Nr. 149. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn z tart, für das übrige Auslans 2 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonelzeile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die Wahlen im Industriebezirk. Dienstag, den 30. Juni 1903. gewohnheitsmäßig Centrum wählen, in dem Eifer für die Centrumssache Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Gott sei Dant, daß nunmehr auch in Oberschlesien der Wahlerlahmen, sie werden passiv und beschleunigen damit den Rückgang fampf beendet ist; noch am letzten Tage bin ich mit knapper Not dem der bisher stolzesten Partei im Industriegebiet. Das Centrum hat Tode entgangen; die mir beigebrachten Verlegungen sind schwer und sich mit seinen freiwilligen Haustnechtsdiensten für die Scharfmacher- bösartig, nur mein harter Kopf hat mich vor dem Tode gerettet, den partei selbst die Schlinge gelegt, in der es sich zu Tode zappelt. Ein meine Feinde sicherlich herbeigeführt hätten, wenn nicht eine polizeiunrühmliches aber verdientes Ende. liche Person, auch ein Gegner und der Wahlvorsteher eingeschritten bolle Sache geschah, wie gesagt, am Tage der Stichwahl und zwar wären. Die für das oberschlesische Centrum wieder einmal so schmachin dem Dorfe Broslawig im Kreise Tarnowig, wo auch schon im Jahre 1898 einer unserer Genossen eine derbe ultramontane Lektion erhielt. Meine Hoffnung, daß die Broslawizer etwas verständiger geworden seien, als sie vor fünf Jahren waren, ist also arg getäuscht worden. Bwvei Mandate und 155 000 Stimmen brachte die Stichwahl für dke Socialdemokratie in den vier rheinisch- westfälischen hochindustriellen Wahlkreisen, Duisburg- Mülheim, Effen, Bochum- Gelsenkirchen und Dortmund- Hörde. Obwohl die Gegner sich einmütig unter der Es wurde aber auch Zeit, daß der ultramontane Uebermut geDrdnungsfahne zusammenscharten, entriffen wir den National- brochen wurde. Auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens machte liberalen in Bochum und Dortmund das Mandat, blieben in Essen sich der ultramontane Geist, den einzelne Personen oft in den Dienst nur noch um 6000 Stimmen hinter dem nationalliberal unter ihrer persönlichen Interessen zu stellen wußten, in so gemeingefähr stützten Centrum und in Duisburg mit ebenso viel Stimmen hinter licher Weise bemerkbar, daß überall da, wo man nicht gerade die dem der Centrumsgnadenſonne sich erfreuenden Scharfmacher- unentbehrliche Unterstützung der Ultramontanen sich gefallen läßt, Verbandsmitglied Dr. Bäumer, Kandidat der Nationalliberalen, die Gesamtheit, so weit sie nicht zum Ultramontanismus und Scharf auch in das Wahllokal in Broslawig, in die dortige Schule. Ich Auf meiner Revisionsfahrt durch den Kreis Tarnowiz kam ich zurüd. Das Ergebnis der Stichwahl ist folgendes; es erhielten machertum gehört, einmütig gegen die Gesellschaft zusammen steht. betrat diese grüßend, den Hut abnehmend und blieb an der Thür Das zeigte sich deutlich in Essen. Obwohl die Parole des nationalen stehen. Auf die Behauptung des Vorsitzenden, daß ich als Fremder Wahlkomitees auf Unterstügung des Centrums gegen die Social- im Wahllokale nichts zu suchen und dasselbe sofort zu verlassen habe, demokratie lautete, gaben bekannte, nicht zu den oberen Zehn- protestierte ich natürlich. Der Wahlvorsitzende trat an mich heran tausend gehörende nationale Wähler und Führer die Gegen- und drängte mich heraus, seine beiden Kollegen griffen mit ein und parole aus und entfachten in diesem Sinne auch eine ziemlich starke ich eilte schnell die Treppe hinab, auf die mich die drei Wahlleiter Bewegung. Der Erfolg war, daß dem Centrum nur die Stimmen verfolgten. Dieser Vorgang war von den unten am Hause und auf der Straße stehenden und gehenden Personen aus Broslawitz gehört der Bestsituierten aus dem Lager der Anti- Ultramontanen zufiel; die und gesehen worden und sie meinten eine gute Gelegenheit gefunden Arbeiterschaft, welche im ersten Wahlgange national wählte, stimmte zu haben, um ihren Mut an einen Socialdemokraten ausfast geschlossen für die Socialdemokratie; wir gewannen in der Stich- zulassen. Wie Tiger stürzten sie von allen Seiten auf mich wahl ca. 12 000 Stimmen, das Centrum nur 4000. los, es tamen ungefähr 30 Personen zusammen, von denen auch kein Stimmen: Duisburg.. Bochum Effen Dortmund Socialdemokratie Hauptwahl| Stichwahl Gegner zusammen Hauptwahl| Stichwahl 23 284 29 932 50 334 39 135 22773 52 000 71 137 33 000 57 557 33 305 118 497 36 430 50 500 39 840 39 074 165 844 Das sind alles bedeutsame Zeichen, an denen sich erkennen einziger vernünftig genug war, die wütende Bande zurückzuhalten, läßt, daß das Ruhrrevier reif ist für die Socialdemokratie. In insbesondre zwei thaten sich hervor durch heftige Stockschläge und Centrumskreisen scheint auch schon die Erkenntnis sich Bahn gebrochen Steinwürfe, so daß ich bald aus mehreren schweren Kopfwunden zu haben, daß es mit der Zukunft des Centrums im Ruhrrevier Centrumshelden noch weiter trattierten. Ich mußte gänzlich passiv blutete und zu Boden geworfen wurde, wo mich dann die vorbei ist, daß man auf Erfolge als selbständig kämpfende Partei bleiben, weil ich keinerlei Waffe besaß, bis endlich der Wahlnicht mehr rechnen kann. Bezeichnenderweise find es ultramontane vorsteher die hauenden und werfenden Leute beruhigte. Er nahm Blätter, welche nun für Einstellung des konfessionellen Kampfes und mich in seine nahe gelegene Wohnung mit, wo ich mich wusch und für Zusammenschluß der bürgerlichen. Parteien gegen die Social- meine Sachen reinigte, die vom Schmutz der Straße und von Blut demokratie plädieren. Mit dem Ruf des Centrums als stärkstes starrten, und dann verließ ich das christlich- katholische Dorf, um mich Bollwert gegen die Socialdemokratie ist es vorbei, das Centrum endgültig aus dieser von brüderlicher Christenliebe triefenden Geselltapituliert, feine Hoffnungen beruhen auf einem Bündnis mit der schaft zu retten." Scharfmacherpartei. Kommt das Kartell zu stande, uns soll's freuen, Anlaß dazu; uns verschone sie damit. Hier mag die Frankfurter Zeitung" Moral predigen, hier ist so oder so: der Socialdemokratie gehört das Ruhrrevier. Streifzüge durch das Wahlfeld. Wahltrawalle. 39 398 44 432 154 330| 223 460 Die Socialdemokratie gewann in der Stichwahl noch über 35000 Stimmen, die koalierten Gegner verloren über 57 000 Stimmen. Mit diesem Resultat kann die Socialdemokratie wohl zufrieden sein. Mehr noch als das erzielte Resultat, machen die Umstände, unter denen es erkämpft werden mußte, den Ausgang der Wahl für uns zu einem großen Erfolge, der die allerbesten Aussichten auf die Zufunft eröffnet. Das Hauptmittel, die Arbeiter von der Socialdemokratie fern zu halten, war im Ruhrrevier bisher neben dem wirtschaftlichen Druck die konfeffionelle Heze. Unter diesem Zeichen wurde noch in der diesmaligen Hauptwahl der Kampf geführt seitens der schwarzen und blauen Demagogen. Der Wahlausfall am 16. Juni brach dieser Taktik der Gegner das Genid. Erkennend, daß trotz aller Hezze und Wahlbeeinflussung die Socialdemokratie zur stärksten Partei geworden ist, ließ bei den Centrumsdemagogen und den nationalen Patrioten, die Die Reichstagswahl in der Provinz Brandenburg. als Weder des evangelischen Glaubens stets sich aufspielten, die wahre Im Jahre 1898 wurde in der Provinz Brandenburg ein Natur zum Vorschein kommen. Ein Klaffenkampf in wildester Form socialdemokratischer Sieg( Niederbarnim) erfochten, durch die Stich entbrannte, auf der einen Seite kämpfte die zielbewußte Arbeiterwahl traten Teltow- Beeskow, Forst- Sorau, Kottbus- Spremberg, schaft, auf der andern Seite standen Scharfmacher und Pfaffen, Die Frankfurter Beitung" fieht sich zu Betrachtungen heraus fünf Brandenburger Mandaten find brei sogleich bei der Hauptwahl durch die Nachwahl( 1900) noch Westhavelland hinzu. Von diesen schwarze und blaue. Mit Ausnahme von Essen, wo wir einem gefordert" über die Wahlkrawalle an verschiedenen Orten, die nach behauptet: Niederbarnim, Teltow- Beeskow und Westhavelland. Vei Centrumsmann gegenüberstanden und die evangelische Arbeiter und ihr zwar nicht von den socialdemokratischen Leitungen, wohl aber ber Stichwahl trat als vierter eroberter Streis Frankfurt- Lebus Beamtenschaft offen gegen uns ein Bündnis der Nationalliberalen hält es deshalb wieder einmal für angebracht, uns gute Ratschläge Stottbus: Spremberg sind an die Gegner verloren gegangen. Ob von socialdemokratisch gesinnten Leuten ausgegangen feien, und sie hinzu. Die im Jahre 1898 eroberten Mandate von Forst- Sorau und mit den Ultramontanen opponierte, ist diesmal im rheinisch- west- zu geben, wie nötig wir als demokratische Partei es hätten, unfre und wieviel socialdemokratische Mandate in der Provinz Brandenburg fälischen Juduſtriegebiet wie kaum je zuvor den abhängigen Arbeitern Anhänger zu unbedingtem Respekt vor dem allgemeinen Wahlrecht und erobert werden, wenn Kaffationen von Mandaten wegen der massenhaft das Wahlrecht beschnitten worden. Maffenkündigungen wurden an- deffen Botum zu erziehen. Statt dessen hätten wir den Wahlkampf geübten Wahlbeeinflussungen eintreten werden, steht natürlich noch dahin. gedroht durch Anschläge und Ansprachenfalls der Socialdemokrat vielfach roh geführt. gewählt werde. In vielen Fällen rissen Vorgesetzte Arbeitern die Die Frankfurter Zeitung" sollte ihre unerbetenen Ratschläge rungenen Mandate betrachtet, ungünstig abgeschnitten, so verhält Hat die Provinz Brandenburg demnach allein die Zahl der er Stimmzettel unsres Kandidaten aus den Händen, Meister und Beamte für sich behalten und sich lieber erst einmal um die Thatsachen es sich ganz anders, wenn man die Zunahme der socialdemokratischen bekundeten ihre Arbeiterfreundlichkeit durch Spendung von Freibier fümmern. Erstens haben wir die Märchen der„ Freisinnigen Zeitung" Wahlstimmen betrachtet. Hier hat die Provinz, und zwar ins über angebliche Roheiten und Erzesse unsrer Anhänger im Wahl- besondere auf dem platten Lande, weit mehr Erfolge und Wahleigarren im Wahllokal. Während durch List', Betrug und Gewalt den abhängigen Erfindungen erwiesen; davon hat die Frankfurterin allerdings nie- Durchweg hat eine erhebliche Zunahme der Stimmen tampfe Fall für Fall als Richtersche Gespensterscherei oder dreifte aufzuweisen als von optimistischter Seite aus angenommen war. Wählern das freie Wahlrecht beschnitten wurde, arbeiteten mit Hochmals Notiz genommen. Man hat unsre Parteigenossen der stattgefunden. Das veranschaulicht folgende Tabelle, der die druck die katholischen Kapläne und ultramontanen Blätter für die Wahrheit zuwider des Totschlags bezichtigt. Wir haben den Wahl der Scharfmacher. Vornehmlich in Dortmund feierte die Schwindel aufgedeckt: nichts davon in der Frankfurter Zeitung" jegt bekannt gewordenen offiziellen Angaben für die Wahlresultate schwarze Reaktion und das Scharfmachertum ein Verbrüderungsfest, zu lesen. Wir haben zahlreiche Centrumsroheiten gegen unsre Partei- von 1903 zu Grunde gelegt find. daß die nahe Verwandtschaft dieser beiden gar nicht mehr sich genossen geschildert, kein einziger Fall ist berichtigt worden: nichts leugnen läßt. Geistesknechte und Gewaltpolitiker fanden sich davon in der Frankfurter Zeitung". Wie steht es in Wahrheit mit Strawallen bei der Stichwahl? zusammen, dies nette Brüderpaar wollte dem Siegesmarsch Zu dem Krawall in Hagen wird der Freien Presse" in der Socialdemokratie hindernd sich entgegenstellen. Mit welchem Elberfeld geschrieben, daß die Menschenansammlungen vor dem Lokale Erfolge, lehrte der Wahlausfall. Und zu dem Mißerfolge der Hagener Zeitung" sehr einfach durch die Thatsache zu erklären gefellte sich die offene Bloßstellung des Centrums als feiler find, daß die Zeitung vorher bekannt gemacht hatte, sie würde Wahl- Westprignitz Dirne des Scharfmachertums und des katholischen Klerus als Ein- resultate anschlagen. Die rohe Gewaltthat, die der Polizei Anlaß Ostprignitz segner dieser Gemeinschaft. Während vor der Hauptwahl in der zum Einschreiten gab, bestand darin, daß der bekannte frei- Ruppin- Templin Centrumspreffe und in den Centrumsversammlungen die National- innige Bauführer Wiemer einen Mann blutig schlug. Und aus Prenzlau- Angermünde liberalen als Arbeiterfeinde in der wütendsten Weise bekämpft dem Einschreiten der Polizei entwickelten sich dann die weiteren Oberbarnim. wurden, während man den Wählern zurief: kein vernünftiger In Dortmund trägt einzig und allein das grundlose und Botsdam- Dsthabelland Arbeiter kann nationalliberal wählen! und man den Kampf gegen schneidige Vorgehen der Polizei die Schuld an den Krawallen. Wir Westhavelland den Nationalliberalismus zur Glaubenssache für jeden Katholiken hatten dazu bereits eine Mitteilung von uninteressierter Seite. Bauch- Belzig- Luckenwalde stempelte, während in den Kreisen, wo das Centrum in der Stichwahl Jezt lesen wir sowohl im Dortmunder Generalanzeiger" wie in Teltow- Beeskow- Storkow einem Nationalliberalen gegenüber stand, solche Argumente die aus der amtlichen„ Dortmunder Zeitung" ziemlich übereinstimmende schließlichen Stichwahl- Kampfmittel der Schwarzen abgeben mußten, Berichte, aus denen hervorgeht, daß die Menge nichts weiter gethan, Regierungsbezirk Potsdam. 49 641 88 074 111 265 175 268|| 64 003 war in Dortmund, Bochum und Duisburg, die vorher so start be- hat, wie da zu sein und auf das Resultat zu warten. Ganz ohne Arnswalde- Friedeberg tonte Boltsfeindlichkeit und Jesuitenfeindschaft des gottlosen Stapita- Not erschien bann ein ganzer Wagen voll Schuyleute und diese gingen Landsberg- Soldin. lientus vergessen, fast ohne Ausnahme riefen die ultramontanen gegen die Menge vor. Wie sie das gethan, dafür nur einen Satz Königsberg i. Neum.. aus dem„ Dortmunder General- Anzeiger": Frankfurt- Lebus Blätter und die Kapläne die katholischen Gläubigen auf, zur Rettung Man sah das Bligen der Säbel, die, wenn fie statt eines Sternberg des Christentums nationalliberal zu wählen! Das Menschen den Boden trafen, dem Pflaster helle Funken entlockten." Züllichau- Krossen Unternehmertum ließ solche Wahlhilfe natürlich gern sich gefallen, Frauen und Kinder wurden rücksichtslos mit Säbeln blutig ge- Guben- Lübben nun konnte schärffter Terrorismus gegen die Arbeiter ungehinderter schlagen und die Aerzte waren start in Anspruch genommen. Daß Sorau- Forst. ausgeübt werden, das Centrum konnte jetzt darin keine Stonkurrenz bei folchem Vorgehen die Polizei eine Menge, die bisher unter Kottbus- Spremberg mehr erblicken, im Gegenteil, zu der tollsten Wahlbedrückung, die je nationalliberaler und Centrumsherrschaft gestanden, erregt wird und Kalau- Ludau im Ruhrrevier betrieben worden ist, gab der katholische Klerus, gab Widerstand leistet, wen wundert das? die ultramontane Presse den christlichen Segen In Offenbach ist nichts weiter geschehen, als daß ein dummer Regierungsbezirk Frankfurt Junge bem Dr. Becker, dem neuen Abgeordneten, den Hut an- Regierungsbezirk Potsdam. getrieben hat. Darauf haben einige andre Radaubrüder Hurra ge- Provinz Brandenburg schrien und das hat der Polizei Anlaß zum Einschreiten gegeben. der Stimmenraub, Gewalt und Brutalität richteten sich ja gegen die Socialdemokratie. Krawalle. " amtlich ermittelten Wahlresultate von 1890 bis 1898 und die bis Zunahme von 1898 aut 1908 Areis Socialdemokratisch haben gewählt im Jahre 1 798 1890 1898 1898 1908 323 2221 3 918 1 697 27 1 330 1731 1 843 433 3 105 4 170 6775 112 2605 1 704 3 509 3 929 5 243 1314 836 4 254 5 075 7202 2127 13 362 17 044 23.017 38 364 15 847 4 977 10 140 11 618 15 711 4.093 6 285 7712 9 263 11 288 2025 6525 7 758 7 542 11 070 3528 19 169 31 424 42 699 73 854 31 155 Niederbarnim Hinzu: . • 1695 923 743 1 362 232 3 823 4 940 3170 1 808 6.985 2045 2 383 8 380 3 538 5 238 6 945 9122 9 902 12 317 2915 52 1 005 1 346 1 582 236 1479 2 066 2 487 3742 1255 2882 3 107 4 373 5940 1567 6 052 7.012 8 863 10 604 1741 5 610 6 452 7 950 9146 1196 2 585 3.868 5 487 9 163 8 676 29 183 39 778 50 248 68 382|| 18 134 49 641 88 074 111 265 175 268 64 003 78 824 127 852 161 513| 243 650|| 82 137 Daß trotzdem die fromme Methode mißlang, ist das schlimmste Daraus machen die Offenbacher Ordnungsblätter eine Räuber- Die Provinz Brandenburg hat von der Wahl 1890 bis 1803 Unheil für das Centrum, die offene Verratspolitik, die selbst dem geschichte, als ob die sittlichen Grundlagen der ganzen menschlichen um 49 058, von 1893 bis 1898 um 33 655, von 1898 bis 1903 um Blödesten die Augen öffnen muß, hat jetzt schon tausende ehemalige Gesellschaft erschüttert wären durch den Krawall einiger unreifer mehr als das Doppelte, nämlich um 82 137 Stimmen Centrumswähler der Socialdemokratie in die Arme getrieben und Schreihälse. Dagegen wissen sie fein Wort zu berichten von dem zugenommen. Dasselbe erfreuliche Ergebnis bleibt, wenn man der Zuzug aus diesen Reihen wird nun andauernd so start bleiben, Krawall, den Herr Dr. Becker selber an der Spize seiner Getreuen die beiden Wahlkreise Teltow Beeskow und Niederbarnim völlig daß für das Centrum jede Aussicht geschwunden ist, die verlorene am Hauptwahltage in Sprendlingen, seinem Wohnorte, abrechnet. Es hätte dann die Zunahme bei der Wahl 1898: 16 407, 1903: 35 635 Stimmen betragen. Wenn gerade das platte Land die Position zurückzuerobern oder gar noch wirkliche Erfolge zu erzielen. Wie dagegen die Centrumsfanatiker verfahren, das zeigt ein Be- relativ besten Erfolge aufzuweisen hat, so legen die ReichstagswahlDas Bewußtsein, nuglos zu kämpfen, läßt große Massen katholischer richt, den unser Genosse Winter über eine ihm angethane Gewalt- Ergebnisse die dringende Mahnung von neuem ans Herz: die Dr. Arbeiter, die aus vermeintlicher Glaubenspflicht oder gedankenlos und that