Mr. 134. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn à Mart, für das übrige Auslant Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Noresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Eine Militär- Revolution. Freitag, den 12. Juni 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. die treuen Unterthanen fallen sich in die Arme vor Rührung und die Mitglieder der Familie der Königin in ihren Wohnungen über den schönen Mord. Man wird an die byzantinischen überrascht und, wie es heißt, alle niedergemacht. Der König, die Zeiten erinnert, da es der Beruf der Kaiser war, auf solche Königin und die übrigen Toten werden heute in einfachen Särgent bestattet. Weise zu enden. Vor 1000 Jahren, am 11. Juni 1903, wurde das Haus Obrenowitsch niedergemegelt so klingt die Nachricht, die der Telegraph meldet. Was wollen die revolutionären Hinrichtungen hochverräterischer Fürsten besagen gegenüber dieser wüsten Schlächterei von Frauen durch die allgetreueste Armee. Das Heer versteht sein Handwerk. Es giebt keinen Pardon- auch wenn es dem eignen König gilt! Die Stuptschina und der Senat werben am 15. Juni die heute durch die Armee erfolgte Proklamation des Fürsten Peter Karageorgewitsch zum König durch formelle Wahl sanktionieren. Große Volksmengen durchziehen die Stadt unter Rundgebungen für die neue Regierung. Belgrad, 11. Juni. Eine an den Straßen angeschlagene Proklamation teilt mit: Heute nacht sind König Alexander und Königin Draga erschossen worden. Eine neue Regierung ist gebildet, die Verfassung vom 6. April 1901 wieder in Kraft gesetzt, die Bolksvertretung wird auf den 15. Juni einKöln, 11. Juni. Der„ Kölnischen Zeitung" wird aus Belgrad berufen. Es folgen die Unterschriften der neuen Minister. 11 Uhr 2 Minuten vormittags berichtet: Die bisher erschienenen Das Ereignis ist vom Heere ausgeführt. Außer dem Königspaare sind der Ministerpräsident, Generaladjutant Petrowitsch Und seltsam! So oft ein Wahnsinniger oder ein Fanatiker in Blätter melden, daß das blutige Ereignis sich um 2 Uhr nachts abgespielt habe. Zuerst drangen Offiziere des Generalstabes vom und der frühere Kriegsminister Pawlowitsch erschossen. Das den letzten Jahrzehnten ein Staatsoberhaupt tötete immer Vorbereitungskurse in ben Konat, wobei ein Gardist getötet wurde. ein Schrei der Rache durch die Welt der Dann tamen Soldaten, Ereignis wurde ruhig aufgenommen. Die Leichen des Königs- gellte die sofort das alte Königspalais Nach einer Version wurde das Königspaar paares find im Konat geborgen. Das Ereignis hat sich zwischen herrschenden Klassen. Man veranstaltete Treibjagden wider einen umzingelten. halb 11 Uhr und 2 Uhr nachts abgespielt. sagenhaften Anarchismus oder versuchte es gar mit Umsturzgefeßen im Schlafzimmer überrascht, nach einer andern sollen sich Man erfand weitverzweigte Ver- der König und die Königin auf den Hausboden geflüchtet Semlin, 11. Juni. Heute nacht zog ein Trupp Offiziere gegen die Socialdemokratie. zum Königspalais. In Vereinbarung mit dem radikalen Führer schwörungen und eine fürchterliche revolutionäre„ Interne". Endlich haben; letzteres gilt als unwahrscheinlich. Sämtliche Ministerien Ljuba Zivkowitsch forderten die Offiziere den König Alexander haben wir es einmal mit einer wirklichen Verschwörung zu thun, wurden sofort belegt. Früh morgens durchkreuzten Offiziere auf, zu Gunsten des Prätendenten Karageorgewitsch auf den wie sie kein Kolportageromancier blutiger zu ersinnen ver- die Stadt und riefen vom Sattel herab, daß der König und die Königin erschossen worden seien. Königin Draga foll zahlreiche Thron Berzicht zu leisten, was der König verweigerte. König möchte: Eine wahre Königsschlacht", in der Scepter und Schußwunden haben. Man erzählt, daß die Leichen des Königs und Alexander erschos hier auf den Obersten Naumo- Purpurmantel durch Blut geschleift wird. Wo sind jetzt der Königin durch ein Fenster des Konats in Leichentüchern in den witsch, der ihm die Abdankungsurkunde unterbreiten wollte. die Rufe nach Ausnahmegesezen wider die Armeen, wider Garten des Konats hinabgelaffen und fofort auf Bagagewagen gelegt vor dem Graufigsten nicht zurück- wurden. Die beiden Brüder der Königin wurden auch im Monat erschossen. Die Offiziere ließen nun den Kriegsminister und den Minister den Militarismus, des Innern holen und erschossen das Königspaar, den schreckt, der hunnisch selbst die eignen Könige mordet und Die drei Schwestern sind am Leben geblieben. Der Schwiegersohn Adjutanten Lazar Petrowitsch und mehrere königstreue Offiziere wehrlose Weiber? Nichts von solchen Verallgemeinerungen, nichts des Generals Binsar Markowitsch, Hauptmann Miltowitsch, ist erunter Hochrufen auf Karageorgewitsch, der in Semlin sein soll. von solchen Nutzanwendungen. Man begnügt sich, von asiatischen schossen worden. Um 11 Uhr wurde an der Leiche des Königs, der Vom Das Ereignis vollzog sich zwischen 2 und 3 Uhr nachts. Sitten zu reden. Ja, man findet den unangenehmen Zwischenfall Königin und dreier Adjutanten die Autopfie vorgenommen. Minister des Innern Theodorowitsch verlautet, daß er schwer berDie Situation ist vollständig ungeklärt. Militär durchzieht eigentlich menschlich ganz begreiflich. Da liest man in einem wundet, aber nicht tot sei. Das Zeichen zum Beginn des Blutbades bie Straßen. fonservativ- antisemitischen Blatte: war durch einen Kanonenschuß gegeben worden. ( Siehe auch vierte Seite.) Semlin, 11. Juni. Sämtliche Geschwister der Königin, Ministerpräsident Zinzar Markowitsch, Adjutant Lazar Petrowitsch und der frühere Kriegsminister Pawlowitsch sind ermordet. Der feitherige Polizeipräsident Maschischanin wird vermißt. Oberstlieutenant Mischitsch vom 6. Infanterie- Regiment führte das Militär an und ermordete eigenhändig die Königin. König Alexander wurde erschossen, ebenso der Minister, während die Königin Draga, die sich zuerst berftedt hatte, und ihre Geschwister mit der Hade erschlagen wurden. Nur die Königin war sofort tot, König Alexander lebte noch etwa fünf Minuten, die andren sogar noch etwas länger. Mischitsch war als sehr tüchtiger Offizier bekannt, er absolvierte mit Auszeichnung Das Militär hat die bie Petersburger Kriegsakademie. seitherigen Königsabzeichen von den Uniformen entfernt. Die überlebenden Mitglieder des seitherigen Kabinetts wurden verhaftet. Die Straßen sind festlich geschmückt. Die Leichen des Königspaares liegen in einem Hinterzimmer des Konaks, die andren Leichen alle im Spital. Am Sonntag soll das feierliche Leichenbegängnis sein. Man sagt, Awakumowitsch sei Ministerpräsident ohne Portefeuille, Ljuba Zivkowitsch Justizminister, Mischitsch, der die Mörder angeführt, Kriegsminister. Alle Geschäfte in Belgrad find geschlossen. Für heute abend ist eine festliche Straßenbeleuchtung geplant. Viele Gruppen durchziehen die Straßen mit Hochrufen auf Karageorgewitsch. In Belgrad herrscht ungeheurer Jubel. Wahlkampf. Am 16. Juni wird gewählt! " In der serbischen Armee, die zu den Zeiten König Milans und auch in den ersten Jahren der Regierung seines Sohnes Alexander die festeste Stütze, ja den einzigen Halt der Dynastie Obrenowitsch bildete, trat seit der unglückseligen Heirat constid red des Königs Sascha mit der Witwe Draga Maschin ein radikaler Umschwung der Gesinnung ein. Jm serbischen Offiziercorps herrschte seitdem ein tiefer Groll, eine heftige Erbitterung gegen Die Wahl beginnt um 10 Uhr vormittags und bauert bis 7 1hr das Königspaar, das allerdings ein seltenes Ge- abends. Wer um 7 Uhr noch nicht abgestimmt hat, darf überhaupt schid darin zeigte, sich selbst zum Spott nicht wählen, auch wenn er vorher schon im Wahllokal war. bild fürstlicher Würde zu degradieren. König Wer es irgendwie ermöglichen kann, gehe schon vormittags zur Sascha, schon als Jüngling ein trauriger Mischmasch körperlicher Wahl. Abends ist erfahrungsgemäß der Andrang zum Wahllokal Verkümmerung, geistiger Entartung und sittlicher Verwilderung, sehr stark. Wer deshalb sein Wahlrecht nicht durch Bummelei verwar durch die Ehe mit der bedeutend älteren, intriganten und lieren will, gehe beizeiten zur Wahl. schlecht beleumundeten Draga ein willenloser Spielball der ehr- Es empfiehlt sich für jeden Wähler, eine Legitimation einzustecen geizigen und herrschfüchtigen Frau geworden. Die Erbitterung im( Einwohnerschein, Steuerquittung oder Mietsvertrag). Offiziercorps wurde durch das strupellose Gebaren der Königin Stimmzettel mit dem Namen des socialdemokratischen Kandidaten genährt, mit dem sie es versuchte, ihrer Familie fürstlichen Rang sind zwar an jedem Wahllokale zu haben, der vorsichtige Wähler und fürstliche Ehren, ja die Thronfolge selbst zu verschaffen. Da nimmt aber seinen Stimmzettel schon von zu Hause mit. für ihre Ehe eine Leibeserbschaft ausgeschlossen war, setzte die Der Stimmzettel muß von weißem, mittelstarkem Schreibpapier Königin alle Hebel in Bewegung, ihren jüngeren Bruder, den sein, darf keinerlei Kennzeichen tragen und nichts weiter enthalten, Lieutenant Lunjewiza in der serbischen Armee, zum Thronfolger wie die genaue Bezeichnung des Kandidaten. Der Stimmzettel muß einzusetzen. Dieses Intriguenspiel, dem König Alexander zu wenig ungefähr 9 zu 12 Centimeter groß sein. Widerstand entgegensetzte, hat die Dynastie Obrenowitsch mit der grausigen Ermordung seines legten Sprossen büßen müssen. Mit dem Königspaar sind auch drei Mitglieder des Ministeriums dem Staatsstreich zum blutigen Opfer gefallen." Ja, wenn es entschuldbar ist, Spottbilder fürstlicher Würde zu meucheln, wie viele Monarchen wären dann nach konservativ- antifemitischer Anschauung ihres Lebens noch sicher?. Man kann sich seinen Stimmzettel felber schreiben. Gültig find auch Stimmzettel, auf denen ein Name durchgestrichen und ein andrer darunter geschrieben ist. Der Kandidat muß aber so genau Bezeichnet sein, daß jeder Zweifel über seine Person ausgeschlossen ist. Es genügt also z. B. nicht Schmidt", sondern man muß schreiben: Arbeiterfekretär Robert Schmidt in Berlin. Belgrad, 11. Juni, 7 Uhr 20 Min. früh. Heute erschien folgende Broklamation: An das serbische Volk! Heute nacht In welchem Wahlkreise man wohnt und in welchem Wahllokale find König Alexander und Königin Draga erschossen worden. Das serbische Königspaar galt in Westeuropa als komische Figur. man zu wählen hat, ist im Vorwärts" Nr. 125( Pfingstnummer) In diesem ernsten und schicksalsschweren Augen- Alexander und seine mit Unfruchtbarkeit geschlagene Frau waren bekannt gemacht. Außerdem bekommt jeder Wähler noch von unsrer blick haben sich die Freunde unsres Vaterlandes und unsres Lieblingshelden des Brettlults. Neuerdings gab es indessen Leute, Partei eine besondere Mitteilung darüber. Wem fie aus Versehen Boltes geeinigt und eine neue Regierung gebildet. Indem die die in König Alexander einen serbischen Napoleon witterten. nicht zugehen sollte, der bemühe sich bei dem Nachbar darum. Regierung dies dem serbischen Volke bekannt giebt, ist sie Im Frühjahr dieses Jahres hatte er einen genialen Staatsstreich Das Wahlgeheimnis ist durch das neue Wahlverfahren vollüberzeugt, daß sich das serbische Volk um sie scharen und ihr insceniert. Er hatte die demokratische Verfassung aufgehoben, ihm ständig gesichert. Niemand braucht mehr zu fürchten, daß seine Abverhelfen werde, daß im Lande überall die Ordnung und lästige Gesetze beseitigt und dann die Verfassung wiederhergestellt. Stimmung kontrolliert werden kann. Es wird nicht mehr der bloße Rechtssicherheit aufrechterhalten bleibe. Die Regierung ver- Das imponierte allen westeuropäischen Gesinnungsgenoffen. Noch Stimmzettel abgegeben; dieser muß vielmehr in ein Couvert gesteckt lautbart hiermit, daß vom heutigen Tage die Verfassung neuerdings hatte er sich ausgezeichnete Wahlen" verschafft. Die werden. Das Couvert, das amtlich abgestempelt sein muß, vom 6. April 1901 mit allen Gesetzen, die bis zum Wähler hatten überwältigend„ regierungstreu" gestimmt. Unmittelbar erhält der Wähler erst im Wahllokale von einem Beauftragten des 25. März d. J. alten Stils in Geltung waren, in Kraft nach diesem glänzenden Vertrauensvotum jubeln dieselben Wähler, Wahlvorstehers. Jedes andre Couvert ist unzulässig. Den Stimm tritt. Die mit der Proklamation vom 24. März alten Stils weil der Poffenkönig auf entsetzlichste Weise gemordet. Die Armee zettel muß der Wähler aber schon von draußen mitbringen. Mit dem aufgelöste nationale Boltsvertretung wird für den 2. Juni erwies sich stärker als Staatsstreich und gute Wahlen. Couvert begiebt sich der Wähler in den Nebenraum oder an den alten Stils, das ist der 15. Juni neuen Stils, nach Belgrad Die Geschichte Serbiens ist reich an Willtür, Wahnsinn und Nebentisch, wo eine Vorrichtung angebracht ist( Vorhang oder Aufeinberufen." Es folgen die Unterschriften der neuen Minister. Es find Verbrechen. Es iſt müßig, in diesem Augenblick die Gründe bau oder eine abgeschlossene Wahlzelle) und dort muß er seinen anzugeben, die unmittelbar zu der That führten. Die fieg- Bettel( aber nur einen!), geschützt vor jeder Beobachtung, in das dies Jowan Awakumowitsch, Ministerpräsident ohne Portefeuille, reiche Revolution giebt sich radikal und volkstümlich. Aber das ist Couvert stecken. Dann erst kann er abstimmen, indem er Ljubomir Kaljewitsch, Miniſter des Aeußern, Stojan Protitsch, wohl nur ein Mittel der Inscenierung der neuen Dynastie". Die das den Stimmzettel enthaltende Couvert dem Wahlvorsteher Minister des Innern, Georg Gentschitsch, Handelsminister, Obrenowitsch waren Freunde Destreichs, die Militärpartei, die jetzt übergiebt. Jede andre Art der Abstimmung ist gefeßlich General Jowan Atanazkowitsch, Kriegsminister, Dr. Wojislaw einen der Ihrigen auf den Thron erhoben hat, ist Rußland ergeben. verboten. Die Couverts sind vollständig undurchsichtig, so daß Weljkowitsch, Finanzminister, Oberst Alexander Maschin, Und so mögen die Königsmörder nicht aus wilder Empörung über es von außen auf keine Weise zu bemerken ist, welcher Zettel in dem Minister für Bauten, Profeffor Ljubomir Stojanowitsch, die Mißwirtschaft der Draga- Familie die That verübt, sondern im Couvert stedt. Kultusminister und Ljubomir Schiwkowitsch, Justizminister. Dienste Nußlands gehandelt haben. Das heutige Ereignis wurde vom Heere ausgeführt. Belgrad, 11. Juni. Heute vormittag spielten die Militärkapellen auf den öffentlichen Blägen der Stadt. Biele Häuser sind beflaggt, nirgends i ft jedoch eine Trauerfahne sichtbar. ( Aus Telegrammen.) Die letten Telegramme melden: " Es hat daher jetzt kein Wähler mehr die Entschuldigung, daß er aus Furcht vor Schaden nicht socialdemokratisch wählen kann, Furchtlos kann jeder Wähler den socialdemokratischen Bettel abgeben. Wähler, die aus irgend einem Grunde von der Wahl zurückgewiesen werden, wollen sich sofort bei dem socialdemokratischen Wahlkontrolleur melden, der die Zurückweisung notieren wird. * Köln, 11. Juni. Die„ Kölnische Zeitung" meldet aus Belgrad vormittags 11 Uhr: Das Ereignis wurde heute nacht zwischen 10% und 2 Uhr von dem sechsten, den Namen des Königs von Rumänien führenden Regiment, wie es heißt, unter dem Kommando der Obersten Mischitsch und Maschin, ausgeführt. Letzterer ist im neuen Kabinett Bautenminister und mit der Königin Draga ber- Das Reichstags- Wahlergebnis aus ganz Deutschland wird diesSo läßt die Armee Throne krachen! In einer scheußlichen Mezelei schwägert; fein Bruder war mit ihr verheiratet. Die Soldaten mal mit noch nie dagewesener Schnelligkeit festgestellt werden und ist das„ angeftammte" Fürstenhaus Serbiens auf einmal ausgerottet brangen nachts in den Konak und erschossen den dienstthuenden Ad- im großen ganzen schon am Tage nach der Wahl vormittags be worden, samt aller Verwandtschaft, die erreichbar war. Serbien hat jutanten Oberst Naumowitsch. Nach einer andren Version hatte fannt sein. Durch eine Rundverfügung der königlichen Regierungen König Alexander den Oberst Naumowitsch erschlossen, weil dieser sind die Wahlkommissare angewiesen, das Wahlergebnis aus den eine neue Dynastie. Die Armee jubelt. Die Militärkapellen spielen. den Soldaten das Thor geöffnet und daher unter dem Verdacht der einzelnen Wahlkreisen bis 7 Uhr morgens( 17. Juni) an die ReDie Häuser werden beflaggt. Die Patrioten illuminieren! Es ist Mitwisserschaft gestanden habe. Wer den König und die Königin er- gierungspräsidenten telegraphisch zu melden. Um 8 Uhr morgens wie eine rasende Götterdämmerung des Monarchismus und des schoffen hat, ist nicht bekannt. Gleichzeitig wurden der General will der Reichskanzler bereits Kenntnis über die Wahlresultate aus Militarismus! Die Armee, die treueste Hüterin der Throne, adjutant Lasar Petrowitsch, der Minister des Junern Welimir allen Bezirken haben. Durch die Wahlkommission, deren Bureaus meuchelt den obersten Kriegsherrn und alles, was ihm anhing. Und Theodorowitsch, der Kriegsminister General Milowan Pawlowitsch die ganze Nacht hindurch geöffnet sind, find die Wahlvorsteher an * Politische Uebersicht. Berlin, den 11. Juni. gewiesen, die Wahlergebnisse aus allen Wahlbezirken telegraphisch, eine Abstimmung der Versammlung herbeigeführt hatte. Die Der Gesang verstummte plötzlich, und die Bauern, angefeuert durch telephonisch oder durch Expreßboten bis 5 Uhr morgens zu über- Entgegnung der Herren Irmer und Ringel ließ die Verlegenheit er- den Geistlichen, drangen in einer Stärke von ca. 80 Mann mit mitteln. Die Postämter sind deshalb in der Nacht vom 16. zum tennen, auf jenes perfide Wahlmanöver festgenagelt zu sein; Herr Knütteln auf unsre Genossen ein. Junge Burschen und Frauen 17. Juni geöffnet. Die Vermittelung der Wahlergebnisse an die Frmer meinte sogar, die Broschüre habe mit der gegenwärtigen Ver- schlossen sich an und so wurden unsre Genossen buchstäblich das Die Frauen und Burschen warfen mit Wahlkommissarien geschieht auf Staatskosten, das heißt gebühren- sammlung nichts zu thun und der Vorredner hätte besser gethan, Dorf hinaus geprügelt. frei. Früher war den Wahlvorständen drei Tage Zeit belassen zur darauf nicht zurückzukommen. Parteigenosse Stubis- Pankow stellte Steinen, so daß unsre Genossen verschiedentlich Verletzungen davon Leibe gerissen Einem derselben waren die Kleider schriftlichen Uebermittelung der Wahlresultate. darauf fest, daß Herr Ringel in der nationalen" Wähler- Versamm trugen. lung, die er vor kurzem in Pankow abgehalten, sich persönlich zum worden. Gegen den Geistlichen mit seinem Kirchenchor wird Straf Zu den Reichstagswahlen erläßt die königl. Eisenbahn Verbreiter der Verleumdungen der Fischerschen Broschüre gemacht antrag gestellt werden, damit in Zukunft derartige Ueberfälle unterDirektion Berlin an ihre Inspektionen, Dienststellen- Vorsteher habe, indem er dieselbe fast wörtlich citierte, eine Feststellung, die bleiben. fowie sämtliche Beamten und Arbeiter die nachfolgende Verfügung: Herr Ringel vergeblich mit einigen lahmen Worten zu entfräften Mit Rücksicht auf die am 16. d. Mts. stattfindenden Wahlen zum versuchte. Von den übrigen Stimmen, die aus der Versammlung Reichstag wird allen Beamten und Arbeitern in Erinnerung gebracht, daß zu Worte kamen, sind diejenigen bemerkenswert, die zwar für Herrn es besondere Pflicht der in einem staatlichen Betriebe beschäftigten Ringel am Tage der Wahl einstehen wollen, sich aber gegen den Beamten und Arbeiter ist, das jedem Staatsbürger ver Bolltarif aussprachen. Bevor der Vorsitzende am Schluß der Verfassungsmäßig zustehende Wahlrecht sowohl bei sammlung das Kaiserhoch" ausgebracht, hatten unsre Genossen den Der Ladenschluß und die Socialdemokratie. den Hauptwahlen, als auch bei etwaigen Stichwahlen auszuüben. Saal verlassen. Wir haben uns gestern mit der Behauptung der„ StaatsbürgerDie Wahl zum Reichstag ist nicht auf einige Stunden des Tages beschränkt, sondern fann am ganzen Tage ausgeübt werden. Wenn Ueber Beschimpfungen durch anonyme Zuschriften beschwert sich Beitung" beschäftigt, daß die Socialdemokratie 1890 für den Vieruhrtrotzdem bei Arbeitern eine Arbeitsversäumnis nicht zu ver- der bisherige Abg. Frese in Bremen( fri. Vg.) und sucht sie der Ladenschluß am Sonntag eingetreten sei. Wir haben demgegenüber Freſce in festgestellt, daß die Socialdemokratie mit ihren Forderungen weiterDie Methode, meiden ist, so findet nach der Bestimmung im Abschnitt Hunter Socialdemokratie in die Schuhe zu schieben. 4º, S. 150 des Teils XII der Finanzordnung ein Lohnabzug jemandem in anonymen Buschriften etwas vorzuwerfen, das gehenden Schuzes von den bürgerlichen Parteien im Stiche gelassen nicht statt. 19 umständen Um it and worde man nicht öffentlich zu vertreten wagt, ist unter alten berächtlich, aber womit denn Die Socialdemokratie hatte zunächſt, wie wir gestern erinnert Herr Frese, daß die ihm zugegangenen Briefe von Socialdemokraten haben, den Antrag gestellt: fünfftündige Deffnung der Ladengeschäfte Bekanntlich werden bei den Reichstagswahlen vielfach sehr un herrühren? Wir können ihm verraten, daß uns und vielen unsrer am Sonntag( spätester Schluß 4 Uhr) und einen freien Tag zulängliche und zum Teil höchst fragwürdige Behälter als Wahlurnen Abgeordneten, vielleicht allen, fortwährend soviel anonyme Zu- in der Woche für die am Sonntag beschäftigten Gehilfen. Da dieser verwendet, worunter die sichere und zuverlässige Ausführung des schriften voller unflätiger Befchimpfungen zugehen, daß wir aus der weitergehende Antrag keine Aussicht auf Annahme hatte, stellten Wahlgeschäfts schwer leidet. Der bekannte Schriftsteller R. Sieg Entrüstung gar nicht herauskämen, wenn wir uns darüber entrüsten wir dann zur zweiten Lesung den Antrag: dreistündige Deffnung der fried in Königsberg i. Pr., welcher sich speciell mit wahl: wollten. Und wenn wir Parteien dafür verantwortlich machen Ladengeschäfte, 12 Uhr Schluß. Wir hatten die Staatsbürger- Zeitung" aufgefordert, diese Thattechnischen Fragen beschäftigt, ersucht nun von überall her um Mit- wollten, dann könnten wir wohl jeder Partei den Inhalt solcher teilungen über derartige Fälle unter möglichst genauer Beschreibung Verächtlichkeiten in die Schuhe schieben. and 30 fachen ihren Gejern zu unterbreiten. geben würde. Aber in der Beigung Dee Wahlores( bei Städten des Wahlbezirks). Andrer in Leipzig mitgeteilt. Es wird wohl auch noch andren Leuten so Wahlzeit muß man sich leider auch mit den kleinen gewerbszeichnung des der Genannte auch um Auskunft über Fälle, in denen die gehen, daß sie mit anonymen Zuſchriften belästigt werden; man ver- mäßigen Lügenblättern ernsthafter beschäftigen, die man zu andern Wahlurnen während der ganzen Dauer der Wahlhandlung mittels ichone aber uns mit dem Vorwurf, schuld zu sein an Dingen, Zeiten überhaupt nicht zu beachten braucht. eines Schlüssels verschlossen gehalten worden sind, so daß die Ein- wir jederzeit entschieden mißbilligen. führung der Wahlcouverts nur durch eine Spalte im Deckel erfolgen fonnte. Gerade dieser für eine absolute Sicherung des Wahlgeschäfts höchst wünschenswerte Gebrauch dürfte bisher( etwa von den größeren Zu dem Wahlaufruf der„ nationalliberalen Jugend" sagt die Städten abgesehen) noch viel zu wenig in Uebung sein. Wahlurnen- Enquete. = " der Mängel der betreffenden Wahlurnen sowie unter specieller Be- Soeben wird ja die Verwerfung der Revision des Herrn Golla daß das Blatt der Wahrheit die Eatürlich erwarteten wir nicht, Solche Materialsammlung kann für die Bekämpfung des Unfugs, der heute noch mit den Wahlurnen getrieben wird, sehr nützlich sein; wir empfehlen deshalb, den Wunsch des Herrn Siegfried nach Möglichkeit zu erfüllen. Gegen die Isolierkifte, die der Landrat von Sorau als ausreichende Einrichtung gegen Beobachtung der Wähler den Gemeinden empfahl, hat das socialdemokratische Wahlkomitee für Sorau- Forst beim Regierungspräsidenten eine Vorstellung erhoben, worauf dieser folgenden Bescheid gab: Die in Ihrer telegraphischen Vorstellung vom 4. d. M. enthaltene Behauptung, daß die in der Kreisblatt- Bekanntmachung des Herrn Landrats zu Sorau enthaltene Hinweisung auf die zweckmäßige Herstellung eines Isolierraumes für die Stimmabgabe bei der Reichstagswahl wider die gesetzlichen Vorschriften verstoße, erachte ich für unzutreffend. Es steht nicht zu besorgen, daß jene Hinweisung Anlaß zu Einrichtungen geben wird, durch welche irgendwie in Frage gestellt wird, daß der Wähler seinen Stimmzettel unbeobachtet in den Umschlag zu legen vermag. Bekanntlich hatte der Landrat empfohlen, auf den Nebentisch eine umgefippte Kiste von 50 Centimeter Höhe zu stellen. Wenn das befolgt wird, dann bleibt der Wähler nicht unbeobachtet. Unfre Parteigenossen werden diesen Isolierkisten jedenfalls alle Aufmerksamkeit widmen. " * Bemooste Häupter. die Es ist ganz amüsant, zu sehen wie sich das Büdler- Drgan für germanische Ehrlichkeit der ihr zugemuteten Aufgabe unterzieht, einmal die Wahrheit zu sagen. Sie erzählt in unverfälschtem Ritualmordstil: un National- Zeitung", unsre Glossen über die Minderjährigkeit dieser wären bewußte rreführung, nachdem wiederholt festgestellt worden sei, daß diese Jugendvereine" wahlmündige Männer bis zum 45. Lebensjahre aufnehmen. Wir gestehen, die Thatsache war uns nicht gegen wärtig, aber sie scheint uns auch unerheblich. Wenn wir uns auch freuen über das Jugendfeuer, das in den mit etlichen 50 Semesteri begabten bemooften Häuptern lebt, so kommt es doch weniger darauf an, bis zu welchem Alter Mitglieder aufgenommen werden, als vielmehr darauf, von welchem Alter an die Mitgliedschaft erworben werden kann und wie alt die Mehrzahl der Mitglieder ist. Oder sollte der Name Jugendvereine und der auf junge noch nicht wahlberechtigte Leute berechnete Inhalt des Aufrufs eine„ bewußte Irre- aſſe ſo nahe ſtehen, die socialdemokratische Fraktion veranlaßt hat, führung" der Deffentlichkeit sein? Statistik, Herr Professor! Der bisherige Abgeordnete und jetzige konservative Kandidat für Oberbarnim, Professor Pauli, sagte in einer konservativen Versammlung: " Ich will nicht auf die landwirtschaftlichen Zölle besonders eingehen, wird doch in dieser Beziehung von unfren Gegnern, nicht nur den. Socialdemokraten, in unglaublichster Weise mit Zahlenmaterial operiert. Die Einen behaupten, jeder Pfennig Zoll verteuere in demselben Maße das Brot, andre bestreiten das. In solchen Fragen kann niemand etwas Genaues und positiv Richtiges sagen. Ich richtete gelegentlich an einen großen Berliner Bäckermeister die Frage, ob die Erhöhung des Zolles auf den Brotpreis von Einfluß sein würde. Er erklärte mir, daß die Bäcker gar nicht daran dächten, das Brot kleiner zu backen, wenn ein erhöhter Zoll eintreten sollte." 4 Eine konservative Wählerversammlung für den dritten Wahlkreis tagte am letzten Mittwoch bei Buggenhagen. Der Saal war schwach besetzt, unter den Teilnehmern befanden sich auch Socialdemokraten. Der Herr Gymnasialprofessor hat wohl in seinem BekanntenDer Vorfizende eröffnete die Versammlung gleich mit der liebens- treise auch einen oder den andren Herrn, der sich mit der Statistit würdigen Ankündigung, daß er von seinem Hausrecht energisch auskennt. Wenn er den statt des Bäckermeisters befragt hätte, hätte er Gebrauch zu machen gedente. Das Referat des ersten Redners, am Ende erfahren, wie man Genaueres über die Sache rauskriegt. Herrn Wegner, der die bekannten konservativen Anschauungen über Sen Mittelstand vortrug, wirkte trotz zahlreicher Angriffe auf die Socialdemokratie durch die Trockenheit des Tones sehr beruhigend. Alls aber später Herr Hahn angebliche Citate aus Bebels Reden verlas, erſcholl der Zwischenruf:„ Wo steht das?" Einen andren Zwischenruf haben wir nicht vernommen, auf alle Fälle bewies der Borsigende eine merkwürdige Auffassung von seinem Amte, da er von der Tribüne herab über Unverschämtheit und dergleichen zu schimpfen begann. Noch angeregter ging es bei der folgenden Rede des Schneidermeisters Donner zu, der die socialdemokratischen Kandidaten perfönlich angriff. Vom Genossen Robert Schmidt behauptete er, er habe in einer Wählerversammlung gesagt, er pfeife auf die Stimmen der Gewerbetreibenden. Diese merkwürdige und nebenbei gefagt frei erfundene Nachricht wurde noch ruhig mit einem Kopfichütteln aufgenommen. Als aber der Redner dann mit wutkreischender Stimme gegen Genossen Singer loszuziehen begann, einen Zettel vorzeigte, der auf der einen Seite Singers Bild, auf der andren eine jüdische" Geschäftsreklame enthielt und hinzufügte: „ Gleich und gleich gefellt sich geru!" wurde der Nuf„ Ehrabschneider" laut. Der Rufer wurde sofort umringt und aus dem Saal gezerrt. Ms er draußen war, richtete Herr Hahn, der plötzlich am Vorstandssize erschienen war, an den Delinquenten die Aufforderung, den Saal zu verlassen. T Der Kaiser und die Wahlen. Wir gaben in unsrer Nr. 131 eine Meldung der" Frankfurter Zeitung" wieder, das in Schierstein bei Wiesbaden eine social demokratische Versammlung verboten worden unter Berufung auf eine Verfügung, daß wegen der Anwesenheit des Kaisers auf zwei Meilen im Umkreise keine Versammlung unter freiem Himmel abgehalten werden dürfe. Dazu wird uns heute mitgeteilt, daß aus demselben Grunde am 7. Juni auch Versammlungen in Meden bach und Wallau im Landkreise Wiesbaden( zum ReichstagsWahlkreise Höchst gehörig) verboten worden sind. Der Kaiser scheint von dem Landrat des Wiesbadener Kreises nur als günstiger Vorwand zu Versammlungsverboten benutzt worden zu sein. Aus einer Verfügung, die er schon am 22. Mai an die Bürgermeister seines Streises erließ, geht hervor, daß ihm die socialdemokratischen Versammlungen überhaupt sehr unbequem sind. In der Verfügung heißt es: " In Anbetracht der sich mehrenden Versammlungen unter freiem Himmel verfüge ich, daß die Ortspolizeibehörde hierzu ohne meine Zustimmung Genehmigung nicht zu erteilen hat. Der Antrag ist mir, wenn die Ortsbehörde nicht schon selbst aus maßgebenden polizeilichen Gründen, die Genehmigung ver= sagt, mit einer gutachtlichen Aeußerung einzureichen." An Stelle der verbotenen Versammlung in Medenbach wurde Die Sache war allerdings der Aufregung nicht wert. Es giebt für später eine andre angemeldet, die, anscheinend unter der Wirkung bekanntlich Bülow- Heringe, die von einem hiesigen jüdischen" der citierten Verfügung vom 22. Mai, zwar genehmigt wurde, Warenhause mit ausdrücklicher Genehmigung des Reichskanzlers jedoch in folgender bedenklichen Form: unter dessen Namen verkauft werden, es giebt Hohenzollern- Cafés jedoch in folgender bedenklichen Form: und dergleichen mehr. Natürlich hat aber Genosse Singer feinen Namen zum Zwecke der Geschäftsreklame nicht hergegeben, ist also an dem ungeheuerlichen Verbrechen, dessen Herr Donner ihn bezichtigte, vollkommen unschuldig. Es ist nur dem Tatte unsrer Genossen zuzuschreiben, wenn es zu schlimmeren Scenen nicht gekommen ist. Jedenfalls wird jeder, ber nicht provoziert und dann nach Haustnechtsmanier behandelt zu werden wünscht, gut thun, konservative Wählerversammlungen zu meiden. Die Nationalen" in Niederschönhausen. " Ihrem Ersuchen vom 7. Juni betreffend Abhaltung einer öffentlichen Wählerversammlung wird hiermit unter dem Vorbehalt, daß die öffentliche Ruhe nicht gestört wird, die Genehmigung erteilt. Irgendwelche Kundgebungen, einerlei welcher Art, oder laute Rufe, Lärm usw. geben dem anwesenden Polizeibeamten die Befugnis, die Versammlung sofort aufzuheben. Der Bürgermeister. Fischer. lahi our „ Die Socialdemokraten haben im Reichstage nicht den Zweiuhr Ladenschluß gewünscht, sondern sie haben den Antrag eingebracht, daß die Geschäfte erst um vier Uhr nachmittags am Sonntage geschlossen werden sollen, haben also den freien Sonntag, wie er heute geschlich festgelegt ist, den Handlungsgehilfen zwei Stunden verkürzen wollen. Wenn der Vorwärts" es heute so darstellt, als ob die Socialdemokraten diesen Vieruhrs Ladenschluß nur als eine Art Abschlagszahlung, als Mindestforderung aufgestellt hätten, so ist das nicht wahr. Wahr ist, daß nur die Rücksicht auf die„ Klufthändler am Mühlen damm", die ja den Singer, Stadthagen und Genossen in ihrer nicht den Zweiuhr- Ladenschluß, sondern den Bieruhr- Ladenzluß an Sonntagen zu beantragen, um den Mühlendammern noch ein paar Stündchen am Sonntag zum Fischzug durch die Arbeitermaffen zu gönnen. Erst als in den Reihen der Handlungsgehilfen sich ein Entrüstungssturm gegen diesen socialdemokratischeu Antrag: geltend machte, lenkte die Fraktion ein und kam mit einem andren Antrage, der auf den Zwölfuhr- Ladenschluß hinauslief, der aber immer noch hinter den Anträgen der Konservativen zurückblieb, die den Zehnuhr- Badenschluß forderten. Also nicht aus warmem Interesse fir die Handlungss gehilfen, sondern unter dem Drucke der Agitation aus diesen Kreisen haben die Socialdemokraten sich zum ZweiUhr- Ladenschluß verstanden. Wenn also die Handlungsgehilfen ihr Heil bei den Socialdemokraten gesucht hätten, würden sie heute den Zweiuhr Ladenschluß an Sonntagen nicht haben. Die Socialdemokraten haben sich also als falsche Freunde der Handlungsgehilfen gezeigt." Das Blatt, das die Jutereffen der Handlungsgehilfen zu vers treten behauptet, ist so unglaublich unwissend, daß es in aller Gemütsruhe von einem gesetzlichen Zweiuhr- Ladenschluß an Sonntagen redet. Vielleicht bemüht es einmal statt lediglich seine durch Ritualmorde und rollende Segeraugen" vertvirrte Phantasie eine Ausgabe der Gewerbe- Ordnung. Dann würde fie sehen, daß es gar keinen gesetzlichen Ladenschluß an Sonntagen giebt, sondern nur 5 Stunden vorgeschrieben find. Daß die Konservativen den Zehnuhr- Ladenschluß beantragt haben, ist uns nicht bekannt; wir haben auch keinen dahingehenden Antrag in den Reichstagsakten finden können, die„ Staatsbürger- Zeitung" wird uns also schon die Quelle ihrer Mitteilung angeben müssen. " Das wichtigste aber unterschlägt die Staatsb.