehmerorganisation mit soviel Geräusch angefündigt wurde, Der Nachdem er die Antisemiten und Freisinnigen in ihrer Rückständigkeit nur die etwa 20 Hirsch- Dunderschen, die auch zuerst mitgestreift nimmt sich in der Wirklichkeit ziemlich harmlos aus. auf dem socialpolitischen Gebiete und dem Gebiete der Frauenrechte haben, ließen sich durch ihren Führer Gleichauf bestimmen, die freißende Berg hat ein winzig Mäuslein geboren: Von den gefennzeichnet hatte, schloß er mit dem Mahnruf an die Frauen, auch Arbeit wieder aufzunehmen. Sie haben gegen den Beschluß der 53 Unternehmern, die die Forderungen der Puzzer und Fuger beim fünften Wahlkreise die kurze Spanne Zeit bis zum 16. Juni aus überwiegenden Mehrheit gehandelt, fie sind also zu Streitbrechern willigt hatten, sind 16 fontrattbrüchig und haben ihre Unterschrift zunuzen und werbend mitzuwirken dahin, daß der realtionären frei- geworden und zwar auf Veranlassung des Herrn Gleichauf. Dieser zurüdgezogen, weshalb 80 Arbeiter die Arbeit niederlegten, wovon sinnigen Vertretung im Kreise ein Ende gemacht werde und der social- Herr hat auch in seiner Eigenschaft als Führer einer Arbeiter- Organi- 34 wieder anderweitig untergebracht wurden. Die Zahl der Ausdemokratische Kandidat Robert Schmidt den Sieg davontrage. fation weitere Streifbrecher in den Betrieb geschickt. Diese schmähliche ständigen beläuft sich auf etwas über hundert. ( Lebhafter Beifall.), Mit einem Hoch auf die Socialdemokratie Handlung wird dadurch nicht besser, daß Herr Gleichauf den Streik trennte man fich. Der Tischlerstreit in Plauen währt bereits drei Wochen. Die Schließlich ist ja jeder Arbeitswillige" ein selbst nicht billigt. Gegner des Streiks, den er durch seinen Dienst zu hintertreiben Lage des Streits ist außerordentlich günstig, da der Zuzug ausbleibt Steglit. Eine Frauenversammlung, einberufen von fucht. Herr Gleichauf mag angesichts seines schmachwürdigen und die Streitarbeit in allen Orten, wo es bekannt wird, verweigert dem Frauen- Wahlverein unsres Kreiſes, tagte am Mittwochabend Treibens das Bedürfnis fühlen, den Borwurf, er begünstige plan- wird. In sechs Werkstellen mit 29 Tischlern wird jetzt zu den neuen Von den 191 Tischlern, welche in den im„ Gambrinus". Genosse Dr. Alberty hatte das Referat übermäßig den Streifbruch, von sich abzuwälzen. Das Brandmal der Bedingungen gearbeitet. nommen. Er führte aus, wie durch die kapitalistische Produktion Schande, welches er sich durch Zuweisung von Streitbrechern an die Streit getreten sind, ist einer zum Streifbrecher geworden. in immer steigendem Maße die Frau in den Dienst der Industrie Mehlichsche Fabrik aufgedrückt hat, wird er nicht wieder los. gereist find ca. 70 Kollegen, am Ort verbleiben noch 114. Von diesen gezwungen und dadurch ihrem früheren Berufe als Leiterin des Komisch erscheint es, wenn Herr Gleichauf die Abstimmung über den wird ungefähr 1½ noch im Laufe dieſer Woche abreisen. Die ArbeitHaushalts und Erzieherin der Kinder entzogen wird. Daraus er- Streit als eine Schiebung Cohens hinzustellen sucht. Die Ab- geber sind bemüht, selbst aus Böhmen Arbeitswillige heranzuziehen. giebt sich aber auch die Notwendigkeit für die Frau, sich am öffent- ftimmung über die Frage: Wer dafür ist, daß die neunstündige Die Arbeitgeber werden aber schließlich nachgeben müssen, wenn der lichen Leben zu beteiligen und dahin zu streben, mit der Zeit die Arbeitszeit am 1. Juni eingeführt wird", soll nach Gleichaufs Buzug ausbleibt. gleichen politischen Rechte zu erringen, wie die männlichen Arbeits- Meinung nicht unbedingt als eine Zustimmung zum Streit aufgenossen sie befizen. Die bevorstehende Reichstagswahl biete Ge- gefaßt werden können. Das heißt doch den betreffenden Arbeitern Der Jahresbericht des Bergarbeiter- Verbandes, Tegenheit, in diesem Sinne zu wirken durch thatkräftige Agitation ein Zeugnis hochgradiger Dummheit ausstellen. Nachdem ausführlich da- den der Vorstand dem zu Pfingsten in 3widau stattfindenden für die Kandidaten der Socialdemokratie, denn nur einzig und allein von gesprochen worden ist, daß man durch einen Streik die Einführung des Verbandstage vorlegt, erstreckt sich auf das Jahr 1902. Nach einem diese Partei vertrete neben den Interessen der arbeitenden Klassen Neunstundentages zum 1. Juni erlangen könne, soll die Fragestellung leberblick über die allgemeine wirtschaftliche Lage sagt der Bericht: auch die politische Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts. Der nicht verstanden worden sein. Gegen diese Annahme spricht doch Ein schweres Krisenjahr haben die Arbeiter hinter sich. Vortragende wies noch darauf hin, wie gerade die Frau als Finanz- die Thatsache, daß die Arbeiter thatsächlich am andern Tage die ersten Hälfte des Jahres war ihre Lage geradezu troftlos. Feierminister der Familie besonders an der in Aussicht stehenden Ver- Arbeit niedergelegt haben einschließlich der Hirsch- Dunderschen, die schichten wurden eingelegt, zeitweilig wurde in einigen Revieren nur teuerung der Lebens- und Genußmittel durch Zölle interessiert sei, ia, erst dem Druck des Generalrats folgend, die Arbeit wieder auf- an 4 Tagen in der Woche gearbeitet, im Ruhrgebiet gab es auf und forderte deshalb zu reger Mitarbeit auf, um durch diese am nahmen. Uebrigens hat ja die zweite Versammlung ausdrücklich vielen Schächten nur 18-20 Schichten im Monat. Außerordentlich 16. Juni der Socialdemokratie zum Siege zu verhelfen, der Gegnerin bestätigt, daß die Abstimmung, welche Herr Gleichauf als Schiebung flau war es auch im mitteldeutschen Braunkohlengebiet. Eine so aller indirekten Steuern und Zölle auf Lebensmittel. bezeichnet, ein Streitbeschluß war. Daran ändert die Darstellung elende Zeit haben die Bergarbeiter ſeit 1873 nicht wieder erlebt. des Herrn Gleichauf nichts. Neben den Feierschichten und sonstigen Betriebseinschränkungen gingen Treptow- Baumschulenweg. Am 25. d. M. fand in Ackermanns AbDer Verband der Barbier- und Friseurgehilfen macht auf das Arbeiterentlassungen einher, die besonders umfangreich waren Inserat in der heutigen Nummer aufmerksam und ersucht die in den Braunkohlengebieten der Provinzen Sachſen und Brandenburg. Arbeiter Berlins, nur solche Barbiergeschäfte in Anspruch zu nehmen, Im zweiten Viertel 1901 waren im Oberbergamts- Bezirk Halle welche die Forderungen der organisierten Gehilfen anerkennen. Als 38 116 Braunkohlen- Bergleute beschäftigt, ein Jahr später beinahe der die erste Maiwoche abgestempelt sein muß. Es wird ersucht, in rheinischen Braunkohlen- Bezirk, nämlich von 7417 auf 49571 Ausweis dafür dient die gelbe Kontrollfarte für 1903, auf 4000 weniger! Verhältnismäßig noch stärker sank die Belegschaft überall nach dieser Kontrollkarte zu fragen; wo die Gehilfen nicht im schlesischen Steinkohlen- Bergbau verminderte sich in der Mitte im Besitz einer solchen sind, sind auch die Forderungen der Organi des Jahres 1902 die Belegschaft um etwa 3500 Köpfe; im Ruhrfation nicht anerkannt. gebiet frat bis zum zweiten Quartal eine Belegschaftsverminderung bon rund 8000 Mann ein. Stabil blieb die Belegschaft oder nahm fogar zu im Saar- und Wurmgebiet und in Bayern; im Königreich Sachsen scheint auch lein Rückgang eingetreten zu sein. Deutfches Reich. Festfälen eine öffentliche Volksversammlung statt, in welcher Genoſſin Martha Tieb über:" Frauen- Stimmrecht und die Pflichten wurde, hielt Frau Bäumler eine warm empfundene Ansprache Nach dem Vortrage, welcher mit großem Beifall aufgenommen an die anwesenden Frauen, Genosse& u ch 3 empfahl den Frauen, die Klatschpreſſe, welche noch in so vielen Familien gelesen wird, ab zuschaffen und dafür die Parteipreffe zu halten. Ebenso empfahl Genosse Mickley den Frauen, die Gleichheit" zu lesen. Eine eingelaufene Resolution, welche im Sinne des Referats gehalten war, wurde einstimmig angenommen. Mit welchen Mitteln die Gegner Der Aussperrung im Bremer Baugewerbe, von der bis jetzt die hier die Frauenbewegung zu hemmen suchen, lehrt eine Postkarte, Maurer, Zimmerer und Bauarbeiter betroffen sind, sollen sich, wie Die Löhne der Bergarbeiter sind schon im Jahre 1901 erheblich welche der Versammlungseinberuferin anonym zuging und in welcher es heißt, auch die Maler-, Dachdecker-, Schlosser, Glaser- und mehrere Baumschulenweger Chemänner" ihr empfahlen, auf die Tischlermeister anzuschließen bereit sein. Ausgeführt ist diese Aus- geringer gewesen wie 1900. Im Jahre 1902 wurden sie noch tiefer Tagesordnung als 4. Punft zu sehen:" Wie stellen sich die Genoffinnen dehnung der Aussperrung noch nicht. Einen Vorschlag zum herabgedrückt. Aus den bisher vorliegenden amtlichen Lohnstatistiken, zur Kochkunst?" Frau Ties, welche das Wort nahm, meinte, die Frieden, der für die Unternehmer sehr beherzigenswert ist, macht in auf die sich der Bericht ſtüht, geht hervor, daß das Einkommen der Schreiber der Karte scheinen zu den Parteien zu gehören, welche aller- ber Weser- Zeitung" der frühere Vorsitzende des Bremer Bergarbeiter in den hauptsächlichsten Bezirken so start herabgedrückt ist, daß der Bergmann heut nicht mehr bekommt, wie vor vier dings das Kochen für die Proletarierinnen zur" Sunst" machen. Wenn Gewerbegerichts, Herr Richter Dr. Blendermann. Nach einer die Genoffinnen genug zum Kochen haben, so stünden fie fich zur Stoch- Erörterung der Hauptforderung der Klempner, derentwillen Jahren. Die überaus schlechte Lage begünstigte begreiflicherweise das tunst recht gut. Zum Schluß riet Genosse Gramenz den Ver- er eine Verhandlung vor dem Einigungsamt sehr wohl für angängig sammelten, die am 26. d. M. stattfindende liberale Versammlung hält, geht sein Rat dahin, daß die Maurer- und Zimmermeister Vorgehen der Grubenbefizer gegen die Arbeiterorganisation. Maßnicht zu besuchen. ihre Kollegen, die Klempnermeister veranlassen, das Einigungsamt regelungen der für den Verband thätigen Mitglieder wurden fast in des Gewerbegerichts anzugehen. Ich meine, schließt Herr Richter in Sachsen und in der Lausitz. Der Erfolg, den der Bergarbeiterallen Revieren vorgenommen. Allen voran gingen die Unternehmer Blendermann, daß Bremens Bürger ein Recht haben, von den Klempnermeistern zu verlangen, daß sie wenigstens den Verband bei den Knappschaftswahlen in Sachsen und bei den BergVerfuch machen, bor dem Einigungsamte eine Gewerbegerichtswahlen im Ruhrrevier hatte, zog ebenfalls eine große Einigung zu erzielen. Denn der Stillstand des gesamten Baugewerbes bringt Zahl von Maßregelungen nach sich. Infolgedessen stiegen die Untermit jedem Tage seiner Dauer zunehmend unsrer gesamten Bevölfe- tüßungen, die der Verband an Gemaßregelte zahlte, gegen das rung große Verlegenheiten und Schäden." Vorjahr um 6908 M. Jm ganzen wurden 16 404 M. für Gemaßregelte ausgegeben. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Zum Streit der Metallarbeiter bei der Firma Mehlich. Herr Gleich auf, Generalrat des Gewerkvereins der Maschinenbauund Metallarbeiter, sendet uns einen Bericht über die Versamm lungen, in denen der Streit beschlossen wurde. Herr Gleichauf wünscht, daß wir seinen Bericht abdrucken, um in einer Streitfrage Laßt ihr verblendeten Brüder das Zanken! Fühlt ihr den Boden des Hauses nicht wanken? Tretet sie aus die aufzüngelnden Flammen Krachend sonst brechen die Balken zusammen. Aber prompt antwortete das Leipziger Centralorgan der Partei der Vorwärts" in Hinweis auf Dahns historische Mordromane: Felix Dahn hat alles beschrieben, ald wie es die Ahnen, die Edlen, getrieben. Wie sich Graf und Herzog morden, Ist die Welt nicht schlechter worden? Wie es aber die Brüder trieben, beweist folgender Notruf, den der Vorwärts" am 28. Jumi veröffentlichte: Wenn die Unternehmer, an welche sich dieser Vorschlag wendet, vernünftigen Vorstellungen zugänglich gewesen wären, dann würde der Klempnerstreit und damit der Vorwand zur Aussperrung wohl längst beendet sein. Das Die Entwicklung des Verbandes ist trotz der schweren Krise und trotz des Lohnrückganges eine über Erwarten gute. Namentlich sind im Ruhrrevier geradezu glänzende Fortfchritte zu verzeichnen. Auch in Sachsen ging es wieder vorwärts. Unter den Braunkohlen- Revieren hat das Laufiger Gebiet die besten Nirgends ist die Wahlbeeinflussung so stark ausgeübt worden, Erfolge gehabt, Niederschlesien hat sich nur wenig gehoben. Oberwie in Berlin, wo bekanntlich die Socialdemokraten, welche zu schlesien ging leider wieder etwas zurück und Bayern hielt sich bekämpfen, und zwar mit geistigen Mitteln zu bekämpfen die auf der alten Höhe. Die Mitgliederzahl des Verbandes Fortschrittspartei vorgiebt, in jeder denkbaren Weise durch die stieg im Berichtsjahre von 38 042 auf 48 278. Jin laufenden GeBehörden verhindert wurden, ihre Agitation wenigstens in der schäftsjahre ist ein weiterer Fortschritt der Mitgliederzahl zu verzeichnen, Deffentlichkeit zu betreiben. Während die fortschrittlichen Reise- so daß die Zahl von 50 000 bereits überschritten ist. prediger von Lokal zu Lokal zogen, um dieselbe agitatorische Rede zu Verbandsorgan, die" Deutsche Bergarbeiter- Zeitung", hat eine Aufwiederholen, war es den Socialdemokraten unmöglich, ein Lokal lage von mehr als 56 000, sie hat seit Jahresfrist um über 16000 zu finden. Während die Fortschrittspartei lügenstroßzende Flug zugenommen. schriften verbreitete, wurden die nicht viel schlimmeren der Socialdemokratie konfisziert, ja manchmal sogar die Verbreiter derselben verhaftet. Die Fortschrittspartei hat sich diese Hilfe mit Wohl behagen gefallen laffen, und wir haben in allen ihren Aeußerungen auch nicht ein Wort darüber gefunden, daß sie das Einschreiten der Behörde mißbilligte oder sich irgendwie bloß eingestanden hätte, wie sie dieser Intervention die Möglichkeit ihrer Ueberhebungen über die gemäßigten Parteien verdankt. Auch die Kassenverhältnisse sind sehr günstig. Während das Jahr 1901 eine Gesamteinnahme von 323 256 M. hatte, brachte das Jahr 1902 eine solche von 462 591 M., worunter sich der Bestand vom 1. Januar 1902 in Höhe von 130 288 M. befindet. Das Barvermögen betrug am Jahresschluß 226 195 M. Von den Ausgaben sind hervorzuheben: Sterbegeld 21 865 M., Rechtsschutz 14 816 M., Streifunterstützung( einschließlich der für die Streifs in Frankreich und Amerika) 11 525 M., Gemaßregelten- Unterstützung 16 404 M., Agitation 9048 M. usw. Bekanntlich hat der Bergarbeiter Verband mehr wie manche andre Organisation gegen die christliche Gewerkschaft zu kämpfer, die ihm in der Person ihres Führers Bruſt einen erbitterten Feind .Der christliche Gewerkverein soll angeblich M An die Arbeiter! Angesichts der niederen Bedrohungen der Arbeitgeber, angesichts der Maßregeln, welche den Arbeitern ihre Ueberzeugung rauben sollen, ersuchen wir unsre Gesinnungsgenossen Diese Bemerkung einer unverdächtigen Zeugin ist nur insofern nochmals, alles zu versprechen, ja selbst auf Ehrenwort zu ver- unrichtig, als die Unterdrückung der Socialdemokratie, wie in sprechen und zu unterschreiben, was die Machthaber von ihnen Berlin so auch im übrigen Deutschland gleichmäßig geübt wurde. fordern. Wie ein durch die Folter erzwungener Eid nichtig war War so auch die Phalany gegenüber der roten Revolution von und von jedem ehrenhaften Priester gelöst worden ist, so ist ein Richter bis Stardorff geschlossen, so gab es trotzdem in ihren Reihen in entgegenstellt. durch die Hungerfolter ausgepreßtes Ehrenwort gleichfalls andrer Beziehung der Meinungen zu viel. Ganz allmählich begann 40 000 Mitglieder zählen. Er hat null und nichtig, deshalb, Arbeiter, gebt Euer Ehrenwort, der erste Blutrausch zu verfliegen, und man begann einzusehen, um 132 Mitglieder zugenommen, andrerseits find aber Hunderte gebt Eure Unterschrift ab, um das Ehrenwort zu brechen, daß hier nicht nur über den Zukunftsstaat, sondern über wichtige feiner Mitglieder in den Bergarbeiter- Verband übergetreten und noch um die Unterschrift zu verleugnen. Eure Bedränger wollen keine Fragen des Gegenwartsstaates entschieden werden sollte. Das fortgefegt nimmt der Verband Uebertretende auf, die dem christlichen ehrlichen offenen Arbeiter haben, heuchelt ihnen deshalb ins Gesicht Tabakmonopol und der agrarische Zollschutz, die Zurückdrängung des Führer Brust den Rüden kehren. hinein und bleibt auch Eurer Sache, bleibt der socialdemo- regiments standen im Hintergrunde der Dinge. Bürgertums und die Galvanisierung des Junker- und Pfaffen- 1 Der Bergarbeiter- Verband blickt zurüd auf ein Jahr des Fortfratifchen Fahne getreu. Leiftet Eure Unterſtüßungen heimlich, Bürgertum folche Erkenntnis nur Daß dem schritts seiner Entwicklung, und bei der rührigen Thätigkeit seiner für Augenblicke über die Leitung ist anzunehmen, daß auch das laufende Jahr eine weitere da Ihr es nicht öffentlich dürft. Eure Verfolger haben Euch in Schwelle des Bewußtseins stieg, hat ihm selbst den größten Vorwärtsentwicklung bringen wird. die Acht erklärt, Eure Antwort erteilt am 30. Juli bei den Reichs- Schaden gebracht. Liebknecht hatte ganz recht, wenn er tags- Wahlen. im Vorwärts" schrieb, das Achtmart- Revolverchen Hödels und Barteigenoffen! Laßt Euch nicht provocieren! Man will die Schrotflinte Nobilings hätten einen toten Mann lebendig geAus Philadelphia berichtet Wolffs Bureau": Die Fabrikanten schießen. Die Reaktion braucht Strawall, um das Spiel zu geschoffen, den Fürſten Bismarck. Dieſer fand nun Kraft genug, dem der Textilbranche lehnten die Forderung der Arbeiter nach einer Bürgertum vollends das Rückgrat zu brechen, der Arbeiterschaft hat Arbeitswoche von 55 Stunden ab. Infolgedessen erwartet man für winnen. Die Verfolgung der Socialdemokratie während der Wahlzeit, die sich sogar bis auf den Raub von Wahlgeldern erstreckte, wurde von allen Parteien laut oder stillschweigend gebilligt. So konnte die konservative Partei nach den Wahlen schreiben: er nichts anzuhaben vermocht. Berichtigung. In Nr. I dieses Artikels( Nr. 120 d. Br.) ist in der zweiten Spalte dritter Absatz erste Zeile statt harmlose" fatale", in der vierten Spalte vierter Absatz zehnte Zeile statt hochamtliche"" fortschrittliche" zu lesen. Ausland. Montag den Ausstand von 100 000 Mann. Hus Induſtrie und Dandel. Deutschlands Außenhandel vom Jannar bis April 1903. Nach dem soeben vom faiserlichen Statistischen Amt herausgegebenen Aprilheft der monatlichen Nachweise über den auswärtigen Handel beträgt in den vier Monaten des laufenden Jahres: 1. die Einfuhr in Tonnen zu 1000 Kilogramm: 13 441 186 gegen 12 159 346 und 12 763 738 in den beiden Vorjahren. 31 von 43 Zolltarif- Nummern brachten eine vermehrte Einfuhr. Hierunter ragen hervor: Kohlen(+ 413 476), Erden, Erze(+ 375 959), Getreide 158 195), Holz(+84 017), Abfälle(+79 907), Steine (+53 428), Erdöl(+ 38 206), Baumwolle, Del und Fette, Vieh, Drogen, Apotheker- und Farbewaren, Tonwaren, Teer, Bech, Harze. Einen starten Ausfall zeigten trok stärkerer Butter, Südfrüchte-, Saatenstand in Deutschland. Nachdem vor einigen Tagen die Statistische Korrespondenz" den Saatenstandsbericht für Breußen veröffentlicht hat, folgt jegt der amtliche Bericht über den Saatenstand im gesamten Reichsgebiet, der, abgesehen von Winterspelz und Klee, etwas bessere Ziffern aufweist als die preußische Zusammenstellung. Es war nämlich der Stand um die Mitte des Monats Mai in Deutschland folgender( Nr. 1 sehr gut, Nr. 2 gut, Nr. 3 mittel( durchschnittlich), Nr. 4 gering, Nr. 5 sehr gering):! Ser. 5 fehr gering) Weizen лашшо Weizen Spelz Winter Sommers Sommers Luzerne Wiesen Versicherten zusammen 16 876 995 m., aus welcher Summe ent-| demokratie verbreiten, sowie eine Anzahl Einwendungen gegen nommen werden für die gewinnanteilberechtigten Versicherten der unsre Partei zurückgeiviesen hatte, schloß er mit den Worten, daß Unfallversicherungs- Abteilung 40 Proz., der Volksversicherungs- die sieghafte Birkung unsrer Ideen auch bei der diesmaligen Wahl Abteilung 25 Proz. der gezahlten Jahresprämie, ferner die mit zum Ausdruck kommen werde und sich zeigen wird. daß wir wiederum Gewinnanteil auf den Todesfall Versicherten der Abteilung für große Fortschritte gemacht haben. Starter Beifall zeugte von der größere Lebensversicherungen eine Dividende von 3 Prozent der Wirkung der Ausführungen. Gegner verlangten das Wort nicht. Summe der für jede Versicherung seit deren Beginn gezahlten Eine Wählerversammlung für Moabit, einberufen vom Vors Jahresprämien. versicherungsbestand Ende 1902 auf 2 167 698 Policen über Wahlverfammlungen. " 1 7 halb auch leeres Geſchwafel. An der Hand ſtatiſtiſcher Zahlen zeigte der Reduer dann weiter, wie auf der einen Seite die Produftivität der Arbeit im fortgesetzten Steigen begriffen ist, und auf Die Gesamteinnahme an Brämien und Zinsen betrug im stande des Wahlvereins, tagte am Dienstagabend im Jahre 1902 85 823 032 M. und zeigt gegen das Vorjahr eine Ver- Kasino". Genosse Grunwald sprach über den principiellen mehrung von 7447 131 M. Die Gesamtreserven aus allen Ab- Kampf der Socialdemokratie bei der Reichstagswahl. Nachdem der die Höhe von 368 586 419 M. Der Hypothekenstand hob sich auf hatte, zeigte er, wie jede Vermehrung der socialdemokratischen teilungen betrugen 361027371 m. und die gesamten Aktiva erreichten Redner die staatsrechtliche Bedeutung der Reichstagswahl fargelegt 308 874 428 0. Stimmenzahl ein Protest gegen die heutige Regierung, gegen die Kaffee- Einfuhr Materialwaren(-42 130), da hauptsächlich die Reis- In der Lebensversicherungs- Abteilung belief sich der Gesamt- heutigen gesellschaftlichen Zustände sei. Das Gerede freisinniger Blätter von dem Zusammenrollen der revolutionären Fahne sei desund Fleiſcheinfuhr nachgelassen hat. Bemerkenswerte Ausfälle zeigen 995 566 062 M. Versicherungssumme. Die Vermehrung dieses Benur noch Wolle- und Wollenwaren( Schweißzwolle, Fabrikwäsche, standes gegen das Vorjahr 1901( ber reine Zuwachs) betrug Kammzug) und Flachs, Hanf 2c., wovon zwar Flachs und Hanf eine 237 483 Policen über 75 541 569 M. Versicherungssumme. Dieſe erhöhte Zufuhr, Jute jedoch einen Ausfall von rund 14 000 erfuhr. Summen umfassen auch das Ergebnis der Volksversicherung. der andren Seite die Proletarisierung der Masse stetig zunimmt. 