veröffentlicht. Winter schreibt: ganisationen insbesondere der größeren Dörfer und der verübt hat. Mittelstädte zu stärken und nicht der Siegeszubersicht einen zu I großen Raum zu gewähren. Dann wird bei den Nachwahlen und den Neuwahlen der Fortschritt in der socialdemokratischen Stimmenzunahme auch durch Zunahme der Mandate sich zeigen. ㄓ Bassermanns Ende. ausdrücklich entschieden dagegen verwahre, daß mit der Hingabe| ein etwaiger Wahlprotest dürfte Gelegenheit geben, diese ungültigen des Geldes solche Zwecke verfolgt werden sollten, wie sie Herr Stimmen nachzuprüfen. Im übrigen hat die amtliche Auszählung Romeid andeute. Hätte er auch nur ahnen können, daß ein solcher an unsren Gewinnen nichts geändert, so daß es bei insgesamt Hintergedanke obwaltete, so hätte er das Geld nimmermehr an- 81 Socialdemokraten bleibt. Als bemerkenswert sei noch erwähnt, daß unsre Stimmenzahl in Bochum bis auf 50 063 anstieg, während genommen. der Nationalliberale bei 49 300 verblieb. Angell. Romeid: Daß ich den Herren gewissermaßen um ihrer schönen Augen willen 25 000 M. geben würde, hat Herr Dr. Fulda doch unmöglich annehmen können. Wir haben das Geld im Interesse der Immobilien Verkehrsbank gegeben, es muß ein Dankschreiben des Herrn Sudermann bei den Akten sein und nun kommt Dr. Fulda und spielt den Beleidigten. Geändert hat sich das Wahlergebnis für Celle- Gifhorn, insofern dort nicht der Nationalliberale, sondern der Welfe v. Hodenberg als gewählt proklamiert werden mußte. Ueber die beiden Wahlen, die am Sonnabend erst vorgenommen worden sind, berichtet W. T. B.: Fürstentnm Lippe. Detmold. Meier- Jost( frf. Vp.) gewählt; bisher für ihn gezählt 8560 Stimmen, für Becker( Soc.) 4199 St. Aus drei Orten steht das Resultat noch aus. Aus Mannheim wird uns vom 26. Juni geschrieben: Dasjenige Ergebnis der badischen Stichwahlen, auf das man am meisten gespannt war, ist zweifellos die Niederlage Bassermanns, der im Karlsruher Kreis mit 650 Stimmen hinter dem bisherigen socialdemokratischen Vertreter Adolf Geck= Offenburg zurückbleb. Letzterer hatte dort im ersten Wahlgange 11 429, Bassermann 7700, das Centrum 7473, der Bund der LandBeisiger Landgerichtsrat Pandsch: Sie brauchten doch nicht erst wirte 1816, der demokratische Bewerber 1247 Stimmen erhalten. Fühlung mit der Presse, denn diese hatten Sie doch schon durch Der Ausgang war also sehr zweifelhaft, um so mehr, da bei der ausgesprochen centrumsfreundlichen Haltung Bassermanns nicht zu die verschiedenen Tausendmarkscheine, die Sie nachweislich einzelnen Pfalz 5. Homburg. Stauffer( Bauernbund) mit 9525 Stimmen erwarten war, daß die klerikalen Wähler der Enthaltungsparole Vertretern der Presse von Zeit zu Zeit zufließen ließen. So hat gewählt. Thiel( Natl.) erhielt 7560 Stimmen. der Dr. Wittenberg beispielsweise 12 000 M. pro Jahr bezogen. ihrer badischen Parteileitung durchweg folgen würden. Die Bündler „ Das Wohl des Vaterlandes". Nur durch schmählichsten forderten offen zur Unterstüßung Bassermanns auf, und auch auf Der Angeklagte erklärt, daß diese Aufwendungen für besondere Terrorismus in den ländlichen Kreisen vermag die Reaktion noch die demokratischen Stimmen war erfahrungsgemäß wenig Verlaß. Arbeiten gemacht worden seien, die die Bank von den betreffenden ihre Mandate zu erhalten; wo die Wahlen unbeeinflußt vors Zudem boten die Nationalliberalen alles auf, um die badische Re- Herren nicht umsonst verlangen konnte. gehen, wird immer mehr die Socialdemokratie fiegreich. Daher sidenz den Socialisten wieder zu entreißen und ihrem Parteichef, dem weiland kommenden Mann", den moralischen Vernichtungs- diese Vereinigung Es ist in der That eine„ Harmlosigkeit" sondergleichen, daß sich wachsender Groll gegen das Reichstags- Wahlrecht! Der gewaltige schlag einer schweren parlamentarischen Niederlage zu ersparen. der bürgerlichen Presse von dem Direktor Stimmenzuwachs der Socialdemokratie erweckt in den Konservativen Um so heller war aber gestern abend allenthalben bei unsren badischen Hochstapler Bant 25 000 Mart spenden ließ. nicht den Gedanken an ihre eignen politischen Versündigungen, Daß Parteigenossen der Jubel, als die Nachricht einlief: unsre Karls- der Presseklub das„ Geschenk“ ablehnte, beweist, daß er nicht zum Ausdruck bringt, zu vernichten. Die„ Kreuz- 3tg." leistet diese sondern erregt ihre Begier, das Wahlrecht, das diese Stimmenzahl ruher haben den Häuptling der Brotwucherer und Volksentrechter blind in den Handel hineintappte, sondern wohl ein Ge- Betrachtung: aufs Haupt geschlagen, über der Residenz des Musterländles" fühl für die Unzulässigkeit des Geschäftes hatte. Darum wählte er teht nach wie vor die rote Fahne der Socialdemokratie! Damit statt des anrüchigen Ausdruckes:„ Geschenk" die verschleiernde Behaben sich unsre Karlsruher Parteigenossen den Dank und die Anzeichnung:„ Unverzinsliches Darlehen auf unbestimmte Zeit"- was erkennung aller Socialisten im Reiche erworben. Ihr unter den nichts andres bedeutet als: Geschenk! denkbar schwierigsten Umständen erkämpfter Erfolg bedeutet für die arbeitende Bevölkerung des Reiches eine erlösende That, die Befreiung von dem verderblichen Einfluß eines Politikers, der unter dem Deckmantel der Fortschrittlichkeit und Volksfreundlichkeit die Geschäfte der Reaktion besorgte, und dessen wachsender Einfluß auf die innerpolitische Entwicklung des Reiches zu einer schweren Gefahr zu werden drohte. " Neben diesem glänzenden Wahlerfolge in Karlsruhe hat die badische Socialdemokratie aber auch die beiden übrigen bisher in ihrem Besiz befindlichen Mandate glänzend behauptet. In Mannheim siegte Dreesbach mit nahezu 5500 Stimmen Mehrheit( 23 075 gegen 17 600 Stimmen) über den nationalliberalen Kommerzienrat Reiß, und in Pforzheim brachte Redakteur Eichhorn den Fabrikanten Wittum mit einem Mehr von faft 2500 Stimmen glänzend zur Strecke. Unfre Mehrheiten find gegen 1898 in allen drei Kreisen gewachsen, Mann heim hat sich wohl zum letztenmal den Lurus einer Stichwahl geleistet. einer Der grobe Cynismus, mit dem der angeklagte Romeick über das Geschenk und seinen Zweck sich ausließ, beweist, daß er solchen Fahrstuhl zwischen Kapital und Bresse für ganz selbstverständlich hält. Die 25 000 Mark- Spende war als Bestechungsgeld für die Organisation der bürgerlichen Journalisten gedacht, die sich den Lurus eines Klubhauses nicht aus eignen Mitteln, sondern von einem betrügerischen Bankdirektor beschaffte. Daneben wurden dann auch die einzelnen Journalisten mit Tausend- Markscheinen gefüttert. Der Kapitalismus zerfrißt die Seelen erbarmungslos. Niemand, der in seinem Lager dient, bleibt unversehrt: Der Presseklub des Herrn Romeid ist ein Wahrzeichen dieser Zerstörungskraft. Freilich ist diese 25 000 Mark- Spende wirklich noch harmlos gegenüber der Erscheinung, daß sich die Kapitalisten ganze Blätter kaufen und ihre Zeitungsschreiber gleich rudelweise mieten, die dann mit dem Heiligsten heuchlerisch schachern, der Ueberzeugung! „ Das Anwachsen der Socialdemokratie hat, wie zu erwarten war, zu erneuten Besprechungen über den Wert unfres Reichs. tags Wahlrechts geführt. Uns scheint es selbstverständlich zu sein, daß das Wohl des Vaterlandes hier der allein maßgebende Gesichtspunkt sein muß. Stellt sich die Gefahr heraus, daß das jezige Wahlrecht die Vertretung des deutschen Volkes gnadenlos der Umsturzpartei ausliefert, so muß der Wunsch nach Erhaltung des bestehenden zu standes hinter die Rücksicht auf das Wohl des Waterlandes zurücktreten. Noch ist jene Gefahr zwar nicht vorhanden, wohl aber die Möglichkeit, daß sie stetig näher rückt. Trotzdem hat nach unsrer Auffassung die ganze Frage des Wahlrechts vorläufig feine prat tische Bedeutung, zumal ein wirklich brauchbares Wahl. recht, das man an die Stelle des jezigen sezen könnte, noch nicht entdeckt und es jedenfalls bisher nicht gelungen ist, dem ihm zu Grunde zu legenden Gedanken eine brauchbare gesetzgeberische Form zu geben. Es giebt freilich immer noch Leute, die in der Einführung der Wahlpflicht ein Alltheilmittel erblicken. Wir glauben nicht, daß hiermit das erreicht wird, was die Befürworter des Gedankens beabsichtigen " An den bürgerlichen Wahlergebnissen in Baden inter essiert vor allem das eine, daß das Centrum, troß seiner sechs Wahlsiege im ersten Gange, nicht in der Lage war, über seinen bisherigen Befihstand von sieben Mandaten hinauszukommen. In Nebenbei wurde auch das Titelwesen an diesem Verhandlungsvier von seinen fünf Stichwahlen, in denen es überall gegen die tage illustriert: Nationalliberalen stand, ist es unterlegen, die Mehrheiten der In Frage stand weiter eine Forderung an den Freiherrn letteren sind zum Teil sehr erhebliche. Nur die Erzbischofsstadt von Broich in Firma Perband u. Co. Diese Forderung stammte Freiburg, von jeher eine sichere Domäne des Centrums, ver- aus einem ,, Darlehen" von 50 000 M., welches Schulz dem Freiherrn mochte es noch hinzuzugewinnen, aber auch diesen Kreis nur mit von Broich persönlich gewährt hatte. Der Vater des letzteren, Frhr. knapper Mehrheit, die Zeugnis dafür ablegt, daß auch in Baden v. Broich, hatte sich an Schultz gewandt, um von ihm Geld zu die klerikalen Bäume nicht in den Himmel wachsen. Das badische Zwecken zu erhalten, die er für gemeinnüßig hielt. Er hatte dabei Land wird im neuen Reichstage nun so vertreten sein: 3 Social: durchblicken lassen, daß er sich für diejenigen, die ihn dabei unterdemokraten( 3), 7 Centrum( 7), 4 Nationalliberale( 3), während stüßen würden, um eine öffentliche Anerkennung bemühen würde. fehbare politische Katastrophen stürzen muß. der Bauernbund um seine einzige Vertretung im Reichstage ge- Präs.: Wann sind Sie zum Kommerzienrat ernannt worden, Herr tommen ist. Angekl.: Im Jahre 1900! Internationale Rundgebungen Der Ausfall der Stichwahlen, an denen bei uns 8 von den Schultz? 14 Kreisen des Landes beteiligt waren, haben das eine deutlich geoffenbart: daß sich die bürgerlichen Parteien mit ihren Ent: haltungsparolen im Stichwahlkampf mit der Socialdemofratie nur zum allergeringsten Gehorsam bei ihren Wählern zu zu unsern Wahlerfolgen gehen uns noch in großer Anzahl zu. Inverschaffen vermochten. Die bürgerlichen Elemente des Centrums dem wir die freundlichen Grüße aufs herzlichste erwidern, verzeichnen gingen, besonders in den in Frage kommenden größeren Städten wir die folgenden teils brieflichen, teils telegraphischen GlückMannheim, Karlsruhe und Pforzheim, der Parole der Parteileitung wünsche: zum Trok mit fliegenden Fahnen ins nationalliberale Lager über, Rochester, Neto York. indes die klerikalen Arbeiterwähler zum großen Teil für den socialistischen Kandidaten stimmten. Selbst die bürgerliche Demo= fratie machte mit ihrer Stichwahlparole:" Für die Socialdemo= fraten" in allen drei Kreisen flägliches Fiasko; kaum die Hälfte ihrer Wähler folgte derselben, der größere Teil stimmte nationalliberal. Als Symptome der immer mehr fortschreitenden lassen scheidung sind diese Erscheinungen nicht ohne Interesse. Die badische Socialdemokratie hat ihren parlamentarischen Besitzstand glänzend behauptet und die Zahl ihrer Stimmen in der Hauptwahl gegenüber 1898 von 50 325 auf rund 73 000 erhöht. Diese Erfolge berechtigen uns dazu, den Landtagswahlen im Herbst dieses Jahres mit den besten Hoffnungen entgegenzusehen. Politische Ueberficht. Berlin, den 29. Junt. Der Fahrstuhl zum Presseklub! Den ewigen Berliner Pommernbank- Prozeß liest selbst der abgehärtetste Zeitungsleser nicht mehr; die Berichte verschwinden deshalb immer mehr aus der Presse. Der Prozeß verdient aber diese Interesselosigkeit gar nicht; denn er enthüllt ein Bild kapitalistischer Korruption, wie man es leicht nicht so bunt und grell wieder finden dürfte. Wir gratulieren zu Eurem neuesten Siege. London S. D. S. D. P. Werte Genossen! Von der Abteilung Nord- Lambeth der Socialdemokratischen Federation bin ich beauftragt, Ihnen folgende Resolution mitzuteilen, die in der letzten Sigung ohne Widerspruch angenommen wurde: Daß diese Abteilung unsre Genossen in Deutschland beglück wünscht zu dem herrlichen Siege der Socialdemokratie und daß sie hofft, dieser Sieg werde die Parteigenossen der ganzen Welt ermuntern zu erneuten Anstrengungen in dem Kampfe für die Befreiung der Arbeiterklasse. Mit Brudergruß North Woolwich, London, den 27. Juni. A. N. Watts, Sekretär. Vorläufig" hat die Frage noch keine praktische Bedeutung", sagt die„ Kreuz- Zeitung". Aber jeder weiß, daß, ginge es nach dem Willen der Kreuz- Zeitungs"-Junker, die Frage sofort praktische Bedeutung erhielte. Und die„ Kreuz- 3tg." gesteht auch freimütig, daß alsdann die kleinen Mittel", wie Einführung der Wahlpflicht nicht in Betracht fommen. Die„ Kreuz- 3tg." hat schon die Losung bereit, unter der ihre Umsturzpläne zur Ausführung gebracht werden sollen: Das Wohl des Vaterlandes! Das Vaterland das sind die wenigen tausend Konservativen Geschlechter, die das Reich und Preußen beherrschen und das deutsche Volt wirtschaftlich knechten. Nur einen kleinen Nebenumstand übersieht die„ Kreuz- Zeitung" in ihrem Haß gegen das höchste Volksrecht. Sie übersieht, daß ihre Politik des Staatsstreichs das Vaterland in unsägliche und unabSachsen, wo es nur ein minder bedeutsames Voltsrecht galt als Und doch dürfte es das Wahlrecht zum Reichstag ist, selbst die hizigsten Realtionsfanatifer einigermaßen zur Besinnung mahnen! In jedem Fall ist es gut, den Plänen der Reaktion mit größter Aufmerksamkeit zu folgen.in seinem Wahn eine Feldbahn zerstört und war dafür zu sechs Der Dreschgraf Bückler ist begnadigt! Der Graf Pückler hatte Wochen Gefängnis verurteilt worden; die Strafe ist nun vom Kaiser auf 6000 m. ermäßigt worden. Die vierwöchige Gefängnisstrafe, die den Gutsinspektor Kirchner wegen Beihilfe traf, ist in 300 M. Geldstrafe umgewandelt worden. Man erspart dadurch dem Gefängnis, in das der edle Graf gebracht worden wäre, die Verleitung zu Arenbergschen Sitten! Staatserhaltende Wahlpolemik. Dr. Barth hat telegraphisch den Ersten Staatsanwalt in Röslin ersucht, er möge im öffentlichen Interesse Strafverfolgung wegen Verleumdung einleiten gegen Verfasser und Verbreiter eines Flugblattes, in dem behauptet wird, Barth habe den Socialdemokraten für die Unterstützung seiner Kandidatur eine Geldsumme für ihre Parteikasse zur Verfügung ge stellt und außerdem sei er die Verpflichtung eingegangen, gegen jede Wehrvorlage zu stimmen. Das in Frage stehende Flugblatt trägt in fetten Lettern die Ueberschrift: Mit 70 000 M. Judengeld wollen die Liberalen den Dr. Barth in den Reichstag bringen." Ausland. Italien. Werte Genossen! Unsre herzlichsten Glückwünsche von allen deutschen Kollegen, die hier am Orte sind, zu Eurem großen Wahlfiege. Welche große Begeisterung und Freude herrschte in unsrer Versammlung, als wir das erste Wahlresultat verkündeten! Die Kollegen waren so begeistert, als hätten wir selber Mann für Mann freuen! Die einst fleinste Partei ist durch dreißigjährigen Stampf einer Ehrung des Ministerpräsidenten Zanardelli. Sodann vertagt mit in dem schweren Kampfe gestanden. Wer sollte sich da nicht Rom, 28. Jumi. Vor der Vertagung erhebt sich das Haus zu und Aufopferung die größte Partei Deutschlands geworden. Darum fich das Haus auf unbestimmte Zeit. auf zum neuen Kampfe, auf zum neuen Siege! Biel. Verband der deutschen Flaschenmacher zu North Woolwich, London. In der letzten Sizung wurde in die Beziehungen zwischen Die Socialdemokratische Partei der Schweiz entbietet Ihnen zu der Bankleitung und der Presse hineingeleuchtet. Was da fest Ihren gewaltigen Erfolgen herzliche Gratulation und ein donnerndes gestellt wurde, kompromittiert nicht nur die einzelnen Journalisten, Hoch der Socialdemokratie. Reimann, Präsident. sondern eine ganze Preßorganisation. Wir lassen den Bericht über diese Prozeß- Episode folgen. Bern. Bravo zum herrlichen Wahlfieg. Es lebe die deutsche Socialdemokratie! Es lebe die internationale Solidarität! Gruppe jüdische und russische socialdemokratische Studierende in Bern. Meran. Die focialdemokratischen Arbeiter in Meran in Tirol freuen sich Lichtenstadt. Mehrere Forderungen nebst Zinsen in Höhe von 25 206 M. lautete an den Verein Berliner Presse.*) Diese Forderung war, wie die Anklage sagt, dadurch entstanden, daß die Angeklagten Schulk und Romeick dem genannten Verein zur Errichtung eines eignen Klubhauses 25 000 M. als Darlehn gegeben hätten. Angeklagter mit Euch Eures großartigen Wahlsieges. Die Vertrauensmänner. Romeid, der um eine Unterstützung angegangen war und dabei erfahren hatte, daß noch 15 000 Mark fühlten, hätte diese Summe fofort zugesagt. Dabei hatte angeregt, daß auch ein Fahrstuhl erforderlich sein würde und als man ihm sagte, daß dieser wohl weitere 10 000 m. tosten würde, diesen Vertrag zur Verfügung gestellt. Sein Anerbieten, die 25 000 M. zu schenken, wurde abgelehnt. Die erfolgen. 