- 3tg." in bewußter Fälschung: Die Socialdemokratie hatte den Vieruhr- Ladenschluß nicht als Mindestforderung gestellt, sondern gerade im Gegenteil in Verbindung mit dem freien Tag in der Woche als weitest gehende Forderung. Wird die Staatsbürger- 3tg." sich nicht entschließen, diesen unlösbar dazugehörigen socialdemokratischen Antrag auch zu er wähnen, der in seiner praktischen Wirkung die vollständige Arbeitsruhe der Handelsgehilfen an Sonntagen zur Folge gehabt hätte? Die Staatsbürger Zeitung" begnügt sich natürlich nicht mit der Unterschlagung der einen von uns festgestellten Thatsache, sondern. sie fügt noch als Zugabe eine neue, noch blödsinnigere Fälschung hinzu: " V „ Im Jahre 1896 1896 verlangten die socialdemokratischen Handlungsgehilfen, daß der Parteitag in Gotha fich für den Achtuhr- Ladenschluß erkläre. Dieser Antrag wurde wiederum von den jüdischen Führern der Socialdemokratie aus MühlendammerRücksichten bekämpft. Herr Stadthagen war es, der erklärte, der Achtuhr- Ladenschluß wäre feine revolutionäre Maßnahme, durch Annahme einer dahingehenden Entschließung würde man die Socialdemokratie zu einer bürgerlichen Reformpartei degradieren, mit derartigen Kinkerkitchen dürfe man einen socialdemokratischen Parteitag nicht belasten. Auch in diesem Falle stellten die Socialdemokraten das Interesse der Handlungsgehilfen. zurück hinter das Interesse der Mühlendammer. Ihnen war der Achtuhr- Ladenschluß Kinkerlißchen", und sie verbrämten die brutale Zurückweisung der berechtigten Forderung der Handlungsgehilfen mit revolutionären Phrasen." " Die Staatsbürger- Zeitung" bezieht ihre Enthüllungen über socialdemokratische Parteitage offenbar über Konig oder Kischinew. Eine Abwechslung. Bisher konnten wir eine ganze Anzahl Fälle Wie war es in Gotha? Die Reichskommission für Arbeiterstatistik melden, wo Behörden die Wahlschlußzeit noch nach dem alten Regle- hatte den Achtuhr- Ladenschluß beantragt. Darauf wütende Opposition Der konservative Gegenkandidat Ringel- Pankow stellte sich Mitt- ment auf 6 Uhr festießten. Fortschrittlicher ist der Gemeindevorstand in der gesamten Unternehmerpresse; vielleicht schlägt die Staatswochabend einer„ nationalen" Wählerversammlung in Niederschön in Heegermühle( Ober- Barnim). Er macht bekannt, daß die Wahl bürger- Zeitung" ihre alten Jahrgänge nach, um den deutsch- nationalen hausen vor. Da die Einladung sich schlechthin an nationale Wähler bis um 8 Uhr dauert. Wir empfehlen allen Behörden die von Handlungsgehilfen mitzuteilen, was sie damals geschrieben. Nur richtete, so hatten sich auch unsre Parteigenossen in Uebereinstimmung unsrer Partei- Buchhandlung herausgegebenen„ Winke für die die Socialdemokratie trat für den Achtuhr- Ladenschluß ein. Um den mit der bekannten Auffassung Mommsens über den Begriff national" Reichstagswahl", da steht alles ganz genau drin. eingefunden. Nachdem Herr Ringel sein Mittelstandsprogramm in möglichst holperiger Weise unter vielem Kneiferpuzen abgelesen und Pommersche Wahlidylle. Aus dem Dörfchen Wildenbruch die deutsche Sprache um etliche Schönheiten wie„ produrieren" die im Kreise Nandow- Greifenhagen wird uns berichtet, daß dort der 5. Auflage des Reichstags" und so fort bereichert, auch entdeckt hatte, Gemeindediener im Orte Geld für den konservativen Wahlfonds gedaß jedes im Reichstag von Socialdemokrateu gesprochene Wort sammelt hat. Er hatte gleich eine Liste sämtlicher Bauern, Hand10 000 m. tofte, wetterte sein getreuer Schritt- und Gelegenheits- werker und Einsizer nebst Sammelaufruf, der unterschrieben war vom macher Jrmer gegen die revolutionäre, antimonarchische Social- Pastor, vom Gemeindevorsteher und vom Amtmann, und damit ging den teilen wolle, von Gleichheitsdusel lebe, er von Haus zu Haus. Das war gewiß ein zugkräftiges Mittel, um demokratie, die alles das Deutsche Reich in ein Zuchthaus zu verwandeln suche die konservative Striegskasse zu füllen, und so fort. Dabei Klang die elegische Erinnerung an die schönen " Zeiten durch, da man östlich der Elbe von dem roten Umsturz" Die geistigen Waffen des Centrums. Eine Anzahl Genossen aus noch nichts wußte, da sich unter konservativ- liberalem Klingel in Krefeld waren am vergangenen Sonntage bei einer Flugblattfchöne Zeit nun unwiderdringlich vorbei ist. Beide Herren vermieden einen Bezirk zugewiesen, welcher seinen Ausgangspunkt nach der es ängstlich, auf die Broschüre des bekannten Korbmachers Fischer, holländischen Grenze hat. Schon in dem ersten Dorfe hinter Dülten, die von konservativer Seite gleichzeitig mit den„ nationalen" Flug- Dilkrath hieß der Ort, merkten unsre Genossen, daß die Bewohner blättern im Kreise Nieder- Barnim allenthalben vertrieben wird, verhetzt waren, doch gelang es ihnen, die Leute zu beruhigen und einzugehen. Parteigenosse Dr. Laufenberg zapfte, von den Gegnern nun ging's nach Amern St. Anton. Kaum daß sie mit der Verwiederholt stürmisch unterbrochen, die Herren auf jenes Wahlmanöver breitung begonnen, kam ein Polizeibeamter, welcher das Verteilen Während der Unterhaltung an. Da die Redezeit auf 5 Minuten bemessen war, wurde ihm nach der Flugblätter verbieten wollte. Ablauf derselben das Wort entzogen, und zwar wie mit dem Beamten war der Kirchenchor, welcher unter Leitung anerkannt werden soll, nachdem Der Vorsitzende zuvor des Ortsgeistlichen eine Probe abhielt, mobil gemacht worden. idyllischer Ruhe leben ließ, während durch has boje Sloſettgesetz diese verbreitung im Kreiſe Kempen thätig. Sechs derselben erhielten Plan zu Fall zu bringen, erfand man das Märchen, die Arbeiter würden durch den Achtuhr- Ladenschluß geschädigt. Der Parteitag zu Gotha( 1896) nahm nun sofort Anlaß, gegen diese Berufung auf die Arbeiter energisch zu protestieren. Es wurde folgende Resolution vorgeschlagen und angenommen: " Der gesetzliche Achtuhr- Ladenschluß, wie ihn die Reichstommission für Arbeiterstatistik vorschlug, ist nur ein durchaus ungenügendes Verbot der Nachtarbeit und entspricht keineswegs berechtigten Ansprüchen Ansprüchen der im Handelsgewerbe beschäftigten Personen. Da aber deren kapitalistische Gegnerschaft dieses bißchen Arbeiterschutz verweigert, weil angeblich durch. ihn die Interessen der kaufenden, besonders der arbeitenden Bevölkerung benachteiligt würden, erklärt der Parteitag, daß die Arbeiter für die Forderung der im Handelsgewerbe beschäftigteu Personen eintreten, die Einführung des gesetzlichen Achtuhr- Ladenschlusses als keine Schädigung ihrer Interessen betrachten und selbstverständlich für den Schnt jeder Arbeiterkategorie eintreten." Der Referent Wurm begründete die Resolution, indem er hinzu-: fügte:„ Wir treten für die gemeinsamen Interessen der Arbeiter im Arbeitskittel und der Arbeiter im schwarzen Rod ein." Es wurde ein Amendement zur Resolution beantragt, das den Achtuhr- Ladenschluß als einen Schritt zur weiteren Verkürzung der Arbeitszeit" bezeichnet wissen wollte. Gegen diese Ueber= schätzung des Achtuhr- Ladenschlusses als Schutzmaßregel wandte fich Stadthagen, indem er ausführte: " Ins Gesicht gefpudt." Die freisinnige Presse hält ihre Wahl-| Veriöaltungsfragen anlange, so gebe das Budget darüber volle Aus lüge aufrecht, daß bei der Gewerbegerichts- Wahl in Nürnberg funft; eine Untersuchung könne dieser Auskunft nichts hinzufügen. " Was ist denn an dem Vorschlag der Reichskommission so einem Hirsch- Dunckerianer ins Gesicht gespuckt worden sei. Der Redner bittet schließlich das Haus, den Antrag auf Untersuchung abgroßes dran? Die Läden sollen nur von 5 Uhr morgens bis Orts- Verbandsausschuß der Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine in zulehnen; so werde das Haus die Ehre der Marine wahren. 8 Uhr abends offen gehalten werden dürfen, es sollen die Handels- Nürnberg schickte der Fränk. Tagespost" eine Berichtigung, worin Marineminister Bettolo führt darauf aus, Morin habe schon angestellten nur eine halbe Stunde nach 8 Uhr beschäftigt werden jene Behauptung wiederholt wurde. Die Tagespost" berweigerte nachgewiesen, daß kein Grund für eine so ernste Maßregel, wie eine dürfen. Die Marimalarbeitszeit würde also 15/2 Stunden die Aufnahme der Berichtigung, da sie den Thatsachen nicht entspricht. parlamentarische Untersuchung, bestehe. Was die persönlichen Bebetragen, und das nennt Genosse Adler eine Verkürzung Der Orts- Verbandsausschuß veröffentlicht nun eine Erklärung, in schuldigungen betreffe, so sei leider auch ein ganzes makellos verder Arbeitszeit. Wollen Sie wirklich, daß ein social der er auf seinen Behauptungen stehen bleibt und Klage gegen die brachtes Menschenleben nicht im stande, gegen Falschheit und Verdemokratischer Parteitag erklärt, daß er in diesem Vorschlag eine Tagespost" in Aussicht stellt. Diese Erklärung wird auch in der leumdung zu schützen.( Lebhafter Beifall; Lärm auf der äußersten Verkürzung der Arbeitszeit erblickt? Was in der Resolution Wurm Freisinnigen Zeitung" abgedruckt. Um zu zeigen, was an den frei- Linken.) Wozu nütze ein reines Leben, wenn es nicht das Recht gebe, vorgeschlagen ist, ist genügend.... Wir müssen uns vor einer sinnigen Flunkereien ist, sei ausdrücklich festgestellt: Am 10. Juni Verleumdungen zu verachten?( Lebhafter Beifall; Lärm auf der Ueberschätzung hüten, es giebt in Deutschland Orte, wo der abends fand sich der Hirsch- Dunderianer, der insultiert und dem ins äußersten Linken.) Im Namen der Regierung bittet der Minister Siebenuhr- Ladenschluß besteht; es giebt außerhalb Deutschlands Gesicht gespuckt sein soll, auf dem Bureau des Deutschen Metall- schließlich das Haus, den Vorschlag, eine Untersuchung anzustellen, viel weiter gehende Geseze, und da sollen wir die 15 stündige arbeiter- Verbandes in Nürnberg ein und gab in Anwesenheit von nicht in Erwägung zu ziehen.( Lebhafter Beifall.) Arbeitszeit als eine Verkürzung mit Freuden begrüßen!" Zeugen, darunter der Beamte des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes Ministerpräsident 3anardelli erklärt, daß er aus dem Stadthagen bekämpfte also nicht den Achtuhr- Ladenschluß, sondern und unser Nürnberger Korrespondent, folgende Erklärung ab:„ Es pflichtgemäßen Gefühl der Zusammengehörigkeit sich weigern müsse, er trat für ihn ein; ja er erklärt ihn in Uebereinstimmung mit dem ist mir nie ins Gesicht gespuckt worden. Ich habe nie den Vorschlag einer Untersuchung in Erwägung zu ziehen. Er könne ganzen Parteitag eher als eine noch bei weitem nicht genügende mals zu Drießlein( dem Vorsitzenden des Gewerkvereins der jetzt vorgeschlagenen Untersuchung um so weniger zustimmen, als Maßregel. der Schlosser und Maschinenbauer) gesagt, daß mirins Gezur Rechtfertigung dieses Vorschlages keine einzige genaue Thatsache Wir werden in der nächsten Nummer unsern Lesern berichten sicht gespuckt worden sei. Herr Drießlein hat einen Artikel angegeben worden sei. Man sage, daß man Licht haben wolle; auch können, auf welche Weise die„ Staatsbürger- Zeitung" diese für sie aufgesetzt und mir vorgelesen, worin diese Behauptung aufgestellt er liebe das Licht, aber man fönne es auf mancherlei Art bekommen, tödliche Wahrheiten ritualmordet. Denn die Wahrheit bekennt sie wurde; ich habe ihn sofort und später wiederholt darauf ohne daß eine parlamentarische Untersuchung nötig wäre. Sowohl nicht! Eher hängt sie sich auf! gol aufmerksam gemacht, daß dies nicht wahrsei. Trotzdem kam die Budgetkommission, die die zu ernennende Kommission fönne Licht bändlern niemals deshalb belästigt worden, weil ich Gewerkvereinler bin, und habe mit ihnen stets in Frieden gelebt." * Deutfches Reich. Die Schönheiten des preußischen Landtags- Wahlsystems scheinen der königlich preußischen Eisenbahndirektion Stettin gänzlich unbekannt zu sein. Sie erläßt für die Reichstagswahlen eine, vermut lich auf Anweisung des Eisenbahnministers zurückzuführende ähnliche Verfügung wie die Berliner Direktion folgenden Wortlauts: " Die Ausübung des jedem Staatsbürger verfassungsmäßig zustehenden Wahlrechts muß als eine besondere Pflicht aller in einem staatlichen Betriebe beschäftigten Beamten, Hilfsbeamten und Arbeiter angesehen werden. Ich ersuche deshalb alle Beamten, Hilfsbeamten und Arbeiter des Direktionsbezirks, sich an der am 16. Juni dieses Jahres stattfindenden Wahl zum Reichstage, soweit dies der Dienst irgendwie zuläßt, zu beteiligen. Wenn auch die Reichstagswahl nicht auf einzelne Stunden des Tages beschränkt ist, sondern am ganzen Tage ausgeübt werden kann, so ist doch den Wählern, namentlich auch den Arbeitern, die Ausübung der Wahl, je nach den besonderen Umständen, auch während der Arbeitszeit zu gestatten. Durch zweckmäßige Ablösungen im Dienst werden die Dienststellen- Vorsteher es zu ermöglichen haben, daß ohne Benachteiligung des Betriebsdienstes alle Beamten, Hilfs= beamten und Arbeiter ihr Wahlrecht ausüben können. Den Ar beitern und Hilfsbeamten darf für die etta versäumte Zeit ein Lohnabzug nicht gemacht werden. Den Accordarbeitern ist für die durch Ausübung des Wahlrechts versäumte Zeit der anteilige Tagelohn zu zahlen, mit welchem sie an dem Accord teilnehmen. Den Herren Inspektionsvorständen und Dienststellen- Vorstehern mache ich es zur besonderen Pflicht, dafür zu sorgen, daß alle Beamten, Hilfsbeamten und Arbeiter von dieser Verfügung Kenntnis erhalten und daß für geeignete Ablösung im Dienste rechtzeitig Sorge getragen wird. Diese Verfügung soll auch für die später etwa stattfindenden Stichwahlen und für die demnächst bevorstehenden Landtagswahlen Gültigkeit haben." Wie sich die Ablösungen bei der Landtagswahl gestalten sollen, ist etwas zweifelhaft. Bekanntlich erfordert das preußische LandtagsWahlsystem die gleichzeitige Anwesenheit aller Wähler eines Urwahlbezirks. Sowie die Anwesenden abgestimmt haben, wird die Wahlhandlung geschlossen. Es ist auch erforderlich, daß jeder Wähler bis zur Beendigung des Wahlgeschäfts im Wahllokal bleibt, da er sonst an den sofort vorzunehmenden notwendigen Stichwahlen nicht teilnehmen kann. Wenn allen Angestellten, was berechtigt ist, die Teilnahme an der Wahl ermöglicht werden soll, dann wird man den Betrieb wohl teilweise einstellen müssen- falls nicht noch über die Hundstage die Einsicht die Oberhand gewinnt, daß die Unvernunft des preußischen Wahlsystems einer Korrektur bedarf. Eine Stimme aus dem Zuchthause. Die Sächsische Arbeiterzeitung" veröffentlicht einen Brief des Bauarbeiters Zwahr, der durch das bekannte Löbtauer Zuchthaus Urteil auf zehn Jahre aus der Liste der Lebenden ausgestrichen worden ist. Nachdem einige der Mitverurteilten vor Ablauf ihrer Strafzeit begnadigt worden sind, war allgemein die Ansicht verbreitet, daß man auch dem am schwersten betroffenen Zwahr einen Teil der Harten Strafe erlassen werde in der Erkenntnis, daß hier That und Sühne im ärgsten Mißverhältnis zu einander stehen. Bisher hat fich diese Hoffnung leider nicht erfüllt, und es scheint auch, als ob feine Aussicht mehr vorhanden wäre auf eine Milderung der Strafe. Der Brief, den 3wahr an seine Schwester gerichtet hat, läßt einen tiefen Blick thun in die Wirkungen einer so furchtbaren Strafe auf einen Menschen, der doch wahrhaftig nicht verdient hat, so getroffen zu werden. Der Brief lautet: Waldheim, den 7. Juni 1903. der Artikel in die Zeitung. Ich bin von den Metallarbeiter- Ver- eine von der Regierungstechnungskontrolle ausübt, als auch Die Fränkische Tagespost" kann somit mit Ruhe dem Prozeß entgegensehen. Gebrandmarkte Armut. An den öffentlichen Anschlagtafeln der Stadt Deutsch Krone( Westpreußen) fand sich folgende Bekanntmachung: Die unverehelichte Juliana Köpfe, eine arbeitsscheue Person und Mutter von drei außerehelichen Kindern, sucht dadurch das Mitleid zu er regen, daß sie mit den drei Kindern in der Stadt und Umgegend herumzieht und sich darüber beklagt, daß sie ihre Kinder nicht zu ernähren vermöge und trotzdem keine Armenunterstützung erhalte. Wir bringen deshalb zur öffentlichen Kenntnis, daß wir die drei Kinder der p. Köpke bei den Eltern ihrer Mutter in Pflege gegeben haben, die Juliana Köpke dieselben aber aus ihrer Pflegestelle wegholt, um das Märchen von ihrer Not wahrscheinlich zu machen. Juliana Köpke hat nur für sich allein zu sorgen und bedarf deshalb keiner Geschenke von Geld, Lebensmitteln und Kleidungsstücken. Ihre Bestrafung wird herbeigeführt werden. Dt.- Krone, den 4. Juni 1903. Der Magistrat. schaffen. Morgani und Fracassi ziehen darauf ihre Anträge zurück, während Franchetti erklärt, den feinigen aufrechtzuerhalten. Di Rudini und Sonnino erklären, daß sie für die Untersuchung stimmen werden; Fortis und Lacava erklären, sie werden dagegen Franchetti mit 188 gegen 149 Stimmen abgelehnt. stimmen. In namentlicher Abstimmung wird hierauf der Antrag Untersuchungskommission, die ja größtenteils aus RegierungsDieses Sträuben gegen die Einsetzung einer parlamentarischen freunden bestehen würde, ist sicherlich am allerivenigsten geeignet, die Anschuldigungen zu widerlegen. England. In die zollpolitische Debatte, die in den letzten Tagen das britische Unterhaus beschäftigte, hat zum Schluß auch noch Balfour eingegriffen, doch brachte seine Rede keine neuen Gesichtspunkte. Er beschränkte sich vielmehr darauf, die im Kabinett vorhandenen Differenzen als recht gering hinzustellen. Nach dem telegraphischen Bericht erklärte er, mit dem Kornzoll sei nicht eine Schutzmaßregel beabsichtigt gewesen, sondern er sei eingeführt worden, weil die Res gierung Geld brauchte, und er werde abgeschafft, weil die Regierung die Einnahmen aus diesem Zoll nicht mehr nötig habe.( Heiterkeit.) Bezüglich der Ministerverantwortlichkeit herrschten große Mißverständnisse. Was man von einer Regierung verlangen könne, sei gemeinsames Handeln, gemeinsame Verantwortlichkeit; Gleichmäßigs keit in Aeußerungen der Minister sei aber nicht erforderlich. Niemand, der die menschliche Natur kenne, erwarte absolute Uebereinstimmung der Ansichten; niemand nehme an, daß in einem Kabinett jeder Minister mit jeder Maßnahme einverstanden sei. Wenn aber ein Minister glaube, daß eine zwischen ihm und seinen Kollegen herrschende Meinungsverschiedenheit nicht bedeutend genug. sei, um seinen Rücktritt zu rechtfertigen, fo Die öffentliche Brandmarkung einer Mutter ist auf alle Fälle habe er auch die Verantwortung für die Handfein Kennzeichen hoher Kultur. Und schließlich: Wo bleibt die ge- lungen der Regierung mitzutragen: das sei eine priesene Sittlichkeit auf dem Lande? gesunde Auffassung der konstitutionellen Lehre. Wenn es wirklich wahr ist, daß die so gebrandmarkte Mutter arbeitsschen ist, dann ist diese öffentliche Bekanntmachung sicher nicht das geeignete Mittel, sie wieder zur Arbeitslust zurückzuführen. Wer wird wohl in einem kleinen Orte einer Frau Arbeit geben, die durch solchen amtlichen Anschlag gekennzeichnet, worden ist? Wie mag es außerdem mit der Pflege der Kinder aussehen? Sie sind bei den Großeltern untergebracht, vermutlich also alten Leuten, die selbst nicht viel zu beißen haben dürften. Wie viel Pflegegeld haben die Großeltern von der Stadt für die drei Kinder bekommen? Ausland. Schweiz. Der Schwerpunkt der gegen ihn erhobenen Anklagen, fährt Balfour fort, liege darin, daß er nicht eine Erklärung im Namen seiner Kollegen und seiner Partei abgegeben habe, und zwar nicht über das jetzige oder das nächste Budget, sondern über gewisse große Demokratischer Fortschritt. Zürich, 9. Juni.( Eig. Ber.) In fistalische und koloniale Probleme, die durch jüngst gehaltene Reden ( Eig. Ber.) In aufgeworfen worden seien. Er könne fich aber keinen Vorwurf dem politisch versumpften Kanton Aargau ist ein erfreulicher daraus machen, daß er eine solche Erklärung nicht abgegeben habe. demokratischer Fortschritt zu verzeichnen. Am letzten Sonntag ist in Er gehöre nicht zu jenen selbstvertrauenden Leuten, welche glaubten, der Volksabstimmung mit 16 257 gegen 13 595 Stimmen die daß ein vor 50 oder 20 Jahren unter ganz anderen Umständen Volkswahl der Regierungs- und Ständeräte be- eingeführtes Finanzsystem ewig in Kraft bleiben müsse.( Beifall.), schlossen worden, die bisher der Große Rat( Landtag) gewählt hat. Der Beschluß bedeutet eine Erweiterung der Volksrechte, einen Fortschritt in dem Ausbau der Demokratie. Mit dem Beschluß tritt der Stanton Aargau in die Reihe der großen Mehrzahl der Kantone, welche die Volkswahl der Regierungs- und Ständeräte bereits haben. Frankreich. Er glaube aber nicht, daß England jemals zu den abfurden, komplizierten Tarifen zurückkehren solle, deren Reform im Jahre 1842 begonnen habe. Was die Frage der Verwendung von Kampftarifen bei Handelsvertrags- Verhandlungen anlange, so seien seine Ansichten darüber bekannt." Ich habe," fährt Balfour fort, im Jahre 1881 ausgeführt, daß die Möglichkeit, fremde Nationen da= durch zu Konzessionen uns gegenüber zu bewegen, daß wir ihnen Kammernachwahlen. Paris, 9. Juni.( Eig. Ber.) Unter den vier Tariftonzessionen gewähren, zu Ende gehen würde, und daß ich nicht neuesten Kammernachwahlen ist besonders bemerkenswert diejenige einfähe, wie in Zukunft unter günstigen Bedingungen verhandelt von Forcalquier im Unteralpen- Departement. Dort fiegte in der werden könnte, wenn wir nicht die Macht hätten, etwas wie eine Stichwahl in einem bisher radikalen Wahlkreise der Socialist Wiedervergeltung entgegenzusehen. Seit 1881 find in den großen soard mit 4082 gegen 3669 Stimmen, die auf einen klerikalen Ländern, mit denen wir zu verhandeln wünschen, viele Tarife zu " progressistischen" Republikaner fielen. Im ersten Wahlgange hatte stande gekommen, die für uns ungünstig sind. Wir haben das der Socialist 1202 Stimmen erhalten, während die fünf enorme Anwachsen der Trusts gesehen. Niemand ist im Hause, radikalen Kandidaten zusammen 3361 Stimmen auf sich ver- der nicht eine gewisse Beunruhigung fühlt bei dem Gedanken an ihre einigten. Trotzdem haben die Radikalen zu Gunsten des focia- eventuelle Wirkung auf Englands große Stapelindustrien.( Beifall listischen Kandidaten verzichtet, weil dieser mehr Stimmen bei den Ministeriellen.) In einer großen, komplizierten Gemeins erhalten hatte als der meistbegünstigte radikale Kandidat schaft, wie der unsrigen, müssen von Zeit zu Zeit große Verände ( 1169 Stimmen). Damit rückte er gemäß dem Uebereinkommen an die Spitze der antiklerikalen bezw. ministeriellen Kandidaten. Dank dem Segen an radikalen Kandidaten hat also der. Socialist soard, wie ein radikales Blatt bemerkt, einen radikalen Wahlsieg davon getragen. Dr. Isoard war Bürgermeister- Adjunkt im früheren socialistischen Gemeinderat von Marseille. Er steht, soweit bekannt, den ministeriellen Socialisten nahe. Liebe Schwester! Ich meinte Dich schon im Besiz meines am 31. v. M. an Dich gerichteten Briefes, da wurde mir am 6. Juni zu meinem nicht geringen Erstaunen mitgeteilt, daß derselbe nicht abgesendet werden tönnte, aus Gründen, die ich Dir nicht mitteilen kann. Daher bin ich veranlaßt, Dir einen zweiten zu schreiben; allerdings ist das Schreiben von Briefen von hier aus nicht so leicht, denn man muß bei jedem gewärtig sein, daß man etwas anstößig geworden ist, In der Nachwahl von Aurillac, Cantal, ersezte der Radikale Rigal denn diese Erfahrung habe ich ja leider nicht zum erstenmal ge- einen verstorbenen rechtsstehenden, ebenfalls ministeriellen Deputierten, macht, obgleich ich mir sagen mußte, daß ich nach meiner Ansicht nur trotzdem er gegen einen sehr einflußreichen oppositionellen Kandidaten, die Wahrheit geschrieben habe. Allerdings habe ich bei dem letzten einen Bruder des Verstorbenen, zu kämpfen hatte. In Saint- Etienne mir einen sogenannten Formfehler zu Schulden kommen lassen, wurde der Melinist Claudinon mit gestiegener Stimmenzahl wiederaber daß dieser die Veranlassung zur Beschlagnahme sein könnte, gewählt, nachdem sein Mandat für ungültig erklärt worden war. hätte ich mir nicht träumen lassen. Es ist ja eine unabänderliche In Montbrison endlich, einem bisher ministeriell- republikanischen Thatsache, daß man sofort eine sogenannte Verstocktheit darin er- Wahlkreis, kommt es zur Stichwahl. Der Ausfall ist unsicher, da blickt, wenn man seine That, wegen der man verurteilt ist, sowie der melinistische Kandidat 7721 gegen 8089 ministerielle Stimmen die Strafe, die man sich deshalb zugezogen hat, für unbedingt zu erhielt, die auf drei Kandidaten verschiedener Schattierung fielen. hart erblickt, denn daß ich mir der Handlung und deren Folgen An ihrer Spizze steht der Linksradikale Lépine mit 4499 Stimmen. nicht bewußt gewesen bin, wird man mir doch ohne jeden Umschweif zugeben müssen. Liebe Schwester, weit entfernt bin ich davon, daß ich etwa, wie man mir erklärte, den Unschuldigen spielen will, daß ich aber die ganze Schivere des Gesezes fühlen muß, auch dieses wird man nicht leugnen können, und daß man unter diesen Um ständen verbittert wird, wer will einem das verargen? 44, rungen in Erwägung gezogen werden, und die Minister sollten versuchen, wenn das Kabinett glaubt, daß die Zeit gekommen sei, unter neuen Umständen entstandene neue Schwierigkeiten zu prüfen, ihre Ansichten im Stillen und Verborgenen reifen zu lassen. Ich will nicht leugnen, daß der von mir eingeschlagene Weg seine Nachteile hat; ich sage aber: laßt uns die Frage nach allen Seiten prüfen und alle Thatsachen und Gründe in Erwägung ziehen, und wenn eine Verschiedenheit der Ansichten der Partei besteht, so sollte man nicht über die zur Erwägung stehende Frage hinausgehen und die Einigkeit oder Loyalität der Partei in Frage stellen. Koloniale Fragen berühren nicht nur die öffentliche Meinung in England, sondern auch in allen unsren Kolonien mit Selbstverwaltung. Ich habe meine Ansichten mit vollkommenster Aufrichtigkeit auseinandergesetzt, und ich würde meine Pflicht verleben, wenn ich abgeschlossene leberzeugung aussprechen wollte, wo solche nicht bestehen.