Nr. 135. .dbisЯ esclusa asia must do sh of do this on old oat build will Sunshiranien sidst, soldaten schlidua Abonnements- Bedingungen: bir d 0 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 m., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn a Mart, für das übrige Auslans 2 Mart pro Monat. 9121 Ericheint täglich außer Montags. intenst slutdings Merged or sto 90 sidasini od sij sin p 20. Jahrg. 101 Gout it. asdojedan( Die Infertions- Gebühre Vorwürts Berliner Volksblatt. dsier beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Insecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69.0 dad#Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. defr Wahlschluß um 7 Uhr! Wähler, geht zeitig zur Wahl! Wer um 7 Uhr seine Stimme noch nicht abgegeben hat, darf überhaupt nicht wählen! Die Annahme, daß jeder wählen darf, der bis 7 Uhr im Wahllokale erscheint, ist falsch. Niemand darf nach 7 Uhr wählen! Wer sein Wahlrecht nicht einbüßen will, wer nicht will, daß infolge großen Andranges in der letzten Stunde andre ihr Wahlrecht einbüßen, der gehe so zeitig wie möglich zur Wahl! Keine Stimme darf durch Bummelei verloren gehen! Wähler, geht zeitig zur Wahl! jod täisid di Arbeiterversicherung und Socialdemokratie. 19 Sonnabend, den 13. Juni 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. ternsprecher: Amt IV, Nr. 1984. billigen, auf dem der Unfallversicherungs- Gesezentwurf beruht, blättern mit den„ Milliarden", die sie den Arbeitern aus wir die ganzen Ausführungsbestimmungen sehr, sehr wenig ge- Reichsmitteln zugewendet hätten und die ihnen ganz gewiß nügend finden, und wenn wir uns auch einmal der Hoffnung hin- ausgeblieben wären, wäre es nach dem Willen der„ arbeitergeben wollten- obgleich wir diese Hoffnung nicht haben, daß feindlichen Socialdemokratie" gegangen. dasselbe hier im Reichstage in einer Weise amendiert würde, die vollständig unsren Wünschen, also den Wünschen der Arbeiterklasse Aber Herr Richter, der Liebling der Götter und entſpräche, so nas wäre ein anerkennenswerter Schritt damit ge- flärte trofen der Gefeßentwurf, wie er vorliegt, auf unfren ganz entspräche, so muß ich doch sagen, daß auch damit noch sehr wenig Socialdemokraten, was sagte dieser treffliche Held? Er ergeschaffen ist. schehen, aber es wäre mindestens ebenso wichtig, daß nicht allein dafür gesorgt wird und dies ist Ihre Aufgabe, denn wir sind nur die Geduldeten in diesem Hause, man sähe uns am liebsten draußen, daß nicht nur diejenigen Unterkunft und Brot haben, die in der Industrie durch irgend einen Unfall geschädigt werden, sondern daß unsre Arbeiter überhaupt ausreichend Brot und Verdienst haben und beschäftigt werden 2. können. Am 1. April begann endlich die Debatte über den EntDebatt wurf. Durchaus kennzeichnend für die Art, in der sich reat # entschiedenen Widerstand stoßen wird, daß wir diesen Gefeßentwurf im ganzen, obwohl er unter der Maske der Arbeiterfreundlichkeit auftritt, nicht für einen den Arbeitern und ihren Interessen günftigen sondern nachteiligen halten.. drohte am und Herr Richter o gütige Vorsehung! April 1881: Ich rate Ihnen, diese Frage der Arbeiterversicherung bei den Wahlen nicht zu breit zu treten; die Freundschaft mit diesem Gesek könnte für manche der Herren bedenklich werden. Bie aber verhielt sich die Socialdemokratie zu diesem tionäre Legenden bilden, ist der Umstand, daß damals angesichts der wirklichen Sachlage niemand daran denken ersten Bismarckschen Entwurf eines Arbeiterversicherungsdurfte, der Socialdemokratie eine grund Gesetzes? Das geht deutlich hervor aus Bebels Rede vom fätliche Gegnerschaft gegen den Entwurf zu 4. April, in der er dem Reichskanzler erklärte: unterstellen. Dafür sind die Worte durchaus kennzeichnend,..... daß er bei uns für seinen Entwurf bis zu einem mit denen der liberale Parteiführer Bamberger die gewissen Grade eine Unterstützung findet, die ihm selbst Debatte eröffnete. Er begann seine Rede mit diesen Worten: in diesem Falle nicht so unangehnem sein dürfte, um so Wenn diejenigen, meine Herren, welche sich als Redner gegen mehr, meine Herren, da die Verteidigung, die der Herr das Gefeß hier melden, damit die Absicht verbänden, es in allen Reichskanzler am Sonnabend seinem eignen Entwurf hat zu seinen Teilen und namentlich in seinen sachlichen Bestrebungen zu teil werden lassen, keineswegs eine überzeugende war. Er bebekämpfen, so würde wahrscheinlich nicht ein einziger Redner in darf dringend einer Unterstützung von andrer Seite, diesem Sinne auftreten. Ich glaube aber auch auf der andern und wir wollen ihm diese, soweit es uns möglich ist, Seite sagen zu können, daß, wenn diejenigen, die sich als Für unsrerseits angedeihen lassen. Ja, meine Herren, wir sprecher des Gesetzes hier melden, dasselbe in allen seinen Teilen wollen ihm und Ihnen sogar nach besten Kräften helfen, vertreten sollten, die Zahl zwar nicht null, aber doch sehr un- die vofitiven Bestrebungen, die zur Bekämpfung der bedeutend sein würde. Seit Wochen hat man es unzähligemale in fonservativen, scharfmacherischen, nationalliberalen, freisinnigen und Centrums flugblättern gelesen, daß die Socialdemokratie die geschworene Gegnerin der Arbeiterversicherung sei, daß, wenn es auf sic ankäme, die Arbeiter verhungern müßten, daß die Reichtümer, Es gab also zweierlei Anhänger des Entwurfs im Reichs- Socialdemokratie durch diesen Gefeßentwurf erreicht die aus Reichsmitteln dem Arbeiterstande zuflössen, ein Geschenk der wohlgesinnten, braven, nationalen, staatserhaltenden tage. Der eine Teil wagte es nicht, einem Gesetz grund- werden sollen zu fördern, damit sie zu einem gedeihlichen sätzlich entgegenzutreten, das die socialdemokratische Bewegung Ziele kommen." durch Lockmittel von ihrem Wege abzubringen versuchte, der Parteien seien. Mit dieser Rede Bebels endete die erste große grundNicht ohne Bedacht haben wir zugewartet, bis zu welchem andre erkannte, obwohl geächtet und verfolgt, freimütig die fäßliche Debatte, die im Reichstage über das beginnende Gipfel der Verlogenheit sich dieses Treiben entwickeln würde. Berechtigung des Princips. Der eine wollte das Gesetz mit Reformwerk der Arbeiterversicherung geführt worden. Seit ein Artikel des„ Vorwärts" die offizielle Wahlschrift der aller Macht nach rückwärts revidieren, dem andren fehlte mit Der Gesezentwurf, der später von der Reichstagsmehrheit nationalliberalen Partei vor Scham unter die Erde versinken seinen neun Mandaten die Macht, ihn nach vorwärts zu bis zur Unbrauchbarkeit verfchlechtert wurde, ist in der Debatte hieß, mußten wir fürchten, durch vorzeitig geübte Kritik auch revidieren. Der eine Teil war die Masse der bürgerlichen grundsäßlich von den Liberalen, Stonservativen, Centrumsleuten bei jenen andren Wahlflugschriften denselben Erfolg zu er Abgeordneten, der andre war die Socialdemokratie.had bekämpft worden, er hat in seinem Grundgedanken eigentlich zielen. Und den wollten wir nicht! Wir brauchen diese Flug- Aber Bambergers Zeugnis ist uns nach andrer Seite hin nur die Zustimmung der socialdemokratischen Fraktion geschriften! Wir brauchen sie als kostbare Dokumente der noch viel wichtiger. Nicht nur, daß es ihm nicht einfiel, die funden! Man bedenke, welche Selbstbeherrschung und welche geistigen Verödung und des fiftlichen Verfalls unsrer Gegner. Socialdemokratie der Gegnerschaft gegen die Idee der Klarheit der Weltanschauung jene tapferen Neun befizen Sie können jegt kein Wort mehr zurücknehmen. Arbeiterversicherung zu bezichtigen, er schrieb ihr vielmehr mußten, die damals gejagt wurden wie die rändigen Hunde, Was wir zu sagen haben, sind allerdings keine die eigentliche Urheberschaft zu. Er sagte nämlich, wie auf und dennoch das Gute anerkannten, das aus der Hand eines Enthüllungen, die sich auf irgend welche geheime Zeugnisse Seite 679 der„ Stenographischen Berichte über die Verhand gewaltthätigen Feindes kam! stügten, es handelt sich nur um die Feststellung der ein- lungen des Reichstags, 11. Legislaturperiode, IV. Session 1881" So begann die Aera des deutschen Kaisertums und der fachen geschichtlichen Wahrheit; die keinem berborgen sein zu lesen steht, in seiner Rede wörtlich this si nationalen Socialpolitik. fann, der die Protokolle des Reichstags unsre einzige Quelle fennt. Die Herren können sich also auch nicht mehr auf ihren guten Glauben berufen: sie sind schuldig des frechften und das fei gleich gesagt auch des dümmsten Betrugsversuches, der jemals von politischen Induſtrierittern versucht worden ist. Wir lassen die Thatsachen folgen: " Noch im Jahre 1877 hatte sich die offiziöse ProvinzialKorrespondenz" gegen einen Arbeiterversicherungs- Entwurf der Socialdemokratie dahin erklärt: fot Man könne auf solche Vorschläge unmöglich eingehen, wenn man nicht die durch die Socialdemokratie sowieso schon aufgeftachelte Anmaßung und Begehrlichkeit der Arbeiter noch weiter in bedenklichem Maße steigern wolle." snijd niss Dazwischen kam das starke Anwachsen der socialdemtofratischen Bewegung und die Schmach des neuen Deutschen seinen Plan. Materiell ebenso wie formal steht der heutige Gesezentwurf Daß sich die Arbeiterversicherung später nach den Grundauf dem Boden des Socialismus: er bekennt sich in seinen Motiven fäßen des Kuhhandels gestaltete, der zwischen der Regierung ausdrücklich dazu. Wie sehr die gegenwärtige Theorie der und der Mehrheit abgeschlossen wurde, daß es die Pflicht der Gesetzgebung bereits dem Inhalt des Socialismus nahe gerückt Socialdemokratie war, bei diesem Handel beiseite zu stehen ist, wird Ihnen nach mir wahrscheinlich ein andrer Redner sehr das erklärt sich wohl aus jenen parlamentarischen Keimen des deutlich illustrieren, nämlich der Herr Abgeordnete Bebel. Herr späteren Werkes zur Genüge. Bebel hat im Jahre 1878 bei Gelegenheit gerade des Vorschlags, 1001 Daß aber die socialdemokratische Partei auch späterhin " die Unfallversicherungs- Gesetzgebung zu verbessern, eine Rede gehalten, und er hat in derselben genau die Grundzüge desjenigen Gesetzes niemals in ihrem Bestreben erlahmt ist, die Versicherungsentworfen, das ihnen heute vorliegt. Ich will Herrn Bebel nicht gesetze nach den Wünschen der Arbeiterklahe zu gestalten, des Vergnügens berauben, die Stelle wörtlich vorzulesen, in der bleibt gleichfalls für alle Zeit geschichtliche Thatsache. die ganze Dekonomie des Gesetzes auch seiner Ausführung nach Unfre wörtlichen Citate aus den Reichstagsverhandlungen enthalten ist; aber das kann ich sagen, nachdem ich die Rede heute vor zweiundzwanzig Jahren bieten in Zusammenhalt mit morgen nachgelesen habe, ist mir der Gedanke gekommen, ich weiß den bekannten Behauptungen bürgerlicher Wahlflugblätter nicht, warum Herr Bebel nicht vortragender Rat der voltswirt einen geradezu etelerregenden Beweis für die krankhafte schaftlichen Abteilung in der Reichsregierung ist. tips Wahrheitsschen unsrer Gegner. Damals schrie man: Die Und der liberale Apostel, Herr Bamberger, der die Ar- Socialdemokraten sind die eigentlichen Urheber der Arbeiter. Reiches: das Socialistengeſetz. Jetzt änderte Bismard beiterversicherung als ein Theater für den füßen Pöbel" versicherung. Sie wollen das Reich zu einer allgemeinen Um sich nicht auf Repreffivmaßregeln verhöhnte, schloß seine Rede mit den stilistisch ein wenig ver- Armenanstalt machen!" Heute schreit man: Die Socialgegen die Socialdemokratie zu beschränken, vielmehr wirrten, aber fachlich immer noch taren Worten: demokraten sind verbisfene Gegner der Arbeiterversicherung; auch deren Bekämpfung durch positive, auf die Ver- of Das hoffe ich von der Mehrheit des Hauses, sie wird die sie wollen, daß die Arbeiter verhungern sollen!" Ищу подир! besserung der Lage des Arbeiterstandes abzielende Maß- beiden socialistischen Elemente, welche darin bestehen, daß das, Man muß wahrhaftig in der Civilisation weit fortdie Reich zu einer allgemeinen Armenversorgungs- Anstalt gemacht und nahmen" zu versuchen, inaugurierte Bismard die Finanzkraft des Reiches zu diesem Zwecke herangezogen werden geschritten und alle barbarischen Instinkte der Vorzeit gründlich Aera des sogenannten socialen Kaisertums der Hohenfoll, daß die hohe Versammlung diese Propositionen ablehnt. abgestreift haben, wenn man angesichts eines solchen Verzollern". Er legte im Frühjahr 1881 sein erstes Versicherungsgesetz vor, das die Versicherung der in Bergwerken, Fabriken Das war im Jahre 1881 die Stellung des Libera- haltens an keine andre Peitsche denkt denn die bildliche des und andern Betrieben beschäftigten Arbeiter gegen die Folgen lismus zu den Arbeiterversicherungs- Gesetzen. Und seine geschriebenen Worts! der beim Betriebe sich ereignenden Unfälle betraf. Der Ent Partei wagt es heute in ihren Flugblättern, die Socialwurf, der die Einrichtung einer Reichs- Versicherungsanstalt demokratie als grundsägliche Gegnerin der Arbeiterversicherung forderte und Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln vorsah, passierte hinzustellen und das Verdienst daran, daß das Reich, wie ihr Zur Ausübung des Wahlrechts wird diesmal sowohl von Behörden Führer so hübsch und gemütvoll sagte, eine allgemeine wie bon fistalischen Verwaltungen, insbesondere von der Eisenbahnin den ersten Apriltagen des Jahres 1881 die erste Lesung. Die erste Beratung des Unfallversicherungs- Gesetzes warf Armen- Versorgungsanstalt" geworden ist, sich selber zu Verwaltung, den Angestellten weitgehendes Entgegenkommen be aber schon in die Etatsdebatte vom 25. Februar 1881 ihren zuschreiben. Es giebt kein Wort der Schriftsprache, das zur Kenn- wiesen; man scheint jogar die Wahlpflicht für die Beamten statuieren zu wollen. Umsomehr muß es daher bedauert werden, daß von Schatten voraus. Obwohl sich Herr v. Kardorff als Anzeichnung eines solchen Vorgehens ausreichen würde. privaten Unternehmern den Arbeitern vielfach Schwierigkeiten geAber wie Herr Bamberger, der liberale, so wendete macht werden. Wenn dabei der Glaube eine Rolle spielen sollte, hänger des Fürsten Bismarck erklärte, tlagte er, daß dieser durch seine Versicherungspläne die Socialdemokraten über sich auch Herr von Marschall, der konservative daß die Staatsangestellten im Gegensatz zu den Industrie- Arbeitern nicht Wortführer, und Herr v. Hertling, der Wortführer des wagen würden, focialdemokratisch zu wählen, jo machen wir besonders troffen hätte. Demgegenüber führte Bebel aus: Ich weiß nicht, was er( Kardorff) für Begriffe von den An- Centrums, gegen die Reichszuschüsse, die sie als eine darauf aufmerksam, daß der Eisenbahnminister Budde im Abgeordnetenhauſe in aller Form erklärt hat, es sei ihm ganz gleich, sichten der Socialdemokraten und ihren Bestrebungen hat. Ich Form der Armen unterstüßung verächtlich zu machen wie die Beamten wählen. In der Sigung vom 24. Februar jagte fann nur sagen, daß, wenn sie auch im allgemeinen das Princip suchten. Dieselben Parteien prunten heute in ihren Flug Herr Budde wörtlich nach dem Stenogramm: Wahlkampf. " Ich protestiere ferner dagegen, daß ich irgendwie jemandem| geraten. Unter allen Umständen wollen die Bauern nicht mehr so feine Stimmabgabe bei den Wahlen vorschreiben möchte; die Be- viele Juristen als Kandidaten aufgestellt wissen und kritisieren, daß diensteten können wählen, wie sie wollen, auch Socialdemokraten, die Geistlichkeit zu stark in den Wahlfomitees vertreten ist. Das dagegen habe ich gar nichts." Wahlkomitee der ländlichen Centrumswähler", wie die Schreinersche Es ist zwar ganz selbstverständlich, was der Herr Minister da Richtung sich nennt, hat dieser Tage ein Flugblatt herausgegebeit, gefagt hat, aber es ist doch gut, daran noch besonders zu erinnern: in welchem dem offiziellen Centrum in derber Weise zugesetzt wird Jeder Eisenbahner darf unbesorgt socialdemokratisch wählen; und in welchem die Kandidaten bekannt gegeben werden. Die vorMinister Budde, der oberste Chef der Eisenbahnverwaltung ist durchaus wiegend ländlichen Wahlkreise, in welchen die Bauern eine damit einverstanden und wird es nicht dulden, daß einem Angestellten größere Stimmenzahl erwarten, sind mit selbständigen Kan deswegen Unannehmlichkeiten bereitet werden. didaten besetzt, während für sämtliche übrigen Wahlkreise der zweite Vorsitzende des Rheinischen Bauernvereins, Gutsbesiger Ludwig Bönniger, Kempen- Schmalbroich, als Zählkandidat nominiert ist. Der Redakteur Schreiner selbst hat nirgend eine Kandidatur angenommen, wahrscheinlich um der Centrumspresse die Gelegenheit zu nehmen, das persönliche Moment zu sehr in den Vordergrund zu schieben. Soweit die aufgestellten Kandidaten bekannt sind, handelt es sich am alte Centrumsmänner. In dem Flugblatt heißt es, daß die Kandidaten Am 16. Juni wird gewählt! Die Wahl beginnt um 10 Uhr vormittags und dauert bis 7 Uhr abends. Wer um 7 Uhr noch nicht abgestimmt hat, darf überhaupt nicht wählen, auch wenn er vorher schon im Wahllokal war. Wer es irgendwie ermöglichen kann, gehe schon vormittags zur Wahl. Abends ist erfahrungsgemäß der Andrang zum Wahllokal sehr stark. Wer deshalb sein Wahlrecht nicht durch Bummelei verlieren will, gehe beizeiten zur Wahl. Es empfiehlt sich für jeden Wähler, eine Legitimation einzustecken ( Einivohnerschein, Stenerquittung oder Mietsvertrag). 1. für sofortige Kündigung der Handelsverträge eintreten, 2. mur Handelstarifverträgen zustimmen, wenn aus Deutsches Reich. " 681 Das dicke Ende kommt nach. Die Rhein- Westf. 8tg." meldet Berlin über die Vorbereitungen der neuen Artillerievorlage: Unfre Mitteilung darüber, daß kürzlich eine Batterie der Garde- Feldartillerie mit den neuen Rohrrücklauf- Geschützen ausgerüstet worden sei, können wir dahin ergänzen, daß es sich nicht mur um diese eine Batterie handelt. Es sind bereits mehrere Batterien an die zum Empfang bestimmten Truppen abgegangen. Eine ist dazu bestimmt, auf einem unsrer Schießpläße ein Scharfschießen vor dem Kaiser vorzunehmen. Da weitere Geschüße in Arbeit gegeben sind, so kann man mit Sicherheit darauf rechnen, daß während der Kaisermanöver auf jeder Seite sechs Batterien mit den neuen Feldgeschützen erscheinen. Mit dieser Anzahl dürfte man in der Lage sein, ein endgültiges Bild über die Brauchbarkeit der Rohrrücklauf- Geschütze zu erhalten, welches durch das mit einer vollen Batterie vorgenommene Scharfschießen vervollständigt wird. too and to spizde Das sind vorläufig zwölf Batterien. Das übrige soll der neue Reichstag bewilligen trotz Swinemünder Depesche und Jesuitengesetz. a) vorher die Meistbegünstigungsverträge mit Amerika und Das Centrum thut es. Argentinien gekündigt sind, Stimmzettel mit dem Namen des ſocialdemokratischen Kandidatenb) wenn diefelben keine die Landwirtschaft schädigende Gerab- Katholische Muſterbetriebe. find zwar an jedem Wahllokale zu haben, der vorsichtige Wähler nimmt aber seinen Stimmzettel schon von zu Hause mit. Der Stimmzettel muß von weißem, mittelstarten Schreibpapier sein, darf keinerlei Kennzeichen tragen und nichts weiter enthalten, wie die genaue Bezeichnung des Kandidaten. Der Stimmzettel muß ungefähr 9 zu 12. Centimeter groß sein. Man tann ſich ſeinen Stimmzettel felber schreiben. Gültig find auch Stimmzettel, auf denen ein Name durchgestrichen und ein andrer darunter geschrieben ist. segungen der im Tarif stehenden enthalten, it das letzte Winterſtatt iff die von der„ Germania" auerft 3. Schutz verlangen gegen die Ausbeutung des Mittelstandes aufgegriffene Lügengeschichte über den„ Vorwärts"-Betrieb geschleift durch den Kapitalismus, 4. eintreten für Verbot bezüglich Beschränkung der Waren- worden. Kaum ein halbes Dagend Blätter haben von unsrer Richtig häuser, Konsumvereine, Wanderlager, Abschlagsgeschäfte, der stellung vollinhaltlich Notiz genommen. Von Berliner Blättern haben schwindelhaften Ausverkäufe usw., das Berliner Tageblatt" und die meisten andren Zeitungen unfre 5. in allen wirtschaftlichen Fragen sich den Grundsatz zur Richt- Erklärung überhaupt unterschlagen, die Freisimmige Zeitung" und ſchmir machen:" In erster Linie Schutz der heimischen Arbeit die„ Germania" verſtümmelt wiedergegeben. und Produktion". Die Germania" hat geschwiegen, nachdem wir in ihren Betrieb Die Centrumspresse fpeit Gift und Galle über die Verräter geleuchtet. Sie griff zur Methode der Revolverpresse und brachte Der Kandidat muß aber so genau bezeichnet sein, daß jeder am Centrum und besonders thut sich die kleine Centrumspreſſe etwas in der Dienstag- Nummer in auffälliger Schrift folgende„ Briefkastenbeiber Zweifel über seine Person ausgeschlossen ist. Es genügt also z. B. zu gute. Die katholische Geistlichkeit wird das ihre schon dazu bei- notizen": Schriftseter, hier. Ihre Mitteilungen über den Vorwärts" find in einem Bunkte unklar. Wollen Sie nicht gütigst behufs Nachfrage Ihre genaue Adresse angeben? Selbstverständlich wird strengstes Redaktionsgeheimnis gewahrt bleiben. Zeitungsausträgerinnen betreffend wird der Verfasser des Schreibens über die N a chtarbeit der, Borwärts"-Ausnicht Schmidt", sondern man muß schreiben: Arbeitersekretär Robert Schmidt in Berlin. tragen, die Bauern firre zu machen. min, pidnod Nur ein Versehen! Der Regierungspräsident v. Windheim hatte In welchem Wahlkreise man wohnt und in welchem Wahllokale mit Bezeichnung seines amtlichen Charakters den Wahlaufruf für man zu wählen hat, ist im Vorwärts" Nr. 125( Pfingstmummer) den Kandidaten der extremen Agrarier und Konservativen im Wahlta. bekannt gemacht. Außerdem bekommt jeder Wähler noch von unsrer freis Frankfurt a. D. Lebus unterschrieben; wie das„ Berliner " " Partei eine besondere Mitteilung darüber. Wem sie aus Verjehen Tageblatt" mitteilt, hat Herr v. Windheim jezt seine Unterschriftträgerinnen um gütige Angabe seiner Adresse gebeten. nicht zugehen sollte, der bemühe sich bei dem Nachbar darum. the 104 Das Wahlgeheimnis ist durch das neue Wahlverfahren voll- Wahl, nachdem Herr v. Windheim wochenlang amtliche OrdnungsWas hilft das Zurückziehen der Unterschrift vier Tage vor der ständig gesichert. Niemand braucht mehr zu fürchten, daß seine Ab- propaganda getrieben hat!& Gabist stimmung kontrolliert werden kann. Es wird nicht mehr der bloße Stimmzettel abgegeben; dieſer muß vielmehr in ein Couvert geſtedt politische Uebersicht. werden. Das Couvert, das a mflich abgestempelt sein muß, erhält der Wähler erst im Wahllokale von einem Beauftragten des Der„ Genosse", welcher über die Mißstände in der Vorwärts" Druckerei uns geschrieben und sich„ ein Elender von den Elenden" unterzeichnet hat, wird um Angabe seiner Adresse gebeten. Anonyme Buschriften fönnen wir nicht berücksichtigen. pist J. P. hier. Besten Dank für Ihre Mitteilungen. Unbekannt hier. Sie können uns ruhig Ihren Namen tunement, da derselbe strengstes Redaktionsgeheimnis bleiben wird. Für Ihre fachlichen sehr beachtenswerten Aufschlüsse über den In der Vorwärts" Betrieb vorläufig unsern Dant. nächsten Nummer" fonnten wir Ihre Mitteilungen, die wir selbstverständlich unverändert und unverkürzt wiedergeben werden, noch nicht veröffentlichen; vielleicht morgen. Berlin, den 12. Juni. Wahlborstehers. Jedes andre Couvert ist unzulässig. Den Stimm- lemrod jed dot] nd Wehrt Euch! zettel muß der Wähler aber schon von draußen mitbringen. Mit dem Stop Couvert begiebt sich der Wähler in den Nebenraum oder an den Konferenz der Finanzminister beraten soll, soll jetzt der bahrische Ueber die Reichsfinanzreform", über welche die angekündigte Nebentisch, wo eine Vorrichtung angebracht ist( Vorhang oder Auf- Ministerpräsident Freiherr v. Pode wils einige Mitteilungen gebau ober eine abgeschlossene Wahlzelle) und dort muß er seinen macht haben. Zettel( aber nur einen!), geschützt vor jeder Beobachtung, in das Couvert stecken. Dann erst kann er abstimmen, indem er das den Stimmzettel enthaltende Couvert dem Wahlvorsteher übergiebt. Jede andre Art der der Abstimmung ist gesetzlich verboten. Die Couverts sind vollständig undurchsichtig, so daß es von außen auf keine Weise zu bemerken ist, welcher Zettel in dem Couvert steckt. * werden könnten. " Inzwiſchen hat sich die„ Germania" nach diesen Expreſſer- Notizen, die auf die Einschüchterung des„ Vorwärts" berechnet waren, eines Besseren besonnen und schweigt. deren Betrieben die ärgsten Mißstände herrschen, den Mut fand, den Ecstaunlich bleibt bei alledem, wo die klerikale Winkelpresse, in ser ärgsten Mißstände herrschen, den Mut fand, den Vorwärts"-Betrieb zu verleumden. Dieses llebermaß von Heuchelei gemeldet wird, einem Vertreter der Münch. Ztg.", daß Tabak- und Ministerpräsident v. Podewils erklärte nämlich, wie aus München Biersteuer bei der demnächstigen Konferenz der Finanzminister zur Begutachtung des Entwurfes einer Reichsfinanzreform nicht umgangen Herr v. Podetvils hat damit nicht mehr gesagt, als was Thielmann und Posadowsky längst angekündigt haben. 16. Juni so zu wählen, daß die Herren Finanzminister die dem Wir veröffentlichen heute eine dieser Zuschriften aus RheinlandFür das Volk bleibt mun nur noch eines zu thun übrig: Am nächſtige" Ausbeutung des Bieres und Tabaks auf den St. Nimmer- Westfalen: leinstag verschieben! mi lisan, offo dna 20 as fumi 2 hat in den beteiligten Arbeiterkreisen große Empörung hervorgerufen und wir werden mit Zuſchriften überhäuft, die uns die Zustände in den katholischen Druckereien schildern, deren Blätter dem Borwärts" „ Lohndrückerei" usw. vorzuwerfen wagen. " Es hat daher jetzt kein Wähler mehr die Entschuldigung, daß er aus Furcht vor Schaden nicht socialdemokratisch wählen fann, Furchtlos tann jeder Wähler den socialdemokratischen Zettel abgeben. 33 Wähler, die aus irgend einem Grunde von der Wahl zurückgewiesen werden, wollen sich sofort bei dem socialdemokratischen Mit den schmutzigen Anwürfen der„ Germania" gegen die Wahlkontrolleur melden, der die Zurückweisung notieren wird. Nationales Ketertum. Borwärts"-Druckerei ſind durch das Berliner„ 75 Pfennigjämtliche Centrumsblätter Centrumsblätter RheinlandEin Kududsei hat der Kardinal- Fürstbischof Kopp dem Centrum Korrespondenz- Bureau" Ein vortreffliches Geldgeschäft scheint die Firma Bürger( Fränkel)- nicht nur, sondern auch der katholischen Kirche mit seinem wahl- Westfalens versorgt worden und diese beuten mit wahrer Wollust Münch mit ihren Socialen Thatsachen zur Socialistentötung gemacht erpresserischen Hirtenbriefe in das Rest gelegt. Er hat, wie die das gefundene Fressen zu gelegener Zeit" gegen die Socialzu haben. Es geht uns heute bereits wieder eine Zuſchrift zu, daß Bolts- Zeitung" zu melden weiß, das ganze Polentum, und zwar demokratie allenthalben aus; dabei vergessen sie vollständig, in eine der Firmen, die um einen Beitrag zu dem Geschäft angeschnorrt nicht bloß das oberschlesische und preußische, sondern auch das gali- welch gefährlichem Glashause sie selbst fißen. Aber das ist so ihre worden sind, zwar den Bettelpfennig wie so viele andre Bettel- zische und ruffische in eine fieberhafte Bewegung versetzt. Davon Art:" Je schlechter man selbst ist, desto schlechter spricht man über pfennige bezahlt, aber keine Schriften dafür erhalten hat. Die weiß auch der„ Dziennik Berlinsti" zu berichten. Er schreibt: Aftien Lagerbier- Brauerei zu Schloß- Chemniz schreibt uns: „ Gestern und heute famen zu uns viele Leute, bekannt als Die soeben vom Gau Rheinland- Westfalen des Verbandes 1919 ir teilen Ihnen höflichst mit, daß wir noch nie gegen die fanatische Katholiken und Anhänger der Geistlichkeit. Sie sind auf deutscher Buchdrucker versandte, am 21. Februar 1903 auf chi socialdemokratische Partei oder gegen einzelne Angehörige derdas höchste empört über das, was sie in den Kirchen hörten( Verfelben aktiv vorgegangen sind; daß jener Betrag zu dem ge- lesung des Koppschen Hirtenbriefes in Berlin, Charlottenburg usw.) genommene Statistik über die Einführung des deutschen Buchdruckernannten Zived weder mit unsrer Genehmigung noch mit unfrem und forderten unsre Vermittelung behufs Einberufung einer Protest tarifs schneidet für die katholischen Druckereien sehr schlecht ab. Es Wissen gesandt worden ist; daß wir die Bürgersche Schrift nicht versammlung gegen derartige... Die Protestversammlungen feien hier einige größere fatholische Verlags- und und 119 einmal dem Inhalt nach fennen. finden natürlich statt."" 