Nr. 113. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer. müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Erpedition abgegeben werden, Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet., Fernsprech- Anschluß: 3mt I, tv. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Vergnügungsreisen " nach England. Sonntag, den 15. Mai 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " getragen, für lettere zum internationalen Bergarbeiter unter dem System des Kapitalismus und durch ihre freiere, Kongreß nach London gehen sollen, um sich dort über die unbefangene Auffassung der Arbeiterbewegung, daß die Lage anderer Bergarbeiter zu informiren und wegen Ver- deutschen Herren wie begossene Pudel nach Hause zurückbefferung derselben mit den Kollegen aus aller Herren fehrten, daß sie die Originalprotokolle, die in England unter Das Blatt der rheinisch- westfälischen Grubenbarone, Länder zu berathen, die„ treten mit wohlgespickter Reise- dem frischen Eindruck der Wirklichkeit niedergeschriebe n bie Rheinisch Westfälische Zeitung" in tasche eine Vergnügungsreise nach London an"; auf ihre waren, sorgsam vor der Veröffentlichung behüteten, daß Essen, bringt unter dem Datum des 10. Mai in gesperrter eigenen Rosten zu reisen, dazu sind die drei Genoffen zu fie Beter und Mordio schrieen, als unser Blatt einen Schrift folgende Nachricht, die wir bereits vor einigen schlau". Ein glücklicher Zufall hat diese beiden Aeußerungen Theil derselben durch einen glücklichen Zufall als Zeugniß Tagen turz gloffirten:" Jufolge einer Anregung des zusammengeweht die Berglente können ganze Bände aus wider sie abdrucken konnte, und daß sie erst viel später Vorstandes des Bergbaulichen Vereins ist Herr General- ihnen lernen. Schröder hat vor einigen Tagen erst das einen fast farblosen offiziellen Bericht erstatteten, der troßsekretär Dr. Reismann heute morgen nach England Gefängniß verlassen, in welches ihn sein mannhaftes Ein- dem noch die unvergleichlich bessere Lage der englischen gereift, um den Streit der schottischen Berg- treten für seine Kameraden führte. Die beiden anderen Berg- und Hüttenarbeiter zugestehen mußte. Diese leute in Durham an Ort und Stelle zu studiren und Kandidaten für den internationalen Kongreß haben eben- Scharte soll offenbar burch die neue über die etwaige Einwirkung des Ausstandes auf Deutsch falls schon Freiheit und Existenz daran gefeßt, keine Studienreise des Essener Bechensekretärs land Bericht zu erstatten." Diese Meldung stand auf der Entbehrung und keine Mühsal gescheut, um das ausgewegt werden. Dieser Herr reist jetzt hübsch vorderen Seite des Kohlenmoniteurs für den schamlosesten schwere Werk der Organisation in den Bergarbeiter allein, damit fatale Indiskretionen nicht mehr vorkommen Unternehmer- Egoismus. Auf einer seiner hinteren Seiten bezirken zu fördern; Schröder und Meyer beziehen können. Und er ist der richtige Mann auf dem richtigen aber brachte das Blatt fast zu gleicher Zeit folgende unseres Wissens einen lächerlich geringen, in voller Deffent Flecke. Es ist derselbe junge Herr, der bei den Verhand Korrespondenz: lichkeit bewilligten Gehalt" aus der Verbandskasse; ihre lungen des Vereins für Sozialpolitik", die im Jahre 1890 Gelsenkirchen, 8. Mai. Als Delegirte zum Diäten für die eventuelle Reise nach England sind jeden- in Frankfurt über Arbeitseinstellungen stattfanden, wegen internationalen Bergarbeiter Rongresse falls verschwindend gegen diejenigen, welche der Zechen seiner ungehörigen Redeweise, die er im bezahlten Auftrag schlug das Verbands- Organ den 1. Vorsitzenden L. Schröder, sekretär verzehrt. Und diese Männer wagt das„ Kohlen- der westfälischen Bechen gegen Stößel und Lensing führte, den Verbandskassirer Meyer und den früheren Redakteur blatt" in Essen mit jenen perfiden Verdächtigungen anzu- unter dem Beifall der Versammlung vom Vorsitzenden zur Möller vor. Diese drei Genossen" sollten überall als greifen, während es die Abreise des Zechensekretärs mit Ordnung gerufen wurde, und der sogar gegen die ArbeiterKandidaten aufgestellt und gewählt werden, weil dieselben pomphaften Ausdrücken verkündet, eines Bechensekretärs, ausschüsse bei den einzelnen Betrieben Stellung nehmen zur Repräsentation der deutschen Bergleute die geeignetsten der sicher das Zehnfache aus dem reichgespickten Mammons zu müssen glaubte, weil es nicht gelingen werde, durch diese und sie, wie feine anderen, mit der Organisations face bezieht, als die Arbeiterbelegirten, der dafür das Unter- Arbeiterausschüsse den großen Arbeiterverband der Gewert frage vertraut seien. Es sollte dann für das nehmerthum nach allen Regeln der Pseudowissenschaft ver- vereine zu hindern". Und solch ein tapitalistischer Jungnöthige Reisegeld gesorgt werden und tritt" und Soldschreiber für eine Ausbeuterkaste ist, mit ling studirt" in England, während die Bergarbeitereines Tages follten biefelben mit einer deren Interessen er wahrlich ohne die Bezahlung Delegirten, wenn sie zum Londoner Rongreß gehen, mit wohlgefpidten Reisetasche die Ver Nichts, absolut Nichts gemein hätte! Den Gruben einer wohlgespickten Reisetasche eine Vergnügungsreise" auf gnügungsreise nach London antreten. So baronen in Rheinland- Westfalen ist nachgerade jedes Roften ihrer Kameraden machen! schnell soll es nun doch nicht gehen, wie die Herren von der Anstandsgefühl verloren Sie und ihr Die Unverschämtheit, der westfälischen Grubenbarone Redaktion der Zeitung der deutschen Bergleute sich gedacht Blatt halten die bezahlte tapitalistische Soldarbeit bereits und ihres Blattes wird einst als ein tapitalistisches haben. Es fühlen sich auch noch andere dazu berufen, die für das Normale," Ehrliche", die selbstlose Aufopferung Merkmal dieser kapitalistischen deutschen Bergleute„ bürdig" zu vertreten und was die des Arbeiters für den Arbeiter für das Anormale, Unehr gelten können. Die Weltgeschichte wird vermuthlich Hauptsache ist, eine Vergnügungsreise liche. Sie fetten hierdurch die Bergarbeiter immer fester einst den Spieß umdrehen, wenn sie das Kapitel der„ Studienauf anderer Leute Rosten zu ma che n. an ihre Führer, denn der einfache Mann sagt sich, daß er reisen" schreibt, die Bechen- Soldschreiber aus den fetten, auf Die größte Mehrzahl der Bergleute will eine Anzahl Solchen, die auf diese Weise geschmäht und verleumdet wer- Kosten der Arbeiter herausgewirthschafteten Ueberschüssen der von Bergleuten als Kandidaten aufstellen und wer von diesen den, doppelte Achtung, doppelte Dankbarkeit schuidig ist. Kohlengruben gemacht haben, und daneben der„ Verdie meisten Stimmen erhält, der soll gewählt sein. Ob die Und damit ist das Gegentheil von Demjenigen erreicht, was gnügungsreisen" der Arbeiterbelegirten gedenkt, welche" die se Vorstandsmitglieder vom Verbande hinkommen, ist also die Grubenbarone wünschen: eine weitere Stärkung der zur Herbeiführung der Verbrüderung aller Proletarier mit noch eine große Frage. Auch soll die Gelbfrage Solidarität der Bergarbeiter auch aus diesem Anlaß. Der den schmalen Mitteln unternahmen, welche ihre Kollegen sehr tiglich sein, und auf ihre eigene verfaulten Moral der Kapitalisten steht das gesunde und freiwillig für die große und gute Sache opferten. Zum Rosten zu reisen, dazu sind die drei ge- ideale Klassenbewußtsein der Arbeiter gegenüber. Vergnügen" der Grubenbarone fallen freilich glücklichernannten Genossen doch zu schlau." Aber die„ Studienreise" des Bechensekretärs verweise die Kongreßreisen der Bergarbeiter je länger, je Weshalb wir diese beiden Mittheilungen des rheinischen dient im Besonderen noch ein Wort der Beleuchtung. Als weniger aus. Bechenblattes dicht untereinander gesetzt haben, ist für unsere im Herbste 1889 eine Anzahl rheinischer Industrieller und deren Leser leicht zu errathen. Die Nebeneinanderstellung gestattet Sekretäre die berühmte Studienreise nach England machte, einen außerordentlich lehrreichen Einblick in die Dent- und um dort ebenfalls Arbeiterverhältnisse zu studiven", in Sprechweise der Unternehmerkreise, welche hier vertreten Wahrheit, um Material gegen die deutsche und englische Der gut bezahlte Sekretär Sekretär einer Unter Arbeiterbewegung zu sammeln und nebenbei ein wenig wegen nehmer Klique reist auf Anregung" der Letzteren etwaiger internationaler Verbindungen zu recherchiren, da nach England, um dort zu studiren". Arme Kerls von trafen die Herren auf Verhältnisse und Menschen, die sie Proletariern aber, die vom Vertrauen ihrer Kameraden so tief beschämten durch ihr vortheilhafteres Aeußere, selbst raths vom 13. Mai wurden der Entwurf von Bestimmungen werden. V Feuilleton. Nadbrud verboten.) [ 113 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. gegangen. fin- de siècle Epoche Politische Leberlicht. Berlin, den 14. Mai. Bundesräthliches. In der Plenarsizung des Bundes freundes gereicht wird, kehrte Lange zu der kleinen Schaar in unerschütterlicher Treue. Es lebe die Freiheit, es lebe seiner Freunde zurück. der Fortschritt!" Viertes Kapitel. Dr. Benjamin erfreute sich noch eine kleine Weile seiner" Hurrah!" riefen die Männer des Fortschritts und unbeschränkten Herrschaft auf dem Präsidentenstuhle und überließen sich dem ungestörten Genusse des Weins, sowie ließ dann mit großer Majorität das Prinzip der Bolts- dem wohlthuenden Bewußtsein, einen großen Sieg errungen werkstätten" als das einzige, welches dem Arbeiter wirklich zu haben. und auf die Dauer helfen könne, annehmen, worauf er mit einer Aufforderung zu massenhaftem Frontmachen gegen das volksfeindliche Ministerium und mit einigen Lobesworten auf die würdige und besonnene Haltung des Volkes, die Bersammlung für dies Mal schloß. Nichtsdestoweniger und trotz allen Abmahnungen seiner Freunde eilte nun auch Lange nach der Rednerbühne. Kaum aber, daß er diese erstiegen, als aus allen Ecken und von den Tribünen ein Bischen und Pfeifen, in welches viele im Saale mit einstimmten, wie auf Kommando losbrach. und schließlich meinte Raffmaus: Trotzdem versuchte der junge Schriftsteller, seine Stimme zu Blumen und Sterne. Wenn der Mai schön ist, dann ist er auch gleich wunderschön in den wenigen Tagen, die unser deutscher Norden überhaupt vom sogenannten Wonnemonat zu genießen beAn diesem Abende hielt das liberale Wahlkomitee kommit. Noch eben falter Wind, noch eben feuchte Kälte noch eine Nachsitzung, bei welcher Tieftrunt's Weine in und einer von jenen Schauern, die uns lebhaft an den unStrömen flossen. Neue und kühnere Pläne tauchten auf, heimlichen Winter erinnern, und nun mit einem Male ein warmer West, wie ein Hauch vom längst verlassenen ParaJene elenden Eintagsfliegen, welche in ihrer jugendlichen diese, ein Hauch, der Blumen und Herzen mit einem Male Eitelkeit es wagen wollten, die alten bewährten Führer öffnet, und ein Sonnenstrahl, der durch die schmachtenden Nun ging der Lärm erst recht an; es wurde gescharrt der liberalen Sache wegzublasen, wie eine Reihe Papier Augen bis tief hinein in die empfängliche Seele bringt. soldaten, haben heute zum ersten Male erfahren, mit wem Die Blumen und Blüthen hatten das Auge schon längere sie es zu thun haben. Aber wir werden uns nicht damit Zeit entzündet, aber nur der West entlockt ihnen den süßen be gnügen, sondern den Krieg auf ihr Feld hinüberspielen. Duft und führt ihn fort über Berg und Thal. Die Vögel erheben. lärm mischte sich vielfach der laute Ruf:„ Hinaus!" und geschrien, gepfiffen und gezischt, und in diesen HöllenLange wandte sich nach dem Präsidenten um, von dem er sich die Herstellung der Ruhe erbat. aber thronte während dieses Standals in behäbigster, würde sie einen dauernden Kern, der fortwährend größere Kreise im Maiensonnenstrahl geht uns ihr ganzer Melodienschatz vollſter Haltung auf seinem Präsidentenstuhl und begnügte ansehen läßt. Dieser Kern selbst muß gesprengt werden. zu Herzen. sich auf jene Aufforderung hin, sehr gelassen zu bemerken: Deswegen schicke ich Leute mit kleinen Kapitalien hin, welche Und nun ist Alles so reich mit einem Male, und nun Sie hören doch, Herr Doktor, daß die Versammlung sich in die Genossenschaft aufnehmen lassen und im ge- ist die Welt mit einem Male eine andere geworden, denn in Sie nicht hören will; fieigen Sie nur von der Redner eigneten Zeitpunkte nach meiner Anweisung vorgehen wer- Licht und Wärme, in Duft und Lied feiert die Erde nur bühne wieder herunter und Sie werden finden, daß sich die den. Ift hier einmal eine Bresche geschossen, dann ist nichts Festtage, an denen Arm und Reich, Gesunde und Kranke Ruhe ganz von selber einstellt."> mehr vorhanden, was uns wirkjam entgegentreten könnte, beinahe gleiche Freude haben. Und nenne mir den Groll, dann ist die Macht unser für alle Zeiten, und alle Be- der nicht im Blüthenmonde verweht, nenne mir den Haß, fürchtungen und Sorgen sind für immer vorbei. In der der nicht im Maienstrahle schmölze, nenne mir das Unglück, Zwischenzeit halten Sie noch aus mit gewohntem Eifer und das nicht beim Lied der Lerche zeitweilig vergessen, das Älter Im Innersten seines Herzens verletzt und zum ersten Male das ganze Bittere des Kelches empfindend, welcher oft ben treueſten und uneigennützigsten Bestrebungen des Volks: über die zollamtliche Abfertigung der zur unmittelbaren| schenkten". Aber wer ist denn so kindlich zu wähnen, daß den Lieutenant Herold als denjenigen, der die Auf Durchfuhr durch das deutsche Zollgebiet mit der Eisenbahn die Junker zu solcher Leichtfertigkeit fich hinforderung zu den Schwarzen gebracht hat. Es braucht bestimmten Passagiereffekten und der Entwurf eines Gesetzes reißen ließen? Adel verpflichtet, sich vom fich vom Staat, fein Privatmann sein. Hat die Reichsregierung kein Inter für Elsaß- Lothringen über die Verbesserung der Kanäle, das heißt von der breiten Masse, den kleinen Leuten, esse daran, festzustellen, ob einer ihrer Beauftragten be sowie die Erhebung der Schifffahrts- Abgaben auf denselben, den Proletariern viel, sehr viel, Alles schenken zu lassen, dieser Acht und Aberacht seine Hände im Spiele hat? Hat Letzterer Entwurf in der durch den Landesausschuß ab- Kornzölle, Viehzölle, Holzzölle, Brenner- Liebesgaben, Zucker das Reichsamt des Auswärtigen nicht die Pflicht, zu ers geänderten Fassung, den zuständigen Ausschüssen zur Vor- prämien. Nur der Pöbelstolz will nichts wissen von jener fahren, ob es ein Beamter gewesen zu sein braucht"? Und berathung überwiesen. Anerkannt wurde, daß die Be- Politik des Schenkens und Pumpens, die Karl Mary im es erscheint blos, gewagt", an eine Regierungsverfügung zu stimmung des§ 4 Absatz 1 des Gesetzes über die Inva- 18. Brumaire als die hervorstechenden Eigenschaften der denken! Am Schlusse des Waschzettels" wird entschieden liditäts- und Altersversicherung vom 22. Juni 1889 auf Politik Napoleons III. in klassischer Form geschildert hat.bestritten, daß die deutsche Kolonialverwaltung gegen Krause die mit Pensionsberechtigung angestellten Beamten der Eine Resolution des eifrigen Limburg- Stirum, wonach den das Mindeste unternommen habe. Also es wäre nicht blos Invaliditäis und Altersversicherungs- Anstalt Westfalen Familien Bentheim- Tecklenburg- Rheda und Sayn- Wittgen- gewagt", es wäre unmöglich. Ein Zweifel drängt den und der Posener Landschaft anzuwenden sei. Einer Einstein- Berleburg, die seit 1878 gar feine Steuerfreiheit mehr anderen. Das Amtsblatt schweigt? Ist die Rabelleitung gabe wegen Aufhebung der Verkehrsbeschränkungen für die genießen, trotzdem die Abfindung nachgeworfen werden soll, nach Deutsch- Afrika gestört? Einfuhr von Zugochsen aus Desterreich beschloß die Ver- wurde denn doch abgelehnt.sammlung keine Folge zu geben. Endlich wurde über die Wiederbesetzung einer Stelle in der Kommission für die zweite Lesung des Entwurfs eines Bürgerlichen Gesetzbuchs für das Deutsche Reich und über einen Antrag auf Ertheilung der Ermächtigung zur strafrechtlichen Berfolgung wegen Beleidigung des Bundesraths Beschluß gefaßt. " 9 Fort mit der Schießinstruktion! Segen der Schießinstruktion. In der Straß Ein amtliches Démenti. Nachdem bereits offiziös burger Post" lesen wir:" Daß eine Abänderung der die Nachricht der Freisinnigen Zeitung" in Sachen des an- Schießinstruktion für Militärposten dringlich ist, dafür ist geblichen württembergischen Branntweinsteuer Vorschlags auch in Saargemünd ein Beleg geliefert worden. Drei démentirt worden ist, erklärt nun auch der Staats: Chevaulegers des hiesigen 5. bayerischen Chevau- Regiments Anzeiger für Württemberg" die Meldung, daß waren nach Schluß der Kaserne ausgestiegen, um in einer bie württembergische Regierung eine Aenderung der Be benachbarten Bierwirthschaft noch ein Glas Bier zu trinken, Kommission für Arbeiterstatistik. Die erste steuerung des Branntweins angeregt habe, für völlig un- wozu dieselben jedenfalls zwei davon sind Kasinoburschen Sigung der neu errichteten Kommission für Arbeiter begründet". Die Regierungsschwaben werden sich hüten, und einer ist Offiziersbursche am Tage wenig Zeit haben statistik wird, wie der, Reich 3- Anzeiger"( Nr. 114 ihren Spieß gegen die Agrarier zu tragen. werden. Als die betreffenden Leute nun etwas nach 1 Uhr vom 14. Mai) berichtet, in der zweiten Hälfte des Monats zurückkehren wollten und der eine bereits innerhalb der Juni stattfinden. Außer der Anhörung der Kommission In Sachen Krause. Wir haben kürzlich( Nr. 111 Kaferne war, der andere oben auf der Mauer stand, um über die für ihren Geschäftsgang vom Reichskanzler zu er- vom 13. Mai) einen in der Kreuz- Zeitung" veröffentlichten den letzten hereinzuziehen, wurden dieselben von dem Infanterielaffende Geschäftsordnung dürften Vorschläge über an- Brief des Afrikareisenden Dr. Krause mitgetheilt, wonach posten des Regiments Graf Barfus entdeckt und angerufen. Den zustellende Erhebungen bezüglich der Arbeitszeit im die deutschen