Kr. 142. Bbonnemf n ts-Bedingungen: KBonneminlä. PreiZ pränumeranda: LierteljShrl. z�a MI, monatl. l,I0 Ml, wöchenllich 28 Pfg. frei ins Haus. Suijelne Rümmer S Pfg. Sonntags- nummer mit illustrierter Sonntags- Vellage»Die Reue Welt' 10 Pfg. Post. «ionnement: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in der Poft-Zeitungs. Preisliste für IVOS unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich-Ungarn» Mark, für daS übrige AuSIanl, S Marl pro Monat. Wchtlnt tJglidi uBtr GlonUst. 20. Jahrg. Vevlinev Volksblerkk. vle sliltttloni-Lebllhf betrügt für die sechsgespaltene Kolon» zeile oder deren Raum 40 Pfg., für polliische und gewerlschaftliche Lerein». und Versammlung». Anzeigen 20 Pfg. „Utein« Anretgen" jedes Wort 5 Pfg. (nur das erste Wort fett). Inserate sitt die nächste Nummer müssen bi» S Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen biS 7 Uhr abends, an Tonn- und Festtagen bis 8 Uhr vornillttagS gebstaet. relcgrcmun.itoreffe: „SodaldtBtkrat Bolto". Centvalorgan der foeialdemokratlMen Uartei Deutschlands. R.eciaklion: KAI. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprechcr! lllmt IT, Nr. 1983. Sonntag, den Ä1. Juni 1.90�. Sxpeditlont SM. 68» Lindenetrasse 69. fternftirecftet: Amt IV, Nr. 1984. Rechts oder links? Soll daS freisinntge Bürgertum aus Angst bor der gewaltig emporsteigenden Arbeiterbewegung die Rolle des sächsischen Kammer« freisinns überilchmen? Soll es sich miter Aufopfening all feiner früheren politischen Forderungen und unter unmittelbarer Gefähr- dung seiner wirtschaftlichen Stellung unter die Schutzherrschaft der agrarischen Reaktion begeben? Oder soll es sich mit dem Anwachsen der Socialdemokratie als einer unabwendbaren politischen Thatsache abfinden und, soweit es auch in seinem wirtschaftlichen Programm naturgemäß von der Socialdemokratie entfernt bleibt, mit dieser auf den Boden gemeinsamer politischer Forderungen stellen? Die Beantwortung dieser Frage durch das Bürgertum kann höchstens aus die Taktik der Socialdemokratie einen gelvisscn Ein. fluß ausüben, sie kann für die Formen, nicht fiir den Ausgang des großen proletarischen Befteiungskampfes von Bedeutung werden. Für daS fteisinnige Bürgertum aber handelt es sich um eine Frage des PrincipS und darum zugleich um eine Frage seiner politischen Existenz. Ob es aber darum in den wenigen Tagen, die uns von der Stichwahl scheiden, dem Bürgertum gelingen wird, diese seine eigenste Lebensfrage mit einheitlicher Kraft zu beantworten? Die„Freisinnige Zeitung" druckt mit scheinbarem Behagen alle Preßstimmen ab, die für ein gemeinsames Vorgehen aller bürgerlichen Parteien gegen die Socialdemokratie sprechen. Ja, in Landsberg-Soldin soll dem„Lokal- Anzeiger" zufolge die Freisinnige Vereinigung beschlossen haben. für den konservativen Kandidaten einzutreten. Neuerdings loird diese Nachricht dahin abgeändert, daß die dortige fteisinnige Partei leitung ihren Wählern die Entscheidung überlassen habe. Und die„Volks-Zeitung" will wissen, daß die Leitung der Freisinnigen Vereinigung beabsichtige, die socialdemokratischen Kandidaten allenthalben gegen die Reaktion zu unterstützen. Auch sind unsren Lesern schon eine Reihe fteisinniger Blätterstimmen bekannt, die ent- schieden für den socialdemokratischen Kandidaten eintreten. Ge lingt eS dem Freisinn nicht, sich»och in letzter Stunde unter jener gemeinsamen Stichwahlparole zu einigen, die ihm die Vernunft und der Selbsterhaltungstrieb dittieren, hat er das Urteil über sich selbst gesprochen. Es fehlt im Lager der Freisinnigen nicht an Köpfen, die den Ernst der Lage klar erkannt haben. So schreibt Dr. Th. Barth in seiner„Nation": Hart bedrängt von der Socialdemokratie auf der einen und den reaktionären Parteien auf der andren Seite, hat der Freisinn sich trotz der größten Anstrengungen nur unter Verlusten in dieser Wahl behaupten können. Aber seine Bedeutung als Dainm gegen die Reaktion ist heute größer als je zuvor. Wenn er in der Schicksalsprobe, die uns bevorsteht, den liberalen Grundsätzen ohne Wanken die Treue hält, seine politische Besoimenheit bewahrt und allen reaktionären Berlockungen gegenüber standhaft bleibt, so wird er in den bevorstehenden politischen Kämpfen, trotz seiner numerischen Schwäche, vielleicht eine rutscheidendr Rolle zu spielen haben... Der Freisinn, der sich im Kampfe gegen die Reaktion nicht bewährt, hat seinen Berns verfehlt. Das wird man sich auch an- acsichts der bevorstehenden Stichwahlen zu vergegenwärtigen haben. Der Hauptscind steht nach dem 16. Juni rechts, wie er vor dem 16. Juni rechts stand. Soeben erscheint eine fteisinnige Flugschrist:„Dürfen wir in der Stichwahl für einen Socialdemokraten stimmen? Von einem liberalen Wähler." Der Verfasser erklärt sich als entschiedener An- Hänger der liberalen Wirtschaftsauffassung. Wäre der Liberalismus, so meint er, heute in Deutschland herrschende Partei, so müßte er vor allem gegen den SocialiSmus Stellung nehmen. Die Sache stehe aber heute so, daß der Liberalismus die Social- demoftatie nur mit Hilfe der Reaktion bekämpfen könne. Und wärt- lich fährt er fort: Hierin aber liegt eine schwere Gefahr fiir den Liberalismus selbst. Denn angesichts des gewaltigen Uebergelvichts, welches die Rechte über ihn hat, würde er dabei nicht nur unvermeidlich nach der rechten Seite hinübergedrängt, zu verhängnisvollen Rücksichten auf seine Mtkämpfer gezwungen und gewissermaßen lediglich zu einem Anhängsel derselben herabgedrückt. Damit aber würden gerade die eigentlich freiheitlichen Elemente, tvelche die festeste und zuverlässigste Stütze des wahren Liberalismus sind, in noch höhcrem Grade der Socialdemokratie in die Anne getrieben. Darum ist der Verfasser davon überzeugt, daß für den Freisinn jedes Paktieren mit der Reaktion den politischen Selbstmord bedeute. Das„alte, heute fast vergesiene" Schlagwort von der einen reaktio- nären Masse dürfe vom Freisinn bei Strafe der Selbstvcrnichtung nicht zur Wahrheit gemacht werden. Denn, so meint der„liberale Wähler" wörtlich: Stimmt der Liberalismus diesmal in der Stichwahl nicht ge- schlössen fiir die Socialdemokratie gegen die Reaktion, so ist nnsrer Ueberzeugung nach das Schicksal des Liberalismus in Deutschland besiegelt, und jeder, der sich erfolgreich politisch zu bcthätigen ge- deutt, wird gut thun, rechtzeitig seine Person von einer Partei mit solch hypokritischem Zug im Gesicht zu trennen. Die.Vossische Zeitung" findet scheinbar vorläufig noch nicht den Mut, die Thatsachen, die der„liberale Wähler" richtig kenn- zeichnet, ruhig ins Auge zu fassen. Sie fürchtet offenbar, daß die Zerfahrenheit der fteisinnige» Partei-Organisation ein einheitliches Vorgehen überhaupt nicht ermögliche. Immerhin nimmt sie von unsren gestrigen Ausfiihrungen über die Stichwahl-Situation Notiz und bemerkt dazu: Es läßt sich heute noch nicht mit Sicherheit erkennen, welche Haltung die Wählerschaft, die den Ausschlag giebt, in der Mehr- zahl der streitigen Kreise eiimehmen wird. Da aber die Agrarier ohnehin, obwohl die meisten Führer des Bundes der Landwirte unterlegen sind, einen übermäßigen Einfluß im Reichstag aus- üben werden, ist eS dringend geboten, daß die liberalen Wähler allenthalben ihr« Stimme gegen die agrarischen Kandidaten und, wie sich von selbst versteht, gegen die Antisemiten abgeben. Auch die freisinnige„Berliner Zeitung" tritt mit großer Ent- schiedenheit für die Wahl des socialdemokratischen Kandidaten ein und bemerkt besonders zur Soldiner Nachricht: Hoffentlich bestätigt sich die Nachricht nicht, und wenn doch. so mögen sich die Wähler weitsichtiger und verständiger zeigen als ihre Leithammel. Dem Bülow-offiziösen Herrn August Stein von der„Frank furter Zeitung" gilt es aber heute schon für gewiß, daß sich der Frei sinn nach jener Methode, die ihm von der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" empfohlen wird, vom Leben zum Tode befördern würde. Der neue Reichstag, wiederholt er mit stoischer Gelassenheit, würde sich vom alten so gut>oie gar nicht unterscheiden. Um das zu be weisen, stellt er folgende Rechnung auf: Auf der Rechten die beiden konservativen Fraktionen mit 60— 70 Mann, dazu einige Antisemiten und Baucrnbündler. Die Nationalliberalen kehren mit einigen 40 Mitgliedern wieder, die Socialdemokraten wachsen wahrscheinlich ans einige sechzig, die beiden fteisinnige» Gruppen und die Deutsche Volkspartei werden zusammen einige dreißig bis etlva vierzig Mitglieder zählen. Zu„einigen sechzig", ja wahrscheinlich sogar zu„einigen siebzig werden es die Socialdemokraten ja auch dann bringen, wenn die Freisinnigen und Demokraten geschlossen gegen sie stimmen würden. Die beiden fteisinnigen Gruppen und die Deutsche Volks Partei können es aber ohne die ausgiebige Stichwahlhilfe der Socialdemokratie keineswegs auf„einige dreißig bis vierzig Mann" bringen. Herr Stein klagt im voraus über die Wiedec kehr der„alten Misere", verrät aber den Lesern der „Frankfurter Zeitung" nicht, wie die Wiederkehr der alten Misere verhindert werden könne. Darob ist die„Germania" sehr vergnügt und sagt der„jüdisch-dcmokratischen Frankfurter Zeitung" geschwind einige Artigkeiten. Christ und Jude— zur Stichwahlzeit nimmt man es nicht so genau. Dagegen ist der gescheitelte Kollege der„Germania", der .Reichsbote", keineswegs noch ganz beruhigt. Er fürchtet, daß die Freisinnigen bei den Stichwahlen die Stellung der Socialdeinokrateu verstärken könnten und zittert darum auch uin den Bestand der alten reaktionären RcichStagsmehrheit: „Man muß sich darauf gefaßt machen, schreibt er, daß die Socialdemokraten oder ihre freisinnigen Bundesgenossen noch eine erhebliche Stärkung erfahren, so daß die Herstellung einer positiven nationalen Mehrheit für alle Fälle und namentlich auch für mili tärischc und«»tionalr Fragen noch keineswegs sicher ist." Diejenigen, für die die Aussichten, die der.Reichsbote" eröffnet, erschreckend sind, und die darum gewillt sind, als Schildknappen eines angeblichen Nationalismus alle Sprünge einer gcwaltthätigen, brotwucherischen Reaktion mitzumachen, haben allerdings alle Ursache, gegen die Socialdemokraten zu stimmen. Der Erfolg aber wird— wie das sächsische Beispiel lehrt— der sein, daß die Social demokratie bald aus eigner Kraft erringen wird, was ihr die ge- einigte reaktionäre Masse vorzuenthalten versuchte. Die Socialdemokrasie verfolgt mit lebhaftem Interesse, aber auch mit äußerster Ruhe die inneren Auseinandersetzungen im freisinnigen Bürgertum. Ihr Weg ist klar vorgezeichnet, und ihres endlichen Sieges fühlt sie sich vollkommen sicher, wie immer auch sich die Entwicklung im bürgerlichen Lager gestalten mag. Das Ergebnis der Reichstagswahlen. Die am Sonnabend vorgenommene Ermittelung der Wahl' evgebnisse hat erfteulicherweise bestätigt, daß ivir, entsprechend unfern ersten Meldungen, in Gotha und in Altcnbnrg gesiegt haben i Genosse Bock in Gotha wurde mit einer Mehrheit von 44 Ssimmen ge- wählt, während Genosse B u ch w a l d in Altenburg sogar mit 1204 Stimmen Mehrheit gewähll worden ist. Um so erstaunlicher ist eS, daß das amtlich bediente W. T. B. nicht in der Lage war, das End' ergebnis aus diesem Kreise richtig zu melden. In Bayreuth sind wir allerdings in der Stichwahl; Genosse Hügel erhielt nur 8078 Stimmen, während 5046 auf den Nationalliberalen, 3127 auf den Bündler und 886 auf das Centrum fielen. Der Stichwahlkamps ist also mit dem Nationalliberalen auSzufcchten. Auch Genosse Herz selb in Rostock ist mit 530 Stimmen Mehrheit gewählt, während Genosse K ö r st e n in Raiidow-Greifenhagen nur 24 Stimmen Mehr heit erreichte. In Stichwahl steht auch, wie bereits berichtet, Genosse C a l w e r in H 0 l z ni i n d e n. Wir haben danach endgültig 30 Manbate im ersten Wahlgange erobert. Wir geben für heut zunächst die genauen Angaben für einige Kreise, für welche besonderes Interesse obwaltet. Berlin I. Wahlberechtigt«.. Rich. Fischer, Soc.. Kreitling, Frs. Vg. Wenckstern, Kons., Stephan, Centr. Pole..... Zersplittert... Gewählt: Rich. Fischer. Berlin III. 1903 Wahlberechtigte...... 31 341 Wolfg. Heine, Soc...... 15 124 Jäger, Frs. Vp....... 5 804 Dr. Hahn, Kons....... 3 637 Stephan. Centr....... 462 Pole.......... 103 Zersplittert........ 26 Gewählt: Wolfg. Heine. Berlin IV. 1903 Wahlberechtigte....... 115 851 Paul Singer, Soc...... 68 768 Löhning, Frs. Vp....... 9 006 Wegncr, Kons........ 8 651 Stephan. Centr....... 1988 Pole.......... 832 Zersplittert........ 59 Gewählt: Paul Singer. Berlin V. 1903 Wahlberechtigte....... 38 825 Robert Schmidt, Soc..... 14 568 Zwick. Frs. Vp........ 6 496 Bruhn, Antis........ 3 210 Stephan, Centr....... 470 Pole.......... 73 Deutsche Volkspartei.....— Zersplittert........ 30 Gewählt: Robert Schmidt. Berlin VI. 1903 Wahlberechtigte....... 164 932 Georg Ledcbonr, Soc..... 79 478 Liebenow, Frs. Vp...... 14 146 Ulrich. Anty........ 14 813 Stephan, Centr....... 2 476 Pole.......... 580 Naumann. Nationalsoc..... 69 Gewählt: Georg Lcdeboue. Teltow- Beeskow. 1903 Wahlberechtigte....... 183 076 Zubeil, Soc........ 73 854 Hammer, Kons....... 36 703 Karsten. Natl........ 7 623 Schulz. Frs. Vp....... 11 711 Pole.......... 815 Nationalsoc......... 132 Antisemit.........— Centrum..........— Zersplittert........ 53 Gewählt: Zubeil. Niedcr-Barnim. 1903 Stadthagen, Soc...... 88 364 Ringel, Kons........ 20 415 Plonz, Frs. Vp....... 4 040 Zersplittert........ 1 161 Gewählt: Stadthagen. Osthavrlland. 1903 Dr. K. Liebknecht, Soc..... 15 711 Pauli, Kons........ 13 746 Kruse. Frs. Vp....... 5 239 Centrum.........— Zersplittert........ 434 Stichwahl z lv i s ch e n Liebknecht und 1898 80 852 11411 8 031 3 809 1898 96 924 45 293 7 811 7 273 1256 199 135 1898 31 435 10 025 7 085 8286 339 243 58 1898 142 226 63 778 10 603 15 554 1748 845 1898 134 993 42 699 28 441 11392 III 2080 1232 244 1898 23 017 13 888 4 244 1189 1898 11618 18 203 6 032 411 51 Pauli. Stichwahl-ftesultafe konnten wir noch feststellen: Mit Nationalliberalen. Friedberg-Büdingen.— 1800. Ausschlaggebeitd: Centr. 1926. Frs. Vp. 314. Bayreuth, 2132. Ausschlaggebend: Vündler 3127. Centr. 885. Eisenach.+ 2422. Ausschlaggebend: Frs. Vp. 2051. Antis. 2159. Centr. 1801. Mit Freisinniger Volkspartei. Görlitz.+ 0938. Ausschlaggebend: Natl. 9226. Centr. 1084. Mit Konservative« und Bündleru. Wrimar-Apolda.-s- 5128. Ausschlaggebend: Natt. 3771. Frs. Vg. 2924. Mit Welsen. Göttingr».+ 346. Ausschlaggebend: Natt. 5585. Kons. 1575. Stimmen des Auslandes. Dir ftanzösiche Presse über die RrichötagSwahlen. Paris, 19. Juni.Nationalliberalen, und so blieb das Centrum in der Minderheit. Da das Centrinn ein ähnliches Ergebnis auch diesmal erwartete, so faßte es den Plan, die beiden andren Parteien in die Stichwahl zu bringen; da es selbst nicht siegen konnte, so wollte es den in die Stichwahl kommenden Kandidaten seine Bedingungen vorschreiben, um dann dem Meistbietenden seine Stimmen zn geben. Und so stellte man statt eines Cciittuuns-Kandidaten deren drei auf, so daß sich die Sttmmcn nach den drei Gebieten verteilten. Die Rechnung war aber falsch: Die Bündler gingen diesmal wider alles Erwarten derart an Stimmen zurück, daß dennoch der eine Centrnmsmann, Landtags-Abgeordnerer Eduard Fuchs-Köln, mit seinen 330.0 Stimmen mit Dr. Paaschs in die Stichwahl kommt. Die Bündler gmgen von 5 110 Sttmmen bei der vorigen Wahl auf 2 620 zurück, obwohl die Wählcrzahl von 17 960 auf 20 590 stieg. Paasche erhielt 9467, die drei Centrumskandidatcn zusammen 7420, und auf Genossen Bebel wurden 1079 Stimmen(gegen 502 im Jahre 1893) abgegeben. Die Wahl Paasches ist unter diesen Um- ständen gesicheri. Ans dem von dem ulttamontancn Wahljesuiten geplanten Schachcrgeschäft ist aber nichts geworden. Zur Stichwahlparole der„Norddeutschen Allgemeinen' schreibt die„Augsb. Postztg." sehr kühl:„Wir sind der Ansicht, daß das Centrum mtt ganz verschwindenden Ausnahmen keinen Grund hat. den Liberalen die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Der ganze Wahlkanipf wurde von den Liberalen unter dem Gesichtspunkte gc- fiihrt: Auf zum neuen Kulturkampfe I„Der Feind ist der Ultra- montanisinus!" rief auf dem nattonalliberalen Parteitag in Nürnberg der liberale Landtags-Abgeordnete Wagner, und in Memmingen gab er die Parole aus:„Wählen Sie. wen Sie loollen. nur keinen Nltramontanen!" Vor einigen Tagen erst beschimpfte ein Junglibcraler in Augsburg. Rechtsanwalt Dr. Thoma, das 1 Centrum als umstürzlerische, als revolutionäre Partei. Und da ii sollte das Centrum so gutmütig und selbstlos sein, daß eS sich selbst seine fanatischsten Feinde wählen hilft?„Kein Kandidat darf. eine Centrumsstinime erhalten, der nicht mindestens so viel Gerechtigkeitssinn besitzt, daß er sich fiir die Auf- Hebung des§ 2 des Jesnitengesetzes erklärt"— so heißt es im Wahlaufruf der deutschen Centrumsstaktion. Die National- liberalen haben den ganzen Wahlkanipf geführt mit Zuhilscuabnie der fanatischten Hetze und Gehässigkeiten gegen die Jesuiten. Und da sollten die Centrnniswähler die Mahnung des Wahlaufrufes der Centnimssraktion in den Wind schlagen und ihren größten und gc- hässigstcn Gegnern ihre Sttmine geben?— Nein I Niemals! Mag der Liberalismus sich selbst helfen oder mag er zu Grunde gehen— uns kann's gleichgültig sein I" Agrarier oder Socialdemokraten? Zu den deutschen Professoren, die sich mit Politik beschäftigen, gehört als einer der buntesten und krausesten Prof. Hans Delbrück. Der Mann denkt nicht eine Woche in gleichem Geleise. Nach der lex Heinze-Campagne schrieb Hans Delbrück: „Ich gestehe, ein glänzend geführter Fcldzug macht mir eine gewisse ästhcttsche Freude.... Emen solchen Feldzug hat jetzt die Socialdemokratie mit der lex Heinze geführt.... Kunst, Wissen- schaft»nd Bildung haben sich in Deutschland unter die Fittiche der Socialdemokratie flüchte» innssen.... Wir sind so weit, diese Partei schon gar nicht mehr entbehren zn können.... Nicht minder bewundernswert als der Scharfblick der socialdemokratischen Fraltion... ist die Klugheit, mit der sie die Obstruktion sofort einstellte, als das Ziel erreicht war", usw. Die einzige mögliche Taltik der Socialdemokratie im Zoll- kämpf, die von den Wählern ein so gewaltiges Vertrauensvotum erhalten hat, bcphilosophicrte der Herr Professor wie folgt: „Einen ungeeigneteren ivloment für einen Hymnus ans den socialdemokratischen Führer(gemeint ist Mommsens Artikel) konnte es gar nicht geben, als den jetzigen. Sind in dem eben beendeten parlamentarischen Kampfe die Socialdemokraten nicht doppelt geschlagen, indem sowohl der Zolltarif angenommen, wie die Geschäftsordnung dauernd zu ihren Ungunsten verändert ist? Und welcher Führer ist es gewesen, dessen unbegreiflicher Re- nommistcrei sie in erster Linie ihre Niederlage verdanlen? Herr Bebel I... Nein, dem Dikttim vom„Kopfe Bebels" stelle ich das gerade Umgekehrte entgegen: es ist nicht bloß die Zwietracht der Liberalen, die ihre Schwäche in Deutschland macht, sondern es ist vor allein die Erbwcisheit der Junker, der nnendlich überlegene politische Lerstnnb der Konservative», der sie innner wieder bei uns zur Herrschaft beruft und an der Herrschaft erhält und die Liberalen ausschließt! Nie in der Weltgeschichte hat es talentlosere(im höheren politischen Sinne) Parteien gegeben als heute die Oppositionellen in Deutschland; der politische Bcrftnnd fehlt ihnen in einem Masse, daß man es ebensowohl traurig wie lächerlich nciiiien kann." Das schrieb Hans im Januarheft der„Preußischen Jahrbücher" 1903. Vor den Wahlen entdeckte dann Hans die„agrarische Gefahr" und er kommaildierte:„Alle Mann gegen die Agrarier." ES erregte den großen Zorn der„Kreuz-Zeittmg", daß die agrarische Gefahr größer sei als die socialdeniokrattsche— von wegen der Erbweisheit per- mutlich I Nun haben bei den Wahlen die Socialdemokraten trotz der junkerlichen Erbweisheit den unvergleichlichen Erfolg errungen; auch die Konservattven wurden von uiis zurückgedrängt. Und nun ist plötzlich die agrarische Gefahr verschwunden. Warum, weil die Direktoren des Bundes der Landwirte daran glauben mußten. Auf- atmend schreibt jetzt Hans— man muß es lesen, um's zu glauben: „Der Zweck' ist erreicht; die gefährlichsten Agrar-Demagogcn sind definitiv aus dem Reichstag entfernt, iuid nicht nur, daß wir diese Herren los sind, sondern wir dürfen auch erwarten, daß diese Erfahrung den Agrariern, die noch geblieben sind, zur Lehre dienen wird. Sie wissen jetzt, daß es das Mandat kosten kaiin, wenn man den Bogen der reinen Interessenvertretung überspaiint. Die Kreise der Bildung und die gesamte städtische Bevölkerung haben gezeigt, daß sie nicht gewillt sind, sich ohne weiteres vor den Wagen der agrarischen Forderungen spannen zu lassen. Durch diesen Sieg ist die ganze wahlstrategische Situation vrr- ändert. Die Agrarier sind nicht mehr zu fürchten, und dadurch find sie wieder bündnisfähig geworden. In der schwierigen Siwation des Kampfes gegen zwei Fronten ist der Augenblick eingetreten, wo man nach dem Sieg auf der einen Front unmittelbar und mit der höchsten Energie die Schwenkung voll- ziehen und nunmehr mit aller Kraft den Kampf gegen die andre Seite aufnehmen muß. Noch für die Stichwahlen muß auch von den gesamten Mittelparteien die Parole aus- gegeben werden: gemeinsamer Kampf gegen die Social- dcmokratte. Auch die Landbündlcr, die noch in der Sttchwahl stehen, Herr von Oldenburg in Elbing, Herr Dr. Oertel in Freiberg, sind mit aller Kraft und Hingabc zu unter- stützen; sie können der nationalen Polittk nicht mehr schaden, sie können nur noch nutzen, indem sie helfen, den anschwellenden Er- folg der Socialdemokratie einzudämmen. Die Führer der Frei- sinnigen Volkspartei lvie der Freisinnigen Vereinigung müssen ein- sehen, daß es jetzt nicht nur im allgemeinen, sondern auch in ihrem Fraktions-Jntcresse liegt, wenn sich jetzt alle bürger- lichen Parteien gegen die Socialdemokratie zusammenschließen." Schrunim! Professor Hans sagt's: Die agrarische Gefahr ist ge- 'chwunden, blitzschnell über Nacht I Es giebt keine Agrarier mehr. Und warum giebt es keine agrarische Gefahr mehr? Weil die u u- gefährlich st en Schreier des Bundes der Landwirte im Wahl- iampf ausgerottet wurden. Hans ist davon so begeistert, daß er wenigstens einen als abschreckendes Beispiel im Reichstag konservieren möchte, den Dr. Oertel. Wäre es Prof. Hans dem Träumer möglich, den„Vorwärts" mit Erfolg zu lesen, so hätte er seit Jahr und Tag wissen können, daß die agrarische Gefahr nicht bei den Hahn, Lücke und Wangen- heim, sondern bei den Könitz, Spahn, Bassermann und Kardorff liegt. Die 7'/z Mark-Zöllner haben w i r stets als Anreißer des ZollwucherS verlacht— und in der„mittleren Linie" die wirkliche agrarische Gefahr gesehen. Und ist diese wirkliche Gefahr ver- lchwnnden? Die.Wahlstattstische Korrespondenz" stellt folgende Ueber- icht auf: Von Kandidaten, die vom Bunde der Landwirte nntcrstntzt wurden und sich auf's Programm des Bundes verpflichtet), sind 46 gewählt worden, während 75 in Stichwahl stehen. Von den Gewählten sind 29 Konservative, 6 Centrums-Abgeordnete, je 3 Nattonalliberale und Reichsparteiler, 2 Antisemiten(Stöcker und Licbermann), je 1 srünki- scher und schwäbischer Baucrnbündler. Von den Stichwahlkandidaten sind 30 konservativ, 16 nationalliberal, 14 freikonservativ, 8 Antisemiten und 1 Centrumsmann(Bauermeister-Hildeshcim), während 6 NichtS-als-Bündlcr sind. Von letzteren kandidieren 4 in Württem- berg, 1 in der Pfalz, 1 in Weimar. Damit ist natürlich die Zahl der Agrarier nicht erschöpft. Das ganze Centrum ist—„agrarische Gefahr". Alle National- liberalen sind wenigstens so lange— agrarische Gefahr, als dieses Agrarierttim von der Regierung erlaubt ivird. Aber Hans hat entdeckt, daß— vermutlich infolge der drei Millionen Socialdemokraten— die Agrarier ausgerottet sind, und er empfiehlt deshalb ein paar Tage nach der Hauptwahl-Parole: Alle Mann gegen die Agrarier, die Stichwahl-Losung: Alle Mann für die Agrarier. Denn nichts andres bedeutet die Aufforderung, sich gegen die Socialdemokratie zu kartellieren. Muß man so viel Geschichte der Vergangenheit im Kopfe haben, um so gänzlich unwissend und unklar in der Polittk der Gegenwart zu tappen?