Nr. 153. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 art, für das übrige Auslanb& Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Injecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Socialpolitische Aufgaben des neuen Reichstages. Sonnabend, den 4. Juli 1903. darüber, daß die für ein gewisses Unternehmertum so profitable Heimarbeit durch keinerlei ernsthafte Maßnahmen bekämpft wird. Der Bauarbeiterschuh frankt in der Hauptsache daran, daß es für die unpraktischen und unvollständigen Unfallverhütungs- Vorschriften an der nötigen Kontrolle mangelt. Die drei Millionen socialdemokratischer Stimmen und die Alle dahin zielenden Bemühungen der Socialdemokratie wurden von Steigerung der parlamentarischen Stärke der Socialdemokratie wird der Mehrheit bekämpft und der Konservative Pauli- Potsdam, dem hoffentlich auch die Folge haben, daß der gesetzliche Arbeiterschutz jetzt die schlimmsten Wahlbeeinflussungen wieder in den Reichstag in Deutschland aus dem Schneckentempo der letzten Jahre verholfen haben, rief 1901 wütend:„ Wenn das so weiter geht, herauskommt. Das Volksurteil vom 16. Juni schließt auch haben wir für jeden Arbeiter extra einen Kontrollbeamten anin sich ein das Verlangen nach endlicher Erfüllung der social- zustellen!" Auch der Bergarbeiterschutz genügt nicht den bepolitischen Aufgaben, wozu das Deutsch Reiaj längst verpflichtet war. scheidensten Anforderungen und leidet vor allem daran, daß er Ebenso wie im Reichstage hatten auch in den Wahlversammlungen Landessache ist und die Einzelstaaten sich gegen ein Reichs- Bergdie Redner der kapitalistischen Parteien geklagt über das zu schnelle gesetz sträuben. Den Ziegeleiarbeitern fehlt trotz der schrecklichen Tempo" der Socialreform. Für die Arbeiter sei alles geschehen, für Ausbeutung der gesetzliche Schuß noch ganz. Sie sind auf Bundesoen Mittelstand nichts. Durch die Annahme des Centrumsantrages ratsverordnungen angewiesen. Anfang 1904 läuft die gegenwärtige über die Verwendung eines Teiles der Zollüberschüsse den blöden Verordnung ab. den blöden Verordnung ab. Der neue Reichstag wird sich daher wohl alsbald Stimmenfang mit der Witwen- und Waisenversorgung auf dem mit der gesetzlichen Regelung der Arbeitsverhältnisse der Ziegler zu Papier sei, das sociale Gebäude gekrönt" worden. Man müsse befassen haben. atun erst das Geschaffene sich einleben lassen, ehe man, neue Experimente" anternehme. Demgegenüber ist die Stimmenabgabe vom 16. Juni ein Voltsurteil, durch welches laut und mit Nachdruck ein energisches Vorwärtsschreiten auf der Bahn der socialen Gesetzgebung verlangt wird. Die verflossene Reichstagsperiode von 1898 bis 1903 tenn zeichnet sich durch den fast völligen Stillstand der ernsthafteren Socialreform. Selbst leicht erfüllbare Forderungen der Arbeiter be züglich des Arbeiterschutzes wurden zurückgewiesen. Dafür beutete das Unternehmertum in den Jahren der Prosperität die Arbeiter in der rücksichtslosesten Weise aus, um sie beim Beginn der Krise ebenso rüdsichtslos aufs Pflaster zu werfen. Der Klassenstaat aber verteuerte den Volksmassen, unter dem Hurra aller Ausbeuter, die wichtigsten Lebensmittel und den Lebensunterhalt durch die Erhöhung der Zölle. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. " Die" Bukunft" veröffentlicht folgendes Cirkular: ,, Dr. W. Kämpfs Institut für Reklame und Propaganda. Berlin S., den dreizehnten Juni 1908. Dranienstraße 72. In Beantwortung Ihres geehrten Schreibens teile ich Ihnen ergebenst mit, daß ich meinen Feuilleton- und Mitarbeiter nach Dresden schicke. Derselbe wird eine interessante Beschreibung der Ausstellung lediglich unter Berücksichtigung derjenigen Firmen bringen, die sich mit mir in Verbindung setzen. Eine Besprechung Ihrer werten Firma in einem Umfange von 30 bis 35 dreispaltigen Zeilen würde hundert Mark, jede Mehrzeile drei Mark kosten. Wünschen Sie, daß in dem ganzen Feuilleton nur Ihre Firma genannt und besprochen werde, so würde ich bei einem Umfang von ca. 120 Zeilen dreihundert Mark berechnen. Ich mache noch besonders darauf aufmerksam, daß die ,, Vossische Zeitung" andre Besprechungen über die Dresdener Ausstellung als von mir nicht bringen wird. Um baldgefällige