Nr. 141. Abonnements- Bedingungen: cited Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs Breislifte für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn a art, für das übrige Ausland& Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Insecate füz die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Telegramm- Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die Wendung der deutschen Politik. Sonnabend, den 20. Juni 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Es geht aus der in unserem Blatte veröffentlichten Stichwahl- 6. mecklenburgischer Kreis.- 587. Ausschlaggebend: Freis. 2809. Mecklenburg- Strelit.+2043. Dhlau- Nimptsch.- 5146. Schweidnik- Striegau. Ausschlaggebend: Freis. Vg. 4825. Ausschlaggebend: Frs. Bp. 2590. Centr. 3347. Statistit hervor, daß in 40 Streifen die Freifinnigen der drei Rich Das freifinnige Bürgertum ist in demselben Augenblid, to n 26 Kreisen handelt es sich dabei um die Niederwerfung der hungen den Ausschlag geben können zu Gunsten der Socialdemokratie. es als Partei zusammengebrochen ist, als wähler berufen, in Konservativen, in 3 um Bauernbündler. 20 mal stehen Socialeinem kritischen Augenblick der deutschen Entwicklung wesentlich mit demokraten gegen Freifinnige. Gleichgültig, wie der Erfolg sein mag, den Ausschlag zu geben, ob das konservativ- klerikal- nationalliberale diese 20 können als Gegner der Zollmehrheit gelten. Fernere Agrarlartell sich behauptet, oder ob eine neue freiere und stetigere 12 Wahlkreise hoffen wir ganz aus eigner Kraft zu gewinnen. Und Entwickelung angebahnt wird. endlich können die Socialdemokraten den Freifinnigen 13 Mandate retten, die dann noch zwei oder drei auf andre Weise gewinnen mögen. Damit verfügten die Zollgegner über mehr als 140 Size. Das aber wäre eine ganz beträchtliche Verstärkung der Linken, die auch in Fragen liberaler Forderungen sehr bedeutsam werden könnte und Tilfit:-3071. deren moralische Wirkung keinesfalls zu unterschätzen ist. 1591. Ausschlaggebend: Frs. p. 5267, Kotibus. 288.( Wiederholt aus Nr. 140.) Ausschlaggebend: Frs. Vp. 3667. Liebenwerda- Torgau. 2271. Labiau- Wehlau. Ausschlaggebend: Frs. Vp. 4960. 1980. Ausschlaggebend: Frs. Vp. 1978. Ausschlaggebend: Frs. Bp. 4241. Litt. 1585. Mit Nationalliberalen. Ausschlaggebend: Centr. 6313. Ausschlaggebend: Konf. 2942. So kann thatsächlich das freisinnige Bürgertum, durch seine, Tattit und seine Schwäche in der Wahl- Arena geworfen, dennoch seinen Einfluß dadurch in sehr bedeutsamer Weise geltend machen, Offenbach.+4629. baß es die Socialdemokratie in ihrem Kampfe gegen die Agrar- Wanzleben.+ 2627. Die Leitung der Volkspartei ist freilich von dieser Einsicht weiter Halberstadt.+2355. denn je entfernt. Die Freifinnige Zeitung" macht versteckt Stimmung für ein Zusammengehen mit Kröcher und Kardorff gegen die Socialbemokratie und wäscht öffentlich ihre Hände in Unschuld, indem sie Bensheim- Erbach.1541. folgende Parole ausgiebt: Mit einer unglaublichen Leichtherzigkeit, ja Gewissenlosigkeit geht die freisimmige Presse über diese wichtigste und verhängnisvollste Frage hinweg. Gebannt von ihren Wahlniederlagen, berengen und erschöpfen sich ihre Betrachtungen in dem niedrigsten frattionellen Stichwahl- Interesse. Sie thut, was fie der Social demokratie immer fälschlich vorwirft: Sie verrät das große fachliche Interesse der deutschen Politik an den Kaltulationen eines Parteisekretärs, der nur die eine Aufgabe kennt, möglichst viel Gewinn für seine Fraktion herauszuarbeiten. Demgegenüber möchten wir, gewiß nicht im bloßen Partei- Interesse, sondern in der Sorge reaktion unterstützt. um eine freiere Gestaltung unsrer inneren Verhältnisse, noch einmal mit allem Nachdruck feststellen: Die Möglichkeit ist diesmal endlich gegeben, die flerital- konservative Herrschaft entscheidend zu schwächen. Es ist eine Jrreführung schlimmster Art, wenn immer wieder von der linksbürgerlichen Breffe fatalistisch behauptet wird, daß das Wahlergebnis an den Parteiverhältnissen nichts ändere, das Centrum sei immer noch ausschlaggebend und die Agrariermehrheit so groß oder gar größer als zuvor. Diese Vereitelung des in der Hauptwahl unzweideutig bekundeten Volkswillens wird nur dann eintreten, wenn die bürgerliche Linke diesen Erfolg will und auf diesen Erfolg hinarbeitet. Es wird ausschließlich die Schuld der freifinnigsocialdemokratischen Stichwahltaktit sein, wenn dieser überaus günstige Augenblick ungenugt bleibt. Kurzsichtig und beschränkt, wie alle Leute, die Grundsätze und Jdeale durch staatsmännische Diplomatie" ersetzen, betrachtet der Berliner Mitarbeiter der demokratischen Frankfurter Zeitung" das Wahlergebnis von dem erhebenden Standpunkt einer munter und gel ffen summenden Stubenfliege. Er setzt seinem Blatt die folgende Wahlbetrachtung vor: unterGuben- Lübben. Ausschlaggebend: Antisemitisch- bündlerischer Mischmasch 5365. Frs. Vp. 1675. Ausschlaggebend: Centr. 2566. Ausschlaggebend: B. d. 2. 6159. Welfe 2503. 1520.( Wiederholt aus Nr. 140.) Ausschlaggebend: Konf. 2677. Die Haltung der Freifinnigen Volkspartei und ihrer einzelnen 19. Hannoverscher Kreis.+3751( amtlich vervollständigt). Abgeordneten in der Zukunft ergiebt sich aus dem Progranum der Partei und aus den Direktiven, welche für diese Wahlent die letzten Parteibeschlüsse im vorigen Herbst öffentlich aufgestellt haben. Die Freifinnige Volkspartei giebt giebt jest 18. hannoverscher Kreis. 1075. Ausschlaggebend: Frs. Vp. 3449. Welfe 2116. Konf. 1779. Ausschlaggebend: B. d. 2. 4231. Welfe 4506. ebensowenig wie bei allen früheren Wahlen eine generelle Stichwahlparole aus. Sie überläßt es den Parteigenossen in den einzelnen Wahlkreisen, selbständig darüber zu urteilen, welcher 9. Hannoverscher Kreis.+2485. Kandidat dort für das kleinere Ülebel" zu erachten ist, wie dies der Natur der Stichwahl im allgemeinen und der Stellung einer Hanau.+5668.( Berichtigtes Resultat aus Nr. 140.) mittleren Partei insbesondere entspricht. Cannstatt. Schleswig.+ 105. Diese freisinnige Losung nun zeigt zur Genüge, daß die Parteileitung nach wie vor lieber mit Kröcher als mit Barth geht. Dennoch glaubten wir eine Pflicht zu erfüllen, wenn wir die obigen ziffernmäßigen Thatsachen farlegten. Ausschlaggebend: Centr. 4814. Frs. Vp. 1865. 1441. Ausschlaggebend: D. Vp. 2759. Ausschlaggebend: Freis. Vp. 5509. Höchft- Usingen.+5195. Wenn die Herrschaft der Agrar- Reaktion in alter Straft weiter bestehen sollte, so fällt die Verantwortung ganz auf den Freifinn. Inzwischen wird die Socialdemokratie alles daran setzen, aus eigner Kraft das Ziel zu erreichen: die Zweidrittel- Mehrheit Beuthen. der Kardorff- Rotte zu brechen! Unfre Stichwahlen. Mit Centrum. Ausschlaggebend: Vereinigte Nationalliberale und Freifinnige 7021. B. d. 2. 1680. 9890( gegen Krolik). Polen 6750. fandidatur) 7926. Frf. Vp. 1285. Ausschlaggebend: Mülheim- Wipperfürth. 7117. 10. Ausschlaggebend: Natl. 7475. württembergischer Kreis.+4730. Centr.( SonderAusschlaggebend: Natl. 3685. 85b. 2092. Deutsche Rp. 3509. Mit Bauernbund. 3. württembergischer Kreis.+1341. Ausschlaggebend: D. Vp. 5566. Centr. 3808. Natl. 2067. württembergischer Kreis. 669. 4. „ Das Centrum, die Konservativen und die Nationalliberalen fcheinen im ganzen und großen ihren Besitzstand zu behaupten und so ergiebt sich heute schon, daß der nächste Reichstag kein wesentlich andres Bild als der verflossene aufweisen wird. Wieder bleibt das Centrum die ausschlaggebende Partei und wieder ist die Regierung bei jeder Mehrheitsbildung auf diese Partei angewiesen. Das Agrariertum geht etwas geschwächt, aber durchaus nicht gebrochen aus den Wahlen hervor und wenn nicht innerhalb der nationalliberalen Partei der Liberalismus wirksamer als bisher bethätigt wird, so hat sich an den bisherigen parlamentarischen Machtverhältnissen nichts Wesentliches geändert. Wir sind die legten, Angaben über die Stichwahlverhältnisse machen, so daß mit den gestern Wir können heut wieder aus einer Anzahl Streifen genauere die den starken Stimmenzuwachs der Socialdemokratie als eines der wichtigsten Symptome dieser Wahlen gegebenen aus 110 Kreisen ziemlich genaue Angaben vorliegen, aus schätzen, um so weniger als er zum großen Teil auf die denen man sich ein ungefähres Urteil über die Sachlage machen kann. Kämpfe um den Bolltarif und den dabei von der Mehr- Da wir nach den Zusammenstellungen des„ W. T. B." an 122 Stichheit verübten Rechtsbruch zurückzuführen ist. Wenn aber die wahlen beteiligt sind, würden noch 13 Kreise fehlen. Davon ist Socialdemokraten und ihr Centralorgan unter dem berauschenden noch immer zweifelhaft Altenburg. Mehrere Blätter meldeten Einfluß ihrer ersten Siegesnachrichten und besonders wohl unter heute wieder in Uebereinstimmung mit unsrer ersten Meldung, daß wir dem schön glänzenden Erfolge in Berlin von einer Weltwende der in diesem Kreise dennoch gefiegt hätten; andernfalls wären wir deutschen Politik deklamieren und ausrufen:„ Unser das Reich, mit Blödau in Stichwahl. Aus Gotha und Bayreuth sich auch heut unser die Welt!" so sind das erregte Phantasien, die ruhiger und noch keine genauen Angaben zu erlangen. Zahlenangaben fehlen uns nüchterner Betrachtung nicht standhalten. Man war auf den ferner aus Eisenach und Weimar- Apolda, wo wir in Stichwahl Stimmen und Mandatzuwachs der Socialdemo= stehen, sodann aus Fürth. Ueber die übrigen 7 Kreise sind wir überIraten gefaßt, wenn das auch aus begreiflichen haupt ungewiß. Von den 109 Kreisen haben wir in 34 gegen Konfer Gründen vor den Wahlen so offen nicht ausgesprochen beider Richtungen den Ausschlag.( In der gestrigen Uebersicht gehören vative und Bündler zu kämpfen. Darin geben 26 mal die Freisimmigen worden ist.( Der Mann ist immer auf alles gefaßt er fagt's die auf der zweiten Seite gegebenen Kreise unter diejenigen, die wir aber erst nach her. Ned. d.„ V.") Wir haben vor den Wahlen gefagt, daß es an den parlamentarischen Machtverhältnissen nichts gegen Stonservative und Bindler zu verteidigen haben; sie sind mur ändert, ob die Socialdemokraten im Reichstage wie bisher 58 Sige infolge eines Versehens beim ümbrechen unter die wilden ge- 6. oder ob sie 70 haben und wir wiederholen heute, es ändert wenig, raten.) mit den Nationalliberalen stehen wir 33 mal in Stichauch wenn sie auf einige 70 Sige kommen follten. Sie bleiben eine Minderheit, sie bleiben es auch mit der übrigen Linken zu sammen, zumal sie selbst zu ihren Sigen auf Kosten dieser Linken gekommen sind, wie wir schon jüngst schilderten, sogar auf Kosten Dieser Linken durch ihre Wahltaktit in mehreren Fällen den Konservativen Mandate verschafft haben." 5. -O Ausschlaggebend: D. Vp. 5167. württembergischer Kreis.+5634. Ausschlaggebend: D. Vp. 4226, Natl. 4457. Mit Freifinnige Volkspartei. Ausschlaggebend: Konf. 3215. Centr. 586. 2295. Königsberg- Stadt.+3493. Hirschberg.( Schles.) Ausschlaggebend: Konf. 4186. württembergischer Kreis. 2. oldenburgischer Kreis.+286. Ausschlaggebend: Nationalsoc. 1302 und etwa 400. b. 2. 789( gegen Paher). Ausschlaggebend: Natl. 4744. Centr. 3240. Ausschlaggebend: Nationalsoc. 5057. Antis. 4490. Centr. 3634. Mit Freifinnige Vereinigung. Ausschlaggebend: Rons. 3406. Mit Antisemiten. Ausschlaggebend: Natl. 7611. Centr. 800. Sof, Koburg, Hanau, Schleswig; ferner die füddeutsche Volkspartei Frankfurt a. Main.+12 641( gegen Demokrat). ahl. Ausschlaggebend find hier die Freiſimnigen in Wiesbaden, in Ulm, Manheim( bei der vom Centrum proklamierten WahlMit dem Centrum sind wir 11 mal in Stichwahl. Hier kann die enthaltung), Cannstatt und beide Parteien zusammen in Karlsruhe. füddeutsche Volkspartei den Ausschlag im 10. württembergischen Streise 3. medlenburgischer Kreis.+1417. Das ist Eugen Richter schlecht nachgeredet; es ist keine es umgekehrt den Nationalliberalen gegenüber häufig auf das Centrum geben, sonst kommt es zumeist auf die Nationalliberalen an, während Würdigung der wirklichen Thatsachen; es ist nur die Phantasie ankommt, wie in den 3 badischen Kreisen, in Dortmund und in Bochum. der eignen Urteilslosigkeit oder des bösen Willens. Und es ist noch sei bemerkt, daß die Nationalliberalen den Ausschlag geben in Kaffel- Melsungen.+6803. ebenso falsch oder perfid, wenn der an dem demokratischen Blatt Freiberg( Sachsen) gegenüber Dertel. Jn 3 württembergischen Kreisen angestellte Journalist schreibt: stehen wir dem Bauernbunde gegenüber, und hier wird es lediglich " Der Kardorffiche Antrag oder eine ähnliche Vergewaltigung auf die Haltung der füddeutschen Volkspartei ankommen, ob wir würde auch im neuen Reichstage eine kaum minder große Mehrheit diese Kreise gewinnen. Die Freifinnige Volkspartei hat es ferner im finden. Es ist keine Weltenwende der deutschen Politit eingetreten Streise Jerichow in der Hand, ob Bismard oder der Socialdemokrat und es ist vor allem leider nicht gelungen, die gewählt wird. Freisimmigen beider Richtungen und Demokraten stehen reaktionären Parteien in einem Grade zu schwächen, ivir zwanzigmal gegenüber und zweimal den Antisemiten. Die Regierungsweisheit der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" der die von ihnen drohenden wirtschaftlichen und politis geben sonach die Freisimmigen beider Richtungen 33mal den Aus- beschränkt sich nach wie vor auf das Kartellkommando. Die Social schen Gefahren verringerte. Diefe bestehen fort und die schlag zwischen Socialdemokrat und Brotwucherer und 7mal haben demokratie soll dadurch überwunden werden, daß sie zur einzigen politischen haben sich sogar durch das Anwachsen der Socialdemo- ihn die süddeutschen Volksparteiler zu geben. Bartei gemacht wird, die noch liberale Juteressen wahrnimmt! fraten vergrößert und werden sich durch das gewachsene Selbst- in Breslau- Ost die Freifinnige Bollspartei und nicht die Vereinigung sinnige Bürgertum, die Erhaltung und Verstärkung des Bollwucher Bur gestrigen Uebersicht ist berichtigend noch zu bemerken, daß Denn nichts andres bedeutet die geistreiche Parole an das freiEs ist nicht gelungen- sicher; denn die Hauptwahlen haben über- in Frage kommt. bedeutet Socialdemokrat hat mehr, weniger Kartells zu fördern. Nicht einmal die Erfahrungen in Sachsen und haupt keine Entscheidung gebracht. Aber es tann gelingen, wenn die Stimmen wie der Stichwahlgegner. Stichwahlen den Erfolg der Hauptwahl bestätigen und vollenden. bewußtsein der Partei bergrößern." Mit Konservativen und Bündlern. Ausschlaggebend: Natl. 5184. Christl. Soc. 2529. 3676. Ausschlaggebend: Natl. 2075. Fri. Vp. 3950. Chriftl.Soc. 2037. Das Richtersche Gerede ist nicht wahr, daß die Erfolge Herford- Halle.- 1081. der Socialdemokratie auf Kosten des Freisinns erkämpft sind. Die Freisinnige Zeitung" selbst hat ja betont, daß die Minden- Lübbecke. Volkspartei an die Socialdemokratie nur ein einziges Mandat verloren hat. Dazu kommen zwei Siße der Freisinnigen Vereinigung. Alle andren Erfolge hat die Socialdemokratie auf Kosten der Zoll- Elbing.+640( gegen v. Oldenburg, Bündler). parteien gewonnen. Genau so steht es in den Stichwahlen: In 1. medlenburgischer Kreis. der weitaus überwiegenden Zahl der Stichwahlen, an denen wir) beteiligi find, ringen wir mit Konservativen, Nationalliberalen und 2. medlenburgischer Kreis.+3679. Centrum um den Sieg. Ausschlaggebend: Kons. 3138. Natl. 1784. Centr. 3446. 313( gegen Rettich). Ausschlaggebend: Freis.( Drechslermstr. Menzel) 3861. Ausschlaggebend: Natl. 6098. Stichwahlparolen. Bremen haben sie von der Wiederholung des alten Unsinns abgehalten. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die Reichstagswahlen vom 16. Juni, deren Ergebnis munmehr vollständig vorliegt, haben nur in 213 Wahlkreisen zu definitiven Resultaten geführt. In nicht weniger als 184 Wahlkreisen sind Stichwahlen erforderlich. Bei mehr als zwei Dritteln, nämlich in 122 Wahlkreisen, handelt es sich um die Entscheidung zwischen Kandidaten der bürgerlichen Parteien und Socialdemokraten. Das giebt den diesmaligen Stichwahlen ihr Gepräge. Den bürgerlichen Parteien aber zeigt es gleichzeitig den Weg, den sie zu gehen haben. Zu unsrer Genugthuung mehren sich in den verschiedenen Parteilagern die Stimmen, welche den von uns von Anfang an verfochtenen Gedanken vertreten, daß für die Stichwahlen 31 mur die eine Barole Geltung haben darf: Gegen die Socialdemokratie! Wie man diese Stellungnahme als eine„ mechanische Auffassung" charakterisieren kann, ist uns angesichts der Sachlage ebenso unerklärlich wie die Behauptung der Deutschen Tageszeitung", die Nordd. Allg. Ztg." habe bisher nichts gegen die Socialdemokratie verlauten lassen, nur jetzt nach der Wahl" sammile fie alle Parteien gegen die Socialdemokraten. Wäre nach unfren steten Mahnungen und Aufforderungen gehandelt worden, so wäre die Socialdemokratie schwerlich in die Lage gekommen, den Triumph zu feiern, den ihr die Zersplitterung der bürgerlichen Parteien jest bereitet hat. Den begangenen Fehler bei den Stichwahlen nach Kräften gutzumachen, ist die Pflicht aller bürgerlichen Parteien ohne Ausnahme." Mit wie viel Verstand wird doch die Welt regiert. Wäre uns das engste Partei- Interesse wirklich das oberste Gefeß, so hätten wir nichts sehnlicher wünschen können, als daß die Sammlungs- Parole der Nordd. Allg. 8tg." schon in der Hauptwahl befolgt worden wäre, dann hätten wir vermutlich in der Hauptwahl das Doppelte der Mandate erobert. Keine Situation ist. wie die Erfahrungen gelehrt haben, so günstig für uns, wie die Zusammenschließung aller bürgerlichen Parteien. auch Бешес In dem Regierungsgeleise bewegt sich auch die Kölnische Zeitung", die sich aus alter Gewohnheit nationalliberal nennt. Vielleicht hat Herr Paasche sie befruchtet, dessen Heiligkeit ohnehin ihn dem Centrum nähert. Für dieses Blatt der liberalen Bourgeoisie ist die Gefahr weniger wichtig, daß etwa das Centrum in der nächsten Legislaturperiode in das Strafgesetzbuch die Umsturzvorlage gegen liberale Professoren hineinredigiert, als daß im Reichstag eine Partei existiert, die sich zu dem doch heute gewiß nicht unpopulären republikanischen Princip bekennt. Also nämlich läßt sich ein Praktiker" in der„ Kölnischen Zeitung" aus: " Daß der Klerikalismus monarchisch ist, kann man als eine neue Entdeckung der Liberalen betrachten. Bisher haben die Liberalen in dem Papismus einen Gegensatz zur monarchischen Anschauung bes hauptet. Aber wir meinen, daß der nächste Reichstag noch nicht einen Beschluß über die Beseitigung der Monarchie zu fassen haben wird, während andrerseits die die republikanische Kritik unsrer monarchischen Staatseinrichtungen" weit über die Kreise der Socialdemokraten hinaus für nüßlich und notwendig gehalten werden dürfte. Es ist die Seelenverwandtschaft, die alle Kapitalisten und alle Unternehmer zusammenführt, die den Liberalen den Schutz geistiger Interessen als gleichgültig erscheinen läßt. Die monarchische Phrase ist nur vorgeschoben, um das niedrigste materielle Interesse zu verhüllen: Vor allem der Profit! Ist der gerettet, dann bezahlt der„ Liberalismus" den Gewinn gern mit der Auslieferung von Wissenschaft und Kunst, von Schule und Universität an den Klerikalismus. Bei solchen Anschauungen möchten wir wirklich glauben, daß unter den socialdemokratischen Wahlstimmen sich auch die von Liberalen befinden. Auch in Württemberg streben die Nationalliberalen danach, die äußerste Neaktion zu stärken. Der Landesausschuß der Deutschen Partei hat beschlossen: " In allen denjenigen Wahlkreisen, in welchen Kandidaten der bürgerlichen Parteien mit Socialdemokraten in der Stichwahl stehen, ist unsre Losung: Unbedingt gegen den Socialdemokraten!" Demgemäß fordern wir unsre politischen Freunde auf, im 3., 4. und 5. Wahlkreise den Kandidaten des Bauerubundes, im 6. und 14. denen der Volkspartei, im 10. dem Kandidaten des Centrums ihre Stimme zu geben. " Gipfel der politischen Abgeschmacktheit. Die Freisinnigen dürfen wahrscheinlicher, daß sie die Regierung als Beitsche gegenüber den unter keinen Umständen die Reaktion stärken. Sie müssen un- andern Parteien benutzen werde. Das Wahlergebnis bedeutet eine bekümmert um das läppische Liebeswerben der Konservativen, bei gewaltige Demonstration der Unzufriedenheit mit den gegenwärtigen den Stichwahlen die Reaktion mit aller Kraft aus allen Positionen wirtschaftlichen und politischen Zuständen des Deutschen Reiches... verdrängen, in denen sie noch am 16. Juni bedauerlicherweise be- und einen Protest gegen den übertriebenen Militarismus und gegen lassen worden sind. Im Interesse des Liberalismus wie des die Sucht des modernen Deutschen Reiches, sich in alles zu Vaterlandes liegt es, daß am Stichwahltage unter den mischen. Das Wahlergebnis ist eine entscheidende und nachdrückReaktionären in denkbar größten Umfange aufgeräumt werde. liche Zurückweisung des Wortes der Aufklärung und Warnung", Die Parole muß lauten: Den Reaktionären kein Pardon!" das der deutsche Kaiser im Dezember 1902 an die deutsche Ueber die Ursachen des Kartell- Zusammenbruchs in Sachsen Arbeiterklasse richtete. Diese weist aber sein Urteil über die orakeln die Leipziger Neuesten Nachrichten": socialistischen Agitatoren zurück." Schließlich meinen die„ Times" „ Wir sehen unfren Bessimismus in trauriger Weise bestätigt. im Sinne der liberalen Presse Deutschlands, man dürfe nicht Der Steuerzettel, bang und schwer, liegt heute neben dem Stimme notwendigerweise daraus schließen, daß alle oder die meisten zettel in der Wage und preßt sie herab zu Gunsten der der socialistischen Wähler für die sociale Revolution wären. Dieses Socialisten. Die Wazdorffsche Finanzwirtschaft, die Leichtlebigkeit, Urteil bedarf im großen Ganzen keines Kommentars, mur soviel die Paläste baute und schmückte, während die Finanzen des Landes möchten wir bemerken, daß auch eine Mehrheit des britischen Unterbetrüblicher wurden, die Eisenbahnpolitik, die eben noch so gefähr- hauses nicht immer souverän ist. So hat dort eine liberale Mehrheit liche Experimente versuchte, die Umgestaltung des Wahlrechts, die ebenso mit den Reaktionären des Hauses der Lords zu rechnen den Socialisten es so überaus leicht machte, die Schulb wie eine freiheitliche Mehrheit des deutschen Reichstages mit dem an allem Geschehen auf die Schultern des Bürgertums zu Bundesrat. packen, die weit über das Ziel hinausschoß, indem sie die Herrschaft Mehnerts stabilisierte wie einen Eisenblock, und in Aus New York wird der Frankfurter Zeitung" vom 17. Juni gewissem Sinne auch die traurige Affaire, deren Schauplatz der gemeldet: Die Blätter schreiben die Gewinne der Socialdemokraten Dresdener Hof gewesen ist alles das wirkte mit der bei der Reichstagswahl der Brotverteuerungspolitik zu.