Nr. 138. Abonnements- Bedingungen: 9 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs Breisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn z art, für das übrige Auslan 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. wild # 99 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Big. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Mittwoch, den 17. Juni 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Ergebnisse der Berliner Reichstagswahlen. 60 CIM Gewählt find: Im 2. Wahlkreise: Richard Fischer. Im 3. Wahlkreise: Wolfgang Heine. Im 4. Wahlkreise: Paul Singer. Im 5. Wahlkreise: Robert Schmidt. Im 6. Wahlkreise: Georg Ledebour. Stichwahl findet statt: 28 Im 1. Wahlkreise zwischen Dr. Leo Arons( Socialdemokrat) und Kämpf( Freifinnige Volkspartei). Berlin I. Die Stimmenzahl verteilt sich wie folgt: ( Die eingeklammerten Ziffern beziehen fich auf die Hauptwahl vom 16. Juni 1898) Berlin IV. Wahlberechtigte: 17 490( 18 837). Dr. Leo Arons, Soc. 5315 Wahlberechtigte 115 851( 96 924). Singer, Soc., 67 865( 45 293). 3635). Kaempf, Fr. Bp. 4266( 5667). Bartels, fonf. 2921( 2126). Löhning, Fr. Bp., 9015( 7811). Wegner, Kons, 8547( 7273). Nat- foc.( 1008). Centr. 257. Bersplittert 80. Ungültig 56. Centrum 1991( 1256). Pole 232( 199). Antisemit 309. Berfpl. 617. Stichwahl zwischen Arons und Kaempf. Ungültig 161. Berlin II. Wahlberechtigte 81 167( 76 727). Fischer, Soc. 84 920( 26 269). Kreitling, Fri. Vg. 16 009( 16 127). Wendstern, Konf. 10 582( 11 359). Fischer gewählt. Centr. 2025( 755). Bole 109( 91). Berlin III. Wahlberechtigt 31 341( 30 852). Heine( Soc.) 15 125( 11 411). Jäger( Fr. Bp.) 5761( 8031). Hahn( Sons. Antis.) 3672( 3809). Centrum 392( 877). Pole( 47)). Berspl. 186. Heine gewählt. Berlin 300 Singer gewählt. di Berlin V. Wahlberechtigte 33 825( 31 435). Rob. Schmidt, Soc. 14 561 ( 10 025). Zwick, frf. Bp. 6355( 7085). Bruhn, Kons.- Antis. 33701 ( 3286). Centrum 308( 339). Deutschsocial( 248). Schmidt gewählt. Berlin VI. Wahlberechtigte 164 932( 142 226). 89 Gesamt- Ergebnis. 1903 Zahl der Wahlberechtigten 1903 Socialdemokraten 1898 1903 Freifinn. 1898 Ledebour, Soc. 78 662 452 236 Es erhielten Stimmen: . 216 448 155 411 1903 mehr 61037 1903 mehr 0 1903 weniger 56 116 55 324 892 42 210 43 407 1297 Dresden- Mtstadt Dresden- Neustadt #Dr. Gradnauer ( 58 778). Ulrich, Konf.- Antis. 13 118( 15 554). Liebenow, Fri. Bp. 1903 Konservative und Antisemiten 14 610( 10 603). Centr. 3415( 1748). Ungültig und zersplittert 1348. Ledebour gewählt. Jm Centrumsturm Klaffen die Risse. Kttowiz, der alte Sit der Klerikalen, ist für das Centrum verloren; hier ist Letocha aus der Stichwahl gefallen, und unsre Parteigenosse kommen mit den Nationalpolen in die Stichwahl. Im rheinisch- westfälischen Industriedie Hauptstadt der Socialdemokratie! bezirk ist die Socialdemokratie mächtig gegen das Centrum vorDeutschland das Reich der Socialdemokratie! gedrungen, in Württemberg gegen die Demokratie. Das deutsche Volt hat in den Wahlen den gewaltigsten Protest gegen die Herrschende Reaktion abgegeben. Wt Donnerstimme reden die Zahlen der Stimmen. Der Brotwucher ist ge= richtet, und alles was um ihn fich drängt. Die Wahlen sind ein zerschmetternder Schlag für das ganze herrschende System. Wenn die Nacht vollendet, was bis Mitternacht begonnen, dann bereitet sich eine Weltwende der deutschen Politik vor. Deutschland wird zum Lande des Socialismus, dem unüberwindlich vorwärts drängenden, Berlin- Deutschland hat das Tischtuch mit der Neaktion aller Farben endgültig zerschnitten; es ist die Hauptstadt der Socialdemokratie geworden. Fünf Wahlkreise sind im ersten Ansturm genommen. Im ersten Wahlkreise trat die Socialdemokratie an die erste Stelle und nahm um 46 Broz. zu, während der Freifinnige Volksparteiler, mit dem Befreier und Erlöser. dem sich Genosse Arons in der Stichwahl messen muß, um Der Sieg des deutschen Proletariats ist der Sieg der deutschen 1401 Stimmen abnahm. In den andren Berliner Wahlkreisen ist Kultur. die Zunahme der socialdemokratischen Stimmen überwältigend; Zunahmen um 38 Proz., 32 Proz., 45 Proz., 33 Proz. In Berlin herrscht ungeheure Begeisterung. Der Buſantmenbruch des Freisinns ist vollständig. Der Versuch der Konservativen, Boden in der Reichshauptstadt zu gewinnen, ist fläglich gescheitert. All das Lügengeschwäß, das dieser Wahlkampf aufgeschwemmt, ist in nichts zerronnen. Berlin hat um 63 000 socialdemokratische Stimmen zugenommen! Gewaltig find auch die Erfolge in den Berlin vorgelagerten Wahlkreisen. Unser das Reich unser die Welt! 1039 Wahlergebnisse aus dem Reiche. Und Sieg auf Sieg tünden auch die Nachrichten aus der Provinz. Unfre Hochburgen haben wir behauptet, überall mit starkem Stimmenzuwachs; nur in Magdeburg scheinen uns ein paar Stimmen zum Siege im ersten Gange zu fehlen. Dagegen haben wir DresdenAltstadt, Solingen, Pirna, Blauen, Bittau, Döbeln, Altenburg, DarmSchwarzenberg, Bremen, Bielefeld, Baireuth gleich in der Hauptwahl oder überhaupt zum erstenmal sha erobert. Ueberhaupt ist Sachsen völlig das rote Königreich geworden. Selbst Leipzig- Stadt ist nahe dem socialdemokratischen Siege. stadt, Limbach, Eine Siegesnachricht drängt die andre; nur ganz vereinzelt kommen Meldungen, die geringere Fortschritte zeigen. Rückschritte nirgends. Auch in rein agrarische Wahlkreise, wie Altenburg, sind wi siegreich eingedrungen. Gewählt sind Socialdemokraten: 1898 Zwickau Reichenbach- Auerbach Glauchau- Meerane Chemnit Gera Greiz Lübeck Braunschweig Zittau Döbeln Altenburg Darmstadt De Pirna Plauen Blauen Bremen Mittweida Sonneberg dino Randow- Greifenhagen Berlin 2 Fischer Berlin 3 Heine Heine Berlin 4 Singer n Berlin 5 noma od Schmidtmar Berlin 6 Ledebour Zubeil Stadthagen Breslau( West) Bernstein München 1 Hannover Meister Nürnberg Solingen Scheidemann Stuttgart Elberfeld Molkenbi.hr Bayreuth Teltow- Beeskow Nieder- Barnim Halle( Saalkreis) Schwarzenberg Kaden Stolle Hofmann Auer Schippel Wurm Förster Schwarz Bloß Ed. Fischer Grünberge Buchwald Cramer Fräßdorf Gerisch Schmalfeld Göhre Reißhaus Körsten Kunert Grenz v. Vollmar Dr. Südetum Hildenbrand Hugel dine Berlin wählt! \ Erster Wahlkreis. Heiß war das Ringen im ersten Kreis, den der Freisinn bisher als seine Hochburg hat betrachten dürfen. Hier, wo die Arbeiter- klasse wenig zahlreich vertreten ist, hatte die Socialdemokratie ganZ besondere Anstrengungen zu machen, um sich als achtunggebietenden Gegner zu erweisen.— Der Kampf setzte sofort ungewöhnlich scharf ein. Die„Reichstreucn" hatten ihren Zettelverteilern Papptafeln auf Brust und Rücken gehestet.„Jeder reichstreue Mann wählt", so las man,„Bartels im 1. Reichstags- Wahlkreis." In den Beamtenvierteln wurden die„reichstreuen Männer" schon in der ersten Stunde an die„Wahlurne" gebracht, die diesmal ein Hätz- licher, viereckiger Kasten war. Die Lakaien und sonstigen Hof- beamten des Schlotzviertels traten geschlossen an, großenteils in Uniform. Ebenso stüh fanden sich die Bewohner der Dorotheenstadt ein sowie die des Hansaviertels, das den westlichsten Ausläufer des ersten Kreises bildet. Beamte und Angehörige des Handclsstandes, das konservative und das steisinnige Bürgertum, überwiegen in diesen Bezirken. Für den 23. Wahlbezirk war diesmal der„Kaiserhof" als Wahl- lokal bestinimt. Ein Genosse, der hier als Zettelvertciler fungierte, hatte sich den artigen Wahlscherz geleistet, in Cylinder und weitzer Weste zu erscheinen. Hier wählten u. a. die Minister. Der erste war der Staatssekretär des Reichspostamts K r ä t k e, dem sich einige vortragende Räte angeschlossen hatten. Später erschien Graf P o s a d o w s k h. Als sich ihm die Zettelverteiler näherten, machte er eine abwehrende Handbewegung, er brachte den Stimmzettel bereits mit. Bald folgte Staatsminister v. Podbielski. Auch dieser klopfte auf seine Brusttasche, in der er den Stimmzettel geborgen hatte. Der sächsische Gesandte Graf Hohenthal wollte sein Wahlrecht ausüben, ohne in die Zelle zugehen. Aber der Zwischenfall wurde in diplomatischer Weise durch Intervention des Wahlvorstehers erledigt, und der gesetzesunkundige Herr Ge- sandte schritt durch die Zelle an die Urne heran. Etwas un- gewöhnlich war das Erscheinen eines Schwarzen aus Togo; es war der Koch des Staatssekretärs von Richthofen mit Namen Adjama. Graf B ü l o w blieb aus; wie es heitzt, wegen Krankheit. Die socialdemokratischen Wähler konnten erst mittags in größerer Zahl anrücken. In der Mittagstunde wurde bereits die Arbeit des Schleppens begonnen, weil gerade von den socialdemokratischen Wählern viele nur in dieser Zeit erreichbar sind. An Hilfs- kräften fehlte es nicht, auch Frauen sah man in den Bureaus. In den Abendstunden, wo das Schleppen mit Nach- druck betrieben wurde, beteiligten sich die Frauen auch an dieser Arbeit. Die Wahlbeteiligung war infolge der intensiven Agitation, die von allen Parteien betrieben wurde, geradezu enorm. Die meisten Wähler kamen so zeitig, daß es in der letzten halben Stunde in manchen Wahllokalen schon ganz leer war. Punkt 7 Uhr wurde der Wahlakt geschlossen und in Gegenwart zahlreicher Wähler, die aus den Bureaus herbeigeeilt waren, mit der Feststellung des Wahlresultats begonnen._ Zweiter Wahlkreis. Die Wählerschaft des zweiten Kreises ist eigenartig zusammen- gesetzt. Im Osten an der Grenze von Rixdorf fast nur Arbeiter, nach der Kreuzberggegend hin Beamte und Gewerbetreibende, zwischen Potsdamer Bahn und Potsdamerstratze eingesprengt ein scharf um- grenztes Gebiet durchaus proletarischen Charasters und hart daneben bis zum äußersten Westen hin das„vornehme Berlin". Dort im Westen war schon in den Vormittagsstunden die Beteiligung stark. In den„echten Bräus", die vielfach als Wahllokals benutzt-wurden, saßen die Herren Beamten. die Großindustriellen und Großkaufleute und genehmigten ihren Frühschoppen. An der Grenze Schönebergs und in der Kreuzberg- gegend rückte gleich nach 10 Uhr eine ganz andre Wählerschaft an: Straßenbahner, die von den Bahnhöfen aus der Jnstruktions- stunde kamen— der Dienstag ist Jnstruktionstag— und nun, so- weit sie nicht sofort in den Dienst mußten, rasch wählen gingen. Im .Osten wurde die Beteiligung erst am Mittag stärker. Viel Verwunderung erregten bei den socialdemokratischen Wählern die Zettelverteiler für den „städtischen Konservatipen" Professor v. Wenckstern.„Kandidat Professor Adolph von Wenckstern" stand m handhohen Buchstaben auf einer Papptafel, die sie ans der Brust trugen.„Kandidat für wen?" fragte ein Wähler.„Nu. für die Konservativen I"—„Ja, wollen wir das nicht lieber dazu schreiben? Das wäre doch ehrlicher l" und er zog einen Bleistift heraus, um die kleine, aber wichtige Ergänzung gleich selber anzubringen. Doch der Weirckstern- Mann wich erschrocken zurück:„Da würden sie mir schön an- schnauzen!" Der Name unsres Genossen Fischer prangte in Rot an allen Ecken und Enden, an Mauern und Zäunen, an den Brunnengehäusen und den Trägermasten der Straßenbahn. Auch im zweiten Kreise beteiligten sich übrigens die Frauen wacker an der Arbeit. Männliche Hilfskräfte wurden in Scharen aus dem sechsten Kreise, wo sie überflüssig waren, hierher dirigiert. Das Centralbureau für den zweiten Kreis war in der Lindenstratze im.Vorwärts"-Hause, wo es in den Nachmittagsstunden ununter- krochen hinein und hinausging, wie bei einem Bienenstock. Aber in der letzten Stunde vor Wahlschluß war hier alles leer. Die Hilfskräfte waren sämtlich unterwegs, um die Säumigen zu holen. Wähler, die nach entfernten Stadt- teilen verzogen waren, wurden durch flinke Radfahrer aufgesucht und an ihre Pflicht, auch unter diesen erschwerenden Umständen sich der Wahlbethätigung nicht zu entziehen, gemahnt. In den Außenbezirken des 2. Wahlkreises war der Andrang zwisiben 12 und 2 Uhr mittags bereits ein derartig starker, daß 30 bis 40 Personen bis zur Wahlzelle Posto gefaßt hatten und daß in- folge dessen die Abfertigung der Wähler unter dem Andrang erheb- lich verlangsamt wurde. Im 8S. Wahlbezirk wurde im Wahllokal in der Dessauerstrahe von fteisinniger Seite dagegen Protest erHoven, daß der Wahlvorsteher bei der Stimmabgabe nur den Namen des Wählers auftief, anstatt auch die in der Liste eingetragenen Nummern der Wahlberechtigten nennen zu lassen. Dritter Wahlkreis. Im dritten Kreise machte sich das Wahlgetriebe infolge de« fast überall außerordentlich lebhaften Geschäftsverkehrs wenig nach außen hin bemerkbar, trotzdem die Beteiligung in fast allen Bezirken von vornherein sehr lebhaft einsetzte. Offenbar war man fich auf allen Seiten klar, daß beim Treffen in diesem hart umstrittenen Kreise von vornherein alle Reserven ausgeboten werden mußten. Kleine Geschäftsleute vorwiegend, natürlich auch„große", stellten zunächst das Hauptkontingent der Wähler nament- lich in den Bezirken um den Spittelmarkt. In der Gegend der Admiral-, Britzer- und Wasserthorstraße und einigen andren Straßen dagegen herrschte der Arbeitskitte vor. In der Mittagszeit drängten die Arbeiter in größeren Schubs heran. Die ersten Nachmittagsstunden saßen die Wahlkommissionen vielfach gelangweilt an ihren Tischen. Erst nach drei Uhr strebten wieder kleinere Trupps heran. Um diese Zeit hatten bereits über die Hälfte aller eingeschriebenen Wähler in den meisten Bezirken ihren Stimmzettel abgegeben. In den Parteilokalen bemerkten wir eine siegeszuversichtliche Stimmung und feiertägliches Treiben,.gier und dort war ein Orchestrion in Bewegung und als Begleitung dazu dröhnte uns aus einem Nestaurant das Lied entgegen: „Wer schafft das Gold zu Tage, wer hämmert Erz und Stein." Nur die schwergeplagten Schiffer an den Ziegelkähnen im Wasserthorbecken ächzten schweißtriefend an ihren Karren, als wüßten sie nichts von diesem Tage der großen Abrechnung.— In den letzten Wahlstunden nahm die Beteiligung wieder einen lebhafteren Charakter an, doch ging die Abwickelung der Geschäfte, soweit uns bekannt, ohne wesentliche Störung vor sich. Der Wahl- apparat unsrer Partei, über mehr als genügend Kräfte verfügend, funftiomerte, auch dank der Unterstützung der Radfahrer, tadellos.�- Vierter Wahlkreis. Wahlwetter I Der Himmel ein einziges Grau. Wie eine Mah- nung an die etwa vergeßlichen Arbeiterwähler unsres aus- gedehnten Proletarierreviers: Seht, so ist euer Leben I Sorgt, daß es sonniger werde I— Und wem diese Mahnung nicht deutlich wurde, der mußte aufmerksam werden, als die vielen feiernden Arbeiter herausdrängten aus ihren Hinterhäusern und dunklen Höfen, um gemächlich ins Wahllokal zu schlendern oder sich der Partei- genössischen Arbeit zu widmen. An Hilfskräften ist kein Mangel I Diese ftohe Botschaft, welche wieder einmal Zeugnis ablegt von dem thätigen Eifer unsrer Genossen, erklang auch im vierten Kreise. Viele Arbeiter, so namentlich die der Holzindustrie, machten den Wahltag zum Feiertag.— Die Wahlthätigkeit wickelte fich, so weit wir es beobachten und erfahren konnten, ohne Auftegung und störende Zwischenfälle ab. Die Anhänger des „nationalen Kandidaten Wegner" überschwemmten im Laufe des Vormittags den Kreis mit kleinen gelben Zetteln, der „zur schleunigen Aufklärung" dienen sollte und worin dem„Vor- wärts" wegen angeblicher unwahrhaftiger Behauptungen von dem Genannten eine Klage wegen verleumderischer Beleidigung angedroht wird. In Parteikreisen lächelte man über dieses großartige Mittelchen, unsren Genossen Singer aus dem Sattel zu heben.