Nr. 11. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 M., monatlich 1,10 t, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluk: Amt I, Nr. 4183. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ein Haudegen. Freitag, den 13. Mai 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. jedem Streik die Hydra der Revolution sah, ließ zunächst urkunden- ganz im christlichen" Geiste Buttkamer's den Berliner Arbeitern die ausnahmegesetzlichen Zügel am Tage vor Weihnachten zugestellt. Ebenso Zu den Gewohnheiten der Roßtäuscher, Schmuggler, lockern. Sie durften Fachvereine gründen, und als fie an erhielten die im Spremberger Aufruhrprozeß verurtheilten Wilddiebe und fahrenden Komödianten gehört es, wenn sie den Stadtverordneten- Wahlen sich mit Erfolg betheiligten, Rekruten die Aufforderung, am Weihnachtsabend ihre alt geworden sind und ihren Berufen nicht mehr nachzu- sah Herr von Buttkamer hierin nur eine„ legitime Thätig Strafe anzutreten. gehen vermögen, in vertrauteren Streisen mit den Streichen feit des vierten Standes" und höhnte die Fort- So geschah aller Orten alles, um den sozialdemokra zu prahlen, welche sie in jüngeren Jahren ausgeführt haben. schrittler, die sich, echt freisinnig wie immer, dadurch be- tischen Arbeitern recht wehe zu thun. Sie zu Thorheiten zu Ein ähnliches Bedürfniß scheint auch den Alt- Reichs- schwert fühlten, daß die Wahlagitation der Sozialdemokraten reizen, oblag außerdem gewissen pflichtgetreuen" Beamten, canzler in Friedrichsruhe zu quälen. zu den Stadtverordneten- Wahlen nicht sozialistengesetzlich wie die Fälle Thring- Mahlow und Wohlgemuth vor aller Denn anders sind seine Geschichten, welche er bald unmöglich gemacht wurde. Welt bekundeten. Ob der ungeheuerliche Vorschlag mit neugierigen Reportern in die Feder diktirt, bald in dem Es war in jener Zeit, da über Stöcker's gemäßigten" dem Expatriirungsparagraphen denselben Zwecken dienen Annoncenblatt der Hamburger Bourgeoisie, den dortigen Antisemitismus die Sonne bismarckischer Gnade schien, und sollte, wagen wir weder zu behaupten, noch zu bestreiten. Thatsache aber ist, daß mit Geldern, welche durch " Nachrichten" veröffentlicht, nicht erklärlich. Wir haben der Herr Hofprediger im Bunde mit dem Professor Wagner von diesen Ausplaudereien regelmäßig Notiz genommen, ihren Bündnißantrag für die Berliner Reichstags- Stich- Polizei- Organe geliefert wurden, jene im Auslande erund unsere Leser werden mit uns denselben Eindruck bei wahlen an die Führer unserer Partei gelangen ließen. Die scheinenden Breßerzeugnisse unterstützt wurden, deren ausdiesen Ergüssen einer schönen Seele empfangen haben, näm- darüber ausgestellte Quittung war freilich derart, daß seit gesprochene Tendenz dahinging, die deutschen Arbeiter zu lich den, daß der Erzähler von seiner eigenen Bedeutung dem kein Versuch mehr gemacht wurde, die sozial- einem gewaltsamen Butsch zu verleiten. Welchen Wünschen die Arbeiter mit einer solch' wahnüberzeugt und, in Bezug auf die Mittel, mit welchen er seine demokratischen Umstürzler für die Stöcker und Konsorten Zwecke zu erreichen hoffte, gewissen- und skrupellos war. dienstbar zu machen. Herr von Buttkamer, der Junker mit sinnigen That entgegen gekommen wären und wem mit So erfahren wir aus einer der letzten Veröffentlichungen der staatsmännischen Pose, entdeckte aber jetzt, daß er der einem Putsch die Arbeiter die Kastamen aus dem Feuer m den, Hamburger Nachrichten", daß es in dem offenen Sprache eines Most, gegenüber der sich in gesetz- hätten holen sollen, das zeigt uns jetzt das zynische GeBlane bes gewesenen Kanzlers lag, die sozialdemokratische Lichen Bahnen bewegenden Agitation der sozialdemokratischen ständniß des Chefredakteurs der Hamburger Nachrichten". Arbeiterschaft zur Verzweiflung zu treiben, sie zum Los- Partei, den Vorzug der Männlichkeit und des geraden Man drangsalirte die sozialdemokratische Arbeiterschaft schlagen zu bringen, um sie dann durch einen Haudegen von Charakters zuerkennen müsse. Es begann die Periode der bis auf's Blut, zerstörte rücksichtslos ihr Heim und ihre General, welchen der Hausmeier zu diesem Zwecke zum Provokationen um jeden Preis. Der Kopenhagener Kon- Familien, unterhielt zahllose Schufte im Ju- und Auslande, Minister machen wollte, niederkartätschen zu lassen. Die greß 1883 zeigte unsere Partei in alter, festgeschlossener um die in ihren heiligsten Gefühlen verlegten Arbeiter auffozialdemokratische Bewegung, welche weder mit den Mitteln Ordnung, und wie schlecht die Polizei, trotz aller Versuche, zuheben, einen unüberlegten Streich zu wagen, und suchte der Korruption, welche der Reptilienfonds so reichlich zur die Verderbuis in unsere Reihen zu tragen, über die Vor- zu gleicher Zeit einen Haudegen", der bereit war, die auf Verfügung stellte, noch durch Polizeibrutalität zu erbrücken gänge in der Partei unterrichtet war, geht daraus hervor, die Straßen gelockten Arbeiter niederzuschießen. war, sie sollte, nach dem Vorgange der Niederwerfung der daß die Polizei- Organe an der Schweizer Grenze unsere Das war die unvergleichliche Staats- Kunst", der am Pariser Kommune im Jahre 1871, im Blute erstickt werden. Delegirten erwarteten, während der Kongreß bereits ruhig 17. März 1890 durch die Entlassung des mittlerweile zum Diese Absicht bestand bei dem„ Heros der Nation und in Kopenhagen tagte. Die im nächsten Jahre stattfindenden Reichsnörgler" gewordenen Bismarck ein Ende gemacht größten Staatsmann unseres Jahrhunderts" schon lange, und Reichstagswahlen zeigten aller Welt offen den Bautbruch wurde. Daß Herr von Stumm und die ihm Gleichgesinnten wenn Ende der achtziger Jahre das Bestreben, sie zu ver- des Sozialistengesetzes. Statt daffelbe aber aufzugeben, und Interessirten diesen Ausgang bedauern, werden unsere wirklichen, wieder stärker hervortrat, so war dies gewiß wurde jetzt der„ Kleine" aus nichtssagenden Anlässen über Leser mit uns begreiflich finden. Jenen unserer Parteieine Folge davon, daß um jene Zeit nichts mehr gelingen eine Reihe von Städten verhängt. Frankfurt a. M. wurde genossen und denjenigen Arbeitern aber, welche unseren wollte". Aber auch in früheren Jahren war der gute Wille, mit dieser Maßregel beglückt, obwohl die dort maßgebenden Be- Führern und Leitern in der schweren Zeit des Ausnahmees um jeden Preis zu einer Ratastrophe zu treiben, im hörden sich entschieden dagegen ausgesprochen hatten, München gesetzes so oft mangelnden Thatendrang zum Vorwurf vollen Umfange schon vorhanden. Besonders war dies der und Nürnberg blieben nur verschont, weil das bayerische machten, möchten wir die Worte zur Beherzigung Fall während der Attentatsperiode 1878 und in dem ersten Reservatrecht über das Heimathwesen einen zur Zeit empfehlen, welche aus Anlaß der Bismarckischen OffenherzigMonate nach dem Erlaß des Sozialistengesetzes. Wenn in unübersteiglichen Hinderungsgrund bildete. feiten ein Genosse niederschrieb, den wir Jahre lang auf jenen Tagen das offizielle Organ unserer Partei, der in Stettin und Spremberg wurden dagegen ohne greif der Seite der Unzufriedenen stehen sahen. Derselbe schreibt Leipzig erscheinende„ Borwärt3" Nummer für Nummer mit großer Schrift die Aufforderung enthielt: Schießen!" baren Anlaß mit der Maßregel beglückt, und für eine Bahl anderer Städte war das gleiche Schicksal in Vorbereitung. Parteigenoffen, laßt Euch nicht provoziren, man will Das famose Wort des Bismarckischen Sprößlings, daß die Hundesperre unbequemer sei, als der kleine Belagerungsso wußte die damalige Parteileitung sehr wohl, worauf sich zustand, schien zum geltenden Staatsgrundsatz erhoben zu sein. diefe Warnung ftüßte. Im Geiste dieses Wortes wurden auch die AusDer Vetter Bismarck's, Herr v. Puttkamer, der die weisungen betrieben. In Frankfurt a. M., wo die Arbeiter Sozialistenhege in Regie belam, begann das alte Spiel, gelegentlich der Szenen bei dem Begräbniß des Genossen welches 1878 mit der in nächste Nähe gerückten Aussicht auf Siller im Mai 1885 eine wunderbare Selbstbeherrschung beblaue Bohnen für die Arbeiter und den Bürgerkrieg zu Ende wiesen hatten, so daß schließlich das Gericht die provozirenden Polizeibeamten zu empfindlichen Gefängnißstrafen Bunächst wurde es wieder mit dem Zuckerbrot versucht. verurtheilen mußte die allerdings nicht verbüßt zu Der Sozialistenfresser Buttkamer, welcher später hinter werden brauchten wurden die Ausweisungsgespielt schien, von Neuem. Feuilleton. Nadbrud verboten.] ( 111 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern zehren?" von A. Otto Walster. " jetzt: " Dieser Mann( Bismarck) glaubte also im Jahre 1890/91 einen Aufstand fertigstellen zu können, in dem es ihm möglich sein würde, die Arbeiterbewegung ausbluten zu lassen. Er war bei seinem Sturze eben beschäftigt, dazu die nöthigen Vorbereitungen zu treffen, einen Haudegen- General an die Spize der preußischen Regierung zu bringen, der ihm als Kouliffe dienen sollte, wenn es zum Morden kommen würde. Der Plan war teuflisch schlau angelegt. Es gelang nicht. Wir gestehen hiermit gern zu, daß die Bismarc'schen Beröffentlichungen uns manches Vorgehen in unserer Partei, dem wir früher entgegen traten, in anderem Lichte erscheinen lassen. Wir geben zu, daß dem in der Provinz isolirten Verbannten manche Anzeichen ganz entgehen mußten, manche viel ungefährlicher erschienen, Drittes Kapitel. Sturmvögel. allerdings tausendfach vor, daß Einer mit seiner Arbeit dem Anderen unbequem wird, statt daß es umgekehrt sein müßte; aber dafür haben Sie sowohl den Geist, als auch die alles- Das Begräbniß von Hedwig Reichelt war nicht bewältigenden Mittel, um sich an den Ort zu stellen, wo Sie vorübergegangen, ohne einen bleibenden Eindruck in den nicht nur keinem nüßlichen und wirklich vernünftigen frischen, empfänglichen Arbeiter herzen hervorzubringen. Ein Menschen unbequem werden, sondern mit tausend Armen Artikel des Boltsblatts", der die Empfindungen, welche zum Heile der Menschheit wirken können." jenes Begräbniß hervorgerufen, frisch wiedergab, verbreitete " Das ist ganz hübsch gesagt; aber gerade in diesen sie auch unter Denen, welche der Feier ferngeblieben. ZuSachen bin ich ein gräßlicher Ignorant; ich wüßte nicht, dem gab es noch andere andauernde Ursachen zu unruhigen wie ich es anfangen sollte." Bewegungen und Anzeichen. Vier Monate schon dauerte der stille, dumpfe Kampf zwischen Findeisen und seinen „ Und eben deshalb lade ich Sie ein, sich in unserer Arbeitern; große Summen gingen dabei verloren, welche Und womit haben Sie das Geld verdient? Ist dieses Genossenschaft umzusehen; Sie werden da ein kleines der Fabrikant grollend und mit heimlichen Rachegelübden Geld nicht die Frucht der Arbeit Anderer, die Sie ver- Bild der Welt erblicken, wie sie fünftig sein kann, und zusammenrechnete. Biele Arbeiter hatten die Stadt verAllerdings; aber ich habe das Geld nun einmal, und schnell genug den Platz finden, auf dem Sie am besten lassen; trotz allen Bersprechungen in auswärtigen Blättern es ist wohl besser, ich gebe es so aus, als wenn ich durch wirken töunen." fam nur selten ein Arbeiter in die mit dem Arbeiterbanne meine Arbeit Anderen eine Arbeit und vielleicht damit auch Wahrhaftig, ich muß Ihnen gestehen, daß mir der belegte Fabrit, und auch die seltenen Zuzügler schämten sich bas Brot wegnehme." Vorschlag sehr wohl gefällt, daß er mich in ganz neuer bald vor ihren Mitarbeitern und wanderten sobald wie Vorurtheile, nichts als Vorurtheile, Herr Philosoph. Weise anregt. Und wenn Sie mein Führer sein wollen, möglich wieder fort. Unverdroffen mühten sich indessen die 18er in diesem Leben arbeitet, erleichtert jeinen Mitmenschen bin ich Ihnen gewiß großen Dank schuldig. Denn, offen ge- Anderen, um ihren feiernden Kollegen das Leben zu fristen; Erden muß geschafft werden, und auf je mehr Schultern unnüßes Thier angesehen." Gas Leben, denn die Gumine, ver nothwendigen Arbeit auf ſtanden, ich habe mich schon seit langer Zeit für ein recht nur mußte man sich bald sagen, daß diese Unterſtügungen diese Arbeit vertheilt werden kann, je weniger beschwerlich wird| nach und nach zu Summen anwüchsen, welche, hätte man " Ich halte es für eine heilige Pflicht, Ihnen diesen sie gesammelt, zur Errichtung von eigenen Werkstätten hingereicht haben würden. Man mußte anerkennen, daß Lange also; es gilt. Nun will Türken fie für die Einzelnen. Wer aber lebt, ohne zu arbeiten, der Dienst zu leisten." vermehrt die Weltarbeit, ohne sie zu erleichtern. Der Rock, werden; das Brot, welches Sie essen, will als Getreide fortgeschrittensten Völker zuwenden. ausgießen und fortgeschrittenften. Elementen der auf Erden gebaut, dann gemahlen und gebacken sein; und wenn Sie muß doch auch für mich ein Platz zu finden sein." nichts weiter thun, als für diese Arbeitsprodukte die von Anderen verdienten Werthzeichen hinzugeben, geben Sie da verlassen," versicherte Lange und verabschiedete sich von dem Jm großen Strom des Lebens, Sie können sich darauf in Wirklichkeit der Welt etwas zurück? Bei dieser boden Türken, der bald kein Türke mehr sein sollte. lofen Anarchie im Produktionswesen, wie es heutigen Tages bestellt ist und auch noch Bewunderer findet, kommt es der Arbeitseinstellungen geſchildert, Freilich hatten bie Findeiſen'ſchen Arbeiter Zeit und Gelegenheit, die Lage der arbeitenden Klassen gründlicher zu studiren, und sie verbreiteten vielen Samen unter ihren Kollegen, Samen, der eine heiße Ernte versprach. Juzwischen umwölkte sich der politische Himmel mehr und mehr. Bereits zu zweien Malen hatte in der Kammer die liberale Partei mit fünf bis sechs Stimmen di als sie wirklich waren. Daß Bismarck sozusagen den Tag zum sachkundigsten und unbefangensten. Er hat den Finger in] Bei dem Kloster- und Ordenssturm mag der LiberalisLosschlagen schon festgesetzt hatte, und daß nur Umstände, die des kolonialpolitischen Glückes" Wunde gelegt und den muß sich allein bis auf die Knochen blamiren. Wir fürchten er nicht in Rechnung gezogen, ihm seinen Plan verdorben haben, Nachweis erbracht, daß" unter dem Schutz und im Bereich Kutte und Tonsur nicht, sobald wir Elnbogenraum, freie das steht nach seinen eigenen Ausführungen fest. Da war der deutschen Flagge Sklavenhandel und Sklavenwirthschaft Presse und freies Wort haben. freilich Klugheit und Ruhe sehr geboten." betrieben werden. Nur seinem Vorgehen ist es geschuldet, Politische Itebersicht. Berlin, den 12. Mai. " Aus dem Abgeordnetenhause. Die Buß- und Bettagstimmung wirkte noch nach. Die Landboten bemühten fich am 12. Mai, der die dritte Lesung des Knappen truges brachte, den Grubenarbeitern das ganze Jahr zu Einem großen Bußtag zu machen. Ein beluftigendes Zwischenspiel war der Kampf zwischen den Kommis der Bechenbarone und den Ultramontanen. Letztere befanden sich in der Defensive und mühten sich redlich, zu beweisen, daß sie beileibe keine aufwiegelnde Agitation in den Kreisen der Bergarbeiter trieben. Mit einer Keckheit sondergleichen schmähten die Grubenagenten, ihres Sieges sicher, und ihr Schimpfkonzert war nach dem Grundton abgestimmt, den der sozialpolitische Kapellmeister der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" angegeben hatte. Der Ritter von der traurigen Gestalt, der Beauftragte der fürstlich Pleß'schen Grubenverwaltung, spielte die erste Geige. Die ZentrumsLeute Das bach, Stöbel, Lieber, Hitze traten für ihren Standpuntt recht energisch ein. Der Reformminister von Berleps ch suchte sich gegen die an ihm in der Breffe geübte Kritik der Vorwärts" stand bekanntlich in erster Reihe auf dem Plane- mit schwachen Gründen und schwächlicher Beredsamkeit zu vertheidigen. Seine Rede war so matt und schwindsüchtig, wie die minifteriellen Stilübungen, die der Reichs- Anzeiger" gegen uns verbrochen hat. Er feierte das Arbeitertrug Kartell des Reichstags, das unter der Führung des deutschfreifinnigen Kapitalistenschützers Gutfleisch die Gewerbenovelle so gründlich verpfuscht und verballhornt hat. Die Konservativen verbrüderten sich auch diesmal mit den Nationalliberalen. Der deutschfreisinnige Redner, Herr Eberty, erklärte nochmals, seine Partei halte es nicht für angezeigt, über den Rahmen der Nerierungsvorlage hinaus Anträge zu stellen." Die Regierungsvorlage, die für die Arbeiter so gut wie Nichts, für die Zechenbesitzer aber Alles übrig hatte, war nach dem Geschmacke des Deutschfreisinns, und das kennzeichnet diese Partei der kleinen Leute" zur Genüge. 