25 000 M. sollten vielmehr ein unverzinsliches, auf unbestimmte Esch( Luremburg): Zeit gegebenes Darlehn sein und erst dann zurückgezahlt werden, Soeben die Nummer 146 des Vorwärts" gelesen. Es lebe die wenn der Verein in eine günstigere Vermögenslage kommen deutsche Socialdemokratie! Hoch die Internationale! würde. Ein Hoch den deutschen Arbeitern, die so tapfer das Tischtuch zerschnitten haben. Bezirksorganisation Lichtenstadt. Kunz. Belgrad. Die serbische Socialdemokratie gratuliert zu den großen WahlParteivorstand. Leipzig. Escher Journal. Angeklagter Romeid bemerft hierzu auf Befragen, daß es fich hier um Auslagen handle, die im Interesse der Immobilien- An den Vorstand der Socialdemokratischen Fraktion zu Berlin. Verkehrsbank gemacht seien. Es seien von einem Charlottenburger demokratie, senden wir unsren herzlichsten Gruß und Glückwunsch Zum glänzenden und gewaltigen Wahlsiege der deutschen SocialJournalisten Gehlsen sehr scharfe Angriffe gegen die Immobilien- dem klassischen Vorfämpfer des internationalen Socialismus. Hoch Berkehrsbank erhoben worden und es konnte dieser nur sehr will die Socialdemokratie! Hoch die rote Internationalität! Hoch die tommen sein, als sich ihr die Gelegenheit bot, in dieser Weise Völkerfreiheit! mit den Vertretern der Presse eine gewisse Fühlung zu Armenische Studentenschaft, Leipzig. erhalten. Das Geld sollte aber kein Geschent, sondern nur ein Darlehn sein, und er wisse nicht, ob es zurückgezahlt sei. Die amtliche Feststellung der Stichwahl- Resultate bringt die GeStaatsanwalt Beed: Dr. Ludwig Fulda, der Vorsitzende, sei wißheit, daß der Wahlkreis Höchst- Usingen dem Centrum verzu diesem Punkte als Zeuge geladen, er befinde sich aber nicht in blieben ist, dessen Kandidat tschert 16 477 Stimmen erhielt, Berlin. Es liege ein Schriftstück von ihm vor, in welchem er sich während auf unfren Genossen Brühne nur 16 040 Stimmen entfielen. * Wie uns in letter Stunde von Herrn Dr. Vollrath mitgeteilt wird, handelt es sich nicht, wie es in dem Bericht heißt, um den Verein Berliner Presse, sondern um den Berliner Presse- Klub. Auch im Wahlkreise Schwerin ist der Konservative Dröscher gewählt mit 11 730 gegen 11 607 focialdemokratische Stimmen. Auffällig groß ist hier allerdings die Rahl von 507 ungültigen Stimmen; Die Versammlung der Vereinigung der Handels. tammern nahm eine Tagesordnung an, in welcher erklärt wird, sie halte Kampfzölle im Hinblick auf die Erneuerung der Handelsberträge mit Destreich- Ungarn, Deutschland und der Schweiz nicht für opportun. England. Gegen Chamberlain. Harcourt hielt am Sonnabend in Malwood eine Rede, in der er Chamberlains Plan heftig angriff, hauptsächlich weil er den Preis der Volksnahrungsmittel erhöhen würde, ohne irgend einen entsprechenden Vorteil zu bieten. Er beschwor das lassen. Es heiße ein ziemlich unrühmliches Spiel treiben, wenn man Publikum, sich nicht durch den Ruf nach Vergeltung irreleiten zu versuche das Vorurteil gegen Deutschland zu verschärfen und es für einen volkstümlichen Ruf halte, zu sagen: Laßt uns an Deutschland Vergeltung üben. Die Vergeltung fönne nicht auf Deutschland allein beschränkt bleiben und Vergeltung an den Vereinigten Staaten zu üben, dem größten Freund und wertvollsten Käufer, sei doch etwas zu gewagt. Serbien. Man will sich populär machen. Aus Belgrad wird vom 29. Juni berichtet:„ Die bisher üblich gewesenen Maßnahmen für die Sicherheit des Königs auf der Straße und in der Kirche wurden vollständig unterlassen, worüber in der Bevölkerung große Genugthnung herrscht." Das Amtsblatt veröffentlicht einen Erlaß des Ministers des Innern, in welchem dieser alle Kreisvorsteher auffordert, bei der Durchführung der morgigen Gemeindewahlen für die strenge Wahrung der verfassungsmäßigen Rechte der Bürger zu sorgen und jede Verletzung ihrer Nechte strengstens zu ahnden. Afrika. Die Niederlage der Engländer in Somali. Die Pariser" Agence Havas" meldet aus Dschibuti vom 29. Juni: In Berbera, eingetroffene Somalis bestätigen die Nachricht, daß zweitausend Mann eingeborene Truppen und etwa 40 englische Offiziere bei Bohotle durch die Leute des Mullah nieder. gemetelt worden find. Drei Offiziere feien entkommen und am 19. Juni in Berbera eingetroffen. Es verlautet, der englische Gefandte beim Negus, Harrington, welcher am unteren Nil erwartet wurde, sei infolge der Ereignisse im Somaliland plötzlich umgekehrt und befinde sich auf dem Wege nach Harrar. Die socialistische Presse über die Stichwahlen. Karl Kautsky untersucht in der Neuen Zeit" die Frage: Was nun? Wir entnehmen seinen Darlegungen das Folgende: Das eine wie das andre dieser Mittel wirkt dahin, das Proletariat zu spalten und gerade jene seiner Elemente, die bestimmt find, es zu führen und in seinem Vorkampf zu stehen, seiner Bewegung zu entfremden und einzuschläfern. So wird das Proletariat geschwächt, seiner Führer und seines Selbstvertrauens beraubt; feine Entwidlung wird gehemmt, die Wucht seines Angriffes ver% Die bürgerliche Demokratie" stand übrigens in den Fällen, wo fie im Stampfe mit der Socialdemokratie lag, auf keiner höheren Stufe als der Freifinn". Aus Frankfurt a. M. berichtet die dortige Boltsstimme": Stellung zu. Schon deshalb, weil es sich vornehmlich aus der durch die ganze heutige Situation ausgeschlossen. Aber auch ein herrschenden Klasse des großen Grundbesizes rekrutiert, dessen Be- Regime dauernder Entrechtung und gewaltsamer Niederhaltung der schäftigungen im Frieden Pferdehaltung und Jagd ihn besser proletarischen Bewegung ist nicht wahrscheinlich. Immerhin ist Thätigkeit.... für den Kriegsdienst vorbereiten als den Bourgeois seine bürgerliche es eher möglich, als eine Reformära. Sollte es aber zu einem der artigen Regime des„ starken" Mannes kommen und sollte es ihm geDer Offizier lernt nicht bürgerlich denken, wie in England und lingen, die Socialdemokratie wenigstens in manchen Lebensäußerungen Auch der gedankenfaulste Philister und der gedankenärmste Amerika, wo das Duell überwunden ist; der wohlhabende Bourgeois- für eine furze Zeit zurückzudrängen, so fönnte es nur ein Regime Minister muß aufgerüttelt sein aus seinem Stumpfsinn zu der angst- sohn nimmt bei der Armee die Manieren und die Denkweise des sein, das den Bedürfnissen des modernen Lebens so absolut vers vollen Frage: Was nun? Er muß sich sagen, daß es so wie Offiziers an und er unterwirft sich dem gleichen Duellwahnsinn wie ständnislos gegenübersteht, das so verbohrt und so stupid ist, daß es bisher nicht weiter fortgehen kann, daß der Kampf mit geistigen dieser. Damit muß aber auch die Neigung zur Anwendung gewalt- bald Deutschland in Grund und Boden regiert und einer Katastrophe Waffen" gegen die Socialdemokratie völlig versagt, dieser Kampf, thätiger Methoden in der Politik wachsen. der nie viel mehr war als eine Kette von Citatenfälschungen zum zugeführt haben müßte, aus der die Socialdemokratie um so glänzender Kein Zweifel, das mächtige Emporschnellen der Zahl social nicht bloß als Sieger, sondern auch als Eroberer der politischen Macht Beweis dafür, daß die stärkste Partei Deutschlands eine Bande von demokratischer Stimmen und Mandate wird diese Neigung erheblich hervorginge. Idioten, Schurken und Vandalen sei: das ist die Summe des ganzen verstärken. Geistes, den das gesamte Bürgertum in der letzten Wahlagitation Aber auch der wahrscheinlichere Fall, daß wir einer verstärkten Kein Zweifel, wir müssen auf schlimme Attentate gegen die Auflage des Zickzackfurses entgegengehen, eröffnet dem herrschenden aufzubringen vermochte. Volksrechte gefaßt sein; am guten oder vielmehr bösen Willen, sie Regime teine tröstlicheren Aussichten. Es wird dann vielleicht an Was nun? Der„ Socialistenspiegel" und der Fränkel- Bürger zu estamotieren, wird es nicht fehlen. Aber wir brauchen trotzdem geringerer Erbitterung, aber an größerer Respektlosigkeit in einem find verpufft. Und einer Partei gegenüber, die drei Millionen Wähler die Situation nicht allzu düster anzusehen. Denn der heutigen großen Kampfe der wachsenden Gegenfäße zu Grunde gehen, die zu zählt und vielleicht über sechs bis sieben Dugend Mandate verfügt, Reaktion fehlt es zwar nicht am willen, wohl aber an der meistern es nicht verstand. fann man sich auf bloßes Diskutieren nicht beschränken. Man muß Kraft zu energischer und ausdauernder Niederhaltung des aufsuchen, entiveder mit ihr zu arbeiten oder ihr den Boden abzugraben; strebenden Proletariats. In dem einen wie in dem andren Falle ist der Sieg der Socialdie Socialdemokratie, die bereits den Mittelpunkt des Wahlkampfes demokratie in absehbarer Zeit gewiß. Die heutige Reaktion ist eine andre als die nach den Bebildete, wird von nun an auch den Mittelpunkt der praktischen Politik freiungskriegen und die nach dem Jahre 1848 einsetzende. Damals 16. Juni 1903. Und darin vor allem liegt die weltgeschichtliche Bedeutung des bilden. folgte sie auf die gewaltsame völlige Niederschlagung der Er hat die Socialdemokratie in Deutschland zu dem gemacht, Was kann aber auf diesem Gebiete gegen uns geschehen? revolutionären Schichten und Länder; heute geht ihr Wachstum was in drei Vierteln des 19. Jahrhunderts der Liberalismus ges Zweierlei Wege stehen der Regierung offen: Einmal der des Hand in Hand mit dem steten Anschwellen der revolutionären wesen: 8ur großen Partei der nationalen Zukunft. bürgerlich civilisierten Westens: man schwächt das anstürmende Massen. Damals sog sie ihre Kraft aus der völligen Widerstands- War bisher die Socialdemokratie die Partei, welche die ferne Zu Proletariat dadurch, daß man seine Vorkämpfer durch Konzessionen losigkeit des Volkes gegen die Regierung; heute ist sie begleitet funft der Nation repräsentierte, so repräsentiert sie von nun an auch von ihm loslöst oder einschläfert. Diese Methode kann wieder eine von einer wachsenden Empörung gegen das brutalere oder eine verfeinerte sein. Die erstere besteht einfach im Kaufen Regime. herrschende ihre nächste Zukunft. Ihr Sieg, den einige Pessimisten in den eignen Damals war ihr hauptsächlichster Träger eine starke Reihen vor kurzem noch in unabsehbare Weite versetzten, er ist mun und Korrumpieren einzelner Personen, die besonderen Einfluß auf das Regierung, hinter der eine freilich nur kleine, aber einheit in greifbare Nähe gerückt, zu einem Objekt praktischer Politik, nicht Proletariat gewonnen haben, durch Aemter und Würden. Diese Methode ist liche und geschlossene Adelskaste voll Kampfeslust und Kraft stand. nur praktischer Möglichkeit, sondern praktischer Notwendig bei uns in Deutschland völlig aussichtslos und nur dort anwendbar, Heute wird die Regierung als reaktionärer Faktor weit überflügelt teit geworden. wo es der Arbeiterbewegung an der principiellen Schulung mangelt. von den reaktionären Parteien, und diese entstammen nicht Schwieriger, aber auch wirksamer ist es, wenn man durch große einer Klasse, sondern mehreren, mit den verschiedensten, gegen- Von da an kämpfte sie um Ma cht. Der 16. Juni 1903 hat ihren Bis zum 20. Februar 1890 kämpfte sie um ihre Duldung. politische und ökonomische Konzessionen gauze Arbeitergruppen, die sätzlichsten Interessen und Kampfesmethoden, die alle unter einen Kampf um die Macht eröffnet. Es ist der größte und schwerste im Vorkampf der Arbeiterbewegung stehen, so zum Beispiel die Hut zu bringen ungemein schwer, die zu einer energischen Aktion in Teil unsres Kampfes, der nun so nahe vor uns gerückt ist. Er gewerkschaftlich organisierten Arbeiter, in eine begünstigte Sonder einer bestimmten Richtung dauernd zusammenzuhalten inmöglich ist. wird nicht so rasch beendet sein; er mag sich lange hinziehen, ge ftellung über die Masse des Proletariats hinaus erhebt und dadurch welches Interesse kann etwa der städtische Kleinbürger an hohen waltige Opfer tosten, vorübergehende Niederlagen bringen, aber er ihren Zusammenhang mit dieser lockert, ihnen das Bewußtsein bei Lebensmittelzöllen, an Militarismus und Marinismus mit ihrem fann nicht anders enden, als mit der Eroberung der politischen bringt, einer privilegierten Klasse anzugehören und sie dadurch Gefolge bon hohen Steuern haben? konservativ und engherzig macht. So reaktionär er Macht durch das Proletariat, denn dieses bildet heute den Lebenssein, so feindselig er dem Proletariat gegenüber stehen mag, nerv und die Zukunft der Nation. der Gegensatz seiner Interessen zu denen des brotwuchernden Agrariers oder des nach erobernder Weltpolitik lüsternen Finanzmannes trennt ihn weit von seinen Genossen in der Reaktion. Und wie mit den Interessen, steht's mit den Kampfesmethoden. Die gewalttätigen Klassen gewinnen unter den herrschenden Klassen an Einfluß; aber das Wachstum der Reaktion ist nicht ihnen allein zu danken, sondern auch der Abkehr des Philisteriums von der ,, Die Frankfurter Stichwahl war ein Musterbeispiel der politiDemokratie. Der Philister ist aber bekanntlich ein hohler Darm, schen Berkommenheit und der Entartung des politischen Charakters voll Furcht und Hoffnung, daß Gott erbarm. Die gewaltthätigen bei unsren eng vereinigten bürgerlichen Gegnern. In diesem Stich Klassen mögen auf den Bürgerkrieg hinarbeiten und Den wahlkampfe verschwand aus der freifinn- demokratischen" Agitation Augenblick herbeisehnen, wo die Flinte schießt, der Säbel für den Mischmasch- Kandidaten jeder liberale, ach nein, sogar jeder haut; der Philister wendet sich von der Demokratie bloß ab, um politische Gedanke. Kein Wort seit dem 16. Juni mehr von dem Brotseine Ruhe zu haben. Je mächtiger der Gegner, desto mehr scheut wucher des Centrums und der Nationalliberalen, nichts, was die Militärs er davor zurück, ihm gewaltsam entgegenzutreten. Insofern sind und Flottenopfer der Reaktionäre geißelte, fein Ton mehr gegen die das Wahlrecht, die Koalitionsfreiheit 2c. um so sicherer, je gewaltiger Schulreaktion und die Bildungsfeinde. Nur der Appell an die blasse unsre Macht zu Tage tritt, je zahlreicher unsre Stimmen, unsre Angst des Philisters:„ einigt Euch auf den bürgerlichen Kapitalistens Mandate. Kandidaten, gegen die scheußliche Socialdemokratie". Die Agitation Zu dieser Zerklüftung der reaktionären Elemente, die immer nur im demokratischen" Frankfurt a. M. hätte keinem ostelbischen Junker für Momente sich zu einer reaktionären Masse zusammenzuschließen und feinem preußischen Landrat Schande gemacht.. Der jüdische vermögen, kommt aber noch die gewaltige Thatsache, daß, so Ordnungskandidat hat deshalb alle Stimmen der andren Parteien bis fonderbar es flingt, thatsächlich die revolutionäre Socialdemokratie auf die letzte, ja noch eine Anzahl bürgerlicher Reservestimmen und sogar in dem Maße, in dem der Liberalismus zurüdgeht, immer mehr einen erheblichen Teil der antisemitischen erhalten. Zu einer einzigen, zu einer Staatsnotwendigkeit wird. unterschiedslosen reaktionären Masse schmolzen die Hüter und InterSie ist heute im Deutschen Reiche die einzige große moderne essenten des Geldsades zusammen, sie demonstrierten uns einen Partei, die einzige, auf die eine Regierung dort zählen kann, wo es Musterfall kapitalistischer Klassenpolitik vor. Und die Unterdrückten sich um die Durchsetzung moderner Forderungen im Interesse des und Ausgebeuteten quittierten über die skrupellose Herausforderung Staatsganzen handelt. Und sie bleibt die einzige große moderne durch die Besitzenden, die ihre Zeitungstulis mit jedem Schmutz, Partei. Der Liberalismus hat völlig ausgespielt. Nicht die Social- werfen ließen, den diese am Boden der Börse oder im bürgerlichen demokratie hat ihn verdrängt, und fein Zurückdrängen der Social- Sumpfe auflefen konnten, mit demselben Zusammenschluß aller demokratie kann ihm wieder auf die Beine helfen.. proletarischen Elemente. Klasse gegen Klaffe! Noch nie haben sich Der Liberalismus ist tot und eine starke Socialdemokratie allein die beiden Heerlager so reinlich geschieden gegenüber gestanden, bietet noch die Möglichkeit, die deutsche Nation vor den tollsten und noch nie ist deshalb unser Sieg so ehrenvoll gewesen, als Wir dürfen daher wohl bezweifeln, daß der enorme Macht- mischer und kultureller Entwicklung wenigstens einigermaßen gerecht bin in Mainz gezeigt. Dort hatten beide aufgefordert, ihre Wähler Experimenten zu schüßen und den dringendsten Bedürfnissen ökono- gestern." Etwas charakterfester haben sich Freifinn und Demokratie immers zuwachs unsrer Partei und die Notwendigkeit einer praktischen zu werden. Arbeiterpolitik die Regierung auf die Bahn bedeutenderer Konzessionen, Das ist bereits eine so hervorstechende Thatsache geworden, daß möchten schon im ersten Wahlgang unsern Kandidaten, den wenn schon nicht an das gesamte Proletariat, so doch an veres feine Regierung giebt, die sie nicht von Zeit zu Zeit empfände. Genossen Dr. David, unterstützen. Ob und in welchem Umfange schiedene seiner Schichten treiben wird. Es müßten aber schon be- Und dies ist ein weiterer Grund der schon oben hervorgehobenen das geschehen ist, wird sich zweifelsfrei wohl faum feststellen lassen; deutende Konzessionen sein, die im stande wären, einem größeren Erscheinung, daß moderne Regierungen hin und wieder das Be- man kann natürlich auch nicht nachweisen, wie das Verhalten der Teile des deutschen Proletariats etwa die Denkart des englischen dürfnis haben, mit der Socialdemokratie auszukommen. freisinnigen und demokratischen Wähler in der Stichwahl sich gebeizubringen. Denn in Deutschland fämen diese Konzessionen nach Wenn dem aber so ist, warum nicht die Taktik des National- staltete, da eine Zählung ihrer Stimmen in der Hauptwahl nicht einem Menschenalter selbständiger und erfolgreicher Klaffenpolitit, socialismus acceptieren und sich den Regierungen als Regierungs- stattfand. die das Proletariat geschult und selbstbewußt gemacht haben. In partei zur Verfügung stellen? Wäre dies nicht das beste Mittel, die Was die nationalliberalen Wähler betrifft", schreibt die England trafen sie ein naives, zersplittertes, politisch völlig un- Regierungen aus dem Banne der Reaktion zu befreien und eine Aera Mainzer Volkszeitung", so haben sie uns in der Stadt offenbar wissendes Proletariat. In England wurden diese Konzessionen über- friedlichen Fortschritts anzubahnen? nur sehr geringen Succurs gebracht. Die 1170 Stimmen mehr, die dies gegeben in einer Zeit berauschender" Zunahme von Reichtum, Das ist eine Auffassung, die verwünscht gescheit aussieht und doch wir gestern aufbrachten, entstammen nach Ausweis unsrer Listen zu einer Zeit unerhörter Prosperität. herzlich thöricht ist, weil sie den ökonomischen Untergrund