— Wie es in unsrem Revier nicht anders sein kann, stand das Straßenbild wie das der Wahllokale fast völlig unter der Signatur des Proletariats. Nur hin und wieder die„besseren Röcke". Mancher von ihren Trägern steckte eine ehrpuffelige Miene auf, aber wer kann wissen, was dahinter steckt? Ob in der allergeheimsten Westen- tasche nicht doch vielleicht der„rote Jude Singer" des Sturzes in die Urne harrt? Aber da stapft einer daher in Angströhre und gelber Weste— ein Dreicentnermensch. Auf der Brust hängt ein Orden, auf dem schwammigen Antlitz liegt's wie eine dicke Wolke. Demonstrativ geht er daher, gewichtig und doch von Galle erfüllt, giftige Blicke auf die lächelnden Proletarier schleudernd. Er weiß, das Wählen ist ein Opfer von ihm, denn„die da" haben den Sieg von vornherein in der Tasche.— Inzwischen hat sich der Himmel ein wenig erhellt. Die drohenden Wolken verziehen sich. Petrus hat es aufgegeben, einen nassen Gruß aus die sündige Erde zu senden. Was nützt auch alles Gießen von oben? Der Osten und Südosten sind rot I Die Farbe wäscht kein Regen mehr ab.— In den Außenbezirken unterschied sich das Stratzenbild in den Vormittagsstunden kaum von dem der übrigen Wochentage. Erst nach zwölf Uhr be- lebte es sich. Die Straßenbahnen und Omnibusse konnten auf einigen ihrer Hauptlinien nicht immer die der Beförderung Harrenden aufnehmen. Gegen zwei Uhr ließ der Andrang hier und in den Wahllokalen nach und lenkte in ein sehr pflegmatisches Tempo. Um vier Uhr hob sich der Verkehr wieder, um dann zum Schluß der Wahlzeit hin zeitweilig in einigen Lokalen zum Gedränge anzusteigen. Nach sieben Uhr strömte es in bellen Haufen die Hauptstraßen entlang, dem Versammlungslokale zu. uni von der rächenden Bilanz zu vernehmen. Fünfter Wahlkreis. Nur wenige Stimmen hatten die Wahl im Jahre 1898 zu unsren Ungunsten entfchieden. Das war unsren Genossen ein Stachel, diesmal ihre Kräfte aufs äußerste anzuspannen. Bewunderungs- würdig war die ruhige Energie, mit der die Agitation von feiten unsrer Genossen geführt wurde. Schon am ftühen Morgen begann die Arbeit. Zeitig hieß es aus den Federn sein; um 5 Uhr früh schon mußten die Flugblätter an die Arbeiter, die zur Fabrik gingen, verteilt werden, um die Säumigen zu erinnern, die Gleichgültigen aufzupeitschen. Das Bewußtsein, daß der Freisinn und die ihm verbündeten Antisemiten mit allen Mitteln kämpfen würden, um uns niederzuringen� beflügelte unsre Genossen. Das ganze Heer der Armenräte, Bezirks- Vorsteher, Schulräte zc., kurz alles, was irgendwie mit der ftei- sinnigen Clique im„Roten Hause" zusammenhängt, war gegen uns aufgeboten zu einer stillen, äußerlich wenig bemerkbaren aber kräftigen Agitation. Herr Justizrat Cassel fuhr höchstselbst m einer zweispännigen Equipage umher, um insbesondere die zahlreichen jüdischen Wähler zu gunsten des' verkappten Antisemiten Zwick zu beeinfluffen. Die wirffchastliche Abhängigkeit hat heute wohl manchen, nicht übcrzeugungsfesten Wähler veranlaßt, sich von den kommunalen Bezirksgrößen, die für die Vergebung von kommunalen Aufträgen und die Gewährung von Benefizien so einflußreich sind, für den Freisinn werben zu lassen. In ihrem Wahlbureau saßen ein Dutzend der famosen, von ihren Chefs„ausgeliehenen" Handlungs- gehilfen, und nachmittags, als die Stimmung gespannter wurde. wurden die Insassen des Armenhauses zur Wahl getrieben. Die Anftsemiten hatten durch Anschlag auf dem schwarzen Brett der Technischen Hochschule Studenten zur Wahlagitation geworben. Ihre Agitation war laut und lärmend und radaumäßig. Hier suchten die Antisemiten durch besondre Auftufe, welche auf der Straße zur Ver- teilung gelangten, die Handlungsgehilfen für sich zu gewinnen. Am Wahltage ftiih wurden von antisemitischer Seite an Schaufenster» und Firmenschildern Tausende schwarzer Oblaten angeklebt mit der Inschrift„Wählt Wilhelm Bruhn". Gleiche Aufforderungen enthielten riesige Plakate in Schaufenstern und an Häuserftonten. Vielfach wurde diese Art Agitation dadurch illusorisch gemacht, daß dem „Wählt" ein„nicht" hinzugeftigt wurde. llnsre Genossen, die insesondere in den Nachmittagsstunden starken Zuzug aus dem sechsten Wahlfteise erhielten, hatten einen ausgezeichneten Schlepperdienst eingerichtet. Aber schon bevor dieser in Funktion trat— um 12 Uhr wurden die ersten Mahnzettel in die Wohnungen gesandt— war die Wahlbeteiligung ungemein stark; nahezu 20 Prozent der Wähler hatten schon vor 12 Uhr gestimmt. Zwischen 12 und 2 Uhr steigerte sich der Zuzug der Wähler sehr erheblich. Trotzdem wickelte sich der Wahlakt überall glatt und rasch ab. In dem Maße, als die Zeit vorrückte, steigerten unsre Genossen ihre Anstrengungen; in dem Hauptlokal in der Rosenthalerstr. 57 war ein fortwährendes Zu- strömen zur Arbeit sich meldender Genossen und Genossinnen, die an die Nebenlokale abkommandiert wurden. Ucberall herrscht» kampfesftohe Zuversicht. Sechster Wahlkreis. Hier sah es weniger fliegerisch aus, als im fünften Wahlfleise. In dieser alten Hochburg der Socialdemokratie sind unsre Genossen des Sieges so sicher, daß sie mit der Ruhe des Starken auf jede besondere Kraftanstrengung am Wahl- tage verzichten können und ihre überschüssige Kraft in den Dienst der Agitation ftir die andren Wahlkreise stellen können. Ungefähr 2000 Genossen waren im Wahlkreise selbst als Strichler zc. bei den Wahllokalen thätig; mindestens 3000 aber hat der Wahlkreis den andern Berliner Wahlkreisen, ja sogar an- grenzenden Wahlkreisen in der Provinz zur Verfügung gestellt. Ohne jedes Anfleiben weiß jeder Socialdemokrat in diesem ungeheuren Wahl- kreis, der allein 164 000 Wähler, ein Drittel der Wähler ganz Berlins, umfaßt, was am Wahltag seine Pflicht ist. Hier war das Stratzenbild auch in den VorinittagSstundcn ein lebhaftes. Man sah zahlreiche Trupps von Arbeitern von den Fabriken zum Wahllokal marschieren. Stolz und Siegesbewußt- sein leuchtete aus jedem Proletariergesicht, das einem begegnete. Zurufe über die Wahl flogen hin und her— jeder einzelne Arbeiter sah in dem ihm begegnenden Proletarier heute mehr als je den brüderlichen Mitkämpfer. Wie sehr unsre Genossen im sechsten Wahlfleise vom Bewußt- sein ihrer Parteipflicht erftillt sind, mag folgende kleine Episode zeigen. Ein Herr wollte um Va7 Uhr vom Hauptagitationslokal in der Wiesenstraße rasch zurück in die Stadt und rief eine vorüberfahrende Droschke an. Der Kutscher ließ ihn einsteigen, meinte aber, es wäre ihm lieber, wenn der Herr ver- zichtete: er müsse wählen gehen und die Wahl sei um 7 Uhr zu Ende. Lieber verzichtete er auf den Fuhrlohn, als daß er fein Wahlrecht nicht ausgeübt hätte. Der Zuzug der Wähler war am stärksten zwischen 12 und 2 Uhr und in den Abendstunden. Charlottenburg-Tettow-Veeskow. Im Wahlfleise Charlottenburg-Tcltow-Beeskow, der dem zweiten Berliner Wahlfleise vorgelagert ist, vollzog sich die Wahlarbeit im ganzen in denselben Formen wie in Berlin. In Charlottenburg boten die Plakatsäulen einen amüsanten Anblick.„Wahlrecht— Wahlpflicht I" mahnten auf weißem Papier die Konservativen. Aus den und den Gründen solle man nicht Zubeil wählen, sondern Hammer. Unmittelbar daneben Nebte ein rotes Plakat in gleicher Größe.„Wahlrecht— Wahlpflicht I' mahnte auch dieses Plakat. Aber darunter wurde mit fast denselben Worten wie auf dem Hommerschen Plakat den Wählern zugerufen, nicht Hammer, sondern Zubeil zu wählen. Die Arbeiter lasen schmunzelnd beide Plakate und wählten Zubeil. In Schöneberg boten sich Frauen so zahlreich zur Hilfe an, daß man viele zurück- weisen mußte. In Tempelhof standen sie auch als Zettelverteilerinnen auf der Straße und bekamen von manchem Wähler galantes Lob zu hören. In Rixdorf hatten fich soviel Kräfte zur Wahlarbeit eingefunden, daß ihre Beschäftigung eine Uumögllchkeit war. Die Beteilignng an der Wahl selber gestaltete sich in fast allen Bezirken bereits am Vormittag lebhast, da viele Arbeiter von ftüh an feierten. Wie es in unsrer Arbeiterstadt selbstverständlich ist, hob fich die Zahl der Wählenden bedeutend in der Mttagszeit, dann flaute die Beteiligung stark ab. In der dritten Stunde lehnten die Stimmzettelverteiler gelangweilt an den Hausthüren und die Straßen hatten ein fast schläfriges Aussehen. Nur selten ein Kittel, eine Bluse, eine Arbeitsjacke,— jetzt dominierte der schwarze Rock, von einigen Bezirken abgesehen. Das Bild änderte sich gegen den Abend hin völlig. Die Arbeit trat in ihre Rechte. In dem Lokal, wo das Wahlbnreau unsrer Partei etabliert war, herrschte vom Morgen bis Abend ein Leben wie in einem Bienenkörbe und eine fröhliche Stimmung. Große Heiterkeit erregte in Baumschulenweg ein eigenartiger Wahlagitator: ein E s e l, der durch angehängte Plakate zur Wahl des schlichten Mannes Hammer aufforderte. Nieder-Barnim. Ein ähnliche? Bild wie in Charlottenburg-Teltow-BeeSkow ent- wickelte sich auch hier. Lichtenberg- Friedrichsfelde und Stralau-Rummelsburg hatten bereits am Vormittag eine rege Wahlbeteiligung. Das Hauptwahlbureau unsrer Partei im letzteren Orte teilt uns mit, daß die Wahlvorsteher— die zugleich Amtsvorsteher sind— in Sadowa, Zerpenschleuse und Eiche schon in den ersten Stunden sehr schneidig vorgingen und alle Personen aus den Wahllokalen wiesen, soweit sie sich nicht als Wähler der befleffenden Orte legitimieren konnten.— Vielfach wurde bereits am Vormittag, im übrigen fast allgemein am Nachmittag ge- feiert. Stimmung vorzüglich; sie wurde noch verbessert durch den Anblick der roten Riesenlettern, die vielfach auf den Trottoirfliesen prangten:„Wählt Stadthagen!" Einen hübschen Konflast zu dieser„Röte" bildeten die grünen Röcke der Gendarmen, an mehreren Straßenecken wachte je ein Doppelposten, revolver- bewaffnet. Die Bestätigung einer Mitteilung, wonach die Wähler in Eiche noch um 11 Uhr vormittags der Eröffnung des Wahllokals harrten, bleibt abzuwarten. Wahlergebnisse. Privatdepeschen des„ Vorwärts". ( Die eingeflammerten Ziffern beziehen sich auf die Hauptwahl vom 16. Juni 1898.) Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Zubeil( Soc.) 63 031( 42 699). Rons. 28 441. Frs. p. 11 392). Reformp.( Antis.) 2080. Ctr. 1232. Pole 111. Gegenparteien 43 972. Ginige kleine Orte stehen toch aus. Zubeil gewählt. Nieder- Barnim. Stadthagen( Soc.) 25 820( 23 017). Konf. 9295 Bp. 2805( 4244). Ctr. 587( 610). Reformp.( Antis.) werker( fons.)( 240). Unbestimmt( 48). Pole ( 40). Zerspl. u. ung. 305( 28). D Stadthagen gewählt. Glauchau- Meerane. Auer, Soc. 17 147( 13 437). Natl. 7014( 8690). Auer gewählt. München II. Vollmar( Soc.) mit 35 000( 1898: 23 116) gewählt. Mannheim- Schwekingen- Weinheim. ( 13 648). Fri. ( 409). Hand( 40). Ctr. Dreesbach, Soc. 20 200( 15 244). Natl. 14 100( 8747). Centrum ( 2097). 6500( 4667). D. Vp. 2300( 2319). Ant. Stichwahl zwischen Dreesbach( Soc.) und Natl. Stadt Nordhaufen Grafschaft Hohenstein. Th. Glocke, Soc. 4497( 3409). Wiemer, fri. p. 4864( 3781). Franke, tons. und Ref. 3363( 3409). Sachsen- Altenburg. Buchwald, Soc. 16 013( 14 143). Kons. und Bd. der Landw. ( 15 875) und Frf. Bp.( 1030) 11 949. Buchwalds Sieg sicher. Chemnitz. M. Schippel, Soc. 34 064( 24 772). Langhammer, Natl. 13 050 ( 138). Kellerbaum, Freis. 3723. ( 14 734). Unbest. Schippel gewählt. Dessau- Zerbst. inn Herm. Käppler, Soc. 12 145( 10 731). Rösicke, Lib. 11 108( 9271). Kons. 5412( 3897). Stichwahl zwischen Käppler( Soc.) und Rösicke( Lib.) Stadt Königsberg i. Pr. Haase, Soc. 14 042( 13 522). Fr. Vg.( 5828) und Fr. Vp.( 5814) 10 540. Rons. 3215( Ref. 421). Centr. 58( 326). Stichwahl zwischen Haase und Freifinn. gual i chus Saalfreis- Halle. Kirchberg- Auerbach. Fr. Hofmann, Soc. 14 951( 13 154). Hoensbroech( Matt.) 8843 ( 11588). Hofmann gewählt. Grünberg( Schlesien). Stichwahl zwischen Freifinn und Konservativ. 6. Reutlingen- Rottenburg- Tübingen. Hermann( Soc.) 5188( 2611). D. Vp. 6029( 6859). Natl. 4714 ( 4605). Ctr. 3240( 2814). Welfe Stichwahl zwischen Hermann( Soc.) und D. Bolkspartel. Braunschweig- Blankenburg. W. Blos( Soc.) 13 452( 14 657), Langerfeld( wild) 7534( 7488), ( 5767), Fischer Ref.( Antis.) 956( 1887),( C.) 447( 366). Blos gewählt. Apenrade- Flensburg. H. Mahlke, Soc. 6170( 4016), Raab, Ref.( Antis.) 5139( 4424), Kunert, Soc. 19 674( 17 840) Natl.( 8833). Frf. p. 9909( 8236). Wolgast( Wildl.) 4595( Nat.- ilb. 3747), Freis. p. 2521, Andresen, Däne 2509( 3349). Ref.( Antis.)( 795). Centr.( 59). Natl.- Kons. 8907. ( 3086). Kunert( Soc.) gewählt. Danzig- Stadt. 1 Bartel, Soc., 6081( 3822). Frf. Wg. 7692( 7231). Centr. 3522 Kons. 3256( 2968). Antis.( 368). Pole 441( 310). Stichwahl: Bartel( Soc.), Mommsen( frs. Bg.). Zittau. Edm. Filcher( Soc.) 11 190( 7814), Natl. 6080( 5815), Stichwahl zwischen Glocke( Soc.) und Wiemer( frf. Bp.) Fr. Vp. 5034( 5685.) Stadt Frankfurt a. M. Schmidt, Soc. 20 155( 20 019). Frs. Vp.( 12 193). Nationalsocial 5057( 3295). Centr. 3634( 2391). Ref., Antis. 4490( 1551). Demofr. 7514(-). Vogt, B. d. L. 9159( 6745). Fischer gewählt. Backnang- Hall- Weinsberg. Karl Krüger, Soc. 3670( 1929). Mischmasch 4780. Vogt( B. d. L.) gewählt. Kalb, si ji and ( 6457). Solingen. Scheidemann, Soc. 17 394( 11 760). Raulen, natl. 6136( Wildlib. 5838). Hagemeyer, Centr. 6403( 5449). Ref., Antis.( 87). Scheidemann( Soc.) gewählt. Stichwahl zwischen Schmidt( Soc.) und Demokrat. Reuß jüng. 2. Wurm, Soc. 11 644( 12 044). D. Reichsp. Mischmasch 8178( 2219). Wurm gewählt. Bochum- Gelsenkirchen. = D. Hué( Soc.) 40 000( 22 379). Natl. 33 000( 31 623). Centr. 31 000( 30 029). Pole 7000. Stichwahl zwischen Hué( Soc.) und dem Nationalliberalen. Plauen- Delsnik. Albin Gerisch, Soc. 14 314( 9744). Konf. 6106( 11 582). Frf. Vp. 6443( 2962). Gerisch( Soc.) gewählt. Göppingen- Gmünd. Dr. Lindemann, Soc. 8598( 5321). Natl. 3559( 5107). D. Volfsp. 3290( 4189). Centr. 4060( 3347). Bauernb. 1739(-) 29 Stichwahl zwischen Lindemann( Soc) und Centrum. Elberfeld- Barmen. Moltenbuhr, Soc. 26 993( 24 145). Linz, Ant. 12 068( 4852). Unbestimmt( 4042). Friedrichs, Natl. 4091. Mamzel, Frs. Vp. 4528( 18 323). Marg, Centrum 5110. Wolfenbuhr gewählt. Dresden- Altstadt. Bg.) Mittweida- Limbach( Rochlik- Flöha). Göhre, Soc. 18 331( 11 898). Unbest. lib. 10 776( 12 888). Göhre gewählt. Schwarzburg- Sondershausen. Joos( Soc.) 5230( 4700), Bärwinkel( natl.) 5709( 5642),( Freis. ( 1931), Levetzow( Deutsch- Soc.) 3713(-). Stichwahl zwischen Joos nud Bärwinkel.blo.. viled dain Lübeck. Schwarz, Soc. 11 086( 9729). Gephard, Natl. 3345( 5233). Pape, Fri. Vg. 2814( 1706). v. Liebermann, B. d. 2. 296( 838). Tischendörfer, Nat.- foc. 2292( 64). Gewählt: Schwarz. Duisburg- Mülheim- Ruhrort. Cl. Hengsbach( Soc.) 25 253( 7844). Ctr. 22 531( 21 071). Christlich- Social 1394. Pole Dr. Gradnauer, Soc. 21 577( 17 113). Konf.( 9372), Ref.( Ant.) Natl. 26 219( 19 904). Antis. 3327. ( 8986), C.( 443), Frf. Vp.( 34), insgesamt 17 663. 2705. Freifinn 292( 863). Stichwahl zwischen Socialdemokrat und Nationalliberalen. Kottbus- Spremberg. Gradnauer gewählt. Dresden- Neustadt. Stichwahl zwischen Mahlke( Soz.) und Raab( Antis.) Effen. P. Gräser, Soc. 22 705( 4400), Centr. 