Mr. 133. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn z art, für das übrige Auslans& Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferusprecher: Amt IV, Nr. 1983. Donnerstag, den 11. Juni 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Die socialdemokratischen Kandidaten für Berlin und die Nachbarkreise sind: 1. Kreis: Privatdocent a. D. Dr. Leo Arons, Berlin. 2. Kreis: 4. Kreis: Stadtverordneter Paul Singer, Berlin. 5. Kreis: Buchhändler Richard Fischer, Berlin. Arbeitersekretär Robert Schmidt, Berlin. 3. Kreis: 6. Kreis: Rechtsanwalt Wolfgang Heine, Berlin. Schriftsteller Georg Ledebour, Halensee. Niederbarnim: Stadtverordneter Arthur Stadthagen, Berlin. Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg: Stadtverordneter Fritz Zubeil, Berlin. Der Wahltag ein Feiertag. wirtschaft besitzt. Noch weiter kann die Landwirtschaft die Löhne oder die Fleischpreise der Berechnung zu Grunde, ergiebt sich eine benicht steigern, wenn sich ihre eignen Einnahmen nicht aufbessern! deutende Verschlechterung der Landarbeiter- Lage. Wenn aber die Landwirtschaft die Löhne ihrer Arbeiter nicht mehr Mit den fünfziger Jahren, nach dem Fall der englischen Kornsteigern kann: dann wird und muß sich der Prozeß der Abwanderung geseze, beginnt die Blütezeit der preußischen Grundbesizer. Der Der Wahltag ist ein so wichtiger Tag im Leben des vom Lande zur Stadt und in die Industrie noch weiter steigern englische Markt erwies sich in ungeahntem Maße aufnahmefähig. Staatsbürgers, daß er als ein Feiertag betrachtet werden sollte. in der Industrie nimmt zu. Die Industrie- Arbeiter erhalten hier- Centner Weizen und 1,4 Millionen Centner Gerste. Dazu begann Was ist dann die Folge? Das Arbeiterangebot in den Städten, Schon 1850 bezog England aus Deutschland ungefähr 5,3 Millionen Wir erheben seit je die Forderung, daß in Würdigung dessen durch eine verstärkte Konkurrenz, und die notwendige Folge ist, daß sich ein bedeutender Vieherport zu entwickeln, ferner versorgte die Wahl am Sonntag vorgenommen werde. Muckerei und die Industrielöhne sinken." Preußen vornehmlich den englischen Markt mit Flachs( 1855 bereits wahltaktische Erwägungen der herrschenden Parteien haben Es ist nichts als eine auf den Arbeiterfang berechnete Heuchelet, für über 47 Millionen Mark), Talg( 1855= 37 Millionen Mark), sich bisher diesem Verlangen widersetzt. Mögen daher die wenn in den obigen Sätzen so gethan wird, als würden bei Hanf( 1855= 15%, Millionen Mark) usw. Die goldene Zeit des höheren Getreidepreisen die ländlichen Grundbefizer in ihrer Be- preußischen Junkertums begann. Die Weizenpreise erreichten Arbeiter wenigstens versuchen, in friedlicher Verständigung mit forgtheit um das Wohl ihrer Arbeiter gar zu gerne beffere im Durchschnitt der Jahre 1871-1875 den hohen Stand von den Unternehmern wenigstens einen Teil des Tages zum Löhne zahlen. Die Wirtschaftsgeschichte lehrt das Gegenteil. beinahe 249 Mark pro Tonne, die Roggenpreise Feiertage zu machen. Wir richten an alle Arbeiterwähler das Eine unbestreitbare Thatsache, die alle konservative Entstellungskunst stiegen auf über 179 M., und im gleichen Verhältnis schnellten die Ersuchen, mit den Unternehmern in Unterhandlungen zu nicht aus der Welt schafft, ist es, daß in Deutschland während des Bichpreise empor. Güter, die 1850 noch 200 000 m. gekostet hatten, treten, daß am Wahltage von Mittag an die Arbeit voll- lezten Jahrhunderts gerade jene Perioden, in denen die Landwirt galten jegt 600 000 m. Die Pachtpreise in den preußi. treten, daß am Wahltage von Mittag an die Arbeit voll- schaft florierte, die Getreide- und Grundstückspreise stetig stiegen und schen Provinzen östlich der Elbe stiegen beispiels. ständig ruhe. auf den Schlössern der Landjunker ein Fest das andre jagte, die weise bon 1849-1869 pro Settar um 125, bon 1849 Löhne der Landarbeiter die allertraurigsten waren, während in den bis 1879 um etwa 156 Proz. Zeiten der sinkenden Getreidepreise die Landarbeiterlöhne stiegen. Ein reicher Segen strömte in die Taschen der frohlockenden Ja man fann mit einer gewissen Berechtigung sagen, daß die Junker; aber von Lohnerhöhungen war keine Rede. Nur außerPerioden höchster landwirtschaftlicher Rentabi ordentlich langsam und mäßig steigen in den fünfziger, lität zugleich jene der niedrigsten Löhne und sechziger Jahren die Löhne der Landarbeiter. Erst nach 1866, der elenbesten Lebenshaltung der Landarbeiter besonders aber nach 1871 macht sich infolge des industriellen Aufschwunges, der eine vermehrte Nachfrage nach Arbeitskräften hervorruft, eine Lohnsteigerung bemerkbar. Diesen Zeitpunkt nimmt der Kongreß deutscher Landwirte wahr, um in 1878, dem Jahre des Nach dem hohen Stand der im wesentlichen durch die fort- Milliardensegens, eine neue Erhebung über die Lage der ländlichen währenden Kriege mitbedingten Getreidepreise zu Anfang des acht- Arbeiter zu veranstalten. Und was ergeben diese Erhebungen? zehnten Jahrhunderts trat in den zwanziger Jahren zwar ein Preis- Sie zeigen, daß zu dieser Zeit der höchsten Wirt rückgang hervor, doch fest in den dreißiger Jahren ein neuer Preis- fchaftsblüte die Landarbeiter Ostelbiens es glüdaufstieg ein, der auch während der vierziger Jahre anhält. In lich auf einen Durchschnitts- Tagelohn von 1 Mart Breußen stellten sich damals die Durchschnittspreise pro Tonne 17% Pf. gebracht hatten gegen 80 Pf. in 1848. Demnach ( 20 Centner): Arbeitslöhne und Getreidepreise. Wie es scheint, glaubt das agrarische Bündlertum thatsächlich mit dem schon gestern von uns gekennzeichneten, aus der Klapperschen Blechschmiederei hervorgegangenen Flugblatt, in welchem die Bewegung der Brotgetreidepreise in einer graphischen Darstellung der Steigerung der Löhne gegenübergestellt wird, einen Haupttrumpf ausgespielt zu haben, denn die konservative Presse beginnt für dieses eigenartige Geistesprodukt emsig die Reklametrommel zu rühren. waren. Den Beweis dafür liefern die von konservativer Seite aufgenommenen Statistiken selbst. In den Jahren 1821-1880 1831-1840 1841-1850 Weizen M. Roggen Gerste Hafer M. M. M. 121,4 126,8 76,6 79,8 138,4 100,6 87,6 91,6 167,8 123,0 111,2 100,6 Nochmals auf die Theorie zurückzukommen, daß, weil die Arbeitslöhne gestiegen sind, nun auch die Getreidepreise durch Zölle gesteigert werden müssen, lohnt sich nicht der Mühe. Dieser Anspruch ist zu absurd, als daß er außerhalb jenes Kreises bündlerischer Intelligenzen, denen infolge der steten Anstrengung, das Ungereimteste zusammenzureimen, der legte Rest volkswirtschaftlicher Einsicht in die heutigen Produktionsbedingungen verloren gegangen ist, acceptiert werden könnte, und am allerwenigsten von einem denkenden Gleichzeitig stiegen die Bodenpreise, doch giebt es keine Statistik Arbeiter. Befagt doch dieser Anspruch, daß der ganze Vorteil unsrer darüber für sämtliche östlichen Provinzen des damaligen Preußens, kulturellen Entwicklung, der technischen Erfindungen, der verbesserten nur für einzelne Landesteile, und zudem ruht sie zumeist auf recht Arbeitsmethoden, durch welche die Produktionserträge erhöht oder unsicheren Grundlagen. Für die Provinz Posen giebt Sarazin als die Herstellungskosten verbilligt werden, ausschließlich dem Unter- Preise des Großgrundbesizes pro Hektar an: 1821-30183 m., nehmer gehört, während der Arbeiter keine Verbesserung seiner Lage 1881-40164 2., 1841-50= 274 M. zu beanspruchen hat, sondern ihm jede Lohnerhöhung, die er erringt, Wie stand es nun in jener Zeit mit den Landarbeitslöhnen? durch entsprechende Preissteigerungen seiner Lebensbedürfnisse wieder Das erste Wert, das eine auf einer umfassenden Enquete beruhende zu entziehen ist. Allerdings spricht das Flugblatt mur von den Zusammenstellung der Löhne der preußischen Landarbeiter bietet, Brotgetreidepreisen, aber es ist selbstverständlich, daß mit genau ist das 1849 erschienene Buch A. v. Lengertes über" Die demselben Recht der gleiche Anspruch auch für alle andren landwirt- ländliche Arbeiterfrage". Nach seiner Berechnung stellte sich 1848 schaftlichen Produkte und ebenso für alle Industriewaren erhoben der Tagelohn für den ostelbischen Landarbeiter im Durchschnitt auf 8 Silbergroschen. Die niedrigsten Löhne hatte der Gumbinner, die werden kann. Was uns zu einem nochmaligen Eingehen auf den Inhalt des höchsten der Stralsunder Regierungsbezirk, wo der Tagelohn im Flugblattes veranlaßt, ist die kuriose Thatsache, daß trotz dieser alle Jahresdurchschnitt sich auf 10 Silbergroschen belief. Berechnet nach Vorteile der technischen Entwicklung allein für die Unternehmer in dem Roggenwert war der Sohn des Landarbeiters seit Anspruch nehmenden Auffassung das Flugblatt es so darstellt, als 1815 nicht gestiegen, sondern eher ein wenig gefallen, so daß hinderte nur der Rückgang der Getreidepreise die Grundbefizer daran, sich selbst der bekannte fonservative Volkswirt Dr. Th. Freiherr ihren Arbeitern, wie sie so außerordentlich gern möchten, höhere v. d. Goltz zu dem Zugeständnis gezwungen sieht(„ Die ländliche Löhne zu zahlen, und als läge eine Erhöhung der Getreidepreise Arbeiterklasse", Seite 114): deshalb nicht nur im Interesse der Land-, sondern zugleich auch der Industrie- Arbeiter. Die Argumentation ist folgende: " Für die schlechte Rentabilität der Landwirtschaft wirkten also zwei Umstände zusammen, einmal: das Sinken der Getreidepreise, zum andern: die Steigerung der Arbeitstoften. Das kann auf die Dauer fein Gewerbe aushalten. Hier tritt nun das große Intereffe flar zu Tage, das die gesamte Arbeiterschaft, die städtische wie ländliche, an der Rückkehr einer besseren Rentabilität der Landwar allerdings der Geldlohn um 46 Prozent in den letzten 25 Jahren gestiegen, aber eine Besserung der Lebenshaltung nicht erzielt, denn nahezu in gleichem Verhältnis waren die Getreide, die Fleisch, Butterpreise 2c. in die Höhe geschossen. Das war das Endresultat der Blüteperiode der Landwirtschaft: für den Großgrundbesitzer eine enorme Bermehrung seiner Einfünfte und Wertzunahme seines Besizes für den Landarbeiter nichts. Auch die reaktionäre Zollreform des Jahres 1879 bringt feine Befferung der Landarbeiter- Löhne; erst in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre vollzieht sich infolge des Zuges aus dem Osten nach dem industriellen Westen ein weiteres Aufsteigen, obgleich diesmal die Kornpreise abnehmen und die Fleischpreise nur relativ mäßig steigen. Im Jahre 1892 stellen sich nach der bekannten Enquete des Vereins für Socialpolitik" die Durchschnittslöhne für dauernd beschäftigte, in Geld gelohnte Arbeiter folgendermaßen: pro Arbeitstag 1,24 M. In Ostpreußen auf . " Westpreußen Pommern Posen " . " 1,50 1,51 " " P " • Schlesien " 9 " Brandenburg " 1,39 1,10 1,41 " " " Jm Durchschnitt 1,36 M. Als demnach der Großgrundbesiz es vermochte, seine Arbeiter besser zu stellen, ist es ihm gar nicht eingefallen. Erst das AufFür die Mitte des Jahrhunderts wurde oben der durchschnitt- blühen der Industrie, die Abwanderung der ländlichen Arbeiter nach liche Mannes- Tagelohn in den öfflichen Provinzen auf 0,80 W., nach den Städten und die dadurch hervorgerufene, Leutenot" awangen Roggenwert auf 13% Pfd. Roggen ermittelt und dabei festgestellt, ihn, etwas tiefer in seine bisher gegenüber den Ansprüchen der Arbeiter daß nach Roggenwert der Tagelohn von 1815 bis 1848 nicht geftiegen, von 1840 ab fogar eher noch stets zugeknöpften Taschen zu greifen. etwas gejunten ist." Dabei muß berücksichtigt werden, daß die Berechnung nach Roggenwert noch die relativ günstigste ist; legt man den Weizentvert Wahlkampf. Am 16. Juni wird gewählt! Zeitung" die der Affaire in dem aufgeregten Uebereifer des Polizei im Gegenwartsstaate dafür, die Arbeiter in ihren fchlechten Gewissens fast das ganze Abendblatt widmet Organisationen zu genauerer Kenntnis und Beobachtung gesetzlicher in diesem Zusammenhang eine neue Wahllüge finden, die uns Vorschriften zu erziehen. bisher nicht begegnet ist. Die Wahl beginnt um 10 Uhr vormittags und dauert bis 7 Uhr Eugen Richters Nachfolger. Die Freisinnige Zeitung" flärt abends. Wer um 7 Uhr noch nicht abgestimmt hat, darf überhaupt Ein Gewährsmann der Staatsbürger Zeitung", ein Herr H. P. uns darüber auf, weshalb der freiſimige Kandidat in Ruppinnicht wählen, auch wenn er vorher schon im Wahllokal war. erzählt in einer Buschrift, daß er einen Zwischenruf gethan habe: Templin, Herr Poster, sein Stallburschen- Zeugnis als Flugblatt verWer es irgendwie ermöglichen kann, gehe schon vormittags zur Vieruhr- Ladenschluß, welchen die socialdemokratische breitet. Sie schreibt: Wahl. Abends ist erfahrungsgemäß der Andrang zum Wahllokal| Reichstags- Fraktion bekanntlich im Jahre 1890 für die Sonntage ein-" Im Wahlkreis Ruppin- Templin ist von den Konservativen versehr start. Wer deshalb sein Wahlrecht nicht durch Bummelei verführen wollte." sucht worden, den Kandidaten der Freisinnigen Volkspartei damit lieren will, gehe beizeiten zur Wahl. Wenn die Behauptungen des Gewährsmannes der Staats- herabzusetzen, daß er als gemeiner Soldat, noch dazu, wenn er Es empfiehlt sich für jeden Wähler, eine Legitimation einzustecken bürger- Zeitung" über die Vorgänge in der Versammlung ebenso zu- Offizierbursche gewesen, unmöglich von militärischen Dingen etwas ( Einwohnerschein, Steuerquittung oder Mietsvertrag). verläffig find, wie diese Mitteilung über die Haltung der Social- verstehen könne. Der freifinnige Kandidat hat sich seiner Haut demokratie zur Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, so verdient er dadurch gewehrt, daß er den Offizier, in deffen Eskadron er gedient, um ein Zeugnis über seine Leistungen während seiner Dienstzeit feinerlei Glauben. en Forderu ersuchte." Stimmzettel mit dem Namen des socialdemokratischen Kandidaten sind zwar an jedem Wahllokale zu haben, der vorsichtige Wähler nimmt aber seinen Stimmzettel schon von zu Hause mit. Der Stimmzettel muß von weißem, mittelstarkem Schreibpapier sein, darf keinerlei Kennzeichen tragen und nichts weiter enthalten, wie die genaue Bezeichnung des Kandidaten. Der Stimmzettel muß ungefähr 9 zu 12 Centimeter groß sein. Man kann sich seinen Stimmzettel selber schreiben. Gültig find auch Stimmzettel, auf denen ein Name durchgestrichen und ein andrer darunter geschrieben ist. Der Kandidat muß aber so genau bezeichnet sein, daß jeder Zweifel über seine Person ausgeschlossen ist. Es genügt also z. B. nicht„ Schmidt", sondern man muß schreiben: Arbeitersekretär Robert Schmidt in Berlin. In welchem Wahlkreise man wohnt und in welchem Wahllokale man zu wählen hat, ist im" Vorwärts" Nr. 125( Pfingstnummer) bekannt gemacht. Außerdem bekommt jeder Wähler noch von unsrer Partei eine besondere Mitteilung darüber. Wem sie aus Versehen nicht zugehen sollte, der bemühe sich bei dem Nachbar darum. " " Bekanntlich" waren die socialdemokratischen Forderungen nämWir wissen nun, daß man beweisen muß, das Pferdestriegeln lich ganz andre: und Stiefelwichfen zu verstehen, um als militärische Kapazität zu Anfang Mai 1890 brachte die Socialdemokratie beim Beginn der gelten. Herr Richter fürchtet wohl für sein Mandat und hofft, daß Reichstagsfeffion jenen eingehenden Arbeiterschutzantrag ein, in in diesen Falle Herr Poſtel im nächsten Reichstage die freisinnige dem zum erstenmal auch die grundfäßliche Sonntagsruhe gefordert Etatsrede halten fann. Bu hoffen ist aber, daß Herr Postel als wurde. Gleichzeitig legte die Regierung ihre Novelle zur Gewerbe- Kenner der Sache den Zukunftsstaat nicht an der Stiefelwichsfrage Herr Richter es thut. Ordnung vor. zeitig legte die Regierung ihre Novelle zur Gewerbe- Steriner der Sache den Zufimiſtsſtaat nicht an der Stiefelwichsfrage Grüne Jungen. In diesem Antrag vom Mai 1890 forderte nun die socialdemokratische Fraktion: „ Verkaufsstellen aller Art dürfen an Sonn- und Festtagen höchstens fünf Stunden geöffnet und müssen spätens nachmittags 4 Uhr geschlossen sein." Der Reichsverband der natin alliberalen Jugend er läßt einen Wahlaufruf, der so beginnt: unterwühlt wird." " Freudiger Stolz auf das geeinte Vaterland und seine Schöpfer ist das erste Gefühl, das die zum politischen Denken erwachende Schon diese Forderung geht noch weiter als der heutige gesetz- deutsche Jugend beseelt; bald aber zeigen sich auch die Unvollkommen liche Zustand, der es ganz und gar in das Ermessen der Verwaltungs- heiten, die noch dem Werke anhaften. Die Großen gingen, und voll behörde setzt, wie die erlaubten fünf Stunden verteilt werden schmerzlichen Unwillens sehen wir heute, wie das herrliche Gebäude sollen. In der That giebt es auch heute noch genug Orte, in Nach einigen Abfäßen über die Parteien kommt dann der Schluß: denen selbst am Sonntag a bend die Läden nochmals geöffnet " Das sind wahrlich Ziele, die es verdienen, daß ein deutscher Das Wahlgeheimnis ist durch das neue Wahlverfahren voll- werden. Mann sein Alles für sie einsetzt! Vornehmlich jetzt thut es not ständig gesichert. Niemand braucht mehr zu fürchten, daß seine Ab- Aber und das ist die Hauptsache unser Antrag vom Mai zur Zeit der Wahl! So rufen wir denn aus Süd und Nord alle stimmung kontrolliert werden kann. Es wird nicht mehr der bloße 1890 ging bekanntlich" noch viel weiter. Er verlangte zugleich, Altersgenossen zum Kampfe für diese hohen Güter auf! Junge Stimmzettel abgegeben; dieser muß vielmehr in ein Coubert gesteckt daß den am Sonntag beschäftigten Gehilfen außerdem noch ein Bürger Deutschlands, haltet die kleinliche Selbſtſucht des Alltags werden. Das Couvert, das amtlich abgestempelt sein muß, freier Tag in der Woche gewährt würde. Alle am Sonntag regel- dem politischen Leben fern, bringt die unverrückbaren Jdeale wieder erhält der Wähler erst im Wahllokale von einem Beauftragten des mäßig beschäftigten gewerblichen und laufmännischen Hilfe- zum Durchbruch! Es muß der Liberalismus wieder zur Herrschaft Wahlvorstehers. Jedes andre Couvert ist unzulässig. Den Stimm- personen sollten in der Woche eine ununterbrochene Ruhezeit von Wirkt also mit allen Kräften für die Wahl der Männer, die für zettel muß der Wähler aber schon von draußen mitbringen. Mit dem 36 Stunden" erhalten. Wäre diese Bestimmung angenommen worden, unsre nationalen und liberalen Ideen zu streiten bereit sind! Auf Couvert begiebt sich der Wähler in den Nebenraum oder an den so hätte sie den praktischen Erfolg gehabt, daß Sonntags in den Wahlkampf mit dem Rufe:" Für ein mächtiges, einiges VaterNebentisch, wo eine Vorrichtung angebracht ist( Vorhang oder Auf- überhaupt keine Handlungsgehilfen mehr beland, für Freiheit und Fortschritt!" bau oder eine abgeschlossene Wahlzelle) und dort muß er seinen schäftigt werden würden. " Bettel( aber nur einen!), geschützt vor jeder Beobachtung, in das Da die socialdemokratische Fraktion sah, daß diese weiterCouvert stecken. Dann erst fann er abstimmen, indem er gehenden Anträge keine Aussicht auf Erfolg hatten, so versuchte sie das den Stimmzettel enthaltende Couvert dem Wahlvorsteher bei der Specialberatung der Gewerbe- Ordnungs- Novelle wenigstens übergiebt. Jede andre andre Art der Abstimmung ist gesetzlich die Sonntagsarbeit der Handlungsgehilfen auf das Mindestmaß zu verboten. Die Couverts sind vollständig undurchsichtig, so daß beschränken. Wir brachten deshalb am 24. Januar 1891 den folgenden es von außen auf keine Weise zu bemerken ist, welcher Zettel in dem Abänderungsantrag ein: Coubert steckt. Es hat daher jetzt kein Wähler mehr die Entschuldigung, daß er aus Furcht vor Schaden nicht socialdemokratisch wählen kann, Furchtlos fann jeder Wähler den socialdemokratischen Zettel abgeben. Wähler, die aus irgend einem Grunde von der Wahl zurückgewiesen werden, wollen sich sofort bei dem socialdemokratischen Wahlfontrolleur melden, der die Zurückweisung notieren wird. " Im Handelsgetverbe dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter am ersten Weihnachts-, Oster- und Pfingsttage überhaupt nicht, im übrigen an Sonn- und Festtagen nicht nach 12 Uhr mittags und nicht länger als drei Stunden beschäftigt werden." Das ist bekanntlich die Stellung der Socialdemokratie zur Frage der Sonntagsruhe. Wir werden sehen, ob die„ StaatsbürgerZeitung" davon Notiz nimmt! * Scenen aus dem Tollhaus. Eine feltsame Wirkung hat unsre Aufforderung an die Arbeiter gehabt, sie sollten versuchen, durch friedliche Vereinbarung mit den Das Flugblatt der Reichspartei für Züllichau- Schwiebus erklärt, Unternehmern am Wahltage zu Mittag den Schluß der Arbeit zu die Parole von Bebel und Genossen laute:„ Wir wollen leben und erreichen. Eine Anzahl Reaktionsblätter fordern die Unternehmer zwar gut leben, herrlich wohnen und auf Reisen stets zweiter Klasse auf, das„ unverfrorene Anfinnen" rundweg abzulehnen, da es nur fahren; Ihr müßt uns geben und solltet ihr darüber auch mit Frau der Socialdemokratie zum Vorteil gereichen könne. Man ist doch und Kindern zu Grunde gehen." sonst immer eifrig beslissen zu bestreiten, daß Socialdemokratie und Arbeiter eins find. Weshalb auf einmal die Befürchtung, daß lediglich die Socialdemokratie den Vorteil davon hätte, wenn allen Arbeitern Gelegenheit gegeben wird, ihr Wahlrecht auszuüben? Das Wahlcouvert. Es wird die Frage an uns gerichtet, wie die den Stimmzettel enthaltenden Couverts dem Wahlvorsteher zu übergeben sind, ob offen oder geschlossen. Das Wahlreglement bestimmt darüber nichts, doch ist die Frage unfres Wissens praktisch so gelöst, daß die Couverts hinten mit Schlitz und Zunge versehen sind, so daß sie bequem geschlossen werden können. Ein in Würzburg gedrucktes Gentrums- Flugblatt erklärt, daß die Socialdemokraten für die Riesenwarenhäuser der koscheren Herren Tiez, Wertheimer und Ruschkewitz als Verteidiger auftreten und durch Konsumvereine das Handwerk ruinieren. Kein Socialdemokrat denkt daran, die Bauern vor dem Untergang zu retten.( Wiederholt zurückgewiesene Fälschung eines Frohmeschen Citats.) kommen! Die in& Es handelt sich hier um die Minderjährigen, die in Sachsen aus jeder Versammlung ausgeschlossen werden durch eine Gesetzgebung, die unter Hilfe der Nationalliberalen zu ſtande gekommen ist, um die Minderjährigen, die als„ grüne Jungen" verhöhnt werden, wenn fie als Socialdemokraten auftreten. Wer nationalliberal denkt, gehört zur idealbegeisterten deutschen Jugend, wer socialdemokratisch denkt, ist ein radaulustiger grüner Junge! Es trifft sich, daß in demselben Augenblick, wo die national liberale Jugend zu politischer Thätigkeit aufgerufen wird, der nationalliberale Reichstags- Kandidat in Hannover, Geheimer Regierungsrat urig, in einer Wählerversammlung erklärt( ausführlicher an andrer Stelle): erhöht wird." Ich will dafür eintreten, daß das Wahlalter auf 30 Jahre Nationalliberale zum Reichstags- Wahlrecht. Der nationalliberale Reichstags- Kandidat Geh. Reg. Rat Hurzig in Hannover, sagte am Montag in seiner Programmrede. " Das allgemeine Stimmrecht wird als ein Heiligtum betrachtet. Jeder, der irgend etwas daran mäkelt, wird start angegriffen. Trotz dieser Gewähr erkläre ich für meine Person, nicht für die nationalliberale Partei, daß ich allerdings das allgemeine Stimmrecht aufrechterhalten wissen will, aber zwei Aenderungen für notwendig erachte. Die Socialdemokraten berlangen das allgemeine Stimmrecht dahin abgeändert, daß vom vollendeten 21. Lebensjahre jeder stimmberechtigt ist, sie würden damit die große Zahl der politisch Unreifen und Unmündigen vermehren, die nur Wachs in ihren Händen sein würden Ich will dagegen dafür eintreten, daß das Wahlalter auf In Wanzleben erklärt der Vorstand der konservativen Partei in 30 Jahre erhöht wird." Die zweite Einschränkung, für die Herr Hurßig eintreten will, einer Flugschrift für den gemeinsamen nationalliberal- konservativagrarischen Kandidaten die Gefühle der Socialdemokratie dahin: ist, daß das Wahlrecht von einem längeren Wohnsize am Orte abSo ein bißchen Morden ist doch gar zu schön!" Ein Flugblatt des hängig gemacht werde, sicher eine ganz unbegründete Fordebei den Reichstags= Wahlen. Об man Heute in konservativen Vaterlands- Vereins, Berlin, das in mehreren Kreisen rung oder verbreitet wird, erklärt unter Berufung auf die Pariser Kommune, Königsberg morgen in Straßburg ist, oder Königsδαξ doch für Verhältnis zum der Weg der Socialdemokratie gehe über Leichen, Raub, Mord, berg nie verläßt, ist Das Verlangen Das Wahlgeheimnis ist den Agrariern schrecklich. Auf ein dreistes Brand, Zerstörung von Kunstwerken, zur Abschlachtung der bestehenden Deutschen Reiche außerordentlich gleichgültig. Gesellschaft. wird erst begreiflich, wenn man bedenkt, daß die Arbeiter im Mittel, trotz der Wahlcouverts die Abstimmung zu kontrollieren, soll Diese christlichen Mordsphantasten seien an jene vornehme Ab- allgemeinen viel häufiger den Wohnsitz wechseln, wie die Leute„ von man, wie der„ Freis. 3tg." berichtet wird, im Wahlkreise Sensburg- fertigung erinnert, die ihnen der berühmte Rechtsgelehrte Anton Besitz und Bildung". Es läuft also nur auf eine Einschränkung des Drtelsburg verfallen sein. Dort sollen anstatt ordentlicher Wahlurnen Menger in seiner jüngst erschienenen und von uns bereits ge- Wahlrechts der Arbeiter hinaus. Bekanntlich ist auch ein Ratifrecht Kästen verwendet werden, die genau der Größe der Wahlcouverts entliberaler im hessischen Landtage gegen das geheime sprechen. Diese sollen in der Reihenfolge hübsch übereinandergelegt würdigten„ Neuen Staatslehre" im voraus zu teil werden ließ: werden und durch Führung einer Liste über die Reihenfolge der Abaufgetreten und hat erklärt, abhängigen Arbeitern gebühre überhaupt stimmenden will man dann kontrollieren, wie jeder Wähler gestimmt kein Wahlrecht. hat. Wenn die Freisinnige Zeitung" recht berichtet ist, so wäre das allerdings die frechste Verhöhnung des Gesetzes. Ein solches Verfahren würde den Wahlakt ohne weiteres ungültig machen. Man sollte sich endlich nach dem badischen Vorgange dazu entschließen, auch über die Beschaffenheit der Wahlurnen Vorschriften zu er Lassen. Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. „ Wir können uns der begründeten Hoffnung hingeben, daß die Einführung einer den Interessen der großen Masse dienenden ( socialistischen) Rechtsordnung auf dem Wege einer allmählichen Reform sehr wohl möglich, ist, und daß hierbei die blutigen Grenel vermieden werden, durch die Theodosius I., Karl der Große und die spanischen Konquistadoren den Triumph des Christentums in der alten und in der neuen Welt gesichert haben. Das konservative Flugblatt 3 erklärt frech und bergnügt: Wie geht es in Fabriken und Werkstätten zu, wo Socialdemokraten kommandieren? Kein Arbeiter ist dort sein eigner Herr! An allen Eden sind Angeber und Spione, die im Solde der Socialdemokratie stehen und die geknechteten Arbeiter mit Beitschenschlägen bei der roten Fahne halten und sie denunzieren und drangsalieren. Der allergröbste Unfug. In einer bürgerlichen Versammlung in Schwarzenberg( Sachsen) sollen zwei Parteigenossen Pfui! gerufen haben. Sie erhielten Strafverfügungen, wonach jeder 5 Tage Haft berbüßen soll wegen Verübung groben Unfugs. Zur Illustrierung der Rechtsgleichheit wäre es uns erwünscht, wenn irgend ein Kommerzienrat in einer socialdemokratischen Versammlung dortiger Gegend Pfui! riefe. 4 Tag für Tag bringt die freisinnige, konservative und antiSonderkandidaturen gegen den offiziellen Centrumskandidaten semitische Presse Schauermärchen über den Versammlungs- Terrohaben jetzt die zollfeindlichen katholischen Arbeiter, die sich in den rismus der Socialdemokraten. Wir haben uns die Mühe nicht versogenannten Centrumsvereinen organisiert hatten, im Rheinland drießen lassen, in jedem Fall die Wahrheit festzustellen, ohne daß Aerzte heran! Sagt: Ist die Tollheit epidemisch geworden? aufgestellt. Bisher ist bekannt geworden die Kandidatur des Metallübrigens die gegnerische Presse jemals den Anstand bewiesen hat, Oder spielen diese Leute bloß den wilden Mann, um an der Wahrheit arbeiters Hildebrandt aus Köln Ehrenfeld in Düsseldorf und von unsren Richtigstellungen Notiz zu nehmen. ungestraft Unzucht aller Art verüben zu dürfen? In Ostpreußen hat diejenige des Buchdruckereibesizers Minjon aus Düsseldorf, des VerWir haben nun am Dienstag in Berlin die unsres Wissens man doch schon, wie das Feuilleton in Nr. 132 unfres Blattes be- legers des gegen das Zoll- Centrum ins Leben gerufenen„ Christl. erfte aufgelöste Wahlversammlung erlebt, und zufälligerweist, die Entdeckung gemacht, daß wir die Partei der Mutter- Hausschatz", in Köln- Land.- Die ländlichen Centrumsvereine" erste aufgelöste Wahlversammlung erlebt, und zufälliger- mörder sind! Und zum Wahltag fehlen noch immer fünf Tage. haben, soweit bekannt geworden ist, bisher ihre agrarischen Sonderweise ist es eine, in der die Gegner, die deutschnationalen Vergebens strengen wir unsre Phantasie an, um zu ergründen, was fandidaturen in den rheinischen Wahlkreisen Mülheim- WipperfürthHandlungsgehilfen das„ Gastrecht mißbrauchten", um in der Sprache man am 16. Juni für das eigentliche Ziel unsrer Bartei ausgeben Gummersbach, Siegburg- Waldbröl, Cleve- Geldern, Düren- Jülich Eugen Richters zu reden. wird. Lustmord? Oder Sodomie? Aber ein antisemitisches Blatt und Bonn- Rheinbach aufgestellt. Ueber die Vorgänge in der Feenpalast- Versammlung der( Deutsche Hochwacht") hat ja neulich schon erklärt, daß das JudenZu unsrer gestrigen Notiz: Die Konservativen im ersten Berliner Handlungsgehilfen gehen uns widersprechende Berichte zu. Von tum( hinter dem natürlich die Socialdemokratie steht) Wahlfreis wird uns zuverlässig mitgeteilt, daß Herr Generalmajor seiten der deutschnationalen Handlungsgehilfen wird versichert, es sei der Lustmörder am deutschen Volte sei. nicht auf eine Sprengung abgesehen gewesen. Nun die folgende am 8. Juni verbreitete Aufforderung sieht doch einer Sprengparole verteufelt ähnlich. D. H. V. Ortsgruppe Berlin, Adlerstr. 11. Einer sage es dem andern! Morgen, Dienstag, haben die Genossen im Feenpalaft, Burgstraße, eine öffentliche Handlungsgehilfen- Versammlung mit Paul Singer als Redner. T Tausend Taëls für eine neue Steigerung! a. D. Bartels nicht der Schwiegersohn des Herrn Rudolph Herzog An ist der einzige Schwiegerjohn des Herrn Rudolph Herzog ist der Geheime Sanitätsrat Dr. Bartels. So wenig Wert wir auf die für uns kommt nur die Verwandtschaft der Kandidaten legen politische Ueberzeugung, der Charakter und die Fähigkeit in Betracht geben wir dieser Feststellung gern Raum. Politische Ueberlicht. Berlin, den 10. Juni. Danziger Methode. Der Magiftrat in Mansfeld macht fleißige Fortschritte im Studium des neuen Wahlreglements. In Ergänzung seiner in unfrer Dienstagnummer mitgeteilten Bekanntmachung veröffentlicht er jetzt, am 10. Juni, eine neue Bekanntmachung, in welcher der Schluß der Wahlzeit richtig auf 7 Uhr angegeben ist. Wenn der geschäßte Magistrat weiter solche tüchtige Fortschritte macht, dann es sicher bis Weihnachten herausgebracht haben, wird er daß die Stimmzettel auch in einem verschlossenen Couvert abimmer bekannt, daß die Zettel so zusammengefaltet sein Bis jezt macht er nämlich noch gegeben werden müssen. Der Wahlkreis Rickerts, den Herr Bankdirektor Mommsen müssen, daß der Name äußerlich nicht sichtbar ist". Offenbar ist das dem Magistrat doch sicher zugegangene amtliche von der Freisinnigen Vereinigung noch in der letzten Nachwahl beBatet mit den Wahlcouverts noch nicht eröffnet worden. Db der Haupten konnte, ist von der Socialdemokratie Hart bedrängt. Magistrat von einer Wahlzelle etwas weiß, ist aus der Bekannt- Die Situation hat sich nun in diesem Wahlkreise von vornmachung auch nicht zu ersehen. Jedenfalls werden unsre Genossen herein ein wenig anders gestaltet als in den meisten übrigen. in dem Kreise gut thun, sich die Wahlhandlung in Mansfeld einmal Erinnerung an den Zollkampf zittert in den Wahlkämpfen am anzusehen. Im Ernste gesprochen, ist es doch ein skandalöser Zustand, daß lebendigsten nach und kein Socialdemokrat leugnet, daß sich die Freiein Stadtmagistrat 6 Tage vor der Reichstagswahl von den un finnige Vereinigung von den drei liberalen Fraktionen des Bürgerfach, ohne ein Urteil fällen zu wollen. erläßlichsten Wahlvorschriften noch keine Kenntnis hat. Etwas mehr tums am ehrlichsten und anständigsten betragen hat. Wenn wir uns an dieser Stelle mit der aufgelösten Versammlung Intelligenz wird der Zukunftsstaat an die Erledigung seiner Nun aber scheint fie wenigstens in Danzig Beschäftigen, so lediglich deshalb, weil wir in der Staatsbürger- Verwaltusgeschäfte doch daran wenden. Es sorgt schon die zu wollen, um diese Erinnerung wieder zu verwischen. Wir müssen zahlreich und frühzeitig, wenn es möglich, um 8 Uhr, zur Stelle sein. Es gilt zu beweisen, daß sich die sogenannte allgemeine Furcht vor der Socialdemokratie auf uns noch nicht ausgedehnt- hat. Döring wird sprechen. Deutschen Gruß! Für den geschäftsf. Ausschuß: E. Jordan. Immerhin wird uns auch von Parteigenossen versichert, daß die Scenen durch eine gewisse Nervosität auf unsrer Seite vielleicht unnötig verschärft worden seien. Weil wir auch den Schein vermeiden möchten, als ob wir uns an der Kolportierung von TerrorismusGeschichten beteiligen wollen, erwähnen wir auch diese Meinung einDie alles darthun Sie ist sehr ntrkstet darüber, das; die Danziger Genossen erklären, die Volks- freiheiten seien im Schutze der Socialdemokratie besser aufgehoben, als in dem des freisinnigen Bürgertums. Eine„grenzenlose Ver- leumdung" soll es sein, wenn man die Freisinnige Vereinigung als eine Partei der Grotzkaufleute bezeichne, die großkapitalistische Interessen vertrete. Aber besser als es ein socialdemokratisches Flug- blatt könnte, führt das freisinnige Flugblatt den Beweis für diese „grenzenlose Verleumdung", durch die Art, in der sie die socialistische Politik bekämpft. Das Verlangen nach der Beseitigung der Getreidezölle„auf einen Ruck" soll eines„Tollhäuslers würdig" sein und würde„eine Katastrophe heraufbeschwören". Damm immer hübsch langsam voran I Das Wesen und Endziel der Socialdemokratie besteht„nur in absoluter Entmündigung des Individuums, in grenzenloser Ver- gewaltigung der einzelnen Klassen, in zuchthäuslerischer Organisation der Gemeinwesen I"— Wenn das ein oberschlesischer Hetzkaplan oder der Herausgeber der„Freisinnigen Zeitung" sagt, so ist das ganz ihrem geistigen Zustande angemessen und wirkt immer noch stilvoll. Daß aber die letzte bürgerliche Partei, die bisher einen gewissen Anspruch auf politische Bildung erheben durste, wieder besseres Wissen mit solchen Argumenten kämpft— was beweist es anders, als daß sich im Kampfe für den Kapitalismus schließlich alles zu- sammenfinden muß, was nicht auf dem Boden des proletarischen Klassenkampfes steht? Aber es kommt noch besser! Das„liberale Wahlkomitce" fälscht und demagogelt wie nur einer. Bebel soll die Kaufleute Para- siten genannt und dem gesamten Kleinbetrieb und dem kleinen Zwischen- Handel die sofortige Massakrierung angekündigt haben. Aus der einfachen Thatsache, die jedem nationalökonomisch Ge- bildeten bekannt ist, daß der Zwischenhandel bei der heutigen Or- ganisation der Wirtschaft die Arbeitskräste über das notwendige Maß hinaus zersplittert— einer Thatsache, aus der sich das ganze Elend der kleinen Leute im Handel erklärt— und auf diese Weise eine parasitäre Funktion ausübt, wird von den patentierten Ver- tretern der Bildung eine persönliche Beschimpfung der Kaufleute gemacht I Aber die böse Socialdemokratie beschimpft nicht bloß den kleinen Mann, sie will den Kleinbetrieb sogar„massakrieren". Mit solchen handgreiflichen Lügen der antisemitischen Mittelstands- rettung arbeitet das liberale Danziger Wahlkomitee, das sich gleich- zeitig getraut, dem socialdemokratischen einen geringen Bildungsgrad vorzuwerfen. Die Socialdemokraten, erklärt Herr Mommsen, ganz wie Kardorff oder K r ö ch e r, Ivollten den Arbeiter nur politisch be- herrschen, aber keinen Deut für ihn thun. Wie hoch erhebt sich über dieses Bildungsniveau selbst der Scharfmachergraf Posadowsky, der die Socialdemokratie als die eigentliche Arbeiterpartei anerkannt hat. Die Arbeiter wollen die Arbeiter beherrschen, aber für sich selber nichts thun— meint die wadenstrümpflerische Intelligenz. Erst Herr Mommsen muß ihnen auf die Striimpfe helfen. Die Freisinnige Vereinigung giebt vor, das Junkertum energisch zu bekämpfen, gleichzeitig ist sie die sicherste Stütze jenes Systems, aus welchem dieses Junkertum einzig seine Kraft nimmt— der Militarismus und Marinismus. Zur Verteidigung ihres Stand- Punktes beruft sie sich darauf, daß sie durch ihre Flottenbewilligungen den Danziger Arbeitern Beschäftigung verschafft hätten, während die Ablehnung verschiedener Schiffsbauten— mit durch die Socialdemokraffe zur Entlassung von so und so viel Arbeitern geführt habe. Mit solchen demagogischen Vorspiegelungen will man eine klassenbewußte Arbeiterschaft locken, die doch weiß, daß die Social- demokratie bereit ist, in reichstem Matze Mittel zu allen Kulturzwecken zu bewilligen und damit allen Arbeitern reiche Arbeitsgelegenheit zu schaffen, ohne daß dabei, wie bei den Flottenvorlagen, das Groß- kapital Riesenprofite einheimst. Aber im Kampfe gegen die Socialdemokratie ist jedes Mittel recht! Danzig revoltiert gegen die Kieler Methode. Links ist der Haupffeind, wird pathetisch in die Welt gerufen, und von Mommsen bis Kröcher konstituiert sich die Solidarität des Besitzes. Konservative und Centrumsleute werden aufgefordert, eine„Zersplitterung der anttsocialisttschen Wählerschaft" zu vermeiden.... Das ist Danziger Methode!— Fränkel-Verbreitung ans Staatskosten. Wir haben neulich festgestellt, daß staatliche Behörden in Anhalt die Schmiererei Fränkel- Bürgers über die Socialdemokraffe aus öffentlichen Mitteln verbreiten. Der anhalffnische Bergrat scheint aber nicht der einzige Sünder zu sein. Auf einem Berliner Bahnhofe wurde am Mittwochnachmittag durch einen Bnreandiencr die Fränkelei an alle Eisenbahnbediensteten amtlich verteilt. Jedes Exemplar. ttug bereits den Namen des Em- pfängers und alle mutzten über den Empfang quittieren! Frage: Bezahlt Herr Budde diese„Aufklärung" aus seiner eignen Tasche oder hat die Firma Löwe ihrem früheren„jungen Mann" aus alter Anhänglichkeit ein paar Centner der Makulatur geschenkt? Oder hat gar etwa der Centralverband wieder 12 000 M. zur Verbreitung gestiftet wie einst in der Sünden Maienblüte des Grafen Posadowsky? Selbst wenn aber die Geldmittel auf privatem Wege beschafft sein sollten— und nicht aus den Taschen der Steuerzahler wieinAnhalt— kann eS verantwortet werden, daß eine staatliche Behörde in dieser Weise ihre Arbeiter bearbeitet? Allerdings ist gerade diese„Auf- klärungsschrist" nur geeignet, die Bahn-Proletarier zur Lektüre socialdemokratischer Schriften anzureizen! Auch L a n d r ä t e haben die Schrift in großer Zahl bezogen. So erfahren wir aus einem vom„Hamburger Echo" nntgeteilten Bettelbrief des Geschäftsführers Fränkels, des Herrn König: „Auf Veranlassung des Herrn Amtsvorstehrrs Cenissem in Grünhof beehre ich mich, Ihnen beifolgend die Drucksachen, betreffend die Massenverbreitung der Bürgerschen Schrift gegen die Socialdemokratie zu übersenden. Ich darf hierbei darauf aufmerksam machen, daß in vielen Wahlkreisen die erforderlichen Mittel aufgebracht worden sind, um sämtlichen Wahlberechtigten je ein Exemplar zuzustellen, so daß die Auflage bereits die Höhe von 2 Millionen Exemplaren überschritten hat und die Verbreitung einer weiteren Million schon jetzt als gesichert bezeichnet werden darf. Für den Wahlkreis Laucnburg, der zur Zeit 14 000 Wahl- berechtigte zählt, sind bereits 3000 Exemplare seitens des Herrn Landrats von Bülow bezogen worden.' Es würde aber offenbar von großem Werte sein, wen» auch die hiernach noch nicht ver- sorgten 11 000 Wahlberechtigten die Broschüre erhielten. Nur durch eine lückenlose Verteilung kann ein durchgreifender Erfolg herbei- geführt werden. Auch m Orten, die bisher wenig oder keine Stimmen für die Socialdemokratie aufgebracht haben, könnte es diesmal vielleicht anders kommen, und auch solche Wähler, die von socialdemokratischen Ansichten weit entfernt sind, müssen mit dem nötigen Material ausgerüstet Iverden, um im täglichen Ver- kehr, am Wirtshausffsch usio. der niemals rastenden socialistischen Propaganda entgegentreten zu können." Auch hier ist die Frage auszuwerfen: Hat der Landrat von Bülow die Wische aus eignen Mitteln erworben oder wer hat ihm die Mittel zur Verfügung gestellt? Amtliche Verbreitung liegt in jedem Fall auch hier vor! *** Der Direktor der Haase-Brauerei in Breslau, Herr Bauer, legt Wert darauf festzustellen,»daß von der genannten Broschüre weder ein Exemplar in die Brauerei gelangt noch unter die Arbeiter der- selben verteilt worden ist". Danach hätte also Herr Haase die 100 M. auf den Bettelbrief gezeichnet, ohne eine Gegenleistung in Broschüren zu beanspruchen I veutlcbes Reich. Christliche Nächstenliebe. In Vorst, einem Landorte des Kreises Kempen, wurde der Bürgermeistersekretär Terhardt zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte, obwohl verheiratet und Vater von 2 Kindern, die christliche Nächstenliebe zu ausschließlich am andren Geschlechte bethätigt und als Stätte seiner Liebesthätigkeit die Amtsstube bevorzugt. Er war dabei einmal an die falsche Adresse geraten und das hatte seine Verurteilung zur Folge. Um aber nicht einseitig zu werden, übte er daneben auch alle andren christlichen Tugenden, betete in der Kirche fleißig um eine gesegnete Reichstagswahl und haßt die Socialisten wütend, weil er meint, sie predigen die freie Liebe und zerstörten die Ehe. Und seine Frömmigkeit ist ihm so segensreich, daß er nach wie vor sein Amt als Sekretär des Bürgermeisters ausüben darf. Einen solchen Fall frommer christlicher Duldung konnten wir erst vor einigen Wochen aus Urberach in Hessen mitteilen, wo ein wegen gefährlicher Körperverletzung mittels hinterlistigen Ueberfalles verurteilter Mensch während eines Sttafurlaubs als Ortspolizist amtierte. Das nennt man doch praktisches Christentum.— Eine gcschichtsmnterialistische Betrachtung über die Art der Ent- stehung von„Arbeiterwohlfahrts-Einrichtungen" giebt, unbeabsichtigt natürlich, aber darum nur um so unmittelbarer wirkend, die „Socialpolische Rundschau" in einer Zuschrift aus Budapest: „Die in den letzten zwei Jahren gefällten Urteile des obersten Gerichtshofes in Ungarn, die die Gewerbe- Unternehmer zur Zahlung bedeutender Schadensersatzsummen zu Gunsten ihrer durch Unfall verletzten Angestellten verpflichten, erregen eine fortwährend steigende Unruhe in den Kreisen der Großindustriellen. Ihre Interessen- Vertretungen drängen daher schon seit einer geraumen Zeit auf Vor- läge eines Gesetzentwurfes betreffend die Arbeitcr-Unfallversichcrung. So hielt auch der ungarische Landes-Gcwerbeverein am Ende des vorigen Monats eine Beratung ab, in welcher die Vorlage eines Gesetzentwurfes betreffend die Haftpflicht für gewerbliche Unfälle verlangt wurde. Es wird nämlich, nicht mit Unrecht, angenommen, daß, trotzdem ein Gesetzentwurf über die Arbciter-Unfallversicherung schon ausgearbeitet vorliegt, das Zustandekommen eines solchen Gesetzes besonders angesichts der jetzigen parlamentarischen Verhältnisse für die allernächste Zeit doch nicht gesichert ist, daher noch lange Zeit wichtige Interessen durch den Mangel entsprechender gesetzlicher Vorschriften gc- fährdet erscheinen. Für die Zwischenzeit wäre es nun angebracht, für die Aufstellung gewisser gesetzlicher Normen bezüglich der Haftpflicht der Arbeitgeber zu sorgen, um der jetzigen Rechtsnnsichcrheit ein Ende zu be- reiten. Man hofft, daß selbst mit einer solchen provisorischen Re- gelung sowohl den Arbeitern als auch den Arbeitgebern gedient sei» werde, da die ersteren dadurch doch bis zu einem gewissen Grade für die erlittenen Unfälle entschädigt Iverden, die letzteren aber auch den Umfang ihrer Verpflichtungen kennen und daher keinen un- angenehmen Ueberraschnngen ausgesetzt sein werden. An der Be- ratung dieses Entwurfes nahmen die Vertreter der bedeutenderen industriellen Verbände und Korporationen teil, die beinahe ein- stimmig der erwähnten Resolution beipflichteten." So sind auch in Deutschland die Versichcrungsgesetze durch das Interesse der Unternehmer beeinflußt worden.— Ein Gendarm als„geistiger" Bekämpfcr der Socialdemokraffe vordem Ober-Kriegsgericht. Wegen Beleidigung des socialdemokratischen Abgeordneten Reiß- Haus hatte sich der Fußgendarm Wolff II. ans Blankenberg vor dem Ober-Kriegsgericht in Berlin als Berufungsinstanz zu ver- antworten. Am 21. September v. I. verbreiteten die Genossen Rauh und E b e r t aus Hof in Bayern in dem Orte Sparnberg, der unweit der bayrischen Grenze gelegen noch zum Erfurter Wahl- kreise gehört, den„Thüringer Landboten", einen socialdemokrattschen AgitationS-Kalender. Als sie den Ort belegt hatten und nach einem benachbarten Gute gehen wollten, wurden sie von dem Gendarm Wolff II. gestellt. Er ließ sich von den Genossen ein Exemplar des Kalenders aushändigen, in der Absicht, diesen auf seinen etwaigen„strafbaren Inhalt" zu prüfen. Gleichzeitig notierte er sich die Namen der Genossen. Da letztere keine Legitimation bei sich hatten, fragte er sie bei der Namens- feststellung, ob ihre Angaben auch der Wahrheit entsprächen. Dies wurde von beiden bejaht mit dem Zusätze, daß Socialdemokraten stets die Wahrheit sagten. Hierauf meinte der Gendarm höhnisch und wegwerfend:„Socialdemokratie und Wahrheit I Die Social- demokratie ist eine einzige große Lüge!" Es folgte dann ein Raisonnement über die Genossin Rosa Luxemburg, die er als „größte Lügnerin" bezeichnete. Inzwischen blätterte er in dem Kalender und wurde gewahr, daß als dessen Verleger der Genosse R e i ß h a u s angegeben war. Jetzt schien so etwas wie ein heiliger patriotischer Bekehrungseifer über den Gendarm zu kommen, und das um so mehr, als verschiedene Stellen des Kalenderinhalts seine Bedenken wachgerufen hatten. Er hielt den Genossen nun eine regelrechte Standpauke, die er mit den Worten einleitete:„Reißhaus, na das ist gerade der richtige, der kann mir den Buckel hinunterruffchen auf Gummischuhen."— Soweit bestätigte der Gendarm in der Verhandlung die An- gaben der als Zeugen anwesenden Genossen Rauh und Ebert. Alles weitere aber besttitt er. Die Zeugen bekundeten nämlich über- einstimmend unter Berufung auf ihren ftüheren Eid noch folgende Aeußerungen des Gendarmen:„Reitzhaus, den kenne ich; wie der nach Erfurt kam, hatte er keinen Rock und keinen Knopf, jetzt hat er drei Häuser; die hat er sich nicht mit der Nadel verdient. Reißhans ist ein Ausbeuter, ein Maulheld, ein Feigling, der von einem seiner Gegner moralisch geohrfeigt wurde und dann aus- gerissen ist. �Letzteres bezog sich auf ein Renkontte des Ge- nassen Reißhaus mit dem Reformparteiler Schack aus Hamburg in einer Versammlung.) Während dieser Ergüsse des Gendarmen machten ihn die Genossen auf das Beleidigende seiner Aeußerungen aufmerksam und sagten ihm, sie würden dem Abgeordneten Reißhaus Mitteilung davon machen. Die Unterhaltung mit dem Gendarm dauerte etwa Iff« Stunden. Genosse Reißhaus stellte sodann Sttafanttag, und die Folge war, daß der Gendarm vom Kriegsgericht in Chemnitz wegen dienstlicher Beleidigung einer Civilperson zu 0 Tagen gelindem Arrest verurteilt wurde. Gegen dieses Urteil hatte sowohl der Gerichtsherr wie auch der Gendarm Beruftmg eingelegt. Erstercr, weil er keine dienst- l i ch e sondern außerdienstliche Beleidigung fiir vorliegend hielt, die nicht nach K 121 des Militär-Strafgesetzbuchs, sondern nach§§ 185 und 186 des Reichs-Strafgesetzbuchs zu bestrafen sei; letzterer, weil ihm die Strafe zu hoch bemessen erschien, umsomehr, als ihm die Absicht der Beleidigung durchaus ferngelegen habe. Das Ober-Kriegsgericht gab beiden Berufungen statt und sprach den Gendarm Wolf II unter Aufhebung des Chemnitzer Urteils mit folgender Begründung frei: Es sei zwar kein Zweifel an der Glaubwürdigkeit der beiden Zeugen gehegt worden, vielmehr sei anzunehmen, daß beide, obwohl sie eiftige Anhänger der socialdemokratischen Partei wären und einer sogar konfessionslos ist, nach bestem Wissen und Gewissen ihre Aussagen gemacht hätten. Trotzdem habe das Gericht die von den Zeugen bekundeten, vom Angeklagten aber enffchieden besttittenen Aeußerungen, die an sich allerdings beleidigend seien, als nicht erwiese«« ansehen können. Es dürfe nicht außer acht gelassen werben, daß in der Zeit des Wahl« kampfes chic Kalrndcrverbreitnng fand am 21. September vorige» Jahres statt!) eine gewisse feindselige Stimmung der Zeugen dem G endarm gegenüber als dem Vertteter der staatlichen Autorität, die von der Socialdemokratie nicht anerkannt werde, geherrscht habe. Ultd da sei es leicht möglich, daß die Zeugen die Aeußerungen des Gendarmen ganz anders aufgefaßt haben, als sie in Wirklichkeit lauteten. Wahrscheinlich hätten die Zeugen irgend welchen unbe- stimmten Aeußerungen des Gendarmen den von ihnen bekundeten Sinn und Wortlaut so lange untergelegt, bis sie schließlich selbst an die von ihnen konstruierten Wortgebilde geglaubt haben. Wie die Erfahrung lehre, seien derartige Vorkommnisse nicht gerade selten. Wenn somit die vom Gendarm bestrittenen Aeußerungen in der weiteren Beurteilung ausscheiden muhten, so sei noch zu prüfen gewesen, ob die von ihm nicht in Abrede gestellten Bemerkungen eine Beleidigung des Reißhaus enthielten. Auch dies sei zu verneinen. Denn die Bemerkung:„Die Socialdemo» kratie ist eine einzige große Lüge", habe ssich zweifellos nicht auf Personen, sondern auf die socialdemokraffsche Theorie bezogen. Aber auch in den Worten:„Reißhaus kann mir den Buckel hinunter- ruffchen auf Gummischuhen", könne eine Beleidigung nicht erblickt werden, obwohl sie ungehörig seien. Es stehe fest, daß die Social- demokraten ihren Gegnern auch nicht immer nur Liebenswürdigkeiten sagen, auch würden in socialdemokratischen Kreisen derarffge Rede- Wendungen durchweg nicht als Beleidigungen empfunden. Ucbrigens liege in jenen Worten auch ein Beweis dafür, daß der Gendarm sich keiner strafbaren Aeußerungen gegen Reißhaus bewußt gewesen sei, sonst hätte er eben nicht leichthin gesagt, jener könne ihm den Buckel hinunterrutschen. Wenn jede derarffge Redensart eines Gendarmen mit der Lupe auf ihre Strafbarkeit hin untersucht werden sollte, so hieße das den so ansttengenden Dienst der Gendarmen in zweckwidriger Weise erschweren. In der Urteils- begründnng wurde des ferneren noch Bezug genommen auf die tadellose Führung des Angeklagten so lange er Gendarm ist.