Behörden in Togo die Großen von Salaga Anruf hat nnn der noch draußen stehende Chevauleger Bädergewerbe, Müllergewerbe und im aufgefordert hätten, sie sollten Krause, wenn er in Salaga nicht beachtet und ist weggelaufen, worauf der betreffende Handelsgewerbe die Gegenstände der Tagesordnung Handel treiben wolle, vertreiben, weil er die Anklage er- Infanterist zweimal Feuer gab; das erste Mal traf bilden". Diese Aufgaben sind bedeutsam. Hoffentlich springt hoben hätte, daß in Togo Sklavenhandel getrieben werde. er die Mauer, das zweite Mal streifte er den für die Arbeiter dieser Erwerbszweige etwas Ersprießliches Die, ossische Beitung"( Nr. 223 vom 14. Mai) Chevanleger hart am rechten Arm, glücklicherheraus: aber der sozialpolitische Geheimbberath erklärt ja giebt sich dazu her, die freiwillige Offiziöse der kolonialen weise wurde nur die Haut ganz oberflächlich verletzt. Ein fort und fort, daß er nun gedenke, einen langen Schlaf zu Abtheilung zu spielen. Bis heute hat der Reichs- Anzeiger" braver Mutterssohn hätte da beinahe um einer Jugendthun”! noch keine amtliche Erklärung in dieser Angelegenheit ge- thorheit willen sein Leben opfern können. So strafwürdig bracht: für gewiffe Dinge giebt es offenbar kein offizielles nun der Ausreißer wegen des Ungehorsams gegen den Aus dem Abgeordnetenhause. Am 14. Mai wurde Démenti. In dem deutsch- freisinnigen Blatte, das sich seine Machtposten ja auch entschieden ist ein todeswürdiger der Trinkgeld- Gesezentwurf in zweiter Lesung ver- Hintertreppenweisheit mit saurem Schweiße erworben hat, Verbrecher ist er nicht. Und doch ist es nur einem glüdhandelt. Er bietet den Reich sunmittelbaren das wird der Versuch gemacht, die wuchtige Anklage Krause's Lich en Bufall zu verdanken, daß der Mann nicht sein 13/ sfache ihrer Jahres- Einkommensteuer als„ Entschädigung" zu widerlegen. Und zwar so gewunden und verkniffen, daß Leben lassen mußte. dafür, daß sie seit vielen Jahrzehnten keinen Pfennig Ein- diese Widerlegung nicht berichtigt, sondern eher bestätigt, tommensteuer bezahlt, sondern als Staatspfründner gelebt ein Mißgeschick, das offiziösen Kundgebungen sehr oft auhaben. Ein Rechtstitel für diese Abfindung ist nicht haftet. Man lieft: vorhanden. Aber der Landtag hat das Miquel'sche Einkommensteuer- Gesetz mit jener wundervollen Klausel, die den steinreichen Standesherren den Batschisch der Entschädigung" für einen schmählichen Mißbrauch verheißt, angenommen. Das ausgepowerte, tribulirte, bis auf den letzten Heller besteuerte Bolk muß die Suppe ausessen, die ihr die wackeren Köche des Abgeordnetenhauses eingebrockt haben. Es versteht sich, daß der Entwurf angenommen wurde. Während Herr Ridkert erklärte, die deutschfreisinnige Fraktion fönne der Vorlage nicht zustimmen, sagte Herr Alexander Meyer, er werde das Gesetz schließlich annehmen". Die unverfrorene Rechtsverwahrung" der zwölf Grafen und Fürsten, die zu den reichsten Grundbesizern und Unternehmern Deutschlands gehören, eine Urkunde, die so frivol ist, wie jene Entschädigungs- Forderung der nach Frankreich zurückgekehrten Emigranten, wurde mit einer Milde kritisirt, wie sie nur im preußischen Landtag möglich ist. Statt rund heraus zu erklären, daß diesen Herren tein Heller zu be willigen sei, die ja nicht einmal mit dem 13/3 fachen zufrieden sind, sondern eine 29 fache Entschädigung fordern, statt es flipp und klar zu machen, daß Leute, die Jahrzehnte auf Kosten des Volkes sich um die Steuern gedrückt haben, feine Abfindung verdienen, sondern die rechtswidrig hinterzogenen Steuern nachträglich mit Bins und Zinseszins zu erlegen haben, operirte man mit völkerrechtlichen Flausen, die noch weniger werth find, wie die Gründe des Herrn v. Berlepsch gegen den Maximal- Arbeitstag. Und das will viel heißen. Der Finanzminister Miquel brach die Lanze für die Standes- Daß Krause thatsächlich vogelfrei ist, wird nicht ge- ins Blaue hinein mit toller Ueberproduktion als Anfang herren, der Möchtegern, Demokrat" des Zentrums, Herr leugnet. Die feine Unterscheidung zwischen Hörigkeit" oder und gemeinschädlicher Einschränkung der Produktion am Lieber, befann sich nicht und hieb in dieselbe Kerbe, daß Haussklaverei" auf der einen, der" Sklaverei" auf der Ende, und gewiffenloser Ausbeutung des Publikums und die Spähne flogen. Der fonservative Graf Limburg- Stirum, anderen Seite zengt von einer anerkennenswerthen der Arbeiter zu allen Zeiten. Im Bergbau treten die genannt Ebers, der Majoratsherr von hebräischen Gnaden, talmudistischen Spitfindigkeit. Und die Haussas sind gegen Nachtheile des Kapitalismus überall in England, seitdem ihm der Stachel des Disziplinarverfahrens in die Krause aufgehegt worden, von einem Europäer aufgehezt Amerika, Frankreich, Belgien und Deutschland gleichmäßig Flanken getrieben worden ist, noch regierungsfrommer worden, der nicht einmal ein Regierungsbeamter zu sein so deutlich und so greifbar zu Tage, daß der Gedanke der als früher, betheuerte mit tönender Suada, man könne braucht". Nicht einmal zu sein braucht! Aber es könnte doch Ueberführung der Bergwerke in Gemeinbesitz jedem denkenden nicht verlangen, daß die Standesherren dem Staate etwas ein Regierungsbeamter sein! Krause nennt ja ausdrücklich Menschen sich aufdrängen muß. nenne mir, das nicht beim Anblick des üppigen frischen Grüns verjüngt würde. Tage des Mai, Ihr seid die Thautropfen des heißen Erdenlebens; darum seid Ihr so selten und dann auch so flüchtig wieder verschwunden, so leicht übersehen. Dennoch sollt Ihr Stärkung geben für's ganze volle Jahr. Ist es freilich Sterblichen beschieden, in Maientagen zu lieben, dann mögen sie getrost der Welt den großen Wechsel unter schreiben, der sie verpflichtet, dankbar zu bleiben und zu frieden, ob noch so schwere Lebensstürme auf sie eindringen, benn tein Prophet hat größere Güter und Wonnen den Seligen im Paradies versprechen können, als Lieb' Theure Zeiten. Auch der Großherzog von Hessen Die Anschuldigungen, welche Krause gegen die deutsche Regierung in Buschriften an die„ Kreuz- Zeitung" erhoben fommt mit seiner Bivilliste nicht mehr aus. Der hatte, daß in Logo gleichfam unter den Augen der Behörde zweiten Ständekammer ist eine Vorlage zugegangen, die eine noch immer ein schwunghafter Stlavenhandel betrieben werde, beträchtliche Mehrforderung gegenüber dem Betrage ber haben sich zwar als unrichtig erwiesen, aber aus ihnen den seitherigen Zivilliste von 1 096 288 Mart beansprucht. Die Anlaß zu einer Regierungsverfügung ableiten zu wollen, wie Steuerzahler können sich Glück wünschen. Die Germania" fie nach der Ansicht Krause's ergangen sein soll, erscheint gewagt.( Nr. 110 vom 15. Mai) bemerkt dazu:„ Die Mehrforderung Unsere Regierung, so wird weiter bemerkt, verschließt sich nicht würde insofern auffällig sein, als der verstorbene Großherzog, der Erkenntniß, daß in Togo noch immer ein Hörigkeits der Vater des jetzigen, mit der seither ausgeworfenen Summe verhältniß, eine Art Hausstlaverei besteht, aber fie fieht sich zugleich vor die Unmöglichkeit gestellt, diese Jahr vollständig austam, dabei Jahre lang eine ziemlich zahlhunderte alte, tief in der Anschauung und den sozialen Ber- reiche Familie 5 Rinder- hatte und auch noch einige hältniffen der Eingeborenen wurzelnde Einrichtung mit ihren Töchter bei deren Vermählung ausstattete, während sein beschränkten Machtmitteln vor der Hand auszurotten. Die Nachfolger bekanntlich erst 23 Jahre alt und noch unverKrause'schen Hinweise auf den angeblich stattfindenden Sflaven- heirathet ist." handel haben aber unserer Kolonialverwaltung die Anregung dazu gegeben, das Verbot des Stlavenhandels neuerdings zur Englische Zustände in Deutschland. In vers Kenntniß der Eingeborenen in Togo zu bringen. Das hat befchiedenen Blättern finden wir folgende Nachricht: greiflicher Weise unter den Handel treibenden Haussas, die fast ausnahmslos hörige Arbeiter nach dem Sinne Krause's Stlaven" beschäftigen, Erregung hervorgebracht und mag vielleicht dazu geführt haben, daß sie nach den Gründen für eine solche Erneuerung des Verbots bei diesem oder jenem Europäer, der nicht einmal Regierungsbeamter gewesen sein braucht, Erkundigungen einzogen, worauf dann Krause als der eigentliche Anstifter angegeben worden sein mag. Wie dem aber auch sein mag, von der deutschen Kolonialverwaltung wird entschieden in Abrede gestellt, daß seitens der deutschen Behörde gegen Krause das Mindeste unternommen worden." zu verbessern, fehlt es ihm an einer passenden Ergänzung. Verstimmt wirft er die Feder weg und meint: = 3widau, 10. Mai. Auf den Rohlenwerken des hiesigen Bezirks sucht man, ebenso wie in Rheinland, die Rohlenförderung einzuschränken. Seit einiger Zeit find auch hier ganze Tag Feierschichten eingelegt, obwohl, wie besonders die Bergleute behaupten, gangbare Sorten Kohlen im Absatz nicht stocken. Man macht den Gruben zum Vorwurf, mehr aus Spekulation, um den Kohlenpreis hochzuhalten, als aus Mangel an Absatz die Förderung einzuschränken. Also im gemüthlichen Sachsen und im luftigen Rheins land genau dieselben englischen Zustände" schlimmster Art wie in England selbst: Die Folgen chaotischer Produktion fonnte unser Freund nur in der Einsamkeit lesen. Er bat deshalb den Boten, einstweilen im Garten umherzuwandeln, und öffnete dann mit zärtlicher Sorgfalt die Ümhüllung, worauf er halblaut den Juhalt überlas: Mein Freund! Es ist vergeblich; ich kann hier tadeln, aber nicht besser machen; die Kritik ist bei mir der Schaffungstraft über den Kopf gewachsen. Ich sehe, wo es fehlt, aber ich kann dem Mangel nicht abhelfen, wo es noth thut. Sie vernachlässigen mich immer mehr, trotz allen Ver Helene hat Recht; ich weiß nicht mehr zu dichten. Die sprechungen. Ich müßte endlich dadurch abgeschreckt werden Wirklichkeit mit ihren Ansprüchen an Gedankenschärfe nimmt und es nach den Grundsätzen unserer Modedamen längst der Poesie ihre Naivität. Nur erst einmal hinein in das geworden sein. Indessen giebt man, sollte ich meinen, einen eiserne System der nothwendigen Reihenfolge von Ursache Freund je leichter auf, je weniger man ihn geschäßt hat, und Wirkung, und vorbei ist's mit dem willkürlichen phan- und übernehme ich daher trotzdem die vielleicht vertastischen Flattern der Poesie. Ich habe viel geopfert; die gebliche Mühe, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß wir Mauern meiner kleinen Zauberwelt habe ich eingerissen und dem heute Konferenz in Sachen des" Frauenbundes" haben, Ach aber dennoch giebt es Sorgen und Schmerzen, die prosaischen Tageslichte seine Herrschaft eingeräumt. Nun zu der Sie Ihre Mitwirkung versprachen. Sollte Ihnen der Maiensonnenstrahl, der laue Weft und das Lied der bin ich wieder zurückgeschleudert und suche vergeblich die Ihre Zeit ein früheres Kommen ermöglichen, so würden Lerche nicht verscheuchen, das ist der Schmerz, der über'm Rizen und Spalten zu verstopfen. Ich müßte weit fliehen. Sie mich Ihrer gewärtig finden. Grabe weint, das ist die Sorge, die den Freund der Mensch- nach einer Insel des Mittelländischen Meeres, und selbst heit niederdrückt, wenn mächtige, unsägliche Auftrengungen da würde ich die Erinnerungen und Mahnungen nicht an Klippen unerbittlicher Wirklichkeit scheitern, wenn das bannen können an meine Heimath und an die Noth meiner Herz verzweifeln will und der Geist vergeblich nach neuen Brüder. Wegen und Mitteln suchend umherirrt. im Mai. Was find Hoffnungen, was find Entwürfe, Die der Mensch, der vergängliche Sohn der Stunde, Aufbaut auf dem beweglichen Grunde! Mit Gruß Thre Helene Howald." „ Ein Engel ist dieses Wesen, an das ich mit meinen besten Absichten nicht heranreiche; sie liebt mich, das zeigt die Nachsicht, die sie meinen Vernachlässigungen angedeihen läßt, und ich meine immer, ich begehe an der Menschheit Der Tag ist gekommen, an dem die Liberalen bank ihrer tausendfältigen Intriguen und Listen mit zwei Drittel Majorität im ganzen Lande gefiegt und nun die Konser-" Ich sagte mir: Du hast den Verstand, die Kraft und einen Raub, wenn ich mein gutes Glück an mich zu reißen vativen mit höflicher Impertinenz, die Demokraten dagegen, den redlichsten Willen, das arme gedrückte Bolt zu einem wage. Ich wollte es wenigstens erst verdienen, ehe ich welche selbständig mit ihren schwachen Mitteln gekämpft besseren Dasein heraufzuführen; wenn Du's nicht tannst, mit Stolz zu ihr hinaufblicken könnte. Ist das nun Stolz hatten, mit höhnischer Fronie überschütten. giebt es Jemanden, der er kann? Und nun size ich da, oder Bescheidenheit? Ich glaube, es ist eine verwerfliche Unser Freund Lange figt in der Laube feines Gartens geschlagen von elenden Intriguenmachern, von Seiltänzern Mischung von Beiden. Es ist Zeit, daß ich damit endige, und sinnt über den Inhalt eines vor vielen Jahren in der Politik, denen das bethörte Bolt zujauchzt. Meine souft demüthige ich schließlich sie, während ich selbst demüthig frizzirten Epos nach. Die frischen blühenden Verse der Jugend ging mit dieser Katastrophe dahin, und was ich erscheinen sollte. Also ein Wort ersten poetischen Begeisterung kommen ihm so fremd vor, sonst noch eingebüßt an Muth und Kraft zu neuem Streben, als wären sie einem anderen Wesen entsproffen. Die das kann ich jetzt noch gar nicht übersehen." Ich folge Ihrem Boten auf dem Fuße und erwidere mannigfaltigen Mängel, die seinen Formensinn verlegen Das Haupt fiel wieder auf die stützende Hand, das Ihren freundlichen Gruß persönlich. oder zum Lächeln bringen, erscheinen ihm so unbegreiflich, laute Denken machte einem stillen Träumen Platz, und die daß er sich nicht zu sagen vermag, wie er hier so keck, Blumendüfte, die der Weft dem einsamen Träumer zuführte, mit so hinreißendem Schwunge über alle Schwierig wirkten lindernd und besänftigend auf die Welt seiner teiten und Klippen hat hinwegspringen und wie er düsteren Gedanken. dort so naiv hinter den Anforderungen an ein wirk Da tam mit schnellem Schritt ein Bote den Gartenliches Talent hat zurückbleiben können. Aber wunderbar: pfad daher und überreichte ihm ein zierliches Briefchen mit so oft er die Feder ansetzt, um eine auffällige Härte noch viel zierlicheren Schriftzügen geschmückt. Solche Briefe Verehrtes Fräulein: Ihr . Friedrich Lange." " So, nun Bote, eile, daß Du hinkommst und nimm meinen letzten Thaler für Deine freudige Botschaft." Der Bote eilte hocherfreut von dannen, und unser Freund fäumte nicht, seine Toilette dem beabsichtigten Beſuch entsprechend einzurichten. ( Fortsegung folgt.) Drohung mit dem Polizeistock. Daß die Depeschen- bureaus lügen wie— telegraphirt, daß sie tendenziös ent- pellte Nachrichten in alle Welt drahten, daß sie Enten wegen lassen im Interesse der Börse und der— Reaktion, daß Regierungen sich ihrer nach Kräften bedienen, ist nne Binsenwahrheit. Dieser Tage hat nun»R e u t e r' s Bureau" ein aus Berlin datirtes Telegramm verschickt, das Alarmnachrichten über das Befinden des Sultans enthielt, Alarmnachrichten, die von der türkischen Regierung sofort berichtigt wurden. Nun ertheilt, offenbar im amtlichen Auftrag, die„Nord- deutsche Allgemeine Zleitung"!(Nr. 223 vom 14. Mai) dem vhantasievollen Bureau einen Rüffel und droht zum Schluß:„Die Personen, welche zur Erreichung bestimmter politischer Zwecke derartige tendenziöse Tele- gramme aus Berlin datiren, sollten bedenken, daß es an Mitteln nicht fehlt, ihrem Treiben ein rasches und gründ- liches Ende zu bereiten." Bermuthlich bedeutet dieser Wink mit dem Zaunpfahl: Ausweisung, ein gegen ausländische Zeitungsschreiber in- Preußisch- Deutschland mit Eifer geübtes Mittel, unbequeme Leute loszuwerden. Wir sind sicher die entschiedensten Gegner jener Lügen- fabriken, und oft genug haben wir ihre unsauberen Machen- schaften aufgedeckt. Aber wir verwerfen diese Politik der Einschüchterung ebenso entschieden und ersuchen die, welche es angeht, so dringend wie höflich, vor ihrer eigenen Thür zu kehren. Ein eiserner Besen reicht kaum aus, und was dem Reuter recht ist, muß dem Wolff billig sein. Herr von Stephan, unser Generalpostmeister, weiß vielleicht Intimeres über die Beziehung zwischen heimischen Behörden Zu dem ehrenwerthen Bureau Wolff.— Die Wemdinger Teufelsbeschwörung. In der ultramontanen„Kölnischen Bolks-Zeitung" liest man, nachdem sie den„behexten" Knaben als geistes- kranken Hysteriker gekennzeichnet hat: „Wer die in„dämonischer Ekstase" gemachte Aussage eines zehnjährigen Jungen ohne ein Wort des Zweifels aft baar« Münz« ausnimmt, den mag man aus diesen und jenen Rück- sichten entschuldigen, aber vertheidigen kann man ihn wahrlich nicht, und der Katholik kann nur seinem mit Mitleid gepaarten Bedauern über ein Verhalten Ausdruck geben, das sehr wohl hätte„in Lynchjustiz endigen" können. Um so entschiedener verwahren wir uns gegen die Ausbeutung, welche die„Kölnische Zeitung" mit dem Bericht vornimmt. Sie bringt die Wem- dinger Geschichte in Beziehung mit dem heiligen Rock, und während ihr Berichterstatter mit„Freude und Genugthuung" fest- stellt,„daß sich auch manch« katholischen Pfarrer, vielleicht die meisten, dagegen ablehnend verhalten", schreibt er im selbigen Athem:„Wohl noch nie hat sich ein protestantischer Geistlicher dazu hergegeben, im Interesse der Kirche den altheidnischen Dämonen- glauben nutzbar zu machen". Wir wollen hier nicht an jene abgeschmackten Teuselsgeschichten erinnern, die man bei Martin Luther nachlesen kann; wir sind durchaus der Meinung, daß weitaus die meisten protestantischen Geistlichen dazu ebenso den Kopf schütteln wie wir; aber die Stellung des protestanti- schen Pfarrers, der sich durch den famosen Müllerburschen von Resau mit seinen fliegenden Kartoffeln und Kochtöpfen voll- ständig dupiren ließ, ist doch noch in frischem Gedächtniß. Unseres Wissens hat kein katholisches Blatt sich beifallen lassen, diesen leichtgläubigen Mann, der bei der Gerichtsverhandlung über den Spuk von Resau eine so traurige Figur spielte, der protestantischen Kirche an die Rockschöße zu hängen; schon dieser eine Fall hätte genügen sollen, um dem liberalen Blatt größere Vorsicht aufzulegen..... Im Einzelnen bedarf der Fall noch mannigfacher Auflkärung. Sie zu schaffen, ist vorab Sache der geistlichen Behörde, schon weil?. Aurelian„die Autorität zweier Bischöfe" an- ruft, obwohl die Bischöfe von Augsburg und Eichstätt auch nach seinem eigenen Bericht nur in sehr losem Zusammen- hang mit der ganzen Angelegenheit stehen. Den dortigen Ordinariaten Rath zu ertheilen, haben wir keinen Beruf und auch keine Veranlassung: wir zweifeln aber nicht im mindesten, daß der Bericht des P. Aurelian dort zum Gegenstand weiterer Maßnahmen gemacht werden wird." Wenn das Zentrumsblatt die lutherische Orthodoxie tnit Ruthen züchtigt, so ist sie im Rechte. Der Teufels- glaube ist kein Monopol schwäbischer Kapuziner. Auch in den Spalten der„Kreuz- Zeitung" ist der„Fliegengott" jüngst gar grauslich umgegangen, und die Pfaffheit mit und ohne Tonsur hat sich mchts vorzuwerfen. Jedenfalls ver- dient die Kundgebung eines so angesehenen Blattes ver- zeichnet zu werden. An der Sachlage ändert sie allerdings nichts.