der Dinge 3/4 Teilen aus Arbeiterkreisen. Dafür dürften von den 1830 Stimmen, außer acht läßt. Sie geht von der Anschauung aus, als schöpften um die das Centrum gegen die Hauptwahl zunahm, rund 1000 die Regierungen die Kraft aus sich selbst, als wären sie nicht ab- aus dem nationalliberalen Lager stammen. Annähernd die hängig von den herrschenden Stlassen. Hälfte der nationalliberalen Wähler in der Stadt ditrfte mindert. Das ist die Methode, die seit Jahrzehnten in England und Amerita mit bestem Erfolg angewendet wird, die jüngst auch in Frankreich und in Italien versucht wurde, freilich bisher mit zweifelhafterem Erfolg. Der Methode des civilisierten Westens, die proletarische Bewegung zu hemmen, steht gegenüber die des barbarischen Ostens: Die Aufwendung von Gewaltmitteln, die jede Bewegung unmöglich machen sollen. Diese Methode ist einfacher und erfordert nicht viel Grüße; mit dem Belagerungszustand fann bekanntlich jeder Ejel regieren. Aber die Erfahrung hat auch gelehrt, daß sie dem industriellen Proletariat gegenüber in einem Lande entwickelter Großindustrie nicht dauernd wirken kann, daß sie dort früher oder später stets Bankrott macht welcher Bankrott nur zu leicht den Sturz hes bestehenden Regierungssystems und eine politische Katastrophe nach sich zieht. Kein Zweifel, wenn unsre Gegner flug wären, würden sie die erste Methode wählen; sie ist, wenigstens in der verfeinerten Form, die für uns gefährlichste. Die modernen Regierungen scheinen das auch immer mehr zu erkennen, je mehr die Großindustrie wächst und das Proletariat sich entwickelt. Je richtiger unsre Annahme sein sollte, daß die Bülow und Koerber ganz gut wissen, wie man dem kämpfenden Proletariat am besten beikommt, um so deutlicher zeigt es sich, wie wenig diese Einsicht ihr Handeln bestimmen kann, wie sehr sie gezwungen sind, durch die Rücksicht auf eine Reihe machthabender Faktoren anders zu handeln, als ihrer Auffassung entspräche. Ist schon aus diesen Gründen nicht zu erwarten, daß eine Politik der Konzessionen heute in Deutschland eine der englischen ähnliche Dentweise in größeren Arbeiterschichten erzeugen werde, so ist schon gar nicht zu erwarten, daß die deutsche Kapitalistenklasse zu einer folchen Politik geneigt ist. Die Politik, einen Gegner durch Konzeffionen zum Abrüsten zu veranlassen, kann nur von einer starken und selbstbewußten Klasse durchgeführt werden. Eine solche ist die Bourgeoisie Englands und Amerikas, nicht aber die Deutschlands. " Wer regiert denn im modernen centralisierten Staate? That- sich der Wahl enthalten haben. Auf dem Lande ist die sächlich die Bureaukratie. Ihrer Lage nach ist diese allerdings im Aufteilung der nationalliberalen Stimmen noch mehr зи stande, das allgemeine Staatsinteresse besser zu erkennen als eine unfren Ungunsten ausgefallen.... Unser Erfolg ist uns erleichtert andre Bevölkerungsschicht, aber sie kann nicht immer ihrer Er worden, durch die ungemein niedrige Kampfesweise kenntnis entsprechend handeln. Der Diener mag noch so ein- unsrer ultramontanen Gegner. Beschimpfungen und Aus der Bourgeoisie selbst ersteht in Deutschland wie in andern mitmachen. Die Bureaukratie ist aber feine selbständige Klasse; sie einiger Geistlichen von der Kanzel herab und im Beichtstuhl, die industriellen Ländern eine Schicht fapitalistischer Magnaten, die die herrscht nicht und hat nur die Gebote der Herrschenden ausgehässigste Unduldsamkeit gegen alle Andersdenkenden, alles das hat Nation immer mehr in Abhängigkeit von sich bringen. Ihnen fehlt zuführen. Sie mag die Müzlichkeit der Socialdemokratie vom Dazu beigetragen, uns den Sieg zu erleichtern. Das Volk hat nicht Kraft und Kühnheit, auch den Regierungen und den Standpunkt der Gesamtheit aus noch so sehr begreifen, fie muß doch der Centrumspartei im Kreise Mainz- Oppenheim unerbittlich das Machthabern gegenüber. Aber diese Schicht verfolgt nirgends eine als Vertreterin der herrschenden Klassen unsre Partei bekämpfen, Urteil gefällt. weitschauende Politit. Zusammenraffen, was sich zusammenraffen so lange das Proletariat nicht selbst zur Herrschenden Klasse Aus Rheinland- Westfalen, aus Köln und den sonstigen Domänen läßt, ohne Rücksicht auf die Sündflut, die kommen mag, das ist geworden ist. ein Ereignis, das ja manchem Mitgliede der Bureau- des Centrums, nach der Parteipresse zu berichten, erledigt sich wohl ihre Parole. Diese Schicht repräsentiert überall den brutalsten, fratie als eine Erlösung erscheinen dürfte. dadurch, daß wir inzwischen von dorther eine Reihe von Originalprovozierendsten und gewaltthätigsten Teil der Bourgeoisie. Je mehr Ebensowenig aber als die Bureaukratie bei den heutigen Macht- mitteilungen gebracht haben und unsre Parteipresse genau in demer die Regierungen beherrscht, desto weniger wird von Konzessionen verhältnissen socialistisch, fann die Socialdemokratie Regierungs- felben Sinne berichtet. Das Centrum hat sich natürlich derselben an die Arbeiterschaft die Rede sein, desto mehr werden sie der partei werden. Denn der Negierungsmechanismus dient einmal schoflen Mittel bedient wie alle andren bürgerlichen Parteien. Methode der gewaltthätigen Niederhaltung zuneigen. Das gilt für zur Niederhaltung und Ausbeutung des Volkes, die historische Nur einen besonders gelagerten Fall möchten wir noch an dieser Amerika und England, wie für Deutschland. Ist hier das frei- Aufgabe der Socialdemokratie als Vertreterin des Proletariats Stelle anführen, weil er erweist, daß auch wohlmeinende bürgerliche gefinnte Bürgertum" zu feig und zu schwächlich zu einer Politik besteht aber in der Abwehr jeder Ausbeutung, auch der staatlichen; Arbeiterfreundlichkeit in der Arbeiterschaft nicht mehr die Uebergroßer Socialreformen, so ist die hohe Finanz zu gierig und rück- besteht in dem Kampfe gegen den Steuerdruck und Militarismus, zeugung zurückzudrängen vermag, daß durch auf dem Boden der sichtslos dazu. gegen Eroberungspolitik nach außen und Polizeiwirtschaft im Innern. bürgerlichen Gesellschaftsordnung stehende bürgerliche Socialpolitik Dagegen sprechen in Deutschland die Traditionen und die Natur In dem rücksichtslosen Kampfe gegen alle diese Erscheinungen beruht ihren Interessen dauernd nicht gedient ist. In Anhalt I tam es zur der regierenden Klassen nur zu sehr für die entgegengesezte Politif, nicht zum mindesten die Ursache ihrer Größe und ihres unwiderstehlichen Stichwahl zwischen unsrem Genossen Käppler und dem bekannten die der gewaltsamen Niederhaltung der proletarischen Bewegung. Je Wachstums, und sie würde selbst die Wurzeln abhauen, aus denen sie Generaldirektor der Schultheiß- Brauerei, Herrn Röside. Herr weiter man in Europa nach Osten kommt, desto stärker ist dort im ihre beste Straft zieht, sie würde das Vertrauen der Volksmassen Röside hat in seinem Auftreten der Arbeiterschaft ein Entgegenallgemeinen der grundbesitzende Adel im Verhältnis zur Bourgeoisie... verscherzen und dem jammervollen Ende des Liberalismus entgegen- kommen bewiesen, das in manchem Spießbürger den Verdacht erweckte, Den Traditionen und Interessen des großen Grundbefizes entspricht gehen, wollte sie zur Regierungspartei werden, ehe sie imstande ist, er hätte sich mit Haut und Haar der Socialdemokratie verschrieben. aber überall die mit brutaler Gewalt durchgeführte Hörigkeit seiner die regierende Partei zu werden, wollte sie versuchen, die Macht zu Nichtsdestoweniger konstatiert das Bolksblatt für Anhalt" in Dessau: Arbeiter.... Wo er herrscht, da gehört die zwangsweise Nieder- erschleichen durch, wenn auch der Absicht nach nur teilweisen und Wer also Herrn Rösicke den Sieg verliehen hat, ist nur das haltung des Proletariats zu den seinem Wesen entsprechenden, ihm vorübergehenden, Verzicht auf ihr Programm, statt sie zu erobern Land mit seinen weniger unabhängigen und weniger aufgeklärten natürlich und selbstverständlich erscheinenden politischen Methoden. zur Durchführung ihres Programms. Die Socialdemokratie ist un- Arbeitern gewesen. Die eigentliche Arbeiterschaft hat in In einem Staate mit moderner Staatsgewalt, in dem der überwindlich als Volkspartei; sie wird in jeder Beziehung haltlos der Hauptsache selbst einem Röside gegenüber durchaus große Grundbesig vorherrscht, herrscht aber auch das Offiziercorps. und lebensunfähig als Regierungspartei. Stand gehalten. Das zeigt der Vergleich der kleinen Städte Entspricht dem Weien des großen Grundbefizes die Knechtung seiner Erwägen wir alle diese Widersprüche und Gegensätze innerhalb und Arbeiterdörfer mit den beiden größeren Städten Dessau und Arbeiter, so entspricht ihm auch der Trotz gegen die Staatsgeivalt. der Regierung selbst wie innerhalb der herrschenden Klassen und Zerbst, in welch letzteren jetzt das Kleinbürgertum und die BeamtenIn der Dede des flachen Landes fühlt sich der große Grundbefizer Parteien, dann kann es keinem Zweifel unterliegen, daß heute, wo schaft gegen uns den Ausschlag gaben." ganz anders als gebietender Herr, als der Kapitalist in dem Gewühl unsre Gegner notwendiger als je einer einheitlichen und konsequenten, Wie also das Bürgertum in allen feinen Schattierungen sich der der Großstadt. auf große Biele gerichteten Politik bedürfen, die Politik, die sie Socialdemokratie gegenüber zusammenschloß, hat andrerseits auch die Wo die Bourgeoisie schwach und der große Grundbesitz start ist, wirklich befolgen werden, fleinlicher, widerspruchsvoller, fonfufer aufgeklärte Arbeiterschaft sich durch keine Rücksicht auf eine wie da wird der Staat nur zusammengehalten von der Armee und der sein wird, denn je. Wir dürften große Worte zu hören bekommen, immer geartete Persönlichkeit abhalten lassen, geschlossen hinter Bureaukratie, da hängt von deren Kraft allein nicht bloß die große Anläufe sehen, sowohl zu einer Politik der Reformen, wie zu der Fahne unsrer Partei zu marschieren. Macht, sondern auch die Geschlossenheit des Staates ab. Je einer Politik der Verfolgungen und der Einschränkungen der staats- Keine Wahlbewegung bisher hat wohl so rein das Gepräge des weiter nach Osten wir kommen, desto mehr bilden diese beiden bürgerlichen Freiheiten und Rechte, aber über gewaltige Ver- Klassenkampfes gezeigt, wie der Wahlkampf 1903! Stände die einzige Grundlage des Staates. Unter ihnen selbst aber sprechungen und Drohungen wird man nicht weit hinauskommen. fällt der Armee oder vielmehr dem Offiziercorps die vorherrschende: Ein Regime großer politischer und ökonomischer Reformen ist werden. Aus Induftrie und Handel haltung der Anträge hat bewirkt, daß nicht nur die direkt beteiligten| dem Klassenzimmer hinaus, fie ging aber nicht sofort. Nun verließ Handwerker in schwere Bedrängnis geraten sind, sondern auch andre der Lehrer das Zimmer und sie ging mit. Draußen fagte sie zu Ein Welttrust im Baumwollhandel. In New Orleans geht, pfinden die durch die Nichterteilung der Baukonsense ent- Händen anvertrauen muß!" Wegen dieser Aeußerung und wegen Arbeiterkategorien, als Zimmerer, Maler, Dachdecker 2c. Maler, Dachdecker 2c. em demselben:" Unglücklich ist der Mensch, der seine Kinder Ihren wie Londoner Blättern aus New York gemeldet wird, das Gerücht, daß ein riesiger Baumwolltrust in der Bildung begriffen sei, der standene Stockung der Bauthätigkeit sehr schwer. Die Arbeiter, dem nicht rechtzeitigen Verlassen des Schulzimmers wurde gegen die vollständige Beherrschung des Baumwoll= die im Winter die Armenküchen bevölkerten, und um Armen- Unter- die Frau Anklage erhoben. Der Staatsanwalt beantragte wegen handels der Welt zum Ziele habe; viele der reichsten Baum- tüßung einkommen mußten, find in einer verzweifelten Lage. Zum des Hausfriedensbruchs 15 M. und wegen der Beleidigung 10 M. wollhändler in New York, London, Liverpool und Antwerpen seien Quartalswechsel werden zahlreiche Arbeiterfamilien auf die Straße Geldstrafe; der Gerichtshof stellte sich aber auf einen ganz andren ins Interesse gezogen.-Ob hinter dieſem„ Gerücht" positive VorOb hinter diesem„ Gerücht" positive Vor- gesetzt werden, da die wenigen Einkünfte aus Gelegenheitsarbeiten Standpunkt. Das müsse auch jedem Laien klar sein, daß es allen gänge stehen, oder ob es nur ein neuer Spekulationstrick der kaum zum Lebensunterhalt, geschweige denn zur Zahlung der Miete pädagogischen Grundsätzen widerspreche, wenn der Lehrer die Strafamerikanischen Baumwollgroßhändler ist, muß freilich abgewartet ausreichen. Schon jetzt ist die Zahl der Obdachlosen so in die Höhe mittel derart häufe, daß er an vier aufeinanderfolgenden Tagen ein gegangen, daß sie selbst bürgerliche Gemüter mit Besorgnis erfüllt solch fleines Kind züchtige und nachbleiben lasse. Wenn das Kind Ausdehnung des Düsseldorfer Roheisen- Syndikats. Wie die Köln. Gesellen stark in die Enge getriebene Bautischlermeister statt. Vor einigen Tagen fand eine Versammlung der von den streikenden am vierten Tage einen Auftrag seiner Mutter ausrichtete, so konnte Beitung" erfährt, werden vom 1. Juli ab der Georgs- Marien- Berg- wurde das Rätsel, warum mit der Erteilung der Konsense so lange Strafantrag stellen, aber er durfte das Kind nicht für die vermeintHier er, wenn er diesen Auftrag für ungehörig hielt, gegen die Mutter werks- und Hüttenverein in Osnabrück und die Aktiengesellschaft gezögert wird, sehr einfach gelöst. Eisenwerk Kraft in raz wied bei Stettin mit dem Düsseldorfer nehmer an der Versammlung ausgeplaudert, und durch Berichte in der Mensch, der sein Kind Ihren Händen anvertrauen muß!" stelle Wie nämlich von einem Teil- liche Schuld der Mutter bestrafen. Die Aeußerung:" Unglücklich ist Roheisen- Syndikat zusammengehen. Auch die oberschlesischen bürgerlichen Blättern bestätigt wurde, ist von den Unternehmern zwar objektiv eine Beleidigung dar, aber nach den Erfahrungen, Werke haben sich grundsätzlich für ein Zusammengehen ausgesprochen, beschlossen worden, die der Forderungen doch sind die hierüber schwebenden Verhandlungen noch nicht abzu bewilligen, und Gesellen nicht welche die Mutter bei demselben Lehrer mit ihrem ersten Kinde ges wenn der Streit noch geschlossen. ein Vierteljahr macht hatte, dürfe man darin nichts weiter erblicken, als wie den dauere. Es sei den Meistern von den Behörden Aufschrei eines geängstigten Mutterherzens. Obendrein habe die Diese Meldung der Köln. 3tg." dürfte zweifellos fein, um so zugesichert worden, die Ausführung fämtlicher Angeklagte in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt, wes mehr als sowohl hinter dem Eisenwerke Kraft in Krawieck wie Bauten bis zur Beendigung des Streiks, d. h. bis halb ihr der§ 193 zur Seite stehe. Was den Hausfriedensbruch hinter den oberschlesischen Werken ein und dieselbe Person steckt: zur Niederwerfung der Arbeiter zu unterlassen. anlange, so stehe nicht fest, daß die Angeklagte die einmalige Aufder Fürst Hendel von Donnersmard, der erste Junker Die Vermutung, daß auch aus diesem Grunde die Konzessionierung forderung des Lehrers zum Verlassen des Schulzimmers in ihrer Preußens bekanntlich, der mit der Zeit gegangen ist b. h. seine von Privatbauten seitens der Stadtbaupolizei nicht erfolge, liegt sehr Aufregung gehört habe. Als der Lehrer gleich nach der einmaligen agrarisch erworbenen Millionen in die Industrie gesteckt hat und nun, nahe. Denn bereits beim vorjährigen Zimmererstreit hat der Magistrat Aufforderung hinausgegangen sein, da sei sie mitgegangen. Es was ebenso bekannt ist, gerade aus dieser märchenhafte Einkünfte einem Zimmermeister Feuerwehrleute geliehen, die Streitarbeit ver- tönne somit ein Hausfriedensbruch als vorliegend nicht erachtet bezicht. Er hat, wie wir erfahren, gerade in den letzten Wochen an richten mußten. Es muß daher angenommen werden, daß sämtliche werden. Die Angeklagte sei daher sowohl wegen der Beleidigung der Oder bei Kratzwied neue 2an bankäufe gemacht, zweifellos Arbeitgeber Bosens ein Kompromiß zur Niederringung der Arbeiter wie auch wegen des Hausfriedensbruchs freizusprechen. um nach der oben angezeigten Syndikatsbildung sein Eisenwert Kraft eingegangen sind, und daß, wenn sich die durch die bürgerlichen noch zu bergrößern. Blätter verbreiteten Nachrichten über jene Meisterversammlung beWeitere Syndikatsbildungen in Deutschland. Der Oberstätigen, der Magistrat ihnen hierzu hilfreiche Hand fchlesische Stahlformguß- Verband ist nach dem„ Berl. geboten hat. Börs.