( Beifall und Widerspruch.) Nach Balfour sprach noch der Führer der Liberalen Campbell Bannerman. Er führte aus: Das bedeutendste Mitglied des Kabinetts nächst dem Premierminister hat erklärt, er sei bereit, das fiskalische System des Landes umzuwerfen, und er wolle dies zur In der italienischen Deputiertenkammer kamen gestern die gegen Frage bei den nächsten Parlamentswahlen machen. Wir sind daher den Marineminister Admiral Bettolo erhobenen Anschuldigungen zu der Frage berechtigt, ob dies die beschlossene Politik der Rezur Sprache. Wie behauptet wird, soll Bettolo sich durch seinen gierung ist. Wir machen aus einem Manne oder einer Ansicht Bruder, der dafür eine Vermittelungsgebühr von über 2 Millionen feinen Fetisch, wir behaupten aber, daß unter der FreihandelsLiebe Schwester, ich hoffe, daß ich es Euch noch werde durch Lire erhalten hat, dazu haben bestimmen lassen, mehrfach den Stahl- Politik das Land mehr prosperiert hat, als irgend ein andres Land, die That beweisen können, daß selbst einer, der zehn Jahre Zucht werken von Terni Lieferungen auf Panzerplatten zu ungewöhnlich und diejenigen, welche diese Politik ändern wollen, sollen beweisen, haus hat verbüßen müssen, doch noch den festen Willen haben kann, hohen Preisen in Auftrag zu geben. Von den Abgeordneten daß wir im Unrecht sind. sich wieder in die Höhe zu arbeiten und so die Achtung seiner Mit- Franchetti und Fracassi waren Anträge gestellt, daß, um die Be- Das Haus schreitet hierauf zur Abstimmung über den Antrag menschen, die er jetzt verloren haben muß, wieder zu erwerben. rechtigung der Anschuldigungen zu prüfen, eine parlamentarische Chaplin auf Beibehaltung des Kornzolls. Der Antrag wird Wohl ist es heute nicht so leicht, auf den Erfolg zu rechnen, aber, Untersuchungskommission eingesetzt werde. Von den Ministern und mit 424 gegen 28 Stimmen abgelehnt. wie schon gesagt, ein guter Wille vermag viel, auch das schier Un- Regierungsfreunden, denen die Unschuld Bettolos keineswegs so ganz mögliche möglich zu machen. Für mich steht ja die Welt noch offen, zweifellos zu sein scheint, wurden jedoch diese Anträge unter Aufnoch bin ich an nichts gebunden, was mir in meinem Vorsatz hinder wand von allerlei patriotischen Phrasen heftig bekämpft. lich sein kann, und darum bin ich nicht gezwungen, die Zukunft im schwärzesten Lichte anzusehen. Italien. = Norwegen. Ein Ministerwechsel, der bereits bei den Verhandlungen über Der Minister des Aeußern, Morin, erklärte zunächst, er be- die Konsulatsfrage am 27. Mai unvermeidlich geworden war, ist absichtige nicht, dem Marineminister vorzugreifen, er wolle nur in jetzt endlich zum Abschluß gekommen. Der Kriegsminister Stang Liebe Schwester, unter den jetzt obwaltenden Umständen kann die Verhandlung eingreifen, weil er erst fürzlich von der Leitung der und der Landwirtschaftsminister Konow haben demissioniert. Als ich Dich nur ersuchen, den Gedanken an die abermalige Einreichung Marineverwaltung zurückgetreten sei. Die persönliche Verteidigung Kriegsminister wurde der Jugenieurkapitän und Militärattaché' eines Gnadengefuches ganz und gar fallen zu lassen. Denn daß des Marineministers Bettolo sei überflüssig, weil er über jeden Ver- Thomas Thomassen heftye ernannt. Das Landwirtschaftswir keine Aussicht auf Erfolg haben, das beweist die Erfahrung, dacht erhaben sei. Morin weist sodann die gegen die Marine- Ver- Departement wird in Zukunft vom Staatsrat Gunnar Knudsen die ich während meiner nun ziemlich fünfjährigen Strafzeit gewaltung erhobenen Beschuldigungen im einzelnen zurück, auf gemeine verwaltet. Dieser übernimmt an Stelle des Staatsrats Sunde, der macht habe. Doch, liebe Schwester, ich will zum Schluß kommen, persönliche Anschuldigungen wolle er aber nicht eingehen, sie seien in die Staatsrats- Abteilung zu Stockholm übertritt, auch die das weitere mündlich, sobald Ihr mich wieder mit einem Besuch lächerlich. Die vom Rechnungshofe ausgeübte Kontrolle sei eine ab- Finanzen, während der Staatsminister Blehr neben dem Revisionserfreuen werdet. Soweit bin ich noch gesund, was ich von Euch solute Garantie für die Verwendung der öffentlichen Gelder. Des Departement auch das Handels- Departement verwalten wird. allen auch hoffe. So bin ich denn mit vielen Grüßen an Euch alle früheren Ministers Brin Verdienst sei es, die Marine durch Er- Die nun zurückgetretenen Minister sind diejenigen, die ein Hindernis Euer Bruder Paul. richtung der Stahlwerke in Terni vom Auslande unabhängig gemacht der gegenwärtig vor sich gehenden friedlichen Lösung der KonsulatsDer Brief läßt nebenbei auch ahnen, daß man schon Prinz zu haben. Der Staat habe nur die Wahl zwischen den Panzern von frage bildeten. Arenberg heißen und Schwarze ermordet haben muß, um das Zucht- Terni und den Kruppschen; die Preise von Terni seien niedriger als haus erträglich zu finden. Amerika. die Kruppschen, betreffs der Güte könnten beide Fabrikate mit einDas Ende des venezolanischen Aufstandes. Ein Telegramm ender konkurrieren. Was die Kosten der Schiffe und die sonstigen aus Curaçao befagt, Matos und andre Führer der venozolanischen Afrika. Wahlverfammlungen. Sie Die Regierung Aufständischen seien nach viertägiger Fahrt in offenem Book entblößt| Teuchtete unter wiederholtem Beifall der Versammlung die Haltung im Lande in diesem traurigen und schwierigen Augenblic, haben fich dort angekommen. Der größte Teil von Matos' Heer sei gefangen der bürgerlichen Parteien und deren Organe. Nach einer träftigen die Vertreter aller politischen Gruppen verständigt und eine provis genommen. Die venezolanische Revolution sei beendet. Aufforderung des Referenten, nur socialdemokratisch zu wählen, sorische Regierung gebildet, damit der verfassungsmäßige Zustand, stellte sich der Kandidat des Kreises, Genoffe Wolfgang eine, wie er vor dem 23. März bestand, wieder hergestellt werde. Unterwerfung Figigs. Die Vertreter( Dschemmas) der sieben ben wählern vor. Er betonte, daß es nicht Sache der Social haben beschlossen, die Nationalversammlung, welche unter Geltung demokraten sei, den Wählern Mögliches und Unmögliches zu versprechen. Dörfer der Case von Figig find in Beni- Unif angekommen, um Was die socialdemokratische Fraktion in legter Legislaturperiode der Verfaffung vom bom 6. April 1901 gewählt wurde, zu ihre Unteriverfung anzuzeigen. General O'Connor erklärte ihnen, Die Nationalversammlung wird zur die Zenaga vorgestern erteilte Züchtigung sei nur der Anfang des schiedensten Gesegesvorlagen im Gegenteil zur bürgerlichen Partei. Wahl eines Souveräns schreiten und andre Beschlüsse, welche die gethan, zeigte Redner durch ihre Stellungnahme zu den ver- einer Sizung einzuberufen. Vorgehens, das man, wenn nötig, fortseben werde. Frankreich habe Bei dieser Wahl, so schloß Genosse Heine, handelt es sich um die gegenwärtige innere Lage erheischt, fassen. Nach den bis jetzt von die Belwohner von Figig nicht gestraft, weil sie sich für den die Belwohner von Figig nicht gestraft, weil sie sich für den Rechte des ganzen Volkes und wer gegen Entrechtung und Aus- den militärischen und Civilbehörden enthaltenen Nachrichten iſt Prätendenten erklärt hätten. Die Dichemmas müßten die Verbeutung antwortlichkeit für die Thaten ihrer Stammesangehörigen und die beutung seine Stimme abgeben will, müsse socialdemokratisch wählen. die Ruhe im Lande nirgends gestört worden. antwortlichkeit für die Thaten ihrer Stammesangehörigen und die Nachdem der Beifall geendet, schloß die imposante Versammlung mit wird bestrebt sein, dieselbe aufrecht zu erhalten. Die Regierung Thaten derer, welche sie bei sich aufnähmen, tragen. Frankreich wünsche weder die Erniedrigung, noch den Ruin Figigs, sondern einem Hoc auf die Socialdemokratie, auf Wolfgang Heine und ist überzeugt, daß, indem sie in der Weise handelt, sie dem neuen im Gegenteil seine Wohlfahrt. Die im Bau begriffene Eisenbahn sämtliche socialdemokratische Abgeordneten des Reichstags. werde ihnen, wenn Sicherheit herrsche, Wohlfahrt bringen. Er Sechster Wahlkreis. Eine imposante, auch von Frauen zahlreich zustand der Dinge die Sympathie aller europäischen Mächte sichern wird." sei gekommen, um diese Sicherheit herbeizuführen, und er werde besuchte öffentliche Wählerversammlung hielten die Genossen der Belgrad, 11. Juni.( W. T. B.) Hier herrscht völlige Ruhe. Die sie herbeiführen, ohne vor irgend einem Mittel zurückzuschrecken. Rosenthaler Vorstadt in Daases Salon, Brunnenstraße 154, am Er werde ihnen die Friedensbedingungen mitteilen, die er zunächst Mittwoch ab. Das Referat hatte Robert Schmidt übernommen, der Stadt ist militärisch besetzt. Die Bestätigung der von den Truppen als Genugthuung, sodann aber besonders als Garantie für die an der Hand antisemitischer und freisinniger Flugblätter die un- bereits geschehenen Ausrufung Peter Karageorgewitsch als König Zukunft fordern müsse. finnige lügenhafte Wahlpolitik unsrer Gegner treffend charakterisierte durch die für Montag einberufene Stupichtina wird erwartet. und in längeren Ausführungen darlegte, daß zur Verbesserung Köln, 11. Juni.( W. T. B.) Am Schlusse eines Berliner unsrer Zustände auf dem Gebiete der inneren und äußeren Telegramms der Kölnischen Zeitung" wird zu der serbischen Politik nur einzig und allein die Socialdemokratie berufen ist. Statastrophe ausgeführt: Es darf als ein Glück bezeichnet werden, Für die Wähler- Versammlung des ersten Kreises, in der am unsre Barole müſſe lauten, unablässig im Sinne der Socialdemo- daß die allgemeine politische Lage von heute so beschaffen ist, kratie für die Wahlen zu wirken, damit die große Majorität der Mittwoch der Kandidat Dr. Leo Arons sprach, erwies fich der Stimmenzahl bei der vorigen Wahl sich um ein ganz bedeutendes daß infolge des Einvernehmens zwischen Rußland und DestreichSaal des Brandenburger Hauses in der Mohrenstraße als zu flein, bei der kommenden Wahl vermehre. besteht, daß die serbischen viele der Einlaßbegehrenden mußten wieder abziehen, da das Lokal Referenten wurden mit lebhaftem Beifall entgegen genommen. Da Buchungen über dieses Land hinausgreifen. Die Ausführungen des Ungarn wohl kann die Gefahr Das nach der wegen Ueberfüllung polizeilich abgesperrt war. Sie wurden durch Handzettel auf die am Montag im Feenpalast stattfindende Wähler- Gegner das Wort nicht nahmen, wurde von einer Diskussion Ab persönlichen Seite furchtbare Ereignis dürfte aller Wahrscheinlichkeit Bersammlung, in der wiederum Dr. Arons sprechen wird, aufmert- stand genommen und die Versammlung mit einem dreifachen Hoch nach rein serbischen Charakter behalten, und die an den Vorgängen sam gemacht. auf der Balkanhalbinsel erst in zweiter Linie interessierten Mächte In flarer und überzeugender Weise widerlegte der auf die internationale Socialdemokratie geschlossen. Redner die zahlreichen Vorwürfe und Angriffe, die von konservativer Die Gastwirtsgehilfen hielten am Donnerstag bei Dräsel, Neue werden voraussichtlich einstweilen ruhig abwarten, wie sich die und namentlich auch von freisinniger Seite gegen die Socialdemo- Friedrichstraße, eine öffentliche Versammlung ab, in welcher der Dinge in Serbien weiter gestalten.( Gottlob, Bülow ist ruhig! tratie gerichtet werden, und erläuterte den Standpunkt und die Ziele focialdemokratische Kandidat des ersten Berliner Reichstags- Wahl- Redaktion.) unsrer Partei, wobei Der einer die Anwesenden aufforderte, sich freises Dr. Arons über die Reichstagswahlen sprach. Bern, 11. Juni. Peter Karageorgewitch weilte heute nachdurch Lesen des socialdemokratischen Programms( das in der stündige Vortrag, in dem der Referent namentlich die sociale Gesetz mittag immer noch in Genf. Er ließ um 4% Uhr nachVersammlung verteilt worden war) selbst eine leberzeugung Bürgerlichen Parteien einer treffenden Kritik unterzog, wurde mit mittags einem Journaliſten auf deſſen Anfrage ſagen, er habe gebung behandelte und hierbei die arbeiterfeindliche Stellung der zu bilden. Allerdings hätten die Gegner recht, meinte der Redner, wenn sie behaupten, wir wollten die„ Dummen" fangen, lebhaftem Beifall aufgenommen. Nach einer kurzen Diskussion im noch keine offizielle Nachricht, er wisse noch nicht, ob das heißt diejenigen Wähler, die bisher noch dumm genug waren, Sinne des Referats, von der besonders bemerkenswert ist, daß auch wann er nach Belgrad abreisen werde und ob er wirklich zum den Konfervativen oder Freifinnigen nachzulaufen. Diese beiden ein Vertreter einer großen Berliner Kellnervereinigung, die nicht den Könige proflamiert worden sei. Immerhin erklärte Parteien aber seien nicht einmal in der Lage, die Interessen eines freien Gewerkschaften angeschlossen ist, mit dem Hinweis auf das unter den Unterzeichnern der Proklamation des neuen Ministeriums wirklich liberalen Bürgertums, geschweige denn die der Arbeiterklasse Verhalten der bürgerlichen Parteien zu den Forderungen der Gast- mehrere seiner Anhänger sich befänden. Die beiden Söhne zu vertreten. Wer aber diese Ueberzeugung gewonnen habe, der müsse wirtsgehilfen, für die Wahl der socialdemokratischen Kandidaten Karageorgewitsch', Georg und Alexander, besuchten Genfer Schulen, bann auch konsequent sein und für die Socialdemokratie stimmen. plädierte, wurde einstimmig folgende Resolution beschlossen: Im Laufe und am Schlusse des Vortrags erfolgten lebhafte Beifalls- Die Versammlung ist mit dem Referenten darin einverstanden, bis sie nach Petersburg famen, wo sie heute noch weilen. London, 11 Juni. Wie das„ Neutersche Bureau" erfährt, herrscht äußerungen. Gegner meldeten sich nicht. Der Vorsitzende Oppel wies daß die Intereffen der erwerbsthätigen Bevölkerung im allgemeinen noch darauf hin, daß gerade unser Kandidat Dr. Arons in hervor- sowie die der Gastwirtsgehilfen im besonderen nur von der in den Kreisen der hohen Diplomatie in London die Ansicht, daß ragender Weise gezeigt hat, wie er unter Hintansetzung aller andren Socialdemokratie wirksam vertreten werden, und sie verpflichtet sich den Mordthaten in Belgrad ein Bürgerkrieg nicht folgen werde; Interessen für die Sache des Volkes zu wirken bereit ist und sich deshalb, bei den bevorstehenden Reichstagswahlen mit aller Energie feit feiner Verheiratung sei König Alexander beim Volke sehr nicht vor der Neaktion beugt. für die Socialdemokratie zu wirken und nur den Kandidaten diefer wenig beliebt gewesen. Die Proklamation Peter Karageorgewitschs und er, daß Für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis fand am Mitt- Partei die Stimme zu geben."- Mit einem kräftigen Hoch auf die des Schwiegersohnes des Fürsten von Montenegro, zum Könige, ſei Für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis fand am Mitt- Socialdemokratie und den Referenten Arons erfolgte der Schluß der die wahrscheinliche Lösung der Lage. Seine Wahl sei am annehm woch eine Versammlung bei Kliem, Hasenheide, statt. Sie Versammlung. war von über 1000 Personen besucht. Das Referat hatte Genosse Ledebour übernommen, der in seinem zweistündigen Vortrag, Zehlendorf. Am Sonnabend tagte hier eine öffentliche Wähler- barsten für das Volk. Es sei bekannt, daß jede europäische Macht wiederholt durch lebhafte Beifallskundgebungen unterbrochen, die versammlung, in der Genosse Dr. Silberstein das Referat hatte. auf den Frieden bedacht ist und daß keine Macht einen Krieg wünscht. gegenwärtigen politischen Zustände und die Bestrebungen der Social- Seine Ausführungen wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Sollten unerwartete Berwicklungen entstehen, so werde angenommen, Demokratie eingehend erörterte. Er besprach sodann die für den Herr Hammer hatte abgelehnt zu erscheinen. Herr Kleinau versuchte daß sofort östreichische Truppen in Serbien einrüden und die Drd2. Wahlkreis in Betracht kommenden Parteien und nachdem er in der Diskussion für Herrn Hammer eine Lanze zu brechen, was mung wiederherstellen würden. Dieser Fall sei aber durchaus nicht den konservativ- antisemitischen Mischmasch, die Junterschußtruppe jedoch zum Teil nur Heiterkeit hervorrief. Mit einem Hoch auf den wahrscheinlich. und namentlich den von diesen betriebenen Schwindel mit der Sieg am 16. Juni und die Socialdemokratie schloß die gut besuchte angeblichen Mittelstandsretterei gebührend gekennzeichnet hatte, be- Versammlung. schäftigte er sich mit der Freisinnigen Wolfspartei, die in derselben Weise wie ihre konservativ- antisemitischen Bundesgenossen die Social demokratie in der schamlosesten Weise verleumdet und die jetzt auf dem Standpuntt angelangt ist, daß jeder, der nur noch einen Funken von demokratischem Gefühl besigt, sich von dieser Partei abwenden muß. Zum Schluß richtete der Referent die Aufforderung an die Versammelten, dafür einzutreten, daß am 16. Juni ein für allemal entschieden wird, daß der zweite Wahlkreis endgültig der Socialdemokratie gehört, und daß schon in der Hauptwahl der social demokratische Kandidat N. Fischer mit überwältigender Majorität gewählt wird.( Braufender Beifall.) London, 11. Juni.( W. T. B.) Unterhaus. In Beantwortung von Anfragen über die Umwälzungen in Serbien erklärte der Unterstaatssekretär des Aeußern, Cranborne, die Regierung sei amtlich davon in Kenntnis gesetzt, daß der König Alexander und die Königin Draga in der letzten Nacht ermordet worden seien. Eine neue Regierung sei unter dem früheren Ministerpräsidenten Amakumowitsch gebildet worden. Die kürzlich vom Könige aufgehobene Verfassung sei wiederhergestellt und die im vergangenen März aufgelöste Nationalversammlung sei zum baldigen Zusammentritt einberufen worden." In Rigdorf hielten unsre Parteigenossen am Mittwoch zwei Wählerversammlungen ab. In Gröplers Saal referierte Genosse Ströbel unter lebhaftem Beifall der Anwesenden. Von den er schienenen Gegnern meldete sich trotz der Aufforderung des Vor fißenden niemand zum Wort. Zwei Genossen illustrierten die Ausführungen des Referenten durch eigne Erfahrungen. Nachdem der Borsigende Hoppe einen fernigen Appell zur regen Mitarbeit bei den Wahlen an die Parteigenossen gerichtet hatte, schloß er die Verfammlung mit einem Hoch auf die Socialdemokratie. In der zweiten, bei Thiel abgehaltenen, überfüllten Versammlung Budapest, 11. Juni.( W. T. B.) Aus Belgrad wird gereferierte Genosse Fülle. In dem oft von stürmischem Beifall unter- meldet: Die Gardisten, welche den Konak bewachten, leisteten berDa sich trotz wiederholter Aufforderung Gegner nicht zum Wort brochenen Vortrage zeigte der Redner, was die gegnerischen Parteien zweifelten Widerstand; es sollen hundert von ihnen gefallen sein. meldeten, wurde von einer Diskussion Abstand genommen. Der den Wählern vor der Wahl alles versprechen, ohne daran zu denken, Adjutant Oberst Maimowitsch, der in das Schlafzimmer des Königs Borstzende Werner gab dann noch bekannt, daß bereits mehrere ihre Versprechungen jemals einzulösen. Der Redner beleuchtete die Adjutant Oberst Maimowitsch, der in das Schlafzimmer des Königs Fälle bekannt find, wonach Parteigenossen, die in der Wählerliste politische Situation und fam zu dem Resultat, daß nur die eindrang, forderte die Abbankung des Königs, worauf dieser ihn nicht eingetragen waren und ihre nachträgliche Eintragung rechtzeitig Wahl von Socialdemokraten die Sicherheit gäbe, daß die mit dem Worte:" Verräter!" niederschoß. Ein Trupp Offiziere, an beantragten, ganz zweifellos zu Unrecht abgewiesen wurden und er bestehenden Verhältnisse nicht noch mehr verschlechtert würden. ihrer Spize Hauptmann Papowitsch, ermordete dann die Insassen fuchte die Versammelten von allen derartigen Fällen das Wahlkomitee Nachdem sich trot wiederholter Aufforderung Gegner nicht zum Wort des Konaks. in Kenntnis zu setzen. Hierauf erfolgte der Schluß der imposanten gemeldet hatten, richtete der Vorsißende Boesle an die Anwesenden Oberstlieutenant Mischitsch erschoß den König. Das Attentat Versammlung mit einem begeisternden Hoch auf die internationale, ben Appell, daß am Tage der Wahl ein jeder seine Schuldigkeit in wurde durch das 16. Infanterie- Regiment verübt, welches neulich böllerbefreiende Socialdemokratie, dem sich ein kräftiges Hoch auf vollſtem Maße thue, damit der Wahlkreis schon bei der Hauptwahl hart bestraft worden war, weil es gegen eine demonstrierende Menge die Genossen Ledebour und Fischer anschloß. in unfren Besitz übergehe. Nach einem begeistert aufgenommenen Für den zweiten Wahlkreis fand am Mittwoch noch eine Hoch auf die völkerbefreiende Socialdemokrotie wurde die Ver- die Waffen nicht gebrauchen wollte. Ein Kanonenschuß zeigte an, daß das Attentat vollzogen sei. Binzar Markowitsch wurde von einem Wähler- Versammlung in dem großen Saale des Wilhelm- Theaters sammlung geschlossen. Soldaten ermordet, der ihm eine dringende Botschaft zu überbringen in der Friedrichstraße statt. Gegen 500 Personen hatten sich hier eingefunden. Das Referat hielt Dr. Alfred Bernstein. vorgab. Kriegsminister Pawlowitsch flüchtete in einen Kasten, auf den 25 Schüsse abgegeben wurden. Alle Geschäfte sind gesperrt, wies hauptsächlich darauf hin, daß der Freisimm, der den Arbeitern und fleinen Gewerbetreibenden in den Wahlflugblättern so viele Ver- Zum erstenmal haben seit dem 30. Oftober v. J. gestern viele Einwohner flüchteten. Von Semlin wurden telegraphisch eine sprechungen mache, in der Praxis und im Parlament ganz anders handle, wieder Einigungsverhandlungen zwischen der Centralkommission der große Anzahl von Waggons zur Beförderung der Flüchtlinge verund legte dann eingehend die socialdemokratischen Biele und Grund Krankenkassen und dem Vorstande der Apothekervereinigung stattgefunden. langt. Nach Belgrad eingelassen zu werden ist selbst unter Vorzeigung fäße dar. Reicher Beifall lohnte den Redner. In der Diskussion Die Verhandlungen, die durch die Apotheker veranlaßt worden eines Passes schwer. meldete sich kein Gegner zum Wort trop wiederholter Aufforderung find, scheinen diesmal doch zu einem Resultat zu führen. Von den Belgrad, 11. Juni.( W. T. B.) Wie amtlich festgestellt ist, seitens des Vorsitzenden. Einige Genoffen nahmen das Wort; es Apothefern ist zunächst ein Rezeptur- Rabatt von 15 Prozent, die Beis wurden in der letzten Nacht außer dem Königspaar folgende Personen wurde hierbei erwähnt, daß in einer nationalen Versammlung die behaltung der gelben Rezeptformulare mit der bisherigen Aufschrift, Socialdemokraten hinausgeprügelt worden seien. Genosse Richard also die Lieferung der freigegebenen Arzneimittel durch die erschossen; die Brüder der Königin Draga Nikola und Nikodem Fischer, der zum Schluß in der Versammlung erschien, Droguisten, und entsprechende Erweiterung der Handverkaufsliste Lunjevitz, der Ministerpräsident General Demeter Zinzar Markowitsch, riet davon ab, gegnerische Versammlungen zu besuchen, und nahm zugestanden. Die Centralfommission hat den letzten Beschluß der der Kriegsminister General Pawlowitsch, der Generaladjutant General alsdann Veranlassung, seinerseits noch kurze Erläuterungen Strantenkassen- Borstände vertreten, der sich im wesentlichen dadurch Lasar Petrowitsch, der zweite Adjutant Generalstabs- Oberst Michael zu den Wahlmachinationen der Gegner im zweiten Reichstags von dem Vorschlage der Apotheker unterscheidet, daß ein Rezeptur Naumowitsch, der Ordonnanz- Offizier Artillerie- Hauptmann Wahlkreise den Versammelten vor Augen zu führen. Dem Appell Rabatt von 17 Broz. gefordert wurde. Fischers, den 16. Juni zum einem Siegestag für unsre Partei zu Nach längerer Verhandlung und nachdem die Parteien nochmals Jowan Milkowitsch und der Lieutenant Milan Gagowitsch. geftalten und alle Mann an die Wahlurne zu bringen, stimmte die unter sich beraten hatten, wurden die Vergleichsbedingungen auf Schwer verwundet wurde der frühere Miniſter des Innern Welimir Theodorowitsch und der Kommandant der Donaudivision Demetor Versammlung begeistert zu. Mit einem Hoch auf die Socialdemo- gestellt, nach denen unter andrem gewährt wird: tratie und Fischer ging die Versammlung auseinander. 16 Prozent Rezeptur Rabatt, Beibehaltung Nikolitsch. Das Ereignis wurde gegen 2 Uhr nachts von einer Dritter Wahlkreis. Eine gut befuchte Wahlversammlung wurde der gelben Rezepte und Lieferung der freigegebenen Mittel Anzahl Offizieren unter Buhilfenahme von zwei Truppenabteilungen am Mittwochabend im Lokale von Jannascht, Inselstr. 10, ab- durch die Droguisten.( Die rechtlich zweifelhaften Mittel follen ausgeführt und von der Armee ruhig aufgenommen. gehalten. Außer den Arbeitern waren auch zahlreiche Angehörige die Apotheker liefern.) Erweiterung der Handverkaufsliste durch eine des Mittelstandes, sowie eine Anzahl Spreeschiffer erschienen. Ge- gemeinsame aus beiden Parteien gleichmäßig zusammengesetzte Komnoffe Wolfgang Seine nahm zuerst das Wort. Er betonte miſſion Differenzen sollen durch eine Schlichtungskommiffion, event. Letzte Nachrichten Er Zum Apothekenboykott. = und Depeschen. Englisches Unterhaus. Loudon, 11. Juni.( W. T. B.) Ormsby- Gore( f.) fragt Vorsitz eines unparteiischen Vorsitzenden, der besonders, daß die Socialdemokratie und deren Kandidaten nicht die unter Oberbürgermeister ernannt werden soll, entschieden geringste Ursache hätten, etwa mit zusammengerolltem Banner in bom Es wurde ferner festgelegt, daß eine materielle den Wahlkampf zu ziehen, wie solches von unsren Gegnern werden. so gern behauptet werde. Nein frei und offen fage er Schädigung der jetzt zur Lieferung zugelassenen Apotheker ferner an, ob der östreichisch- ungarischen Regierung über die beDer absichtigte Erhöhung der Zölle auf britische Manufakturjedem Wähler, er sei Kandidat der socialdemokratischen Partei und seitens der Apotheker- Vereinigung nicht stattfinden soll. waren Vorstellungen gemacht seien. Cranborne erwidert, über werde auch stets als solcher handeln. Wer ihn also wähle, der wähle aufgestellte Bertrag, der alle Einzelheiten enthält, soll möglichst diesen Gegenstand seien teine Vorstellungen gemacht worden. Der nicht den Rechtsanwalt Heine, sondern den Socialdemokraten Heine. am 1. Juli in Kraft treten und zunächst bis Ende 1905 dauern östreichisch- ungarische Zolltarif werde in der nächsten Woche von der Redner gab alsdann einen kurzen Ueberblick über die parlamentarische Beide Parteien verpflichteten sich, die getroffenen Vereinbarungen Nachrichtenabteilung des Handelsamts in Erwägung gezogen Thätigkeit der socialdemokratischen Reichstags- Fraktion und unterzog den Versammlungen ihrer Auftraggeber zur Annahme zu werden. Cambell Bannerman lenkt die Aufmerksamkeit Balfours Da nun auch auf feiten der Apotheker der Wunsch das Verhalten der bürgerlichen Parteien im Reichstag wie auch bei empfehlen. der jezigen Wahl einer scharfen Kritik. Stürmischer Beifall wurde zum Frieden vorzuliegen scheint, wie er von der Centralfommission auf das Telegramm der Regierung von Neu- Südwales, in welchem diese ihre Genugthuung über die Erklärung der dem Reoner zu teil, als er zu energischer Wahlbeteiligung auf immer angestrebt wurde, so ist Aussicht vorhanden, daß der lang- britischen Regierung ausspricht, daß jeder Kolonie die freie Ausforderte, damit der dritte Kreis dauernd eine Domäne der Social- wierige Kampf, der über zwei Jahre dauerte, damit ſein Ende findet. übung ihres Rechtes gesichert werden solle, in engere Handelsdemokratie bleibe. Nachdem sich Genosse Heine unter lebhaften beziehungen zum Mutterlande zu treten. Campbell- Bannerman Hochrufen der Anwesenden von der Versammlung verabschiedet fragt ferner an, ob die Ansicht richtig sei, welche in dem Telehatte, um noch eine zweite Versammlung zu besuchen, sprach der Die Königsschlacht in Belgrad. gramm über die Absichten der britischen Regierung bezüglich Genosse Bernhard noch ausführlich über die hauptsächlichsten Belgrad, 11. Juni. Das neue Ministerium veröffentlicht der Vorzugszölle und Vergeltungstarife ausgesprochen werde. Balfour erwidert: Ich weiß nicht, auf welche Erklärung sich das Programmforderungen unsrer Partei, dabei gleichzeitig die widerfinnigen Behauptungen der gegnerischen Flugblätter widerlegend. folgendes Communiqué:„ Verschiedene Zwiftigkeiten, welche sich Telegramm bezieht, aber ich habe namens der Regierung zu Gegner meldeten sich nicht zum Wort. am Hofe ereignet haben, haben die Intervention der Armee erklären, daß wir sicherlich nicht gleichgültig auf einen Versuch Im„ Märtischen Hof", Admiralstraße, war die Versamm und einen Konflikt hervorgerufen, in welchem König Alexander bliden fönnen, eine englische Kolonie dafür zu strafen, daß sie ihr den König in Draga Tod gefunden lung sehr gut besucht, so daß trotz besetzter Galerie viele mit Steh- und haben. Zum Recht ausübt, in besonders günstige Handelsbeziehungen zum Mutterplägen vorlieb nehmen mußten. Der Referent Dr. 8 adet be- gwecke der Aufrechterhaltung des Friedens und der Ordnung lande zu treten.( Beifall.) " Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 134. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Freitag, 12. Juni 1903. Die socialdemokratischen Kandidaten für Berlin und die Nachbarkreise find: 1. Kreis: 4. Kreis: Privatdocent a. D. Dr. Leo Arons, Berlin. Stadtverordneter Paul Singer, Berlin. 2. Kreis: 5. Kreis: Buchhändler Richard Fischer, Berlin. Arbeitersekretär Robert Schmidt, Berlin. 3. Kreis: 6. Kreis: Rechtsanwalt Wolfgang Heine, Berlin. Schriftsteller Georg Ledebour, Halensee. Niederbarnim: Stadtverordneter Arthur Stadthagen, Berlin. Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg: Stadtverordneter Fritz Zubeil, Berlin. Der Wahltag ein Feiertag. Der Wahltag ist ein so wichtiger Tag im Leben des Staatsbürgers, daß er als ein Feiertag betrachtet werden sollte. Wir erheben seit je die Forderung, daß in Würdigung dessen die Wahl am Sonntag vorgenommen werde. Muckerei und wahltaktische Erwägungen der herrschenden Parteien haben sich bisher diesem Verlangen widersetzt. Mögen daher die Arbeiter wenigstens versuchen, in friedlicher Verständigung mit den Unternehmern wenigstens einen Teil des Tages zum Feiertage zu machen. Wir richten an alle Arbeiterwähler das Ersuchen, mit den Unternehmern in Unterhandlungen zu treten, daß am Wahltage von Mittag an die Arbeit voll- lichen Provinzen. In Pommern waren infolge der ungünstigen wirt ständig ruhe. Die wirtschaftliche Lage Kartelljammer in Sachsen. der arbeitenden Klassen in Preußen. überhaupt im Vergleich zum Vorjahre gefagt werden muß, daß ein geworden war, erklärten die Zeitungen dieſer Parteien, nun könne " Wanderherberge wurden 19 990 Nachtlager gewährt und in der einigen Betrieben der Holzbranche, der Maschinenindustrie sowie in Wanderarbeitsstätte 23 562 Centner Holz zerkleinert." In Essen den Eisengießereien wurde teilweise die Arbeitszeit herabgesetzt. Die standen also über 12 000 Arbeitsangebote 4000 vermittelten Stellen Lampen- und Schuhfabriken waren mit Ausnahme von einigen gegenüber; für Düsseldorf läßt sich das Verhältnis aus dem Bericht geschäftsstillen Wochen recht gut befchäftigt und haben sich besonders nicht feststellen, aber die nahezu 20 000 Nachtlager in der Wander- für Erfurt als segensreich erwiesen, da sie den Frauen und Mädchen herberge, die 231, Tausend Centner zerkleinerten Holzes sind doch der durch die Ungunst der Verhältnisse zum Feiern gezwungenen recht verdächtige Zahlen. Männer die Möglichkeit gaben, ihren Familien den nötigsten UnterSoweit also Stimmen laut werden, welche sich über die wirt- halt zu gewähren. Nach der Ernte konnte man in den Herbergen und schaftliche Lage günstiger aussprechen, unterliegen sie nicht nur Vereinshäusern der Stadt Erfurt die Bemerkung machen, daß die wesentlichen Einschränkungen, sie bleiben andrerseits auch durchaus vorhandene Zahl der Arbeitsuchenden täglich durch zuwandernde in der Minderheit. Die weitaus größere Mehrheit der Berichte ist Senechte und landwirtschaftliche Arbeiter vermehrt wurde." Wenn der gezwungen, den andauernden Fortgang der Krise und ihre teilweise Bericht uns gleichwohl glauben machen will, daß trotz der obigen fogar steigende Tendenz, sowie die verheerenden Wirkungen derfelben Anführungen eine erhebliche Arbeitsnot weder in Erfurt noch in für das Proletariat unumwunden und rückhaltlos anzuerkennen, eine den übrigen Städten des Regierungsbezirts hervorgetreten fei", fo Auffassung der ökonomischen Situation, die sich mit derjenigen des liegt das Tendenziöse dieser Bemerkung auf der Hand. Dem Bericht von uns vor wenigen Tagen besprochenen badischen Fabrik- für Schleswig zufolge hat das Steigen der Löhne aufgehört; inspektions- Berichtes völlig und bis in die Einzelheiten deckt. ,, im großen und ganzen wird sich das Einkommen der arbeitenden Durchaus ungünstige Situationsberichte ergeben sich für die öst- lassen verringert haben", ein weiteres Sinken der Löhne in der nächsten Zeit ist nicht ausgeschloffen". schaftlichen Lage selbst die größten Werke gezwungen, zu Arbeiter( Schluß folgt.) entlassungen zu schreiten und die Nachtarbeit durchweg einzustellen, sowie die Tagesschichten zu kürzen. Die großen Werften arbeiteten fast die ganze zweite Hälfte des Betriebsjahres nur 9 Stunden täglich; Nachtarbeit tam überhaupt nur dort vor, wo es sich um den fontinuierlichen Betrieb von Defen handelte. In der Provinz Posen Als das Kartell in Sachsen zwischen dem Bunde der Landwirte, ist die Zahl der industriellen Arbeiter um 2019 zurückgegangen, wie den Konservativen, den Antisemiten und den Nationalliberalen perfekt Fortschritt in der industriellen Entwicklung der Proving nicht ein- der Kampf der staatserhaltenden" Barteien gegen die Socialdemo In dem gegenwärtigen Wahlfeldzug spielt die Behauptung unsrer getreten ist". Der Bericht für den Regierungsbezirk Breslau stellt fratie mit dem erforderlichen Nachdruck geführt werden. Die drohende Gegner eine große Rolle, als hätte die Krise, die mit Ende 1901 ein- fest, daß es ohne Zweifel in dem größten Teil der Industrie des socialdemokratische Gefahr hatte die reaktionären Parteien zum setzte, ihren Höhepunkt bereits überschritten, als ginge es neuerdings Bezirks an hinreichender Arbeit gefehlt hat." Loherhöhungen, Kartell zusammengeführt. in beschleunigtem Tempo in eine neue Prosperitätsperiode hinein, abgesehen von solchen, die nur vorübergehend und mehr zu- Die Freude am Startell hat nicht lange gedauert. Für den in der die Arbeiter von der enormen Mehrbelastung durch Brot- und fälliger Natur waren, haben die Umfragen der Aufsichtsbeamten 10. Streis, Döbeln Roßwein, war von vornherein eine AusFleischwucher wenig oder nichts verspüren würden. Daher kommen nicht feststellen können. Dagegen find in einer Reihe von nahme zugestanden worden. Im Kreise des dicken Oertel, dem die Berichte der preußischen Regierungs- und Gewerberäte und Betrieben teils direkte Lohnherabsetzungen beobachtet, wie in 9. sächsischen, Freiberg, durchbrachen die Nationalliberalen die Bergbehörden" für das abgelaufene Wirtschaftsjahr 1902 zu ge- der Steinbruch- Industrie als Folge von in- und ausländischer Abmachungen. Von einem Zusammengehen aller bürgerlichen Wähler Tegener Zeit, um mit dieser verlogenen Wahlfinte noch im letzten Konkurrenz, teils indirekte, als Folge von eingelegten Feierschichten ist in keinem Kreise die Rede, weil das Centrum und die Freisinnigen Augenblick an der Hand eines jedenfalls unanfechtbaren Materials und verkürzter Arbeitszeit. Selbst da, wo, wie z. B. in dem Auf- überall Zähltandidaten in Vorschlag gebracht haben. Wenn es sich eine gründliche Abrechnung zu halten. Wir wollen damit nicht sagen, sichtsbezirk Reichenbach, kein Rückgang der Lohnhöhe zu verzeichnen in den meisten Kreisen auch nur um die Absplitterung verhältniss daß die diesjährigen Berichte der preußischen Fabrik- und Bergwerks- war ist die Lebenshaltung der arbeitenden Klasse infolge mäßig weniger Stimmen handelt, sind die Startellparteien doch in Inspektion, abgesehen von dem nun einmal vorgeschriebenen bureaus Steigerung der Lebensmittelpreise, namentlich des Fleisches, doch banger Sorge. Die katholischen Wähler werden dringend beschworen, fratischen Schema, sich durch größere Einheitlichkeit in der Aus- eine schlechtere getvorden." Auch für den Regierungsbezirk Liegnig das" Vaterland über die Partei" zu stellen und die Kartellkandidaten führung oder durch eine weniger reaktionäre Bustugung von denen wird zugestanden, daß zahlreiche Lohnherabsetzungen, Verkürzungen zu wählen. Das Dresdener Centrumsblatt giebt den Kartellbrüdern der letzten Jahre wesentlich unterschieden. Aber die wirtschaftlichen der Arbeitszeit und Entlassung von Arbeitern die wirtschaftlichen aber eine runde Absage, mit dem Hinweis auf das Jesuitengefchrei, Thatsachen, wie sie in den einzelnen Berichten niedergelegt find, Verhältnisse vieler Arbeiter leider sehr gedrückt" haben. In der das alle Kartellfandidaten angestimmt haben. Außerdem habe man reden eine solch unzweideutige Sprache, daß an ihnen auch die ver- Wäsche- Industrie von Jauer vermag es eine Arbeiterin bei täglicher das Centrum mißachtet, indem es nicht zu den Kartellverhandlungen biffenste Beschönigungslogit zu Schanden werden muß. zehustündiger Fabrik- und drei- bis vierstündiger Hausarbeit zu einem hinzugezogen wurde. Allerdings lauten nicht die Urteile aus allen Distrikten durchaus Wochenverdienst von sechs bis zehn Mark zu bringen. Im Regierungs- Bon wie geringer Bedeutung der Freifinn in Eachsen geworden ungünstig. So heißt es in dem Bericht für die Regierungsbezirke bezirk Dppeln beträgt die Abnahme der industriellen Arbeiter 1912 ist, erfieht man daraus, daß der Vorstand des Freisinnigen LandesLüneburg und Stade:" In den Fabriken und diesen gleichgestellten( 1,7 Proz.) gegen 1354( 1,1 Proz.) im Vorjahre. Der wirt- vereins in einem Cirkular sehr dringend um Geld bittet; 1500 Mark Anlagen wurden 42 240 gewerbliche Arbeiter gezählt gegen 38 830 fchaftliche Niedergang der Industrie hatte vielfach die Herabsetzung habe man zur Verfügung, während der Wahlkampf gegen 3000 Mark im Vorjahre. Diese Zunahme von fast 9 Proz. dürfte vornehmlich der Löhne, die Aufhebung der früher bewilligten Lohnprämien, die kosten werde, wohlgemertt, nicht etwa in einem Kreise, sondern auf den besser gewordenen Geschäftsgang in den meisten Industrie- Einlegung von Feierschichten oder längere Beurlaubungen der Arbeiter in ganz Sachfen. In einem andern Cirkulai des Vorstandes ztveigen zurückzuführen sein." Auch der Bericht für den Regierungs-| zur Folge." Für Frankfurt a. D. wird berichtet, daß in der der Freisinnigen Volkspartei im Königreich Sachsen wird den Parteibezirk Minden besagt, daß die Arbeitsgelegenheit gegen Ende des Jahres Maschinen- und Holzbearbeitungs- Industrie Lohnherabsetzungen bis genoffen mitgeteilt, daß der Landesverein die Stimmzettel wieder den normalen Umfang angenommen hatte, wenngleich die zu 15 Prozent, im Baugewerbe bis zu 10 Prozent vortamen. In bezahlen will. Den Parteigenossen der einzelnen Kreise bleibe es früheren Löhne noch nicht in voller Höhe wieder erreicht worden seien. Eine der Wollwaren- Industrie hob sich allerdings den Berechnungen der überlassen, ob sie noch durch kleine, wenig kostspielige Annoncen Befferung der Gesamtlage wird ferner für den Regierungsbezirk Norddeutschen Textil- Berufsgenossenschaft zufolge der Durchschnitts- kurz vor der Wahl zur Stimmabgabe für den betreffenden Zähle Potsdam konstatiert; der im Vorjahre fast in allen Industriezweigen verdienst von 691,37 M. in 1898 auf 701,50 M. in 1901; doch wird kandidaten auffordern wollen". bemerkbare Rückgang sei zum Stillstand gekommen, in einzelnen auch dieser Mehrverdienst leider durch die Steigerung der Lebens- Wie wenig gut und zuversichtlich die Stimmung der KartellGewerben ein Fortgang zu verzeichnen, so in der Textil, Hut und mittel- Breise und stellenweise auch der Wohnungsmieten wieder ans- parteien ist, lehrt das Klagen ihrer Zeitungen darüber, daß diese Cementindustrie. Von dem im Vorjahre notwendigen Verkürzungen geglichen". In Berlin und Charlottenburg, Schöne Freifinnigen den andern bürgerlichen Parteien in den Rüden der Arbeitszeit habe daher wieder Abstand genommen, ein Teil der berg und Nigdorf ist für das Berichtsjahr eine Abnahme der fallen. entlassenen Arbeiter wieder eingestellt werden können. Nur die von industriellen Arbeiter um 10 150 oder 4,3 Proz. ermittelt worden. Mit der Bekämpfung der Socialdemokratie durch die Kartelldem wirtschaftlichen Niedergang am meisten betroffene Maschinen-„ Die im Durchschnitt verkürzte Arbeitszeit des Vorjahres parteien ist es eine eigne Sache. Von einem Kampfe durch Debatten industrie habe sich auch im Berichtsjahre noch nicht zu erholen vermocht, hat sich nicht gehoben. In einzelnen Fabriken konnten in Versammlungen ist jetzt in feinem Kreise mehr die Rede. In den so daß diese Gruppe wieder einen beträchtlichen Rückgang in der Bahl zwar die Feierschichten wieder aufgehoben werden, andre meisten Kreisen lehnten die Kartellfandidaten von vornherein ab, der beschäftigten Arbeiter aufweise. Für den Regierungsbezirk Coblenz dagegen, z. B. Luruspapier, Karton- und einige Silberwaren- Socialdemokraten in ihren Versammlungen sprechen zu lassen. Da wird gleichfalls eine geringe Besserung in der industriellen Gesamt- Fabriken, mußten ihre Arbeitszeit noch verringern, um Entlassungen to Diskussion zugelassen wurde, gab man in der Regel nur zehn Tage, so weit die Zahl der beschäftigten Arbeiter in Frage fommt, zu vermeiden." Gut beschäftigt war nur die Konfektion. Minuten Redezeit. Aber selbst das hatte bald ein Ende. Offen fonstatiert, wogegen andrerseits zugegeben werden muß, daß die un- Das gleiche traurige Bild bieten die mittleren Provinzen. Im wurde ausgesprochen, daß von solchen Diskussionen nur die Socialgünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse vielfach Betriebseinschränkungen Regierungsbezirk Magdeburg hat sich die Arbeitslosigkeit im demokratie Vorteil habe. und Lohnherabsetzungen zur Folge hatten. letzten Winter in den Industrieſtädten stärker fühlbar gemacht, be- Der frühere Kruppsche Direktor Jente im 20. Kreise ließ den Recht optimistisch spricht sich auch der Bericht für Düsseldorf aus, sonders in der Maschinenindustrie. Wegen Mangel an Aufträgen socialdemokratischen Kandidaten Rosenow in zwei oder drei Verder als ein typisches Beispiel für bureaukratische Schönfärberei gelten hat eine ganze Anzahl von Maschinenfabriken die Arbeitszeit ein fammlungen sprechen. Da hatte er genug und ließ Nosenow schrifts faun. Wenn die Tabelle die Gesamtzahl der beschäftigten Arbeiter schränken müssen, zum Teil sehr erheblich, bis auf halbe Tage. Selbst lich mitteilen, er dürfe in die Versammlungen Jentes nicht mehr 350 526 und die Zahl der erwachsenen männlichen Arbeiter mit 267 667 vorzüglich empfohlene Arbeiter konnten in dieser Industrie faum tommen. Jm 21. Kreise, Annaberg Eibenstock, hat der Kartellum 2367 begiv. 1480 höher angiebt wie im Vorjahre, so kann hieraus Beschäftigung finden". Eine Arbeitslosenzählung zu Ende des kandidat Rehwold solche Angst vor Socialdemokraten, daß er durch wohl geschlossen werden, daß der bisherige Mangel an Beschäftigung in Berichtsjahres ergab für die Stadt Magdeburg 2750 Arbeitslose, den Vorsitzenden in seinen Versammlungen für jeden Zwischenruf mit unsrer Industrie seinen Höhepunkt bereits überschritten hat." Wie wobei die Infassen der Arbeiterkolonie, die Arbeitsunfähigen, einem Prozeß wegen Hausfriedensbruchs drohen läßt. jedoch der Bericht selber betont, wurden die Arbeits- und Lohnver die bon auswärts zugezogenen usw., 602 an Jm 17. Kreise, Chemnitz, kündigte der Kartellfandidat Lang= hältnisse in der wichtigsten Stadt des Bezirks, Düsseldorf, wesentlich der Zahl, nicht mitgerechnet sind. Von den Arbeits- hammer, der sich in 14 Tagen vom Zoll gegner zum Zollbeeinflußt durch die Gewerbe- und Industrie- Ausstellung, die bei den lofen waren 598 Angehörige der Baugewerbe und Bauarbeiter, freund herummauferte, als seine Hauptaufgabe den Kampf gegen Herstellungs- und Abbruchsarbeiten zahlreichen Personen lohnende 406 Maschinenbauer und Metallarbeiter. Außerdem wurden aber die Socialdemokratie an. In einer Preßpolemit verwies er auss Beschäftigung bot. Nichtsdestoweniger hat die fortdauernde un noch 2480 Personen mit verkürzter Arbeitszeit gezählt und die durch drücklich auf noch folgende Auseinandersetzungen in Versammlungen. fichere Lage eine allgemeine Aufbesserung der Löhne bisher nicht schnittliche Verkürzung von deren täglicher Arbeitszeit zu 2,56 Stunden Dann kniff er aber schmählich und hält jetzt nur noch Versamms ermöglicht"; Tagelohn- wie Accordsäte sind durchweg noch immer ermittelt". Beim kommunalen Arbeitsnachweis der Stadt Magde- lungen unter Ausschluß von Socialdemokraten ab. niedriger als vor zwei Jahren. Wie gering aber im letzten Grunde burg standen 8673 Stellenangeboten 17 310 Arbeitsgesuche gegenüber, Jm 19. Kreise, Stollberg- Schneeberg, we der schlichte Bergmann gerade für die Verhältnisse im Regierungsbezirk Düsseldorf der Anlaß beim Nachweis des Verbandes der Metallindustriellen war das Veräne I fandidiert, wurde von vornherein gesagt, daß nur Versamms zu optimistischen Ansichten ist, zeigen die Bemerkungen des Berichts hältnis sogar 2266: 12 212. Der kommunale Arbeitsnachweis von lungen unter Ausschluß von Socialdemokrater statts über die günstige" Entwicklung der einzelnen Arbeitsnachweisstellen. Quedlinburg verzeichnet 2936 Stellenangebote, 3418 Arbeitsgesuche. finden würden und daß auf keinen Fall Diskussion zugelassen werde. Da heißt es:" In Essen wurde durch den städtischen Arbeitsnachweis Der Bericht für Merseburg giebt ähnliche Daten und betont, Als dann in einer Versammlung doch Diskussion gewährt wurde, 2364 männlichen und 1759 weiblichen Arbeitern bei 8250 bezw. wie durch die im Berichtsjahre eingetretenen hohen Fleischpreise die deckten ein paar socialdemokratische Arbeiter den Kandidaten ders 4109 Anmeldungen Arbeitsgelegenheit verschafft. Der in der Stadt Haushaltung der Arbeiter wesentlich beschwert worden sei. Ebenso maßen zu, daß es nun endgültig mit der Redefreiheit vorbei ist. Düsseldorf seit dem Jahre 1890 bestehende Verein für Arbeitsnach heißt es in dem Bericht für Erfurt: Der geschäftliche Im 18. Kreise, Zwickau, kam der nationalliberale Kandidat weis sowie für Beschäftigung und Verpflegung von Arbeitsuchenden Rückgang war auch in diesem Jahre noch sehr zu be- Schuldirektor Becker in ein paar socialdemokratische Versammlungen hat es troß der Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse im letzten merken und hatte teilweise Arbeitslosigkeit für die Arbeiter und sprach dort. In seinen Versammlungen dürfen jedoch Social Maschinen, Blechwaren Dampftessel, Jahre ermöglicht, 2175 männlichen und 536 weiblichen Personen der Gewehr- demokraten nicht reden. Der Kandidat versicherte einigen Socialgegen 1449 beziv. 516 im Vorjahre Stellen anzuweisen. In der fabriken soivic für die Bau- und Möbeltischlerei im Gefolge. In demokraten, daß er gegen eine Diskussion nichts einzutvenden habe, " arbeitslos " 1 und aber feine Wahlkomitees ließen sie nicht zu. Der Herr Kandidat| Menge an Winterweizen nach dem amtlichen Bericht hoch geschäßt aber auch dieses Anerbieten schroff ab. Am 11. April wurden darauf ist also nur eine Art Marionette in den Händen der Kartellleute. wird( 483 Millionen Bushels gegen im Vorjahr geerntete die reduzierten Forderungen jedem einzelnen Arbeitgeber zugesandt, In allen andern Kreisen liegen die Dinge mehr oder weniger 412 Millionen Bushels), so liegt das an dem bedeutenden Anbau. ohne daß auch nur eine einzige Antwort darauf erfolgt wäre. Diese ähnlich. Beträgt doch die mit Winterweizen bebaute Fläche 33 107 000 Acres Nichtachtung der höflichen Schreiben erregte natürlich Erbitterung, Besonderes Pech haben die Kartellbrüder im 17. Kreiſe, gegen 28 581 000 in 1902. Doch ist es nicht unwahrscheinlich, daß durch und den günstigen Augenblick zur Durchdrückung ihrer Forderungen Glauchau- Meerane. Unser Genosse Auer kann an der Agitation die jetzt noch andauernden Ueberschwemmungen nicht imansehnliche halten nun die Zimmerer für gekommen. In die Listen der Ausnicht teilnehmen, weil er frank ist. Die Parteigenossen sind desto Flächen für die Ernte vollkommen ausfallen. Am meisten verschlechtert hat ständigen ließen sich Montagmorgen 470 Mann eintragen, im Laufe rühriger. Der Kartellfandidat, Geh. Regierungsrat Dr. Rumpelt, sich der Saatenstand in Kalifornien, Illinois, Missouri, Kansas und des Tages find 40 Mann abgereist, denen noch weitere 50 folgten. hat nur in drei Versammlungen gesprochen. Dann hat er seine Indiana. Geschätzt wurde der Ertrag in Millionen Bushels am Der augenblickliche Stand des Streits ist ein guter, die Arbeit Parteifreunde fißen lassen und ist auf Urlaub ins Ausland gefahren, 1. Juni 1. Mai 1. Juni endgültige wurde einmütig niedergelegt. Der Arbeitgeber Verband will als von dem er erst nach der Wahl zurückkehrt. 1903 1902 Ernte 1902 Antwort auf den Streit eine allgemeine Aussperrung der Bauarbeiter 349,6 411,8 eintreten lassen. Zuzug nach Hannover ist fernzuhalten. Winterweizen Frühjahrsweizen zusammen 1903 483,4 546,3 298,5 781,9 314,9 644,5 258,3 670,1 Einen Mißerfolg haben die Mainzer Bauunternehmer wieder einmal erlebt. Kürzlich hatten sie sich 43 italienische Maurer kommen Die Bekämpfung der Socialdemokratie erfolgt also in Versammlungen, die hinter verschlossenen Thüren tagen, vor meist lächerlich geringer Menge von Wählern. Die Hauptarbeit müssen die Amtsblätter besorgen. Mit schier unfaßbarer Frechheit und Verlogenheit wird von diesen Blättern die Socialdemokratie herunter Auch der Stand des Winterroggens hat sich etwas verschlechtert lassen, die als Arbeitswillige an die Stelle eines Teils der Ausgerissen. Im 15. Kreise, Mittweida- Limbach, den Genosse Göhre und ist jetzt 90,6 gegen 93,3 am 1. Mai und 88,1 Proz. am 1. Juni gesperrten treten sollten. Unter fürſorglichem Schutz von Polizeivoraussichtlich erobern wird, ist eine besondere Stelle geschaffen des Vorjahres. Hafer wird mit 85,5 gegen 90,6 vor einem Jahre beamten wurden die Italiener vom Bahnhof nach ihren Quartieren worden, von der aus die sieben Amtsblätter des Kreises mit den ge- und Gerste mit 91,5 gegen 93,6 Proz. angegeben. Ferner ist auch geleitet. Ein Maurermeister hatte dem auf ihn fallenden Teil der meinsten Notizen versehen werden. der Roggenanbau mit i 907 000 Acres gegen 1979 000 im Vorjahre Arbeitswilligen in seiner eignen Wohnung eine Herberge eingeräumt. Spaßhaft ist, daß die Kartellparteien in manchen Kreisen jetzt und der von Hafer mit 27 732 000 gegen 28 653 000 Acres etwas Die Unternehmer schwelgten schon in dem freudigen Bewußtsein, an Saalmangel leiden. Der licher Bereine ist bis jekt in Weilitärboykott und der Boykott bürger- Heiner als in 1902, während der von Gerſte mit 4991 000 gegen nun wenigstens die dringenden Arbeiten fertiggestellt zu bekommen, $ 1.0009 der rücksichtslosesten Weise gegen Wirte 4.661 000 Acres den lezztjährigen Anbau übertrifft. aber die Freude ſollte bald zu Wasser werden. Troß der ſtrengſten Absperrungsmaßregeln gelang es den Ausgesperrten doch, mit den zuklären. Die Italiener fingen deshalb gar nicht erst an, sondern Italienern in Verbindung zu treten, und sie über die Sachlage aufreisten sofort wieder ab, und die Maurermeister schauten ihnen mit w durchgeführt worden, die den Socialdemokraten ihre Säle zu Verfammlungen überließen. Nun erklären eine ganze Anzahl Wirte, daß sie überhaupt keine Versammlungen abhalten lassen. Meerane z. B. haben unsre Parteigenossen jetzt drei schöne Sale. Der Geh. Regierungsrat Dr. Rumpelt fonnte cber in der Stadt teine Versammlung abhalten, weil er keinen Saal bekam; in einen Saal der Socialdemokraten weigerte er sich zu gehen. Auch in Chemnitz schreien die Kartellleute über socialdemokratischen Terrorismus, weil mehrere Wirte ihre Säle zurückgezogen haben, aus Furcht, die Socialdemokraten, denen die Säle natürlich ebenfalls verweigert werden, könnten sie boykottieren. Daß die Behörden sich mit Eifer der Kartellparteien annchmen, ist fast selbstverständlich. In der Hauptsache geschieht das durch das ist fast selbstverständlich. In der Hauptsache geschieht das durch das massenhafte Verbot von Versammlungen. Die Versammlungsverbote gehen in Sachsen schon in die Hunderte. Meist wird zur Begründung der Verbote die Minderjährigen- Bestimmung angeführt. Bei jeder Versammlung geht das aber nicht gut an. Die Anna berger Amtshauptmannschaft hat daher jetzt Vorschriften ausgeflügelt, die es ermöglichen, je de Versammlung unter freiem Himmel zu verhindern. Es wird nämlich verlangt, daß jedes Feldgrundstück in sicherer" Weise mit festen Bretterplanten umzäunt wird. Das läßt sich in den Dörfern fast ausnahmslos nicht durchführen. In großen Teilen des 20. und 21. Kreises sind nun die Gegner Jente und Rehwold die unbequemen socialdemokratischen Versamm Jungen los, die bisher außerordentlich stark besucht waren. Es herrscht überhaupt in allen Streisen die freudigste Stimmung bei den Socialdemokraten und die regste Thätigkeit wird entfaltet. Die Kartellparteien haben begründete Ürsache, besorgt dem 16. Juni entgegenzusehen. Partei- Nachrichten. Totenliste der Partei. In Mülheim a. th. wurde unter großer Beteiligung der Genosse Tauber begraben. Er ist einer Ser ersten gewesen, die sich dem von Lassalle gegründeten Allgemeinen deutschen Arbeiterverein angeschlossen haben. Er war ein begeisterter Verehrer Lassalles, dessen Schriften er sehr fleißig studiert hatte. Er gehörte auch zu denen, die unter dem Socialistengeses sehr eifrig mitwirkten, unsre Ideen in Wort und Schrift zu verbreiten. Der Mann, der schon früh die Not und den Ernst des Lebens kennen lernte( er kam schon mit 14 Jahren zu fremden Leuten), ist bis an sein Lebensende ein treuer Anhänger und Verfechter unsrer Sache gewesen. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. langen Gesichtern nach. efichtern nachusland. Der vierte östreichische Gewerkschafts- Kongreß. Mitteilungen, wonach zwischen dem Kohlensyndikat und den Kohlensyndikat und Magerkohlenzechen. Entgegen den neuerlichen Magerkohlenzechen eine Einigung stattgefunden haben soll, ist die " Rheinisch- Westfälische Zeitung" in der Lage, mitzuteilen, daß eine derartige Einigung thatsächlich noch nicht stattgefunden hat. Es sind im Gegenteil neuerdings wieder von einer aus der Gruppe der MagerkohlenBechen herausgebildeten Kommission mit den Vorständen der führenden die Hauptzechen dafür zu gewinnen, daß von seiten des Syndikats Smitka über die Thätigkeit des„ Ständigen Arbeitsbeirats". Diese Synbitatszechen Verhandlungen angeknüpft worden, die zum Zwed haben. Der zweite Verhandlungstag begann mit einem Vericht von den Magerfohlenzechen gegerüber, wie es ihre Erzeugnisse erheischen, vom Handelsministerium geschaffene Korporation besteht aus Vereine liberalere Handhabung der Verkaufsbedingungen Plaz greifen tretern der Regierung, der Unternehmer und der Arbeiter. Im dürfe, d. h. also, daß den Magerkohlenzechen im Verkaufe mehr Laufe der Berichtsperiode find Untersuchungen angestellt worden über Selbständigkeit namentlich ihrer privaten Kundschaft gegenüber zu- die Heimarbeit, sodann über die Lage des Schuhmachergewerbes. gebilligt werde. Ob und inwieweit die Magerkohlenzechen mit ihren Beschlossen wurde, die Verhältnisse der Bergarbeiter im Ostrauer Bestrebungen Erfolg haben werden, läßt sich noch nicht absehen. Es Revier statistisch festzustellen. ist aber anzunehmen, daß das Syndikat wenigstens einen Teil ihrer der Unternehmer große Schwierigkeiten entgegengestellt. Zunächſt Dieser Aufgabe wurden seitens Wünsche berücksichtigen wird. verlangten die Kohlenbarone dieses Reviers, daß die Untersuchungen sich auf alle Gewerbe im Revier beziehen müßten. Ferner bes haupteten sie in einer Eingabe, daß der Beirat kein Verständnis für die bergbaulichen Interessen habe. Hiergegen mußte die Regierung, die diese Körperschaft selbst geschaffen, protestieren, und so tamen die Erhebungen in Gang; es wurden 30 000 Bergleute persönlich Einen wahrhaft kläglichen Versuch, den Streifbruch der Hirschbernommen, das Material ist aber noch nicht veröffentlicht. Dunckerschen beim Mehlichschen Ausstande aus der Welt zu deuteln, Der Beirat befaßte sich auch mit der Regelung der Arbeitsbermittelung. Die Anträge der Arbeitervertreter, daß die unternimmt der Gewerkverein" in feiner neuesten Nummer. Aber wie der Verfasser des Artikels sich auch dreht und windet, es Arbeiter die Vermittelung allein besorgen, daß die Arbeitsgelingt ihm nicht, den Generalrat Gleichauf und seine Ge- bermittelung der Gewerkschaften nicht beschränkt und daß die gewerbs folgschaft rein zut waschen von dem begründeten Bor- mäßige Stellenvermittelung vollständig beseitigt werde, wurden zwar wurf des Streifbruches. Was wird denn Be- nicht angenommen, aber der Arbeitsbeirat hat doch mehrere Bes schönigung des Verhaltens Gleichaufs angeführt? Er habe schon ſtimmungen getroffen, die die gröbsten Auswüchse der privaten am 20. Mai erklärt, daß die Gewerkvereins- Mitglieder nicht für den Stellenvermittelung zu beseitigen geeignet sind. Den paritätischen Streit stimmen würden. Trotzdem hätten sich dieselben der Mehr- Arbeitsnachweisen müssen Streits sofort gemeldet werden. Der so heit gefügt und am 22. Mai ebenfalls die Arbeit niedergelegt. Nach zu stande gekommene Entwurf hat noch keine Gesetzeskraft erlangt. dem Herrn Gleichauf am 23. Mai die bekannten Zugeständnisse der Der Arbeitsbeirat hat ferner Gutachten abzugeben gehabt über Direktion gemacht wurden, hätten die Gewerkvereinler die Wieder- Arbeiterwohnungen, über Arbeitslöhne, Arbeitszeit, Kündigungsfristen aufnahme der Arbeit beschlossen und diesen Beschluß am Montag, und Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Ferner hat er mitgewirkt bei Gesezesentwürfen betreffend die Abänderung der Gewerbes den 25. Mai, ausgeführt. Ordnung; besonders handelte es sich um Regelung der Lehrlingsfrage. Schließlich hat der Beirat eine Arbeitslosen- Statistik vorbereitet. beirat noch nicht erreicht sei, so sei es doch Pflicht der ArbeiterDer Berichterstatter schließt: Wenn auch Positives durch den Arbeitss vertreter, darin auszuharren und mitzuarbeiten, namentlich so lange die Socialdemokratie im Parlament noch so wenig vertreten sei wie Nur bisher. " " zur Diese vom Gewerkverein" angeführten Thatsachen sind unsres Wissens richtig. Ueber sie wird auch gar nicht gestritten, aber das Verhalten Gleichaufs wird doch dadurch keineswegs gerechtfertigt Die überwiegende Mehrheit der Arbeiter des Mehlichschen Betriebes hatte den Streik beschlossen. Für etwaige Verhandlungen mit der Direktion hatten fie eine Kommilfion gewählt, in der auch die Gewerkvereinsmitglieder vertreten waren. diese Kommission war befugt, bindende Vereinbarungen für die Ueber die Unfallverhütungs- Kommission referiert Siegel. Als Verleger eines Volkskalenders sollte der Genosse Thiele Gesamtheit der Streifenden zu treffen. Herr Gleichauf hat aber Diese Kommission ist zusammengesezt aus Vertretern der industriellen zu Halle vom Schöffengericht zu Wittenberg dafür verantwortlich hinter dem Rüden der kommission und zwar nicht Technik, der Unfallversicherungs- Anstalten, ferner aus neun Untergemacht werden, daß von einzelnen Empfängern des Kalenders für für die Gesamtheit der Streikenden, sondern nur für nehmern und drei Arbeitern. Es seien Bestimmungen getroffen denselben kleine Geldbeträge gespendet worden waren. Die Anklage den kleinen Teil der Gewerkvereinler Abmachungen mit der Direktion worden zur Verhütung von Unfällen auf Hochbauten, die keramischen Yautete auf Gewerbe- llebertretung. Da jedoch Thiele nachweisen getroffen. Indem er so einen Sonderfrieden mit der Direktion schloß, Gewerbe, bei der Verarbeitung von Blei usw., aber Gesegestraft konnte, daß er mit dem Vertrieb des Kalenders nicht das mindeste verriet er die Interessen der großen Mehrheit der im Kampfe haben diese Bestimmungen noch nicht erhalten. zu thun hat, sondern nur die preßgesetzliche Verantwortung für den stehenden Streikenden. Wer, so lange ein Streit nicht wieder durch des Gesetzes vom 11. Juni 1901 geschaffen ist. In demselben ist Hueber berichtet über den Wasserstraßen- Beirat, der auf Grund Inhalt des Kalenders trägt, wurde die Klage zurückgezogen wie in Mehrheitsbeschluß aller Beteiligten aufgehoben ist, in dem geZeiß, wo wegen desselben angeblichen Vergehens vor vierzehn Tagen sperrten Betriebe die Arbeit aufnimmt, der ist ein Streif Handel, Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Arbeiterschaft vers Termin anstand. brecher. Wer zum Streifbruch rät, und weiter Streitbrecher in treten. Aufgabe dieser Körperschaft ist, die geplanten Kanäle der Ein anonymer Schmierant hatte seiner Zeit dem Genossen den Betrieb sendet, wie es Herr Gleichauf gethan hat, der be- Donau, Oder und Elbe vorzuberaten. Die Vertreter der ArbeiterBebel eine unflätige Bostkarte zugesandt. Die Leipziger Volts- 3tg." günstigt den Streifbruch und ist schlimmer wie ein Streitschaft haben sich bemüht, günstige Arbeitsbedingungen für die bei So galt es bezeichnete als Verfasser derselben den Ratssekretar Golla in brecher. bisher in dem Bau dieser Wasserstraßen zu beschäftigenden Arbeiter durch der Arbeiterbewegung, wenn nicht fo muß es bleiben, Leipzig. Golla klagte deswegen gegen unser Bruderblatt wegen und die gewerkschaft zusehen. Beleidigung; er wurde aber mit seiner Klage abgewiesen, da das lichen Kämpfe illusorisch gemacht werden sollen. Es hilft kein Drehen anderm wird ein Antrag angenommen, welcher die Einbeziehung Gericht als erwiesen ansah, daß G. der Schreiber der Karte war. Wie uns mun ein Privattelegramm aus Dresden mitteilt, hat das vereinler unter Führung des Herrn Gleichauf den schmählichsten des ganzen Kleingewerbes unter das Unfallversicherungs- Gesez verwie wir fürzlich Oberlandesgericht die von Golla gegen das Urteil eingelegte Re- Streifbruch verübt. Darin stimmt uns auch mitteilten vision verworfen. der Gewerkvereinsbote" zu. Der„ Gewerkverein" aber schämt sich nicht, sich zur Beschönigung offenkundigen Streifbruchs herzugeben. Aus Industrie und Handel. Saatenstand. Aus zwei wichtigen Getreideproduktions- Ländern Laufen Nachrichten über den Saatenstand und die nach diesem zu erwartenden Ernte- Erträge ein: aus Ungarn und aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Zu diesen Referaten werden eine Reihe Beschlüsse gefaßt; unter langt. Ferner wurde beschlossen, die vollständige Sonntagsruhe im Warenhandel zu verlangen. Schließlich wird die Gewerkschaftsfommission und die socialistische Parteileitung beauftragt, eine Novelle zur Gewerbe- Ordnung auszuarbeiten, die einen umfassenden Arbeiterschug enthält. Es folgt sodann ein Referat Huebers über Agitation und Organisation. Sociales. Zum Streit bei der Firma Mehlich. Obwohl dem Betriebe mit Hilfe der Hirsch- Dunckerschen ca. 200 Arbeitswillige zugeführt sind, ist der Streit teineswegs aussichtslos. Es ist der Firma einfach unmöglich, ihre Lieferfristen innezuhalten, weil ihr die wichtigste Kategorie der Arbeiter, nämlich die Schleifer fehlen. Auf dem Arbeitsnachweis der Kühnemänner in der Gartenstraße ist die denkIn Ungarn herrschte im letzten Drittel des Mai nach den bar eifrigste Nachfrage nach Schleifern; zur Firma Mehlich aber Der sechzehustündige Arbeitstag für die Gastwirtsgehilfen, der beim Acerbau- Ministerium eingelangten Berichten im allgemeinen geht keiner von ihnen. Die paar arbeitswilligen Schleifer, die bei nach der Bundesrats- Verordnung noch sechszigmal im Jahre ver veränderliches fühles und zum Teile regnerisches Wetter. In einigen Mehlich arbeiten, hütet die Firma denn auch wie ihre Augäpfel. längert werden kann, bleibt bestehen, trotzdem das preußische Teilen des Landes aber, besonders in den nordöstlichen und östlichen Sogar Betten sind jetzt in der Fabrik aufgestellt, damit jene nur Ministerium in den Ausführungsbestimmungen zu dieser Verordning Stomitaten, giebt Regenmangel auch heute noch zu Klagen Anlaß. nicht mit den Streifenden in Berührung fommen, weil befürchtet unzweideutig ausgesprochen hat, daß für größere Städte eine Erweiterung Desgleichen herrscht stellenweise jenseits der Donan ein derartiger wird, sie könnten sonst doch noch mit diesen gemeinsame Sache der täglichen Ruhezeit von 8 auf 9 Stunden durch Verfügung der dazu be Regenmangel, daß man an manchen Orten die Trockenheit schon als machen. Die Haltung der Streifenden ist nach wie vor ruhig und rechtigten Polizeibehörden durchgeführt werden soll. Wie wir schon seiners wahre Kalamität empfindet. Die hohen Gebirgsgegenden bilden auch fest. Hervorzuheben aber ist, daß die Polizei den Ausständigen zeit berichteten, haben sich auch die Gastwirtsgehilfen Berlins bediesmal eine Ausnahme, denn dort gab es reichliche Niederschläge. fortgesetzt in fast nie dagewesener Art Schwierigkeiten bereitet. reits Anfang März vorigen Jahres mit einer ausführlich bes Dies kann auch von einigen südlichen Gegenden gesagt werden. Die Siftierungen von Streitposten mehren sich von Tag zu Tag. gründeten Petition und mit dem Hinweis auf die AusführungsWinterweizen ist schon zumeist in die Halme und zum Teil im Alföld Eine besonders intensive Thätigkeit entfaltet die Polizei des Mittags bestimmungen des preußischen Ministeriums an den damaligen in Aehren geschossen und blüht. Rost und Unkraut ber- und Abends, wenn die Arbeitswilligen die Fabrik verlassen. 