— Der liberale Musterstaat. Bon deutschfreisinnig- den, akratischer Seite ist in der badischen Kammer der An- Ivag aus Einführung des direkten Wahlrechts eingebracht worden. Er wird, so zaghaft er auch ist— denn er fordert nicht etwa das Reichstags- Wahlrecht— zu Falle kommen. Gegen ihn sind die Nationalliberalen und die Regierung. In der Kammersitzung vom 13. Mai erklärte der Staats- minister Dr. Turban, die Regierung sei nicht in der Lage, das direkte Wahlrecht zuzulassen. Auch die Anträge auf Aenderung derOrganisation dererstenKammer könnten nicht angenommen werden; er warne davor,„an der Verfassung rütteln, wozu keine Nothwendigkeit vorliege". Diese reaktionäre Denkweise ist typisch für die Bourgeoisie und ihre Vertretung nicht blos in Baden.— Die neue Pariser Arbeitsbörse. Bekanntlich waren die Räumlichkeiten der alten Arbeitsbörse nicht mehr aus- reichend, und ein neuer Bau mußte errichtet werden. Der- selbe ist nun vollendet, und, wie wir aus der uns zu- gegangenen Einladung ersehen, soll die feierliche Eröffnung u«f den 22. d. M. erfolgen.— Der must es wissen.„Die Anarchie ist die Folge zwanzigjähriger Mißwirthschaft der Regierung" erklärte sirinz Viktor Napoleon in einem Interview mit einem Nedakteur des„Figaro". Prinz Viktor Napoleon ist ein Sohn des alten Plonvlon und Neffe des letzten französischen Kaisers Napoleon III. Da sein Vater und Onkel sehr viel u, Anarchismus, Verschwörungen und Lockspitzelei gemacht haben, ist Viktor Napoleon entschieden eine gute Autorität, Obgleich er persönlich bis jetzt noch nicht in die Welt ge- kommen ist, sondern nur in die Halbwelt.— Oesterreichisches in Italien. Die Mainummer Mserer. italienischen Genossen(Piinxo Maggio— Erster ' m,) ist uns auf hübschem rothen Papier, sein säuberlich gedruckt, und noch besser dem Inhalt als der Ausstattung J1? m zwei Exemplaren zugegangen, oder richtiger in zwei Krff�be». Die erste wurde nämlich konsiszirt, und die ser- freigegeben, nachdem der anstößige Artikel ent- uns morden. Tie zweite Auflage prangt nun nach Art de» cw- österreichischen Parteiblätter in dem Schmuck gähnen- Lücken, aus denen das Wort: Lequestrato!— Konsiszirt! uns blöde entgegengrinst. Die Oesterreicher sind aus Italien entfernt, aber der österreichische Polizeigeist ist geblieben. Und da giebt's Leute, die Italien für einen freien Staat halten!— Die kommenden Neuwahlen in England. Zu An- fang dieser Woche fand in einem Theile Londons eine Nach- wähl für das Unterhaus statt, bei der sich die einander entgegenstehenden Parteien mit besonderer Heftigkeit bekämpften, weil sie diese Wahl als eine Kraftprobe für die bevorstehende allgemeine Wahl ansahen. Die Konservativen haben den Sieg erfochten, und man glaubt vielfach, die Regierung würde nun, da die Stimmung der Wählerschaft sich ihr günstig gezeigt, den Augenblick er- greifen und schon in nächster Zeit zur Auflösung des Unter- Hauses schreiten. Jndeß das sind eben bloße Vermuthungen — gewiß ist nur, daß in England die ganze innere Lage von den kommenden Wahlen beherrscht wird. England ist nach dieser Richtung hin in einer ähnlichen Lage, wie Deutsch- land in dem Jahre 1889, als alle Parteien ganz genau wußten, daß man sich jeden Tages der Auflösung des Reichstags gewärtig halten mußte. Damals kam es bei uns nicht zu einer Auflösung. Sei es, daß Fürst Bismarck keinen passenden Auflösungsgrund fand, oder daß eine mächtigere Hand ihn zurückhielt, genug, der Kartellreichs- tag blieb bis sein Mandat erloschen war. DaS eng- lische Unterhaus wird aber jedenfalls nicht bis zum Erlöschen seines Mandats, das heißt bis zum nächsten Jahr dauern, und die Erwartung emer plötzlichen Auflösung wird sich ohne Zweifel erfüllen. Aber wann? Und dieses beständige Warten auf die mit Sicher- heit erwartete Ueberraschung hat etwas Nervenausregendes, das sich im politischen Leben Englands jetzt sehr bemerkbar macht, obgleich brennende Fragen gegenwärtig nicht vor- liegen. Die irische Frage, welche bei der vorigen Wahl so viel Zündstoff abgab, wird diesmal eine sehr untergeo rd- nete Rolle spielen. Erstens sind die Jrländer gespalten, und zweitens sind sie heute so klug, daß sie von den Whig? und Liberalen ebensoviel und ebensowenig hoffen wie von den Tories und Konservativen. Auch der„Kampf um den Arbeiter' verspricht nicht so histig zu werden, wie man eine Zeitlang vermuthen konnte. Die englischen Arbeiter— und das ist ein hochersreuliches Zeichen— haben sich nämlich auf's Unzweideutigste dahin ausgesprochen, daß sie von den alten politischen Parteien nicht in's Schlepptau genommen sein wollen— und der demagogischen Arbeiterfängerei ist dadurch gleich von vornherein ein gründlicher Dämpfer aus- gesetzt worden. Herr Gladstone nebst seinen Bourgeois- Freunden mußte sich bald überzeugen, daß mit seinen radikal schillernden Gemeinplätzen von früher her(„die Klaffen gegen die Massen" u. s. w.) kein Hund mehr hinter dem Ofen hervorzulocken ist, und da er Niemand mehr hatte, den er einseifen konnte, so entschloß er sich auch, wahr zu sein und sein Bourgeoisgesicht ohne Maske zu zeigen. Die„Grsat feature", der große Charakterzug der bevorstehenden Wahl, wird sein, daß daS Gros der englischen Arbeiter nicht mehr, wie bei fast allen Wahlen. des letzten Halbjahrhunderts, den Liberalen oder Radikalen (was im Wesen genau dasselbe ist) Heerfolge leistet und ihnen Hand- und Spanndienste thut. Die Tories mochten sich wohl eine Zeit lang in dem Wahne gewiegt haben, sie würden die Arbeiter nun für ich kapern können, allein es muß ihnen bald klar geworden ein, daß alle Lockversuche ihrerseits verlorene Liebesmühe ein würden, und Lord Salisbury hat deshalb auch mit der Arbeiterdeputation, die Anfangs der Woche um des Achtstundentages willen zu ihm kam, keine lange Komödie gespielt, und sich ohne Unistände entschieden gegen den gesetzlichen Normalarbeitstag erklärt. Unter den Tories giebt es noch Verschiedene, welche einiges Liebäugeln mit dem Sozialismus, nach Art Disraeli's, des Schöpfers der modernen Torypartei, für zweck- mäßig gehalten hätten, und diese tadeln es, daß Lord Salisbury der Deputatton gegenüber so offen war— indeß der edle Lord hat nur aus der Roth eine Tugend gemacht und sein Gewissen nicht mit Lügen belastet, die ihm doch Niemand geglaubt hätte. Daß die englischen Arbeiter ihr Vertrauen nicht mehr auf die alten Parteien setzen und ganz selbständig und nur sich selbst vertrauend in den nächsten Wahlkampf eintreten, bedeutet einen großen Fortschritt in der englischen Ar- beiterbewegung. Der Bann der bürgerlich- manchesterlichen Weltanschauung, die das Gros der englischen Arbeiter in dem Irrgarten der rein gewerkschaftlichen Bewegung fest- hielt und an der Gründung einer eigenen politischen Partei hinderte, ist nun endlich gebrochen, und das Weitere wird sich finden. Die englischen Arbeiter haben oft unbegreiflich lange gezögert, ehe sie über einen Graben hmwegsprangen, allern zrr rückgegangen sind sie nie.— Arbeiterschutz-Bewegung in England. Am 11. Mai empfingen der englische Minister des Innern, Mr. Matthews, und der Lord- Advokat des Unterhauses eine vom p a r- lamerr tarischen Ausschuß des Gewerkvereins- Kongresses abgeordnete Deputation, an deren Spitze die Parlamentsmitglieder Fenwick und John Wilson standen. Unter den Mitgliedern derselben befand sich auch eine Ver- treterin der Arbeiterinnen, Miß E. White. Die Abordnung stellte das dringende Ersuchen an die Regierung, sie möge die Zahl der Fa b rik- und We r k st a t t insp e k t o r en verniehren und in Fällen, wo ein Arbeiter durch Unfall im Gewerbebetrieb sein Leben verloren hätte, Vertretern der Arbeiter die Berechtigung ertheilen, Namens der Hinter- bliebenen oder der Mehrheit der in der betreffenden Fabrik oder Werkstatt Angestellten vor dem Todtenschau- Schwur- gericht zu erscheinen, um Zeugniß abzulegen und am Verhör theilzunehmen. Ter Miinster des Innern, Mr. Matthews, erklärte, er könne den Ansichten der Deputation nicht bei- stimmen, da dieselben seiner Meinung nach die Leitung und Kontrolle der Fabriken und Werkstätten vollständig in die Hände der Inspektoren zu legen bezweckten, eine Maßregel, die den„Handel" ruiniren würde.-- Die Dynamitkomödie. Wolff's kabelfrohes Depeschen- bureau berichtete am Morgen des 14. Mai von einem am 13. Mai gemachten Londoner Bombenfunde in High- gate. Wir hatten in richtiger Erkenntniß der Sachlage die Depesche in den Papierkorb geworfen. Und am Abend des 14. Mai geht der„V o s s i s ch e n Zeitung"(Nr. 224) folgende private Drahtnachricht zu:„Die gestern in Highgate entdeckte angebliche Höllenmaschine entpuppte sich bei genauerer Prüfung als ein unschuldiger— C r i ck e t b a l l." Ein Ball, der bei dem englischen Volksspiel, dem Cricket, benutzt wird. Man sieht, wie man die zahlreichen Dynamit- depeschen zu bewerthen hat, die Heuer die Blätter unsicher machen.— RnsfischeS Getreideausfnhrvervot. Die am 13. Mai erschienene Nummer der russischen Gesetzsammlung enthält den kaiserlichen Ukas, durch welchen die Mais ausfuhr gänzlich freigegeben und die Ausfuhr der gegenwärtig in Archangel, Libau, Reval und Riga vorhandenen Hafer- vorräthe gestattet wird.— Nihilistisches? Der„National- Zeitung" (Nr. 303 vom 14. Mai) schreibt ihr Petersburger Bericht- erstatter:„Ein auffallendes, mit großer Bestimmtheit auf- tretendes Gerücht wird jetzt überall besprochen, zufolge dessen die Spur eines neuen nihilistischen Anschlages gegen den Zaren und seine Familie soeben entdeckt worden sei. Es war geplant gewesen, das Schloß von Gatschina, welches bekanntlich, den Sommer und die Wiutermonate während der Hauptsaison ausgenommen, den ständigen Aufenthalt des Zaren und seiner nächsten Angehörigen bildet, in die Luft zu sprengen. DaS ganze Palais ist unterminirt ge- wesen, wie es heißt, aber natürlich war es nicht die Peters- burger Polizei, welche dem Verbrechen auf die Spur kam, sondern wieder einmal vereitelte eine Warnung aus dem Auslande den Mordanschlag. Von Paris aus soll die Mel- dung eingelaufen sein, welche genaue Mittheilungen enthielt, wie und unter welchen Umständen das Verbrechen vorbereitet werde, und als hierauf eine genaue Untersuchung angestellt wurde, da fand sich Alles bestätigt. Die Minen haben sich, wie erzählt wird, auf viele Kilometer hinaus erstreckt. Es ist natürlich, daß unter solchen Umständen, trotz des Bc- mühens der Regierung, nach wie vor Alles zu vertuschen, eine nicht zu verbergende Erregung in der Bevölkerung Platz gegriffen hat. Ueber den Anschlag auf Gatschina wird mit gewohnter Beharrlichkeit geschwiegen." Wenn der Terro- rismus dem zarischen Despotenthum Kontreminen legt, so wirthschaftet er nur nach dem amtlichen Vorbilde der„aller- höchsten" Kresse, die mit Meuchelmord und Bomben als festen Faktoren ihrer Politik rechnen.— Russische Eroberungspläne. Wenn Rußland einen neuen Schritt nach Indien unternehmen will, wird eine sogenannte wissenschaftliche Forschungsreise unternommen, bei welcher die Wissenschaft dw Kouliffe bildet, die General- stäbler und die Kosaken aber die eigentlichen Akteure sind. So ist auch die neueste Nachricht, die in England richtig verstanden werden wird, aufzufassen, daß die kaiserlich russische geographische Gesellschaft eine wiffenschastliche Expedition nach dem westlichen China und nach Tibet für den kommenden Sommer eingerichtet hat.„Der Zar," heißt es,„spendete zu diesem Zweck« 30 000 Rubel."— Vsrkoinsckrrtthks«. Zum Züricher Weltkongreß der Sozialdemokratie. Die Mannheimer„Volksstimme" enthält folgende Zuschrift eines Genossen: „Seit langer Zeit ist schon das Bedürfniß vorhanden, der Jnternationalität der Bestrebungen der Sozialdemokratie einen für Jedermann klaren und verständlichen Ausdruck zu ver- schaffen. Eins der prakttschsten Mittel hierzu wäre unserer Ansicht nach der Vorschlag, der seiner Zeit von einem unserer Genossen auf dem Brüsseler Kongreß gemacht und von den gesammten Delegirten Deutschlands in der Sektionssttzung einstimmig an- genommen wurde, nämlich der, daß der erste Theil der Pro- gramme der sozialdemokratischen Parteien aller Länder, der unsere Bestrebungen in Bezug auf die nothwendige wirthschaft- liche Umwälzung klarlegt— da die Ziele der Sozialdemokratie in allen Ländern dieselben sind— den gleichen Wortlaut haben soll. Diesem für alle Länder gemeinsamen Theile des Programms in Betreff unserer Endziele, kann— je nach dem Bedürfniß eines jeden Landes— ein zweiter Theil, der die politischen Forderungen der Sozialdemokratie eines jeden Landes an die gegen- wärttgen Staaten enthält, hinzugefügt werden, der für alle Länder heut zu Tage verschieden sein muß, weil die Verfassungen der einzelnen Staaten verschieden sind und das eine Land oft Vieles besitzt, was für die anderen Länder noch zu erstreben ist und darum in den politischen Theil des Programms aufgenommen werden muß." Die Angelegenheit wird unzweifelhaft auf unserem deutschen Parteikongreß in diesem Herbste zur Sprache kommen. Eme Aenderung unseres Programms, das erst voriges Jahr in der jetzigen Form festgestellt ward, ist unthunlich; aber bei dem überall vorhandenen Bedürfniß nach engerem Anschluß wird der Wortlaut des allgemeinen Programmtheils in den verschiedenen sozialdemokratischen Programmen ein immer gleichförmigerer werden— jede neue Programmfassung wird zu einer größeren Gleichförmigkeit führen. Der nächste internationale Kongreß kann da Manches thun. Nur läßt sich die Sache nicht über- stürzen. »» Unter de« Klerikalen in Elsaß-Lothringen scheint die Maifeier ganz besondere Konsusion angerichtet zu haben' Schrieb da der„ E l s ä s s e r", ein klerikales Straßburger Blatt' folgenden Unsinn: „Die sozialdemokratische Maifeier ist in Deutschland fast überall recht wässerig verlaufen. Trotz aller große» Worte der sozialdemokratischen Presse hat die Kundgebung für den Acht- stundentag der„Bourgeoisie" wenig imponirt, noch weniger Angst eingejagt." Der ebenfalls klerikale und ebenfalls in Straßburg erscheinende „Volksfreund" sagte dagegen: „Der l. Mai ist vorüber und die Völker(?), von Furcht ergriffen, athmen auf.... Polizei und Armee waren marschbereit, aufgestellt an allen bedrohten Orten, und sie hatten Befehl,, mit äußerster Strenge jede Un- ordnung niederzuschlagen." Hoffentlich einigen sich die beiden ultramontanen Blätter bis zur nächsten Maiseier über eine etwas gleichartigere Bericht- erstattung. «» Todtenliste der Partei. �Zn S t r a ß b u r g i. E. starb der Schuhmacher Karl N a u m a n n.— In K o b l e n z nach 18 monat» lichem Krankenlager der aus Breslau gebürtige Drechsler Fritz Hanke. In Mannheim verschied im Alter von 33 Jahren der Privatier August H a i n z, früher Besitzer der dortigen Einhorn- Apotheke. Er war ein treuer Freund der Sozialdemokratie.— In Leipzig schied am Donnerstag Abend Genosse Franz Kühn, 42 Jahre alt, aus seinem kampfbewegten Leben. Seit einer langen Reihe von Jahren kannte er kein besseres Streben als die Entfaltung der regsten Thätigkeit für unsere Partei. In Hamburg, Bant-Wilhelmshaven und zuletzt in Leipzig wurde er in Vertrauensämter gewählt und überall erwies er sich des Vertrauens würdig.(Wiederholt, da gestern an eine salscho Stelle unseres Blattes gerathen.) Für den Inhalt der Inserate überNeue Welt, Bergschloss- Brauerei Hasenhaide. Heute, Sonntag: 22b Große Versammlung nimmt die Rebation bem Wublikum on 4 hr Concert u. Spezialitäten- Vorstellung des 3. Berl. Reichstags- Wahlkreises gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 15. Mai. Opernhaus. Der Trompeter von Sättingen. Montag: Der Ring des Nibelungen. Götterdämmerung. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans. Montag: Die Weisheit Salomos. Berliner Theater. Dorf und Stadt. Montag: Nora. Leng- Cheater. Die Rameliendame. Montag: Die Großstadtluft. Wallner- Theater. Ehrliche Arbeit. Residenz- Theater. Firma Rondinot. Montag: Dieselbe Borstellung. Friedrich- Wilhelmtädt. Theater. Das Sonntagskind. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Die Ulanen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Montag: Dieselbe Borstellung. Bellealliance- Theater. Der Günst ling. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Die Maccabäer. Montag: Diefelbe Vorstellung. Oftend- Theater. Berlin unter Wasser. Montag: Dieselbe Vorstellung. Feenpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Nachm. ab: WF Auftreten von Puppen- Theater. Volksbeluftigungen aller Art. 3 Rutschbahnen. Im grossen Bal- champêtre: Cavalier- Ball. im am Dienstag, den 17. Mai, Abends 81/2 Uhr, Lokale ,, Märkischer Hof", Admiralstrasse 18 d. Tages- Ordnung: Großes Brillant- Feuerwerk technitz& Bau. Ch. Glocke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Entree 25 Pfg. Hasenhaide, Th. Keller's Hofjäger, Bergmann- Straßen67/12 Heute, Sonntag, den 15. Mai 1892: Grosses Militär- Konzert von der Regim.