- Cour." in Unterhandlungen mit dem westfälischen Verbande wegen eines Zusammenschlusses eingetreten. Zunächst soll der Absatz der Verbandswerke in den letzten drei Jahren festgestellt werden, danach sollen die Absatzgebiete abzugrenzen sein. Die Generalversammlung des Feinblechverbandes genehmigte nach der„ Köln. Volksztg.." die mit großem Verlust ab= schließende Abrechnung sowie ein Abkommen, wonach die dem Verband angehörenden Vereinigten Kammerichschen Eisenwerke in Schladern und die Firma Fuhrmann u. Redicker in Hamm ihre Blechwalzwerke stilllegen. Die Verpachtung des Blechwalzwerks J. J. Bruchs Witwe wurde als nicht sagungsgemäß abgelehnt. Zur Krisis im Morganschen Schiffahrtstrust liegt als neueste und ſehr intereſſante Nachricht die Meldung des Newyorker Blattes, American" vor, daß Morgan die Cunard Linie zum Wiederanschluß an den Schiffahrtstrust zu bewegen gesucht hat, um einen Tariffrieg zu verhindern. Die Entscheidung der Cunard- Linie werde im Laufe der Woche erwartet. Kaum irgend eine andre Maßnahme könnte die Schwierigkeiten, in denen sich Herr Morgan mit seiner gigantischen Gründung thatsächlich befindet, besser illustrieren. Husland. = Bergarbeiter- Streit in Ungarn. In den Annathaler Steinkohlengruben der Gran Szaszvarer Bergiverks Gesellschaft streiten seit Freitag 1000 Arbeiter. Sie fordern Lohnerhöhung, Achtstundenschicht und Sonntagsruhe. den Schlächter Emil Adam sowie dessen Bruder, den Arbeiter Eine an versuchten Todschlag grenzende Strafthat führte gestern Richard Adam, vor die zweite Straflammer des Landgerichts II. Vor etwa zehn Jahren heiratete der erste Angeklagte die Tochter einer reichen Witive in Zehlendorf, welche zwei Grundstücke und 80 000 m. mit in die Ehe brachte. Der bisher nur an beschränkte Verhältnisse gewöhnte Adam wurde übermütig. Er schaffte sich einen Luruswagen und Rennpferde an, fuhr fleißig spazieren und vernachlässigte sein Geschäft. Nach wenigen Jahren hatte die Herr= feit sechs Wochen im Streit. Sie verlangen eine Lohnerhöhung und stücke ebenfalls. Adam mußte schließlich froh sein, daß er auf dem Die Tischler von Triest stehen in der Zahl von etwa 700 bereits lichkeit ein Ende, die 80 000 m. waren weg und die beiden Grundeine Berkürzung der Arbeitszeit von zehn auf neun Stunden. Nachdem Mager- Viehhofe in Lichtenberg eine Stelle als Schlächtergeselle handlung mit den Arbeitern abgelehnt hatten, willigten sie endlich Berwürfnissen. As seine immer noch in guten Verhältnissen lebende Es tam zwischen ihm und seiner Ehefrau jetzt häufig zu die Unternehmer während der Dauer von vier Wochen jede Unter- fand. ein. Es kam aber zu keiner Einigung. Nun schlugen sie ein Schwiegermutter weitere Unterſtüßungen verweigerte, wars Adam Schiedsgericht vor, berlangten aber, daß der als arbeiterfeindlich seine Ehefrau einfach zum Hause hinaus. Diese nahm hierauf bei bekannte Gewerbe- Inspektor Coglinvina den Vorsiz erhalte. Darauf dem Bureaudiätar Dettmer eine Stellung als Wirtschafterin_an. konnten die Arbeiter nicht eingehen. Um einen Streit vom Zaune zu brechen, beschuldigte Adam seine Ehefrau fälschlich, daß sie seinem Bruder, dem zweiten Angeklagten, 650 M. gestohlen habe. Am 28. April lauerten die beiden Brüder dem D. auf der Straße vor seiner Wohnung auf und beschuldigten ihn, daß er das angeblich gestohlene Geld in seiner Wohnung verheimliche. Als D. darauf ins Haus hineinging, folgten ihm die Angeklagten und überfielen ihn auf der Treppe. Auf ſeine Hilferufe Die Arbeiter der französischen Kriegswerkstätten, welche gegenwärtig ihren Kongreß in Paris abhalten, haben befchloffen, der Regierung folgende Forderungen zu unterbreiten: Achtstündiger Arbeitstag, Regelung der Löhne je nach den Preisverhältnissen der einzelnen Städte, Alterspension nach dem 50. Lebensjahre und 25 Dienstjahren, Abschaffung der Soldatenarbeit. Die industrielle Erschließung Irlands. Nachdem die Irish Land Bill in zweiter Lesung angenommen worden ist, steht zu erhörten die herbeieilenden Hausbewohner, daß Emil Adam feinem warten, daß sie in furzer Zeit Gesetz werden wird. In dieser Hafenarbeiter- Ausstand in Toulon. In einer am Sonnabend Bruder zurief:" Jetzt schnell das Messer heraus und schneide ihm Boraussetzung macht sich in Großbritannien bereits eine be- abgehaltenen Versammlung der Hafenarbeiter wurde beschlossen, den Hals abl" Bei dem nach seinem Halse gezielten Meſſerſtich deutende Finanz- und Industriebewegung geltend, welche die Auf- sofort in den Ausstand zu treten, falls nicht eine völlige Be- hatte D. unwillkürlich die Hand vorgehalten, welche von dem Meſſer schließung 3rlands neben den staatlichen mit beträchtlichen friedigung der Forderungen des Arbeitersyndikats bezüglich Lohn- getroffen wurde. Die Sehnen wurden vollständig durchschnitten. privaten Geldmitteln anstrebt, um so auf diesem industriell noch so frage und Arbeitszeit gewährt werde. Im Termin bestritten beide Angeklagte zivar, ein Messer gebraucht jungfräulichen Boden den gehörigen Profit für das Privatkapital zu zu haben, das Gericht legte dieser Behauptung aber kein Gewicht fichern. Gewerkschaftliche Kämpfe in der Schweiz. Die Aussperrung bei. Zunächst handelt es sich darum, da Irland keine von 4000 Bauarbeitern in Bern ist an dem Widerspruch geführt hatte, zu acht Monaten Gefängnis berurteilt und Emil Adam wurde zu vier, sein Bruder, der das Messer Kohlengruben befigt, für die Versorgung des Landes mit Brennstoffen Mittel und Wege zit öffnen. der öffentlichen Meinung und der Haltung der Arbeiter ge hiervon je ein Monat durch die erlittene Untersuchungshaft für bers Zu diesem heitert, noch ehe sie zur That ward. Der Zimmererstreit bügt erachtet. Bwede hat sich nunmehr, wie das Berliner Tageblatt" berichtet, jedoch dauert fort, da eine neuerliche Verständigungsaktion ein sehr fapitalfräftiges englisch- irisches Syndikat gebildet, um die resultatlos blieb. Der Buchdruderstreit in Grenchen großen Torfmoore Jrlands auszubeuten. Vor wenigen Tagen hat nach furzer Dauer mit dem Erfolg der Arbeiter geendet. haben Vertreter des Syndilats Deutschland bereift, um Sie. Torfverwertung gründlich kennen zu lernen. In den Streit getreten sind die Arbeiter der Accumulatorenfiaytigten Torfftech- und Hebemaschinen, Berreiß- und Misch- und Papierfabrik von Marby in Freiburg wegen Maßregelung Misch- des Präsidenten der apparate, Briquettpressen im Betriebe Gewerkschaft und Durchsetzung Ein Die amtliche Feststellung des Stichwahl Ergebnisses andres Syndikat beabsichtigt, in Irland der landwirtschaftlich- 25 Broz. zu erhöhen. Gegen den fchamlofen Raub des Burgdorf ergiebt, daß Freiherr Hodenberg, elfe mit 12 003 ihrer Forderung, die Löhne von 11%, bis 3 beato. 2 bis 3 Fr. um 14. hannoverschen Wahlkreise Celle Peines Gifhorn industriellen Thätigkeit durch Errichtung von Kartoffelspiritus- Roalitionsrechts durch die Stidereifabrik Klauber u. Cie. in gewählt. Wehl( natl.) erhielt 11 947, ist also nicht wiederwrennereien Vorschub zu leisten. Namhafte Vertreter dieſes Syndikats Weinfelden( Thurgau), die von ihren Arbeitern die unterschriftliche gewählt, wie am 25. Juni gemeldet. haben anläßlich des Chemifer- Kongresses in Deutschland Brennerei- Erklärung erpreßten, daß fie feiner Gewerkschaft angehören bezw. einrichtungen besichtigt. Es wird beabsichtigt, die irischen Brennereien aus derselben austreten und fich feiner solchen anschließen, haben nach deutschem Muster anzulegen und die hierfür erforderlichen 2000 Arbeiter eine Protestfundgebung abgehalten, wobei Pfarrer Maschinen und sonstige Hilfsmittel ausschließlich aus Deutschland zu Pflüger die Rede hielt. Eine einstimmig angenommene Petition an beziehen. den Bundesrat verlangt gefeßlichen Schutz des von der Bundesverfaffung gewährleisteten Vereinsrechts. Sie beund andres! Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. In der Filzschuh- Fabrik von Druse, Wollinerstr. 6, find Differenzen ausgebrochen. Zuzug ist fernzuhalten. Die Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. Achtung! Kürschner! Ueber die Firma Salbach, Hoftürschner meister, Unter den Linden, ist die Sperre verhängt. Der Vorstand des Centralverbandes. Filiale Berlin. Deutfches Reich. " zur Sociale Rechtspflege. Letzte Nachrichten und Depeschen. Wahl- Resultat. = Die Viehzölle vor der französischen Kammer. Beratung steht ein Antrag Debuffy( radikal) betreffend Erhöhung Paris, 29. Juni.( W. T. B.) Deputiertenkammer. Zur des Zolles auf fremdes Vieh und Fleisch. Castillard( Republikaner) unterstüßt den Antrag Debussy; denn da der Gesundheitszustand des fremden Viehes sich immer bessere, werde man bald die Grenzen wieder öffnen müssen. Thierry( Republikaner) bekämpft den Antrag, denn derselbe würde die Regierung in eine inforrette Lage verfeßen, da gegenwärtig Verhandlungen mit den fremden Mächten betreffend Bom Landarbeiter- Unrecht. Der Schnitter Jachmann war auf Abschluß bon Handelsverträgen eingeleitet seien. Bichon Antrag des Gutsbesizers Scharping wegen Vergehens gegen das( Ralliierter) unterstützt den Antrag, indem er hervorhebt, daß Ausnahme- Strafgesetz vom 24. April 1854 mit einer Strafe Deutschland und Oestreich den Eingangszoll auf Vieh erhöht haben. bedacht worden, weil er unberechtigterweise den Dienst Mougeot( Radikal) beantragt die Ueberweisung des Antrages an verlassen habe. J. beantragte richterliche Entscheidung und die Zollkommission, weil es Delcassé nicht möglich sei, in die Kammer bestritt, daß das Gesetz von 1854 auf Schnitter Anwendung zu kommen. Debussy bekämpft alsdann die Ueberweisung, die mit finde. Auch sei der Gutsbefizer gar nicht berechtigt ge- 406 gegen 181 Stimmen abgelehnt wird. Hierauf geht man zur Maurerstreit in Plauen i. V. Wie der Vogtländische Anzeiger" wesen, gegen ihn Strafantrag zu stellen, denn Scharping Beratung der einzelnen Artikel über. Im ersten Artikel beantragt meldet, traten am Montag wegen Ablehnung einer geforderten Lohn habe gar nicht mit ihm, sondern nur mit dem Vorschnitter die Kommission, den Eingangszoll für Ochsen für 100 Kilo Lebenderhöhung 2000 Maurer in den Ausstand; der größte Teil( Vorarbeiter) Vertrag geschlossen. der in Plauen beschäftigten ausländischen Maurer schloß sich an, genug gehabt, den Dienst ohne weiteres zu verlassen, da er gleich tarif festzusehen. Siegfried( Demokrat) begründet ein Amendement, Im übrigen hätte er Grund gewicht auf 30 Fr. im Marimaltarif und auf 20 Fr. im Minimalauch die Zimmerleute sowie die Bauhandwerker dürften der Be- andern Leuten unter anderm zu wenig Kartoffelland und wonach der Zoll auf 15 Fr. im Minimaltarif herabgemindert wird. wegung folgen. schlechtestes Korn erhalten habe. Das Landgericht in Stettin als Mougeot konstatiert, daß die Viehzucht in Frankreich sich in einem Zur Lohnbewegung im Hamburger Baugewerbe. Wie das Berufungsinstanz verurteilte jedoch den Angeklagten ebenfalls und befriedigenden Zustande befinde, deshalb habe Delcaffé mit den Fremdenblatt" meldet, hat am 25. d. Mts. eine Kommission der führte aus: Die Schnitter fielen unter das Gesetz von 1854 und der benachbarten Mächten verhandelt, nämlich mit England und Baugewerks- Innungen Hamburg, Altona, Wandsbek und Harburg, Gutsbesitzer habe den Strafantrag stellen dürfen, weil der vertrag Belgien, um diese Staaten zur Wiederöffnung ihrer Grenzen für in Gemeinschaft mit den Vertretern andrer Innungen des Bau- schließende Vorarbeiter der Stellvertreter der andren Schnitter französisches Vieh zu veranlassen. Mougeot verlangt von der Komgewerbes, über die Vorschläge beraten, die einer in Kürze bevor- gewesen fei, zumal sie sich schon vorher bereit erklärt hätten, mission, sie solle die Zahlen von Siegfried annehmen. Hiergegen stehenden Hauptversammlung für die Stellungnahme zu der Lohn- unter arbeiten. Ein Grund zum Verlassen des erhebt sich auf verschiedenen Bänken Widerspruch. Debussy bewegung und den partiellen Streits der Gesellen unterbreitet Dienstes fei es nicht, wenn wirklich Angeklagter etwas hält seine Zahlen aufrecht und diese werden mit 406 gegen werden sollen. Die beschlossenen Vorschläge sollen auf eine a II- weniger Kartoffelland und schlechteres Korn 169 Stimmen angenommen. Die Fortsetzung der Debatte findet gemeine Aussperrung sämtlicher Bauhand- erhalten habe, sowie das Heuen statt in Accord in Tagelohn morgen statt. wverter abzielen. hätte machen müssen. Angeklagter legte Revision ein, der StrafDie Maurer und Zimmerlente Hamburgs beschlossen, da die fenat des Kammergerichts verwarf indessen das Rechtsmittel mit der Inmung Verhandlungen ablehnte, für die Erringung eines Stunden- Begründung, daß die Vorentscheidung einen Rechtsirrtum nicht erlohnes von 70 Pf. bei neunstündiger Arbeitszeit in den Kampf ein- fennen lasse. zutreten. " -Gerichts- Zeitung. Geftrandeter Dampfer. Hamburg, 29. Juni. Neueren Nachrichten zufolge ist der bei Sanguin River gestrandete Dampfer Lulu Bohlen" nebst Ladung und Post total berloren. Die Passagiere und die Mannschaft sind gerettet, erstere sind beim Kap Rap Palmas, lettere bei Sinoe gelandet. Die Paffagiere werden dort vom Unwetter. Arbeiterbekämpfung in Pofen. Was die Unternehmer in den verschiedensten Städten Deutschlands in lezter Zeit und auch gegenwärtig noch durch allgemeine Aussperrungen zu erreichen suchen: In das Merkbuch der Prügelpädagogen dürfte eine Verhand- Postdampfer Helene Woermann" abgeholt und dem am 30. Juni nämlich die Niederzwingung streifender Arbeiter, das will man in lung einzutragen sein, welche gestern vor der vierten Straffammer von hier nach Swakopmund abgehenden Dampfer Hans Woermann" Posen durch andre Mittel, welche dieselbe Wirkung haben, erlangen. am Landgericht II stattfand. Wegen Beleidigung eines Lehrers in Las Palmas zugeführt werden. Die Mannschaft wird auf dem Aus Posen wird uns geschrieben: Seit neun Wochen befinden und wegen Hausfriedensbruchs war die Frau Elisabeth Groß Dampfer Eduard Bohlen" nach Hamburg befördert, dessen Ankunft sich die Bautischler im Streit. Die Meister haben bisher alle aus Friedrichsfelde angeklagt. In der dortigen Gemeindeschule in Hamburg zwischen dem 15. und dem 20. Juli zu erwarten ist. Einigungsvorschläge abgelehnt, fie erschienen, trog ihrer Zusicherung unterrichtete in der untersten Mädchenklasse der Lehrer Adolf auch nicht vor dem Gewerbegericht, welches die Streifenden als Bender. Im vorigen Jahre brachte die Angeklagte ihre älteste Einigungsamt angerufen hatten. Die Arbeitgeber erfreuen sich einer Tochter in die Schule. Sie tam in die Hände des Lehrers Bender, weitgehenden Unterstützung durch die Behörden. Die ankommenden der sie dermaßen züchtigte, daß sie ein halbes Jahr lang am Beits ein schweres Gewitter, verbunden mit Hagelschlag, nieder, welches Streifbrecher werden durch Polizisten sorgsam behütet, gegen die tanz gelitten hat. Die Mutter ließ sich nur dadurch von einer AnStreifenden aber geht die Polizei in der schärfften Weise vor. Streifzeige bei der Staatsanwaltschaft abhalten, daß ihr von den Vorbrecher dürfen sich mit geladenen Revolvern bewaffnen, da- gefeßten des Lehrers mitgeteilt wurde, daß letzterer auf dem gegen werden Streifende selbst bei Nacht in verkehrsarmen Disciplinarwege vertvarnt worden war. In diesem Jahre mußte Straßen als Verkehrshindernis betrachtet. An der Solidarität der sie ihre zweite Tochter in die Schule schicken, und auch diese kam is Streitenden scheiterten jedoch alle Versuche, diefelben„ Klein zu die Klasse des Lehrers Bender. Es dauerte auch gar nicht lange, friegen". Nun ist aber den Unternehmern Hilfe von einer Seite ge- da wurde auch dieses Kind drei Tage hintereinander gezüchtigt und kommen, von der man es nicht erwarten sollte. Posen hat nämlich mußte obendrein an denselben drei Tagen nachbleiben. Die Mutter Madrid, 29. Juni.( W. T. B.) Nach weiteren Meldungen feit furzem eine neue Bauordnung. Es erregte in allen Kreisen der sagte daher dem Kinde, es solle dem Lehrer sagen, wenn es noch Beteiligten lebhafte Verwunderung, daß die auf Grund dieser Bau- einmal nachbleiben müsse, dann würde sie es nach Hause holen. wurden bis gestern Abend 11 Uhr 100 Leichname von den bei ordnung beantragten Baukonsense nicht, oder doch nur in ganz ge- Das Kind sagte dies dem Lehrer und dieser züchtigte es von neuem dem Eisenhahnunfall auf der Strecke Bilbao- Saragossa Getöteten ringer Zahl erteilt wurden. Nach den Angaben von Bauunter- und ließ es zum viertenmal nachbleiben. Jest tam die Mutter geborgen; 70 liegen noch unter den Trümmern. Die meisten Vernehmern harren noch ca. 100 Anträge ihrer Erledigung. Die Zurück in die Schule, um ihr Kind zu holen. Der Lehrer wies sie aus unglückten sind arg verstümmelt. Osnabrück, 29. Juni.( W. T. B.) Heute nachmittag ging hier ein schweres Gewitter, verbunden mit Hagelschlag, nieder, welches großen Schaden anrichtete. Hühnereigroße Schloffen fielen, zertrümmerten eine große Anzahl Fensterscheiben und vernichteten die Gewächse in den Gärten und Gewächshäusern. Auch das Getreide in der Umgegend ist niedergeschlagen. Die Telephonverbindung ist nnterbrochen. Eisenbahnunglück. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt. Nr. 149. 20. Jahrgang. 150 145 140135 130 125 120 N. 415 110 105 100 95 90 85 80 75 70 65 60 55 K. 50 45 EV 40 R 35 30 25 D.P. 20 WE 15 10 25250 Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Lampson& Martin Berlin W50 001 Die Fraktionen des Reichstags seit 1871. Konservativ Reichsparte Nationalliber Centrum BU 000006 www Freis.Vereinig Volkspartei Socialdemokrat. Danen Pol. WelfEls Antisemiten 2678 S K.S R V 00 1871 4874 1877 1878 1881 1884 1887 18.90 1893 18.98 1903 Dienstag, 30. Juni 1903. tommen und habe gesagt: habe gesagt:" Sehen Sie, so urteilt das Volk. Ja ja, des Volkes Stimme ist Gottes Stimme." ( Merkwürdig, in den paar hundert antisemitischen Stimmen will auch Herr Böckler„ Gottes Stimme" erkennen, nicht aber in den drei Millionen socialdemokratischer Stimmen.) Er gab sich dann der Hoffnung hin, daß die Natgeber der Krone endlich einsehen würden, daß nur der Antisemitismus einen Schutzwall gegen die roten Revolutionäre bilde. Zum Schluß bat er in beweglichen Tönen, recht tief in die Taschen zu greifen, um die Wahlschulden zu begleichen. Das war allerdings ein recht prosaischer Abschluß der poesievollen Lichtrede". Trotzdem erhielt aber auch Herr Böckler einen Lorbeerkranz; er verstand es nur nicht, das Huldigungszeichen mit solcher Würde entgegenzunehmen wie sein si Frattions" Kollege Bruhn. Unter den Klängen des Liedes von der Wonnegans" verschwand der Redner und sah in beschaulicher Ruhe dem Fackelzuge zu, während dessen Aufführung nicht allein der Often sondern auch der Westen des Gartens in rotem- man bedenke in ttt rotem bengalischen Licht erstrahlte. Wenn das nur nicht abfärbt. Es folgte noch eine dritte Rede von einem alten Antisemiterich. Der Mann schien dabei in eine Art patriotischer Raserei zu verfallen. Eine Zuhörerin rief, ganz entfest aus:„ Mein Gott, der heult ja!" Wir warteten das Ende seiner Rede nicht mehr ab, sie war wirklich zum Heulen". Noch eine kleine Stärkung, und dann fort aus der antisemitischen Atmosphäre. Den Neft der„ grandiosen Siegesfeier" wollten wir die Leute allein genießen lassen. Unterwegs aber tam uns der qualvolle Gedanke: Was sollte wohl aus Berlin werden, wenn nun Herr Bruhn samt seiner„ Staatsbürger- Zeitung" nach dem Osten auswandert? Zuzutrauen wär's ihm schon, weil die schlechten" Berliner ihn nicht nur nicht wählen, sondern ihn obendrein noch verulfen. Susque M 119393097 Die Ergebnisse der Reichstagswahlen haben nicht unerhebliche| vative 54, deutsche Reichspartei 38, Centrum 58, Nationalliberale 120, Verschiebungen unter den Parteien verursacht. Als Hauptmerkmal Freifinnige Vereinigung und Volkspartei, welche damals unter dem läßt sich die Verminderung der freisinnigen und der extrem agrari- Namen Fortschrittspartei eine Gruppe bildeten, 45, Socialdemokraten 1, schen Mandate erkennen, auf deren Kosten in erster Linie die und endlich Welfen, Dänen und Polen 22. socialdemokratischen Erfolge erzielt wurden. Welchen semiten tritt erft 1887 auf. Nach den Wahlen 1898 weisen die Die Partei der AntiSchwankungen in ihrem Bestande die einzelnen Parteien seit Be- einzelnen Parteien indessen ganz andre Zahlen auf, und zwar stehen des Reichstages unterworfen gewesen sind, geht aus unsrem Konservative 57, Deutsche Reichspartei 20, Centrum 104, NationalTableau hervor. Durch besondere Signatur find die einzelnen liberale 47, Freifinnige Vereinigung 12, Wollspartei 38, SocialdemoFraktionen von einander unterschieden. Unberücksichtigt gelaffen fraten 56, Welfen, Dänen, Polen und Elsässer 34, und Antisemiten 18. sind hierbei diejenigen Gruppen, welche nur ganz bor- Den höchsten Mitgliederstand hatten( bezw. haben) die verschiedenen übergehend organisiert waren, wie die Liberale Reichs- Gruppen, wie nachstehend angegeben: die Konservativen 1887 80 Mit 1871( 30 Mitglieder), die Liberale Vereinigung 1881 glieder, die Deutsche Reichspartei 1878 56, das Centrum 1890 106, ( 47), die Gruppe Löwe- Berger 1877 und 1878( 9 beztv. 