35 864( 30 103), Vereinigte nationale Partei 20 296( p. 27 498, Frs. Vp. 190). Stichwahl zwischen Gräser( Soc.) und Centrum. Reichenbach- Neurode. Kühn( Soc.) gewählt. Eßlingen( Württemberg). Stichwahl zwischen Schlegel( Soc.) mit Deutscher Partei. Kiel- Rendsburg. In der Stadt Kiel erhielten Legien( Soc.) 16 761, der Freifinnige 4475, der Nationalliberale 4267, das Centrum 519 Stimmen. Danach sind Legiens Aussichten äußerst günstig. Gießen. Eduard Krumm, Soc. 6006( 4495). Ref.( Antis.) 4929( 4718). Natl. 5357( 4159). Centrum( 79). Stichwahl zwischen Krumm( Soc.) und Nationalliberal. Bremen. Schmalfeldt, Soc. 24 494( 18 636). Freese, Fri. Vg. 23 888 ( 20 924). Ref.( Antif.)( 383). Gewählt: Schmalfeldt. Bayreuth. Hugel, Soc. 7278( 4211). Natl. 5186( 6424). Bauernbund 1566. Centr. 513. Hugel( Soc.) gewählt. G Hamburg III( Geeft- u. Marschlande). Metzger, Soc. 51 312( 41 838). Sieverts, Lib. 35 896. Henningsen, Ref.( Antis.) 2242( 5515). Dr. Bitter, Centr. 502( 362). Neumann, Nat.- soc. 751. Gewählt Megger. Ulm- Heidenheim. Dietrich, Soc., 7112( 3640), Natl. 4669( 8021), D. p. 4658 ( 4706), Centr. 3518( 2430), Bauernb. 2031. Dietrich, Soc., in Stichwahl mit Nationalliberatem. rednoj od Kiel- Rendsburg- Plön. Legien( Soc.) 29 021( 19 419). Sämtliche Gegner 18 470. Frf. Bg. 12 682. Reformp.( Antis.) 4077. Natl. 2579. Ctr. 223. Aug. Kaden, Soc.( 18 094). Sons.( 10 268). Ref., Antis.( 5014). Antrid, Soc. 9099( 7950). Stonſ. 9387( 6843). Frſ. Vg. 3667( 5004). 120 Zandorte fehlen noch, doch ist der Sieg Legiens gefichert. Ref. Antis.( 548). Matt.( 4196). Centr.( 153). Kaden mit 1000 Stimmen Majorität gefiegt. Stimmen- Stichwahl zwischen Antrick( Soc.) und Konservativ. Hannover- Linden, Stadt. gahlen fehlen. Döbeln- Roßwein. Heinrich Meister, Soc. 29 246( 25 045), Hurtig, natl. 9040 Grünberg, Soc. 13 147( 9758). Natl. 5440( 5938). Ronf. 5561( 10 290), v. Dannenberg, Welfe 7336( 9957), Antisemit( 2153), ( 5406). Frs. Vp.( 519). Grünberg gewählt. Birna. Fräßdorf, Soc., 15 500( 10 007). Stef.( Antis.) 8900( 11 118). F. Bp. 885( 652). 05 Fräßdorf gewählt. Nürnberg. Dr. Südefum,( Soc.) 28 073( 22 598). Frf. Vp. 13 191( 8317). Matt. 3799( 3361). Centr. 2674( 833). Sons. 509( 1004). to Südekum( Soc.) gewählt. Eschwege- Schmalkalden- Wisenhausen. W. Hugo, Soc. 6080( 5246). p. 3515( 3431). Frs. Vp. 3672 ( 8071). Ref., Antis. 3175( 2410). Stichwahl zwischen Hugo( Soc.) und Freifinn. Stadt Magdeburg. Pfannkuch, Soe. 20 376( 20 125). Arendt, natt. 15 634( 10 683). Frf. Bp.—( 4191). Müller, Untif. 1776( 3691). Cen ( 549). Stichwahl zwischen Pfannkuch( Soc.) und Arendt( natl.) Stadt Stettin. Centr Fritz Herbert, Soc. 13 109( 10 145). Brömel, Fri. Vg. 9472 ( 8994). Stons.( 1388). Fri. p.( 1569). Lepke, Antis. 4940( 790). Stichwahl zwischen Serbert( Soc.) und Brümmel( Frs. Vg.) Annaberg- Eibenstod. 4126. Grenz, Soc. 11 159( 8894). Natl. 8691( 9627). Einige fleine Orte fehlen. Grenz gewählt. Stadt Straßburg. Böhle, Soc. 12 111( 8816). Stiff, lib. 9996( 12 333). Löffler, C. Stichwahl zwischen Böhle( Soc.) und Riff( lib.). Würzburg. Franz Schmitt, Soc. 5537( 3765). Centrum 8744( 5278). Bauernbund( 3143). Lib. 4657( 2799). Stichwahl zwischen Schmitt( Soc.) und Centrum. Rudolstadt. Hoffmann( Soc.) mit 800 Stimmen Mehrheit gewählt. Offenbach- Dieburg. Stichwahl zwischen Ulrich( Soc.) 16 150) und Gegner 16 250. In6Waldenburg( Schlesien). Sachse( Soc.) mit 3000 Stimmen Mehrheit gewählt. Meister gewählt. Stuttgart. Zwickau- Crimmitschau. Stolle, Soc. 25 113( 18 362). Stons. 11 947( 11 986). Hildenbrand, Soc. mit 22 734( 1898: 17 954) gegen insgesamt ndio spStolle gewählt. 19 819 gegnerische Stimmen gewählt. Kalau- Ludau. Segit, Soc. 11 900. fammen 13 000. Stichwahl mit Freifinn. Gegner aus Dortmund- Hörde. Stichwahl zwischen Schubert( Soc.) und Konservativ. Oschersleben- Halberstadt. Stichwahl zwischen Bartels( Soc.) und Nimgau( natl.) Stadt Breslau, Oft. Tugauer, Soc. 14 811( 12544). Konf.( 4899). Centr.( 3496). Antif.( 507), Natl.( 31), Freis. Vg. 5267( 3827), 10 553. Stichwahl zwischen Tukauer( Soc.) und Konservativ. Elbing- Marienburg. Stichwahl zwischen Socialdemokrat und Bündler sicher. Darmstadt- Gr. Gerau. & tistod sid Kramer Soc. gewählt. Reuß älterer Linie. Förster Soc. gewählt. Heilbronn( Württemb.). Kittler, Soc. 7772( 6009). 28olf( Bauernb.) 6382. stafide Stichwahl zwischen Kittler und Woli. Fürth( Bayern). Th. Bömelburg, Soc. 33 000( 19 864). Natl. 21 000( 17 731). Centr. 18 000( 17 347). Fri. Vp. 1200( 2210). Bolen 2100(-). Stichwahl zwischen Bömelburg und Nationalliberalen. Hagen- Schwelm. Timm, Soc. 14 118( 9080). Fr. Vp. 10 763( 10 234). Natl. 5953 ( 6892). Centr. 4284( 3712). Antis. 1758( 283). Stichwahl zwischen Timm( Soc.) und Eugen Richter. Hof. Stücklen, Soc. 9760( 6580). Natl. 6533( 8244). Frf. Bg. 3780( 3462). Stichwahl zwischen Stücklen( Soc.) und Nationalliberas. hid it lastsmin Cannstatt. Stichwahl zwischen Tauscher( Soc.) mit Gieber( Natt.) kmi and 3d Vorzeitige Sorge. Böblingen( Württemberg). Sperka, Soc. in Stichwahl mit Bauernbund. München I. Birk, Soc. in Stichwahl 10 076( 1898: 7733) gegen liberal mit 5900. odia xoc. Augsburg. Rollivagen, Soc. 6500( 4593). Centr. 12 000( 13052) Natl. 7000( 6034). Stichwahl zwischen Centr. und Natl. 120 Bassermann, Natl. 7698( 7607). ad 10. Karlsruhe- Bruchsal. Ged, Soc. 11 248( 9031). Centrum 7570. Freisinu 1329. Krefeld.org May, Soc. 7622( 5144). Centr. 18 122( 11 549). Natl. 4555 D. Boltsp. 1244( 6870). Stonf. 2177( 1604). Ref.( Antis.)-( 874). 13 ( 3242). Ref.[ Ant.]( 172). Centrumskandidat gewählt. Stuttgart. Hildenbrand, Soc. 22 830( 17 954), Gießler, natl. 14 569( 12517), Galler, südd. Pp. 2239( 3482), Gröber, Centr. 2084( 1190). Hildenbrand gewählt. Köln( Stadt). Centr. 15-937( 12 821). A. Sofrichter, Soc. 13 492( 9008). Ratl. 6301( 4880). Ref.( Antis.)( 113). Stichwahl zwischen Hofrichter( Soc.) und Trimborn( Centr.) pine Stichwahl zwischen Geck( Soc.) und Bassermann( natt.). Freiburg- Emmendingen- Waldkirch. E. Kräuter, Soc. 4041( 2267). Centr 9942( 9810). Natl. 7809 ( 8624). Ref.( Ant.)( 127). Stichwahl zwischen Centrum und Liberal. Stadt Breslau- West. Ed. Bernstein, So3. 17 509( 14 896). Frf. p. 6713( 5559). Natl.( 4863), Centr.( 2464), Antis.( 509), Stons. 8274( 53). Gewählt Bernstein. Der Berliner Freifinn hat bereits am Dienstag folgenden Handzettel berbreitet! pid Stichwahl 1903. Stadtbezirk 40. Wahlbezirk 59. hin 3weiter Reichstags- Wahlkreis. Sie wählen am Donnerstag, den 25. Juni Lützow str. 22 bei Grandt. Der Stimmzettel fann an diesem Tage jederzeit von 10 Uhr morgens bis 7 Uhr abends in obigem Lokal abgegeben werden und erfordert die Stimmabgabe nur wenige Minuten Zeit. Ms Legiti mation Steuerquittung erwünscht. in dasselbe in einem abgesonderten Raum Ihren Stimmzettel Sie empfangen im Wahllokal ein amtliches Couvert und thun hinein. 7:00 Kandidat aller freisinnigen Wähler ist Stadtverordnetor Robert Kreitling in Berlin. Stimmzettel zur gefälligen Benugung inliegend. Falls Sie am Wahllokal einen angeblich für den freisinnigen Kandidaten bestimmten Bettel, nochmals erhalten, wollen Sie genau darauf achten, daß dieser nur den Namen Stadtverordneter Robert Kreitling in Berlin enthält. Wir bitten Ihren Stimmzettel möglichst im Laufe des Vormittags abgeben zu wollen. Wahlkampf. Internationale Solidarität. Ein weiteres Zeichen der Solidarität des internationalen Proletariats in dem Wahlkampfe der deutschen Socialdemokratie haben unsre russischen Barteigenossen geliefert. Die Redaktion der skra" sandte im Einverständnis mit dem Organisationskomitee der russischen Socialdemokratie 500 Fr. für unsren Wahlfonds. Bedenken wir, welch außerordentlich schweren Kampf unsre russischen Parteifreunde gegen die heillosen Zustände in ihrem eignen Vaterlande zu führen haben und welch große Opfer ihnen dieser Kampf auferlegt, dann verdient dieses Zeichen ihrer Solidarität unfre ganz besondere Anerkennung, die wir ihnen nebst unsrem wärmsten Dank für ihre Sendung hiermit aussprechen. Die englische socialdemokratische Federation fendet uns durch ihren Sekretär Lee die herzlichsten Wünsche für einen tüchtigen Fortschritt bei den Wahlen. das Politifche Ueberlicht. Berlin, den 16. Juni. Deutfches Reich. Der Tarif des vornehmsten Rockes. Der„ Düsseldorfer Generalanzeiger" veröffentlicht ein Cirkular, " paares. Was sagt der Vorwärts" bazu? Die socialdemo fratische Heuchelei in dieser Angelegenheit ist unbeschreiblich. Natürlich können nur Dumme darauf hineinfallen. Wenn heute das deutsche Heer im stande wäre, seinen Eid zu brechen, würde es der„ Virtvärts" bis in den Himmel erheben. Es hätte sich dann vom„ Kadavergehorsam" abgewendet." Was der den kann man in der Redaktion der„ Täglichen thun würde, wenn deutſche Militärs zu den Wirten in Hagen aus Posen zuging und das folgenden Rundschau" wohl kaum genau wissen. Vorläufig steht fest, daß die bürgerliche Preise den militärischen Meuchelmord in Serbien ver Wortlaut hat: " Gestatte mir hiermit die ergebene Mitteilung zu machen, daß herrlicht und vor dem neuen Herren schon auf dem Bauche kriecht, das Trompetercorps des tomb. Jäger- Regiments zu Pferde in der bevor in seinem Balaste das Blut feines Vorgängers trocken geZeit vom 18. Juni bis 22. Juli d. J. ein Konzerttournee zu unter- worden ist. Was würde wohl die„ Tägliche Rundschau" sagen, wenn nehmen beabsichtigt und dabei auch dortigen Ort zu berühren gedenkt. serbische Arbeiter die That begangen und darauf die Republik ( Siehe erfte Beilage.) Ferner bemerke ich hierzu gleichzeitig, daß unser Corps das einzige proklamiert hätten? Jäger- Mufifcorps zu Pferde" in der gesamten deutschen Armee ist, und infolge seiner neuen Kleidsamen, dem Auge sonst ungewohnten Uniform 1G( 0) so von Gewerkschaftliches. überall Aufsehen erregt und das Publikum anlockt. Diese Uniform Der Walin vom socialdemokratischen Terrorismus in den Gewerk Ueber die Tonhallen- Versammlung vom letzten Montag, in der besteht aus grünem Waffenrock( Stoller), grüner Hoſe und weißer schaften ſigt bei der„ Germania" jo fest, daß er auch durch die Ueber die Tonhallen- Versammlung vom letzten Montag, in der Bebel sprach, verbreiten freisinnige Blätter folgende Nachricht: Müße mit grün und gelber Einfassung, oder auch in langen gelben bündigsten Beweise vom Gegenteil nicht zu beseitigen ist. Die durch Wie es um die vielgerühmte Redefreiheit in socialdemokratischen Küraffierstiefeln und weißen Beinkleidern. Lettere fällt dem Publikum die„ Germania" verbreitete Erzählung eines Maurers, der wegen der christlichen Organisation Wahlversammlungen in Wahrheit bestellt ist, mußte gestern der ganz besonders ins Auge, und wir beabsichtigen deshalb, in dieser seiner Mitgliedschaft in macht den Mitgliedern des Maurerverbandes auf ausdrückliche Ans Ingenieur Kart Staufmann, Rosenthalerstr. 26 wohnhaft, in einer Uniform aufzutreten. Unser vollzähliges Musikcorps aus der Arbeit gebracht sein Wahlversammlung für den fünften Verliner Wahlkreis erfahren, in Kavallerie- Jäger- Musit, führt auch Kesselpaufen und Fanfarentrompeten weisung der Verbandsleitung der auch Bebel sprach. Herr Kaufmann hatte schon zwei Tage nebst Heroldsfahnen mit sich und verfügt über ein wohl auserlesenes will, ist von der Leitung des Maurerverbandes im Vorwärts" vorher versucht, in einer Wahlversammlung gegen die Bemühungen, Programm, das kunstgerecht und formvollendet zur Ausführung Beweis hätte als die Behauptungen des angeblich wegen seiner Zuwiderlegt worden. Ohne daß fie für ihre Angaben einen andren die jüdischen Wähler für die Socialdemokratie einzufangen, zu gebracht wird. Das Honorar für das Konzert richtet sich nach der protestieren, war aber nicht zum Worte zugelassen worden. Gestern zum gehörigkeit z christlichen Organisation Gemaßregelten, bleibt die erhielt er zwar das Wort, als er aber nach einigen einleitenden Bahl der Uniform, in grüner langer Hose 250 M., in langen gelben" Germania" Hei ihren ursprünglichen Angaben. Die entgegenstehenden Es würde sich im gegenseitigen Interesse Aussagen mehrerer Personen, die doch dem objektiven Beurteiler Säßen zu seinem Thema übergehen wollte und als Jude und De- Stiefeln 300 M. mokrat die Wahl des freifinnigen Kandidaten empfehlen wollte, empfehlen, lebtgenannte Uniform at wählen. Es wäre mir mindestens ebenso glaubwürdig erscheinen müſſen wie der eine Gewährswurde ihm das Wort entzogen. Das ist die Redefreiheit, wie die mun sehr erwünscht, recht baldigst mitteilen wollen, mann der„ Germ.", werden einfach angezweifelt. Das christliche Blatt Socialdemokraten sie meinen. об Sie geneigt find, unser Corps für ein Konzert in läßt sich von Feinem Gewährsmanne eine„ eidesstattliche Versicherung" Ihrem Etablissement zu gewinnen; endlich welche Tage geben und glaubt damit alle Angaben der Gegenseite entkräften zu Ihnen während unsrer Reisezeit am besten passen. Ihrem gefälligen fönnen. Eine eigentümliche Art der Beweisführung. die„ Germania" zuerst behauptete, Bescheide entgegensehend, zeichnet Hochachtungsvoll Alb. Mittel- Schwerpunkt deſſen, was städt, Stabstrompeter im Jäger- Regt. 3. Pfd. Posen, früher verbandes eine Anweisung gegeben haben soll, wie 5. Ulanen( Düsseldorf)." Wir wollen immer noch zu Gunsten der Freifinnblätter annehmen, daß sie nicht die Tattlosigkeit begangen haben, den peinlichen Zwischenfall in Kenntnis der wahren Thatsachen politisch auszuschlachten. Herrn Kaufmann hätten seine eignen Parteigenossen lieber von einem öffentlichen Auftreten abhalten sollen. Ihm ist auch das Wort nicht entzogen worden, er wurde vielmehr nur zweimal vom Vorsitzenden zur Sache gerufen, weil er in breiten Ausführungen von seinen Familienverhältnissen zu reden begann. Ein folgender liberaler Redner stieß nicht auf die allergeringsten Schwierigkeiten. " Neuer Kampf! QUAL zu 607) 0896( 05)# 00 Der als der hiesige Leiter des Maurerdie Verbandsmitglieder den christlichen Kollegen aus der Arbeit zu bringen hätten. Diese Behauptung ist widerlegt durch die Erklärung Pansers, daß er, beziehungsweise die Verbandsleitung von der ganzen Angelegenheit nichts wußte, sondern erst durch die Veröffentlichung der Germania" Kenntnis davon erhalten hat, und daß die Verbandsleitung es verurteilt, wenn ihre Mitglieder das Zusammenarbeiten mit einem Andersorganisierten glieder das Zusammenarbeiten mit So lange nicht bewiesen werden kann, daß ablehnen würden. Panser eine roahrheitswidrige Erklärung abgegeben hat, muß jeder anständige Mensch ihm Glauben schenken. Anders die Germania". Sie glaubt mur ihrem Gewährsmann und bezweifelt deshalb, „ daß die Leiter der socialdemokratischen Organisation energisch dagegen( den. Terrorismus) einschreiten"." Wenn der„ Germania" Terrorismusgeschichten erzählt werden, ist fie ja inimer sehr leichtgläubig. Solchem Glauben gegenüber kann die objektive Wahrheit natürlich nie zu ihrem Recht kommen, und es lohnt sich deshalb nicht, die Erzählungen der„ Germania" immer aufs neue zu widerlegen, da es dem Blatte nicht um die Feststellung der Wahrheit, sondern um Angriffe auf die Klassenbewußte Arbeiterbewegung zu thun ist. Die Uniform