1901 Beitungsdruck Zeitungsdrudereien hervorgehoben, von den vielen kleineren Und der Gleiwiper, Glos Stonsti" berichtet: atic Drudereien, besonders des linken Rheinufers wollen wir gar nicht „ Die oberschlesischen Polen protestieren beim Papst gegen den reden. Im Westen angefangen ist es zunächst Paderborn, wo Hirtenbrief des Fürſtbiſchofs Kopp. Es sei zu erwarten, daß die 6 katholische Druckereien den Tarif nicht und die eine nichtpolnisch- katholischen Gemeinden von Kopp abfallen. Die obers fatholische Druckerei denselben anerkannt haben. Dort arbeiten z. B. Schlesischen Polen wollen mir in den Strakauer und Dimiter in der Bonifazius- Druckerei( gehört einem geistlichen Millionär) bei Diözesen beichten und kommunizieren. Die Koppschen Pfarrer 15 dm Auf Grund unsrer Nachforschung nach dem Zusammenhange der fraglichen Angelegenheit können wir Ihnen der Wahrheit entsprechend mitteilen, daß einer unsrer Beamten, in der Annahme, es handle fich, wie früher schon geschehen, um einen Beitrag 19 zur Agitation gegen die in Aussicht stehende Erhöhung der Brausteuer und gegen die Erhöhung der Gersten- und Hopfenzölle, jene 100 M. an die Berliner Bank in Berlin gesandt hat. gmmipo 196 bed pillion, Hochachtungsvoll Attien- Lagerbier- Brauerei od bid as andadut, job zu Schloß- Chemnitz. nodo stisjisd Iodno nooid jod out Klapp. Der Vertreter der Firma, der persönlich bei uns vorsprach, verficherte uns überdies, daß kein Exemplar der Broschüre in der Brauerei oder sonst einem Teile des Betriebes verteilt worden ist. " Sakramente an. andre." 910 Jett muß erst in seiner eignen Position, in seiner nationalen Idee an- 11 Gehilfen unter Tari, Dülmen, 10 stündige Arbeitszeit, fall sid drohen den Lesern der polnischen Blätter die Entziehung der 92 stündiger Arbeitszeit 18 Gehilfen unter Tarif, bei Jungfermann, 91% stündige Arbeitszeit, 10 Gehilfen unter Tarif, bei Ferd. Schöning Der Mißbrauch geistlicher Gewalt im Kampfe gegen die Social-( Inhaber ebenfalls Millionär) 10 ständige Arbeitszeit, 35 Gehilfen demokratie ist recht. Das Bürgertum unter Tarif. Dann Baumann in Münster, Westfalen, Vereins- Druckerei, gegriffen werden, um zwischen dem Mein und Dein der Kirche und 91/2 stündige Arbeitszeit, 32 Gehilfen unter Tarif. Ferner im Rheindes Staates unterscheiden zu lernen. Einst tobte das nationale land: Elberfeld, Wupperthaler Aktiendruckerei, 9 stündige Deutschtum gegen Ledochowski, jetzt ist das nationale Polentum Arbeitszeit, 11 Gehilfen unter Tarif; Bonn: Karl Georgi, über Kopp ergrimmt. Freifinn und Reichstags- Wahlrecht. Mag sich der freiſimnige zu welch anmutigen Konsequenzen der Hirtenbrief des Fürſt- 9 stündige Arbeitszeit, 22 Gehilfen unter Tarif, Hauptmann, Kandidat im fünften Berliner Wahlkreise, Herr Zwid, mit noch so bischofs Stopp führt, beweist der Umstand, daß sich jetzt ein begüterter 10ftündige Arbeitszeit, 12 Gehilfen unter Tarif uſw.odnoszo gewundenen Redensarten gegen den Verdacht wehren, daß er eine Nationalpole mit Hilfe eines Retourbillets zweiter Klasse aus Destreich In der Statistik sind ferner 25 katholische Druckereien angeführt, plutokratische Umgestaltung des Reichstags- Wahlrechtes angepriesen die Segnungen der Kirche holen kann, während der arme Teufel, in welchen kompensiert wird, d. h. in denen die von der katholischen habe, die Thatsache bleibt dennoch bestehen, daß der Freisinn den die Not im Lande hält, nach Herrn Kopps Willen mitleidslos Kirche eingesetzten Feiertage durch unbezahlte Neberstunden in g- verin Bezug auf das Reichstags- Wahlrecht nicht mehr zur Hölle fahren soll. Chedem galt der Satz, daß ein Kamel eher schiedener Weise nachgearbeitet werden müssen. Unter diesen stubenrein" ist. Die neueste Bestätigung liefert der freisinnige durch ein Nadelöhr komme als ein Reicher in den Himmel, jetzt Drudereien befindet sich die der„ Essener Volkszeitung", welche Wahlaufruf in Nürnberg, worin lediglich die Aufrechterhaltung haben es die Reichen in der Breslauer Diözese viel bequemer und des allgemeinen und direkten Wahlrechts versprochen wird. der Satz gilt statt für sie für die Armen. k den Mund gegen dien, Bortvärts"-Druckerei am meisten voll Wenn auch dieser Wahlaufruf an andren Stellen beredtes Zeugnis So will es Kopp, der Halachrist! sindi and Gulf genommen hat. Drei Druckereien lassen an den katholischen Feiervon der politischen Unwissenheit seiner Verfasser ablegt, so ist doch 1966 Barbarische Rechtsübung. polisdtagen, an denen nach Kirchengebot die Arbeit ruhen soll, wacker nicht fennen sollten. also nicht auch Warum treten die Nürnberger Freifinnigen Die Blätter melden:" Der mehrfach zum Tode verurteilte Luft- bach, welcher in seinen vielen Druckereien den Tarif auf vier für das gleiche und geheime Reichstags- mörder Tehnow hat sich in der Universitätsklinik zu Greifswald einer Wochen einführte", aber alsbald die Anerkennung des Tarifs wieder Wahlrecht eindre Fehlt es ihnen etwa in ihrem feiten schweren Operation unterziehen müſſen. In seinem Kopfe hatte sich zurüdzog. Tangen Aufruf an Blas für diese beiden kurzen Worte? Dann hätten ein Abice gebildet, der durch einen Eingriff in die Schädelhöhle entzieht man nun noch in Betracht, daß es gerade die katholischen sie es ja bequemer gehabt, einfach zu sagen, daß sie für das be- fernt werden mußte. Die Operation verlief günstig, und das Be- Druckereibesizer waren, welche die Kompensierung der katholischen stehende Wahlrecht eintreten wollten! Nachdem sie sich aber schon finden des Patienten ist befriedigend. Tischlergeselle Ludwig Tehnow einmal in eine genaue Definition des von ihnen gewünschten ist bekanntlich wegen des Doppel- Knabenmordes in Babe auf Rügen Feiertage und die erweiterte fünfklassige Lohnstala, im GegenReichstags- Wahlrechts einließen, haben sie durch die Form dieser und wegen eines Doppel- Mädchenmordes in der Nähe von Osnabrück faze zu der dreiklassigen des übrigen Deutschlands, zur Bedingung Definition dargethan, daß sie auf das gleiche und geheime Wahlrecht vom Schwurgericht in Greifswald viermal zum Tode verurteilt des Anschlusses an die deutsche Tarifgemeinschaft gemacht und dakeinen Wert legen. Es bleibt ihnen jetzt nur noch zu enthüllen, in worden. Das von ihm beantragte Wiederaufnahmeverfahren ist durch die Position eines Teiles der bis dahin schon taristreuen welcher Weise sie die Intelligenz" gegen die„ rohe Faust" bei den seiner Zeit von sämtlichen in Betracht kommenden Instanzen zurüd Gehilfenschaft verschlechtert haben, so kann man die ganze Heuchelei fünftigen Reichstagswahlen zu schützen gedenken. gewiesen worden." dieser demagogischen Centrumspresse ermessen. Der Absceß im Kopfe des Mörders ist nicht von gestern auf heute entstanden; es liegt die Annahme außerordentlich nahe, daß man es mit einem Unzurechnungsfähigen zu thun hat, der schon zur Zeit feiner Mordthaten unzurechnungsfähig war. Es widerspricht schon dem geltenden Recht, einen Unzurechnungsfähigen hinzurichten; vor Schweinburg hat recht! Er hat neulich darüber geklagt, daß wir So wird die Sittlichkeit der Landbevölkerung untergraben! einer gesteigerten wissenschaftlichen Erkenntnis kann aber das Ver- die kleinen Vermögen mit einer prozentigen Vermögenssteuer benod and fahren vollends nicht bestehen. Der Abscheu vor den Mordthaten ist legen wollten. Wir haben darauf geantwortet, wis dächten nicht Centrumsbauern. Die Richtung um Schreiner im Rheinischen begreiflich und berechtigt, und es mag auch begreiflich erscheinen, daran: das halbe Prozent fei als Durchschnitt gemeint, die Bauernverein hat nun doch noch, und zwar in allen rheinischen wenn das Empfinden der großen Masse des Volkes nach Vergeltung großen Vermögen sollten stärker belastet werden. Jegt erflärt er: Wahlkreisen, Kandidaten aufgestellt. Das Centrum hat sich also ruft. Es ist daher die Aufgabe der Wissenschaft, dem Volte ihre er glaube ja ganz gern, daß uns das so recht wäre, aber die Folge verrechnet, wenn es glaubte, daß, wenn Schreiner pensioniert höheren Erkenntnisse zu vermitteln und es zu einer geläuterten Auf- eines solchen Stenerdrucks würde natürlich das Auswandern wäre, die Sache erledigt sei. Gerade in den letzten Tagen fassung von den Aufgaben der Rechtspflege zu erziehen, die nicht der großen Kapitalien sein. sind die Bauern energisch in die Agitation eingetreten und mehr in der rohen Vergeltung zu suchen sind. Pfui! Bfui! lex Heinze! Die Ultramontanen in der Grafschaft Glas schreiben in ihren Flugblättern, die Socialdemokratie wolle nicht eher ruhen, bis der letzte Pfaffe am Darm der letzten Nonne am Laternenpfahl baumelt. in verschiedenen Versammlungen mit den Centrumsführern zusammen-** ob rechtes. Wir werden darauf zurückkommen. Andre Zuschriften schildern uns die Verweigerung des Koalitionsrechtes. Wir werden darauf zurückkommen. It's möglich? Die vaterlandslosen Gesellen bleiben zu Hause und bezahlen aus ihrem einzigen Kapital, ihrer Arbeitskraft, zwanzig und fünfundzwanzig Prozent an den Staat? Die patriotischen Kapitalisten würden aber sofort den deutschen Staub von ihren Füßen schütteln, wenn man sie mit einem halben Prozent ihres Vermögens besteuern würde? Schweinburg hat recht! Wir haben es poffierlich gefunden, daß er über eine„ Verminderung des Nationalvermögens" wehe schreit, die unser beiläufiger Steuerplan zur Folge haben müßte. Wir haben damals gedacht, das Nationalvermögen sei die Summe der materiellen Güter, die die Nation befize. Er aber belehrt uns, daß das Nationalvermögen die Summe jener Güter ist, die die Nation nicht hat, sondern den Kapitalisten schuldig ist: die dreieinhalbprozentigen Schuldverschreibungen usw. Das sei doch ganz flar; wir hätten uns nur dumm gestellt. auch für den Einfältigsten, der bisher Augen und Dhren nicht bezüglich der Bevilligung von Vorzugszöllen für englische Waren ganz verschlossen hat... Darum müssen wir Euch zurufen: seitens Kanadas veröffentlichen würde, der Premierminister Keine Stimme darf unsrer Partei verloren gehen, kein fatholischer Balfour, der Schriftwechsel sei noch nicht vollständig, und könne Mann darf an der Wahlurne fehlen. Nichts kann ihn vor daher nicht veröffentlicht werden. seinem Nachläfen entschuldigen, wenn er durch seine " " Nachläffigkeit oder Furcht der heiligen(!!) Sache seiner Partei int oni do Rußland. seine Stimme entzieht oder gar der Gegenpartei zu seinem eignen Ruffische Umtriebe in Paris. Zu der in London veröffentlichten Verderben zum Siege verhilft." Vorstehendes ist Meldung, die russische Regierung habe Schritte gethan, um der abbeim Pfarrgottesdienst in allen Kirchen ohne fälligen Stritif französischer Zeitungen an der Haltung der russischen alle Zusäße und Erläuterungen zu verlesen." Beamten in Finnland und bei den Ereignissen in Kischinew ent Die Todfeinſchaft, die aus diesen Worten ſpricht, hat die schwarze gegenzuwirken, meldet das Kopenhagener Blatt" Politiken", der Gesellschaft nicht verhindert, Arm in Arm mit den Brotwuchern Chef der russischen Geheimpolizei in Paris, Manniloff, habe alle andrer Konfessionen, mit den dreimal verfluchten„ Liberalen", den die„ Ein Ruſſe" gezeichneten Artikel in der„ Nouvelle Revue", im Vernichtungskampf gegen Volfsrechte und Volkswohlfahrt zu führen; Gaulois" und im Figaro" geliefert, worin gemäß den Weisungen Von seinem Standpunkt aus hat er wieder vollkommen und andrerseits wird heute höchstens noch ein halbversteinerter des russischen Ministers des Innern, Herrn von Pletve, die russische recht! red Liberaler von anno Tobak dem flottentollen, militärfrommen und Regierung verteidigt wird. Manniloff, so heißt es in der Politiken" Er macht deshalb, um so großes Unheil zu verhindern, an- koloniallüfternen Centrum den Vorwurf der„ Reichsfeindschaft" und weiter, hat auch in der französischen Presse die Nachricht verbreitet, läßlich der berühmten demnächstigen" Konferenz der Abgebrannten der Vaterlandslosigkeit" machen. So ändern sich die Zeiten und ein finnländisches Komitee habe eine Flugschrift gegen die russische für neue Bier- und Tabaksteuern Stimmung. die Dinge mit ihnen. Nur von einem können das Centrum und Geheimpolizei in Paris herausgeben wollen, habe davon aber nach Und damit hat er vom Standpunkt der patriotischen dreieinhalb- feine Mannen noch heute nicht lassen: die religiösen Gefühle der Empfang von 500 Fr. Abstand genommen. Diese Nachricht ist nach prozentigen Schuldverschreibungen aus wiederum recht! Masse mißbrauchen sie auch heute noch zum Stimmenfang und" Politiken" eine blanke Erfindung. verschmähen den härtesten Gewissenezwang nicht, um politische Türkei. Geschäfte zu machen. Fraglich bleibt nur, ob sich die Masse des Volkes bei den demnächſtigen" Wahlen zu dem„ dennächſtigen vieres Bier- und Tabakkollegium nicht ebenso dumm stellen wird wie der Vorwärts". Herr Schweinburg und seine dreieinhalbprozentigen Patrioten thäten uns leid, wenn sie darum vaterlandslos würden. d bielski " einigen Jahren: " Die politische Bedeutung der Staatsschuld beruht darauf, daß jede feste Schuld des Staates ein Darlehn ist des Einzelnen an die Gemeinschaft. Also, jede Staatsschuld macht aus der Liebe und seinem Wohlsein." zum Vaterlande ein berechenbares Interesse an seiner Erhaltung Afrika. Die Der Aufstand der Albanesen ist noch keineswegs, wie von will zwar amtlich nicht dabei gewesen sein, als Herr v. Pod- Der Divisionsgeneral Schemsi Pafcha ist mit einigen Vataillonen Nach der Henernte verduft' ich! Die offiziöse Kölnische Zeitung" türkischer Seite fürzlich gemeldet wurde, als unterdrückt anzusehen. Die„ zollfreien Leckerbissen" glaubt die Centrumspresse und ihre nichts von seinen Verduftungsabfichten gehört haben, aber soviel hat Albanesen des Gebietes Malijija abgegangen. that he will auch amtlich überhaupt Gebirgsschüßen von Diałowa zur Büchtigung der oppoſitionellen Aus Jpek find Handlangerin die Freifinnige Zig." fortgesezt benutzen zu können, fie nichtamtlich doch in Erfahrung gebracht, daß der sonst so fröhliche neuerdings 55 reformfeindliche Albanesen verbannt worden. um die Aufmerksamkeit der Wähler vom Ernst der politischen Minister leidend, sehr leidend sei... The forg bisherige kommissionelle Untersuchung in Smerdesch, Kreis Kastoria Situation abzulenken. Wohliveislich verschweigt sie unsre atten- nis Herr Schönstedt, der Justizminister, dagegen leidet, wie sie im Wilajet Monastir, hat ergeben, daß dort ein fünfzehnstündiger mäßige Feftnagelung ihrer Verdrehungen und Schwindeleien. Engen erfährt, an feinerlei Miniſterkrankheit. Er gedenkt noch manchen Kampf stattgefunden hat und die mohammedanische Bevölkerung Richter hütet sich die Namen der bürgerlichen Abgeordneten jüdischen Assessor zu überleben. aus der Umgebung das Dorf geplündert hat. Bei dem jüngst im zu veröffentlichen, die dem Berfaffer Verfasser der ersten Auf- Ein sehr hübsches Zugeständnis aus einem konservativen Blatt Dorfe Jenidsche zwischen Adrianopel und Kirkilisse stattgehabten lage des„ Socialistenspiegels" ihr" Ehrenwort" für mindestens zieht die Sächsische Arbeiterzeitung" wieder ans Tageslicht. In Kampfe zwischen den bulgarischen Einwohnern des Dorfes und zwölf nachgewiesene fauftdicke unwahrheiten verpfändet haben sollen. Den Grenzboten", der bekannten in Leipzig erscheinenden türkischen Truppen gab es auf beiden Seiten Tote und Verivundete. Die im Mitbefiz des Herrn Bachem stehende Kölnische Volkszeitung" fonservativen Wochenschrift, hieß es in einer Bücherbesprechung vor Einige Häuser wurden zerstört. erklärt in Bezug auf unsre Festnagelung der ehrenwörtlichen" Verficherung: Neues erfährt man aus dem langen Artikel nicht." Wir bezweifeln nicht, daß die„ Kölnische Volkszeitung" Unterwerfung Figigs. Der von dem General O'Connor den die Wahrheit unsrer Darlegungen bereits fannte und acceptieren Einwohnern von Figig bewilligte Aufschub lief heute vormittag Refern aufgetischt hat. Aengstlich hält sie insbesondere die Festgern ihr Zugeſtändnis, daß sie also bewußt die unwahrheit ihren 8 Uhr ab. Die Vertreter von sieben Dörfern trafen früh ein, um ihre Unterwerfung anzubieten und werden die Bedingungen der stellung ihren Lesern vor, daß die Bekämpfung des Bolles auf HaarDazu schreibt wörtlich der Grenzboten"-Redakteur:" Diese Kapitulation ausführen: 1. die Auslieferung von Geiseln, die schon wild eine Bekämpfung gegen die Vermehrung des Wildschadens be materielle Grundlage der konservativen und patriotischen Gesinnung auf dem Wege nach Ain- Sefra find, 2. Auslieferung der Waffen, deutete und daß dieser zu Gunsten der ehrlichen Arbeit des mühsam ist auch hinlänglich bekannt. Nur sollte man, so oft sie erwähnt 3. Zahlung einer Kriegssteuer. Die Operationen können als be= arbeitenden Bauern erfolgten socialdemokratischen Bekämpfung auch wird, niemals unterlassen, daran zu erinnern, daß bei den Armen, endet angesehen werden. O'Connor wird voraussichtlich morgen ein Centrum sabgeordneter beigetreten ist. Wir lehnen es die, anstatt vom Staate Zinsen, zu beziehen, mit ihrer Arbeit die Beni- Unif verlaſſen. ab, den Verein der Lebensmittelzoll- Freunde aus dem Centrums- Zinsen für die Staatsgläubiger aufbringen müssen, diese ganze Ein- Beni- Unif, 11: Juni. Die Bewohner von Figig haben mit der und freisinnigen Lager in ihrem Bestreben zu unterſtüßen, die Auf- richtung daher die entgegengesezte Wirkung hervorbringen muß." Ausführung der Kapitulationsbedingungen begonnen; sie haben eine merksamkeit der Wähler von ihrer Lebensmittelwucher- Politit abzuziehen.( Also nicht tonservative Gesinnung! D. R.) Der Kritiker weist Abschlagszahlung von 30 000 Fr. geleistet, 14 Geiseln gestellt, alle Die Abgeordneten derselben Organe, die sich jetzt darüber entrüstet dann ferner nach, daß durch die Staatsschulden das Sinken des Gewehre ausgeliefert und Geschenke überbracht. General O'Connor stellen, daß für„ Lurusgegenstände" Zollfreiheit befürwortet sei, Binsfuzes verhindert wird.timistic haben für Zollfreiheit der größten wirklichen Lurusgegend„ Weil aller Mehrertrag der ins märchenhafte gestiegenen Garnisonen zurückkehren werden. hielt heute eine Parade über die Truppen ab, die demnächst in ihre stände entgegen socialdemokratischen Anträgen im Plenum und in der Kommission gestimmt, insbesondere für die Zoll- nur das Kapital der Reichen vermehrt, so ist der Geldmarkt bald Produktivität nicht ins Einkommen der Massen übergeht, sondern freiheit auf Lugus See Jachten, welche nur Millionäre sich halten können. So habent die Centrumsleute und die Herren ihm eben wieder eine neue Anleihe auf die Beine helfen. So ber wieder überschwemmt, der Kapitalzins finkt wieder, und dann muß der Freisinnigen Volkspartei am 10. und 11. November 1902 im hindert der Kriegszustand der Staaten das Sinken des Binsfußes Intereſſe des Kapitals und des Lurus" gestimmt. Das Centrum auf Null und einen Zustand, bei dem das Ansammeln von Geldhat durch die That gezeigt, daß es für die Lurusgegenstände kapital keinen Sinn mehr haben würde, daher ein jeder von seiner der großen Masse" im Sinne Bismarcks stimmte. Bismard Arbeit leben müßte, aber auch könnte, weil sich der ganze Arbeitsführte am 22. November 1875 im 1875 im Reichstag aus: ertrag unverkürzt unter die Arbeitenden verteilen würde." = " Ich kann die Zeit faum erwarten, daß der Tabak höhere Summen steuert. Ebenso steht es auch mit den Bier, dem Branntwein, dem Zucker, dem Petroleum und all diesen großen Verzehrungsgegenständen, gewissermaßen den Luxusgegenständen der großen Masse." Die katholischen Arbeiter, die für das Centrum stimmen, tragen zur Vertenerung dieser Lurusgegenstände des Massenverbrauchs bei und ziehen ihren inneren Feind", den knurrenden Magen, groß. Ein netter Kultur" lampf. " V Die indirekten Steuern treffen das arbeitende Bolk. Des gesteht indirekt zu cin konservativer Herr, Dr. Sturmhövel in Leipzig, der in ciner Hasse- Versammlung sagte: In einem Punkte bin ich gewiß gleichen Sinnes wie Herr Professor Hasse und dessen bin ich sicher, obwohl ich vorher nicht mit ihm darüber gesprochen habe, daß nämlich unfre Reichs- Finanzgesetzgebung einer gründlichen Reform sehr bedürftig ist. Ich meine, man solle die indirekten Steuern vermehren, damit wenigstens die, welche für Flotte und Heer nichts geben wollen, auf der andren Seite herangekriegt werden. Die nichts geben wollen, das ist das arbeitende Volk; der konservative Herr will sie durch Vermehrung der indirekten Steuern zwingen, noch mehr als bisher dazu zu geben. 11901901 Socialdemokratie und Ladenschluß. Wir können heute mitteilen, wie die„ Staatsbürger- Beitung" weiter die Wahrheit ritualmordet. Erstens: Die Feststellung, daß der erste socialdemokratische Antrag außer dem Ladenschluß noch für die Sonntags beschäftigten Gehilfen einen freien Tag in der Woche forderte, wird nach wie vor verschwiegen. 3weitens: Daß Stadthagen den Achtuhr- Ladenschluß in and to misb Gotha bekämpft habe, wird fallen gelassen. Die Aeußerung sei in brand op aid d einer Berliner Versammlung gefallen. Es ist richtig, daß damals in in einer Versammlungsdiskussion der Achtuhr Ladenschluß als „ Kinkerlitzchen“ bezeichnet wurde aber nicht aus Abneigung gegen den Schutz der Handlungsgehilfen, sondern weil dieser Schutz" dem Redner mit Recht nicht ausreichend erschien. biljka sido Drittens möchten wir zur Vervollständigung noch erinnern, daß in der Berliner Stadtverordneten- Versammlung die Social demokraten den Zehnuhr- Ladenschluß an Sonntagen beantragt haben. Viertens sind die erbittertsten Gegner der Sonntagsruhe und des Ladenschlusses gerade die kleinbürgerlichen Elemente gewesen, deren Intereſſe die Staatsbürger Zeitung" zu vertreten borgiebt! " " Tante Voß als Prophetin. Die Bossische Zeitung fündet aus dem Kaffeesatz ihrer Hellsehenden Weisheit das Folgende: " " Ausland. Italien. Sad Die Revolution des vornehmsten Rockes. Die militärische Königsmezelei in Belgrad wird von der europäischen Diplomatie und Presse mit der größten Seelenruhe aufgenommen. Herr Delcassé, der französische Minister des Auswärtigen, betrachtete die Ausrottung eines ganzen Königsgeschlechts als ferbische Tagesneuigkeit", an der Frankreich kein materielles Interesse habe. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" aber, das Berliner Regierungsorgan, zwingt sich folgende Beileidsnotiz ab: Ueber die entsetzlichen Ereignisse in Belgrad, die unter allen Umständen lebhaftes menschliches Mitgefühl mit den Opfern der Statastrophe, namentlich mit dem unglüdlichen jungen König weden müssen, laufen fortgesezt neue Berichte ein." Das Berliner Regierungsblatt ist eine brave Seele! Mit dem abgeschlachteten Herrschergeschlecht ist kein Geschäft mehr zu machen. Die etwas ungewöhnliche Art seines Endes nötigt ihr zwar, weil es sich so einmal schickt, unter allen Umständen" menschliches Mitgefühl ab, das aber doch auch nur dem Könige gilt; das köstliche ,, namentlich" verrät diese Herzensneigung. Um Frau Draga vergießt die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" teine Thräne; ihr ist vermutlich Recht geschehen, sie war ja nicht einmal ebenbürtig". " mutliEntrüstungstelegramm ist bis zur Stunde in die Welt geKein Demission des Kabinetts. Nachdem der Marineminister gangen. Im Gegenteil! Die neuen Minister, die auf den Leichen Bettolo und der Minister des Innern, Giolitti, gestern be- ihr Amt errichtet haben, werden als tüchtige Menschen geschildert. stimmt erklärt hatten, ihr Amt niederlegen zu wollen, trat heute das weil ein fanatisierter Chinese einen deutschen Vertreter aus mißleiteter Kabinett zu einer Beratung zusammen, in der nach telegraphischer Meldung beschlossen wurde, daß das gesamte Kabinett demissionieren Vaterlandsliebe erschoß, wurde der Rachezug nach China untersolle. Der Grund, der das Kabinett zum Rücktritt bestimmt, ist die nommen. Unzählige Dörfer wurden niedergebrannt, die Flüsse Abstimmung der Kammer über den Antrag Franchetti, der zur Unter waren mit Leichen erfüllt, die Heere Europas führten reiche Beute Wenn der vornehmste Rod Könige fuchung der gegen den Marineminister Admiral Bettolo erhobenen aus dem geplünderten Lande. Anschuldigungen bekanntlich die Einfeßung einer parlamentarischen mordet, so ist das eine interessante Tagesneuigkeit.us ift, 149 Stimmen, während für die vom Stabinett verlangte Ab- glaubten um einer hohen Jdee Willen zu handeln, sie festen mutig Kommission forderte. Der Antrag fand, wie schon gemeldet worden All die Fanatiker, die sich an Staatsoberhäuptern vergriffen, lehnung 188 Stimmen abgegeben wurden: ein Stimmenverhältnis, ihre ganze Persönlichkeit zum Opfer, fie bezahlten die That mit Spanien. tom ind in welchem das Kabinett ein Mißtrauensvotum erblickt. gon Nicht unwahrscheinlich ist es, daß Zanardelli wiederum mit der ihrem Leben. Dennoch schäumte die bürgerliche Presse über von Bildung des Kabinetts beauftragt wird und es schließlich zu einer Beschimpfungen der irregeleiteten Schwärmer und Wahnsinnigen: Die Wahrnehmug wird allgemein bestätigt, daß der Rekonstruktion kommt. Bettolo und Giolitti dürften jedoch kaum Abschaum der Menschheit, Bestien, vertierte Unholde das waren Bund der Landwirte fast allenthalben an Einfluß bedeutend ver- dem neuen Ministerium wieder angehören. noch die schwächsten Worte. In Belgrad wurde das Dffiziercorps loren und die Socialdemokratie in vielen Großstädten und mobilisiert, um im Schlafe zu meucheln. Es war gar keine Gefahr Juduftriebezirken ihren Höhepunkt überschritten hat!" dabei. Es ist ja militaristische Moral, nur den Schwächeren zu überWir werden sehen, ob sich die„ Voss. Ztg." diesmal als bessere Socialistische Wahlstimmen. Madrid, den 9. Juni.( Eig. Ber.) Prophetin erweist als in den dreißiger Jahren, in denen sie jedesmal Endlich läßt sich ziemlich genau die Anzahl der Stimmen feststellen, fallen. Dennoch finden wir nirgends ähnliche Beschimpfungen der vor den Wahlen das gleiche Gesicht" hatte. die bei den letzten Korteswahlen für die verschiedenen Parteien ab- Helden des Königsmordes. Im Wandel der Zeiten. Man schreibt uns aus Süddeutschland: gegeben sind. Hat die socialistische Partei auch wiederum keinen Der dreiste Wahlerlaß des Erzbischofs Kopp von Breslau mag seinen Siz im Parlament errungen, so hat sie doch seit den vorigen, im unmittelbaren hakatistischen Zwed vielleicht erfüllen und den groß- Jahre 1901 vollzogenen Wahlen ihre Stimmenzahl um mehrere polnisch gesinnten Teil des oberschlesischen Klerus bei dieser Wahl Tausende vermehrt. Es fielen auf socialistische Kandidaten: bei den Korteswahlen in 1891: 5000 Stimmen, zum Versiummen bringen; hier unten in Süddeutschland ist er uns aber eine erwünschte Waffe mehr im Kampfe gegen das Centrum. Eine langwierige und anstrengungsreiche Aufflärungsarbeit hat hier doch schon so viel gefruchtet, daß auch solche katholische Wähler, die sich wohl oder übel die politische Hezarbeit ihres eignen Pfarrers oder Kaplans gerade noch gefallen lassen, gegen die Erlasse der tirchlichen Oberen sehr mißtrauisch geworden sind. Die bayrischen Bischöfe hüten sich denn auch wohl, mit Hirtenbriefen nach der Art der Koppschen hervorzutreten, und die ultramontane Presse ist deshalb darauf angewiesen, alte Formulare wieder abzudrucken. Erfolg, wie wir schon andeuteten, mindestens zweifelhaft! 