— DaS rote Sachsen. Der glänzende Wahlsieg der Socialdemokratte hat die Kartell- Parteien verblüfft mid die sächsische Regierung in die Enge getrieben. In gleich peinlicher Siwation müßte das Ministerium eines andren Staates abdanken, nur in Sachsen ist das nicht zu erwarten. Dazu fehlt es den: Ministerium Metzsch an der nöttgcn Einficht seiner ver« nichtenden Niederlage. Für diese Regierung, die das Wahlrecht zum Landtag verschlechtern half, ist das so entrechtete Volk Lust. Es erachtet nur die Wahlen zum Klassen-Landtage als maßgebend für die Regierung. Nun ist jedoch die Zerfchmetternng der bürgerlichen Parteien so entsetzlich, daß selbst viele bedeutende Prcßorgane dieser Parteien zugeben, die Polittk des Ministeriums Metzsch, speciell die Wahl» cntrechtung sei die Ursache de? Verderbens im bürgerlichen Lager; mir das aintliche Organ der Regierung, das„Dresdener Journal", wälzt die Schuld an der Niederlage der Kartellparteien ans— die säumigen Wähler. Diese verzweifelte Ausflucht wirkt um so lächerlicher, als ein so hoher Prozentsatz von Wählern noch nie an die Wahlurne getteten ist, wie am 16. Jnni 1903. Etwas andres ist es, wie der König selbst dic Siwatton auffaßt. König Georg hat als Kronprinz während der Regierungszeit des verstorbenen Königs Albert vielleicht mehr Einfluß auf die Regierungspolitik ausgeübt, als Albert selbst, der meistens vor fertige Thaisachen gestellt winde. So auch bei der Wahl» e n t r e ch r u n g. Georg trat in der ersten Kammer für die Wahlentrechtung ein und stimmte auch den König für diese Maßregel, die der bisher von dem Kronprinzen unter- stützten Polittk des Ministeriums Metzsch die Krone aufsetzte. Seitdem hat König Georg so viele Stöße gegen die Regierung mit erlebt und aiiSgchalten. daß er sich schwerlich entschließen wird, trotz des nicht mißzuverstehenden Vollsurteils vom 16. Juni, das ihm sympathische Ministerium Metzsch zu entlassen.'. Sreheu die Dinge so, dann ist auch au eine Acndcrung zum Besseren gar nicht zu denken. Dieses Mimstcrimn ist nicht nur durch seine Vergangenheit an einer Umkehr gehemmt, es ist einfach im- fähig dazu. ES fehliMhirt das! Verständnis für die wirtschaftS- politische Entwicklung Sachsens, der es durch die unzeitgemäßesten reaktionären Maßnahmen und Gesetze dauernd Hemmnisse bereitete. Das scheinen allgemach die Repräsentanten der Industrie ein- zusehen, aber es fehlt ihnen selbst die Energie zur Bekämpfung der rückläufigen Regierung, so überlassen sie der Socialdemokratte die ganze Arbeit. Vor der Socialdemokratte streicht jedoch ein Ministerium Metzsch die Segel nicht, es müßte denn von oben abgeschoben werden. Woher aber ein Ministerium genommen werden sollte, das völlig veränderte, d. h. bessernde, zeitgemäße politische Maßnahmen unter Anerkennung und Berücksichtigung des Willens der Volks« niehrheit treffe» soll, das ist die Frage. Die konservattve Partei ist durch und durch vermehnerl und unfähig, fiir eine Besserung der Verhältnisse zu wirken. Werden ihre Streber bei der Bildung eines neuen Ministeriums nicht bcrücksichttgt, dann treten sie ini Landtage, wo die Konservativen auf Grund des clendestcn aller Wahlsysteme die Mehrheit haben, auf die Hinterbeine und sprengen die Regierung. Es ist eine äußerst fatale Siwattvn, in die sich die herrschenden Klaffen, mitsamt der Regierung und dem Hofe gebracht haben; sie zappeln in der eignen Schlinge. Sollen sie der Socialdemokratte wieder eine Vertretung im Landtage einräumen oder sollen sie so weiter wursteln bis zn ihrer völligen Vernichwng durch die Social- demokratic? Dieses Fragespicl macht ihnen Pein, indes die Social- dcmokratte mit der heiteren Gelassenheit des Siegers zusieht, wie sich ihre Gegner im Schlveiße ihrer Angst abmühen, einen Ausweg zu finden, Mögen sie nun thun, was sie wollen— Sachsen bleibt rot, mit dieser durch die Wahl zur Gewißheit gestempelten Voraussage müssen sie sich abfinden, wie die Socialdemokratte ihrer- seits sich mit dem Gedanren vertraut machen muß, daß die reaktiv- näre Verbohrtheit ihrer Gegner sie zwingt, das Kampffeld immer mehr zu erweitern und keine Gelegenheit im öffentlichen Leben vor- übergehen zn lassen, ohne die entschiedenste Stellnngnahme dazu. Der Feind darf nicht zur Ruhe kommen. Sofort nach den Stichwahlen müssen die Vorbereitungen zu den Landtags- wählen getroffen werden. Die specifisch sächsische Polittk wird dann noch einer Specialprüfung unterworfen und dafür gesorgt werden, daß die Stimme des Volkes, allen rcakttonären Fälschungen zum Trotze, abermals deutlich gehört wird. Keine Ruhe in Sachsen, bis die Handvoll von Reaktionären bcscittgt ist, die über ein stei gesinntes und arbeitsames Volk eine schier� unbeschränkte Tyrannenhcrrschaft ausübt I. Von einem sächsischen Beamten wird der„Täglichen Rundschau" geschrieben: „Von den 23 sächsischen Wahlkreisen sind 18 Kreise sofort von den Socialdemokraten erobert worden. Und in den übrigen fünf sind sie zur Slichwahl gekommen. Schon heute kann uian vier als ihnen zugehörig ansehe». Möglich, daß auch die Stadt Leipzig an sie verloren geht. Dann wäre Sachsen im Reichstage nur durch Socialdemokraten vertreten." Kartcllwahn. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" fährt fort, darin das Heil gegen den Umsturz zu sehen, daß alle bürgerlichen Uebcrzeugungen verraten und in einem Urbrei verquirlt werden, den man Kartell nennt. Selbstverständlich fallen in Kreisen, wo nur eine reaktionäre Masse sich zusammengeballt hat. alle opposittonellen bürgerlichen Sttmmen der einzigen noch übrig bleibenden Oppositions- Partei, der Socialdemokratte zu. Die„Norddeutsche Allgemeine teitung" aber begreift diese einfache Logik nicht, sie sieht auch weder achsen, noch Bremen, sondern sieht nur-- Forst-Sorau, wo sich ihre Taktik glänzend bewährt hat: „Wir verstehen die Logik dieser Ausführungen(gemeint ist unser Nachweis, daß das Kartell uns nützt) nicht; wir verstehen sie am wenigsten angesichts der Thatsachen, die der erste Wahlgang ge» zeitigt hat. Ein Blick auf den Wahlkreis Forst-Sorau genügt, um das begreiflich zu machen. In dem Wahlkreise Forst-Sorau ist der Nattonalliberale Bahn im ersten Wahlgang gegen de«r bisherigen sozialdemokrattschen Abgeordneten Klees gewählt worden. Er erhielt 12 234, der Socialdemokrat 10 589 Stimmen. Bei der letzten Wahl hatte Klees in der Sttchwahl mit 10 760 Sttmmen gegen 10101 stimmen, die ein konservativer Kandidat erhielt. gesiegt. Diesmal vereinigten sich alle staatserhaltenden Parteien." In Wahrheit ist der Erfolg des Kartells gar nicht ermutigend. Die bürgerlichen Parteien nahmen gegen 1893 nur um 1000, die Social- demotraten aber um 1700 Sttmmen zu, und eS find lediglich lokale und zufällige Gründe, wenn wir diesmal unterlagen. ES ist im Gegen- teil sehr wahrscheinlich, daß unser Zuwachs sich auch aus Wählern rekrutiert, da von dem Mischmaschkandidaten nichts wiffcn wollen Wir prophezeien der„Nordd. Allg. Ztg.", daß das nächste Mal das Kartell auch in Sora»- Forst versagt, wie in Sachsen und Bremen. Die Kartellierung ist nichts als ein stimulierendes Mttel vor dem Tode! Aus dem 15. sächsischen Wahlkreise kommen jetzt Nachrichten, die die Siegcsgcwißheit und Selbst- Verblendung unsrer Kartcllgcgner ins hellste Licht rücken. Zugleich zeigen sie die ganze kindlicheOberflächlichkeit dersächsischenOrdnungsleute. Dort war der Kartcllkaiididat Fabrikant Rüdiger, Mitglied des H a n d c l S v e r tr a g s- B e r e i n s und Anhänger des Wuchertarifs zu gleicher Zeit! Die Herren waren ihres Sieges so sicher, daß sie in den letzten Tagen vor der Wahl vom Mttweidaer Stadt-Musikcorps eine „Rüdiger-Hymne" komponieren und ausüben ließen, die am Abend des 16. Juni vor der Wohnung des Herrn Rüdiger gespielt werden sollte! Aber das nicht genug; soeben fällt uns eine Visitenkarte in die Hände, die in stolzen Lettern verkündigt: Georg Rüdiger Mitglied des Reichstags Mittweida. Zur Aufklärung bemerken wir. daß der Mann noch nie Reichs- tags-Abgeordneter war und— nun auch niemals werden wird. Aber lvie mag sich der Wahlkampf in den Köpfen dieser Leute ge- spiegelt haben! Eitelkeit der Eitelkeiten! Dabei haben— das ist allgemeine Meinung unter den Genossen in ganz' Sachsen— die CibnungSTcitte in keinem sächsischen Wahlkreis mit so vergifteten Waffen gegen uns gekämpft, wie gerade in diesem 15. Wahlkreise! Ein Harrptknijff, den sie gegen unfern Genossen Göhrs ausspielten, war, dab sie verbreiteten, er gehe mit seinem Christentum auf Wahl- fang aus, obgleich Gvhre nie davon redete, um dann dieses Christen- tum als volle Heuchelei zu verdächtigen. Schließlich verbreiteten sie ein Fluglilatt am letzten Tage, in dem sie Göhre, natürlich ohne de» Schatten eines Beweises zu erbringen, eines unsittlichen Lebenswandels beschuldigten. Auch die sieben Amtsblätter thaten ihr Menschen' mögliches gegen uns. Und die Behörden halfen mit. In Mittweidei, wo die Plakattafcln— widerrechtlich— an die Gegner vermietet wurden, rissen Schutzleute am hellen lichten Tage alle Plakate ab, die an Läden und Häusern mit Erlaubnis der Besitzer und Inhaber angeklebt waren. Die Amtshariptmannschaft Rochlitz verbot alle Versaminlungen am Freitag mit der typischen Be- gründung, baß„fremde Grundstücke in der Nähe lägen." In der Amtshauptmannschaft Chenmitz wurden alle Versamm- lungen� zwar genehmigt, aber durch die Ortsgewaltigen die Grundstücke dazu wieder abgetrieben. Ein neuer Trick war es dabei, die H y p o t h e k e n g l ä u b i g e r derjenigen Bauern mobil zu machen, die uns ihre Grundstücke hergeben wollten. Die Drohung der Kündigung der Hypotheken wirkte denn jedesmal promptest. Die Amtshauptmannschaft Freiberg, zu der auch noch ein Zwickel unsres Wahlkreises gehört, verbot eine Versammlung im Freien,„weil Strohdächer in der Nähe seien, die Feuer fangen könnten"— wahrscheinlich durch die feurigen Reden der socialdemo- kratischen„Agitatoren". Die AmtshauptmannschaftFlöha dagegen gab— bis auf den letzten Tag— alle Versammlungen frei.— Und das Ergebnis? In allen vier amtshaupmannschaftlichcn Bezirken d i e gleiche ungeheuerliche Stimmen zun ahme für uns. Beweis, daß jede wie immer geartete Praxis der Behörden gegen uns'uns nur zum�Besteii dient. Die Stichwahlen in Nordbaycrn. In den 22 Wahlkreisen Nordbaycrns hat die Socialdemokratie glänzend abgeschnitten. Sie ist der Stimnienzahl nach die stärkste Partei in Nordbayern, wenn man das gesamte Bayern in Betracht zieht, rangiert sie gleich nach dem Ccntrum. Ein Mandat(Nllrn- berg) ist mit einein imposanten Stimmenzuwachs behauptet worden, in fünf Kreisen befinden sich die Kandidaten unsrer Partei in der Ssichwahl, die ftir uns zum Teil sehr aus- sichtsvoll ist. Diese Kreise sind Fürth, Bayreuth, Hof, Schwabach und Würzburg. Leider gelang es uns nicht, Fürth bciin ersten Wahlgang zu behaupten, da dem Genossen Scgitz an der absoluten Mehrheit rund 1700 Stimmen fehlen. Der Freisinn bot alles auf, mn dieses einzige Mandat, auf das er in Bayern noch Anesicht zu haben glaubt, zu erobern, und er wird auch bei der Stichwahl eine außer- ordentliche Kraftomstrengung entfalten. Wenn es uns jedoch gelingt, die nötigen Reserven heranzuziehen, so wird alle Liebesmüh des Gegners mnsonst sein, da er nicht mehr viel zu holen hat. Aus dem Wahlkreise Bayreuth wurde wiederholt gemeldet, daß die Wahl unsres Genossen Hügel gesichert sei. Der Wahlkreis ist jedoch sehr verzettelt und die Meldungen liefen teilweise außer- ordentlich mangelhaft ein. Nach den letzten Nachrichten ist es sicher, daß zwischen Hügel und dem Nattonalliberalen Professor Hagen Stichwahl stattzufinden hat, die jedoch für uns sehr günssig steht. Hügel blieb hinter der absoluten Majorität nur um v Stimmen zurück. Eigentlich müßten in Fürth und Bayreuth unsre Kandidaten als gewählt gelten, denn sämtliche für die Kandidaten des Baue rnbundcs abgegebenenStinimzettel sind auf Grund des Wahlreglements als ungültig zu betrachten, d« sie genau doppelt so groß sind als im Wahlreglement vorgeschrieben ist. Man muß ab- warten, ivie bei Feststellung des Wahlresultats diese Stimmzettel von den Hanptwahlkomnnssären behandelt werden. Das Bündnis der Volkspartci mit den Freisinnigen und Liberalen im Wahlkreise Ansbach- Schwabach hat vollständig der- sagt, da der gemeinsame Kandidat nicht einmal in die Stichwahl kam, die nun unser Genosse Hierl mit dem Konservativen aus- zufechten hat. Hierl blieb hinter seinem Gegner um 1000 Stimmen zurück, und der Ausfall der Stichwahl hängt ganz von den Demo- kraten und ihren Verbündeten ab. Das Gleiche gilt für Würzburg, wo Genosse Franz Schmitt mit dem Centrumsmann in die Stichwahl kommt. Von der Stellungnahme der bei der Hauptwahl koaliert gewesenen Volksparteiler, National- liberalen und Freisinnigen, zu denen sich noch der Bauernbund ge- .seilte, hängt es ab, ob Schmitt gewählt wird. DaS Kartell richtete sich bei der Hauptwahl gegen das Centrum in erster Linie, und man darf gespannt daranfs sein, ob es nun trotzdem dem ärger als die Socialdemokratie gehaßten Gegner zum Siege verhelfen wird. Sehr günstig steht für uns auch die Ssichwahl in Hof, wo Ge- nosse Stücklcn den Nationalliberalen Münch-Fcrber zum Gegner hat. Bei der Hauvtwahl fehlten Stücklen an der absoluten Mehrheit nur 580 Stimmen, die leicht beizubringen sein müssen. Zu unsren Gunsten fällt auch der Umstand ins Gewicht, daß der ftühere Ab- geordnete des Kreises, Herr Münch-Ferber, sich bei einem großen Teile der bürgerlichen Wähler sehr unbeliebt genmcht hat. Hamburger Wahlmanicren. Bei Blohm u. Voß haben, so teilt das.Hamburger Echo" mit, am Wahltage etwa 40 Mann gefeiert, wohl weil sie am Wahltage be- hilflich sein wollten, den socialdcmokratischen Rcichstagskandidaten noch möglichst viele Stimmen zuzuftihren, säumige Wähler heranzuholen oder sich sonst für ihre Partei nützlich zn machen. Diese 40 Manu sollten nun an. Tage nach der Wahl entlassen werden; man beschränkte sich aber doch nur auf die Abkehr von 5 Arbeitern, und zwar von solchen, die nicht vorher Urlaub bei ihren Meisten? genommen hatten. Diese fünf Mann erhielten nun Entlassungsscheine, auf denen einfach be- scheinigt ist, daß sie vom..... bis..... gearbeitet hätten. Der gedruckte Vermerk der„ordnungsmäßigen Entlastung", der die sonst zur Anlvcndung koinmenden Entlassungsscheine„ziert", fehlt auf diesen. Warum wohl? Die Antwort darauf werden die fünf Entlassenen wohl von den? Maßregelm?gsbureau am Kraienkamp erhalten. Aus Schlcswig-Holstem. Kiel, 10. J?nn. Wc???? eine vollständige Uebersicht über die glänzenden Erfolge, die die Socialdei??okratie an? 16. J?ii?i errungen, möglich sein wird, wird die Provinz Schlcöwig-Holstein ai? einer der ersten Stellen rangieren. Bis zu den diesjährigen Wahlen ist der Fortschritt unsrer Bewegung in dieser Provinz zwar stetig, aber di?rchaus incht auffallend gewesen. Das entspricht völlig der ökono- mischen Struktur Schleswig-Holsteins, das ein vorwiege!?d l ändliches Gepräge wögt, und nicht zun? wenigsten dem Charakter u>?d Temperament der Bewohner, die als Niedersachsen neuen Ideen schwer zugä??glich sind, dafür aber das einmal Erfaßte auch um so zäher festhalten. So hat sich unsre Stimmenzahl seit 1884 ii? langsamen? Ausstieg folgendermaßen entwickelt: 1884: 24 701, 1887: 30 876, 1800: 61 746, 1803: 75 746, 1803: 31 040. Auders bei den diesjährigen Wahlen. Hier ist plötzlich ein Aufschnellen der Ssi???menzahl von 81040 auf rund 111000 zu verzeichne??. Das bedcrltet gegenüber den 08er Wahlen ein Mehr von rrind 30 000 Stimmen oder ein Wachstum um 36 Proz. An diesem Forffchritt??chmen sämtliche Kreise i?? höherein oder geringerem Maße teil. Aus erster Stelle aber steht der Wahlkre?s mit dem Reichs-Kriegshafen Kiel, wo ul?sre Sti?n?nenzahl zur maßlosen Verblüffung unsrer Gegi?er, zur Ucberrasch?u?g selbst für die Opsimisten unter unsren dortige?? Parteigenossen von 10 410 im Jahre 1808 auf 30 800, also um 53 Proz. gestiegen ist. wobei zu berücksichtigen ist, daß bei so großen Vcrgleichszahlen ein solcher Prozentsatz eine ganz andre Bedeutung hat, als ähnliche oder weit höhere prozentuale Sätze ii? Wahltrelsen, i?? denen die Belvegung noch jui?g ist und bloS wel?ige Hunderte oder.Taiisende von Anhängern in Betracht kommen. Der Freisilrn ist'mit seil?cn 12 700 Sti???men noch unter seiner bei der 08 er Wahl erreichten Stim?nenzahl geblieben. Die Gesamtheit der Gegl?er ist dem socialdemokrasischen Ka??didate??, Genossen Legte??,?lm rund 7000 Sti?nmen überflügelt Wörde??, während bei der Ssichwahl 1808, Ivo der Kreis der Socialdcn?okratie verloren ging, Legien mit circa 2000 Stiinmen hinter de??? freisinnigen Hänel zurückgeblieben Ivar. Die Schlappe von 1808 ist also glä??ze??d wettgemacht tverden, und an diesem Er- folg hat, was bemcrke??Swert ist, das Land den gleichen Anteil wie die Städte. Die Freisinnigen haben auch sonst in der Provinz vernichtende Niederlagen erlitten. Im zweite??, dem Flensburger Wahlkreise, wo sie mit ihre??? syrnpathischen Ka??didate??, de?n Lehrer Wolgast aus Kiel, sicher ii? Stichlvahl zu kon????e?? hofften, sind sie aus- gefallen. Im dritten Kreise— Schleswig-Eckernförde— hat Herr S p e t h??? a?? n sein erst i?n Februar erobertes Mandat wieder ver- lorcn und ist sogar an die dritte Stelle z??rückgedrängt Ivorden; die Freisi??nigen haben dort einen seit???ehr als zwa??zig Jahren fort- daueri?d behauptete?? Sitz eingebüßt. Im fü??fte?? Kreise— Dith- marschen— sind sie mit knapper Mühe?l??d Not in die Ssichwahl gela?lgt. U??sre Partei hat bekanntlich Altona und Ottensen-Pinncbcrg be- ha??ptet, Kiel lvieder erobert. Sie steht in Stichwahl: i?n Flens- burger Kreise mit dem Antisemiten Raab, in? Schleswiger Kreise mit ei??e?n nationalliberalen Bü??dler, in Lauenburg mit dem Hoch- schutzzvllner Gräfe?? Bcrnstorf, in Dithmarschen n?it dem Freisinnigen Hoeck. Ii? den erstgenannten drei Kreisen geben die Freisini?igen den Ausschlag. Der Schlcswig-Holstci??ische Liberalismus hat so Gelegenheit, an? 25. J?ini zu bcwe?sci?, ob es ihn? mit seinem Ka???pf gegen Brotlvucher und Reaktion ernst ist. Will der Freisini? nicht seiner ganzen bisherigen Agitation und allen seinen freiheitlichen Pri??cipie?? ins Gesicht schlagen. Will er??icht den letzten Rest seines politischen Rei?ommecs in Grui?d und Boden ruinieren, so muß er in diesen drei Kreisen ohne Besinnen für den Socialde???okraten fti???men. Dafür könnten unsre Partei- ge?losscn i??? H??sumer Kreise,!vo>v i r a??Sschlaggebend sind,?nit ??mso leichtcrem Herzen und größerem Eiser den fteisii?nige?? Kandidaten gegen seinen??ationalliberalen Gegner unterstützen. Wem? der Freisinn in Schles'.vig-Holstein wcnigste??s seine Ehre retten lvill, die Koi?stellasio?? der Parteien macht ih?n das wahrlich leicht Le??ug._ politische Qebersicht. Berlin, den 20. Jnni. Die Internationale. Wir erhielten noch die folgenden Glllckiv?lnsch-Telegramme: Bravo! Viel Glück z??r Stichlvahl. Die iilternatioualen Socialisten Sidneys sAustralie??). Zllm glänzenden Wahlsiege senden ivir im Namen der bulgarischen socialdemokrasischen Arbeiterpartei unsren brüderlichen Gruß de?n Vorkänlpfer des iilternationalen SocialiSlnus. Hoch die deutsche Socialdc???okrasie I Der Parteivorstand. Die versammelten Parteigenossen Amsterdams haben mit Enthrisiasmus Kenntnis genommen vom gewaltigen Sieg der deutsche?? Socialdemokratie??nd mit donnerndem Beifall beschlossen, die de??tschen Parteigenossen herzlich zu beglückwünschen und ihnen den Dank des i??tcrnatiol?alen Proletariats z?? bringen. W y n k o o p, Vorsitzeuder. Hochcrfte?lt über die großartigen Siege der Avantgarde des internationalen Proletariats senden wir den delltschen Genossen unsre herzlichsten Glücklvüi?sche im Namen der russischen revolutio- nären Socialdemokratie. Die Redaksion der„Jskra". Zürich. Der„Peuple" widmet den Wahlen in seiner letzten Nmnmer noch einen Artikel, in dem eS eingangs heißt:„Die Wahlen zu??? de?ltschen Reichstag sind ein so wichtiges Ereignis, so groß, daß sie nicht die A?lfmcrksai??keit von ganz Europa längere Zeit festhalte— der Triumph der deutschen Socialdemokratie kann von??iemand mehr bestritten werden. Selbst unsre verbissensten Gegner müssen a??ge- sichts der brritalen Sprache der Zahlen dies zugestehe??." Das Blatt beschäftigt sich da??n mit dem billigen Trost der Bourgeoisie, daß die Ssi?nine??, die sich auf die Kandidaten der deutschen Socialdemo- kratic vereinigte??, nicht alle von überzeugten Socialisten stonmten, und fährt fort:„Aber das ist ja der??na??fechtbare Beweis, daß die andere?? liberalen Parteien, die??ur ihre?» eignen ökonomische?? Vor- teilen diene??, der A??fgabe, die J??teressen der modernen Civilisasion zu verteidigen, nicht???ehr nachkommen. Die Sache der Freiheit ??nd der De?>?okratie deckt sich mit der des Socialismus und die kapitalisttsche Atmosphäre ist ftir fteie Mä????er so we??ig zuträglich, daß sie diese meiden müssen. Das Vot???n der wahrhaft freien Biirger, die zu uns gekommen sind, heißt: Außerhalb des Socialismus kein Heil!" Der„Voor?lit", das Organ der Gent er Socialisten, spornt die belgischen Genossen a??, bei den ko????neudcn Wahlen den dc?ltsche?? Brüdern nachzueifern.„Welch große Lehre für alle Socialde?no- kraten, name??tlich auch für ui?s Belgier. Kei??e Ruhe. Wir müssen vorwärts, wie unsre deutschen Brüder. Der Feind hier ist nicht stärker als dort."