sapron tag en fine Infinit 1 Nr. 130. and it social boot a desi olla ad juf of d 20. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 r., monafl. 1,10 m., 3d ji o dadan dialo and jul Vorwärts wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. nd di Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. Postoj Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. dit mom Eingetragen in der Post- Zeitungs.ultim Breisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn z Mart, für das aid join ham omne un bed s übrige Ausland& Mart pro Monat. lapisid omahis dilinde 20m od tis Erfcheint täglich außer Montags. dio unit o Batandrader and Berliner Volksblaff. 350 Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Solonel zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Numuner müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Centrum. .orgnitiispushjalle 1 Sonntag, den 7. Juni 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. dem Rosenkranz in der einen und dem socialdemokratischen Stimmt das zettel in der andren Hand.redcolose stint.dus Aber auch über die Notwendigkeit der Rosenkränze sind die Meinungen im Centrum geteilt. In der Budgetkommission des im Wahlkampf. Wer ein guter Centrumsmann ist, schwört darauf, daß die Social- Reichstages hat sich der Centrumsffihrer Sped darüber beschtvert, Als Universalfalbe gegen die Socialdemokratie die bürgerliche demokraten die Religion ausrotten wollen. Von allen daß versilberte Rosenkränze aus Glas jetzt nicht mehr mit den Broschüre( Heinrich Fränkel). So gut wie der erste beste ScharfGlaubenssägen der modernen Centrumsreligion ist das der aller- hohen Silberzollsägen, sondern mit den niedrigen Glassägen verzollt mit einem zur Wahl des Stadtrats Kämpf auffordernden Flugblatte, macher verteilt auch die Freisimmige Volkspartei diese Schrift zugleich wichtigste. würden. Ein protestantischer Geheimrat hat ihm darauf erwidert, das beginnt: Die Socialdemokratie, so liest man jeßt überall, will alles das geschehe deshalb, weil man der frommen katholischen Bevölkerung Die Socialdemokratie kämpft mit versteckten Fahnen. Eigentum öffentlich, die Religion aber zur Privatsache machen. die Rosenkränze nicht verteuern wolle. Ginge es nach Herrn Speck, Sie verheimlicht im 1. Wahlkreis ihre wahren und wirklichen Ziele, Daraus geht hervor, daß man in Zukunft teine Kirchen mehr wird so wäre es möglich, daß jemand ohne Rosenkranz an der Himmels- indem sie als radikal- liberale Partei auftritt, ohne die„ unbauen dürfen. Denn aller Boden wird der Gesellschaft gehören, thüre ankäme, weil er feinen mehr bezahlen konnte.fing und alle Bauten werden von der Gesellschaft aufgeführt werden. Da die Religion aber Privatsache ist und alle Zuwendungen des Staates an die Kirche aufgehoben werden sollen, wird es in der socialistischen Gesellschaft keine Kirche mehr geben können. Daraus folgt mit gleicher Logit weiter: da es offenbar Privatsache ist, ob jemand am Besuche von Theatern oder von Parks oder von Versammlungen aller Art Vergnügen findet, werden die Socialisten alle Theater, alle Parks und alle Versammlungsfäle abfchaffen. Für das Socialistengeset haben gestimmt: 1878: 12 Centrumsmitglieder( darunter Hertling und Ballestrem), 1884: 39, 1886: 27, 1888: 8. Die andren Fraktionsgenossen drückten sich zum Teil von den Abstimmungen, zum Teil stimmten sie gegen das en Absti Gesetz. Wo war da der Geist der christlichen Politik? Gegen das Jesuitengeset stimmten in allen Abstimmungen die Socialdemokraten. Liebet eure Feinde und thut wohl jenen, die euch hassen!" Wo war da der Geist der christlichen Politik? * Daß sie aber das wollen, wird nicht einmal Herr Bachem Der Wille Gottes soll es sein, daß die bestehenden Einrichtungen des Kapitalismus und der Monarchie aufrechterhalten bleiben. Aber behaupten wollen. Wo stedt also der Trugschluß? In demselben Teile unsres Programms, in dem von der ist das so gewiß? Die franzöfifche Republit, die aus der Revolution, Behandlung der Religion als Privatsache die Rede ist, werden z. B. der gewaltsamen Beseitigung der Monarchie entsprungen ist, auch Vermögens- und Erbschaftssteuern gefordert. fann, wie der Papst erklärt hat, eine gottgewollte Einrichtung sein. Wie? Wenn es tein Vermögen mehr giebt? Wenn das Erbrecht Wie läßt sich also beweisen, daß der Zustand, dessen Erreichung wir abgeschafft ist? Wenn niemand mehr sic Centrumsblätter mit weit milderen Mitteln anstreben, dem Willen Gottes wider ein Haus, eine Kuh, einen Pflug, ein Buch besitzt? spreche? Einzelne Centrumsleuchten sind sogar auf den Einfall alon Das Rätsel löst sich also sehr einfach: die Forderung nach Ab- gekommen zu erflären, der Socialismus verstoße gegen ein gött fchaffung aller Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln zu firchlichen liches, nämlich gegen das zehnte Gebot: Laß Dich nicht gelüften und religiösen Zweden" ist an den kapitalistischen Gegenwartsstaat Deines nächsten Hauses" usw. Wie läßt sich aber beweisen, daß alle gerichtet, sie setzt den Bestand des Privateigentums voraus und Verschiebungen der Eigentumsverhältnisse, die seitdem in den bezweckt nichts andres, als daß niemand für Zwede einer ihm fremden verschiedensten Jahrtausenden vor sich gegangen find 3. B. die Religion zur Tributpflicht gezwungen werden kann. Daraus hat Einziehung von Kirchengütern durch den Staat! dem Willen man das Märchen gemacht von dem teuflich verschmitten Plan, durch Gottes entsprochen hätten, so daß die jeßigen Eigentumsverhältnisse, den die Socialdemokraten den religiös Ueberzeugten ihre Ver- bei denen der eine praßt und der andre hungert, Heilig und unantastbar seien? fammlungslokale abtreiben wollen. " Vorläufig baut man aus öffentlichen Mitteln fleißig Kirchen, und zwingt die Socialdemokraten, im wilden Wald, in trockenen Flußbetten oder jenseits der Grenzen ihre Versammlungen abzuhalten. Man bedroht Wirte mit dem Boykott, wenn sie ihre Lokale au socialdemokratischen Versammlungen hergeben und hezt die Bauern auf, mit Dreschflegeln auf die Socialdemokraten. Loszugehen. Wie der Schelm ist, denkt er von andern! sid nd finds pruden End Aber, fagt das Centrum, die Religion foll teine Privatsache sein. Der Geist des Christentums soll die ganze Politik der Staaten burchbringen. Soeben veröffentlicht der neue Oberhirt der Kölner Diözese, Grzbischof Dr. Fischer, einen Erlaß an die ihm unterstellten Geistlichen, darin es heißt: # überbrückbare Kluft" zu erwähnen, welche sie vom gesamten Bürgertume trennt. Diese unwahrhaftige Kampfesweise ist beBürgertume trennt. stimmt, die Dummen" zu fangen und durch nicht socialdemokratische Mitläufer aus den bürgerlichen Parteien zu gegewinnen, ohne diesen die Augen zu öffnen, wohin die Reise geht." sugi Dieses Flugblatt wurde uns heute in vielen Eremplaren mit Begleitschreiben zugeschickt, deren eines wir zur Kennzeichnung der Wirkungen freisinniger Agitationsmethoden hier abdrucken: Einliegender Appell ging mir heute zu und als Kompott das Bürgersche Flugblatt, das Ihr Leitartikel gerade beleuchtet hatte. meist Herren mit Die Stimmung in meinem Bekanntenkreise akademischer Bildung veranlaßt mich nach Lektüre des volksparteilichen Flugblattes, Ihnen trotz Nichtzugehörigkeit zu Ihrer Partei unsern Standpunkt, also den„ der Dummen"( laut Flugblatt) turz zu präcifieren. Daß die Konservativen noch eine verhältnismäßig bedeutende Gefolgschaft haben, nimmt bei der totalen Untenntnis der Wähler über die politischen Principien dieser Partei nicht Wunder und die Edelsten der Nation" werden an der politischen Unreife ihrer Anhänger gewiß ihre Freude haben. Die liberalen Parteien aber, die doch zu selbständiger Denkungsweise befähigt find, geben sich zu Handlungen der Reaktion her und verscherzen sich durch Außerachtlassung der von ihnen sonst so beliebten höheren Gesichtspunkte" die Sympathien der Intellektuellen, denen ich die„ geistigen Arbeiter"- Patent Schirp- Wendstern allerdings nicht zurechne. Daß die Freifinnige Volkspartei anfangs erwähnte Broschüre im Dienste der Scharfmacher verbreitet, ist bezeichnend, erregt aber nach Eugens Kraftleistungen teine Verwunderung mehr. In diesem Wahlkampfe, der von Rechts wegen bestimmt war, eine große liberale Partei( zu gemeinsamer Arbeit mit der Socialdemokratie) zu schaffen, stehen bei der Lage der Dinge die " Dummen", welche sich der Konsequenzen einer reaktionären Reichstags- Majorität bewußt find, nicht an, auch hinter der„ versteckten" Fahne der Socialdemokratie zu marschieren, zumal sie die vielfach vorgezogene Wahlenthaltung, eine Indifferenz in Ausübung des höchsten Bürgerrechtes, als geistige Rückständigkeit betrachten. Unterschrift. " Eine Blutthat, von socialdemokratischem Fanatismus entfacht, hat sich in dem Dorfe Boltow bei Polzin abgespielt. Dort erschien am zweiten Pfingstfeiertage als socialdemokratischer Flugblattverteiler der Maurer Karl Mielke von Polzin, welcher mit einem Messer auf den Gastwirt Felsch einstach, als dieser ihn mit seinen Flugblättern von der Stelle wies. Zur Feststellung des Thatbestandes hat sich schon am Mittwoch eine Gerichtstommission an Ort und Stelle begeben." Ich finde mich veranlaßt, den Herren Pfarrern sowie den Kirchenvorständen der Erzdiözese die Einfachheit und das Maß halten bei kirchlichen Bauten ans Herz zu legen. Das gilt zunächst und namentlich in Bezug auf die für die Geistlichen bestimmten Wohnungen. Es läßt sich nicht leugnen, daß hier und da in der Geistige Waffen der Socialdemokratie. Unter dieser Spigmarke Erzdiözese Pfarrhäuser errichtet worden sind, die sowohl in Bezug teilt die Staatsbürger- Zeitung" die ungeheuerliche Thatsache mit, auf die Ausdehnung als auch in Bezug auf die äußere und daß ein socialdemokratischer Zettelverteiler einen Mord begangen immere Ausgestaltung das rechte Maß überschreiten. Ich habe. Sie schreibt: wünsche den Herren Geistlichen und besonders den Herren Pfarrern hinreichend große Räumlichkeiten, zum eignen Gebrauch wie auch zur Beherbergung des einen oder andren Fremden, gegen über welchem Gastfreundschaft zu üben ist. Auch mag und soll das geistliche Haus in seiner äußeren Herstellung wie inneren Ausstattung nicht gerade den Charakter eines gewöhnlichen bürgerlichen Hauses tragen. Aber überall ist das rechte Maß zu halten. Ueberall sind großartige Bauten, die man fast Paläste nennen möchte, Wohnungen, die durch reiche äußere- architektonische"- Db die Mitteilung richtig ist, wissen wir nicht; wir werden Ausgestaltung in die Augen fallen, die im Innern mit allem Erkundigungen darüber einziehen. Ist die That geschehen, so Comfort der Weltleute ausgestattet sind und in fast raffinierter wird sie von uns ebenso entschieden verurteilt wie jedes Weise alle neuen und neuesten Erfindungen auf dem Gebiete der andre Verbrechen, gleichviel wer Man es begangen hat. Technik verwerten, zu vermeiden. Sie widerstreiten dem Geiste hat aber Socialdemokraten in dem jezigen Wahlkampfe fchon der Armut, den die Priester des Herrn allenthalben, auch in fo viel Gewaltthaten der Wahrheit zuwider nachgesagt, daß wir uns der Art und Weife ihrer Wohnung und Wohnungs- nicht wundern würden, wenn sich auch diese Mitteilung als erlogen einrichtung, üben sollen; sie geben unsrem braven katholischen oder doch falsch dargestellt erwiese. Doch das bleibe vorläufig dahinVolke Aergernis, und zwar nicht bloß den Armen, die kaum wagen, gestellt. Wir müssen nur mit allem Nachdruck dagegen protestieren, in solche Häuser einzutreten, sondern auch den Beffergestellten, die daß man eine verbrecherische Gewaltthat als Ausfluß socialdemo vom Priester mit Recht priesterliche Einfachheit und Selbst- tratischer Gesinnung hinstellt. Die socialdemokratische Partei hat beschränkung verlangen; sie vermindern und untergraben dadurch bewiesen und beweist es jeden Tag, daß sie ihre Sache mit den seelsorglichen Einfluß des Priesters, belasten vielfach in des Geistes Waffen zu verfechten versteht. Die ganze Eristenz drückender Weise die Gemeinden und rufen die Kritik der Uebel- der Socialdemokratie, die sich aus einer kleinen verachteten, mit Aber was ist der Geist des Christentums? Die katholischen Arbeiter fassen ihn anders auf als die katholischen Latifundienbefizer, die Bauernbündler anders als die Centrumsbauern, die tatholischen Grubenherren anders als die katholischen Vergleute. Unter gläubigen Christen mögen Zweifel berechtigt sein, ob ein Konzil von Bischöfen und Oberhirten oder eine Versammlung evangelischer Pastoren berufen sei, den Geist des Christentums richtig auszulegen; daß die Fraktions- Obleute des Centrums zur Entscheidung dieser schwierigen Frage nicht berufen sind, muß für alle Christen selbstverständlich Wenn die Abgeordneten fein. des Centrums ihre Wiederwahl gewissermaßen als eine persönliche Angelegenheit des lieben Gottes ausgeben, so handeln sie nicht wie gottesfürchtige Christen, sondern wie die Medizinmänner und Geisterbeschwörer bei den wilden Heiden. Wenn sie nun gar alle ihre Dummheiten, Fehler und politischen Verbrechen, alle Flottenbewilligungen, alle Vieheinfuhr- Erschterungen, alle Nahrungsmittelzölle als direkte Ausflüsse des christlichen Geistes Hinstellen, wenn Geistliche jedem Wähler mit der Ungnade Gottes drohen, der ihnen die Mittel zur Fortführung dieser christlichen Politik verweigern will, benfenden geradezu heraus. Ich werde in Zukunft solchen Plänen allen Machtmitteln des Polizeiftaates und der wirtschaftlichen Ueberwenn in den Kirchen für gute Wahlen gebetet wird so ist das für geistliche Wohnungen, bei denen die vorstehend niedergelegten macht des Kapitals bekämpften Gruppe zur stärksten Partei des ein Verfahren, das nicht so sehr auf die glaubensstarken Herzen als Grundsäge nicht beobachtet sind, unweigerlich die Genehmigung ber- Reiches heraufgearbeitet hat, ist eine Manifestation geistiger Macht. auf die gedankenschwachen Köpfe berechnet ist. Christentum ist ein fagen." Rohe Gewaltthat mißbilligen ivir stets, und wir werden es auch thin, Begriff, dem Zeit und Ort verschiedenen Inhalt verleiht. Centrums- Wenn die Gläubigen ihren Seelsorgern die Mittel dazu ge- wenn irgendwo ein Anhänger unsrer Partei sich ihrer schuldig macht. christentum ist Schwindelchristentum, ist Mord- und Hungerchristentum. währen, so hat kein Socialdemokrat etwas dagegen, daß ein Pfarrer Dagegen haben wir schon eine Reihe von Roheitsthaten gegen Und nun auf, Centrumsagitatoren! Geht in die Versammlungen schön wohnt und gut lebt. Wir wollen nicht mehr und nicht weniger, socialdemokratische Zettelverteiler berichtet: wir haben aber bisher und sagt, der Vorwärts" habe das Christentum verlästert! daß alle Leute, die ehrlich ihre Arbeit thun, so schön wohnen und so noch in keinem Blatte der in Frage kommender Parteien eine gut leben sollen wie diese Pfarrer. Das ist das ganze Geheimnis Nichtigstellung oder eine Mißbilligung darüber gelesen. Ueber socialdemokratischen Terrorismus in bürgerlichen VersammEin anmutiges Beispiel von Wahlprobabilismus*) der Socialdemokratie. fungen weiß die Freisimmige Zeitung" täglich einige Geschichtchen haben neuere Vorgänge in Süddeutschland geliefert. Rasch berühmte geworden ist ja der Ausspruch eines katholischen Pfarrers: niemand Uebrigens denken die Centrumschriften sehr unchriftlich, wenn zu erzählen, deren wir schon eine ganze Reihe als erlogen Tennfonne in den Himmel tommen, wenn er nicht in der einen Hand fie glauben, die Expropriation der Expropriateure fönne sich nicht zeichnen fonnten, ohne daß die" Freisimmige Zeitung" bisher jemals einen Rosenkranz, in der andern einen Stimmzettel mit dem Namen anders als durch Gewalt vollziehen. Wir werden einfach, weil wir ein Wort von diesen Richtigstellungen erwähnt hätte. Daß die FreiDie finnigen früher das Sprengen von Versammlungen als Sport bedes Centrumskandidaten trage. Diese Meinung wird jezt von arm find, bitten, und uns wird gegeben werden. Savigny usw., fte wissen trieben haben, ist von uns schon mitgeteilt worden. Jest beschwert einem badischen Centrumsblatt, dem„ Beobachter", ein wenig Ballestrem, Arenberg, als sich der anhaltische Staats- Anzeiger" über die Thätigkeit einer freimodificiert. Der„ Beobachter" kritisiert ein Flugblatt seiner Partei, ja, daß eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, finnigen Sprengtolonne in einer reichstreuen Handwerker- Versammlung Reicher in den Himmel kommt. Wir werden in Dessau. Wir haben nicht die Hoffnung, daß die Freis. Beitung" das die Frage, ob ein Christ socialdemokratisch wählen könne, anfwirft, daß ein Reicher in den Himmel kommt. also bitten, und dann wird man doch von feinem babon Notiz nehmen wird; dazu ist sie zufreifinnig. dahin, ein Christ tönne zwar kein Socialdemokrat fein, wohl aber unter Umständen socialdemokratisch wählen. Man kann von ihnen wie vom reichen Jüngling, an den Christus die gleiche Aufforderung richtete, sagen dürfen:„ Er aber ward Unmut über die also, Herr Pfarrer, auch in den Himmel kommen mit Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter".( Ev. " fod adh Marci 10, 22.) " ligi bisn( bisg * *) Probabilismus ist jene katholische Lehre, durch die der Sonderbar, wahrhaftig sehr sonderbar, daß das Centrum nicht Dogmatismus aufgelöst wird. Man erklärt Handlungen und An- schon längst auf diese einfachste Lösung der socialen Frage, die doch schauungen nicht für gut oder schlecht, für wahr oder falsch, sondern ganz im Geiste des Christentums" liegt, gekommen ist man schätzt in jedem einzelnen Fall ab, was besser und richtiger sei. Die Abschätzung geschieht durch die Geistlichkeit, die dadurch zum höchsten willkürlichen Gesetzgeber über Gut und Böse wird. 910 std " Wendsterns letzte Botschaft. Im zweiten Berliner Wahlkreis flugblatt herausgeben. Es ist vier Seiten lang und strozt von endsternscher Poesie. werden in der nächsten Woche die Konservativen ihr letztes WahlDer Edle steht nicht an zu erklären, daß er an dem guten willen seiner Gegner nicht zweifelt". Nur taugen fie leider nichts, und zwar deshalb, weil die politischen Gedanken der Socialdemofratie unausführbar sind" und weil ferner die freisinnige Volkspartei sich in den wichtigsten politischen Fragen geradezu nachahmend und nachhinkend auf den Standpunkt bewegt hat, welchen die rechts stehenden adn Bartelen von jeher eingenommen haben, so daß die Wahl eines fraten gegenüberstehen. Fräulein Augspurg habe selbst ist also die Wahrheit. Der Zwed der Kolportage solcher und ähns freisinnigen Volksparteilers an Stelle eines Konservativen dasselbe betont. daß der augenblickliche Feind, gegen Sen sich alle licher Univahrheiten seitens der vereinigten Reaktionäre ist klar: es bedeutet, als wenn man statt einer Stahlflinge einen Blechsäbel zusammenthun missen, das Agrariertum sei. In gilt, die Aufmerksamkeit der Wähler von dem drohenden Ansturm fauft." Blechsäbel- armer Eugen, das ist der Dank für so Wahlkreisen, wo dieses gegen die Freifinnigen auftritt, auf den Besitz der eriverbsthätigen Bevölkerung durch Zölle und viel Liebesmüh! hatten die Frauenrechtlerinnen Arbeit genug. Statt dessen neue Steuern und auf die Bolksrechte( Koalitionsrecht, VersammHerr v. Wenckstern aber will„ das gleiche geheime allgemeine fämpfen sie in Berlin und in Hamburg gegen die lungsrecht, Wahlrecht) abzulenken. und direkte Wahlrecht, die Freizügigkeit, Die Freizügigkeit, das Koalitionsrecht der Socialdemokratie, in Hamburg, wo August Bebel auf arbeitenden Klaffen Wahlgebete und Wahlmessen. In Oberschlesien wird in großem Gesetzgebung" erhalten und ausbauen". Der Professor ist wirklich ehrung nenne, der für die Emanzipation der Frauen gewirkt und ge- Umfange die Wahlbeterei und das Lesenlassen von Messen für den ein Bekenner der Wahrheit: Erhalten will er das Koalitions- fämpft hat, als die Freisimmigen nur den stumpfsinnigen Spott des guten" Wahlausgang betrieben. Die Geistlichen treiben diesen recht der Landarbeiter, denn es existiert nicht. Erhalten Philisters für sie hatten. Und nun sauste unter dem Jubel der Unfug und diese Gotteslästerung, wie früher noch nie. Das Mittel will er den Arbeiterschutz der in der Landwirtschaft be- Versammlung Hieb auf Hieb gegen den Freisin und seine der Wahlpredigt scheint zu versagen, deshalb wendet man jetzt stärkere schäftigten Kinder, den es nicht giebt; erhalten will er Patronessen; verlegen rückte Herr Kreitling auf seinem Stuhl, der Mittel an. Vor allem wenden sich die Geistlichen an die Frauen und bes die Freizügigkeit der Standesherren. Dagegen will er aus zur Anklagebank geworden war, als Lily Braun mit Worten Teiden- thören sie, fündigen ihnen schweres Unglück, einen großen Krieg und bauen" das Reichstags Wahlrecht durch Beseitigung der schaftlicher Empörung die Missethaten des Freisinns aufzählte; sonstige Dinge an, wenn nicht die Wahl im Sinne der katholischen Kirche geheimen Abstimmung, der Heraufrückung des Alters usw. Aus von der Gegnerschaft Eugen Richters gegen das viel zu weit ausfällt. Die legten Pfennige tragen manche Weiber zum Pfarrer, bauen will er die Freizügigkeit der Arbeiter durch allerlei Er- gehende" Alters- und Invaliditäts- Versicherungsgefeh bis zur es ist aber auch vorgekommen, daß die Männer dem Pfarrer auf schwerungen des Fortzugs, Verteuerung der Eisenbahnfahrten, Nach- Gegnerschaft gegen den Neunuhr- Ladenschluß und die Verhinderung die Bude rücken und die Meßgelder zurückverlangen. In einem weis eines Unterhalts. A u 8 bauen will er das Stoalitionsrecht der Ausdehnung des Kinderschutz- Geſetzes auf die bei der Landarbeit diefer häme riet der Pfarrer der darüber weinenden Frau, sich„ von durch Zuchthausvorlagen. Niemand kann danach Herrn v. Wendstern beschäftigten Kinder. Nicht darin, daß ein paar Dußend Frauen einem solchen Man" scheiden zu lassen. noch einen Vorwurf machen, daß er seine Ansichten verhehlt. Er Merztinnen usw. werden, liegt die Lösung der Frauenfrage; verschweigt lediglich als vorsichtiger Mann, was und wie er er Aber Herr Wendstern hat auch ein kräftiges Wort gegen das schrankenlos herrschende Großkapital". Will er es expropriieren? Ach nein, er will nur Rudolph Herzog von der Konkurrenz Wertheims befreien; denn der Schwiegersohn des Herzogschen Versandtgeschäfts kandidiert im Nachbarkreis. = halten und ausbauen will put our can, wines mort als bisher. = die Millionen von Arbeiterinnen müssen befreit werden. Hirsch- Dunckersche Gewerkvereine für konservative Wahlen. In Unter jubelnder Zustimmung schloß Genoſſin Braun ihre tempera- ta tibor in Oberschlesien hat der Borstand des Ortsverbandes mentvolle Erwiderung mit dem Ausdruck der Zuversicht, daß der Hirsch- Dunckerscher Gewerkvereine einstimmig beschlossen, für Sieg der Socialdemokratie uns auch der Emanzipation der Frau den konservativen Kandidaten, Fabrikbejizer Pyrkosch einzutreten, näher bringe. wenn derselbe für Erhaltung des Wahlrechts und langjährige Fräulein Augspurg und Herr Kreitling bemühten sich in und günstige" Handelsverträge sich erklärt. Der Herr Pyrkosch ist ihrem Schlußwort vergeblich, den Eindruck der Worte Lily Brauns aufgestellt von den deutschen Beamten, ehemaligen Offizieren, Ritterzu verwischen; weder das grufelige Gespenst des socialdemokratischen gutsbesitzern und Fabrikbefizern. Kinderraubes im Zukunftstaat, das Herr Kreitling heraufbeschwor, noch die fahden und kalten Kolophoniumblize, die Frl. Dr. Augspurg gegen Lily Braun und die Socialdemokratie schleuderte, auch ein deutscher Centrums- Kandidat entgegengestellt werden. verfingen. Die vernünftigen unter den anwesenden bürgerlichen Frauen konnten sich dem Eindrucke nicht entziehen, daß Fräulein loin aid Dr. Augspurgs Uebereifer und Kurzsichtigkeit ihr eine lächerliche Blamage zugezogen haben. * Politische Ueberficht. ello, rod and noigens en Berlin, den 6. Juni. Der Hallesche Inquisitionsprozeß. Auch eine originelle Wahlparole hat Herr v. Wenckstern: Bei der bevorstehenden Revision des Strafgesetzbuches wird Herr v. Wenckstern dafür eintreten, daß jeder Ausbeutung( durch socialdemokratische Hetzer. Red. des B.), jeder gemeinen Gefimmung( Majestätsbeleidigungen, Ministerbeleidigungen, Wencksternbeleidigungen. Red. des„ B."), wirksamer als bisher begegnet wird, und daß die Härten gemildert werden, welche bei der Bestrafung nicht aus ehrloser Gesinnung begangener Strafthaten ( Duell, Soldatenmißhandlungen, Gesindeprügeleien. Red. des„ V.") und vielfach bei Preßvergehen( der Staatsbürger- 8tg. R. d.„ V.") Freifinnige Juden. Einige Tage lang wiederholte die„ Freihervorgetreten find. Arbeitskraft( der arbeitswilligen Streitbrecher. finnige Zeitung" die Enthüllung, die Socialdemokratie sei anti- Einen Monat Gefängnis für den einen, 300 M. Geldstrafe für ( Ned. des„ V.") und Ehre( Schutz gegen unangenehme socialdemo- semitisch, weil ein von ihr verbreitetes illustriertes Flugblatt den den andern wegen Beleidigung. Aeußerlich nichts allzu Erhebliches tratische Wahrheiten. Red. des„ V.") müssen besser geschützt werden Kapitalismus mit frumnier Nase darstellte. Die Freisinnige Volks und dabei doch nach den obwaltenden Umständen ein Vorgang, der partei aber nimmt so sehr auf den albernsten antisemitischen Instinkt Wir haben uns erlaubt, die leeren Umrisse der Wendsternschen Rücksicht, daß sie nicht einmal jüdische Kandidaten aufzustellen wagt Rechtszustände, politische Zustände, gesellschaftliche Zustände kenn Verkündigungen in Klammern zu ergänzen. oder, wenn sie es thut, diese ihre ehrliche Abstammung verzeichnet und helles Licht in ihre Tiefen wirft. Der Kandidat wendet sich dann an die Angestellten in den leugnen müssen. Die mündlich gegebene Urteils begründung, die in unserm Privatbetrieben", an die Unterbeamten und Lehrer, denen er fund- Ein widerwärtiges Beispiel dieser verächtlichen Feigheit bietet Halleschen Parteiblatt veröffentlicht wird, is ziemlich inhaltlos; jedenthun läßt, daß er, selbst Sohn eines Beamten, durch eigne Lebens- die Wahlzeitung für Torgau- Siebenwerda", wo Dr. Arthur falls schrumpft die Bedeutung dessen, was an ihr auszusehen ist, sehr erfahrung weiß, daß gegenüber den Lehrern, den mittleren und Bernstein Charlottenburg für die Volkspartei kandidiert. zusammen neben den allgemeinen Stennzeichen dieses Prozesses. Daß unteren Beamten im Reiche, in Preußen und in den Gemeinden heißt es: n er überhaup angestrengt werden konnte, daß die ihm zu Grunds politische Fehler gemacht worden sind". Herr v. Wencksternid liegenden Behauptungen oder Annahmen als Beleidigung aufgefaßt wird allen helfen, wie auch besonders den gesamten„ jeistigen und bestraft werden konnten, das ist es, was festzuhalten und worauf Arbeetern". Schließlich bittet er die deutschen Arbeiter: die Blicke zu lenken sind. Daneben ist noch von Bedeutung die Art der Durchführung des Prozesses. Es ist ein politischer Tendenzprozeß der handfestesten Art und mehr wie irgend ein andrer zu zeigen ge= eignet, welche Kluft die Herrschende Klasse vom Proletariat scheidet. " Mögen die deutschen Arbeiter und alle Wähler dieses Wahl freises II Berlin sich gegenwärtig halten, daß nur der Konservative v. Wendstern im Unterschied vom Socialdemokraten Fischer und freisinnigen Boltsparteiler Kreitling, entschlossen ist, der un geheuren Gefahr des Ueberwucherns des Judentums mit all feinen bekannten schlechten Seiten durch die Gestaltung unsrer Gesetzgebung im national- deutschen Sinne entgegen zu treten. Das ist der professoralen Weisheit letzter Schluß: der Dresch graf! Eugen Richters Frauen. " = Dort Dr. Arthur Edmund Adolf Joachim Bernstein wurde 1862 zu Potsdam geboren, evangelischer Konfession. Er besuchte das AugustaGymnasium zu Charlottenburg und das Askanisaje Gymnasium zu Berlin, welches er im Jahre 1878 nach abgelegtem Abiturienten13 examen verließ. Und im Brieffasten" wird dann noch entrüstet beteuert: " Gerüchts ,, Herrn W. K. in Liebenwerda. Aus dem oben mitgeteilten Lebenslauf des Herrn Dr. Bernstein ersehen Sie, daß es eine von Aus der Beweisaufnahme, besonders aus den Aussagen des gegnerischer Seite wissentlich verbreitete Läge ist, daß der liberale Zeugen Bürgermeister v. Holly ergiebt sich, daß die Beleidigung der Kandidat Jude sei. Dr. B. ist von Geburt an christlicher Kon- Polizeibeamten, deren unsre Parteigenossen Strüger und Emmer Den der session( evangelisch). besten Beweis für die Bös schuldig erklärt worden sind, in der Unterstellung gefunden wird, die willigkeit jenes ersehen Sie daraus, daß Herr Beamten hätten sich bei socialdemokratischen StadtverordDr. B. Mitglied der Kirchenvertretung in der evangelischen neten beschwert. Dieser Herr Bürgermeister erzählte, daß Genosse Trinitatisgemeinde in Charlottenburg ist. Jeder, der nur Krüger in einer Sihung der Stadtverordneten gesagt habe, Polizeieinigermaßen in derartigen Fragen bewandert ist, weiß, beamte hätten sich bei ihm über schlechte dienstliche Behandlung bes daß Dr. B. dort sogar eine führende Stellung in der liberalen schwert. Der Bürgermeister habe das nicht geglaubt und darauf hinfirchlichen Bewegung einnimmt. Man merkt bei derartigen gewiesen, daß ein Beamter, der sich beschwerdeführend an einen Ausstreuungen, die doch nur wider besseres Wissen erfolgen socialdemokratischen Stadtverordneten wende, den Eid der Trene verkönnen, wie gefährlich unsern Gegnern die Persönlichkeit unsres Kandidaten erscheint, dessen Ansehen und Beliebtheit von Wersammlung zu Versammlung steigt, sonst würden sie nicht zu solchen gemeinen Verleumdungen ihre Zuflucht nehmen." Tezze. Die Beamten seien dazu da, Staat und Gesellschaft zu schützen, und da ginge es doch nicht, daß sie mit Personen in Verbindung treten, die darauf hinarbeiten, den gegenwärtigen Staat und die Gesellschaft om trind gitubak zu beseitigen.list Das ist die Grundlage des Prozesses und der Verurteilung, die erfolgt ist auf Grund des§ 187 des Strafgesetzbuches; vers leumderische Beleidigung, d. H. Behauptung von Thatsachen, die geeignet sind, den andern, das sind hier die Polizeibeamten, verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen. Vers ächtlichmachung bedeutet, daß die Behauptung geeignet ist, dem andern die Achtung gänzlich zu entziehen. Die Herabwürdigung Anita Augspurg und ihr Fähnlein lassen es an eifrigem Bemühen nicht fehlen, die bürgerliche Frauenbewegung bis in die Knochen zu blamieren und der Lächerlichkeit preiszugeben. Dazu scheint ihnen auch die bevorstehende Reichstagswahl ein will tommener Anlaß. Wir haben nie ein Hehl aus unsrer Ueberzeugung gemacht, daß die bürgerliche Frauenbewegung die Fiktion einer über den Wolfen schwebenden Parteilosigkeit auf die Dauer nicht wird aufrecht erhalten können und ihr Klassen empfinden sich stärker eriveisen wird als alle Ideologie. Die Art aber, in welcher die Frauenrechtlerinnen jetzt vor der bürgerlichen Das hat der brave ,, Bolts- Zeitungs"-Bernstein, der bis zum Tode Klassensolidarität kapitulieren, hat etwas unfagbar klägliches ein treuer Jude blieb und auch seinen Sohn Arthur niemals hat an sich. Fräulein Dr Augspurg hatte im Auftrage des taufen lassen, wahrlich nicht verdient, daß einer seiner Söhne sich des Hamburger Vereins für Frauen- Stimmrecht Freitag eine Frauen Glaubens feines Vaters schämen und die Behauptung jüdischen versammlung im zweiten Berliner Wahlkreise einberufen, um die Bekenntnisses als„ gemeine Verleumdung" empfinden würde. bürgerlichen Frauen über ihre politischen Pflichten im gegenwärtigen Fast wären wir angesichts solcher Feigheit versucht, deutlicher Wahlkampf aufzuklären. Sie klagte über die politische Rechtlosigkeit zu werden über seine von Geburt an christliche Konfession". der Frauen, die die folge einer rechtsirrtümitgen guterpretation des Wahlgefeßes sei, welche sich irrtümlich Nationale Wählerversammlung in Friedenau. Zu einer inpo-( Schmälerung der Achtung) muß in der öffentlichen Meinung, das beigt einem nicht begrenzten ger one offene, der ung, bas darauf stütze, daß es im Gesetze heiße: Jeder Deutsche, der santen Versammlung gestaltete sich am Freitagabend die nach heißt bei einem nicht begrenzten Personenkreise, bei der Allgemeindas fünfundzwanzigste Lebensjahr erreicht hat 2c., hat das dem Hohenzollern einberufene Versammlung aller nationalen Wähler heit, eintreten infolge der Behauptung. Welche der beiden Annahmen Wahlrecht für den Reichstag. Mehrere Frauen hatten jest gegen von Friedenau und Umgegend". Malermeister Fritz Hammer follte das Gericht gemacht hat, konnten wir bis jetzt nicht erfahren; es ist diese falsche Auslegung protestiert und ihre Eintragung in die Wähler- sich laut Säulenanschlag seinen Wählern vorstellen. Der Saal war auch nebensächlich. Vermutlich ist Herabwürdigung in der öffentlichen listen reflamiert; es sei abzuwarten, ob das helfen werde! bis auf den letzten Plaz gefüllt, zu drei Vierteln von Socialdemokraten. Meinung angenommen worden. D In gleich findischer und findischer und urteilstofer Weise unterschied das Der Oberlehrer Dr. Kleinecke erhielt das Wort. Er begann mit Zur Socialdemokratie bekennt sich jetzt etwa der fünfte Teil des Fräulein dann zwischen einseitigen Interessenparteien" und dem üblichen Kaiserhoch. Zur Geschäftsordnung verlangte Genosse idealen Parteien mit idealen Zielen". Bu ersteren gehören Zubeil unbeschränkte Redefreiheit in der Diskussion, zum mindeſten deutschen Voltes. In den Augen dieses Boltsteil ist es felbftdie Agrarier, das Centrum und die Socialdemokraten, zu, Stumde; dies wurde jedoch verwehrt und nur 1 Stunde Rede verständlich keine Herabwürdigung irgend eines andern Menschen, Tegteren die Nationalliberalen, die allerdings ein bißchen entartet freiheit zugestanden. Hiermit waren die Genossen feineswegs zu- wenn von ihm behauptet wird, et verkehre mit Socialdemokraten. seien, die Nationalsocialen, die Freisimmige Bereinigung und vor frieden und machten Herrn Dr. Kleinecke darauf aufmerksam, daß er Die öffentliche Meinung, die den Richtern und den Anklägern in Halle allem die Freisinnige Voltspartei. Die Socialdemokratie felber bei unsrer öffentlichen Versammlung, als Genosse vorgeschwebt hat, ist also höchstens die öffentliche Meinung des andern überspanne ihre Forderungen; sie möge mit dem Klaffenkampfe ein- Bubeil sprach, sogar viermal volle Redefreiheit erhalten hatte. Bevölkerungsteils, vermutlich aber nur ihre eigne persönliche oder doch halten und gemeinsam mit den freifinnigen Parteien vorwärtsschreiten Auch hätte er fest versprochen, bei der nächsten Versammlung seiner nur die Meinung der engen Kreise, die ihnen die Welt bedeuten. Die auf dem Wege zur socialen Reform. Fräulein Augspurg baute Partei sollten auch wir volle Redefreiheit haben. Dr. Kleinecke hielt in so beleidigender Weise auf die Unwissenheit ihrer bürgerlichen trotzdem sein Wort nicht und vollständig geschlossen verließen die socialdemokratische Minderheit von heute wird aber die Mehrheit von Zuhörerinnen, daß sie ihnen das Märchen erzählte, in Belgien Parteigenossen, ca. 400 Personen, unter brausenden Hochrufen auf sei das Frauenwahlrecht an dem Widerstand der Socialdemokraten die Socialdemokratie und auf Genossen Zubeil den Saal. Als die gescheitert; fie verschwieg, daß die Riberalen unfre belgischen Genossen vollständig aus dem Saale waren, hörte der letzte Genosse Genossen zum Zurückstellen dieser Forderung gezwungen hatten. Die nur noch den Anfang des Herrn Dr. Kleinecke:„ Endlich allein". Freisinnige Vollspartei sei die einzige Partei, die durch die That Nur 100 Männelen waren zurückgeblieben. die Forderungen der Frauen unterstüte. Donnerstag, den 11. Juni 1903, abends 8 Uhr, wird im Die Jeanne d'Are( Jungfrau von Orleans) des Freisinns gab Gesellschaftshaus zu Friedenau, Rheinstr. 14, eine öffentliche Wählerzwar zu, daß vielleicht" in Bezug auf die sociale Gesetzgebung der versammlung abgehalten, in welcher Dr. Alberth über" Die feige Freifinn etwas zu wünschen übrig gelassen habe, aber Menschen, Stampfesweise unsrer Geguer und Herrn Hanmers Kandidatenrede" Menschen sind wir alle, Fehler hat ein jeder g'nug." Auch andre sprechen wird. Die Gegner, besonders die Herren Hammer und Parteien feien nicht frei von Sünden, und der Freifinn werde sich Dr. Kleinecke, sind hierzu eingeladen. getviß bessern. " " morgen sein. „ Ehre ist die der Stellung im Kreise der Rechtsgenossen entsprechende persönliche Geltung." Wenn es als ehrverleßend bezeichnet wird, mit einem Socialdemokraten zu verkehren, so schließt das, da Socialdemokraten selbstverständlich die entgegens gesetzte Auffassung haben, die Socialdemokraten aus dem Kreise der Rechtsgenossen aus. Das Necht wird als Recht der Mehrheit proklamiert und alle die schönen Nedensarten von dem objektiven Recht ves gehen wie Dunst. Fürchtet man nicht für den Bestand des Rechts, wenn man den fünften Teil des ganzen Volles, der alle Aussicht hat, in absehbarer Zeit die Mehrheit des Volkes zu bilden, außerhalb dieses Rechtes stellt? Da wirft man uns vor, wir achteten nicht Autorität, nicht Recht und Gesetz! Kann denn ein Recht Anspruch auf unfre als eine verächtliche Handlung zu kennzeichnen? Da erzählen uns Schönſchwäter von einer Solidarität der Klassen, von der Einheit der Boltsinteressen und in demselben Augenblid fönnen Richter im Namen des Gesetzes ein Urteil fällen, durch das Millionen Voltsgenossen als eine verächtliche Baude hingestellt werden, mit der zu verkehren für einen Beamten unwürdig sei. Es ist nicht nur die Muft der wirtschaftlichen Gegensätze, die das Proletariat von der herrschenden Klasse scheidet; auch die Moral- und die Ehrbegriffe in beiden Lagern find so grundverschieden, daß keine Brücke mehr von der einen zur andern führt. Als zweiter ergriff Herr Stadtverordneter reitling das Konservative Bauernfängerci. Den von uns bereits mitgeteilten Wort, um neben dem Freisiun im allgemeinen auch seine Kandi- Proben über die Fälschungen der Wahrheit in Flugblättern von datur im besondren den anwesenden Frauen, jungen Mädchen und Konservativen, Centrumsleuten, bereinigten staatserhaltenden Achtung erheben, nach welchem es möglich ist, den Verkehr mit uns jungen Damen" aus Herz zu legen und die Anwesenden zu ver- Parteien gefellen wir eine weitere bei. In dem nebenbei auch von fichern, daß er nicht nur für die Wünsche, sondern auch für die be- einer Reihe Amtsvorsteher, Gemeindevorsteher, Polizeisekretäre und Er Bürgermeister unterzeichneten Flugblatt für den Niederbarnimer rechtigten forderungen der Frauen eintreten werde. sprach noch einiges von der deutschen Frau, die im Gegen- Kreis heißt es u. a.: satz zur Französin bei allem berechtigten Interesse für das Auf dem Parteitage in Hannover( Oftober 1899) Hob Bebel öffentliche Leben doch die Familie nicht vernachlässigen dürfe die gewaltsame Aufhebung des bäuerlichen Besitzes als durchaus not und verlor fich dann in Jugend- und Kindheitserinnerungen, die wendig hervor." wohl nur für seinen engeren Familienkreis von Interesse waren. Das Gegenteil ist die Wahrheit. bid ala Nur eine Erklärung, daß seine Partei für das allgemeine Frauen- Auf dem Hannoverschen Parteitag führte Bebel( Protokoll S. 121) stimmrecht eintreten werde, vermied er, abzugeben. An die beiden am 10. Oftober 1899 aus: Referate fnüpfte sich eine lebhafte Diskussion, in deren Verlauf In Wir haben es nicht nötig, mit Gewalt vor Genossin Lily Braun dem öden Wortgeklingel der Freisims- zugehen. Ich habe immer gesagt: Schade um jeden eine träftige amazonen Antwort teil zu werden ließ. Stopf, der bei alle den Auseinandersegungen fiel Gegenüber dieser grundsäßlichen Bedeutung des Prozesses wird Sie erinnerte die Frauenrechtlerinnen an frühere Zeiten. Auf die Köpfe kommt es mir gar nicht an, es fommt nur auf die es eigentlich ziemlich nebensächlich, daß er auch sonst noch zu verDamals sei sie befehdet worden, als sie der frauen Sachen an. Ich wünsche im Gegenteil, daß alle, die es angeht, dabei schiedenen Einwendungen Anlaß giebt. Die beiden verurteilten rechtlerischen Ideologie der Solidarität aller Frauen entgegen sind und zusehen, wie gut wir es machen.( Heiterfeit.) Wie wir über die Parteigenossen haben die für strafbar erklärten Aeußerungen in ihrer trat. Es sei ja selbstverständlich, daß die bürgerlichen Frauen sich gewaltfame Revolution denken, darüber kann doch in der Partei niemand Eigenschaft als Stadtverordnete gethan. Sie haben in Wahrden bürgerlichen Parteien zuwenden. Aber man höre dann mit dem im Zweifel sein. Es ist Unsinn anzunehmen, daß auch nehmung ihrer öffentlichen Pflichten Mißstände bei einer Behörde Gefasel auf, daß der Klaffenkampf bloß eine socialdemokratische Er nur ein einziger Mensch in unsrer Partei ist, der kritisiert und nur zur Bekräftigung ihrer Behauptungen gesagt, daß findung" sei. Es sei eine harte Thatsache. Wenn man auch den Neigung hätte, eine Revolution zu machen, wenn er sie von Beteiligten informiert seien. Die Mißstände haber thatfächbürgerlichen Frauen das Recht nicht bestreitet, sich den Parteien der Meinung ist, daß er seinen Zweck viel besser, leichter und ihrer Klasse anzuschließen, so müsse es als eine strafbare Un einfacher erreichen kann. Nicht die Revolutionäre sind lich bestanden. Das ist vor Gericht erwiesen worden. Daß man für flugheit bezeichnet werden, als ein Verrat, daß Frauen, die es, die die Revolution eine in Wahrnehmung der Pflichten als Stadtverordneter gethane machen, sondern angeblich für Frauenrechte kämpfen, die Freisimmige Volkspartei aller und jeder Zeit die Reaktionäre.