1893: 7.000 51" 55" 1896: 14 000 " 1898: 20 000 " " " " 1899: 23 000 " " " " " 1901: 25 400 " " 1903: 29 000 Erfreulich ist die Zunahme der focialistischen Stimmen in völlig ländlichen Bezirken. Während in 1901 nur etwa 2000 Stimmen von Landarbeitern für uns abgegeben sind, haben wir diesmal mehr als das Doppelte in rein ländlichen Streifen erhalten. England. Und schließlich findet sich nicht die leiseste Betrachtung über die Gefahren einer Herrschaft, die sich allein auf die Armee stüßt. Sonst wurde die deutsche Socialdemokratie verantwortlich gemacht für jede That, die ein irrfinniger Italiener ausführte. Jest zieht man nicht die bescheidenste Schlußfolgerung auf den allgemeinen Geist des Militarismus und sieht in den Belgrader Vorgängen nicht einmal eine Bestätigung der Nationalhymne, daß Rosse und Reisige nicht die steile Höhe schützen. Nur die„ Konservative Korrespondenz" macht den schüchternen Versuch, zu beweisen, daß die Socialdemokratie das serbische Heer demoralisiert hat. Das ist die Moral: die herrschenden Klassen sind immer nur da moralisch entrüstet, wenn sie damit Ge schäfte machen. So jäh krachen Throne! Und niemand ist, der um die Ges stürzten trauert. Der König ist gemordet, es lebe der Aber es ist doch interessant zu sehen, wie sich in diesen alten Königsmörder! Schon beginnt Europa, sich auf die neue Kulturkampf- Dokumenten, so z. B. in einem Hirtenbriefe, den der Lord Rosebery ist unermüdlich in seiner Agitation gegen das Herrschaft einzurichten. Kein Zweifel: wir befinden uns in der Bischof Johannes Valentin von Würzburg am Tage Mariä Heim- Chamberlainsche Zollprojekt. Er hielt in der Londoner City im Geburt eines neuen Gottesgnadentums. Bald wird Herr suchung 1875 veröffentlichte, das Centrum mit der Kraft der Ver- Liberalen Klub eine Rede, in welcher er ausführte, dem Lande sei Karageorgiewitsch König von Gottes Gnaden sein und der liebe zweiflung gegen den Vorwurf der Vaterlandslosigkeit" in einer Weise, die nicht regelrecht sei, ein Vorschlag unterbreitet Better aller europäischen Potentaten. Schon säubern zeitgemäß und Reichsfeindschaft" wehrte. " Je näher der Tag der Wahl rückt", so heißt es in jenem& handle sich um eine Frage, welche die Interessen der City auf den guten Peter Höchlichst überrascht über die Mordthat sein. worden, über den jeder seine Ansicht ohne Rückhalt tundgeben sollte. geschwinde Reporter die Krone von den Blutflecken und lassen Hirtenbriefe, desto mehr steigert sich ihre( der Liberalen) Thätig das engste berühre, und er könne nicht glauben, daß die City, so was ihn nicht hindern wird, die blutige Erbschaft" anzutreten. keit, desto mehr entbrennt ihr Eifer, ihre Streitlust gegen ihre leblos fie auch zu sein scheinen möge, völlig stillschweigen werde bei Bald wird der Königsmörder an den Höfen Europas herumreisen Gegner, die von ihnen so bezeichnete" reichsfeindliche, ultramontane" Partei. Und wer ist diese ultramontane, reichsfeindliche einer Frage, welche die Art an die Wurzeln der Handelssuprematie " * Und vielleicht hält ihm demPartei? Das sollen wir sein, Geliebteste, die wir treu wie unsre Englands lege; es würde unverständlich sein, wenn die City stumm und Thron und Altar, Armee und Ordnung im Verein mit seinen Väter der heiligen katholischen Kirche und ihrem Glauben an- bleibe, und es sei für ihn nicht zweifelhaft, wie eine von der City Vettern gegen den Umsturz schützen. hängen;... sie nennen uns die treuen Statholitenreichs auszugebende Losung lauten würde. Rosebery bemerkte schließlich, nächst Herr Kirschner am Brandenburger Thor eine feierliche Anfeindlich und antinational. wir heißen bei unseren libe- er sei aufgefordert worden, die Stellung des Führers der liberalen sprache.... Partei wieder zu übernehmen. Darauf könne er nur sagen, er sei ralen Gegnern Reichsfeinde, ultramontan und kulturfeindlich. Wenn auch unsre Gegner die Liberalen- noch hundert- ührer gewesen und habe eine sehr lebhafte Erinnerung an seine mal wiederholen, daß sie gegen Religion und Kirche, gegen unsren Erfahrungen. pal Phantafien heran. Dahin gehören wohl durchweg die Unterredungen Glauben und unsre heiligen Sitten nichts vorhaben, so haben diese Im englischen Unterhause antwortete auf die Anfrage mit dem in Genf befindlichen Gottesgnaden- Anwärter Peter Redensarten alle Bedeutung und Glauben verloren für jedermann, Burtons, ob die Regierung den Schriftwechsel mit Deutschland Karageorgiewitsch. • Die Flut der Telegramme schwemmt ersichtlich vielfach 350 Ueber die pro mod pupils 195 bil Endang englis nächtliche Königsschlacht verbreitet das„ Ungarische Korrespondenzbureau" folgende Einzelheiten: fb 19 S DON die natürliche Lösung der Frage, Ein Ausfrager des„ Daily Mail" weiß allerlei aus einer Unterhaltung mit dem Thronanwärter zu erzählen.„ Daily Mail" ist groß in der Erfindung solcher Geschichten. Dem Blatt verdankten wir seiner Zeit die haarklein geschilderte Erzählung vom heldenhaften Untergang der sämtlichen Gesandten in Peking. sidady mist du 119 fristad Ein Ein Irrsinniger! Borgänge, wie die in Belgrad, pflegen stets die Geisteskranken unheimlich aufzuregen und so erklärt sich ein Zwischenfall, der aus Wien telegraphiert wird: Wien, 12. Juni. Heute nachmittag wurde Kaiser Franz Joset auf einer Ausfahrt nach Schönbrunn in der Mariahilferstraße von dem anscheinend irrsinnigen Handelsagenten Reich mit einem Dolche bedroht. Reich wurde von Vorübergehenden sofort entwaffnet und sodann verhaftet. Kaiser Franz Josef sette die Fahrt fort. Fahrt fort. mate din spudsido dendi galapu Nach einer andern Meldung war es nur ein Stod, mit dem der Unglückliche, der bereits in einer Frrenanstalt gewesen sein soll, in den Wagen geschlagen hat. Kämpfe lastet, endlich Ordnung und Ruhe bringe. Nachdem durch| zum Unterzeichnen seiner Abbankung zu zwingen, und man hätte ihn das Belgrader Verbrechen das Haus Obrenowitsch so schrecklich verpflichten können, wie es unter andren Umständen geschehen ist. Es ist geendet, haben wir keinen Grund, gegen eine schreckliche Sache, Blut zu bergießen. Sie fragen mich, welche Haltung ich einnehmen werde, wenn ich im Besitz der Krone bin? Aber bieten Sie mir diese Krone an? Jedenfalls glauben Die Verschwörer hielten am 10. Juni abends in einem Garten- vor welche nun das Land gestellt ist, etwas einzuwenden. Sie sicher, daß ich, wenn man mich ruft, mich von dem Geiste Iokal eine Beratung ab. Unter ihnen befanden sich auch aus Nisch Demöftreichischen Regierungsblatt erscheint das Blutbad als der so bewundernswerten Einrichtungen der Schweiz werde leiten eingetroffene Offiziere. Nachts 12 Uhr zogen die Offiziere zum ganz natürliche Lösung. Die Mörder flößen ihm durchaus Ver- laffen. Ich habe vieles vieles gelernt in den langen Jahren, Konat. Naumowitsch öffnete den Haupteingang zu den königlichen trauen ein. Wenn sie so vorzüglich gemordet haben der reine da dieses Land mir Gastfreundschaft gewährte. Ich bin Apartements. Vor dem Schlafzimmer des Königs forderte Nau- Präcisionsmord! so werden sie sicher auch gut regieren. ein Freund der unbeschränkten Preßfreiheit und ich hoffe, mowitsch denselben auf, die Thür zu öffnen. Der König gab Das sind achtunggebietende Leute von festem Auftreten. Serbien sich entwickeln zu sehen unter der Herrschaft der Verfassung darauf eine barsche Antwort. Die Offiziere versuchten nun, Was die auswärtigen Be Nur in Rußland Heuchelt die Presse auf Befehl„ Entrüstung und bon 1889, die sehr freiheitlich ist. die Thür mit den Säbeln zu erbrechen und sprengten fie Abscheu" über die Blutthat, welche ihresgleichen nur in der alten ziehungen betrifft, so hat man behauptet, daß ich planmäßig feind schließlich mit Dynamit. Nach einer Version soll Naumowitsch bei Geschichte Englands und Byzanz findet. lleber russische Ge- lich gesinnt sei gegen Destreich. Das ist falsch; doch ist es möglich, daß ich eine besondere Zuneigung zu Rußland empfinde, wohin ich der Explosion den Tod gefunden haben; nach einer andren schichte darf die russische Presse ja nichts wissen. Aber dieser be meine Kinder gesandt habe, in der Hoffnung, daß sie dort Dienste Version soll Naumowitsch durch Lasar Petrowitsch erschossen worden fohlene Abschen, der über die Greuel von Kiſchinew nicht erlaubt nehmen werden. sein. Gegen den König richteten die hereinstürzenden Offiziere zahl- ward, entspringt mir dem Bewußtsein der Mitschuld. Ein spanisches reiche Schüsse. Die Körper des Königs und der Königin wurden liberales Blatt hat nicht so Unrecht, wenn es schreibt, Rußland alsdann vom Balkon auf den Hof geschleudert, wobei dem König und Destreich seien wegen ihrer Intriguen in Serbien als die eigentdie Schläfe zerschmettert wurde. Der König ist erst nach 4 Uhr lichen Mörder der Königsfamilie verantwortlich zu machen. morgens gestorben. Advokat Zivkowitsch fuhr später in einem An dem benachbarten bulgarischen Hof hat die Königsschlacht, Hofwagen durch die Straßen und hielt Reden an das Volf. wie telegraphiert wird, großen Eindruck" gemacht; die Katastrophe Ministerpräsident 3izar Markowitsch eilte auf die Schüsse sei aber nicht unerwartet gekommen. aus seiner Wohnung auf die Straße. Soldaten umzingelten ihn. Der nadi Der neue Herr Ministerpräsident verteidigte sich mit dem Revolver und wurde Peter Karageorgiewitsch empfängt in Genf nach wie dann erschossen; auch der Minister des Jnnern Theodorowitsch vor keine Besucher. Ein Gendarm mußte vor seine Thür geverteidigte sich, bevor er niedergeschossen wurde. Die übrigen stellt werden, so groß war der Andrang der Personen, die Minister wurden in haft gefeßt, am Nachmittag jedoch wieder zu ihm ihm wollten; er behauptet auch jetzt noch, keine freigelassen. Es sind bereits zahlreiche Ausgewiesene nach Belgrad Nachrichten von dem in Belgrad Vorgefallenen zu haben; zurückgekehrt. Die Zeitungen billigen die Ereignisse. Die radikalen indessen überbringen Telegraphenbeamten fortwährend Depeschen. Blätter beschimpfen das Königspaar auf das gröbste und Karageorgiewitsch trifft vorläufig noch keine Reisevorbereitungen. In führen an, der König habe die Offiziere geringschätzend Belgrad wird er erst nach erfolgter Wahl durch die Stuptschina und behandelt. Er habe die Kriegsschule nach Schabazz ver- den Senat erwartet. Wien, 12. Juni. Der Jrrfinnige, der dem Kaiser heute nachlegen wollen. Die Hauptursache der Verschwörung seien jedoch die mittag mit dem Dolche in der Hand entgegentrat, wurde sofort von letten skandalösen Wahlen gewesen. Einzelne Blätter sprechen von Baffanten und einem Sicherheitswachmann festgenommen, nachdem einer Republik, die meisten wünschen jedoch die Rückkehr der Karader Stutscher der Hofequipage, in welcher der Kaiser neben dem Flügelgeorgiewitsch. Bermondoci adjutanten Major Driancourt saß, ihm einen Schlag mit der Beitsche Die Wiener N. Fr. Pr." giebt von den Ereignissen der Nacht feitgestellt, daß der Mann 27 Jahre alt und irrsinnig ist, Jacob Reich über die Hand versetzt hatte. Auf dem Polizeikommissariat wurde im Konat folgende Darstellung, die allerdings romantische Zusäße heißt, Handelsagent ist, bereits in Irrenanstalten war und gegen eignen Fabritats enthält. Unt 1/2 Uhr nachts marschierten 30 Offiziere wärtig beschäftigungslos ist. Derselbe ist bereits am 2. Januar d. J. unter Führung des Obersten Maschin und Oberstlieutenants Mitschitsch, Budapest, 12. Juni. Dem„ Ungarischen Telegraphen- Korrespondenz mittags im Ceremoniendepartement der Hofburg erschienen und ergefolgt von einer Abteilung des 6. und 7. Regiments nach dem Büreau" wird aus Belgrad gemeldet: Wie die vorgenommene ärzt flärte dort dem Beamten: er möchte ihn in einer für das Reich Konak, die letztere umzingelte das Schloß. Man brach die Thüren liche Obduktion ergeben hat, wurde König Alexander bei seiner Er hochwichtigen Angelegenheit sprechen": Man erkannte ihn schon da= ein, um in die inneren Gemächer zu dringen. Da einige Thore mordung von 27 Kugeln getroffen, während der Körper der Königin mals als Jersinnigen, insbesondere als er auf Befragen erwiderte, und Thüren nicht gleich aufgingen, wurden sie mit Dynamit von 5 Schüssen und mehreren Dolchstichen durchbohrt ist. per ſei Gottes Sohn und habe dem Kaiser höchst wichtige Mitteilungen gesprengt. Im ersten Borzimmer trat Adjutant Oberst Naumowitsch Köln, 12. Juni.( W. T. B.) Die Kölnische Zeitung" erhält über die Affaire der Prinzessin Luise von Sachsen den Verschwörern entgegen, er wurde niedergemacht, ebenso General von ihrem Korrespondenten in Wien unter Bezugnahme auf die zu machen; damals wurde er nach der psychiatrischen Klinik gebracht adjutant Lazar Petrowitsch. Im zweiten Vorzimmer war König Meldung, daß vier östreichische Donau- Monitore vor Belgrad er und befand sich bis jetzt im städtischen Versorgungshause. Alexander. Dieser eilte zum Fenster, riß dasselbe auf und rief um Bürgerkrieg, sondern Ruhe herrscht, so denkt man in Wien nicht Kaiser Franz Josef festgenommene Irrfinnige Jakob Reich stammt, schienen seien, folgendes Telegramm: Da in Belgrad nicht der Wien, 12. Juni.( W. T. B.) Der wegen seines Anschlags gegen Hilfe. Niemand hörte ihn. Darauf begab sich der König zur Königin und baran, irgend welchen militärischen Druck auszuüben. Noch weniger wie die N. Fr. Br." meldet, aus Galizien. Er hatte sich auch in Briefen an umschlang fie schützend. In dieser Haltung erwartete der König die ist Grund für Mobilmachungen vorhanden. Den Versicherungen den Präsidenten Grafen Better als Jacob, den Sohn Gottes, Verschwörer, die mit dem Revolver in der Hand eindrangen und Peter Karageorgewitsch' Vertretern der Bresse gegenüber, daß bezeichnet. Heute Vormittag war er im Abgeordnetenhause und die Waffen auf das Königspaar abschossen. Beide fielen sich um- er sich mit Destreich auf guten Fuß stellen wolle, wird wollte einen Baß nach China haben; er wurde zur Polizei geschickt. schtungen haltend zu Boden. Gleichzeitig drangen Abteilungen hier Glauben geschenkt. Auch wird hervorgehoben, daß Peter Militär in die Wohnung des Kriegsministers Pawlowitsch, des Karageorgewitsch magyarisch versteht. Voraussichtlich wird ihm die Ministerpräsidenten Zinzar Markowitsch und des Ministers des Sluptschina den Königsthron anbieten, und feine Macht dagegen Innern Theodorowitsch. Die beiden ersteren wurden ge- Nikolaus, mit seinem Schwiegersohne Peter verfeindet, dieſem den Einwendung erheben, Montenegro etwa ausgenommen, weil Fürst tötet, Tekterer wurde schwer verwundet. Die Kunde wurde 119 Burch Prinzen Mirko vorschieben wollte. Die von serbischen Studenten die Offiziere in die Safernen und Lager neben der Verschwörung der Offiziere betriebene republikanische gebracht. Nur ein Kommandant Namens Nikolitsch, der Verschwörung gilt als ungefährlich für Peter Karageorgewitsch einen Lieutenant niederschoß, widersetzte sich. Er wurde erschossen. Königstum. Offiziere ritten heute morgen durch die Straßen und verkündeten dem Volle die Nachricht von dem Tode des Königspaares und proklamierten den neuen König. Das Bolk begrüßte die Kunde mit lauten Ziviorufen. Die neue Regierung trat im Ministerium des Innern zu einer Beratung zusammen, wohin fich auch die Diplomaten begaben. Als die ersten trafen dort der östreichische Gesandte und Militärattaché cin. And in dis Eine Unterredung mit dem Königsmörder will bereits der Belgrader Korrespondent der National- Zeitung" gehabt haben. Der Korrespondent erzählt: nun " Ich suchte gestern den Oberstlieutenant Mischitsch auf, welcher zuerst auf den König geschossen haben soll. Mischitsch sagte:„ Wir waren unsrer viele, ob ich oder andre zuerst scholfen, darüber bestehen eigentlich nur Vermutungen. Uns ist die Haupt sache, daß unser Wert gelungen ist. Wir haben dem Vaterland einen ungeheuren Dienst geleistet und sind sehr befriedigt vou unfrem Erfolg. Gegen den Adjutanten Lazar Petrowitsch feuerte der als vorzüglicher Schüße bekannte Hauptmann Milan Ristitsch den ersten Schuß ab, der den Adjutanten in die Stirn traf, so daß er sofort Die Ursachen. Die Presse findet es als eine zureichende Ursache der Schlächterei, daß der König der Armee„ fremd" geblieben sei. Die Armee habe die Heirat mit Frau Draga als eine Schmach empfunden, echter Militarismus und die Königin habe das Militär„ hochmütig" behandelt. Außerdem seien die Gagen unpünktlich gezahlt. tot war." " m.sid rodod you * Wien, 12. Juni. Abgeordnetenhaus. Am Schlusse der Sizung erklärt der Ministerpräsident v. Stoerber in Beantwortung der heute eingebrachten Interpellation über die serbischen Vorgänge, die Regierung, welcher keine andern als die bisher verlautbarten Nachrichten bekannt seien, wende den bedeutsamen, erschütternden Ereignissen So niederschmetternd in Belgrad gewiß volle Aufmerksamkeit zu. es wohl wirkt, fährt der Minister fort, am Beginne des 20. Jahr hunderts die politische Entscheidung in solcher Weise herbeigeführt zu fehen( Zustimmung), so überaus traurig, ja tragisch die Vorkommnisse in Belgrad vom menschlichen Standpunkte sind, so werden sie doch so lange als Angelegenheitert Serbiens zu betrachten sein, als daraus feine Konsequenzen für unsre Monarchie und die Lage Europas sich ergeben. Wir hoffen, daß auch das neue Regime den Bedürfnissen des eignen Landes entsprechend ein gleiches, freundschaftliches VerDeftreich- Ungarn bältnis zu Destreich Ungarn erhalten und im Sinne des Friedens auf der Baltanhalbinsel wirken werde. Jede serbische Regierung überhaupt kann allseitiger Sympathien versichert sein, wenn sie in ihrer auswärtigen Politik die friedlichen Dispositionen der Kabinette Europas auch zu den ihrigen macht. met " Wahlverfammlungen. 1 In Groß- Lichterfelde fand am 11. d. M. eine öffentliche Wählerversammlung statt, in welcher ein geistiger Stampf zwischen der Socialdemokratie und den Konservativen ausgefochten wurde. Diese Versammlung war von den Konservativen einberufen und unserm Redner eine einstündige Redezeit gewährt worden. Lange vor Beginn der Versammlung war der cirkusartige Saal bis auf den letzten Platz und wohl zu Zweidritteln von unsren Parteigenossen gefüllt. Die beiden konservativen Referenten Dr. Klöveforn und Nonnemann waren anerkennenswert sachlich in ihren Ausführungen und hüteten sich sorgfältig, von den wahren Zielen der konservativen Partei: die Beseitigung des allgemeinen Wahlrechts, des Koalitionsrechts, der Freizügigkeit usw. etwas verlauten zu lassen. Der erste Redner lövekorn, aus den gesegneten Gefilden Oftelbiens stammend und der, wie er selbst sagte, etwas agrarisch" ist, sprach über den ReichsWahlverein, dessen Zweck, die Bekämpfung der Socialdemokratie, ja fattsam bekannt ist. Der zweite Redner, Nonnemann, sprach über: Deutschtum und Socialdemokratie" und meinte, daß das„ System" die Socialdemokraten selbst halte er für der Socialdemokratie ehrenwerte Menschen dem Deutschtum zuwiderlaufe. Er erhob unter anderm die bekannten Anschuldigungen: die Socialdemokratie zerstöre die christliche Ehe, Familie, Eigentum und sei gegen Wissenschaft und Kunst. Der Redner der Socialdemokratie, Genosse Hirsch Charlottenburg, widerlegte in einstündiger trefflicher Rede die Ereignisse in Belgrad find alle amtlichen Verbindungen Serbiens nimmermehr auf die Erreichung ihrer Ziele, wie sie im ParteiWien, 12. Juni. Die Neue Freie Presse" schreibt: Durch Bunkt für Punkt die beiden Vorredner unter lebhaftem Beifall der Versammlung, und betonte, daß die Socialdemokratie nie und mit dem Auslande unterbrochen. Die Gesandten Serbiens besitzen. programm niedergelegt seien, verzichten werde. In der Diskussion feine Vollmacht mehr, ihr Land zu vertreten. Die Auswärtigen sprach zunächst Genosse Wenzel, der den konservativen AusAemter kennen jest teine Regierung Serbiens, mit der Verkehr zu führungen von der angeblichen Kunstfeindschaft entgegentrat und die pflegen wäre. Der Mangel amtlicher Berständigung wirkt auf die Erklärung des Professors Delbrück über den geradezu glänzenden staatlichen Kondolenzen zurück. Erst die am Montag erfolgende Ent- Feldzug der Socialdemokratie gegen die lex Heinze verlas. Er erscheidung der Skupſchtina wird wieder eine pölkerrechtlich anerkannte flärte die Behauptung der Konservativen, daß sie für das gleiche, ge= Stellung Serbiens zum Auslande herstellen. Man erwartet, daß der Uebergang zu geordneten Verhältnissen sich rasch vollziehen werde. heime und allgemeine Stimmrecht seien, für lächerlich; habe boch die ( Die Unterlassung„ staatlicher Kondolenzen" ist wohl darauf zurüd- Gemeindevertretung in Lichterfelde versucht, das Gemeinde- Wahlrecht zu verschlechtern. Der Gemeindevertreter Gebauer, der anwesend zuführen, daß man doch nicht wagt, den Mördern zu ihrem Erfolg fei, habe den Gemeinde- Arbeitern gedroht, daß sie entlassen würden, gratulierendes Beileid auszusprechen.) omin falls sie socialdemokratisch wählten. Es sprachen noch eine Anzabl bürgerlicher Redner, die eine geradezu ausschweifende Unkenntnis der gewöhnlichsten wirtschaftlichen Vorgänge verrieten, darunter ein Herr Stahlberg, dessen nationalökonomische Ausführungen für einen gebildeten Mann geradezu blamabel waren. Gemeindevertreter Gebauer fonnte nicht bestreiten, den Gemeinde- Arbeitern mit Entlaffung gedroht zu haben; nur meinte er, daß er ja teine entlassen könne. Er beleidigte die anwesenden Arbeiter mit der bei den Konfervativen üblichen Bezeichnung Schnapsbrüder" und verließ dann unter stürmischen Entrüstungsrufen die Versammlung, die erst nach Mitternacht endigte. oblot Hilabe Wenn revolutionäre Fanatiker Könige morden, so thun fie es, weil sie wähnen, die ganze Menschheit aus Not und Knechtschaft zu befreien. Für den vornehmsten Rod genügen geringere Bewege gründe: Man mordet, wenn die Ehre" verletzt ist durch eine„ MißWien, 12. Juni.( B. H.) Dem Neuen Wiener Tageblatt" Heirat der Majestät, oder wenn die Gagen nicht pünktlich bezahlt wird aus Semlin telegraphiert, daß von den in den Konat eingewerden, oder wenn der Monarch bei der Armee unbeliebt ist. Das drungenen Soldaten die Königin geschändet und König Alexander find thatsächlich echt militärische Motive! ishid sid sdu berstümmelt worden sei. Die Nachrichten aus Serbien lauten ernst. Das ruhige Europa. milavinis sid In der Provinz finden Militärunruhen und Kämpfe zwischen Sol daten statt. Die Garnison von Nisch, die sich anschickte, nach Belgrad zu marschieren, verweigerte der Kandidatur des Prinzen Karageorgewitsch ihre Zustimmung und erklärte, der Neuordnung der Dinge nicht eher beistimmen zu wollen, als bis alle Teilnehmer der Verschwörung mit dem Tode bestraft seien. Die offizielle Welt Europas nimmt die Königsmörderei wie etwas längst Erwartetes, Naturnotwendiges auf. So mußte es tommen das ist der Grundton. Wenn ein Proletarier gegen einen Unternehmer, der ihn entlassen hat, thätlich wird, so werden in ganz Europa, die heiligsten Güter für gefährdet erklärt. Das bischen militärischer Stönigsmord in Serbien ist eine innere An einen Vertreter der Schweizerischen Depeschen- Agentur und erklärte Genf, 12. Juni. Peter Karageorgewitsch empfing heute früh " gelegenheit dieses energischen Boltes.com num terbatim wesentlichen folgendes:„ Weine Anhänger haben in der That Letzte Nachrichten und Depeschen. Das Wiener Fremdenblatt", das offizielle Regierungsblatt eine vollständige Organisation in Serbien, mit der ich häufig in BeDestreichs, denkt fast nur noch an die neue Herrschaft und setzt ziehungen getreten bin. Ich erfuhr von andrer Seite, daß die Ungroßes Bertrauen in den Königsmörder, der nun selbst von Gottes zufriedenheit des Volkes ihren Gipfel erreicht habe, aber in keiner Gnaden wird: Zweijährige Dienstzeit in Frankreich. Paris, 12. Juni.( W. T. B.) Senat. Das Haus nimmt in Weise ließ man mich die Ereignisse der gestrigen Nacht voraussehen. zweiter Lesung mit 220 gegen 45 Stimmen den Gefeßentwurf an, Die nunmehr zur Dynastie berufene Herrschaft, zu der nach Ich habe nichts zu ihrer Vorbereitung beigetragen und auch indirekt durch welchen die Militär- Dienstzeit auf zwei Jahre feſtgeſetzt wird. den vorliegenden Nachrichten die Dynastie Karageorgewitsch als feinen Anteil daran genommen; sie haben mich überrascht. Donners- Im Verlaufe der Debatte erklären Admiral de Cuverville, General snächst älteste nach dem nunmehr ausgestorbenen Sauje tagvormittag gegen 9, Uhr brachte mir ein von meinem in Wien Mercier, Mézières u. a., daß fie gegen den Entwurf stimmen werden, Obrenowitsch berufen ist, wird vor allem für die moralische Auf- lebenden Better abgesandtes Telegramm die erste Nachricht über das während Freycinet für den Entwurf eintritt, der die Gleichheit des Trauerspiel, das sich ereignet hatte. Um 1 Uhr nachmittags tam Dienstes für alle aufstelle. srichtung des Landes zu sorgen haben. Bis zum Eintreffen Beter einer meiner montenegrinischen Freunde und bestätigte die Nach 18 Kabinettstrifis in Italien. Karageorgewitschs liegt die Macht in den Händen Avatumowitschs, richten, die bis jetzt für mich feinen amtlichen Charakter tragen. Man den man als Mann von festem Auftreten kennen gelernt hat. hat auf Karten und in Telegrammen viele Glückwünsche an mich ge- Rom, 12. Juni.( W. T. B.) Wie die„ Tribuna" meldet, hat Er scheint die richtige Persönlichkeit zu sein, um in so stürmischer richtet, aber das ist alles. Für den Augenblick warte ich die Er- Giolitti dem Ministerpräsidenten einen Brief geschrieben, in dem er Beit die Ordnung aufrechtzuerhalten und Serbien über ein so eignisse mit Ruhe ab. Solange feine förmlichen Vorschläge an mich sich über die parlamentarische Lage, wie sie durch die Abstimmung am blutig eröffnetes furzes Interregnum hinüberzuführen. Daß es ergangen find, habe ich keinen Grund abzureisen. Ich bleibe, wo Mittwoch geschaffen ist, ausspricht und erklärt, er nehme seine Ents rasch beendet werden kann, und daß sich in Beter Karageorgewitsch ich bin; denn niemand hat verlangt, daß ich nach Serbien zurückkehre, laffung, weil er nicht mehr auf die Unterstützung der radikalen niemand hat mir die Krone angeboten. liberalen Partei rechnen könne. Der König besprach sich heute nachein Nachfolger findet, der dem tieferregten Volke die Grundlage was meine Meinung über die Vorgänge anbelangt, so bedauere mittag mit Giolitti über die Lage; dieser bestand auf seiner Entzu einem neuen politischen Dasein bietet, ist unter den gegen- ich tief, daß man geglaubt hat, das Blut in Strömen vergießen zu lassung. Marineminister Bettolo gab, wie die" Tribuna" weiter wärtigen Verhältnissen noch als einigermaßen beruhigend zu be- müffen. Ich mißbillige in aller Form die gewaltthätigen Mittel und meldet, den Entschluß zu erkennen, feine Entlassung zu nehmen, damit trachten. Man hat doch wenigstens die Hoffnung vor sich, daß die bellage insbesondere, daß das Heer zu ihnen gegriffen hat, denn es hat er sich freier gegen die Anschuldigungen verteidigen fönne, die gegen neue Aera, auf der nicht die Erinnerung vieljährig erbitterter edleve Aufgaben zu erfüllen, als zu morden. Es hätte genügt, Alexander ihn erhoben wurden. 19 Verantwortl. Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen. Nr. 135. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 13. Juni 1903. YOUSEET Die socialdemokratischen Kandidaten für Berlin und die Nachbarkreise sind: 1. Kreis: Privatdocent a. D. Dr. Leo Arons, Berlin. Stadtverordneter 2. Kreis: 4. Kreis: Stadtverordneter Paul Singer, Berlin. 5. Kreis: Buchhändler Richard Fischer, Berlin. Arbeitersekretär Robert Schmidt, Berlin. 3. Kreis: 6. Kreis: Rechtsanwalt Wolfgang Heine, Berlin. Schriftsteller Georg Ledebour, Halensee. Niederbarnim: Stadtverordneter Arthur Stadthagen, Berlin. Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg: Stadtverordneter Fritz Zubeil, Berlin. Der Wahltag ein Feiertag. Der Wahltag ist ein so wichtiger Tag im Leben des Staatsbürgers, daß er als ein Feiertag betrachtet werden sollte. Wir erheben seit je die Forderung, daß in Würdigung dessen die Wahl am Sonntag vorgenommen werde. Muckerei und wahltaktische Erwägungen der herrschenden Parteien haben sich bisher diesem Verlangen widersetzt. Mögen daher die Arbeiter wenigstens versuchen, in friedlicher Verständigung mit den Unternehmern wenigstens einen Teil des Tages zum Feiertage zu machen. Wir richten an alle Arbeiterwähler das Ersuchen, mit den Unternehmern in Unterhandlungen zu treten, daß am Wahltage von Mittag an die Arbeit vollständig ruhe. Die wirtschaftliche Lage der arbeitenden Klassen in Prenßen. ( Schluß.) in Preußen. an andren wieder abgenommen hat; die Fabrikanten suchen eben| Dann kann aber von einer Möglichkeit, etwas zu bieten, keine billige Arbeitskräfte einzustellen, während umgekehrt die Erwachsenen Rede sein. Die Zollerhöhung geht dann international wie eine gezwungen sind, zu niedrigeren Lohnsäzen und selbst zu denen Schraube ohne Ende zum Schaden des Exports, der nationalen jugendlicher Arbeiter zu arbeiten. Daß Hand in hand damit eine Wohlfahrt und der solidarischen Interessen der Arbeit. Statt die vielfach skandalöse Ausnutzung der Jugendlichen geht, ist selbst- freihändlerische Richtung andrer Staaten zu stärken, stärke verständlich. So wurden in einer Brauerei zu Münster regelmäßig man zum eignen Schaden die schutzölnerische. Was solle die stündige Thätigkeit mit je 40 Pf. entlohnt. In einer Dachpappenfabrit Schutzollpolitit gedrängt würde? schulpflichtige Knaben mit Flaschenspülen beschäftigt und für eine vier- deutsche Industrie beginnen, wenn etwa England schließlich zur Hierzu komme noch, daß arbeiteten 4 Jugendliche 24 und mit furzen Ruhepausen sogar 36 Stunden. jeder Antrag auf Zollfreiheit die grundsätzliche Bekämpfung Tage nach seinem Dienstantritt bereits an einer schweren mit moto- industriellen Ein soeben erst aus der Schule entlassener Junge wurde am der Getreidezölle in sich man schließe, für die durch Schutzzoll Anhänger aus Kreisen werbe, die rischer Kraft angetriebenen Exenterpresse mit dem Ausschneiden von entschiedene Gegner der Getreidezölle sein müßten. Selbst Blechtafeln beschäftigt; er geriet hierbei mit einer Hand zwischen da, wo ein industrieller Erziehungszoll vielleicht vorübergehend in Beispiele, denen sich noch eine große Anzahl gleich standalöser aus Getreidezölle centnerschwer." In der nächsten Sizung führte BernStempel und Matrize und verletzte sich schwer. Schon diese wenigen Betracht kommen könnte, wiege das Interesse der Arbeiter gegen den Berichten beifügen ließen, zeigen, wie wenig im Grunde ge- stein aus:„ Er halte es für eine grundlose Befürchtung des Kindern und jugendlichen Arbeitern in Fabriken zu bessern ver- hofes. Vielmehr werde die Handelsfreiheit den Verkehr zwischen den nommen die bestehenden Vorschriften über die Beschäftigung von Staatssekretärs, der da meinte, Bollfreiheit bringe die Ruhe des Kirchmögen. Daß aber gerade in Zeiten der Krise der Augenblick ist, mit Wölfern zu deren Wohlfahrt steigern. Das Feilschen mit dem Zollbesonderem Erfolg auf socialpolitischem Gebiet vorzugehen, zeigt die tarif um Handelsverträge bedeute eine ungeheure nuglose KraftThatsache, daß die letzten Bundesratsverordnungen über das Bäckerei- verschwendung. Mit dem do ut des( Kuhhandel, wörtlich: ich gebe, und Müllereigewerbe, über die Ruhezeit im Gastwirtsgewerbe, über damit Du giebst), das mit dem Zolltarif getrieben werde, käme die Beschäftigung in Steinbrüchen, Steinhauereien, in Walz und Hammer- man zu einem gegenseitigen Betrügen der werken u. s. f. sich den Berichten zufolge im Berichtsjahre glatt und ohne Völker." Kurz darauf legte Moltenbuhr dar: Von den nennenswerten Widerstand seitens der Unternehmer durchführen ließen. Böllen erhalten die Arbeiter nichts, und der Mittelstand wird Zu welchen Mißständen auf dem Gebiet des Wohmungswesens durch sie schwer geschädigt. Wenn es wahr wäre, daß die Zolldie Krise auch diesmal geführt hat, zeigen die Berichte unzweideutig. freiheit die Löhne herabsetze, so müßten ja in England, das ZollSo waren im Regierungsbezirk Frankfurt a. D. einzelne Wohnungen freiheit hat, die niedrigsten Arbeitslöhne vorhanden sein und in dem Nach dem Berichte für die Regierungsbezirke Hannover, famen; in einer Stadt mußten sogar 15 Broz. der letztbesichtigten es umgekehrt: England zahlt weit höhere Löhne als Deutschland, Nach dem Berichte für die Regierungsbezirke Hannover, so dicht belegt, daß nur 4 Kubikmeter Luftraum auf die Person schutzollgesegneten Rußland die höchsten Lohnsätze. Thatsächlich steht Aurich und Osnabrück hat die flaue Geschäftslage an manchen Wohnungen geschlossen werden. Im Regierungsbezirk Breslau Rußland erbärmliche." Stellen zu Lohnherabsetzungen und Arbeitseinschränkungen geführt mußte bei der Besichtigung der Schlafstellen in Schlächtereien Diese Erinnerung an einige der damals von unfren Genossen und dadurch unter Mitwirkung der hohen Wohnungsmieten und Lebensmittelpreise die wirtschaftliche Lage vieler Ar- weiblichen Dienstboten in dem gleichen Raume beanstandet werden. schwiegenen Gründe erschien uns gegenüber dem wiederholten und Lebensmittelpreise die wirtschaftliche Lage vieler Ar- in 5 Fällen das Zusammenschlafen der Lehrlinge und Gesellen mit in der Kommission gemachten, von der Wucherzoll- Presse ver= beiter herabgesetzt". Nicht besser steht es im Westen. Im Regierungsbezirk Arns- Unter solchen und ähnlichen Verhältnissen ist es nicht verwunderlich, Legendenbrei der famosen Kämpfer für Unfreiheit, unwahrheit und Berg hat eine Verminderung in der Zahl der industriellen wenn der Bericht für Reichenbach konstatiert, daß die Hälfte der Uurecht aus ultramontanem und freisinnigem Lager zweddienlich. Arbeiter Platz gegriffen, und zwar um insgesamt 6000 oder arbeiterinnen selbst noch minderjährige Arbeiter find. Andrerseits Arbeitslosigkeit ist auch das Unterschlagen der von der social Väter der unehelich zur Welt gekommenen Kinder von Fabrik- Charakteristisch für diese Kämpfer für Lebensmittel- Berteuerung und 3,7 Prozent. Die Lohnverhältnisse der Arbeiter bieten auch ist selbst die Krise mancherorts nicht im stande gewesen, die steigende demokratischen Fraktion im Plenum gestellten Anträge. Diefür dieses Berichtsjahr fein befriedigendes Bild. Wenn schon fich hier und da geringe Befferungen gezeigt haben, so können solche Tendenz der Mietspreise zumal für Arbeiterwohnungen aufzuhalten. felben sind in der Sigung vom 11. Dezember 1902( Stenographischer In Köln z. B. stieg der Durchschnittspreis der Wohnungen von Bericht Seite 7082 vereinzelte Fälle nicht in Betracht kommen gegenüber der allgemeinen zwei Räumen von 18,7 m. in 1901 auf 19,7 9. in 1902; das ist unter Bruch der Geschäftsordnung und der Verfaffung ab. Seite 7082 bis 7106) gestellt. Ihre Verhandlung Lage. Vielfach haben noch Feierschichten eingelegt werden müssen; gelehnt. Die Anträge verlangten Zollfreiheit für notwendige auch sind die Löhne in verschiedenen Industriezweigen herabgesezt Wohnungsangebot betrug 1260, die Nachfrage 2597. worden. Bei zwei großen Werken, bei denen der DurchschnittsIm Berichtsjahre gab es 98 998 Fabriken mit 1852 521 er- Rebensmittel, Futtermittel, Rohstoffe und Halbfabrikate und im arbeitsverdienst des einzelnen Arbeiters im Jahre 1901 um 1,56 wachsenen Arbeitern, 402 727 Arbeiterinnen über 16 Jahre und allgemeinen die Säge des bestehenden Vertragstarifs oder niedere und um 1,8 Proz. zurückgegangen ist, beträgt der weitere Rückgang betrug die Arbeiterzahl also 2 396 941. Revidiert wurden 46 297 Be- verarbeitenden Industrie. Insbesondere die Centrumspresse hat alle 159 933 jugendlichen Arbeitern beiderlei Geschlechts. Insgesamt Säße der Kommissionsbeschlüsse erster Lesung für die Artikel der für 1902 4,18 und 5,28 Proz. In einer großen Gießereianlage, triebe mit insgesamt 1897 417 Arbeitern. welche zwischen 1400 und 1500 Arbeiter beschäftigt, ist der Durch 1447 335 erwachsene männliche, 323 687 erwachsene weibliche; und die Industriellen zu täuschen. Von diesen waren diese Anträge ihren Lesern unterschlagen, offenbar um die Arbeiter schnittslohn der Arbeiter gegen das Vorjahr um etwa 6,5 Prozent 86 475 waren männliche und 38 533 weibliche junge Leute von heruntergegangen. In 28 Hüttenwerken im Bezirk Hagen fant der 14 bis 16 Jahren; außerdem wurden Durchschnittslohn für Kopf und Jahr um 22 M., in 18 Hütten- 577 weibliche Kinder unter 14 Jahren beschäftigt. werken des Bezirks Bochum um 46 M., in 21 Hüttentverken des Bezirkes Dortmund um 66 M. und in 53 Hüttenwerken diese Zahlen beweisen, daß auch im letzten Jahre das Beamtendes Bezirkes Siegen um 75 M. Einen Schluß auf die durch personal die Revisionen nicht im notwendigen Umfange vornehmen Im öffentlichen Interesse hat die Staatsanwaltschaft in die Lohnverminderung bedingte Lebenshaltung der Bevölkerung bietet Betriebe und der Angabe der Revisionen wird aber manchmal Arbeiterzeitung". Eine angebliche Beleidigung der bekannten Das Mißverhältnis zwischen der Zahl der vorhandenen Dresden ein Anklageverfahren eingeleitet gegen die Sächsische der Umstand, daß in den Schlachthäusern zu Dortmund, hörde und Schwerte insgesamt die Zahl der Schlachtungen im Jahre geradezu ein schreiendes, wenn man diejenigen Betriebe mit in Be- Glasfirma Siemens ist es, welche im öffentlichen Interesse 1901 gegen das Vorjahr um 6559 und im Jahre 1902 noch um tracht zieht, die nicht zu den Fabriken zählen, für die jedoch besondre gefühnt werden soll. Der gesamte Vorstand und Aufsichtsrat der Das Verhältnis zwischen den Firma weitere 6792 zurüdgegangen ist. In hervorragendem Maße find an Aufsichtsbeamten einerseits und Arbeitgebern und Arbeitnehmern fühlt sich durch drei Artikel der Sächsischen Arbeiterzeitung" bees befinden sich auch einige Berliner Justizräte darunter diesem Rückgange die Schweineschlachtungen beteiligt." Aehnliches gilt für den Regierungsbezirk Kassel. In dem andrerseits hat sich im allgemeinen nicht geändert. Die Arbeiter leidigt, in denen die in der Siemensschen Glasfabrik herrschenden, Berichte für Trier heißt es, die Arbeitslosigkeit habe nicht unerheb- bevorzugen im Verkehr mit den Beamten nach wie vor die Ver- die Arbeiter schwer bedrückenden Mißstände an das Licht der Deffentlich zugenommen; der Arbeitsnachweis der Stadt Trier verzeichnet mittelung des Sekretariats und der Organisationen. Auf die Fragen lichkeit gezogen und gebührend kritisiert wurden. lich zugenommen; der Arbeitsnachweis der Stadt Trier verzeichnet des Lehrlingswesens, der Lohnsysteme, der Sonntagsarbeit usw. Nietzsche als verantwortlicher Redakteur und Riem als„ mutmaß1179 berlangte, 2875 stellensuchende Arbeiter. Der Bericht für werden wir gesondert zurückkommen. Köln stellt eine Zunahme der Gesamtarbeiterzahl von 93 507 auf licher Verfasser" sind bereits vom Untersuchungsrichter vernommen. Die„ Sächsische Arbeiterzeitung" sieht dem Prozeß mit Ruhe entgegen. Sie schreibt hierzu: " 95 891 fest. Wenn der Bericht an der Hand genauer" Ermittelungen glaubt feststellen zu können, daß die Zahl der in der Stadt Köln. fonnte. 810 männliche und Schon eingesessenen" Arbeitslosen nicht unerheblich abgenommen habe, so Weshalb haben die Socialdemokraten in der Kommiffion mag das zutreffen, ist aber für die Frage der Arbeitslosigkeit sogar für Zollfreiheit geftimmt? Partei- Nachrichten. " " Die Genossen Wir bezweifeln vorläufig, daß sich die Firma bei dem eventuellen Prozeßfeldzug mit Ehren bedecken wird. Vielleicht ist ja eine Verin der Stadt Köln selbst angesichts der Bahlen des städtischen urteilung wegen formeller Beleidigung darin find ja unfre GeArbeitsnachweises ohne Belang. Während 1900 27 654 offenen Um überhaupt das Wort erhalten zu können, mußten ja unsre richte äußerst zartfühlend möglich, aber die von uns behaupteten Stellen 31 898 Arbeitsuchende gegenüberstanden, gingen die Genossen in der Kommission Anträge stellen. Außer diesem taktischen Thatsachen sind durch eine Fülle von Beweismaterial gestützt. Das offenen Stellen in den Jahren 1901 und 1902 auf 24 092 Grund, sich das Wort nicht völlig abschneiden zu lassen, ist wieder Gemeinderat, der Pastor von Wirges, das Dresdener Gewerbegericht Dresdener Stadtverordneten- Kollegium, der vormalige Löbtauer bezt. 25 888 zurück, während die Zahl der Arbeitsuchenden auf 36 190 bolt grundsätzlich auf die Frage der Zollfreiheit in der Kommission und einige hundert von der Firma gemaßregelte Glasarbeiter werden bezw. 43 583 stieg. Das gleiche Bild ergiebt der Arbeitsnachweis eingegangen. Die dort angeführten Gründe verschweigt hartnädig und einige hundert von der Firma gemaßregelte Glasarbeiter werden der Stadt Aachen; während 1900 7719 offene Stellen und 10 305 die von der krankhaften Neigung des Abgeordneten Dr. Bachem, bei gern der Firma auch gerichtlich attestieren, daß unsre Kritik eigentlich Arbeitsuchende verzeichnet waren, stellte sich das Verhältnis in den unwahrheiten zu beharren, angesteckte Presse. In der Kommission ist noch viel zu milde war. Der Prozeß wird Gelegenheit geben, ein beiden folgenden Jahren 6123: 13 992 bezw. 6382: 13 113. wiederholt auf die Frage der Bollfreiheit eingegangen. So wurde Kapitalismus seine feinsten Bliten zeitigt. Viele Dußende von Bild aufzurollen von einem modernen Betriebe, in dem der die für das verflossene Jahr vielfach von einer weiteren Minderung abgeordneten zugegeben, daß Windthorst ein grundfäß- 2 Pf. bis 8 oder 9 m. verzeichnet sind. Der Prozeß wird allerNicht anders steht es mit den Berichten der Bergbehörden, aus den Reden Windthorsts nachgewiesen und auch von Centrums- Kapitalismus seine feinsten Blüten zeitigt. Lohnbeuteln stehen uns zur Verfügung, auf denen„ Verdienste" von der Belegschaften sowie ausnahmslos von einer Einschränkung der licher Anhänger des Freihandels war. Des weiteren ein großes dings Förderung und damit zusammenhängenden Lohnreduktionen zu melden ist im Anschluß an die Aeußerung des Grafen v. Posadowsky, öffentliches Interesse hervorrufen, aber wissen. Also allenthalben ein trostloses und, sofern die Berichte zu Marquis Bosa habe Gedankenfreiheit gefordert, um blühendes wie konnte die Staatsanwaltschaft hier im öffentlichen Interesse die topfschüttelnd wird sich mancher nach Beendigung fragen, Einzelheiten übergehen und nicht ganz in der bureaukratischen Leben zu erzeugen, die Forderung auf 3ollfreiheit aber würde Anklage erheben? Jeder wird es unbegreiflich finden, warum die Oberflächlichkeit und Beschwichtigungsmethode sich erschöpfen, die Ruhe des Kirchhofs erzeugen, von mehreren Socialdemokraten Firma nicht seiner Zeit, als an allen Blatatsäulen der Stadt das ein geradezu erschreckendes Bild. Es soll dabei nicht in hervorgehoben, weshalb Zollfreiheit verlangt werde. Wir Abrede gestellt sein, daß in der That am Schluß des letzten und zu rekapitulieren einiges hierüber aus unsren damaligen Berichten. Es erhalten der Firma öffentlich gekennzeichnet wurde, als selbst die bürgerliche Presse gezwungen war, Notiz zu nehmen von den AnLeder- Industrie und einigen andern, die Krise ihre atuteste Form wurf, daß die Socialdemokratie bei beinahe jedem Gegenstand wurden, geklagt hat! Die Sache kann nur so erklärt werden, daß Beginn dieses Jahres in manchen Gewerben, wie in der Textil-, der äußerte in der Sigung vom 25. Juli Stadthagen:„ Der Vor- bürgerliche Presse gezwungen war, Notiz zu nehmen von den Anflagen, die in der Protestversammlung gegen die Firma erhoben verloren und eine geringe Befferung Platz gegriffen hat. Aber diese Bollfreiheit beantrage, ist ungerechtfertigt. Abgesehen davon, daß zur die Anklage den sächsischen Bundesbevollmächtigten Dr. Fischer decen Befferung ist nicht nur belanglos gegenüber der Unsumme des Begründung der Zollfreiheit ja stets auf die eigenartige Lage der Gesamt- Elends, das die Krise noch täglich hervorruft, sie droht vor einzelnen Industrien, insbesondere auf die Ein- und Ausfuhr, die soll, der die Firma Siemens bekanntlich im Reichstage in Schutz der immer drohender heraufziehenden Krise des amerikanischen Produktions- und Arbeitsverhältnisse exemplificiert werde, rechtfertige nahm, da er offenbar über das Verhalten der Firma zu ihren Markts nicht nur wie die Spreu vor dem Winde zu zerstieben, sich der Antrag auf Zollfreiheit, um blühendes Leben für Arbeitern schlecht unterrichtet worden war. sondern neuen, schärferen Formen Platz zu machen, die die gegen Deutschland zu bringen, vom grimdfäßlichen Standpunkt Genosse Gustav Hoch teilt uns zu unsrer Freude mit, daß er wärtige Krise zu der schwersten machen müssen, die Deutschland seit aus. Um zu dem ja selbst vom Grafen von Kanitz als erstrebens- feinen Schlaganfall erlitten hat, sondern nur von einer leichten den siebziger Jahren erlebt hat. wert bezeichneten Biele internationalen freien Ver- Ohnmacht befallen wurde, die ihn nicht hinderte, schon am Abend fehrs zu gelangen, fei die Schutzzollpolitik verkehrt. Erhöht desselben Tages wieder in einer Versammlung in Wittgenborn am Deutschland seine Bölle, so erhöht auch das Ausland die seinigen. Vogelsberg zu reden. Im Zusammenhang mit dieser wirtschaftlichen Gesamtlage steht es, wenn an manchen Stellen die Zabi der jugendlichen Urbenter au, Inserate Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 13. Juni. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Das goldene Kreuz. Wiener Walzer. Schauspielhaus. Ein Sommers nachtstraum. Deutsches. Monna Banna. Residenz. Lustige Ehemänner. Borher: Nach dem Balle. Westen. 100 000 Thaler. Central. Pick und Pocket. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner- Theater.) = für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Von der Zugspitze Sternwarte Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. zum Watzmann. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Sonntagabend 8 Uhr: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Montagabend 8 Uhr: Drei Einakter. Invalidenstrasse 57/62. Castans Panoptikum Friedrichstr. 165. Neu! Ein spiritistisches Rätsel, Enthüllungen über Anna Rothe. Nach Jahr und Tag.- Abschied Neu! Der Gummimensch! vom Regiment. Der grüne Kakadu. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Die Here. Berliner. Oberon. Neues. Arche Noah Thalia. Fedora. Kleines. Nachtasyl. Belle- Alliance. Artemis Colonna. Carl Weiß. Das Geheimnis des roten Hauses. Urania. Taubenstraße 48/49. Von der Zugspitze zum Wahmann. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Heute und folgende Tage, Anf. 8 Uhr: Pick und Pocket. Schwank mit Gesang und Tanz in 3 Aufzügen. Emil Sondermann. Alex Sommer. Mizzi Birkner. Rosa Marton. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Anfang 7 Uhr. Lustige Ehemänner. Schwank in 3 Aften von A. Mars und Albert Barré. Deutsch v. Schönau. Vorher: Nach dem Balle. Schwank in 1 Akt nach d. Spanischen des M. Carrion von M. Loebel. Morgen und folgende Tage: Dieelbe Borstellung. Metropol- Theater. Der grösste Erfolg dieser Saison! Zum 152. Male: Neuestes! Allerneuestes! Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzendes Ballett. 300 Zandes often Die Illusion Neu! ,, Auferstehung". Neu! Karl Forschneritsch gen. Paganini redivivus, mit seiner Wiener Elitekapelle, Promenaden- Konzerte. grosse Passage- Theater. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Carla Lingen in ihrem Repertoire. Erna Koschel. Josefine Deleliseur. Ganz Berlin zerbricht sich schon den fünften Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! 14 erstklassige Nummern. COOLOGISCHER CARTEN 2 Heute nachmittag 4 Uhr: Zum Besten des BeamtenPensionsfonds: Grosses Monstre- Militär- und Gesangs- Konzert. 4 Gardekapellen, Bläserbund. Erkscher Männer- Gesangverein. Feuerwerk und Illumination. Entree 1 M. Abonnements ab 12 Uhr mittags aufgehoben. Abonnenten zahlen 50 Pf., Kinder die Hälfte. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Täglich: Am Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Die Hexe. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Heimat. Sonntagabend 8 Uhr: Im weissen Rössl. Montagabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Berlin, wie es weint und lacht. Am Königsthor. Schweizer- Garten. Friedrichshain. Täglich Theater- Vorstellung. 14 Lustspiel- und Possen- Novitäten. Neues Artisten- Programm. Jeden Abend 10%, Uhr: Das Allerweltsgenie. Große Bosse mit Gesang und Tanz in 2 Bildern. Täglich: Ball. Volksbelustigungen. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: W 17182* Grosses Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. estaurant Jägerhäuschen Saatwinkel Inh. Heinrich Hoppe. Altes Lokal: Acker- Str. 21. Telephon Amt III, 6733. Mittagstisch mit Bier 50 Pf. Bequem zu erreichen zu Fuß durch schöne Waldwege, durch regelmäßige Dampferverbindungen von Tegel, Spandau und Plößensee. Schattiger Garten. Grofser Tanzfaal und Hallen ( ca. 3000 Personen fassend). Kegelbahnen.- Volksbelustigungen. Große Stallungen. 16712* Kaffeeküche den ganzen Tag geöffnet( Liter 80 Pf.) Speisen à la carte zu billigen Preisen. Mittagstisch von 80 Pf. an. Bayrisch Bier: Glas 10 Pf. Grosse Weisse 25 Pf. Inh. Wwe. Fl. Barnack, Zeuthen. ,, Gasthaus zur Dorfaue" empfiehlt sich den Vereinen und Gesellschaften bei Ausflügen und Festlichfeiten. Saal mit Bühne, Garten, Kegelbahn. Jeden Sonntag: Grosser Ball. 17502 Schmöckwitz Gasthaus zur Palme Inhaber: Hermann Peter. Grünau No. 39. ( Endstation der ,, Stern"-Dampfer) Telephon: Empfehle mein allbekanntes, herrlich am Wald und Wasser belegenes Lokal den geehrten Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Kegelbahnen, große Kaffeküche. Säle, Hallen, großer schattiger Garten, 2000 Personen fassend. wirkende Gr. Theater- Vorstellung. ,, Wilhelmsgarten", Hirschgarten. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Neues Theater Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 8 Uhr: Gastspiel Hansi Niese. Arche Noah. Anfang: Sonntags 5 Uhr. Entree: 30 Pf. Ball. Sonntag, Dienstag u. Donnerstag: Bei schlecht. Wetter: Vorstell. Im Saale. Prater- Cheater Kastanien- Allee 7-9. Direktion: M. Kalbo. Täglich: Das Bild der Mutter. Bolfsstück mit Gesang und Tanz in Empfehle den Vereinen und Gesellschaften meinen großen schattigen Garten, ca. 2000 Personen fassend, großen Saal, verdeckte Regelbahnen und Kaffeeküche. Außerdem mein neuerbautes Restaurant ,, Zur Waldburg", dicht am Bahnhof, herrlich im Wald gelegen, mit großem Saal, 500 Personen faffend, schattigem Garten, Kegelbahnen, Kaffeeküche und Ausspannung. Gutgepflegte Biere, reichhaltige Speisenkarte. Wilhelm Keller, Gastwirt. Woltersdorfer Schleuse! R. Albrechts Restaurant, früher Witwe Lehmann. 3 Atten von A. Seelen u. D. Richter. Empfehle mein allbekanntes, herrlich am Wald und Waffer be Konzert und Ball. Auftreten erst legenes Loko! den Vereinen und Gesellschaften zu Ausflaffiger Attraktionen. 1. a. Ada flügen 2c. Großer schattiger Garten( 1000 Sigpläge). Großer Tanzsaal. Fremdenzimmer. Marcell, Schröder u. Denter, Relampagos Troupe; Overgard. Ein fideles Gefängnis Belle- Alliance- Theater. Große Bantomime, Mokaschly Troupe. Nur furze Zeit. Gastspiel Artemis Colonna. Tanzidyllen. Jm herrlichen Sommergarten: Specialitäten- Vorstellung. Konzert. The american Ebony- Bells und das neue Juni- Programm. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter: Straße 132. Zum 25. Male: Anf. 4 Uhr. Eintr. 30 Pf., num. PI. 50 ẞf. Fröbels Allerlei Theater früher Puhlmann. Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Sonnabend, den 13. Juni: Sommerfest des Stegelbahnen. Schießhalle. Große Staffeeküche. Sommer Wohnungen. = 16442* Weltrestaurant irichgarten. Inhaber: Homann& Polpitz. f Die Expedition. Bernhard Rose- Theater Reichshallen. Stettiner Sänger. Gesundbrunnen. Badstr. 58. Paul Taglioni, Ballettparodist. Helen Chaché, die 11jährige unerreichbare Trapezkünstlerin. Richard Wagner, beliebter Stonzert- und Liedersänger. Clara Antonie, Kostüm- Soubrette mit neuen Schlagern. Schmidt- Hawkins, beliebter Humorist. Eugenia Wermke, Meisterschafts- Athletin vom Winter garten. Brothers Shadow, moderne Gladiatoren vom Cirkus Busch. Willy Agoston in !!! Berlin auf Stelzen!!! Anfang 4 Uhr. WINTER CARTEN Neues Programm. Agnes Säther, norweg. Soubrette. Miss Votana, Schulreiterin. In der Klemme. Humoreske von Mehsel Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ecke Alexanderstr. Bei günst. Witterung im Garten. Anthropos, der künstliche Mensch. Paul Ybbs, Musik. Imitation. R. Schauß, Geschw. Wendt, Marion. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. am Ellmanns Alpen- Gesangs- u. Tanz- Strand- Restaurant Müggelsee Quintett. Jim und Jam, komische Akrobaten. Die Biseras, weibl. Trompetercorps. Urbani u. Sohn, akrobat. Produktion. Pia Carozzi, Harfen- Virtuosin. Diana, amerik. Spiegeltänzerin. Adele Moraw, Soubrette. Charles Baron in seiner Scene: Im Löwenkäfig". Allison- Truppe, ikarische Spiele. , Der Schönheitspreis!" Ballet- Divert. Biograph. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Drchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Köpenick. Paul Bärsch, Lindenstraße 6, Haltestelle der Schöneweider Straßenb. Einkehr zwischen Müggelschloß u. Aussichtsturm. Empfehle Fabriken, Vereinen und Storporationen für Sommervergnügen und Ausflüge mein großartig gelegenes Lokal. Saal für ca. 3000 Personen, Hallen, genügende Nebenräume, Be lustigungen aller Art. Coulante Preise. ,, Strandschloss", M. Degebrodt, Köpenick. C. Conrad's festfäle friedrichshagen Garten u. Kegelbahn Große Tanzsäle. Ecke der See- und Friedrichstraße. Weißbier. Kaffeeküche. Auss spannung. Haltestelle der Straßenbahn, gegenüber der Dampffähre. Köpenick. Wilhelmsgarten-. L. Scheer, Rudower- u. Berliner Strassen- Ecke. Herrlicher Garten, Kaffeeküche. Jeden Gute Speiſen u. Getränke, solide Breise. Sonntag: Großer Ball. Säle für Vereine 2c. Friedrichshagen- Hirschgarten. Mein 5 Minuten von den Bahnhöfen, zwischen den beiden Ortschaften, direkt am Wald belegenes neu eröffnetes 17052* Restaurant„ ,, Westend" halte ich Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen bestens empfohlen. Kaffeeküche, Speisen und Getränke zu soliden Preisen. Carl Thieme. Restaurant[ 17152 Schöneiche. 99 Waldschloss" 20 Minuten prächtiger Waldweg vom Bahnhof Rabnsdorf. Mitten im Walde und direkt am Waffer gelegen. Bade- Anstalt für Herren und Damen. Ausspannung. Kegelbahnen. Großer Tanzsaal. Schattige Spielpläge. Kaffeeküche. Weiss- und Bairisch- Bier. ohrplatten- Koffer R 16912* Ersatz: Bügel- Koffer 20 Mark sowie Reise- Artikel jeder Art. C. A. Flemming, Beuthstrasse 11 ( am Spittelmarkt). Preislisten gratis. Gegründet 1828. Größtes und schönſtes Zotal am Blae, 10000 Perſonen faffend. H. Hamecher's Bade- Anstalten. Jeden Gr. Gartenkonzert. Sierauf Réunion. Sonnt.: Gr. Ball. Mittwoch: Entree frei. 3 verdeckte Kegelbahnen, Volksbelustigungen all. Art, Ausspann. für 80 Pferde. Marien- Bad Friedrichs- Bad Neues Lokal Seehad und Restaurant ,, Müggel- Werder" Chausseestr. 