Nr. 131. Abonnements- Bedingungen: M Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn z Mart, für das übrige Auslanb& Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Dienstag, den 9. Juni 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Die socialdemokratischen Kandidaten für Berlin und die Nachbarkreise find: 1. Kreis: 4. Kreis: Privatdocent a. D. Dr. Leo Arons, Berlin. Stadtverordneter Paul Singer, Berlin. 2. Kreis: 5. Kreis: Buchhändler Richard Fischer, Berlin. Arbeitersekretär Robert Schmidt, Berlin. 3. Kreis: 6. Kreis: Rechtsanwalt Wolfgang Heine, Berlin. Schriftsteller Georg Ledebour, Halensee. Niederbarnim: Stadtverordneter Arthur Stadthagen, Berlin. Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg: Stadtverordneter Fritz Zubeil, Berlin. Der Wahltag ein Feiertag. Quittung. " M " " " 12,50, bei musikalischer Unterhaltung Drontheimerstr. 6 1,15.)| Guhrau 2,-. A. Du. B. 51( Holländer) 1,-. Pulver 1,-. Berlin, diverse Beiträge: F. S. 83, zum Wahlfonds 5,-. K. Pf. Berliner Tanzlehrer- Verband 10,-. Schneiderwerkst. H. Hoffmann, 20,-einem am 2. Mai ausgesperrten Maurer 3, Friedrichstr. 202 30,- Organisierte Schleifer der deutschen WaffenMiles 26 10,-.. St. 5,-. Von den Hausdienern und u. Munitionsfabr. Martinickenfelde 9,85. Gießerei Baer u. Stein Der Wahltag ist ein so wichtiger Tag im Leben des Packern der Firma Wertheim, Filiale Lüneburgerstraße 7,20. 8,30. Schneiderwerkstatt der Firma Kohn, Behrenstr. 24. 20,-. 2. u.. B. 10,-. Staatsbürgers, daß er als ein Feiertag betrachtet werden sollte. 3. g. bauer 4 50,-. Sezer bei Weber durch D. B. 10,-. Zwei, die nicht mitthun können 5,- Sr. 1,-. Sch. 1,-. Fr. 50. C. D. S. 1,-. Gef. b. BeBom gräbnis Walter 2,10. Anschläger d. Firma Biehl, Dderbergerstraße 4,20. Wir erheben seit je die Forderung, daß in Würdigung dessen Streitfonds der Steinfeger 200,- Siegfrieda 3,-.. d. ziel- Feuchter Lappen". Wahlmunition, 2. Rate 24,50. Nudel u. Gen. 1,10. V. die Wahl am Sonntag vorgenommen werde. Muckerei und bewußten Arbeitern der Firma C. Bechstein, Grünauerstraße, die den Maler u. Scheuerfrauen von D. Geist 3,90. F. M. Fulda-, 70. 1. Mai nicht feiern fonnten 210,75. Ges. v. d. mit Margarine und Rauchklub Frohe Stunde", Elbingerstr. 15 b. Kersten 10,-. P. G., wahltaktische Erwägungen der herrschenden Parteien haben untergeordneter Koft bedachten u. schlecht entlohnten Wärtern der zum Wahlfonds 2, F. M., Berlin II 50,-. Niece 10,- Von sich bisher diesem Verlangen widersetzt. Mögen daher die städt. Irrenanstalt Herzberge" 3. Wahlfonds 16,10. Deutscher den Gürtlern der Firma Calm u. Bender, Gitschinerstr. 64 35,30. V. d. Lederfabr. Dr. A. Fl. 101. 20,-. Ortsverwaltungen Berlins und Umgegend Arbeiter wenigstens versuchen, in friedlicher Verständigung mit Holzarbeiterverband, Bahlstelle Berlin, 3000, J. M. Salomon u. Co. 16,-. 3. Wahlfonds Pianofabr. E. H. 29 50,- Socialdemokr. Wahlverein der Frauen von Berlin den Unternehmern wenigstens einen Teil des Tages zum.. 58 8,10. Rote Bantbeamte, Munition zur Wahl, B. U., u. Umgegend 100,-. A. B. 50,-. P. S. 50,- Blankenese, amerit. Feiertage zu machen. Wir richten an alle Arbeiterwähler das E. B., E. K., 30,-. Dr. S. 10,-. Amerikanische Auktion Auktion b. d. Morgentour der Liedertafel Loreley" am 17./5. 1903 Ersuchen, mit den Unternehmern in Unterhandlungen zu Ch. 800,-. Abc. 16,00. 23. d. organisierten Hutmachern 2. Rate Bern 50,-. Brüffel, v. deutschen Arbeiter- Bildungsverein, 2. Rate auf dem Stiftungsfeste der Glaser 11,90. Zwei Brüder 500,-. durch H. D. 20,- Bant, socialdemokr. Wahlver. 1. Quartal 202,-. treten, daß am Wahltage von Mittag an die Arbeit voll- 50,- 2. d. Koll. der Pianofabr. v. Menzel, Köpnickerstr. 154a 16,80. 80,65. Bradford, Dr. D. 3,-. Briehl, E. Ryser 2,75. Brüssel, ständig ruhe. Uebersch. einer Kranzsp. v. Mix u. Genest, Saal 117 3, V. Verein von der belgischen Bruderpartei 1008,06. Chemnik, Töpfer 50,-. der Bohrer v. Berlin u. Umg. 10, Centralverband der Maurer, Charlottenburg, v. d. organistierten Porzellanarb. der Firma Sektion der Putzer 536,-. V. Verein der Zimmerer Berlins 1000,- Galdemaanger 12,-. Cöpenick, ges. d. Mandol.- Konzert b. Rochlitz Geburtstagsfeier d. Gen. Rechtbach 3,-. Aus dem Vergnügungsfonds 3,10. Döbeln, N. N. 37,50. Erfurt, Thüringischer Arbeiter- Sängerdes Kranken Unterstügungsvereins Stobwasser 15,-. Central- bund 100,-. Emden, Zweigverein der Maurer Deutschlands, Zahlverband der Civilmusiker Deutschlands, Ortsverein Berlin 27,25. stelle Emden 25,- Essen, 6 Jdealisten im Café Bristol 4, Ges. v. d. Arb. d. Cigarrenfabr. Rendschmidt, Schliemannstraße, 2,90. Faltenberg( Oberschl.) 3,-. Frankfurt a. M., W. E. 20,-. Forst Im Monat Mai gingen bei dem Unterzeichneten folgende Tischlerei v. Ziethen, Tilsiterstraße, 5,-. Durch Bredow, Masch.( Lausiz), Parteibeitrag 200,-. Friedrichshagen, Uebersch. b. MastenParteibeiträge ein: 10,-... 500,-. C. Janisz. 30,-. K. Faber 15,05. S. G. ball der Graveure u. Ciseleure 10,-. Gotha, durch den Vertrauens. Altona- Ottensen, v. Formenstechern gef. am 1. Mai 6,60. Aue R. 10,05. V. d. Arbeitern der Firma Grauert, Stralau, zur Wahl- mann 30,-. Gera( Reuß), v. socialdem. Verein Reuß j. 2. 150,-. i. Erzgeb., durch Dozauer 3,-. At Stralau, rote Hochzeit 2, schlacht in 2 Raten 48,-. App., überf. d. H. L. N.- Neuendorf 5, Gleiwig, gef. b. 3 Bourgeois, die Schrader nicht wählen 3, Ahrweiler, zum Andenken an die erste Maifeier der Socialdemokratie Tischlerei v. Schwarz, Urbanstr. 67, Saal 2 Treppen 10,-. Bulver Gießen, E. K. April- Juni 30,-. Hamburg, von den Hamburger im schwarzen Ahrthal 5,-. Altona, von Genoffinnen zum Agitations- aus der Heide 2,- Herrenpartie d. Männerges.- Ver. Glück zu" Genoffinnen durch Gen. 2. 3. 100,-. Hamburg, 3. Wahlkreis fonds 20,- Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Kreis 1000,-( 2. d. A.-S.) 10,80. Dachdecker der Firma Wernidel 15,- 3000,-. Hamburg, A. W. 5,-. Hannover, von Einem, der schweigen ( darunt. Ullstein u. Co.( Berl. 3tg., Morgenpost) Maschinensezerei mit Filiale XII des Verb. d. städt. Arb. 6,-. Dr. 3. 50,-.. G., muß, zur Bekämpfung der Reaktion 400,-. Hannover 1000,-. Rotations- Maschinenmstr. d. Wisch 75,-, Gesangb. Gerechtigkeit West" Brunnenstraße, 10,- Filiale IX d. Verb. d. städt. Arb. 50,- Hamburg, von 3 socialdemokr. gesinnten Staatsbeamten 50,-. 30,-, Bierprozente der Tischlerei von F. Wolf, Manteuffelstr. 36, 25,- Fassadenputzer- Kolonne G. Schulz. z. Wahlf. d. Pr. 11,-. Central- Hamburg, im Monat Mai in der Expedition des„ Echo" eingegangen Bierprozente der Tischlerei von Dunsky, Schlesischestr. 20, 30, verband der Zimmerer, Bahlstelle Berlin, 1000,-. Epigramm" 1230,15. Hamburg, 1. Wahlkreis 3000,- Hamm, F. W. 5, 143./144. Wahlbezirk durch Hofmann 2,50.) 3. Kreis 500,-( darunter 3, Uebersch. v. d. Kranzsp. der Draht- Abt. Gummifabr. A. E.-G., Ilsenburg, A. R., Wahlpulver 10,-. Kristiania, focialistischer aus Stephans Streifen zweimal 3,-, von Bäckerei- Arbeitern des Kabelwert Oberspree, 6,20. Rauchfl. Blaue Schleife", Mitgl. des Klub„ Borwärts" Rauchfl. ,, Blaue zur Wahlschlacht, 1. Rate 65,-. KarlsRabatt- Sparvereins„ Südost" durch Gottfr. Schulz 24,-, simple Arb.-R.-B., 5,-. Dr. P. C. 50,-. Bildungsverein ,, Solidarität" ruhe, Barteigenossen 100,-. Kammnißbach im Trudler" durch Gottfr. Schulz 2,-, Tagschneider von Beek 10,-. Parkettbodenleger d. Firma Roch 14,-. 2. d. Arb. der Riefengebirge 10,-. Leipzig, von einigen Leipziger Xylographen u. Cloppenburg zur Wahlagitation 16,50). 4. Kreis Südost Kofferfabr. Trebesius 12,-. H., Hagelsbergerstr. 54, 2, Stamm- 2. State 30,-. London, b. den auf deutsche Art arb. Flaschen2000,-( darunter rückständige Beiträge von Berste 1,25, tisch Lindenpark", 4. Wahlkreis, 1,50. Kontobucharbeiter vom machern zu Cannig- Town London E. 40,80. Lengenfeld i. V., b. d. bom 105. Stadtbezirk 6,-, Tanzlehrer Verein Solidarität" Wedding 5,- Arb. der Neuen Berliner Genossenschaftsbäckerei 26,- Stat- und Doppeltopfspielern im Gartenhaus 20,-. London, 10,-, von den Arb. der Kronleuchterfabr. Bardemann u. Co. 20,-, Tischlerei von Görlich, Krautstr., 15,-. M. W., Centralmarkthalle, 10,- Kommunistischer Arbeiter- Bildungsverein 10 Pfund Sterling. Von den Leduc Alberta( Kanada), Robert Dittrich 8,40. Rauchklub„ Arkona" 5,-, desgl.„ Kolumbus" 6,25, durch Schulz, Dr. 2. A. 100,-. Buchhandlung Vorwärts 15 000,-. Litig, W. R. Manteuffelstraße 4,-, von den...- Brüdern 30,-, v. d. Schleifern organisierten Schneidern 150,- Fachverein der Musikinstrumenten- 11,75. London, E. Hammer 2,-. Leipzig, G. Schl. 2,-. der Firma Gebr. Krüger u. Co., Köpenid 4,-, Sparverein Huf- Arbeiter 100,-. Binsen der Gießerei v. Klinte u. Co. 3,- Arb. Mannheim, socialdemokratischer Verein 200,-. eifen" 10,-, Gesangverein„ Sorgenfrei" von einem Ständchen 7,-, d. Firma Reinhardt u. Höffler 4,40. Amerik. Auft. einer Schlack- Verein Vorwärts mit„ Gut Glück zum Rampf!" 158,10. bom 97. Stadtbezirk 10,-, amerik. Auktion 6. Lier 3,10, Gesang wurst, Herrenpartie Berl. Lithographen 8,-. Junggesellen" 12,-. Michalkowitz, etliche Deutsche an der russischen Grenze 3,-, berein„ Südost 11" 10,-, Rauchklub„ Gemütlichkeit II" 5,-, Möbel G.. 44 100,-. Ges. b. Straßenbahnern z. Wahlfonds 16,25. Arb. München, Waldläufer 5,-, Neu- Ruppin, Centralverband d. Maurer fabrik Riesling, Waldemarstr. 59, darunter Bierprozente 10,50 und der Filzschuhfabrik H. Goldberg, Brunnenstr. 54 8,-. Gef. unter Deutschl., Zweigb. N.-N. 100,-. North- Woolwich- London, Verband vom Budiker Heer 6,-, 19,50, für Wahrheit und Recht v. d. Arbeitern dem männlichen Personal der D. P. S. 12,40. Munition zum d. deutschen Flaschenmacher 47,94. Nürnberg, H. u. M. 4,-. Newp und Arbeiterinnen der Teppichfabr. Becker u. Hofbauer, Engel- Ufer 8 Kampf für Wahrheit und Recht 5,-. Cigarrenfabrik N. Schulze, York, E. W. 3,50. New York, H. Wallström 4,15. Nellingsdorf, 21,75.) 4. Kreis Oft 3000,-( darunter Genoffen des 168. Stadt- Friedrichsfelderstr. 21 6,80. Erefutive 1,50. Personal H. S. Hermann Saalmeister 1,71. New York, v. d. amerikanisch. Bruderpartei 1248,80. bezirkes 10,- v. d. Tischlern der Firma Rothermund aus der Sechser-( erkt. Steindruckerei) 49,-. Uebersch. der Kranzip. Ficius 2,05. D.,§. 50,-. Peterswaldau, v. Wahlverein 10,-. Paris, durch Sch., fasse 6,-. Freie Sänger 4,20. B. d.„ elenden" Töpfern der Firma D. 2, Schneideriverkst. Bothmer und Dünger 30,-. Buchdruckerei 3. Rate 241,93. Puttbus, C. Sch.-, 50. Rigdorf, v. d. Arb. der Maher zum Wahlkampf 8,75. Für verlorene und wiedergewonnene von Billig Nachf. 1. Rate 9,35. Uebersch. einer Kranzspende 2,25. Lederfabr. Martin u. Salomon 31,70. Richzenhain, Arb.- Bildungsv. 3,-. Rechte 10,-. Amerikan. Auktion Schmidt, Königbergerstr. 33, 3,60. M. Sch., Oderbergerstraße-50. Buchdruckerei der Firma J. S. Rigdorf, Statklub„ Ohne Zwang" d. F. 3. 10,-. Straßburg i. E., AltVon d. Tischlern der Firma Fulle, Fruchtstr. 20,-. Möbeltischlerei 30,35. Organisierte Hausdiener d. Warenh. H. Tietz 33,-. Tischlerei bater 5,-. Stuttgart, G. u. 10,-. Schweiz, statt einer Stimme" Köhlert, Ballisadenstr. 77/78, 25,-. Bierproz. der Maurer v. Bau Kühn, Luisen- Ufer 12, 2. Rate 20,50. Kollegen v. Förster u. Runge 600,-. Stonington( Amerika), ges. durch M. Heipt. Vorwärts zum Potsdamerstr. 10/11 Attiengesellsch. f. Bauausf. 40,-.) 6. Kreis 3,-. Vom Glückso.- Sonntag gesammelt 4,65. Gürtler u. Klempner Siege, auf Euch blickt die ganze Welt! 250,- Sao Paulo, Aŭge8000,-( darunter Kranzübersch. Hutfabr. Bock u. Co. durch Möckel 5,35, der Lampenfabr. v. Schuster u. Bär 12,60. B. A., Accidenz- Abt. meiner Arbeiterverein 400,- Solingen, durch d. Kreiskomitee 30, Kranzübersch. v. Stieger 8,-, Uebersch. v. Kranz b. Gen. F. Liegte 4,05, 16,-. Typographia, Gesangv. d. Berl. Buchdrucker u. Schriftgießer( dar. v. Volksver. Solingen 15,-, desgl. Höhscheid 14,50). StraßMöbelfabrit R. Nothling, Friedenstr. 48, Bierprozente 50,-, Ueber- 100,-. Buchdruckerei Vorwärts, Accidenz- Abt. 50,-. Note Nelte 2, burg i. E., M. B. 100, Trier, 7 Storkschneider, die am 1. Mai schuß der Kranzspende von H. Gießel 2,25, Nordkante, Stiftungsfest Bierprozente der Geschäftsbücherfabr. A. Zumpe in 2 Raten 12,- nicht feiern fonnten, 7,30. Tolnca i. Megito 100,-. Teltow10, Bugerkolonne Bristow 6,-, v. d.„ Elenden" des Betriebs- Cohn in 2 Raten 4,-. M. G., f. d. Wahlkampf 10,-. Arbeiter Beeskow- Storkow- Charlottenburg, Central- Wahlverein April bis werkstatt 2., Fehrbellinerstraße 8,-, Beamter ungenannt 8,-, A. B. Statbund v. Berlin u. Umg. 110,-( darunter Statklub Freiheit" b. Juni 300,-( darunter von den Holzarbeitern Schönebergs 100,-, Mister 1,-, Gesangb. Nord, Uebersch. Matinee I. 9. 100,-, Uebersch. Bergmann, Gerichtstr. 74 10,-). Mitgl. d. Verbandes deutscher Uebersch. d. Kranzliste v. d. Formern d. Firma Gebr. Krüger u. Co., d. Kranzsp. f. Höhne gef. im Liebenwalder Krug 4,60, A. E.-G., Volta- Buchdr. b. Bürenstein 20,-. Lampenfabr. v. Schuster u. Bär, Köpenid 4,20, Kohlrübens Geburtstagsf. Charlottenb. 3,50.) Vegestraße, eine Abt. Wf. Schuppen II 43,15, Moabit: D. Fischer, Beussel- Drücker 11,20. Einige Arbeiter der Schilderfabr. 2. Bartel 4,30. jad, 9 Berliner Monteure u. ihre Wirte 8,- Weißensee, v. Ge straße 66 4,60, v. einem Vereinswirt 2,-, Ver. Sangesbr. b. b. Ge- Fünf Verbandsmitgl. der Buchdruckerei R. Boll 3,-. Aus d. werkschaftskartell50,- Württemberg 100,- Zürich, von d. deutschburtstagsfeier am 17. Mai 5,20, von den Wagenbauern für den Sechserkasse von Harris u. Scheldon 5,-. Nur zum Wahl- östreichisch- ungarländischen Socialdemokraten in der Schweiz 1. Rate Wahlfonds 25,-, Quizowstr., zum Wahlfonds 10,-, 8 Kollegen v. fonds 5,-. Einkauf- u. Produktiv Genossenschaft für Rad- 300,- 3eiß, von der alten Bankrichtern 5,-. Kuhnert u. Kühne 15,-, Gesundbrunnen: durch Wermle 524. Bez. fahrer, Boran II 50,-. Mitglieder des Verbandes deutscher Berlin, den 8. Juni 1903. E. Böhl, Voltastr. 100,-, Bierprozente v. d. Arbeitern der Firma Buchdrucker im Vorwärts"( Maisammlung) 107,50. G. S. 5,-. Schubert u. Werth 28,70, Kranzübersch. v. 526. Bez. durch Frieß Rote Hochzeit, Görlizerstr. 52, Nest. Hellivig d. D. 7,50. C. D., " 0 • bon den Melbourne, Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30. Wahlweisheit. " Das Wahlgeheimnis ist durch das neue Wahlverfahren voll-| Richtigkeit der Lohnhöhe überzeugen, sonst würden sie es nach dem Wir sind entlarvt! Seit das in der Druckerei der Staats- ständig gesichert. Niemand braucht mehr zu fürchten, daß seine Ab- Versuche der Lohnzwackerei kaum geglaubt haben. Aber die fromme Germania" Druckerei hat die Gelegenheit Bürger Zeitung" hergestellte Flugblatt für den Wahlkreis Ahlsfeld- ſtimmung kontrolliert werden kann. Es wird nicht mehr der bloßze Lauterbach- Schotten( Kandidat Binde wald) es herausgebracht hat, Stimmzettel abgegeben; dieser muß vielmehr in ein Couvert gesteckt auch benutzt, ihren Arbeitern den Lohn für katholische Feiertage abzuziehen. Die beiden Stereotypeure sind zur Aushilfe für den daß drei Juden die Vorkämpfer der Socialdemokratie waren, Mary, werden. Das Couvert, das amtlich abgestempelt sein muß, erkrankten Kollegen zu einem Wochenlohn von 47 Mark Lassalle und Ricardo, hat jede Diskussion ihren Sinn verloren. erhält der Wähler erst im Wahllokale von einem Beauftragten des eingetreten, infolge dessen hatten sie Anspruch auf Bezahlung der Ricardo war allerdings ein Jude und dabei einer der berühmtesten Wahlvorstehers. Jedes andre Couvert ist unzulässig. Den Stimm- Feiertage. Als sie am Freitag, den 6. Februar, ihren Lohn aufNationalökonomen, so daß man füglich bei jedem Politiker eine zettel muß der Wähler aber schon von draußen mitbringen. Mit dem schrieben, erhielten sie den Bescheid, daß der 2. Februar- Maria gewisse Bekanntschaft mit seinen Lehren vorausseßen dürfte. Couvert begiebt sich der Wähler in den Nebenraum oder an den Lichtmeß dürfte. Couvert begiebt sich der Wähler in den Nebenraum oder an den Lichtme- nicht bezahlt werde, da die Geschäftsleitung sich Ricardo ist ein Vorkämpfer der Socialdemokratie!... Doch Nebentisch, wo eine Vorrichtung angebracht ist( Vorhang oder Auf- hierzu bei Aushilfe nicht verpflichtet halte! Dabei blieb es! wir gewinnen allmählich unfren Mut wieder und erklären: daß Martin Luther der Stifter des Jesuitenordens ist und daß bau oder eine abgeschlossene Wahlzelle) und dort muß er seinen So daß die Arbeiter einfach die Arbeit einstellten und nicht wiederdaß Martin Luther der Stifter des Jesuitenordens ist und daß Zettel( aber nur einen!), geschützt vor jeder Beobachtung, in das tamen! Herr Bindewald das Pulver erfunden hat. Dann erst fann er abstimmen. indem er Nicht minder niederschmetternd sind die Rechenkünfte des national- Couvert stecken. liberalen Einmaleins, die der Landesausschuß der Deutschen Partei das den Stimmzettel enthaltende Couvert dem Wahlvorſteher in Württemberg produziert. Daß, wenn auf den Kopf der Be- übergiebt. Jede andre der Abstimmung ist gefeßlich völkerung 16 Mark an Zöllen und Verbrauchssteuern entfallen, das verboten. Die Couverts find vollständig undurchsichtig, so daß für eine Familie von 5 Köpfen 80 m. jährlich ausmacht, ist ein es von außen auf keine Weise zu bemerken ist, welcher Zettel in dem f- teine 23 völliger Unsinn, um nicht zu sagen eine unwahrheit." Denn: in Couvert steckt. der unendlich großen Mehrzahl der deutschen Familien werden Es hat daher jetzt kein Wähler mehr die Entschuldigung, daß er Frauen und Kinder nicht rauchen, also keine Tabakabgaben be- aus Furcht vor Schaden nicht socialdemokratisch wählen kann, zahlen, werden die Frauen wenig, die Kinder Hoffentlich noch weniger Bier trinken, also wenig Biersteuer entrichten. Und noch Furchtlos kann jeder Wähler den socialdemokratischen Zettel abgeben. entschiedener wird man dies beim Branntwein annehmen dürfen. Wähler, die aus irgend einem Grunde von der Wahl zurückDie ganze mechanische Rechnung der Socialdemokraten bricht also gewiesen werden, wollen sich sofort bei dem socialdemokratischen schon hier zusammen." Wahlkontrolleur melden, der die Zurückweisung notieren wird. " Das heißt: Drei, geteilt durch drei, ist eins, aber dreimal eins ist zwei! Die Durchschnittszahl 16 wird gewonnen, indem man die Gesamtsumme der Zölle und Verbrauchsabgabe durch die Kopfzahl der Bevölkerung dividiert. Für den Verbrauch eines Säuglings sind natürlich keine 16 M. jährlich an indirekten Abgaben zu entrichten, dagegen zahlt ein Erwachsener für sich allein mehr als 16 M. Dadurch daß Säuglinge feine Cigarren rauchen, wird der durchschnittliche Anteil einer Familie an dem gesamten Tabakkonsum doch nicht verringert. Die württembergischen Nationalliberalen erklären ferner: Die im neuen Zolltarif festgelegten höheren Getreidezölle find also vollkommen gerechtfertigt und es ist eine blöde Verleumdung, von Brotwucher" zu reden. Dagegen fagt die offizielle Wahlschrift der nationalliberalen Partei Das gäbe Jnlandspreise für Lebensmittel, die nicht einmal bei hochgehender Konjunktur Bestand hätten, geschweige denn, wenn überall die Schornsteine aufhören müßten zu rauchen. Drei Monate, länger aber auf keinen Fall, würden diese hochagrarischen Zollfäße bestehen. Dann käme ein Sturm aus allen Richtungen und fegte die Lebensmittelzölle überhaupt weg. von denselben Zöllen bekanntlich: Im Wahlkreise Düsseldorf wird zu Gunsten des Centrumsfandidaten Kirsch ein Flugblatt verbreitet, in welchem aus einigen der berühmten„ Citate" die Schlußfolgerung gezogen wird: Also damit die socialdemokratische Partei nicht versumpfe, damit ihr der rein revolutionäre Charakter gewahrt bleibe, dafür soll der Arbeiter des Schutzes entbehren, der Unterstützung, wenn er frank ist, verlustig werden, betteln gehen, wenn er arbeitsunfähig ist. Das ist die ausgesprochene Absicht der socialdemokratischen Führer. Art Die Vaterlandslosen. Genosse Bebel teilt uns mit, daß in dem Bericht über die Versammlung im zweiten Wahlkreis am Freitagabend ein Mißverständnis enthalten sei. Er habe nicht gesagt: Auf dem ganzen Erdenrunde gäbe es niemand, der die Mehrung der Socialdemokratie als Schmach empfände; nur das deutsche Bürgertum sei so erbärmlich, so etwas zu sagen, sondern er habe ausgeführt: " Wie würde die„ Germania" eine solche Handlungsweise nennen, wenn sie die ,, Vorwärts"-Druckerei praktizierte, gegen die die, Germania" die nichtswürdige Behauptung der 2ohndrückerei kritiklos nachdruckte und troß des Gegenbeweises aufrecht erhält! Eugen Richters letzter Wille. Als Universalerbe für die Hinterlaffenschaft des verstorbenen Mansfelder Freisinns meldet sich Herr Arendt, der Tolerierte des Konservativismus. Seine Ansprüche begründet er folgendermaßen: Da die freifinnige Bolkspartei diesmal nicht, wie bei früheren Wahlen, einen eignen Bewerber aufgestellt hat, nehmen wir wohl mit Recht an, daß sie sich den übrigen bürgerlichen Parteien im Wahlfampf anschließen wird. Sie famm mit gutem Gewissen für Herrn Dr. Otto Arendt eintreten, der nichts weniger als ein Rückschrittler ist. Der alte freisinnige Führer Eugen Richter hat offen aus gesprochen, daß der diesmalige Wahlkampf hauptsächlich ein Kampf gegen die wüste Agitation der Socialdemokratie sei. Die Freisinnigen unfres Wahlkreises handeln daher in seinem Sinne, wenn fie die Mehrheit für unsern bisherigen Reichstags- Abgeordneten verstärken helfen. Es sind immerhin fast dritthalbtausend Stimmen, um die es sich handelt! Die Freisinnige Volkspartei muß in der That Herrn Arendt als ihr Adoptivfind betrachten, wenn sie in Mansfeld zu seinen Gunsten allen Ansprüchen entsagt hat. Die bürgerlichen Parteien, die jetzt die Socialdemokratie in Flugblättern, Beitungsartikeln und Reden allüberall als eine vaterlandslose auf die Zugrunderichtung des Reiches hinarbeitende Partei zu brandmarken versuchten, hätten gar tein Gefühl Die Stillen im Lande. Wohin es mit dem Bürgertum gekommen dafür, daß sie damit Deutschland vor dem Aus= lande in der stärksten Weise bloßstellten, denn sie Generalanzeigerpresse, sondern noch besser aus seinen politischen Wiz ist, kann man nicht nur aus der ihm lieb gewordenen Lokal- und erklärten damit, daß die weitaus stärkste Partei Deutschlands, die noch stärker aus dem jezigen Wahlkampfe hervorgehen werde, der blättern sehen. Der freisinnige„ Kladderadatsch", einst ein Kämpfer Ruin Deutschlands werde. Auf dem ganzen Erdenrunde der bürgerlichen Revolution, der in zahlreichen glänzenden Blättern gebe es kein Land, in dem Parteien dem eignen Lande eine solche den Stumpfsinn des politischen Indifferentismus und der deutschen Schmach zufügten, wie in Deutschland die bürgerlichen Parteien, und Schlafmüßigkeit bis aufs Blut gegeißelt hat, ist heute auf dem zwar aus purer Angst vor der Socialdemokratie. Das sei elend Standpunkt des geängstigten Philisters aus den„ Roten Wahlen" angekommen, der in seine Betten vergraben um Ruhe wimmert. In seinem Leitgedicht singt er den Wähler also an: und erbärmlich." Es ist nicht überflüssig, in diesem Augenblicke an einen Satz aus der Erklärung des Historikers Professor Mommsen zu erinnern, die dieser vor einigen Monaten veröffentlichte. In dieser heißt es unter anderm: 2 Dem ebenso falschen wie persiden Köhlerglauben muß ein Ende gemacht werden, daß die Nation sich teilt in Ordnungsparteien und in eine Umsturzpartei, und daß es die erste patriotische Pflicht der zu jenen sich zählenden Staatsbürger sei, die Millionen der Arbeiter als pestverdächtig zu meiden und als staatsgefährlich zu bekämpfen. In der That giebt es im politischen Leben weber Ordnungs- noch Umsturz- m parteien, oder wie man es auch ausdrücken kann, jede Partei ist eine Umsturzpartei." Wie hoch steht dieser Mommsen doch über den Richter und Sieh dir alle Kandidaten Deines Kreises an geschwind. Ach, zu keinem kann ich raten, Weil sie alle greulich sind. Stöhnst nach reiflicher Erwägung Schwer du: Lieber wählt' ich nicht!", Folge ruhig dieser Regung, Leifte auf dein Recht Verzicht. Man sagt sonst den politischen Wigblättern eine gewisse Neigung zum Radikalismus nach. Die ward dem„ Kladderadatsch" durch den Geschmack ſeiner Leser gründlich ausgetrieben. Nichts bleibt übrig als die unpolitische Wiglosigkeit, die Vergötterung des Stumpffinns. Ferner wird bewiesen, daß die Socialdemokratie eine Gegnerin der Koalitionsfreiheit ist. Dagegen wird vom Centrum erzählt, daß es die Kosten der Flotte um 390 Millionen ermäßigt habe. Diese Ermäßigung wurde erzielt durch Rückstellung der Regierungswünsche bezüge Konsorten.lich der Auslandsflotte, weil deren Bau ohnehin erst im Jahre 1906 begonnen werden soll. Die Regierung Der Amtsvorsteher Seeger zu Zerpenschleuse im Kampfe um die Wieder eine freifinnige Wahllüge. Die Freis. 