2. Die Ausfuhr beträgt in Tonnen zu 1000 Kilogramm: Die Aufgabe der Socialdemokratie sei es, die Errungenschaften der 12 058 974 gegen 10 164 296 und 9 728 278 in den beiden Vorjahren. Die Anlage von zwei neuen Hochofenwerken wird im Sieger- Stultur allen Volksgenossen zugängig zu machen. Das müsse bei der 36 Zolltarifnummern brachten eine verstärkte Ausfuhr. Darunter ragen land geplant. Das erste Hochofenwerk soll in der Nähe von Haiger Wahl als der Wille des Volkes zum Ausdruck gebracht werden. Der hervor: Kohlen 2c., welche über die Hälfte der Gesamtausfuhr aus- errichtet werden und für ca. 400 Arbeiter Beschäftigung bieten. Die Redner erläuterte dann noch die Forderungen des socialdemokratischen machen(+1130.650), Erden, Erze(+422 472), Eifen und Eisen- Kapitalisierung erfolgt durch die Friedrich- Wilhelmshütte in Mülheim Parteiprogramms: Einleitung einer thatkräftigen Socialreform, waren(+253 007), Drogen, Apotheker- und Farbewaren(+43930),( Ruhr) und einige Kölner Kapitalisten mit 2½½ Millionen Mart. Beseitigung der indirekten Steuern, Forderung einer progressiven Tonwaren, Getreide, Steine. Unter den 7 Tarifnummern mit ge- Das andre Hochofenwert, für das ebenfalls eine gute Rentabilität Reichs- Einkommensteuer. Es müsse mit der heutigen Kunst der Reringeren Ausfuhrmengen ragten Materialwaren, Abfälle, Zint, in Aussicht stehen soll, wird in Neunkirchen, Kreis Siegen errichtet. giererei, die die Ausgaben von Heer und Flotte von denen bezahlen Häute 2c. hervor, erstere wegen des starken Nachlassens der Rohläßt, die sie nicht wollen, energisch aufgeräumt werden. Gegner zuderausfuhr nach Großbritannien, den Vereinigten Staaten von meldeten sich troh wiederholter Aufforderung nicht zum Wort, eine Amerika, Britisch Nordamerika, den Niederlanden sowie wegen der weitere Diskussion wurde nicht beliebt. Nach einem lebhaften Appell Verbrauchszuckerausfuhr nach Großbritannien, Japan und Südafrika. des Vorsitzenden an die Anwesenden, zur Reichstagswahl und auch Eine Wählerversammlung für den zweiten Wahlkreis tagte am noch nach derselben ihre Schuldigkeit in agitatorischer und organiDienstag im" Hofjäger- Palast", Hasenheide. Robert Schmidt satorischer Hinsicht zu thun, wurde die gutbesuchte Versammlung geschlossen. referierte über:" Die bevorstehende Reichstagswahl und die Socialdemokratie". Der Referent besprach die bedeutendsten politischen Der Referent besprach die bedeutendsten politischen Die Versammlung in Schmidts Gesellschaftshaus, Gartenstraße, und wirtschaftlichen Fragen, wobei er das Verhalten der Freifinnigen, die am Dienstag stattfand, war gut besucht. Der Vortrag des GeKonservativen und Antisemiten zum allgemeinen gleichen und genossen Pfannkuch gipfelte in der Hauptsache in einer vernichtenden heimen Wahlrecht, zum Koalitionsrecht sowie zur Socialgesetzgebung Kritik an den Vertretern der bürgerlichen Parteien der letzten Reichsfennzeichnete und den Militarismus mit allen seinen verderblichen tags- Session, in der sie glänzend den Nachweis dafür erbrachten, daß Folgen einer herben Kritik unterzog. In seinen weiteren Aus- sie die Rolle der Volksvertreter mit der der Volksvernichter vertauscht führungen wies der Referent nach, daß die von den Konservativen haben. Die ins Unglaubliche erhöhten Zölle für Lebensmittel der und Antisemiten beliebte Mittelstandspolitik eitel Humbug ist. Nach Bevölkerung legen dafür beredtes Zeugnis ab; der geplante Raub dem der Redner noch die Bestrebungen der Socialdemokartie auf den des allgemeinen Wahlrechts läßt zur Evidenz erkennen, daß das verschiedensten Gebieten beleuchtet hatte, führte er aus, daß es ein deutsche Bürgertum die Millionen des arbeitenden Volkes zu Menschen Zeichen der politischen Ünreife und Unfähigkeit wäre, wenn in Berlin zweiter Klasse zu degradieren gedenkt und endlich die der Regierung ein Reaktionär siegen würde, und forderte die Versammelten auf, bisher bewilligten und dem nächsten Reichstage bestimmt erneut zudafür zu sorgen, daß am 16. Juni wieder der bisherige bewährte Ver- gehenden Forderungen für Militär und Marine geben Zeugnis dafür, treter des Kreises, Richard Fischer, mit großer Stimmenzahl ge- daß dem deutschen Wolke noch bedeutende Auspowerungen bevorstehen, wählt wird. Da sich Gegner troß wiederholter Aufforderung nicht ist es nicht selbst auf der Hut. Der sechste Wahlkreis muß unbedingt ant aum Wort meldeten, wurde von einer Diskussion über den mit leb- 16. Juni beweisen, daß er eine feste Burg der Socialdemokratie ist, haftem Beifall aufgenommenen Vortrag Abstand genommen. Der die der Reaktion Eugen Nichterscher Observanz unvergeßlichen Respekt Vorsitzende schloß die gut besuchte Versammlung mit einem Hoch auf beibringt, dem Proletariat aber die Gewißheit giebt, daß es eine die Socialdemokratie. Macht bedeutet.( Langanhaltender Beifall.) In der Diskussion, zu der sich trotz Aufforderung keiner der anwesenden Gegner meldete, stellte Genosse Seröhn fest, daß das im 6. Kreise seitens der Freisinnigen verteilte Flugblatt, welches sich auch mit der Krankenkasse der Tischler- Innung beschäftigte, eine einzige perfide Verleumdung gegen die focialdemokratische Arbeiterschaft sei. Obwohl ihm in der freisinnigen Versammlung seitens einiger Komiteemitglieder vorher die Zusicherung gegeben war, daß er zur Aufklärung des Falles das Wort erhalte, veriveigerten diese ehrlichen" Demokraten die Disfussion, wohl aus Angst, die Wahrheit könnte ihnen auch noch die letzten Anhänger nehmen. Er geißelte hierbei das brutale Verhalten des Schriftstellers Schöler in der Germania- Versammlung den anwesenden Arbeitern gegenüber mit dem Ersuchen, gegnerische Versammlungen auf alle Fälle zu meiden. In seinem Schlußwort kennzeichnete der Referent noch die Kläffer für Mittelstandspolitik, die jeder Besonnene mit mitleidigem Lächeln wohl anhöre, ihnen aber feine Bedeutung beimesse; habe doch selbst der Handelsminister das Unsinnige der Mittelstandsretterei in einer Festrede niedergelegt. ugen Ernst riet ebenfalls von dem Besuch der gegnerischen Versammlungen ab, in der unsre Genossen nur beschimpft werden, eine Widerlegung aber nicht erfolgen kann. Man sollte diese Herren sich selbst anlügen lassen, dann würden ihre Versammlungen durch die tödliche Langeweile bald leer sein. Nachdem er zu unermüdlicher Agitation bis über die Wahlen hinaus aufgefordert, schloß die Verfammlung mit einem Hoch auf die internationale Socialdemokratie. • . 2,5 2,9 Klee Mai 1903 2,9 2,4 2,4 2,8 2,3 2,3 2,4 2,5 2,6 2,2 April 1903 3,2 2,5 2,6 2,5 Mai 1902 2,4 2,7 2,4 2,7 2,6 2,7 2,8 2,7 2,9 1901 3,5 2,5 2,3 3,0 2,3 2.4 2,5 3,0 2,9 1900 " 2,7 2,6 2,4 3,2 2,6 2,6 2,7 3,0 2,8 2,8 1899 " 2,2 2,3 2,0 2,6 2,3 2,3 2,4 2,5 2,5 2,5 2,8 2,2 " . 1898 2,1 2,3 2,0 2,3 2,3 2,3 2,4 2,0 " 1897 2,4 2,5 2,5 2,5 2,4 2,5 2,6 2,3 " . 1896 2,5 2,6 2,8 2,6 2,4 2,5 2,6 2,9 " . 1895 2,5 2,5 2,4 3,4 2,4 2,4 2,5 " T 1894 2,2 2,3 1,8 2,2 2,2 2,2 2,4 2,0 3,1 2,0 2,4 2,6 1,9 " 1893 2,6 2,9 2,6 3,2 2,9 2,9 3,0 3,7 • WinterSpelz Im zweiten Wahlkreise fand am Dienstagabend noch eine zweite 2,2 Wählerversammlung bei Sikenstock, Gneisenaustr. 68, statt. Genosse 3,9 Albrecht Fülle referierte. Der Redner begann mit der Citierung Die wegen Auswinterung 2c. umgepflügte Fläche betrug in des Manifestes, das der deutsche Arbeiterkongreß zu Berlin im Jahre Prozent der Anbaufläche der betreffenden Frucht bei: 1848 an die fonstituierende Versammlung zu Frankfurt a. M. richtete, worin die Organisation der Arbeiter gefordert wird, um ihr Arbeiten als einen bestimmten Besitz in das Grundgesetz des Staates einzuführen". Ausführlich verbreitete sich der Referent alsdann über die konservative und antisemitische Mittelstandsretterei, der gegenüber Mit er die Forderungen und Ziele der Socialdemokratie betonte. scharfen Worten geißelte Redner den Volksbetrug Eugen Richters und charakterisierte mit äßender Satire die Kampfesweise des verflossenen Volfstribunen" gegen die Socialdemokratie. Ebenso scharf war seine Verurteilung des völkerruinierenden Militarismus und MarinisMit einem flammenden Aufruf, am Tage der Wahl, am 16. Juni, den einfachen schlichten Mann" aus der Vorwärtsschloß Redner seinen Werkstatt in den Reichstag zu senden, 1½stündigen Vortrag. Trok mehrfacher Aufforderung meldeten sich Gegner nicht zum Wort. Nach kurzen Ausführungen des Genoffen Scholz schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Socialdemokratie. " • " · Mai 1903 17,4 3,1 3,2 3,4 4,0 April 1903 13,9 2,6 2,2 2,2 2,7 Mai 1902 0,3 0,2 0,2 1,3 1,9 1901 38,1 0,9 9,0 10,8 9,4 1900 1899 " " 0,2 mus. In der nebenstehenden Tabelle bedeutet ein Strich(-), daß die betreffende Frucht gar nicht oder nur wenig angebaut ist, ein Bunkt(.), daß Angaben fehlen oder nicht vollständig 1898. 0,5 0,3 0,4 gemacht sind. Dazu heißt es in dem Bericht des Reichs- Anzeiger": Die fruchtbare Maiwitterung hat den Stand der Wintersaaten im allgemeinen etwas verbessert, namentlich den des Weizens, aber doch nicht überall den durch die Winterkahlfröste und das rauhe Aprilwetter verursachten Schaden ausgleichen können. Viele Saaten find dünn geblieben, weniger der Roggen, welcher sich manchenorts fogar üppig entwidelt hat, in höherem Grade der Weizen, und zwar besonders die englischen Sorten. Demzufolge haben sich auch die wegen Auswinterung, Mäusefraß usw. umgepflügten Flächen bürgerlichen Parteien fast überall vergrößert. Der Prozentsatz der Umpflügungen gegnerischen Kandidaten des vierten Wahlkreises. Mit sichtlichem für beträgt jetzt nach endgültiger Feststellung das Reich Interesse und unter lebhaften Zustimmungskundgebungen hörten die beim Weizen 17,4 Proz, beim Spelz 3,1 Proz. und beim Anwesenden zu, als der Redner die vielfachen Widersprüche in den Roggen 3,2 Proz. Die ganze Höhe des Schadens dürfte gegnerischen Flugblättern festnagelte. In beredten Worten forderte damit nicht erfaßt sein, da vielfach Zeit, Saatkorn und Mittel für er dann die Genossen auf, es nicht allein mit der Behauptung des die Neubestellung aussichtsloser Wintersaatfelder fehlen und die ge- Mandats für den Genossen Singer bewenden zu lassen, sondern auch botene Umaderung deshalb unterbleiben muß. für eine möglichst vermehrte Stimmenzahl Sorge zu tragen. eine Diskussion über den beifällig aufgenommenen Vortrag nicht beliebt wurde, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die kampf- und sieggewohnte Socialdemokratie. Die Sommersaaten find infolge der naßkalten Aprilwitterung meist verspätet in die Erde gebracht worden und haben oft sehr lange Zeit zum Reimen gebraucht. Vielfach ist die Bestellung derselben, besonders der Gerste, noch im Gange oder gar erst begonnen. Soweit die Frühjahrssaaten aufgegangen sind, haben sie sich befriedigend entwickelt und zeigen meist guten Stand. Leider hat aber auch das Unkraut bei dem nassen Wetter große Fortschritte gemacht, so daß Hederich, Wildhafer und Senf stellenweise überhand zu nehmen drohen. Vierter Wahlkreis. Eine Wahlversammlung wurde am Dienstag in der„ Urania", Wrangelstraße, abgehalten. Genosse Hermann Schulz unterzog in seinem Referat die Thätigkeit des verflossenen Reichstages einer Kritik und gab darauf eine Charakteristik der besonderer Berücksichtigung der Da Eingegangene Druckschriften. Czerwony Sztandar"( Die Rote Fahne"). Organ der Socialdemokratie Russisch- Bolens und Litauens. Inhalt der Mainummer: 1. Die Maifeier. 