5), die die Nationalliberalen 1874 152, die Freisinnige Partei 1884 67, die Partitularisten 1871( 2), der Bund der Landwirte 1898( 4), der Freifinnige Volkspartei( 30) und Die deutsche Volkspartei( 8), 34Bayrische Bauernbund 1898 und 1898( 4 bezw. 5), und die feiner fammen 1898 38, die Socialdemokraten 1903 81 und die AntiFraktion angehörenden Abgeordneten, deren Zahl während aller femiten 1893 16. Die Größe der Schwankungen in der Mitglieder Legislaturperioden zwischen 0 und 10 schwankt und heute 7 be- zahl ist, wie ein Blick auf das beistehende Tableau lehrt, bei den trägt. Die neun dargestellten Parteigruppen sind die Konservativen, einzelnen Parteien sehr verschieden, bei den Nationalliberalen am die Reichspartei, die Nationalliberalen, das Centrum, die Freifinnige größten und bei dem Centrum am geringsten. Der Status nach Vereinigung, die Freifinnige Boltspartei, zu welcher auch die den letzten Wahlen ist der folgende: Konservative 53, Reichs Deutsche Bollspartei gerechnet ist, die Socialdemokraten, die partei 19, Antisemiten 9, Centrum 101, Nationalliberale 52, FreiGruppen der Dänen, Polen, Welfen und Elsässer und schließlich die sinnige Volkspartei 21, Freifinnige Vereinigung 9, Deutsche VolksAntisemiten. Die im Laufe der Zeit vielen Schwankungen unter- partei 6, Socialdemokraten 81, Bund der Landwirte 2, Bayrischer worfen gewesene Stärke der einzelnen Parteigruppen betrug bei Bauernbund 5, Polen 16, Welfen 5, Elsässer 9, Wilde 9. Eröffnung des deutschen Reichstages am 21. März 1871: Stonser Nowawes- Neuendorf. Mittwoch, den 1. Juli, abends 1/29 Uhr, bei Hiemte, Wallstraße: Wahlvereins- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Abrechnung vom 2. Quartal. 3. Was lehrt uns die verflossene Reichstagswahl. 4. Kommunale Angelegenheiten. 5. Sommerfest. 6. Verschiedmes. Der Vorstand. Lokales. Auch eine„ Siegesfeier". " Das Treiben russischer Polizeispione. Zu den unter diesem Titel in der Ausgabe vom Sonnabend gemachten Mitteilungen sendet uns Herr Karl F. Plath, der Befizer des Hotels Moskau, eine Berichti gung, in der er unsre Darstellung der Geschehnisse als in thren der Hausbiener als Stellvertreter des abwesenden Portiers die Wegwesentlichen Punkten unzutreffend und unwahr erklärt. Danach soll schaffung des Gepäcks verhindert haben, weil die Rechnung noch nicht bezahlt war. Als dann Herr Plath herbeigeholt wurde, soll einer Als grobe unwahrheit bezeichnet es Herr P., daß er gesagt der beiden Herren ihn mit Redensarten insultiert haben. habe, im Gepäck befänden sich allerlei ruffische Zeitungen usw. unwahr sei es auch, daß die Herren nicht vom Schuhmann fortMenschen bespielt wurden, ist Herrn P. vollständig fremd; boll gewiesen wurden. Daß die Skandinavier von einem verdächtigen ständig unwahr sei es, daß noch ein andrer Herr mit jenem in die Bortierloge gekommen ist, um nach dem Gepäck überhaupt nur zu sehen. Herr B. erklärt schließlich, daß die russischen Gäste sich stets wohl bei ihm fühlten und das dadurch bewiesen, daß sie immer wieder zu ihm kämen. Berichtigung, werden weitere Erkundigungen bei unserm GewährsWir nehmen einstweilen Notiz von der mann einziehen und dann auf die Sache zurückommen. Nr. 147 6. Bl. zur öffentlichen Kenntnis fam, ereignen sich noch Die schrecklichen Fahrstuhl- Unfälle, von denen einer wieder in 5. immer dadurch, daß Arbeiter während der Bewegung des Aufzugs ein- oder aussteigen können. Geschäfts- und Fabrikhäusern zahlreiche Personenaufzüge, deren Noch immer existiere in Berliner Schachtthüren nicht selbstthätig geschlossen sind, wenn der Fahrstuhl fich bewegt. Deshalb sei es ihm auch nicht möglich gewesen, hier in Berlin die ftaufen oder auch Grafen Göbel genannt Rebern an, den Namen eines Grafen Redern, Koffer In der Polizeiverordnung vom 24. September 1898 heißt es: „ bei Lasten Aufzügen ist der Bewegungsmechanismus mit den gegenseitig die Köpfe entzwei, und wir Antisemiten werden trium- hängigkeitsverhältnis zu bringen, daß sich nur die Thür desjenigen zu dem Fahrstuhl führenden Thüren in ein derartiges AbBerliner Partei- Angelegenbeiten. phieren."„ a, wer weiß," erwiderte ihm kopfschüttelnd ein andrer, Gefchoſſes öffnen läßt, in dessen Höhe der Fahrkorb gerade angelangt die und uneinig der Deiwel trau dem Pfaffen." Wahlkreis Jüterbog- Luckenwalde- Zauch- Belzig. Alle Parteiund zum Stillstand gebracht ist." Leider gilt diese Be Mittlerweile begann das Konzert. Anfangs, als wir das Pro- stimmung genoffen, welche am 25. Juni in obigem Streiſe thätig waren und gramm noch nicht durchgesehen hatten, glaubten wir, das aufgelöste gerade da, wo sie am dringendsten notwendig ist, nämlich nur für Lasten Aufzüge, fie fehlt aber über Unregelmäßigkeiten zu berichten haben, werden ersucht, dies auf dem schnellsten Wege dem Genossen F. Ewald, S. 59, Schön- Trompetercorps der berühmten" Büdlerschen Tagelöhner- Schwadron für Beronen- Aufzüge. Durch diesen Mangel find die an die auf dem schnellsten Wege dem Genossen F. Ewald, S. 59, Schön- aus Klein- Tschirne würde hier zur Feier des Tages konzertieren und Gefahr gewöhnten Führer am allermeiſten dem Tode preisgegeben. leinstraße 6, zu melden. Waidmannsluft. Am Sonntag, den 5. Juli, findet in Waid: Symphonie vom„ roten Manasse" zum besten geben. Auch hierin und aussteigen. Wann endlich wird sich die Baupolizei entschließen, zum mindesten einen funkelnagelneuen Ritualmord- Marsch oder die Man kann täglich in allen großen Geschäftshäusern sehen, wie unvorsichtig die Führer während der Bewegung der Fahrstühle eins von den Parteigenossen, statt.( Näheres siehe Annonce.) Da Waid- sahen wir uns getäuscht, das Festkomitee hatte sich mit der Re- diesem mörderischen Treiben, das schon so viel Leben gekostet hat, mannsluft ein schöner Ausflugsort ist, und die Parteigenossen alles gimentsmusik der„ Elisabether" begnügt. ein Ziel zu setzen? Die Schachtthüren dürfen nur zu aufgeboten haben, um das Fest genußreich zu gestalten, so werden. Endlich kam der Glanzpunkt des Festes. Schmetternde Fanfaren öffnen sein, wenn der Fahrstuhl vor der Thür auch die Berliner Parteigenossen ersucht, sich zahlreich daran zu verkündeten den großen Moment. Der neugebackene Reichstags- steht. Der Fahrstuhl darf nicht bewegbar sein, beteiligen. Das Lokal ist direkt am Bahnhof Waidmannsluft ge- Abgeordnete Bruhn hielt eine Ansprache an seine Gläubigen. Stolz bevor die Thür geschlossen ist, ganz gleich, ob legen und fahren Züge der Berliner Nordbahn vom Stettiner wie ein Triumphator bestieg er die Tribüne, den Huldigungsradau Personen- oder Lasten- Aufzugl Bahnhof und Gesundbrunnen alle 15 Minuten. Freie Lokale find mit herablafsenden Berbeugungen entgegennehmend. Nun legte er noch in Waidmannsluft: Kuhn, Schweizerhäuschen", Schmidt und los. Die rote und die goldene Internationale hätten bei diesen ehemalige Großlaufmann Friedrich Göbel die schamlosesten HandUnter der Maste eines Grafen und Kavallerie- Offiziers hat der Pole. Der Vertrauensmann. Wahlen Hand in Hand gearbeitet, sonst hätte die revolutionäre lungen und Erpressungen begangen. Nachdem er wegen betrügeriSocialdemokratie niemals diesen verblüffenden Erfolg erzielen schen Bankrotts eine dreijährige Strafe verbüßt hatte, wußte er sich tönnen. Die drei Millionen socialdemokratischer Stimmen feien mit der polizeilichen Aufsicht längere Zeit zu entziehen. Anstatt des mindestens ebensoviel Millionen jüdischen Geldes erkauft worden. früheren Spigbartes hatte er ein stets glatt rasiertes Gesicht, nahm eines Grafen Hohen Wahl vaterlandsloser Gesellen( nicht einmal originell ist der Mann) staufen oder auch Grafen Göbel genannt Redern an, und zu verhindern.„ Aber draußen in den Provinzen, da ist das trugen standesgemäß die Grafentrone. Dementsprechend unterauch seine Briefumschläge, seine Besuchsfarten, fein Bolt noch nicht so schlecht wie in Berlin", dort hätten hielt er auch feine Wohnungen teils in Privathäusern, die Wähler erkannt, was fie an ihm haben, darum werde man teils in den vornehmsten Gasthöfen, überall aber unangemeldet. auch im Reichstage von ihm hören. Als der Beifall verklungen war, Im Tattersall hatte er ein Reitpferd, hielt Pferd und Wagen und Die Berliner Antisemiten sind bekanntlich ein höchft furioses tam es dann zu einer überaus grotesten Scene. Ein Vorstands war ein eifriger Besucher von Rennplägen. In einer pharmazeutis Böllchen. Schon seit Jahr und Tag mühen sie sich ab, im öffent mitglied des Judenvertilgungs- Vereins schleppte nämlich einen schen Fabrik in der Anklamerstraße hatte er sich als Prokurist eins lichen Leben die Rolle des unfrewilligen komikers oder des„ dummen riesigen Lorbeerkranz herbei, feierte in überschwänglichen Worten den geschmuggelt und bezog ein gutes Einkommen. Das reichte jedoch Aujust" zu spielen und, das muß ihnen der Neid laffen: hierin grrroßen Bruhn als Befreier der Menschheit aus unwürdiger Juden Auftreten diente wibernatürlichen Neigungen. Bei den Festen und bei weitem nicht aus. Sein großer Aufwand und sein gräfliches haben sie Erfolg. Die Leutchen sind auf ihre Art unzweifelhaft fnechtschaft und dekamierte theatralisch:„ Einem solchen Manne ge- Bällen, die in seinen Räumen mit großer Verschwendung oder in erfinderisch. Als die zerriffen Hosen AhIwards nicht mehr bührt nicht allein tiefgefühlter Dank, nein, dem geziemt der Adamstoftüm zogen, da gab der verrückte Graf Büdler feine Dresch Vor- Lorbeer!" Huldvollst nahm der edle Antisemitenhäuptling das wie es eben veranstaltet wurden, ging es hoch her, stellungen, und jetzt sind die Ritualmordmänner Bruhn und dreifarbig bebänderte, wagenradförmige Blätterungetüm entgegen; lichen Herrn zuließ. Zu der meistens nicht großen Gesellder unermeßliche Reichtum gräf Böckler an der Reihe, für zetgemäße Erheiterung des raschlebigen leider war das Ding für seinen Kopf etwas zu groß geraten, um schaft zählen junge Leute und ein als Herr Doktor" bekannter Berliner Publikums zu sorgen. Die beiden legtgenannten find nämlich ihm nach antiker Mode als Stirnzierde dienen zu können. In diesem Hausfreund. Der Herr Graf und Dragoner- Offizier aus dem Elsaß von der politisch naiven Bevölkerung des Arnswalder und Schlochanter weihevollen Moment fing ein spindeldürrer Handlungsgehilfe plötz- schmückte fich mit der Rettungsmedaille. Bei Tisch fehlten die ausKreises in den Reichstag gewählt worden und dieser unfreiwillige lich im höchsten Diskant an zu piepsen:" Deutschland, Deutschland waltete seines Amtes. Die Bekanntschaften suchte der Graf in Lurusgesuchtesten Speisen und eine Settbowle niemals, und ein Diener Wahlwig wurde am Sonntag in der Berliner Bockbrauerei" vom über alles." Die nächststehenden Frauen und Mädchen begannen, bädern und hier in Berlin in den Streifen von Offiziersanwärtern " Deutschen Antisemiten- Bunde festlich gefeiert. sichtlich beluftigt von der dünnen Stimme des Heldenjünglings, schon mit oder ohne Uniform. In der Erwartung eines genußreichen" Nachmittags machten ganz bedenklich zu fichern, da aber feßte der ganze Chorus in allen schwenderischen Auftreten und der vornehmen Haltung Göbels, daß Niemand zweifelte bei dem berwir uns ebenfalls auf den Weg zur„ Siegesfeier". Pflichtschuldigst möglichen und unmöglichen Tonarten ein, und aus feuchter er es wirklich mit einem schwer reichen Grafen zu thun habe. Auch berappten wir 40 Pf. Eintrittseld, löften ein Programm für 10 Reichs Kehle und enger Brust wurde das Lied zu Ende gegröhlt. fonnte er nur Offizier sein, während er in Wirklichkeit im 135. Regiment pfennige und nun konnte de Borstellung unserthalben beginnen. Der erste Teil dieser erhebenden Siegesfeier war zu Ende. die Stufe eines Gefreiten erklommen hatte, dann aber wieder Der geräumige Garten wies zwar manchen unbesetzten Tisch und Nach einer Kleinen Baufe begann der zweite Alt. Herr Bödler Leben verschaffte er sich durch Beruntreuungen im Geschäft und durch degradiert worden war. Die Mittel zu seinem verschwenderischen Stuhl auf, doch dafür waren die Erschienenen um so aufgeräumter. trat auf den Plan. Als Antisemit ficher eine etwas eigentümliche Erpressungen bei Personen, mit denen er bekannt geworden war. Alles urteutonische Gestalten, echte Arier vom schmächtigen, lang Erscheinung. Fast wäre man versucht, den Mann mit dem schwarzen In einem der letzteren Fälle waren ihm 2000 m. sofort zugefallen. gemähnten Ladenjüngling bis zum dicen tupfernafigen Fettwaren Bart ohne den festlichen Bratenrock für einen jüdischen Pferde- Allmählich war aber eine Andeutung über sein Treiben mit jungen händler und hyperschneidigen Beamtengigerl. händler zu halten. Er bedauerte den Wahlausfall am 16. Juni. Leuten zur Polizei gelangt, so daß er beobachtet wurde, als eine Ueberall lebhafte Unterhatung. An einigen Tischen ging's fogar Db des Wachstums der Socialdemokratie könne ein Patriot fast sein bestimmte Anzeige ihn berriet. Er hatte einen 16 jährigen Haus zu wie in einer Judenschule man konnte taum sein eignes Wort Haupt verhüllen. Doch frischen Mut! Mittel- und West- Deutschland diener Schmidt aus einer Apotheke fortgelockt und als Privats verstehen. Natürlich große Feude in Ifrael- pardon, wir meinen feien durch die rote Schlammflut zwar verdunkelt, doch aus dem diener angestellt. Diefer junge Mensch war gelegentlich bei den deutschen" Männern über die Wahl des grrroßen Bruhn. Oft en dringt das Licht", und von dort, aus den Wahlkreisen straße 219( bei einer Frau Löwenthal) veranstaltet wurde, in eines Festmahles, das in den gräflichen Gemächern LinienFreilich, hier in Berlin war nichts für ihn zu erben gewefen, denn der Antisemiten, wird das Licht der Volksaufflärung hell über das der Trunkenheit zu umlauteren Handlungen benutzt worden die Roten „ Num, auch diese rote Bande" wird abwirt ganze Deutschland erstrahlen.( Wenn das Licht" dem roten Schein- und hatte später den Eltern ein Geständnis abgelegt. Der Vater schaften," meinte ein schlauer Handwerksmeister, je größer deren werfer gegenüber nur nicht verblaßt wie eine alte Petroleumlampe.) rief fofort polizeiliche Hilfe an. Die Festnahme des gräflichen Herrn Partei, desto leichter werden se uneinig, und dann schlagen sie sich Als Böckler gewählt war, sei ein alter Mann zu ihm ge- lerfolgte unmittelbar vor einer Festlichkeit, zu der bereits die leckersten 0 uur des Vermischtes. Ein Eisenbahnzug in den Fluß gestürzt. Madrid, 28. Juni. Auf der Strecke Bilbao- Saragoffa stürzte Speisen auf einem Büffett zum Jmbiß einluden und köstliche Weine| Tempelhoferstr. 7 in Schöneberg wohnhaft. Das junge Mädchen, und Sekt im Eiskühler der Entkorkung der Flaschen harrten. Göbel welches sich unbeaufsichtigt auf der Straße befand, warf sich vor spielte zunächst den Erstaunten und Entrüsteten, wurde aber bei einer dem Hause Tempelhoferstr. 12 unmittelbar vor dem Motorwagen Haussuchung sehr kleinlaut. Man fand in einem Korbe auf einem Nr. 14 der Südlichen Berliner Vorortbahn auf das StraßenbahnSchrante außer Briefen zahlreiche Abschnitte von Bostanweisungen geleiſe. Der Führer des Wagens konnte zwar nicht verhindern, ein Zug in den Fluß Nagerilla.- Die Nachrichten lauten noch unvon 20 bis 500 Mart aus aller Herren Ländern. Göbel wollte nicht daß das Mädchen unter die Plattform geriet, doch blieb es vor dem Eigentümer des Korbes sein; bei einem Durchsehen der Geschäfts- Schußrahmen liegen. Auf der Unfallstation in der Bahnstraße, bestimmt, weil der Telegraph abgeschnitten und der Drt abgelegen bücher in der Fabrik ergab sich aber, daß er eingehende Gelder vermöge wohin die Krante gebracht wurde, konnte festgestellt werden, daß ist. Die 170 Meter lange Brücke ist teilweise eingestürzt. Unten in seiner Boftvollmacht angenommen, aber nicht gebucht hat. Ganz sie nur leichte Hautabschürfungen an der linken Schulter erlitten hat. der Schlucht liegen 16 Wagen zersplittert. 