1 " daß die deutschen Kolonialbehörden angewiesen wurden, Soldatenmishandlungen. Die Kuh", um im Rau gegen den Sklavenhandel einzuschreiten. Zum mindesten berwälsch jenes frivolen preußischen Junkers zu sprechen, wußten die amtlichen Organe dies zu melden. Die ist noch nicht abgemolken". Trotz der Erlasse, RundKreuz- Beitung"( Nr. 219 vom 11. Mai) veröffent- schreiben und Versprechungen herrscht der Korporalstock wie licht nun einige Briefe Krause's, der sich zur Zeit wieder zuvor. Auf einem Umwege, nämlich über Straßburg durch „ Eine in Afrika aufhält. In einem dieser Briefe, datirt aus die Straßburger Post" erfährt man folgendes: Kpando vom 9. März, heißt es: Soldatenmißhandlung, die in weiteren Kreisen großes AufDie deutschen Behörden in Zogo haben sehen erregt, wurde von dem Feldwebel der 1. Kompagnie ferner die Großen von Salaga aufgefordert, sie des Mannheimer Grenadierregiments Raiser Wilhelm I. follten nicht erlauben, daß ich in Salaga Nr. 110 verübt. Nach der dieser Tage stattgehabten Hanbel treibe, fie follten mich vertreiben." Kompagnievorstellung, welche zur höchsten Zufrieden Ich hätte die Anklage erhoben, daß in Togo Sklavenhandel heit des Vorgesetzten verlaufen war hatte beim getrieben werde. Eine solche Maßregel wäre in zivilisirten Sammeln der Rekrut Karg von hier das Gewehr auf den Ländern weiter feiner Erwähnung werth, sie hätte keine befondere Bedeutung. Ganz anders ist es in Afrika. Durch die Schultern. Dieser Umstand, welcher zudem völlig belanglos Aufforderung Seitens deutscher Behörden, einen Deutschen zu ist, da beim Sammeln jeder sein Gewehr tragen fann wie vertreiben, erklären diese Behörden, daß dieser Deutsche schuß- er will, versetzte den Feldwebel der Kompagnie in heftige und rechtlos ist, und die Eingeborenen sagen sich, daß dieser Aufregung. Derselbe sprang mit den Worten:" Willst Deutsche vogelfrei ist, sein Leben und sein Gut. Afrikaner Du Dein Gewehr abnehmen, Du Biest", auf ziehen daraus leicht den Schluß, solchen Europäer zu berauben Karg zu und brachte ihm mit seinem Degen einen tiefen und zu ermorden sei nichts Besonderes. Wer trägt die Ver- Stich in die Kniekehle bei, so daß der Mißhandelte infolge antwortung für diese Aufforderung, ist sie direkt von der starken Blutverlustes ohnmächtig zusammenbrach und in das deutschen Regierung ausgegangen oder von einem einzelnen Militärlazareth gebracht werden mußte. Vor 4 Wochen hat deutschen Beamten in Togo? Ich kann fie rückwärts verfolgen fich der nämliche Feldwebel schon eine ähnliche Mißhandbis zum Premierlieutenant Herold in Misahöhe, von dem " ist sie zu den Schwarzen gekommen. Es ist derselbe Herr, der lung zu Schulden kommen laffen, damals jedoch wurde die im September 1890 einen Paß für Salagahändler und ihre Sache vertuscht." Das patriarchalische Du", das angeblich Stlaven ausgestellt hat. Eine Botschaft ist nach Salaga be- feit einem halben Jahrhundert aus dem Heere verschwunden stimmt, eine andere für Sofo, den im letzten Jahre vom ist, scheint so munter zu gedeihen, wie die Brutalität mancher Hauptmann Kling eingesetzten ersten Chef der Fremdenkolonie Ramaschenknöpfe. Alles blieb beim Alten. in Stete bei Kratje. Ich pflege meine Reisen in Afrika auszuführen, ohne Waffen bei mir zu führen." Judenflinten". Zu der Erklärung des Reichs Die Wissenschaft braucht fein Blut. Friedlich habe ich mich Anzeigers" in Sachen der Ahlwardt'schen Schrift bemerkt lange Jahre hindurch in Afrika zum Schlafe niedergelegt, ohne die ultramontane Kölnische Bolts- Zeitung"( Nr. 288 vom zu fürchten, ermordet zu werden. Diese Ruhe und dieser 10. Mai):„ Alle diese Angaben hätten ebenso gut unmittel Friede sind nun dahin. Es ist der deutschen Regierung bar nach dem Erscheinen der Ahlwardt'schen Schrift gemacht oder einem ihrer Beamten in Togo vorbehalten An= gewesen, sie zu stören, die einheimische Bevölkerung gegen mich werden können, statt drei bis vier Wochen auf sich warten aufzureizen und mich dadurch zu zwingen, jeden Augenblick zu lassen; zum Theil berichtigten sie nebensächliche Punkte, bereit zu sein, mein Leben mit der Waffe in den Händen zu wie die über die Lieferungsfrist oder den Preis der Gewehre, vertheidigen. Will man wirklich die einheimische Bevölkerung zum Theil sagen sie nur, was Ahlwardt auch sagt, so über zum Glauben führen, an der Aufhebung des Sflavenhandels, das Material und die Kontrollbeschlüsse. Was wir wissen die mit der im Januar nach Salaga gerichteten Botschaft ein- möchten, ist: ob die Behauptungen über grobe Unregel geleitet wird, sei ich schuld, die Regierung würde ihn ohne mäßigkeiten, Betrügereien bei dem Probeschießen, meine Anklage" geduldet haben? Sollte eines Tages in Vertauschung abgenommener Gewehre mit anderen schlechEuropa die Nachricht eintreffen, daß ich ermordet bin, dann teren und ähnliche Dinge unter Ronnivenz be ft och ener wird die Welt wissen, wie das gekommen ist." Militärbeamten wahr sind. Hierüber sagt Was sagt die Kolonialabtheilung, was die Reichsgegen die Ein Nachspiel zur Zedliziade. Im Finanzausschuß regierung zu dieser Antlage? Wenn sie begründet wäre, uns der Reichs- Anzeiger" nur, des bayerischen Landtags wurde am 10. Mai der Etat der o läge ein handfefter Rechtsbruch vor, der geradezu geschuldigten, so weit sie der Militärgerichtsbarkeit unterstellt sind, sei gerichtliche Unter Matrikularumlagen berathen. Im Verlauf der Verhand- skandalös wäre und strengste Ahndung verdiente. suchung eingeleitet, und dem Staatsanwalt sei von der lungen erklärte der Naseweis des Zentrums, Reichs- und Zur Wemdinger Teufelsbannung. Was für ver- Sache Mittheilung gemacht worden mit dem Anheimgeben, Landbote Dr. Orterer, er wisse bestimmt, daß die Wen- rottete Zustände die Wemdinger Teufelei, über die unsere seinerseits die erforderlichen Schritte zu thun. Jezt hätten dung in der preußischen Volksschulgesetfrage auf einen Be- Refer richt des preußischen Gesandten in München, des Grafen Eulen- Leser im Feuilleton unterrichtet werden, auch aufgedeckt hat, wir gern gehört, daß die Untersuchung die Angaben Ahles erhellt daraus nur das Eine, daß mit geistigen Waffen wardt's als unwahr ergeben habe. Nicht einmal die burg, zurückzuführen sei. Er wisse es von hochstehender der Kampf gegen Verdummung und für Aufklärung zu Richtigstellungen Ahlwardt'scher Behauptungen, die von Mittheilungen machen. Der Minister des Aeußeren, von Urkunde aber zu kulturfämpferischen Zwecken wenig erfahren wir, was an der Geschichte von den beiden Crailsheim, erklärte, von solchen Berichten wisse er nichts; es sei auch nicht seine Aufgabe, solche Berichte zu kontrol ausgegraben. In einem" rtikel: Einige Bemerkungen verhafteten Büchsenmeistern Wahres ist. Wir hoffen, daß liren. Der nationalliberale Schauß meinte, Drterer könne zu der Wemdinger Teufelsbannung"( Nr. 380 vom 10. Mai) die Untersuchung die Angaben Ahlwardt's als Phantasien schreibt sie: darthun wird. Inzwischen aber haben die schlimmsten und nur durch Indiskretion oder durch eine strafbare Handlung „ Es ist die Pflicht des Staates, darauf zu achten, daß den böswilligsten Bermuthungen freien Spielraum. Es wäre von dem Mitgetheilten Kenntniß erlangt haben... Es sei Richtungen, die zum Aberglauben führen, nicht nur feine in der That zu wünschen, daß in solchen wichtigen Dingen beiläufig daran erinnert, daß jüngst der schneidige Kavallerist Nahrung zu Theil werde, sondern daß auch alles ferngehalten der amtliche Mechanismus etwas rascher arbeitete." des Zentrums, Herr v. Schorlemer Alst, in einer werde, was sie erzeugen fann. Der firchliche Fanatismus westfälischen Bauernversammlung es eine große Unverschämtheit" nannte, wenn die außerpreußischen Deutschen und namentlich die Süddeutschen- er meinte allerdings die Liberalen sich auch um diese, rein preußische Angelegenheit" gefümmert hätten. Im Uebrigen ist diese nachträgliche Enthüllung" nicht von dem mindesten Be Lang. Die angebliche Branntweinsteuer- Reform. Jm bayerischen Finanzausschuß hat der Finanzminister Freiherr v. Riedel erklärt, er wisse nichts von der Absicht einer Abänderung der Reichssteuer auf Branntwein, Bayern sei entschieden gegen eine solche Abänderung. It's möglich? Unter den deutschen Ostafrika- Reisenden ift unstreitig Dr. Gottlob Adolf Krause einer der " macht zu allem fähig, er und der Aberglaube vertragen Verfassungsdurchsicht in Belgien. Der erste Schritt fich ganz besonders mit der lagesten Moral. Sind nun wohl zum allgemeinen Wahlrecht ist gethan, die Kammer hat den die Kapuziner, die so hervorragende Leute unter sich zählen, berüchtigten Artikel 47 der belgischen Verfassung abgeschafft, wie den Wemdinger Teufelsbanner, die richtigen Seelsorger für das Volk? Wer die Berhältnisse fennt, weiß, daß ihnen durch welchen die Wahlberechtigung nur Denjenigen zuertheilt bie übrigen, Franziskaner, Karmeliter, Redemptoristen, Jesuiten, war, die 43 Franks( 34,40 M.) direkte Steuern zahlten. im Punkte des Aberglaubens, in der Pflege des Wunderglaubens Das war ein Zensuswahlrecht schlimmster Art und schloß nichts nachgeben. Hoffentlich werden sich die Regierungen die große Masse von den Wahlen zum Parlament völlig und Boltsvertretungen von Baden, Württemberg und aus. Der entschiedenen, zähen Agitation unserer belgischen Hessen bedenken, bevor sie dem ultramontanen Ansturm wegen Genossen ist in erster Reihe dieser Erfolg geschuldet. Unser Zulassung der Klöster weichen. Es könnte nicht Brüsseler Bruderorgan," Le Peuple"( Das Bolk) schreibt: schaden, wenn auch die preußische Regierung sich aus Be Gefallen ist endlich der verdammte Artikel 47, welcher sich richten unparteiischer und urtheilsfähiger Personen Kenntniß wie eine eherne Mauer vor der Demokratie erhob. Mit verschaffte von dem Wirken der Orben auf der Kanzel ihm ist gefallen die politische Uebermacht der Bourgeoisie, u. f. w., sie würde dann wohl mit der Zulassung von neuen Klöstern nicht neue Asyle einer schädigenden Berbildung und sicherlich wird kein zukünftiger Gesetzgeber es versuchen, wie bisher, die Herrschaft einer Klasse über die andere schaffen." " ministerielle Partei überstimmt, ohne daß das Ministerium Nichts glich der Wuth, welche sich bei dieser Auflösung fahren des freiheitsfeindlichen Ministeriums hervorgerufen hierdurch Veranlassung genommen hätte, einen besonderen alsbald der liberalen Parteiführer bemächtigte. Aus dem worden sei. Schritt zu thun. Nun waren die von den Liberalen mehr ruhigen Besitze der Majorität im Landtage in die zweifelhaften Allerdings sparte man weder Mühe noch Vers fach eingebrachten Anträge auf Aufhebung der Wuchergesetze Chancen eines neuen Wahlkampfes geworfen zu werden, war sprechungen, um auch die Führer der demokratischen Partei von der Regierung in entgegenkommender Weise selbst vor für sie ein schwerer Schlag; die Allgemeine Beitung" nannte in diese Bewegung hineinzuziehen, aber Lange, Barth und die Kammern gebracht worden, zugleich aber in Verbindung es geradezu ein frivoles Spiel, und die vielen Fortschritts- Hanke hatten bei einer zu diesem Zwecke herbeigeführten mit einem Gesetz bezüglich Aufhebung der Schuldhaft. blätter und Fortschrittsblättchen des Landes nahmen Besprechung entschieden erklärt, daß sie das Vorgehen der Denn, hatte die Ministerialvorlage gemeint, soll der Staat dieses Stichwort auf, um es in hundertfältigen Phrasen Regierung in diesem Falle als durchaus recht und richtig jedem seiner Bürger die freie Verwerthung seines Besiz- breitzutreten. Sofort trat das Komitee der liberalen Partei ansehen müßten, und daß dieselbe darin volksfreundlicher standes gewähren, so muß er es auch ablehnen, sich mit den zusammen und erließ im ersten Sturm der Leidenschaft einen gewesen wäre, a Is die liberale Majorität der Kammer. Konsequenzen dieser freien Verwerthung weiter zu befassen. Aufruf an die Bevölkerung des Landes, in dem sie das Umsonst suchte Raffmaus ihnen vorzustellen und einzureden, Werden durch das Nehmen allzu hoher Zinsen die Schuldner Bolt beschwor, festzuhalten in diesen schweren Zeiten an daß die Aufhebung der Schuldhaft zu tief in das geschäftliche zahlungsunfähig gemacht, so kann es nicht Sache des Staates dem Banner der Freiheit und des Fortschritts und durch Leben einschneide, als daß sie so plöglich und unvorbereitet sein, durch das Institut der Schuldhaft, beziehentlich der die Einmüthigkeit des Zusammenstehens dem Monarchen könne ausgeführt werden; umsonst suchte er zu beweisen, Wechselhaft, die Lage der Schuldner noch drückender zu ein unzweideutiges Zeugniß von der wahren Stimmung und daß das Ganze nur ein Manöver der Regierung gewesen, machen. Der Staat thut das Aeußerste, wenn er Geseze Meinung des Landes vor Augen zu führen. um durch die Verbindung dieser beiden Gesetze beide zum beibehält, nach denen der Gläubiger die gesammte Habe des Bertrauensmänner der Partei aus dem ganzen Lande Falle zu bringen; die unbefangenen Führer der Demokratie Schuldners zu seiner Schadloshaltung in Anspruch nehmen wurden nach der Hauptstadt eingeladen; überall Bolts- erklärten kurz und bündig, daß die Aufhebung der Schuld fann; Gefeße, deren Härten sich in praxi häufig in einer versammlungen ausgeschrieben, in welchen der schärffte haft eine durchaus volksfreundliche und moralische Maßregel Weise äußern, die der Menschlichkeit und folglich auch der Tadel über diesen neuen Gewaltakt" des Ministeriums fet, auf welche hin fie unmöglich die Opposition gegen die Würde des Staates absolut entgegen sind und deshalb auch votirt ward. Nur in der Hauptstadt vermied man es, eine Regierung verstärken dürften. Und als nun Raffmaus das Längst eine Milderung hätten unterworfen sein sollen. Was Boltsversammlung einzuberufen, weil man allerdings ziem- Aeußerste wagte und im Namen der Partei versprach, daß die Schuldhaft anbelangt, so müßte die Regierung noch be- liche Besorgnisse wegen der Haltung der nunmehr sozial- sie sich zum Prinzip der Aufhebung aller und jeder Schuldsonders den Umstand in Betracht ziehen, daß durch dieselbe, demokratischen Partei hegte. haft bekennen wollte, erklärte Lange dennoch fest und ents zum Schaden des Gemeinwesens und häufig faum zum Vor- Aber schon die kleinen Hilfsmittel, zu denen man unter schieden: Die Regierung habe in diesem Falle auf Seiten theile des einzelnen Gläubigers, Staatsangehörige gänzlich der Hand seine Zuflucht nehmen konnte, genügten, um die des Volkes gestanden, während die liberale Kammers ermerblos gemacht, Arbeitskräfte brach gelegt und häufig Stimmung der Bevölkerung als eine äußerst bedrohliche Majorität den entgegengesetzten Standpunkt eingenommen Unterstützungsbedürftige geschaffen würden. Die Schuldhaft darzustellen. Die liberalen Fabrikanten entließen zahlreiche habe. Die einfachste Ehrlichkeit und Rücksichten des An beizubehalten und den Wucher straflos zu erklären, hieße Arbeiter, welche, mit einem Male und so ganz standes müßten deshalb die Demokratie veranlassen, wenigstens nicht viel mehr, als den Wucher von staatswegen begünstigen, unerwartet brotlos geworden, mit den noch immer nicht feindlich in einem solchen Falle gegen die Regierung auf feiernden Arbeitern aus der Findeisen'schen Fabrik zutreten. Die Sache stünde allerdings nicht so, daß sie mit unterstüßen und sanktioniren. Trotz dieser bündigen Auseinandersetzungen nahm die die Straßen der Stadt durchzogen. Dazu fandte den Konservativen ein Bündniß eingehen könnten, aber fie Kammer die Aufhebung der Wuchergesetze fast einstimmig man bezahlte und mit Geldern versehene Agenten in würden, den Umständen gemäß, in die Wahlkämpfe selbst an, während die damit verbundene Aufhebung der Schuldhaft alle verborgenen Winkelkneipen der Stadt, in welchen man ständig eingreifen, um Leute ihrer Partei in die Kammer gegen die meisten Stimmen der Konservativen und auch die die unsauberen Elemente der Bevölkerung zu Demon- zu bringen. des Dr. Lutz abgelehnt wurde. strationen verführte, die nach und nach immer bedenklichere Das war es nun freilich nicht, was Raffmaus wollte, Diesen Moment hielt das Ministerium für den ge- Formen annahmen. Ein gleiches Spiel trieb man in den er beschloß deshalb, diese Demokraten bei Seite zu laffen eignetsten, die Kammer aufzulösen und Neuwahlen anzu- Provinzen; und die Spalten der fortschrittlichen Blätter und im Berein mit seinen Leuten allein die energischsten ordnen. Es war eine Appellation an den Rechtsfinn der füllten sich mit Berichten über die allenthalben zu Tage Anstrengungen zu machen. Bevölkerung, von der man sich die besten Früchte versprach. tretende tiefe Gährung im Volfe, welche durch das Ver( Fortsetzung folgt.) wieder herzustellen." Gefährlich ist die Nenderung des§ 2, 15urch unsere Anträge nur die Arbeiter für die Wahlen aufheben Abg. Site( 8.): Der Vergleich mit dem Reichstag past wonach dem König nicht nur das Recht der Kammer- Auf- wollen.( Buruf rechts: Sehr richtig!) Wer einen solchen Vor- nicht; denn dort haben alle Barteien verhandelt, hier haben aber Lösung, sondern auch das Recht, das Volk anzurufen, das wurf macht, spricht bewußt die unwahrheit.( Bustimmung im die Mehrheitsparteien vorher verhandelt und das Zentrum iſt heißt die gesammte Wählerschaft über ein strittiges Gesetz Bentrum.) Bedauerlich sei die Ablehnung der Anträge des vernachlässigt worden, eine solche Behandlung ist dem Zentrum zu befragen, fortan gewährt werden soll. Tritt hier nicht über die schriftliche Bekundung der Gedingesäße u. s. w. Wenn bescheidene Forderungen aufstellte. Wer behauptet, daß das u befragen, fortan gewährt werden soll. Tritt hier nicht Sentrums, die daffelbe zum Schuße der Arbeiter geftellt habe, so noch niemals zu Theil geworden, trotzdem es verhältnismäßig bie Arbeiterschaft zur rechten Stunde ein, so hat Belgien gesagt werde, die Arbeiter würden eine lange Arbeitsordnung Zentrum seine Anträge nur der Hehe wegen eingebracht, mit dem das napoleonische Plebiszit, diesen gemeingefährlichen mit vielen Einzelbestimmungen nicht lesen, so müsse er das be- fei nicht mehr zu reden.( Bustimmung im Zentrum.) Die Humbug des Dezembermannes, in handlicher Taschenausgabe, streiten. Die Arbeiter würden solche wichtige Bestimmungen aus Bergwerks befizer sehen in Allem eine künstliche Mache. Als und das könnte böse Früchte tragen. Das Jdeal tonfti- wendig lernen. Die Mitglieder des Zentrums haben niemals 100 000 Bergarbeiter sich einmüthig gegen die Ausstände ertutioneller Regierung, Leopold, ist der Bourgeoistönig vom die Arbeiter aufgehegt, sondern sind immer den Aufhebungen der hoben, war das eine fünftliche Wache? Freilich die Herren reinsten Wasser. Sozialdemokraten entgegengetreten. Der Abg. Müllenfiefen ist, feben in Allem, auch in dieser Vorlage, ein Beunruhigung. als er in den Reichstag gewählt werden sollte, in seinen Kon- Aber daran würde das Zentrum sich nicht kehren. Kosten der Dynamitkomödie. Im französischen sessionen an die Arbeiter viel weiter gegangen als wir bezüglich Unsere Anträge mögen heute abgelehnt werden, aber sie werden Ministerrath wurde ein Nachtragskredit festgestellt der achtstündigen Arbeitsschicht, bes Wagennullens u. f. w. zu anderer Zeit wieber aufleben. Schon in ben fiebziger Jahren zur Entschädigung der Besizer und Miether der durch Wenn eine Beunruhigung unter den Arbeitern entsteht infolge brachte Herr von Schorlemer- Alft die Beschwerden der Bergarbeiter vor zum großen Merger der Mehrheitsparteien. Hätte Dynamit zerstörten Häuser auf dem Boulevard Gt. Ger dieses Gesezes, so fönnen wir die Schuld daran ablehnen. Abg. Ritter( ft.) empfiehlt die Aufrechterhaltung der Be- man sich damals der Bergleute angenommen, so wäre der ganze main, in der Rue Clichy und auf dem Boulevard Magenta. schlüsse zweiter Lesung unter Annahme der vom Abg. Engels Bergarbeiter- Ausstand wohl vermieden worden, Die Wittwe und die Tochter des verstorbenen Béry sollen eingebrachten, zum Theil redaktionellen Abänderungsanträge. Abg. Szmula( 3.) weist darauf hin, daß Arbeiter aus Obereine Staatsrente erhalten. 