_ Die Möglichkeit der Sprengung der Kardorff-Nottc haben wir gestern an dürren Zahlen so zwi??gc??d nachgewiesen, daß die„Freisinnige Zeitung" betrübt diese doch nicht unwichtige Fest- stell??ng verspottet. Sie tvill nicht, daß die reaktionäre Mehrheit gebrochen iverde, und darum läßt sie es bei ihrer Täuschung, daß an den Parteiverhält??issen nichts geändert werden könne. Wft haben gestern berechnet, daß es möglich sein würde, im Reichstag eine Linke(die Nattonalliberalen nicht eingerechnet) von mehr als 140 Mitgliedern zusammenzubringen, sofern sich Social- demokratie und Freisinn Stichwahlhilfe leisten. Wir habe?? aber absichtlich, um jede Phantasie und jeden Optt?nismus zu vermeiden, nur die ganz sicheren Minvestzahlen angegeben. Denkbar und an sich möglich wäre noch eine erheblich größere Verstärkung der Linken. Erstlich ist nachzutrage??, daß noch zwei Wahlkreise hiuzirkommen, in denen wir Kandidaten der bürgerlichen Li??ken heraushaue?? kö>?nen: Marburg, wo wir den Ratio nalsocialen v. Gerlach in den Reichstag verhelfen können, l?nd Zaber». Damit wächst die Zahl der Kreise, in denen wir der bürgerlichen Linken zum Siege verhelfen können, a??f 15. A??ßer acht ließen wir dann noch die Kreise, in denen eS zweifel- Haft ist, ob wir sie a??s eigner Kraft erobern werden, und in denen die nicht-freisinnigen bürgerliche?? Parteien jCentrum, National- liberale, Pole??, A??tisemiten, Bauernbündler) den Ausschlag geben, schließlich zogen wir auch die Kreise nicht in Betracht, die möglicher- weise die Freisi??i?igen ohne?lns gewinnen. Die denkbare H ö ch st z a h l, die von den a??ttagrarischen, handelsverttagsfteundlichen Parteien erzielt werden könnte, ist 199, also gerade die absolute Mehrheit. Wir nehmen dabei an, daß zu den 56 Socialdemokraten alle socialdemokrasischen<120) Stichivahlen gewönne?? werden,?lnd ebenso alle 43 Stichwahlen, an denen Frei- sinnige beteiligt sind. Davon sind 20 Stichwahlen abz??ziehen, in denen Freisi????ige und Socialdemokraten nnteinander ringen. So kommt die Maximal-Ziffer von 100 heraus. Es fällt uns selbstverständlich??icht ein, zu glauben, daß diese Zahl thatsächlich erreicht lvird. Aber zivischen 140 und 100 liegt die Möglichkeit, die erreicht werden kam?, wenn die Gegner des Zoll- kartells gemeinsam alle Kräfte ei!?setzen. Wir werden diese Thaffache innner a??fs neue iviederholen, um dem Freisinn mit aller Schärfe die jetzige Lage klar zu?nachen, in der eS sich danm? handelt, ob die klerikal- konservative Reaksion gebrochen wird oder nicht. Gelingt es der Zoll?nehrheit, sich? zu retten, so ist es nicht die Schuld der Socialdemokrasie. In dem A?lgenblick aber, Ivo die Ssichtvahlen darthun, daß der Freisinn das Schicksal des Volkes denen um Spahn und Kröcher ausgeliefert hat, hat auch der Liberalism??s aufgehört zu sein— im Reich und, wie lvir veri??uten, a?lch in Preußenl Das ist unser voller Ernst tmd unser reiflicher E??tschluß I_ Tod dem Freisinn! In der„Deutschen Tageszeitung" schreibt ein pommerfcher J?l??ker C. v. B o n i n: Es ei?tsteht rmn die bre??nende Frage, ob wir in atter K?lrz» sichtigkeit und gcr?na??ischer Michelei??ochmal dem jüdischen Freifi??n, der besten?lnd alleinigen Vorfrucht der Socialdemokratie, Heisend unter den Arm greifen und ihm a??f unsren Krücken den Einzug in den Reichstag ermögliche?? wollen.... Möchten wir doch endlich zum Wohl der Monarchie und des Vaterlandes ei??sehen, daß es im Streit zwischen beiden leiblichen Brüdern besser ist, die Socialde???okratie als das geringere Ucbcl zu betrachten. Dann, aber a??ch nur dan??, werden Regierung u??d Volk erke??nen, wohin unsre Reise geht. Sie sehen immer noch nicht mit scharfe?« Blick den über alles gefährlichen Wolf i» Schafskleider??, sondern zittern vor dem Feind, der frei und offen sich der Welt zeigt u?id mill?o??cn???cise von der goldenen, alles erdrückei?den goldenen J??tcrnatio??ale gezüchtet worden ist. Also frisch auf zur Wahl und Tod dein Freisinn, der das deutsche Volk unter die Knechtschaft sei?res übermächttgen Kapitals gebracht hat. Schöntverder bei Doelitz i. Pomm., 17. J??ni 1003. C. von Bo??in. „Derarsige Zuschriften sind uns noch mehrere zugegangen", bc?nerkt Herr O e r t e l schm??nzclnd; trotzdein bleibt er davon über- zeugt, daß alle Parteien im Kampfe gegen die Socialdemokrasie zusam?nenhalten müssen. Ihn selbst fteilich kann kein Z??sammcnhalt mehr vor dein Durchfall rette??._ Eine Erinnerung. Vor fünfzehn Jahren, a?n 14. August 1888, las ein Parteigenoffe in dem da?nals??och angesehenen„Leipziger Tageblatt" einen Artikel,. den er sä?lbcrlich n??sschnitt??nd beiseite legte. Am 17. Juni 1003 hielt er die Zeit fiir geko??????e??— er schickte??ns seinen Ausschnitt zu. Und tvahrhaftig, es lohnt sich, heute daran zu erinnern, wie die „großen" Zeitui?gen??och vor fünfzehn Jahren über die deutsche Socialdemokratie geschrieben haben! Zun? Verstä??d??is des Folgenden sei vorausgeschickt, daß Deutsch- land damals u>?ter dem Socialistengesetz und nach den Kartellwahlen stand, die die Socialde?nokrasie a??s Sachsen völlig verdrängt hatten. Etwa ein Jahr später legte Hasenclever sein Mandat für den sechsten Berliner Wahlkreis??ieder?l??d Liebkne-cht kandidierte. Zu diesen? Zeitpuntte schrieb das sächsische Blatt: „Berlin, 13. Aug??st. Am 30. August findet im sechsten Berliner ReichStags-Wahlkreise die Ersatzwahl für den entmündigten früheren Abg. Hasenclcver statt. Während es wohl möglich wäre, wenn die Ord???li?gsparteicn sich ihrer Pflicht gegen Staat??!?d Gesellschaft völlig bewußt lvärei??i??d deingcmäß einig den gemei??samen Geg??er bekämpften, diesen Wahlkreis der Socialdemokratie zu entreiße??, erleben lvir leider das bettübende Schallspiel, daß die Gegner sich be- reits ii? drei Gruppen gesvalten, und jeder Appell zur Einigkeit wird mit Trotz oder Hohn zurückgeiviesen." „Unter diesen Umständen ist der Erfolg der'Socialdemokrasie mit absoluter Sicherheit vorherzusehen. Zwar im ersten Wahlgange wird Herr Liebknecht, welcher hier aufgestellt worden, nicht siegen, dei?n noch haben auch in diesem vorzugsweise von der Arbeiterbevölkerung belvohnten Wahlkreise die Socialdemokraten nicht die absolute Mehrheit, aber Herr Liebknecht kommt in die Stichwahl und ist dann � seines Sieges gewiß." „Es ist ttaurig genug, daß eine so extre?ne Partei wie die Social- demokratie überhalipt iin Reichstag vertteten ist. Aber da es ei??mal der Fall ist, nlllß das Stteben aller andren Parteien darauf gerichtet sei??, die Zahl der socialdemokrasischen Abgeordneten von einer Legislaturperiode zur andre?? stetig zu verri??gern. WaS?????» mit Energie und Patriottsmus leisten kann, hat in rühmlichster Weise das Königreich Sachsen bei den letzten Rcichstagswahlrn gezeigt, und dieses Beispiel m?iß auch anderwärts Nachfolge finden." „Trotz aller Großsprechereien der socialdemokrasischen Agitatoren ist es nämlich doch eine Thatsache, daß der ernsthaste Anhang der Socialdemokrasie in der deutschen Gesamtbevölkermrg seit zehn Jahren zurückgegangen ist. Und trotz solcher bedauerlichen Vorgänge, lvie wir jetzt lvieder in Berlin zu verzeichnen haben, bleibt es sicher, daß in absehbarer Zeit llicht daran zu denken ist, das? Social- demokratcn im Reichstage überhaupt die Stärke einer parlamentarischen Partei erreiche?? werden, welche ai?f den Gang Ullsrer politischen Entwickelung ei??wirken könnte." „Und die Abgeordneten der Socialdemokratie haben gezeigt, daß sie parlanrcntarisch eigentlich überhaupt keistungsllnfähig silld. Ihre Forderllngen für den Arbeiterstand gehören, abgesehen von verwerf- lichen Uebertteibunge??, keinestvegs ausschließlich der socialdemokratt- schen Partei an llnd nachdem ein bedeutender Teil dieser Fordmii?gcn thatsächlich durch die Gesetzgebung der letzten Jahre, trotz des! möglichsten Wider st an des der socialdemokratis chen „Führer", erfüllt worden ist, sind die Augen gar vieler ftüheren Anhänger dieser Revol?ltionäre geöffnet llnd diese zu gesetzlich denkenden und handelnde» Staatsbürgern geworden." „Aber so lange die Partei überhaupt besteht, so lange es noch möglich ist, daß sie a?ich?i??r einen Abgeordneten in den Reichstag cnt- sendet, ist es i??? Interesse der Humanität ui?d Kulsiir, im Interesse der Millionen Menschen, lvelche täglich der Verführmrg ausgesetzt find, im Interesse der Selbsterhaltung notwendig, daß Staat und Gesellschaft, daß jeder Ei??zelne seine ganze Kraft einsetzt, die social- demokratische Partei zu vernichten. Die Methode der social- demokrasischen Agitatoren wendet sich immer an die niedrigsten Regu??gen der me??schlichen Seele, an den Neid und die Genußsucht, ??m die betörten Massen möglichst unzufrieden zu machen, gegen alle in ihren Auge?? besser Sisiiierten aufzuhetzen und so den Umsturz alles Bestehende?? vorzubereiten. Eii?e solche Partei hat kein Recht, hat nicht den geri??gsten Anspruch irgendwie teilz?lnehmen an der parlamentarischen Becinflussui?g der Geschicke des Staates, sie ist lediglich ein krankhafter Auswuchs, ein Geschwür am Staats- und Volkskörpcr,????d, wie gesagt, bevor tvir an den Austrag andrer Mei??????gsverschiedenheiten denken, ist immer vor allem diese Krankheit, dieser allen staatserhaltenden Parteien gemein- 'ame Feind zu bekriegen bis zur Vernichtung." Füi?fzeh?? Jahre sitzt die altgewordene Lcipzigerin trauernd auf den Trümmern der sächsischen Staatserhaltung. Und da wirst mm? uns vor, daß wir schlechte Propheten seien I Deiftrches Reich. Militär und Wahlrecht. Von Spandau aus war telegraphisch Beschwerde eingelegt, weil für die Sttchlvahlzeit Reservisten ein- gezogen waren. Der Kriegsminister hat darauf, ivie uns telegraphiert ivird, die Entlassung der eingezogenen Landwehrleute für den 25. J??ni verfügt.— Roh, pöbelhaft, skrupellos, gemein soll nach der„Germania", der „Deutschen Tageszeitung" und andern Vertretern der bürgerlichen Wohlanstäi?digkeit der Ton der Socialdemokraten sein. Nu?? erfahre?? wir a??s de??sclbe?? Blättern, daß der„Vorwärts"„drei st ge- logen" hätte. Worin besteht die„dreiste Lüge"? Wir haben bei einer Vergleich?lng der Wahlresultate im Kreise Borken- Reckling Haufen 1808 ui?d 1003?nit der a?ntlichen Statistik die Zahl der i?n Jahre 1808 für?t??s abgegebenen Stimmen mit 0 angegeben. Das war ein Jrrtuin, detm im Jahre 1898 sind im Waylkreise Borken- Recklinghausen für den Ziichthans-Mnrtyrer Genosse M e h e r 2989 für ungültig erklärte Stimmen abgegeben worden. Wir hatten infolge dieses Irrtums unseren Stimmengewinn mit 7961 angegeben(nach amtlicher Fest- stellung beträgt er 6317, also etwa 1199 Stimmen weniger). Daraus machen die genannten Blätter ein Artikelchen zurecht mit der Ueber- schrift:„Wie der„Vorwärts" lügt". Natürlich merkt jeder Leser, der mehr als die fettgedruckte Ueberschrift liest, daß diese Ueberschrist eine durch nichts begründete läppische Flegelei ist. Wir erloähnen den Fall, weil er für das besiinijmgslose Ge- schimpfe unsrer Gegner geradezu typisch ist. Gottgefällig oder socialdeinokratisch? Ein Centrums-Blatt�die .Trierische Landeszeitung" schreibt über den BelgraderKönigs- mord: „DaS civilisterte Europa muß sich diesen Schandfleck gefallen lassen: denn eine Einmischung in die serbischen Angelegenheiten könnte zu einem Wcltbrand führen, und um des lieben Friedens willen macht man ans der Not eine Tugend und verkündet die Nichtintervention, so lange Serbien dem Nachbar nichts zu Leide thut. Das mag ja wohl„politisch" sein, aber verderbliche Nach- Wirkungen hat es doch. Die Anarchisten und die revolutionäre Socialdemolratie schöpfen neue Anregung aus dem straflosen Bor- gehen der Belgrader Offiziere." Wir lehnen verbindlichst die Aufforderung ab, den serbischen Offizieren nachzuahmen. Aber das Centrumsblatt sollte doch be- denken, daß es gute K a t h o li k e n sind, die die Unthaten verübt haben und baß die k at h o l is ch e G e i stl i ch k e it Serbiens die �Bestialitäten als— Werke Gottes gesegnet hat. Bei dem feierlichen Gottesdienst fiir den neuen König erklärte denn auch der Metropolit I n n o c e n z: „Alles was geschehen sei, habe Gott gewollt. Vor dieser ( Fügnng der göttlichen Vorsehung müsse sich jeder Serbe beugen. Das serbische Heer habe, wie immer, seine Pflicht gethan. Für ' das serbische Volk werde aber die Thatsache, daß es auch eine so gewaltige Erschütterung ruhig med würdevoll hinzunehmen verstand, für alle Zeiten als ein Reifezeugnis gelten. Gott behüte Serbien, und so sei es dem Volke gelungen, unmittelbar nach der Katastrophe inmitten der aufgetürmten schwarzen Wolken den klaren Blick beizubehalten und in seiner Wahl den richtigen Mann zu treffen." DaS Urteil des katholischen Blattes ist also offenbar— Gottes- Lästerung!— Ein socialistischer Bärgermdster. Aus Baden meldet uns ein Brivattelegramm: In Griinwinkel ist Genosse We st ermann zum Bürgermeister gewählt worden.— Eme schwere Soldatenmifihandlung hat sich nach Mitteilungen des Aachener„Volksfreund", eines Centrnmsblattes, ein Feldwebel des in Aachen liegenden Jnfanterie-Regiments Nr. 49 zu schulden kommen lassen. Er wird beschuldigt, einen Soldaten der 12. Compagnie, der das Gewehr mit Petroleum geputzt hatte, ge- nötigt zu haben, von den: Petroleum zu trinken, wodurch der Soldat erkrankt sei. Das Kriegsgericht hat sich mit dem Fall befaßt. Das Blatt hat aber nichts Genaues über das Urteil erfahren können.— Zwei, die nicht dabei sein konnten. Unter den ungezählten Glückwnnsch-Zuschristen, die uns in diesen Tagen zugingen, und an deren Abdruck gar nicht zu denken ist— wollten wir nicht täglich als Depeschenband erscheinen— fällt uns eine Karte aus Regens- bürg auf. Sie hat diesen Inhalt: Während des Wahltages in dem schwärzesten Winkel des Centruins auf der Wanderschaft begriffen, erfahren wir, in Regens- bürg angekommen, aus dem„Vorwärts" den glänzenden Sieg der deutschen Arbeiterschaft. Von Freudenthränen überwältigt, senden die besten Wünsche in der Hoffnung auf weitere Siege Zwei rote Handwerksburschen. IZuslancl. „~ Die Wahlen in Deutschland und Dänemark. Der Umstand, daß die Parlcrmcntswahlen diesmal in Deutschland und Dänemark zu gleicher Zeit stattfanden, nötigt unwillkürlich zu einem Vergleich der Erfolge, die die Socialdemokratie in diesen beiden Ländern, wo sie gleichermaßen über eine starke, nach einheit- lichen Grundsätzen geleitete Organisation verfügt, erzielt hat. Ver- gleicht mmi den kolossalen Stimmenzuwachs, der in Berlin allein das Fünffache de« in ganz Dänemark erzielten beträgt, ferner die in Deutschland bereits gewonnenen und die bei den Stichwahlen in Aussicht stehenden Mandate mit den zwei neuen Sitzen, die in Dänemark(wo man keine Stichwahlen kennt) hinzugewonnen wurden, dann erscheinen allerdings die Fortschritte unsrer nordischen Nachbarn nur gering, und man ist leicht versucht, sie zu unterschätzen. Zunächst darf man nicht außer acht lassen, daß die Fortschritte unsrer dänischen Genossen sich nur auf eine dreijährige Legis- laturpcriode beziehen, ferner, daß das Wahlrecht in Dänemark erst mit dem 39. Lebensjahr beginnt. Dann muß man bedenken, daß kurz vor den Wahlen das langjährige Wahlkartell mit der starken bürgerlichen Linken in die Brüche ging und unsre Genossen zum erstenmal an vielen Orten einer großen reakitonären Masse gegen- Überstanden. Die Reaktion aber hat dort, wenngleich �ie drohend ihr Haupt erhebt, bei weitem nicht in dem Maße wider Willen für >i>ie Socialdemokratie agitiert, wie in Deutschland, weder durch un- erhörten Zollwucher, noch durch Zuchthausgesetze, weder durch lJunkerfrechheit, noch durch pfäffischen Obskurantismus. Einen trefflichen Vergleich der Wahlsiege in beiden Ländern stellt unser schwedisches Bruderorgan„Socialdemokraten" an. Nachdem das Blatt die Parteikonstellation in Deutschland geschildert und dar- gelegt hat, wie bei der Versumpfung des deutschen Liberalismus auch dem wirklich freigefinnten Bürger nur noch die Wahl übrig bleibt zwischen Reaktion und Socialdemokratie, schreibt es weiter: „In Dänemark war dagegen die Situation bei den Wahlen eine wesentlich andre. Dort hat der bürgerliche Freisinn jahrelang seine schönen und guten Dienste gegen den Verfassungsbruch des reaktionären Regimes gethan, gegen den Ansturm der Reaktion auf die Volks- srecheiren/ gegen Militarismus und Obskurantismus. Mutiger als bie deutsche hat die dänische Bourgeoisie die historische Mission der Bürgerklasse, der Nation eine demokratisches Verfassungsleben zu sickern und so den Weg der Zukunft zu ebnen, erfüllt. Und sie ist � nicht zweifelnd und ängstlich davor zurückgeschreckt, mit de», neuen, �jungen Machtfaktor, mil�öer organisierten socialdemokratischen Arbeiterschaft, einen Bund zu schließen. Für diese Scharfsichtigkeit und Prinzipientreue hat der bürgerliche Freisinn in Dänemark endlich die .Früchte in seiner gegenlvärtigen Machtstellung geerntet. Man kann dort nicht von einer militaristisch-bureaukratischen Junkerreaktion reden: dort finden wir die bürgerlich-freisinnige Regierung, noch un- zweifelhaft gesticht auf die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung, die wiederum den sogenannten„Klumpen" in nahezu unveränderter Stärke in das Folkething geschickt hat."— Das Lob, das hier den dänischen Liberalen gespendet wird, erscheint freilich nicht mehr ganz zutreffend. Seitdem sie Regiernngs- Partei geworden sind, hoben sie sich mit nicht geringer Eile auf die reaktionäre Bahn begeben, und oft schon waren ihren Vertretern gegenüber die Socialdemokraten genötigt, liberale Forderungen und Grundsätze zu verteidigen.— Oestreich-ttngarn. Budapest» 2 9. Juni. Wie das„Ungarische Telegr-Korre- spondenz-Burean" meldet, hatte der BaiiiiS von Kroatien, Graf Khnen- Hedervary heute vormittag in Wien mit dem gemeinsamen Finanz- minister Frhr. v. Kallay und dem Honvedmiuister Freiherrn von Fejervary Besprechungen. Gegen Mittag wurde der Banus von Kaiser Franz Josef in Audienz empfangen.— Italien. Rom, den 18. Juni.(Eig. Ber.) Ferris Beschuldigmigen gegen Bettolo haben nun endlich den Beschuldigten bewogen, gegen den„Avant," und seinen Chefredakteur Strafantrag zu stellen. Der Exminister hat die Klage wegen Verleumdung und Beleidigung angestrengt und damit dem Beklagten das Recht gegeben, den Wahrheitsbeweis zu erringen. Räch italienischen Gesetzen kann er die Klage erheben, auch ohne die Einbringung des Wahrheitsbeweises zuzulassen. Als Rechtsbeistände hat Bettolo die Abgeordneten F o r t i s und B o n a c e i, sowie die Rechtsanwälte V e c ch i n i und V e t t o r i gewählt. Bis zum Beginn des Prozesses wird F e r r i seine Angriffe und Enthüllungen auf die Marineverwaltung einstellen. Ob Bettolo seine Klage auch auf andere Blätter, die dem „Avanti" in seiner Kampagne beistanden, ausdehnen wird, ist nicht bestimmt. Ein aus Genua gemeldetes Ereignis wird hier sehr ungünstig kommentiert und mit der Affaire Bettolo in Znsammen- hang gebracht. Außer Ferri hat bekanntlich der Chefredakteur des „Corriere Mereantile" in Genua, Lanza, schwere Be- schuldigungen gegen Bettolo erhoben. Nun ist vor einigen Tagen früh gegen drei Uhr morgens in der Redaktion des„Corriere Mereantile" in Via Roma ein Brand aus- gebrochen, der vom Arbeitszimmer des Chefredakteurs ausging und allem Anscheine nach angelegt wurde. Alle Schrift st ücke und Privatpapiere Lanzas sind verbrannt. Telegramme, die die dolose Ursache des Feuers angaben, wurden nicht durchgelassen. Den meisten will es scheinen, als käme dieser Brand gar zu gelegen.— Znr Ministerkrise. Die Blätter bezeichnen es als sicher, daß Zanardelli sich anfangs nächster Woche der Kammer mit dem Kabinet in seinem gegenlvärtigen Bestand vorstellen und deren Votum ver- langen werde; nach einigen Blättern würde Zanardelli vorläufig das Innere und Morin die Marineverwaltnng übernehmen.— Eine boshafte Interpellation. Rom, 17. Juni. Die soeialistischen Abgeordneten C a b r i n i und B e r e n i n i haben sich in der italienischen Kammer eine kleine Bosheit geleistet. Sie inter- pellierten die Regierung über die Gründe, die den italienischen Hof bewogen haben, bei Gelegenheit des Todes des serbischen Königs- Paares von der sonst beim Ableben regierender Fürsten üblichen Hostrauer abzusehen. Es heißt, das Kabinett wird von dem Recht Gebrauch machen, die Antwort zu verweigern. Wer stellt aber auch so boshafte Fragen I— Spanien. Das neue Budget. In der Deputiertenkammer legte gestern der Finanzminister das Budget für das Jahr 1994 vor; die Einnahmen werden ans 1 999 933 839 Pesetas, die Ausgaben auf 968 377 119 und der Ueberschutz mithin ans 31 6S6 729 Pesetas geschätzt. Marine- minister Toca gab bekannt, daß die Regierung einen Gesetzentwurf eingebracht habe, wonach ein Geschlvader geschaffen werden soll, für welches die Kosten in dem laufenden Budget nicht inbegriffen sind. Das Geschwader soll aus sieben Panzern, drei Kreuzern und mehreren Torpedobooten bestehen.— Holland. Aus der Partei. Amsterdam, den 19. Juni.(Eig. Ber.) Die socialistische Bewegimg in unsrem Lande beginnt die lähmenden Folgen des Generalstreiks kräftig abzuschütteln, wozu der Sieg nnsrer deutschen Genossen nicht wenig beigewagen hat. In die hier zur Zeit herrschende Reaktion schlugen die Nachrichten von ber ge- waltigen Stimmenzahl, welche die deutsche Arbeiterpartei erlangt hat, wie ein Blitzstrahl ein. Die dunklen Wolken sind zerstoben, heller erscheint uns der Himmel. Daß wir wieder vorwärts streben, zeigen die Vorbereiwmgen, die für unsre Beteiligung an den Gemeinderats-Wahlen— am 9. Juli— getroffen werden. Ein weiteres Zeichen des Wiederauflebens der niederländischen Arbeiterbewegung ist das Wiedererscheinen des„Wochenblatts für Eisenbahn- und T r a m- A n g e st e l l t e", des alten Organs des„vernichteten" Vereins der Eisenbahner. Der Centraivorstand der neun Amsterdamer Abteilungen der Socialdemokratischen Arbeiterpartei hatte gestern abend eine Ver- sammlung der Parteigenossen ausgeschrieben zur„Feier des Sieges der deutschen Socialdemokratie". Viele Genossen mit ihren Frauen hatten sich eingefunden. Schon vor Eröffnung der Versammlung erklangen freudig die soeialistischen Lieder und nachdem der Vor- sitzende die letzten offiziellen Telegramme und eine Privatdepesche, die ein Genosie vom„Vorwärts" über das wirkliche Wahlergebnis uns hatte zukommen lassen, unter langanhaltendem Beifall vor- gelesen hatte, besprach Genosse W. H. Vliegen den Verlauf des deutschen Wahlkampfes. Er wies vor allem auf den Wahlerfolg in den rheinisch-westsälischen Bezirken, speeiell in Essen, und auf den günstigen Einfluß hin, den dieser Erfolg auf unsre Gemeinde- ratswahlen haben werde. Ferner zeigte Redner auf den guten Einfluß hin, den dieser Sieg auf die deutsche Gewerkschaftsbewegung habe. An diesem Beispiel sei wieder zu ersehen, daß der ökonomische und politische Kampf des Proletariats Hand in Hand gehen müsse. Das sei, wie bekannt, in Holland noch nicht lange als Wahrheit erkannt. Eine Glückwunschdepesche wurde von der Versammlung aus an den deutschen Parteivorstand abgesandt, und dann ging die Versammlung in gehobener Stimnnmg und unter dem Absingen der Internationale und des Soeialistenmarsches auseinander. Ruftland. Der Zar in Aengsten. In Moskau ist nach einer Meldung des „Morning Leader" das Gerücht verbreitet, dieser Tage sei in Zarskoe- Sselo gegen den Zaren Nikolaus ein Attentat versucht worden, dessen Ausführung aber im letzten Augenblick noch verhindert werden konnte. Der Attentäter versuchte, dieser Meldung zufolge, in der Uniform eines höheren Gendarmerieofsiziers in die Nähe des Zaren zu ge- langen. Die ganze Sache wird von den unterrichteten Stellen tot- geschwiegen, um zu verhindern, daß sie zur Kenntnis des Zaren kommt, der sich seit der Ermordung des serbischen Königspaares in einem Zustande hochgradiger Nervosität befinden soll. Der Korrespondent des„Morning Leader" hatte Gelegenheit, mit zwei Moskauer Universitäts-Professoren zu sprechen, die von dem Versuch eines Attentats und seiner Vereitelung ivußten, wenn sie auch keine näheren Einzelheiten mitteilen konnten. Einer der beiden Professoren will von einem Mitglied des kaiserlichen Gefolges erfahren haben, die Ereignisse im Konak zu Belgrad hätten den Zaren sehr beunruhigt, weil der ftönigsmord von Offizieren der Armee verübt worden sei. Während der letzten drei Tage sei die Palastwaehe verdoppelt worden, und zwar in unauffälliger Weise, um nicht die Aufmerksamkeit des Zaren zu erregen.