• Nr. 127. Abonnements- Bedingungen: # Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 ẞfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 art, für das übrige Auslans e Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 fg. ., Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Konservativ. Wenn wir unsre Agitation nach der Art der Konservativen betreiben wollten, so müßten wir etwa so beginnen: Donnerstag, den 4. Juni 1903. recht den Konservativen erscheinen. Wenn aber die Konservativen die Ueberzeugung von der Unhaltbarkeit des bestehenden Wahlrechts zum Gemeingut machen wollen, bietet ihnen die Agitation zum Reichstag die passendste Gelegenheit dazu. Möge drum jeder konservative Wahlkandidat jedem besiglosen Wähler endlich sagen, heißt es jetzt, die Geschichte von der Gefährdung des Reichstagsdaß er ihm das Wahlrecht nehmen wolle. Merkwürdigerweise aber Wahlrechts sei eine alberne und böswillige Erfindung der Socialdemokraten, die um eine Wahlparole verlegen seien. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Wahlkampf. Manifestation der internationalen Solidarität. Brüffel, den 2. Juni. Seit vielen Wochen ist die belgische Bruderpartei beren Reinerträgnis dem Wahlfonds der deutschen Bartei bestimmt thätig, den Wahlfonds der deutschen Socialdemokratie zu füllen. Die Pfingstfeiertage sahen im Brüsseler Maison du Peuple Feste, war. Angesichts dieses Zwecks hatten auch die französischen Genossen bezw. der parteigenössische Verein L'Art pour tous( Die Kunst für alle) seine Mitwirkung zugesagt. Das Fest am zweiten Feiertage erhielt noch eine besondere Bedeutung durch die Mitwirkung der Delegierten des Internationalen BergarbeiterKongresses. Die Delegierten diverser Länder hielten Ansprachen, in denen fie die Bedeutung der Wahlen in Deutschland und die Notwendigkeit der gegenseitigen Hilfe betonten. Eine mißglückte Wahlfinte. „ Wähler! Laßt Euch durch die Lockungen der konservativen Umsturzpartei nicht beirren! Diese Partei, deren führende Elemente mit dem gesunden deutschen Volksleben meist nicht das geringste zu thun haben, sondern vielmehr aus völlig undeutschen Polen-, Wenden- und Obotritenstämmlingen bestehen, sucht im eigennüßigen Jutereffe ihrer Führer alle bestehende Ordnung auf gewaltsamem Die konservative Fraktion zählte im letzten Reichstag 48 Mit Wege zu beseitigen. Sie besudelt alle Heiligtümer der deutschen glieder und 3 Hospitanten. Von diesen 51 Leuten waren 40 GroßNation, sie will den Altar der Freiheit umstürzen, und selbst vor grundbesitzer, also etwa 75 Prozent find an der Verteuerung des dem erhabenen Throne der Volksmajestät scheut ihre verbrecherische Brotes unmittelbar interessiert gewesen. Die freifonservative Agitation nicht zurück. Indem sie die geordneten Verhältnisse unsrer Fraktion zählte im letzten Reichstag 20 Mitglieder und Hospitanten, Handelsbeziehungen zu stören und Deutschland in einen verderb- davon 14 Großgrundbesitzer, also etwa 66 Prozent sind an der lichen Zollfrieg zu hetzen versucht bloß um die Taschen der Verteuerung des Brotes unmittelbar interessiert gewesen. Nicht arbeiterfeindlichen Parteien als Wahlagitationsmittel verwendet Nachdem neulich die Austrägerinnen des Vorwärts" von den Führer zu füllen- kennzeichnet sie sich selbst als die Feindin der gerechnet sind dabei Angehörige von Großgrundbefizern, die nicht arbeiterfeindlichen Parteien als Wahlagitationsmittel verwendet wurden – wir haben den Leuten durch Veröffentlichung der Thatbestehenden Ordnung und als die beſtochene Verräterin des Bater Selbstbefizer sind, aber an den Profiten der Getreidegroßproduktion fachen sehr empfindlich das Geschäft gestört, marschiert mun gar landes. Darum müssen sich alle ordnungsliebenden Kreise, die von mittelbar interessiert sind. Die meisten dieser Herren sind adlig. der ganze Vorwärtsbetrieb als Schwurzeuge wider das dem völkerverderbenden Gift des Konservativismus noch nicht an- Die konservative Fraktion des Herrenhauses, die die sofortige socialdemokratische Programm auf. gefressen sind, am Wahltage einmütig gegen dieses undeutsche Treiben Durchführung der Hungerblockade stürmisch verlangte, besteht fast zusammenschließen. Gebe darum jeder am 16. Juni dem social- ausschließlich aus Latifundienbesitzern. Diese Herren find sämtdemokratischen Kandidaten seine Stimme." lich adlig. Glücklicherweise aber haben wir es nicht notwendig, die Sprache Das tonservative Handbuch schreibt:„ Wir finden zahlreiche Adlige des geängstigten Philisters zu führen. Und obwohl jedes Wort als freigewählte Leiter bürgerlicher Vereine, in Bauernvereinen, unsrer Stilübung wahr ist, haben wir noch nie das kleinste in den Parlamenten vorzugsweise als Vertreter der schaffenden und Konservativengesetz" verlangt. erhaltenden Teile des Volkes. Hier empfindet man eben noch, wie ein tüchtiger Adel durch Heranbildung von Persönlichkeiten, deren höchstes Streben nicht Erwerbsgeschicklichkeit, sondern der Besik von aristokratischen, das ist Führereigenschaften, ist, dem Vaterlande unentgeltlich die größten Dienste leistet." Wenn sich die socialdemokratischen Blätter jetzt über den Unsinn der konservativen Wahlagitation entsegen, so könnten konservative Agitatoren dagegen mit Recht behaupten, daß ihre Leistungen im Verhältnis zu ihrer Aufgabe immer noch erstaunenswert seien. All gemeine Wahlen sind eine demokratische Einrichtung, die Demokratie Dasselbe Handbuch flagt darüber, daß die Juden Wucherer ist aber ebensowenig das Element der Konservativen, wie die Luft und Ausbeuter" seien. Es ist aber fraglich, ob die„ Geldjuden", das Element der Fische ist. Wer gewohnt ist, fremde Meinungen wenn sie in den beiden konservativen Reichstagsfraktionen 54 Mann mit dem Gesezestnüttel totzuschlagen, verlernt, sie mit Argu- und nicht bloß den einen Dr. Arendt besessen hätten, nicht ebenso menten zu bekämpfen. Die flägliche Hilflosigkeit, mit durch unentgeltlichen Patriotismus geglänzt haben würden, wie die der sich die geborenen Führer des Volkes im Wahl- vierundfünfzig konservativen Getreideverkäufer. kampfe geberden, beruht auf einer auf einer künstlich gezüchteten Verkrüppelung der Gehirne. Solche Leute sollen nun Beredsamkeit genug besitzen, um den Wählern weiß zu machen, daß die Minderung ihrer politischen Rechte, die Beschränkung ihrer Gedankenfreiheit, die ist zu lesen: Aufhebung der Freizügigkeit, die Beseitigung ihres Koalitionsrechts, das gesteigerte Militärbudget und die Verteucrung aller Dinge, die sie zum Leben notwendig haben, in ihrem Interesse gelegen sei. Und wirklich hat es im Jahre 1898 noch landwirtschaftliche Arbeiter gegeben, die konservativ wählten, d. h. für die kriminelle Bestrafung des Kontraktbruches und die Einführung der Prügelstrafe stimmten. Der verstärkte Schutz des Wahlgeheimnisses macht dieses Kunſtſtück der Menschendressur noch schwieriger. Die Konservativen haben also allen Grund, auf ihre Erfolge stolz zu sein, so lange sie noch mehr Wähler haben, als der Gothaische Almanach" Namen zählt. * " In dem Wahlaufruf der bayrischen Bauernbändler „ Während das Centrum im Interesse des Großkapitals, das heißt der norddeutschen Großgrundbesitzer die Erhöhung des Weizenzolles auf 512 M. und des Roggens auf 5 M. durchsetzte, hat es die Mindestzölle für Vieh, Obst, Hopfen und Gemüse fallen lassen und damit die Interessen der süddeutschen und speciell der bayerischen Bauern förmlich preisgegeben, denn mit einem Zoll von 4 M. auf Malzgerste hat es den Bauern kaum einen Dienst ge= leistet, weil dann die Gerste als geringer verzollbare Futtergerste aus dem Ausland eingeführt und als Malzgerste mit einer Rückvergütung von 4 M. ausgeführt wird." " Die katholische„ Germania", die immer dabei ist, wenn es die Verbreitung eines leichtfertigen Klatsches über die Socialdemokratie gilt, druckt mit feistem Behagen den folgenden Bericht aus dem Correspondent" der Buchdrucker über eine Versammlung des Vereins Berliner Buchdruckmaschinenmeister ab: " Längere Zeit beschäftigte sich die Versammlung mit den Zuständen bei Singer u. Co., der Druckerei des„ Vorwärts". Es haben sich dort Berhältnisse und Arbeitsmethoden herausgebildet, die selbst in bürgerlichen Geschäften nicht üblich sind und die zu dulden wir am allerwenigsten in diesem Geschäfte, das zu einem wesentlichsten Teile mit unsrem Gelde errichtet ist, Neigung und Ursache haben. Es wurde darüber geklagt, daß selbst Drucker, die an Maschinen mit Anlege- Apparat arbeiten, noch andre Maschinen bedienen müssen, daß mehrfach Maschinenmeister zur Aushilfe auf 1½ und 2 Tage gesucht wurden, während bisher Aushilfen unter 1 Woche nicht gebräuchlich waren, daß die Löhne so tief wie möglich gedrückt werden, daß überhaupt in allem das Bestreben zu erblicken sei, in echt kapitalistischer Weise aus der Arbeitskraft eines jeden Einzelnen soviel wie möglich herauszuschlagen. Der Obermeister des Geschäfts, Kollege Hoyer, führte zur Berteidigung aus, jedes Geschäft, welches technische Neuerungen einführe, wolle damit Geld ver dienen; daß damit oftmals eine Benachteiligung der Arbeiter verbunden, sei zu bedauern, aber daran könne auch eine Parteidruckerei nichts ändern, denn sie müsse mit der Konkurrenz rechnen. Von den nachfolgenden Rednern wurde die Handlungsweise der Leiter der Druckerei in Bezug auf die kritisierten Punkte fast allgemein verurteilt. Wir haben keine Animosität gegen das Unternehmen, sondern wünschen ihm das beste Gedeihen, aber wir verlangen, daß der Widerspruch zwischen Theorie und Praxis beseitigt wird, daß Mißstände, die an andren kritisiert werden, vor allen Dingen im eignen Betriebe unterbleiben, selbst auf die Gefahr hin, daß dadurch der Profit etwas geschmälert wird. Die Druckerei sollte ihre Ehre darein sezen, als Musterinstitut zu gelten, und sich nicht von andren überflügeln lassen. Die Reformen, die wir verlangen, find keine derartigen, daß sie das Gedeihen des Unternehmens in Frage stellen, sondern mit einigem guten Willen leicht durchzuführen. Die Germania" fügt hinzu: " " Was hier vom Centrum gesagt wird, bezieht sich auch auf jenen Teil der Konservativen, der für das Gerstenopfer und die mittlere Linie gestimmt hat. Und man muß zugeben, daß die Beschwerden Es ist also eigentlich überhaupt ein überflüssiges Unterfangen, der geretteten" Bauern, vom Standpunkt der Schutzzöllnerei bewenn man das konservative Programm vom Standpunkte des Volts- trachtet, immerhin logisch gedacht sind. Wäre die Schutzöllnerei interesses ernstlich zu kritisieren versucht. Die Konservativen sind wirklich das richtige Mittel, um der Landwirtschaft aufzuhelfen, für die Wiedereinführung der dreijährigen Dienstzeit, obwohl sich dann hätte sie natürlich in erster Linie nicht zum Vorteil der Großen, nachweislich in dem Sechstel dieses Zeitraums feldtüchtige Soldaten sondern zum Schuße der Kleinen angewendet werden müssen. heranbilden laffen. Soll man den Bauern erst sagen, daß es während sich die von Bauern gewählten Großgrundbefizer selber für sie ein Schade wäre, wenn sie ihre Söhne ein Jahr die Minimalzölle auf Brotgetreide bewilligten, haben sie thatsächlich länger entbehren müssen? Die Konservativen haben selbst gesagt, daß die Verdoppelung der Schlachtflotte den Ruin die Bauern um den versprochenen Beute- Anteil geprellt. Hätte nicht der Bund der Landwirte über den Verrat an den für die Landwirtschaft bedeute, und sie haben dann trotzdem für sie agrarischen Grundsägen sein Meininger Geschrei rechtzeitig angeſtimmt, gestimmt. Die Wehrsteuer ist in früheren Jahren als eine so hätten die geprellten Bauern schließlich auf die ganze Wahrheit drückende Belastung der ländlichen Bevölkerung vom Reichstage ab- kommen können. Am Ende hätten sie erkannt, daß man ihnen alle gelehnt worden; die Konservativen sind, wie die andren Ordnungs- frommen Geschichten vom Segen des Zollschutzes so beharrlich einparteien, heute bereit, für sie zu stimmen. Das bißchen Schwindel gedrillt habe, nicht, weil der Bollschuß ihnen, sondern weil er den das Gefchäft giebt es nur eine Bedingung: die Zugehörigkeit der schutzzöllnerischen Bauernrettung und der zünftlerischen Erhaltung Großgrundbesitzern nützt. Vorläufig aber sucht man die Bauern in des Mittelstandes ist schon so ungezählte Male aufgedeckt worden, dem Glauben zu erhalten, daß wenn die Herren gespeist hatten, sie daß es keiner neuen Argumente bedarf bei allen, die einer politischen auch an den Tisch dürfen. So kurze Beine hat die agrarische Politit. Erwägung überhaupt fähig sind. Der Unfinn, den die Konservativen darüber erzählen, ist nichts als eine schlechte Maske der Gewalt. „ Gegenwärtig, wo das geltende Reichstags- Wahlrecht zu einem Bestandteile der Reichsverfassung geworden und in die Gewöhnung des Volkes übergegangen ist, läßt es sich natürlich nicht so leicht wieder beseitigen. Man wird es als ein Stück der Reichsverfassung respektieren, fich möglichst mit ihm einrichten, bis die aus ihm entspringenden Uebelstände die Ueberzeugung von seiner Unhaltbarkeit schließlich Gemeingut werden lassen." Zu den Wahlen vom Jahre 1898 hat der von den Konservativen berhimmelte Fürst Bis mard in einem zur Veröffentlichung bestimmten Gespräche seinen Anbetern folgende Empfehlung mitgegeben: " Das sind ja recht interessante Enthüllungen über die Vorwärts"-Druckerei! Ein schöner, Musterbetrieb"! So werden sogar bei dem Centralorgan der Socialdemokratie die Arbeiter in echt kapitalistischer Weise ausgebeutet, die Löhne ge= drückt 2c. Kein Wunder, daß diese Vorwärts"- Arbeiter durch den Widerspruch zwischen socialdemokratischer Theorie und Praris sich erst recht empfindlich getroffen fühlen. Für die Wahlen kommen diese Enthüllungen aus der Vorwärts"-Druckerei gerade zur gelegenen Zeit." Die„ Germania" leitet ihre Enthüllung" mit der Bemerkung ein, daß bei uns nur Socialdemokraten beschäftigt würden. Schon diese Behauptung widerspricht den Thatsachen. In der„ Vorwärts" Druckerei ist nicht ein einziger Arbeiter oder Angestellter nach seiner politischen Meinung gefragt worden; für den Eintritt in zu einer gewerkschaftlichen Organisation, nicht aber die zu einer politischen oder gar socialdemokratischen; für den Verbleib im Geschäft nur eine Voraussetzung: geschäftliche Tüchtigkeit und Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen. " Sehen wir von den im" Correspondent" gegenüber focialdemokratischen Organisationen und Institutionen gewohnten Liebenswürdigkeiten ab, so haben wir thatsächlich zu erwidern: 1. Bis zur Stunde ist von den Maschinenmeistern weder beim " Heutzutage hat die Streberei alles verdrängt; der eine will oder eine Klage darüber erhoben worden, daß sie neben der mit Arbeiter- Ausschuß, noch bei der Geschäftsleitung irgend ein Wunsch Beförderung in seinem Amte( man will doch nicht immer Landrat Anlege- Apparat versehenen Maschine, noch andre Maschinen bleiben 1), der andre wünscht eine höhere Ordensklasse zu erhalten, bedienen müßten. Vielleicht geschah es schon um deswillen nicht, weil der Dritte erstrebt auf Wunsch seiner Frau Einladungen zu Hoffeft dazu die Voraussetzung fehlte, da für 8 Maschinen 6 Maschinenlichkeiten, der Vierte möchte dem Avancement seines Sohnes sich meister und 1 Lehrling engagiert sind. Nur ein Maschinenmeister Ich will nicht sagen, daß diese hat neben der mit besonders großen Auflagen arbeitenden Maschine So das Konservative Handbuch" vom Jahre 1898. Seine förderlich erweisen und so fort. Auffassung steht in Uebereinstimmung mit den Aeußerungen vieler Charakteristik auf alle Konservativen im Lande zutrifft, ich habe mit Bogenanlege- Apparat noch eine zweite Maschine zu bedienen, hervorragender tonservativer Führer, nur daß diese oft- Graf mehr die Führer im Auge, die heute einflußreicher find, als sie es foweit die ihm zur Verfügung stehende Beit das ermöglicht. Ein zweiter hat für zwei kleine Accidenzmaschinen einen Lehrling Mirbach, v. Kröcher, die ,, Kreuz- Zeitung"( ,, Man muß jemals waren." der Bestie den Baum anlegen!") u. a. den gewaltsamen... Da figen Beamte, die eigentlich gar nicht ins Parlament zur Hilfe. Um sturz von oben verlangen. gehören, Lente, die Söhne, Töchter und Enkel zu versorgen haben Diese Führer sind ehrlicher und logischer als das konservative und deshalb Rücksichten nehmen müssen... Ich habe oft das Handbuch. Denn wenn die konservative Feindschaft gegen das Gefühl, daß die Herren die Begriffe konservativ und gouvernemental fundamentale Bürgerrecht der Reichsangehörigen Gemeingut" verwechseln, und frage mich manchmal, ob sie selbst wissen, was sie wird, werden ja alle Wähler tonservativ wählen, woraus die konservieren wollen." Konservativen schwerlich die Ueberzeugung von der„ Unhaltbarkeit" dieses Reichstags- Wahlrechts herleiten werden. Je schlimmer die Niederlagen der Konservativen sind, d. h. je mehr die Anerkennung des Reichstags- Wahlrechts als wichtigste Waffe gegen den Junkerhochmut Gemeingut" wird, desto„ unhaltbarer" muß dieses Wahl" Hurra, für die neue Militärborlage! 2. Das Eintreten von Maschinenmeistern zur Aushilfe auf zwei Tage ist zweimal erfolgt, als infolge eines dringenden Auftrages Nachtarbeit notwendig wurde; da wurde für die eine Nacht arbeitenden Maschinenmeister eine Aushilfe für zwei Tage nötig; einer arbeitete 2 Tage, der andre 12 Tage, erhielt aber selbstverständlich den Lohn für 2 Tage bezahlt. 3. Die Behauptung, daß die Löhne so tief wie möglich gedrückt würden, ist einfach bewußte Unwahrheit. Nicht ein einziger Sezer oder Maschinenmeister ist zu dem im Tarif ausbedungenen Minimallohn von 28,15 M. beschäftigt. Wie wenig die„ Vorwärts"= Buchdruckerei Anlaß hat, bezüglich der von ihr gezahlten Löhne sich zu schämen, zeigt nachstehende Zusammenstellung, wobei zu beachten ist, baß in der Vorwärts"-Buchdruckerei der A cht stundentag ein- 1 Die umgekippte Kiste, die vielleicht auch noch nach Käse riechen| Zähler übereinstimmend: 81 Stimmen für den socialdemokratischen geführt ist, während der Tarif die neunstündige Arbeitszeit bedingt, darf, da das ja nicht ausdrücklich verboten ist, ist wieder ein Bureauvorschlag, 74 für den konservativen. Stadthagen erhielt das daß in der Vorwärts"-Buchdruckerei jeder Arbeiter unter Fort Symbol preußischer Zustände. Bundesrat und Reichstag be- Wort. Er betonte zunächst, daß selbstverständlich die Gegner in der bezug des Lohnes oder entsprechender Entschädigung für Accord- kunden einmütig, daß sie die vollste Sicherung des Wahl- Diskussion volle Redefreiheit haben würden, und begann die Wichtigkeit feger 8 Tage Ferien erhält usw. geheimnisses wünschen und preußische Behörden führen das des Zolltarifs zu schildern. Unter den Konservativen ein Wispern und In der Werkabteilung erhalten 17 Setzer je 30 m., 3 so aus, daß man fast an eine Verhöhmmg der Beschlüsse der Tuscheln:„ ein Hoch". Ja, wer soll es ausbringen?" Plöglich erhebt je 31, 4 je 32 und 1 32,50 M. Im Maschinensaal: Je Gesetzgebungsfaktoren zu glauben geneigt wird. Die umgekippte sich der Amtsvorsteher Seeger und unterbricht das Referat durch ein 1 Maschinenmeister 43,- 2., 40,-., 37,50 M., 33, M. Kiste von 50 Centimetern Höhe ist gänzlich ungeeignet, dem Wähler Kaiserhoch. Konservative stimmen ein und beginnen zu fingen und und 2 je 32 M. Im Rotationssaal: ein Maschinenmeister vor Beobachtung zu schüßen. Wenn ihm z. B. an der Thür ein zu toben. Vergebliche Mahnungen um Ruhe. Herr Seeger wird 55 M., der zweite 51,50 M., ein dritter, zur event. Aushilfe an- Wahlzettel in die Hand gedrückt wird, so ist er ganz außer stande, wiederholt unter Hinweis auf den Hausfriedensbruch- Paragraphen Ternender 36 M.- Vier Maschinensetzer erhalten je 42 M. In der statt dessen etwa unbeobachtet einen andren aus der Tasche zu aufgefordert, das Lokal zu verlassen. Hochs auf die Socialdemo Stereotypic erhält der am Tage beschäftigte Stereotypeur 40 M., nehmen, um ihn in das Wahlcouvert zu stecken, da die Kiste keine tratie und die Marseillaise erschallen als Antwort auf Hochs und von den am Abend beschäftigten Stereotypeuren erhält einer 55 M., Bewegung seiner Hände oder Arme verdeckt. Wenn außerdem an- Singversuche der von Herrn Seeger geleiteten Konservativen. Der einer 45 und zwei andre je 42 M. Die Hilfsarbeiter im Rotations- geordnet wird, die Kiste müsse so aufgestellt sein, daß der Wähler Gendarm löste die Versammlung auf. saale erhalten: 12 Mann je 28 m. und ciner 29 Mark; dem Wahlvorstande des Gesicht zukehrt, so müßte er in den meisten Unmittelbar nach der Versammlung schienen einige Konservative im Flachmaschinensaal ein Arbeiter 25 M., 5 je 24 M. und Fällen, da in der Regel der Wahlvorstand mit dem Gesicht ihren Führern vorzuhalten, daß Gewalt doch keine geistigen Waffen je einer 22 und 23 M. Bogenfänger erhalten 5 je 14 M. In der Zeitungs- gegen die Thür sizt, gerade der Thür, das heißt also den sind. Die Konservativen versammelten sich dann in einem andren Scherei ist, wie in Berlin üblich, Accordarbeit. Da spielt also die Beobachtern an der Thür. den Rücken oder doch die Seite zukehren, Lokal und ließen flugs dem Wirt, Herrn Stodmann persönliche Geschicklichkeit und Geschwindigkeit eine gewisse Rolle. so daß er also jeder Beobachtung frei zugänglich wäre. Eine solche( Restaurant Waldschloß in Lanke) die Botschaft entIn der Zeit vom 25. bis 30. Mai wurden Löhne ausbezahlt im Be- Art der Ausführung des Wahlreglements muß den Wahlakt ohne bieten, die Kriegervereinler würden bei ihm laut soeben gefaßtem trage von je: 38,04 m., 43,71 M., 46,68 M., 48,50 M., 51,46 M., weiteres ungültig machen. Beschluß nicht mehr verkehren; die Parteigenossen werden 52,47., 53,40 M., 55,09 M., 55,14 M., 55,91 M., 56,23 M., erst recht wissen, wo sie in Lanke zu verkehren 56,50 M., 57,45 M., 58,13 M., 58,23 M., 58,50 M., 59,18 M., 59,49 M., 59,71 M., 60,50 W., 60,85 M., 61,04 M., 63,65 M., 64,46 M., 69,89 M. Für die Wahlen kommen diese Enthüllungen aus der ,, Vorwärts" Druckerei gerade zu gelegener Zeit. In der That; viel leicht hat der Urheber dieser Klage ein Maschinenmeister, der nach 31, wöchentlicher Thätigkeit wieder entlassen werden mußte, da er die an seinen Posten zu stellenden technischen Voraussegungen nicht erfüllen fonnte die Sehnsucht der ,, Germania" vorausempfunden und vielleicht belohnt die ,, Germania" diese gelegenen Dienste durch ein Engagement zu höheren Lohnsätzen, um so endlich einen katholischen Musterbetrieb zu schaffen, so daß auch die„ Germania" es wagen darf, die in ihrem Betriebe herrschenden Arbeitsverhältnisse offen zahlenmäßig klarzulegen. Lieber mit Kröcher als mit Barth. Diese Losung des volks- ha ben. parteilichen Abgeordneten Fischbeck haben die Volksparteiler in Dessau Gegen die Amtsvorsteher Seeger und Springer und die be getreulich besorgt. Dort haben sie mit den Nationallibewaffneten Forstleute ist Strafantrag gestellt. Die Strafanzeige legt ralen gegen den Kandidaten der Freisinnigen Vereinigung Rösicke dar, daß in dem Eindringen in eine Versammlung zwecks Störung einen zollwucherischen Mischmasch- Kandidaten, einen Dr. Rhode auf derselben ebenso wie in dem Nichtbefolgen der Hinausweisung ge gestellt. Die„ Volkspartei" firmiert hier im Verein mit den Reaktio- meinschaftlicher Hausfriedensbruch liegt. Die bewaffnet in die Vernären als„ Wahlverein des reichstreuen Bürgertums". sammlung eingedrungenen Forstleute haben überdies gegen§§ 7 und 18 des Vereinsgefezes gefrevelt. Lanker Einwohner versicherten unsern Genossen, daß das Auftreten der Konservativen ihnen bewiesen habe, daß diese Herren sich vor der Mehrheit und vor einer Diskussion mit dem Gegner Erpressung von Unterschriften. Ein Mit der Frage der Wahlberechtigung der Heilstätten- Insassen befaßte sich, wie wir aus dem„ Sächsischen Volksblatte" ersehen, aus Anlaß von Klagen der Patienten in Berka an der Ilm der Ausschuß der Thüringischen Versicherungsanstalt. Bei dieser Ge- scheuen. legenheit teilte der Vorsitzende dieser Anstalt, Geh. Reg.- Rat Elle, mit, daß jüngst eine Anzahl Vorsitzender von Versicherungsanstalten Auch die„ Freifsinnige Zeitung" beeilt sich, für eine fünftige Auf haben, daß der Aufenthalt in einer Heilanstalt feinen Wohnsitz im wieder an den Arbeitern, um die Wahlfreiheit aufzuheben. auf einer Konferenz in Berlin sich einstimmig dahin ausgesprochen Standalöse Mißhandlungen verübt das Unternehmertum Tage des Socialistenspiegels" die unwahren Geschichten triumphierend Aufenthaltsorte begründe. Als Resultat dieser Besprechung ist also wieder an den Arbeitern, um die Wahlfreiheit aufzuheben. fürsorge erschöpft sich in der Aufforderung Eugen Richters: der Bescheid des Vorstandes der Thüringischen Versicherungsanstalt aus Annahütte im Senftenberger Kohlenrevier, die wir unverändert Blattes zur Zeit des Buchdruckerstreiks( 13. Dezember 1891):" Hier Stellen Sie doch Mädchen ein" und in den Ausführungen seines anzusehen, den wir gestern mittelten. nach fann es für feinen unbefangenen mehr ein Zweifel sein, daß es sich bei diesem Streit allgemein darum handelt, die bestehende Gesellschaftsordnung zu vertreten gegenüber einer frechen socialdemokratischen Kriegserklärung, diejenigen Buch druckerei Besizer, welche unter solchen Umständen noch die Forderungen der Streifenden bewilligen, machen sich der Begünstigung der Socialdemokratie und der Untergrabung der bestehenden Gesellschaftsordnung schuldig." darauf aufmerksam, daß die Vorstände der Versicherungsanstalten Mit Recht machte der Arbeitervertreter Feustel aus Greiz sich da gar nicht hineinzumischen hätten. Wir haben gestern schon darauf hingewiesen und wiederhelen es heute, daß wir es für ungehörig halten, wen die Vorstände der Versicherungsanstalten, die den Patienten gegenüber mit einer gewissen Autorität umkleidet sind, sich in dieser Weise in die Wahlgeschäfte einmischen. Es ist des Reichstags, zu entscheiden, ob Heilstätten- Insassen am Orte der einzig und allein Sache der Wahlbehörde und am letzten Ende Sache Heilſtätte als wahlberechtigt nach§ 7 des Wahlgesekes anzusehen sind. Damals verlangten die Buchdrucker nicht entfernt das, was in der„ Vorwärts"-Druckerei Rechtens ist. Jene bescheidenen Forde rungen denuncierte Eugen Richter als Untergrabung der Gesellschaftsordnung und heute genügen ihm nicht einmal mehr die Arbeitsrecht wird jetzt in der Freifinnigen Zeitung" gegeben. Danach soll berhältnisse des„ Vorwärts". * Eine neue Lesart von der Rede des Abg. 3 wick zum WahlZwick das Verhalten der Socialdemokraten in freisinnigen Versammlungen geschildert und bei dieser Gelegenheit geäußert haben, man dürfe es nicht aufkommen lassen, daß die rohe Faust die politischen Rechte vergewaltige. Nach dem übereinstimmenden Zeugnis einer ganzen Anzahl Zuhörer in jener Versammlung hat Zwid nicht ein sammlungen gesagt. Die ganze Notiz der Freisinnigen ist blanke Wort von dem Verhalten der Socialdemokraten in freisinnigen VerErfindung. Die Sicherung des Wahlgeheimnisses. Eine notwendige Ergänzung zu der mit dem Isolierraum beabsichtigten Sicherung des Wahlgeheimnisses ist eine Anordnung über die Beschaffenheit der Wahlurnen. Bis jetzt wurden namentlich in fleineren Orten oft die unglaublichsten Geräte als Wahlurnen benutzt. Cigarrentisten, Hutschachteln, Hüte, Biergläser, ja selbst Teller sollten sich gefallen lassen, am Wahltage Wahlurne zu spielen. Die Wahlprüfungskommission hat das wiederholt als unzulässig bezeichnet, aber ohne ausführliche Anweisungen der Oberbehörden kann der vorstehern. Ein arges Quodlibet ist in unsrer gestrigen Notiz„ Eine Gewaltsame Versammlungsstörung unter Führung von AmtsUnfug nicht ganz beseitigt werden. Diese Anweisungen fehlen unglücklich verlaufene Krieger- Wahlversammlung" entstanden. bisher. Es ist daher mit Genugthuung zu begrüßen, daß das handelt sich nämlich gar nicht um eine von unsren Gegnern verbadische Ministerium des Innern jetzt bestimmt hat, daß die bei anstaltete, sondern um eine socialdemokratische, von unsren Genossen der Reichstagswahl fünftig in Gebrauch kommenden Wahlurnen so veranstaltete Versammlung, für die Stadthagen als Referent bestellt hergestellt sein sollen, daß die Stimmzettel durch eine Deffnung war und die nur durch die mit Absicht der Sprengung zahlreich er( Spalt) im Deckel des Wahlgefäßes zu stecken sind, der Deckel selbst schienenen Krieger und Bewaffneten einen friegerischen Charakter an jedoch bis zum Schlusse der Wahlhandlung geschlossen gehalten wird. Es wäre sehr erwünscht, daß diese Anweisung auch in den andern genommen hatte. Wir geben deshalb noch einen ausführlichen Bericht über die interessante Versammlung. Bundesstaaten Nachahmung fände. In Preußen scheint man dagegen sogar den Isolierraum durch zweckentsprechende Auslegung wieder beseitigen zu wollen. So druckt die" Bossische Zeitung" eine Bekanntmachung des Landrates von Sorau in Nr. 22 des„ Sorauer Kreisblattes" vom 28. Mai ab, in der es über den Isolierraum heißt: " „ Es braucht nicht durchaus ein besonderes Nebenzimmer dazu genommen zu werden, sondern es genügt schon, wenn und zwar derartig, daß der Wahlvorstand die Einrichtung vor sich hat und übersehen kann ein fleiner Tisch seitwärts oder in einen Winkel des Wahllokals hingestellt und davor ein Bettschirm oder Ofenschirm oder eine Rollwand aufgestellt, oder in Manneshöhe an einer Schnur ein Vorhang gezogen wird, jedoch so, daß der Zutritt zum Tische frei bleibt. Oder es ist( ohne Anbringung eines Vorhanges) auf einem kleinen Tische eine Rifte ohne Deckel von etwa 1 bis 1 Meter Höhe umgekippt so aufzustellen, daß der Boden derselben dem Wahlvorstand zugekehrt ist und der Wähler, so vor der offenen Kiste stehend, das Gesicht dem Wahlvorstand zugewandt, innerhalb des Kistenraumes den Wahlzettel unbeobachtet in den Wahlumschlag legen kann." Reichstagswahlen vor fünfundzwanzig Jahren. M.