5 Wenn ihm von einigen Herren aus dem Zentrum privatim der schlesien sich an die Bergbehörden gewandt hätten um Verkürzung Vorwurf gemacht sei, daß er im Staatsrath sich anders verhalten der Arbeitszeit; sie haben aber bisher überhaupt noch keine AntEin Mißverständniß. Die bösen„ Mißverständnisse" habe, so sei der Vorwurf unberechtigt; denn er habe sich im wort erhalten. Das sei nicht geeignet, die Zufriedenheit der spielen im politischen Leben eine bedeutsame Rolle. Es Abgeordnetenhause entgegenkommender bewiesen als im Staats- Arbeiter hervorzurufen, war eiu, Mißverständniß", als 1848 auf das Berliner Bolt rath. Er wolle den Arbeitern entgegenkommen, aber auch die Abg. Lieber( 3) hält es für ganz begreiflich, daß nicht blos geschossen wurde, und es ist, wenn es erlaubt ist, Großes Autorität aufrecht erhalten, die von Redakteuren des Zentrums innerhalb, sondern auch außerhalb des Hauses sich ein neuester vielfach untergraben sei. Nicht blos die Sigl und Gen. beun- Kurs herausgebildet hat. Die arbeiterfreundlichen Anträge mit mikroskopisch Kleinsten zu vergleichen, ein Miß- ruhigen die Bergleute, sondern auch die Priester des Friedens der Zentrumspartei sind abgelehnt worden, die Regierung hat verständniß, daß der Name des Ex- Radikalen und ehe- thun das Gegentheil ihrer Schuldigkeit und Herr Stößel schließt nichts dazu gethan, den Anträgen zum Siege zu verhelfen, troßmaligen Ministers Yves Guyot auf die Mitgliederliste fich ihnen an. Wiele Leute fühlen sich erst unglücklich, wenn man dem sie sich in Uebereinstimmung mit der Novelle zur Reichsdes famosen Antifozialisten Bundes" gerathen ist. Er er ihnen sagt, daß sie unglücklich sind. Die Herren vom Zentrum Gewerbe- Ordnung befinden. Wenn beim Namensaufruf, wo es erklärt feierlich seinen Austritt in einem an den sind sehr herrschlustig. Sie möchten die Mittelparteien zerreiben, sich um die Aufrechterhaltung der Regierungsvorlage handelt, die Generalsekretär des Vereins gerichteten Brief. Nach seiner so daß nur die Extreme übrig bleiben. Ich glaube, es gilt auch beiden Minister, welche Mitglieder des Hauses sind Darstellung hätte die Veröffentlichung seines Namens in der hier: Hochmuth tommt vor dem Fall. Das Sentrum hebt die entschuldigt fehlen, so scheint mir die Regierung selbst auf Liste auf einem Mißverständnisse beruht. Wie glaub Arbeiter auf; Redner beruft sich auf die Bentrumsblätter und ihre Vorlage nicht mehr erheblichen Werth zu legen. Die haft diese Flunterei ist, erweist ein niedlicher Umstand. Die verwirft die Anträge des Zentrums, welche lediglich zur Beun- Regierung scheint ja recht gewandt zu sein, Beschlüsse des Hauses, welche an die Stelle ihrer Vorlage getreten Beitung„ Siècle"(„ Das Jahrhundert"), deren Direktor Herr ruhigung der Arbeiter dienen. Abg. v. Czarlinski( Pole): Die Vorlage hat in der zweiten sind, mit größerer Wärme zu vertheidigen als ihre Vorlage. Yves Guyot ist, feierte am 8. Mai das antisozialistische Berathung eine erhebliche Verschlechterung erhalten, die unbedingt Wir werden uns das für andere Vorlagen merken. Bei dieser Konventikel an hervorragender Stelle und führte in dem eine große unzufriedenheit der Arbeiter hervorrufen wird. Man Borlage sind nicht alle Barteien zusammengefaßt worden, sondern Berzeichniß den Namen des Herrn Yves Guyot mit der hätte den Arbeitern solche Schutzbestimmungen gar nicht erst in es ist geradezu eine Vervehmung der Partei eingetreten, welche Bezeichnung: Abgeordneter, Direktor des Siècle", auf. Die Aussicht stellen sollen, wenn man sie nachher fallen läßt. im Reichstag zu den Trägern der Arbeiterschutz- Gesetzgebung ge geworden. der " . un wahre Ursache des Rückzugs ist die Furcht vor den nächsten Abg. v. Bockelberg( f.): Das Zentrum geht in seinen An- hört hat. Die schlimmste Hegrede hat heute Herr Ritter gehalten, Wahlen. Renegat Guyot ist Abgeordneter des 1. Pariser sprüchen zu weit. Der Staat muß auf die Arbeiter Rückficht ber dabei vergeffen zu haben scheint, daß die ArbeiterschutzArrondissements, wurde auf ein zu drei Vierteln sozialistisches nehmen, aber nur in dem Maße, wie es die Industrie vertragen Gesetzgebung beruht auf einem Grlaß des Kaisers. Herr Ritter Programm gewählt und weiß, daß die Wähler des Hallen- tann. In sozialen Mißständen kann der Staat nur belfen, soweit hat dem Zentrum Herrschsucht vorgeworfen, während er ein Berer die Wirkung seiner Medizin genau übersehen kann. Deshalb treter der Partei ist, die am allerlegten mitgearbeitet beim Arbeiter viertels nicht mit sich spaßen laffen. Hoffentlich wird die gelte es hier Maß halten. Die Konservativen würden die Beschuh, den das Zentrum zuerst vertreten hat. Freilich, die eigent Wetterfahnen- Politik dem Biedermann nichts nügen, und schlüsse der zweiten Lesung aufrecht erhalten, bis auf einige lichen Bergwerksbesizer nehmen mehr Rücksicht auf ihre Arbeiter er erhält das nächste Mal den Laufpaß. Verbesserungen formeller Natur und bis auf einige Anträge des als diejenigen Personen, welche als Direttoren von AktiengesellAbg. Engels. schaften u. f. w. im Bergbau thätig sind. Das Zentrum ist AnNoch ein Opfer des ,, Vitalins". Nicht blos der Minister v. Berlepsch: In der Presse und in Versammwalt des schwächeren Theils und wird sich durch Herrn Ritter russische Polizeiminister Gresser, der am 11. Mai gestorben ist, lungen ist der Regierung der Vorwurf gemacht worden, daß sie darin nicht irre machen lassen. Wir bedauern, daß wir uns auch andere zarische Würdenträger sind angeblich ein Opfer nicht mit Entschiedenheit ihre Vorlage aufrecht erhalten habe. dabei der Mitwirkung der Partei nicht mehr erfreuen, mit welcher jenes wundersamen Mittels, das im Gebiet der Heilkunde und Die Regierungsvorlage ist meist unverändert angenommen, soweit wir im Reichstag dabei zusammengegangen find. Wir haben doch der Chemie bis heute durchaus unbekannt ist, des Vitalins" es sich um die Aenderungen handelt, welche nach der Reichs- feine unbescheidenen Forderungen gestellt und haben namentlich Besonders ist auch für die dritte Lesung manche Forderung fallen laffen. Ich be Vitalin" bedeutet etwa Lebensarzenei. Nach Gewerbe- Ordnung erforderlich waren. Petersburger Zeitung" starb vor einigen Tagen der angenommen worden die Ausdehnung der Befugnisse der bauere es besonders, daß das Wagennullen nicht gefeßlich beseitigt Bergrevier- Beamten. Aber auch in Bezug auf die mate- wird, wie das in der englischen Gesetzgebung geschehen ist, ohne dem" Großfürsten Michail Nikolajewitsch attachirte General- riellen Menderungen der Kommission in der zweiten Lesung Schaden für den Bergbau. Aber die Sachverständigften bei uns major Karl Baranow infolge Blutvergiftung durch eine liegt fein wesentlicher Unterschied gegen die Regierungs wollen davon nichts wissen. Den Vorwurf der Herrschsucht werden Sprite, mit welcher derfelbe sich subkutane Vitalin- Ein- vorlage vor. Mit den Beschlüssen des Hauses in der zweiten wir am besten dadurch widerlegen, daß wir schließlich trok AbSprigungen machen ließ. Wie mehrere Blätter melden, Lesung wird in der Praxis genau dasselbe erreicht werden können, lehnung aller unferer Anträge für das Gefeh stimmen, denn wir wären die Vitalinvorräthe des Erfinders desselben, Gatsch wie mit der Regierungsvorlage. Dies gilt namentlich von der wollen der Sache dienen und wollen auch Opfer bringen. Nur towsky, tonfiszirt worden. Ist dies Vitalin" ein Fassung des Art. V der zweiten Lesung, betr. Die Einschränkung mer alle berechtigten Forderungen der Arbeiter erfüllt hat, hat Spezifitum zarischer Apotheterkunft? der Arbeitszeit. Es wird auch mit dieser Bestimmung einer das Recht über Agitation zu sprechen.( Bustimmung im Zentrum.) übermäßigen Ausnugung der Gesundheit der Bergarbeiter durch Abg. Graf Limburg- Stirum( t.): Die Stellung der Par Eine neue russische Mißernte in Sicht? Fürst eine zu große Ausdehnung der Arbeitszeit wirtfam entgegen teien wird hier etwas übertrieben geschildert. Es handelt sich bei getreten werden können. Mit dem Fallenlaffen des Art. VII ben Parteien nicht um Großmächte, die einen Zweibund oder werden können. Meschtscherskij theilt in der von ihm redigirten Tages- Schließung der Bergwerke feitens der Revierbeamten bis zur Dreibund schließen. Es handelt sich hier nicht um grundfäßliche chronit"( Dnewnit) des Grashdanin mit, er habe aus Herstellung geordneter Zustände) haben wir uns einverstanden Fragen, sonden um praktische Fragen( Widerspruch im Zentrum). mehreren der siebzehn russischen Nothstands Gouvernements erklärt, weil sämmtliche Parteien der Ueberzeugung sind, daß wir hätten die Vorlage angenommen, gleichviel ob die Anträge Meldungen erhalten, welche die Ernte- Aussichten auch für schon jetzt im Berggefes bie nöthigen Befugnisse der Exekution des Zentrums oder anderer Parteien angenommen wurden. Es das laufende Jahr in sehr trübem Lichte erscheinen laffen.gegeben find. Nur bezüglich der SS 80 d und 80k, betreffend die müssen hier die Interessen der Arbeiter und Arbeitgeber gegen Fördergefäße und die Verwendung der Strafgelder, ist ein erheb einander abgewogen werden. Wenn sich herausstellt, daß bie licher Unterschied vorhanden. Ich bedauere allerdings, daß§ 80k in Sache nicht richtig geordnet ist, so hat die Regierung Befugnisse, der Fassung der Regierungsvorlage nicht angenommen worden ist, Aenderungen sofort herbeizuführen, oder sie können im Wege der und ich würde wünschen, daß noch in dritter Lesung der Vor- Gefeßgebung herbeigeführt werden. Deshalb glaube ich, daß die schlag des Zentrums zu dem§ 80 k angenommen würde. Sache nicht so bedenklich ist. Andererseits muß zugegeben werden, daß auch in dem Rom- Nach einer persönlichen Bemerkung des Abg. Nitter schließt missionsbeschluß ein Fortschritt gegen den jetzigen Zustand vor die Generaldebatte. liegt. Es würden damit die Unklarhetten der Gedingestellung aus In der Spezialberathung liegt zum§ 80a, welcher über den Am Ministertische: Herrfurth, von Berlepsch und der Welt geschafft, weun auf jedem Wagen angezeigt werden Inhalt der Arbeitsordnungen Bestimmungen trifft, ein Antrag Rommiffarien. muß, welchen Inhalt er hat. Bei dem§ 80 d liegt die Sache des Abg. Engels( ft.) vor, wonach die Nr. 2 dahin geändert Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Berathung anders. Ich bedauere lebhaft, daß die Bestimmung, betreffend werden soll, daß die Arbeitsordnung Vorschriften enthalten soll des Gefeßentwurfs, betr. Die Einführung der Land- bie obligatorische Mitbetheiligung der Arbeiter bei der Verwendung über die Beurkundung des abgeschlossenen Gedinges und die Be gemeinde Ordnung für die sieben östlichen der Strafgelder, hier keine Annahme gefunden hat. Ich bellage tanntmachung an die Betheiligten.( In den Beschlüssen der Provinzen der Monarchie in der Provinz das nicht, weil ich glaube, daß irgend welche Unregelmäßigkeiten zweiten Lesung heißt es oder") Das Bentrum( Hiße und Ge Schleswig- Holstein.. vorkommen nein, ich will sogar zugeben, es ist nicht unmöglich, nossen) beantragt, hinzuzufügen, daß Gedinge, welche länger als Der Referent, Abg. Jürgensen, weist darauf hin, daß die daß die praktische Verwaltung der Unterstügungskaffen, wenn die Ar- 14 Tage dauern, durch Aushängen oder Abschrift bekannt gevon der Kommiffion beschlossenen Aenderungen meist nur redal beiter einseitig hineingezogen werden, an manchen Stellen weniger macht werden müffen. tioneller und sonst unerheblicher Natur seien. Darlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 62. Sigung vom 12. Mai. 11 Uhr. B §§ gut funktiontrt als vorher aber es wird jedes Mißtrauen Abg. Engels empfiehlt feinen Antrag, ben auch die Abgg. absolut beseitigt, wenn die Arbeiterschaft bei der Verwaltung Size und Dasbach mit dem vom Zentrum beantragten dieser Kaffen betheiligt wird.( Lebhafte Zustimmung im Zentrum.) Bufat empfehlen. Abg. Graf Limburg- Stirum erklärt, daß seine Freunde gegen die Landgemeinde Ordnung gestimmt hätten; da dieselbe aber Gesetz sei, so wollten sie sich an der Debatte über die Vorlage Die Aufnahme dieser Bestimmung ist um so unbedenklicher, als Abg. Schmieding erklärt, daß er zwar für den Antrag nicht weiter betheiligen. Sie bedauern, daß eine Ausdehnung der bei einem großen Theil unserer Gruben Unterstügungsfaffen be- Engels, aber gegen den Antrag Size stimmen würde. Landgemeinde- Ordnung bereits jetzt geplant werde, ehe das neue stehen, bei denen die Arbeiter bereits mitwirken. In Summa Nr. 2 wird mit dem Antrag Engels unter Ablehnung des Kommunalsteuer- Gesetz fertig gestellt sei. Redner richtet an den tann ich also fagen, es fino wirklich feine großen Dinge, die hier Antrages Size, für welchen Sentrum, Freifinn und Bolen Minister die Frage, ob die Landgemeinde Ordnung auch auf geändert sind, und ich verstehe deshalb den Vorwurf nicht, daß stimmen, angenommen. andere Provinzen, z. B. auf Hannover, ausgedehnt werden solle. Die Regierung ihren Standpunkt geändert habe und daß un# Bei Nr. 8 bedauert Abg. Dasbach, daß man nicht ein Minister Herrfurth erklärt, daß die Landgemeinden befugt fontrollirbare Rathgeber eine Rolle gespielt haben. Ich hoffe, daß Verbot des Wagennullens in die Vorlage aufgenommen habe. feien, die Kommunalsteuer Berhältnisse aufrecht zu erhalten bis in nicht zu langer Zeit die günstigen Wirkungen dieses Gesetzes Es sei ausreichend, wenn für das Fehlen einer Menge am Ge1897, bis zu welchem Zeitpunkt das neue Kommunalsteuer- Gefeß erheblich gesteigert werden, wenn es uns gelingt, in den großen wicht oder für Beimengung von Gestein zur Kohle ein Abzug festgestellt sein würde, so daß eine Belastung der Gemeinden Bergwerksbezirken Bergwerks Gewerbegerichte einzuführen. Ich des Doppelten der fehlenden Menge stattfinde: aber die Streichung Durch die Umwandlung der Steuerverhältnisse nicht ent- hoffe, daß im nächsten Jahre die Vorarbeiten dazu beendet des ganzen Wagens sei eine zu schwere Strafe dafür. tehen werde. Die Ausdehnung der Landgemeinde Ordnung sein werden. Es würde damit eine schnelle, auf Abg. Schuly- Bochum weist darauf hin, daß in England fei zunächst für Hessen Nassau in Aussicht genommen. allen Seiten Bertrauen erweckende Rechtsprechung erreicht das Nullen auch nicht abgeschafft sei und nicht abgeschafft werden Im übrigen wird die Vorlage ohne Debatte genehmigt und nur werden, indem Arbeitgeber und Arbeiter gemeinsam ihre tönne. im§ 117 auf Antrag des Abg. Ottens neben dem Worte, Orts- Streitigkeiten schlichten. Wir werden aber auch eine gesetz- Abg. Lieber verweist auf Professor Brentano, welcher be statut" das Wort„ Gemeindeftatut" eingefügt, womit der Minister liche Bertretung des Arbeiterstandes haben, deren Organe ge- hauptet, daß das Nullen in England verschwunden sei. Herrfurth sich einverstanden erklärt. meinsam mit den Arbeitgebern und Behörden über die ihnen Minister Berlepsch erklärt, daß das Nullen in England geEs folgt die dritte Berathung des Gesehentwurfs, be- naheliegenden Interessen zu entscheiden haben; wir werden end- feßlich zulässig fei, aber wenig vorkomme, weil die englischen treffend die Abänderung einzelner Bestimmun- lich darin auch eine Instanz haben, welche die Funktionen eines Kohlen reiner seien als die deutschen. gen des allgemeinen Berggefeges vom 24. Juni 1865. Einigungsamtes im Falle eines Streites zu unternehmen in der Nr. 8 wird angenommen, ebenso die übrigen Vorschriften In der Generaldebatte bedauert Lage ist. Wenn eine Mißstimmung unter den Arbeitern wirklich über den Inhalt der Arbeitsordnung. Abg. Szmula( 3.), daß man in der zweiten Lefung die vom entstanden sein sollte, so tann das nur bezüglich des AchtstundenBentrum beantragte Resolution wegen Untersuchung der Arbeiter tags sein. Ich bestreite aber, daß die Bergarbeiter überall den verhältnisse abgelehnt habe. Man habe eine solche Untersuchung Achtstundentag wollen. Viele Bergwerke find so schlecht gestellt, für unnöthig erklärt, weil man der Regierung Bertrauen schenke, daß sie bei einem achtstündigen Arbeitstag überhaupt nicht daß sie die Arbeiterverhältnisse im Auge behalten werde. Aber weiter bestehen könnten, zum Beispiel die Staatsbergwerte durchaus neue er fann dieses Vertrauen nicht theilen, da noch vielfach Arbeits im Harz. Der Achtstundentag ist eine zeiten von 14 Stunden in den Bergwerfen vorfämen. Die Ar- Forderung der Bergarbeiter, die überall zufrieden waren kaffen oder an die Knappschafts- Krankenkassen zu zahlen. beiter ständen noch vielfach auf dem Boden des Christenthums. mit der neunstündigen Arbeitszeit einschließlich EinAbg. Hite will die Strafgelder an die Unterstützungskaffen So bestände in Oberschlesien ein chriftlicher Arbeiterverein, der Ausfahrt. Die Hauptsache war wohl auch die Einführung eines der Werke fließen lassen, wenn sie nicht bei der Auslöhnung zur aus den Beiträgen seiner Mitglieder 8 Kirchen gebaut habe. Diese Normal- Arbeitslohnes für den Maximal- Arbeitstag von acht Verheißung an die gesammte Belegschaft der Grube gelangen; Gesinnung der Arbeiter müfie erhalten werden; das sei aber bei Stunden. Mit dieser sozialistischen Forderung haben aber die follen sie an die Knappschaftstaffe gezahlt werden, so sollen dié Den heutigen Berhältnissen der Arbeiter seitens der Werkverwal- Parteien dieses Hauses sich niemals einverstanden erklärt. Des- die Beiträge der Arbeiter entsprechend ermäßigt werden. tung nur schwer möglich. halb können die Arbeiter feine Enttäuschung erlebt haben, wenn Abg. Engels empfiehlt die Aufhebung des in zweiter Lesung und Nach dem Beschluß der zweiten Lesung zu§ 80d sollten die Strafgelder nur an die besonderen Unterstugungstaffen der Bergwerke abgeführt werden; die Bestimmung, daß sie an die Knappschaftskaffen gezahlt werden sollten, war auf den Antrag Hammachers gestrichen. Abg. Engels( ft.) beantragt die Gelder an die KnappschaftsAbg. Schuly- Bochum( ntl.) wendet sich gegen der vom der Antrag des Zentrums abgelehnt worden ist. Ich kann nur gefaßten Beschlusses, weil dadurch wiederum ein Stück des Baues Bentrum in zweiter Lesung beantragten Normal- oder Maximal auf den Reichstag verweisen. Dort hat die Fünfmänner- Kom- der alten Knappschaftstassen abgebrochen würde. Arbeitstag und lehnt es ab, daß der Bergbau zum Verfuchsfelde mission, die man vielfach die Verschlechterungs- Kommission ge Abg. Schulz- Bochum spricht sich gegen den Antrag Size für soziale Fragen gemacht werde. Gerade der Bergbau ver- nannt hat, dafür gesorgt, daß die Gewerbe- Ordnung in einer aus, weil die Bertheilung der Strafgelder nach der Höhe des bient am allerwenigsten den Vorwurf, daß er die Interessen Form angenommen wurde, welche eine möglichst große Mehrheit Lohnes eine ungerechte Maßregel wäre. seiner Arbeiter nicht berücksichtige. Redner verweist auf die auf sich vereinigte. Mancher Wunsch wurde dabei unterdrückt.