35. Frankfurter Allee 197. Idyllisch im Müggelsee gelegen, Rahnsdorfer Mühle, Station Rahnsdorf. Rundfahrten auf dem Müggelsee per Dampfer von Friedrichshagen Brauerei Russische, Römische, Dampfkasten-, Lohtannin- und Massage- Bäder, Ausschank und Wilhelmsbad nach Müggel- Werder- Rübezahl 20 3. Kohlensäure-, Fichtennadel- sowie sämtl. medic. u. Wannenbäder I. u. II. KI. 9 Das Geheimnis des roten Hauses. Vereins der Tischler. Dampfer jeder Größe, Sommerwohnungen, möbl. Zimmer, Penſion.[ 16532* Engl. Sensationskomödie in 6 Bildern bon Hungerfield. Anfang 8 Uhr. Morgen, nachmittags 3 Uhr: Der Liebe Gebot. Abends: Das Geheimnis des roten Hauses. Im Garten: Sommernachts- fest. Specialit. Vorstellung. Anf. 51, Uhr. Apollo- Theater Täglich: Mit kolossalem Beifall: Die Liebes- Jusel. Im 3. Akt: Die lebenden Briefmarken. Grosses Post- Ballett. Vorher: Neue glänzend. Specialitäten. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferst. 71. Hermann Imbs. Täglich: Sonntag, den 14, Juni: Der erfolgreiche Juni Spielplan. Neu! List und Liebe. Neu! Stubenarreft. Großer Beifall! Um 8 Uhr: Zur rechten Stunde. Dazu die erstklassigen Specialität. Im Prachtsaal: Gr. Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Sanssouci. Täglich im Garten: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anfang: Sonntags Konz. 5 Uhr, Borstell. 7 Uhr. Bochentags: Konz. 6 Uhr, Vorstell. 8 Uhr. Somnt., Mont. u. Donnerst. nach der Soiree: Tanz. Neue Krug- Allee 62. Restaurant " Zum Eichbusch". Gr. Konzert, Theater Treptow und Specialitäten- Schöner Garten," Saal, Staffectüge, Vorstellung. Kegelbahnen, Einkehrstelle nach Johannisthal, gute Speisen und Ge tränke, solide Preise. Zu regem Besuch ladet freundl. ein Aug, Weinhold. Lieferant für alle Krankenkassen. 196 Friedrichstrasse 196 nahe der Leipziger Strasse Permanente AUSSTELLUNG der Gegenstände, die für JASMATZI- COUPONS Besichtigung erbeten. erhältlich sind. GBORG A. JASMATZI AKT..GES. Grösste deutsche Cigarettenfabrik. 1758L* Diez' Specialitäten- Theater Landsberger Allee 76-77 Obschön!( Ringb.- St.). Ob Regen! Täglich das unerreichte Juni- Programm! Robert u. Bertram. Clown Dolly. Frizz Brand. Cate- Walt. Boccaccio- Trio 2c. Sonnabend, Sonntag u. Montag Tanz Bernau. E Gasthof Zum goldenen Hirsch", Bürgermeisterstr. 225. Einkehr für Radfahrer usw. Guter Frühstücks- und Mittagstisch. Jeden Sonntag: Tanz. H em-> In Ltr..- Fl. pfehle: Cognac 125-10,35, Rum 1,00-5,60. Nordhäuser 0,45-1,35, Liqueure, Eiercognac, Citronenund Himbeersaft, Port- u. Ungarweine gut u.billigst. Chausseestr. 55. Carl Schindler, Liqueurfabrik. Todesanzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Vater, Großund Schwiegervater, der Eisenpuber Ludwig Stoltzenburg am 10. Juni im 77. Lebensjahre sanft entschlafen ist. 18012 Die Beerdigung findet heute, den 13. Juni, abends 6 Uhr, von der Leichenballe des Dankeskirchhofes aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unsre gute Mutter, Schwiegerund Großmutter am 11. d. M. verstorben ist. 1927b Beerdigung findet am Sonntag um 4 Uhr nachmittags vom Urban aus statt. Berlin, Gera. Alex Schmidt, Töpfer. ArbeiterRadfahrer- Bund ,, Solidarität“, Sit: Frankfurt a. M. Geschäftsführer H. Sa ch 3, Schleusenstraße 11. Circa 600 Vereine und Einzelfahrer mit 12 000 Mitgliedern. Einschreibegeld 60 Pf., monatlicher Beitrag 20 Pf. Leistungen an die Mitglieder: Das offizielle Organ:„ Der Arbeiter- Radjahrer", monatlich zweimal erscheinend. Unfallunterstügung bei allen Radunfällen( ausgenommen Rennen und Trainieren) von 1 M. täglich außer Sonntag 13 Wochen lang. Bollfreie Ueberschreitung der östreichischen, schweizer, französischen und belgischen Grenzen mit Fahrrädern. Kostenlose Lieferung bon Radfahrer- Wegefarten an die Vereine usw. Gefällige Anfragen wolle man da, Vorwärts- Buchhandlung SW., Lindenstrasse 69. Jeder Arbeiter. Für Radfahrer! Jeder Handwerker Radfahrerpläne von Berlin mit Angabe der Art des Straßenpflasters, der für Radfahrer verbotenen Straßen 2c.. 50 Pf. Radfahrerkarten von Berlin und weiterer Umgebung( von Joachimsthal bis Jüterbog, von Genthin bis Frankfurt a. D.) auf Leinwand aufgezogen, in Karton 1,75 M. Radfahrerkarten von Deutschland und angrenzenden Ländern, mit Angabe der Beschaffenheit der Wege, Entfernungen der einzelnen Drte unter sich, Höhe über dem Meere, Steigungen 2c., Kleinem Führer, aufgezogen, in Karton, jede Sektion 1,50 M. LA LEEDLAT follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Allein- Verkauf. Sehr starke Ware in praktischen grauen u. braunen Streifen, Stück gearbeitet. Sehr feste Kappauch einfarbig. Am Bund aus einem nähte. Große Fliden umsonst. Die Hose Haltbarste Pilot- Taschen. bei Entnahme von 4 Mt. 50 6 Stück 26 Mr. Echtblaues Monteur- Jackett 1 M. 90 Echtblaue Monteur- Hose 1 M. 50 Echtblaues Monteur- Jackett Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 50 Echtblaue Monteur- Hose Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 10 Manchester- Hose 8,50,5,25,4,25,3 M. 50 Gefüttert. Manchest.- Jadett 14,-9, Weiße Friseur- Sadetts 3,50, 2 M. 75 Konditor Jacken, 2reihig, 4,25, 3 M. Maler- Kittel 3,-, 2,50, 2 M. Th. Lappe's Aromatique Mechanifer- Stittel( braun) 3 ,, 2 M. 40 Vierkleeblatt Whisky. AROMATIQU Whisky $ 2 Weiße Leder- Jacketts, 2reihig Thüringer 7,50, 3 M. 75 Weiße Lederhosen Berg4,50, 2 M. 75 3wirnhofen, fest u. schön, 3,-, 1 M. 75 thau. Die Preise gelten für normale Größen. TS. LAPPE ㄓ TENDOR Th. Lappe endorf Neudietendorf in Thüring. Dringe Serg Dr. Schünemann, Specialarzt für Haut, Harn: und Frauenleiden, Seydelstr. 9. 212-23, 26-28, Sonnt. 9-11. Land 2 Mark südwestlicher Vorort, WochenAbzahlung. Barzelle 60 th. to fein Berein am Drte ist, direit 300 Mart, nur mündlich, verkauft an obige Adresse richten. 17312* Hinsche, Wißmannstr.4.[ 10132* Nach beendeter Umzugs- Saison sind die Preise auf: Teppiche, Gardinen, Portieren etc. bis zu 33%% herabgesetzt. Teppichhaus Adler& Co. Schutzmarke. Königstrasse 20-21, an der Jüdenstrasse. Jos. Gremmer's Wwe. Landshut, Bayern. Erste und älteste Brasiltabakfabrik En gros. Export. En detail. Chauffeeftr.24a/ 25. Brückenstr.11. Gr. Frankfurterstr. 20. Die 21. Preisliste 1903 wird kostenlos und portofrei zugesandt. Bei Bestellung von Hosen ist die Bundweite und die Schrittlänge, bei Jacketts und Mänteln die Brustweite anzugeben. 10272* Versand von 20 M. an franco. Radfahrer! 6.01.P.99. Nachdem unser Geschäftslokal in der Oranienstrasse 117 durch Umbau bedeutend vergrössert ist, haben wir ein Kaufhaus der Gummi- u. Fahrradbranche Gamaschen, Rucksäcke sowie allerersten Ranges geschaffen. Jeder Radfahrer erhält jetzt bei uns ausser unsrer Specialität Baer Sohn Pneumatics in allen Preislagen auch Pellerinen, Rucksäcke sowie sämtliche Ersatz-, Reparatur- und Zubehörteile als: Ketten, Sättel, Pedale, Glocken, Felgen, komplette Rahmen, gespannte Räder, Freilaufnaben, Motorräder mit Benzin, Spiritus und Petroleum fahrbar, zu Engros- Preisen, einige Artikel schon unter Fabrikpreis. Anlässlich des grossen Erfolges, welchen wir nur unsrer Reellität zu verdanken haben, und um für unsren schon sehr beliebten Reifen noch mehr Freunde zu gewinnen, erhält jeder Käufer am Nachdruck verboten! Moabit. 18002 Freunden und Bekannten empfehle mein neu eröffnetes Restaurant. Bereinszimmer mit Pianino, eventuell zu Zahlstellen. Oskar Schröder, Stromstr. 36. Versuche Dein Glück! in dem bekannten vom Glück begünstigten Bant- u. Lotteriegeschäft J. Rosenberg, 51 Kommandantenstr. 51. Sofortige Auszahlung von Gewinnlosen aller Lotterien. Marienburger Pferde- Lose a 1 M. * Kinderwagen, Puppen-, Sport-, Kasten-, Leiter- u. Ziegenbockwagen, eis. Bettstell., f. Erwachsene und Kinder aussergewöhnlich bi l., auch Theilzahlung. Krankenwagen auch leihweise. Musterbücher gratis, franco. Sonnabend 13. und Sonntag 14. gegen Rückgabe dieser Annonce folgende Gegenstände: Gratis! Gratis! Beim Einkauf v. M. 15-25.- einen Sattel oder ein Paar Pedale 99 53 10-15.- eine gute Fahrrad- Kette 男 " 99 5-10.- eine Fusspumpe * 男 37 " 3-5.- eine Telescoppumpe 39 2-3.- eine Werkzeugtasche A. W. Schulz, Berlin N., Brunnenstr. 95, a. Bahnhof Gesundbrunnen. Amt III, 1767. Brasilschnupftabak per Pfd. Mk. 1.70, Mk. 1.50 und Josef Fischer Mk. 1.30. Von 6 Pfd. an franco. Staniol- Packete zum 10 Pfg.- und 5 Pfg.- Verkauf Beste und vortheilhafteste Bezugsquelle. Per Kassa von 6 Pfd. an 3% Sconto und 3% Jahresumsatzprämie. bewährteste Nahrung für Kufehe Kinder Wir empfehlen: mehl gesunde u. magendarmkranke Kinder. 233/ 6* Wabl- Poltkarten in 2 Ausführungen. 1. So muß es kommen. 2. Das freie Wahlrecht ist das Beichen.! " " " " schwarz 100 Stüd M. 3,-; 500 Stüd M. 12,50; 1000 Stück M. 20, toloriert 100 5,-; 500 22,75; 1000 45, Diese Postkarten werden am Wahltage viel verlangt werden. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 69. Oftbahnhof, Brombergerstr. 19/21 verkauft die Kohlen am billigſten ab seinem Lagerplay. Bon 10 Ctr. an 1 Ctr. Hansa Halbsteine nur 60 Big. 1 Ctr. Senftenberger Brifetts 6+ 7 300 nur 65 Bfg. 1 Ctr. echt Senftenberger, Henfels Werke, 7 Zoll, nur 75 Pfg. Bessere Kohlen als letztere giebt es nicht, mag der Name der Briketts sein, wie er will. Unter 10 Ctr. pro Ctr. 5 Pf. frei Haus, in den Keller 10 Pfg. der Gentner mehr. 50 Handwagen verleihe zur Kohle a 10 Pfg. 14582* Herren- Moden elegante Ausführung geringe Teilzahlung J. Kurzberg, Neue Königstr, 47 direkt am Alexanderplatz. 10 m. täglich verd. jedermann durch Verkauf zugkräft. Artikel. 130/12 A. Duroldt, Plauen i. B. Nur die alten Eichen rauschen. Den Laubwald in seiner größten Pracht zu ſehen, bietet nur allein die Umgebung vom Restaurant Pferdebucht bei Köpenick. Halte mein Lokal( 10 000 Personen fassend) für Vereine und Gesellschaften zu Landpartien bestens empfohlen. Bestellungen werden schon jetzt entgegen genommen. Es ladet zu Ausflügen ein Wilhelm Brüsewitz. 13712* Umsonst und portofrei versenden wir an Jedermann unsren Haupt- Preiskatalog, Ausgabe 1903, mit circa 2000 Abbildungen über Stahlwaren, Lederwaren, Goldund Silberwaren, Pfeifen, Sensen, Haushaltungsartikel, sowie vielen Neuheiten. 140/ 10* Fabrikmarke Rotkäppchen. 6/ natürliche Grösse. per Stück 10 Pf. mehr. Namen in Goldschrift und Fabrikmarke zu achten. meiden, bitten wir genau auf unsre Firma Um Verwechselungen zu verSilberstahl- Rasiermesser No. 30, fein hohl geschliffen, fertig zum Gebrauch, mit Etuis • per Stück 1,50 Mark. Um nun Jedermann Gelegenheit zu geben, sich von der Güte und Billigkeit unsrer Waren zu überzeugen, versenden wir obiges Rasiermesser, unter 5 jähriger Garantie, 30 Tage zur Probe. Besteller verpflichtet sich jedoch, den Betrag von 1,50 M. binnen 30 Tagen ein- oder das Messer retour zu senden. Also kein Risiko. Mehr wie ein Stück versenden wir nur unter Nachnahme. Gebr. Wolfertz, Stahlwaren- Fabrik und Versandgeschäft Wald bei Solingen No. 173 39 99 33 0.50-1.- ein Fahrradschloss. Die Preise unsrer Artikel werden durch diese Vergünstigung nicht erhöht, wir liefern nach wie vor: Mäntel zu 4.15, 4.50, 5, 6, 6.75, 7.50, 8.25, 10 M. Prima OriginalContinental ohne Schönheitsfehler 8.25 M. Mäntel für Transporträder 12 M. Luftschläuche zu 3, 3.50, 3.75, 4, 4.50, 5, 5.50 M. Für unsre billigsten Mäntel und Schläuche wird ebenfalls schriftliche Garantie geleistet, welche sich bei einigen Sorten bis zu 1 Jahr erstreckt. „ Adler" 99 Gummi-. Guttapercha- Waren- Industrie Berlin. Hauptgeschäft: Oranienstr. 117, part. u. 1. Etage, Filiale: Chausseestrasse 98. DEs wird gebeten, in der Oranienstrasse auf unsre Firma und die No. 117 besonders zu achten, da unser Laden umgebaut worden ist. Telephon Amt IV 9012. F.CH- P.99 IV. Wahlkreis. Montag, den 15. Juni cr., abends 8 Uhr: Drei Wähler- Versammlungen Zur Drachenburg, Vor dem Schlesischen Thor 1-2. Karl Wermuth. Tagesordnung in den Lokalen: Urania, Wrangel- Strasse 10-11. Referenten: Die Genossen Paul Singer, in allen drei Berſammlungen: 1.„ Vor der Schlacht. Rege Beteiligung von Wählern aller Parteien erwartet 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Wählerversammlungen: Sonnabend, den 13. Juni, abends 8 Uhr, im Wilhelm Theater", Friedrichstr. 236: " Referent: Arthur Stadthagen. Montag, den 15. Jnui, abends 8 Uhr: 1. In Kliems Festfälen, Hasenheide 13/15. Referent: Stadtv. R. Augustin. 2. Bei Zühlke, Dennewigstr. 13. Referent: Stadtv. Dr. Alfred Bernstein. 3. In der„ Berliner Bockbrauerei", Tempelhofer Berg. Referent: Albrecht Fülle. Tagesordnung in allen Versammlungen: ,, Die Reichstagswahlen und die bürgerlichen Parteien". Recht zahlreichen Besuch erwartet [ 210/ 11*] Das Wahlkomitee.. Dritter Wahlkreis. Wähler- Versammlungen Montag, den 15. Juni, abends 8 Uhr, 1. bei Buggenhagen, Moritplat 2. im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15 3. in der Ressource, Kommandantenstr. 57 4. in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 5. im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Tagesordnung: Auf zur Reichstagswahl. Referenten sind die Genossen Dr. Freudenberg, Dr. Friedeberg, Dr. Zadek, Georg Bernhard, Dr. Paul Bernstein. Außer den Referenten wird auch der Kandidat Wolfgang Heine eine Ansprache halten. Rege Beteiligung der Wähler des dritten Kreises erwartet Das Wahlkomitee. Charlottenburg. 212/ 11* Vorwärts- Buchhandlung SW., Lindenstr. 69. Sanssouci, Kottbuser- Strasse 4 a. Karl Wiesenthal. 2. Diskussion. Das socialdemokratische Wahlkomitee. Für Raucher! 214/ 18* Wollen Sie wirklich gute Cigarren rauchen, so probieren Sie, bitte, meine eingeführten Specialmarken: I. ,, Olivia" Neuerscheinungen unsres Verlages: IV. Panzer- Import" Die Kaiserreden im Reichstag und die Socialdemokratie. M. 0,20 Der Umsturz im Reichstag, eine Darstellung der Kämpfe um den Bolltarij nach dem amtlichen StenoM. 0,20 gramm ( Sumatra) . • II. III. ,, Alfadur Geflon" ,, Protectora"( hochfeine Borstenland) vorzüglicher Brand 10 • " " 17432* 10 Stüď 0,50 Pf., 100 Stüd 4,50 M. 10 0,50 100 " 4,50" " 0,60 100 " " 5,50" 10 • 0,60 25 " " " 1,40" 10 . 0,75 100 " O 7,00" VI. ,, Diadema"( eleg. Façon, Prima Qualität) 10 " 0,80 " 100 7,50 " " VII. ,, El Senior"( Merito).. 10 " 0,60 100 5,50 13 10 " 0,60 100 " " 5,50 V. ,, Claridad"( milde und aromatisch) · Die Vernichtung der Social. VIII.„ Planta Mexicana" demokratie durch den Gelehrten des Central Verbandes deutscher Industrieller, herausgegeben im Auftrage des Parteivorstandes der Alfons Marcus, Socialdemokratie M. 0,20 Cigarren- Import- u. Versand- Geschäft, Zeitungsfremdwörter und poli tische Schlagworte, verdeutscht u. erläutert v. Dr. A. Braun, M. 0,25 Die Frauen und die Politik von Lily Braun M. 0,20 Chriftliche Arbeiterpflichten, jesuitische Fragen und socialdemo fratische Antworten M. 0,20 Die agrarische Gefahr, eine Dar stellung ihrer Entstehungsgeschichte, ihrer Macht und legten Ziele, bon Paul Göhre M. 0,20 Socialdemokratie und Centrum, von A. Bebel M. 0,20 Winke für die Reichstagswahlen M. 0,10 Die katholische Kirche und die Socialdemokratie, bon Karl R. 0,30 Socialisten. Kautsky Eugen Richters spiegel: die Wahlfälschungen der Aktiengesellschaft Fort schritt. M. 0,20 Montag, den 15. Juni 1903, abends 8 Uhr, im Volkshaus", Rosinenstraße Nr. 3: Die Lebensmittelzölle und die Wähler- Versammlung. Tages- Ordnung: Die bevorstehende Reichstagswahl. Referent: Stadtverordneter C. Baake. 2. Freie Diskussion. Gegner sehr willkommen. Am Dienstag, den 16. Juni, abends 9 Uhr: Resultat- Berkündung in beiden Sälen des Volkshauses. Das Wahlkomitee. Verband der Bau- Anschläger Deutschlands. Dr. Simmel, Ortsgruppe Berlin. Sonntag, den 14. Juni cr., vormittags 10 Uhr: Versammlung bei Koch, Neue Friedrichstr. 20. Zages- Ordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Berschiedenes. Nach dem zweiten Punkt der Tagesordnung findet anschließend die Generalversammlung statt. Der Vorstand. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter ( E. H. 29, Hamburg). Filiale I. 203/5 PrinzenStr. 41. für[ 5/ 16* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12. 2-4 indirekten Steuern, wer fie zahlt und wem fie nügen . 0,10 Wen soll der Arbeiter wählen? Ein Wahlaufruf an die Arbeiter in Stadt u. Land, v. R. Calwer M. 0,10 Der Korbmacher Fischer im Lichte der Wahrheit. . Berlin N., Elsasserstr. 10a, Ecke Ackerstrasse. Hakim1466L* Cigaretten sind nach dem einstimmigen Urteil aller Sachverständigen die feinsten 2 PL.- Cigaretten! Höchste Leistung! wad Jede Uhr See తతతతతత M. 0,05 zu reparieren und reinigen kostet bei mir unter Garantie des Gutgehens An den Einzelnen, auf den es nicht ankommt! fur 1 Mf. 50 Pf., außer Bruch, lleine Reparaturen billiger. M. 0,05 Note Wahlen 1903, eine politische, Großes Lager in Uhren, Goldwaren, Ketten zu erstaunlich billigen Preisen. durch geniale Künstlerhand prächtig Dukaten- Trauring, 900 geft., 1%, Dukaten 15,50, 2 Dukaten 20,50. ausgestattete Flugschrift M. 0,10 Für sämtliche Waren schriftliche Garantie. Echt Nathenower Brillen, Bincenez, Operngläser. Wöllsteins Lustgarten, Adlershof. 17232* Schönster und ältester Naturgarten des Südostens, 2-300jährige Linden( 5000 Personen fassend) Sommerbühne, drei Kegelbahnen, Kaffeeküche 2c., prachtvolle Säle mit schöner Theaterbühne, Vereinszimmer 2c. Jeden Sonntag Konzert, Specialitätenvorstellung und Ringkampf. Sonntag, den 14. Juni, vormittags 10 Uhr, in Habels Brauerei, Im Saal grosser Ball bei stark besetztem Orchester. LF Bergmannstraße 5-7: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: Neuwahl der Ortsverwaltung und Verschiedenes. Bahlreichen Besuch erwartet 117/18 Die Ortsverwaltung. Verband der Möbelpolierer. Die Versammlung am Montag, den 15. Juni, fällt aus. Die Kollegen werden ersucht, sich am 16. Juni an den Arbeiten Der Arbeits: für die Reichstagswahl rege zu beteiligen. nachweis ist an diesem Tage geschlossen. Mittwoch, den 17. Juni, abends 8 Uhr, Blumenstraße 38: Vorstands- Sitzung. Die Dampferpartie findet am 26. Juli nach Zwiebusch statt, 146/9 Der Vorstand. 10342* T. STOLZ, Chausseestr. 78, P. Stolz, Babftr. 57. Wo? Hüte! Herrenhüte vou 1,50 an Knabenhüte ,, 0,75, Größtes Lager in Strohhüten von den einfachsten bis zu den feinsten Genres. Schirme zu außergewöhnlich billigen Preisen. Mühen. Krawatten. 7812* Otto Gerholdt, Dresdenerstr. 2, 9 Ede Stalikerstraße. ist der schönste Ort für Landpartien? Auf der Insel Pichelswerder, Wirtshaus zum Freund; bequem per Fuß, Rad, Kremser, Bahn und Dampfer zu erreichen. Eröffnung des Riesensaales an den Feiertagen. Für gute Küche und Getränke wird stets bemüht sein Der alte Freund. BRENNABOR ist nicht das billigste, aber das beste Rad! Wunderbar leichter Lauf Gewissenhafte Präcisionsarbeit BRENNABOR- FAHRRAD- WERKE BRENNABOR Vornehmes Aussehen Garantie für Haltbarkeit BRANDENBURG A. D. HAVEL Zweiggeschäft: BERLIN W., Kronenstrasse 11. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 135. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 13. Juni 1903. Prozeß gegen die Pommernbank. wiederholt Schwierigkeiten zu überwinden gehabt. Schon Deutfches Reich. die Unterbringung der fünfprozentigen Staats= EisenbahnAnleihen zur Geldbeschaffung für die ersten Eisenbahnen, deren Bau hat der dortige Arbeitgeber- Verband beschlossen. Nach dem Vorbilde Die Aussperrung aller Bauhandwerker und Arbeiter in Hannover Nach Eröffnung der gestrigen Sigung durch Landgerichts- Direktor und Betrieb einer ad hoc errichteten Bontour- Gesellschaft überlassen der Unternehmer in Dresden und Bremen wollen die Unternehmer Seidrich erhält der Angeklagte Schulz das Wort, um sich wurden, geriet mit dem Ende 1882 begonnenen Zusammenbruch in Hannover durch die angedrohte Aussperrung die Beendigung des zusammenhängend über den Anklagepunkt, betreffend den Ankauf von dieses Finanziers ins Stocken. Aber eine finanzielle Intervention Streits der Zimmerer erzwingen, was ihnen hoffentlich Pommernaktien durch die Strelitzbank zu äußern. Er führt aus, gelang; im Mai 1888 konnte der erste Eisenbahnzug über Serbien ebenso wenig gelingt, als es in Bremen gelungen ist, die Klempner, daß die Strelitbank die Pommernbank- Aktien im Jahre 1896 als nach Saloniki geführt werden. Jm Juni 1889 erschien ein Ufas, und in Dresden die Maurer zur bedingungslosen Unterwerfung zu Kapitalsanlage und im Jahre 1897 als Kapitalsanlage und zum durch den der Staat die Bahnen selbst übernahm. Die Erfüllung zwingen. An Stelle der Auszusperrenden wollen die Hannoverschen Zwecke der Anlehnung an die Pommernbank gekauft habe. Der der Verpflichtungen gegen die Anlehensgläubiger wurde ihm jedoch Unternehmer Italiener anwerben. 447 Auch dies ist vorläufig ein Bankier der Strelitzbank sei durch die Anlehnung an die Pommern immer schwerer; schließlich half man sich gewaltsam mittels der frommer Wunsch. Die Unternehmer in Mainz, die ja von demselben bank naturgemäß die letztere gewesen, und wenn sich die Strelizbant Karlsbader Konvention von 1895, die einfach die Zwangskonversion Wunsche beseelt find, haben ja erst in den letzten Tagen unangenehme diese Anlehnung nicht gesichert hätte, dann hätte sie sich aller- der 5proz. Anleihen in eine 4proz. Amortisations- Anleihe Erfahrung gemacht, daß es nicht so einfach ist, sich mit italienischen dings zu ihrem eignen Schaden größere Mittel hinlegen müssen. dekretierte. Zu dieser 4proz. Anlehensschuld im NominalIm ganzen habe die Pommernbank der Streligbank ca. 34 Millionen betrage von 355,29 Millionen Frank, die ihren Ursprung in Wien Arbeitern ist das Solidaritätsgefühl so start, daß sie sich, wenn sie Arbeitswilligen zu versorgen, denn auch unter den italienischen Mart Hypotheken abgenommen. Die Pommernaftien feien ein Paris hatte und nachher mit großen Beträgen auch in Deutschland erst von der Sachlage unterrichtet sind, nicht als Verräter ihrer folides, vertrauenswürdiges Papier gewesen, die brillante Entwicklung untergebracht worden ist, sollte schon 1896 eine neue 4proz. Anleihe deutschen Arbeitsbrüder gebrauchen lassen. Von der Aussperrung, der Pommernbank beruhe gerade zum Teil darauf, daß weder die von 70,46 Millionen Frank treten. Davon war aber Ende 1901 erst die am Sonnabend( heut) beginnen soll, würden etwa 4500 Arbeiter Pommern noch die Streligbank mit der Berliner Geschäftswelt in ein mäßiger Teilbetrag in Umlauf. Zur Deckung schwebender betroffen. Der Zimmererstreit hat bis jetzt einen günstigen Ver Verbindung standen, sondern ihre Werte nur durch die Provinzial- Schulden wurde im Sommer 1902 ein neues 5 proz. Anlehen von lauf genommen. 125 Zimmerer arbeiten zu den geforderten Bes Bankiers vertrieben. Die denselben gewährte Provision sei nichts 60 Millionen Frank geschaffen, dessen Begebung aber erst später ges bingungen: 91stündige Arbeitszeit und 55 Pf. Stundenlohn. Der ungewöhnliches. Der Kurs der Aftien sei fein künstlicher lang. Am 26. Februar d. J. wurde diese Anleihe zu 90 Proz. auf- ruhige Verlauf der Zimmererbewegung soll nun durch die Gewaltgewesen, denn schon die Reserven der Pommernbank abgelegt, in Frankreich allein, und nach den damaligen Berichten mit maßregel des Unternehmer- Verbandes gestört werden. Mögen die gesehen von der fünfprozentigen Verzinsung haben ultimo bestem Erfolg. 1897 54 Prozent des Aktienkapitals betragen, der Kurs Arbeiter allerorts durch Fernhalten des Zuzuges dafür sorgen, daß Der Staatshaushalt Serbiens wurde für 1902 seitens der verwerfliche Plan der Hannoverschen Bauunternehmer ber von 156,30 Proz. sei also ein ganz geringer zu nennen. Im der Regierung bei 72,85 Millionen Dinars( 1 Dinar 80 Pf.) eitelt wird. übrigen habe die Strelitzbank ihre gesamten Pommernbant- Attien Einnahmen mit einem kleinen Ueberschuß ausgewiesen, aber Nacham 30. November 1899 ohne jeden Verlust zum vollen Buchwert tragsausgaben stellten bereits einen Fehlbetrag von 0,63 Millionen Zur Tarifbewegung der Buchbinder. Die Verhandlungen am gegen Kasse an die Immobilien- Verkehrsbank verkauft, die ihr also in Aussicht, und der Kriegsminister verlangte weitere 1,03 millionen. 