( Schluß.) Unter Führung der Amtsvorsteher Seeger aus Berpen schleuse und Springer aus dem 2anter Bezirk waren auf Kremsern und zu Fuß aus der weitesten Umgegend die Kriegervereinler herbeigeströmt und zu ihnen hatten sich eine Anzahl Forstleute in Wehr und Waffen gesellt. abdrucken. Einliegend sende ich Euch eine Gewaltthat über die hiesigen Glas- und Grubenarbeiter der Firma F. C. Th. Hehe. Eine derartige Einladung nebst Postkarte zur Antwort( auf welcher vorgedruckt ist):" Ich nehme an und gestatte es, daß mein Name unter den Wahlaufruf gesetzt wird"( Name), ist einer ganzen Reihe Arbeiter hier zugesandt worden, selbstverständlich muß jeder unterschreiben, sonst fliegt er raus. Bei jeder Wahl sind hier schon Leute gemaßregelt worden. Die Zahlstelle des BergarbeiterVerbandes, die hier seit 17 Monaten besteht, hat schon 19 Gemaßregelte zu verzeichnen, meist Familienväter. Für jedes vers ratene Verbandsmitglied zahlt man den Spiteln 3 Mark. Zu Versammlungen werden Spizel geschickt, die dafür zwei Schichten und Reisegeld erhalten, und wenn es bis Nottbus ist. Mich baten mun verschiedene Genossen, unser Partei- Organ möge eine Erklärung aufnehmen, daß das eine Gewaltthat ist und sie es nur wegen der Gefahr der Brotlosigkeit unterschrieben haben; wenn sie freie Arbeiter wären, würden sie Derartiges mit Ents rüstung zurückweisen. Durch die bezahlte Spigelei sind schon drei Mann rausgeflogen, die gar nicht organisiert waren, nur mit mir ein paar Worte gevechselt haben, darunter einer, der schon 14 Jahre auf dem Werke arbeitete. Eine Parteizeitung zu halten, ist gar nicht möglich. Es werden sogar die freisinnigen Blätter verboten, z. B. Berl. Morg.- 3tg.". nicht ans Messer zu liefern. Wenn die Unternehmer ihre wirtschafts Wir können den Mißhandelten nur raten, sich den Erpressern liche Uebermacht mißbrauchen, um den Arbeitern Unterschriften abzuzwingen, so möge jeder Arbeiter ruhig dem zwange weichen. mit der Hungerpeitsche, verpflichtet zu nichts. Die Wahl ist geheim Eine Unterschrift, die erpreßt ist unter Anwendung der Drohung und keine erzwungene Unterschrift hindert den Arbeiter, nach seiner leberzeugung zu wählen. Der Polizist als Wahlagitator. In voller Uniform verteilte der Orts- Polizeidiener in Alt- Gel tow bei Potsdam eine Sudelbroschüre gegen die Socialdemokratie mit einem Aufruf, der zur Wahl Paulis auffordert. Unterzeichnet ist der Aufruf vom Vorstande des neuen Wahlvereins für Osthavelland. Als der Vorsitzende, Genosse Helbig, die Versammlung eröffnet hatte, riefen Konservative im Takt„ Bureauwahl". Genosse Helbig Eine neue freisinnige Wahllüge wird von der Freisinnigen ersuchte die Herren, sich etwas zu beruhigen: in einer Zeitung" verbreitet. Das Blatt berichtet auf Grund eines Leitvon Socialdemokraten einberufenen öffentlichen Versammlung artikels des Organs der Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine über sei selbstverständlich Bureauwahl. Es wurden nunmehr von angebliche Insulten von Socialdemokraten gegen die als Zettels der einen Seite drei Socialdemokraten, von der andren Seite Amts- verteiler thätigen Hirsch- Dunckerianer bei der Gewerbes vorsteher Seeger und zwei Konservative als Bureau vorgeschlagen. gerichtswahl in Nürnberg. In den Schuckert- Werken Die Mehrheit stimmte für das socialdemokratische Bureau. Hierauf habe man ein Mitglied, das sich als Gewerkvereinler bekannte, inTumult bei den Konservativen, Rufe:„ Die Mehrheit war für uns". fultiert und ihm ins Gesicht gespudt. Wir haben Genosse Helbig erklärte sehr unparteiisch und entgegenkommend: auch hier Erkundigungen an Ort und Stelle eingezogen und stellen Meine Herren, wahren Sie nur die Ruhe. Da Zweifel erhoben fest, daß auch diese Geschichte ebenso erlogen ist, wie alle socialdemofind, so ernennen Sie von beiden Seiten Zähler. Jede Seite fratischen Morithaten freisinniger Herkunft. Die Gewerbegerichtsernannte einen Zähler. Nach manchem Hin und Her, bei dem der wahl in Nürnberg fand am 11. Mai, also vor mehr als drei Wochen, Forstrevier- Verwalter Finsterwalde seiner Verwunderung darüber statt. Die Hirsch- Dunderschen schnitten dabei sehr schlecht ab und Ausdruck gab, daß auch Frauen stimmen können, konstatierten beide der Orts- Verbandsausschuß suchte in einer öffentlichen Erklärung Bekanntmachung! anfertigen zu lassen) an verschiedenen Orten verschiedene Sorten Bezugnehmend auf den Wahlaufruf der reichstreuen Partei, wo Stimmzettel, die einen sehr klein, die andern sehr groß, die einen nach Herr Geheimer Oberbergrat Stähler als Wahlkandidat auf- auf dünnes Postpapier, die andern auf Pappdeckel gedruckt. Begestellt ist, habe ich an die Herren Beamten und Arbeiter meines sonders praktisch war das dünne Papier, auf welches man dann den Dienstkreises folgende Worte zu richten: Das Resultat der bevor- Namen des Ordnungskandidaten so aufdruckte, daß er durchschlug stehenden Wahlen wird zeigen, wer zu Kaiser und Reich hält, oder und immer hervorgucken mußte, wie immer man den Zettel auch iver in unpatriotischer Verblendung auf seiten reichsfeindlicher falten mochte. Wollte man annehmen, daß die innere Politik des Fürsten Unzufriedener, wahnsinniger Socialdemokraten und verruchter Attentäter Besonders lustig ging es in Reichenbach- Neurode zu, wo der Bismard einzig und allein auf die Vernichtung der Socialdemokratie steht. Es ist heute unerläßliche Pflicht eines jeden Wahlberechtigten, Minister Friedenthal gegen den Genossen Kapell fandidierte. abgezielt hätte, so wäre damit allerdings die vollkommene Un- feine Stimme abzugeben, denn wer nicht für die Regierung ist, ist in den meisten Wahllokalen bildeten die bedeutendsten Fabrikanten geschicklichkeit des gerühmten Staatsmannes bewiesen. Indes steckte gegen sie, und ist nicht wert, deren Brot zu essen. Wer nicht an der des Ortes das Wahlbureau und nahmen die von ihnen selbst ausin Bismards Plan auch ein tüchtiges Stück Bauernschlauheit oder Wahlurne erscheint, kann dies nicht verheimlichen und werde ich die geteilten Stimmzettel von den Arbeitern wieder entgegen. Widerwenn man so will ein Zug diabolischer Größe. Ihm gelang es, zweifelhafte Ehre, Borgesetter solcher Individuen zu sein, sehr bald spenstige Wähler wurden per Wagen zum Wahllokal geführt, dort hem liberalen Bürgertum alle Verantwortungslasten einer herrschenden abzuschütteln wiffen. von Fabrikanten oder Fabrikangestellten in die Mitte genommen und Klasse aufzuladen, ohne ihr die Vorteile der Herrschaft zukommen zu Königl. Eisenbahn- Werkstätte Saarbrücken. mit dem Friedenthalschen Wahlzettel in der Hand bis zur Urne gelassen. Nachdem sie einmal der schonungslosen Unterdrückung einer leitet. Für die ausgestandene Angst wurde dann der Wähler mit ( gez.) Neppily, Maschinenmeister. aufstrebenden Klasse zugestimmt hatte, ohne selbst sichere Schußmittel Wie weit die Verblödung der bürgerlichen Parteien unter der einem Glas Schnaps oder mit einem 5 Pfennig- Nickelstück( manchmal gegen ihre eigne Unterdrückung in der Hand zu haben, war sie der Attentatshege gediehen war, zeigt der Umstand, daß sie zunächst soll es sogar auch ein Groschen gewesen sein) entschädigt. Junterklasse und ihrem Führer fast wehr- und waffenlos in die Hand nichts Besseres zu thun wußten, als sich gegenseitig die Vaterschaft gegeben. der Socialdemokratie zuzuschieben. Hartnädig behauptete jede Partei, Man kann sich darum des Gefühles der Schadenfreude nicht daß alle andern zusammengenommen an dem Anwachsen der Social erwehren, wenn man nach den Wahlen am 6. August 1878 in der demokratie Schuld trügen und daß sie die einzige wäre, die die nationalliberalen Presse folgende Notiz findet: richtige Salbe gegen diese„ Giterbeule am Leibe des deutschen Wolfes" befäße. Bald brachte auch die„ Norddeutsche Allgemeine Beitung" heftige Artikel gegen die Nationalliberalen. Da aber diese sofort erklärt hatten, für das Ausnahmegesez stimmen zu wollen, hatten sie ihren einzigen Trumpf aus der Hand gegeben. " Schon im aufgelösten Reichstage hatten die Socialdemokraten einen Antrag auf bessere Sicherung der Wahlfreiheit namentlich durch Einführung von Stimmzettel- Couverts eingebracht. Es hat mehr als fünfundzwanzig Jahre gedauert, ehe sich diese bescheidene Forderung zur Anerkennung durchrang. Kurz und gut: es ist bei feiner Wahl das Wahlglück so schamlos korrigiert worden, wie im Jahre 1878. Aber so sehr man auch auf das Resultat dieser sonderbarsten aller Wahlen auf allen Seiten gespannt sein mochte, dauerte es doch mehrere Tage, bevor man ein einigermaßen flares Bild gewann. Die Verluste der nationalliberalen Partei, welche dieselbe bisher in den diesmaligen Reichstagswahlen erlitten hat, beschränken sich im wesentlichen auf diejenigen Gegenden, in welchen der amtliche Beeinflussungsapparat am wirksamsten fungierte. Das Material für die Proteste ist denn auch ein recht ansehnliches. Endlich kam der 30. Juli. Nachdem schon bei früheren Wahlen Zuerst herrschte in der nationalliberalen Presse toller SiegesAmtliche Bekanntmachung der konservativen Kandidaten, Zettel- der Artikel 20 der Reichsverfassung, welcher geheime Abstimmungen austeilen durch Gendarmen, Polizeidiener, Kreissekretäre, Zettel- fordert, vielfach verlegt worden war, hatte bei dieser Wahl das jubel. Denn während die Socialdemokratie im alten Reichstage austeilen in der Kirche, Empfehlung von Kandidaten von der Kanzel Wahlgeheimnis zu existieren faktisch aufgehört. Der Leipziger Vor- awölf Size innegehabt hatte, waren in den Hauptwahlen nur zwei Diesmal wurden im ersten herab: alles dieses ist geradezu epidemisch betrieben worden. wärts" übertrieb nicht, wenn er sagte, daß etwa die Hälfte der Socialdemokraten gewählt worden. Es waren Wahlen, wie man sie heute kaum mehr in Galizien socialdemokratischen Wähler durch ihr Eintreten für ihre Ueber- Rennen nur zwei sächsische Sige, die von Stolberg- Schneeberg und Verloren gingen Chemnitz, Leipzigoder in Serbien machen kann. Hätte Graf Posadowsky seine zeugung ihre Existenz unmittelbar gefährdet hätten. Da waren Glauchau- Meerane gewonnen. -freilich auch für heutige Verhältnisse noch recht scheinheilige interschriften abgepreßt worden, durch die man sich verpflichtet hatte, Land, Zwidau, Berlin VI, Reuß ä. 2. und Reichenbach- Neurode. Rede über die sittliche, die ethische Pflicht der Regierung" damals gegen die Socialdemokraten zu wählen. Dann kamen die Schlepper, Ferner war die Partei an sechzehn Stichwahlen beteiligt, drei davon gehalten, so hätte man gewiß von ihm behauptet, daß er mit den die dem Wähler einen Bettel in die Hand drückten und ihn nicht aus( Solingen, Dresden- Altstadt und Berlin IV) waren im alten ReichsKönigsmördern und Attentätern im Komplott stünde. den Augen ließen, so lange er nicht diesen Zettel abgegeben hatte. tage von Socialdemokraten vertreten worden. Aber als die Wahlresultate von Berlin genauer bekannt wurden, Aus der Reihe der amtlichen Publikationen, die knapp vor dem Ferner wurden die Bestimmungen des Reichstagswahl- Gesezes, Wahltage erschienen, sei nur eine angeführt, nicht als wahlgeschichts welche gegen die Kenntlichmachung der Stimmzettel gerichtet fiel in den überschäumenden Becher bürgerlicher Siegesfreudigkeit liches Sturiosum, sondern vielmehr um die ganze Art der damaligen sind, geradezu schamlos beiseite gesetzt. In einzelnen Wahlbezirken, der erste Wermutstropfen. Denn die Zahl der socialdemokratischen Wahlmache zu fennzeichnen. Das Schriftstück stammt aus Saar- so erzählt der Vorwärts", wurden unmittelbar vor der Wahl( da- Stimmen von Berlin war binnen einem Jahre um fast 25 000 gemit die Socialdemokraten nicht Zeit haben sollten, ähnliche Zettel wachsen! Es waren in Berlin abgegeben worden: im ersten Wahlbrücken und lautet: wenn die Socialdemokratie hierüber Klarheit schafft, da eine der artige Stellungnahme selbstverständlich die Wahlen beeinflussen müßte." bie Gründe für den fläglichen Reinfall darzuthun; in dieser Er- Maurerberbandes, ein baumlanger starker Mensch, auf die] klärung wurde die Behauptung von den Insulten und dem Ins- Genossen aufmerksam. Er sammelte eine Rotte frommer gesichtspucken aufgestellt. Die Fränkische Tagespost" ging der Sache Gesinnungsgenossen um sich, gemeinschaftlich drangen sie auf den fofort auf den Grund und stellte fest, daß alles erlogen war. Zwei ersten Genossen ein und umzingelten ihn. Czech schrie dem Genossen Daß die bürgerlichen Parteien anfangen, in der Stichwahlfrage Arbeiter, die Freunde sind, von denen aber der eine Anhänger der zu, er dürfe hier nicht verteilen; dann schrie er seinen Kumpanen zu: vernünftiger zu denken, ist ausschließlich eine Entdeckung der freien Gewerkschaften ist, während der andre der Hirsch- Dunckerschen Nehmt ihm die Blätter weg und schmeißt sie in die Radaune! Frankf. Zeitung". Sehende Politiker beobachten das Gegenteil. Richtung angehört, verließen am Wahltage mittags zusammen die Schmeißt den Hund selbst in die Radaune!( So heißt der Fluß, der allenthalben so neuerdings erst in Sorau- Forst und DessauSchuckertsche Fabrik, um gemeinsam den Heimweg anzutreten. Vor dort fließt.) Während nun die andren Rowdies nach dem Wehrlosen mit gehen die Freisinnigen Volksparteiler gleich in der Hauptwahl dem Thore wurden gerade Flugblätter verteilt, in dem die Wähler Fäusten stießen, packte Czech das Flugblattpaket und wollte es gewaltsam gehen die Freifinnigen Volksparteiler gleich in der Hauptwahl vor einem Wahlmanöver der Hirsch- Dunckerianer gewarnt wurden, fortreißen. Als der Genosse sich gegen diesen Straßenraub wehrte, mit den Kardorff- Leuten zusammen. Im übrigen haben wir mit den Kardorff- Leuten zusammen. Im übrigen haben wir die erst im letzten Augenblick vor der Wahl mit ihrer Liste hervor schlug ihn ein Mensch, namens Gensch, mit einem schweren Stock so bisher unsre Entschließungen über die Stichwahltaktik niemals von getreten waren und darauf die Namen einer Anzahl bekannter Ge- heftig über den Kopf, daß der Arme fast bewußtlos zusammenbrach. der Schäbigkeit und Borniertheit unfrer freisinnigen" Feinde abwerkschaftsführer gesezt hatten, um die Wähler irre zu führen. Dazu schrie einer: So ist's gut! Glücklicherweise erholte sich der hängig und die gegenseitige Stichwahlhilfe nicht zur Bedingung Der Gewerkschaftler hielt nun seinem Freunde ein solches Flugblatt Getroffene und konnte durch schleunigen Rückzug sein Leben retten. gemacht, sondern lediglich bestimmte sachliche Verpflichtungen vor die Nase und sagte:" Siehst Du, da hast Du Deinen Nun stürzt sich die fanatische Horde auf den zweiten Genossen, den sie verlangt, wie sie auch diesmal in München zwingend festgelegt Wahlschwindel." Der Angeredete war über diese Aeußerung ebenfalls schon unzingelt hatte. Czech schlug den kleinen nicht sonderlich worden sind. sehr erbost und erzählte sie nachmittags dem Vorarbeiter Drießlein, fräftigen Genossen so mächtig mit seiner schweren Faust gegen den der Vorsitzender des Gewerkvereins der Schlosser und Maschinen- rechten Unterkiefer, daß das Blut heraussprang. In dem Moment sprang Daß die Regierung den Antrag Kardorff ohne weiteres in Kraft bauer ist, wobei er aus Eignem noch hinzufügte, der Arbeiter habe ein Mann, der auch aus der Kirche fam, vor den so brutal Gemißhandelten. feßen könnte, glaubt außer der„ Frankfurter Zeitung" niemand. Der auch gesagt:" Euch gehört ins Gesicht gespuckt." Der Er wehrte die andrängenden Centrumshummen ab und rief ihnen Popanz ist nur erfunden, um die volksparteilichen Zolltreibereien Vorarbeiter erklärte, ohne sich erst weiter zu informieren:" Das zu:„ Eben kommt Ihr aus der Kirche und schlagt gleich einen zu beschönigen. Wenn die Franks. 3tg." es nicht selbst einsieht und tommt in die Zeitung." So kam die Behauptung in die Menschen tot?" Die Stumpane des Czech schämten sich auch nicht uns nicht glaubt, so mag sie bei den ihr näher stehenden NationalErklärung des Orts- Verbandsausschusses. Als die Geschichte öffent- der widerlichen Gemeinheit, unsrem Genossen direkt ins Gesicht liberalen, dem Herrn Bueck oder auch dem Grafen Posadowsky anlich besprochen wurde, bekam der angeblich Insultierte Angst, er zu spucken!!! Nach etwa zehn Minuten, als die Zeugen des fragen. ging zu Herrn Drießlein und erklärte, daß er weder angespuckt worden, rohen Ueberfalles bereits fort waren, trafen unsre Genoch daß irgend eine Andeutung vom Anspucken gefallen sei. Genau nossen Worin besteht nun die Gefahr? Daß die Regierung noch auf der andern Seite des Radaunedammes auf so schwindelhaft sind die andren Behauptungen über Belästigungen einen Schußmann. Dieser erklärte, er müsse ihre Namen notieren, mehr nach rechts gedrängt werden könnte, ist ausgeschlossen. Mit bei den Wahllokalen. Es war überall Submannschaft vertreten, da sie öffentlich keine Flugblätter verbreiten dürften!! Auf die Ent- den Hahn und Wangenheim lassen sich keine Handelsverträge schließen. die nicht einmal in einem einzigen Fall Anlaß fand, einzuschreiten. gegnung, daß die öffentliche Verbreitung zweifellos erlaubt sei, er- Die Gefahr besteht ausschließlich in dem Zollwucher mittlerer Linie, Nach den Beispielen, die wir bis jetzt von der Wahrhaftigkeit widerte der Polizist: er müsse sie dann aber notieren, weil sie einen in solchen Handelsverträgen, deren Kosten die Arbeiterschaft zu der Freisinnigen Zeitung" und ihrer Quellen gegeben haben, wird Volksauflauf verursacht hätten!! tragen hat. wohl jedermann die aus diesem Lager stammenden Behauptungen von vornherein stets mit den stärksten Zweifeln aufnehmen dürfen. Wir werden es uns aber trotzdem nicht verdrießen lassen, auch den zu erwartenden neuen Lügen der Freisinnigen" auf den Grund zu gehen. * " Zufolge Ihrer Anmeldung vom 15. Mai 1903 bescheinige ich Ihnen hierdurch, daß Sie für Sonntag, den 24. Mai cr., nachmittags 3 Uhr, eine öffentliche Volksversammlung angemeldet haben, welche im Lokale der Frau Witwe Keller hierselbst abgehalten werden soll. 11 Es scheint übrigens, als ob die Danziger Polizei jede öffent- In der Regierung fämpfen zwei widerstreitende Tendenzen. liche Flugblattverbreitung als Voltsauflauf zu bestrafen gewillt ist. Einmal ist es ihr erwünscht, die bisherige Handelsvertragspolitik Denn auch sämtliche andren Flugblattverbreiter sind aus diesem fortzusetzen. Gute Handelsverträge kann sie überhaupt nur abGrunde sistiert. Aehnlich wie in Alt- Schottland erhielt auch der schließen, wenn sie schutzzölnerisch abrüstet und sich auf die SocialGenosse, der in der Nähe der königlichen Kapelle die Flugblätter bemokratie stügt. Es ist fraglich, ob es ihr überhaupt gelingt, mit austeilte, schlagende" Beweise christlicher Nächstenliebe. Als er Was der Herr Amtsvorsteher nicht wünscht. In Greppin einige Zeit unbelästigt verteilt hatte, sammelte ebenfalls ein höheren Zöllen Handelsverträge zu stande zu bringen. Die Social( Delitzsch- Bitterfeld) wollten unsre Parteigenossen fürzlich eine fanatischer Christ" eine Horde Gesinnungsgenossen um sich, er- demokratie vertritt auch auf diesem Gebiete den Fortschritt der EntWählerversammlung für die in dortiger Gegend wohnenden polnischen flärte diesen, daß die Zettelverteiler alt der Nikolaikirche wickelung, und wenn die Regierung so könnte wie sie wollte und müßte, so Arbeiter veranstalten. Die Bescheinigung des Amtsvorstehers über bereits von der Polizei vertrieben seien, und dann drang auch würde ihr ein Abschluß von Handelsverträgen nach socialdie erfolgte Anmeldung sah so aus: diese Horde auf den einzelnen Genossen ein, der sich darauf demokratischen Grundsägen äußerst angenehm sein. Auf der andren bis zur nächsten Straßenecke zurückzog. Die fanatischen„ Christen" Seite aber bedeutete eine solche Handelspolitik einen vollständigen ließen jedoch nicht von ihm ab, stießen ihn mit den Fäusten, Bruch mit der konservativen Tradition und der herrschenden schimpften in der rohesten Art und spuckten ihm sogar ins Gesicht. Darauf holten einige von der Bande zwei Schußleute. Der erste verbot Junkerkaste. Und diese bittere Notwendigkeit, dem Junkertum dem Genossen wieder die Flugblattverbreitung und fragte ihn, Tribut zu zahlen, wird versüßt durch den fiskalischen Ich mache Sie jedoch darauf aufmerksam, daß ich das Reden wer ihm die Erlaubnis dazu erteilt habe. Auf die Antwort, 3wang, durch Erhöhung der Zölle neue Einnahmequellen in polnischer Sprache nicht für erforderlich halte, da die hier daß das Gesetz die öffentliche Verbreitung erlaube, verbot der zu schaffen. Aus diesem Grunde wird die Negierung, wohnhaften Polen mit wenigen Ausnahmen der deutschen Sprache Schuhmann, zu dem sich inzwischen noch ein Kollege gesellt hatte, wenn es sich von dem Auslande erreichen läßt, danach streben, mit mächtig sind und aus deren Kreisen von verschiedenen Seiten direkt die weitere Verbreitung. Als der Genosse dieses ungefeßliche der alten Kardorff- Mehrheit Handelsverträge abzuschließen. Und nicht gewünscht wird, daß hier öffentliche Versammlungen in Berbot nicht beachtete, packte ihn der Schutzmann am Arm und wenn ihr seitens der Linken die Bereitwilligkeit erklärt wird, polnischer Sprache abgehalten werden. forderte ihn auf, zur Wache zu kommen. Der Amts- Vorsteher. Ein Genosse, der in der Nähe der Brigittenkirche die Flug- Handelsverträge um jeden Preis zu bewilligen, so ist sie sicher, Lezius. blätter austeilte, mußte auch recht sonderbare Erfahrungen machen, von dieser Seite nicht gestört zu werden, auch wenn die Linke aus Trotz der ganz unverlangt geäußerten Wünsche des Herrn Amts- die leider beweisen, daß der§ 43 der Gewerbe- Ordnung selbst in den Wahlen so gestärkt hervorgehen sollte, daß die vorstehers hat die Versammlung stattgefunden. der westpreußischen Provinzialhauptstadt völlig unbekannt zu sein Mehrheitsbildung schwankend wird. Die volksparteiliche„ Taktik" scheint. Dem Genossen erklärte ebenfalls ein Schutzmann, er müsse bedeutet also nichts weiter wie die Aufforderung der sich entfernen. Um Ungelegenheiten aus dem Wege zu gehen, be- Linken an die Regierung, Kardorff- Spahn- Bassermannsche Handelsfolgte der Genosse den gänzlich unberechtigten Befehl und begab sich verträge zu schließen. Die Bolksparteiler find nichts weiter wie die an eine Quergaffe. Dort kam jedoch bald ein zweiter Schußmann Silfstruppen des Herrn v. Kardorff, Schrittmacher des Zollwuchers. hinzu und verhaftete ihn ohne weiteres und ohne Angabe irgend Es ist klar, daß die Socialdemokratie kein Interesse daran hat, die welcher Gründe! Kardorff- Mehrheit noch zu verstärken. * Sündenvergebung für Centrumswähler. Nach der Neuen Bayrischen Landeszeitung" sagte im Ochsenfurter Gau ein Pfarrer in seiner Predigt bei einer Prozession: „ Es ist ganz und gar unmöglich, daß einer in den Himmel fommt, wenn er nicht am Wahltage mit dem Wahlzettel des Centrumskandidaten in der einen, mit dem Rosenkranz in der andren Hand zum Wahllokale geht." Ob das die Germania" wohl für Gotteslästerung hält? " * Das Ende des schlichten Mannes. Die Posse des schlichten Mannes aus der Werkstatt, des polnischen Centrums- Bergarbeiters Politifche Uebersicht. Berlin, den 3. Juni. Hilfstruppen für Kardorff. mur Eine vernünftige Handelsvertrags- Politik wäre möglich, wenn die Linke entschieden solche Handelsverträge, die eine Verschlechterung der Lebenshaltung der Arbeiter bedeuteten, verweigerte, wenn sie statt der zolltreibenden Losung„ HandelsUm eine flare Stellungnahme zur Handelsvertragsfrage zu ver- verträge um jeden Preis" derartige Handelsverträge um keinen Krolik ist zu Ende. Erst hat das Centrum den armen schlichten meiden, spielt sich die demokratische Frankfurter Zeitung" in ihrer Preis acceptieren würde. Dann könnte die Regierung zur Vernunft Mann von Wahlkreis zu Wahlkreis gehegt. Ueberall fandidierte er bekannten spaßhaften Manier als wohlwollend gönnerhafte Beraterin gezwungen werden und sie würde, um überhaupt die wirtschaftbloß, um alsbald abgeschoben zu werden. Schließlich landete er in Beuthen- Tarnowiz. Aber auch dort bedrängte ihn die vornehme der schlecht beratenen Socialdemokratie und des leichtsinnigen liche Situation zu retten, sich zum Bruch mit der Rechten entschließen Centrumsgesellschaft. Die Partei erklärte fich offiziell und nach- Vorwärts" auf. Sie widerlegt durch diese uneigennützige Erteilung müssen. drücklich für seine Kandidatur. Krolik mußte schließlich alle mög- von Rat und Hilfe in diskreten Fällen die bisher herrschende Die Freisinnigen" ziehen es vor, die Regierung vor diesem lichen Verpflichtungen eingehen. Aber auch das half nichts. Der Auffassung ihre Einwirkung auf diese Wahlen beschränkten sich auf Konflikt zu bewahren und ihrem Kuhhandel mit den KardorffWiderstand blieb und wuchs. Und so hat der schlichte Mann seine die sportsmäßige Beurteilung und die Veröffentlichung Leuten nachzuhelfen. Das wird die Socialdemokratie um so mehr Kandidatur schließlich zurückgezogen und statt seiner wird sich das von" Tips" für Wahlwetten. Hatte sie doch neulich ausgerechnet, in ihrem Kampf für die Fortsetzung der bisherigen HandelsvertragsCentrum wohl für den Amtsgerichtsrat Antheß entscheiden. daß die Socialdemokratie in Preußen 14 von 22 Sigen behaupten Politik befeuern, sie wird streben, allein so start zu sein, und höchstens 10 Mandate gewinnen werde( also+2!!), während um der Regierung die Notwendigkeit klar zu machen, daß Handelsdie freisinnigen Parteien von 29 Sigen 22 behaupten und 30 neue verträge nach dem Herzen der Kardorff und Spahn unerreichbar gewinnen können(+23!!). sind. Die Freisinnigen aber haben wir rechtzeitig gewarnt, ihre Jezt aber entwickelt sie den neuen Ehrgeiz, im Wettlauf mit unglaublich trottelhafte oder- böswillig- verräterische Taktik zu den Kardorff- Leuten die Führerschaft im Kampf um höhere Zölle zu revidieren! übernehmen, gleich als ob die sechs waderen demokratischen Schwaben, die seiner Zeit für höhere Getreidezölle eingetreten sind, die Redaktion des Blattes übernommen hätten. Zentrumsroheiten gegen socialdemokratische Zettelverteiler. Unserm Königsberger Parteiblatt werden aus Danzig Mitteilungen über unerhörte Mißhandlungen socialdemokratischer Flugblattverteiler durch fanatisierte Centrumsanhänger gemacht. Man schreibt dem Blatte: um die Als Antwort auf die jesuitischen Lügenblätter gegen die Socialdemokratie, welche massenhaft in und vor den hiesigen katholischen Kirchen verteilt wurden, beschlossen unsre Genossen, Entgegnung in die gleichen Hände gelangen zu lassen, ein gegen das Centrum gerichtetes Flugblatt am Sonntag nach Schluß des Gottesdienstes, in der Nähe der katholischen Kirchen, zu verteilen. In der zehn Minuten von Danzig entfernten Vorstadt Alt- Schottland hatten drei Genossen sich in angemessener Entfernung vor der Kirchtüre postiert. Bald nach Beginn der Verteilung wurde der aus der Kirche tommende Maurer Czech, der Vorsitzende des christlichen freis 1877: 1173, 1878: 2141 Stimmen; im zweiten 1877: 3988, 1878: 7538; im dritten 1877: 3991, 1878: 7060; im vierten 1877: 10 769, 1878: 20 225; im fünften 1877: 2032, 1878: 13637; im sechsten 1877: 9569, 1878: 15 660. Insgesamt in Berlin 1877: 31 522, 1878: 56 336 Stimmen! Und 11 Jahre zuvor waren in ganz Berlin 67, sage und schreibe siebenundsechzig Stimmen für die Socialdemokratie abgegeben worden. Die erste Hälfte des August war durch Stichwahlkämpfe ausgefüllt. Und nun traf für die arme Berliner National- Zeitung" eine„ Hiobspost" nach der andern ein. Es zeigte sich, daß die Socialdemokratie nur verhältnismäßig kleine Einbußen erlitt und als moralischer Sieger aus dem Kampfe hervorging, während die Nationalliberalen die Zeche bezahlen mußten. Von 16 Wahlkreisen, in denen die Kandidaten unsrer Partei in der Stichwahl standen, wurden 7 erobert. Keine Partei hatte verhältnismäßig gleiche Stichwahlerfolge aufzuweisen. Die Socialdemokratie hatte von ihrem seit den 77er Wahlen innegehabten Bestande nur 4 Wahlkreise( Berlin IV, GlauchauMeerane, Stolberg- Schneeberg, Dresden) behauptet. Neu gewonnen wurden 2 Kreise: Breslau- Ost und Zschopau, wiedergewonnen wurden 3 im Jahre 1877 verloren gegangene Kreise( Barmen- Elberfeld, Freiberg, Mittweida). Einige offizielle Wahlkreise gingen nur mit ganz geringen Minoritäten( 50-400 Stimmen) verloren, so Altona, Reichenbach- Auerbach, Dresden- Neustadt. So zog also die Partei mit neun statt bisher zwölf Abgeordneten in den neuen Reichstag. Es waren vertreten Berlin IV durch Frische, Stolberg- Schneeberg durch Liebknecht, DresdenAltstadt durch Bebel, Glauchau- Meerane durch Bracke, Mittweida durch Vahlteich, Freiberg- Dederan durch Kayser, Bichopau durch Wiemer, Breslau Dst durch Reinders, Barmen- Elberfeld durch Hasselmann. 