8tg." berichtet wird diese zurückgestellte Forderung im neuen Reichstage wieder Wahrheit! Am 3. Juni brachten wir einen Bericht über die Verholen wie das Centrum dann stimmen wird, wird in dem sammlung in Lanke, bei der Herr Seeger eine Rolle im Kampfe einer angeblichen„ neuen Vergewaltigung" einer freisinnigen Veraus Heroldsberg im Wahlkreise Fürth-Erlangen von Flugblatt allerdings nicht verraten. für gewaltthätige Unordnung spielte. Die Versammlung war irrig sammlung durch Socialdemokraten. Es heißt da, die Social Das bayrische Centrum wendet sich an die Bauern mit einem als Bürgervereins- Versammlung bezeichnet, so daß der ganze Bericht demokraten hätten, obwohl sie deutlich und flar von der Flugblatt, in welchem alle längst als Fälschungen entlarbten Citate unverständlich wurde. Am 4. Juni hatten wir dann den Irrtum beVersammlung ausgeschlossen waren, schon vorher nahezu über die Bauernfeindschaft der Socialdemokratie wiederholt werden. richtigt und ausführlich über die Versammlung in Lanke berichtet. so daß der freisinnige Kandidat Ein Beispiel für viele: Frohme soll auf dem Parteitage von Dies verschweigt Herr Seeger, flammert sich an die Notiz vom das ganze Lokal besetzt, Barbeck mit seinen Begleitern an einem Nebentisch Plazz Breslau gesagt haben: ,, Kein Mensch( in der Socialdemokratie) denkt 3. Juni und läßt im„ Niederbarnimer Kreisblatt" bom daran, die Bauern vor ihrem Untergange zu retten." Wie aber aus dem 7. Juni ein spaltenlanges Sammelsurium von Liebenswürdigkeiten suchen mußten. Der Führer der Socialdemokraten hätte behauptet, Zusammenhang hervorgeht, bezweifelte Frohme nur die Möglichkeit, gegen die Wahrheitsliebe der Socialdemokratie im allgemeinen und wenn auch die Socialdemokraten ausgeschlossen wären, so gelte auf dem Lande das nichts, da nehme man es nicht so genau. Während den Bauernstand zu erhalten, betonte aber feinen festen Willen, alles gegen Stadthagen der dem Bericht vom 3. Juni übrigens fernſteht, der Verhandlungen darüber stimmten die Socialdemokraten schon Erdenkliche dabei zu thun, daß auch der arbeitende Bauer die los. Das Seegersche Elaborat bestätigt übrigens die schon aus dem die Arbeiter- Marseillaise an. Im Vorgefühl des angekündigten Früchte seiner Thätigkeit wie jeder andre Arbeiter erhalte. Frohme Gang der Versammlung klar hervorgetretene Absicht der Herren der Radaus hatten sie sich eine entsprechende Stimmung schon fagte: " Ordnung", in die socialdemokratische Versammlung einzudringen, in andren Wirtschaften verschafft. Die Freisinnigen be ,, Die Sache liegt gegenüber dem Bauer nicht anders, wie um an ihr nicht als Gäste sondern als Störer teilzunehmen. Db schlossen nun, in einem andern Lokal den Versuch gegenüber der großen Masse der industriellen Proletarier. Kein dies gemeinschaftlichen Hausfriedensbruch darstellt, wird dem AmtsMensch denkt daran, den Bauern vor dem Untergang zu retten, vorsteher Seeger in dem gegen ihn wegen Hausfriedensbruchs und Versammlung zu machen, um einem Tumult mit Gefolge auses handelt sich nur darum, ihre Existenz nach Möglichkeit zu er einiger andrer Delifte eingeleiteten Strafverfahren, hoffentlich recht zuweichen. Auch hier drängten aber die Genossen nach, doch gelang es Herrn Barbeck, in einer kurzen Ansprache wieder von Pfui leichtern, ebenso wie wir auch die Lebenshaltung der Arbeiterklasse heben bald flar gemacht werden. Rufen der Genossen begleitet fich zu äußern und die Bürger von wollen. Mit welchem Recht macht man einen Unterschied zwischen Heroldsberg aufzurufen, am Wahltag die Antwort auf diese Verdem Bauer, der von den Früchten seiner eignen Thätigkeit leben muß, und gewaltigung der Bürger durch socialdemokratische Sprengkolonnen au dem Lohnproletarier in den Industriecentren? geben. .. In demselben Flugblatt wird erzählt, daß die Socialdemokratie „ die ganze Hölle in Bewegung gefeßt" habe, um„ die Bauern um den Zolltarif zu bringen". Dagegen weiß das Wahlflugblatt des bayrischen Bauernbundes zu berichten, daß der neue Zolltarif dem Bauern nichts nüze, seit das Centrum die Interessen der Bauern verraten hätte. In fast sämtlichen Flugblättern werden die alten Lügen wiederholt, daß die Socialdemokratie eine Gegnerin des Arbeiterschutzes und der Arbeiterversicherung sei, daß sie gegen Luruszölle stimme usw. Die gefälschte Rechnung, wonach die Zolllasten pro Kopf in Deutschland geringer feien als in den meisten andren Ländern. Unter anderm wird eine Tabelle aufgemacht, in der Destreich und Ungarn an berschiedener Stelle zu stehen kommen. Destreich und Ungarn haben aber Zollgemeinschaft.. Der Mufterbetrieb der Germania". " einer etwa die„ Germania" schwindelt, gewinnt nachgerade eine so imponierende Die Unverschämtheit, mit der das Centralorgan des Centrums Auch in diesem Falle handelt es sich um freisinnige Flunkerei. Größe, daß man ihr eine gewiffe Bewunderung nicht versagen kann. Nach uniren Erkundigungen ist der Sachverhalt folgender. Unfre Als der Vorwärts" gegenüber den verlogenen Angriffen auf Genossen gingen zur Versammlung nicht um zu stürmen, sondern seinen technischen Betrieb Zahlen und Thatsachen veröffentlichte, da ruhig mit anzuhören und eventuell gegen die bekannten Schimpfereien befannte zwar die katholische Kölnische Voltszeitung": Barbecks auf unire Partei zu protestieren. Etwa 40 Genossen waren Der Vorwärts" bestreitet die Angaben des Correspondent" zuerst im Saale und und suchten fuchten sich natürlich passende Pläze ( Verbandsorgan der deutschen Buchdrucker und Schriftgießer) über aus. Später kamen einige freifinnige Bürger die Verhältnisse in seinem Betriebe Insbesondere erklärt er die 20 und nach diesen Herr Barbeck mit seinem Gefolge, der, als Behauptung, daß die Löhne so tief wie möglich gedrückt würden, ihm berichtet wurde, daß fast lauter Socialdemokraten da seien, mit für eine bewußte unwahrheit. Die zahlenmäßigen Angaben die er dem Einberufer beriet, was zu thun sei. Die Versammelten verhielten über die Löhne macht, lassen allerdings einen Vorwurf in dieser sich vollständig ruhig und harrten der kommenden Dinge. Später Hinsicht als durchaus unbegründet erscheinen. Auch was der trafen immer noch mehr Socialdemokraten ein. Herr Barbeck " Vorwärts" sonst zur Rechtfertigung seines Betriebes vorbringt, ging darauf mit seinen Leuten in ein Nebenlokal. Nach flingt ganz plausibel. einiger Zeit wurde von einigen Genossen angefragt, wann Für heute genug. Jedes Wort, das unsre Gegner gegen uns Dagegen wiederholte die Germania" in einem zweiten Zeit die Versammlung eigentlich beginne, worauf sie die Antwort vorbringen, ist wahr! So wahr der" Jude Ricardo" ein Borkämpfer artikel ihre Verleumdungen und wagte es sogar unter Anführung erhielten, daß Barbed heute überhaupt nicht spreche. Ein Genoffe der Socialdemokratie ist! einiger nichts beweisender Lohnziffern ihren Betrieb dem unirigen sprach darauf seine Verwunderung aus, daß Barbed sich nicht einmal als mustergültig gegenüber zu stellen. Die Unvollständigkeit vor 50 Socialdemokraten zu sprechen getraue, ein solcher Mann geihrer Lohnlisten nahm ihnen schon die Beweiskraft. Immerhin höre doch nicht in den Reichstag. Diese Ausführungen wurden nahmen wir an, daß die von ihr angeführten Zahlen richtig seien. von unsren Genossen mit Bravo beantwortet. Die Freisinnigen Nun erfahren wir aber, daß das fromme Blatt frech gelogen hat. wurden aufgefordert, in das Gastzimmer zu kommen, wo Barbeck Die Wahl beginnt um 10 Uhr vormittags und dauert bis 7 Uhr „ Wir können behaupten und beweisen, daß in der, Germania" eine kurze Ansprache hielt. Ein Teil der Genossen folgte dahin und abends. Wer um 7 Uhr noch nicht abgestimmt hat, darf überhaupt Druckerei die Arbeitsverhältnisse besser sind als in der Vorwärts" hörte ruhig zu, erst als Barbed wieder unerhörte Verdächtigungen nicht wählen, auch wenn er vorher schon im Wahllokal war. Druckerei und somit dem Jdeal eines Musterbetriebes sehr gegen die Socialdemokratie schleuderte, wurden einige Pfuirufe laut. " So erhält beim Vorwärts" der erste Von Vergewaltigung"," Noheit" und ähnlichen Dingen keine Spur. Wer es irgendwie ermöglichen kann, gehe schon vormittags zur viel näher fommen." Wahl. Abends ist erfahrungsgemäß der Andrang zum Wahllokal Maschinenmeister 55 M., bei der Germania" 66,29 D." schrieb Den Freifinnigen ist es sogar sehr angenehm, wenn Socialdemo sehr start. Wer deshalb sein Wahlrecht nicht durch Bummelei ver- die" Germania", das Blatt hat in seiner christlichen Wahrheitsliebe fraten in ihre Versammlungen kommen; man reizt und provoziert nur vergessen hinzuzufügen, daß darunter die Entschädigung für Ueber- sie, um sie zu Zwischenrufen zu veranlassen und dann über„ Gewaltlieren will, gehe beizeiten zur Wahl. Es empfiehlt sich für jeden Wähler eine Legitimation einzusteckenstunden mitenthalten find, denn an festem Wochenlohn erhält der thätigkeiten" schreien zu können. seit vielen Jahren in der„ Germania"-Druderei beschäftigte ( Einwohnerschein, Steuerquittung oder Mietsvertrag). Maschinenmeister nicht 66,29 M., sondern denselben Lohn wie der Stimmzettel mit dem Namen des socialdemokratischen Kandidaten am Vorwärts" seit einem halben Jahre beschäftigte Maschinenfind zwar an jedem Wahllokale zu haben, der vorsichtige Wähler meister nämlich 55 M. nimmt aber seinen Stimmzettel schon von zu Hause mit. Wahlkampf. Am 16. Juni wird gewählt! Der Stimmzettel muß von weißem, mittelstarkem Schreibpapier sein, darf keinerlei Kennzeichen tragen und nichts weiter enthalten, wie die genaue Bezeichnung des Kandidaten. Der Stimmzettel muß ungefähr 9 zu 12 Centimeter groß sein. " " " * Eine vernünftige Wahlverfügung hat der schwarzburgische Landrat Bärwinkel erlassen. Es heißt darin nach der„ Nordh. 8tg." wörtlich: Genau so wahrheitsliebend ist die„ Germania" bezüglich Bereits in der Bürgermeister- Versammlung vom 1. v. M. habe der Löhne ihres Stereotypeurs, der nach ihrer Angabe 54,20 M. ich darauf hingewiesen, daß die Bürgermeister und Gemeindediener erhält. Auch das ist nicht wahr; wenn man die Ueberstunden sich jeglicher Beihilfe bei den Parteivorbereitungen zur Reichstags. abrechnet, so hat der betreffende Stereotypeur nur 47 Mart wahl zu enthalten haben. Ich mache hierdurch nochmals darauf aufmerkſam Wochenlohn. und hebe besonders noch folgende Punkte hervor: Die Gemeindevorstände Das schönste aber ist, daß die„ Germania" die Krankheit dieses dürfen Stimmzettel, Wahlaufrufe, Wahlprogramme, Wahlflugschriften Man kann sich seinen Stimmzettel selber schreiben. Gültig sind Stereotypeurs dazu benuzte, dieselbe Arbeit billiger hergestellt nicht durch Gemeindediener verteilen lassen und auch nicht selbst verteilen. auch Stimmzettel, auf denen ein Name durchgestrichen und ein andrer zu erhalten. Aus Gefälligkeit für den erkrankten Die Gemeindevorstände dürfe keine Wahlaufrufe unterzeichnen unter darunter geschrieben ist. Kollegen trat, da am Arbeitsnachweis tein Stereotypeur vor- Beifügung ihres Amtscharakters( Gemeindevorsteher, Bürgermeister Der Kandidat muß aber so genau bezeichnet sein, daß jeder handen war, ein in der Vorwärts" Druderei beschäftigter oder dergleichen), sondern sie dürfen nur hinzusetzen Landwirt" oder Zweifel über seine Person ausgeschlossen ist. Es genügt also 3. B. Stereotypeur mit noch einem Kollegen bei der„ Germania" am Tage eine ähnliche Bezeichnung, welche sie als Privatperson erkennen nicht„ Schmidt", sondern man muß schreiben: Arbeiter sekretär ein, da wurde ihm aber nur 80 Pf. pro Stunde zugestanden, was bei läßt. Die Gemeindevorstände dürfen nicht in Gemeinderats- Versammneun Stunden pro Tag nur 43,20 M. in der Woche oder bei acht lungen oder in Gemeindeversammlungen Reichstags- Angelegenheiten Robert Schmidt in Berlin. Stunden( wie im Vorwärts") gar nur 38,40 m. ausmacht. Da verhandeln und dabei für einen Kandidaten Stellung nehmen, sie sollen In welchem Wahlkreise man wohnt und in welchem Wahllokale aber die zwei Stereotypeure für dieselbe Arbeit denselben Lohn ver- auch keine Wählerversammlungen einberufen oder in sechen die man zu wählen hat, ist im Vorwärts" Nr. 125( Pfingſtnummer) langten und die„ Germania"- Druckerei keinen Ersatz finden konnte, Wahl eines Kandidaten empfehlen. Wichtig ist ferner die Beachtung bekannt gemacht. Außerdem bekommt jeder Wähler noch von unsrer so bewilligte sie denselben Lohn, nämlich 47 Mark. Und da die des§ 43 Absatz 3 und 4 der Reichs- Gewerbe- Ordnung, wo borPartei eine besondere Mitteilung darüber. Wem sie aus Versehen zwei Stereotypeure, wie sie uns versicherten, dasselbe Lohnbuch geschrieben ist:" Zur Verteilung von Stimmzetteln und Druckschriftent nicht zugehen sollte, der bemühe sich bei dem Nachbar darum. benutzten wie der erkrankte Kollege, so konnten sie sich von der zu Wahlzwecken bei der Wahl zu gesetzgebenden Körperschaften ist. " eine polizeiliche Erlaubnis in der Zeit von der amtlichen Bekannts machung des Wahltages bis zur Beendigung des Wahlaktes nicht erforderlich. Dasselbe gilt auch bezüglich der nicht gewerbsmäßigen Verteilung von Stimmzetteln und Druckschriften zu Wahlzwecken." Die Wahlsituation in der Pfalz. Die bahrische Pfalz war einmal eine Hochburg der Liberalen. Diese schönen Zeiten sind unwiederbringlich dahin. Die Nationalliberalen hatten es hier mehr wie anderswo verstanden, mit ihrem Liberalismus zu prunken. Zu statten kamen ihnen dabei die Nachwirkungen Aus dem Großherzogtum Sachsen- Weimar wird uns geschrieben: einer großen Zeit, der französischen Revolution und das in der Der Kandidat für den ersten weimarischen Wahlkreis, Abgeordneter Reaktionsperiode der 1850er Jahre entschieden liberale Auftreten Baudert, hat bisher schon im Kreise in 50 Wahlversammlungen einiger ihrer alten Führer. Das Jahr 1870 brachte auch hier eine gesprochen. Die Gegner machen alle Anstrengungen, der Wandlung zum Schlechteren. Die Reichsduselei und Bismärckerei Socialdemokratie den Wahlkreis wieder zu entreißen. Die Frei- ertötete in den Nachkommen der Spectreiter, wie man die Resinnigen, für welche der Buchhändler Dr. de Gruyter aus volutionäre von 1793 in der Pfalz hieß, den letzten Rest von LiberalisBerlin kandidiert, erklären in ihrem Flugblatte, ihre Hauptaufgabe mus und Freiheitsglut und wandelte sie in blinde Anbeter der Gewalt sei es vor allem andern, den Socialdemokraten zu verdrängen, und um. Die Arbeiterbewegung wurde in der brutalsten Weise niederfie betätigen dies auch in der schofelen Art ihres Wahlkampfes. Der gehalten und bei den verschiedensten Wahlen der schlimmste TerrorisKandidat der Nationalliberalen, Regierungsrat Dr. Heyden- mus getrieben. In Ludwigshafen z. B. standen die Aufseher reich, hat öffentlich erklärt, daß ihm bereits auch von und Beamten der Anilinfabrik unter Assistenz von Bahnbeamten freifinniger Seite die Zusage gemacht worden sei, man förmlich Spalier vor den einzelnen Wahllokalen, und unvergessen werde bei einer eventullen Stichwahl zwischen Socialdemokratie ist das Wort, das ein Proh damals fallen ließ: und Nationalliberalen für letztere eintreten. Die nationalliberale „ Wer nicht wählt den Dr. Groß, und konservative Partei giebt jetzt eine öffentliche Er Der ist morgen arbeitslos." klärung ab, daß sie mit aller Zuversicht darauf ver- Dr. Groß war der nationalliberale Kandidat. Indes wuchsen trauen, wenn ihr Kandidat mit dem Socialdemokraten in die die socialistischen Stimmen von Wahl zu Wahl und 1898 fiel der Stichwahl kommt, die Leitungen des Bundes der Landwirte und Wahlkreis Ludwigshafen in unfre Hände: Zum erstenmal waren wir der freisinnigen Parteien ihren Parteigenoffen das Eintreten für 1884 in diesem Wahlkreise in die Stichwahl gekommen. 4822 Stimmen ihren Kandidaten empfehlen werden, ebenso würden auch sie ihren wurden damals in der Hauptwahl für den socialdemokratischen KanBarteigenossen, falls der Bund der Landwirte oder die Frei- didaten abgegeben; 1898 war diese Zahl auf 12 008 gestiegen und sinnigen mit den Socialdemokraten in Stichwahl kommen, auf in der Stichwahl gelangte zum erstenmal ein Socialdemokrat in den das nachdrücklichste die Unterstützung der betreffenden Kandidaten Besitz eines der vormals sicheren nationalliberalen Mandate. Die empfehlen. Im Jenaer Kreise haben dagegen die Freifinnigen durch größte Ueberraschung bereitete 1898 allen wahrhaft staatstreu ge= ihren Kandidaten, den Rechtsanwalt Dr. Harmening, freimütig er- finnten Nachtwächtern der Wahlausfall in Kaiserslautern, woselbst flären lassen, daß sie keinesfalls nach links, sondern stets nach rechts, ivider alles Erwarten der socialdemokratische Kandidat in die Stichgegen die Reaktion kämpfen würden. wahl gelangte. Bei der Hauptwahl unterlag der Socialdemokrat, dank dem verräterischen Verhalten eines Teils der Demokraten, dem Brotverteurer Röjice. * Das standalöse Treiben der Freifinnigen Zeitung". Auf unsre lette Notiz über die freisinnigen Erfindungen von angeblichen Gewaltthaten der Socialdemokraten antwortet das Blatt: " " Ueberhaupt fanden die allgemeinen Wahlen von 1898 die Nationalliberalen auf der ganzen Linie in voller Flucht. Der Bund der Landwirte stand auf dem Gipfel seiner Macht; und an Stelle nationalliberaler Kandidaten traten solche von Bundesgnaden. Die alten Führer der Nationalliberalen zogen sich zurück. " Die wiederholten Hinweise auf socialdemokratischen Terrorismus in bürgerlichen Versammlungen sucht der Vorwärts" zu entkräften durch eine Beschwerde im Anhalt. Staatsanz." über die Thätigkeit einer freisinnigen Sprengkolonne" in einer reichs- Bei der diesmaligen Wahl soll der Kampf gegen die Agrarier treuen Versammlung in Dessau. Glaubt der Vorw." wirklich aufgenommen werden. Die Nationalliberalen schüttelten in Kaisersmit dieser Berufung auf den„ Anhalt. Staatsanz." das skandalöse lautern das agrarische Joch ab und setzten den in Eisenach proklaTreiben von Socialdemokraten in gegnerischen Versammlungen mierten Ruck nach links" in Scene. In den andern Wahlkreisen irgendwie entschuldigen oder rechtfertigen zu können? Der konnten sie nicht nach links rücken, weil außer den Socialdemokraten ,, Borw." behauptet ferner, daß der Freifinn früher das Sprengen nichts Linkes vorhanden ist. Nur im Wahlkreise Neustadt- Landau, von Versammlungen als Sport betrieben habe. Mit dieser in welchem 1898 noch 4000 Stimmen auf die Freisinnige Volkspartei Behauptung stellt der Vorm." die Wahrheit auf den Kopf. fielen, schien Raum für die neue Taktik vorhanden zu sein. Doch diese Gerade die Socialdemokraten haben schon in den sechziger Jahren Richterschen Volksmänner rückten nach rechts" und erklärten einfach, in Berlin, unterstützt durch die denkbar wohlwollendste Neutralität im Interesse der„ liberalen" Sache für den Nationalliberalen stimmen der Polizei, die Sprengung liberaler Wählerversammlungen als zu wollen. Die Bündler kündigten auf die nationalliberalen Abeine Art Sport geübt." schüttelungsversuche in Kaiserslautern den bisherigen Hörigen Krieg bis aufs Messer" an. Getreu dieser Parole stellten sie, ohne viele Umstände zu machen, im ersten, fünften und sechsten Kreise( Ludwigshafen, Homburg- Kusel, Kaiserslautern) eigne Kandidaten auf. Im zweiten Streise( Neustadt) erklärten sie, sich der Abstimmung zu enthalten; im vierten( Pirmasens) sind sie jetzt noch auf der Kandidatenfuche und im dritten Kreise( Germersheim) gehen sie trotz alledem mit den Nationalliberalen zusammen. Es fällt uns gar nicht ein, etwas rechtfertigen zu wollen, was nicht recht ist, wir verlangen nur, daß die Freifinnige Zeitung" das thut, was unter anständigen Menschen üblich ist: von unsren zahlreichen Richtigstellungen ihrer Lügen Notiz zu nehmen. Das hat sie bisher nicht gethan. Ueber das Verhalten der Freisinnigen in socialdemokratischen Versammlungen in früherer Zeit haben wir zeitgenössische Preßstimmen und Belege veröffentlicht; daran ist also nichts zu deuteln. Eine fürchterliche Wahlfonfusion! " Die Wahlaussichten sind für den Bund der Landwirte gering. Die Wirkungen der Centrumspresse. Von einem ländlichen Das Mandat Rösices in Kaiserslautern ist auch äußerst gefährdet. Arbeiter im Kreise Mayen-Ahrweiler, Regierungsbezirk Im ersten Wahlkreiſe droht dem Bundeskandidaten ein glatter Durch Koblenz, geht uns ein Brief zu, in dem er um Zusendung von fall und nur in Homburg- Kusel kommt der Bundeskandidat möglicherZeitungen bittet. Darin kommt folgende charakteristische Stelle vor: weise in die Stichwahl. In allen übrigen Kreisen sind die Bundes" Ich habe mein Lebtag noch keine socialdemokratische Zeitung aussichten gleich Null, mit Ausnahme des Germersheimer Kreises, gesehen, aber die Centrumspresse und namentlich die Koblenzer woselbst Bund und Nationalliberale gemeinsam vorgehen. Volkszeitung", deren Abonnent ich schon 25 Jahre lang war und auch jetzt noch bin, besorgen Eure Sache bei den denkenden Leuten beffer als Ihr es selbst könntet." Wir werden den Wunsch des Schreibers natürlich mit Bergnügen erfüllen und dafür sorgen, daß er und die Freunde, in deren Namen er schreibt, einmal die Wahrheit zu lesen bekommen, die sie sich bisher nur aus dem verlogenen Spiegelbilde der Centrumspresse mühsam zurecht denken mußten. Schämt Euch! In einem freisinnigen Flugblatte, das vorige Woche für den in Danzig kandidierenden Bankdirektor Mommsen verbreitet wurde, heißt es von der socialdemokratischen Partei: Ebenso trostlos sind die Aussichten der Nationalliberalen. Sie rechnen kaum darauf, im ersten Wahlgange auch nur ein einziges Mandat zu erhalten. Möglicherweise behaupten sie Neustadt und Pirmasens in der Stichwahl, vielleicht erhalten sie auch noch Homburg- Kusel dazu. Das Centrum hofft das Mandat im ersten Kreise den Socialdemokraten abnehmen zu könen, Pirmasens und Neustadt den Nationalliberalen. Was die„ lintsliberalen" Barteien, Freisinn und Demokraten, anbetrifft, so scheiden sie infolge ihres Kuhhandels diesmal gänzlich aus. Wer sich unter ihren Anhängern noch einen Rest liberales Empfinden gewahrt hat, der schwenkt aus Scham über den erbärmlichen Schacher zu den Socialdemokraten ab. Was die Aussichten für unsre Partei anbelangt, so stehen diese Von den großartigen Summen, welche die Partei freiwillig durchweg günstig. Ludwigshafen dürfte in unsrem Besiz bleiben und und unfreiwillig aufbringt, wird kein Pfennig, zur Verbesserung der in Kaiserslautern und Neustadt dürften wir in die Stichwahl gemateriellen Lage der Arbeiter ausgegeben, nichts zur Ausmerzung langen. Aber auch in den andern drei Kreisen sind unsre Aussichten menschenunwürdiger Wohnungen, kein Tadel wird ausgesprochen nicht ungünstig. Eins steht fest: wie auch das Resultat am 16. Juni über die so oft vorkommenden feigen Messerstechereien, die dem ausfallen mag: eine beträchtliche Steigerung unsrer Stimmenzahl ordentlichen Arbeiter ein ebensolcher Greuel sind wie uns Bürger- dürfte uns als Lohn für eine rastlose fünfjährige Thätigkeit doch gelichen, nicht wird geeifert über den übertriebenen Schnapsgenuß, wiß erblühen. der wie jedes Kind weiß, unsägliches Elend in vielen Arbeiterfamilien anrichtet und die Irrenhäuser und Gefängnisse bevölkert. Hat es doch auch Herr Haase aus Königsberg für gut befunden darüber zu schweigen, der früher der Ansicht war, daß mit den Danziger Arbeitern nichts anzufangen sei, weil sie durch den Schnaps zu sehr heruntergekommen wären." Politische Ueberficht. Berlin, den 8. Juni. Bischöflicher Wahlmißbrauch der Religion. Jeder gebildete Politifer sollte sich schämen, den politischen Der Fürstbischof Kopp hat in Gestalt eines Hirtenbriefes einen Gegner mit solchem Dreď zu bekämpfen. Ist denn der Freifinn langen 2a hlaufruf erlassen, dessen kurzer Sinn ist: Wer statt wirklich schon so vollständig auf den Hund gekommen, daß er zu des Centrums einen Nationalpolen oder einen Socialdemokraten wählt, solchen fläglichen Redensarten greifen muß? Warum verwenden wird erkommuniziert. wohl die Freisinnigen nicht ihre Partei- Einnahmen zur Stärkung von Heer und Flotte oder zur Unterstützung des Mittelstandes? " Eine Bedrohung mit kirchlichen Strafmitteln stellt sich zwar nicht formell, aber moralisch als eine Handlung im Sinne des§ 107 dar. § 107 des Strafgesetzbuches lautet:„ Wer einen Deutschen durch Gewalt oder durch Bedrohung mit einer strafbaren Handlung verDer schlichte Mann hat nur Kurs bei den Konservativen, wenn hindert, in Ausübung seiner staatsbürgerlichen Rechte zu wählen Der schlichte Mann" hat nur Kurs bei den Konservativen, wenn oder zu stimmen, wird mit Gefängnis nicht unter sechs Monaten oder fie politische Bauernfängerei mit ihm treiben können; wenn er ihnen entgegentritt, ist er für sie ein Gegenstand des Spottes. Spottete mit Festungshaft bis zu fünf Jahren bestraft." doch erst kürzlich der Reichsbote" über die socialdemokratischen Cigarrenwickler". So machen sich auch die Konservativen im Wahl freise Ruppin- Templin über den freisinnigen Kandidaten lustig, weil er einmal Offiziersbursche war. In einem vom Grafen ArnimMetlenau unterzeichneten Flugblatt heißt es boshaft von dem freifinnigen Kandidaten Bostel: Zur Erwirkung eines Beugnisses über seine Diensttüchtigkeit Hatte Herr Bostel umso weniger Veranlassung, als ihm in Klosterwalde allseitig voller Glaube darin geschenkt wurde, daß er ein ausgezeichneter Offizersbursche gewesen sei. Erfundigungen bei Herrn v. Löbenstein, die er empfahl, wurden als ganz unnötig bezeichnet." " 1 Wir wissen nicht, ob der freifinnige Kandidat, der sich heute Bauerngutsbesitzer nennt( Bauer ist wohl etwas zu gewöhnlich), wirklich den guten Geschmack beseffen hat, sich auf die Empfehlungen des Herrn v. Löbenstein, seines ehemaligen Offiziers, zu berufen; trotzdem stände es aber doch gerade den Konservativen schlecht an, so hämisch über den schlichten ehemaligen Offiziersburschen her zufallen, nachdem der schlichte Mann" seinerzeit so warm empfohlen worden ist. Gänzlich verschlafen hat der Magistrat von Mansfeld die Thatsache, daß es jetzt eine Abänderung des Wahlreglements giebt. Er teilt mit, daß die Wahlhandlung in Gemäßheit der§§ 6, 8 und 9 des Reglements vom 28. Mai 1870" um 10 Uhr vormittags beginne und um 6 Uhr nachmittags geschlossen werde.„ Der Bettel", heißt es weiter, darf kein äußeres Kennzeichen haben und muß so zusammengefaltet sein, daß der Name äußerlich nicht sichtbar ist, widrigenfalls der Bettel als ungültig zurückgewiesen wird.