8. Juni in Leipzig zwischen den Prinzipal- und Gehilfenvertretern Den ganzen Buchverlust mit über 1 Million Mark in Bar erstattet Hierbei war jedoch eine schwebende Schuld unberücksichtigt gelaffen, haben bis jetzt zu einem greifbaren Resultat noch nicht geführt. Die habe. Wenn der Streligbank aus dem späteren Lombardgeschäfte die später offiziell für Ende 1901 mit 45,84 Millionen Frank auf- Prinzipale verlangen, daß der seitherige Tarif auf weitere drei Jahre mit Schumacher u. Co., wo sie die Aktien mit 141 Proz. bei gewiesen worden ist. Dem Budgetausschuß hatte, nach dessen in Geltung bleiben soll, abgesehen von einigen fleinen Aenderungen, 750 000 m. Ueberdeckung beliehen hatte, Verluste entstanden seien, Bericht vom März vorigen Jahres, der Finanzminister damals das die fich als absolut notwendig vorzunehmen im Laufe der drei letzten so sei das lediglich das Verschulden der jeweiligen Verwaltung. Vorhandensein von nur 30 Mill. Fr. schwebende Schulden zu Jahre gezeigt haben. Welcher Art diese Aenderungen sein sollen, ist Daß die Pommernbank nicht in schlechtem Rufe stand, wie die An- gestanden. Der Ausschuß kam daraufhin zu der Ansicht, daß man nicht genau ersichtlich. Die Vertreter der Gehilfen erklärten, daß es ihnen flage behaupte, gehe doch schon daraus hervor, daß Frhr. v. Norden- mit 3,44 Mill. Fr. Fehlbetrag rechnen müsse; und wenn nicht eine an Kompetenz mangele, einem solchen Ansuchen stattzugeben. In den flhcht von der Firma v. d. Heydt u. Co. auf sein eignes Ersuchen neue Anleihe zu stande komme, so werde das Deficit auf 7-8 Mill. nächsten Tagen sollen nun in den drei hauptsächlich in Frage Mitglied des Aufsichtsrats wurde und daß der Geh. Seehandlungs- Frank steigen. Seitdem ist, wie erwähnt, die Unterbringung der kommenden Städten öffentliche Versammlungen der Berufsangehörigen Rat a. D. Dr. P. Schubert von der Breslauer Diskontobant neuen Anleihe gelungen, die Regelung der schwebenden Schulden ist stattfinden, um Stellung zu dem Verlangen der Prinzipale zu Mitglied des Aufsichtsrats war. im Gange, aber die genauen Ziffern der schiebenden Schuld scheinen nehmen. jetzt erst endgültig festgestellt zu werden. Die Maurer in Hagen haben beschlossen, ihre Forderung: 45 Bf. Fiel es hiernach der Finanzverwaltung Serbiens schwer, den Stundenlohn mittels Bausperren zur Anerkennung zu bringen. Die Staatshaushalt in Ordnung zu halten und für dessen laufende Be- Hagener Zimmerer befinden sich bereits im allgemeinen Streit. dürfnisse die nötigen Gelder zu beschaffen, so standen bisher, unBankdirektor Dr. Gerschel tritt einzelnen Behauptungen des abhängig davon, den Anlehensgläubigern die für sie erforderlichen Angeklagten Schulz entgegen. Im Anschluß an die gestrigen Dar- Gelder reichlich zur Verfügung. Die gesamte Staats. legungen des Beugen Karthäuser bleibt er dabei, daß der schuld Serbiens wurde für Ende 1901 1901 mit erläßt der Schweizerische Gewerkschaftsbund einen eingeschlagene Weg, die Attien in der Provinz unterzubringen, 422,40 Millionen Frant aufgewiesen, so daß der weitaus Aufruf an die Arbeiter aller Länder, worin unter anderm gesagt tein normaler fei. Das Betreten dieses Weges deute schon darauf größte Teil auf die 855,29 Millionen Frank der 4prozentigen An- wird: hin, daß die Attien nicht leicht verläuflich waren. leihe von 1895 entfiel, der bekanntlich gewisse Monopol- Einkünfte Vergangenen Sonnabend schon wurden diejenigen Arbeiter, Angell. Schulz: Daß es sich um ganz legale und normale überwiesen sind. Diese Einkünfte wurden einer Kommission unter welche eine vierzehntägige Kündigung haben, aufgefündigt, nächsten Gewinne handelte, hätte Herr Dr. Gerschel einfach aus den Geschäfts- dem Titel„ Autonome Monopol- Berwaltung" unterstellt, die das Sonnabend werden diejenigen, welche auf wöchentliche Kündigungsberichten entnehmen können. Was die Unterbringung der Aktien daraus resultierende Einkommen in erster Reihe zu Gunsten der zeit angestellt sind, ihre Auffündigung erhalten, und am Sonnabend, betrifft, so habe er selbst ein andres Verfahren nicht gelernt. Auch Anlehenserfordernisse zu verwenden hat. Seit die Binslast jener den 20. Juni, werden diejenigen ohne Kündigungszeit mit der Gebei der Preußischen Hypothekenbank und der Grundschuldbank sei es weitaus größten Anleihe zwangsweise von 5 auf 4 Broz, somit um famtheit der übrigen gekündigten Arbeiter entlassen werden. so gehandhabt worden. den fünften Teil herabgesetzt worden ist, decken die über- 4000 Arbeiter sollen durch diesen brutalen Gewaltstreich der Dr. Gerschel erklärt, daß die Aktien nicht fest plaziert waren wiesenen Einkünfte reichlich den Jahresbedarf der vierprozentigen Berner Prinzipale aufs Pflaster geworfen werden, unter der Beund man deshalb nicht neue Aktien hätte ausgeben dürfen. Die Anleihe von 1895. Die neue fünfprozentige Anleihe von 1902, gründung, daß die im Streit befindlichen Zimmerleute nicht zu einem geltend gemachten Gründe, aus denen sich die Strelitzbank durch die für 60 Millionen Frant nominal jährlich 3,30 Millionen Frant Schn arbeiten wollen, den wir einen Hungerlohn nennen müssen. Ankauf der Bommernattien an die Pommernbank" anlehnen" sollte, boch waren die Jahresüberschüsse bisher auch dafür hoch genug. vernichten. Diesem freventlichen Beginnen müssen wir uns aufs entGold erfordert, hat auf die Monopoleinkünfte erst zweites Anrecht, Die Unternehmer wollen um jeden Preis unsre Organisation Sachverständiger Geh. Rat Dr. Hecht erklärt auf Befragen: Für die vierprozentigen Serben von 1895 und selbst für die fünf- schiedenste widersetzen. Der Pommern- Concern sei dem Spielhagen- Concern nachgebildet. prozentige Anleihe von 1902 besteht somit keine Gefährdung, so Es handle sich doch um Glieder einer Kette, die gegenseitig durch lange die überwiesenen Einkünfte( aus Tabat, Salz, Petroleum, Attienbesitz fich die Herrschaft und Majorität in den General Cigarettenpapier, Bündhölzer, Stempel, Zöllen, Obrtabgabe 2c.) nicht versammlungen sicherten. Zu diesem Zwede seien die Aktien an etwa beträchtlich zurückgehen. gekauft worden. Man hatte eben keine Neigung, sich in die komplizierten Operationen hineinblicken zu lassen. Justizrat Wronker beantragt, diese Darlegungen den Bücherrevisoren ruse und Huschte mit dem Auftrage zu überreichen, die Richtigkeit der von dem Angeklagten vorgebrachten Zahlen zu prüfen. Dem Antrage soll stattgegeben werden. könne er nicht anerkennen. Husland. Sur Bauarbeiter Aussperrung in Bern Genoffen! Veranstaltet vom ersten Tage der Aussperrung an Sammlungen, deren Ertrag sofort an unsre Adresse abzusenden ist. Im Namen des Bundeskomitees: Das Sekretariat, Mattenhofstraße 12, Bern. Der 4. öftreichische Gewerkschaftskongreß. die Bom amerikanischen Stahltrust. Nach einer Meldung der„ TorontoWorld" aus Ottawa hat der amerikanische Stahltrust von der In längerer Ausführung läßt sich sodann Angeklagter Romeid tanadischen Regierung die Erlaubnis zum Bau eines Hafenbedens über das Pommernattien- Geschäft in gleichem Sinne wie Angeklagter im Welland- Kanal in der Nachbarschaft von Port Colburne erhalten. Agitation und Organisation. Aus demselben heben wir einige Am 3. Verhandlungstage begann die Debatte über den Bunkt Schulz aus. Er bekämpft einige der Tags vorher vom Direktor Er wird in Port Colburne Stahlwerke anlegen, die 3000 Arbeiter interessante Ausführungen von Friz- Wien hervor über Dr. Gerschel gegen einzelne Positionen der Bilanzen gezogene Monita beschäftigen und 8000 Pferdeträfte verbrauchen werden. Die er- Organisationen der Jugendlichen. Es sind dies Vereinigungen von als unzutreffend. Insbesondere will er nicht wahr haben, daß der Vor- forderliche elektrische Kraft wird von den Niagara- Fällen geliefert. Lehrlingen und haben namentlich die Aufgabe, für Fortbildung wurf einer Verschleierung daraus herzuleiten sei, daß in dem Gewinn- Das Hafenbecken soll beim Schiffbau Verwendung finden. Der der Lehrlinge und den Lehrlingsschutz au sorgen. Der Wiener und Berluftconto Binsen, Gewinne aus Effekten 2c. zufammengezogen Stahltrust behauptet, in Port Colburne billiger produzieren und Verein hat 10 Ortsgruppen und 3 Bahlstellen; in den Winterund nicht getrennt geführt worden seien. Er behauptet, daß auch billiger liefern zu können als in Pittsburg. bei andren Hypothekenbanken ein gleiches Verfahren üblich sei und legt zum Beweise die Geschäftsberichte der Rheinischen Hypothekenbant, der Gothaer Grundkreditbank, der Frankfurter Hypothekenbank, der Hannoverschen Bodenkreditbank, der Mecklenburgischen Hypothekenund Wechselbank und der Preußischen Bodenkredit- Aktienbank vor. Es kommt hierüber zu längeren Diskussionen, bei denen Direktor Dr. Gerschel den Standpunkt vertritt, daß die herangezogenen Vergleiche nicht passen und nur in zwei Fällen eine Analogie obwalte. In diesen beiden Fällen handle es sich aber um unbedeutende Summen von Effekten. Bur Sache wird auch Bücherrevisor Reuter vernommen, dessen Ausführungen darin gipfeln: wenn es sich um ein legales Geschäft handelte, so liege eine Verschleierung vor. Auf diesem Standpunkt steht auch Staatsanwalt Bee d. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Gewerkschaften. Am Dienstag, den 16. Juni, dem Tage der Reichstagswahl, bleibt das Bureau der Berliner GewerkschaftsKommission( Berliner Arbeiter Sekretariat), Engel- Ufer 15, geschlossen. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. monaten war ein Mitgliederbestand von 1100 zu verzeichnen. Die Einnahmen betrugen bei einem Beitrag von nur 20 Heller pro Monat 3440 Kronen. In Wien allein wurden im letzten Winter 57 große öffentliche Versammlungen abgehalten. Auch in der Provinz bes stehen solche Jugendvereine und sind dieselben zu einem Reichsverein verschmolzen worden. Der Verband giebt ein Blatt heraus,„ Der jugendliche Arbeiter", eine fleine aber gut geleitete Zeitung." Die Mainummer derselben ist in 5000 Gremplaren erschienen. Der Stongreß nahm eine Resolution an, in welcher die Gewerkschafter sich verpflichten, die Vereine der Jugendlichen zu unterstützen. Sodann gelangten eine Anzahl Anträge zur Annahme, welche sich auf das Organisationsstatut beziehen. Danach sollen einer rafcheren Verschmelzung der kleinen Branchenorganisationen mit den Centralverbänden die Wege geebnet werden. Auch wird ein Antrag an Auf Antrag des Justizrats Dr. Sello soll auch das vom An- Central- Arbeitsnachweishauses versammelt, um die auf Grund des blättern nur mit Genehmigung der Gewerkschaftskommiffion vorDie Stuffateure waren am Mittwoch im großen Saale des genommen, welcher bestimmt, daß Neugründungen von Gewerkschaftsgeflagten Romeid vorgebrachte Material den Bücherrevisoren Huschke Tarifvertrages zu bildende Schlichtungs- und Arbeits- genommen werden dürfen. und Kruse zur Nachprüfung übergeben werden. Zur Verhandlung fam fodann die Verfolgung der EisenDer alsdam behandelte Anklagepunkt zeitigt eine sehr lebhafte nach weis Rommission zu wählen. Unter den Mitgliedern Kontroverfe, an welcher alle Prozeßbeteiligten Anteil nehmen. Es des Centralverbandes sowie der Freien Vereinigung war für diese bahner- Organisation". Der östreichische Eisenbahnerverband wird seit handelt sich darum, daß das Gründungskapital der Streligbant nebst Bersammlung lebhaft agitiert worden, so daß dieselben auch ziemlich feinem Bestehen sowohl vom Eisenbahnministerium als auch von den dem in den Statuten vorgesehenen Agio von 5 Proz. in Höhe von bollzählig erschienen waren. Herr Gewerberichter Dr. Wölbling Privat- Eisenbahngesellschaften auf das brutalfte verfolgt. 1897 wurde 6 300 000 M. von der Bommernbank hergegeben worden ist. Die An- fungierte als unpartetischer Leiter und als Protokollführer war Herr die Organisation ganz aufgelöst; die Eisenbahner haben jedoch ihre 6 300 000 M. von der Bommernbank hergegeben worden ist. Die Angeklagten Schultz und Nomeid behaupten, daß der Immobilien- Verkehrs- Bureauvorsteher Mielitsch vom Gewerbegericht anwesend. Zur Unter- Organisation von neuem stärker als zuvor aufgebaut. Jest verfolgt bant für diese 6 300 000 M. Grundschuldbriefe als Sicherheit hin- tübung der unparteiischen Leitung wurden noch 7 Mitglieder von man namentlich ihre Vertrauensleute und Führer mit Maßregelungen. gegeben seien. Von dieser Thatsache ist aber nach den Darlegungen Burauvorsteher Mielitsch zwei Schreiben. In dem einen hat sich die in welcher das Vorgehen der Regierung berurteilt und den des Bücherrevisors Reuter in den Büchern nichts zu entdeden. Die Bücher der Pommernbank und der Immobilien- Berkehrsbant ver- Freie Vereinigung an das Gewerbegericht gewandt, um Protest gegen Eisenbahnern die Sympathie des Gewerkschaftskongresses aussagen in dieser Beziehung vollständig. Der Sachverständige hält würde zur Stelle schaffen können und möglicherweise die nötige Die Bücher der Pommernbank und der Immobilien- Verkehrsbank ver- den Wahlmodus zu erheben, da sie ihre 200 Mitglieder nicht alle gesprochen wird. Die Straßenbahn- Bediensteten von Wien sind dies für so auffällig, daß er daraus den Schluß zieht, gehandelt. nachweis " von " unter der es habe sich um fein legales und korrettes Geschäft Stimmenzahl für einen Kandidaten nicht erreichen würde. Der Vor- Führung Luegers fast noch größeren Berfolgungen ausgesezt stand des Centralverbandes, bem dieſes mitgeteilt worden, hatte nun als die staatlichen Eisenbahnarbeiter. Es ist denselben ein Zum Schluß der geftrigen Sigung wird Reg.- Nat a. D. Dir. bas atveite berlesene Schreiben an das Gewerbegericht gefandt und Gelöbnis" abgepreßt worden, durch welches sie erklären müssen, daß Guttmann über die Streligattien vernommen. Von diesen haben tritt den Einwendungen der Freien Vereinigung entgegen, indem sie nicht Mitglied der socialdemokratischen Organisation sind. Es Schulz und Nomeid 1897 Attien, die sie im April 1896 zum Kurse denselben Einwand der Centralverband ebenfalls machen könne, wenn gelangte eine Resolution zur Annahme, in welcher der Kongreß dieses Attentat auf die Bewegungsfreiheit der Straßenbahnbediensteten mit von 105 Proz. erworben hatten, zum Kurse von 140 Proz. an die feine 900 Mitglieder nicht alle zur Stelle find. Im übrigen wurde Entrüftung zurückweist und die Hoffnung ausspricht, daß sich die Immobilien- Berkehrsbank verkauft. Dir. Guthmann legt dar, überhaupt bestritten, daß die Freie Vereinigung in der Zeit vom daß der Kurs von 140 Broz. zu damaliger Zeit feine innere Berechtigung 1. April d. J. bis jetzt jemals 200 Mitglieder gehabt hat und dieses Wiener Straßenbahner dadurch nicht abhalten lassen, ihr gesetzlich gewährleistetes Recht zu vertreten und ihre Pflicht als dentende gehabt habe. Die Justizräte Wronker und Dr. Sello stellen mit dem jedesmaligen schwachen Besuch ihrer Versammlungen fest, daß Direktor Guttmann offenbar ein Gutachten abgegeben habe, wiesen. Dr. Wölbling entschied hierauf, daß, da die Freie Bereini- Arbeiter in ihrem eignen Interesse zu erfüllen. während er doch nur als Beuge vereidigt fei. Als Sachverständiger gung die Bedingungen des Tarifvertrages angenommen hat und auch würde er nach den gesetzlichen Vorschriften nicht fungieren können, genügend Wähler erschienen sind, die Wahlen vorgenommen werden Hus der Frauenbewegung. da er mit den Angeklagten prozessiere und daher Partei sei. können. Nachdem die Kandidatenlisten verlesen und Stimmzettel Nächste Sitzung: Montag 9 Uhr. berteilt waren, wurde die Liste des Centralverbandes mit a, die der Der socialdemokratische Frauen- Wahlverein hielt am Donnerstag Gegenpartei mit b bezeichnet und ergab die sofort vorgenommene im Lokale von Wernau eine Versammlung ab, in welcher der StadtAuszählung der Stimmzettel für Liste a 633 Stimmen, für Liste b verordnete Genosse Heimann über die Frauen und die Reichstags62 Stimmen. Auf die Frage des Herrn Geiverberichters, ob die wahlen einen mit ungeteiltem Interesse aufgenommenen Vortrag Aus Induftrie und Handel. Freie Vereinigung ihren Proteft zurücknehmen wolle, antworteten hielt. Nachdem Redner die Rechtlosigkeit der Frauen auf allen Gederen Vertreter verneinend, und erklärte ersterer nun diesen Protest bieten des öffentlichen Lebens eingehend flargelegt, zeigte er an der Serbiens finanzielle Verhältnisse. Aus Anlaß der Ermordung als verworfen und als Endergebnis der Wahl, daß die Liste des Hand eines reichen Thatsachenmaterials, wie tief alle gesetzdes serbischen Königspaares in Belgrad und des voraussichtlich Centralverbandes mit 5 Vertretern gewählt ist, während die Freie geberischen Maßnahmen sowohl, als auch die gesamten Institutionen folgenden politischen Systemwechsels bringt die Frankfurter 8tg." Bereinigung kein Mandat erhalten hat. Die Gewählten sind: Krebs, des Klaffenstaates in das Leben der Frau und ganz besonders der eine längere Uebersicht über die serbische Finanzlage, der wir Scheck, Rösner, Alb. Jänicke und Hanke. Ein nicht endenwollender Proletarierin eingreifen. An verschiedenen Stichproben aus dem Folgendes entnehmen: Beifallssturm durchbrauste den Saal, als dieses Resultat bekannt Sündenregister der letzten fünf Jahre zeigt Redner weiter, wie es Seit Serbien in der Bontour- Beit, vor wenigen Jahrzehnten, wurde. Die Freie Bereinigung, das gehätschelte Kind der Unter die Herrschenden Klassen verstehen, Gejege zu ihren Gunsten zu den Bau von Eisenbahnen und das Kontrahieren größerer Aus- nehmer, ist durch diesen Erfolg moralisch sowie wirtschaftlich unmög- machen: für sich den Nutzen, den Besitlosen die Kosten, lands- Anleihen begann, hat die Finanzverwaltung dieses Landes lich gemacht. wozu sich dann noch eine ausgesprochene Klassenjustiz gesellt. Einem solchen System muß ein energisches Halt geboten werden. Sechster Wahlkreis. Die Mitglieder werden ersucht, sich zwecks Smargendorf. Heute, Sonnabend 81%, Uhr, findet im Wirts Der Redner schloß mit einem warmen Appell an die Frauen Flugblattverbreitung am Sonntag pünktlich 8 Uhr in den von ihren haus Schmargendorf die Verteilung der Arbeiten am der arbeitenden Klasse, wenn sie sich auch nicht aktiv an der Wahl Bezirksführern bezeichneten Lokalen einzufinden. Alle andren Ge- Wahltage statt. Alle Genossen, die am Wahltage mitarbeiten beteiligen können, so doch durch eine thatkräftige Unterstützung der nossen und Genossinnen bitten wir, sich zu derselben Zeit nach fönnen, werden ersucht, heute rechtzeitig zu erscheinen. Die hiesigen focialdemokratischen Agitation dafür zu sorgen, daß endlich einmal folgenden Lokalen zu begeben: Hoppe, Aderstr. 21; Pfarr, Putlitz- Arbeiter fordern wir gleichzeitig auf, die heute stattfindende VerWandel geschaffen wird. Damit haben die Frauen denn auch in der straße 10; Kaiser, Pflugstr. 6; Krause, Müllerstr. 7a. sammlung der„ Nationalen" zu meiden, da in derselben die Redes besten Weise für die Wahrung ihrer Rechte gesorgt. freiheit unterdrückt wird und so die Möglichkeit der Verteidigung und Agitation fehlt. Am Sonntag findet eine Flugblattverteilung statt. Da der zu belegende Bezirk sehr groß ist, ersuchen wir die Genossen, zahlreich und pünktlich um 7 Uhr früh im Wirtshaus Schmargendorf zu erscheinen. Die Vorsitzende, Fri. Ba ad er, unterzog das Flugblatt der bürgerlichen Frauenvereinigung für Erlangung des Frauen- Stimmrechts einer mit Heiterkeit aufgenommenen Kritik. Die mehr als be= fcheidenen Forderungen dieser bürgerlichen Frauenrechtler beweisen von neuem, daß genau so wie im gesamten politischen Leben auch zwischen der bürgerlichen und der proletarischen Frauenbewegung eine unübergrückbare Kluft gähnt. Die Mitgliederzahl des socialdemokratischen Frauen- Wahlvereins ist inzwischen auf 811 gestiegen. Die Vorsitzende gab der bestimmten Hoffnung Ausdruck, daß alle diese Frauen bei jeder neuen Wahlperiode sich ohne weiteres wieder als Mitglieder des jeweils zu errichtenden Frauen- Wahlvereins melden würden. Und da in diesem Jahre noch verschiedene andre Wahlen stattfinden, so haben die Frauen denn doch die Genugthuung, einen immerhin beträchtlichen Teil des Jahres hindurch politisch organisiert gewesen zu sein. Als Revisorin wurde Frau Wulf gewählt. Sociales. Sechster Wahlkreis! Die Wahlbureaus befinden sich am 16. Juni in folgenden Lokalen: Moabit: Karl Fischer, Waldstr. 8( Telephon Amt II 660); Joh. Pfarr, Butlitzstr. 10. Wiesenstr. 29( Telephon Amt II 1238); J. Kaiser, Pflugstr. 6. Wedding und Rosenthaler Vorstadt: H. Tauschel, Zehlendorf. Die Genossen werden ersucht, sich zu der am Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen: Sonntag stattfindenden Flugblattverbreitung bei Giese, TeltowerBergmann, Brunnenstr. 79( Telephon Amt III 2572); Bachgänger, straße 23, recht zahlreich einzufinden. Swinemünderstr. 34; Löhrig, Pantstr. 32d. ( Telephon Amt III 5294); Wernau, Schwedterstr. 23. Schönhauser Vorstadt: Ramlow, Schönhauser Allee 135 Das Central- Wahlbureau des sechsten Kreises befindet sich bei H. Tauschel, Wiesenstr. 29( Telephon Amit II 1288). Zoffen. Sonntag, den 14. d. Mts., nachmittags 312 Uhr, bei G. Rüffer, Barutherstraße: öffentliche Wählerversammlung, in der Genosse Breslauer die Bedeutung der Reichstagswahlen einer eingehenden Besprechung unterziehen wird. Zahlreicher Besuch wird erivartet. Auch Genossin Thiele aus Tempelhof wird anwesend sein, Weißensee. Zur Flugblattverbreitung treffen sich die Genossen weswegen eine zahlreiche Beteiligung auch der Frauen erwünscht ist. Sonntag frith 71 Uhr in den bekannten Bezirkslokalen; da diesmal Ferner machen wir darauf aufmerksam, daß am Sonntagvormittag die Arbeit eine sehr umfangreiche ist, so ist es Pflicht eines jeden 71 Uhr Flugblattverbreitung stattfindet, zu welcher wir erwarten, Mitgliedes, sich daran zu beteiligen. daß alle Genossen ihrer Pflicht gemäß sich beteiligen. Sonntagnachmittag 31 Uhr findet in Birkenwerder im Waldfater und in Buch in Albrechts Parkschloß je eine öffentSpäthe und Paul Ha a t. liche Wählerversammlung statt. Referenten sind die Genossen Heinrich Am 16. Juni, abends 8 Uhr, im Vereinshaus, Charlottenburger straße 130, Bekanntgabe des Wahlresultats. und Das socialdemokratische Wahlkomitee. Lichtenberg. Die Parteigenossen verbreiten am Sonntag früh 7½½ Uhr von den Bezirkslokalen aus am Drte das letzte Flugblatt und Wahlaufruf mit Stimmzettel. Zu dieser Arbeit müssen sich alle Parteigenossen den Bezirksführern zur Verfügung stellen. Am Montagabend finden vier Versammlungen statt: Germania- Brauerei, Frankfurter Allee 53; bei Höflich, Frank furter Chauffee 120; bei Gürsch, Frankfurter Chaussee 86 und bei Kuß, Hohen- Schönhausen, Berlinerstraße vis- a- vis den Kirchhöfen. Referenten find: F. Kater, Stadthagen, Litfin und Frau Ihrer. Am Dienstag, dem Wahltage, früh 8 Uhr melden sich alle Hilfskräfte für den Ort in den Bezirkslokalen und die noch nicht borgemerkten Genossen in der Glashalle bei Höflich, daselbst ist das örtliche Wahlfomitee versammelt. Am Dienstagabend 92 Uhr: Versammlung bei Nowawes. Für die Reichstagswähler ist es von Wichtigkeit, zu wissen, wo sie zu wählen haben. Wir geben deshalb im folgenden die Wahlbezirke bekannt. I. Bezirk: Luisen, Mühlen-, Neue- und II. Bezirk: August, Friedrich-, Grenz, Lindenstr. 47-62, Ludwigs Wilhelmstraße; Wahllokal: Kaisersaal von Schmidt, Wilhelmstraße. Priesterstr. 41-81; Wahllokal: Turnhalle, Auguststraße. III. Bezirk: Bäckerstraße, Kirchplatz, Kirch, Kreuz- und Lindenstraße 1-46, Luther-, Mittel-, Plantagen- und Priesterstr. 1-22 und Triftstraße; Wahllokal: Regel, Lindenstraße. IV. Bezirk: Acker-, Feld, Forst-, Karl-, Marien-, Müller-, Prieſterſtr. 23-40, Turn- und Wallstraße; Wahllokal: Volksgarten, Priesterstraße. Neuendorf. I.Bezirk: Kirchplay, Kaiser Wilhelm-, Bismard-, Potsdamer-, Großbeeren, Husaren-, Charlotten-, Wiesen-, Linden-, Ahornstraße, Chaussee nach Gütergot, Gutsbezirk Babelsberg; Wahllokal: GemeindeverordnetenSizungssaal Lindenstraße.- II. Bezirk: Schulstraße, Lutherplatz, Eisenbahn, Trift-, Luisen, Stahnsdorfer, Grenz, Karl-, Turn-, Müller, Annen-, Forst-, Rennbahn-, Birken-, Ackerstraße, Kleiner Egerzierplag, Kaiser- ,, Dom-, Berliner, Böckmann, Schiller-, Plantagen-, Marienstraße, Espengrund, Bergstücken; Wahllokal: Eisenbahnhotel, Eisenbahnstraße. Lokales. Hausapotheken bei den Strafanstalten. Durch Ministerialerlaß vom 12. Mai d. J. sind die preußischen Gefängnisverwaltungen zur Einrichtung sogenannter Hausapotheken angewiesen worden; es sollen daselbst die gebräuchlichsten Arzneimittel vorrätig gehalten, Lösungen selbst angefertigt werden usw. Besondere Räume für die Arzneivorräte werden als nicht notwendig erklärt, es wird also damit unsres Wissens sogar unter die Mindestforderungen heruntergegangen, welche bei der Konzession ärztlicher Hausapotheken gestellt werden. Mit diesem Erlaß wird das Privilegium der Apotheker für die Strafanstalten aufgehoben, den Apothekern zu Gunsten des Staates eine lohnende Einnahmequelle entzogen. Dagegen ist von unsrem Standpunkt gewiß nichts zu sagen, aber bezeichnend ist es doch, wie das fistalische Interesse die Staatsbehörden zu rücksichtslosem Vorgehen gegen das Apothekermonopol veranlaßt, während dieses selbe Monopol von ihnen sonst ängstlich behütet und bewacht wird, auch dort, wo es mit lebenswichtigen Interessen der Arbeiterschaft in Konflikt gerät. Bekanntlich haben während des schwebenden Apothekerboykotts die Berliner Krankenkassen, gestützt auf frühere Kammergerichts Entscheidungen, es versucht, einen fleinen Teil ihres Arzneibedarfs- nur drei harmlose Mittel! unter Umgebung öflich. Verkündung eingegangener Wahlresultate. der Apotheker im großen zu beziehen und selbst an ihre Mitglieder abzugeben. Die Ersparnis war eine sehr bedeutende Treptow- Baumschulenweg. Montag, den 15. Juni, findet bei und das war im Interesse der notleidenden Kassen und der leider Ackermann, Baumschulenstr. 78, eine Wählerversammlung statt. Die ,, nationalen" Parteien im Wahlkampf.. noch immer unzureichend versorgten Mitglieder sehr erfreulich. Troß- Tagesordnung: 1. Ein letztes Wort an die Reichstagswähler. ,, National" nennen sie sich, weil das anständiger klingt als dem intervenierte sofort die Regierung: Polizei, Staatsanwalt, Ge- Referent: Genoffe Schriftsteller Eduard Fuchs- Zehlendorf. 2. Dis- konservativ" oder„ antisemitisch"." National" nennen sie sich in richte wurden in Bewegung gesetzt und dann auch glücklich erreicht, fussion. daß das Kammergericht seine frühere Rechtsprechung umstieß und Berlin. Sie wissen, daß hier in dem Kampf um den Reichstag Morgen, Sonntag früh Flugblattverbreitung. Treffpunkt für für sie von vornherein nichts zu holen ist, wenn sie sich offen als den Krankenkassen die Abgabe von Arzneien verbot. Von diesem Treptow früh 72 Uhr Kiefholzstr. 6 im Restaurant Bock und Neue die übel beleumundeten Konservativen und Antisemiten Vorgehen gegen die Kassen sticht der Erlaß betreffend die Er- Krug- Allee 62, für Baumschulenweg um 8 Uhr bei Staffeldt, Baumrichtung von Strafanſtalts- Apotheken recht merkwürdig ab, um schulenſtr. 84. Es ist Pflicht und Ehrensache eines jeden Genossen, zu erkennen geben, die sie sind. Ein geriebener Geschäftsmann hält so mehr da den Strafanstalten längst von seiten der Apotheken für zahlreichen Besuch der Versammlung zu agitieren, sowie sich eben vor allem auf eine hübsche Firma. Hat er unter der alten wesentlich höhere Vergünstigungen eingeräumt waren, Firma Pleite gemacht, so legt er unverfroren sich eine neue zu als Mann für Mann zur Flugblattverbreitung pünktlich einzustellen. irgend einer Krankenkasse: Rabatte von 33 Proz. für Strafanstalten Gleichzeitig ersuchen wir, daß diejenigen Genossen, denen es sonst kommen die Gimpel kein zweites Mal zu ihm. waren nichts Außergewöhnliches, während bekanntlich die Berliner irgend möglich ist, am Wahltage uns bei der notwendigen Thätig- Wer diese konservativ- antisemitischen„ Nationalen" in den letzten Krankenkassen bis zum Apothekenboykott nicht einen Pfennig Rezeptur- feit zu unterstützen, bei Gelegenheit der Flugblattverteilung uns Monaten und Wochen in ihren Wählerversammlungen rabatt hatten! Man wird gut thun, dieses Vorgehen der Regierung davon Mitteilung machen möchten. Das Wahlkomitee. fich zu merken für die bevorstehende abermalige Abänderung des beobachtete, der sah bald, daß an ihrem Geschäftsbetrieb außer der Krankenversicherungs- Gesezes! Was den Strafanstalten recht ist, Rummelsburg- Borhagen. Die Genossen werden ersucht, am Firma wirklich nichts geändert worden ist. Es sind noch immer muß auch den Krankenkassen billig sein, welche denn doch Sonntag zur Flugblattverbreitung in den Lokalen wie vor acht dieselben alten, teils albernen, teils schoflen socialer und kultureller Beziehung noch eine andre Bedeutung Tagen früh 7 Uhr sich einzufinden. Keiner darf fehlen. Praktiken, die von jeher ihre einzige Waffe im Wahlkampf gehaben, als die Strafanstalten. Gegen die Zulassung eigener Das Wahlkomitee tagt am Tage der Wahl bei H. Lindner, wesen sind: auf der einen Seite das öde Geschimpfe auf die Kaffenapotheken wird nach diesem Erlaß die Regierung ftichhaltige Türrschmidtstr. 37. Diejenigen Genossen, die bereit sind, bei der Juden, die an allem Unglück und allem Elend dieser Welt Gründe nicht mehr vorbringen können. Die Arbeitergroschen" der Wahl am 16. Juni zu helfen, haben sich beim Komitee zu melden. Krankenkassen, für die man doch sonst so zärtlich besorgt ist, ver- Am Abend der Wahl findet bei Hahn, Hauptstraße, zwecks Ver- schuld seien, auf der andren Seite die Haßerfüllte Verunglimpfung, die giftige Verleumdung der zur Socialdemokratie haltenden dienen diefelbe Rücksichtnahme wie die Gelder der Gefängnis- fündung der Wahlresultate eine Versammlung statt. verwaltung. Dder heißt es auch hier:„ Wenn zwei dasselbe thun, Arbeiterklasse, die von dem, friedenbringenden" Militarismus, ist es nicht dasselbe"? dem volkswohlstandfördernden" Zollwucher und ähnlich schönen nationalen" Forderungen nichts wissen mag. Die Wahlen finden statt: I. Bezirk: Boghagen. Restaurant Schneider, Sonntagstr. 36. II. Bez. Sadowa, Markt-, Schillerstraße, Kantstr. 1-3 und 47-51. Restaurant Peters, Schillerstr. 15. III. Bez.: Türrschmidtstr. 1-48 nebst den Eckhäusern Mozart Die Wählerversammlungen der„ Nationalen" unterschieden sich von denen der Freifinnigen dadurch, daß zu den„ nationalen" VerBerliner Partei- Angelegenbeiten.ſtraße 1, ceffingſtr. 1 und Goethestr. 1. Reſtaurant Weigel, Tür- fammlungen Gegner Zutritt hatten und besonders die Zweiter Wahlkreis. Heute, Sonnabend, im Wilhelm- schmidtstr. 45. Theater, Friedrichstr. 236, Wählerversammlung. Referent IV. Bez.: Mozartstraße, Victoriaplatz, Kantstr. 4-44 nebst den Arthur Stadthagen. Tagesordnung:„ Die Reichstagswahlen Edhäusern Lessingstr. 12 und 13, Werkmeistergebäude und Ostbahnwärterbude. Restaurant Plichta, Kantstr. 25. und die bürgerlichen Parteien". Recht zahlreichen Besuch erwartet wärterbude. Restaurant Plichta, Kantstr. 