2. Das Barenmanifest und der erste Mai. 3. Einige Bemerkungen über politische Demonstrotionen. 4. Ausschreitungen der Polizei und die Jugend. 5. Inland: Die Bewegung unter der Schuljugend. Aus Warschau. Aus dem Lande. Aus Lodz. Aus Bialystok. Aus Kowno. Gerichtsurteile. Feuilleton: Die Maifeier und der Socialismus. Przeglad Socyaldemokratyczny"(" Socialdemokratische Revue"). Organ der Socialdemokratie Russisch- Polens und Litauens. Inhalt des Märzheftes: Rosa Luxemburg: Karl Marx. War: Karl Marg und Bolen. 3. Tyszkar:„ P. P. S." in Deutschland( aus der Vergangenheit Academicus: Traurige und Gegenwart). M." P.: Das Barenmanifest. Zeichen. Zeitschriftenrevue. Sechster Wahlkreis. In Fröbels Allerlei- Theater" fand am Dienstag eine gut besuchte Wählerversammlung statt, in der GeJahres: Bericht des Verbandes deutscher Bergarbeiter pro 1902. nosse Victor Fränkt das Referat erstattete. Ausgehend von 59 Seiten. der Bemerkung, daß das Wort von der einen reaktionären Masse Dr. Haack und Wiechel. Kartogramm zur Reichstagswahl. Preis gerade jetzt bei der Wahlbewegung mit voller Geltung wiederholt werden kann, charakterisierte der Redner die verschiedenen bürger- 1 Mart. Gotha 1903. Justus Perthes. Wahl ABC des Bundes der Landwirte für die Reichstagswahl 1903. Victoria zu Berlin, allgemeine Versicherungs- Gesellschaft. Die lichen Parteien, die in letzter Zeit wiederum nur zu deutlich be geftrige Generalversammlung genehmigte die Vorschläge der Ver- weisen, daß sie alle thatsächlich jener Masse zugezählt werden müssen. 206 Seiten. Berlin SW, Dessauerstr. 7. Freistatt. Wochenschrift für Politit, Litteratur und Kunst. Nr. 20. waltung hinsichtlich Verteilung des im Geschäftsjahre 1902 erzielten Er schilderte das Elend unsrer politischen Zustände und wies besonders Ueberschusses. Derselbe belief sich auf 18 210 461 M. gegenüber auch auf das Liebeswerben unsrer Reichsregierung um die Gunst Breis 25 Bi. München, Ohiftr. 7. Blocher- Landmann. Belastung des Arbeiter- Badgets durch den 17 185 218 M. im Vorjahre. des Centrums hin, das zu einer Stärkung des verderblichen EinReichstags- Wahlgefet. Zweite Auflage. Preis 60 Pf. Leipzig 1903. flusses der Ultramontanen führt. Nachdem der Redner noch die Alkohol. 54 Seiten. Breis 1 M. Bajel 1903. Friedrich Reinhardt. Lügen, die die Freisinnigen in ihrem Flugblatt gegen die Social- Roßbergsche Berlagsbuchhandlung( Arthur Roßberg). Von dem Ueberschuß erhalten die Aktionäre der Victoria eine Dividende von 255 M. für jede Attie und die mit Gewinnanteil Verband der Möbelpolierer. Am 25. d. M. verstarb unser Kollege 146/6 Emil Künstler im Alter von 42 Jahren. Die Beerdigung findet morgen nachmittag 3 Uhr vom Krankenhaus Friedrichshain nach Weißenfee, Faltenbergerstraße, statt. Um rege Beteiligung der Kollegen bittet Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf! Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Drücker Adolf Miritzsch verstorben ist. Ehre seinem. Andenken! 117/10 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf! Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer Adolf Korsch am 24. d. M: gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 117/9 Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Nachruf! Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Max Herrmann am 22. Mai plöblich verstorben ift und am Dienstag, den 26. Mai, zur letzten Ruhe gebettet wurde. Ehre seinem Andenken! 82/15 Die Ortsverwaltung. Verband der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands Filiale Berlin. Todes- Anzeige. Am 25. d. M. verstarb nach acht tägigem Strantenlager unser Verbands- Kollege, der Barockvergolder Hermann Nietner. Die Beerdigung findet heute ( Donnerstag) nachmittag 6 Uhr von der Leichenhalle des Friedens Kirchhofs( Nieder- Schönhausen) aus statt. 225/8 Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Danksagung. Für die bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unsres guten Vaters, des Restaurateurs Johann Hinz uns so zahlreich erwiesene Teilnahme, besonders unsrer Stammgäste, des Personals der Firma Thorwest, sowie aller Freunde und Bekannten sagen wir unsern aufrichtigsten Dant. ORIGINA SINGER NAHMASCHIN Pariser Weltausstellung 1900. 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Referent Genosse Waldeck Manasse. 2. Diskussion. Die Gegner find hiermit freundlichst eingeladen. Restaurant Rieck- Werder am Flakensee Woltersdorfer Schleuse, Werderftr. 37, empfiehlt sich Vereinen und Familien zum angenehmen Aufenthalt. Schöner fchattiger Garten. Grofser Canzsaal. Reichhaltige Speisenkarte zu jeder Tageszeit. Civile Preise. Gute Küche. Diverse Biere und Weine. Große und kleine Sommerwohnungen zu vermieten. Gustav Rieck. 16502* Wo machen wir unsern Ausflug hin? E. Dörings Restaurant, Joersfelde- Tegelort bei Tegel. Direkt an der Havel und am Walde. Circa 1000 Personen fassend. Den Berliner Parteigenossen und Ausflüglern bestens empfohlen. 214/12 Der Einberufer. Hasenheide. 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( S.- 0.) Sonntag, den 31. Mai( 1. Pfingstfeiertag): Grosses Früh- Konzert arrangiert von den Parteigenossen des 4. Wahlkreises( Süd- Ost) in folgenden Lokalen in Treptow: Karl Joel( Victoria- Garten"), Köpenicker Landstraße Nr. 21/22. 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Der Streik bei der Firma Mehlich und die Streikbrecher- Kolonnen der Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine. 2. Diskussion. Referenten: A. Cohen, M. Behrend, P. Pawlowitsch, K. Wiesenthal. Der Generalrat des Gewerkvereins der Maschinenbau- und Metallarbeiter ist brieflich zu diesen Versammlungen eingeladen, um Rechenschaft abzulegen über den Verrat beim Streit bei der Firma Mehlich. Die Mitglieder des Gewerkvereins werden ersucht, recht zahlreich in diesen Versammlungen zu erscheinen, um ihr Urteil über die Handlungsweise ihres Generalrats abzugeben. Auch unsern Mitgliedern rufen wir zu:„ Auf zu den Versammlungen!" 117/ 8* Der Einberufer. Karl Wiesenthal, Engel- Ufer 15. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Am 1. Feiertag: I. Promenadenfahrt nach dem Müggelsee. Abfahrt früh 5 Uhr. Fahrpreis hin und zurück 0,50 M. II. Nach Neue Mühle und Woltersdorfer Schleuse. Abfahrt 9 Uhr. Fahrpreis hin und zurück 1,00 M. Am 2. 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Prozeß gegen die Pommernbank. = in der Form, daß er um eine Pause bitte, damit die Verteidigung#sli fich darüber verständigen könne, welche Anträge sie in Bezug auf die Zuziehung eines andern wirklichen Sachverständigen zu stellen habe. Er müsse unter allen Umständen darauf Wert legen, daß teidigen. mir vorbehalten. 1899 und 1900 V " Donnerstag, 28. Mai 1903. Lokales. Fleisch aus der Abdeckerei " " ivar In den letzten Tagen haben die Verhandlungen keine besonderen Fortschritte gemacht. Im Montag wurde eine Reihe von Beugen ein mit den Berliner Verhältnissen vertrauter Sachverständiger zu sollte nach einer Mitteilung, die im Februar aus der Allgemeinen vernommen, welche von der Immobilien- Verkehrsbank Grundstücke erstanden hatten. Es handelte sich darum, welche Anzahlung ge- gezogen wird, der es nicht für seine Aufgabe hält, mehr oder leistet und in welcher Form dies geschehen war. Bei einem dieser Falle weniger die Targrundsäge der Rheinischen Hypothekenbank zu ver- Fleischer- Zeitung" in die Tagespresse gelangt war, hinten herum als Nahrungsmittel für Menschen verwendet worden wurde festgestellt, daß die Verhandlungen über die Käufe ausschließlich Sachverständiger Geh. Rat Hecht: Die Art, wie in diesem Saale sein. Da es sich um Fleisch handeln sollte, das auf dem und ganz selbständig mit dem Direktor Behnsen geführt wurden und Sachverständige behandelt werden, ist in Süddeutschland nicht üblich. städtischen Schlachthof als ungenießbar ver. der Angeklagte Schultz feinerlei Einwirkung dabei gehabt hat. Interessant war ein kleiner Zwischenfall. Bei einem dieser Vorsitzender Landgerichtsdirektor Heidrich: Herr Geheimrat, worfen, dort im Apparat gekocht und dann als" Hundewar, fo Zeugen fam zur Sprache, daß er ein Hypothekendarlehn von ich muß eine Kritik aller Verhandlungsformen unter allen Umständen futter" der Abbeckerei überwiesen worden bon Stadtverordneten eine bezügliche Anfrage ant den der Bommernbant erhalten, diese ihm aber gleichzeitig Der Vorsitzende verkündet eine Pause von 10 Minuten. Nach Magistrat gerichtet worden. Der Magistrat hatte sich an das die Uebernahme eines Grundstücks zur Bedingung gewiederbeginn der Sitzung erklärt Justizrat Sello, daß er in seinem macht habe. Der Angeklagte Schultz behauptete, daß dies und im Namen des Justizrais Wronter und der Rechtsanwalte Polizeipräsidium gewandt und dieses hat dann eine Unternichts Ungewöhnliches sei und bei andren Hypothekenbanken gleich Leonh. Friedmann und Dr. Werthauer folgende Erklärung ſuchung anstellen lassen, deren Ergebnis mun dem Magistrat mitfalls vorkomme. Dieser Behauptung widersprach der Sachverständige Geheimrat Hecht. Der Angeklagte Schult blieb aber dabei und er- abgebe: Das Gutachten des vernommenen Herrn Sachverständigen ist geteilt worden ist. misa flärte auf die Aufforderung, Namen zu nennen, daß er es ver- nach Inhalt und Form derartig, daß wir keinen Anlaß haben, auf Das Schreiben des Polizeipräsidiums bezeichnet es als meiden wolle, andre Syvothekenbanken mit hineinzuziehen. Als er Frage im Anschluß an dasselbe zu stellen. dasselbe eine Erklärung abzugeben oder zu irgend einem Punkte eine ausgeschlossen, daß die Händler, die„ Hundefutter" aus der Wir müssen auch im Abdeckerei kaufen, das betreffende Fleisch abfichtlich und unter Veraber weiter gedrängt wurde, nannte er die Rheinische hypo- Laufe der Verhandlung dies uns versagen. Dagegen werden wir zu schweigung der Herkunft als Nahrungsmittel für Menschen weiter theten bant, d. i. diejenige, an deren Spize Geh. Rat Hecht lange gestanden hat. Dieser bestritt entschieden den einzelnen berührten Punkten, sobald im Laufe der Verhandlung verkaufen. Es werde lediglich als„ Hundefutter" weiter verkauft und die Richtigkeit der Behauptung, da der Angell. Schulz aber auf einen be- es darauf ankommt, bitten müssen, von uns zu benennende