“ Sieben Uhr- Schluß, Wahlcouverts, Isolierraum alles verschlafen! Indes wird man sich auch im Wahlkreise des Herrn Arendt, so unangenehm es auch sein mag, an den Gedanken gewöhnen müssen, daß es einen verbesserten Schutz des Wahlgeheimnisses giebt. Dazu kommt, daß eine Kontrolle der Abstimmung nur durch den Zwang des Beichtstuhles möglich ist, eine Wahlbeeinfluſſung trassester und widerwärtigster Form. Fürstbischof Kopp wendet sich, um der Anklage der Wahlbeeinflussung zu entgehen, listig nur gegen die„ kirchenfeindliche Presse". Zunächst geht er, ohne die Socialdemokratie zu nennen, gegen unsre Partei los; er schmäht die Socialdemokratie als Leben ihre Ausübung? Und hört ihr nicht, wie die Anhänger dieser Partei in ihren Reden und Schriften, während sie über jede Freiheitsbeschränkung ein Weh ausrufen, die Knechtung ber Religion und die Unterdrückung ihrer Einrichtungen bejubeln und billigen? Diese sind die ersten, die wir an der Arbeit sehen, die Menscha heit um ihre höchsten Güter zu betrügen, und die sich dabei namentlich der Presse bedienen, um die Leichtgläubigen zu bes thören. In unzähligen Flugschriften verbreiten sie ihre ungläubigen Lehren und ihre irdischen Glückseligkeitshoffnungen, die sie den Hoffnungen der Religion entgegenstellen und als Ersatz für lettere anpreisen." Wenn Herr Kopp diese Auffassung wirklich hegt, beweist das nur, daß man in der Hierarchie zu den höchsten Graden gelangen kann, ohne fähig zu sein, den einfachen und klaren Programmſatz: Vielleicht findet Herr " Religion ist Privatsache" zu verstehen. Kopp einmal Muße, die Neden Windthorsts zu studieren, der in dieser Frage genau auf socialdemokratischem Standpunkt gestanden hat. Aber der Fürstbischof stellt sich denn auch als bewußter Vertreter preußischer Hakatistenpolitik unter frommen, heiligen Geberden in den Dienst des Centrums gegen den Ansturm der gutkatholischen Nationalpolen. Er predigt den Nationalpolen die Internationalität des Jenseits, das Volapük des Himmels: .. ,, Ueberall wird der Einfluß der Religion mißachtet und verkümmert, wo sie den stürmischen Zug des Erdenfinnes mäßigen und veredeln könnte. Und doch, geliebte Diocesanen, sind die Verhältnisse dieses ErdenLebens von kurzer Dauer und dem beständigen Wechsel unterworfen. So sind zum Beispiel Sprache und Voltstum hohe Güter, aber die höchsten Güter des Menschen sind sie nicht. Der Glaube lehrt, diese Erde als eine Schaubühne anzusehen, auf der die Menschen in verschiedenen Gewändern aufs treten und ihre Aufgabe erfüllen. Auch Sprache, Sitte, Volkstum find nur das Gewand, in dem die Menschen hier während der kurzen Lebenszeit erscheinen. Für alle aber kommt der Tag, wo man das irdische Gewand ablegt und zu Gott geht, vor dem der Unterschied der Sprache, des Boltstums wie aller irdischen Verhältnisse verschwindet. Der Mensch hat noch höhere Güter, die über jenen zeitlichen Gütern stehen, weil sie den Wechsel von Zeit und Ewigkeit üllerdauern. Nun urteilet selbst, geliebte Diocesanen, ob die Zeitungen, Flugs blätter und andre Schriften, die ihr leset, diesen Grundlehren eures Glaubens entsprechen. Einige von ihnen maßen sich an, die alleinigen Führer des katholischen Voltes zu sein, und insbesondere gilt dieses von Tagesblättern, die unter den oberschlesischen Katholiken verbreitet sind. Es ist nicht meine Aufgabe, in politischen Angelegenheiten Führer und Ratgeber zu sein; aber wenn jene Tagesblätter sich den Anschein geben, als ob sie allein die katholische Religion bei euch vertreten und verteidigen, fann ich gegenüber einer solchen Ueberhebung und Verkehrung der kirchlichen Ordnung nicht schweigen. Nicht die Liebe zur katholischen Sache und zu eurer heiligen katholischen Kirche ist es, von der jene Blätter geleitet werden, und die der Antrieb ihres Strebens ist. Wenn sie so sagen, brauchen sie diesen Deckmantel, um euch zu täuschen und zu be thören. In Wirklichkeit sind es nur politische Ziele, die sie im Auge haben; durch jene verwerfliche Vorspiegelung suchen sie sich in euer Vertrauen einzuschleichen, um euch für ihre rein weltlichen Zwecke zu gebrauchen und auszunützen. die Polen nun ihrerseits den Diese Predigt über das mindere Gut der Sprache, werden ja Deutschen vortragen können, gleich wie die Socialdemokraten das Wort von dem religiösen Deckmantel aufnehmen können, der nur die politischen Zwecke verbergen soll. Das Hirtenschreiben Kopps ist ein vorzügliches Beispiel für diese Methode. Der Mißbrauch der Religion zu politischen Zwecken steigert sich aber noch. Die Centrumskandidaten werden unter dem Deckmantel von Geistlichen als„ von Gott gesezte Führer" empfohlen: Viele Schmähungen müssen sich euere Priester in den religions- und firchenfeindlichen Zeitungen bieten lassen; aber diese erreichen die Größe der Schmach nicht, womit sogenannte katholische Blätter Oberschlesiens den katholischen Klerus bewerfen. Und ihr, katholische Christen, könnt es über euch gewinnen, solche Blätter zu lesen? Mir steigt die Schamröte ins Gesicht, wenn ich daran dente, daß ihr, meine Diocesanen, mit ihnen Gemeinschaft haben könnt! Wollt ihr allen katholischen Grundsägen untreu werden? Wo eure Priester sind, da ist die Kirche; das ist katholisch, war es immer und wird es bleiben. So hat Christus seine Kirche eins gerichtet. Er hat das Priestertum eingesetzt; durch dieses läßt er euch täglich die Segnungen seiner Erlösung vermitteln." Folgen eine große Anzahl von Bibelsprüchen, um zu beweisen, daß das Centrum den allein echten katholischen Glauben verschleißt und die katholischen Nationalpolen nur Diebe und Mörder seien. Und zum Schluß wird der große Bann angekündigt: " Ihr könnt nicht katholisch sein, wenn ihr Zeitungen und Schriften lefet, die die Lehren, Einrichtungen und Gebräuche eurer heiligen Kirche verspotten. Ihr könnt nicht katholisch fein, wenn ihr fortfahrt, solche Zeitungen zu halten, welche die Diener eurer heiligen katholischen Kirche beschimpfen und verunehren. Ihr könnt nicht katholisch sein, wenn ihr religiöse Belehrung, Rat und Trost anderswo sucht, als da, wohin euch Jesus Christus, euer Erlöser, gewiesen. Ihr fezzet euch also mit den Lehren und Grundsäßen eurer heiligen Kirche in Widerspruch; Ihr beraubet euch ihrer Segnungen und Gnaden; ihr seid ungehorsame Kinder derselben, von denen das Wort des Herrn gilt: Wer die Kirche nicht hört, sei wie ein Heide oder öffentlicher Sünder."( Matth. 18, 17.) euern Ich bitte und beschwöre euch, geliebte Diocesanen, haltet alle Schriften und Zeitungen, von denen hier die Nede ist, und die ich euch deutlich genug gekennzeichnet habe, aus Häusern und Familien fern. Eure Priester hätten sonst das Recht und die Pflicht, euch die Segnungen und Gnaden der Kirche so lange zu verweigern, bis ihr euch aus dieser gefährlichen Gelegenheit, am Glauben Schiffbruch zu leiden, entfernt hättet. Wenn ihr aber darüber noch im Zweifel sein würdet, vor welchen Schriften und Zeitungen mein Hirtenwort euch warnen will, fraget eure Priester und folget ihrer Weisung. Bedenket, geliebte Diocesanen, es ist jetzt die Zeit, von der der Heiland sagte:„ Siehe, der Teufel geht umher, um euch zu sieben."( Joh. 22, 31.) Ja, so ist es! Wie das Sieb unzählige Löcher hat, so giebt es in unfren Zeiten unzählige Gelegenheiten zum Abfall vom Glauben. D, möchtet doch ihr alle mit dem Herrn sagen können: An mir hat er feinen Teil!"( Joh. 14, 30.) Amen. " Jetzt braucht nur ein nationalpolnisch gesinnter Bischof, etwa Herr v. Stablewski in Posen die Koppianer als keine richtigen Katholiken denunzieren, wer von den beiden Kirchenfürsten hat dann recht? eine Bewegung in der menschlichen Gesellschaft, die als ihre eigenste Aufgabe bekennt, die Gesinnungen der Menschen von allem Ueberirdischen und lebersinnlichen abzuwenden und nur auf die Bedürfnisse und Zwecke des irdischen Daseins hinzulenken. Es ist daher natürlich, daß ihre Führer und Anhänger die geschworenen Feinde der Religion find, mögen sie auch ihren Haß unter dem Deck mantel einer angeblichen Neutralität gegen alles Religiöse zu verdecken suchen. Sie behaupten, die Religion nicht antasten Die Einmischung der Kirche aber in den Wahlkampf und noch zu wollen, vielmehr jedem frei zu überlassen, sie für sich als Privatsache zu bekennen und zu üben, wie man wolle; nur aus dazu in dieser Form werden gerade Heiden als eine Lästerung und dem öffentlichen und solle fie ferngehalten von einen Mißbrauch der Religion empfinden. Das diesem jeder religiöse Einfluß ausgeschlossen werden. Aus Gesundheitsrücksichten! sind ihre Worte, aber nicht ihre eigensten Gedanken: sie wissen sehr wohl, was sie damit sagen wollen, und wohin Der Freisinn will vom Zollwucher Unter den Linden nicht diese Grundsäge führen müssen, zur Unterdrückung jeder öffentlichen gegrüßt werden. Etwas andres aber ist es in Kalau- Luckau, dort Religionsübung, jedes öffentlichen Gottesdienstes, jedes äußeren geht er mit dem Fleischwucher auch am hellen Tage spazieren. Die Zeichens der Gottesverehrung. Seht ihr das nicht an der dortige, vom„ liberalen Wahlkomitee" herausgegebene Wahl- Zeitung maßlosen Anfeindung Religiösen von eben jener erklärt in ihrem Aufrufe für den freisinnigen Kandidaten Lehrer Seite, die euch durch jene Neutralitäts- Erklärung täuschen. Rosin wörtlich: will? Werden nicht in Wort und Schrift eure Religion, Hohe Getreidezölle lassen sich dem Auslande gegenüber nicht ihre Lehren und Gebräuche, ihre Vorsteher und Anhänger rechtfertigen und machen den Abschluß günstiger Handelsverträge tagtäglich mit Spott und Hohn verfolgt? Seht ihr nicht, daß unmöglich, die unsre hochentwickelte Industrie haben muß. Dagegen da, wo diese religionsfeindliche Richtung zu Macht und Herrschaft laffen sich angemessene Viehzölle aus gesundheitlichen Gründen eher gelangt, für alles Freiheit ist, nur nicht für die Reliaion und aufrecht erhalten, ohne die Handelsvertragspolitik zu erschweren." alles Selbst die von der Regierung ihrem Zolltarife beigegebene Dent- 1 Ist der Fabrikant dieses freifinnigen Auszugs wirklich so ver-| Selbst wenn der Preis der Nahrungsmittel fich durch den Zoll ets schrift hat zugeben müssen, daß die deutsche Viehzucht dem Auslande blödet, daß er die Ausführungen Kautskys nicht verstanden hat, oder höhe, so würden sicherlich die Löhne in größerem gegenüber vollständig konkurrenzfähig sei, daß die Einfuhr ver- treibt ihn nur die böse Lust am Fälschen? Verhältnisse erhöht werden. Dies sei sowohl hältnismäßig gering sei und zu gutem Teile nicht zu Schlachtzwecken, Kautsky hat sich weder in Widerspruch mit der Partei gesetzt, in den Vereinigten Staaten als in Deutschland sondern zu Zuchtzwecken erfolge. Viehzölle dienen nicht dazu, die noch hat er seine„ widersprechenden" Ausführungen dann„ eigeschränkt". der Fall gewesen.(?) Wenn England in der Lage wäre, fleinen Landwirte vor einer erdrückenden Konkurrenz zu schützen, Kautsky hat vielmehr dargelegt, daß die Notwendigkeit eines auf der Grundlage gleicher Bedingungen zu verhandeln, so, glaube sondern dazu, der inländischen Viehproduktion eine Monopolstellung Getreide- Importes nicht natürlicher, sondern ökonomischer er, würden die jetzt auf die englischen Erzeugnisse gelegten Zölle auf dem heimischen Markte zu schaffen und ihr die Gelegenheit zu Art sei. An sich könnte Deutschland eine andre Wirtschafts- allgemein herabgesetzt werden. Es würde ein Wettbewerb unter den einer willkürlichen Verteuerung der Fleischnahrung zu bieten. ordnung vorausgesetzt alle Menschen aus eigner Kraft ernähren, fremden Nationen um die englischen Märkte entstehen, der England Die Vermehrung des deutschen Viehbestandes, die Steigerung aber in der heutigen kapitalistischen Ordnung sei das nicht möglich wirklichem Freihandel näher bringen würde, als es jemals ge feines Marktwertes würden auch ohne das Beispiel Dänemarks be- und darum müssen wir mit der Thatsache einer ökonomisch not wesen sei. Wenn die Zusammenbruch- Prophezeiungen irgendwie weisen, daß die Viehzucht auch ohne Zollschutz entwicklungsfähig sei. wendigen Einfuhr von Lebensmitteln rechnen. begründet wären, wie fönne man sich die Thatsache erklären, daß Herr Rofin tritt aber trotzdem für eine angemessene" Ver- Bermag das die" Freisinnige Zeitung" wirklich nicht zu tapieren?-das Steigen der Ausfuhr, der Löhne und der allgemeine Aufschwung teuerung des Sonntagsbratens ein aus gesundheitlichen Gründen. währer der letzten 20 Jahre in den Vereinigten Staaten und in Die Vossische Zeitung" flagt über die Verleumdungssucht der Deutschland größer gewesen seien, als in dem Vereinigten KönigSocialdemokraten. Diese, meint sie, trieben es so toll zu behaupten, reich. daß die Freisinnigen gegen- höhere Viehzölle nichts einzuwenden Dänemark. hätten. Die Guten! " Deutfches Reich. Ein neuer Gymnasiastenprozeß. der Anklagebant, weil sie durch geheimbündlerische Umtriebe den Vierundzwanzig ehemalige Gymnasiasten saßen in Gnesen auf preußischen Staat zu zerreißen drohten. Durch die anonyme Eine gewaltige Heerschan für die Folkethingswahlen bildete das Denunziation eines guten Patrioten wurde die Sache rechtzeitig ent- Verfassungsfest der Arbeiter Kopenhagens, das am 5. Juni wiederum abgehalten wurde. In einem deckt. Die Anklage behauptet: Die Verbindung habe mit andren in Söndermarken riesigen polnischen Geheimverbindungen, insbesondere mit der polnischen Demonstrationszuge bewegten sich die Arbeitervereine durch die Die Konservativen und das Reichstags- Wahlrecht. Mit immer Nationalliga in Verkehr gestanden und habe bezivedt, die Polen Straßen der Stadt nach dem Festplate. Viele Fahnen sah man im größerem Zynismus verhöhnen die Konservativen das Reichstags- bereit zu halten, bei passender Gelegenheit die Herrschaft Zuge, mit Inschriften, worin hauptsächlich die Sünden der Liberalen Wahlrecht. der fremden Staaten von sich abzuschütteln und sich zu gegeißelt wurden. Auf dem Festplate wurden Ansprachen gehalten, einem neuen Reiche Polen zu vereinigen. Die Angeklagten unter anderm von den Folkethings- Abgeordneten Borgbjerg, Sigs. sind deshalb beschuldigt, einer Verbindung angehört zu haben, deren Olfen, ferner von P. Knudsen und Bürgermeister Jensen. In den Dasein, Verfassung oder Zweck vor der Staatsregierung geheim Reden trat der Bruch mit den Liberalen scharf hervor und äußerte gehalten werden soll. Nach Verlesung des Anklagebeschlusses teilte sich außerdem darin, daß die Liberalen, die sich im Lokal Vodruflund der Vorsitzende mit: die nichterschienenen Angeklagten hätten ent- etwa 1000 Mann stark zum Verfassungsfest versammelt hatten, nicht, weder ihre Aussage verweigert oder bestritten, einer geheimen Ver- wie bisher üblich war, einen Abgesandten zu den Socialdemokraten bindung angehört zu haben. Die anwesenden Angeklagten erklären schickten, um ihnen ihre Grüße zu überbringen. Das Fest der Socialsämtlich, sie müssen vorläufig eine Erklärung ablehnen. Einzelne, demokraten war von einer Begeisterung getragen, die zu den besten die in der Untersuchung geständig waren, erklärten, sie hätten ihre Hoffnungen für die bevorstehenden Wahlen berechtigt. Aussagen gezwungen abgelegt, aber nichts davon zurückzunehmen. Der Prozeß dauert noch fort. Die Kreuz- Zeitung" erklärt, daß sie nur unter den obwaltenden Umständen" nicht gegen das Reichstags- Wahlrecht Sturm laufen wolle. Auch die Liebe der übrigen Parteien zum Reichstags- Stimmrecht sei nicht durchaus echt. Das pfeifen die Spazen von den Dächern. Und der Reichsbote" schreibt: " Obgleich man längst auch in liberalen Blättern über den Unsinn gespottet hat, wonach der Stallknecht oder der Steinklopfer genau so viel Wahlrecht hat wie der Minister oder der Mann, der Tausenden von Menschen Arbeit und Verdienst giebt und an den Staat Zehntausende an Steuern zahlt, so gebärden sich diese Blätter doch jetzt, als habe das sächsische Wochenblatt einen Hochverrat begangen, indem es diesen Reformvorschlag machte. Wir sind der Meinung, daß man mit viel einfacheren Mitteln dem jezigen Wahlgesetz die revolutionären Drachenzähne ausziehen kann: man führe nur die Wahlpflicht ein und verlege die aktive Wahlberechtigung vom 25. auf das 30. Lebensjahr, dann ist es nicht nötig, das dort vorgeschlagene odiöse Pluralsystem, das vier Stimmen in eine Hand legt, einzuführen, für welches man nie eine Mehrheit finden wird, so sehr auch die Verderblichkeit des bestehenden Wahlsystems gerade jetzt allen vor So spricht die konservative Presse von dem heiligsten Grundrecht des deutschen Volkes! Augen geführt wird." Ein Konzil der Abgebrannten. Die„ Nationallib. Korrespondenz" meldet, wahrscheinlich würden sich die Finanzminister der Einzelstaaten in einer demnächst abzuhaltenden Konferenz über Mittel und Wege aussprechen, um den Schwierigkeiten der Finanzlage im Reiche zu begegnen. Das heißt Tabatsteuer, Biersteuer, Wehrsteuer! Aber zuerst wird gewählt! Husland. Deftreich- Ungarn. Rußland. Eine jüdische Volfswehr in Kiew. Die bedrohten russisch- jüdischen Arbeiter haben wenigstens in Kiem- zu dem einzig zuverläßlichen Schutzmittel gegriffen: zu einer Organisation des Selbstschutzes und der bewaffneten Gegenwehr. Die legte Nummer des in Stuttgart erscheinenden Organs der liberalen Opposition, der„ Oswoboschdenije" ( Befreiung), macht darüber folgende Mitteilung: Neue Straßentumulte in Laibach. Am Sonnabend und Sonntag wurde das 40jährige Bestehen des Laibacher deutschen Turnvereins Wenn Plehwe gehofft hat, das revolutionäre Feuer in Rußland festlich begangen. Der vorgestrige Tag verlief ruhig. Gestern aber veranstaltete eine zahlreiche Menge eine Kundgebung gegen zwei durch kaltblütige Massenopferung weiter Bevölkerungsschichten zu und solchen in den städtischen Farben die äußere Dekoration des rechnet hat, daß im Gegenteil die Entwicklung der revolutionären schwarz- rot- goldene Fahnen, welche neben schwarz- gelben Fahnen dämpfen, so läßt sich schon jetzt jagen, daß er sich gänzlich verdeutschen Kasinogartens bildeten. Nachdem Bürgermeister Hribar die Kräfte einen gewaltigen Vorschub gerade infolge der Ereignisse erschwarz- rot- goldenen Fahnen hatte entfernen lassen, trat wieder fahren habe. Das ist ein Lichtblick in dem düsteren Bilde mittelRuhe ein. Auch gestern nachmittag fanden Ruhestörungen statt. alterlichen Volkswahnsinns und verruchter Regierungspolitik, wie es In der Nähe der Ursulinerinnen- Kirche schrien und pfiffen zahlreiche die Maitage 1903 in Rußland enthüllten. Von jeglicher Staatshilfe Ercedenten und zogen sodann in die innere Stadt. Da die Gen- verlassen, wird der jüdischen Einwohnerschaft in den gefährdeten darmerie und die Stadtwachen nicht ausreichten, wurde Militär Städten die Selbstverteidigung geradezu aufgezwungen, eine Orgas requiriert, worauf die Ruthe hergestellt wurde. Die Abfahrt der Turnernisation der Volkswehr förmlich aus dem Boden gestampft. Die letzten Veröffentlichungen des jüdischen Bundes bringen auch darüber ungemein vollzog sich ohne Zwischenfall. interessante Nachrichten aus Kiew. Hier befürchtete man ebenfalls, besonders in den Tagen um den 1. Mai, Strawalle. Gegen 30 000 jüdische Familien verließen die Stadt. Die übrige jüdische Bevölkerung organisierte einen„ Selbstschutz". Wien, 8. Juni.( Laffan"-Meldung.) Dem östreichischen Eisenbahn- Gesangberein, der soeben eine Reise nach Oberitalien macht, wurde gestern in Venedig vom dortigen Polizeipräsidium nahegelegt, mit Rücksicht auf die antiöstreichische Stimmung in italienischen Städten von öffentlichem Singen, sowie von Umzügen und sonstigen Veranstaltungen Abstand zu nehmen. Frankreich. Ungefähr 200 jüdische Studenten haben sich mit Waffen, Knüppel, Messer und Revolver, ausgerüstet, ihnen gliederten sich jüdische Arbeiter, endlich auch andre Volksgenossen an. Fast alle jüdischen Tischler und Schlosser waren zeitweilig mit Anfertigung von Waffen beschäftigt. Die Reicheren gaben Geld dazu. Diese jüdische Volkswehr ist in Abteilungen von je 20 Mann organiſtert und den freigewählten Komitees des Selbstschutes unterstellt. Jede Abteilung ist mit dem Centrum durch Telephonleitungen und Radfahrer verbunden; in 15 Minuten können, wie probeweise Marmierungen zeigten, größere Massen an den verschiedensten Punkten der Stadt Arawalle, sie wurden aber sofort schon von der Polizei unterdrückt, Am 3. Mai kam es auch wirklich zu Versuchen antisemitischer freilich war in beiden Fällen die Organisation der Selbstwehr so gleich zur Stelle. Steuerangit. Der socialdemokratische Gedanke, daß die befizenden Klassen die Kosten einer Politik, die von ihnen bestimmt wird und nur ihrem Nuzen dient, auch aus ihrer Tasche bezahlen sollten, hat für die bürgerlichen Politiker immer etwas Betlemmendes gehabt. Wir haben neulich ganz beiläufig entwickelt, auf welche Weise diese Kosten von den besitzenden Klassen getragen werden könnten. Herr Richter hatte seinen Leuten nämlich erzählt, daß man nach dem Plane der Socialdemokraten von allen Einkommen, also auch den der kleinen Der ehemalige Minister Barthou hielt heute nachmittag eine Beamten, 15 Broz. Einkommensteuern erheben wollen. Dem gegenüber er- Rede, in welcher er ausführte, daß die Republikaner, die bisher dem laubten wir nur in aller Bescheidenheit im Anschluß an die Gegenschrift: Ministerpräsidenten Combes ihre Unterstützung hätten zu teil werden " Eugen Richters Socialistenspiegel" daran zu erinnern, laffen, für einen Versuch der Spaltung, dessen Erfolg als eine daß es außer den Einkommensteuern auch eine Vermögens steuer Schwäche des Laiengeistes und als ein Nachlassen des demogebe, und daß deren Erhebung von allen Vermögen über 6000 M. fratischen Vorgehens ausgelegt werden würde, nicht zu haben in der Höhe von etwa 1/2 Prozent Herrn Richter aus dem Traumeräume dem Kollettivismus teine Zugeständnisse ein, sondern Die von Combes und der Majorität befolgte Politit vereinigt werden. Die Wirkung ist unbeschreiblich. Denn Herrn Richters geistiger verfolge die die Verwirklichung des jeder Demokratie gemeinStiefbruder, der berühmte Wasserschweinburg, hat sofort davon einen samen Programmes. Die Majorität werde ihr Werk ohne jede hysterischen Anfall bekommen. Er ist ganz Niobe, ganz Thränen, Uebertreibung und ohne unnüze Provokation fortsetzen. wenn er sich vorstellt, wie das wäre! Dabei hat er sofort weg, daß nach Paris, 8. Juni. Der Marineminister Pelletan hat einem Bericht dem socialdemokratischen Rezept ein Handwerksmeister 152 M. jährlich erstatter des„ Nadical" erklärt, daß er die Absicht habe, die großen an Steuern zahlen müßte. Keinen Groschen weniger! Man darf dies- Flottenmanöver abzuschaffen. Er sehe die Notwendigkeit nicht ein, mal glauben, daß Herr Schweinburg gar nicht absichtlich fälscht, eine Million Frank für Manöver, die er für unnötig halte, aussondern daß ihm wirklich schwindlig geworden ist. In diesem Bu- zugeben. Der ehemalige Marineminister Lockroy erklärte demselben stande hat er übersehen, daß ein grundlegender Gedanke kein aus Berichterstatter auf eine Anfrage, die Budgetkommission und gearbeitetes Gesetz und ein Durchschnittssas fein Mindestsatz zweifellos auch die Mehrheit der Deputiertenkammer werde sich für ist. Selbstverständlich würde eine socialdemokratische Vermögens- Beibehaltung der Flottenmanöver aussprechen, da sie das einzige steuer nach Größe und Herkunft progressiv abgestuft werden. Mittel feien, um die Leistungen der Artillerie, der Maschinen und Weder würde ein Bauer, dessen Besitz von 20 000 m. nur einen der Schiffe richtig zu beurteilen. helfen könnte. fleinen finanziellen Arbeitsertrag ergiebt, mit dem in diesem Fall Paris, 8. Juni. Bei den Wahlen zur Deputiertenkammer wurden viel zu hohem Satz von 1½ Proz. herangezogen werden, noch in Aurillac( Dep. Cantal) der ministerielle Radikale Rigal, in St. würden wir uns bei den Kapitalsvermögen von Millionen mit Etienne der fortschrittliche Republikaner Claudinon, in Forcalquier 1½ Proz. begnügen. Aber Schweinburg sieht vor lauter Furcht( Niederalpen) der Socialist foard gewählt. Heren und Totengerippe. prämie" verwendet Es werden. würde Italien. er= Aehnliches erzählt eine jüdische Nachricht aus Binst: Am 1. mmb 2. Mai waren wir mit der Organisation einer Miliz zur Selbstwehr beschäftigt, es gelang, gegen 300 kräftige Gesellen, Zimmerleute, Fleischer, Fuhrleute und dergleichen, zu organisieren. Wir werden uns bis zum äußersten verteidigen. Türkei. Zu den macedonischen Wirren. Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, haben vorgestern 280 Familien aus Hoti und Gruda, darunter 78 Bewaffnete, die montenegrinische Grenze überschritten. Sie wurden auf montenegrinischem Gebiete entwaffnet und ins Innere gebracht; der montenegrinische Gesandte in Konstantinopel Batitsch hat bei der Pforte wegen der Heimschaffung dieser 280 Familien Schritte unternommen. Bulgarien. Afrika. So entringt sich auch seiner gequälten Mannesbrust das GeSprengung einer Socialisten- Versammlung. Der Frankf. 3tg." ständniß, das durch unsren beiläufigen Vorschlag das National L- a. Rom, den 5. Juni. Das ärztliche Gutachten über den Tod wird aus Sofia gemeldet: Die von den Socialisten einberufene Ververmögen bloß in Breußen um 10 bis 12 Milliarden des Gefangenen von Regina Coeli ist heute dem Untersuchungs- fammlung wegen Kiſchinew endete mit einem Skandal und führte bermindert würde. Wohin käme denn dieses verschwundene richter übergeben worden. Nach dem„ Messagero" führen die zu politischen Demonstrationen. Nachdem die bulgarischen SocialistenNationalvermögen? den Fortbestand der Gerichtsärzte den Tod des Matrosen auf eine cerebro- psychopathische führer abgelehnt hatten, zu Gunsten der Macedonier einzutreten, rief bürgerlichen Herrschaft vorausgesetzt doch natürlich für Affektion zurück, die in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai be- ihr Eifer, wegen der Rischinewer Vorgänge gegen Rußland borzus Panzerschiffe, Kanonen, Gewehre, kurz als„ Versicherungsals Bersicherungs- gonnen hätte. Dieser Krankheitsprozeß sei auf der Grund- gehen, eine feindliche Strömung hervor. Als in der gestrigen Ver Solange das Geld für solche lage Geld für solche lage nervöser Schwäche entstanden, die wahrscheinlich fammlung der socialistische Deputierte Kirkow die türkische und Zwecke aus den Taschen der Arbeiter genommen wird, beerbt sei und durch Alkoholmißbrauch, Aufregungen und die russische Tyrannei identifizierte, brach der Sturm los. Das Publikum weist Herr Schweinburg, daß es dazu diene, das National- legten Episoden seines Lebens an Bord und in der Jfolierzelle ge- stürmte die Tribüne, prügelte die Socialisten hinaus und zog auf Dann begab sich die Menge zu vermögen zu vermehren. Wenn es aber von den Reichen ge- steigert wurde. Die Lage, in der sich d'Angelo während des Verlaufs den Plaz vor der Kathedrale. nommen werden soll, schreibt Herr Schweinburg, das National feiner Krankheit befand, die zwangsweise hergestellte Reglosigkeit und den Wohnungen der franzöfifchen, englischen, italienischen und vermögen solle vermindert werden. Nationalvermögen ist nach namentlich die behinderte Atmung, ungenügende Ernährung und russischen diplomatischen Vertreter und brachten im Vorbeiziehen Schweinburg, was die reichen Leute haben; das bißchen der Armen Mangel an Pflege haben dazu beigetragen, den schnellen Kräfte- bationen dar. Die Demonstrationen endeten schließlich in voller Ruhe. Die Juden wurden aus dem Spiel gelassen. ist nur dazu da, dieses Nationalvermögen zu vermehren. verfall herbeizuführen. Aus all dem geht zur Evidenz die Wahrheit dessen hervor, was Das Lesen dieses gerichtsärztlichen Gutachtens treibt einem die wir immer behauptet haben: Müßten die besitzenden Klassen den Schamröte ins Gesicht für jene Aerzte, die mit solchen SchlußDie neue Freiheit in Südafrika. Bekanntlich spielte unter den Moloch mit ihrem eignen Fleisch statt wie bisher mit dem folgerungen die ihnen gestellte Frage beantworten. Was ist denn Vorwürfen, die England vor dem Kriege gegen die Boerenstaaten Fleische ihrer Stlaben füttern so würden sie über seine das für eine merkwürdige Krankheit, diese" o'erebro psicopatia", die erhob, der die Hauptrolle, daß die Boerenregierungen den englischen Segnungen genau so denken wie heute die Proletarier. Wir be- einen„ nervösen" Matrosen in der Blüte der Jahre befällt und durch Ausländern nur ein sehr beschränktes Wahlrecht gewähren. Nachdem dauern nicht, durch einen allgemeinen Vorschlag die Probe auf Rebenumstände gesteigert wird, die bei nicht nervösen Menschen an sich beide Republiken in englischen Besitz übergegangen sind, wird jezt dieses Erempel gemacht zu haben. genügen, um den Tod herbeizuführen? Ist sie nicht einfach eine alles efelhaft bejubelten, was sie überfielen: das sind die Stympha- Man hat ihn zu Tode gepeinigt", hieß es in Bolte, als man von bas Wahlrecht versagt. Aus Pretoria wird nämlich telegraphisch geStymphaliden. Die griechische Sage erzählt von Naubvögeln, die dirette Folge der Schinderei, der man den Unglücklichen unterwarf? aber nicht nur allen Farbigen, sondern auch allen weißen Angesessenen, die nicht die britische Staatsangehörigkeit erworben haben, Die Aerzte bearbeiten die Leiche fast 4 Wochen meldet: liden, die Herakles erlegte. Solchen stymphalidischen Vögeln gleichen dem Fall hörte. die Citatengeier, die, ohne daß wir ihnen wehren können, die lang, um zu demselben Resultat zu kommen, aber es fehlt ihnen der socialistische Litteratur und Gedanken überfallen und alles klare und Mut, das Kind beim rechten Namen zu nennen, und so umschreiben Wahre mit widrigem Schleim überziehen. Vor allem frönt die sie die Sache mit wissenschaftlichen Phrasen! In der Kette der " Freifinnige Zeitung" dieser stymphalidischen lebung. Es ist Infamien, die mit der Verhaftung des Matrosen beginnt, ist dies Den Abschluß wird dann noch der einzige Grundsaz, über den diese Volkspartei verfügt, daß ärztliche Gutachten ein würdiges Glied. sie teinen socialistischen Gedanken, keinen Ausspruch eines Social- der Prozeß gegen das Gefängnispersonal bilden! demokraten ohne die Spuren ihres Fluges läßt. Kein Citat ohne Zu dem Marinesfandal, in den, wie wit fürzlich mitteilten, der Fälschung, kein Saz ohne Beschmutzung. Jufolge der Oppofition gegen die Erteilung des GemeindeWahlrechts an Farbige wird die Regierung einen Abänderungsantrag weiße britische Untertanen beschränkt werden soll, also außer zur Gemeinde- Ordnung einbringen, wonach das Wahlrecht auf Farbigen auch alle fremden Staatsangehörigen davon ausgeschlossen werden. Marineminister Bettolo verwickelt ist, werden immer weitere Ent Letzte Nachrichten und Depeschen. Kaum hat Karl Kautsky in der Sonntagsnummer des Vorwärts" hüllungen gemacht. Der in Genua erscheinende ,, Corriere seinen tiefgründigen und krystallklaren Aufsatz über proletarische Mercantine" stellt die Behauptung auf, daß der Schwager des Der Kaiser und die Wahlen. Handelspolitik veröffentlicht, sofort setzt sich auf ihn die Freisinnige Marineminifters mit dessen Wissen einen Trust für die Fabrikation Frankfurt a. M., 8. Juni.