— Serbien. Die neue Berfaffung. Das„Amtsblatt" veröffentlicht die neue Verfassung sowie eine Bekanntmachung, wonach die Verfassung vom 6. April 1991 und alle der neuen Verfassung zuwiderlaufenden bis- herigen Verordnungen außer Kraft gesetzt sind. London, 29. Juni. Wie das„Reutersche Bureau" aus Belgrad meldet, hat die englische Regierung thatjächlich die diplomatischen Beziehungen mit Serbien abgebrochen. Der Gesandte wurde ab- berufen und verläßt Belgrad am Montag, um sich nach England zu begeben. Der englische Konsul wird die Interessen der Engländer wahrnehmen.— Türkei. Mordimschlag ans den Sultan. Nach telegraphischer Meldung aus Wien wurden dort gestern abend Extrablätter verbreitet, nach welchen in Konstantinopel eine auf den Sturz des Sultans zielende Bewegung ansgebrochen sei. Einerseits wird behauptet, der Sultan sei von albanesischen Truppen znr Abdankung gezwungen, andrerseits wird verbreitet, der Sultan sei getötet. Eine zuverlässige Jnforniation liegt von keiner Seite vor, es scheint sich um bloße Gerüchte zn handeln, die darauf zurückzuführen sein dürsten, daß aneh in Budapest und Velgard derartige ganz allgemein gehaltene Meldungen im Laufe des gesttigen Abends ver- breitet wurden.— Hus Induftne und Handel Der Morgnnsche Schiffahrtstrust. Die großen amerikanischen Trusts befinden sich zum Teil in argen Schwierigkeiten. Die Aktien des StahltrnstS werden an der New Aorker Börse mit 27� Prozent notiert und die andre der große» Morganschen Schöpfungen, der Schiffahrtsttust, wird seine Aktien überhaupt nicht los, so daß er sich zu einer Rekonstruktion genötigt sieht. Das Uebel, an dem beide kranken, ist ihre Ueberkapitalisierioig. Eine New Jorket Meldung der„Daily Mail" berichtet darüber: Eine Rekonstrultion des Schiffahrtstrnsts wäre noch einer New Dorker Meldung der„Daily Mail" in der Schwebe. Die Attionäre der „Atlantie-Transport-Line" hätten seit dem Umtausch ihrer Aktien gegen Aktien des Schiffahrtstrustes keine Dividende erhalien und an- scheinend auch vorläufig keine Aussicht, welche zu bekommen. Ein Verkauf der Aktien des SchiffahrtsttusteS sei iinanchstihrbar. Sie drängten deshalb auf eine finanzielle Umgestaltumg des Geschäfts. In gut unterrichteten Kreisen werde allgemein zugegeben, daß eine Kapital- Herabsetzung unvermeidlich sjei. Die am Trust beteiligten deutschen Linien hätten den ganzen Profit bei der Bildung des Trusts weggenommen. Sie ständen sehr gut, während die Schiffe der andren Trustlinien zurückgedrängt würden. Die Oeeanfrachten seien nicht günstig und ein möglicher Ausfall in der Mais- und Baumtvollernte würde den Stand der Tinge noch ver- schlechtern. Auch ein Telegramm aus Liverpool besagt, die Gründung des SchiffahrtstrnsteS sei kein kaufmännischer Erfolg gewesen. Das Publikum habe die Trustaktien nicht aufgenommen, sie jetzt auf den tiefften Kursstand gesunken seien. Es sei fast unmöglich, ein Schiff zu gewinnbringenden Frachtraten auszusenden. Die früheren Attonäre der„White Star Line" seien mit dem jetzigen Zustande sehr un- zufrieden und möchten gern das Geschäft rückgängig machen. Arrumulatoren- und Elektrirititts-Werke-Aktiengcscillschaft vormals W. A. Boese u. Co., Berlin. In der heutigen Generalversammlung waren durch 34 Aktionäre 2874 Aktien vertreten. Die General- Versammlung genehmigte nach kurzer Diskussion einstimmig per Aeelamation die von der Verwaltung vorgeschlagene Ausgabe von Genußscheinen und Umwandlung der Stammaktien im Vorzugsaktien gegen Zuzahlung von M. 499,— pro Aktie. Die vorgeschlagenen Statutenänderungen wurden ebenso einstimmig per Aeelamatton genehmigt. Die Aufforderung zur Einzahlung wirb demnächst vor der Verwaltung erlassen werden. GeWerksckaftlicbes» Achtung! Bretterträger und Bretffchneider! Diie Kollegen von Seckel u. Schweitzer in Wilmersdorf sind wegen Lohndifferenze« sämtlich entlassen worden und wird hiermit über diesen Platz die Sperre verhängt. Es ist Ehrensache eines jeden. Kollegen, diesen Platz zu meiden und bis auf weiteres dort keine Arbeit zu nehmen. Alles Nähere in der Versammlung am Sonntag. Der Vorstand. Nochmals die Entlassungen bei Runge u. ve Stemann. Der Werkmeister Herr Gräivert teilt uns mit, daß er keinen nichtWahl- berechtigten Arbeiter zum Nachhausegehen am Nachimittage des Wahl« tages überredet oder ihn dazu ermuntert habe. Die Gipser und Stukkateure in Stuttgart streiken. Eine Einigung mit den Arbeitgebern konnte nicht erzielt werden. Die Streikenden fordern die Einführung eines Lohntarifs auf mindestens zwei Jahre bei zehnstündiger Arbeitszeit. Für tüchttge Gipser werden 55—69 Pf., fiir geringere Kräfte 36—59 Pf. Stundenloh« gefordert; für Nachtarbeit 59 Proz., für Sonntagsarbett 199 Proz. Zuschlag. Der Ausstand der Weber der Bedburger W«kH»difftrie hat sich nun auch auf Aachen ausgedehnt. Die WeVer einer Aachen«! Weberei, die Bedburger Ware auf den Webstühlen hatten, weigerten sich, weiter zu arbeiten, so lange nicht die Bedimrger Arbeiwrschsst mit ihrer Fabriklettung sich geeinigt hat. Eine Organisation der Unorganifierten. Die'Wühlereien gewisser Untemehmer gegen die Arbeiterorganisation zeitigen sonderbare/ Blüten. Die Schuhfabrikanten in Pirmasens zogen bekanntlich aus. um die Gewerkschaften der Arbeiter zu vernichten. Der saubere Plan ist ihnen nicht gelungen, die organisierten Arbetter kehrte« unbesiegt und ungeschwächt aus dem Kampfe zmeück, und nach wie vor müssen die Fabrikanten mit den Gewerkschaften rechnen. Da fwd die Unternehmer in Pttmasens nun auf eine verteufelt schlaue Idee verfallen. Im Kampfe konnten sie die organisierten Arbeiter nicht ver« Nichten, nun wollen sie sie durch„Wohlthaien" kanipfunffjhig machen. Der Fabrikantenverein geht niit dem Gedairken um, eine Kasse ins Leben zu rufen, die bei Krankheitsfällen, Arbottslofigkett und Aus- sperrung die nicht organisierten Arbeiter und Arbeiterinnen in gebührender Weise imterstützen soll. Der Berein soll der Kasse 29 999 Mar! als Grundstock überweisen und auch einen Teil zu den laufenden Beiträgen der Mitglied« zahlen. Einige Nichtorganisierte Arbeiter sind auch beretts zusammen« getreten, um den Stamm für die von den Fabrikanten protegierte Organisation der Unorganisierten zu bilden. Die Hoffnung d« „wohlthätigen" Fabrikanten, durch die 2V 999 M.-Spende Bresche in die gewerkfchastltche Organisation der Arbeiter zu legen, ist nattirlich eitel. Die Organisatton, welche den Kampf siegreich bestand, läßt sich durch Lockungen erst recht nicht beikommen. Letzte ISachricbtai und Dcpefchen. Der Kaiser in Hamburg. Hamburg, 29. Juni. Bei dem an die Enthüllung eines Kaiser-Denkmal sich anschließenden Diner hielt der Kaiser nach ein« Ansprache des Bürgermeisters eine Rede, in der er die Bedeutung seines Herrn Großvaters feierte, und fuhr dann fort: Darum bin ich der Ansicht und der festen Ueberzeugung, daß auch uns eine große Zukunft bevorsteht, wenn wir nur fest dazu entschlossen sind, sie dazu zu machen. Des- wegen wende ich mich am heutigen Tage an der Stelle, wo ich damals cnps tiefstem Herzen mich an das deutsche Volk mit einem Netschrei wandte, auch heute wieder an dasselbe: „Möge es seinen Idealen und sich selber treu bleiben." Dann wird es der Granitbloek werden, der, wie er draußen den großen Kaiser ttägt, so, getreu seinen Traditionen, die neuen Aufgaben und Schöpfungen, die an uns herantreten, auf seinem Herzen und mit seiner Kraft tragen wird. D« Kaiser schloß: Möge es mit Entschlossenheit an die Aufgaben herantteten, die ihm der Himmel stellt, ohne zn fragen, ob sie schwer oder leicht sind, ohne sich darum zu kümmern, wie es sie lösen soll, wenn es nur da erst herangeht! Die Augen auf! Den Kopf in die Höhe! Den Blick nach oben, das Knie gebeugt vor dem großen Alliierten, der noch nie die Deutschen verlassen hat, und wenn er sie noch so schwer geprüpft und gedemütigt hat, der sie stets wieder aus dem Staub erhob; Hand aufs Herz, den Blick in die Weite gerichtet, und von Zeit zu Zeit einen Blick der Erinnerung zur Stärkung auf den alten Kaiser und seine Zeit, und ich bin fest überzeugt, daß, wie Hamburg in der Welt vorneweg geht, so wird unser Vaterland voran- gehen auf der Bahn der Aufklärung, der Bahn der Erleuchtung, der Bahn des praktischen Christentums, ein Segen fiir die Mensch- heit, ein Hort des Friedens, eine Bewunderung für alle Länder. Rom, 29. Juni.(W.T.B.) Wie die Blätter melden, hat die Minister- krise nunmehr ihre Lösung gefunden. Mit Ausnahme von Giolitti und Bettolo behalten alle Minister ihre Portefeuilles. Zanardelli wttd interimistisch das Ministerium des Innern und Morrin in gleicher Weise das Marineministerium fiihren. D« Unterstaats- jekretär des AuSlvärtigen Baccelli tritt zurück. Berantwortb Redakteur: CarlLeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck». Verlag: BorwättS Bachdruckerei u.Verlagsansta'1 Paul Singers Co., Berlin Li?. Hierzu 4 Beilagen u.Unterhattnugsbtatt Hr. 142. 20. Jahrgang. 1. fifilif te Joraitts" Krim NcksM Sonntag, 21. Inn! 1903. Alls M Siichisahl im 1. Wllhüims! An die Genossen ergeht hiermit die dringende Bitte, in ihren Werkstätten diejenigen Wähler des 1. Wahl- kreises, die im ersten Wahlgang von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch ge, nacht haben, für die Stichwahl ans ihre Pflicht anfmerksam zu machen! Am ÄZ. Juni darf kein Arbeiter, der wahlberechtigt ist, der Wahlurne fern bleiben! Darum, Genossen, nützt die kurze Spanne Zeit zur eindringlichen mündlichen Agitation. Mahnt die Sänmige» an ihre Pflicht! Sorgt dafür, dast auch über dem 1. Berliner Wahlkreise das rote Banner flattert! Partei- �sadmcbten. Agitations-Vroschürcn für die Der Korbmacher Fischer im Lichte der Wahrheit.......... An den Einzelnen, auf den es nicht an- ankommt.......... Winke für die Reichstagswahlen... s Die Lebensmittelzölle und die indirekten Steuern........... Wen soll der Arbeiter wählen?... Christliche Arbeiterpflichten..... Socialdcmokratie und Centrum... Die Vernichtung der Socialdcmokratie. Stichwahlen. 500 Exempl. 1000 5000 10000 100„ 1000 500 1000 5000 500 1000 5000 100„ 500 1000 100„ 500„ 1000„ 100„ 1000 Buchhandlung M. 3- .. B- „ 22,50 „ 40,— „ 5,- 30,— ,, 1B, „ 25,- „ 100,- „ 20- „ 30,- „ 125,— „ 10,— „ 40,— „ 75,- „ 6,50 „ 30,— „ 60,— „ 10,— „ 00,- Vorwärts, Grundsätze und Forderungen... Eugen Richter? Socialistenspiegel•••| Bestellungen sind zu richten an die Berlin L'W,. Lindenstr. 69._ Der Parteitag der schweizerischen socialdemokratischen Partei findet am 16., 17. und 18. Oktober in Biel statt. Zehn Socialdemokratcn in Lnzcrn sind am letzten Sonntag nach einer Berständigungsliste der Parteien in den großen Stadtrat ge- wählt worden. Die gleiche Vertreterzahl hatte unsre Partei in dieser Behörde schon in den letzten drei Jahren und sie forderte daher zwölf? allein die ausschlaggebende liberale Partei lehnte die Forderung ab._ �_ Berliner partei-Hngclegcnbeiten. Achtung, Arbeiter-Radfahrer! Alle Arbeiter-Radfahrer, welche gewillt sind, am Stichwahltage sDonuerstag, den 25. d. M.) bei der Wahlarbeit den ganzen Tag oder halben Tag zu helfen, wollen sich umgehend an die Adressen der Unterzeichneten wenden: Karl Fischer, Waldstr. 8. Franz Stockei, Kottbuser Ufer 57. Eine Siegesfeier der Rcichstagswahl ist von den Genossen des vierten Reichstags-Wahlkreisrs Süd-Ost veranstaltet. Dieselbe besteht aus Frühkonzert und findet in Treptow in den Lokalen von Joel und Ludwig, Köpnicker Landstraße, statt. Die Genossen der andren Berliner Wahlkreise sind freundlichst hierzu eingeladen. Zu dem gleichen Zwecke hat der vierte Berliner Reichstags- Wahlkreis Osten ein g r o ß e s S o m m e r f e st— Auftreten der Hamburger Sänger, turnerische Auffiihrungen, Feuerwerk, Ball ic.— in Menkes Volksgarten, Lichtenberg, Röderstr. 35/36, arrangiert, zu dem die Genossen herzlich willkommen sind. Schöneberg. Am Dienstag, den 23. Juni findet im Obstschcn Lokale, Meiningerstr. 8, eine Versammlung des Wahl- Vereins statt. Eine adlige„Stauffacherin" aus dem tollen Jahre. In diese!: Wahlzeiten sind die konservativen Herrschaften nach Kräften bemüht— es gelingt ihnen freilich sehr übel—, ihre feudale�ratze hinter einer volksfrcundlichen Larve zu verbergen. Jetzt ist es unzweckmäßig, Ovis vor einem halben Jahre, das Volk als „Bestie" zu bezeichnen, der der Zaun, angelegt werden muß. Und so wird man sich fiir den Augenblick auch bloß in konservativer Reinkultur zu einer andern Lieblingsidee der„Kreuz-Zeitungs"- Clique bekennen, die vor nun gerade einem halbei, Jahrhundert, im Juni 1853, eine ihrer wissenschaftlichen Hauptleuchten, der stockkonservative Hallenser Geschichtsprofefior Heinrich Leo in den„Ge- fchichtlichen Monatsblättern" die klassische Fassung gegeben hat. „Gott erlöse uns von der europäischen Völkerfäulnis und schenke uns einen frischen, fröhlichen Krieg, der Europa durchtobt, die Be- bölkernng lichtet und das skrophulösc Gesindel zertritt, das jetzt den Raum eng macht". An das diesen Stoßsenfzer eines konservativen Gemütsmenschen zierende Urteil über das Proletariat wird man lebhaft erinnert durch die interessanteste Partie eines Buches, das der bekannte General v. Boguslatvski soeben veröffentlicht hat.*) Der erste Teil dieser Publikation, ein Briefwechsel aus den Jahren 1822—26, der das Treiben der preußischen Hofgesellschaft unter Friedrich Wilhelm HI. nach den, Leben schildert, kann nur ein untergeordnetes Interesse beanspruchen gegenüber dem zweiten, der Briefe der Frau Ernestine v. Wildenbruch an die Mutter und den Vater des Herrn v. Boguslawski bringt. Auch davon muß die Mehrzahl— aus Beirut(1842—1846), aus Athen und Konstantinopel(1351—57), wo Frau v. Wildenbruchs Gatte als preußischer Diplomat beschäftigt war— zurücktreten hinter einer kleinen Anzahl von Schreiben, die aus den Zeiten der 43er Revo- lution stammen. Hervorragend offenherzige Geständnisse einer schönen Junlerseele lassen diese wertvollen Urkunden zur Psychologie der Edelsten imd Besten keine rechte Teilnahme an dem übrigen In- halt des Buches aufkommen. Damit kein Zweifel be- stehe, daß wir es wirklich mit ungeschminkten Herzens- ergüssen aus den alleredelsten und besten Kreisen vom blauesten Blut zu thun haben, sei gleich einiges Stammbaumliche hinzugefügt. Frau v. Wildenbruchs Mann war eines von den vielen Kindern des tollen Prinzen Louis Ferdinand von Preußen, dessen Don Juan- Carriere im rasenden Getümmel des Gefechts von Saalfeld(9. Ok- tober 1806) ein gewaltsames Ende bereitet wurde. Ihr Sohn aber ist der bekannte Hofpoet Ernst v. Wildenbruch:„Ueber seine Be- denwng", meint Herr v. Boguslawski,„hat die Gegenwart längst ihr Urteil gesprochen, das die Zukunft sicherlich bestätigen wird". Ganz gewiß. Welcher Art war nun die Frau, an deren Brüsten Wildenbruchs königstreuer Genius zuerst genährt worden ist? Herr v. Boguslawski citiert in seinem Vorwort beifällig„eine neuere Sttmme", die der *) Aus der preußischen Hof- und diplomatischen Gesellschaft. Herausgegeben von A. v. Boguslawski. Generallieutenant z. D. Stuttgart und Berlin 1903. I. G. Cottasche Buchhandlung Nach- ilaer, K. m. b. H. Johannisthal. Die nächste Wahlvereins-Versammlung findet am Dienstag, den 23. d. M., abends S'/g Uhr, im Lokal von Föhrentz, Friedrichstr. 10, statt. Der wichtigen Tagesordnung wegen werden die Mitglieder ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Das Wahlkom'ttce des Kreises Jütcrbog-Zauch-Belzig wendet sich an die in Berlin beschäftigten, im Kreise wohnenden Arbeiter mit der dringenden Aufforderung, am 26. Juni— dem Stichwahltage— nach Hause zu fahren und ihrer Wahlpflicht zu genügen: Insbesondere werden auch die Berliner Genossen ersucht, wo immer sie mit Ar- beitern aus diesem Kreise zusammenarbeiten, dafür Sorge zu wagen, daß uns keine Stimme verloren geht. Gehen wir nochmals mit allen Kräften an die Arbeit, dann ist der Sieg unser I lokales. Die amtliche Feststellung des Wahlergebniffes ist für die sechs Wahlkreise Berlins am Sonnabend- vormittag um 10 Uhr in sechs verschiedenen Schulaulen vorgenommen worden. Die sechs Kommissionen, denen diese Aufgabe überwagen worden worden war, bestanden aus Stadwäten, Stadtverordneten, Wahlvorstehern und Wählern der bewcffenden Kreise. Der Akt verlief, wie üblich, ohne alle Feierlichkeit und in geschäftsmäßig nüchterner Form. Im erstenWahlkreis.wowir uns die Sache ansahen, führte den Vorsitz Stadwat Weigert. Unter den erschienenen Stadtverordneten sahen wir von unsrcr Seite Genossen Liebknecht. Zu prüfen waren nicht die von den Wahlvorständen als gültig gezählten Zettel, sondern nur diejenigen, die für ungültig erklärt worden waren. Mehrfach wurden die Beschlüsse der Wahlvorstände beanstandet, so daß v e r- schiedene Zettel nachträglich für gültig erklärt werden konnten; doch hat das letzte Wort in dieser Frage gegebenen- falls der Reichstag selber zu sprechen. Für einzelne Bezirke ergab sich, daß die Wahlvor stände ihrer Aufgabe nicht immer gewachsen sind. Gelegentlich waren in den Protokollen mehr an ungültigen Stimmen aufgeführt, als an ungültigen Zetteln beigefügt war, oder es war umgekehrt mehr an un- gültigen Zetteln vorhanden, als das Protokoll an ungültigen Stimmen verzeichnet hatte. Die begründeten Ungültigkeits- Erklärungen des ersten Kreises zeigten wieder, wie ungeschickt manche Wähler sich benehmen, wenn sie ihr Wahlrecht ausüben sollen, und andrerseits, mit welchem Mangel an Ernst eine gewisse Sorte Wähler die Wahl behandelt. Den Ungeschickten hat besonders diesmalderWahlakt große Schwierigkeiten bereitet, weil als neu die Wahlzelle und das Wahlcouvcrt hinzugekommen waren. In manchen Bezirken des ersten Kreises— und in den andren Kreisen soll's nicht anders gewesen sein— waren in der„Wahlurne" gefunden worden: Couverts mit zwei verschiedenen Zetteln? Zettel mit zwei verschiedenen Namen, dem gedruckten, der nicht ausgestrichen war, und einem handschriftlich hinzugefügten? ferner Zettel mit einem ausgestrichenen Namen, dem kein andrer handschriftlich hinzugefügt war? Zettel, auf denen der eigne Name nebst Wohnung hinzugefügt war usw. Alle diese Zettel waren natürlich ungülttg. In einem Bezirk hatte der Wahlvorstand auch zwei Zettel, auf denen der gedruckte Name ausgestrichen und ein andrer eingesetzt worden war, für ungültig erklärt. Beide Zettel wurden jetzt nachträglich als gültig anerkannt. In demselben Bezirk fand sich ein Zettel, auf dem handschriftlich nichts weiter als„Aron" vermerkt war. Er war für ungülttg er klärt worden, und es mußte leider dabei verbleiben. Unserm Genossen Arons durste dieser Aron schon deshalb nicht zugezählt werden, weil das Schluß-s fehlte. In mehreren Fällen waren Zettel ungültig, weil sie mit allerlei Bemerkungen, Verschen usw. versehen waren. Einige dieser Geistesprodukte waren offenbar gut gemeint, andre sollten vermutlich witzig sein, alle aber wirkten kindisch. Von denen, die der Wahlkommissar vorlas, gingen anscheinend die wenigsten, vielleicht sogar keiner von einem socialdemokratischen Wähler aus. Ein Wähler, der seine Wahlpflicht ernst nimmt, wird in der That Dame das Epitheton einer„Stauffacherin" gegeben hat. Der schriftstellernde General und fein Gewährsmann müssen offenbar eine im Sinne von Wildenbruch junior verbesserte Ausgabe von Schillers„Tell" zur Hand haben, worin Gertrud Stauffacher zeit- gemäß in eine hanebüchene Fürsprecherin von Despotismus und Junkerherrschaft, von brutaler Gewalt und rücksichtsloser Aus- beutung verwandelt ist. In den Schiller-Ausgaben, die der Kanaille zur Verfiiguiig stehen, feuert Gertrud Stauffacher ihren Mann zur Erhebung gegen die Gewaltherrschaft an, und er spricht nachher aus ihrem Geiste, lvenn er auf dem Rütli erklärt, daß Tyrannenmacht eine Grenze habe, daß der Gedrückte, wenn die Last ulierträglich werde, unter Berufung auf seine ewigen Menschenrechte mit dem Schwerte sich der Gewalt erwehren dürfe... Wenn dieser Geist in der modernen„Stauffacherin" lebte, so würde in ihr eine rühmliche Ausnahme von der hergebrachten Knutoinanie ihrer Standesgenossen freudig zu bewillkommnen sein, so würde sie mit Begeisterung die Erhebung gegen unerttägliche Gewaltherrschast be- grüßt haben, die als stolzeste Erinnerung in den Herzen des Berliner Volkes unsterblich lebt, die Märzrevolutton. Aber anstattdessen ist die Schilderung, die Frau v. Wildcnbruch von ihren Beobachtungen an, 18. und 19. März giebt, mit Gift und Galle getränkt. Datiert ist sie vom 20. aus Wittenberg, wohin sie gleich andren adligen Damen mit ihren Kindern vor dem siegreichen „Pöbel" geflüchtet war. Sie will es freilich nicht wahr haben, daß die Arbeiter über die göttliche Garde gesiegt hätten; aber die Wahr- heit kommt doch zum Durchbruch, wenn auch inmitten eines Wustes von junkerlichen Märchen, wie dem allbekannten, daß alles Unheil„von den in der Menge verborgenen Emissären unsrer freundlichen Nachbaren, den Franzosen und heldenmütigen Polen gekommen". Sie beschreibt„das Grauen der Nacht", während deren die Glocken ununterbrochen gestürmt, Feuersbrünste den Himmel gerötet hatten. Ihr Mann leistete in Civil Adjutantendienste, weil Offiziere nicht durch konnten.