25. Das Wahlkomitee. Das Central- Wahlkomitee des zweiten Kreises befindet sich bis 15. Juni im Restaurant von Paul Scholz, Bossenerstr. 1, Ecke Barutherstr. 22. Socialdemokraten ausdrücklich eingeladen wurden, sich zu bleiben während die Freisinnigen möglichst unter suchten. Die Freisinuigen fühlten, daß sie nichts gewinnen, sondern verlieren konnten, wenn sie sich der vollsten Deffentlichkeit darboten; die„ Nationalen" bildeten sich ein, nichts Gegner in ihre Versammlungen lockten. Gewonnen haben auch mehr verlieren, sondern höchstens noch gewinnen zu können, wenn sie nur V. Bez.: Goethestr. 2-21 nebst Eckhäusern Kantstr. 45 und 46, effingstr. 2-11 und 14-24. Restaurant Legde, Lessingstr. 23a. land-, Neue Prinz Albert-, Friedrich-, Wilhelm- und Fischerstraße. VI, Bez.: Karlshorster-, Prinz Albert-, Nathaus-, Liebig-, PortRestaurant Bum Prälaten", Karlshorsterstr. 3. " VII. Bez.: Hauptstraße, Köpenicker Chaussee, sowie die Ausbauten auf den Hönower Wiesen und den Haideländereien. Restaurant Carlin, Hauptstr. 83. Ober- Schöneweide. Zu der morgen 7 Uhr früh vom Lokale die„ Nationalen" nichts mit Ausnahme der Groschen, die sie Zweiter Wahlkreis. Morgen, Sonntag, früh 71 Uhr, Flugblatt- Verbreitung. Teilnehmer wollen sich recht zahlreich an der Thür den nicht- ,, nationalen" Gästen in manchmal sehr nachin folgenden Lokalen einfinden: Kumfe, Bülowstr. 59; Homuth, drücklichem Tone abnötigten, damit die Tellersammlung reichlicher Lüßowstraße und Dernburgstraße- Ece; Rechtbach, Hagelsbergerausfiel und Geld in ihre magere Wahlkasse kam. straße 23; Die Wortführer der, nationalen" Kumpanei haben sehr bald gemerkt, Borgfeld, Arndtstr. 35; J. Scholz, Zossener- und Barutherstraße- Ece: Sta ufholt, Wilhelminenhofstr. 18, aus stattfindenden Flugblatt daß namentlich von den Arbeitern trotz aller anfänglichen Thomsen, Gneisenaustr. 30; Seidel, Mittenwalderstr. 16; Ohnesorge, und Stimmzettel- Berbreitung werden alle Genossen dringend ersucht, Schmeichelworte niemand auf den ausgeworfenen Martgrafenstr. 102; Augustin, Lindenstr. 69; Lehmann, Friedrichstr. 16, pünktlich zu erscheinen. Industriepalast; Lindemann, Morisstr. 9; Fischer, Boeckhstr. 7; Ewald, der Wahlarbeit mitwirken wollen, werden gebeten, ihre Adressen„ Arbeiterfreundlichkeit" traute, niemand zu dem famosen Schnitt Genossen, die am Wahltage den ganzen Tag frei sind und bei Köder anbeißen wollfe, niemand der konservativ- antisemitischen Schönleinstr. 6; Patschke, Gräfeſtr. 31. sofort im obigen Lokale abzugeben. Der Vertrauensmann. Mitglieder- Versammlung des Socialdemokrati Alt- Glienicke. Sonnabend, den 13. d. M., abends 81% Uhr, chen Wahlvereins bei Saß. Referent: Friz ZubeilBerlin. Um rege Beteiligung ersucht Berlin. Um rege Beteiligung ersucht Das Wahlfomitee. Der Vorstand. durch das Tischtuch bereit war, der die deutsche Arbeiterschaft Dritter Wahlkreis. Achtung! Parteigenossen! Diejenigen Ges noffen, welche am Tage der Wahl, am 16. Juni, behilflich sein schieden sie sich schon nach den ersten mißlungenen Wählerfangvon den socialdemokratischen Führern" trennen sollte. Darum entwollen, müssen sich früh 8 Uhr an folgenden Stellen einfinden: Schnieber, Admiralstr. 21; Krüger, Naunynstr. 54; Nowad, Alte versuchen für die andre Taktik, die Arbeiterschaft mit einer Jakobftr. 6; Zacharowsky, Brandenburgstr. 49; Stramm, RitterFlut von Schmähungen zu überschütten. Erst damit trafen fie straße 123; Wendt, Alexandrinenstr. 39; Stallweit, Dresdenerstr. 45; Drei öffentliche Wählerversammlungen am Sonntag, den 14. Juni: dann die Stimmung der Mehrheit ihrer Gefolgschaft. Ferd. Aßmus, Prinzenstr. 59; Tauschke, Brückenstr. 2; Peutert, nachmittags 2 Uhr in Neue Mühle bei Robert Riedel; nachmittags Daß diese Kreise durch und durch arbeiterfeindlich sind, daß ein Melchiorstr. 30; Ladewig, Kommandantenstr. 65. 4 Uhr unter freiem Himmel auf dem Mühlenberg in Mittenwalde; wütender, wahnsinniger Haß gegen die Arbeiterklasse sie Das Central- Wahlbureau, in welchem sich alle Genossen ein- nachmittags 6 Uhr in Eichwalde in Wendts Waldschlößchen. Tages erfüllt, war ja längst flar, aber so offen und unverhüllt, wie diesmal, zufinden haben, welche noch nicht für eine bestimmte Stelle festgelegt Ordnung in sämtlichen Versammlungen:„ Die bevorstehende hatten sie es bisher denn doch noch nicht gezeigt. Dabei kam die find, befindet sich in Dietrichs Festsälen", Dresdenerstr. 116, vorn Reichstagswahl." Zahlreichen Besuch erwarten Die Einberufer. ganze not gteit, die bei den„ Nationalen" sonst nur als Waffe parterre. Telephon- Amt IV Nr. 5174. Barteigenossen von Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und im Kampf gegen das Judentum beliebt ist, hier auch im Kampfe Dritter Wahlkreis. Achtung, Parteigenossen! Sonntag, den Südende, welche gewillt sind, am Tage der Reichstagswahl zu helfen, gegen die Arbeiterklasse in voller Unverfälschtheit zur Geltung. Von 14. Juni, früh 8 Uhr, findet eine Flugblattverbreitung statt. Die werden gebeten, ihre Adresse an Alb. Thiel, Tempelhof, Friedrich den sechs Durchfallskandidaturen, die die vereinigten Konservativen Genossen werden ersucht, sich rege daran zu beteiligen und an den- Wilhelmstr. 17, oder an den Bezirksführer der einzelnen Orte ab- und Antisemiten in Berlin zu vergeben hatten, find den Antisemiten felben Stellen einzufinden, an denen sie schon bei früheren Ver- zugeben. Der Vorstand des socialdemokratischen Wahlvereins. breitungen geholfen haben. Diejenigen, welche bisher noch nicht der strengeren Observanz diesmal nur zwei eingeräumt worden, aber Reinickendorf. Am Sonntag Punkt 8 Uhr morgens findet von thatsächlich war überell die„ nationale" Wahlagitation auf den geholfen haben, mögen sich an den nachstehend verzeichneten Stellen den bekannten Lokalen aus die letzte Verbreitung der Wahl Flug- rüden Ton des Radauantisemitism.us gestimmt. Die einfinden: Schnieber, Admiralstr. 21; Krüger, Naunynstr. 54; blätter und Stimmzettel statt. Die Genossen werden ersucht, zahl wählerversammlungen der„ nationalen" Kumpanei waren in dieser Flid, Simeonstr. 23; Zacharowsky, Brandenburgstr. 49; Stramm, reich und pünktlich zu erscheinen. Ritterstr. 123; Wendt, Alexandrinenstr. 39; Schneider, Sebastian- Das Haupt- Wahlbureau befindet sich am Tage der Wahl bei Beziehung das Widerwärtigste, was mir je in einem Wahlkampf straße 7( Stellet); Ferd. Aßmus, Prinzenstr. 59; Tauschke, Brücken- Iähn, Residenzstraße 31. Die Genossen, die an diesem erlebt haben. straße 2; Peutert, Melchiorstr. 30; Ladewig, Kommandantenstr. 65. Tage helfen, haben sich dort morgens 8 Uhr einzufinden. " Ich weiß ja, daß ich hier nicht gewählt werde", sagte einer Das Wahlkomitee. Fünfter Kreis! Das Central- Wahlbureau des Kreises befindet blatt- Berbreitung statt. Friedenau. Am Sonntag, den 14. Juni, findet die letzte Flug- der„ nationalen" Durchfallskandidaten Berlins in öffentlicher VerDamit jeder eingeschriebene Wähler ein fammlung, aber ich will wenigstens. dafür sorgen, daß auch der fich: 1. Eingang Rosenthalerstr. 57, Hof parterre; 2. Eingang Flugblatt und Stimmzettel erhält, werden solche in geschloffenen Socialdemokrat nicht gewählt wird". Diese Gesellschaft weiß, daß Gormannstr. 28. Fernsprecher Amt III, 1296. Couverts verteilt, mit vollständiger Namensaufschrift laut der in keinem Wahlkreise Berlins einer der Ihren gewählt werden kann; Unterbureaus im Kreise befinden sich auf folgenden Stellen: Wählerliste. Es wird hierbei gleichzeitig jedem sein Wahllokal mit sie wollen überall nur dem Freisinn Bruderdienste Dimte, Winsstr. 56. Belter, Neue Königstr. 60. Knösch, Hirten geteilt. Es ist bei dieser Verteilung die Pflicht eines jeden Genossen, leisten. Die Brüder sind einander wert! straße 10, Ecke Amalienstraße. Hummel, Sophienstr. 5. Wittchow, zu helfen. Es ist der Haß Treffpunkt früh 7 Uhr bei Grube, Kaiser- gegen die Arbeiterklasse, das sie zusammengeführt hat. KL. Hamburgerstr. 27, Ecke Elsasserstraße. Schliz, Luisenstr. 26. Allee 85. Hilfskräfte wollen sich von früh 8 Uhr ab vornehmlich im Centralbureau zur Verfügung stellen. Das Wahlkomitee. Fünfter Kreis. Sonntag früh 128 Uhr Flugblattverbreitung. Die Genossen mögen sich zahlreich und pünktlich einfinden bei Dimke, Winsstr. 56. Belter, Neue Königstr. 60. Knößich, Hirtenstr. 10. Batt, Dragonerstr. 15. Wirth, Auguststr. 51. Wittchow, Kl. Hamburgerstr. 27, Ecke Elsasserstraße. Schliz, Luisenstr. 26. Das Wahlkomitee. Am Dienstag, den 16. Juni( Wahltag), abends 9 Uhr, findet im Gesellschaftshause, Rheinstr. 14, eine Mitgliederbersammlung des Wahlvereins statt, in welchem das Wahlresultat bekanntgemacht wird. Das Wahlbureau befindet sich ebenfalls von früh 8 Uhr ab im Gesellschaftshause. Es sind alle Beschwerden daselbst sofort anzu bringen. Auch werden die Genossen, welche am Tage der Wahl Zeit haben, gebeten, sich im Wahlbureau einzufinden. Das socialdemokratische Wahlkomitee. Die Omnibus- Angestellten hatten auf die beschlossene Vereinigung der beiden wichtigsten Omnibus- Aktiengesellschaften Berlins der Allgemeinen" und der„ Neuen", nicht geringere Hoffnungen gesezt als die beteiligten Aktionäre. Die Aktionäre beider Gesellschaften haben in der letzten Zeit trübselige Gesichter gemacht, weil bei beiden Gesellschaften das Geschäft schlecht gegangen war. Sie rechnen jett " " darauf, daß die Ertragsteigerung, die durch die Verbilligung des hinterläßt eine Frau und vier unerwachsene Kinder. Glüdlicher, bem Flugblatt heißt, werden die Wähler auch nicht teilen; jämmers Betriebes und der Verwaltung der vereinigten Gesellschaften weise hat die von verschiedenen Zeitungen gebrachte Meldung, daß licher wie die legtverflossene Brotwucher- Mehrheit kann er gar nicht erzielt werden soll, ihnen wieder ein beträchtliches Plus die Katastrophe noch ein zweites Opfer gefordert habe und der Ar- werden. Festgenagelt muß aber noch werden, daß die fon an mühelosem Gewinn in ihr Portemonnaie führen wird. Die An- beiter Ziolkewicz im Krankenhause am Urban gestorben wäre, keine ſervativen Flugblätter durch schulpflichtige Kinder aus gestellten der beiden Omnibus- Gesellschaften sind bescheidener und Bestätigung gefunden, im Gegenteil hat sich der Zustand des 3. in getragen werden. Die Gesellschaft bleibt sich doch inner gleich; sogar verlangen nichts ohne Mühe. Aber für den wahrhaftig nicht leichten herstellung mit Bestimmtheit zu erwarten ist. Von den übrigen Ver- genutzt werden, Stecken schon die paar Groschen zur Führung den letzten Tagen so erheblich gebessert, daß seine gänzliche Wieder zur Wahlagitation muß die billige Kinderarbeit auss Dienst, den sie zu leisten haben, wünschen sie wenigstens einen Tekten befinden sich nur noch der Arbeiter Bruno Lange und die Ar- des Kampfes für die„ heiligsten Güter der Nation" so fest, so kann einigermaßen austömmlichen Lohn. An die Vereinigung beiterin Elise Seifert im Krankenhause, während die andern bereits man sich denken, wie filzig diese Prozentpatrioten wohl sein werden, der beiden Gesellschaften glaubten sie die Erwartung knüpfen zu zur Entlassung gekommen sind. Auch die beiden Genannten befinden wenn es sich darum handelt, für die arbeitende Klasse etwas herausdürfen, daß bei eintretender Besserung des Geschäfts auch für sie von sich jetzt außer Lebensgefahr, doch werden sie noch immerhin mehrere zurücken. dem erhöhten Gewinn etwas abfallen werde. Wochen in der Anstalt verbleiben müssen. Ebenso günstig ist der Zuſtand des Werkmeisters Lesniewski und des Arbeiters Plettke, die Gemeindevertretung teilte der Amtsvorsteher mit, daß vom Nowawes. In der am 10. d. M. abgehaltenen Sihung der beide in ihren Wohnungen behandelt werden. Kreise eine Anfrage an die Gemeinde ergangen sei, ob im Etat Mittel Ein gefährlicher Fabrikbrand, bei dem die Feuerwehrmänner sich bereitgestellt sind zur Auszahlung von Stipendien an Schüler, welche eine starke Rauchbergiftung zuzogen und verschiedene andre Personen Kunstgewerbeschulen, Fachschulen usw. besuchen. Der Gemeinde- Vorin Erstickungsgefahr schwebten, kam Donnerstagabend 11 Uhr in der stand hat hierauf erwidert, daß nicht die Absicht bestehe, bestimmte im zweiten Stock des Quergebäudes, in welchem die halbfertigen dürftigen Schülern, welche noch nie eingereicht worden sind, von der Bürstenfabrik von Baschwiz in der Seydelstraße aus. Er entstand Mittel hierfür festzulegen; doch würden derartige Gesuche von be= Fabrikate lagerten und verbreitete sich mit unheimlicher Schnellig Vertretung wohlwollend berücksichtigt werden. keit, so daß bei Ankunft der Wehr die ganze neun Fenster haltende die Besprechung der socialdemokratischen Interpellation wegen der Hierauf erfolgte Front bereits ein einziges Flammenmeer bildete. Der Hauptherd letthin in der Knabenschule vorgekommenen Züchtigungen. Der des Feuers lag nach der Rückseite hin, die an Spindlershof angrenzt. Amtsvorsteher erklärte, daß ihm nicht bekannt sei, daß der Tod des Von hier aus wurde denn auch mit Dampfsprizenrohren unter Be- Knaben Schwericke durch einen Schlag des Lehrers Bohl verursacht nuhung von Hakenleitern energisch vorgegangen. Die Hize war sei. Es bestehe wohl ein derartiges Gerücht; da aber die Unter enorm und brachte auf weite Entfernung hin die Fenster zum suchung noch nicht abgeschlossen, sei ihm von dem Springen. Aber auch die Rauchentwicklung erschwerte die Lösch- Obduktionsbefunde noch keine Mitteilung gemacht. Ueber das Ervon Rauchapparaten möglich war. Durch einen Transmissionsschacht klärt der lektere, daß er, als er von dem Gerücht Kenntnis erhielt, arbeiten, da ein Vordringen über die Treppen nur unter Anwendung mittelungsverfahren, welches vom Amtsvorsteher eingeleitet war, ersprangen die Flammen auch auf die oberen Stockwerke über und in die Schule gegangen ist und in Abwesenheit des Lehrers die Schüler richteten namentlich in der Gürtlerei im dritten Stock arge Ver- gefragt hat, ob sie gesehen hätten, daß der Lehrer den Jungen ge= wüstungen an. Die darüber liegende Poliererei konnte glücklicher- schlagen habe, was von denselben verneint wurde. Der Lehrer selbst weise gehalten werden, sonst wäre sicher auch der Dachstuhl mit den hat angegeben, er wisse nicht, ob er das Kind ge rechts und links angrenzenden Privatwohnungen zerstört worden. schlagen habe. Genosse Gruhl führte hierauf aus, daß es Die Nachbarhäuser 24 und 26 waren total verqualmt und die bereits wohl Pflicht der Vertretung sei, die Suspension des Lehrers bis war dies der Fall bei der 12jährigen Tochter der Witwe Wiersing, Es läge das nicht nur im Interesse der Schule, sondern auch im im Schlafe liegenden Personen befanden sich in Gefahr. Besonders zum Abschluß der Untersuchung bei der Schulbehörde zu beantragen. Die man, nur mit einer Dede umhüllt, hinabtragen mußte. Die Interesse des Lehrers selbst; falls sich dieser unschuldig fühle, Feuerwehrleute Knop, Gräbener und Baita von der 5. Compagnie hätte er feine Suspension selbst beantragen müssen. Redner ersucht zogen sich starke Rauchvergiftungen zu und mußten weggefahren den Amtsvorsteher, auch gleich den Fall des Lehrers Quast werden. Da die zweite und dritte Etage ausbrannte und das fertige hier zur Sprache zu bringen. Der Amtsvorsteher erwidert, daß die Lager im ersten Stock durch Wasser stark litt, ist der Schaden ganz Schuldeputation beschlossen hat, in Sachen des Lehrers Pohl die bedeutend. Suspension nicht zu beantragen, da nicht bewiesen sei, die Suspension nicht verfügt; dieselbe erfolge nur, wenn sich ein daß er schuld an dem Tode des Knaben sei. Auch hat der Regierungss und Schulrat, welcher über den Fall genauen Bericht eingefordert, Lehrer unjittliche Handlungen zu Schulden kommen lasse. Zu dem & all Quast übergehend, erklärt Redner, daß der Vater darauf was die Schul deputation veranlaßte, die Sache als er= verzichtet habe, Strafantrag gegen den Lehrer zu stellen, nicht erledigt sein könne, da es sich um einen Lehrer handelt, Ledigt anzusehen. Gruhl erwidert, daß für uns der Fall Wir haben uns ja mit der Lage der Omnibus- Angestellten, mit ihrer langen Arbeitszeit, ihrem geringen Lohn wiederholt beschäftigt und manchen Notschrei, der uns aus ihrer Mitte zuging, der Deffentlichkeit übergeben. Diesmal sind es besonders die Schaffner und Kutscher der bisherigen„ Neuen", die uns bitten, wieder einmal weitere Kreise auf ihre bedrängte Lage aufmerksam zu machen; aber was sie vor bringen, das hat mit geringen Abweichungen leider auch für die Angestellten der Allgemeinen" seine Gültigkeit. So kann das nicht weitergehen", schreibt uns eine Gruppe von Angestellten, wie es die Herren Direktoren mit uns machen. Alte Leute, die 15-20 Jahre in Brot waren, werden vom Direktor Oberst a. D. Schmoll auf die Straße gesetzt." Und warum diese Härte?! Weil das Geschäft so schlecht gegangen ist?" Bringt ein Schaffner wenig Kasse, so wird ihm gedroht, im nächsten Falle entlassen zu werden." Ja, was können denn die Schaffner dafür, daß die Benutzung des Omnibus in Berlin nachgelassen hat. Sollen sie vielleicht den Anreißer machen und das Publikum zum Einsteigen animieren? Jmmer rein, meine Herrschaften!" Als ob nicht jeder Schaffner schon von selber darauf bedacht ist, einen möglichst gefüllten Wagen zu haben, weil bei geringerer Besetzung ja auch die Trinkgelder, auf die die Schaffner infolge der schäbigen Entlohnung leider immer noch angewiesen sind, spärlicher fließen. Wie es um die Einnahme aus diesen Trinkgeldern in den letzten Jahren bei der Verminderung der Omnibusbenutzung bestellt gewesen ist, davon können die Schaffner ein trauriges Lied singen. Desto reichlicher find aber die Strafen ausgefallen. Wehe dem Schaffner, der beispielsweise dabei erwischt wird, daß er aus Versehen jemanden über die Teilstrecke hinausfahren läßt! Bei einem Tagelohn von 2,50 M. bis 2,80 M.( für die alten Schaffner) tann's ja auf einen Thaler Strafe nicht ankommen! Haft kaum erst einen Thaler bezahlt? Schön, da kannst du gleich noch einen zweiten bezahlen! Nicht wahr, Herr„ Direktor" Schmoll, so ein Kerl muß froh sein, daß er nicht gleich entlassen wird?! Diese Leute werden überhaupt üppiger; aber das kommt von den vielen freien Tagen. Vier Tage haben sie im Monat zu beanspruchen viel zu viel! Darum ist es recht, daß man möglichst noch daran kürzt Gerüstlage durch. welcher schon wegen derartiger Sachen dis und sie an ,, freien" Tagen antreten läßt, um ihre Sachen zu mustern. Maurer Philipp, der Arbeiter Klemmt und ciplinarisch vorbestraft ist. Als vor einigen Jahren unser Wenn nun noch die Absicht, statt der erhofften Lohnerhöhung sogar Arbeiter Roloff, wurden mit in die Tiefe gerissen und unter Genosse Gärtner eine Ueberschreitung des Züchtigungsrechts seitens noch eine Kürzung des Lohnes eintreten zu lassen( die nach den nachstürzenden Brettern usw. begraben, während ein vierter dieses Lehrers hier zur Sprache brachte, habe letterer noch den Mut einem unter dem Personal verbreiteten Gerücht bestehen soll) rück- Mann, ein Maurer, der sich gleichfalls auf dem Gerüst befunden gehabt, Gärtner zu berklagen wegen Beleidigur: 3, doch sei dieser freifichtslos ausgeführt wird, dann ist für eine sparsame Direktion das hatte, sich am Mauerwerk festklammerte und so gerettet wurde. Die gesprochen worden, da er nur wahre Thatsachen behauptet hatte. Jdeal erreicht, und die Aktionäre dürfen sich freuen. unverlegt gebliebenen Arbeiter, die Steinmetzen, Eisenkonstrukteure usw., Wenn der Vater keinen Strafantrag gestellt habe, so sei es Pflicht der Schuldeputation, einen solchen zu stellen. Schöffe Damm „ Sämtliche Leute beider Gesellschaften sind machten sich sofort an die Befreiung der Verunglückten, während erklärt, daß der Vater nur deshalb keinen Strafantrag gestellt habe, von andrer Seite die Feuerwehr benachrichtigt wurde. Als der über das Treiben der Direktionen erbittert," heißt achte zug aus der Reichenbergerstraße eintraf, war es zum weil er auswärts arbeite und es ihm an der nötigen Zeit es in dem erwähnten" Notschrei". Das wird mancher nicht recht Teil bereits gelungen, die Verunglückten aus den Trümmern fehle, die damit verbundenen Laufereien zu besorgen. Er müsse den glauben wollen; denn vor ein paar Jahren damals, als man zu befreien. ein, vollendete dall einfach für eine Mißhandlung erklären. Genosse HoffDie Feuerwehr griff rasch fürchtete, daß die Unzufriedenheit zu einem Streit führen könnte das Rettungswert und sorgte für Ueberführung nach dem Kranken- mann führte aus, daß es nicht angehe, über diese Fälle zur Tageswurde doch festgestellt", daß das Personal vollständig zuhause. Die Verunglückten, die namentlich an der Brust und an den ordnung überzugehen; es liege nicht nur im Interesse aller Eltern, frieden war. Die Liste, die damals den Leuten zur Unter- Beinen schwere Verlegungen erlitten haben, sind sämtlich ver- sondern auch im Interesse des Lehrerkollegiums, daß derartige Lehrer heiratet. Die Ursache des Unfalles ist noch nicht festgestellt, doch bestraft würden. Wenn die Regierung die Suspension des Lehrers schrift vorgelegt wurde, soll hinterher die Angestellten ſelber, die gar wird angenommen, daß fie in mangelhafter herstellung Pohl nicht verfügt habe, so müssen wir wenigstens dafür Sorge tragen, nicht wußten, was sie zu unterschreiben hatten, am meisten über- er Rüstung zu suchen ist. Von den auf dem Bau beschäftigten daß dem Manne keine Gelegenheit gegeben werde, bis zur Erledigung rascht haben. Ja, es geht manchmal merkwürdig zu, wenn einem Arbeitern ist auch darüber geklagt worden, daß zu wenig RüstungsUnternehmer von seinen Arbeitern bescheinigt werden muß, daß sie material vorhanden sei. Die Bauarbeiten wurden nach dem Unfall mit ihm zufrieden" sind. fofort eingestellt, die Unfallstelle wurde polizeilich abgesperrt. Die Wahlnummer des Wahren Jacob" gelangt heute zur AusBuchhandlung Vorwärts. " " " tag im Südosten der Stadt drei Bauarbeiter schwer verOpfer der Arbeit. Bei einem Gerüste insturz sind am FreiLetzt worden. In der Glogauerstraße wird gegenüber dem Schulhause auf dem Grundstück Nr. 22 eine Stirche errichtet. Der Bau, der von der Firma 3iechmann( Charlottenburg) ausgeführt wird, ist bereits bis zur Höhe des dritten Stockwerks ge11 Uhr brach plöglich unter furchtbarem Krachen, das weithin geSiehen. Die Rüstung ist ein Stangengerüst. Vormittags gegen hört wurde und die ganze Nachbarschaft alarmierte, die oberste Drei darauf befindliche Personen, der der Zu den Besterkrankungen. Das Befinden der Isolierten, auch des Wärters Marggraf, ist heute gut. Marggraf, den das frühere gabe. starle Fieber sehr geschwächt hat, hütet vom Beginn seiner Erkrankung an das Bett und ist von den übrigen Isolierten selbstverständlich noch wieder abgesondert. Als er in der Baracke in der Hannoverschen Hus den Nachbarorten. Straße von dem Unwohlsein und Fieber befallen wurde, entnahm man alsbald feinem Körper Blut, um es bakteriologisch zu unter- wahlkomitee hier gehabt zu haben vor unberufenen Gästen, Ober- Schöneweide. Viel Furcht scheint das staatserhaltende suchen. Diese Untersuchung hatte, wie wir seiner Beit mitteilten, daß es eine Wählerversammlung der nationalen Wähler auf ein negatives Ergebnis, das Blut war batterienfrei. Einen nachmittags 3 Uhr an einem Wochentage abhielt. Erfahren haben Tag später fedoch stellte sich bei dem Erkrankten ein blutuntermischter Auswurf ein. Darin befanden sich, wie die allerdings nur wenige davon. So waren denn ganze 35 Wähler von 2400 erschienen, die einem abgelesenen Programm Anton gestern abgeschlossene bakteriologische Untersuchung feststellte, lebende und virulente Pestbakterien. Obwohl hiernach bei MargRingels lauschten. Trotzdem alles so schön geheim vorbereitet war, beklagte man graf eine Zungenansteckung feſtſteht, so haben die Aerzte doch nach sich doch noch, daß der Besuch ein so schwacher sei. Nun wenn es darum wie vor die beste Hoffnung, ihn durch die Serumbehandlung am Leben zu erhalten. Seine ärztliche Kontrolle ist die denkbar schärfste. zu thun war, hätten die Herren eine Wählerversammlung für alle Die isolierten Aerzte berichten regelmäßig über seinen Zustand und Wähler an den Abendstunden einberufen sollen gebührende Abden Verlauf seiner Krankheit und diese Berichte, von denen auch das fertigung wäre ihnen zu teil geworden. Ministerium Kenntnis erhält, dienen dann als Grundlage für die Beratungen und Entschließungen der hervorragendsten ärztlichen und behördlichen Sachverständigen. Heute vormittag fonnte Marggrafs Befinden als sehr gut bezeichnet werden. Wie lange die Quarantäne noch dauern wird, ist noch nicht abzusehen. Allerdings, sie wissens ganz genau, in Ober- Schöneweide kommen sie nicht auf die Beine. des Falles das Büchtigungsrecht auszuüben; ebenfalls müsse dem Lehrer Quast dasselbe entzogen werden. Redner führt des weiteren aus, daß gerade die Lehrer alle Ursache hätten, Arbeiterkinder anständig zu behandeln; denn wenn die ersteren heute eine geachtete fociale Stellung errungen hätten, so haben sie es in erster Linie den Arbeitervertretern zu verdanken. Herr Nathan, Mitglied der Schuldeputation, erklärte, daß die gerügten Vorfälle tief be= dauerlich seien, aber keinen Anlaß böten, unsre Schulen vor der Oeffentlichkeit zu diskreditieren. Es seien bereits Verfügungen von der Schulbehörde getroffen, welche geeignet sind, derartige Fälle zu felben einen vertraulichen Charakter hätten. Herr Rektor Ritter, verhüten, jedoch könne er darüber keine Mitteilung machen, da diewelcher der Sizung beiwohnte, erklärte, daß die Handlung 3weise des Lehrers Quast nicht zu entschuldigen fei; aber sie beruhe mehr auf ungeschicklichkeit.( 1) Nach einigen Bemerkungen des Amtsvorstehers, daß auch über diesen Fall der Regierung Bericht erstattet ist und dieselbe wahrscheinlich in nächſter Zeit weitere Maßnahmen veranlassen werde, schließt die Befprechung der Interpellation. Hierauf geheime Sikung. Wahlverfammlungen. Ober- Schöneweide. In der legten Gemeindevertreter- Sizung Eine sehr gut besuchte Wählerversammlung für den ersten Reichswurde beschlossen, den Bau der Spreebrücke im Zuge der Halske fags- Wahlkreis fand am 11. d. M. in Cohns Festsälen statt. Der straße trotz des erneuten Protestes der Nachbargemeinde Nieder- große Saal sowie auch die Nebenräume waren dicht besetzt. Genosse Schöne weide fortzufeßen. Der Zuschlag für Herstellung der e debour als Referent geißelte in treffenden, oft von stürmischent Die Schlachtungen in den öffentlichen Schlachthäusern des Eisenkonstruktion dieser Brüde wurde für den Breis von 244 000 M. Beifall unterbrochenen Ausführungen das Verhalten unsrer Gegner, städtischen Schlachthofes haben im Monat Mai d. Js. etwas zu der Firma Bäumlich in Grünberg erteilt.-- Genehmigt wurde die namentlich das der Freisinnigen, im politischen Leben, im Reichstage genommen, erreichen aber besonders bei Rindern und Schafen nicht Aufnahme einer Anleihe in Höhe von 650 000 M. für Kosten des und bei den Wahlen. Lebhafte Zustimmung und brausender Beifall Sie Ziffern früherer Jahre. Nicht einmal die Ziffern des vorigen Brückenbaues und Ablösung mehrerer fleiner Anleihen. erscholl, als der Redner zum Schlusse die Wahl des Genossen Leo Jahres mit seiner Abnahme der Schlachtungen werden bei einzelnen Für Pflasterung der Edisonstraße in kleinem Reihenflaster Arons empfahl und die Parteigenossen aufforderte, den Sieg der Gattungen erreicht. Es wurden geschlachtet: 11 692 Rinder( gegen wurden 14 000 m. bewilligt, und wurde der Firma Reuter gestattet, Socialdemokratie auch im ersten Berliner Reichstags- Wahlkreise, 12 593 Stück im Monat Mai 1902), 16 860 Kälber( gegen 16 352), ein Stück der Straße mit Asphalt( nach neuerer Methode) zu be- wenn nicht in der Hauptwahl, so doch in der Stichwahl herbeizuführen. 