„ Evening skrupellosen Agitation der Socialdemokratie zusammen, um jene um- Poſt" fagt wörtlich:„ Wir sehen Hunderttausende von Bürgern durch geheueren Mehrheiten zu erzielen. Absolutismus direkt in die Arme des die Reichs- Kollektivismus getrieben und niemals erwiesen sich Verfolgungen und politik schuf, das auch nicht ausgefüllt wurde durch Reden, deren Schimpfereien so schwach zur Entwaffnung gegnerischer Argumente Wirkung allzu oft bedenklich war, durch Lobreden auf Millerand als heuer." und Jaurès, durch Umschmeichelung der Umsturzparteien, wie wir fie vom Grafen Posadowsky vernahmen, und durch Verbeugungen vor dem Centrum, die den Inhalt des ganzen Bülowschen ABC bildeten. Wo sind denn die Ziele, für die man sich einsehen foll? Kein Wort der Aufklärung, kein Laut der Ermunterung war zu vernehmen, während die Socialdemokratie rückſichtslos und schroff dem heutigen Staate den Krieg erklärte." auf Der Eindruck in Amerika. ungeheuere Vakuum an Begeister der andern Seite das Reaktionäre und Anhänger Die konservativen ,, Dresdener Nachrichten" meinen: GH Stimmen des Auslandes. Englische Urteile über den 16. Juni. Streifzüge durch das Wahlfeld.Ⓡ Wahlabenteuer im Kreise Ost- Prignitz. von man bon Am schwierigsten wird die Entscheidung da sein, wo die Wahl getroffen werden muß zwischen einem ultramontanen und bäuerlichen Junkerheloten durch die proletarische Kraft noch Wie draußen im Lande, wo die urwüchsige Brutalität der Junker und einem socialdemokratischen Bewerber. Mehrfach ist diese Frage schon vorzeitig vor dem ersten Wahlgange erörtert nicht gebändigt ist, selbst heute noch der Kampf mit geistigen Waffen" und von einer nicht unbeträchtlichen Anzahl nationaler und „ Die Wahlen können nicht miserabel genug ausfallen, um den 6. Berliner Wahlkreis in dem Dorfe Blesendorf, 2 Meilen nordöstlich geführt wird, beweist ein Abenteuer, das zwei Genossen aus dem liberaler Wähler dahin beantwortet worden, daß der Kandidat des Machthabern in der Reichshauptstadt darzuthun, wie es eigentlich von Prizwalf, im Wahlkreise Ost- Prigniß widerfuhr. Dieser WahlCentrums die größere, der der Socialdemokratie die kleinere Gefahr im Volfe aussicht, wie die wahre Volksstimmung beschaffen ist, kreis, der neben dem Wahlkreis West- Prignis den dunkelsten Winkel darstelle, daß deshalb in der Stichwahl für letteren zu stimmen sei. Wir glauben, daß diese Männer dabei mehr einem Zuge ihres Herzens, die im schneidenden Kontrast steht zu allem offiziellen und offiziösen des Regierungsbezirks Potsdam bildet, ist seit 1893 durch den kon Hurrageschrei und zu der fest- und denkmalfrohen Talmibegeisterung fervativen Rittergutsbesiger v. Dallwitz vertreten. Zwar als den unzweideutigen Winken der Vernunft gefolgt sind, während der unsrer Tage. Wenn in der Reichshauptstadt auch die Sprache der ist auch hier die Socialdemokratie nicht unvertreten artige Fragen der politischen Taktik nicht mit Liebe oder Haß, noch Sympathie oder Antipathie, sondern mit fühlem Kopfe nach Maßgabe diesjährigen Reichstagswahlen nicht verstanden wird, dann herrscht 27 Stimmen im Jahre 1900 brachte sie es auf 1725 Stimmen im dort unheilbare Taubheit." der allgemeinen oder örtlichen Nüglichkeit beurteilt sein wollen. Jahre 1898 und 1843 Stimmen am 16. Juni dieses Jahres allein Wer das thut, muß unsres Erachtens notwendigerweise zu dem Die namentlich von der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" infolge des ungeheuren Terrorismus der Konservativen find bis jetzt Schluß kommen, daß von den beiden Uebeln unter den gegen- gefeierte leitende Scharfmacherpolitik des„ Norddeutschen Lloyd" wird unsre Erfolge noch recht bescheidene geblieben. Besäßen wir Wahlwärtigen Berhältnissen der Ultramontanismus das kleinere int. von der„ Täglichen Rundschau" für unſren Wahlfieg verantwortlich totale, gäbe, man 116 Gelegenheit, belt Panbarbeiter Benje uzelic Eine Lebensfrage des Nationalliberalismus und der von ihm ver- gemacht. Dasselbe Blatt warnt davor, über den roten Schrecken die sorgsam verheimlichten„ Eudziele" zu enthüllen, übte man nicht beim tretenen nationalen wie liberalen Anschauungen ist der Fort- ultramontane Gefahr zu vergessen: Wahlatt felbst das bekannte staatserhaltende Schreckensregiment, bestand unsrer monarchischen Staatseinrichtungen. In diesem Der Wahlerfolg des Centrums, dem das Anwachsen der das Ende der junterlichen Herrlichkeit wäre auch für Kardinalpunkte aber begegnet er sich mit den Bestrebungen des Socialdemokratie nur eine Folie giebt, macht es nicht nur für Pft- rignig wie für die Junter Domänen überhaupt gekommen! Centrums; der Ultramontanismus in Deutschland wird monarchisch sein oder er wird nicht sein. Die Socialdemokratie dagegen ist die Regierung zum ersten und bestimmenden Faktor der Reichs- Wie man sich aber der Socialdemokratie zu erwehren versucht, das politit, sondern läßt es auch manchem reichstreuen Manne, der von der beteist die standalöse Behandlung, die man am Wahltage den ihrer Natur nach antimonarchisch und republikanisch." focialdemokratischen Gefahr wie hypnotifiert ist, als Hort für Aufrecht- ueberwachung der Wahlhandlung nach Blesendorf gekommen waren, beiden Berliner Genossen, die zum Stimmzettel- Verteilen und zur erhaltung des Reiches und Wehr gegenüber der Socialdemokratie erscheinen, obwohl doch Geschichte und tägliche Erfahrung beweist, wie zu teil werden ließ. wenig Belastungsprobe dieser Hort und die Wehr verträgt, und wie er Die wenig urbanen Sitten der Ortsgewaltigen von Blesenfür die Fluten, die er zurückstaut, andre noch giftigere Gewässer dorf waren früheren Wahlen her bereits derartig bes in das Baterland hereinziehen läßt. Wie weit der Bann des rüchtigt, daß diesmal statt eines ztvei Genossen, Centrums reicht, zeigte deutlich eine gestrige Ausführung der und zivar ausgesucht ruhige und kaltblütige Personen, " Kreuz- Zeitung", die die Anti- Ultramontanen um Gottes willen nach Blesendorf entfandte. Als die Genossen kurz nach 11 Uhr vorbeschwört, doch nicht das Centrum zu ärgern, da es sonst die mittags nach dreistündigem Marsch von Prizwalt aus ihr Ziel erbisherige reichstreue Politik der letzten Jahre aufgeben könnte." reicht hatten, stellten sie sich als höfliche Menschen sogleich dem Wahlbureau vor. Wie unglaublich wenig das hochwohllöbliche Bureau über die bei der Wahl zu beobachtenden gefeßlichen Bestimmungen unterrichtet war, erfuhren unsre Genossen sogleich, als man fie, nach Vorzeigung ihrer Legitimation, ohne weiteres in die Wählerliste eintrug, da man der Meinung tvar, Das Interesse an den deutschen Wahlen konzentriert sich auf die die beiden Berliner feien nach dem mit Intelligenz Socialdemokratie. Ihr sind alle Betrachtungen der englischen Presse gesegneten Orte gekommen, um hier ihr Wahlrecht aus gewidmet, denn die Lektion, die die Socialdemokratie den bürger- zuüben. Unfre Genossen widerstanden jedoch der so lockend lichen Parteien Deutschlands erteilte, gilt auch der englischen Re- an sie herangetretenen Versuchung, wenigstens zwei rote Wahlzettel gierung. Die deutschen Arbeiter haben mit ihren Stimmen einen in die Blesendorfer Wahlurne hineinzupraktizieren, vielmehr beliefen Einfluß auf die englische Politik ausgeübt. Denn sie haben in mühten sie sich, die etwas begriffsstugigen Herren darüber aufhänger zu ihrem Programm erhoben haben. Der 16. Juni hat die verwandelte sich freilich das ganz unerwartete Entgegenkommen der Deutschland das niedergestimmt, was Chamberlain und seine An- zuklären, zu welchem Zweck fie in Wirklichkeit gekommen seien. Nun gestärkt und den britischen Jingoismus geschwächt. Ein großer Teil gelang es, das Wahlbureau davon zu überzeugen, daß es kein Recht habe, englischen Radikalen, die Freihändler und die Friedensfreunde Herren in schroffe Feindseligkeit. Nur nach langer Verhandlung des Agitationsmaterials der britischen Imperialisten war aus den den einen Genossen, der der Wahlhandlung beizuwohnen beabsichtigte, Schriften deutscher Professoren Schmoller, Wagner, v. Halle 2c. aus dem Lokale zu weisen. Schließlich gestattete man's dann. Dafür geschöpft, in denen man das eigentliche Deutschland erblickte. ging es dem andren, vor der Thür Stimmizettel verteilenden Genossen Der 16. Juni zeigte ein neues Deutschland, das von der radikalen um so schlimmer. Von den verbalen Bezengungen jener maßlojen Presse Englands mit Jubel begrüßt wird. Dies geht besonders aus Verachtung, mit denen fanatisierte Landbewohner rote Hungerleider Die Deutsche Partei ist aber nicht ausschlaggebend! dem Auszuge der" Daily News" vom 18. d. M. hervor. Auch der zu behandeln wissen, ging man allmählich zu anmutigen Thätlichkonservative und deutschfreundliche" Standard" deutet dieses an. feiten über. Man spuckte nicht nur vor unsrem stoisch standhaltenden Der konservative Reichsbote" ist bemüht, statt das gewaltige Die Betrachtungen der" Times" beziehen sich mehr auf die politische Genossen ostentativ aus, sondern man spie ihn direkt an! Stimmungszeichen durch Stichwahlschacher aus der Welt zu schwindeln, Zukunft Deutschlands. Troß alledem hielt unser Genoffe bis gegen 1/4 1hr auf den Ursachen des socialdemokratischen Erfolges auf den Grund zu" Daily News": Der erste Wahlgang brachte den Socia- seinem Posten aus. Als jedoch die Menge eine immer bedrohlichere gehen. Er verfährt dabei zwar sehr naiv, aber es ist doch ein listen einen umfassenden Sieg. Die Zahlen find so überraschend, Haltung annahm, begab sich unser Genosse in das Wahllokal Bersuch, statt zu vergewaltigen, zu erklären: daß es schwierig ist, sie zu erfassen. Das Ergebnis ist auch zu seinem Kollegen, um mit ihm die bedrohliche Situation zu be Es ist die über ihre geringschäßige Behandlung schmollende lehrreich für uns Engländer, da es eine tiefe Revolte Deutschlands sprechen. Allein jetzt brach auch im Wahllokal selbst der des gebildetsten Volkes der Welt Vaterlandsliebe, welche viele Bürger veranlaßt hat, durch social- der im vorigen Jahre durch den Reichstag hindurchgepeitscht vorsteher ein Papier. Kaum hatte der Wahlvorsteher einen Blick Belt – bebeutet gegen den zoutarif, Sturm los. Gegen 14 Uhr überbrachte ein Radfahrer dem Wahldemokratische Wahlen ihrer Unzufriedenheit einen demonstrativen wurde.... Die deutsche Nation hat es gewagt, ihren Befehlshabern auf dasselbe geworfen, als er mit den Worten aufſprang:" Nun Ausdruck zu geben. Das sind Thatsachen, die wir lediglich der Wahrheit gemäß zu troben und sprach sich in unzweideutiger Weise für Freihandel aber raus, raus, raus!" In demselben Augenblid" stürzte fonstatiert haben, und wir halten es für unsre journalistische Mr. Chamberlain hat sich auf Deutschland als Zeugen sich ein sich als Kriminalbeamten ausgebender Mann, der neben Pflicht, das zu thun, auf daß die Regierung erfährt, wie die für seinen imperialen Zollverein berufen. Deutschland antwortete dem Wahlvorsteher gestanden hatte, auf den einen Genossen, Stimmung in weiten, sonst gut gesinnten Kreisen im Lande ift. am 16. Juni. Wir empfehlen diese Antwort der Beachtung des um ihn, troß gütlichen Protestversuches, zur Thür hinausRegierung hat die Stimmung Kolonialsekretärs." das war zustoßen. Stimmung dadurch provociert, Signal zur staatserhaltenden daß fie die Unzufriedenheits- Kundgebungen fast gänzlich" Standard": Die deutschen Wahlen zeigen das ungeheure Generalattacke. Wahl vorstand und was von den 20 bis 30 im ignoriert. Wir erinnern, wie oft bei gewissen Richtersprüchen, Bachsen der Socialdemokratie. Aber die bedrohten Interessen werden Wahllokale Anwesenden sonst noch zupacken konnte, warfen sich auf ignoriert. Wir erinnern, wie oft bei gewissen Richtersprüchen, die übrigen Parteien veranlassen, sich enger aneinander zu schließen, den zweiten Genossen, stießen ihn zu Boden, schlugen auf ihn ein Begnadigungen in weiten Kreisen die Empfindung laut wurde: Das ist Wasser auf die Mühle der Socialdemokratie! Wie oft hat so daß die Konservativen, Klerikalen und Nationalliberalen eine und warfen ihn ebenfalls zur Thür hinaus. Um Schlimmerem zu In England wäre ein Aufschwung einer entgehen, mußten die beiden mißhandelten Genossen schleunigst das man uns das zugerufen! Wir erinnern ferner an die schroffe Mehrheit bilden werden. Haltung gegen die Boeren und die große Freundlichkeit gegen die unabhängigen Arbeiterpartei nicht so bedeutungsvoll, da England Feld räumen. Ihre Hüte mußten sie zurüärassen und Engländer, ohne den gerechten Empfindungen des deutschen Volles freie Institutionen hat, in Deutschland dagegen, wo die Institutionen ohne Kopfbedeckung die auch nur im geringsten Rechnung zu tragen, so daß man den Ein- formell frei sind, aber in Wirklichkeit streng reguliert sind, Sonnenbrand zurüdmarschieren. Als sie das Dorf Saden= druck gewann, die Stimmung des englischen Volkes gelte der Re- eine ernstere Erscheinung. Dennoch muß hervorgehoben werden, daß zum ist eine so nachdrücklich ausgesprochene öffentliche Meinung beck passierten, ermahnte sie ein dort stationierter Genosse schleunigen Weitermarsch, da wie gierung mehr wie die der deutschen Nation." babie deutschen Socialdemokraten weber mit ſpaniſchen over italienischen worden sei, ihre Ankunft von Blesendorf aus bereits telephonisch ihm mitgeteilt Vielleicht wird der Reichsbote" schließlich auch die Einsicht ge- Anarchisten noch mit utopischen Träumern identifiziert werden dürfen. signalisiert worden sei vermutlich nicht aus wohlmeinenden winnen, daß die negativen Gründe nur insofern von Einfluß Sie haben praktische Ziele sie sind eine Partei des Protestes Absichten. gewesen sind, als auf dem dunklen schwanken Grunde der herrschenden gegen den Militarismus und gegen die starke Belastung der Arbeiter- Das sind die geistigen Waffen" unfrer Staatserhaltenden, unsrer Politik sich die flare, schaffende, einheitliche und principielle Politik flasie... Könnte die Partei eine flare Linie ziehen zwischen den Konservativen! Wenn die guten Leute Blesendorfs und ihre Scharfdes Socialismus um so leuchtender und eindringlicher abhob. Armee- Ausgaben, die zur Verteidigung nötig sind, und zwischen macher sich freilich einbilden sollten, damit das„ rote Gespenst" einDie Deutsche Tageszeitung" wendet sich gegen eine Unter- denen, die auf eine aggressive Politik berechnet sind, so würde sie für allemal verscheucht zu haben, so werden sie sich schwer gestügung der Freifinnigen, obwohl sie im übrigen dem Kartellgedanken nicht nur ihrem Lande, sondern auch der ganzen civilisierten Welt täuscht sehen. nicht nur ihrem Lande, sondern auch der ganzen civilisierten Welt täuscht sehen. Wir kommen wieder! Wir werden dafür einen großen Dienst erweisen." sorgen, daß auch in der Ost- Prigniß den Junkern und Junkergenossen Times: Die freifinnig- demokratische Bolts- Zeitung" wiederholt gegen- wahlen ist ein Sieg der Socialdemokratie, der noch allgemeiner in " Das erste Ergebnis der deutschen Reichstags- die Lust zu derartigen kläglichen Heldenthaten vergeht! h and dingof hij nodot mobiiloq über Eugen Richter die Wahlparole: Gegen die Reaktion! und umfassender ist, als die sorgfältigsten Beobachter vorauss Budde will es!" " Das neue staatserhaltende Kartell von Kröcher bis Richter fagten. Auf der ganzen Linie sind die Socialdemokraten Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: stirred erhält durch diesen konservativen Herzenserguß( Konservative triumphierend vorgedrungen und haben noch eine genügende Durch die Zeitungen geht die Mitteilung, daß ein Flugblatt Stichwahlhilfe in Berlin) sozusagen seine Weihe. Dem Köder, der Stimmenzahl erhalten, die sie berechtigt, an vielen Stichwahlen teil- der focialdemokratischen Organisation der Eisenbahnangestellten den Freisinnigen hingeworfen wird, versucht man durch die zunehmen.... Der Sieg ist eine große und bedeutungsvolle That- unter Hinweis auf eine Aeußerung des Herrn Ministers Budde rührende Bereitwilligkeit, für Kämpf einzutreten, einen befache und birgt vielleicht ernste Fragen für die Zukunft in sich. die Eisenbahnbediensteten aufgefordert habe, socialdemokratisch zu stechenden Geschmad zu verleihen. Nun aber, wenn die Kon- Allein infolge der Wahlgeometrie, die im Interesse der sogenannten wählen. Es handelt sich um die vom Herrn Minister am fervativen für Kämpf eintreten, thun sie weiter nichts, als daß sie den Verteidiger der Ordnung gestaltet ist, wird der Sieg noch lange nicht 24. Februar d. J. im Abgeordnetenhause gegenüber dem AbKandidaten wählen, der ihnen von ihrem Standpunkt als das den Socialdemokraten die Mehrheit im Parlamente geben, und wenn geordneten Krieger gebrauchte Wendung:" Ich protestiere „ fleinere Uebel" erscheint. Sie thun damit lediglich, was alle sie sogar die parlamentarische Mehrheit hätten, so würden dagegen, daß ich irgendwie jemandem seine Stimmabgabe bei andren Parteien bei den Stichwahlen aus fühler politischer Be- sie doch keinen Gebrauch von ihrer Stellung machen können, da den Wahlen vorschreiben möchte; die Bediensteten können wählen rechnung thun müssen und thun werden. Hierfür eine Gegen- ihnen der Bundesrat zweifelsohne großen Widerstand entgegensezen wie sie wollen, auch Socialdemokraten, dagegen habe ich gar nichts." Leistung zu verlangen etwa in der Form, daß aus tief empfundener würde. Werden die herrschenden Klassen und die Regierung durch Der Vorwärts" hatte furz vor der Wahl der Wiedergabe dieser Dankbarkeit für die Wahlhilfe zu Gunsten Kämpfs die Frei- diese Siege erschreckt, so kann es wohl möglich sein, daß Repressions Worte die Aufforderung an die Eisenbahnbediensteten voraussinnigen dafür in irgend einem andren Wahlkreise auch nur maßregeln ergriffen werden, die sich jedoch als ebenso erfolglos geschickt: Wählt socialdemokratisch, Budde will es." Es lag in einen Reaktionären in der Stichwahl wählen müßten, wäre der weisen werden wie die früheren Ausnahmegefeße. Es ist aber diesem Falle eine jener bewußten Entstellungen der Wahrheit vor, Die " nicht abhold ist. " 1901 aus. .. er= " Das 1 drei Stunden nach Britwalt im B mit denen der Vorwärts" unausgefeßt operiert. Aus dem ganzen Zusammenhange, in dem der Minister die angeführten Worte Stimmviehtreiber. Knapp vor den Thoren Berlins, auf dem Gute des Landtagsgebraucht hat, ist ersichtlich, daß es ihm lediglich darauf an- Abgeordneten, Milchverteuerer und Rittmeister a. D. Ring auf fam, in schärfster Form auszusprechen, daß ihm jede Beeinflussung Dippel entwickelte sich am Wahltage ein eigenartiges Bild. Herr der Stimmabgabe seitens seiner Untergebenen durchaus fern liege. Ring hatte seine Arbeiter auf einen Leiterwagen verladen und zum Daß General Budde die Socialdemokratie und ihre Bestrebungen Wahllokal fahren lassen. Dort wurde streng darauf geachtet, daß verurteilt und demnach die Wahl von Socialdemokraten nicht teiner einen socialdemokratischen Zettel nahm. Herr Ring leitete wünschen kann, geht aus derselben Rede vom 24. Februar mit persönlich die Aktion. aller Deutlichkeit hervor, in deren weiterem Verlaufe General Budde die Socialdemokraten als Umsturzpartei bezeichnete. Dieser Sachverhalt ist dem Vorwärts" sicherlich genau bekannt, er hat fich aber dadurch nicht abhalten lassen, auch in diesem Falle die Wahrheit auf den Kopf zu stellen. Im übrigen ist, wie wir hören, unmittelbar nach dem Täuschungsversuch des Vorwärts" an sämtliche Eisenbahn- Direktionen die telegraphische Weisung ergangen, der vom Vorwärts" beliebten Ausbeutung der Aeußerung des Ministers in geeigneter Weise entgegenzutreten. daß drittens die Centrumspartei ihre Stellung behauptet. Einen Rüdgang zeigt die Partei also nur dort, wo die Industrie vorherrscht und wo sie gegen die Socialdemokratie kämpfen muß, d. h. in den Großstädten und in den Industriebezirken. Gerade die jetzige Wahl hat wieder gezeigt, daß hier das Centrum seine Stellung nicht aufrecht erhalten kann und daß alle Wohlthaten, Zugeständnisse: und Opfer an den Parteigrundsäßen, welche die Centrumsleitung an die Fabrikherren und Industrie- Arbeiter verschwendet, doch nur verlorene Liebesmühen sind." Als Stützpunkt bleiben dem Centrum nach der„ Rheinischen demokratische Stimmzettel zukommen zu lassen. Socialdemokratische Auch früher war es nicht möglich gewesen, den Arbeitern socialAgitatoren wurden vom Hof veriviesen und ein Arbeiter sagte Voltsstimme" nur die ländlichen Kreiſe. Die Rückwärtsentwickelung ihnen:„ Heute wählen wir für Euch und morgen müssen wir raus!" des Centrums zur feudalagrarischen Reaktion, die der„ Rheinischen Daß die Arbeiter nicht gerne für Hammer stimmten, geht schon Volkszeitung" freilich sehr willkommen ist, ist damit durchaus richtig daraus hervor, daß ihre Wohnungen erst neulich infolge social- gekennzeichnet. demokratischer Kritik ausgebessert wurden. von Freilich konnte Herr Ring Zubeils Wahl nicht hindern. Aber Aus Schwarzburg- Rudolstadt wird uns geschrieben: Kampfwenn es schon bei Berlin so zugeht, wie mag es erst im dunkleren und Sieg! Noch nie ist unser Kreis von den Gegnern so bearbeitet Das Hauptoffiziöfenorgan ist auf das Niveau des Reichs- Ostelbien aussehen, wo die Macht der„ Herren" noch viel größer worden wie diesmal. Auf allen größern Dörfern, in jedem Städtchen boten" herabgesunken. Es arbeitet mit der albernen Unterstellung, und der Einfluß socialdemokratischer Kontrolle viel geringer ist? hielten die drei gegnerischen Kandidaten selbst Versammlungen ab, alle die Socialdemokratie wolle Herrn Budde als Köder an ihre Fast noch toller ging es im Dorfe Premslin( West- Prignitz) fleineren Dörfer wurden von kleineren Agitatoren bearbeitet. An vier Angel stecken. Nun weiß jeder vollsinnige Mensch, das erstens zu. Dort ließ der Rittergutsbesizer seine Leute alle des Mittags Tagen der letzten Woche wurden allein 17 gegnerische Versammlungen Herr Budde bei der Wahl überhaupt nicht mehr zu wollen" vom Felde holen, und, ohne daß sie erst nach Hause gehen durften, abgehalten. Ueberall wo wir konnten, traten wir den Herren entgegen hat als ein Wagenschieber, daß zweitens fein preußischer zur Wahl antreten. Minister zur Wahl von Socialdemokraten auffordert und Bettel zu haben. Vor dem Wahllokal waren muur konservative und fortwährend wurden wir nach unserm, fürstlichen Leibblatt" in der Die Couverts mit den Stimmzetteln wurden Diskussion niedergeschmettert, freilich am andern Tage waren wir Berufung auf Buddes Autorität, wäre forgfältig in einem Suppentopf übereinander geschichtet und die wieder da. Eines muß anerkannt werden: Wir hatten drei ihr scherzhafter Charakter nicht augenfällig gewesen, die Eisenbahner Reihenfolge notiert. Trotzdem wurden unter zweiundzwanzig neun Leute von anständigem Charakter zu bekämpfen und dess erst recht dazu veranlaßt hätte, nicht socialdemokratisch zu wählen. socialdemokratische Stimmzettel abgegeben. Am Abend hielt nun der halb ist der Kampf Nun hat sich aber Budde als wahrer Freund der Socialdemo- Gutsbesizer an seine Leute eine Ansprache, in der er sagte: Wenn geführt worden. von Anfang bis Ende streng sachlich tratie erwiesen. Um diese nicht länger durch den Verdacht minister- sie in Not tämen, sollten sie sich an den socialdemokratischen Kan- baten wie Allerdings mußten bei uns vom Kandis lichen Schutzes zu kompromittieren, hat er wirkliche Wahl- didaten Dr. We y I wenden. einzelnen Genossen beinahe übermenschliche Opfer gebracht werden. Dabei standen uns fast gar keine Geldbeeinflussung gegen die Socialdemokratie geübt. Was er dem „ Vorwärts" lächerlicherweise vorwirft, das scheut er sich nicht, geheime Wahl in Wirklichkeit zu einer wahren Obstruktion ausartet. fchaften konnten. Die Residenz selbst hat schlecht gewählt, aber die Man sieht, daß die Opposition der Junfer gegen die freie und mittel zur Verfügung, während die Gegner aus dem Vollen wirts selbst amtlich zu unternehmen. Beweis die folgende Nachricht aus Thüringerwald- Dörfer und die Unterherrschaft haben das Gleich Bromberg, die keinesfalls vereinzelt bleiben wird. In Dorf und Gut Radau( Züllichau- Schwiebus- Crossen) bildete gewicht hergestellt. Welche Zunahme wir haben, trotzdem die Einder Oberinspektor als Wahlvorsteher den größten Teil der Wahlzeit wohnerzahl des Kreises gleichgeblieben ist, ergeben folgende Zahlen: allein das Wahlbureau und legte die Stimmcouverts der Reihe nach 1898: Soc. Hofmann 6638. Natl. 3905. Frs. Bg. 3102. in einen Suppentopf. Das Wahllokal war im Gutsgebäude ſelbſt 1903: gelegen. Um 6 Uhr abends, also eine Stunde vor Wahlschluß, rief 1898 fiegte der Nationalliberale, mit dem der Bd. d. L. zus er dem Inspektor, der sich im Hofe aufhielt, zu, es feien sieben social- fammenging, in der Stichwahl. Diesmal haben wir eine absolute demokratische Stimmen abgegeben worden. Auch die Namen der Mehrheit von 1238 Stimmen. Es stehen noch 2 Dörfchen mit uns focialdemokratischen Wähler wurden zum Fenster hinaus publiziert. gefähr 60 Wahlberechtigten aus, die nichts mehr ändern. Daß bei In Züllichau- Schwiebus hat der Konservative mit wenigen hundert uns unbändige Freude und bei den Gegnern Kazenjammer herrscht, Stimmen Mehrheit gesiegt. ist selbstverständlich, denn alles glaubte, wir würden wieder Stich wahl bekommen. * Wahlbeeinflussung in Bromberg. Wir haben heute abermals einen jener merkwürdigen Umstände zu registrieren, unter denen die Wahl des Scharfmacher- Hakatisten Tiedemann zu stande gekommen ist. In der Werkstätte der königlichen Eisenbahnen in Bromberg wurde nämlich am Morgen des Wahltages folgende Bekanntmachung angeschlagen. Bekanntmachung! Durch die staatsfeindliche socialdemokratische Presse wird die irrige Ansicht verbreitet:„ Der Herr Minister Bud de will, daß Socialdemokruten gewählt werden." Wir haben Anlaß, darauf hinzuweisen, daß der Herr Minister ausdrücklich auf die gemeinsamen Bestimmungen für die Arbeiter aller Dienstzweige " Der Arbeiter hat sich von der Teilnahme an ordnungsfeindlichen Bestrebungen und § 3 verwiesen: Vereinen fern zu halten." Die Socialdemokratie beschäftigt sich aber damit, die Sicherheit des Betriebsdienstes der Eisenbahn zu untergraben. ein Es wird daher besonders von den bestgestellten und best gelohnten Eisenbahnarbeitern, den Werkstättenarbeitern, einsichtsvolles Benehmen bei der Wahl erwartet. Bromberg, den 16. Juni 1903. Werkstätten- Inspektionen A. und B. Müller. Am Tage vor der Wahl ist ein Arbeiter, der seit 13 Jahren bei der Eisenbahn beschäftigt und dortselbst Invalide geworden war, plöglich entlassen. Er soll zu seinen Kollegen geäußert haben, daß Budde nichts dagegen hat, wenn seine Arbeiter focialdemokratisch wählen. Ein Lauscher hatte diese Worte gehört und durch Verrat an die Direktion erfolgte die Entlassung. Herr Budde hat sich also doch gemausert. Während er im Landtage erklärte, es falle ihm nicht ein, den Arbeitern das Wahlrecht einschränken zu wollen, hat er jetzt mit Bekanntmachungen und Entlassungen für seinen Freund Tiedemann gearbeitet. Er hat damit freilich, in Gemeinschaft mit dem Regierungspräsidenten, nur einen Interims- Abgeordneten geschaffen. Herrn Tiedemanns Wahl ist zur Kassation reif. Der Stimmenzuwachs der Socialdemokratie. Bürgerliche Blätter bringen folgende Zusammenstellung: In runder Summe haben die Socialdemokraten diesmal 2 900 000 Stimmen auf ihre Kandidaten vereinigt gegen 2107 000 vor 5 Jahren, Zunahme 800 000 Stimmen gegenüber einer Zunahme von nur 320 000 Stimmen von 1893 zu 1898. Jn Preußen erhielten die Socialisten diesmal rund 1 620 000 Stimmen gegen 1 142 000 im Jahre 1898; die größte Zunahme entfällt also auf Preußen. In Bayern erhielten sie 240 000 Stimmen( 139000), in Sachsen 420 000( 299 190), Wittemberg 75 000( 62 000), Baden 70 000( 50 300), Heffen 60 000( 49 000), beide Mecklenburg 55 000 ( 47 000), Hamburg 101 000( 82 000), Elsaß Lothringen 60 000 ( 52 000), in allen übrigen Staaten 225 000 Stimmen. Die Zahlen sind entschieden zu niedrig. Sachsen hat diesmal 450 000 Stimmen( 150 000 mehr) abgegeben. In Württemberg find die socialdemokratischen Stimmen auf 99 519 angewachsen. Während die Socialdemokratie an dritter Stelle neben der Deutschen Partei rangierte, ist sie jetzt zur stärksten Partei auch in Württemberg geworden. Nach einer Zusammenstellung des„ B. T." wurden in Württemberg abgegeben: 16. Juni 1903 Socialdemokratie Centrum Volkspartei Deutsche Partei. bund 1898 99 519 Stimmen gegen 62 452 Konservative und BauernGestiegen sind die socialdemokratischen Stimmen 33 146 0 89 252 62 293 73816 " " 75 105 " " 60 988 62 281 " " 48 053 " um rund 60 Proz. die Centrumsstimmen die Konservativen und 20 " 1 " " Bauernbündler 45 " " 1 " " " die der Deutschen Partei 17 2 " Gefunken die der Volkspartei * Arbeitern den socialdemokratischen Stimmzettel weg und als der In Tscherniß( Forst- Sorau) nahm ein Aufseher des Gutes zehn Antwort: Das geht sie gar nichts an; hier bestimme ich! Kontrolleur der socialdemokratischen Partei einschritt, erhielt er zur einer Reihe ländlicher Ortschaften ist sogar passiert, daß allen gesetzIn lichen Vorschriften zuwider unsre Kontrolleure aus dem Wahllokal gewiesen wurden. Die Wähler haben alles versoffen! Aus dem Wahlkreise des Grafen Arnim, Rothenburg- Hoherswerda wird uns geschrieben: In Lodenau wurde eine Versammlung der konservativen Partei abgehalten, in der Herr Amtsvorsteher Kade, ein specieller Freund des Grafen Arnim, sprach. Um seiner Rede und Gesinnung Anhänger zu verschaffen, mußte Herr Gastwirt Schmidt tüchtig einschenken, um am andren Tage die Rechnung Herrn Kade einzusenden, der auch prompt die Zeche seiner Zuhörer bezahlte. Im Orte Sänig wurde am 12. Juni ebenfalls eine Versammlung abgehalten, hier sprach Graf Arnim selbst, auch hier wurde auf Rechnung des Grafen gezecht. In Neusorge zahlte Herr Kade allerdings nur ein Bier pro Mann, wurde zum Dant als Knauser gestempelt und die Beschenkten wählten statt Arnim den freifinnigen Standidaten Wenzel. Herr Baron b. Dießbach, stellvertretender Landrat des Kreises Rothenburg, ließ vor der Wahl eine geharnischte Rede vom Stapel mit der Endbemerkung, daß Arnim zu wählen sei, wer dies nicht thue, folle lieber draußen bleiben. Graf Arnim hat Ünsummen für Bier und Cigarren ausgegeben, um die Wähler für sich zu gewinnen. tasten, so groß wie eine Cigarrentiste, also nicht größer wie die In dem Drte Zoblizz bestand die Wahlurne aus einem PappCouverts der Wahlzettel. Daß in solchem Kästchen die Zettel trot Schütteln nicht durcheinander kommen, ist wohl jedem klar. Es war also den Leuten der Kommission leicht möglich, an Hand der laufenden Nummern festzustellen, wie das Freibier gewirkt hatte. Man begreift jetzt, warum sich die Phantasie des Herrn Grafen so sehr mit dem Versaufen beschäftigt. In der Stichwahl werden unsre Genossen wohl dafür sorgen, daß Graf Arnim nicht erst durch Wahlproteſt aus dem Reichstagshause geschafft werden muß. Aehnlich wurde auch in Sagan- Sprottau gearbeitet: " 8722. 1983. München I. " 3244. Bd. d. L. 2257 Zur Stichwahl in München I schreibt der„ Bayrische Courier": Eine Stichwahl- Parole der Parteileitung des Centrums ist für München I noch nicht ausgegeben. Aber wir greifen der ends gültigen Stellungnahme nicht vor, wenn wir schon jetzt fagen: eine Unterstützung des liberalen Kandidaten durch das Centrum ist absolut ausgeschlossen. Kein Kandidat darf eine Centrumsstimme erhalten, der nicht mindestens so viel Gerechtigkeitssinn besißt, daß er sich für die Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesetzes erklärt" so heißt es im Wahlaufruf der deutschen Centrumsfraktion. Der liberale Wahltandidat für München I, Herr Schön, hat aber am 3. Juni in der liberalen Wählerversammlung in den Centralfälen ausgeführt: Ich bin ein Gegner der Aufhebung des§ 2 des Jefuiten gesetzes.( Lauter Beifall.) Ich bin Gegner, weil dann das ganze Gesetz fällt. Wir haben Orden genug, und will einer eben gerade Jesuit werden, so steht ihm das Ordenskleid höher als das Baterland, und dann hat er an uns und wir an ihm nichts verloren. Auch haben wir konfessionelle Kampfhähne genug. ( Reicher Beifall.) Roher und höhnischer kann man die Ueberzeugung des Gegners nicht behandeln. Der Eindruck dieser Worte ist um so widerlicher, als sie von einer Person ausgesprochen sind, der in den gebildeten Kreisen mit voller Antipathie begegnet wird. Dazu kommt noch das Verhalten der Liberalen überhaupt. Das wüste Treiben der Liberalen, die abscheuliche Konfessionshezze, welche der Münchener Liberalismus betrieben, schließt jede Teilnahme des Centrums für den Münchener Liberalismus aus. So ist denn Wahlenthaltung die einzig korrekte Antwort des Centrums. Keine einzige Stimme des Centrums darf dem liberalen Kandidaten zukommen. Die Liberalen sollen ihren Kampf mit den Socialdemokraten allein ausfechten. Im Jahre 1898 ist das Centrum den Liberalen beigesprungen und hat ihnen das Mandat von München I zugeschanzt. Allein werden die Liberalen unterliegen. Sie hätten es anders haben fönnen. Logischerweise muß sich das Centrum allerdings für jene Partei erklären, die gegen das Jesuitengesetz gekämpft hat und für volle Religionsfreiheit eintritt: die Socialdemokratie. * Der Kreisausschuß- Sekretär GI ang in Sprottau entwickelte in der ungehörigsten Weise die gröbsten Beeinflussungen für die Wahl des konservativen Kandidaten. Die Freisimmige Zeitung" erhielt von dort eine Instruktion für die Vertrauensmänner der reichstreuen In Südbayern brachte der Tag der Entscheidung für die SocialBarteien", imterzeichnet vom„ Borstand der reichstreuen Parteien". demokratie ein so glänzendes Ergebnis, daß unsre kühnsten Hoffnungen in derselben wird u. a. unter Nummer 6 aufgefordert, zweifelhafte übertroffen wurden. Was zunächst die beiden Wahlkreise der Wähler aufzusuchen, thunlichst zu belehren und zur Stimmabgabe Hauptstadt betrifft, so gelang es zwar nicht, München I für den konservativen Kandidaten zu bewegen. Empfiehlt sich auf den ersten Streich zu erobern. Doch ist hier die Zahl unsrer solchen einzuladen". Dann heißt es unter Nummer 8: Wo durch Liberalen 6016, die Ultramontanen 5257, die Demokraten 715 und solche Belehrung beim Glase Bier, so sind die Betreffenden zu einem Stimmen von 7733 auf 10076 gestiegen, während die die Arbeit der Vertrauensmänner( Dingung der Bettelanbieter und die Antisemiten 1085 Stimmen erhielten. Die Liberalen und das Holer, Einladung zum Glase Bier 2c. 2c.) Kosten entstehen, welche Centrum haben die unerhörtesten Anstrengungen gemacht, da jede anderweite private Deckung nicht finden, sind sie nachher beim der beiden Parteien die andre überflügeln wollte, um mit uns in Kassenführer, Herrn Kreisausschuß- Sekretär Glank in Sprottau, zu die Stichwahl zu kommen. Die Liberalen haben dieses Ziel erreicht, liquidieren." mehr aber auch nicht! Brügelstrafe für Zubeil- Agitatoren! Mit roter Farbe wurde in Zossen am Tage vor der Wahl die Aufforderung Wählt Zubeil!" an Bürgersteigen, Wänden und Bauzäunen angebracht. Die örtliche Polizeiverwaltung erläßt jetzt folgende Bekanntmachung:„ Wir setzen eine Belohnung von 20 Mart demjenigen aus, welcher uns die Thäter derart nachweist, daß dieselben strafrechtlich zur Verantwortung gezogen resp. falls es sich um Kinder unter zwölf Jahren handelt, entsprechend gezüchtigt werden können." * Centrum und Socialdemokratie. Die Klerikal- agrarische Reinische Voltsstimme" bespricht die BuAuch Baden ist zu niedrig angegeben. Nach der Köln. 3tg." nahme der socialdemokratischen Stimmen in Rheinland- Westfalen und wurden in Baden Stimmen abgegeben: liberale 103 848, für das bemerkt: Centrum 134 049 und socialdemokratische 71 921 gegen 90 191 liberale, 97 769 für das Centrum und 50 329 socialdemokratische im Jahre 1898. Besonders erfreulich ist es, daß in Ostpreußen unsre Stimmenzahl gegen 1898, wo unsre Fortschritte das Entsetzen der Junker erregten, wieder um rund 13 000( von 45 644 auf 58 689) gewachsen ist. So sieht das agrarische Bollwerk gegen den Umsturz aus! Weiter ist sehr bemerkenswert unser ungeheueres, kaum erwartetes Wachstum in dem Paradies des Centrums, der oberen Rheinprovinz. Hier stiegen unsre Stimmen von rund 28 000 auf rund 51 000. In der Provinz Schleswig- Holstein sind unsre Stimmen um 29 478, von 81 940 auf 111 418 gewachsen! Die Stichwahlfituation in Baden. Aus Mannheim wird uns telegraphiert: Die badische Centrumsleitung proklamiert in Mannheim, Karlsruhe und Pforzheim Stimmenthaltung. Wird die Parole befolgt, so sind diese Mandate für die Socialdemokratie zu gewinnen. Das Centrum hofft durch diese Parole die fünf badischen Kreiſe zu gewinnen, in denen sie gegen die Nationalliberalen steht und in denen die Socialdemokratie den Ausschlag giebt. In der Stichwahl wird unser Genosse Birt sicher gewählt, zumal das Centrum unter heftigen Ausfällen gegen den liberalen Kandidaten Schön Stimmenthaltung proklamiert; einzelne ultramontane Agitatoren fordern sogar direkt zur Wahl Birks auf. In München II erzielten wir ein Resultat, das in den Kreisen unsrer Genossen stürmischen Jubel erweckte. Unfre Stimmenziffer stieg hier von 23 116 auf ca. 41 000, also eine Zunahme von über 17000. In diesem Falle hat sich das Centrum einmal gründlich verrechnet; es hatte die vielen Säumigen, die das letzte Mal nicht zur Wahl gingen, sich selbst zugerechnet und hoffte wenigstens in die Stichwahl gegen Vollmar zu kommen. Nun, die Säumigen haben diesmal zum großen Teil gewählt; aber nicht ultramontan, sondern den Socialdemokraten. In den Stadtbezirken des zweiten Wahlkreises brachten es die Liberalen auf 9165(+3900), das Centrum auf 11 613(+ 3300), die Demokraten auf 746(+480) und die Antisemiten auf 1493(+1400) Stimmen. Die Landbezirke stehen zum großen Teil noch aus. Eine herzliche Freude können wir beim Betrachten der übrigen und zwar auch der ländlichen Wahlkreise haben. " Im Kreise Lennep- Mettmann- Remscheid ist die Zahl der socialdemokratischen Stimmen von 10 000 auf 21 000 angeschwollen; in Solingen wurde der Socialdemokrat sofort mit großer Mehrheit gewählt, ebenso in Elberfeld- Barmen. In Düsseldorf hat der Socialdemokrat den Centrums- Kandidaten Kirsch um südbayrischen 300 Stimmen überholt, während er bei der vorigen Wahl hinter Selbst in Orten, wo unsre Agitatoren und Flugblattverteiler bei der ihm um 7000 Stimmen zurückgeblieben war. In Köln hat der letzten Wahl noch verhauen wurden, erzielten wir höchst beachtensSocialdemokrat 4500 Stimmen gewonnen und steht mit dem werte Resultate; sogar in dem frommen Wallfahrtsorte Altötting Centrum in Stichwahl; ob sich dabei Herr Justizrat brachten wir es auf 46 Stimmen. Im schwarzen Wahlkreise Aichach, Trimborn behaupten wird, wagen wir nicht mit aller Bestimmt wo 1898 insgesamt 1319 Stimmen auf uns fielen, erhielten wir allein in heit vorauszusagen. In Duisburg- Mühlheim ist die Socialdemo- Leihhausen diesmal 1361 Stimmen; in Bassau- Stadt, der Domäne des fratie von 14 000 Stimmen auf 23 000 angewachsen und steht mit Dr. Pichler stieg unsre Ziffer von 147 auf 605, in Freising- Stadt dem Liberalen in der Stichwahl. Der Arbeiterkandidat des von 169 auf 287, in Moosburg von 55 auf 120! Ju dem Centrums kommt also nicht mehr in die Stichwahl. In Essen Städtchen Schongau gelang es uns erst in den letzten hatte bei der vorigen Wahl die Socialdemokratie feinen Kandi- Tagen ein Lofal aufzutreiben und eine Versammlung abzuhalten; Saten aufgestellt, jetzt steht sie mit 23 000 Stimmen in der es wurden 107 Stimmen abgegeben gegen 3 im Jahre 1898. Die Stichwahl gegen den Centrumskandidaten Stößel mit 35 000 Bergwerksreviere Miesbach, Hausham, Penzberg, Beissenberg brachten Stimmen. In Bochum- Gelsenkirchen ist die Socialdemokratie von natürlich ganz bedeutende Stimmenziffern; auch der Wahlkreis 22 000 auf 35 000 gewachsen und steht mit dem Liberalen Traunstein hat sich prächtig entwickelt und nicht mindere Fortschritte in der Stichwahl; das Centrum ist ausgefallen. In allen übrigen find felbst in den schwärzesten Bezirken Niederbayerns Städten Westdeutschlands haben die Socialdemokraten im gleichen zu verzeichnen. Wenn man nach der Ursache dieser Verhältnis gewonnen, selbst in Krefeld konnte sich Dr. Bachem glänzenden Entwickelung Südbayerns forscht, so fann gesagt nur mit einer schwachen Mehrheit behaupten. Trotzdem wird das werden, daß neben der allgemeinen politischen Lage und der Centrum im Gesamtergebnis nur eine geringe Einbuße an Mau- fortschreitenden Industrialisierung die raftlose Agitations- und daten zeigen; denn in allen Kreisen, in denen die ländliche und Organisationsarbeit den Erfolg vorbereitete. bürgerliche Bevölkerung den Ausschlag giebt, hat di Der Wahlkampf in Offenbach. breitete Ertrablätter, die die Siege der deutschen Genossen fündeten;| Bahnhöfe und die Stationen sowie die Haltestellen der Straßen Aus Offenbach wird uns vom 17. Juni geschrieben: Das das Volkshaus„ Vooruit" und andre socialistische Gebäude hißten die bahn und lassen niemand fort, ehe er nicht gewählt hat. Die LuftHiesige Wahlresultat wird großes Befremden erregt haben in An- rote Fahne. schiffer sehen sich nach Abgabe ihrer Stimmzettel auf das höchste Dach betracht des vorangegangenen guten Landtagswahl- Resultats. Das des Ortes, eventuell auf den Kirchturm, und