( Lebhafter Beifall.)" Aeußerung bestraft werden kann, zeigt die Geringschätzung der oerade in solchen Kreisen unterstützen, wo ihr Socialdemo- Gerade das Gegenteil dessen, was in dem Flugblatt behauptet wird, städtischen Volksvertretung in unserm Strafrecht.e " Es ist aber ferner vor Gericht erwiesen worden, daß der eine der verurteilten focialdemokratischen Stadtverordneten mindestens von einem Polizeibeamten Informationen erhalten hat; der Sergeant Desterreich hat als Zeuge zugegeben, daß er dem Parteigenossen Emmer Mitteilungen gemacht hat. Die Differenz besteht nur darin, daß die Anklage dem Genossen vorwirft, gesagt zu haben, es ſeien ihm, Beschwerden" zugegangen, während Sergeant Oesterreich nur auf Emmers Verlangen, Informationen" gegeben haben will. Zur Verurteilung aus§ 187 Str.-G.-B. ist nötig, daß die behaupteten Thatsachen auch unwahr sind, und da stüßt sich denn das ganze Urteil auf den Unterschied zwischen Beschwerde und Information. Emmer hat nur bewiesen, informiert worden zu sein, nicht aber, daß ihm Beschwerden zugegangen seien. Zuguterlegt aber bestreitet der Verurteilte, von Beschwerden gesprochen zu haben und behauptet, mur von Informationen gesprochen zu haben. Die Beweisaufnahme hat in diesem Punkte keine Klarheit geben. Das Gericht muß erst sagen, daß es des Angeklagten Angabe trotz der zweifelhaften Beweisaufnahme als eine leere Entschuldigung" ansehe. Auf eine so feine Unterscheidung und eine so gewagte Konstruktion hin ist erst die Verurteilung der Angeklagten möglich gewesen. Deutschland und dem Auslande, welch eine Fülle von Poesie und Kunst im deutschen Volksliede vorhanden ist." 1819 nodon und = Ministerpräsident v. Koerber erklärte in feiner Erwiderung. die Regierung werde sich niemals zwischen die Krone und einen der Es ist sicher nicht ganz unzutreffend, was der Kaiser in diesem vielen Boltsstämme dieser Reichshälfte stellen, sobald es sich um Falle gesagt hat. Allerdings steht seine Vorliebe für musikalisch heimische Fragen handle. Sie werde jedesmal ihre Stimme gegen ein volkstümliche Einfachheit im unversöhnlichen Gegensatz zu seinen Vorgehen in Deftreich erheben, wenn rechtlich bestehende Verhältnisse Idealen von bildender Kunst; denn die von ihm bevorzugten zwischen den Ländern der ungarischen Krone in Betracht kommen. Künstler suchen ihren Stolz in leerem alexandrinischen Bombast. Sonach sei die Stellung der Regierung gegenüber dem Audienzgesuch Die Vielseitigkeit Wilhelms II. aber ist in der That über- der kroatischen Abgeordneten gegeben gewesen, zumal nichts so sehr raschend. Trotz der gespannten handelspolitischen Situation, trop geeignet sei, Mißtrauen zwischen den beiden Reichen zu erweden, als neuer Flotten- und Militärvorlagen, trop feiner Studien über die Einmischung des einen in die inneren Angelegenheiten des andern. Assyriologie, Offenbarung, Burgenbau, troß seiner Anteil- Dagegen sei die Regierung gern bereit, nach Abschluß der bes nahme an Coulissen Entwürfen, Denkmals Enthüllungen, schleunigten Erhebungen über die Ausschreitungen in Laibach dem Paraden Regatten, trog seiner zahlreichen Reisen, Haufe Mitteilung zu machen. Die Angelegenheit sei als abgeschlossen trop seiner Protektion Büyen anzuseyen, da die kroatische Bevölkerung Oestreichs völlige Besonnens Fürsten- und Städtebesuche, trop seiner Protektion ſteinſcher Deldrucke und seiner Studien mit Slaby wird der Kaiser heit bewahrt und die Ausschreitungen sich nicht wiederholt hätten. alle Männergesangvereine Nach längerer Debatte wird der Teil des Antrags, welcher Mitnun auch noch ein Volkslieder- Album herausgeben, das fünftig für alle Männergesangvereine wir wissen nicht, ob auf gesetzteilung von dem Ergebnis der schlenigst einzuleitenden Untersuchung ergeberischem Wege obligatorisch eingeführt werden wird. Des verlangt, angenommen, der Rest abgelehnt. Kaisers Wille ist das oberste Gesez in der Politit, und sein Geschmack das oberste Gesez in der Kunstübung. Auch Friedrich II. dekretierte England. ja seine Anschauungen über deutsche Litteratur, nach der sich freilich Gegen den Zollverein. London, 4. Juni.( Eig. Ber.) Der weder Leffing, noch Goethe, noch Schiller gerichtet haben. Heute Genoffenschafts- Kongres in Doncaster nahm gestern wäre solche Ünbotmäßigkeit undenkbar. folgende Resolution an:„ Dieser Kongreß, der zwei Millionen Sons Der Zweck der Nebung. In einer Wahlrede hat Herbert Bismard Weise gegen jede Berlegung des Freihandels durch sumenten aus der Arbeiterklasse vertritt, protestiert in nachdrücklichster die Kröcherschen Andeutungen aus den Dezembertagen näher er ein System von Vorzugstarifen. Er ist der Ansicht, daß läutert, daß es damals gar nicht dem Zolltarif gegolten hätte, die Folgen einer handelspolitischen Aenderung sein würden: Versondern in erster Linie einem Staatsstreich gegen das tenerung der Nahrungsmittel, Verringerung der Löhne und der Proletariat, das man 1878 nebeln wollte, um dann den Arbeitsgelegenheit, Zunahme der internationalen Eifersucht und Beutezug zu vollenden. Er schalt deshalb die erstaunliche Zag: Wachfen des Militarismus. Der Kongreß verurteilt aufs haftigkeit" der Regierung, die die günstige Gelegenheit berpaßt habe: entschiedenste jeden Versuch der Ausbeutung der Armut und haftigkeit der design ser dem zu geben, daß die Regierung jegt eine der Vaterlandsliebe zu Gunsten einer Politit, die den Strieg erzeugen Politik der verpaßten Gelegenheiten" treibe. Jm vorigen Herbst und tiefe Mißverständnisse zwischen dem Mutterlande und den Kolonien hätten sich etwa dreiviertel aller Mitglieder des deutschen Reichstages hervorrufen muß." Mehrere Redner unterstügten die Resolution, wäh der Regierung zum Kampfe gegen die Socialdemokratie zur Ber- rend nur ein einziger Delegierte gegen sie sprach. Die heftigen amte vor Gericht citiert und auf ihren Zeugeneid befragt, ob sie sich fügung gestellt, aber diese glänzende Gelegenheit sei unbenutzt ge- Unterbrechungen, die dieser Redner von seiten der großen Mehrheit lassen und damit eine der wirksamsten Wahlparolen verloren der Delegierten erfuhr, zeigen, daß Mr. Chamberlains Plau auf leidenschaftlichen Widerstand stoßen wird. Der liberale Abgeordnete Mr. Haldane sprach gestern in Brutalitäten. Man wollte Blut sehen! Aber Herbert Bismarck ist Wochen hat einer unsrer fähigsten und verdienstvollsten StaatsDaher also die gewaltsamen Brovokationen, die niederträchtigen seinem Wahlkreise über Vorzugstarife. Er sagte: In den legten nur der Affe des Vaters, und der proletarische Löwe ist männer dem Lande eine große Frage vorgelegt. Diese Frage ist sonoch unüberwindlicher geworden, als daß er sich vor dem Affen fort in den Vordergrund des öffentlichen Interesses getreten. Es ist fürchtet. schon jetzt schwierig, das Publikum für etwas andres zu intereffieren, Schließlich das prozessual Erstaunlichste, die Zergenschaft fämtlicher Polizeibeamten Halles. Man kann die Vermutung nicht abweisen, daß die Klage gegen die zwei socialdemokratischen Stadtverordneten und ihre Verurteilung nicht die Hauptsache in dem Verfahren war. Man hat in Halle schon mehrfach Versuche gemacht, zu erfahren, ob Beamte das„ Volksblatt", unser dortiges Parteiblatt, informierten; immer erfolglos. Jezt werden – nicht etwa vom Annicht etwa vom Angeklagten zum Beweise der Wahrheit seiner Behauptungen sondern vom Ankläger auf Antrag der interessierten Behörden zum Beweise der Unwahrheit der Behauptungen des Angeklagten sämtliche Bebei den Angeklagten beschwert haben; sie werden also in die ZwangsTage versett, entweder einen Meineid zu leisten oder bei der ihnen be= kannten Auffassung ihrer Vorgesetzten sich einer Bestrafung, wohl gar der Entlassung, der Brotlosmachung auszusetzen. Sie haben zwar vielleicht das Recht, die Aussage zu verweigern; das aber käme in den Augen ihrer Vorgesetzten einem Zugestäninis gleich. Also ein wahrhaftes Inquisitionsverfahren, das zwar formell nicht gege das geltende Recht verstoßen mag, seinem Geiste aber entschieden widerspricht. Im alten Inquisitionsprozeß, der auf dein Geständnis des Angeklagten ruhte, wandte man Zwangsmittel zur Geständnis erpressung an. Der moderne, auf dem Zeugenbeweise beruhende Prozeß schließt das aus; niemand soll gezwungen werden, sich selbst zu belasten. Das in Halle eingeschlagene Verfahren läuft aber gegenüber den Zeugen auf nichts weiter als einen Zivang zur Selb belastung hinaus und wird in den Zeugen gewiß keine freudigen Gefühle erweckt haben. So ist ein selbst vom Standpunkte des bestehenden Rechts höchst bedenkliches Verfahren angewandt worden, das geeignet ist, die Recht sprechung zu diskreditieren, und der Erfolg ist eine Beleuchtung des Rechts, die Tausenden die Augen öffnen wird über den Klassencharakter der bestehenden Gesellschaft und dem Bestande der bürgerlichen Gesellschaft nicht nüßlich sein wird. Das Hallesche Urteil läßt keinen Zweifel darüber, daß das Recht ein Klassenrecht ist, das nur dem Interesse der herrschenden Klasse dient. Deutsches Reich. „ Nicht Unrecht worden." " and and spi für Die internationale kriminalistische Vereinigung( Landesgruppe als für den Zusammenschluß des Reiches auf handelspolitischer GrundDeutsches Reich) hält jetzt in Dresden eine Sigung ab, deren erster lage. Das Nationaleinkommen Englands beträgt 1650 Millionen Beratungsgegenstand die Reform der Voruntersuchung Pfund Sterling, Deutschlands nur 1300 Millionen Pfund Sterling. war. Als Referenten dazu sprachen die Herren Professor 3nder England hat eine Bevölkerung von 41 Millionen, Deutschland eine aus Prag, Professor W. Mittermeier aus Gießen und Land- von 55 Millionen. Unfer Nationaleinkommen giebt uns die aus Braunschweig. gerichtsrat kulemann Aus den Aus- Möglichkeit, die Flotte zu erhalten, die Zinsen unfre Nationalschuld zu zahlen und die Kosten der gesamten Reichse führungen Sulemanns heben wir hervor: Die beiden Gutachten( Buckers und Mittermeiers) berühren sich verteidigung zu tragen. Diese enormen Lasten werden von uns in der Forderung, die Voruntersuchung zu beseitigen, aber während ohne besondre Beschwerden getragen. Wovon hängt unser Eins Zucker sie mit dem vorbereitenden Verfahren verschmelzen will, schlägt kommen ab? Wir sind nicht sehr reich an billigen Mineralien noch Mittermeier vor, ihre Aufgaben auf das Hauptverfahren zu über- an Rohmaterialien, Aber wir haben große Vorteile als industrielle nehmen. Mittermeier will möglichst rasch zur Hauptverhandlung Nation, da wir im Gegensatze zu andren Völkern die nötigen Rohgelangen und erklärt ausdrücklich, daß das Vorverfahren nicht materialien zollfrei aus den billigsten und besten Märkten einführen, gründlich zu sein brauche. Dafür soll in der Hauptverhandlung, deren ebenso billige und gesunde Nahrung für unsre Arbeiterklasse, die die Kontinuität er fallen läßt, falls sich eine ungenügende Vorbereitung Arbeitskraft liefert, mit welcher die Rohmaterialien in Tauschwerte ergiebt, die Einleitung einer Voruntersuchung angeordnet werden können. verwandelt werden... Ich bin gegen jede Aenderung der gegenDer Plan ist ein Sprung ins UnDas Vorverfahren soll überwiegend polizeilichen Charakter tragen, wärtigen Handelspolitik. insbesondere schriftlich und geheim sein. Den Eröffnungsbeschluß will gewisse." Mittermeier abschaffen, dagegen lehnt er es ab, dem Staatsanwalt Campbell- Bannerman sagte in einer Ansprache, die er in einer die Befugnis zu Zwangsmitteln zu übertragen. Ein Verteidiger liberalen Versammlung in Perth hielt, England habe das Freihandelssoll möglichst früh bestellt werden. Für das schwurgerichtliche Ber- System erprobt, und jeder Tag in den letzten 50 Jahren habe einen fahren macht Mittermeier besondere Vorschläge. Er, Redner, lege neuen Beweis für die Segnungen, die es bringe, geliefert. Das Ziel Bollmar über die Handelsverträge. Die„ Münchener Post" teilt seine Gedanken hierzu in folgenden Leitsätzen nieder: I. Ueber Bei- des Planes Chamberlains sei, das Reich durch die Bande des Eigenjetzt mit, was Genosse v. Vollmar über die Frage der Handels- behaltung oder Abschaffung der Voruntersuchung kann erst dann eine nubes zusammenzufitten; aber er Campbell- Bannerman,- glaube verträge wirĭlich gesagt hat. Vollmar wandte sich gegen die Entscheiding getroffen werden, wenn feststeht, wie sie im einzelnen nicht, daß solche schmutigen Jande nötig seien, um das Reich zu erböswillige Fälschung unfres Wahlaufrufs in der Behauptung, daß zu gestalten sein würde. II. Deffentlichkeit. 1. Von der Mitwirkung der halten. Nach Zolltarifen würden Trusts kommen und das Ende werde die Socialdemokratie handelsvertragsfeindlich sei. Das ist Bevölkerung an der Entdeckung einer Strafthat ist im allgemeinen eine der nationale Verfall sein. wie Vollmar ausführte, ein durchaus falscher Schluß. Wir Förderung des Untersuchungszweckes zu erwarten. Deshalb ist die BeDie englischen Genossenschaften gegen die Trufts. London, fuchen, wie immer, jede Verschlechterung bintanzuhalten und, schränkung auf die bloße Barteienöffentlichkeit zu verwerfen. 2. Das einzige so weit dies nicht möglich, sie auf ein Minimum zu beschränken. gegen die Deffentlichkeit zu erhebende Bedenken besteht in der 4. Juni.( Eig. Ber.) Auch mit der Trustfrage beschäftigte fich Je nach Ausfall der Wahlen ist dies auch möglich. Die Kenntnisnahme des Untersuchungsmaterials durch den Angeklagten gestern, ehe er seine Beratungen schloß, der Genossenschafts- Kongreß Doncaster. Er nahm folgende Resolution an: AnRegierung hat die Minimalzölle nie als unantastbar bezeichnet, und die ihm nahestehenden Personen. Dieses Bedenken ist aber in des raschen Wachfens der Trusts und andrer und darum kann deren Fortlassung aus den Verträgen erzwungen nicht ausreichend, um die Vorteile der Deffentlichkeit aufzuwiegen. gesichts die fich in berhältnismäßig werden. Für uns hängt alles von der Form der vor- 3. Die Rücksicht auf die Verteidigung des Angeklagten erfordert, daß kapitalistischen Verbindungen, geschlagenen Verträge ab. So sehr wir Handelsverträge das gesamte Belastungsmaterial vor der Hauptverhandlung zu seiner wenigen Händen befinden, spricht der Kongreß die Ansicht aus, wünschen, können wir nicht für Handelsverträge um jeden Kenntnis gebracht wird. Dies geschieht am besten durch die Deffentlich- daß alle derartigen Monopolisierungsversuche die allgemeine WohlPreis sein, das wäre ja geradezu eine Prämie auf jede feit der Voruntersuchung. 4. Hiernach ist die Deffentlichkeit der Vor- fahrt gefährden und fordert die Genossenschaften auf, in ihrer ProIII. Mündlichkeit. 1. Der paganda auch gegen die Trustbildungen zu wirken und unsre Bes Verschlechterung des bestehenden Zustandes. Außerdem wäre es un- untersuchung als Regel zu fordern. stärten gegen alle Versuche, die Genossenschaften zu richtig, das Votum der Socialdemokratie immer zum Voraus zu Grundsatz der Unmittelbarkeit, der das Hauptverfahren beherrscht, ist wegung Ferner wurden Resolutionen angenommen zu Gunsten disfontieren und das Gewicht ihrer Stimmen ohne weitere Ver- auch für die Boruntersuchung als maßgebend anzuerkennen, indem alle ichadigen. Handlung in Rechnung setzen zu lassen. Schließlich ist nicht zu Bersonen, die auf sie als Erkenntnisquelle angewiesen sind, an ihr internationaler Schiedsgerichte, sowie zu Gunsten der Gründung vergessen, daß fein geitpunkt für Inkrafttreten des neuen unmittelbar beteiligt werden. 2. Protokolle sind nur da zu führen, von bänerlichen Genossenschaften als Mittel der Hebung der LandBolltarifs vorgesehen ist, und daß beim Nichtzustandekommen wo die Beweiserhebung in der Hauptverhandlung nicht vorgenommen wirtschaft. Norwegen. Im übrigen ist das Beweisergebnis in furzen Es ist daher werden kann. bon Berträgen der alte Tarif in Kraft aleibt. möglich, daß, je nach dem Ausfall der Wahlen, dieser Zolltarif Notizen niederzulegen, deren Hauptzweck darin besteht, einerseits dem Das Fachvereinsgesetz ist nun endgültig begraben worden. Nachüberhaupt nicht Geltung erlangt. Von allen Gesichtspunkten aus Vorsitzenden für die Leitung der Hauptverhandlung einen Anhalts- dem das Lagthing die Strafbestimmungen gegen die Arbeiterist darum die einzig richtige Politik; entschiedene Bekämpfung punkt zu bieten und anderseits eine Unterlage für die Beurteilung organisationen ablehnte und den Entwurf an das Odelsthing zurückjedes schlechten Vertrages. darüber zu gewähren, ob der Zeuge zu der Haugtverhandlung zu fandte, hat nun auch dieses Thing beschlossen, das ganze Gesetz Die Wähler haben die Gestaltung der Verträge noch ganz laden ist. 3. Der Eröffnungsbeschluß ist zu beseitigen. Die Ent- zurückzustellen. Wenn nun nicht die norwegischen Arbeiter bald für in ihrer Hand. Die Socialdemokratie sagt sich, wenn die von Scheidung über die Eröffnung des Hauptverfahrens ist dem Unter- eine starte Vertretung ihrer Interessen im Parlament sorgen, wird den Agrariern gewünschten Verschlechterungen in die Verträge suchungsrichter zu übertragen. IV. Antlageverfahren. Für die es jedenfalls sehr lange dauern, bis ihnen der in jenem Gesetz Hineinkommen, dann können die Socialdemokraten nicht für solche Voruntersuchung ist ebenso, wie es für die Hauptverhandlung gilt, versprochene Schutz des Koalitionsrechts wirklich zu teil wird. Verträge stimmen. Wenn aber die Wähler dafür sorgen, daß die das Anklageprincip zu veriverfen, aber die Anklageform einzuführen. Rumänien. In der Debatte hierzu kam zum Ausdruck, daß die ganze Frage tünftige Mehrheit möglichst wenig hochschutzöllnerisch ist, dann werden Verträge zu stande kommen, für die auch die Social- doch noch nicht genügend geklärt ist, um eine endgültige BeschlußSteueraufhebung. Bukarest, 4. Juni.( Eig. Ber.) Nachdem die fassung herbeiführen zu können. Die zum Wort fommenden Regierung durch die letzten Wahlen erfahren hat, daß sich ihre Audemokraten stimmen können." Pichup Redner erwärmten sich sowohl für diesen wie jenen Referenten und hängerschaft im Wolfe start lichtet, will sie die Steuer von 5 Proz., zum Teil schlugen sie neue Wege zur Besserung vor. Angesichts welche fiet bes Bublifums beeinträchtigte, was bei der noch immer alle Arbeitseinkomunen gelegt hat eine Steuer, die dieser Sachlage wurde einstimmig beschlossen, einen Antrag des die Kauftraft Der schlichte Mann in der Mufit. Wilhelm II. hat in Frank Herrn Geh. Rat Professor v. Lilienthal- Heidelberg auf Ueberweisung andauernden wirtschaftlichen Krisis doppelt verhängnisvoll für Handel furt a. M. beim Gesangswettstreit seine Anschauungen über Männer- des gesamten Materials an eine Kommission zur Verfassung eines und Wandel war wieder aufheben. Sie hofft dadurch von neuem gefang vorgetragen und zugleich angekündigt, daß er eine Sammlung Gefeßentwurfs zur Abänderung des Voruntersuchungs- Verfahrens an Bopularität zu gewinnen. Begründet soll die Aufhebung damit von Liedern veranstalten werde, die fünftig für Gesangvereine maß- anzunehmen. In die Kommission wurden gewählt die Herren Land- werden, daß die Staatsfinanzen sich wesentlich gebessert hätten, so gebend sein sollen. Er meinte, man müsse sich fragen, sgerichtsrat Kulemann- Braunschweig, Geh. Rat Professor v. Lilien- daß die Beibehaltung der Steuer fein Bedürfnis jei. wie viele schlaflose Nächte haben Sie opfern müssen, um auf ihal- Heidelberg, Landgerichtsrat Justizrat Dr. Weingart- Dresden, diese Höhe der Technik zu gelangen, und hier feßt das ein, Rechtsanwalt Heinemann Berlin und Staatsanwalt Rosenbergwas ich gegen Leistungen einzuwenden habe. In der Straßburg.deigne snos Instrumentalmusik sind wir schon auf dem Gipfel der Kompliziert Vollmar befindet sich also in vollständiger Uebereinstimmung mit der gesamten Socialdemokratie. ad Tutors Ausland. dog Deftreich- Ungarn. Amerika. Der deutsch- englisch- italienische Konflikt mit Venezuela. Das Venezuela und England, Deutschland, Italien bestimmen: Der Bar Reuterſche Bureau" meldet aus dem Haag: Die Protokolle zwischen wird aus den Mitgliedern des Schiedsgerichtshofes drei Schiedsrichter ernennen, welche über die Frage der Bevorzugung dieser Mächte in der Bezahlung ihrer Schuldforderungen zu entscheiden haben. Die Schiedsrichter werden nicht Unterthanen der Gläubiger- Mächte sein dürfen. Sie werden am 1. September im Haag zusammentreten. Der Urteilsspruch wird innerhalb von sechs Monaten erfolgen. Die Mächte, welche sich einer Bevorzugung widersetzen, werden in die Ver= handlung eingreifen können. Afrika. heit angelangt. Das mag charakteristisch sein, das gebe ich Die Bersammlung des Vereins der deutschen Strafanstalts: Die Versammlung des Vereins der deutschen Strafanstalts: ſehr geut zu, aber schön ist es nicht. Wenn aber diese Art noch Beamten, die in Stuttgart tagte, beſchätigte sich mit der Frage der auf den Gesang übertragen wird, so vergessen Sie, daß die mensch Strafmündigkeit und nahm eine Resolution an, die die Hinaufliche Stimme ihre Grenzen hat. Beweis dafür, wohin diese Art segung des Alters der Strafmündigkeit von 12 auf 14 Jahre fordert. zu komponieren führt, ist, daß die meisten Vereine den Preischor Das Dogma der unbefleckten Empfängnis wird im Jahre 1904 schon einen halben Zon zu hoch angefangen haben, weil ihnen die fünfzig Jahre alt. Dieses Ereignis soll nach einem päpstlichen Aufregung, ob sie technisch die Sache beherrschen würden, nicht die Dekret in der ganzen katholischen Welt feierlich begangen werden Ruhe ließ, die richtige Höhe zu finden. Sie dürfen nicht Dinge als eine Manifestation fünfzigjähriger Vermählung von Glaube und machen wollen wie der Philharmonische Chor in Berlin. Wissen. Sie müssen sich auf den Volksgesang verlegen, nicht auf die Musik im großen Stil; das überlassen Sie Die Bloemfonteiner Zolltonvention ist heute, wie telegraphisch andern. Ich verlange nicht von Ihnen, daß Sie nur Volkslieder gemeldet wird, den Parlamenten sämtlicher füdafrikanischen Kolonien sfingen, aber diese müssen mehr gepflegt werden. Hier in Frankzur Ratifikation eingebracht worden. Unter den in der Konvention furt a. Main ist im Jahre 1838 von Kalliwoda das schöne deutsche Lied komponiert worden, keiner von Ihnen hat es ge Im östreichischen Abgeordnetenhause fam am Freitag der kroatische vorgesehenen Zollsätzen sind folgende hervorzuheben: Der Zoll fungen. In der Nähe haben Sie der Nähe haben Sie hier den Rhein, Dringlichkeitsantrag zur Verhandlung, welcher die Regierung auf auf Bier foll 18 Bence für die Gallone plus 10 Prozent betragen. Die bestehenden festen Branntweins Wer von Ihnen hat ein rheinisches Voltslied gesungen? fordert, die wahren Gründe der vom Ministerpräsidenten bewirkten vom Werte bleiben unverändert mit Ausnahme der Zölle auf Bei allem, was wir gutes gehört haben, fann ich Ihnen Abweifung des Audienzgefuches kroatischer und slovenischer Ab- zölle nur fagen, wenu ein einziger von Ihnen Mendelssohns: geordneter beim Staiser darzulegen, das Resultat der schleunigst Spirituosen von mehr als 3 Proz. proof, welche um einen Schilling „ Wer hat dich du schöner Wald" gesungen hätte, es wäre eine durchzuführenden Untersuchung über die Ausschreitungen in Laibach für die Gallone erhöht werden; außerdem wird von allem Branntreine Erlösung für uns gewesen, Meine Herren! Ich sage noch am 24. Mai befannt zu geben und endlich bei der ungarischen Res wein ein Wertzoll von 1 Proz. erhoben. Die übrigen Tariffäße einmal: Jch tann Ihre Leistungen mur bewundern, aber Sie be- gierung wegen der Verlegung des Briefgeheimnisses in Stroatien zeigen nur eine geringe Erhöhung oder Herabseßung gegenüber Eine besondere Liste führt finden sich nicht auf dem richtigen Wege. Ich werde jetzt eine vorstellig zu werden. Abg. Borci greift bei der Begründung dem jezigen Zustand. Volksliedersammlung veranstalten laffen, die Sie für weniges Geld der Dringlichkeit den Ministerpräsidenten sehr heftig an wegen seiner eine Reihe von Waren auf, welche, wenn sie außer beziehen können. Die studieren Sie, und zeigen Sie dann, auf jüngsten Erflärungen in dieser Angelegenheit und seines Verhaltens ha lb des Bereinigten Königreichs hergestellt sind, leinen Wertzoll von 2 Prozent entrichten sollen; dem richtigen Wege, wenn wir das nächste Mal versammelt sind, zu den kroatischen Abgeordneten. darunter befinden sich hauptsächlich Maschtwm«nd Materialien zum Bau von Eisenbahnen, Straßenbahnen und Telegraphen. In dem ausgedehnten Verzeichnis zollfreier Waren sind landwirtschaftliche Geräte, Maschinen usw. enthalten. Von Waren, die im Tarif nicht besonders aufgeführt sind, wird ein zehnprozentiger Wertzoll erhoben.—_ GewcrhrcbaftUcbcs. Bon socialdeniokratischcm TerrorismnS wußte die„Germania" vor einigen Tagen wieder etwas zu er- zählen. Ein christlich organisierter Maurer A. Sch., der bei der Firma Bitterhof arbeitete, soll von seinen Mitarbeitern, die dem Eentralvcrband der Maurer angehören, gedrängt worden sein, diesem Verbände beizutreten, und loeil er das nicht that, sollen die Vcrbandsmitglicdcr die Entlassung des christlichen Maurers gefordert und auch durchgesetzt haben. Ein Verbandsmitglied Bock soll sogar gesagt haben, Panser, der Vorsitzende des Berliner Zweigvereins des Maurcrverbandes, habe die Weisung erteilt, das mir Sch. an derselben Arbeit beschäftigte Vcrbandsmitglicd solle das Zusammen- arbeiten mit Sch. verweigern, und wenn dieser nicht. damit ein- verstanden sei, dann sollten alle Verbandsnntgliedcr die Arbeit niederlegen, um den Christlichen zu verdrängen. Wir haben die hiesige Vcrbandslcitung der Maurer um Aus- kunft in der borstehenden Angelegen.Heit ersucht. Panser, der von der„Germania" der Anstiftung zur Entlassung des christlichen Maurers beschuldigt tvird, ist erst jetzt von einer Reise zurückgekehrt. Er sendet uns soeben eine ausführliche Darstellung des Falles, aus der wir sehen, daß die„Germania" in ihrem blinden Haß gegen die klassenbewußte Arbeiterbewegung wieder einmal eine b o d e n- lose Unwahrheit verbreitet hat. Nach Pansers Darstellung verhält sich die Angelegenheit so: Etwa zehn Wochen haben die Vcrbandsmitgliedcr mit dem christlichen Maurer zusammengearbeitet, und es ist ihnen gar nicht in den Sinn gekommen, denselben wegen seiner Religion oder seiner Zugehörigkeit zur christlichen Organisation irgendwie zu belästigen. Allerdings versuchten die Vcrbandsmaurcr ihren christlichen Kollegen durch das Mittel der Ucbcrredung für den Verband zu gewinnen. Sch. gab sich den Anschein, als ob er der Ucberredung zugänglich wäre. Er versprach, dem Verbände beizutreten, wenn er sich erst eines Kassiererpostens, den er in seiner Organisation bekleidete, entledigt haben würde. Ja. der Sch. beteiligte sich sogar durch Arbeitsruhe an der Maifeier und besuchte die Maiversammlung des Verbandes. Bei dieser Gelegenheit hat er sich nun— es kann nur durch eine falsche Vorspiegelung geschehen sein— in den Besitz einer Marke gesetzt, die den Verbau dsmitgliedorn als Ausweis für ihre Beteiligung an der Maifeier dient. Dsese un- lautere und gewiß doch auch unchristliche Handlung gab den ersten Anstoß zu Differenzen zwischen Sch. und den mit ihm zusammen- arbeitenden Verbandsmaureru. Dies Verhältnis wurde noch ver- schärst, als Sch. sein Versprechen, dem Verbände beizutreten, zurückzog. sich so als Heuchler entpuppte, und gleichzeitig in herausfordernder Weise gegen seine Kollegen vom Verbände auftrat. Nachdem sich das Verhältnis so zugespitzt hatte, glaubten die Verbandsmitglieder, mit Sch. nicht mehr zusammenarbeiten zu können, aber nicht, weil sie mi seiner Christlichkeit, sondern weil sie an seinem unlauteren Verhalten Anstoß nahmen. Die Verbandsmitglieder erklärten dem Arbeitgeber, sie würden Feierabend machen, der Polier aber entließ den Sch. Gänzlich unwahr ist die Behauptung, Panser habe zur Verdrängung des Sch. beziehungsweise zur Verweigerung des Z u s a m in e n a r b e i t e n s mit ihm geraten. Ganz entschieden stellt Bock in Abrede, daß er eine dahingehende Behauptung ausgesprochen habe.— Am Schluß seiner Darstellung schreibt Genosse Panser: Festgestellt sei an dieser Stelle, daß die Verbands- leitung diese Angelegenheit erst durch die „G ermania" erfahren hat und in keiner Weise wegen der Sache mit den Kollegen des Bmies vorher in Verhandlung getreten ist,-roch viel weniger den Betreffenden eine Anweisung in diesem Sinne gegeben hat. Wir stehen nach wie vor auf dem Standpunkt, daß es zu verurteilen ist, wenn unsre Mitglieder wegen der Angehörigkeit zu einer andren Organisation die Entlassung des Betreffenden fordern, meinen aber auch, daß die Leitung der christ- lichen Organisation schon tief herabgcwmmen fein muß, wenn sie, ohne auch nur den Versuch zu machen, die Verbmrdslcitung über den Vorfall zu informieren, derartige Behauptungen, die jeder Grundlage cnt- behren, in die Presse bringt, um den verhaßten Gewcrkschafts- verbänden eins auszuwischen. Berlin und Qmgegend. Die Lage des Ausstandes bei der Nähmaschinen-Akticngcscllschaft Singer n.(£»., Leipzigerstr. 92, hat sich dadurch verschlechtert, daß es der Firma gelungen ist. früher entlassene Kassierer und genügend Ersatzpersonal heranzuziehen.— 28 meist verheiratete Kollegen sind ausgesperrt.— Wir ersuchen die Arbeiterschaft, diese unter den schwierigsten Verhältnissen mutig ausharrenden Kollegen zu unterstützen. Centralverband der Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen Deutschlands. Bezirk Berlin. Warnung für Putzer. In Nr. 127 des„Vorwärts" vom Donnerstag, den 4. Juni, werden in einer Rubrik des Arbeitsmarktes Jnnenputzer nach außerhalb gesucht. Wir machen darauf auf- merksam, daß in E l b i n g, wo dieselben hingesandt werden sollen, Differenzen bestehen. Die Kollegen würden sich selbst schwer schädigen, wenn sie sich verlocken ließen, dort hinzureisen, indem sie das Reisegeld aus eigner Tasche zahlen oder dort als Streikbrecher arbeiten müßten. Centralverband der Maurer(Sektion Putzer). Stukkateure. Wie aus der Annonce zu ersehen ist, sind all« Kollegen zu ihren Zahlstellen-Zusammenkünften auf Montagabend 8 Uhr eingeladen. Es gilt dortselbst die Kollegen aufzuklären über den Wahlmodus der Proportionalwahl auf Listen. Es ist da? erste Mal, daß innerhalb eines Berufes unter ver- schiedenen Organisationen zur Besetzung einer öffentlichen Kommission diese Proportionalwahl vorgenommen lvird, und nnissen wir nun zeigen, daß jeder Kollege sich seiner Lrganisationspflicht bewußt ist. daß ein jeder in der Versamnilung persönlich zu erscheinen hat, um auf die nächsten zwei Jahre Vertreter zu wählen, welche die Jnter- essen der Allgemeinheft zu Ivahren haben. Diese Versammlung findet am Mittwoch, den 19. d. M, abends 8 Uhr pünktlich, im großen Saale des Central-ArbeitSnachweises. Gonmmnstr. 13. statt. Annoncen am Dienstag und Mittwoch werden die Stukkateure des näheren mit der Tagesordnung bekannt machen, und erwarten wir von jedem Berliner Stukkateur, daß er in dieser so hochwichtigen Gewerkschafts-Versammlung erscheint und der Liste seine Stimme giebt, welche von feiten der Filiale Berlin des Ceiitralverbandes der Stukkateure Deutschlands aufgestellt worden ist. Die Ortsverwaltung. Deutkches Reich. Unternehmer und Polizei gegen die Arbeiterorganisation. Den in den Ziegeleien und Schneidemühlen bei Odcrberg in der Mark bc- schästigten Arbeitern wird in der unverschämteste» Weise seitens der Unternehmer das Koalitionsrecht geraubt. Man verlangt unter der Drohung mit Entlassung, daß die Arbeiter aus ihrer Organisation austreten, und damit die Unternehmer ihr verwerfliches Ziel umso sicherer erreichen, legen sie den Arbeitern gedruckte Austritts- erklärungen vor. die nur unterzeichnet werden brauchen, was auch infolge der Drohung mit der Hungcrpeitsche häufig geichieht, worauf dann der betreffende Unternehmer die Austrittserklärung an die zu- ständige Organifation schickt. Die in solcher Weise erzwungenen Austrittserklärungen sind nun, wie wir der„Einigkeit" entnehmen, von den Arbeiterorganisationen nicht immer ernst genommen worden. Die Organisationsleiter nahmen vielmehr an, daß die wider Willen Verantworll. Nedakteur: CarlLeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th abgegebenen Ausftittserklärungen keine Gültigkeit hätten und daß die Betreffenden auch femer Mitglied bleiben würden. Aus diesem Grunde unterblieb auch die Abmeldung der Mitglieder bei der Polizei. Die Polizei waltet ja immer mit großer Gewissenhaftigkeit ihres Amtes, wenn ein so fürchterlicher Verstoß gegen die heilige preußische Ordnung stattfindet, loie es das Unterlassen der Mitteilung vom Ausscheiden einiger Mitglieder aus einer Arbeiterorgmnsation ist. Im Gegensatz zu den Leitern der betreffenden Organisationen nahm die Polizei die erzwungenen Anstrittscrklärungen sehr ernst und be- dachte die Leiter der Organisation mit Strafmandaten wegen der nichr erfolgten Abmeldung ausgeschiedener Mitglieder. Woher die Polizei wissen mag, dqß für bestimmte Arbeiter Austrittserklärungen erfolgt sind? Nun, dem scharfen Auge der Polizei bleibt Ivohl mancher schwere Missethäter verborgen, selten aber die geringfügigste Ueber- tretung. welche mit der Arbeiterbewegung zusammenhängt. Wenn nun eine solche Uebertrctung entdeckt wird, muß sie natürlich auch ge- ahndcr werden.— Böswillige Leute könnten natürlich glauben, die Polizei leiste den Unternehmern Hilfe bei der Vergewaltigung der Arbeiter und der Unterdrückung des Koalttionsrechts. HusUnd.» Tic Galantericschlosscr in Wien haben 13 Wochen gestreikt und jetzt ihren Lohnkampf siegreich beendet. In der Hauptsache sind ihre Forderungen bewilligt. Die Arbeiter haben erreicht: Die neun- cinhalbstündigc Arbeitszeit, einen Mindcstlohn von 18 Kronen wöchentlich, Bezahlung der Feiertage, welche nicht auf einen Sonntag fallen, und andres._ Mabwerlammwngen. Lüge und Verleumdung als Mittel unsrer Gegner im Wahlkampf lautete das Thema einer Wählerversammlung im fünften Wahlkreise, die am Freitagabend den polizeilich abgesperrten Riesensaal der Brauerei Friedrichshain bis auf den letzten Platz füllte. Wenn man über die Lügen der Gegner sprechen will, so führte der Referent Dr. K. Liebknecht ans, so weiß man allerdings nicht, wo man beginnen soll. Immerhin aber ließe» sich zweiArten Wahllügen unterscheiden: frei- sinnige und konservative bczw. antisemitische; erstere stammen zumeist aus der Fabrik Eugen Richters, letztere tragen den Stempel Max Lorenz. Freilich komme es dabei auch vor, daß der eine Gegner den andern totschlage, so namentlich bei der beiden Lagen: gemein- samen Lüge von der angeblichen Mittelstandsfeindlichkeit der Social- demokratie. Aber auch bei der Rettung des Mittelstandes geraten sich die bürgerlichen Gegner in die Haare. Und während der eine beweist, daß es mit dem Mittelstande unrettbar bergab geht, beweist der andre, wie der famose Bürger- Fränkel in seiner Lüaenschrift, daß sich der Mittelstand in einer geradezu glänzenden Aufwärtsbeloegmig befindet. Der einzige Fehler, den man der Socialdcmokrcftie gegenüber dem Mittelstände zum Vorwurf machen könne, sei ihre Ehrlichkeit. Unter wiederholten, stürmischen Beifalls- kmidgebungen geht der Redner weiter mit all den andren WahUügen der bürgerlichen Parteien ins Gericht, so die angebliche Zerstörung der Religion durch die Soeialdemo- kratie, das angeblich mittelsiandSfeindliche Verhalten der Socialdemokratie bei der Besteuerung der Warenhäuser zc., Verschleierung unsres Endzieles, das Teilen, mit dem man nach einem Zwischenruf sogar in Berlin die Wähler noch gruselig machen zu können sich einbildet. Allerdings, und das gilt nicht zun: Ivenigsten für die Freisinnige Volkspartei, wenn sie nicht lügen könnten, dann hätten die Gegner den Wählern überhaupt nichts zu sagen. Eingehend beleuchtet der Redner dann noch den ganzen frei- sinnigen VcrdrehnngS-Feldzug hinsichtlich der Zolltarifverhandlungen und das Märchen von der Bedrohung des Wahlrechts mfolge des Verhaltens der Socialdemokratie. Selbst Eugen Richters Partei- gänger glauben nicht an das, was ihr geistiger Führer sagt. Alle Sünden unsrer Gegner aber müssen bei energischer Führung des Wahlkampfes bewirken, daß der fünfte Kreis der Socialdemokratie zurückerobert lvird. Münftenlanger rauschender Beifall bekundete das Einverständnis der vieltausendköpstgen Bienge mit den Ausführungen des Referenten. Sodann ging der Kandidat, Robert Schmidt, ebenfalls mit herzlichem Beifall be- grüßt, noch eingehend mft den Sünden der Freisiimigen Volkspartei ins Gericht, deren Parole auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens sich dahin zusammenfassen lasse: Rur kein Geräusch machen!— In eindringlichen Worten ermahnte Schmidt die Wühler, am 16, Juni die Scharte auszuwetzen, die der Kreis in der letzten Wahl erlitten habe. In der Diskuision stellte ein ftei- sinniger Herr Mendelssohn die Geduld der Tausende von Partei- genossen und Genossinnen auf eine harte Prove. Derselbe bewies, daß er den Soeialistenspiegel und sonstige freisinnige Wahllügen gut auswendig gelernt hatte. Die Genossen Liepmann und Liebknecht leuchteten dem Herrn gründlich heim. Erst nach Mitternacht erreichte die imposante Versammlung ihren Abschluß. Biarieudorf und Umgegend. In der am 3. Juni Lei Adel in Tempelhof stattgefundenen Vercinsversammlung. welche sehr stark besucht war, sprach Genosse Zubeil. Derselbe legte in zweistündigem Vortrage dar. in welcher Weise die gegnerischen Parteien in der letzten Legislaturperiode gewirtfchaftet und was sie alles dem Volke aufgehalst haben. Reicher und lebhafter Beifall wurde dem Redner zu teil. Mit einem kräftigen Hoch auf die Socialdemokratie und auf den Genoffen ZuDeil schloß die Versammlung. WaidmannSlnst. Am 3. Juni fand im Bcrgschloß-Restaurant eine gut besuchte Wählerversammlimg statt, in welcher Arthur Stadthagen über:„Die Bedeutung der bevorstehenden Reichs- tagswahlen" referierte. Mit aufmerksamem Interesse folgten die Versammelten seinem Vortrage. Unter andcrm kennzeichnete der Redner ein konservatives Flugblatt, welches, wie immer, von Lügen strotzt. Nach dem 2'/-sti!ndigen Vortrage forderte der Vorsitzende die Gegner auf, sich zum Worte zu melden, sie hatten aber nicht den Mut dazu. Letzte Pfachricbtcn und Depefeben. Wahlparole für Männer-Gesangvereine. Frankfurt a. M., 6. Juni.