- Rapelle des 3. Garde- Regim. zu Fuß unter Leitung des Königl. Musikdirigenten Herrn C. Arnold. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf.( im Vorverkauf 10 Pf. 1. Vortrag über:„ Die Entwickelung des Eigenthums." Referent Herr Um zahlreichen Besuch bittet 399/12 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein = Im großen Saale für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Ball. A. Frölich. Die Kaffeeküche ist den geehrten Herrschaften täglich geöffnet. Schloss Zum Sternecker. Weissensee. Heute, Sonntag, den 15. Mai 1892: Zwei E Ballonfahrten mit Fallschirm- Absturz Erstes Auftreten der Fallschirm- Dame Bertha Carell- Grossmann. Abschiedsfahrt des Herrn Lattemann mit seiner neu erbauten Mongolfière. 2425 L Abfahrt um 6 und 6/2 Uhr. ERF Concert: Garde- Dragoner. Ball. Volksbeluftigungen. Anfang des Concerts 4 Uhr. Entree 50 Pf. Rud. Sternecker. gempale per Brauerei Gambrinus, Actiengesellschaft, Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Dienstag, den 17. Mai, Abends 8 Uhr, in, Knebel's Salon", Badstrasse No. 581 Dersammlung. Tages- Ordnung: 1. Die politische Lage. Referent: Dr. Bruno Schönlank. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes. 4. Fragetaflen. Gäste willkommen. Der Vorkand. Mitglieder, welche noch im Befih von Billets zum stattgehabten Stiftungsfeste sind, wollen solche schleunigt abrechnen, da in dieser Versammlung die Schlußabrechnung des Komitees erfolgen soll. Gr. öffentliche Versammlung aller in der [ 424/2 Gold- n. Silberwaarenbranche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen und verwandter Berufsgenossen am Dienstag, den 17. Mai 1892, Abends 81/2 hr, in ,, Feuerstein's Lokal", Alte Jakob- Strasse No. 75. Tagesordnung: Brauerei Gambrinus, Actiengesellschaft, bene. Mufnahme neuer Witglieder. liefert von heute ab: Charlottenburg Gambrinus- Versandbier [ 2411L die Tonne mit 23 Mark. Bestellungen werden von der unterzeichneten Brauerei, sowie deren Bierfahrern entgegengenommen. Fernsprech Anschluß Nr. 27, D Castan's Brauerei Gambrinus, Actiengeſellſchaft, Gharlottenburg. Panoptikum. Friedrichstraße 165a, Ecke Behrenstraße. 1. Bortrag des Herrn Roland über Robespierre". 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten der Berliner Streit Rontrollkommission. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen und Kolleginnen ersucht 183/9 Die Agitations- Kommission. Verein der Lithographen, Steindrucker u. Berufsg. Deutschlands. Dienstag, den 17. Mai, Abends 8% Uhr: General- Versammlung sämmtl. Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen in Philipp's Salon( früher Stein), Rosenthalerstraße 38. Tagesordnung: Raeke's Bierhaus und Garten, 4. Bericht und Neuwahl der verſchiedenen Kommiſſionen. 5. Verschiedenes. 1. Geschäftliches: a) Kaffenbericht; b) Jahresbericht. 2. Wahl der Lokalverwaltung. 3. Beschlußfassung über die fernere Geftaltung unferer Filiale. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser wichtigen Versammlung Allen Genoffen, Freunden und Bekannten empfehle mein vollständig zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 446/13 Die Verwaltungen. renovirtes Restaurant. Große Vereinszimmer jeden Abend frei. Gute Speisen und Getränke. Bis 1 Uhr Nachts geöffnet. Riesin und Puppen- Fee 2417L] Aama, Langestraße 65. I Gustav Tempel, Langestraße 65. Treptow Buch- und Papier- Arbeiterinnen. Restaurant Karpfenteich. Verein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben Jeden Sonntag: Tanz. beschäftigten Arbeiterinnen. Versammlung Kaffeeküche täglich geöffnet. An den Wochentagen für Vereine. Hochzeitgesellschaften 2c. jederzeit zur Verfügung. Zu recht zahlreichem Besuch am Donnerstag, den 19. Mai, Abends 8 Uhr, im Rest. Feuerstein, 16 J. alt, 9 F. groß. ladet ergebenst ein Prinzeß Pauline, 7569 Otto. 66 Treptow. ,, Park- Schloss" Kümpel's Restaurant Park- Schloss Arbeitsnachweis. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 ihr ab. Grösster Garten. 10 Segelbahnen. Tany. Jeden 16 Jahre alt, 40 Zentimeter groß. Alte Jakobftraße 75. Zagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Wolf: Die Gefchichte ber Ehe und die Stellung der Frau in der Gegenwart." 2. Bericht über den 407/7 Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Am Sonntag, den 22. Mai: Ausflug nach dem Grunewald. Abfahrt vom Potsdamer Bahnhof Nachm. 2 Uhr. Treffpunkt für Nachzügler: Kurfürstens Jeden Sonntag: Tanz. Garten in Halensee; daselbst von 3 Uhr ab großes Kaffeekochen. Da der strasse. Kaffeeküche. Kegelbahnen. Buchbinder- Männerchor feine Betheiligung zugesagt hat und der Vorstand für ParkSonntag: Frei- Konzert. 2301 L Passage- Treptow. Panopticum. Bade's Volksgarten. Vorzügliches Weiß- u. Bairiſd- gute Unterhaltung Sorge trägt, wird um zahlreiches Erscheinen ersucht. D. 0. Mann An der Verbindungsbahn. Treptow. Köpnicker Landstrasse. Freie Vereinigung sämmtlicher in der Papier- Industrie mit Steinkopf und Pigmy Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. 2302L ff. Lagerbier 0,4 Lit. 15 Pf. Münchener 0,4 2it. 20 Pf. 6 Kegelbahnen. W. Jacob. v. Stanley- Zwergvolk. Treptow. 10-1 5-9 Uhr. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert mit humoristisch. Vorträgen. Großer Frühstücks- u. Mittagstisch fowie 6 Billards, 3 Regel bahnen und 2 Sale. F. Sodtke. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L Welt- Restaurant ACTIEN- BRAUERE RIEDRICHSHAIN beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Grosse Versammlung B B. Zornow's Restaurant, Neue Krug- Allee. am Dienstag, den 17. Mai da. Is., Abends präzise 8 Uhr, im Kegelbahnen, Kaffeeküche, Tanz- Salon.[ 2412L AktienGenossen empfehle mein Lokal, große und kleine Vereins: Brauerei immer mit Piano, fowie 2 KegelFriedrichs- bahnen stehen zur Verfügung.[ 27676 G. Leichnik, Königsbergerstr. 24. hain Parteigenossen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be such. Vereinszimmer als Zahlstelle für 40 Personen. Edmund Renter, am Königsthor. Heute, Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert W. Böhme. Anfang 4/2 Uhr. Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich Märkischer Hof, 21812 Lokale des Herrn Scheffer, Inselstraße 10. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn über: Die neue GewerbeOrdnung und Fabrik- Ordnungen. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl zum Arbeitsnachweis. 4. Verschiedenes und Fragetaften. Da die Tagesordnung von hohem Interesse ist, so wird es jedem Mit gliede zur Pflicht gemacht, pünktlich zu erscheinen. Gäste willkommen. 267/3 Der Vorstand. Gr. öffentliche Versammlung Swinemünderftr. 45. der Mäntelnäherinnen, Bügler u. Stepper Restaurant Wilhelmsberg, vor dem Landsberger Thor. Empfehle meine neu renovirten Räume für Gesellschaften, namentlich Kirchhofs Besuchern bestens. Jeden Sonntag Ball. Die Kaffeeküche ist von M admiral- Straße Nr. 18c. 2 Uhr ab geöffnet. Jeden Sonntag und Mittwoch im großen Spiegel- Saal: Großer Ball. Anfang Sonntags 4 Uhr, ittwochs 8 Uhr. Ende 2 Uhr. Herren, die SonnG. Trinkaus. 186 am Montag, den 16. Mai, Abends 8/2 Uhr, in ,, Hoffmann's Festsälen", Oranien- Strasse No. 180. Tages- Ordnung: 1. Vortrag von Frl. Wabnik. 2. Diskussion. 3. Lohn- und Werk stellenverhältnisse in der Mäntelbranche. Zu zahlreichem Erscheinen fordert auf 179/20 Die Agitations- Kommission. Schöneberg. Flaschenbier- Kellerei Montag, 16. Mai, Abds. 8½ Uhr, in der Schloßbrauerei zu Schöneberg: Große öffentliche Versammlung F. W. Hilsebein 63 Andreasstrasse 63. Telephon- Amt VII 5366. tags am Tanz theilnehmen, zahlen nur der Berliner Weissbier- Brauerei vorm. 50 Pf. im Abonnement. Empfehle meinen Saal zu Sommernachts- Bällen, Hochzeiten und Versammlungen. Der 1. und 3. Pfingstfeiertag ist noch an Vereine zu Heute und folgende Tage: vergeben. 3 Vereinszimmer mit Piano auch Sonntags zur Verfügung. 2352L Dresdenerstr. 97. Auftreten der 1. bayr. Jodler, Konzertfänger Restaurant ,, Zukunftsstaat", Vereinszimmer, 30-40 Pers. fassend, und Schuhplattler- Gesellschaft Kaftanien- Allee 35. 2169L M. Jacob Damhofer. mit Piano, noch einige Abende an VerErste Abtheilung der Koschat'schen eine, auch zur Zahlstelle, zu vergeben Sänger rangers und Komponisten Sen. Kammerfängers Hrn. Thomas Koschat. Anfg. Wochentags 71 Uhr, Entr. 15 " Sonntags 6 Uhr, Entree 30 Pf. Meine Deftillation, Fennstr. 15, Seeschlößchen Reinickendorf. Jeden Sonntag: 2161L Gr.Ballim Parquettsaal wozu ergebenst einladet Böttcher. will ich Umstände halber sogleich oder Vereinszimmer ist zu verg. Feilner, per 1. Juli verkaufen. 10b 40 Fl. reines Weißbier 3 Mark. Nordhäuser Korn Ltr. 60 Pf. Rum, Arac, Cognac 1 Mark. Brauer& Grützmann, Großdestillation, 63 Andreasfstraße 63, 17 Putbuserstraße 17. Reste. Bustin Baben- toen, po Herren- u. Knaben- Anzüg. Dav. u. Paletotstoffen, pass. mentuche i. d. neuesten Farben zu Capes, Regenmänteln u. Jaquets, Gloria zu Staubmänteln, Blousen u. Jupons empfiehlt billigst E. Sommerfeld, Sepetit. 1, am Spittelmarkt. des Arbeiter- Bildungsvereins für Schöneberg und Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag über die Tattit der Sozialdemokratie. Referent: G. Behrend. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Arbeiter Schönebergs, tretet alle dem Verein bei und zeigt, daß wir feinen evangelischen Männerverein in Schöneberg brauchen. 108/17 Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Sonnabend, den 21. Mai 1892: Gr. Vokal- n. Instrumental- Konzert arrangirt vom Sozialdemokratischen Agitations- Berein ,, Lassalle" 452/6 in Krösche's Gesellschaftshaus, Fichtestrasse No. 29 unter gütiger Mitwirkung der Männer- Gefangvereine St. Urban und Schildhorn und des Romifers fowie des Gesangs Max Schönberg one Emil Keill. Humoristen Anfang 8 Uhr. Das Comité. 582M ftraße 10 bei Schumacher. Verantwortlicher Redakteur: Angust Enders in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW', Beuthstraße 2. Entree 30 Pf. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 113. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Sonntag, den 15. Mai 1892. 9. Jahrg. gehoben. Ihre Heranziehung zur Einkommensteuer geschieht vom Unfug zu verhüten, wenn sie niemals auf solche Gerüchte Gewicht 1. April 1893 an." legen, sondern nur auf die Meinung der Gesammtheit achten, die Finanzminister Miquel: Wenn das Gesetz scheitert, bleibt stets durch unsere Presse auch rechtzeitig zur Geltung kommen die dem Abg. Rickert so verhaßte Steuerfreiheit bestehen.( Sehr wird." 64. Sigung vom 14. Mai. 11 Uhr. richtig! rechts.) Wollte es die Staatsregierung auf eine Slage Wir haben diesen Worten unseres Bruderorgans nur noch Am Ministertische: Miquel und Kommissarien. antommen lassen, so würde sie in den Verdacht frivolen Pro- hinzuzufügen, daß ferner die Gesammtheit der Arbeiter eines Ortes verpflichtet ist, vor Verhängung des Boykotts über eine In der Gesammtabstimmung wird die Novelle zum Berg- geffirens kommen. gefet von 1865 einstimmig endgiltig angenommen. Abg. Meyer- Berlin( dfr.): 1891 wäre der geeignete Beit- Firma sich über das Bestehen der behaupteten Umstände, die den Die Vorlage, betreffend die Aufhebung von Stol. punkt gewesen, gegen die Vorrechte der Standesherren ein- Boykott erheischen würden, auf das allergenaueste zu informiren, gebühren für Taufen, Trauungen und firchliche Aufgebote in suschreiten. Ich habe damals dem Hause nicht angehört, mache in fachlichster Weise das Für und Wider zu erwägen und, wenn der evangelischen Landeskirche der älteren Provinzen der Mon- aber fein Hehl daraus, daß ich gegen das ganze Einkommen unter Beobachtung der forgfältigsten Untersuchung, die man jedem archie, in der evangelisch- lutherischen Kirche der Provinz Steuergesetz gestimmt haben würde, schon aus dem Grunde, weil Angeklagten schuldet, so verfahren und die wirkliche Schuld der Schleswig- Holstein und in der evangelisch- lutherischen es diese unberechtigten Enschädigungen gewährt. Ich beuge mich Firma unzweifelhaft festgestellt ist, dann den Boykott mit aller Kraft und Zähigkeit fortzuführen, bis der Sieg errungen ist. Kirche der Provinz Hannover, werden in dritter Berathung vor einer einmal durch das Gesetz gefallenen Entscheidung. ohne Debatte gegen die Stimmen der Freifinnigen angenommen. Abg. Bödiker: Die völkerrechtliche Grundlage der SteuerPolizeiliches, Gerichtliches zc. Es folgt die zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend freiheit ist gar nicht zu bestreiten. die Aufhebung der Befreiung von ordentlichen Abg. v. Limburg- Stirum( t.): Was das noblesse oblige-Wegen Beleidigung von Mitgliedern der bewaffneten Personalsteuern gegen Entschädigung. anbetrifft, so liegt es durchaus nicht in der Pflicht edler Ge- Macht wurde der Schuhmachergehilfe E. Weber sinnung, auf wirkliche, wohlerworbene Rechte zu verzichten, wo Dresdener Amtsgericht zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt. Der der andere nicht arm, sondern wohl in der Lage ist, Entschädi- Angeklagte befand sich am 1. März in der Schumann'schen gung zu zahlen. Schankwirthschaft in der Kamenzerstraße und unterhielt sich mit einem anderen Gast über Soldatenmißhandlungen. Dabei soll er die Aeußerung gethan haben:„ Die 18jährigen Jungen, welche in Marienburg als Unteroffiziere ausgebildet werden, find zum größten Theil schuld an den Soldatenmißhandlungen." Zwei Unteroffiziere, die in der Nähe saßen, fühlten sich dadurch beleidigt und veranlaßten die Stellung des Strafantrages. Neben der Geldstrafe wurde den Beleidigten noch das Recht zugesprochen, den verfügenden Theil des Urtheils in der Schumann'schen Schankwirthschaft öffentlich auszuhängen. Durch die Vorlage wird die den Häuptern und Mitgliedern der Familien vormals unmittelbarer deutscher Reichsstände, nämlich dem Fürsten zu Bentheim- Steinfurt, Salm- Salm, SaynWittgenstein- Hohenstein, Isenburg- Birstein, Isenburg- Büdingen und den Grafen zu Stolberg- Stolberg, Isenburg- Büdingen, Stolberg- Roßla und Solms Rödelheim zustehende Befreiung von Personalsteuern gegen Zahlung des 13/3 fachen Betrages aufgehoben. 9 Abg. Rickert( dfr.): Wir haben unsere ablehnende Stellung gegenüber diesem Entwurf bereits wiederholt gekennzeichnet. Die Kommissionsberathung hat uns noch weniger Appetit gemacht, zu Gunsten einiger Mitglieder der hohen deutschen Aristokratie irgend etwas von den Rechten des Staates zu vergeben. Dieselben haben ihrem hohen Stande keinen Dienst erwiesen durch die Art und Weise, wie sie ihr angebliches Privilegium den Steuerzahlern in Preußen gegenüber mit allen Mitteln aufrecht zu erhalten bestrebt sind. Wenn diese Herren Ansprüche an den Staat zu haben glauben, mag man sie einfach auf den Weg der Klage verweisen.( Sehr richtig! links.) So verfährt man init Jemand, der in einem Verfassungsstaat vollständig gegen die Tendenzen der heutigen Beit glaubt noch heute auf Steuerprivilegien, auf welche in anderen fonftitutionellen Staaten fogar gekrönte Häupter verzichtet haben, Ansprüche machen zu können. Wir werden für diese Sache nicht einen Pfennig bewilligen. Geh. Finanzrath Wallach: Die Regierung ist in Uebereinstimmung mit den Verhandlungen dieses Hauses bemüht gewesen und wünscht mit den Reichsunmittelbaren zu einer VerAbg. Lieber: Die staatsrechtliche Grundlage der in Rede stehenden Rechte ist über alle Zweifel erhaben. Abg. Sattler( nl.): Unsere Besprechungen hatten den er freulichen Erfolg, daß nach meinen Deduktionen die Freifinnigen nur in der zweiten Lesung gegen die Vorlage stimmen, in der dritten Lesung aber, wenn ihr Antrag abgelehnt sein wird, dafür sein wollen. Abg. Rickert: Die Motive des Einkommensteuer Gesetzes fagen ausdrücklich, daß die Aufhebung ohne Entschädigung im Wege der Gesetzgebung an sich formell rechtlich zulässig sei; das genügt mir vollkommen. Damit schließt die Diskussion über§ 1, der demnächst angenommen wird, ebenso§§ 2 und 3. Bu§ 4, welcher die Entschädigungen auf den 13/ s fachen Betrag der Steuer festsetzt, bemerkt Abg. Sattler, daß er, um die Annahme dieses Sahes mit möglichster Ginmüthigkeit zu erreichen, seinen in der Kommission gestellten Antrag, nur das 9,067 fache zu gewähren, nicht wieder holen will. Abg. Bödiker( Zentrum) weist darauf hin, daß in der Kommission nicht nur Anträge auf Erniedrigung des Entschädigungsfabes, sondern auch solche auf Erhöhung desselben gestellt feien, daß aber die Kommission sich schließlich für die goldene Mittelstraße der Vorlage entschieden habe. vom In Waldenburg in Schlesien stand am 10. Mai der dortige Genosse Pischel vor der Strafkammer, um sich wegen verantworten. Majestätsbeleidigung zu Die angeblicher inkriminirten Worte, welche Genosse Pischel gesagt haben sollte, wurden aber nicht als Beleidigung, sondern nur als Kritik aufgefaßt und deshalb erfolgte Freisprechung. Genosse Pischel mußte nicht blos bekennen, zu welcher Religion, sondern auch zu welcher politischen Partei er gehöre. Die Vertheidigung führte Rechtsanwalt Landsberg aus Schweidnih. Lokales. ständigung über die Grundlagen der zu gewährenden§ 4 wird genehmigt, desgleichen der Rest des Gesetzes. Zu der heute in den Arminhallen stattfindenden Abg. Graf Limburg- Stirum hat folgende Resolution Entschädigung zu kommen. E3 handelt sich dabei um schwierige Rechtsfragen, deren Studium die lange Dauer der beantragt:" Die Regierung aufzufordern, zu erwägen, ob aus Landeskonferenz für die Provinz Brandenburg heißen wir die herzlich willkommen, in der Voraussetzung, daß ihre Arbeiten Im Oftober wurden mit den Vertretern der hauptsächlich