als Reklame- und Lockartikel- das ist die neueste Seite des deutschen Militarismus. Der Wert der Militärmusit wird nach den Stiefeln und Hosen abgestuft. Der Militarismus wird sensationell in der Kleidung, wie die Chormädchen in den Ausstattungsstücken und die feschen Animier- Kellnerinnen in fleidsamer Uebergeschnappt scheint der„ Reichsbote" zu fein; er till fämt- Nationaltracht. Der vornehmste Rock wird nach dem Aufputz liche socialdemokratischen Wahlen lassieren lassen, weil wir an finanziell ausgenutzt und der deutsche Steuerzahler bezahlt die die Aussprüche Posadowskys und Buddes erinnert haben. Seine Beweisführung ist etwas verzwickt. Er acceptiert mit einem Male den Theaterei. Gegen solche gelben Stiefel tann natürlich die Civilmusik sonst immer bestrittenen Standpunkt, daß Beamte, die mit ihrem nicht aufkommen! Amtscharakter Wahlaufrufe unterzeichnen, unzulässige Wahlbeeinflussung treiben und behauptet mun, daß wir in unfrem Blatte mitgeteilt haben, daß Budde ganz verfassungsmäßig den Eisen- Die Urwahlen zum preußischen Landtag werben, wie der bahnern nach ihrer Ueberzeugung zu wählen gestattet und daß Schlesischen Zeitung" aus Berlin als Verlautbarung gemeldet wird, Posadowsky als fluger Mann die Thatsache nicht leugnet, daß die Ende Oktober d. J. stattfinden. Socialdemokratie die Vertreterin der Arbeiterklasse, so hätten wir Es giebt bald wieder frische Arbeit! Je mehr, desto besser. durch Mißbrauch des Amtscharakters der Minister unzulässige Wahl-)) 2011 beeinflussung geübt. Natürlich könnten Minister unter Umständen unzulässige Rheinbaby." Der Telegraph berichtet, daß der preußische Wahlbeeinflussung üben durch Benutzung ihres Amtscharakters im Finanzminister Rheinbaben dem Präsidenten der Vereinigten Staaten In der Gummiwaren- Fabrik von Bibele in Weißenfels be Wahlkampfe; aber wir haben weder ministeriellen noch sonst einen Roosevelt vorgestellt worden ist. Vermutlich hat Roosevelt ihn, finden sich die Drechsler im Ausstande. Zuzug ist fernzuhalten. Amtscharakter und und unsre Wahlaufrufe sind von Budde und als Zeichen deutsch- amerikanischer Freundschaft, als Rheinbaby anBojadowsty ebensowenig unterzeichnet worden wie von einer andern geredet, wie er den deutschen Gesandten Speck als Specky liebkoste. Aussperrung der Schuhindustrie- Arbeiter in Schweden. Amtsperson. Will es der Reichsbote" etwa auch als unzulässige Verschiedene Meinungen der Kaifertreuen. Von der letzten Sämtliche schwedische Schuhfabrikanten haben beschlossen, die von Wahlbeeinflussung bezeichnen, wenn er oder andre Reaktionsblätter liberalen Wählerversammlung in München wird berichtet: Nach der ihnen beschäftigten Arbeiter am 23. Juni auszusperren. Durch mitteilen, daß Personen mit Amtscharakter den Wunsch ausgesprochen Rede des liberalen Kandidaten Schenk kritisierte der jungliberale die Aussperring soll die Organisation der Arbeiter vernichtet werden, haben, die Arbeiter sollten keinen Socialdemokraten, sondern schlichte Rechtsanwalt koht in schärfster Form die Nationalliberalen. Als damit die Zabrikanten ohne Widerstand die Löhne herabdrücken Redner ausrief, bei der Aufrichtung des Kaiserthrones vor 33 Jahren können. De: Schwedische Schuharbeiter- Verband macht uns diese Männer wählen? hätte man nicht geglaubt, daßnten tier sich mit den Mitteilung nait dem Bemerken, daß die Fabrikanten im Auslande, Empfindungen, dem Denken und Fühlen des namentlich in Deutschland schon jetzt Arbeiter anwerben, welche ganzen Bottes in Widerspruch sehen könnte, ent- als Erfaß für die von der Ausperrung Bedrohten dienen sollen. Die stand großer Tumult. in Ein Teil der Versammlung brach in schwedischen Schuharbeiter ersuchen ihre deutschen fürmisches Händeklatschen und gellende Bravorufe aus, während ein sollegen, fich unter teinen Umständen jest nach andrer Teil wütende Bfui- und Schlußrufe ausstieß. Schweden anwerben zu lassen. Wahlschwindel und Wahlbeeinflussung. Fahneneid und Wahlfreiheit. Der Verein ehemaliger Kameraden des II. Garde- Dragoner- Regiments Kaiserin Alexandra von Rußland versendet ein vom 12. Juni datiertes und vom Vereinsvorstand unterzeichnetes gedrucktes Schreiben, das folgendermaßen beginnt: Sehr geehrte Herren Kameraden! Am 16. d. Mts. finden die Wahlen zum Reichstag statt. Welche große Bedeutung dieselben für unser Vaterland haben, muß jeder wissen. Wir wollen uns unsrer Pflichten nicht abwendig machen lassen und getreu unserm alten Soldatenschwur wählen: Mit Gott für König und Baterland."- Ein ehemaliger Soldat, der nicht so wählt, oder der überhaupt nicht wählt, ist nicht wert, daß er je des Königs Rod getragen. Der Gid bindet den Soldaten, nicht den Wähler. Die Berufung auf den Fahneneid bei Wahlen ist grober Wahlbetrug. LETT) 000 1 Wahlawang für Beamte. Folgender Bettel wurde am Wahltage in Berlin an Beamte verschickt: Sehr geehrter Herr! Auch in der königlichen Eisenbahn- Werkstatt Grunewald ist die Bürgersche Sudelbroschüre von den Wertmeistern verteilt worden. Budde will es! Rettung des Mittelstandes durch den Kardorff- Tarif. Das Vorſteheramt der Kaufmannschaft zu Danzig ſagt in feinem foeben Aus der frauenbewegung. erschienenen Jahresberichte für 1902, daß die agrarisch- hochschutzzölnerische Gestaltung" des neuen Zolltarifs die schlimmsten Be fürchtungen, die Danzig gehegt habe, übertreffe, und daß es mit ernster Sorge der Beantwortung der Frage entgegensehe, ob es möglich sein werde, auf Grund solchen Tarifs auch nur einigermaßen befriedigende Handelsverträge abzuschließen. an: in Sociale Rechtspflege. Was wenden die Berliner Arbeiterinnen für Kleidung auf? Die von uns schon mehrfach erwähnte Statistik über die Berhältnisse der unverheirateten Fabritarbeiterinnen in Berlin berichtet, daß nur von 14 Arbeiterinnen darüber genaue Angaben gemacht werden. Diese brauchten für Kleider jährlich 40 bis 100 m., im Gelingt das nicht und trift der autonome Zolltarif in Kraft, Durchschnitt 66,4 M., für Stiefel 8 bis 30 m., im Durchschnitt so muß die Verkümmerung unsres Verkehrs und für einzelne 19,4 m., für Hüte 4,50 bis 26 M., im Durchschnitt 12,7 M., für Zweige unfres Handels die völlige Bernichtung die unausbleibliche Wäsche 8 bis 50 M., im Durchschnitt 20,7 M., für Umhänge 14 bis Folge sein. Zu den letzteren Zweigen gehören insbesondere unser 43 M., im Durchschnitt 26,5 M. Auf die Woche berechnete sich die durchHandel mit englischem Siedesalz und unsere Einfuhr von Pflaster- schnittliche Ausgabe zu 2,63 M. Dieser Betrag dürfte nur für die besser steinen und groben Steinmezarbeiten. Alle diese Waren find gelohnten Arbeiterinnen als zutreffend anzunehmen sein. Eine Anzahl nach dem bestehenden Tarif bei der Einfuhr zur See zollfrei, andrer gebest erheblich geringere Beträge an, und kommen auf 1,60 während der neue Tarif sie mit so hohen Zollfäßen belegt, bis 2 M. wöchentlich. Von etwa 500 Arbeiterinnen teilten 64 Daß eine fernere Einfuhr unmöglich wäre. Und das würde( 12,8 mit, daß sie von den Eltern gekleidet werden. Oft Seitens unsrer socialdemokratischen und freisinnigen Gegner nicht nur die Vernichtung blühender Handelszweige bedeuten, wurde ausgesprochen, daß die Beschaffung der Kleidung schwer falle; wird stets mit der Behauptung gearbeitet, daß nicht einmal die sondern vor allem auch einen schweren Schlag gegen die Klein wenn nicht Eltern oder andre Personen eine Unterstüßung lieferten, Beamten, namentlich auch die höheren Beamten ihre Wahlpflicht fchiffahrt, die namentlich in der Beförderung von Steinen noch müssen Schulden gemacht oder es muß die übrige Lebensausüben. Um dieser univahren Ausstreuung entgegen zu treten, einen einigermaßen festen Rückhalt für ihre Eristenz findet." haltung unzulässiger Weise eingeschränkt werden wir am Wahltage in allen Wahllokalen eine strenge Kontrolle Aehnliche Folgen würde der Kardorff- Tarif bekanntlich auch für werden. über die Wahlbeteiligung ausüben, damit wir beweisen können, daß andre Kleinbetriebe, z. B. in der Eisenindustrie, haben. Beschlossen 2018 fie gewählt und dies durch unsre Wahllisten beweisen. cereward er von jenen Parteien, die die Rettung des fleinen Mannes jetzt täglich im Munde führen. Für den neuen Reichstag fündigen die Berliner Pol. Nachr." Unfallrentte für Notstandsarbeiter. Vor dem VersicherungsDem Vernehmen nach gilt es als sicher, daß auch die bereits Schiedsgericht Düsseldorf gelangte kürzlich die Frage zur Entvor längerer Zeit in Aussicht gestellten Novellen zum Börsen- scheidung, mach welchem Lohnsazze die Rente für einen unfallgesez, zu dem Geſetze über den Erwerb und Verlust der berletzten Arbeiter zu berechnen ist, der zur Zeit des Unfalls ledigDer liebe Gott bezahlt! Ein Centrumsflugblatt, das im Kreise deutschen Staatsangehörigteit, des Servisgefeges lich den Lohn eines Notstandsarbeiters bezog. Der Drahtzieher M. Donauwörth- Neuburg- Nördlingen verbreitet wurde, hat folgenden und der Armengefeggebung in der nächsten Seffion schon, war vor Weihnachten 1901 als Notstandsarbeiter mit einem TageIm ebenso wie das Gesetz über die kaufmännischen Schieds- lohn von 2 M. von der Stadt Düsseldorf eingestellt. Text: Wahlaufruf zur Reichstagswahl am Dienstag, den 16. Juni 1903. gerichte dem Parlamente zur Beschlußfassung zugehen werden."- Februar 1902 erlitt er einen Bruch der zweiten rechten Rippe. Wählet Herrn Dr. Weißenhagen, fal. geistl. Rat, Detan und Ueber den Stand der Handelsvertrags- Verhandlungen wird der Die Unfallversicherung der im Regie- Baubetriebe der Stadt Stadtpfarrer von Monheim. den Verletzten Es ist Pflicht aller katholischen oft offiziös bedienten Münchener Allgem. 8tg." aus Berlin folgendes nach Beendigung des Heilverfahrens die Vollrente feſt. Düsseldorf beschäftigten Personen fette für den des Wahlkreises, den Centrums- Kandidaten mitgeteilt:„ Die mehrfach verbreitete Behauptung, daß die VorDr. Weißenhagen zu wählen. Ihr katholischen Wählmänner, bereitungen für neue Handelsverträge ruhen oder stocken, ist nicht richtig. berechnete fte gemäß§ 10 Abfag 4 Unfallversicherungs- Gesetzes als hinter dem ortsüblichen Tagelohn zurückblieb, Ihr wißt, daß Ihr einst dem ewigen Richter Rechenschaft ablegen Die vorbereitenden Schritte zu Verhandlungen mit Rußland haben nicht Jahres- Arbeitsverdienst den 300 fachen Betrag des ortsüblichen Tageberechnete fie gemäß§ 10 Abfag 4 Unfallversicherungs- Gesetzes als müßt von dieser Wahl. Bedenket, daß, je größer die Wegstrecke ist, geruht und nähern sich ihrem Abschluß; bezüglich der Schweiz find lohnes, also 300 X 3 M.= 900 m. In seinem Berufe hatte der die ihr zum Wahllotal zurücklegen müßt, desto größer auch der sie schon abgeschlossen, und man ist schon mit der eidgenössischen Re- Berlegte einen Jahresverdienst von 1200 m. Mit Unterstützung des Lohn sein wird, den Euch Gott zukommen lassen wird, wenn Ihr gierung in nähere Fühlung getreten. Wenn dies bei Destreich- Ungarn Arbeitersekretariats der Düsseldorfer Gewerkvereine legte er gegen bei dieser Wahl für feid. Ber aber nicht für und Italien noch nicht möglich war, so ist das nicht die Schuld der den Bescheid Berufung an das Düsseldorfer Schiedsgericht ein und mich ist, der ist gegen mich", dieser Grundsaz steht schon deutschen Regierung, da die Bolltarife jener Staaten noch nicht feststehen. wies an der Hand der Motive des Gesezes nach, daß der Reichstag in der heiligen Schrift. Wer bei dieser Wahl für Gott und Gottes Ehre eintreten und sein will, der muß für den Gefalbten Daß die Verhandlungen mit den bisherigen Vertragsstaaten in erster bei Beratung des§ 10 Absatz 4 des Gesetzes keineswegs beabsichtigt Gottes, für seinen Stellvertreter auf Erden, für Herrn Dr. Weißen wie mit den Vereinigten Staaten von Amerika sind die Aussichten burch eine verminderte Rente zu schädigen. In solchen Fällen müsse Reihe stehen, ist selbstverständlich; aber auch mit andern Ländern habe, auch die unglücklichen Opfer schlechter Erwerbsverhältnisse noch hagen sein und ihn wählen. Darum alle Ihr katholischen Wahl nicht so schlecht, wie behauptet wird." männer, auf zur Wahl für Herrn Dr. Weißenhagen! Das Wahl- Damit ist freilich noch sehr wenig gesagt. Erstens bleibt fraglich, vielmehr der Absaz 3 des§ 10, und zwar deſſen letzter Teil, in Wirksamkeit tomitee der Centrumspartei." Ein Glas Schnaps für gute Wahl" ist ein sehr anständiges ob, sondern was für Handelsverträge geschlossen werden.ob die Nachricht richtig ist, zweitens handelt es sich nicht darum, treten, der sagt, daß bei dem Nichtvorhandensein eines gleichartigen Arbeiters derjenige Verdienst als Jahres- Arbeitsverdienst betrachten und reelles Geschäft gegen diese Wahlbestechung mit der Anweisung sei, den der Verlegte ein Jahr vor dem Unfall nachweislich bezogen. auf den Himmel. Mordsjournalismus. In Belgrad haben Offiziere den König, Sollte aber die Anwendung dieses Sages nicht zulässig erscheinen, dem sie freiwillig den Treueid geschworen hatten, in der Nacht über- so müsse der erste Satz des§ 10 Abs. 3 herangezogen werden, So wird's gemacht! Aus Mecklenburg I wird ebenso wie aus fallen und ermordet und der Königin den Unterleib aufgeschlitt. wonach der Werdienst eines gleichartigen Arbeiters in ähnlichen BeSensburg- Drtelsburg berichtet, daß dort der Ortsschulze den ab- Da es sich aber diesmal um eine interne Angelegenheit der Herr- trieben der Berechnung zu Grunde zu legen ist. Eigentlich sei ein hängigen Wählern gejagt habe, durch das Couvert werde die Kontrolle schenden Klassen handelt, bleibt die bürgerliche Bresse nicht nur sehr solcher gleichartiger Arbeiter nicht vorhanden, eventuell könne aber der Abstimmungen nicht erschwert, sondern im Gegenteil leichter ge- vergnügt, sondern sie beschimpft auch noch den Vorwärts", der die der Verdienst eines Erdarbeiters in privatem Betriebe( Kläger macht; denn er werde einfach die Couverts der Reihe nach aufein- fcheußliche Menschenschlächterei, den straflosen Mord in das rechte machte als Notstandsarbeiter auch Erdarbeiten) zu Grunde gelegt ander legen und fich notieren, in welcher Reihenfolge die Wähler Licht zu stellen wagt. Jezt schreibt die Tägliche Rundschau" werden. Das Urteil, dessen schriftliche Begründung noch nicht vorihre Couverts abgeben. Hernach brauche er ja bloß beim Umtippen triumphierend: liegt, erkannte bem Organ des genannten Verbandes zufolge auf des Wahlkastens die Reihenfolge der Couverts festzustellen, um genau" Nun hat aber die serbische Nationalversammlung der Armee Bemessung nach dem Jahres- Arbeitsverdienst eines städtischen Wegezu wissen, wie jeder Wähler gewählt habe. ihre Anerkennung ausgesprochen für die Ermordung des Königs- Arbeiters in Höhe von 993 M. Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt ( ins " zu Da Nr. 138. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zur Lage in Serbien. Das Verhalten der Belgrader Bevölkerung zur Königswahl. Die Nachrichten von einer Begeisterung der Belgrader Bevölkerung über die Wahl des Prinzen Karageorgewitsch find offiziöse Uebertreibungen; die Einwohnerschaft verhält sich teilnahmlos, obgleich die neue Regierung alles thut, um der Stadt ein festliches Aussehen zu geben. Telegraphisch wird darüber berichtet: Belgrad, 16. Juni, 9 Uhr vormittags.( Meldung des Wiener 1. t. Telegr. Korr.