Antwort bittend, zeichne hochachtungsvoll per Dr. Kämpf Ch. Roth." So hat denn die Bossische Zeitung" Einer der dringendsten Schritte der Reichs- Socialpolitik muß der wenn sie diese Berichte Ausbau der Gewerbe- Aufsicht sein. Die Notwendigkeit wird über die Dresdener Städte- Ausstellung gebracht haben sollte durch jeden nen erscheinenden Berichtsband dargethan. Die Social- wirklich einmal fachkundige Mitarbeiter: Jede Beile ist von den demokratie hat, so oft im Reichstage die Frage zur Debatte stand, Ausstellern bezahlt, die ja am besten die Vorzüge ihrer Firma die Ausdehnung der Gewerbe- Aufsicht auf alle Gewerbebetriebe verlangt, kennen müssen! einschließlich der Heimarbeit, Handel, Verkehr, Bergbau, Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Schiffahrt. Sie verlangte die Errichtung einer Reichs- Centralaufsichtsbehörde und Arbeiterbeigeordnete zu den Inspektoren, die von den Arbeitern auf Grund des allgemeinen Wahlrechts zu wählen seien. Entgegen der Stimmung, die jetzt das Unternehmertum zum Ausdruck bringt, mit der Arbeiterversicherung müsse zu nächst eingehalten werden, müssen wir zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Uebelstände, nnter denen die Arbeiterklasse leidet, den Nach der Duittung, welche die Ausbeuterparteien hierfür vom raschen Ausbau der Versicherungsgesetzgebung verlangen. In dieser Bolke bei den Wahlen bekommen haben, wird die Socialdemokrati: Richtung hat unser Münchener Parteitag bereits als Ziele festgelegt: sum um so nachdrücklicher das Reich an die Erfüllung seiner socialen die Ausdehnung der Versicherung auf alle Arbeiter und diesen Pflichten erinnern. Auf allen Gebieten der Arbeiterwirtschaftlich gleichstehende Personen; Vereinheitlichung der Verschuß Geseßgebung ist Thätigkeit notwendig. sicherung; volle Selbstverwaltung; Bekämpfung von Bolts Die Erringung des reichsgesetzlichen Normal Arbeits- frankheiten durch die Arbeiterversicherung; weiterer Ausbau der Unfalldes Arbeitsmarktes; tages ist noch immer unsre wichtigste Forderung. Dabei muß man verhütung; Organisation Arbeitslosen fich erinnern, daß bereits 1890 in den kaiserlichen Erlassen es als versicherung, Witwen- und Waisenversicherung. eine der Aufgaben der Staatsgewalt" bezeichnet worden war, die Zeit, die Dauer und die Art der Arbeit so zu regeln, daß die Er haltung der Gesundheit, die Gebote der Sittlichkeit, die wirtschaft licher Bedürfnisse der Arbeiter und ihr Anspruch auf gefeßliche Gleichberechtigung gewahrt bleiben". Was hat nun die Reichs- Socialreform von diesen Versprechungen bisher erfüllt Die Regelung der Arbeitszeit ist über schwächliche Experimente noch nicht hinausgekommen. Die Regierung ließ sich die Unthätigkeit der Mehrheitsparteien in der verflossenen ReichstagsPeriode gern gefallen und unternahm selbst ebenfalls nichts Durch greifendes. Zwar raffte sich kurz vor den Wahlen wenigstens das Centrum zu dem Zehnstunden- Antrag auf. Allein der Antrag blieb in der Minderheit, wie auch unser Antrag, den Zehn resp. Achtstunden tag allmählich herbeizuführen, niedergestimmt wurde. Auch die Bekämpfung der Frauenarbeit in solchen Betriebsweisen, die besonders dem weiblichen Organismus schädlich sind, ist ganz ungenügend. Die Frauenarbeit zeigt eine fortdauernde Zunahme. Während in den deutschen Fabritbetrieben 1895 664 126 Arbeiterinnen thätig waren, stieg ihre Zahl bis 1901 auf 847987, im ganzen eine Zunahme um 27 Proz. Diese Ziffer wird weiter steigen. Daß es aber den herrschenden Parteien des Reichstags bisher an jedem ernsthaften Willen gefehlt hat, die Frau vor den ihren Körper und ihre Familie schädigenden Folgen der kapitalistischen Ausbeutung durch möglichste gesetzliche Beschränkung dieser Ausbeutung zu schützen, haben fie im Reichstage sowohl bei der Besprechung der Enquete über die Fabrikarbeit verheirateter Frauen, wie bei jeder jährlichen Beratung des Etats des Reichsamts des Innern bewiesen. Es ist ein weiter Weg, den der deutsche Arbeiterschutz zurückzugelegen hat, um aus den heutigen Anfängen zu einem wirklichen Arbeiterschutz zu werden. Aber die Arbeiterklasse wird nach ihren Erfolgen vom 16. Juni der Unthätigkeit der herrschenden Klassen nicht länger ruhig zuschauen, sondern