be- Sayn- Wittgenstein- Berleburg Entschädigungen für die frühere und Berathungen vom besten Erfolg getrönt sein mögen. Wir Berhandlungen erklärt, welche unausgesetzt betrieben wurden. Billigkeitsgründen den Familien Bentheim- Tecklenburg- Rheda und aus Wahlkreisen der Provinz erscheinenden Delegirten hierdurch theiligten Familien auch mündliche Verhandlungen angeknüpft, von ihnen genossene Befreiung von ordentlichen Personalsteuern hoffen und wünschen, daß der Zweck der Konferenz: die und dabei wurde schon in einer vorläufigen Darlegung der zu gewähren sein wird." Agitation in den Provinzstädten und namentlich auf dem Lande, finanziellen Grundsätze der zu vereinbarenden Entschädigung Abg. Graf Limburg- Stivum( t.) spricht für, Abg. Meyer- sowie das Zeitungswesen zu regeln, nicht nur für die Brandenburger fonstatirt, daß man zu einer Verständigung über den zu zahlenden Berlin( dfr.) gegen die Resolution, ebenso Abg. France( ntl.). Satz voraussichtlich nicht kommen werde, und man mußte sich Finanzminister Miquel erkennt die Gefühle des Grafen Genossen, sondern für die gesammte Partei dahin führen möge; daß bei der nächsten Reichstags- Wahl nicht nur ein erheblicher flar machen, bis zu welchem Punkte die Regierung gehen zu Limburg als berechtigt an, bittet jedoch die Resolution nicht an- Stimmenzuwachs, sondern weitere Wahlkreise uns zufallen. Möge fönnen glaubte. Danach sind den Herren die entsprechenden zunehmen. ein Jeder der Theilnehmer von dem leitenden Gedanken und Borschläge unterbreitet; wie aus der Rechtsverwahrung hervor Nachdem noch die Abgg. Lieber und Graf Limburg- Stirum Bestreben beseelt sein, daß durch einmüthiges Zusammenhalten geht, würden weitergehende Verhandlungen zu feinem ersprieß für die Resolution gesprochen, wird dieselbe gegen die Stimmen ichen Resultat, sondern nur zu Verzögerungen geführt haben. Der Konservativen und einiger Freifonservativen abgelehnt. Die und thatkräftiges Wirken Aller uns um so eher der Sieg wird! Wieder eine geistige Waffe" gegen die böse SozialAbg. Bödiker( 3.): Dem Standpunkt des Abg. Rickert eingegangene Petition wird durch die gefaßten Beschlüsse für erdemokratie ist in den letzten Tagen entdeckt worden. Und zwar gegenüber muß ich betonen, daß die Ansprüche der reich unmittel- ledigt erflärt. Schluß 134 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr. find es die biederen Pfahlbürger des lieblichen Städtchens Rathenow, Jaren Herren nicht auf landesgesetzlicher, sondern auf historisch gewordener, staatsrechtlicher, ja, so zu sagen auf völkerrechtlicher( Dritte Berathung der Landgemeinde Ordnung welche das Verdienst für sich in Anspruch nehmen können, den Brundlage beruhen, also auch nicht durch landesgefeyliche Akte für Schleswig- Holstein, der Vorlage wegen Ent- lehten Nagel zum Sarge der Sozialdemokratie geliefert zu haben. schädigung der Reichsunmittelbaren, Peti Der Turnverein von, auf und zu Rathenow hat nämlich mit 67 fo einfach beseitigt werden können. 0 tionen.) Parteinachrichten. gegen 32 Stimmen eine Resolution angenommen, nach welcher Mitglieder des sozialdemokratischen Wahlvereins nicht zugleich Mitglieder des Turnvereins sein können! K Finanzminister Miquel: Der Vorredner hat den Standpunkt, den man der Vorlage gegenüber einnehmen muß, ganz richtig dargestellt. Abg. Rickert steht auf einem für die RegieWir sind über die internen Angelegenheiten des patriotischen ung, wie für das Haus gleich unmöglichen Standpunkt. Ganz Inrnvereins in Rathenow nicht genügend unterrichtet, um be abgesehen vorläufig vom neuen Einkommensteuer- Gesez, erkannte urtheilen zu können, welche Tragweite diese schwerwiegende die Regierung 1815 an, daß die betreffen Resolution für das Blühen und Gedeihen Rathenows im den Häuser Personalsteuer Freiheit genießen. Was theilUeber einen ungerechten Boykott, mit dem unbekannte Speziellen und für die Weiterentwickelung der Welt im Allgemeinen weise auf Verträgen, theilweise auf ausdrücklich ertheilten Personen privater Weise eine Kieler Brauerei zu schädigen suchten, haben wird. Ein trauriges Zeichen der Zeit scheint es uns Privilegien, theilweise sogar auf res judicata beruht, das soll wird der sozialdemokratischen wird der sozialdemokratischen Norddeutschen Volksstimme" ge- aber zu sein, daß eine derart welthistorische Bedeutung nicht einvon nun an einfach nicht mehr existiren? Wie kann man das schrieben:" In recht frivoler Weise und anscheinend aus unsau- stimmig gefaßt wurde. Diese 32 Opponenten scheinen ja von jagen, wie kann man die Herren auf den Rechtsweg verweisen? beren Gründen ist von bisher noch nicht ermittelten Personen dem frivolen Gedanken angekränkelt zu sein, daß die Politik Das thut man doch nur, wenn man ein beanspruchtes Recht be- über das von der Schloßbrauerei gebraute Bier der Boykott zu eigentlich nicht in die Turnvereine gehöre! Sie waren natürlich streitet, wir aber erkennen das Recht der reichsunmittelbaren verhängen versucht worden. Schon vor einiger Zeit begegnete auf dem Holzwege. Es wird Niemand Wunder nehmen, Herren an. Die Frage, ein solches Recht durch Entschädigung man hier und da dem Gerüchte, auf der Schloßbrauerei sei den wenn das erhebende Beispiel der Rathenower Turnmenschen die abzulösen, ist durch das neue Einkommensteuer- Gesetz entschieden, Arbeitern der Lohn gekürzt und infolge dessen das Bier schlecht üblichen Konsequenzen nach sich zieht. Eine Berliner Lehrlingsder Standpunkt des Abg. Rickert ist nur möglich, wenn man geworden. Wir legten dem Gerücht wenig Gewicht bei, erstens Abtheilung irgend einer turnerischen Vereinigung wird den diese Bestimmung wieder aufhebt. fagten wir uns, ist den betreffenden Arbeitern ungerechtfertigter 15jährigen Klempnerlehrling Schulze ohne Gnade und Barm= Abg. Sattler( natl.): Meine Freunde werden für das Gesetz Weise der Lohn gekürzt worden ,. dann haben sie sich zunächst an herzigkeit auszuschließen haben, wenn er unpatriotisch und in einem Hause noch länger timmen in der Anschauung, daß, wenn es nicht zu Stande fäme, die hier in Kiel tagende Kontrollkommission aller Gewerk- unturnerisch genug ist, Die Steuerfreiheit der Reichsunmittelbaren einfach weiter fchaften zu wenden, damit diese sich vermittelnd der Sache zu wohnen, in welchem ein Exemplar des Vorwärts gehalten bestehen würde, da der betreffende Paragraph im Einkommen- annimmt. Nach eingezogenen Erkundigungen aber haben wir wird. Schließlich liest der Jünger Jahn's einen Artitel, er Steuer- Gesetz die Fassung erhalten hat, daß die Steuerfreiheit nur in Erfahrung gebracht, daß weder bei der Kontrollkommission, nimmt das sozialistische Gift in sich auf und um den Patrio nach dem Zustandekommen einer gefeßlichen Bestimmung auf- noch) bei dem Barteivorstande, noch bei irgend einer anderen tismus der ganzen Lehrlingsabtheilung ist's im Nu geschehen! gehoben werden kann. Ich muß es als irrthümlich bezeichnen, Arbeitertorporation Klagen über Lohnabzüge auf der Schloß Also deshalb Vorsicht, fort mit dem Zehrjungen aus dem Turnwenn der Abg. Bödiker behauptet, jene Steuerfreiheit beruhe auf brauerei laut geworden sind. Zweitens glaubten wir mit Recht verein. völkerrechtlicher Grundlage. Ich erkenne übrigens an, daß, nach annehmen zu dürfen, daß die tlaffenbewußten Arbeiter Kiels und Daß Rathenow bahnbrechend auf diesem Gebiet vorgegangen dem die Reichsunmittelbaren seit Jahrzehnten die Steuerfreiheit Umgegend nicht auf ein einfaches Gerücht hin sich den Geschmack ist, bringt der Stadt der großen Brillen und doch so furznoch genossen haben, ihnen dieses Privilegium nicht ohne Ent- an irgend einem Biere verderben lassen. Leider haben wir uns fichtigen Menschen unsere Anerkennung. Noch einige Dutzend schädigung genommen werden kann, bedaure allerdings, aus der hierin bis zu einem gewissen Grad getäuscht. Die betreffenden ähnlicher geistiger Waffen" und die Sozialdemokratie hat auch Rechtsverwahrung, welche die Herren gegen uns eingereicht haben, Vertreter der Schloßbrauerei sind bei uns darüber vorstellig ge- den Turnverein in Rathenow über den Haufen geblafen. Die nicht erkennen zu können, daß sie dem Wunsche des Grafen worden, daß sie in der ungerechtfertigtsten Weise durch ein voll- Annahme der oben mitgetheilten Resolution wird uns in und um Limburg- Stirum, die genossenen Wohlthaten als solche anzuständig aus der Luft gegriffenes Gerücht schon empfindlich ge- Rathenow eine ganze Anzahl neuer Rekruten zuführen. erkennen und nun auch ihrerseits keine übertriebenen Forderungen schädigt worden seien. Keineswegs sei ihrerseits ihren Arbeitern Zum Kapitel ,, Gleiches Recht für Alle". Vor Kurzem zu machen, nachgekommen wären. Ich komme zu dem Resultat: der Lohn gekürzt worden, vielmehr sei der von ihnen gezahlte eine Ablehnung des Gesetzentwurfs scheint mir nicht möglich, Lohn zum Mindesten ebenso hoch, wie die auf den anderen wurden mehrere unferer Genossen in Lichterfelde und Lantwis man muß eine möglichst gerecht bemessene Entschädigung ge- Brauereien gezahlten Löhne. Wir unsererseits haben nicht mit Strafmandaten bedacht, weil sie Schlafstellen vermiethet währen. die geringste Ursache, an der Nichtigkeit dieser Angaben hatten, ohne dazu vorher die Erlaubniß der gestrengen AmisAbg. Lieber( 3.): Von einem angeblichen Privilegium der zu zweifeln, so lange nicht der Gegenbeweis erbracht vorsteher eingeholt zu haben. Nachdem dies geschehen und die Reichsunmittelbaren fann hier gar nicht die Rede sein; diese ist, und tönnen solche Vorkommnisse nur um so mehr Strafen berappt, erschienen Beamte, um die in Frage stehenden Auffassung würde unserer Ueberzeugung nach den ganzen Rechts- bedauern, da in letzter Beit auch gegen Wirthe von bestimmten, Räume mit mathematischer Genauigkeit auf ihren Kubikinhalt zu boden aller öffentlichen Verhältnisse erschüttern. Es ist eine unbekannt gebliebenen Personen die Drohung ausgestoßen worden prüfen, und wenn in Ordnung befunden, war die Sache ab= blanke Unmöglichkeit für die Reichsunmittelbaren, wenn sie auf ist, man wolle dafür Sorge tragen, daß der Arbeiterverkehr von gethan. In einem Falle aber wurde einem Genossen das Verihrem Rechtsboden stehen bleiben wollen, auf ein Recht ihrer ihrem Lokale abgelenkt würde. Und dennoch hatten die elben miethungsrecht entzogen, weil der Eingang zur Schlafstelle anweiter nichts verbrochen, als diesen Leuten feine größeren Gaft- geblich nicht genügend separirt sei. Dagegen wäre nun nichts Familien zu verzichten. Abg. Graf Limburg- Stirnm( f.): Wir erkennen an, daß die rechte zugestehen zu wollen, als jedem anderen Gaste gegenüber. einzuwenden, denn Ordnung und Sitte muß eben sein; wir reichsunmittelbaren Herren ein positives Recht auf ihre Steuer- G3 fann und darf niemals von der Laune eines einzelnen Ju- erwarten nur, daß die behördlichen Organe auch da mit der freiheit haben, und sind nicht der Meinung, daß Staat und bividuums abhängen, einen ihm mißliebigen Geschäftsmann mit gewohnten Schnelligkeit und dem nöthigen Nachdruck vores nicht w00 Arbeiter find, Die sich solche Landesvertretung, wenn auch die Macht, ein innerliches Recht dem Zorne der Gesammtheit zu bedrohen. Wie oftmals haben gehen, besigen, ohne Entschädigung diese Steuerfreiheit abzuschaffen. wir schon mit Recht Maßregelungen unserer Arbeitskollegen Berstöße gegen Ordnung und Sittfamkeit zu Schulden Vor mehreren Wochen kam ein Trupp Abg. Rickert( dfr.): Wenn man die Rechte der Steuerzahler kritisirt, die oftmals auf den übelwollenden Bericht eines einzigen kommen lassen. beiderlei Geschlechts, aus Polen und Galizien wahren will, fann man unmöglich wünschen, daß die Reichs- Beamten zurückzuführen waren. Deshalb wüssen wir es mit um Arbeiter, unmittelbaren von der Regierung bei den Verhandlungen zarter so viel größerer Vorsicht zu verhüten suchen, daß seitens der Ge- stammend, in Lichterfelde an, um von einem Unternehmer zu behandelt worden wären. Ob es zu viel verlangt ist, daß sie schäftsleute uns derselbe Vorwurf gemacht werden kann. Kein Streckenarbeiten an der Anhalter Bahn verwendet zu werden, auf diese Steuerfreiheit verzichten, das ist Sache des Gefühls. Arbeiter ist berechtigt, ohne das Urtheil der Gesammtheit, im trotzdem, nebenbei gesagt, nicht nur die Straßen Berlins fondern Wenn auch der Nermste zu den Steuern beitragen muß, so heißt Namen der Arbeiter einem bestimmten Geschäftsmann eine auch Lichterfelde von Arbeitslosen wimmelten. Nicht weil sie es: noblesse oblige, daß auch die Standesherren aus ihrem Schädigung in Aussicht zu stellen oder gar zu veranlassen. Wer billiger, sondern mehr arbeiten, diefe Polen, hatte der Unterreichen Säckel etwas dazu beitragen und auf ihr Privilegium es dennoch thut, und zwar thut, um seinen persönlichen Groll nehmer geäußert, aber wir glauben, bei einem Lohn von 2,50 M. verzichten. Wir werden in dritter Lesung einen Gesezentivurf Luft zu machen, der treibt ein frivoles Spiel mit unserer Soli- für die männlichen und 1,60 M. für die weiblichen Arbeiter bleibt einbringen, in dessen erstem Paragraphen einfach steht:" Die den darität und Disziplin und ist der allgemeinen Verurtheilung für den Herrn immer noch ein ansehnliches Plus. Die Woh. Reichsunmittelbaren gewährte Bevorzugung wird hierdurch auf- würdig. Die Arbeiter haben es selber in der Hand, solchen nungsfrage feiner" Arbeiter scheint der Herr ohne cre Schwierigkeiten gelöst zu haben, wenigstens scheint die Behörde hauptungen entgegen? Warum tritt er nicht gegen die bös- 1 folche in diesem Falle nicht gemacht zu haben, denn eine Bude willigen Erfinder" auf? Die Geschäftsberichte des Herrn Steut aus Schaalbrettern ca. 7 Meter lang, 4 Meter breit und 3 Meter sind so unklar, daß man sich selbst einen Ueberblick kaum verhoch auf freiem Felde hingesetzt, bilden das Wohnhaus. schaffen kann; man sieht nicht einmal, was Herr Steuf für ſeine 3 Meter davon sind für Garderobe und die nöthigsten Wirthschafts- Geschäftsbemühungen selbst bezieht. Aus den Statuten ist nicht gegenstände refervirt, der übrige Theil des Hauses verbleibt als einmal ersichtlich, auf welche Weise der Verein sich seines Direktors Schlafraum für die aus 30 Köpfen bestehende Arbeiterkolonne. entledigen könne. Der Verein selbst ist Nebenwerk; wir haben Wir glauben, daß dieser Raum als Schlafstelle für Männer und das seit Jahren gezeigt, und die Mitglieder haben es sich selbst Frauen bei weitem nicht den polizeilichen Vorschriften genügt zuzuschreiben, daß sie dies nicht durchschauen wollen und sich noch und von einem separaten Eingang ist erst recht nicht die Rede, in der Vereinsthätigkeit abmühen. denn die Ruhenden liegen, immer 10, in einem Abstand von ca. 1 Meter über einander geschichtet. Die Luft, welche in diesem Schlafraume herrscht, ist, wie man sich denken kann, fürchterlich und nur der kräftigen Konstitution der an Entbehrungen gewöhnten Leute mag es zuzuschreiben sein, daß hier nicht an Haben die Lichterfelder Gendarmen, die doch bei anderen Gelegenheiten den größten Eifer an den Tag legen, von diesen Zuständen keine Kenntniß? Gerichts- Beitung. tammer des Landgerichts I. Der Schloffer Franz Ammer: Eine Revolveraffäre beschäftigte gestern die zweite Strafdick hatte sich wegen schwerer Körperverlegung zu verantworten. Es bandelte sich um einen Streit zwischen Militär und einem Zivilisten. Am Abende des 15. Nov. v. J. betraten drei Soldaten des EisenbahnRegiments das Wendler'sche Schanklokal in der Teltowerstraße. Die beiden dort bedienenden Kellnerinnen fetten sich sofort zu den neu eingetretenen Gäften und baten dieselben etwas zum Ein intereffantes Einbrecher- Trio hat Freitag Abend Besten zu geben. Während einer derselben für seine Nachbarin gegen 1/29 Uhr in der Butterhandlung von Lintow, Neander- ein Glas Gräger Bier bestellte, erwiderte ein anderer Sodat auf ftraße 28, eine Vorstellung" gegeben. Um diese Zeit drangen einen gleichen Wunsch der zweiten Kellnerin, daß sie gerne ein Glas zwei bis jetzt noch nicht ermittelte Einbrecher vom Hofe aus in Bier trinken möge, mit einem zweideutigen„ meinetwegen". Hierin den unter dem Laden gelegenen Vorrathskeller des Butter- erblickte das Mädchen eine Bestellung. Als es zum Bezahlen tam, geschäfts, wo sie sich zuvörderst an dort stehendem Bier gütlich weigerte der Pionier Wagner sich, das Bier für seine Nachbarin thaten und mehrere Flaschen davon ihrem im Hausflur Schmiere 34 zahlen, da er in dem Ausdruck meinetwegen" eine Bestellung stehenden Genossen überbrachten. Alsdann stellten sie sich vier nicht finden konnte. Bei der hierüber entstandenen AuseinanderNenes vom Vegetarianismus. In der letzten Beit ist Riiten mit Giern zur Abholung zurecht und nahmen zunächst zwei fegung mischte sich auch der im Lokale anwesende Angeklagte der Besuch der vegetarischen Speisehäuser in Berlin, die sich auch Stäse im Gewicht von 100 Pfd. und im Werthe von 100 m. an fich, hinein, indem er dem Soldaten fagte, er möge doch bezahlen und an Bahl vermehrt haben, ein ganz enormer. Man bekommt dort womit sie sich davon machten. Die Diebe, welche die Räse unver- berselben Truppengattung angehört und stets bezahlt, was er be dem Regiment keine Schande machen, er, der Angeklagte, habe in den Mittagsstunden oft kaum einen Platz. Wer nicht weiß, hüllt trugen, gingen in edler Dreiftigkeit an dem welches Geschäft er treiben soll, und noch ein bischen Kapital hellerleuchteten Laden vorüber und wurden hierbei von stellt habe. Ueber den Hergang des nun folgenden Auftritts hat, kann nichts Besseres thun, als eine vegetarische Speise- den beiden gerade start beschäftigten Verkäuferinnen beobachtet. standen sich die Zeugenaussagen so direkt gegenüber, daß auf Anstalt eröffnen; wo wäre sonst auch noch etwas zu verdienen? Gtwa 5 Minuten später paffirte ein Bewohner des Hauses Schmidt einer Seite ein Weeineid geleistet sein mußte. Die drei Soldaten Der