30 bis Polizeipräsidenten v. Windheim um Einführung der neunstündigen ursacht an ziemlich vielen Orten Schaden. Verhältnismäßig 40 Schußleute unter dem Kommando von zwei Polizeilieutenants Ruhezeit gewandt. Herr v. Windheim, dem anscheinend von den um am besten steht Winterweizen in dem Winkel zwischen und eines Hauptmanns bilden eine lange Postenkette die turze faffenden und langwierigen Erhebungen der Kommission für Arbeiters Theiß und Maros, zwischen der Donau und Theiß, ferner rechts der Sophienstraße entlang, so daß schon jeder Passant von weitem darauf statistik sowie von den daraufhin erfolgten Gutachten des ReichsDonau und teilweise links der Donau, schließlich in Siebenbürgen. aufmerksam wird, daß hier was los" ist. Was für Gefühle mögen Gesundheitsamtes nichts bekannt war, hatte es für notwendig Weniger gut sind die Aussichten in der Theißgegend, besonders wohl die Hirsch- Dunckerschen beschleichen, so unter polizeilichem„ Schutz" befunden, die Petition der Gastwirtsgehilfen den Berliner Wirterechts der Theiß. Wenn auch heute schon nicht mehr ein so guter zu stehen. Bei allem Ernst der Situation fehlt es doch auch nicht Vereinigungen zur Begutachtung zu unterbreiten, aber Herr v. WindErtrag erhofft werden kann, wie z. B. im Vorjahre, so ist es doch an humoristischen Vorfällen. So wollte ein Streikender gestern die heim und auch sein Nachfolger haben es nicht für nötig erachtet, den wahrscheinlich, daß im Falle günstigen Wetters der Ertrag im Sophienstraße passieren, doch der Polizeilieutenant gestattete dies Gehilfen auf ihre Eingabe zu antworten. Als nun auch auf die Landesdurchschnitte nicht unter mittel bleiben wird. Auch Sommer- nicht. Der Arbeiter tehrte darauf wieder um, ging nach Hause und zweite Eingabe im Juni v. 3. keine Antwort erfolgte, wandte sich weizen hat sich in der letzten Zeit nicht entsprechend entwarf sich in Wichs. Mit Gehrock, Cylinder und weißer Wefte aus- die Fachkommission der Gastwirtsgehilfen am Ende des vorigen wickelt. Winterroggen steht ziemlich befriedigend, stellenweise ist er staffiert tam er dann wieder und konnte nun ungehindert die ver- Jahres an die vorgefette Behörde des Polizeipräsidiums, an den fogar gut, mir sporadisch sieht man fehlerhafte leere Halme. Winter- botene Straße entlang gehen, ja er konnte ungestört unter den Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg, von dem nun vor kurzem gerste schießt bereits in die Halme und steht in Blüte; sie dürfte Augen der Polizei die Mehlichsche Fabrik und noch manches andre endlich nachstehende Antwort eingegangen ist: einen befriedigenden Ertrag liefern. Sommergerste litt viel unter in Augenschein nehmen, so lange es ihm beliebte. Angströhren" Nach Lage der von mir geprüften Verhältnisse kann ich den den kühlen Winden. Die Haferfaaten stehen überwiegend mittel und werden also von der Polizei respektiert. Zeitpunkt noch nicht für gekommen erachten, auf den Erlaß einer gut mittel. Eine Ausnahme bildeten bis Ende Mai die östlichen Polizeiverordnung hinzuwirken, durch welche eine Ruhezeit von Komitate und die nordöstlichen Gegenden. 9 Stunden auch für die über 16 Jahre alten Gehilfen und LehrWichtiger ist infolge des Einflusses, den die amerikanischen Ernten Die Zimmerer in Hannover find am 8. Juni plöglich in den linge in den Gast- und Schankwirtschaften Berlins vorgeschrieben auf den Wellmarktspreis für Getreide ausüben, der Saatenstands- Streik getreten. Anlaß dazu gab die schroffe Ablehnung der Forde- wird. An dieser Auffassung würde der in der Eingabe vom bericht des Washingtoner Ackerbaubureaus. Nach seiner Zusammen- rungen, die schon seit langen Monaten eingereicht worden sind. Es Dezember v. J. nachgesuchte Empfang einer Abordnung der Fachstellung haben sich die Aussichten für die Winter- Weizenernte der wurden einige Abänderungen des mit dem 31. März abgelaufenen kommission der Gastwirtsgehilfen nichts ändern können. Ich habe Union im letzten Monat um nicht weniger als 10,4 Proz. verschlechtert. Lohn- und Arbeitstarifs im November verlangt. Die Haupt- deshalb davon Abstand genommen, dem bezüglichen Antrage stattWährend die voraussichtliche Ernte Ende April mit 92,6 Proz. ein- fächlichsten Abänderungen waren die Verkürzung der Arbeitszeit auf zugeben. v. Bethmann- Hollweg. geschätzt wurde, beträgt die Schätzungsziffer vom Ende Mai nur 9 Stunden und Erhöhung des Stundenlohnes von 50 auf 55 Bf. Die Gastwirtsgehilfen sind von dieser Antwort, die so lange 82,2 Proz. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die bedeutenden Die Verhandlungen hatten sich zerschlagen und darauf haben die auf sich warten ließ, natürlich nicht befriedigt. Sie haben bereits Beschädigungen der Weizenfelder durch die Ueberschwem- im Bauberufe beschäftigten Arbeiter die Forderungen reduziert und am Donnerstag hierzu Stellung genommen und in öffentlicher Vermungen während der Tetzten vierzehn Tage diefer gefordert, die 10ftündige Arbeitszeit noch in diesem Jahre bei fammlung einstimmig eine Resolution beschlossen, worin die VerZiffer noch nicht zum Ausdruck kommt. Als Gründe für 52 Pf. Lohu pro Stunde beizubehalten und die zuerst gestellten sammlung erklärt, daß sie sich bei dem Entscheide des Oberdie Verschlechterung der Saaten werden im Bericht teils Dürre, Forderungen erst im nächsten Jahre in Kraft treten zu lassen. präsidenten, der den Intentionen des preußischen Ministeriums direkt teils zu viel Nässe genannt. Wenn trotzdem die zu erwartende Der Arbeitgeber Verband für das Baugewerbe lehnte zuwiderlaufe, nicht beruhigen werde, daß sie vielmehr die dazu bes in Deutfches Reich. Ueber die bisher unternommenen Maßregeln zur Bekämpfung der Wurmkrankheit beſondere bergpolizeiliche Anordnungen des Ober- Bergamts zu Dort- Scherze Stoſten der Bekämpfungsmaßregeln hatte zunächst der All- munterung an die versammelten Frauen, zu helfen, daß die Socialgemeine Knappschaftsverein zu Bochum übernommen und dazu einen demokratie siege. Genossin Ba a der schloß sich in beredten besonderen Betrag von 200 000 m. bewilligt. Von diesem besonderen Worten dem Aufruf der Vortragenden an, wofür auch ihr lebhaftester Betrage, also ohne die Kosten der gesetzlich und statutarisch dem Verein| Beifall zu teil wurde. Nachdem noch Genosse sa ßler unter lebobliegenden Krankenunterstützung, ist bisher nur ein Teilbetrag von haftester Zustimmung den Gegnern gehörig den Text gelesen hatte, rund 75 000 m. verausgabt worden; die Kosten, welche durch die schloß die Versammlung mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf den einzelnen Gruben zu treffenden Maßnahmen, insbesondere auf die Partei. auch durch die Feststellung der Krankheit erwachsen, werden von den Bechenverwaltungen getragen. Sie belaufen sich z. B. für die Gelsenfirchener Bergwerks- Aktiengesellschaft auf rund 250 000 m., für die Harpener Bergbau- Aktiengesellschaft und für die Bergwerksgesellschaft Hibernia auf je 50 000 M., für die Gewerkschaft Graf Schwerin auf ungefähr 25 000 M. und für die Gewerkschaft Lothringen auf über 20 000, 27. Sociale Rechtspflege. rufenen Körperschaften beauftrage, zu geeigneter Zeit die Agitation| Krankenhäusern sind 30 in der Lage, Wurmbehaftete zu behandeln, I auch nur ein Weniges beitragen könnten zum Siege, so hätte dies zur Herbeiführung der neunstündigen Ruhezeit von neuem zu und auch diese sind zweckmäßig über den ganzen Bezirk verteilt. Ihre doch Bedeutung. Man müsse hierbei denken an den Einen, auf den δεν πο beginnen. Zahl wird noch vermehrt werden. es angeblich nicht und in Wirklichkeit doch sehr ankomme. Von Vier Zechen sind unter besonderen Vorsichtsmaßregeln von der ihrem Standpunkte aus könnten die socialdemokratischen Frauen mit Verpflichtung zur Berieselung ganz oder teilweise entbunden worden. lächelnder Ueberlegenheit herabsehen auf die bürgerlichen Frauen. Erkrankungen von Familienangehörigen sind auch neuerdings Letztere hätten ihren Frauenstimmrechts- Verein gegründet und teilt der Reichs- Anzeiger" in seiner gestrigen Nummer folgendes mit: nicht bekannt geworden, obgleich zahlreiche mikroskopische Unter- bettelten hier und bettelten dort bei den bürgerlichen Parteien, wo für das Frauenstimmrecht eintreten wolle. Sie Einschließlich mehrerer Gruben, deren Besizer schon Ende 1902 fuchungen von Frauen und Kindern, deren Männer oder Väter wurm- niemand redeten dort und wüßten nicht einmal, oder Anfang 1903 die mikroskopische Untersuchung ihrer Belegschaften frank sind, stattgefunden haben. Indessen werden die die Untersuchungen redeten hier und nur für die einfachsten veranlaßt hatten, sind nunmehr für insgesamt 52 von der Krankheit fortgesetzt. Die Mitteilung mehrerer Blätter, daß in einem be- ob die, für die sie wirken, auch Die socialdemokratischen befallene Gruben derartige mikroskopische Untersuchungen der ganzen sonderen Falle die Angehörigen eines Betriebsführers dadurch er- Frauenforderungen eintreten werden. unterirdischen Belegschaften angeordnet worden, und zwar auf frankt seien, daß Hühner den Ansteckungsstoff aus Gartenland ver- Frauen hätten auch ihren Frauenstimmrechts- Verein, und der zähle 29 Gruben durch die Zechenverwaltungen selbst, auf 23 Gruben durch schleppt hätten, ist vollständig unrichtig, sie beruht auf einem schlechten Millionen Mitglieder: dies sei die ganze socialdemokratische Partei. Unter großem Beifall schloß Rednerin ihren Vortrag mit einer Ermund. Die Untersuchungen erfolgen überall auf Kosten der Werke, sie müssen regelmäßig wiederholt und thunlichst beschleunigt werden. ( Wöchentlich sind auf jeder Zeche mindestens 200 Arbeiter zu untersuchen.) Die wurmbehafteten Personen werden einer Abtreibungsfur unterworfen, sie dürfen nicht eher wieder zur Arbeit unter Tage zugelassen werden, als bis sie für wurmfrei erklärt sind, und sie werden nach Wiederanlegung noch mindestens dreimal in Zwischen räumen von je 4 Wochen auf das Vorhandensein von Würmern untersucht. Die erwähnten oberbergamtlichen Anordnungen stimmen im wesentlichen mit dem in der Konferenz vom 4. April d. J. vorgelegten Entwurf überein, sie enthalten also auch besondere Vorschriften über die Einrichtung, Reinigung und Desinfektion der Aborte unter Tage. Die Berieselung mit Sumpfwasser ist verboten. Gleiche Maßregeln stehen für weitere Zechen in Aussicht. Um dieſe richtig auszuwählen, wird binnen kurzem durch allgemeine Bergpolizeiverordnung für sämtliche Steinkohlengruben des Ober- Bergamtsbezirks Dortmund die Vornahme von Stichprobenuntersuchungen, d. h. Untersuchungen von 20 Proz. der unterirdischen Belegschaft, vorgeschrieben werden; je nach dem Ergebnis dieser Stichprobenuntersuchung werden weitere Anordnungen getroffen werden oder nicht. Es steht zu erwarten, daß auf diesem Wege nicht nur eine baldige genaue Feststellung des Umfanges der Krankheit, sondern gleichzeitig auch eine Verminderung der Zahl der Wurmbehafteten herbeigeführt werden wird. So waren z. B. auf der Zeche, Erin" bei der ersten, im März d. J. abgeschlossenen Durch musterung der unterirdischen Belegschaft un gefähr 79 Proz. Wurmträger; nachdem ein großer Teil davon der Abtreibungskur unterworfen war, ist jetzt beim Abschluß einer zweiten Durchmusterung die Zahl der Wurmträger auf 44 Proz. zurückgegangen. Auf der Zeche Julia" belief sich bei der ersten, im Januar dieses Jahres durchgeführten mikroskopischen Durchmusterung der Prozentsatz der wurmbehafteten unterirdischen Belegschaft auf rund 20 Proz., die zweite Durchmusterung ergab einen Prozentja von 15,67, die dritte einen solchen von 8 und die vierte, Mitte Mai abgeschlossene Untersuchung einen Prozentsatz von 3,63. " = Die in dem Bericht eines schlesischen Knappschaftsarztes enthaltene Mitteilung, daß vor einigen Monaten eine Umfrage nach etwaigem Vorkommen von Wurmkrankheit stattgefunden habe, die mit Ausnahme zweier eingeschleppter Fälle( im Kurbezirk Rydultau) negativ ausgefallen sei, ist dahin zu ergänzen, daß mit jenen zwei Fällen die im Jahre 1900 auf einer oberschlesischen Grube vorge kommenen zwei Fälle gemeint find. Seit 1900 sind Fälle von Wurmfrankheit im Ober- Bergamtsbezirk Breslau nicht festgestellt worden, obwohl dort eine mehrmalige Untersuchung aller aus verfeuchten Gebieten zuziehender Bergarbeiter stattfindet. Auch in den übrigen Ober- Bergamtsbezirken Preußens sind Fälle von Wurmkrankheit nicht bekannt geworden. Der Reichs- Anzeiger" wird von Zeit zu Zeit weitere Mitteilungen über den Stand der Angelegenheit machen. Aus der Frauenbewegung. Die Ankündigung, am 1. Mai nicht zu arbeiten, als Grund zur augenblicklichen Entlassung. In einem Betriebe der Holzindustrie hatte der Chef jedem Arbeiter die Entlassung für den Fall angedroht, daß er am 1. Mai die Arbeit ruhen lasse. Am letzten Apriltage ging nun der Werkmeister im Betriebe umher und fragte jeden, ob er am 1. Mai arbeite oder nicht. Drei Arbeiter, die erklärt hatten, am 1. Mai zu feiern, wurden als bald gegen 2 Uhr mittags entlassen. Sie verklagten den Arbeitgeber auf Bahlung einer Entschädigung beim Berliner Gewerbegericht und machten geltend, daß sie nur dann hätten plötzlich entlassen werden können, wenn sie wirklich am 1. Mai gefeiert hätten. Das hätte der Beklagte doch erst abwarten müssen. Ihre Erklärung, sie würden am 1. Mai feiern, gebe noch keinen Entlassungsgrund ab, denn damit sei eine beharrliche Verweigerung der Arbeit noch nicht perfekt geworden. Die Kammer IV unter dem Vorsitz des Dr. Gerth fah jedoch eine Arbeitsverweigerung im Sinne des§ 123 der Gewerbe- Ordnung schon in der Ankündigung, am 1. Mai zu feiern und wies deshalb die Kläger ab. Ein Entlassungsgrund sei gegeben. Dieses Urteil enthält nach unsrer Ueberzeugung eine geradezu unglaubliche Rechtsirrung. Der Absatz 3 des§ 123 der Getverbes Ordnung sieht nämlich ausdrücklich vor, daß ohne Auffündigung Gesellen und Gehilfen entlassen werden können, wenn sie die Arbeit unbefugt verlassen haben(!) oder sonst den nach dem Arbeitsvertrage ihnen obliegenden Verpflichtungen nachzukommen beharrlich verweigern. Der socialdemokratische Wahlverein der Frauen und Mädchen hielt am 10. Juni in Hermanus Festsälen( früher Cohn) in der Beuthstraße eine zahlreich besuchte Versammlung ab. Frau Dr. M. Hofmann referierte über die Entwickelung der Frau zur Gleichzeitig mit der borerwähnten allgemeinen Polizei- Verord- Socialdemokratie. In interessanter Darstellung zeigte sie, wie das nung werden übrigens polizeiliche Maßregeln zur Verhütung einer einst wahre Wort: Die Frau gehört ins Haus", durch die EntUebertragung der Krankheit von Grube zu Grube getroffen werden. faltung der kapitalistischen Produktionsweise zu einer Unwahrheit geInsbesondere wird in Verfolg der Verhandlungen vom 4. April d. J. worden sei. Trotzdem gingen die Gegner der so überaus notwendigen die Anlegung eines jeden Arbeiters zur unterirdischen Arbeit von dem| Bethätigung der Frauen im öffentlichen politischen Leben immer noch mit würden. Auch ihren sonstigen Verpflichtungen gegen den Arbeitgemacht werden, daß Wurmeier bei ihm nicht auf- jenem alten Ladenhüter hausieren. Daß die Beklagten im vorliegenden Falle die Arbeit un befugt verlassen haben, wird wohl niemand behaupten können. Sie haben nur erklärt, daß sie am andern Tage nicht kommen Rachweis abhängig ge magrenel lagt ich nur durchführen, wenn eine immer mehr ihre Rechte und namentlich die proletarischen Frauen Arbeit sind sie bis zum legten Augenblice nachgefonumen, am allers Die Frauen forderten jedoch geber, wie etwa die Verrichtung einer bestimmten ihnen aufgetragenen genügende Anzahl sachgemäß vorgebildeter Aerzte und ziveckent hätten erkannt, daß sie Schulter an Schulter mit dem Manne an der wenigsten haben sie sich beharrlich geweigert, ihre Verpflichtungen zu sprechend eingerichteter Krankenhäuser zur Verfügung steht. Diese Besserung unsrer unheilvollen Verhältnisse arbeiten müßten und daß erfüllen. Sie sind gar nicht einmal gefragt worden, ob sie den Voraussetzung ist inzwischen geschaffen worden: Außer denjenigen sie in der Socialdemokratie die beste Vertretung ihrer Forderungen sonst ihnen innerhalb der Arbeitszeit obliegenden Verpflichtungen Aerzten, welche von den oben erwähnten 29 Zechen bereits angestellt hätten. Rednerin verivies auf das Programm der Partei und sprach nachkommen würden, sondern ob sie am andren Tag kommen sind und die über Untersuchungsstationen verfügen, sind 151 Knapp dann über den Wahlkampf, indem sie seine Bedeutung, be- würden, und sie haben sich nicht beharrlich geweigert, denn nach über ben fchaftsärzte zur Untersuchung Wurmbehafteter ausgebildet worden, sonders die Frauen, würdigte und die Not übereinstimmender juristischer Bragis hat man eine beharrliche und es bis angemeffen verteilt jub, aut interfach die über ihre Arbeitsstelle Stärkung der Socialdemokratie betonte. Die focial- Weigerung bisher nur darin geſehen, wenn jemand ſeine Pflichten sind, zur Untersuchung ihre Arbeitsstelle demokratischen Frauen hätten eingesehen, daß sie dabei helfen müßten, troß wiederholter Aufforderung nicht erfüllt. wechselnden Personen bereit erklärt. Von den im Bezirk vorhandenen und hätten deshalb den Frauen- Wahlverein gegründet. Und wenn sie Zweifellos liegt hier also ein Rechtsirrtum vor. Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 12. Juni Anjang 72 Uhr: Opernhaus. Figaros Hochzeit. Schauspielhaus. Nathan der Weise. Deutsches. Der arme Heinrich. Residenz. Lustige Chemänner. Vorher: Nach dem Balle. Westen. Alt- Heidelberg. Central. Bid und Bodet. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Nach Jahr und Tag. Abschied bom Regiment. Der grüne Kakadu. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Der Meister von Balmyra Berliner. Postillon von Lonjumeau. Neues. Arche Noah Thalia. Die Grille. Kleines. Nachtafyl. Belle Alliance. Der Zigeunerbaron. Carl Weiß. Das Geheimnis des roten Hauses. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die Liebesinsel. Speciali täten. Baffage Theater. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Bon der Zugspitze zum WahStern mann. Invalidenstraße 57/62. marte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Heute und folgende Tage, Anf. 8 Uhr: Pick und Pocket. Schwant mit Gesang und Tanz in für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Freitagabend 8 Uhr: Nach Jahr und Tag.. AbVon der Zugspitze schied vom Regiment. zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Castans Panoptikum Friedrichstr. 165. Neu! Ein spiritistisches Rätsel, Enthüllungen über Anna Rothe. Neu! Der Gummimensch! Neu! Die Illusion ,, Auferstehung". Neu! Karl Forschneritsch gen. Paganini redivivus, mit seiner Wiener Elitekapelle, grosse Promenaden- Konzerte. Passage- Theater. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Carla Lingen in ihrem Repertoire. Erna Koschel. Josefine Delcliseur. Ganz Berlin zerbricht sich schon den fünften Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! 14 erstklassige Nummern. 3 Akten nach dem Franzöfifchen von Belle- Alliance- Theater. Hans Brennert und Erich Urban. Musik von A. Baués. Residenz- Theater. Heute u. folgende Tage, Anf. 71/2 Uhr: Lustige Ehemänner. Borher: Nach dem Balle. Metropol- Theater. Der grösste Erfolg dieser Saison! Zum 152. Male: Neuestes! Allerneuestes! Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzendes Ballett. 300 Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Der Zigeunerbaron Operette von Johann Strauß. Aurelie Revy. Schuster Wirth. Siegfried Adler. Sonnabend: Artemis Colonna. Im Sommergarten: Specialitäten Vorstellung. Konzert. The american Ebony- Bells. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter: Straße 132. Das Geheimnis des roten Hauses. Engl. Sensationskomödie in 6 Bildern von Hungerfield. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr( Parkett 60 Bf.): Der Liebe Gebot. Im Garten: Konzert, Theater- und Specialit.- Borstellung. The Liepelts, Turmfeilläufer. Anf. 5% Uhr. Der grüne Kakadu. Sonnabendabend 8 1hr: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Sonntagnachmittag 3Uhr: Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Freitagabend 8 Uhr: Der Meister von Palmyra. Dramatische Dichtung in 5 Aufzügen von Adolf Wilbrandt. Sonnabendabend 8 Uhr: Die Hexe. Die Jungfrau von Orleans. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Sonntagabend 8 Uhr: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Am Heimat. Sonntagabend 8 Uhr: Im weissen Rössl. Am Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Größere Die Expedition. Unfrem Genossen Hermann Petsch zu seinem 25jährigen Wiegenfest ein dreimal donnerndes Hoch! 19096 Mehrere Nörgler des 515. Bezirks, die nicht gewillt sind, das Tischtuch zu zerschneiden. Nachtasyl. Bernhard Rose- Theater Prater- Cheater Kastanien- Allee 7-9. Direktion: M. Kalbo. Täglid: Das Bild der Mutter. Volksstück mit Gesang und Tanz in 3 Atten von A. Seelen u. D. Richter. Konzert und Ball. Auftreten Königsthor. Schweizer- Garten. Friedrichshain. Kaffe vetivafiorien. it. a.: Ada Täglich Theater- Vorstellung. 14 Lustspiel- und Possen- Novitäten. Neues Artisten- Programm. Jeden Abend 10%, Uhr: Das Allerweltsgenie. Große Posse mit Gesang und Tanz in 2 Bildern. Pf. affiger Marcell, Schröder u. Denter, Relampagos Troupe; Overgard. Ein fideles Gefängnis Große Bantomime, Mokaschly Troupe. Anf. 4 Uhr. Eintr. 30 Pf., num. Bl. 50 ẞf. Täglich: Ball. Bolksbeluftigungen. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Bi Fröbels Allerlei-Theater Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 18-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: 17182* Grosses Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. SOOLOGISCHER Apollo- Theater CARTEN Z Täglich: Mit kolossalem Beifall: Die Liebes- Insel. Im 3. Akt: Die lebenden Briefmarken. Vorher: Neue glänzend. Specialitäten. Neues Theater Grosses Post- Ballett. Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 8 Uhr: Gastspiel Hansi Niese. Täglich nachm. 5 Uhr: Militär- Doppel- Konzert. Entree 1 M., von abds. 6 Uhr ab 50 Pf., Kinder die Hälfte. In der Arena: Elefantenmutter mit saugendem Baby, Shetland- Pony mit Zwergfohlen. Arche Noah. W. Noacks Theater. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ece Aleranderftr. Bei günst. Witterung im Garten. Anthropos, der künstliche Mensch. Paul Ybbs, Musif. Imitation. R. Schauß, Geschw. Wendt, Marion. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Täglich: Gr. Theater- Vorstellung. Anfang: Wochentags 6 Uhr. Sonntags 5 Uhr. Entree: 30 Pf. Sonntag, Dienstag u. Donnerstag: Ball. E Bei schlecht. Wetter: Vorstell. Im Saale. früher Puhlmann. Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Heute, sowie täglich: Der erfolgreiche, brillante Juni Spielplan. Konzert, Theater u. Specialitäten. Bon 8 Uhr: Das große Volksstück: Zur rechten Stunde. 10 Uhr: Die verkehrte Welt Figliola. 102 Uhr: Molly Verch. 10 Uhr: DieKatakomben von Paris. Täglich Großer Ball. Sonntags 4 Uhr. Anfang: Wochentags 5 Uhr. Eintritt 30 Bf., Sperrsiz 50 Bf. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferst. 71. Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theater und SpecialitätenVorstellung. Diez' Specialitäten- Theater Landsberger Allee 76-77 Obschön!( Ringb.- St.). Ob Regen! Täglich das unerreichte Juni- Programm! Robert u. Bertram. Clown Dolly. Friz Brand. Cafe- Walt. Boccaccio- Trio 2c. Gesundbrunnen. Badstr. 58. Paul Taglioni, Ballettparodist. Helen Chaché, die 11jährige unerreich bare Trapezkünstlerin. Richard Wagner, beliebter Stonzert- und Liedersänger. Clara Antonie, Kostüm- Soubrette mit neuen Schlagern. Schmidt- Hawkins, beliebter Humorist. Eugenia Wermke, Meisterschafts- Athletin vom Winters garten. Brothers Shadow, moderne Gladiatoren vom Cirkus Busch. Willy Agoston in !!! Berlin auf Stelzen!!! Anfang 4 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. In der Klemme. Humoreske von Meyfel. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Sanssouci. Täglich im Garten: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anfang: Sonntags Konz. 5 Uhr, Vorstell. 7 Uhr. Wochentags: Konz. 6 Uhr, Vorstell. 8 Uhr. Sonnt., Mont. u. Donnerst. nach der Soiree: Tanz. PrinzenDr. Simmel, Str. 41. Specialarzt für 15/ 16* Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4 Franz Beyer, Berlin N., Chauseestrasse 103, empfiehlt 14672* Maitrank, Himbeersaft, sämtliche Arten Weine, Liqueure, Cognac, Rum etc. zu Engrospreisen. Roh- Tabak E Templinerite. 3. Sonnabend, Sonntag ut. Montag Tanz&. Nauen, a. b. Schwedterir. Neue Freie Volksbühne. Sonnabend, den 13. Juni 99 im Garten und den Gesamträumen der„, Brauerei Friedrichshain"( am Königsthor): Grosses Sommernachtsfest Doppel- Künstler- Konzert Berliner Sinfonie- Orchester unter Leitung des Kapellmeisters Maximilian Fischer und Berliner Blas- Orchester unter Leitung des Musikdirektors Karl Woitschach. Gesangs- Aufführungen: Lorbeerkranz( 1879)" unter Leitung des Herrn Fiering. Preisschiessen, Preiskegeln, Bücherverlosung und Belustigungen aller Art. Grosser Sommernachts- Ball. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Kinder unter 12 Jahren frei. Karten a 30 Pf. sind in allen Zahlstellen zu haben, an der Abendkasse 40 Pf. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt. 150/10 Der Vorstand. I. A.: Heinr. Neft, Veteranenstr. 6. Wirtshaus Rosenseeterrasse in Britz Chausseestr. 69/70( Haltestelle der Strassenbahn). Sonntag, den 14. Juni 1903: Grosses Volks- Fest beranstaltet von den socialdemokratischen Parteigenoffen in Brik. Reichhaltiges Programm, unter andrem: Auftreten des beliebten Berliner Ulk- Trio. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Zahlreichen Besuch erwartet 8 7657 Neues Programm. 203/ 7* Entree 20 Pf. Das Komitee. Arbeiter- Radfahrerverein „ Berlin". Sonntag früh 8 Uhr: Hallesches Thor nach Beelitz- Hellanstalt. Außerdem werden die Mitglieder dringend ersucht, zu der heute abend, 9 Uhr bei Wilke, Brunnenstr. 188 stattfindenden 12/11 Vorwärts- Buchhandlung SW., Lindenstrasse 69. Unentbehrlich für Ausflügler! = Specialfarten der näheren Umgebung Berlins. Bernau- Biesenthal, Lanke, Liepnikund Wandlik- See 1,00 M. Buckow am Schermützel- See( Mär fische Schweiz) nebst führer 0,75 M. Cöpenick Friedrichshagen, Wol tersdorf Erkner- Schmödwig- Königswusterhausen- Mittenwalde 0,75 M. Eberswalde, Freienwalde- Oderberg 1,25 M. Eberswalde, Jagdschloß Hubertus stock, Kloster Chorin 1,00 M. Freienwalde und nächste Umgebung nebst Führer 1,00 m. Agnes Säther, norweg. Soubrette. Versammlung Freienwalde, Briezen, Oberberg Miss Votana, Schulreiterin. Ellmanus Alpen- Gesangs- u. TanzJim und Jam, komische Akrobaten. Die Biseras, weibl. Trompetercorps. Urbani u. Sohn, akrobat. Produktion. Pia Carozzi, Harfen- Virtuosin. Diana, amerik. Spiegeltänzerin. Adele Moraw, Soubrette. Charles Baron in seiner Scene:„ Im Löwenkäfig". Allison- Truppe, ikarische Spiele. 99 , Der Schönheitspreis!' Ballet- Divert. Biograph. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Drchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. bestimmt und zahlreich zu erscheinen. Mittwoch, den 17. d. M., im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee 11/13: Versammlung. NB. Die werten Mitglieder werden höflichst ersucht, die Bundeskarte bis Juni in Ordnung zu bringen. Schweissfüsse ( desgl. Achselschweiss) Berlins. 1,00 M. 1,00 M. Umgebung nebst Tourenverzeichnis 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Wählerversammlungen: Freitag, den 12. Juni, abends 8 Uhr, in der Berliner Bockbraneret", Tempelhofer Berg: Referent Genosse Paul Singer. Sonnabend, den 18. Juni, abends 8 Uhr, im Wilhelm- Theater", Friedrichstr. 236: Referent Genosse Arthur Stadthagen. Tagesordnung in allen Versammlungen: ,, Die Reichstagswahlen und die bürgerlichen Parteien". Recht zahlreichen Besuch erwartet [ 210/ 11*] Das Wahlkomitee, Dritter Wahlkreis. Wähler- Versammlungen Freitag, den 12. Juni, abends 8 Uhr, Tagesordnung: 1. im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. 1. Die bevorstehende Reichstagswahl, ihre Bedeutung und unsre Gegner. Referent: Genosse Wilhelm Pfannkuch. 2. Diskussion. 2. im Lokale des Herrn Franke, Sebastianstraße 39. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Dr. R. Friedeberg. 2. Diskussion. Außer den Referenten wird auch der Kandidat Wolfgang Heine eine Ansprache halten. Rege Beteiligung von Wählern aller Parteien erwartet Das Wahlkomitee. 6. Wahlkreis. Sonntag, den 14. Juni cr., mittags 12 Abr: 2 öffentliche Wähler- Verfammlungen. Pfannkuch. Grunewald und westliche Bororte 1. Berliner Prater, Kaftanien- Allee 7/9. Referent: Stadtverordneter Wilhelm Potsdam, Stadtplan mit nächster 2. Fröbels Allerlei- Theater, Schönhauser Aller 148. Steferent: Waldeck Montag, den 15. Juni, abends 8 abr: 0,75 M. 1,00 M. 0,75 M. Strausberg und der Blumenthal Schulzendorf, 0,75 M, Potsdam und Werder Spreewald m. praktischem Touristenführer = Tegel Heiligensee, felde. Manasse. 7 öffentliche Wähler- Versammlungen. Hermsdorf, Haselhorst und Baden- 1. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Referent: Stadtv. Voigtherr- Stettin. werben troden und geruchlos beim Ferner empfehlen als sehr prattisch: 2. Moabiter Kasino, Wilsnackerstraße 63. Referent: Stadtv. Fritz Wilke. Gebrauch von Otto Pitschels fosmet. Schweiß- Buder Thymolin Garantiert unschädlich, daher ärztlich empfohlen. Preis pro Schachtel 50 Pf. Depots in den Apotheken, Droguerien it. einschl. Geschäften, wo nicht erhält lich, gegen Einsendg. v. 60 Pf. Marken direkt durch d. Chem. Laboratorium von Otto Pitschel, Berlin O., Capriviſtr. 6. Centralverband der Maurer Bezirk Wedding. Freitag, den 12. Juni, abends 9 Uhr: Außerordentliche Mitgliederversammlung im Lofale Pasewalkerstr. 3. Zages Drdnung: 1. Bericht aus den Vertreter und Obleute Sigungen. 2. Ausgabe eines Flugblattes. Um pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht 137/ 16* Der Obmann. Rudolf Fink Beusselstrasse 36, nahe Wielelstrasse Erste Bezugsquelle für: Kaffee, Zucker, Thee, Kakao, Vanille. Konserven, Mehl, Hülsenfrüchte. Braunschweiger Fleischwaren und Butter- Mandlung. Fernsprecher. 1790L* Westend- Charlottenburg. Zur Roßtrappe", Spandauer Berg. Zweites Restaurant von der Kastanien- Allee. Haltestelle der Straßenbahn. 15002* Angenehme Familien- Unterhaltung und Tanz. Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Es ladet ergebenst ein Karl Klabunde. Taschenatlas von Berlin und Um Ledebour. gebung, enthaltend 21 starten und 3. Feldschlößchen, Müllerstraße Nr. 142. Referent: Der Kandidat des Kreiſes Georg 2004. Eisfeller, Chaufferstraße 88. Referent; Rebatteur P. John. Ansprache des Genoffen 005. Bernhard Raabe, Kolbergerfstraße 23. Pläne mit Führer, leichthandliches Format Wanderbuch für die Mark Brandenburg. 3 Bände. sammen I. Teil: Nähere Umgebung Ber: lins, umfaßt die Gegend von 6. Ballschmieders Salon, Badftraße 16. Potsdam, Spandau Oranienburg, Königswusterhausen II. Teil: Weftliche Hälfte der Um gebung Berlins bis Branden burg a. H., Stendal, Tangermünde, Neu- Ruppin, Neu- Strelik 1,50 M. III. Teil: Deftliche Hälfte der Um gebung Berlins bis Eberswalde, Frankfurt a. D., Schwedt, Küstrin, Lübben, Spreewald, Mustau 2,00 M. Diese Wanderbücher bieten pracht volle Schilderungen der Mark, viele detaillierte Karten und Pläne und sind so dem Wanderer ein zuverlässiger Führer und Berater. Von der Neise zurück. Dr. J. Feilchenfeld Specialarzt für Haut- und Harnleiden, Königstr. 30. 6/ 11* Georg Ledebour. Referent: Dr. Alberty. Referent: Rebatteur Ströbel. 7. Henfels Salon, Invalidenstraße 1a. Referent: Waldeck Manasse. Zages Drdnung: 1. Ein letztes Wort vor dem Kampf. 2 Freie Diskussion. Die Gegner find hierdurch eingeladen. Um zahlreichen Besuch der Genossen und Genoffinnen bitten Die Vertrauensleute. 248/7 Socialdemokratischer Wahlverein der Frauen Berlins u. Umg. Versammlung. Heute, Freitag, den 12. Juni, Genoffin Dr. Wally Zepler über: Barum müssen wir Frauen das 19066 im Lokale Königsbank, Große Frankfurterstr. 117. Referentin: Stimmrecht erkämpfen? 2. Distuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Mitglieder erhalten gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte eine Broschüre gratis. Männer und Frauen als Gäste sind willkommen. Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Bauanschläger Adtung! Verband der Bauanschläger Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. 117/17 Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Aint VII, 353. Sonnabend, den 13. Juni, abends 81, Uhr, bei Dieke, Aderstr. 123: Konferenz der Vertrauensleute des Nordens. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Möbelfabrik ,, Einigkeit". Aus Rüdsicht auf die Wahlbewegung fällt die für Donnerstagabend geplante Außerordentliche Generalversammlung aus; dieselbe ist für Sonntag, den 14. d. M., vormittags 11%, Uhr, Neue Friedrichstrasse 20 bei Koch anberaumt. 35/12 Tages- Ordnung: Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, Berlin. Berlins und Umgegend. 2. Stellungnahme zum Antrag Bliet. 1. Bekanntgabe der Zuschrift seitens des Vereins der Bauanschläger Kassubek. Bilanz per 31. Dezember 1902. Activa. An Caffa- Conto Materialien- Conto Werkzeug, abschr. 10% Conto Corrent- Conto ( Debitoren) " " " J M. 1 426,31 Per Conto- Corrent- Conto Centralverband der Maschinisten und Heizer 6508,75 sowie Berufsgenossen Deutschlands( Orang Berlin und Umgegend). 10 650,40 Sonntag, den 14. d. M., nachm. 5 Uhr, bei Voigt, Ritterstr. 75; Passiva. M. · • 3 431,50 2755, " ( Creditoren) Conto- Corrent- Conto ( Darlehen) . 12 249,70 M Geschäftsanteil- Conto. 360, " Refervefonds- Conto 100, " Prozeß RückstellungsConto 1030, " Gewinn- und Verluft" Conto, Gewinn. Gewinn- Vortrag 1901 677,50 535,86 19 862,51 19 862,51 Ausgeschieden find am 1. Januar 1903 feine Genossen. Neueingetreten am 1. Januar 1903 feine Genossen. Der Mitgliederbestand war am 31. Dezember 1902: 12 Genoffen. Die Haftsumme betrug am 31. Dezember 1902: 360,. Der Vorstand. A. Siebert. E. Vorpahl. 19175 Außerordentliche General- Verfammlung. Tages Ordnung: Beschlußfassung über die Verlegung des Arbeitsnachweises nach dem Central- Arbeitsnachweis Rüderstraße. Um regen Besuch bittet 138/18 Die Ortsverwaltung. Tischler- Verein zu Berlin.( E. H. 89.) ( E.H.89.) Sonnabend, den 13. Juni, abends 8 Uhr, Melchiorfir. 15: Bergschloss- Restaurant 2ußerordentliche Generalversammlung. Waidmannslust. Schönstes Lokal an der Nordbahn. 5000 Personen fassend. Allen Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Tages- Ordnung: Vereinsangelegenheiten, Bezahlung der Bei träge, Billetberlauf zur Dampferpartie am 5. Juft Ohne Mitgliedsbuch kein Einlaß. Vollzähliges Erscheinen erwünscht. 198/19 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. 13242 Heute, Freitag, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Ferdinand Mülle. Sitzung der Ortsverwaltung. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druk und Berlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 134. 20. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Kommunales. Stadtverordneten- Bersammlung. 18. Sigung vom Donnerstag, den 11. Juni, nachmittags 5 Uhr. Der Ausschuß für die Angelegenheit betr. die Erteilung eines Urlaubs von einer Woche an die städtischen Arbeiter bezw. die dadurch entstehenden Vertretungstoften empfiehlt einstimmig, den Magistrat um eine Vorlage zu ersuchen, dahingehend, daß den städtischen Arbeitern, die fünf Jahre sich im städtischen Dienst befinden, jährlich ein Urlaub von einer Woche unter Fortbezug des Lohnes gewährt wird. Referent ist Stadtv. Cassel. gestellt: Dazu sind folgende Anträge von Augustin und Genossen 1. Principiell den Urlaub durchweg nach einjähriger Dienst zeit zu gewähren; die Fenster aller städtischen Klassenzimmer alle sechs Wochen putzen zu lassen. redner. Freitag, 12. Juni 1903. wesen sei. Richtig sei es, daß ein dritter in der Anklage herbor gehobener Posten von zusammen 2 326 800 M. von ihm und Schulz herstammen; das feien Aftien gewesen, die sie beide übernommen hatten, um die Emission nicht schädigen zu lassen. Die Forderung, alle Schulzimmer täglich fegen zu lassen, ist im Ausschuß mit 8 gegen 5 Stimmen abgelehnt worden. Stadtv. Rosenow( N. 2.) hält die tägliche Auskehrung der Der Vorsigende hält dem Angeklagten vor, daß nach der Ansicht Klassenzimmer nach wie vor für unumgänglich; man müsse doch für der Anklage die schwere Verkäuflichkeit der Pommernaktien zu jener Zeit Es findet zunächst eine gemeinschaftliche Sigung des Haushalt beanspruchen. Inzwischen habe die Schuldeputation an- Unterbringung Provision bezahlte, die beispielsweise bei dem die Schulzimmer mindestens dieselbe Sauberfeit wie im eignen auch schon dadurch bewiesen werde, daß die Pommernbank für ihre Magistrats und der Stadtverordneten unter Vorsiz des Oberbürgermeisters Kirschner statt, in welcher die Ersatzwahl geordnet, daß in den Gemeindeschulen mit Stauböl gestrichen und Bankier Lazarus in Brandenburg bis zu 8 Proz. hinaufgegangen Oberbürgermeisters Kirschner statt, in welcher die Ersawah täglich ausgefegt werden solle. Redner kann nicht einsehen, weshalb fei. Angell. Romeid behauptet, daß die Zahlung solcher Profür die vor 14 Tagen ausgelosten Mitglieder und stellvertretenden hier ein Unterschied zwischen den Gemeindes und den höheren visionen keineswegs etwas ungewöhnliches fei. Mitglieder der beiden Abteilungen des Bezirksausschusses Schulen zu Ungunsten der letzteren gemacht werden solle. Die behauptet weiter, daß die Angeklagten auch gewußt hätten, daß Die Anklage zu Berlin vollzogen wird. Die Ausgeloften werden wieder- Beit zum Auskehren müsse vorhanden sein. Es bleibe außer der Ankauf der Pommernattien für die Streligbank nach gewählt. dem Thatsache, daß der Schmuß nicht beseitigt werde, sondern mit teilig gewesen sei. Darauf beginnt die Sigung der Versammlung, welche Vorsteher dem Del verbunden drei Tage liegen bleibe, wenn nur zweimal Romeick nach dieser Richtung hin zwei Depeschen desselben Der Vorsitzende hält dem Angeklagten Dr. Langerhans um 5/2 Uhr eröffnet. In den Ausschuß für die Angelegenheit wegen der angeblichen wöchentlich ausgefegt wird. Das sei doch ein höchst mißlicher Zu- an Schultz vom 14. und 15. Juni 1897 vor, in welchen Romeid die In den Ausschuß für die Angelegenheit wegen der angeblichen stand. Redner beantragt, auch das tägliche Fegen in dem an den Befürchtung ausspricht, daß die Zulassungsstelle schon an einem Bes Abgabe von Abdeckereifleisch als Nahrungsmittel für Menschen sind Magistrat zu richtenden Antrag zu fordern. unter andern die Stadtv. Augustin, Dr. Bernstein und stande von 1742 400 M. Pommernaktien für die weitere Zulassung Dr. Freudenberg( Soc.) gewählt worden, in die gemischte meiner Stadtv. Realschuldirektor Dr. Hellwig( A. L.): Die Mehrzahl von Strelig- Pfandbriefen Anstoß nehmen könnte und deshalb eine Freunde ist bezüglich der Deputation zur Beratung der Frage, in welcher Weise die drohenden dem Möglichkeit, sich vor Umbuchung der Pommernaktien in Erwägung zieht. Die Anklage Staub zu schützen, andrer Meinung als Ausfälle im Stadthaushaltsetat durch Vermehrung der Einnahmen der Vor- betont weiter, daß die Angeklagten aus dem Verkaufe der Pommern gedeckt werden können, die Stadtvv. Borgmann und Singer. Stauböl macht das tägliche Wir meinen, die Festhaltung des Staubes durch das aktien an die Streligbank große persönliche Vorteile eingeheimſt In die Kanalisationsdeputation wird Stadtv. Bu chow( fr. Fr.), würde das Stauböl dann mit entfernt werden, und ob eine häufigere feien, dieser Preis vielmehr nur durch Kurstreiberei erzielt worden sei. Ausfegen überflüssig. Jedenfalls haben, da die Aktien lange nicht den Verkaufspreis wert gewesen in das Viehhof- Kuratorium Stadtv. Thieme( A. L.) gewählt. oder gar eine achttägige Erneuerung des Staubölanstrichs überhaupt Gerichtlicher Bücherrevisor Reuter äußert sich auf Grund der Der Urlaub städtischer Arbeiter. möglich ist, steht nach der Ansicht der Sachverständigen dahin. Die Bücher über die Erwerbung der Pommernaktien seitens der Strelig Direktoren der Vollanstalten haben eine zwei bis dreimalige bank und schildert die Weiterveräußerung der Pommernaktien. HierReinigung in der Woche für genügend erklärt, und das sind doch nach hat die Strelitzbank im ganzen 7578 000 M. Pommernattien Männer von Pflicht und Gewissen. Die für die Gemeindeschulen erworben, bei denen zum Teil festgestellt sei, daß die Angeklagten erwähnte Verfügung wird sich nach meiner Auffassung für die Dauer Schultz und Romeid die ursprünglichen Besizer der Aktien gewesen nicht aufrecht erhalten lassen; die Sache befindet sich überhaupt noch sind und bei dem Verkauf der Aktien erhebliche Vorteile erzielten. im Stadium des Versuchs und des Erprobens. Ich bitte daher, den Sie hätten bei der Uebernahme der Aftien bei der Emission Ausschußantrag unverändert anzunehmen. wesentlich niedrigere Kurse bezahlt, als sie sich später bezahlen ließen. Nachdem Stadtv. Rosenow nochmals für seinen Antrag ein- Er habe festgestellt, daß durch geschickte Manipulationen der Angetreten, gelangt derselbe in namentlicher Abstimmung mit geklagten an der Börse der Kurs der Pommernbant günstig beeinflußt 47 gegen 46 Stimmen zur Annahme. Mit dieser Aenderung erteilte wurde, und zwar habe der Prokurist Kellner für die Pommernbank die Versammlung dem Ausschußantrag ihre Zustimmung. den Kurs reguliert. Die Vorlage betr. die baulichen Veränderungen und die Neu- Es werden zu diesem Thema noch die Zeugen Armborst, 2. event. den Urlaub nach dreijähriger Dienstzeit, solchen Ar- instandse zung des Ratskellers geht auf Antrag Stapf(..) Hachmeister und Karthäuser vernommen. Letterer war beitern aber, die dauernd Sonntagsarbeit ohne eine 24 stündige an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern, der sofort vom Vorstande Vertreter der Pommernbank in der Provinz und reifte für diese, um Ruhezeit in der Woche verrichten; nach einjähriger Dienstzeit zu ernannt wird. die Pfandbriefe in der Provinz unterzubringen. Er bestätigt dem gewähren; Achtuhr- Ladenschluß der Nähmaschinenhändler. Angeklagten Schulz auf dessen Frage, daß das Geschäft ein sehr 3. den Urlaub den Arbeitern möglichst noch in diesem Jahre zu gewähren. Zur Aeußerung ist der Magistrat vom Polizeipräsidium auf- gutes war und er die Pfandbriefe sowohl als auch die Aftien der Der Referent führt aus, daß der Ausschußantrag nichts 4 Der Referent führt aus, daß der Ausschußantrag nichts gefordert worden über seine Stellungnahme zu dem mit 39 gegen Pommernbank sehr gut habe unterbringen können. Sachverständiger Geh. Rat Hecht erklärt auf Befragen, daß in Unantastbares darstellen solle, daß es sich auch hier darum handele, Stimmen beschlossenen Antrag der Nähmaschinen- Süddeutschland es unbekannt sei, daß Hypothekenbanken Reisende in Geschäftsinhaber, auf die bestehenden Verhältnisse und auf den Kostenpunkt Rücksicht La denschluß einzuführen. dieser Branche den Achtuhr= haben. Sachverständiger Bankdirektor Gerschel: Reisen zur zu nehmen. Aus derselben Erwägung feien die weitergehenden sammlung, sich ihrerseits zu äußern. Der Magistrat ersucht die Ber- Unterbringung von Aftien feien eo ipso ausgeschlossen. Für Pfand jegt im Plenum wieder aufgenommenen Anträge abgelehnt worden. Stadtv. Michelet( Fr. Fr.): Ich bitte, dem Antrage die Bu- briefe sollen einige Hypothekenbanken zeitweise reisen laffen und auch Stadtv. Hinge( Soc.): Wir haben eventualiter auch beantragt, den ſtimmung zu versagen. Ich möchte ihn nicht befürworten, weil Borstandsmitglieder, die sich gerade auf Reisen befinden, sollen Urlaub nach dreijähriger Dienstzeit zu gewähren. Daß es sehr es für mich gewiß ist, daß, sowie wir hier den ersten manchmal die Gelegenheit benutzen, um für die Unterbringung der wohl ausführbar ist, den Urlaub wenigstens nach drei Jahren zu er Schritt thun, sofort andre nachfolgen werden( hört! Hört!) Pfandbriefen zu wirken. Aehnlich äußert sich Regierungsrat a. D. teilen, wenn Sie sich schon nicht dazu entschließen können, ihn nach Guttmann. Letzterer erklärt, es sei auffällig, daß sich gar nicht festund weil ich das für einem Jahre zu bewilligen, ist zweifellos. Der Unterschied in den schaftlich Schwachen gegenüber dem wirtschaftlich besser Ge- rühren; ebenso auffällig sei es, daß die Aftien zu einem so hohen des eine Vergewaltigung wirtGestellen lasse, von wem diese großen Posten Aktien eigentlich herstellten halte. 25 000 M.; an einer solchen Kleinigkeit kann man doch unsern An- für die würde ich mich sofort ins Zeug legen; es handelt kurse erworben wurden. Es handelt sich hier nicht um die Angestellten, trag nicht scheitern laffen. Die Notwendigkeit der Urlaubserteilung sich um den freien, selbständigen Handelsbetrieb, dem Hindernisse in Sachverständiger Bankdirektor Dr. Gerschel: Die ganze Maß iſt im Ausschuß allgemein anerkannt worden; gegen unser Verlangen den Weg zu legen halte ich für eine Härte.' Ein geöffneter, er- regel des Ankaufs der Pommernaktien sei eine ganz außerordenthat man im wesentlichen nur finanzielle Bedenken vorzubringen vermocht. Thatsächlich würde es sich auch bei Urlaub leuchteter Laden ist doch kein Hindernis im öffentlichen Verkehr, und liche. Irgend welche plausiblen Gründe laffen sich nicht erkennen. daß einzelne Ladenlofale derfelben Branche geöffnet, andre ge- mache, die der Bommernbank nach dem preußischen HypothekenDie Streligbank sei begründet worden, damit sie die Geschäfte nach einjähriger Dienstzeit nur um 100 000 Mart handeln, schloffen sind, halte ich für feinen unlauteren Wettbewerb. Der da die Gas- und Kanalisationswerke schon jetzt Urlaub erteilen und bank- Gesetz versagt waren. Die Mittel Mittel zur Begründung die Vertretungskosten tragen. Der Hinweis auf die Privatindustrie, Handelsmann ist ein Arbeiter wie jeder andre. die uns nicht folgen fönne, ist nicht stichhaltig. Bahlreiche Privattimmung laden Sie sich unnötig eine Verantwortung auf, welche und nun hätten die Angeklagten wahrscheinlich den Zwed verfolgt, Mit der Zu der Streligbank seien durch die Pommernbant hergegeben worden, industrielle sind in diesem Punkte der Stadt längst voraus. Die in den Kreisen der Minderbegüterten böses Blut machen wird. Stadtv. Hintze( Soc.): Ich habe nicht für möglich gehalten, das bei der Gründung der Bank hergegebene Geld recht bald wieder so traurig, daß man aus diesem Grunde unsern Antrag ablehnen Wunsche der Nähmaschinenhändler gegenüber finanziellen Berhältnisse der Stadt Berlin find denn doch auch nicht das sich hier im Hause ein Stollege finden würde, der dem berechtigten herauszubekommen. Die Angeklagten haben nach seiner Ansicht auch sich ablehnend gewußt, daß sie mit der ganzen Transaktion etwas unzulässiges müßte. Die städtischen Werke ergeben ja allein einen Ueberschuß von verhalten könnte. Es sind 6 Millionen; und wie häufig hat man Beträge von 100 000. welche sich für den Achtuhr- Ladenschluß ausgesprochen haben. Legenheit zu geben, sich dem umfangreichen Gutachten des letzten von insgesamt 43 Händlern 39, thaten, darum haben sie die Sache in den Bilanzen verschleiert. Justizrat Mr onter beantragt, dem Angeklagten Schulz Ge für Zwecke verwendet, wo es sich fich bloß um eine einzige Aus diesem Zahlenverhältnis ersieht man am besten die Person gehandelt hat, während es sich hier um 10-11 000 Arbeiter Sachverständigen gegenüber auch in extenso äußern zu fönnen. Dem Notwendigkeit, dem Antrage der Händler zu entsprechen. handelt! Der Antrag bezüglich der Arbeiter mit dauerndem Sonntagsdienst spricht ja für sich selbst. Kollege Goldschmidt, der Der Neunuhr Ladenschluß hat diesen keinen Schaden gebracht, und Antrage soll stattgegeben werden. Der Vorsitzende vertagt zu diesem der Achtuhr- Ladenschluß wird ihnen keinen Schaden bringen, wenn Zweck die Sizung auf Freitag. heute leider nicht hier ist, hat in einer Versammlung behauptet, wir er allgemein durchgeführt wird. Nach dem Willen des Kollegen Socialdemokraten seien Schuld daran, daß der Urlaub den Arbeitern Michelet würden Sie die 39 zwingen gegenüber den 4, welche nicht in diesem Jahre noch nicht bewilligt worden sei; ein Arbeiter habe schließen wollen, auch ihrerseits die Geſchäfte offen zu halten. = Berliner Partei- Angelegenheiten. Wahlberichterstattung. Zur Lokalliste. * ihm sogar erklärt, unser Antrag ginge entschieden zu weit. Diesen Arbeiter ( Zwischenruf.) Mit freier Vereinbarung ist auf diesem Wege nichts zu muß uns Herr Goldschmidt auf den Tisch des Hauses niederlegen( Heiterkeit), denn das wäre wirklich händler rüsten sich, mit ähnlichen Anträgen an die Polizei heranzutreten. erreichen. Die Buchhändler, die Eisenwarenhändler, die Lederwarenein Monstrum von einem Arbeiter! Thatsächlich haben wir fchon 1900 denselben Antrag gestellt; damals stand Herr Goldschmidt auch dem kleinen Gewerbetreibenden entgegenzukommen, der mit Um hier vorwärts zu kommen, nicht bloß dem Angestellten, sondern Wir haben umfassende Vorbereitungen getroffen, um die mit seinen Stollegen auf einem andren Standpunkt als heute, da seiner Frau allein das Geschäft betreibt, die seelenverguügt find, Leser so schnell wie möglich über die Ergebnisse der Reichstags= beantragte Herr Kreitling im Ausschuß den Urlaub nach 3 Jahren! wenn sie eine Stunde früher zumachen müssen, empfiehlt es sich, wahlen zu unterrichten, insbesondere aus den Landesteilen, Das hat Herr Goldschmidt vergessen. Andrerseits können wir doch dem Antrag die Zustimmung zu geben. nicht zu allem, was der Magistrat borschlägt, einfach Ja und Amen fagen, damit nur eine Sache nicht verschleppt wird. Verschleppt ist die An- mit Einstimmigkeit den Achtuhr- Ladenschluß beschlossen haben, sollen besonders darauf anfmerksam machen, daß wir telephonische Stadtv. Kreitling( N. L.): Nachdem hier die Interessenten fast die unser vornehmstes Kampffeld bilden. Wir möchten aber gelegenheit nachgerade genug; der Ausschuß hat Viertel- und halbe Jahre wir uns diesem Beschlusse widersetzen? Dazu haben wir keine Mitteilungen über Wahlergebnisse weder entgegennehmen noch zu einer einzigen Sigung gebraucht. Die Schuld daran tragen nicht wir. Aber auch jetzt noch haben Sie Gelegenheit zu zeigen, daß Sie Veranlassung.( Beifall.) etwas für die Arbeiter zu thun gedenken, indem Sie für die zulegt rebner ausdrücklich den Antrag, dem Achtuhr- Ladenschluß in dieser für diesen Zweck sowohl bei der Hauptwahl als auch bei der Stadtv. Caffel( A. 2.) stellt in Uebereinstimmung mit dem Vor- erteilen werden. Wir bitten also, die Benütung des Telephons von uns gestellte Resolution stimmen. Einige Betriebe haben ia Branche zuzustimmen. Man würde gegen den Geist der Gesetzgebung Stichwahl zu unterlassen. bereits Urlaub erteilt; es wäre also eine Ungerechtigkeit gegenüber und des Gesetzes handeln, wenn man ohne gewichtige Gründe den andren Arbeitern, wenn man diesen keinen Urlaub gewährt. die Zustimmung verweigert, die schon erteilt werden kann, Die technische Unmöglichkeit kann nicht vorliegen, das beweist die wenn nur eine-Mehrheit der Interessenten vorhanden ist. Pragis in der Gas- und Kanalisations- Deputation. Stadtv. Nathan( N. L.): Ich werde die Vorlage nicht agitatorisch, Gewerbebetriebes, ich will nicht, daß die großen Betriebe durch solche während des Sommers unternommen werden, genau auf die am Stadtv. Michelet( Fr. Fr.): Ich bin ein Freund des freien Parteigenossen! Vereine! Achtet bei Ausflügen und Partien, die sondern nach fachlichen Gesichtspunkten prüfen und da muß ich den Beschlüsse die ihnen unliebſame Konkurrenz der kleinen zurüddrängen 1. Mai erschienene Lokalliste, verkehrt nur in denjenigen Lokalen, Vorwurf zurückweisen, daß irgendwo eine Verschleppung stattgefunden tönnen. Ich sehe aber, daß ich mit meinem Antrag heute keine Zu- welche in der Liste verzeichnet stehen. hat. Die Gesamtheit der Versammlung will den städtischen Ar- stimmung finden werde, und ziehe daher denselben zurück. beitern wie den Beamten nach einer gewissen Zeit die Wohlthat bon Stadtv. Borgmann( Soc.): Nachdem der Antrag zurückgezogen Ferien zubilligen; Streit ist nur über den Zeitraum, nach welchem ist, beschränke ich mich auf die Bemerkung, daß Herr Michelet fich Dies geschehen soll. Die fünf Jahre sollen durchaus nicht etwas irrt, wenn er glaubt, es sei das erste Mal, daß in Berlin dergleichen Unabanderliches darstellen; aber zur Zeit werden Sie etwas geschieht. Wir haben bereits für die Lederhändler den AchtuhrWeiteres nicht erreichen, sowohl nach der Zusammensetzung Ladenschluß eingeführt. der Versammlung, als der Stimmung im Magistrat. Der Magistrat wird selbstverständlich um so eher zustimmen, je ge Die Zustimmung wird darauf durch die Versammlung schlossener die Versammlung zu der Frage Stellung nimmt. Der Schluß gegen 8 Uhr. finanzielle Effelt ist durchaus nicht als ausschlaggebend angesehen worden. Bas nutzt uns ein Beschluß, dem der Magistrat nicht zuAm Sonntag, den 14. Juni, veranstaltet der Gefangstimmt? Spannen wir den Bogen nicht sofort zu stark, so wird es verein Fortuna"( Firma Herzog) bei Schwarz in Lichtenberg ein um so leichter auch möglich werden, immer weitere Kreise der Sommerfest, am Sonnabend, den 27. Juni, der Rauchklub Prozeß gegen die Pommernbank. Privatindustrie zur zur Nachfolge zu veranlassen. Auch mit dem Ausschußantrage Nach Eröffnung der Sigung durch Landgerichtsdirektor Heidrich Beilchendust" eine Mondscheinfahrt nach Mörners Blumengarten in wird ein großer Schritt vorwärts wird das Thema behandelt:„ Erwerbung von Pommernaktien durch die Billets in Arbeiterfreifen abzusehen. Wir ersuchen, das AnOber- Schöneweide. Man versucht nun zu beiden Vergnügungen gethan sein. Wir wollen nicht die Vertreter der Arbeiter allein, Strelitzbank", die den Angeklagten Schulz und Romeick als Untreue zu gebot zurückzuweisen und die obigen Vergnügungen streng zu meiden, fondern die Vertreter der Gesamtheit der Bürgerschaft sein, und da Last gelegt wird. Heber Zweck und Bedeutung dieser Ankäufe äußert da diese Lokale der Arbeiterschaft zu Bersammlungen 2. fann ein Beschluß nur durch ein Kompromiß zu stande kommen, sich Angeklagter Romeid in eingehender Weise. Nach den vorwelches leiden Teilen thunlichst gerecht wird. handenen Schlußicheinen ist der erste Boften am 26. Mai 1896 von nicht zur Verfügung stehen. Statv. Handelsrichter Maas( A. L.) spricht sich für den Ausschuß nom. 1 742 400 m. a 144 Proz. 2 509 056 M. von dem Kaufmann antrag aus und bittet, alle weitergehenden Anträge abzulehnen. Georg Kellner, ein zweiter Boften am 1. September 1897 bon ton den 12. d. M., abends 8 Uhr, im Tiergartenhof, am Bahnhof Erster Wahlkreis. Für das Hansa- Viertel findet heute, Freitag, Der Ausschußantrag gehe über das ursprüngliche Angebot des 838 800 M. a 153,60 Broz.= 1310 838. von einem Alien- Tiergarten, eine wähler Versammlung statt. Genoffe Georg Magistrits schon weit hinaus. fonsortium der Pommernbant" Bu Händen des Georg Uner Ablehnung der Anträge Hinge wird der Kellner" getauft Bernhard hat das einleitende Referat übernommen und wird Der Angeklagte Romeid Ausshußantrag einstimmig angenommen. Für die weist unter anderem darauf hin, daß in den Jahren vor- unser Reichstags- Kandidat Dr. Leo Arons sich den Wählern nochGewährung des Urlaubs nach drei Jahren stimmen mit den Antrag- her schon Aftien- Konfortien bestanden hätten, deren Zweck mals präsentieren. stellern auch die Mitglieder der Neuen Linken Nathan, Kreit gewesen sei, bei Emissionen die Aktien gegen bar an Provinzial- Zweiter Wahlkreis. Heute Freitag, abends 8 Uhr, in der„ Bockling md Rosenow. Bankiers zu verkaufen, d. h. die Werte möglichst fest zu Kapitals brauerei", Tempelhoferberg, Wählerversammlung. Referent: Paul 3r der Angelegenheit betreffend die anderweite Drgani anlagen zu placieren. Dies sei geschehen, weil die Bommernbank Singer. Tagesordnung: Die Reichstagswahlen und die bürgersation der ihre Attien nicht selbst verkaufen wollte. Mitglieder des hier in lichen Parteien". Necht zahlreichen Besuch erwartet Frage kommenden Konsortiums waren Direktor Eugen Kellner, dessen als nach Reinigungsarbeiten in den höheren Lehranstalten hat de niedergesezte Ausschuß vorgeschlagen, den Magiftrat zu erfuchen, über seine früheren Vorschläge hinaus die Fußböden in allen städtischen Schulen ausreichend mit Stauböl streichen und ausgesprochen. worden. 1 Oranienstr. 170, steht der Berlin SO.( IV. Wahlkreis). Lotts Festfäle( Dranien- Salon), fammlungen 2c. zur Verfügung. Arbeiterschaft jetzt zu Ver= Wilhelmsberg. Das Lokal von Krause, Berlinerstr. 12, vis- a- vis den Kirchhöfen, steht der Arbeiterschaft zu Ver fammlungen 2c. nicht mehr zur Verfügung. Wir ersuchen die Besucher der Kirchhöfe, dieses Lokal streng zu meiden. 語 Die Lokalfommiffion. Das Wahlfomitee. Bruder Georg Kellner, die Direktoren Schulz und Nomeid, Willy Das Central- Wahlkomitee des zweiten Kreises befindet sich bis Schumacher und der Oberlehrer Armborst. Der Angeklagte Romeid 15. Juni im Restaurant von Paul Scholz, Zoffenerstr. 1, Ede bestreitet, daß er an diesen Aktien direkt oder indirekt beteiligt ge- Barutherstr. 22. Stelle an Dritter Wahlkreis. Heute, Freitagabend 81%, Uhr, finden im großen| zu einem Ergebnis zu kommen. Nach den gestrigen Beschlüssen| früher, einfach von der Polizei verfügt, sondern die Polizei berichtet Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15, und bleibt es dabei, daß die Arbeiter der Stadt Berlin jetzt in der Regel an den Staatsanwalt, der dann richterlichen bei Franke, Sebastianstr. 