- Bureaus.) Trotz des gestrigen Aufrufes der Stadtgemeinde nimmt die Stadt kein rechtes Festgepränge an. Dies fennzeichnet am besten die ganz einzig dastehende Teilnahm losigkeit der Mehrheit der Bevölkerung, die sich durch die den Staat in seinen Grundfesten erschütternden Ereignisse nicht aus ihrer Apathie aufrütteln läßt. Die gestrige Festbeleuchtung war nicht besonders glänzend. Eine Militärkapelle durchzog spielend die Stadt, da aber starker Regen fiel, leerten sich die Straßen bald. Frankfurt a. M., 16. Juni.( B. H.) Nach einer Wiener Meldnung der Frankf. 3tg." sind Destreich und Rußland übereingekommen, den König Peter Karageorgewitsch anzuerkennen. einigten. Die Krise war formell offenkundig und unleugbar, was ihr fehlte, war eine innere Logit. Im Gegensatz dazu ist die heutige Krise formell weder begünstigt noch berechtigt, entspricht in feiner Weise den parlamentarischen Gepflogenheiten, ist aber einer inneren Notwendigkeit des Kabinetts entsprungen. Mittwoch, 17. Juni 1903. Sociales. Ueber die Bedeutung der Tuberkulose- Heilstätten hat Herr " " Das Ministerium hielt sich seit seiner Entstehung durch Seiltänzerkünfte aufrecht, weil es in der noch unter Pellour gewählten Dr. Georg Liebe in Waldhof Elgershausen in der Münchener Rammer keine organische Mehrheit besaß. Die Unfruchtbarkeit, mit medizinischen Wochenschrift" einen Artikel veröffentlicht, der sich der es von Anfang an geschlagen war, hat ihren Hauptgrund darin, wohlthätig von den uneingeschränkten Lobeshymnen, die manche daß es, um überhaupt leben zu können, erst dugendweise Ver- enragierten Vertreter der Heilstättenbewegung den Heilstätten pflichtungen gegen diese und jene Gruppe eingehen mußte, die das widmen, unterscheidet. Der Aufsatz wird der auch von uns anerkannten So hat es Bedeutung der Heilstätten vollkommen gerecht, erläutert aber zugleich Kabinett denn bei jeder Bewegung hemmten. in mehr als zweijährigem Leben weder das Gesetz über aus den socialen Verhältnessen der Heilstättenpatienten heraus die die Ehescheidung noch die Abgabenreform in den Hafen Frage, warum die Erfolge der Bewegung immer nur geringfügige gebracht, es hat immer wieder versprochen und nichts gehalten. Mit bleiben können. So lange den Voltsheilstätten nur eine Sturzeit ganz einfachem Rechenerempel konnte sich jeder ausrechnen, daß dem bon 13, bisweilen auch von 26 Wochen zur Verfügung steht, können Kabinett zu jedem wirklich entscheidenden Schritt die Mehrheit fehlte. fie Krankheiten, die den Körper vielleicht schon 26 Monate Bei den letzten Abstimmungen über die Budgets zeigte sich die und noch länger angegriffen haben( daringesteckt haben sie unzufriedenheit, die vielleicht noch nicht einmal den Namen Opposition vielleicht schon seit der Kindheit), nicht„ heilen". Herr die Verhältnisse der Kranken, berdient. Bei dem Votum über das Heeresbudget fanden sich Dr. Liebe schildert dann 80 schwarze Kugeln, das Budget für Industrie und Landwirtschaft die meist ja mir erheblich gebessert" aus den Heilstätten entDie Familie wurde zwar während der Kurzeit erhielt 98, das Marinebudget 137. Der Abstimmung über die von den lassen werden: Socialisten geforderte Parlamentsenquete über die Marineverwaltung unterstüßt. Gut! Aber reicht diese Unterstützung aus? Nein, fast Nach einem Telegramm des„ Lokal- Anzeigers" beginnt der neu- gab das Kabinett den Charakter eines Vertrauensvotums. Trotzdem es nie. Wie kann eine Frau mit 5 Kindern, die 9 M. wöchentlich gebackene Stönig, fich bereits als echte Majestät von Gottes Gnaden all seine Getreuen aufgeboten, ergab die Namensabstimmung Unterstützung bekommt, in Berlin leben, wenn sie davon noch zu fühlen und seine Wahl auf den Willen des Allmächtigen zurück- 149 Stimmen für und 188 gegen die Enquete, also eine monatlich 28 M. Miete bezahlen muß? Almofen aber nimmt nicht zuführen. Er telegraphierte nämlich dem serbischen Senat auf dessen Regierungsmehrheit von nur 39 Stimmen, eine Zahl, der allein die jeder ehrliche Kerl gern an. Und wenn er, der Not gehorchend, sich Vollzähligkeit der äußersten Linken hätte die Wagschale halten können. dazu entschließt, so fallen sie auch spärlich genug aus. Begrüßungsdepesche: so muß er arbeiten, damit er Wenn das Kabinett vorher den Marineminister Bettolo nicht kommt der Kranke zurück, " Die nationale Volksvertretung meines teuren Vaterlandes fallen lassen wollte, so tonnte es ihn nachher nicht mehr fallen die Schulden bezahlen und den schon drängenden Hauswirt behat für alle Beiten meinen föniglichen Dank verdient, weil lassen, ohne den Beschuldigungen Ferris stillschweigend recht zu friedigen kann. Sonst wird er an die Luft gefeßt. Also heißt es: sie sich die Interessen meines lieben Vaterlandes bor geben. Zanardelli hatte das Hilfsmittel schon zur Hand: an Arbeit suchen! Man schreibt ihm schon vierzehn Tage Schonung Augen hielt, ihre Stimme der Stimme des Stelle der vom Parlament zu wählenden Enquete- Kommission sollte auf, damit er bei Genuß von Krankengeld sich um eine Stelle beAllmächtigen zugefellte und in vollem Gin- fofort eine durch königliches Defret gewählte Kommission zusammen- fümmern fann. Früher wurde so viel davon geredet, daß, natürlich" bernehmen mit ihm mich auf den Thron treten mit drei Mitgliedern der äußersten Linken, um über die jeder social denkende Arbeitgeber seinen Arbeitern doch während dieser meiner glorreichen Ahnen berief. Das erste Wort, Reichs- Marineverwaltung zu inquirieren. So fonnte man zeigen, 13 Wochen ihre Stellung offen halten werde. Glaubt das heute noch welches mein gerührtes Herz an die nationale Volksvertretung daß die Regierung sebst das Licht wollte, aber nicht eine als Aus einer? Leute, die jahrelang in demselben Geschäfte druck des Mißtrauens erzwungene Enquete. waren, bekommen Briefe in die Anstalt:„ Wenn Sie richtet, mag mein Gelübde sein, daß ich immer der allererste Be- Vielleicht hätte das Ministerium so weiter Tatieren können, nicht bis zum so und so vielten als vollständig brauchbar zurüdschützer der nationalen Freiheiten und der eifrigste Hüter der wenn sich nicht plötzlich unter den Ministern einer gefunden hätte, der kommen, so sehe ich mich genötigt, die Stellung anderweit zu berRechte der nationalten Volksvertretung sein werde. Es lebe mein nicht mehr mitspielen wollte: Giolitti. Für diesen, der wohl der geben." Natürlich unterbricht der Mann stets feine teueres serbisches Volt, es lebe die mir treue nationale Volks- schlaueste und weitsichtigste der italienischen Politiker ist, war das ur, um nicht mit den Seinen Sunger leiden zu Und hat sich einer die Tuberkulose durch schlechte bertretung! Peter." Votum der Kammer nur eine Gelegenheitsurfache. Der Minister des müssen. Innern ist der Gebundenheit und Ohnmacht müde, die eben in einem Wohnung und schlechte Kost, weil es eben nicht zu Besserem reichte, gebundenen, ohnmächtigen Kabinett alle belastet. Er soll sich auch durch ungünstige Berufsverhältnisse, durch einen schlechten Arbeitsdarüber geäußert haben, daß es dem Kabinett an innerer Festigkeit raum und wer weiß was sonst geholt, so soll er, in der fehle, daß er als Minister des Innern für die öffentliche Ordnung Heilstätte reichlich belehrt, das nun alles bessern. Das Volk verantwortlich gemacht werde, während seine Kollegen der Finanzen fagt: Ja, wenn fleine Steine Geld wären! Er möchte sich nicht und der öffentlichen Arbeiten, die nichts thäten um Zuständen vor- mehr so anstrengen, soll also lieber eine Stelle annehmen, worin zubeugen, die unfehlbar zu ernsten Unruhen führen müssen. er etwas weniger verdient, die aber gesünder ist. Und dann solls zu befferer Wohnung, zu befferer Kost reichen? Und nebenbei noch Schulden bezahlen? Und der Mann, dem durch die Kur in einer Heilanstalt heute noch ein„ Stigma" anklebt, soll so anmaßend sein, sich die Arbeitsbedingungen auszusuchen und hier zu mäkeln, da zu be mängeln, bis er die günstigsten Arbeitsbedingungen findet, die ihn vor Rückfällen schüßen? Ach du lieber Gott! Wenn er 8 Tage herumgelaufen ist und überall abgewiesen wurde, greift er zuletzt zu der„ ungesündeſten" Arbeit, um nur endlich mit dem erlösenden Worte Heim zu den Seinigen zu kommen: Ich habe Arbeit. Da läßt sich am Ob Giolitti gemeint hat, der Wurf werde ihm gleich glücken, grünen Tische, in Komitee- und Ausschußsizungen und von der oder ob er nur für die Zukunft fäen wollte, bleibe dahingestellt. Tribüne des Reichstagsgebäudes bei Kongressen so viel Schönes Gleich glücken dürfte es ihm kaum. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß reden. Man frage aber die Heilstättenärzte, die wirklichen Brattifer, Banardelli wieder mit der Bildung des neuen Kabinetts betraut werde, was sie von diesem Steckenpferde des Berufswechsels halten. Es laufen hunderte von Arbeitslosen wobei Giolitti, Bettolo und vielleicht noch zwei andre eliminiert lächeln. werden, aber der Charakter eines Ministeriums der Linken durch kein und arbeitswilligen Gesunden herum, so daß Bugeständnis beeinträchtigt wird. Ist die Abschüttelung Bettolos die entlassenen Heilstätten- Kranten ihre liebe ein Glück für das Kabinett, so ist der Verlust eines so schlauen, ent- tot haben, durch allerlei Fürsprache usw. doch schlossenen und rücksichtslosen Politikers wie Giolitti eine gewaltige noch mit unterzulommen." Schwächung. Aus der voraussichtlich langwierigen Krise dürfte das Ministerium schwächer hervorgehen als es bis jetzt war, genötigt, sich Ob vor allem eine Kammer mit füchtiger Mehrheit zu schaffen. aber der alte übermüdete Banardelli die Energie haben wird, die großen Schwierigkeiten der neuen Kabinettsbildung zu überwinden? Ob er nicht vor dem wüsten Ansturm der Portefeuille- Aspiranten das Feld räumen wird? Dann hätte Giolitti richtig kalkuliert und seine Stunde wäre gekommen. worden Politische Ueberlicht. Ausland. Herr v. Szell vor der Demission. Aus Wien wird uns geschrieben: Mit andren Worten heißt das: Soll ich, Giolitti, Minister des Herr v. Szell hat nicht demissioniert, sondern ist entlassen Innern sein, so muß ich auch die Präsidentschaft im Ministerium das ist die Historie von seinem Glück und Ende und haben. Habe ich die einmal, so schaffe ich eine neue Kammer mit insbesondere die vom Dank vom Hause Destreich. Der ungarische starter ministerieller Mehrheit( Giolitti versteht die Wahlmache vor Ministerpräsident ist Sonntag in Wien getvesen und da hat sich sein züglich) und dann werde ich alles aufs befte ordnen. Um sich Schicksal wider feinen Willen entschieden. Er konnte dem Kaiser auch der reaktionären Opposition als Kabinettschef zu empfehlen, läßt natürlich nur wieder dasselbe sagen: daß man entweder die Wehr- er offiziös bekannt machen, daß er den Entwurf über die Cheborlage zurückziehen oder die Obstruktion auslaufen lassen müsse. fcheidung für mangebracht halte und auch gegen die Resolution des Was könnte der Minister denn auch andres vorschlagen. Mit Gewalt Salzpreises sei. kann man der Opposition nicht beikommen und mit Gründen ist sie nicht zu bekehren. Aber in der Hofburg will man die Wehrvorlage nicht zurückziehen und warten kann man nicht die Aſſentierungen haben nun höchste Eile und die Rekruten sind noch immer von der Bewilligung recht weit. Also wendet sich der Kaiser an andre Leute und läßt Herrn b. Szell gehen. Thatsächlich sind bereits andre Politiker nach Wien berufen worden, um der Krone über die Lage Bericht zu erstatten was gleichbedeutend ist mit der Deklaration, daß die Krone die Berichte ihres verantwortlichen Ministers nicht für ausreichend befindet, was also eine folenne Entziehung des Vertrauens der Krone darstellt. Und das einer Regierung, die sich für die Gesamtmonarchie redlich geplagt und deren einziger Fehler der ist, daß sie sich mit der Wehrvorlage eine Verpflichtung aufdrängen ließ, die einzulösen fie im stande ist! Frankreich. Sie Der Verfasser erörtert dann die Frage einer Uebersiedelung der entlassenen Kranken auf das Land und kommt zu dem Schlusse, daß man bei den heutigen jännnerlichen hygienischen und socialen Verhältnissen auf dem Lande von städtischen Arbeitern kaum erwarten, ja ihnen gar nicht zumuten kann, auf das Land zu gehen. Herr Dr. Lieber schließt aus alledem:" Da aber die socialen Verhältnisse, die schlechten Wohnungen, die schlechten Ernährungsbedingungen, die noch vielfach mangelhaften Berufsverhältnisse, die ganz fläglich organisierte Unterstützung der Familien und der aus der Heilstätte Entlassenen die Erfolge wieder einreißen, muß man jest einmal aufhören, immer neue Heilstätten zu er= Die Krise ist im ungarischen Reichstag heute angekündigt worden und morgen wird fie offenkundig sein. Berufen wurden bisher die Präsidenten des Magnatenhauses, des Abgeordnetenhauses und der letzten Delegation, die Grafen Czafy, Apponyi und Szapary. Aber wenn auch jeder von ihnen bereit wäre, Ministerpräsident zu werden, so würde doch keiner die Erklärung wagen, ob er die WehrEin erster Schritt. Paris, 14. Juni.