spähen aus, wo Stimmzettel genaue Ergebnis stellt sich jetzt wie folgt: Genosse Ulrich erhielt ist von preußischen Richtern in drei Instanzen durch gerichtliches Linie unausgesetztes Avancieren zu allen Wahllokalen. Nachmittags Die Ehrlosigkeit der Armut fehlen und wo sich träge Wähler versteckt halten. Auf der ganzen 16 425 Stimmen, der Kandidat der Antisemiten und Nationalliberalen, urteil festgelegt worden! Ueber diesen geradezu ungeheuerlichen 3 Uhr: Infanterie- Patrouillen suchen im Umkreise von 300 Metern Dr. Becker in Sprendlingen 11 796 und der Centrums- Kandidat 6313 Stimmen, so daß Stichwahl zwischen den beiden Erstgenannten müßte, aber auch jetzt hoffentlich die gebührende Achtung finden wird, meinde nach faulen Wählern ab. Nachmittags 4 Uhr: Abmarsch Fall, der in minder bewegten Zeiten das größte Aufsehen erregen vom Wahllokal, Kavallerie- Patrouillen im weiteren Umkreis die Gestattzufinden hat. Während die socialdemokratischen Stimmen gegen wird uns berichtet: die Wahl 1898 um 3000 stiegen, stieg die Stimmenzahl der Gegner neuer Patrouillen: ein Gespann a zwei, welches die Feldartillerie insgesamt um 7100, wodurch sie einen Vorsprung von 1600 Stimmen beschäftigte am Donnerstag den vierten Senat des Oberverwaltungszu Die Versagung einer Ansiedlungsgenehmigung stellt, für Stameraden, die nicht zu Fuß gehen können; erhielten. Die Zunahme der socialdemokratischen Stimmen verteilt sich gerichts. Der Kaufmann 2. hatte gegen den Amtsvorsteher zu ein Mann des Sanitätscorps mit Feldflasche und Brotbeutel. Kameraden über 70 Jahre je ein Gefreiter und auf den Landkreis Offenbach mit über 1300 und auf den Kreis Dieburg Kolfwik, mit etwa 1000 Stimmen; auf die Stadt Offenbach entfällt nur eine Zuwelcher ihm die Genehmigung zur Errichtung Nachmittags 5 Uhr: Abmarsch der letzten Patrouillen zur Einholung nahme von 700 Stimmen. Man hatte auf eine Zunahme der Stimmen in erteilt hatte, Klage bei dem Kreisausschuß Kottbus erhoben, war fünden der Resultate. Abends 7 Uhr: Abreiten der Feldjäger mit von drei Wohnhäusern in der Gemeinde Kolkwitz nicht der letzten Wähler. Nachmittags 7 Uhr: Das Ganze halt! Ver Offenbach von 1500-2000 gehofft, die gereicht hätte, die diesmaligen aber mit derselben, ebenso wie mit der beim Bezirksausschuß zu den Resultaten. Abends 8 Uhr: Sammeln, Abkochen und Speisung. eingelegten Politische Uebersicht. Leider fand der Spaß schon am 16. Juni sein Ende. Ausland. Destreich- Ungarn. bringen, zu nichte zu machen. Da über 3000 Wähler in Offenbach Beide Instanzen nahmen in Uebereinstimmung mit dem Amta bends 11 Uhr: Retraite. Zweiter Mobilmachungstag: 25. Juni 1904." ihr Wahlrecht nicht ausübten, die sich in der Mehrheit aus den vorsteher an, daß gemäß§ 15 des preußischen Ansiedelungsgesetzes arbeitenden Klassen zusammensetzen, so liegt hier ein Mangel vor, vom 25. August 1876 für die benachbarten Meder der Stollwitzer Bauern dem abgeholfen werden muß, wenn nicht bei der Stichwahl die sich eine Gefährdung der Nutzungen begründet sei, und war deshalb, weil dann brüderlich vereinenden Gegner noch den Sieg davontragen die voraussichtlichen Mieter bei dem geringen Umfange der projektierten sollen. Es gilt vor allem, dieſe Reſerven mobil zu machen, um dem Wohnungen und des dazu gehörigen Landes zweifellos Proletarier Kreise seine socialdemokratische Vertretung zu erhalten. Während Die ungarische Ministerkrisis scheint bisher ihrer Lösung nicht bei der letzten Wahl das Centrum noch an zweiter Stelle rangierte, ſein würden, die sich von den Erträgen der Landwirtschaft oder des ist es diesmal auf den dritten Plaz verwiesen worden. Gartenbaues nicht ernähren könnten und daher mutmaßlich auf näher gerückt zu sein. Graf Stephan Tisza und der ungarische Raub ausgehen würden! Der Kläger focht diese Ansicht mit der Landesverteidigungs- Minister von Fejervarh sind nach Wien geRevision vor dem Oberverwaltungsgericht als ungesetzlich an. reist und wie dem„ Ungar. Telegr.- Korresp.- Bureau" von dort ges Sein Vertreter Rechtsanwalt Dr. Broh führte aus, daß die meldet wird, hat Graf Tisza die Mission zur Kabinettsbildung in Unterstellung, als ob die besiglosen Volksgenossen von vorn die Hände des Kaisers zurückgelegt, da keine Aussicht vorhanden ist, herein auf Bergehen ausgingen, völlig ungerechtfertigt sei; vielmehr für seine Politik eine Majorität zu gewinnen. sei zu erwarten, daß die proletarischen Mieter sich durch ehrlichen Erwerb als Handwerker oder Tagelöhner ihren Unterhalt verdienen würden. Klagten doch gerade die Befizer auf dem Lande über den Mangel an solchen Arbeitern. Ein Recht der Besitzenden, wie solches der Vorentscheidung zu Grunde liege, proletarische Elemente von ihrer Nachbarschaft fernzuhalten, sei weder gefeßlich, noch social, noch ökonomisch begründet. Die Revision wurde zurückgewiesen mit der Begründung, daß, wie der Präsident eingehend ausführte, ein Rechtsirrtum des Vorderrichters nicht vorliege. Die thatsächlichen Feststellungen seien nicht revisibel; das Ober- Verwaltungsgericht könne deshalb auch nicht prüfen, ob nicht gerade mit vollem Recht der Vorderrichter in der Besizlosigkeit der künftigen Mieter eine Gefahr für die Nachbarn gesehen habe! Berlin, den 19. Juni. Die Internationale. Folgende Glückwünsche unsrer auswärtigen Mitstreiter sind heute zu verzeichnen: Wir freuen uns Eures glänzenden Wahlerfolges und begrüßen ihn als einen Sieg der internationalen Socialdemokratie. Für das internationale socialistische Bureau Victor Serby. Die revolutionären Socialisten Bordeaux' senden der deutschen Socialdemokratie brüderlichen Glückwunsch. Der Kommunistische Arbeiter- Bildungsverein in London sendet beste Wünsche zum roten Siege. Im Auftrage: Freund. Das Exekutivkomitee der unabhängigen Arbeiterpartei Glasgows, zwölf Organisationen umfassend, sendet zum glänzenden socialistischen stand für den ersten Stand erklärt. Preußische Richter fangen die Die fächsischen Richter sind übertrumpft: Sie haben den OffiziersSiege ihre wärmsten Glückwünsche. Die Heimat des Gemeinde- Sache am andern Ende an und erklären die besiglose Volksklasse für focialismus grüßt die Morgenröte des internationalen Socialismus. den letzten Stand, für Räuber und Diebe! Glückwunsch in Hoffnung auf neue Siege. Mack Cork. Die Redaktion von" Het Volk" bringt in den Personen der Vorwärts"-Redakteure den socialdemokratischen Journalisten Deutschlands, die den großen Sieg( 16. Juni) nicht in letzter Reihe mit erkämpft haben, den Zoll ihrer aufrichtigen Bewunderung.de Für die Redaktion: Antersmit, Amsterdam. Wenn das System, aus welchem dieses Urteil entsprungen ist, längst hinweggeschwemmt sein wird, wird dieses Urteil als ein vollgültiges Dokument dafür erscheinen, wie blind die Vertreter des alten Negimes in Deutschland gewesen sind. " Ritter von der Schnapsflasche! Frankreich. der Chouanen- Hauptstadt, hat die Militärjustiz wieder einmal ein Militärjustiz. Paris, 17. Juni.( Eig. Ber.) In Nantes, Disciplin zu Gunsten des Klerikalismus mit Füßen getreten. chnisches Urteil gefällt. Sie hat die allerheiligste" militärische Lieutenant Portier, der sich geweigert hatte, an der Spike feiner Compagnie bei der Schließung einer Redemptoristen- Kapelle mitzuwirken, wurde vom Kriegsgericht einstimmig freigesprochen. und doch lag in diesem Falle die Gehorsamsverweigerung des Offiziers offen zu Tage. Er hat, wie die Beweisaufnahme ergab, feinem Vorgesetzten direkt den Gehorsam verweigert, und er zeigte auch die Offenheit, vor dem Gericht den Thatbestand nicht ab= sprechung war im voraus berbürgt, nicht nur durch die militärzuleugnen. Viel Mut gehörte freilich dazu nicht. Seine Freigerichtlichen Präcendenzfälle, sondern auch durch den Bericht des militärischen Untersuchers, der in jesuitischer Betveisführung das Einstellen des Verfahrens beantragt hatte. Der Verteidiger des Angeklagten gab an juristischen Gründen den jesuitischen Kniff zum besten, daß die Handlung Portiers keine Gehorsams= berweigerung, sondern einen Gehorsamsmangel darstelle. Indes die Scheingründe follten eben nur den Schein wahren. Den Ausschlag gaben die religiösen Ueberzeugungen" und die Familienverhält Augen derselben flerifalen Militärrichter, die einen Soldaten, der Nonne ist. Ein hinreichender Grund zum Disciplinbruch in den aus seinem socialistischen Gewissenszwang heraus sich weigern würde, auf streikende Arbeiter zu schießen, unfehlbar mit der ganzen Wucht des barbarischen Militärfoder zermalmen würden. In dem Bewußtsein, daß Euer Sieg auch unser Sieg ist, ent- Ein naiver Landgeistlicher hat dem„ Reichsboten" einen Briefnisse Portiers, dessen Bruder ein Mönch und dessen Schwester eine bieten wir allen mutigen Streitern für die Befreiung der Menschheit geschrieben, darin es heißt, er begreife nicht, wie seine Gemeinde brüderlichen Gruß und Dank. Die internationale revolutionäre mitglieder, lauter anständige, nette Leute, focialdemokratisch wählen Socialdemokratie, sie lebe hoch! fönnten. Der Vorwärts" hat dazu bemerkt:„ Socialdemokraten sind Parteivorstand der czechischen Socialdemokratie in Prag. Die in öffentlicher Bersammlung in Prag versammelten Social- icht nur anständige Menschen, sondern sie sind die besten und edelsten demokraten senden den deutschen Genoffen herzlichste Glückwünsche Partei, die Kraft, Energie, Bildung, Einficht und Idealismus befißt. Kräfte des deutschen Volkes, der wahre Adel der Nation, die einzige zum großen Siege bei den Reichstagswahlen. Empfanget unfre Darauf antwortet die konservative Kreuz- Beitung" in ihrem herzlichsten brüderlichen Glückwünsche zu Euren Wahlfiegen. Sie geben uns Kraft und Mut zu neuen Kämpfen. Hoch die inter- Abendblatt vom 19. Juni wörtlich: nationale Socialdemokratie! Hoch Deutschlands Proletariat! Die organisierten socialdemokratischen Handlungsgehilfen Wiens. Im Auftrage der Bezirksorganisation Bottendorf( Nieder- Dest reich) übermittele ich Ihnen die herzlichste Gratulation zu dem Wahlsiege des deutschen Proletariats. Duda, Bezirksvertrauensmann. Im Auftrage der Bezirksorganisation Trautenau( Böhmen) beglückwünsche ich Sie zu den herrlichen Erfolgen, die Sie bei den Wahlen am 16. Juni errangen und hoffe, daß auch bei den Stichwahlen das Banner der Socialdemokratie siegreich vordringen wird. Redaktion des„ Trautenauer Echo". Krautfuß.. Ein Hoch den deutschen Arbeitern, die so tapfer das Tischtuch zerschnitten haben. " * Serbien. aus Belgrad mitgeteilt, daß sich dort der Lieutenant Lazar Iwanowitsch Zur Charakteristik des serbischen Offiziercorps. Kürzlich wurde bom 8. Infanterie- Regiment erschossen habe, weil er sich dadurch Das haben sich die Ritter von der Schnapsflasche, denen diese gekränkt gefühlt hätte, daß er vom Offiziercorps feines Regiments Hymne offenbar gilt, gewiß nicht träumen lassen, daß ihre geistige für unwürdig gehalten worden sei, an den Mordanschlägen teilund sittliche Ueberlegenheit in dieser ungerechten Welt noch einmal zunehmen. Diese seltsame Selbsterschießung erfährt jest von dem gewürdigt werden könnte. Sie werden sich gewiß auch fernerhin Belgrader Korrespondenten der„ Times" eine Aufklärung, bemühen, dieses hohe Lob zu rechtfertigen, und viele noch nicht die den Geist des serbischen Offiziercorps in seiner ganzen recht„ firme" Genossen veranlassen, es ihnen nachzutun, damit die Erbärmlichkeit enthüllt. Nach diesem Bericht war der Selbstmord ein Freude des„ Vorwärts" eine vollkommene und durch und durch hatte aber, weil ihm schließlich doch Bedenken aufstiegen, an dem erzwungener. Iwanowitsch war in die Verschwörung eingeweiht, berechtigte werden möge. Anschlag nicht teilgenommen. Dafür wurde er vor ein Offiziersbaß er sich verschlafen habe, worauf seine Richter ihm erklärten, gericht gestellt. Er führte als Entschuldigung seiner Abwesenheit an, daß er entweder Selbstmord verüben oder vor einem Kriegsgerichte erscheinen müsse. Jwanowitsch zog das erstere vor und erschoß sich. Noch ein andrer Fall ist charakteristisch für die im serbischen Offiziercorps herrschenden Anschauungen. Am Dienstagmorgen wurde unter dem Donner der Geschütze und dem Läuten der Glocken ein junger Offizier beerdigt, der den Titel„ Der Held der Armee" nicht ganz nüchtern gewesen. Er hätte sonst bebenten müssen, welche Der Herr, der das geschrieben hat, ist wahrscheinlich selbst dabei Früchte seiner Partei ihr besinnungsloses Geschimpfe bisher gebracht hat, und wie wenig vorteilhaft es für seine Partei ist, vor den Stich wahlen die Unfläti gkeiten des Grafen Arnim zu übertrumpfen. Deutfches Reich. Die Redaktion der Volkswacht" in Mährisch- Schönberg. Freundlich. Der Arbeiterbund in Basel gratuliert der deutschen Bruderpartei. Hoch die Socialdemokratie! Im Auftrage: Wassilieff. Die Konferenz der Finanzminister wird abgesagt oder vielmehr, erhalten hat. Die Kirche entfaltete ihren ganzen Prunk es wird bestritten, daß man sie überhaupt abhalten wollte. Wie und ein Regiment Soldaten folgte der Leiche des jungen In der Petite République" würdigt Gérault- Richard Herr Schweinburg wissen will, beabsichtigt man, borläufig durch Offiziers. Als feine Heldenthat" wird folgendes bezeichnet: den Wahlsieg der deutschen Partei in längeren Ausführungen, in weitere Zuschußpumpe die Einzelstaaten zu entlasten und abzuwarten, In der Mordnacht dem Palast von den Vers denen es heißt: wie der Zollhafe weiter laufen wird. schwörern der Kommandeur einer Division überrascht, die in der Die deutsche Socialdemokratie ist friedlich gesinnt aus Princip Den Tabak und das Bier wollen sie vorläufig in Ruhe lassen. Nähe der Hauptstadt ein Lager bezogen hatte. Der Divisionsund aus Partei- Interesse. Die militärischen Ambitionen Wilhelms II. Aber die Zuschußwirtschaft ist nicht minder ruinos. Vielleicht, daß kommandeur entfam und traf unterwegs einen berittenen Soldaten, finden bei ihr den äußersten Widerstand. man schließlich auch noch auf ein andres Auskunftsmittel verfällt, wenn die Stichwahlen halten, was die Hauptwahlen versprachen. Die Ansprache Wilhelms II. an die Arbeiter wird vom Bureau des„ Hauptvereins der Deutschen Konservativen", Berlin W., Köthenerstraße 3, auch noch zu den Stichwahlen verbreitet. Es tosten bei portofreier Versendung: 100 Stück 75 Pf., 500 Stück 2,75 M., 1000 Stück 4 M. Der sechzehnte Juni ist ein großer Tag für die deutsche Socialdemokratie und für uns französische Socialisten, deren Sache mit der ihrer Brüder in allen Ländern solidarisch ist, ein großer Tag auch für die Sache des Weltfriedens und des Fortschritts. Die Wiener Arbeiterzeitung" schreibt: der Depeschen für seine Division hatte. Er befahl dem Mann, abzusteigen, stieg auf und ritt in der Richtung auf sein Lager zu, um den Versuch zu machen, dem König mit seiner Division zu Hilfe zu eilen. Kurz vor dem Lager wurde er aber von dem jungen Lieutenant eingeholt. Es entspann sich ein wütendes Handgemenge, in welchem der Kommandeur getötet und der Lieutenant tödlich verwundet Der Triumph der deutschen Socialdemokratie ist That für die wurde. Der junge Offizier starb am Montag im Hospital. gesamte arbeitende Menschheit und so gewiß die socialdemokratische Ein streikender Pfarrer. Eine merkwürdige Nachricht erhält das Belgrad, 19. Juni. Das Amtsblatt veröffentlicht folgendes Arbeit auf dem ganzen Erdenrund eine Einheit ist, die mit beBerliner Tageblatt" aus Kattowiz. Danach hat im Wallfahrts- Communiqué vom 5. Juni a. St.: Der hiesige russische Gesandte wußtem Willen dem einen, großen Ziele zustrebt, so gewiß wird ort Bogutschüß der Ortspfarrer wegen der zahlreichen polni- teilte dem Minister des Auswärtigen mit, er nehme seine Bedieser berauschende Fortschritt der größten socialdemokratischen Partei schen Stimmen, die bei der Wahl abgegeben sind und zur ziehungen mit der serbischen Regierung heute wieder auf, da Kaiser feine fruchtbaren Wirkungen für alle Arbeiter der Kulturwelt üben. Stichwahl zwischen dem Centrumskandidaten Letocha und Nikolaus geruht habe, König Peter I. anzuerkennen. Auf dem Wege zur Befreiung des Proletariats ist man dem Ziele dem Polen Korfanth geführt haben, die Predigt eingestellt. heute ein gewaltig Stück näher gekommen. außerdem schloß der Pfarrer auch zahlreiche Kinder vom Religionsunterricht aus. Der focialdemokratische Sieg wird in Deutschlands politischem der Wahlen unangenehm ist, das Beispiel des Bogutschützer Pfarrers Das wäre gar schön! Wenn alle die Herren, denen der Ausfall nachahmen und streiken würden, könnte ja Deutschland garnicht mehr regiert werden! Wahlfuriosa. Ein Herforder Lokalblatt bringt in schwarzem Rand Letzte Nachrichten und Depefchen. Leben tiefe Furchen ziehen. Als die weitaus stärkste Partei zieht die Partei der Arbeiter in den Reichstag, und dem Gewichte dieses Zum deutsch- kanadischen Zollkonflikt. Sieges wird sich weder das Parlament noch die Regierung, wird London, 19. Juni.( W. T. B.) Oberhaus. Camperdown bringt sich das gesamte Leben der Nation nicht zu entziehen vermögen. Aber die Erklärung des Ministers des Aeußern, Lord Landsdowne, zur in diesem Augenblick denkt niemand an Politit, denn das Hochgefühl dieses Sprache, daß die deutsche Regierung angedeutet hätte, daß wenn Triumphes läßt nichts Kleinliches an sich andre englische Kolonien dem Beispiele Kanadas folgten und fommen. Die Macht der Socialdemokratie ist uns offenbar ge- diese Danksagung: worden: wie sie die Köpfe erfüllt, die Herzen höher schlagen Nach der verlorenen Schlacht spreche ich allen treuen und wahrscheinlich nicht mehr die Bedingungen einer meistbegünstigten der britischen Einfuhr Vorzugsbehandlung gewährten, Großbritannien macht, haben wir gesehen. Wir sahen, wie die Socialdemokratie in fleißigen Mitkämpfern für ihre große Aufopferung als Politiker Nation zugestanden werden würden. Er verlangt die Veröffentlichung dem Centrum der europäischen Stultur, innerhalb des größten und meinen herzlichen Dank aus, zu größerem Danke allerdings bin ich des mit Deutschland über diesen Punkt geführten Schriftwechsels. tiefsten Kulturvoltes der Erde, wie da die Partei des revolutionären persönlich denen verpflichtet, die durch die Bekämpfung meiner Wahl Der Minister des Aeußern Lord Landsdowne Proletariats die ausschlaggebende Macht wird, in deren Namen fich fo außerordentlich viel zu meinem persönlichen Wohl und Glücks- möchte die Auffassung zurückweisen, daß die deutsche Neerwidert: Ich alle sammeln, die der Befreiung der Menschheit dienen und zu ihr gefühl beigetragen haben. Herford, den 17. Juni 1903. Quentin, gierung in dieser Angelegenheit durch vorsätzliche vorsätzliche Feindstreben. Wir leben diesen zukunftsreichen Tag und senden den Gruß Oberbürgermeister." feligkeit gegen die englische Regierung getrieben worden der Bewunderung den deutschen Brüdern. Ein Tag herrlichster Jm Teltower Kreise wurde dieses Flugblatt verbreitet: fei. Die deutsche Regierung hat einen Weg eingeschlagen, Freude, stolzesten Sieges war des Deutschen Reiches Wahltag! Mobilmachung zur Reichstagswahl für alle alten Soldaten! welchen einzuschlagen für sie vielleicht nicht unnatürlich ist, wenn sie, General- Idee: Wiedereroberung des Reichstags- Wahlkreises wie es der Fall war, die Art und Weise kannte, in der wir diese Der Eindruck in Belgien war ein ganz gewaltiger. Der„ Peuple" Teltow Beeskow- Storkow Charlottenburg für die Ordnungs- Frage bisher zu behandeln gewohnt waren. Ich hoffe innerhalb hatte eine Extranummer herausgegeben, in welcher er die Wahlresultate parteien. Special Jdee: Heranholung aller reichstreuen einiger Tage die auf den Gegenstand bezüglichen Schriftstücke, die veröffentlichte. Die socialistischen Gebäude, wie Redaktion des Wähler des Ortes zur Ausübung ihres Wahlrechts.- Erster mit dem Jahre 1897 beginnen und bis zur Gegenwart reichen, verBeuple", das Boltshaus, das Genossenschaftshaus, hißten nach Ein- Mobilmachungstag: 16. Juni 1903. Morgens 4 Uhr: Wecken. öffentlichen zu können. Camperdown zieht darauf seinen Antrag treffen der Siegesnachrichten die rofe Fahne. Am Schlusse Morgens 5 Uhr: Antreten vor den Wahllokalen, Morgens 5-8 Uhr: zurüd. eines Leitartikels schreibt der„ Peuple": Peuple":" Der Sieg ist für Sprung und Kletterübungen an der neuen Wahlzelle, Freiübungen uns Belgier doppelt kostbar. Zwischen einem republikanischen mit Stimmzettel- Umschlägen. Vormittags 8-9 Uhr: Ruhe. VorDas Urteil im Allensteiner Gattenmord- Prozeß. Frankreich, daß sich immer mehr zur Demokratie ertwickelt, und mittags 9-10 1hr: Bereitstellung der Waffen( Verteilung der Stimm Allenstein, 19. Juni. Die Besizersfrau Przygodda wurde vom dem alten Deutschland, wo der Socialismus zum Träger des zettel, Herbeiholung der Wählerlisten, Fahrräder usw.). Vormittags Schwurgericht dreier Gattenmorde für schuldig erklärt. Der Geschickes des Landes wird, kann Belgien nicht eine Insel der schwarzen 10-11 Uhr: Kavallerie flärt den Aufmarsch und die Absicht und Gerichtshof erkannte demigemäß dreimal auf Todesstrafe und EhrReaktion bleiben. Der Sieg der deutschen Socialisten ist auch der die Stärte des Feindes auf. Vormittags bon 11 Uhr verlust. unsre, und wir haben das Recht, uns seiner zu freuen und uns mit ab: Springweises Vorgehen der Infanterie in Gruppen von Haus zu Hoffnung zu erfüllen." Haus. Die Feldartillerie progt in der Nähe der Wahllokale, ab. Stockholm, 19. Juni.