„Gegen Morgen kam Louis nach Haus, als das Militär überall Sieger war. Bluttot ging die Sonne über die mit Blut getränkten Sttatzen auf; die Nacht, die wohl niemand schlafend zugebracht hatte, war vorüber— aber was nun I— Um 9 Uhr fing das Schießen aus den Barrikaden wieder an? das Militär war ermattet." So kam es dahin, daß mit dem Volk auf Abzug fürs Militär kapiwliert wurde. Das böse Gewissen der Junker sah Plünderung, Mord und Brand nahen. Daher wird die Entfernung der Frauen und Kinder beschlossen. Während der Rüstungen dazu„wälzte sich eine schwarze Masse Gesindel von der Mohrensttaße nach der Ecke zum Prinzen Karl, wo im selben Augenblick die Fenster klirrend zerbrachen. Die Helden hatten ihre paar Leichen auf einen Möbel- wagen gelegt und zogen diesen im Triumph durch die Stadt. Die Schildwachen beim Prinzen Karl wußten nicht, daß sie hierfür präsentteren müßten, und die fliegenden Steine zeigten Hand- greiflich, daß der Pöbel herrschte. Denke Dir, daß sie mit diesem Wagen nach dem Schloß zogen, und nicht zufrieden, den König auf den Balkon gebrüllt zu haben, mußte auch die arme Königin heraustteten, die zusammenbrach bei dem Anblick." Der bald hernach erfolgende Exodus nach Wittenberg be- hütete Frau v. Wildenbruch vor dem Anblick weiterer Scenen, die ihre aristokrattschen Gefühle hätten verletzen können. solche Albernheiten nicht mitmachen. Schade um jede social- demokrattsche Stimme, die durch überflüssige Zusätze verloren geht! Die socialdemokratischen Wähler des ersten Wahlkreises werden das auch für die Stichwahl beherzigen, bei der es auf jede einzelne Sttmme ankommt._ Professor Wcnckstcrn ist heiser! An der Thür des HSrfälchenS 61 der Universität prangt folgender Anschlag:„Ich bin durch stark« Heiserkeit verhindert, am Donnerstag, den 18., und Freitag, 19. Juni, zu lesen, v. Wenckstern." Die Hörer— ganze zwei Mann hatten sich eingefunden— brachen unwillkürlich in Lachen aus beim Lesen dieses Ergusses. Die„Heiserkeit" ist gewiß begreiflich I Vermutlich ist sie auch mit einem nicht unbettächtlichen Schnupfen verbunden I Wir wünschen gute Besserung I Der„Segen" der Fabrik-Krankenkassen dürfte wohl keinem Berliner Jndustrie-Arbeiter in so zweifelhaftem Matze zu teil werden wie den Arbeitern der Deutschen Waffen- und Munitions« f a b r i k e n(vorm. Ludwig Löwe). Es ist dort allgemein üblich, in den erttankten Arbeitern einfach„Drückeberger" zu sehen, und besonders bethätigt sich der Rendant R. hervorragend als deren Plagegeist. Dieser Herr ist sogar so frei, den Aerzten„Ratschläge" darüber zu erteilen, wen sie gesund schreiben sollen. Seiner Meinung nach sind die Aerzte meistens zu„pflaumenweich" gegen Kranke. Ginge es nach ihm, so dürfte überhaupt kein Arbeiter krank werden; geschähe es dennoch, so würde er sie am liebsten ä Is. Dr. Eisenbart kurieren. Erkranken Mitglieder der Fabrikkasse in der Zeit,>vo die Arbeit zufällig zu Ende geht, dann können sie sicher sein, bei Beginn neuer Arbeit nicht wieder aufgenommen zu werden. Dies ist schon Leuten passiert, die ca. 16 Jahre bei der Firma beschäftigt waren. Die Meinung aber, daß die Mehrzahl der erttankten Arbeiter nur Drückeberger seien, scheint auch auf die Aerzte der Fabrik-Krankenkasse einen nach« teiligen Einfluß ausgeübt zu haben, wie folgender Vorfall lehrt: Der seit etwa zehn Jahren bei der Finna beschäftigte Arbeiter Sch. erkraiitte Ende März d. I. an Lungenentzündung und wurde von dem Kassenarzt Dr. Matern behandelt. Nach Verlauf von ungefähr acht Tagen ließ der Arzt den Pattenten in die I r r e n st a t i o n der neuen Charito bringen, obwohl die Angehörigen des letzteren dagegen Einspruch erhoben. Als der Charitö-Arzt darauf aufmerksam gemacht wurde, daß der Kranke Lungenentzündmig ge- habt hatte, ließ er denselben sofort von der Jrrenstatton in eure andre Abteilung bringen. Im ganzen war Sch. reichlich drei Wochen in der Charits und blieb außerdem noch acht Tage zur Er- holung in seiner Wohnung. Nach Ablauf dieser Zeit wurde er von Dr. Matern gesund geschrieben, obwohl er diesem erklärte, daß er noch viele Schmerzen habe und infolgedessen nicht arbeiten könne. Der Arzt meinte, das seien nur Nachwehen von der über- standenen Krankheit, Sch. möge nur verstichen zu arbeiten, dann würde es wohl besser werden. Es wurde aber nicht besser, sondern schlimmer. Trotzdem erklärte der Arzt bei einer erneuten Untersuchung, daß er an dem Patienten nichts finden könne. Nunmehr sah sich Sch. genöttgt, einen andern Arzt zu Rate zu ziehen, und dieser ko'Katierte eine Rippenfell-Entzündung. Jetzt endlich„fand" auch der Kassenarzt Dr. Matern die Rippenfell-Entzündung und behandelte den Erkrankten demgemäß.— Dies ist sicher ein nettes Pröbchen kassenärztlicher„Gründlichkeit", die ihre Ursache zum guten Teil in den an und für sich so wenig Vertraueneriveckenden Zuständen bei der Krankenkasse der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken haben dürfte. Ein kleiner Jrrttnn ist uns unterlaufen in der gesttigen Be- sprechung des polizeilichen Eingriffs in das Versammlungsrecht. Es heißt da, dem Genossen Cohen sei anstatt der Anmeldebescheinigung das Verbot der Versammlung zugestellt worden. Das trifft nicht zu. Die Anmeldcbescheinigung hat Cohen wohl erhalten, aber un- inittelbar darauf erhielt er auch das Verbot. Wir stellen diesen für die Sache selbst ganz bedeutungslosen Irrtum richtig. An dem. was wir gestern über die rechtswidrige Beeinträchttgung des VersaminlungS- rechts sagten, wird dadurch natürlich nichts geändert. Geschmackvoll. Die„ersten Kreise" der Berliner „Gesellschaft" waren am Freitag im Garten des Reichskanzler- Palais versammelt, um sich zum Besten armer kranker Proletarierkinder zu amüsieren. Es handelte sich um ein Sie schreibt bloß vom Hörensagen über den Schluß des 19. März: Berlin war am Abend illuminiert. Fürwahr, ein herrliches Fest für den König I Die weggejagten Minister, die insultierten Prinzen haben illuniinieren müssen. O Schande! Schande!! S ch a n d e! 1 1 Dieser Triumph des Verrats der G e- w a l t. Louis schreibt mir eben Ivenige Zeilen. Er hatte diesen Tag voller Demütigungen auf dem Schloß zugebracht und schreibt mir tief bewegt, Ivünscht meine Rückkehr, und ich fahre daher morgen ab. Wer kann jetzt lvissen, was aus einem wird, wo der Pöbel herrscht, der sich erkaufen läßt, werden wohl ehrliche Leute genug fallen müssen..." In dieser lieblichen Tonart werden dann noch weiter gehörige Schimpfregister über den Volksttieg und die Volkskämpfer aufgezogen. Auch im weiteren Verlauf der Korrespondenz erfteuen sich die Barrikadenhelden noch wiederholt der besonderen Ungnade Frau v. Wildenbruchs. Wenigstens einmal fördert sie dabei ein interessantes Fattum an den Tag, wenn sie nämlich unter dem 23. September schreibt:„Ein Sekundaner des Werderschen Gymnasiums kämpfte auf den Barrikaden und bekain einen Schuß in den Arm. Als er genesen war, nahm der Direktor Bo>, ell die holde Pflanze, präsentierte fie in allen Klassen uiid gab ihm die herrlichsten Lobreden für seine Tapferkeit. Jetzt meldet sich der Junge zum Examen nach Prima? da dekrettert der Dttektor: es solle ihm um seiner Tapferkeit willen erlassen werden. So wird offene Rebellion gegen den rechtmäßigen König belohnt." Man kann sich also denken, welche Empfindungen sie beseelten, weil die„offene Rebellion gegen den rechtmäßigen König" für das Volk als ganzes„Belohnung" mit polittschen Rechten nach sich zog, zumal bei der tiefen Verachtung, mit der die vornehme Dame das Volk im allgemeinen, den Berliner„Pöbel" im besonderen ansah. „DaS traurigste ist", schreibt sie am 11. Mai 1348,„daß Kunst und Wissenschaft zu Grabe getragen werden von unsren Freiheitshelden. Wie sollte es auch anders sein, da die Hefe des Volkes berufen ist, uns Gesetze vor- zuschreiben. Wenn es sich nicht um das Glück und die Existenz von Millionen handelte, so wäre es zum Lachen, dieser Unverstand." Der lachhafte Unverstand, das ist das allgemeine und gleiche, wenn auch indirekte und mündliche Stimmrecht, das die Märzrevolution Preußen beschert hatte, und wonach eben zum erstenmal gewählt worden war. Frau v. Wildenbruch hat gar keine Töne für ihre Enttüstung über die unglaubliche That- ache, daß ein Herr von und zu nicht mehr bei der Wahl zu sagen hat, als sein letzter Tagelöhner. Da mutz ja die„gottgewollte Ordnung" zum Teufel gehen.„Die letzte Hoffnung aller Gutgesinnten, nicht etwa der Reaktionäre, ist mit dem Resultat der Wahlen zu Grabe gewogen," schreibt Frau v. Wildenbruch am 11. Mai 1348; „unser Untergang wird nun um so schneller kommen, das ist das beste, denn der Zustand der Unsicherheit ist fast noch schlmimer, als die böseste Gelvitzheit. In Pommern und in der Mark hat man fast nur Taglvhner gewählt. Die Armee ist durch das Gesetz um ihr Wahlrecht gekommen, also wird weder der Adel, noch die Armee repräsentiert. Das ist die neue Gerechtigkeit des neuen ZustandeS." Derselbe adlige Haß gegen die politische Gleichberechtigung spricht dann aus folgender Stelle eines Briefes von, 22. Mai:„Heute wird das Ding eröffnet, was man die Frechheit hat �hlthatigkeitZ« Promenaden- Konzert für die nnderheilstätten an den deutschen Secküftcn", mit dem eine �azarartige Veranstaltung verbunden war. Das Programm war zusammengestellt mit dem auserlesenen Geschmack, durch den diese Wohlthätigkeitsfeste berühmt geworden sind. Der„Lokal-Auzeiger" weiß davon zu berichten, daß das Grab des ersten Reichs-Hundcs, der Dogge Thras, bekränzt war und von den Gästen betrachtet wurde. Nachher staunte man den Riesen Machnow an, den das Passage- Panoptikum gütigst hergeliehcn hatte. Zuletzt kam der Berliner Lehrer-Gesangverein an die Reihe, der tuif dem Frankfurter Säugerkrieg den ersten Preis davon- getragen hat. TyraS-Machnow-Lehrcr-Gesaugverein — eine sonderbare Zusammenstellung, aber eben ganz nach dem Ge- schmack dieser„ersten Kreise." Es fehlten nur noch die„letzten Jnkas" und das Elefanten-Babh. Daß der Lehrer-Gesangverein, der jetzt in der Schätzung dieser„besten Gesellschaft" mit einem Schlage zum Range einer Berühmtheit eniporgestiegen ist, sich zu einen, Weit- bewerb mit einer Barnum-Specialität wie Machnow hergegeben hat, das muß jeden Freund der Pflege edlen Gesanges schmerzlich berühren. DaS Blatt des Herrn Eugen Richter registriert aus unsrer Be- trachtung über das„Geheimnis" des Berliner Wahlsieges der Socialdemokratte und der Berliner Wahlniederlage des Freisinns die Stelle, die von den Wirkungen der endlichen Sicherung des Wahlgeheimnisses spricht— aber wohlweislich nur diese. Das nimmt uns nicht weiter Wunder; denn wenn die„Freis. Ztg." Preß- stimmen registriert, darf man sich immer auf besondere Feinheiten gefaßt machen. Was wir über die Werbckraft des social- demokratischen Gedankens gesagt haben, das verschweigt das Blatt des Herrn Richter ebenso, wie den von uns hervor- gehobenen Umstand, daß es in Berlin der Freisinn war, vor dem die kleinen Handel- und Gewerbetreibenden durch �Wahlzelle und Wahlcouvert geschützt werden mußten— nicht, wie von fteisinniger Seite dreist behauptet worden ist, die Socialdemokratte. Die Mitgliederzahl der Krankenkassen Berlins, soweit diese unter der Aufficht des Berliner Magistrats stehen, also der Orts-, der Betriebs-, der Jnnungs- Krankenkassen und der Gemeinde- Kranken- versichcruna, ist im Laufe des letzten Jahres beträchtlich g e st i e g e n. Bei diesen Kassen wurden Anfang Januar 1902 nur 488 842 Mitglieder, Anfang Januar 1903 dagegen 549 701 Mitglieder gezählt. Hiernach ist im Jahre 1902 eine Zunahme um 00 859 Mitglieder eingetreten, das sind reichlich 12 Proz. An dieser Zunahme sind aber die beiden Geschlechter sehr ungleich beteiligt. Es vermehrten sich die männlichen Mitglieder von 330 775 auf 349 401, also nur un, 18 620 oder um rund 6 Proz., dagegen die weiblichen Mitglieder von 158 067 auf 200 300, also un, 42 233, d. h. um rund 27 Proz. Ein ähnlicher Unterschied hatte sich in Berlin im Jahre 1901 gezeigt. Von Anfang Januar 1901, wo bei den genannten Krankenkassen 497 757 Mitglieder gezählt wurden, bis Anfang Januar 1902 hatte sich die Gesamtzahl un, 8915 vermindert. Diese Verminderung war aber nur dadurch zu stände gekommen, daß die Zahl der männlichen Mitglieder(Januar 1901: 343 366) um 12 591 heruntergegangen war. Dagegen hatten sich die weiblichen Mitglieder(Januar 1901: 154 391) noch um 3676 vermehrt. Einen Doppelmord- und Selbstmordversuch verübte gestern Abend, wie bereits kurz gemeldet, der 28 Jahre alte MatroseWilheln, Glaubitz aus Danzig auf seine ehemalige Geliebte, die 27 Jahre alte Gummiarbeiterin Marie Raudonat und einen Be- kannten derselben, den Maurer Knoll. Glaubitz war mit der Rau- donat, die früher in Danzig diente, verlobt, doch war das Verhältnis zwischen beiden schon längst gelockert. Als G. auf Heirat drang, zog die Raudonat nach Berlin und richtete von hier aus an den Mattosen, mit dem sie glaubte nicht glücklich zusammen leben zu können, einen Absagebrief. Um sich an seine Geliebte zu rächen, kam Glaubitz gestern nach Verlin und erkundigte sich bei den Wirtsleuten der Raudonat in der Blücherstraße 33 nach deren Arbeitsstätte. Gestern Abend lauerte er das Mädchen, welches in der Verbandstoff- Fabrik von Pech, am Karlsbad, beschäfttgt war, ab und verfolgte es, ohne daß die R. es bemerkte, bis zum Tiergarten, wo sie mit dem Maurer Knoll zusammenttaf. Hier ging das Paar gemeinsam spazieren und befand sich gegen >/z8 Uhr abends in der Bellevue-Allee in der Nähe des Roland- Brunnens. An dieser Stelle trat Glaubitz plötzlich hervor und feuerte aus einem Revolver zwei Schüsse auf seine ehemalige Braut und deren Begleiter ab. Die erste Kugel was die Raudonat, die sofort zusammenbrach, in die Schulter; die zweite ging fehl. Der Atten- täter ergriff die Flucht und lief, verfolgt von den, Maurer, Passanten Nationalversammlung zu nennen; denn wie kann man das so nennen, wenn weder Aristokratie, noch Beamtcnstand, noch Armee, noch Wissenschaft vertreten sind? Es ist ein Faktum, daß sehr viele der Mitglieder weder schreiben noch lesen können, und sehr viele andre verstehen kein Deutsch." Nicht viel freundlicher ist ihr Urteil über die Kammer, die zu Anfang 1849 auS dem allgemeinen Wahlrecht hervor- ging, obwohl zahlreiche schlichte Leute von konservativer Gesinnung darin waren.„Berlin", so schreibt sie an, 7. Februar 1849, „hat aufs neue seine politische Gesinnnngstüchtigkeit dokumentiert durch seine Wahlen. Jacoby, der den König in seinem eignen Zimmer persönlich insultiert hat, ist zweimal gewählt, und in der Residenz des preußischen Staats I Und diese schreiende Undankbar- keit gegen die Armee I Ein einziger Offizier der Armee ist zur zweiten Kammer gewählt worden: Major v. Voigts-Rheetz. Das ist der Lohn für beispiellose Treue, daß man lieber Schulzen und Krämer(wenn auch konservativ) wühlt, als tüchtige Offiziere. Bettler, Taglöh„er und Handwerker müssen hundert- fach vertreten sein, aber die Armee— was thut's, ob ein Hansen, ann allen gedienten Leuten wie Canitz plötzlich das Gehalt streicht und ihn auf 1700 Thaler Pension setzt, ob er dem König befiehlt, nur drei Flügeladjutanten zu haben— wenn die Ersparnis nur dem Demos(Pöbel) schmeichelt!---" So tobt sich dann noch weiter der Zorn über den frevelhaften Umsturz von„Gottes heiliger Ordnung" aus, daß der Mensch nicht mehr erst beim Junker beginnt, und sie erzählt dann noch klagend:„Louis war Wahl», ann für die zweite Kaum, er... und hat sich mit andren ordentlichen Leuten tüchtig gettramelt, aber gegen die Uebermacht läßt sich nicht streiten. Sie waren- von Hause 150 stark und sind es geblieben, wurden aber immer mit 277 Stimmen geschlagen— da läßt sich nichts machen." Da konnte eben bloß ein neues Wahlsystem helfen, das dem Junkertum wieder zu seinem natürlichen Recht ver- half, und in diesem Sinne hat denn ja auch das Dreiklassen Wahlrecht der oktroyierten Verfassung von 1850 erfolgreich gewirkt. Wie die Reaktion Oberwasser gewinnen konnte, das wird aus Frau v. Wildenbruchs Briefen nur bei näherem Zusehen ersichtlich. Beim ersten Lesen bemerkt man bis ins Jahr 1850 hinein nichts als ein fortgesetztes Nachwirken des heilsame» Schreckens, den die März- tage den oberen Zehntausend eingeflößt hatten. Beständig sieht die Schreiberin dem allgemeinen Zusammenbruch des Alten entgegen: und sie gehört keineswegs zur Gattung der Angstmeier. So schreibt sie am 6. Juni 1848:„Es ist ziemlich gleich, durch wen wir der vollständigen Auf- lösung entgegengehen werden, denn daß dies geschieht, daran zweifelt niemand..." Den 4. November 1843 schreibt sie:„Seit Mitte Oktober ist Louis zurück aus Holstein und wir erwarten unser Schicksal in Geduld— lange wird es wohl nicht dauern, bis das ganze Gebäude zusammenbricht. So lange halten wir aus, denn bei dem König bis zuletzt zu stehen, ist unsre Herzens- und Gewissenspflicht. Gott, warum maclit er sie so schwer, diese Pflicht des Herzens, durch seine Schwäche und sein Hin- und Hertappen?" Der Mut des Aushaltens war bei den Edlen aber schon arg ins Wanken gekommen, der Gedanke des Ausreißens schien recht erwägenslvert. Mit Bezugnahme auf die Thatsache, daß der verwandte Fürst Radziwill seine Familie über die böhmische Grenze in Sicherheit gebracht hat, schreibt Frau von Wildenbruch am 22. September 1848:„Ich beneide sie um dieses und zwei am Kcmperplatz Posten stehenden Schutzleuten, quer durch die Anlagen des Tiergartens. Er feuerte auf seine Verfolger noch zwei Schüsse ab, glücklicherweise ohne zu treffen. Inzwischen drangen von der Sieges-Allee mehrere Schutzleute durch das Gebüsch vor und schnitten dem Fliehenden den Weg ab. Nun- mehr richtete der Matrose die Waffe gegen sich selbst und brachte sich mit den beiden letzten Schüssen Verletzungen an der Brust und Schulter bei. Er wurde als Polizeigefangener nach der Charits ge- bracht, während die R. Aufnahme im Krankenhause fand. Die Ver- letzungen sind bei beiden ungefährlich. Der beschlagnahmte Revolver wurde nach der Ticrgarteuwache am Großen Stern gebracht, deren Kriminalabteilung den Thatbeftand feststellte. Auf cincii geilicinsamen Selbstmord zweier Freiindinnci» ist ein Leichcnfund zurückzuführen, welcher am Mittwoch in der Spree bei Treptow gemacht wurde. Dortselbst wurden, wie bereits gemeldet, die Leichen zweier Frauen angetrieben, deren eine zahlreiche Ver- letznngeu auswies. Es wurde zunächst angenommen, daß die beiden Toten Schwestern seien, doch hat sich diese'Vermuttmg nicht bestätigt. Gestern morgen wurde die Leiche der jüngeren als diejenige eines Dienstmädchens I. aus Stetttn rekognoscicrt. Bezüglich der zweiten konnte nur festgestellt werden, daß es;' sich ebenfalls um ein Dienst- mädchen aus Stettin handelt, deren Namen jedoch noch nicht bekannt ist. Die Obduktion der Leichen hat ergeben, daß ein Verbrechen nicht vorliegt und daß die Verletzungen, die an der einen Leiche ent- deckt wurden, durch Bootshaken verursacht worden sind. Die Gründe, welche die beiden Mädchen in den Tod getrieben haben, sind nicht bekannt. Mit Sublimatpillcn vergiftet hat sich die Zahnkünstlerin Philo- mene Silber aus der Geisbergstr. 31 zu Schöucberg. Die 35 Jahre alte Dame, die aus Bayern stammt, machte vor einigen Jahren schon einmal durch ihren Aufwand und ihre Beziehungen zu ver- schicdencn Gerichtsvollziehern von sich reden. Trotz des zum Teil tragikomischen Mßgeschicks, das ihr damals widerftlhr, lebte sie nach wie vor auf großem Fuße, als ob sie über Hunderttausende verfügt hätte. In der Gcisbergsttaße bewohnte sie im ersten Stock sechs Zinuner für eine Jahresmiete von 2400 M. Außer einem Dienstmädchen hielt sie sich eine. Empfangsdame und einen Diener. Sie geriet deshalb in immer schlimmere Kalamitäten. Am Donnerstagabend schrieb Fräulein Silber an die Charlotten- burger Polizei, daß sie sich auf dem Potsdamer Platz vergiften werde. Statt dessen wählte sie später ein Abteil 2. Klasse eines Zuges, der vom Potsdamer Bahnhof abzufahren im Begriff stand, und suchte dort mit einigen Sublimatpillen ihrem Leben ein Ende zu machen. Als man ihr Hilfe brachte, erklärte sie, sie habe mit Absicht an einem öffentlichen Orte das Gift genommen, damit ihr Selbstmord in der Oeffentlichkeit bekannt werde. Die Lebensmüde wurde in bedenklichem Zustande in ein Krankenhans gebracht. Ihre Wohnung verschloß der Hauswirt; die Angestellten, die keinen Lohn bekommen haben, stehen brotlos da. Zur Tötung dcS großen Elefanten„Omar" sah sich dieser Tage die Direktion unsres Zoologischen Gartens genötigt, um dem unheil- baren Leiden des Tieres ein Ende zu bereiten.„Omar" litt seit längerer Zeit an einem geschwollenen Bein, eine Krankheit, die sich bei lange in der Gefangenschaft befindlichen Elefanten infolge un- genügender Bewegung im engen Raum und Stehen an der Kette oftmals einstellt. Das Anketten namentlich ließ sich bei„Omar" zeitweise nicht umgehen, da er nach Art älterer männlicher Elefanten mitunter wochenlang sehr bösartig war, selbst gegen den eignen Wärter. Nach dem Pfingstfest begann„Omar" sich auch am Tage zu legen, offenbar infolge großer Schmerzen beim Stehen; eines Tages blieb er liegen und erhob sich überhaupt nicht mehr. So war es schließlich ein Akt der Humanität, den Kranken zu erlösen, indem ihm mittels eines starken Drahtteils und Flaschenznges der Hals zugeschnürt wurde. Der Elefant fiel nach dem Anziehen des Seils wfort in schwere Bewußtlosigkeit und sehr schnell traten alle die charattcristischen Reaktionen ein; wie sie auch bei Verbrechern nach dem Tode durch Erhängen beobachtet werden. Der Kadaver, dessen Oeffnung und Zerteilung eine Fleischerarbeit in größtem Stil war. wurde dem anatomischen Institut überlassen.„Omar" hat dem Tierbestande des Gartens volle 23 Jahre angehört; er war ein Ge- schenk des Prinzen von Wales, jetzigen Königs Eduard VII. von England. Der Sportpark Friedenau dürste am Sonntag wieder einmal einen großen Tag haben, da die Konkurrenz, welche in den beiden Rennen über 20 und 75 Kilometer gegenübersteht, eine wirklich erst- klassige ist. Der Clou des Tages ist natürlich die Begegnung des Weltmeisters Robl mit dem neuesten Rekordmann Tommy Hall, dem kleinen Engländer, der in Paris allgemein als der beste Dauer- fahrer Europas bezeichnet wird. Hall hat bereits einige Tage in Asyl, welches sie auffuchen können, ohne eine Pflichtverletzung zu begehen, und folgte ich nun meinen selbstsüchtigen Wünschen, so würde ich den Augenblick herbeisehnen, wo mein Mann sich von jedem Dienst löste, damit man die Heimat hinter sich lassen könnte, um neuen Lebenslauf wo anders beginnen zu können. Da das aber der Augenblick des vollständigen Zusammensturzes alles noch Bestehenden ist, an dem wir mit voller Seele hängen, so wird das ein schwerer Tag werden für den gcliebtestcn König, darum wünsche ich ihn noch recht fern..." Die Reise muß dann schon nolens volons ins Ausland gehen; denn der Rückzug aufs Land würde auch nichts nützen.