§ 80d wird mit dem Antrage Engels angenommen, unver Leistung der Knappschaftstassen für ihre invaliden Arbeiter, für Wenn auch hier das Berggesetz mit möglichst großer Mehrheit ändert werden die§§ 80 e bis 80i genehmigt und darauf die deren Wittwen und Waisen. angenommen würde, so würde das einen guten Eindruck auf das weitere Berathung um 4 Uhr bis Freitag 11 Uhr vertagt. Abg. Dasbach( 8.): Die nationalliberale Presse, z. B. die Herrenhaus und demnächst auf die Arbeiter machen und die Außerdem dritte Berathung des Sekundärbahn- Gesezes und einiger Eleineren Borlagen. Rölnische Beitung" hat uns den Vorwurf gemacht, daß wir Autorität dieses Geseyes wesentlich stärken.( Beifall rechts.) Für den Inhalt der Inserate über. Emmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 13. Mai. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Schauspielhaus. Die Weisheit Salomo's. Berliner Theater. Uriel Acosta. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Wallner- Theater. Ghrliche Arbeit. Residenz Theater. Der Schwerenöther. kleine Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Die Ulanen. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Bellealliance- Theater. Der Günst ling. Acstung! Achtung! Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler etc. Fachv. d. Marmor- u. Granitarbeiter. Sonntag, den 15. Mai 1892, Vormittags 10½ Uhr: General- Versammlung in Deigmüller's Lokal, Alte Jakob- Straße Nr. 48a. Tagesordnung: -VO 1. Abrechnung des Reservefonds. 2. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht, in dieser Versammlung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. [ 230/13] Der Vorstand. Interessenverein der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 15. Mai, in Joël's Fettsälen, Andreasstraße 21: I. Stiftungsfest verbunden. mit Gr. Instrumental- Konzert, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Berufsmusiker. ( Eing. Hilfskaffe Nr. 3, Hamburg.) Filiale Berlin D. · Mitglieder Versammlung am Montag, den 16. Mai, Abends 8 Uhr, im Viktoria- Saal, Perlebergerstr. 13. Tages Ordnung: 1. Statutenberathung zu der am 6. Juni in Halle a. S. fortgesetten Generalversammlung. 2. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist jedes Mitglied verpflichtet, pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. 2942b Achtung Bürstenmacher! Sonntag, den 15. Mai, Vormittags 10% Uhr: Versammlung der Filiale Berlin im Saale des Herrn Rehlitz, Bergstraße Nr. 12. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Rollegen, zu erscheinen. 97/2 Der Vorstand. J. A.: Rich, Jaede. Humorist. Vorträge, Lebende Bilder, Festrede, Prolog. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. Eröffnung 5 Uhr. Programme an der Kontrolle gratis. Anfang 6 Uhr. Herren- Billet 50 Pf. Tanz frei! Damen- Billet 30 Pf. Freunde und Genossen sind hierzu freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Kroll's Theater. Zar und Zimmer- 127/12 mann. Ostend- Theater. Don Carlos. Fernpalast. Spezialitäten Borstellung. Achtung Lackirer! Sonntag. den 15. Mai, Vormittags 11 Uhr: Mitglieder- Versammlung in Scheffer's Salon, Insel- Straße Nr. 10. Tages Ordnung: 1. Vereinsangelegenheit, Besprechung über unser Stiftungsfest. 2. Bere schiedenes und Fragetasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. NB. Die Fachkommissions- Mitglieder des Vereins werden gebeten, Gebrüder Richter's Variété. Spe- Sonnabend, 14. Mai, in Hanfe's Salon, Gr. Frankfurterstr. 117: 472/2 zialitäten- Vorstellung. Grosse Feier Winter- Garten. Spezialitäten- Borftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Castan's Panoptikum. Friedrichstraße 165a, Ecke Behrenstraße. Riesin und Puppen- Fee Aama, Prinzeß Pauline, 16 J. alt, 9 F. groß. 16 Jahre alt, 40 Bentimeter groß. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum. Mann mit Steinkopf und Pigmy des 6jährigen Bestehens der Organisation der Lackirer verbunden mit Konzert, Gesang und Vorträgen. Anfang Abends 8 Uhr. Alle Kollegen und Gäste sind freundlichst eingeladen. Billets sind im Der Vorstand. Arbeitsnachweis Breslauerstraße 27 und in allen bekannten Lokalen zu haben. 214/13 Tischler. Große öffentliche Versammlung am Montag, den 16. Mai, Abends 8 Uhr, im großen Saale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11-13. zu Tagesordnung: 1. Stellungnahme der Tischler Berlius aufgefßtellten„ Fabriko- refp. Werkstattsordnung". Referent der von den vereinigten Holzindustriellen und der Tischler- Innung Th. Glocke. 2. Diskussion. Event. Wahl eines Vertrauensmannes und Streit- Kontrollkommissions- Mitgliedes. Kollegen, das rücksichtslose Vorgehen der Unternehmer sollte Jeden von Euch veranlaffen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 363/13 Der Einberufer. Tischler- Verein. sur Stelle zu sein, event. ihre Adressen beim Vorstand anzugeben. D. D. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 14. Mai, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Rehlitz, Bergstraße Nr. 12: Versammlung der Eisen- u. Metalldreher sowie Hobler, Stoßer und Bohrer. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Vorlage des von der Fachkommission entworfenen Fragebogens. 4. Vereinsangelegen hetten und Fragen. 5. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen muß es sein, für den größten Besuch dieser Versammlung zu agitiren. Gäste find willkommen. E 390/18 Achtung! Filzschuharbeiter! Der Vorstand. Todes- Anzeige! Große öffentliche Versammlung Kranken- und Sterbekasse der der Filzschuharbeiter und -Arbeiterinnen am 16. Mai, Abends 8 Uhr, bei Hensel, Invalidenstraße Nr. 1. Tagesordnung: Sonnabend, den 14. Mai, Abends 9 Uhr, bei Stehmann, Melchiorstraße 15: fchiedenes. Versammlung. Sonntag, den 15. Mai: Herrenpartie nach der Pfaueninsel, Abfahrt vom Potsdamer Bahnhof früh 7 Uhr 40 Minuten. 363/12 Genossenschafts- Bäckerei. Durch den übergroßen Andrang sind wir gezwungen, den Verkauf an Händler auf kurze Zeit einzustellen und nur einzeln Brot zu verkaufen, und nur unsere Wagen sollen den Wiederverkäufern das Brot in's Haus bringen. Auch bitten wir die Arbeiterschaft mit uns Rücksichtzu üben; wir werden in kurzer v. Stanley- Zwergvolk. Beit mit drei Defen mehr in Thätigkeit treten. Der Vorstand. 10-1 5-9 Uhr. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert Keine gut(?) schmeckende oder gogypste wer waiss womit mandrecht gemachte a. g. verbesserte..Weine"? mehr, sondern, bitte, verlangen Sie Uoberall das billigste, gesundeste und( nach Tranbon) roin schmeckende mit humoristisch. Vorträgen. National- Getränk Großer Frühstücks- u. Mittagstisch sowie 6 Billards, 3 Regel bahnen und 2 Gale. F. Sodtke. 6. h. Oswald Nier's ( Hauptgeschäft nebst grossem Restaurant Berlin, Leipzigerstr. 119 120) Moabiter Gesellschaftshaus, reine ungegypste franz. Weine( Natur) Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Welt- Restaurant Dresdenerstr. 97. Heute und folgende Tage: Auftreten der 1. bayr. Jodler, Konzertfänger von 25 Pf. pro 1/4 Liter an ( Jede Flasche muss mit meinem Namensiegel plombirt oder No. 80 verlackt sein, sonst anächt!) Gegr. 1876. Hüte In meinem Hauptgeschäft 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Ver184/18 Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Die Agitationskommission. ..: Paul Böhm, Brunnenstr. 116b. Achtung! Berliner Hausdiener ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 61.) Unferen Mitgliedern zur Kenntniß, daß unser Kollege Julius Hauschert gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, Nachmittags 8 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobikirchhofs [ 2963b in Rigdorf aus statt. Der Vorstand: A. Kehler. Danksagung. g. Kranken- u. Sterbelasse belegte Chre erwiefen, foinie Desen der Metallarbeiter ( E. H. 29 und 89 Hamburg.) Allen Freunden u. Bekannten, welche meiner einzigen Tochter Anna Hern Superintendent Gieler für die trost reichen Worte am Grabe und dem Herrn Rettor Brüning nebst Schule für die freundliche Spendung von Kränzen fage Große Versammlung ich hiermit meinen innigsten Dank. sämmtlicher Mitglieder der Filialen Berlins und Umgegend 2975b Sonntag, den 15. Mai, Vormittags 10 Uhr, im großen Saale des Herrn Joël, Andreasstr. 21. 1. Ist es nothwendig, daß unsere Raffe noch fernerhin dem§ 75 des nebst grösster Wein- Krantenversicherungs- Gesetzes genügt? Restaurant gebe ich, um das Generalversammlung. stube und renommirtem 2. Stellungnahme zur diesjährigen Trinken meiner E 3. Verschiedenes. Weine immer populärer zu Im Interesse der Mitglieder ist zahlreiches u.pünktliches Erscheinen dringend machen: Gr. Mittagstisch erforderlich. à la Palais Royal, à Portion 10, 15, 25 und 35 Pf. und ausserdem: feine Déjeuners, fixe von Mk. 1,50 an oder à la Carte zu civilen Preisen. 228/11 Der Einberufer. Achtung! Diners und Soupers à prix Bentral- Kranken- u. Sterbekasse macht hiermit bekannt, daß die Zahlder Tischler u. s. w. Leipzigerstr. 119-120, BERLIN W. 000000000000000000 00000 mit Kontrollmarken aus der Genossenschafts- Hutfbr. zu 3, 3,50, 4, 5, 6. 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Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 111. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 12. Mai, Nachmittags 5 Uhr. Freitag, den 13. Mai 1892. 9. Jahrg. mit ihm verhandelt und im Auftrage des Kaisers die Häuser Debatten erspart, wenn er von diesem sachlichen Standpunkt angeboten hat, mit der Aufforderung, dafür einen Theil des aus jede Verhandlung mit Herrn Kunze abgewiesen hätte. Von Schloßplates zur Errichtung von Terrassen abzugeben. Diese einer Bindung für alle Ewigkeit ist keine Rede. Das geFrage ist von Wichtigkeit für die Versammlung. vorigen Donnerstag war nicht bekannt, daß Kunze im Austrage Acht gelassen worden, nämlich als das Forckenbecken aufBis zum naunte sachliche Motiv ist schon einmal vom Magistrat außer des Kaisers verhandelt habe, sondern erst nachher tam dies nach gestellt wurde; damals hätte eine Erweiterung des SchloßDer neugewählte Stadtverordnete Wallach wird in der Veröffentlichung eines Schreibens des Herrn Kunze an den plazes damit parallel gehen müffen, nach welcher Seite hin, üblichen Weise verpflichtet. Kollegen Meyer zur Kenntniß der Bürgerschaft. Mit dem ist mir sehr gleichgiltig. Der Antrag Barth ist mir auch wegen Magistratsaffeffor Tourbié hat die Wahl zum besoldeten Kollegen Barth bin ich darin einverstanden, daß im Augenblick des Wortes privat" nicht klar. Wie soll im Sinne dieses An= Stadtrath angenommen. feine Veranlassung vorliegt, die ganze Sache hier nochmal zum trages der jetzige Bewohner des Schloffes aufgefaßt werden; iſt Die Besprechung des Antrages Meyer II, den Magistrat um Vortrag zu bringen. Ich werde mich darauf beschränken, meinen dieser eine öffentliche oder eine Privatperson oder eine Behörde? Auskunft über die etwa schwebenden Verhandlungen über Um Antrag zu vertheidigen, der, wie ich glaube, fich auf einen objektiveren Wir bitten daher unseren Antrag anzunehmen; erst in zweiter gestaltungen der Umgebungen des Schlosses zu Standpunkt stellt, als der der Herren Barth und Langerhans. Linie werden wir für den Antrag Barth stimmen. ersuchen, wird fortgesetzt. Es liegt heute folgender Antrag der Dieser Legtere legt den Hauptwerth darauf, daß die Stadt Bei- Stadtv. Na ms Iau erklärt sich für die Spinola'sche Tagesträge von Privaten nicht annehmen soll, wenn daran die Be- ordnung. Nach der Zurückziehung der Offerte könne man hier Die Stadtverordneten- Versammlung ersucht den dingung der Freilegung des Schloßplages geknüpft ist. Wir nur noch eine lediglich akademische Debatte führen. Der Zukunft Magistrat, bei der Prüfung der Frage einer etwaigen haben keine Veranlassung, uns hier mit Privatbeiträgen zu be- dürfe nicht präjudizirt werden; die Annahme des Antrags Barth Regulirung des Schloßplazes gänzlich Abstand zu nehmen schäftigen. Man könnte aber vielleicht deduziren, wenn 3. B. sei eine Art Selbstmord für die Versammlung. Thatsächlich sei von Vorschlägen auf Beschaffung der Kosten durch pri- von Seiten des Hausministeriums Beiträge geleistet werden, so das Bedürfniß der Verbreiterung im Interesse des Verkehrs dort vate Beiträge, falls die Zuwendung derartiger Bei- fiele das nicht unter den Begriff Privatbeiträge. Ich will nicht vorhanden, wo die Häuser stehen, nicht da, wo wir event träge an die Bedingung geknüpft wird, daß ein Theil des den Antragstellern imputiren, diese Auffassung gehabt zu haben, Terrain hergeben sollen.( Widerspruch. Zwischenruf: Da stehen bisherigen Schloßplages in Zukunft dem freien Verkehr ich liebe aber volle Klarheit. Ich bin der Meinung, wir sollten Bosten! Andauernde Heiterfeit.) entzogen werde." Fraktion der Linken vor: n Stadtv. Sachs II protestirt gegen das Vorgehen des StadtStadtv. Spinola bringt einen anderweitigen Antrag ein, objektiven Standpunkt stellen: Können wir es im Interesse der verordneten Bailleu, die Person des Kaisers in die Debatte zu wonach auf Grund der Auskunft des Magistrats und der Ver- Bürgerschaft und des öffentlichen Verkehrs verantworten, daß ziehen und die Krone als Schild zur Deckung zu benutzen. Er handlungen der Versammlung vom 5. und des Abgeordnetenhauses aus irgend welchen Ursachen Projekte zu Stande kommen, verlangt die Borlegung des Briefes, in welchem der Herr Kunze vom 9. Mai über den Antrag Meyer II zur Tagesordnung welche den Verkehr beeinträchtigen? Da sage ich ein rundes seine Offerte zurückzieht, und wendet sich dann gegen die Ausübergegangen werden soll. Nein! Ich will hoffen, daß die Versammlung dieselbe Auffassung führungen des Bürgermeisters und des Stadtv. Namslau. Es Bürgermeister 3 elle theilt mit, daß der Oberverwaltungs- hat, und da meine ich, daß Sie gut thun, meinen Antrag anzu- müsse der Legendenbildung vorgebeugt werden, als ob von jeher Gerichtsrath Kunze ſein dem Magistrat gemachtes Anerbieten nehmen. Damit begraben wir alle Projekte, die theils phantastisch, in der Gemeindeverwaltung die Niederlegung der Häuser an urückgezogen hat.( Bewegung.) theils aus privaten Gründen an uns herankommen, und halten der Kurfürsten- Brücke erwogen worden sei. Noch am 4. Dezember Stadtv. Meyer II. stellt den Sinn seiner in der vorigen uns frei von allen diesen Dingen, auf dem uns gebührenden 1890 habe Stadtbaurath Hobrecht das Gegentheil öffentlich Sigung bezüglich der Schloßfreiheits- Lotterie gethanen Aeußerungen Standpunkt: für uns ist die Verbreiterung des Schloßplates eine bekundet. dahin fest, daß er von einer offenkundigen Thatsache, von den Frage der Wohlfahrt der Bürgerschaft und der Erweiterung des Bürgermeister 3elle: Es heißt in dem Briefe des Herrn durch das Lotteriekonsortium bei der Gelegenheit eingestrichenen Berkehrs, und nichts anderes.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Kunze:„ daß ich meine bedingte Offerte vom 15. März cr. Gewinnen gesprochen habe, daß er damit keinen Verdacht gegen Bürgermeister Belle: Magiftrat und Stadtverordnete zurückziehe."( Bewegung; Burufe: bedingte") Event. kann eine dritte Person, gegen ein Mitglied des Komitees oder gegen haben das Recht, über die Gestaltung von Straßen und Plätzen die frühere Offerte vorgelegt werden. Stadtv. Langerhans: Die vom Magistrat gegebene gabe aussprechen wollen, weil es abfurd gewesen wäre und abnehmen, indem er es bezüglich eines bestimmten Plages be- Auskunft ist durchaus ungenügend gewesen. Der Stadtrath weder seiner, noch der Würde der Versammlung angemessen er schränkt und zwar gewissermaßen auf alle Ewigkeit, während Boigt hat ein Wort von den Bedingungen und Wünschen ſchienen sein würde. Hiernach zieht Redner ſeinen Antrag als schon ein altes Sprüchwort sagt: Niemals soll man niemals gesagt, die mitgespielt haben. Unter solchen Umständen können oöllig erledigt zurück. fagen. Der Antrag Barth ist inhaltlich selbstverständlich. Eine wir doch keine Tagesordnung annehmen, zumal der Herr BürgerNach der Ansicht des Vorstehers sind damit auch sämmtliche Aenderung von Straßen und Plähen kann nicht vorgenommen meister auch von den Vorlagen spricht, die uns gemacht werden übrigen Anträge erledigt. Um indeß eine Fortführung der werden, wenn die Versammlung nicht zustimmt; ohne Zustimmung müßten. Wir können doch nicht außer Acht lassen, wie wir in Debatte und eine Beschlußfassung zu ermöglichen, nimmt Stadtv. der Versammlung kann er auch kein Geschenk derart annehmen. den letzten drei Jahren auf diesem Wege überrumpelt worden Barth den Antrag Meyer II. wieder auf. Stadtv. Singer Gerade solche selbstverständliche Anträge geben zum Kopf- find. Wir können keinen Plan annehmen, der den schon engen erklärt, daß er event. tasselbe gethan hätte, da es der Bersamm- zerbrechen Anlaß. Ich bitte Sie, der motivirten Tagesordnung Schloßplatz noch mehr verengt. Auf ewig wird ja eine solche lung doch nicht als angemessen erscheinen fönne, die Sache wie zuzustimmen. Sache doch nicht festgelegt. Direkt gegen Terrassen ist in dem das Hornberger Schießen ausgehen zu lassen. Stadtv. Barth ist verwundert, daß sein Antrag vom Antrag nichts gesagt, wir haben sie darin gar nicht erwähnen Stadtv. Barth hält es nicht für nothwendig, nochmals die Bürgermeister als selbstverständlich bezeichnet werde, da doch wollen. ganze Materie gründlich zu erörtern, bittet aber um Annahme gerade in der vorliegenden Angelegenheit der Magistrat nicht die Bürgermeister 3elle verliest die Dfferte des Herrn seines Antrages, damit dem Magistrat wenigstens ein- für alle eben betonte Rücksicht auf die Versammlung genommen habe. Kunze, wonach auch die Anlegung von Terrassen mal auch für die Zukunft Klarheit verschafft wird, wie die Mehr-( Sehr richtig.) Auf ein besonderes Vertrauensvotum habe der auf der Rückseite des Schlosses von der Stadt geheit der Versammlung über solche Dinge, die sich ja jeden Tag Magistrat um so weniger Anspruch, als er in der vorigen nehmigt und der Schloßplay mit geräusch losem wiederholen können, denkt. Sigung es sorgfältig vermieden habe, über die Thatsache sich Pflaster versehen werden sollte.