(W. T. B.) Die Ansprache Wilhelms II. an die Dirigenten der Gesangvereine enthielt nach dem offiziellen Worttaut folgende Hauptstellen: Die Absicht, die bei diesem Gesangswettftreit vorgelegen hat, war die, daß durch ihn der Volksgesang, die Pflege des Volks- liedes gehoben und gestärkt und in weite Kreise verbreitet werden soll. Nun haben die Herren Kompositionen gewählt, die von unserm alten deutschen, bekannten, guten VolkSliede und Volkston wesentlich entfernt lagen. Sie Haben Ihren Chören kolossale Aufgaben gestellt: sie find zum Teil geradezu be- wundernswürdig gelöst worden, und ich muß sagen, es hat uns alle in Erstaunen gesetzt und ergriffen, daß hier Hunderte von Männern, die vielleicht am Tage acht bis zwölf Stunden ist schwerer Arbeit, in ungülisttger Temperatur, umgeben vost Staub und Ranch gearbeitet haben, in der Lage gewesen sind, durch eifriges Studium und selbstlose Hingabe an die Arbeit so schwere Ausgaben zu ubernehmen, wie wir sie hier gehört haben. Ich möchte dringend davor warnen, daß Sie nicht etwa auf den Weg treten, eS philharmonischen Chören gkeichzuthun. Meine An- ficht ist. der Männer-Gesangvereiü ist dazu nicht da. er soll das Volkslied pflegen. Von den Kompositionen, die itstserm Herzen nahe stehen, ist merkwürdig wenig gesungen worden, sechs bis siebenmal Hegar, achtmal Brambach. Ich kann Ihnen offen gestehen, wenn man diese Meister öfter hintereinander hört, dann würde man jeden Verein nrit Dank und Jubel begrüßen, der nur einmal:„Wer hat Dich. Du schöner Wald" oder„Ich Haft' einen Kameraden" oder„ES zogen drei Burschen" gesungen hätte. Diese Kompositionen sind außerordentlich wertvoll stir die Ausbildung der Technik. Es ist, . Glo-�e in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. VettagSansialt? als ob ein besonderes hohes Sprunggcstell aufgestellt würde: aber es mangelt Hegar und Brambach zu sehr an Melodik. Zudem komponieren die Herren Texte, die etwas lang sind. Ich bin im allgemeinen sehr dankbar, daß so patriotische und schöne Texte ?cwählt wurden, die von alten Kaisersage» und großer Borzeit andcln. Ich glaube aber, daß zum Teil die Komponisten den Texten nicht gerecht werden. Es soll meines Erachtens ein Chor aus schönen Mämtersiimmeir nicht durch Komponistcir dahin gebracht werden, daß er Tonmalerei treibt und eine orchestermäßige Instrumentation nachmacht. Tonmalerei des Orchesters ist schon nicht immer an- genehm, mit Männerstimmen noch bedenklicher. Die Länge ermüdet. weil die Tonlage eines Männerchores immerhin beschränkt ist und ans die"Daner zu gleichmäßig wirft. Ich warne auch davor, nicht zu lyrisch zu werde«, ich glaube, daß auch im Preischor die Lyrik zu sehr obwaltet. Die Herren werden gemerkt haben, daß die Chöre, die etwas mehr Energisches und Männliches zeigten, beim Publikum mehr Beifall gefunden haben. Die Sentimentalität, die in jeder deutschen Seele ruht, soll in poetischen Schöpfungen auch zum Ausdruck kommen, aber da, wo es sich um Balladen und Mannesthateii handelt, muß der Männerchor energisch zur Geltung kominen, am besten in einfachen Komposittonen. Es lvird vielleicht den Herren interessant sein, daß fast zwei Drittel aller Vereine zu hoch eingesetzt und zum Teil um euten halben, dreiviertel, einer sogar um einen fünfviertel Ton zu hoch geschlossen haben. Deshalb habe» ihnen die gewählten Aufgaben zum Teil selber geschadet. Es war eine Freude, wenn einmal ein Verein so tief einsetzte, daß man das Gefühl, hatte, er hat noch Reserve übrig. Die Wahl der Chöre werde ich in Zukunft dadurch entsprechender zu gestalten versuchen, daß ich eine Sammlung»cranstalten werde sämtlicher(??) Bollslirder, die in Teutschland, Oestrrich und der Schweiz geschrieben, gesungen und bekannt sind, gleichgültig, ob der Komponist bekannt ist oder nicht. Sie wird katalogisier: werden, und ich werde dafür Sorge wagen, daß sie allen Vereinen billig und einfach zugmig- sich sein kann, dann werden wir in der Lage sein, aus diesem Kreise Lieder zu suchen, die wir brauchen. Wir sind hier am Rhein und nicht ein einziger Verein bat die„Drei Burschen" gesungen oder „Joachim Hans von Zicten" und„Fridcricns rex". Wir sind hier in Frankfurt und kein einziger hat Kalliwoda gewählt. Wir haben Mendelssohn, Beethoven, Abt, von ihnen ist nichts erklungen. Hiermit ist nun wohl der modernen Kontposition genug gcthan. Sie haben sich Aufgaben gestellt— ich nehme auch das PreiSlipd nicht aus, ich selbst halte es an einzelnen Stellen für viel zu schwer; ich glaube, daß wir sie in vieler Beziehung vereinfachen können. Ich habe Gelegenheit ge» nommcn. mit den Preisrichtern darüber zu sprechen. Die Herren haben ihren Gedankenaustausch in einem Promcmoria zu Papier gebracht, das den Vereinen zugänglich gemacht werden wird. Mein KabinettSrat v. Lucanus wird eS den Herren vorlesen." Nach der Verlesung des Promemoria fuhr der Kaiser fort: „Meine Herren! Ich erwarte von Ihnen, daß Sie. möglichst dieser Ansicht und diesen meinen Ratschlägen entsprechen werden. Ich bin fest davon überzeugt, daß dann auch die Sänger selber noch mehr Freude an der Einübung haben. Ich glaube, daß da, wo die Noten erst eingeübt werden mußten, eine geradezu physische Anstrengmtg nötig gewesen ist, um das zu erreichen, was Sie erreicht haben, zumal bei den Mitgliedern, die in Fabriken arbeiten. Ich habe die Listen durchgesehen; es ist erfreulich, wie viele vom Hammer und vom Ambos, von der Schmiede hergekommen sind, um hier zu singen, aber es muß schlaf- lose Nächte gekostet haben. Wenn wir auf einfachen Gesang kommen, dann sind Sie in der Lage, mit den rein künstlerischen Vereinen zu konkurrieren, deren Mitglieder tagsüber in einer Atmosphäre leben,. die besser und staubfreier ist, was doch aus die Stiinmorgane sehr einwirkt. Sonst kann ich nur sagen, daß wir zum Teil geradezu ganz hervorragendes Material gehört haben, auch abgesehen von Vereinen, die auch unter Ihnen als hervorragend anerkannt sind, instrmnental glockcnarttge Effekte I Unzweifelhaft ist, daß ein hoher Grad von musikalischer Begabung in der Bevölkerung steckt, der aber in einfachen, klangreineit Harmonien sich zu zeigen Gelegenheit haben muß. Wem: Sie diese einfachen schönen Chöre, wie sie das Volkslied und die Komponisten darbieten, die ich geuanut habe, singen, so werden Sie selber Freude haben und weniger Schwierigkeiten und gleichzeitig werden Sie das Publikum, das zum Teil aus Fremden besteht, bester mit unsrem Volkslied bekannt machen: Sie werden mit dem Volksliede den Patriotismus stärken und damit das allgemeine Band, das alle u»t- schließen soll. Ich danke Ihnen." Das„Promemoria", in dem Herr v. LucannS den modernen Chorgesang verabschiedete, äußert sich sehr schroff: „Die gesuchte und gekünstelte Art, loie sie in einer Reihe der gehörten Chöre sich zeigte, die Manie, jede noch so unbedeutende Ge- legenheit zu Tonmalerei auszuuntzen. das Haschen nach außergewöhnlicher Harmonie erschien uns geradezu als eine krankhaft� rffekthaschrrischc Art der Komposition, die infolge dieser Anlage an Stelle� großzügiger Einheit ein Mosaik von oft interessantem, fast nie aber schönein Detail bildet. Ein solches, die Hauptbedingunge» des Kunstwerkes verachtendes Gebahrcn aber bildet eine ernste Gefahr für die Zukunft dieses so bedeutsamen Kmistzweiges. Hilfe dagegen ist nur möglich durch Zurückkehren zu nadirlicher Einfachheit, zu gesundem Empfinden und Erkennen der wahren Zwecke dieser Kunst, von einein Abiveichen von aller Unnatur und Künstelei. ES wird notwendig sein, daß in Zukunft vor allem auch als Preis- chor nur ein solches Stück geivähll werde, welche infolge Beobachtung dieser einfachen ästhetischen Grundregelit als Kunstwerk anerkannt werden kann. Wir halten es für unsre Pflicht, Seilte Majestät zu bitten, diese Bestrebungen durch fein allergnädigstes Wohlwollen zu uitterstützeit und die Dirigenten beziehungsweise Vorsitzenden der Vereine zu ermahiteit, durch Erkcnncnsuchc» und Strebe» nach künsllerischer Wahrheit vor allem unsrer Kunst wirksam zu dienen. Frankfurt a. M., 6. Juni. In dem Sänger-Wettkampf erhielt den ersten Preis(KaiserpreiS) der Berliner Lehrcr-Gesangverein, zweite Preise erhielten der Kölner Männer-Gesangverein, der Sängerchor des Offeitbacher Turnvereins und die Berliner Liedertafel. Diplomatisches über Kischinew. London, 6. Juni. Dem„Rcutcrschen Bureau" wird tniS Washington gemeldet, Staatssekretär Hay werde heute mtt dem Präsidenten Rooscvelt eine Besprechung über die Fragen bctrefscnd die Räumung der Mandschurei und die Gränel in Kischinew haben. Die Lage der Regierung wird als schwierig hingestellt wegen der fortgesetzten Bolksknndgebungen gegen die russische Regierung, welche, wie es heißt, bei letzterer mtgesichts der von ihr bereits. abgegebenen Versicherungen befremdet haben. Der russische Botschafter, Graf Cassini, und der aiiicrikanischc Botschafter in Petersburg. Mc. Cornick, würden den Präsidenten öiooscvelt in einigen Tagen be- suchen und sich bemühen, eine offene Verständigung zwischen den beiden Regierungen herbeizuführen. Kiel, 6. Jmti.(W. T. 8.) Gegen das in Sachen des Matrosen Messerschmidt gefällte Urteil ist sowohl von dem GerichtSherrn wie von dein Angeklagten Berufung eingelegt. Bremen, S. Juni.(W. T. B.) Der Ausstand der Klempner- gesellen ist heute nachmittag in einer Sitzung der ans Vertretern der Arbeitgeber und Arbeititehmer bestehenden Schlichtungskommissioit endgültig beigelegt ivorden. Die Klempnergefellen nehmen am Montag die Arbeit wieder auf. Münch««, 6. Juni,(W. T. B.) Reichsrat Graf Konrad Preysing ist heute nachmittag gestorben. Christiania, 6. Juni.(28. T. B.) Wie die Blätter melden, haben Kriegsmütister Staitz und Ackcrbauminister Konow ilsi Entlassilitgsgesuch bereits eingereicht. lau! Singer& Co., Berlin 3 V. Hierzu 4 Beilagen«.UnterhaltungSblatt» Nr. 130. 20. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 7. Juni 1903. Die Handelsverträge und der Zolltarif. Abnehmer des induſtriellen Exports find; ſie bringen aber zu kommen. Diesen Konflikt möchten sie sich ersparen. bon Handelsverträgen mit Agrarstaaten, welche welche die besten können sie nicht gewähren, ohne in Konflift mit dem Agrariertum auch die Möglichkeit von Lohnerhöhungen mit sich, und davon sind Die Angst vor dem Agrariertum mag für die Regierung und Die Socialdemokratie steht dem neuen Zolltarif mit seinen die Kapitalisten bekanntlich keine Freunde. Wenn jedoch die Wahr die deutsche Bourgeoisie als ein triftiges Argument erscheinen, die Minimalzöllen unversöhnlich gegenüber. Das verdrießt die liberalen scheinlichkeit besteht, auch bei hohen Lebensmittelzöllen Handels- Forderung unsrer Partei abzulehnen. Die Socialdemokratie Parteien, die darin eine Gefährdung der zu erwartenden Handels- verträge zu erhalten und die Kosten der durch diese Zölle verteuerten fann sich jedoch nicht dazu degradieren, die Interessen des berträge erblicken. Sie haben daher mit Begeisterung eine Erklärung Lebenshaltung den Arbeitern aufzuhalsen, das heißt, ihre erhöhten Proletariats preiszugeben, um dem sanftlebenden Fleisch Vollmars aufgenommen, aus der sie dessen Bereitwilligkeit heraus- Lohnforderungen zurückzuweisen, dann hat die Stapitalistenkasse teine der mittleren Linie einen unangenehmen Konflikt zu ersparen. lesen, in Bezug auf die Minimalzölle mit sich handeln zu Bedenken gegen solche Handelsverträge. Der Profit ist gerettet, und Mögen alle andren Klassen und Parteien Deutschlands Lassen. Der authentische Wortlaut dieser Erklärung liegt noch das ist die Hauptsache. sich vor dem Junterregiment beugen, wir dürfen überzeugt sein, daß nicht vor, wir brauchen ihn aber auch nicht abzuwarten, Anders ist die Situation des Proletariats. Sein nächstes Inter- die Socialdemokratie im neuen Reichstag den Kampf dagegen fortdenn mit Recht wurde schon in der Nummer vom 4. Juni des Vor- esse ist nicht der Profit, sondern der Arbeitslohn, und zwar ist für feßen wird, den sie im alten aufgenommen hat. Sie tapituliert wärts" auf den auch von Vollmar unterzeichneten Wahlaufruf der den Arbeiter entscheidend nicht die Höhe des Geldlohnes, nicht vor dem Junkertum. Acceptiert sie die Minimalzölle, so wäre Fraktion hingewiesen, der den entschiedensten Kampf gegen Handels- sondern die des Reallohnes, das heißt, die Menge von das aber nichts andres als eine Kapitulation. K. Kautsky. verträge ankündigte, die auf Grund des neuen Zolltarifs abgeschlossen Produkten, die er für den Betrag des Geldlohnes kaufen kann. Die werden sollten. Unter einem& ampf hat man aber bisher in der Höhe des Reallohnes wird also nicht bloß durch die Größe des Socialdemokratie nicht einen Kuhhandel verstanden, und die Geldlohnes beſtimmt, ſondern auch durch den Preis der Waren, die in den Der Parteitag der holländischen Socialdemokratie. neue Fraktion wird für diese nationalliberal centrumistische Lesung Konsum des Arbeiters eingehen. Der Geldlohn wechselt keineswegs des Wortes Kampf ebensowenig zu haben sein wie die alte. in notwendigerweise demselben Verhältnis, wie diese Warenpreise; mißglückt, wenn auf das erste Manifest des Abwehrkomitees hin Troelstra führte noch aus: Die Betvegung wäre nicht Sie kann um so entschiedener bei der einmal eingenommenen er ist im allgemeinen stabiler, steigt nicht so leicht, wie sie ihr die Arbeit allgemein wieder aufgenommen worden wäre. Aber( der Stellung beharren, als der Gegensatz zwischen der socialdemokratischen Sinken drückt ihn aber auch nicht so leicht herab. Der Arbeiter und der liberalen Auffassung nicht bloß ein taktischer ist, sondern hat also ein großes Interesse an billigen Preisen seiner Konsumtions- Anarchist) van Emmenes erklärte: Jetzt fängt's erst an. auch ein principieller. Er beruht in der Verschiedenartigkeit der mittel, namentlich der Lebensmittel. Daher ſeine Abneigung gegen verhindern, daß die Geseze sich einleben in die bürgerliche GesellDomela Nieuwenhuis sagte: Jezt müssen wir streifen, um zu Interessen, die für das Kapital und das Proletariat bei den Handels- alle indirekten Steuern, auch gegen die Lebensmittelzölle, die den verträgen in Frage kommen. Import seiner Lebensmittel erschweren und sie verteuern. schaft. Der erste Streit( am 31. Januar) ist nicht mißglüdt. Die Notwendigkeit von Handelsverträgen beruht auf der Not Nicht als ob er die auswärtigen Lebensmittel den inländischen Weißglückt ist der zweite Streit erst nach dem Manifest des AbwehrNicht als ob er die auswärtigen Lebensmittel den inländischen Komitees( zur Wiederaufnahme der Arbeit; Korresp.), durch das feige wendigkeit, dem Export ins Ausland die Bahn frei zu halten. vorzöge. Die deutschen Arbeiter haben nicht das geringste Verlangen Sichbeugen vor den Schreiern im Palais vor Vollsvlyt". Die Woraus entspringt aber die Notwendigkeit des Exports? Die danach, die deutschen Landwirte durch amerikanische oder russische Niederlage waren die Nachtversammlungen der Hauptvorstände nach bürgerlichen Theoretiker kommen uns gewöhnlich mit malthufianischen Einfuhren zu bedrängen. Sie würden es lieber sehen, könnten sie Beweisgründen. Deutschlands Bevölkerung wachse zu rasch, seine die Billigkeit der Lebensmittel durch wachsende Produktivität der Aufhebung des Streits im Gebäude der Diamantarbeiter und das Lebensmittelproduktion reiche nicht mehr aus, man müsse daher deutschen Landwirtschaft erlangen. Aber darauf ist unter Fortleben des Schmähgeschmazes. Aber wir dürfen nicht sagen: Lebensmittel vom Ausland beziehen, die man aber nur kaufen könne, dem kapitalistischen Regime nicht zu rechnen. Wenn eine solche Bewegung wiederum kommt, gehen wir wieder So lange mit. Erfahrung lehrt. Redner kann nicht unterschreiben, was wenn man Industrieprodukte exportiere. Unfre Kapitalisten geberden der Grund und Boden nicht gesellschaftliches Eigentum fich so, als exportierten fie mur, um das arme, hungernde Volk aus- ist, für seine Benutzung Gorter sagt, daß dieser nicht geregelte, wüste Weg der richtige ist, an den Grundeigentümer oder reichend ernähren zu können. Hypothekengläubiger ein Tribut entrichtet werden muß und so lange andre Mittel.") Redner meint bei v. 5. Go es einen Frrtum fonum in Holland den Socialismus zu predigen.( Gorter:„ Und So steht jedoch die Sache nicht. Wir finden den Drang zur die Gesellschaft nicht selbst dafür sorgt, daß dem Landbau die besten statieren zu müssen. Dieser sagt: Wenn das Proletariat etwas Steigerung des Exports in jedem fapitalistischen Lande, nicht bloß Arbeitsmittel und wissenschaftlich geschulte Sträfte zugeführt werden, in Deutschland. Wir finden ihn in Frankreich, dessen Bevölkerung das heißt also, so lange die kapitalistische Wirtschaft herrscht, wird thut, dann müssen wir dabei sein. Das Klassenbewußte Proletariat, still steht; wir finden ihn in Amerika, das Lebensmittel ausführt. der Boden Deutschlands nicht ausreichen, seine anwachsende Be- ja, aber das unaufgeklärte Proletariat darf uns nicht den Weg vorschreiben. Und in Deutschland genügt das Wachstum der Bevölkerung noch völkerung zu ernähren. So lange werden die Arbeiter die nötige Diesem müssen wir sagen: Ihr werdet begriffen haben, daß das Geschehene sich nicht nicht den Bedürfnissen der Produktion. Die Einwanderung steigt, die Zahl der Ausländer im Deutschen Reiche vermehrte sich 1871 bis es nicht begreift, iverden 1900 bont 207.000 auf 780 000. es Euch mit Verweisung auf Am freien oder mindestens wenig beengten Import von Lebensdie Erfahrung Lehren. Die Entbehrung des Nicht durch das Anwachsen der Bevölkerung wird das stete mitteln haben sie das lebhafteste und direkteste Interesse, dagegen nur allgemeinen WahlWachstum des Exports notwendig, sondern durch das Anwachsen ein indirektes am Erport. Wenn allgemein die Löhne stiegen und die rechts hat die Leute dazu gebracht, den andern Weg zu suchen. der kapitalistischen Ausbeutung der Bevölkerung. Der Profite heruntergingen, könnte der Konsum im Inland steigen und daßt uns deshalb trachten, nicht von neuem diesen andern Weg zu Mehrwert, der Ueberschuß, den die arbeitenden Klassen über ihren der Ueberschuß an zu exportierenden Waren abnehmen, also der befolgen, aber nun so schnell wie möglich das allgemeine Wahlrecht Konsum hinaus producieren, wächst rapid; dieser Mehrwert nimmt Export zurückgehen, ohne daß die Produktion und der gesellschaft zu erobern. Die Thür unsrer Partei steht auch jenen Elementen aber nur zu einem kleinen Teil Formen an, in denen ihn die ein- liche Wohlstand im geringsten beeinträchtigt würden. Der letztere wenn sie zu uns kommen wollen, dann müssen sie Abstand nehmen weit offen, die jetzt Domela Nieuwenhuis nachlaufen; aber heimische Kapitalistenklasse zu konsumieren vermag. Unverkauft nut würde sich sogar heben. Die Haltung der Arbeiterklasse gegenüber Der von ihren bisherigen Jdealen. Glaube an Domela er den Kapitalisten nichts. Soll er Absaz finden, verkauft werden, dem Export ist eine ähnliche wie gegenüber dem Profit. Sie ist an Nieuwenhuis ist eher ein Hindernis, Socialdemo so muß er ins Ausland wandern. Wachstum der Profitmasse und ihm nur insoweit interessiert, als er ein Mittel bildet, den Pro- krat wverden, zu als der Glaube alt Gott. Wachstum der Exportmasse gehen Hand in Hand. duktionsprozeß in ununterbrochenem Gange zu halten. ( Beifall.) Die Zunahme der Einfuhr von Lebensmitteln ist dagegen Proletarier und Kapitalisten haben also ein Interesse an un- fällt und die Gegenpartei verstärkt. Kritik ist gut, aber feine Stritit, die die eignen Parteigenossen angehindertem Export und Import, das heißt bei der heutigen daß der Abgeordnete Genosse van Kol die Kammerfraktion von Troelstra teilt noch mit, Situation, an Handelsverträgen. Aber für den Kapitalisten steht Redner Erwerbszweige; zu denen gehört aber die Landwirtschaft nicht, in erster Linie. Ist der Kapitalist geneigt, etwaige Widerstände gegen Behandlung der Zwangsgesetze, dem Urteil des Kongresses. Der Das Kapital wirft sich mit Vorliebe auf die profitabelsten das Interesse am Erport, für den Proletarier das am Import in einer Abreise nach West- Indien nicht unterrichtet habe. überlasse das Urteil über diesen Schritt, in Verband mit der der Extraprofite von der Grundrente aufgefogen werden. Die Handelsverträge durch Preisgebung des ungehinderten oder wenig Produktivkraft der Landwirtschaft entwidelt sich daher in der gehinderten Imports von Lebensmitteln zu überwinden, so muß das Kammerklub aber sei der Meinung, daß van Kol nicht abreisen durfte. fapitalistischen Gesellschaft nur langsam, so daß sie nicht im Proletariat sich mit allen Kräften dagegen wehren, daß nicht Gegner als sei van kol aus Feigheit abgereist. Hiergegen muß Redner ( Beifall.) Diese Abreise werde von den Gegnern dahin ausgelegt, stande ist, mit der wachsenden Bevölkerung Schritt zu halten. der Exportintereffen unter den Machthabern durch Erschwerung des fich scharf wenden. Er teilt eine Episode mit aus dem April 1893. Das Zurückbleiben der Landwirtschaft entspringt nicht natür- Imports von Lebensmitteln für Handelsverträge gekauft werden, als damals die Revolution in Brüssel war und alle Manifestanten lichen Gründen, nicht einem natürlichen Ünvermögen des denn das hieße nichts andres, als daß alle Lasten der Handelss flüchteten, schritt immer noch eine große Figur vorwärts in der Bodens, die gewachsene Bevölkerung zu ernähren; die verträge einzig den arbeitenden Klassen aufgebürdet würden, indes Richtung der bewaffneten Macht.( Beifall.) Diese Figur war Landwirtschaft Deutschlands wäre sehr wohl in der Lage, Lebens- deren Vorteile einzig den ausbeutenden Klasse zu gute fämen. mittel in Fülle für die ganze heutige Volkszahl und noch weit mehr Gegen eine derartige Handelsvertragspolitik muß sich die Social- ban kol. Es ist unter van Kols Würde, sich gegen anarchistische zu erzeugen, wenn sie überall mit den vollkommensten Behelfen und demokratie auf das entschiedenste wenden. Die Erklärung der fassung desselben, daß er die Kolonialpolitik über den Klassenstreit Die Erklärung der Beschimpfungen zu verteidigen; aber es ist eine bürgerliche AufMethoden betrieben würde. Es ist ihre in socialen Verhältnissen, Fraktion war daher theoretisch sehr wohl begründet. vor allem in der Belastung durch die Grundrente begründete Aber ist sie nicht praktisch gefährlich? Setzt sie nicht um stellt. Redner wird ihm dies nach seiner Rückkehr als Freund sagen. Jm Laufe der Diskussion bringt Tat- Amsterdam III noch ökonomische Rückständigkeit, die sie unfähig macht, unter der kapita- eines proletarischen Sonder- und Augenblicksinteresses die Handelsverträge und damit das dauernde Interesse der Industrie, also im folgende Resolution ein: Grunde das der Arbeiter, selbst aufs Spiel? Darf ein staatsmännischer Politiker fich so entschieden auf die proletarische Handelspolitik festlegen? Sollten einen Parteigenossen solche Skrupel quälen, dann mag er sich beruhigen. Auch vom Standpunkt des " Praktikers" und des" Staatsmannes" darf er nicht nur, sondern muß er zu dem gleichen Ergebnis fommen wie die Theorie. nicht die Ursache, sondern die Folge der Zunahme des Exports. listischen Produktionsweise in reichend pitalistic entwidelten Industriestaat die Bevölkerung ausreichend zu ernähren. Die Notwendigkeit des Erports von Industrieprodukten und des Imports von Lebensmitteln in einem kapitalistischen Industriestaat beruht also in letter Linie nicht auf einer natürlichen, sondern einer gesellschaftlichen Ursache; nicht auf der Zunahme der Bevölkerung, sondern auf der des Kapitals. Haben wir es aber nicht mit einer natürlichen, sondern mit einer gesellschaftlichen Notwendigkeit zu thun, so folgt daraus schon, da wir in einer Gesellschaft von Rassengegensätzen leben, daß die einzelnen Rassen der Gesellschaft nicht alle diese Notwendigkeit in gleichem Maße und in gleicher Weise empfinden. Das wirkt auch auf ihre Stellung zu den Handelsverträgen zurück. Billigkeit ihrer Lebensmittel nicht erlangen oder behaupten können, holen darf, und wenn Ihr wenn nicht deren Einfuhr eine ungehinderte iſt. Wir haben gesehen, daß das Exportinteresse nicht bloß im Interesse der Bevölkerung, sondern auch, und vor allem, im Interesse des Profits ist. Die Interessen des Profits find aber in jedem fapitalistischen Staat die herrschenden. Sie setzen sich überall durch, auch wo die Bourgeoisie nicht politisch herrscht; nicht blos in Amerika, England und Frankreich, sondern auch in Destreich und Rußland; also nicht minder in Deutschland. Darüber, daß der Profit, also auch der Erport, zu seinem Recht kommt, tönnen wir unbesorgt sein. Ebenso wie die langsame Zunahme der Lebensmittelproduktion entspringt aber auch die rasche Zunahme der Bevölkerung in einem fortschreitenden kapitalistischen Staate ökonomischen Ursachen. Der Proletarier wird früher ökonomisch selbständig als der Handwerker Nicht herrschend aber sind die Interessen des Arbeitslohns oder Bauer( in einem Lande, wo aller Grund und Boden besetzt ist). und die herrschenden Klassen sind nur zu geneigt, auf feine Er kann früher heiraten als etwa der Handwerker, der warten Kosten den Profit zu fördern. Die historische Aufgabe mußte, bis er Meister wurde, oder Bauernsohn, der eine der Socialdemokratie besteht daher nicht darin, ängstlich darüber der Vater sich zu wachen, daß der Profit nicht Schaden leide, sondern darin, Frau erst dann heimführen fonnte, wenn aufs Altenteil gefeßt. Schon das bewirkt, daß in einem energisch dafür einzutreten, daß der Profit nicht den Arbeitslohn tapitalistischen Industriestaat die Bevölkerung rascher wächst als in beeinträchtigt, das heißt aber bei den Handelsverträgen, ihre Aufeinem auf dem Kleinbetrieb beruhenden Gemeinivesen, in dem kein gabe besteht nicht darin, den Standpunkt zu vertreten, daß wir Boden mehr frei ist. Aber oft genügt nicht einmal diese Zunahme Handelsverträge haben müssen um jeden Preis, sondern darin, dem Bedürfnis des rasch anwachsenden Kapitals nach Ausdehnung feinen Zweifel darüber zu lassen, um welchen Preis allein seines Ausbeutungsbereichs. Da die natürliche Boltszunahme nicht wir für Handelsverträge zu haben sind: um den genügt, zieht das Kapital daher noch Arbeitskräfte aus dem Aus- Preis einer billigen Einfuhr von Lebensmitteln. land heran. wir " wiederin Erwägung, daß die jüngste Bewegung gegen die Zwangsgesetze, durch welche die Arbeiterbewegung überfallen wurde, daß die Arbeiter, hätten sie das allgemeine Wahlrecht bes sessen, darin eine Waffe gehabt hätten, um sich zu wehren und in solchem Falle ihre Zuflucht nicht zu einem politischen Streit zur Verteidigung ihrer Rechte genommen hätten; daß sie, bei Ermangelung einer gleichgesinnten Klaffeneinsicht und mangels einer Organisation noch nicht im stande waren, dergleichen große Bewegungen mit Erfolg zu führen und daß diefe Gebrechen während der Bewegung selbst nicht zu ändern waren; heißt die Haltung des Parteivorstandes gut, welcher sich in diesem Streit mit den Gewerkschafts- Organisationen solidarisch erklärt und dadurch den Arbeitern den Beweis geliefert hat, daß sie auch in den gefährlichsten Augenblicken auf die S. D. A. P. rechnen können; erinnert die Parteigenossen an ihre Pflicht, unter den Arbeitern die socialdemokratische Erkenntnis zu verbreiten und die Drgas nisation zu stärken und nimmt sich vor, den Streit für das allgemeine Wahlrecht mit verdoppelter Kraft zu führen." Sechste Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes. Fünfter Verhandlungstag. Berlin, 6., Juni 1908. Nicht die Arbeiterklasse, nicht die Socialdemokratie sind es, die So kommt es, daß in einem kapitalistischen Industriestaat oft handelsverträge um jeden Preis brauchen, sondern die In der Vormittagssigung, die Freisinger- München leitet, die Volkszahl schneller zunimmt, als die Menge der im Lande Kapitalistenklasse und die ihr dienenden Parteien und Regierungen. berichtet se e r n Darmstadt über die weiteren Entscheidungen der produzierten Lebensmittel, und das Deficit durch die Einfuhr aus Soweit muß auch die Reichsregierung ihre Aufgabe und die Beschwerdekommission. Sie hatte u. a. über die Rechte der agrarischen Staaten gedeckt werden muß. Interessen und den Charakter der kapitalistischen Schichten, deren zum Centralverein übergetretenen Former zu beraten und hat sich in Handelsverträge eines Landes haben die Aufgabe, seinen Erport Bertreter sie ist, fennen, daß sie sich dessen wohl bewußt ist, daß sie den in Betracht kommenden Fällen im Gegensatz zum Borstande, unabhängig zu machen von den Schwankungen und Wechselfällen Handelsverträge durchseßen muß um jeden Preis, soll sie nicht das ebenso wie der Ausschuß auf den Standpunkt gestellt, daß die Rechte, der Verkehrspolitik des Auslandes. Weit vollkommener als durch Wirtschaftsleben Deutschlands in die schlimmste Verwirrung stürzen. welche sich die übergetretenen Former in ihrem Verbande erworben Aber die heute machthabenden Klassen entfernen sich immer mehr sie zahlt und wem sie den Preis bieten soll. Sie hüllt sich in vom Metallarbeiter- Verbande in Anrechnung zu bringen sind. Die von diesem, selbst in England spricht man heute offener und ent- Schweigen und wartet den Ausgang der Wahlen ab. Von deren Aus- Generalversammlung schließt sich der Ansicht an und erklärt sich schiedener von seiner Ueberwindung, als man es je feit 50 Jahren fall und von den Forderungen der Parteien wird es abhängen, gegen eine große Minorität mit dem Vorschlage der Kommission gewagt; Handelsverträge sind unter den bestehenden Macht welche Konzessionen sie ihnen bieten wird, um die Handelsverträge einverstanden. verhältnissen das einzige Mittel, um in den Zollwahnsinn doch durchzusetzen. Ueber den Fall Litfin, der ebenfalls die Beschwerdeeinigen Sinn zu bringen und die Interessenkämpfe der nationalen Es tönnte unmöglich staatsmännische Realpolitik sein, wenn die Kommission beschäftigte, berichtete Gotthusen- Kiel, der namens Ausbeuterverbände wenigstens einigermaßen in civilisierte Regeln Socialdemokratie, statt diese Zwangslage der Regierung auszumuzen, der Kommission den Antrag unterbreitete: Der Wiederaufnahme einzuzwängen. um ihr Konzessionen für das Proletariat abzuringen, sich selbst in Litfins steht nichts entgegen, wenn die Berliner Verwaltungsstelle So lange das heutige Regime dauert, haben nicht bloß die die Zwangslage der Regierung verseßen und sich zu den weitest- die Wiederaufnahme beschließt." Nach einer sehr ausgedehnten Kapitalisten, sondern auch die Arbeiter ein Interesse an Handels- gehenden Konzeffionen bereit erklären würde, um nur Handels- Diskussion, in der u. a. mitgeteilt wurde, daß die Wiederaufnahme verträgen. Aber sie haben nicht beide das gleiche Interesse daran. berträge zu erlangen. Wir müssen der unschlüssigen Regierung den von der Berliner Ortsverwaltung mit 35 gegen 5 Stimmen beim VorFür die Kapitalisten ist der Export die Hauptsache: Hier kommt Nacken steif machen gegen das Agrariertum. Wir erreichen das stande beantragt ist, der aber diesen Antrag ablehnte, wird dem ersten ihr stärkstes Interesse, der Profit, direkt in Frage. Bei einem Gegenteil, wir schwächen ihre Widerstandskraft den Agrariern gegen- Absatz des Antrages der Kommission zugestimmt und gegen wenige Handelsvertrage handelt es sich für sie daher in erster Linie darum, über, wenn wir zu verstehen geben, daß auch wir der agrarischen Stimmen beschlossen: Der Wiederaufnahme Litfins ihm eine solche Gestalt zu geben, die ihnen günstige Bedingungen Anmaßung gegenüber nicht unbeugfam sind. Wenn wir fest bleiben, steht nichts entgegen. Außerdem wird auf eine Anfrage für den Export sichert. muß alles zu unsern Gunsten wirken, denn was wir verlangen, ist von Schlicke beschlossen, daß der Vorstand nicht verpflichtet ist, die Dagegen sind sie nur indirekt dabei interessiert, ob ein nichts Unmögliches, nichts Unbilliges, vielmehr etwas sehr Nützliches. event. Wahl Litfins als Vorstandsmitglied zu bestätigen. Handelsvertrag auch günstige Bedingungen für den Import von Unfre Forderung liegt nicht blos im Interesse des Proletariats, In Bezug auf den Fall Pawlowitsch, über den GarbeLebensmitteln festsett vom Import von Rohstoffen sehen wir sondern auch in dem der gesamten Industrie, deren Produktions- Kaffel berichtet, ist die Beschwerdekommission zu folgendem Beschluß hier ab, um die Untersuchung nicht zu komplizieren; auch handelt es fosten dadurch verringert werden, deren Leistungsfähigkeit erhöht gekommen: 1. Das Verhalten der Berliner Ortsverwaltung be sich im Augenblick ja nicht um die Haltung zu den Rohstoff, sondern wird. Sie liegt im Intereffe der Regierung selbst, deren Aussichten, treffend die Nichtbestätigung des Vorstandsmitgliedes Pawlowitsch nur zu den Lebensmittelzöllen. Ganz uninteressiert an den mit dem Ausland über Handelsverträge einig zu werden, dadurch und sein Belassen in Amte trotz der Nichtbestätigung seitens des Lebensmittelzöllen sind die Kapitalisten freilich nicht. Allzu wachsen. Unfre Forderung und das Beharren dabei hat nur ein Hauptvorstandes ist entschieden zu verurteilen, da jede Ortsverwaltung hohe Zölle dieser Art gefährden einmal den Abschluß Unangenehmes für die Regierung und die Regierungsparteien: sie die Pflicht hat, die Statuten zu befolgen. 2. Desgleichen ist die nachträgliche Bestätigung Pawlowitschs seitens des Vorstandes auf| innerhalb des Deutschen Reiches infolge von Arbeitslosigkeit eine versammlung kassiert. Die Mitglieder am Size des Centralvorstandes Widerruf ebenfalls zu verurteilen, da auch diefe Taktik gegen das Beihilfe zu den llebersiedelungskosten gewährt werden kann. Voraus haben drei Revisoren zu wählen. Statut verstößt. Der Vorstand hat als erste Instanz erst recht die sezzung hierbei ist, daß das Mitglied nachweislich auswärts Arbeit erhalten Pflicht, die Sagungen des Statuts zu befolgen. 3. Die seinerzeitige hat und die Entfernung des künftigen vom bisherigen Wohnort beschäftigt sich die Generalversammlung mit den Befugnissen des In der Nachmittags- Sigung des vierten Verhandlungstages Nichtbestätigung des Mitgliedes Pawlowitsch ist mit Recht erfolgt mindestens 30 Kilometer beträgt. Der Beitrag zu den Uebersiedelungs- Ausschusses. Es wird ein Antrag der Statuten- Kommission angewegen der nicht zu entschuldigenden Veröffentlichungen resp. Kritiken kosten darf je nach der Dauer der Mitgliedschaft von 20 M. nach nommen, daß bei Differenzen zwischen Ausschuß und Vorstand ge= in der Zeitschrift, Neues Leben" bezüglich des Mai- Flugblattes. Diese einjähriger, steigend um 5 M. pro Jahr bis zu 40 M. nach fünf- meinsame Sizungen stattzufinden haben. Als Ort des Ausschusses Kritiken gehörten vor die Verbandsinstanz und nur dort konnten die jähriger Mitgliedschaft nicht übersteigen; für die Verbandsbeamten wird Dresden bestimmt. selben ihre Erledigung finden. Die bisherigen besoldeten Beamten sind die Umzugsfosten in gleicher Höhe festgesetzt. Drunsel, Schmidt und Lothar werden per Acclamation einstimmig wiedergewählt und nehmen die Wahl an. Zum Vorsitzenden des Ausschusses wird Beyer- Dresden wiedergewählt. Es wird dann in der Statutenberatung fortgefahren. Eine lebhafte Debatte entspinnt sich über einen Kommissionsantrag, nach dem Kollegen, die austreten, ohne ihre Beiträge zu entrichten oder wegen restierender Beiträge ausgeschlossen würden, 5 M. Eintrittsgeld, Streifbrecher usw. 10 M. zahlen sollen. Die Versammlung erklärte sich fast einstimmig mit dem Neu sind auch die Bestimmungen bezüglich der Unter Entscheide der Kommission einverstanden und beschloß dann stübungen bei Maßregelungen. Danach wird während weiter, daß die Mitglieder nicht berechtigt sind, die Juftitutionen der daraus folgenden Arbeitslosigkeit Gemaßregelten- Unterstügung des Verbandes und Maßnahmen des Vorstandes in andern auf die Dauer von längstens 13 Wochen bezahlt. Zeitungen zu kritisieren, sondern sich an die Instanzen des Verbandes selben beträgt für das Die Höhe der mit ihren Beschwerden zu wenden haben. männliche verheiratete Mitglied M. 14,- pro Woche ledige 12,-weibliche 7, Außerdem wird für jedes der Fürsorge des Unterstützten unterstehende Kind ein Zuschuß von 1 M., jedoch nicht mehr als 5 M. pro Woche bezahlt. = " " 1 " " " " Die weiteren Abänderungen betreffen die allgemeinen Pflichten und Rechte der Mitglieder, gemeinsame Bestimmungen, Bezirkseinteilung und Konferenzen, sowie die örtliche Verwaltung. In der neuen Fassung des legtgenannten Titels ist der Passus, wonach an ein und demselben Orte mehrere Verivaltungsstellen oder Fachsektionen errichtet werden können, gestrichen. Döblin wendet sich gegen einen solchen Ablaß für begangene Sünden. John- Berlin empfiehlt statt des Kommissionsantrages eine Verdoppelung der Karenzzeit für den Bezug von Unterſtübungen. Andre Kollegen treten mit Entschiedenheit für eine möglichst hohe Bestrafung der Leute ein, die den Verband als Bienenkorb ansehen. Der Antrag Berlin wird mit Stimmengleichheit abgelehnt, ebenso wird der Kommissionsantrag abgelehnt. Doch sollen Mitglieder, die freiwillig ausgeschieden sind und wieder eintreten wollen, wenn sie nicht inzwischen einer andern modernen Organisation angehört haben, ebenfalls 13 Wochenbeiträge nachzahlen. Es wird ein Antrag angenommen, daß während der Krankheit kein Beitrag zu zahlen ist. Invalide und über 60 Jahre alte Mitglieder werden nach zehnjähriger Mitgliedsdauer von den Beiträgen befreit, können aber nur einmal die festgeseßten Unterstüßungen beziehen. Es werden einige Aenderungen bei der Wanderunterstützung borgenommen. Es sollen pro Kilometer 2 Pf. und nicht über 2 M. pro Tag ausgezahlt werden. Kollegen, die nach auswärts in Arbeit gehen, erhalten von 75 Kilometer Entfernung an Reisegeld der niedrigsten Bahnklasse bis zur Höhe von 10 M. Ueber die Sache des Redakteurs J. Scherm unterbreitet Nitsch Magdeburg nach einer eingehenden Begründung namens der Beschwerdekommission folgende Erklärung: Das Verhalten Scherms in der Angelegenheit der Veröffentlichung im Fränkischen Courier" ist nicht einwandsfrei; in Berücksichtigung jedoch, daß Scherm nach den der Beschwerdekommission gemachten Mitteilungen, von den an der Veröffentlichung des betreffenden Artikels beteiligten Personen die geringste Schuld beizumessen ist und in weiterer Erwägung, daß schon eine andre Instanz, die das Vertrauen der Beschwerdekommission völlig besigt, hierüber entschieden hat und außerdem der Verband als solcher in dieser Angelegenheit überhaupt direkt nicht beteiligt ist, sieht die Beschwerdekommission unter Berufung auf das Bezüglich der Delegation zur Generalversamm Urteil Iung wird beschlossen, daß jede Wahlabteilung für je 1000 zahlende dieser Instanz von weiteren Schritten in dieser Sache ab. Mitglieder( bisher 750) einen Abgeordneten wählt, und wenn die ( Die betreffende Instanz hat entschieden, daß Scherm noch weiter Zahl der Mitglieder nicht durch 1000 teilbar, für die überschießende Mitglied der socialdemokratischen Partei sein kann und gegenwärtig Bahl, wenn dieselbe mindestens 500( bisher 350) beträgt, ein weiterer noch ist.) Bezüglich der 10 Mark- Affaire behauptet Scherm Mit- Abgeordneter gewählt wird. inhaber der Firma gewesen zu sein; ein gegenteiliger klarer Beweis Bei dem Titel:„ Allgemeine Bestimmungen" werden genaue Beist nicht erbracht worden. Scherm hatte demnach zweifellos privat- stimmungen für Arbeitseinstellungen festgesetzt. Wie bisher können rechtliche Forderungen an das Geschäft. Eine Einmischung aber in private außer den Verwaltungsstellen mit über 3000 Mitgliedern, die Angelegenheiten steht keiner Organisation zu. Trotzdem aber hat die selbständig entscheiden können, Arbeitseinstellungen und Sperren über Ein Antrag Finsterwalde, gemaßregelten Kollegen beim Umzug Beschwerdekommission nach dieser Seite hin Erörterungen angestellt und Werkstätten nur mit Genehmigung des Vorstandes erfolgen. Die Unter- sämtliche Umzugskosten zu ersetzen, wird dem Vorstande zur Erwägung dabei feststellen können, daß Scherm für außerordentliche Arbeiten stügungssätze sind entsprechend den der Gemaßregelten- Unterstüßung überwiesen. Die Beiträge zum Verbar de sollen pro Klasse um 5 Pf., Lesen von Korrektur die Entschädigung von 10 M. erhalten hat; aufgestellt und betragen für Mitglieder, die dem Verbande mindestens die Leistungen der Krankenunterstüßung sollen um 25 Pf. pro Tag Scherm hat aber weiter nachgewiesen, daß er selbst während der 26 Wochen, angehören und ihre Beiträge voll bezahlt haben, für und Klasse steigen. Die erhöhten Beiträge sollen vom 1. Oktober an Zeit, wo er durch seine Thätigkeit im bayerischen Landtag männliche verheiratete Mitglieder 14 M. pro Woche, für männliche eintreten, die erhöhte Krantenunterstüßung tritt vom 1. Januar 1904 an dem Lesen der Korrekturen verhindert war, an zwei Sezer ledige Mitglieder 12 M. pro Woche, für weibliche Mitglieder 7 M. in Kraft. Die Krankenunterstüßung tritt vom vierten Tag der Erwährend der Legislaturperiode 1893-1899 4,50. für zwei Tage pro Woche. Außerdem wird für jedes Kind ein Zuschuß von werbsunfähigkeit ein, wenn die Krankheit länger als eine Woche Saz entschädigt hat. Weiter ist zugegeben, daß Scherm 1 M., aber höchstens 5 M. pro Woche bezahlt. In außergewöhnlichen dauert. in Bezug auf den Preis des Papiers sowohl als auch bei Herstellung Fällen ist der Vorstand berechtigt, Unterstützung auch an solche Mit- 15 Proz. zurückbehalten werden dürfen, wenn die Arbeitslosen- UnterZu den üblichen Verwaltungsausgaben sollen künftig nur der Zeitung im Interesse des Verbandes gehandelt hat. Aus diesen glieder zu gewähren, welche nur 13 Wochen dem Verbande an- stüßung angenommen wird. Es wird beschlossen, eine Lohnstatistik Gründen heraus bestand für den Vorstand und besteht für die gehören und 13 Wochenbeiträge geleistet haben. Jedoch darf diese einzuführen. Generalversammlung keine Veranlassung, den Kollegen Scherm seines Unterstützung nur betragen: für verheiratete 10, M., für ledige Amtes Nach Erledigung einiger weiterer unwesentlicher interner Angezu entheben. Der Ausschuß aber war nach ein 8, M., für weibliche 5, M. Als außergewöhnliche Fälle gelten: legenheiten des Verbandes wurde die Generalversammlung ge= stimmigem Urteil der Kommission nicht nur berechtigt, sondern unvermeidliche Abwehrstreiks und Aussperrungen. schlossen. selbst verpflichtet, eine Untersuchung in der Sache Scherm Das neue Statut tritt mit dem 1. Juli 1903, die erweiterten zu verlangen. Die Beschwerdekommission konnte durch die Ent- Unterstützungen am 1. Juli 1904 in Straft. schädigung von 10 M. an Scherm eine Benachteiligung des Verbandes laut des vorgelegten Materials nicht erblicken. Die Generalversammlung erklärte sich einstimmig mit der Erklärung der Beschwerdekommission einverstanden. Nach Erledigung einer großen Zahl weiterer BeschwerdeAngelegenheiten wird in die Beratung der Anträge verschiedenen Inhalts eingetreten. Beschlossen wird: die nächste Generalversammlung in Leipzig abzuhalten. Partei- Nachrichten. „ Rote Wahlen", Nach Erledigung der Statutenberatung werden nun noch die Anstellungs- und Besoldungs- Verhältnisse der Ortsbeamten 2c. geregelt. In dem beschlossenen Antrage heißt es u. a.: die illustrierte Wahlzeitung, ist vollständig vergriffen, so daß weitere Anfangsgehalt und Gehalt für das erste Jahr 140 M. pro Monat. Von da ab mit jedem Jahr der Beschäftigung um 5 M. pro Monat Bestellungen nicht mehr ausgeführt werden können. Dagegen hat sich steigernd bis zum Höchstgehalt von 200 m. pro Monat. Die unser Parteiverlag auf vielfachen Wunsch den in„ Note Wahlen" entobigen Gehaltssäße gelten als Mindestsätze. Die Anstellung erfolgt haltenen Artikel An den Einzelnen, auf den es nicht ankommt", als nach§ 622 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Sodann wird ein Antrag von Hamburg angenommen:" Den Broschüre herausgegeben. Ein Brief an den evigen Philister, den Damit ist die Tagesordnung erledigt und wird die Ver- indifferenten Arbeiter, der glaubt, daß es auf ihn, den Einzelnen, Vorstand aufzufordern, über den Weiterausbau uns es Unter- fammlung, nachdem Schulz- Hamburg der Berliner Verwaltungsstelle nicht ankommt. Ueberzeugend weist der Verfasser nach, daß es gerade stüßungswesens, insbesondere der Arbeitslosen- Unterstützung, auf namens der Delegierten für die Arrangements und Gastfreundschaft auf den Einzelnen ankommt, und daß in dem großen BefreiungsGrund rechnerischer Grundlagen der Jahreschrechnungen eine Vor- gedankt und nachdem Cohen- Berlin auf die erfolgreichen Ver- tampfe der Arbeiterklasse niemand bei Seite stehen darf. Man sollte lage auszuarbeiten und zur nächsten General:: rsammlung recht- handlungen und die Einigkeit aller Teilnehmer hingewiesen, mit meinen, daß jeder, der diese Broschüre liest, seine Schlafmüze dem zeitig den Mitgliedern zu unterbreiten." einem begeisternden Hoch auf den Deutschen Metallarbeiter- Verband Bezüglich der Anstellung und Besoldung der geschlossen. Die Delegierten singen hierauf stehend den ersten Vers Feuertode überantworten müffe, um mun an der Arbeiterbewegung Verbandsbeamten find mehrere Anträge eingegangen. Nach der Marseillaise. teilzunehmen. Es ist eine Broschüre, die niemals in der Fabrik, in längerer Diskussion wird eine Kommission gewählt, welche die Ander Werkstatt, beim Glase Bier oder wo sonst die Geträge prüfen und der Versammlung eine entsprechende Vorlage Richtigstellung. In der im gestrigen Bericht enthaltenen nossen mit Gleichgültigen, Indifferenten zusammentreffen, fehlen dürfte. unterbreiten soll. Mai- Resolution muß der letzte Absah lauten: 4. Bei Aussperrung, Nicht nur für die Wahlen bildet die Broschüre ein vorzügliches Ein Antrag von Ratingen:" Für alle Schäden, die einem aus Maßregelung und Entlassung wegen der Arbeitsruhe am 1. Mai tritt Agitationsmittel, sondern auch die Gewerkschaften, die nicht minder den Reihen des Verbandes gewählten Mitglied eines Gewerbegerichts für die davon Betroffenen, soweit sie vollberechtigte Mitglieder ner sonst die Interessen der Arbeiter fördernden Institution(§ 5 Abs 1) sind, eine Unterſtüßung auf die Dauer von längstens unter dem Indifferentismus zu leiden haben, sollten sie zur Beerwachsen, haftet in vollem Umfang der Verband", wird dem Vor- 13 ochen in Straft und wird die Unterstützung vom 2. Mai ab fämpfung der Gleichgültigen verwenden. Der Einzelpreis ist 5 Pf. stande zur Berücksichtigung überwiesen. gezahlt, doch gilt dieselbe nicht als Arbeitslosen- Unterstützung. Partiepreis: 500 Exemplare 3,- M. 1 000 5 000 10 000 oder Hierauf berichtet die Haushaltungskommission, daß die Abrechnung des Ausschusses richtig ist und wird demselben die Decharge 6. Generalversammlung des Deutschen Töpferverbandes. erteilt. 