„Ich habe das Weglaufen so satt", schreibt sie im nächsten Brief am 23. September, „uiid es hilft so zu gar nichts. Ein Osflzier von meiner Bekanntschaft hrachte seine Mutter nach Naumburg. Ivo sie jetzt täglich Tumulte erlebt; seine Frau nach Lübbenau zum Grafen Lynar. Da griffen die Bauern das Schloß an, so daß sie in der Nacht mit drei kleinen Kindern in einem Fischcrkahn entfloh." Also noch im Herbst 1848 waren die Junker dermaßen mit ihrem Latein zu Ende, daß sie ans Auswandern dachten, daß sie im Begriff waren, die Flinte ins Korn zu werfen. Der nun folgende Staatsstreich war ein Produkt der Verzweiflung. Wie kam es, daß es gelang, daß das Junkertum wieder Oberwasser bekam und nun noch heute in Deutschland die erste Geige spielt? Frau b. Wildenbruchs Briefe lassen bei näherem Zusehen den Grund aufs deutlichste erkennen. Es ist die unbändige Angst des liberalen Bürgertums vor den Kommunisten. Das Junkertum selber besitzt von diesem Artikel auch nicht zu wenig. Den 11. Mai 1843 stellt Frau v. Wildenbruch das Prognostikon:„Deutschland geht durch und mit der Republik in den Kommunismus hinein." Den 22. September schreibt sie:„Dieser P e st h a u ch der Revolution, der politischen, welche die sociale hinter sich schleppt, verekelt einem das Dasein." Und noch am 4. Mai 1850 meint sie:„Uebrigens ist man recht thöricht, sich diese politischen Wirren so sehr zu Herzen zu nehmen. Sie werden bald genug von den socialen übertrumpft werden..." In noch viel höherem Maß aber sah die Bourgeosie durch das Vergrößerungsglas der schlotternden Angst die kommunifttsche Sündflut in nächste Nähe gerückt. So einen Philister vom Biedermeiertypus lehrt uns Frau v. Wildenbruch schon in der Schilderung der Märzrevolution kennen: „Gleich daratif stürzte ein anständiger Bürger leichenblaß auf Boguslaw Radziwill zu und riß ihn ins Haus. Hier bat er ihn, seine Frau und Kinder zu entfernen, der Pöbel sei nicht mehr zu halten und drohe Tod und Verderben den Aristo- traten." Vom 22. Mai 1843 macht sie die Bemerkung:„Hier in Berlin fängt man an, sehr konservativ zu werden(namentlich für die eignen Kramläden)...." Der Kompromiß des Bürgertums mit den preußischen Bajonetten ist da. Es beginnt die liberale Verräterei an der eignen Sache, wofür das Junkertum natürlich noch nicht ein- mal mit Worten dankt, weil ihm alles nicht schnell und energisch genug geht. Eines der liberalen Kabinette nennt Frau v. Wilden- bruch an, 23. September 1848 das„Waschlappenministerium". Am 6. Juni meint sie:„Die Leute am Ruder sind entweder Verräter oder Nachtmützen,— kurz, man wird moralisch übel von der Wirt- schast." Diesen Urteilen der adeligen Dame kann man ausnahms- weise beipflichten—, wenn auch aus andren Gründen, als den ihrigen. Friedenau hinter dem Michaelschen Motorniederrade trainiert, da seine eignen Maschinen erst ain Freitag ftüh aus dem Zoll gekommen sind. Am Freitag hat nun auch Robl mit dem Training begonnen, nachdem er sich einige Tage Ruhe gegönnt hat, um sich von dem letzten Hamburger Sturz noch etwas zu erholen. Koiisiimgeilossenschaften. In Nr. 137(vom 16. Juni) ist der Umsatz der Berliner Konsumvereine im Monat Mai angegeben. Berichtigend bemerken wir dazu, daß die Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend nicht 11, sondern 15 Verkaufsstellen hat; danach stellt sich der durchschnittliche Umsatz für jede Verkaufsstelle nicht, wie dort angegeben, auf 7173 M., sondern auf 5260 M. Ergänzend fügen wir auch die Umsatzzahlen im Mai für die Konsum- und Produktivgcnosscnschast Berlin-Rixdorf hinzu: Der Umsatz belief sich in den 13 Verkaufsstellen des Vereins auf 47 770 M., also für jede Verkaufsstelle im Durchschnitt auf 3675 M. Fencrbcricht. In der Nacht zum Sonnabend wurde die Wehr nach der Maxiinilianstr. 43 zu Pankow gerufen, weil hier kurz nach Mitternacht ein großer Dachstuhlbrand ausgekommen war. In Gemeinschaft mit der dorttgen Feuerwehr konnten die Flammen nach einstündiger Löschthätigkeit ersttckt werden. Ein großer Teil des Dachstuhles ist vernichtet. Durch die Explosion eines Spirituskochers war vorher in der Elsasserstr. 47/48 in einer Wohnung ein Brand entstanden, der in der Hauptsache Decken und Betten beschädigte. Ein zweiter Wohnungsbrand mußte in der Gneisenaustr. 4 abgelöscht werden. Möbel, Kleidungsstücke zc. standen in Flammen. Bei den vergeblichen Versuchen, den Brand zu löschen, erlitt eine Frau Doberstein schwere Brandwunden an den Händen. In der Liebenwalderstr.42 waren nachts Kisten und Fleischwaren in Brand geraten, der aber noch im Entstehen unterdrückt werden konnte. Freitagnachmittag wurde die Wehr nach der Tegelerstraße gerufen, weil dort der Bohlenbelag der Eisenbahnbrücke jedenfalls durch Funken aus einer Lokomotive Feuer gefangen hatte. Außerdem liefen in der Zwischenzeit noch von der Koppenstraße 26, Chausseestraße 85, Dunckerstraße, Andreas- stratze 32 und noch von verschiedenen andren Stellen Alarmierungen ein, doch handelte es sich in allen diesen Fällen um ganz un- bedeutende Anlässe._ Hua den Nachbarorten. Rixdorf. Als der bei der Finna Karl Fischer, Köpnicker» stratze 48/49 beschäftigte Mörtelkutscher Max Blocksdorf, Dresdener- sttaße 54 in Berlin wohnhaft, am Sonnabendvormittag an der Ecke der Weser- und Wildenbruchsttaße, sein Fuhrwerk besteigen wollte, glitt er aus und geriet unter die Räder. Der Bedauernswerte erlitt so schwere Verletzungen, daß er nach dem Krankenhaus am Urban gebracht werden mutzte.— Von Sand massen ver- schüttet wurde an der Mainzerstraße der lljährige Sohn des Töpfers Gruhl, als er er dort nach Sand„buddelte". Ein herbeieilender Arbeiter grub das Kiud aus und brachte es nach der iu der Berlinerstr. 97 belegenen elterlichen Wohnung. Hier konstatierte der Arzt Quetschungen beider Unter- schenke! und einen Bruch des rechten Oberschenkels.— Eine Handels- frau in der Steinmctzstratze lockte ein junges Mädchen, auf das sie grundlos eifersüchtig war, in ihre Wohnung und mißhandelte die Ahnungslose dort in so brutaler Weise, daß die Unglückliche in ein Krankenhaus gebracht werden mutzte. Gegen die Megäre ist Anzeige erstattet. Wilmersdorf. Eine Roheitsscene sondergleichen spielte sich Freitagnachmittag bei einer Verhandlung des Wilmers- dorfer Gewerbegerichts ab. Verklagt waren die Bauunternehmer Gebrüder Lau von einem Arbeiter Meier wegen Nichtaushändi- gung der Jnvalidenkarte. Bei Feststellung des Sachverhalts sagte der Arbeiter: Das ist eine Lüge, worauf einer der Herren aufsprang und den Kläger ins Gesicht schlug, daß nur das Blut so spritzte. Man brachte einen Napf mit Wasser, damit der Arbeiter sich ab- waschen konnte. Der Herr wurde vom Gerichtshof zu 100 M. Geld» strafe wegen Ungebühr vor Gericht verurteilt. Einen Selbstmord unter tragischen Umständen verübte in Potsdam am Freitagvormittag der Landgerichtsrat G. Nickse in seiner Wohnung, Moltkesttaße 5. Derselbe war seit etwa drei Jahren beim Landgericht Potsdam thätig. Schon längere Zeit war Nickse erkrankt und zwar machten sich bei ihm Anzeichen von Tieffinnigkeit geltend, so daß er längere Zeit beurlaubt wurde und eine Heilanstalt zur Kur aufsuchte. Erst vor wenigen Wochen übernahm Nickse wieder seine Dienstgeschäfte, hatte aber nur wenig Gelegenheit, an den Sitzungen der Straf- kammer und Civilkammer I als Beisitzer teilzunehmen. Es fiel dabei auf, daß er meistens starr vor sich hinblickte und den Der Weg für die radikale Eisenkur junkerlichen Rezepts war frei. Von den verschiedenen Methoden, die Demokratie niederzu- knütteln, spricht unsre Stauffacherin mit wahrer Wonne. An ihrem bescheidenen Teil hat sie dazu mitgewirkt durch Bohkottierung polittsch Andersdenkender:„Es bilden sich jetzt", schreibt sie am 7. Februar 1849,„allerhand Vereine zur näheren Bekanntschaft von Leuten gleicher Farbe und gegen demokratisch gesinnte Kaufleute und Handwerker. Ich finde das ganz richtig und habe deshalb schon Gerson, wenngleich mit einigem Schmerz, ganz aufgegeben." Mit Wollust preist sie die segensreichen Wirkungen des Berliner Belagerungszustandes und klagt ihrer teuren Lisa, wie sie sich vor seiner Aufhebung fürchte:„Dieser Plakatcn-Waffenstillstand ist nach den letzten sieben Monaten eine wahre Wonne." Im Mai 1849 wird nun auch Breslau, wo die teure Lisa wohnt, mit diesem preußischen Segen beglückt; da jubelt am 10. Mai Ernestines Junkerherz:„Seit gestern atme ich auf. da ich die Stadt in Belagerungszustand erklärt weiß. Du wirst sehen, wie einem da erst wieder wohl wird, wenn die ganze Wirtschaft mit Plakaten ec. aufhört." Hier, wie in Dresden, waren inzwischen die„letzten Gründe" an der Arbeit gewesen.„Die Dresdener Ereignisse", so schreibt Ernestine im selben Briefe„bringen uns zum erstenmal in den Zustand des Bürgerkrieges, den wir seit einem Jahre zu fürchten haben. Manleistete verzweifelten Widerstand in Dresden, aber die Soldaten und namentlich die Leipziger Schützen töteten rücksichtslos. Unser» Truppen wird der beste Ruhin zu teil. Unermüdlich, tapfer und doch menschlich. Dresdener Flüchtlinge berichten schauerliche Dinge. Seit 8 Tagen liegen die Leichen un begraben. Am Rhein sieht es schlimm aus, doch man lasse sich nicht irre machen." Um diesen Erguß edler Menschlichkeit in seiner vollen Schönheit würdigen zu können, muß man sich daran erinnern, wie die preußischen Truppen in Dresden zu Werke gegangen sind. Sie hatten sich nach einem unverdächtigen Zeugen, wie Graf Waldersee, vorgenommen, zur Vermeidung gerichtlicher Formalitäten Pardon nicht zu geben. Gefangene nicht zu machen: demgemäß ließen sie alles unterschiedslos über die Klinge springen, darunter zahlreiche Unbeteiligte, wie z. B. einen Prinzen von Schwarzburg-Rudolstadt, einen östreichischen Offizier, der krank im Hotel lag. Mit dem flüchtigen Blick auf diese Ruhmesthaten des herrlichen Kriegsheeres kann man von der schönen Junkerseele Abschied nehmen. So sahen die Mütter des heutigen Junkergeschlechts aus. Kann man sich wundern, daß eine Raffe, die von solch edlen Frauen geboren und erzogen ist, von der nämlichen Verachtung des Volkes, von der nämlichen Todfeindschaft gegen die Gleichheit der polittschen Rechte, von der nämlichen unbezwinglichen Neigung zu brutaler Unterdrückung und von der nämlichen Unfähigkeit beseelt ist, an sich selber irgendwelches Fehl zu entdecken? Gewiß nicht. Wundern könnte man sich höchstens, daß der liberale Bürger die alte Ver- räterei von 48 unentwegt weiterbetreibt— wenn man nicht daran dächte, daß es hellte nicht mehr des Vergrößerungsglases der Furcht bedarf, um die„kommunistische Gefahr" in greifbarer Nähe zu erblicken. Verhandlungen wie im Traumzustande folgte. Zuletzt saß Nielse am Mttwoch in der Strafkammer mit, wobei er u. a. auch das Urteil gegen den Räuber Pftihl mitfälltc. Am Freitag sollte er als Beisitzer in der Civilkammer I, deren Sitzung für 9 Uhr angesetzt war, fungieren; als aber die Terminsstunde herangenaht war, fehlte Nickse. Man wartete noch einige Zeit und schickte dann einen Gerichtsdiener in seine Wohnung. Nickse befand sich im Garten und wurde nun von seiner Gattin daran erinnert, daß er nach dem Gericht gehen müsse, worauf er sagte, die Sitzung fange eine Stunde später an. Er begab sich hierauf in seine Wohnung und erschoß sich mittels eines Revolvers. Der Landgerichts- Präsident Ehrenberg begab sich sofort, in Begleitung des Leibarztes des Kronprinzen,'Sanitätsrat Dr. La Pierre, der zufällig auf dem Schwurgericht als Sachverständiger an- wesend war, in die Nicksesche Wohnung, doch konnte da- selbst nur der Tod des bedauernswerten Mannes konstatiert werden. Statt seiner mußte als Beisitzer für die Civil- kammer I in aller Eiler ein andrer Nichter herbeigerufen werden. Da nach allem Nickse den Selbstmord in nicht zurechnungsfähigem Zustand verübt hat, wird es sich fragen, Ivie lange dieser Zustand schon vorhanden war und ob dies auf die unter Mitwirkung Nickses gefällten Urteile von Einfluß ist. Derselbe soll, wie verlautet, schon früher einmal den Versuch gemacht haben, sich das Leben zu nehmen. mit ihrer Notlage. In Anbetracht der besonderen Umstände läßt der Gerichtshof Milde walten und erkennt gegen jeden Angeklagten auf 10 Mark Geldstrafe. Die beiden ehemaligen Schlafgenossen ziehen darauf vereint der nächsten Destille zu. Versammlungen. Gericdts-Zeitung. Es liegt ein fremder Kerl im Bett.„In Sachen Weber und Lehmann, Zeugin Frau Schmasowl"— Der Gerichtsdiener ruft es mit Stentorstimme durch den Korridor, und in den Schöffengerichts- saal treten die Aufgerufenen: ein sehr großer Mann, ein sehr kleiner Mann und eine ziemlich korpulente Frau. Letztere nötigt der Gcrichtsdiener auf die Zeugenbank, während der Lange zu dem Kurzen sagt, indem er cnif die Anklagebank deutet:„Komm Se rinn in diesem Affenkasten, Sie unbekannter Schlafkolleje. Haben wir 18 Monate in eenen Bett jeschlafen, denn wer'n wir ooch in den Käfich Platz haben."— Vorsitzender:„Sie haben hier kein Wort zu sagen, außer lvenn ich Sie frage. Welcher der beiden Angeklagten ist der Cafe-5lellner Lehmann?"— Der Große:«Det bin ick."— Der Kleine:„Ick bin der andere, der Hausdiener Weber."— Vors.:„Sie stehen hier unter der Anklage der gemeinschaftlichen Mißhandlung. Und zwar sollen Sie eines Tages Ihre damalige Wirtin, die Vermieterin Schmasow geprügelt haben. Schämen Sie sich denn einer solchen Roheit einer wehrlosen Frau gegen- über nicht?"— Lehmann:„Ick for mein Teel nich; ob sich mein �Mitanjeklagter schämt, weetz ick nich."— Weber:„Nee."— Vors.:„Das ist traurig genügt Angeklagter Lehmann, erzählen Sie mal, wir sich die Sache zugetragen hat."— Lehmann:„Die Tracht Prügel, det muß ick vorausschicken, waren die Strafe for eenen ge- wissenlosen Betruch, deffen Opfer wir beede jewor'n sind. Ick habe 18 Monate bei die Schmasow'n als möblierter Schlafbursche jcwohnt. Da ick Cafe-Kellner bin, jehe ick det Abends um achte in det Nacht- cafe, wo ick arbcete und komme erst am andern Morjen um Uhre tneune wieder nach Hause. Ick muß mithin am Dage schlafen. An dem betreffenden Dage war ick krank. Ick wollte deshalb nich im Dienste jehNTund blieb liejen, um die Nacht durchzuschlafen. Et mochte sfo mn elfe rum sind, da erwachte ick von eenen Schreckensruf, der 'neben mich jerufen wird. Ick fahre uff, for mich stet int Hemde, mit een brennendet Streichholz in die Fingern, een kleener Mensch, der >mir anschreit: Um Jotteswillen, Mann, wat machen Sie denn in .Meinem Bette? Ich sage: Na, det ick hier nich Karussel fahren thu, $et sehn Se Tech. Wer sind Sie denn überhaupt, und wie komm' Se denn int Hemde m meine Stube? Ihre Stube, meent er, det is choch meine Stube und mein Bettel Mensch, antworte ick ihm, fßk sind woll mit'n Luftballon überfahren wor'n? Nee, det sind Sie, schreit er, ovgenblicklich scheren Sie sich aus mein Bette raus... Jlucklicherweise jing m den Moment det Streichholz aus, sodaß ick ihm nich sehen konnte, sonst hätte ich dem Menschen mörderlich ver- chauenl Aber wat soll ick Sie sagen, et stellte sich heraus, det die Schmasow'n det Bette zweemal vermietet hatte, eenmal am Tage an .mir und eenmal det Lkachts an ihm. Sonntags fuhr Weber immer -nach Lichtenberg zu seine Eltern, so det wir uns nie jetroffen haben. Ra, wir ha'm die Nacht beede jleichzeitig in detselbe Bette jeschlafen. in det wir sonst bloß eenzeln schliefen, und am andern Morjen ha'm wir die anjebliche jemeinschchftliche Mißhandlung ausgeführt."— Bors.:.Angeklagter Weber, stimmt das, lvas Lehmann erzählt hat?" — Weber:„Wort for Wort. Ick hatte mir im Dustern ausgezoogen und wollte jerade in'n Kahn steijen, als ich jemand schnarchen hörte und det erwähnte Streichholz ansteckte."— Die Zeugin Schmasow mutz die Darstellung der Angeklagten bestätigen und entschuldigt sich Centralverband der Töpfer. Die hiesige Filiale hielt am Freitag etne_ stark besuchte Mitgliederversammlung in Kellers Festsälen ab. Zunächst berichtete Hans Sorg über die Verhandlungen des Verbandstages. Die Diskussion über diesen Punkt wurde vertagt, bis den Mitgliedern das noch im Druck befindliche Verbandstags-Protokoll vorliegt. Dann wurden die Ergänzungs- Wahlen zum Centralvorstand vorgenommen. Für den Posten des zweiten Kassierers und als Beisitzer wurden Fritz Wolf, Paul Hoff- mann. Albert Krüger und Rudolf Scheffer gewählt. Wer davon als zweiter Kassierer thätig sein soll, wird der Centralvorstand bestimmen. Als Revisoren wurden Spichalski und Heinrich gewählt. Darauf bcsaßte sich die Versammlung mit der Haltung der Arbeitgeber zum Arbeits nach- weis und zum Lohntarif. Hermann John be- richtete über die Vorgänge, die zur Aufhebung des pari- tätischen Arbeitsnachweises geführt haben, verurteilte scharf das Ver- halten der Innung und wies die Verleumdungen und Ver- dächtigungen zurück, womit das Fachorgan der Arbeitgeber gegen die leitenden Personen der Filiale des Centralverbandes zu hetzen sucht. Der Redner teilte ferner mit, daß die Innung sich bereits in ihrer Quartalsversammlung mit der Frage der Verlängerung des Tarifs befaßt und eine Kommission gelvählt hat, die über Abänderungen beraten soll. Der Redner empfahl folgenden Beschluß, der von der Versammlung nach kurzer Debatte fast einstimmig gefaßt wurde:„Der Vorstand hat in kürzester Zeit Bezirks- Versammlungen einzuberufen, wo die Kollegen ihre Wünsche in Bezug auf etwaige Abänderungen im Tarif zu äußern haben. Die zu fordernden Abänderungen und allgemeinen Erhöhungen sind von einer in der nächsten Versammlung zu wählenden Lohnkommission festzusetzen. Sodann ist der Jnnungsvorstand durch den Gesellen- ausschuß zu benachrichtigen und eventuell aufzufordern, sich zu äußern, ob er wie in früheren Jahren geneigt ist, über die weitere Fest- legung eines einheitlichen Tarifs zu verhandeln." Des weitern beschäftigte sich die Versammlung mit dem Streik in Dresden und nahm einstimmig eine Resolution an, worin den Streikenden die wärmste Sympathie ausgesprochen und ihnen moralische und soweit nötig finanzielle Unterstützung in vollstem Maße zugesichert wird.— Allgemeine Kranken- und Stcrbekasse der Metallarbeiter. (E. H. 29, Hamburg.) Filiale Nummelsburg. Sonntag, den 21. d. M., vormittags 9'/, Uhr: Mitglieder-Versammlung im Lokal des Herrn Tempel, Boxhagen, Ecke der Bahnhosswaße. Tagesordnung: Jahresbericht und Wahl der Ortsverwaltung und Revisoren. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 21. Juni, vonnittags 8'/, Uhr, in der Aula der 69. Gcmeindeschule, Kleine Franksurtcrstr.6: Versammlung. „Freireligiöse Vorlesung".— Um 10°/, Uhr vormittags ebendaselbst: Vor- trag des Herrn Waldeck Manaffe:„Kommen die Jesuiten wieder?" Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Arbeiter- Samariterkolonne. Morgen. Montagabend 9 Uhr, Uebungsstunde in der Ccnwalc, DreSdenersw. 45: Vorwag über Knochen» brüchc, Verrenkungen und Verstauchungen. Nachher praktische Uebungcn. Neue Teilnehmer können noch eintreten. Gäste willkommen. Heute nach- mittag Ausslug nach Britz. Treffpunkt 3 Uhr in Adams Bujchlrug, Rudower- straffe._ Vermilcbtes. Ein Kapuziner-Essen. In der illustrierten Halbmonatsschrift„Kochkunst" lesen wir: Gelegentlich eines kurzen Aufenthalts in M e r a n hatte ich Gelegenheit, einer Prinnzfeier(erstes Meßopfer eines jungen katholischen Geistlichen) beizuwohnen, die in Uutermais- stattfand. Wirklich verblüffend war der Inhalt der Speisekarte des Mahles, zu dem sich die geistlichen Herren(Kapuziner) nach der kirchlichen Feier zusammenfanden. Das Menü bestand aus folgenden Kleinigkeiten: Weiße Hühnersuppe— Forellen mit Mayonnaise— Gedämpftes Rindstück garniert— Tyrolerknödel— Blätterteigpastetchen mit Hachs— Gespickter Kalbsbraten— Blumenkohl— Salat— Hühner in Frikasseesauce— Reis— Englischer Pudding mit Prmschcröme— Kaiserfleisch mit Kraut— Jndianbraten mit Kompott— Grüne Erbsen mit Frikadellen— Gebackenes Lamm— Gemischter Salat— Wcingclee mit Vanillcsauce— Pökelzunge mit Meerrettich— Filetbraten nach Wellington— Madeiraweinsauce, Creme-Nessel- rode— Gebäck— Spielhahn und Birkhahn mit Preißelbeerm— Aepfelkompotte— Salat— Düten mit Schlagrahm— Torten— Gemischtes Backwerk— Käse und schwarzer Kaffee. Man sieht, die Herren Geistlichen speisen nicht nach den Kach« rezepten Hitzes l__ Mo<�en- Spielplan der Berliner Cbeater. Königliches Opernhaus. Geschlossen. Königliches Schauspielhaus. Geschlossen. Neues kgl. OPern-Theater. Sonntag, 21. Juni: Die Fledermaus. Montag, 22. Juni: Giroflö-Girofla. Dienstag, 23. Juni: Die Geisha. Mittwoch, 24. Juni: Madame Sherry. Donnerstag, 25. Juni: Das süffe Mädel. Freitag, 26. Juni: Der Zigeunerbaron. Sonnabend, 27. Juni: Der Klavierstimmer. Sonntag, 28. Juni: Der Klavierstimmer. Montag, 29. Juni: Boeeaeeio. Schiller-Theater O.(Wallner-Theater.) Sonntagnachmittag: Der Probekandidat. Sonntagabend: Im weiffeu Röffl. Montag: Berlin, wie eS weint und lacht. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend Sonntag und Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller-Theater As.(Friedrich Wilhelmstädwsches Theater.) Sonntag- nachmittag: Der Pfarrer von Kirchseld. Sonntagabend: Nach Jahr und Tag. Abschied vom Regiment. Der grüne Kakadu. Montag: Die guten Freunde. Dienstag: Jugend. Mittwoch: Der grüne Kakadu. Abschied vom Regiment. Ein Heiratsanwag. Donnerstag, Freitag, Sonnabend, Sonntag und Montag: Dieselbe Vorstellung. Deutsches Theater. Sonntagnachmittag: Der arme Heinrich. Sonntagabend: Monna Vanna. Montag: Monna Vanna. Dienstag: Die versunkene Glocke. Mittwoch: Monna Vanna. Donnerstag: Monna Vanna. Freitag: Rosenmontag. Sonnabend: Monna Vanna. Sonntagnachmittag: Der arme Heinrich. Sonntagabend: Monna Vanna. Montag: Die Weber. Berliner Theater. Sonntag: Der Haideschacht. Montag: Der Troubadour(Bötet a. G.). Dienstag: Oberon. Mittwoch: Die weiße Dame(Bötet a. GY. Donnerstag: Der Hatdeschacht. Freitag, Sonnabend und, Sonntag: Unbestimmt. Neues Theater. Sonntag: Die Geliebe. Daisy. Montag: Arche Noah(Hansi Niese). Dienstag: Die Geliebte. Daisy. Mittwoch: Arche Noah(Hansi Niese). Donnerstag: Arche Noah(Hansi Niese). Freitag: Die Geliebte. Daisy. Sonnabend: Arche Noah(Hansi Niese). Sonntag: Arche Noah(Hansi Riesel. Montag: Die Geliebte. Daisy. Theater" des Westens. Sonntag: 190(XX> Thaler. Montag: Alt- Heidelberg. Dienstag: 190 999 Thaler. Mittwoch: Alt- Heidelberg. Donnerstag: 199 999 Thaler. Freitag: Alt- Heidelberg. Sonnabend: 199 999 Thaler. Sonntag: Alt-Seidelberg. Montag: 199 999 Thaler. Residenz-Theater. Allabendlich: Lustige Ehemänner und Nach dem Balle. Kleines Theater. Allabendlich: Nachtasyl Central-Theater. Allabendlich: Pick und Pocket. Thalia-Theater. Allabendlich: Karl Fiedler. Belle- Alliance- Theater. Allabendlich: Artemis Colonna. Tanz- idhllen. Carl Weist-Theater. Sonntagnachmittag, den 21. Juni: Die Waise von Lowood. Allabendlich: Das Geheimnis des roten Hauses. Sonntag- nachmittag, den 28. Juni: Der Glöckner von Notre-Dame. Apollo-Theater. Allabendlich: Die Liebesinsel. Metropol-Theater. Allabendlich: Neuestes I Allerneuestes: Urania-Theater, Taubensw. 48/49. Allabendlich: Von der Zugspitze zum Watzmann. Briefkasten der Redaktion. EndcrS Graz. Einen Verein, der die Arbeiwehmer-Beifitzer der Gewerbegerichte umsaßt, giebt es nicht. Die Beisitzer, sowohl Arbeitnehmer wie Arbeitgeber, gehören, soweit sie als Gewerberichter organisiert sind, dem Verband deutscher Gewerbegerichte an. Das Organ dieses Verbandes ist die Monatsschrift„Das Gewerbegericht", Verlag von Georg Reimer, Berlin W., Lützowstr. 