3 In den 29 offiziellen Wahlkreisen stieg unsre Stimmenzahl von 220 000 auf 240 000, in den andren freilich zeigte sich ein gewisser Rüdgang, so daß unsre Stimmenzahl jetzt nicht mehr 493,3, sondern nur mehr 437,1 Tausende betrug. Die nationalliberale Partei aber verlor 140 000 Stimmen und neunundzwanzig Mandate, die Fortschrittspartei 32 000 Stimmen und neun Mandate. Deutschland war reif für die gesetzliche Socialistenhag und den Bismarckschen Zollwucher! Ueber das verkommende Bürgertum und die vermorschende Kraft der Junkerwirtschaft aber erhob sich das Proletariat als der eigentliche Sieger. In dieser Absicht sprudelt das Blatt wie folgt geistige und diplomatische Ueberlegenheit: Deutfches Reich. Singer und Vollmar. Die grenzenlose Berfahrenheit aller bürgerlichen Parteien gegens „ Die Socialdemokratie ist ärgerlich, weil die übrige Linke über der Zollfrage ist nachgerade so groß geworden, daß die Armen, ihrem Beispiel nicht folgt. Sie hat geglaubt, an den von Bebel neidisch auf die principielle Festigkeit der Socialdemokratie, wenigstens so voreilig angekündigten 700 namentlichen Abstimmungen müsse in der Vorspiegelung einen Trost suchen, auch in unsrer Partei der Zolltarif zerschellen und ebenso tröstet sie sich jetzt damit, daß sei man uneinig und unschlüssig. der Antrag Kardorff eine ungefährliche Karikatur" sei, die„ niemals würde." Singer soll in Dagegen soll Genosse Vollmar am letzten Sonnabend in Darmgesagt haben: in Kraft tritt". Diese leichte Auffassung der Dinge ist uns nicht zu Das Neueste ist, daß man Vollmar gegen Singer ausspielt und eigen, wir wissen nur zu gut, daß der Antrag Sardorff zweierlei socialdemokratische Taktik entdeckt. einstweilen geltendes Recht von sehr bedenklicher Rottbus gesagt haben: und gefährlicher Natur ist. Deshalb ist unser Streben" Ich bin ermächtigt, heute im Namen der gesamten darauf gerichtet, die Kräfte zu stärken, von denen eine Aenderung Fraktion zu erklären, daß wir keinem Handelsvertrag zus unsrer Wirtschaftspolitik ausgehen könnte, aus deren konzentrischer stimmen werden, der eine Erhöhung der Lebensmittelzölle oder Anstrengung wir die Ueberwindung des Agrariertums und der Herabsetzung der Arbeitsfähigkeit des Volkes im Gefolge haben rüchschrittlichen Richtung erwarten können. Wenn nun die Parteien ihr spezielles Interesse allem andren voranstellen, wie es die Socialdemokratie thut, dann rückt die Erreichung dieses Zieles in weite Ferne. Ein etwaiger Erfolg der Socialdemokratie bei den Wahlen ändert daran nichts, er kann unter Umständen sogar die Gefahr verstärken. Denn wenn es der Socialdemokratie gelingt, die bürgerliche Linke zu schwächen, so unterminiert sie das kräftigste Bollwert, das bisher noch zwischen ihr und der Reaktion vorhanden ist; haben die Parteien der Rechten nicht mehr zuerst den Widerstand der bürgerlichen Opposition zu überwinden, dann können wir im Reich dieselbe Entwicklung durchmachen wie in Sachsen, wo die Ausschaltung der Volkspartei durch die Socialdemokratie von den Kartellisten mit der Wahlentrechtung beant wortet wurde." Nach dieser bereits des öfteren gewürdigten, von Bassermann entlehnten Drohung heißt es weiter: " " stadt " Ich habe schon in München öffentlich erklärt, die Worte Singers können unmöglich so gelautet haben. Unser ganzes Bestreben wird und muß auch naturgemäß dahin gerichtet sein, gute Handelsverträge zu stande zu bringen, jede Verschlechterung der bisherigen zu bekämpfen und zu sorgen, daß von den im Zolltarif enthaltenen Verschlechterungen möglichst wenig in die fünftigen Handelsverträge übergehe. Die endgültige Stellungnahme müsse dementsprechend vorenthalten bleiben." Ueber die Aeußerung Vollmars liegt uns bisher kein beglaubigter Bericht vor. Genosse Singer aber schreibt uns von einer Agitationstour: Die liberal- bürgerliche Presse vertreibt eine Notiz, in der behauptet wird, ich hätte in einer Versammlung in Kottbus namens der socialdemokratischen Fraktion erklärt, die Fraktion werde keinen Handelsverträgen zustimmen, die auf Grund des neuen ZolltarifGesetzes vereinbart seien. Diese Mitteilung ist insofern irrig, als ich bei dieser Aeuße rung nicht nur von Handelsverträgen, die auf Grund des neuen Zolltarif- Gesetzes abgeschlossen werden sollen, gesprochen- sondern ausgeführt habe: Wenn aber jetzt der Vorwärts" als Centralorgan der Partei die Losung vertritt, auch in der Stichwahl den freisinnigen Kane didaten die Wahlhilfe zu versagen, so schneidet sich die Socialdemokratie in das eigne Fleisch. Sie hat bisher die freisinnigen Kandidaten nicht um ihrer schönen Augen willen gewählt, sondern aus nüchternen politischen Erwägungen, weil ihr diese die beste Gewähr für kritische Zeiten, die alle Augenblicke kommen fönnen, bieten. Ihr jetziges Verhalten wäre alsdann so, daß sie durch eigne Kandidaturen die Freisinnigen aus der Stichwahl zu drängen sucht, daß sie aber, wenn der Freifinnige doch in die Stichwahl ges langt, ihn erbarmungslos hängen läßt. Natürlich würde man auf der andren Seite, wo die Wähler eben anfangen, in der StichwahlFrage vernünftiger zu denken, sich revanchieren und die Reaktionäre hätten gute Zeit: bald verhilft ihnen der Socialdemokrat, bald der Freisimmige zum Siege. Ein solches Verhalten ist der helle Wahnsinn, es wäre ein frivoles Spiel mit der politischen Verantwortung, eine Taktik für politische Kinder und Narren. Dem " Vorwärts" ist ja schon öfter die Feder ausgerutscht, aber noch nie so bedenklich wie bei dieser Drohung. Es wird aber gut sein,' gesagt haben. Ueber die Frage herrscht überhaupt gar kein Streit daß nach meinem Dafürhalten die Fraktion keinem Handelsvertrage zustimmen könne, durch den Lebenshaltung sowie Arbeitsgelegenheit für die Arbeiterklasse verschlechtert und verringert wird. Paul Singer. Und dabei bleibe ich. Diese Erklärung Singers stimmt überein mit der Auffassung der ganzen Fraktion und auch Genosse Vollmar kann nichts andres und gar keine Dunkelheit. Unfre Stellungnahme ist gekennzeichnet 1 durch den einstimmig von der Fraktion angenommenen Passus des socialdemokratischen Wahlaufrufs: Ausland. Frankreich. 0 sich mit der Forenede Dampskibs Selskap ind ihren 126 000 Tonnen an. In Rußland hat die Russische Schiffahrts- und HandelsGesellschaft den Umfang von 190 000 Tonnen erreicht, ferner die " Dieser neue Zolltarif ist in unfren Augen ein Produkt der Zum Ueberfall bei Figig. Einige französische Blätter melden Freiwillige Flotte den von 130 000, und in Destreich erreicht der Ungesetzlichkeit und der Barbarei. Ungefeßlich durch die Formen, den Chef der marokkanischen Mission zu empfangen, der nach Sarda Japan die Flotte der Nippon Yusen Kaisha mit 225 000 Tonnen aus Dran, daß der Generalgouverneur Jonnart sich geweigert habe, Destreichische Lloyd eine Tonnage von 197 000. In Asien stellt unter denen er zu stande kam, barbarisch durch die Zollsätze, die gekommen sei, um ihm das Bedauern über den Ueberfall bei Figig zu der Liste. Die Holland- Amerika- Linie, die letzthin ebenfalls unter er insbesondere für die notwendigsten Lebensmittel enthält, die auszusprechen. Es heißt, die Militärbehörde werde dem maroffani ben großen transatlantischen Gesellschaften viel genannt wurde, hat eine Plünderung und Ausraubung der großen Mehrheit der Nation schen Vertreter die Fortsetzung seiner Reise nach den Militärposten nur 82 000 Tonnen. zum Vorteil einer begünstigten Minderheit bedeuten. im äußersten Süden Algeriens nicht gestatten. Auf die Wachtposten Transvaalbahn Obligationen. Auf Grund dieses neuen Tarifs günstige Handelsverträge für des Forts von Beni Unif wurden in der vergangenen Nacht zahlWie die„ London Gazette" Deutschlands Industrie und für die auf den Kauf von Agrar- reiche Gewehrschüsse abgefeuert, die von der Besayung erwidert wurden. meldet, wird die englische Regierung am 1. September die Debenproduktion angewiesene ungeheuere Volksmehrheit zu erhoffen, ist gesommen ist, den Angriff auf den Generalgouverneur in ihrem ab zu folgenden Säben erwerben: Die fünfprozentigen Debentures Die Meldung deutet darauf hin, daß die französische Regierung tures der Transvaalbahn mit angefügten Coupons vom 1. Juni 1900 ausgeschlossen. Als entschiedene Anhänger einer Handelsvertragspolitik, die den nächst der Grenze gelegenen marokkanischen Gebiete zu erheben. Die Obligationsinhaber, welche dies Anerbieten nicht annehmen und Interesse auszunuzen und als Sühne vielleicht Ansprüche auf die zu 115 Pfund Sterling, die vierprozentigen zu 112 Pfund Sterling. Austausch von Waren und Kulturmitteln mit allen Völkern der Erde Bestätigt wird diese Auffassung durch die Haltung gewisser Pariser ihre Bonds nicht am 1. September oder einem späteren Termin, nach Möglichkeit erleichtert, müssen wir aber Handelsverträge, Blätter, die nach einem Heroldschen Telegramm bereits zu melden der in besonderen Fällen gewährt werden kann, einreichen, werden welche auf Grund des neuen Zolltarifs abgeschlossen, unfre Handels- wissen, daß die englische Regierung die franzöfifche in Kenntnis weiterhin weder von der englischen noch von der Transvaalbeziehungen mit dem Ausland und die Lebenshaltung der großen gesetzt habe, sie hätte nichts dagegen einzuwenden, daß Frankreich Regierung Berücksichtigung finden. Masse der Bevölkerung verschlechtern, aufs entschiedenste bekämpfen." daß Gebiet von Figig im Hinterlande Algeriens annettiere. Deutsch- Destreichische Eisenindustrie. Wie das„ Berl. Tagebl." Diese unzweideutige Stellungnahme unterscheidet uns scharf von Wirren dazu benutzen, um den Sultan von Marokko zu bewegen, östreichischen Eisenindustrie Verhandlungen begonnen wegen EinAndrerseits verlautet, die französische Regierung werde die meldet, haben heute zwischen Vertretern der oberschlesischen und der dem gemeingefährlichen volksparteilichen Zolltreiben, die" Handels- das Protektorat Frankreichs über Marokko zu acceptieren. berträge um jeden Preis" zu acceptieren. Nirgends in der Partei beschränkung der beiderseitigen Konkurrenz. Es handelt sich darum, steht ein Anlaß, diese Haltung aufzugeben. Paris, 3. Juni. Die Kolonialgruppe des Senats besprach heute einen Modus gegenseitiger Verständigung zu finden, der verhindert, mit dem Ministerpräsidenten Combes die Ereignisse in Südoran. daß die östreichische Eisenindustrie nach Deutschland und die oberLuzzatti über Handelsverträge. Die„ National- Beitung" ver- griffen. Drei Kolonnen seien gebildet worden, um von drei ver- handlungen betreffen das Geschäft in Stabeisen und Blechen. Combes erklärte, die Regierung habe alle nötigen Maßnahmen er- schlesische Eiſenindustrie nach Oestreich Konkurrenz macht. Die Veröffentlicht eine Unterredung mit dem früheren italienischen Schatz- schiedenen Seiten vorzugehen und eine energische Unterdrückung zu sekretär Luzzatti. Der Staatsmann und Gelehrte äußerte sich sehr sichern. Im Bedarfsfalle würde man die Streitkräfte in Südoran noch melancholisch über die handelspolitische Situation: Wer hätte geglaubt, daß der auf dem Freihandel beruhende Austausch der Güter, der überall in den internationalen Beziehungen feste Wurzeln gefaßt zu haben schien, so heftig angegriffen werden würde, daß wir, die überlebenden Interhändler der Handelsvertäge, uns fragen müssen, ob unsre Kunst nunmehr nicht völlig überflüssig gemacht worden ist." An einer andern Stelle meinte Luzzatti: fichtige, in keiner Form neue Gebietsteile zu ge= verstärken und neue Militärposten errichten. Die Regierung beabwinnen(?), aber sie sei gewillt, den status quo und die Sicherheit der französischen Besitzungen in Algerien zu erhalten. Belgien. Klaffengegensätze in der Klerikalen Partei. Brüssel, den den flerifalen Tempel. Die flerifale Presse wendet sich gegen einen 31. Mai.( Eig. Ber.) Seit einigen Tagen braust ein Sturm durch Teil ihrer Anhänger mit größter Schärfe und mit Ausdrücken, die nichts weniger denn christlich sind. Der Kampf gilt der Fédération démocratique, der Organisation der christlichen Arbeiter des Brüsseler Arrondissements. Sociale Rechtspflege. werbegericht in starlsruhe hatte sich nach dem Gewerbegericht", Das gemeinsame Bett für Wirtschafts Dienstboten. Das Ges der Monatsschrift des Verbandes deutscher Gewerbegerichte, mit der interessanten Frage zu beschäftigen: Kann ein Wirtschaftsdienstbote den Dienst verlassen, wenn ihm zugemutet wird, mit einem andern Dienstboten ein gemeinfames Bett zu benutzen? Sicher ist, daß die Regierungen in diesen jüngsten Zeiten sich von gewissen Interessenfategorien hinreißen ließen und nicht von einen Bierteljahreslohn von 40 m. nebst freier Verpflegung; am Beklagte war beim Kläger in dessen Wirtschaft in Dienst gegen Anfang an, als es leichter war, Widerstand geleistet haben. 37. v. M. früh morgens verließ die Bell. ihren Dienst ohne vorHalten die Regierungen aber die letzten konstitutionellen Machtherige indigung. l. verlangt deshalb eine Entschädigung von 30 M. befugnisse, die sie noch nicht weggeworfen haben, unversehrt in Händen, indem sie die alten Verträge so lange nicht fündigen, als die neuen nicht in Kraft gesetzt sind( nicht bloß vereinbart, klerikalen Bresse ließen schon in letzter Zeit erkennen, daß die diensteten in einem Bett zu schlafen. Sie hätten beide in einer Kammer Beklagte erwidert, der Kläger habe ihr kein eignes Bett Allerlei Vorfälle in der Kammer wie einzelne Auslassungen der zur Verfügung gestellt, sondern ihr zugemutet, mit einer andern Besondern in Kraft gesetzt, betonte Luzzatti nochmals), so habe ich bisherige Einigkeit in der schwarzen Partei einen Stoß erlitten schlafen müssen, welche nicht mit einem eigentlichen Fenster, sondern die Hoffnung nicht verloren, daß die Morgenröte des neuen Jahr habe. Bei verschiedenen Gelegenheiten, z. B. bei der Beratung des mit einer allerdings mit Glas versehenen Klappe verschlossen gewesen hunderts nicht das traurige Schauspiel der Zollrepresalien zwischen Unfallversicherungs- Gesetzes in den Maisons ouvrières( Vereins- fei, so daß Wasser in die Kammer eingedrungen sei; außerdem den Völkern beleuchten wird." häuser der katholischen Arbeiter) plagten die Gegenfäße scharf aufhätten sie auch keinerlei Waschgerätschaften zur Verfügung gestellt einander. Nach außen hin kam dies allerdings nur selten zum Aus- erhalten. Die Bellagte habe mehrfach von der Ehefrau des Klägers druck. Die„ Hirten" wachten zu scharf, damit kein Mißlaut aus verlangt, daß sie ein besonderes Bett erhalte; denn es könne ihr den Vereinshäusern in die Deffentlichkeit dringe. Erst die vorgestrige nicht zugemutet werden, sich eventuell der Gefahr der Uebertragung Versammlung der„ Association Conservatrice" in Brüssel zeigte die einer Infektion auszufezent. Größe der Unzufriedenheit und der Gegensäge. Die Erfüllung der Hoffnung Luzzattis liegt in der Verstärkung der deutschen Socialdemokratie! Militärische Wahlrechtsberaubung. Aus Freienwalde a. D. wird uns berichtet, daß am 2. Juni die Reservisten zu einer 14 tägigen Uebung einberufen worden sind. Hier liegt also der Fall vor, daß die Wahlrechtsberaubung bereits vollzogen ist. Auch am 19. Juni werden in Freienwalde abermals Reservisten eingezogen. Gerichts- Zeitung. „ Ehe ich jedoch schließe," fügte Luzzatti hinzu, will ich noch einem Wunsche Ausdruck geben: Wie ich den Völkern wünsche, fie mögen vor der Herrschaft der Theologen bewahrt bleiben, so wünsche ich ihnen auch, daß sie vor der Weisheit der Bolltechniker bewahrt bleiben, die die Theologen der Boltswirtschaft sind und den Mut haben, einen Tarif durch tausend Bestimmungen Die Klage ist abgewiesen. Die gemeinsame Bes zu verwickeln, während er früher nur die Hälfte enthielt, was fie fällt die wichtigen Entscheidungen, berät das Progranin, stellt die mit sich, welche hauptsächlich in der Uebertragung ansteckender KrankJene Association ist der hohe Nat der Klerikalen Partei. Sie muzung eines Bettes bringt ganz zweifellos gesundheitliche Gefahren Bervollkommnung" heißen." Kandidaten für die Wahlen auf, schließt Alliancen usw. In ihr heiten jeder Art bestehen. Man könnte nun allerdings einwenden, Db Jtalien und Deutschland sich über den neuten hat man früher den Vertretern der katholischen Arbeiter gnädigst daß die Beklagte nicht behauptet hat, daß die Person, mit welcher Handelsvertrag verständigen werden? Ja, sie werden sich Siz und Stimme eingeräumt, ist ihrer aber jetzt überdrüssig und sie gemeinschaftlich ein Bett benutzen mußte, mit einer ansteckenden verständigen, weil die beiden Völker und die beiden sucht sie abzuthun. Der Hinauswurf sollte sich in der milden Form Strankheit behaftet war; allein einerseits sind ansteckende KrankRegierungen das gute Einbernehmen wünschen, um vor den Zoll- der Statutenänderung vollziehen. Es sollte fünftig derjenige, der heiten nicht immer sofort und ohne weiteres und auch nicht von theologen bewahrt zu bleiben. Die große Gefahr liegt immer in einer andern Organisation angehört, in der Assoziation feinen Zu jedermann zu erkennen, andrerseits findet in Wirtschaften bors den Theologien, wenn sie nicht vom politischen Sinne für Billig- tritt mehr haben. Diese scheinbar unwichtige Aenderung bedeutet liegender Art notorisch ein häufiger Personenwechsel statt, so daß feit beherrscht werden." für die Fédération démocratique bezw. für die katholischen Arbeiter Beklagte nicht wissen kann, wann ein Wechsel in der Person ihrer die Aufhebung ihres Einflusses, und läuft für ihre Vertrauensmänner Bettgenoffin eintreten kann. Hiernach war für die Beklagte der auf den Verlust ihrer Abgeordnetenmandate hinaus. Wir lassen es Fall einer eriveislichen Gefahr für ihre Gesundheit gegeben, welche dahingestellt, ob das Verschwinden einiger ſtreberischer Advokaten, fie um so mehr zum Verlassen der Arbeit berechtigen mußte, als Verlust bedeutet; immerhin waren die christlichen Arbeiter auf sie vergeblich von der Ehefrau des Kl. die Ueberlassung eines eignen dle hier und da einmal arbeiterfreundlich lispeln, einen jie vergeblich von der Ehefrau des Kl. die Unterlassung eines eignen diese ihre Deputierten stolz. Das drohende Verbot des Zu Bettes verlangt hat. trittes zur Assoziation veranlaßte fie daher, kampfesmutig in die Assoziations- Versammlung zu ziehen, um für die Weitergewährung der Gnade zu streiten. Dort kam es alsbald zu Tumulten. Der flerifale Patriot" schreibt darüber: Die Versammlung der Asso= gestern schmachvolle Zur Kennzeichnung der Allmacht des Militarismus wird uns ciation Conservatrice hat Niemals 3 wischenfälle gesehen. dieses Verfahren der Militärbehörden in der Wahlagitation vor- olche Gewohnheiten in dieser respektablen Afsoziation breit. Inserat die Erfolge der von ihm angewandten Heilmethode gerühmt vorher machten sich zügliche Dienste leisten. Man hatte das alles in dem Klub, genannt Fédération und einen Heilerfolg seines Bruders in einer Weise erwähnt, als Das Enthüllungsspiel zwischen Lorenz und der„ Post" geht seinen démocratique, angezettelt und von diesem ist diese Regierungs Polizeiverordnung übertreten haben, welche beſtimmt: sei er selber der erfolgreiche Heilkünstler. Dadurch sollte er eine Gang. Lorenz brudt in der„ Antisocialdemokratischen Korrespondenz" Best gekommen. Brüllen, Beschimpfung der Gegen- Deffentliche Anzeigen von nicht approbierten Aerzten, welche die ab, was er in der Post" schreibt, und die" Post" druckt ab, was redner, Einschüchterung der Widerstrebenden Lorenz unter seinem Namen in der Antisocialdemokratischen Korre- durch Gewalt und Gemeinheit: das alles ist passiert." spondenz" schreibt. So haben beide Blätter jetzt jeden Tag zwei Bum vollständigen Austrag des Konflittes ist es nicht gekommen. 1. wurde schöne große Artikel, die sie als Ersatz für die bisher mangelnde Die Fortsetzung wird nächstens stattfinden. allgemeine Wahlparole zu betrachten scheinen. in zweiter Instanz zu einer Geldstrafe verurteilt. Hiergegen legte es ihnen nur Schmerz, daß die übrige bürgerliche Presse nicht er Revision ein. Sein Anwalt bestritt vor allem die Gültigkeit der dumm genug ist, auf diesen faulen Köder anzubeißen in der be- türkischen Behörden noch immer fortgesetzt. Nach Angabe der Pforte um die Materie des unlauteren Wettbewerbs, und diese sei er= Die Verhaftungen verdächtiger Bulgaren werden seitens der Polizeiverordnung, indem er geltend machte, es handle fich dabei rechtigten Annahme, daß wir wahrlich schon ausreichende Agitations wurden in Saloniki bisher ungefähr 400 verhaftete Bulgaren ent- schöpfend im Gesetz über den unlauteren Wettbewerb geregelt mittel in Händen haben. So ein allgemeiner Geheimbundsprozeß, lassen; 26, deren Schuld erwiesen, befinden sich noch in Haft. worden. Auf dem fraglichen Rechtsgebiet könne nicht durch Polizeifür den die edlen" Post" helden scharf zu machen suchen, fehlte uns bloß noch. Mit einer unglaublich komisch wirkenden Entrüstung fällt gemeldet: Infolge neuer Anzeichen, daß die Lage im Vilajet Rout, 3. Juni. Der„ Agenzia Stefani" wird aus Konstantinopel verordnungsrecht eingegriffen werden. Der Straffenat des Kammergerichts verwarf jedoch die ReLorenz die Frankfurter Zeitung" an, daß sie eigentlich schuld sei Monastir wenig beruhigend ist, haben die Botschafter Groß- vision mit folgender Begründung: Die angezogene Polizeiverordnung an dem Unheil der socialdemokratischen Geheimorganisation. Sie britanniens und Italiens in den letzten Tagen ernstlich bei der sei durchaus rechtsgültig. Sie werde vom Reichsgesetz über den unsoll sogar schuld sein, daß Lorenz uns bestrafen lassen wird; weil sie Pforte darauf gedrungen, daß sie energische Vorkehrungen für die ihm nicht glaubt. Und die„ Post" schreibt: " Dabei bereitet Wir unsrerseits stehen gar nicht an, zu behaupten, daß uns eine strafrechtliche Erledigung des Falles nicht nur unerläßlich scheint, um der Wahrheit endlich zum Siege zu verhelfen, die ja bor Gericht durch eidliche Vernehmung zweifelloser auch er" Türkei. Sicherheit im Vilajet Monastir treffe. Der Minister des Aeußern Tevfik Bascha hat versprochen, daß den Behörden im Vilajet Wonastir neue und bestimmtere Instruktionen zugehen werden. werden kann als durch Breßerörterungen, sondern festgestellt Hus Induftrie und Handel. H wünscht, um den fortgesetzten Lügen, welche der Vor- Die größten Schiffahrts- Gesellschaften der Welt. In der Reihen wärts" über die Quelle unsrer Informationen zu verbreiten sucht, folge der größten Schiffahrts- Gesellschaften der Welt ist mit dem gründlich ein Ende zu machen. Das ist einmal dringend nötig. 1. Januar 5. J. insofern eine Aenderung eingetreten, als in Amerita Das Gesek über den unlauteren Wettbewerb und das Polizei. verordnungsrecht. Ein Heilkundiger Uhlich in Posen hatte in einem Heilkunde gewerbsmäßig ausüben, sind verboten, sofern sie über Borbildung beziehungsweise Erfolge dieser Personen zu täuschen geeignet sind oder prahlerische Versprechungen enthalten. " lauteren Wettbewerb nicht berührt, denn sie betreffe eine andre Materie als die des unlauteren Wettbewerbs. Das genannte Gesetz wolle andre Gewerbetreibende gleicher Art gegen unLautere Anzeigen, Bekanntmachungen usw. schützen, während die Bolizeiverordnung, wenn sie sich gegen die marktschreierischen Annoncen der Heilkundigen wende, lediglich den Schuh des Publikums bezwecke. Zum Erlaß einer solchen Verordnung habe die Polizei ein Recht auf Grund des PolizeiverwaltungsGesetzes. Der„ Borwärts" mag so unglaubliches Zeug zuſammenphantafierent, bie International Mercantile Marine Company( ber Morgantrust) Letzte Nachrichten und Depefchen. Internationale Zuckerkommission. Brüssel, 3. Juni.( W. T. B.) Die permanente internationale wie er till, er findet immer bei der Mauserungspresse Glauben ihren Betrieb aufgenommen und die American und Red Star Line, oder mindestens sehr wohlwollende Beurteilung, während sich jeder Atlantic Transport Line, Leyland Line, White Star Line und der gröblichsten Schmähungen von dieser Sorte bürgerlicher Dominion Line fich eingegliedert hat. Die Tonnage des Trusts Blätter" zu versehen hat, der es wagt, ein Wort gegen wird amerikanischerseits amtlich auf 1035 000 Registertons an- Buderkommission beschloß in ihrer heutigen Sizung, zunächst die Ges die Socialdemokratie zu sagen. Bielleicht brächte eine volle Klärung gegeben. Mit ihm tönnen nur die beiden großen, eng setzgebung derjenigen Staaten in Beratung zu ziehen, welche der der Geheimorganisations- Angelegenheit auch in dieser Beziehung verbündeten deutschen Reedereien sich an Umfang messen. Von Zuckertonvention nicht beigetreten sind. endlich einmal einen grundsählichen Wandel zum Vernünftigen zurück." ihnen Die Kommission unterzog berzeichnet im letzten Jahresbericht die Hamburg- dann die Gesetzgebung Japans und Rumäniens einer Prüfung, doch Wir unsrerseits stehen gar nicht an, zu sagen, daß wir der Amerika- Linie 651 000 Registertons und der Norddeutsche Lloyd wurde die Beschlußfassung einstweilen ausgesetzt, weil gewisse Schrifts " Post" sehr gern glauben, daß ihr der ganze Lärm mur als Wahl- 583 000 Tons. Ihnen folgen der Größe nach die British India ftücke noch nicht eingegangen sind. Der Rest der Sizung wurde der parole dienen soll und daß wir deshalb ihren Aerger über die Steam Nav. Co. mit 449 000, die Firma Elder, Dempster& Co. borbereitenden Untersuchung von zwei Fragen gewidmet, welche auf größere Intelligenz andrer Blätter sehr begreiflich finden. Nicht auf mit 397 000, die Peninsular and Oriental Co. mit 320 000 Tons. Der morgigen Tagesordnung stehen, nämlich die Liquidation der Vorunfre Erklärungen hat es die ,, Bost" abgesehen, sondern darauf, dai; Die nächste größte Gesellschaft ist in England jetzt, nach ihrer räte und die Maßregeln, welche zu ergreifen sind, um zu verhindern, die gesamte bürgerliche Presse über den mageren Knochen herfallen neuesten Zunahme, die Union Castle Line mit 314 000 Tons, so daß Prämienzucker bei der Durchfuhr durch Staaten, welche Untersollte. Wenn ihr die strafrechtliche Erledigung des Falles" so un- dann die Firma Ellermann, die ursprünglich mit abgetrennten Teilen zeichner der Zuckerkonvention sind, der Zahlung der Kompenſationserläßlich erscheint, wozu verschwendet sie denn dann so umit viel der Leyland Line begründet wurde, mil 217 440 Tons. Außerdem abgaben entgehen. Die Kommission beschloß, die Beratungen geheim Papier zu dem angeblichen Zwecke, uns zu Erklärungen zu nötigen? giebt es in England 13 Needereien mit einer Tonnage zwischen zu halten. Man nimmt hier an, daß die Verhandlungen der KomDiese Aufforderungen stehen in recht merkwürdigem Gegensatz zu 200 000 und 100 000. der gerade jetzt wieder hervorgeholten Beschuldigung, daß wir den mission einen Monat dauern werden. In Deutschland find außer den beiden oben genannten Meineid verteidigten. Einmal beschuldigt man uns mit dem Aufwand Reedereien mit über 100 000 Tonnen noch zu nennen die Bremer GeVulkan- Ausbruch. der tilhnsten Fälschungskünfte der Verteidigung des Meineides und sellschaft Hansa mit 151 000 Tonnen, die Hamburg- Südamerikanische London, 3. Juni.( B. H.) Der Kapitän eines in Grimsby im nächsten Augenblick fordert man uns ein Ehrenwort ab. Ein Dampfschiffahrts- Gesellschaft mit 138 000 Tonnen, die Hamburger aus Jsland eingetroffenen Dampfers berichtet, daß er Augenzeuge lächerliches Treiben. Kosmoslinie mit 107 000 mb die Deutsch- Australische Dampfschiffs- eines Ausbruches des Vulfans Hella gelvesen sei. Drei Stunden Zu den neuen ganz einzelnen Einzelheiten, die heut über die Gesellschaft mit 102 000 Tonnen. " Interne" aus Dresden erzählt werden, ohne daß man erfährt, was lang sei sein Schiff von Schwefeldämpfen umgeben gewesen und sei Im gleichen Range ihrer Tonnage nach kommen außer den vollständig mit Asche bedeckt worden. Das Meer habe auf 30 Meilen fie eigentlich thut, beruft man sich auf Fride. Wir möchten dazu genannten englischen, deutschen und amerikanischen Gesellschaften Entfernung eine graue Farbe angenommen. wiederholt darauf aufmerksam machen, daß Fride gerichtlich über- nur noch vereinzelte Betriebe andrer Staaten in Betracht. führt ist, daß er sich als Gerichtsreporter hat bestechen Frankreich stellt zu den großen Reedereien die Compagnie des Lassen und daß er falsche Anschuldigungen erhoben Messageries Maritimes mit 241 000 Tonnen, die Compagnie Générale New York, 3. Juni.