(Bei der Truppe ist er allerdings, wie aus der Verlesung seiner Personalien hervor- ging, mit 10 Tagen Mittelarrest wegen Mißhandlung eines Untergebenen bestraft worden.) Weiter wurde der„gehässige Ton" getadelt, in dem die„Erfurter Tribüne" seiner Zeit die An- gelegenheit behandelt hatte, und endlich sah das Gericht in einer Bemerkung des Zeugen Ebert dem Gendarm gegenüber eine„ans Strafbare grenzende" Haltung. Der Gendarm hatte nämlich zu Ebert, der Lagerist eines Konsumvereins ist, gemeint, die Social- demokraffe behandele und bezahle die Angestellten nur sehr schlecht. beute dieselben also auch aus. Darauf hatte ihm Ebert erwidert, dann gehörten beide ja eigentlich als Ausgebeutete zusammen, denn der Staat bezahle die unteren Beamten auch nicht besonders glänzend, es könne gar nichts schaden, wenn er als Beamter sich der Socialdemokratie anschließen würde. Aus all diesen Gesichtspunkten heraus erkannte das Gericht auf gänzliche Freisprechung. Wir möchten uns doch nicht gestatten, so„populäre" Wendungen, wie sie der Gendarm gebrauchte, auf das Urteil des sinnreichen Ober-Kriegsgerichts anzuwenden. Nicht einmal von dem Gendarmen möchten wir ähnliche Wendungen gebrauchen— wir sind nicht sicher, so— witzige und gleichmütige Richter zu finden. Liberales zum Hirtenbrief. Als der Bischof Korum den Be- sucherinnen der städffschen Töchterschule in Trier mit der Ver- Weigerung der Absolution drohte, rumorte es gewaltig in allen liberalen Köpfen. Die Regierung wurde bestürmt, solche Unthat zu sühnen. Jetzt hat der Fürstbischof Kopp etwas tausendfach Schlimmeres ethan. Er hat durch seinen Hirtenbrief einen Akt ärgster Wahl- eeinflussung unter religiösem Deckmantel verübt. Schäumt nun der Liberalismus. wieder wild auf? Man höre die„Kölnische Zeitung", das Hauptorgan naffonalliberaler Freiheit: „Nun tritt auf einmal der höchste katholische Kirchenfürst in Schlesien auf die Seite derer, die sich den Maßlosigkeiten der Polen nicht unterwerfen wollen, ja er stellt sich durch seinen Hirten« brief in die erste Linie derjenigen, die die polnische Anmaßung be- kämpfen. Die Herren vom Centrum werden dadurch in eine recht unbequeme Lage gebracht, denn es ist doch wohl«ffcht angängig, den Fürstbischof von Breslau kurzweg als einen heillosen Hakatisten und Religionsfeind zu brandmarken, andrerseits muß es aber schwere Ueberwindung kosten, die Legende von den guten, harmlosen Polen fallen zu lassen. Wie sich die Herren aber auch damit abfinden mögen, die selbst eingebrockte Suppe auszuesien: wir entnehmen aus dem Borgehen des Fürstbischofs «nit großer Genugthnung, daß die katholische Geistlichkeit in Ober- schlesien sich nicht unbedingt auf den polnischen Standpunkt stellt, und daß sie darin einig ist mit den vielen deuffchen Katholiken in Oberschlesien, die sich weigern, sich durch die Centrumstheorettker vor den Polcnwagen spannen zu lassen." So endigt der deutsche Liberalismus. Er verkriecht sich sogar hinter die katholische Kirche und winselt um ihre Schreckmittel, um politische Gegner einzuschüchtern! Es ist immer noch anerkennenswert, daß sich die Berliner „N a t i o n a l- Z e i t u n g" nicht so weit erniedrigt vor der liberalen Schwester am Rhein. Sie nennt den Hirtenbrief zutreffend„eine ganz unerhörte WaHIbeeinflussung", „die, wenn in der Wahlprüstmgs-Kommission alles mit rechten Dingen zuginge, zur Kassierung aller oberschlefischen CentrumS- Mandate ausreichendes Material böte. In dieser Beziehung kann der zu diesem Zeitpunkt erlassene Hirtenbrief für uns selbstverständlich auch dadurch nicht annehmbarer oder entschuldigt werden, daß wir zufällig seine allgemeine Tendenz, die Nieder- Haltung der großpolnischen Bewegung in Oberschlesien, billigen. Was alio die Einwirkung auf die Wahlen anbelangt, so hat Kardinal Kopp mit dem Hirtenbrief nicht etwa seine Schuldig- keit gethan, sondern in einer allerdings dem gesamten katho- lischen Klerus nur zu geläufigen Weise die Grenzen seiner Stellung weit überschritten, indem er mitten in den Wahl- kämpf hinein einen Bannfluch gegen gewisse Parteibestrebungen schleuderte." Die katholische Presse weiß zu der Koppiade nichts Rechtes zu sagen. Sie schweigt verlegen. Sie wünscht dieser religiösen Wahl- beeinflussung natürlich besten Erfolg, wagt sich aber zu der Methode nicht offen zu bekennen.— Wenn man liberal zu sein wagt! Professor Staudinger. Gymnasialprofessor in Darmstadt, ein ehrlich liberaler Mann, ist jüngst in den Ausschutz der Konsumgenossenschaften ge- wählt worden, die Eugen Richter als„socialdemokratisch" zu denunzieren pflegt. Kaum kam diese Nachricht nach Hessen, als die„Wormser Zeitung" in einer Darmstädter Korrespondenz beteuerte, die Eltern bettachteten schon mit Sorge seinen Einfluß auf ihre Kinder. Gleichzeitig kam folgende Mahnung des Darmstädter„ T ä g l i ch e n A n z e i g e r" an die Regierung: „Die Regierungen mögen aber etwas schärfer denjenigen ihrer Beamten auf die Finger sehen, die bei den Wahlen mit den Socialdemottaten verkehren und paktteren, denn solche Beamte können das nicht mit ihrem Diensteid vereinbaren, mit dem sie die Treue dem Landesherrn und der Verfassung geschworen haben. deren Beseiffgung und Umsturz das höchste Ziel der Social- demokraffe ist. Ausgestoßen müssen solche Beamte von ihren Kollegen werden und von der Gesellschaft, m der sie sich bewegen, in die sie aber nicht gehören." Staudinger aber setzte sich zur Wehr. In einer Darmstädter Versammlung des fteisinnigen Wahlvereins erklärte er(und die Ausführungen wiederholte er in der Versammlung, in der Wollmar sprach): „ Die Interessen dert selbstarbeitenden und sonst rech redlich| fassung vor die Wähler treten werde. As aber aus der Deutschland hätten sich fürzlich laute, bittere denkenden Bürger, Bauern, Beamten seien ja von denen der Mitte des Hauses die Frage gestellt wurde:" Wann?" und anwachsende Beschwerden von seiten der Arbeiter in manchem verschieden; heute aber müsse die Verteidigung entgegnete er:„ Auf alle Fälle nicht jet!" durch Zölle geschütten Landwirtschaft erhoben. des gemeinsamen Rechtsbodens, der durch das Attentat auf die Dennoch ist nicht ausgeschlossen, daß die Regierung zu einer in parlamentarischer Krieg habe zwischen Geschäftsordnung seitens der Agrarier und durch solche dem ultra- Parlamentsauflösung greift. Die Situation ist für sie eine derartig jede von ihnen sei bestrebt getvesen, bestimmte Teile des den verschiedenen Parteien stattgefunden, montanen Gewissensdruck in nichts nachstehende Aengstung des Gewissens der Beamten sehr erschüttert, ja bereits umgestürzt unerquickliche geworden, daß ihr schließlich doch der Appell an die Tarifs zu erhöhen. Der Kampf habe nur mit einem Komfind, gegen weitere Angriffe( Verkümmerung des Wahlrechts) im Wähler vielleicht als das Nächstliegende erscheint. Vordergrunde stehen. Wenn also auch in der Vorwahl Socialisten und ehrliche Liberale getrennt marschierten, in der Stichwahl müsse die einzige Parole sein: Wider die agrarisch- konservativ- ultramontane nationalistische Reaktion." In einem Telegramm des Wolfffchen Bureaus über die Auslaffungen der Londoner Presse heißt es: promiß geendet, welches aber kaum ein Frieden genannt werden könne. Wenn, wie behauptet wurde, das Schutzollsystem eine Steigerung der Löhne als genügendes Gegengewicht gegen die Steigerung der Nahrungsmittel zur Folge habe, so müßte der LandDie Blätter bemerken, wenn auch die gestrige Debatte im Unter- wirt auch höhere Pachten zahlen. Das würde sicherlich seinen in Er würde fich Kröcher und Pojadowsky. Der starke Mann und Liebling Eugen hause dazu gedient habe, die Luft zu klären, so seien doch die Mei Aussicht genommenen Gewinn beeinträchtigen. Richters, Herr v. Kröcher, hat in einer Wahlrede zu Salzwedel die nungsverschiedenheiten im Schoße des Kabinetts, die gestern enthüllt möglicherweise in einer schlechteren Lage denn jetzt befinden. Regierung in seiner gemütlich- brutalen Weise gegen die Socialdemo- seien, so bemerkenswert, daß die Krisis in der Politik sich eher verRußland. tratie scharf zu machen gesucht. schlimmert als gemildert habe. Ein sofortiger Appell an das Land Attentat auf General Novinky in Kiew. Als am letzten Montag Er verhöhnte die Wahlzellen- Methode." Posadowskys Aeuße- werde nicht für wahrscheinlich angesehen. Biele begeisterte Anhänger der Chef des hiesigen Gendarmeriebezirks General Novinky, eine rungen über den Mittelstand könne wohl ein Bebel oder ein des Freihandels in der konservativen Partei seien der Ansicht, daß politische Verhaftete, die jüdische Hebanume Frumkin verhörte, stürzte Singer machen, nicht aber ein Staatssekretär." Das ist richtig: Wenn ein Minister etwas vernünftiges sagen dem Kolonialminister nichts andres übrig bleibe, diese plötzlich mit einem in ihrem Gewande verborgen gehaltenen Das ist richtig: Wenn ein Minister etwas Bernünftiges fagen als seine Entlassung zu geben. Die Bedeutung der scharf geschliffenen Messer auf ihn los und brachte ihm eine Wunde will, so muß er eben socialdemokratisch reden. Bitter beschwerte sich Herr v. Kröcher über die nationalliberale Gefolgschaft Chamberlains sei, wie sich bei der gestrigen Besprechung dicht bei der Halsschlagader bei, ohne ihn jedoch ernstlich zu verTezzen. Gegenkandidatur: Er sei entschieden dafür, daß, wo bereits ein ergeben habe, unerwartet gering. Die Vertreter des BankTürkei. fester Kandidat aufgestellt sei, der Bund der Nationalliberalen wesens im Unterhause seien fast einstimmig gegen ihn, und bisher und umgekehrt die Nationalliberalen den Bund unterstützen, denn es sei auch nicht ein einziger Politiker ersten Ranges zu seiner UnterZu den Wirren in Macedonien wird der Frantf. Zeitung" aus gehe gegen die Socialisten, und die Nationalliberalen hätten diese stützung aufgetreten. Erfahrene Parlamentarier erklärten in den Sofia gemeldet: Aus den Dörfern südlich von Dschumaja wurden auch zu fürchten, da man doch die größten Geldproßen gerade in Wandelgängen, daß eine solche politische Situation nicht bestanden Wojwoden Itjiernopeow und Dentscho tämpfen. Sehr trübselig Detonationen gehört; dort sollen die vereinigten Kommandos der den nationalliberalen Reihen finde. Ich komme ja glatt durch, unbedingt, ich lege jetzt besondren Wert darauf durchzukommen, habe seit der denkwürdigen Spaltung der Liberalen bei der scheint die Lage im westlichen Naslag- Gebiet zu sein. Die Dörfer und bin dickschnauzig genug zu behaupten, daß ich mit Homerule- Bill. Kwotschewo und Kremen werden von türkischen Truppen geplündert, Majorität gewählt großer Majorität werde. Wenn ich das nicht Bemerkenswert sind besonders die Aeußerungen der radikalen die Bevölkerung flieht andauernd nach Bulgarien. Unter den vorganz bestimmt wüßte, dann hätte ich an die nationalliberale Partei- Daily News", der imperialistischen„ Daily Mail" und des„ Daily gestern in Dubniga Eingetroffenen befindet sich auch die Amazone leitung in Berlin geschrieben, an Sattler, Bassermann oder Paasche, Chronicle". Sie halten übereinstimmend die gegenwärtige Lage für Ekaterina Arnaudowa, die seit Wochen im Kommando des Haupts und sie gebeten, die Kandidatur zurückzuziehen, da es doch Unsinn unhaltbar. Chamberlain sei vor die Alternative gestellt, entweder manns Stojanow kämpfte. Nach Blättermeldungen befestigen die sei, die Stimmen zu zersplittern; so aber bin ich schon 1898 mit nachzugeben, oder um seine Entlassung einzukommen. Türken den am rechten Struwa- Ufer gelegenen Grenzpunkt Butſchino, Was er jedoch auch thun werde, von wo sie den bulgarischen Grenzort Kotscharinowo, an der Straße mobil: wat is dat for' ne Sache, wenn de Beeſter anjerennt bemerkt, der hervorragendste Zug in der gegenwärtigen Lage seien Zu den Sorgen des starken Mannes gehört auch das Autos tönne nicht lange mehr bestehen. Der„ Standard" nach Dschumaja belegen, beschießen können. tommen und allens dod fahren." So redet der Junker, wenn er volkstümlich zu sein begehrt wie die scharfen Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Ministeriums. - Nunne! Podbielski und Bottlenberg- Schirp wirken ansteckend! Ritchies Herausforderung an Chamberlain sei direkt auffallend gewesen. Die ,, Germania" hat bis zur Stunde weder ihre Verleumdungen des„ Vorwärts"-Betriebes zurückgenommen noch unsre gegen ihren Betrieb gerichteten Anklagen auch nur erwähnt. Zur Kennzeichnung christlicher Moral stellen wir das feft! Agrarische Fälschung. Die Deutsche Tageszeitung" folgt den Spuren Eugen Richters und behauptet: Eine Leuchte der socialdemokratischen Wissenschaft, Herr Karl Kautsky, muß in einem jüngst veröffentlichten Aufsaße selbst zugestehen, daß die deutsche Landwirtschaft sehr wohl in der Lage wäre, Lebensmittel in Fülle für die ganze heutige Volkszahl und noch mehr zu erzeugen, wenn sie überall mit den vollkommensten Behelfen und Methoden betrieben würde. Dieses Eingeständnis, welches vollkommen mit unsrer Auffassung und den wissenschaftlichen Nachweisen übereinstimmt, ist früher nicht gemacht worden. Weder hat Kautsky das behauptet, noch hat jemals die Socialdemokratie bestritten, was Kautsky wirklich dargelegt hat: daß es teine natürlichen, sondern nur ökonomische Hemmungen find, welche es bewirken, daß Deutschland nicht genug Getreide erzeugt. Diese wirtschaftlichen Hemmungen bestehen aber so lange, als die kapitalistische Ordnung überhaupt besteht, und so lange find wir auch auf die Einfuhr fremden Getreides angewiesen. Will also die„ Deutsche Tageszeitung" den Zustand herbeiführen, daß der Boden so produktiv werde, daß er den Nahrungsbedürfnissen der Bevölkerung genügt, so werbe sie für den Socialismus! Ausland. Die Zolldebatte im englischen Unterhause. Schweiz. Revision des Fabrikgesetzes. Zürich, den 9. Juni.( Eig. Ber.) Der socialdemokratische Abgeordnete Dr. Studer Winterthur hat mit Unterstützung der übrigen sechs Fraktionsgenossen und 23 Abgeordneten der demokratischen, radikalen und ultramontanen Parteien zur Einleitung der seit Jahren besprochenen Revision des eidgenössischen Fabrikgeseges im Nationalrat folgenden Antrag eingereicht:" Der Bundesrat wird eingeladen, die Frage zu prüfen und beförderlich den eidgenössischen Räten darüber Bericht zu erstatten, ob nicht das Bundesgesetz betreffend die Arbeit in den Fabriken im Sinne einer Verkürzung der Arbeitszeit, eines besseren Schutzes der Arbeiter und überhaupt einer intensiveren Ausgestaltung der leitenden Grundsätze des Gesetzes und seiner Vollzugsbestimmungen abzuändern sei." Es steht zu erwarten, daß der Nationalrat den Antrag für erheblich erklären und der Bundesrat ihn entgegennehmen wird, denn damit verpflichtet sich weder der eine noch der andre gegenüber der Arbeiterschaft zu bestimmten gesetzgeberischen Leistungen. Das schweizerische Arbeitersekretariat wird wohl nächstens zur Revision des Fabrikgesetzes einen Beitrag leisten durch Bearbeitung und Veröffentlichung des Materials, das eine Enquete der organisierten Arbeiterschaft geliefert hat. Frankreich. Italien. Die jüngsten Schiffskatastrophen werden in Marseille vielfach auf die ungenügende Besatzung und Ausrüstung der Dampfer der Reederei Fraissinet zurückgeführt. Als gestern ein Dampfer dieser Reederei nach der Insel Rousse abgehen sollte, veranstalteten mehrere hundert Personen vor dem Dampfer eine Kundgebung. Die Menge Zu der großen Debatte über die Chamberlainschen Zoll- verhinderte die Passagiere am Bord zu gehen. Die Polizei mußte bereinigungspläne, die in voriger Woche von der englischen Presse schließlich einschreiten und die Demonstranten zerstreuen. Die in Aussicht gestellt wurde, ist es gestern, am Dienstag, nicht ge- Kapitäne des„ Liban" und des" Insulaire" werden vor Gericht ge kommen, da der„ Sprecher"( der Leiter der parlamentarischen Verstellt werden, ebenso glaubt man, daß die Schiffahrtsgesellschaft handlungen), der neulich nichts dagegen einzuwenden hatte, daß beim Fraiffinet" für die den Hinterbliebenen der Opfer zu leistende EntFinanzgesetzentwurf zugleich die Frage einer allgemeinen Zollvereini- fchädigung verantwortlich gemacht werden wird. gung Englands mit seinen Kolonien erörtert wurde, sich inzwischen eines andern besonnen hatte und auf die Anfrage des früheren Aus der italienischen Partei. Rom, 7. Juni.( Eig. Ber.)( Die Schatzkanzlers Hicks- Beach entschied, daß die Besprechung auf die nachstehende Korrespondenz ist gestern nur in einem Drittel der Kornzölle zu beschränken sei. Eine Meinungsänderung, auf welche Auflage zum Abdrud gelangt und wird deshalb hier wiederholt.) Da die die Stimmung des Kabinetts nicht ganz ohne Einfluß gewesen sein italienischen Socialisten nur alle zwei Jahre ihren Parteitag abhalten, sollte in diesem Herbst kein Kongreß stattfinden. Die eigendürfte, denn diesem liegt zur Zeit vor allem daran, wie gestern artigen Berhältnisse aber, die durch die Wahl Ferris zum Chefauch die Fernhaltung Balfours und Chamberlains von den Ver- redakteur des„ Avanti" geschaffen sind, nachdem der vom ParteiHandlungen bestätigte, die zwischen seinen Mitgliedern über die Zoll- tag in Imola bestätigte Chefredakteur Bissolati fein Amt vereinigungspläne bestehenden Differenzen nicht noch mehr zu erweitern niedergelegt hat, lassen vielen Parteigenossen das Zusammentreten und eine Parlamentsauflösung in nächster Zeit zu vermeiden. Viel eines Kongresses innerhalb dieses Jahres wünschenswert erscheinen. leicht rechnen Balfour und Chamberlain darauf, daß inzwischen Die von Arturo Labriola und andern Genossen der äußersten Avanguardia" andre Fragen die Aufmerksamkeit der Freihändler von den Zoll- Linken der Partei redigierte Mailänder plänen ablenken, oder die für die Chamberlainschen Pläne ein- fordert die Einberufung eines Parteitages und dürfte dabei die Mehr heit der Genossen auf ihrer Seite haben. Freilich hat der„ Avanti", genommenen englischen Industriellen und kolonialen Kreise Zeit ge- feit ihn Ferri leitet, seine Auflage verdoppelt, und man kann darin winnen, eine Gegenbewegung zu inscenieren. eine Zustimmung der Partei zu dem neuen Kurs" sehen. Aber der Parteivorstand hat nun einmal seit dem letzten Kongreß feinerlei Recht der Ueberwachung usw. dem Centralorgan gegenüber, und es steht ihm auch nicht zu, seinen Chefredakteur zu ernennen. Da gerade Filippo Turati, der Ferri als Leiter des" Avanti" borgeschlagen hatte, unaufhörlich gegen die neue Redaktion die heftigsten Angriffe richtet, erscheint es unerläßlich, die Frage des Centralorgans in diesem Herbst auf einem außerordentlichen Parteitage zu regeln. Trotz dieser Beschränkung der Diskussion hat dennoch die gestrige Verhandlung deutlich die im Kabinett vorhandene Spaltung dargelegt, da Hicks- Beach es, wenn er auch mehrfach vom Sprecher unterbrochen wurde, dennoch verstand, den Schatzkanzler Ritchie, aus seiner Reserve hervorzulocken. " Afrika. Die Bewohnerschaft von Figig scheint bereits zur Nachgiebigkeit geneigt zu sein. Es trafen Dienstag Abgesandte in Beni- Unif ein, um im Namen der Bewohner der Dase eine vollständige Unterwerfung anzubieten. General D'Connor lehnte es ab, sie zu em pfangen mit der Erklärung, er würde nur mit den Behörden verHandeln. Der General hat, wie berichtet wird, kein Vertrauen in die Unterwerfungsversprechen der Führer der Kjurs wegen ihres mohamedanischen Fanatismus. Er wird 24 Stunden auf die Uebergabe der Behörden selbst warten. Wenn diese Frist abgelaufen ist, wird er ein erneutes Vorgehen bestimmen. Letzte Nachrichten und Depeschen. Die Zollbebatte im englischen Oberhause. London, 10. Juni. Dilke( lib.) bekämpft den Antrag Chaplin und betont, das Haus habe das Recht, zu verlangen, daß ihm Gelegenheit gegeben werde, sein Urteil über die Politik Chamberlains zu sprechen. Es sei gesagt worden, England sei thöricht, daß es eine Politik weiter verfolge, die von der Politik der ganzen Welt abweicht, und betont worden, daß die Vereinigten Staaten und Deutschland unter dem Zollsystem aufblühten. Allein der Ausfuhrhandel Englands sei gleich dem Ausfuhrhandel Frankreichs, Deutschlands und der Vereinigten Staaten zusammengenommen, und Englands Handel mit Deutschland, von dem man angenommen habe, daß es englische Waren ausschließe, sei noch in der Zunahme begriffen. Redner bestreitet, daß die Schutzzollländer England auf den Weltmärkten verdrängen. Lee( fons.) erklärt sich für den Antrag Chaplin und billigt auch die Erklärungen Chamberlains. Im weiteren Verlaufe der Besprechung erklärt Asquith ( lib.), es sei ein ungelöstes Geheimnis, warum die Regierung im vergangenen Jahre den Kornzoll auferlegte und warum sie den Zoll n diesem Jahre wieder aufhebe. Was seien die Absichten der Regierung bei der Aufhebung des Bolles gewesen? Das Haus werde mit den unklaren, sich widersprechenden Erklärungen einzelner Minister nicht zufrieden sein wollen. Redner fährt fort: Das Haus hat ein Recht darauf, ein Gesamturteil des Kabinetts zu erhalten. Snd die Ansichten Ritchies die Ansichten der Regierung? Die Rede Ritchies war eine überzeugende Widerlegung der Trugschlüsse Chamberlains. Ich sehe Chamberlain in diesem Augenblick nicht ( Bei diesen Worten des Redners erscheint Chamberlain im Hause. im Saale und nimmt unter andauerndem Beifall bei den Ministeriellen an Balfours Seite Plaz.) Asquith fährt fort: Ich freue mich, Chamberlain noch auf der Regierungsbank siken zu sehen. Asquith schließt, wir sehen zwei Minister auf derselben Bank, welche unversöhnlich geteilte Ansichten haben über Fragen, welche näher als rgend eine andre Frage die Einheit des Reiches und seine fistalische und finanzielle Wohlfahrt berühren. Das steht ohne Vorgang und beispiellos da und bedeutet ein gänzliches Aufgeben der Ueberlieferungen und Regeln des öffentlichen Lebens. Dagegen, daß in einer so wichtigen Sache ztvei verantwortlichen Ministern gestattet werden soll, nicht nur entgegengesetzte Ansichten auszusprechen, sondern sich auch als Propagandisten zweier miteinander unverträglichen politischen Anschauungen zu gebahren, erhebe ch Einspruch nicht nur im Namen der Opposition, sondern auch im Namen der Majorität des Hauses. Ich protestiere gegen eine Praris, welche, wenn sie gestattet würde, der ministeriellen Verantwortlichkeit und der Kontrolle des Kabinetts ein Ende machen würde. Jm weiteren Verlaufe der Debatte erklärt Grey( lib), die durch die Regierung geschaffene Lage sei unmöglich und unhaltbar. Er Es ist heute kein Zweifel mehr, daß die von einigen englischen bespricht die Stellung der sich zum Freihandel bekennenden MitBlättern gemeldete tiefgehende Meinungsverschiedenheit zwischen glieder des Kabinetts und fragt, was sie zu thun gedenken, während Chamberlain im Lande einen Kreuzzug zu Gunsten von Vorzugszöllen unternehme. Nachdem die Regierung die Frage der Vorzugs den Mitgliedern des Balfourschen Kabinetts thatsächlich besteht und Der Prozeß Palizzolo kommt am 14. d. M. vor dem Schwur- zölle aufgeworfen habe, könne sie die Entscheidung darüber nicht in daß in diesem Zwist die Mehrheit der Minister nicht auf der Seite Chamberlains, sondern der Freihändler steht, denn im andren Fall gericht zu Florenz von neuem zur Verhandlung. Palizzolo, der der Schwebe lassen. Häuptling der fizilianischen Maffia, war bekanntlich im Juli v. J. Im weiteren Verlaufe der Debatte unterstüßen verschiedene würde Ritchie kaum so oftentativ seinen freihändlerischen Standpunkt vom Schwurgericht zu Bologna wegen Mordes bezw. Anstiftung zum Ministerielle das Amendement, andre Ministerielle sprechen vertreten und die Schutzzollpolitik unter dem Beifall der Opposition Morde des Bankdirektors Notarbattolo zu 30 Jahren Zuchthaus ver- fich, während sie dem Amendement opponieren, günstig über für eine Politik erklärt haben, die Großbritannien und seine Kolonien urteilt worden. Seiner Revision gegen dieses Urteil wurde statt die Anstellung einer Untersuchung über das jetzige Finanzsystem aus, notwendig schädigen müsse; vor allem aber würde er nicht heraus- gegeben und so erlebt jetzt dieser Riesenprozeß eine neue Auflage. ein andrer Teil der Ministeriellen schließlich opponierte dem Amendefordernd verkündet haben, daß die Kabinettsmitglieder, die bisher Die 40 Geschwornen sind bereits ausgelost. ment und befürwortete die Grundsäße des Freihandelssystems. England. V St. Louis unter Wasser. Der in der Frage der Vorzugszölle sich geäußert hätten, also der Premier und Chamberlain, nur für sich selber und nicht im Namen Lord Rosebery hat sich gestern in einer Rede, die er zu Bishop der Regierung gesprochen hätten. Derartige Burüd- Stortford in der Landwirtschaftlichen Gesellschaft zu Effer hielt, er St. Louis, 10. Juni.( W. T. B.) Die südliche Hälfte von weisungen der Aeußerungen eines Ministers durch einen andren neut mit den Chamberlainschen Zollplänen beschäftigt. Er führte Oft- St. Louis steht unter Waffer. Die Flut bahnte sich einen Weg in öffentlicher Sigung gehörten sonst keineswegs zu den Gepflogen- aus: Ehe das Land zu dem Zustand der Dinge zurückkehre, der der durch den Damm. Ein Strom von 25 Fuß Tiefe und 100 Fuß Breite heiten des englischen parlamentarischen Regimes. Errichtung des Freihandelssystems vorausging, müßte das Bolt die durchbrach den Eisenbahndamm der Baltimore- Ohio- Bahn. Was soll nun werden? Die konservative Partei, die bisher Geschichte der Lage Großbritanniens vor dem Systemwechsel lesen. nördliche Teil von St. Louis ist bedroht, die Geschäfte sind geschlossen. eine in sich geschlossene, in den wichtigsten Principienfragen überein- ährend er zugebe, daß die Lage der Landwirtschaft nicht günstig Von Dst St. Louis flüchteten Tausende von nur dürftig bekleideten stimmende Barlamentsmehrheit bildete, beginnt sich bereits in gegen- fei, zittere er davor, daß bei dem Bersuch, der gegenwärtigen gedrüdten Menschen nach St. Louis. Es sollen bisher schon 30 Menschenleben fäßliche Gruppen zu spalten. Die Minorität billigt Chamberlains Lage zu entgehen, man aus der Bratpfanne ins Feuer falle. Er durch den Dammbruch verloren gegangen find. glaube, daß Parlament und Regierung noch viel mehr für die LandPläne; die große Mehrheit verwirft fie und hält sogar eine bloße wirtschaft thun könnten, als bisher geschehen sei; auch er zittere, Marseille, 10. Juni.( W. T. B.) Bei der heutigen BeUntersuchung über ihre Ausführbarkeit schon für bedenklich. Und wenn er die Erörterungen betrachte, welche den Schrecken und die erdigung der mit dem iban" Berunglüdten fprach eine noch schärfere Frontstellung nimmt gegen Chamberlains Projekt Hungersnot zu vergessen schienen, welchen England 1846 entgangen einer der Anwesenden in heftigen Worten gegen die Reeder. Als die bislang mit den Konservativen zusammengehende unionistische sei, und welche drohen würden wiederzukehren, wenn ohne ge- der Reeder Fraissinet einige Worte sprach, rief jemand:„ Es ist das nügende Ueberlegung England das verfolge, was es einen illu- erste Mal, daß man Mörder auf die Särge ihrer Opfer Thränen Partei ein. vergießen sieht". Der Bürgermeister erhob Einspruch gegen diese Nach den bisher geltenden Grundsäßen müßte entweder forischen Vorteil nenne. Chamberlain zurücktreten oder die Bollfrage vor das englische Volt Staaten und in Deutschland dem Schutzzollsystem zugeschrieben hörden zurück. Aus der Steigerung des Wohlstandes, die in den Bereinigten Aeußerung und zog sich mit den anwesenden Vertretern der Begebracht, d. h. das Parlament aufgelöst und Neuwahlen angesetzt werde, könne man keinen Vergleich ziehen, da das begrenzte englische Marseille, 10. Juni.