( B. H.) Wie der„ Frtf. 8tg." aus Zeitung" und präpariert ihn für eine zufünftige Auflage des von Panzerplatten zu Gunsten der Stahlwerke in Terni organisiert Wiesbaden gemeldet wird, war gestern in Schierstein eine focial" Socialistenspiegels". Also wandelten sich in der" Freisinnigen habe. Als Unterhändler soll er eine Provision von 1½ Millionen demokratische Versammlung unter freiem Himmel anberaumt, weil Beitung" die Darlegungen Kautskys: Lire erhalten haben. Das Blatt fordert den Marineminister auf, den Klageweg zu beschreiten, damit es ihm ermöglicht werde, den Wahrheitsbeweis für die obigen Behauptungen zu erbringen. England. die Partei keinen Saal erhalten kann. Die Versammlung wurde verboten und zwar, wie behauptet wird, unter Berufung auf eine Verfügung, wonach während der Anwesenheit des Kaisers in Wiesbaden im Umkreis von zwei Meilen keine Versammlung unter freiem Himmel abgehalten werden dürfe. In direktem Widerspruch mit dem Standpunkt der Socialdemokratie während des Kampfes um den Zolltarif schreibt Kautsky: Die Landwirtschaft Deutschlands wäre sehr wohl in der Lage, Lebensmittel in Fülle für die ganze heutige Volkszahl und noch weit mehr zu erzeugen, wenn sie überall mit den vollkommensten Minister Chamberlain agitiert unermüdlich für seine Zollpläne. Behelfen und Methoden betrieben würde." An einer andern Stelle Er hat an einen Arbeiter einen Brief gerichtet, in welchem er ausmacht er dann allerdings die Einschränkung:„ So lange die fapi- führt, es werde unmöglich sein, die Vorzugsbehandlung der Kolonien Berlin, 8. Juni.( W. T. B.) Das hiesige venezolanische Konsulat talistische Wirtschaft herrscht, wird der Boden Deutschlands nicht zu erreichen, ohne einen gewissen Zoll auf Getreide sowohl als andre erhält die amtliche Mitteilung von dem entscheidenden Sieg der ausreichen, seine anwachsende Bevölkerung zu ernähren." Nahrungsmittel, weil diese die Hauptprodukte der Kolonien seien. venezolanischen Regierung über die Revolution. " Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. sr. isl 2«. i Wiiße Jotmirto"§n\m PolfoHntt. 9* Die Aufstellung der Reichstagswahl- Kandidaten. In dem nebenstehenden Bilde bringen wir die Ueber- ficht der Wahlkandidaten, welche nach den letzten Wahl- statistischen Angaben angefertigt ist Die socialdemo- kratische Partei hat in den 3V7 Wahlkreisen 393 Kandidaturen mit 322 Kandidaten aufgestellt Nächst den Socialdemo- kraten kommen die Nationalliberalen mit 181 Kandidaten und 187 Kandidaturen- In der weiteren Reihenfolge (vergl. das beistehende Bild, auf welchem die Zahl der Kandidaten durch verschieden graste Personen dargestellt ist. welche sämtlich das Porlrär eines ihrer markantesten Führer zeigen) rangieren die Parteien wie folgt /z Millionen Mark beteiligt. Um eine so große Belastnng zu mindern,' gäbe es nur das eine Mittel: strengste Durchführung der Unsallverhütungsvorschristen. Von den im Jahre 1961 entschädigten 1273 Unfällen entstanden 294 allein durch Sprengstoffe, heiße und ätzende Stoffe. Es zeige sich häufig, daß lange Zeit für harmlos gehaltene Stoffe thatsächlich höchst gefährlich seien. So sei die Explosion in der Fabrik zu Griesheim im Jahre 1961, durch welche 23 Personen getötet, 193 verletzt wurden, auf Pikrinsäure zurückzuführen gewesen, die seitdem natürlich unter die vorsichtig zu behandelnden Stoffe auf- genommen sei. Es müßten aber seitens der Berufsgenossenschaften ständig dahingehende Untersuchungen vorgenommen werden, nicht erst dürfe vom Schaden und Unglück Belehrung abgewartet werden. Er sei in der Lage mitzuteilen, dast seitens des Bundesrats eine ganze Reihen neuer Vorschriften für Unfallverhütung in der chemi- fchen Industrie demnächst erlassen werden würden. Sehr notwendig sei auch eine intensive Beaufsichttgung der Betriebe durch Beamte der Berufsgenossenfchaft.— Hierauf wurde die von beiden Referenten vorgeschlagene Refolution angenommen: Der Schutz der Arbeiter gegen Gefahren für Leben und Gesund- heit ist eine sittliche und wirtschaftliche Pflicht der Arbeitgeber in allen Industriezweigen, in der chemischen Industrie aber um so dringender geboten, weil 1. die Arbeiter sich der Größe der mit vielen chemischen Stoffen und Arbeistiprozessen verbundenen Gefahren nicht völlig be- wüßt find, oder 2. den Zeitpunkt des Eintretens der Gefahr, auch wenn sie über diese belehrt worden sind, mangels ausreichender chemischer Vorkenntnisse nicht rechtzeitig erkennen können, und 3. weil gewisse Schädlichkeiten erst bei dauernder Einwirkung auf den Organismus zu einer Gesundheitsgefahr führen, die erst erkannt wird, wenn Abhilfe nicht mehr möglich ist. Daher ist es notwendig, daß a) die Unfall- und Gesundheitsgefahren eingehend nach Ursache und Folgen studiert werden; b> die Arbeiter eindringlich auf die ihnen nicht erkennbaren Gefahren aufmerksam gemacht und zur Beachtung der Vorsichts- matzregeln angehalten werden; o> bei der Festsetzung von Sicherheitsmastnahmen die Mit- Wirkung erfahrener Chemiker in weitgehendem Maße stattfindet. Für Herrn I. L a e d i n- Stockholm sprach Dr. Mosler-Char- lottenburg über ein „internationales PhoSphorverbot in der Zündholz-Jndustrie". Obwohl die Schädlichkeit der Phosphor- zündhölzer allgemein bekannt fei, gäbe es' doch noch viele Staaten, z. B. England und Schweden, wo zwar der Handel mit denselben, nicht aber die Fabrikation für den Export verboten sei. Thatsächlich seien sie noch sehr viel in Gebrauch, weil sie zweifellos leichter zu handhaben seien, als die sogenannte» Schweden. De» Herren Laedin und Jernander sei es nun gelungen, ein Zündholz„Repsticka" herzustellen, das bei vollständiger Ungiftigkeit auch seiner Verbrennungsprodukte alle sonstigen Vorzüge des Phosphorzündholzes besitze. Da demnach die bisherigen Phosphor- zündholz-Fabnken ohne Betriebsändcrung das neue Verfahren an- wenden könnten, rechtferttae sich eine Resolution, welche ein inter- nationales Verbot des weißen Phosphors anstrebt. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Ueber die Bedeutung der Kartelle in der chemischen Industrie sprachen Rechtsanwalt Dr. Sch a r l a ch- Hamburg und Landrat a. D. Simons. Die Referenten suchen die in neuerer Zeit gegen das sich immer weiter ausbreitende Kartellwesen erhobenen Klagen als un- begründet zu widerlegen. Die oft damit verbundene rücksichtslose Ausnützung der Konjunkttlren. die Bevorzugung des Anslandes vor dem Jnlande kämen in erhöhtem Maße bei der nicht kartellierten Produktion vor(?). Freilich sei die Form der Trusts, wie sie in England und Amerika verbreitet sei, für Deutschland kaum ver- wendbar; hier seien mehr Vereinigungen am Platze, welche nicht die einzelnen Werke selbst zusammenschließen, sondern die Gewinn- rechnung derselben zum Gegenstand einer Vereinbarung machen. Den angeblichen(?) Schäden eines solchen Kartellwefens stehe auch der große Nutzen desselben siir Regelung der Produktion und Verminderung der Geschäfts- und Arbeitskrifen gegenüber. Jedenfalls sei jede Einmifchung der Gesetzgebung in diese Frage abzulehnen und zu bekämpfen. Eine diesen Anschauungen entsprechende Resolution fand natürlich, wie bei der Zusammen- setzung dieser Sektion— zumeist Großindustrielle und Juristen— zu erwarten war, Annahme. Direktor O. Wenzel-Berlin referierte über: Die Arbeiter in der chemische» Industrie und ihre Löhne: In der chemischen Industrie sei die Durchführung einer Lohn- statistik besonders schwierig wegen der Mannigfaltigkeit der in Bettacht kommenden Arbeiterkategorien und Beschäftigungsarten. Indes fei in unsren Berufsgenossenschasten eine Organisatton geschaffen, welche alle Mitglieder verpflichtet, behufs Berechnung der Beiträge der einzelnen Arbeitgeber eine genaue Nachweisung aller während eines Rechnungsjahres beschäftigten Personen und der an dieselben gezahlten Löhne einzuliefern. Dieses reiche Material sei leider von den Regierungen nicht beachtet worden. Er, Vor- wagender, habe bereits vor zehn Jahren im Aufttage der Berufs« genossenschaft die Nachweisungen für das Jahr 1892 zum Zwecke einer Lohnstatistik einer Bearbeitung unterzogen, und glaube zu einigermaßen zuverlässigen Ergebnissen gelangt zu sein. Da sich, seitdem der Durchschnittslohn in der chemischen Industrie um ca. 16 Proz. erhöht(?) und das Verhältnis derLöhne der Männer zu den- jenigen der Frauen und Kinder, sowie der einzelnen Altersklassen zu einander in diesem Zeitraum nur unwesentlich geändert habe, so brauche man zu den 1892 gewonnenen Zahlen nur eben jene 16 Proz. zuzurechnen, um auch eine gegenwärtig brauchbare Vorstellung der m der chemischen Industrie vorherrschenden Lohnverhältnisje zu erhalten. Natürlich beziehe sich diese Lohnstatistik nicht ans alle chemischen Betriebe, sondern nur auf die fabrikmäßigen und die vom Reichs-Versichcrungsamt als fabrikmäßige erklärten chemischen Industriezweige. In 3393 Bettieben dieser Art seien 153 797 Arbeiter beschäftigt gewesen und zwar erwachsene männliche 119 283 mit einem Durchschnittslohn von 2.92 M. weibliche 22 462...„ 1.43. jugendl. männl. 14-16 1. 6 932,,,„ 1,32„ weibl. 4 766..,„ 1.63. Kinder unter 14 Jahr 414„,„„ 6,59„ Die weiteren Berechnungen des Vortragenden beziehen sich auf die Verteilung der Arbeiterzahl auf die einzelnen Landesteile, Berufs- zweige, sowie das Verhältnis der Geschlechter und Altersklassen, die in einzelnen Betriebszweigen beschäfttgt werden. Hervorzuheben ist davon die Angabe, dast in Betrieben, welche an die körperlichen Kräfte geringere Ansprüche stellen, die aber ttotzdem zu den auf- reibenden und gefährlichen zu rechnen sind. das weibliche und jugendliche Element überwiegt. In der Zündwaren- Jndusttie kommen auf nur 32.28 Proz. männliche. 46,61 Proz. weibliche und 21,11 jugendliche Arbeiter.(!) Ferner ist es bezeichnend, daß in der chemischen Industrie die Beteiligung der einzelnen Altersklassen an der Gesamtzahl vom 26. bis zum 36. Lebensjahre zwar erheblich zu-, aber dann rapide abnimmt) sie fällt von 36 bis 46 Jahren von 36,8 auf 27,3 Proz., von 46 bis 36 Jahren auf 14,7 Proz., von 36 bis 66 Jahren auf 6.1 Proz. u. s. f.(Zahlen, die über die Gefährlichkeit dieser Arbeit Bände sprechen. Die Red.).— Dauernd beschäftigt, d. h. mindestens 296 Arbeitstage hindurch waren im Jahre 1892 39,4 Proz. aller in der chemischen Industrie thätigen Personen.(Arbeiter? D. Red.) Die höchsten Durchschnittslöhne haben die männlichen und Weib- lichcn Arbeiter in der Gummiwaren-Jndustrie mitJ3,26 M. bez. 1,71 M. pro Tag; die niedrigsten Löhne zahlt an männliche Arbeiter die Zündwaren-Jndustrie mit 2,13, an weibliche die Dünger- Industrie mit 1,18 M. pro Tag. Was die einzelnen Landesteile anlangt, so steht in Bezug auf Löhne für männliche Arbeiter Schleswig-Holstein mit den Hansestädten, für weibliche Hannover- Oldenburg obenan, während die niedrigsten Löhne für beide Geschlechter in Schlesien-Posen gezahlt werden.— Diefe zweifellos sehr bemerkenswerten Zusammenstellungen des Herrn Direktor Wenzel gedenken wir demnächst einer eingehenderen Wllr- digung zu unterziehen. � In der auf heute nachmittag anberaumten dritten Pleno r- s i tz n n g wurden zunächst die von den einzelnen Sektionen be- fchlossencn Resolutionen und Leitsätze, welche sich zumeist auf inter- nationale Regelung einer Anzahl von Fragen der angewandten mie beziehen, verlesen und großenteils genehmigt. Hier- über ein Jahresbudget von mehr als 21, Millionen Kronen und Sachverständiger Gorski schließt sich dem Gutachten des Herrn ach sollen dieselben als Kongreßbeschlüsse den gesetzlichen über ein Gesamtvermögen von rund 312 Millionen Kronen. Ihre Bergmann an. nstanzen überwiesen werden. Für den nächsten internationalen oberste Instanz ist die Gewerkschaftskommission( entsprechend unsrer Hierauf folgt ein sehr umfangreicher Vortrag des RegierungsStongreß im Jahre 1906 waren Einladungen aus Rom und London deutschen Generalfommission); sie haben ihre Landessekretariate, ihr rats a. D. Guttmann über die Lage der Mecklenburg eingegangen. Die Wahl der Versammlung fiel auf Rom. Mit einem Vertrauensmännernetz und ihre vielgestaltige, vielsprachige, in rund Strelischen hypothekenbant. Nach diesen Darlegungen hat furzen Rückblick auf die erledigten Beratungen schloß hierauf der 150 000 Exemplaren verbreitete Gewerkschaftspresse. die Strelitzbank im ganzen 11 555 166 M. Verluste erlitten. Darin Präsident, Prof. N. D. Witt, den Kongreß. sind aber nicht diejenigen Verluste enthalten, welche der Strelitzbank Der Schneiderftreit in Kristiania ist beendet und zwar wesentlich aus Ueberbeleihungen entstehen können. An Schumacher u. Co. Die Anfäufe großer zu Gunsten der Arbeiter. Es wurden durchgehends Preiserhöhungen( Lombordconto) sind 11 207 691 m. verloren. für Uniform sowie für bessere Civilarbeit erzielt und für Wochen- Posten von Pommernbank Aktien durch die Strelitbank seien arbeiter ein Minimallohn von 21 Kronen. eine nicht zu rechtfertigende Transaktion, die um so bedenklicher sei, als ein großer Teil dieser Pommernaktien aus dem Besitz von Schulz 1. Romeid selbst herrührten. Partei- Nachrichten. Unser Parteigenosse Gustav Hoch soll nach Berichten bürgerlicher Blätter einen Schlaganfall erlitten haben. Uns ist davon noch nichts bekannt geworden. -O " Der Parteitag der norwegischen Socialdemokratie. Am lebten Sizungstage, dem 1. Juni, wurde zunächst über den Buntt Agitation beraten. Ein Antrag des ArbeitsmannsVerbandes", eine einmal zu zahlende Extrasteuer von 50 Dere für die Wahlagitation auszuschreiben, wurde abgelehnt, dagegen beschlossen, es den einzelnen Parteivereinen zu überlassen, eine ihren Verhältnissen entsprechende Summe für diesen Zweck aufzubringen. Darauf wurde kurz über die Alkoholfrage debattiert und gegen 4 Stimmen eine Resolution angenommen, worin ausgesprochen wird, daß der Parteitag in den Wirkungen der berauschenden Getränke ein sociales Uebel sieht, das das Volk geistig und körperlich, moralisch und ökonomisch schwächt, und daß diese Getränke sowie das Restaurationsleben zu einem großen Teil daran schuld ſeien, daß noch so viele Arbeiter nicht organisiert sind und die Arbeit für bessere Lebensbedingungen und politische Aufklärung erschwerten. Der Barteitag empfiehlt den Arbeitern deshalb die Abschaffung des gegenfeitigen Butrintens und Spendierens und die Einführung besserer Gebräuche. Auf gesetzgeberischem Gebiete wird Abschaffung des Malzzolles und Einführung einer Besteuerung nach der Alkoholstärke der Getränke empfohlen. Schließlich empfiehlt der Parteitag noch den Vereinen, dahin zu wirken, daß sie ökonomisch unabhängig vom Handel mit Alkoholgetränken werden. Sodann wurde noch über das gegenseitige Verhältnis der politischen und gewerkschaftlichen Arbeiterorganisationen diskutiert; von einem Beschluß wurde jedoch Abstand genommen. " Sociales. Betreffend die Versorgung bewohnter Flußfahrzeuge mit Trinkwasser hat der Hamburgische Senat angeordnet, daß solche Fahrzeuge von den Unternehmern mit Gefäßen auszurüsten sind, die zur Aufbewahrung von Trinkwasser in einer für die Schiffsbesaßung ausreichenden Menge geeignet sind. Der Gewerbe- Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß diese Gefäße mit gutem Trinkwasser in genügender Menge gefüllt sind, es sei denn, daß der Besagung Gelegenheit gegeben wird, selbst die Gefäße, insbesondere unter Benugung einer am Lande befindlichen Zapfstelle, mit Trinkwasser zu füllen. Diese Verordnung tritt mit dem 1. Juli 1903 in Kraft. Prozeß gegen die Pommernbank. Nach einigen Fragen des Justizrats Wronker an den Zeugen wird die weitere Erörterung dieses Kapitels auf Dienstag 9 Uhr vertagt. Aus Induftrie und Handel. " Reichsbank. Die bereits in letter Nummer in Aussicht gestellte Erhöhung des Reichsbank- Diskonts von 3 auf 4 Proz. und des Lombard- Binsfuzes von 4½½ auf 5 Proz. ist gestern eingetreten. Der Reichsbank- Präsident begründete seinen Vorschlag mit der gegenwärtigen Situation der Bank, deren Status im Vergleich mit dem Vorjahre eine bemerkenswerte Anspannung aufweist. Der Metallim Anschluß an den kürzlich stattgehabten Genossenschaftstag ge- im Vorjahre, während dagegen die Anlagen in Wechseln, Eine Genossenschaft der Steinbrucharbeiter von Bethesda hat sich bestand sei um 162 Millionen Mark fleiner als gleichzeitig gründet. Die Steinbrecher des Lord Penrhyn stehen bekanntlich schon Lombards und Effekten um 202 Millionen Mark größer feien. feit 3 Jahren im Streit und haben wir wiederholt darüber berichtet. Ferner sei zu berücksichtigen die fortgesetzte Abnahme der bei der fräfte für die Streikenden zu finden, er giebt aber trotzdem nicht Biffer angelangt feien, wie sie im ganzen Vorjahr nicht zu verDem reichen Lord ist es nicht gelungen, genügend Ersatz- Arbeits- Bank gehaltenen privaten Giro- Einlagen, die auf einer so niedrigen nach und die Arbeiter ebensowenig. Der Genossenschaftsbund unterzeichnen gewesen sei. Die Bank müsse auf die Nähe des Julitermins ftüßt nun die Steinbrecher dadurch, daß er ihnen ein Kapital von Rücksicht nehmen. 600 000 M. vorschießt, für welche Summe 3 Steinbrüche erworben stalte sich fortgesetzt ungünstig. So habe im Monat Mai der GoldDer Eingang von Gold aus dem Auslande gefind, die eine Ausdehnung von 300 Acker haben. Es werden Aktien zufluß aus dem Auslande den Goldabfluß nicht gedeckt. zwei hervorragende Gewerkschaftsführer William Abraham( Berg Bergwerks- Gesellschaft Hibernia", von der wir fürzlich berichteten, im Betrage von 20 M. ausgegeben. Als Aufsichtsräte fungieren Der Angliederung der Gewerkschaft General Blumenthal" an die arbeiter von Wales) und Richard Bell( Sekretär der Eisenbahner), stellen sich allerlei Hindernisse entgegen, da ein Teil der Gewerken und 2 Leiter der Kooperativ- Genossenschaften. die Annahme des Angebots der Hibernia" heftig bekämpft. In Die Wahlen, die dann vorgenommen wurden, hatten folgendes einem vom Grubenvorstand der. Gewerkschaft.„ Blumenthal" an die Ergebnis: Als Parteivorsitzender wurde Chr. Hornsrud geMitglieder gerichteten Rundschreiben heißt es über die Fusion: wählt, als Redakteur für Socialdemokraten" Olav Kringen. " Das Ergebnis( der Verhandlungen mit Hibernia") war, daß Ferner wurden in den Parteivorstand gewählt: Magnus Nach Eröffnung der gestrigen Sitzung durch Landgerichts- Direktor uns von Hiberitia" unter Berücksichtigung der von derselben zu Nilssen( Parteisekretär), M. Or mest ad( Vice- Vorsitzender), Heidrich wird zunächst Direktor Dernburg von der Bank für übernehmenden auf„ General Blumenthal" ruhenden Anleiheschuld H. Desterholt, P. A. Pettersen, A. Hazeland, Handel und Industrie vernommen, der sich ausführlich über die von 6754 000 M., der hypothekarisch eingetragenen Restkaufpreise für A. Kristensen und A. Buen. Als Vertreter für das Inter- Thätigkeit der Bankkommission und die Grundsäße, die bei der Grundstücke von 301 000 M., der laufenden Schuld von pr. pr. nationale Sekretariat wurde C. Jeppesen gewählt. Die Wahl Reorganisation maßgebend gewesen seien, ausläßt. Es fei aus- 1 000 000 m. und unter Hinzurechnung der noch für den der Vertreter zum Internationalen Kongreß wurde dem Partei- drücklich hervorzuheben, daß bei keiner beanstandeten Unterlags- weiteren Ausbau der Zeche„ General Blumenthal" erforderlichen borstand überlassen. Hornsrud, der neue Parteivorsitzende, Hypothek die Schäßung der Revisionskommission unter die Schäßung Geldmittel in Höhe von etwa 4-5 000 000 2. ein Angebot von sprach in ehrenden Worten den zurücktretenden Mitgliedern des der staatlichen Kommission heruntergehe. Die Kommission habe in keiner neun neuen„ Hibernia"-Aktien gegen je einen„ Blumenthal"-Kur in Barteivorstandes den Dank für ihre Thätigkeit aus.„ Es ist nur die Weise absichtlich niedrige Wertschägungen dem Reorganisationsplane zu Aussicht gestellt wurde. Von diesen Verhandlungen haben wir Situation des Augenblickes," sagte er, die den Personenwechsel ver- Grunde gelegt. Es sei nicht bloß das gesetzliche Verhältnis zwischen in der am 4. v. Mts. im Anschluß an die diesjährige ordentliche anlaßt hat. Die Arbeit, die diese Männer geleistet haben, war groß dem Pfandbrief- Umlauf und dem Aktienkapital beseitigt gewesen, Gewerkenversammlung stattgefundenen Besprechung unsern Gewerken und umfassend. Besonders zeugte en ud sens Thätigkeit von einer fondern es sei auch mit Sicherheit anzunehmen gewesen, daß in Mitteilung gemacht. Da nun die Zweckmäßigkeit der erwähnten Energie und Uneigennüßigkeit, die über allen Zweifel erhaben war. furzer Zeit die volle Zahlung der Zinsen nicht mehr möglich sein Angliederung von keiner Seite bestritten wurde, so einigten sich die Das war eine Arbeit, wie sie keiner wird leisten können". In würde und deshalb eine Zahlungseinstellung eintreten müßte. Der anwesenden Gewerken dahin, dem Grubenvorstande Vollmacht zu seinem Schlußwort führte C. Jeppesen unter anderm aus:„ Dieser Antrag auf Konkurseröffnung würde aber für die Pfandbrief erteilen: mit„ Hibernia" in weitere Verhandlungen über eine Fusion Parteitag war der am meisten gärende und durchgreifende, den wir Gläubiger einen unübersehbaren Schaden zur Folge gehabt haben. Bei mit derselben einzutreten und möglichst zu erreichen, daß für einen je gehabt haben. Aber er hat einen guten Eindruck auf mich gemacht einem Objekt von 180 000 000 m. würden sich so große Konkurstoften, Kug General Blumenthal" anstatt neun zehn neue Hibernia" und meinen Glauben an die Zukunft der Socialdemokratie in unserm ferner so hohe Stempel- und Umsatzsteuer- Kosten und so viele Zwangs- Aftien gewährt würden, eventuell auch ein Gebot von neun Aktien Lande gestärkt. Ich habe den Eindruck gewonnen, daß wir uns in versteigerungen ergeben baben, daß den Pfandbrief- Gläubigern vorbehaltlich der Genehmigung der Gewerkenversammlung anzus den Frühlingsstürmen befinden, und darauf deutet auch der starke schwerer Schaden hätte zugefügt werden müssen. Unter diesen Um- nehmen. Diese Vollmacht ist nur von den Vertretern von 28 Kuyen Meinungsaustausch hin. Achten wir darauf, daß wir stark und sicher ständen sei die Reorganisation als der einzig zweckmäßige Weg an- nicht unterschrieben, während im ganzen in jener Versammlung aus der Gärung hervorgehen.. Wir stehen vor einer Wahl. Hierbei erkannt worden. Gegen das von dem Bücher- Sachverständigen am 738 Kuren vertreten waren. wird es sich zeigen, daß die socialdemokratische Partei vorwärts ge- Freitag abgegebene Gutachten, wonach Verluste für die Aktionäre Wenn es uns trok unsrer Bemühungen nicht gelungen ist, für gangen ist auch hinsichtlich ihrer äußeren Form." nicht entstanden seien, macht der Zeuge eine Reihe von Momenten die neuen Aktien schon die volle Dividenden- Berechtigung ab 1. April geltend, die vom Sachverständigen nach seiner Meinung nicht in Be- 1903 zu erlangen, so hat dieses seinen Grund darin, daß wir mit fracht gezogen bezw. nicht richtig in Anschlag gebracht worden Rücksicht auf die abgesehen von der notwendigen Anlage eines seien. Ueber dies Gutachten glaube er ruhig hinweggehen zu neuen Schachtes, sowie einer Coakerei mit Gewinnung der Nebenkönnen, denn es erscheine ihm merkwürdig und unverständlich. produkte, für welche die Mittel durch eine Anleihe beschafft werden Die Reorganisation sei unbedingt notwendig gewesen, fie fei knapp follen in den nächsten Jahren notwendigen größeren Aus- und gemacht, sie habe den Geschädigten alles erhalten, was möglich war; Vorrichtungsarbeiten, als das Abteufen der Schächte I, III wenn sie nicht gemacht worden wäre, wäre schon am 1. Juli Zahlungs- und IV bis zur Fettkohlenpartic usw., gezwungen sind, die Ausbeute einstellung und Konkurseröffnung nicht zu umgehen gewesen. schon vom laufenden Quartal ab erheblich zu reducieren, wenn nicht folgerin der Pommernbant, habe den achten Teil des Wollant Kohlenpreise unsre Betriebsergebnisse ungünstig beeinflussen, wie Angell. Schulz: Die Berliner Hypothekenbant, als Nach ganz einzustellen. Außerdem werden die ab 1. April d. J. ermäßigten Terrains ausgeboten und verlange schon für diesen Teil allein schon das Resultat pro April ergeben hat. Hiberniat würde daher 31, Millionen Mark. Er behaupte, daß bei der Reorganisation unter Berücksichtigung der üblichen und notwendigen Abschreibungen die Pfandbriefbesizer in einer Weise hochgenommen worden auch keine höhere Verzinsung als 4 Proz. erzielen, zumal von derseien, wie es bisher noch nicht der Fall gewesen. Die selben der weitere beschleunigte Ausbau unsrer Zeche für die nächsten Rechnung, die den Pfandbriefbefizern vorgemacht worden, stimme Jahre vorgesehen ist. nicht und den Pfandbriefbesizern seien zu Unrecht 20 Prozent ab= ( Der Name unsres Parteigenossen Jeppesen wurde in der Sonntagsnummer des Vorwärts" irrtümlich Jeggesen gedruckt.) Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Warnung für Porzellanmaler! Differenzen bestehen bei der Firma Hackenber, Emaillierwerk, Yorkstraße. Sämtliche Maler sind gekündigt worden. Verband der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter. Bei der Firma Landshoff u. Maier, Grünau, chemische Fabrik, stehen Differenzen bevor. Die Kollegen werden ersucht, bis zur Erledigung Zuzug fernzuhalten. Deutfches Reich. Tarifbewegung der Buchbinder. Der Vorstand des Buchbinder Verbandes hat bei der Organisation der Arbeitgeber angefragt, ob fie für die Verlängerung des gegenwärtigen Tarifs auf ein Jahr fei. Die Unternehmer sprachen sich aber für die Verlängerung auf drei Jahre aus. Nachdem der Buchbinder- Verband auf eine dahingehende Mitteilung nicht gleich geantwortet hat, beantragten die Unternehmer die Aenderung des bestehenden Tarifs. Es werden nun Verhandlungen zwischen beiden Teilen stattfinden. Die Tarifgemeinschaft bestand für Berlin, Leipzig und Stuttgart. Für den Fall, daß aus Anlaß der gegenwärtigen Tarifbewegung ein Konflitt zwischen Arbeitern und Arbeitgebern entstehen sollte, hat der Buchbinder- Verband bereits entsprechende Maßnahmen getroffen, so daß ihn ein Kampf nicht unvorbereitet finden würde. Die neuen Differenzen in Bremen, welche wegen Nichteinstellung einer Anzahl Klempner nach beendetem Streit entstanden sind, können als beigelegt angesehen werden. Die Schlichtungskommission hat die Angelegenheit geregelt. Die Ofenseker in Dresden haben aus Anlaß der Tarifftreitig feiten beschlossen, neue Stücke nicht eher in Arbeit zu nehmen, als bis eine Einigung über die streitigen Punkte erzielt ist. In Pforzheim streifen die Maurer. Sie haben am 4. d. M. die Arbeit niedergelegt, weil die Unternehmer jegliche Verhandlung über die Forderungen der Arbeiter ablehnten. Die Forderungen sind 10- stündige Arbeitszeit, Abschaffung der Accord-, Ueberstunden- und Sonntagsarbeit, Stundenlöhne für Arbeiter unter 20 Jahre von 35 bis 40 Bf., später 45 Pf., Zuschlag für dringend notwendige Ueberstunden- und Sonntagsarbeit usw. Zwei Unternehmer haben bereits bewilligt. Die Zimmerer in Barmen haben sich mit den Arbeitgebern auf Abschluß eines Vertrages geeinigt, der zwar die Forderungen der Arbeiter nicht ganz erfüllt, aber doch annehmbare Verbesserungen enthält. Das Gewerkschaftskartell in Halle hat sich, einem Antrage des Hirsch Dunderschen Ortsverbandes entsprechend, für Aufstellung einer gemeinsamen Kandidatenliste für die nächste Gewerbegerichtswahl ausgesprochen. Husland. Der öftreichische Gewerkschaftskongres " " Vom amerikanischen und englischen Eisenmarkt. Als Beweis genommen worden. Er protestiere gegen die Behauptung, daß die dafür, daß die Eisenmarktlage in den Vereinigten Staaten bereits Pommernbank am 1. Juli 1901 zahlungsunfähig gewesen sei. Das aufgestellte Gewinn- und Verlustconto sei lediglich ein Rechnungsmanöver. Diefen Behauptungen widerspricht Direktor Dernburg aufs entschiedenste. Es habe jeder Pfandbriefbefizer das erhalten, was in der gesamten Wertmasse drin war. nahmen. " zu einer verstärkten Konkurrenz der amerikanischen Eiſenindustrie auf fremden Märkten führt, berichtet das englische Fachblatt Ironmonger", daß führende amerikanische Produzenten in Konkurrenz mit deutschen Fabrikanten einen Kontrakt auf mehrere hundert Tonnen Träger für Indien abgeschlossen haben. Das Blatt ist der Ansicht, Angekl. Schul: Die Reorganisation habe ihre Bilanz nur daß dieser Abschluß wohl nicht die einzige Transaktion dieser auf Meinungen und Ansichten aufgebaut, während er sich auf fach- Art sei. verständige Schäßungen stürzte. Auch Gerichts- Bücherrevisor Kruse ist im allgemeinen sehr gering. Die Preise zeigen eine rüdgängige Das Geschäft auf dem englischen Eisen- und Stahlmarkte erläutert und verteidigt dem Zeugen Dernburg gegenüber das von ist im allgemeinen sehr gering. Tendenz. Der Mangel an Nachfrage tritt immer mehr hervor. ihm und dem Bücherrevisor Husch te abgegebene Gutachten. Hierauf wird der Direktor der Berliner Hypothekenbank Geh. Die Marktlage hat durch nichts eine Erleichterung erfahren, und inStaatsrat a. D. Bud de vernommen. Er läßt sich in eingehendster folge der entmutigenden Berichte aus Amerika sehen Fabrikanten wie Weise über die von ihm aufgestellte Bilanz pro 1902 aus und be- Händler die Aussichten als nicht günstig an. Einige Werke scheinen kämpft mit Entschiedenheit die Ansicht, daß seitens der Berliner zwar mit Aufträgen gedeckt zu sein, indes bilden dieselben AusHypothekenbank Grundstücke verschleudert worden seien. Staatsanwalt Beeck wünscht von dem Zeugen die Widerlegung Der englische Handelsausweis weist für den Monat Mai eine der seitens der Angeklagten wiederholt aufgestellten Behauptung, daß Abnahme der Einfuhr um 1438 599 Pfund Sterling und eine Zuauf Kosten der Aktionäre und Pfandbriefbefizer die Pommernbank in nahme der Ausfuhr von 1495 052 Pfund Sterling gegen den gleichen eine ganz glänzende Lage gebracht worden sei. Geh. Rat Bud de Monat des Vorjahres aus. giebt darauf eine Darstellung von der Lage der Bank. Er ist der Ansicht, daß die Bank nach Vermietung des Bankgebäudes und Rekonstruktion der Immobilien- Verkehrsbank lebensfähig sei und ihren Verpflichtungen werde nachkommen können. Beed sucht nachzuweisen, daß, wenn sich alles nach Wunsch ent widele, für die Pfandbriefbefizer sich doch noch immer ein Verlust in Raus Lokal sprach am Sonntag Genosse Zubeil über die bevorJohannisthal. In einer überaus zahlreich besuchten Versammlung von 5 Proz. ergeben würde. Auf eine weitere Frage erklärt stehende Wahl und die Kampfesweise unsrer Gegner. In der DisGeh. Nat Budde, daß, wenn ihm heute für das Wollank- Terrain fussion meldeten sich Gegner nicht zum Wort. In seinem Schlußwort jemand 10 Millionen böte, er sofort einen Vertrag mit ihm ab- forderte Zubeil die Anwesenden auf, am Tage der Wahl ihre volle schließen würde. Schuldigkeit zu thun, damit der Sieg im ersten Wahlgang für uns Auf Antrag des Rechtsanwalts Chodziesner erstattet so- entschieden werde. Eine diesbezügliche Resolution fand einstimmige dann der öffentlich angestellte beeidigte Bücherrevisor Bergmann Annahme. Mit einem stürmischen Hoch auf die Socialdemokratie das von ihm und seinem Kollegen Gorsti abgefaßte Gutachten und Zubeil schloß die Versammlung. Um dieselbe Zeit tagte im über die angeblichen Verluste der Pfandbrief Wilhelmsgarten eine nationale Wählerversammlung, welche von Inhaber und Aktionäre der Pommernbant. Diese 44 Personen besucht war, nachdem dieselbe um 10 Uhr wegen zu beiden Gutachten schließen sich dem Gutachten der Sachverständigen schwachen Besuches nochmals vertagt worden war. Selbstverständlich Huschke und Kruse in allen Punkten dahin an: daß auf Grund der gab es auch hier wieder nur die üblichen zehn Minuten Redezeit, Bilanz per 31. Dezember 1902 die Aktionäre und Pfandbrief- welche auch für den Genossen Zubeil gelten sollten, falls dieser in Besitzer der früheren Pommernbank irgend welche Verluste der Versammlung erscheinen sollte. Unter diesen Umständen ber nicht zu erleiden brauchen, da die Bant auch heute zichtete Zubeil darauf. Staatsanwalt Wahlverfammlungen. Eingegangene Druckfchriften. ist am Montag in Wien zusammengetreten. Die östreichische Ge- noch in der Lage sei, die ihr durch die Reorgani werkschaftsbewegung hat ebenso wie die deutsche in ihren Jugend- sation zugefügten Verluste volt ersehen ชน jahren ungemeine Schwierigkeiten zu überwinden gehabt; gleich wie können. Lediglich auf Grund der Ansichten über den Wert von in Deutschland so wurde auch in Destreich die Gewerkschaftsbewegung beliehenen Grundstücken feien seitens der Reorganisations- Kommission Fürst G. Wolkonsky. Ein Blick auf die heutige Lage Rußlands. durch Ausnahmegesetze verfolgt und blindwütig zerstört. Erst in den Verluste angenommen, die nach Ansicht der Kommission vi elJahren 1889-1891 begann von neuem der Aufbau moderner Ge- leicht einmal eintreten könnten, und auf Grund dieser angeblich Preis 2 M.( Stuttgart, Verlag von J. H. W. Dieb.). werkschaften, aber jeder Schritt nach vorwärts konnte erst nach bitterem in Aussicht stehenden Verluste seien Pfandbriefbefizer und Aktionäre zielle Lage Rußlands. Preis 80 Pf. Deutsche Ausgabe 50 Pf.( Stuttgart, P. v. Struve. Der Finanzminister und der Reichsrat über die finanaufreibenden Kampfe gethan werden. Der Gewerkschaftskongreß zu Weih- veranlaßt worden, auf große Teile eines ihnen zustehenden Vermögens Berlag von J. H. B. Diet.) nachten 1893 schuf einen ersten sehr weiten und elastischen Rahmen zu verzichten. Auf Grund des nachgeprüften Statuts per 31. Mai 1902 einer Gesamtorganisation. Dieser gehörten damals isolierte, über das müsse das Gutachten dahin abgegeben werden, daß die Reorganisation 36. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Berlag) i foeben das ganze Reich zerstreute Fachvereine mit zusammen rund 32 000 Mit- der Bank vollkommen unötig war. Für alle die von der wir hervor: Zur Wahltaktit des Proletariats. Der britische Zollverein. gliedern an. Heute, nach noch nicht zehn Jahren, sind auf dem Reorganisation rechnerisch angenommenen Verluste seien demnach Von M. Beer. Zur Lage des Gastwirtgewerbes. Von Paul Lange. Stongreß rund 160 000 organisierte Arbeiter vertreten, deren Haupt- lediglich diejenigen verantwortlich zu machen, welche die Reorganisation Das Massaker von Kischeneff und die Judenfrage. Von Karl Kautsky. Die lekte Volkszählung im Deutschen Reiche. Von Adolf Braun. masse in 47 Centralvereinen zusammengefaßt ist. Diefelben verfügen betrieben haben. Der Litte Handarbeitsunterricht und die Erziehung. Von Henriette Fürth. rarische Rundschau: Stitalet, Spießruten. Notizen: Die socialdemokratische Bewegung in Finnland. Die„ Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle BuchHandlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Bostanstalten ist die „ Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Hejt kostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Von den Dokumenten des Socialismus, herausgegeben von Ed. Bernstein, Verlag J. H. W. Diet Nachfolger in Stuttgart, ist soeben das 6. Heft des III. Bandes erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: I. Kritische Bibliographie des Socialismus. 1. Jn deutscher Sprache. Arbeitersekretariat Halle a. S. und Arbeitersekretariat Mannheim. Dritter Geschäftsbericht für das Jahr 1902. Burechnungsfähigkeit oder Zweckmäßigkeit? Von Dr. M. Brichta. Bücherverzeichnis der öffentlichen Bibliothek und Volkslesehalle Berlin. Das Wirtschaftsjahr 1902. Von Richard Calmer. Christliche Arbeiterpflichten. Der Umsturz im Reichstag. Die Lebensmittelzölle und die indirekten Steuern. Socialdemokratie und Cenfrum. Bier Flugschriften. Zur Ethik des Gesamtwillens. Bon Rudolf Gottscheid. zurechnung und strafrechtliche Verantwortlichkeit in positiver Beleuchtung. Von A. Goldenweiser. Neue Staatslehre. Von Anton Menger. Mary oder Lassalle. Von Politikus. Zuckerproduktion und Buderprämien bis zur Brüsseler Konvention 1902. Von May Schippel. Sociale Thatsachen und socialdemokratische Lehren. Von H. Bürger. Socialistenspiegel. Der Teilbau in Theorie und Praxis. Von Dr. Th. Spickermann. 2. In französischer Sprache. Milhaud, Edgar: La Democratie Socialiste Allemande. Vialles, P.: La consommation et les Crises Lconomiques. 3. In englischer Sprache: Morris, William: Communism. In italienischer Sprache: Asturaro, Adolfo: La Sociologia, i suoi metodi e le sue scoperte.- Dggero, Guiseppe: Sorgete! Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 9. Juni. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Der Freischütz. Schauspielhaus. Im bunten Rod. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Residenz. Lustige Ehemänner. Vorher: Nach dem Balle. Westen. 100 000 Thaler. Central. Pick und Pocket. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Nach Jahr und Tag. bom Regiment. Abschied -OTO II. Aus der Geschichte des Socialismus. L'Ange, der Vorläufer Charles| zu unterschreiben, deren Tragweite nicht genau eró Fouriers in der ersten Epoche der französischen Revolution.- III. Urkunden kannt ist, oder sich auf mündliche Versprechungen zu des Socialismus. Ein Wahlmanifest Proudhons aus dem Jahre 1848. verlassen. E. W., Badstr. 49. 1. Das Mädchen muß einen An Das Manifest des Vorstandes der Socialdemokratischen Arbeiterpartei trag an die Invaliditätsanstalt richten, von der ihre lezte Starte ausgestellt Hollands über den Generalstreit vom 6. bis 11. April 1903. Der Wahl- ist. 2. Erst nach 26wöchentlicher ununterbrochener Krankheit ist Invaliden aufruf der Socialdemokratischen Fraktion des Reichstags für die Reichstags- rente zu gewähren. Nach Ablauf der Verpflichtung der Herrschaft hat das wahl vom Juni 1903. Resolution der Socialdemokratie Preußens be- Mädchen selbst zu sorgen. Est. Der Chef wäre zum vollen Schadens treffs der Landtagswahlen von 1903. IV. Der Socialismus in den Zeit- ersatz verpflichtet. Träte der Fall einer Aufhebung des Vertrages ein, so schriften. flagen Sie auf vollen Schadensersaz und suchen für Ihren Sohn eine Die Dokumente des Socialismus" erscheinen monatlich einmal und andre Stelle zu erhalten. Leuenberg. Wer bis am 25. Mai Eins sind durch alle Buchhandlungen, Bostanstalten und Colporteure zum Preise tragung in die Wählerliste nicht nachgesucht hat, kann nichts mehr zur Ers von 2,25 M. pro Quartal zu beziehen. Das einzelne Heft tostet 75 Pf. gänzung der Liste machen; darauf ist zur rechten Zeit Dußende von Malen In der Zeitungspreisliste der Bostanstalten sind die Dokumente" unter von uns und in Flugblättern hingewiesen. R. S. 1999. Ja, 1898. Nr. 2206 eingetragen, jedoch ist bei der Post nur Quartal- Abonnement zulässig. Briefkaften der Redaktion. Witterungsübersicht vom 8. Juni 1903, morgens 8 Uhr. P. F. 100. Pflege- und Erziehungs- Anstalten für Kinder giebt es in Berlin neben dem städtischen Waisenhause noch viele, Stationen aber ohne genaueste Kenntnis der persönlichen Vers hältnisse des betreffenden Kindes( Alter, Geschlecht, Konfession, in Aussicht genommener Beruf des Kindes, Beruf des Vaters, Angabe darüber, ob das Kind ganz oder halb verwaist ist, usw.) kann man schwer eine dieser Anstalten empfehlen. Juriftifcher Teil. Barometer stand mm richtung Wind Swinemde. 769 ND Hamburg 769 ND Berlin 767 NND Frankj.a.M. 761 N München 760 Wien Windstärke Wetter 5 heiter 3 heiter 3woltig 6 bedeckt Temp. n. C. 5° C. 4° R.| Stationen Barometer Windſtand mm richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 14 Haparanda 770 N 14 Petersburg 772 N 14 Cork 4wolfen! 12 768 D 762 ND 1 heiter 13 4 wolfig 15 4 wolten! 12 5° C. 4° 9. 11 Aberdeen von 7 bis 92 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends 7 bedeckt 7 Paris B. 2. Sie müssen den Bescheid abwarten. Karl 18. Sie können sich 763 M 1 heiter 12 an die Staatsanwaltschaft des Gerichts wenden, das die Verurteilung ausgesprochen hat. Wetter- Prognose für Dienstag, den 9. Juni 1903. A. B. 1000. Verjährt in 30 Jahren. Zunächst etwas wärmer, ziemlich trübe mit leichten Regenfällen und Osw. B. Der Vertrag bindet Sie in vollem Umfange. 3 u lebhaften östlichen Winden; später etwas fühler. Dubenden Malen haben wir davor gewarnt, Verträge Berliner Wetterbureau. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Die Expedition. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Nach Jahr und Tag.- AbVon der Zugspitze schied vom Regiment. zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Castans Panoptikum Neu! Ein spiritistisches Rätsel, Enthüllungen über Anna Rothe. Rate the gene er einen Neu! Der Kakadu. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Der ledige Hof. Berliner. Oberon. Neues. Arche Noah Thalia. Fedora. Kleines. Nachtashl Belle- Alliance. Die Fledermaus. Carl Weiß. Das Geheimnis des roten Hauses. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Passage- Theater. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Von der Zugspite zum WahStern mann. Invalidenstraße 57/62. warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Heute und folgende Tage, Anf. 8 Uhr: Pick und Pocket. Schwant mit Gesang und Tanz in 3 Atten nach dem Französischen von Hans Brennert und Erich Urban. Musik von A. Baués. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Anfang 72 Uhr. Lustige Ehemänner. Schwank in 3 Atten von A. Mars und Albert Barré. Deutsch v. Schönau. Vorher: Nach dem Balle. Schwank in 1 ft nach d. Spanischen des M. Carrion von M. Loebel. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. Metropol- Theater. Der grösste Erfolg dieser Saison! Zum 149. Male: Neuestes! Allerneuestes! Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzendes Ballett. 300 Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Belle- Alliance- Theater. Die Fledermans. Operette von Johann Strauß. Mittwoch: Der Zigeunerbaron. Aurelie Revy. Schuster Wirth. Siegfried Adler. Sonnabend: Artemis Colonna. Im Sommergarten: Specialitäten- Vorstellung. Konzert. The americain Ebony- Bells. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Drchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Neu! Gummimensch! Illusion ,, Auferstehung". Neu! Karl Forschneritsch gen. Paganini redivivus, mit seiner Wiener Elitekapelle, grosse Promenaden- Konzerte. Passage- Theater. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Carla Lingen in ihrem Repertoire. Erna Koschel. Josefine Delcliseur. Ganz Berlin zerbricht sich schon den fünften Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! 14 erstklassige Nummern. Der grüne Kakadu. Mittwoch abend 8 Uhr: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Donnerstagabend 8 Uhr: Dieselbe Vorstellung. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Fröbels Allerlei- Theater früher Puhlmann. Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Dienstag, den 9. Juni: Sommerfest des Vereins Humanitas. Morgen Mittwoch: BE Gr. Elite Abend. = Schiller- Theater N. ( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der ledige Hof. Schauspiel in 4 Atten v. 2. Anzengruber. Mittwoch abend 8 Uhr: Die Hexe. Donnerstagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Im Garten täglich Konzert. Neues Theater Anfang 8 Uhr: Gastspiel Hansi Niese. Reinickendorf- Wilhelmsruh Drei Wähler- Versammlungen Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, im großen Saale des ,, Borussiaparks", Provinzstr. 69. Referent: A. Stadthagen. Freitag, den 12. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale der Frau Witwe Thomas, Ecke Eichbornstraße und Angusta Victoria- Allce. Referent: Dr. Alberty. Sonntag, den 14. Juni, vormittags 10 Uhr, im Restaurant des Herrn Schneider, Wilhelmsruh. Referent: Dr. Alberty. Tages- Ordnung: Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Zahlreichen Besuch, auch der Frauen, erwartet Das Wahlkomitee. Genossen, die am Tage der Wahl mitarbeiten können, haben sich am 16. Juni, morgens 82 Uhr, im Haupt- Wahlbureau bei lähn, Residenz222/15 straße 31, einzufinden. Arche Noah. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Arche Noah. Apollo- Theater Täglich: Mit kolossalem Beifall: Die Liebes- Insel. Im 3. Akt: Die lebenden Briefmarken. Grosses Post- Ballett. Ferner: Neue glänzend. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Konzert, Theater u. Specialitäten- Bernhard Rose- Theater Vorstellung. Allabendlich um 8 Uhr: Das amüsante große Volksstück: Zur rechten Stunde. Im Theatersaal: Großer Ball. Die Kaffeeküche ist von 3-6 geöffnet. Anfang 5 Úhr. Entree 30 Pf. ff. 60 Stück frisch Flundern aus dem Rauch Gesundbrunnen. Badstr. 58. Paul Taglioni, Ballettparodist. Helen Chaché, die 11jährige unerreich Deutscher [ Zahlstelle Berlin.] Mittwoch, den 10. Juni, abends 8, Uhr, bei Mann, Straußbergerstr. 3: Vertrauensmänner- Versammlung für den Bezirk Osten und Nordosten. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. 83/4 Prater- Cheater Kastanien- Allee 7-9. Direktion: M. Kalbo. Täglich: Das Bild der Mutter. Die Ortsverwaltung. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferst. 71. Hermann Imbs. Täglich: Konzert und Ball. Auftreten erft- Gr. Konzert, Theater und SpecialitätenVorstellung. Bolfsstück mit Gesang und Tanz in 3 Aften von A. Seelen u. D. Richter. bare Trapezkünstlerin. Richard Wagner, flaffiger Attraktionen. 11. a.: Ada beliebter Stonzert- und Liedersänger. Marcell, Schröder u. Denter, RelamClara Antonie, Kostüm- Soubrette mit neuen Schlagern. Schmidt- Hawkins, pagos Troupe; Overgard. Ein fideles Gefängnis beliebter Humorist. Eugenia Wermke, Große Pantomime, Mokaschly Troupe. Meisterschafts- Athletin vom Winter garten. Brothers Shadow, modernenf. 4 Uhr. Eintr. 30 Pf., num. Pl. 50 Pf. Gladiatoren vom Cirkus Busch. Willy Agoston in COOLOCISCHER beringe, Boſtdoſe 2,90 M. franto.!!! Berlin auf Stelzen!!! Z CARTEN Täglich nachm. 5 Uhr: Militär- Doppel- Konzert. Entree 1 M., von abds. 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder die Hälfte. In der Arena: Elefantenmutter mit saugendem Baby, Shetland- Pony mit Zwergfohlen. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter: Straße 132. 3 M. franto infl., ff. neue Ia MatjesFischerei- Erp. Ernst Napp Nachf., Swinemünde No. 102.[ 140/ 1* Anfang 4 Uhr. Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 13-15.- Artistische Leitung: Paul Milbitz. 17182* Täglich: Grosses Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. Am Das Geheimnis des roten Hauses. Engl. Senſationskomödie in 6 Bildern Königsthor. von Hungerfield. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr( Parkett 60 Pf.): Der Liebe Gebot. Im Garten: Konzert, Theater- und Specialit. Vorstellung. The Liepelts, Turmseilläufer. Anf. 52 Uhr. Am Schweizer- Garten. Friedrichshain. Täglich Theater- Vorstellung. 14 Lustspiel- und Possen- Novitäten. Neues Artisten- Programm. Jeden Abend 10% Uhr: Das Allerweltsgenie. Große Posse mit Gesang und Tanz in 2 Bildern. Täglich: Ball. Volksbeluftigungen. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. 196 Friedrichstrasse 196 nahe der Leipziger Strasse d__ Permanente AUSSTELLUNG der Gegenstände, die für JASMATZI- COUPONS Besichtigung erbeten. 09 erhältlich sind. GEORG A. JASMATZI AKT.. GES. Grösste deutsche Cigarettenfabrik. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Täglich: Gr. Theater- Vorstellung. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. Dienstag und Donnerstag: Ball. Reichshallen. Stettiner Sänger. In der Klemme. Humoreske von Mehsel. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. WINTER CARTEN 8 Neues Programm. Agnes Säther, norweg. Soubrette. Miss Votana, Schulreiterin. Ellmanns Alpen- Gesangs- u. TanzQuintett. Jim und Jam, komische Akrobaten. Die Biseras, weibl. Trompetercorps. Urbani u. Sohn, akrobat. Produktion. Pia Carozzi, Harfen- Virtuosin. Diana, amerik. Spiegeltänzerin. Adele Moraw, Soubrette. Löwenkäfig". Sanssouci. Täglich im Garten: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anfang: Sonntags Konz. 5 Uhr, Vorstell. 7 Uhr. Wochentags: Konz. 6 Uhr, Borstell. 8Uhr. Sonnt., Mont. u. Donnerst. nach der Soiree: Tanz. Diez' Specialitäten- Theater Landsberger Allee 76-77 Obschön!( Ringb.- St.). Db Regen! Du Täglich das unerreichte Juni- Programm! Robert u. Bertram. Clown Dolly. Friz Brand. Cake- Walk. Boccaccio- Trio 2c. Sonnabend, Sonntag u. Montag Tanz Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ede Alexanderftr. Bei günst. Witterung im Garten. Anthropos, der fünstliche Mensch. Paul Ybbs, Mufit. Imitation. R. Schauß, Geschw. Wendt, Marion. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Kranz- und Blumenbinderei bon H. Rodewald, Alexandrinenstrasse 1a. Kränze mit Widmungsschleifen, Arrangements zu Festlichkeiten, Bou quets, Topfgewächse jeder Art 2c. 18025* preiswert. Berfallene Pfänder! Goldsachen wie Brillanten jeder Art, gold. u. filb. Damen- wie Herrenühren, Ketten, Ringe, sauber u. schön, spottbillig vert. Pfandleihe, Prinzenstraße 28,1, Ede Ritterstraße. 16742* Ik- Trio. Charles Baron in seiner Scene:„ Im BerStralsunderstr. 1. Allison- Truppe, ikarische Spiele. Der Schönheitspreis!" Ballet- Divert. " Biograph. Treptow Neue Krug- Allee 62. Restaurant " Zum Eichbusch". Schöner Garten, Saal, Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen, Einkehrstelle nach Johannisthal, gute Speisen und Ge tränke, solide Preise. Zu regem Besuch ladet freundl. ein Aug. Weinhold. Felix Scheuer U Englisch. Unterricht in und außer dem Hause ( Einzel- oder im Cirkel) erteilt 10602* G. Swienty geb. Liebknecht, Schöneberg, Sedanstraße 57, III. 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Wählerversammlungen: " Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, in der Berliner Bockbrauerei", Tempelhofer Berg: Referent Genosse Wolfgang Heine. Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, im Lokal„ Königshof", Bülowstraße 37/40: Referent Genosse Wilhelm Pfannkuch. Mittwoch, den 10. Juni, abends 8 Uhr, in Kliems Festfälen, Hasenheide 13/15: Referent Genosse Georg Ledebour. = Mittwoch, den 10. Juni, abends 8 Uhr, im Wilhelm Theater", Friedrichstraße 236: Referent Genoffe Dr. Alfred Bernstein. Tagesordnung in allen Bersammlungen: 551 Die Reichstagswahlen und die bürgerlichen Parteien." Recht zahlreichen Besuch erwartet [ 210/ 9*] Das Wahlkomitee, Dritter Wahlkreis. Wähler- Versammlungen Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, Danksagung. Für die überaus große Beteiligung sowie für die zahlreichen Stranzspenden beim Begräbnis meiner lieben Frau Luise Kiepert.. Dahl geb. sage ich allen meinen herzlichsten Dank. Adolf Kiepert, Lackierer. Danksagung. 1866b Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes sagen wir allen Teilnehmern, sowie dem Gesangberein „ Männerchor Süd- Ost" unseen tiefgefühlten Dant. 17782 Witwe Petigk nebst Kindern. Todes- Anzeige. Teile hierdurch mit, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Metallarbeiter Bernhard Gärtig am Sonntag, den 7. Juni, plöklich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mitt woch, den 10. d. M., nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Freireligiösen Friedhofs, PappelAllee, aus statt. 17762 Die trauernde Witwe nebst Kindern. Socialdemokrat. Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis Todesanzeige. Am Sonntag, den 7. d. M., verstarb plöglich unser Mitglied, der Metallarbeiter Vorwärts- Buchhandlung Bernhard Gärtig, SW., Lindenstr. 69. Müllerstr. 7b. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, 212/7 Neuerscheinungen unsres Verlages: itto, ben 10. d. M., nachim großen Saale von Buggenhagen, am Morigplatz. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen, ihre Bedeutung und unsre Gegner. Ref: Reichstags- Abg. R. Fischer. 2. Diskussion. Mittwoch, den 10. Juni, abends 8 Uhr, 1. im Lokale des Herrn Jannaschk, Inselstraße Nr. 10. Referent: Redakteur Georg Bernhard. Die Kaiserreden im Reichstag und die Socialdemokratie. M. 0,20 Der Umsturz im Reichstag, eine Bolltaris nach dem amtlichen StenoDarstellung der Kämpfe um den gramm M. 0,20 Die Vernichtung der Social: demokratie durch den Gelehrten des Central Verbandes deutscher Industrieller, herausgegeben im Auftrage des Parteivorstandes der deutschen Socialdemokratie M. 0,20 2. im ,, Märkischen Hof", Admiralstr. 