39, wählerversammlungen erst nach fünfjähriger Thätigkeit im Dienste der Stadt- Strafbefehl herbeiführt. Kein Mensch weiß, warum mit einem im statt, in der ersteren wird Genosse Wilh. Pfannkuch und in der zweiten der Genosse Dr. Alfred Bernstein gemeinde Anspruch auf einen Urlaub von jährlich einer male so scharf gegen die Droschkentutscher vor Dr. Friedebergs über die Bedeutung der bevorstehenden Reichstags- über die Verhandlungen des Ausschusses zu berichten und dessen und Richter in Aftion treten müſſen. Woche haben sollen. Stadtv. Cassel( Alte Linke), der gegangen wird, und warum jezt gleich Staatsanwalt Sind vielleicht ein Regen Besuch dieser Versammlungen erwartet Beschlüsse der Versammlung zur Annahme zu empfehlen hatte, verpaar Droschkenkutscher irgendwem zu rücksichtslos in die Quere getröstete auf die Entwicklung der späteren Zeit", der man die fahren oder wie anders soll man sich diese plötzliche Strenge weitergehenden Wünsche überlassen" müsse. Die„ weitergehenden erklären? wahl sprechen. Außerdem Diskussion. Das Wahlkomitee. Das Central- Bureau für den 4. Wahlkreis Südost befindet sich am Tage der Wahl Stalizer str. 94b bei Dalg, in der Nähe des Laufizer Platz. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1903. Fünfter Wahlkreis! Heute, Freitagabend 8 Uhr, große öffentliche Wähler Versammlung bei Leydecker, Sophienstr. 34. Der Kandidat des Kreises, Robert Schmidt, spricht über:„ Die Verbrüderung der Freifinnigen und Antisemiten". Genossen, agitiert für starken Besuch. Das Wahlkomitee. Socialdemokratischer Wahlverein der Frauen Berlins und Umgegend. Letzte Bersammlung vor den Wahlen am Freitag, den 12. Juni, im Lokale Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Referentin: Genossin Dr. Wally 3epler. Mitglieder erhalten gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedstarte eine Broschüre gratis. Männer und Frauen als Gäste willkommen. Der Vorstand. " " Wünsche" waren die Anträge der socialdemokratischen Die gewaltige Erregung, die dieses Vorgehen der Fraktion, die im Ausschuß von den Freisinnigen abgelehnt worden Polizei unter den Kutschern und den selbständigen kleinen Fuhrherren waren, aber im Plenum von unsern Genossen erneut eingebracht hervorgerufen hat, machte sich Luft in einer öffentlichen wurden: Urlaub schon nach einem Jahre, eventuell wenigstens nach Protestversammlung, die vom„ Verein Berliner Droschkendrei Jahren. Sie wurden vom Stadtv. Genossen Hinge in ein- futscher" zu Mittwoch nach dem Gewerkschaftshause einberufen war.. dringlicher Beweisführung noch einmal als eine durchaus Der große Saal samt Galerien war bis auf das allerlegte berechtigte und erfüllbare Forderung dargethan, doch Plätzchen besetzt. Kopf an Kopf faßen und standen die es war anders beschlossen im Rate der Freisimmigen. Auf das Mehr wettergebräunten Männer, die Tag für Tag im Sonnenbrand an Kosten kommt es ihnen nicht an, das sagte auch Stadtv. Nathan wie im Regenschauer auf dem Kutschbock zubringen müssen. ( Neue Linke) wieder, der die ablehnende Haltung seiner Fraktion zu Die Verhandlungen, vom Kollegen August Becker geleitet, begannen berteidigen hatte; aber die Privatindustrie, versichern sie, würde mit einem Referat des Vereinssyndikus Rechtsanwalt es nicht vertragen, wenn die Stadt Berlin gleich so weit gehen Schreier, der empfahl, das Polizeipräsidium um Rückkehr zu dem wollte und die privaten Unternehmer dann folgen müßten. Hinze früheren Verfahren zu bitten. Starke Wirkung erzielte o llege Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg! Genossen, welche bereit hätte gern bei dieser Gelegenheit mit Herrn Nathans Fraktions- Beder, der den Eifer der Polizei an den Erfahrungen aus der find, am Wahltage, den 16. Juni, für die Partei in unserm genossen, dem Stadtv. Goldschmidt, abgerechnet, der in einer Praris näher beleuchtete. So ein Schuhmann ist ein Wahlkreise thätig zu sein, werden ebenso wie Arbeiter- Rad- Versammlung freisinniger Reichstagswähler behauptet hatte, fleiner Herrgott!" bemerkte er boshaft, und er zeigte an fahrer gebeten, sich im Central- Wahlbureau, Volkshaus, Rosinen- die socialdemokratische Stadtverordneten- Fraktion habe die Ent- zahlreichen und drastischen Einzelfällen, was so ein„ Herrgott" manchstraße 3, zu melden. scheidung der Urlaubsfrage verschleppt und es dadurch mal fertig bringt. Ein Kutscher, dem die Polizei ein Bouquet von Den Parteigenoffen diene ferner zur Kenntnisnahme, daß sich verhindert, daß schon in diesem Sommer Urlaub gewährt gleich sechs Anzeigen überreicht, soll an ein und demselben Vormittag das Central- Wahlbureau im Volkshause, Charlottenburg, werden könne. Indes Herr Goldschmidt war diesmal nicht von 10,30 bis 11,45 im Schanklokal gesessen und seinen Wagen Rosinenstr. 3, im unteren kleinen Saale befindet. Alle Zu- anwesend. Unser Redner wies nach, daß die Sache sich genau um- ohne Aufsicht gelassen, aber um 11 die linke Straßen schriften sind dann an Genosse Wilh. Eberhardt, Central- gekehrt verhält. Socialdemokraten waren es, die zuerst und schon seite befahren haben. Hier war die Versammlung eins Wahlbureau, Charlottenburg, Rosinenstr. 3, zu richten. Telephon: im Jahre 1900 einen Urlaub für Gemeinde- Arbeiter forderten, und fach baff". Ein andrer wurde vom Schußmann angeherrscht, Amt Charlottenburg Nr. 1696. zwar schon damals Urlaub nach einjährigem Dienst. Und er sei nicht vorschriftsmäßig um die Ecke gefahren. Der Kutscher Charlottenburg. Am Sonntag, den 14. Juni, morgens 7 Uhr, Greisimmige waren es, die die Entscheidung bis ins Jahr 1903 zu erwiderte, der Bogen sei vorschriftsmäßig gewesen, und fuhr weiter. findet von folgenden Lokalen aus eine Flugblattverbreitung für die verzögern wußten! Herr Nathan bemerkte, er wolle die Angelegen- Nachher gab's ein Strafmandat über 30 M.; er soll dem Beamten Reichstagswahl statt: 1. Bezirk: Ferdinand Paasche, Potsdamer- heit nicht agitatorisch" behandeln. Das klang sehr vornehm, aber nicht unbedingt Folge geleistet" haben.„ Wie sollte er denn noch straße 44; 2. Bezirk: Herm. Bade, Nehringstr. 25; 3. Bezirk: Emil durch einen Zwischenruf, der von den Plätzen der Socialdemokraten Folge leisten, nachdem er den Bogen schon gemacht hatte?" fragte Müller( Bolkshaus), Rosinenstr. 3; Bernhard Gimpel, Osnabrücker- tam, wurde er sofort daran erinnert, daß gerade sein Fraktions- der Redner.„ Umkehren und nochmal machen!" sagte ein Verstraße 3; 4. Bezirk: Eduard Dörre, Wallstr. 90; 5. Bezirk: Adolf genosse Goldschmidt eine agitatorische Ausbeutung versammlungsbesucher, der trotz aller Strafmandate offenbar den Humor Bartsch, Sesenheimerstr. 11; 6. Bezirk: Leopold Fischer, Bestalozzi- ucht hatte. noch nicht verloren hat. straße 84; 7. Bezirk: August Röttger, Leibnizstraße 3; 8. Bezirk: Wilhelm Stolzenburg, Lutherstr. 45. Die Genossen werden auf- Die Abstimmung ergab: Ablehnung des Antrages Eine längere Resolution, die Becker der Versammlung vorgefordert, sich zahlreich an der Arbeit für die Reichstagswahlen zu ein Jahr", für den allein unsre Genossen stimmten; Ablehnung legte, erhebt energischen Protest gegen das Vorgehen der beteiligen. auch des Antrages, drei Jahre", den außer unsren Genossen drei Polizei, das geeignet sei, die Kutscher wirtschaftlich zu ruinieren Schöneberg. Zu der am Sonntag stattfindenden Flugblatt- Greifinnige unterstüßten. Als Kuriosum sei erwähnt, daß unter und Als Kuriosum sei erwähnt, daß unter und das ganze Fuhrgewerbe zu untergraben zu untergraben und beaufVerteilung wollen sich die Genossen früh 71 Uhr in folgenden diesen drei weißen Raben, wenn wir richtig gesehen haben, Herr tragt den Vorstand, an geeigneter Stelle hierLokalen zahlreich einfinden: Ständer, Hohenstaufenstr. 79; Nathan war, der im Ausschuß gegen diesen Antrag gestimmt und gegen vorstellig zu werden und sich zu diesem Zwed mit Schilling, Kyffhäuserstr. 16; Krüger, Grunewaldstr. 110; Döring, auch im Plenum nicht für ihn gesprochen hatte. Warum mag andren Vereinen in Verbindung zu sehen. Die lebhafte und ausMerseburgerstr. 7; Obst, Meiningerstr. 8; Horlemann, Kaiſer er umgefallen sein?!- Abgelehnt wurde ferner ein von der gedehnte Diskussion, die zur einstimmigen Annahme der ReFriedrichstr. 8; Reimer, Hohenfriedbergstr. 26; Hoffmann, Cherusker- socialdemokratischen Fraktion gestellter Zufazantrag, um wenigstens solution führte, war eine lange Reihe gleichlautender Klagen. Sitt straße 16; Donath, Friz Reuterstr. 3; Moll, Sponholzstr. 34. den regelmäßig am Sonntag beschäftigten Arbeitern Urlaub nach man erst mal auf dem Bock", sagte ein Kutscher, so ist der VerBankow. Letzte Flugblattverbreitung vor den Wahlen am einem Jahre zu gewähren. Ein einziger der Freifinnigen gewann brecher fertig." Das war der Grundton der Ausführungen fast Sonntagmorgen 7 Uhr. Die Genossen, welche am Wahltage an der es über sich, mit hierfür zu stimmen. Abgelehnt wurde endlich aller Redner. Die Verhandlungen flangen aus in die Mahnung: Arbeit teilnehmen wollen, treffen sich morgens 8 Uhr im Central- eine von der socialdemokratischen Fraktion eingebrachte Resolution, Organisiert Euch; denn der einzelne ist wehrlos!" und in Wahllokal Rochdi, Streuzstr. 3/4. Am Wahltag abends 9 1hr die die Gewährung des Urlaubs möglichst noch für den Kampfruf: Dentt an den 16. Juni und wählt Männer öffentliche Versammlung bei Rochdi. Tagesordnung: Verkündigung dieses Jahr forderte. der eingelaufenen Wahlresultate. Treffpunkt am Sonntag: Sie wurde von feinem Freisinnigen in den Reichstag, die für die Arbeiterflasse eintreten!" 1. Bezirk: Lahn, Schloßstr. 19. 2. Bezirk: Mierke, Berlinerstr. 53. unterstützt von keinem, Herr Goldschmidt! 3. Bezirk: Griffel, Kaiser Friedrichstr. 75. 4. Bezirk: Hoffmann, Im weiteren Verlauf der Sizung gab es eine Debatte über die Die Wahlzellen" sind, wie die Volts Zeitung" mitteilt, Mühlenstr. 25. 5. Bezirk: Dreßler, Florastr. 35. 6. Bezirk: Jauert, Reinigung der höheren Schulen. Stadtv. Rosenow den Inhabern der Wahllokale, meist Restaurateuren, zum Teil Schönholzerstr. 16. 7. Bezirk: Clemen, Wollantstr. 122. 8. Bezirk:( Neue Linke) verlangte mit Recht tägliche Reinigung, Stadtv. Hellwig bereits zugegangen; in jedem Lokal werden zwei aufgestellt. Bölicke, Wollantstr. 100. Nieder- Schönhausen. Treff( Alte Linke), von Beruf Realschul- Direktor, hielt weniger für aus hoch, haben eine äußere Breite von 90 Centimeter und eine Die aus Kiefernholz bestehenden Zellen" find 1 Meter punkt:' Anton, Kaiser Wilhelmstraße.- Franz. Buchholz. Treff- reichend. Man stimmte namentlich ab: 47 Stimmen waren für innere von 88 Centimeter. Die Seitenwand ist 72 Centimeter breit. punkt: Kähne, Berlinerstraße. Brit. Am Sonntag, den 14. Juni, veranstalten die Partei- tägliche Reinigung, 46 dagegen. Sie werden an einem gewöhnlichen Tisch mit zwei Schrauben bes Zuletzt führte noch der Antrag, dem Wunsche der Näh- festigt und vorn durch einen zweiteiligen Vorhang aus grünem genossen in Briz, im Wirtshaus„ Rosensee- Terrasse", Chausseestraße 69/70, ein großes Volksfest mit auserlesenem Programm. Der maschinenhändler auf Einführung des Ach tuhr- 2aden- Schürzenleinen verschlossen. Die neuen viereckigen Wahlurnen Eintrittspreis beträgt nur 20 Pf. Da der Ueberschuß als Pulver in schlusses für ihre Branche zuzustimmen, zu einer inter- bestehen aus Blech; sie sind 31 Centimeter hoch und unten 41, oben dem Wahlkampf dienen soll, so ist eine zahlreiche Beteiligung be- effanten Scene. Herr Michelet( Fraktion Mommsen) will diesen 31 Centimeter breit. Der Schlitz ist 20 Centimeter lang. Nach der sonders der Rigdorfer und Brizer Genossen erwünscht. Siehe auch ersten Schritt" nicht mitmachen, weil noch weitere folgen könnten. Beschaffenheit der Wahlzellen und Wahlurnen ist also das WahlInserat in heutiger Nummer. Genosie Hinge nagelte diese socialpolitische Rückständigkeit sofort geheimnis thatsächlich vollständig gesichert. Jedermann kann Treptow- Baumschulenweg. Zur Orientierung der Wähler von fest. Als dann auch die Stadtvv. Kreitling und Cassel Herrn nach seiner Ueberzeugung wählen! Treptow- Baumschulenweg, welche noch nicht wissen, zu welchem Wahl- Michelet preisgaben, zog dieser kleinlaut seinen Widerspruch zurüc bezirk sie gehören, diene folgendes: und ersparte der Stadtverordneten- Versammlung eine Blamage. a) 1. Bezirk: Lohmühlenstraße, Jordanstraße, Bouchéstraße, Elsenstraße, Kief= Holzstraße bis Dammweg, Nr. 1-44, 79-87, 251-259, 302-341, Köpenicker Landstraße bis Dammweg, Puderstraße, Treptower Chaussee, städtische Erfrischungshalle im Park, Eichenstraße, Beermannsches Fabrikgrundstück, Hoffmannstraße, Parkstraße, Neue KrugAllee bis Dammweg, Nr. 1-15 und 57-65, Altes Gierhaus, Neues Eierhaus, Haus Engelhardt, an der Kiehnwerder Allee und Poetenſteig. Wahllokal: Brauns Restaurant, Treptower Chauffee 14. b) 2. Bezirk: Neue Krug- Alle südlich des Dammweges, Nr. 16-56, Köpenicker Landstraße südlich des Dammweges, Kiefholzstraße südlich des Dammweges, Nr. 88-259, Baumschulenstraße, Behringstraße, Marienthalerstraße, Ernststraße, Haidekampweg, Rigdorf- Kanner- Chaussee, die Häuser Köhler, Müßig und Schafhirt. Wahllokal: Adermanns Restaurant, Baumschulenftraße 78. Für den 2. Bezirk haben sich die Genossen, soweit es noch nicht geschehen, bei den Genossen König, Baumschulenstr. 65 und Noad, Baumschulenstr. 36 part. bis Sonnabend zu melden. Grünau. Am Sonnabend, den 13. Juni, abends 9 Uhr, findet bei Duchauffour, Köpniderstr. 79, eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen statt. Genosse Boeste wird über:„ Auf zur Reichstagswahl!" sprechen. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. Johannisthal. Die Mitglieder Versammlung des Wahlvereins für Johannisthal und Rudow findet am Freitag, den 12. 6. M.; im Lokal von Wille, früher Lenz, Friedrichstr. 61, abends 8 Uhr, statt. Es ist dringend erforderlich, daß sämtliche Mit glieder erscheinen. " " " " " 9 " Doch ein zweiter Bestfall. Zu der Erkrankung des Wärters Marggraf macht die königliche Charitédirektion jetzt offiziell befannt: Die Erkrankung des Wärters Marggraf in der Charité, über die schon berichtet wurde, hat sich bei den bakteriologi Der Polizeikampf gegen die Droschkenkutscher. schen Untersuchungen im Institut für Infektionskrankheiten, die heute Die Lebensbahn eines Berliner Droschkentutschers ist Folge einer leichten Bestinfektion herausgestellt, da in seinem Rachen= am Donnerstagnachmittag zum Abschluß gelangten, mun doch als die noch mehr als die eines andren Sterblichen mit Dornen besät". fchleim lebende und virulente Pestbakterien gefunden wurden. Der Die Stelle der" Dornen" vertreten bei ihm die Straf mandate, Bustand des Kranken ist, wahrscheinlich unter dem Einfluß der die eine allezeit wachsame Polizei mit ach! so freigebiger Hand ihm Serumbehandlung, ein verhältnismäßig günstiger, insbesondere iſt auf den Weg streut. Daß das öffentliche Fuhrivesen einer Stadt wie Fieber nicht vorhanden. Die Serumbehandlung wird fortgesetzt. Berlin von einer Behörde geordnet und beaufsichtigt werden muß, Neue Maßnahmen wegen dieses Falles wurden in der Sigung, androhungen und Strafverfügungen auszukommen sein. Aber das Thun erachtet. versteht sich von selbst und es wird dabei auch nicht ganz ohne Straf- welche heute im Kultusministerium stattfand, nicht für erforderlich des Droschkenkutschers ist durch Polizeibestimmungen aller Art, durch notwendige und überflüssige, so vielfältig reglementiert und eingeengt, daß er wirklich taum mehr wissen kann, wie er es anfangen soll, um nicht in Strafe zu fallen. Recht sonderbare Blüten zeitigt der Wahlkampf im Hinblick auf die Agitation unfrer Gegner. Steht da am Belle- Alliance- Platz ein Mann, der ein Reklametäfelchen auf einer Starge hochhält. Oben an diesem Täfelchen weht lustig flatternd ein rot- weiß- schwarzes Fähnlein. Sieht man sich die Sache genaiter an, so zeigt sich, daß das Täfelchen einen Wahl aufruf an alle deutschen Männer enthält, unterzeichnet vom Vorstand der konservativen Partei. Die amtliche Wahlliste Berlins wurde von etiva 150 000 Berfonen, d. h. ein Drittel der eingeschriebenen Wähler, eingesehen. Allerdings sind die Einsichtnehmenden nicht alle selbst in den amtlichen Wahlbureaus erschienen, sondern viele der Wähler haben Wer zu schnell fährt, besonders an Straßenkreuzungen, der wird einzelne Personen mit der Einsichtnahme der Listen beauftragt, ein System, welches ganz besonders viel in Arbeiterkreisen durchgeführt bestraft; wer an belebter Straßenkreuzung durch einen Polizisten zu wurde. Insgesamt wurden 3000 Beanstandungen geltend gemacht, schnellerer Fahrt angetrieben wird und dem Beamten nicht rasch von denen noch 1900 als berechtigt zurückgewiesen worden find. genug macht", der hat ihm nicht unbedingt Folge geleistet" und Die Zurückweisungen erfolgten aus formalen Gründen und wurden wird gleichfalls bestraft; wer mit seinem Wagen nicht nahe genug dadurch bedingt, daß die Einsprucherhebenden Armenunterſtügung an der Bordschwelle bleibt, wird bestraft; wer einem an der bezogen, nicht deutsche Staatsangehörige find oder ihnen durch Bordschwelle haltenden Wagen zu knapp ausweicht und ihn streift, Gerichtsbeschluß die Ehrenrechte entzogen worden sind usw. In wird natürlich wieder bestraft; wer aber dabei den Bogen zu reich- 1100 Fällen erfolgten Nachtragungen. lich nimmt, auf das Straßenbahngeleise gerät und dann durch einen Straßenbahnwagen von hinten angefahren wird, der riskiert erst recht, bestraft zu werden; wer auf dem Halteplatz als Erster in der Reihe nicht am Wagen ist, wird bestraft; wer sich dem letzten Wagen als Ueberzähliger anreiht, wird bestraft; wer im Fahren die Am Montag, den 15. d. M., abends 8 Uhr, findet im Lokal von Peitsche nicht in der Hand hat, wird bestraft; wer die Tasche nicht Senftleben eine öffentliche Versammlung für umgeschnallt hat, wird bestraft und so geht das weiter. Ein Männer und Frauen statt, zu der sämtliche Wähler hiermit ein- Rutscher, der da nie mit der Polizei in konflikt kommt, Wir raten den Herren, doch den Riesen Machnow als geladen sind. ist geradezu ein Wunder. Bannerträger zu engagieren. Vielleicht wäre es auch empfehlens Alt- Rahnsdorf, Neu- Rahusdorf und Umgegend! Sonntag, den So oder ähnlich war's wohl immer, seit es Droschten in Berlin wert, das Klosettpapier der öffentlichen Bedürfnisanstalten mit einer 14. Juni, nachmittags 2 Uhr, findet in Rahnsdorfer giebt, so ist es bis heute geblieben, und so oder ähnlich wird es gleichlautenden Aufforderung bedrucken zu lassen! Mühle im Saale der Witwe Klemm eine Volksversammlung voraussichtlich bleiben, so lange es Droschken bei uns geben wird. Der russische Ministerpräsident Jwan Nikolaiewitsch Dunovo ist statt. Genosse Stadthagen spricht über das Thema:„ Ans Vater Seit einiger Zeit werden aber die polizeilichen Be- in der vergangenen Nacht auf einer Badereise im Eiſenjahnzuge land, ans teure, schließ Dich an." Um recht zahlreichen Besuch bittet stimmungen mit einer Unnachsichtlichkeit zur An- während der Fahrt auf preußischem Gebiete plötzlich gestorben. Der Das Wahlkomitee von Friedrichshagen. wendung gebracht und die angedrohten Strafen Ministerpräsident, der im Ausgang der sechziger Jahre stand, vers Lankwik. Freitag, den 12. Juni, abends 8 Uhr, erfolgt in einer Höhe verhängt, daß es so denn doch nicht ließ gestern mit seiner Gattin und ſeinem Arzte Antigoff Raſchineff die Material- Ausgabe und Regelung der letzten Wahlarbeiten im länger bleiben kann, wenn nicht die Droschkenkutscher Berlins dem Strecke zwischen Königsberg und Marienburg wurde in den Abteil St. Petersburg, um zur Kur Wiesbaden aufzusuchen. Luf der Restaurant A. 28olff, Calandrelliſtr. 27/29. Ebendaselbst findet am Sonntagmittag 1 Uhr eine öffentliche Wähler- Wer wirtschaftlichen Ruin entgegengeführt werden sollen. Wenn 1. Klasse, das seine Gattin und der Arzt mit ihm teilen, plögich von sammlung statt, für deren Besuch wir nach Kräften zu agitieren wegen geringer Versehen, die sonst mit 1 M., mit 8 M. usw. einem heftigen linwohlsein befallen, das nach kurzer Zeit zum Todeführte. bitten. Genossen, welche am Tage der Wahl nicht arbeiten, werden geahndet wurden, jetzt Strafen von 10 M., 20 M., 30 M., Wahrscheinlich ist ein Herz- oder Gehirnschlag die Todesursach. Die gebeten, sich dem Wahlkomitee zur Verfügung zu ja bon 50 m. verhängt werden, wenn ein Kutscher in Leiche wurde in. dem Zuge nach Berlin mitgenommen, wo sie gegen stellen und sich bei Geisen- Kersting, Siemensstr. 32, zu einer einzigen Woche mit drei Strafverfügungen über zu- 2 Uhr antam und vom Bahnhof Friedrichstraße mit einem Bagen sammen 95 M. draugsaliert wird, ein andrer aus einem eines Beerdigungsinstituts nach dem Schauhause gebracht wuve, um dort in der Kapelle zur Trauerfeier aufgebahrt zu werden Die einzigen Tage sechs Strafen von zusammen 50 M. zahlen soll ja, dann hört doch eigentlich alles auf! So„ dicke" haben die russische Botschaft wurde von dem Sterbefall sofort in Kenntnis ge= setzt. Zur Trauerfeier, die bereits morgen stattfinden soll, wurde Die Stadtverordneten- Versammlung Berliner Droschkentutscher das Geld doch wirklich nicht, daß sie das der erste Geistliche der russischen Botschaft, Probst v. Walzev aus entschied gestern über die viel umstrittene Frage der Gewäh- auf die Dauer aushalten könnten! In lezter Zeit haben die Wiesbaden, wo er zur Kur weilt, telegraphisch hierher brufen. rung eines Urlaubs an die Gemeinde- Arbeiter, Kutscher im ganzen etwa 600 folche Strafverfügungen über sich er- Gleich nach der Feier soll die Leiche zur Bestattung nach St. Setersmit der sie in den letzten Jahren sich so oft beschäftigt hat, ohne gehen lassen müssen. Und diese Strafen werden nicht mehr, wie burg übergeführt werden. melden. Lokales. 1 des Herrn Hammer noch zu weiteren Auseinanderan diesem Sterben haben nur die wilden Fischer, die die willkommene Beute Selbstcharaktereiem Herrn erniedrigte. Wohl aber wird er Herrn Ein großes Fischsterben zeigt sich nach den starken Regengüssen zunehmen, für einen vernünftigen Menschen die von Hammer ver-| bis 30. Juni erfolgen. Später ist die Eröffnung auf den 15. Juft der letzten Tage, die in Berlin und Charlottenburg ein Deffnen von langte Erklärung enthalten ist seit wann ist es Pflicht eines verschoben. Eine Fertigstellung auch bis zu diesem Zeitpunkt ist Notauslässen erforderlich machten, jetzt wieder in der Unterspree. Teichtfertig und grundlos Verleumdeten, feierlich seine eine Unmöglichkeit, sind doch nicht einmal der Wasserturm, die Der sonst nicht unbedeutende Fischreichtum erleidet dadurch eine Reinheit zu beteuern, statt dem Verleumder das Erbringen des Kanalisation usw. auch nur annähernd fertig. Die Ausschachtungsschwere Einbuße. Große Mengen Fische treiben seit vorgestern Beweises oder den Widerruf zu überlassen?! Unser Genosse Gange. Dem Vernehmen nach muß die bauausführende Firma über arbeiten für noch zu errichtende Baulichkeiten sind noch in vollem abend ganz oder halb verendet auf der Oberfläche des schlammigen Waffers, die deshalb stellenweiſe ganz weiß aussieht. Ihre Freude würde sich geradezu etwas vergeben, wenn er sich nach dieser moralischen den 1. Juli hinaus für jede Woche 5000 M. Konventionalſtrafe zahlen. mit und den Händen und öfter bis zu fegungen mit Wie gebaut wird, möge folgendes illustrieren: Auf der an der Centner wegschleppen. Nicht bloß eine Fische, sondern auch statt- Hammer auf anderm Wege zu dem Eingeständnis zu veranlassen Ostbahn liegenden Seite schüttete man erst circa 10 000 Stubifmeter liche Welse, Hechte, Bleie und Kinderarmdicke Aale kommen in dem wissen, daß er im politischen Kampfe fchofle persönliche Ver- Boden auf und errichtete ein massives Gebäude darauf. Nach einiger Schlamme, der ihnen die Luft raubt, um. Nimmt man die noch dächtigungen nicht gescheut hat, um einen ehrenwerten Mann in der Beit wurde dieses Gebäude wieder abgerissen, die aufgeschüttete lebenden Fische zeitig heraus und bringt sie in frisches Brunnen öffentlichen Meinung herabzusetzen, ohne sich auf etwas andres als Menge Boden wieder abgefahren und jetzt von dem ursprünglichen wasser, so erholen sie sich bald wieder. Die große Masse aber geht ein aus trübesten Quellen siderndes verleumderisches Geschwätz stützen Der Landtag hat ja das Geld bewilligt. Niveau noch zwei Meter tief ausgeschachtet. Auch eine Berechnung! elend zu Grunde und die Wasserbau- Inspektion hat ihre Arbeit, die hat ihre Arbe verwesenden Fischleichen wegzuschaffen. nnen! werden. " zu können! Gerichts- Zeitung. Im Interesse der Strafrechtspflege" behauptete die gestern vor Im Schlaf ins Wasser gestürzt und ertrunken ist am Dienstag 60 Jahre Buchdrucker! Ein seltenes Fest- das„ Eiserne Die Beilegung des Charlottenburger Kommunal- Konfliktes. in der Nähe von Nudow( Kreis Teltow) ein Wandersmann, welcher Jubiläum" bei geistiger und körperlicher Frische und stets Die Mannen des Herrn Ströhler haben sich in der letzten nach Ausweis seiner Papiere der am 12. November 1848 zu Großgutem Humor iſt dem Schriftsezer Albert Hering, geboren am Stadtverordneten- Versammlung eine empfindliche Niederlage geholt. Fredenwälde( Kreis Templin) geborene Arbeiter Franz Fistler iſt. 18. Oktober 1828 in Berlin, heute beschieden. Am 12. Juni 1843 Noch vor wenigen Tagen konnten sie den Mund nicht voll genug Derselbe glaubte beim Bau des Teltowkanals Arbeit zu finden und begann er in der schon längst nicht mehr existierenden Buchdruckerei nehmen, noch vor wenigen Tagen erhoben sie gegen den Magistrat befand sich auf dem Wege dorthin, wobei er seine geringen Habvon Betsch in Berlin ſeine Buchdruckerlaufbahn. Bald nach Grün- die schwersten Vorwürfe und beschlossen im Ausschuß, die geforderten feligkeiten in einem Handtoffer mit sich führte. Ermüdet ließ er sich dung des Verbandes der deutschen Buchdrucker" wurde H. Mitglied Etats- Ueberschreitungen nicht zu genehmigen. Ueber Nacht ist den abends auf der Chaussee ant einer Stelle nieder, die desselben und hat in den 37 Jahrer treu zu seiner Fahne gehalten. Herren plötzlich die Erleuchtung gekommen, daß es doch besser sei, klein steil zu dem zur Nuthe gehörigen Wasserarm ,, alte Lante" Aus seinem arbeitsreichen Leben sei u. a. erwähnt, daß er als Seger beizugeben, und so traten sie denn wenige Minuten vor Eröffnung der abfällt, wobei er sich auf seinen Koffer ſette. Im Schlaf an der Herstellung des damaligen Partei- Organs Freie Presse" Sigung mit einem Antrage hervor, durch welchen den Mitgliedern, die die ist Fistler alsdann den Abhang hinabgestürzt, ins Wasser gefallen während der ganzen Dauer ihres Erscheinens tüchtig mitarbeitete bekannten unwahren Aftenauszüge gemacht hatten, zwar der Dank und ertrunken. Der Gastwirt Behrend aus Saarmund entdeckte und nach vielen Wechselfällen im Jahre 1887 in die„ Norddeutsche der Versammlung ausgesprochen wurde, durch welchen aber im morgens, als er dort vorüberfuhr, die Leiche und machte Anzeige. Buchdruckerei" eintrat, wo der„ edle Don", wie er von seinen übrigen die Ueberschreitung des Armen- Etats um 77 000 m. rundweg Arbeitsgenossen genannt wird, heute noch als fast 75jähriger Greis genehmigt wird. Weiter empfiehlt der Antrag mit Rücksicht auf die feinen Beruf ausübt. Dies Beispiel zeigt wieder, daß es dem erheblichen Meinungsverschiedenheiten, welche im Ausschusse über die Proletarier selbst nach einer 60jährigen Thätigkeit nicht vergönnt ist, Armenpflege hervorgetreten sind, eine Aenderung der Organisation der die Früchte seiner Arbeit im wohlverdienten Ruhestand zu genießen. Armenpflege nach folgenden Grundsäßen: a) es werden zwei ständige Durch einen herabfallenden Balken schwer verlegt wurde vor- Verwaltungs- Deputationen, eine für die Armenverwaltung, die andre für die Waisenverwaltung gebildet, b) die Zahl der Depu gestern nachmittag um 5 Uhr auf einem Neubau in der Friedrich- tationsmitglieder wird durch Gemeindebeschlußz festgesetzt. Alle dem Schöffengericht vernommene Zeugin Frau Mende gehandelt zu alte Zimmermann Hermann Leder Breslauerſtraße Nr. 3a. Cr erfitt einen Shout her auder größeren Ausgaben, die erforderlich werden, insbesondere auch für haben, indem fie im Auftrage des Kriminalschußmanns die und des rechten Beines und mußte von der Unfallstation mit einem die Sendung in Kur- und Heilanstalten, fönnen nur unter Verkäuferin im Laden der Konsumgenossenschaft für Berlin und UmKoppfchen Rettungswagen nach dem Krankenhause am Urban gebracht Beschluß der Deputation erfolgen, abgesehen von dringenden gegend veranlaßte, ihr für 10 Pf. Mehl zu verkaufen. Sowohl die Fällen. Für diese dringenden Fälle ist die nachträgliche Ge- Verkäuferin wie der Lagerhalter Schubart erhielten dann eine Straf nehmigung einzuholen, c) die für Berlin, Schöneberg und anzeige, weil sie entgegen dem Verbot des Genossenschaftsgesetzes an Durch einen Schuß ins Herz hat sich der frühere Gefangenen- Rigdorf geltenden Bestimmungen, ebenso die Bestimmungen über die Nichtmitglieder des Vereins Waren verkauft hätten. Auch der als Aufseher August Müller aus der Lehrterstr. 