( W. T. 8.) Der Prokurator der Republit werden. Zum ersteren kann sich nicht Chamberlain entschließen, der Inselreich einen großen Teil seines Nahrungsbedarfes vom Auslande hat eine Untersuchung über die Umstände des Zusammenstoßes des keineswegs der Mann ist, so leicht eine einflußreiche und mächtige erhalte, und da ein Kontinent wie die Vereinigten Staaten im stande" Liban" mit dem„ Insulaire" angeordnet. Ministerprasident Combes Position aufzugeben, zum zweiten nicht die Regierung. Ritchie fei, sich mit allem selbst zu versehen, wie es auch mit Europa der hat den Angehörigen der Verunglückten 1500 Fr. aus dem Budget fündigte zwar an, daß das Kabinett mit der Zollfrage zur Beschluß- Fall sei. Biete Deutschland ein glückliches Beispiel? In des Ministeriums des Innern zugewendet. " Merantworth. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Bazwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt Nr. 133. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Jounerstag, 11. Juni 1903. aus". die im Vergleiche zum Vorjahre gestiegenen Preise mancher liefen. Jede der beiden liberalen Parteien hegt die Hoffnung, mit uns Die fächsische Fabrikinspektion 1902. ahrungsmittel, z. B. des Fleiſches und der Kartoffeln auf in die Stichwahl zu kommen und dann mit Unterſtüßung der andern Lebenshaltung Arbeiter einen un Partei zu siegen. Für Barbeck haben auch die Kriegervereine, in Gegen die soeben erschienenen Berichte der sächsischen Fabrik- günstigen günstigen Einfluß Jm Annaberger Bedenen angeblich keine Politik getrieben wird, ganz offiziell mobil ges inspektoren müssen von neuem die früher schon erhobenen Einwände zirke iſt das„ Einkommen manches Arbeiters durch macht, weil Barbeck sich einer Verletzung rühmt, die ihm 1870 bie geltend gemacht werden: Es wird mit erstaunlicher Oberflächlichkeit Verkürzungen der Arbeitszeit und ohnherabfegungen Franzosen in dem umfangreichsten Teil seiner Kehrseite beigebracht über die wirtschaftliche Lage der Arbeiter und die Arbeitsverhältnisse mehr oder weniger geschmälert worden". Ueber haben. Es wird ein schwerer Kampf werden und unsre Genossen in Fabriken geurteilt, mit nichtssagenden Redensarten geht man nicht zahlreiche Lohnreduktionen wird auch aus dem Dresdener, Meißener in Fürth werden alles aufbieten müssen, um den Kreis unfrem Besitzfelten über Erscheinungen im Wirtschaftsleben hinweg, die im Intereffe und Freiberger Bezirk berichtet. Der Leipziger Beamte schildert stande zu erhalten. der Arbeiter eine eingehende Untersuchung geboten erscheinen lassen; die Situation wie folgt: Zu den schönsten Hoffnungen berechtigt der Wahlkreis Bah dagegen hat man jede auch noch so geringfügige sogenannte WohlDie wirtschaftlichen Verhältnisse der Arbeiter haben sich reuth Wunsiedel. Unser Kandidat Genosse ugel erhielt fahrts- Einrichtung gewissenhaft registriert und in zahlreichen Fällen während des Berichtsjahres nicht gebessert, da das Einbei der vorjährigen Erfahwahl 47,15 Proz. der in der Stichwahl abauch ausführlich geschildert. Daß in einigen Industriezweigen die tommen vieler Arbeiter teils durch Lohn- Herabgegebenen Stimmen. Der damals gewählte Abg. Hagen, der sich Krise verheerend gewirkt und eine ausgebreitete Arbeitslosigkeit fegungen, teils durch Verkürzung der Arbeitszeit eine nationalliberal nennt, aber nichts weiter als ein verkappter Agrarier weitere hervorgerufen hat, muß zugegeben werden, Verminderung erfuhr und da man registriert die ist, hat es mit den Bauernbündlern und Landwirtsbündlern, die ihm auch getreulich alle bon bürgerlicher Seite Preise der wichtigsten Lebensmittel gestiegen sind. inscenierten Das in der vorigen Wahl zum Siege verhalfen, gründlich verdorben, weil " Hilfsaktionen" und wenn sie noch so unbedeutend sind, von Bestreben, zu sparen, macht sich durch Zurückgehen des Fleisch- er es versäumt hat, im Reichstage für noch höhere Gersten- und Viehder weit wichtigeren Arbeitslosen- Unterstützung durch die modernen verbrauchs und durch die verstärkte Nachfrage nach Roßfleisch... zölle einzutreten. Hier fam ebenfalls die liberale Einigung" nicht Gewerkschaften erfährt man aus den vorliegenden Berichten aber bemerkbar. zu stande. Der Freisinn machte Anspruch auf die Nominierung eines nichts. Ja, die sächsischen Fabrikinspektoren scheinen überhaupt nicht Fabriksparkassen die Abhebungen größer gewesen find als die Ein- liberalen feine Gegenliebe, weil sie fürchten, daß die 2000 bäuerAus der Lausis wird ferner berichtet, daß in zahlreichen linksstehenden Kandidaten", fand aber damit bei den Nationalzu wissen, daß gewerkschaftliche Organisationen bestehen und infolge ihres rapiden Anwachsens von immer größerer Bedeutung für die zahlungen. In den Grenzbezirken der Laufiz haben die Arbeiter lichen Stimmen, die Hagen 1900 erhalten, dann ganz dem ertremen Arbeiterschaft und die Lohn- und Arbeitsverhältnisse werden, denn mehr als bisher versucht, die Verringerung ihres Einkommens und Bauernbündler zufallen würden, d. H. dem Kandidaten des Bundes nach einer Würdigung der Gewerkschaftsbewegung haben wir in den die Nahrungsmittel mehr als früher aus dem benachbarten Böhmen Hagen doch gescheut hatte, die Forderungen der Bündler zu unterdie Erhöhung der Lebensmittelpreise dadurch auszugleichen, daß sie der Landwirte, der selbständig in die Wahl eintritt, nachdem sich Berichten vergeblich gesucht. Von der organisierten Arbeiterschaft Dresdens ist in den drei letzten Winterhalbjahren unter erheb- bezogen, wo sie billiger sind, weil dort der deutsche Zoll nicht auf schreiben. Der Freifinn tritt ebenfalls mit einem eignen Kandidaten lichen Kosten eine Wärmſtube für Arbeitslose unterhalten Grenzbewohnern dieser Ausweg versperrt werden. ihnen lastet. Nach Inkrafttreten des Zolltarifs wird den armen auf und wies das Ansuchen der Nationalliberalen, für Hagen einzuworden, in der zu gewissen Zeiten auch Speisen und warme treten, zurück, weil die Freifinnigen vor Aufstellung dieser Kandidatur Getränke unentgeltlich verabreicht wurden, in den Berichten ist Hungerlöhne in der erzgebirgischen Spielwaren- wahl fleißig gearbeitet, in den ländlichen Bezirken find 29 socialdemo Ein Artikel in der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" über die nicht gefragt wurden. Unfre Parteigenossen haben seit der Ersatzdarüber kein Wort enthalten, dagegen hat man einige sogenannte ndustrie hat die Dresdener Fabrifinspektion veranlaßt, Erörterungen fratische Vereine neu gegründet worden; wir können daher auf eine Boltsunterhaltungsabende des Vereins" Volkswohl" in Dresden für über diesen Punkt anzustellen, so weit in diesem Bezirke Spielwaren freudige Ueberraschung gefaßt sein. erwähnenswert befunden und selbst die Gründung von FabrikGefangvereinen für wichtig genug gehalten, darüber zu berichten. so heißt es, daß die fraglichen Erwerbsverhältnisse in der That of. 1898 erhielt unser Kandidat Genoffe Stüdlen in der fabriziert werden. Die angestellten Erörterungen haben ergeben", Außerordentlich günstig stehen unfre Chancen auch im Wahlkreise Wieviel Arbeiter im Laufe des Berichtsjahres dekoriert worden sind, überaus ungünstige sind." Nach den Feststellungen bei den Unter- Hauptwahl 35,98 Proz., in der Stichwahl 45 Broz. der abgegebenen findet sich gewissenhaft aufgezeichnet über den Umfang der fuchungen durch den Fabrikinspeltor sind die Löhne zwar verschieden, Stimmen. Arbeitslosigkeit enthält der Bericht dagegen nur dürftige An- in den meisten Fällen aber wird, trotzdem Frau und Kinder mit Ferber, der im Reichstage mit den Agrariern durch Dick und Dünn Der bisherige nationalliberale Abgeordnete Münch= gaben, zumeist auch nur allgemeine, nichtssagende Bemerkungen. Beschäftigt werden und bis tief in die Nacht gearbeitet wird, nur gegangen, ist bei vielen seine eignen Parteigenossen sehr unbeliebt In einzelnen Inspektionsbezirken ist jedoch das frühere System des ein Wochenlohn von 6 bis 9 M. erreicht. Es wird u. a. angeführt, geworden. Ignorierens aller Dinge, die mit der Arbeiterbewegung zusammen- daß der Tagesverdienst eines Regeldrehers mit Familie 1,50 M. ihn, weil er, der Webereibefizer ist, im Reichstage für höhere SchutzDie liberalen Spinnereibefizer sind sehr erzürnt auf hängen, einer besseren Einsicht gewichen. Aus dem Dresdener Be- beträgt. Ein Spielwarenverfertiger im engeren Sinne, der täglich zölle zu Gunsten der Weberei eintrat, während er erklärte, die zirte wird berichtet, daß die Aufsichtsbeamten auch Arbeiter 14 bis 15 Stunden mit seiner Frau arbeitet, verdient etwa 13 M. pro Spinnereien hätten solche nicht nötig, wobei er das geflügelte Wort Versammlungen besucht haben, in denen über Miß- Woche und bei undankbaren Arbeiten nicht über 8 bis 9 M. Von einem von sich gab: stände in Fabriken berichtet worden ist und daß auf Grund der Spielwarenmacher, der fleine Bäumchen anfertigt, heißt es: Er ist Ein großer Teil der Nationalliberalen wird für den Freifinnigen, Die Spinner schwimmen im Golde". Schilderung in den Versammlungen Revisionen vorgenommen worden im stande, im Laufe einer Woche unter Beihilfe seiner den auf Rickertschem Boden stehenden Dr. Goller eintreten, an find. Vereinzelt wird hervorgehoben, daß die Vertrauensmänner in der Behausung arbeitenden Frau und zweier dessen Aufstellung Vertrauensleute der nationalliberalen Partei be= der organisierten Arbeiter Angaben über Mißstände in Betrieben Kinder für 13-22 W. Ware herzustellen. Hiervon ist allein für teiligt waren. gemacht haben, die Anlaß zu Revisionen und Abstellung der UebelDie Situation ist derart, daß die Socialdemokratie stände geworden sind. So berichtet die Inspektion des Dresdener Luffah, die zur Herstellung der Baumkronen verwendet wird, hoffen kann, den Kreis zu erobern. Bezirks, daß ihr vom Vertrauensmann der Steinarbeiter- Organisation aller weiterer Unkosten der wöchentliche Rein- dem Centrum in die Stichwahl tamen, ist ebenfalls ein Erfolg nicht reichlich die Hälfte abzunehmen, so daß sich nach Ab bzug In Kronach Lichtenfels, wo wir schon wiederholt mit fchriftliche Berichte über bestehende Mißstände in Steinmeßbetrieben gewinn faum höher als auf 6 Mart( fechs Wart) stellt." ganz ausgeschlossen, da die Mißstimmung gegen Centrum und Bauern übergeben worden seien. Dem beigefügten Antrage, auf die Abübergeben worden feien. Dem beigefügten Antrage, auf die Ab- und dieser Hungerlohn ist nur mit gleichzeitiger Heberanstrengung bund sehr zugenommen hat. Der Kreis hat eine starke Industrie, es stellung der Mängel hinzuwirken, ist nach dem Berichte nach Möglich der ganzen Familie zu erreichen. Diese Industrie ist zum Teil im befinden sich dort viele Fabriken, Schieferbrüche usw., auch wird die teit entsprochen worden. Auch Berichte in der Arbeiter 9. sächsischen Wahlkreise vertreten, der jetzt den Oberbrotivucherer Korbmacherei als Hausindustrie in ausgedehnten Bezirken stark bepresse sind für einige Beamte Veranlassung gewesen, ge- Dertel zum Vertreter im Reichstage hatte. rügten Uebelständen in Fabriken nachzugehen. So wird unter Als Ursache der un trieben. Die Korbmacher, die sich ohnehin schon im tiefften Elend be= anderm berichtet, daß sowohl im günstigen Verhältnisse nennt der Bericht unter anderm das finden, werden durch die Begehrlichkeit der Zöllner noch mehr bedroht, Vorwärts" wie in der Anst eigen der Holzpreise. Die Spielwarenarbeiter des da sie mit dem Abfah ihrer Produkte ausschließlich auf das Ausland Sächsischen Arbeiterzeitung" die Arbeitsordnung einer Erzgebirges haben in mehrfacher Hinsicht Ursache, ihren Vertreter angewiesen sind. Unser Kandidat ist der foburgische Landtags- Abgrößeren Glasfabrit des Dresdener Bezirks( Siemens, die Firma Dertel dankbar zu sein: Erstens hat er ihnen die Lebensmittel geordnete Genoffe Walter, der in dem Kreise sehr beliebt ist. mit den erpreßten Arbeiter- Kundgebungen. Ned. d.„ V.") sehr abfällig berteuert, was diese armen Leute noch mehr fühlen müssen, wie die besprochen worden sei. Eine daraufhin erfolgte Prüfung hat zur übrigen Arbeiter, Der Wahlkreis Würzburg fann ebenfalls unter Umständen Beanstandung einer Reihe Bestimmungen der Arbeitsordnung geführt. durch die Zollmaßnahmen des Auslandes der Export deutscher Centrum gegen unsre Partei nur in der Stichwahl behaupten. Die ferner haben sie zu befürchten, daß gewonnen werden. In den drei letzten Hauptwahlen konnte sich das Die Polizeibehörde hat dann die Aenderung der Arbeits- Spielwaren erschwert wird und endlich haben sie Dertel zu danken, Freisinnigen und Volksparteiler unterstüßen den nationalliberalen ordnung verfügt. Die Angelegenheit ist jedoch im Berichtsjahre daß die Holzpreise infolge der neuen Holzzölle noch weit mehr als Kandidaten unter dem Schlachtruf:" Gegen Centrum und Socialnoch nicht erledigt worden. Der Verkehr der Arbeiter bisher steigen müssen. So ist in einem Fall ungewollt von den demokratie!" Der Kandidat der Arbeiterpartei ist der Landtags= in den Bureaus der Gewerbe- Inspektoren läßt noch viel zu sächsischen Fabrilinspektoren die Segnung der Schutzzölle für sächsische Abgeordnete Franz Schmitt- München. wünschen übrig; nur in Annaberg, wo 184 Arbeiter an Juspektions- Arbeiter dargethan worden. stelle erschienen, und in Aue( 74) ist es einigermaßen befriedigend; bagegen erschienen in Freiberg mnr 4 Arbeiter und in Plauen bei " " = In einigen andern nordbayrischen Wahlkreisen lassen sich für uns schöne Achtungserfolge erringen. So in Forchheim- Kul m= bach, wo bei der vorjährigen Erfahwahl unser Kandidat Deins 914 Unternehmern 14 Arbeiter im Bureau der Gewerbe- Inspektion. Die Wahl- Aussichten in Nordbayern. har 1766 Stimmen auf sich vereinigte. Der damals gewählte Die Mehrzahl der sächsischen Fabrikinspektoren scheint zufrieden zu sein, wenn ihr Bureau von den Unternehmern als Auskunftsstelle benutzt wird. teiligen Belehrungen, die Behauptung hartnädig aufrecht erhielt, unser Genosse Bebel habe sich auf dem Münchener Parteitage gehässig über die kleinen Bauern ausgesprochen. Einen Zähltandidaten stellten die Konservativen auf, ebenso das Centrum, das auf einen starken Stimmenzuwachs hofft infolge des großen Zuflusses von Arbeitern aus der katholischen Oberpfalz, der in den letzten Jahren stattgefunden hat. Die Socialdemokratie wird natürlich, trotz aller Anstrengungen der Gegner, in Nürnberg wiederum einen glänzenden Der Gauverband der socialdemokratischen Partei Nordbayerns liberale Kartellfandidat Faber ist bereits mandatsmüde und die umfaßt 22 Wahlkreise, die sämtlich mit Kandidaten von unsrer Partei liberalen Barteien stellten einen Kompromißkandidaten in dem GutsTroß der angeführten und zahlreicher andrer Mängel und dem besetzt sind, wobei Doppelkandidaturen gänzlich vermieden wurden. befizer Neuner auf, der eine Vorstandsstelle im offensichtlichen Bestreben der meisten Inspektoren, die Situation in mehreren dieser Kreise sind die Wahlaussichten für uns sehr Bauernbund bekleidete und jetzt aus dem Bauernbund möglichst günstig zu schildern, geht doch aus verschiedenen Angaben günstig. An der Spike steht selbstverständlich Nürnberg, das ausgeschlossen wurde, weil er die liberale Kandidatur an hervor, daß die sächsische Industrie von der Krise schwver heimgesucht schon seit zwei Jahrzehnten im Besiz der Socialdemokratie ist. Wir nahm. Es wird hier zur Stichwahl zwischen Liberalismus und worden ist und die Arbeiterschaft schwer darunter zu leiden hatte. werden in diesem Kreise jedenfalls einen erfreulichen Stimmenzuwachs Centrum kommen und dabei wird unfre Partei das Zünglein an der Durch einen Vergleich der Ergebnisse der Fabritarbeiter- Zählung verzeichnen können. Die beiden liberalen Parteien, die bei der Er- Wage bilden. von 1902 mit denen von 1900 läßt sich in zahlreichen Industrie- sahwahl 1900 gemeinsam gegen den Kandidaten unsrer Partei, Ansbach Schwabach war feit 1893 im Besitz der zweigen eine sehr beträchtliche Verminderung der Genossen Dr. Südefum, vorgingen, konnten sich diesmal nicht deutschen Volkspartei, die diesmal für ihren Besitz fürchtet und desbeschäftigten Arbeiter feststellen, die allen Schön- einigen, da jede von ihnen den Anspruch erhob, in dem benachbarten halb mit den Nationalliberalen und den Freijinnigen einen feinen färbereien zum Trozz dafür zeugt, daß im Berichts- Kreise Fürth, wo ebenfalls die liberale Einigung" angebahnt Kuhhandel abgeschlossen hat. Die beiden Parteien treten für den jahre( 1902) eine erschreckend große Arbeits- war, den Kandidaten zu stellen. Sie ziehen es diesmal vor, sich von volksparteilichen Kandidaten ein, dafür stimmen in Würzburg die Tofigkeit bestanden hat. Leider laffen sich die Endergebnisse uns getrennt schlagen zu lassen. Anfangs war ein allgemeines anti- Freijinnigen und Demokraten für den Nationalliberalen und in der Fabritarbeiterzählung nicht mit einander vergleichen, weil man socialistisches Startell angeregt; der Vorschlag war von den Kon- Fürth die Volksparteiler für den Feisinnigen. Der socialdemo in einigen Erwerbszweigen, so in der Nahrungsmittel- und Be- fervativen ausgegangen. Als Kandidaten dieses Ordnungskuddel- fratische Kandidat erhielt 1898 2436 Stimmen. Kleidungs- Industrie, die Zählung jedes Jahr nach andren Grund- muddels hatte man den ersten Bürgermeister Nürnbergs, Herrn In den Kreisen Regensburg und Bamberg ging 1898 fäßen vorgenommen hat; es können daher nur die Industriezweige v. Schuh, ausersehen, den auch alle Parteien acceptiert hätten. Aber unsre Stimmenzahl bedeutend zurück, in Bamberg um 1000, in mit einander verglichen werden, wo feine Veränderung in der Herr v. Schuh fand nach einiger Bedenkzeit doch ein Haar in der Regensburg um 800. Diesmal ist jedoch wieder ein starker StimmenZählung eingetreten ist. Verfahren wir in dieser Weise, Suppe. Er glaubt die Anwartschaft auf einen Ministerposten zu zuwachs zu erwarten, ebenso in Schweinfurt, wo wir 1898 so stellen wir leicht fest, daß z. B. in der Maschinen haben und will sich diese Aussicht nicht durch einen schmerzhaften 2741 Stimmen zählten und vielleicht diesmal in die Stichwahl Industrie des Chemnizer Bezirks die Zahl der Durchfall verderben lassen. So begnügten sich die Freisinnigen damit, kommen. beschäftigten männlichen Arbeiter bon 23 719 im Jahre einen als Politiker noch unverbrauchten" Mann, den SchlächterDie andern Kreise sind zumeist ausgesprochene Centrums1900 auf 20 799 im Berichtsjahre zurüdgegangen meister Friedrich, aufzustellen, durch den man die Stimmen der kleinen domänen, in denen wir bis 1893 einen stetigen Fortschritt zu verund daher eine Verminderung um 3620 eingetreten Geschäftsleute und Handwerker zu gewinnen hofft. Die National- zeichnen hatten und es auf einige Hundert Stimmen brachten. Als iſt. Aehnliche Erscheinungen sind auch in der Maschinen- liberalen preisen einen Landgerichtsrat Meyer an, der sich bisher dann der bayrische Bauernbund auftauchte, ging unfre Stimmenzahl industrie des Leipziger Bezirks zu fonstatieren, wo die Verminderung durch nichts weiter berühmt gemacht hat, als daß er, troz aller gegen- fast überall erheblich zurück. Da jezt allenthalben die Auflehnung der Zahl der beschäftigten erwachsenen Arbeiter 2748 und 1195 begegen das Treiben der Agrarier, mit denen Centrum und Bauerntrug. Fast ebenso groß ist der Rückgang der Arbeiterzahl in der bund Hand in Hand gehen, um sich greift, so können wir wieder auf Industrie der Steine und Erden. Hier verminderte sie sich ein Vorwärtsschreiten rechnen. im Dresdener Bezirk bon 11 954 auf 9540, also um 2414, in Chemnitz von 2151 2151 auf 1888, in Leipzig von 6234 auf 6081. In den Ziegeleien hat sich die Arbeiter Aus Industrie und Handel. zahl fast durchgängig um 20 bis 30 vermindert. Es giebt überhaupt nur wenige Erwerbszweige, aus denen eine ZuDie rumänische Regierung und die Berliner Diskontogesellschaft. nahme der Arbeiterzahl gemeldet wird; zu den letzteren gehört die Sieg erringen. Von einer über die letzten Vorgänge im Sturdzaschen Kabinett Textilindustrie. Bemerkenswert und bezeichnend ist, daß häufig Mit den gespanntesten Erwartungen wird der Wahlkampf im genau unterrichteten Persönlichkeit erhalten wir folgenden Bericht die Zahl der erwachsenen männlichen Arbeiter Wahlkreise Fürth verfolgt, wo die Freisinnigen krampfhafte An- aus Bukarest: abgenommen, die der weiblichen aber 3uftrengungen machen, das Mandat, das ihnen 1898 durch unfern Geden 8. Juni 1908. genommen hat. In der Industrie für Metallverarbeitung des nossen Segit entrissen wurde, wieder an sich zu bringen. Dabei Jedermann ist hier erstaunt über die Kühnheit, mit welcher sich Chemnizer Bezirks ist beispielsweise die Zahl der erwachsenen find ihnen alle Mittel, auch Verleumdung und persönliche Verun- unsre Pfeudo- Liberalen an die Macht flammern, besonders daß das männlichen Arbeiter um 897 zurückgegangen, die Zahl der Arbeite- glimpfung des Kandidaten der Arbeiterpartei, recht. Ihr Kandidat Kabinett Sturdza noch nicht zurückgetreten ist, trotzdem dessen Leiter rinnen hat sich aber in demselben Zeitraum um 42 vermehrt; im ist der Buchhnädler Barbed aus Nürnberg, dessen ganze gitation selbst hat zugeben müssen, die falschen Rentenauslosungen veranlaßt zu Dresdener Bezirk haben sich die männlichen Arbeiter der Holz in der Wiederholung abgedroschener Gemeinpläge über die Social- haben, und obgleich der seit kurzem allerdings seines Amtes entindustrie um 690 vermindert, die weiblichen Arbeitskräfte aber um 294 demokratie und in dem Liebäugeln mit allen andern bürgerlichen hobene Generalstaatsanwalt Tataranu sich offen dahin ausvermehrt. Auch in der Industrie für Metallverarbeitung im Dresdner Parteien besteht. Die Freisinnigen hofften, daß Barbeck ein„ allen gesprochen hat, daß die in dieser Betrugsaffaire Angefchuldigten Bezirk, der Steine und Erden des Leipziger Distrikts und in zahl- Richtungen genehmer Kandidat" sei, allein die Nationalliberalen Complicen unter den Ministern hätten. Das Kabinett erscheint derreichen andren Industriezweigen ist eine Vermehrung der Arbeiterinnen- lehnten ihn ab, weil er angeblich zu ertremfreisinnig" ist, wovon art fompromittiert, daß es in den Augen aller derjenigen, die noch zahl bei gleichzeitiger Verminderung der beschäftigten erwachsenen sonst kein Mensch noch etwas gemerkt hat. Die Liberalen sind der etwas auf die Reputation Rumäniens halten, die Ehre verwirkt hat, männlichen Arbeiter zu verzeichnen. Diese Angaben beweisen in Meinung, daß den„ Gemäßigtliberalen" der Vorrang gebühre, und noch länger die Geschicke des Landes zu leiten. Von welchen Intenerster Linie, daß die Krise in der Industrie Sachsens eine große um diesen Gelegenheit zum Wählen zu geben", stellten sie den tionen indeffen unsre Minister durchdrungen sind, beweist der Ausspruch Arbeitslosigkeit wachgerufen hat und die Unternehmer diese un Grafen Du Moulin, den bekannten Tillyfresser, auf. Dieser des Ministers des Innern Lascar vor den jüngst stattgehabten Distriktsgünſtige Zeit noch dazu benutzt haben, die Arbeitskraft des paßt wiederum den Konservativen nicht, die von den Liberalen zu wahlen, daß selbst wenn das Resultat derselben der Regierung erwachsenen Arbeiters durch die gefügigere und einem Zusammengehen mit ihnen aufgefordert wurden, wofür diese ungünstig wäre, die liberale Partei dennoch nicht die Macht abbilligere der Frau zu ersetzen. sie in Eichstätt und Dinkelsbühl unterstüßen wollten. Dieses Aner geben werde. Daß sich in der Zeit der jetzigen Wirtschaftskrise die Lebens- bieten wurde abgelehnt und die Konservativen stellten im Verein mit Allerdings hat sich die Regierung einen mächtigen Rückhalt gelage der Arbeiter bedeutend verschlechtert hat, bedarf kaum noch den Bauernbündlern den bekannten agrarischen Heißfporn Beck h sichert. Die Diskontogesellschaft in Berlin zeigte sich darüber enteiner Beweisführung; bemerkenswert ist aber immerhin, daß diese vom Ratsberg auf. Das Centrum will weder Du Moulin, wegen rüstet, daß die Agenten der Regierung die Meinung im Bolte zu Thatsache selbst von den sächsischen Fabrikinspektoren zugegeben seiner Feindschaft gegen den toten Tilly, noch Barbeck, der die Jesuiten verbreiten fuchten, die Diskontogjeellschaft habe bei ihren Anwerden muß. Aus Chemnis wird berichtet, daß für viele nicht nach Deutschland hereinlassen will, unterstützen und stellte des- leihegeschäften mit Rumänien letzteres ausgebeutet und desmännliche Arbeiter durch verminderte Arbeitsgelegenheit ein erhalb in dem Dr. Schädler einen Zählkandidaten auf. Barbeck erhält halb die zu Gunsten des Staates vorgenommenen falschen heblicher Verdienstausfall eingetreten ist. Ferner übten indessen die volksparteilichen Stimmen, die sich 1898 auf 1345 be- Rentenauslofungen des Jahres 1901 als Vergeltungsversuch zu ent" " fchuldigen seien. Es wurde deshalb der Minister des Innern Lascar| fängnis berurteilt worden. nach Berlin geschickt, um die Diskontogesellschaft zu versöhnen. Es blickt in einem Die Beleidigung wurde er-| deutsche Generalfommission hat Döblin als ihren Vertreter entsandt. gelang dies. Die Diskontogesellschaft erklärte sich bereit, die Be- Nr. 253 des Voltsblattes vom vorigen Jahre veröffentlichten der von dem Angeklagten verfaßten und in Von der östreichischen Parteileitung ist der Genosse Victor Adler, von fchuldigung auf sich beruhen zu lassen, wenn die Regierung dieselbe Artikel über die Vereinigte Gummiwarenfabrik in Harburg. Bernerstorfer anwesend. Nach den üblichen Begrüßungen gab der socialistischen Fraktion des Abgeordnetenhauses Genosse öffentlich zurücknehmen werde. Das geschah. Die Diskonto- Im Frühjahr 1901 hatten die gesellschaft erhielt in der Vointa Nationala" die gewünschte Genug- Fabrit Differenzen mit der Direktion wegen des