( B. S.) Nach Berichten aus St. Louis hat. Deswegen follte er aus der focialdemokratischen Partei aus- Transatlantique mit 163 000 Tonnen und die Chargeurs läuft die Stadt Gefahr, durch den Missisippi überschwemmt zu geschlossen werden, ist aber diesem Ausschluß durch eiligen Austritt Réunis mit 115 000 Tonnen. In Italien erreicht die Navigazione werden. Die Bewohner der niedrig gelegenen Stadtviertel treffen zuvorgekommen. Generale einen Umfang von 189 000 Tonnen. Dänemark schließt bereits Sicherheitsvorkehrungen. Neberschwemmung durch den Missisippi. Berantwortl. Nedakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Sieran 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 127. 20. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zollfreie ,, Leckerbissen". " Donnerstag, 4. Juni 1903. 2. die Socialdemokraten hätten sich gegen eine stärkere Heranziehung solcher Leckerbissen auf das entschiedenste ausgesprochen, 3. sie seien deshalb von der Mehrheit verhöhnt usw., 4. Stadthagen, 5. Moltenbuhr hätte sich kleinlaut zurüdgezogen, 6. eine dreiste Unwahrheit habe Stadthagen behauptet, als er usw. Sechs trenut läßt und wenn man die Positionen Kaviar und Austern ges zwölf fauftdicke Uuwahrheiten auf ein Ehrenwort zu nehmen, ist ein bißchen viel, selbst wenn man den Verfasser des Socialistenspiegels" als Pfandhalter einsetzt. Wie heißen die Ehrenmänner, Herr Abg. Richter? Kleinbauern und Arbeiter halten. Daß die Centrumsorgane tungen berpfändet haben, verschweigt der ungenannte Verendlich den Sachverhalt wahrheitsgemäß darstellen werden, fasser dieses Pamphlets. Gleichviel wie sie heißen, sie haben ist kaum zu erwarten, sie fürchten offenbar, die Anzahl der für folgende grobe unwahrheiten ihr Ehrenwort Efel, die ihre Stimmen noch für das Centrum abgeben, würde sich berpfändet: Seft, Champignons, Hirsche, Rehe, Fasanen, Hummer, Kaviar, dann zu stark vermindern. 1. an ihr Verhalten zu den Kaviar- und Austernzöllen wollen Austern oder das böse Gewissen? lassen die Centrumsleute Bei Hummern die Socialdemokraten nicht gern erinnert sein, und ihre Handlanger der Freisinnigen Volkspartei nicht zur Ruhe erklärte Bachem in der Sizung vom 15. Oktober 1902, haben die tommen. Krampfhaft bemühen sich Centrumsorgane mit zeitweiser Socialdemokraten Zollfreiheit verlangt. Die Kommissionsaften erUnterstützung der Freisinnigen Zeitung" und des Socialisten geben, daß Bachem wieder mal das Gegenteil der Wahrheit bespiegels" die Wahrheit zu verschleiern, insbesondere Hauptete: die Socialdemokraten haben Zollfreiheit nicht beantragt, den katholischen Arbeitern die Wucherpolitik des Centrums fondern für eine starke Zollerhöhung gestimmt. Abg. Zubeil rief zu verschleiern, alberne Schwindeleien aufzutischen und den Abg. Bachem deshalb zur Wahrheit. Abg. Bachem nahm darauf dann etwas umredigiert, aber stets unter Verschweigung sein Märchen nicht in der Art, wie es einem wahrheits- und ehrdes wahren Sachverhalts von Zeit zu Zeit zu wiederholen. liebenden Manne geziemt, offen, sondern mit der BeEs ist des öfteren öffentlich im Reichstage und von uns diese krank- gründung zurück, daß er„ keinen positiven Beweis für seine hafte Neigung der Bucherfreunde, bei Ünwahrheiten zu beharren, Behauptung zur Hand habe". festgenagelt. Das Hummer Märchen scheint Wenn wir nochmals im Zusammenhang auf das nun aber selbst die im Mitbesitz des Herrn Bachem stehende Märchen, die Socialdemokratie habe Bollfreiheit aller möglichen Luxus- Kölnische Volkszeitung" und die„ Centralstelle zur Verbreitung von artikel beantragt, eingehen, so geschieht es deswegen, weil Legenden", genannt, Centralstelle des Volksvereins für das katholische wiederum beinahe unter demselben Datum- eine Reihe Deutschland", definitiv aufgegeben zu haben. Nicht so steht es mit Centrumsblätter, so die Kölnische Volkszeitung", die Märkische dem Schwindel über Volkszeitung" diese unter Berufung auf die Centralstelle des Volksvereins für das katholische Deutschland" und die Freifinnige Zeitung" derlei Fabeln wiederholen und gar sich erdreisten, daraus, daß wir diese Fabeln nicht abermals zurückwiesen, den albernen Schluß nahe zu legen, ihr Lügengemengsel entſpreche der Wahrheit. Aus der aftenmäßigen Darstellung des Sachverhalts folgt zur Evidenz, daß die genannten Organe die alte Diebestaktik Haltet den Dieb!" beharrlich befolgen, um den Zollwucher- Gelüften freie Bahn zu schaffen. Zunächst zum Seft. " Kaviar und Austern. Es scheint auch den angeblichen Verpfändern ihrer Ehre etwas schwül geworden zu sein: in der zweiten Auflage des Socialistenspiegels" hat Eugen Richter den Artikel Kaviar- und Austernzölle gestrichen! Der Parteitag der holländischen Socialdemokratie. Der Parteitag der Hier hat das Centrum sogar seinen Vasallen von der FreiMan sieht: Centrum und Freisimmige Volkspartei arbeiten nicht sinnigen Volkspartei zum Umredigieren und Herauslügen entboten. nur zweds Mandatsschachers, sondern auch in der Verbreitung Die Sachlage selbst ist sehr einfach und wiederholt im Reichstage von alberner längst widerlegter Lügen zusammen, um die Fortsetzung Molkenbuhr und Stadthagen an der Hand der Aften dargelegt, auch des Kampfes für Brotwucherzölle zu verschleiern und die Aufmerkſamim Vorwärts" geschildert. In der Kommission ist zu der keit der erwerbsthätigen Bevölkerung von den drohenden reaktionären Position Austern von den Socialdemokraten nichts beantragt, auch Gefahren auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet abzulenken. ist zu dieser Position von ihnen das Wort nicht genommen, sie haben für die beantragte 3 o Ilerhöhung gestimmt. Zur Poſition Kaviar war in der Kommission von nationalliberaler Seite Für Sekt, behaupteten die rheinische Märchentante und ihre beantragt, den Zoll von 150 auf 300 M. zu erhöhen. Die Socialmärkische Schwester, haben die Socialdemokraten Zollfreiheit be demokraten stellten keinen Antrag, sondern stimmten für diese 30II- Mit Rücksicht auf den Generalstreit war der neunte Jahres antragt. Wir legten dar, daß weder in der Kommission, noch im erhöhung. In der Debatte wurde von Stadthagen ausgeführt: Kongreß der socialdemokratischen Arbeiterpartei( S. D. A. P.) in den Plenum folcher Antrag gestellt ist. Das geben beide Tanten jezt Solle der Zoll die Reichen treffen, so träfe man diese viel besser Niederlanden, der sonst immer zu Ostern stattfindet, dieses Jahr zu, aber die Kölnische" meint: an ihrem Irrtum seien die+ Socis durch eine progressive Einkommensteuer. Das Gewissen derer, ausgesetzt, und fand derselbe nunmehr an den beiden Pfingsttagen selbst schuld, denn Bachem, der Legendenheilige, habe das schon die Hunderte von Millionen auf notwendige Lebensmittel zu Enschede statt. Anwesend waren 103 Abgeordnete, welche im Reichstag behauptet, die Socialdemokraten hätten nichts dagegen der breiten Masse Masse auferlegen, werde durch folchen Zoll 75 Abteilungen vertraten. gefagt. Ob Bachem auch Vater des Sektmärchens ist, wissen wir nicht erleichtert. Bei einer Ware, die wie der russische Der Vorsitzende der Partei Henri Bolat eröffnete den Kongreß nicht: alle feine Reden durchlesen wäre eine zu harte Strafe für Kaviar mit einem Liebhaberpreis von 18 bis 20 M. pro mit einer Ansprache. Redner weist u. a. auf den Wahlkampf in die Gläubigkeit der rheinischen Centrumstante; aber daraus, Pfund schwanke, sei auch eine Erhöhung auf 300 m. nicht fühlbar. Deutschland hin. Das mächtige Heer der Proletarier stehe dort daß man einem Bachem nicht mehr antwortete, zu schließen, man Da müßte eine wesentliche Erhöhung eintreten. Vom Standpunkt bereit, die Bourgeoisie zu bekämpfen und ihr eine fühlbare Niedergebe feine Behauptungen zu, ist doch ein gar starkes Zeug. des reinen Finanzzolls aus stimme er für höheren Zoll. Aber er- lage beizubringen. Mit Spannung erwarte man auch hier die Die Märkische Volkszeitung" hat versucht, sich in andrer Weise heblich sei die Einnahme nicht. Sie sei geringer bei 300 M. 3om Geschehnisse des 16. Juni, und der Parteivorstand schlägt vor, teles herauszuwickeln. Sie beruft sich auf Auskunft der„ Centralstelle für als die Heringszolleinnahme. Es würden kaum 2 Millionen, also graphisch die besten Wünsche des Kongresses der deutschen Partei zu das katholische Deutschland". Diese Stelle habe allerdings behauptet, eine Lappalie gegenüber der enormen Belastung der notwendigen übermitteln. Ferner weist Redner auf die Wahlkämpfe in dem daß die Socialdemokraten Sektfreiheit nicht beantragt haben. Aber, Lebensmittel herauskommen. Der Abg. Paasche verivahrt sich da- IX. und III. Amsterdamer Distrikt hin, wobei in letzterem Genosse wird nun in längeren Worten dargelegt, eigentlich hätten die Social- gegen, daß man das Gewissen Reicher habe erleichtern wollen. Es Troelstra wieder in die Zweite Kammer gewählt wurde, während demokraten das beantragen müssen, denn gegen die Schaumwein- habe nur die Absicht vorgelegen, den Finanzzoll zu erhöhen; auch der erstere gezeigt habe, daß auch die großen Städte steuer hatten sie sich ja vor Jahren erklärt. Es ist das das 2 Millionen seien feine Lappalie. Stadthagen meldete sich in den Niederlanden, also nicht allein ländliche Distrikte, für alte Fechterkunftstück des bösen Gewissens, statt anständig, während dieser Rede zum Worte. Darauf wurde ein Schluß die Partei zu gewinnen feien, und dies bestimme ehrlich, rund und nett eine Lüge zurückzunehmen, die alte Lüge antrag gestellt und ihm das Wort abgeschnitten. für die Zukunft die Taktik der Partei. Redner bespricht nunmehr fallen zu laffen und auf neuen Jrrwegen von der Wahrheit ab- Bei der Abstimmung stimmten die 4 Socialdemokraten für Er die Aftion gegen die Zwangsgefege und widerspricht der sich zuweichen, um dadurch den Gegner zu täuschen. Wir folgen dem höhung des Zolls. bildenden Legende, als habe der Parteivorstand und dieser durch Frrweg der katholischen Centralstelle nicht: die Socialdemokraten Der Abg. Bachem brachte zuerst bei der Arbeitslosen- Debatte Troelstras Dazwischenkunft den eigentlichen Anstoß zum Generalhaben aus den öffentlich im Reichstage bekannten Gründen das Märchen auf, die Socialdemokraten hätten Zollfreiheit für Kaviar streit gegeben. In dem ersten Beschluß der Hauptvorstände sei den dagegen gestimmt, daß die Kosten der Flotte durch das und Austern beantragt. Zubeil und Stadthagen wiesen ihm die Eisenbahn- und Transportarbeiter- Organisationen allein Hilfe zu Scheinmanöver der Schaumweinsteuer den fleinen Winzern auf- unwahrheit seiner Darstellung nach. Als Stadthagen dazu überging, gefagt, von einem Generalstreit sei feine Rede gewesen. Deshalb gebürdet werden; das Centrum hat den Vorschlag der den Sachverhalt in der Kommission zu schildern, wurde er vom weist Redner unter lautem Beifall die Schmähungen zurück, denen Socialdemokraten, die Flotten Mehrkosten durch Präsidenten hieran gehindert( S. 5675 Sten. Ver.). Genosse Troelstra in letzter Zeit von anarchistischer und bürgereine Steuer auf die Vermögen über 6000 M. zu decken, ab Nunmehr redigierte Bachem seine Fabel dahin um: beantragt licher Seite ausgesetzt war. Uns Sinnverwandte meinten, die Partei gelehnt. Die hätte freilich die Reichen getroffen. hätten die Socialdemokraten wohl nichts, aber die Zollfreiheit hätten habe sich im kritischen Augenblick aus der Bewegung gegen die sie befürwortet und dafür gestimmt. Hierfür berief er sich, Zwangsgeseze zurückziehen müssen und nicht an dem Generalstreit da er in der Kommission gefehlt habe, auf Paasche, Müller- Fulda teilnehmen dürfen. Dann aber habe man uns, sagt Redner, die Buerst hat der Abg. Bachem, um die Aufmerksamkeit von der und Sittart als Zeugen. Die angerufenen Zeugen Schuld des Fiaskos in die Schuhe geschoben. Arbeitslosennot abzulenten, bei Gelegenheit der Besprechung der schwiegen. Eine Abstimmung über Zollfreiheit hatte ja in der der Kommission, die untersucht, ob die S. D. A. P. die Sache verraten Troßdem, und trotz Arbeitslosen- Interpellation am 15. Oftober 1902 im Reichstage der That nicht stattgefunden, sondern nur eine solche über Boll habe, wie die Anarchisten behaupten, stehe es für lettere, die das Wahrheit zuwider behauptet, der Abg. Moltenbuhr habe Bollfreiheit erhöhung. Dem Bachem wurde nochmals für Champignons beantragt; er habe das damit begründet, daß seiner Behauptung dargelegt und hinzugefügt: ihn einer Verrat geschehen sei. Der beste Beweis hiergegen sei die Ver das Unwahre Resultat der Untersuchung nicht abwarten, doch fest, daß unsrerseits Champignons die Nahrung des armen Mannes fei. Sofort wurde besseren Einsicht zugänglich zu machen, gebe man auf, da urteilung unfrer Genossen van der Goes, Hugenholz und ihm von Moltenbuhr an der Hand der Reichstagsaften bewiesen: er an der frankhaften Neigung leide, bei Unwahrheiten zu Stappetein. Unfre Wahlerfolge und unfre Popularität haben 1. daß niemals solcher Antrag socialdemokratischerseits gestellt ist verbleiben". Es wurden später in Plenum Don ( die Anträge müssen schriftliche sein und bleiben bei den Aften); demokratischer Seite Versuche gemacht, die Sache zur ausgiebigen arbeitet, um die Bewegung in das gute Geleise zu führen. Bössocial wir daran gewagt, unsre besten Genossen haben Tag und Nacht ge 2. daß er nicht für den Champignon des armen Mannes eingetreten Erörterung zu bringen; am 16. Oftober stimmte die Mehr williger Absicht aber waren die Anarchisten, denen es nicht zu thun ist, sondern daß er sich in Uebereinstimmung mit den heit mit der Freisinnigen Volkspartei den Antrag, die war um eine Verhinderung der Zwangsgesetze, sondern um ein Regierungsmotiven S. 91 gegen die von konservativer und Beratung mit dem Tarif zu beginnen, nieder. Am 7. November Revolutionchen; diefe hatten fich der Fachbewegung angeschlossen, um nationalliberaler Seite beantragte Erhöhung im Interesse der provozierte Stadthagen wiederholt den Abg. Bachem dieser ant- den Staat zu stürzen.( Beifall.) Wir dagegen haben der Fachbewegung heimischen Konservenfabritation" gewendet hat, welche wortete nicht. Am 29. November legte Stadthagen dar, daß der gedient und sie nicht mißbrauchen wollen für andre Ziele, wie es die nach dem Zugeständnis der Regierung in großem Umfang unter Ver- Antrag v. Kardorff u. a. die Möglichkeit abschneiden wolle, solche Anarchisten thaten. Ganz besondere Dinge müßten schon geschehen, ehe wendung dieser Ware für die Ausfuhr arbeitet" und hierdurch vielen unwahrheiten, wie die von dem Abg. Bachem verbreiteten, öffentlich wir wieder einen gemeinsamen Schritt thun mit diesen anarchistischen armen Leuten Arbeitsgelegenheit verschafft. Diese Darstellung bezu widerlegen( Sten. Ber. S. 6720, 6721); der fo redselige Abg. Betrügern und Verrätern.( Beifall.) Wir werden unsre erprobte stätigte der schutzöllnerische Abgeordnete Gamp Bachem schwieg. Am 3. Dezember brachte Abg. Molkenbuhr den Taktik, die deutsche Taktik, wiederum befolgen, uniren Weg gehen bei der Berichterstattung über diese Petition in der Sigung vom Sachverhalt nochmals vor und verlangte gegenüber der ungenügenden und nicht vom Pfade abweichen und sagen: Wer etwas mit uns zu 3. Dezember 1902. Troßdem halten die ultramontanen Organe Berichterstattung des Abg. Herold schriftliche Berichterstattung. Das thun haben will, muß mit uns gehen; wir laufen nie mehr mit jetzt, wenn auch unter Einschränkung, ihre Champignon- Lüge aufrecht. Centrum stimmte den Antrag nieder. Am 11. De andren mit. Die geschichtliche Bedeutung der Geschehnisse könne Sie berufen sich auf die" Germania", der ein Centrums- zember ließ verfassungs- und geschäftsordnungswidrig die Mehrheit, man noch nicht übersehen, aber Redner meint, daß das Princip des Abgeordneter gegen gute Zahlung die Erfindung, Molkenbuhr habe unter Führung des Centrums, die zu den 946 8ollpofitionen ge- Generalftreits durch den hinter uns liegenden Kampf start gelitten von dem„ Champignon der armen Witwen" gesprochen, über- stellten socialdemokratischen Anträge nicht zur Diskussion zu. Unter habe. Wenn die Arbeiter einsehen, daß die Fachbewegung eine ganz mittelt hatte; zu gleicher Zeit hatte der Abg. Paasche der Kölnischen den Anträgen( Nr. 62 und 63, S. 7090 Sten. Ber.) befanden sich andre Organisation und Taktik als die bisherige nötig hat, dann Zeitung" die Mär vom" Champignon des armen Mannes" auf zwei auf Anmerkungen in den Positionen 116 und 117 bezügliche, ist dies diesem Generalftreit zu verdanken. Nedner geißelt dann gebunden. Auf dem Eisenacher nationalliberalen Parteitag hatte die u. a. den offensichtlichen Zweck hatten, den Bachem- Schwindel in die persönlichen Ausfälle der Anarchisten und der bürgerlichen Sann Paasche den Mann in eine Witwe umredigiert und noch eine der Deffentlichkeit klarzustellen. Presse und rät an, trotz allem reaktionären und christlichen Reihe andrer Erfindungen zum etwaigen Gebrauch für Bachem, Die Kaviar- und Austern- Lüge verschwand eine Zeit lang felbst Wiegeln die Nuhe zu bewahren. Wenn die Bourgeoisie meint den Märchenerzähler, zurechtgestußt, so die Austern- und Kaviar- aus den ultramontanen Lügenfabriken. Neuerdings ist sie wieder mit den Wahlen von 1905 uns zu vernichten, dann freut fie sich zu Legende. aufgetaucht und zwar wird nunmehr als Eideshelfer früh. Wir sind stark; wir sind aus dem letzten Kampfe unversehrt Hirsche, Rehe, Fasanen. der" Socialistenspiegel" und die Freisinnige zurückgekehrt. Unbekümmert um das, was die Bourgeoisblätter Im Zolltarif- Entwurf ist unter Nr. 109 und 110 Haarwild" Beitung" aufgeführt. Die Freif. 3tg." Nr. 119 hat sogar fagen, müssen wir hier zur Klarheit betreffs unsrer Taftit kommen; und Federwild" aufgeführt. Hier haben die Socialdemokraten die Stirn, von einer Feststellung" des Socialistenspiegels zu faseln dann sehen wir unsre Aktion für die politische und Fachbewegung im Interesse der Geflügelzucht und im Interesse der Kleinen Bauern und zu.behaupten, der Abg. Stadthagen habe auf diese Feststellung" und die Kooperation fort, und siegt jetzt die deutsche Partei, dann Zollfreiheit in der Kommission und im Plenum beantragt. In noch nicht ein Wort der Erwiderung gefunden. müssen wir im Verhältnis in 1905 einen gleichen Sieg gewinnen. der Kommission legte Bebel in einer von den Centrumsorganen Wie steht es mit der Feststellung" des Socialistenspiegels"?( Beifall.) damals und jetzt unterschlagenen Rede schlagend dar, daß durch den Dies dauernde Denkmal freisinniger Schande schreibt in seiner ersten Als Ort für den nächstjährigen Kongreß wird Dordrecht geZoll der Wildstand der Junker vermehrt und die mühselige Arbeit Auflage: wählt. des fleinen Bauern durch des Großgrundbesizers Wild vernichtet Champignons. " wird, weil das Centrum beim Bürgerlichen Gesetzbuch die Schadensersatzpflicht des Großbefizers für den durch seinen Hasen angerichteten Schaden gestrichen haben; die Schadensersatzpflicht für durch andres Wild angerichteten Schaden würden durch fast erpresserische Verträge unterbunden. Ueber diese Ausführungen lachte Herr v. Kardorff, der Centrums- Abgeordnete Spec trat den Ausführungen Bebels bei. Jm Plenum schnitten die Centrumsleute die Debatte durch den bekannten verfassungswidrigen Antrag v. Kardorff ab. Als Berichterstatter fungierte der Abg. Herold. Er unterschlug die Ausführungen aus der Kommission. Molfenbuhr beantragte deshalb schriftliche Berichterstattung über diese Positionen. Das Centrum beantragte llebergang zur Tagesordnung über diesen Antrag, um feiner Lügenfabrik keine Hindernisse in den Weg zu Tegen. Kurz vorher hatte Herold auseinandergesezt, daß das Centrum dem Antrag auf 3ollfreiheit Ser Esel zugestimmt habe, weil man es doch für angezeigt erachtete, der Einfuhr von Eseln keine Schwierigkeiten entgegen zusetzen". Moltenbuhr bekämpfte den Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung unter Hinweis auf die Schädigung des Kleinbauern durch die Wildzölle. Der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung wurde bon den Centrumsleuten und den andern An hängern der Bekämpfung redlicher Arbeit durch Zölle zu Gunsten des Großlapitals angenommen. Al' das ber= schwiegen die Centrumsorgane und behaupten mun frischweg, es habe fich beim Haarwild hauptsächlich um Bärenschinken und Renntierfleisch gehandelt, Dinge, von denen weder in der Kommission noch im Plenum auch nur mit einem Wort gesprochen " S An ihr Verhalten zu den Kaviar- und Austernzöllen wollen P. 2. Tat( Amsterdam III) spricht als erster Redner zum Jahresdie Socialdemokraten nicht gern erinnert werden. Abg. Paasche bericht und kritisiert das Verhalten des Parteivorstandes während und andre Mitglieder der Mehrheit hatten in der Zolltarifa des Generalstreits und die Haltung des Parteiblattes, welches in Kommission beantragt, den Kaviarzoll bon 150 auf 300 m. und feinen Leitartikeln eine Aufeinanderfolge von verschiedenen Meinungen den Austernzoll von 50 auf 100 M. zu erhöhen. Offenbar fant es gab. Wir hatten in diesen schwierigen Zeiten teine Stütze durch den Herren darauf an, sich bei dieser Gelegenheit nach den Er eine feste Haltung des Blattes. Diese Artikel im Het Volt" waren höhungen der Zölle auf die notwendigsten Lebensmittel ein social- Troelstras persönliche Arbeit, aber Redner fragt: kann politisches Mäntelchen umzuhängen. Merkwürdig berührte es aber, und darf das Redigieren des Parteiblattes in Seiten wie die daß gerade die Socialdemokraten sich gegen die stärkere Heran- erwähnten persönliche Arbeit sein; stand der Parteivorstand ziehung solcher Leckerbissen für die wohlhabende Bevölfe- auf der Höhe seiner Aufgabe, als er die Serie der Artikel, rung auf das entschiedenste aussprachen. Erst als fie die von einander abwichen, ohne Eingreifen fortgehen ließ? deswegen von der Mehrheit verhöhnt und gefragt wurden, Ist es gut, daß wir unter derfelben Regelung( wie solche bis heute ob denn Kaviar und Austern ein notwendiges Lebensmittel vom Parteiblatt gilt, Korersp.) Umstände abwarten sollen, welche für die Arbeiter seien, zogen sich die Herren Stadthagen und wir wiederum nicht beherrschen würden und die wiederum WankelMoltenbuhr kleinlaut zurück und stimmten ohne ein Wort hinzu- mütigkeit und Unsicherheit bringen würden? Dann frägt Redner zufügen für die Zollerhöhungen, die sie soeben auf das heftigste nach den Gründen, die den Parteivorstand geleitet hätten, am bekämpft hatten. Als Abg. Dr. Bachem am 15. Oktober 1902 2. April in der Versammlung der Hauptvorstände für den Eisendiese Dinge im Reichstage zur Sprache brachte, irrte er freilich bahner- und Transportarbeiter- Streit bezw. dafür die weitere mit der Angabe, daß die Socialdemokraten die gänzliche Zoll Aftion dem Abwehrkomitee zu überlaffen, zu stimmen. Redner fügt freiheit für Staviar und Austern beantragt hätten; das ist formell hinzu, daß niemand die schwere Aufgabe der damaligen Tage vernicht geschehen. Eine dreiste unwahrheit beging aber der fenne, zugleich nach außen zu schlagen und nach innen aufzubauen; Abg. Stadthagen, als er gegenüber dem Abg. Dr. Bachem be- doch müsse hiir gesagt werden, was man auf dem Herzen habe. hauptete, daß er namens der Socialdemokraten Gründe für die Jeder Schein von Mißtrauen liege fern gegenüber den Männern, Bollerhöhung angegeben habe. Genau das Gegenteil ist die die die Leitung in Händen hatten; wir vertrauen fest darauf, daß Wahrheit und Abgeordnete aus allen bürgerlichen Parteien sind durch stärkere Organisation mehr Festheit der Taktik erreicht werden bereit, mit ihrem Ehrenwort für den oben geschilderten Sachverhalt wird. einzutreten." van der Goes erhält hiernach das Wort zur Besprechung Wer die Abgeordneten aller Parteien sind, die dem„ Socialisten- einer von ihm, Dr. Gorter und Frau Roland- Holst mittels der wurde. Für wie große Esel muß doch das Centrum die spiegel" ihr Ehrenort für seine unwahren Beba uv- Abteilung Narden- Buren vorgeschlagenen Resolution. Die Resolution führt aus, daß die Wahl nicht lag zwischen einem guten Mittel und einem der Feilenhauer Deutschlands zu veranstalten, um eine Grundlage 16. Generalversammlung der Glasarbeiter Deutschlands. Sechste Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes. Berlin, 3. Juni 1903. 3 weiter Verhandlungstag. Eſſener = " " = = " Außerdem wird beschlossen, daß der unter dieser Rubrik befindliche Teil wöchentlich in Plakatform gedruckt und den Verwaltungsstellen mit der Metallarbeiter- Zeitung" zugesandt werden soll. -" V 156 " " " 52 20 30 0,80 " " " " " " " 17 " " 0,90 " 156 30 " 1 " " " " 1,20 " " 52 " 1 " " " " 156 " " " 1 " 7 " " " 1 52 156 " " 50 50 " " " 1 " " " " " " 1,20 1,60 1,50 2,00 11 " " " " 40 40 " Die in London arbeitenden deutschen Kollegen haben den Wunsch 6. Generalversammlung des Deutschen Töpferverbandes. Meißen, den 2. Juni 1903. Am dritten Pfingstfeiertage wurde die Generalversammlung im Meißener Kollegen willkommen. Dann eröffnet der Vorsitzende des die Delegierten im Namen der eröffnet. Schmidt- Meißen heißt die Delegierten im Namen der daß es über die Frage der Arbeitslosen- Unterstügung zweifellos zu Meißener Kollegen willkommen. Dann eröffnet der Vorsitzende des Verbandes Drunsel- Berlin den Kongreß. Er weist darauf hin, heftigen Debatten kommen werde, doch dürften diese wohl weniger guten, sondern zwischen dem Streit oder dem thatenlosen über die Möglichkeit der Durchführbarkeit einer Tarifgemeinschaft Zusehen bei der Ausführung des geschmiedeten Anschlages gegen die für dieses Gewerbe zu gewinnen. In der Erhebung soll neben dem Dresden, den 2. Juni. Arbeiterbewegung, und daß die Folgen des thatenlosen Zusehens für Gesamtresultat das Resultat aus jedem Agitationsbezirk zum Aus- In der Abstimmung über die Höhe des Beitrages wird der die Arbeiterbewegung nachteiliger gewesen wären, als diejenigen druck kommen." Antrag des Vorstandes einstimmig angenommen. Ebenso ein Antrag einer möglichen Niederlage. Aus diesen und den sonst angeführten Ein Antrag von Gelsenkirchen- Schalke:„ Das Verbands- mit 38 gegen 36 Stimmen, nach welchem eine 4. Beitragsklasse, mit Gründen erklärt der Kongreß, daß unter diesen Umständen die reglement zu revidieren und mit einem Anhang zu versehen, der 20 Pf. pro Woche, eingeführt wird. Danach wird der zweite Teil socialdemokratische Arbeiterpartei als revolutionäre Partei verpflichtet Winke für die Ortsverwaltungen zur Betreibung der Agitation des zur Beratung stehenden Punktes:" Regelung der Arbeitswar, eine Belegung zu unterstützen, die jedenfalls der gemein- enthält. In das Reglement für Reisegeldauszahler folgenden losen Unterstüßung" erledigt. Nach längerer Debatte findet schaftlichen Sache zu gute kommen mußte, und sieht in dem Beschluß Passus einzuschalten: Es ist unzulässig, daß Wirte als Reisegeld- Annahme der Antrag: zum Generalstreit und der Ausführung desselben das erfreuliche und auszahler wider den Willen des Reisenden Schlafgelder direkt vom Arbeitslosen- Unterstützung kann gewährt werden: Hoffnungsvolle Ergebnis des Mutes und der Opferwilligkeit vieler Reisegeld abziehen." Sowie ein Antrag Göppingen: Ein Strecken- bei 52 Wochenbeiträgen a 20 Pf. pro Tag 0,60 m. niederländischer Arbeiter, welche sich den brutalen Angriff auf ihre verzeichnis mit Aufenthaltstagen, ungefähr wie es die Buchdrucker unentbehrlichen Freiheiten nicht gefallen lassen konnten, ohne eine befizen, den Verbandsbüchern anzufügen", und ein Antrag von allerletzte und äußerste Probe der Abwehr, eine Probe, wovon die Kiel:„ Um weniger schreibgewandten Kollegen das Aufstellen des Erinnerung in der Geschichte unsrer Sache fortleben wird als ein Unterstüßungsgesuches zu erleichtern, werden den Ortsverwaltungen Sporn für Freunde und eine Warnung für den Feind. Ferner er- entsprechend vorgedruckte Formulare ausgehändigt", werden ebenflärt der Kongreß, daß alles persönliche Leid, welches durch diesen falls dem Vorstande zur Erwägung überwiesen. Streit über tausende Arbeiter gebracht wurde, auf das Konto der In der Nachmittags Sigung werden unter dem Vorsitz Regierungsparteien kommt, welche dem organisierten Proletariat von Ha a t- Dresden zunächst die weiteren zu dieſem Punkt vorAußerdem wird dazu noch folgender Antrag angenommen: hiesen, gefährlichen und ungleichen Kampf aufgedrungen haben. liegenden Anträge erledigt. Angenommen wird ein Antrag der Werden Mitglieder durch Aussperrung, Maßregelung uſw. arbeitslos, Deutlicher denn je sei die Notwendigkeit der vervollständigten Einzelmitglieder in Pirna:„ Unter der Rubrik: Zur Beachtung! ohne Rücksicht auf die Dauer der Mitgliedschaft gewährt werden. So kann ihnen auf Antrag eine höhere Arbeitsloſen- Unterſtützung und Organisation zum Klassentampf geworden, der nicht allein durch die gewerkschaftliche Vereinigung geführt werden kann, sondern nach Orten, wo feine, der obigen Anlässe in Betracht kommen, Die Entscheidung darüber kann nur der Hauptvorſtand in GemeinZuzug fernzuhalten" folgendes beizufügen: Vor" Stellenannahme Klasse ihre Machtmittel tonzentriert und womit sie auch jetzt den betreffenden Ortes sich über die dort herrschenden Verhältnisse zu des Statuts", übergegangen. Hierzu werden eine Reihe von sich auch wenden müſſe gegen die Einrichtung, worin die kapitalistische werden die Kollegen ersucht, zuvor bei dem Bevollmächtigten des schaft mit der betreffenden Zahlstelle treffeit. Darauf wird zum Punkt 7 der Tagesordnung, Beratung Sieg erreicht hat, nämlich gegen den Staat. erfundigen." Aenderungen beschlossen. Unter sonstigen Anträgen" wir ein Antrag angenommen, wo nach die Mitglieder sofort in die Nechte eintreten, in welche sie auf Nach einem Mit großer Majorität wird der Vorstand auf Antrag von Grund ihres Arbeitsverdienstes eingereiht werden. Frankfurt a. M. beauftragt: die Gründung von Verwaltungsstellen andren Antrag findet die nächste Generalversammlung in Jena statt. innerhalb eines Industriebezirks zu verhindern und möglichst zu Zur Kontrolle des Arbeitsverdienstes findet ein versuchen, dahin zu wirken, daß die am Orte beschäftigten Metall- bon Birna gestellter Antrag Annahme, welcher lautet:„ Jede arbeiter der am Orte bestehenden Verwaltungsstelle angehören Filiale wählt eine Kommission, die darüber zu wachen hat, daß jedes Mitglied in die richtige Klasse steuert und der In der Vormittags- Sizung, die Cohen- Berlin leitet, wird müssen." das Dann wird beschlossen, die statutarischen Rechte der selbständigen Recht zusteht, den verdienten Lohn zu kontrollieren." die Generaldiskussion über die Berichte des Vorstandes und AusErwähnung verdient ferner ein Antrag der Filiale schusses und die vorliegenden Anträge fortgesetzt. Wohlsein- Verwaltungen auch den Einzelmitgliedschaften bei der nach§ 8 Rauscha, der ebenfalls Effen erachtet die Teilung des 7. Agitationsbezirkes mit der Abs. I vorgesehenen Mitgliederzahl einzuräumen.