starke Besuch dieser Speisehäuser erklärt sich wohl zum straße 10 den Hausflur dieses Gebäudes und bemerkte in der bekundeten übereinstimmend unter ihrem Eide, daß der Angroßen Theil aus der verhältnismäßigen Billigkeit der vegetarischen Thürfüllung einen jungen Menschen, der auf einem Schweizertäfe geklagte fofort einen Revolver hervorgezogen hatte, als Speisen. Auch vielleicht mit durch den Umstand, daß die ge- faß." Nanu, was foll denn das bedeuten?" frug erstaunt der die Soldaten sich jede Ginmischung seinerseits verbaten. wöhnliche Berliner Gasthausküche die Gemüse beinahe ganz Herr. Ich komm Ihnen wohl verdächtig vor?" lautete prompt Der Angeklagte habe dabei auf den ihm gegenüber stehenden fehlen läßt, so daß der Freund von Gemüsenahrung, auch wenn die Antwort." Jawohl", entgegnete der Herr, den Burschen Schritt vom Leibe, oder ich schieße!" Die Wirthin sei zwischen Pionier Duberke gezielt und gerufen: Bleiben Sie mir drei er dabei durchaus tein Gegner oder Verächter der Fleischkost ist, firirend. öfter oder seltener die vegetarische Küche aufsucht. Anderen ist stohlen!"" Die geradezu verblüffende Aufrichtigkeit des Diebes beide Personen getreten und habe den Angeklagten ersucht, im die Fleischnahrung vorübergehend ärztlich untersagt. Grund- veranlaßte den Hausbewohner, einen in der Nähe postirten Interesse des Friedens das Lokal zu verlassen. Der Angeklagte fäßliche Vegetarier find wohl die wenigsten Besucher der vege- Schuhmann auf den Einbrecher aufmerksam zu machen und deffen fei der Aufforderung gefolgt und die Sache schien erledigt. Nach tarischen Speisehäuser. Bei besseren Löhnen und billigeren Fleisch- Berhaftung zu fordern. Als aber der anfänglich zaubernde wenigen Minuten hätten die Soldaten auch das Lokal verlassen. preifen würde sich der Besuch und Verbrauch in den vegetarischen Beamte mit dem Herrn sich nach dem Hausflur begab, war der Als sie die Straße betraten, habe der Angeklagte hinter der Thür Stüchen wieder vermindern zu Gunsten der Fleischnahrung, der Dieb verschwunden. Die Kriminalpolizei, welcher sofort Meldung auf der Lauer gestanden und aus unmittelbarer Nähe auf ben ein stärkerer Verbrauch seitens der Arbeiter die Mehrzahl der gemacht wurde, fand an dem Thatort des Diebstahls ein großes zuerst hinaustretenden Pionier Gleinig einen Schuß abgeben in vegetarischen Küchen Speisenden besteht aus Arbeitern Stemmeifen, welches das Einbrecher- Trio gegen eine dem Butter- wollen. Der Schuß versagte. Die Pioniere hätten den Andringend zu wünschen wäre. händler 2. gehörige Nagel- Bange eingetauscht hatte. Die Polize ber Großbeerenstraße fast auf den Ferfen waren, habe der geklagten, der die Flucht ergriff, verfolgt. Als sie ihm in Mit der Erwähnung der Löhne und Lebensmittelpreise haben ist den Burschen bereits auf der Spur. wir aber einen Gefichtspunkt bezeichnet, den die Wortführer des Angeklagte sich umgedreht und einen Schuß auf den Pionier grundsätzlichen Vegetarismus gern hervorgehoben. Sie sagen, Vergiftet hat sich, nach Angabe der B. Pr.", am Donners: Gleinig abgefeuert. Derfelbe erhielt eine Verwundung an oder fagten wenigstens bisher, gern: Bei den niederen Löhnen tag früh der Kaufmann Julius Abrahamson. Er war etwa dem kleinen Finger der linken Hand. Nun habe dieser sein ist die billige vegetarische Küche eine Wohlthat, fie vermag den 60 Jahre alt und feit 30 Jahren Inhaber eines größeren Leder Seitengewehr gezogen und dem weiter Eilenden einen Schlag Ginklang im Budget herzustellen und so ist der Vegetarismus und Safflangeschäfts in der Holzmarktstr. 6/7. Das Geschäft versetzt, der indessen nur den Ueberzieher durchhieb. Gleich nichts Geringeres als die Lösung der sozialen Frage. Darauf ging in den letzten Jahren mehr und mehr zurück; Abrahamsohn darauf wurde der Angeklagte ergriffen. Eine ganz andere Dar ist hundert Mal geantwortet worden: einmal, daß die soziale fab sich in kurzem vollständig ruinirt, die Verzweiflung darüber stellung gab der Angeklagte von dem Vorfalle. Er behauptete, Frage die Frage der vollen Gleichberechtigung der Arbeiter ist, hat ihn zum Selbstmord getrieben. daß die Soldaten fofert nach feiner Einmischung mit gezücktem dann auch, daß billigere Ernährung leicht eine noch weitere ErFaschinenmesser auf ihn eingedrungen seien. Um sich zu wehren, niedrigung der Löhne herbeiführt. Die Lobredner des Vegetarismus Bezüglich der Wasserkatastrophe am Wendenschlößchen habe er ihnen den Revolver entgegengehalten und, rückwärts ebenso wie die der einzelnen Wohlfahrtsanstalten für Arbeiter bei Grünau hat die polizeiliche Untersuchung ergeben, daß der gehend, die Straße gewonnen. Die Soldaten feien ihm mit glauben diese damit zu empfehlen, daß sie den Kapitalisten zeigen, Unglücksfall lediglich durch das schnelle Fahren des Dampfers der blanken Klinge in der Hand gefolgt und deshalb habe er wie gut sich der Lohn der Arbeiter noch verkürzen lasse. Was" Hohenzollern" hervorgerufen worden ist. Obwohl der Dampfer sofort, ohne vorher einen Schußversuch gemacht zu haben, die fie aber den Kapitalisten empfiehlt, macht sie gerade den Arbeitern an der Grünauer Seite der hier über 150 Meter breiten feeartigen Flucht ergriffen. es die Vorgänge im Lotal verdächtig. Dahme fuhr, war der durch die Maschine verursachte Wellen- betraf, deckte sich die Aussage der Wirthin völlig mit schlag ein so bedeutender, daß bei der vierten in das Fährboot der des Angeklagten und die der Kellnerinnen lautete ebenfalls schlagenden Welle der Kahn bereits fant. Erst jest sprangen die zum Theil für den Angeklagten günstig. Der Staatsanwalt hielt Insassen von ihren Plägen und brachten dadurch den Nachen die Soldaten für glaubwürdig und beantragte gegen den An um fentern. Amtlich festgestellt ist nunmehr, daß nur zwölf geklagten eine Gefängnißstrafe von drei Monaten. Der GerichtsPassagiere in dem Fahrzeug gewesen sind und daß nur eine der hof hielt für erwiesen, daß die Soldaten erst ihr Seitengewehr felben das Opfer des Unfalles geworden ist. Die Leiche des Be- gezogen, nachdem der Angeklagte geschossen. Von Nothwehr könne treffenden, des Metalldrehers Schneider ist gestern nach Berlin feine Rede sein und fei deshalb nach dem Antrage des Staatsfiberführt worden. Uebrigens ist seitens der Staatsanwaltschaft anwalts erkannt worden. bereits die Untersuchung eingeleitet worden. Soweit Ueber die Genossenschafts Bäckerei für Berlin und Umgegend erfahren wir, daß dieselbe jetzt täglich 2000 Brote zu liefern im Stande ist. Dieses Quantum reicht aber nicht entfernt aus, um der starten Nachfrage entsprechen zu können. Durch Aufstellung mehrerer neuer Defen hofft man vom 18. Mai ab pie Produktion um täglich 1600 Brote steigern zu können. Die Arbeitsverhältnisse in der Genossenschafts- Bäckerei stehen im Gin flang mit den von den organisirten Bäckergesellen selbst aufgestellten Forderungen. Sonntags wird nicht gearbeitet. Der Die erste Straffammer des Landgerichts II verurtheilte Betrieb ist umschichtig, so daß Diejenigen, welche des Nachts ar Am Freitag Abend gegen 11 Uhr fand ein Wächter an gestern den Buchdrucker Wilhelm Werner wegen Aufreizung veiteten, am Tage frei haben, und umgefehrt. Der Lohn beträgt der Ecke der Stargarderstraße und Pappelallee zwei Kinder auf Grund des§ 130 des Strafgesetzbuches zu einem Monat Gefür alle Arbeiter, einschließlich Werkmeister, gleichmäßig 27 Wit. auf dem Bürgersteige liegend, einen Knaben, der noch Lebens- fängniß; bezüglich einer Anklage wegen Majestätsbeleidigung er Die Genossenschafts- Bäckerei besitzt 3 einspännige Fuhrwerke. Sie zeichen von sich gab, und ein viel jüngeres Mädchen, das fast folgte Freisprechung. Der mitangeklagte Zapezirer Schad liefert nur Brot und zwar reines Roggenbrot; dasselbe wird regungslos dalag. Die nähere Untersuchung ergab Folgendes: wurde wegen Beamtenbeleidigung zu 30 M. Geldbuße ev. 6 Tagen lediglich an Wiederverkäufer abgegeben. Da die Nachfrage seitens Im zweiten Stockwerke des Hauses Pappelallee 106 wohnt der Haft verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte gegen Werner wegen Der Wiederverkäufer eine überaus große sei, werden wir ersucht, auf dem Stadtbahnhofe Schönhauser Allee angestellte SchaffnerHelbig der Aufreizung 2 Monate Gefängniß und bezüglich der Majestäts dieselben darauf aufmerksam zu machen, sich bezüglich größerer mit seiner aus der Ehefrau, einem elfjährigen Knaben Paul und beleidigung selber Freisprechung, gegen Schack 50 M. Geldstrafe Lieferungen der genannten Bäckerei bis zur erwähnten Ber- einer acht Monate alten Tochter Anna bestehenden Familie. bez. 10 Tage Gefängniß beantragt. Dem Gendarmen Rettinger größerung des Betriebes zu gedulden. Bei den geringen Mitteln, Paul schlief in der hofwärts liegenden Küche auf einem Sopha, ist das Publikationsrecht zugesprochen. Mit Ausschluß der Kosten mit welchen das Unternehmen begründet wurde, konnte natur sein Schwesterchen in einem Kinderwagen. Die übrigen Wohn- der Majestätsbeleidigungsanflage haben die Verurtheilten sämmtgemäß die Betriebsanlage nur in verhältnißmäßig fleinem Um räume liegen nach der Stargarderstraße zu. Der Knabe, liche Kosten zu tragen. Die erwähnten Vergehen waren in den fange errichtet werden. der die Gemeindeschule besucht, hat seit furzer Zeit Spuren von Reden gefunden worden, welche die Herren Werner und Schack Verfolgungswahnsinn gezeigt. Gestern Abend verließ Frau in Bernau und Wilmersdorf Mitte vorigen Jahres gehalten haben. Helbig ihrer Gewohnheit gemäß bald nach 10 Uhr die Wohnung, Die Noth unter den Handlungsgehilfen tommt auch in bem Jahresbericht des Vereins der deutschen Kaufleute( der zum um ihren Mann abzuholen. Man vermuthet nun, daß der Eine Anklage wegen Sittlichkeitsvergehen führte gestern Verbande der deutschen Gewerkvereine gehört) zum Ausdruck. Knabe kurz vor 11 Uhr aus dem Schlafe erwacht, wieder vom den Zahnarzt Emil Kiefel vor die erste Straftammer des Während diese Kaffe von 1881 bis 1890 aufammen 48 874 M. Verfolgungswahnsinn befallen worden sei, in diesem Zustande Landgerichts I. Die Verhandlung wurde bei verschlossenen Thüren Kranken- und 1980 M. Begräbnißgeld zahlte, betrug allein im fein Schwesterchen auf den Arm genommen habe und mit ihm geführt. Aus der Urtheilsverkündigung ging hervor, daß der Jahre 1891 das gezahlte Strankengeld 15 778 Wt. und das Be- aus einem Fenster nach der Stargarderstraße zu hinausgefprungen Angeklagte fich eines unfittlichen Attentats gegen ein junges gräbnißgeld 525 M. Erkrankungen und Arbeitslosigkeit steigen fei. Er ist nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht Mädchen schuldig gemacht hatte, welches gweds einer Operation gleichzeitig und rufen sich gegenseitig hervor. Das freisinnige" worden, wo man wenig Hoffnung auf Wiederherstellung hegt. die Behandlung des Angeklagten aufgesucht hatte. Das Urtheil Austunftsmittel, zur Aufbringung der wachsenden" Lasten die Anna Helbig ist anscheinend auf den Knaben gefallen und scheint lautete auf zwei Monate Gefängniß. Wohlthätigkeit hochherziger Reichen" anzuflehen, wird wohl nicht minder schwere Verlegungen davon getragen zu haben. Sie ist lange die gewünschte Wirkung haben. in der elterlichen Wohnung geblieben. Zur Auslegung einer die Treppenreinigung betreffenden Bestimmung eines Berliner Miethsvertrages theilen die Blätter Die Fabrikation künstlicher Blumen bat gegenwärtig in Eine Selbstmörderin aus Rene. Am Bußtage besuchte für Rechtspflege" eine Entscheidung der 1. Siviltammer des Berlin einen gewissen Höhepunkt erreicht; fie liefert nicht nur das 19jährige Dienstmädchen Anna Sp. die in der Brunnenstraße Landgerichts 11 mit, welche von allgemeinerem Interesse ist. Ein fehr einträgliche Exportartikel, sondern sie lockt auch Lernbegierige wohnhafte Arbeiterfrau M. und erhielt von der Letzteren die Hausbesitzer hatte auf Ermission eines Miethers geflagt, welcher aus dem Auslande nach Berlin, welche hier in möglichst furzer Erlaubniß, bis Donnerstag Nachmittag bortselbst verbleiben zu eine parterre gelegene Wohnung nebst einem Boden- und Keller Zeit die Blumenmacherei erlernen, um diese Fabritation später dürfen. Am Morgen dieses Tages entfernte fich Frau M., um raum gemiethet hatte, weil derfelbe sich geweigert hatte, die zum in der fernen Heimath zu treiben. Die Wiege dieser gegen eine Besorgung zu machen, und diese Zeit benugte die Sp., um Boden und Keller führenden Treppen zu reinigen. Der Kläger wärtig bochentwickelten Industrie stand bis vor wenigen Jahren die Wohnung ihrer gütigen Gastfreundin auszuplündern und mit berief sich dabei auf einen Paragraphen des Miethsvertrages, in der Strafanstalt am Plößenfee. Die Blumenfabritation er ihrem weit über 100. betragenden Raube das Weite zu welcher bestimmte, daß die Treppen und Flure von den Miethern möglicht nämlich eine weitgehende Arbeitstheilung; ein einzelnes fuchen. Das Mädchen, welches erst vor kurzem einen Diebstahl ein und desselben Stockwerts abwechselnd wöchentlich gefcheuert Blumenblatt geht oft durch die Hände von fünf, sechs und begangen, scheint sich in Berlin nicht sicher gefühlt zu haben, fie und eine Woche hindurch rein zu halten feien. Gin anderer mehr Arbeitern, ehe es zur Herstellung einer Blume verwendet fuhr nach Friedrichshagen und hier dürfte wohl die Reue über Paragraph räumt dem Kläger das Recht ein, die sofortige werden kann. Jeder Arbeiter lernt die wenigen Verrichtungen, ihr verfehltes Leben die Sp. zum Selbstmord getrieben haben. Räumung der Wohnung zu verlangen, falls die Vertragsdie er an solchem Blatt vorzunehmen hat, sehr leicht als Arbeiter Freitag Morgen am Müggelsee vorübergingen, bestimmungen vom Miether nicht innegehalten werden. Das und erlangt bald die nöthige Fertigkeit, um das vor- faben sie eine Frauensperson leblos auf den Wellen treiben; Amtsgericht wies den Kläger mit der Begründung ab, daß nach geschriebene Arbeitspenfum zu leisten. Diese Eigenartigkeit es gelang ihnen, die Lebensmüde an's Land zu ziehen, die nach dem erſterwähnten Paragraphen des Vertrages die Miether machte die Blumenfabrikation zur Gefangenen- Beschäftigung mehrstündigem ärztlichen Bemühen wieder zum Bewußtsein tam lediglich die zu ihren Wohnungen führenden Treppen, sowie die ganz besonders geeignet, und es ist Thatsache, daß die Kon- und dann bitterlich weinend den Grund ihres Selbstmord zu diesen gehörigen Flure zu reinigen haben, nicht aber auch die furrenten derjenigen Firma, welche die Blumenmacherei in versuches, Reue und Angst vor dem Gefängniß, berichtete. Die Keller- und Bodentreppen, daß die lettere Verpflichtung nicht Plößensee zuerst betreiben ließ, ihre besten Arbeitskräfte aus den Sp. wurde alsdann in das Amtsgefängniß geschafft, woselbst sie ausgesprochen sei und nicht zu Ungunsten des Miethers an jenigen entlassenen Gefangenen entnehmen, die in Plößenfee mit den vergeblichen Versuch machte, sich zu erhängen. genommen werden könne. Dieser Ansicht trat das Landgericht ber Blumenmacherei beschäftigt worden waren. Als die Konbei. Nach der Bertragsbestimmung scheine nur an die Stoc furrenz unter den freien Blumenarbeitern größer wurde, ver- Polizeibericht. Am 18. d. M. Morgens wurde ein Raufwertstreppen, nicht an bie nach dem Boden und Keller führenden langten diese wiederholt und zuletzt auch mit Erfolg Einschränkung manns- Lehrling in der Wohnung seines Lehrherrn in der Wrangel- gedacht zu fein. Da die in Frage stehende Vertragsbestimmung der Blumenfabrikation gerade in Plögensee, weil die freien Straße und ein Arbeiter in seiner Wohnung in der Wilhelmstraße im höchsten Maße zweideutig sei, so müsse sie zu Gunsten des Arbeiter mit der Gefangenenarbeit nicht fonfurriren tönnen. erhängt vorgefunden. Auf dem Oranienplatz fiel Vormittags Beklagten ausgelegt werden. Das geschah vor einigen Jahren. Gegenwärtig befinden sich ein Omnibusfutscher beim Verlassen seines Sites infolge plößmehrere junge Amerikanerinnen in Berlin, welche in hiesigen lichen Anrückens der Pferde vom Wagen und erlitt außer einer Blumenfabriken Unterricht nehmen, um sich später in ihrer Heimath als Lehrerinnen und Konkurrenten der hiesigen Blumenindustrie niederzulassen. Soziale Leberlicht. Verrenkung des Armes eine so bedeutende Verlegung am Kopfe, daß er nach dem Krankenhaufe am Urban gebracht werden mußte. -Als Abends die Frau des Billetschaffners Helbig ihre beiden Kinder, einen 10jährigen Knaben und ein acht Monate altes Der Vorsitzende und Direktor der Bukunft" Mädchen, in ihrer im 2. Stock des Hauses Pappel- Allee 106 beAchtung, Glafer! Laut Beschluß der öffentlichen Vers G. Steut, schickt uns folgende Berichtigung": legenen Wohnung schlafend zurückgelassen hatte, um ihren Ghe- sammlung vom 9. Mai ist über die Werkstatt der Firma Wahl Die Nr. 110 des Vorwärts" enthält einen Artikel mit der mann aus dem Dienst abzuholen, ist der Knabe wahrscheinlich u. Sohn, Behrenstraße, Berlin, die Sperre verhängt worden, Ueberschrift: Ueber den Unterstützungs, Kranten- und Sterbe- erwacht und mit der Kleinen Schwester an das Fenster getreten, weil dieselbe die Arbeiter mittelst Reverses verpflichten will, nicht faffen- Berein Zufunft, in welchem gefagt wird, daß der Verein um sich nach der Mutter umzusehen. Hierbei stürzten beide auf der Lokalorganisation anzugehören. Gleichzeitig machen wir Butunft" im Monat März mit 3000 W. und die Krankenkasse die Straße hinab, und erlitt der Knabe so schwere Verlegungen, barauf aufmerksam, daß die Sperre über die Werkstatt des HofDes Vereins im gleichen Monat mit 4000 W. Unterbilang gear- daß seine Ueberführung nach dem Krankenhaufe am Friedrichs- lieferanten Heinersdorf u. Ko., Friedrich- und Zimmerstraßen- Ecke, beitet hätten. Beide Angaben beruhen auf böswilliger Erfin bain erforderlich wurde, während das kleine Mädchen anscheinend nach wie vor bestehen bleibt. dung. Die Vereinstaffe hatte in dem genannten Monat eine unversehrt blieb.