( Eig. Ber.) Vor ein paar vorlage durchzusehen im stande ist. Darüber kommt nun kein Wochen hat die Deputiertenkammer mit 30 Stimmen Mehrheit einen errichten, die wenigstens im Winter zur Hälfte leer stehen, und ungarischer Ministerpräsident hinaus. Der Dualismus muß vorher Dringlichkeitsantrag auf Trennung zwischen Kirche und muß vielmehr den Wirkungskreis der helfenden Kräfte gedemütigt werden. Und es ist auch zweifelhaft, ob sich die Staat verworfen. Der linke Flügel der Regierungsmehrheit erweitern und diese wieder frankmachenden Umstände ungarische Regierungspartei so behandeln laffen würde, wie es der neuerte aber den Antrag in andrer Form und es gelang ihm zunächst, au beseitigen suchen, die hygienischen und socialen Verhältnisse Ganz unsre Meinung! Wir Krone immer in Destreich beliebt: daß man ihr den Kabinettschef die Einsetzung einer 33gliedrigen Kommission zur Beratung der des Volkes zu bessern trachten." und darin wird uns Herr Dr. Liebe Recht oftrobiert. Beim Grafen Apponyi ist das ausgeschlossen: dessen Trennungs" frage durchzusetzen. Die gestern borgenommenen Kom- glauben fogar daß auf diesem Wege eine der Hauptursachen der Intriguen und fleritale Allüren machen ihn zu verdächtig. Die missionswahlen haben jedoch einen nur zweifelhaften Erfolg der geben Mit knapper Not wurden Tuberkulose beseitigt wird. Aber wer wird ihm wohl bei diesem Hofburg wird also ein ganz nüzliches und für Ungarn durchaus Anhänger der Trennung ergeben. entsprechendes Ministerium verlieren, die Wehrvorlage aber nicht ge- gewählt 17 Anhänger gegen 16 Gegner der Reform. Und zwar Werke helfen? Die Herren, welche nach seinem eignen bitteren winnen. Beides steht nun so ziemlich fest. zählt die Kommissionsmehrheit 9 Linksradikale, 7 Socialisten Geständnis den franken Proletariern die Entlassungsbriefe nach ( beider Richtungen) und ein Mitglied der„ demokratischen Union". der Heilanstalt schicken? Wir fürchten, Herr Dr. Liebe wird Budapest, 16. Juni. Abgeordnetenhaus. Ministerpräsident Das heißt, die rechtsstehenden Radikalen, der Mittelpunkt der wirkliche Hilfsbereitschaft nur bei der Partei der Arbeiter, bei der b. Szell wird beim Betreten des Sigungsfaales mit minutenlangen Regierungsmehrheit, sind in der Kommission nicht vertreten. Und Socialdemokratie finden, die jenes unsociale Unternehmertum als rauschenden Beifallskundgebungen empfangen, nur von der äußersten warum? Weil sie keinen einzigen Kandidaten aufstellen wollten, überflüssig aus der Produktion ausschalten will. " Linken ertönen einzelne höhnische Zwischenrufe: Schönes Begräbnis! obschon sie für Anhänger der Trennung gestimmt haben, insoweit sie " Unter großer Spannung des Hauses sagt der Ministerpräsident v. Szell: an den Wahlen teilnehmen. Dies der Ausweg, den die minister- Eine Elendsstatistit. Im Großherzogtum Hessen wurden im abIch habe den principiellen Standpunkt meiner Politik betreffs des seitens fähigen Staatsmänner" dieser Fraktion gefunden haben, um die gelaufenen Jahre nicht weniger als 2231 Personen als Bettler der Obstruktion an den Tag gelegten Widerstandes gegen die altersgraue Trennungsforderung ihres Programms nicht zu verlegen, und Landstreicher bestraft. Im Jahre 1901 famen nur 2002, Militärvorlage wiederholt dargelegt. Ich habe hinzugefügt, daß ohne sie zu erfüllen. Andrerseits hatte die„ demokratische Union", im Jahre 1900 fogar nur 1442 Bettler und Landstreicher zur Bediese Politit nur so lange befolgt werden kann, als hinsichtlich des die äußerste Rechte des„ Bloc", die Abstimmung in der Kommission strafung. In der Zunahme der Bestrafungen muß man ganz Princips und der Methode derselben unter allen beteiligten Faktoren von vornherein dem Gutdünken der einzelnen Fraktionsmitglieder zweifelsohne eine Wirkung der lezten Krise sehen. vollständige Uebereinstimmung herrscht. Nachdem über die zu be- überlassen, da die Trennung nicht in ihrem Programm stehe. folgende Methode nicht mehr vollkommene Uebereinstimmung in dem Die Haltung des rechten Teiles der Regierungsmehrheit erklärt Maße vorhanden ist, als es zur Durchführung der Politik und zu zur Genüge das Ergebnis der Kommissionswahl. Zugleich läßt sie Die deutsche Auswanderung hat im Monat Mai 1903 gegen ihrem Erfolge erforderlich ist, habe ich Sonntag die De- die Aussichten der Reform in dieser Legislatur durchaus zweifelhaft das Vorjahr eine kleine Verminderung erfahren. Es wanderten aus mission überreicht, welche Seine Majestät anzunehmen erscheinen. Die Anhänger der Trennung können sich freilich mit dem über deutsche Häfen 2881 Personen gegen 2775 im Vorjahre, dageruhte. Ich ersuche das Haus, bis zur Bildung des neuen Kabinetts Gedanken trösten, daß seit dem Bestehen der dritten Republik die gegen( soweit ermittelt) über ausländische Häfen 848 gegen 1152 PerDie Sigungen zu vertagen.( Stürmischer Beifall rechts.)- Trennungsfrage zum erstenmal in den Vordergrund des antiklerikalen fonen, in Summa 3729 Personen im Mai 1903 gegen 3927 PerIm weiteren Verlaufe der Verhandlung erklärt& offuth, Kampfes gerüdt ist und Gegenstand einer Kommissionsberatung fonen im Mai 1902. Aus deutschen Häfen wurden außerdem im er bestreite nicht das Recht der Krone, die Minister zu wird. Es ist ein erster Schritt auf dem langen Leidensweg, den Monat Mai 1903 neben den 2881 deutschen Auswanderern noch Wenn jedoch der fünftige Ministerpräsident versuchen alle demokratischen Reformen in der Bourgeoisrepublik durchzumachen 42 067 Angehörige fremder Staaten befördert. follte, während des ex- lex- Zustandes" das Haus aufzulösen und haben. wählen. ohne Bewilligung des Parlaments Rekruten auszuheben, so werde Die knappe Kommissionsmehrheit nimmt ihre Aufgabe desto Ausländische Seeleute auf englischen Schiffen. Das englische feine Partei den Kampf bis zum Aeußersten führen. Minister ernster. Um die dilatorischen Manöver der Minderheit zu vereiteln, Handelsministerium hatte ein Komitee ernannt, welches die Aufgabe präsident v. Szell verteidigt die Krone gegen den Vor- hat sie gleich in der ersten Sizung auf Antrag des Genoffen hatte, eine Untersuchung über die Beschäftigung fremdländischer Seewurf Ugrons, daß die Ursache der Krise die Absicht sei, Baillant eine principielle Resolution votiert für die Trennung leute auf englischen Schiffen anzustellen. Nach den Ermittelungen persönliches Regime einzuführen, und beteuert die verfassungs zwischen Stirche und Staat und für die Kündigung des Konkordats, biefer Kommission sind in den legten 13 Jahren 7583 englische mäßige Gesinnung des Monarchen, der nie versucht habe, fowie für die sofortige Beratung der vorliegenden Gefeßentwürfe. Seeleute weniger in der englischen Handelsflotte beschäftigt gewesen, auf irgend welche Entschlüsse einen Drud im Sinne eines Bum Vorsitzenden wurde der Linksradikale Ferd. Buisson, während die Zahl der ausländischen Seeleute in derselben Zeit um persönlichen Regimes auszuüben. Franz Stossuth erklärt als zum Berichterstatter der ministerielle Socialist Briand gewählt.12 184 gestiegen ist. Als Grund hierfür wird angegeben, daß die Führer der Unabhängigkeitspartei, daß er zwischen der Berwirklichung Nantes, 16. Juni. Die bei den vorgestrigen Rundgebungen ver- Ausländer zufriedener und fügfamer" feien, die wahre Ursache der nationalen Ideale und der Treue für den angestammten König hafteten Personen wurden bedingungsweise zu zwei bis vierzehn dürfte, so meint der„ Labour Leader", zu suchen sein in den niedrigeren feinen Gegensatz erblicke.( Lebhafter Beifall auf allen Seiten des Tagen Gefängnis verurteilt. Anläßlich der am Mittwoch statt- Löhnen. Die Kommission empfiehlt die Einführung verschiedener Hauses.) Ministerpräsident v. Szell beantragt die Bertagung des findenden Beerdigung des bei den Demonstrationen getöteten Bestimmungen bezüglich der Beschäftigung von Ausländern. Dauach Hauses bis zur Bildung des neuen Kabinetts. Der Antrag wird Redakteurs Gauley erwartet man große socialistische Kundgebungen. sollen Ausländer, sofern sie nicht genügend englisch verstehen, nicht Das Blatt Avantgarde" fordert die Socialisten auf, ihren Kameraden eingestellt werden; Ausländer, die vier Jahre auf englischen Schiffen Die italienische Ministerkrise. L- a. Rom, den 14. Juni. Eine 3 rächen. Die unter der Anschuldigung, den Gendarmerie- Haupt- dienen, soll die Naturalisation leicht gemacht werden. Ferner sollen normale Arise, die ein eindeutiges Mißtrauensvotum der Kammer Gericht gestellt. mann mißhandelt zu haben, Verhafteten werden bereits morgen vor die Arbeitsbedingungen der Seeleute besser überwacht werden. Auch für heute werden aus Anlaß der Prozeßveranlaßt hätte, hat man in Italien seit lange nicht gesehen. Als verhandlung gegen den Lieutenant Portier Kundgebungen erwartet. Saracco fiel, um dem Kabinett Zanardelli Giolitti Platz zu machen, war ein durchaus zweideutiges Votum die Veranlassung, in dem sich Reaktionäre und äußerste Linke gegen ihn verangenommen. Verfammlungen. britter Bericht des Arbeitersekretariats Hamburg Geschäftsjahr 1902. 1902 noch fartells. Briefkaften der Redaktion. Lugert. Die humoristischen Gerichtsberichte bestehen aus Dichtung und Wahrheit. Der Verfasser sammelt die Vorwürfe und Typen zu seinen Berichten in den Schöffengerichtssälen, flicht jedoch allerlei drollige Episoden ein, um den Bericht humoristisch wirksamer zu machen. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Feierschichten in Destreich); Tertilgewerbe( Die Reutabilität der deutschen Textil- Aktiengesellschaften 1902); Baugewerbe( Frühjahrs- Bausaison in OberStatistisches Monatsmaterial: Wetterbericht. schlesien). ArbeitsCentralverband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter. nachweise. Krankenkassen. Streitverzeichnis für Deutschland, DestreichDie Verwaltung I hielt am 10. Juni die Fortsetzung der vertagten Ungarn, Schweiz. Verwaltung der Arbeitsnachweise: VII. GeschäftsGeneralversammlung vom 6. Mai in den Arminhallen ab. Der bericht des Arbeitsamts München. Arbeitslosen- Fürsorge: Die Frankvorliegende Kassenbericht vom I. Quartal wurde ohne Diskussion furter Arbeitslosen- Bählung vom 1. Februar 1903. Bon Profeffor 2. Pohle. Patent auf Lohnzahlungs entgegengenommen. Nach demselben war eine Einnahme von Notstandsarbeiten und Unfallversicherung. Litterarische Neu- Erscheinungen. 25 202,03 M. zu verzeichnen. Die Ausgabe betrug 18 395,35 M. automaten zur Beschäftigung Arbeitsloser. Für örtliche Krantenunterstützung und Beerdigungsbeihilfe wurden Beilage: Mitgliederliste des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise nebſt zahlenmäßigen Angaben über Mai 1903. im Quartal 3411,20 M. berausgabt. Der örtliche Kassenbestand betrug am 1. April 6806,23 M. Dem Kassierer Sechster Bericht des Hamburger Gewerkschaftskartells und von 72 bis 92 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. wurde Decharge erteilt. Aus dem Arbeitsnachweis- Bericht 212 Seiten. Hamburg 1903. Selbstverlag des Hamburger Gewerkschafts-( dazu gehört auch freie Wohnung, Essen oder dergleichen) ja. H. K. 100. Wenn Ihr Sohn gegen Lohn oder Gehalt beschäftigt ist geht hervor, daß am Schlusse des Quartals 2. S. 97. 94 Arbeitslose vorhanden waren. Dazu kamen 380 Neumeldungen, Protokoll der 9. Generalversammlung der Vereinigung der Maler, Durch Gefängnis- und Zuchthausarbeit wird fast jede Induſtrie, zum Beidas sind zusammen 474 Arbeitslose. Die Neugemeldeten verteilen Lackierer, Anstreicher, Tüncher und Weißbinder Deutschlands, abgehalten vom Spiel die Tabaksindustrie, die Buchbinder, die Tischler, die Kartonnagensich nach Berufen wie folgt: Hausdiener, Packer, Radfahrer und 31. März bis 4. April 1903 in Berlin. 194 S. Preis 20 Pf. A. Tobler, arbeiter, die Korbmacher, Schneider, Strumpfwirker, Konfektions-, Tertil, Papierverarbeitungs- Industrie getroffen. In der Reichstags- Verhandlung Fahrstuhlführer 196, Kutscher aller Branchen 79, Speditions- und Lager- Hamburg 22, Schmalenbeckerstr. 17. am 16. Januar kam die von der Mehrheit abgelehnte socialdemokratische arbeiter 77, Mineralwasser- Arbeiter 3, Lauf- und Arbeitsburschen 25, Streiflichter auf unser Knappschaftswesen. 48 Seiten. Heraus- Resolution zur Sprache, die Gefängnis- und Zuchthausarbeit nur für Bezusammen 380. Gemeldet wurden 470 Stellen für fest und gegeben vom Vorstand des Verbandes deutscher Bergarbeiter. Bochum, dürfnisse des Reiches, des Staates, der Gemeinden und nur zu markts 145 Stellen zur Aushilfe. Nach Branchen wurden verlangt: Haus- Johanniterstr. 12. gängigen Preisen stattfinden zu lassen. Aehnliche Anträge sind von socialdiener, Packer, Radfahrer und Fahrstuhlführer 311, Kutscher 113, demokratischer Seite seit dem Jahre 1869 gestellt worden. Das von Ihnen Speditions- und Lagerarbeiter 125, Mineralwasserarbeiter 15, Laufgewünschte Material müssen Sie sich schon selbst aus den umfangreichen BeDebatten und Schriften zusammenstellen. In der Baudertschen Rede vom und Arbeitsburschen 51, zusammen 615 verlangte Personen. 16. Januar( Stenogr. Bericht Seite 7354) finden Sie viel Material. setzt wurden 181 Stellen für fest und 119 Stellen zur Aushilfe. 342. Bezirt, Erich. Das ist zuläffig. Uebung. Die Beantwortung Besetzte Stellen nach Branchen: Hausdiener, Packer, Radfahrer und hängt davon ab, wie lange der Betreffende in der Stellung war. In der Fahrstuhlführer 162, Kutscher aller Branchen 40, Speditions- und Regel wird die Frage zu verneinen sein. R. R. 73a. Die Klage ist Lagerarbeiter 80, Mineralwasserarbeiter 3, Lauf- und Arbeitsinnerhalb 3 Monate nach der Beleidigung anzustellen. Richard 999. burschen 15, zusammen 300 besetzte Stellen. 1. Nein. 2. Dazu ist wenig Aussicht vorhanden. F. B. E. 1. und 2. Die Klage( beim Landgericht anzubringen) auf Schadensersatz wegen Gr frankung, die durch unzureichende Schulräume herbeigeführt ist, ist rechtlich begründet, aber der Nachweis wird schwer anzubringen sein. M. A. 126. 1. Wenden Sie sich an das östreichische Heroldsamt. 2. Nein. Erbfrage ohne Chiffre. Die Deutsche Bank kann Legitimation( Erbschein) berlangen. Die Geschwister erben mit. A. 2. 35. Sie können die Grundbuch- Akten einsehen lassen. Es ist möglich aber nicht notwendig, daß ein Kaufvertrag geschlossen ist. C. F. Nixdorf. 1. Machen Sie den Versuch mit einem Antrag. 2. Sie müssen sich an den Kassenvorstand wenden oder mit Beibringung der Statuten Ihre Anfrage wiederholen. R. G. Sind Sie volljährig, so können Sie von dem Vertrag nicht zurücktreten. E. O. 1. Nein. 2. Es kann dies jenige Rente verlangt werden, die die höhere ist. Marie Lutse. Leider ist der Wirt im Recht. Arbeiter Sekretariat Altenburg S.-A. Vierter Jahresbericht für das Jahr 1902 nebst einem Bericht über die Gewerkschaftsbewegung. Selbstverlag des Arbeitersekretariats. Brix, Theodor. Zur Beleuchtung der„ deutsch- dänischen Freundschaft", Niel 1903. Berlag von Chr. Haaje u. To. Rechenschafts- Bericht des Verbandes der deutschen Buchdrucker für das Jahr 1902. 20 Seiten. Oskar Klein- Hattingen. Bismarck und seine Welt. 651 Seiten. Preis geheftet 8, M., in Leinen geb. 9,- M. Berlin 1903. Ferd. Dümmlers Nach kurzer Diskussion über den Bericht erfolgte die Ergänzungs- Verlagsbuchhandlung. Jahersbericht der städtischen Bücher: und Lesehalle. Osnabrück wahl für die Ortsverwaltung. Es werden Meuer als zweiter Bevollmächtigter und Frizz Binte als Beisitzer gewählt. Kische und 1903. 29 Seiten. Meinders u. Elſtermann. Heinrich Nicolai. Von Bismarck bis Bülow. 31 Seiten. Preis Strelow wurden zu Revisoren ernannt. Als Mitrevisor für den 40 Bf. Berlin 1903. Mar Hoffschläger, Potsdamerstr. 115a. Hauptvorstand wurde Dertel bestimmt. Nach eingehender Beratung Protokoll der 7. Generalversammlung des Verbandes der Bau-, Erdgenehmigte die Versammlung sodann noch ein von der Verwaltung und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands, abgehalten vom 31. März bis ausgearbeitetes Reglement für die örtliche Kranken- und Sterbe- 4. April 1903 in Berlin. 181 Seiten. Verlag G. Behrendt, HamburgUnterstügung. St. Georg, Bremerreihe. Religiöse Ethik des Alten und des Neuen Testaments von 2. S. 16 S. Preis 50 Pf. Berlin 1903. Kommissionsverlag der Concordia, Deutsche Verlagsanstalt. Weltall und Menschheit. Lieferung 33 und 34. Herausgegeben bon Hans Krämer. Preis jeder Lieferung 60 Pf. Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin. Deutsche Orient- Gesellschaft. Fünfter Jahresbericht erstattet in der ordentlichen Generalversammlung am 23. Juni 1903. 28 Seiten. Berlin 1903. Eingegangene Druckschriften. " Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralstelle für Arbeitsmartt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow, Berlin, Verlag von G. Reimer.) Die als Drgan des" Berbandes deutscher Arbeitsnachweise" erscheinende Beitschrift enthält in Nr. 18 des 6. Jahrganges unter anderm: Rundschau über die Lage des Arbeitsmarktes. Allgemeines: Die deutsche Städtestatistik in ihrem gegenwärtigen Stande. Situationsberichte aus einzelnen Gewerben: Bergbau( Betriebseinschränkungen, Arbeiterentlassungen und Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 17. Juni. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Schauspielhaus. Die Journalisten. Urania. Z Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Von der Zugspitze zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Neues Operntheater. Die Geisha, Castans Panoptikum oder Eine japanische Theehausgeschichte. Deutsches. Die Weber. Westen. 