27 Leichen sind geborgen, flein wurde aber der Herr Graf, als am Tage nach seiner Verhaftung Die H. wurde der elterlichen Wohnung zugeführt. weitere 50 liegen unter den Trümmern. Viele Leichen sind gräßlich verstümmelt und verbrannt. Die Presse verlangt die Bestrafung der Gesellschaft, die seit zwölf Jahren wußte, daß die Brücke unsicher sei. der Droschkentutscher, der ihn uach dem Alexanderplaß gefahren hatte, auf dem Polizeipräsidium erschien und mehrere Geldrollen, die eingefiegelt waren und nach der Aufschrift je 100 m. enthielten, als im Wagen zurückgelaffen ablieferte. Die Rollen, die angeblich Thaler, Fünf- und Zweimarkstücke enthielten, erwiesen sich als Röhren aus Blei, die im Geldschrank der Fabrik die Veruntreuungen bei Kontrollen verdecken mußten. Göbel wurde dem Untersuchungsrichter zugeführt. Aus seinen Briefschaften wurden zahlreiche Zeugen ermittelt, so daß vielleicht noch manche Ueberraschung bevorsteht. Weiteren Meldungen zufolge beträgt die Zahl der bei dem Eisenbahnunfall auf der Strede Bilbao- Saragossa Getöteten 90, verlegt wurden mehr als 100 Personen. Imparcial" zu berichten, daß bei der letzten Eisenbahnkatastrophe Nach einer Madrider Meldung der Frankf. 8tg." weiß der 100 Personen getötet und 300 verlegt worden seien. Mit vielen Verlegungen wurde heute, Montagmorgen um 3 Uhr, der 28jährige Schlosser Anton Husar aus der Fennstraße 3 in einer auf den Geleisen der Stadtbahn am Humboldthain in einem durchlebensgefährlichen Lage aufgefunden. Streckenarbeiter bemerkten ihn aus hilflosen Zustand. An jener Stelle führt am Humboldthain Die mit einem hölzernen Geländer versehen ist. Ob Husar sich etwa eine etwa zwei Meter hohe Böschung nach dem Bahndamm herunter, auf die Umfriedigung gesetzt hat und heruntergefallen oder von einem andren in die Tiefe gestoßen ist, konnte er ebensowenig anBerichtigung. Infolge unsrer einer Lokalforrespondenz ent- geben, wie er wußte, ob er überhaupt mit jemand zusammen und nommenen Notiz in Nr. 144„ Tod durch Faustschlag" erhalten wie er in die Gegend gekommen ist. Auf einer Tragbahre brachten wir folgende Buschrift:„ Am 17. Mai d. J. hatte ich mit meiner ihn die Arbeiter nach der nächsten Rettungsstelle, von wo ihn ein Gefährdung eines Eisenbahnzuges. Erlangen, 29. Jumi. Frau wirtschaftlicher Differenzen wegen Streitigkeiten, in deren Ver- Lückscher Wagen nach einem Krankenhaus abholte. Seine Ver- In der vergangenen Nacht wurde gegen den nachts 12 Uhr 53 Min. Tauf ich meiner Frau wegen ungebührlicher Redensarten eine Ohr- legungen bestehen in Rippenbrüchen, einer Quetschung des Brust- von hier abgehenden Schnellzug 25 München- Berlin( ab München feige gab. Meine Frau hatte bei diesem Vorfall unser vier Monate tastens und andrer innerer Körperteile. Die Sache bedarf noch einer 814 abends) ein Anschlag versucht, indem in der Nähe des Tunnels altes, schon seit feiner Geburt herzkrantes Kind auf dem Schoß. Aufklärung. vier Schwellen auf die Schienen gelegt waren. Die Maschine sprang Es ist unwahr, daß ich das Kind geschlagen habe und dasselbe hierauf in ein Krankenhaus gebracht, wo es schließlich an den Folgen an der Freiarchenbrüde aus dem Landwehrkanal aufgefischt. Auf Die Leiche eines jungen Mädchens wurde Sonntagnachmittag nur mit der Vorderachse aus dem Geleiſe. Niemand ist verlegt. Von den Thätern fehlt jede Spur. des Schlages gestorben ist. Das Kind war nach Ausspruch des einem Bettel, der bei ihm gefunden wurde, stand: Förster Griesdorf Hitschläge in Paris. Infolge der herrschenden großen Hiße sind Arztes schon von seiner Geburt an derartig herzkrank, daß sein Tod in Zuberan bei Rheinsberg in Mecklenburg. Es wird angenommen, gestern hier 15 Personen an Sibslag gestorben. In nur eine Frage der Zeit war. Die Leichenschau hat auch nichts ergeben, was als mein Verschulden an dem Tode des Kindes aus- daß es sich um dieselbe Person handelt, die am Freitag von der Clermont Ferrand erlitt Oberstlieutenant Sidal einen Sonnenstich, gelegt werden könnte. Uebrigens bin ich schon acht Jahre hindurch Liechtenſteinbrücke in das Wasser sprang, nachdem sie ein Paar weiße während er an der Spize feines Regiments vor dem Generalinspekteur auf derselben Arbeitsstelle, habe stets auskömmlichen Verdienst Handschuhe und einen Hut mit roten Blumen am Lande zurück- manövrierte. gehabt und auch für meine Familie in ausreichender Weise gesorgt, frisches Gesicht, schwarzes Haar, frug eine rosa Bluse, einen schwarzen In dem Dorfe Niendorf, Amt Neustadt, entstand Sonnabendnacht gelaffen hatte. Das etwa 20jährige Mädchen hat ein rundes, Zwei Personen verbrannt. Schwerin( Mecklenburg), 29. Juni. forge auch jetzt noch für meine Kinder nach Kräften. Ernst Moh, Rock und eine schwarze Schürze. Das Taschentuch hat das Zeichen ein Feuer in einer Erbpachtstelle, bei welchem zwei Knechte Arbeiter, Ackerstr. 53 bei Schneider. A. N. Der Abschluß einer unfauberen Affaire. Vor längerer Zeit erregte die Berhaftung des Glasermeisters Schneider in der StralauerAn Sublimatvergiftung gestorben ist die Choristin Martha straße 12, allgemeines Aufsehen. Schneider, ein älterer Mann, der manigel, die Fürbringerfir. 8 bei dem Schneidermeister Mönch gemeinschaftlich mit seinem Sohne eine große Glaserei betrieb, be- wohnte. Aus Liebesgram nahm sie kürzlich das Gift und wurde Kleidete mehrere Ghrenämter, unter anderm war er Armenkommissions- nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Sie war hier an Vorsteher. Die Verhaftung erfolgte unter eigentümlichen Umständen, mehreren Theatern, zuletzt im Südwesten der Stadt, beschäftigt. es stand zwar fest, daß die Festnahme wegen Sittlichkeitsverbrechens Von der Eisenbahn zermalmt wurde der 28jährige Xylograph und auf Anzeige des Sohnes des Verhafteten erfolgte, aber ettvas Sturt Mante, der seine in Lichtenrade in der Sommerfrische lebende Genaues drang nicht in die Deffentlichkeit. Von einer Seite ver- Familie am Sonnabendabend besuchen wollte. Wahrscheinlich ist er Tautete, daß ein minderjähriges Dienstmädchen das Opfer fei, andrer auf der Fahrt eingeschlafen und über das Ziel hinausgefahren, um feits hieß es, Schneider habe sich Uebergriffe in seiner Eigenschaft dann zwischen Lichtenrade und Mahlow den fahrenden Zug zu verals Armenkommissions- Vorsteher zu Schulden kommen lassen. Die lassen. Ein die Strecke benußender Güterzug hat ihn gleich darauf stattgehabte Verhandlung brachte schließlich Licht in die unsaubere getötet. Die Nachricht traf alsbald hier in seiner Wohnung, Alte Affaire. Schneider erhielt 11 Jahre Gefängnis und zwei Jahre Jakobstr. 3, ein. Ehrverlust, während ein weibliches, ebenfalls verheiratetes Familienmitglied der Schneiderschen Familie mit vier Wochen Gefängnis belegt wurde. Die Annahme, daß Schneider als ArmenkommissionsVorsteher strafbare Uebergriffe begangen habe, erwies sich jedoch als hinfällig. den Tod in den Flammen fanden. Ein Dienstmädchen, welches eine ältere Frau rettete, erlitt ebenso wie die Frau schwere Brandwunden. Eingegangene Druckfchriften. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das 39. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Zwischen den Schlachten. Was nun? Von Karl Kantsky. zur materialiſtiſchen Geſchichtsauffaſſung. Bon May Zetterbaum. deutschen Reichstagswahlen. Entartung. Bon Ferdinand Frey. Die Elemente der Statistik der Karel Marx, jeho zivot a dilo. Von Ernst Berner. Dr. med. Moris Fürst, Litterarische Rundschau: Victor Stein, Stellung und Aufgaben des Arztes in der öffentlichen Armenpflege. Bon 2. Tetely. Catalogue de la Bibliothèque de la commission centrale de statistique. Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchs handlungen, Postanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Bostanstalten ist die Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post mur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft foftet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Die gefundheitspolizeiliche Absperrung der Baracken in der kgl. Charité ist seit Sonnabendmittag wieder aufgehoben. Die dieser halb eingestellte poliklinische Sprechstunde für innerlich Krante des Herrn Geheimrat Professor Schweninger wird am Dienstag, den 30. Juni vormittags wieder aufgenommen, und findet die unentgeltund Sonnabends von 8-10 Uhr vormittags statt. liche Krankenbehandlung von da ab wieder Dienstags, Donnerstags( Stuttgart, Dieg Verlag), iſt uns foeben die Nr. 14 des 13. Jahrganges " -1 Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen Stunde Unter den Linden zwischen Schußleuten und einem Kutscher Ein aufregender Vorfall spielte sich gestern abend in der achten zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Der ab. Der Kutscher eines Fuhrwerts der Firma Kranz u. Co., SchöneMassenschritt der Arbeiterbataillone. Die proletarischen Frauen im Wahltampf.. bergerstr. 18, der die Pferde gemißhandelt haben sollte, war von Der Ruderverein ,, Vorwärts" hielt am Sonntag seine diesjährige F. K. Der Nationalkongreß der socialistischen Frauen Belgiens. Bon Aus der Bewegung. einem Schußmann aufgefordert worden, behufs Feststellung Regatta ab. Schon in den frühen Vormittagsstunden hatten sich die Baul Bröder. Feuilleton: Die Marseillaise. Stizze von mit Versuchte Mohrenwäsche. seiner Personalien seinem Wagen nach dem Revier Mitglieder sowie zahlreiche Freunde und Notizenteil: Socialistische Gönner in dem Frauenbewegung im Ausland. zu fahren. Der Schußmann ging hinter dem Wagen, so daß idyllisch gelegenen Bootshause des Vereins eingefunden, um Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer Der Kutscher gar nicht wußte, wohin er fahren sollte. interessanten Bootsrennen mit beizuwohnen. Die einzelnen 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste Als er nun ein etwas schnelleres Tempo annahm, gab der Schutz- Rennen wurden von einem mit Zuschauern dichtbesetzten" Stern"- für 1903 unter Nr. 3189) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne griff ein andrer Beamter den Pferden in die Zügel und forderte das Publikum den Wettkampf der laufenden Boote, die alle Beuthstr. 2) haben soeben das Juli- Heft ihres 9. Jahrganges erscheinen mann ein Zeichen zum Halten des Fuhrwerks. In diesem Moment Dampfer begleitet, und mit gespanntester Aufmerksamkeit verfolgte Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pt. Die Socialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin SW. 19 Sen Kutscher auf, vom Wagen zu steigen, worauf der Kutscher er- eine Strecke von 1600 Metern, von der Eisenbahnbrücke in Treptow lassen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Wolfgang Heine widente:„ Ich darf mein Fuhrwerk nicht verlassen." Schließlich er- bis zum Bootshause des Vereins zurückzulegen hatten. Im ganzen Der 16. Juni. schien ein dritter Beamter, der den Wagen besteigen wollte, famen neun Rennen zum Austrag, von denen der Kampf zwischen Reichstagswahlen? Eduard Bernstein: Was folgt aus dem Ergebnis der ihm wurde aber von seinen Kollegen zugerufen:" Steigen Sie fünf Einer- Booten sowie der Damen- Vierer und dem Achter für in Bordeaux. nicht auf den Wagen!" und der Kutscher vom Bock heruntergeholt. Senioren besonderes Interesse bot. Die Sieger erhielten ent- Wirtschaftsleben. Von 17 Schuyleuten wurde der Mann, der sich in seiner Aufregung sprechende Preise. In schönster Harmonie endete das vom herr- Socialpathologie. mehrte, zur Bache gebracht dabei unterwegs von einigen Civil- lichsten Wetter begünstigte Sportfest zur allgemeinen Befriedigung Dr, Sturt Grattemis: Freundschaft mit der Natur. personen mit Stöcken geschlagen. Eine Anzahl Augenzeugen teilen der Teilnehmer. uns mit, vor der Wache in der Oberwallstraße starkes Schreien gehört zu haben. 5. Vereins= Dauerfahren, V V = 0 mit fügung. 9 tostenfrei zur Wetter- Prognose für Dienstag, den 30. Juni 1903. Warm und ziemlich heiter bei schwachen südlichen Winden und etwas Neigung zu Gewittern. Berliner Wetterbureau. Partei- Speditionen: Albert Thomas: Nachtlänge der Millerand- Debatte Paul Kampffmeyer: Vom Einfluß des Staates auf das Dr. Willy Hellpach( Ernst Gystrow): Zur Logik der Simon Kazenstein: Arbeiterschaft und Bildungswesen. Anatole France: Wirtschaft von Mar Schippel. Politik von Richard Calwer. Socialpolitik von P. Kampffmeyer. Sociale Socialistische Bewegung Der Deutsche Radfahrer- Bund( Gau 20, Berlin) hielt am Sonn- Kommunalpolitik von Dr. Hugo Lindemann. von Dr. Ladislaus Gumplowicz. Gewerkschaftsbewegang von Baul Konnte man diesen aufregenden Vorgang nicht einfach dadurch tag im Sportpark Friedenau sein diesjähriges Gauverband- Fahren umbreit. Genossenschafts Bewegung von Gertrud David. bermeiden, daß man die am Wagen befindliche Firma notiert hätte?| ab. Es wurden fünf Rennen bestritten, und zwar: 1. Offenes Aus der Zeit von Dr. W. Hellpach. Rebuen von M. Lozynskyj.- Notizen Brandstiftung. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag Mannschaftsfahren mit 3 Vorläufen. 2. Tandemfahren. 3. Meister- von Dr. L. Gumplowicz, Oda Diberg und Dr. W. Hellpach. Der Preis des gegen 12 Uhr entstand in der im zweiten Stock des Hauses schaft von Preußen. Der Sieger erwirbt den Titel: Meister- Seftes beträgt 50 Pf.; vierteljährlich 1,50 M. Bu beziehen durch alle BuchEmdenerstraße 26 a belegenen Wohnung des Maurers Schmidt Feuer, und erhält fahrer des D. R. B. von Preußen im Niederrad- Wettfahren 1903" handlungen, Kolporteure und durch jede Postanstalt( Post- Beitungskatalog die große filberne Meisterschafts- Medaille; ebenso Nr. 7425), ferner direkt durch den Verlag der„ Socialistischen Monatshefte", angenommen hatte. Da der Wohnungsinhaber mit ſeiner Frau und der zweite und Dritte eine Medaille. 4. Geſchloſſene's Mann: Couvert). Brobehefte fehen auf Verlangen federzeit totempel of emer drei Kindern einem Vergnügen in der Kronen- Brauerei beiwohnte, mußte die Thür gewaltsam geöffnet werden. Obwohl bereits fast Schrittmachern, jedoch sind nur von Menschenkraft getriebene Zweidas gesamte Mobiliar von den Flammen ergriffen war, gelang es 1000 meter: 1. Lauf: 1. Otto Gößte, Zugbogel- Berlin 1 M. 24 S. fizer zulässig. Die Resultate waren: 1. Offenes Mannschaftsfahren der Wehr doch, den Brand nach kurzer Zeit zu löschen und festzu- 2. Karl Barta, Wanderer- Rigdorf. stellen, daß das Feuer angelegt worden war. Als Schmidt mit seiner 2. Lauf: 1. D. Küpferling, Wanderer- Rirdorf 1 m. 31,4 S. 2. Paul 3. Dzieczor, Concordia- Berlin. Frau und den Kindern nach seiner Wohnung zurückkehrte, wurde das Hoffrichter, Borussia Berlin. 3. Jul. Fonhaff Friedenauer R. V. Ehepaar unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen und 3. Lauf: 1. Th. Schumann, Wanderer Rigdorf 1 M. 30 S. nach der Polizeiwache fiftiert. Obwohl beide mit Entschiedenheit die 2. D. Lüders, Berolina. 3. M. Göze- Concordia. 2. Meister Berlin zweiter Wahlkreis: Hermann Werner, Mittenwalder Schuld bestreiten, sind sie noch nicht aus der Haft entlassen. Die schaft von Preußen 1000 Meter: 1. Vorlauf: 1. Karl Bara- straße 30, v. part. Dritter Wahlkreis: St. Frib, Prinzenstr. 31 Kinder sind bei Verwandten untergebracht. Rigdorf 1 M. 38,4 S. 2. P. Blankenburg Friedrichshagen". of rechts part. Vierter Wahlkreis 0.: Robert Wengels, Gr. Zwei Unglücksfälle auf Bauten. Ueber den fürzlich von uns 3. W. Hanse= Berlin. 2. Vorlauf: 1. E. Stanschef- Berlin Frankfurterstr. 133, Hof part. SO.: Paul Böhm, Laufißerplatz 14/15 veröffentlichten Baumfall in Schöneberg, Haupt- und Ebersstraßen- 1 M. 44 S. 2. Th. Schumann- Rigdorf. 3. A. Truschinsky- Berlin.( Laden). Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Wedding und Oranienburger Ecke, haben wir noch folgendes nachzutragen: Der 54 Jahre alte 3. Vorlauf: 1. D. Küpferling- Rigdorf 1 M. 41 S. 2. D. Gözke- Berlin. Salzwedelerstr. 8, im Laden. Vorstadt: Emil Stoltenburg, Wiesenstr. 41/42. RosenBuzer G. Henkel aus der Nollendorfstraße trug früh 28 Uhr, kurz 4. Vorlauf: 1. H. Martens- Berlin. 2. M. Göze- Berlin. thaler Vorstadt, Gesundbrunnen, Reinickendorf( Ost nach Beginn der Arbeit, einen Kalkkasten auf die soeben fertiggestellte 3. 28. Teschner- Friedrichshagen. 5. Vorlauf: 1. F. Bächler- Hannover und West), Wilhelmsruh und Schönholz: Hermann Raschte, 3. G. Schulze- Trebbin. Nüstung der Hoffassade. Oben in Höhe der III. Etage angekommen, 1 9. 47. 2. W. Tadewald- Berlin. Rügenerstr. 24 vorn part. links. Schönhauser Vorstadt: Starl setzte er seinen Kasten ab, wobei er auf der sehr mangelhaft ab- Tandemfahren, 1000 Meter: 1. Vorlauf: 1. Willy Tadewald, Mar 3, Kastanien- Allee 95/96. Alt Glienicke: W. Pries, Charlottenburg: Gustav Scharnberg, gedeckten Rüstung abrutschte resp. durchbrach, durchschlug dann auf D. Gögte- Berlin 1 M. 19 S. 2. G. Henkel, P. Hoffrichter- Berlin. Rudowerftr. 68. der sich darunter befindlichen Rüstung ein Brett und stürzte, noch 2. Vorlauf: 1. D. Küpferling, Th. Schumann- Rigdorf 1 M. 35. Sesenheimerstr. 1, Ede Goethestraße, vour I. Deutsch- Wilmersdorf: W. Nickel, Uhlandstr. 108, part. 3. Vorlauf: zweimal auf die Riegel und das vorstehende Gesims aufschlagend, auf 2. W. Hanse, A. Käzing- Berlin. Friedrichsberg1. J. Fonhoff, Friedrichsfelde- Wilhelmsberg- Hohenschönhausen: eine erhöhte Treppenstufe auf den Hof hinab. Der Tod trat sofort ein. W. Donath- Friedenau 1. M. 31,3. 2. A. Truschinsky, A. Böhm- Otto Seifel, O. 112, Kronprinzmstraße 50, I. Grünau: zu bemerken ist hierbei, daß ein Mangel an Gerüstbrettern vorhanden ist Berlin. Meisterschaft von Preußen, Zwischenlauf, die beiden legten Hermann Steinid, Jägerstr. 16. Rixdorf: Ostermann, und auch den Vorschriften entgegengehandelt war, indem die einzelnen Rennen in die Entscheidung: 1. Lauf: 1. K. Barta Rixdorf Brinz Handjerystraße 7, im Laden, Schöneberg: Wilhelm 2. Lauf: 1. H. Martens- Bäumler, Martin Lutherstr. 