197/8. Preis jährlich 3 M.— Ob Sie das Blatt in Oesweich bei der Post abonnieren können, erfahren Sie durch eine Ansrage bei Ihrer Postanstalt. Der Verlag erledigt Ihre Bestellung aus jeden Fall. Witteruugsübersicht vom SO. Juni 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Swinemde. Hamburg Berlin Franks.a.M. München Wien s s 6 E C ° e a a 752 752 751 754 757 757 SO Still S SW W S Wetter 3heiler - wolkig Tbedeckt chbedeckt Sbedeckt 1 bedeckt »85 c a II ktz- w s- Stattonen taparanda eterSburg Cork Aberdeen Paris 753 762 754 ZA » S SSW SO Wetter Ssi >-» u H& bedeckt wölken! 2l9lcgen 13 M Wetter-Prognose für Sonntag, den Sl. Juni 1903. Kühler, zunächst ziemlich trübe mit leichten Regensällen und stsscheu nördlichen Winden: später aufklarend. Berliner Wetterbureau. Ailferate für die nächste Uummer müssen bis 3 Inserate bitten wir vorher anzumelden Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere und di« 4 Uhr nachmittags einzusenden. � Johannisthal. Raus Park-Restaurant. JedenSonntag: Grosser Ball. Kaffeokiiehe.— Kegeibahn.— Ausspannung.— Saal für Vereine und Versammlungen. 19492* Köpenick. »MMtt.Ml'. Rudower- u. Berliner Strassen-Ecke. Melier Garten, Kaffeeküciie. S�ntag: Großer Ball. Säle für Vereine tc.* tzwaso»»»«»— i Schützenhans Köpenick;> | direkt am Bahnhof. i Recht schattiger Gartest rn. gross. i Spielplätzen. Jeden Sonntag: > Tanz-Krftnzchen. Kaffee- [ küche, Kegelbahn, Ausspannung. ' Saal f. Vereine u. Versammlung. BButarme, Schwächliche und Genesende trinken Santa Uosa feurig süsser Rotwein a Fl. 1,40 u. 1,90 Mk. oder 1613L* Afrikanischen Blutroein kräftiger, herber Rotwein a Fl. 1,25 Mk. Käuflich in allen durch Plakate kenntlich gemachten Niederlagen von Hermann Meyer& Co., Wattstrasse 11/12. 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Js. seien ihm in verschiedenen Gefäßen innere Teile von der ausgegrabenen Leiche des Wiescholleck, Magen, Leber, Niere, Schädel-, Handknochen, sowie Teile vom Sargboden, Sargdeckel und dem Stroh, auf dem die Leiche ge- bettet war, zur Untersuchung gesandt worden. Er habe nun in den ihm übergebenen Körperteilen 69 Milligramm Arsenik gefunden. Es sei aber anzunehmen, daß in der Leiche mehr als die doppelte Menge enthalten war. Nach dem jetzigen Stande der Wissenschast sei der Genutz von 20 Milligramm Arsenik unschädlich. SO Milligramm wirken bereits gesundheitsschädlich, 100 Milligramm wirken tödlich. Von Giftmördern werde vielfach der Einwand gemacht, das Arsenik könne von außen in die Leiche gekommen sein. Es sei daher wichtig, daß weder in der Erde, noch im Sargdeckel, dagegen in dem Stroh und im Sargboden Arsenik gefunden wurde. Daraus gehe hervor, daß Arsenik von außen nicht in die Leiche gekommen sei. Er resümiere sich dahin: Das Arsenik sei bei Lebzeiten in den Körper des Wiescholleck, und zwar in solcher Menge gekommen, daß dies den Tod des Mannes herbeigeführt habe. Dieselbe Unter- suchung habe er(Sachverständiger) an den Leichenteilen von Bachur, Kempka und Panneck vorgenommen. Bei Bachur und Kcmpka seien nur Teile von Arsenik, in den Leichenteilen des Panneck keinerlei Arsenikteile vorgefunden worden. Bei den beiden ersten Männern sei auch das Arsenik nicht von außen eingeführt, sondern ihnen bei Lebzeiten beigebracht worden. Auf Befragen des Ersten Staatsanwalts bemerkt der Sachverständige: Arsenik der- flüchte sich sehr schnell und erhalte sich längstens 22 Jahre in einem menschlichen Körper. Es sei daher kein Wunder, daß in den Leichen, die schon 10 bis 14 Jahre alt waren, nur noch Spuren oder auch nicht einmal solche vorhanden waren.— Sachverständiger Kreisarzt Dr. v. P e t r y k o w s k i- Orteisburg: Die Krankheits- erscheinungen der verstorbenen vier Männer lassen darauf schließen, daß alle vier an chronischer Arsenikvergiftung gestorben seien, und zwar sei allen vier Männern das Arsenik von fremder Hand bei- gebracht worden. Es sei ja auffallend, daß bei Panneck keine Spur von Arsenik gefunden wurde. Er zweifle aber nicht, daß Panneck auch an Arsenikvergiftung gestorben sei. Dafür spreche einmal, daß sich bei diesem dieselben Krankheitserscheinungen gezeigt haben, wie bei den andren drei Männern, andrerseits aber auch der Umstand, daß die Leiche des Panneck so schnell in Verwesung übergegangen sei, daß nach erfolgtem Ableben sofort der Sargdeckel geschlossen werden mußte, weil es vor Gestank nicht auszuhalten war.— Kreisarzt Dr. v. D e ck e r- Neidenburg: Er könne sich dem Gut« achten seines Kollegen Petrykowski nur anschließen. Arsenik könne auch durch künstliche Blumen, Tapeten, bunte Lampenschirme usw. in den menschlichen Körper kommen und so allmählich den Tod herberführen. Er halte das aber für ausgeschlossen, da nur immer die Ehemänner erkrankten, niemals aber die Kinder, Frau oder andre Mitbewohner.— Die Angeklagte bemerkt mit weinender Stimme: Sie könne sich die Acußerungen der Sachverständigen nicht erklären, sie beteuere nochmals, daß sie niemals Arsenik im Hause gehabt habe. Die Aerzte seien doch nicht der liebe Gott, sondern nur Menschen, die sich irren können.— Direktor Medizinalrat Dr. S t o l t e n h o f- Kortau begutachtet: Er habe die Angeklagte in der Provinzial-Jrrenanstalt beobachtet und dieselbe für geistig ge- sund befunden. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Beranttoortnng. Zhcatcr. Sonntag, den 21. I u n i. Freie Volksbühne. Berliner Theater. 3. Oper. 2'/, Uhr. Das Glöckchen des Eremiten. Ansang 7>/, Uhr: Opernhaus. Geschlossen. 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Branche der Stellmacher.— Zahlstelle Berlin. Sonnabend, den 27. Juni 1903. in Hoacks FestsUlcn, Inhaber N. Dill, Brunnenftr. 16: firosses Lommerfest verbunden mit l�fHIXört und ftlLUtLr. Zur Aufführung gelangt u. a.: 2077b Bas dänsegretel. Volksstück mit Gesang in zwei Akten.von Joh. EiSner. Ansang des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr.— Bittet 30 Pfg. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Das Komitee. k£Bi Seehot bei Teltow! müsi Am Sonntag, den 88. Juni 1903: Grosses Sängerfest veranstaltet von den Gesangvereinen„Eintracht>>>"-TeItow,„Liedeslust II*- Potsdam,„Arbeiter-Alaibund"- Nowawcs,„Frisch auf l"- Bornim, bestehend in Gtlfliigs-«nd MrumeM-KotlZttt sowie Van-helnstlgnng. »U- Ansang des Konzerts 3 Uhr.-HWU 15» Tanz 4 Uhr.-ME 65/16 Has Komitee. Idärkiseker Hof, Jldmiralstr. Ige. Empfehle meine Säle, 150 6iMc«b0u«brf0UCtt Vereinszimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten. 16732* Jeden Sonntag: Großer Ball. Hochachtungsvoll Pritas Schulz. Amt IV. 1S78. iwntitn! 8ade's Volksgarten KLlAA-VIvIvs JlnrhÄrrtfii» Haltestelle d. elektrischen f|lUlninU|{(. strassenbahn(Siemens). Vereinen zu Sommerfesten bestens empfohlen. 10532* S9- CafH-Restaurant F. Heinisch, N Dresdenerstr. 128/29 'S Kaffee 10 u. 15 Pf. Gute Küche. V Q 2 Billards, Stunde 40 Pf.,-e g- bestens empfohlen.[10432* � Xen eröffnet! Allen Freunden und Bekannten zeige ich hierdurch an, daß ich in der Skallt-er- Strasse HO, 2. Haus von Ecke Oranicnstraße, eine Ifstiliation it. Meischitistube eröffnet habe und bitte um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll 20146* Ciastav Urban. 6. berliner Mahlkreis. Zur Feier der Reichstagswahl 1SO3: isn. und in der VtaUlallS» Sonnabend, den 27. Juni 1903: Für Rofenthaler Borstadt und Gesundbrunnen in vleimanns VoUtögsvten, Badstraße 56 und ZaUsebmieders Salon, Badstraße 16. Theater. Specialitäten- Vorstellung. ♦ Lebende Bilder. 3SF" Jedes Kind erhält ein Geschenk. Mi Anfang 4 Uhr. Die Kaffeekiiche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Anfang 4 Uhr. Für Moabit in der Kronen• 3ranerei, Alt- Moabit 47/48 Alt-Moabit 104/105. Theater-«nd Specialitäten-Vorstellung. Turnerische Aufführungen« Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Anfang 4 Uhr. Sonntag, den 38. Zum 1993: Für Schönhauser Vorstadt im VolUsgarfen, Schönhauser Allee 101/102 und im Zagerbaus, Schönhauser Allee 103. Turnerische Aufführungen. Reigenfahren. ♦ Kinderbelustigungen. - Großes Feuerwerk. �- Eröffnung 12 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Liter 60 Pfennig. Für Wedding und Oranienburger Vorstadt im TeldSCtllÖSSChen, Müllerstraße 142. Auftreten von Specialitäten. Theater. Kasperle-Theater. Kindervelustigunge«. Gesangsaufführungen von Arbeiter-Gesangvereinen. Jedes Kind erhält eine» Bon zur Benutzung der Schaukel»der des Karussels. Anfang 12 Uhr. Kaffeekochcn a Liter 70 Pfennig, Vs Liter 40 Pfennig. Anfang 12 Uhr. In aUen 7 Kabalen: vokal- und Mtrumental-lKonzert. In den Sälen: MM" Tanz."WD Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. — i» Billets: Im Vorverkauf SO Pfennig, an der Kasse 25 Pfennig. Ilm recht zahlreichen Besuch bitten_ Die Komitees. Lochmann's weltberühmte, bei einfachem Zurücklegen des Kopfes intensiv spülende Vasen- Donche „Frisch und Frei" aus Porzellan. D. R. G. M. 134776. Pat. in allen Staat. Grossartigste Wirkung. Tausendf. erprobt u. arztl. empfohlen. a. M. 1.— i. Apotheken, Gummi- u. Parfümerie-Geschäft_ Verband der an Holzbearbeitungs-Maschinen beseMftiijtsii Meiler Beriins uni! Uingepil Sonnabend, den 11. Juli, im„Schweizer Garten", am Königsthor: Grosses Sommer- u. Stiftungsfest. Sfiedalitäten-Vorsfellung. Tanz. Volksbelustigungen usw. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Uiniasskarten sind in den Zahlstellen und bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 76/1* Der Vorstnnii. lOiukstrie-festsälel G Beuthstrasse Ip/Zo(früher Cohn).• Nach vollständiger Renovierung Eröffnung Anfang August. SUIc, 150, 250 bis 1000 Personen fassend, mit und ohne Theaterbühno, stehen den geehrten Vereinen und Gesell- i Schäften zur Abhaltung von Hochzeiten, Vereinsfestlich- keiten, Versammlungen etc. zur Verfügung. Durch allerboste Bewirtung und Bedienung, sowie grösstmöglichste Ooulanz hoffe ich bald die Zufriedenheit der mich Beehrenden zu erlangen und bitte daher um geneigten Zuspruch. 1877L* Bestellungen für die bevorstehende Saison werden I jederzeit entgegengenommen. Ergebenst, Mffv W/on/Hf früher langjähriger Geschäftsführer GTIdA VVCtIUl, jnj„Segler-Schloss", Handels Ablage.' | Tempelhofer Tivoli| ® Tcmpelho* Bei-linerstr. SO(bei Mariendorf).« Srnst Köfliehs Konzert-Garten und 8all-SaIon. Frledrichsbers, Frankfurter Chanssce ISO. Jeden Sonntag: WW?" Grosses BUtc-Konzert. Anfang 4 Uhr. Im Saal:«rosser Ball. 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Gpaumanns Festsäle Naunyiistrasse S7. Hcbtung!"Vereine I Sonnabende uvd Sonntage für Herbstsaison noch zu vergeben. Fernsprecher Amt IV Str. 7324.«nstav«raamann. Sonntag, den 21. Juni; j. j Dumpfer- Extra-Fahrt mit llnsik nach .. llessenvvinkel. Slbfahrt 9 Uhr morgens, Fahrpreis: Hin und zurück 1,00 Mark. Zweite Abfahrt 3 Uhr nachmittags, Fahrpreis: Hin und zurück 0,75 Mark. / Einfache Fahrt 0,50 Mark. 18662* Abfahrt: An der Stralauer Brücke, Station Kahnt u. Hertzer. Dienstag, den Ä3. Juni, abends 8V« Uhr: Volks-Vsrssmmlung m den Andreas-Feftfälen, Andreas-Stratze Ä1. TageZ-Ord«ung: l. Auf zur Stichwahl. Referenten: Reichstags-Wzeordneter Genosse Emil Rosenow, Genossin Ellj' Braun. 2. Diskussion. 287/14* Zahlreichen Besuch, insbesondere der Genossen aus dem Oderbruch, erwartet Ber Elnberufer. Deutscher Metallarbeiter-Verband. 'Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel-User 15, Zimmer 1—5.— Fernsprecher: Amt VII, 353. Montag, den 38. Juni, abends 8'/. Uhr, im Gewerkschaftshause, _ Engel-User 15, Saal IV: ZW" Versammlung der Metallschleifer, Galvaniseure u. Hilfsarbeiter Tagesordnung: 1. Bericht der Agitations-Kommission über ihre Thätigkeit im verflossenen Jahr. 2. Diskussion. 3. Neuwahl des Branchenvcrtreters und der Kom- Mission. 4. Verbandsangelegenheiten. Kollegen! In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist eS ersorder- tich, daß alle Kollegen und Kolleginnen erscheinen l Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mittwoch, den 84. Juni, Hallen", abends 8'/. Uhr, in den»Arminius� Brcmerstr. 73-7Z. Kcsirks-Ncrsammluilg für Moabit. Tagesordnung: 1. Unsre letzten Aussperrungen. Reserent: Kollege H. Z e r n i ck e. 55. Diskussion. 3. Vcrbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Dienstag, den 83. Juni, abends 8 Uhr, Ahornstr. 15 a: bei Schellhase, Steglitz, Kksirks-Nttsammlung für Äkglih. Tagesordnung: 1, Dortrag über„Die Internationale". 2. Diskussion. 3. Wahl eines Lezirkskassicrers und Verbandsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet 418/4 Ple Ortsvcrwaltnng. Achtung Kürschner! Mittwoch, den 84. Juni, abends 8'/, Uhr. im alte» Schützcuhausc, Linienftratze 5: Große öffentliche Dersammtoag »«» Verbandes der in der Kürschnerbranche beschäftigte« Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages-Ordnung: 1.„Die socialpolitische Nückftändigkeit der Pelzfabrikanten Berlins und sind unsre Forderungen gerecht oder ungerecht Z" Res. Kollege R e g g c. & Diskussion. � J02'8 8. Verschiedenes. Der Vorstand. KL. In Anbetracht des Beschlusses der Berliner Kürschncr-Jnnung und des Vereins der Pelzsabrikanten Deutschlands, eine allgemeine Aus- sperrung herbeizuführen, ist es selbstverständlich, daß alle Kollegen und Kalle gmnen zur Stelle sind. Sämtliche Firmen, wo bis jetzt die Arbeit ruht, sind zu dieser Versammlung eingeladen._ Achtung. Parkettleger! Dienstag, de» 83. Juni, abends 8 Uhr: Versammlun im GewerkschaftShaus, Engel-Ufer 15. Tages-Ordnung: 1. Berichterstattung der Kommission vom 2. Quartal. 2. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, die Statistik abzuliefern. gg/11 Der Obmann. Abstinentenheim(E. Q. m. b. H.). Dienstag, 30. Juni, abends 8'/, Uhr, im Abstinentenheim, Neue Schönhauserstr. 12: General- Verrammlung. TageS-Ordnung: 1. Geschästsbericht des Vorstandes und Vorlegung der Bilanz. 2. Bericht und Antrag des Aussichtsrats aus Entlastung des Vorstandes. 3. Diskussion über Punkt 1 und 2. 4. Antrag des AussichtSratS auf Liquidation der Ge- nosienschast. 5. Wahl einer Liquidattons-Kommission. S. Event. Wahl des Vorstandes und AufsichtsratS.- 287/12 Der Vorstand. OsKae Koselowski. Wilhelm Glehn. Achtung! Achtung! Slekhrotnonteure! Mittwoch, den 84. Juni, abends 8 Uhr. in den Johannis-SSlen, Johannisftratze 80: Orffentliche Uersammluug SPS" der Elektromonteure. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen P a w l o w i t s ch über:„Die schlechten Lohnver- hälwisse und daS Ueberstunden-Unwcsen bei den Monteuren und Huss- Monteuren der A. E.-G.. Abth. Z., und der B. E.-G., und wie wird den Konsumenten dieser Gesellschaften der Arbeitslohn angerechnet." st.- � P //jchj sämtlicher Elektromonteure in dieser Versammlung zu erscheinen.'Wß Der Einberufer. Tem i Frauen uui iUehen ler IMerklasse. Montag, den 83. Juni, abends 8'/, Uhr, in den„Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Versammlung."MD Tages-Ordnung: Vortrag von Frau Paula Dhiede über: .Frauenarbeit und Frauenorganisatton". Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Gäste stets willkommen. 85/11_ Per Vorstand. Schönebers:. Soclaldcmohratifcber Älahlverem. Dienstag, den 83. Juui, abends 8 Uhr, ' Vereins-Versammlung im Obstschen Lokale, Meiningerstratze 8: Tages-Ordnung: 1. Der Ausfall der Wahlen in uusrem Orte und Kreise. 2. Vereinsanaeleaenheitcn. lb/9 e. 2. Vereinsangelegenheiten. Frauen haben Zutritt.— Neue Mitglieder werden ausgenommen.� Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Per Vorstand. Bekanutmuchnng der Allf. Orts-Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen zu Berlin. Den Kassenmitgliedern wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß die in der ordentlichen Generalversammlung vom 26. April d. I. beschlossene dritte Ab- änderung zum revidierten Statut (§ 14 Abs. IV) betreffend den Aufenthalt in den Erholungsstätten vom Bezirksausschuß genehmigt worden ist. Dieselbe tritt mit dem 22. Juni er. in Kraft. Berlin, den 2!. Juni 1303. Der Borstand. 274/9 I. A.: Eugen«lcrl, 2. stellv. Vors. Bau- und Sparverein der in Gerneindebetrieben besebäit. Arbeiter und Angestellten. E. G. m. b. H. Sonnabend, 87. Juni, abends 8'/, Uhr, Engcl-User 15: lüeneral-VerLAmmlimg. Tage sordnung: Geschäftsbericht des Vorstandes sür das Jahr 1902. 107/8 Bruno Poersch. H. Schubert. Achtung 1 1 1 Allen Parteigenossen, Freunden und Bekannten teile mit, daß ich Hoch- meisterstratze 18 ein Meiß- u. Kayrischbier-Fokal eröffnet habe. 2076b Empfehle den Gewerkschaften und Vereinen meine Vereinszimmer, 30 und 60 Personen fassend. Für gute Speisen und Getränke ist gesorgt. Um gütigen Zuspruch bittet Änpsl Dierke. J. Baer Badstr.ZUÄee SehlieniannstrJ]. Herren- und Knaben- Moden. Berufskleidung. Elegante 10592* Paletots und Mäntel. Grosses Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Mass. Allerbilligste, streng feste Preise. Musikinstrumenten-Arbeiter- Fachverein. Montag, den 88. Juni, abends S'L Uhr, bei Granmann, Raunhnstratze 87: l�lßtglieÄe�-Vei-sammlvng. TageS-Ordnung: 1. Vortrag über:„Der heutigen Menschheit Reichtümer. Reserent A. Kleinlein. 2. Diskussion. 3. Vereins angelegenheiten. Zahlreiches und pünktliches Erscheine» erwartet ltt/16_ Per Vorstand. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Zahlstelle Berlin. Achtung! Korbmacher! Achtung! Die regelmäßige Branchen-Versammlung fällt für diesen Monat der Stichwahlen wegen aus. Die nächste Versamnilung wird an dieser Stelle bekannt gegeben. 83/14 _ Die Kommission. i Ein Versuch Fragen Sie „-,,, WW Ikre Bekannten genügt W undFreunde! 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Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Rix- dorser Kirchhoscs am Marien- dorfer Weg aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Henlseder I Holzarbeiter-Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, | daß der Kollege, Tischler Fsindsinh Goris am 18. Juni am Herzschlage plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mon- tag, den 22. Juni, nachmittags um 4 Uhr, von der Leichenhalle des Rixdorser Kirchhoscs, Marien- dorser Weg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 83/12 Bio Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber, guter Mann, der Jn- strumcntenmacher Fcitz Riegos« nach langem, schwerem Leiden sanft K entschlafen ist.— Die Beerdigung I findet Sonntagnachmittag 3 Uhr s von der Leichenhalle des Luisen-' städtischen Kirchhofes, Rixdors, Hcrmannstraße, aus statt. 2027b Dies zeigt ticfbctrübt an im Namen der Hinterbliebenen Vfwe. Helene' Rieger. Faelverein ller�iisikiustriMeiiteuärbeite!'. Todes-Anseeige. Am Mittwoch, den 17. Juni, verstarb nach langem, schwerem Leiden unser Mitgsicd Fritz Rieger im Alter von 35 Jahren. Ehre seinem Andenken l Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 3 Uhr vom Luisenstädttschcn Kirchhof, Rixdors, Hermannstraße, aus statt. 141/5 Der Vorstand. Am Freitag, den 19. d. Mts., I starb nach längerem Krankenlager unser Kollege 2090b j Ferdinand Habr. Ehre seinem Andenken I Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Ejnmaus- Kirchhofs in Britz aus statt. Die Kollegen der Pianiiio-Ztzabrik von R. Görs u. Kallinann. Detitschrr fjolwlieiikr- Uerband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Mann Kussek am Mittwoch, den 17. Juni, an Magenkrebs verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 21. Juni, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- halle des Jerusalcmcr Kirchhoscs in Mariendorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 83/13 Die Ortsverwaltung. A. Kubens, Bossel- u. Charlotfensfrassen-Ecke (schrägüber vom Berliner Theater). KaKkee. ♦ IHcp. ♦ Speisen. Den Mitgliedern der.♦Freien Volksbühne" bestens empfohlen. Vuelia Abajo-Cigarren-Import- und Yersand-Haus P. Fleischner Fernspreclier; Amt I. No. 1571. Giro-Conto; Deutsche Bank. Berlin W., Unter den Linden 2. Anfang Juli d. J. verlege mein Geschäft nach Unter den Linden 56 zwischen Friedrichs und Neustädtische Kirchstrasse. Was sind Havana- A�ussehuss- Cixarren? Abvechzelullg ist die Würze des Rauchens! Meine Havana-AussohuBS-Cigarren sind echte Importen II. Sortierung. Die Schönheit« fehler des Deckblattes bedingen das Herabsetzen der Preise. Durch grossen Umsatz und direkten Bezug kann ich diese Importen H oder„Segundas" zu folgenden billigen Preisen abgeben: ä Mk. 80—85—95—105—110—115—120—125—130—135—140—145—155—160—165 170— 180— 185— 195— 200 und 220 Mk. pro Mille, in Originalkisten ä 100, oder in weissen Probedüten ä 10 Stück. Die einzelnen Marken in den verschiedenen Preislagen wechseln, je nachdem die Fabrikation der Cigarren H. Sortierung abwirft. Es sind durchweg normal grosse Cigarren, gute Qualitäten, und nur ca. halb so teuer wie die prima Sortierung in feiner Ausstattung. Ich empfehle, durch einen Vergleich mit den nachstehend offerierten deutschen Ausschuss- Cigarren in gelben Düten, sich von dem den Savana-Importen eigentümlichen Import-Geschmack zu überzeugen. Neben den vorstehend angezeigten Importon-Ausschuss-Cigarren führe ich noch als besondere Speoialität Hamburger und Bremer Ausschuss-Cigarron. Diese Hamburger und Bremer Ausschuss-Cigarren sind nach gleichen Preislagen zusammengelegt und werden nur gemischt in gelben Düten& 10 Stück in folgenden Mischungen abgegeben: ä, Mk, 30—35 40—45—60—55—60—65—70—75—80—85—90—100—120—135—150—200 M. pro Mille. Ich betone: alle diese Ausschuss-Cigarren, die Importen„Segundas" sowohl wie die Hamburger und Bremer„Mischungen", sind Original- Ausschuss-Cigarren und alle nur leichte bis mittelkräftige Qualitäten, aber 33>/z— 50 Proz. billiger als die entsprechenden reinen Farben. Farbeuauswahl kann bei diesen Cigarren nicht berücksichtigt werden. Echte Ha van a-lmporten Segundas. tVana- Iropor _------------- i__________________ itonlnhalt lOOStttclc...... 100 StUolc 8.- M. 420 Gramm. �Lingf 100 mm, KaTOMlffWloJit 100 Stck. 42S Gramm. Üstsnlnhalt 100 Stück. Länge 103 mm) 100 StUck 8,50 Mk. J. Havana- Import. jj KkiwOewlohl 100 Stck. 4S0 Gramm. Lange Kintsninhalt 100 Stück....... 10O Stück lOOima 9.50 U. BMto-Oswioht 100 Stck. 030 Gramm Länge 120 mm. (Cisteninkalt ICO Stück..... 100 Stock 14.50 M. Netto-Gewicht 100 Stck. 600 Gramm. Länge 120 mm. Kistminhalt 100 Stück,.. 100 Stück 15.50 M. Sjü. F. T. Havana- Import. g Retto-Gewiclit 100 Stck. 600 Gramm. Länge US mm Kisteninholt 100 Stück.... 100 Stuck 16.— ü iwieht lOOBtck 500 Gramm. Länge 104 nm» 100 Stück..... 100 Stück 10.5011. Special-Marken. Reine Farben. Nicht« Ausschuss« Netto-Gewicht 100 Stck. 600 Orimm Länge 105 mm Kieteninhalt 100 Stück... 100 Stück 2,75 Mk. Netto-Gewicht 100 St. 520 Gramm. 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Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und VerlagSanstalt Paul SinzerLCo., Berlin SV/. Ar. 112. 