100 000 Thaler. Central. Bid und Bocket. Residenz. Lustige Chemänner. Vorher: Nach dem Balle. Anfang 8 Uhr: 0 Schiller O.( Wallner Theater.) Nach Jahr und Tag. Abschied bom Regiment. Der grüne Kakadu. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Berlin, wie es weint und lacht. Berliner. Oberon. Neues. Die Geliebte. Hierauf: Daisy. Thalia. Hofgunst. Kleines. Nachtasy!. Belle- Alliance. Artemis Colonna. Tanzidyllen. Carl Wein. Das Geheimnis des roten Hauses. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Passage Theater. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Von der Zugspitze zum WakStern mann. Invalidenstraße 57/62. warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Heute und folgende Tage, Anf. 8 Uhr: Pick und Pocket. Schwant mit Gesang und Tanz in Neu!! Neu!! Friedrichstr. 165. Aktuell!! Zum Drama im serbischen Königspalast: König Alexander+ Königin Draga* portraitgetreu, lebensgross. Passage- Theater. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Carla Lingen in ihrem Repertoire. Oskar Saldow, Humorist. Erna Koschel. Josefine Delcliseur. Ganz Berlin zerbricht sich schon den fünften Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! 14 erstklassige Nummern. OOLOGISCHER CARTEN Täglich nachmittags 5 Uhr: Militär- Doppel- Konzert. Entree 1 M., ab 6 Uhr 50 Pf. Kinder unter 10 Jahr. d. Hälfte. In der Arena: Elefantenmutter mit saugendem Baby, Shetland- Pony mit Zwergfohlen. Neues Theater Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 8 Uhr: Ensemble- Gastspiel des Wiener Theaters in der Josefstadt. Die Geliebte. Hierauf: Daisy. Morgen: Arche Noah. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen. Badstr. 58. Neues Programm. 1. a.: Fred Dewey, Jongleur. Gebr. Vero, Afrobaten. Lucie Claire, Ser pentin- und Flammentänzerin sowie in ihrem Luftballett„ Die Silbernire". !!! 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Jim und Jam, komische Akrobaten. Die Biseras, weibl. Trompetercorps. Urbani u. Sohn, akrobat. Produktion. Pia Carozzi, Harfen- Virtuosin. Diana, amerik. Spiegeltänzerin. Adele Moraw, Soubrette. Charles Baron in seiner Scene:„ Im Löwenkäfig". Allison- Truppe, ikarische Spiele. Die 4 Scandias, Gymnastiker. Sanssouci. Täglich im Garten: Hoffmanns Deutscher Buchbinder Verband. = ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, die Liniiererin 24/9 Frau Minna Lange am Sonntag, den 14. d. Mts., verstorben iſt.bel Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwochnachmittag 6 Uhr, vom Friedhofe in Neu- Weißensee, Roelfestraße aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Nachtrag " zu der in Nr. 69 des Vorwärts" enthaltenen Bilanz: Das GeschäftsGuthaben und die Haftsumme hat sich um 30 Mark vermehrt. 127/10 Möbel- Fabrik ,, Stern" Norddeutsche Sänger. eingetragene Genossenschaft mit beAnfang: Sonntags Konz. 5 Uhr, Vorstell. 7 Uhr. Wochentags: Konz. 6 Uhr, Vorstell. 8 Uhr. Sonnt., Mont. u. Donnerst. nach der Soiree: Tanz. Vorwärts- Buchhandlung SW., Lindenstrasse 69. Für Radfahrer! Radfahrerpläne von Berlin mit Angabe der Art des Straßenpflasters, der für Radfahrer verbotenen Straßen 2c... 50 Pf. von Radfahrerkarten schränkter Haftpflicht. Felzer. Kornetky. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unfres herzensguten Vaters, des Roßschlächters 18326 Gustav Jungnickel sage ich allen meinen herzlichsten Dank. Wwe. Jungnickel und Kinder, Steinmeßstr. 43. Arbeiter- Radfahrerverein ,, Berlin". Achtung! 12/12 Möbelfabrik Victoria. Den werten Mitgliedern zur Nachricht, daß heute Mittwoch die anberaumte Versammlung ausfällt am Berlin und nächsten Mittwoch, den und weiterer Umgebung( von 24. Juni, 29 Uhr, im Böhmischen Joachimsthal bis Jüterbog, von Brauhaus, Landsberger- Allee 11-13, Genthin bis Frankfurt a. D.) auf stattfindet. Leinwand aufgezogen, in Karton 1,75 M. Radfahrerkarten von Deutschland und angrenzenden Ländern, mit Angabe der Beschaffenheit der Wege, Entfernungen der einzelnen Orte unter sich, Höhe über dem Meere, Steigungen 2c., fleinem Führer, aufgezogen, in An Karton, jede Sektion 1,50 M. Blutarme, Schwächliche und Genesende trinken E. G. m. b. H. Berlin O., Krautsstraße 52. Bilanz- Conto am 31. Dezember 1902. Aktiva. Kassa- Conto Materialien- Conto 562,51 11 151,05 944,50 " " Maschinen- Conto 4 743,20 Utensilien- Conto " Conto- Corrent- Conto" Debitoren 6 018,70 Gewinn- it. Berlust- Cto. " Verlust 1 146,55 9.24 566,51 Passiva. Santa Rosa er Darlehn- Conto feurig süsser Rotwein a Fl. 1,40 u. 1,90 Mk. oder 1613L* Afrikanischen Blutwein kräftiger, herber Rotwein a Fl. 1,25 Mk. Käuflich in allen durch Plakate kenntlich gemachten Niederlagen von Hermann Meyer& Co., Wattstrasse 11/12. PrinzenDr. Simmel, Str. 41. Specialarzt für [ 5/ 16* Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4 Credit. Monatlich 10 Markliefere Anzüge, Paletots nach Maß. Ber Kaffe allerbilligste Preise. Wer selbst Stoff hat v. 20 M. an. " " Geschäftsanteil- Conto der Mitglieder. Conto- Corrent- Conto Kreditoren 18 386,73 570, 5 609,78 M. 24 566,51 Bahl der Genoffen am 31. Dezember 1902 20. Ausgeschieden im Sabre 1902 4. Neueingetreten 4. Betrag der Haftumme 600 M. Geſchäfts- Guthaben 600 m. 1993b Max Hinsche, August Schulz, Vorsitzender. Kassierer. teppdecken tauft man am preiswertesten nur direkt in der Fabrit, 72 Walls ftraße 72, wo auch alte Steppdecken aufgearbeitet werden. B. Strohmandel, Berlin 14, Jllustrierter Preiskatalog gratis. Land 2 Mark südwestlicher Vorort, WochenAbzahlung. Barzelle 60 Rth. J. Tomporowski, neidermistr., 300 Mart, nur mündlich, verlauft Prinzenstr 55. Hinsche, Wikmannstr.4.[ 10132* Sportshaus Ziegenhals b. Rauchfangwerder. Herrlich am Crossin- See gelegen. Telephon: Amt KönigsWusterhausen Nr. 75. Bahnstation Zeuthen. 1500 Bers. fassend, für Vereine, Gesellschaften, Fabriken zu Dampferpartien empfohlen. Jeden Montag und Donnerstag: Extra- Dampferfahrt mit Musik, Abfahrt 2 Uhr von der Jannowitbrücke, Schultheiß- Ausschant( Nobiling). Hin und zurüd 50 f. 18062* Max Mörschel. NB. Für Vereine! Durch besondere Umstände ist mein Lokal am Sonntag, d. 5. und 26. Juli frei geworden; auch steht an beiden Tagen ein großer Dampfer( 350 Pers.) billig zur Verfügung. Auskunft erteile ich, fowie Gastwirt Krause, Alexanderstr. 13. Obstweine. Apfelwein zur Kur. garantiert rein, ohne Spritzusak, feinster Reinettenwein, p. Liter 40 Pf., in Stortflaschen a 10, 15 und 20 Litern. Apfelwein in Gebinden, bon ca. 35 Litern aufwärts, pro Liter 35 Pf. Derselbe in Flaschen a Fl. 30 Pf., bei 25 Flaschen a Fl. 28 Pf., und bei 50 Flaschen und mhr a Flasche 25 Pf. exklusive. 18302* Exportwein Borsdorfer in höheren Preislagen. Johannisbeerwein, rot u. weiß, Stachelbeer, Heidel: beer, Brombeerwein. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15( Gewerkschaftshaus). Fernsprecher Amt VII, 3258. Achtung, Holzarbeiter! Die Centrums- Vertrauensmänner- Versammlung fällt am Mittwoch der Wahlen wegen aus. Dieselbe findet am Mittwoch, den 24. d. M. statt. 83/ 7* Die Ortsverwaltung. Verein socialdemokr. Gaft- u. Schankwirte Berlins und Umgegend. Freitag, den 19. Juni, beim Kollegen Hoppe in Saatwinkel: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Nachflänge zur letzten Reichstagswahl. Referent: Ferdinand Ewald. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten. 69/13 Abfahrt der Dampfer von 3 Uhr ab. Der Vorstand. Adtung! Maurer! Achtung! Himbeersaft, Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer natur- u. aromarein a 2tr. 1,40. Kirsch- u. Johannisbeer: saft a 2iter 1,20 m. exkl. Specialität: Citronensaft in außerordentlich feiner Qualität empfiehlt u. versendet 6bstwein- Relterei Berlins und Umgegend. Donnerstag, 18. Juni, abends 8 Uhr, bei Hoffmann, Alexanderstr. 27c: Baudeputierten- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Mißstände auf Bauten und wie sind diefelben zu beseitigen? 2. Diskussion. 129/13 Der Vorstand. NB. Stollegen, am Eingange des Saales wird Kontrolle geführt, von welchem Bau Deputierte erschienen sind; wir ersuchen nun, daß kein Bau unvertreten ist. Das Resultat wird in einer am Sonntag, den 28. Juni, stattfindenden Versammlung bekannt gegeben. D. D. Georg Andree, Deutscher Metallarbeiter- Verband. Berlin C. 20, Prenzlauerstr. 1-2. Post- und Bahn- Versand. 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Die gestrigen Reichstagswahlen und unsre ferneren Arbeiten. Referent: Genosse A. G e r i s ch. 2. Vereinsangelegen- heiten und Verschiedenes. lokales. Konservative Harlekinade. Im vierten Wahlkreis, wo der famose Dr. Wegner als konservativer Durchfallskandidat figuriert, wurden heute Handzettel folgenden Inhalts verbreitet: Zur schleunigen Aufklärung! Der„Vorwärts" bringt in letzter Stunde vor der Wahl un- wahrhaftige Behauptungen über die Stellungnahme des nationalen Kandidaten Schriftsteller Wegner.— Deutsche Wähler werden jetzt erst recht heute Wegner wählen. Den„Vorwärts" hat Herr Wegner sofort wegen verleumderischer Beleidi- gung belangen lassen. Der Wahlknisf sieht ganz so aus, als ob er von dem Dr. Wegner selbst ausgeheckt wäre. Etwas Ungeschickteres hätte sich wohl nicht austifteln lassen. Schade nur. daß die„schleunige Aufklärung" zur Aufklärung der Wegnerschen Harlekinade so gar nichts beiträgt. Weil Herr Wegner den„Vorwärts" vor den Kadi schleppen lassen will, soll er gewählt werden? Selbst wir vermögen nicht zu er- raten, womit wir den guten Mann beleidigt, und nun gar„der- leumderisch beleidigt" haben sollen! Mit um so heiterer Spannung sehen wir der uns angedrohten hochnotpeinlichen gerichtlichen Exekution entgegen. Sich am Biertisch zu erschießen versuchte am Montagabend in der Wirtschast von Karl in der Swinemünderstraße Nr. 114 ein 30 jähriger Maurer Gustav Krautwinkcl, ein herkulisch gebauter Mann. Krautwinkel lebt seit vier Monaten von seiner Frau getrennt. Gestern sah er seinen verineintlichen Nebenbuhler auf der Straße und wollte ihn einholen, um ihn zur Rede zu stellen. Da ihm das nicht gelang, war er den ganzen Tag sehr ärgerlich. Abends saß er mit einigen Freunden und Freundinnen bei Carl an einem Tisch. Während die ganze Gesellschaft das Lied„Verlorenes Glück" sang, saß er schweigend da. Plötzlich sprang er auf, zog seinen Revolver aus der Tasche und schoß sich stehend eine Kugel in die rechte Schläfe. Die Mädchen schrien laut auf, während die Männer den Verwundeten, der zusammengebrochen war, aufhoben und vorläufig auf einen Stuhl setzten. Auf Veranlassung von Leuten, die draußen den Schuß fallen hörten und an Mord und Totschlag dachten, kamen gleich vier Schutzmänner vom 90. Revier herbeigeeilt. Da der Verwundete, der bei Besiniwng geblieben war, sich gegen Hilfe sträubte, weil er unter allen Umständen sterben wollte, so trugen ihn zwei Beamte nach der Revierwache, wo man ihm mit Gewalt einen Verband an- legte. Um ihn dann mit einem Lückschen Rettungswagen nach einem Krankenhause bringen zu können, mußte man ihm vorher Fesseln anlegen. Bei der Arbeit vom Tode überrascht wurde gestern ein 43 Jahre alter Tischlergeselle Max Henke, der seit drei Wochen in der Tischlerei von Gieseler m der Görlitzerstr. 39 beschäftigt loar. Der Mann litt seit zehn Jahren an Krämpfen. Gestern mittag bekam er bei der Arbeit einen Anfall und starb nach fünf Minuten, bevor noch seine Mitgesellen, die gleich hinausgeeilt waren, um Hilfe zu holen, mit einem Arzte nach der Werkstelle zurückkehrten. Unfall oder Selbstmord? Heute vormittag wurde auf den Schienen zwischen den Stationen Schmargendorf und Wilmersdorf- Friedenau die Leiche eines Mannes gefunden, der überfahren war. Derselbe gehört anscheinend dem Arbeiterstande an, ist 35— 40 Jahre alt, ca. 1,70 Centiiueter groß, hat schwarzes Haar, schon etwas dünn, Vollbart und blaue Augen. Er trägt hellgrauen Hut mit der Firma Karl Hellmundt in Bingen a. Rhein, braunes Jackett, grüne Hosen und schwarze Schnürstiefel. Ein Bootsunfall ans der Havel. Vier Personen gerieten gestern durch den häufig gerügten Leichtsinn, im Boote die Plätze zu wechseln, in ernste Lebensgefahr. Gegen 3 Uhr nachmittags mieteten zwei junge Leute an der Bootsverleihstelle des Schröterschen Restaurants in Schildhorn ein Boot für vier Personen und bestiegen dasselbe mit zwei Damen. Sie hatten kann: von der Ankerstelle abgestoßen und waren etwa 20 Meter vom Ufer entfernt, als sie schon die Plätze in dem Nachen wechselten. Hierbei geriet das Fahr- zeug in schaukelnde Bewegung, wodurch die weiblichen Insassen in lebhaste Unruhe versetzt wurden und sich nach der Seite hinüber bogen. Das Boot verlor infolgedessen das Gleichgewicht und schlug um. Der Vorfall war glücklicherweise vom Ufer aus beobachtet worden und in fünf Kähnen eilte man den Ertrinkenden zu Hilfe. Es gelang auch, alle vier Personen zu retten, bevor sie ernsteren Schaden genommen hatten. Vor den Augen ihrer Mutter aus dem Fenster gestürzt hat sich die 42 Jahre alte Buchhaltersstau Luise Voß aus der Oranien- straße 194. Die Frau war seit 15 Jahren verheiratet und Mutter eines 11jährigen Sohnes und einer Tochter von 10 Jahren. Bei ihr Ivohnte auch ihre betagte Mutter. Durch ein hartnäckiges Leiden sehr nervös geworden, wollte die unglückliche Frau vor einem Viertel- jähre mit ihrem Sohne in Treptow ins Wasser gehen. Der Knabe sträubte sich aber aus_ Leibeskräften und es gelang ihm, nicht nur sich zu retten, sondern auch seine Mutter vom Wasser mit wegzuziehen. Am vergangenen Sonnabendabend wollte Frau Boß sich aus einem Fenster der im dritten Stock gelegenen Wohnung auf den Hof hinabstürzen, wurde aber noch rechtzeittg zuriickgerissen. Aber schon am nächsten Morgen be- nutzte sie eine Gelegenheit, ihren Selbstmordplan doch noch auszu- führen. Als ihr Mann kurz nach 0 Ilhr die Wohnung auf einen Augenblick verlassen hatte, und die Kinder noch schliefen, erhob sie sich rasch, erklärte ihrer Mutter, daß sie das Leben nicht länger er- trage, riß ein Fenster auf und stürzte sich, bevor die alte Frau sie noch daran hindern konnte, auf den Bürgersteig der Straße hinab. Mit einem Bruch der Arme und der Wirbelsäule wurde sie nach dem Krankenhause Bethanien gebracht, wo sie an den Folgen der Ver- letzungen starb. Hua den Nachbarorten. Steglitz. Die letzte Gemeindevertreter-Sitzung faßte N. a. den Beschluß, von Gemeindewegen im April nächsten Jahres eine höhere Madchen schule zu errichten. Bis jetzt hatten wir in unsrem Orte nur zwei Privatschulen, welche zur Zeit von ins- gesamt 633 Schülerinnen besucht werden; nach den Ausführungen des Amtsvorstehers ist es bei dem starken Anwachsen unsres Ortes eine unbedingte Notwendigkeit, daß die Gemeinde eine höhere Mädchenschule errichtet, da die Privatschulen in absehbarer Zeit über- füllt und die Eltern dann gezwungen sein würden, ihre Töchter nach Berlin zu schicken oder ihren Wohnsitz nach einem andren Orte zu verlegen. Betreffs eiires Schulhauses wurde noch kein Beschluß gefaßt: es ist geplant, die jetzige Realschule, welche für ihre Zwecke nicht mehr genügt, später für die höhere Mädchenschule zu benutzen und auf dem Platze zwischen Elisen-, Ring- und Steinstraße für die Ober-Realschule ein neues Gebäude zu errichten.