Accordlohnes. Die einige mündliche Erläuterungen zu dem gedruckt vorliegenden Bericht weiblichen Arbeiter jener Vorsitzende der östreichischen Gewerkschaftskommission Hüber thuung. männlichen Arbeiter suchten dann ihren Einfluß in dieser Sache der Kommission. Die Debatten des ersten Tages wurden ausgefüllt mit Aber noch etwas Weiteres wurde zwischen Lascar und der geltend zu machen und veranlaßten schließlich einen Generalstreit, den Differenzen, die zwischen dem Verband der Metallarbeiter und Diskontogesellschaft vereinbart. Letztere versprach, ihren ganzen der nach drei Monaten zu ihren Ungunsten endete. Die alten dem Reichsverein der Gießerei- Arbeiter schweben. Im Jahre 1896 Einfluß dahin geltend zu machen, daß in der deutschen Presse die Arbeiter wurden wieder angenommen, soweit Stellen frei waren; wurde der Beschluß gefaßt, die bestehenden Verbände der MetallErörterungen über die Mitschuld des Kabinetts Sturdza an den ausgeschlossen wurden nur, wie es in Urteile heißt, einige Haupt- branche in einem Industrieverbande zu vereinigen. Dieser Verband falschen Auslosungen ein Ende fänden. Diesen Einfluß hat die Diskonto- rädelsführer". Einer von diesen, ein gewisser Herold, hat sich besteht jetzt unter dem Namen„ Destreichischer Metallarbeiter- Verband". gesellschaft denn auch alsbald ausgeübt. nun am 11. September 1902 erschossen, weil er, wie er Die Gießerei- Arbeiter haben sich den Beschlüssen der GewerkschaftsAls Aequivalent wurde seitens der Regierung die Bereit in einem hinterlassenen Briefe behauptete, teine Arbeit Kongresse nicht gefügt und überall Sondervereinigungen gegründet willigkeit ausgesprochen, die bereits in einem früheren Stadium wieder hat finden fönnen. gelegentlich des Abschlusses der Konversion der 175 Millionen- veröffentlichte die Gummiwarenfabrik ihre Bilanz, nach welcher handlungen, bei denen die Gewerkschaftskommission die VermittlerIm Oktober 1902 beztv. einen Reichsverein der Gießerei- Arbeiter gebildet. Die VerAnleihe angeknüpften Verhandlungen zwischen ihr und der Diskonto- eine Dividende von 24 Prozent an die Aktionäre verteilt rolle gespielt, haben zu einer Verständigung nicht geführt, und so ist gesellschaft wegen Ueberlassung der staatlichen Betroleumfelder in wurde. An alle diese Thatsachen knüpfte der Angeklagte in seinem der Ausschluß der Gießerei- Arbeiter- Organisation aus dem allgemeinen einem der Diskontogesellschaft möglichst günstigen Sinne zu Ende zu Artikel an, behauptete dann u. a., die Gesellschaft hätte bei Gewerkschaftsbund erfolgt. Dieser Ausschluß wurde vom Kongreß führen. Von diesem Abkommen erfuhr die Standard Oil Company. verdoppeln solchen Ueberschüssen sehr wohl die Löhne der Arbeiter in namentlicher Abstimmung mit 77 139 gegen 8 695 Stimmen gutfönnen, und nannte Sie entsandte schleunigst ihren europäischen Vertreter, sowie zwei Arbeiters fie Mörderin des geheißen. Die Vertreter der Gießerei- Arbeiter erklärten schließlich, Herold und eine Vertreterin ihrer kommerziellen Direktoren nach Rumänien, um trotz der Zurück- Ausbeuter- Clique. der kapitalistischen zu neuen Verhandlungen mit dem Metallarbeiter- Verbande bereit Hierin und in weiteren weisung, die ihre frühere unter dem Ministerium Carp gemachte hat das Behauptungen zu sein. Offerte der Pachtung der staatlichen Betroleumfelder noch in legter der Gesellschaft erblickt. Der Schutz des§ 193 wurde dem AnGericht eine Beleidigung der Beleidigung der beiden Direktoren Stunde infolge einer heftigen Gegenagitation erfahren hatte, zu geklagten nicht zugebilligt. In seiner Revision, die am Montag dortigen Bauunternehmer beschlossen Die Aussperrung von 2000 Bauarbeitern in Bern haben die versuchen, ob sich nicht doch irgendwie ein Arrangement treffen lasse, vor dem Reichsgerichte zur Verhandlung kam, rügte der Angeklagte fündigungen erlassen. Weil die seit acht Wochen streikenden Zimmerund bereits die Massenwelches ihre Mitbeteiligung an der Ausbeutung der rumänischen zunächst die Nichtberücksichtigung von Beweisanträgen und behauptete leute mit dem Angebot der Meister von 45 bis 55 Centimes pro Petroleumterrains sichern könnte. Die Vertreter besichtigten eine fodann, es sei nicht festgestellt, daß auch die beiden Direktoren Stunde, während sie 50 bis 55 Centimes, nun aber nur noch 48 bis Reihe privater Petroleumunternehmungen, schlossen Produktions- Aktionäre der Gesellschaft waren. Endlich wurde noch Verkennung 55 Centimes fordern, nicht zufrieden sind, sollen sie durch die Massenanläufe ab, ja gingen dazu über, sich bezüglich verschiedener in des§ 193 gerügt. Das Reichsgericht erkannte nach der Leipziger aussperrung niedergerungen werden. Privathand befindlicher Terrains das Vorkaufsrecht zu sichern. Volkszeitung" gemäß den Anträgen des Reichsanwalts und des Vertreters der Nebenkläger( der beiden Direktoren) auf Verwerfung einer Lohnerhöhung von 3 bis 4 Centimes pro Stunde beendet Die Lohnbewegung der Luzerner Zimmerleute ist mit dem Erfolg der Revision. Kommentar überflüssig! V Sociales. worden. Hus der Frauenbewegung. Kaum war dies bekannt geworden, als der Ministerpräsident Sturdza sowie der Finanzminister Costinescu in einer liberalen Landesversammlung sich in äußerst heftigen Reden gegen die Amerikaner ergingen, mit denen in Verhandlungen zu treten aufs entschiedenste namens des Vaterlandes gewarnt wurde. Die beiden Minister sahen sich zu diesen Reden genötigt, da die Diskontogesellschaft sonst hätte annehmen können, die rumänische Regierung treibe ein doppeltes Spiel, und da die letztere infolge dessen be- Bei Anspruch auf zwei Renten ist dem Versicherten die höhere Rente Wie nähren sich die unverheirateten Fabritarbeiterinnen in Berlin? fürchten mußte, daß die Zeitungen erneut die falschen RentenWir haben mehrfach nach dem„ Reichs- Arbeitsblatt" Mitteilungen auslosungen aufs Tapet bringen würden. zu gewähren. über die Verhältnisse der unverheirateten Arbeiterinnen Berlins geGleichzeitig mit diesen Reden wurde ein lebhafter Depeschen Vorstände der Landesversicherungs- Anstalten ein Rundschreiben er- verhältnisse. Heute wollen wir einige Mitteilungen über die Frage Das Reichs- Versicherungsamt hat unter dem 6. Mai an die bracht, über ihre Einkommens und über ihre Wohnungswechsel zwischen Bukarest und Berlin gepflogen und das Resultat wechsel zwischen Bukarest und Berlin gepflogen und das Resultat lassen betreffend die Art der Verrechnung zwischen den Versicherungs- machen, wie die Arbeiterinnen sich ernähren. war, daß der Disconto Gesellschaft 2000 ettar des besten Petroleum- Terrains des Staates überanſtalten bei der Umwandlung von Invaliden- in Altersrenten Von 900 Arbeiterinnen hielten 402( 44,7 Prozent) zu lassen und ihr auch konzediert wurde, daß die Regierung eine sowie von Alters- in Invalidenrenten. In dem Rundschreiben heißt Mittag, 498( 55,3 Prozent) am Abend ihre HauptmahlPipe- Line von Cernavoda nach Constanza auf Staatskosten bauen es u. a.: zeit, und von 890 hielten 706( 79,4 Prozent) diese zu Hause, 84 werde. Nachdem die Disconto Gesellschaft dieses Zugeständnis er" Wie das Reichs- Versicherungsamt wiederholt ausgeführt hat,( 9,4 Proz.) in der Fabrik und 100( 11,2 Proz.) in Gasthaus, Kochhalten hatte, beeilte sie sich, das größte rumänische Betroleum- steht einem Versicherten, der die Voraussetzungen für die Gewährung schule oder Volksküche. Ein Zusammenhang dieser Zahlen mit dem unternehmen, die Steacia Romana, die stark verschuldet ist und des- sowohl der Invaliden- als auch der Altersrente erfüllt hat, nur ein Gewerbe der Arbeiterinnen läßt sich nicht herausfinden. Die geringer halb leicht fügbar zu machen war, anzukaufen. Auch das gelang Anspruch auf Zahlung der einen und zwar der höheren Rente zu. bezahlten Arbeiterinnen der Seifenfabriken und der Schokoladender Disconto- Gesellschaft, die für diesen Zweck bereits ein über Erlangt daher ein Invalidenrenten- Empfänger die Berechtigung zum fabriken sowie die Näherinnen essen, wie zu vermuten ist, zum bei 10 Millionen Frank verfügbares Syndikat in Bereitschaft hatte, an Bezug einer dem Betrage nach höheren Altersrente, so tritt diese weitem größten Teil zu Hause, aber auch in andren Gewerben findet welchem sie selbst mit 3 Millionen, die Wiener Bank mit 3 Millinen Rente von dem Zeitpunkt ab, der ihr als Beginn festgesetzt ist, an dieses statt, und die Zeit des Essens scheint unabhängig von diesen und eine französische Gesellschaft in Rouen mit 4 Millionen be- die Stelle der niedrigeren Invalidenrente dergestalt, daß von da ab Verhältnissen zu sein. Es ist wahrscheinlich, daß die sogenannte und eine französische Gesellschaft in Rouen mit 4 Millionen be- die Invalidenrente fortfällt und die Altersrente zur Zahlung an- englische Arbeitszeit in der Papierverarbeitung soweit eingeführt ist teiligt ist. Soweit wäre, was das deutsche Interesse betrifft, alles gut, zuweisen ist. hat nun aber der Rentenberechtigte von dem Tage und Anlaß gegeben hat, daß der größte Teil der Arbeiterinnen wenn es auch nicht gerade einerlei ist, ob an der Spitze ab, an dem die höhere Altersrente zu laufen beginnt, bis zur erft-( 111 gegen 40) die Hauptmahlzeit erst am Abend erhalten. Oft der rumänischen Staatsgeschäfte Männer stehen, die sich von dem maligen Anweisung dieser Rente bereits die niedrigere Invaliden- macht es auch die große Entfernung zwischen Wohnung und Fabrik Vorwurfe der Mitschuld an den bei den Rentenauslosungen vor- rente bezogen, so kann er für den bezeichneten Zeitraum nur noch unmöglich, daß die Arbeiterin zu Mittag ihr Heim aufsucht. Die meisten genommenen Betrügereien nicht zu reinigen vermögen. Mit diesem den die niedrigere Rente übersteigenden Betrag der höheren Rente Arbeiterinnen geben an, faft täglich warmes Essen zur Hauptmahlzeit Berhalten der Regierung gegenüber der Discontogesellschaft sind aber nachfordern." zu erhalten, der Durchschnitt von 829 Angaben stellt sich auf 6,47mal die russischen Petroleumfelderbesizer und ihr Anhang recht wenig in der Woche; nur dreimal oder seltener erhielten es 37 Arbeiterinnen. einverstanden, da ihnen die Gelegenheit genommen wird, von der Einzelne Gewerbe treten hier nicht hervor; vielfach wird SonnKonkurrenz der beiden Bewerber zu profitieren. Ihnen ist es natürabends nicht warm gegessen, in einer Anzahl andrer Fälle konnten lich vollständig gleich, ob sie ihren Besitz oder ihr Produkt an dies die Arbeiterinnen nicht, weil sie magentrant waren, ihr Deutsche oder Amerikaner verkaufen, Verdienst nicht ausreichte, in der Schlafstelle teine Preise erzielen, und sie begrüßen deshalb auch Stets Achtung! Metallarbeiter! Entgegen den Meldungen bürgerlicher Koch gelegenheit oder des Abends teine Zeit zum gern die Ankunft von Kapitalisten, gleichviel welcher Beitungen geben wir bekannt, daß der Streit bei Mehlich Kochen war oder dergleichen. Frühere Dienstmädchen Nationalität dieselben sind. In der am 3. Juni in Ploesti statt- unverändert fortdauert. Es mag dahingestellt bleiben, hielten dagegen auf warmes Essen, weil sie dieses gewohnt gehabten Versammlung der Petroleumexploiteure wurde deshalb be- in wieweit bei den bürgerlichen Zeitungen der Wunsch der Vater waren. Defter wird über das bei der Mahlzeit schlossen, das folgende Telegramm an den König zu senden: des Gedankens ist, so viel steht fest, daß die Firma alle Mittel ver- Gebotene getlagt. Von alleinstehenden Arbeiterinnen wird Sire! Die heute in Bloesti versammelten Petroleumerploiteure sucht, um die Streifenden wankelmütig zu machen. Man geht bis meist Kartoffel-, Brot- und Reissuppe gekocht, oder man des Distriktes Prahova, welche die Haltung der offiziösen Presse in die Wohnung streikender Arbeiter, bietet ihnen Geld, um auf diese ist Gier oder gehacktes Fleisch mit Kartoffeln. Sonst giebt es sowie die von den Herren Demeter Sturdza und Emil Costinescu Arbeiter lassen sich nicht dazu herbei, die Arbeit wieder aufzu- und hier müssen die Arbeiterinnen oft gegenüber Weise Abtrünnige zu gewinnen. Es ist aber alles vergeblich, die Fleisch nur am Sonntag, namentlich auch in der Familie, gehaltenen Reden zur Kenntnis nahmen, betrachten diese Haltung Ser Regierung als ein wahres Unglück für die Petroleumindustrie. nehmen. Einführung des Neunstundentages unter Beibehaltung des den männlichen Mitgliedern zurückstehen. Diese Die gegen eine fremde Gesellschaft gerichteten Angriffe und andrer- Wochenverdienstes für Lohnarbeiter, das ist es, was die Arbeiter Ernährung ist als unzureichend anzusehen; die oben mitseits die Ermutigung andrer fremder Gesellschaften stellen einen fordern, und so lange das nicht bewilligt wird, muß die Firma geteilten Zahlen über den Genuß Genuß warmen Essens geben flagranten Widerspruch dar. Wir erbitten die Intervention schon auf ihre Arbeiter verzichten. Drtsverwaltung Berlin. augenscheinlich ein zu günstiges Bild. Ein Teil der Ew. Majestät, damit allen fremden Gesellschaften, ob europäische Deutscher Metallarbeiter- Verband. Arbeiterinnen, welche abends effen, sparen sich die Hälfte oder amerikanische, der Eintritt nach Rumänien freigelassen Deutfches Reich. für den nächsten Tag auf und wärmen sie dann zu werde." Die Aussperrung in Iserlohn ist beendet. Bis Freitag foll gabe für Kaffee usw., die sich sonst auf 1 Mart in der Woche stellt. Mittag in der Fabrik; sie sparen damit zugleich die AusNach dieser Darstellung der Verhältnisse, welche in Rumänien die Arbeit wie uns eine Privatdepesche mitteilt- in Biele gering gelohnte Arbeiterinnen bringen sich den Kaffee zum allgemeines Aufsehen erregen, wird man für die Haltung eines Teiles der deutschen und östreichischen Presse in der Betrugsaffaire allen Betrieben wieder aufgenommen werden. Aufwärmen von Hause mit. Die im Gasthaus Essenden verlangen eine Erklärung befißen, ebenso für unsren obigen Ausspruch, daß das Leider können aber nicht alle Arbeiter sogleich wieder eingestellt täglich Fleischspeisen, essen dafür aber gar nicht warm, Kabinett Sturdza fich einen mächtigen Rückhalt gesichert habe. Doch werden, ein Teil von ihnen bleibt vorläufig ohne Beschäftigung. wenn Geldmangel eintritt. dürfte die nächste Zeit noch reich an Ueberraschungen sein. Dies bedeutet jedoch keine Maßregelung. Die Fabrikanten haben geiten) betrug wöchentlich für 568 Arbeiterinnen( ausschließlich wieder Der Preis für die gesamte Soft( Haupt- und Nebenmahlihren Beschluß, feine organisierten Arbeiter einzustellen, aufgehoben berjenigen mit ganzer Benfion) 6,77 M.; bis 6,00 m. zahlten 205, und die Bildung von Arbeiterausschüssen beschlossen. 〃 wenn sie nur gute Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. bis 7,00 M. 147, bis 8,00 m. 107, über 8,00 M. 109 Arbeiterinnen. Zur Exportschleuderei bringt die Boss. 3tg." ein interessantes Beispiel bei. Bei einer Ausschreibung der städtischen Behörden in Hiermit ist nun die legte der großen Aussperrungen, welche in Einen sehr geringen Betrag ergeben wieder die SchokoladenKopenhagen auf den Bau eines großen Gasometers hat eine englische letter Zeit das allgemeine Interesse weit über die Kreise der un- arbeiterinnen mit 6,12 m., den höchsten mit 8,68 m. die Firma die Aufstellung des Gasometers für 10 933 Pfd. Sterl. über mittelbar Beteiligten hinaus erregten, zum Abschluß gekommen. Cigarettenarbeiterinnen; hoch stehen auch die Drudereiarbeiterinnen nommen, während von deutschen Unternehmern die niedrigste Offerte Von allen diesen Kämpfen, welche die Feinde der Arbeiter mit 7,52 m., die Plätterinnen mit 7,24 M. und die Textilarbeiterinnen 11 250 Pfd. Sterl. betrug. Das merkwürdigste dabei ist aber, daß Organisation jüngst heraufbeschworen hatten, dauerte der Konflikt in mit 7,66 m. Sehr interessant sind die in einer Inspektion gedie Engländer deutsches Material gebrauchen wollen, welches in Iserlohn am längsten. Es war gerade am Vorabend des Osterfestes, sammelten 38 genauen Daten über die Ausgaben für NebenEngland fertig bearbeitet wird und daher aus Deutschland zu Erport- als die vereinigten Iserlohner Unternehmer mehr als 4000 Arbeiter mahlzeiten; diese schwanken von 1,55 bis 4,20 M. und betragen preisen bezogen wird. Letztere liegen nahe oder womöglich unter und Arbeiterinnen auf die Straße seßten, weil über eine einzige im Durchschnitt 3,05 M.; es handelt sich auch hier nur um ArSem Selbstfostenpreis. Su so billigen Preisen kann aber der deutsche Fabrit mit einigen 30 Arbeitern aus Anlaß von Lohnstreitigkeiten die beiterinnen, welche in Schlafstellen oder eigner Wohnung unter Gasometerfabrikant im eignen Lande das benötigte Rohmaterial Sperre verhängt war. Bedingungslos sollten sich die Arbeiter der Firma gebracht nicht erhalten, so daß er ins Hintertreffen gegen seinen ausländi- Schäfermeier u. Hans ergeben, die vereinigten Fabrikanten wollten mit 0,75 M., so daß für die Hauptmahlzeit im Durchschnitt find. Dazu kommt der Preis Preis für Morgenkaffee schen Konkurrenten kommt. der verhaßten Arbeiterorganisation den Garaus machen. Behn rund 3 M. übrig bleiben. Für die Nebenmahlzeiten beschafften die Rheinisch- westfälisches Kohlensyndikat. Wie die„ Rheinisch- West- Wochen lang haben die Iserlohner Arbeiter, unterstützt durch die 38 Arbeiterinnen Brot und Weißbrot für 0,25 bis 1 M., im Durchfälische Zeitung" meldet, betrug im Mai die Förderung 4 435 587 Solidarität ihrer auswärtigen- Genossen, den Kampf gegen die Ge- schnitt 0,48 M., Butter für 0,40 bis 1,60 m., im Durchschnitt 0,85 M., Tonnen oder arbeitstäglich 177 423 Tonnen gegen 4191 870 oder walt des Unternehmertums mit zäher Ausdauer geführt. Ver- Milch für 0,10 bis 1,40 m., im Durchschnitt 0,56 M., Kaffee für arbeitstäglich 174 661 Zonnen im Vormonat und 3 966 090 oder handlungen, die von unbeteiligter Seite öfter angebahnt wurden, 0,25 bis 1,00 M., in Durchschnitt 0,38 M., Obst, Wurst, Käse und arbeitstäglich 163 550 Tonnen im gleichen Monat des Vorjahres. Scheiterten stets an dem Starrsinn der Fabrikanten, welche be- Bier für 0,30 bis 2,00 M., im Durchschnitt 0,92 M. Zuder kauften nur Die Förderung ist gegen die Beteiligung um 16,52 Prozent zurück haben nun soweit nachgegeben, daß sie die Sperre über die Firma Verdienst nicht ausreiche. Dieselbe Angabe machten je 2 bei Milch und bingungslose unterwerfung der Arbeiter verlangten. Die Arbeiter etwa 15 im Durchschnitt für 0,20 M.; 4 gaben an, daß dafür der geblieben. Schäfermeier u. Hans aufhoben und so die verlangte Vor- Belag 2c. Kuchen und Kakao kauften nur 2 beziv. 4. bedingung für den Eintritt in Vergleichsverhandlungen gaben. Die vorstehenden Ausgaben für Beköftigung können jedoch nur zur Der Abschluß des Konflikts ist ein derartiger, daß man von einer Beit normaler Verhältnisse gemacht werden. Gewöhnlich hat Niederlage der Arbeiter nicht reden kann. Forderungen haben sie die Arbeiterin nicht genug gespart, wenn Miete bezahlt oder Kleider ja nicht gestellt, der Kampf galt auf der Seite der Arbeiter lediglich gekauft werden sollen. Dann muß sie die Ausgaben für Zu 50 Mark Geldstrafe wurde Genosse Däumig als Re- ber Erhaltung des Koalitionsrechts, der Abwehr der gegen ihre Essen beschränken und sie geht damit auf 5, ja auf Organisation gerichteten Angriffe der Fabrikanten, und diese 2 bis 3 m. herunter! Um den Frühkaffee zu sparen, trinken dakteur des Halleschen ,, Volksblatts" vom Schöffengericht Angriffe find nach langem, energischem Kampfe einzelne Arbeiterinnen ihn erst zum Frühstück in der Fabrik. zu Zeit verurteilt. In einem Versammlungsberichte des Gewerkschaftskartells zu Zeit des zurückgeschlagen. Den Fabrikanten, wenigstens den kleineren, war in der Nummer " Volksblatts" vom 12. Februar mitgeteilt worden, daß in hat der erbitterte Kampf gewiß schwere Wunden geschlagen und sie Der Versammlung Beschwerden über Mißstände in der Papier nicht erreicht haben, denn die Organisation der Arbeiter ist nicht werden froh sein, daß er endlich beendet ist, obgleich sie ihr Ziel fabrik von Krotoschin- Beiz laut geworden seien und daß sich u. a. eine Arbeiterin über die Behandlung seitens eines Meisters beschwert besiegt. Partei- Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Vor Sociale Rechtspflege. habe. In der Aeußerung, die die Arbeiterin über den Meister Die Kürschner in Stuttgart befinden sich im Ausstande. Sie Sinne der Bestimmung des§ 44 Abs. 2 Saz 3 des gethan hatte und die im Versammlungsberichte wiedergegeben war, fordern Verkürzung der Arbeitszeit. erblickte der Wertmeister Zeise eine Beleidigung seiner Person obwohl sein Name in Voltsblatte" nicht genannt worden war Ein Maurerstreit ist in Beuthen D- Schl. ausgebrochen. und erhob gegen die Arbeiterin Zeitsch, sowie gegen den Genossen längerer Zeit hatten die Maurer den Unternehmern ihre FordeDäumig Privatklage, da letterer sich geweigert hatte, dem rungen eingereicht, die aber nicht anerkannt wurden. juristischen Vertreter Vertreter des Privatklägers den Einsender des Bersammlungsberichtes zu nennen. Das Gericht hielt eine BeHusland. 9 Zur Auslegung des Begriffs Ernährerin der Familie" im Invaliden Versicherungsgefeges. Einen auf Grund dieser Bestimmung erhobenen Beitragserstattungs- Anspruch hat das Reichs- Versicherungsamt, wie das Juniheft der„ Amtlichen Nachrichten des Reichs Versicherungsamts" mitteilt, auf die Beschwerde des von der Versicherungsanstalt abgewiesenen Antragstellers durch Bescheid vom 25. April 1903 mit folgender Begründung anerkannt: Nach§ 44 Abs. 2 Schlußsaz des Invaliden Versicherungsgesetzes leidigung für vorliegend und verurteilte die Arbeiterin zu 20 M., begann am Montag im Wiener Arbeiterheim seine Sigungen. Er steht dem Witwer ein Erstattungsanspruch zu, wenn die ver schienen find 195 Delegierte, von denen 155 stimmberechtigt sind; storbene Ehefrau wegen Erwerbsunfähigkeit ihres Mannes die -Wegen Beleidigung durch die Presse ist am 11. Februar vom biese vertreten insgesamt 88 212 Mitglieder. 40 der Delegierten Ernährerin der Familie gewesen ist. Daß die Ehefrau gerade die Landgericht Stade der Redakteur des„ Volksblattes für Harburg", haben nur beratende Stimme. Die czechischen und ungarischen Ernährerin des Mannes gewesen sei, wird vom Gesetze nicht geGenosse Otto Riedlinger, zu zwei Monaten Ge- Gewerkschaftsorganisationen sind durch Delegierte vertreten; die fordert. Im vorliegenden Falle bestand die Familie aus Mann und den Genossen Däumig zu der angegebenen Geldstrafe. Der vierte östreichische Gewerkschaftskongres = Frau; bie Mutter der letzteren, die in häuslicher Gemeinschaft mit| schädigungspflicht ab, da die Verlegung des rechten Fußes mit dem dem der Verstorbene obgelegen habe, die Nede, mithin habe die Be Sen Eheleuten gelebt hat, kann nicht dazu gerechnet werden. Der Tode nicht im ursächlichen Busammenhange stehe, die Kopfverlegung rufsgenossenschaft keine Entschädigung zu leisten. Das Schiedsgericht ertverbsunfähige Ehemann bezog eine Invalidenrente von jährlich aber ganz geringfügiger Art war, da der Verstorbene die Arbeit folgte den Ausführungen der Klägerin und erkannte auf Grund des 164 M. 40 Pf., die Frau verdiente wöchentlich etwa 9 M. Weitere bereits nach fieben Wochen wieder aufgenommen habe Aftenmaterials, insbesondere des Gutachtens des Oberarztes der Einnahmen hatten sie nicht; insbesondere war offenbar der Verdienst und seit dem Unfall auch mehr als zwei Jahre verflossen find, Charité Dr. St. den Tod des Ehemannes der Klägerin in der Mutter nicht derart, daß davon den Eheleuten etwas zugute eine Entschädigungspflicht also nicht vorliege. Die Witwe des Verfolge der Unfälle für hinreichend erwiesen und kam. Daß der Ehemann den Unterhalt seiner Frau nicht mit der storbenen legte Berufung ein und führte aus, daß der erste Unfall verurteilte die Berufsgenossenschaft zur Zahlung der Hinter Rente bestreiten konnte, liegt auf der Hand. Die Rente es sei, bei welchem der Verstorbene die Kopfverlegung sich zu- bliebenenrente. reichte kaum zu seinem eignen Unterhalte aus, so daß gezogen, die, wie aus den Aften ersichtlich ist, eine schwere GehirnBenoffenschaftskaffe. Skizzen und Notizen. Inhalt von Die Auss Aus den Gesebblättern. Witterungsübersicht vom 19. Juni 1903, morgens 8 Uhr. er wohl noch von von dem Verdienste der Frau mitgelebt erschütterung hervorgerufen, dann aber zweifellos den Tod herbeiEingegangene Druckfchriften. hat. Jedenfalls mußte die Frau für sich selbst sorgen und so zum geführt habe. Wenn auch in zwei Jahren bei dem Verstorbenen Annalen des Deutschen Reiches für Gesetzgebung, Verwaltung und Unterhalte der Familie beitragen. Hätte sie nicht in dem Maße, Folgen des Unfalles vom 30. August 1899 nicht wahrzunehmen Volkswirtschaft. München 1903. Verlag von J. Schweizer. wie sie es gethan, zu dem Unterhalte beigetragen, so würde die waren, so find die Krampfanfälle, die sich fast unmittel- Nr. 6: Ueber Wesen und Bedeutung der Differenzgeschäfte in rechtlicher und Familie in eine Notlage geraten sein. Wie aber hinsichtlich der bar nach dem Unfall vom 27. Mai 1902 bemerkbar machten gestaltung der gemeindlichen Armenpflege in Bayern, von Professor Dr. H. wirtschaftlicher Hinsicht, von Dr. Georg Wermert in Berlin. Angehörigen- Unterstützung im Falle des§ 18 Abs. 4 des Invaliden- und nach der Ueberführung in die Charité vom 17. Juni bis zum te h m in Erlangen. Der§ 16 der preußischen Städte- Ordnung und versicherungs- Gesetzes stets angenommen ist, daß jemand durch seinen Todestage( den 26. Juni) täglich fast mehreremal aufeinander die Hausbesizer unserer Großstädte, von Dr. jur. G. Dryander, Arbeitsverdienst den Unterhalt von Angehörigen schon dann bestreitet, folgten, als Todesursache anzusehen. In der Verhandlung vor dem Regierungsreferendar in Potsdam. Mitteilungen zur deutschen Genossen wenn er dazu in dem Maße beiträgt, daß eine Notlage Schiedsgericht machte der Vertreter der Klägerin geltend, daß bei schafts- Statistit für 1900, von Dr. A. Petersilie, Geh. Regierungsrat ferngehalten wird, so ist auch die Ehefrau im Falle des Gehirnerschütterungen nach ärztlicher Erfahrung in sehr viele Fällen und Professor, Leiter der statistischen Abteilung der Preußischen Central § 44 Abs. 2 Schlußfaz a. a. D. als Ernährerin der Familie an- die Folgen erst nach längerer Zeitdauer ganz plötzlich zum Ausdruck zusehen, wenn sie diese durch ihren Verdienst vor einer Notlage tommen und den Tod im Gefolge haben. Auch hier handle es sich um bewahrt. einen solchen Fall. Da alle andren Merkmale für den Tod, wie aus dem Gutachten des Oberarztes der Charité hervorgehe, fehlen, so Ein Unfall, der nach fast drei Jahren zum Tode führte.saesist der Unfall vom 30. August 1899 ohne Zweifel als Todesursache Der Arbeiter B. hatte am 30. August 1899 eine Verlegung am anzusehen, dafür spreche auch der Befund der Gehirnmasse, der auf Stationen Hinterkopfe erlitten. Da die Wunde nach fiebenwöchentlicher Be- die stattgefundene Gehirnerschütterung zurückzuführen ist und auch Handlung in der Charité geheilt war, konnte er die Arbeeit wieder die stattgefundenen Krampfanfälle bedingte, die dann schließlich den aufnehmen. Am 27. Mai 1902 erlitt B. dann einen zweiten Unfall, Tod herbeiführten. Der ursächliche Zusammenhang des Todes mit indem ihm eine schwere Tafel Eisenblech auf den rechten Fuß fiel. den Unfällen sei also mit hinreichender Wahrscheinlichkeit Swinemde. 