- Im Laufe des Tages und in der daraufDer Vertrauensmann. Mehreinnahme von 882,77 M. und die Krankenkasse eine Mehr- folgenden Nacht fanden vier kleine Brände statt. J. A.: R. Stampehl. einnahme von 2452,07." " Wir hatten nur von einer durch fast alle Blätter gehenden Mittheilung Notis genommen. Die Behauptungen, welche Herr Steut berichtigen" will, find aber auch in öffentlicher Versammlung gemacht worden. Warum tritt Herr Steut dort nicht den Be- l Für Böttcher! In Harburg und Würzburg find infolge von Maßregelung Differenzen ausgebrochen, weshalb die dortigen Böttcher bis auf Weiteres um Fernhaltung des Zuzugs bitten, In den Warthauer Steinbrüchen, den größten von Schlesien, haben die Steinmetzen die Arbeit eingestellt. zu richten. Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffen, find nur an die Vorstände derselben Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Sonntags. Mar Kayfer, Nachmittags a uhr, Schneetoppe, Noftiaftr. 29. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von ber Glas arbeiter zu Stralau Borwärts 7" Rummelsburg, bet Borg2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Vorwärts 3, Friedrichsberg, Berlinerstr. 10, bei Momber. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Amgegend. Montag, Abends Norddeutsche 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Schleife, Naunynftr. 86 bei gubeil. Biederlust, Fichtestr. 29 bet Krösche. Lieder Senefelder, Jüdenstr. 55 bei Trieschmann. In Newcastle fand zwischen den Bergleuten und den Bergwerts- Besigern am Freitag eine Ronferenz statt, in welcher nach telegraphischer Meldung die ersteren in eine Lohnreduktion von 71/2 pet. willigten. Da die Bergwerks- mann. befizer auf einer 13prozentigen beharrten, verlief die Verhandlung refultatlos und der Streit dauert demgemäß fort. " Harmonie straße 41. 2 Ronzeffionirte Bigamie. Der ruffische heilige" Synod hat folgende Entscheidung getroffen: Verheirathete Juden, welche zur griechisch- orthodoxen Kirche übergetreten sind, dürfen mit Genehmigung der Bischöfe neue Ehen eingehen, wenn ihre Frauen nicht ebenfalls die Taufe empfangen haben." Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Eisleben, 14. Mai. Die Gerüchte über den Wasserandrang in den Eisleber Schachten der Mansfelder, Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft werden von kompetenter Seite für übertrieben erklärt. Es wird indessen konstatirt, daß der Wasserandrang im Schafbreiter Revier immerhin start sei, so daß ein Theil der Mannschaft feiern muß. Karlsruhe, Gonnabend, 14. Mai. Die zweite Rammer hat heute einen Vermittlungsantrag zu Gunsten des direkten Wahlrechts angenommen, welcher gleichzeitig die Gesammtrevision der Verfaffung als wünschenswerth bezeichnet. Der Antrag der Kommission hatte die Lehtere für nothwendig erklärt. Fünffirchen, 14. Mai. Die 21 Arbeiter, welche sich in der Somogyer Grube befanden, als Wassermassen in dieselbe drangen, find sämmtlich gerettet worden. Ueber die Lodzer Unruhen bringt die Frankf. Beitung" tafel ber Mila Ier und verwandten Berufsgenossen Annenstr. 14 bei Ehreneinen Bericht des Warschawski Dnewnit" zum Abdruck, berg.- Moabiter Sieberta fel, Wilhelmshavenerstr. 25 bet Brosch. Landsbergerstr. 31 bei Musehold. Tonblüthe, aus welchem erhellt, daß die Erregung der Volksmassen denn Görlitzerstr. 58 bei Zoltsdorf. Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bei Riebel. um Massen, ca. 30 000 handelte es sich in der elenden Lage Sängerchor der Chirurgischen Branche, Alte Schönhauser= derselben ihren eigentlichen Grund hatte. Die 30 000 Streifenden ftraße Nr. 43 bei Reimann. Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80.8ogen nämlich, wie das Warschauer Blatt berichtet, durch die Sängergruß, Friedrichshagen bei Blant. Froh' Hoffnung der Zimmerer Berlin West. Straßen, indem sie über geringen Verdienst Gleichheit, Pappel- Allee 3-4 bei Kruse. 2yra 2, Charlottentlagten und gegen die lange Zagesarbeit pro- burg, Charlottenburger- Ufer sb bei Benzin. Gängerhain, Reichen testirten". Ferner heißt es, was gleichfalls besonders be- Kanzow.- 2te de sfrethett II, Straußberg, im Restaurant Krüger. 2otosblume, Kleine Kurstraße 10 bei bergerstr. 21 bei Päzhold. merkenswerth, weil es für die Reinheit der Bewegung, Frohe Hoffnung( der Zimmerer Berlin West), sulmirabber. die an sich, das heißt ursprünglich, weiter nichts war, Raumann. Myrthenblätter, Belforterstraße 15, Schneider. als eine durch die russischen standalös unfreien Verhältnisse elfenburg, Koppenstr. 43c.- Brüderschaft( Hausdiener), Fischerunferes Erachtens nur übrig gebliebene ftreifartige Form der Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Maifeier jedenfalls ein unbestreitbares Beugniß ablegt, ferner Sonntag: Privat- Theatergesellschaft und Artiſtentlub umor, bei Gabec, heißt es also in dem Bericht des Warschauer Blattes: Bei Eisenbahnstr. 20. Theater und Artiſtentlub Jugendkraft 2 bei den Arbeitseinstellungen fanden weder am Vor- Ritter, Mauerstr. 86. mittag noch am Nachmittag widersehlichkeiten bofftr. 8. Geselliger Verein Neue Welt bei Strohschänt, Rytestr. 48. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. London, 14. Mai. Unterhaus. Der Antrag Robert und Gewaltthaten irgend welcher Art statt." Montag: Theaterverein Proletariat bei Köhn, Naunynstr. 83. Websters, daß im Interesse der wahren Freiheit bei den Wahlen Daß diese im Wege eines Streits vor sich gegangene Maifeier Rauchklub Deutscher Michel, Stoppenftr. 43c. Theaterverein Soff= die Bestimmungen der Ballotakte betreffend die unwissenden Kollegenschaft Gemüthlichkeit, Den Charakter von Unruhen annahm, ist jedenfalls in der Haupt- nung, bei Schneider, Adalbertfir. 8. Theaterverein Proletariat, Wähler aufgehoben werden sollten, wurde mit 116 gegen fache dem täppischen, unzeitgemäßen" Rubestiften" der heiligen Sohenzollern, Seidelftr. 30( alle 14 Tage). Köhn, Naunynſtr. 83. Rauchflub Blaue Quaste, Mücke, Wöhlerstr. 2. 55 Stimmen angenommen. Im Laufe der Debatte sprach sich Hermandad zuzuschreiben. Wie wir bereits gemeldet, ist der Lodzer Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- TheaterAusstand übrigens nunmehr beendet. Dagegen sollen die Arbeiter gesellschaft Walhalla, jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant der erste Lord des Schayes, Balfour, für den Antrag aus und Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeden erklärte, wenn je das Parlament an eine Abänderung des WahlWarschaus und anderer Städte in eine Lohnbewegung eintreten Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpeniderftr. 191. Lautenbach, Cuvrystraße 77. Theater- und Vergnügungsgesetzes herantreten sollte, müsse dies im Sinne des Webster'schen wollen. Sie werden jedenfalls den allerberechtigtsten Grund dazu verein Harletin, heute Nachmittag 5 Uhr bei Bade, Zeughofstr. 8. haben. Turnverein Fichte, jeben Sonntag von 4-6 Uhr in Schölzel's See- Antrages geschehen; daher stimme er für denselben. schlößchen( Hungriger Wolf), in Lichtenberg. Versammlungen. " Wäschebrauche. Am 10. Mai tagte eine Versammlung des Vereins aller Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche, in welcher Genoffe Heindorf über das Thema sprach:" Was der Mensch ist und was er sein soll." Der Redner erntete für feinen 3/4 stündigen Vortrag, in welchem er den Grundgedanken des Sozialismus zum Ausdruck brachte, reichen Beifall. An der Diskussion betheiligten sich die Herren 3embke und Hergt sowie der Referent. Außer der Abrechnung von Vorgnügen, welche Herr Opert verlas, erledigte man die Wahl der Revisoren. Ueber eine Anschuldigung des Kollegen Weniger gegen den Schrift führer wurde nach lebhafter Debatte zur Tagesordnung übergegangen. Freireligiöse Gemeinde zu Berlin, Rosenthalerstraße 38 Sonntag Bormittags 10 Uhr. Herr Dr. Pinn: Kirche und Humanität. ( Montag Abends 8 Uhr beschließende Versammlung. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner u Berlin. Gonntag, den 15. Mai 1892, Nachmittags 4 Uhr, Sigung mit Damen und Gäften im Restaurant Bischoff, Baumschulenweg in Neu- Treptow bet Treptow. Die Theilnehmer verfammeln sich um 2% Uhr im Restaurant Kümpel, Alter Treptower Weg. des Bereins. Schuh- Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Vortrag. Montag Abends Fürbringerstr. 7.Privat- Theatergesellschaft Bustspiel bet Stegemund, Theaterverein Borussia bei Ockert, 8eugBergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung Sintenftraße 150. Zambour- und Vergnügungsverein Gut Sett, alle 14 Tage bei Wendt, Schleiermacherstr. 2. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein 3wiebelfische, Nirdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lokal, Berlinerstraße 120. Bergnügungsverein Freundestreue, jeben Montag bei Möring, Admiralstr. 18c. Abraham, Straßburgerstr. 5. Geselliger Klub Namenlos, jeden Montag bei Bithertlub Freiheitstränge, jeden Montag Abend bei E. Franke, Aposteltirche 7b. Dreißig. Pfeifentlub Felfenfeft, Abends 9 Uhr, Graudenzerstraße 15, Restaurant Rauchklub Brüderlichkeit, Abends 9-11 Uhr bei Willi Schmidt Wrangelfir. 141. Rauchttub Weiße 2olte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. Vermischtes. Ju Mannheim verurtheilte die Straffammer den Expeditions: Assistent Kälble, als den Urheber des Friedrichsfelder Eisenbahnunglücks vom 28. Februar d. J. zu einer Gefängnißstrafe von einem Jahre. ( Depeschen des Bureau Herold.) London, 14. Mai. Aus Buenos- Ayres wird gemeldet, daß die Radikalen der Regierung eine mit 12 000 Unterschriften versehene Bittschrift um Aufhebung des Belagerungszustandes eingereicht haben. Rom, 14. Mai. Giolitti's Programm lautet: Ordnung der Bettelbanken, Flüssigmachung aller ihrer investirten Kapitalien, Börsen- und Börsensteuer- Reform, Erschwerung des Börsenmaklers geschäftes durch hohe Kautionen, Umgestaltung des Gesetzes über die anonymen Gesellschaften im Sinne der persönlichen Haftpflicht ihrer Verwalter, Gleichstellung der nominativen mit auf den Ueberbringer lautenden Rententiteln, Bestreitung des auf jährlich 30 Millionen beschränkten Eisenbahnbaues durch Kredit, Reform der Staatsverwaltung, Vereinfachung des Gerichts- und Schulwesens, endgiltige Feststellung des Heereserfordernisses auf 247 Millionen, Deckung des 20 Millionen betragenden Ausfalles im Nothfalle durch eine Steuer auf die bemittelten Klassen, Festhaltung an allen Staatsrechten gegen die Kirche und die Kurie, treue Erfüllung der Bundespflichten. Giolitti übernimmt vor= läufig das Schabamt, somit ist das Kabinet gebildet. dem Bochumer Amtsgerichts- Gefängnisse ausgebrochen. Gleich acht Gefangene sind in der Donnerstag Nacht aus Briefkaffen der Redaktion. Privat- Cheater- Gesellschaft und Artistenklub Belle- Alliance". Und immer noch Einer! Großes Aussehen erregte in Heute, Sonntag& Uhr, Sigung bei Lehmann, Alexandrinenstraße 32 im Saal. Murrhardt und Umgebung das in voriger Woche erfolgte K. A. in Dahlenwarsleben. Da müssen Sie den Herrn Um 7 Uhr Gesellschaftsstunde. Verein deutscher Schuhmacher. Mitglieder, welche thre Beiträge ent- Verschwinden des Ortsgeistlichen in dem 9 Kilo verklagen. richten wollen, werben ersucht, Montag Abend bei Gründel, Dresdenerstraße 116 meter von hier entfernten Grab. Derfelbe hat sich, dem„ Bad. 2. R. 18. Ein Mädchen fann mit ihrer Volljährigkeit, su erscheinen, auch die Vorstands- Mitglieder. Glafergesellschaft Serlins und Umgegend. Dienstag, den 17. Mai in Landesbote" zufolge, Unterschlagung verschiedener ihm an- also mit vollendetem 21. Lebensjahre, selbständig über ein ihr Gratweils Bierhallen Mitgliederversammlung. Borstandsantrag: Auflösung vertrauter Gelder zu Schulden kommen lassen; auch hat er zugefallenes Grbtheil verfügen, wenn nicht etwa im Testament Oeffentliche Versammlung am 16. Mat, abends 8 Uhr der Filz- bei Angehörigen seiner Gemeinde verschiedene Schulden hinter- etwas Anderes bestimmt ist. Für Schulden, die das Mädchen vorher Filaffen. gemacht hat, hat der Vormund nach ihrer Großjährigkeit nicht 8 Uhr bei Hensel, Invalidenstraße 1. Wegen Ermordung seiner Frau wurde in Schreudig aufzukommen; wegen etwaiger Ansprüche, soweit sie auch für Verein Sildung und Geselligkeit Berlin. Montag Abend 9 uhr, der Invalide Kiging verhaftet. Seine Invalidität rührte Schulden eines Minderjährigen gelten, hat sich der Gläubiger Bereinsversammlung bet Seitmann, Brunnenstraße 9. Vortrag des Herr Dr. nicht etwa vom Kriege, fondern, wie auswärtige Blätter melden, an das Mädchen selbst zu halten. Hirschfeld über die Gesundheitspflege in der Schule". W. W. Die gefeßliche Unterstützung der Familien der zu Vergolderverband Arbeiter und Arbeiterinnen. Monatsverfamm- vielmehr davon her, daß er bei Gelegenheit einer Mißhandlung Tung Montag den 16. Mat Abends 8 Uhr bet Scheffer Infelitraße 10. Bor eines Soldaten von diesem geschossen wurde. Der fragliche Vor- Uebungen Gingezogenen wird nicht als Armenunterstützung antrag: 8wed und Nugen der Gewertschaften. Steferent Genoffe Roland. Vereinigung der Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands. gang hat sich in Straßburg beim 47. Regiment zugetragen. gesehen. Karlchen Mießnid. Sie können am 15. sum 1, des kom Ortsverwaltung Berlin. Bersammlung, Montag den 16. Mai, Abends 8% Uhr Rizing hat, nachdem er 1870 aus der Schule entlassen wurde, bei Keßner, Annenstraße 16. feine weitere Erziehung in der Unteroffizierschule zu Weißenfels menden Monats tündigen. erhalten. Weiter verlautet, daß er seine geistig etwas beschränkt F. G. 2. 127. In dieser Fassung ist die Frage nicht ver gewesene Frau öfter in gemeinster Weise mißhandelte und sie dann in einen Stall sperrte. Der Umstand, daß das in die Ehe eingebrachte Vermögen der Frau in Höhe von 3600 Mart nicht flüssig gemacht werden konnte, mag ihn zu dem Mord veranlaßt haben. Arbeiter- Bildungsverein zu Friedrichsberg. Montag im Weftphälifchen Saale Monatsversammlung. Referent: Genoffe Th. Megner. Achtung Schuhmacher! Deffentliche Versammlung, Montag, den 16. d. m. Abends 8% Uhr, im Restaurant Augustgarten, Auguststraße 24-25. Die Agitationstommission. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Verrückenmacher Berlins und Umgegend. Montag, den 16. D. M., Abends 10 Uhr, bet Seefeldt, Grenadierfir. 33, Monatsversammlung. Bortrag des Herrn Dr. Wolf, über Sygiene des Mundes. Ein geistlicher Sodomiter. Das Kreisgericht in Feld firch( Vorarlberg) verfolgt steckbrieflich den Jesuiten Wilhelm Beelmann aus Wesel, der zuletzt Präfekt der Erziehungsanstalt Stella matutina" in Feldkirch war, wegen schwerer förperlicher Beschädigung eines Knaben". ständlich. $. C. 34. Ueber diese Frage müssen Sie sich mündliche Auskunft vom Rechtsanwalt holen. W. D. Welche Hilfskaffe für Sie nebst Frau die beste ist? fo fragen Sie, ohne daß wir erfahren, welche Profession Sie be= treiben und in welchen Verhältnissen Sie leben. Nehmen Sie die Hilfskasse Ihrer Gewerbegenoffen. P. P., Weißenfee. 1. Sur Alters- und Invaliditäts versicherung ist sie versicherungspflichtig. 2. Zur Ortskaffe nur, wenn es an Ihrem Wohnort statutarisch ist oder wenn sie in Ihrem Gewerbe thätig ist. Aus Ihrer Anfrage ift nicht zu ersehen, ob sie in Ihrer Privatwirthschaft oder in Ihrem Geschäft thätig ist. 3. Wenden Sie sich an die Buchhandlung. Ein alter Abonnent. Wenn Sie bis zum Oktober Kontrakt haben, müssen Sie bis dahin auch die Miethe bezahlen. E. B. Nr. 20. Die Konzession fann gewährt werden. A. W. 30. Wird eine gerichtliche Geldstrafe unter 30 m. Wir wegen Beamtenbeleidigung im Führungsattest bemerkt? wissen nicht, welche Stellung Sie haben. Sind Sie vielleicht Polizeibeamter, so wird Ihnen die Strafe wahrscheinlich im Führungsatteste bemerkt werden. Bentral- Kranken- und Sterbe- Kaffe der Tischler und anderer gewerbl. Arbeiter( E. H. 3 Hamburg). Dertliche Berwaltung Berlin A. und 6. Montag, den 16. Mai 1892, Abends 8% Uhr, Mitgliederversammlung im 2otale Süd- Ost, Waldemarstr. 76. Sentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler u. f. w. Dertliche Berwaltungsstelle Berlin G. Mitgliederversammlung, Montag, ben 16. Mat, Abends pünktlich 8% Uhr im Freischüß, Fruchtstraße 36a.( Siehe Sonnabend- Ein schweres Gewitter entlud sich am Mittwoch Nach Annonce). Fachverein der in Buchbindereien, Papier- und Lederwaaren- In- mittag bei Bellheim in der Pfalz. Der Hagelschlag war furcht duftris beschäftigten Arbeiter. Montag, den 16. Mat, Abends 9 uhr, bet bar zu nennen. Die Schlossen waren so groß wie eine Haselnuß Feuerstein, Alte Jatobftraße 75. Bersammlung. Vortrag des Genoffen und fielen so dicht, wie es kaum denkbar erscheint, hernieder. Dolinstt über„ Optimismus und Pessimismus". Freier Diskutiv- Verein". Montag, den 16. d. M. Sigung bei Beopold, Das Gewitter foftete auch ein Menschenleben. Der 49jährige Martgrafenstraße 88. Naturwissenschaftlicher Vortrag. Ackerer Schähl von Buchweiler, Vater von fünf Kindern, war Allgemeine und Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Metall- auf dem Heimweg mit einer Fuhre Holz, als ihn das Gewitter arbeiter( E. S. 29 und 89 Hamburg). Filiale Berlin 3. Versammlung. Montag, den 16. D. M., Abends 8% Uhr, Manteuffelstraße 90. 