51, 2wen. Etagenrüstungen ohne genügenden Bretterbelag versehen waren. Wäre 1 M. 56,4. 2. D. Küpferling- Rigdorf. Jorn Tandemfahren, Ent- Richard Für!, Edisonstraße 4, Letzteres der Fall gewejen, so hätte H. unmöglich bis zur Erde fallen Berlin 1 M. 47,2. 2. F. Bäßler- Hannover.- Tandemfahren, Ent- Richard 2 Treppen. Nieder1 Johannisfönnen und man hätte ein Leben weniger zu beklagen gehabt. Der scheidungslauf: Erstes Paar: 3. Fonhoff, W. Donath- Friedenau Schöneweide: Bonakowsky Berlinerstr. 8. Der 1 M. 23,3 G. 2. D. Küpferling, Th. Schumann- Rigdorf; ie, Hackenbergstraße 8. thal: Paul Mann, Bismarcstr. 7. Adlershof: Gustav Bau wird ausgeführt von der Firma Fröhlich u. Ludewig. Kipenick: Friedrich Meisterschaft Grünstr. 29. Woick, zweite Unfall passierte am Donnerstag auf dem Neu- 3. G. Hentel, B. Hoffrichter- Berlin. Friedenau- Steglitz:. Bernsee, Kirchstr. 15 bau der Firma Fiedler in der Ebersstraße in Schönes von Preußen. Entscheidungslauf: Sieger: H. Martens, in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, berg. Dort bestiegen die Steinträger Karl Grabit und Klub Berolina" Berlin, 1 M. 57 S. 2. Karl Barta- Rigdorf.| Düppelstr. 8, und Fr. Schellhase, Mornstr. 15a. BaumschulenDtto Töppe, beide verheiratet und mit Kindern gefegnet, 3. F. Bäßler- Hannover. Geschlossenes Mannschaftsfahren: weg: Stod, Ernststr. 2, II. Neu Weissensee: Joseph Stein, mit ihren Lasten die Leiter in der ersten Etage des Baues. 7500 Meter. 1. Friedenauer Radfahr- Verein 10 M. 38 S. Friedrichstr. 38. Gde Streuſicaße. Pummelsburg: Forgbert, Pankow: R. Rummert, Floraſtr. 43. Da die Leiter nicht genügend befestigt resp. in der Mitte zu stramm 2. Zugbogel- Berlin 10 M. 53 S. 3. Borussia- Berlin 10 M. 59 S. Prinz Albertſtr. 5a. Außerdem ist sämtliche Parteilittentur sowie alle wissenschaftlichen gesteift gewesen und auch am unteren Ende nicht genügend gegen Vereins- Dauerfahren mit Schrittmachern: 25 Kiloetwaiges Ausrutschen geschützt war, so kam dieselbe durch die Last meter. Rekord 1902 84 M. 45,2 S. vom Friedenauer Radfahr- Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für aus dem Gleichgewicht und rutschte unten aus. Beide Arbeiter Verein. Sieger: Friedenauer Radfahr- Verein: W. Donath 33 m. flürzten ab und zogen sich Knochenbrüche resp. Nasenbeinverlegungen 30 G. 2. Borussia Berlin: E. Dannenberg. 3. Bugvogel- Berlin: den Vorwärts" entgegengenommen. zu. Anscheinend sind beide auch innerlich schwer verlegt, so daß fie D. Gökte, je 250 Meter zurück. Der Friedenauer Radfahr- Verein nach dem Krankenhause transportiert werden mußten. Welch' Elend hat zwei neue Rekorde geschaffen; im geschlossenen Mannschaftskönnte verhütet werden, wenn man endlich von feiten der gefek- fahren war die beste Zeit 10 M. 51,2 G. 1902 Slub Borussia Dr. Schünemann, gebenden Körperschaften den so oft gestellten Anträgen der Bauarbeiter Berlin; dieses Mal 10 M. 38 S., und im 25 Kilometerfahren hat Specialarzt für Haut, Sarn- und Betten erben täglich entsprechend ein Bauarbeiterschutz- Gesetz mit den nötigen Unfall- er sich selbst gegen 1902 übertroffen.dondu zi verhütungs- und Kontrollmaßregeln erlassen würde. Berloren. Ein Portemonnaie mit 15 Mart 91 Bf. Inhalt nebst der Elsasserstraße unweit der Kleinen Hamburgerstraße ein bei der von 5-6 Uhr, vom Spittelmarkt auf der Linie Nieder- Schönhausen Attiengesellschaft von Johannes Jeserich beschäftigter Arbeiter Namens bis zur Stargarderstraße verloren gegangen. Der Verlierer ist durch Bolze, als er vor der elektrischen Bahn vorüber den Straßendamm diesen Verlust in die größte Not geraten. Der Finder wird gebeten, überschreiten wollte, von einer Droschke, die in diesem Augenblick den Fund Schönhauser Allee 70E, Hof parterre links, abzugeben. gerade vorüber kam. Der Verlegte trug einen Armbruch davon. Beim vorgeftrigen Sommerfest im Feldschlößchen ist ein Armband Einen Selbstmordverfuch auf dem Straßenbahngeleis unternahm und ein Schlüssel gefunden worden. Abzuholen bei Fahrow, Restauborgestern nachmittag die sechszehnjährige geisteskranke Anna Heiland, ration, Ravenéstr. 6. " = 0 = -Ober- Schöneweide: Bitte ausscheiden. Frauenleiden, Seydelstr. 9. 1,12-3, 6-28, Sonnt. 9-11. 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( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Von der Zugspitze Berlin, wie es weint und zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Passage- Theater. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Berlin, wie es meint und lacht. Ca Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Der Raub der Sabinerinnen. Neues. Arche Noah. Thalia. Das Alter. Kleines. Nachtafyl. Belle- Alliance. Der Schnitzerfranzl von Waldkirchen. Carl Weiß. Das Geheimnis des roten Hauses. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Apollo. Die Liebesinsel. Specialis täten. Carla Lingen in ihrem Repertoire. Oskar Saldow, Humorist. Erna Koschel. Josefine Deleliseur. Ganz Berlin zerbricht sich schon den fünften Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! 14 erstklassige Nummern. Castans Panoptikum Bajjage Theater. Specialitäten. Castans Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Von der Zugspitze zum Wakmann. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Friedrichstr. 165. Neu! Peter I. König von Serbien. Neu!! Central- Theater König Alexander Zum legtenmal: Pick und Pocket. Königin Draga* + Schwank mit Gesang und anz in Carl Weiss- Theater. 3 Aufzügen. Emil Sondermann. Aller Sommer. Mizzi Birkner. Große Frankfurter Straße 132. Marie Forescu. Abends 8 Uhr: Thalia- Theater. Das Geheimnis des roten Hauses. Dresdenerstr. 72/73. Anfang 8 Uhr. Zum erstenmal in Berlin. Gastspiel d. Sächsischen Volks- Theaters. Das Alter. Kleinstadtkomödie in 3 Att. v. P.Duensel. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Residenz- Theater Direktion: Sigmund Lautenburg. Morgen: Dieselbe Borstellung. Maria Stuart. Sonntagnachm. 3 Uhr Barkett 60 f.: Im Garten: Konzert, Theater und Specialitäten- Borstellung. Anf. 5 Uhr. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Zum legtenmal: Was Gott zusammenfügt, Letzte Vorstellung soll der Mensch nicht scheiden. dieser Saison: Lustige Ehemänner. Anfang 7, Uhr. Metropol- Theater. Der grösste Erfolg dieser Saison! Zum 170. Male: Neuestes! Anfang des Stüdes 8 Uhr. Nachher: Ball. Bei schlechtem Wetter: Vorstellung im Saal. ( 10 lacht. Volksstück mit Gesang in 3 Aften Schiller- Theater N. Orts- Krankenkasse ( Friedrich- Wilhelmſtädtisches Theater). für das Buchdruck- Gewerbe zu Berlin. Achte Abänderung zum Kassenstatut. Dienstagabend 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Schwant in 4 Aften Bildern) von David Kalisch. von Franz und Baul v. Schönthan. hat der§ 11 des Kaffenstatuts folgenden Zujak( Abſak 5) erhalten: Auf Beschluß der ordentlichen Generalversammlung vom 29. März 1903 Mufit von A. Conradi. Mittwoch abend 8 Uhr: Berlin, wie es weint und lacht. Mittwoch abend 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Der Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: Raub der Sabinerinnen. Berlin wie es weint und lacht. Freie Volksbühne. General- Versammlung 10 Dienstag, den 30. Juni, 8, Uhr, im Gewerkschaftshause. Tagesordnung: Geschäfts-, Kassen- und Revisionsbericht. Diskussion. Statutenänderung. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der alten Mitgliedskarte gestattet. Die schon abgegebenen müssen für den Besuch der Generalversammlung zurückgefordert werden. Die alten Mitgliedskarten müssen nach Beendigung der Vorstellungen in den Zahlstellen abgegeben werden. Eine neue Abteilung wird in den Monaten Juli, August eröffnet. Anträge auf Aufnahme von Mitgliedern werden in allen Zahlstellen entgegengenommen. Bei der Anmeldung ist gegen vorläufige Quittung das pinschreibegeld( 80 Pt) und die September- Beltragsrate( 80 Pf.) in der Zahlstelle zu hinterlegen. Die vom Vorstand aufgenommenen Mitglieder erhalten ihre neuen Mitgliedskarten im August. Za Achtung! Zahlstelle No. 32( Rixdorf) befindet sich von jetzt ab bei R. Pressler, Restaurant, Ziethenstr. 69. Die Mitglieder dieser Zahlstellen werden gebeten, dort ihre alten Mitgliedskarten abzugeben. Einlasskarten zur Secessions- Ausstellung a 25 Pf. sind zu haben bei: Südost: Gottfried Schulz, Zahlstelle 20; Süden: Paul Horsch, Zahlstelle 11; Norden: Ernst Beyer, Zahlstelle 1. 229/7 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Brosses Konzert. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: 17182* Grosses Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste... Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. Am Bernhard Rose- Theater Königsthor. Gesundbrunnen, Badstraße 58. Schweizer- Garten. Täglich Theater- Vorstellung. 14 Lustspiel- und Possen- Novitäten. Am Friedrichshain. Dienstag, den 30. Juni 1903: Neues Artisten- Programm. Benefiz und zwanzigjähriges KünstlerJubiläum des beliebten Humoristen Schmidt- Hawkins. Friede auf Erden. Allerneuestes! Lebensbild mit Gesang und Tanz in 3 Aften von Hugo Schulz. Jeden Abend 10%, Uhr: Das Allerweltsgenie. Große Bosse mit Gesang und Tanz in 2 Bildern. Täglich: Ball. Volksbelustigungen. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Schloss Weissensee. Zum Sternecker", Inhaber: C. Koch. Täglich: Grosse Theater- Specialitäten- Vorstellung. Dramatische Revue in 5 Bildern. Auftr. von Specialitäten 1. Ranges. Riefenprogramm 40 Nummern. Sm Bal champêtre; Grosser BALL. Glänzendes Ballett. Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Anfang 4 Uhr. Kleines Theater, Fröbels Allerlei- Theater Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Neues Theater Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 8 Uhr. Abschieds- Gastspiel Hansi Niese: Arche Noah. früher Puhlmann. Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Abschieds- Vorstellung des brillanten erstklassigen Juni- Spielplans. Auftreten der gesamten Speciali täten sowie des erfolgreichen großen Volksstücks Zur rechten Stunde. Im Saale: Grosser Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. In Vorbereitung: Licht und Schatten. Gesangs Volksstück Theater a. G. Belle- Alliance- Theater. mit Arthur Winkler vom ThaliaGastspiel des Bayerwald- Theaters Die Waldler. 30 Pers. Der Schnitzerfranzi von Waldkirchen. Prater- Cheater Boltsst. mit Gesang u. Tanz in 4 Aften v. Fr. Seuffert. Musik v. Fr. Boith. Im herrl. Sommergarten v. 6 Uhr ab: Kastanien- Allee 7-9. Direktion: M. Kalbo. Konzert, Specialitäten- Vorstellung. Täglid: Das Bild der Mutter. Apollo- Theater Täglich: Mit kolossalem Beifall: affiger Attraktionen. U. a.: Ada Die Liebes- Insel. Ausstattungs- Burleske von Benno Jacobson. Musik von Karl Stix. Ferner: Glänzende Specialitäten. WING BARTEN PeschNeues Programm: Die zwei Paulis, Drahtseilkünstler. Lorraines lebende Bilder. koffs russische Tanztruppe. Miss Votana, Schulreiterin. Charl. Baron, komische Dressur. Charles Hera, Jongleur. Miss Diana, amerikan. Spiegeltänzerin. Die Scandias, Trapezkünstler. Elimanns Tyroler Truppe. Mile. Derminy, Pariser Sängerin. O'Neil u. Thorp, ExcenBolfsstück mit Gesang und Tanz in 3 Aften von A. Seelen u. D. Richter. Konzert und Ball. Auftreten erftMarcell, Schröder u. Denter, Relampagos Troupe; Overgard. Ein fideles Gefängnis Große Pantomime, Mokaschly Troupe. nf.4 Uhr. Eintr. 30 Pf., num. 31. 50 Bf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Orchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Alhambra Illumination lumineuse. Mittwoch: Grosses Kinderfreudenfest mit Gratis- Verlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Monstre- Elite- Feuerwerk u. Doppelkonzert. Jeden Sonntag: Grosses DOPPEL- KONZERT. Kaffeeküche. Boltsbelustigungen aller Art. Reichshallen. Stettiner Sänger. In der Klemme. Humoreste von Megsel. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Diez' Specialitäten- Theater Landsberger Allee 76-77 ( Ringbahn- Station). Ob schön! Ob Regen! Täglich das unerreichte Riesen- Juni- Programm! Robert u. Bertram. Friz Brand. Cake- Walk, Boccaccio- Trio, The Nartons, The Atlantics, BelliniDuo 2c. Sanssouci. Täglich im Garten: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anfang: Sonntags Konz. 5 Uhr, Vorstell. 7 Uhr. Wochentags: Der Vorstand ist berechtigt, mit Einverständnis des erkrankten Kaffenmitgliedes für dieses Aufenthalt in einer Erholungsstätte zu bewilligen. In diesem Fall können dem überwiesenen Kassenmitgliede neben dem vollen Krankengelde und freier ärztlicher Behandlung und Arznei der Betrag des schein der Straßenbahn) sowie die Kosten des in der Erholungsstätte zu Fahrgeldes von und nach der Erholungsstätte( Eisenbahnkarte oder FahrBahlung der Kosten für das Mittagessen kann an die Erholungsstätte ſelbſt berabfolgenden Mittagessens aus Kaffenmitteln gewährt werden. Die erfolgen. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. J. Blenz, Otto Wonikti, Vorsitzender. Schriftführer. Genehmigt durch Beschluß vom 19. Mai 1903. Berlin, den 20. Mai 1903. II. C. 34/13. 03. Der Bezirks- Ausschuß. Abteilung II. Kayser. 22905 Gewerkschaften! Vereine! Fabriken! Seeschlösschen Friedrichshagen eignet fich am besten zu Sommerfesten 2c. Schöner schattiger Garten direkt am Müggelsee gelegen. Dampferstation der Sterngesellschaft. Auch Pferdebahn vom Bahnhof bis vor das Lokal. Saal, Kegelbahn, Kaffeeküche, Voltsbeluftigungen, Ruderboote. Gute Küche, ff. Biere. Um geneigten Zuspruch bittet Ad. Berndt.[ 19422* Stralau, Alte Taverne. 1.Inhaber: Christian Schröder. Jeden Dienstag: Kinder- fest. Freibank für den Gemeindebezirk Berlin. Städtischer Rinderschlachthof, Eingang Thaerstraße. Zweigstelle: Grünthalerstrasse No. 3-4. Zweigst Vom 1. Juli ab: No. 3-1. Verkauf von rohem und gekochtem Schweine, Rind-, Kalb- u. 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Mittwoch, 1. Juli, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal V: Vertrauensmänner- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollfommission und der Vertrauensleute. 2. Branchen- Angelegenheit. 3. Verschiedenes. 84/3 Die Kollegen werden ersucht, dafür zu sorgen, daß ihre Werkstelle vertreten ist. Die Kontrollkommission. Tischler- Verein zu Berlin. ( E. H. 89.) od Sonntag, den 5. Juli: Dampferpartie mit Musik nach Hessenwinkel mittels der drei großen" Stern"-Dampfer" Grünau"," Hobrecht" und" Belle". Abfahrt früh 7 Uhr des ersteren am Schlesischen Thor, der beiden andern an der Jannowitbrücke. Billets sind zu haben bei Holz hüter, Franzstr. 5; Kühne, Gräfeftr. 69/70; Lipte, Moftizitr. 59; Breschniod, Manteuffelstr. 36; Sieg, Liegnigerstr. 7/8, Riemer, Prinzenstr. 64 und den übrigen Borstandsmitgliedern.( Siehe Mitgliedsbuch.) Der Vorstand. 199/1 Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe.al bers K 2538 1280 FEURIG SÜSSER KRAFT- ROTHWEIN ärztlich empfohlen Flasche 1.50 und 2 Mark. Santa lucia steht unter ständiger Kontrolle des Gerichtschemikers Dr. C. Bischoff.[ 1568L* Leicht wird auf der schönen Ferienreise durch Trinken von Wasser der Magen verdorben, darum sollten die Deutschen von den Völkern des Südens lernen, welche dem Wasser einen Schuss Wein zusetzen, wodurch es verdaulicher wird, den Magen weniger leicht erkältet und gleichzeitig den Organismus stärkt. odo. S zu Vergessen Sie daher nicht, Ihre Reiseflasche mit Santa Lucia Kraft- Rotwein füllen, zumal der Wein sich in der angegossenen Flasche monatelang hält. Das Wasser ist in jeder Gegend anders, und selbst, wenn es besser und reiner als das zu Hause genossene ist, kann es dem daran nicht gewöhnten Magen gefährlich werden. Juh.: F. Malle, Waidmannslust. Schönstes Lokal an der Nordbahn. Herrlicher Garten. 5000 Persenen. Sonntag, den 5. Juli: Grosses Volksfest veranstaltet von den Socialdemokraten des Bezirkes Waidmannslust( Kreis Niederbarnim). Konzert. 222/18 Maffengelänge. Turnerische Aufführungen. Reigenfahren. Volks: und Kinderbelnstigungen. Bei eintretender Dunkelheit: R Grosses Feuerwerk. Grosser Ball in zwei Sälen. Serren, die daran teilnehmen. zahlen 50 Pf. nach. US Die Staffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an geöffnet, a Liter 60 Pf. Kaffeneröffnung 2 ühr. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Billet 20 Pf. Achtung, Radfahrer! Sonntag, 5. Juli 1903, in Tessnows Volksgarten, Hackenfelde bei Spandau: Gr. Radfahrer- fest cofeeiddo veranstaltet vom 12/15 Arbeiter- Radfahrer- Bund ,, Solidarität"( Bezirk Potsdambestehend in Spandau- Osthavelland) Konzert, humor. Vorträgen, Volksgesängen, lebenden Bildern etc., Tanz, Kunst- und Reigenfahren. Festrede, gehalten von Dr. Karl Liebknecht. Sämtliche Bundesvereine, die daran teilnehmen, wollen den Weg über den Spandauer Bock wählen, woselbst das Empfangskomitee bis 1/3 Uhr nachm. anwesend sein wird. Das Festkomitee. Das Festkomitee. Carl Schmidt, dun Büsten- Fabrik, BERLIN W., Taubenstr. 23, empfiehlt seine weltberühmten Stoffbüsten A für jede Körperform. Figur wie nobensteh. von 7 Mk. bis 50 Mk. Unentbehrlich zur Anfertigung der Kostüme. Katalog gratis und ப franco. Man hüte sich vor wertlosen Nachahmungen. 408L* Kraft- Pumpstation Zum Plänterwald" fra und Blumenbinderei für Radfahrer und Civil, RADIA 19482* Schmidts Zahn- Institut Carl Natthe, Treptow, Neue Krug- Allee. Kranzvon Robert Meyer, nur Mariannen- Straße 2. Moritzplatz, Haus Café Aschinger. Große Auswahl in Speisen. ff. Biere, große Weiße 20 Pf., fleine 10 Pf. Bereins- Kränze, Palmen- u. BlumenAmerik. Zähne v. 2 M. an, schmerzloses Bahrziehen, Plombieren. Mitgliedern v. Gewerkschaften u. Wahlvereinen 10 Broz. Stabatt. Berfallene Pfänder! 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