- Weiter gelangen" Die Generalversammlung wolle eine Amnestie der Arbeitswilligen angenommen wird und lautet: großen Metallindustrie als unbedingt notivendig. Die Anstellung Die Anstellung Anträge zur Annahme, nach welchen in der„ Metallarbeiter- Zeitung" eines zweiten Beamten ohne Teilung des Bezirks, wie es der Vor- von Zeit zu Zeit auf den Wert der Arbeiterpresse hingewiesen wird vom Generalstreik beschließen, zum wenigsten derjenigen, die sich den stand wünscht, wäre nicht zweckmäßig. Die Bewegung, namentlich und daß der Vorstand verpflichtet ist, mehr als bisher die Be- Streikenden gegenüber nicht provozierend benommen haben."-Begründet wird dieser Antrag damit, daß die meisten dieser Kollegen im eigentlichen Ruhrgebiet, hat einen großen Umfang angenommen. strebungen der Bauarbeiterschutz- Kommission zu unterstützen. fichen Stems Horkommnisse, der fall Strupp, haben einen außerordent Central- Arbeitsnachweiſes der Feilenarbeiter zu betrauen und daß gewesen seien. Man dürfe ihnen deshalb den Eintritt in den VerEin Antrag von Kiel, geeignete Personen mit der Führung des sich noch gar nicht der Bedeutung ihrer Handlungsweise bewußt lichen Umschwung in der Stimmung hervorgerufen und die ganze von der Verwaltung des Nachweises eine periodische Veröffentlichung band nicht für alle Zeiten unmöglich machen. Bewegung sehr vorteilhaft belebt. So wie die Essener Gewerbegerichts der Nachweisstellen in der„ W. A.“ erfolgt, und ein weiterer Antrag ausgesprochen, Aufnahme in den deutschen Glasarbeiter- Verband wahlen verlaufen sind, so gute Fortschritte werde auch die Organi- der Delegierten der 1. Wahlabteilung, die Mittel zu bewilligen, um fation machen, wenn der günstige Boden, der geschaffen ist, in ge- für die polnisch sprechenden Mitglieder die„ Dswiata" zu abonnieren, zu finden. Dagegen hat die Generalversammlung wichtige Bedenken, eigneter Weise bearbeitet wird. Massatsch Stuttgart spricht werden dem Vorstande zur Erwägung überwiesen. Sodann wird besonders mit Rücksicht auf die deutschen Vereinsgesetze, doch erklärt fich zur Accordarbeit dahin aus, daß, wenn die Organisation die Macht besitzt, die Accordarbeit zu beseitigen, sie dann auch die Macht auf Antrag von Junge- Hamburg eine fiebengliedrige Kommiſſion ſie ſich ſonſt in jeder Hinsicht mit den Londoner Kollegen solidarisch. hat, die Auswüchse derselben zu beseitigen. Tann sei aber die gewählt, welche die in Nürnberg beschlossene„ Mai- Resolution" einer Accordarbeit unter Umständen der Lohnarbeit vorzuziehen, weil sie Prüfung zu unterziehen hat, ob dieselbe in der bisherigen Fassung ein freieres Arbeitsverhältnis darstellt und die Antreiberei der bestehen bleiben soll. Meister, wie sie bei der Lohnarbeit üblich ist, wegfällt. Damit ist dieser Punkt der Tagesordnung erledigt und folgte von A. Schlicke über die ErLeibold- Neustadt a. d. H. empfiehlt in den Fällen, wo der nunmehr das Referat Mann und die Frau dem Metallarbeiter- Verbande angehören, daß führt an, daß die bisherigen Unterstügungseinrichtungen nicht dazu prächtig dekorierten Saale der„ Goldenen Weintraube" in Meißen weiterung des Unterstützungswesens. Der Referent der Frau an Stelle der„ Metallarbeiter- Zeitung" die Gleichheit geführt haben, was die Gegner dieser Einrichtungen befürchteten, zugestellt wird. Hoffmann- Dresden wünscht, daß die Generalversammlung beschließt, daß für sämtliche Bezirke, soweit der Kampfcharakter verwischt werde. Immer mehr hat sich infolge daß die Organisation von ihrem eigentlichen Zived abgebracht und dies noch nicht geschehen ist, Gauleiter angestellt werden, damit es der praktischen Erfahrungen die Ansicht in der Gewerkschaftsbewegung nicht erst notwendig ist, deswegen Bezirkskonferenzen abzuhalten und Geltung verschafft, daß die Unterstützungseinrichtungen nicht nur nicht die Kosten hierfür gespart werden. Er beantragt außerdem, daß den dem Princip der Gewerkschaftsbewegung zuwiderlaufen, sondern zur Ents ohne Einfluß auf die altbewährte Einigkeit der Kollegen bleiben. fächsischen Einzelmitgliedschaften dieselben ſtatutarischen Rechte ein- widlung und Kräftigung der Organisation notwendig sind und von den östreichischen organisierten Töpfern ist Sarlehnergeräumt werden, wie den selbständigen Verwaltungsstellen. Wien delegiert. Die Schweizer Töpfer- Organisation sandte ein Schlide weist im Schlußwort darauf hin, daß allerdings keine nach verschiedenen Richtungen die Bestrebungen auf Verbesserung der Begrüßungsschreiben. Von der Generalfommission ist Döblin Schablonisierung für alle Stämpfe stattfinden dürfe, aber allgemeine Lohn- und Arbeitsbedingungen sehr begünstigen. anivefend. Die Mandatsprüfungskommission stellt die AnwesenRegeln müßten als Grundlage gelten. Er bespricht sodann die Der Redner bespricht die bisher vom Verbande geleisteten UnterForm der Agitation, wie sie betrieben werden muß, um sie erfolgungen, und befürwortet sodann eine gründliche Reform dieser heit von 48 Delegierten fest. Außerdem sind die drei Mitglieder des Centralvorstandes, der Revisor und der Vorsitzende des Ausschusses reich für die Organisation zu gestalten, und die verschiedenen Be- der vorübergehenden Erwerbsunfähigkeit in Form eines Kranten- Generalversammlung entspinnt sich eine längere Debatte, da verBe- Einrichtungen namentlich die Ausdehnung der Unterſtügung auf Fälle anwesend. Ueber die Anwesenheit des zweiten Vorsitzenden auf der schwerden und Anregungen, die im Verlaufe der Diskussion zur zuschusses. Die Behauptung, daß sich die Mitglieder anderweitig Sprache gebracht worden sind. Hierbei nimmt er auch Bezug auf genügend für Krankheitsfälle versichern können, sei nicht zutreffend. 1chiedene Delegierte der Ansicht sind, daß dadurch die Erledigung die gemachten Ausführungen über das Vorgehen der verschiedenen Andre DeleBehörden gegenüber den Arbeitern und führt an, daß die Arbeiter Die Leistungen der Zwangskaffen seien durchweg unzureichend und der Geschäfte des Centralvorstandes leiden könne. Der zweite Vorsitzende müsse schließlich doch ein Interesse daran haben, dafür zu sorgen, daß die zur Doppelversicherung mit Hilfe einer Hilfstasse führe nur eine schmale gierte widersprechen dem. haben, sich auf der Generalversammlung zu Regierung nicht einseitig informiert wird, wie sich das bei der Thür, die ärztliche Untersuchung, soweit es sich nicht um direkte Gelegenheit haben, berantworten. Schwindelfassen handelt. Die Lücke, die die Versicherungsgesetze Es wird schließlich Uebergang zur Tagesordnung Zuchthausvorlage herausgestellt hat. Aber man werde sich auch von beschlossen. Zu Vorsitzenden werden Drunsel Berlin und den schönen Augen einer Behörde, die von den Arbeiterorganisationen gelassen, soll nicht verstopft, aber zu Gunsten der Organisation aus- Schmidt Meißen gewählt. genützt werden. Dabei ist gar nicht zu befürchten, daß die Mit- bandes) giebt den Bericht des Verbandsvorstandes. Die Beschlüsse Informationen einfordert, nicht blenden lassen, und dafür sorgen glieder vom Kampfe abgebracht werden, denn so lange die Kühne der legten Generalversammlung in Magdeburg seien überall gut Drunsel( Vorsitzender des Verja schon die Polizeibehörden, daß immer klar zum Ausdruck komint, männer vorhanden, sorgen diese schon dafür, daß dies nicht geschieht. durchgeführt. Die Einteilung in Gaue an Stelle der früheren daß sich die Stellung der Regierung der Arbeiterschaft gegenüber Auch die Meinung, daß die Organisation in das Fahrwasser der Agitationskommissionen habe sich sehr gut bewährt. Groß ist auch absolut nicht geändert hat. Der Referent führt dann im weiteren aus, daß für die Aufrechterhaltung der verschiedenen Fachsektionen keine Hirsch- Dunckerſchen gerät, iſt völlig unbegründet, wenn in Betracht gezogen die Fluktuation im Verbande, denn von den seit der legten Generalwird, daß der Charakter dieser Vereinigung ein grundverschiedener Beranlassung vorhanden und daß es endlich an der Zeit sei, daß ist von dem der freien Gewerkschafts- Organisation. Von einem Teil versammlung aufgenommenen 5200 Kollegen find 3500 wieder auswenigstens bis zum Schluß des Jahres die Verschmelzung all- der Mitglieder werde befürchtet, daß das, was vom Verbande ge- zurückhaltende Taktik des Verbandsvorstandes bei Streiks und geschieden. Der Vorsitzende betont, daß sich die vorsichtige und gemein vorgenommen wird. Nach dem Schlußwort des Vertreters des Ausschusses wird währt werde, auf Grund des Krankenversicherungs- Gesetzes, wenn Es sei diesem VorSperren außerordentlich bewährt habe. eine leberversicherung vorliegt, den Mitgliedern von den Krankennunmehr in die Specialdiskussion eingetreten und die Abstimmung faffen in Abzug gebracht wird. Diese Befürchtungen sind ebenfalls gehen zu danken, daß die Unternehmer jetzt diese Kampfesder vorliegenden Anträge vorgenommen. Zunächst wird dem Ver- unbegründet, weil dieser Krankenzuschuß keine Unterſtügung im mittel wieder fürchten gelernt haben, während sie früher, als bandskassierer einstimmig Decharge erteilt. folgender Antrag Barmen- Elberfeld zur Annahme:" In den Be- örtert in eingehender Weise die Vorteile der UnterstüßungseinrichSodann gelangt Sinne des Krankenversicherungs- Gesezes darstellt. Der Referent er sie bei jeder Kleinigkeit angewandt wurden, vollständig ihre Wirkung verfehlten. Drunsel bespricht dann die Verhältnisse Knopfmacher usw.), fich ihr vollständiges Werkzeug selbst anzu gründet die dadurch notwendig werdende Erhöhung der Beiträge von früher immer die Streitbrecher bei deutschen Töpferstreits lieferte, rufen, wo die Arbeiter gezwungen find( wie z. B. die Schloßbauer, tungen, wie sie vom Vorstande in Vorschlag gebracht sind und be- der Töpferorganisationen in den andren Ländern und verzeichnet mit schaffen, eine energische Agitation zu entfalten, um diesen Mißstand 30 auf 50 Pf. für männliche und von 10 auf 25 Pf. für weibliche die gewerkschaftlichen Ideen guten Boden gefunden und beim letzten Genugthuung die Thatsache, daß besonders auch in Böhmen, das zu beseitigen." Mehrere Anträge, welche die Teilung des 7. Bezirks, Rheinland- Westfalen, in zwei Bezirke und die Anstellung eines Gauleiters für jeden Bezirk verlangen, werden dem Vorstande zur Der Antrag des Vorstandes zu diesem Punkt lautet: Ein eines führung Krantenzuschusses, Einführung Erwägung überwiesen. Ebenso ein Antrag von Bremen, welcher Sterbegeldes, Einführung einer Beihilfe die Verkleinerung des 6. Bezirks verlangt. Gin Antrag von Altona umzugsto sten in Fällen von Arbeitslosigkeit, Kündigung und imd Lübeck:" Den durch Beteiligung an der Maifeier Gemaßregelten wo es im Verbandsinteresse gelegen ist, und Regelung der UnterGemaßregelten- Unterstüßung zu gewähren", wird in namentlicher stügung an Gemaßregelte, Inhaftierte und bei Streits Abstimmung mit 80 gegen 69 Stimmen abgelehnt. Es bleibt somit bei der bisherigen Handhabung, daß die infolge der Maifeier durch Aufnahme diesbezüglicher Bestimmungen und der UnterGemaßregelten eine Unterstützung in Höhe der Arbeitslosen- Unterstügungssäge in das Statut. stüßung erhalten. Fast einstimmig angenommen wird ein Antrag von Frankfurt a. M.- Bockenheim, nach welchem ein Vertragsverhältnis mit einer ausländischen Organisation nur dann abzuschließen ist, wenn den Mitgliedern beider Organisationen gleiche beschränken. Bisher haben sich bereits über 50 Redner zu diesem Es wird zunächst beschlossen, die Redezeit auf 10 Minuten zu Rechte gewährt werden. Diejenigen ausländischen Organisationen, welche im Vertragsverhältnis mit dem Deutschen Metallarbeiter Punkt einzeichnen lassen. Behrend Berlin erklärt, fein Verband stehen, vierteljährlich im Verbandsorgan zu veröffent principieller Gegner der Kranken- Unterſtügung zu sein, wendet sich lichen. Von Regensburg liegt ein Antrag vor, einen ministeriellen aber dagegen, daß dieselbe jest schon eingeführt wird und ver Entscheid herbeizuführen, daß Mitglieder, soweit dieselben noch nicht langt, daß erst das Resultat der Arbeitslosen- Unterstützung abausgesteuert sind, nicht als Landstreicher von den Behörden behandelt gewartet beziehungsweise daß diese Einrichtung erst besser ausgebaut tverden können". Der Vorstand erklärt hierzu, daß er im Sinne wird. Kordiske- Breslau betont, daß er bisher ein Freund der Einführung der Krantenunterstützung gewesen, aber nunmehr ein Dem Vorstande und ergänzenden Ausschuß wurden folgende Gegner ist, weil die verlangte Erhöhung der Beiträge eine zu große nachdem die schlechte Konjunktur noch 3 widau, 2. Juni. Anträge zur Berücksichtigung beziv. Erwägung überwiesen:" Ein- und besonders jetzt, Die Debatte über die zum Punkt Presse" eingegangenen Annachwirkt, die Mitglieder zu hart betroffen werden. Der heitliche Betreibung der Agitation zwischen Nachbarfilialen. An- Redner empfiehlt die Erhöhung der Beiträge auf 40 Pf. und träge wird fortgesetzt. Junges bluth- Eving tadelte die Refchaffung eines für jeden Fall besonders bezugnehmenden, für die dafür die Arbeitslosen- Unterstützung auszubauen. Pa w I owitsch daktion, daß sie so viel Gewicht auf die Person August Brusts lege, Einzelagitation passenden Flugblattmaterials in befferer Aus- Berlin spricht sich in ähnlicher Weise aus und verweist darauf, daß nicht zwei Seiten solle man ihm widmen, wie es vorgekommen, von Flugblatt- Terten aus den Reihen der Kollegen. Zuhilfenahme glieder stehen und daß er für eine Erhöhung der Beiträge sei, aber Eifel hebt hervor, daß die Verbandszeitung jezt sehr gutes Material Bewilligung und Ausschreiben von Preisen für Einsendung die kranten Mitglieder sich relativ besser als die arbeitslosen Mit sondern man solle den Raum der Zeitung nicht einmal mit Nennung seines Namens in Anspruch nehmen, er ſei es nicht wert. Schwarzder Illustration in passenden Fällen in der Flugblattagitation. Betreibung einer ganz energischen Agitation, Anstellung von noch zum Ausbau der Arbeitslosen- Unterstüßung. zur Agitation und Werbung neuer Kräfte liefere, nur werfe der fehlenden Gauleitern, Verkleinerung von besonders schwer zu be= Redakteur manchmal doch zu viel mit Zahlen um sich. Ein weiterer arbeitenden Gauen und Unterstützung resp. Anstellung erprobter Redner spricht für Annahme eines Vertrauensvotums an die Redaktion; Kollegen der verschiedenen Berufe, welche den Gauleitern bei der die Generalversammlung erkläre durch ein solches Votum, daß sie Agitation zur Hand gehen, denselben auf einem Blake vorarbeiten, keineswegs mit der bekannten„ nackten Zeichnung" des Essener überhaupt stets zur Verfügung des Verbandes stehen." ,, Weckrufs" einverstanden sei. Hermes- Steele tadelt die Aufnahme von Annoncen, die den Bergleuten nur das Geld aus der Tasche ziehen. Hué erklärt, der Annoncenteil gehöre nicht zum Ressort der Redaktion; das muß mit dem Kassierer abgemacht werden, er sei auch für Nichtaufnahme von Annoncen zweifelhaften Inhalts. Redner geht dann näher auf die von verschiedenen Delegierten vorgebrachten Beschwerden ein und weist dieselben entschieden zurück. Was die Polemik mit Brust betrifft, so sei dieselbe nicht zu vermeiden, denn dieses Antrages wirken will. führung. " Mitglieder. eines zu den Erhöhung der Wochenbeiträge von 30 auf 50 Pf. für männliche und von 10 auf 25 Pf. für weibliche Mitglieder. * V Die im gestrigen Sitzungsbericht über die Angelegenheit Scherm enthaltenen Bemerkungen sind dahin zu berichtigen, daß nach dem Vorstands- und Ausschußbericht eine Schuld Scherms bezüglich der 10 Mark nicht nachgewiesen werden konnte. Dagegen wären nach Ferner mehrere Anträge über statistische Erhebungen:„ Er dem Ausschußberichte Beweise für politische Verfehlungen erbracht, hebungen im Reiche über die Ueberzeit- Arbeit in der Metallindustrie die seinen Ausschluß aus der Partei zur Folge hatten. Ueber diese zu veranstalten behufs Einleitung einer wirksamen Agitation zur Verfehlungen hätte eine Einigung zwischen Vorstand und Ausschuß Regelung der Arbeitszeit dem Verbrauch entsprechend."" In be- nicht erzielt werden können, weshalb die Sache der Generalversamm stimmt festgelegten Zeiträumen für sämtliche Berufsgruppen inner- lung vorgelegt werde. halb des Verbandes statistische Erhebungen veranstalten." Er hebung über die Lohn-, Arbeits- und Organisationsverhältnisse deutschen Töpferstreik in Bayern kein einziger Streitbrecher von dort gekommen sei. Betreffs des Bauarbeiterschußes, der auch für die Dfensezer von eminenter Bedeutung sei, empfahl Redner der Generalversammlung die Annahme der vom letzten Bauarbeiterſchutz- Kongreß angenommene Reſolution. Der Kassierer erstattet den Kassenbericht und konstatiert mit Genugthuung die finanzielle Gesundung des Verbandes durch die von der letzten Generalversammlung beschlossenen Beitragserhöhungen. Er empfiehlt einen weiteren Ausbau der Krankenunterstützung. Dadurch, daß in den letzten Jahren weniger für Streikunterſtügung ausgegeben zu werden brauchte, sei es möglich geworden, einen tüchtigen Unternehmertum gegenüber eine weitere Stärkung des Kampffonds Kampffonds anzusammeln, vor dem auch die Unternehmer Respekt haben. Es sei aber dem sich immer mehr zuſammenſchließenden eine dringende Notwendigkeit, um allen Eventualitäten gerüstet gegenüberzuſtehen. 14. Generalversammlung des Verbandes deutscher Bergarbeiter. . " " er berleumdet uns beständig, persönliche Angriffe gegen Bruft ver-| In England arbeiten etwas mehr denn 80 Broz. unter diesem System.| Stadtverordnetensizung vom 16. Februar soll dann Stadtverordneter meide er. Es sei unmöglich, alle Angriffe gegen den Verband und Aber auch in Amerika ist dieselbe Forderung realisiert worden. Wir Emmer gesagt haben, trotz der Erklärung des Herrn v. Holly in gegen seine Person auf sich sitzen zu lassen. Betreffs der sind aber der Ansicht, daß die Regelung dieser Frage auf gesetzlichem der lezzien Sitzung hätten sich verschiedene Beamte der nadten Zeichnung im Essener Weckruf" meint Redner: Wenn Wege besser ist. Und wir haben ein gewaltiges Interesse an der ihn, Polizei an Emmer, mit Beschwerden über ihre das wahr wäre, was in der nadten Zeichnung gegen Erhöhung der Löhne in den andern Ländern, besonders an der EinDer Staatsanwalt lud nun Vorgesetzten gewendet. die ihn geschrieben, so müsse ihn die Generalversammlung zum Teufel führung eines Minimallohnes.( Beifall.) jagen. Strunz- Zwickau meint, man könne jetzt mit der Redaktion sämtlichen Beamten, um durch ihre eidliche Vernehmung beweisen Die BergCordier( Frankreich) stellt dieselbe Forderung. zufrieden sein. Gegen die nackte Zeichnung des Essener Partei- arbeiterlöhne in Frankreich schwanken zwischen 3,50 Fr. und 9 Fr. zu können, daß sich Beamte nicht an socialdemokratische StadtOrgans müsse Stellung genommen werden durch Annahme eines pro Tag. Der allgemeine Durchschnitt im Pas de Calais ist 6,24 Fr. verordnete gewendet haben und deduzierte, wenn auch die BeVertrauensvotums. In diesem Sinne sprachen sämtliche nach Dort wo die Drganisationen am stärksten, sind die Löhne in einer hauptung nicht für die Angeklagten und deren Parteigenossen befolgende Redner. Nachstehende Resolution fand einstimmige An- einheitlichen Höhe. Da die Versuche, die Frage auf legalem Wege leidigend ist, so wäre sie doch geeignet die Beamten bei einem nahme:„ Die Generalversammlung nimmt Kenntnis von den persön- zu lösen verschlugen, haben wir Zusammenkünfte mit den Unter- größeren Teil der Bevölkerung verächtlich zu machen. lichen Angriffen des„ Weckrufs"-Essen in seiner Nummer 167 vom nehmern veranstaltet behufs Einführung eines Minimallohnes. Wir Wie uns ein Privattelegramm aus Halle meldet, beantragte der Jahre 1902. Sie weist die persönlichen Angriffe mit Entschiedenheit verlangten als Lohnbafis 3,75 Fr., die erhöht werden solle durch Staatsanwalt gegen Krüger die horrende Strafe von 8, gegen zurück und spricht dem Redakteur Hué ihr volles Vertrauen aus. In den Zuschuß für bestimmte Quantitäten geförderter Kohle. der Verbandszeitung darf jedoch der persönliche Streit nicht weiter Wir waren auch damit einverstanden, daß für den bestimmten Emmer eine solche von 6 Monaten. geführt werden." Nach verschiedenen unwesentlichen Anträgen zu Lohnsatz ein gewisses Minimum der Produktion festgesetzt werde, um Krüger auf einen Monat Gefängnis, gegen Emmer Punkt Presse" wird die Debatte hierüber geschlossen. den Unternehmern den Einwand zu nehmen, die Arbeiter würden sich auf 300 Mark Geldstrafe. alsdann auf die faule Seite legen, da ihnen ihr Minimallohn garantiert sei. Trotzdem sind die Unterhandlungen erfolglos geblieben und wir werden uns neuerdings an das Parlament wenden. Wir wünschen, daß die Frage international auf geseglichem Wege gelöst werde. " M Es folgt hierauf Punkt 6 der Tagesordnung: der Tagesordnung: Ein führung der Arbeitslosen Versicherung und Statuten Aenderung. Hierzu hielt F. Pokorny- Zwidau das Referat. Nach einer Erörterung kommt der Redner auf die Anträge, die die Kommission der Generalversammlung empfiehlt, zu sprechen und bittet um Annahme derselben. Die Kommission schlägt der Generalversammlung folgende Anträge vor: Arbeitslofen- Unterſtügung nach dem Antrage des Vorstandes zu beschließen; doch hat sie entgegen dem Vorschlage des Vorstandes nach 14tägiger Erwerbslosigkeit, nach 8tägiger Erwerbslojigkeit gesetzt. Auch die Unterstützungssäge hat sie erhöht, sie sollen betragen nach einer pro Tag oder Woche Mitgliedsdauer von vollen 52 Wochen 1,00 m. 1,20 M. 1,50 M. Dadurch steigt natürlich auch die Gesamtsumme der in einem Jahre( 52 aufeinanderfolgenden Wochen) zu erhebenden ArbeitslosenUnterstützung, sie darf jedoch nicht übersteigen nach einer Mitgliedsdauer von vollen 52 Wochen 48,00 M. " " " 156 260 " " 1156 260 " " . 57,60 M. 72,00 M. 6,00 m. 7,20 M. 9,00 M. Das Gericht erkannte gegen Wahlverfammlungen. Ober- Schöneweide. Am 30. Mai fand hier im„ Wilhelminenhof" Fauviaux( Belgien): Wenn bei uns die Krise eintritt, ist eine öffentliche Wählerversammlung statt, in welcher Genosse Arthur das Unternehmertum schnell mit Abzügen zur Stelle. Geht Stadthagen referierte. Derselbe legte in zweistündigem Vortrage der Geschäftsgang flott, denn muß lange gekämpft werden, dar, in welcher Weise die gegnerischen Parteien in der letzten Legisum das alte Lohnminimum wieder zu erreichen. Die laturperiode gewirtschaftet und was sie alles dem Volke aufgehalst Streits inmitten industrieller Prosperität famen den Unternehmern haben. Reicher und lebhafter Beifall lohnte den Redner. Genosse feineswegs gelegen. Die Regierung suchte diesem abzuhelfen durch ein Bessier ergänzte noch die Ausführungen Stadthagens. Dann meldete Gesetz, welches die Einrichtung von Schiedsgerichten verlangt. Diese sich ein Herr Schulz zum Wort. Derselbe ging auf die Zollvorlage Einrichtung taugt keinen Pfifferling und ist nur gemacht, um der ein und meinte, die kleinen Bauern hätten doch einen Vorteil davon, Arbeiterschaft und dem Publikum Sand in die Augen zu streuen. namentlich von den Kornzöllen, auch könnte er keinen SocialdemoDie Kameraden, welche sich der Forderungen der Gewerkschaft an- fraten wählen, weil sie religionsfeindlich wären. Den Genossen nehmen, werden, wenn auch nicht gemaßregelt, so doch an schlechte Düsing, Münzer und Stadthagen war es ein leichtes, die AusArbeitsorte gestellt, wo sie bei mörderischer Arbeit nicht das führungen zu widerlegen. Der Vorsitzende Münzer schloß hierauf trockne Brot verdienen.( Rufe von den Tischen der deutschen die überfüllte Versammlung mit einem kräftigen Hoch auf die Delegation: Ganz wie bei uns!) Ein Kohlenhauer ver- Socialdemokratie. J dient in Belgien 3 und 4 Fr., manchmal auch 5 Fr. Wernsdorf. Nachdem es nun auch hier gelungen ist, ein Lokal pro Tag. Wir haben in Belgien Geseze, welche die Behandlung mit größerem Saal, das des Herrn Wilh. Erkner, an der Schleuse und Unterhaltung der Hunde vorschreiben, aber noch kein solches das sich auf die Arbeiter bezieht. Wir glauben, daß diejenigen, welche gelegen, freizumachen, fand am 2. Feiertag eine auch von Franen schlägt die Kommission vor, das Sterbegeld, welches nach Leistung das Interesse des Gesetzgebers bedürfen. Darun erheben wir auch sichtlichem Intereffe folgte die Versammlung den packenden Worten Die Wochenbeiträge sollen auf 25 Pf. festgesetzt werden. Weiter alle Reichtümer schaffen, doch auch soviel wert sind wie gunde und gut befuchte Wählerversammlung statt, in welcher Fritz Zubeil über die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen sprach. Mit von 26 bollen Wochenbeiträgen für jedes Mitglied gezahlt hier wieder die Forderung auf gesetzliche Einführung eines Minimal des Referenten und spendete nach Schluß der ca. 21½stündigen Rede wird, von 60 auf 80 Mark zu erhöhen. Stirbt die lohnes.( Beifall.) stürmischen Beifall. In der Diskussion, zu welcher sich trotz Ehefrau bor dem Mitgliede, so werden dem Mitglied Die deutsche Delegation läßt erklären, daß sie die von wiederholter Aufforderung des Vorsigenden Gegner nicht meldeten, 40 Mart, ausgezahlt, in diesem Falle können können beim Tode den Engländern eingebrachte Resolution auf gesetzliche Einführung beleuchtete Genosse Kegel die sonderbare Wahlagitation der Gegner des Mitgliedes selbst nur noch 40 Mark ausgezahlt werden. des Minimallohnes lebhaft unterstütze. in den umliegenden Ortschaften. Frau Besold- Rigdorf ermahnte Das Projekt einer Kranten Zuschußkaffe hat die Kommission Zeingr( Destreich): Wenn es irgend ein Land giebt, das insbesondere die anwesenden Frauen im Wahlkampf thätig zu sein, fallen lassen, sie schlägt eine einmalige Unterstützung der den Minimallohn nötig hat, so ist es Destreich. Dreimal, 1894, da die Arbeiterfrauen unter der traurigen wirtschaftlichen Lage ihrer Mitglieder in außergewöhnlichen Notfällen bis zur Höhe von 1897 und 1900, haben wir für die Verbesserung der Löhne gekämpft; Männer schwer mit zu leiden haben. Einstimmig angenommen 20 M. vor. Zum Bezugsrecht ist eine sechsmonatliche Mitgliedschaft leider erfolglos. Wir versuchen jetzt unser Glück im Parlament. wurde eine Resolution, worin die Versammelten sich verpflichten, nötig. Zum Verband übertretende Mitglieder andrer Gewerkschaften Aber wir machen uns keinerlei Illusionen, denn wir wissen, daß die bei der Reichstagswahl Mann für Mann mit vollen Kräften einerhalten alle Rechte nach geliefertem Nachweis, daß sie volle sechs Reaktion in Destreich in puncto Arbeiter feindlichkeit nichts zu Monatsbeiträge in ihrer früheren Organisation geleistet haben. wünschen übrig läßt. Nichtsdestoweniger werden wir in der Zukunft Uebertretende Mitglieder vom christlichen Gewerkverein brauchen in mit derselben Energie für unsre Forderungen kämpfen wie in der obigem Falle auch kein Eintrittsgeld zu zahlen. Vergangenheit. Die Debatte über die zur Statutenordnung gestellten Anträge wird beim Schluß der Vormittagsjigung abgebrochen. Für die ausgesperrten Iserlohner Arbeiter bewilligen die Delegierten einstimmig 2000 M. = Der Kongreß erklärt sich einstimmig für die Resolution der Engländer: In allen Ländern ist die gefeßliche Festlegung eines Minimallohns anzustreben. Die Nachmittagssigung beginnt mit der Diskussion des Anttrages der Engländer: In allen Ländern ist die Wahl selbständiger, bon bürgerlichen Parteien un= abhängigen Arbeiter Abgeordneten anzustrebe it. Auf diesen Punkt ist die Aufmerksamkeit aller Delegationen gerichtet. = edte Partei- Nachrichten. 