757 ND Am 17. Juni mußte B. nach der Charité überführt werden, woselbst er am erwiesen und somit rechtfertige sich die Rentenentschädigung. Hamburg 20. Juni verstarb. Die Ehefrau erhob nun bei der Nordöstlichen Eisen- Der Vertreter der Berufsgenossenschaft machte dagegen geltend, Franti.a.M. 753 N und Stahl- Berufsgenossenschaft den Anspruch auf Hinterbliebenenrente, daß nicht die Unfälle den Tod herbeigeführt hätten, München 755 indem sie den Tod ihres Ehemannes auf die beiden erlittenen Un- vielmehr sei derselbe auf den starken Alkoholgenuß zurück Wien fälle vom 30. August 1899 und 27. Mai 1902 zurückführte, zu führen, denn nach der eignen Angabe der Ehefrau soll der namentlich aber den ersteren Unfall mit dem Tode in ursächlichen Verstorbene öfter betrunken nach Hause gekommen sein. Auch sei in Zusammenhang brachte. Die Berufsgenossenschaft lehnte die Ent- dem ärztlichen Gutachten von übermäßigem(?) Alkoholgenuß, ringen Regenfällen und mäßiger Luftbewegung. Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 11. Sunt Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Tristan und folde. Schauspielhaus. Die Schloßherrin. Deutsches. Monna Vanna. Residenz. Lustige Ehemänner. Vorher: Nach dem Balle. Westen. 100 000 Thaler. Central. Bid und Bodet. Anfang 8 Uhr: W Schiller O.( Wallner Theater.) Nach Jahr und Tag. Abschied bom Regiment. Der grüne Kakadu. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Der Meister von Balmyra Berliner. Die lustigen Weiber. Nenes. Arche Noah Thalia. Hofgunst. Kleines. Nachtasyl. Belle- Alliance. Der Zigeunerbaron. Carl Weiß. Das Geheimnis des roten Hauses. Metropol. Neuestes! Alerneuestes! Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Passage Theater. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Bon der Zugspitze zum WakStern mann. Invalidenstraße 57/62. warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Heute und folgende Tage, Anf. 8 Uhr: Pick und Pocket. Schwant mit Gesang und Tanz in 3 Atten nach dem Französischen von Berlin Barometer Windrichtung stand mm 758 NND 756 ND Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometer ſtand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° C. 4° R. 3bedeckt 15 Haparanda 762 SSW 2wolkig 11 3mollig 15 Petersburg 1 Regen 17 Cort 758 Still bedeckt 14 758 DGD 1Regen 12 1 molten! 19 Aberdeen 5 halb bd. 16 Paris 756 SD 3 heiter 18 Wetter- Prognose für Donnerstag, den 11. Juni 1903. Ziemlich schwül, zeitweise aufflarend, vorwiegend noch trübe mit ge für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater O. Schiller- Theater N. H ( Wallner- Theater). ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen Wilbrandt. Donnerstagabend 8 Uhr: Von der Zugspitze Nach Jahr und Tag.- Ab- Der Meister von Palmyra. zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Castans Panoptikum Friedrichstr. 165. Neu! Ein spiritistisches Rätsel, Enthüllungen über Anna Rothe. Neu! Der Gummimensch! Neu! ,, Auferstehung". Die Illusion Neu! Karl Forschneritsch gen. Paganini redivivus, mit seiner Wiener Elitekapelle, schied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Freitagabend 8 Uhr: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Sonnabendabend 8 Uhr: Dieselbe Vorstellung. greitagabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Berlin, wie es weint und lacht. Sonnabendabend 8 Uhr: Berlin, wie es weint und lacht. Kleines Theater. W. Noacks Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter: Straße 132. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Heute: 1. grosse Extra- Vorstellung: Marie- Anne, ein Weib aus dem Volke. Schauspiel in 5 Aften v. Mendelssohn. Dazu die erstklassigen Specialitäten. Die Expedition. Freie Volksbühne. Eine neue Abteilung wird in den Monaten Juli, August eröffnet. Anträge auf Aufnahme von Mitgliedern werden in allen Zahlstellen entgegengenommen. Bei der Anmeldung ist gegen vorläufige Quittung das Einschreibegeld( 80 Pf.) und die September- Beitragsrate( 80 Pf.) in der Zahlstelle zu hinterlegen. Die vom Vorstand aufgenommenen Mitglieder erhalten ihre neuen Mitgliedskarten im August. Ordner Sitzung: Sonnabend, den 27. Juni. General- Versammlung: Dienstag, den 30. Juni, im Gewerkschaftshaus T.- O.: Geschäfts-, Kassen- und Revisionsbericht. Diskussion. Statutenänderung. Sonntag, den 14. Juni, nachm. 23/4 Uhr im Berliner Theater: 2. Opern- Abteilung( blaue Marken): 229/4 Die lustigen Weiber. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Am Promenaden- Konzerte. Das Geheimnis des roten Hauses. Bernhard Rose- Theater Königsthor. Schweizer- Garten. Friedrichshain. Passage- Theater. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Carla Lingen in ihrem Repertoire. 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Frizz Brand. Cafe- Walt. Boccaccio- Trio 2c. Sonnabend, Sonntag u. Montag Tanz Glänzendes Ballett. 300 Mitwirkende. I dien? Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater Täglich: Mit kolossalem Beifall: Die Liebes- Insel. Im 3. Akt: Die lebenden Briefmarken. Grosses Post- Ballett. Vorher: Neue glänzend. Specialitäten. Neues Theater Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 8 Uhr: Gastspiel Hansi Niese. Arche Noah. Engl. Sensationskomödie in 6 Bildern von Hungerfield. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr( Barfett 60 Pf.): Der Liebe Gebot. Im Garten: Konzert, Theater- und Specialit.- Vorstellung. The Liepelts, Turmseilläufer. Anf. 5%, Uhr. Luisenpark Wilmersdorf Wilhelmsaue 112 ( herrlicher, schattiger Garten). Jeden Sonntag: Count Gr. Frei- Konzert ( Damen- Kapelle). Anfang 3 Uhr. Grosser Ball. Jeden Donnerstag: Gastspiel der hochoriginellen Gesundbrunnen. Badstr. 58. Täglich Theater- Vorstellung. 14 Lustspiel- und Possen- Novitäten. 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Es ist mir gelungen, die berühmten Frankfurter Sänger für den Donnerstag zu engagieren, dafür fallen die Dienstags: Konzerte aus. Um zahreichen Besuch bittet H. Meyer. Die Biseras, weibl. Trompetercorps. Urbani u. Sohn, akrobat. Produktion. Pia Carozzi, Harfen- Virtuosin. Diana, amerik. Spiegeltänzerin. Adele Moraw, Soubrette. Charles Baron in seiner Scene: Im Löwenkäfig". Allison- Truppe, ikarische Spiele. , Der Schönheitspreis Ballet- Divert. Biograph. 196 Friedrichstrasse 196 nahe der Leipziger Strasse 29 Leonsbeira19 outPermanente AUSSTELLUNG der Gegenstände, die für JASMATZI- COUPONS da 1990erhältlich sind. Besichtigung erbeten. GEORG A. JASMATZI AKT. GES. Grösste deutsche Cigarettenfabrik. ท Hasenheide Neue Welt Arnold Scholz. 108-114. Donnerstag, den 11. Juni 1903: Militär Konzert. GOO Gala- Specialitäten- Vorstellung. Monstre- Feuerwerk. Anfang 5 Uhr. Pyrotechniker: A. Bock. Entree 50 Pf. Avis! Freitag, 19. Juni: Gr. Sommerfest der Intern. Artisten- Loge. 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Mart, Invalidenstraße 148, Stalizer Gartensprigen, 1601 Schröder, Hochstraße 43. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. straße 40. 17566 Simeonstraße 23, Flid. Neue Friedrichstr. 9/10. 83/ 5* Die Ortsverwaltung. Nr. 133. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donerstag, 11. Juni 1903. Prozeß gegen die Pommernbank. spricht über das Thema:" Was steht bei den Reichstagswahlen auf nur noch von der Intelligenz" der Füße und der dem Spiel?" Der Kandidat der nationalen Mittelstandsretter Herr Spazierstöcke das Heil erwarten. Anton Ringel ist zu dieser Versammlung schriftlich ein Die gestrige Sigung galt zunächst der weiteren Verhandlung Die ganze Geringschäzung, die ganze Verachtung der über den Wert des Terrains der Bayrischen Straße in Wilmersdorf. geladen, ebenso die Weißenseer Unterzeichner des konservativen Arbeiterklasse, die die Führer des Freisinns beseelt, kommt über den Wert des Terrains der Bayrischen Straße in Wilmersdorf. Flugblattes durch Inserat in der Weißenseer Zeitung. Den Gegnern zum Ausdruck in dem Wort von der rohen Masse", von der Angell. Han el verteidigt seine Tagen, insbesondere gegen die vom wird freie Diskussion gewährt. Die Genossen und Genossinnen sich das„ intelligente" freisinnige Bürgertum nicht an die Wand zum Ausdruck in dem Wort von der„ rohen Masse", von der Direktor Eichmann gegebene Wertsbemessung von Wilmersdorfer werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Terrain. Bei all' diesen Dingen handle es sich um die Ansichten drücken lassen solle. In schroffster Form hat dieses Wort ein Mann von Bausachverständigen auf der einen und kaufmännischen Sachverständigen auf der andren Seite. Beide werden schwerlich in Das socialdemokratische Wahlkomitee. Friedrichsfelde. Allen Genoffen zur Nachricht, daß am Sonntag, gebraucht, der seit einem Vierteljahrhundert an der Ausgestaltung ihren Ueberzeugungen zuſammentreffen.- Angell. Schul be- den 14. Juni, nachmittags 2 Uhr, im Lokal von F. Bube, Prinzen des Berliner Voltsschulwesens hat mitarbeiten dürfen, der hauptet, daß das Terrain in der Bayrischen Straße mit dem Terrain Allee 30, eine öffentliche Wähler- Versammlung statt- mehrfach erwähnte Zwick. Wir wissen nicht, wie hoch Herr Schulder vom Direktor Eichmann geleiteten Wilmersdorfer Baugesellschaft findet. Referent: Genosse Seat en stein.- Freitag, den 12. Juni, inspektor Zwick sich als Schulmann einschätzt. Aber wenn die Berliner Kazenstein. absolut nicht zu vergleichen sei. Die für die Zeit von 1895 bis 1897 abends 7 Uhr, findet von Losse, Luisenstr. 20, aus Handzettel- Arbeiterbevölkerung so wäre, wie er als Freisinnskandidat in seinen angenommene toloffale Wertsteigerung habe ihren Grund darin ge- Verbreitung zu dieser Versammlung statt. Außerdem findet am Wählerversammlungen sie schildert, dann wäre das Berliner Voltshabt, daß inzwischen der Bahnhof Savigny- Platz eröffnet worden sei. Sonntag früh 72 Uhr Flugblatt- Verbreitung für den ganzen Bezirk schulwesen noch schlechter als es leider ist, dann könnte aber auch Regierungsrat a. D. Direktor Guttmann läßt sich gleichfalls statt. Treffpunkt bei osse. Die Radfahrer, welche am Wahl- 3wick nicht als der bewährte Schulmann" gelten, als den seine des längeren über die Bohl- Hanelschen Taxermittelungen aus. Er tage sich zur Verfügung stellen wellen, ebenso sonstige Hilfskräfte Freunde ihn hinstellen, sondern als ein erfolg- und einflußloser versichert wiederholt, daß die Streligbank wiederholt den Versuch ge- am Wahltage werden ersucht, Freitagabend 9 Uhr bei Haberland sich Nichtskönner. Dieses wüste Geschimpfe auf die zur. macht habe, Teile dieses Terrains zu 1100 M. die Quadratrute ab- einzufinden. zugeben, daß es aber nicht möglich gewesen sei, zu solchem Preise Käufer zu finden. Socialdemokratie haltende Berliner Aibeiter= Erkner. Am Sonntag, den 14. d. M., finden zwei öffent- bevölkerung, die doch zu einem großen Teile einmal durch Kaltberge Rüdersdorf bei Grüve, und um 6 Uhr in Dorf sehen eine Schmähung der Berliner Volksschule und liche Volksversammlungen statt; nachmittags 2 Uhr in die Berliner Volksschule hindurchgegangen ist, bedeutet bei Lichte be= Rüdersdorf bei Zademack. Tagesordnung:„ Die bevorstehenden Reichstagswahlen". Referent: Reichstags- Kandidat Arthur Stadt- aller in ihrem Dienste thätigen Personen, vom Schulrat und dem hagen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. dienstältesten Schulinspektor Zivic bis zum schlichtesten Lehrer Herunter eine Schmähung, durch die ein Socialdemokrat, wenn er sie sich erlauben wollte, sich sofort die gesamte Meute des Freisinns auf den Hals hezen würde. Lokales. Die Verhandlung wendet sich der Anklage zu, in welchem den Angeklagten Schulz und Romeid der Vorwurf der Un= treue gegen die Streligbank durch Ankauf von Pommerattien gemacht wird. Für die Strelizbank find unter der verantwortlichen Leitung der Angeklagten bis zum 7. September 1897 nominell 4908 000 m. Pommernaftien zum Preise bon 7 624 218 M. angekauft worden. Die Ankäufe waren folgende: am 26. Mai 1896 nominell 1 742 400 m. zum Kurse von 144 Proz.; am 1. September 1897 nominell 838 800 m. zum Kurse von 153,60 Proz.; am 7. September 1897 nominell Mangelhafte amtliche Wählerlisten. Vor liegt ein Bescheid 2 326 800 M. zum Kurse von 155 Proz. Die Anklage behauptet Die Anklage behauptet Das freifinnig- ,, intelligente" Bürgertum im Wahlkampfe. des hiesigen Magistrats, durch den die Aufnahme eines Maurers in nun, daß wenn auch ein„ Aktienkonsortium" als die Verkäufer In Berlin hat sich der Freifinn diesmal für den Kampf die Wählerliste abgelehnt wird, weil derselbe Russe sei. Thatsächlich dieser Aktien auf den Schlußscheinen angegeben werden, doch die um den Reichstag ein neues Schlagwort zurecht gemacht, mit dem ist dem Maurer die preußische Staatsangehörigkeit, die er durch Angeklagten Schultz und Romeid die wahren Verkäufer gewesen seien. er seine immer mehr zusammenschmelzende Anhängerschaft noch länger als zehnjährigen Aufenthalt im Ausland verloren hatte, Angell. Schultz erfärt hierzu, daß es sich hier um Trans- einmal an sich fesseln zu können glaubt. Das freisinnige auf seinem Antrag vom Regierungspräsidenten von Königsberg aktionen handle, die in erster Linie in das Ressort der von Herrn Bürgertum, so wird stolz verkündet, ist der Träger der In- bereits am 3. Juli 1889 wieder erteilt. Es ist offenbar von der Angeklagter Romeid will sich über die Sachlage äußern, Staatsanwalt Beed telligens! Das freisinnige Bürgertum muß entsprechend seiner zuständigen Behörde unterlassen, den Magistrat hiervon in Kenntnis zu setzen. Dem Betroffenen bleibt nun nach Ablauf der Reklamaerklärt jedoch, daß er über dieses ganze Kapitel nur in Anwesenheit Intelligenz im Reichstage vertreten sein, das freisinnig- intelligente fionsfrist nur übrig, Berichtigung seines Personenstandsregisters zu des Sachverständigen Bankdirektor Dr. Gerschel verhandeln könne. Bürgertum und nicht die rohe Masse der Socialdemokratie hat in beantragen. Die Verhandlung wird deshalb auf Donnerstag 9 Uhr vertagt. Berlin die Herrschaft zu beanspruchen! Der Freisinns fandidat Herr Zwick war es ja wohl, der dieses dem Berliner Freisinnsspießer nicht wenig schmeichelnde Schlagwort zuerst öffentBerliner Partei- Angelegenbeiten. Arbeiter- Radfahrer! Radfahrer, welche gewillt find, am 16. Juni, dem Wahltage, als Radfahrer für die Partei thätig zu sein, werden aufgefordert, am Freitag, den 12. d. M., abends pünktlich 9 Uhr, nach dem Lokal des Genossen Fritz Wilte, Brunnen str. 188, zu kommen. Der Vertrauensmann. Erster Wahlkreis. Heute, Donnerstag, in Cohns Fest sälen, Beuthstr. 19/21: Wähler- Versammlung.( Siehe Inserat in der heutigen Nummer.) Der Vorstand. lich gebrauchte, und andre haben es ihm dann nachgebraucht. Zum Bestfall. Das Befinden der Isolierten ist auch heute be friedigend. Auch bezüglich des Wärters Marggraf ist zu hoffen, daß die Schuhimpfung nach wie vor ihre vorbeugende Wirkung thun wird. Zu den Abwehrmaßregeln sei noch mitgeteilt, daß auch die Herr Zwid beging dabei allerdings die kapitale Dummheit( für Frau des Aufnahmepförtners unter Beobachtung steht. Die Frau die er von seinem großen Führer" Eugen Richter nach Verdienst mußte am Morgen nach der Nacht, in der Dr. Sachs nach der Charité gerüffelt worden sein dürfte), auch von der Steuerkraft des gekommen war, aufs Land. Obwohl sie weder unmittelbar noch freifinnigen Bürgertums zu reden und dem Freifinn eine seiner boch sofort der für ihren Landaufenthaltsort zuständige Kreisarzt mittelbar irgend eine Berührung mit dem Kranken gehabt hatte, so wurde größeren Steuerkraft entsprechende Vertretung telegraphisch angewiesen, sie in Beobachtung zu nehmen. Daß im Reichstage zu wünschen. Es ist bekanntlich versucht worden, jezt jede Gefahr einer Weiterverbreitung absolut ausgeschlossen und diese Zwicksche Dummheit, d. H. den auf die größere Steuerkraft die Krankheit erloschen sei, kann man mit dieser Bestimmtheit nicht des Freisinns bezüglichen Teil seiner Ausführungen, wegzumogeln. sagen. Dr. Sachs hat sich allem Anschein nach schon am Montag, Aber der Versuch ist fläglich mißlungen. Nachdem Zwick sich verplappert und geheimste Gedanken des Freisinns offenbart hat, weiß jeder, was er davon zu halten hat, wenn die Freisinnigen sagen, daß ihnen eine entsprechende Vertretung auch im Reichstage gebühre". den 2. Juni, angesteckt. Trotzdem war er aber am Mittwoch, den Dritter Wahlkreis. Achtung, Parteigenossen! Heute, Donnerstag 3. Juni, im Institut noch wohl und munter und sehr lustig. Erst abend 8 Uhr, spricht bei Buggenhagen, Morigplay, der Genoffe daß die Krankheit in der zehn Tage währenden Quarantäne erst am am Mittwochabend erkrankte er. Es sind aber auch Fälle bekannt, Paul Singer über: Die bevorstehende Reichstagswahl und neunten Tage ausbrach und zum Tode führte. Daher werden alle unsre Gegner", und bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, der Genosse Dr. Paul Bernstein über:" Die Bedeutung der beMaßregeln nach wie vor mit der größten Strenge durchgeführt, weil vorstehenden Reichstagswahl". Außerdem Diskussion. Regen Besuch sich innerlich zu dem Reichstags- Wahlrecht stellt, dem all- Aerzte berichten über den Gesundheitszustand in den Baracken fortIndes wir wollen heute nicht danach fragen, wie der Freifinn noch nicht jede Gefahr ausgeschloffen ist. Die mit eingeschlossenen dieser Versammlungen erwartet Das Wahlkomitee. gemeinen und gleichen, direkten und geheimen, das ihm den Wahl- laufend durch den Fernsprecher an die vorgesezten Stellen. Nach Socialdemokratischer Wahlverein der Frauen Berlins und Um- kampf zu einem viel weniger leichten und vor allem sehr viel wenige: den neuesten Berichten hoffen sie nach wie vor, daß alle Beobachteten gegend. Die letzten Versammlungen vor den Wahlen finden statt: erfolgreichen macht, als das Landtags- Wahlrecht oder das Kommunal- von der Krankheit verschont bleiben. Donnerstag, den 11. Juni, bei Bernau, Schwedterstr. 23. Wahlrecht. Wir wollen es uns nicht anfechten lassen, daß die Hinter- Eine merkwürdige Ermäßigung des Fahrpreises wird den Referent: Stadtverordneter Hugo Heimann. Freitag, den 12. Juni, im Lokale Königsbank, Gr. Frankfurter- männer des Freisinns mit dem ganzen Selbstbewußtsein des Be- Arbeitern auf der Stadt- und Ringbahn zu teil. Während ein straße 117. Referentin: Genossin Dr. Wally 3epler. sitzenden auf ihre Geldbeutel schlagen und es unerträglich finden, Bessergestellter, der mehr Geld als ein Arbeiter zu verdienen Mitglieder erhalten gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte eine daß der dürftigst entlohnte Arbeiter, der nur seine paar Mart pflegt, eine Fahrkarte für die ganze Stadt- und Ringbahn für Broschüre gratis. Männer und Frauen als Gäste willkommen. Steuern oder vielleicht überhaupt keine zahlt, bei den Wahlen zum Wochenfahrkarte z. B. von Treptow- Boologischer Garten bei je ein4,50 M. erhält, zahlt ein Arbeiter für eine ermäßigte" ArbeiterReichstag genau so viel Recht hat, wie ein schwerreicher Nichtsthuer. maliger Fahrt 1,20 M., und da der Monat 30 Tage oder 4 Wochen Reichstags- Wahlkreis Nieder- Barnim. Das ständige Wahlbureau Wir wollen nur einmal betrachten, wie die" Intelligenz", und 2 Tage hat, so entsteht nach Adam Riese folgendes einfache des Kreises befindet sich bei Tempel, Rummelsburg, Alt- Borhagen 56. die das freisinnige Bürgertum Berlins nach der Versicherung der Rechenerempel: 4 x 1,20-40-5,20 W., was also der„ ermäßigte" Telephon: Amt Rummelsburg Nr. 78. Dasselbe ist geöffnet nach Zwick, Goldschmidt usw. vor der„ rohen Masse" der Socialdemokratie Preis ist. Aber noch nicht genug, denn wer eine solche Fahrkarte mittags von 4-8 Uhr. Am Montag, den 15. und Dienstag, den voraus hat, sich im Wahlkampf bekundet. erlangen will, muß eine Bescheinigung des Arbeitgebers, aus 16. Juni, den ganzen Tag. Das Central- Wahlfomitee fordert alle Genau genommen ist ja der Wahlkampf, den die Freifinnigen welcher Wohnort und Arbeitsstätte hervorgeht und„ polizeilich" be Genossen, welche in Berlin arbeiten und im Nieder- Barnimer Kreise wohnen, auf, sich dem Wahl- führen, die allerkläglichste Sarikatur eines solchen. Kämpfen glaubigt, wie es in der letzten Verfügung des Eisenbahnministers kann man doch nur mit Gegnern. Aber der Berliner Freisinn heißt, beibringen, sonst fährt er billiger! fomitee ihres Wohnortes zur Verfügung zu stellen. Diejenigen Heirats- Annoncen mit Nennung des Namens scheinen üblich Genossen, welche sich den ganzen Tag zur Verfügung stellen, werden sucht seine Gegner grundsäßlich von seinen Vererfucht, sich am Wahltage früh 7 Uhr in dem betreffenden Wahl- sammlungen fernzuhalten, und diejenigen, die etwa werden zu wollen, zunächst allerdings wohl nur in den Kreisen der bureau ihres Wohnortes einzufinden. Es ist unbedingt notwendig, doch kommen, werden mindestens an der freien Aeußerung gemacht, ein Mädchen von 18 Jahren, das vor einiger Zeit in einem Vegetarier. Den Anfang hat eine vegetarisch lebende Ungarin sich mit Legitimationspapieren zu versehen. ihrer Meinung nach Kräften gehindert. Eingeladen Central- Wahlfomitee Nieder- Barnim. wird nur der freifinnig- ,, intelligente" Bürger, und diskutieren darf Blatt für Vegetarismus durch Inserat unter Nennung des vollen Namens einen Vegetarier als Gatten suchte. Denselben Weg, den manchmal selbst der nicht. Besonders Herr Eugen Richter liebt man mit dieser Neuerung vorläufig noch nicht einen nicht mehr Achtung, Radfahrer! Die radfahrenden Genoffen werden ersucht, folche Versammlungen, weil er, eingedenk seiner verräterischen ungewöhnlichen" nennen darf, geht jetzt unter ausdrücklicher fich recht zahlreich zur Verfügung zu stellen, um zu zeigen, daß, wenn Haltung in der Zolltarif- Debatte, sich sogar vor einem Teil seiner Berufung auf das Beispiel der mutigen Ungarin ein es gilt und die Partei uns ruft, unsre blinkenden Stahlrosse überall eignen Parteigenoffen fürchtet vor den wenigen, die wirklich noch Berliner Vegetarier( Herr Karl Mann), der durch seine Erfolge im zur Verfügung zu stellen. Machen wir dem Namen Arbeiter- Rad- intelligent genug find, die brennende Scham jener Verrätertaktit zu Gehsport bekannt geworden ist. Der Heiratslustige fucht durch ein fahrer Ehre! Unser Parteibewußtsein soll der Ansporn sein, im empfinden. Der Besucher freisinniger Versammlungen darf sich den hiesiges vegetarisches Blatt eine Lebensgefährtin, die bezüglich des Dienste der großen Sache thätig zu sein. Opfere jeder von Euch, Seine HeiratsArbeiter- Radfahrer, einen Tag! Mit vielen Kräften ist die Arbeit Vortrag wenn nicht des großen" Eugen Richter selber, so doch eines Vegetarismus Gesinnungsgenossin sein muß. bald gethan. Sage niemand, es sind schon genug. Genug fann es feiner Epigonen" anhören, darf sich freuen, wie fräftig der Tapfere annonce" ist genau genommen eine längere Abhandlung, in der er seinen Entschluß und das von ihm gewählte Verfahren einniemals sein, niemals werden. Da der Wahlkreis Teltow- Beeskow- unter dem Schutze gut dressierter freisinniger Raußschmeißer auf gehend begründet und dann über seine Person genaue Auskunft Storkowo der größte im Reiche ist, find auch außerordentlich viel die Gegner schimpft, und darf dann still wieder nach Hause gehen. giebt. Er sichert die bei Heiratsgesuchen übliche Geheimhaltung Kräfte erforderlich. Damit nun den Genoffen, welche weit draußen Eine solche Behandlung kann sich thatsächlich nur eine ganz rückzu, doch erklärt er, seine Eltern in diesem Punkte ausnehmen zu im Kreise thätig sein sollen, das Wahlrecht nicht verloren geht, ständige Wählerschaft gefallen lassen. Solchen Wählern müssen. richten wir den Appell an alle Radfahrer, sich so zahlreich wie mög- kann man dann aber auch alles bieten: man kann ihnen den größten Nach 25 Jahren entlassen. Der 51 Jahre alte Schmiedegefelle lich zur Verfügung zu stellen. Machen wir am Tage der Wahl dem Zeichen der Solidarität, welches wir so stolz auf unsrer Brust tragen, Ehre, helfen wir unserem Kandidaten zum Siege. Sein Sieg ist unser Sieg! Darum Genossen, am Tage der Wahl mit fröhlichem " Frisch auf!" für die große Sache! Wer helfen will, möge sich am Freitag, abends 8 Uhr, Rigdorf, Bergstraße 151, bei Thiel, fonft beim Vertrauensmann, Genossen Gaida, Nig dorf, Biethenstraße 27, melden. J. A.: G. Freiwaldt. " Unsinn über die Ziele der Socialdemokratic vorschwatzen, die frechsten Lügen gegen die socialdemokratische Arbeiterschaft schleudern, wie Herr Richter das gethan hat, ganze Kapitel aus dem" Socialistenspiegel" deklamieren ihre Intelligenz" bäumt sich nicht dagegen auf. er seit dem Tode Rudolf Beyer arbeitete 25 Jahre lang in der Tattersallschmiede port Schneider am Schiffbauerdamm Nr. 28, wo Schneiders erster Geselle war. Am vergangenen Sonnabend kündigte ihm Frau Schneider, nachdem er den Posten des ersten Gesellen sieben Jahre bekleidet hatte, mit der Begründung, daß er zu alt fet Die Führer des Freisinns behaupten nun, es sei nicht Beher traf dieser Schlag so schwer, daß er gar nicht mehr zur Arbeit und nicht genügend mehr leisten tönne, zum 20. d. M. möglich, in freisinnigen Versammlungen Socialdemo- ging und sich gestern nachmittag um 2 Uhr in der Nähe des alten Charlottenburg. Heute Donnerstag, abends 81 Uhr, findet im traten zuzulassen oder ihnen das Wort zu Lehrter Güterbahnhofes in die Spree stürzte. Nach einer ViertelBoltshause, Rosinenstr. 