18e. Referent: Dr. J. Zadek. Beitungsfremdwörter und voli. Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahl. 2. Diskussion. Außer den Referenten wird auch der Kandidat Wolfgang Heine eine Ansprache Halten. Rege Beteiligung von Wählern aller Parteien erwartet Das Wahlkomitee. 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr: selec Oeffentl. Wähler- Versammlung im Lotale ,, Zur Drachenburg", Vor dem Schlesischen Thor 1-2. Tages: Ordnung: 1.„ Die politischen Parteien im verflossenen Reichstage". 2. Diskussion. Referent: Genoffe Ströbel. Der Kandidat der konservativen Partei, Herr Dr. Wegner, ist zu dieser Versammlung brieflich Zahlreichen Besuch der Genossen und Genossinnen erwartet eingeladen. 214/ 16* Das socialdemokratische Wahlkomitee. VI. Wahlkreis! Oeffentl. Versammlungen Dienstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr: In der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49. Referent: Der Kandidat des 5. Streises Rob. Schmidt. Jm Feldschlösschen, Müllerstr. 142. Referent: Dr. Curt Freudenberg. In O. Gramottes Saal, Bergstr. 12( einberufen vom Soc. Wahlberein. Gäste freundlichst eingeladen). Referent: Der Kandidat des Streifes Georg Lebebour. Sm Berliner Prater, Kastanien- Allee Nr. 7. Referent: Stadtverordneter Borgmann. In Wernaus Festsälen, Schwedterstr. 23/24. Referent: Schriftsteller Davidjohn. Mittwoch, den 10. Juni, abends 8 Uhr: Bei E. Daase, Brunnenstr. 154. Referent: Der Kandidat des 5. Kreises Rob. Schmidt. Referent: Der Kandidat des 5. Kreiſes Nob. Schmidt. Tages- Ordnung in allen Bersammlungen: 1. Die Reichstagswahlen und unfre Gegner. 2. Freie Diskussion. Die Gegner find freundlichst eingeladen und wird ihnen volle Nedefreiheit garantiert. Die Einberufer. Bu recht zahlreichem Besuche laden ein Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Donnerstag, den 11. Juni, der Zahlabend stattfindet. Das Erscheinen sämtlicher Genossen ist notwendig, da an diesem Zahlabend die Aufstellung für die am Tage der Wahl auszuübende Thätigkeit gemacht werden foll. Socialdemokratischer 248/ 5* Wahlverein der Frauen Berlins u. Umg. Versammlungen. I tische Schlagworte, verdeutscht u. erläutert v. Dr. A. Braun, M. 0,25 Die Frauen und die Politik von Lily Braun M. 0,20 Christliche Arbeiterpflichten, jesuitische Fragen und socialdemofratische Antworten M. 0,20 Die agrarische Gefahr, eine Darstellung ihrer Entstehungsgeschichte, ihrer Macht und letzten Ziele, von Paul Göhre M. 0,20 Socialdemokratie und Centrum, von A. Bebel M. 0,20 Winke für die Reichstagswahlen M. 0,10 Die katholische Kirche und die Socialdemokratie, bon Karl M. 0,30 Kautsky Eugen Nichters Socialisten: spiegel: die Wahlfälschungen mittags 6 Uhr, von der Halle des Freireligiösen Friedhofes( PappelAllee aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 248/6 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schnittarbeiter Bernhard Gärtig verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwoch, den 9. Juni, nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle der Freireligiösen Gemeinde, Bappel- Allee, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 117/15 Die Ortsverwaltung. Beerdigungsverein der Aktiengesellschaft Fort Berliner Zimmerleute. schritt M. 0,20 Die Lebensmittelzölle und die indirekten Steuern, wer sie zahlt und wem sie nügen . 0,10 Wen soll der Arbeiter wählen? Ein Wahlaufruf an die Arbeiter in Stadt u. Land, b. N. Calmer M. 0,10 Der Korbmacher Fischer im Lichte der Wahrheit. M. 0,05 An den Einzelnen, auf den es nicht ankommt! M. 0,05 Rote Wahlen 1903, eine politische, durch geniale Künstlerhand prächtig ausgestattete Flugschrift M. 0,10 Σ Schleunige Räumung der Lagerbeflände Räumung für Auzüge, Baletots, Kinderin Herren- Stoffen anzüge usw. beabsichtigen 15272* Koch& Seeland Tuchfabrik- Niederlage Berlin C., Rossstr. 2. H In Ltr..- Fl. empfehle: Cognac 1,25-10,35, Rum 1,00-5,60. Nordhäuser 0,45-1,35, Liqueure Eiercognac, Citronenund Himbeersaft, Port- u. Ungarweine gut u.billigst. Liqueurfabrik. Mittwoch, den 10. Juni, Dr. M. Hofmann über: Die Entwidlung der Frau zur Socialdemokratin. brann bei Herrmann( früher Cohn), Beuthstr. 19. Referentin: Genoffin Carl Schindler, Chausseestr. 55. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Heimann. 181/ 9* Donnerstag, den 11. Juni, bei Wernau, Schwedterstr. 23. Referent: Stadtverordneter Hugo Freitag, den 12. Juni, im folate Königsbank, Große Frankfurterstraße 117. Referentin Genoffin Dr. Wally Zepler. Mitglieder erhalten gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte eine Broschüre gratis. Männer und Frauen als Gäste find willkommen. Der Vorstand. Handlungsgehilfen! Herren- Moden elegante Ausführung geringe Teilzahlung J. Kurzberg, Neue Königstr, 47 direkt am Alexanderplatz. Achtung! Am 4. Juni starb nach langem schweren Leiden unser Mitglied, der Zimmerer Herr 18646 Hermann Neumann. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am 9. Juni, nachmittags 38%, Uhr, von der Leichenhalle des EmmausFriedhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Central- Verband d. Zimmerer Deutschlands. Zahlstelle Berlin u. Umgegend. ( Bezirk 6.) daß unser langjähriges Mitglied Hermann Neumann Den Mitgliedern zur Nachricht, nach langen schweren Leiden ver storben ist. Die Beerdigung findet Dienstag, den 9. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 254/10 Der Vorstand. Deutscher Buchbinder- Verband. Am 5. Juni berstarb unser langjähriges Mitglied Frau Emilie Bialas an Herzlähmung. am Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstagnachmittag 4 Uhr in Spandau statt. 24/6 Die Ortsverwaltung. Dr. Simmel, PrinzenSpecialarzt für[ 5/ 16* Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12. 2-4 Achtung! Land-, Hilfsarbeiter Dienstag, den 9. Juni 1903, abends 9 Uhr, im Feen- Palast, Burgstraße: Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter Oeffentliche Versammlung. Es fpricht Paul Singer über: Wen wählen wir bei den kommenden Reichstagswahlen. Nach dem Vortrage freie Aussprache. 287/2 Herr Dr. Leo Arons, der Kandidat des Kreises, wird in der Versammlung anwesend sein. Zu dieser Versammlung sind alle Handlungsgehilfen, welcher Parteirichtung sie auch angehören, eingeladen. Der Einberufer: August Penn, Friedrichsbergerstr. 14. Reichstagswahlkr. Zauch- BelzigJüterbog- Luckenwalde! Mittwoch, den 10. Juni, abds. 8 1hr, bei Ewald, Schönleinstr. 6: Versammlung Honig! Deutscher und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Hierdurch allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser lieber Bruder, der Gürtler Paul Jacob am Sonnabend, den 6. d. M., abends 62 Uhr verstorben ist. Die Beerdigung findet Dienstagnachmittag 6 Uhr, von der Halle des heil. Kreuz- Kirchhofes Mariendorf aus statt. 18496 Im Namen der Hinterbliebenen. Ernst Jacob. II. Wahlkreis. Am 6. Juni verstarb nach längerem Leiden unser treuer Genosse, der Metallarbeiter Paul Jacob. Sein ehrenhafter Charakter und treue Mitarbeiterschaft im Streise fichern ihm ein dauerndes Andenken! 210/10 Die Beerdigung findet heute, Dienstagnachmittag 6 Uhr, von der Leichenhalle der Kreuzgemeinde in Mariendorf statt. Zahlreiche Beteiligung erwarten Die Vertrauensleute. Die Sänger der Kreuzberger Harmonie" treffen fich um 3/46 Uhr auf dem Kreuz- Kirchhofe in Mariendorf. Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner ReichstagsWahlkreis. Am 6. Juni verstarb nach langem Leiden unser treues Mitglied 238/10 Paul Jacob. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Dienstag, nachmittag 6 Uhr von der Reichenhalle der KreuzGemeinde in Mariendorf statt. Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Der Wahlvereins- Vorstand. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriger Stollege Paul Jacob am Sonnabendabend 6%, Uhr verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, 6 Uhr, von der Leichenhalle des Kreuz- Stirchhofes Marien18485 dorf statt Die Kollegen der Firma Hans& Mottan. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Gürtler Paul Jacob am 6. d. M. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 9. Juni, nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Heilig Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf aus statt. Rege Beteiligung erwartet 117/16 Die Ortsverwaltung. Frauen- Wahlverein Teltow- Beesk.- Stork.- Charlottenb. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Sonnabend, den 6. 6. M., das Mitglied Emilie Vogel geb. Schneider am Herzschlag verschieden ist. Die Beerdigung findet Dienstag, 9. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Nigdorfer Kirchhofes, Brit, Rudowerstraße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. 18476 Am 6. Juni verschied plötzlich unfer langjähriger Werkführer August Hübener. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 9. d. M., nachmittags 5%, Uhr, von der Leichen: alle bes Emmaus Kirchhofes aus statt. G Die Arbeiter Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß die Mitgliederversammlung für der Pianofabrik C. Otto, Juni der bevorstehenden Reichstagswahl wegen ausfällt. 64/7 Die Ortsverwaltung. Stukkateure. Liegnigerstr. 3. 17752 Bienenhonig, beft. Qualit. Mittwoch, 10. Juni, abends 8 Uhr, im großen Saale des Central- Arbeitsnachweises, vers. die 10 Pfunddofe zu 7,00 m., 5 Pfd. 4,30 M. franco. Garant. Rücknahme. E. auffeln, Dibenba Augustsehn, Reil, Land 2 Mark, Gormannstraße 13: Allgemeine Versammlung. füdwestlicher Tages- Ordnung: 1. Verlesung des Wahlreglements. 2. Feststellung der zur Wahl stehenden KandidatenBorort, Bochen- Listen. 3. Wahl der Schlichtungs- resp. Arbeitsvermittelungs- Kommission auf Grund des Tarifvertrages vom Abzahlung. Bar- 16. Mai 1903. 4. Verschiedenes. 175/ 10* zelle 60 Rth. Zugelaffen werden nur Kollegen gegen Vorzeigung ihres betreffenden Organisations- Mitgliedsbuches oder für alle in Berlin arbeitenden Wähler obigen Kreises. 300 Mart, nur mündlich, verkauft der Invaliditätskarte. Zur Dedung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Erscheinen aller ist dringend notwendig. Der Kreisvertrauensmann.' Hinsche, Wißmannstr.4.[ 10132* Der Einberufer. Berantworti. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 131. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. An die Mitglieder der Krankenkassen Berlins und der Vororte! Im Nachstehenden geben wir Ihnen die erweiterte Zahl der jezigen Apotheken bekannt, welche den berechtigten Forderungen der Krankenkassen nachgekommen sind, denselben Kredit und 20 Prozent Rabatt gewähren. Um den Kampf der Kassen mit den Apothekern zu einem siegreichen Ende für die Kaffen durchzuführen, bedarf es der nachdrücklichsten Unterstüßung sämtlicher Kassenmitglieder. Denn nur um deren Willen wird der Kampf geführt. Die Vorteile, welche die Kassen durch Verbilligung der Medikamente erzielen, kommen nur allein den Mitglieder zu gute, indem ihnen dann umso mehr Landaufenthalt, Kur und Verpflegung in Bädern und Rekonvalescentenheimen 2c. gewährt werden kann. Es sollte daher niemand, wenn die Sache nicht eilig ist, seine Medikamente bei einem andren als den nachstehend verzeichneten Vertragsapothekern anfertigen laffen. Die nachstehend aufgeführten Apotheken haben die Forderungen der Kassen bewilligt: Prinzen- Apotheke, N. Prinzen- Allee 69( Bösenhagen), Luisen- Apotheke, N. Rügenerstr. 21( Brandes), Adalbert- Apotheke, SO. Adalbertstr. 16( E. Reich), Apotheke zum goldenen Adler, S. Alexandrinenstr. 41( Bloch), Belikan- Apotheke, W. Leipzigerstr. 93( Liece), Sedan- Apotheke, Schöneberg, Sedanstr. 3. Da bei der großen Ausdehnung Berlins ein direkter Bezug aus diesen Apotheken nicht möglich, sind zur Bequemlichkeit der Mitglieder in allen Stadtteilen Sammelstellen eingerichtet worden. Auf dem Rezept wird nur die genaue Wohnungsangabe verlangt, dann wird die Arznei frei ins Haus geliefert, es bleiben also die Abholung und die Verauslagung des Betrages erspart. Es bestehen für unsre Vertrags- Apotheker folgende Rezept- Sammelstellen: Dienstag, 9. Juni 1903. # 1 Handlungsgehilfen. Heute abend 812 Uhr spricht im Feenpalast, zu werden. Unter Herrn Ulrichs schneidigem Regiment kann man Burgstraße, Paul Singer über: Wen wählen wir?" Der Kandidat dazu sehr rasch kommen. Kürzlich ist durch seinen übertriebenen des Kreises, Dr. Leo Arons, wird in der Versammlung anwesend Eifer ein arbeits- und obdachlos gewordner Familienvater, der sein. Auf zahlreichen Besuch rechnet Der Einberufer. eben dabei war, sich wieder emporzuarbeiten, ins Elend zurückSchöneberg. Heute, Dienstagabend, findet bei Obst, gestoßen worden. Ein Schlosser hatte sich genötigt gesehen, für Meiningerstraße 8, eine wählerversammlung statt. Fri einige Zeit mit Frau und Kindern die Wohlthat" des Obdachs in 3ubei I spricht über die Reichstagswahlen. Wähler aller Parteien Anspruch zu nehmen. Die Arbeitsgelegenheit ist noch immer knapp, sind eingeladen. Parteigenossen, die am Wahltage den ganzen Tag mit thätig sein die Wohnungen sind noch immer teuer, auf Stundung der Miete mag wollen, wollen sich umgehend melden bei den Bezirksführern oder sich kein Wirt gern einlassen, eine andre Wohnung ist in solcher Lage bei Karl Wollermann, Frankenstr. 7. da bleibt eben wirklich nur das Obdach Die Bezirkssigungen schwer zu bekommen dieses Monats werden am Freitag, den 12. Juni abgehalten. übrig. Vom Obdach aus läßt sich dann leichter wieder eine Gine rege Beteiligung der Mitglieder ist dringend erforderlich. Wohnung beschaffen, weil die Anstalt gewöhnlich für den Der Einberufer. -" spricht Genosse Dr. Alberth in einer Wählerversammlung in bald wieder eine andre Wohnung und rüstete sich zum Auszuge. Wilmersdorf. Am Sonnabend, den 13. d. M., abends 8 Uhr, ersten Monat die Miete hergiebt. Auch der obdachlose Schlosser fand wittes Volksgarten über:" Auf zur Wahl, ein ernstes Wort Inzwischen hatte er sich selbstverständlich auch um Arbeit be= in legter Stunde". Gegner find zu dieser Versammlung geladen; müht. Er hatte sich einem staatlichen Betriebe angeboten, und es Desgleichen Malermeister Hammer mittels Einschreibebriefes. Am war ihm hier Hoffnung gemacht worden, daß er später Beschäftigung Donnerstag findet hierzu eine Handzettel- Verteilung statt. Die Ge- erhalten könne. Allein dem Herrn Obdach- Inspektor dauerte die nossen werden dringend ersucht, sich an dieser zahlreich zu be- Sach wohl zu lange teiligen, ebenso rechtzeitig für guten Besuch der Versammlung ins 14 Tage zur Last!- und so entschied er: der Mann will nicht die Familie lag ihm ja schon volle gefamt Sorge zu tragen. Der Vorstand. arbeiten, der Mann ist arbeitsscheu und muß dementsprechend Rigdorf. Mittwoch, den 10. Juni cr., abends 81 Uhr, 3 wei behandelt werden. Eines Morgens wurde der Arbeitsscheue", Voltsversammlungen: 1. im Lokale des Herrn Gröpler, der, nebenbei bemerkt, schon die elfte Invalidenkarte„ klebte", in den Bergstraße 147; 2. im Lokale des Herrn Thie le, Bergstraße 152. Tagesordnung: 1. Die Gegner vor und nach der Reichstagswahl. grünen Wagen gesteckt, nach dem Alexanderplatz transportiert und 2. Diskussion. Referenten: Genosse Redakteur Ströbel; Gein Untersuchungshaft genommen, unt demnächst a b= nosse Albrecht Fülle. Zahlreichen Besuch erwartet geurteilt zu werden. Inzwischen lief aber in seiner neuen Wohnung, die er bei seiner Umschau nach Arbeit bereits angegeben Lichtenberg. Eine öffentliche Wählerversammlung hatte, eine von dem erwähnten Betrieb abgeschickte Postkarte ein, findet heute, Dienstag, bei Höflich statt. Herr Plonz und Herr durch die er aufgefordert wurde, seine Stellung anzutreten. Man Ringel sind eingeladen, um in dieser Versammlung die faustdiden fragte im Obdach an und erfuhr, wo er geblieben. Es wurden Lügen ihrer Flugblätter vertreten zu können. Zahlreichen Besuch sofort Schritte unternommen nicht vom Obdach- Inspektor, sondern erwartet Das socialdemokratische Wahlkomitee. von andrer Seite den, Arbeitsscheuen" schleunigst frei zu machen, um ihm seine Stellung zu sichern. Er erhielt denn auch seine Freiheit wieder, aber die Stellung war nun bereits besett. Der Mann mag jetzt sehen, wo er andre Arbeit herbekommt. Wenn ihm das 6 Wochen von neuem wohnungslos werden, von neuem in der nächsten Zeit nicht gelingt, so wird er vielleicht nach 4 bis in das„ gastliche" Obdach der Stadt Berlin wandern und dem Herrn Obdach- Inspektor von neuem Gelegenheit geben, seinen Gifer an ihm zu üben. Eines schönen Tages kutschiert dann der„ Arbeitsfcheue" ein zweites Mal im grünen Wagen nach dem Alexanderplatz und kommt nun wahrscheinlich nicht mehr so glücklich davon, wie beim ersten Mal. Mariendorf und Umgegend. Parteigenossen, am Wahltage, den 16. Juni, bedarf es vieler Kräfte, um unsern Kandidaten Frit So tann's einem Arbeits- und Obdachlosen Theophil Genossen, welche gewillt sind, am Wahltage zu helfen, werden ge- fucht! Es handelt sich hier nicht um einen zufälligen und entZubeil im ersten Wahlgange zum Siege zu verhelfen. Diejenigen ergehen, wenn er beim städtischen Obdach Hilfe H. Bischoff, beten, ihre Adressen folgenden Genossen sofort anzugeben. schuldbaren Mißgriff, sondern um einen Fehler, der im System Emdenerstr. 1. Tempelhof: Alb. Thiel, Friedrich Wilhelmstr. 17; M. Müller, liegt. Der Herr Obdach- Inspektor meint eben, daß die Obdachlosen Potsdamer- Berlinerstr. 47a; 2. Franz, Berlinerstr. 47a; J. Flieg, Berlinerstr. 33. scharf angefaßt werden müssen, und er verfährt danach. Die VerMariendorf: Herm. Lehmann I, Bergstraße; Herm. Lehmann II, wünschungen und Flüche der bedauernswerten Opfer seines Eifers Im Süden: G. Eichhoff, Neanderstr. 18. R. Jahnz, Dranien- Bergstr. 19; Serm. Reicherdt, Feldstraße, Ede Ringchaussee. fümmern ihn nicht. Er läßt sich daran genügen, der„ verdiente Straße 191. Ad. Neumann( Progasty), Oranienstr. 45. G. Saffe Südende: Lattner, Friedenauerstr. 5. Marienfelde: Friz ( Bolle), Prinzenstr. 92. W. Zippel, Brandenburgstr. 16. P. Delgart, Greulich. Bitte um Angabe, ob den ganzen Tag oder den halben Beamte" zu sein, der das Obdach leer kriegt". Hafenheide 61. J. Pokory, Schönleinstr. 11. P. Reichert, Gräfeſtr. 11. Den 14. Juni, stattfindende Agitationstour aufmerksam gemacht. Um Tag. Gleichzeitig werden die Parteigenoffen auf die am Sonntag, Jm Südosten: Th. Körner, Manteuffelstr. 73. Gustav Kohl, Kottbuserstr. 7. O. Pötsch, Wrangelstraße 121. E. Finsterbusch rege Beteiligung wird gebeten. Im Centrum: Bernh. Mood, Alte Schönhauserstr. 42. P. Haese Nachf. C. Aßmuß, Niederwallstr. 28/29. Otto Kretschmar, RosenDie Parteigenoffen, soweit diese am Wahltage ganz frei sind thalerstr. 6/7. E. Kunzendorf, Rosenthalerstraße 42. und noch nicht bei ihrem Bezirksführer sich gemeldet haben, mögen Im Norden: R. Amuk, Gerichtstr. 10. Hugo Barth, Brunnen- in dieser Versammlung ihre Adresse dem Bertrauensmann angeben. straße 14. E. Fischer, Lothringerstr. 26. J. Haan, KastanienAlle Kräfte werden gebraucht! Allee 15. W. Kapell, Brunnenstr. 118. W. Käfer, Fennstr. 59. Treptow- Baumschulenweg. Der Wahlverein hält für den Th. Knabe, Wörtherstr. 19. G. Koch, Elsasserstr. 10a. E. Kunzendorf, Bezirk Treptow morgen Mittwoch, abends 8 Uhr, im Restaurant Auguſtſtr. 26a. C. Morid, Zionsfirchstr. 53. F. Pinkert, Rügener- Bod, Kiefholzftr. 6, einen 8 ahlabend ab. Da in dieser Zuſtraße 10. P. Recollin, Reinickendorferstr. 23c. R. Richter, Reinicken- sammenkunft über Versammlungen, Verteilung der dorferstr. 61. R. Sayffarth, Schönhauser Allee 44a. F. Sonnenberg, Posten am Wahltage und andres verhandelt wird, ist za hlFehrbellinerstr. 80. E. Schmidt, Liebenwalderstr. 57... Schulz, reicher Besuch aller in Treptow wohnenden Genossen erMüllerstr. 166a. D. Schult, Chausseestr. 84. C. Spiker, Stralsunder- forderlich. straße 29. H. Staab, Badstr. 45/46. C. Tribolet, Franseckistr. 10. 2. P. Wannske, Wörtherstr. 12. Went, Chausseestr. 7. gemuth, Aderstr. 69. P. Würfling, Invalidenstr. 128. Im Nordosten: E. Henning, Marienburgerstr. 27. Quade, Neue Königstr. 32. Im Nordwesten: H. Bardorf, Gozkowskystr. 30. Beuffelstr. 31. F. Kühne, Alt- Moabit 45. A. Seidel, Im Westen: M. Eckert, Culmstr. 1. F. Ambos, ftraße 96b. Winkler, Kurfürstenstr. 139. A. Wohl450 401 Berliner Wähler! - ( B. Habicht), Staligerstr. 63/64. Rudolf Hoffers, Reichenbergerstr. 55. Der Vorstand des socialdemokratischen Wahlvereins. Wie die ,, Berliner Morgenpost" erfährt, ist die Zahl der Berliner Rudolf Hoffers, Manteuffelstr. 92. M. Grünenthal, Wienerstr. 69. Reinickendorf. 3 Wählerversammlungen. Wilhelmsruh. Reichstagswähler seit 1898 von 397 001 auf 450 401, also um Im Often: Eugen Fritell, Breslauerstr. 20. E. Kijant, Große Dienstag, den 9. Juni, abends 81 Uhr, im großen Saale des 53 400 gestiegen! Wie sich diese Zunahme auf die Wahlkreise verFrankfurterstr. 129. H. Müller, Langestr. 16. Herm. König, Rüders- Borussiaparts, Provinzstr. 69. Referent: Genosse A. Stadthagen. teilt, ist noch nicht ermittelt. Jedenfalls zeigt die Zahl, wie dorferstr. 42. G. D. Mecklenburg( Schmidt), Andreasstr. 50. Otto Freitag, den 12. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale der Frau rastlos alle Barteigenoffen- männlichen wie weiblichen GeschlechtsGottschalt, Krautstraße 55a. R. Gottschling, Blumenstraße. 80/81. 2we. Thomas, Eichbornstraße. Referent: Dr. Alberth. Sonntag, zu agitieren haben, um dafür zu sorgen, daß der proletarische Teil B. Sünderhauf, Gr. Frankfurterstr. 89. den 14. Juni, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Schneider, Im Südwesten: D. Alberts, Friesenstr. 24. G. Rettig, Belle- Wilhelmsruh. Referent: Dr. Alberty. Tagesordnung: Die bevor dieser hinzugekommenen Wähler am 16. Juni seine Stimme für die Alliancestr. 94. Weißbach u. Fischer, Belle- Alliancestr. 23. C. Schröder, stehenden Reichstagswahlen. Zahlreicher Besuch, auch der Frauen, Kandidaten der Socialdemokratie abgiebt! Fürbringerstr. 7. W. Weirich, Blücherstr. 1. wird erwartet. Genossen, die am Tage der Wahl mitarbeiten können, haben fich am 16. Juni, morgens 8 Uhr, im Wahlbureau, bei Klähn, Residenzstraße 31 einzufinden. Das Wahlkomitee. Rosemann, Brehme In Pankow: Buchmann, Mühlenstr. 17. straße 65. In Charlottenburg: Kaffenlokal der Orts- Krankenkasse Charlottenburg, Rosinenstr. 3. P. Habermann, Pestalozzistr. 28. H. Munter, Dandelmannstr. 2. A. Hörisch, Berlinerstr. 56. In Rigdorf: Kaffenlokal der Orts- Krankenkasse, Bergstr. 32. P. Lemke, Kaiser Friedrichstr. 242. G. Jacobi Nachf., Richardstr. 117. G. R. Prenzel, Prinz Handjerystr. 46. H. Vincent, Bergstr. 129. In Schöneberg: Kassenlokal der Orts- Krankenkasse Schöneberg, Hauptstr. 8. P. Caspary, Maaßenstr. 10. H. Hoke, Sedanstr. 82. D. Richter, Gleditschstr. 52. F. Rubeau, Tempelhoferstr. 5. In Friedenau: Lorenz, Uhrmacher, Rheinstr. 55. Wir ersuchen nun die Kassenmitglieder, sich nur nach diesen Sammelstellen zu begeben und ihre vom Arzt verordneten Rezepte dort in den Sammelkasten zu legen, die Medikamente werden ihnen dann auf dem schnellsten Wege, spätestens aber innerhalb 5 Stunden in ihrer Behausung zugestellt werden. Die Centralfommiffion der Krankenkassen Berlins und der Vororte. Berliner Partei- Angelegenheiten. " " Ober- Schöneweide. Morgen, Mittwochabend 81%, Uhr, findet bei aufholt, Wilhelminenhofstr. 18, eine Versammlung des ordnung: a hlangelegenheiten, Festsetzung der Bahlsocialdemokratischen Wahlvereins statt. Tages abende, Sommerfest. " Friedrichshagen. Donnerstag, den 11. Juni, abends 9 Uhr, findet im„ Restaurant Eiskeller" eine Voltsversamm Iung statt. Genosse Arthur Stadthagen referiert über das Thema: Wie stellen sich die Parteien zu den Kulturaufgaben des Reichstags?" Der Kandidat der national- vereinigten Parteien, Herr ingel- Pankow, ist brieflich eingeladen. Parteigenossen! Agitiert eifrig für einen guten Besuch der Versammlung und erscheint recht zahlreich in derselben. Die gegnerischen Versammlungen jedoch durch Da die Einberufer nur die nationalgesinnten Wähler einladen, also unsern Besuch interessant zu machen, haben wir keine Veranlassung, unsre Anwesenheit nicht wünschen. Das Wahlkomitee. " Lokales. Zum Pestfall. Die Leiche des jungen Arztes und Forschers Dr. Milan Sachs wurde vorgestern in der Charité obduziert. Als Todesursache wurde Lungenpest festgestellt. Dr. Sachs war etwas tuberkulös. Außerdem wirkte die Ansteckung, die er sich durch Einatmung von Zerſtäubungen hatte er vor einiger Zeit an einer Lungenentzündung gelitten. Daher und den Hautriß zuzog, so schnell, daß sie in furzer Zeit zum Tode farbolgetränkte Tücher eingewickelt und in diesen in einen Zinksarg führte. Nach der Obduktion wurde die Leiche sofort in große gelegt. Der verlötete Zinfsarg wurde in einen schwarzen Holzsarg gestellt und vorgestern, Sonnabendabend um 7/1 Uhr auf einem zweispännigen rings verschlossenen Leichenwagen der jüdischen Gemeinde nach dem Friedhof in Weißensee gebracht. der Seuche betrifft, so wurden noch gestern die Kulturstaaten nach Was die Abwehrmaßregeln gegen eine etwaige Verbreitung den internationalen Verträgen durch das Reichskanzleramt von dem eine Beratung statt, an deren Schluß ein ständiger Ausschuß zur Todesfall in Kenntnis gesetzt. Abends fand im Kultusministerium Anordnung und leberwachung der Abwehrmaßregeln für diesen und etwaige spätere Fälle eingesetzt wurde. Ihm gehören u. a. Geh. Zweiter Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am Ober- Medizinalrat Dr. Kirchner vom Kultusministerium, CharitéDienstag, den 9., in der Berliner Bockbrauerei", Tempelhoferdirektor Dr. Schaper, Geh. Ober- Medizinalrat Dr. Schmidtmann berg, Referent: Genoffe Wolfgang Heine; ebenfalls am und Prof. Dr. Straßmann von der Wissenschaftlichen Deputation für Wenn man beim städtischen Obdach Hilfe sucht. Dienstag, den 9., im Lokal, Königshof", Bülowstraße, Referent: das Medizinalwesen, Geh. Medizinalrat Dr. Wehmer vom PolizeiGenosse Wilh. Pfannkuch; am Mittwoch, den 10., im Lokal seit der„ Vorwärts" in die dunklen Winkel dieser Stätte des abteilung des Kriegsministeriums. Jm städtischen Obdach ist ja vieles anders geworden, präsidium und Oberstabsarzt Dr. Paalzow von der Medizinalbon Kliem, Hasenheide 13/15, Referent: Genosse Georg Ledebour Glends scharf hineingeleuchtet und die empörenden Zustände, unter General- Stabsarzt der Armee Professor Dr. v. Leuthold zwei der am Mittwoch, den 10., im Lokal„ Wilhelm- Theater", Für die weiterhin erforderlichen Absonderungen stellte der Friedrichstraße 286, Referent: Genosse Dr. Alfred Bernstein, Bersamm- denen die Insassen so lange zu leiden hatten, gründlich aufgedeckt Däckerschen Baracken zur Verfügung, die das Kriegsministerium für lungen stattfinden. Tagesordnung: Die Reichstagswahlen hat. Von Zeit zu Zeit dringen aber auch jetzt noch immer wieder den Fall einer Mobilmachung oder den Ausbruch einer Seuche im und die bürgerlichen Parteien." Recht zahlreichen lagen zu uns, die uns immer von neuem den Beweis liefern, Heere bei den Lazaretten zur Verfügung hat. Lazarettmannschaften Besuch erwartet Das Wahlkomitee. daß die angebliche Wohlthat", im Obdach der Stadt Berlin auf- holten diese Baracken gestern vom Lager in der alten ArtillerieBierter Wahlkreis SO. Heute, Dienstagabend, findet im Lokal genommen zu werden, manchmal das Gegenteil einer Wohlthat ist. Kaserne und stellten sie auf dem Gelände der Charité- Waschanstalt " Bur Drachenburg", Vor dem Schlesischen Thor 1/2 eine öffentliche Wir haben vor zwei Jahren, als wir die Verhältnisse des städti- an der Hannoverschen Straße auf. Sie wurden belegt mit dem Wählerversammlung statt, in der Genosse Ströbel über das Thema: schen Obdachs dem Urteil der Deffentlichkeit unterbreiten mußten, den Arzte, der Dr. Sachs in seiner Wohnung in Charlottenburg be= " Die politischen Parteien im verflossenen Reichstage" referieren wird. Standpunkt vertreten, daß erstens die Einrichtungen dieser Anstalt handelte und ihn veranlaßte, das Krankenhaus aufzusuchen, dem Zahlreichen Besuch erwartet Das Wahlkomitee. mangelhaft seien und daß zweitens die Leitung ihrer aller- Transporteuren, die den Verstorbenen und mit diesem in BeCharité- Pförtner, der den Kranken aufnahm, und den Kranten Sechster Wahlkreis. Heute abend 8 Uhr finden in folgenden dings schwierigen Aufgabe nicht gewachsen sei. Die rührung gekommene Personen fuhren. Lokalen Versammlungen statt: Die beiden Kochschen Einrichtungen find verbessert worden, aber die Leitung ist geblieben. Baracken beherbergen die andren Aerzte, die den Kranten Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Referent: Robert Nach wie vor hängt das Wohl und Wehe der Obdachinsassen im in der Charité behandelten, die Wärter und das Personal, Schmidt. Feldschlößchen, Müllerstr. 