Sach- regelmäßig von den Händlern als solches bezeichnet. Auch lasse der An diesen Herrn Sachverständigen haben Preis von nur 10 Pf. pro Pfund jeden erkennen, daß es fich stimmten Fall hinwies, so erklärte Geh. Rat Hecht, daß zu seiner Zeit so berständige zu hören. etwas nicht vorgekommen sei und behielt sich vor, die Akten der Bank wir deshalb keinerlei Frage zu stellen. Hierauf wird über die Gesellschaft Schumacher u. Co. ver- um minderwertiges Fleisch handle, und auch die Herkunft des tommen zu lassen. In der Dienstag- Sigung wurde dieser Fall zunächst dieser Gesellschaft der Sachverständige gerichtliche Bücherrevisor Ohme es Leute gebe, die das Fleisch trotzdem essen, so sei diesen ebensohandelt und über die aus den Büchern sich ergebenden Verhältnisse Fleisches sei den Käufern, un zweifelhaft" bekannt. Wenn ausführlich erörtert. Die Zeugen isoti und Köhn legten wenig zu helfen, wie denjenigen Menschen, welche sich absichtlich einen Brief der Rheinischen Hypothekenbank vor, worin unter Herein- ausführlich vernommen. gabe eines Grundstückes die Bedingungen festgelegt wurden, unter 18. September 1894 als Gesellschaft m. b. H. mit 100 000 m. Stamm mit Rücksicht auf sie die bisherige Verwertung des Die Gesellschaft Schumacher u. Co. ist durch Vertrag vom andre, womöglich noch ekelerregendere Sachen zur Nahrung wählen". denen ein Darlehn gewährt werden sollte. Der Brief beſtätigte fapital bei 25 Broz. Einzahlung von dem Kaufmann Willy Schumacher fraglichen Fleisches zu verbieten, erscheine nicht ges völlig die Behauptungen des Schulz. Das Geschäft ist später von und dem Kaufmann Otto Achenwall mit gleichen Anteilen gegründet der Bowmernbant abgewickelt worden. Geheimrat Hecht legte demgegenüber Depeschen vor, nach denen er bei der Rheinischen worden. Nach den Behauptungen der Anklage war Schumacher ein boten und sei wegen des bestehenden Vertrages mit dem AbdeckereiSchulz, Achenwall früherer Direktor der pächter( der, nebenbei bemerkt, früher den als nobler geltenden Hypothekenbank nichts hatte ermitteln können. Die Erledigung dieses Schulfreund von Schulz, Achenwall früherer Direktor Immobilien Verkehrsbank. Das Geld zur Einzahlung mit je Beruf eines Lieutenants hatte) auch nicht so rasch möglich. Falles nahm längere Zeit in Anspruch, es tam zu lebhaften Er: 12 500 M. Habe Schumacher von Schultz, Achenwall von Romeid er- Uebrigens biete die Stochung im allgemeinen ziemliche örterungen zwischen den Verteidigern und Sachverständigen, wobei halten. Legtere haben ihre Ansprüche an Schumacher und Achenwall Sicherheit", daß das Fleisch, wenn wirklich von Menschen auch häufig Staatsanwalt Beeck eingriff. Sodann wurden die Buch- Sachverständigen vernommen. Die m. M. an die Immobilien Verkehrsbank abgetreten. gegeffen, für deren Gesundheit nicht absolut fchädlich" Verhältnisse der Immobilien- Verkehrsbank waren nach dem Beschluß Dabei soll Schulz sein Kapital mit 12 500 W. nebst 3750 W. Zinsen fei. Allerdings müsse nach dem Ergebnis der Ermittelungen die bar ausgezahlt erhalten haben, während Romeid nur das Kapital des Gerichtshofes, soweit der Bericht des Bücherrevisors Bach von 12 500 m. auf sein Conto gutgeschrieben wurde. Geschäfts- Möglichkeit zugegeben werden, daß einzelne Stücke des Hundefutters mann Beanstandungen enthielt, in den letzten drei Tagen führer der Gesellschaft war Willy Schumacher, der nach dem Zu- ab und zu einmal in nicht ganz durchgekochtem durch die Bücherrevisoren] ruse, Huschte, Bergmann sammenbruch der Pommerngruppe aus Berlin verschwunden ist und mit 3ust an de an die Käufer verabfolgt werden", jedoch seien derartige und Gorsti einer Nachprüfung unterzogen worden. Das von dem flüchtigen Direktor Behnsen nach London gegangen sein soll. Auch Fälle nur als Ausnahme anzusehen". Herrn Huschte vorgetragene Ergebnis dieser unter Hinzuziehung Schumacher u. Co. sollen als Hilfsinstitut für die Pommernbank ge- führen, daß die Apparate nicht immer ganz zuverlässig der Angeklagten von den Buchsachverständigen nachgeprüften Erinnerungen weicht in verschiedenen Fällen von den gründet sein, um mehrere zweitstellige Hypotheken auf ländlichen arbeiten". Feststellungen des Bücherrevisors Bachmann ab. Grundstücken abzunehmen, welche die Immobilien- VerkehrsDiese Erklärungen sind so eigentümlich verklausuliert und entbank nicht haben wollte. Ueber die Terraingeschäfte, die Aus der Nichtveröffentlichung des Gewinn- und Verlustcontos sei fie gemacht, und die Grundstücke, die sie in der Subhastation gehalten immer noch so viel des Eingeständnisses der Möglichkeit ein Vorwurf deswegen nicht zu erheben, weil nach Art. 239 b des von Gesundheitsschädigungen, daß man der„ Allgem. alten Handels- Gesetzbuches bis gegen Ende Januar 1900 das fauft und bei denen die Pommernbank oder die Immobilienwenn sie nun Gewinn- und Verlustconto von Aktiengesellschaften nicht veröffentlicht Verkehrsbank beteiligt waren, giebt Bücherrevisor Oh me die buch- Fleischer- Zeitung" nicht unrecht geben kann, erst recht ein völliges. Verkaufsverbot fordert. zu werden brauchte. Die Sachverständigen sind darüber einig, daß mäßigen Aufschlüsse. Beim Schluß der Sigung begannen die Erörterungen über Die Polizei zeigt sich eigentlich sonst viel mehr um die Bilanzverschleierung vorliegt, derart, daß gewisie die Medienburg- Streligiche Hypothekenbant. Sie Gesundheit des Bürgers besorgt Sie Gesundheit des Bürgers besorgt mehr manchmal, als dem Posten in den Bilanzen tompensiert sind, die wurde am 22. April 1896 gegründet und zwar in- davon Betroffenen lieb ist; wir erinnern nur an die Sorge ordnungsmäßig getrennt in den Aktiven und Passiven hätten auffolge der neuen preußischen Normativ- Bestimmungen bom für die Sicherung der Versammlungsräume gegen Gefahren aller geführt werden müssen. So müsse insbesondere die Einstellung des Jahre 1893. Als diese 1894 in Kraft traten, verlor die Art und sie schreckt vor den rigorofesten Maßnahmen nicht zurück, Saldos vom Contocorrent- Conto statt der Einstellung der Debitoren und Creditoren als eine Verschleierung angesehen werden, weil hier- Pommernbank die ihr bis dahin zustehende Berechtigung, Bau- wenn sie irgendwo die kleinste Unregelmäßigkeit entdeckt und in ihr gegeben werde. Dasselbe sei der Fall bei der Thatsache, daß in schritt, nachdem eine Vorstellung bei der Regierung ohne Erfolg eine noch so winzige Gefahr erblickt. Es ist nicht recht begreiflich, ben gedruckten Bilanzen die Grundstücke abzüglich der Belastungen war, zur Gründung der Strelitzbank mit dem Size in Neustrelitz und warum sie sich gerade in dieser Sache so wenig aufregt und die einer Zweigniederlassung in Berlin. Die Strelizbank sollte Baugelder Anordnung, das Fleisch künftig in kleineren Stücken als bisher abDie Gutachten der vier Sachverständigen gegenüber dem Gut geben und die Pommernbank die Hypotheken auf den fertig gestellten zukochen, für ausreichende Sicherung gegen Gesundheitsschädis Grundstücken übernehmen. Das Grundkapital betrug 6 000 000 20. gungen hält. achten des Bücherrevisors Bachmann gab zu langen, sehr lebhaften Als Gründer traten 18 Personen auf mit 6000 Attien a 1000 m. Erörterungen Veranlassung, die sogar einen erregten Ton annahmen, Sie sollen aber sämtlich nichts gezahlt haben, vielmehr vielmehr dan di als Justizrat Bronter nachzuweisen suchte, daß Herrn Bachmanns soll das gaeze Gründungskapital von der Pommernbant her- müssen, wie bekannt ist, ausschließlich von bezahlten Kräften geGutachten mit einer Reihe von Mängeln behaftet fei. Sachverständiger Bachmann verteidigte seine in seinem Gut- gegeben worden sein, welche die Gründer in ihrem Hypotheken- müssen, wie bekannt ist, ausschließlich von bezahlten Kräften geachten ausgesprochenen Ansichten und die daran geknüpften Schluß- Lombardconto entsprechend belastete und als Sicherheit außer den leistet werden. Die Anhänger des Freisinns fönnen sich für ihre folgerungen, wobei er in mehreren Bunkten koncedierte, daß seine neuen Aktien der Streligbant noch über 5 Millionen Hypotheken er eigne Sache so wenig begeistern, daß sie gar nicht daran denken, Beanstandungen nicht einen strafrechtlichen Vorwurf gegen die An- halten haben soll. Der Geschäftsbetrieb der Streligbant, über deren für die Interessen ihrer Partei thätig zu sein. Ja, der Opferfinn innere Verhältnisse Bücherrevisor Reuter einige vorläufige An- des freisinnigen Bürgertums reicht nicht einmal soweit, daß die armen geklagten darstellen, sondern nur zur Jllustration für die Geschäfts- gaben macht, gestaltete sich so, daß in Neustrelitz hauptsächlich das Stulis, welche für die Freifinnsmannen gegen Lohn arbeiten, führung überhaupt dienen sollten. Am Montag voriger Woche In der Mittwoch- Sigung fam es nochmals zu einem Depofiten- und Effekten- Kommiffionsgeschäft, in Berlin aber das menschenwürdig bezahlt werden. Hypothekengeschäft gepflegt wurde. Erste Direktoren waren die An Zusammenstoß zwischen der Verteidigung und dem Sachverständigen getlagten Schulz und Romeid. Gehalt und Tantieme bezogen sie nicht, engagierte der Stadtverordnete Wittkowski für das Es wurde wiederum in eingehender Weise über die Richtigkeit fie blieben in ihrer Stellung nur 1 Jahr und legten schon 1897 ihr Amtahlbureau der freisinnigen Partei 10 Schreiber, welche täglich oder Unrichtigkeit der von den Angell. Hanel und Bohl abgegebenen nieder. Die Anklage behauptet bekanntlich, daß fie auch nach diesem von 9 Uhr früh bis 7 Uhr abends bei einstündiger Mittagspause oder unrichtigkeit der von den Angell. Hanel und Bohl abgegebenen Zeitpunkt noch die eigentlichen Leiter der Streligbank geblieben seien. Adressen zu schreiben hatten. Für die neunstündige Arbeitszeit erTagen, die den Beleihungen der Bommernbank zu Grunde gelegt Tagen, die den Beleihungen der Pommernbank zu Grunde gelegt wei über diesen Bunft vernommene ehemalige Angestellte be- hielten die Schreiber einen Lohn von 2,50 Mart. wurden, verhandelt. Angekl. Bauinspektor a. D. Hanel entwickelte in längerem, mit technischen Einzelheiten durchsetztem Vortrage noch kundeten, daß sie das Gefühl gehabt hätten, als ob die Angeklagten Hungerlohn hat aber, wie es scheint, die Kasse der Freisinnigen mals die Methode, nach welcher er die Tagen des bebauten und auch nach 1897 die Leiter gewesen seien. Sie konnten Thatsachen schon zu schwer belastet. Man übertrug die Adressenschreiberei der unbebauten Terrains vorgenommen, und bleibt nach wie vor dabei, hierfür nicht vorbringen. Dagegen bestätigte Prokurist Horwege Firma Henning, deren Angestellte, wie unsre Leser wissen, die daß seine Zarmethode die einzig richtige sei und nicht nur dem alleine Frage des Staatsanwalts Beed dahin, daß er auf Anordnung Arbeit niedergelegt haben, weil sie bei den Accordlöhnen, welche die gemeinen bautechnischen Usus, sondern auch den Tagvorschriften der des Angeklagten Schulz einige Buchungen habe vornehmen müssen. Firma für die Arbeiten der Freifinnigen zahlt, im günstigsten Falle Hierauf wurde die Sigung auf Donnerstag 9 Uhr vertagt. bewertet seien. Geh. Hofrat Hecht. Bommernbank entsprochen habe. Justizrat Dr. Sello glaubt feststellen zu können, daß bei den bebauten Grundstücken in der Mehrzahl der Fälle die Bohl und Hanel" Sie seien darauf zurückzus Die Wahlarbeiten der Freifinnigen Diefer ſchen Taren erſt abgegeben worden feien, nachdem das Beleihungs- Berliner Partei- Angelegenbeiten. ba fie bis aur Wahl Beſchäftigung haben würden, hat man sie am geschäft abgeschlossen war, so daß es sich im wesentlichen um Revisions- Tagen handelte. Das Wahlfomitee. 