29 516 Schafe( 31 689) und 75 867 Schweine( 67 688), zusammen legen, mit der Maßgabe, daß nach schlechter Beschaffenheit die Firma Nach dem Referenten nahm Genosse Arons das Wort, um auch 133 935 Tiere, gegen 128 315 Stück im Monat Mai vorigen Jahres, seinerseits das Verhalten und Gebahren der Gegner einer Kritik zu mithin mehr 5618 Stück und zwar mehr 508 Kälber zur Entfernung desselben verpflichtet ist. Ein Vorschlag des Herrn Peierls: einem von ihm gegründeten unterziehen und ihre Stellung im politischen und wirtschaftlichen und 8184 Schweine, dagegen weniger 801 Rinder und Verein, der die Errichtung einer Kinderbewahranstalt er- Leben ins rechte Licht zu sehen. Auch dieser Redner empfahl unter 2173 Schafe. Nach dem neuen in Kraft getretenen Fleischbeschau- strebt, einen Zuschuß zu leisten, gab dem Genossen Grunow allgemeiner Zustimmung, den 16. Juni als Siegestag für die SocialGesez sind der Polizeibehörde überwiesen worden: ganz 320 Gelegenheit, die lebernahme dieses Zweiges der Arbeiter- demokratie zu gestalten. In der Diskussion beschwerte sich ein Rinder, darunter 240 wegen Tuberkulose und 45 Stück wegen fürsorge auf die Gemeinde zu fordern und nicht der Privat- Herr Lasker darüber, daß in einem socialdemokratischen Wahl- FlugFinnen, ferner 114 Kälber, darunter 17 tuberkulose, 6 Schafe und wohlthätigkeit zu überlassen. Der Antrag fand kein Gehör. blatt, es handelt sich um ein in Schlesien verbreitetes, eine Vignette 392 Schweine, darunter 18 wegen Finnen und 19 wegen Trichinen; Unter den eingegangenen Preisentwürfen für das zu erbauende gebracht wurde, worin ein Ausbeuter mit ausdrücklich jüdischem außerdem noch teilweise 4709 Rinder, 74 Kälber, 1228 Schafe Rathaus hat das Breisrichter- Stollegium zwei zweite und einen Typus gezeichnet sei; man müsse doch derartigen antisemitischen und 7261 Schweine, zusammen 13 272 Tiere. An einzelnen dritten Preis verteilt. Außerdem sind mehrere Entwürfe angekauft. Tendenzen in der Socialdemokratie entschieden entgegentreten. GeDrganen und Teilen wurden 17 037 Stück beschlagnahmt. Das gegenwärtig fleinste Haus Berlins, an der Jannowitz- Steglit. Doppelt hält besser! fagen fich offenbar die nosse Ledebour erwiderte dem Herrn darauf, daß man doch nicht Brücke, wird in den nächsten Tagen niedergelegt werden. Dasselbe Staatserhaltenden unsres Ortes, denn sie lassen jetzt gleich zwei so empfindlich sein möge. Irgend ein Typus menschlicher Gestalten beſteht in einem Anbau zwischen den Grundstücken Jannowiß- Brücke 4 Flugblätter für Herrn Hammer auf einmal verteilen, von denen wird eben verwandt zu solchen Karikaturen. Wie oft wird der deutsche und Holzmarktstr. 1 und bildete früher ein nach der Straße zu be- allerdings das vom Reichswahlverbande unterzeichnete ein Laden- Michel benutzt zu solchen Bildern, ohne daß sich ein Deutscher darüber Legenes Schuppengebäude. Später wurde es, feuerpolizeilichen Vor- hüter ist; es wurde vor einiger Zeit schon einmal unter die Leute ärgert. Sind solche Karikaturen gut, so mag man sich darüber freuen, schriften entſprechend, mit einer Steinmauer bekleidet und als Geschäfts- gebracht. Das neue Produkt läßt nicht erkennen, von welcher Seite sind sie schlecht, so beachte man sie einfach nicht. Mit der Aufforderung des Vorsitzenden, recht eifrig bei der Wahl mitzuwirken, schloß nach raum vermietet. Mit diesem Häuschen wird auch das Gebäude Holz- es ausgeht, ſeine Urheber scheinen den Inhalt selbst für„ unberant- einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Socialdemokratie und wortlich" zu halten. Daß in demselben die Socialdemokratie befallen. Mit dieſem Hause verschwindet eine Berliner Merkwürdig meie, mit der wir uns jogar einverstanden erklären können. ſammlung. marktstr. 1, welches noch aus dem achtzehnten Jahrhundert stammt, fämpft wird, ist selbstverständlich, nur geschieht es diesmal in einer auf die Genossen Arons und Ledebour die imposante Wähler- Verfeit. Das Gebäude besitzt eine schwebende eiserne Treppe, welche, Denn wenn den Wählern erklärt wird, daß die Social- Die Wählerversammlung für den britten Wahlkreis, die unfre mit Wellblech bedeckt, direkt von der Straße aus den Zugang nach der bemokratie gegen den Bolltarif und gegen Er- Genossen zum 11. Juni nach dem Etablissement Buggenhagen einersten Etage vermittelt, in der sich eine Gastwirtschaft befindet. Diese Treppe mußte aus feuerpolizeilichen Gründen angelegt werden, um höhung der Militärlasten gestimmt hat, so ist dies berufen hatten, gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung für so für die ausgedehnten Näume der Gastwirtschaft einen zweiten dasselbe, was wir den Wählern jagen und was wir uns die Socialdemokratie. Saal und Galerie waren überfüllt, die Polizei als besonderes Verdienst im Interesse der Wähler anrechnen. Dem sperrte, viele fanden keinen Einlaß mehr. Der Referent Paul Ausgang zu schaffen. gegenüber wird uns die Lüge, daß die Socialdemokraten im Singer und der Kandidat Wolfgang Heine wurden beim Der bei der Benzinexplosion in der Wasserthorstraße getötete Reichstage gegen Anträge auf Verbesserung der socialen Lage der Erscheinen auf das lebhafteste begrüßt. Genosse eine nahm zuArbeiter May Koldrowicz ist gestern abend auf dem Gemeinde- Fried- arbeitenden Klasse gestimmt hätten, wenig schaden, denn diesen nächst das Wort zu einer Ansprache, in der er unter Zurückweisung hofe in Adlershof beerdigt worden. An der Beisehungsfeier be- Schwindel glaubt doch niemand. Die Angst, daß durch der Entstellungen der Gegner die Socialdemokratie als die Partei teiligten sich die sämtlichen Arbeiter sowie die Fabrikleitung der die Wahl von noch mehr Socialdemokraten der neue Reichstag ein feierte, welche eine hohe Kulturmission zu erfüllen hat, allein Metallindustrie- Attiengesellschaft vorm. J. Weidner. Der Verstorbene für uns alle trauriges Ansehen erhalten wird", wie es in energisch für des Volkes Wohl und Freiheit eintritt und auch die Frauen standen im Garten, da die Saalthüren weit geöffnet blieben. Von den Gegnern erschien niemand, trotzdem Herr Hammer und Herr Dr. Kleinede per eingeschriebenen Briefes eingeladen waren. Der Referent Dr. Alberth sprach über die Kampfesweise unsrer Gegner, beleuchtete die gegnerischen Flugblätter und erörterte das In der Diskussion sprach Genosse socialdemokratische Programm. Kasper im Sinne des Referenten. Beider Ausführungen wurden mit lebhaftem Beifall entgegengenommen. Nachdem Genosse Kunkel mit einem Hinweis auf zahlreiches Erscheinen zur Flugblattverbreitung am Sonntag und zu kräftiger Agitation am Wahltage ermahnt hatte, schloß die Versammlung mit einem kräftigen Hoch auf die Social demokratie und ihren Kandidaten Frik Zubeil. beutsche Geistesfreiheit wahren will. Hierbei wandte er sich gegen| Flugblatt, geplante indirekte Steuern zu verhindern, ebenso die Er die Antisemiten, die sich als Feinde des deutschen Volkes erwiesen höhung bestehender; sie versprechen, die Belastung der notwendigsten hätten, indem sie die hochagrarische Zollpolitik und die Beschneidung Lebensmittel abzuwehren, sich gegen überspannte Militärforderungen der Rechte des Volfes mitmachten. Anhaltender Beifall folgte seinen zu wenden und die Interessen aller Bevölkerungsklassen zugleich zu Worten. Genosse Singer bat, seinem Referat eine Art perfön- bertreten. Der Redner kennzeichnete den Widerspruch zwischen Thaten licher Bemerkung voranschicken zu dürfen. Wieder einmal nußten und Worten dieser Parteien und ihr demagogisches Treiben in gedie Antisemiten in einem großen Flugblatt die 17 Jahre zurück- bührender Weise und schloß mit dem Hinweis, daß es im vierten liegende Affaire Rosenthals, seines damaligen Socius, gegen ihn Wahlkreis, der uns ja sicher ist, darauf ankommt, den letzten Mann aus. Er tönnte mit Verachtung stillschweigend darüber hinweggehen, an die Wahlurne zu bringen, aber auch ferner mit größtem Eifer an er wolle aber auch den Schein vermeiden, als hätte er nichts dagegen der politischen und wirtschaftlichen Organisation und Aufklärung des zu sagen. Wenn die Gesellschaft ihn für nichts andres verantwortlich Proletariats zu arbeiten. Der Redner wurde mehrmals von Beis machen könne, als für das, was ein andrer( Rosenthal) gesagt habe, fallskundgebungen unterbrochen. Gegner verlangten das Wort nicht. dann dürfte das Vertrauen zu ihm wohl nicht erschüttert werden. Die Versammlung wurde mit Hochrufen auf die Socialdemokratie Reinickendorf Oft. Die am Dienstagabend im großen Saale 17 Jahre liege die Geschichte zurück, und da man in der ganzen Zeit geschlossen. nichts gegen ihn selber gefunden habe, so greife man immer wieder Vierter Wahlkreis. Die am Donnerstag in der„ Urania", des Boruffiaparks stattgefundene Wählerversammlung war von circa 1000 Personen, darunter zahlreiche Frauen, und auch von verzu den ollen Kamellen. Ein für allemal wolle er erklären, daß nie Wrangelstraße, abgehaltene Versammlung war überfüllt; die ge- fchiedenen Gegnern besucht. Genosse Stadthagen kritisierte das mand schärfer als er selber jene gemeine Redensart seines damaligen räumigen. zweistödigen Galerien durften leider nicht besetzt werden. Berhalten der gegnerischen besonders der vereinigten nationalSocius verurteilt habe, welche in dem Prozeß zur Sprache kam, der Genosse Pfannkuch, der referierte, schilderte in seinem glänzenden Verhalten der gegnerischen besonders der vereinigten nationalgesinnten- Barteien im gegenwärtigen Wahlkampfe. Er richtete dem verantwortlichen Redakteur der Staatsbürger- Zeitung" wegen Vortrage, in wie arger Verlegenheit die" Ordnungsparteien" sich beBeleidigung des Redners eine Geldstrafe von 400 M. eintrug. In finden, indem sie diesmal ohne Wahlparole in den Wahlkampf ziehen einen Appell an die Wähler, am 16. Juni ihre Pflicht zu thun, und forderte die Frauen auf, die Männer zum Kampfe aufzurütteln. demselben Prozeß sei aber auch zur Evidenz erwiesen worden, daß mußten, weil die Regierung mit ihrem Zickzack- Kurs sie schnöde im Reicher Beifall belohnte den Vortragenden. Gegner meldeten sich die Tendenz, welche in den Worten Rosenthals lag, in teiner Stich ließ. Dafür schuf man eine andre Parole:„ Nieder mit der Reicher Beifall belohnte den Vortragenden. Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Genosse Schumacher nahm als Vorsitzender Weise von der Firma irgendwie praktiziert Socialdemokratie!" Das„ Graulichmachen" von sonst der ge noch Gelegenheit, mit dem Kandidaten der vereinigten staatsworden sei. Redner glaube, daß er es nicht notwendig habe, fich waltsame Umsturz durch die Socialdemokratie usw.- muß jezt erhaltenden Parteien des Kreises abzurechnen. Nachdem noch eine zu verteidigen, denn sein Leben liege wie ein aufgeschlagenes Buch wieder Dienste leisten und zeigt dies so recht den geistigen Bankrott erhaltenden Parteien des Kreiſes abzurechnen. Nachdem noch eine bem Referat entsprechende Resolution einstimmig- auch von den vor den Augen aller.( Stürmische Zustimmung.) Im übrigen werde der„ Ordnungsmänner". Unter lautloser Stille im vollgedrängten Gegnern angenommen worden, schloß Schumacher mit einem er nach dem Grundsak handeln: Wer Schmuk anfaßt, besudelt sich. Saale gab Redner eine Rekapitulation der revolutionären Bewegung Hoch auf die Socialdemokratie. ( Lebhafter Beifall.) Redner erörterte dann in packender Dar- vom Jahre 1848 bis heute, bei dieser Gelegenheit die jämmerliche stellungsweise die Hauptsächlichsten politischen und socialen Fragen, Haltung und die Rückwärtsentwicklung des Freisinns kritisierend. die bei der Reichstagswahl in Betracht kommen, und übte eine gründ- Die letzte Legislaturperiode hat die Freisinnigen gerichtet und die liche Kritik an den bürgerlichen Parteien. Unter brausendem, an- Wahl am 16. Juni wird ihnen die Quittung geben, wie sie keine der haltendem Beifall schloß er mit einem kraftvollen Aufruf, dafür zu Ordnungssäulen erwartet hätte. Nach einem Appell an die zahlforgen, daß am 16. Juni wieder die rote Fahne der Socialdemokratie reich anwesenden Frauen und Männer, bis zum Tage der Wahl über dem dritten Wahlkreise wehe. Nachdem noch die Genossen und an demselben bis zum letzten Augenblicke ihre Schuldigkeit zu Wozu und Rosenberg im Sinne der Socialdemokratie gesprochen thun, wurde die Versammlung mit einem donnernden Hoch auf die hatten, trennte sich die Versammlung voller Begeisterung mit Hoch- Socialdemokratie geschlossen. rufen auf die Partei, auf Singer und Heine. " Eine andre Wahlversammlung für den dritten Kreis wurde am Donnerstagabend in Feuersteins Festsälen abgehalten. Hier referierte Dr. Paul Bernstein über die Hauptsächlichsten Programmforderungen der Socialdemokratie und widerlegte gleichzeitig die unfinnigen Behauptungen, mit denen die gegnerischen Flugblätter angefüllt find. Da inzwischen der Kandidat des Kreises, Wolfgang Heine, erschienen war, brach Redner seinen Vortrag vorläufig ab, worauf Heine dann das Wort zu einer längeren Ansprache nahm. Mit gespanntester Aufmerksamkeit lauschte die Versammlung seinen Ausführungen, als er, anknüpfend an eine Bemerkung seines Vorredners, erzählte, wie er Socialdemokrat geworden sei. Wiederholter stürmischer Beifall wurde dem Redner gespendet, als er in begeisternden Worten die hohen Ziele und Ideale des Socialismus pries. Er schloß mit einem flammenden Appell an die Anwesenden, amt 16. Juni der Socialdemokratie zu einem glänzenden Siege über den verbrüderten gegnerischen Mischmasch zu verhelfen. Jeder denkende Wähler müsse sich sagen: Nur die Socialdemokratie ist die Partei des Volfes, und Socialdemokrat muß man sein, wenn man sein Volk liebt. Nachdem sich Genosse Heine dann unter lebhaften Hochrufen der Anwesenden von der Versammlung verabschiedet hatte, um noch in einem andern Lokal zu sprechen, nahm Dr. Paul Bernstein seinen Vortrag wieder auf, den er ebenfalls unter großem Beifall beendete. Diskussion fand nicht statt. P Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 14. Juni, vormittags 8% Uhr, in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: Versammlung. Um 10%, Uhr vormittags ebendaselbst: Bore " Freireligiöse Vorlesung". trag des Herrn Professor Dr. Albert Gehrke:„ Die Kunst, glücklich zu ſein." Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Montag, den 15. d. M., abends 8, Uhr, im Central- Klubhaus, Am Königsgraben 14a: Beschließende Versammlung. Wichtige Tagesordnung. Verein der Buchdrucker und Schriftgicker für Rirdorf- Brih. Sonntag, den 14. Juni, nachmittags 2 Uhr, in Vollmers Restaurant, Her mann- und Biethenstr.- Ede: Vereinsversammlung.( Vortrag des Kollegen Felz: Von Walpurgis bis Babel und Bibel.) Verband deutscher Mühlenarbeiter. Zahlstelle Berlin. Versammlung Sonntag, den 14. d. M., nachmittags 34, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Die Lokalverwaltung. Saal 7. Witterungsübersicht vom 12. Juni 1903, morgens 8 Uhr. Barometerstand mm Windrichtung Windstärke 758 Berlin Frankf.a.M. 760 N München 76123 Wien 758 N Better Temp. n. C. 50.4º 9. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. E. 5° C. 4° R. 7 4 moltig 16 5 bedeckt 13 Befersburg 756 SGD 1Regen 2bedeckt 3moltig 3 bededt 15 Cort 17 Aberdeen 14 Paris 765 2 bedeckt 17 1 bedeckt 14 762 SS 1 wolfen 14 Charlottenburger Wählerversammlung. Schon lange vor der festgesezten Beit war am Donnerstag der große Saal des Voltshauses bis auf den letzten Platz beseßt. In temperamentvoller Rede beleuchtete der Kandidat Frih gubeil die niedrige Kampfesweise unfrer Gegner. Besonders der Kandidat der nationalen konservativen Partei, Rentier Fris Hammer Zehlendorf, leiste in dieser Sache Großartiges. Solche Lügen und Berleumdungen wie gegenwärtig im Wahlkampfe habe Redner, so lange er zurüddenken könne, noch nicht erlebt. Diese lassen sich aber erklären durch die große Angst unsrer Gegner gegen den unaufhaltsamen Siegeslauf der Social Stationen demokratie. Diesen Siegeslauf zu fördern, ist unsre heiligste Pflicht, und deshalb müssen wir dahin wirken, daß am 16. Juni der Vertreter der Socialdemokratie in unfrem Kreise aus der Wahlurne hervorgeht. winembe. 756 23 23 3 bedeckt 15 Saparanda 763D ( Brausender, lebhafter Beifall.)- An den Vortrag knüpfte sich eine längere Diskussion. Zunächst sprachen zwei Bolen. Der erste, ein Hamburg 758 23 Herr Tornowski, forderte die anwesenden Bolen auf, ihre Nationalität nicht zu verleugnen und am 16. Juni den polnischen Kandidaten zu wählen. Der zweite, Herr Topiralski, sprach sich gegen den Katholicis mus aus, der nur auf Stimmenfang für das Centrum gerichtet sei. Ein Herr Goldberg bekannte seine jüdische Abstammung und erklärte, troßdem er nicht Anhänger der socialdemokratischen Partei sei, für den Vertreter der Socialdemokratie zu stimmen und forderte seine Glaubensgenossen auf, dasselbe zu thun, denn er erblicke in der Socialdemokratie das öffentliche Gewissen der andern Parteien. Vierter Wahlkreis. Vor voll beseztem Saale sprach am Donners- Nachdem noch unsre Genossen Rupp, Rosenthal und Frügge in wirksamer Weise gesprochen hatten, ging Zubeil in seinem Schlußworte tag Reichstags- Abgeordneter Richard Fischer im Lokale Sans- auf die Verkehrtheit der Sonderkandidaturen der Anhänger des Polen- durch meine Wanzen- Tinktur, in Flasch. souci über:" Die Bedeutung der bevorstehenden Wahlen". Der Redner wies einleitend darauf hin, wie sich die Stellung der liberalen tums ein und ermahnte nochmals die Anwesenden, ihre Schuldigkeit 0,50, 1,00. 8erftäuber 50 Pf. Schwaben, Parteien gegen früher verändert hat, so daß im gegenwärtigen Wahl- bis zum Tage der Wahl zu thun. Nachdem der Vorsitzende Bunge be- Flöhe, Fliegen, Blattläuse 2c. werden kampfe die Freifinnigen die Hauptschreier unter den Gegnern der fanntgegeben, daß am Sonntag eine Flugblattverbreitung und am burch mein Bulver vollſtändig ver- Beichnungen. Wolters& Co., Socialdemokratie geworden sind und sich selbst der Reaktion so sehr Montag die letzte Wählerversammlung stattfindet, wurde die Ver1000 M.Belohnung ergeben haben, daß sie gar nicht mehr daran denken, sich gegen die lammlung mit stürmischen Hochrufen auf die Socialdemokratie und seit alters her reaktionären Parteien zu wenden. In ihren Ver- den Kandidaten Frik Zubeil geschlossen. zahle demjenigen, der mir einen Nicht- Honig! Bienenhonig, beſt. Qualit. sprechungen an die Wähler suchen sich die Parteien allerdings jetzt Friedenau. Eine zahlreich besuchte Wählerversammlung fand erfolg nachweist. Bahlreiche Aner- verf. die 10 Pfunddofe zu 7,00 M., 5 Pfd. zu überbieten. So will der konservativ- antisemitische Mittelstands- Donnerstagabend im Gesellschaftshaus" zu Friedenau statt. Der fennungen. Nur zu haben bei Otto 4,30 M. franco. Garant. Rüdnahme. retter Wenckstern sogar ein Verbot der Warenhäuser herbeiführen. Saal vermochte die zahlreichen Besucher nicht zu fassen. Kopf an Gottschalk, Droguerie, Krantstr. 55a, Rell, Auguftfehn, Dldenbg.* Die Freisinnigen aber versprechen in einem neuerdings verbreiteten Kopf standen die Zuhörer und eine stattliche Anzahl Männer und an der Großen Frankfurterstr. 16882* Bureau- Jacketts. Sommer- Jonnen. Baumwolle 0,95 Mk. an V. 21 Schwarze Lüstre • von 2,25 Mk. an Coul. Lüstre. . • " 3,50 " 97 Schilfleinen 2,00 99 " Cachemiere U. " 5,00 Alpaka " " 8,00 91 " Gloria- Jacketts( Seide) Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Jagd- Joppen. 3,00. ( Sport- Façons.) " 99 " Gegründet 1878. Wetter- Prognose für Sonnabend, den 13. Juni 1903. Ziemlich fühl, zeitweise auffiarend, vorherrschend wolkig mit geringen Regenfällen und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Tod allen Wanzen nichtet, Schachtel 0,30, 0,60 und 1 M. Für den Sport: M. Turner- Anzüge v. 8 Mk. an Tennis- Anzug Helgoland" 14 M Mk. Grösster Schlager der Saison. 0 Streng feste Preise 0000 P atent [ 17442* Verwertung, Finanzierung, Anmeld. v. Bat. u. Gebrauchsmust. zum Selbstkostenpreis bei Auffrag z. Bertvert. Anfertig. von W., Potsdamer Straße 123. Auskünfte und Ratschläge kostenlos. Deutscher Nordloh, Bahnhof M. Schulmeister, Schneidermeister, Special- Haus für Herren- und Knaben- Konfektion, Berlin SO., Dresdener Strasse 4, Kleine Anzeigen. 16898 Hochbahnstation Kottbuser Thor. Anzeigen für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstr. 69. bis 4 Uhr angenommen Steppdecken, spottbillig, Fabrit Ringschiffchen, Bobbin, Schnell| Nechtsbureau, vormaliger Gerichts- Klavierspieler Sonnabends und Weinstraße 20. + 96* näher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, sekretär, Andreasstraße 38, Sonntags- Sonntags verlangt Schönhauser 17546* Allee 71a. +64 Fahrräder, neue und gebrauchte, gebrauchte 12,00. Stöpniderstraße 60/61, dienst. fowie Reparaturen bei Karl Miethe, Prenzlauerstraße 59/60 und Große Rechtsbureau. Langjährige Er Organisierte Genossen, fleißig, Gardinenhaus Große Frankfurter Große Frankfurterstraße 123, Hof Frankfurterstraße 43. + 93* folge! Fabisch, Grüner Weg vierund- nüchtern, zum Besuch von Restauftraße 9, parterre. + 37* parterre. Restauration, volle Konzession, neunzig( Andreasplay), Gerichts: rants als Provisionsreisende oder Hochvornehme zurüdgefekte Frankfurter Allee 10, am Ring- ahlverein, Bauarbeiter- Berkehr, ver- beistand, Eingabengefuche, Rat- Sändler mit Cigaretten bei gutem +105 erteilung. 18636* Berdienst verlangt Brunnenstraße 149, Herrenanzüge, Paletots, Beinkleider bahnhof, Schnellnäher, Adler, vor, käuflich Putbuserstraße 30. 19246 berkauft billig Deutsches Bersandhaus, rückwärts nähend, Ringschiff, Bobbin, Schankgeschäft frankheitshalber Rechtsbureau, Prozeßbeistand, Restaurant, 10 vormittags. Jägerstraße 63, 1 Treppe. 18566* vorzügliche Fabrikate, für alle ge- vertkäuflich. Näheres Gnadt, Ruppiner Eingabengesuche, Raterteilung. Fall, +105 Brunnenstraße vierzig. 19156 Teppiche!( fehlerhafte) in allen werbliche Näharbeiten, ohne An- straße 41. Postkarte Größen für die Hälfte des Wertes zahlung, Woche 1,00. Parteilokal, Laufgegend, Bor- Kunststopferei von Frau Korosty, genügt. 18465* im Teppichlager Brünn, Hackescher garten, vollen Schant, mit Bereinen, Steinmetzstraße 48, Duergebäude hochMarkt 4, Bahnhof Börse. 90/ 19* billige Miete, zu verkaufen. Zu er parterre. Krankenfahrstühle für Zimmer fragen bei D. Blume, Gubenerstr. 6.* Elektromotor, Drehbank, um und Straße käuflich und leihweise in allen Preislagen. Kopp, Elsasser ständehalber spottbillig. WeißenburgerStraße 3, Stausch. 92/4 Junge Frettchen, Staare, Droffeln, 1601* 16948* Fahrradgesuch, auch defekt, Raylaff, Schönhauser Allee 163a. 91/1 Platina, Gold, Silber, Gebisse, alte Uhren fauft höchstzahlend Broh, Wrangelstraße 4. 6/ 13* Cementierer und Rabizspanner, tüchtige, sofort verlangt R. Jürgens, Simmerstraße 88. 19236 HolzbearbeitungsmaschinenArbeiter! 75/ 19* Folgende Firmen sind gesperrt: Ald. Hoch, Andreasstr. 32. M. Räbiger, Grüner Weg 20. Belder u. Plathen, Frankfurter Allee 117. Aug. Heinemann, Schulstr. 74. Th. Becker, Dranienstr. 189. Der Vorstand. Achtung! Die Pianofabrif ,, Eroika", Köpnickerstr. 36, ist gesperrt. Zuzug fireng fernzuhalten. Fachverein 141/ 10* Geübte Bieger auf Celluloid und * Busammenpaffer, unverheiratete be vorzugt, fucht für Angermünde Wendt, 19266 Stopeniderstraße 56. Farbigmacher auf Holzleisten verlangt Schröder, Kaiserstraße 38. Tüchtige Stärkerinnen, auch für Oberhemden, sucht Karpe, Grüner Weg 119. 124/ 4* Umlegetragen, Manschetten teurs, Oberhemden sucht Starpe, ist Grüner Weg 119. Posamentiereinrichtung, Heine, tauit Rimpler, Stralauer Allee 20a. Breisangabe. Mitglieder sucht Lotterieverein Hoffnung. Stralsunderstraße 31.[+139 Plätterinnen auf Steh- und der Musikinstrumentenarbeiter. Zuzug nach der Telephon. Werkstatt Seibt, senghofftr. 7. 1000 neue Nähmaschinen gebe auf bzahlung, ohne Anzahlung. Langschiffchen, hocharmig, Wheeler Wilson, fomplett, mit allen Apparaten, feine Ausstattung, drei Jahre reelle Garantie. straße 95. 93/ 11* Für die Güte meiner Nähmaschinen Teppiche mit Farbenfehlern Fabril- sprechen Tausende meiner Kunden. niederlage Große Frankfurterstraße 9, Lieferant hoher Behörden. Ernst lautsingende Schwarzplatten, Finken, parterre. + 37* Bellmann, Gollnowstraße 26, nahe Stanarienroller, Borschläger, Vogelbauer billig. Schnelle, Große Frank Fahrräder, Teilzahlungen, 125 der Landsbergerstraße. Alte Maschinen Mart, Invalidenstraße 148, Stalizer nehme in Bahlung. 1592 furterstraße 13. straße 40. streng Strickmaschine, gut erhalten, 35,00, Abessynierpumpen, Sauger, Rohre, mit Lernen 50,00. Frau Gerstenlauer, Gaskocherhaus! Einlochgaskocher Gartensprigen, Schläuche, billig. Kastanien- Allee 54. 1,00, Bweilochgastocher 3,00, Drei Schröder, Hochstraße 43. Lochgastocher, Gasbratöfen 7,00, Gas bügelapparate, Gasplätteisen, Gas- Borjährige elegante Herren Ihren, Gastronen, spottbillig! Woh. Frühjahrs- und Sommerpaletots und lauer, Wallnertheaterstraße 32. 13786 Anzüge aus feinsten Stoffen 25 bis 40 Mart. Berkauf Sonnabend und Meyer, Brockhaus- Lexikon, Teil- Sonntag. Bersandhaus Germania, zahlung, liefert Schulze, Weiden Unter den Linden 21, II. weg 51, II. + 42* Steppdecken billigst Fabrik Große Krawattenstoffe große Auswahl, Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* Wallnertheaterstraße 30. Anzüge, Sommerpaletots, wenig 16558* 17566 1929b Restaurant, 15 Jahre alt, 1200 Mart Miete, verkauft Naunynstraße 74.[+11 Restauration, welche ich wegen uebernahme andren Geschäfts verkaufe. Billige Miete. Anschließende Wohnung. Schöneberg, Gothenstraße 7. Verschiedenes. Rechtskonsulent Petsch, BrunnenGerichtsVermietungen. Zimmer. fernzuhalten von 124/ 5* Tischlern, Maschinenarbeitern und Möbelpolierern. 81/ 18* Die Kommiffion aller Beteiligten. Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Pf. pro Beile. Achtung, Holzarbeiter! Zuzug nach der Möbliertes Zimmer, 18 Mart, Achtung Parkettbodenleger! Bautischlerei C. Kortüm, Modernstraße 108/109, vorn IV rechts, Schulz. 19306 Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Sämtliche Bauten der Firma H. A. Mittag find gesperrt. Die Ortsverwaltung. Zehdenickerstraße 21, ist streng fernzuhalten. 83/ 5* Die Ortsverwaltung. Leipziger Buchdruckerei Aktiengesellschaft. Wringmaschinen auf Abzahlung, getragene Monatsgarderobe, große ohne Anzahlung, Bellmann, Gollnow. Auswahl, auch neue vorjährige, tauft Die durch den Tod unsres Genossen Kaufmann frei gewordene straße 26, nahe der Landsberger man am billigsten nur direkt bei straße 97( Humboldthain). Stellung des Geschäftsführers der Druckerei und des sit Buchhandlung Straße. 1594* Schneidermeister Fürstenzelt. Kein flagen, Strafsachen, Chesachen, Unfalloerbundenen Verlages der„ Leipziger Volkszeitung" ist anderweitig zu + 101* Nähmaschinen, Langschiffchen, Laden, daher staunend billig. Rosen- sachen. beseßen. Bewerber wollen unter Angabe ihrer bisherigen Stellung und Wheeler- Wilson 8 Mart, thalerstraße 15, III. Patentanwalt Dammann, Draihrer Ansprüche sich bis 20. Juni d. J. melden. Bellmann, Gollnowstraße 26 nahe der Pianino 130,00," Vorwärts"-Leser nienstraße 57, Morigplak, bis abends Schildermaler, tüchtiger, verlangt Adresse: Paul Kleemann, Leipzig, Gerberstr. 14. Landsbergerstraße. 1595* Rabatt. Turmstraße 7, parterre. neun. 18806* Höborn, Bassauerstraße 41. 19076* 19225* Vorsitzender des Aufsichtsrats. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 12 Mart. 92/5