0 Die Nachmittagssigung wird von Cohen- Berlin ge= Meißen, 5. Juni. Yeitet. Es werden zunächst die Wahlen zum Verbands wird zunächst eine Kommission zur Vorberatung der Statuten geIn der Nachmittags Sigung des dritten Verhandlungstages vorstande vorgenommen. Nach dem Vorschlage der Wahltommission soll außer dem ersten auch ein zweiter Borsigender gewählt. Es wird dann in der Debatte über die Arbeitslosen- Unterstützung wählt werden, der aktiv thätig ist. Gewählt werden entsprechend fortgefahren. öblin( Vertreter der Generalkommission) warnt den Vorschlägen der Wahlkommission: A. Schl i de mit 134 Stimmen die Delegierten, allzu schwarz zu sehen. Die Erfahrung habe zweifel als 1. Vorsitzender, Gg. Reichel mit 117 Stimmen als 2. Vor los gelehrt, daß die Organisationen, die sie eingeführt, gut dabei gefizender, Th. Werner mit 136 Stimmen als Kassierer, K. Massatsch fahren sind. Er empfehle den Delegierten, die Frage gründlich zu mit 102 Stimmen als Sekretär. Als Redakteur wird J. Scherm prüfen, aber auch nicht allzu vorsichtig zu sein. mit 124 Stimmen wiedergewählt. Als Siz des Ausschusses wird Frankfurt a. M. wieder bestimmt und als Vorsitzender des Ausschusses St. Weißig einstimmig wiedergewählt. 0 = Ein Bestellungen sind zu richten an: " 5, 22,50 " " " " 40, " Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. Der Parteitag der norwegischen Socialdemokratic. Die Sizungen am Sonnabendnachmittag und am Sonntag vormittag wurden durch die Debatten über die Wahltaktik der Resultate wurden bereits in der Freitagnummer des" Vorwärts“ mitgeteilt. Von der Minderheit des Parteivorstandes lag hinsicht= Partei sowie über die Stellung zur Unionsfrage ausgefüllt. Die lich der Wahltaktik folgender Antrag vor: 1. Die norwegische Arbeiterpartei geht 1903 zur Wahl ohne Bündnis mit irgend einer müssen erklärte Parteigenossen sein und das ganze Programm der andren Partei. 2. Alle Wahlkandidaten, die aufgestellt werden, Partei anerkennen. 3. Als Storthingskandidaten werden vorDieser Vorschlag wurde haupt" Die weitere Debatte, in der sehr viele Delegierte für und wider sprechen, ergiebt nichts wesentlich Neues. In der Vormittags- Sihung des vierten Verhandlungstages Hierauf erfolgt der Bericht der Statutenberatungs- wurde die Debatte über die Frage der Arbeitslosen- Unterſtüßung geKommission, den Junge- Hamburg und Brandes schlossen. Eingetragen waren och 19 Redner. Drunsel als Magdeburg erstatten. der Kommission beschloffenen Aenderungen sind folgende: Im§ 2, an der Hand von Beispielen aus der Praris zu widerlegen. gegangen find, oder ihr angehören." Die wesentlichsten, nach den Vorschlägen Referent sucht in seinem Schlußwort die Ausführungen der Gegner zugsweise Männer nominiert, die aus der Arbeiterschaft hervor der über den Zweck des Verbandes handelt, lautete der 1. Abfaz: Schmidt- Meißen als Korreferent entwickelt noch einral feinen sächlich von Jeg gefen verteidigt, der unter anderm erklärte, die ,, möglichste Beschränkung der Arbeitszeit und der Accordarbeit, Beseitigung Beseitigung der Ueberstunden- und der Sonntagsgegenteiligen Standpunkt und ersucht im Interesse der blühenden Or- Linke sei eine Partei, die sich in der Auflösung befinde. Die Ararbeit." An dessen Stelle ist nachstehende Fassung beschlossen: ganisation um Ablehnung des Vorstandsantrages betr. der Arbeits- beiter hätten nichts mehr von ihr zu erwarten; die Alliance würde Regelung der Arbeitszeit und der Entlohnung losen- Unterstüßung. In der namentlichen Abstimmung wird mit 29 der Stellung der Socialdemokratie schaden. burch follettive Arbeitsverträge."- Der wöchen gegen 19 Stimmen beschlossen, die Frage der Einführung der Ar- in irgend einem Lande, daß eine revolutionär- socialiſtiſche Partei beitslosen- Unterstützung einer Urabstimmung zu unterbreiten. Als sich mit einer Regierungspartei alliiere. Die Zeit ist nun für uns liche Beitrag ist für männliche Mitglieder auf 40, für weibliche Grundlage dafür wird der Vorstandsantrag: Beiträge 40, 50, 60 gekommen, daß wir reinen Tisch machen, und wir müssen jetzt die auf 20 Pf., das Eintrittsgeld auf 50 bezw. 20 Pf. festgesezt. Außerauf 20 Pf., das Eintrittsgeld auf 50 bezw. 20 Pf. feſtgeſetzt. Außer- und 85 Pf. dienen. Es wird ferner der Antrag angenommen, Zwei- reine Fahne der klassenbewußten Arbeiterpolitik aufpflanzen. dem ist der Vorstand berechtigt, bei außergewöhnlichen Anlässen drittel- Majorität für die eventuelle Annahme zu verlangen. Dagegen führte Magnus Nilssen aus, daß er wohl verstehe, einen Extrabeitrag zu beschließen. Ein solcher Beschluß ist für alle Antrag, die Krankenunterstüßung mit der eventuellen Arbeitslosen wenn viele gegen die Alliancepolitik feien; aber tie norwegische Mitglieder bindend. Art und Umfang der Unterstübung ist u. a. dahin geändert worden, daß bei der Reise- Unterstützung zu verbinden, wird der Statuten- Kommission über Socialdemokratie sei eine politische Reformpartei, und darum könne Unterstügung, die bisher je nach der Dauer der Mitgliedschaft 42 sie wohl eine Alliance auf würdiger Grundlage benutzen, um sich wiesen. bis 70 M. betrug, die insgesamt in einem Jahre erhoben werden eingetreten, da die Statutenberatungs- Kommission ihre Arbeiten noch gramm und die Grundsätze der Partei berühren, und sich nur auf Es wird in die Beratung der allgemeinen Anträge Einfluß zu verschaffen. Die Alliance dürfe jedoch nicht das Prokonnte, die Gesamtsumme auf 60 M. nach einjähriger, 70 M. nach die Repräsentation beziehen. Bei der bestehenden unmöglichen zweijähriger, 80 m. nach dreijähriger, 90 m. nach vierjähriger und nicht erledigt hat. Als Ort der nächsten Generalversammlung wird Wahlordnung seien die Aussichten auf Repräsentation im Thing 100 m. nach fünfjähriger Mitgliedschaft erhöht worden ist. Das stützungseinrichtung die Länge der Mitgliedschaft zu berücksichtigen bedeutend geringer ohne als mit einer Alliance. München bestimmt. Ein Antrag, daß bei jeder neuen Unter- Wahlordnung Reisegeld beträgt pro Tag eine Mart. Die Ortsunterstützung( Arbeitslosen- Unterstüßung) wird ist, wird der Kommission überwiesen, ebenfalls ein Antrag, der ver- fönne selbstverständlich von Alliance nicht die Rede sein, wohl aber in 52 aufeinanderfolgenden Wochen für höchstens 60 Tage gewährt Arbeitsmarktes berichtet wird. Ein Antrag, der verlangt, daß jedem liebsten für Jeggesens Vorschlag stimmen, halte aber mit Rücksicht Buen erklärte, er würde am langt, daß von den Filialen dem Vorstand besser über den Stand des in den großen Landdistrikten. und beträgt bei einer Mitgliedschaftsdauer von organisierten Kollegen von jedem paritätischen Arbeitsnachweis Ar- auf den vom vorigen Parteitag gefaßten( alliancefreundlichen) Bes beit nachgewiesen werden muß, wird nach energischem Widerspruch, schluß jetzt eine Äenderung der Taktik nicht für angebracht. besonders der Berliner Delegierten, abgelehnt. Ein Antrag, die Gau- logischen Gründen müſſe man sich dem Vorschlage der Mehrheit des 3, M. Einteilung dem Centralvorstande in Verbindung mit den Gauleitern Parteivorstandes anschließen. In ähnlicher Weise äußerte sich zu überlassen, wird angenommen. Pyrik Dresden giebt der Generalversammlung einen politik gewarnt hatte, es aber für schädlich hielt, jetzt von dem BeSituationsbericht über den am Vorabend beschlossenen Streit der schluß des vorigen Parteitags abzugehen. Nachdem sich noch eine Dresdener Ofensezer, der durch einen Bruch der Tarifvereinbarungen Anzahl andrer Delegierter zu der Frage geäußert hatten, wurde veranlaßt worden sei. Er ersucht die Delegierten, Zuzug nach Dresden der Vorschlag der Mehrheit des Parteivorstandes gegen 19 Stimmen fernzuhalten. Alle Zuschriften seien an die Adresse: Volkshaus, angenommen. Als Zusak wurde dazu Punkt 2 es oben mitRizenbergstr. 2, zu senden. Die Generalversammlung nimmt ein- geteilten Vorschlages der Minderheit des Parteivorstandes gegen Die Debatte über die Unionsfrage 1 Stimme angenommen. stimmig eine Sympathie- Resolution an für die Dresdener Kollegen. Es wird beschlossen, das Gehalt der drei Vorstandsbeamten war nur kurz. Dieser Frage wurde keine besonders große Bes Der Vorschlag des Parteivorstandes wurde gleichzustellen und auf 180 M. pro Monat festzusetzen. Die Grund- deutung beigemeffen. fäße des Gewerkschaftskongresses über die Gehälter der Beamten mit kleinen Aenderungen in der im Vorwärts" bereits mitgeteilten Form gegen 13 Stimmen angenommen. werden nicht acceptiert. für weibl. Mitglieder pro Tag pro Woche für männl. Mitglieder 52 Wochen . 1,- M. 6,- M. pro Tag pro Woche 50 Pf. 104 1,20 7, 58 " " " " 3,50 " 156 1,35 8, 67 " " " " 4, " 208 1,50 9, 75 " " " " 4,50 " 260 1,70 " " 10,-83 " " 5, " Die Gesamtsumme der in einem Jahre( 52 aufeinanderfolgende Wochen) zu erhebenden Ortsunterstützung darf jedoch nach einer Mitgliedschaft von 52 Wochen 60 M. für männl., 30 M. für weibl. Mitglieder 104 70 35 " " " " " 1 " " " 156 80 " " 7 " 40 " " " " " 208 90 " " " 45 " " " " " 260 100 " " " " 50 " " 1 " " nicht übersteigen. Bisher wurde diese Unterstügung nur für höchstens 42 Tage und bis zur Gesamtsumme von 42-70 M. für männliche und 21-35 M. für weibliche gewährt. In Christiania Chr. H. Knudsen, der im vorigen Jahre wohl vor der Alliance" Aus Industrie und Handel. Außerdem wird beantragt, die Hälfte der Versicherungsbeiträge für die Beamten zu zahlen. Die Berliner Delegierten sprechen dagegen. Döblin empfiehlt die Uebernahme der Hälfte der Verficherungsbeiträge. Der Antrag wird mit 28 gegen 21 Stimmen Reichsbank. Morgen, am Montag, wird, wie verlautet, der Neu ist die statutarische Bestimmung, daß Mitgliedern, welche angenommen. Das Amt eines Generalrevisors, das früher der ver- Centralausschuß der Reichsbank zu einer Sigung zusammentreten, einen eignen Haushalt führen, bei Veränderung ihres Wohnortes storbene Kollege Gruner- Dresden bekleidete, wird von der General- um über die Frage einer Disconterhöhung zu beraten. Geplant ist " Das konservative Flugblatt wird Die Vertrauenspersonen. in Anbetracht der Schwerfälligkeit des Geldmarktes und der Ver-| träge in die Bevölkerung! Belehrungen in Gesezeskunde, die sonst der Versammlung rege zu agitieren! Die Ober- Schöneweider schlechterung des Reichsbank- Status der letzte Ausweis zeigt be- über die Köpfe der Volksschüler zumeist hinausgehen, dürften hier Unterzeichner des konservativen Flugblatts des Nieder- Barnimer kanntlich eine Erhöhung der Wechselanlage auf 915 Millionen beim Kinderschutz- Gesetz, diesem Gesez für die Kleinen, auf richtiges Kreises sind schriftlich zu dieser Versammlung eingeladen und ihnen Mark eine Erhöhung des Discontsatzes von 31% auf 4 Prozent, Verständnis stoßen. Vielleicht ist das sogar von allen der gangbarste volle Redefreiheit zugesichert. zumal gegen Ende dieses Monats nach früheren Erfahrungen eine Weg, wenn es sich darum handelt, das einfache„ Du darfst" oder Gegenstand eingehender Erörterung sein. besonders starke Inanspruchnahme des Kredits der Reichsbank zu er- Du darfst nicht" des Gesetzes zur Kenntnis der betroffenen warten ist. Familienkreise zu bringen. Es ist selbstverständlich, daß all' diese Belehrungen, namentlich auch, wenn sie vor Kindern ausgesprochen werden, mit dem rechten Taft zu geben sind, damit die Beziehungen zwischen Schule und Haus nicht darunter leiden. Der Achtuhr- Ladenschluß ist in Stettin für alle offenen Verfaufsstellen der Leder- und Sattlerwarenbranche eingeführt. OM V Handelskammer- Wahlen. Das Central Wahlkomitee teilt uns mit: Am Freitag, den 12. Juni, abends 8 Uhr, findet im großen Saale des Feenpalastes, St. Wolfgangstraße, eine öffentliche Versammlung für die Wähler dritter Klasse zur Handelskammer zwecks Aufstellung der Kandidaten statt. Eintritt haben nur die mit Legitimation( handelsgerichtliche Eintragung) versehenen Wähler. Zur Erleichterung werden auch noch Starten auf dem Bureau des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller, Krausenstraße 35, in den Bureaustunden von 9-1 und 4-7 1hr für die sich legitimierenden eingetragenen Wähler ausgegeben. Vorgeschlagen für die Wahl werden die Herren: D. Bry, i. Fa. Louis Bry; Dr. H. Gerschel, i. Fa. W. Hagelberg A.- G.; Friz Gugenheim, i. Fa. Seidenhaus Michels u. Comp.; Hugo Heilmann, i. Fa. Müller u. Heilmann; Emil W. Hinrichsen, i. Fa. Emil W. Hinrichsen; Emil Jacob, i Fa. Jacob u. Valentin; Gustav Kaphun, i. Fa. Gustav Kaphun; H. Korth, i. Fa. H. D. Korth; Moritz Kristeller, i. Fa. Gebr. Kristeller; J. Philippsohn, i. Fa. Philippsohn u. Leschziner; Richard Riel, i. Fa. Richard Riel; E. mann, i. Fa. W. Knorsch. Hus der Frauenbewegung. Socialdemokratischer Wahlverein der Frauen Berlins und Umgegend. Die letzten Versammlungen vor den Wahlen finden statt: Am Mittwoch, den 10. Juni, bei Herrmann( früher Cohn), Beuthstr. 19. Referentin: Genossin Dr. M. Hofmann. Donnerstag, den 11. Juni, bei Wernau, Schwedterstr. 23. Referent: Stadtverordneter Hugo Heimann. Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Tannhäuser. Dienstag: Der Freischük. Mittwoch: Der Wildschüß. Donners Königliches Opernhaus. Sonntag: Die Hugenotten. Montag: tag: Tristan und Isolde. Freitag: Figaros Hochzeit. Sonnabend: Das goldene Kreuz. Wiener Walzer. Sonntag: Margarete. Montag: Geschlossen. Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Wie die Alten sungen. Montag: Die Quizows. Dienstag: Jm bunten Rock. Mittwoch: Die Braut von Messina. Donnerstag: Die Schloßherrin. Freitag: Nathan der Weise. Sonnabend: Ein Sommernachtstraum. Sonntag: Die Braut von Messina. Montag: Geschlossen. Neues kgl. Opern- Theater. Sonntag, 7. Juni: Was ihr wollt. Sonnabend, 13. Juni: Giroflé Girofla. Sonntag, 14. Juni: Giroflé Girofla. Schiller Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag: Wilhelm Tell. Sonntagabend: Nach Jahr und Tag. Der grüne Kakadu. Montag: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Dienstag: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Mittwoch: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Donnerstag: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Freitag: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Sonnabend: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Drleans. Sonntagabend: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Regiment. Der grüne Kakadu. Sonntagnachmittag: Die Jungfrau von Montag: Berlin, wie es meint und lacht. Freitag, den 12. Juni, im Lokale Königsbank, Gr. Frankfurterftraße 117. Referentin: Genossin Dr. Wally 3epler. Mitglieder erhalten gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte eine Broschüre gratis.( Näheres siehe Dienstag- Annonce.) Der Vorstand. Deutscher Stahlwerksverband in Düsseldorf. Wie die„ RheinischWestfälische Zeitung" erfährt, sind die Vorarbeiten des Verbandes Charlottenburg. Die Frauen und Mädchen werden hierdurch schon soweit vorgeschritten, daß man an eine Feststellung der darauf aufmerksam gemacht, daß Montag, den 8. d. M., abends Beteiligungsziffern der in Betracht kommenden Werke herangetreten 81/2 Uhr, Rosinenstr. 3, eine vom Wahlverein der Frauen des Kreises Schiller- Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntagiſt. Die Absicht des Verbandes ist, auch das Ausfuhrgeschäft mit Teltow Beeskow Storkow- Charlottenburg einberufene öffentliche nachmittag: Kabale und Liebe. Sonntagabend: Im weißen Rößl. Montag: hereinzuziehen und ſpäter dann zu diesem Zwecke, wenn die Orga- Versammlung stattfindet, in welcher Genosse Dr. Alberty einen Der Meister von Palmyra. Dienstag: Der ledige Hof. Mittwoch: Die nisation weiter vorgeschritten ist, ein ausländisches Zweigbureau zu Vortrag über: Welches Interesse haben die Frauen am Ausfall der Here. Donnerstag: Der Meister von Malmyra. Freitag: Berlin, wie es errichten. Zunächst finden die Verhandlungen nur zwischen den Reichstagswahl? halten wird. Zahlreichem Besuch, auch der weint und lacht. Sonnabend: Berlin, wie es weint und lacht. Sonntag größeren deutschen Stahlwerken statt unter Ausschluß der kleineren Männer, sieht entgegen. nachmittag: Heimat. Sonntagabend: Jm weißen Rößl. Montag: Nach Werke, um auf diese Weise rascher zum Ziele zu kommen. Erst wenn Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Die Einberuferin: Frau Marie Thiel. der Verband als solcher sich konstituiert und seine Organisation schon Deutsches Theater. Sonntagnachmittag: Rosenmontag. Sonntag Nachstehend werden die Adressen bekannt gegeben, wo Aufnahmen abend: Momma Banna. Montag: Monna Vanna. Dienstag: Fuhrmann fester gefügt ist, will man auch die kleineren Werke hereinziehen. in den Wahlverein der Frauen obengenannten Kreises stattfinden: Hentschel. Mittwoch: Monna Banna. Donnerstag: Monna Banna. FreiDie Gewerkschaft In Charlottenburg bei Frau Liedtke, Wilmersdorfer- fag: Der arme Heinrich. Sonnabend: Monna Vanna. Kaligewerkschaft Hercynia in Vienenburg. Sonntage erzielte im Jahre 1902 einen Ueberschuß von 2632 158 Mart Straße 69; in Wilmersdorf bei Frau Hauswald, Sigma- nachmittag: Die versunkene Glocke. Sonntagabend: Monna Banna. Montag: ( 3 113 446 M. im Vorjahre), wovon 600 000.( 800 000 m. im ringenstr. 34; in Schöneberg bei Frau Meiling, Sedan- Rosenmontag. Berliner Theater. Sonntag: Oberon. Montag: Troubadour( Gast Vorjahre) zu Abschreibungen verwendet und 1 350 000 2.( 1 800 000 m. straße 34 und bei Frau Geist, Meiningerstr. 10; in Rigdorf bei spiel Heinrich Bötel.) Dienstag: Oberon. Mittwoch: Martha( Gastspiel im Vorjahre) als Ausbeute verteilt wurden. Die Gewerkschaft Affe, Frau Jeeze, Steinmetstr. 120 und bei Frau Mohr, Wißmann- Heinrich Bötel). Donnerstag: Die lustigen Weiber. Freitag: Postillon von an der Hercynia beteiligt ist, erbrachte eine Ausbeute voit 200 W. Straße 10; in Steglig bei Frau Haberland, Schüßenstr. 19; Konjumeau( Gastspiel Heinrich Bötel). Sonnabend: Oberon. pro Kug. in Brig bei Frau Nierig, Werderstr. 64; in Treptow Neues Theater. Allabendlich: Arche Noah. Baumschulen weg bei Frau Midley, Marienthalerstr. 13; Theater des Westens. Sonntag: 100 000 Thaler. Montag: Mt. in Johannisthal bei Frau Mann, Bismarckstr. 7; in Heidelberg. Dienstag: 100 000 Thaler. Mittwoch: Alt- Heidelberg. Sonnabend: Adlershof bei Frau Büttner, Hackenbergstr. 17; in Köpenid Donnerstag: 100 000 Thaler. Freitag: Alt- Heidelberg. bei Frau Thinius, Elisabethstraße 2 und bei Frau Kuring, 100 000 Thaler. Sonntag: Alt- Heidelberg. Thalia- Theater. Sonntag: Ein toller Einfall. Montag: Hofgunst. Zur Durchführung des Kinderschutzgesetzes. Im Auftrage des Wilhelmstraße 76; in Tempelhof- Mariendorf bei Frau Dienstag: Fedora. Mittwoch: Die schöne Ungarin. Donnerstag: Hofgunſt. Marie Thiel, Tempelhof, Friedrich Wilhelmstr. 17. An Frau Freitag: Emilia Galotti. Sonnabend: Fedora. Sonntag: Hofgunst. Mongeschäftsführenden Ausschusses des deutschen Lehrervereins richtet K. Fechner, der einstige Referent über diese Materie auf der Thiel sind auch alle Anfragen sowie etwaige Sendungen zu richten. tag: Der Hüttenbefizer. deutschen Lehrerversammlung zu Breslau( 1898), einen Appell an Residenz- Theater. Allabendlich: Lustige Ehemänner und Nach dem Schöneberg. Der Verein für Frauen und Mädchen Schönebergs die deutschen Volksschullehrer, ristig an der Durchführung des und Umgegend hält am Mittwoch, den 10. Juni d. J., abends Kleines Theater. Allabendlich: Nachtasy! Kinderschutzgesetzes mitzuarbeiten, da der Wechsel über eine Ehren- 81%, Uhr, im Lokale von Obst, Meiningerstr. 8, seine regelmäßige Central- Theater. Allabendlich: Pick und Pocket. Sonntag, 7. Juni, schuld, zu dessen Unterschrift sich die deutsche Volksschul- Lehrerschaft Mitgliederversammlung ab, in welcher Herr St. Gerber einen nachmittags: Der Zigeunerbaron. freiwillig erboten hatte, zum 1. Januar 1904 fällig wird. Fechner Vortrag über:„ Die Frau und ihre wirtschaftliche Lage" halten wird. beantwortet unter anderm auch die Frage: Auf welche Weise macht Herren sowie Damen als Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. man sich mit dem Gesetze vertraut? Die Durcharbeitung seitens der Lehrer wird, seiner Meinung nach, am besten durch die Lehrervereine zu organisieren sein. Hierbei werden die Arten der Kinderbeschäftigung, die in der betreffenden Gegend überwiegen, besonders ins Auge gefaßt werden müssen, um sie mit den zu treffenden gesetzlichen Bestimmungen zu messen. Sodann heißt es: Aus der Vereinsversammlung durch die Lokalpresse, oder durch VorCentralverein Sociales. d. Bildhauer Deutschlands Verwaltung Berlin. Den Kollegen hierdurch zur Nachricht, daß am 2. Pfinstfeiertag unser Mitglied, der Holzbildhauer Gustav Krischke beim Baden den Tod durch Ertrinken Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 7. Juni, nachmittags 2 Uhr auf dem Grünauer Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 20/8 Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unsre liebe Tochter Mieze Grob am 6. Juni, früh 52 Uhr, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 8. Juni, nachmittags 6 Uhr, vom Elternhause, Stephanstraße 49, aus statt. Die trauernden Eltern und Brüder. Deutscher Buchbinder Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Sollege, der Preßvergolder 24/5 Paul Banse am 4. d. Mts. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntag um 4 Uhr von der Leichenhalle des Urban- Krankenhauses aus nach dem neuen Jerufalemer Kirchhof statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Socialdemokrat. Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ( Osten.) Todes Anzeige. Am Sonnabend, den 6. d. M. starb unser langjähriges Mitglied, der Maler Karl Wahl. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 9. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Markus Andreas- Kirchhofs in Wilhelmsberg statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 243/5 Der Vorstand. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau sage hiermit meinen besten Dank. 1844b G. Assmann. = Balle. Fledermaus. Dienstag: Die Fledermaus. Mittwoch: Der Zigeunerbaron. Belle- Alliance- Theater. Sonntag: Die Fledermaus. Montag: Die Donnerstag: Der Zigeunerbaron. Freitag: Gastspiel Artemis Colonna. Urania Theater, Taubenstr. 48/49. Allabendlich: Von der Zugspige zum Wahmann. Ober- Schöneweide. Eine öffentliche Volksversammlung für die Frauen und Mädchen veranstaltet hier im Lokal Wilhelminen hof der„ Socialdemokratische Wahlverein der Frauen Berlins und umgegend" am Montag, den 8. Juni, abends 81, Uhr, in der do? Frau Dr. Hofmann- Berlin über:„ Die Reichstagswahl und die Frauen" spricht. Die Genossinnen werden ersucht, für den Besuch Franz Beyer, Berlin N., Chauseestrasse 103, empfiehlt 14672* Maitrank, Himbeersaft, sämtliche Arten Weine, Liqueure, Cognac, Rum etc. Sage hiermit allen Freunden und zu Engrospreisen. Bekannten für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau meinen herzlichen Dank. Der trauernde Gatte Fritz Peters nebst Tochter Frieda. V. 18436 Dr. med. N. Brann's specialärztl. Institut für Haut- und Beinleiden Berlin, Friedrichstr. 131 I. ( nahe der Karlst.) 140/9 Sprechst. tägl. auss. Freitags 9-12, 3-6. Sonntags 9-12. Massage- Institut Ladeneinrichtungen aller Arten in neu und alt, ComptoirEinrichtungen, Stühle, Tische 2c. billigst. Anfertigung nach Maß schnellstens. A. Flatow, Hauptgesch.: Andreasstr. 21, Amt 71722 2. Geschäft: Brunnenstr. 7. 3 714 Veteranenstr. 2. 3 714 " " etall- Bettstellen. En gros. Roh- Tabak. En detail. Preise verzollt ab Berlin. Grösste Auswahl in verschiedenen Marken und Sortierungen alter neuer Besten Nordhäuser Liter von 50 Pf. an, garantiert reines Getreideprodukt. ff. Liqueure.[ 11732* Martin Berndt, Ritter- u.Prinzenst.- Ecke Borneo, Java, Vorftenlanden, Savanna, Cuba, Wegico, kleine Arbeiterwohnungen, St. Felix, Domingo, Carmen, alten Uckermärker Tabaken in tadellos gutem Brand. 15062* Sumatras hell, mittelfarbig, braun, Bollblatt 1, Bid. decfähig 140, 150, 180, 200, 250, 300, 350, 400 Pfg. Javas 85, 90, 95, 100, 110, 120, 125, 130 fg. St. Felix Brafil 95, 100, 110, 120, 125, 130, 150, 160 Pfg. Carmen 80, 85, 90, 100, 110, 120 fg. Domingo 80, 90, 100, 110 fg. Prima Losgut, rein, gesund, Umblatt und Einlage 78, 80, 85 Pfg. Jedes Duantum gegen Barzahlung 3 Proz. Sconto. Postkollis unter Nachnahme. Kredit nach Uebereinkunft. 1 E. Erbe, Berlin C., Auguststrasse 36. Roh- Tabak Rohtabak! Neue Stube u. Küche, 2 Stuben u. Küche bon 18-30. zum 1. Juli resp. 1. Oktober, neues Haus. 18006 Müllerstr. 129. A. Kubens, Bessel- u. Charlottenstrassen- Ecke ( schrägüber vom Berliner Theater). Kaffee. Bier. 99 Speisen. Freien Den Mitgliedern der Volksbühne" beftens empfohlen. Naturalien aus Brasilien! Sometterlinge, Stafer, Bögel, Felle, Gürteltiere, Schlangen, Eidechsenhäute, Feinste Brasils, pro 1,20 u. 1,30 M. u. Nester verkauft Böhm, Rappold, Markgrafenst. 18 Max Otto, Königstr. 6. Rosblatt, gefumb, pro fund 0,85 Bl. Beste, billigste Bezugs- Filiale 38 Brunnenstr. 38. Karl Roland, Stottbuſerſtr. 3 a. quelle erstklassiger Metallbetten für Erwachsene u. Kinder. ,, Vorwärts"- Abonnenten geniessen Vertreter: Ad. Buhl. Alle Sorten Tabak zu billigsten Preisen. auf Fabrikpreise 10 Proz. Rabatt. Filiale geöffnet: Vorm. 9 bis abds. 9 Uhr, Sonntags 8-10 Uhr vormitt. Parzellierungsterrain Biesdorf. Bebauungsplan ist von Carl Wolter u. Frau jekt Holzmarktstr. 19. Sprechstunde von 4-7 Sonntag Der 3 bon 10-11. 10702* lumen- und 10572 Kranzbinderei Richard Engelke, Reichenberger- Strasse 164, Ecke Mariannenstr. Specialität: Vereinskränze. Verlag v. Max Richter, Berlin SO. 36. Soeben erschien: Preis 1 Mark ( auch d. alle Buchhandlg. erhältlich). Die Harnleiden, ihre Verhütung, Behandlung und Beseitigung von Dr. med. Schaper, Berlin, Königgrätzerstr. 27. Homöop. Arzt, spec. für Haut.. Harnleiden, Frauenkrankheiten. den Behörden genehmigt. Ca. 600 Barzellen sind bereits verkauft, weitere ca. 700 Barzellen vorläufig noch zu alten Preisen. Rute 12 Mark an. Nieschalke, Rieger& Co., 123/12 Gontardstraße 5. Verkäufer auf dem Terrain. Schleunige Räumung der Lagerbestände in Herren- Stoffen für Anzüge, Paletots, Kinderanzüge usw. beabsichtigen 15272* Grösste Auswahl u. bill. Preise! Rohtabak! Filialen in Berlin: im Norden: Brunnenstr. 25, im Osten: Koppenstr. 9, im Südost.: Kottbuserstr.2. Filiale in Sachsen: Chemnitz, Brückenstr. 19. Filiale in Schlesien: Ratibor, Jungfernstr. 11. Emil Berstorff, Berlin C. 2. Roh- Tabak. Garantiert flott. u. sicherer Brand! Koch& Seeland Große Auswahl, billigste Preise. Tuchfabrik- Niederlage Formen; Original- Fabrikpreise. Berlin C., Rossstr. 2. 5. J. Fränkel, Promenade 11. Kottbuserstraße 11. Land 2 Mark, füdwestlicher Vorort, WochenAbzahlung. Barzelle 60 th. Sebastian Gröbel 5. Genau auf Hausnummer achten! Robtabak. Größte Auswahl. Billigste Preise. Guter Brand! Vorzügliche Qualität. Sämtliche 10672* Neue Dodgiftr. 6, Duergo. part. 18456 PrinzenDr. Simmel, Str. 41. [ 5/ 16* Specialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12. 2-4 Dr. Schünemann, Specialarzt für Haut, Harn- und Frauenleiden, Seydelstr. 9. Fabrikations- Utensilien. 12-3, 6-8, Sonnt. 9-11. Neue Formen, sehr große Auswahl zu Original- Fabrikpreisen. Heinrich Franck, 185 Brunnenstr. 185. Rob- Cabak Grösste Auswahl. Billigste Preise. Otto Grundmann prakt. Naturheilkundiger Stopnickerstr. 72. 11-2, 6-8. Charlottenburg, Berlinerstraße 40. 8-9. Preise + * Zahn- Klinik. beliebige Teilzahlung. S. Hammerstein Filiale Olga Jacobson, strasse 145. 183. Brunnenstraße 183. Rohtabak. Bekannt beste Qualitäten. Nur kurze Zeit! I * Möbel * F. Wienert Nachf. L. Lehmann. Rosenthalerstr. 23. Roh- Tabak, sämtliche Utensilien zur Cigarren- Fabrikation offertert in der größten Auswahl zu den billigsten Preisen wegen Aufgabe des Geschäfts spottbillig.[ 12172* Wiehr, Neue Königftr. 67. Herren- Moden elegante Ausführung geringe Teilzahlung J. Kurzberg, Neue Königstr, 47 direkt am Alexanderplatz. Steppdeden 181. Brunnerabe 181. W. Hermann Müller.nglisch. Unterricht fauft man am preiswertesten unr direkt in der Fabrit, 72 Wallftraße 72, wo auch alte Steppdecken aufgearbeitet werden. B. Strohmandel, Berlin 14. Jalustrierter Preiskatalog gratis. Großer Mittag und Abendtisch B. Liebehenschel Mariannenstr. 48. 300 Mart, nur mündlich, verkauft Hinsche, Wißmannstr.4.[ 10132* P atent-( 17442* Verwertung, Finanzierung, Anmeld. v. Bat. u. Gebrauchsmust. zum Selbstkostenpreis bei Auffrag 3. Berwert. Anfertig. von W., Potsdamer Straße 123. Tabak A. Goldschmidt jekt: 11162* Dirksenstrasse 42, 22 Alexanderstraße 22. Roh- Tabak 10682* Max Jacoby, Streligerstr. 52. Roh- Tabak a. d. Schwedterstr. in und außer dem Hause ( Einzel- oder im Cirkel) erteilt 10602* G. Swienty geb. Liebknecht, Schöneberg, Sedanstraße 57, III. Baustellen i. Erkner, Meter Neu- Zittau 50 ẞf., Dabendorf m. BauStonsens 72 Pf., bei Grünau 143 Bf. Schulz, Rigdorf, Renaustr. 12/13, b.III. Bereinsz. 40 Perſ. noch zu vergeben. Auskünfte und Ratschläge tostenlos. zwischen Spandauerbrücke u. Rochstr.&. Nauen, efte. 3. verf. unt. reellen Zahlungsbedingungen Warenhaus A.Wertheim Extra- Preise Leipzigerstr. 132/135( Versand- Abteilung). Rosenthalerstr.27/ 29 u. 54.- Oranienstr.52/ 55 Montag, Dienstag, Mittwoch soweit der Vorrat reicht: Reiseartikel Schuhwaren Spielwaren Sportartikel Pf. Reiserollen Ledertuch, mit Ledertuch, mit 40. 60 Pf. Damen- Schune chagrin 3.60 Gartencroquette fur Pinen 6.50 poliert, verschied. Abteil. für Personen braun Rindled. 8.75 Damen- Knopf- u. Schnürstiefel Sandformen Karton 40, mit Sieb Reise- Necessaire braun Rindled. Karre 80 Schirm- u. Stockhülle 90 pr. bis 2.60 braun Chagrin 6.30, 45,80 schwarz Chevreau 7.75 Eimer, Giesskanne, Spaten 45, 80 P. Holzkarre mit Geräten garniert 38, 85 Pf. Federballschläger Ben 40 u. 65 P. Sommerspiele u. 80 Pf. Tennisschläger mit Darmsaiten 2.50 Plaidriemen Rindleder ca. 1 Mtr, 40 Pl. lang, mit Griff mit Satin Jap.Luftkissen 75 Pf., bezogen 1-10 Rindleder m. vierfach. Koffertaschenverschluss u. Aussenriemen Länge ca. 48 54 60 cm 21 Mk. 23 MK. 26 M Handtaschen braun Rindleder Länge ca. 36 39 MK. 45 cm Amerikanische; Herren- Schnürstiefel Box- Calf oder Chevreau 15.25 Nr. 21-24 25-26 Kinder- Knopf- Stiefel 2.85 3.45 Kinder- Knopf- u. Schnürstiefel No. 18-22 Gemsbraun Chagrin 21-24 25-26 27-30 31-35 Leder 1.60 chau 2.95 3.60 4.20 5.10 lange engl Form 6 MK. 6.75 7.50 Herren- Schnürschuhe braun 5.50 braun mit Karton f. Er40 u. weiss Tennisschläger 3.60 bis 6 Mk. Tennisnetze 4.50, 8.75,11.50 Racketpressen 1.25.2 Mk. Rackettaschen 90P. 1.45 2 MK. 35 PL Tennisbälle mit farbigem Tennisbälle mit Filzbezug Ballnetze Emaille- Lack Tack. 9 Mk. Damen- Gürtel Sportwagen 4,50 verst.6.25. Tack. 9 Mk. Hängemattel.35, Wachs. 2.60.3.25 Eisern.Gartentischzugbar 6.25 hohe eckige Form 8.50 9.50 11 M. Herren- Schnürstiefel bin 7.25 Anglerstühle zusammenlegbar 1.90 Mk. Bade- Artikel Bade- Anzüge Chagrin Bade- Anzüge Länge cm 100 110 120 für Damen, rot Kattun 1.20 1.35 1.50 für Damen, bunt gemustert 1.45 1.55 1.65 Länge cm 60 70 80 90 Bade- Anzüge für Mädchen, rot Kattun 80 90 Pf. 1MK. 1.10 7168L* Länge cm 70 80 90 1.05 1.15 1.25 für Mädchen, bunt gemustert Bade- Mäntel weiss Frottierstoff, Grösse ca. 150/165 cm 3.30, bunt 4 Mk. Frottier- Handtücher weiss 36, 36, 45, 70 PE. Frottier- Handtücher bunt 75 U 85 PL. 60 PL PL. 18 u. 27 PE mit moderner 35 PL. Schnalle Reise- Körbe 3 Grössen 6 Mk., 7 Mk., 9 Bade- Laken weiss Frottierstoff Grösse ca. 130/130 130/200 160/200 weiss Grösse ca; 80/100 für Kinder 80 Pf. Mk. 100/130 em 1.35 Mk. 125/160 140/200 170/200 cm 1.80 2.75 3.40 bunt 2.50 3.60 4.50 Mk. Badekappen Bade- Pantoffel 12, 18, 30, 43 Pf. 60 u. 85 Pf. Alleinverkauf der Schokoladenfabrikate von Tobler& Co., Bern, zu Originalpreisen. Abessinierbrunnen tompl. jett 12 Mt. an. Erdbohrer leihweise umsonst. Ersatzteile, Sauger, Druckpumpen, einige gebrauchte Pumpen billig. Geöffnet bis abends 9 Uhr. W. Welff, Ackerstr. 113. und Damenuhren Goldwaren zum halben Preise im Ausverkauf des Uhrmacher Barth'schen Konkurslagers, Chausseestr. 21. 1704L* Sehr billige Preise. Deutsche erstklassige Roland- Fahrräder auf Wunsch auf Teilzahlung. Anzahlung 30-50 Mk. Abzablung 8-15 Mk. S. Rosenau monatlich. Gegen Barzahlung liefere Fahrräder schon v.70 M.an. ansonst Preisliste Man verlange in Hachenburg Nr. 7 Blutarme, Schwächliche und Genesende trinken Santa Rosa feurig süsser Rotwein a Fl. 1,40 u. 1,90 Mk. oder 1613L* Afrikanischen Blutwein kräftiger, herber Rotwein a Fl. 1,25 Mk. Käuflich in allen durch Plakate kenntlich gemachten Niederlagen von Hermann Meyer& Co., Wattstrasse 11/12. H In Ltr..- Fl. empfehle Cognac 1,25-10,35, Rum 1,00-5,60. Nordhäuser 0,45-1,35, Liqueure, Eiercognac, Citronenund Himbeersaft, Port- u. Ungarweine gut u.billigst. Chausseestr. 55. Carl Schindler, Liqueurfabrik. Gaskocher, Berliner Gaskocherhaus am Mexanderplat, Georgenkirchpl.14, Statharinenſt.8. Sparsamstes u.billigst.Fabrikat. Wer wenig Zeit hat! Wer oft pugen muß und schnell Messing, Kupfer, Blech etc. schön blank haben will, der kaufe nur das echte r. Landmann's Dr. Putz- Wasser. Es wirkt schnell wie der Blih. Nur in Original- Berpadung in allen besseren Geschäften zu haben. Flasche 10 und 20 Pf., Liter 1 Mark. Die an Stelle meiner echten Marke vielfach gewiffenlos vorgeschobenen, oft warm angepriesenen werthlofen Ersatz- Artikel weise man energisch zurück. Wo nicht erhältlich, werden bei schriftlicher Anfrage in jedem Stadttheile Detail- Geschäfte mitgetheilt. Chemiker Dr. B. Landmann, Berlin 55. Möbel- u. Polsterwaren- Fabrik A. Schulz, Reichenberger- Strasse 5 empfiehlt Einrichtungen in Nusbaum und Mahagoni von 240 bis 5000 Mark zu äußerst billigen Preisen Streng reelle und gewissenhafte Bedienung. Coulanteste Bedingungen. H. Frey's Zahntechnisches Institut Gegründet 1861. Landsbergerstr. 42, I. 10402* Gegründet 1861. Ohne jede Anzahlung. Ohne jede Anzahlung. Wöchentlich 1 Mark. Teilzahlung 1 Mark wöchentlich. Nicht ganz schmerzloses Zahnziehen ohne Narkose, 10jährige Reelle Garantie. aber grossmöglichste Schmerzmilderung. es wird aber unser Um einer Täuschung des geehrten Publikums Nicht ganz schmerzlos, Bestreben sein, Organismus des Patienten ungefährliche Mittel den Schmerz soweit Schwächsten ein erträgvon vornherein vorzubeugen, schreiben wir: durch alle modernen und dem zumildern, dass er selbst den licher ist. Entfernung von kranken Zähnen und Wurzeln zwecks Zahnersatz ohne ,, Extra- Berechnung". Essen brauchbaren künstlichen Zahnersatz auf Ich liefere einen natürlich aussehenden und beim Zahnersatz Teilzahlung ohne Anzahlung, geehrten Kunden ist verpflichtet, Nichtkonvenierendes Kein Risiko. Garantie. abzunehmen, da keine Vorherbezahlung, also Meine schriftliche Garantie, welche ich jedem meiner geehrten Patienten, welcher einen künstlichen Zahnersatz bei mir anfertigen lässt, mitgebe lautet: Ich übernehme für jeden von mir gelieferten Zahnersatz eine Garantie von zehn Jahren, das heisst: Jede an einem von mir gelieferten Zahnersatz vorkommende Reparatur, gleichwie aus welchem Grunde entstanden, wird während der Dauer von 10 Jahren kostenlos ausgeführt. 1000 Mark in Worten:„ Eintausend Mark", welche ich bei einem hiesigen Notar hinterlegt habe, zahle ich demjenigen, welcher nachweist, dass ich meine im Garantieschein gegebenen Versprechungen nicht Wort für Wort halte. Das geehrte Publikum wird gebeten, diese Zeilen nicht für ,, Marktschreierische Reklame" zu halten, sondern nur für das, was sie wirklich sind, für... Wahrheit. H. Frey's Zahntechnisches Institut, Landsbergerstrasse 42, 1. Gegründet 1861. 8-7. Geöffnet ven 8-7. Gegründet 1861. Fahrverbindung von allen Richtungen. Fahrgeld vergütige. Fahrverbindung von allen Richtungen. Jeder Kranke erhält gratis unter Bezugnahme auf diese Zeitung von der chem. Fabrik Novavita, Berlin 24, Friedrichstrasse 105 c die Broschüre Die Novozon- Heilmethode. Dieses Werk giebt genauen Aufschluss über die glänzenden Erfolge der Sauerstoff- Ernährungs- Therapie bei den verschiedensten Krankheiten. Von hervorragenden Aerzten u. Chemik. glänzend begutachtet. Melteftes Kinderwagen- Fabrik- Lager Berlins Zeleph. 7a, 7228 F.Bergmann& Sohn, nur 0. Andreasstr. 53 u.54. Kinderwag. 8., Gummir. 12 M., vernic. 15 M. Evortwag. 4.50 M., m. Gummir. 7.50M. Wit Werdeck u. z. Eis. u. Lieg. 12 W. Kinderbett stenen 7 M., 10-45 W. Schußborricht." deal", verhind. Her ausfall. d. Kind. Preis 3.50 M. Bers. n. außerh. ab Fabrit. Mufterb. gr. Wiesen answahl. Stete elegante Neuheiten. Veftes Fabrikat. Auf Wunsch in Berlin u. Vororten follde Ratenzabl( 7478a Buzügefeßte Kinder- n. Svortwagen mit 25% Rabatt. Gesundheit ist Reichtum! Dampf- und Heissluft- Bäder wirksamstes, erfolgreichstes und billigstes Mittel gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Lieferung an sämtliche Krankenkassen. Bad Frankfurt 10502* Ritter- Bad 136 Gr.Frankfurterstr.136 18. Ritter- Strasse 18. Specialität: Russ. bezw. Dampfkasten-, Röm.bezw. HeissKLEIE SCHWEFEL, luft-, Lohtannin-, Sool- und Schwefelbäder SOOLFICHTENNADELBADER täglich für Damen und Herren. Gegen Central- Fahrräder an Güte und Billigkeit unerreicht! komplett mit 1jähriger Garantie M. 58, 65, CENTRAL" 70, 75 etc.; mit Doppel- Glockenlager M. 85, 90, 95, 100 etc. Neue Motor- Zweiräder von M. 250 an. Motor- Decken ,, Harburg- Wien" Mark 9,50, desgl. Schläuche Mark 3,50. Sämtliche Fahrrad- Zubehörteile an Billigkeit unübertroffen. Bitte verlangen Sie meine Preisliste. 1177L* Rixdorf- Berlin SO., Paul Daedrich, Berg- Strasse 136-137. Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlaa: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. ISO. 20. Jahrgang. eilM i>ks Awiirts" Kerlim WsdIM Sonntag, 7. Inn! IM. Der Jahresbericht der badischen Fabrikinspektion. Der unlängst erschienene Jahresbericht der badischen Fabrik- inspektion für das Jahr 1902 ist der erste, der nicht der Feder Friedrich Wörishoffers entstammt. Der Bericht beginnt mit einem warmen Nachruf an den Mann, der der badischen Fabrikinspektion zu einer vorbildlichen Stellung in Deutschland verholfen hat, dessen dreiundzwanzig Jahresberichte nichtimr von ausgebreitester Sachkenntnis Zeugnis ablegten, sondern in voller Gewissenhaftigkeit gerade dort der Wahrheit die Ehre gaben, wo anderwärts die im Dienste des Kapitalismus arbeitende Bureaukratie sie abzuschwächen und zu ver- dunkeln sich beflissen zeigte. Es ist daher kaum verwunderlich, wenn nmn den vorliegenden Bericht mit einer gewissen Spannung zur Hand nimmt, umso mehr, als der jetzige Leiter der badischen Fabrik- inspektion, Dr. Bittmann, durch mehrere freilich in Bälde zurückgezogene Anordnungen zu Beginn seiner Jnspektorenthätigkeit das Mißtrauen gegen sich wachgerufen hatte. Seine Stellung wurde noch erschwert durch den Umstand, daß von? Beamten der badischen Gewerbe-Jnspektion nicht weniger als vier ausschieden und durch neue ersetzt werden mußten, unter den ersteren auch Frl. Dr. v. Richthofen, deren kurzer Thätigkeit im Gewerbe-Anfsichtsdienst wir nur lobend zu gedenken vermögen. Nichtsdestolveniger kann man dem ersten Berichte Doktor Bittmanns nur sympathisch gegenüberstehen und ihm das Zeugnis einer tüchtigen Leistung nicht versagen. Daher wollen wir uns einer Parallele mit den Berichten Wörishoffers wie auch einer Detailkritik, die der badischen Arbeiterpresse vorbehalten sein mutz, enthalten und nur bemerken, wie wir vor allem eingehendere Mitteilungen über die Durchführung der letzten Bundesrats- Verordnungen betreffend das Bäckerei-, Müllerei- und andre Gewerbe gewünscht hätten. An erster Stelle sei hervorgehoben, daß der Bericht sich über die Arbeiterorganisationen und ihre Thätigkeit wohlwollend und anerkennend ausspricht..Mit den Vertretungen der Arbeiter", heißt es dort,„wickelt fich der Verkehr in leichter Form ab, da die Anliegen der Arbeiter zumeist schon einer Vorprüfung und Sichtung unter- zogen sind, ehe sie der Fabrik-Jnspektion vorgewogen werden. Beim Verkehr mit der verhältnismäßig geringen Zahl von Arbeitern ist fast stets die Beobachtung zu machen, daß die mit der Fabrik- inspektion in Verbindung stehenden Personen neben Gewandtheit im persönlichen Umgang eine bemerkenswerte Selbständigkeit im Urteil und gute Kenntnis der gesetzlichen Bestimmungen besitzen. Es ist anzuerkennen, daß Fachvertrewngen stch auch solcher Beschwerden und Wünsche annehmen, die von Arbeitern an sie gerichtet werden, welche der Fachorganisation nicht angehören." Dagegen drängt sich die Unwirksamkeit der Arbciterausschüffe in den einzelnen Betrieben und ihre völlige Nullität unter dem jetzigen Wirtschafts system immer deutlicher zu Tage. Der Bericht giebt dafür ein sehr charakteristisches Beispiel, wenn er sagt:„Von der Thätigkeit der Arbeiterausschüsse hört man immer weniger. An vielen Orten ist die Einrichtung offenbar ganz in Vergessenheit geraten. Arbeiter einer Fabrik ersuchten die Fabrikinspektion gelegentlich, die Einrich- tung eines Arbeiterausschusses bei dem Arbeitgeber anzuregen. Als dies geschah, stellte sich heraus, daß ein Ausschuß längst bestand, aber seit Jahren so wenig thätig war, daß die Arbeiter von seinein Bestehen gar keine Kenntnis hatten. Nach wiederholten Mit- teilungen von Fabrikanten haben die Arbeiter kein Vertrauen zu den Allsschüssen; die Ausschutzmitglieder regten auch selten etwas an: in der Regel beschränkten sie sich darauf, der von dem Vertreter der Firma vorgetragenen Meinung stillschweigend zuzustimmen. Diesem Verhalten mag oft die Befürchtung zu Gnmde liegen, wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Arbeitgeber irgendwelche Nachteile zu erleiden." Die Krisis ist, wie der Bericht konstatiert, von wenigen Aus- nahmen! abgesehen, in steigendem Fortgange begriffen.„Abgesehen von der Verschlechterung, welche in der Schmuckwaren- Industrie nunmehr ebenfalls eingetreten ist, ivurde von mehreren Uhrenindustriellcn mitgeteilt, daß sie, lvozu eine größere Fabrik dieser Art schon genötigt war, demnächst zu einer Herabminderung der Arbeitszeit und der Löhne schreiten mußten. Mehrere Fabriken der Metallverarbeitungs- und Maschinen- industrie haben im Laufe des Jahres weitere Lohnreduktionen ein- treten lassen." Produktionsbeschränkungen sind gleichfalls in der Tabakiudustrie zu verzeichnen.„Wiederholt waren Gesetzwidrigkeiten darauf zurückzuführen, daß Arbeiter ihre Kinder, die wegen ihres Alters von der Beschäftigung ausgeschlossen waren oder nur für be- schränkte Zeit zugelassen werden dürfen, ohne die ausdrückliche Ein- willigung des Arbeitgebers zu ihrer Unterstützung mitbrachten. um einen infolge Verminderung der Arbeitsdauer oder des Arbeitslohnes eingetretenen Verdienstausfall möglichst wieder ein- zubringen.... Wie ans einzelnen Aenßerungcn zu entnehmen ist, sehen die Eltern in ihren Kindern ein Kapital, aus dem ein Teil des Familieneinkommens fließen soll."„Anch Fragen, die auf das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeiter Bezug haben, und in denen sonst häufig Rat nachgesucht wurde, sind im Berichts- jähre selten zu Tage getreten. da der Druck der wirt- schastlichen Verhältnisse auf beiden Seiten das Interesse von Dingen fernhält, die nicht mit den unmittelbaren Be- dürstnssen des Tages im engen Zusanunenhang stehen." Der enge Zusammenhang zwischen der Zahl der in der Industrie be- schäftigten verheirateten Frauen und der wirtschaftlichen Lage der Arbeiterbevölkerung ließ sich in einer großen Korsettsabrik deutlich erkennen. Die Finna, welche neben durchschnittlich 300 Fabrikarbeite- rinnen etwa 190— 150 Arbeiterinnen in der Heimindustrie be- schäftigt, machte die Beobachtung, daß sich mit dem Rückgang der Industrie in den letzten Jahren in auffallend großer Zahl ver- heiratete Frauen ftir Heimarbeit anbieten.... Der Inhaber der Fabrik hat nun festgestellt, daß die um Zuweisung von Heimarbeit sich bewerbenden Arbeiterinnen in überwiegender Zahl solche sind, deren Männer keine Arbeit oder einen geringeren Verdienst als früher haben. In Uebereinstimnmng mit der Thatsache, daß durch die gewerbliche Krisis die Metall- und Maschinenindustrie besonders stark betroffen wurde, war der Zudrang von Frauen von Metallarbeitern vorherrschend." Durch Abwanderung von Arbeitslosen haben manche Städte, wie z. B. Mannheim, in den letzten Monaten geradezu einen förmlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.Ein geradezu entsetzliches Bild von den Verheerungen, welche die gegenwärtige Krise unter der industriellen Arbeiterbevölkerung anrichtet, ergiebt die Statistik der badischen Arbeitsnachweise.„Im Berichtsjahr wurden bei den Nachweisstellen an Arbeitskrästen verlangt 72 582<79 397 im Vor- jähre), davon 53 622(59 521) männliche und 18 960<19 876} weibliche. Hiernach verminderte sich die Arbeitsgelegenheit gegen das Vorjahr um 6315 Stellen oder 8,58 Proz., und zwar für männliche Arbeitskräfte um 5899 Stellen oder 9,91 Proz. und für weibliche Arbeitskräste um 916 Stellen oder 4,61 Proz. Dagegen wurden an Arbeitskräften angeboten 188 553<148 268), nämlich 166 337(129 150) männliche und 22 166<19 118) weibliche. Das Arbeitsangebot wuchs somit im ganzen um 40 285 Gesuche oder 27,17 Proz.... Das Wachstum des Arbeitsangebotes— auf 100 verlangte Arbeitskräste kamen im Vorjahre 186,7, im Berichtsjahre 259,8 Gesuche um Arbeit— war im wesentlichen auf den Zuspruch ftemder durch- wandernder Personen zurückzuführen. Bei männlichen Arbeitern zeigte sich eine beträchtlich größere Spannweite zwischen Angebot und Nachfrage als bei Arbeiterinnen. Bei letzteren kamen im Jahresdurchschnitt 116,9, bei ersteren dagegen 310,3 Arbeit- suchende auf 100 verlangte Arbeitskräfte: im Dezember betrug das Verhältnis bei den Männern sogar 635,8 zu 100. Am ungünstigsten stellte sich das Verhältnis der Arbeitsuchenden zu den verlangten Arbeitskrästen bei den Gerbern, nämlich 1300: 100. Auf 100 verlangte Arbeitskräste kainen an Arbeitsuchenden: bei den ungelernten Fabrikarbeitern 1076, bei den Buchdruckern 954, bei Eisen- und Metalldrehern 891, bei Mälzern und Bierbrauern 352, bei Schmieden 778, bei Schloffern 620, bei Fleischern 586, bei Stein- Hauern und Steinbrechern 490, bei Bäckern 352, bei Erdarbeitern und Taglöhnern 339." Diese fortdauernde wirffchaftliche Depression hat andrerseits zu Verkürzungen der Arbeitszeit geführt, die, wie sehr sie die Arbeiter- schaft insgesamt durch Lohnausfälle schädigen, an mehreren Orten doch den Beweis erbrachten, daß eine angemessene Verringerung der Arbeitszeit die Produktionsfähigkeit der Arbeiter an sich nur steigern kann. So versuchten es eine Anzahl Cigarrenfabriken mit einer Verminderung der Arbeitszeit, mußten aber bald, wie bereits oben bemerkt, die Produktionsmenge selber auf ein bestimmtes Maß beschränken, weil die Arbeiter trotz der verkürzten Zeit das alte Quantum produzierten.«Die gleiche Erfahrung hat auch eine Fabrik der Metallindustrie gemacht, als sie im Vorjahre die Arbeits- zeit von 10>/z Stunden auf 9l/3 Stunden verkürzte: schon nach wenigen Wochen trat ein ProduktionSausfall nicht mehr ein. Die Firma hat sich nunmehr zur dauernden Beibehaltung der verkürzten Arbeitszeit entschlossen." Neben der Verkürzung der Arbeitszeit gingen skandalöse Lohndrückereien, die zum Teil in dem System der Lohn- zahlung ihren Grund hatten. So fand sich in einer Uhrenfabrik ein Gnchpenaccordsystem in der Weise, daß der Gesamtlohn für die von der Gruppe zu leistende Arbeit mit dem Gruppenführer vereinbart wurde. Diesem blieb überlassen, ob er im Zeit- oder im Stücklohn die Arbeit von den Arbeitern einer Gruppe ausführen lassen, und wie hoch er in jedem Falle den Lohnsatz bemessen wollte. Er selbst zahlte an die Arbeiter der Gruppe den Lohn aus. Aus den Lohn- büchern der Fabrik konnte in einigen Fällen ein auffallendes Miß Verhältnis zwischen dem Verdienst des Gruppenführers und dem der übrigen Arbeiter festgestellt werden, woraus auf eine ungebührliche Aus Nutzung der letzteren durch den Gruppenführer geschlossen werden mußte!„Eine typische Umgehung des§ 115 der Gewerbe-Ordnung wurde in einer Cigarrenfabrik festgestellt, ohne daß es möglich war, dagegen einzuschreiten. Der Inhaber der Fabrik, der zugleich einen Kramladen betreibt, veranlatzte die Arbeiter, bei ihm einzukaufen. Da er wegen unzulässigen Kreditierens bereits vorbestraft war, giebt er jetzt den Arbeitern Barvorschüsse, mit denen die Waren bezahlt werden."„Sehr niedrige Löhne wurden in der Hausindustrie ftir Militärbekleidung im Kreise Konstanz festgestellt. Für das Annähen von 32 Knöpfen und die Herstellung von 32 Knopflöchern werden 80 Pf. bezahlt, wovon noch ein Abzug von 83/4 Pf. für Garn stattfindet. Das Geschäftshaus kann aus Rücksicht auf noch niedriger zahlende Konkurrenzunternehmen höhere Löhne nicht bezahlen. Eine Firma in Kassel soll für die bezeichnete Arbeit sogar nur 45 Pf. ausgeben. Es ist der Wunsch laut ge- worden, daß die Militärverwaltung bei der Vergebung solcher Arbeiten einer derartig ungenügenden Entlohnung durch eine Ver- tragsklausel vorbeugen möge." Wie es mit deni gerühmten socialen Verständnis der Unter nehmer manchmal bestellt ist, davon nur ein Beispiel aus dem Bericht „Mitunter zeigen Arbeitgeber in Bezug auf die Beseitigung von Unfallgefahren ein nicht zu erklärendes Verhalten. So hatte ein Schreinermeister, in dessen Betrieb ein Vorarbeiter, offenbar beim Nachsehen der Lager, dadurch tödlich verunglückt war, daß er von der Transmission erfaßt und zu Boden geschleudert wurde, sich geweigert, der behördlichen Auflage entsprechend die bewegten Maschinenteile abzuschließen, obgleich dem nichts im Wege stand. Er ließ es zum Rekurs kommen und stellte bei der Verhandlung über seine Beschwerde die Behauptung auf, daß der Verkehr in der Nähe der Transmission überhaupt nicht gefährlich sei". Es kann nicht wundernehmen, wenn derartige Anschauungen der Unter nehmer nur zu häufig auf die Werkmeister und Vorarbeiter zurück- wirken. So äußerte sich einer der letzteren, als er stir einen schweren Unfall zur Rechenschast gezogen wurde, daß er sich zwar der Verantwortung seiner Stellung bewußt sei, daß aber Unfälle doch vorkämen, ob er Vorsicht anwende oder nicht, weshalb er als Vorarbeiter die für ihn daraus enfftehenden Unannehmlichkeiten auf sich nehmen müsse; das gehöre zur Gefahr seiner Stellung. Der Bericht hebt hervor, daß solche fatalistische Anschauungen in den Kreisen der Meister und Vorarbeiter nicht gerade vereinzelt seien. Daneben sei aus der unserm Berichte beigegebenen Untersuchung über die Arbeitszeit der Frauen das der Form nach milde, in der Sache aber vernichtende Urteil über Haltung und Thätigkeit der badischen Unteruehmer-Organisationcn gestellt.«Es läßt sich", heißt es dort,„vom Standpunkt der die Gesamtheit der badischen Industrie umfassenden reinen Interessenvertretung verstehen, wenn die Korporationen, um zu einer möglichst kräftig wirkenden Ablehnung aller Punkte zu gelangen, den fakultativ schon bestehenden Forffchritt nicht als ein zur Bejahung führendes Moment anerkennen, sondern einhellig und ohne Abschwächung für diejenigen eintreten, die eine weitere Ausgestaltung der Gesetzgebung lediglich von dem Gesichtswinkel „neuer Opfer für sociale Zwecke" aufzufassen vermögen." lieber Streiks weiß der Bericht angesichts der ungünstigen Wirt- schaftlichen Verhältnisse des Berichtsjahres Nennenswertes nicht mit- zuteilen. Andrerseits betont er, daß die gewerffchaftlichen Organi- sationen durch die ökonomische Gesamtlage nicht in dem Maße in Mitleidenschaft gezogen worden sind, wie es hätte erwartet werden können.— Die kurzen Mitteilungen über Lehrlingszllchterei, ins- besondere im badischen Buchdruckgewerbe, mögen hier über- gangen sein._ Küster internationaler Kongreß für angewandte Chemie. Berlin, 6. Juni 1903. In der Sektion für organische Präparate sprach Herr B a n n o w- Berlin über:„Spiritus-Denaturierung". Die zur Zeit zur Erlangung der Steuerfreiheit dem Spiritus zuzusetzenden Dena- turierungsinittel seien wenig beliebt. Auf der einen Seite werde über Gcsundheitsschädigungcn, welche sie hervorrufen, geklagt, auf der andern darauf hingewiesen, daß das Verbot der Wiedergewinnung des zu Reinigungszweckcn verwendeten Spiritus dessen Gebrauch in der chemischen Industrie zum Teil unmöglich mache. Alle Vorschläge auf Einführung solcher Denaturierungsstoffe, welche weniger unan» genehme Erscheinungen zeitigten, würden abgelehnt aus engherzigem fiskalischem Interesse, das nur den einen Gesichtspunkt anerkenne: jeden Tropfen nicht gewerblichen Zwecken dienenden Spiritus zur Versteuerung heranzuziehen. Diesen Zweck— aber nur diesen— erfüllt allerdings die jetzt allgemein übliche Mischung von Holzgeist und Pyridin. Zahlreiche Betriebe müßten nach Lage der Dinge des- halb den mit so hoher Verbrauchsabgabe belasteten reinen Spiritus verwenden und damit sei der eigentliche Zweck der Steuergesetz- gebung, die nur den Trinkbranntwein treffen sollte, aufgehoben. Die Anwendung milderer Denaturierungsmittel— Vortragender schlägt Acetone und Acetonitrile vor— und vor allem liberalere steueramt- liche Vorschriften seien hier durchaus am Platze. Hierauf sprach S i m o n s o n- Ehristiania über:„Spiritus aus Sägespänen": Bei dem großen Reichtum nordischer Länder an Hölzern biete die Ausfindung weitgehender Verwendung für die- selben ein dankbares Feld auch chemischer Thätigkeit. Bei dem vor- liegenden Verfahren würden Sägespäne mit verdünnter Schwefel- säure unter Druck behandelt, auf diese Weise Zucker erhalten, der dann auf Alkohol vergoren wird. Bei einer Verarbeitung von 04 Tonnen Sägespänen pro Tag koste die Anlage 350 000 Mark. Die sehr kohlenstosfreichen Rückstände deckten vollauf den Bedarf an Heizmaterial für den Betrieb. Die Ausbeute betrage für 100 Kilo Sägespäne 6— 7 Liter Alkohol. Während Kartoffelspiritus in Nor- wegen 25 Mark pro 100 Kilo koste, stelle sich Spiritus aus Säge- spänen auf nur 15,60 M. Dieser Preis werde sich noch erniedrigen lassen, sobald man zur Ausnutzung der bei der Fabrikation auf- tretenden Nebenprodukte: Holzgeist und Essigsäure, gelangt sein werde. Wichtige Mitteilungen machte Professor Proskauer- Berlin in der Sektion für Nahrungsmittel-Ehemie über:, „Sterilisation von Trinkwasser durch Ozon und Ozon-Wasserwerke". Die Sterilisation bezwecke Vernichtung von Krankheitserregern. Trinkivasser mutz aber sterilisiert werden nicht allein, wenn es solche enthält, fondern auch wenn es in dieser Beziehung verdächtig ist. DaS Verfahren darf jedoch weder Geschmack noch Klarheit und die sonstigen Erfordernisse guten Trinkwassers beeinträchtigen. Dies ist z. B. bei der Abkochung und dem Zusatz von Chemikalien der Fall. Die Filtration durch Sandschichten— also eine Art mechanischer Sterili« sierring— giebt nur dann günstige und zuverlässige Resultate, wenn das ursprüngliche Wassermaterial schon an sich in Bezug auf Schäd- lichkeit nicht zu bedenklich ist. Zudem sind Anlage und Betrieb sehr kostspielig. Seit ungefähr 20 Jahren nun sind zahlreiche Versuche ins Werk gesetzt worden, die Sterilisation des Trinkwassers mittel? Ozon zu bewirken.(Ozon, auch aktiver Sauerstoff genannt, wird aus Luft gewonnen, welche man mit starken elektrische»: Entladungen beschickt. D. Red.) Seitdem es der Firma Siemens u. Halske ge- lungen ist, Ozon in konzentrierter Lösung zu billigem Preise zu liefern, kommt die Verwendung desselben ernstlich in Frage. Die gleiche Firma hat auch schrittweise die zur Sterilisierung großer Wasserinengen notwendigen Betriebsanlagen vervollkommnet. Das große, für die Stadt Wiesbaden erbaute Ozon-Wasserwerk ist im stände, stündlich 250 Kubikmeter Wasser zu sterilisieren. Eine kleinere Anlage, die eine Leistung von 25 Kubikmeter pro Stunde besitzt, be- findet sich in Martinikenfelde bei Berlin. Seitens der Herren Ohlmüller und Prall vom kaiser- lichen Gesundheitsamt sowohl wie vom Vortragenden in Gemeinschaft mit Dr. S ch ü d e r wurde»» in Martinikenfclde eingehende Versuche über die Sterilisationsfähigkeit der Ozon-Wasserwerke vorgenommen. Es wurde dabei Wasser vor Durchschickung drirch de»» OzonisierungS« Turm direkt mit Krmrkhcitserregern aller Art, u. a. Typhus-, Ruhr- und Cholerabacillen, gesättigt. Als Ergebnis aller dieser Unter» suchungen erklärt nun Vortragender, daß die Abtötung der Krankheits- keiine durch das in dieser Weise betriebene Ozonisierungsverfahren eine vollkommene sei. Das Wasser werde außerdem infolge An- reicherung mit Sauerstoff für den Genuß entschieden verbessert. Und da die Anlage- und Betriebskosten verhältnismäßig niedrigere seien als die der üblichen Sandfiltration, so sei die Zeit gekommen, die all- gemeine Einführung von Ozon-Wasserlverken vorzunehmen. ES wäre aber zu lvünschen, daß die Firma Siemens u. Halske auch den Bau nicht zu teurer kleiner Apparate für den Einzelbcdarf ausge- stalten würde. In derselben Sektion verbreitete sich Professor Zuntz- Berlin über:„Die Chemie und Physiologie der Nährmittelpräparate". Nähr- mittelpräparatc sind Surrogate, sie haben den Zweck, Nahrungsmittel zu ersetzen. Ihre Anwendung soll dort erfolgen, wo diese zu teuer oder dein geschwächte» Organismus weniger bekömmlich sind, oder endlich die Ernährung in bestinnnter Richtung beeinflußt werden soll. Die Zahl der chemischen Erzeugnisse dieser Art ist in den letzten Fahren ins ungeheure gewachsen. Dank den beigegebenen, zum Teil lediglich auf Grund der chemischen Analyse erteilten ärztlichen Attesten finden sie beim kranken wie gesunden Publikum selbst bei hohem Preise massenhaft Verwendung. Auf Grund theoretischer Bor- stellungen wird also selbst von Aerzten eine physiologische Wirkung vorausgesetzt, die zu erkennen man selten in der Lage ist. Vor- tragender hat es sich bei dem großen Interesse der Allgemeinheit für diese Frage zur Aufgabe gestellt, diese für die Bewertung der Nähr- inittelpräparate notwendige Prüfung vorzunehmen. Zuerst kommen ja wohl Eiweitzpräparate in Betracht. In eincin Falle wird tierisches Eiweiß in konzentrierter Form, im andern Falle pflanzliches Eiweiß an Stelle des teuren tierischen geboten. Hierbei steht die Bewertung beider Arten in Frage. An sich ist zwischen ihnen kein Unterschied. nur die größere oder geringere Festigkeit der die einzelnen Eiweiß- tcilchen einschließenden Hülle bedingt die enffprechende Ausnutzbarkeit im Organismus. Diese ist bei verschiedenen Fleischsorten, selbst ein und desselben Tieres, nicht die gleiche, und es giebt pflanzliche Eilveiß- Präparate, in denen das Eiweiß in der That günstig aufgeschloffeir ist. In dem bekannten„Trepon" z. B. ist das Pflanzen-Eiweiß besser als das ebenfalls darin enthaltene tierische Eiweiß. Vortragender teilt hierbei mit, daß aus Schweden ein neues, wie es scheint, sehr tvertvolles Mlchpräparat in Verkehr gebracht werde. Milch falle tropfenweise auf einen rotierenden heißen Cylinder, trockne darauf in einer halben Sekunde und»verde alsbald abgeschabt und in Pulver- form gebracht. Diese Herstellungslveise nimmt der so äußerst kon» zentrierten und haltbar gemachten Milch nichts von ihren wertvollen Bestandteilen und Eigenschaften, selbst nicht ihre Löslichkeit. Betreffs der bald hoch, bald gering geschätzten Fleischeytrakte haben die neuesten Untersuchungen ergeben, daß sie allerdings Nährtvert besitzen, insofern sie näinlich dem Körper gewisse Energiemengen zuführen, indes steht dieser Nährwert nicht im Verhältnis zu dem hohen Kostenpunkt, wes- halb man die Fleischextrakte, wie die Bouillon, mehr zu den Genuß- als den Nahrungsmitteln zählen muß. Vortragender enttvickelt die Methoden, nach»velcken seine Untersuchungen vorgenommen würden, um zu verhältnismäßig sicheren Schlüssen zu führen. Im ganzen »verde der Eilveißbedars des Körpers erheblich überschätzt: eine ver- mehrte Eiwcitzzufuhr bewirkt höchstens bei dem im Wachstum be- griffenen Körper direkte Anlagerung. Nicht Analysenergebnisse also können einen Anhalt für die Be- Wertung eines Nährmittelpräparats geben, sondern allein der streng durchgeführte physiologische Versuch tvie die Berücksichtigung alles dessen, was man mit dem Präparat erzielen will. Bei allen Fragen der Ernährung spielen psychische Momente eine Rolle, die auch den Gang der Verdauung, d. i. der ergiebigen Ausnutzung der Nährstoffe, beeinflussen. Deshalb spielen auch Aussehen, Geruch und Geschmack der Präparate eine wichtige Rolle. Daher auch die Befähigung vieler Vegetarier zu Dauerleistungen, nicht tvege»» der Art ihrer Ernährung, sondern wegen der Fanatikern dieser Art innewohnenden Stärke des Willens und Kraft des Glaubens an ihre Leistungsfähigkeit, der auch hier Berge zu versetzen vermöge. . Mariendorf und Umgegend. Am Mittwoch, den 10. Juni, Uhr, Bestgefahr in Berlin? Berliner Partei- Angelegenheiten. abends 8%, br, findet im gofal von§. Reichardt( Ww. Bell), Ein Wiener Arzt ist am Freitagnachmittag unter peft. Das Wahlkomitee. " Erster Wahlkreis. Am Montag, den 8. Juni, abends 8 Uhr, Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag über" Die Hause in Charlottenburg gestorben. Der Verstorbene, Mariendorf, Feldstraße, Ede Ring- Chauffee, eine Wahlvereins verdächtigen Umständen im städtischen Krankenspricht der Kandidat, Genosse Dr. Arons, in den Akademischen bevorstehende Reichstagswahl". Referent wird in der VerBierhallen, Dorotheenstr. 97. sammlung bekannt gegeben. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Dr. Sachs, kam vor fünf Wochen hierher, um sich im Institut für Zweiter Wahlkreis. Heute, Sonntag, früh 7%, Uhr, Flug- Aufnahme neuer Mitglieder. Um recht zahlreichen Besuch wird Infektionskrankheiten weiter auszubilden und dann zu weiteren blatt- Verbreitung. Teilnehmer wollen sich recht zahlreich gebeten. Gäste, auch Frauen, sind hierzu eingeladen. Forschungen nach Paris zu gehen. Im hiesigen Institut in folgenden Lokalen einfinden: Kumke, Bülowstr. 59; Homuth, Der Vorstand. infizierte er sich bei bakteriologischen Arbeiten durch einen Hautriß Lüzowstraße und Dernburgstraße- Ecke; Rechtbach, Hagelsberger- Rigdorf. Am Montag, 8. Juni, findet in Thieles Fest auf der oberen Handfläche. Die Gefahr der Ansteckung scheint straße 23; Werner, Hagelsbergerstr. 2; Preuß, Bellealliancestr. 74a; sälen, Bergstr. 51/52, eine öffentliche Wählerversammlung statt, er nicht genügend beachtet zu haben. Er sagte niemand etwas von Borgfeld, Arndtstr. 35; J. Scholz, Zossener- und Barutherstraße- Ecke; in der Genosse Litfin über„ Die bevorstehenden Reichstagswahlen" dem Vorfall. Am Donnerstagabend verschlimmerte sich das Uebel, Thomsen, Gneisenaustr. 30; Seidel, Mittenwalderstr. 16; Ohnesorge, spricht. Allgemeine Beteiligung ist Pflicht! Markgrafenstr. 102; Augustin, Lindenstr. 69; Lehmann, Friedrichstr. 16, das er sich zugezogen hatte, so daß er sich veranlaßt sah, das Industriepalast; Lindemann, Morißstr. 9; Fischer, Boechstr. 7; Ewald, fchewsky( Feldschlößchen, Elsenstraße) eine große öffentliche Volts- man sofort den Charakter der Ansteckung und ließ Dr. Sachs unTreptow. Am Montag, den 8. Juni, findet bei Jaro städtische Krankenhaus in Charlottenburg aufzusuchen. Dort erkannte Schönleinstr. 6; Patschke, Gräfeſtr. 31. Das Central- Wahlkomitee des zweiten Kreises versammlung statt, in der Genosse Hildebrandt über die Be- verzüglich unter allen Vorsichtsmaßregeln mit einem Snadeschen befindet sich bis 15. Juni im Restaurant von Paul Scholz, deutung der bevorstehenden Reichstagswahl sprechen wird. Wagen nach der Charité bringen, wo er in einer Isolierbaracke be3offenerstr. 1, Ecke Barutherstr. 22. Treptow Baumschulenweg. Heute, Sonntag, früh: Flugblatt- handelt wurde, aber bereits gestern nachmittag 334 Uhr starb. Zweiter Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am straße 6 und Neue Krug- Allee 62; für Baumschulen weg, Charité eine Konferenz statt, an der die Polizeipräsidenten von Berbreitung. Treffpunkt für Treptow 7 Uhr bei Beck, Stiefholz- Heute mittag fand aus Anlaß dieses Todesfalles in der Montag, den 8., eine Versammlung in der Victoria- Brauerei", 8 Uhr bei Steffeldt, Baumschulenſtr. 84/85. Die Genossen Berlin und Charlottenburg, v. Borries und Steifensand, der Geheime Lützowstr. 107/8, Referent: Genosse Georg Bernhard; am werden ersucht, sich zahlreich einzufinden Dienstag, den 9., in der„ Berliner Bockbrauerei", TempelhoferOber- Medizinalrat Dr. Kirchner vom Kultusministerium, die Diberg, Referent: Genosse Wolfgang Heine; ebenfalls am Köpenick. Mittwoch, den 10. Juni 1903, abends 8 Uhr: rektoren der Charité, Generalarzt Dr. Schaper und Geheimrat Dienstag, den 9., im Lokal, Königshof", Bülowstraße, Referent: Wählerversammlung im Lokale des Herrn Ringel- Müller, die Geh. Medizinalräte Wutzdorf und Kessel vom ReichsGenosse Wilh. Pfannkuch; am Mittwoch, den 10., im Lokal taube, Stadt- Theater. Referent Genosse 3ubeil. Die Gesundheitsamt, der Geh. Medizinalrat Dr. Wehmer vom Polizeivon Kliem, Hasenheide 13/15, Referent: Genosse Georg Ledebour; Gegner sind hierzu besonders eingeladen. Es wird jedem freie präsidium, Geh. Rat Dr. Dönig vom Institut für Infektionsam Mittwoch, den 10., im Lokal„ Wilhelms- Theater", Friedrich- und unbeschränkte Redezeit gestattet. Es ist Pflicht aller, frankheiten, der Direktor des städtischen Krankenhauses zu Charstraße 236, Referent: Genosse Dr. Alfred Bernstein, stattfindet. zu erscheinen. Gleichzeitig ersuchen wir diejenigen Genossen, welche lottenburg Dr. Bessel- Hagen, der Geheime Medizinalrat Kreisarzt In allen Versammlungen Tagesordnung:„ Die Reichstags sich am Tage der Wahl dem Wahlkomitee zur Verfügung stellen wahlen und die bürgerlichen Parteien." Recht zahl- wollen, sich bei dem Genossen Franz Weber, Kiezerstraße, oder Dr. Klein und Geheimrat Straus, der Dirigent der 2. medizinischen reichen Besuch erwartet Das Wahlkomitee. Arthur Gühne, Müggelheimerstr. 19 II, zu melden. Klinik der Charité teilnahmen. Nach Schluß der Konferenz, die mehrere Stunden dauerte, faßte der Polizeipräsident v. Borries folgenden amtlichen Bericht ab:" In der Isolierbaracke des Charités Krankenhauses starb gestern nachmittag unter pestverdächtigen Erscheinungen ein junger Arzt aus Wien, Dr. Milan Sachs, der seit einiger Zeit an hiesigen Instituten für Infektionskrankheiten sich mit bakteriologischen Arbeiten beschäftigt hat. Es sind bei den zuständigen Behörden in umfassender Weise die erforderlichen Maßnahmen ge= troffen worden, so daß eine Verbreitung der Krankheit als ausgeschlossen betrachtet werden kann." Dritter Wahlkreis. Achtung, Parteigenossen! Montag, den 8. Juni, abends 7 Uhr, findet eine Flugblattverbreitung statt. Die Genossen werden ersucht, sich rege daran zu beteiligen und an den selben Stellen einzufinden, an denen sie schon bei früheren Verbreitungen geholfen haben. Diejenigen, welche bisher noch nicht geholfen haben, mögen sich an den nachstehend verzeichneten Stellen einfinden: Schnieber, Admiralstr. 21; Krüger, Naunynstr. 54; Schäfer, Alte Jakobstr. 137; Zacharowsky, Brandenburgstr. 49; Stramm, Ritterstr. 123; Wendt, Alexandrinenstr. 39; Schneider, Sebastianstr. 7( Keller); Ferd. Aßmus, Prinzenstr. 59; Tauschke, Brückenstr. 2; Peutert, Welchiorstr. 30; Ladewig, Kommandantenstraße 65. Das Wahlkomitee. Dritter Wahlkreis. Achtung, Parteigenossen! Am Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, findet im großen Saale von Buggen hagen am Morigplatz eine Wählerversammlung statt, in welcher der Genoffe Reichstagsabg. R. Fischer über die bevor stehenden Reichstagswahlen, ihre Bedeutung und unfre Gegner sprechen wird. Außerdem Diskussion. Rege Beteiligung erwartet Das Wahlkomitee. Vierter Wahlkreis( Südosten). Die Mitteilung in gestriger Nummer unter Berliner Partei- Angelegenheiten( Diten) betreffend die Verbreitung des Anti Socialistenspiegel" hat nur Bezug auf die Mitglieder des Wahlvereins des Südosten s. " 1 N Adlershof. Dienstag, den 9. d. M., abends 8 Uhr, findet im Lokal von Wöllstein eine öffentliche Wähler= versammlung für Männer und Frauen statt, in welcher Frau Emma Jhrer einen Vortrag über die bürgerlichen Parteien und die Socialdemokratie" hält. Außerdem steht auf der Tagesordnung: Wahl einer weiblichen Vertrauensperson. Die Genossen werden hierdurch aufgefordert, sich dem Wahlkomitee für den Wahltag recht zahlreich zur Verfügung zu stellen und ihre Meldungen möglichst sofort mit Angabe, ob für den ganzen oder halben Tag an die Genossen Hildebrandt, Löwenthal, Stemmwedel oder Tempel gelangen zu lassen. Besonders die Radfahrer werden ersucht, sich am Tage der Wahl in den Dienst der Arbeitersache zu stellen und dies ebenfalls den obigen Genossen rechtzeitig zu melden. Das Wahlkomitee. Pankow- Nieder- Schönhausen. Morgen Montag, abends 9 Uhr, findet in Pankow im Lokale Rocydi. Kreuzstr. 3/4, eine öffentliche Versammlung statt, wo Genoffin Ida Altmann über„ Die kommende Reichstagswahl und das Frauenstimmrecht" sprechen wird. Genossen, erscheint massenhaft in dieser Versammlung, da es wahr Euer Erscheinen, daß Ihr das Recht fordert, auch in öffentlichen scheinlich die letzte ist vor den Wahlen. Genossinnen, beweist durch Dingen mitzureden. Lokales. Einzelheiten mitgeteilt. Der junge Arzt galt als ein hoffnungsZu dem Tode des Arztes Dr. Milan Sachs werden noch einige voller, tüchtiger Forscher auf dem Gebiete der Bestkrankheit, der schon in Wien mit großem Eifer seinen Arbeiten oblag. Daß er die Verlegung und Ansteckung nicht von vornherein ernster nahm, muß bei einem Specialforscher um so mehr auffallen. Es ist wohl anzunehmen, daß er geglaubt hat, mit ihr allein fertig werden zu können. Als er das Charlottenburger Krankenhaus aufsuchte, um dort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, war es leider schon zu spät. In der Isolierbehandlung in der Charité wurde sofort Lebens aber war nicht mehr möglich. Nachdem der Charakter der alles gethan, was noch zu thun war, eine Rettung des jungen Krankheit erkannt war, richteten sich, wie Polizeipräsident v. Borries schon mitteilte, alle Maßregeln unverzüglich auf die Verhütung einer Weiterverbreitung der Seuche. Die Wohnung des Verstorbenen wurde desinficiert, die Familie, bei der er gewohnt hatte, nach der Charité gebracht und dort in den Baracken isoliert. Bei der Ueberführung nach Berlin war schon dafür gesorgt worden, daß der Den Berliner Freisinnigen blieb es vorbehalten, Ausbeuter- Strante mit möglichst wenig Personen in Berührung kam. praktiken verwerflichster Art, die sich im Handel eingenistet haben, Diese, der Pförtner der Pförtner der Charité, der der die Aufnahme be auch in den Wahlkampf einzuführen. Die Handlungsgehilfen führen wirkte, die behandelnden Aerzte, die Wärter, die Aerzte, Dr. Sachs int Institut zusammen arbeitete, Fünfter Kreis. Am Sonntag, den 7. Juni, früh 28 Uhr: ſeit Jahren Klage über die zunehmende Unfitte, daß die kleinen Kaufleute mit denen Dr. den Baraden abgesondert. Außerdem Flugblattverbreitung. 1. Abteilung bei Dimke, Winsstraße 56; zu Zeiten besonders starten Geschäftsganges kein Hilfspersonal wurden ebenfalls in denen wurden alle Personen, mit der Erkrankte auch nur 2. Abteilung bei Belter, Neue Königstr. 60; 3. Abteilung bei engagieren, sondern von ihren Lieferanten die benötigten Hilfskräfte, VerSnösch, Hirtenstraße 10; 4. Abteilung bei Batt, Dragoner- fäufer usw. geliehen bekommen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß straße 15; 5. Abteilung bei Renfer, Auguststr. 51; 6. Abteilung rechtlich fein Handlungsgehilfe gezwungen werden kann, eine andre bei Wittchow, Kleine Hamburgerstraße 27, Ecke Elsasserstraße; Arbeit zu verrichten, als die, für die er angestellt wurde; aber 7. Abteilung bei Schliz, Luisenstr. 26. Unbedingtes und püntt ebenso zweifellos ist es, daß der wirtschaftliche Druck stärker ist als liches Erscheinen ist Pflicht. Montag, den 8. Juni, abends 8 Uhr, finden sechs öffentliche das formale Recht, und so müssen Tausende von Handlungsgehilfen Montag, den 8. Juni, abends 8 Uhr, finden sechs öffentliche sich darin fügen, als Ware behandelt zu werden, die der Besizer nach Wählerversammlungen in folgenden Lokalen statt: Schulz, Belforterstr. 15; Dießner, Landsbergerstr. 37; Grand Hotel Belieben verleihen kann, Vierter Wahlkreis. Bei Keller, Koppenstr. 29, findet am Montag eine Wählerversammlung statt, in der Genosse Redakteur Ströbel über die bevorstehende Reichstagswahl sprechen wird. Es ist Pflicht, für zahlreichen Besuch der Versammlung zu sorgen. Auch Gegner, denen vollste Diskussionsfreiheit zugesichert ist, sind willkommen. Erpresser. irgendwie zusammenkam, zum Schutz gegen die Ansteckung geimpft. Die Baraden wurden gegen den übrigen Teil der Charité und die Außenwelt streng abgesperrt. Der Besuch der Angehörigen von Infeftionskranten, der sonst jeden Sonnabend gestattet ist, wurde gestern ausnahmslos untersagt. Ein Anschlag an den Infektionsbaracken teilte den Leuten, die zur gewöhnlichen Besuchszeit erschienen, mit, daß er ausfalle; der Grund wurde nicht angegeben, um unnötige Beunruhigung zu vermeiden. Daß ein Grund zu Befürchtungen Alexanderplatz( blauer Saal), Eingang Neue Königstraße; Diesen Menschenhandel der Wahlagitation dienstbar zu machen, nach allen den Maßregeln, die ohne Säumen getroffen wurden, eine nicht vorliegt, sagt schon der amtliche Bericht mit den Worten, daß Rosenthaler Hof, Rosenthalerstr. 11/12; Vereinshaus um billiger zu arbeiten" versucht nun die politische Partei, die in Verbreitung der Krankheit als ausgeschlossen betrachtet merden kann. Stier, Linienstr. 96; Johannissäle, Johannisstr. 20. Für Berlin die Vertretung des Handelstapitals besorgt: die Freifinnige zahlreichen Besuch dieser Versammlungen ist Sorge zu tragen. Volkspartei. Man ist von den Herren starke Stücke gewöhnt; aber Das Wahlkomitee. Krankenhaus- Behandlung und Wahlrecht. Eine recht nachlässige das vertrauliche Rundschreiben, welches der Vorstand des Wahl= burg findet am Montag, den 8. d. Mts., abends 8 Uhr, im Reichstagswahlkreis an die freisinnigen Kaufleute verschickt, übersteigt die mangelhafte Aufstellung der Wählerlisten auf die Schnelligkeit Für die Frauen des Kreises Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenvereins der Fortschrittspartei" im zweiten Berliner Art der Buchführung scheint bei der Armendirektion des Berliner Magistrats beliebt zu werden. Wir haben bisher angenommen, daß Charlottenburger Voltshause, Rosinenstr. 3, eine alles, was man von dieser Partei ausgepichter und brutaler Arbeiter- die mangelhafte Aufstellung der Wählerlisten auf die Schnelligkeit öffentliche Bolts versammlung statt, in welcher Genosse feindlichkeit erwarten durfte. Das vom 20. Mai datierte Rund- zurückgeführt werden müßte, mit der zunächst die Aufstellung erfolgt Dr. Alberth das Thema behandelt:„ Welches Interesse haben schreiben lautet: ist. Es scheint dies aber nicht die einzige Ursache zu sein. Bei uns die Frauen am Ausfall der Reichstagswahl". Freie Diskussion. tommen jetzt Beschwerden darüber, daß der Magistrat die Zahlreicher Besuch wird auch von den Männern erivartet. Sie waren bei früheren Wahlen so freundlich, uns eine An- berlangte nachträgliche Eintragung in die Wählerliste ablehnt, weil zahl junger Leute als Helfer zur Verfügung zu stellen. Wir bitten der Reklamant oder Familienangehörige von ihm im Krankenhause Sie auch diesmal um dieselbe Vergünstigung, und ersuchen Sie behandelt wurden, trotzdem die Kosten innerhalb der ergebenst, uns auf beifolgender Karte mitzuteilen, wie viele Hilfs- vom Magistrat gestellten Frist voll bezahlt sind. kräfte Sie uns am 16. Juni schon vormittags von 9 Uhr ab, resp. Auf unsre von befreundeter Seite beim Wahlbureau erfolgte nachmittags von 1 Uhr ab zuweisen können. Ihrer geft. Nachricht Reklamation wurde, nach Vorzeigung der Quittung über recht bald entgegensehend, zeichnet Hochachtungsvoll Der Vorstand den gezahlten Betrag, nunmehr die nachträgliche Eindes Wahlvereins der Fortschrittspartei im II. Berl. Reichstags- tragung bewirkt. wahlkreise. J. A.: Perls, stellv. Vorsitzender. Die Kreis- Vertrauensperson Frau Thiel. Achtung! Den Parteigenossen des Wahlkreises Teltow- BeeskowStorkow- Charlottenburg zur Kenntnisnahme, daß sich das CentralWahlbureau vom Montag, den 8. Juni, ab im Volkshause, Charlottenburg, Rosinenstr. 3, im unteren kleinen Saale befindet. Alle Zuschriften sind dann an Genosse Wilh. Eberhardt, Central- Wahlbureau, Charlottenburg, Rosinenstr. 3, zu richten. helfen! melden. " Sehr geehrter Herr! Man bedenke, was das heißt: Handlungsgehilfen, Arbeiter, die " Noch ist es Sehr geehrter Herr! das Socialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags- WahlDie Ursache der Scherereien und Laufereien sind in der mangelfreis Züllichau- Schwiebus- Kroffen- Sommerfeld. Dienstag, 9. Juni, haften Geschäftsführung bei der Armen- Direktion zu suchen, abends 8% Uhr: Versammlung bei Grosser, Dirksen unter dem Joch ausbeuteriſcher Fronarbeit feufzen, sollen gebie in straße 39, vorn 1 Treppe( früher an der Stadtbahn). Partei- zwungen werden, am Wahltag für die Befestigung der Herrschaft die zwar mit peinlichster Sorgfalt jede Aufnahme Krankenhaus bucht, aber nachher die erfolgte Zahlung nicht genoffen! Der Tag der Wahlen rüdt immer näher. Daß wir es einer Partei thätig zu sein, die sich als ihr bornierter und beachtet. Diejenigen Wähler, die ihre nachträgliche Aufnahme in die mit den schwärzesten Gegnern im Kreise zu thun haben, und diese gehässiger Feind erwiesen hat. Kein ehrlicher und vernünftiger die schmählichsten Verleumdungen und Lügen gegen die Social- Handlungsgehilfe kann aus Ueberzeugung für den Freifinn wählerliste beantragt haben, aber jetzt zurückgewiesen werden, weil demokratie schleudern, das beweisen ihre Flugblätter. Es gilt des- werben, der in der Frage des Neunuhr- Ladenschlusses auf der sie oder ein Familienangehöriger im Krankenhauſe behandelt find, halb unsrerseits, die eifrigste Agitation namentlich auch am Wahltage Seite der rückständigsten Unternehmer kämpfte. trotzdem sie die vollen Kosten bezahlt haben, müssen im Kreise zu betreiben. Es ist daher Pflicht eines jeden Mitgliedes, unvergessen, wie damals Freisinnige Zeitung" und" Bossische und dort ihre Quittung über die erfolgte Zahlung vorlegen. Na ch bis spätestens Dienstag, den 9. Juni, nach dem Wahlbureau gehen sowie der übrigen Genossen aus dem Wahlkreise, zu erscheinen, um am 16. Juni dem Genossen Silberschmidt' zum Siege zu ver- Beitung" um die Wette Klagelieder anstimmten über den Genoffen, welche gewillt sind, dem Verein beizutreten, Ruin, mit dem dieser Eingriff in die persönliche Freiheit" em 9. Juni können teine Aufnahmen mehr erfönnen sich beim Genossen Eitner, Fruchtstr. 69 vorn 4 Tr. rechts, die Kaufleute bedrohe. Die Herren fragen auch gar nicht nach der folgen. Die Armen- Direktion sollte aber doch etwas korrekter ihre Bücher führen. Ueberzeugung fie lassen es sich nicht genug sein, ihren Lohnsklaven Der Freifinn in Geldnöten. Vom Vorstand des Freifinnigen Achtung, Radfahrer Charlottenburgs! Radfahrer, welche am gegen elende Bezahlung das Mark aus den Knochen zu pressen, sie Tage der Wahl während der Dauer des ganzen Tages im meinen, daß so ein armer Teufel ihnen für die lumpigen paar Vereins Moabit" wird gegenwärtig der Bettelsack geschwungen, um Kreise Beeskow- Storfow thätig sein wollen, werden gebeten, ihre Thaler, die er sich schwer genug verdient, auch noch seine politische die nötigen Wahlmoneten zusammenzufechten. Diejenigen Wähler, Adresse an Genossen Ruff, Tauroggenerstr. 10, II. Aufgang 4 Tr., Ueberzeugung, seine Ehre mitverkauft! Das Strafgesetz bedroht mit von denen man hofft, daß sie freifinnig wählen werden, erhalten ein abzugeben. Gefängnis nicht unter einem Monat denjenigen, welcher um sich gedrucktes Bettelbrieflein folgenden Hauptinhalts: oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögens. vorteil zu verschaffen, einen andern durch Gewalt oder Drohung zu einer Handlung nötigt; neben der wegen Erpressung erkannten Gefängnisstrafe kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und Zulässigkeit von Polizei- Aufsicht erkannt werden. Wir bringen den Das Wahlkomitee. Herren diese Bestimmungen des Strafgefeges in Erinnerung. Es ist Steglit. Montag, den 8. d. M., abends 8 Uhr, findet im ein rechtswidriger Vermögensvorteil", den sie sich durch ErRestaurant Gambrinus" eine öffentliche Wähler- sparung der bezahlten Arbeit der Schlepper am Wahltage zubersammlung statt. Referent Stadtverordneter Paul Hirsch. wenden wollen; und auch wollen; und auch die Voraussetzung der GewaltEs wird gebeten, für einen recht zahlreichen Besuch zu agitieren. anwendung ist ohne Zweifel in allen den Fällen gegeben, wo die Ferner bitten wir die Genossen, welche am Tage der Wahl sich dem Furcht vor Entlassung die Hungerpeitsche den Angestellten Komitee zur Verfügung stellen wollen, in dieser Versammlung zu erscheinen. zu fügen. Drohung erst ausgesprochen wird, mag juristisch eine Voraussetzung für das Wirklich rührend! Man sieht also auch hier wieder, wie es mit Nowawes- Neuendorf. Montag, den 8. Juni, abends 8 Uhr, Delift sein; aber auch unausgesprochen wirkt die Drohung bei dem Opfermut der Freiſinnigen bestellt ist. Für ihre" Ideale" findet im Bernhardtschen Lokal, Priesterstraße, eine öffent dem vorhandenen Abhängigkeitsverhältnis. Sollten die Freisinnigen rüden fie feinen Pfennig heraus. Trotz aller herzbewegenden, liche ,, wiederholten und und dringenden" Bitten ihrer Führer halten Kandidat Fri 3ubeil über: Die Sünden des vergangenen und in Berlin bereits so auf den Hund gekommen sein, daß sie nicht sie ihre wohlgefüllten Taschen zu. Und dabei hoffen diese die Aufgaben des kommenden Reichstages" referieren wird. Die einmal mehr gegen Bezahlung Leute für die Wahlagitation Leutchen noch immer, die Socialdemokratie erfolgreich bekämpfen und Parteigenossen werden ersucht, dafür zu sorgen, daß diese Ver- finden? Das würde das eben gekennzeichnete Vorgehen zhvar er- die große liberale dee" verwirklichen zu können. Armer Freisinn, sammlung eine recht imposante wird. klärlich, aber nicht entschuldbar machen. feine Filzigkeit ist seiner Principienlosigkeit würdig. Wie wär's mit Schmargendorf und Grunewald. Am Montagabend findet im Restaurant Sanssouci" in Schmargendorf, Ruhlaerstr. 