8-9 M. in der Woche verdienten. Obwohl den Schreibern des freisinnigen Wahlbureaus bei der Einstellung versprochen wurde, daß Dienstag dieser Woche einfach entlassen. Die zur Wahlagitation der Freisinnigen Volkspartei erforderliche Adressenschreiberei wird also jetzt von Streitbrechern angefertigt, und diese Hungerleider verdienen dabei nicht so viel, daß sie sich ordentlich satt essen fönnen. Die vor einiger Zeit vorgekommene Entzündung von gefährlichen Gasen in einem Schacht unsrer städtischen Kanalisation, bei der ein Arbeiter ziemlich schmerzhafte Verlegungen davongetragen hat, hat nature hafte Beunruhigung hervorgerufen. Diese äußerst schwierige und gemäß in den Reihen der städtischen Arbeiter dieses Betriebes leb viele Betriebe und Privatpersonen in der Kanalisation chemische ungesunde Arbeit wird dadurch geradezu lebensgefährlich, daß Zweiter Wahlkreis. Heute Donnerstag, im Lokal von Habel, Angeklagter Schulz giebt dies nicht zu. Die Beleihungen Bergmannstr. 5-8, öffentliche Wählerberfammlung für den feien abgeschlossen worden, nachdem in sorgfältigen Vorprüfungen Südwesten. Referent: Richard Fischer. Zahlreiches Erscheinen und Schäzungen principiell die Beleihungsfähigkeit festgestalt war. erwünscht. Das Beleihungsgeschäft sei aber endgültig nur nach dem Vorliegen Dritter Wahlfrets. Achtung, Parteigenossen! Donnerstag, den Die Explosionsgefahr bei der städtischen Kanalisation. der Bohl und Hanelschen Tagen zu stande gekommen. 28. Mai, abends 7 Uhr, findet eine Flugblattverbreitung statt. Die Sachverständiger Prof. Dietrich: Er könnte bezüglich der Genossen werden ersucht, sich rege daran zu beteiligen und an den Tarierung bebauter Grundstücke nur genau dasselbe wiederholen, selben Stellen einzufinden, an denen sie schon bei früheren Verwas der Angeklagte Hanel gesagt hat. Er bestätige die Tarmethode, breitungen geholfen haben. Diejenigen, welche bisher noch nicht die letzterer befolgt habe, als die allein richtige, Hierauf gab der Sachverständige Geh. Hofrat Hecht ein umfang geholfen haben, mögen sich an den nachstehend verzeichneten Stellen reiches Gutachten ab, welches er zum Teil verlas und welches Schäfer, Alte Jakobftr. 137; Bacharowsky, Brandenburgstr. 49; einfinden: Schnieber, Admiralstr. 21; Krüger, Naunynstr. 54 theoretisch die Grundzüge entwickelte, die nach seiner Ansicht bei Stramm, Ritterstr. 123; Wendt, Alexandrinenstr. 39; Schneider, Substanzen, wie Benzin usw., abführen, die überaus feuergefährlich den Tagen namentlich für Hypothekenbanken maßgebend sein Sebastianstr. 7( Steller); Lenz, Alte Jakobstr. 69; Tauschke, Brücken- find und sich leicht entzünden. Wenngleich nun auch die Vorschrift müssen und dann auf eine für die Berliner Straße 2; Beutert, Melchiorstr. 30; Ladewig, Kommandantenstr. 65. lautet, daß die Kanäle vor dem Betreten gelüftet werden sollen und daß Zagatoren im allgemeinen sehr ungünstige Das Wahlkomitee. eine Sicherheitslampe herabgelaffen werden soll, um zu sehen, ob sich Kritik der bei der Pommernbank üblichen Tagen überging. Bierter Kreis! Heute Donnerstag, findet im Lokale 3ur Gase angesammelt haben oder nicht, so ist dies theoretisch ganz Auf die Frage, ob die Kapitalisierung zu 4 Proz. oder 5 Broz. stattgefunden, lege er heute keinen Wert, da die Berechnung zu Drachenburg", vor dem Schlesischen Thor, eine öffent- fchön, häufig aber praktisch ohne Wert. Denn haben die Arbeiter so Genosse Walded Manasse einen Schacht betreten, so fann im Anfang alles gut gehen; will es 5 Broz. nicht zu einer Anklage der Tagatoren führen könne und auch liche Wählerversammlung statt. nicht zur Katastrophe der Bank geführt haben dürfte. Nach seiner spricht über:„ Die Elenden und ihre Gegner bei den Reichstags- aber der Zufall, daß gerade während dieser Zeit aus einer Fabrit oder Grundstück sich derartige Stoffe in den Anlagen ergießen oder Ansicht hätte die Bank nach ihrem damaligen Statut Terrain- wahlen". Da die Gegner hierzu mit eingeladen sind, erwarten wir von sie haben sich irgendwo festgesetzt, so ist die Folge eine Explosion, beleibungen überhaupt nicht vornehmen dürfen, weil solche Terrains bei der häufig das Feuer meterhoch aus dem Schacht emporschlägt. feinen Ertrag hätten. Der Ertrag sei zu unberechenbar. Die den Genoffen, daß fie pünktlich und zahlreich erscheinen. Das Wahlkomitee. Eine weitere Form der Explosion sind die sogenannten GärBerliner Tagen feien überhaupt mit großer Vorficht aufzunehmen. Die Frage nach der jederzeitigen Ver- Achtung! Fünfter Wahlkreis! Hente Donnerstag, abends gase. Hat beispielsweise ein Kanal sehr wenig Gefälle, so fäuflichkeit müsse in erster Reihe stehen. Man müsse bei der Wert 8 Uhr, findet im großen Saale des Handwerkervereins, Sophien- wird der Wasserstrom durch die vielen Kurven gehemmt, der Zufluß leber Die an Wasser ist sehr gering, der Kot und andre schwerere Teile bleiben feststellung den Blick auf die Vergangenheit und auf That- straße 15, eine öffentliche Wählerversammlung ftatt. fachen richten, nicht aber auf die Zukunft, denn sonst täme man Reichstagswahlen" werden der Genoffe Paul Singer und der stehen, und in Gemeinschaft mit dem faulen Wasser geht nun biese Maffe sehr leicht in Gärung über. Es bildet sich eine fog. unbedingt zur Zukunftsmusik, da Taren sich wie Gummistrippen dehnen Kandidat des Kreises Robert Schmidt sprechen. Wähler aller Parteien find eingeladen. lassen. In Berlin tönne man jede Tage bekommen, die Borke, die hauptsächlich im Sommer, wenn es sehr heiß ist, in Erman haben wolle. Eine Reform des Tarwesens sei ihm weniger wichtig als die Reform in der Auswahl der sechsten Kreis Nr. 11 743. Gezeichnet sind darauf 1,20 M. Abzugeben entzünden sich. Es entstehen die bekannten Stichflammen, die äußerst Berloren wurde die Sammelliste für die Reichstagswahl im scheinung tritt. Stommen nun die Arbeiter und zerkleinern die häufig 10-20 Centimeter starke Schicht, so strömen die Gase hervor und Zagatoren. Auf die Thatsache, daß jemand als gerichtlich bei taschke, Rügenerstr. 24. gefahrvoll für Leben und Gesundheit der Beschäftigten sind. Daß bereideter Sachverständiger auftrete, lege er feinen Wert. Berlin nun die Arbeiter keine Lust verspüren, sich derartigen Gefahren auszusetzen, erscheint flar. Troß wiederholter Hinweise bleibt alles beim alten. Eine uns übermittelte Beschwerde schließt mit den Worten: Würden die Vorgesetzten selbst in die Kanäle hinunter müssen, wir glauben bestimmt, es würde rasch anders werden, indem man für " Der Vorstand. sei so groß, daß ein Sachverständiger überhaupt kaum alle Teile Rigdorf. Genossen, welche Radfahrer find, im Bezirk 2 des von Berlin fennen kann. Gaues 9 wohnen, die am Tage der Wahl während des ganzen Justizrat Dr. Sello: Das Gutachten, das er nur als ein Tages im Kreise Teltow- Beeskow thätig sein wollen, werden ge fogenanntes Gutachten bezeichnen fönne, sei trog feiner beten, ihre Adresse beim Vertrauensmann Franz Gaida, Rigdorf. kollegienhaften Breite so ungewöhnlich nicht nur im Juhalt und Riethenstr. 27 vorn 3 Tr., anzugeben. " Aus den Nachbarorten. Gerichts- Zeitung. Das Abänderung Sorge tragen würde. Aber Arbeiter, die schon 20 Jahre diese Aus dem Landwehrkanal gelandet wurde die Leiche des fleinen| stehen für sie auf der Tagesordnung. Die bevorstehende ReichstagsArbeit verrichten, verstehen das nicht und leider hält es die Direktion Knaben Kurt Waldbaum, der vor einigen Tagen, wie berichtet wahl nimmt die Kräfte der Arbeiter soll und ganz in Anspruch. auch nicht für nötig, Arbeiter- Ausschüsse ins Leben zu rufen, welche wurde, vom Kottbuser Ufer beim Fischen" ins Wasser fiel und Nach der Reichstagswahl folgt unmittelba: eine emfige Agitation zu die berechtigten Beschwerden der Arbeiter vorbringen könnten. Die ertrant, während sein Gespiele davonlief, ohne um Hilfe zu rufen. den Landtagswahlen. Wenn der kurze Fefesrausch der" FriedrichsDirektion glaubt mit einer Verfügung auszukommen, welche inhalt- Sein 50jähriges Berufs- Jubiläum feiert am 31. Mai der Schrift- hagener Woche" längst vorüber und vergessen ist, wird das Wachslich folgendes besagt:" Arbeiter, welche Angelegen feger Leonhard Schmitt, Mitglied des Buchdrucker- Verbandes tum und das siegreiche Vordringen der Socialdemokratie selbst die heiten des Betriebes in die Deffentlichkeit und des Arbeiter- Bildungsvereins Friedrichshagen, daselbst Kurze- Bewunderung unsrer Gegner hervorrufen. bringen, werden wegen Verlegung des Betriebsstraße( Ecke Friedrichstraße) wohnhaft. Genosse Schmitt, der sich geheimnisses bestraft!" In der humanistischen Gemeinde, Niedervallstr. 12, in der Aula noch der besten Gesundheit erfreut, hat seine Lehrzeit in Darmstadt der Friedrich- Werderschen Ober- Realschule, hält am Sonntagvormittag Ein gefährlicher Kinderfreund ist gestern nachmittag auf frischer absolviert und arbeitet jetzt feit zwölf Jahren in der Nauckschen 10% Uhr, Herr Dr. Rudolf Penzig einen Vortrag über: Rüderts That abgefaßt und sofort nach dem königlichen Polizeipräsidium ein- Buchdruckerei, Berlin S. 14, Stallschreiberstr. 5. Möge ihm noch ein Weisheit des Brahmanen. Aufrecht und Aufrichtig." Damen und geliefert worden. Der Cigarrenhändler F. bemerkte, als er feine in recht langer und ungetrübter Lebensabend beschieden sein. Herren haben freien Zutritt. der Alten Schönhauserstr. 43 belegene Wohnung verließ, auf der Central- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler und andrer geTreppe einen Mann mit einem Knaben in einer Stellung, die seinen werblicher Arbeiter.( E. H. Nr. 3, Hamburg.) Die Mitglieder der Drts. verwaltungen bersammeln sich am Freitag, den 29. Mai, abends 8½ Uhr, Verdacht erregte. Der Cigarrenhändler benachrichtigte die Polizei und Spandau. Bei der gestrigen Stadtverordneten Ersazwahl an im Gewerkschaftshaufe, Saal 7. von dem nahen Revier, in der Alten Schönhauserstraße, wurden sofort Stelle des verzogenen Genossen Radke wurde der Genosse Töpfer Schuhleute abbeordert, denen es gelang, den Burschen festzunehmen, be- Linz mit 593 Stimmen gegen den Mischmaschkandidaten Döhring, vor er die That zur Ausführung bringen konnte. Der Verhaftete ist der 189 Stimmen erhielt, gewählt. ein Kellner, der sein Opfer, den achtjährigen Sohn eines in der Pflicht der Städte zur Erhaltung von Baudenkmälern. Charlottenburg.