( Große Bewegung und Stadtv. Singer hat folgenden Antrag eingebracht: Die zu äußern, daß die 1/2 Millionen für die Südseite des Schloß- Heiterkeit.) Bersammlung ersucht den Magistrat, bei der Prüfung der Frage plates nur unter der Bedingung angeboten waren, daß dem In namentlicher Abstimmung wird die motivirte einer etwaigen Regulirung des Schloßplatzes darauf Bedacht zu Terrassenprojekt zugestimmt würde. Nach alledem würde es der Tagesordnung des Stadtv. Spinola mit 68 gegen 34 Stimmen nehmen, daß kein Theil des Schloßplatzes dem freien Verkehr würde der Versammlung nicht entsprechen, die Angelegenheit abgelehnt. entzogen werde. einfach auf sich beruhen zu lassen; gerade die TerraffenStadtv. Spinola empfiehlt seinen Antrag als den einzig angelegenheit erfordere eine unzweideutige Meinungsäußerung der richtigen Abschluß dieser Angelegenheit. Diese beiden hauptsäch- Versammlung. lichsten Aergernisse, der Ententeich und die Lotterie, seien beBürgermeister Belle: Mögen wir Projekte ausarbeiten, wie feitigt, Herr Kunze habe seine Offerte zurückgezogen; was wolle wir wollen, das letzte Wort hat immer die Versammlung. Denn man nun noch mehr? Der Antrag Barth sei unannehmbar, er der Antrag soll doch nicht etwa bedeuten, daß dem Magistrat binde der Versammlung die Hände und gebe ihr für alle Zukunft verboten wird, jemals irgend einer Anregung bezüglich des Schloßgebundene Marschroute. Man müsse sich aber freie Sand plages näher zu treten? halten und von Fall zu Fall entscheiden. Eine Beschlußfassung Stadtv. Bailleu begreift nicht, wie Herr Barth nach u. Gen. an den Magistrat gerichtete Anfrage, nach dem Antrage Barth würde der Würde nicht entsprechen seiner so klaren Darlegung nicht die Kourage gehabt hat, einen ( Widerspruch); dieser Antrag sei ab irato gestellt, während die Antrag einzubringen, wonach die Versammlung beschließt, nieFrage der Freilegung der betr. Häuſer jetzt die Baudeputation mals dem Kaiser einen Theil des Schloßplatzes zur Verfügung beschäftige und also auf einem ganz ordnungsmäßigen Wege sich zu stellen.( Lebhafter Widerspruch.) Er werde für die motivirte befinde. Tagesordnung stimmen. Der Antrag Singer wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt, der Antrag Barth- Langerhans in namentlicher Abstimmung mit 69 gegen 29 Stimmen an. genomen. Für die motivirte Tagesordnung stimmt u. a. auch der Vorsteher Dr. Stryck, der nachher auch dem Antrage Barth seine Stimme giebt. Auf die unterm 9. April cr. von dem Stadtv. Spinola weshalb die von der Versammlung bereits am 15. Januar 1891 verhandelte Frage, in welcher Weise von den Gemeindebehörden die gemeinnüßigen Bestrebun gen zur Beschaffung billiger Wohnungen für Beamte, Arbeiter u. s. w. gefördert werden fönnen, bisher keine Erledigung gefunden habe und warum die im Juni 1891 eingefeßte gemischte Deputation noch immer nicht zusammengetreten sei? Stadtv. Singer: Der Stadv. Spinola befindet sich im Stadtv. Stadthagen: Die Anfrage des Kollegen Singer, Frrthum, wenn er glaubt, daß die Sache bezüglich der Regulirung ob in der Offerte hervorgehoben ist, daß Herr Kunze im Aufdes Schloßplages jetzt auf ganz ordnungsmäßigem Wege erledigt trage des Kaisers gehandelt hat, ist unbeantwortet geblieben. ist, indem die städtische Baudeputation beauftragt ist, ein Projekt Die Einwendungen des Bürgermeisters Belle gegen unseren An- hat der Magistrat am 23. April erwidert, daß er mit Rücksicht für die Feststellung der Baufluchtlinie auszuarbeiten. Nach der trag beruhen auf Irrthum. Allerdings haben Magistrat und auf die in beschleunigter Weise seitens der Staatsbehörden beErklärung des Bürgermeisters ist selbstverständlich die Aufgabe Stadtverordneten- Bersammlung das Recht, über die Gestaltung triebene Einverleibung der Vororte und in Anbetracht des bevorfür die Baudeputation auch erledigt, es sei denn, daß der Ma- der Straßen und Pläge Berlins zu befinden. Der Antrag Singer stehenden Ueberganges der gesammten Wohlfahrtspolizei eingistrat aus eigener Anschaunng die Nothwendigkeit der Regulirung tritt dem aber in keiner Weise entgegen. Er verlangt nur, daß schließlich der Baupolizei auf die Stadt den gegenbes Schloßplages anerkennt und uns Vorschläge machen will. der Magistrat thun soll, was er bis jetzt unterlassen hat, nämlich wärtigen Zeitpunkt nicht für geeignet erachtet, die Berathungen Das ist aber nicht geschehen. Wenn der Bürgermeister die heutige das sachliche Motiv im Auge zu haben, daß es ganz und gar der gemischten Kommission aufzunehmen, sich aber fortgesett Erklärung nicht abgegeben hätte, würde ich angefragt haben, ob Herr nicht im Interesse der Bewohner liegt, den Schloßplatz irgendwie bemühen wird, die für eine sachgemäße Behandlung der Kunze dem Magistrat mitgetheilt hat, daß er im Auftrage des Kaisers zu verengen. Der Magistrat hätte uns die ganze Aufregung und alle ganzen Frage erheblichen thatsächlichen Verhältnisse genauer festnicht." Eine Teufelaustreibung in Bayern. ( Fortsetzung.) Nun beschwor ich ihn, mir zu erklären, warum er das arme ob er wirklich gleich gehen wolle. Er antwortete mit einem ent unschuldige Kind so quale, da er über dasselbe auch sonst noch schiedenen" Ja". feine Herrschaft habe, weil es sich ihm noch nicht durch eine Als der Teufel das erste Mal bekannt, er wolle den Todsünde geopfert habe. Auf dieses hin sagte er:" Weil ich Knaben verlassen, da beschwor ich ihn, er dürfe weder in eine muß." Warum? fragte ich ihn sofort. Weil diese Herz immer der hier anwesenden Personen, noch in ein anderes Geschöpf, verwünscht, und so lange dies der Fall ist, kann ich nicht gehen," auch nicht in die" Herzen" hineinfahren, die ihn hinein Es folgte die Beschwörung, er müsse das Kind verlassen, es erwiderte er. Als ich ihm noch einmal erklärte, er müsse troi- verwünscht, sondern er müsse an den Ort gehen, den helfe ihm alles nichts". Darauf schrie er ganz wüthend:„ Ich kann dem gehen, mag diese verwünschen oder nicht, sagte er wieder ihm Gott angewiesen. Nach einer Pauſe ſtellte ich Warum fannst Du das Kind nicht verlassen, fragte ich). ganz boshaft:" Ich mag nicht." die Frage: Hast Du den Knaben schon verlassen? Ich erhielt Weil" die" immer verwünscht", gab er als Grund an. Ich Aber Du mußt doch gehen, erklärte ich, und ich beschwöre zur Antwort:" Ja". Auch Deine Genoffen? Ja." Zum dritten fragte," wer" bie" fei, etwa eine Frauensperson. Die Antwort Dich bei Gott dem Allmächtigen, jest offen, zu bekennen, wann male beschwöre ich Dich, die volle Wahrheit zu bekennen: Hast Gr" Ja"." Sodann fragte ich nach dem Namen dieser Person. Du gehen willst. Ich weiß es nicht," sagte er mir ganz ver- Du mit Deinen Genossen den Knaben verlassen? Er er Er nannte sie mit dem Namen Herz. Bei diesen Worten schlugen ächtlich. Nun fragte ich auch noch den Teufel, welchen Namen widerte:" Ja." die Eltern des Besessenen die Hände über dem Kopf zusammen, er habe. Er sagte mir:„ Ich weiß es nicht." und weinend sagten sie: Diese Frau ist unsere Nachbarin". Wo bist Du jetzt? lautete die weitere Frage:" In ber Ich war nun ganz erschöpft und in der größten Aufregung, Hölle," lautete die Antwort. Auch Deine Genossen„ Ja," Auf die Frage, ob sie ihn hineinverwünscht habe, fagte er:" Ja". denn diese Beschwörungen dauerten nahezu zwei Stunden. Ich tönte es wieder. Jegt fragte ich nach dem Grunde, warum diese Frau ihn hinein- beendete den Exorzismus. Im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit beschwöre ich verwünscht habe. Er erklärte: Weil sie zornig war". Ich beWas ich während dieser Tage ausgestanden, welche Gefühle Dich zum dritten Male, es durch ein Zeichen zu bekennen, ob Du Böses gethan habe. Er antwortete:„ Mein". während und nach der Beschwörung ich empfand, das überlasse mit Deinen Genossen wirklich in der Hölle bist." Ja, wir sind ich der Betrachtung jedes Ginzelnen. Nur das eine will ich be- in der Hölle," lautete es ganz schauderhaft. Auf die zu wiederholten Malen angewandte Beschwörung, kennen, daß ich nach diesem Grorzismus das Versprechen machte, Bei dieser letzten Antwort schien es wirklich, als ob die er müsse das Kind verlassen, er habe kein Recht, ein Geschöpf am andern Tage eine Danksagungsmesse zu lesen zu Ehren der Stimme aus der Hölle täme. Früher hatte der Teufel immer in Gottes zu quälen, gab er immer und immer wieder zur Antwort: Mutter Gottes, aller Engel und Heiligen, wenn der liebe Gott frechem und bissigem Tone geantwortet, die letzte Antwort war " Ich kann nicht. Auf die sodann gestellte Frage, warum er das durch ihre Fürsprache mir helfe. Und wirklich, am Nachmittag ganz wehmüthig. Stind nicht verlassen könne, gab er zur Antwort: Weil diese fand mein Gebet Erhörung. Jett stürzten Thränen aus den Augen des Knaben. Es war Herz immer verwünscht." Verwünscht sie jetzt noch? fragte ich. Vertrauensvoller als früher und ermuthigt durch die dies das Zeichen, daß der böse Feind ihn wirklich verlassen habe. die der böse Feind in der Frühe gemacht Denn erst in dem Augenblick, als er das dritte Mal erklärte, er läßt, kannst Du das Kind nicht verlassen, fragte ich den Be- hatte, nahm ich Nachmittags 1 Uhr den Grorzismus sei in der Hölle, fuhr er aus, vorher hatte er mich immer blos zwar zum letzten Male. Beim Segen angelogen. Er ist ja doch der Vater der Lüge. Ich ließ jetzt lassen, beschwor ich ihn, trotzdem diese Frau immer mit der Kreuzpartikel und der Allerheiligen- Litanei war den Knaben das hl. Kreuzzeichen machen, das Cruzifig anschauen, ich habe als Briefter der Knabe zwar noch unruhig, allein das Ausspucken hatte den hl. Namen Jesus und Maria sowie den des hl. Erzengels Gewalt über Dich. Da sie ganz boshaft:" Ich mag aufgehört. Unter Anwendung der nämlichen Mittel wie in der Michael aussprechen. Gr that es unter herzlichem Weinen. Ich Frühe beschwor ich den Teufel, jetzt die volle Wahrheit reichte ihm die Kreuzpartikel und die hl. Reliquien zum Kusse; Hierauf beschwor ich ihn, zu sagen, ob und wann er denn zu bekennen, ob er den Knaben verlassen wolle. Nach langem er füßte sie unter vielen Thränen. Der Knabe betete sodann das aus diesem Knaben ausfahren wolle. Die Antwort lautete:„ Ich Beschwören sagte er endlich unter schmerzhaftem Stöhnen und„ Bater unser“ und„ Ave Maria" unter lautem Schluchzen. DarSeufzen in ziemlich demüthigem Tone:" Ja." Auf diese Ant- nach beendigte ich die Erorzismen. Hierauf stellte ich ihn unter Ich stellte sodann die weitere Frage, wie lange er schon das wort hin wurde ich noch beherzter und beschwor ihn bei Gott, den Schutz der Mutter Gottes, indem ich ihn in das vierfache sind im Befiß habe. Ir jagte: Ein halbes Jahr." Diese Aus- bei der Mutter Gottes und beim heiligen Erzengel Michael, Scapulier eintleidate. sage ist richtig, denn seit einem halben Jahre befand sich der ob er gleich gehen wolle." Ja", war die Antwort. Ich be Knabe in diesem traurigen Zustande. nicht." weiß es nicht." Die Freude, die wir alle empfanden, war groß, und um dem schwor ihn zum dritten Male, die volle Wahrheit zu sagen, lieben Gott die Ehre zu geben, der durch seinen unwürdigen " " " " zustellen und nicht minder den im Gange befindlichen Privat-| Demgegenüber stelle ich fest, daß ich seit vier Jahren öffentlich wärts" gearbeitet, an sich einen Vorwurf erblickt hätte. Und unternehmungen, so weit solche mit bestimmten Anträgen an den unter den Mitarbeitern der„ Neuen Zeit" aufgeführt werde und trotz aller Gegenbeweise beharrt Herr Richter zum Schein bei Magistrat herantreten, Förderung zu Theil werden zu lassen. In meine Beiträge entweder mit meinem Namen oder, soweit es feiner Behauptung, die ehemaligen Redakteure der Boltszeitung" diesem Sinne sei auch die Freilegung der Straße 46a( b- fich um laufende Korrespondenzen handelt, unter einem und dem seien die Urheber der ihm unbequemen Artikel des„ Vorwärts" theilung XIII des Bebauungsplans) bewirkt worden, um den felben Korrespondenzzeichen veröffentliche. Letzteres geschieht nicht, Während ferner Niemand darüber im Zweifel war, daß mit den Weißbach'schen Plan der Errichtung von Gebäuden mit kleineren um meine Autorschaft zu verbergen, die nach Form und Inhalt von ihm angegriffenen Personen nur Mehring und ich gemeint Wohnungen südlich der Landsberger Allee zu fördern. der Briefe vielmehr seit Jahr und Tag für jeden etwaigen fein konnte, thut Herr Nichter jetzt so, als habe er noch Nach einer furzen Bemerkung des Stadtv. Spinola wird Interessenten offen vorliegt, sondern weil es eine alte, allgemein einen Dritten im Auge gehabt, trosdem er sehr gut weiß, daß der Gegenstand für erledigt erklärt. gebräuchliche Sitte der deutschen Presse ist, derartige an den Tag der Dritte, nicht mit uns infolge komplizirter prinzipieller Die Vorlage betreffend die Aufnahme einer Obligebundene Briefe auswärtiger Mitarbeiter unter der durchsichtigen Konflikte, sondern furze Zeit nach uns aus der Redaktion der gationenanleihe von 70 Millionen wird ohne Ausschuß- Anonymität eines ständigen Korrespondenzzeichens zu veröffent- Bolts- Beitung" ausgeschiedene Redakteur der deutschfreisinnigen berathung genehmigt, nachdem Stadtv. Kalisch festgestellt hat, lichen. Herr Richter, der wie Niemand vor ihm die Anonymität Partei angehörte, ihr noch angehört und obendrein Redakteur daß nach der ausdrücklichen Erklärung des Kämmerers der der Presse in schamloser Weise mißbraucht und diskreditirt hat, einer Provinzialzeitung deutschfreisinniger Richtung, der Bres Magistrat beschloffen hat, von jest ab neue Brücken, Hofpitäler ist eben deshalb berufen, die anständige und loyale Anonymität lauer Morgenzeitung", ist. Es ist doch die abgefeimteste Bafiliound höhere Schulen nur aus laufenden Einnahmen zu bauen. zu verleumden. Taftit, wenn Herr Richter sich, bei einer Züge ertappt, sofort in In den Rechnungsausschuß wird Stadtv. George gewählt. 3. Herr Richter schreibt endlich: Der Artikel wiederholt eine neue hineinrettet! Die Petition des Vorstandes der Bereinigung Berliner unter den bekannten, alten Erbsen auch das Märchen von der Was für dunkle Swede sind es nun aber, deretwegen Herr Architekten, betr. das Verfahren bei Aufstellung und Brüfung angeblichen Boykottirung Mehring's Seitens der Volts- Beitung". Richter, fo gänzlich unveranlaßt von uns, plöglich mit seinen der Entwürfe zu städtischen Bauten, wird auf Antrag Wohl- Die Hartnäckigkeit, mit welcher Franz Mehring diese unwahrheit Beschimpfungen und Verleumdungen über die ehemaligen Regemuth dem Magistrat zur Erwägung überwiesen. vorbringt, wirft zugleich ein schlechtes Licht auf die Wahrhaftigkeit dakteure der Bolts- Zeitung" hergefallen ist? Zur Erhellung Die Magistratsvorlage betr. die Erwerbung der zur Ver- seiner ersten Erklärung", der Erklärung nämlich, daß ich noch derselben kann ich einen Fingerzeig geben. Vor kurzer Zeit ist breiterung der Straße Am Spittelmarkt erforderlichen Flächen nie eine Beile für den Vorwärts" geschrieben habe. Abgesehen eine Verurtheilung zu einem Monat Gefängniß rechtsträftig ge= der Grundstücke Am Spittelmarkt 8/9 und 10 hatte die Zahlung von den bekannten, alten Erbsen", Herr Richter meint damit worden, die ich im Dienste und im Intereffe der Volks- Zeitung" einer Entschädigung von 450 000 Mart an die Firma Koppel u. Co. u. A. die Nichtswürdigkeiten, die er gegen die polizeilich verbotene vor etwa anderthalb Jahren verwirkt habe. Diese Verurtheilung empfohlen, wenn dieselbe innerhalb Jahresfrist die genannten" Bolts- Beitung" begangen hat und die er den Lefern der Frei- führte zu Verhandlungen zwischen mir und der Verwaltung der Grundstücke bis zur neuen Baufluchtlinie von Gebäuden freilegt finnigen Beitung" so sorgfältig verheimlicht, daß sie für diese Bolts- Beitungs" Attiengesellschaft wegen der Verpflichtungen, und das frei werdende Land pfandfrei an die Stadt aufläßt. noch ganz neue" und" unbekannte Erbsen" sind, stelle ich fest, welche der Zeitung mir gegenüber daraus erwachsen, Verhand Der niedergesetzte Ausschuß hält die Entschädigung für viel daß der vom Aufsichtsrathe der Wolfs- Zeitung" an mir verübte lungen, die noch nicht zum Abschluß gediehen sind. Sowohl zu hoch und hat die Vorlage abgelehnt. Die Stadtgemeinde Boykott durch ein umfassendes gerichtliches Beweißverfahren und seitens der Verwaltung der„ Bolts- Zeitung" wie von meiner Seite habe alle Veranlassung, die Grundstücke durch die bereits vor ein rechtskräftiges gerichtliches Erkenntniß über jeden Zweifel sind im Laufe dieser Verhandlungen Gutachten von verschiedenen handene gemischte Deputation direkt taufen zu lassen bezw. im hinaus largelegt worden ist. Ins Gesicht dieser gerichtlichen journalistisch und politisch erfahrenen Persönlichkeiten eingezogen Wege der Enteignung zu erwerben. Dagegen hat der Aus- Aften hinein lügt Herr Richter nicht nur, sondern, wissend daß worden. Es erscheint ausgeschlossen, daß dabei Herr Eugen schuß mit 7 gegen 6 Stimmen fich für den Erwerb des der er lügt, will er mich auf seine Lüge hin gar zweier Lügen und Richter, der mit dem Borsitzenden des Aufsichtsraths der Wadzeckanstalt gehörigen Grundstücks Breitestr. 