20, eine öffentliche Wählerversammlung statt mit einem Vortrag über:" Die Bedeutung der Reichstagswahlen." Zahlreiche Beteiligung, auch seitens der Frauen, erwartet " zwingt sich Daß diese Der Wahlkampf schlägt täglich höhere Wellen, und wir haben kein Geld! Wohin soll das führen! Es ist daher dringend nötig, daß jedes Parteimitglied sein Scherflein mit beisteuere. Sie haben uns bisher einen Beitrag nicht gewährt. Daher bitten wir Sie dringend, uns auf anliegender Postkarte gefl. umgehend mitteilen zu wollen, welchen Betrag wir bei Ihnen einziehen dürfen.... Wir hoffen daher zuversichtlich, keine Fehlbitte mehr zu thun, wenn wir Sie wiederholt und dringend ersuchen, uns mit einem, wenn auch noch so geringen Beitrag zu unterstützen. Hochachtungsvoll Schriftsteller Schöler, Vorsitzender. Rektor Starz, Rendant. einem kleinen Pump Bei uns? Vielleicht ist dies noch das einzige� Mittel, den freisinnigen Parteifiuanzen aufzuhelfen, denn die auti- semitischen Verbündeten der Freisinnigen danken jedenfalls ihrem Schöpfer, daß sie selbst nichts haben. Gast-Komment imsrcr Gegner. Wie die Bürgerliche Klasse in ihren Wähler- Versammlungen das Gastrecht achtet, das die als Gäste eingeladenen Socialdemokraten fordern dürfen, das haben wir mehrfach gezeigt. Welchen Gebrauch die Angehörigen Bürgerlicher Parteien in fremden Versammlungen, in denen sie als Gäste erscheinen, von dem ihnen selber gewährten Gasrrecht machen, das ist nicht minder interessant. Im fünften Wahl- kreise gab am Freitag Herr Bruhn, der Häuptling der Berliner Radau-Antisemiten, der hier die Rolle eines Durchfalls-Kandidaten übernommen hat, eine Probe antisemitischen Gast- Komments zum besten. Er erwähnte eine liberale Wähler-Ver- sammlung, die er in der Provinz mitgemacht habe.„Eine liberale Wähler-Versammlung", sagte er,„das heißt: die Liberalen hatten sie einberufen, aber besucht war sie von Antisemiten, und", so fügte er mit breitem Grinsen hinzu,„wir haben die Herren nachher ausgepfiffen." Herr Bruhn ist Verleger und Spiritus reotor der„Staatsbürger-Zeitung", die Tag für Tag um die Wette mit der„Frei- sinnigen Zeitung" des Herrn Richter darüber jammert und schimpft, daß von unsren Genossen in gegnerischen Versammlungen ruhe- störender Lärm verübt und die Veranstalter der Versammlungen terrorisiert würden. Derselbe Bruhn prahlt öffentlich, daß er und seine Kumpane da, wo sie einmal die Mehrheit bildeten, ihren Gegnern eine Antwort erteilt haben, die in seiner„Staatsbürger- Zeitung" und von ihm selber in seinen Versammlungen sofort als „Ruhestörung",„Frechheit",„Terrorismus" usw. bezeichnet werden würde, wenn die pfeifenden Gäste eben nicht Antisemiten, sondern Soxialdemokraten gewesen wären. Seidenkarl in der Mausefalle. Unter eigenartigen Umständen gelang es gestern der Polizei einen Einbrecher abzufassen, der erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen und unter Polizei-Aufficht stand. Der Dieb, der den Beinamen„Seidenkarl" führt, hatte sich in der gestrigen Nacht mit einem bisher noch nicht ermittelten Kom- plicen in dem Hause Neue Königstr. 18 einschließen lassen. Die Ver- Brecher drangen dann in die Gesellenstube der in dem Hause befindlichen Thielschen Bäckerei, nachdem sie sich den Zugang durch Zerschneiden der Thürfüllung verschafft hatten und stahlen hier die gesamten Bekleidungs- und Wäschestücke, Betten der Gesellen, sowie etwas' Bargeld, das sich die Leute gespart hatten. Aus dem Raube wurde ein großes Bündel ge- macht und nun wollten die Diebe den Rückzug antreten. Die mit einem Schubschloß versehene Hausthür war aber zugeschlossen Und sie gewaltsam zu öffnen durften die Eindringlinge nicht riskieren, da in der Neuen Königstraße auch nachts ein ständiger Verkehr herrscht, außerdem auch auf dem Hofe des Grundstücks der Privatwächter einer Fabrik weilte. So schleppten sie das gestohlene Gut 4 Treppen hinauf und legten es vor die Bodenthür. Die beiden Einbrecher selbst ließen sich auf den Treppenpodesten der dritten resp. ersten Etage nieder, um dort zu schlafen, bis das Haus geöffnet würde. Gegen 5 Uhr früh wurde der Einbruch entdeckt und fast gleichzeitig der in der ersten Etage liegende„Seidenkarl" aufgefunden. Man hielt ihn fest, bis von der 13. Polizeiwache, die sofort verständigt worden- war, Schutzleute herbeikamen. Durch den Tumult war auch der Komplice wach ge- worden, der nuinnehr gemütlich die Treppe herunterkam und an seinen Genossen und den- nebm ihm stehenden Leuten vorbeiging. Er wurde zwar gefragt, was er in dem Hause zu thun habe, doch ließ man ihn aus seine Autwort hin, daß er vier Treppen hoch als Schlafbursche wohne, passieren. Der rätselhafte ErkrankungSfall des Gemeindeschülers Fritz Müller hat seine Aufklärung gefunden. Der Knabe, Ivelcher in der schul- freien Zeit eine» blinden Handelsmann durch die Straßen führte, war, wie gemeldet, in der Bernauerstraße plötzlich zusammen- gebrochen unter Krankheitserscheinungen, die die Anstellung Polizei- licher Recherchen erforderlich machten. In der Charits, wohin Müller gebracht wurde, ist nunmehr festgestellt, daß der Kleine von einem Hitzschlag getroffen worden war. Er hat sich nach mehrtägigem Krankenlager wieder soweit erholt, daß er in den nächsten Tagen aus dem Krankenhause wieder entlassen werden kann. Schon wieder ist ein Kiuderfrcund festgenommen worden. Ein junger 23 jähriger Mann wurde btbbachtet, als er in der Tieckstraße ein sechsjähriges Mädchen an sich lockte und mit diesem in das Haus Nr. 23 hineinging. Bevor er noch seine nichtswürdige Absicht zur Ausführung bringen konnte, wurde er von den Zeugen des Vorfalles festgenommen und der Polizei übergeben. Der Verhaftete soll ein Kaufmann, der Sohn einer wohlhabenden Witwe sein. Ans der Spree gelandet wurde gestern die Leiche des Handelsmannes Neuendorf aus der Manteuffelstr. 101, dessen Selbst- mord am zweiten Pfingstfeiertag auf einem Sterndampfer große Aufregung verursachte. Der 44 Jahre alte Mann betrieb mit seiner etwas jüngeren Frau einen Straßenhandel mit Obst, geriet aber oft mit ihr in geschäftlichen Zwist. Nach 24jähriger Ehe, aus der drei Kinder hervorgingen, verließ ihn die Frau vor vier Wochen. Seit- dem war er mißmutig, kümmerte sich nicht mehr um seinen Handel und sprach im Hause mit niemand mehr ein Wort. Als er am L.Feiertag abends um lsi/e Uhr mit dem Dampfer von der Oberspree zurückkehrte, sprang er gegenüber dem städtischen Kohlenplatz an der Holzmarktstraße plötzlich über Bord und ging unter. Rettungs- versuche, die vom Dampfer aus sofort unternommen wurden, hatten keinen Erfolg. Gestern wurde die Leiche wenig unterhalb des Kohlenplatzes an der Gasanstalt angeschwemmt und nach dem Schau- hause gebracht. Ans der Straße vom Tode ereilt wurde gestern nachmittag die 58 Jahre alte Frau des Nachtwächters Werlee. Johanna geb. Steinte, aus der Buggenhagenstr. 4 zu Lichtenberg. Die Frau brach gegen- über dem Eingang zum Bahnhof Alexanderplatz auf dem östlichen Bürgersteig plötzlich bewußtlos zusammen und starb in einer Droschke, mit der ein Schutzmann sie nach der nächsten Unfallstation brachte, wahrscheinlich am Herzschlag. Im Humboldthain erhängt hat sich der 51 Jahre alte Maschinen- bauarbeiter Gustav Gruuwald aus der Bcruauerstr. 3. Grunwald, der in kinderloser Ehe lebte, war acht Jahre lang in der Maschinen- fabrik von Hoppe in der Gartenstraßc beschäftigt. Als die Fabrik von der Gartenstraße nach Reinickendorf verlegt ivurde, nahm man ihn nicht mit. iveil er früher einmal ohne Grund die Arbeit nieder- gelegt hatte und nur auf seine dringenden Bitten wieder angenommen worden war. Seitdem suchte er vergeblich neue Beschäftigung, hatte aber keine Rahrungssorgen, weil seine Frau als Köchin einen guten Verdienst hat. Seit vier bis fünf Wochen schlvermütig, stand er am Donnerstagmorgcn um 4 Uhr auf und verließ die Wohnung unter dem Vorwandes daß er einen dringenden Gang zu besorgen habe. Nichts Gutes ahnend, wollte seine Frau ihm folgen, er hatte aber die Thür von außen verschlossen, und bevor sie den zloeiten Schlüssel fand, war er schon weit weg und nicht mehr zu sehen. Gestern abend fand ihn ein Knabe, der im Humboldthain spielte, dort in der Nahe des Denkmals als Leiche an einem Baume hängen. Feuerbericht. Nur ivenig Alarmierungen hatte die Wehr in den letzten 24 Stunden zu verzeichnen. In der Nacht zum Sonnabend wurde ein größeres Löschaufgebot nach der Dresdenerstr. 132 gerufen. Hier war auf nicht ermittelte Weise kurz nach Mitternacht auf dein Boden Feuer ausgekommen, das an dem in den zahlreichen Boden- kammern aufgestapelten Gerünipel und Hausrat reiche Nahrung fand und bei Ankunft des ersten Löschzuges aus der Reichenbergerstraße schon auf den Dachstuhl übergesprungen war. Die Wehr setzte dann auch sofort mehrere Schlauchleitungen in Thätigkeit und griff den Brand von verschiedenen Seiten aus an. Immerhin dauerte es doch fast eine Stunde, bevor die Flammen erstickt waren. Die Ausräumungsarbeiten nahmen dann noch stundenlang in Anspruch. Ein großer Teil des Dachstuhles ist vernichtet. In der Stallschreiber- siraße 58(Moritzplatzl mußte Sonnabendnachmittag gegen 3 Uhr ein Schornsteinbrand beobachtet werden. Die übrigen Alarmierungen betrasen nur ganz unbedeutende Brände. Berliner Ashlvcrciil für Obdachlose. Im Mai nächtigten im Männerasyl 21 Ivb Personen, ivovon 10 030 badeten; im Frauenasyl 5083 Personen, wovon 1338 badeten. Arbeitsnachweis wird erbeten für Männer: Wiesenstr. 55/59, für Frauen: Füsilierstr. 5. Arbeiter-Bilduugsschule Berlin, Gewerkschaftshaus, Engel-Ufer 15. Der Unterricht in Nationalökonomie fällt am 8. und 15. Juni aus. Der Unterricht in Geschichte findet am Dienstag und Donnerstag statt. 25 Pfennig-Sonntag im Zoologischen Garten! Der heutige Sonntag als erster im neuen Monat bringt bekanntlich die von den großen Massen der Bevölkerung Berlins stets freudig begrüßte Er- müßigung des Eintrittspreises auf nur 25 Pf. pro Person, welche Gelegenheit auch diesmal nach Kräften von Jung und Alt ausgenutzt werden dürfte. Am Nachmittag konzertieren im Garten ab 4 Uhr drei unsrer beliebtesten Gardekapellen. Besonders hingewiesen zu werden verdient auf das in der„Arena", am Elefantenhause, ausgestellte Hageubecksche Riesen-Elefantenweibchen mit saugendem Elefantenkindlein, ein entzückendes kleines Tier, ivelches einem Spiel- zeugkasten entnommen zu sein scheint und jedenfalls eine noch nie dagewesene Sehenswürdigkeit ist. Neben dieser Gruppe präsentiert sich ein Shetlandpony mit Zwergfohlen. Castans Panoptikum in der Friedrichstraße 165 erfreute während der Pfiugsttage seine zahlreichen Besucher durch ein besonders geschmackvolles Specialitätenprogramm und erntete dementsprechend lebhafteste Anerkennung. In der That bieten verschiedene Novitäten Ausgezeichnetes. So beispielsweise der Spiritist, Gedankenleser und Tausendkünstler Mr. Slade mit seinen Enthüllungen über das„Medium Anna Rothe mit den Wundern der vierten Dimension und andern unerklärbaren Sachen", für die selbst der gelviegteste Spiritist eine Erklärung kann: finden dürste. Gleich fesselnd sind die Darbietungen des„Gummi- m e n s ch e n" Sprunkelli; derselbe muß als ein wahres anatomisches Unikum bezeichnet werden. Den Löwenanteil des Erfolges darf aber Herr Forschneritsch, der wunderbare Geiger, der„ksAauini reckivivus" für sich in Anspruch nehmen. Er, Wie seine Kapelle bilden einen Magnet allerersten Ranges für Castans Panoptikum. Rixdorf. Auf der Baustelle des Rixdorfer Stichkanals geriet gestern der Arbeiter Lehmann aus Berlin mit der linken Hand zwischen die Puffer zweier Eisenbahnwagen, wobei ihm der Daumen völlig zerquetscht wurde. Der Verunglückte erhielt in der hiesigen Unfallstation die erste Hilfe.— Beim Abspringen von einem Arbeits- fuhrwerk loährend der Fahrt kam der Arbeiter Wenzel in der Berg- straße zu Fall. Er geriet hierbei mit dein linken Fuß unter die Räder des schwerbeladenen Fuhrwerks, die ihm den Fuß total zer- malmten. Der Unglückliche fand Aufnahme im hiesigen Kranken- Hause.— Eine Polizeiverordnung ftir Rixdorf verbietet bekanntlich den Straßenhandel mittels Fuhrwerkes. Viele kleine Händler, die fich vor Erlaß der Verordnung zwar mühselig aber redlich ihr Brot erwarben, sind nimmehr existenzlos geworden und zum Teil in bittere Not geraten; andre wiederum, welche trotz des Verbotes den Straßenhandel ausüben, haben schon hohe Strafen zahlen müssen. Unrsomehr wundert man sich in der Bürgerschaft, daß„Klingel-Bolle" und die„Milch-Centrale" ihren Straßciihandel mittels Fuhrwerks nach tvie vor ungeniert lveiter betreiben, und zwar nicht nur mit Mich, sondern auch mit Butter, Käse, neuer- dings auch Spargel je. Höchst selten kommt ein Kutscher dieser Großbetriebe zur Zlnzeige. Am Freitag stand ein Kutscher von Bolle vor dem hiesigen Schöffengericht, welches denselben zn 10 M. Geld- strafe verurteilte. Mitangeklagt war ferner der Bollesche Hof- Jnspeklor Müller, ivelcher den Kutscher zu der Ucbertretung an- gestiftet haben sollte. Dies konnte jedoch nicht erwiesen werden und so erfolgte die Freisprechung. Wäre es nicht richtiger, an Stelle der schuldlosen Kutscher die Betriebsunteruehmer zu fassen? Sociale Rechtspflege. Schadensersatzklage eines Arbeiters wegen Verrufserklärung durch die schwarze Liste des Metallindustriellen-BerbandeS. Der Gußputzer Steiuland war auf Veranlassung der Berliner Firma K e Y l i n g u. Thomas, die ihn wegen Ermunterung seiner Arbeitskollegen zum Anschluß an die Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft entlassen hatte, vom Mctallindustricllen-Berband auf die schwarze Liste gesetzt worden. Das hatte auch die Verweigerung des Arbeitsuachweisscheines dieses Uiiternehmervcrbands zur Folge. Infolge der Verrufserklärung wurde St. auch von der Firma Arndt, wo er nach der Entlassung durch Keyling Arbeit erhalten hatte, wieder entlassen. Erst nach geraumer Zeit erhielt St. außerhalb seines Berufs die Gelegenheit zu einem, wenn auch erheblich geringeren Verdienst, als er ihn in seinem Berufe hatte. Für den erlittenen Schaden machte er die Firma Keyling u. Thomas verantwortlich, indem er beim Landgericht auf Schadensersatz klagte, zunächst in Höhe von 1600 M. Unter an denn berief er sich auf § 826 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, wonach zu Schadensersatz ver- pflichtet ist, wer in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise einem andren vorsätzlich Schaden zufügt. Das Landgericht wies die Klage ab und führte unter anderm aus: Wenn auch die Beklagten 5r e Y l i n g und Thomas dem Kläger vorsätzlich Schaden zugefügt haben mögen, so liege ihrerseits doch kein Verstoß gegen die guten Sitten vor. Auf Grund der Verhandlung rechtfertige sich die Annahme, daß der Kläger nicht wegen Zugehörigkeit zu seiner Organisation, sondern wegen seiner Agitation unter den andren Arbeitern der Beklagten von dieser ent- lassen und dem Verbände der Industriellen angezeigt worden sei. Diese Agitation sei zwar, da die Beklagte nicht behauptet, daß sie in einer nach K 153 der Gewerbe-Ordnung strafbaren Weise statt- gefunden habe, das Recht des Klägers gewesen, aber nicht jede Rechtsausübung sei zu billigen. Der Kläger bestreite, daß seine Agitation zur Belästigung und zur Beschwerde zweier Mitarbeiter geführt habe. Auf jeden Fall sei aber anzunehmen, daß sie eine Belästigung seiner Mitarbeiter, mit denen er unausgesetzt in Be- rührung kam, Zwistigkeiten unter den Arbeitern der Beklagten und Ausschreitungen aller Art zur Folge haben konnte, ganz ab- gesehen von der Unruhe und Unzufriedenheit, die sie hervorrufen müsse und die den Arbeitsleistungen unzuträglich sei. Statt dies jedoch einzusehen und wenigstens auf die Vorhaltung des Direktors Keyling anzuerkennen, habe Kläger Keyling geantwortet, daß er ja nur von seinem gesetzlichen Recht Gebrauch gemacht hätte. Damit habe Kläger zu erkennen gegeben, daß er gewillt sei, auch in Zukunft unter seinen Arbcitsgenossen für die Gewerkschaft zu agitieren. Ein s o l ch e r A r b e i t e r eigne sich aber n i ch t zur Beschäftigung in Fabriken, wo er fortwährend mit einer großen Zahl andrer Arbeiter in Berührung komme, möge er auch sonst in seinem Fache brauchbar sein. Die Beklagte gehöre nun einem Ver- bände solcher Fabriken an. Diese suchten sich durch das Einfordern einer Bescheinigung ihres Arbeitsnachweises vor der Einstellung un- geeigneter Arbeiter zu schützen. Wenn nun die Beklagte gemäß den Satzungen und Beschlüssen ihres Verbandes diesem Verbände den Kläger als ungeeignet bezeichnet habe, um die Vcrbandsgenosscn vor Schaden zu bewahren, dann könne ein Verstoß gegen die guten Sitten darin nicht erblickt werden. Uebrigens gehörten auch nicht alle Berliner Metallindustriellen dem Verbände an. Gegen dieses Urteil legte St. beim K a m m e r g e r i ch t Be- rufung ein, welches zunächst noch Beweis erhob. Es wurde unter anderm festgestellt, daß die Vertrauenskommission des Unternehmer- Verbandes, der auch Herr Keyling angehört, nach einem Berichte Kcylings beschlossen hat, St. dauernd zu sperren. Borher war ein Brief der Firma Keyling u. Thomas an den Verband Berliner Metallindustrieller gelangt, worin es heißt:..Bezugnehmend auf nnste Unterhaltung. r. teilen wir mit, baß wir den(Name) und den Gußputzer ist. wegen Agitation, in unsren Werk- stätten entlassen haben; wir sind der Ansicht, daß es zum Stutzen der Allgemeinheit angebracht wäre/ sie bis aus weiteres z u sperren. Auch in Versammlungen, Wozu miste Leute eingeladen waren, haben sie sich in agitatorischer Weise hervorgethan."— Der Klage-Antrag wurde in der Berufnngsiustanz noch näher Prä« zisiert und beantragt, die Firma Keyling u. Thomas zu ver- urteilen, den durch die Aussperrung entstandenen Schaden bis zur Höhe von 2100 M. zu ersetzen. Zur Begründung der Berufung wurde ausgeführt: Die Sperre sei eine dauernde, denn sie gehe jetzt schon ins dritte Jahr. Eine solche dauernde Sperre sei, abgesehen von allem andren, auf jeden Fall etwas Unerlaubtes. Es sei keinem Menschen das Recht gegeben, einem andren dauernd die Erwerbs- Möglichkeit in seinem Berufe zu entziehen. Das sei hier geschehen. Werde in Berlin jemand gesperrt, dann ergehe eine Anzeige an den Gesamtverband der Deutschen Metallindustriellen, dem der Berliner Verband angehöre, und der Hauptverband benachrichtige wieder die Vorstände der einzelneu Gruppcnverbände. So werde in ganz Deutschland die Erwerbsmöglichkeit beschränkt. Für die Forderung auf Schadensersatz genüge übrigens schon eine erhebliche Ver- Minderung des Arbeitsmarktes für den Arbeiter. Durch verschiedene Zeugenaussagen sei glaubhaft gemacht, daß durch die Sperre dem Kläger das Fortkommen in seinem Berufe unmöglich gemacht, zum mindesten aber fast unmöglich.gemacht worden sei. Für den Schaden müsse die beklagte Firma haften, da ohne ihre Anzeige die Sperre nicht verhängt'worden wäre. Sie' sei Mitthäterin und Anstifterin; sie habe sich mit einer großen Anzahl von Eriverbsgeuossen in dem .Verbände verbunden, in dieser Weise gegen nicht genehme Arbeiter vorzugehen. Die Sperre beruhe auf einer gemeinschaftlichen Ver- abrcdung von Erwerbsgcnossen. Selbst wenn, wie K e y l i n g und Thomas behaupten,. St. unhöflich gewesen wäre, so würde das doch niemals die Sperre, die Vernichtung der Existeuzmöglichkeit in seinem Berufe rechtfertigen. Der Schadensersatz-Auspruch auf Grund der Sperre bliebe ohne weiteres bestehen. Das Kammergericht wies jedocki am 5. Juni die Berufung St.s mit der lakonischen Begründung ab, der oben citierte§ 826 des Bürgerlichen Gesutzbuches fände hier keine Anwendung. Die Küche des Sanatoriums. Frau Moore, die Witwe eines amerikanischen Professors, führte einen Entschädigungsprozeß gegen den Stabsarzt a. D. Doktor Schuiz-Verden beim Berliner Gewerbe- gericht. Die Klägerin war als„Oberin" in dem Sanatorium „Haus Burgstied", das dem Beklagten gehört, in Stellung und hatte eine.einmonatliche Kündigungsfrist. ES kam zu Differenzen, die in den ersten Tagen des April zur Lösung des B'ertragsverhältnisses führten. Frau Moore beanspruchte nun wegen vorzeitiger unberechtigter Entlassung 172 M. als Eiitsthädiguug für entgangenen Gehalt und für Kost.— Der Beklagte wandte ein, daß er Grund gehabt hätte, die Klägerin ohne Jnnehaltung der Kündigungsfrist-zu entlassen. Sie habe sich nicht so bettagen, wie es einer Oberin zukomme, auch nicht die von ihr erforderten ausreichenden Kenntnisse des Russischen gehabt und zu andern gesagt, in der Küche herrsche Schweinerei.-Letzteres bestreite er; aus der Küche beziehe auch er sein Essen. Im Lauf der Verhandlung, die wegen des auf- geregten Wesens der Frau Professor sehr schwierig war, beklagte sich die Klägerin sehr über die Verhälttiisse in der Küche des Sanatoriums, besonders über Schmutz, und gab zu, einem ebenfalls bei Dr. Schulz-Verden beschäftigten Mädchen gesagt zu haben, es sehe in der Küche aus wie nach Krätze rnn d Ausschlag. Als der Doktor sich über einen Streit, den sie mit einem andren Angestellten hatte, beschwerte, habe sie ihm zu- gerufen, daß sie einen Kampf gegen Schlveinerci in der Küche führe. Den Herrn Doktor habe sie nicht be- leidigt und auch nicht beleidigen wollen.— Die Behauptung der mangelnden Sprachkenntnisse beachtete der Gerichtshof nicht mehr, nachdem festgestellt worden war, daß Frau M. russisch versteht und auch sich russisch verständlich machen kann, wenngleich sie dabei nach Worten sucht. Die verhandelnde Kammer VI wies die Klägerin mit ihrem Entschädigungsanspruch schon deshalb ab. weil sie zu dem Mädchen R. ge- sagt hatte, die Küche sehe aus nach Krätze und Aus- schlag. Der Vorsitzende Dr. W ö l b l i n g führte dazu aus: Als Oberin, die eine leitende Stellung habe, hätte die Klägerin eine solche Aeußerung nicht einer Untergebenen gegenüber thun dürfen. Sie haben damit rechnen müssen, daß das Mädchen die Worte weiter erzähle und daß der Chef umsomehr dadurch schon schwer hätte ge- schädigt werden löimen, als es sich um ein Sanatorium handele, wo Reinlichkeit vor allem herrschen müsse. Durch die Aeußerung einer Untergebenen gegenüber, habe die Klägerin die aus ihrer Stellung als Oberin sich ergebenden Pflichten schwerverletzt, und dieses Vergehen sehe der Gerichtshof als einen „wichtigen Grund" an, der nach der Gewerbe-Ordnung zur sofortigen Entlassung höherer Angestellter, Betriebsbeamten:c. berechtige. Der richtige Weg, Abhilfe zu schaffen, sei das nicht gewesen. Klägerin hätte sich, wenn Mißstände vorlagen, an ihren Chef wenden oder, wenn dies nichts fruchtete, Anzeige bei der Medizinalabteilung des Polizeipräsidiums macheu müssen. Zur Zahlung von rückständigem Gehalt in Höhe von 27 M. wurde Beklagter seinem Anerkenntnis gemäß verurteilt. Socialdemokratischer Agttations-Vereiu für den Reichstags- Wahlkreis Stralsiind-Franzburg-Rügen. Sonntaq, den 7. Juni, vor- mittags 10 Uhr, bei Ranilow, E-chönhauser Allee 135: Versammlung. Zahl- reiches Erscheinen notwendig. Neue Mitglieder werden ausgenommen. Gäste willkommen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 7. Juni, vormittags 8'/, Uhr, in der Aula der 60. Gemeinde! chule, Kleine Franksurterstt. 6:„Freireligiöse Vorlesung".— Ilm 10"/, Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Frl. Ida Ülltiiiann:„Mut". Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Arbcitcr-Tamariter-Kolonnc. Die nächste Uebungsstunde in der Filiale findet nicht morgen, sondern am 15. Juni statt.— Heute Ausflug nach Treptow. Treffpunkt 3 Uhr Restaurant Nonnenberg, Parksttaße, Ecke Köpenickcr Landstraße. Verein für Gesundheitspflege des Volkes Berlin-Moabit. Montag, den 8. Juni, abends 81/, Uhr, im Bereinslokal von Carl Fischer, XIV., Waldstraste 8: Vortrag des Herrn Dr. Borchert über:„Geisteskrank- Helten und deren Behandlung in der Familie". Diskussion. Gäste herzlich willkommen. eingegangene vruckfckriften. Aug. Flemming. Beiträge zur Handwcrkersragc. 85 Seite». Preis 25 Ps. Berlin 1903. Pariffchke u. Schurich, Alexandrinenstt. 105. Eentralverband der Glaser und verwandte» Berufsgenossen Teutschlands. Protokoll des 10. Bcrbandstages 1903 zu Leirniq 92 Seiten. a Ran, Albrecht. Harnack, Goethe, D. Strauff und L. Feuerbach übcr das Wesen des Christentums. 49 Seiten. Delitzsch 1903. Verlag C. A. Walter. Erster Jahresbericht des Arbeiter-Sckretariatö zu Gotha aus die Zeit vom 1. Januar 1902. 34 Seiten. Gotha 1903. Delitzsch. Im Lande des einstigen Paradieses. 58 Seiten. Preis geh. 2 M., kart. 2,50 M. Stuttgart 1963. Deutsche Verlagsanstalt. WitterungSüberstcht vom«. Juni 1803, morgens 8 Uhr. Wetter-Prognose für Tonntag, de» 7. Inns 1003. Ziemlich kiilil. zunächst vielfach heiter bei mähigen nordwestlichen Winden: später neue Trübung ohne erhebliche Niederschläge. Berliner W e t t e r b u r e a u. T Montag Dienstag Mittwoch WAARENHAUS HERMANN TIETZ Batist- Percal Weisse Batiste Kostüm- Piqué Leipzigerstrasse 46-49 Krausenstrasse 46-49. Vorzugs- Preise 80 cm breit, waschecht durchbroch. und gemust, Mtr. Mtr. Blusencoupons Piquéstoffe Brocatstoffe Japonais Percalstoffe etc. Serie I Werth bis 60 Pf. Waschstoffe, aussergewöhnlich 24PL. Waschseide 40 50P Pf. 40 65PL. Batist, Percal etc. waschecht Leinenstoffe 2½ Mtr. 60 Mtr. 35 Pf. Organdy Satins Foulardine Fantasiestoffe Kleiderstoffe imitirt neueste Muster und Imitat, mit bunten Streifen für Blusen und Kleider Mtr. billige Posten. Mtr. Pf. soweit der Vorrath reicht. 70 cm breit, neueste Muster, Mtr. Pt. 32P moderne Muster, Mtr. 35 50 Pf. 25 PL| Bulgarenstoffe Blusenzephyr 45 55 Die vom Ausschnitt Pf. übrig gebliebenen Serie II Pf. Stoffe für Knaben- Anzüge Mtr. 65 95 PL Reste u. Coupons Organdy kommen bedeutend herabgesetzt zum Verkauf. Serie III Werth bis Werth bis 1,00 Mtr. 60 Pf. Leinen- Noppé Imit 1,50 Mtr. 75 PL Leinenstoffe Seidenstoffe Japanische Waschseide Elegante Blusenstoffe Bastseide durchbrochen • Seide mit Leinen durchbrochen Mtr. 95 PL . Mtr. 145 195 Mtr. Voile Elfenbein Mtr. 95 Pf. Voile Grenadine glatt und gestreift nur in schwarz statt 2,10 Mtr. 125 Voile Grenadine grosses Farbensortiment Mtr. 145 Taffetseide durchbrochen [ 1710L* TeppichSpecialhaus Emil Lefèvre Berlin Oranienstr.158. S., Erweitert bis Prinzessinnenstr. Höchste Leistungsfähigkeit durch Riesen- Lager seine und den Riesen- Umsatz! Extra! Zurückgesetzte billig PrachtTeppiche. Exemplare! M. 3,75, 6, 10, 20-100 etc. Gardinen, Portièren, Möbelstoffe, Steppdecken etc. Pracht- Katalog mit etwa 600 Abbildungen in künstlerischer Ausstattung auf Wunsch gratis u. franco. Weltausstellung Raucht aholi Goldene Medaille. Cigaretten Paris 1900 Ueberall zu haben. Fabrik Berlin S.14. Billigste Cassapreise auch bei grösseren Ratenzahlungen! Kinderwagen- Bazar Baby. mit Grösstes Spezialgeschäft. Kinderwagen 12.00, 15.00, 18.00 100.00, Sportwagen 4.5, 6.00,-7.50-75.00. Bettstellen 10.00, 15.00, 21.00 90.00, Grosse, moderne Auswahl. Potsdamerstrasse 35, Centrale: Invalidenstr. 160. an der Brunnenstrasse. FILIALEN: an der Lützowstrasse. Belle Alliancestrasse 107, am Blücherplatz. Reinickendorferstrasse 2c, am Wedding. Gr. Frankfurterstrasse 115, an der Andreasstrasse. 5014 Tauenzienstrasse 7a, in der Nürnbergerstrasse. Beusselstrasse 18, an der Thurmstrasse. Brunnenstrasse 92, an der Rügenerstrasse. Oranienstrasse 31, an der Adalbertstrasse. Jubiläums 25- Lotterie Ziehung schon 18. Juni. Marienburger Loose M. Pferde11 Loose 10 M., Porto und Liste 20 Pf. Gewinne können nach Ziehung freihändig oder auf Auktion gut verwerthet werden gegen Baar- Geld. im Gesammt3384 Gewinne werthe von 88,000 M. 1 M. 9000 1 M. 3500 1 M. 2300 1 M. 1500 5 mit 5500 M. 1 M. 5000 1 M. 3000 M. 1200 1 M. 1000 5 mit 1000 M. 66 mit M. 37000 3300 mit M. 18000 1747L* ( 7 Equipagen, 89 Pferde, 5 Fahrräder u. Silbergewinne) Loose versendet der General- Debit: Lud. Müller& Co. Berlin, Breitestr. 5[ Telegr- Adr.: CHTU Die schönsten HerrenSommer- Paletots, Frühjahrs- Anzüge, Hosen in neu, sowie speciell 17191* Monatsgarderobe v. Kavalieren zurüdgelegte Sachen, wenig getragen, f. jede Fig. paff., find in gr. Ausw. ftets zu staunend billigen Preisen zu haben. an der Wasserthorstraße. J. Wand, 1. Gefchaft: Prinzenftr. 17, Bequeme Fahrverbindung. 2. Geschäft: Gr. Frankfurterstr. 116, an der Andreasstraße.. Gute, billige Suppen Man verlange ausdrücklich„ Maggi's Suppenwürfel"( Schuhmarke) KREUZ stellt man in kürzester Frist und ohne weiteren Zusak als Wasser mit MAGGI's Suppenwürfeln her. Mehr als 30 Sorten. und weife andre Marken zurück. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei un Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. sparsame Küche AGG 2Portionen vorzüglicher Suppe ERBS Für 10 Pf Nr. 130. 20. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Prozeß gegen die Pommernbank. Sonntag, 7. Juni 1903. 23 344 676 M. vorhanden sind. Zieht man hiervon den vorerwähnten Jeburtstagskränzchen. Ik zoch meinen schwarzen Anzuch an und Verlust von 22 905 000 m. ab, so verbleibt immerhin noch fezte meinen Cylinder uff und dann fligte ick hin. Da mich die ein Ueberschuß von 439 676 M., das heißt mit andren Worten: Angströhre' n bißken jroß is, hatte ich zwee Streefen Papier injelejt, die Aktionäre und Pfandbriefbefizer können ohne mich anzusehen, wat et for Papier war. Uff det Kränzchen In der Freitags- Sigung wurden während des ganzen wegen ihrer berloren gegangenen Ansprüche amüsierte ich mir wunderschön und brachte ooch bei Klara ihren Vormittags die Erörterungen über die Grundsäge fortgesetzt, nach aus diesem Fonds jederzeit voll befriedigt Vater den Heiratsantrach an. Er stimmte zu und als ich nach Hause denen die Mitglieder der staatlichen Revisionskommission die Prüfung werden. Danach haben weder Aktionäre noch jing, war allens in scheenster Ordnung. In meine Flückſelijkeet verder Hypotheken und deren Sicherheit sowie deren Beleihungsfähig Pfandbriefbesiger irgend einen Verlust er wechselte ick bei'n Uffbruch meinen Cylinder und setzte eenen andren feit vorgenommen haben. Es werden hierüber nochmals eingehend litten, da diese Reserven und der Sicherheits- Tintenproppen uff, wat id aber erst merkte, wie id zu Hause war. Bankinspektor Hartmann, Handelsrichter Direktor Meyer, fonds voll vorhanden sind. Ausweislich der Bilanz Am nächsten Vormittach kommt der Hausdiener von Neumann, bringt Bausachverständigen Architekt Nauenberg, Bankier Stöter der Pommernbank per 31. Dezember 1900 waren bei einem mich meinen Cylinder und eenen Brief folgenden Inhalts:" Werter und Direktor Nöhring von der Berlin- Lichtenberger Terraingefell- Aftienkapital von 15 000 000 M. Reserven vorhanden in Höhe Herr Schmidt, wenn Sie wieder mal uff Brautschau jehen, denn schaft vernommen. Neues ergaben diese Vernehmungen nicht; interessant bon 6152 000 m., das heißt circa 41 Prozent des Aftien- lejen Sie in Ihren Hut entweder andre Papiere in, oder lassen war nur, daß der Sachverständige Geheimrat Dr. Hecht sein früheres fapitals. Wie vorstehend ausgeführt, waren Reserven wie Sicherheits- Sie Ihren Bibi wenigstens nich liejen, sonst werden Sie hartes Urteil über das Berliner Taywesen etwas einzuschränken suchte. fonds am 31. Dezember 1902 vorhanden in Höhe von 23 344 676 M. überall rausgeschmissen. Bei mich lassen Sie sich, wenn Ihnen Ihre Es sei ihm gesagt worden, so bemerkt er, daß seine Rede vom Rechne man hiervon ab den Verlust der Pfandbrief- Gläubiger mit Knochen lieb sind, nich mehr sehen. Neumann." Entsetzt sah ic 27. Mai über das Tarsystem bei einzelnen einer irrtümlichen Auf- 15 500 000 M. und denjenigen der Aktionäre mit nom. 5 000 000 m., mir die Papiere an: Et waren Zahlungsbefehle von die Schlächterfassung begegnet sei. Deshalb erkläre er: 1. Nichts habe ihm zusammen 20 500 000., so verbleibe eine Reserve von mamfell! Meine Antwort an Neumann war der anjeklachte Brief! ferner gelegen, als die Behauptung, daß es in Berlin feine zu- 2844 676 M. Das mache bei einem Aktienkapital von 6 000 000 m. Vors.: Sie sagten vorhin, daß Ihnen Ihre Uebereilung leid thue. berlässigen Taratoren gebe. Im Gegenteil: es gebe deren eine große An- 47,61 Proz. aus, wogegen, wie nachgewiesen, Ende 1900 nur Reserven Wenn dem so ist, möchte ich Ihnen raten, Herrn Neumann Abbitte zahl. Das beeinträchtige aber nicht die Richtigkeit seiner Behauptung, daß in Höhe von 41 Proz. vorhanden gewesen seien. Hieraus gehe zu leisten, und diesem schlage ich vor, dann seinen Strafantrag zurückerhebliche Mißst än de in Berliner Tarwesen bestehen. Solche hervor, daß die Aktionäre irgend eine Einbuße zuziehen. Beide erklären sich damit einverstanden und verlassen Mißstände seien, wie er ausdrücklich hervorgehoben habe, auch in nicht zu erleiden brauchten. Bu erwähnen sei hierbei nach Erledigung der nötigen Formalitäten versöhnt den Gerichtssaal. andren Orten vorhanden, aber bei dem derzeit zur Verhandlung noch, daß bei vorstehender Aufstellung die Reorganisationsstehenden Prozeß habe er nur auf Berlin zu eremplificieran gehabt. Spesen, welche 1541 269 Mart betragen haben, 2. In Bezug auf die Bausachverständigen habe er lediglich erklärt nicht mit berücksichtigt worden seien. daß die Bausachverständigen als solche noch nicht TerrainAuch an dieses Gutachten fnüpfen sich längere Diskussionen. sachverständige seien und daß Bausachverständige als solche lediglich Bankdirektor Dr. Gerschel macht gegen das Gutachten eine Reihe zur Beurteilung der technischen Fragen über die Ausnutzungsfähigkeit buchtechnischer und bilanztechnischer Einwände geltend und sucht nach des Terrains in Frage kommen. 3. Er habe absolut nicht behauptet, daß zuweisen, daß die Verluste thatsächlich vorhanden sind. Auch Staatsdie Berliner beeidigten Sachverständigen es mit ihrer Eidespflicht anwalt Beed tritt dem Gutachten wiederholt entgegen und behält leicht nehmen. Er habe vielmehr nur behauptet, daß er als sich die Ladung weiterer Zeugen zum Montag vor. Die BücherBankdirektor die Wahl des Tarators nicht danach vornehmen revisoren Huschte und Kruse bleiben bei ihrem Gutachten. würde, daß der Tagator beeidigt ist, sondern nach ganz andren Qualitäten, die für die Pragis des Beleihungswesens von besonderer Wichtigkeit sind. Gerichts- Zeitung. -Briefkaften der Redaktion. R. Schulze, Weidenweg 1. Besten Dank für die Flugblätter. Wir bekannt.- Köln. Rein.- G. 100. Diese Adresse genügt. 20 Pf. waren schon im Besitze derselben. F. K. Uns ist solche Fabrik nicht Frankatur. C. E. K. Wir können Ihnen keinen dieser Vereine empfehlen. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 72 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Kretschmar. Die Grundsäße der Wahlprüfungs- Kommission finden Sie in Nr. 286 der Drucksachen des Reichstags, Session 1897/98.§ 7 des Hierauf beantragt Justizrat ronker, die gerichtlichen BücherWahlgesezes sagt deutlich:" Jeder darf nur an einem Drt wählen." Das revisoren ruse und Huschke darüber zu vernehmen, ob und Der abgelehnte Schwiegersohn. Der Friseur Schmidt steht vor Jahresarbeitsverdienst für Berechnung der Klebemarken- Höhe gilt bei Mitgilt auch für solche, die mehrere Wohnsize haben. Botenfrau. Als welche Verluste die Pommernbant erlitten habe. dem Schöffengericht unter der Anklage der Beleidigung. Er soll den gliedern einer Orts- Krankenkasse, sofern nicht im Voraus für Wochen, Die Verteidigung wolle den Versuch machen, noch auf andrem Wege Restaurateur Neumann, dessen Tochter Schmidt heiraten wollte, durch Monate oder dergleichen eine höhere feste bare Vergütung vereinbart ist, nachzuweisen, daß Verluste hätten vermieden werden einen Brief beleidigt haben. Vorf.: Angeklagter Schmidt, Sie der dreihundertfache Betrag des für ihre Strankenkassen- Beiträge maßgebenden können und daß weder die Aktionäre noch die führt Ihr Aerger über eine zurückgewiesene Werbung auf die An- durchschnittlichen Tagelohnes. Wie hoch dieser ist, ergiebt das Pfandbriefbefizer einen roten heller hätten zu flagebant. Wie konnten Sie als unbescholtener Mann sich nur zu des Stassenstatuts erkennen läßt, ist Ihr Lohn der Kasse gegenüber zu gering Krantentassen Statut. Soweit Ihr Schreiben ohne Kenntnis berlieren brauchen. einem so unüberlegten Streich hinreißen lassen? Angefl.: Sachverständiger Bücherrevisor Kruse trägt das Ergebnis der Herr Präsident, et war wenijer der Korb, den ick gekrijt habe, als angegeben. Teilen Sie uns das Statut mit oder feßen Sie sich direkt mit von ihm in Gemeinschaft mit dem Bücherrevisor Huschte ge- ville mehr det Pech, wat ick bei die janze Sache hatte, wat mir so geklebt werden kann, und teilen Sie uns das Ergebnis mit. dem Vorstand der Krankenkasse in Verbindung, damit fortan richtig troffenen Feststellungen dahin vor: Ihnen fei die Bilanz der Berliner in Uffrejung verfegt hat. So wat kann ooch bloß mich passieren. 9. 3. Nein. M. N. Wahlrechtsverlust wegen Bestrafung mit Ehrverlust. 2. 153. Hypothekenbank- Aktiengeschaft( Nachfolgerin der Pommernbank) nebst Ich möchte sagen, et thut mich beinahe leed, det ick den 1. Zugesendete Rose zurückzusenden sind Sie nicht verpflichtet. Ebensowenig Geschäftsbericht mit dem Auftrage vorgelegt worden, daraus fest Brief jeschrieben habe, denn Schuld an den Unfall is, erwächst Ihnen aus dem bloßen Besitz des Loses ein Recht. 2. Das hängt zustellen, ob sich auf Grund dieser Bilanz ermitteln lasse, daß die wie jefagt, det mich anjebor'ne, janz unjewöhnliche Pech. von der Prüfung von Fall zu Fall ab. 3. 1 Fr. hat 100 Centimes. Aktionäre und Pfandbrief- Besizer der ehemaligen Pommernbant Vorf.: Wir werden bei der Strafabmessung Ihre Neue Nowak. 1. Wegen nicht politischer Bergehen und Verbrechen liefert jedes durch die Maßnahmen der Reorganisations- Kommission einen wohlwollend berücksichtigen. Nun erzählen Land aus. Wegen welcher Delikte die Auslieferung stattfindet, steht in den Sie mal furz einzelnen Auslieferungsverträgen. Verlust und eventuell in welcher Höhe erlitten haben." 2. Die Verjährungsfrist für Straf In den Hergang der Sache. Angefl.: Seit eenen Jahre verkehre verfolgungen von Vergehen und Verbrechen beträgt 3-20 Jahre. Das der Anklage ist ausgeführt, daß Verluste erlitten haben: a) Die ick bei dem Restaurateur Neumann als Jast. In letzter Zeit bewarb Nähere finden Sie§ 67 des Strafgesetzbuchs. F. N., E. W. 80. Nein. Aktionäre in Höhe von 7 405 000 M., b) die Pfandbrief- Besizer in Höhe ich mir, da ick mir selbständig machen will, um Fräulein Klara Neu- 23. 2. Unverständlich. 21. 2. 100. Sie sind nach dem Gesetz mit bon 15 500 000 M., so daß die Gesamtverluste 22 905 000 m. be- mann, wat een janzet manierlichet Mächen ist und mir ooch jejen- Recht aus der Lifte gestrichen. 5. Christiansen. Keineswegs haben tragen würden. Die erwähnte[ Bilanz pro 31. Dezember 1902 der jeneijt zu sind schien. Hier muß ich inschalten, det ick früher mit Arbeiter das ihnen gezahlte Trinkgeld dem Unternehmer abzuliefern. Haben Berliner Hypothekenbant- Aktiengesellschaft weist folgende Reserven eene Schlächtermamsell jejangen bin, die später Mutter von wat sie es dennoch ein Jahr lang gethan, so können fie es nicht mehr zurüdauf: Reserve auf Debitoren 160 862 M., Reserve für Hypotheken Kleenet jemorden is. In Ermangelung eenet Bessern verklagte sie wegen der unberechtigten Entlassung tlagen Sie auf 14 Tage Lohn und berlangen, es sei denn, sie haben es nur zur Aufbewahrung hingegeben. 17 531 886 M., Reserve für Grundstücksverbesserungen 282 644 M., mir uff Alimente, objleich id janz jenau weeß. Vors: Das veranlassen Sie, daß in dem dortigen Blatt dies Lohnsystem öffentlich be zusammen 17 975 392 M. Außerdem ist, wie aus dem Geschäfts- gehört nicht hierher, kommen Sie zur Sache. Angefl.: Kürzlich leuchtet werde. H. Z. F. 927. Verjährt in fünfzehn Jahren bericht hervorgeht, noch ein Sicherheitsfonds von 5 369 284 M. vor- hatte nu Fräulein Neumann ihren Geburtstag. Da ich ihr handen, so daß im ganzen an Reserven und Sicherheitsfonds iratuliert hatte, friejte ich nachmittags eene Inladung zu's BAER SOHN A اا Chausseestrasse 24- a- 25 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20 zwischen Invalidenstr. u. Schiller- Theater N. zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr. Ecke Koppenstrasse( am Bürger- Hospital Special- Haus grössten Massstabes. Grüne Herren- Joppen. 