1. Raffenbericht: ereilte. Als er sich unter einen Felsen flüchten wollte, wurde er 2. Aufstellung von Kandidaten zur diesjährigen Generalversammlung. vom Blig getroffen und war sofort todt. Freie Vereinigung der Graveure und Biseleure. Versammlung Kleptomanie eines Millionärs. Eine Notiz mit diefer am Montag, den 16. Mai, Abends 8 Uhr, Dresdenerstraße 45. Vortrag pes Spigmarke geht jetzt durch die Presse die Geschichte eines Herrn Regierungs- Baumeister Keßler über: Das Ornament in der hellenischen russischen Millionärs, der einen unwiderstehlichen Hang zum W. in Hbg. Diese Auffassung der Sache zeugt in der Filiale 2 Berlin der Allg. Metallarbeiter- Kranken- und Sterbe Stehlen hat. Nun, wir tennen so viel Millionäre, die an That von einer geistigen Kurzsichtigkeit, die von Blindheit sich Raffe( Gingefchriebene Silfstaffe 29). Generalversammlung am Montag, den Kleptomanie leiden, d. h. der Sucht, sich auf anderer Leute Kosten fast nur durch den Namen unterscheidet. Eine einzige Zeile des 16. Mai, bends 8 Uhr in Strösche's Gesellschaftshaus, Fichtestraße 29. Raffenbericht, Wahl der Kandidaten zur Generalversammlung. zu bereichern, daß wir glauben, die Berichterstatter der Zeitungen betr. Artikels enthielt mehr haarscharfe, grundsätzliche Kritik, als thäten wohl, uns statt der an Kleptomanie leidenden Millionäre das spaltenlange breite Gerede des Antikritikus. Mit Plattheiten, ( und Möchte- gern- Millionäre) diejenigen namhaft zu machen, die die den Vorgang auf einen Denkfehler zurückfübren, lockt man nicht an Kleptomanie leiden. Vielleicht werden dann einige freilich keinen öffentlichen Antläger hinter'm grünen Tisch hervor. Leute bekehrt, die mit dem verstorbenen österreichischen Handels- Snittung für die Arbeiter- Bildungsschule. Von Herrn minister der Ansicht sind: Ghrliche Leute werden heut zu Tage D. A., Berlin, 2 M., von Herrn Leibfried, Luxemburg, 2 M. Besten Dant. H. Gumpel, Barnimstr. 42. nicht reich. Stunft als Grundlage der späteren Stilarten." Arbeiter- Sildungsschule. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: Armin hallen, Stommandantenstr. 20: Unterricht in der Nationalötonomie. Montas Abends 8%-10% Uhr: Süd- Schule, bagelsbergerstr. 43: Unterricht in Dentsch( oberer): Süd- Ostfchule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Mechnen; Ost- Schule, Martusftr. 31: Unterricht in Buchführung: Norb chule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Buchführung. In allen Lehrfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Gtablissement, tbahnpart".[ Restaurant 3. Gemüthl. Sachſen Dennewigstr. 19, 2. Sot, Ging. D, L, Barnimſtr. 47, v. 4 Zr. 71 Rüdersdorferstraße 71 Alte Jakobstraße 68, part. Sonntag, den 15. Mai 1892 Frühstück u. Stamm- AbendGroßes Garten- Konzert and Spezialitäten Vorstellung. • Artist. Leiter Gust. Grop. The Sisters Pontcherri, Thurmseilbrot, Mittagstisch. Vereinszimmer frei. A. Richter, frükrher auts. wegen Krankheit tünſtler auf bem 200 Fuß langen Restaurant bes Mannes bill. W. Pfeiffer, Schneidermeister, Hof, I, verkauft nicht abgelieferte und getragene Sachen zu billigen Preisen. Empfehle mich zur Anfertigung eleg. Herren- Garderobe nach Maaß, sowie Reparaturen. E. Klatt, Fehrbellinerstr. 81. Zahnziehen, Blombiren 29b Schlafft., sep. E., f. 8. v. b. Mahli. Wegen Geschäftsübern. 2fenftr. Stube u. Küche, Kloset u. Nebengelaß, 16 M., vermiethbar. Näheres b. Zinn, Manteuffelstr. 45, v. 3 Tr. 9b 366 Möbl. Zimmer, sep. Ging., fof. od.sp. Prinzenstr. 8, v. 2 Tr. bei Hinnerichs. Möbl. Schlafft. f. 1 ob. 2 S. 8. v. Dresdenerstr. 78, H. Stfl. 3 Tr. r. möbl. Grebenstein, Böchstr. 8, v. 4 Tr. 4b Schlafstelle für ält. Herrn. Schlafft. für Herren Fürstenstr. 28, Möbl. Schlafstelle zu verm. Choriner- 1 Tr. Lampertius. straße 28, v. 4 Tr. b. Selchow. 81b 583M lb Telegraphentabel. Auftreten von Spe- su verkaufen. Bu erfragen Branden: Schmerzloses Palckensteinstr.22. Mbl.Schlafft.n.v.7 M. Adalbertſtr.84,1V. 3imm, allein, 7 9. Mon. b. Tauchert, zialitäten allerersten Ranges. 2421L burgstraße 27 im Restaurant. Entree 20 Pf. Anfang 4 Uhr. Herm. Jmbs. Bestes Weißbier Empfehle allen Genossen bei Bedarf mein Sargmagazin n. Beerdigungstomtoir, Swinemünderstr. 140. 2. Geschäft Eberswalderstr. 16. 23062 J. Schumacher. 2 anständ. junge Leute find. g. Schlafft., M. Schlafftelle 3. v. b. Eckert, Anklamer Gneisenauftr. 21, Seitenfl. I. straße 27, 1 Tr. 26b Frol. Schlafft. Blumenftr. 44, v. 2 Tr. bei Meyer. 356 Nachtigallen 5,00, Dompfaffen 8,00, Stiegliße 1,75. Staare 1,50, Buchfinken 1,25, Hänflinge, Goldammern, Gürlize 1,00. G. Schnelle, Invalidenstr. 7. Ein dreirädiger Stuhlwagen, passend Schröder, Friedrichsfelderstr. 85. Wegen Abreise eine Wohnung Reichenbergerjir. 185, 4 Tr., bei Otto, an Gen. fof. zu vermiethen. Kontraft bis 1. Oft. 2940b 196 1892.( Stube und Küche.) ohne Wafferusak, 16 große oder 32 fleine für& wart Kinderwagen, größt. Eager, billigste f. Franke Kinder, zu verkaufen bei( 286 Emil Böhl, a. Theilzahl., Oranienstr. 3 i. Korbgesch. liefert 19872 Preise von 7 M. an. Ein schönes Deckbett, Unterbett, zwei Kopftiffen, 22 M. fof. zu vert. Brizer ftraße 10, v. p. Frdl. möbl. Zimmer für 2 Her. à 10 M. mit Kaffee. A. M. Mittagst. Reichen bergerstr. 142 Querg.1 Ww.Fischer. 29776 Frol. Schlafstelle, 7,50 M. Fischerbride 14, D. II. 2b Frol. Schlafstelle f. Herren Schüßen36 Straße 30, S. L. I b. Frau Balzer. 3b Möbl. Schlafft., sep. Ging., f. 1 od. 2H. Waldemarstr. 20, 2 Tr. b. Becker. 846 Eine möbl. Schlafstelle zu vermiethen Manteuffelstr. 120, v. 2 r. bei Kranz. Möbl. Schlafft., 7 M., bei Schuster, Ackerstr. 6, v. 3 Tr., nahe Elsasserstraße. Frankfurter Allee 74. Fernfprech Anschluß Amt VIIb. 1511 Vereinszimmer, auch als Zahlstelle, 2 Sommertegelbahn., Stallschreiberstr. 58. Kinderwagen gebr. Rottbuferstr. 13 Schlafft. f. H. Brandenburgstr.70, S. 2Tr. fep. Reichenbergerstr. 55, H. r. IV. 7b Schlafft.b, Weber, Landsbergerstr. 41 Dest. Schlafft. fof. o. fpät. 3. verm. Ging. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 15. Mai, Abends 72 Uhr, in Gratweil's Bier. hallen, Kommandantenstraße 77-79: Vortrag des Herrn E. Roland über: Stoff und Kraft." Nachher gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. " Achtung! Achtung! 438/5 Gesangverein„ Eintracht" Glicnide. Sonnabend, den 21. Mai 1892: X. Stiftungsfest im Lokale der Brauerei ,, Boruffia", Nieder- Schönweide, unter gütiger Mitwirkung von 15 Gesangvereinen( fämmtlich Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes), bestehend in 167/17 Gesang, humoristischen Vorträgen und Tanz. Entree Herren 50, Damen 25 f. Anfang 8 Uhr. Es ladet freundlichst ein Das Komitee. 2. Stiftungsfest des Verbandes deutscher Korbmacher( Filiale Berlin) am Sonnabend, den 21. Mai 1892, int Buss' Salon, Große Frankfurter Straße Nr. 85 unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Norddeutsche Schleife" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Um 12 Uhr: Kaffeepause, Prolog, komische Vorträge u. s. w. Entree: Damen 30 Pf., Herren 50 Pf. Anfang 8 Uhr. Unserem Großvater Pumpmann zu feinem heutigen Wiegenfefte ein dreimal donnerndes Hoch! Wilhelm, merkst Du was?! Wird der Ruminelsburger See reichen? .. D. B. A. D. P. D. W. W. W. F. A. R. 15b Central- Kranken- und Sterbekasse der Zimmerer, F. H. No. 2 Hamburg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied der Zimmerer, Carl Krüger, am 9. Mai verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15. Mai, Nachm. 5 Uhr, vom Leichenschauhause nach dem St. Johanniskirchin Plögensee statt. Um rege Betheiligung bittet 350/9 Der Vorstand. Empfehle den Parteigen offen mene Bestände in Kränzen, Guirlanden, Topfpflanzen und Bouquets. Dekorationen jeder Art. J. Meissner, Kunst- und Handelsgärtnerei, Reichenbergerstr. 164. 2364L Kranzbinderei und BlumenVerlagsbuchhandlung des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. In unserem Verlage erschien soeben:] Krankenversicherungs- Gesetz vom 15. Juni 1883. In der Fassung der Novelle vom 10. April 1892. Mit erläuternden Anmerkungen, einem Anhange, enthaltend die Krankenversicherung der in land- und fortwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen, das Gesetz über die eingeschriebenen Hilfskaffen, und alphabetischem Sachregister. 285 Seiten Taschenformat 200 elegant fartonnirt. Preis 1,20 Mark. Die Brauchbarkeit und Nüglichkeit unseres Krankenversicherungs Handlung 17902 Gefeßes" wird dadurch erhöht, daß es sich hier um teine Tertausgabe handelt, Alle Freunde und Gönner find herzlich willkommen. Billets find bei von J. Meyer, Wienerstr. 1( nur dort), daß vielmehr jeder Paragraph in gemeinverständlicher Weise kommentirt ist. Stramm, Ritterstraße 123, zu haben. 194/4 Achtung! Das Komitee. Schöneberg. Achtung! Sonnabend, den 21. Mat 1892: 1. Stiftungsfest des Arbeiter- Gesangvereins ,, Rothe Nelke" 164/13 ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes) im Lokale des Herrn W. Ramm, Hauptstraße 81. Entree: Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. Freunde und Parteigenossen sind hierzu freundlichst eingeladen. Das Comité. J. A.: G. Däumig, Bahnstr. 9. Verband deutscher Korbmacher| Freie Vereinig. der Graveure ( Filiale Berlin). Versammlung und Giseleure. Versammlung am Montag, den 16. Mai, Ab. 81/2 Uhr, Montag, d. 16. Mai, Abds. 81/2 Uhr bei Roll, Adalbertstr. 21.. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Krause über Elektrizität. 2. Wahl eines Ausschußmitgliedes. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. 194/3 Bau- Arbeiter- Verein der Rosenthaler Vorstadt. Versammlung 11b Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: Kunstgewerbl. Vortrag. Freie Kranken- nnd Begräbniskasse der Schuhmacher u. Berufsgenossen Berlins.( E. H. 27.) Ausserordentliche General- Versammlung Dienstag, den 24. Mai, Abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Z.- D.: 1. Wahl eines Vorsitzenden. 2. Innere Angelegenheiten. Mitgliedslegitimirt. 236 am Sonntag, den 22. Mai, Vormittags 11 Uhr, in Wilke's Lokal, Hochstrasse 32 a. Tages- Ordnung: Bereinsangelegenheiten( Abrechnung 2983b vom Monat Februar). Verschiedenes und Fragekasten. Gäste fönnen durch Mitglieder eingeführt werden, Neue Mitglieder werden aufgenommen. 123/6 J. A.: W. Genz, Schriftführer, Bernauerstr. 114c. Unterstützungsverein deutscher Tabakarbeiter. Bahlstelle Berlin. J. A.: J. Ege, Roßstr. 12. Wer hat Lust! Da in d. S. verschied. Vereine erist. Bartei viele Wasserfreunde angehören, u. wir der Ueberzeugung sind, daß der beabsichtigen wir, einen Ruderverein zu gründen, worin es auch weniger Bemittelten möglich sein soll, dem Rudersport zu huldigen. Junge Leute, welche gewillt sind, an einem derart. Verein sich zu betheiligen, werd. gebeten, sich am Montag, den 16. d. M., Ab. 81/2 Uhr, im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstraße 45, zu einer Besprechung einzuMitgliederversammlung finden. Vier rothe Ruderer. am Mittwoch, den 18. Mai, Abends 81/2 Uhr, Elisabethstr. 30. Tages- Ordnung: Offene Dienerstellen find in großer Anzahl bei dem unterzeichneten Vorstand zum 1. Juli d. J. 1. Urabstimmung über den in Schwedt angemeldet. Junge Leute von gutem = a. D. durch die Fabrik- Ordnung| Aussehen, welche Lust haben, herrschafthervorgerufenen Ausstand. licher Diener zu werden, tönnen sich zum Eintritt in die Deutsche Diener2. Sonstige Vereinsangelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, Akademie melden. Die herrschaftliche zu dieser wichtigen Versammlung zu Dienerlaufbahn, welche unter erfcheinen. 309/19 Der Bevollmächtigte. 2. Dechand. den heutigen Verhältnissen eine umständige Existenz und eine gesicherte Zukunft bietet, war bisher den jüngeren Leuten gänzlich verschlossen. Erst durch die jungen Menschen möglich gemacht, diesen Beruf zu ergreifen. Zentraltasse der Tabadarbeiter Deutsche Diener- Akademie ist es einem Berlin II. = Dienstag, d. 17. Mai, Abb8.8% Uhr Das Honorar für den zweimonat bei Gnadt, Brunenstraße 38 lichen Lehrkursus beträgt 50 M., derMitglieder Versammlung selbe beginnt am 16. d. M. und steht Tagesordnung: Rechnungslegung; An- jedem Schüler nach Beendigung des träge zur bevorstehenden General- Ver- selben der ausgedehnte Stellennachweis fammlung. Verschiedenes. 2979b unferes Vereins zur unentgeltlichen Die Ortsverwaltung. Verfügung. Für außerhalb Wohnende Telephon Amt 9, 9482. M. Lohrmann Gegründet 1860. DamenMäntelFabrik FriedrichStr. 23 neben der Markthalle. Größte Auswahl, neueste Façons, coul. Bedienung, feinste Ausführ., billigste, feste Preise. Bettfedern in doppelt gereinigten, bearbeiteten forgfältig Qualitäten von 50 Pf. bis zu den feinsten 3 Mart. Daunen, chinesische, von unübertroffener Fülkraft 1,60, 1,75, 2,00, 2,50, weiße 3,50, 4,00, 4,50, 5,00 m. Betten fertige neue, reelle Füllungen, dauerhafte Stoffe, vollständiges Bett,( Ober-, Unterbett, Riffen) 10, 12, 15, 18 M., prima RöperInlett( Halbdaunen- Füllung) 20, 24, 27 M. Daunenfüllung 40, 45, 50 M. RoßMatraßen, Seegras, haar, Indiafafer 3,50. Große Schlafdecken 3, 4,50, Steppdecken 3,25. Feld: betten mit Polster 8,50. Eisenbettstellen 4,50. Proben, Preislisten gratis. Viele Anerkennungsschreiben.[ 2428L Deutschlands größte und renommirteste Betten- Fabrik ( 8 eigene Geschäfte) Adolph Kirschberg 2. Spandauer Brücke 2. ( Gegründet 1878.) Rohtabak. Alle in- u. ausländischen Sorten in Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zu beziehen durch die Expedition des ,, Vorwärts", Berlin. SW., Beuthstraße 3. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen nach auswärts bitten wir um gefällige Beifügung des Betrages.( Porto extra.) Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Heft 17 der Reden und Schriften Ferd. Lassalle's tommt am Mittwoch, den 18. Mai, zur Ausgabe. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Kolporteure entgegen. Allen Freunden und Parteigenoffen empfehle mein Herren- u. Knaben- Garderobengeschäft. 16b Telephon Amt 7b, Nr. 928. Große Auswahl. Billige Preise. H. Hartbaum, Wrangelstraße 51, Ecke Oppelnerstr. Rester- Ausverkauf in ber Gardinen- Fabrik von Bruno Güther, Grüner Weg 80, part., vom Flur. Fabrik: Plauen in Sachsen. Eingang Nach beendeter Saison haben sich 1200 Reste jeden Maasses in allen Genres, zu 1-4 Fenstern passend, angesammelt und vertaufe folche, um zu räumen, spottbillig; auch große Neuheiten in engl. Tüll, gesticktem Tüll und Mull mit Tüll- Gardinen, von den billigsten bis zu den Elegantesten treffen täglich ein. Ein großer Posten bunter Tischdecken älterer Muster werden unter Selbstkostenpreis abgegeben.[ 2424L Empfehle mein Proben nach ankerh. portofrei. Schuh und Stiefel Strumpf- und Wollenwaarenmit Kontrollmarke empfiehlt 276 Geschäft, P. Scheinemann, Adalbertstr. 80 auch werden Strümpfe angestrickt. Vorkost- Geschäft mit Rolle, Brotververkauf der Genossenschaftsbäckerei billig 24042] zu verkaufen Fürstenwalderstr. 11a. Zinkbadew. bill. Peter, Zionstirchst. 46 11. ift gute und billige Benfion eingerichtet. bester Auswahl empfiehlt billigit u. reell Nachtigallen, fchlagen, 6. H. Herholz, arab, werden auf Verlangen franko gefandt. Generalversammlung Der Lehrplan und Aufnahmebedingungen der Filiale II der Allgem. Meldungen werden jederzeit in unserm Kranken- und und Sterbe Kasse genommen, auch ist daselbst das Lehrder Metallarbeiter( E. H. 29.) am Montag, den 16. Mai, Abends 8 Uhr, i. Krösche's Gesellschaftshaus Fichtest. 29 oberer Bureau Wilhelmstraße 50, entgegenbuch für den herrschaftlichen Diener Brunnen- Str. 145. [ 2395L] Sproffer, schlagend, 10 M. Alle Arten Waldvögel billig. F. Schnelle, 2384L Robert Wengels, 41 Koppenstr. 41. R. F. Daubitz' Magenbitter, Skalikerstraße 132. weltbekannt und seit 1861 erprobt und Kreissäge, Bohrm. 3. Bürstenfab., fehlen; zu haben in allen Droguen bewährt, dürfte in keiner Familie Jede Nähmaschine unter Garantie Treibr., Komptoirpulte zc. sehr bill. weg. Berlin SW., Neuenburgerstr. 28. 1 gr. zu repariren koste, Tischlerwertz., Balanc., Transmiss., Rolonialwaarenhandl. u. in der Fabrik Der Vorstand 2980b der Deutschen Diener- Akademie. 2,50 M., kleinere Reparaturen billigert Aufg. des Betr. Harmonikafab. Dem Fl. 3,00, 1 t. Fl. 1,00 m. [ 2200b Fr. Schröder, Wilhelmstr. 50. 62/16 W. Maaske, Genosse, Christinen- Straße Nr. 34. pro Exemplar 1 M. zu beziehen. 66/16 Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Die Achtung, Genossen in Rigdorf. Hamburger Laden auch Drehbank u. Kundſch. fof. 8. verf. 5. unb 6. Bf.- Sigarre. xippentabat bevorstehende General Versammlung = Sämmtliche Hüte mit Kontrollmarke, unferer Raffe. 3. Aufstellung des Kan- Strohhüte, Mügen, Schirme in Ausdidaten. 4. Verschiedenes. 228/13 wahl bei Der Bevollmächtigte. Achtung Maler! Montag, d. 16. 5. M. Abds. 81/2 lihr im Restaurant Hämmerle, Bülowstr. 59 Mitglieder- Versammlung der Filiale Il. West der Vereinig. der D. Maler, Lackirer, Anstreicher und verw. Gew. Pflicht eines jeden Kollegen ist, zu diefer Versammlung zu erscheinen. 212/4 Der Vorstand. 25b Karl Sarsch, Berlinerstr. 48. Linienstr. 225, a. d. Grenadierstraße. Arbeits- Anzüge( festeste Näharbeit). Billigte Preise! J. Leiser. Seit 1. April a. c. befindet sich meine minerstraße 6. Eine gut eingerichtete Schlofferei, mein Cigarrengeschäft. Vorzügliche Empfehle allen Freunden u. Genossen Zu erfr. Lynarstr. 8 I. 126 Pfd. 30 Pf. Otto Große, Weddingſtr? Roh- Tabak empfiehlt zu den billigsten Preisen J. Fränkel, Berlin, Klosterstr. 72. 20b Arbeitsmarkt. Rohtabak- Handlung Kaiſerſtraße 30 Rechtsbureau Granitschrifthauer, Granitschleifer, u.bringe hiermit mein neues, reichhaltiges Lager bestens in Erinnerung. 2246L Ernst Förster, Rohtabak- Handlung Stellung F. Priess, Matthiasstr. 8 Kinderwagen. Andreasfr. 23 Sp. Größtes LagerBerlins Steinmetzen auf Marmor verlangt bei hohem Akkord u. dauernder an der Landsb. Allee. 376 Kinder- Wagen a. Theilzahlung Paul Neugebauer, Charlottenburg, Wilmersdorferstraße 54a. 22312 Rechtsbureau Wrangelstr. 88, II. Rathsertheilung, Anfertig. v. Schrifts stücken aller Art. Sprechstunden von 8-8 Uhr. 2961b Tobias, Prinzenstr. 10. Briefe u. Einköniglichen Amtsgaben jed. Art, Strafaufschub u. jurist. Rechtsbureau richters 3., Alte a. Rath in allen Sachen für 1,50 M. Jakobstr. 130, Gewissenhafter Rath tüch. Rechtsanwalt. Gonnt. b. 8-9, 2 unentgeltlich. Auch Sonntag.[ 2225 Klagen, Gnadenges. billig. Vertret. d. in allen Angelegenheiten. Unbemittelten Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthitraße 2.