( W. T. B.) Heute nachmittag ist der erfte In Gent ist der Sieg der deutschen Socialdemokratie eben- Pioniere besezen die Ausgänge des Ortes. Kein Mann, der nicht Lappland- Expreßzug von Stockholm nach Narvik, der nördlichsten falls mit großer Freude in den Arbeitervierteln aufgenommen vorher gewählt hat, kommit aus dem Drt, jeder wird erst zum Wahl Eisenbahnstation der Erde, abgegangen. Der Zug legt die gesamte worden. Der Booruit", das Organ der Genter Arbeiterschaft, ver- fokal geführt. Eisenbahntruppen und Fußartillerie besetzen die Strecke von 1580 Kilometern in 48 Stunden zurück. Berantwortl. Nedakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen. " Nr. 141. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 20. Juni 1903. 1902 M = Aus der Frauenbewegung. " D. D. nicht mehr am Parteileben beteiligen, ist aber bis zuletzt ein eifriger Abendstunden hin ausdehnt, in ebenso auffallender als unangenehmer Die Stichwahl im ersten Berliner Kreise. Anhänger unsrer Bartei geblieben. In Burkhards grün Weise fühlbar. Die Thätigkeit unsrer Angestellten wird bis auf das äußerste Kaum daß die Hauptwahlen in fünf Berliner Kreisen siegreich von Anfang der Parteibewegung bis zum letzten Atemzuge für begreiflich erscheinen, daß Abspannung, Nervosität und sonstige Strank ( Sachsen) starb der alte 57jährige Parteigenoffe Tautenhahn, der in Anspruch genommen, und es wird jedem meiner Herren Kollegen beendet sind, da wird schon wieder zu neuem Stampfe gerufen: unfre Bewegung thätig war. Tautenhahn dürfte namentlich heitserscheinungen gerade in dieser Zeit sozusagen an der Tagesordnung zum Kampfe für die Stichwahl im ersten Wahl noch im Gedächtnis manches unter dem Socialistengesetz aus find. In München, das ungleich größeren Straßenverkehr und Fremdenfreise. Nur ein Gedanke beseelt das klassenbewußte Proletariat: Fünf Wahlkreise haben wir erobert, auch der sechste muß unser gewiesenen Genossen lebendig sein, von denen eine größere Anzahl frequenz als Dresden aufweist, werden ohne jede Ausnahme die Ge bei ihm vorübergehend Unterkommen fanden. werden! Erfüllt von diesem Gedanken, machten sich am Donnerstagschäfte präcise 7 Uhr ge, glossen, und es bleibt dann dem Chef sowohl, als abend Tausende von Wählern auf den Weg nach dem Feenpalast, wo den Angestellten Zeit genug übrig, um sich im Freien von des Tages Genosse Bebel den Stichwahlkampf im ersten Kreise mit einer Last erholen zu können. Das spätere Schließen der hiesigen Ges Aus Industrie und Handel. großen Rede einleitete. Schon um 7 Uhr war der geräumige Saal schäfte fann nur als ein arger Mißstand des öffentlichen Verkehrs. polizeilich abgesperrt und draußen ftaute sich eine dichtgedrängte Geschäftsergebnisse der deutschen Dampfschiffahrts- Gesellschaften seinen Bedürfnissen solchem anpaßt, wird ohne jeden Zweifel auch lebens betrachtet werden, und das Publikum, das sich naturgemäß mit Menschenmasse, die feinen Ginlaß mehr finden konnte. Bebel, für 1902. Für das Jahr 1902 liegen nunmehr die Geschäfts- die Münchener Gewohnheiten annehmen und einsehen lernen, daß allseitig durch begeisterte Hochrufe begrüßt, gab ein großzügiges, abschlüsse aller Hamburger und Bremer Reedereien vor, soweit diefe der Einkauf täglicher Bedürfnisse auch in etwas frühere Tagesstunden durch launige Bemerkungen besonders interessant gestaltetes Bild ihrer Organisationsform nach zu öffentlicher Rechnungslegung vervon dem beispiellosen Wahlsiege der Socialdemokratie. Großmütig, ja pflichtet sind. Die Betriebskapitalien haben in den Jahren 1901 berlegt werden kann und muß. Gönnen wir uns und unfren Anmit einer Regung von Mitleid könne man daher das kleinliche, täppische und gestellten die uns gebührende Erholung! Ich richte an meine Herren bei mehreren Gesellschaften namhafte Erhöhungen Kollegen die ganz ergebene Bitte, von nächsten Montag ab bis mit Gekeife unsrer konservativen und liberalen Gegner aufnehmen, die erfahren. Ende 1902 hatten die Hamburg- Amerika Linie und 15. September. Sonnabend ausgeschlossen, präcife 7 Uhr die Ges trotz aller schäbigen Wahltricks eine vernichtende Niederlage erlitten der Norddeutsche Lloyd je 100 Millionen Mark Aktienkapital( 1901 je schäftsräume derart zu schließen, daß von diesem Zeitpunkte an tein haben. Eine antisemitische Partei gäbe es jetzt einfach nicht mehr, 80 Millionen), die Bremer Dampfschiffahrts- Gesellschaft Hansa folgte Stäufer in selbe mehr Zutritt hat und nur noch die Wünsche des in und der Freisinn sei dank seiner Principienlosigkeit und der mit 15, die Deutsch Australische Dampfschiffs Geſellſchaft in den Räumen anwesenden Publikums erledigt werden." phänomenalen Ungeschicklichkeit seiner genialen" Führer so gut wie Hamburg mit 12 Millionen. Die Hamburg- Südamerikanische Dampfzerrieben. Es könne ruhig zugegeben werden: Hätte der Liberalis- schiffahrts- Gesellschaft hatte 11, die Deutsche Dampfschiffahrtsmus feine Schuldigkeit gethan, dann wären wir noch nicht so weit. Gesellschaft Kosmos in Hamburg 11, die Deutsche Ostafrita- Linie in Fest stehe auch, daß eine große Anzahl Bürger und Beamte für uns Hamburg 10 Mill. Die Gesellschaft Argo in Bremen verfügte über 7, gewählt haben, weil ihnen die Haltung der andren Parteien und be- die Deutsche Levante- Linie in Hamburg über 6 Millionen, die Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Am Monsonders die des lendenlahmen Liberalismus in der Seele zuwider Gesellschaft Neptun in Bremen über 3 Millionen Mark Aktien- tag, den 22. Juni, abends 8 Uhr, in den„ Arminhallen", sei. Wenn jetzt die Gegner in einer Anwandlung von Selbsterkenntnis tapital. Kommandantenstr. 20: Versammlung. Vortrag von Frau Paula in ihr Kämmerlein gehen würden, dann dürften sie vielleicht zur Ein- Bei der Mehrheit der genannten Gesellschaften ist ein weiterer Thiede über: Frauenarbeit und Frauenorganisation". Um ficht kommen, daß sie in ihrer Bekämpfung der Socialdemokratie Teil des Betriebskapitals durch Anleihen beschafft und zwar zahlreichen Besuch dieser Versammlung bittet Der Vorstand. äußerst ungeschickt, um nicht zu sagen herzlich dumm gehandelt haben. 5814 Millionen beim Lloyd, 391 Millionen bei der Hamburg- Amerika- Am 6. Juli findet die Generalversammlung statt und bitten wir, Redner erinnert hier an die politische Vergangenheit Eugen Richters. Linie, über 51/2 Millionen bei der Südamerikanischen Gesellschaft, fünf bis dahin die rückständigen Beiträge zu entrichten. Lang, lang ist's her, als der damals allgemein betvunderte Bolts- Millionen bei der Ostafrika- Linie, über 41, bei der Hansa, annähernd mann selbst in regelrechter Obstruktion gemacht habe. Das sei 2 Millionen bei dem Neptun und der Austral- Linie, und jetzt drei Eugen Richters größte Zeit gewesen. Damals habe er wie ein Millionen bei der Levante- Linie. Recht beträchtlich find allgemein Berliner Partei- Angelegenheiten. Löwe gekämpft, doch heute seien ihm die Zähne ausgebrochen. Mit die Reierven. Die allgemeinen und Specialreserven insgesamt beHilfe der Reaktionäre des Wahlkreises Hagen dürfte Eugen Richter laufen sich bei der Hamburg- Amerifa- Linie auf 21,2, beim og freise von folgenden Stellen aus eine Flugblattverbreitung statt: Lloyd Am Sonntag, den 21. Juni, früh 8 Uhr, findet im ersten Wahlauch diesmal noch in den Reichstag hineinkommen, doch wie möge auf 21,1 Millionen. Sie betragen ferner 6,3 millionen bei der dem armen Manne wohl zu Mute werden, wenn er dort die Häupter Spanja, 5,7 bei der Südamerika- Gesellschaft, 3,0 bei der Ge- Hahn, Stralauerstr. 48. Weihnacht, Grünstr. 21. Glaue, feiner Lieben" zählt. Nach einer herben Kritik des Militarismus und sellschaft Kosmos, 2,6 bei der Austral- Linie, 1,7 bei der Ostafrika- Krausenstr. 18. Menzel, Dorotheenstr. 69. Frank, Charlottender Regierungspolitik im allgemeinen streifte Redner dann die Haltung Linie, 1,6 beim Neptun, 1,0 bei der Levante- Linie. straße 60. 2oIf, Mauerstr. 50. Radtke, Flensburgerstr. 24. des Centrums. Zwar würden die katholischen Arbeiter von den Centrums- Unter den gegenüberstehenden Aftivposten kommt natürlich in Den Genossen, die sich zur Hauptwahl an den Flugblattführern geflissentlich in Dummheit erhalten, doch wie diese Wahlen lehren, erster Reihe der Wert der Seeschiffe in Betracht. Bei der Hamburg- Verbreitungen beteiligt haben, bestens dankend, bitten wir, auch jetzt wird es auch in den dunklen Centrumsgegenden schon Tag. Heute Amerita Linie standen 119 Seeschiffe mit 143,5 Millionen uns ihre Mitarbeit angedeihen lassen zu wollen! liebäugele die Regierung mit dem Centrum, weil sie dessen volks- zu Buch, beim Lloyd 107 Seeschiffe mit 141,8 Millionen, Den Genoffen, welche aus den einzelnen Kreisen der Provinz verdummenden Einfluß schäzen gelernt hat. Während des unsinnigen ferner buchten Hansa 41 Schiffe mit 22,8 Millionen, Süd- Brandenburg in Berlin arbeiten, zur Nachricht, daß laut Entscheib Kulturkampfes habe es stolz geheißen:„ Wir gehen nicht nach Canossa", amerika Linie 32 Schiffe mit 22,9 Millionen, Austral- Linie des Eisenbahnbirektoriums die Arbeiterfahrkarten für die und heute sei man nach Canossa geradezu geschlichen. Der nächste 23 Schiffe mit 18,5, Kosmos 28 Schiffe mit 14,0, Ostafrika- Linie Stichwahlen ebenso benutzt werden können wie am Tage der Hauptgroße Kampf werde von der Socialdemokratie unzweifelhaft mit den 18 Schiffe mit 15,8, Argo 27 Schiffe mit 8,6, Neptun 49 Schiffe wahlen. Dunkelmännern des Centrums geführt werden. Es sei der Kampf für mit 6,3, Levante- Linie 26 Schiffe mit 9,7 Millionen Mark. ZuVolksaufklärung. Zur Stichwahl des 1. Kreises übergehend, beleuchtete verlässige Abschätzungen der Flotten kommen in mehreren Fällen zu Redner dann den Vorwurf unsrer Gegner: die Führer der Social- noch höheren Angaben über den Verkaufswert. demokratie feien meistens feine Proletarier. Offenbar sollen sich derartige Rheinisch- Westfälisches Kohlensyndikat. Die„ Kölnische Zeitung" Aeußerungen auch auf den Genossen Dr. Leo Arons, dem Kandidaten im 1. Kreise beziehen. Demgegenüber müsse er fagen: Leute, die veröffentlicht einen ausführlichen Auszug aus den beiden foeben an die Bechenbefizer verschickten Anlagen zu dem neuen ihre eignen großbürgerlichen Klasseninteressen hintenan setzen und aus Gerechtigkeitsfinn und Jdealismus in die Reihen des kämpfenden Vertragsentwurf für das rheinisch- westfälische Kohlensyndikat. Darin wird das Verhältnis des Kohlensyndikats zu dem Proletariats treten, verdienen gewiß die höchste Anerkennung. Das Proletariat habe aber auch bereits am 16. Juni bewiesen, wie hoch Coatssyndikat und dem Briquettverkaufsverein geregelt. Es wird vores solche Männer schäßt, denn das Schlagwort der Gegner, die geschlagen, diese beiden sehr selbständigen Verbände dem KohlenArbeiterschaft müsse vor dem Despotismus der ehrgeizigen social- indikat anzugliedern und bei dem letzteren je eine Coats- und demokratischen Führer geschützt werden, sei durch das Wahl- Briquettkommission zu bilden, welche über die Bemessung der Be ergebnis fläglich zu Schanden geworden. Zum Schluß ermahnte entscheidet. Für die jetzt dem Coatssyndikat und dem Briquettverkaufsergebnis fläglich zu Schanden geworden. Zunt Schluß ermahnte teiligungsgiffer am Coats- und Briquettabfag, über Streitigkeiten usw. Bebel die Genossen des 1. Kreiſes, alle Reserven heranberein angehörenden Zechen soll bei dem Inkrafttreten des neuen zuziehen, damit am 25. Juni auch hier der Sieg unser Vertrages die bisher bei diesen Verbänden festgestellte BeteiligungsAuf die Stimmen der Konservativen mit ihrem General a. D. verzichte die Socialdemokratie natürlich von vornherein. Biffer maßgebend sein. In ihren Einzelheiten lehnen sich die VorWohl aber möge es sich jeder wirklich freiheitlich gesinnte Bürger chläge an die bisherigen Bestimmungen der Verträge des Coatsüberlegen, ob er dem verrotteten Freifinn fernerhin noch Heeresfolge indifats und Briquettverkaufsvereins an. leisten wolle. Denn es sei nun einmal eine feststehende Thatsache: Destreichische Bahnverstaatlichungen. Die Einbringung der der Freifinn habe seine liberalen Grundsäge längst über Bord ge- Regierungsvorlage betreffend die Einlösung der östreichischen worfen und die Socialdemokratie müsse diese mit vertreten. Deshalb, Linien der Ersten Ungarisch Galizischen Eisenbahn und der Bisher konnte man annehmen, daß das unter dem Schuße der alle Mann auf Deck! Am 25. Juni muß die rote Fahne auch über Ungarischen Westbahn durch den Staat im Abgeordnetenhaufe Straßenpolizei- Ordnung gegen die Streifenden verübte Unrecht auf dem ersten Berliner Wahlkreise wehen.( Stürmischer wiederholter steht unmittelbar bevor. Durch die Einlösung der Bahn- das Conto der Beamten des betreffenden Reviers zu setzen sei. Jetzt Beifall.) Hierauf nahm Genosse Arons das Wort zu einer furzen linien, deren Besitz und Betrieb bereits an den Staat übergegangen ist aber durch Thatsachen der Beweis erbracht, daß auch das PolizeiAnsprache. Er erinnerte die Bürger an den unvergeßlichen Johann sind, werden die legten Konsequenzen aus den finanziellen Bes präsidium den unberechtigten Kampf gegen die streikenden Arbeiter Jacoby und ermahnte sie, sich diesen wirklichen Demokraten und ftimmungen des Gesetzes vom 25. Mai 1889 gezogen. Dabei mitmacht. Während die Revierbeamten in der Sophienstraße durch späteren Socialisten zum Vorbild zu nehmen. Dann würden Bebels übernimmt der Staat nach der neuen Regierungsvorlage die ihr Vorgehen gegen die Streikposten das Koalitionsrecht der Arbeiter Worte nicht ungehört verhaller.( Beifall.) Da Gegner fich nicht Prioritätsobligationen zur Selbstzahlung und hat die fünf- schwer beeinträchtigen, greift der Polizeipräsident ohne weiteres in zum Worte meldeten, so wurde die Riesenversammlung mit be prozentige Prioritätsanleihe der Ungarischen Westbahn zurückzugeisternden Hochs auf die siegreiche Partei sowie auf Bebel und Arons zahlen oder zu konvertieren. Die Beschaffung des zur Entrichtung das Versammlungsrecht der Arbeiter ein. Er verbietet dem Metallgeschlossen. des Einlösungspreises erforderlichen Kapitals soll durch die Ausgabe arbeiter- Verbande kurzer Hand die Abhaltung von Versamm= von Kronenrente bewerkstelligt werden. Die Ausübung des Ein- lungen in der Sophienstraße! lösungsrechtes bietet die Möglichkeit zur Herabsetzung der Annuitäten- Der Ortsvorsitzende des Metallarbeiter- Verbandes, Genosse zahlung um 1 Proz., was bei der Ersten Ungarisch- galizischen Eisen- Cohen, meldete dieser Tage eine Versammlung an, die im Lokal bahn eine Ersparnis von 145 000 kronen, bei der Ungarischen West- Sophienstraße 34 stattfinden sollte. Statt der Anmeldebescheinigung, bahn eine solche von 55 000 kronen bedeutet. die die Polizei zu erteilen verpflichtet ist, erhielt Cohen ein Schrifts stück, welches kurz und bündig sagt: Der Polizei- Präsident. werde. d 0 Sociales. daß betrügerische Absichten nicht Die Agitationskommission für die Provinz Brandenburg. Weißenfee. Die Genoffen, welche sich an den Stichwahlen be teiligen wollen, werden ersucht, sich Sonnabend, den 20. d. M., abends 9 Uhr, im Lokal des Herrn Schmutz, König Chaussee, einzufinden. Lokales. Polizeiliche Eingriffe in das Versammlungsrecht. Schon wiederholt haben wir berichtet, daß die Polizei gegen die streikenden Metallarbeiter der Firma Mehlich in der Sophienstraße in wurden ohne jeden rechtlichen Grund sistiert, nach dem Polizeipräsidium einer Weise vorgeht, die die schärfste Stritit verdient. Streitposten transportiert, und dort längere Zeit in Haft behalten. Den streifenden Arbeitern wurde das Betreten der Sophienstraße verboten, mit einem Wort: die Polizei waltete in der Sophienstraße ihres Amtes derart, daß sie von einem Gendarm in Hinterpommern, wo Amtsvorsteher und Landrat oft ein ungeniertes Willkürregiment führen, nicht mehr übertroffen werden kann. Abteilung VII. Die von Ihnen für den 17. Juni d. Js., vormittags 11 Uhr, in dem Lokale Sophienstraße Nr. 34 angemeldete Versammlung des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes wird hierdurch auf Grund des§ 10 II. 17 des Allgemeinen Landrechts im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit verboten. J. V. Friedheim. So wird also das durch die preußische Verfassung für jeden Ueber das Verhalten der Polizei außerhalb der Versammlung wird uns geschrieben: Ohne jeden ersichtlichen Grund waren ganz außergewöhnliche Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung" getroffen worden. Es machte den Eindruck, als wären die Schußleute von halb Berlin hier zusammen gezogen. Helm an Helm sah man auf den anliegenden Straßen blitzen, ganze Schutzmannsposten waren postiert, um die Straße für das Publikum zu sperren. Die Kaiser Wilhelm- Brücke, die Friedrichs- Brücke, der zwischen beiden Das Ende einer Schwindeltasse. Am 14. Mai fand vor dem liegende Teil der Burgstraße, sowie die Heilige Geist und die Wolfgangstraße waren völlig abgesperrt. Weshalb diese Maßnahmen Bezirksausschuß Termin wegen Schließung der Krankenkasse„ Union" in Hannover statt. Der Termin wurde vertagt, bis der Staatsgetroffen wurden, ist ganz unverständlich. Gewiß, es waren Tausende anwalt über seine Ermittelungen Bericht erstattete. Die neue Vervon Menschen zusammengeströmt, um den Genossen Bebel zu hören. Viele Hunderte von ihnen fanden keinen Einlaß. Sie blieben stehen handlung ergab, daß inzwischen die königliche Staatsanwaltderen Geschäftsin der Hoffnung, durch irgend einen Umstand begünstigt, vielleicht schaft gegen die Kasse vorgegangen ist und bücher beschlagnahmte, eine Maßnahme, die das Gericht dennoch in den Saal zu gelangen, und sie standen in jenen vertersarmen Straßen, die den geenpalast begrenzen, niemand im gutgeheißen hat. Die verschiedenen Fälle großer Unregelmäßigkeiten Staatsbürger festgelegte Recht, ohne obrigkeitliche Eres waren nicht weniger als 50 Beschwerden eingegangen die in Taubnis Versammlungen abzuhalten, durch einen Wege. Wäre die Polizei auch nur annähernd so toulant ge- der Verhandlung zur Sprache tamen, waren belastend für die Kassenwesen wie bei patriotischen Klimbimfesten, wo die übliche hurra- verwaltung. Der Vertreter der Beklagten gab zwar diese Vor- Feberstrich des Polizeipräsidenten für einen Teil der Staatsbürger schreiende Menge selbst in den verkehrsreichsten Straßen stundenlang tommnisse zu und machte geltend, daß die Unregelmäßigkeiten einfach aufgehoben. Nicht etwa um ein einzelnes Verbot unbehelligt stehen darf, so hätte es sicher nicht den geringsten auf Grund mangelnder Kenntnis des Kassenwesens seitens handelt es sich, sondern um eine ganz allgemeine Verhinderung von Zwischenfall gegeben. Die Mehrheit der Schuhleute benahm sich der Verwaltung und der Beamten vorgekommen seien Versammlungen des Metallarbeiter- Verbandes. Nach dem ersten zwar nicht provozierend. Viele von ihnen trafen in gelassener Ruhe und thre Anordnungen, die auch durchweg befolgt wurden. Andre Beamte Durch die Fortnahme der Bücher sei eine ordnungsmäßige Weiter- Auch diesmal erfolgte prompt das Verbot in der oben angegebenen vorgelegen hätten. Verbot meldete Cohen eine Versammlung für den folgenden Tag an. aber legten eine sehr unpassende Nervosität und völlig überflüssige Schneidigkeit an den Tag, die dann vom Bublifum in nicht gerade führung der Geschäfte überhaupt nicht mehr möglich gewesen. Der Form. Noch ein drittes Mal wiederholte fich derselbe Vorgang, und freundlicher Weise aufgenommen wurde. Besonders erregend wirkte Bezirksausschuß faßte folgenden Beschluß: 1. wird die vor da Cohen den Versuch, das Versammlungsrecht auszuüben felbſtverLäufige Schließung der Kaffe angeordnet; 2. behält das Eingreifen der berittenen Schußleute, die ihre Gäule umhertreten sich der Bezirksausschuß die Entscheidung über den Antrag des ſtändlich beharrlich fortsetzt, so werden auch jedenfalls weitere Verließen angesäufelte Sonntagsreiter. Wir behaupten nicht zu viel, wenn wir sagen: Drei besonnene Polizei Polizeipräsidenten auf endgültige Schließung der Kasse vor. Die bote folgen. Es kann gar kein Zweifel darüber herrschen, daß die hier bes beamte hätten den Sicherheitsdienst bei dieser Versammlung endgültige Schließung wird hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen. zeichneten Versammlungsverbote böllig ungefeßlich sind. Der besser versehen fönnen, wie dieses Massenaufgebot von Schußleuten. Gerade § 10 II. 17 des Allgemeinen Landrechts, auf den sich die Polizei die vielen Schutzleute zogen durch Die Mühlhauser Ortskasse, welche durch die Regierung zur ihre bloße Anwesenheit noch eine Masse von neugierigen Passanten Wiederanstellung ihrer früheren Aerzte gezwungen wurde, beab- beruft, giebt ihr nicht das Recht, Versammlungen zu verbieten, selbst heran, die für die Versammlung überhaupt kein Interesse hatten. fichtigt nach bürgerlichen Blättern die freie ärztliche Behandlung wenn sie befürchtet, daß durch die Versammlung die öffentliche Nuhe Unter diesen fehlte es natürlich auch nicht an jenen Elementen, die der Chefrauen und Kinder abzuschaffen, wodurch sie den Aerzten und Sicherheit gestört werden könnte. Diesen Standpunkt hat das immer zum Rabaumachen bereit sind, und die sich stets dort ein einen empfindlichen Ausfall zuzufügen glaubt. Dieser Plan foll Ober- Verwaltungsgericht erst kürzlich wieder eingenommen aus Anlaß finden, wo aus der Anwesenheit zahlreicher Schußleute geschlossen zur Durchführung kommen, sobald der noch ausstehende Bescheid eines Versammlungsverbots in Danzig, es entspricht übrigens der wird, daß etwas los" ist. Diejenigen, welche gekommen waren in des Ministers auf die Beschwerde der Kaffe zu Ungunsten Herrschenden Rechtsauffassung dieses Gerichtshofes. Auch auf dem der Absicht, die Versammlung zu besuchen, gaben der Polizei derselben ausfällt. Um den Mitgliedern den Wegfall der Familien- Berliner Polizeipräsidium muß man diese Rechtslage kennen, und des= durchaus teine Ursache zu so umfassenden Sicherheitsvorkehrungen". unterstützung weniger fühlbar zu machen, wird man einen Sanitäts- halb ist es um so mehr zu rügen, daß man troßdem mit ungefeßlichen verband gründen, von dessen Einnahmen( 5 bis 10 Pf. wöchentliche Beiträge der Mitglieder) besondere Aerzte zur Behandlung der Verboten vorgeht. Frauen und Kinder besoldet werden. Was für Anschauungen auf dem Polizeipräsidium über das VerTotenliste der Partei. In den Siegesjubel, den der Ausfall der Der Freiwillige Halbachtuhr- Ladenschluß wird in einem Rund- sammlungsrecht herrschen, und wie unbekümmert man in dies durch Wahlen hervorgerufen hat, fallen ein paar Trauernachrichten. So schreiben an Ladeninhaber Dresdens von seiten eines großen die Verfassung garantierte Recht eingreift, dafür zeugt eine Unters starb in Düsseldorf der Rechtsanwalt Wilhelm Belles, der Ladengeschäfts angeregt. Es heißt in dem Schriftstück sehr zutreffend: redung, welche Genoffe Cohen mit einem Beamten des Bolzeifeiner Zeit im Elberfelder Geheimbundprozeß mit zu den Angeklagten ge- Beim Herannahen der warmen Jahreszeit macht sich die Wahrnehmung, präsidiums, dem Geheimrat Muhl, hatte. Cohen beschwerte sich auf hörte. Aus Gesundheitsrücksichten konnte er sich in den letzten Jahren daß das Dresdener Publikum seine Einkaufszeit bis in die späten dem Polizeipräsidium persönlich über das ungefeßliche Verbot. Er wie " Partei- Nachrichten. wurde an den Geheimrat Muhl getwiesen, und dieser Beamte sagte| alle unter denselben strengen Vorsichtsmaßregeln: Bad, neue Verein richtet nochmals die Bitte an alle Eltern, ihre Kinder, Knaben zu Cohen: Wozu halten Sie denn Versammlungen ab, da wird ja Kleidung usw. und Mädchen zu den Spielen zu entsenden. Gespielt wird an neun doch nichts Wichtiges besprochen. Wie lange wollen Sie denn noch streiken, soll es denn das ganze Jahr so fortgehen? Glauben der Alten Jakobstraße 112 nach der Oranienstraße 26 verlegt worden. für den Nordost- Bezirk: Landsberger Platz am Krieger- Denkmal; Versammlungsort Die städtische Blindenanstalt ist vor einem halben Jahre von Sonntagen, vormittags von 9-12 Uhr. Sie denn, daß wir immer die Hälfte der Berliner Schuhleute nach Das alte städtische Gebäude ging in den Besiß der Reichsdruckerei Spielplay: Sportplatz Friedrichshain.