- Gestern abend tagte in den Hohenzollernfälen mehrere hundert Jahre alte Norderthor in Flensburg droht arg in Chorinerstraße wohnenden Gasanstalts- Arbeiters, von der Rosen- eine konservative Wahlversammlung, in der der Kandidat, Maler- Verfall zu geraten. Obwohl der Regierungspräfident Reparaturen thalerstraße aus verschleppt hatte. Der Verbrecher hatte schon bersucht, in Häusern der Rosenthaler- und der Steinstraße die That meister Hammer, sein von ödester Langeweile stroßendes Programm für dringend notwendig erklärte, unterließen die städtischen Behörden auszuführen, wurde aber auch hier regelmäßig gestört. Dem zu- darlegte, das sich mit den bekannten nationalen Phrasen gegen die die geforderten Schritte zur Abhilfe, so daß der Regierungspräsident auszuführen, wurde aber auch hier regelmäßig gestört. Dem zu Socialdemokratie wandte, Schutzgeseze für den Mittelstand verlangte zur Zwangsetatisierung schritt, indem er anordnete, daß in den Etat ständigen Kriminalwachtmeister Bartels gelang es trotz des Leugnens und zu beweisen versuchte, daß der Zolltarif das Brot nicht ver- für 1902 die Summe von 2400 M. zur Vornahme baulicher Maßdes Berhafteten, so viel Beweismaterial gegen ihn zusammen- teuere. In der Diskussion sprach der Erzreaktionär Felisch, der u. a. zubringen, daß noch vorgestern abend die Einlieferung des Burschen nahmen am Norderthor einzustellen sei. Vorher hatte der amtlich geerfolgen konnte. Dieser steht im Verdacht, auch für andre in letzter feststellte, daß Deutschland in der Arbeitergesetzgebung nun genug gethan hörte Provinzialkonservator gutachtlich erklärt, die Erhaltung Zeit in jener Gegend versuchte gleichartige Verbrechen als Thäter in die gleiche„ Höhe" wie Deutschland in der socialen Gesetzgebung Kunstdenkmal von historischem Werte handele. und mit neuen Schußgesezen warten müsse, bis die andern Länder des Norderthores wäre wünschenswert, weil es sich um ein Betracht zu kommen. Die Stadterlangt haben. Nachdem dann noch der„ nationale" Dr. Friedrich verordneten- Versammlung berklagte den Regierungspräsidenten beim Die Untersuchung gegen die Wirtschafterin Marie Gleditsch er- Lange den Nationalliberalen und Freiſinnigen vorgehalten, daß sie Ober- Verwaltungsgericht und verlangte die Aufhebung der Zwangsstreckt sich nicht nur auf den gegen Major a. D. Reisch verübten in der Stichwahl für den Ordnungskandidaten einzutreten hätten, Etatisierung. Ihr Vertreter fand das Norderthor häßlich und betonte Mord, sondern richtet sich auch auf einen Mordversuch gegen die wurde die Beschränkung der Redezeit auf zehn Minuten beschlossen. vor allem, daß es ein Verkehrshindernis geworden sei. Wirtschafterin Fräulein Herhudt, auf welche die Gleditsch zweifellos Genosse Dr. Alberth wandte sich hierauf gegen die Referenten, eifersüchtig gewesen ist. Bei den gestern auf dem Polizeipräsidium indem er zunächst die schon hundertmal widerlegten albernen davon aus, daß es sich hier um ein Kunstdenkmal von historischem Das Ober- Verwaltungsgericht wies die Klage ab. Es ging stattgehabten Vernehmungen gelangte auch ein von uns bereits er- Vorwürfe der Antinationalität, des Terrorismus der jüdischen Wert handle und führte weiter aus: Soweit öffentlich rechtliche wähnter Vorfall im Hause Frobenstr. 37 zur Verhandlung, woselbst Internationale", der Arbeiterfeindlichkeit 2c. widerlegte. Seine Korporationen ihre Sachen nicht eigenmächtig veräußern oder wesentdie G. Fräulein H. thätlich anzugreifen versuchte. Ob die Thäterin Ausführungen über die Stellung der Socialdemokratie zur lich verändern dürften, seien sie zur Erhaltung dieser Sachen verund zum Mittelstand wurden besonders von pflichtet. Dazu gehörten nach den( hierin übereinstimmenden) Vorwerden. Sie selbst bestreitet es entschieden und behauptet auch, lärmenden Zurufen unterbrochen. Als mehrere der nachdaß sie bei dem Ueberfall auf Reisch weder gegen diesen, folgenden Redner behaupteten, die Socialdemokraten gewährten in noch gegen Fräulein Herhudt Mordgedanken gehabt habe. Ihre ihren Versammlungen keine Redefreiheit, lud Genosse Alberth die Absicht sei nur gewesen, beide Personen zu erschrecken, die Dame, Herren zur Versammlung im Volkshause am nächsten Dienstag ein, um sie von dem Major fernzuhalten, während sie den letteren wo Genoffe Kazenstein referieren wird. Zwei der Herren sagten ihr zur Nachgiebigkeit in der Hergabe von Geld zwingen wollte. Sie Erscheinen zu. behauptet ferner, daß Reisch sie angefaßt, und beim Ringen hätte sie Aus Schöneberg. Eine recht interessante Debatte hatte in der dem Gegner den verhängnisvollen Messerstoß gegen ihren Willen letzten öffentlichen Stadtverordneten Sigung der Stadtv. bersetzt. Mit dieser Behauptung im Widerspruch steht jedoch die Lohausen anläßlich einer Berichterstattung über die GeschäftsThatsache, daß die G. den Versuch gemacht hat, den die Treppe übersicht des Elektricitätswerkes„ Südwest" pro 1902 angeschnitten. Ein Nachspiel zu den Koniker Prozessen bildet das rechtskräftig herabkommenden Major zu erschießen. Der Befund der Patrone in Es hatte den Anschein, als ob seine ihm zu Dhren gekommenen gewordene Erkenntnis des ärztlichen Ehrengerichts dem im geladenen Zustande beschlagnahmten Revolver beweist, daß Mitteilungen über das Geschäftsgebahren genannter Gesellschaft, die für die Provinz Westpreußen gegen Dr. Arthur Miller die Mörderin die Waffe zweimal abgedrückt, diese jedoch versagt hat. er der Versammlung in anerkennenswerter Weise zur Kenntnis in Koniz. Das Verfahren gegen Dr. Müller war auf Grund Ueber die That selbst dürfte wohl kaum eine genaue Aufklärung zu brachte, doch nicht ohne positive Unterlagen sind. Danach der Bekundungen des Ersten Staatsanwalts Schweigger aus Konizz schaffen sein, da der verhängnisvolle Kampf auf dem Treppenabsatz soll bei der Gesellschaft der erzielte Gewinn tros des geim Prozeß wider Bruhn und Genossen eingeleitet worden. Dr. Arthur nicht von Zeugen beobachtet worden ist. steigerten Umsages an elektrischer Energie nicht im Einklang stehen Müller hatte aus Aften, die seinem Vater, der als Kreisarzt mit den gemachten Aufwendungen für das Werk. Bekanntlich geht mit der Begutachtung der Winterschen Todesursache betraut war, nach einer gewissen Reihe von Jahren dasselbe in den Besitz der amtlich zugestellt worden waren, heimlich Abschriften genommen Stadt über und mit Recht befürchtet Stadtv. Lohausen durch eine und dem antisemitischen Berichterstatter Werner gegeben. unverhältnismäßige Ausdehnung des Werkes einen Nachteil für die Als die Indiskretion ruchbar wurde, kam es zur Einleitung einer Stadt, da die gesamten Anlagen vertragsmäßig zum Nennwert Disciplinar- Untersuchung gegen Beamte der königl. Staatsanwalts übernommen werden müssen. Er stellte daher den Antrag, den fchaft, bis durch Zufall die Thäterschaft Dr. Müllers offenbar wurde, Magistrat zu ersuchen, daß bei neuen Anlagen des Elektricitäts- obwohl er seine Aussage verweigerte. Das Erkenntnis lautet:„ In werkes dafür gesorgt werde, daß dieselben nicht unnötig ver- dem nicht förmlichen ehrengerichtlichen Verfahren gegen den Arzt teuert werden". Sogar der Magistratsvertreter, Stadtrat Leidig. Dr. Arthur Müller in Konik hat das ärztliche Ehrengericht für die stellte sich zur allgemeinen Verwunderung auf denselben Standpunkt, Provinz Westpreußen, unter Vorsitz des Dr. Lievin, nach mündlicher und nun fonnten die weisen Stadtväter doch nichts anders, als dem Anhörung des Angeschuldigten beschlossen: Der Angeschuldigte Antrage, der manchem recht ungelegen gekommen sein mag, zu- Dr. Arthur Müller in Konis ist der Verlegung der ihm als Arzt zustimmen. Nüßt er nichts, so schadet er jedenfalls auch nichts, aber obliegenden Pflichten(§ 3 des Gesetzes vom 25. November 1899) interessant sind die Mitteilungen doch und die Kommune hat schuldig und wird deshalb zu einem Verweise und zur Tragung umsomehr die Pflicht, der Gesellschaft auf die Finger zu sehen.. der Kosten des Verfahrens verurteilt." damals eine Waffe bei sich führte, konnte noch nicht festgestellt Monarchie V " Poliklinik Schöneberg. Eine unentgeltliche Sprechstunde für unbemittelte Haut-, Harn- und Geschlechtsfranke, die von Dr. Lippmann abgehalten wird, findet an Wochentagen statt von 9-10 Uhr Barbarossastraße 77, Ede Golzstraße. einen besondern wissenschaftlichen, historischen oder Kunstwert hätten; schriften der in Preußen geltenden Städte- Ordnungen Sachen, welche ihre Veräußerung oder wesentliche Veränderung sei von einer Ge nehmigung des Regierungspräsidenten abhängig. Wäre hiernach die Stadt zur Erhaltung des alten Thores verpflichtet, so fönne fie auch von der Regierung dazu angehalten werden. * Vermischtes. Schiffstatastrophe. Antwerpen, 27. Mai. Der englische Dampfer Huddersfield", Kapitän Beals, der gestern abend von hier nach Grimsby in See gegangen war, stieß in der Nähe von Boje 48 bei Säftingen mit dem norwegischen Dampfer„ Uto", der von Notterdam tam, zusammen.„ Huddersfield" fant. Die Besazung wurde gerettet; die Passagiere, ungefähr 15 bis 20 Personen, ertranfen. Der norwegische Dampfer wurde am Bug beschädigt. trunkenen sind zum größten Teil Seeleute, die nach England zurückfuhren, um ihre Löhne in Empfang zu nehmen. Briefkaften der Redaktion. Die Ers B. 0000. Durch Verordnung des Bundesrats sind seit dem 1. April Lohnbücher für die Kleider- und Wäsche Konfettion eingeführt. Eine Damenschneiderin, die nicht für ein Stonfektionsgeschäft, sondern nur für ihre Kunden bestellte Arbeit anfertigt, wird von der Verordnung nicht be troffen. J. P. 2000. Unterrichten Sie sich 1. im Wöchnerinnenheim, früher am Urban, 2. im Verein zur Unterstützung armer Wöchnerinnen, Frau Hoßbach, Kurfürstenstr 56, 3. im Berliner Stinderschutzverein, Bülowstr. 81. V. 188. Fragen Sie selbst an. Wenden Sie sich deshalb an das Bank geschäft Werner u. Co., Friedrichstr. 198/ 199.- E. W. Fragen Sie danach Er kann Ihnen beste Auskunft erteilen. G. 08. Wird erscheinen. Oberberg i./M. Der Kandidat des Wahlkreises, Barteigenoffe Wets, wird Ihnen Auskunft erteilen. – N. 44 b. Ja. Streitende. 1. Nach der Zählung von 1900: 705 738 Em.; nähere Angaben können Sie vielleicht erhalten durch das Hamburger Echo", Fehlandstr. 11. 