85.| Schwarze Lüster- Jackets 225 Gestreifte Lüster- Jackets 325 Schüler- Joppen- Anzüge = von 80 M. an Pf. Knaben- Wasch- Anzüge 90 Knaben- Wasch- Blusen v 50 ft. Frühjahr Paletots... 45, 36, 27, 21, 18, 15, Raglan- Paletots Moderne, elegante neue Stoffe Frühjahr- Anzüge 50, 45, 40, 36, 33, 30, 27, = 30, 27, 24 8 M. 21 M. von an • von 6, 4.50 3 M. 12, 11, 9 an Loden- Havelocks... 24, 21, 18, 15, 12, 10 6 M. 75 Radfahrer- Anzüge 27, 24, 21, 18, 15, 12 6 M. Radfahrer- Hosen. 24, 21, 18 15 M. Schwarze Gehrock- Anzüge 40, 36, 33 27 M. Strand- Anzüge... 30, 24, 18, 18, 10, 7.50 Frühjahr- Beinkleider 15, 12, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4 = Anzüge nach Mass 27. 70, 60, 50, 40, 36, 30... 65, 50, 45, 6 M. 3 M. Litewken und Loden- Joppen 7.50, 6, 4.50 3 M. Piqué- Westen. 6, 5, 4, 3.50, 2.75, 2.25 I M. 75 Jünglings- Stoff- Anzüge 30, 24, 21, 18, 15, 12 9 M. Paletots nach Mass 24 M. 50, 45, 40, 36, 30, 27.. Hosen nach Mass 750 21, 18, 15, 12, 10, 9..... Billigste, beste Strohhüte. BinsenHüte 85 Pf. Hüte Schuppen- 1.10 M. AutomobilJackets Echt Leder. Gefüttert. 21 M. Feste Preise Billigste Preise Dickstroh- 1.50 Hüte M. PalmHüte 2.00 Kniff- Hüte 65 M. Die 21. Preisliste 1903, reich illustriert, wird kostenlos und portofrei zugesandt. 3.75, 2.75, 2.-, 1.75, Pf. Bar- Verkant Grösste Auswahl ReiseStaub- Mäntel M. 12., 9., 7.50, 2.75 M 5.- 4.- 3.50, Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. . Theater. Sonntag, den 7. Juni. Freie Volksbühne. Metropol Theater. Im Hinterhause. 13. und 14. Abteilung. Anfang 23 Uhr. Berliner Theater. 1. Oper ( rote Marken) 23 Uhr. Der Wildschütz. Anjang 72 Uhr: Opernhaus. Die Hugenotten. Montag: Tannhäuser. Schauspielhaus. fungen. Wie die Alten Montag: Die Duihows. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Die Expedition. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Von der Zugspitze Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Sonntagabend 8 Uhr: schied vom Regiment. zum Watzmann. Nach Jahr und Tag.- AbSternwarte Invalidenstrasse 57/62. Castans Panoptikum Friedrichstr. 165. Neu! Ein spiritistisches Rätsel, Enthüllungen über Anna Rothe. Der grüne Kakadu. Montagabend 8 Uhr: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Dienstagabend 8 Uhr: Dieselbe Vorstellung. Prater- Cheater Kastanien- Allee 7-9. Direktion: M. Kalbo. Neu! Der Gummimensch! ägi: Das Bild der Mutter. Nenes Operntheater. Was ihr Neu! wollt. Deutsches. Monna Banna. Nachmittags 22 Uhr: Nosenmontag. Montag: Monna Banna. Berliner. Oberon. Montag: Der Troubadour. Residenz. Lustige Chemänner. Vorher: Nach dem Balle. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues. Arche Noah Montag: Dieselbe Vorstellung. 23eften. 100 000 Thaler. Montag: Mt- Heidelberg. Central. Pick und Pocket. Nachmittags: Der Zigeunerbaron. Montag: Pick und Pocket. Anfang 8 Uhr: 9 Schiller O.( Wallner Theater.) Nach Jahr und Tag. Abschied bom Regiment. Der grüne Kakadu. Nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Im weißen Rößl. Nachmittags 3 Uhr: Kabale und Liebe. Montag: Der Meister von Palmyra. Thalia. Ein toller Einfall. Montag: Hofgunst. Kleines. Nachtasyl. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance. Die Fledermaus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Carl Weiß. Das Geheimnis des roten Hauses. Nachmittags 4 Uhr: Der Glödner von Notre- Dame. Montag: Das Geheimnis des roten Hauses. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Vaffage Theater. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Bon der Zugspike. zum Wahmann. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Sonntag, 7. Juni: 2 Vorstellungen. Nachm. 3 Uhr: Halbe Preise: Der Zigeunerbaron Abends Anfang 8 Uhr: Pick und Pocket. Montag und folgende Tage, 8 Uhr: Pick und Pocket. Residenz- Theater Direttion: Sigmund Lautenburg. Anfang 72 Uhr. Lustige Ehemänner. Schwant in 3 Aften von A. Mars und Albert Barré. Deutsch v. Schönau. Vorher: Nach dem Balle. Schwank in 1 Akt nach d. Spanischen des M. Carrion von M. Loebel. Die Illusion ,, Auferstehung". Neu! Karl Forschneritsch gen. Paganini redivivus, mit seiner Wiener Elitekapelle, grosse Promenaden- Konzerte. Passage- Theater. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr, Carla Lingen in ihrem Repertoire. Erna Koschel. Josefine Delcliseur. Ganz Berlin zerbricht sich schon den fünften Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! 14 erstklassige Nummern. COOLOGISCHER Z CARTEN Heute am ersten Sonntag im Monat Entree a Person 25 Pf. Nachm. ab 4 Uhr: Gr. Militär- Konzert ( 3 Musikcorps), In der Arena: Elefantenmutter mit saugendem Baby, Shetland- Pony mit Zwergfohlen. Volksstück mit Gesang und Tanz in 3 Aften von A. Seelen u. D. Richter. Konzert und Ball. Auftreten erst flasfiger Attraktionen. U. a.: Ada Marcell, Schröder u. Denter, Relampagos Troupe; Overgard. Ein fideles Gefängnis Große Pantomimte, Mokaschly Troupe. Anf. 4 Uhr. Eintr. 30 Pf., num. Pl. 50 ẞf. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Kabale und Liebe. Sonntagabend 8 Uhr: Im weissen Rössl. Montagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Dienstagabend 8 Uhr: Der ledige Hof. Im Garten täglich Konzert. Neue Welt. B Hasenheide 108/14. A. Scholz. Sonntag, Juni: Grosse Am Königsthor. Am Schweizer- Garten. Friedrichshain. Täglich Theater- Vorstellung. 14 Lustspiel- und Possen- Novitäten. Neues Artisten- Programm. Jeden Abend 10%, Uhr: Das Allerweltsgenie. Große Bosse mit Gesang und Tanz in 2 Bildern. Täglich: Ball. Volksbeluftigungen. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: 17182* Grosses Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste.- Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. Specialitäten- Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Vorstellung. Militär- Musik. Kapellmeister Berth. Bothe. Im neuen Festsaal: Fröbels Allerlei- Theater Gr. Familien- Ball. früher Puhlmann. Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Allabendlich: Der große erfolgreiche Juni- Spielplan. Konzert, Theater u. Specialitäten. Erstklassige Kunstkräfte. 8 Uhr: Das große Volksstück: Zur rechten Stunde. 10 Uhr: Die verkehrte Welt I Figliola. 10% Die Fox- Terrier- Meute. 10% 2 Molly Verch. 10: Die Katakomben von Paris. Täglich Großer Ball. Sonntags 4 Uhr. Anfang: Wochent. 5 Uhr. Entree 30 Bf. Dietz' Specialitäten- Theater Landsberger Allee 76-77 Obschön!( Ringb.- St.). Ob Regen! Täglich das unerreichte Juni- Programm! Robert u. Berfram. Clown Dolly. Frit Brand. Cake- Walk. Boccaccio- Trio 2c. Sonnabend, Sonntag u. Montag Tanz Kleines Theater. WINT Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. 765 Nachtasyl. Neues Programm. Apollo- Theater Täglich: Mit kolossalem Beifall: Die Liebes- Insel. Im 8. Akt: Die lebenden Briefmarken. Im 3. Akt: Die lebenden Briefmarken. Grosses Post- Ballett. Ferner: Neue glänzend. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Neues Theater Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 8 Uhr: Gastspiel Hansi Niese. Zum zweitenmal: Arche Noah. Agnes Säther, norweg. Soubrette. Miss Votana, Schulreiterin. Ellmanns Alpen- Gesangs- u. TanzQuintett. Jim und Jam, komische Akrobaten. Empfehle meine Säle, 150 bis 500 Berfonen Vereinszimmer fassend, und zu Versammlungen und Festlichkeiten. 16732* Jeden Sonntag: Großer Ball. Starkes Orchester. Hochachtungsvoll Anfang 5 Uhr. Fritz Schulz. Anf. 4 Uhr. Entr. 25 Pf. Tempelhofer Tivoli Avis: Freitag, 15. Juni: Gr. Sommerfest der Intern. Artisten- Loge. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Orchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser: Saal: Tanz. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater: u. Specialitäten: Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine coulant zu vergeben. Noch einige Sonnabende frei. Urania. 10452* Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Bersammlungen. 10462* C. F. Walter. Johannisthal. Die Biseras, weibl. Trompetercorps. Raus Park- Restaurant. Urbani u. Sohn, akrobat. Produktion. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Pia Carozzi, Harfen- Virtuosin. Kaffeeküche. Kegelbahn. AusDiana, amerik. Spiegeltänzerin. spannung. Saal für Vereine Adele Moraw, Soubrette. Charles Baron in seiner Scene:„ Im und Versammlungen. 10492* Löwenkäfig". Allison- Truppe, ikarische Spiele. 33 , Der Schönheitspreis!" Ballet- Divert. Biograph. Achtung, Vereine! Juni, Juli, Auguſt( auch im Herbst) noch Sonnabende zu Theater, Bällen und Sommerfesten frei unter ganz günstigen Bedingungen frei. 17132 Tempelhof, Berlinerstr. 50( bei Mariendorf). Jeden Sonntag, im prachtvollen Naturgarten: Grosse Specialitäten- Vorstellung. Direktion: Emil Schwarz. Militär- Konzert. Dirigent: A. Pappmebl. Anfang 4 Uhr. Entree 10 Pf. Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Im Riesen Spiegel- Saal: Jeden Mittwoch: Kinderfest, Konzert und Ball. Jeden Donnerstag: Eichlers Quartett- Sänger. Kaffeeküche Bier Kegelbahnen 18136 Volksbeluftigungen. Heinrich Stein. Mente's Volksgarten Auch Eingang Lichtenberg, Roederstr. 35/36( andsberger Chauſſee 25 000 Personen fassend. 8900 Sigplähe. Sehenswertes Etablissement u. Promenadenpark. Sommer- Programm: Jeden Dienstag und Donnerstag: Frei- Konzert. Herr Musikdirektor Otto Görner. Sonntags grosses Konzert. Hamburger Sänger. Im Riesensaale: Ball, Feuerwerk. Tanzmeister W. Bauer junior. Für 4500 Personen verdeckte Hallen und Zelte. Kaffee- Küche. Drei verdeckte Kegelbahnen. Volksbeluftigungen aller Art. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Eintritt Sonntags 10 Pf. Kinder frei. Der Besizer H. Mente, früher im Böhmischen Brauhaus. 1451* ,, Wilhelmsgarten", Hirschgarten. Empfehle den Vereinen und Gesellschaften meinen großen schattigen Garten, ca. 2000 Personen fassend, großen Saal, verdeckte Kegelbahnen und Kaffeeküche. Außerdem mein neuerbautes Restaurant ,, Zur Waldburg", dicht am Bahnhof, herrlich im Wald gelegen, mit großem Saal, 500 Personen faffend, schattigem Garten, Kegelbahnen, Kaffeeküche und Ausspannung. Ostbahn- Park. F. Scholz Festsäle und Garten Gutgepflegte Biere, reichhaltige Speiſenkarte. Wilhelm Keller, Gaſtwirt. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferst. 71. Hermann Imbs. W. Noacks Theater. G. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Morgen und folgende Lage: Die Gr. Theater- Vorstellung. selbe Vorstellung. Metropol- Theater. Der grösste Erfolg dieser Saison! Zum 147. Male: Neuestes! Allerneuestes! Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzendes Ballett. 300 Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Belle- Alliance- Theater: Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pi. Während der Pausen und nach der Borstellung: Großer Ball. Täglich: Gr. Konzert, Theater und SpecialitätenVorstellung. Königstadt- Kasino. Bernhard Rose- Theater Solamartijtr. 72, Ede Alleganderſtr. Gesundbrunnen. Badstr. 58. Paul Taglioni, Ballettparodist. Helen Chaché, die 11jährige unerreichbare Trapezkünstlerin. Richard Wagner, beliebter Konzert- und Liedersänger. Clara Antonie, Kostüm- Soubrette mit neuen Schlagern. Schmidt- Hawkins, beliebter Humorist. Eugenia Wermke, Meisterschafts- Athletin vom Winter garten. Brothers Shadow, moderne Gladiatoren vom Cirkus Busch. Willy Agoston in Die Fledermaus.!!! Berlin auf Stelzen!!! Operette von Johann Strauß. Aurelie Revy. Frau Schuster- Wirth. Siegfried Adler. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance Theater- Garten: Specialitäten Vorstellung. Stünstler Sonntag, 7. Juni, I. Ranges. mittags 12 Uhr, zum wohlthätigen 8wed: Specialitäten- Matinee. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter: Straße 132. Nachmittag 3 Uhr. Parkett 60 Bf.: Der Glöckner von Notre- Dame. Abends 8 Uhr: Das Geheimnis des roten Hauses. Im Garten: Gr. Konzert, Theaterund Specialitäten- Borstellung. The Liepelts, Turmfeilläufer. Anf. 14 Uhr. Anfang 4 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger In der Klemmc. Humoreske von Meysel. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Bei günst. Witterung im Garten. Anthropos, der künstliche Mensch. Paul Ybbs, Musit. Imitation. R. Schauß, Geschw. Wendt, Marion. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Sanssouci. Täglich im Garten: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anfang: Sonntags Konz. 5 Uhr, Borstell. 7 Uhr. Wochentags: Konz. 6 Uhr, Vorstell. 8 Uhr. Sonnt., Mont. u. Donnerst. nach der Soiree: Tanz. Gossmanns Konzert- Garten. SW., Kreuzbergstr. 48. Gr. Frankfurterstr. 74. Auch steht mein Saal zu Bersammlungen zur Verfügung. Jeden Sonntag Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Schützenhaus Köpenick direkt am Bahnhof. Recht schattiger Garten m. gross. Spielplätzen. Jeden Sonntag: Tanz- Kränzchen. Kaffeefüche, Kegelbahn, Ausspannung. Saal f. Vereine u. Versammlung. K Bahnhof Strasse 44: öpenick, Restaurant Braubach. Empfehle mein Lokal mit Saal den W. Warlichs Paradies- Garten 131. Schönhauser Allee 131. Angenehmer Familien- Aufenthalt. Volksbelustigungen aller Art. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. 16722* Jeden Sonntag: Großes Konzert. Jeden Dienstag und Donnerstag: Norddeutsche Sänger. Jeden Mittwoch die beliebten Kinderfeste. Riesen- Zelt- Cirkus Royal Tegel, vis- a- vis der Post, Bahnhof- Strasse. Künstler. u. Kunstreiter- Gesellschaft erst. Ranges bestehend aus 40 Personen, sowie 28 gut dressierten Pferden. den 7. Juni: Zwei grosse Vorstellungen. Nachmittags 4 und abends 8 Uhr. Grosse Sonntag, geehrten Bereinen und Familien. Montagu. Dienstag: Parforce- Vorstellung Gute Küche, ff. Weine u. Biere. Solide Preise. 17212* 18405 Alhambra Wallnertheater- Str. 15. Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra: Ball bei doppelt bejeztem großen Orchester. Anfang 5 Uhr.[ 10442*] A. Zameitat. Köpenick. Wilhelmsgarten- L. Scheer, b. Rudower- u. Berliner Strassen- Ecke. Seb. Sonntag: Herrlicher Garten, Kaffeeküche. Gr. FreiKonzert u. Ball. Montag: Er: öffnungs Soiree Jeden Großer Ball. Sonntag: Säle für Vereine 2c. * Verfallene Pfänder! der Goldsachen wie Brillanten jeder Art, Hamburger gold. u. filb. Damen: wie HerrenSänger. Frei- ühren, Ketten, Ringe, sauber u. schön, tags: Nordd. spottbillig verk. Pfandleihe, PrinzenSänger. straße 28, I, Ede Ritterstraße. 16742* Max Reiffarth, Direktor. Sportpark Friedenau. Drei Sonntag, den 7. Juni, nachm. 4 Uhr: Dauerrennen über 10, 20 und 50 Kim. Es starten: Jimmy Michael, Görnemann, Ryser, Käser, Salzmann. Köpenick, Schweizergarten. 6/2 Endstation der elektrischen Straßenbahn Nieder- Schöneweide- Köpenid. 15 Min. vom Bahnhof Sadowa oder Köpenid. Garten für 3000 Personen. Berdeckte Kegelbahnen. Reizender schattiger Kaffeeküche. Ausspannung für 40 Pferde. ( 1089L*] Boltsbelustigungen aller Art. Sonntags: Gr. Tanzmusik. Max Reichelt, Fernsp. Köp. 132. Früher Alexanderstr. 13. Wilmersdorf, Wilhelmsaue 112, Luisenpark. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Garten- Konzert. Großes Instrumental- Konzert ausgeführt von der berühmten Damenkapelle unter geitung ihrer Dirigentin Fräulein Hensel. Anfang 3 Uhr. Dienstag und Donnerstag: Frei- Konzert. Donnerstag: Frei- Tanz. Jeden Montag: Frankfurter Sänger. 8 Uhr. Stets wechselndes Programm. Grosser Ball. Mufit der Hauskapelle mit verstärktem Damen- Orcheſter. Die staffeetiche iſt geöffnet. Zwei neu renovierte Kegelbahnen. [ 14622*] Radrennbahn Treptow am Ringbahnhof Treptow. Sonntag, den 7. Juni, nachmittags 4 Uhr: Emile Bouhours- Paris 17896 Entree 30 Heinrich Meyer. Berliner lk- Trio. Felix Scheuer U Birkenwerder Stralsunderstr. 1. an der Nordbahn. Dickentmann- Amsterdam. Reftaurant Waldkater. 3 Rennen mit Motorführung. Fliegerrennen Motorrennen. Sattelplatz 1,50 Mark. Kurvenplatz 75 Pfennig. Jeden Sonntag: Ernst Höflichs Konzert- Garten und Ball- Salon. Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee 120. Grosses Elite- Konzert. Anfang 4 Uhr. Jm Saal: Grosser Ball. Jeden Mittwoch: Tanz- Reunion. Entree 10 Pf. Den geehrten Vereinen empfehle ich mein Lokal zur Abhaltung bon Festlichkeiten. 1752L* Ernst Höflich. Graumanns Festsäle Naunynstrasse 27. Achtung! Vereine! Sonnabende und Sonntage für Herbstsaison noch zu vergeben. Fernsprecher Amt IV Nr. 7324. Gustav Graumann. Restaurant Wilhelmshad Friedrichshagen Seestrasse 45. Direkt am Müggelsee gelegen. Dampferstation. Pferdebahn- Haltestelle. Grosser schattiger Garten mit Sommerbühne auch an Vereine Sonntags zu vergeben. 17272* Anerkannt beste Küche. Familien können Kaffee tochen von 2-5 Uhr. Um geneigten Zuspruch bitten L. Kutscher und H. Rau. Restaurant Neuer Krug ( Bahnstation Neu- Rahnsdorf) Wilhelmshagen zwischen Müggel- und Dämerig- See, herrlich am Wasser gelegen, ist das romantischte Lokal an der Oberspree. Halte mein Lokal( bis 2000 Personen fassend) für Vereine und Fabriken bestens empfohlen. 10542* Amt IV. 1278. Fr. Domning, Treptow. Bade's Volksgarten Haltestelle d. elektrischen Parkstraße. Strassenbahn( Siemens). Jeden Sonntag: Ball. Vereinen bestens empfohlen. Achtung! Vereine, Radfahrer, Partien auf nach Fichtenau, 8 Min. von Vorortstation Rahnsdorf, mitten im Walde gelegen, Braubachs Gesellschaftshaus, großer Parkettsaal mit Lauben dekoriert. Jeden Sonntag Tanz. Speisen u. Getränke zu civilen Preisen. Stralau. Alte Taverne. Inhaber: Christian Schröder. Jeden Sonntag: Großes Gartenkonzert u. Ball. Jeden Dienstag: Grosses Kinder- Fest und Ball. Empfehle meinen großen Saal und Garten für Vereine zur Abhaltung von Festlichkeiten. Med. Ungarwein 17542* süss, Ltr. M. 2,-. Stonsdorfer vorzüglich, Ltr. M. 1,-. Deutscher Cognac angenehm, mild im Geschmack ****** a Literfil. M. 2,10, 2,50, 3,-. Eugen Neumann& Co. Belle- Alliance- Platz 6a, Amt IV No. 9676. Genthinerstrasse 29. Wilsnackerstr. 25. Schöneberg, Hauptstr. 129. Stralauerstr. 56. Stettin: Berlin: Hohenzollernstr. 3. Filialen: Bellealliancestr. 98. Magazinstr. 2. Chausseestr. 54. Mass- Anzüge 24 und 30 Mark 1348L* unter Garantie der Haltbarkeit und tadellosen Sitzens bei peinlichst gewissenhafter Anprobe und strengster Reellität liefere ich von prima Stoffresten die elegantesten Mass- Anzüge zu obigen Preisen. Ich warne vor solchen sogenanntnn Resterhandlungen, die durch Nachahmung meiner Anzeigen den Schein erwecken wollen, als würden sie auch das liefern, was ich meinen Kunden biete. Sonnenscheins Engros- Resterhaus, Chausseestr. 54, 1 Tr. A Bellealliancestr. 98, 1 Tr. Bei Ankauf einer Nähmaschine lasse man sich nicht durch billige Angebote täuschen, sondern verlange Katalog von 1765L* Pfaff- Nähmaschinen, welche sich durch grosse Dauerhaftigkeit und Vielseitigkeit hervorragend auszeichnen, auch zum Sticken und Stopfen geeignet. Teilzahlung gestattet. Reichhaltiges Lager bei: Juhaber: Wegener. Jeden Sonntag: Tanz. 1 Kaffeeküche. Kegelbahnen. Gute Speisen und Getränke.-- Für Vereine und Landpartien bestens empfohlen. 29 Gardinenhaus Bernhard Schwarz Wallstr. 29 Flur- Eing. Köpenick. Friedrich Augustin Grünstrasse 53, empfiehlt sein Restaurant für Vereine und Gewerkschaften. will betené Corse getragen. Für gute Speisen und Getränke Vorzüglicher Mittagstisch. LandpartieVereins- Verlosungs-Gegenstände, Lampions, Papiermützen, Radauinstrumente in hervorrag. Auswahl. Aussergewöhnlich billig z. B. transparente Stocklaternen, Duzend 45 Pf. 17492* Bernhard Keilich, Größt. Spielwarengeschäft Deutschl. Gr. Hamburgerstr. 22/23, Ede Dranienburgerstraße. Musikwerke mit auswechselbaren Notenscheiben sowie Zithern. Schönste Familienunterhaltung. Geringe Teilzahlung. Neue Königstr. 47 II, Alexanderpl. Schweizerhaus, * Pankow, Kaiser Friedrichstrasse 12. Jeden Sonntag: Specialitäten- Theater und Tanz. Jeden Mittwoch: Frankfurter Sänger. H. Klingenberg. SpittelSeit dem 18. Mai hat die Firma The American Trading Co., Meyers& Co., bezw. Herr Emil Meyers in Berlin, markts/ 10, die Vertretung unsrer Gesellschaft nicht mehr. Wir bitten höflichst, hiervon Kenntnis zu nehmen und unsre Fabrikate ( blau in fester „ Meyers Putz- Cream" und flüssiger Form Meyers Küchenputz"„ Electro- Silicon" und fortan bei uns direkt oder bei unsrem in Berlin weilenden Herrn H. Scharnhorst, Charlottenstr. 94, parterre, zu bestellen. Wir garantieren prompteste, beste Ausführung aller Aufträge in gleichmässiger, unübertroffener Qualität. The American Supply Co.) Meyers& Co. G. m. b. H.) Hemelingen. BremenMetzner's Korbwaren- Fabrik Grösstes Specialgeschäft Deutschlands Berlin, Andreasstraße 23, gegenüber, Andreasplak. II. Geschäft: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldthain. III. Geschäft: Beuffelstr. 67, Moabit, Haus- Nr. achten. IV. Geschäft: Leipzigerstr. 54/55, unt. d. Solonnaden. Kinderwagen, Kinderbettstellen, Sportwagen, Triumphstühle, Leiterwagen, Kindermöbel etc. L'Metznerl 1000 Mark Belohnung zahle ich jedem, der mir in Berlin ein größeres Special- Geschäft in der Branche als das meinige ist, nachweist. Diese Belohnung biete ich Metzner schon seit vielen Jahren aus, und ist meine Stonkurrenz gar nicht in der Lage, die 1000 Mark zu verdienen. Größte Auswahl. Verkauf im Fabrikgebäude. Billigste Preise. Katalog gratis. Ausschneiden! 17682* Deutscher Holzarbeiter- Verband. Parkettleger! Montag, den 8. Juni, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause: Kommissionssikung mit Vertrauensleuten. Es ist Pflicht der Kollegen, aus jeder Firma einen Vertrauensmann zu senden. Die Kollegen werden ersucht, die Statistik abzuliefern. 83/3 Der Obmann. Achtung, Lackierer! Dienstag, den 9. Juni, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Erhöhung der Beiträge. 2. Vereinsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. 107/7 Verein für Frauen u. Mädchen Schönebergs u. Umgegend. Mittwoch. den: 10. Juni, abends 8, Uhr, bei Obst, Meiningerstraße 8: Versammlung 1. Vortrag des Herrn Gerber über Die Frau und ihre wirtschafts liche Lage". 2. Diskussion. 3. Verschiedene Vereinsangelegenheiten. Gäste, Herren und Damen, haben Zutritt. 203/4 Der Vorstand. Verband der Tapezierer. Mittwoch, den 10. d. M., abends 82 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Gewerkschaften und die Reichstagswahlen". 2. Diskussion. 3. Stichwahl zwischen den Kollegen Luck und Gaier als Delegierte zur General- Versammlung. 177/10 Zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder erwartet Die Ortsverwaltung. Achtung! Kürschner. Achtung! Mittwoch, den 10. d. M., abends 8%, Uhr, im Schützenhaus", Linienstr. 5: Oeffentliche Versammlung des Verbandes der Kürschner Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Welche Taktik wählen wir, um unsre Forderung des Neunstundentages durchzuführen?" 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 102/6 Für weitgehenste Agitation ersucht Der Vorstand. Vereinigung d. Maler, Lackierer etc. Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal): Kombinierte Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: Die Einführung eines einheitlichen Beitrags für alle Filialen im Es ist Pflicht jedes Kollegen, zu erscheinen. 2ohngebiet Berlin und wie hoch bemessen wir denselben? Die Ortsverwaltungen. Achtung, Maler! Die Tarif- Ueberwachungskommission hat sich nunmehr konstituiert. Alle Verstöße gegen den Lohntarif sind unverzüglich an den Vorsitzenden der Arbeitnehmer- Bertreter Joh. Plum im Bureau Engel- Ufer 15, Zimmer 36, Telephon Amt VII a 6672, zu richten. 124/11 Achtung! Die Ueberwachungskommission. J. A.: Joh. Plum. Lichtenberg. Achtung Dienstag, den 9. Juni, abends 8, Uhr, im großen Saale des Herrn Höflich, Frankfurter Chauffee Nr. 120: Oeffentl. Versammlung. Tages- Ordnung: Butterhandlung J. Maeding. Des Volkes Wille ist das höchste Geſetz. Filialen: empfiehlt in seinen Andreas Markthalle Stand 115-118. Krautstraße 48, dirett neben der Halle. Grüner Weg 85. Referent: Genosse Albrecht Fülle. Gute Kochbutter 90 f. 2. Freie Aussprache. Pf. Gegnerische Kandidaten sind brieflich eingeladen. Feinste Grasbutter 100. 110 Achtung! sowie täglich frische Eier, alle Sorten Käse, deutscher und französischer Art. Wiederverkäufer erhalten direkten Engros- Preis, da ich mit verschiedenen erstklassigen Molkereien abgeschlossen habe. Um geneigten Zuspruch bittend, zeichnet 17692* Hochachtungsvoll die Firma: J. Maeding. Villen- Kolonie Nieder- Schönhausen Baustellen in schönster Lage Nieder- Schönhausens an vollständig regulierten Straßen mit Gas- u. Wasserleitung; nur hochliegendes, trodenes Land, per R. von 85 Mk. an. 7692* Auskunft jederzeit im Bureau, Kaiserweg 3, Nieder- Schönhausen. Braut Hochzeit- Selde. Ehe Sie Seide kaufen, überzeugen Sie sich, welche bedeutenden Vorteile mein Einzelverkauf zu Engrospreisen an Private bietet. Seiden- Damaste schwarz, weiß, farbig b. 1,20, Blusen- und Roben- Seide v. 1,00, Futter- Seiden jeder Art v. 75 Pf. Reinseidene schwarze Damaste 15,00, 20,00 u. 25,00 p. Robe. Unerreichte Auswahl sämtlicher Seiden von den einfachsten bis elegantesten Genres. Bitte genau auf Engrosfirma und Adresse zu achten. Seiden- Engros- Haus Hermann Herzog, jetzt nur Spandauer Strasse 33-35, 1 Treppe, Ede Simons- Apotheke. Gegründet 1878. Telegramm- Adreffe: Herzogseiden. Abessinier- Brunnen b. 15 M. ant. in garant. bekannter Güte und bester Ausführung Koblank& Co., Bumpen Fabrik, Berlin N., Reinickendorferstr. 54a Erdbohrer leihweise gratis. Illustrierte Kataloge gratis Gustav Wendt, Berlin NW. 5 Alte, gut erhaltene Pumpen 35 Wilsnackerstr. 35. spottbillig. 11862* J.B Mufter franco. J. Baer Badstr.26, Prinz- Allee Schliemannstr. 37. u. Herren- und KnabenModen. Berufskleidung. Elegante 10592* Paletots und Mäntel. Grosses Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Mass. Allerbilligste, streng feste Preise. 222/14 Täschner. Achtung! Dienstag, den 9. Juni cr., abends 8%, Uhr: Mitglieder- Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 7. Tagesordnung: Der Vertrag der Täschner. Es ist Ehrenpflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung anwesend zu sein. 157/13 Die Schlichtungskommiffion. Lese- und Diskutierklub ,, Südost". Mittwoch, den 10. Juni cr., abends 8, Uhr, bei Tolksdorf, Görlitzerstraße 52: Vortrag des Genossen Chan: Der Gottesbegriff sowie dessen socialpolitische Bedeutung im Leben der Völker. Gäste willkommen. 287/7 Der Vorstand. Central- Kranken- u. Sterbekaffe der Tischler usw. Oertliche Verwaltung Berlin H. Montag, den 8. Juni 1903, abends präcise 8 Uhr: Mitglieder Versammlung : im Lokale des Herrn Tolksdorf, Görlizerstr. 58. Tages- Ordnung: 1. Besprechung der Vorlage zur Generalversammlung im Juli 1903 in Würzburg, eventuell Stellung von Anträgen dazu; 2. Wahl des Delegierten; 3. Wahl der Ortsverwaltung und Beitragssammler. 184/8 Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreiches u. pünktliches Erscheinen notwendig. Die Ortsverwaltung. ber Kinderwagen 7 M. Gummiräder 12,00 M., nidelt 15,00, 20 bis 80 M., Kindersportwagen 4,50, 6-30M., Kinderbettstellen 7,00, 20-50.,* Tische, Stühle. Gustav Linke, I. Geschäft: Prinzenstr. 55. II. Gefch.: Rosenthalerstr.571. !! Von 36 Mark an!! Anzug nach Maß, neueste Muster, reinw. Stoffe, feinste Zuthaten, 2 Anproben, für tadellosen Sik goldene Medaille. Ludwig Engel, Prenzlauerstr. 23 II, Alexander: play. Komme mit Muster Maßfarte. Gegr. 1892. Lucas' Fussboden- Glanzlack eben, auch außerhalb. Bost sofort trocken, Pfd. blitzblank, 50 Pf. unverwüstlich. Küchenmöb.- Lackfarbe pro Pfd. 75 Pf. zu haben in den meisten Droguenhandlg. Georg Lucas, Farbenfabrik, SW. Bernburgerstr. 8. Credit 91/18 Monatlich 10 Markliefere Anzüge, Paletots nach Maß. Per Kaffe allerbilligste Preise. Wer selbst Stoff hat v. 20 M. an. Schneidermstr., Tel.: 6a, 12079.[ 17572* J. Tomporowski, Prinzenstr 55. • Fünfter Kreis. Montag, den 8. Juni, abends 8%, Uhr: J sechs grosse öffentliche Wähler- Versammlungen bei Schulz, Belforterstraße 15, bei Dießner, Landsbergerstraße 37, im Grand Hotel Alexanderplak, blauer Saal, Eingang Königstraße, im Rosenthaler Hof, Rosenthalerstraße 11/12, im Vereinshause Stier, Linienstraße 96, in den Johannis- Sälen, Johannisstraße 20. Tages Ordnung in allen Versammlungen: 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahl. Referenten: Georg Davidsohn. Franz Kokke. Leopold Liepmann. Hugo Pochsch. Leo Schmidt. Ofto Wels. 2 Diskussion. Der Kandidat des Kreises, Robert Schmidt, wird in den Versammlungen anwesend sein. Zahlreiches Erscheinen erwartet 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 217/9 Wählerversammlungen: Montag, den 8. Juni, abends 8 Uhr, in der„ Victoria- Brauerei", Lüzowstraße 107/108: Referent Genoffe Georg Bernhardt. Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, in der Berliner Bockbrauerei", Tempelhofer Berg: Referent Genoffe Wolfgang Heine. Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, im Lokal Königshof", Bülowstraße 37/40: Referent Genoffe Wilhelm Pfannkuch. Mittwoch, den 10. Juni, abends 8 Uhr, in Kliems Festsälen, Hasenheide 13/15: Referent Genosse Georg Ledebour. Mittwoch, den 10. Juni, abends 8 Uhr, im Wilhelm Theater", Friedrichstraße 236: Referent Genosse Dr. Alfred Bernstein. Tagesordnung in allen Versammlungen: Die Reichstagswahlen und die bürgerlichen Parteien." Recht zahlreichen Besuch erwartet [ 210/ 9*] Das Wahlkomitee, Dritter Wahlkreis. Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, 212/ 7* im großen Saale von Buggenhagen, am Morigplak: Wähler- Versammlung. Das Wahlkomitee. 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 8. Juni, abends 8 Uhr: Wähler- Versammlung bei Keller, Koppenstr. 29. Referent: Schriftsteller Ströbel. Freie Diskussion. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen, ihre Be- 214/ 14* deutung und unsre Gegner. Ref.: Reichstags- Abg. R. Fischer. 2. Diskussion. Rege Beteiligung von Wählern aller Parteien erwartet Das Wahlkomitee. VI. Wahlkreis! Das socialdemokratische Wahlkomitee. Oeffentl. Versammlungen 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr: In der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49. Referent: Der Kandidat des 5. Kreises Nob. Schmidt. Sm Feldschlösschen, Müllerstr. 142. Referent: Dr. Curt Freudenberg. In O. Gramottes Saal, Bergstr. 12( einberufen vom Soc. Wahlverein. Gäste freundlichst eingeladen). Referent: Der Kandidat des Kreises Georg Ledebour. Jm Berliner Prater, Rastanien- Allee Nr. 7. Referent: Stadtverordneter Borgmann. In Wernaus Festsälen, Schwedterstr. 23/24. Referent: Schriftsteller Davidjohn. Mittwoch, den 10. Juni, abends 8 Uhr: Bei E. Daase, Brunnenstr. 154. Referent: Der Kandidat des 5. Kreises Nob. Schmidt. Tages- Ordnung in allen Versammlungen: 1. Die Reichstagswahlen und unsre Gegner. 2. Freie Diskussion. Die Gegner find freundlichst eingeladen und wird ihnen volle Redefreiheit garantiert. Bu recht zahlreichem Besuche laden ein Die Einberufer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Donnerstag, den 11. Juni, der Zahlabend stattfindet. Das Erscheinen sämtlicher Genossen ist notwendig, da an diesem Zahlabend die Aufstellung für die am Tage der Wahl auszuübende Thätigkeit gemacht werden soll. Rixdorf. 248/ 5* 2 Volks= Versammlungen Mittwoch, den 10. Juni cr., abends 8%, Uhr: Str. 147; 1. im Lokale des Herrn Gröpler, Bergstraße Nr. 147; 2. im Lokale des Herrn Thiele, Bergstraße Nr. 152. Zages Ordnung: 1. Die Gegner vor und nach der Reichstagswahl. 2. Diskussion. Referenten: Genosse Redakteur Ströbel; Genoffe Albrecht Fülle. Zahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. [ 232/12] Schöneberg. Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr: Oeffentl. Wähler- Versammlung im Lokale ,, Zur Drachenburg", Vor dem Schlesischen Thor 1-2. Tages Ordnung: 1.„ Die politischen Parteien im verflossenen Reichstage". 2. Diskussion. Referent: Genosse Ströbel. Der Kandidat der konservativen Partei, Herr Dr. Wegner, ist zu dieser Versammlung brieflich Zahlreichen Besuch der Genossen und Genossinnen erwartet Das socialdemokratische Wahlkomitee. eingeladen. 214/ 16* Charlottenburg. Am Montag, den 8. Juni'cr., abends 8%, Uhr, im Volkshause, Rosinenstraße Nr. 3: Volksversammlung der frauen des Kreifes Teltow- Beeskow- Gharlottenburg Tages- Ordnung: 1. Belches Interesse haben die Frauen am Ausfall der Reichstagswahl? Referent: Dr. Alberty. 2. Freie Diskussion. Zahlreichen Besuch, auch von den Männern, erwartet Dienstag, den 9. Juni, abds. 8% Uhr, im Obftfchen Lokale, Meiningerstr. 8: 230/9 Oeffentl. Wähler- Versammlung. 203/3 Zages Drdnung: 1. Die Reichstagswahlen. Referent: Fritz Zubeil. 2. Distufion. Zahlreichen Besuch erwartet Wähler aller Parteien sind eingeladen. Das socialdemokratische Wahlkomitee. 3. A.: Karl Wollermann, Frankenstr. 7. Achtung! Maurer! Achtung! Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer Berlins und Umgegend. In Nr. 23 der„ Einigkeit" befindet sich ein Aufruf von der Geschäftsleitung unsrer Centralisation, worin die Die Kreisvertrauensperson: Frau Thiel, Tempelhof. Handlungsgehilfen! Dienstag, den 9. Juni 1903, abends 9 Uhr, im Feen- Palast, Burgstraße: Oeffentliche Versammlung. Es fpricht Paul Singer über: Wen wählen wir bei den kommenden Reichstagswahlen. Nach dem Vortrage freie Aussprache. 287/2 Zu dieser Versammlung find alle Handlungsgehilfen, welcher Parteirichtung sie auch angehören, eingeladen. Der Einberufer: August Penn, Friedrichsbergerstr. 14. Stukkateure! Montag, abends 8 Uhr, in sämtlichen Zahlstellen: Kollegen Deutschlands aufgefordert werden, soviel wie möglich am Tage der Wahl, am 16. Junt, die Arbeit ruhen Zusammenkünfte der Kollegen zu laffen. Kollegen! Unterzeichneter Borstand richtet an Euch die dringende Mahnung, Euch diesem anzuschließen und auf jedem Bau dahin zu wirken, daß die Arbeit am 16. Juni ruht; wo das Einverständnis mit den Arbeitsgenossen für den ganzen Tag nicht erzielt wird, darf aber die Arbeit in keinem Fall über Mittag ausgedehnt werden. Wir erwarten, daß Ihr Euch als Männer zeigt und auf alle die Schmähschriften, welche von den Brotund Kornwucherern, den Unterdrüdern der Arbeiterrechte verbreitet werden, am 16. Juni die gebührende Antwort 175/9 zur Entgegennahme wichtiger Mitteilungen und Zahlung der Beiträge. Die auf Sonntag besprochenen Zahl: ftellen- Zusammenfünfte fallen daher aus. Bahlreiche Beteiligung aller Stollegen erwartet Die Ortsverwaltung. Café- Restaurant Verlangen Sie bei Ihrem Cigarrenhändler gebt, diese aber nicht allein darin besteht, daß Ihr am Tage der Wahl die Stimme für den socialdemokratischen F. Heinisch, Kandidaten abgebt, sondern Euch zu den Flugblattverbreituagen, sowie am Tage der Wahl den socialdemokratischen Wahlkomitees zur Verfügung stellt. Heute, vor der Wahl, buhlt die ganze Reaktion, vom Freifinn bis zu den 129/11 Stonservativen, um den Arbeiter. Unfre Parole ist: Nieder mit der Reaktion! Dresdenerstr. 128/29. Kaffee 10 u. 15 Pf. Gute Küche. 2 Billards, Stunde 40 Pf., bestens empfohlen.[ 1043* Der Vorstand. J. A.: H. Mekke. Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid, in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drut und Verlag: Vorwärts Malinda! 12912* Beste Qualitäts- Cigarre in allen Preislagen. Generalvertreter: S. Rund, Marsilius- Strasse 23 II, Amt VII, 1924. Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 130. 20. Jahrgang. Amerika. 