- Versammlungsort für den der Sophienstraße schicken können? über und ist bereits abgerissen, um einem Neubau für dieselbe Platz Südost- Bezirk: Ober- Freiarchenbrücke am Schlesischen Busch; SpielAls Cohen den Herrn Geheimrat auf das kürzlich veröffentlichte zu machen. In der Anstalt werden zur Zeit 65 schulpflichtige blinde platz: Treptower Part.- Versammlungsort für den Nord- Bezirk: Urteil des Ober- Verwaltungsgerichts aufmerksam machte, welches das Kinder unterrichtet und rund 150 erwachsene Blinde mit Stuhl- und ort für Schönhauser Vorstadt am Ringbahnhof Schönhauser Allee. Bahnhof Beusselstraße; Spielplatz: Jungfernheide.- Versammlungss Verbot als ungefehlich bezeichnete, da meinte der Herr Geheimrat in beschäftigt. Wie alljährlich zur Reisezeit, so haben auch in diesem Gesundbrunnen, Eingang Fernbahnhof. Spielplatz für letztere beiden Korbflechten, Bürstenbinderei und weiblichen Handarbeiten aller Art Versammlungsort für Rosenthaler Vorstadt und Wedding: Bahnhof aller Seelenruhe: Das Urteil kennen wir, aber es bleibt bei dem Jahre die erwachsenen Mädchen Hängematten angefertigt. Gesundbrunnen, Eingang Fernbahnhof. Spielplatz für letztere beiden Verbot. Wenn Sie damit nicht zufrieden sind, können Sie den Rechts- Dieselben sind aus bestem Material dauerhaft gearbeitet und zum Versammlungsorte: Sportplatz Norden, Behmstraße. Abmarsch von weg beschreiten. Glauben Sie nur nicht, daß wir ein Verbot, welches Preise von 2,50 M. bis 7 M. für Erwachsene und Kinder vorrätig. allen Plägen: pünktlich 8½ Uhr. wir gestern erlassen haben, heut wieder zurücknehmen. Durch Abnahme der Matten wird den Blinden neue Arbeit und damit neuer Verdienst zugeführt. Gleichzeitig sei daran erinnert, daß von den blinden Männern, die zum Teil Familienväter sind, Stühle geflochten werden. Dieselben werden kostenlos abgeholt und Die Rixdorfer Stadtverordneten- Versammlung hatte sich in wieder zugestellt. Das Verkaufslokal befindet sich in der Anstalt und ihrer letzten Sizung nach Erledigung einer Unzahl Straßen- und ist werktäglich von 8-6 Uhr geöffnet. Bauangelegenheiten mit der Frage der Beurlaubung Aus den Nachbarorten. Das ist echt preußischer Polizeigeist: Was fümmert ums Gesetz und Rechtsprechung! Wir machen das wie wir wollen! Der Staatsbürger kann den Rechtsweg beschreiten, dann wird nach Monaten entschieden, daß das Vorgehen der Polizei ungesehlich war, aber die Nachteile, die den Staatsbürgern aus dem polizeilichen Eingriff in ihr Versammlungsrecht erwachsen Mit der noch immer unaufgeklärten Affaire Steinauer beschäftigt städtischer Arbeiter zu beschäftigen. Der Magiftrat beansind, die kann das Urteil nicht wieder gut machen sich, so meldet eine Lokalforrespondenz, auf Grund neuer Betragt, die Stadtverordneten mögen zustimmen, daß die zuständigen Die Versammlungsverbote werden auch in dem vorliegenden fundungen gegenwärtig wieder die Kriminalpolizei. Der Kaufmann Deputationen ermächtigt werden, den städtischen Arbeitern, die seit Die Versammlungsverbote werden auch in dem vorliegenden St. hatte sich, wie wir wiederholt meldeten, Anfang Oktober vorigen länger als 10 Jahren im Dienste der Stadt stehen, unter Forts Falle ohne Zweifel durch gerichtliches Urteil als ungefeßlich erklärt Jahres aus seiner Wohnung in Moabit entfernt, angeblich, um in zahlung des Lohnes einen jährlichen Urlaub von einer Woche werden, und das Polizeipräsidium wird eine Niederlage erleiden, die einer geschäftlichen Angelegenheit sich nach Tegel zu begeben und ist zu gewähren. Die durch die Vertretung der Arbeiter entes sich hätte ersparen können. seit dieser Zeit verschwunden. Da der Vermißte stets viel Geld und stehenden Kosten sollen aus den Lohnpositionen des BorEin Stück öffentlicher Gesundheitspflege. Wertsachen bei sich trug und damit häufig prahlte, so lag die Ver- anschlags der betreffenden Betriebsverwaltung entnommen werden. mutung nahe, daß er das Opfer eines Verbrechens geworden. Am Aus der Begründung der Magistratsvorlage hat der„ Vorwärts" Der Transport franfer Kinder na ch den Tage seines Verschwindens trug er 1500 m. in bar und Schmuck- das Wesentliche bereits mitgeteilt. Stadtv. Abraham nimmt daran Krankenhäusern wird gewöhnlich in der denkbar einfachsten sachen im gleichen Werte bei sich. Alle Nachforschungen der Kriminal- Anstoß, daß nach der Begründung dem einzelnen Arbeiter ein unWeise bewerkstelligt, die aber bei ansteckenden Krankheiten polizei, die eifrig bemüht war, den eigentümlichen Vorfall auf- mittelbares Recht auf die Gewährung des Urlaubs nicht zustehen auch die denkbar gefährlichste ist. Man setzt sich mit dem Kinde, zuerklären, waren bisher vergeblich, selbst die Leiche Steinauers konnte soll. Stadtv. Conrad( Soc.) verlangt namens seiner Parteidas vielleicht an Masern, an Scharlach, an Diphtherie leidet, in eine noch nicht aufgefunden werden. Anfang dieser Woche ist der Kriminal- freunde ebenfalls die Zusicherung eines Rechts auf Urlaub, damit Droschke, auch wohl in die Straßenbahn, den Omnibus oder die polizei eine Mitteilung zugegangen, durch welche die Annahme, daß der Möglichkeit von Ausnahmen aus irgendwelchen Gründen Stadtbahn und fährt so zum Krankenhause. Daß das nach einer der Kaufmann ermordet worden, eine teilweise Bestätigung findet. von vornherein vorgebeugt werde. Die Wartezeit von zehn Polizeiverordnung von 1893 strafbar ist, wissen die wenigsten, Die Kriminalpolizei hat, auf Grund der Bekundung eine ganz be- Jahren sei auch eine viel zu lange. Seine Freunde wären dafür, und die wenigen, die es wissen, lassen meist Polizeiverordnung stimmte Spur, über welche wir, im Interesse der Untersuchung, eine daß schon nach einjähriger Beschäftigung einem Arbeiter der Urlaub und Strafandrohung leichtfertig außer acht. Sie bringen nähere Angabe nicht machen können, aufgenommen und hoffentlich zukomme, was schon in manchen Privatbetrieben durchgeführt sei. andre Kinder in Gefahr, angesteckt zu werden, aber es giebt leider dürfte diese Mordaffaire baldigst ihre Aufklärung finden. Leute genug, denen das gleichgültig ist. Zum Transport der Kinder wird oft auch der Kinderwagen, der eigne oder ein geliehener, benutzt. Auch das ist eine Leichtfertigkeit, weil es die andern Kinder, die nachher den Kinderwagen weiter benußen, gefährdet. " Da indessen zur Zeit eine Mehrheit dafür nicht zu haben wäre, so möchte er vorschlagen, doch wenigstens die Wartezeit auf fünf Jahre Namens Anna Bukowscza aus der Fennstr. 35 verhaftet worden. fünfjähriger Beschäftigung ein Recht auf den Urlaub erlangen. Wegen Brandstiftung und versuchten Mordes ist ein Mädchen festzusetzen und zu bestimmen, daß alle Arbeiter der Stadt nach Der Maurer Berthold, der mit dem Buchbinder Karl Voigt in der Stadtrat Weinreich und Bürgermeister Voigt wenden sich An einem Transportmittel, das für kranke Kinder geeignet und Donnerstag durch einen starken Feuerschein aus dem Schlafe geweckt Fälle eintreten, Fruchtstr. 60 in Schlafstelle wohnt, wurde in der Nacht zum gegen das„ Recht" auf Urlaub. Es könnten besondere dabei nicht zu teuer wäre, hat es bisher gefehlt. Dem seit langem und fah, daß auf dem Bette seines Stubengenossen Voigt die Dede müſſe. wo man alle Kräfte zur Verfügung haben empfundenen Mangel, der auch schon in der Stadtverordneten in hellen Flammen stand. Voigt schlief noch. Berthold weckte ihn könnte die ganze Sache scheitern, wenn nicht die Magistratsvorlage Bürgermeister Voigt kündigte an, für dies Jahr Versammlung von socialdemokratischen Stadtverordneten zur Sprache und beiden gelang es, das Feuer zu ersticken, bevor es weiter um unverändert angenommen werde. Die Vorlage müßte dann nochgebracht worden ist, soll jest abgeholfen werden durch ein sich gegriffen hatte. Als sie nun nach der Ursache des sonderbaren mals an die einzelnen Deputationen gehen, denn verschiedenen Transportinstitut für franke Kinder, das unter Zu- Brandes forschten, fiel ihnen auf, daß es nach Petroleum roch und daß die Kategorien städtischer Arbeiter könnte der Magistrat ein Recht auf stimmung des Polizeipräsidiums in Kraft getreten ist. Das Institut Stubenthür, die sie von innen verschlossen hatten, aufstand. Bald Urlaub nicht zubilligen, z. B. den Saisonarbeitern, wie es u. a. die hält an verschiedenen Punkten der Stadt Kinderwagen bereit, die fanden sie auch eine kleine Medizinflasche, aus der die Bettdecke mit Parkwächter seien. Den Beamten stehe ein direktes Recht auf Urlaub gegen Entgelt benutzt werden können und nach der Benutzung des Betroleum getränkt worden war und die noch einen Rest davon auch nicht zu. inficiert werden. Auf telephonischen Anruf an die Centrale Von einer Beschränkung der Wartezeit auf fünf ( Förster u. Schulze, Dresdenerstr. 80, Amt IV. 130) bringt ein Bote Feuer nur von außen in die Wohnung bineingetragen sein. Da schied zwischen Beamten und Arbeitern wäre an sich allerdings enthielt. Da die Wirtsleute im festen Schlafe lagen, so konnte das Jahre bitte er vorläufig" Abstand zu nehmen. Ein Unterden Wagen und schafft darin das Kind mit oder ohne Begleitung dachte Voigt daran, daß seine ehemalige Braut Anna Bukowscza, mit nicht zu machen. Rixdorf mit seinen geringen finanziellen Mitteln eines Angehörigen nach dem Krankenhause. Der Transport ein- der er gebrochen hatte, Rache an ihm genommen haben könnte. Auf habe aber keine Ursache, Pionier auf diesem Gebiete zu sein. Er schließlich Wagenbenutzung kostet 3 M., die dem Boten gegen Quittung dem Wege nach dem Revierbureau fragte er deshalb gleich gebe zu, daß die Kosten auch nicht unerschwinglich wären, einzuhändigen sind; die Desinfektion des zum Auseinandernehmen den Wächter, ob nicht eine Frauensperson aus dem Hause wenn man den Urlaub gleich den Arbeitern gebe, die fünf Jahre eingerichteten Wagens erfolgt auf Kosten des Instituts. Der Preis ist der Leistung angemessen, aber manche Eltern herausgekommen sei. Der Wächter bejahte nicht nur diese bei der Stadt seien. werden diese 3 M. kaum dran wenden können. Wann werden wir Frage, sondern beschrieb auch die Frauensperson so genau, Die Versammlung werde sicher beim Magistrat keinen Widerin Berlin die Organisation des Kranken- Trans- wurde, nachdem die beiden Männer auf der Revierwache Anzeige die Gewährung von Urlaub schon nach kürzerer Zeit, etwa nach daß Voigt darin ſeine frühere Braut sofort erkannte. Diese stand finden, wenn sie später mit einem Initiativantrage auf portwesens als einer fommunalen Einrichtung be- erstattet hatten, festgenommen und der Kriminalpolizei zugeführt. fünf Jahren täme. kommen, die unentgeltlich in Anspruch genommen werden Sie leugnet nicht, den Brand angelegt zu haben, behauptet aber, feinen und Conrads Vorschlag eines Rechts auf Urlaub, zugleich Stadtv. Abraham sprach noch einmal für fann? Wann wird man einsehen, daß es sich hier um ein Stüd sie habe vor Aufregung über die Lösung des Verhältnisses nicht ge- aber für die zehnjährige. Wartezeit. öffentlicher Gesundheitspflege bon Stadtv. Mier stand dem Wichtigkeit handelt? Wann wird die Gemeinde dem Einzelnen ein, daß sie sich, um in das Zimmer gelangen zu können, schon vor mal höchster wußt, was sie gethan habe. Damit stimmt es aber nicht ganz über- socialdemokratischen Antrag sympathisch gegenüber, bat aber, diesmit gutem Beispiel vorangehen, indem sie jedem die Möglichkeit einigen Tagen die Schlüssel verschafft hatte. Auf die Frage, ob sie sich natürlich davon abzusehen. Rahmig erklärte giebt, eine Gefährdung der Gesundheit und des Lebens seiner Mit- Voigt habe umbringen wollen, antwortete sie nur, sie habe alles ganz des Magistrats und sprach zugleich den für die am wenigsten weitgehende Vorlage menschen zu vermeiden? Wunsch aus, daß ohne Besinnung gethan. Die Festgenommene wurde heute dem die Versammlung möglichst lange mit weiteren tweiteren Vorlagen Ein gemeiner Streich. Von irgend einem gemeinem Kerl ist Untersuchungsrichter vorgeführt. über Arbeiterurlaub verschont bleiben möge. Und als dies geschehen die Nachricht verbreitet worden, unser Genosse Zubeil wäre infolge eines Schlaganfalls im Oberbarnimer Kreise gestorben. Die Nach- im Tiergarten unweit der Sieges Allee verübt. Ein Revolverattentat wurde gestern abend gegen acht Uhr war, schloß die Mehrheit die Debatte und damit den Arbeitervertretern Anscheinend den Mund. Anstand werden die Leute niemals lernen. Die Ver richt beruht auf böswilliger Erfindung. aus Eifersucht schoß ein dem Bürgerstande angehöriger Mann befferungsanträge wurden abgelehnt und die Magistratsvorlage anAls besoldeter Stadtrat wurde Magistratsassessor auf ein vor ihm gehendes Liebespaar. Das Mädchen wurde genommen. Beschickung des Dresdener Städtetages. Die Gemeindebehörden durch einen Schuß in die Zunge verlegt, ein zweiter verfehlte sein offmann- Berlin gewählt.- Die Versammlung beschloß, daß von Berlin haben beschlossen, der Einladung zur Beteiligung an dem Biel. In einer Droschke wurde die Verlegte in die nächste Rettungswache der Rathausanbau in Angriff zu nehmen sei. Dem freiwilligen deutschen Städtetage in Dresden zu folgen. Teilnehmen werden M. 10 Magistratsmitglieder und 16 Stadtverordnete. Letztere sollen am gebracht. Der Attentäter entfloh und gab auf die Verfolger noch Feuerwehrcorps sollen jährlich 3000 m. zur freien Verfügung für nächsten Freitag von den Abteilungen vor der Stadtverordneten- zwei Schüsse ab. Dann richtete er die Waffe gegen sich selbst und persönliche Bedürfnisse der Mitglieder überwiesen werden. Sigung gewählt werden. schoß sich in das rechte Ohr und die Brust. Schwer verwundet wurde er in einer Droschte als Polizeigefangener in die Charité eingeliefert. Stadtv. Wir hatten kürzlich berichtet, daß der sog.„ Katerstieg", welcher heit erfahren wir, daß der endgültige Abschluß der Beratungen Aus Schöneberg. In unsrer Krantenhaus- Angelegen Zur Lage der Omnibusangestellten. Von einem Omnibusbeamten mittleren Ranges werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß die und Verhandlungen der bis in alle Einzelheiten gehenden Pläne usw. Mitteilungen, die wir fürzlich über die Lage der unteren Beamten alte Handlungsgehilfe Arnold Kochmann vom Weinbergsweg 1, der erwarten ist. Hoffentlich bewahrheitet sich hier das Sprüchwort: Im Tiergarten erschoß sich heute früh um 2 Uhr der 24 Jahre endlich doch noch in diesem Monat, also vor Eintritt der Ferien, zu gebracht haben, sich in den die Direktion angehenden Punkten einer Droguenhandlung in der Lothringerstraße angestellt war. Was lange währt, wird gut". Da die in letter Sizung genehmigte vermutlich nicht auf den Direktor Schmoll beziehen sollen, Der junge Mann war vor zwei Jahren wegen einer Blinddarm- neue 26 Millionen- Anleihe jedenfalls bald perfekt werden dürfte, auch sondern auf den Direktor Oberst a. D. Franz; daß aber fachlich entzündung operiert worden und klagte seit einigen Tagen wieder noch verschiedene größere Projekte( Kanalisation, Herstellung der unsre Darstellung leider zutreffend ist, das wird auch von dieser Seite nicht bestritten. Die Angaben, die wir gemacht haben, einstellen werde, so machte er seinem Leben ein Ende. über Schmerzen. Da er fürchtete, daß sich das alte Uebel wieder damit in Verbindung stehenden Sammelkanäle in der Martin Luther-, waren uns von Omnibusangestellten schriftlich übergeben worden, Mühlen- und Tempelhoferstraße) bald in Angriff genommen werden und es war uns von andrer Seite, gleichfalls von Omnibussollen zu letzterer Anlage ist die Ausschreibung bereits erfolgt-, Drei schwere Straßenunfälle, von denen der eine einen tödlichen so dürfte eine nicht unerhebliche Arbeitsgelegenheit zu erwarten sein. angestellten, auf unsre Anfrage mündlich bestätigt worden, daß Verlauf nahm, werden uns heute gemeldet: Von einem Fouragees sich um Direktor Schmoll handle. Wir müssen jedoch wagen überfahren und getötet wurde in der Monumentenstraße in eine fleine, schon seit vielen Jahren gern frequentierte Berbindung jetzt annehmen, daß hier wirklich eine Personenverwechslung vorliegt. Schöneberg die dreijährige Martha Huthmann, deren Eltern in der der Kolonnenstraße und der Feurigstraße herstellte, infolge eines Sie ließe sich nur daraus erklären, daß manche der Omnibus- Hohenfriedbergstr. 18 wohnen. Das Kind spielte auf dem Fahr- Angebots eines der angrenzenden Eigentümer bald verschwinden Angestellten die Persönlichkeiten ihrer Direktion kaum recht damm, als der mit zwei Schimmeln bespannte Fouragewagen in dürfte. In geheimer Sigung der Körperschaften( sollte diese Sache fennen lernen, obwohl alle den Druck zu fühlen kriegen, den die schärfster Carriere heransauste und die Räder des Fuhrwerks der denn wirklich das helle Licht nicht vertragen können?) wurde mit Direktion ausübt. Wir begnügen uns hiernach mit der Feststellung Kleinen über den Leib gingen. Der schuldige Führer des Wagens knapper Mehrheit dem Angebot( 800 M. pro Quadratrute) zuder Thatsache, die bisher unbestritten geblieben und uns von entzog sich seiner Feststellung durch die Flucht. Das Kind, welches gestimmt. Trotzdem ja bloß 12 Quadratruten in Frage kommen, Omnibusangestellten auf unsre erneute Anfrage erneut bestätigt schwere inmere Verletzungen erlitten, verstarb schon nach kurzer Zeit. scheint uns der Preis doch zu gering, im Falle der Ausnuzung worden ist die Thatsache, daß mindestens ein Direktor der in Das in einigen Zeitungen wiedergegebene Gerücht, nach welchem das durch Bebauung dürfte durch den derzeitigen Besizer mindestens das Rede stehenden Omnibusgesellschaft durch den Eifer, mit dem er die Unglück durch einen Motorwagen der Südringbahn angerichtet Doppelte erzielt werden. Interessen seiner Gesellschaft und der beteiligten Attionäre zu wahren worden sei, ist unzutreffend. Durch einen Postivagen umgestoßen sucht, die Unzufriedenheit der Angestellten erregt. und schwer verletzt wurde gestern abend in der Culmstraße der Potsdam. In dem Wahlbezirk Sanssouci, Aus Anlaß der Reichstagswahl entlassen. Die Arbeiter der siebenjährige Schüler Mar Mohlau, Sohn des Schneidermeisters M., welchem das Neue Balais belegen ist und woselbst ausschließlich Metallknopffabrik von J. C. Mädicke, Hoflieferant, Spandauerstr. 46, in der Culmstr. 