20. Jahrgang. 3. Knlap Ks Joroiirts" Krim KIMIiitt Äwntag, 21. Itttri IM. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, den 20. Juni 1SV3. Ernteaussichten.— Saatenstand w Deutschland.— Ernteschätzungen in Ocstreich-Ungarn.— Weizen und Roggen in den russischen Gouvernements. — Amerikanische Saatcnstandsberichtc und Ernteschätzungen.— Gesamt- überblick. Die Getreide-Erntezeit ruckt näher und näher heran und damit gewinnen die in den hauptsächlichsten Getreideproduktionsländern Europas und Amerikas teils von den Ackerbaumiuisterien, teils von grötzeren landwirtschaftlichen Vereinigungen veröffentlichten Saaten- standsberichte und Ernteabschätzungen an steigendem Interesse. Läßt auch die Berichterstattung, wie das Abschätzungsverfahren vielfach zu wünschen übrig, und sind ferner bis zur Hereinbringung der Ernte Veränderungen des Endergebnisses durch plötzliche � Witterungsumschläge keineswegs ausgeschlossen, so gewähren doch Immerhin die verschiedenen Berichte einen wenigstens annähernd zutreffenden Aus- blick auf das zu erwartende Ernteresultat und damit auch auf die voraussichtliche Preiskonstellation. Welche Ernteaussichtcn i n Deutschland um die Mitte des laufenden Monats der Saatenstand geboten hat, darüber fehlt noch der Bericht des Statistischen Amtes, der erst in acht Tagen zu er- warten ist; doch lassen die Einzelmeldungen aus verschiedenen deutschen Gegenden erkennen, dah seit dem vorigen Monat der Saatenstand sich, obgleich aus manchen Gegenden über Negenmangel geklagt wird. durchweg günstig entwickelt hat und auf eine gute Mittelernte gerechnet werden darf, eine bessere als im vorigen Jahr. Der Winterweizen steht zwar nicht ganz so gut, dafür hat sich aber durch- weg der Winterroggen in den letzten Wochen üppig entwickelt. Sommerweizen, Sommerroggen, Gerste und Hafer stehen hingegen im ganzen besser, als im vorigen Jahr um Mitte Juni, und ebenso versprechen Klee und Luzerne reichliche Erträge. Im Unterschied zum deutschen Bericht, konstatiert die vom ungarischen Ackerbauministerium veröffentlichte Uebersicht auf Grund der bis zum 10. d. M. eingelaufenen Meldungen, daß der zu erhoffende Ertrag an Körnerfrüchten hinter dem des Vorjahres zurückbleiben wird, und sowohl der Herbst- als der Frühjahrsanbau nur einen Mittelertrag verspricht. Die Anbau- fläche in Weizen ist um 83 000, die mit Roggen um 63 000 Katastral- joch zurückgegangen, während die Gersten-Anbaufläche um 37 000 Joch, die Hafer-Anbaufläche um 18 000 Katastraljoch gewachsen ist. Was die Weizensaaten anlangt, so sind die Aussichten in Alsöld und am rechten Donon-Ufer am besten, weniger gut in der Theißgegend und im Osten. Der offizielle Bericht kalkuliert einen Weizenertrag von 33,8 Millionen Doppelcentner in Weizen— um 7,8 Millionen Doppelcentner weniger als im Vorjahre, doch entspricht dieses noch immer dem Begriffe einer ziemlich guten Mittelernte. In Roggen wird der Ertrag auf 11,7 Millionen Doppelcentner kalkuliert, etwa 4,9 Millionen Doppelcentner loeniger als im Vorjahre. Der Gerste- Ertrag wird auf 12 Millionen Doppelcentner gegen 13,5 im Vorjahre kalkuliert. Hafer verspricht einen nicht wesentlich von dem Vorjahre abweichenden Ertrag(etwa 1,3 Millionen Doppelcentner weniger). Mais ist in der Entwicklung noch zurück..Kartoffeln, Gartengewächse und Kraut entwickeln sich gut, ebenso Hülsenfrüchte. Aus der österreichischen Reichshälfte lauten die Berichte über- Wiegend sehr zufriedenstellend. Die Wintersaaten, die sich anfänglich unbefriedigend entwickelt hatten, haben sich in den letzten vierzehn 'Tagen wesentlich erholt. Auch nach den Berichten aus Böhmen. Mähren, Oberösterreich und Galizien ist in Weizen ein mittlerer Ertrag, in Roggen eine ettvas über dem Mitteldurchschnitt stehende Ernte zu erwarten, obgleich aus einigen dieser Gegenden in letzter Zeit über zu große Trockenheit geklagt wird. Der russische, soeben von der Abteilung für landwirt- schaftliche Statistik des Ackerbauministeriums auf Grund von 8300 Meldungen veröffentlichte Bericht reicht nur bis zum 24. Mai. Auch in Bezug auf seine landwirtschaftliche Statistik hinkt Rußland hinter den westeuropäischen Staaten her. Im wesentlichen gelten jedoch die auf den Saatenstand in der zweiten Hälfte des Mai beruhenden Urteile auch noch für Mitte Juni. Im nordwestlichen Gebiet, den Gouvernements Pskow, Nowgorod, Wilna und Witebsk soll aller- dings nach russischen Zeitungsnachrichten seit Mai der Saatenstand sich eher verschlechtert, als verbessert haben, und auch aus der Krim und den nördlichen Gebieten am Asowschen Meer laufen neuerdings mancherlei Klagen ein, die sich aber zur Zeit nicht nach- prüfen lassen. Nach dem offiziellen Bericht ergiebt sich für die zweite Hälfte des Mai folgender Stand: schlecht standen die Wintersaaten~in zwei Rayons. 1. im Taurischen, Jekaterinoslawschen, Poltawaschen und einem großen Teil des Charkowschen Gouvernements, sowie in den südlichen Bezirken des Don-Gebietes, im Zarizynschen Kreise des Ssaratowschen Gouvernements und ebenso im Kubangebiet. Der unbefriedigende oder schlechte Stand der Wintersaaten in diesen Ge- bieten ist durch Dürre im Herbst und langandauernde trockene Winde im Frühling hervorgerufen, die dort in der zweiten Hälfte des März und einem großen Teil des April herrschten. Obgleich ansang Mai im Süden reichlicher Regen fiel, so kam er doch vielfach zu spät. Zum zweiten Rahön der schlechtesten Wintersaaten gehören die Seegouvernements(mit Ausnahme des Olonezschcn), das Kalu- gasche, Smolcnskische, Witebskische, Kownosche, Wilnasche und Ssuwalkische Gouvernement. An den bezeichneten Rayon schließen sich Gouvernements an, in denen die ungünstigen Bedingungen(unwirtlicher Herbst und schlechte Qualität des Saatskorns) hauptsächlich infolge früherer Aussaat weniger stark gewirkt haben. Zu diesen Gouvernements mit mittelmäßigem Stand des Winterkorns gehören die Ostsee- Provinzen, das Grodnosche, die nördlichen Kreise des Mohilewschen und das Olonezsche Gouvernement. In diesem Rayon bietet der Stand der Wintersaaten ein merkwürdig buntes Bild. Je nach der Qualität des Bodens, der Zeit der Aussaat und der Güte des Saat- kornes kann man ausgezeichnete oder ziemlich hoffnungslose, ja direkt schlechte Felder antreffen. Mittelmäßig stand auch der Winter- roggen in den Ural-Goubernements. Durchaus befriedigend waren dagegen die Wintersaaten in zwei großen Rayons. Der eine umspannt das Bessarabische, Kieivsche Gouvernement, Podolien und die südlichen Kreise des Wolhynischen Gouvernements, der zweite— das Rjasansche, Tambowsche, Pensasche, Ssimbirskische, Nishcgorodsche und Wladimarsche Gouvernement. Der Stand des Sommergetreides gleicht im allge- meinen dem des Wintergetreides, ist aber im Durchschnitt etwas besser. Gut stehen die Sommersaaten in einem großen Teil des Südwestgebiets, in den centralen Ackerbaugouvernements, in den Eis- und Transwolgo-Gouverncments. ferner in Teilen der Gouverne- ments Mohilew, Smolensk, Kaluga, Tula, Orel, Woronesh, Charkow. Im Asow-Gebiet, im nördlichen Kaukasus und in der Krim hat das Sommergetreide ein unbefriedigendes Aussehen, ebenso auch in den Gouvernements des Nordlvestgebicts, besonders in Nowgorod-Distrikt. In den Vereinigten Staaten von Amerika hat sich seit den? 1. Mai sowohl der Stand des Winterweizens als des Winterroggcns und des Hafers um mehrere Prozent verschlechtert, und. zwar für Winterweizen vom 1. Mai bis 1. Juni nach den Schätzungen des Washingtoner Ackerdauburcaus um über 10 Proz., für Winterroggen um 2,7 Proz. Die Ursache der Verschlechterung liegt darin, daß im letzten Drittel des Mar die Saaten am unteren Missouri und in Teilen des Mississippithaies, besonders in Iowa, im Osten von Kansas und Nebraska sowie im Westen Missouris durch starken Regen gelitten haben, während in Neu-England und dem Norden der mittleren atlantischen Staaten sowie in Florida die trockene Witterung anhielt und auch in einigen Teilen der mittleren Golfstaaten und im Süden von Texas ver- gcbens auf Regen gewartet wurde. Ebenso versprach der Stand des Winterweizens im nordwestlichen Gebiet der Vereinigten Staaten, in Washington und Oregon, sowie in Kalifornien nur einen knappen Mittelertrag, während der Sommerweizen sowohl in Washington und Oregon, als in Idaho, Montana, Dakota und Nebraska eine reichliche Ernte erhoffen läßt. Trotz dieses in manchen Staaten ungünstigen Standes des Winterweizens wurde der wahrscheinliche Ettrag am 1. Juni auf 483 Millionen Bushels geschätzt, da die mit Winterweizen bebaute Fläche sich gegenüber dem vorigen Jahre um 5 526 000 Acres vergrößert hat und in diesem Jahre ungefähr 33 107 000 Acres umfaßt. Auch der Sommerweizen, der ebenfalls beträchtlich mehr angebaut worden ist als im vorigen Jahre, wird nach der Ab- schätzung am 1. Juni circa 40 Millionen Bushels(— 36,24 Liter) mehr bringen, so daß auf einen Gesamtertrag an Weizen von beinahe 782 Millionen Bushels gerechnet wird, während die vor» jährige Ernte nur 670 Millionen Bushels lieferte. Indes haben seit Beginn des Juni heftige Regenfälle in Missouri, Kansas und Iowa nicht nur den Stand der Wintersaaten weiter verschlechtert. sondern auch große lleberschwemmungen im Flußgebiet des Missouri und oberen Mississippi zur Folge gehabt, durch die viele ausgedehnte Weizenfelder zerstört worden sind. Die obige Berechnung muß des- halb als zu hoch gelten. Immerhin dürfte der diesmalige Weizen« ertrag den vorjährigen recht erheblich übersteigen. Dagegen wird, trotz seines relativ besseren Standes, der Roggen und noch inchr der Hafer im Vergleich zum Vorjahre einen Minderertrag liefern. da die Vergrößerung des Wcizenareals teilweise auf Kosten der vorjährigen Roggen- und Haferfläche geschehen ist. Welchen Ertrag der Maisanbau liefern wird, läßt sich noch kaum abschätzen. Im Missourigebict, besonders im Osten von Kansas und Nebraska, sowie in Iowa wurde die Maissaat zum großen Teil fottgespült, so daß erhebliche Neuanpflanzungen nötig' Iverden. In Iowa dürfte dabei die Anbaufläche wesentlich ver- kleincrt werden. In Illinois war Ende Mai die Maisaussaat vollendet und der Stand der aufgegangenen Saaten sehr gut; ebenso hat sich in den Südstaaten die Maissaat sehr günstig ent» wickelt. Faßt man die verschiedenen Berichte und Abschätzungen in einem Gesamtüberblick zusammen, so ergiebt sich, daß in Deutsch» land auf eine reichliche Mittelernte zu rechnen ist; der Weizen wird vielleicht nicht ganz den vollen Ertrag bringen, wie im Vorjahre; dagegen versprechen Roggen, Hafer und Gerste Mehr» erträge. Oestreich-Ungarns Getreide-Ernte wird voraussichtlich hinter der des Vorjahres nicht unbeträchtlich zurückbleiben, besonders was Weizen anbetrifft, während Roggen, Hafer und Gerste nur etloa 8 bis 10 Proz. weniger liefern dürften. Rußland kann auf eine gute M itteler ntc rechnen; der Weizenmisfall wird wahrscheinlich durch höheren Roggencrtrag gedeckt. Der Saatcnstand der Vereinigten Staaten läßt einen beträchtlich höheren Weizenertrag erwarten als im Vorjahre; dagegen dürfte Gerste ungefähr den gleichen Ertrag, Roggen und Hafer aber Minder» erträge liefern. Der Mais verspricht nach seinem Stande zu Ann fang Juni eine gute Ernte. Tat. r? Spezlal- V Stoff-Hosen 4- M Ost« Förster Fabrikate in «chOnen Mustern. Enorm billig. Angebot in folge Aufkaufes eines gross. Fabriklagers, 3.50 Gediegene, vornehm« Mass-Anfertigung Billigste Preise Englische Giimi-Regen-Mäntel intoeh" 15 mit Stempel„Makintoeh* rrclrelhig, sehr haltbare Qualitäten, soweit Vorrat. Um die grossen Vorräte zu räumen, bedeutend unt. Preis Zu den Serien, Zur Reise >5 Herren-Sommer-Joppen..... s.».»». ub Herren-Luster-Jackets.....-.s, 4.bo, 8.60 Gestreifte Lüster-Jackets.......... 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Nach Lage der Verhältnisse hätten sich die Kassen damals mit einem Rezepturrabatt von 10 Prozent begnügt und wahrscheinlich auf andre Forderungen, wie sie später aufgestellt worden sind, verzichtet. Aber die Apotheker unterschätzten die gewaltige Macht der Krankenkassen-Organisation, wie sie durch die Central- kommission geschaffen ist, und nur daraus erklärt sich, daß sie damals die Vergleichsvorschläge, die wiederholt vor dem Einigungsamte des Berliner Gewerbegerichts unter dem Vorsitz des Herrn Direktor v. Schulz gemacht wurden, ablehnten und daß sie auch bei den späteren Einigungsverhandlungcn recht wenig Entgegenkommen zeigten. Durch dieses Vorgehen haben sich die Apotheker selbst recht empfindlich geschadet, namentlich aber damit, daß infolge des Kampfes die Droguisten für alle freigegebenen Medikamente zur Kassenlieferung zugelaffen worden sind und den Apothekern dadurch eine bedeutende Konkurrenz geschaffen ist. Und es war für die Apotheker die höchste Zeit, daß sie den Kassen endlich an- nehmbare Vergleichsvorschläge unterbreiteten, denn sonst wäre wahrscheinlich der Plan zur Ausführung gelangt, daß mit einer genügenden Anzahl von Apothekern, welche die Bedingungen der Kassen anerkennen, langfristige Verträge vereinbart wurden und die übrigen Apotheker dauernd von der Kassen- lieferung ausgeschlossen blieben. Der Boykott, der durch die Länge der Zeit zu einer ständigen und ganz regulären Einrichtung der Kassenmitglieder geworden ist, hat bewiesen, daß der Plan sehr gut durchführbar wäre. Das dürste wohl der wesentlichste Grund sein, der die Apotheker zu dem für beide Teile wünschenswerten Frieden veranlaßt hat, zumal sie die Wahr- nehmung machen mußten, daß absolut keine Absplitterung der Kassen stattfindet, sondern im Gegenteil sich noch in letzter Zeit auch die wenigen noch fernstehenden Kassen dem Boykott an- geschlossen haben. Die von uns schon in der Nr. 134 mitgeteilten Einigung?- bcdingungen sind am Donnerstag sowohl in der außerordentlich stark besuchten Versammlung der Kassenvorstände und Verwaltungsbeamten als auch in der Versammlung der Apothelervereinigung angenommen worden. Ein Teil der Kassenvorstände forderte allerdings weitergehende Zugeständnisse; schließlich wurde aber doch den Einigungsbedingungen zugestimint, welche zwischen der Centtalkommission und dem Vor- stände der Apothelervereinigung vereinbart sind und die wie folgt lauten: 1. Die der Centtalkommission angeschlossenen Krankenkassen heben den Apothekenboykott auf und stellen ihren Mitgliedern die Entnahme der den Apothekern vorbehaltenen Arzneimittel aus be- liebiger Apotheke frei. 2. Die freigegebenen Arzneimittel werden auf den bisherigen gelben Formularen verschrieben und aus Droguen- geschästen bezogen. Ucbergicbt jedoch ein Kassenmitglied freiwillig ein solches Rezept einer Apotheke, so ist der Apotheker zur An- fertigung berechttgt und kann die Bezahlung nach der mit den Dro- guisten vereinbarten Preisliste beanspruchen. Kein Apotheker darf jedoch weder selbst, noch durch seine Angestellten auf solche gelben Rezepte fahnden. Verstöße gegen diese letztere Bestimmung sind dem Vorstande des„V. d. A." zur Vcrlvarnung anzuzeigen. Nach zwei- maliger Verwarnung kann im Wiederholungsfalle bei der„Einigungs- Kommission" die Ausschließnng des schuldigen Apothekers von der Lieferung beanttagt werden. 3. Aus der Liste der„steiaegebcncn Mittel" sind alle diejenigen zu stteichc», bei denen die'Rechtslage zweifelhaft ist. 4. Die Krankenkassen verpflichten sich, den Droguisten solche Recepte nicht zu honorieren, welche dieselben gesetzwidrig angefertigt haben. 6. Die sogenannten„Handverkaufsmittel" werden von den Apothekern berechnet auf Grund einer„Handverkaufsliste", deren Feststellung und alljährliche Durchsicht— letzteres nach dem Er- scheinen der amtlichen Taxe— durch eine Kommission geschieht, lvelche aus der gleichen Anzahl stimmberechtigter Vcrtteter beider Parteien bestehen soll. Zu Grunde gelegt wird dabei die Frölichsche Handverkaufstaxe von 1301. Aufgenommen werden außerdem fabrikmäßig hergestellte Arzneimittel, z. B. Kapseln, Globuli, Tabletten sowie eine Anzahl gebräuchlicher Lösungen usw. Be- züglich derjenigen Mittel, welche während des Boykotts auf den Rezeptpostkarten verschrieben wurden, sollen besonders billige Preise vereinbart werden. ö. Specialitäten in Originalpackung werden mit 60 Proz. Auf- schlag auf den Einkaufspreis berechnet, soweit der Originalpreis nicht billiger ist. 7. Die Apotheker gewähren auf die Rezeptur einen Ra° batt von IK�/g Prozent und fertigen sämtliche Rezepte, wie vor dem Boykott, auf Kredit an. Die Rezepte jedes WkonatS werden bis zum 15. des nächsten Monats den Kassen eingereicht und müssen von diesen bis zum IS. des darauf folgenden Monats bezahlt werden. 8. Bezüglich der Gefäße usw. bleibt eine spätere Regelung durch die Etnigungskommission vorbehalten. Kommt eine solche nicht zu stände, so greifen dieselben Bestimmungen Platz, wie vor dem Boykott. 3. Die in den§§ 2 und 6 genannte Einigungskommission hat auch alle Stteitigleiten, die über irgend einen Punkt dieses Vertrages entstehen, zu untersuchen und zu entscheiden. Die Leitung der Vcr- Handlungen wechselt dabei sitzungsweise zwischen den Parteien. Von beiden Parteien hat stets nur die gleiche Anzahl von Verttetern beschließende Stimme: im übrigen unterliegt die Zahl der Mit- glieder in jedem Falle besonderer Vereinbarung, doch müssen von jeder Seite mindestens vier Vertreter entsandt werden. Kann in einein Falle eine Einigung oder ein Mehrheitsbeschluß nicht erzielt werden, so ist der Herr Oberbürgermeister oder dessen Stellvertreter zu ersuchen, das Amt des Schiedsrichters selbst zu übernehmen oder einen Schiedsrichter zu benennen. 10. Der zwischen den Krankenkassen und den Apotekcrn zu schließende Vertrag soll möglichst am 1. Juli 1303 in Kraft ttcten und läuft bis zum 3t. Dezember 1305. Die Kündigung muß 1f2 Jahr vor Ablauf des Verttages erfolgen. Geschieht dies nicht, so gilt der Vertrag stets als um 1 Jahr verlängert. Die von einzelnen Kassen etwa mit Apothekern geschloffencn Sonderverttäge müssen von den Kassen zum frühesten vertragsmäßig zulässigen Termin gekündigt werden, auch für diese Kassen findet jedoch dieser Vertrag schon vorher sinngemäße Anwendung. 11. Der V. d. A.-B. verpflichtet sich, die Apotheker, welche während des Boykotts mit den Krankenkassen Verträge abgeschlossen hatten, in keiner Weise materiell zu schädigen, sie auch nicht durch Anzeigen bei Polizei oder Gerichten zu belästigen usw. Die Krankenkassen verpflichten sich dagegen, bei Inkrafttreten des Vertrages die Rezept-Sammelstellen aufzuheben, die„Boykott« Rezepte", Rezept-Postkarten, Rezept-Sammelkästen usw. einzuziehen, sowie von der Aufhebung des Boykotts die Aerzte und die Kranken- kassen-Mtglieder möglichst ausgiebig zu benachrichtigen; zu den Kosten der Veröffentlichung usw. ttägt der V. d. A.-B. 1000 M. bei. 12. Der Einigungskommission sind sämtliche Beschwerden, welche von einer vertragschließenden Partei gegen die andre vorgebracht werden, zur Erledigung zu unterbreiten. Der Kommission steht auch die endgültige redakttonelle Festlegung dieses Vertrages zu. Auf Grundlage dieser Bedingungen soll nun, nachdem noch alle Einzelheiten festgesetzt sind und namentlich die Handverkaufsliste auf« gestellt ist, der Abschluß des Vertrages stattfinden. Huö der frauenbewegun� Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse Weißens« hält am Montag, den 22. Juni, abends Uhr, im Vereinshause, Charlottenburgerstt. 160, seine erste Mitgliederversammlung ab. Vortrag von Frl. Adele Schreiber über: Kinderwelt und Prostitution. Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. BHekkasten der Redaktion. Wahlkontroklcur. Dazu ist der Protokollführer nicht verpflichtet. Ziege. 1000 000.— Krause. Nach der Stichwahl.— Kronach» Bayer». Verein für Feuerbestattung: Berlin, Breitesw. 5.— K. W. 100. 1. Martin Lutherswaßc, Ecke Wartburgsttaße. L. und 3. Ja.— ff). W, Im Skatspiel wagen wir uns nicht als Schiedsrichter auszuspielen.— f. M. Zu finden im 2. Teil des Adreßbuches. JuriftiTcher Ceit. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit AiiSnahm« deS Sonnabends von?>/, bis 9'/i Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. R. 2, 4. Der Meister hat kein Recht, da er einen schriftlichen Lehrverttag nicht geschlossen hat. Den cinbehaltcncn Anzug hat er herauszugeben.— R. B. 42. 1. Wenden Sie sich an ein Antiquariat. 2. Nein: der Schaden müßte eingeklagt und dann Zwangsvollstreckung in die cinbchallcnen Bücher vorgenommen werden.— Gninbinnen. Wenden Sie sich direkt an das Polizeipräsidium.— CT. R. 38. Ihnen steht sechswöchcntliche .Mndigungssrist zum Quartalsersten zu.— W. M. 1. Ja. 2. Nein. O. L. 2. 42. 1. und 2. Ja. 3. Ja. Schlagen ist unzulässig. Legen Sie bei der Schuldeputation eventuell Beschwerde ein. 4. Ja. Ob die Heimarbeiterinnen verheiratet oder unverheiratet sind, ist sür die KIcbepflicht gleichgültig.— Karl 100. 1. In der Regel ja. Portiers, Psörtuer, Hausrcinigcr usw. sind dann versicherungspflichtig, wenn die Wohnung über den Bedarf des Portiers und seiner Familie hinaus einen VennögenSoorteil darstellt oder ein Bewag gezahlt wird, der über den Wohnungsbedars eines Portiers und seiner Familie hmausrcicht. 2. Ja.— X, f). Z. Jawohl. WAARENHÄUS HERMANN UETZ Leipzigerstrasse 46-49— Krausenstragse 46-49. Montag Dienstag Mittwoch Vorzugs-Preise soweit der Vorrath reicht Wir haben einen grossen Lagerposten Waschstoffe Serie I Batist-Percal Waschseide T Mtr. Serie II Pique, Brocat Zephyr, Batist etc. bltt. 35 Pf. Schuhe Daitien-Leder-Hausschuhe 1™,,..,�.. Chevreaux-Schnür» Knopfstiefel 1 Ghevreaux-Schnür- u. Knopfstiefel... Herren-Chevreaux-Zug-, Schnür- u. Schnallenstiefel... Herren-Chevreaux u. Box-Calf 1'chzz!su°i Zug-SchnÜP-, Knopf- u. Schnallenstiefel Kinderstiefel, Ziegenleder b-»-»«. Formen Grösse 18/21 21/24 25/26 27/30 260 880 QUO 9 90 1325 31/35 1 60 260 gSO 48O gSO Sonnenschirme Batist U. 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Marschall, Gertraudtenstr. 13/14. W. Rein icke, Neue Friedrichstt. 9/10. A. Neumann, Bcuthftr. 4. Jacob u. Landsberger, Nicderwallst. 10. Wohlmann& Co., Spittclmarkt 11. A. Stiller, Jägcrstt. 25. D. Lewin jun., Neue Friedrichstt. 59. F. Girke, Potsdamerstt. III, J. Basiel-Ivanow, Breitestr. 3. Perleberg, Kroncnftt. 21. L. Bauchwitz son., Neue Königstr. 85. Jellenick, Blumenstt. 79. Außerdem gelten alle Werkstätten der Pelz- und Mützenbranche, die bis jetzt als bewilligt nicht ausgeführt sind, als gesperrt. Zur Entscheidung kommen im Laus dieser Woche folgende Firmen: V. Manheimer, Oberwallstt. 6/7. M. Silberberg, Prenzlauer Allee 12. Wir ersuchen die Kolleginnen und Kollegen dringend, nur durch unsrcn Arbeitsnachweis(Restaur. Maquardt, Mendelssohnftt. llVArbeit nachzusuchen. Ter Vorstand deS Verbandes der Kürschner Berlins und Umacgcnd. 102/7* I. A.: Grandel, Vorsitzender. Verantwortlicher Redakteur: Carl Leid, in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer ed Co., Berlin SW.