21 zum Preise darunter einer hartnäckigen" zeihen. Wolfs Zeitung" intim verkehrt, übergangen sein sollte. von 360 000 it. erklärt, beantragt aber zugleich eine Re- Darnach verbietet mir meine Selbstachtung allerdings, diesem Gerade während nun diese Verhandlungen in der Schwebe solution, worin dem Magistrat das lebhafte Bedauern der Ver- Menschen direkt zu sagen, wer er ist. Ich beschränke mich darauf, waren, und wohl nicht nur trob sondern wegen derselben, tauchten sammlung darüber ausgesprochen werden soll, daß in dieser der freisinnigen Partei mein aufrichtiges Beileid auszusprechen plößlich in der Freisinuigen Zeitung" die Denunziationen und wichtigen und als eilig anzusehenden Verkaufsangelegenheit wegen des Misgeschicks, mit dem sie gerade den ver Verdächtigungen der ehemaligen Redakteure der Bolts- Beitung" seitens des betr. Bureaus eine unliebsame Berzögerung statt- logensten Schuft in den deutschen Grenzen zu auf. Hatte sich doch dem Scharfblick des Herrn Eugen Richter gefunden hat, und worin ferner das Mißfallen der Bersammlung ihrem Großsiegelbewahrer erforen hat. die liebliche Aussicht eröffnet, dadurch vielleicht etwas dazu bei Darüber Ausdruck finden soll, daß das von der Wadzeckanstalt Berlin, den 12. Mai 1892. tragen zu können, daß ein politischer Gegner materiell geschädigt dem Magistrat gegenüber beobachtete Verfahren nicht als ein wird. Ob dieses würdige Streben von Erfolg sein wird, bleibt solches angesehen werden fann, wie es unter Behörden üblich zu noch abzuwarten; ein unfäglicher Etel überkommt mich aber bei fein pflegt.( Der Magistrat hat am 8. März der Wadzeckanstalt dem Gedanken, daß man überhaupt in unserem öffentlichen mitgetheilt, daß er der Versammlung die Annahme ihres AnLeben mit den Bübereien des Herrn Eugen Richter noch ernsthaft erbietens zu empfehlen beschlossen habe; die Vorlage ist aber erst rechnen muß. am 9. April der Versammlung gemacht worden. Inzwischen hat Georg Ledebour. am 6. April die Anstalt das Grundstück durch notariellen Ver trag an den Kaufmann Louis Oppenheim verkauft.) Die Vorlage betr. die Häuser am Spittelmarkt wird ohne Debatte nach dem Ausschußantrage abgelehnt, dagegen die zweite betr. das Haus Breitestr. 21 vom Bürgermeister Belle als er ledigt bezeichnet, durch eine anderweite Vorlage, welche der Versammlung demnächst zugehen soll. Die Berathung wird auf Antrag Meyer I einstweilen ausgefeßt. Die Vorlage wird nach Ablehnung eines Antrags Wortmann auf Ausschußberathung angenommen. Die Vorlage betr. den Abschluß eines Vergleichs mit den Eigenthümern des Grundstücks Burgstraße 18/ 18a wird auf Antrag Hütt einem Ausschuß überwiesen. Schluß 8 Uhr. Mit kollegialem Gruß! Ihr F. Mehring. Bur Charakterisirung Herrn Eugen Richter's wird uns noch Folgendes geschrieben: " Friedrichshagen, 12. Mai 1892. Eine Kur für Arbeitslosigkeit. In einer von Un abhängigen" einberufenen Versammlung von Arbeitslosen wurde nach dem üblichen Geschimpfe auf die Sozialdemokratie folgende Resolution vorgeschlagen: " In Erwägung, daß Reichthum und Besitz der oberen Behntausend nur auf die Ausbeutung des Proletariats sowie deffen Knechtung aufgebaut sind; in fernerer Er wägung, daß ganze Strecken von Land brach liegen, fordert die Versammlung der Arbeitslosen von den heutigen Machthabern, für sofortige Beschäf tigung Sorge zu tragen. Sie erblickt in den reformatorischen Bestrebungen der Parlamente nur eine Verzögerung der gerechten Fordes rungen des Proletariats. Aus diesem Grunde flammert fie sich auch nicht an die Zukunft, sondern ist event. ent schlossen, durch ihren eigenen Willen eine Um gestaltung der bestehenden Verhältnisse auf möglich st schnellem Wege herbeizuführen." Da Herr Eugen Richter, unbeirrt durch Ihre Erklärungen, fortfährt, in der Freisinnigen Zeitung" die ehemaligen Redakteure der Bolts- Beitung" zu begeifern, bestätige auch ich hiermit aus drücklich, daß ich ebenso wenig wie mein früherer Kollege Mehring diejenigen Artikel des Vorwärts" verfaßt habe, deren Urheberfchaft er uns angedichtet hat, um einen Streit mit uns vom 3aune brechen zu fönnen. Um einer der beliebten Berdrehungen des Herrn Richter vorzubeugen, füge ich übrigens noch hinzu, Anläßlich der Februartumulte sind bei der Stadt- daß ich vordem wiederholt Artikel für den Vorwärts" geschrieben gemeinde in 121 Fallen Entschädigungsansprüche er- habe und mir diese Mitarbeiterschaft durchaus zur Ehre anrechne. hoben worden, für Eigenthumsbeschädigungen 2c., zu deren Ersatz Ich würde es für überflüssig halten, Ihren und Mehring's Ausdie Gemeinde auf Grund des Gesetzes vom 11. März 1850 ver- führungen noch ein Wort der Abwehr gegen die kleinlichen und pflichtet ist. 18 Fälle sind abgewiesen, in einigen schweben noch verlogenen Angriffe des Herrn Richter hinzuzufügen, wenn es nicht Verhandlungen. Bereinzelt erhobene Ansprüche auf Entschädigung in diesem Falle möglich und deshalb nothwendig wäre, die wegen erschwerter Geschäftsführung, Verfäumniß u. dgl. find nicht Fäden der unsauberen Berleumderpraktiken bloßzulegen, burch berücksichtigt worden. Die Summe der Entschädigungsbeträge welche diefer Basilio der Politit seit Jahren unser öffentliches beläuft sich auf 16 642,31 M. Leben entehrt. Denn es hat sicher schon oftmals selbst seinen eigenen Parteigenossen die Schamröthe in die Wangen getrieben, daß Herr Eugen Richter fich nicht entblödet, seine Stel lung als Parteiführer und Herausgeber einer Zeitung dazu auszunügen, um alle ihm unbequemen Personen Che es zu einer Besprechung tam, wurde die Versammlung durch Verleumdi ngen und Denunziationen wenigstens materiell polizeilich aufgelöst, was in diesem Falle doppelt zu bedauern zu schädigen. So erhielt, um nur ein Beispiel anzuführen, Herr ist, weil eine Kritit der Resolution dadurch verhindert wurde. Dr. Paul Schlenther, als er damals, ein junger Anfänger, Es ist nicht möglich, in eine Resolution von gleicher Länge eine die Redaktion der Freisinnigen Zeitung" wegen irgend welcher größere Summe von Unfinn und hohler Phrase zusammen zu Mißhelligkeiten verlassen hatte, von Herrn Richter in besagtem drängen. Weil, ganze Strecken Landes brach liegen"," fordert" man Blatt eine Briefkasten- Notiz nachgeschleudert, durch welche er von den heutigen Machthabern sofortige Beschäftigung." Etwa als ein untauglicher Theaterkritiker öffentlich diskreditirt und auf den brachliegenden ganzen Strecken Landes", z. B. der Lüne damit in seinem Fortkommen geschädigt werden sollte. Und burger Haide? Natürlich lachen die heutigen Machthaber" über damals hatte Herr Richter nicht einmal den Vorwand politischer eine so lindische Forderung. Aber nehmen wir Beispiels halber Gegnerschaft zur Deckung jenes Uttes feiger Bosheit zur Hand! einmal an, die Forderung sei nicht tindisch auch die ges In ähnlicher Weise sucht Herr Richter auch jetzt die ehes rechten Forderungen des Proletariats" werden von den Machts maligen Redakteure der Bolts- Beitung", denen er fachlich nicht habern nicht berücksichtigt sagt uns die Resolution. Die beifommen fann, wenigstens persönlich zu schädigen durch Thatsache ist allerdings nicht zu bestreiten. Doch was folgert Anschuldigungen, die nachweislich wider besseres Wissen erfolgen. Die unabhängige" Logit daraus? Wer und was ist Schuld Dem nämlichen Manne, der uns jetzt Renegaten" schimpft, ist es hieran? Die Begehrlichkeit der besitzenden Klassen? Die Nimmer wohlbekannt, daß sowohl Mehring wie ich niemals Mitglieder fattheit des Kapitalismus? Mit Nichten. der deutschfreisinnigen Partei gewesen sind, und nie ist er müde Die reformatorischen Bestrebungen der Parlamente!" Sie find geworden, die Volkszeitung" zur Zeit des Sozialistengefeges als Schuld daran, daß die gerechten Forderungen des Proletariats" ein sozialistisches Blatt zu denunziren. Die nämliche Verlogen- noch nicht erfüllt sind, oder wenigstens daß deren Erfüllung„ ver heit und Berdrehungssucht wie bei Anzettelung der Polemit, be- zögert" ist. Aus unabhängigem" Deutsch in rechtschaffenes ebr währt Herr Richter auch in der Fortführung derfelben. Während liches Deutsch übersetzt heißt das: Der Barlamentarismus ist aus Meyring's unzweideutiger Erklärung für Jedermann hervor Schuld an der Arbeitslosigkeit, daß die Sozialdemokratie Ber geht, daß sich seine„ moralische Entrüftung" gegen Herrn Richter's treter des Proletariats in den Reichstag geschickt hat mit einem daß Berleumdungen und Beschimpfungen fehrt, thut Bajilio- Richter größeren Stimmengewicht, als irgend eine andere Partei so, als ob ehring in der Behauptung, er habe für den Vor- die Sozialdemokratie, das heißt die Partei, deren Programm es Tokales. " In Sachen Eugen Richter erhalten wir folgende BuSchrift: Berehrliche Redaktion! Da Sie die neuesten Schimpfe reien des Herrn Eugen Richter gegen mich erwähnt haben und mein gänzliches Schweigen von den Lesern des Vorwärts", an Deren Achtung mir gelegen ist, mißdeutet werden tönnte, so bitte ich Sie, mir noch ein legtes Wort zu geftatten. 1. Herr Richter behauptet, daß ich mich durch den Vorwurf des Renegatenthums"" betroffen" fühle. Demgegenüber stelle ich fest, daß ich Sie um die Aufnahme meiner neulichen Erklärung erst ersuchte, nachdem Herr Richter Ihre Aufforderung, Namen für seine dunklen Verdächtigungen zu nennen, feige wie immer abgelehnt, dagegen nach Art abgefeimter Berleumder seine Berdächtigungen selbst in einer Form wiederholt hatte, die nur auf meinen Kollegen Ledebour und mich gedeutet werden konnten. 2. Herr Richter sucht meine Thätigkeit für die Neue Zeit" als im ehrenrührigen Sinne des Wortes anonym" darzustellen. Diener so Großes gethan, trat ich mit dem Knaben und den Anwesenden an den Hochaltar und betete laut das Tedeum. Hierauf gab ich mit dem Giborium den hl. Segen. " Am anderen Tage( Mittwoch, 15. Juli) früh 1/26 Uhr war feierliche Danksagungsmesse mit Rosenkranz, wie ich es gelobt hatte. Während derfelben katete der Knabe auf einem Bet Schemel im Presbyterium und betete mit den zahlreich erschienenen Gläubigen in Andacht den hl. Rosenkranz mit. Rein Muge blieb thränenleer beim Anblick des von seinem Uebel befreiten Knaben. " Der Vater hat, nachdem er etliche Male bei uns gewesen Nach dem Teufelaustreiben ging der Knabe freiwillig an den war, seinen unglückseligen Schritt wieder gut gemacht. Er ließ Hochaltar und betrachtete alle an demselben befindlichen Statuen, sich noch einmal, und zwar nach katholischem Ritus trauen und ja, er rutschte sogar danach in der Wallfahrtskirche aus eigenem an den Kindern wurden wieder die Taufzeremonien nachgeholt. Antriebe um den Altar herum. Dies wird von uns und vielen Nur bei dem besessenen Knaben konnte man, so lange er in diesem andern bezeugt. Beim Segen mit der hl. Kreuzpartikel verfiel der traurigen Zustande sich befand, nicht zum Ziele kommen. Denn Knabe während der Besessenheit in Wuthausbrüche, nach derselben er wüthete und tobte so entseglich, daß ihn sechs starte Männer zeigte er die größte Ehrfurcht gegen das Allerheiligste. Während nicht bändigen konnten. der Beseffenheit lief der Knabe den größten Theil des Tages wie So groß das Unglück für die Eltern zu sein schien, so war ein wildes Thier im Walde nahe bei seiner Heimath herum, dabei doch noch größer die Gnade Gottes. Der Vater wurde Jedermann flob ihn, jetzt liebt er die Einsamkeit und Jedermann Das ist der Hergang der Lösung der schwierigen Aufgabe, dadurch wieder ein gläubiger fatholischer Chrift, die Kinder liebt ihn. Das Gerücht von dieser Begebenheit verbreitete fich die mir geworden, der schwierigsten, die überhaupt einem wurden für die katholische Kirche gewonnen und auch die pro- in der ganzen Umgegend. Katholiken wie Protestanten hörten Briefter übertragen werden fann. Uebrigens rufe ich mit dem teftantische Mutter wird in nächster Beit in den Schooß der allein- mit Staunen dieses neue, einem Wunder ähnliche Ereignis. Bfalmiften: Richt uns, o Herr, nicht uns, sondern deinem feligmachenden Kirche zurückkehren. Wer bewundert ba nicht die Denn der Knabe war wenigstens zehn Stunden im Umtreife Namen gieb die Ehre! Ich meinerseits vermag nichts anderes, Weisheit Gottes, der aus diesem Unglücke so viel Gutes zu ziehen bekannt und fein einziger hat es gewagt, die Thatsache anzus als Gott zu danken und seine unendliche Barmherzigkeit zu wußte. fechten. Dieses tönnte nur ein ganz ungläubiger Mensch. Wer preisen, die er so wunderbar an diesem Knaben gezeigt hat. die Besessenheit in unseren Tagen leugnen wollte, der bekennt hiermit, daß er abgeirrt ist von der Lehre der katholischen Kirche. Er wird erst dann an eine Beseffenheit glauben, wenn er in Befiße des Teufels in der Hölle ist. Für mich habe ich die Autorität zweier Bischöfe. A B D. Erscheinungen nach der Besessenheit. C. Ursache der Besessenheit. Der Knabe zeigte sich jetzt ungemein heiter und fröhlich. Der Bater des Knaben ist katholisch, die Mutter protestantisch. Während der Besessenheit hielt er fast beständig Mund und Augen Sie lebten somit in gemischter Ghe, waren protestantisch getraut geschlossen, wir fonnten nie ein Wort aus seinem Munde verLaut Bericht des Baters und Knaben vom 3. August 1891 ist und hatten protestantische Kindererziehung. Vor längerer Zeit nehmen, aber danach war er sehr gesprächig und seine Kindesaugen tam dem Bater doch die Neue über diesen unglückseligen Schritt; leuchteten so flar und unschuldig, daß es eine Freude war, bei dem Knaben alles in Ordnung. Er besucht jetzt als Ratholit er wollte seinen Fehler wieder gut machen und schickte seine drei in dieselben zu schauen. In den Tagen der Beseffenheit drückte mit Liebe die katholische Kirche, betet fleißig, lernt sehr gut in Kinder darum in die katholische Schule nach Dürrwangen. Dies der Knabe die Hände immer trampfbaft an die Brust und machte der Schule- während der Beseffenheit fonnte er sie nicht bes erregte den Haß der Protestanten. Ihr ganzes Bestreben ging unnatürliche Buchungen am Rörper; darauf zeigte er sich in ganz fuchen und macht seinen Eltern ungemein große Freude. Nur barauf hinaus, diese Müllers Gheleute vollständig zu ruiniren. normalem Zustande. Während der fünf vorausgehenden Gror in den ersten drei Tagen nach des Teufels Austreibung ging es Sie findigten bas bei denselben auf Binsen geliehene Geld, halfen sismen befand sich jedesmal der Knabe in einer dämonischen fürchterlich im elterlichen Hause zu; man glaubte jeden Augen ihnen nicht mehr in der Roth und ließen fein Getreide mehr bei Ekstase und nach einer jeden war er ganz starr und wie leb- blick, das Haus müsse zusammenstürzen; aber am vierten Tage denselben mahlen, um sie so in furzer Zeit an den Bettelstab zu los ungefähr eine halbe Stunde lang, beim letzten Exorzismus, war Ruhe und ist es noch. Am Feste Mariä Himmelfahrt war bringen. Und um nun das Unglück voll zu machen, hat die Nach nachdem der Teufel ausgefahren, war der Knabe ganz Vater und Knabe bei mir, um mir noch einmal zu danken. Mein barsfrau Herz, eine Protestantin, die Kinder verflucht. Der Knabe ruhig, man mertte fogar feine auffallende Erscheinung Herz war erfreut, den Knaben gesund und blühend zu sehen; hat nämlich einmal in einer dämonischen Etstase geäußert, daß mehr an ihm. Bur Zeit der Besessenheit fonnte denn durch die Besessenheit war er ganz abgemagert. er durch den Genuß von Hugeln, die ihm die genannte Frau an der Knabe nichts Geweihtes in seiner Nähe dulden, nach derselben Diesen Bericht hat P. Aurelian, der den Teufel austrieb, zum Fastnacht fchenttees follen deren 50 gewesen sein beseffen nahm er mit eigener Hand die heiligen Kreuzpartitel und die ewigen Andenten für das Provinzialarchiv Altötting sowie füs worden sei. Solche Etstafen hatte der Knabe öfters. In einer Reliquien und füßte sie und besprengte sie mit Weihwaffer. bas Klosterarchiv Wemding verfaßt. erklärte der Teufel auch einmal, daß er vorher auf einer Insel Hier muß ich eine Bemerkung beifügen. So oft ich den be Wemding, den 15. August 1891. in einem Götzenbilde gewesen sei, und weisjagte großes Unheil fessenen Knaben mit Weihwasser besprengte, sprang er wie rasend über diese Herz", weil er durch ihre Berwünschungen in diesen gegen mich, nahm ich gewöhnliches Waffer, was er ja nicht Knaben fahren mußte, den er doch bald wieder verlaffen müsse. wissen konnte, blieb er ruhig. Ebenso, wenn ich ein Gebet der In einer solchen äußerte er auch schon etliche Tage vorher: es Kirche in lateinischer Sprache über ihn betete, fing er das Wüthen tomme jegt ein Brief vom Bischofe, daß er ausgetrieben werden und Toben an, las ich aber aus einem lateinischen Klassiter solle", und auch unfern Brief tündigte er drei Tage vorher an. etwas vor, fo ließ er mich ruhig lesen. P. Aurelian, Kapuziner. ( Schluß in der 2. Beilage.) " -AVOO " und ift, die Arbeit zu organisiren und die Arbeitslosigkeit aus der jam 13. November hat der Mond in einer Erdnähe von hatte sich seit dem 30. Juli v. J. unsichtbar gemacht und es wird Welt zu schaffen daß diese Partei den Volts Dant ihrer Taktik, zu des arbeiten- 362 000 Kilometer geftanden. Der Himmel war wolfenfrei, und interessant sein, zu erfahren, wie er sich den Nachforschungen nach der auch die parla- genau konnte man beobachten, wie der Mond 10 Uhr 4 Min. feiner Person so lange zu entziehen vermochte. Frank selbst giebt mentarische Thätigkeit gehört, nach Herrn von Caprivi's eigenem Berliner Zeit, d. i. 9 Uhr 10 Minuten Weltzeit, in den an, daß er in Norddeutschland umbergereift sei, es scheint aber Geständniß einen auf die Entschließungen der Regierung be- Schattenkegel der Erde trat. Von links nach rechts ging fast so, als wenn er sich die ganze Zeit über in Berlin verborgen ftimmenden wenn auch natürlich noch nicht zur Zustimmung der freisrunde Eroschatten allmälig immer weiter über gehalten habe. Sein Komplice Schwieger ist am 22. Februar zwingenden Einfluß ausübt das ist Schuld an der Arbeits- Die Mondscheibe, in den Refraktoren aber bekanntlich um zu 4 Jahren Gefängniß und 3000 M. Geldstraf verurtheilt Tofigfeit! Und das ist ein Grund, die Taktit der Sozial- gekehrt von der Rechten zur Linken. Interessant war es zu worden und einer mindestens gleich hohen Strafe kann nunmehr demokratie zu verwerfen womit der Herr Reichskanzler von sehen, wie mit dem Dunkelwerden des Mondes immer heller die auch Frank entgegen sehen. Caprivi, der König Stumm und der Biedermann Baare sicherlich Sterne am Firmament aufleuchteten, wie fie umgefehrt beim sehr einverstanden wären. Rückgang der Verfinsterung ebenso allmälig wieder abblaßten. Der Kaufmann Czewitsch, Demminerstraße in ChambreGin nicht unabhängiges" Gehirn hätte geschlossen: die Um 11 Uhr 47 Wiinuten hatte die Finsterniß ihren Höhepunkt garni wohnhaft, der, wie der Polizeibericht vom vorgestrigen Tage Sozialdemokratie" hat noch nicht genug gethan, fie muß erreicht: nur ein ganz kleiner Mondabschnitt, bas Kreissegment meldete, durch den Steinmetz Lukom in dem R.'schen Totale in mehr thun! Das unabhängige" Hirn schließt um einer Höhe von 0,04 des Monddurchmessers leuchtete am rechten der Lothringerstraße schwer verlegt, nach anderen Meldungen gelehrt: fie hat zu viel gethan, fie foll nichts thun! Mondrand auf uns herab. Der helle Streifen zog sich immer nach Einlieferung in das Krankenhaus Friedrichshain gestorben Wir ,, Unabhängigen" tarismus"," wir pfeifen pfeifen auf den Barlamen- mehr nach unten; der Schatten ging nach rechts oben immer sein sollte, befindet sich am Leben und wird, wiewohl die Wunde auf die Zukunft", wir wollen" mehr über die Mondscheibe hinaus, und immer größer wurde, eine geradezu furchtbare, vollständig genesen. Der Schläger, der fofort bie Früchte ernten. Den Baum, der die Früchte uns von links nach rechts wachsend, etwa wie wenn die Sichel übrigens eines ähnlichen Bergehens wegen schon vorbestraft ist, bringen soll, pflegen, zur Reife gelangen lassen, organisiren, eines abnehmenden Mondes zunehmen könnte, vor unseren Augen befindet sich im Moabiter Untersuchungsgefängniß. agitiren, den Hebel an die Verhältnisse ansehen, dummes Beug! Der hellstrahlende Mond; um 1 Uhr 30 min. Berliner Ortszeit, Wir wollen die Umgestaltung" fofort- auf schnellstem 12 Uhr 87 Min. Weltzeit, hatte die Verfinsterung ihr Ende erreicht, Gerücht verbreitet, daß der Mörder der Postschaffnersfrau auf In der Manzel'schen Mordaffäre war Mittwoch das Wege". Und unsere Mittel? Wir sind entschlossen", die Um- leuchtete der Bollmond am Firmament. Die gelbrothe Färbung des von dem Stettiner Bahnhofe verhaftet worden sei. Uns wird darüber gestaltung" durch unseren eigenen Willen" durchzu- der Erde beschatteten Mondes war etwas unbestimmter im führen".