— Ferner bewilligte die Versammlung eine neue Lehrerstelle fiir die Gemeindeschule in der Plantagenstrnße. Von Wichtigkeit ist noch die Mitteilung, daß die Gemeinde mit dem Eisenbahnfiskus in Unterhandlung steht wegen Unterfü hrung der Eisenbahn im Zuge der Lindenstraße, allerdings nur für Fußgängerverkehr; dadurch wird fiir einen großen Teil unsres Ortes eine läng st gewünschte bessere Verbindung mit dem Bahnhof geschaffen werden, auf die allerdings die gerade in jener Gegend sehr zahlreich wohnende Arbeiter bevölker ung noch lange hätte warten können, wenn nicht in der Belfortstraße der Beamten-Wohnungsverein Häuser für seine Mit- glieder gebaut hätte, welch letztere auch gezwungen sind, die Bahn zu benutzen, um an ihre Arbeitsstätte zu gelangen. Sericbts-Leitung. Ein Oberleutnant als Tefraudant. Eine komplizierte Anklage wurde am Montag vor der vierten Strafkammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsrats Busch verhandelt. Aus der Untersuchungshaft wurde der Ober- lcutnant a. D. Friedrich Wilhelm Paul M a t h a u s vorgeführt, um sich wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Unterschlagung zu verantworten. Er wurde vom Rechts- anwalt Dr. S ch w i n d t verteidigt. Gleichzeitig war der Kaufmann Alfons de B o o h aus Aachen angeklagt, der beschuldigt wurde, in einem Falle in Gemeinschaft mit Mathaus sich des Betruges schuldig gemacht zu haben. Mathaus war Leutnant im Dragonerregiment Nr. 22 in Mühlhausen i. E. Ende 1900 wurde er als Lehrer zur Kavallerie-Telegraphenschule nach Berlin abkommandiert und zog mit seiner Familie hierher. Als er im Jahre 1894 heiratete, besaß er ein Vermögen von 127 Tausend Mark, tvelches in 87 000 Mark süddeutsche Bodenkredit-Aktien und 40 000 Mark Pfandbriefen der Preußischen Hypotheken-Akttenbank bestand. Letztere hatte er selbst im Besitz, die Bodenkredit-Aktien waren bei dem Bankhause Leopold Blumenthal in Mühlhausen als Contocorreut-Unterlage deponiert. In den sieben Jahren seiner Ehe hat Mathaus nicht nur diese 87 000 Mark verbraucht, sondern die Abrechnung ergab schließlich, daß er bei Blumenthal noch eine Schuld von 1 7 0 0 0 Mi a r k hatte. Da in- zwischen die Sanden-Bank zusammengebrochen und die Pfandbriefe wertlos geworden waren, so ivar er nicht imstande, diese 17 000 Mark zu bezahlen. Der Regimentskommandeur erfuhr von dieser Schuld und setzte ihm eine Frist bis zum 10. Juni 1901, bis zu welchem Tage die Angelegenheit bei Vermeidung weiterer schädlicher Folgen erledigt sein müsse. Nun war guter Rat teuer. Die Mutter des Angeklagten hatte schon so viele Opfer für den Sohn gebracht, daß sie jede weitere Hingabe von Geld ablehnte. Der Angeklagte wandte sich nun an ehemalige und auch an noch aktive Regiments- kameraden, üm mit deren Hilfe sich Geld zu verschaffen, und eS gelang ihm auch, einige dazu zu bewegen, ihm Accepte in beträchtlicher Höhe zu geben, bezw. die Bürgschaften zu übernehmen und mit Hilfe dieser Wechsel die nötigen Mittel zu beschaffen, um seinen drängendsten Verpflichtungen nachzukommen und„standesgemäß" leben zu können. Es handelte sich bei diesen Wechseln um Summen von 30 000 Mark und darüber. Der Angeklagte,-dem die Sache über den Kopf lvuchs, mußte um seinen Abschied einkommen, der ihm auch m Gnaden erteilt wurde: er kämpfte noch eine Zeit lang weiter, um von den Wogen nicht völlig verschlungen zu werben, die schiefe Ebene, auf die er sich begeben hatte, mußte aber unvermeidlich ins Verderben führen. Wenn die Wechsel fällig waren und eingelöst werden mußten, ging die Jagd nach Acccptanten und Bürgen von neuem los und wenn auch schließlich die Mutter noch einmal eine Riesen- summe opferte, so war der Angeklagte doch nicht mehr zu retten, denn es waren schon Strafanzeigen gegen ihn erstattet, daß er auf Grund falscher Vorspiegelungen die Wechselacccpte und Bürgschaften sich verschafft und in einem Falle ein in seinen Händen befindliches Blanko-Accept unberechtigt mit 30 000 Mark ausgefüllt habe. Auf einen dieser Wechsel hatte er von dem Mitangeklagten de Booy Geld bekommen. Diesem wird nun zur Last gelegt, daß er bei Jnanspruch- nähme eines Bürgen falsche Angaben über die Höhe der Schulden des Herrn Mathaus gemacht habe. Er bestreitet dieses mit aller Entschiedenheit. Mathaus hatte das seltene Glück, im größten Un- glück eine Erwerbsquelle zu finden. Er übernahm im März 1902 die Vertretung der Oberrheinischen Metallwerke zu Mannheim"'für Berlin. Er erhielt ein Gehalt von monatlich 200 Mark und hatte die Verpflichtung, die eingehenden Gelder an die Metallwerke abzu- liefern. Er hat nun in kurzer Zeit etwa 2000 Mark, die für seine Firma eingegangen waren, nicht abgeliefert, sondern für sich ver- tvendet. Er bestritt im Termin, sich bei den Versuchen, mit Hilfe seiner Kameraden sich aus seiner Notlage zu retten, falsche Vor- spiegelungen gemacht zu haben. Bei der Ausfüllung des Blanko- Accepts will er sich im guten Glauben befunden haben. Auch die Unterschlagung bestritt er und behaupete, daß er sich die 2000 Mark als„Vorschüsse" habe geben lasten, nachdem ihm sein Buchhalter auf seine Frage bestätigt habe, daß solche Entnahme keine Unterschlagung sei.— Nach langer Verhandlung mußte der auf Betrug und Urkunden- fälschung bezügliche Teil der Anklage vertagt werden, da einige wichtige Zeugen nicht zur Stelle waren. Für die Unterschlagung be- antragte der Staatsanwalt 6 Monate Gefängnis. Es liege doch ein großer Vertrauensbruch vor, wenn ein finanziell völlig zusammen- gebrochener Miann, der das Glück gehabt, trotz alledem eine gute Stellung zu erringen, sich in solcher Weise vergehe.— Rechtsanwalt Dr. Schwindt bedauerte, daß durch die Zurückstellung des andern Teils der Anklage, bei welchem der Angeklagte auf völlige Frei- sprechung hoffe, nun ein schlechtes Licht auf diesen geworfen werde. Man solle doch bedenken, daß der in O f f i z i e r s- A n s ch a u- u n g e n aufgewachsene Angeklagte sehr wohl des Glaubens gewesen sein könne, daß er berechtigt sei, sich die qu.„Vorschüsse" zu entnehmen(I). Der Verteidiger beantragte Freisprechung, eventuell nur eine Geldstrafe und auf alle Fälle H a f t e n t- l a s s u n g. Der letzteren widersprach der Staatsanwalt nachdrück- lichst. Wie er hervorhob, befindet sich in den Atten Material, Inhalts dessen der Angeklagte in Rom, wo sein Bruder wohne, zum katholischen Glauben überg«treten ffei und sich zum Zwecke der Verheiratung mit einer sehr reichen Dame den Grafentitel verschafft habe. Er würde sich also dem Arme der Gerechtigkeit zweifellos entziehen. — Der Angeklagte gab seinen Glanbenswechsel zu, bestritt aber den Besitz des Grafentitels und die Absicht, sich zu verheiraten.„Er habe von seiner ersten Heirat mehr als genug."— Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu 4 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft. Der' Antrag auf Haftentlassung wurde abgelehnt. Die Tragödie„Salome" von Oskar Wilde vor dem Ober- Berwaltungsgericht.(„Salome" freigegeben.) Das „Kleine Theater" in Berlin wollte das Drama„Salome" von Oskar Wilde öffentlich aufführen. Der Polizeipräsident verbot aber die Aufführung und blieb auch später nach der Vornahme von Streichungen bei dem Verbot. Er berief sich darauf, daß der Inhalt des Stückes und die Behandlung des Stoffes geeignet erscheine, das religiöse Empfinden der christlichen Bevölkerung zu verletzen und in sittlicher Beziehung Anstoß zu erregen. Der Polizeipräsident hielt auch einen ministeriellen Runderlaß für maßgebend, der besagt, daß ganz allgemein die Aufführung von Theaterstücken, welche Gegen« stände der biblischen Geschichte behandeln, unzulässig wäre.— Der Direktor des Theaters klagte nunmehr beim Bezirksausschuß und ver- wies u. a. darauf, daß die Aufführung der„Salome" vor einem geladenen Publikum auf dieses einen tiefen Eindruck gemacht habe. und durchweg günstig kritisiert worden sei. Der Bezirksausschuß wies die Klage ab und führte aus: Lediglich wegen der Behandlung eines biblischen Stoffes ein Stück zu verbieten, sei nicht angängig. Keinesfalls könne ein Verbot auf die entsprechenden ministeriellen Vorschriften gestützt werden, die schon die Behandlung eines solchen Stoffes für ausschlaggebend erachten und Ausnahme auf diesem Ge- biet nur mit ministerieller Erlaubnis zulassen wollen. Diese Bor- schriften könnten nur als Instruktionen der Polizeibehörden gelten, für den Verwaltungsrichter seien sie bei der Prüfung, ob ein Verbot gerechtfertigt sei, in keiner Weise matzgebend. Er habe allein § 10 II. 17 Allgemeinen Landrechts zu berücksichtigen, wonach es zu den Aufgaben der Polizei gehöre, gegen eine dem Publikum drohende Gefahr der öffentlichen Ordnung und Sittlichkeit einzu- schreiten. Davon ausgehend, habe das Gericht zu prüfen, ob „Salome" geeignet erscheine, in Aergernis erregender Weise das religiöse Empfinden oder das Scham- und Sittlichkeitsgefühl der Zuschauer zu verletzen, so daß das öffentliche Interesse ein Verbot rechtfertigte. Der Bezirksausschutz nehme nun an, daß einzelne Stellen in der Rolle der Salome das Sittlichkeits- und Schamgefühl verletzen. Der Probeaufführung sei Bedeutung nicht beizuLegen, weil sie vor geladenem Publikum erfolgte und mit Recht angenommen Iverden müsse, daß dieses Publikum zum größten Teil, wenn nicht ausschließlich, aus Anhängern einer der Wildesche» Richtung günstig gestimmten Richtung zusammengesetzt gewesen sei. Das Ver- bot sei berechtigt. Gegen dieses Urteil legte Dr.Oberländer von„Schall und Rauch" Berusung ein. über die das Ober- Berwaltungsgericht gestern zu besinden hatte. Rechtsanwalt Rosen st ock suchte als Vertreter des Klägers nachzuweisen, daß das Stück zwcffcllos ein Kunstwerk sei; von einzelnen Kritikern sei es sogar als ein geniales Werk bezeichnet worden. Es diene durchaus nicht dem Sinnenkitzel. wenn auch die perversen Neigungen der Salome in ihrer Liebes- raserei zu Johannes zum Ausdruck käme. Im übrigen sei der Eindruck der Aufführung im„Kleinen Theater" entscheidend, wes- halb er beantragt habe, der Gerichtshof möge sich mal eine Auf- führung der„Salome" selber ansehen. Der Vertreter des Polizeipräsidenten betonte, was auch schon vorher im Referat berührt worden war. daß Wilde selber perversen Neigungen huldige, und deshalb zu zwei Jahren Kerker verurteilt worden sei. In der„Salome" präge sich die perverse erotische Neigung des Dichters deutlich aus. lieber dem ganzen Werk liege eine krankhaft perverse schwüle Atmosphäre, die besonders in den Worten und dem Benehmen der Salome sich Ausdruck verschafft. Das Nötige habe schon dxr Bezirksausschuß gesagt, worauf er Bezug nehme. Der Bezirksausschuß spricht an den Bezug genommenen Stellen von dem Hervortteten der geilen sinnlichen Liebesrasere, der Salome zu Johannes dem Täufer. In schwülsttger Weise preise sie seine körperlichen Vorzüge und nachdem sie von ihm zurückgewiesen und verflucht worden sei, sichere sie sich das Haupt des auf ihren Wunsch gemordeten Johannes und küsse leidenschaftlich, jetzt triumphierend, die toten Lippen. Eine solche Darstellung wider- natürlich krankhaft sinnlicher geiler Triebe könne bei einem großen Teil des Publikums in Aergernis erregender Weise das Scham- und Sittlichkeitsgefühl verletzen, und auch das religiöse Gefühl, da eine Episode der biblischen Geschichte in Frage komme. Das Ober-Verwaltungsgericht gab nach 1V-- stündiger Berattmg der Klage statt und hob das Verbot der öffentlichen Aufführung der„Salome" auf. Die Behandlung bedenklicher sittlicher Eigenschaften und Verhälwisse von Personen sei im vorliegenden Stuck eine so ernste, daß von der öffentlichen Aufführung eine Störung der öffentlichen Ordnung mit Bezug auf die Sittlichkeit nicht befürchtet werden könne. Es sei zu leugnen, daß die Aufführung Gefahren für das Publikum oder einzelne Mitglieder desselben mit sich brächte. Auch eine Störung der öffentlichen Ordnung mit Bezug auf die religiöse Seite sei nicht zu befürchten, da die Person des Johannes dargestellt sei. wie sie nach der Ueberlieferung wirklich sei, und unberührt bleibe von den daneben sich abspielenden Vorgängen. Die Verfügung des Polizeipräsidenten sei darum außer Kraft zu setzen. Obcr-Berwnltmiqsgcricht. Nach der Städte-Ordnung dürfen Brüder nicht zugleich Mitglieder der Stadtverordneten-Versammlung sein. Sind sie zugleich erwählt, so wird der ältere allein zugelassen. In Münster war ein Herr Schmetting in der 2. Abteilung am 10. November, sein älterer Bruder in der 1. Abteilung am 11. November zum Stadtverordneten gewühlt worden. Die Stadtverordneten-Versammlung ließ den jüngeren Sch. als vorher gewählt zu und verweigerte dem älteren die Einführung. Das Ober-Verwaltungsgericht hat nun jetzt entschieden, daß der ältere einzuführen fei, weil eine gleichzeitige Erwählung im Sinne der Städte-Ordnung anzunehmen wäre, wenn auch die zweite Abteilung, die den jüngeren erkor, einen Tag vor der ersten Ab- teilung tvählte. Der ältere habe somit den Vorzug.— Auch sprach das Gericht aus, daß jemand stühestens Stadtverordneter sei, wenn seine Erklärung, die Wahl anzunehmen, vorliege. Vermischtes. Zwei Dampfer gescheitert. Einer bei der Reedereigesellschast Fraissinet eingegangenen Drahtmeldung zufolge ist der englische Dampfer„Ossa" be: dem Versuch, den bei Carawoe an der Elfen- beinküste gescheiterten Dampfer„Antoine Fraissinet" steizumachen. ebenfalls am gleichen Ort gescheitert. Der Verlust beider Schiffe sei als sicher zu betrachten. Wolkenbruch- Katastrophe in Amerika. Nach einem Kabel- telegramm aus Spokane ist die Stadt Heppner in Oregon durch einen Wolkenbruch zerstört worden: 350 bis 500 Personen sollen er- trunken, 105 Leichen bereits gestmden sein. Nach einer späteren Meldung ist auch das Dorf Lexington zerstört. Zwei Drittel der Häuser der von dem Wolkenbruch heimgesuchten Orffchaft Heppner im Staate Oregon wurden von den niedersttömenden Fluten, die sich l'/z Stunden lang mit der Gewalt eines Sturzbaches über die Stadt ergossen, weggeschwemmt. Ebenfalls durch einen Wolkenbruch wurde das Thal bei Park-Cith im östlichen Montana verwüstet. Die Eisenbahnbtticke der Northern Pacific-Bahn wurde weggerissen. Hoch- Wasser, das von Wolkenbrnchen herrührt, die in den Jemezbergen niedergegangen sind, bedroht die Stadt Albequerque im Staate Neu« Mexiko._ WitternngSübersicht vom 16. Juni 1903. morgens 8 Uhr. Wetter-Prognose für Mittwoch, den 17. Juni 1903. Zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit leichten Regensällen und chwachen westlichen Winden: Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Die Expedition. Da Waarenhaus Hermann Tietz W Leipzigerstrasse 46-49 ir bringen ährend dieser oche aaren aus allen Abtheilungen elche wir, weil die Saison zu eit vorgeschritten, nicht eiter führen ollen, sehr billig zum Verkauf. Krausenstrasse 46-49 ester, molesto] estbestände, R estposten aller Art bieten eichliche Gelegenheit zu echt billigem Einkauf. Damenwäsche| Strumpfwaaren Herren- Confection u. 160 Herrensocken Baumwolle, Macco, Fil d'Ecose, glatt, Herren- Gummi- Mäntel Damenhemden handgestickt, Werth 2,00 Renforcé m. Stickerei- Volants 160 Damenhemden Prima Madapolam m. Spitzen 245 aus Renforcé m. handgesticktem 195 u. 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