1220 wurde zutreten. Eingegangene Druckfchriften. Zweiter Jahresbericht des Arbeiter: Sekretariats für Kiel und 104 Seiten. Stiel 1903. Selbstverlag Umgegend. Geschäftsjahr 1902. des Arbeiter- Sekretariats. Tageblatt des V. Internationalen Kongresses für angewandte Chemie in Berlin vom 2. bis 8. Juni 1903. 1. Lieferung. 110 Seiten. Berlin 1903. Deutscher Verlag, Königgräßerstr. 41/42. 37 Bedford Street, Strand, London. 700 Seiten. The National Review. June 1903. Edward Arnold. Briefkaften der Redaktion. G. B. 00. 3. Katholisch. C. G. 37. Zuerst im Februar 1887. 11777. 1. und 2.: Später im juristischen Teil. 3. Wenden Sie sich an Herrn Willy Friedländer, Berlin N., Elsasserstr. 25. W. H. Wir kennen den Todestag des stardinals nicht. K. 2. Abfahrt vom Potsdamer Bahnhof. Näheres erfahren Sie dort durch Beamte oder im Auskunftsbureau. Juristischer Teil. G. G. 46. Die Alimente sind nicht verjährt. In der Nachmittagssigung wird die Debatte über die verschiedenen Unterstügungen fortgesetzt, und nach Schluß derselben zur Abstimmung geschritten. Ueber die Erhöhung der Beiträge auf 25 Pf. wird namentliche Abstimmung vorgenommen. Das Resultat ist folgendes: 42 Delegierte stimmen für den Kommissionsantrag, 50 Delegierte dagegen. Die namentliche Abstimmung der Verbandsborlage zeitigte folgendes Resultat: 51 Stimmen werden dafür, Sieben Delegierte haben 33 dagegen abgegeben. sich der Abstimmung enthalten. Da nun laut früheren Generalversammlungsbeschlusses zur Abänderung der Statuten/ der Mitglieder für die Der Parteitag der norwegischen Socialdemokratie. Abänderung sein müssen, so sind beide Vorlagen, sowohl die der Die 17. Landesversammlung der norwegischen Arbeiterpartei Kommission als auch die des Vorstandes abgelehnt. Die ganze wurde am 29. Mai in Kristiania vom Parteivorsitzenden Chr. H. Arbeit war mithin vergebens. Unter den Delegierten herrscht darob Knudsen eröffnet. Anwesend waren einschließlich der Parteieine große Mißstimmung, und man versucht, durch immer und immer leitung 137 Delegierte. Als Leiter der Verhandlungen wurden Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends wieder neu gestellte Anträge eine abermalige Abstimmung über den Sven Mattssen und C. Jeggesen gewählt. Hermann Vorschlag des Vorstandes herbeizuführen. Der Vorsitzende wehrte Lindquist aus Stockholm, der dem kurz vorher beendeten Ge- on7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. sich zunächst heftig dagegen, Redakteur Hné stellte danach folgenden werkschaftskongreß beigewohnt hatte, begrüßte den Parteitag im müssen wir es ablehnen, bestimmte Rechtsanwälte, Aerzte usw. zu empfehlen. A. Sch. Grundsätzlich Antrag: Die Delegierten beschließen, daß der Zustand vor den Ab- Namen der schivedischen Arbeiterschaft. Nachdem der Bericht des H. B. Wenden Sie sich mit einer Anfrage über die Lage der Sache an die Staatsanwaltschaft. B. P. 100, 2. 001: Nein. A. Winter. stimmungen wieder hergestellt wird und die betreffenden Anträge Parteivorstandes nach kurzer Debatte gutgeheißen war, nochmals zur Abstimmung fommen. Dieser Antrag wird in nament zunächst über einige fleine Aenderungen des Statuts be- Nur mit Genehmigung des Wahlvorstandes oder um einen Wähler zu licher Abstimmung mit 73 Stimmen angenommen. Bei der nun raten. Sodann erfolgte die Festsetzung des Budgets der begleiten, der ein körperliches Gebrechen hat, das ihn hindert, den Zettel in P. K. 5. Etiva 7 bis 20 m. Ein Beispiel für erfolgten Abstimmung über den Vorschlag des Vorstandes, die Bei- Partei für das vom 1. Juli 1903 bis zum 30. Juni 1904 den Umschlag zu legen. träge auf 20 Pf. zu erhöhen, wird derselbe mit 61 gegen 5 Stimmen laufende Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme wurde auf 6100 solchen Antrag finden Sie in dem dem„ Arbeiterrecht" beigefügten Führer. Das Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus. Elender 44. angenommen. Mithin ist die Einführung der Arbeits- Kronen festgesetzt. Auf Antrag von Frau Tynäs wurden 1. Die„ fingierte" Steuer ist nicht zu bezahlen: sie muß aber aus andern Iosen Unterstübug im Bergarbeiter Verbande 300 Kronen der Ausgaben speciell für Fra nagitation bestimmt.( Wahl-) Rücksichten angefekt" werden. 2. und 3.: Ihre Eltern können beschlossene Sache. Das Budget des Partei- Organs" Socialdemokraten" wurde dann mit ihrem Eigentum zu ihren Lebzeiten machen, was sie wollen. Etwa 33 Proz...H. T. 25. Geringebenfalls festgesetzt und zivar mit einer Bilanzsumme von Ein Kieler Schlosser. A. N. 2. 1. Nein. 2. 5 Broz., also 17 Pf. 74 900 Kronen. Am Schlusse des ersten Sigungstages wurde dem fügiger Störperfehler. 5. 3. 33. Die Betreffende fann selbständig wohnen und für den Fall aus Dänemark gebürtigen Parteigenossen E. Jeggefen, der vor des Versuchs einer Behinderung sich an das Vormundschaftsgericht mit dem nunmehr 25 Jahren nach Kristiania kam, der Dank für sein hervor Antrag auf Schuß oder auf Großjährigkeits- Erklärung wenden. ragendes Wirken im Dienste der norwegischen Arbeiterpartei aus- Göttingen. 1-3. In der Regel nein. Das Ober- Verwaltungsgericht nimmt aber an, daß aus der Zulassung einer sehr großen Zahl von Gästen, gesprochen. die ohne jedwede Prüfung oder Zusammenhang mit den Vereinsmitgliedern zugelassen werden, auf das Vorhandensein einer öffentlichen Gesellschaft geschlossen werden könne. H. W. N. 20. Sie erhalten bis spätestens am 9. Juni Nachricht vom Magistrat. Sie sind wahlberechtigt.- I. J. Ja Witterungsübersicht vom 3. Juni 1903, morgens 8 Uhr. Internationaler Bergarbeiter- Kongreß. Brüssel, den 2. Juni 1903. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter 5° C. 4° R. Temp. n. C. Stationen Der Tagespräsident Abraham( England) eröffnet mit einer fernigen Ansprache, in der er den Fortschritt der Bergarbeiter Internationale betont, die Sigung. Es wird in die Verhandlung des zweiten Punktes der Tagesordnung: Minimallohn ein getreten. Wegen Ausübung ihrer Stadtverordnetenpflicht bestraft Houd bech erklärt im Namen der Engländer: Die Realisierung wurden gestern zwei Parteigenossen in Halle, die Stadtverordneten des Minimallohnes habe in England schwere Stämpfe gekostet, Karl Krüger und Friedrich Emmer. Sie waren beschuldigt, die alle erfolglos gewesen seien. Die Unternehmer stemmten sich wider besseres Wissen in Beziehung auf die Exekutivbeamten der natürlich gegen diese Forderung, während die bürgerlichen Dekonomen Halleschen Polizeiverwaltung unwahre Thatsachen behauptet zu haben, fie eine Utopie nannten. Allein wir in England haben im Laufe des letzten Jahrzehnts die einen überwunden und die andern die geeignet wären, die Polizeibeamten verächtlich zu machen. widerlegt. So haben beispielsweise die Arbeiter der Minendistrikte waren nicht weniger als 217 Grekutivbeamte vom zweiten von Wales, von Durham 2c. einen Minimallohn. Dieser ist so, daß Bürgermeister herab bis zum Gefangenen- Aufseher als Zeugen ge= ein Arbeiter, auch wenn er nicht so glücklich ist, gute Kohlenlagen zu laden. Die Beleidigungen werden darin erblickt, daß Stadtv. finden, doch immer seinen bestimmten Minimallohnsatz erhält, denn Krüger gelegentlich der diesjährigen Beratung des Polizei- Etats Swinemde. 759 NW Berlin 759 NW die Basis unfres Syſtems ist der Tag e lohn, der durch die für die am 9. Februar im Stadtverordnetenkollegium gesagt haben soll, es Hamburg 762 N 6halb bd. 11 Petersburg Quantität der Produktion vorgesehenen Zuschläge erhöht wird. hätten sich bei ihm Polizeisergeanten über widersprechende Dienſt Franti.a.M. 760 So haben wir wenigstens ein Minimum, das dem Arbeiter die Eristenzmittel garantiert und das ihm nicht genommen werden instruktionen beschwert. Bürgermeister v. Holly entgegnete darauf, München kann, weder durch den Willen eines einzelnen Unternehmers nur durch er glaube das nicht, denn ein Beamter, der sich an einen socialdie Krise. Der Vertrag ist durch eine gemeinschaftliche Konferenz demokratischen Stadtverordneten wende, sei untreu und nicht Die socialdemokratischen Stadtverordneten mit den Unternehmern festgesezt und läuft 1904 ab. Er wird auch wert Beamter zu sein. nächstes Jahr wieder in noch vorteilhafterer Weise erneuert werden. blieben dem Bürgermeister die Antwort nicht schuldig und in der Beerdigungs- Verein Berliner Zimmerleute. Nachruf. Am 30. v. M. starb nach kurzem Krantenlager unser Mitglied, der Zimmerer Herr L. Sauer. Ehre seinem Andenken! 17586 Der Vorstand. Danksagung. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Sage den Parteigenossen des sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreises, fo- Teilnahme bei der Beerdigung meines wohl dem Deutschen Metallarbeiter Verband sowie den Kollegen der Firma lieben unvergeßlichen Maunes, unsres Bergemann und den Sängern für den treusorgenden Vaters sagen wir allen erhebenden Gesang am Grabe meines Freunden, Bekannten u. Kollegen, dem Gesangverein, den Orts: lieben Mannes den tiefgefühltesten verwaltungen Berlin und Char Dant. Teltow Beeskow und dem Per fonal d. Moabiter Stadt- Theaters unsern tiefgefühltesten Dank. 17382 17575 Frau Wwe. Walther nebst Kindern, Eltern u. Geschwistern. lottenburg, dem Wahlverein für Die trauernde Witwe und 1678L* Damenuhren Goldwaren zum halben Preise im Ausverkauf Konkurslagers, des Uhrmacher Barth'schen Chausseestr. 21. 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Heizungsmonteur Hein, als Vertrauensmänner der Arbeitnehmer, nachstehender Vergleich worden ist: geschlossen 1. Am 12. November 1902 ist in Sachen des Rohrlegerstreits ein Vers gleich geschloffen worden und zwar unter Zugrundelegung des Lohntarijs der Gas, Waffer- und HeizungsInnung für Berlin und der Lohnfäße Der Heizungsmonteure und Helfer, aufgestellt von den Berliner Centralheizungs- Industriellen.( Beide Tarife vom Auguſt bezw. September 1900.) Dieser Tarif enthält 12 Punkte: Der Oberingenieur Beutner als Bertreter der Firma Bechem u. Bost erklärt für die Firma, daß dieselbe dem Vergleiche vom 12. November 1902 in allen Punkten beitritt, und daß dieselbe fich ebenfalls einem Arbeitgeber Verbande anschließen werde. Die Bertreter der Arbeiter nehmen diese Erklärung entgegen und erklären hiermit ausdrüdlich, daß auch fie den Bergleich der Firma Bechem u. Post in seinem vollen Umfange halten werden. 5 2. Die Arbeit wird morgen am 6. Mai 1903 wieder aufgenommen. gez. Carl Wiesenthal. Fris Specht. Richard Selchow. Carl Beutner. Hugo Brandt. E. Bernhard. A. Körsten. N. Hein. von Schulz. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 127. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donerstag, 4. Juni 1903. Fünfter internationaler Kongreß für angewandte Chemie. teine witürliche Erhöhung der Grundstückswerte stattgefunden, man Wann haben Sie die Staſerne verlassen?- Angefl.: Gegen Berlin, 3. Juni. Marine- Artillerist Jänicke als Zenge über die Transaktionen gemachten Buchungen seien richtig, es habe Erzählen Sie einmal, was Sie am Abend des 2. Mai gethan haben. habe zu Machenschaften keine Zuflucht genommen. 8 Uhr. Verhandlungs I.: Mit wem gingen Sie zus ſammen? Angefl.: Ich ging allein. Verhandlungsl.: Die heutige Eröffnungssigung wies eine recht starke Beteiligung Nach dreitägiger Bause wurden die Verhandlungen am Dienstag Wohin gingen Sie? Angekl.: Nach Friedrichsort.- Bers auch von seiten des Auslandes auf. Aus fast allen Ländern Europas, wieder aufgenommen. Zur Erörterung kam zunächst die Thätigkeit handlungsl.: Gingen Sie nicht zuerst nach Pries? Ange aus Amerika und selbst Virginia sind Gelehrte und Großindustrielle der Vereinigung für Grunderwerb", bei welcher mur lagter: Jawohl, in das Müllersche Lokal. Verhand erschienen. Die Regierungen haben ebenfalls offizielle Vertreter ent- der Angeklagte to me id interessiert ist. Diese Vereinigung ist im Iungsleiter: Haben Sie dort viel getrunken?- Angel.: fandt. Graf Posadowsky, dem die Begrüßung namens des Reichs September 1897 von dem Oberlehrer Armborst und dem jetzt Jawohl, ich trant 7 Glas Bier und einige Schnäpfe. Ver= oblag, feierte die Fortschritte, welche unser ganzes Gesellschaftsleben flüchtigen Willy Schumacher als Gesellschaft mit beschränkter Haft handlungsleiter: Wann verließen Sie das Müllersche Lokal? der Chemie verdankt. Ihre Erfindungen, versezten Berge"(!) und füllten pflicht gegründet worden. Das Grundkapital, auf welches 25 Proz. Angefl.: Gegen 11 Uhr. Verhandlungsl.: Sie Thäler aus und durch Verbesserung der Lebensbedingungen vereble eingezahlt worden, betrug 200 000 m. sie das Dasein. Und wenn sie auch dem männermordenden Kriege forderlichen 50 000 m. hat der Angeklagte Romeick hergegeben. Zweck zivei Leuten. Die zur Einzahlung er- gingen alsdann nach Friedrichsort und begegneten auf der Chaussee Verhandlungsl.: Angefl.: Jawohl. diene, so seien doch bedeutungsvoller die Dienste, welche diese Wissen- der Gesellschaft war die Verwertung einiger Herrn Romeid gehöriger Haben Sie die Leute erkannt? Angefl.: Nein, es war ganz schaft und ihre Anivendung der gesamten Menschheit leiste, indem sie Grundstücke, welche die Gesellschaft käuflich übernahm. Es handelt sich um dunkel. Verhandlungsl.: Sie sollen einen von den beiden durch ihre Erzeugnisse Schmerzen stille, Krankheiten heile und die die Grundstücke Schillerstr. 108 in Charlottenburg, Kaifer- Allee( Ecke Leuten geschlagen haben? Ange kl.: Es ist möglich, daß ich einen Gesundheit ordere.- Der Herr Kriegsminister war leider nicht Berlinerstraße) in Wilmersdorf und Prinz Regentenstraße( Ecke Berliner- geschlagen habe. Verhandlungsl.: Wissen Sie sich nicht anwesend. straße) in Wilmersdorf. Der Kaufpreis wurde durch die Uebernahme darauf zu befinnen, waren Sie denn so betrunken? Angel.: Nach weiteren Ansprachen wurde das Bureau konstituiert und der eingetragenen Hypotheken belegt. Gewinne find nicht erzielt, Ich war start angetrunken. Verhandlungsl.: Haben Sie die Sigung für die nachmittags beginnenden Sektionsverhandlungen vielmehr war bis 1. Januar 1900 ein Verlust von 61 374 M. ent- denn nicht gehört, daß die beiden Leute Fähnriche waren? Ange= vertagt; zu denselben sind nicht weniger als 460 Vorträge an- standen. Die erforderlichen baren Betriebsmittel hatte der Angeklagte flagter: Nein. Verhandlungs I.: Sie haben früher gegemeldet. Romeid vorgefchoffen. Dieselben beliefen sich bis November 1900 sagt, die Beiden wären Civilpersonen gewesen, Sie hätten den einen In der Sektion für landwirtschaftliche Chemie sprach auf 37 945 M. Am 27. Oftober 1900 verkaufte Romeid seine An- an seinem steifen schwarzen Hut und den andern an seinem hellen Dr. Frant Charlottenburg über die Nutzbarmachung des sprüche gegen Armborst u. Schumacher an die Immobilien- Verkehrs- Ueberzieher erkannt? Angekl.: Das ist möglich, ich weiß mich freien Stickstoffs der Luft für Landwirtschaft und Industrie". Bei bank für 50 000 m. aber nicht mehr darauf zu erinnern. Verhandlungsl.: dem großen Bedarf an stickstoffhaltigen Düngemitteln und Salpeter Die Verhandlung geht sodann zu einem neuen, wichtigen Haben Sie nicht gehört, daß Ihnen zugerufen wurde:" Nehmen Sie die Einfuhr Deutschlands allein trifft über 100 Millionen Abschnitt der Anklage über: Den Verlusten der Pommernbant. sich in acht, wir sind Fähnriche"? Angel.: Davon weiß ich Mart an haben die Chemiker längst sich die Aufgabe gestellt, den Es kommen hierbei die Behauptungen der Angeklagten Schulz und nichts. Verhandlungsl.: Haben Sie nicht an den blanken in der Luft in unerschöpflichen Mengen vorhandenen Stickstoff in Romeid, ferner die nicht übereinstimmenden Abschätzungen der staat- Knöpfen erkannt, daß die beiden Personen Militärpersonen waren? mugbare Verbindungen überzuführen. Angesichts der außerordentlichen Revisionskommission und die unter diese noch bedeutend Angel.: Nein. Verhandlungs I.: Weshalb haben lichen Widerstandsfähigkeit dieses Grundstoffes erschien die Lösung heruntergehenden Schäzungen der Bankkommission in Frage. Sie den einen geschlagen? Angel.: Ich weiß mich auf nichts der Aufgabe jedoch in weite Ferne gerüdt, bis durch Be- Justizrat Wronker giebt dem dringenden Verlangen des An- zu erinnern, ich war zu sehr angetrunken. Verhand= nugung elektrischer Energie ein neues Hilfsmittel chemischer geflagten Schulz Ausdruck, daß bei diesem für die Schuldfrage und lungsleiter: Nachdem sie einen der Leute geschlagen hatten, Verwandtschaft gefunden war. So gelang es Siemens und ebentuell für die Strafabmessung außerordentlich wichtigen Stapitel find Sie eiligst davongelaufen? Angefl.: Das ist möglich, ich später den Amerikanern Lovejoy und Bradley, durch Einwirkung unter allen Umständen der Bankinspektor Hartmann und der weiß nicht mehr, daß ich geschlagen habe. Verhandlungsl.: starter elektrischer Entladungen den Luftstickstoff zu Salpetersäure zu Sachverständige Prof. Dietrich zugegen feien. Sie begegneten dem Marine- Artilleristen Jänicke und liefen mit oxydieren. Die ebenfalls auf elektrischem Wege durch Moissau und Auf Vorschlag des Vorsitzenden wird jedoch der Versuch gemacht, diesem davon? AngetI.: Jawohl. Verhandlungsl.: Willson erreichte Herstellung des Calciumcarbids regte mun Dr. Frank das Thema vorläufig zu erörtern. Ans Weshalb liefen Sie, fürchteten Sie, verfolgt zu werden? und Dr. Caro zu seinen, jetzt von Erfolg begleiteten Arbeiten der Die Verluste, welche die Pommernbank erlitten hat, find nach geklagter: Ja. Verhandlungsl.: Sie haben sich hinter Umwandlung des Luftstickstoffs in Ammoniat und Cyan an. Es hat sich den Schäßungen der Bank- Revisionskommission und der späteren einem Zaun versteckt?- Angel.: Ja, Jänice sagte, daß wir uns ergeben, daß für die Anlagerung des Stickstoffs besonders das Barium Bankverwaltung hauptsächlich folgende: 1. Ausfälle an Deckungs- versteden sollten. Verhandlungsl.: Was für Hoſen hatten carbid geeignet ist und daß das gewonnene Cyanbarium sich nach hypotheken rund 16 000 000 m.; 2. Ausfälle an freien Hypotheken Sie an jenem Abend an? Angek I.: Ich hatte meine weißen einfachen Methoden zu Blutlaugenfalz und Chantalium verarbeiten rund 2 000 000 M.; 3. Verlust an die Immobilien- Verkehrs- Arbeitshosen an. Verhandlungsl.: Durften Sie denn in läßt. Das Calciumorbid andrerseits lieferte Cyanamid, aus dem bant( Lombard- Conto) 8 050 000.; 4. Verlust an die Arbeitshofen ausgehen?- AngelL: Jawohl. Berhandsich mit Wasser unter Druck Ammoniak gewinnen läßt. Immobilien- Verkehrsbank( Tresor- Abteilung) 556 000 M.; 5. Ver- lungsleiter: Hatten Sie Urlaub? Angefl.: Nein. Aber auch das rohe Calciumcarbid, das die Erfinder schlecht luft an Aftien- Konsortium Hachmeister 1 690 000 Mark; Verhandlungsl.: Kannten Sie den Fähnrich v. Abel? weg„ Kaltstickstoff" neznen, soll sich bei praktischen Versuchen durch 6. Verlust an Hachmeister persönlich 15 000 m.; 7. Verlust Angetl.: Nein, Fähnrich v. Abel war mir vollständig unbekannt. berufene Fachmänner als Düngemittel bewährt haben, so daß bereits an v. Hesse- Heiseburg 40 000., zusammen rund Verhandlungs I. Sannten Sie den Fähnrich Saalwächter? zur Massenfabrikation des neuen Stoffes übergegangen wird. 28351000 m. Ob der schließliche Schaden sich wirklich so hoch Zweifellos gewährt diese Veröffentlichung weite Ausblicke. Wir ge- oder höher oder niedriger herausstellen wird, läßt sich, wie die AnAngel.: Nein, auch Saalwächter ist mir vollständig unbekannt. Verhandlungsl.: Sie hatten also keinerlei Ursache, den denken darauf noch zuritzukommen. flage hervorhebt, zur Zeit nicht übersehen, da die Verluste zu 1., 2. Fähnrich v. Abel zu schlagen? Verhand Angel.: Nein. In der Settior für chemische Industrie der und 3. nur schägungsweise abgegeben werden können. Die Anklage Lungsleiter: Sie erinnern sich auch nicht, einen Fähnrich geanorganischen Produkte wurde über die Behandlung und berechnet, daß die Verluste der Aktionäre wenn man von schlagen zu haben? Reinigung der Gebrauchs- und Abwässer verhandelt. Die dem Aktienkapital bon 15 000 000 M. zunächst diejenigen Es wird danach bisherigen Methoden der Probe- Entnahme seien gänzlich unzureichend nom. 9 000 000 m. absetzt, welche in dem Bankkonzern selbst gewesen. Der Gehalt eines fließenden Gewässers an schädlichen Stoffen steckten auf etwa 7 405 000 2.88 Proz. des Gesamtbetrages vernommen. Dieser bekundet auf Befragen des Verhandlungsleiters: ändere fich von Meter zu Meter und von Stunde zu Stunde. zu beziffern seien. Den Pfandbriefbesizern wurden zwei Wege ge- Am Abend des 2. Mai habe er mit Messerschmidt und dem Matrosen Ueberall müßten die Beziehungen zwischen der Menge öffnet, von denen der folgende von den allermeisten beschritten Dorge im Müllerschen Lokal in Pries gekneipt. Sturz nach 11 Uhr der berunreinigenden Stofe zu der Menge des vorhandenen wurde: Sie verzichteten auf 20 Proz. des Nennwvertes ihrer Pfand- seien sie nach Friedrichsort gegangen, Dorge hatte sich schon vorher Wassers und der Schnelligkeit des Wasserlaufs in Rechnung ge- briefe und erhielten dafür als teilweisen Ersatz 10 Proz. dieses von ihnen getrennt. Auf der Chauffee seien ihnen zwei Leute beDie Vereilung schädlicher Stoffe unter große Nennwvertes in Aftien Litt. B. Die Zinsscheine wurden mit 80 Broz. gegnet, die er für Militärpersonen hielt. Er fonnte aber nur die Wassermengen durch geeignete Leitungen der industriellen und häus- ihres Nennwertes ohne Unterbrechung eingelöst und die Aktien blanken Knöpfe sehen und hielt sie für Wallwächter. Messerschmidt lichen Abwasser und die sogenannte chemische Selbstreinigung" durch Litt. B. vom 1. Juli 1902 als dividendenberechtigt erklärt. die Bindekraft des im Wasser vorhandenen Stalfes seien in vielen blieb bei einem der beiden stehen, er ging weiter. Nachdem er 10 bis Hierzu wird der Bankier Leop. Marcus bernommen, der als 15 Schritte gegangen war, sei Messerschmidt angelaufen gekommen. Fällen ausreichend. Diese begreiflicherweise unsren chemischen Fa Mitglied der Bankkommission f. 3. thätig gewesen ist. Er erklärt: Da fei er mitgelaufen und habe den Vorschlag gemacht, über einen briten recht unbequeme Site ihrer Verpflichtungen gegen die In den Büchern der Pommerschen Hypothekenbank habe er eine große Baun zu springen und sich zu verstecken. Verhandlungsl.: Allgemeinheit soll eine demnächst zusammentretende Kommission be- Ordnung und vollständige Klarheit vorgefunden. Bei der Immobilien- Weshalb machten Sie den Vorschlag, sich zu verstecken? 3euge: schäftigen. Verkehrsbank sei er dagegen auf Transaktionen gestoßen, die vom Weil ich keinen Urlaub hatte. Verhandlungsl.: taufmännischen Standpunkte aus als nicht exakt zu beurteilen seien. Wie lange blieben Sie in Ihrem Versteck? Beuge: Etwa fünf Der Zeuge rügt es ferner als unzulässig, daß die Pommernbank die Minuten. Messerschmidt war eingeschlafen, ich mußte ihn erst aufeignen Attien als Unterlage für die Gewährung eines Darlehns wecken. Verhandlungsl.: War denn Messerschmidt bes 3euge: Jawohl, er war stark betrunken. Die legten Sigungen vor dem Fest hatten nur geringe Be- angenommen habe. deutung. Sie wurden in der Hauptsache ausgefüllt durch die Er- einer lebhaften Meinungsverschiedenheit zwischen dem Zeugen und Ja, etwas. Verhandlungsl.: Waren Sie nicht laut, als Ueber die Berechtigung der Abschreibungen kommt es zu handlungsleiter: Hatter Sie auch getrunken? örterung des Verhältnisses der Strelitzbank zu Schumacher u. Co. ben Angeklagten Schulz und Romeid. Letztere bekämpfen verschiedene Sie bei den Leuten auf der Chaussee vorbeikamen? und des zwischen beiden abgeschlossenen 11 Millionen- Lombard- Verhand geschäfts sowie durch die Erörterung der Verhältnisse der Immobilien- Ausführungen des Zeugen als unzutreffend. Insbesondere behauptet Wir haben etwas gesagt, aber laut waren wir nicht. Immobilien- Angefl. Romeid, daß es sich leineswegs um non valeurs ge- Tungsleiter: Haben Sie nicht gehört, daß die beiden sagten: Erwerbsgesellschaft. Aus dem rwähnten Lombardgeschäft wird von dem Staatsanwalt gegen die Angeklagten Schultz und Romeid der handelt habe. Nehmen Sie sich in acht, wir sind Fähnriche"? Zeuge: Jch Vorwurf der Untreue gegen die Streligbank und der Bilanz Mitglieder der Bankfommiffion und der staatlichen Revisions- teinen Wortwechsel gehört oder schlagen gefehen? 8euge: Nein, Angell. Schultz hält es für unbedingt notwendig, daß die habe nichts gehört. Berhandlungsl.: Sie haben auch sonst verschleierung hergeleitet. Für die Streligbank find nämlich unter der verantwortlichen Leitung der beiden Angeklagten kommission hier vernommen werden und ihm Gelegenheit gegeben am folgenden Tage sagte ich zu Messerschmidt:„ Du mußt wohl mit bis zum 7. September 1897 nomineй 4908 000 Wart Pommern werde, event. sich über jeden einzelnen Posten der Bilanz mit ihnen den Leuten etwas gehabt haben. Messerschmidt erwiderte: Ich attien zum Preise von 7 624218 M. angetauft worden, so daß nicht 1900 bei der Pommernbank weder für die Aktionäre, noch auch für die Es lag doch nahe, den Angeklagten noch am selben Abend zu fragen, auseinander zu setzen. Er behaupte, daß nach dem Status von habe mit den Leuten nichts vorgehabt." Verhandlungsl.: nur ihr ganzes Aktienkapital von 6 000 000 M., sondern noch weitere über 1 Millionen Mart in diesen Attien angelegt waren. Es hat Pfandbriefbefizer auch nur ein einziger Pfennig Berlust entstanden was er mit den Leuten vorhatte? Beuge: Da dachte ich nicht nun zwischen der Immobilien- Verkehrsbant, Schumacher u. Co. und wäre, und daß die Reorganisation vollkommen un- bar. Zeuge Fähnrich z. S. Saalwächter der Streligbank ein Brifwechsel stattgefunden. In demselben wird nötig gewesen sei. Der Gerichtshof beschließt, von den Mitgliedern der Bank bekundet: Am Abend des 2. Mai ging ich mit dem Fähnrich z. S. es so dargestellt, daß Shumacher u. Co. die Immobilien- Verkehrs: kommission den Bankdirektor Willy Gerschel, den Bauinspektor v. Abel die Friedrichsorter Chauffee entlang. Blöblich sahen wir bant und dieje wiedrum die Strelitzbank mit dem Ankauf Stern und den bereidigten Sachverständigen' DIivea, ferner einen Trupp von 2-3 betrunkenen Matrofen laut singend und der Pommernaktien Jeauftragt haben, so daß so daß Schumacher u. Co. von der staatlichen Revisionskommission Herrn Stöter und den lärmend auf uns zukommen. Wir gingen, um einen Konflikt zu die eigentlichen Käufer Aftien gewesen sein Bantinspettor Hartmann zu laden. würden. Im Novmber 1899 forderte nun die Strelitzbermeiden, den Leuten aus dem Wege, und zwar ging v. Abel links bank die Immobilia- Verkehrsbank und diese wiederum Schuund ich rechts, so daß die Leute bequem zwischen uns durchgehen macher u. Co. zur Abnahme der Attien auf, worauf lettere fonnten. Die Leute beschimpften uns aber. Wir sagten, Die Leute setzten aber ihre Schimpfereien fort. Nachdem sie etwa 15 Schritt bon uns entfernt waren, kam ein Matrose wieder zurück und vers sette v. Abel mit der Faust einen Schlag. Wir waren durch den unvermuteten Ueberfall zuerst ganz perplex. v. Abel wollte seinen Dolch ziehen und den Mann, der eiligst davongelaufen war, der großen Dunkelheit doch nichts erkennen konnten. Sehr bald kam verfolgen. Jch redete ihm aber zu, dies nicht zu thun, da wir bei noch ein andrer Trupp von vielleicht 4 betrunkenen Matrosen mit einem Frauenzimmer an uns vorüber; diese belästigten uns aber nicht. Verhandlungsl.: Ver diese belästigten uns aber nicht. Matrose groß und schlank war. Verhandlungsl.: Haben möchten Sie nicht zu erkennen, ob der Angeklagte der Thäter war? 3euge: Nein, ich habe nur erkennen können, daß der betreffende Matrose groß und schlank war. Sie gesehen, was für Hosen er trug?