142. Gramotte, wesentlichen ab von einem Manne, der vielleicht ein ganz brauch das mit der Leiche zu thun hatte, die Familie, bei der Bergstr. 12. Referent: Kandidat unsres Kreises Ledebour. Berliner Prater, Kastanien- Allee 7. Referent: Stadtverord- barer Bureaubeamter ist, aber leider wenig von jenem auf Dr. Sachs wohnte, einen 31 Jahre alten Postschaffner 2. mit seiner neter Borgmann.- Wernaus Festsäle, Schwedterstr. 23. Menschenkenntnis und Herzensgüte sich gründenden sicheren Taft 29jährigen Frau, einen fünfjährigen Sohn und eine vierjährige Referent: Schriftsteller Da vidjohn. besitzt, ohne den der Leiter eines Obdachs auf die Dauer Tochter, endlich einen Neffen der Frau 2., einen 10jährigen Otto B., Mittwoch, den 10. Juni bei Daase, Brunnenstr. 154. nur Unsegen stiften kann. Daß unter denen, die das mit ihren Kindern gespielt hat und der vorgestern abend von einem der in der Zeit, während Dr. Sachs in der Wohnung frank lag, Referent: Robert Schmidt. Obdach aufsuchen, manchmal auch recht böse Gäste sind, Bummler Polizeibeamten aus der elterlichen Wohnung abgeholt wurde. und Faulenzer, Krakehler und Skandalmacher beiderlei Geschlechts, Alle Jfolierten, die für die Dauer der Inkubationszeit die jeder lieber gehen als kommen sieht, das wissen auch wir. Aber abgesondert bleiben, befinden sich durchaus wohl. Den Kindern der Inspektor des städtischen Obdachs Herr Magistratssekretär Ulrich gefällt es in den Baracken ausgezeichnet, da sie den ganzen Tag behandelt die Insassen seiner Anstalt so, als ob er jeden nach Herzenslust spielen können. Der Außenwelt gegenüber für die gesamten Baracken der Charité, die auf Obdachlosen von vornherein für einen arbeits besteht dem Gelände an der Stadtbahn liegen, icheuen Schmaroßer hält. die strengste AbWer über eine gewisse Zeit hinaus im Obdach verweilt und nicht mittag während der Besuchszeit wieder zur Geltung. sperrung, die nur denkbar ist. Die tam auch gestern nachbald die Beschaffung von Arbeit und Unterkunft nachweisen kann, viele Leute, die von dem Bestfall noch nichts gelesen hatten und Es famen ristiert bekanntlich, der Polizei und dem Gericht zur Bestrafung Angehörige besuchen wollten, aber alle ohne Ausnahme wurden abüberwiesen und hinterher vielleicht noch ins Arbeitshaus gestedt gewiesen. Zu zahlreichem Besuch laden ein Die Einberufer. Socialdemokratischer Wahlverein der Frauen Berlins und Umgegend. Die letzten Versammlungen vor den Wahlen finden statt: Mittwoch, den 10. Juni, bei Herrmann( früher Cohn), Beuthstr. 19. Referentin: Genossin Dr. M. Hofmann. Donnerstag, den 11. Juni, bei Wernau, Schwedterstr. 28. Referent: Stadtverordneter Hugo Heimann. Freitag, den 12. Juni, im Lokale Königsbant, Gr. Frankfurterstraße 117. Referentin: Genoffin Dr. Wally gepler. Mitglieder erhalten gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte eine Broschüre gratis. Der Vorstand. 14 Postalische Grenzverrückung. " 1 Diejenigen Leute, bei denen auch nur die Möglichkeit einer| ihren Kindern zufamment aufgenommen wurden und gegen Bezahlung| Polizeiwillfür gegen Streifende. Das unberechtigte Vorgehen mittelbaren Berührung vorliegt, wurden sämtlich einer Schutz- neben ihren eignen Kindern noch andre nährten. Eine Amme von Polizeibeamten gegen Arbeiter, welche in der Nähe der Mehlich Impfung unterworfen. Die ganze Einrichtung der Familie L., bei mußte schon nach zehn Tagen wegen Erkrankung entlassen werden, schen Fabrik in der Sophienstraße ihre Pflicht als Streitposten ausder der Verstorbene wohnte, wurde Sonntagvormittag von der zwei schieden nach zwei Monaten, zwei andre nach drei Monaten, üben, nimmt immer noch kein Ende. Wieder wird uns ein Desinfektionsanstalt abgeholt und bis auf die kleinste Kleinigkeit eine nach vier Monaten aus dem Kinderafyl, und die übrigen vier Fall von grundloser Verhaftung mitgeteilt. Am Donnerstag verbrannt. waren am Schluß des Berichtsjahres noch in der Anstalt. Ein wurden drei Arbeiter, die in der Sophienstraße Streit Am Sonntagmittag trat der ständige Ausschuß noch einmal zu- ähnlicher Versuch wurde bereits anfangs der neunziger Jahre in dem posten standen, sistiert, und auf dem Revierbureau von fammen. Er konnte feststellen, daß zur Abwehr alles gethan ist, heim für genesende Wöchnerinnen und deren Kinder" gemacht, das 12 bis 9 Uhr in Gewahrsam gehalten. Nachdem man die Arbeiter was nur irgend geschehen kann, und daß zu irgend einer Be- von der Stadt Berlin damals in Blankenfelde eingerichtet worden zunächst in der Wachstube hatte ſizen lassen, wurden sie um 6½ Uhr fürchtung oder Beunruhigung auch jetzt nicht die geringste Ver- war, aber später in eine Heimstätte für lungenkranke Frauen um in die Belle gesperrt und eingeschlossen. Um 9 Uhr fuhr der grüne anlassung gegeben ist. gewandelt wurde. Die ärztliche Leitung des Heims war bemüht, Wagen vor, der die Sistierten nach dem Alexanderplatz brachte, wo einer Wöchnerin für ihr Kind eine zu reichliche Nahrung zur wo sie mit etwa 80 Jnhaftierten in einen Raum zusammengesperrt Verfügung stand, den Ueberschuß an Milch möglichst andren Kindern wurden. Die Zustände, welche während der Nacht in diesem Raum Die Grenze des Postbezirkes Berlin deckt sich nicht überall mit zu gute kommen zu lassen, denen die Mutterbrust versagt war. herrschten, werden von den verhafteten Streitposten in derselben Weise der Grenze des Berliner Gemeindebezirkes. Vielfach sind Teile der Vorortgemeinden mit zum Berliner Postbezirk der nächsten Stadtverordneten- Sigung entgültige Verhafteten ohne weiteres entlassen. Hieraus geht also ohne Zweifel Ueber den Urlaub der Berliner Gemeinde- Arbeiter soll nun in geschildert, wie es in der kürzlich veröffentlichten Einsendung eines Leidensgefährten geschah. Am andern Tage wurden die die drei gezogen, weil es für die Post praktischer ist, diese baulich mit schluß gefaßt werden. Die Frage hat die städtischen Behörden Berlin verwachsenen Gebiete von Berlin aus mitzuversorgen. Für Jahre hindurch beschäftigt, aber aus dem Stadtverordneten- Ausschuß, hervor, daß kein Grund vorlag, ſie in Haft zu behalten, und daß die Bewohner dieser Gebiete ist das allerdings in andrer Hinsicht der zuletzt darüber zu verhandeln hatte, ist nur ein halbes heraus- demnach auch die Verhaftung ſelbſt unbegründet war. Eine strafbare weniger praktisch. Ihre postalische Eingemeindung in Berlin führt häufig gekommen. Der socialdemokratische Antrag, schon nach Handlung, welche die Verhängung der Untersuchungshaft rechtstücke politiſch ſelbſtverſtändlich nach wie vor zu den Vorortgemeinden Urlaub zu gewähren, hat keine Mehrheit gefunden; die lebertretung der Straßenpolizei- Verordnung handeln. Eine solche gehören. Zu einer direkten Schädigung führt diese Grenz- Freifinnigen wollen nicht weiter gehen als bis zur Gewährung eines wird mit geringer Geldstrafe belegt, und wenn der Betreffende, was verrückung und Grenzverwirrung dann, wenn der Bewohner einer Urlaubs erst nach fünfjähriger Thätigkeit. im vorligenden Fall zutrifft, sich über seine Persönlichkeit ausweisen solchen Vorortgemeinde die Bestimmungen über die Ortsbrief- Die Niederstimmung des socialdemokratischen Antrags hat be- fann, hat die Polizei nicht den geringsten Grund, ihn der Freiheit tage nicht sicher kennt. sonders dem linken Flügel des Freisinns am Herzen gelegen. Es zu berauben. Warum das den streikenden Arbeitern gegenüber trotzSteglitz gehört nicht zu den Vororten, die im Postverkehr mit bedrückte diese„ Arbeiterfreunde", daß, wenn die Stadt ihren Ar- dem geschehen ist, erscheint völlig rätselhaft, wenn man nicht anBerlin die Ortsbrieftare haben; dagegen gilt die Ortsbrieftare für beitern schon nach einjährigem Dienst einen Urlaub gewähren würde, nehmen will, daß ihnen durch derartige sagen wir polizeiliche den Verkehr zwischen Steglitz und Schöneberg, zwischen Steglitz die Arbeiter der privaten Unternehmer an diese wahr Maßnahmen das gesetzlich erlaubte Streitpoſtenſtehen verleidet und Wilmersdorf usw. Zwischen Steglitz und Berlin kostet ein scheinlich dieselbe Forderung stellen würden. Die Stadtgemeinde soll Brief 10 Pfennig, zwischen Steglitz und Schöneberg, Wilmers- vorbildlich für die privaten Unternehmer sein, sagte Herr Golddorf usw. 5 Pfennig. Nun gehören aber Teile von Schöneberg und schmidt in der Stadtverordneten- Sizung vom 2. April, darum müsse Wilmersdorf postalisch zu Berlin. Wer in diesen Teilen Schöne sie sich damit begnügen, erst nach fünf Jahren einen Urlaub zu bergs oder Wilmersdorfs einen für Steglitz bestimmten Brief gewähren. Und Herr Rosenow stimmte ihm bei. Die Herren haben zur Post giebt, giebt ihn nicht in Schöneberg" oder„ Wilmersdorf", dann auch im Ausschuß dafür gesorgt, daß dieses„ Vorbild" acceptiert sondern in Berlin" zur Post und hat dementsprechend 10 Pfennig wurde. " " Ohne Kragen bei Aschinger. " " Bäume Höchstens kann es sich um eine Berhängnisvoll ist der 35 Jahre alten Schneiderfrau Emilie Kroll aus der Wittstockerstr. 5 ein Sparkassenbuch geworden. Die Frau hatte ein außer der Ehe geborenes Kind in Pflege und für dessen Mutter ein Sparkassenbuch in Verwahrung genommen. Am Sonnabendabend kam die Eigentümerin, um das Buch zu holen. Frau Kroll verließ das Hinterzimmer, in den sie sich mit ihr unterhalten hatte, unter dem Vorwande, daß sie das Buch aus dem Vorderzimmer holen wollte, kehrte aber nicht wieder zurück. Während ihr Mann sie gestern mit den beiden Söhnen in Charlottenburg suchte, fanden Hausgenossen sie auf dem Boden als Leiche an einem Dachsparren hängen. Das Sparkassenbuch ist noch nicht wieder zum Vorschein gekommen. Im Tiergarten erschossen hat sich der 31 Jahre alte Arzt Dr. Berg- Lilli, der vor vier Wochen mit seiner Frau aus Finnland hierher kam, um in einer Klinik Beschäftigung zu suchen, und in einem Pensionat am Cirkus wohnte. zu zahlen. Viele wissen das nicht, frankieren ahnungslos mit Herr Goldschmidt hat vor den Wählern der Freisinnigen Volts5 Pfennig, und die Post streicht dann schmunzelnd ihr Strafpartei" sich obenein damit gebrüstet, daß er geholfen hat, den porto ein. socialdemokratischen Antrag zu Fall zu bringen. Er wird wahr Eine Klage über diese Zustände geht uns aus dem Wilmers- scheinlich auch in der nächsten Stadtverordneten- Sigung der Welt noch dorfer Teil der Uhlandstraße zu. Das im Hause Uhlandstr. 42 einmal verkünden, welche„ Verdienste" in dieser Frage der Freisinn auf Wilmersdorfer Gemeindegebiet befindliche Postamt trägt die sich erworben hat. Bezeichnung, Berlin W. 15" durchaus zutreffend, da dieser Teil der Uhlandstraße samt den Nachbarstraßen postalisch eben zu Ein Braver. Am 6. d. M. verstarb nach langem, schiveren Leiden Selbstmord scheint ein Liebespaar verübt zu haben, dessen VerBerlin W. gezogen ist. Wer von hier aus einen für Steglitz be-( Nierenwassersucht) der Metallarbeiter Paul Jacob. Still und schwinden seit Sonnabend die Polizei beschäftigt. Der bei seinen stimmten Brief für 5 Pf. zur Post geben will, muß ihn bis in die Mitte ruhig von Natur, aber überzeugungsfest und zielbewußt wirkte er Eltern in der Kulmſtr. 18 wohnende 22 jährige Droguist F. Heinrichs des alten Wilmersdorf nach dem Poſtamt Berlinerstraße trageit. erfolgreich in den vorderen Reihen der Genossen des 2. Wahl- hatte seit einiger Zeit ein Liebesverhältnis mit der 17jährigen Tochter Steckt er ihn in der Uhlandstraße ein, so hat er mit 10 Pfennig die Partei aus dem Leben, welcher schon unter dem Socialistengesetz führen sollte. treises für unsre Sache. Mit J. scheidet ein treuer Kämpfer für des Bahnmeisters Pflug in der Baußenerstr. 5, das zur Heirat zu frankieren, oder es kostet nachher Strafporto. Beide sind die einzigen Kinder ihrer Eltern. Gegen alles das wäre am Ende nichts einzuwenden, sofern man ihm nicht mehr, an der Wahlschlacht teilzunehmen. Den im besten und verkehrten freundschaftlich mit einander. die Fahne der Socialdemokratie mit hochhielt. Sein Leiden gestattete Diese waren mit der Liebschaft der jungen Leute einverstanden es überhaupt für gerecht hält, daß wir die Strafporto- Einrichtung Alter unverheiratet Verstorbenen werden die Genossen des 2. Wahl- follte demnächst gefeiert werden. Vor einigen Tagen wurde Die Verlobung haben. Aber über eines müssen wir uns wundern. Warum wird nicht das Publikum genügend über den freises heut zu Grabe tragen mit dem Gefühl, einen ihrer aber das gute Einvernehmen dadurch gestört, daß Frau Sachverhalt aufgeklärt? Warum wird nicht auf den be- treuesten Mitkämpfer verloren zu haben. Bflug( katholisch) erklärte, ihre Tochter dürfe nur einen Katholiken treffenden Postämtern und an jedem dazu gehörigen Briefkasten ein entsprechender in die Augen fallender Hinweis 4 Uhr sowie gegen 7 Uhr abends über Berlin und die Vororte dahin- mochten nicht von einander lassen und beschlossen anscheinend, lieber Das Sturmwetter, welches gestern nachmittag zwischen 2 und heiraten. Ihr Mann aber, mit dem sie bisher in glücklicher Ehe lebte, ist merkwürdigerweise selbst Protestant. Die jungen Leute angebracht? Berlin W. 15" genügt nicht, um jedem Bewohner brauste, hat mannigfachen Schaden und zahlreiche Unfälle herbei- gemeinsam in den Tod zu gehen. Als Anna Pflug Sonnabendvon Wilmersdorf- Nord klar werden zu lassen, daß er auch für den geführt. Im Grunewald, besonders auf der Strecke zwischen Hunde abend nicht nach Hause kam, ging ihr Vater zu Heinrichs( Kutscher, Verkehr mit Steglitz zu„ Berlin" gehört. Es muß ausdrücklich auf kehle und Halensee, woselbst umgerissene Bäume noch von den April- da er die Tochter hier vermutete. Zu seinem Schrecken erfuhr den Unterschied der Brieftare und auf die Gefahr eines Strafportos stürmen her liegen, wurden zahlreiche Tannen entwurzelt. Ebenso er aber, daß auch der Bräutigam verschwunden war. Er machte hingewiesen werden! wurde im Tegeler und Spandauer Forst erheblicher Schaden vers fofort dem Polizeirevier in der Göbenstraße Anzeige, wo ihm ursacht. Die öffentlichen Anlagen in Berlin, in denen noch nicht bedeutet wurde, daß sein zukünftiger Schwiegersohn vor einigen einmal alle Schäden beseitigt sind, die die Aprilstürme verursacht Als die Aschingerschen Bierquellen" in Berlin noch neu waren, haben, haben ebenfalls durch den gestrigen Sturmwind bedeutend Stunden unter irgend einem Vorwande einen Giftschein paffierte es öfter, daß auch Arbeiter, die im Werktagsrock von gelitten. Tausende von Zweigen und starken Aesten waren von Apotheken benachrichtigen, daß der Schein angehalten und das Gift gefordert und auch erhalten habe. Man werde aber sofort die der Arbeit kamen, diese Lokale aufsuchten, um einen Schnitt Bier zu den Bäumen heruntergerissen und bedeckten die Anlagen und Die Nacht über wurde nun nach allen nicht verabfolgt werde. trinken. Sie mußten dabei die den Unkundigen überraschende Er- Wege und im Tiergarten wurden mehrere starke Stämme fahrung machen, daß solche schlicht gekleideten Gäste den Gebrüdern älterer geknickt und Richtungen hin nach den Verschwundenen geforscht, ohne eine Spur abgebrochen. In der Stadt Aschinger nicht erwünscht sind, und daß namentlich dem je de wurden vielfach die Fensterscheiben zertrümmert. Am Hause Potsdamer zu finden. Sonntag früh liefen bei beiden Eltern Abschiedsbriefe Bewirtung verweigert wird, der ohne Kragen kommt. straße 28 wurden in der Höhe der vierten Etage zwei elektrische ihrer Kinder ein, in denen sie erklärten, daß sie gemeinsam ins Wasser Die Sache ist ja mehrfach vom Vorwärts" besprochen worden, und Bogenlampen aus den Hafen herausgerissen, von denen die eine gegangen seien. Ob sie ihre Absicht ausgeführt haben, steht noch dahin, diejenigen, die es angeht, haben sich seitdem danach gerichtet. Dann unter donnerndem Getöse auf den Bürgersteig herabstürzte, während da ihre Leichen bisher nicht gefunden wurden. und wann verirrt sich aber auch jetzt noch mal wieder ein Durstiger die zweite Lampe an dem Leitungsdraht hängen blieb. Der Ver ohne Kragen zu Aschingers und muß dann vom Schänker oder kehr auf dem Bürgersteig wurde vor dem betreffenden Hause abKellner darüber belehrt werden, daß er für eine Aschingersche Steh- gesperrt. Bierhalle nicht nobel genug gekleidet i ft. Die Staatsanwaltschaft hat wegen der Ursache der BenzinDie davon Betroffenen nehmen die Abweisung gewöhnlich sehr explosion in der Wasserthorstr. 54, der zwei Menschenleben zum tragisch, besonders dann, wenn der ohne Kragen in Bluse oder Opfer gefallen sind, während sechs Personen schwer verletzt wurden, Schurzfell antretende Gast zufällig kein Arbeiter, sondern ein felb- eine Untersuchung eingeleitet. In der Zwischenzeit sind bei den Beständiger Handwerksmeister und vielleicht sogar ein ganz hörden mehrere Fälle angezeigt worden, in denen ebenfalls in recht hübsch bemittelter Mann ist. Ein Schlossermeister, der dieser Tage leichtfertiger Weise mit Benzin umgegangen worden ist. In dem ohne Kragen eine Aschingersche Steh- Bierhalle betrat und natürlich einen Falle wurden nahezu 50 Kilo Benzin im Keller fast unmittelbar fein Bier bekam, wirft in einem an uns gerichteten unter dem Ladeneingang vorschriftswidrig aufbewahrt. In einem zweiten Schreiben entrüstet die Frage auf: Muß sich's ein Falle hatte die Feuerwehr den Fabrikbefizer bei einer Revision, wo Handwerksmeister gefallen lassen, daß ihm, weil er eine größere Menge Benzin vorgefunden wurde, auf die Vorfeinen Kragen trägt, bei Aschinger teine Getränke ber- schriften usw. hingewiesen und auf die Gefahren und Folgen aufabreicht werden?" Ei, gewiß muß er das, wenn er zu Aschinger merksam gemacht. Gleich darauf wurde der Feuerwehr mitgeteilt, Pfingstfeiertage in der Prenzlauer Allee ein zwölfjähriges Mädchen geht! Es darf sich ja doch jeder Gastwirt seine Gäste aussuchen. daß in der Fabrik ein Faß Benzin von nicht weniger als 150 kilo von einem Straßenbahnwagen überfahren wurde, werden gebeten, Ein Rechtsmittel dagegen giebt es nicht, weder für einen simplen Inhalt abgezogen würde, wobei zu berücksichtigen ist, daß in der ihre Adresse an Josef Zimmermann, Prenzlauer Allee 37, Hof 1 Tr., Arbeiter noch für einen gutfituierten Handwerksmeister, und auch Fabrik, die sich in der Alexandrinenstraße befindet, schon mehrfach gelangen zu lassen. eine Beleidigungsklage, von der der Einsender spricht, wäre zwecklos. Feuer ausgekommen ist und dort mehrere 100 Centner Petroleum, Das einzige Mittel, das da hilft, ist das, die Aschingerschen Schmieröle usw. lagern. Lokale zu meiden. Wer hierneben noch daran denkt, daß es mal eine Zeit gab, wo Aschingers noch nicht selbstherrlich in der Equipage fuhren, sondern sich in ihrem Beruf mit einer sehr viel bescheideneren Rolle begnügen mußten, der die Sache gar nicht mehr tragisch nehmen, sondern sie sogar sehr spaßhaft finden. Die Vornehmthuerei der Herren Gebrüder Aschinger ist von dem humorbegabten Inhaber eines am Alexanderplatz gelegenen Kellerlokals, einer Art Bauernschänke, in gelungener Weise verulkt worden. Am Eingang des Lokals liest der Surftige Bassant:„ Um weiteres Unglück am Alexanderplatz zu bermeiden, wird an Hausbesitzer und Kupferschmiedemeister hier Bier verabfolgt, auch wenn dieselbe in Bluse erscheinen". Den Anlaß zu diesem Plakat hat ein Abenteuer gegeben, das einmal ein Kupferschmiedemeister, der zugleich Hausbesizer ist, in der Aschingerschen " Bierquelle" am Alexanderplatz gehabt hatte. Auch er friegte fein Bier, weil sein Arbeitskleid für ein Aschingersches Lokal zu ordinär war. Der Mann soll dem Verdursten nahe gewesen sein, aber es half ihm alles nichts. Er that das einzig Vernünftige, was man unter solchen Umständen thun kann: er ging in ein andres Lokal. " muß Gekentert sind am Sonntag auf dem Müggelsee infolge des Gewittersturmes, der sich mittags erhob und abends wiederholte, fechs Vergnügungsboote. In allen Fällen konnten die ins Wasser ge ratenen Personen gerettet werden. Ueberfahren wurde gestern mittag in der Siegfriedstraße in Schöneberg der Kutscher eines mit Mauersteinen schwer beladenen Wagens. Er geriet so unglücklich unter das Vorderrad seines eignen Wagens, daß bereits nach 15 Minuten der Tod eintrat. Zeugen gesucht. Diejenigen, die gesehen haben, wie am dritten An der Eigenartiger Kompetenzkonflikt. Seit dem zweiten Feiertag liegt eine männliche Leiche in der Gegend von Hohenschöppingen bei Stolpe Ein schwerer Zusammenstoß eines Mörtelwagens mit einem am Ufer der Havel; 300 Schritt von dem Gasthof von Stein Straßenbahnwagen fand am Sonnabendnachmittag gegen 5 Uhr vor( Besizer). Die Leiche befindet sich im Zustande der Verdem Hause Berlinerstr. 17 in Charlottenburg statt. Zur genannten wesung und bietet einen furchtbaren Anblic. linie N vom Kupfergraben kommend der Richtung nach Westend zu. weshalb Kompetenzschwierigkeiten von den verschiedenen lokalen BeZeit fuhr der Motorwagen 273 der Charlottenburger Straßenbahn- Stelle des schaurigen Fundes stoßen mehrere Ortschaften zusammen, Der Mörtelwagen, der von dem Kutscher Weidner geführt wurde, hörden erhoben werden, so daß eine Fortschaffung des Toten bis fam aus der Englischen Straße. Da W. anscheinend eingeschlafen jest nicht erfolgt ist. war, bogen die Pferde in schnellem Trabe in der Berliner Straße Der Anprall war so gewaltig, daß der Perron und Tritt von dem Herrenfahrer. 3000 Meter. Rad- Rennbericht aus Friedenau. 1. Rennen. Hauptfahren für links ab und jagten gegen die Vorderplattform des Motorwagens. 1. Hansen, 2. Kupferling, 3. Mertens, Wagen losgerissen und der Controller eingebrochen wurde. Der 4. Tadewaldt. 5 Min. 373 Set. 2. Rennen. Prämienfahren für 1. Bader, 2. Krizmann, 3. Scheuersagen selbst wurde aus dem Geleis geschleudert. Baffagiere Berufsfahrer. 5000 Meter. wurden glücklicherweise nicht verletzt. mann. 3. Rennen. 10 Kilometer mit Motorführung. 1. Görnemann, 2. Salzmann, 3. Ryser, 4. Michael.( Käfer aufgegeben.) Ein Zusammenstoß zweier Straßenbahuwagen, der durch den 9 Min. 332 Set.-4. Rennen. Hauptfahren, 4000 Meter. 1. Bader, Sturmwind hervorgerufen wurde, hat am Sonntag 2. Krizmann, 3. Schneider. 6 Min. 483 Set. 5. Rennen. nachmittag in der Invalidenstraße in der Nähe des Lehrter Bahn- 20 Kilometer. 1. Görnemann, 2. Salzmann, 3. Ryser. 17 Min. hofes stattgefunden. Dort fuhr der Motorwagen 1113, Linie 11, 284 Set. 6. Rennen. 50 Kilometer. 1. Görnemann, 2. SalzRichtung Görlizer Bahnhof, auf den daselbst haltenden Anhänge- mann, 3. Ryser. 43 Min. 023 Set. Jm 5. Rennen stürzte Käser wagen 135 der Linie Q mit solcher Gewalt auf, daß von dem und zog sich einige Hautabschürfungen zu, während Michael wegen Waggon 1113 der Kontroller umgebrochen und die Luftdruckbremse plöglicher Erkrankung von demselben Rennen zurücktreten mußte. defekt wurde, während der Hinterperron des Anhängers zertrümmert " Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 69. Armenunterstügung und Wahlrecht. Wir berichteten vorgestern wurde und eine Seitenscheibe zersprang. Eine Anzahl von Passagieren Die nächste Nummer des Wahren Jacob" erscheint als Wahldarüber, daß die Armendirektion noch solche Bürger als Unterstützte beider Wagen, so ein Herr Zacharias, Tieckstr. 40, Herr Hirseland, Nummer und gelangt deshalb um einige Tage früher zur Ausgabe. in ihren Listen führt, die längst die entstandenen Krankenhauskosten Melanchthonstr. 7, Kurzweg, Charlottenburg, Wilmersdorferstraße, Wir bitten deshalb die Bestellung auf diese Nummer bis spätestens bezahlt haben. Heute wird uns aber ein noch schlimmerer Fall vor- Wegener, Triftstr. 2, und eine Frau Donath, Wallstr. 61, erlitten den 12. Juni an uns gelangen zu lassen. getragen. Ein Reflamant beantragte die nachträgliche Eintragung durch den Zusammenstoß leichte Verlegungen oder flagten über in die Wählerliste. Sein Antrag wurde aber zurückgewiesen, weil heftige innerliche Schmerzen. Der Unfall ist dadurch hervorgerufen, er Armenunterstützung erhalten habe. Der Mann versichert, daß er daß der Fahrer des Wagens 1113, welcher von dem vorausfahrenden niemals das Armenrecht beansprucht hat und daß man ihm auf dem Anhängewagen stets richtigen Abstand gehalten hatte, plöglich vor Wahlbureau erklärt habe, daß dann ein Frrtum vorliegen müsse. einer Staubwolfe, die der Sturmwind herantrieb, nicht mehr das Heute liegen wieder einige Fälle vor uns, in denen uns die be- daselbst haltende vordere Gefährt zu sehen vermochte. The noch der treffenden die Quittung vorlegen, daß die Krankenhauskosten be- Fahrer bremsen konnte, trieb der Sturm den schweren Motorwagen 1113 mit voller Wucht auf den Anhängewagen auf und verursachte Hus den Nachbarorten. Heilstätten gehen uns Klagen darüber zu, daß die Pfleglinge der Wahlentrechtung der Heilstätten- Insaffen. Aus einer Reihe von Heilstätten, wie Beeliz, Grabowsee, nicht in die Wählerlisten aufgenommen worden sind, und daß die gegen die Nichtaufnahme gerichteten Beschwerden abgelehnt sind. Die in Betracht kommenden zahlt find. Ammen im Kinderafyl. Die Darreichung von Brustmilch an die so den Zusammenstoß. in Anstalten verpflegten Säuglinge hat überall, wo zu diesem Eine große Schlägerei zwischen Nachtschwärmern gab es am Landratsämter nehmen an, daß die Betroffenen keinen Wohnsiz am Ernährungsverfahren übergegangen wird, den Gesundheitszustand Sonntag früh vor dem Hause Dragonerstr. 