4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, den 6. Juni 1903. Sonntag, 7. Juni 1903. Ueber die Vorgänge nach der Versammlung schreibt uns ein Leser des Vorwärts": " Danach scheint thatsächlich die Erklärung, mit der zu Anfang hatte, schloß die imposante Versammlung mit brausenden Hochs auf April die Hochofenwerke von Alabama, Tennessee und Virginien die Partei, den Genossen Bebel und den Kandidaten R. Fischer. ( nächst Pennsylvanien und Ohio liefert Alabama am meisten Roh- Langsam verliefen fich die ungeheuren Massen, die dem sich entBerliner Börse. Zur wirtschaftlichen Lage in den Vereinigten Staaten von eisen) ihre Preisherabsetzung für Gießerei- Roheisen begründeten, fernenden Genossen Bebel noch wiederholt auf der Straße vor dem Amerikanischer Außenhandel in Eisen und Stahl Steigerung nämlich daß diese Herabsetzung nur aus Rücksicht auf die Preis- Lokal sowie auf der Belle- Alliancestraße Ovationen darbrachten. der Produktionsfähigkeit der amerikanischen Eisenindustrie. Streifs. unterbietungen der fremden Konkurrenz erfolge, nicht unberechtigt zu Erwähnt sei noch, daß socialdemokratische Frauen dem Genossen Die trübe Stimmung, die schon seit Wochen die Börse beherrscht, sein. Es kommt jedoch dabei in Betracht, daß im ersten Quartal des Bebel ein herrliches Blumenbouquet gestiftet hatten. Lastete auch in letter Woche auf ihrem Verkehr. Wenn der bewölkte Jahres 1902 der Import relativ niedrig war, dann aber im weiteren Horizont durch irgend welche besseren Nachrichten von der New Laufe des Jahres sich mit geringer Unterbrechung stetig steigerte, Yorker oder Londoner Börse sich zeitweilig etwas erhellt und die so daß am Ende des Jahres die Roheisen- Einfuhr mit 625 383 Baisse zu kleinen Deckungskäufen greift, kommt zwar einiges Tonnen, der Import von Bruch- und Alteisen mit 109 510 und von Nach Schluß der Versammlung begleiteten den Genossen Bebel Leben den sich träge hinschleppenden geschäftlichen Ver- Ingots, Stahl- Billets zc. mit 286 830 abschloß. Es entfällt demnach viele Hundert Personen. Kurz vor der Gneisenaustraße stellte sich fehr. Ein flüchtiger Sonnenstrahl stiehlt sich in die Hallen z. B. im Durchschnitt auf ein Quartal in 1902 ein Import von rund ein Polizeilieutenant mit drei Schußleuten dem Menschenstrome entan der Burgstraße. Doch nur auf kurze Zeit; dann verschwindet er 156 300 Tonnen, während im ersten Vierteljahr 1903 sich die Einfuhr gegen und forderte zum Auseinandergehen auf. Die Antwort war hinter drohenden Wolken, die Spekulation schreitet besorgt zur auf beinahe 215 500 gestellt hat immerhin eine ansehnliche Mehr- ein dreimaliges, donnerndes Hoch auf Bebel, das schmetternd durch Realisation der geringen Gewinne, die Kurse geben nach und einfuhr. Aber dieser Unterschied von 59 200 Tonnen erscheint für ameri- die Belle- Alliancestraße Klang. Genosse Bebel bog in die Gneisenauwie vorher gähnt wieder aus allen Ecken eine öde Langeweile. fanische Verhältnisse doch recht kleinlich, wenn man berücksichtigt, daß von straße ein und bestieg eine geschlossene Droschke. Bei der Abfahrt Was mag drüben werden, wie wird sich die Lage des Eisen- Januar bis Ende März in der Union nicht weniger als 4 552 000 wieder donnernde Hochs. An der Belle- Alliance- Brücke war untermarktes weiter gestalten, wie faßt die New Yorker Börse die Tonnen Noheisen erzeugt worden sind; also doch die Mehr- dessen ein Aufgebot von etwa 20 Schuhleuten aufgestellt worden. Situation auf? Das sind die Fragen, die fast jeden beschäftigen. einfuhr an Roheisen noch nicht 1 Prozent der einheimischen Ein Schußmann hatte die betreffende Wache alarmiert, indem er Und dieses Hinüberblicken nach dem Treiben in Wallstreet ist nur Erzeugung erreichte. Und dasselbe Resultat ergiebt sich, wenn man mit der Elektrischen vorausgefahren war. allzu begreiflich, hängt doch von der dortigen Marktlage ab, ob die was hier zu weit führen würde die amerikanische Produktionsregere Beschäftigung, der sich seit einigen Monaten die deutsche steigerung in den wichtigsten Eisen- und Stahlartikeln mit der Zu- Thema wurde in einer am Freitag in der Victoria- Brauerei abge= ,, Wen wählen wir bei den kommenden Reichstagswahlen?" Dies Eisenindustrie erfreut, einem Rückschlag wird weichen müssen. nahme des Imports vergleicht. Verschärft wird diese Verstimmung der Börse dadurch, daß sich Ist deshalb auch ein gewisser Einfluß des gestiegenen Imports haltenen, gut besuchten öffentlichen Versammlung der Handlungsnoch immer kein Ueberblick über die amerikanische Marktlage ge- auf die jetzige Lage des amerikanischen Eisenmarktes nicht zu gehilfen erörtert. Referent war Georg Bernhard. Redner winnen läßt. Die von drüben einlaufenden Berichte wiedersprechen, leugnen, so ist es doch geradezu absurd, wenn von amerikanischer führte aus, daß von der Zeit an, wo die Socialdemokratie sich an die wenn auch als Ganzes sich aus ihnen eine weitere Abflauung er- Seite behauptet wird, an der jetzigen Kalamität sei nur indolenteste Schicht der Handelsangestellten herangemacht habe, sich giebt, doch im einzelnen einander oft in der seltsamsten Weise. Eine der forcierte Import schuld. Die Ursache der Ermattung des Marktes unter den bürgerlichen Parteien eine wahre Höllenangſt bemerkbar Motivierung hebt die andre auf, und zwischen Ursache und Wirkung ist vielmehr, wie bei uns in den Jahren 1898/1900, in einer über- gemacht habe. Man habe versucht unter Anwendung der bekannten findet eine fortwährende Verwechselung statt. Jeder Fachmann be- schnellen Vermehrung der Eisen- bezw. Stahlproduktionsbetriebe zu Sudel- und Lügenschriften namentlich von freisinniger und antiurteilt die Gesamtlage des Eisenmarktes eben nach der Situation suchen, die noch stetig anhält. So stellte sich beispielsweise am semitischer Seite, die Klasse der Handelsangestellten der verrotteten jener Branche oder jenes Specialfachs, in dem er selbst thätig ist und das 1. April d. J. die Zahl der Hochöfen auf 315 mit einer wöchent- Socialdemokratie" abspenstig zu machen. Allerdings vergebliche Liebeser am besten übersieht, und da die Produktions- wie Abfaz lichen Produktionsleistung von rund 376 570 Tonnen, mühe! Gegenwärtig im Wahlkampfe werden wieder sämtliche verhältnisse für die verschiedenen Branchen verschiedenartige find, während am 1. April v. J. die Produktionsfähigkeit pro Woche nur Ammen- und Lügenmärchen, so zum Beispiel daß die Socialdemo ergeben sich schon daraus die abweichendsten Urteile. Dazu kommt, 337 420 Tonnen betrug. Und wenn am Schluß dieses Jahres die kratie den Mittelstand mit Gewalt vernichten will, daß fie Teilen daß die großen amerikanischen Blätter größtenteils dem Einfluß der jetzt noch im Bau befindlichen Hochöfen mitarbeiten werden, wird und nur alles mögliche Schlechte für den Arbeiter und HandlungsInteressentengruppen noch weit zugänglicher sind, daß der innere voraussichtlich die Produktionsfähigkeit wiederum um circa gehilfen will, aufgetischt. Nach einer eingehenden Schilderung der Absazmarkt ausgedehnter und schwerer zu übersehen ist und ferner 25 000 onnen pro Woche gestiegen sein. Sünden der Freifinnigen Volkspartei im Reichstage, in den einzelnen Der die bloße geschäftliche Routine drüben noch bedeutend höher be- Dieser Thatsache, daß die Exportzunahme mur von neben- Landtagen und Kommunalvertretungen, speciell unter Berücksichti wertet wird als bei uns. Und doch hat erst wieder der Hereinbruch sächlicher Bedeutung ist, und die eigentliche Ursache der Markt- gung der Wünsche und Forderungen der Handelsangestellten empfiehlt der letzten Kriſe in Deutschland und die unrichtige Beurteilung abflauung in der überschnellen Steigerung der Produktionsfähigkeit Redner unter stürmischen Bravorufen, am 16. Juni dem Vertreter ihrer Folgeerscheinungen durch die erfahrensten Prattiter aufs neue liegt, beweist aber auch, wie trügerisch die Hoffnung ist, mit einer der Socialdemokratie in zweiten Sereise, Genossen Richard Fischer, bewiesen, daß zur Erkennung der allgemeinen volkswirtschaftlichen Ermäßigung der europäischen Zufuhr werde sich wieder der frühere die Stimme zu geben. Auf die wiederholte Aufforderung des VorZusammenhänge und Tendenzen die Nichts- als- Praxis, so nützlich flotte Absatz für einheimische Eisenerzeugnisse auf dem amerikanischen fizenden trauten sich die anwesenden Gegner nicht zum Wort. fie beim einzelnen Geschäftsabschluß sein mag, nicht ausreicht, Markt einstellen. Die Folge einer Krise wird vielmehr eine Kandidat des Kreises, Richard Fischer, nahm in scharf sondern einer Ergänzung durch die analysierende Theorie bedarf. verstärkte Konkurrenz amerikanischer Eisenwaren auf fremden pointierten Ausführungen eine gründliche Abrechnung vor mit der Für solche Ünzulänglichkeit lassen sich fast aus jedem der so- Märkten sein. Freisinnigen Volkspartei, die überall als der Preisfechter für die genannten fach- und fachverständigen Berichte, die in letzter Zeit von den Bourgeoisie, für das Junkertum auftrete. Mit einem Appell, für die Wahl des Vertreters der Socialdemokratie einzutreten und zu stimmen, schloß er unter stürmischen Beifallsbezeugungen. Nachdem noch der Vorsitzende August Penn einige beherzigende Worte für fleißige rege Mitarbeit für die Wahlen an die Versammelten gerichtet, wurde die Versammlung mit Hochrufen auf die internationale Socialdemokratie und Richard Fischer geschlossen. Indes ist es nicht nur die weitergreifende Abflauung des Eisengroßen amerikanischen Blättern veröffentlicht sind, Beispiele beibringen. marktes, welche die wirtschaftliche Lage der Union in einem minder Wir finden dort allerlei widerspruchsvolle Angaben über die Nachfrage, rosigen Lichte erscheinen läßt, auch die in letzter Zeit faft überall in über die Größe der Bestände, die Beweggründe der Preisherabsetzungen, den verschiedenen Staaten ausgebrochenen Streits beunruhigen die aber ein Eingehen auf die besonderen Eristenz- und Prosperitäts- amerikanische Geschäftswelt. Es hat lange genug gedauert, bis die bedingungen der verschiedenen Branchen der Eisen- bezw. Stahl- amerikanischen Arbeiter zu der Meinung gekommen sind, daß auch induſtrie, auf ihre Abhängigkeit von einander, ihren Zusammenhang ihnen ein Anteil an dem hereinströmenden Goldsegen gebührt, und mit der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung der Vereinigten Staaten soweit sie Forderungen aufstellten, haben sie sich, wie die Anthracit während der letzten Jahre, auf den Ausgangspunkt der jezigen rück- Grubenarbeiter, meist mit recht bescheidenen Brocken von der läufigen Bewegung sucht man vergebens. An der Stelle einer derartigen, Herren Tische abspeisen lassen. Nun reichlich spät, vielleicht die wirtschaftlichen Zusammenhänge analysierenden Betrachtung be- in manchen Fällen zu spät verlangen fie Lohnerhöhungen, die der gnügen fich meist die Braftifer mit allgemeinen Redensarten: Bemerkungen Preissteigerung der Nahrungsmittel und Industriewaren entsprechen, darüber, daß es ja hier unter dem wechselnden Mond nicht immer und da die Unternehmer sich darauf nicht einlassen wollen, haben so bleiben könne, daß auf die Hochkonjunktur naturgemäß eine vielfach die Arbeiter zur Einstellung der Arbeit gegriffen, oder sind, Reaktion folgen müsse, daß die Preise zu hoch geschraubt worden wenn sie sich nicht in die Bedingungen der großen Gesellschaften feien und mun bei einem Nachlassen der Nachfrage wieder sänken usw. fügen wollten, ausgesperrt worden. Nicht nur die Textilarbeiter der Dieses ganze Herumdeuteln an Folge- Erscheinungen, oft sogar Neu- England- Staaten und die New Yorker Bau- und Erdarbeiter nebensächlichster Art, macht den Eindruck einer Theaterkritit, die, da streiten, auch aus verschiedenen andren Ortschaften und Gewerben ihr die Leitgedanken des betreffenden Stücks und die Auffassung der wird der Ausbruch größerer Streits gemeldet. Rollen durch die Spielenden unverständlich geblieben ist, sich an allerlei Aeußerlichkeiten hält und über einige allgemeine Versicherungen, daß dieses schön und jenes minder schön gewesen sei, nicht hinaustommt. Und da von hier aus bei der Verschiedenheit deutscher und amerikanischer Verhältnisse und der Unmöglichkeit der Nachprüfung Wahlverfammlungen. Eine Maffenversammlung im zweiten Wahlkreise. Tat. Dritter Wahlkrets. In der Wählerversammlung, die am Freitag im„ Dresdener Kasino" tagte, hielt der Kandidat Wolfgang eine eine Ansprache an die Wähler und führte unter anderm aus, daß, wenn man sich den Kampf, den die Socialdemokratie geführt hat, vergegenwärtigt, und wenn es nach Recht und Gerechtigkeit ginge, die Socialdemokratie allgemein als die Vertreterin der Rechte des Volkes anerkannt werden müßte. In der That war ja der Kampf gegen die Zölle nichts Socialistisches, und er wurde ja auch nicht für die Arbeiter allein geführt, sondern ebenso sehr im Interesse der Arbeitgeber, der Kleingewerbetreibenden und der Industriellen, abgesehen von einigen Großindustriellen. Aber statt daß das anerkannt würde, sehen wir, wie sich alle Feinde gegen uns vereinen, um uns zu unterdrücken. Rechnend mit der Vergeßlichkeit der Wähler, erfinden sie den größten Schwindel, um ihren eignen Verrat zu berschleiern und die Socialdemokratie zu verleumden. An verschiedenen Thatsachen kennzeichnete der Redner sodann das Verhalten der Als Gegner und erläuterte die Stellung der Socialdemokratie. wurden, sich niemand zur Diskussion meldete, nahm der Reichstagsnach diesen Ausführungen, die mit starkem Beifall aufgenommen urne zu führen. mancher Angaben sich ein eignes Urteil kaum gewinnen läßt, bleibt Eine wahre Völkerwanderung nach der Bockbrauerei am vorerst nichts übrig, als abzuwarten, bis drüben die Thatsachen unsre Genossen aus dem zweiten Wahlkreise sowohl an Gesinnungsvorerst nichts übrig, als abzuwarten, bis drüben die Thatsachen Tempelhofer Berg hatte am 5. Juni die Einladung zur Folge, die deutlicher sprechen. Ist es doch z. B. noch immer nicht möglich, freunde, wie an alle politischen Gegner zu einer Wählerversammlung Abgeordnete Südekum das Wort zu seinem Vortrage über die aus den widerstreitenden Berichten zu entnehmen, wie es zur Zeit um den Weiterausbau hatten ergehen lassen, wo Bebel Referent war. Gleich nach Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen. Der Redner, der des Eisenbahnnetzes 17 Uhr wurde bereits der große Saal polizeilich gesperrt. In hauptsächlich den Wuchertarif und seine schlimmen Folgen beleuchtete, steht, об in diesem bereits eingetreten ist, ob eine baldige weitere Einschränkung der Arbeiten drangvoll fürchterlicher Enge harrten hier etwa 3000 Personen des vies zunächst darauf hin, daß diese Angelegenheit noch keineswegs in Aussicht steht, wie weit für die in Angriff genommenen Strecken Beginns, ebenso viel kehrten um und Taufende hielten den großen erledigt ist, daß der Kampf im nächsten Reichstage von neuem beschon die Materialien beschafft find usw. Alles Fragen, die in An- Garten besetzt. Von ihnen konnten viele den Redner hören, da die ginnt und erst in der Regelung der Handelsverhältnisse seinen Abbetracht des enormen Einflusses, den während der letzten Jahre der Saalthürer und Fenster nach dem Garten offen gehalten werden schluß finden wird. Der Redner beurteilte treffend unsre politischen Eisenbahnbau in den Vereinigten Staaten auf die Gestaltung des durften. Schuhleute hatten hier Posto gefaßt, um ein Vorwärts- Bustände, machte darauf aufmerksam, daß unzweifelhaft neue Militäramerikanischen Eisenmarktes erlangt hat, äußerst wichtig sind. drängen der Massen in den überfüllten Saal hinein zu verhindern. forderungen bevorstehen und schloß seinen gehaltreichen Vortrag mit Einen gewissen Anhalt zur Beurteilung der Lage des Marktes Genoffe Bebel, stürmisch begrüßt, geißelte besonders die Kampfes- dem Hinweis darauf, daß es nun vor allem gilt, immer neue Scharen bietet allerdings die amerikanische Ein- und Ausfuhrstatistik; aber weise des Freisinns und ihres Führers Eugen Richter und seiner mit dem Geiste des Socialismus zu durchdringen und an die WahlDer Vortrag fand großen Beifall. Gegner erstens hinkt sie natürlich immer ein bis zwei Monate hinter der Trabanten, wie er sie besonders bei seinen Agitationsreisen im Entwickelung her, und zweitens bedarf sie einer Ergänzung nicht nur daß es auch auf den Geisteszustand einwirke, wenn man Aussicht eifriger Beteiligung an der Wahlarbeit sowie an der am Montag Entwickelung her, und zweitens bedarf sie einer Ergänzung nicht nur Reiche zu beobachten Gelegenheit hatte. Kein Wunder, meinte er, meldeten sich nicht zum Wort. Der Vorsißende och forderte zu durch die Produktions-, sondern auch durch eine Bestellungsstatistit, wobei die Aufträge genau nach den Lieferungsterminen unterschieden habe, mit Hilfe der Nationalliberalen oder des Centrums gewählt stattfindenden Flugblattverbreitung auf. Ueberall im Lande drucke die bürgerliche Presse aller In Dobersteins Saal tagte am Freitag ebenfalls eine gut betverden müßten. Eine Statistik der Tegtgenannten Art fehlt aber zu werden. gänzlich. Immerhin bleibt es interessant, die Entwickelung des Richtungen die Erzeugnisse Richterschen Geistes ab. Nichts vom fuchte Wählerversammlung für den dritten Kreis. Genosse amerikanischen Außenhandels in Eisen und Stahl zu verfolgen. Kampfe um Volkswohlfahrt und Freiheit finde man darin, sondern Dr. Freudenberg charakterisierte die Stellungnahme der hier Manches wird dadurch klarer. nur die gehässigste, eines wahrhaft Liberalen unwürdigste Be- in Betracht kommenden Parteien zu den stetig anschwellenden MilitärNach dem„ Engineering and Mining Journal" betrug der Ge- fämpfung der Socialdemokratie. Redner erinnert daran, daß Richter und Marinelasten und übte eine schonungslose Kritik an dem Flublatt samtwert des in die Vereinigten Staaten eingeführten Eisens und auch schon vor vielen Jahren, als neben dem Reaktionär Lucius der des Direktor Jäger, des Kandidaten der Freisinnigen Volkspartei. Stahls für das erste Vierteljahr 1903 12 393 810 Dollar und über- Socialdemokrat Capell bei einer Wahl in Frage fam, Richter seinen Besonders beleuchtete er hierbei die kniffliche Stichwahltaktik der Freitraf damit die entsprechende Summe des Vorjahres um 6501 722 Gesinnungsfreunden telegraphierte: Nicht Capell, sondern Lucius! finnigen, wie sie in Berlin und in der Provinz geübt wird. Hier in Dollar oder um mehr als 100 Proz. Der erheblich gesteigerte Ver- und Lucius wurde gewählt. Genau so verfahre man jetzt nach Berlin hoffen die Freisinnigen mit den Socialdemokraten in Stichbrauch an Halbfabrikaten in den Vereinigten Staaten war der Richterschem Recept. Wenn E. Richter einmal nicht mehr fein werde, wahl zu kommen, deswegen auch deren zarteste Rücksichtnahme auf Grund dieser außergewöhnlichen Einfuhrvermehrung; an derselben dann werde man auf seinen Grabstein mit Fug und Recht die Worte die Gefühle der Konservativen resp. Antisemiten, um diese nicht vor waren namentlich beteiligt Roheisen und Stahlbillets aus Groß- fehen können:" Hier ruht, der den Liberalismus zu Grunde richtete." den Kopf zu stoßen. Dagegen ein wüstes Geschimpfe auf die Social= britannien und Deutschland. Die Mengen der Haupteinfuhrwaren( Stürmische Zustimmung.) Nichts Kläglicheres könne es geben, als demokratie, womit die Freisinnigen sich die Sympathie der Kon= zeigten von Januar bis März gegenüber 1902 nachstehende Ver- daß die Freifinnige Boltspartei sich in verschiedenen Streifen mit fervativen und Antisemiten und damit gleichzeitig beren Stichwahlschiebungen: Januar bis März Zu- od. Abnahme den reaktionären Parteien verbunden habe und ihnen schon im ersten hilfe sichern wollen. In der Provinz, z. B. im Wahlkreise TeltowWahlgange ihre Stimmen zuführe. Redner entrollte noch weiter Beeskow, ist die freisinnige Taktik gerade umgekehrt. Dort sind die das Sündenregister des Freisinns, widerlegte in knappen, aber durch Konservativen den Freisinnigen von vornherein überlegen. Um nun Roheisen schlagenden Worten die bekannten thörichten Angriffe gegen die zu verhindern, daß die Konservativen mit den Socialdemokraten in Brucheisen und Stahl. Socialdemokratie und übte eine vernichtende Kritik an den be- Stichwahl kommen, schlagen die Freisinnigen gegen jene etwas Ingots, Billets und Blooms stehenden Zuständen. Ein Flugblatt des freisinnigen Rektors Bandt, kräftigere Töne an, damit sie an die Stelle der Konservativen rücken Weißblech der in Rottbus- Spremberg kandidiert, gab ihm unter anderm noch und in die Stichwahl kommen. Erklärte doch dort der Kandidat der Die Ausfuhr von Eisen und Stahl einschließlich Maschinen er- Anlaß zu einigen fräftigen kritischen Hieben. Nach diesem Flug- Freifinnigen eine halbjährige Militärdienstzeit für ausreichend, reichte im ersten Vierteljahr 1903 mur eine Wertsumme von blatt hat die socialdemokratische Vertretung des Kreises durch Antrick während in Berlin die Erhaltung der Wehrkraft ganz be22 344 050 Dollar gegenüber einer solchen von 23 816 660 Dollar im jedem guten Bürger, Bauern, Handwerker und jedem aufrichtigen sonders betont wird. Durch solche Künste suchen die Freisinnigen gleichen Zeitraum des Vorjahres; sie erfuhr also eine Wertverringerung Vaterlandsfreunde schwer auf dem Herzen gelegen". Auf dem dann in den Besitz von Mandaten zu gelangen. Es müsse Ehrensache um 1472 610 Dollar oder reichlich 6 Proz. Ein Rückgang der Aus ganzen Erdenrund gäbe es niemand, bemerkte Redner, der die der Arbeiterschaft sein, den Wahlkreis gleich im ersten Ansturm zu fuhr war vor allem bei Schienen und Konstruktionsstahl, ferner bei Mehrung der Socialdemokratie als Schmach empfände; nur das erobern. Hierauf nahm der Kandidat des Kreises, Genosse WolfRoheisen zu bemerken. Die Steigerung, die in dem Exportivert deutsche Bürgertum fei so erbärmlich, so etivas zu sagen. Und dann gang Seine, zu einer Ansprache das Wort. Scharf geißelte er bieler andrer Waren eintrat, findet vielfach nur in der außer- spreche das Flugblatt die Hoffnung aus, daß jeder deutsche Arbeiter, die Wahlpraktiken unsrer Gegner. Während vor 5 Jahren der Wahlordentlich niedrigen Versendung derselben im Jahre 1902 ihre der sein Vaterland liebe und die dem Könige als Soldat geschworene kampf mehr das Gepräge principieller Auseinandersetzungen trug, Erklärung. Für die Hauptausfuhr- Waren nahm der Export für Treue halte, sich mit Verachtung von der Socialdemokratie ab- verlegen sich die Gegner diesmal fast ausschließlich auf niedere VerJanuar bis März 1903 im Vergleich mit 1902 nachstehenden Um- wenden möge. Ja, Kreuzdonnerwetter, fvolle man denn die Leute unglimpfungen. Ihre Flugblätter seien nur noch ein Sammel= fang an: Januar bis März Zu- oder Abnahme auch als Staatsbürger auf ewig durch den militärischen Diensteid surium nichtswürdiger Verleumdungen gegenüber binden! Unerhört, daß Liberale so reden.( Stürmischer Beifall.) der Socialdemokratie und deren Führer. Als bewußter Wahlschwindel Mengen in Tonnen a 1016 Kilogramm Zum Schluß verwies Redner auf die Gefahren, die dem deutschen muß es bezeichnet werden, was in den Flugblättern der Freisinnigen Volke drohen, wenn nicht die nächste Wahl so glorios als möglich über die Haltung der Socialdemokraten bei den Zollverhandlungen für die Socialdemokratie ausfalle. Und speciell im zweiten Wahl- geschrieben werde. Aus der ganzen Haltung unsrer Gegner gehe treise müsse, um den sofortigen Sieg zu sichern, jeder das menschen- hervor, daß zwischen ihnen, den Freisinnigen und Konservativen resp. möglichste leisten, und wenn er schier zusammenbreche. Jeder an die Antisemiten ein wenn auch ungeschriebener Wahlpakt geschlossen ist, Arbeit, auf die Schanzen bortvärts zum Sieg!( Brausender, dessen Verwirklichung von der Arbeiterklasse unbedingt gleich im ersten andauernder Beifall.) Gegner meldeten sich trotz der besonderen Wahlgange verhindert werden müsse, wenn anders das werkthätige Aufforderung des Vorsitzenden nicht zum Wort. Nachdem noch der Volt vor dauerndem Schaden bewahrt bleiben wolle.( Lebhafter, Vorsitzende Scholz die Versammelten an ihre Pflichten erinnert wiederholter Beifall.) Gegner meldeten sich nicht zum Wort, Ware Ware Roheisen Billets und Ingots. Stangen. Bleche und Platten Schienen 1902 1902 1903 1903 Mengen in Tons a 1016 kg 215 494 182 120 18 491 76 173 6.089 33 374 5.889 14 136 18 893 24 380 90 309 12 804 1903 3 839 1903 11 412 7573 457 7 024 2653 511 54 28 624 10 649 3 075 1 037 3 625 422 26 748 21 431 24 174 . 7016 8014 Konstruktionsstahl Draht Nägel. о 7752 27 587 18 996 2743 998 Streng reell! Resterhandlung 1 Treppe. 38 Prinzenstr. 38 am Moritzplatz. Aus prima Gtoffeeften liefere tc) unter Garantie des guten Sizes mil; guten Butaten in sauberer Verarbeitung Anzüge nach Mass Serie I: 24 Mk. Serie II: 27 Mk. Serie III: 30 Mk. Paletots nach Maß 22 Mark an. am August Löther, Prinzenstr. 381. Moritzplatz ( vormals Leiter der Resterhandlung Bellealliancestr. 98 1). Man prüfe ohne Kaufzwang Köpenick, Müggelheimerstr. 29. ,, Grüne Trift" bon Wilh. Zeidler, letztes Lokal am Waldweg nach Müggelschloß, Teufelssee und Wendenschloß. 17242* Zu Landparthien 2c. empfehle mein Lokal zum geneigten Besuch. Speisen und Getränke in bekannter Güte zu soliden Preisen. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Restauration, Baugeschäft, billig zu verkaufen Charlottenburg, PestaIozzistraße 22. +133 Neuerbaute Villa und baureife Terrains mit 50 jähriger Laub- und Nadelwaldung, direkt an königlicher Cognac mit französ. Geschmack und Aroma kann nur aus französischen Grundstoffen niemals mit künstlichen Essenzen nach altbewährter Grundlage des streng französischen Verfahrens erzeugt werden. Reichel's Cognac- Extract Marke ,, Lichtherz", Neu verbessert und bedeutend verfeinert. Niemals lose. nur in Originalfl. à 75 Pf., fine Champagne*** Fl. 1,25 Mk. zur Selbstbereitung von feinstem Cognac, ist ein Destillat edler französischer Weine( Eau de Vie de Charente). In Deutschland unerreicht. Man überzeuge sich selbst durch einen Versuch! Glänzend begutachtet von Autoritäten der Wissenschaft.- Mehr als doppelte und dreifache Ersparniss.- Die Destillirung im Haushalte völlig kostenfrei! Otto Reichel, Berlin SO., Eisenbahnstr.4. Grösste Specialfabrik Deutschlands. Niederlagen in ganz Deutschland. Wo nicht erhältlich, Versand ab Fabrik. Man nehme aber nur Reichel's Lichtherz und nichts Anderes. Cognac- Extract mit dem Es giebt keinen Ersatz! Kleine Anzeigen. Möbel wegen Aufgabe des Geschäfts sofort billig. Möbelhalle Annenstraße 14. 17876* Abeffynierpumpen, Sauger, Rohre, Gartensprigen, Schläuche, billig. Schröder, Hochstraße 43. 1756b Eiserne Müllkästen, Gartentische, Stühle, Pumpen, Sauger, Rohr, Laternen Müllenhoffstraße 16 und 19. Laubenbau! Gebrauchte und neue Thüren, Fenster, Dachpappe, Teer, billig Kottbuserdamm 22. Forst, staubfrei, ozonreich, ruhige, ge- Stanthölzer, Bretter, Latten, Leisten, schütte Lage, passend für Sanatorien, Gärtnerei, Hühnerzucht, unmittelbar zwischen zwei Vorortstationen, verkauft Eigentümer Bloßfelds Villen- Kolonie, Stolpe( Nordbahn). 10716 aus feinsten Stoffen 9 bis 12 Mark. Vorjährige elegante Herrenhojen Verkauf Sonnabend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21, II. 15368* Polierlappen, saubere, Pfund 40 Pfennig, verkauft Handtuch- Verleih- Geschäft Rosenthal, Spandauerftraße 47/48, Fernsprecher I 3614. Ringschiffchen, Bobbin, SchnellLochmann's weltberühmte, bei einfachem Zurücklegen des Kopfes intensiv spülende Nasen- Douche Nasen- Douche ,, Frisch und Frei" aus Porzellan. D. R. G. M. 134776. Pat. in allen Staat. Grossartigste Wirkung. Tausendf. erprobt u. ärztl. empfohlen. à M. 1. i. Apotheken, Gummi- u. Parfümerie- Geschäft Wer Stoff hat, fertige unter Garantie tadellosen Sizes guter Buthaten Anzug 18 Mk. Alexander Schmidt, Wienerstr. 1-6, born 1 Treppe, 1. Aufgang, Eingang Skalikerstr. Mit Stoff Anzug von 27 Mk. an. Anzeigen für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstr. 69. bis 4 Uhr angenommen. 17426* Remat u. Silber, Berkaufe zwei Zimmer gute, geRechtsbureau. Langjährige Er- Schirmnäherinnen, die sauber diegene Nußbaummöbel spottbillig. näher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, folge! Fabisch, Grüner Weg vierund- und pünktlich liefern, finden dauernde Auch Schlagregulator, Stuzuhr 10,00, gebrauchte 12,00. Stopnickerstraße 60/61, neunzig( Andreasplak), Gerichts: Beschäftigung. brachtvolle, echte Delgemälde 8,00, Prenzlauerstraße 59/60 und Große beistand, Eingabengefuche, Rat Schirmfabrik, Krausenstraße 39. Stehjäulen 4,00, Rohrlehnstühle 3,00, Frankfurterstraße 43. + 96* erteilung. Geübte Schirmnäherinnen und Schaukelstuhl, Plüschsofa, Klavier, Restaurateurin verkauft ver= Vereinszimmer Holzmarktstr. 44a Futteralnäherinnen finden bei uns im Verschiedenes, Plüschtischdecke, Küchen- zugshalber Eisschrank, fünf Fremden-( Eichkazenkeller) zu vergeben. sachen. Wohnung mit Badezimmer zimmer und Küche, auch einzeln, fofort vermietbar Georgenkirchstraße 1a, alles unbenugt, Brautleuten sel- vergeben. Mezkow, Markusstraße 16. +146 Hause dauernd Beschäftigung. Remak Vereinszimmer, Pianino, zu straße 39. u. Silber, Schirmfabrik, Krausenborn eine Treppe. 1824b 123/9 tene Gelegenheit, echt fournierte Todesfall gutgehendes Schant- Muschelschränke 36,00, MuschelbettMittagstisch( Auswahl) mit Bier, geschäft zu verkaufen Cotheniusstraße 3. stellen, fomplett, 33,00, Plüschtisch- Kaffee oder Apfelwein 0,50 AnnenLehrfräulein zur feinen Damen decken 6,00, Rohrlehnstühle, fourniert, Wirtschaft, Nußbaum, Elegante 4,25, Säulenschrank, Säulenvertito, bellinerstraße 19 a. straße 16. für jeden Preis, passend Brautleuten, Regulator, goldene Damenuhr 16,00, Garnitur, Plüschsofa, Säulenspiegel, tisch 11,50, Säulentrumeau 36,00, geschnitte Schränke 40, elegante Schreibtisch, Paneelsofa 60,00, Sofa Wohnung vermietbar, Friedrichstr 113, Stores 2,25, Gardinen, Teppich 5,50. vorn II rechts. 123/8 Besichtigung empfohlen. Auch SonnRestaurant. Lokal vermietbar. 18286 tags. Schönhauser Allee 101/102, nommen wird. 18176* being nicht Ludwig, ele 18366 Geübte Prägerin verlangen Heh mann& Schmidt, Schönhauser Allee 164. + 64* wirt, Meranderstraße 13. Vereine zur Beteiligung. Krause, Gaſt= Dampferpartie nach Hessenwinkel. Sonntag, 21. Juni, suche noch zwei 18035* Vereinszimmer mit Pianino und Garten zu vergeben, auch passend für besonderen Druck hervorgehobene Jm Arbeitsmarkt durch 3ahlstelle Graudenzerstraße 6. Anzeigen kosten 40 Pf. pro Zeile. sänger und Musikbeflissene. Monats- Geldschrank- Schloß wird verlangt. Musikunterricht: Klavier, Violine, Cello, Flöte, Piſton, Theorie für An- Ein tüchtiger Werkzeugmacher auf honorar 6,00, Geschwister 10,00. Zwölf Dranienstraße 118. Stunden neuer Klaviermethode 15,00. 130/8 18155* +41 Wer Stoff hat, fertige Anzug, 20 Mart. Feinste Zuthaten, zwei ,, Tresor". Prenzlauer Allee 34. +77 Bauparzellen bei Bahnhof Grünau, guter Boden, Quadratrute 20 Mart, verkauft Beck, Michaelfirchplatz 18.* für Maler bietet ein über 30 Jahre Malergeschäft. Sichere Eristenz Gardinenhaus Große Frankfurter bestehendes Malergeschäft mit sämtftraße 9, parterre. + 37* lichen Rüstungsgegenständen, großer Möbelspeicher, Mödernstraße 25, HochMöbelangebot. Im AuktionsHochvornehme Herrenanzüge, Farbenbestand, Sommerpaletots, Beinkleider, feinsten schöne geräumige Steppdecken billigst Fabrik Große Werkstatt, sehr billige Miete, Berlin bahn- Haltestelle Möckernbrücke, sollen Maßstoffen herrührend, verkauft täg- Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* SW. gelegen, mit prima Kundschaft. möbel- Einrichtungen verkauft werden, verschiedene gediegene Nußbaum lich Deutsches Versandhaus, JägerUeber Umsatz können genau geführte darunter hochfeine Salongarnituren, Papageien, von Hamburg einstraße 63, 1 Treppe. 17326* getroffen, sprechende 20,00 an, KomBücher vorgelegt werden, worüber Baneelsofas, Nußbaumpianio, Bibliomandantenstraße 52, Restaurant.* auch jede gewünschte Garantie übertheken, Ankleideschränke, NußbaumPallisadenstraße 101. Lieferwagen, alle Sorten Räder Todesfalles sehr preiswert verkäuflich. nagelneue Ruhebetten mit prachtvoller Medaille. Komme Maßnehmen, auch 1820b Auskunft erteilt Fischer, Merander- Divandede 22,50, hocheleganterSäulenCigarrengeschäft für einzelne Ber- straße 46/48, Musikalienhandlung. außerhalb. Ludwig Engel, Brenzson, Pensionär 2c. passend, mit Schlaftrumeau 30,00, prachtvolle Salon- lauerstraße 23, II, Alexanderplat. Schankgeschäft verkauft Brunnen- teppiche, schon 18,00, Zimmerteppiche * raum, 30 Mark Miete, monatlich straße. Auskunft Rügenerstraße 26, 8,00, Gegründet 1892. 91/19 Vergrößerung verkäuflich. 500 Mark Umsatz, für 300 Mart, wegen Barbiergeschäft. reichgestickte Uebergardinen, Sommerkegelbahn, verdeckt, etliche Holzmarktstraße 48a, Cigarrengeschäft. münderstraße 39, Henschke, Gold- Plüschtischdecken Näheres +105 Spachtelſtores, Tüllgardinen, Stepp- Tage frei Neue Königstraße 7. 123/13 Restauration verkäuflich Swine- decken, Salonbilder, Standuhren, 75 Pfennige! Eingabengesuche, 5,00, Lebendes Fischfutter Hollmann- warengeschäft. straße 23. verschiedene Zahlungsbefehle, Raterteilung. Aller+105 Gelegenheiten spottbillig. Lidete, billigst Strafsachen, Ehescheidungs-, 18115* Auktionator. 1690* Interventions, Beleidigungs-, Alimentenklagen, Unfallsachen, Gnadengesuche, Kaufverträge, Schanksachen. Wulfow, Stalizerstraße 141. Sonntags geöffnet. 1832b Wegen plöblichen buffets, Schreibtische 26,00, juntel- nproben. Für tadellosen Sit goldene Holzbearbeitungsmaschinen Herren- Garderobe nach Maß, saubere Arbeit, großes Stofflager, Baletot 30 Mart, Anzug 30 Mark. Hose von 5 Mark an. Kauft beim Handwerker, lasset den Handwerker verdienen. Teilzahlung gestattet. F. Dörge, Dresdenerstraße 109. Knabenanzüge, Paletots, MädchenFleider, Jacketts. Hoffmann, Veteranenstraße 14. Stoffe Kinder Konfektion, Sammet, Plüsche in großer Auswahl. Hoffmann, Veteranenstraße 14. zur Weiche Herrenhüte, gute Qualität, Stück 95 Pfennige. Bessere Sachen enorm billig. Hutfabrik, Comptoir Kaiserstraße 25A, früher Barnimstraße 4 und 5. Sonntags geöffnet.* Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes im Teppichlager Brünn, Hadescher Markt 4, Bahnhof Börse. 90/ 19* Steppdecken, spottbillig, Fabrit Weinstraße 20. + 96* Möbelfabrik verkauft außer gewöhnlich billig reell gearbeitete Bauparzelle mit Laube, Brummen, Tour, preiswert zu verkaufen. Näheres Anpflanzung, Vorort, 20 PfennigBittner, Feilnerstraße 11. 18086 Laube zu verkaufen, Wegzugshalber sofort, mit 10 Quadratruten bepflanztem Land und Pumpe, bei Kolonie Sängerheim, Ede Wildenbruch und Harzerstraße, Rixdorf. 1810b 18185 + 41* Schuhgeschäft, altes, renommiertes, Spezialität: Filz- und Holzschuhe, taufen. beste Lage, Krankheitshalber zu ver Rentabilität nachweisbar, 6-7000 Mark erforderlich. Näheres durch Klane, Dranienstraße 187. 1830b Verschiedenes. 1667* 1834b EmVermietungen. Zimmer. Arbeiter! 75/14 Folgende Firmen sind gesperrt: R. Keller, Königsbergerstr. 4. Ad. Hoch, Andreasstr. 32. M. Räbiger, Grüner Weg 20. Belder u. Plathen, Frankfurter Allee 117. Aug. Heinemann, Schulstr. 71. Th. Becker, Dranienstr. 189. Achtung! Die Pianofabrit ,, Eroika", Köpnickerstr. 36, ist gesperrt. Zuzug streng fernzuhalten. Fachverein 141/ 10* der Musikinstrumentenarbeiter. Zuzug nach der Telephon Drechsler! Die Werkstatt Voeltzkow, Ritter. straße 15, ist nach wie vor gesperrt. Die Sperre ist erst aufgehoben, wenn an dieser Stelle Mitteilung erfolgt. 83/ 2* Die Ortsverwaltung. Wer Stoff hat! Fertige Anzüge Bierverlag, nachweisbar gutes Die Hausmädchenschule in Berlin nach Maß 18,00 bis 20,00. Tadelloser reelles Geschäft, 10 Jahre selbst inne bildet Töchter in einem drei auch Sik, haltbare Futtersachen. Franke, gehabt, wegen größeren Unter- biermonatlichen Lehrkursus zu besseren Aderstraße 143 III, Ede Invalidennehmens preiswert verkäuflich. Schöne- Hausmädchen, Jungfern und Stüßen straße. Lokal sofort zu verkaufen, Camp- beig, Friz Reuterstraße 7.+127 aus und besorgt jeder Schülerin nach hausenstraße 18, A. W. Achtung, Vereine, Achtung beendigtem Kursus Stellen in guten Gelegenheitskauf. Cigarren- Einpfehle meine Säle nebst 500 Personen Eichhörnchen 2 Mart, chinesische richtung und gebrauchte Möbel ſpott- Herrschaftshäusern Prospekte gratis. fassendem Naturgarten, sowie zwei Werkſtatt Seibt, Beughofftr. 7, Nachtigallen 2 Mart, junge zahme billig zu verkaufen Landsberger- und Mädchen durch unsern bewährten Sommerkegelbahnen, zur Abhaltung ist streng Füchse 6 Mart, frische Ameiseneier, straße 81, Hof. fernzuhalten von Liter 80 Pfennig, Tierhandlung Buzke, Stellennachweis von 11-2 und 5-7 bon Sommerfesten, auch Sonntags. Tischlern, Maschinenarbeitern Möbel, Muschelschränke 28,00, SäulenInvalidenstraße 87. Tandem, wie neu. Reichenberger täglich Stellung als Kinderfräulein, G. Goldgräbe, Neue Königstraße 7. schränke 50,00, wundervolle Garni18076 straße 37, Möbelfabrik. und Möbelpolierern. 81/ 18* Restauration, 25 Jahre KonErkläre Herrn Gesche, Passauer- Die Kommission aller Beteiligten. 18296* beffere Hausmädchen, Kindermädchen, turen, prachtvolle Sofas, Schlafzimmer, herrlich gestrichene Küchen- Beſſion, 1200 Miete, andrer Unter- dern, 35,00, notgedrungen spottbillig Grauenhorst, Vorsteherin und Stellen- Baffauerstraße 30. Halbrenner, wenig benugt, mo- Stüken, Köchinnen 2c. Frau Erna straße 34 als Ehrenmann. Mehlik, möbel, sowie vollständige Einrich- nehmen, sofort verkäuflich. Lands18386 Achtung Parkettbodenleger! tungen. Hirschowitz, Mariannenberger Allee 4. verkäuflich. Horn, Große Frankfurter- bermittlerin für weibliches Personal, straße 124. Darlehn, 80 Mart, bittet gewissen18326 Wilhelmstraße 10. hafter Genosse auf ein Jahr, sichere A. Mittag find gesperrt. Sämtliche Bauten der Firma H. fstraße 7a. 1688* Frankfurter Allee 10, am RingKinderwagen, Sportwagen, Kinder- bahnhof, Schnellnäher, Adler, vor-, Hermannstraße 50, III lints. Gutes Fahrrad, billig. Rirdorf, Größte Berliner Zuschneide- Aka- Lebensstellung, reichliche Sicherheit. bettstelle, neu, umständehalber billiger rückwärts nähend, Ringschiff, Bobbin, +113 demie Alexanderplat, DirektionMaurer. Buschrift erbittet unter O. B. 15 an Die Ortsverwaltung. wie gebrauchte. Hühn, Richthofen vorzügliche Fabrikate, für alle ge- neu, zu verkaufen bei Fr. Kodegei, Kinderwagen nebst Stuhl, fast Besuchteste Fachakademie der Welt für Expedition, Prinz Handjerystraße 7. Achtung! Achtung! Damenschneiderei, Herrenschneiderei, ftraße 13 II. 4/ 19* werbliche Näharbeiten, ohne AnBilder kauft man nur billig und zahlung, Woche 1,00. Brandenburgstraße 60, IV lints. 18426 Wäsche, Butz. Höchste Auszeichnungen: Postkarte genügt. Grand Prix, große goldene Medaillen, 18465* preiswert in Löwensteins KunstParzelle. Dabendorf bei Bossen, Ehrenkreuz, Ehrenpreise für hervorHandlung, Franseckistraße 1, Ecke Bauparzelle, Vorort, zukunftsQuadratmeter 72 Pf., ist zu berragende Leistungen im UnterrichtsSchönhauser Allee. Teilzahlung ge- reich, ringsum alte Waldungen. An- laufen. Näheres Herm. Luke, Fidicin- wesen. Theoretische, praktische Ausstattet. 17866* zahlung Quadratrute 10 Mart. straße 16. 1841b bildung für Haus- und GeschäftsTeppiche mit Farbenfehlern Fabril- loß, Weißenburgerstraße 59.+64 Plätterei, konkurrenzlos, franks bedarf. Tages- und Abendkurse 1. niederlage Große Frankfurterstraße 9, Kanarienroller, Vorschläger, 8,00. verkaufen Elsenstraße 82, Treptow.+ 10 prospekte. heitshalber zum Inventarpreis zu und 15. Stellenvermittelung. Gratisparterre. + 37* Neanderstraße 7. 6/4 Fahrräder, Teilzahlungen, 125 Eisschrank, 20 Mart, verkauft Arbeiterhemden, gute Ware, 1,00, Unfallfachen.Rechtsbureau Pugger, Mart, Invalidenstraße 148, Staliger Maccohemden und-Hosen 0,90, Ser- Belich, Reichenbergerstraße 9, Seiten- Stegligerstraße fünfundsechzig.[ 1623st* ſtraße 40. 1601 biteurs 0,30, Sonnen- und Regen- flügel II. +11 Patentanwalt Dammann, DraFahrräder, neue und gebrauchte, schirme, Korsetts, Strümpfe, zum Ein fleines Schankgeschäft billig nienstraße 57, Morigplak, bis abends fowie Reparaturen bei Karl Miethe, Ausverkauf gestellt. D. Misch, Span- zu verkaufen Wrangelstraße 60.+11 neun. 17555* Große Frankfurterstraße 123, of Laden. Nähe Bahnhof Börse. 1692* ftraße 63. dauer Brücke 1b, 1 Treppe. Stein Sofa 25,00. Grafenac, Waldemar- Rechtsbureau, vormaliger Gerichts- Wolff. 1689* +11 sekretär, Andreasstraße 38, SonntagsHerrenanzüge, Sommerpaletots, Geschäfts- und Handwagen, ElsafferPaneelsofa spottbillig. Grafenad, dienst. ftraße 29, Schmiede. 17696* borjährige, nach Maß bestellt, nicht Waldemarstraße 63. +11 abgeholt, verkaufe Hälfte Kostenpreis. Rechtsbureau, Prozeßbeistand, Abzahlungs Schwindel, ohne Engel, Prenzlauerstraße 23, II. Kanarienhähne, Auswahl, Brandt, Eingabengesuche, Raterteilung. Falt, solchen verkaufe ebenfalls auf TeilHolzmarktstraße 61. +146 Brunnenstraße 40. 17486* Verkaufe sofort Kleiderschrank, zahlung Schlagregulator, vierzehn Vertiko, Vogelbauer verkauft billig, junge Kunststopferei von Frau Kokošky, Bettstellen, Tage gehend, achtzehn Mark. Silberne Taschensofa, Staare zum Anlernen, Vogelhandlung, Steinmezstraße 48, Duergebäude hochAusziehtisch, Stühle, Säulentrumeau, Remontoiruhr fünfzehn Mark. GeWinterfeldtstraße 19 am Winterfeldt parterre. Spiegelspind, Spiegel, Bilder, Rewichtszug Schlagregulator, fünfplay. Frommelt. +126 Fahrradgesuch, auch defekt, Razviertel Meter lang, dreißig bis fünf- gulator, Betten, Nähmaschine, Gasfrone, Küchensachen spottbillig. undvierzig Mart. Uhrmacher, Char91/ 1* Hobelbänke umzugshalber billig. laff, Schönhauser Allee 163a. 6/3 Diewig, Motstraße 76. Lottenstraße fünfzehn. Gegründet 1848. Waldemarstraße 27, born I. Kremser für Juni, Juli, August Strickmaschinen, Mühlhausener, Fahrräder, verfallene! Brennabor: Halbrenner, kurze noch einige Tage frei. Strahl, WrangelEinzig straße 136. + 10* Schlauchschloß, guter Erwerb, Er- günstigste, billigste und älteste Räder- Beit benutt, mit Zubehör sofort ganz parterre. D Kinderwagen, 1821b +41 lernen leicht, günstige Bedingungen. bezugsquelle Berlins, nur Leihhaus, straße 14 im Steller. billig verkäuflich. Große Frankfurter Hamburger, Spandauerbrücke 2.* Neue Schönhauserstraße 11. Die neuer billig, Nähmaschinen! Ringschiff, Adler, höchst vorteilhaften Preise bei riesenCentral- Bobbin, Orion( Rotations: hafter Auswahl prima Markenräder Gelegenheitskauf. Rigdorf,' Pannier 18226 Bobbin), Besta, Tambourier, Elastic, ergeben von Tag zu Tag eine stets straße 15, born 4 Treppen. Brennabor Kinderwagen verkauft Säulen- und Biesen- Maschinen. Gle- wachsende Kundschaft. Edert, gante Ausstattung, billige Preise, bei räder, Dürkoppräder, Bantherräder, Straßmannstraße 25. +42 Abzahlung coulanteste Bedingungen. Bellmann, Gollnowstraße 26, nahe der Landsbergerstraße. 1593 +146 Dresdenerstraße 96, vorn IV, 1639* möbliertes Zimmer, 10 Mart. 18195 17546* * * Annahme- Stellen für„ Kleine Anzeigen". Osten: Schlafstellen. Möblierte Schlafstelle Am Schle- Wengels, Gr. Frankfurterstr. 133,§. sischen Bahnhof 3, of III, Witwe Gustav Vogel, Koppenſtr. 85. +113 K. Kartlinnis, Holzmarktstr. 48a. Teilnehmer für möblierte Schlafstelle sucht Witwe Lange, Plantagenstraße 38, vorn II. +77 Schlafftelle Muskauerstraße 20, parterre rechts. tii Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Nordosten: . Neul, Barnimstr. 42. Norden: H. Raschke, Rügenerstr. 24. Karl Mars, Kastanien- Allee 95/96. E. Stolkenburg, Wiesenstr. 41/42. 2. Dechand, Ruheplasstr. 24. H. Vogel, Demminerstr. 32. A. Tiek, Invalidenstr. 124. Nordwesten: Karl Anders, Salzwedelerstr. 8. Südwesten: H. Werner, Mittenwalderstr. 30. H. Schröder, Kreuzbergstr. 15. Süden: 17886* St. Frik, Prinzenstr. 31. Paul Fischer, Uhrmacher, Berlin N., Drei tüchtige Bautischler für bessere Prinz Eugenstraße 14, hält sich allen Arbeit werden Seibelstraße 2 ver* langt. Parteigenossen bestens empfohlen. Vorwärtslejern empfehle mein Schirmstockbieger erhält dauernde F. Gutschmidt, Kottbuser Damm 8. Arbeit. Dew. Köß, Leipzig- Lindenau, Cigarrengeschäft Petersburgerstraße 41. Südosten: Vereinszimmer, Lüßenerstraße 36. 18046 Paul Böhm, Laufizer Plaz 14/15. großes frei, Simeonstraße 23, Flick. 1612* Dritter Zuschneider für sofort ge- Martin Mescha, Adalbertstr. 24. Opel, Wanderer, Adlerräder, auch in Restaurant, gute Lage, wegen sucht. Vereinszimmer mit Pianino zu Söhne Nachfolger, Berlin, BergFilzschuhfabrik L. Jacobius P. Horsch, Engel- Ufer 15. einsten Preislagen vertreten. Tadel- Krankheit billig verkäuflich. Charlottenburg: Näheres vergeben Stralsunderstraße 31., loſe erstklassige Marken, neu, einzig Tabatarbeiter Genossenschaft, Holzstraße 34-35. 18276 G. Scharnberg, Sesenheimerstr. 1 dastehendes billiges Angebot. Leih- marktstraße 48a. Rechtskonsulent Petsch, BrunnenGaskocherhaus! Einlochgaskocher haus, Neue Schönhauserstraße 11. straße 97( Humboldthain). Gerichts- Ritterstraße 40. Schleifer auf Alabaster verlangt Friedenau: 1,00, Zweilochgastocher 3,00, DreiOhne Anzahlung goldene Uhren, flagen, Eingabengesuche, Naterteilung, 18165 H. Bernfee, Kirchstr. 15. Zwei Mark vierteldugend Damen- prachtvolle lange Damenketten, Ringe, Unfallsachen. Sonntagsdienst. † 104 arbeit finden sofort dauernde Beschäf- O. Seifel, Kronprinzenstr. 50. Tochgastocher, Gasbratöjen 7,00, GasTüchtige Korbmacher auf LurusFriedrichsberg: bügelapparate, Gasplätteisen, Gas- hemden, Herrenhemden 3,00, Barchend- Broschen. Jahn, Petersburgerstraße 1. Ihren, Gastronen, spottbillig! Woh- hemden, Normalwäsche, Ausstattungen Existenz, gute. Feinstes Kohlen- schonend gewaschen, im Freien getrocknet. 2. Hof, 1 Treppe. Handwascherei. Wäsche wird sauber, tigung bei Roesemann, Brückenstraße 2, Pankow: Tauer, Wallnertheaterstraße 32. 13786 sowie eleganteste Reisemuster spottbillig. geschäft verkauft Fersenheim, Stein- Bettwäsche, Leibwäsche, 3 Handtücher, Wäschefabrit Salomonsky, Kummert, Floraftr. 48. Vorjährige elegante Büsten- Kleber sofort dauernde Be4 Taschentücher 0,10. Abholung Mitt- schäftigung. Lindemann, Veteranen G. Ostermann, Prinz Handferhftr. 7. Herren- Dirksenstraße 21, Nähe Polizeipräs megstraße 41. Rixdorf: Frühjahrs- und Sommerpaletots und fidium. 123/10 Cigarrengeschäft, seit 36 Jahren wochs. Frizz Kussab, Köpenid, Karlstraße 4. Anzüge aus feinsten Stoffen 25 bis Anzüge, Sommerpaletots, wenig mit geräumiger Wohnung, wünsche von mir im selben Hause betrieben, straße 17. 18335 C. Nezerau, Hermannstr. 50. Umlegekragen Blätterinnen auf Sonntag. Versandhaus Germania, getragene Monatsgarderobe Alters wegen billig zu verkaufen. Schulze, empfiehlt sein Restaurant für auf Herrenkragen im und außerm Schöneberg, Gothenstraße 7, F. Wochenlohn gesucht. Schöneberg: Auswahl, auch neue vorjährige, kauft 2. Dchs, Lindenstraße 59. Blätterinnen Wilh. Bäumler, Martin Lutherstr.51. man am billigsten direkt nur bei Vereine und Gewerkschaften. Weissensee: Für Hause verlangt. Junge Mädchen Gardinenreste, spottbillig, Gar- Schneidermeister Fürstenzelt. Kein Kartoffel und Heringsgeschäft gute Speisen und Getränke wird erlernen das Plätten neuer Wäsche. I. Rein, Friedrichstr. 38. dinen- Fabriklager, Grüner Weg 80, Laden, daher staunend billig. Rosen- nebst Grünfram zu verkaufen. Laden, bestens Sorge getragen. Vorzüglicher Mar Treppe, Schönhauser Allee 167a, Julius Schillert, Königchauffee 93a parterre. Kein Laden. 1643* thalerstraße 15, III. 18356 Sochhannstraße 35. +41 Mittagstisch. +126 Fabrikgebäude IV. +64 Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW. 40 Mart. Verkauf Sonnabend und Unter den Linden 21, II. 18096 18065 1691. 18266