14. Der Kleine spielte auf dem Fahrdamm und Angestellte des Kaisers resp. Gartenbeamte erhielten am Wahltage Urlaub von Mittag bis 2 Uhr. Zwei lief blindlings gegen die Pferde des in schneller Gangart be- wohnen, wurden diesmal bei der Reichstagswahl sechs socialArbeiter, die in entfernten Stadtgegenden wohnen und erst um findlichen Postpaketwagens. M. wurde umgestoßen und von den demokratische Stimmen abgegeben. Es tagt! 3 Uhr von der Wahl zurückkehrten, wurden durch den Meister ent- Rädern des Wagens gestreift. Mit schweren Verlegungen am Stopfe Lassen. wurde er der elterlichen Wohnung zugeführt.- Von einem LastPotsdam. Der schwere Bauunfall, welcher am Mittwoch wagen abgestürzt ist gestern nachmittag vor dem Hause Komman- in Potsdam bei den Erweiterungsbau der höheren Mädchenschule Die Bestquarantäne erfährt nach dem Beschluß der heutigen dantenstraße 5 der elfjährige Schüler Paul Fröhlich aus der Andreas- stattfand, hat ein zweites Opfer gefordert, denn auch der schwer verKonferenz morgen, Sonnabend, wieder eine wesentliche Milderung. straße 59. Der Knabe wollte beim Aufladen von Warenballen legte Maurer Rupprecht, welcher aus einem Dorf bei Werder a. H. Der Postbeamte Leptin aus der Augsburgerstraße, bei dem Dr. Sachs behilflich sein, verlor hierbei das Gleichgewicht und stürzte mit dem gebürtig und ebenfalls, wie sein verstorbener Kollege Teichert, wohnte, wird mit seinem Neffen, einem zehnjährigen Knaben Burchardt, Kopf gegen eine an den Wagen angelehnte Leiter. Fröhlich hat, Familienvater ist, erlag am Donnerstag im städtischen Krankenhause der in der kritischen Zeit mit seinen Kindern gespielt hatte, morgen wie auf der Unfallstion festgestellt wurde, einen Schädelbruch erlitten seinen Verlegungen. Auch das Befinden des Arbeiters Gottschalk, entlassen. Frau Leptin und ihre beiden Kinder bleiben noch bis Montag und mußte nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden. welcher sich im fatholischen St. Josephs- Krankenhause befindet, ist in der Baracke, weil der Mann erst seine Wohnung wieder in Stand sehr ihr kritisch, da sich herausstellte, daß derselbe einen Schädelbruch erlitten hat. sehen will. Nach ihrer Entlassung werden die Wärter Marggraf und Feuerbericht. Schwere Brandwunden erlitt gestern abend, um Bozen und der Institutsdiener Mai aus der Baracke 7, in der auf 9 Uhr bei einem Brande Frau Emilie Doberstein in der Gneisenauder einen Seite Dr. Sachs starb und auf der andren Marggraf während straße 4. Hier entstand durch Unachtsamkeit Feuer; Möbel und seiner Krankheit lag, nach der Baracke umgelegt, die die Familie Gardinen gerieten in Brand. Bei dem Bemühen, die Flammen zu( E.. 29, Hamburg.) Allgemeine Kranken: und Sterbekasse der Metallarbeiter. Filiale Berlin 4. Sonnabend, den 20. d. M., Leptin mit dem kleinen Burchardt bisher bewohnte. Marggraf, ersticken, fingen die Kleider der Frau D. Feuer; diese zog sich Brand- abends 9 Uhr, bei Merkowski, Andreasstraße 26: Mitglieder- Versammlung. Bozzen und Mai bleiben noch weitere zehn Tage in der Beobachtung wunden zu, die ihr von im Samariterdienst ausgebildeten Feuer- Filiale Berlin 5. Mitgliederversammlung am 20. Juni, abends 812 Uhr, und Absperrung, ebenso die Aerzte Dr. Otto, Dr. Pflugmacher und wehrmännern verbunden wurden. Nachts um 11 ühr brannten in im Rosenthaler Hof, Rosenthalerstr. 11/12. Tagesordnung: Wahl der Orts. Dr. Horn. Mit der Entlassung einer Verson oder mehrerer Personen, der Liebenwalderstr. 42 Würste, Speck, Kisten u. dgl. Nach der Filiale Berlin 6. Außerordentliche Mitglieder Versammlung Sonntag, die zusammen eine Berührungsgruppe bilden, beginnt für die folgende Königsbergerstr. 7 wurde der siebente Zug gerufen. Dort brannte den 21. Juni, vormittags 10 Uhr, Adevstr. 123, bei Dieke. Filiale Char Person oder Gruppe noch eine neue zehntägige Quarantäne. Weiter Schwefel in einem Möbellager. In der Elsasserstr. 47/48 war durch Rosinenstr. 3: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Neuwahl der lottenburg. Am Sonnabend, den 20. Juni, abends 8%, Uhr, im Voltshaus, fann man in der Vorsicht kaum gehen. Das Befinden des Wärters Marg- Explosion eines Spirituskochers Feuer ausgekommen, das Betten 2c. Ortsverwaltung. graf ist noch immer sehr gut. Er befindet sich außer dem Bett und pflegt den ergriffen hatte. Ein Bodenbrand mußte in der Stolpischestr. 4 ge- 20. Juni, abends 8 Uhr, Bergftr 151, bei Thiel. Neuwahl der OrtsFiliale Rirdorf. Bersammlung am Sonnabend, den wärter Botzen, der ihn während seiner Krankheit pflegte und jetzt löscht werden und ein Wohnungsbrand in der Luisenstr. 66. Außer- verwaltung. an einem rheumatischen Leiden daniederliegt. Die Polizeiwache, die dem wurde die Feuerwehr noch nach der Waldstr. 33, canienfür die Bestbaracken aus einem Wachtmeister und zehn Schußmännern traße 186, Greifswalderstr. 19, Koppenstr. 61 und andren Steilen gebildet war, wird morgen aufgelöst. Nur ein Tages- und NachtWetter- Prognose für Sonnabend, den 20. Juni 1903. posten bleibt noch am Eingang der Baracken, die für das Publikum Ziemlich warm und schwül, zeitweise heiter, aber veränderlich bei Kinderspiele. Morgen Sonntag beginnen die vom Turn- schwachen südlichen Winden und etwas Neigung zu Gewittern. noch zehn Tage gesperrt sind. Die Entlassungen erfolgen verein, Fichte" arrangierten und geleiteten Kinderspie'e. Der Berliner Wetterbureau. gerufen. Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 20. Juni. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Operntheater. Giroflà. Giroflé Deutsches. Es lebe das Leben. Westen. Alt- Heidelberg. Central. Pick und Pocket. Residenz. Lustige Ehemänner. Borher: Nach dem Balle. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 11 hr: Von der Zugspitze Berlin, wie es weint und zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Castans Panoptikum Neu!! Friedrichstr. 165.. Aktuell!! Zum Drama Neu!! Anfang 8 Uhr: sim serbischen Königspalast: 0 Schiller O.( Wallner Theater.) Berlin, wie es weint und lacht. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Die guten Freunde. Berliner. Der Haideschacht. Neues. Arche Noah. Thalia. Karl Fiedler. Kleines. Nachtasyl. Belle- Alliance. Artemis Colonna. Zanzidyllen. Carl Weiß. Das Geheimnis des roten Hauses. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Baffage Theater. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Von der Zugspite zum WahSternmann. Invalidenstraße 57/62. warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Heute und folgende Tage, Anf. 8 Uhr: Pick und Pocket. Schwant mit Gesang und Tanz in 3 Aufzügen. Emil Sondermann. Mer Sommer. Mizzi Birkner. Marie Forescu. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Anfang 72 Uhr. Sonnabend, den 20. Juni: Erstes Gastspiel d. Sächsischen Bolts- Theaters. Zum erstenmal: Karl Fiedler. Bolts Schauspiel in erzgebirgischer Mundart in 5 Aufz. v. Rich. Demmler. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Anfang Lustige Ehemänner. Schwant in 3 Atten von A. Mars und Albert Barré. Deutsch v. Schönau. Vorher: Nach dem Balle. Schwank in 1 Aft nach d. Spanischen Morgen und folgende Lage: Die von M. Loebel. felbe Borstellung. Metropol- Theater. Der grösste Erfolg dieser Saison! Zum 160. Male: Neuestes! Allerneuestes! Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzendes Ballett. 300 Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Neues Theater Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 8 Uhr: Gastspiel Hansi Niese. Arche Noah. Morgen: Die Geliebte. Daisy. Belle- Alliance- Theater. Gastspiel Artemis Colonna. Tanzidyllen. Im herrlichen Sommergarten: Specialitäten Vorstellung, Konzert und das neue Juni- Programm. Reichshallen. Stettiner Sänger. In der Klemme. Humoreske von Mehsel Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. König Alexander& Königin Draga* portraitgetreu, lebensgross. Passage-Theater. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Carla Lingen in ihrem Repertoire. Oskar Saldow, Humorist. Erna Koschel. Josefine Delcliseur. Ganz Berlin zerbricht sich schon den fünften Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! 14 erstklassige Nummern. OOLOCISCHER CARTEN Heute Sonnabend, den 20. Juni: 2. Elitetag 5 Musikcorps! elektr. u. bengal. Beleuchtung der See- Ufer. Entree 1 M. bis zum Schluss. Im Konzertsaal die Volkslieder der verschiedenen Kulturnationen, internat. KünstlerEnsemble von Frl. RossinRosenfeld. Apollo- Theater Täglich: Mit kolossalem Beifall: Die Liebes- Insel. Im 3. Akt: Die lebenden Briefmarken. Grosses Post- Ballett. Vorher: Neue glänzend. Specialitäten. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter- Straße 132. Das Geheimnis des roten Hauses. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntagnachm. 3 Uhr. Parkett 60 f. Die Waise aus Lowood. Im Garten: Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Anfang 52 Uhr. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Heute: Grosse Extra- Vorstellung. Was Gott zusammenfügt, soll der Mensch nicht scheiden. Schauspiel in 5 Aften von Koberstein. Anfang des Stückes 8 Uhr. Fröbels Allerlei- Theater früher Puhlmann. Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Grosses Wohlthätigkeits- Sommerfest ne veranstaltet von den Gesangvereinen Apollonia, Reichsadler und Sängergruß. Auftreten des gesamten Schauspiel- und Künstlerpersonals verbunden mit Gesangs Aufführungen der Sängerchöre. Jm Saale: Grosser Ball. Die Kaffeeküche ist von 3 bis 6 Uhr geöffnet. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag, den 21. Juni: Gr. Extra- Vorstellung. Neuer Spielplan. Dienstag, den 23. Juni: Verein Deutsches Baterland. Sanssouci. Täglich im Garten: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anfang: Sonntags Konz. 5 Uhr, Vorstell. 7 Uhr. Wochentags: Konz. 6 Uhr, Borstell. 8 Uhr. Sonnt., Mont. u. Donnerst. nach der Soiree: Tanz. lacht. ( 10 Bildern) von David kalisch. Volksstück mit Gesang in 3 Aften Musik von A. Conradi. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Probekandidat. Sonntagabend 8 Uhr: Im weissen Rössl. Montagabend 8 Uhr: Berlin, wie es weint und lacht. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Lustspiel in 4 Aufz. v. Vict. Sardou. Der Pfarrer von Kirchfeld. Sonntagabend 8 Uhr: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Montagabend 8 Uhr: Die guten Freunde. Montagabe Konigsthor. Schweizer- Garten. Friedrichshain, Täglich Theater- Vorstellung. 14 Lustspiel- und Possen- Novitäten. Neues Artisten- Programm. Jeden Abend 10%, Uhr: Das Allerweltsgenie. Große Boffe mit Gesang und Tanz in 2 Bildern. Täglich: Ball. Volksbelustigungen. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 13-15. ubitz. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: 17182* Grosses Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 1hr ab geöffnet. 2 Hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. Friedrichshagen- Hirschgarten. fi. Kalbleder aus einem Stück mit Goldtasche Mk. 1,45. Album: und Lederwaren- Fabrik Oskar Gundau, Oranienstr. 30, Ecke Adalbertstrasse. Gr. Lager aller Arten Lederwaren u. Schmucksachen zu bill. Preisen. ArbeiterDie Expedition. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber, guter Mann, der Instrumentenmacher Fritz Rieger nach langem, schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Luisenstädtischen Kirchhofes, Rigdorf, Bergstraße, aus statt. 20276 Dies zeigt ttesbetrübt an Im Namen der Hinterbliebenen Wwe. Helene Rieger. Fachverein Todes- Anzeige. Radfahrer- Bund der Musikinstrumentenarbeiter. ,, Solidarität“. Sih: Frankfurt a. M. Geschäftsführer H. Sachs, Schleusenstraße 11. Circa 600 Bereine und Einzelfahrer mit 12 000 Mitgliedern. Einschreibegeld 60 Pf., monatlicher Beitrag 20 Pf. Leistungen an die Mitglieder: Das offizielle Organ:" Der Arbeiter- Radfahrer", monatlich zweimal erscheinend. Unfallunterstützung bei allen Rad= unfällen( ausgenommen Rennen und Am Mittwoch, den 17. Juni, verstarb nach langen schweren Leiden unser Mitglied Fritz Rieger im Alter von 35 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 3 Uhr vom Luisen- Kirchhof, Rigdorf, Bergstraße, aus statt. 141/5 Der Vorstand. Unterstützungs- Verein Trainieren) von 1 M. täglich außer der Kupferschmiede Deutschlands. Sonntag 13 Wochen lang. Zollfreie Ueberschreitung der östreichischen, schweizer, französischen und belgischen Grenzen mit Fahrrädern. Sostenlose Lieferung von. 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Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des ElisabethKirchhofes in der Prinzen- Allee aus statt. 287/13 Eine recht rege Beteiligung ers wartet Der Vorstand. d Am 17. d. Mts. verschied nach langen schweren Leiden unser Sangesbruder Wilhelmsgarten L. Scheer, Wilhelm Held jr. b. Rudower- u. Berliner Strassen- Ecke. Herrlicher Garten, Kaffeeküche. Seben Großer Ball. Sonntag: Säle für Vereine 2c. Köpenick. Paul Bärsch, Lindenstraße 6, Haltestelle der Schöneweider Straßenb. Einkehr Gute Speisen u. Getränke, solide Preise. A. Stippekohls Beftaurant Köpenick, Schönerlinderstr. 5. Arbeiter Verkehrslokal. Für gute 47 Diez' Specialitäten- Theater Speisen u. Getränke ist bestens gesorgt. Landsberger Allee 76-77 ( Ringbahn- Station). Ob schön! Ob Regen! Täglich das unerreichte Riesen- Juni- Programm! Taglia: Das Bild der Mutter. Robert Bertram. Friz Brand. Bolksstück mit Gesang und Tanz in 3 Aften von A. Seelen u. D. Richter. Konzert und Ball. 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Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Andreas- Kirchhofes, Wilhelmsberg, aus statt. 20425 Die Hinterbliebenen. Vorwärts- Buchhandlung SW., Lindenstrasse 69. Für Radfahrer! Radfahrerpläne von Berlin mit Angabe der Art des Straßenpflasters, der für Radfahrer ber botenen Straßen 2c... 50 Pf. Nadfahrerkarten von Berlin und weiterer Umgebung( von Joachimsthal bis Jüterbog, von Genthin bis Frankfurt a. D.) auf Leinwand aufgezogen, in Karton 1,75 M. Radfahrerkarten von Deutschland und angrenzenden Ländern, mit Angabe der Beschaffenheit der Wege, Entfernungen der eins zelnen Orte unter sich, Höhe über dem Meere, Steigungen 2c., fleinem Führer, aufgezogen, in Karton, fede Sektion 1,50 M. IV. Berliner Reichstags- Wahlkreis Süd- Ost. Lionsumgenoffenschaft Berlin u. Umgegend Zur Feier der Reichstags- Wahl 1903: Sieges- Feier bestehend aus Früh- Konzert arrangiert von den Genossen des IV. Kreises Süd- Ost am Sonntag, den 21. Juni, in Treptow bei Karl Ludwig, Park Restaurant, Köpenicker Landstrasse No. 25/26 bei Karl Joël, Victoria Garten, Köpenicker Landstrasse No. 21/22. Anfang 4 Uhr. Eintrittspreis 20 Pf. Den geehrten Damen ist die Kaffeeküche frühzeitig geöffnet. Zahlreichen Besuch erbittet 241/ 19* Das Komitee. 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis Osten. Zur Reichstags- Wabl 1903: Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Montag, den 29. Juni, abends 8 Uhr, in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr. 35: Ausserordentliche General- Verfammlung. Tages- Ordnung: 1. Beschlußfassung über die Sparordnung. 2. Antrag Dochow, Küter und Ziesche: Jm§ 37 des Statuts die letzte Beile:" Die Lagerhalter haben eine Raution zu stellen" zu streichen. 3. Antrag des Borstandes: Bei Annahme vorstehenden Antrages im§ 35 des Statuts den zweiten Absatz zu streichen. 4. Antrag der Verwaltung, dem§ 8 Abs. 1 des Statuts folgende Fassung zu geben:" Der Geschäftsanteil beträgt 30 M. Jeder Genosse kann nur einen erwerben. Die ersten 5 M. müssen von jedem Genossen im ersten Jahre der Mitgliedschaft in einmaliger Rate eingezahlt werden." Eventuelle Anträge zur Generalversammlung bitten wir bis zum 24. Juni im Comptoir einzureichen. Mitgliedsbuch legitimiert. Mitglieder, die noch nicht im Besitz eines solchen sind, legitimieren sich durch die Postkarte vom Amtsgericht. Für den Aufsichtsrat: C. Mücke. Für den Vorstand: Menzel. Müller. Tutzauer. 127/11 Central- Kranken- u. Sterbe-| Achtung! Tischler! Achtung! kaffe der Tischler und andrer gewerblicher Arbeiter. Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler ( E H. Nr. 3, Hamburg.) Dertliche Verwaltung Berlin C. Montag, 22. Juni, abends 82 Uhr: bei P Mitglieder Versammlung abel, Bergmannstraße 5-7. Tages- Ordnung: 1. Festsetzung der Entschädigung für tie Ortsverwaltung. 2. Neuwahl der gesamten Drtsverwaltung und Beitragsammler. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 1826 Sieges- Feier. C. Conrad's Sonntag, den 21. Juni, in Mentes Volksgarten, Lichtenberg, Röderstr. 35/36: Grosses Sommerfest arrangiert von den Parteigenossen des Ostens. Großes Instrumental- Konzert. Auftreten der Hamburger Sänger.- Turnerische Aufführungen. Auftreten der Handakrobaten„ Often- Trio“. Preiskegeln. festfäle friedrichshagen Ede der See- und Friedrichstraße. Garten u. Kegelbahn Große Tanzfäle. Weißbier. Kaffeeküche. Ausspannung. Haltestelle der Straßenbahn, gegenüber der Dampffähre. Grosses Feuerwerk. H Kinder erhalten am Eingang eine Stoclaterne gratis. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Kaffeneröffnung 2 hr. Anfang 3 hr. Billets im Vorverkauf 20 Pf., an der Kaffe 25 Pf. Im Saal: Grosser Ball. Herren zahlen 50 Pf. 215/ 1* Das Komitee. In Ltr..- Fl. empfehle: Cognac 1,25-10,35, Rum und andrer gewerblicher Arbeiter. Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 3( Hamburg). Berlin G. Am Sonntag, den 21. Juni cr., präcise 10 Uhr vormittags: Mitglieder- Versammlung in der„ Königsbank", Gr. Frankfurterstr. 117( Inh. Walter). Tages- Ordnung: 1. Wahl der Ortsverwaltung und der Beitragssammler. 2. Wie stellen sich die Mitglieder über die Zukunft unsrer Staffe? Statutenberatung event. Anträge zur General- Versammlung. 3. Wahl der Delegierten zur General Versammlung nach Würzburg. 4. Verschiedene Kassen- Angelegenheiten. Beiträge werden in der Bersammlung vom Staffierer entgegengenommen. Da die Tagesordnung dringend und wichtig ist, so ist jedes Mitglied verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe kein Einlaß. Die Ortsverwaltung. 184/ 9* Verband der Möbelpolierer. Heute abend werden in sämtlichen Zahlstellen Beiträge entgegengenommen. ebenfalls heute abend in Weikensee, König: Chauffee 55: Versammlung. Tagesordnung wird daselbst bekannt gemacht. Montag, den 22. Juni, abends 8 Uhr, Admiralftr. 18: Versammlung. Tages- Ordnung: Die Kämpfe und 1. Vortrag des Kollegen C. Wermuth über: 1,00-5,60. Nord- Leiden des russischen Proletariats. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. häuser 0,45-1,35, Hierzu werden die Kollegen aus den Werkstellen von Heims& Sohn, Liqueure, Eier- Stolp& Neumann, Hinze, Baumann, Kurzner& Co. eingeladen. cognac, Citronenund Himbeersaft, Port- u. Ungarweine gut u.billigst. Carl Schindler, Liqueurfabrik. Chausseestr. 55. Mittwoch, den 24. Juni, abends 8, 1hr, Blumenstr. 38: Vorstands- Sitzung. Die Kollegen, welche noch von Billets 2c. Schulden haben, werden Dampferpartie findet am 26. Juli nach Zwiebusch statt. Die ersucht, baselbst zu erscheinen. Fahrpreis 1 M. Stinber Jahren 50 ,, Wilhelmsgarten", Hirschgarten. Centralverband d. Handels- Transport- u. Verkehrsarbeiter Rimber son 6-14 Calicon to V. Der Vorstand. Empfehle den Bereinen und Gesellschaften meinen großen schattigen Garten, ca. 2000 Personen fassend, großen Saal, verdeckte Kegelbahnen Außerdem mein neuerbantes Restaurant und Kaffeeküche. ,, Zur Waldburg", Deutschlands. 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Ein Prozeß, wie er in den gerichtlichen Annale» kaum seines- gleichen finden dürfte, begann am Donnerstag vor dem Schwur- gerstht des hiesigen Königlichen Landgerichts. Im Kreise Ortels- bürg, unweit der russischen Grenze liegt das Dorf Röblau. Im Frühjahr 1902 wurde die ländliche Stille durch die plötzliche Verhaftung der Ga st Wirtsfrau Przhgodda gestört. Frau Przhgodda soll jetzt zum fünften Male verheiratet sein. Ihr fünfter Gatte soll eines Tages die Beobachtung ge- macht haben, daß seine Frau ihm eine Quantität Arsenik ins Esten geschüttet habe. Aus diesem Anlaß kam es erklärlicher- weise zwischen den beiden Ehegatten zu einem heftigen Auftritt. Gastwirt Przhgodda erstattete Anzeige, zumal er festgestellt hatte, daß seine Frau große Mengen Arsenik verborgen halte. Da siel es auf, daß die ersten vier Männer sämtlich ganz plötzlich aus dem Leben geschieden waren. Alle vier waren Besitzer von bäuerlichen Gehöften und befanden sich in günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Ausgrabung aller vier Leichen an. Es ergab sich, daß schon die Erde in der Ztähe der vier Gräber mit Arsenik durchsetzt war. Die ärztliche Untersuchung ergab auch, daß alle vier Männer so viel Arsenik genossen hatten, daß sie unweigerlich st erben mußten. Da ein erkennbarer Beweggrund zu diesem fürchterlichen Verbrechen nicht vorhanden ist, die Thatsachen aber trotz beharrlichen Leugnens gegen Frau Przhgodda sprechen, so zweifelte nian zunächst an der geistigen Zurechnungssähigkeit der Frau. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde Frau Przhgodda längere Zeit in der Provinzial-Jrrenanstalt Kortau beobachtet. Es ergab sich jedoch, daß sie vollständig geistig gesund ist. Sie ist deshalb in das hiesige Untersuchungsgefängnis wieder zurückgebracht worden und hat sich nun wegen vier vollendeter und eines versuchten Mordes vor Ein- gangs bezeichnetem Gerichtshofe zu verantworten. Tie Vernehmung der Angeklagten. Kurz vor 9 Uhr vormittags wird die Angeklagte von einem Gefängniswärter und einem Gerichtsdiener auf die Anklagebank ge- führt. Sie ist eine kleine, etwas behäbige Frau mit nicht unintelligeN- ten Gesichtszügen. Sie hat ein breites, aber nicht unschönes Gesicht und steht im Anfang der 40er Jahre. Ihr Gesichtsausdruck verrät eine gewisse Lüsternheit. Die Angeklagte sieht anscheinend mit voll- kommenster Ruhe der Verhandlung entgegen. Den Gerichtshof bilden: Landgerichtsdirektor Dr. Thiessen(Vorsitzender). Landgerichts- rat Austen und Landrichter Krone(Beisitzende). Die Königliche Staatsanwaltschaft vertritt Erster Staatsanwalt N i e tz k i, die Ver- teidigung führt Justizrat W o l s k i. Zum Dolmetscher der polnischen Sprache ist Obersekretär Doehlcrt bestellt. Als Sachverständige sind geladen: Gerichtschemiker, Mcdizinal-Assessor Dr. Gutzeit- Königsberg i. Pr.,.Kreisarzt Dr. v. Petrykowski- Ottelsburg, Kreisarzt Dr. v. D e ck e r- Neidenburg, Kreisarzt Dr. U rb a- n o w s k i- Menrel, Medizinalrat Direktor Dr. Stoltenhoff und ,Dr. Dekowski- Kortau, Dr. E l g n o>v s k i- Ortelsburg und Dr. R i e m e k- Pr. Ehlau. Unter den Zeugen befindet sich der jetzige Ehegatte der Angeklagten, Besitzer Przhgodda. Die Angeklagte. die der deutschen Sprache nicht mächtig ist, gicbt durch den Mund des Dolmetschers an: Sie sei am 20. Juli 1859 zu Piwlitz, Kreis Ortelsiburg, geboren, evangelischer Konfession und bisher noch nicht bestrast. Auf Befragen des Vorsitzenden, ob sie sich schuldig be- kenne, bemerkt die Angeklagte: Keineswegs, ich bin vollständig unschuldig. Die Männer sind sämtlich an ihren 5lrankheiten ge- starben. Ich habe keine Schuld. Die Angeklagte bemerkt im weiteren auf Befragen des Vorsitzenden: Sie habe am 15. Februar 1883 den Besitzer Johann Bachur in Röblau geheiratet. Dieser war bei der Verheiratung 21 Jahre. Aus dieser Ehe seien 3 Kinder her- vorgegangen, von denen aber das jüngste, das nach dem Tode des Bachur geboren wurde, 3 Wochen nach der Geburt gestorben sei. Am 23. Mai 1383 sei Bachur gestorben. Im Dezember desselben Jahres habe sie Wilhelm Kcmpka, der Wirtschafter bei Bachur war. geheiratet. Dieser sei 27 Jahre alt gewesen. Aus dieser Ehe sei ein Mädchen hervorgegangen. Das Kind sei aber auch sehr bald ge- storben. Schon im April 1889 sei Kempka gestorben. Kempka habe ihr gesagt, er habe ein Vermögen von 1000 Thalern. die er auf ihre Besitzung einzahlen wolle; er habe aber nur 100 Thaler besessen. Vors.: Ist es richtig, daß Sie nicht zur Trauung gehen wollten, ehe Kempka 1000 Thaler auf den Tisch aufzähle? Angekl.: Das ist unwahr, ich wahr froh, daß Kempka mich heiratete, denn ich befand mich von ihm bereits in gesegneten Umständen. Vors.: Das Mädchen, das Sie in zweiter Ehe geboren, wurde nach dem Tode Ihres zweiten Mannes, am 22. Juli 1889 geboren? Angekl.: Ja. Vors.: Sie erhielten deshalb die Erlaubnis, sehr bald eine neue Ehe«inzugehen und heirateten am 26. November 1389 August Panneck. Dieser war zu Lsbzeiten des Kempka bei diesem Wirt- schafter? Angekl.: Jawohl. Vors.: Wann starb Panncck? Angekl.: Am 18. September 1891. Vors.: Hatten Sie mit Panneck Kinder? Angekl.: Jawohl, mit Panneck hatte ich zwei Kinder. Eins starb noch zu Lebzeiten des Panneck, das zweite sehr bald nach desien Tode. Am 19. April 1892 heiratete sie den Be- sitzer Wiescholleck. Mit diesem hatte sie drei Kinder, einen Knaben und zwei Mädchen. Der Knabe sei gestorben, die zwei Mädchen leben. Am 16. November 1899 sei Wiescholleck gestorben. Dieser sei zu Leb- zciten des Panneck dessen Wirtschafter gewesen. Am 3. November 1901 habe sie zum fünften Male, ihren jetzigen Mann, den Besitzer 'Adam Przhgodda geheiratet. Vors.: Woran sind denn nun Ihre .Männer, zunächst der Bachur gestorben? Angekl.: Bachur bekam den Typhus. An diesem starben danials viele Leute in Röblau. Bachur wollte keinen Arzt haben. Nach acht Tagen war Bachur tot. Sie habe sich mit Bachur wohl bisweilen gezankt, im allgemeinen sei aber die Ehe eine vollständig friedliche gewesen. Es sei richtig, daß Bachur Ausschläge auf dem Kopf bekommen hatte, so daß ihm die Haare ausgegangen seien. Ihr zweiter Ehemann, Kempka, habe sich bei dem Tragen eines Sackes Kartoffeln überhoben, habe danach über Schmerzen im Rücken, in den Füßen usw. geklagt und sei nach einigen Tagen gestorben. Ihr dritter Mann. Panneck, sei Ulan gewesen. Er sei zu einer Hebung nach Lyck eingezogen gewesen. Als er zurückkam, habe er ein großes Geschwür am Halse gehabt, das ihm große Schmerzen bereitete. Kurze Zeit darauf sei er gestorben; es sei ihr gesagt worden. Panneck sei an der Schwindsucht gestorben. Woran ihr vierter Mann, Wiescholleck, gestorben sei, Wiste sie nicht; dieser sei von Slnfanguip krank gewesen. Eines Abends habe sich Wiescholleck un 5A:ug derartig betrunken, daß er nicht nach Hause fand, sondern mehrere Stunden im Schnee geschlafen habe. Dabei werde er sich wohl eine starke Erkältung zugezogen haben. Vors.: Haben Sie Fhren Männern nicht Gift beigebracht? Angekl.: Nein, ich habe mit Gift nie etwas zu thun gehabt. Vors.: Ihre vier ersten Männer waren evangelisch, ihr jetziger fünfter Gatte ist katholisch? Angekl.: Jawohl. Vors.: Sie sollen einmal gesagt haben, die Evangelischen kosten 10 Pfennige, die katholischen Männer bekommt man für 5 Pfennige? Angekl.: Das sind aufgebrachte Lügen. Vors.: Sie sollen viel Schnaps ge- trunken haben? Angekl.: Ich bin allerdings keine Abstinentin. viel Schnaps habe ich aber nicht getrunken, zumal ich ihn nicht ver- tragen kann. Vors.: Panneck soll einmal gesagt haben: Zwei Männer hat sie schon um die Ecke gebracht, bei mir wird es ihr aber nicht gelingen. Angekl.: Das ist mir vollständig unbekannt. Vors.: Wiescholleck ging häufig auf die Jagd? Angekl.: Jawohl. Vors.: Sie sollen dem Wiescholleck deshalb Vorwürfe gemacht und gesagt haben: Wenn Du das nicht läßt, dann wirst Du bald ver- schwinden? Angekl.: Das ist vollständig unwahr. Ich freute mich im Gegenteil, wenn mir mein Mann einen Hasen mitbrachte. Vors.: Panneck soll Sie im Streit einmal Hexe genannt und Sie sollen ge- antwortet haben: Wenn ich eine Hexe bin, dann iverde ich Dich ver- hexen. Es kostet mich bloß einen Silbergroschen, dann kommt Dich der Teufel holen!" Angekl.: Das ist eine vollständige Lüge. Vors.: Sie sollen einmal gesagt haben: Es giebt eine Pflanze, wenn man davon einem Menschen zu essen giebt, dann mutz er sterben, wenn es mich etwas lange dauert? Angekl.: Das ist alles Lüge. Auf Antrag des Ersten Staatsanwalts stellt der Vorsitzende aus den Akten fest, das Bachur bei der Verheiratung 21 Jahre, Kempka 27, Panneck 26, Wiescholleck 27 Jahre alt war. Vors.: Angeklagte, es ist Ihnen schon wiederholt vorgehalten worden: es ist sestgestcllt, daß in den ausgegrabenen vier Leichen, jedenfalls bei Bachur,.Kempka und Wiescholleck Arsenik gefunden wurde; es ist ferner festgestellt, daß alle vier Männer cm ein und derselben Krankheits- crscheinung gestorben sind, wie erklären Sie sich das? Angekl.: Ich kann mir das nicht erklären. Arsenik war niemals in unserm Hause. Dieselben Krankheitserscheinungen können bei den vier Männern nicht festgestellt sein, denn sie sind doch an verschiedenen Krankheiten gestorben. Die Vernehmung der Angeklagten ist danach beendet. Der fünfte Ehemann als Zeuge. Unter größter Spannung wird hierauf der jetzige fünfte Ehegatte der Angeklagten, Besitzer Adam Przhgodda, ein großer, nicht unschöner Mann von jetzt 30 Jahren als Zeuge in den Saal gerufen. Dieser bemerkt aus Befragen des Vorsitzenden, daß er Zeugnis ablegen wolle. Er habe die Angeklagte am 3. November 1901 geheiratet. Seine Frau habe bisweilen gezankt und auch Schnaps getrunken. Zweimal sei sie angetrunken gewesen. Vors: Hat nicht Ihre Frau Ihnen bisweilen gedroht? Zeuge: Sie sagte einmal:„Du wirst meiner gedenken." Vors.: Sind Sie denn nicht gewarnt worden, eine Frau zu heiraten, der fast hintereinander vier Männer gestorben seien? Zeuge: Jawohl, es wurde mir gesagt, es könnte mir auch so gehen, denn die Männer seien alle unter eigentümlichen Umständen plötzlich gestorben Ich hielt das meiner Frau vor. Da versetzte sie:„Meine vier ersten Männer sind an verschiedenen Krankheiten gestorben. Wenn Deine Zeit herangekommen sein wird, dann stirbst Du auch."— Der Zeuge bekundet im weiteren auf Be fragen, daß er 600 Thaler in die seiner Frau gehörende Wirtschaft eingebracht habe.— Die Angeklagte bemerkt: Sie habe allerdings zu Przhgodda gesagt:„Wenn Deine Zeit gekommen sein wird, so wirst Du auch sterben. Das ist doch Gottes Bestimmung, dagegen läßt sich nichts machen." „Vier Männer hat der Tenfel schon geholt!" Der folgende Zeuge ist Gutsbesitzer Braun- Röblau. Er kannte Panneck, Wiescholleck und Przhgodda. Panneck sei ein nüchterner Mann gewesen, wenigstens habe er diesen nie angetrunken gesehen. Dagegen sei Wiescholleck bisweilen angetrunken gewesen. Dieser habe ihm oftmals geklagt, daß seine Frau ihn sehr schlecht be- handle. Er habe deshalb den Wiescholleck geraten, sich scheiden zu lassen. Vors.: Woran litt Wiescholleck? Zeuge: An Schwind sucht. Przhgodda klagte mir auch einmal, daß seine Frcm ihn schlecht behandle. Dieser erzählte: Seine Frau habe zu ihm gesagt: „Vier meiner Männer hat der Teufel schon geholt, den fünften ivird er auch noch holen."— Vors.: Angeklagte, Sie sollen oftmals in Rußland gewesen sein?— A n g e k l.: Ich war zweimal in Rußland.— Bürgermeister Müller- Willenberg bekundet danach als Zeuge: In R u ß l a n d seien wohl Gifte teurer als in Deutschland, man könne aber dort für Geld alle Gifte ohne Giftschein erhalten. Er kenne die Angeklagte seit 20 Jahren. Dieselbe sei dem Trunk ergeben, er habe sie mehrmals angetrunken gesehen.— Landgerichtssekretär H i n tz: Im Sommer 1902 sei er in Willenberg gewesen Da habe er gehört: Der Volksmund behaupte, die Angeklagte habe ihre vier Ehemänner beiseite geschafft, um immer wieder neues Geld zu erhalten. Die Ehemänner haben auch alle Geld in die der Angeklagten gehörende Besitzung, die sich sehr gut rentierte, ein- gezahlt.— Die Angeklagte bestreitet, daß sie darauf ausgegangen sei, von ihren Männern neues Geld für ihre Wirtschaft zu er- halten. Zauicrei und Schnaps. Fran R o s o w s ky? Die Angeklagte habe ihr einmal erzählt sie habe sich von einer Zigeunerin die Karten legen lassen. Sie habe dieser 6 M. zahlen müssen; die Zigeunerin wisse aber viel. Was die Zigeunerin wisse, habe ihr die Angeklagte nicht gesagt. Vors.: Haben Sie nicht zum Gendarm gesagt, die Przhgodda habe sich' ein Mittel zum Behexen für 6 M. gekauft? Zeugin: Nein, sie hat nur gesagt, es lostet bei der Zigeunerin 6 M., die weiß aber viel. Vors.: Ist Ihnen bekannt, daß die Angeklagte gern Schnaps trank? Zeugin: Ich glaube es schon, als wir über die Zigeunerin sprachen, haben wir zusammen einen Liter Schnaps ausgetrunken.(Heiterkeit im Zuhörer- räum.)— Vors.: Haben Sie die Angeklagte angetrunken ge- sehen?— Zeugin: Das kann ich nicht sagen, ich wohne nicht in Röblau.— Der folgende Zeuge ist der frühere Lehrer Ottersdorf: Im Volksmunde sei gesagt worden: Die An geklagte habe ihre vier Ehemänner durch Zauberei aus der Welt geschafft.— Vors.: Was verstehen die Leute unter Zauberei? — Zeuge: Die Leute sind der Ansicht, die Angeklagte habe die Männer behext, so daß diese von dem Weichsel zopf und ähnlichen Dingen befallen wurden und starben. Ich habe von den Männern der Angeklagten nur Wiescholleck ge- kannt. Mit diesem zankte sich einnial die Angeklagte im Krug und sagte: Drei sind bereits um die Ecke gegangen Dir wird's auch bald so gehen. Wiescholleck hat mir erstmals über schlechte Behandlung seiner Frau geklagt. Als Wiescholleck starb, wollte ich Anzeige erstatten, weil mir das Sterben der vier Männer auffiel. Nachdem die Angeklagte mit Przhgodda verheiratet war, zankte sich dieselbe auch, einmal mit Przhgodda im Krug. Da weinte Przhgodda und sagte: Vier hast Du schon um die Ecke gebracht, mir ivird es wohl auch bald so gehen. Daraufhin fühlte ich mich veranlaßt, Anzeige zu erstatten. Przhgodda giebt auf Befragen des Borsitzenden zu, die bekundete Aeußerung im Krag gethan zu haben, geweint habe er aber nicht. Danach tritt die Mittagspause ein._ GewcrkfcbaftUches. Berlin und Umgegend. Zur Tarisbewcgmig der Buchbinder. Eine zahlreich besuchte Ver- sammlung der in Buchbindereien und verwandten Betrieben thätigen Arbeiter und Arbeiterinnen, die am Donnerstag in Kellers großem Saale tagte, befaßte sich mit der Tariffrage. Bergmann, der die Vorgänge schilderte, aus denen die Prinzipale Veranlassung nahmen den Tarif zu kündigen, nachdem sie kurz vorher den Gehilfen eine Verlängerung des Tarifs auf 3 Jahre angeboten hatten, hob ausdrücklich hervor, daß seitens der Gehilfen» schaft keine Lohnbewegung geplant worden sei. sondern nur die Abficht bestanden habe, den Tarif stillschweigend auf ein Jahr weiter bestehen zu lassen. Sollte jedoch eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen versucht werden, so würden die Gehilfen mit den stärksten Mitteln dagegen vorgehen, was sowohl vom Referenten wie auch in der Diskussion scharf betont wurde. Am 8. Juni haben in Leipzig Ver- Handlungen zwischen den Gehilfen- und den Prinzipalsvertretern stattgefiiilden, die zu einstimmiger Annahme eines Vorschlags führten, wonach der bestehende Tarif ans 3 Jahre verlängert werden soll, vorausgesetzt, daß innerhalb von vierzehn Tagen die Gehilfen- Versammlungen der drei Städte dem zustimmen. Tarif- Positionen, die sich im Laufe der Jahre als fehlerhast erwiesen haben, sollen in gemeinsamer Sitzung der Vertreter beider Parteien zur Beratung gestellt werden. Die Prinzipale erklärten ausdrücklich, daß sie es nicht auf eine Reduktion der Löhne abgesehen hätten. Die Gehilfen in Stuttgart haben, wie bereits im„Vorwärts" berichtet wurde, diesem Vorschlage unter gewissen Bedingungen zu» gestimmt und auch die Leipziger Gehilfen haben inzwischen einen ähnlichen Beschluß gefaßt. Die Vertrauensmänner der Berliner Gehilfen schlugen nun der Versanimlung eine Resolution vor, die im wesentlichen mit den in Stuttgart und Leipzig gefaßten Be- schlüssen übereinstimnit und in folgender Form fast eiustimmig an- genommen wurde: „Die Versammlung ermächtigt die Tarifkommission und die Funktionäre des Verbandes, einer Verlängerung des bestehenden Tarifs auf weitere drei Jahre unter folgenden Bedingungen zuzu- stimmen: 1. Das Vorwort des Tarifs ist einer gründlichen Revision be- treffend Tarifamt, Ausarbeitung eines Kommentars usw. zu unter- ziehen. 2. Die Stundenlöhne sind nach Maßgabe der Teuerungs- Verhältnisse der einzelnen Tariforte im ersten, zweiten und dritten Jahre der Tarifdauer zu erhöhen. 3. An den bestehenden Accord- preisen.dürfen Aendernngen, welche auf Reduktion der Preise ab- zielen, nicht vorgenommen werden. 4. Die Tarifkommission hat dafür Sorge zu tragen, daß beim Ausbau und bei der Ausbreitung der Tarisgemeinschaft seitens der Prinzipalsvereinigung thätige Unterstützung zugesichert wird." Eine„versteckte Drohung" gegen Arbeitswillige. Eine ähnliche Rolle wie der Grobe Unfugparagraph gegen Preßsünder spielt nach» gerade der§ 153 der Gewerbe-Ordnung gegen streikende Arbeiter. Unbedachte, ja ganz harmlose Aeutzerungen, die unter andren Um» ständen niemand beachten würde, wachsen sich unter Herrschaft des § 153 zu Strafthaten aus, die mit Gefängnis gebüßt werden müssen, wenn sie ein Streikender einem Arbeitswilligen gegenüber gethan hat. Ueber einen derartigen Fall, der sich während des Dreher st reiks bei Borsig zugetragen hat, wird uns be» richtet: Während des Streiks bei Borsig in Tegel traf der Metall- arbeiter F. zwei Arbeitswillige. Auf seine Frage:„Ihr arbeitet in Tegel?" erhielt er die höfliche Antwort:„Das geht Dir'n Dreck an!" Darauf bemerkte er:„Wartet nur, einmal kriegen wir Euch doch, es kommt noch eine andre Zeit." Wegen dieser Aeußerung wurde F. vom Landgericht auf Grund des§ 153 der Gewerbe- Ordnung zu einer Gefängnis st rase von 14 Tagen v e x u r t e i lt. Das Gericht führte aus, diese an die beiden arbeits» willigen Dreher gerichteten Worte stellten sich als eine Drohung dar, und zwar als eine versteckte Androhung einer Schädigung. Es wäre auch anzunehmen, daß der Angeklagte be- absichtigt habe, durch diese Drohung die Arbeitswilligen zu be- stimmen, an einem Streik zwecks Aufbesserung von Lohn- und Arbeitsbedingungen teilzunehmen. Angeklagter habe ihnen durch feine Aeußerung für den Fall, daß sie weiter arbeiteten, Un- annehmlichkeiten und Chikane in Aussicht gestellt. Rechtsanwalt Dr. Heinemann legte für den Angeflagten Re- Vision ein. Der Strafsenat des preußischen Kammergerichts ver- warf jedoch das Rechtsmittel mit folgender Begründung: Die Revision scheitere an der thatsächlichen Feststellung des Vorder- richters. Auch könne nicht der Nötigungs-Paragraph des Straf- Gesetzbuches(der eventuell Geld st rase zuläßt) angewendet werden, denn die Arbeitswilligen seien nicht mit einem b e- st i m m t c n Vorgehen bedroht worden, sondern ganz allgemein mit Unannehmlichkeiten. Da wäre nur§ 153 der Gewerbe-Ordnung anwendbar. Zum Streik bei der Firma Mchlich. Der Stand des Streiks ist unverändert. Zwar verfügt die Firma über circa 300 Arbeitswillige. trotzdem aber hoffen die Ausständigen auf den endlichen Sieg, weil es der Firma nach wie vor an brauchbaren Schleifern mangelt. Von den angeworbenen und angelernten Schleifern hat die Firma erst kürzlich 26 wieder entlassen müssen, denn diese waren nicht im stände, die verlangten Specialarbeiten in branchbarem Zustande her- zustellen. Die Finna Runge u. v. Stcman» sendet uns ein Schreiben, welches eine Berichtigung der in unsrer Donnerstagnnmmer ver- öffentlichtcn Notiz sein soll, die aber nichts andres als eine Bestätigung dessen ist, was wir über die Entlassung von Arbeitern, die wegen der Reichstagswahl einen halben Tag feierten, berichtet haben.— Die Firma schreibt, sie habe, um den Arbeitern Gelegenheit zun: Wählen zu geben, den Betrieb von 3 Uhr an eingestellt und dies am Tage zuvor bekannt gegeben. Alle Arbeiter der mechanischen Werkstatt hätten aber schon um'/zl Uhr de» Betrieb verlassen, nachdem sie vom Meister Passierscheine erbeten und erhalten hatten. Weil die Arbeiter die Anordnung der Firma(erst von 3 Uhr an zu feiern) nicht beachtet haben, seien sie kurzerhand entlassen worden. Ferner bestreitet die Firma, daß sie gesagt habe, sie dürfe nicht mit dem Metallarbeiter-Verbande verhandeln. Zu einer solchen Aeußerung habe sie keinen Grund. Abgesehen von dieser Bemerkung sagt die sogenannte Berichtigung nichts andres, als was imfer Gewährsmann uns mitteilte, nur mit ein wenig andren Worten. oeutkebes Keleb. Eine Aussperrung in Köln beschlossen. Wie. die„Kölnische Volks- zeitung" meldet, hat der Deutsche Arbeitgeber-Verband für das Bau- gewerbe in Köln und Umgegend am Donnerstag fast einstimmig beschlossen, wegen des jetzt 13 Wochen dauernden Ausstandes der Verputzer und Fuger, sämtliche im Baugewerbe beschäftigten Ver- Putzer, Fuger, Maurer, Handlanger, Plattenleger und Erdarbeiter von Freitag, den 26. d. M, an auszusperren, bis die Arbeitnehmer sich mit den im Baugewerkverein festgesetzten Bedingungen ein- verstanden erklärt haben. Die Klempner in Königsberg i. Pr. sind in den Streik ein« getreten, weil die Meister dem Vertrage, der kürzlich zwischen den beiderseitigen Kommissionen abgeschlossen war, eine für die Gesellen ungiinstige Bestimmung anhängen wollten. Der Ausstand ist all- gemein. Buoland. 7000 Schuharbeiter von Barcelona haben die Arbeit nieder- gelegt. Die Streikenden veröffentlichen ein Manifest, in welchem sie ihre Berufsgenossen von ganz Spanien auffordern, sich ihnen an- �»schließen.— Der Streik der Kohlenträger dauert fort und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Die Kutscher der Lastfuhrwerke haben sich ihnen angeschlossen und infolge dessen haben viele industrielle Betriebe wegen Mangel an Kohlen die Arheit einstellen müssen. Ein Streik in Japan. Die Eisenarbeiter der Schiffswersten von Nagasaki haben die Arbeit eingestellt. Der Unternehmer hatte die Gewohnheit, die Arbeiter, wenn es ihm gut dünkte, wieder nach Hause zu schicken und für den betreffenden Tag keinen Lohn zu zahlen. Als er sie eines Tages entließ, legten 800 Eisenarbeiter die Arbeit nieder. Die japanische Polizei stellte sich ganz auf Seiten der Unternehmer; Streikvcrsammlungen dürfen nicht stattfinden, und die Führer Ivurden verhastet. Briefkasten der Redaktion. Iuritdi Icker Ceti. Lambrecht 28. Die Verkürzung der Arbeitszeit müssen Sie sich ge- fallen lassen, nicht aber die Lohnkürzung; der Lohn ist bis Slblaus der KündigungSsrist voll zu zahlen.— Vter Unwissende, l. und 2. Nein.— A. P. 7. In allen Fällen, in denen sich Dritte um das Recht aus Älliete hcrumstreitcn, ist lediglich zu raten, die Miete zu hinterlegen und an keinen zu zahlen.— Hänschke. Der Dispens ist kostenfrei; wird in der Regel nicht erteilt, Bescheid dauert etwa drei bis sechs Monate.— Erbfrage. Der Arbeitgeber kann Erbeslegitimation(Erbschein) verlangen.— BLUTARMEN. KRANKEN FEURIC SÜSSER KRAFT- ROTHWEIN ärztlich empfohlen p. Flasche 1.50 und 2 Mark. Santa Lucia steht unter ständiger Kontrolle des Gerichtschemikers Dr. C. 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