2. Ein St. V. I. Kl. Gehalt zwischen 2400 bis 4200 m., II. S. 1800 bis 3000 M. Wohnungsgeld- Zuschuß bei beiden Klassen zwischen 180 und 540 M. 3. Unter Umständen ja; näheres fönnen Sie bei uns in der juristischen Sprechstunde erfahren. Juriftifcher Teil. Zu Tode gequält. Bei dem Oberstallmeister Grafen v. Wedel in der Breitenstraße Nr. 36 diente seit Oftober 1901 bie 18 Jahre alte Luise Piske, die Tochter eines Arbeiters aus Polzin im Kreise Belgard. Die Dienstherrschaft war mit dem netten und tüchtigen Mädchen sehr zufrieden und dieses ihrerseits lobte ihre Herrschaft, bei der sie es sehr gut habe. So äußerte sich das Mädchen stets, wenn es mit der Familie eines Onkels, des Wagenhändlers Krüger aus der Koloniestraße Nr. 150a, zusammenfam. Seit dem 1. Oktober v. 3. aber war bei dem Grafen eine 34 Jahre alte Wirtschafterin Marie sensee aus Hannover in Stellung. Diese machte dem Mädchen bei jeder Gelegenheit und bei allen Arbeiten die größten Schwierigfeiten und verleidete ihm die Stellung so sehr, daß es vor sechs Wochen zur Gräfin ging, um zu fündigen. Gräfin Wedel beruhigte sie und bemerkte ihr: Sie gehen nicht fort, Luise, ich werde die andre entlaffen, und Sie bekommen ihre Stelle. Diese Ankündigung erfuhr ohne Zuthun des Mädchens auch die sensee, wahrscheinlich durch einen Kammerdiener, der sie zufällig gehört hatte und weiter erzählte. Von jezt an hatte des Mädchen feine ruhige Stunde mehr, feine Lage wurde aber noch schlimmer, als auch das bisher geheim gehaltene Liebesverhältnis zwischen der Wirtschafterin und einem Friedrichsfelde. Aus der am Dienstag, den 26. d. M., stattDiener bekannt wurde. Die Jfensee glaubte, das Mädchen und seine gefundenen Gemeindevertreter- Sigung ist folgendes zu berichten: Tante Frau Krüger hatten ihr Geheimnis ausgeplaudert, um ihr zu Für die beiden bis zum Herbst fertigzustellenden Turnhallen, eine in schaden, und quälte nun die Verhaßte noch mehr, besonders nachdem Karlshorst und eine hier, soll ein Darlehn von 60 000 m. bei der fie am 15. d. Mts. zum 1. Juni die Kündigung erhalten hatte. Zum Kreissparkasse zu 4 Proz. aufgenommen werden. Bemängelt wurde Unglüd erkrankte die Gesellschaftsdame, an der die Gequälte sonst die Höhe der Zinsen. Für die Ausarbeitung eines Projekts für eine eine Stüße und Schutz gefunden hätte, während sich die Gräfin mit Kanalisation nebst Kläranlage nach biologischem System wurden ihrer Familie in Kissingen befindet. So war die Wermste der Willkür 4500 m. bewilligt und damit die Firma Bruch u. Schlee der Wirtschafterin schutzlos preisgegeben. Ein Auftritt am Sonntag beauftragt. Als Muster soll die Anlage in Wildau bei Königs- Wusterabend trieb das Mädchen zur Verzweiflung. Als es kurz nach Hausen genommen werden. Endlich ist nun der Anfang gemacht. 10 Uhr von einem Ausgang heimkehrte, drohte ihm die Isensee unter Der vierte und vielversprechende Punkt der Tagesordnung: Bewilligung Schimpfworten und mit erhobener Faust mit einer Anzeige wegen von Geldern zur Durchführung einer sanitären Maßregel gegen die Verleumdung, obwohl es über das Liebesverhältnis nicht gesprochen Kindersterblichkeit schrumpfte arg zusammen. Der Gemeindevorsteher hatte. Am Montagmorgen wurde Luise Piste vermißt. Man suchte sie Löchert empfahl die Anschaffung einer Broschüre:„ Die Gesundheitsüberall, auch bei der Tante in der Koloniestraße, aber ohne Erfolg, pflege des Kindes im Säuglingsalter". 500 Gremplare kosten 75,00 m. bis ein Diener fie endlich auf dem Hausboden des Marstalls als Leiche und sollten dieselben bei Geburtsanmeldungen den betreffenden wiederfand. Dort hatte sich die Unglückliche mit einer Schnur erhängt. Müttern gratis verabfolgt werden. Fast alle Redner sprachen daim Bureau des Metallarbeiter- Verbandes, Engel- Ufer 15, den Bibliothekar. Ein Arzt konnte nur noch feststellen, daß der Tod schon mehrere gegen, so auch der Apotheker Herr Roth. Die guten Leute fürchten Stunden vorher eingetreten war. In der Kleidertasche fand man offenbar, daß bei der Lektüre dieses Büchleins mancher Mutter die später zwei Briefbogen mit Bleistiftaufzeichnungen. Die erste lautet: Erkenntnis kommt, daß noch so vieles zu einem menschenwürdigen Da die Abstimmung zweifelhaft An die Mamsell. Was mich in den Tod getrieben, sind Ihre Dasein der Arbeiterfamilie fehlt. bitteren Vorwürfe von gestern. Ich konnte vor lauter Verzweiflung war, zog der Gemeindevorsteher, um einer sicheren Ablehnung vor kein Wort finden. Aber es wird alles an Sie gerächt. Daß Sie zubeugen, feinen Antrag zurück. Kleinere Mitteilungen beendeten meine Tante in die Sache mischen und machen mir Vorwürfe, das die Sigung. ist sehr schlecht. Es haben es mehrere gewußt, jezt muß ich un- Aus Friedrichshagen wird uns geschrieben: Seit mehreren schuldig büßen. Ich weiß noch mehr, aber ich habe immer so Monaten befindet sich ein Teil unsrer Mitbürger in fieberhafter die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends forgenlos gelebt, jest muß es so tommen. Sie haben mich und Thätigkeit. Dieser Eifer gilt aber nicht etwa den kommenden Reichs von 7 bis 9½ Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. meine Tante so runtergemacht, daß keine Vergebung ist. So lange tagswahlen, beileibe nicht, dazu haben die besseren Schichten" Römmele. 1. 200. 2. Er stellt den Antrag unter Darlegung, daß er wie Sie hier sind, habe ich keine frohe Stunde gehabt, mein Leben unsrer Bevölkerung keine Zeit und wohl auch keine Neigung. Denn erwerbsunfähig ist, Beispiele finden Sie im Arbeiterrecht. Adolf haben Sie mir geraubt. Luise. Der Schmerz, den Sie ernste politische Bethätigung erfordert Ideale und Begeisterung, Liebke, A. Schön, G. W. Nein. meinen Eltern gemacht, ist nicht zu vergelten. Der fie regt auf und stört die Verdauung. Darum gingen 3hr Kind zu erziehen, und sind zur Alimentierung Ihrer Frau nicht verBogen, auf zweite dem auch einige Wirtschaftsnotizen auch seiner Zeit die Proteste hiesigen Arbeiterschaft pflichtet, wenn diese sich wider Ihren Willen von Ihnen getrennt hält. Auch R. T. 21. Ja. stehen, enthält nur die Worte:" Mögen meine Eltern mir verzeihen. gegen das Umsturzgesez, die Zuchthausvorlage, gegen die lex auferausgabe der Wirtschaft können Sie klagen. B. 03. Sind Sie Handlungsgehilfe, so steht Ihnen mangels entgegens Die Mamsell ist an allem schuld. Die Leiche wurde nach dem Heinze, die Wohnungsnot, gegen den Brot- und Fleischwucher, gegen stehender Vereinbarung eine sechswöchentliche Kündigungsfrist zum Quartals. Schauhause gebracht, die Jsensee verließ sofort ihre Stellung und den Zolltarif an unfren biederen Mitbürgern spurlos vorüber. Aber ersten( also 1. Oktober) zu. Ihr Gehalt fann nicht einseitig herabgesett tehrte nach Hannover zurück. jetzt harren ihrer große Dinge. Da nach geschichtlicher Ueberlieferung werden. 3wedmäßig ist aber ein Protest gegen solchen Versuch. Teilen Sie Friedrich II. vor 150 Jahren, am 31. Mai 1753, Friedrichshagen also der Firma mündlich oder schriftlich mit: Mit der Herabsetzung des verWeißensee 100. Der Selbstmord einer Erzieherin wird aus Moabit gemeldet." gegründet" haben soll, ist es auch eine Pflicht der Bietät, diesen einbarten Gehalts von... bin ich nicht einverstanden. Sie sind zum Ersatz verpflichtet. W. 5. 79. 1. Nein. 2. Unpfändbar Bei dem Wirt des Hauses Altonaerstr. 34, Geh. Regierungsrat Keil, Tag würdig zu feiern. Unter der Bezeichnung:„ Friedrichs= find die unentbehrlichen Gegenstände: eine Einzelaufführung enthält das war seit dem 1. Mai die 21 jährige Französin Valesta Savoir als Erzieherin hagener Woche" nimmt die Jubelfeier am Pfingst sonntag Gesek nicht. H. 17. Wegen Ehebruchs Geschiedene der Inhalt des der Kinder thätig. Die junge Dame, die von Dresden kam, zeigte ihren Anfang und endet am darauffolgenden Urteils ist dafür maßgebend, ob Ghebruch angenommen ist- dürfen nur von Anfang an ein schwermütiges Wesen. In der vergangenen Sonnabend. Ein reichhaltiges Programm wird den Festteilnehmern dann den Teil, mit dem Ehebruch getrieben sein soll, heiraten, wenn ihnen Nacht tötete sie sich um 1 Uhr, indem sie sich auf dem Balkon ihrer geboten: Zapfenstreich, Herren- Kommers, Konzert, Festrede, Choral- Dispens erteilt wird. Ueber ein dahin gerichtetes Gesuch hat der JuſtizWohnung eine Revolverfugel in die rechte Schläfe schoß. Ueber die blasen vom Kirchturm, Reveille, Festzug durch die reichgeschmückten minister zu entscheiden, zu richten ist das Gesuch an das Landgericht. Veranlassung zu ihrer Schwermut und dem Selbstmord hat sie Straßen, Festgottesdienst, Grundsteinlegung zum Denkmal Friedrichs II., G. 3. 25. Die Armendirektion hätte wie jeder andre Gläubiger zu klagen. weder Andeutungen gemacht noch Aufzeichnungen hinterlassen; man gemeinsames Frühstück, Aufführung eines historischen Festspiels: Nach wiederholt diesseits ausführlich dargelegter Ansicht ist sie abzuweisen, falls nicht etwa Anerkenntnis oder dergleichen stattgefunden hat. D. Za. vermutet nur, daß es Liebesgram fei. Der Vater der Verstorbenen, Am Müggelstrande", großes Turnfest, Frühschoppen, großes die in Frankreich geboren wurde, ist Italiener, ihre Mutter Sängerfest, wassersportliche Veranstaltungen, Flaggen- Parade, Witterungsübersicht vom 27. Mai 1903, morgens 8 Uhr. Französin. großes Waffer- Feuerwert, großes Kinderfest, interne Vereinsund andres mehr. Außer dem offiziellen festlichkeiten Programm wird noch durch Säulenanschlag ein großes Boltsfest, Stationen eine Löwen- Ausstellung und großer Klimbim angekündigt. Durch einen Hufschlag getötet wurde der 6 Jahre alte Sohn Haben sich aber die Festteilnehmer nach Beendigung der Festwoche Ernst des Paketfahrtboten Wolter aus der Boechstraße 49. Der von ihren Strapazen etwas erholt, müssen sie schon wieder antreten. einen Tag vor der Wahlschlacht- soll die Ein Swinemde. 768 ND 5 bedeckt 11 Haparanda 774 S Anabe spielte mit dem neunjährigen Richard Krypszyk vor dem Am 15. Juni 14 Petersburg 769 D Postamt 59 in der Boechstraße 11. Als hier ein Hausdiener seinen weihung der neuen Kirche( die der armen politischen Ge- Hamburg 768 D 2Regen 12 Cort leeren Handwagen einen Augenblick stehen ließ, setzte der ältere den meinde ca. 220 000 m. loftet) stattfinden. Die Ankunft hoher und Berlin 2wolfig 15 Aberdeen jüngeren Knaben hinauf und fuhr ihn umher. Vor dem Hause allerhöchster Herrschaften wird bestimmt erwartet. Und wie steht Frankf.a.M. 763 ND München 763D 2woltig 12 Paris Nr. 10 stieß der Handwagen das Pferd eines Wäschewagens, der die hiesige Arbeiterschaft diesen Veranstaltungen gegenüber? Gewiß Wien 763 N 2 heiter 14 ohne Aufsicht auf der Straße stand, an, das Tier schlug aus und würde die Beteiligung des Bruder Arbeiter" an den Festlichkeiten Wetter- Prognose für Donnerstag, den 28. Mai 1903. zerschmetterte dem kleinen Wolter den Hinterkopf. Der Verunglückte mit Freuden begrüßt werden. Aber die gewerkschaftlich und Etwas wärmer, veränderlich, vorherrschend wolkig bei mäßigen östlichen starb im Krankenhause am Urban und die Staatsanwaltschaft ließ politisch organisierten Arbeiter lehnen ihre Teilnahme Binden; keine erheblichen Niederschläge. seine Leiche beschlagnahmen. entschieden ab. Weit wichtigere Fragen und höhere Kulturaufgaben Berliner Wetterbureau. Berantwortlicher Redakteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Seinen Berlegungen erlegen ist gestern der Buzzer Emil Kaufmann, der am 23. d. M. auf einem Bau verunglückte. " der " Barometer stand mm Wind. Windstärke richtung 767 ND Wetter 2 bedeckt Temp. n. T. 5°.4° R. M. M. 26. Sie haben das Recht, Stationen Barometer Windrichtung Windstärke Wetter 2 halb bd. 1Regen Temp. n. C. 5°.= 4° R. 11 13 769 762 ND 3 heiter 3wolfen! 15 17