„ Unser Wille" ist der Wunderthäter! heilige Gin- Farbton als am 15. November vorigen Jahres, aber doch sehr Folgendes mitgetheilt: falt! Der eigene Willen", der die„ Umgestaltung der Verhältnisse charakteristisch: unsere Atmosphäre läßt die Strahlen der rothen Bremser N. hatte sich von einem auf der Stettiner Bahn be Der früher im Betrieb der Nordbahn angestellt gewesene herbeiführen will", wurde beiläufig durch die Auflösung der Versamm Seite des Sonnenspektrums vollständiger durch als die blauen und schäftigten Kollegen vor einiger Zeit einen Mantel sowie 35 Pf. lung praktisch so drastisch ad absurdum geführt, daß die theoretische violetten, und es gaben so die in der Erdatmosphäre ge- geliehen, ohne an die Rückgabe zu denken. Als R. zwei Tage Aufdeckung des Unfinns überflüssig gemacht wurde. Die verschämte brochenen Lichtstrahlen der Sonne, der Reflex unserer Abend und vor dem Morde von seinem Gläubiger darum ersucht wurde, erPropaganda der That" läuft eben, gleich der nicht verschämten, Morgenröthe, die ja immer irgendwo auf der Erde leuchtet, auch flärte der Obdachlose, das nicht zu können; am Tage nach der in Wirklichkeit stets auf das politische Nichtsthun wenn's andern Orts Nacht ist, dem Monde sein kupferrothes Mordthat aber zahlte der ehemalige Schaffner das Geld zurück hinaus, welches gleichbedeutend wäre mit der ewigen Herrschaft Licht. Ein bräunlich rother Kranz schimmerte auch in einem und dabei nahm der andere Beamte wahr, daß N. im Besize des Kapitalismus. Abftande von 4-5 Monddurchmessern auf dem leichten Cirrus einer größeren Geldsumme sei. Diesen Umstand brachte der Mit solch reaktionärem Köter, der durch einige schein- gewölt, das gegen Ende der Finsterniß sich eine Weile um den Gläubiger mit dem Raubmord in der Gartenstraße in Ber revolutionäre Phrasen nicht weniger reaktionär wird, fängt man Mond gruppirt hatte, um 1 Uhr 20 Minuten etwa aber auch bindung, meldete feine Muthmaßung der Polizei, in Deutschland feine Arbeiter mehr, und auch keine Arbeits- verschwand. Um diese Zeit beobachteten wir übrigens im Ab: diese fahndete vergeblich auf den Bereächtigen, Iosen.ftande von etwa 20° rechts vom Monde ein Meteor, das schnell endlich Dienstag Abend auf dem Stettiner Bahnhof gelang, Sie wissen, daß ihnen durch die anarchistelnden Phrasen der seine feurige Bahn vollendete. Unabhängigen" nicht geholfen werden kann. Wie sonstige Uebel R. zu ergreifen. Der ehemalige Bremser vermochte jedoch sein Alibi hat auch die Arbeitslosigkeit in einem tief eingefressenen System, Bu fortgesetten Verkehrsstockungen kam es auf der zu beweisen und da auch festgestellt wurde, daß R. sich eine das noch Millionen und Abermillionen in seinen Ideenkreis bannt, Stadtbahn während des vorgestrigen Feier- und Buß Summe Geldes geliehen hatte, so erfolgte seine Freilassung. feine Ursache, nämlich in der kapitalistischen Produktionsweise. tages in einem Umfange, wie es im Betrieb derfelben wohl Zu der Weißenseer Todtschlagsaffäre erfährt unser BeDie Arbeitslosigkeit abzuschaffen durch die sogenannte Propaganda noch nicht vorgekommen sein dürfte. Es war für vorgestern der richterstatter aus amtlicher Mittheilung, daß der Schankwirth der That, welche der Referent der„ Unabhängigen" empfahl, ift Drei- Minutenverkehr" auf der Stadtbahn angesetzt worden und Ludwig Werner das Recht der Nothwehr überschritten habe. W. schon deshalb aussichtslos, weil die Arbeitslosigkeit nur deswegen außerdem wurden je nach Bedarf vom Schlesischen Bahnhof hat die Jalousie des Lokals, nachdem diese beruntergelassen war, so große Dimensionen annehmen kann, weil Tausende von Ar- Extrazüge abgelassen, so daß es während der Tagesstunden den noch einmal hochgezogen und den auf der Straße befindlichen beitern selbst, oft trotz guter Bezahlung, keine Rücksicht Anstrengungen des Bahnperfonals wohl gelang, die Massen der Personen Ruhe geboten, wodurch der Streit aufs Neue hervorauf den Arbeitslosen nehmen. Sie treten nicht ein Ausflügler zu befördern, wenngleich ein geordneter Fahrplan Personen Ruhe geboten, wodurch der Streit aufs Neue hervorfür die Verkürzung der Arbeitszeit, durch welche bei einigermaßen nicht eingehalten werden konnte. Von 7 Uhr Abends ab hörte gab drei Schüsse hinter einander ab; der erste Schuß versagte, aborte gerufen wurde. Werner schoß dann nicht ein Mal, sondern einheitlicher Einführung in dem betr. Berufe auf geraume Zeit durch den kolossalen Andrang der aus den Vororten zurück- Der zweite ging fehl und durchlöcherte Frau Wlodaczek die kleihinaus einem großen Theil von Arbeitslosen Arbeit verschafft fehrenden Massen auf den Bahnhöfen jebe Berechnung, dung und erst der dritte Schuß traf den fliehenden Arbeiter W. werden würde. Es giebt einen Theil von Unternehmern, welche jede Ordnung im Befördern der Passagiere auf; die hinterrücks. Endlich können wir noch mittheilen, daß sich die Büge wurden nur deshalb am Unfug der Arbeitszeit- Verlängerung und der einlaufenden und einfach gestürmt es Beugenaussagen in dieser Angelegenheit sehr widersprechen, wähReduktion der Löhne theilnehmen, weil ihre gewiffenloseren Kon- spielten sich auf den Perrons geradezu ha ar straubende rend. sowie dessen Hausdiener behaupten, daß die hinausfurrenten jeden Tag mehr als sie bedürfen Arbeiter zu jedem Szenen ab, wobei schwächere Personen einfach zu Boden gewiesenen Arbeiter den Schankwirth gestochen, wird von anderer Lohne erhalten und somit das Produkt zu einem Epottpreise her- gestoßen wurden; dazwischen schreiende Kinder, Freischende Seite ausgesagt, daß sich 2. die Stichwunbe nachträglich beiftellen tönnen. Die sozialdemokratische Taftit, durch Aufklärung Frauen, die vergeblich versuchten aus dem Gewühl herausder Massen nach allen Richtungen hin den sozialen Gedanken zukommen, so fah es nach 8 Uhr Abends zwei Stunden hinburch gebracht habe, um die Blutthat als in der Nothwehr verursacht darzustellen. dem ganzen Volke organisch einzuverleiben, um damit die Grund- auf fast allen Vororts- Bahnhöfen, namentlich in Grunewald, lage zu schaffen, auf welcher erst die sozialdemokratische Gesell- Johannisthal, Grünau, Rummelsburg aus. Von 9 Uhr ab Schon wieder hat sich ein Lebensmüder am jüdischen schaft sicher und vor Stürmen gefeit begründet werden kann, ist furjirten die Stadtbahnzüge mit 45 Minuten Verspätung. Friedhofe in Weißenfee erschossen. Donnerstag Mittag um deshalb die richtige. Was dagegen die" Unabhängigen" und die Eine ähnliche Schilderung entwirft uns ein zuverlässiger Bericht 12 Uhr fanden Arbeiter an der Mauer des Begräbnißplates Anarchisten mit ihrer Taktik bezwecken, fann nur zum Schaden erstatter von der Nord- und Stettiner Bahn; eine Fahrt von einen anständig gekleideten Mann sigen, der einen Revolver in der arbeitenden Bevölkerung und zum Nugen des Kapitalismus Birkenwerder bis Berlin dauerte am Bußtag Nachmittag statt, der rechten Hand hielt und aus dessen Brust Blut hervorsicherte; verlaufen. wie sonst, 49 Minuten, nicht weniger als 24 Stunden. Und der Unglückliche war bereits toot, nur die Leiche wurde nach dabei, so flagt unser Gewährsmann, war das Publikum bei der dem jüdischen Friedhofe geschafft. Bei dem Erschossenen wurde Hize wie das liebe Vieh in den Koupees eingepjercht. eine Biehungsliste der Marienburger Lotterie gefunden, sowie ein Bettel, der die Worte trug:" Levison, Barnimstr. 29"; im Portemonnaie des Todten waren nur einige Groschen. " Die Leiche des seit drei Wochen vermißten Handlungsgehilfen Adolf Cohn wurde am Donnerstag, Abends 10 Uhr, bei Johannisthal ans Land geschwemmt. Uhr, sowie Portemonnaie mit Geldinhalt trug die Zeiche noch bei sich. In Tempelhof hatte der sozialdemokratische Vertrauensmann Genosse August Birk aus verschiedenen Gründen gegen die am 1. April stattgehabte Rommunalwahl( der 3. Wahlklasse) Lindenpark" in Groß- Lichterfelde. Am Dienstag, den Ginspruch erhoben. Dieser wurde von der Gemeindevertretung 10. Mai fand eine fleine Eröffnungsfeier des neuen Etablissein der Sigung vom 2. Mai als unbegründet zurückgewiesen, wo- ments Lindenpark" in Groß- Lichterfelde statt, wozu auch die Verbei als vierter Grund der Zurückweisung angeführt wurde, der treter der Preffe von dem Wirth, Herrn Vater, eingeladen. Das Ginspruch sei überhaupt zu spät erhoben worden. Er fei erft votal ist elegant und zwecfentsprechend eingerichtet. Die Küche am 20. April dem Gemeindevorsteher zugegangen, während die ist ausgezeichnet, die Getränke sehr gut, der Wirth zuvorkommend, gefegliche Frift seiner Bulässigkeit mit dem 16. April ablief. Hers, was willst du mehr? Es soll auch noch ein Gaal an Laut Bescheinigung der Registratur des Kreisausschusses des gebaut werden. Polizeibericht Am 10. d. M. Vormittags brachte sich ein Almofenempfänger, der seit längerer Zeit an einer unheilbaren Kreises Teltow, die sich in den Händen Birt's befindet, ist aber der Einspruch desselben bereits am 18. April dem Kreisaus Erirunken. Am Bußtag Nachmittag 5/2 Uhr ließen sich Herskrankheit leidet, in seiner Wohnung, in der Bellermannstraße, Schuß eingereicht, dagegen erst am 19. April dem Gemeindevor etwa 16-20 Personen mittelft Rahn vom Restaurant Wald- mittelst Revolvers durch einen Schuß in die Schläfe eine lebens. stand Tempelhofs zur Verfügung gestellt worden. Hier liegt fchlößchen nach Stein's Restaurant in Grünau übersetzen. Als gefährliche Berlegung bei. Vormittags lief ein dreijähriger augenscheinlich ein gefezwidriges Versäumen der zur Weiter der Kahn etwa 20 Schritt vom Ufer war, fuhr der dem Guts- Knabe vor dem Hause Prenzlauer Allee 20 gegen einen in der beförderung des Wahlprotestes verpflichteten Behörde vor. Gin recht besitzer Sille gehörige Schleppdampfer Hohenzoller" an ihm Fahrt befindlichen Schlächterwagen, wurde überfahren und erlitt zeitig erhobener Protest gegen die Wahl zur Gemeindevertretung, vorbei, die durch den Dampfer aufgeworfenen Wellen brachten einen Bruch des linken Fußes.- Nachmittags wurde ein sechsan dem jeder Betheiligte ein großes Interesse hat, wird dadurch den Kahn ins Schwanken, so daß er fenterte und die Insassen jähriges Mädchen vor dem Hause Dresdenerstr. 1 von einem von vornherein illusorisch, den Wählern werden ihre Rechte ver- ins Waffer fielen. Einige retteten sich durch Schwimmen, Andere Backerwagen, dessen Führer den rechtzeitigen Buruf unterlassen lürzt oder gar genommen. Dem werden die Genoffen bei gleichen indem sie sich an dem umgestürzten Kahn festhielten, bis ihnen hatte, überfahren und am Kopfe und an den Beinen leicht veroder ähnlichen Fällen in Bufunft energisch, zunächst durch Be- durch herbeieilende Rähne Hilfe gebracht wurde, einige wurden, legt. Auf dem Kreuzungspunkte der neuen Roß und Alten bereits bewußtlos, aus dem Wasser aufgefischt und wieder ins Jakobstraße wurde ein Hausmeister von schreitung des Beschwerdewegs, entgegentreten müssen. einer Equipage Leben zurückzurufen. Etwa 20 Minuten nach dem Unfall, wurde überfahren und erlitt einen Bruch der rechten Hüfte, so daß noch ein Mann aus dem Waffer gezogen, bei dem jedoch alle er nach dem Glisabeth- Krankenhause gebracht werden mußte.Belebungsversuche vergeblich waren. Es war dies der 84jährige Am 11. b. M. Bormittags gerieth ein breijähriger Knabe vor Metalldreher Schneider, in der Alexandrinenstraße wohnhaft. dem Haufe Linienstr. 15 unter die Räder eines Bierwagens und Derselbe war Wittwer und hinterläßt ein 6jähriges Töchterchen. erlitt eine so bedeutende Verlegung an der Hand, daß seine leberLeider dürfte aber die Ratastrophe noch ein zweites Opfer for- führung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich In Brig haben unsere Genossen auf der Rosenfee- Terraffe, dern; denn der Monteur Noat- einer der Verunglückten wurde. In der Spree, hinter dem Grundstück Stralauerstr. 45, Chausseestr. 69, zur Nachfeier des 1. Mai, der ihnen gründlich Dieffenbachstraße 78 wohnhast, welcher sich anfänglich erholt, er wurde Nachmittags die Leiche eines unbekannten, etwa 22 Jahre verregnete, zu Sonntag, den 15. Mat, ein Arbeiterfest veranstaltet, tranfte in dieser Nacht so heftig an den Folgen des Unglücks, alten Mannes angeschwemmt. Vor dem Hause Seydelstr. 15 zu welchem sie auch die Berliner Genossen und Arbeiter- Gefang- daß zwei Aerzte vom Städtischen Krankenhause Urban geholt fiel Abends ein Mädchen beim Abspringen von dem Vorderraum vereine einladen. werden mußten, die leider wenig Hoffnung für das Leben des N. eines in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagens zur Erde, Arbeiter- Bildungsschule. Am Montag, den 16. Mai, be- gaben. Es erübrigt nur noch, über das Verhalten des Kapitans gerieth unter die Räder deffelben und erlitt eine schwere BerArbeiter- Bildungsschule. Am Montag, den 16. Mai, be- des schuldigen Dampfers ein Wort zu sagen, und vielleicht tragen legung des Unterschenkels. Es wurde nach der Charitee gebracht. ginnt ein neuer Zyklus von Vorträgen, in denen die wichtigsten diese Beilen dazu bei, um dem gemeingefährlichen Ein Tischler wurde in feiner Wohnung in der Memelerstraße Epochen der Geschichte behandelt werden. Es sind vorläufig Treiben dieses Fahrzeuges Ginhalt zu thun. Der obige erhängt vorgefunden. Am 10. und 11. d. M., sowie in der 6 Borträge in Aussicht genommen und finden diefelben regelmäßig Dampfer fährt, wenn er nicht Schleppdienste thut, so ungemein darauf folgenden Nacht fanden acht kleine Brände statt. Montags Abend 8 Uhr im oberen Saale Rosenthalerstr. 38 statt. scharf, daß die kleineren auf dem Wasser der Dahme und Spree Um es auch weiteren Kreisen zu ermöglichen, diese Vorträge zu fahrenden Boote stets durch dieses Dampfboot gefährdet sind, und besuchen und die Bestrebungen der Schule kennen zu lernen, hat namentlich beklagen sich die Fährleute von Grünau über den der Borstand beschlossen, das bisherige Entree von 20 B. auf" Sohenzollern" bitter in dieser Weise. Der Herr Kapitän hat es 10 Pf. herabzusetzen. Mitglieder haben nach wie vor freien nicht einmal für nothwendig erachtet, sich nach den Opfern der Butritt. von seinem Fahrzeuge herbeigerufenen Katastrophe umzuschauen; Konfiszirt wurde wegen des Gedichtes die Beilage der Nummer 18 der Berliner Volts- Tribüne". Die in der Gr pedition berselben noch vorhanden gewesenen 280 Exemplare wurden nach dem Amtsgericht geschafft. Gerichts- Beitung. Wegen schwerer förperlicher Mihhandlung stand am Wie die totale Mondfinsterniß vom 15./16. November während dem Unfall gesehen hat. Die Untersuchung in dieser Angelegen Wilhelmshöhe, der praktische Arzt Dr. med. Wiederhold vor der Mit den Mondfinsternissen hat Berlin neuerdings Glück. zu seiner Ehre wollen wir annehmen, daß derselbe nichts von 9. Mai der Besitzer und Dirigent der Nervenkur- Anstalt auf des größesten Theils ihres Berlaufs bei uns gut sichtbar war, so heit ist im Gange. Straffammer des Landgerichts Raffel. Er hat als Heilmittel gegen Tonnte auch die partielle, aber faft totale Mond Der Rechtsanwalt Stein, der noch jüngst eine Broschüre die seiner Heilanstalt anvertraute, an Hysterie leidende 50jährige finsterniß vom 11. Mai, die für die westliche Hälfte Afiens und Auſtraliens, für den Indischen Ozean, Afrika, den Atlanti- gegen seinen ehemaligen Parteigenoffen Ahlwardt gerichtet hat, Frau des Generalfonfuls a. D. Kommerzienrath 3. recht berbe chen Ozean, Südamerika, aber auch für Europa fichtbar sein Ueber den Grund der Verhaftung war Gicheres noch nicht zu er- 4. August bis zum 24. November, an welchem Tage sie ihr Gatte follte, bei uns sehr gut beobachtet werden. Wenn sich auch durch die Hauptstraßen der Stadt Mittwoch Abend vielfach theilnahmlos, mitteln, äußerem Vernehmen nach handelt es um eine schon abholte und in einem besonderen Salonwagen nach Dresden flanirend oder von ihren Bußtags Ausflügen heimkehrend, die mehrere Jahre fich hinziehende Hypotheken- Angelegenheit, in führte, hat die Frau in dieser Behandlung gelebt, für welche noch groffe welcher Stein sich einer strafbaren Handlung obendrein ein enorm hoher Preis gezahlt wurde. Der Staatsanwalt beantragte 4 Monat Gefängniß; der Gerichtshof setzte die den Fenstern aus, wo der Mond wahrgenommen werden konnte, die| Urtheilsverkündung bis zum 18. Mai aus. Straßenecken oder wo sonst auf Straßen und Blägen wie von schuldig gemacht haben soll. Die Unterfuchungsfache gegen den ReichsbankKalkulator Schulz, welcher unter dem Berdacht der gegen Unter der Anklage des wiederholten Betruges und Der Sternwarte der Urania, die durch rothe Säulen- die Reichsbank verübten Betrügereien in Haft genommen worden des Bergehens gegen die Konkursordnung bezw. wegen anschläge die Himmelserscheinung bekannt gemacht und war, hat ein jähes Ende genommen. Der Verhaftete hat sich Beihilfe zu den erstgenannten Strafthaten standen gestern der Goldarbeiter Robert Wielisch und dessen Bruder, der Handhatte, etwa 300 Personen gezählt worden, eingeladen find gestern Nacht in seiner Belle erhängt. lungsreifende Franz Wielisch vor der 7. Strastammer des die zunächst im Theaterraum 94 Uhr durch den vorbereitenden Projektions- Der Buchhalter Eduard Frank, welcher im vorigen Jahre Landgerichts I. Der erste Angeflagte eröffnete im August 1890 mit dem Börsenmakler Hermann& chwieger ben Millionen im Hause Königgrägerstr. 