19 das Leben genommen. Privatwohlthätigkeit sollen bei der Ausarbeitung der neuen Organi- Beuge vernommene Schußmann Rode behauptete, daß nach UrteilsMüller war beim Zellengefängnis in der Lehrterstraße angestellt, sation in Betracht gezogen werden. sprüchen höherer Gerichte und der Anweisung seiner vorgesezten mußte aber vor einem Jahr wegen eines Nervenleidens schon mit Die Ströhlerianer hielten es nicht einmal für nötig, diesen Behörde er befugt sei, zum Zwecke der Beaufsichtigung der 40 Jahren in den Ruhestand versezt werden. Sein Leiden wurde so plöglichen Umfall zu begründen; es bestand die Absicht, die ganze Genossenschaften in dieser Weise strafbare Handlungen herbeis schlimm, daß er wiederholt seine Frau und die beiden Kinder im Angelegenheit ohne jede Debatte zu begraben; man stellte sogar mit drei Mark bezahlte, hatte der Lagerhalter Schubart Einspruch zuführen. Während die Verkäuferin die ihr auferlegte Strafe Alter von 10 und 12 Jahren mit dem Seitengewehr oder dem an unsre Fraktion das Ansinnen, fich ant der Diskussion Messer bedrohte. Da er sich nicht bewegen ließ, eine Anstalt auf nicht zu beteiligen. Natürlich konnten wir den Herren erhoben. Sein Verteidiger Rechtsanwalt Steinschneider beantragte zusuchen, so trennte sich die Frau mit den Kindern vor vierzehn diesen Liebesdienst nicht erweisen. Im Gegenteil, unser Freisprechung, weil nach dem Gesetz nur die wissentliche Tagen von ihm und zog zu ihrer in demselben Hause wohnenden Fraktionsredner Genosse Hirsch nahm nun erst recht die Gelegen- Zuwiderhandlung oder die Verlegung einer von dem Vorstand des eine solche war nicht vorhanden Mutter, da sie fortwährend ihr Leben ernstlich bedroht sah. Müller, heit wahr, das Verhalten der Mehrheit einer scharfen Kritik zu unter- Bereins erlassenen Anweisung der allein in der Wohnung blieb, wurde feit Montagvormittag nicht ziehen, er ließ sich auch trotz der wiederholten Zurechtweisungen des strafbar sei. Das Gericht entsprach diesem Antrage. mehr gesehen. Als der Hausverwalter am Mittwochabend me Herrn Ströhler, der es nicht für nötig hielt, den Vorsitz nieder- Der Vorsitzende erklärte bei der Verkündung, daß die Zeugin Mende Wohnung mit einem Nachschlüssel öffnete, fand er ihn tot auf dem zulegen, nicht aus dem Konzept bringen, sondern führte seine unvereidigt geblieben sei, weil sie sich der strafbaren Handlung mit Fußboden liegen. Neben ihm lag ein Revolver, aus dem er sich Rede unter lebhaftem Beifall der Minderheit Minderheit und Bischen schuldig gemacht habe. Seine Behörde und kein Gericht eine Kugel in das Herz geschossen hatte, Redner betonte, daß der neue Antrag tönne im höheren Interesse eine Handlung ers Ein Arzt stellte fest, daß der Tod schon ohne das jemand es hörte. der Mehrheit zu Ende. mindestens 24 Stunden vor den tläglichsten Rückzug bedeute, den man fich denken lauben, die das Gesez ausdrücklich verbiete, und dem Auffinden der Leiche eingetreten war. fönne. Die Mehrheit ficht ein, wie schwach ihre Position das Genossenschaftsgesetz stelle ausdrücklich diejenigen unter Strafe, ift, fie tann mit ihren mittelalterlichen Anschauungen nicht welche es unternehmen, die Verkäufer im Konsumberein zur Abgabe durchdringen. Das Streben der Steifleinenen ist darauf ge- von Waren an Unbefugte zu verleiten. srichtet, Grundsäge in unsrer Armenverwaltung einzuführen, die von andren Gemeinden längst als veraltet über Bord geworfen sind, fie.02 ИI will die Armen einfach verhungern lassen, sie will von einer vorWie wir bereits in unfrem gestrigen Bericht aus Zehlendorf bengenden Armenpflege nichts wissen. Und warum? Um die Steuermitteilten, hat Herr Hammer, der konservative Kandidat des zuschläge nicht zu erhöhen. Der Vorsteher hat den Ruf der Stadt Ktreiſes Teltow- Beeskow, die berechtigte Ktritit, die Genoſſe Köfter auf das schwerste geschädigt und es ist eine starke Zumutung, daß In der öffentlichen Versammlung der Rohrer am Sonnabend an seiner kommunalpolitischen Thätigkeit resp. Unthätigkeit geübt ihm deshalb noch Dank ausgesprochen werden soll. Die Mittel, hatte die Lohntommission Bericht zu erstatten, über den den Unterderen sich die Mehrheit bedient hat, find solche, die man im nehmern unterbreiteten Lohntarif sowohl, als auch über die bereits hatte, in der ihm eignen„ objektiven" Weise damit erwidert, daß er ehrlichen Kampfe nicht anwendet. Von einer Prüfung ist keine Rede eingegangenen Antworten der Unternehmer. Da die vorliegenden den Genossen Köfter persönlich beleidigte, ihn als einen gewesen, für den Ausschuß gilt das sic volo, sic jubeo des Herrn Antworten größtenteils nur nichtssagende Redensarten enthielten, die von Arbeitergroschen lebenden berufsmäßigen Hezzer" bezeichnete. Ströhler; der Magistrat soll das Gesetz übertreten haben, in Wirklich- Mehrzahl der Unternehmer überhaupt noch nicht geantwortet hat, Später hat er dann im Privatgespräch mit einem Genossen die Behauptung feit hat er höchstens die lex Ströhler übertreten, ein Gesez, das Herr wurde folgender Antrag zum Beschluß erhoben: Der Verein der aufgestellt, daß Köster für seine Thätigkeit 1000 m. aus der Parteikasse Ströhler sich selbst schafft und das mit den Forderungen der Humanität Rohrer Berlins soll so lange eine abwartende Stellung einnehmen, erhalte. Als der betreffende Genosse diese Behauptung als dreistes in Widerspruch steht. Was die Mehrheit beschließt, ist gleichgültig, den bis die Antworten der Unternehmer eingelaufen sind; die LohnMärchen bezeichnete, hat sich Herr Hammer damit entschuldigt", daß einen Erfolg hat ihr Verhalten, daß bei den nächsten Wahlen ihre fommission bleibt in Permanenz. Nachdem ein Kollege der Ver Herrschaft gebrochen wird. So wird sich die Mehrheit, die Versammlung die Ziele und das Programm der Socialdemokratie in diese Behauptung ja" Dorfgespräch" sei, als ob eine Verleumdung treterin der besigenden Klassen, auch diesmal wieder erweisen als längerem Vortrage auseinandergesezt hatte, ersucht derselbe die Mitdann keine Verleumdung sei, wenn man sie andern Verleumdern Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute glieder, sich am 16. Juni den Wahlvereinen zur Verfügung zu stellen, einfach nachschwatzt! Abgesehen davon, daß das angebliche Dorfschafft. auch den Tag, wenn irgend möglich, als Feiertag zu begehen. gespräch" jedenfalls erst von Leuten in Umlauf gesetzt worden ist, Namens der Liberalen ging Stadtverordneter Dr. v. Liszt die Herrn Hammer schwerlich allzu fern stehen! scharf mit den Ströhlerianern ins Gericht. Auf eine fachliche Er- Berein der Bauanschläger. In der Versammlung am 7. b. M. Nun ist es ja an sich ebenso wenig eine Schande, von Partei- widerung verzichteten die Herren, Herr Ströhler und feine Mitschuldigen wurden 19 Kollegen aufgenommen. Es wurde beschlossen, in der geldern zu leben, wenn man dafür seine Arbeitskraft in den erhielten das gewünschte Vertrauensvotum, die geforderte Etats- Tariffrage gemeinschaftlich mit dem Verband der Bauanschläger vorDienst der Partei stellt, wie es für Staatsbeamte schmach- überschreitung wurde bewilligt. So ist denn, wie Genosse Hirsch zugehen. Ferner wurde beschlossen, am Tage der Wahl die Arbeit voll ist, sich für dem Staate geleistete Arbeit bezahlen ausführte, die Komödie programmmäßig verlaufen, es wurden einige möglichst ruhen zu lassen und sich der Partei zur Verfügung zu geleistete Arbeit bezahlen Bankettreden gehalten und Magistrat und bürgerliche Mehrheit, die stellen. Dem socialdemokratischen Wahlfonds wurden 25 M. überzu lassen. Von der Luft kann kein Mensch leben, auch Herr Hammer sich eben noch gegenseitig als Lügner bezeichnet hatten, lagen sich wiesen. nicht, der vermutlich von dem aufgespeicherten Mehrwert lebt, den versöhnt in den Armen. er während seines ehemaligen Berufes als Malermeister aus seinen Arbeitskräften herausgeschlagen hat. Für den Genossen Köster liegt aber die Sache so, daß er in seinem Berufe als Tischler seinen Unterhalt verdient und nur in seinen freien Stunden gleich den Tausenden andrer thätiger Genossen agitatorisch für die Partei wirkt, ohne felbstverständlich dafür Bezahlung zu erhalten. Würde er sich für diese aus Jdealismus geleistete Arbeit bezahlen und gar so hoch bezahlen lassen, wie Herr Hammer so dreist behauptete, so würde begreiflicherweise seine Thätigkeit in einem bedenklichen Lichte erscheinen. Es mußte deshalb dem Genossen Stöfter alles daran liegen, Herm Hammer zur öffentlichen Zurücknahme seiner ehrenrührigen Behauptung zu veranlassen. Unser Genosse richtete daher sofort einen Brief an Herrn Hammer, in dem er ihn aufforderte, als anständiger Mensch seine Verleumdung zurückzunehmen. Herr Hammer jedoch beantwortete den Brief Köfters mit folgendem interessanten Schreiben: big 09081X Hus den Nachbarorten. Herr Hammer als Verleumder. huuh Zehlendorf, den 9. Juni 1903. Herrn Tischler Köster, hier! Verfammlungen. Die Maler, Anstreicher und Lackierer hielten am 9. d. Mts. im Steglit. Tiefer hängen! Unfre Gegner scheinen mit Gewerkschaftshause eine Versammlung ab, um Beschluß darüber zu den geistigen Waffen am Ende ihres Lateins angekommen zu sein, fassen, in welcher Höhe gemäß Beschluß der Generalversammlung denn sie beginnen jetzt mit Gemeinheiten zu operieren. Die für Berlin und Umgegend die Beiträge zu erheben seien. Nach einer Steglitzer Zeitung" tischt ihrem Bäckerdugend Abonnenten folgende fehr regen Debatte, in welcher die Redner sich teils für, teils gegen o denlose Verleumdung unsres Genossen Zubeil auf: eine Festsetzung der Beiträge über 40 Pf. aussprachen, gelangte mit „ Ein erbitterter Wahlkampf fand am Dienstagabend in einem 180 gegen 113 Stimmen ein Antrag zur Annahme, vom 1. Juli d. J. Stegliger Lokale in der Schloßstraße, dessen Besitzer wir auf ab die wöchentlichen Beiträge für 35 Sommerwochen mit 45 Pf., seinen Wunsch verschweigen wollen, statt. Zwischen 7 und 8 Uhr für die Winterwochen mit 15 Pf. zu erheben. Die Lackierer haben waren in dem betreffenden Lokale eine große Anzahl Gäste an- erklärt, über einen höheren Betrag als 40 Pf. nicht hinausgehen zu wesend, die über die Wahlepoche disputierten und durch ihre wollen oder zu können. Meinungsverschiedenheiten bald hart aneinander gerieten. Von Die Puterträger hielten am 7. d. M. ihre regelmäßige Mitgliederfeiten des socialistischen Kandidaten Zubeil Versammlung ab. Unter anderem brachte Beier einen Fall zur waren nämlich mehrere Arbeiter abgeschickt worden, Sprache, wo die Puzzer sich ihren Trägern gegenüber unsolidarisch die für seine Partei agitieren sollten, und diese Hintermänner gaben gezeigt haben. Die Versammlung protestierte energisch gegen diese nun viel zum Besten. Das wäre ja auch ganz schön gewesen, Handlungsweise und beschloß, die Sache den beiderseitigen Komwenn die Herren Rechtsvertreter", wie sie sich nannten, nicht zu missionen zu überweisen. Nachdem noch aufgefordert war, sich recht weit gegangen wären. In ihrem betrunkenen Zustande, in dem rege an der Reichstagswahl zu beteiligen und am Wahltage mögsie sich bereits befanden, kannten sie keine Rücksicht mehr und lichst die Arbeit ruhen zu lassen, wurde die Versammlung gefamliten lesştere aber auch teine Rücksicht mehr und mit Hilfe von goffen ganz einfach ihren Gegnern das Bier ins Gesicht. Nun schlossen. Ochsenziemern wurden die Zubeilschen Vertreter unter Hurrarufen zum Lokal hinauserpediert." Witterungsübersicht vom 11. Juni 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Barometerstand mm WindSie haben mich in der gröblichsten Weise beleidigt mit zwei unzweifelhaften Injurien und ich habe auf der Stelle erwidert. Und zwar: daß Sie zum Teil von Agitationsgeldern leben". Sie nehmen Ihre Beschuldigungen nicht mir nicht zurück, sondern Das ehrenwerte Blatt sollte wissen und weiß jedenfalls auch, Sie erklären mir nicht einmal auf Ihr Wort, daß Sie daß der socialistische Kandidat Zubeil nicht nötig hat, Arniemals Agitationsgelder empfangen haben beiter nach Stegliz zu schicken, um für ihn zu agitieren, das und da soll ich in den Wättern etwas zurücknehmen? Ja, für besorgt der hiesige socialdemokratische Wahlverein viel gründlicher, wen halten Sie mich denn eigentlich, glauben Sie denn mich be- vielleicht sogar gründlicher, als unfren Gegnern lieb ist. Das„ zum leidigen zu können und ich solle schweigen? Und Sie drohen mir Besten geben" in Wahlangelegenheiten ist bis jetzt immer ein noch, ohne mir auf Ehrenwort zu versichern, daß Sie niemals beliebtes Mittel unsrer un anständigen Gegner gewesen, wir Swinemde. 753 verwerfen solche Stimmenwerbung. Aber auch der socialdemo- Hamburg Agitationsgelder empfangen haben. fratische Wahlverein agitiert nicht auf solche Weise, er befolgt eine Berlin ganz andre Taktik. Wenn an der ganzen Sache überhaupt etwas Frankf.a.M. 757 NW Wahres ist, was wir bezweifeln, so handelt es sich um eine München reine Privatsache der Betreffenden, die sie auch ganz allein mit den ordnungsparteilichen Knüppelhelden abzumachen hatten. So viel Verstand, um das zu begreifen, sollte doch selbst die Redaktion der „ Stegliger Zeitung" befizen, von der man freilich im allgemeinen wenig erwartet. In 27 Versammlungen habe ich gesprochen, aber noch in feiner derselben bin ich so roh beleidigt worden wie von Ihnen und Sie glauben noch mir mit Klagen zu drohen, ja, wenn Sie vorstehende Bedingungen nicht erfüllen, so habe ich mit Ihnen darüber nichts mehr zu verhandeln. Hochachtend F. Hammer. richtung Windstärke Wetter Temp. n. T. Hot Dog Stationen Barometer stand mm 4 wolfenl 18 Haparanda 753 M Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. E. 5° G. 4° 9. 4 Regen 7 2wolfen! 20 1 bedeckt 14 1wolfen! 15 752 GW 2 bedeckt 16 Petersburg 758 SD 754 S 2wolfen! 18 Cort 759 ND 3 bedeckt 16 Aberdeen 760 SW 3bedect 13 Paris 760 S 19 758 DGD 1heiter Wetter- Prognose für Freitag, den 12. Juni 1903. Etwas fühler, vielfach heiter, aber sehr veränderlich mit Regenschauern und ziemlich frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Wien Briefkaften der Redaktion. H. L., Nichthofenstraße. Besten Dank. War schon geplant. Rommt 1875. Steht uns leider Dieser Brief zeigt den konservativen Kandidaten von einer nichts Friedrichsfelde. In ganz kurzer Zeit sind mehrere Unfälle weniger als vorteilhaften Seite. Zunächst verrät es eine höchst eigenartige Moral, aus politischen Angriffen eines Gegners für sich das Recht her- hier im Ort passiert, hervorgerufen durch übermäßig schnellfahrende Automobile. Geradezu lebensgefährlich ist das leberschreiten der zuleiten, diesen Gegner in persönlich ehrenrühriger Weise zu beſchimpfen! Ferner: Herr Hammer hat nicht die Spur eines Be- Straßen, wenn Rennen in Hoppegarten ober, Starfshorft abgehalter von nächſter Rummer an täglich. Münster. Die" 3" bedeutet, daß die weises dafür, daß Genosse Köster Agitationsgelder empfangen hat, zeuge durch den Ort. Von polizeilichem Einschreiten hat man noch auflage auf der Dreideckermaschine gedruckt ist. nicht zur Verfügung. 3." Friedrich Wilhelms- Anstalt für Arbeitsame", er verlangt aber trotzdem, daß Köster ehrenwörtlich das Gegenteil nichts vernommen. Ja, wenn es sich um socialdemokratische Ver- Adresse: Rathaus, Berlin C. Reichstag. 1893. 23. 500. Hier unbekannt. Fragen Sie bei der Direktion an. Schönberg. Kennen versichern solle! Ganz abgesehen davon, daß schon in der Auffammlungen handelte! forderung Kösters an Hammer, seine Verleumdung zurück- Bekanntlich sollte die Fertigstellung des Magerviehhofes wir nicht. Fragen Sie an bei der Volksstimme", Magdeburg, Münzstr. 3. Gossmanns Konzert- Garten, SW., Kreuzbergstr. 48. Jeden Freitag: Norddeutsche Sänger. Jeden Montag: Hamburger Sänger. Bei ungünstiger Witterung im Saale. Marienburger ferde- Lotterie. Ziehung: 18. Jani er. 3384 Gewinne i W. v. Mk. 88000 Lose à 1 M.-11 Stück 10 M. ( Porto u. Liste 20 Pfg.) Oscar Bräuer& Co.Nachf. G. m. b. H. Bank- Geschäft, Berlin W., Friedrichstr.181. Filialen: NW., Wilsnackerstrasse 63. 0.. Andreasstrasse 46 a. 0.. Oranienstrasse 177. Billigste Bezugsquelle aller Art Musikinstrum. u. Saiten. Lederer& Kreinberg Markneukirchen i/ S. 443. Ihre Instr. s. wirkl. preisw. u. Jederm. zu empfehlen." Chr Parusset Mus.- Direct. asch- Joppenfür Herren. Marte JA. Grün meliertes Jagd-| Marke JL. Gutes, grünlich metuch, hinten m. Gurt. St. 1.25 M. Marte JB. Schwarz- weiß fleinfarrierter Baumwollstoff. St. 2M. Marte JC. Derber, grün melierter Jagdköper. St. 2,50 M. Marte JD. Grün meliertes Jagdtuch. St. 2,75 M. Marte JE. Prima Jagdtuch, grün oder braun meliert. St. 3 M. Marte JF. Gezwirnter Baumwollstoff, grünlich, grau oder bräunlich meliert. St. 3 M. Marke JG. Prima Zwirntuch, grünlich oder grau meliert. St. 3,75 M. Marte JH. Sehr gutes ZwirnJagdtuch, grünlich oder grau. ( Passende Hose siehe Marke HK.) St. 3,75 M. liertes Jagdtuch. Joppe m. Sattel gearbeitet. St. 4 M. Marte JJ. Gutes, imprägn. Jagdleinen, grün meliert. St. 4,50 m. Marte JK. Gezwirnter, weicher Baumwollstoff, Fischgrätgewebe, mittel oder dunkelgrau. St. 4,50 M. ( Baffende Hose fiehe Marke HL.) Marte JM. Prima Zwirntuch, grau oder grünlich. Joppe mit Sattel und Falten. St. 6 M. Marfe JN. Sehr guter, ge= zwirnter Baumwollstoff. Grätengewebe. Grau oder grünlich mefiert. Joppe m. Sattel u. Falten. Gürtel ringsherumgehend. St. 7 M. ( Bassende Hose fiehe Marke HL.) Herren- Wasch- Hosen. Marte HH. Dunkelgrau gestreifter| Marte HB. Sehr guter, grauer Molestin. Hose 2 M. Drell. Hose 2,50 M. Marke HC. Bester, grauer Drell. Hose 3 M. Marte HD. Feiner, weißer Croise. Hose 2,50 M. Marte HF. Guter, weißer Satin. Hose 3 M. Marte HE. Sehr guter, weißer Satin. Schwere Qualität. Hose 3,50 M. Marke HG. Bester, weißer Satin. Hose 4,50 M. Marte HJ. Fein gestreifter Zwirnstoff, dunkelgrau. Hose 2,50 M. Marke HK. Gutes Zwirntuch, grünlich oder grau. Hose 3 M. Marke HL. Sehr guter, weicher Baumwollstoff, mittel- od. dunkelgrau, Fischgrätgewebe. Hoje 3,75 M. Marte HA. Guter, grauer Drell. Hose 2 M. Staub- Mäntel. Marte SMA. Feiner, modefarbiger Stöper " " SMB. Guter, dunkelgrauer Alpacca- Diagonal SMC. Sehr guter, mittelgrauer Alpacca SMD. Bester, imprägnierter Mpacca- Croise. Mantel 4 M. 10 " " " 12 18 # " Die notierten Preise sind für die Weiten 88-108 Ctm. Brust- und Leibumfang. Bei größeren Maßen tritt ein Aufschlag von 10 bis 15 Prozent ein. Versand nur gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. Bei Bestellung fertiger Garderobe für Herren genügt Angabe der Brustweite ringsherum unter den Armen über der Weste stramm gemessen, der Taillenweite und der Schrittlänge. Ferner ist die Angabe der ganzen Körpergröße sehr erwünscht. Carl Schmidt, Carl Stier Büsten- Fabrik, BERLIN W., Taubenstr. 23, empfiehlt seine weltberühmten Stoffbüsten für jede Körperform. Figur wie nobensteh. von 7 Mk. bis 50 Mk. Unentbehrlich zur Anfertigung der Kostüme. Katalog gratis und franco. BERLIN SO. Oranienstrasse 166. POTSDAM Nauenerstrasse 28. Illustrierten Katalog über Herren und Knaben- Bekleidung Land 2 Mark, versende gratis und franco. Unverfälscht. Deutscher südwestlicher Honig! Bienenhonig, beft. Qualit. Guzelle 60 th. 4,30 M. franco. Garant. Rüdnahme. Borort, WochenAbzahlung. Bar- verf. die 10 Pfunddofe zu 7,00 M., 5 Pfd. 9 Man hüte sich vor wertlosen 300 Mart, mur mündlich, befault E. Reil, Nordenhof Nachahmungen. Jedes Wort: 408L* Hinsche, Wikmannstr.4.[ 10132* 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 16 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter + 37* Straße 9, parterre. Hochvornehme zurüdgejette Herrenanzüge, Paletots, Beinkleider verkauft billig Deutsches Versandhaus, Jägerstraße 63, 1 Treppe. 18566* Krawattenstoffe große Auswahl, Wallnertheaterstraße 30. 1655 1601* Augustsehn, Oldenbg. Jubiläums 25- Lotterie Ziehung schon 18. Juni. Marienburger Loose M. Pferde11 Loose 10 M., Porto und Liste 20 Pf. Gewinne können nach Ziehung freihändig oder auf Auktion gut verwerthet werden gegen Baar- Geld. 3384 Gewinne im Gesammtwerthe von 88,000 M. 1 M. 9000 1 M. 3500 1 M. 2300 1 M. 5000 1 M. 3000 1 M. 1200 1 M. 1500 5 mit 5500 M. 1 M. 1000 5 mit 1000 M. 66 mit M. 37000 1747L* 3300 mit M. 18000 ( 7 Equipagen, 89 Pferde, 5 Fahrräder u. Silbergewinne) Loose versendet der General- Debit: Lud. Müller& Co. Berlin, Breitestr. 5[ Telegr- Adr.: 13 8, 12, 15-90 M. Glücksmüller. Schlafmöbel- Bazar ,, Baby" Centrale Invalidenstr. 160. Filialen: Potsdamerstraße 35, Tauenzienstr. 7a a. d. Lützowstraße. Beusselstr. 18 Belle Allianceftr. 107 Dranienstr. 31 Reinickendorferstr. 20 Brunnenstr. 92 Frankfurterstr. 115 Fertige Betten und MetallBettstellen für Kinder und Erwachsene. Wir empfehlen: bon 22,50 M. an. 10, 15, 21-75 M. Teilzahlung gestattet. Bei größeren Raten Kassapreise. Liefer. des Post- Sparu. Vorschuß- Vereins. 233/ 6* Wahl- Poftkarten in 2 Ausführungen. 1. So muß es fommen. 2. Das freie Wahlrecht ist das Zeichen...! " " " schwarz 100 Stüd M. 3,-; 500 Stüd. 12,50; 1000 Stüd M. 20, foloriert 100 5,-; 500 22,75; 1000 45, Diese Postkarten werden am Wahltage viel verlangt werden. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 69. Kleine Anzeigen. Ringschiffchen, Bobbin, Schnell näher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, gebrauchte 12,00. Stopniderstraße 60/61, Brenzlauerstraße 59/60 und Große Frankfurterstraße 43. Borjährige elegante Herrenhosen aus feinsten Stoffen 9 bis 12 Mart. Verkauf Sonnabend und Sonntag. Bersandhaus Germania, Unter den Linden 21, II. Die Hausmädchenschule in Berlin bildet Töchter in einem drei auch biermonatlichen Lehrkursus zu besseren Hausmädchen, Jungfern und Stüßen + 96* aus und besorgt jeder Schülerin nach beendigtem Stursus Stellen in guten Herrschaftshäusern. Prospekte gratis. Auch finden stellensuchende Fräulein und Mädchen durch unsern bewährten 1536 Stellennachweis von 11-2 und 5-7 täglich Stellung als Kinderfräulein, beffere Hausmädchen, Kindermädchen, Stüßen, Köchinnen 2c. Frau Erna Grauenhorst, Borsteherin und Stellenvermittlerin für weibliches Personal, Wilhelmstraße 10. Papageien, von Hamburg eingetroffen, sprechende 20,00 an, Som mandantenstraße 52, Restaurant, * Cigarren Einrichtung, Divan, Schreibtisch, spottbillig zu verkaufen Landsbergerstraße 81, Hof. 123/19 Eckbeftillation, langjähriges, einträgliches Geschäft, billige Miete, große Wohnung, Borgarten, umständehalber preiswert abzugeben. Mars, Staftanien- Allee 96. Vorwärts- Buchhandlung SW., Lindenstr. 69. Neuerscheinungen unsres Verlages: Die Kaiserreden im Reichstag und die Socialdemokratie. M. 0,20 Der Umsturz im Reichstag, eine Darstellung der Kämpfe um den Zolltarif nach dem amtlichen Stenogramm M. 0,20 Die Vernichtung der Social: demokratie durch den Gelehrten des Central Verbandes deutscher Industrieller, herausgegeben im Auftrage des Parteivorstandes der deutschen Socialdemokratie M. 0,20 Zeitungsfremdwörter und poli: tische Schlagworte, verdeutscht u. erläutert v. Dr. A. Braun, M. 0,25 Die Frauen und die Politik von Lily Braun M. 0,20 Christliche Arbeiterpflichten, jesuitische Fragen und socialdemo fratische Antworten M. 0,20 Die agrarische Gefahr, eine Dar stellung ihrer Entstehungsgeschichte, ihrer Macht und legten Ziele, von Baul Göhre M. 0,20 Socialdemokratie und Centrum, von A. Bebel M. 0,20 Winke für die Reichstagswahlen M. 0,10 Die katholische Kirche und die Socialdemokratie, bon Karl M. 0,30 Kautsky • Eugen Richters Socialistens spiegel: die Wahlfälschungen der Aktiengesellschaft Fort schritt. M. 0,20 Die Lebensmittelzölle und die indirekten Steuern, wer sie zahlt und wem sie nügen M. 0,10 Wen soll der Arbeiter wählen? Ein Wahlaufruf an die Arbeiter in Stadt u. Land, v. R. Calmer M. 0,10 Der Korbmacher Fischer im Lichte der Wahrheit. M. 0,05 An den Einzelnen, auf den es nicht ankommt!. M. 0,05 Rote Wahlen 1903, eine politische, durch geniale Künstlerhand prächtig ausgestattete Flugschrift M. 0,10 Herren- Kragen, -reinleinen, garantiert 4fach, verschiedene Façons in allen Weiten, Stück 15 Pl., fo lange der Vorrat reicht. Gefchloffene Kragen per Dutzend 3 Mk. und 3 Mk. 50 Pfg. Manschetten, Prima, garant. 4fach 1/2 Dutzend 1.80 Mk., Oberhemden, Serviteurs, Krawatten, in größter Auswahl, Trikotagen, Strümpfe, Hosenträger, Handschuhe. Detailverkauf zu Engrospreisen. Ernst Marcuse, Münzftr. 23. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstr. 69. bis 4 Uhr angenommen 124/ 4* HolzbearbeitungsmaschinenArbeiter! Rechtsbureau. Langjährige Er Tüchtige Stärkerinnen, auch für folge! Fabisch, Grüner Weg vierund- Oberhemden, sucht Karpe, Grüner neunzig( Andreasplak), Gerichts. Weg 119. beistand, Eingabengejuche, Rat Plätterinnen auf Steh- und erteilung. 18636* Umlegetragen, Manschetten, Servi Zahnschmerzen beseitige, ohne aus- teurs, Oberhemden sucht Karpe, Folgende Firmen find gesperrt: zuziehen, absolut schmerzlos für immer. Grüner Weg 119. 124/ 5* unbedingten Erfolg garantiere. Zahn Schulfreies Mädchen tagsüber. Bahnatelier Olivier, Annen- Fruchtstraße 55, Grubert.+42 1,00. straße 26, gegenüber Thalia- Theater.* Zuarbeiterin, Schneiderei, berlangt Gretschel, Grenadierstraße 43a. Geübte Schirmnäherinnen, die fauber und pünktlich liefern, finden dauerndeBeschäftigung. Remat& Silber, Schirmfabrit, Strausenstraße 39. Wer leiht Genossen 100 Mart auf / Jahr? Offerten: K. 20, Expedition Brinz Handjerystraße, Rigdorf.+130 Meyer, Brockhaus- Leriton, Teil1667 zahlung, liefert Schulze, Weiden Rechtskonsulent Betsch, Brunnen- weg 51, II. ftraße 97( Humboldthain). GerichtsHagen, Eingabengefuche, Raterteilung, Unfallsachen. Sonntagsdienst.+ 104* Kunststopferei von Frau Stotosty, Steinmeßstraße 48, Quergebäude hochparterre. Vermietungen. Schlafstellen. + 42* Melteres Mädchen wünscht bei anständigen Leuten einzuwohnen. Näheres bei Mars, Kaftanien- Allee 95, +64 Arbeitsmarkt. Weiche Herrenhüte, gute Qualität, Stüd 95 Pfennige. Beffere Sachen enorm billig. Hutfabrit, Comptoir Kaiserstraße 25A, früher Barnim straße 4 und 5. Sonntags geöffnet.* Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes im Teppichlager Brünn, Hackescher +64 90/ 19* Markt 4, Bahnhof Börse. Restauration, gutgehendes, altes Steppdecken, spottbillig, Fabrif Geschäft, fieben Jahre in einer Hand, Weinstraße 20. + 96* Fahrrabgesuch, auch defekt, Razist frankheitshalber sofort zu vers laff, Schönhauser Allee 163a. 91/ 1* Teppiche mit Farbenjehlern Fabril- faufen. Näheres Strautstraße 36, vorn, niederlage Große Frankfurterstraße 9, Laden. Mittagstisch, vorzüglich, mit + 148* Bier fünfzig Pfennig; große Aus- Laden. + 37* parterre. Schantgeschäft, welches ich feil mahl. Abendtisch zu fleinen Breisen. Fahrräder, Teilzahlungen, 125 vier Jahren mit hohem Ueberschuß Gutgepflegte Biere. Vereinszimmer, Mart, Invalidenstraße 148, Stalizer betreibe, bin ich durch Krankheit ge- 30 bis 50 Personen, auch zu Zahlftraße 40. zwungen, sofort zu verkaufen, be- stelle passend. Heinrich Hoppe, AderFahrräder, neue und gebrauchte, fonders geeignet für Anfänger. Straße 21( neben der Markthalle). A* sowie Reparaturen bei Karl Miethe, Näheres Münchebergerstraße 6, MilchGroße Frankfurterstraße 123, of geschäft. +42 1689* parterre. Schankgeschäft sofort billig ber Wringmaschinen auf Abzahlung, täuflich Pallisadenstraße 88. ohne Anzahlung, Bellmann, Gollnowstraße 26, nahe der Landsberger ftraße. 1594* Nähmaschinen, Langschiffchen, 12 Mark. Wheeler- Wilson 8 Mart, Bellmann, Gollnowstraße 26 nahe der Landsbergerstraße. 15958* Frankfurter Allee 10, am Ringbahnhof, Schnellnäher, Adler, vor, rüdwärts nähend, Ningschiff, Bobbin, borzügliche Fabritate, für alle gewerbliche Näharbeiten, ohne Anzahlung, Woche 1,00. Boftfarte genügt. 18465* +97 Sommerkegelbahn, verdeckt, frei Neue Königstraße 7. 123/ 17* Achtung, Vereine, Achtung! Em pfehle meine Säle nebst 500 Bersonen Stellengesuche. Achtung! Ein Parteigenoffe, Schankgeschäft mit Fabritfund- faffendem Naturgarten mit Theater- Borwärts"- Abonnent jeit 1889, schaft soll für Inventarpreis verkauft bühne, fowie zwei verdeďte Sommer- 50 Jahre alt, sehr schwerhörig, Inwerden, weil Besizer zwei Geschäfte tegelbahnen, validenrente 14,80 Mart, bittet um hat. Näheres Ruppin, Warschauer Sommerfesten, auch Sonntags. Beschäftigung. A. Beine, Gräfeftraße 31, 19126 straße 77. 1910b G. Goldgräbe, Neue Königstraße 7. of parterre. Abzahlung 0,50 an Wäsche, Gardinen, Kleiderstoffe, Inletts, Federn, Herren, Damen- Garderobe. Lange, Demminerstraße 31, parterre.( Postkarte.) zur Abhaltung bon Vereinszimmer. Lier, Alte Jakobftraße 119. 16078* Bereinszimmer zu bergeben. Franke, +105 Botsdamer Stangenbier. Borndorferstraße 8. + 45* Gesangvereine! Uebungsfaal Dienstag, Freitag noch frei, Invalidenstraße 146. 18726* Verschiedenes. 18805* Stellenangebote. Jm Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen koften 40 Pf. pro Zeile. Goldleisten. 75/19 Ad. Hoch, Andreasstr. 32. M. Räbiger, Grüner Weg 20. Belder u. Plathen, Frankfurter Allee 117. Aug. Heinemann, Schulftr. 74. Th. Beder, Dranienstr. 189. Der Vorstand. Achtung! Die Pianofabrik ,, Eroika", Köpnickerstr. 36, ist gesperrt. Zuzug streng fernzuhalten. Fachverein 141/ 10* der Musikinstrumentenarbeiter. Zuzug nach der Telephon Werkstatt Seibt, senghofstr. 7, ift ftreng fernzuhalten bon Tischlern, Maschinenarbeitern und Möbelpolierern. 81/ 18* Tüchtige Bergolder für Bronze und Die Kommission aller Beteiligten. Metall sofort, dauernd, bei hohem Lohn gesucht. Nur erste Sträfte wollen sich melden. 17782* H. Freiberg u. Co., Deutsche Amerikanische Leistenfabrik Oberkaffel Düsseldorf. Geübte Herrenwesten Arbeiterinnen verlangt 6/12 Herrenwesten- Fabrik Berger, Heiligegeiststr. 13/14. Achtung Parkettbodenleger! Sämtliche Bauten der Firma H. A. Mittag find gesperrt. Die Ortsverwaltung. Achtung, Holzarbeiter! Zuzug nach der Bantischlerei C. Kortüm, Zehdeniderstraße 21, ist streng fernzuhalten. 83/ 5* Die Ortsverwaltung. Leipziger Buchdruckerei Aktiengesellschaft. Die durch den Tod unfres Genoffen aufmann frei gewordene Stellung des Geschäftsführers der Druckerei und des mit Buchhandlung Schildermaler, tüchtiger, verlangt oerbundenen Verlages der Leipziger Voltszeitung" ist anderweitig zu Höborn, Baffauerstraße 41. 19076* bejegen. Bewerber wollen unter Angabe ihrer bisherigen Stellung und Farbigmacher verlangt Rigdorf, ihrer Ansprüche sich bis 20. Juni d. J. melden. Jägerstraße 66. Adresse: Paul Kleemann, Leipzig, Gerberstr. 14. 19226* Nahmenkröpfer sucht A. B. Schulze, Vorsitzender des Aufsichtsrats. 19196 Dranienstraße 185. Linonfaçonzieher verlangt fofort 1915b* Stein, Kommandantenstraße 16. Rechtsbureau, Prozeßbeistand, Eingabengesuche, Raterteilung. Falt, Brunnenstraße vierzig. 1916b Bestgeübte Abessynierpumpen, Sauger, Rohre, Gartensprigen Schläuche, billig. Patentanwalt Dammann, DraSchröder, Hochstraße 43. 1756b nienstraße 57, Morigplak, bis abends Steppdecken billigst Fabrik Große neun. 75 Pfennige! Eingabengefuche, Steinmetzen auf Bau und für Cigaretten- Arbeiter und Arbeiterinnen Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* Unfallfachen.Rechtsbureau Bugger, Bahlungsbefehle, Naterteilung. Aller Grabsteine verlangt Christiansen, Krankenfahrstühle für Bimmer Stegligerstraße fünfundsechzig.[ 1623 billigst Gerichtsklagen, Strafsachen, Müllerstraße 144. 19116 finden dauernde Beschäftigung. und Straße fäuflich und leihweise in Rechtsbureau, vormaliger Gerichts- Unfallsachen, Ehescheidungs, Ali- Tüchtige Graveure auf Damas allen Preislagen. Kopp, Elsaffer- sekretär, Andreasstraße 38, Sonntags- mentenflagen. Wulfow, Staliger cierung für Manschettenknöpfe verlangt ftraße 95. 93/ 11* bienst. 1754b* ftraße 141. 19186 Hübner, Markusstraße 5. 19136 92/3 Neue Friedrichstr. 9/10. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Cigaretten- Fabrik ,, Josetti",