3, eine öffentliche Wähler- geben, weil die Anhänger der Socialdemokratie roh und stunde wurde seine Leiche gefunden und geborgen. Beher war berversammlung statt, in welcher der bisherige Vertreter Stadt- gewaltthätig aufträten. Wir haben überall in den Wähler- heiratet und Vater von zwei Kindern, von denen eine Tochter berverordneter Fri 8ubeil über die bevorstehenden Reichstags- versammlungen des Freisinns gefunden, daß es die Freiheiratet ist, während der Sohn beim Militär dient. wahlen einen Vortrag halten wird. Gegner find hierzu ganz sinnigen waren, die bei der geringsten Aeußerung einer ab- Berichtigung. In unsrer Nummer 127 hatten wir eine Notizg besonders eingeladen. Das Wahlkomitee. weichenden Meinung ihre ganze Intelligenz" bergebracht, in der mitgeteilt war, daß der Anweiser Otto Schulz das Wilmersdorf. Am Sonnabend, den 18. b. M., abends 81%, Uhr, ga ßen und sich roher Gewalt bedienten. Aus einer Opfer übermäßigen Alkoholgemusses geworden sei. So habe er am spricht Genosse Dr. Alberty in einer Wählerversammlung in dieser Versammlungen wußte die Freisinnige Zeitung" frohlockend Pfingstsonnabend die Arbeit niedergelegt und während der PfingstAus Reue darüber habe er sich dann Wittes Wolfsgarten über:" Auf zur Wahl, ein ernstes Wort zu melden, daß ein Socialdemokrat„ von zwei handfesten Männern feiertage 23 m. vertrunken. in letter entleibt. Diese Notiz, die wir einer Lokalforrespondenz entnahmen, besgleichen Malermeister Hammer mittels Einschreibebriefes. Am fogleich an die frische Luft befördert" worden sei. Der Mann hatte wird uns mun von Arbeitskollegen des Verstorbenen als in wesent weiter nichts gethan, als sich zweimal hinter einander in ruhigem Tone zur Geschäftsordnung" zu melden. In einer andren frei sinnigen Versammlung, über die wir am Mittwoch berichteten, wurde Der Vorstand. in der nur zögernd zugelassenen Diskussion ein nichtfreisinniger Zehlendorf. Zu der am Sonntag, den 14. Juni, stattfindenden Redner, noch ehe er zu Ende gesprochen, durch einen der Herren Flugblattverbreitung werden die Genossen ersucht, sich früh 7 Uhr des Vorstandes kurzerhand von der Tribüne geschoben, weil er die bei Giese, Teltowerstr. 23, einzufinden. Zahlreiche Beteiligung not- Arbeiterfreundlichkeit" des Freisinns in ihrem wahren Lichte gewendig. Der Vorstand. zeigt hatte. Der hinter dem Diskussionsredner sigende freisinnige Weißensee. Am Freitag, den 12. Juni, abends 8 Uhr, findet in Wahlkandidat sprach erregt fortwährend auf den Redenden ein. Enders Brauerei, König- Chauffee 5/6, eine öffentliche Wenn solche Ungezogenheiten vom Vorstandstische begangen werden, unglücklichen gegen falsche Nachrede zu wahren, entsprochen zu Wähler Versammlung statt. Genosse Stadthagen dann darf man sich nicht wundern, daß die freisinnigen Zuhörer haben. nossen werden dringend ersucht, sich an dieser zahlreich zu beteiligen, ebenso rechtzeitig für guten Besuch der Versammlung ins gesamt Sorge zu tragen. sondern mit einer Unterbrechung, 13 Jahre in dem Geschäft thätig gewesen, und gerade auf Betreiben des Geschäftsführers Timdorfer wieder vor zwei Jahren in den Betrieb der Firma eingetreten. Zweitens habe Schulz am Sonnabend nicht seine Arbeit niedergelegt, fondern er sei von Herrn Timdorfer entlassen worden. Drittens habe er während der Feiertage feine 23 m. vertrunken, bielmehr den größten Teil derfelben im Kreise seiner Familie augebracht. Indem wir diese Mitteilungen hiermit wiedergeben, glauben wir den Wünschen seiner Mitarbeiter, das Andenken eines urteilt worden. V = Berloren wurde in der am Dienstag im Feen Palast" statt-| mann, wohnhaft Schlesischestraße, erschießen. Er gab aus einem des Vorsitzenden, Genossen Werner, erfolgte Schluß der imposanten gehabten Handlungsgehilfen- Versammlung von einer Besucherin ein Revolver zwei Schüsse auf sich ab. Die erste Kugel ging fehl, die Versammlung. rotes Portemonnaie, enthaltend einen Post- Einlieferungsschein, zweite traf ihn in den Leib. Als Motiv gab er ehelichen Zwist an. lautend auf den Namen Wernick, ein Fünfmark- Stück, ein einzelnes Der Schwerverletzte wurde noch denselben Abend nach dem Kreis- eine sehr stark besuchte Wählerversammlung statt. Der große Saal Für den dritten Wahlkreis fand am Dienstag bei Buggenhagen Einmark- Stück und etwas Nickelgeld. Es wird gebeten, das Porte- frankenhause in Brizz gebracht. monnaie bei Herrn Weihnacht, Grünstr. 21, abzugeben. war dicht gefüllt. Genosse Richard Fischer erörterte eingehend In der Schmargendorfer Gemeindevertretung befragte der Ge- die Verhältnisse dieses Wahlkampfes; besonders kennzeichnete er die Sittlichkeitsverbrecher. Allgemeines Aufsehen erweckt in den meindevertreter Jung den Gemeindevorsteher, ob ihm die Schnell- Bestrebungen der Antisemiten und der Freifinnigen. In den Flugblättern Kreisen der hiesigen Gewerbetreibenden der Ausgang der Affaire des bahnprojekte zur Verbindung des Grunewalds mit Berlin, bei denen beider Richtungen fäme hauptsächlich zum Ausdruck die Gewinnung des Tischlermeisters Gerlach aus der Dranienstr. 119. Gerlach, ein sehr aber Schmargendorf völlig außer acht gelassen sei, bekannt seien, Mittelstandes und Verleumdung und Bekämpfung der Socialdemo angesehener Mann, der mehrere Ehrenämter bekleidete, wurde vor und welche Schritte er zur Wahrung der Interessen des Drtes zu fratie. Ja, das sei überhaupt diesmal die Signatur des Wahleiniger Zeit unter der Beschuldigung, schwere Sittlichkeitsverbrechen thun gedenke und schon gethan habe. Der Vorsteher erwidert, daß fampfes mehr wie es sonst der Fall war, daß die bürgerlichen Parteien an Kindern verübt zu haben, verhaftet. Gerlach behauptete, daß der die betreffenden Zeitungsnotizen nach seinen Feststellungen Phantasien aller Schattierungen sich offen als vereinte Gegner der SocialHausdiener, der die Anzeige erstattete, aus Rache gehandelt habe. feien. Die Ortsinteressen werde er zu gegebener Zeit wahren. Die demokratie gegenüber stellen. Redner ging näher ein auf die BeDie Angaben der Denunziation erwiesen sich als richtig und Angelegenheit wird auf Vorschlag des Herrn Rammrath in geheimer strebungen des Antisemitismus, erläuterte die Zerfahrenheit und RückGerlach ist in der vor einigen Tagen stattgehabten Hauptverhandlung Sigung weiter beraten. Durch eine weitere Anfrage des Herrn ständigkeit der antisemitischen Auffassung und zeigte an der Stellung zu 1 Jahren Zuchthaus und zwei Jahren Ehrverlust ver- Jung wird festgestellt, daß die im Oktober b. J. eingesetzte der Antisemiten im Reichstage bei Militär, Boll- und Gesetzesvorlagen, Kommission zur Feststellung von Grundsägen, nach denen die Gemeinde- daß der Mittelstand von dieser Seite feine Hilfe erwarten könne. Ein Opfer der Hitze wurde gestern der Gelegenheitsarbeiter gebäude verwaltet und vermietet werden sollen, bis jetzt nicht Alsdann ging Genosse Fischer noch auf die im Flugblatt der FreiLudwig. Er passierte nachmittags gegen 4 Uhr die Rosenthaler- 3usammengetreten ist. Solche treue Pflichterfüllung erklärt sinnigen befindlichen Ausführungen ein. Von den Freisinnigen straße und brach in der Nähe der Neuen Schönhauserstraße zu sich nach den Ausführungen des Kommissionsmitgliedes Evers aus trenne uns eine ganze Weltanschauung. Ihre Haltung in diesem fammen. Ein sofort hinzugerufener Arzt stellte fest, daß 2., vom der geringen Sympathie" für die Sache. Die Geschäftsordnung Wahlkampf und in dem Reichstage entspringe einfach dem Gefühl der Sonnenstich befallen, schwer erkrankt war und veranlaßte die Ueber- der Gemeindevertretung bietet keine Handhabe, um solche arbeits- Angst um Mandate. Ja, Eugen Richters Politik drehe sich überführung des Arbeiters nach der Charité mittels Koppschen Kranken- unwilligen Elemente zur Ausführung der übernommenen Arbeiten haupt schon seit den lezten zehn Jahren um Mandatsbettelei. Diese wagens. zu veranlassen. Diese Lücke auszufüllen muß Aufgabe der Gemeinde- Abhängigkeit von den andren bürgerlichen Parteien bei den Stich Eine Belohnung von 100 Mark auf die Ermittelung des vertretung sein. Der Schulverband Schmargendorf- Dahlem wird auf wahlen erklärt die ganze Haltung Eugen Richters und der FreiDrogisten Heinrich ist von den Eltern des jungen Mannes ausgesetzt Veranlassung der königl. Regierung aufgelöst, da Dahlem nach seiner sinnigen Volkspartei in letzter Zeit, namentlich bei der Zolldebatte im . hatte, wie bereits bemerkt, am vorigen Sonnabend Aufteilung für eigne Schulen zu sorgen hat. Die Auseinandersetzung Reichstage. Die andren Punkte des Flugblattes, betreffend die Gefährdung feine Braut, Fräulein Anna Pflug, aus der Wohnung ihrer Eltern erfolgt gemäß folgenden Beschlüssen: Dahlem verzichtet auf alle des geheimen Wahlrechts durch das Vorgehen der Socialdemokratie, geholt und seit dieser Zeit sind beide verschwunden. Auf Karten an gegenwärtigen und etwaige später sich ergebenden vermögensrechtlichen Berstörung des Familienlebens usw., seien einfach so lächerlich, daß ihre Eltern hatten die jungen Leute mitgeteilt, daß sie sich gemein- Ansprüche an die Schulsocietät bezw. an die politische Gemeinde man darauf in unsern Tagen wahrhaftig nicht mehr eingehen fönne. fam ertränken werden, weil ihrer ehelichen Verbindung konfessionelle Schmargendorf. Alle Aktiva und Passiva gehen an Schmargendorf Not und Elend würde selbstverständlich nie ganz aus der Welt entSchwierigkeiten gegenüber ständen. über. Den Dahlemer Schulkindern wird das Gastrecht an hiesiger fernt werden können, aber Not und Elend als Massenerscheinung, Schule noch auf 1 Jahr gegen Zahlung der gesetzlichen Kosten als Erbteil einer ganzen Klasse aus der Welt zu schaffen, das will gewährt. Die alte Schulsocietät in Schmargendorf soll aufgelöst die Socialdemokratie, und der freisinnige Kandidat, der das beund eine Schuldeputation eingesetzt werden. ziveifelt und als undurchführbar erklärt, ist kein Kämpfer für die wirtschaftlich Elenden und wirtschaftlich Schwachen. Redner empfiehlt unter donnerndem Beifall der Versammlung die Kandidatur des Genossen Wolfgang Heine und spricht die Hoffnung aus, daß der 16. Juni gleich im ersten Wahlgange den Sieg bringen wird. Diskussion fand nicht statt. Mit einem Appell des Genossen Hoch an die Anwesenden, sich eifrig bei der Agitation und der Wahlarbeit zu beteiligen und mit einem brausenden Hochruf auf die Genossen Heine und Fischer schloß die imposante Versammlung. worden. Abende. Hus den Nachbarorten. Der gelehrige Herr Hammer. " Zehlendorf. Ueber die geistige Betämpfung der Vor einigen Tagen sollte in Zehlendorf eine Wählerversammlung Socialdemokratie durch Herrn Friz Hammer, Kunststattfinden, in der sämtliche Kandidaten unbehindert ihr Programm malermeister( wie er sich in Friedenau bezeichnet hat), über die wir entwickeln sollten. Eine solch freie Diskussion war natürlich sehr schon furz berichteten, sei noch folgendes nachgetragen: Genosse wenig nach dem Geschmack unsrer Gegner, die es für minder ris- Köster Zehlendorf war im Einverständnis mit noch einigen Gefant halten, hinter verschlossenen Thüren und unter dem Schuze nossen in der Versammlung geblieben, um Herrn Hammer aus seiner einer jede Diskussionsfreiheit niederknüttelnden Versammlungsleitung Behlendorfer Heimat etliche Thaten vorzuhalten. Herr Hammer verihre Vernichtung der Socialdemokratie vorzunehmen. Kurzum, die las zu Anfang der Versammlung ein Schreiben seiner Innung, in Ordnungsmänner hielten alsbald Kriegsrat und das Ergebnis war, dem ihm bescheinigt wird, daß er niemals socialdemokratischer Ge- Die Versammlung des IV. Wahlkreises, die am Dienstag in der daß der Wirt von einflußreicher Seite, darunter auch der Amtsvor finnung gehuldigt habe. Auch bestritt er, einen Schein ob seiner Drachenburg" vor dem Schlesischen Thor stattfand, erfreute steher, dahin beeinflußt wurde, sein Versammlungslokal zurückzu- agrarischen Gesinnung Herrn Ring Düppel unterschrieben zu sich eines außerordentlich starken Zudranges. Schon um 8 Uhr war ziehen. Nichtsdestoweniger ging den Einberufern der dergestalt ver- haben, wessen man ihn bon freisinniger Seite be der Saal, aus dem alle Tische entfernt wurden, dicht besetzt. Bei eitelten Versammlung folgender Brief des eingeladenen Herrn schuldigte. Herr Hammer sagte sodann sein Sprüchlein Eröffnung der Versammlung hatten sich mindestens 1000 Personen Hammer zu: zum 24. male her den schlechten Socialdemokraten 2c. zuſammengedrängt, während vor der Thür und an den Fenstern Zehlendorf, den 31. Mai 1903. Genosse Köster widerlegte dann die bekannten Märchen von den noch mehrere hundert Bersonen standen, um wenigstens Bruchstücke Sehr geehrte Herren Waschneck und Dreßler! Konsumvereinen und vom Terrorismus der Arbeiter unter dem Ge- der Debatte zu erhaschen. Die Versammlung, die erst furz Ich bin während der Wahlzeit gar nicht in der Lage über johle der sogenannten gebildeten Klasse. Er richtete dann an Herrn vor 12 Uhr schloß, war besonders dadurch interessant, daß meine Abende verfügen zu können, da ich schon seit fast 14 Tagen Hammer noch die Anfrage, wie er sich zum Koalitionsrecht der konservative Kandidat des IV. Wahlkreises, Herr Dr. Wegner, festgelegt bin, wo ich zu sprechen habe. So auch am gedachten stelle. Auch von freisinniger und nationalliberaler Seite wurde der nach dem mit stürmischem Beifall aufgenommenen Hammer entgegengetreten. Herr Hammer beging nun die Un- einleitenden Referat des Genossen Ströbel- und später noch Aber auch aus praktischen Gründen ist Ihr Vorschlag vorsichtigkeit oder Dreistigkeit, wie man's nennen kann, sich ein zweites Mal das Wort erhielt, dem Referenten ausgiebigste für uns doch kaum durchführbar. Die unzufriedenen diesen Herren gegenüber auf seine Thätigkeit im Zehlendorfer Dorf Veranlassung gab, den Phrasen des" socialen" Konservativen Dr. Wegner Bürger" welche Sie anführen, würden wiederum den Saal besetzt parlament zu berufen und Genossen öst er als Zeugen anzurufen. die Thaten der konservativen Partei entgegenzuhalten. Die ein haben, lange ehe die Ordnungsparteiler hinfämen. Herrn Zubeil Genosse Stöster that nun Herrn Hammer den Gefallen, ihm zu be- geradezu erdrückendes Thatsachenmaterial beibringenden, vielfach mit würden Sie zujauchzen und z. Thl. Herrn Max Schulz, während stätigen, daß er es immer verstanden habe, sich den Mantel der beißendem Spott gewürzten Entgegnungen des Genossen Ströbel Sie mich mit bekannter Liebenswürdigkeit behandeln Wichtigkeit umzuhängen, sonst aber sehr wenig gethan habe. Köster wurden von ebenso brausendem Beifall begleitet, wie die naiven würden, wie es mir so oft geht und dabei spreche ich so sa chlich hielt ihm vor, daß er jetzt, wo man den kleinen Gastwirten ganz Grgüsse des konservativen Kandidaten von stürmischem Hohugelächter. und objektiv wie wohl noch nie ein Gegner, der Sie ernstlich unerhört die Lustbarkeitssteuer in die Höhe geschraubt hat, keinen Mit einem donnernden Hoch auf den socialdemokratischen Kandidaten bekämpft, gesprochen hat. Antrag( wie er behauptet hatte) gestellt habe, um durch die Gemeinde Genossen Singer wurde die trotz der bösartigen Temperatur im Aus Ihrem Vorschlage, der ja aus ganz andren Köpfen ent- Land in Erbbanpacht für Baugenossenschaften herzugeben, daß er Saale prächtig verlaufene Versammlung geschlossen. sprungen sein mag, ersehe ich, daß Sie uns immer noch für den Antrag der Baugenossenschaft um Hergabe von Geld durch Im sechsten Wahlkreise hatten unsre Parteigenossen am Dientag unerfahrene harmlose Menschen auf politischem Gebiete halten, die Gemeinde nicht unterſtügt habe, daß er als Mitglied fünf Wählerversammlungen einberufen. was aber durchaus nicht mehr den Thatsachen entspricht. Wir der Armenkommission auch die 10 000 Mart vergessen habe, Die im Feldschlößchen", Müllerstraße, abgehaltene Ver haben von Ihnen gründlich gelernt und werden auch nach den wie alle übrigen Mitglieder der Vertretung, die bestimmt waren, sammlung war überfüllt, für die zuströmenden Massen konnte nur Wahlen weiter von Ihnen lernen. den miserablen Zustand des damaligen Armenhauses zu beseitigen; durch das Hinausbefördern der Tische Plaz geschaffen werden. Der Ich verbleibe daß er es abgelehnt habe, mit in die Kommission für Be- Referent, Genosse Dr. Freudenberg, unterzog in seinem von seitigung der Wohnungsnot einzutreten und andres mehr. War häufigen Zustimmungsfundgebungen unterbrochenen Vortrage die Herr Hammer bis dahin ruhig geblieben, so brachten ihn diese Aus- grundsätzliche Stellungnahme der einzelnen bürgerlichen Parteien führungen seiner Unterlassungen ganz aus dem Häuschen. Statt zu den im kommenden Reichstage mit Sicherheit zu ers erging er sich in zu widerlegen, wüsten Schimpfereien wartenden Vorlagen einer eingehenden Kritik. Er zeigte, gegen Köster. " Seht, fagte er, dort sigt der Heger. Seit daß die Rechte und Freiheiten, daß die wirtschaftlichen und zwei Jahren hezt er in Zehlendorf alles das ist der geistigen Interessen nicht bloß des arbeitenden Voltes, sondern der " 1. Mit Hochachtung durch Einzelbearbeitung.. .. " F. Hammer. Herr Hammer mißt also der Ueberzeugungskraft seiner Argumente nur eine sehr geringe. Wirkung bei. Das geht deutlicher noch aus einer andern Schrift des Herrn Hammer an einen Genossen hervor, in der es heißt: zweitens giebt es wenige Bourgeois( der schlichte Mann Aufpasser in der Gemeindevertretung, das ist der bezahlte gesamten Nation nur allein bei der Socialdemokratie in sicherer aus der Werkstatt bezeichnet sich hier also selbst als Bourgeois! Agitator der Vororte, der nicht mehr arbeitet, und dergleichen Obhut sind. Deshalb müsse alles darangesezt werden, um den Red.), die so genau wissen wie ich, daß Socialdemokraten mehr. Der noble Vorsitzende, Oberlehrer Dr. Kleineke aus Friedenau, 16. Juni zu einem Siegestage für die Socialdemokratie zu gestalten. nicht durch Wahlreden zu bekehren sind, höchstens hielt es mit seiner Würde und Bildung vereinbar, Köster das In der Diskussion meldeten sich Gegner troß Aufforderung nicht zum Wort zur persönlichen Bemerkung zu verweigern, Wort. Nach einer fräftigen Ermahnung des Vorsitzenden, Genossen Herr Hammer versichert alsdann, daß er nicht mehr so naib sei. trotz der öffentlichen Mißbilligung eines freiſinnigen Herrn. Herr Ernst, die Zeit bis zum Wahltage zur Aufrüttelung aller Säumigen Wer ihn reden hört, hält ihn freilich trotz seiner Versicherung Hammer hatte außerdem den Vorwurf der bewußten Un- auszunuzen, erfolgte Schluß der imposanten Versammlung. noch für einen sehr naiven Politiker. Aber er stellt wenigstens in wahrheit auf sich fißen lassen müssen, da ihm, wie von Köster Zu der Versammlung im Berliner Prater hatte Aussicht, daß er auch nach der Wahl noch von der nachgewiesen, nicht das Wort in Zehlendorf in einer Versammlung sich eine so zahlreiche Zuhörerschaft eingefunden, daß viele mit Socialdemokratie zu lernen gedenke. Das macht verweigert worden war, wie er in Eichwalde auf Ehrenwort Stehplätzen vorlieb nehmen mußten. Auch viele Frauen waren an wenigstens feinem guten Willen alle Ehre, wenn wir auch über behauptet hatte! So sieht es mit der geistigen Widerlegung wesend. Mit großem Interesse folgten die Versammelten dem Vorden Erfolg des Lerneifers ziemlich skeptisch denken. Vielleicht lernt aus! Herr Hammer hat dann noch an demselben Abend einem trage des Stadtverordneten Borgmann, der die politischen Bu aber Herr Hammer doch wenigstens so viel, daß es nicht gerade für Genossen gegenüber behauptet, Stöſter bekäme jährlich tauſend ſtände und Parteiverhältnisse Deutschlands ausführlich und treffend Genosse Köster wird Herrn einen Politiker einnimmt, wenn er es nicht wagt, seine Ansicht Mark, das wäre ja Dorfgespräch. öffentlich, unter voller Diskussionsfreiheit, zu vertreten. Wie sollen Hammer Gelegenheit geben, öffentlich seine Behauptungen zu wider- schilderte. Nachdem der Redner den Verrat der liberalen Principien seine Anhänger und solche Leute, die er zu Anhängern gewinnen rufen. will, Zufrauen zu seinen Fähigkeiten und Kenntnissen gewinnen, wenn er selbst so wenig Zutrauen zu sich zur Schau trägt. Suchen Sie also zunächst einmal das ABC der socialistischen Taktik zu tapieren, Herr Hammer! Wablverfammlungen. durch das Bürgertum und den Niedergang dieser Parteien beleuchtet hatte, ging er auf die Zollfragen ein, wies nach, wie unbegründet das ewige Geschrei der Junker über die Not der Landwirtschaft ist und machte hauptsächlich auch auf die große Bedeutung aufmerksam, die bei den bevorstehenden Zu der Wählerversammlung für den zweiten Wahlkreis, welche zum Verhandlungen über die Handelsverträge der socialdemokratischen 9. Juni nach der Bockbrauerei einberufen worden war, hatten sich Reichstagsfraktion beizumessen ist. Zum Schlusse forderte der Redner Tempelhof. Den Parteigenossen von Tempelhof und Mariendorf etwa 1000 Personen eingefunden. Reichstags- Abgeordneter Wolf die Parteigenossen und besonders auch die Frauen auf, mit allem steht seit längerer Zeit kein Saal zur Verfügung. Am Dienstag, den 9. d. Mts., hielten hier die Nationalliberalen eine Vera& eine besprach in seinem Referat zunächst die finanzielle Eifer für die Wiederwahl des bisherigen Vertreters des sechsten sammlung ab, in der ihr Kandidat Dr. Carsten seine Kandidaten- Mizwirtschaft im Reich, die betrieben sei ohne die Socialdemokratie, Kreises, Genossen Ledebour, zu wirken. Der Vortrag fand sehr rede hielt. Von den etwa 150 Anwesenden waren 130 Parteigenossen. Die Angriffe und Verleumdungen zurück, die der Wahlkampf der zum Wort. die Socialdemokratie. gegen Redner wies energisch und gründlich lebhaften Beifall. Gegner meldeten sich trotz Aufforderung nicht Mit Hochrufen auf die Socialdemokratie wurde die Dr. Carsten Haspelte in etwa 30 Minuten seine ganze Rede herunter, Socialdemokratie eingetragen hat und wies nach, daß die Social- Versammlung geschlossen. indem er als seine Aufgabe erklärte, den Socialdemokrat aus dem demokratie allein für Kultur, Wohlfahrt und Freiheit rückhaltlos Gattel zu heben, was ihm aber nicht gelingen wird, wie er selber wirkte und somit trotz ihrer Internationalität die beste Freundin des„ Kronen- Brauerei" in großer Zahl eingefunden. Der große Saal nebst Die Wähler des Stadtteils Moabit hatten sich in der zugab. Nachdem die Genossen Thiel und Schmidt Dr. Carstens deutschen Vaterlandes sei. Seinem Schlußwort, die Wahl Richard Galerie war dicht gefüllt. Das Referat hielt Robert Schmidt. Wort. Derfelbe erklärte aber einfach, daß es nicht seine Aufgabe Fischers am 16. Juni zu sichern, folgte stürmischer Beifall.-Gegner unter allgemeiner Heiterkeit konstatierte der Redner die Thatsache, meldeten sich nicht zum Wort. wäre, die Socialdemokraten zu belehren. Darauf schloß der Vor- Genosse Scholz, die Versammelten zu treuester Pflichterfüllung er- gedenken, unter Aufrüttelung der säumigen Wähler, für sich den WahlNachdem noch der Vorsitzende, daß sogar die Herren Antisemiten mit ihrem Kandidaten Ulrich fizzende die Versammlung, die kaum eine Stunde gedauert hatte. mahnt hatte, schloß die Versammlung mit brausenden Hochs auf die freis zu erobern. Im weiteren Verlaufe feines Referats übte Redner Wilmersdorf. Zu einer zeitweise sehr stürmischen Versammlung Socialdemokratie, W. Heine und den Kandidaten R. Fischer. eine vernichtende Kritik der bisherigen Thaten der Herren vom Freifinn. gestaltete sich die für Wilmersdorf und Schmargendorf nach dem Ju Saale des Königshof" fand am Dienstag ebenfalls eine Auf die vernichtende Wirkung des Zolltarifs auf die weitesten Victoriagarten einberufene Versammlung aller nationalen Wähler, Versammlung für den zweiten Wahlkreis statt. Hier sprach Genosse Schichten der Bevölkerung eingehend, kennzeichnete Redner die in der Malermeister Fritz Hammer sein bekanntes Schauſtück zum Pfannkuch. Die Wähler hatten der Einladung so zahlreich Folge unerfüllbaren Versprechungen, welche die Antisemiten machen. Er achtundzwanzigstenmal zum besten gab. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, wohl über die Hälfte von Social- geleistet, daß die Tische aus dem Versammlungsraum entfernt werden fam zu dem Schluß: demokraten. Die Versammlung wurde mit dem üblichen Kaiserhoch mußten. Der Redner leitete seinen Vortrag ein mit dem Hinweise, 16. Juni den Beweis zu liefern, daß der Siegeslauf der daß bei den diesmaligen Wahlen wohl bedeutend mehr Stichwahlen Socialdemokratie unaufhaltsam fortschreitet und daher hat eröffnet. Zur Geschäftsordnung verlangte Redakteur Stichling erforderlich werden. Es gelte, am 16. Juni unser Heer zu mustern jeder seine Pflicht zu erfüllen, und diese Pflicht ist, Georg Schmargendorf unbeschränkte Redefreiheit in der Diskussion, und alles an die Wahlurne zu bringen. Wir dürften uns nicht Redebour zu wählen. Die Versammelten zollten dem Redner die indes auf zehn Minuten angesetzt wurde. An der beirren lassen durch das Geschrei der Freifinnigen, daß bei einem während und am Schlusse seines Vortrages lebhafte BeifallsDiskussion beteiligten sich eine große Anzahl von Ge= erheblichen Zuwachs socialistischer Mandate die freiheitlichen Er- fundgebungen. Troß mehrmaliger Aufforderung unter Garantierung nossen, um den Malermeister Hammer gebührend abfallen zu laffent. Der Genoffe Redakteur Stichling bezeichnete Hammer als rungenschaften, besonders das allgemeine Wahlrecht, in Gefahr weitester Redefreiheit meldeten sich Gegner nicht zum Wort. Nach feien. Die Freisinnige Partei habe am allerwenigsten das einem brausenden Hoch auf die internationale Socialdemokratie Mischmasch- Kandidaten. Darauf wurde von nationalliberaler Seite Recht, uns vor zu vielen Siegen gewissermaßen zu warnen. Schloß der Vorsitzende die Versammlung. Unter Hochrufen auf der Kandidat( Carsten) angepriesen. Als unsre Gegner merkten, daß sie nicht auf ihre Rechnung tamen, wurde die Redezeit auf fünf Der Vortragende trat unter anderm unter wiederholtem leb- Ledebour und Schmidt verließen die Erschienenen den Saal. haften Beifall der Die Versammlung in Wernaus Saal war gut beVersammlung den Verleumdungen, und Minuten festgesetzt. Genosse Köpping protestierte energisch gegen die Geschäftsführung, da ein Redner der konservativen Partei zweimal sonstigen schäbigen Angriffen im Richterschen, Socialistenspiegel" ent- sucht. Der Referent Genosse Georg Davidjohn übte an ben zum Worte tam. Der Vorsitzende ließ den Genossen ob seines gegen und ging dann zu den drei großen Aufgaben über, die den Gegnern der Socialdemokratie eine unerbittliche Kritik. nächsten Reichstag beschäftigen würden: Zolltarif, Militär- bezw. nach, daß der Kardinalpunkt aller gegnerischen Agitation Bekämpfung Protestes feststellen". Nachdem unser Genosse Gustav Behrendt Marinevorlage und die Sicherung des allgemeinen gleichen, direkten des Socialismus ist und als Mittel hierzu Beschimpfung und VerHamburg( der zur Zeit in Berlin anwesend) noch zum Worte ge- und geheimen Wahlrechts, dieselben vom Standpunkt der Social- leumdung der socialdemokratischen Partei dienen müssen, was unfre tommen, entfernten sich die Genossen um 12 Uhr mit einem drei- demokratie beleuchtend. Mit der Mahnung an die Wähler, am blinden Gegner„ Demaskieren des Socialismms" nennen, ohne zu fachen Hoch auf Zubeil. 16. Juni die Position der Socialdemokratie zu einer unerschütter- wissen, daß bet diesem stets die verräterische Fraze unsrer Gegner Grünau. Am Dienstag, den 9. Juni, abends 81%, Uhr, wollte lichen zu machen, schloß Redner unter brausendem Beifall seinen den verblüfften Zuschauern präsentiert wird. Was dem Proletariat sich hier am Bahnhof im Walde ein 26jähriger verheirateter Kauf- Portrag. Nach einigen Hinweisen auf das Wahlreglement seitens der nächste Reichstag bringen kann, wenn er nach dem Wunsche " Die Wähler des 6. Kreises haben am Er wies Achtung! Arbeiter des Kreises Ruppin- Templin! Donnerstag, den 11. Juni, abends 82 Uhr, findet bei Dieke, Ackerstraße 123. eine Besprechung statt über unsre Arbeiten am Wahltage. Gleichzeitig richten wir die Bitte an die Parteigenossen des 6. Kreises, welche am Wahltage draußen thätig sein wollen, ebenfalls zu erscheinen. J. A.: Ludwig Strafemann. der Reaktion zusammengeschweißt ist, zeigte der Redner an den ereignisse und den Kampf der Socialdemokratie für Volksrechte und| sammlung war der Saal überfüllt und immer noch drängten neue bereits angekündigten Vorlagen. Die drohenden Gefahren am gegen Marinismus, Militarismus und Bollwucher besprechend und Waffen nach. Hier referierte vor über 900 Personen Genosse Arthur politischen Horizont müssen jedem, der es mit dem Wohle des Volkes die gegnerischen Verleumdungen widerlegend. Häufig von Zu- Stadthagen über das Thema: Um was handelt es sich bei ernst meint, von selbst sagen, daß die Socialdemokratie nur allein stimmungslundgebungen unterbrochen, endete der Referent mit dem den Reichstagswahlen? In seiner fast dreistündigen, öfter von es bisher war, die allen reaktionären Bestrebungen entgegentrat, Appell, alles zu thun, damit wir in der Hauptwahl siegen. Zustimmungsrufen unterbrochenen Rede gab er ein Bild von der und darum giebt es am 16. Juni nur eins: Glänzender Sieg der Brilke zeigte an der Hand der Flugblätter, wie wenig gegenwärtigen Lage. Unter anderm kritisierte er das von den verSocialdemokratie! Gegner meldeten sich nicht. An der Diskussion mutig Herr Hammer seine agrarierfreundlichen Ansichten vereinigten Ordnungsparteien herausgegebene Flugblatt, welches von beteiligten sich noch fünf Genossen im Sinne des Referats. Nach schweigt, dagegen die Socialdemokratie als Gegnerin des Reichstags- Lügen und Verleumdungen stroßt. Am Schluß seines Vortrages einem martigen Schlußwort des Referenten schloß die Versammlung Wahlrechtes und der Arbeiterschutz- Geseze verleumdet. Mit be- forderte der Referent die Anwesenden auf, tüchtig mitzuarbeiten und mit einem Hoch auf die internationale Socialdemokratie. geistertem Hoch auf die Socialdemokratie und den Genossen Zubeil zu agitieren für die Socialdemokratie. Dem Vortrage folgte Die Versammlung in Gramottes Saal, Bergstr. 12, war schloß die gut verlaufene Versammlung. Dem Saalinhaber wurde minutenlang anhaltender Beifall. Da trot öfterer Aufforderung bereits um 29 Uhr überfüllt, so daß sie polizeilich abgesperrt vom Ueberwachenden mitgeteilt, daß die Polizeistunde auf 11 Uhr Gegner sich nicht zum Wort meldeten, schloß der Vorsitzende mit werden mußte; hunderte fanden keinen Einlaß mehr. Genosse festgesezt ist, obwohl Sonntags bis 12 Uhr im selben Saale getanzt einem mit Begeisterung aufgenommenen Hoch auf die SocialdemoLedebour als Referent betonte: Wohl noch niemals habe eine wird. Das ist die Versammlungsfreiheit des Arbeiters. Dem fratie die Versammlung. solche Begeisterung und Agitationsfreudigkeit unter den Genossen Bürgertum stehen Lokale zur Verfügung, in denen es bis 1 Uhr geherrscht wie bei der diesjährigen Wahl. Nicht allein in Berlin, tagen kann. nein im ganzen Deutschen Reiche seien die Parteigenossen mit einem Lichtenberg. Eine Volksversammlung, die den großen Saal von Eifer thätig, der sicher zu den besten Hoffnungen berechtige. Dagegen Höflich bis auf den letzten Plaz füllte, tagte am 9. Juni und hörte mache die Wahlarbeit der gesamten Gegner einen wahrhaft fläglichen einen Vortrag des Genossen Fülle über„ Des Voltes Wille ist das Eindruck. Man spüre kaum etwas von einem ernſten principiellen höchste Gefeß" mit großem Interesse an. Außerordentlicher Beifall Wahlkampf unter ihnen. Was auf diesem Gebiete geleistet werde, sei lohnte dem Redner. Der Vorsitzende war wiederum einfach als eine nicht ernst zu nehmende Spielerei zu bezeichnen. Ihre der Lage, feststellen zu müssen, daß die gegnerischen Kandieinzige Wahlparole sei: Kampf gegen die Socialdemokratie. Und daten, Direktor Plonz und Rentier Ringel( lekterer entschuldigt), dieser gemeinschaftliche Kampf werde von ihnen mit den schäbigsten der ergangenen Einladung nicht Folge geleistet haben, also auch nicht füllen. Mitteln geführt. In seinen weiteren Ausführungen hielt Redner gewillt scheinen, für die Lügen und Gemeinheiten ihrer Flugblätter dann eine gründliche Abrechnung mit dem freifinnig- konservativ einzutreten. Gegner meldeten sich nicht zum Wort und so schloß der antisemitischen Mischmasch, wie er sich besonders hier in Berlin breit Vorsitzende mit der Aufforderung, am Wahltage die ganze Kraft einmacht und ging dann zu einer näheren Besprechung der social- zusetzen und dem Genossen Stadthagen zum Siege zu verhelfen. demokratischen Grundsäge und Forderungen über. Er schloß mit Vorher wurde noch auf die beiden uns entzogenen Säle: Paul einem kernigen Appell an die Anwesenden, den Wahlsieg der Social- Schwarz Konzertgarten in der Dorfstraße und R. Schulz, Hohendemokratie zu einem möglichst glänzenden zu machen, damit jeder Schönhausen, hingewiesen und die Erwartung ausgesprochen, daß Genosse mit Recht von einer neuen Etappe zur Verwirklichung diese Lokale streng gemieden werden. unsres Endziels sprechen könne.( Stürmischer wiederholter Beifall.) Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Unter Hochrufen auf die Partei und den Kandidaten Ledebour verließen die Anwesenden den Saal. in Nowawes- Neuendorf. Am Montag fand eine Versammlung statt, welche von Frauen und Männern sehr stark besucht war. Eine solche Versammlung hatte Nowawes- Neuendorf feit 10 Jahren nicht zu verzeichnen gehabt. Mit Aufmerksamkeit hörten die Versammelten den Zu dem Bericht über die aufgelöste Handlungsgehilfen- Ver- Kandidaten des Kreises Genossen Zubeil an, welcher über das Thema sammlung, die am Dienstag im Feenpalast stattfand, teilt uns Herr sprach:" Die Sünden des vergangenen und die Aufgaben des neuen Döring mit, daß er sich als erster Diskussionsredner zum Wort ge- Reichstags". In eindrucksvoller Rede zog er gegen Herrn Hammers meldet habe, woraus sich ergebe, daß die in unsrem Bericht auf Kampfesweise zu Felde, welcher zu feige ist, in dem jezigen Wahlgeworfene Frage:" Lag Herrn Döring nichts an der Fortdauer der tampfe mit seinem Gegner zu diskutieren. Der Redner beleuchtete Versammlung?" bejaht werden müsse. Herr Döring bestreitet, daß die Haltung, welche die Socialdemokratie und welche die bürgerdie Unruhe, welche zur Auflösung führte, von seinen Anhängern her- lichen Parteien bei den wichtigsten Anlässen im Reichstage ein vorgerufen sei. Beweisen kann er seine Ansicht allerdings nicht. genommen haben. Der Referent appellierte an die Anwesenden, Uebrigens ist wohl niemand so naiv, daß er aunehmen könnte, eine thatkräftig in den Wahlkampf zu gehen, damit der Sieg der Socialvon socialdemokratischer Seite veranstaltete Versammlung sei von demokratie gleich beim ersten Wahlgang erreicht wird. Eine DisSocialdemokraten gestört worden. Daß die an Radau gewöhnten fussion fand nicht statt. Mit einem brausenden Hoch auf die Socialantisemitischen Anhänger des Herrn Döring die Störenfriede waren, demokratie schloß der Vorsitzende die Versammlung. fann feinem Zweifel unterliegen. Briefkaften der Redaktion. Bamberg. Wir werden uns freuen, wenn sich Ihre Hoffnungen ers P. W. L. Leider nichts für uns. E. 108. Versuchen Sie es mit völlig farblosem Celluloid- Lack. Ganz dünn auftragen und vollständig trocknen lassen. Juriftifcher Teil. von 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends F. Buch 3. Sie können selbst weiter fleben: die Karte ist die richtige, weil Sie Weiterversicherer sind.-H. B. J. 1.- 3. Innerhalb spätestens 2 Jahren ist die Starte umzutauschen. Sie lassen sich eine andre geben und 40 Marken in 2 Jahren. 4. Wenden Sie sich an Reichstags- Kandidaten fleben als Weiterversicherer welche Marken Sie wollen, aber nicht unter Thiele, Halle.-F. 9. Auch wer feine Steuern zahlt, ist reichstagswahlberechtigt. Anna 59. 1. Bis am 3. Quartalstage zum Ablauf des Duartals. 2. Nein: Sie können nur Abstellung in Güte herbeiführen. M. P. 72. 1. Nein. 2. Ja, bis zu einem Jahre. 3. Ja. 4. Geschieht 5. Bor Ablauf der Stichway an die Betreffenden. auf Kosten des Klägers. würden Sie schwer lich einen der beiden antreffen. Schreiben Sie Bostrevieren verschieden geregelt. Adresse Reichstag genügt. P. V. 60. Das ist in den verschiedenen R. S. Ja.- 5. H. 100. Erschossen. B. 100. Das ist möglich. Nehmen Sie deshalb mit der Polizeibehörde Rücksprache. Zwei Streitende. Nein. Ehefrau. 1. und 2. Ja. G. 2. 166. 1. Nein: Klage auf Lohnzahlung beim Gewerbegericht. 2. Nein. M. Wunderlich. Die Entscheidung ist ergangen, aber auch ihr direkt entgegenstehende Lehren sind zutreffend. Johannisthal. Ja. das Kind hette, bei der Staatsanwaltschaft. Erwirken Sie ferner das C. K. Beantragen Sie Bestrafung des Inspektors, der den Hund auf Armenrecht und klagen den dem Kinde zugefügten Schaden beim Landgericht ein. R. H. 100, M. K. Bülowstr., S. 19, K. Sch. 3: Nein. Rietschmann. 1. Nein. 2. Bis volle Zahlung erfolgt ist. 2. N. 105. 1. Sie können Beschwerde( beim Oberpräsidenten, dann beim Mis nister) einlegen. Aus den früher dargelegten Gründen ist Aussicht auf Er. folg gering 2. Der Bürgermeister verliert seine Stellung mit Ablauf der Frist, für die er eingesetzt war. W. P. Der Vorstand ist im Recht. Alfred B. 1. Die Vormundschaftsordnung finden Sie in jeder öffentlichen G. R. 99. 1. Ihrer Frau, nicht Ihnen. 2. Ja. Ketschendorf. Nahezu 600 Männer und Frauen aus KetschenSchöneberg. Zum vorlegtenmal vor dem entscheidenden 16. Juni dorf, Fürstenwalde und den umliegenden Ortschaften besonders sprach unser Kandidat Genosse 3 ubeil am Dienstag im Obstschen die ländliche Bevölkerung war äußerst start vertreten hatten sich Saale zu den Kopf an Kopf gedrängten Wählern, die mit großer letten Sonntagabend im Schloßkeller zu Fürstenwalde zusammenAufmerksamkeit den Ausführungen des stürmisch begrüßten Redners gefunden. In seinen 24stündigen Ausführungen besprach Genosse Tauschten. Zubeil geißelte in zweistündigem Vortrag die ohne Dr. Alberth noch einmal alle bedeutungsvollen Fragen, um die es Programm, nur von dem ausgesprochensten Haß gegen die Social- sich in diesem Wahlkampfe handelt, den Wuchertarif, die jammervolle Bibliothek. demokratie erfüllten, in die Wahl tretenden sogenannten Nationalitäts- Finanzwirtschaft, die verheerenden Wirkungen des militaristischen 2. 1932. 3. Ja. A. 20. Sechs Wochen zum Quartals- Ersten. parteien und schloß mit dem Hinweis auf unser Ideal und gab der Geistes, die klägliche Halbheit unsrer Socialpolitik, die Stellung der A. G. Es besteht für Sie als Werkmeister sechswöchentliche KündigungsErwartung Ausdruck, daß mit dem Siegeszug der Socialdemokratie Socialdemokratie zum Mittelstande und die traurige Lage der länd- frist zum Quartals ersten, also zum 1. Oktober. Es darf Ihnen eine einst eine bessere Gesellschaftsordnung an Stelle der jetzigen treten lichen Bevölkerung. Sein eingehendes Referat wurde von häufigen 2000 M., so ist das Gewerbegericht zuständig. Das Gehalt ist zur Zeit der chifanöse Beschäftigung nicht zugemutet werden. Beträgt Ihr Gehalt unter möge. Mit einem fernigen Mahnwort des Vorsitzenden Küter, daß Beifallsrufen unterbrochen. Nach einem kernigen Schlußwort des Fälligkeit zu zahlen. Durch andre Beschäftigung Berdientes tann abgezogen unser bisheriger Vertreter Zubeil auch wieder siegreich aus dem Genossen Siedow schloß die von Begeisterung und Siegesbewußtsein werden. R. 2. 1000. 1. bis 4. Wenden Sie sich an die Entbindungss Kampfe hervorgehen möge, erfolgte Schluß der imposanten Ver- erfüllte Versammlung mit einem brausenden Hoch auf die Social- anstalt in der Artilleriestraße. 5. Ja, zwischen 12 und 20 M. monatlich ſammlung. demokratie. werden als angemessen erachtet. 23. 57. 1. bis 4. Begeben Sie sich Schmargendorf. In einer bis auf den letzten Platz gefüllten Bernau. Zu einer großartigen Rundgebung für die Social- mit Ihrer und Ihrer Braut Geburtsurkunden und mit Ihren Militärpapieren baldmöglichst auf Ihr Standesamt, von dort aus erfolgt Wählerversammlung im Restaurant Sanssouci erläuterte Boeste demokratie gestaltete sich eine am 5. Juni im Saale des„ Elysium" das weitere. 5. Innerhalb eines Jahres nach geschlossener Heirat. die Hauptforderungen unsres Programms, dabei geschickt die Tages- leinberufene Wähler- Versammlung. Schon vor Beginn der Ver- O. S., Fidicinstraße. Eine geschliffene. Warenhaus A.Wertheim Extra- Preise bunt: Porzellan i Zuckerdosen weiss: 00 tief u. flach 2918 Pf. Speiseteller 15 Pf. Dessertteller 7. u. 9 Pf. Kompottteller 17 Pr Bratenschüsseln ár. 20 bis65 Pf. Saucièren Terrinen Kuchenteller Leipzigerstr. 132/135( Versand- Abteilung). Rosenthalerstr.27/ 29 u. 54.- Oranien str. 52/55 Donnerstag, Freitag, Sonnabend Glas 10 Pf. 18 Pf. Butterdosen 22 u. 65Pf. Wassergläser 5Pf. 5 Pf. 5pf 20bis 48Pf. Kompottschalen 8 Pf. Salatschüsseln 20 Pf. Dessertteller 6, 13, 18 Pf. Kompottteller 6, 13, 18 P. Teekannen Tassen 14 Pf. 18 Pf. 12, 15, 18 Pf. Milchtöpfe 10 u. 18 Pf. Obertassen 2 Stück 10 Pf. Kompottteller Likörgläser Bierkannen ca. soweit der Vorrat reicht: 3/16 u. 1 Ltr. Dtz. 1 Liter Dtz. R 75 Pf. Bierbecher verschmolz. Rand Bierbecher mit Goldrand 80 Pf. Bierbecher mit starkem Boden 10. Ltr. 1.65 Ltr. 1.90% 0 Ltr.2.15 Dtz. Dtz. mit Bier- Wasserbecher Bord, 9 Pf. 2 fir en Vir. Ltr 112, en Einmachegläser 5, 6, 9, 12, tr. 15 PP. Ltr Einmachebüchsen mit Glasverschluss 25, 30, 38, 43 Pf. Wirtschaftsartikel Giesskannen dr. 35Pf. bis 1.10 Rasenmähmasch. 14 b.19 Mk. Gazeschränke 5.25 bis 7.50 rund, Kaffeeservices Gazeglocken: 22 bis 45 Pf. ns42 PredLeuchter 90 Pf. u. 1.25 Mk. Kartoffelschüsseln 65 Pf. Kompott- Schüsseln 20 bis 45 Pf. Kaffeekannen Gr. 15 bis 48 Pf. Zuckerdosen 8Pf. Cakesdosen 15 Pf. Milchtöpfe 10, 13, 16P. Obertassen 4 Stück 10Pf. Portionstassen 19 P Milchkannen für ca. 1 Liter 10 Pf. 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Reibemaschine ,, Express" 1.20 Messerputzmaschine 6.25 Fleischhackmaschine 3.25| Büchsen dekoriert 25 Pf. 2 Erster Wahlkreis. Heute, Donnerstag, den 11. Juni, abends 8 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstr. 19/21: Oeffentliche Wähler- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Georg Ledebour über:„ Die Reichstagswahlen." 2. Diskussion. Ansprache des Kandidaten Dr. Leo Arons. Das Komitee. Zahlreichen Besuch erwartet 208/4 Dritter Wahlkreis. Britz. Centralverband d. Bau-. Erd- u. Freitag, den 12. Juni, abends 8½ Uhr, bei Bethge, Chauffeeftr. 39 gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschl Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: Die bevorstehende Reichstagswahl. Referent: Genosse Zubeil. Zahlreichen Besuch erwartet[ 203/6] Der Einberufer. Achtung! Schuhmacher! Achtung! Freitag, den 12. Juni 1903, abends 8, Uhr, im Lokale des Herrn Wendt( früher Cohn), Beuthstraße 19/20: Grosse öffentl. Schuhmacher- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht über den Stand der Lohnbewegung. 2. Verschiedenes. Es werden besonders diejenigen Schuhmacher um ihr Erscheinen ers sucht, die in solchen Maßgeschäften arbeiten, welche außerhalb der Lohnbewegung stehen. 170/3 Die Lohnkommission. Wähler- Versammlungen Rabitzputzer, Rabitzspanner 1. Cementierer Donnerstag, den 11. Juni, abends 8 Uhr, 212/ 8* 1. im großen Saale von Buggenhagen, am Morigplatz. Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl und unsre Gegner. Referent Genosse Paul Singer. 2. Diskussion. 2. im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Tagesordnung: 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahl. Dr. Paul Bernstein. 2. Diskussion. Freitag, den 12. Juni, abends 8 Uhr, Tagesordnung: Referent: 1. im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. 1. Die bevorstehende Reichstagswahl, ihre Bedeutung und unsre Gegner. Referent: Genosse Wilhelm Pfannkuch. 2. Diskussion. 2. im Lokale des Herrn Franke, Sebastianstraße 39. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Dr. R. Friedeberg. 2. Diskussion. Berlins und Umgegend. Infolge des am 15. Mai 1903 bvor dem Berliner Gewerbegericht abgeschlossenen Tarifvertrages, welcher die Lohn- und Arbeitsbedingungen für das Rabiz- und Cementierergewerbe regelt, haben es die Vorstände der genannten Branchen als dringend notwendig erachtet, vorläufig einen Kollegen mit der Agitation zur Durchführung der vereinbarten Lohn- und Arbeitsbedingungen, sowie mit der Schlichtung von Differenzen mit unsern Arbeitgebern zu betrauen. Eine aus allen drei Branchen zusammengesette größere Sigung hat den Kollegen Karl Nieke beauftragt, die Sache borläufig in die Hand zu nehmen, bis eine gemeinsame Versammlung der interessierten Berufe offiziell zu der Angelegenheit Stellung genommen hat. Alle vorkommenden Differenzen wolle man deshalb an Unterzeichneten, Engelufer 15, 3immer 29( Fernsprecher VII, 4289) melden; insbesondere werden die Kollegen ersucht, uns alle Verfehlungen der Unternehmer gegen den Tarif sofort mitzuteilen, damit die notwendigen Maßregeln ergriffen werden können. 252/ 16* Die Vorstände der Rabikpuker, Rabitspanner und Cementierer. J. A. Karl Nieke. Zahlstelle Berlin II. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Kollege 39/2 Heinrich Oels an der Proletarierkrankheit ver storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstagnachmittag 2 Uhr vom städtischen Krankenhause Moabit aus nach dem Heilands Kirchhof in Plößensee statt. 0 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Todesanzeige. Am 2. Pfingstjeiertage ertranf beim Baden unser lieber Sohn Max Grell im Alter von 17 Jahren. 18995 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 11. d. M., nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes, Friedrichsfelde, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. W. Grell, Friedenstr. 52. Verband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin u. Umgeg. Todes- Anzeige. Am 9. ds. Mts. verstarb nach furzer Krankheit das Mitglied Wilh. Steffen. Die Beerdigung findet am Frei tag, den 12. 5. Mts., nachmittags 4 Uhr, vom Krankenhause Moabit ( Birkenstraße) aus nach dem St. Johannis- Kirchhof in Plötzenſee ſtatt. Rege Beteiligung erwartet 138/17 Die Ortsverwaltung. Für Danksagung. 18915 Wirtshaus ,, Schloss ,, Schloss Woltersdorf" bie bielen Beweise herzlicher Wirtshaus Neu erhaut! vis- a- vis der Schleuse. Neu erbaut! Außer den Referenten wird auch der Kandidat Wolfgang Heine eine Ansprache Halten. Bahnstation Ertner. Auf wundervoller Fußpromenade in 15 Minuten zu Rege Beteiligung von Wählern aller Parteien erwartet Das Wahlkomitee. Vierter Wahlkreis. Donnerstag, den 11. Inni, abends 8 Uhr: erreichen, ohne Dampjer oder Uebersetzen. 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Wähler- Verfammlung 1. bri Leydecker, Sophienstraße 34. Zages Drdnung: Die Verbrüderung der Freifinnigen und Antisemiten. SW., Lindenstr. 69. Neuerscheinungen unsres Verlages: • Die Kaiserreden im Reichstag und die Socialdemokratie. M. 0,20 Der Umfturz im Reichstag, eine Darstellung der Kämpfe um den Zolltarif nach dem amtlichen Steno gramm M. 0,20 Die Vernichtung der Social demokratie durch den Gelehrten des Central Verbandes deutscher Industrieller, herausgegeben im Auftrage des Parteivorstandes der deutschen Socialdemokratie M. 0,20 Zeitungsfremdwörter und poli tische Schlagworte, verdeutscht v. A. Braun, M. 0,25 Referent: Reichstags- Kandidat Robert Schmidt. De Frauen und die Politik von 2. Diskussion. Wähler aller Parteien sind eingeladen. Zahlreichen Besuch erwartet Das Wahlkomitee. 217/ 10* Socialdemokratischer Wahlverein der Frauen Berlins u. Umg. Versammlungen. bei Wernan, Schwedterstraße 23. Referent: M. 0,20 Lily Braun Christliche Arbeiterpflichten, jefuitische Fragen und socialdemo fratische Antworten M. 0,20 Die agrarische Gefahr, eine Dar stellung ihrer Entstehungsgeschichte, ihrer Macht und legten Ziele, von Paul Göhre M. 0,20 • Socialdemokratie und Centrum, von A. Bebel M. 0,20 Winke für die Reichstagswahlen M. 0,10 Die katholische Kirche und die Socialdemokratie, von Karl Kautsky M. 0,30 Eugen Nichters Socialisten spiegel: die Wahlfälschungen der Stadt Aktiengesellschaft Fort fchritt M. 0,20 Die Lebensmittelzölle und die indirekten Steuern, wer fie zahlt und wem sie nügen M. 0,10 en foll der Arbeiter wählen? Ein Wahlaufruf an die Arbeiter in Stadt u. Land, v. R. Calmer M. 0,10 Der Korbmacher Fischer im Lichte der Wahrheit. . 0,05 An den Einzelnen, auf den es nicht ankommt! M. 0,05 Heute, Donnerstag, den 11. Juni, berordneter Hugo Heimann über: Die Frauen und der Reichstag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Freitag, den 12. Juni, Genoffin Dr. Wally Zepler über: Barum müssen wir Frauen das Stimmrecht 18976 im Rotale Königsbank, Große Frankfurterstraße 117. Referentin: erkämpfen? 2. Diskussion. Mitglieder erhalten gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte eine Broschüre gratis. Männer und Frauen als Gäfte find willkommen. Schleunige Der Vorstand. Achtung! Radfahrer. Achtung! Alle Arbeiter- Radfahrer, welche gewillt sind am Wahltage den ganzen ersucht, sich am Freitag, den 12. d. M., abends pünktlich 9%, Uhr in Räumung der Lagerbeflände sowie halben Tag ala Radfahrer bei der Wahlarbeit thätig zu sein, werden in Herren- Stoffen dem Lofal von Fritz Wilke, Brunneuftr. 188 einzufinden. für Anzüge, Paletots, Kinder- 12/10 anzüge usw. beabsichtigen 15272* Karl Fischer, Vertrauensmann der Arbeiter- Radfahrer. Koch& Seeland Centralverband der Maurer Tuchfabrik- Niederlage Berlin C., Rossstr. 2. Gaskocher, Berliner Gaskocherhaus am Georgenkirchpl.14, Gatharinenſi.8. Bezirk Wedding. Freitag, den 12. Juni, abends 9 Uhr: Außerordentliche Mitgliederversammlung im Lokale Pasewalkerstr. 3. Sparsamstes u.billigst.Fabrikat. Gigungen. 2. Ausgabe eines Flugblattes. • . • . Note Wahlen 1903, eine politiſche, ausgestattete Flugschrift M. 0,10 durch geniale Künstlerhand prächtig Dr. Simmel, PrinzenSpecialarzt für[ 5/ 16* Hant- und Harnleiden. Steppdecken Gelegenheitskäufe! 3,50 Cretonne, doppelseitig 2,65 Tricot, doppelseitig Wollatlas, alle Farben 4,85 alle Similiseide, 5,25 Farben Schlaf decken in Wolle extra schwer à 350 450 500 600 M. Versand per Nachnahme. Teilnahme und Kranzspenden den Mitgliedern des Frauen- Wahlbereins Teltow- Beeskow- Storkom- Charlotten burg, sowie meinen Stollegen für die legte Ehrerweisung meiner inniggeliebten Frau Emilie Vogel, geb. Schneider, meinen tiefgefühlten Dant. Franz Vogel. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unsres unvergeßlichen Baters, des Malers 18986 Karl Wahl fagen wir allen, insbesondere feinen Kollegen von der Firma Pintsch, sowie den Mitgliedern des socialdemokra tischen Wahlvereins des 4. Berliner Reichstags Wahlkreises und dem Männergesangverein Bleib Treu" herzlichen Dank. 4 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Unsern innigsten Dank für die rege Beteiligung bei der Beerdigung unsres lieben Bruders und Schwagers Paul Jacob. Dank auch den Barteigenoffen des 2. Wahlkreises für die reichen KranzPant u. Mottau, dem Verband der Metallarbeiter und dem Gesangverein Streuzberg. Ernst Jacob und Frau. Reichels weltberühmter Hühneraugen- Tod beseitigt vollständig schmerzlos jedes Hühnerauge, selbst veraltete u. jedwede Hautverhärtung. Nachdem Sie alles Mögliche an gewandt, machen Sie diesen letzten Versuch. Dose M. 1 frc. nur bei Otto Reichel, Berlin 310, Eisenbahnstr. 4. 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