121 ein Goldwaarengeschäft.Er will finsterniß flar und anschaulichst unterrichtet wurden und fich fo- Betrug gegen die Deutsche Bank ausgeführt hatte und seiner ein Ginlagefapital von 3000 m. gehabt haben, wovon ihm Dann auf der Blattform orängten, um wenigstens auf eine Berhaftung sich durch die Flucht entzogen hatte, ist nun endlich 1600 M. von seiner Tante, einem Fräulein Sübner, geliehen dort natürlich sämmtliche Himmelsgeschüße mondwärts abgeprogt untersuchungsgefängniß Moabit übergeführt worden. Geine Berber Angeklagte Robert Wielisch seine Zahlungen ein. Er hatte es waren, ist selbstverständlich! Der Mond, der am Mittwoch 7 Uhr haftung erfolgte in der Wohnung seines Bruders, welcher vor innerhalb dieses furzen Zeitraumes zu einer Schuldenlast von fe Minuten für Berlin ausging, hat das Maximum seiner Erb- einiger Zeit nach der Blumenstraße 70 gezogen war und dort die über 20 000 Mt. gebracht. Die Anklagebehörde behauptet, daß dabei ferne mit 406 000 Kilometer war bereits and 3. Mai erreicht 4. Etage inne hatte. Grant une bort, auf dem Ballon sigend, ein arger Schwindel getrieben sein soll. Die Zante ves Robert gehabt, fteht aber gegenwärtig noch recht weit ab von der Erde; von Kriminalbeamten gesehen und durch den schleunigst herbei- Bielisch soll nach und nach weitere Einschiffe geleistet haben, * erſchien alſo tleiner als bei der totalen vom 15. November: aitirten Kriminalfommiffarius Wolff verhaftet. Der Ausreißer so daß ihr Guthaben insgesammt 2700 22. betrug. Der Bruder zum Besuch ihres Instituts Vermilchikes. des Angeklagten, Franz Wielisch, war in dem Geschäfte als Ver-| Der Vorstand des Unterstützungsvereins deutscher täufer thätig gewesen. Im September vorigen Jahres erhob er Buchdrucker erklärt in einer Bekanntmachung das Verlangen einen Anspruch auf 720 M. wegen rückständiger Gehaltsforderung. des Prinzipalsthums für tarifwidrig und unzulässig, wonach die Sowohl die Tante wie der Bruder erwirften im September zur Wahl der Gehilfenmitglieder der Tariffommission von dem den deutschen Konsul und die egyptische Polizei verhaftet worden Der Nothschild'sche Kassirer Jäger ist in Rairo durch vorigen Jahres gegen Robert Wielisch einen Zahlungsbefehl, am letteren ausgegebenen Stimmzettel an den Prinzipals- Vor- fammt einer Frankfurter Konfettioneuse, Namens Josefine Klob 7. Oftober ließ sich die Tante im Wege der Zwangsvollstreckung fizenden der Zariffommission gesandt werden sollen. Die Buch- oder Kleß( die Angaben sind verschieden), welche sich in seiner durch Pfändung der Ladeneinrichtung und des gesammten druckergehilfen werden in der Bekanntmachung ersucht, diesem Waarenlagers ihre Forderung sichern und zwei Tage später ließ der Verlangen nicht nachzukommen, sondern die Stimmzettel an die Begleitung befand. Sie famen am 28. April in Suez an Bruder wegen seines angeblichen Guthabens eine Anschlußpfändung abgetretenen Gehilfen zu senden, welche die Auszählung durch trafen sie in Ramleh, einer Vorstadt von Alexandrien, und verbrachten die Woche in Hotels in Kairo. Am 1. Mai erwirken. Als Robert Wielisch dann furze Zeit darauf seine wahlberechtigte Gehilfen vornehmen lassen werden. war Versammlungen. Joel, Andreasitr 21. Das Verhalten des ersten Schiedsgerichts in Sachen Große öffentliche Volksversammlung am Montag, den 16. Mat, bet der Frau Gubela. 10 uhr, Mitgliederversammlung, Neue Friedrichstr. 44. Verein der Einfeßer( Tischler). Sonntag, den 15. Mat, Bormittags Arbeiter Bildungsschule. Freitag Abends 8%-10% Uhr: Süd: Ochule, Marfusstraße 31: unter dem Namen Randolfi ein. Jäger besuchte täg lich die Börse von Alexandrien. Die Identifikation war schwierig. Nach den Photographien trug Jäger lange Haare und einen Bart. Letzteren hatte er sich aber abrasiren und die Haare türzen lassen. Im Augenblicke seiner Verhaftung wollte er einen Revolver aus der Tasche ziehen, es wurden ihm aber nur 500 000 m. und zwar in Bankbillets. Jäger soll vor seiner schnell Handfesseln angelegt. Unter seinem Gepäck fand man Flucht einem Freunde eine große Summe anvertraut haben, welcher nunmehr infolgedessen auch flüchtig sei. Zahlungen einstellte, war für die Gläubiger nichts mehr zu holen. Der Angeklagte Robert Wielisch soll sich in verschiedenen Fällen durch falsche Vorspiegelungen Kredit verschafft haben. Als einer seiner Lieferanten kurz vor dem Zusammenbruche des Geschäfts weitere Waaren auf Kredit nicht geben wollte, erklärte der Angeklagte, daß er mit anderen Firmen nicht in Verbindung stehe und daß er andere Schulden nicht habe. Diese Versicherung bewog den Gläubiger, noch weitere Waaren zu liefern. In ähnItcher Weise trat der Angeklagte Rob. Wielisch anderen Lieferanten gegenüber auf. Der Bücherrevisor Salomon begutachtete, daß die Bücher des Rob. Wislisch augenscheinlich kurz vor Einstellung Sule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Buchführung( doppelte); Süd= Großes Brandunglück. In Krefeld haben am Mitt der Zahlungen auf ein Mal hergestellt worden seien und in Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( unterer); Ostwoch Abend bei einem verhältnißmäßig kleinen Brande sieben einer Weise, daß man daraus eine Uebersicht über die Ver- Schule, Müllerfiraße 179a: Unterricht in Deutsch( unterer); Physiologie. wurde bald gelöscht. Unterricht in Geschichte( mittlere); Nord. Personen durch Erstickung den Tod gefunden; der Brand selbst mögenslage des Schuldners nicht gewinnen konnte. Be In alle Lehrfächer tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe sonders belastend für den Robert Wielisch des Semesters, eintreten. ein Ueber das schreckliche Unglück wird noch gemeldet: Von dem Rasfiber, den derselbe mit einem aus der Haft entlassenen bei Grube, Mariendorferstr. 10. eften, bei F. Kizing, Bülowftr. 62. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8% Uhr, fraglichen, in der Poststraße gelegenen Hause ist das Hinter Untersuchungsgefangenen an seinen Bruder richtete und in Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund gebäude und der Dachstuhl abgebrannt. Die auf dem Speicher welchem er demselben bezüglich einer großen Anzahl verpfändeter der geselligen Arbeitervereine betreffen, sind nur an die Vorstände derselben schlafende Ehefrau des Strumpfwirters Droffert ist nebst 6 KinWaaren Verhaltungsmaßregeln höchst verfänglicher Natur gab. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungs- mann Droſsert und ein älterer Sohn find schwer verletzt in das Der Mitangeklagte Franz Wielisch wurde vom Staatsanwalt stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Kaiser'scher für überführt erachtet, die falschen Vorspiegelungen seines Männerchor, Schönhauser Alee 28, bet Stubimen. Nord, Brunnen- städtische Krankenhaus gebracht worden. Die übrigen Haus firaße 38, bet Gnadt. Bruders in zwei Fällen als richtig bestätigt zu haben, gegen ihn summer'scher Gesangverein, Landsbergerstraße 31, bei Mujehold. Borwärts 1, S.D. Adalbertstraße 21, bei Roll. bewohner sind alle gerettet. Die Ursache der Entstehung des wurde ein Monat, gegen Robert Wielisch dagegen ein Buchbinder Männerchor Berlins, Alte Jakobstraße 75, bet Feuer- Feuers ist unbekannt. Jahr Gefängniß beantragt. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt( Buyer), Seydelstr. 30.- It is, köpniderstr. 127a, bei Rüfter.- Collegia, In einer der in der Grafschaft Washington belegenen Kohlenstein.- Maiglöckchen, Hochstr. 32a, bei Wilte.-Gemüthlichteit Grubenunglück.( Telegramm des Reuter'schen Bureaus.) Wronker, suchte das Verhalten der Angeklagten in ein milderes Reichenbergerstr. 16, bet Bäßold. Johanni, Rüdersdorferstr. 45, GesellLicht zu stellen. Das Urtheil lautete nach dem Antrage des schaftshaus Ostend.- Palme, in Belten, bei Schröder. Blaue Schleife, gruben fand eine Explosion statt, von welcher gegen 40 in dem Staatsanwalts, jedoch wurden dem Angeklagten Robert in Bantow, Mühlenstr. 24, bet Stöhr.- Vorwärts 6,( Gem. Chor), Nieder vierten Schachte arbeitende Bergleute betroffen wurden. Bisher Wielisch vier Monate durch die erlittene Untersuchungshaft in bei Fröhlich. Sänger Fretheit, Naunynstr. 43, sollen 6 Leichen zu Tage gefördert sein. Morgenroth 4, Röpnic bei Wiedemann in Adl..shof.Abrechnung gebracht. Wahrheit, An der Zwölf- Apostelkirche 7b, bet Framfe. Der Grubenbrand von Anderlues, welchen man für Karthaus: scher Gefangverein, Lichtenbergerstr. 21, bet Heise. Moabit", völlig gelöscht hielt, ist plöglich in Schacht 3 wieder aus Wilhelmshavenerstr. 23, bei Brosch. gebrochen. Die Arbeiter wurden sofort aus dem Schachte zurückBergezogen. Soziale Lleberlicht. Schönweide, bei Siebenbaum. zu richten. " Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Freitag: Berein Grüne anne, bei Kayfer, Martusstr. 8. gnügungsverein Alpenveilchen, bei Wenzel, Gr. Franffurterstr. 99. Zambourverein Borussia bei Feldhahn, Weidenweg 12( Uebungsstunde). Ruf Sommer, Grünftr. 21:( Uebungsstunde). Wirbel- Müller, Gartenftr. 52:( Uebungsstunde). Richter, Alte Jakobstr. 68. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- GesangAufruf an die Filzschuh- Arbeiter und Berufsgenossen verein Union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein Berlins und Umgegend. Wedding, Abends 8% Uhr, bei König, Gerichtsstraße 35. Männerchor Waldesrauschen, Abend 9 Uhr, bei Weigt, Markgrafenftr. 87. Privat Kollegen! Die in letzter Zeit gewählte neue Agitations Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Puttbuferstr. 35. Kommission hat es sich u. A. auch zur Aufgabe gemacht, sämmt- Musitveretu Tusch, Freitag Abend 9 Uhr, Restaurant Nebelin, Sange liche Uebelstände in unserem Gewerbe flarzulegen. Es ist nöthig, traße 108.ugh binder- Männerchor, Abends 9 Uhr, Restaurant daß dieselbe von jedem Kollegen unterstützt wird. Ueberall stehen Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung die Arbeiter dem Unternehmerthum organisirt gegenüber, in turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Lessing- Gymnasiums Pantjir. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen unserem Gewerbe ist das jedoch leider noch wenig der Fall. Die bie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% uhr in der Turnmeisten Kollegen fehen müßig zu, wie ein kleiner Theil gegen das balle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. allmächtige Kapital ankämpft. Um diesen Kampf erfolgreich Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, führen zu können, ist eine straffe Organisation erforderlich. im Restaurant. Bergnügungsverein Beilchen, Abend 9 Uhr, bei Brauns, Drantenstr. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, Darum tretet ein in unsere Bewegung, laßt Euch nicht abhalten, bet Ritter, Mauerstr. 86. Unterhaltungsflub Schiller, jeben Freitag unsere Versammlungen zu besuchen. Abend 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Dreiseftr. 3. Die nächste Versammlung findet am 16. Mai, Abends 8 Uhr, bei Hensel, Invalidenstr. 1, statt. Zeigt, daß Ihr gewillt seid, Eure Lage zu verbessern, und erscheint deshalb Mann für Mann in dieser Versammlung. Mit follegialem Gruß = Die Agitations Kommission: J. A.: Paul Böhme, Brunnenstr. 116b, H. I. An die Dachdecker Deutschlands! Um den Lohnverkürzungen, die von Jahr zu Jahr immer mehr um sich greifen( wir sind von 60 Pf. pro Stunde auf 42 Pf. gefommen), einen Damm entgegen zu setzen, hat die Ber: liner Gesellenschaft beschlossen, einzelne Werkstätten, wo die niedrigften Löhne gezahlt werden, zu sperren. Wir ersuchen die Kollegen, das zu beachten und namentlich den Zuzug nach Berlin möglichst fern zu halten. Gesperrt wurde zunächst die Firma Janicke auf so lange, bis daselbst unsere berechtigte Forderung( 50 Pf. Stundenlohn) durchgeführt ist. Für ausreichende Unterstüßung derjenigen Geyilfen, welche zu dem bisher dort gezahlten Lohnfaße nicht weiter arbeiten, ist Sorge getragen. Sonntag, den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, findet bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Kollege W. Rackwitz über die Sperre der Firma Janicke referiren wird. Die Lohntommission J. A.: H. Pollwig. In Frankfurt a. M. brach am 10. Mai ein Töpferstreit aus, nachdem sich die Lohnkommission der Gehilfen mit den Prinzipalen nicht einigen fonnte. Da bereits einige Firmen nachgegeben haben, dürfte der Streit von turzer Dauer sein und mit einem Siege der Gehilfen enden. Die Arbeiter in Lodz haben in sämmtlichen Fabriken die Arbeit wieder aufgenommen. Drucksachen jeder Art liefern gut u. zu soliden Preisen Böllhoff& Schumann, Teltowerst.17. Sprechsaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Jutereffes zur Verfügung; fte verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Achtung, Rixdorf! Die Genossen, welche noch im Besitz von Sammellisten zur Gemeindewahl find, werden hiermit aufgefordert, dieselben bis Sonntag, den 15. Mai, abzuliefern. Das Wahlkomitee. Depeschen. ( Depeschen des Burean Herold.) Nürnberg, 12. Mai. Sämmtliche Arbeiter der Drahtfabrik von Heckel's Erben in Allersberg haben wegen eines ihnen in Aussicht gestellten Lohnabzuges die Arbeit niedergelegt. München, 12. Mai. Nach einer Meldung der„ Neuesten Nachrichten" wies der hiesige Erzbischof den Gesammttlerus der Erzdiözese an, sich bei Testaments aufstellungen jeder Mitwirkung, Einmischung und Rathertheilung zu enthalten. Wien, 12. Mai. Oberst Goldsmith, der Vertrauensmann des Baron Hirsch, ist mit der Umarbeitung des Statuts für die Ansiedelung der Juden in Argentinien beauftragt worden behufs Herstellung einer strammen Disziplin unter den Rolonisten. Petersburg, 12. Mai. Nach amtlichen Nachrichten aus Afghanistan ist dort die Cholera ausgebrochen. Die russischen Behörden treffen alle Vorsichtsmaßregeln gegen eine Einschleppung derselben aus dem transkaspischen Gebiet und von da nach dem europäischen Rußland. Paris, 12. Mai. Die Anarchisten Beala und be Soubert sind wegen ihrer Theilnahme an den von Ravachol in St. Etienne begangenen Verbrechen von Neuem verhaftet worden. Lüttich, 12. Mai. Der Anarchist Guilmot hat gestanden, von dem Groffizier Moineau ein Packet Dynamit erhalten und in seiner Wohnung vergraben zu haben. Dort fand das Gericht thatsächlich 200 Dynamitpatronen und etwa 10 Kilo andere Explosivstoffe. Dieser Fund und das bereits gefundene Material geben das in Baneux und Flemalle gestohlene Dynamit, so daß weitere Attentate ausgeschlosseu sind. Landsleute aus den Kreisen Zorgau, Lieben Achtung! Genossen, ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Pardubių, 12. Mai. Von 500 Arbeitern, welche gestern werda, Wittenberg und Schweinig. bei der Flußregulirung in Sefemiz Arbeit suchten, solche Ginberufung einer Versammlung, welche die Tagesordnung hat: erzwangen die Hergabe von Branntwein, Tabak und Geld und Unsere erste Agitationsversammlung am 4. Mai beschloß die aber nicht erhielten, drangen etwa 60 in einen Krämerladen ein, Wie stellen sich die Landsleute zur Gründung eines Agitations: flüchteten sodann. Die Gendarmerie verfolgte dieselben und vers vereins?" Demgemäß findet Donnerstag, den 19. d. M., Abends hastete die Rädelsführer. oberen Saale, eine Versammlung statt, in welcher jene Frage zur 81/2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 79, im Verhandlung steht. Ich ersuche alle Parteigenossen, die Sonnabends nach der Heimath fahren und es mit unserer Sache ernst Briefkaffen der Redaktion. meinen, mitfahrende Landsleute davon genügend zu unterrichten, Martin Naujock(?) Es sind keine weiteren Berichte ein damit die Versammlung recht zahlreich besucht wird und in dieser gegangen, woraus indeß natürlich keineswegs zu folgern ist, daß Frage sich dann ein Jeder ausspricht. Gleichzeitig ersuche ich der 1. Mai nicht an allen in Frage kommenden Orten gefeiert die Genossen, welche noch Bons u. s. w. in Händen haben, ab- worden wäre. zurechnen, damit in dieser Sache eine Aenderung statifinden kann. Die Versammlungsanzeige wird im Vorwärts" Mittwoch, den 18. Mai, veröffentlicht. " Der Vertrauensmann. Otto Gresse, Berlin, Solmsstraße 15 bei 2uft. Achtung! Südwesten. 1882L Möbel- und Ausstattungs- Magazin Sophabezüge! von J. Adler, Oranienstraße 47. Auch Theilzahlung gestattet.[ 2259L Bahnziehen, Plombiren etc. O. Arendt, Künstliche Zähne, Andreasitr. 60( Ging. Kl. 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