- 3euge: Nein. Es gelangt danach zogen werden. Prozeß gegen die Pommernbank. trunken? -erwiderten, daß sie de Angelegenheit zwar aus dem Auge verloren Prozeß gegen den Matrosen Messerschmidt wegen thät- fie möchten sich in acht nehmen, wir seien Fähnriche. hätte, trotzdem aber zur Abnahme bereit wäre. Die weiteren Verhandlungen führten am 30. November 1899 zu folgendem Abschluß: Die Streligbank gwährte Schumacher u. Co. bis zum 1. April 1905 lichen Angriffes auf den Fähnrich z. S. v. Abel. Kiel, den 3. Juni 1903. " Ver= Zeuge: Zeuge: ein mit 434 Broz verzinsliches Darlehn von 11 Millionen Mart, Der am 2. Mai erfolgte Ueberfall auf den Fähnrich z. S. wogegen Schumager u. Co. die angeblich für sie gekauften nominal v. Abel gelangte heute vor dem Gericht der Direktion der Kaiser7 078 000 M. Bormernattien, sowie auch weitere nominal 586 800 M. lichen Marineatademie zur Verhandlung. Auf der Anklagebant er gleicher Aktien, welche die Immobilien- Verkehrsbank hergab, als scheint der Matrose Messerschmidt vom Schulschiff Stein". Sicherheit hinteregte. Um es zu vermeiden, daß diese so entstandene Dieſer giebt zu, an jenem Abend mit dem Marine- Artilleristen Lombardforderung in der Bilanz der Streligbank erschien und Jänide auf seiner Flucht zusammengetroffen zu sein, er habe sich aber durch ihre Bröße einen ungünstigen Eindruck hervorrufen nicht vor ihn verfolgenden Fähnrichen, mit denen er einen Zuworden sein. Die Anklage behauptet, daß der Briefwechsel zwischen er dem Ueberfall auf den Fähnrich v. Abel vollständig fern. Jänice mußte, foll nun eine ganz eigenartige Transaktion vorgenommen fammenstoß hatte, geflüchtet, sondern vor Civilisten. Jedenfalls stehe 1. Schumacher Co. und den andern Gesellschaften, durch den der und der Begleiter des Abel, Fähnrich Saalwächter, sollen jedoch den Anschein hervorgerufen wird, als ob die Attien von Anfang an für Angeklagten start belasten. Messerschmidt heißt mit Vornamen Schumacher 1. Co. gekauft wären, den Thatsachen nicht entspreche Andreas, ist am 19. Februar 1881 zu Winschotten in Holland als und nur der Zweck verfolgt habe, die den Angeklagten unbequeme Sohn eines preußischen Unterthans geboren, evangelisch und bisher der Abschiedsbrief des Fähnrichs z. S. v. Aber Thatsache, daß die Strelitzbank so große Bestände Pommernaktien unbestraft. Er ist von Beruf Seemann. Seine Eltern wohnen seit zur Verlesung, den Abel am Sonntag, den 3. Mai, kurz bevor er sich für eigne Sechnung gekauft habe, zu verschleiern. einiger Zeit in Hannover. In die Marine ist Messerschmidt im mit seinem Revolver erschoß, geschrieben hat. Der Brief Dezember 1902 eingetreten. Die Verhandlung findet in demselben schildert die Vorgänge am Abend des 2. Mai in derselben Weise wie Saale statt, in dem auch gegen den Fähnrich Hüffener verhandelt die Zeugen. Es heißt in demselben unter anderm: Nachdem sich wurde. Den. Gerichtshof bilden: Korvettenkapitän Erhard Schmidt die Matrosen etwa 15 Schritt von uns entfernt hatten, kam einer im von der Marine- Akademie, Vorsitzender; Gerichts- Assessor Freydt, Trabe wieder zurück und schlug mich mit geballter Fauft so heftig auf Verhandlungsleiter; Hauptmann Voigt, Oberlieutenant Gurt Frand, den Kopf, daß ich zunächst ganz betäubt war. Als ich mich etwas beide von der Marine- Akademie, und Gerichts- Assessor v. Stephanius erholt hatte, wollte ich meinen Dolch ziehen und den Beifiker. Vertreter der Anklage ist Marine- Kriegsgerichtsrat Mann verfolgen, ich sah aber ein, daß dies angesichts der Dunkelheit Rosenberger. Als Offizialverteidiger ist Rechtsanwalt Scholtz bestellt. undurchführbar sei. Andrerseits wollte ich auch nicht einen Menschen von hinten niederstechen. Ich habe den Mann nicht erkennen können, Die Aussagen des Angeklagten. ich habe nur gesehen, daß er groß und schlank war und glaube, Der Angeklagte ist ein großer, schlanker junger Mensch mit daß er weiße Hosen trug. Am folgenden Tage habe ich den Vordunkelblondem Schnurrbart. Nachdem der Verhandlungsleiter, fall gemeldet, mir wurde zugesichert, daß eine strenge Untersuchung Marine- Gerichts- Assessor Freydt, die Mitglieder des Gerichts ver- eingeleitet werden würde. Das ist aber kein genügender Troft für eidigt hat, stellt derselbe fest, daß der Angeklagte einmal wegen Un- mich. Ich kann mich doch unmöglich schlagen lassen und dabei begehorsams und ungebührlichen Betragens gegen einen Stameraden ruhigen." Hier bricht die Verlesung des Briefes ab. mit drei Tagen Mittelarrest bestraft ist. Sodann wird der Anklage- Der Verhandlungsleiter stellt noch fest, daß das Führungsattest des beschluß verlesen. Verhandlungsl.: Angeklagter, Sie haben Angeklagten genügend" lautet. gehört, was Ihnen zur Last gelegt wird, bekennen Sie sich schuldig? Damit ist die Beweisaufnahme beendet. Nach längerer Bes Angell.: Nein, ich bin nicht schuldig. VerhandTungsl.:ratung befchließt der Gerichtshof, die beiden Zeugen zu vereidigen. Schutz und Romeid bestreiten die Folgerungen des Staats anwalts; dagegen bestätigen Direktor Hachmeister und Geh. Rat Guttmann daß die ganze Transaktion nur ein auf Täuschung berechnetes Manöver gewesen sei. Besoders gravierend find jedoch die Ermittelungen des gericht lichen Bicherrevisors Reuter. Danach find die 11 Millionen in den verschiedensten Formen in den Bilanzen der Strelitzbank verschleiert und vedeckt worden und schließlich erscheinen sie im Jahre 1899, nachder der Befit bei der Inmobilien- Verkehrsbank wahrscheinlich zu gefhrlich erschienen war, auf dem Lombard- Conto Schumacher u. Ce und figurieren in den Bilanzen als Anlage in Hypothekengeschift II sowohl bei der Streligbant, als auch bei der Bommern Auch über die Verhältnisse der Immobilien- Erwerbsgesellschaft entsinnt sich eine lebhafte Diskussion, in welcher Angeklagter hul die zu seinen Ungunsten aufgestellten Behauptungen der Anklage zu wierlegen sucht. Er bestreitet, daß er Gewinne unrechtmäßig in feite Tasche gesteckt und behauptet im Gegenteil, daß er zu eignem Spaden die Interessen der Gesellschaften wahrgenommen habe. Die bank = Der Vertreter der Anklage, beträchtlichen Arbeitslosigkeit zu rechnen hatten. Da sich die Kontrolle| eingehend untersucht worden, ohne daß jemals objektiv etwas Krank Marine- Kriegsgerichtsrat Rosenberger, ergreift hierauf das Wort: auch auf die Beschaffenheit der Baubuden und Abortanlagen aus- haftes nachzuweisen war. Seine subjektiven Klagen sind in den Der Angeklagte giebt selbst zu, zur fraglichen Zeit mit dem Marine- dehnte, so konnte festgestellt werden, daß auf 8 Baustellen die Bude letzten Tagen vollständig geschwunden, seitdem ihm eröffnet Artilleristen Jänicke die Chauffee entlang gegangen zu sein, und giebt und auf 18 Bauten der Abort den Bestimmungen nicht entsprach. wurde, daß er so lange im Krankenhause bleiben müſſe, ferner zu, geschlagen zu haben, behauptet aber, einen Civilisten ge- In 29 Fällen war Baubude und Abort nicht in Ordnung. Die bis er nichts mehr zu klagen habe. Er erklärt heute ausdrücklich, troffen zu haben. Der Angeklagte trug weiße Hosen und Fähnrich größten Mißstände sind vom Vorstand nachkontrolliert worden, wo- daß er keinerlei Beschwerden mehr verspüre, sich vollständig geſund v. Abel war der Meinung, daß der Thäter ebensolche getragen bei in den meisten Fällen die Uebelstände abgestellt wurden. Ein fühle und seine Arbeit wieder aufnehmen könne. H. wird daher gehabe. Beide Fähnriche beschreiben den Thäter als schlank und groß. weiterer Teil ist, wie wir annehmen müssen, mit Erfolg dem heilt und arbeitsfähig entlassen." H. bestreitet, solche Erklärungen Es ist außerdem festgestellt, daß außer Messerschmidt Arbeitgeberbund gemeldet worden, da von den betreffenden Bauten abgegeben zu haben, er will nur seine Entlassung aus dem Krankenund Fänicke sämtliche Matrosen in der Kaserne weitere Klagen über Fortbestehen des Mißstandes nicht ein- hause gefordert haben, weil ihm die Behandlung nicht paßte. Suterwaren oder ihr Alibi nachweisen konnten. Aus gelaufen find. Die Verbandsleitung. essant ist der Schluß des Büngnerschen Gutachtens. Es heißt da: dem Umstande, daß der Angeklagte davongelaufen ist, geht hervor, „ Hiernach erscheint es mir zweifellos, daß bei H. Unfallfolgen auch daß er die Fähnriche erkannt hat. Der Angeklagte wird daher auf Der Stand der Lohnbewegung der Schoßschuhmacher der besseren nur sehr geringfügiger Natur nicht bestehen und die Festsetzung einer Grund des§ 97 des Militär- Strafgesetzbuches wegen thätlichen An- Maßgeschäfte ist derfelbe geblieben, jedoch wird die Situation Rente, schon im eignen Interesse des H., nicht ratsam ist Die subgriffs auf einen Vorgesetzten zu bestrafen sein. Die traurigen unter den Streifenden eine zuversichtlichere, da die Ermittelungen in jektiven Klagen werden am ehesten verschwinden, wenn H. ſeine Folgen, die die That für den Fähnrich v. Abel und dessen Familie Leipzig in der Fabrik von Indiger ergeben haben, daß dort für Arbeit baldmöglichst in vollem Umfange wieder aufnimmt, während hat, dürfen dem Angeklagten nicht zur Last gelegt Berlin Streitarbeit angefertigt wird. Von der Verwaltung des sie erfahrungsgemäß zunehmen, wenn ein derartiger Unfallverlegter werden, auch die große Jugend und die bisherige Vereins deutscher Schuhmacher, Zahlstelle Leipzig, sind in den letzten wie H. eine Rente erhält." Auf Grund dieses Gutachtens Unbescholtenheit des Angeklagten müssen berücksichtigt Tagen Vorkehrungen getroffen und es ist Aussicht vorhanden, daß wies das Schiedsgericht für Arbeiterversicherung zu Kassel die werden; andrerseits ist der Ueberfall ein so brutaler, daß er auch dieser Schlupfwinkel für die Berliner Schuhmachermeister ge- Rentenansprüche des H. ab. Das Reichs- Versicherungsamt, nicht als minder schwer bezeichnet werden kann. In Erwägung aller schlossen wird, zumal Herr Indiger erklärt, er verzichte lieber auf an das H. sich wandte, holte Ende November 1902 ein Gutdieser Umstände beantrage ich 3 Jahre Gefängnis, wovon 10 Tage die Berliner Streitarbeit, als daß er sich mit seinen Arbeitern ver- achten des Prof. Dr. Petersen von der chirurgischen Klinik der auf die erlittene Untersuchungshaft abzurechnen sein würden. uneinige. Daß der Stand des Streits für die Arbeitgeber nicht so Universität Heidelberg ein. Dieser stellte Lungen- Emphysem und glänzend ist, wie sie selbst in Zeitungen gemeldet haben, beweist der eine leichte Schädigung der Herzthätigkeit fest. Einen ZusammenUmstand, daß Herr Wenzel versucht, bei Herrn Siegel Streitarbeit hang dieser krankhaften Zustände mit dem Unfall hielt der Gutachter anfertigen zu lassen. Auch in Budapest werden Streifbrecher für für sehr unwahrscheinlich, aber doch nicht ganz für ausgeschlossen. Berlin gesucht. Zur näheren Besprechung dieser Angelegenheit findet Die Erwerbsbeschränkung schäßte Dr. Petersen auf 20 Proz Donnerstag, den 4. Juni, abends 8 Uhr, im Neuen Klubhaus," Da aber", so heißt es am Schluß des Gutachtens, der ZuſammenKommandantenstr. 72, eine öffentliche Versammlung statt.( Siehe hang zwischen Verlegung und Emphysem in hohem Grade fraglich Inseratenteil der heutigen Nummer.) ist, so glauben wir, daß H. mit einer Rente bon Die Agitations- Kommission. 10 Proz. reichlich für die Folgen des Unfalls entschädigt wäre." Bei diesen beiden Gutachten fällt zuerst auf, daß der eine Gutachter Lungen- Emphysem feststellt, während der andre irgend Die Klempner in Bremen haben durch die Vereinbarung mit den welche Krankheitssymptome nicht nachweisen kann. Dadurch erhält die Arbeitgebern, welche dem Streik und der Aussperrung ein Ende Annahme, daß H. Simulant ist, einen ganz erheblichen Stoß. Aber machte, außer den bereits mitgeteilten Lohnerhöhungen noch andre selbst wenn H. Simulant gewesen wäre, so war es doch ein eigenVerbesserungen erreicht. Dieſelben erstrecken sich auf erhöhte Be- artiges Mittel, wenn ihm im Landkrankenhause zu Hanau angedroht zahlung der Ueberstunden und gewisser Arbeiten, auch ist die wurde, daß er so lange im Krankenhause bleiben müſſe, bis er nichts Organiſation ausdrücklich anerkannt und für die Schlichtung von mehr zu klagen habe. Auf keinen Fall kann aus Erklärungen von Differenzen eine Kommission eingesetzt. Bedenkt man, daß durch Kranken, die in gedrückter Stimmung sich befinden und von dem die Bauarbeiter- Aussperrung die Klempner gezwungen werden sollten, Wunsche nach Veränderung ihrer Lage beseelt sind, kein für sie undie Arbeit zu den alten Bedingungen aufzunehmen, so ist günstiger Schluß der Erfolg um so höher anzuschlagen. Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Scholz: Ich kann durchaus nicht zugeben, daß die Schuld des Angeklagten erwiesen ist. Der Zeuge Saalwächter und v. Abel haben übereinstimmend bekundet, nur die erste Gruppe von Matrosen habe sie beschimpft, so daß sie den Leuten zuriefen:„ nehmt Euch in acht, wir sind Fähnriche". Ein solches Vorkommnis bestreitet aber der Zeuge Jänice. Es ist ferner festgestellt, daß nachher noch ein zweiter Trupp Matrosen mit einem Frauenzimmer vorbeikam. Den Vorschlag, sich zu verstecken, hat nicht der Angeklagte, sondern Jän ide gemacht. Ich gebe zu, die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß der Angeklagte der Thäter ist, ein strikter Beweis liegt aber nicht vor. Der Angeklagte hat das Führungsattest genügend", er ist einmal mit drei Tagen Mittelarrest bestraft, sonst liegt nichts gegen ihn vor, es ist ihm mithin eine so brutale That nicht zuzutrauen. Ich bin daher der Meinung, der hohe Gerichtshof wird, da die Schuld nicht bewiesen, zu einem Nichtschuldig gelangen. Der Angeklagte bemerkt auf Befragen, daß er nichts weiter zu sagen habe. Nach kurzer Beratung verkündet der Verhandlungsleiter, daß der Gerichtshof beschlossen habe, noch einmal in die Verhandlung einzutreten. Der Angeklagte und Jänide müssen angeben, wieviel Bier fie im ganzen getrunken hatten. Nach kurzer Beratung verkündet der Verhandlungsleiter folgendes Urteil: Der Gerichtshof hat nach dem Ergebnis der Verhandlungen es für festgestellt erachtet, daß der Angeklagte der Thäter war. Daß der Angeklagte den Fähnrich v. Abel gekannt hat, ist nicht erwiesen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Angeklagte eine vorsätzliche Körperverlesung mit hinterlistigem Ueberfall begangen hat und dafür auf Grund des§ 123a des Strafgesetzbuches zu bestrafen ist. Bei der Strafzumessung ist die große Brutalität der That, andrerfeits aber auch die Jugend, die bisherige Unbescholtenheit und der trunkene Zustand des Angeklagten berücksichtigt worden. Es ist deshalb auf 18 Monate Gefängnis erkannt worden, wovon 10 Tage auf die erlittene Untersuchungshaft in Abzug zu bringen sind. Auf Befragen des Verhandlungsleiters erklärt der Angeklagte, er werde es sich überlegen, ob er Berufung einlegen werde. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Deutfches Reich. Am Dienstag sollte die Arbeit wieder aufgenommen werden. Es sind aber 40 Klempner nicht wieder eingestellt worden. Eine am Dienstag abgehaltene Klempner- Versammlung beschloß, deswegen nochmals mit den Baugewerksmeistern zu verhandeln. gezogen werden. In dem Gutachten des Dr. Petersen berührt es eigentümlich, daß die Erwerbsbeschränfung auf 20 Proz. geschätzt wird, daß der Gutachter dem Richter aber den Vorschlag macht, nur 10 Proz. Rente zuzusprechen, weil der Zusammenhang der Erwerbsbeschränkung mit dem Unfall nicht ganz bewiesen sei. Das Reichs- Versicherungsamt war denn auch konDie Textilarbeiter der Provinz Brandenburg hielten Pfingsten fequenter, es hat den Zusammenhang zwischen Unfall und Erwerbs. eine Konferenz in Sorau ab. Der Textilarbeiter- Berband hat in beschränkung verneint und den Rentenanspruch des H. abgelehnt. der Provinz Brandenburg 24 Filialen mit 4120 Mitgliedern. Die Konferenz beriet die Mittel und Wege zur weiteren Ausbreitung des Verbandes. Ferner befaßte sie sich mit dem die Gaueinteilung betreffenden Beschluß der letzten Generalversammlung des Verbandes. Hierzu wurde die nachstehende Resolution angenommen: " Die Provinziallonferenz der Textilarbeiter Brandenburgs erklärt sich im Princip für eine Gaueinteilung innerhalb des Verbandes einverstanden. Des hohen Kostenpunktes wegen ist die Konferenz der Meinung, zunächst in den allernotwendigsten Distrikten einen Gaubeamten anzustellen." Husland. Achtung! Preẞkommission! Die ordentliche Sitzung am 5. Juni cr. muß der Wahlagitation wegen ausfallen. Nach den Wahlen wird dann, wie immer, per Postkarte eingeladen. II. Wahlkreis. Berliner Partei- Angelegenheiten. Der norwegische Gewerkschaftskongreß tagte vom 25. bis zum Dritter Wahlkreis. Achtung! Partagenossen! Am Donners 28. Mai in Kristiania. Antvesend waren 96 Delegierte, die neun tag, den 4. Juni, und Freitag, en 5. Juni, abends 8 Uhr, Centralverbände und neun einzelstehende Fachverbände repräsentierten. finden 1. in der Ressource, kommendanten str. 57, Referent Außerdem hatten die der Landesorganisation der Gewerkschaften Genosse Frig Sunert; 2. im Fürstenhof, Röpnidernicht angehörenden Verbände der Eisen und Metallarbeiter straße 137/138, Referent Genosse Dr. Paul Bernstein; 3. im und der Buchdrucker Delegierte entsandt. Als Vertreter Dresdener Casino, Dresdenerstr. 96, Referent Genosse der schtvedischen Gewerkschaften war Hermann Lindquist Dr. Sü dekum- Nürnberg; 4. bei oberstein, Prinzenanwesend. Ferner nahmen der socialdemokratische Parteivorstand, straße 94, Referent Genosse Dry Curt Freudenberg, Metallarbeiter! Bei der Firma Schulz, Hafenheide 9, sowie der radikal- demokratische Storthings- Abgeordnete Egade Nissen Wählerversammlungen statt. Die vorkehend genannten Referenten werden jetzt auf Anweisung des Herrn Schulz alle organis an dem Kongreß teil. Der Bericht über die Thätigkeit in den werden über die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen sierten Schlosser entlassen. Der Verband der Kühne- legten zwei Jahren ergab, daß der Landesorganisation jetzt neun sprechen. Außerdem Diskussion. Unse Kandidat Wolfgang Heine männer schickt Arbeitswillige, welche sich aber bei dem Durchgang Centralverbände und zehn Einzelvereine mit zusammen 7947 Mit- wird in sämtlichen Versammlungen anwesend sein. zur Fabrik in der Urbanstraße melden müssen. Wir erwarten, daß gliedern angehören. Nach Erledigung des Geschäfts- und des KassenEs ist Pflicht der Parteigenossen, für guten Besuch dieser Verdie Berliner Schlosser dieses dunkle Treiben nicht mitmachen. Das Wahlkomitee. Bei der Firma Edelmann, Trestowstr. 32, haben sämtliche berichts beschloß der Kongreß einstimmig eine Eingabe an das ſammlungen zu agitieren. Bei der Firma Edelmann, Treskowstr. 32, habent sämtliche Lagthing gegen das inzwischen von diesem Thing verworfene Straf- Bierter Wahlkreis. Rohrleger und Helfer aufgehört, weil sie seit Wochen nicht ihren gesetz gegen die organisierten Arbeiter. Heute Domerstag, abends 8 Uhr, findet Die auf der internatio- in der Urania, Wrangelstr. 11, ine Wählerversammlung statt, vollen Lohn erhalten haben. An einige Kollegen hat die Firma bis nalen Gewerkschaftskonferenz in Stuttgart gefaßten Beschlüsse wurden in der die Genossin Lily Braun über das Thema:" wodurch 60 M. Schulden. In dieser Sache ist heut das Gewerbegericht von Kongreß einstimmig gutgeheißen. Als Vorsitzender und angerufen. Also vorsichtig Kollegen, ehe Sie dort Arbeit nehmen. Bei der Firma Mehlich hat heute der Arbeiterausschuß ver- Geschäftsführer der Landesorganisation wurde A. Bederfen wieber- iegen wir" sprechen wird. Zahleichen Besuch, hauptsächlich der handelt, jedoch ohne Resultat. Die Firma stützt sich auf die Streit gewählt, als 2. Vorsitzender Joh. Johnson und als Sekretär Sverre Iversen. brecher der Hirsche und einige andre Arbeitswillige. Es sind einem der Hirsche 50 m. geboten zur Vermittelung von Streitbrechern. Sogar der Sohn ein Hirsch des Pfandleihebesizers Elsasserstraße 83 benutzt die Pfandleihe feines Vaters als Arbeitsnachweis. Es sind von dort mehrere Arbeiter zu Mehlich geschickt. Heute ist ein Stollege, welcher, wie der Revierlieutenant genau weiß, Sophien- April 1903 573 Anträge auf Bewilligung einer Invaliden- Frauen- Wahlverein. Bei der Landesversicherungs- Anstalt Berlin gingen im Monat straße 24 wohnt, zum neuntenmal verhaftet worden, rente ein, aus dem Vormonat übernommen wurden 645; be= In Britz findet am Donnerstag, den 4. Juni, abends 8 Uhr, nur weil er in der Sophienstraße auf und ab ging. Auf der Wache willigt wurden 630 Anträge, abgelehnt 53, anderweit er eine öffentliche Versammlung statt. Genosse Dr. Alberty wurde er vifitiert, der Hosenträger entledigt und in eine Belle ledigt 9 und 526 blieben unerledigt. Anträge auf Altersspricht über die bevorstehenden Reichstagswahlen. Zahlreichen Besuch gesteckt. Also wahrhaft russische Zustände bei einem Streit in renten gingen 29 ein und 16 wurden aus dem Vormonat über der Genossinnen und Genossen erwartet Das Wahlkomitee. Berlin. Der Streit dauert unverändert fort. Zuzug streng fernzunommen; bewilligt wurden davon 30, unerledigt blieben 14. Die Genossen, welche sich am Tag der Wahl zur Verhalten. Metallarbeiter- Verband, Ortsverwaltung Berlin. Die 630 bewilligten Invalidenrenten verteilen sich auf 427 Männer fügung stellen wollen, werden gebieten, sid bis Sonnabend, den und 203 Frauen, die 30 Altersrenten auf 22 Männer und 8 Frauen. 6. Juni, bei dem Genossen Frizz Weniger, Werderstr. 27, zu Unter den Invalidenrenten befanden sich 50 Krankenrenten, welche melden. 33 Männer und 17 Frauen erhielten. Die Angestellten( Kassierer) der Firma Singer u. Cie., Leipzigerstr. 92, sind heute in den Ausstand getreten. Centralverband der Handlungsgehilfen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Achtung, Vergolder! Der Streik bei der Firma Müller( Jnh. Stabe), Fruchtstr. 63, dauert unverändert fort. Zuzug ist streng fernzuhalten. Der Vorstand der Filiale Berlin. Achtung, Rammer! Die Zustände bei der Firma Dietrich find von der Organisation geregelt und ist die Sperre über die Firma hiermit aufgehoben. Die Lohnkommission. Baukontrolle der Berliner Maurer. Der Centralverband der Maurer veranstaltete vor kurzem eine Baukontrolle über alle zum Lohngebiete Berlin und Umgegend gehörigen Bauten. Es drehte sich vornehmlich darum, festzustellen, wie die augenblickliche Bauthätigkeit am Orte ist und inwieweit die am 1. April laut Tarifvertrag eingetretene Lohnerhöhung auf 67 Pf. Platz gegriffen hat. Kontrolliert wurden insgesamt 905 Baustellen mit 7146 Maurern, welche sich wie folgt verteilen: Auf 78 Bauten in der Keller- Etage arbeiteten 906 Maurer im Parterre 44 796 " " " " 34 " " in der I. Etage 527 " " 32 II. 692 " " " " " " " 19 III. 414 " " " " " " " 24 IV. 480 " " " " " " " 70 " " im Trempel 767 " " 531 Ausbauten 2278 " " " " 68 Scharwerts 286 93f. 6016 " " " " " 671/2 " 41 65 " " " " " " 13 " " " " " unter 65 Pf. Poliere waren 689 und Lehrlinge 867 beschäftigt. Der Stundenlohn betrug für 679 Maurer 70 Sociales. Frauen, erwartet Das Wahlkomitee. Socialdemokratischer Wahlverein der Frauen Berlins und Umgegend. Heute. den 4. Juni, abends 8 Uhr: Versammlung in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47. Tagesordnung: Vortrag der Genossin Klara 3ettin Stuttgart. Diskussion und Aufnahme neuer Mitglieder. Frauen und Mädchen Berlins! Agitiert eifrig für den Besuch dieser Versammlung und für den Beitritt in den Für das Heilverfahren sind im Monat April 1903 Achtung, Radfahrer! Radfahrer, welche an Tage der WahlI 63 081,74 m. gegen 108 679,19 M. im Vorjahre verausgabt worden, während der Dauer des ganzen Tages im Krise Beeskow- Storfow wovon 14 994,98 M. gegen 7435,51 M. im Vorjahre auf Angehörigen- thätig sein wollen, werden gebeten, ihre Adressean Genossen Gaida, Die Heilstätten sind augenblicklich Rigdorf, Bietenstr. 27, baldigst abzugeben. Unterstügungen entfielen. bpll belegt. Der Markenerlös ist im Monat April nicht, wie wir gestern mißverständlich nach den Mitteilungen des Centralvereins für Arbeitsnachweis meldeten, von 1480 000 im Vorjahre auf 640 000, sondern nur von 648 190,35 M. auf 640 002,20 m. Das ändert natürlich an der Schlußfolgerung nichts, daß auf dem Arbeitsmarkt im Monat April gegen das Vorjahr eine Verschlechterung der Lage eingetreten ist. Aerzte als Unfall- Gutachter. Lokales. Polizei und Arbeiterbewegung. Dieser Tage ging die Notiz durch die Presse, daß sich mehrere höhere New Yorker Polizeibeamte zum Zwecke einer Studienreise in Deutschland befänden. Ja, man wußte sogar mitzuteilen, daß sich diese Beamten auf Grund ihrer bisherigen Beobachungen bereits höchst lobend über die preußische Polizei geäußert hätten. Ob es Auf die Rechtsprechung in Arbeiter- Versicherungsfachen hat der sich damit nicht ebenso verhält, wie mit den angeblich ewundernden Arzt, wie allgemein bekannt, ein Maß von Einfluß gewonnen, wie Urteilen über die bekannten Kavallerie- Attacken bei der Manövern, es weder der Absicht des Gesetzgebers entspricht, noch der Recht die nachher in den ausländischen Blättern ganz andes lauteten? sprechung dienlich ist. Die Entscheidung des Arztes darüber, ob Erwerbsbeschränkung eine Folge des Unfalles ist oder nicht, Interessant wäre jedenfalls das Urteil eines amerikanisoen Polizeidies schon äußerst beamten über die ebenso mühselige wie überflüssige Thätzkeit unsrer dem Arzt Polizei auf politischem Gebiete. es direkt unzulässig, Nichts charakterisiert die öffentlichen Zustände und den die Entscheidung über die Höhe der Erwerbsbeschränkung zu überLaffen. Hierzu ist er in den meisten Fällen ganz ungeeignet, da er reaktionären Geist in Preußen- Deutschland besser, als die mmer und die von dem Verlegten zu verrichtende Arbeit, ihre Technik und ihre überall sich hervordrängende Bevormundung des Volkes durch die Schwierigkeiten nicht kennt. Zu welchen sonderbaren Mitteln die Ver- Polizei. Niemand weiß besser, was dem Volfe frommt, wie die trauensärzte der Berufsgenossenschaften greifen und zu welchen wider Polizei. Sie ist allmächtig, allwissend; sie ist die Vorshung des sprechenden Urteilen sie kommen, zeigt der kürzlich vor dem Reichs- Volkes. Deshalb fühlt sie sich auch berufen, in all und jee Dinge Versicherungsamt verhandelte Fall des Arbeiters H. aus dem ist fast iminer ausschlaggebend. bedenklich ist, so ist Wenn Kreise Fulda. Er fiel am 6. September 1900 vom ersten Stock- sowohl des gewerblichen wie auch des politischen Lebens hre Nase wert eines Neubaues fünf bis sechs Meter tief auf Badsteine. hineinzustecken. Wohl niemand lernt diese polizeiliche inmichungsDer Arzt, der ihn zuerst untersuchte, konstatierte Rippen- und Bevormundungssucht besser kennen, als die organisierte ArbeiterAußerdem erhielten 98 Maurer einen Stundenlohn von über brüche. Ein andrer Arzt, Dr. Heizmann in Neuhof, schaft, und die Berliner Arbeiterschaft im besonderen. Es ist zwar 70 Bf., von welchen auf 5 Bauten 60 Maurer durchweg den erhöhten der den H. bald darauf behandelte, hat Verlegungen der Rippen bekannt, daß die Polizei der Arbeiterbewegung allerorts eine große Stundenlohn erhielten, die übrigen verteilen sich auf Bauten mit nicht feststellen können, sondern nur Quetschungen der Weichteile. Aufmerksamkeit widmet. Sie führt sorgfältig Listen über die organiKlassenlöhnen. Von den 679 zu 70 Pf. arbeitenden Maurern S., der über innere Schmerzen klagte, wurde vom Arzt als Simulant fierten Arbeiter, sie überwacht öffentliche Versammlungen derseben waren 331 auf 59 Bauten beschäftigt, wo ein Einheitslohn gezahlt betrachtet und zur Beobachtung in das Landkrankenhaus in Hanau und läßt es feineswegs απ allerhand Liebenswür.igwurde; 348 Maurer arbeiteten für 70 Pf. auf 46 Baustellen, wo eingewiesen. Dieses Krankenhaus steht unter der Leitung des für fehlen. Immerhin fönnen eine ganze Reihe Klassenlöhne von 67% bis 70 Pf. gezahlt wurden. viele Berufsgenossenschaften als Gutachter fungierenden Professors feiten Auf 20 Bauten führten 299 Maurer die Arbeit in Accord aus. Dr. v. Büngner. Im Krankenhause hat man H. auch als Drien, to die Polizeiverwaltung in Händen der Kommune ist, fdon Profeffor aus Sparsamkeitsrücksichten nicht eine solche Anzahl von PoliziWie die Zahlen zeigen, ist die Lohnerhöhung ohne große Simulant angesehen und ihn entsprechend behandelt. Schwierigkeiten vor sich gegangen, trotzdem wir zur Zeit mit einer v. Büngner fagt in seinem Gutachten wörtlich:" H. ist wiederholt beamten anstellen, die genügen würde, um jede Zusammenkunft und ebe einfache Mitgliederversammlung der Organisationen mit ihrer| Stod entgegen und erhielt einige Stufen höher als sie stehend den Die Berichtigung behauptet, Herr Ringel habe die Einforderung eines Annesenheit zu beehren. Ganz anders jedoch in Städten mit tödlichen Stich. Fräulein H. und andre Zeugen mußten an Ort und Profpeftes von der rheinischen Firma nicht eigenmächtig bewirkt, fogmannter„ töniglicher" Polizei. Dort hat die Gemeindeverwaltung Stelle ihre Bekundungen wiederholen und erläutern. Ein Sach- sondern in Ausführung eines Beschlusses des Gesamtüber die Zahl der anzustellenden Beamten einfach„ nir to seggen"; verständiger für Schußwaffen war ebenfalls zugezogen worden. Der vorstandes, dem auch 6 aktive Feuerwehrmitglieder angehörten. sie hat nur die recht erheblichen Zuschüsse zu den Unterhaltungs- kurz vor der That wieder aus dem Kasten genommen hatte, drückt selbst als