11. As auf das Not- Orte der Heilstätte hätten, weil nicht die Niederlassung in dem der Kinder günstig beeinflußt. Auch in dem neuen Kinderasyl, das zeichen des Wächters zwei Schußmänner dazu kamen, trat der Haupt- Drte mit der Absicht längeren Verweilens vorliege. Diese von der Stadt Berlin aus Stiftungsmitteln errichtet worden ist und schläger, ein Schmied Thomaniewski, den sie zur Wache bringen Ansicht ist unzutreffend und widerspricht der Auffassung in gewissem Sinne die Stelle eines Findelhauses vertreten soll, ist wollten, die Beamten vor den Unterleib und die Schienbeine und der Wahlprüfungs- Kommission. Diese hat, wie wir bereits mitfür einen Teil der Kinder der Versuch einer Ernährung mit Bruſt- widersetzte sich so heftig, daß er zur Wache des 15. Reviers in der teilten, wiederholt entschieden, daß die Niederlassung an einem Ort milch gemacht worden. In dem ersten Betriebsjahr der Anstalt, über Alten Schönhauserstraße getragen werden mußte. Der Naufbold mit der Absicht längeren Verbleibens, zur Wahl an diesem Orte bedas jetzt von der Waisenverwaltung des Magistrats ein Bericht er wurde wieder entlassen, da er eine feste Wohnung hat, aber wegen rechtigt. Demgemäß sind Kellner, die in einem Bade- Ort für die stattet worden ist, wurden zunächst 10 Ammen verwendet, allerdings Widerstandes gegen die Staatsgewalt der Staatsanwaltschaft an- Badesaison in Stellung treten, Saisonarbeiter, welche die Woche hinnicht alle zu gleicher Zeit. Diese Ammen waren Mütter, die mit gezeigt. Die andren Schläger entfamen. durch außerhalb ihres Wohnorts arbeiten, am Orte ihrer We " fchäftigung wahlberechtigt. Nicht anders steht es mit den Insassen Fabrit gearbeitet und wollte, als sie ihre schwere Stunde heran-| während andrerseits Thome behauptet, bon Herrn Kasselt einer Heilstätte wie Beelitz oder Grabowsee. Im Jahre 1899 ist bei nahen fühlte, schleunigst nach Hause fahren. Auf dem hiesigen Rippenstöße bekommen zu haben. Von dem Werkführer Gelegenheit der Invalidenversicherungs- Novelle in der Reichstags- Bahnhof wurde sie jedoch von Geburtswehen überrascht und unter Staub wurde ausdrücklich hervorgehoben, er habe als langKommission der Antrag gestellt worden, die zutreffende Auslegung dem Beistand einer schnell herbeigeholten, weisen Frau" kam kurz jähriger Bekannter Königs dessen Redewendung vom" Dreschen" über die Wahlberechtigung ausdrücklich durch einen dahin darauf ein strammer Bengel im Bahnbureau zur Welt. Da Mutter lediglich scherzhaft aufgefaßt, eine Drohung habe in gehenden Satz flarzustellen: Durch die Unterbringung und Kind wohlauf waren, konnten sie mittels Krankenwagens nach den beinahe lächelnd hingeworfenen Worten sicher nicht gelegen. in einem Krankenhaus oder in einer Anstalt für Genesende der Wohnung der ersteren geschafft werden. Trotzdem verurteilte das Gericht die Angeklagten Thome und König erwirbt der Erkrankte einen zweiten Wohnsiz in dem Drt, in dem sich das Krankenhaus oder die Heilanstalt befindet." das Leben verlor und ein andrer schwer verbrannt ist, hat sich des Fabrikanten und Bedrohung des Werkführers Staub zu drei Brit. Eine Benzinegplosion, bei der leider ein Mensch wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs zu je zwei Wochen Gefängnis und König außerdem noch wegen Körperverlegung Dieser Antrag wurde abgelehnt, weil er eine Materie betreffe, die nicht gelegentlich des Invalidenversicherungs- Gesetzes, sondern beim gestern gegen 5 Uhr in Briz ereignet. Der Kaufmann Boeker war Wochen Gefängnis. Baftigkeit wurde freigesprochen. Wahlgesetz zu regeln wäre. Ein Verbrecher. im Keller einer dort befindlichen Flasche mit Benzin mit dem Licht Es wird der Reichstag durch die ungesetzliche Wahlentrechtung der Insassen von Heilstätten möglicher Brandwunden erlitt. Sofort wurde die Feuerwehr alarmiert. Der Gastwirt Kontrakts mit einem Gutsbesizer wurde in Comehnen( Ostpreußen), zu nahe gekommen, wodurch dieselbe explodierte und B. dabei erhebliche weise zur Kassation der durch diese Wahlentrechtung zu stande ge- Büschel aus der Chauſſeeſtr. 97, der bei der Brizer Feuerwehr als Sprigen wie die„ Leipziger Volkszeitung" berichtet, ein vierzehnjähriger Junge Wegen angeblicher Nichteinhaltung eines kommenen Wahlen gelangen. Auch dieses behördlich gebilligte Vor- meister fungiert, tam dabei der elektrischen Beleuchtungsanlage zu wie die„ Leipziger Volkszeitung" berichtet, ein vierzehnjähriger Junge gehen wirft ein wenig schmeichelhaftes Licht auf die Absicht der so- nahe und erhielt einen so furchtbaren Schlag, daß er auf der Stelle eingesperrt. Der Junge war, weil er infolge zu schwerer Arbeit und genannten Socialreform. tot liegen blieb. Er wurde von der Wehr nach der Wohnung ge- Mißhandlungen krank geworden war, von seinem Vater aus dem In der Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung wird am bracht. Dienst genommen und zu einem Schuhmacher in die Lehre gegeben Mittwoch der Fall Ströhler", über den wir wiederholt berichtet haben, worden. Der Schuhmacher wurde zu einer Geldstrafe verurteilt und zur Verhandlung kommen. Der zur Prüfung der Ueberschreitungen Berlins durch den Sturm herbeigeführt, ohne daß, so weit bisher Tage Haft. Ueber seine Leidenszeit wußte das arme sind folgendes Mehrere Bootsunfälle wurden auf den Gewässern der Umgebung wegen deren Uneinbringlichkeit gepfändet, der Junge bekam sechs des Armenetats eingeſetzte Ausschuß, dessen Mehrheit aus Anhängern bekannt, Menschenleben zu beklagen sind. Gegen drei Uhr kenterte zu erzählen: In der Klause war es furchtbar heiß. Seine Exkremente des Herrn Ströhler bestand, hat endlich seine Arbeiten beendet; er erklärt: 1. daß in der städtischen Armenverwaltung den maßgebenden faßen. Diesen gelang es, sich am Boot so lange festzuhalten, bis Hilfe zur furchtbaren Gestank. Erst abends wurden sie fortgenommen. Das auf dem Tegeler See eine kleine Jacht, in welcher zwei Herren blieben den ganzen Tag in der Zelle und verbreiteten einen gesetzlichen Bestimmungen und den Entscheidungen des Bundes- Stelle fam. Einen ernsteren Verlauf nahm ein Unfall, der gegen fiinf wird dort immer so gemacht, weil der Amtsdiener tagsüber seinem für das Heimatswesen eine Auslegung gegeben ist, Uhr nachmittags sich auf der Havel, am Ausfluß des Tegeler Sees Beruf als Tischler nachgehen muß. Nachts sind ihm die Ratten und die der Ausschuß nicht teilen fann; 2. daß vielfach gegen die im Einvernehmen ereignete. Auch hier war es ein Segelboot, welches durch einen Mäuse über den Leib gesprungen, ja sie haben sogar versucht, ihm mit der Stadtverordneten Bersammlung getroffene Organisation verstoßen, insbesondere die Windstoß umgerissen wurde. Der Insasse, ein Kaufmann aus die Zehen anzunagen! Waschwasser hat man ihm die ganzen sechs Armendeputation in wichtigen Fällen nicht gehört worden ist; 3. daß Spandau, geriet dadurch in die größte Lebensgefahr, daß infolge Tage nicht gegeben. Natürlich hat er auch Läufe aus der Haft mitzu der vom Magistrat am 14. und 17. März an den Notizen des dem Wasser Ringenden nicht nähern konnten. Er wurde schließlich des hohen Wellenganges an jener Stelle Ruderboote sich dem mit genommen. Stadtverordneten- Vorstehers geübten Kritik, deren Form bereits von der Mannschaft eines der Holzschen Passagierdampfer gerettet. wenn er nicht in den Dienst zurückkehre. Nach der Entlassung wurde dem Jungen neue Strafe angedroht, in der Stadtverordneten Versammlung dauert worden ist, keinerlei feinerlei Anlaß vorlag; 4. daß die Ferner tenterten auf der Oberſpree, an der Erweiterung bei der In Afrika macht man das mit der Nilpferdpeitsche. in den Notizen des Vorstehers sich findenden Irrtümer und Rohrinsel, sowie in der Höhe von Wilhelmsruh zwei Ruderboote. Unvollständigkeiten, wie solche übrigens auch in den Magistrats- In dem ersteren befand sich ein Herr und eine Dame, in dem Unbegründeter Konflikt. Der Polizeiwachtmeister Altstadt in darstellungen vorhanden sind, mit Rücksicht auf Entstehung und den zweiten zwei Herren und eine Dame. Sämtliche fünf Personen konnten dem Wellentode entrissen werden. erklärlich erscheinen und die Ent amtes Zwed der Notizen = am 23. April be= Wahlverfammlungen. si " Frankfurt a. M. war bei der polizeilichen Räumung einer Gastwirtschaft, wo sich Gäste noch nach Eintritt der Polizeistunde aufhielten, obwohl ein Schuhmann ihre Entfernung verlangt hatte, sehr energisch vorgegangen.„ Wir wollen doch mal sehen," meinte er,„ ob wir die Kerls nicht rausbringen. Der Gastwirt Nick suchte ihn zu beruhigen und sagte, die Leute würden ja von selbst gehen. Das nukte nichts. Einem Hausdiener, der sich legitimieren wollte, warf der sehr erregte Wachtmeister den ihm hingereichten Militärpaß vor die Füße. Es gab lärmende Scenen. Nick frat wieder an den scheidung des Ausschusses in materieller Hinsicht in keinem Bunkte zu beeinflussen vermocht haben; 5. daß angesichts der von dem Ausschuß gemachten Feststellungen die von der Stadtverordneten- Bersammlung schon seit längerer Zeit ge= forderte und von dem Magistrat am 2. März 1903 schon zur Etatsberatung in Aussicht gestellte anderweite Organisation der städtischen In Friedrichsfelde sprach am Donnerstag in einer sehr gut Armen- und Krankenpflege nicht länger mehr verschoben werden darf; besuchten Versammlung Genosse Arthur Stadthagen. Der Referent 6. daß bei dieser Organisation zwar unter Festhaltung an dem Grund- schilderte eingehend den Kampf um den Zolltarif im Reichstage Wachtmeister heran und ersuchte ihn, sich doch nicht so aufzuregen, faze der Gewährung schleuniger und angemessener Hilfe jedoch mehr und zeigte, welche Nachteile für die Landwirtschaft, für den Klein- die Leute gingen ja gleich. Er, Nick, sei selber Polizei in seinem als bisher eine sorgfältige vorherige Prüfung der Gesetzlichkeit. Be- bauern durch den Zolltarif entstehen. Dann besprach der Referent Lokal und komme für alles auf. Der Wachtmeister stieß ihn darauf dürftigkeit und Notwendigkeit der Hilfeleistung in Armen- und Krank die Kranken-, Unfall- und Invaliden- Versicherung, deren Grund- vor die Brust, so daß der stämmige Mann hintenüber auf die Erde heitsfällen durch die dazu berufenen städtischen Organe gewährleistet gedanken der Socialdemokratie entnommen sind. Weiter führte er fiel. Nick stand auf und sagte, schlagen dürfe A. ihn nicht, worauf werden muß, sowie daß dieser Voraussetzung entsprechend die Be- aus, daß die Reichsfinanznot eng mit dem Militarismus zusammen er einen neuen Stoß in die Seite erhielt, festgenommer und nach ziehungen zu der Privatwohlthätigkeit zu regeln find; 7. daß bei den hängt. Die Socialdemokratie ist allein die Partei des Fortschritts, der Polizeiwache geschafft wurde. Polizeiwachtmeister Altstadt engen Beziehungen der Stadt Charlottenburg zu Berlin, Schöne alle andren Parteien vertreten die Interessen des Kapitals. Nach wurde wegen Bergehens im Amte angeklagt und vom Landgericht berg, Rigdorf und Wilmersdorf bei der Neu- Organisation zugleich einem warmen Appell, bis zur Wahl noch recht rege thätig zu sein, Frankfurt a. M. auch wegen Körperverletzung Nicks, die in dem auch die Organisationen dieser Orte in Betracht zu ziehen sind. schloß Genosse Stadthagen seinen mit Beifall aufgenommenen Stoß vor die Brust gefunden wurde, zu einer Geldstrafe von 300 M. Auf Grund dieser Erwägungen wird bei der Stadtverordneten- Vortrag. In der Diskussion sprachen die Genossen Pinseler und verurteilt. Freigesprochen wurde Altstadt jedoch, soweit er außerdem Versammlung beantragt: Gronwald. angeklagt war, 1. wegen unberechtigter Verhaftung Nicks und 2. weil er Nick gezwungen habe, mit zur Wache zu gehen, ohne ihm zu ge= statten, seine Geschäftskasse mitzunehmen oder zu verschließen. Das Landgericht erachtete zwar beides objektiv für Rechtswidrigkeiten, war aber der Meinung, daß bezüglich dieser Altstadt das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit gefehlt habe. Sowohl der Wachtmeister wie Bevor es zur Verdie Staatsanwaltschaft legten Revision ein. Gerichts- Zeitung. Erpressung könne nicht die Rede sein, denn die Streikenden hätten sich feinen rechtswidrigen Vermögensvorteil verschaffen wollen. Ebenso wenig liege Nötigung vor. Wohl aber hätten die Angeklagten durch ihr Verhalten gegen die Arbeitswilligen das Streikrecht überschritten. Das Urteil lautete infolgedessen für jeden von ihnen auf Vermischtes. Eine schwere Schiffskatastrophe. 1. Die Stadtverordneten- Versammlung nimmt Kenntnis von den Erklärungen des Ausschusses und ersucht den Magistrat, die von ihm wiederholt in Aussicht gestellte Vorlage über die anderweite Organisation der Armen-, Kranken- und Waisenpflege schleunigst zum Abschluß zu bringen und der Stadtverordneten- Bersammlung Streit und Erpressung. Anläßlich des Borsigschen. Dreherstreits zugehen zu lassen. 2. Inzwischen wird die entgültige Entscheidung sollten die Dreher Jürgens, Rienas, Hell und Schwarz auf die Magistratsvorlagen vom 20. November 1902 und 19. Februar mehrere Arbeitswillige auf dem Wege von Tegel nach Berlin behandlung darüber kam, erhob die Regierung zu Gunsten des Wacht1903 betreffend Nachbewilligung von 33 000 und 44 000 m. gleich lästigt haben, indem sie ihnen angeblich Worte wie Streifbrecher, meisters den Konflikt und machte geltend, daß das Strafverfahren 77 000 M. im Armenetat für 1903 vertagt." Lump, Gesindel 2c. nachriefen, einer von ihnen soll auch gegen ihn überhaupt nicht zulässig sei, weil er im Rahmen seiner Zweifellos wird es im Plenum zu heftigen Debatten kommen, einen Stein nach den Arbeitswilligen geworfen haben, ohne Amtsbefugnisse gehandelt habe. Wenn Nick sich einmischte, so habe die von principieller Bedeutung für die zukünftige Gestaltung des jedoch jemanden zu treffen. Alle vier wurden von Gendarmen der angeklagte Bolizeiwachtmeister darin nur eine Störung feiner Charlottenburger Armenwesens sind. Der Magistrat denft nicht notiert und wegen Vergehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung Amtshandlung, der Entfernung der Gäste, sehen können und habe daran, den Forderungen der reaktionären Ströhlerschen Mehrheit angeklagt. Wie erinnerlich sein dürfte, kam die Angelegen sich hiergegen sofort zur Wehre setzen und vor allem den Störer nachzugeben, er ist entschlossen, die Angelegenheit durch andre Instanzen heit bereits am 22. April vor dem dem Schöffengericht zur beiseite schaffen müssen. zur Entscheidung bringen zu lassen. Verhandlung. Dieses erklärte sich jedoch für unzuständig, weil es Das Ober- Verwaltungsgericht erklärte indessen den Konflikt außer dem Streifvergehen in den Verhalten der Angeklagten wie für nicht begründet und entschied, daß dem Strafverfahren gegen Aus Schöneberg. Der erfolgten Einteilung unsrer Stadt in auch in dem der gesamten Streifenden einen Erpressungs- Altstadt Fortgang zu geben sei. Das Gericht hatte nicht die Ueber83 Wahlbezirke zu den Reichstagswahlen ist nun auch die Bekannt- versuch gegen die Firma Borsig erblickte. Gestern hatte nunmehr zeugung erlangt, daß A. seine Amtsbefugnisse nicht überschritten gabe der einzelnen Wahllokale gefolgt. Auffällig ist dabei, daß nicht die vierte Straffammer des Landgerichts II die Sache abzuurteilen. habe. ein einziges öffentliches Gebäude( z. B. Turnhallen) zu diesem Der Staatsanwalt hielt die versuchte Erpressung für vorliegend und Zwede benutzt wird. Es sind durchweg Restaurants gemietet worden. beantragte gegen jeden der bisher gänzlich unbestraften Angeklagten Unfre Wähler in den verschiedenen Bezirken werden also gut thun, sechs Wochen Gefängnis. Rechtsanwalt Dr. Heinemann wies in fich schon beizeiten die Adresse ihres Wahllotals seiner Verteidigungsrede darauf hin, daß die höchsten Gerichtshöfe einzuprägen, damit unliebsame Verzögerungen bei der früher zwar auch schon Urteile gefällt hätten, in denen Streits als Stimmabgabe bermieden werden. Wie der hiesige Magistrat Erpressungsversuche hingestellt worden wären, doch habe es sich dort fich die Sicherung des Wahlgeheimnisses nach dem neuen um die Durchsetzung von Streifforderungen gehandelt, die in der Modus denkt, haben wir seiner Zeit schon hervorgehoben. Unfre Vergangenheit lagen. Hier aber, wo erst ein noch zu erringender Fraiffinet gehörige Dampfer" Jufulaire" am Sonntagnachmittag Wie aus Marseille berichtet wird, stieß der der Gesellschaft Parteigenossen felbst aber werden ein aufmerksames Auge darauf Lohnsatz als Forderung in Frage komme, tönne niemals Erpressung mit dem derselben Gesellschaft gehörigen Dampfer Liban" auf der haben, da bekanntlich unsre Gegner, besonders aber die Konservativen, angenommen werden, denn dann wäre jede legale Ausübung des von der geheimen Wahl nicht viel wissen wollen und dieselbe, wo Koalitionsrechts einfach unmöglich gemacht. Es läge aber auch keine Höhe der Insel Maire zuſammen und brachte diesen zum Sinken. es nur irgend geht, speciell in den ländlichen Kreisen, illusorisch Nötigung gegenüber den Arbeitswilligen vor, weil ihnen keinerlei Bahlreiche Personen büßten hierbei das Leben ein. Ueber die entsetzliche Katastrophe liegen uoch folgende Melzu machen suchen. Uebel angedroht, sondern nur auf sie geschimpft sei, denn der SteinUeber die Bauthätigkeit und den Grundbesitwurf wurde von allen Angeklagten entschieden bestritten, auch konnte nicht dungen vor: wechsel in Schöneberg in der Zeit vom Januar bis April d. I. festgestellt werden, wer geworfen hatte. Er beantrage deswegen Frei- tam von Toulon und Nizza. Der Zusammenstoß fand um 122 Uhr Der„ Liban" ging von Marseille nach Bastia, der" Insulaire" erfahren wir, daß nicht weniger als 78 Bauten fertiggestellt sind, sprechung, eventuell eine geringe Geldstrafe. Das Gericht entschied: Von mittags statt. Der Lotsendampfer Bléchamp", der sich in der Nähe die sich auf die elf Stadtbezirke wie folgt verteilen: 21 Bauten der Unglücksstätte befand, leistete mit einem andren Lotsenboot und im 1. Bezirt, 6 im 2., 1 im 3., 10 im 4., 7 im 6., 1 im 7., dem östreichischen Kanonenboot" Balkan" sofort Hilfe. Der„ Liban" 9 im 8., 10 im 9., 6 im 10. und 7 Bauten im 11. Bezirk. Im Januar sant 17 Minuten nach dem Zusammenstoß. Der Bléchamp" nahm find fertig gestellt worden 18 Neubauten mit 297 Wohnungen und 1083 heizbaren Zimmern, im Februar 15 Neubauten mit 247 Woh unter diesen 5 Frauen, 2 Männer und 1 Stind, der„ Balkan" barg nach großen Anstrengungen etwa 30 Personen und 8 Leichen auf, nungen und 480 heizbaren Zimmern, im März 41 Neubauten mit eine Woche Gefängnis. 740 Wohnungen und 2356 heizbaren Zimmern und im April 4 Neubauten mit 54 Wohnungen und 189 heizbaren Zimmern. Im ganzen Ein verhältnismäßig hartes Urteil gegen Streifende fällte gestern also hat eine Vermehrung stattgefunden um 1338 neue Wohnungen mit die dritte Strafkammer des Landgerichts I. Angeklagt waren die 4468 heizbaren Zimmern. Wie hoch sich hiervon der Prozentsatz der zwei Rohrleger König, Thome und Bastigkeit wegen Streit und einzimmrigen, fog. fleinen Wohnungen beläuft, von denen an lezteren vergehen, Hausfriedensbruchs und Körperverletzung. Den beiden immer noch Mangel herrscht( das beweisen die hohen Mietspreise) erstgenannten wurde zur Last gelegt, bei dem vorjährigen Rohrlegerkonnte leider nicht festgestellt werden. Während der vier Monate streik widerrechtlich in die Arbeitsräume der Kasseltschen Fabrit von Januar bis April 1903 einschließlich trat eine Veränderung der eingedrungen zu sein und dort in unzulässiger Weise auf ArbeitsBesizer in 96 bebauten und 55 unbebauten Grundstücken ein. Der willige eingewirkt zu haben. Der mehrmaligen Aufforderung des Wert der umgesetzten bebauten Grundstücke betrug in diesem Zeit hinzugekommenen Fabrikanten, die Werkstatt zu verlassen, sollen raum 28 123 179 M., der der unbebauten 11 105 062 M. sie nicht sofort nachgekommen sein, vielmehr soll König dem Aus unaufgeklärten Gründen, anfcheinend Nahrungssorgen, hatte Fabrikanten noch einen Schlag gegen die Kinnlade versetzt haben. fich am Freitagabend in einem Restaurant am Nollendorfplatz ein Baftigkeit hingegen wird beschuldigt, einen früheren Mitarbeiter, der junger, etwa 25jähriger Mann, durch einen Schuß in den jezt als Matrose bei der Marine dient, zur Teilnahme am Streit folgte. Die Maschinen explodierten und verursachten ein langKopf getötet. Bekleidet war der Unbekannte mit einem überredet zu haben, indem er angeblich die Aeußerung that, wenn anhaltendes Bischen und Brodeln des Wassers. Ein in der letzten Nacht von Marseille in Paris eingegangenes fast neuen, weichen, grauen Filzhut; er trug ein Augenglas und ein dieser nicht mitstreife, würde er der allgemeinen Verachtung verTaschentuch gez. G. S. bei sich. Als besondere Merkmale sind zu fallen, und die Verachtung würde sogar noch auf seine Kinder über- Telegramm giebt die Zahl der bei dem Untergang des„ Liban" Ererwähnen mehrere Narben im Gesicht, sowie eine Operationsnarbe tragen werden. Die Zeugenaussagen ergaben gegen Baftigkeit trunkenen auf 117 an. unter dem Kinn und kleiner, blonder Schnurrbart. Einem be- absolut nichts Belastendes. Selbst der Matrose, der bor Marseille, 8. Juni, 5 Uhr nachmittags. Die Fraissinets im Sinne der Anklage ausgesagt dauerlichen Unfall find noch an demselben Abend zwei Kinder des dem Untersuchungsrichter der auf dem Dampfer Das befindlich gewesenen Passagiere veröffentlicht. im Seitenflügel in der Merseburgerstr. 2 wohnhaften Maurers Sch. hatte, konnte sich auf Einzelheiten nicht mehr besinnen, obwohl Gesellschaft hat soeben eine Liste zum Opfer gefallen. In Abwesenheit der Eltern, die, um Besorgungen auf Antrag des Staatsanwalts gegen den Widerspruch des Ver- nach hat die Zahl derselben 148 betragen. Man glaubt inzu machen, ihre drei Kinder, von denen das älteste 6 Jahre teidigers, Rechtsanwalts Wolfgang Heine, die Angeklagten bessen, daß mehrere Personen, die fich erst im letzten Augenin Brand, während dessen Vernehmung das Verhandlungszimmer berlassen blick eingeschifft hatten, nicht in dieser Liste verzeichnet sind. Die zählt, allein ließen, geriet eines der Betten worauf der sechsjährige Alfred unbekleidet auf den Hof entfloh. mußten, weil angenommen wurde, daß der Zeuge unter dem persön- gesamte Mannschaft, aus 43 Personen bestehend, ist gerettet, ebenso Trozdem die Nachbarn das Feuer zu löschen versuchten, sind die lichen Einfluß der Angeklagten stehen könne! Aus den übrigen 14 Militärpersonen, die sich unter den Passagieren befanden. In vierjährige Hedwig und die neun Monate alte Gertrud dem Feuer Zeugenaussagen und den Behauptungen der Angeklagten ging her dem Bericht der Gesellschaft wird konstatiert, daß die Militärzum Opfer gefallen. Auch hier scheint die Feuerwehr zu spät ge- vor, daß König und Thome am 17. Oktober die Arbeitsräume personen sich mit Mut und Hingebung an dem Rettungswerk rufen worden zu sein, wenn auch nach den obwaltenden Umständen der Fabrit betreten hatten, ersterer um feine Arbeitszettel abzugeben, beteiligt haben. eine Rettung der verunglückten Kinder vielleicht nicht mehr mög- lepterer aber versehentlich in die Fabrik hineingeraten war, weil er lich war. Paris, 8. Juni. Deputiertenkammer. Etienne, der den Vorsitz den Eingang dieser Fabrik mit dem Eingang einer nebenliegenden Werkstatt, woselbst er Arbeit nehmen wollte, verwechselt hatte. führt, bringt das Gefühl der Teilnahme für die Angehörigen dem Liban" Verunglückten zum Ausdruck. Die Rigdorf. Verzweiflung über ein Augenleiden, das ihm völlige König hat hierbei zu dem ihm seit Jahren bekannten, damals noch der mit dem Erblindung zu bringen drohte, sowie schwere finanzielle Sorgen nicht streifenden Wertführer Staub gesagt, er möge doch am nächsten Rammer zollte ihm Beifall. Auf eine Anfrage des Deputierten haben den 31 Jahre alten Kaufmann Arthur Falt, Thüringerstr. 38 Tage zur Versammlung kommen, sonst bekäme er feine„ Dresche". Arène erwidert Ministerpräsident Combes, die Ursachen des Unglüds wohnhaft, in den Tod getrieben. Der Unglückliche entleibte sich Eine Reinemachefrau hatte diese Aeußerung gehört und teilte sie dem seien noch nicht aufgeklärt. Die Regierung werde den Familien der Hierauf durch einen Revolverschuß in den Kopf. Der Tod war auf der Arbeitgeber Staffelt mit. Dieser kam darauf in großer Erregung in Verunglückten Unterstügungen zu feil werden lassen. Stelle eingetreten. In einem Bureauraum des Rigdorfer Ring- die Werkstatt, ging auf König und den ganz unbeteiligten Thome wird zur Tagesordnung übergegangen. bahnhofes erblickte am Sonnabendabend ein strammer Junge das los und schrie beide mit den Worten an: Naus, raus. Alle drei Licht der Welt. Die Mutter, eine Arbeiterin B. aus der Richard- bewegten sich dann eng aneinander gedrängt zur Thür, wobei der straße, hatte noch bis zum letzten Augenblick in einer Schöneweider Fabrikant den von König Schlag erhalten haben will, 21 Tote. Die Zahl der Reisenden auf dem„ Liban" betrug etwa zweihundert; die Hälfte wird als umgekommen angesehen. Die Bureaur der Gesellschaft Fraissinet in Marseille waren am Sonntag geschlossen; die offizielle Liste der Reisenden ist noch nicht bekannt. Etwa 40 Reisende wurden von dem„ Bléchamp" und dem östreichischen Dampfer„ Racocsy" gerettet; 40 andre und etwa 17 Matrosen wurden von dem Dampfer„ Balkan" aufgenommen. Als das erste Rettungsboot auf etwa 10 Meter an den Dampfer Liban" herankam, neigte sich dieser plöglich zur Seite; seine Masten schlugen vor dem Rettungsboot ins Waffer. Der Dampfer versant mit der, Menschenmenge, die sich an den Leitern festklammerte. Ein herzzerreißender Schrei wurde gehört, dem bald darauf Totenstille „ Liban" Vorwärts- Buchhandlung • SW., Lindenstrasse 69. Unentbehrlich für Ausflügler! Specialfarten der näheren Umgebung Berlins. Bernau- Biesenthal, Lanke, Liepnizund Wandliß- See 1,00 M. Buckow am Schermützel- See( Mär fische Schweiz) nebst Führer 0,75 M. Cöpenick Friedrichshagen, Woltersdorf- Ertner- Schmödwik- Königswusterhausen- Mittenwalde Eberswalde, Freienwalde- Dderberg Freienwalde und nächste Umgebung nebst Führer Freienwalde, Briezen, Oderberg 0,75 M. 1,25 M. Eberswalde, Jagdschloß Hubertusstod, Kloster Chorin 1,00. 1,00 M. 1,00 M. Grunewald und westliche Vororte Berlins. 1,00 M. Potsdam, Stadtplan mit nächster Umgebung nebst Tourenverzeichnis 0,75 M. 10 Potsdam und Werder. 1,00 M. Spreewald m. praktischem Touristenführer 0,75 M. Strausberg und der Blumenthal 1,00 M. 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