aktives Mitglied der Feuerwehr anwesend gewesen sei, für Revolver, den Marie Gleditsch schon länger vorher gekauft und erst in dieser Sigung habe auch der konkurrierende Zimmermeister, der. foten der Polizeitruppe zu zahlen, und damit basta. Da es nun fich schwer ab und scheint daher nicht losgegangen zu sein. Niemand die Einforderung des Prospektes gestimmt. Von einer kleinen dank unfres lieblichen Militärsystems abgedankte„ Stell- hat einen Schuß fallen hören. Es ist aber noch nicht aufgeklärt, wo Revolution" innerhalb der Feuerwehr habe gar keine Rede sein bertreter Gottes" in Hülle und Fülle giebt, so fargt die die Kugel einer leeren Hülse, die sich außer fünf scharfen Patronen fönnen. Ebensowenig könne Herrn Ringel als Mittelstandsfreund „ Königliche" mit deren Anstellung im Polizeidienste auch in der Trommel befand, geblieben ist. Vor dem Hause sammelte aus dem Vorgang ein Vorwurf gemacht werden. feineswegs. Sie kann alsdann in ihrer allumfassenden Fürsorge sich eine große Menschenmenge an, die ein stärkeres Aufgebot von Wir behaupten trotzdem auf Grund unsrer Information, daß Herr einen beträchtlichen Teil dieser Beamten zur ständigen Ueberwachung Schutzmännern in Bewegung hielt. Ringel die Beschaffung eines eisernen Turmes anregte. Ob der Arbeiterbewegung verwenden, und das thut die Berliner Polizeibehörde denn auch in ausgedehntestem Maße. In jeder öffentlichen Grund des Obduktionsbefundes die Kriminalpolizei der Ansicht, daß Festgestellt ist ferner, daß nicht alle in der Berichtigung erwähnten Bezüglich der Ermordung der Schülerin Lina Hoffmann ist auf Herr Ringel nach der Anregung durch den Gesamtvorstand ermächtigt war, Prospekte einzufordern, ist an und für sich ganz gleichgültig. md jeder der gewiß zahlreichen Mitgliederversammlungen der Gewerk- das Verbrechen in Berlin verübt worden ist. Der Mörder hat das chaften oder politischen Vereine stellen sich regelmäßig zwei unifor- Mädchen vermutlich nach seiner Wohnung verschleppt, sie dort miß- sechs aktiven Mitglieder der Feuerwehr in der Vorstandssitzung nierte Beamte als„ leberwachende" ein. Wieviel Geheime" sich handelt und dann getötet. Die Leiche, die er vielleicht ein bis zwei zugegen waren, und daß unsre Behauptung, daß die aktiven Mitcußerdem mitunter in den Versammlungen noch umherdrücken, läßt Tage in seiner Behausung verborgen gehalten, hat er dann nachts glieder der freiwilligen Feuerwehr nichts von dem in Aussicht gesch nicht immer genau sagen, obwohl man auch diese Vögel meistens Beziehung erinnert das Verbrechen außerordentlich an die Ermordung nach dem Wasser geschleppt und in die Spree geworfen. nommenen eisernen Steigerturmi wissen wollten, selbst von Herrn In dieser Letvetag nicht bestritten wird. in ihren Federn erkennt. Die Uniformierten notieren mit einem des Dienstmädchens Klara Galle, deren Leiche vor mehreren Jahren Ringel Vorwürfe zu machen. Es ist uns gar nicht eingefallen, dem Der Einsender meint schließlich, daß wir kein Recht hätten, Herrn Cifer, als hinge mindestens ihre Seligkeit von dem Umfange in einem Rigdorfer Wiesengraben gefunden wurde. Damals Hres„ Protokolls" ab. Die Geheimen aber spitzen die Ohren, ob aus einzelnen Blut- und Wagenspuren festgestellt werden, aber Herrn Vorwürfe zu machen. Das ist Sache der Pantower Feueremand der Versammlungsteilnehmer einen unbedachten Zwischenruf Körper von Berlin aus nach jener Stelle transportiert worden ist. wehr, wir haben nur den Widerspruch aufgedeckt zwischen Herrn nacht, aus dem ihm hinterher ein Strick gedreht werden kann. Nicht selten Zweifellos ist die That nach dem Charakter der Ermordeten zu Ringels Worten über seine Mittelstandsretterei und seinen Thaten. freilich wird der Spikel erkannt und dann unter allgemeiner Heiter- fannte und dem es infolgedessen auch ohne irgend welche Bedenken urteilen, von einem Manne verübt worden, den das Kind genau feit rechtzeitig hinauskomplimentiert. Was haben nun die„ Ueberwachenden" alles zu thun? Zunächst inspizieren sie die Anmeldungs- speciell auf den äußeren Norden Berlins erstrecken, dürften möglicher folgte. Die polizeilichen Erhebungen nach dieser Nichtung hin, die sich bescheinigung der Versammlung. Stimmt diese mit Tag, Datum oder weise zu einem Resultat führen. Stunde nicht genau, so wird die Versammlung ohne weiteres "\ Auf Gertrud des Monteurs Mielenz hierſelbſt. Brit. Aus Liebesgram in den Tod gegangen ist die Tochter Das junge Mädchen beschäftigten Stereotypeur M., das jedoch nicht die Billigung der unterhielt ein Liebesverhältnis mit einem in einer Berliner Druckerei Eltern fand. Um den fortgesetzten Vorwürfen der letzteren zu entinhibiert. Findet sie aber statt, so achten die Beamten genauestens bekannt geworden, der Wassersport in der Umgegend Berlins keinerlei der Spree ertränkt. Erst jetzt wurde die Leiche gelandet. Bootsunfall. Während in den beiden Feiertagen, soweit bisher gehen, hat sich das Mädchen vor circa acht Tagen in Treptow in darauf, daß sie nicht überfüllt wird und der berühmte Mittelgang Opfer gefordert hat, wird vom vorgestrigen Dienstag ein bedauer- dem Wege nach Rudow haben Baumfrevler zahlreiche alte prächtige frei bleibt. Hauptsächlich bei politischen Versammlungen wird der licher Unfall gemeldet. Auch am dritten Feiertage herrschte ein Teb- Chausseebäume derart beschädigt, daß es kaum möglich sein wird, dieSaal abgesperrt, sobald er nur einigermaßen von Besuchern befest hafter Verkehr nach den Vororten und zahlreiche Ausflügler betrieben felben zu erhalten. Hoffentlich gelingt es, die Baumfrevler zu er iſt. Bei Versammlungen politischer Vereine wird mit auf der Oberspree den Wassersport. Unter diesen befand sich auch mitteln. Sorgfalt darüber gewacht, daß etta anwesende Frauen ein Maurer, der mit einem Freunde in einem Mietsboote die Spree auch ja nur Ein an Landfriedensbruch grenzender Exceß ist am 2. Pfingstim" Segment" untergebracht werden. Dann stromaufwärts befuhr. In der Nähe der Waldschänke bei Ober- feiertage in Luckenwalde vorgekommen. In dem Klugeschen Tanzhat jeder Redner Namen und Adresse anzugeben. Fast komisch Schöneweide riß ihm ein Windstoß den Hut vom Kopf und schleuderte lokal erschienen am Abend der Arbeiter Paul Riefftahl und der ihn ins Wasser. Die beiden jungen Leute näherten sich mit dem nimmt es sich aus, wenn fich irgendwo im Saale jemand zu einer Boote der Stelle, wo die Kopfbedeckung trieb und der Maurer beugte Zimmermann Reinhold Hagen, beides vorbestrafte Menschen, welche Kleinen Geschäftsordnungs- Bemerkung meldet und der Vorsitzende sich über Bord, um den Hut zu ergreifen. Hierbei verfor er das erst fürzlich aus dem Gefängnis entlassen waren, und tanzten dort ihm, ohne nach seinem Namen zu fragen, das Wort erteilt. Gleich Gleichgewicht und stürzte fepfüber ins Wasser. Zwar bemühte sich miteinander, was ihnen von dem Wirtssohn verboten wurde. Dies hört man den überwachenden Lieutenant oder Wachtmeister dazwischen der zweite Jusasse, unterſtügt von andren Ruderern, die den Unfall fürchteten Menschen, um alles was nicht niet- und nagelfest war, war aber das Signal für die als Raufbolde bekannten und ge= rufen:„ Namen und Wohnung." Erst wenn diese mitgeteilt sind, mit angesehen hatten, den Verunglückten zu retten, aber leider ver- entziei zu schlagen. Von den etwa 200 Personen, die in dem ist der Beamte zufrieden und der Staat außer Gefahr. Bei geblich. Der Körper des anscheinend von einem Schlaganfall GeLokal anwesend waren, hatte niemand den Mut, den außerordentlichen politischen Anlässen, zu deren Besprechung große troffenen kam nicht mehr zum Vorschein und konnte auch bisher mit Eisenstangen um sich schlagenden Männern Protest- Versammlungen einberufen werden, geht die Berliner Polizei nicht gefunden werden. energisch entgegen zu treten. Sie schlugen alle in die Flucht und in ihrer rührenden Fürsorge für die Arbeiterschaft sogar so weit, in der Abermals verunglückte ein Soldat beim Aufspringen auf einen räumten in wenigen Minuten den Saal, wobei sie verschiedene Nachbarschaft der Versammlungslokale fliegende Polizeiwachen" einzu- Straßenbahnwagen. Der Sergeant Hofrichter vom 2. Garde- Regiment Personen arg verwundeten. Thüren, Tische, Stühle, Gläser, Flaschen, richten. Ein enormes Aufgebot von Schußleuten zu Fuß und zu Pferde versuchte die Hinterplattform des Motorivagens 266 der Linie N. Fensterscheiben, Notenpulte 2c. wurden von den Unholden alsdann steht dann bereit, um jeden Augenblick einschreiten zu können, falls die auf der Charlottenburger Chaussee während der Fahrt zu besteigen. im Saal entzweigeschlagen, worauf sich diese nach dem Garten bevon den höheren Polizeigeistern ewig befürchtete„ Revolution" aus- glitt ab und stürzte neben dem Wagen zu Boden. Er erlitt an- gaben, dort ihr Zerstörungswerk fortsetzten und dann durch die zerscheinend innere Verlegungen und Verlegungen an beiden Beinen trümmerten Fenster in das Büffettzimmer einstiegen, um daselbst brechen sollte. und mußte mittels Droschke nach der Kaserne zurückgebracht werden. die Tageskasse im Betrage von ca. 250 Mark zu rauben. Der Wie mag nun das in den polizeilichen Attenstößen aufgespeicherte " Material" über die Arbeiterbewegung erst aussehen? Bedenkt man, unglückt ist gestern morgen auf der städtischen Linie Pantow- Berlin etwa 1000 Mart. Erst nachdem Durch Abspringen von einem Straßenbahnwagen schwer ver- Schaden, den die Rowdies an Material angerichtet, beträgt Niefstahl und Hagen daß die Ueberwachenden" vielfach nur eine höchst mangel-( Mittelstraße) ein unbekannter Mann von etwa 42 Jahren, der den beffer mit dem Geld verschwunden waren, trafen zwei Polizeibeamte hafte Vorbildung besigen, die sie schon an sich zur Wiedergabe gestellten Kreisen anzugehören scheint. Er verließ den Wagen, der in dem Klugeschen Lokal ein und der Wirt wie seine Gäste bekamen objektiver Berichte nur wenig geeignet erscheinen läßt, so ist es kein sich in voller Fahrt befand, an der Ecke der Prinz Louis Ferdinand- wieder Courage. Sie machten sich auf die Verfolgung der Excedenten, Wunder, wenn die Minister sich bei Begründungen von Umsturz- oder und Dorotheenstraße, fiel hin und geriet so unglücklich unter den welche schließlich in der Hagenschen Wohnung, wo sie sich verBuchthausvorlagen bis auf die Knochen blamieren. Sind doch die Anhängewagen, daß ihm der linke Arm zermalmt wurde. Der Ver- barrikadiert hatten, entdeckt wurden, als sie sich gerade das geraubte Quellen, aus denen sie ihre Wissenschaft über die Arbeiterbewegung unglückte wurde mit einer Droschke nach der Charité gebracht, wo er einer Art erbrochen werden, worauf es der Polizei gelang, die Geld teilten. Die Thür zu der Hagenschen Wohnung mußte mit schöpfen, meist nur solche Polizeiberichte. Noch drastischer wie bei noch bewußtlos daniederliegt. aus mehreren Wunden blutenden Rowdies nach verzweifelter GegenBersammlungen äußert sich der Polizeigeist bei Streiks und Lohn- Selbstmord oder Täuschung? Der 34 Jahre alte Bäckermeister wehr festzunehmen. Hagen wurde glücklich nach dem Gefängnis gebewegungen. Schier unerschöpflich ist hier das Thema der einseitigen Albert Kaiser, der früher in der Grünstraße und feit zwei Jahren bracht, während Riefstahl am Marktplatz die Flucht ergriff, bis Parteinahme gegen die Arbeiterschaft, der kleinen Chikanen, ja der in Dalldorf ein Geschäft betrieb, spielte gern und beschuldigte eines zur Nuthebrücke rannte und in den Fluß sprang. Er durchwatete offenkundigen Ueberschreitungen von Amtsbefugnissen. Hierauf des Tages einen Bekannten des Falschspiels. Dieser bestritt jede Un- diefelbe, kletterte dann über die Sprißenhausmauer und verschwand redlichkeit und als ihm Kaiser dann drohte, daß er ihn der Staats- in der Dunkelheit, denn es war inzwischen Mitternacht geworden. näheren einzugehen, können wir uns heute versagen, brachte doch anwaltschaft anzeigen werde, wenn er ihm nicht Geld gebe, drehte Zur Verfolgung Riefstahls wurde sofort fast die gesamte Lucenfast jeder Tag der legten Zeit auf diesem Gebiete" Neuigkeiten" in er den Spieß um und zeigte ihn wegen Erpressung an. Der walder Polizei aufgeboten. Die Beamten mußten über Hecken und Hülle und Fülle. Bäckermeister wurde daraufhin zu sechs Monaten Gefängnis ver- Stacheldrahtzäune flettern, hatten aber schließlich doch den Erfolg, Ein großer Teil dieser für das deutsche Kulturwesen wenig urteilt, die er am Dienstag antreten sollte. Seit dem ersten Feier- daß der Gesuchte hinter Weinspalieren an einer Mauer verborgen schmeichelhaften Vorkommnisse ist lediglich auf das von oben gepflegte tage morgens ist er verschwunden. Am selben Tage abends fand aufgefunden wurde und nun dingfest gemacht werden konnte. Von System zurückzuführen. Mancher Unterbeamte ist wohl von diesem man in Nieder- Schöneweide seinen Anzug mit einem Ausweispapier dem geraubten Gelde wurden bei den Verhafteten nur noch 60 M. System ebenso wenig erbaut, als die deutsche Arbeiterklasse selbst. auf seinen Namen am Ufer der Spree liegen. Seine Angehörigen vorgefunden. Nach Abschluß der Voruntersuchung werden die beiden Wenn aber, wie das z. B. kürzlich aus Frankfurt a. M. ge- glauben aber nicht, daß er sich das Leben genommen habe oder etwa Gycedenten nach Potsdam gebracht werden. beim Baden ertrunken sei, meinen vielmehr, er habe sich neue Kleider meldet wurde, die Beamten wegen angeblich zu wenig zahlreicher gekauft und die alten mit dem Ausweis auf das Ufer gelegt, um Meldungen geschuhriegelt werden, so müssen sie halt die Befehle die Polizei irrezuführen. ihrer Vorgesetzten ausführen. Wäre es nicht empfehlenswert, die amerikanische Visite zu er widern und eine Anzahl deutscher Polizeibeamte nach Ametita zu schicken, damit sie von dort die Ueberzeugung mit nach Hause bringen, daß es auch ohne den Geist kleinlicher polizeilicher Bebormundung geht? Das wäre doch wenigstens eine sich lohnende Amerikafahrt in unsrer Zeit der offiziellen Amerikareisen! bisher die Wärter und Wärterinnen Vermischtes. Anweiser Otto Schulz aus der Lübeckerstraße Nr. 9 geworden, der seit Ein Opfer übermäßigen Alkoholgenusses ist der 46 Jahre alte zwei Jahren auf einem Kohlenplatz in der Paulstraße beschäftigt Zwei Menschen verbrüht! Ein schrecklicher Unglüdsfall ereignete zwei Jahren auf einem Kohlenplatz in der Paulstraße beschäftigt ivar. Der Mann trant in der letzten Zeit sehr viel. Als ihm sein sich am Sonnabendabend gegen 9 Uhr in der Nähe von Lostau bei Geschäftsherr darüber Vorwürfe machte, legte er am vergangenen Magdeburg auf dem Dampfer„ Rudolf", der Firma Stettin u. Lüdeke Sonnabend die Arbeit nieder und vertrank während der Feiertage gehörig. Der Dampfer Rudolf" vermittelt den Verkehr zwischen 23 Mart, nachdem er seiner Frau vorgeredet hatte, daß er nur Magdeburg und Havelberg. Am Sonnabend war er auf der Her10 Mark bekommen habe. Gestern morgen fanden ihn die Arbeiter reise begriffen, um am ersten Pfingsttage früh eine Vergnügungsreise Aus dem städtischen Krankenhaus Am Urban. Wiederholt hat auf dem Stohlenplage erhängt auf. Als ein Schußmann ihn ab- nach Tangermünde zu unternehmen. In der Nähe von Lostau flog infolge eines Defekts die Verpackung des Mannlochdeckels hinweg. sich bekanntlich die Deffentlichkeit mit der unmenschlich langen Dienst- schnitt, war er schon tot. zeit des Wärterpersonals der Krankenhäuser und ähnlicher Institute Der nunmehr mit Vehemenz in den Maschinen- und Heizraum ausEinsam gestorben ist der 68 Jahre alte Almosenempfänger Franz strömende Dampf verbrühte den Maschinisten Herr derartig, daß er beschäftigt. Man müßte nun annehmen, daß dieses Faktum zur Beyer, der früher Schuhmacher war und für sich allein An der nach kurzer Zeit seinen Geist aufgab. Der Heizer Ferdinand GüldenBeseitigung des gerügten Uebelstandes geführt hätte. Das ist, Fischerbrücke Nr. 10 wohnte. Der alte Mann litt feit acht Tagen wenigstens in Bezug auf die Berliner städtischen Krankenhäuser, schwer an Atemnot und wollte nach den Feiertagen ein Kranten Pfennig wurde zwar ebenfalls lebensgefährlich verbrüht, konnte aber leider nicht der Fall. Im Krankenhause Am Ürban scheint man haus aufsuchen. Als man aber gestern mittag seine Wohnung mit noch lebend in der Nacht nach dem altstädtischen Krankenhause ge= bracht werden, nachdem der defette Dampfer mittels Schlepptau nach vielmehr das gerade Gegenteil herbeiführen zu wollen. Während Gewalt öffnete, weil eine Frau aus dem Hauſe mit seinem Mittag- Magdeburg aufgebracht wurde. Hätte sich der Vorgang am andern in jeder Woche einen essen keinen Einlaß erhielt, fand man ihn angekleidet tot auf dem Morgen ereignet, wo der Dampfer voller Passagiere war, eine halben freien Tag hatten und von 2 Uhr nachmittags Fußboden liegen. Statastrophe wäre unvermeidlich gewesen. Wie wir nachträglich an dienstfrei waren, sollen sie jetzt erst von 6 Uhr abends ab, Urlaub erhalten. Herr Oberinspektor Diesener soll nach den der Quißowstr. 62/63 unmittelbar am Butligsteg auf nicht ermittelte Feuerbericht. Ein größeres Feuer fam Dienstagnachmittag in erfahren, ist auch der Heizer seinen Verlegungen erlegen. Aeußerungen einer Oberschwester gesagt haben, daß das Personal Fenersbrunst in Neapel. Ein furchtbarer Brand ist, wie dem viel zu viel frete Zeit habe. Dabei dürfen die Wärter und Weise zum Ausbruch. Schon vor zwei Jahren wurde das angrenzende Gebäude durch Feuer zerstört, und war damals der zum ,, B. T." gemeldet wird, in Neapel ausgebrochen. Durch den Brand Wärterinnen ohne besondere Erlaubnis gar nicht die Anstalt ver- Bahnhof führende hölzerne Steg stark gefährdet. In diesem Falle wurde das in der Altstadt gelegene städtische Leihhaus, das einen lassen und müssen zur feſtgeſetzten Stunde wieder zu Hause sein, brannte der Bodenraum der Stellmacherei von H. Bobzin. Die Wert von 11 Millionen repräsentierte, gänzlich zerstört. Auch das Auch führt das Personal der genannten Anstalt lebhaft über Feuerwehr traf sofort Vorkehrungen zur Sicherung des Puzliksteges Staatsarchiv war bedroht, ebenso das Kloster San Filippo, dessen und setzte sofort drei Schlauchleitungen in Thätigkeit. Immerhin eingeschlossene Nonnen, etwa 100 an der Zahl, nur mit Mühe ge= die Behandlung, Beschwerde, die ihm der Hausvater Hohenberg dauerte es doch fast eine Stunde, bevor die Flammen erſtict rettet werden konnten, nachdem man die Eisengitter der Thore und zu teil werden läßt. Abgesehen davon, daß er das Per- waren. Ein großer Teil des Dachstuhles und der Boden Fenster zertrümmert hatte. Bisher find zwei Feuerwehrleute durch " Euch" anspricht, gebraucht erräume ist vernichtet. stets mit Ihr" und In der Nacht zum Mittwoch wurde Absturz von der Leiter getötet, vier schwer verwundet. auch Redensarten, die man unter Leuten, welche Auspruch die Wehr nach der Kreuzbergstr. 46 gerufen, weil hier in einem Brande zuschauende Marquis Sermiento von Raedern ist von einer Restaurationsteller Feuer entstanden war. In der Brandenburg- Feuersprite im Gedränge erdrückt worden. Die Verluste sind ungegegenüber, mit der er wegen des Sommerurlaubs in Differenzen ge- straße 45 gingen vorher Kleidungsstücke und Decken in einer heuer, da durch den Brand zahllose arme Leute, die ihre Habseligriet, soll er zugerufen haben:" Ich wünsche, daß Sie während des Wohnung in Flammen auf, während in der Potsdamerstraße 139 feiten im Leihhause hatten, schwer geschädigt oder ruiniert worden Möbel und Gardinen in Brand geraten waren. Nach dem Ost- sind. Die Löscharbeiten waren sehr schwierig. Obgleich das Verhalten dieses Herrn schon einmal in dem Fach- bahnhof in der Brombergerstraße wurde die Wehr in der Zwischen- Telegramm aus Neapel zufolge ist der Brand gestern mittag gelöscht organ der städtischen Arbeiter gerügt wurde, scheinen die oberen zeit dreimal gerufen. Immer war hier durch Selbstentzündung von worden. städtischen Behörden nicht für die nötige Belehrung des Herrn Haus Breßkohlen Feuer entstanden. Außerdem liefen noch Alarmierungen vaters gesorgt zu haben. Hoffentlich holen sie das Versäumte von der Landsbergerstraße 14, Barnimstraße 39, Sidingenstraße 7 in der Mitte der vorigen Woche beobachtet haben. Die in der Nähe Einen vulkanischen Ausbruch auf Jsland wollen englische Fischer baldigst nach. und noch von einigen andren Stellen ein, doch handelte es sich in der isländischen Küste arbeitenden Fischer Hörten ein lautes Getöse allen diesen Fällen um blinden Lärm". fonal " auf Bildung machen wollen, sonst nicht findet. Urlaubs die Kräge kriegen." Einer Wärterin " Hus den Nachbarorten. 17 " Der dem Einem weiteren von der Insel her und sahen darauf Flammen und Rauch aufsteigen. Auch das Meer zeigte sich sehr unruhig und die Fische waren augenblicklich verscheucht. Jsland ist bekanntlich vulkanischer Natur, die Annahme eines vulkanischen Ausbruchs kann also richtig sein. Immerhin wird man eine Bestätigung der Nachricht abwarten müssen. Wegen der Ermordung des Majors Reisch fand gestern, Mittwoch nachmittag um 4 Uhr in dem Hause Steinmegstr. 40a eine Ortsbesichtigung statt, die der Untersuchungsrichter Landgerichtsrat Telle Leitete. Die Kriminalkommissare Dr. Grünberg, der die Ermittelungen führt, und Cellarius, der den photographischen Dienst der Kriminalpolizei leitet, nahmen daran teil. Die Wirtschafterin Marie Pankow. Eine Berichtigung" sendet uns ein ehemaliger" Gleditsch, die im Untersuchungsgefängnis noch schmächtiger geworden( wie er sich selbst bezeichnet) Schriftführer der Pankower freiwilligen Ein schwerer Orkan wütete am Montag in Valparaiso. Viele ist, als sie schon war, wurde von einem Gerichtsdiener in einer ge- Feuerwehr namens Lewetag betreffs des in Nr. 118 des Vorwärts" Menschenleben dürften ihm zum Opfer gefallen sein. Während des schlossenen Droschte zum Termin gebracht. Sie mußte fich noch abgedruckten Berichts über die Vorgänge in der Pankower Gemeinde- Sturmes ist die britische Barke Foyledale" gescheitert; zwölf einmal so aufstellen, wie sie vor, während und nach der That vertretung betreffend die Stellungnahme des Herrn Ringel zu dem Personen büßten hierbei das Leben ein. Die chilenische Barke Alle gestanden hatte. diese Stellungen wurden dann durch neu zu erbauenden Steigerturm. Chivilingo", das Baggerschiff„ Holende" und einige den Photographen für die Gerichtsverhandlung festgelegt. Wir schicken voraus, daß wir gar nicht verpflichtet sind, diese Schaluppen erlitten ebenfalls Schaden. Man befürchtet, daß der Als fie den Revolver auf Fräulein Herhudt und den Berichtigung aufzunehmen, da Herr Ringel als Angegriffener Dampfer der Pacific Company, Arequipa", untergegangen Major anschlug, stand sie auf dem ersten Treppenabsatz und zielte sehr wohl in der Lage sein wird, in der Sizung der sei, da mehere Leichen an's Land geschwemmt wurden. über das Geländer weg. Der Major ging ihr dann mit erhobenem Gemeindevertretung event. Unrichtigkeiten selbst zu berichtigen. Arequipa" hatte a chtzig Personen an Bord. " " " " Die III. Wahlkreis! Wählerversammlungen Socialdemokratischer Wahlverein der Frauen Berlins u. Umg. 1. Donnerstag, d. 4. Juni, abends 8 Uhr, in der Ressource, Kommandantenftr. 57. Donnerstag, d. 4. Juni, abds. 8% Uhr, in d. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47: Tages- Ordnung: 1. Die 10. und 11. Legislaturperiode des deutschen Reichstags. Referent: Reichstags- Abgeordneter Fritz Kunert. 2. Diskussion. Versammlung. 17406* Tages- Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Klara Zetkin Stuttgart über:" Frauenbefreiung und Männer und Frauen als Gäste sind willkommen. 2. Donnerstag, d. 4. Juni, abends 8 Uhr, im Fürstenhof, Köpnickerftr. 137/138. Socialismus“. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Tages- Ordnung: Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent:, Dr. Paul Bernstein. 2. Diskussion. Der Vorstand. 3. Freitag, den 5. Juni, abends 8 Uhr, im Dresdener Kaßino, Dresdenerftr. 96. Deutscher Metallarbeiter- Verband. 1. Abänderung Tages- Ordnung: Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: ReichstagsAbgeordneter Dr. Südekum( Nürnberg). 2. Diskussion. 4. Freitag, den 5. Juni, abends 8 Uhr, in Dobersteins Gesellschaftshaus, Prinzenftr. 94. Verwaltungsstelle Berlin. zu dem revidierten Statut der Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5.- Fernsprecher: Amt VII, 353. Krankenkasse für die Beamten unl Angestellten der Krankenkasser, Unfre Bureaus bleiben am Donnerstag, den Berufsgenossenschaften, sowie dar 212/6 4. Juni 1903, von 1 Uhr nachmittags an ge- Invaliditäts- und Altersversicherung: Tages- Ordnung: Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Dr. Curt Freudenberg. 2. Diskussion. Unser Kandidat Wolfgang Heine wird in sämtlichen Versammlungen anwesend sein. schlossen. Zahlreichen Besuch von Wählern aller Parteien erwartet Das Wahlkomitee. 117/14 Die Ortsverwaltung. 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Achtung, Schoss- Schuhmacher! Heute, Donnerstag, den 4. Juni, abends 8 Uhr: Oeffentl. Donnerstag, den 4. Juni, abends 8½ Uhr, Anstalten in Berlin. ( Eingeschriebene Hilfskasse No. 108) Jm§ 13 Absatz 1 ist statt 75,90' zu sehen. im ,, Neuen Klubhause", Kommandantenstraße 72: Berson 0,50 M." zu streichen und da Wähler- Versammlung Große öffentliche Verſammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht über den Stand der Lohnbewegung und die Anfertigung von Streifarbeit bei Indiger und Siegel. Zahlreichen Besuch erwartet im Lokale ,, Urania", Wrangelstraße Nr. 11. Tages- Ordnung: 1. Wodurch siegen wir? Referentin: Frau Eily Braun. 2. Berschiedenes. 2. Diskussion. erwartet 214/ 13* Alle Wähler sind hierzu freundlichst eingeladen. Zahlreichen Besuch der Genossen und Genoſſinnen Achtung! Das Wahlkomitee. Fünfter Kreis! Freitag, 5. Juni, abends 8 Uhr, bei Lipps, Brauerei Friedrichshain: Oeffentl. Wähler- Versammlung. Tagesordnung: 1. Lüge und Verleumdung als Mittel unfrer Gegner im Wahlkampf. Referenten: Stadtverordneter Dr. Karl Liebknecht und der Kandidat des Kreises Robert Schmidt. 2. Diskussion. Wähler aller Parteien sind eingeladen. Die Agitationskommission. 170/2 Klempner! Achtung! Es ist uns gemeldet, daß am Bjingitsonnabend von verschiedenen Bauflempner- Firmen in unzulässiger Weise bezüglich des früheren Feierabend gehandelt ist. Die Kollegen werden darauf aufmerksam gemacht, daß in den nächsten Tagen eine Sigung der Schlichtungskommission stattfinden muß, wo die Sache geregelt wird. Deutscher Metallarbeiter Verband. Ortsverwaltung Berlin. teppdecken Gelegenheitskäufe! doppelseitig doppelseitig alle Farben 117/13 Gaskocher, Jm§ 19 find die Worte„ pr für zu sehen:„ für die Sigung je eine Mart". Borstehende I. Statutenänderung tritt mit dem Tage der Bekannt machung im Anzeigeblatt der Kasse in Kraft. Berlin, den 6. Februar 1903. Der Vorstand J. A.: C. Koblenzer, Vorsitzender. Die am 23. Dezember 1892 al eingeschriebene Hilfstaffe zugelassene und unter Nr. 108 des Registers eine getragene Krankenkasse für die Beamter und Angestellten der Krankenkasser, Berufsgenossenschaften, sowie der Invaliditäts- und Altersversicherungs Anstalten in Berlin bleibt mit der vorstehenden I. Abänderung bom 6. Februar 1903 zu dem revidierten Berliner Gaskocherhaus Statut vom 13. Mai 1896 als ein Georgenkirchpl.14.g.atharinenjt.8. gelaſſen. am Alexanderplat, geschriebene Hilfskaffe ferner zu Sparsamstes u.billigst.Fabrikat. Berlin, ben 17. April 1903. +3 Asnosmin Der Polizei- Präsident. b. Borries. usswasser J. No. 611 IIa H. K. 03. ist das wirksamste Mittel gegen Fuß2,65 3.50 4,85 Cretonne, Tricot, Wollatlas, 217/18 Similiseide, Schlaf decken Der Vorstand. Wähler des 6. Kreises! Donnerstag, den 4. Juni, abends 8%, Uhr: Volks- Versammlung in Weimanns Volksgarten, Badstraße 55-56. 219/ 18* Tagesordnung: 1. Vortrag des Kandidaten des Streises Genossen Ledebour über: Der Wahlkampf und unsre Gegner. 2. Freie Diskussion. Der Vertrauensmann. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Wilmersdorf, Wilhelmsaue 112, Luisenpark. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Garten- Konzert. Großes Juftrumental- Konzert ausgeführt von der berühmten Damenkapelle unter Leitung ihrer Dirigentin Fräulein Hensel. Anfang 3 Uhr. Dienstag und Donnerstag: Frei- Konzert. Donnerstag: Frei- Tanz. Stets wechselndes Programm. Entree 30 Vf. Grosser Ball. Musik der Haustapelle mit verstärktem Damen- Orchester. Die Staffeeküche ist geöffnet. Zwei neu renovierte Kegelbahnen. [ 14622*] Heinrich Meyer. Jeben Montag: Frankfurter Sänger.. 8 llbr. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 16 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Restauration, Baugeschäft, billig zu verkaufen Charlottenburg, Pesta Tozzistraße 22. 17326* alle Farben 5,25 in Wolle extra schwer à 350 450 500 600 M. Versand per Nachnahme. 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