dem Klassenstaat den Sporn ihrer Kritik in die Weichen bohren, bis es wieder vorwärts geht - dem Ziele entgegen! Politische Uebersicht. Am Presse- Pranger. Berlin, den 3. Juli. Die bürgerliche Presse ist, wie wir vorausfagten, über den goldenen Fahrstuhl" schnell zur Tagesordnung übergegangen. Man hört förmlich das Gras wachsen, das die Affaire begraben soll. Schuldig ist eigentlich nur der, Vorwärts", der aufgebauscht und verleumdet hat! " Im Eifer für den heiligen Glauben. " Wie wir bereits mitgeteilt haben, hat sich die katholische Geistlichkeit der Dekanate Kattowitz und Beuthen anläßlich der Hochzeit des polnischen Abgeordneten Korfanty dahin geeinigt, diesem die kirchliche Trauung so lange zu verweigern, bis er alles, was er in seinem Blatte Gornoszlazak" gegen die oberschlesischen Sittenhüter und Gewissenswächter veröffentlicht, in einer Anzahl klerikaler Preßorgane widerrufen habe. Der in diesem Vorgehen liegende moralische Erpressungsversuch bildet den würdigen Abschluß der rohen Vergewaltigungspolitik, womit die gesalbten Handlanger des Centrums im oberschlesischen Bergwerksrevier den letzten Wahlkampf von der ersten Stunde an zu führen für gut befunden haben. Er zeigt in fchlagendster Weise, wie gerade geweihte Seelen den Namen der ihnen angeblich über alles heiligen Religion in der schamlosesten Weise zu mißbrauchen und zur Dirne weltlicher Interessen herabzuwürdigen verstehen. Nach dem Reformdekret des Tridentinischen Konzils ist zur kanonischen Gültigkeit der katholischen Ehe erforderlich, daß sie vor dem zuständigen Ortspfarrer in Gegenwart zugleich von zwei Zeugen geschlossen wird. Für bestimmte Diözesen, u. a. auch für Breslau, gilt die Deklaration Benedikts XIV., wonach für protestantische und gemischte Ehe die Tridentinische Form der Eheschließung nicht beobachtet zu werden braucht. Begeben sich dagegen zwei katholische Personen, die einander ehelichen wollen, aus einer Pfarrei, wo die Vorschrift des Konzils von Trient gilt, zum Zweck der Eheschließung an einen Ort, wo sie nicht gilt, so ist die an diesem Ort geschlossene Ehe ungültig. Für den Abg. Korfanty giebt es nur zwei Wege: entweder mit der ihm bürgerlich angetrauten Frau in einem Verhältnis zu leben, das nach kirchlichen Begriffen dem Konkubinat gleichkommt und für manche Frauen der Anlaß zu schweren Gewissensbedenken sein kann, oder seine gegenwärtige Existenz zu quittieren und sich auf ein Jahr an einen Ort zu verfügen, wo andre Kirchenvorschriften in Geltung sind. Inzwischen hat der Pommernbank- Prozeß wieder eine kleine Die öffentliche Verweigerung der Sakramente ist eine Wirkung Thatsache zur Sittengeschichte der Berliner Presse beigebracht: Der der Erkommunikation, die man also im gegenwärtigen Falle als Staatsanwalt bringt einen in der Immobilien- Verkehrsbank ver- vorliegend erachtet haben muß. Die Forderung, die gegen die buchten Posten von 25 000 M. zur Sprache, der auf die Uebernahme fromme und tolerante Geistlichkeit gerichteten Vorwürfe zurückvon Anteilscheinen der Ges. m. b. H.„ Kleines Journal" durch zunehmen, bietet denn auch einen deutlichen Fingerzeig. Der einzelne die J.-V.-B. zurückzuführen ist. Diese Uebernahme ist Geistliche und um wie viel mehr erst ihrer etliche oder alle, die seiner Zeit durch den verstorbenen Generalkonsul Georg Geistlichkeit, find nach Klerikaler Ansicht„ Gott geweihte" Personen, Goldberger vermittelt worden. Ein darauf bezüglicher Brief die das sogenannte kanonische Privilegium genießen, wonach schwere des letzteren gelangte zur Verlesung. Angriffe und Verunglimpfungen ihrer Person einen„ Gottesraub" darstellen und ohne weiteres den Ausschluß aus der Kirche nach sich ziehen. In bedeutenderen Fällen kann hiervon nur der Papst, in leichteren schon der zuständige Bischof absolvieren. Von dieser Auffassung aus stellte man die Forderung des Widerrufs, um den Kotau oder die Verweigerung und damit die öffentliche und persönliche Erklärung des Einverständnisses mit den Auslassungen des genannten Mattes zu erzielen. In beiden Fällen erreichte das Kezergericht seinen edlen Zwed. * Das„ Kleine Journal" bemühte sich eine Zeitlang um den Rang Ebenso kommt die Reichs- Socialpolitik im Schutz der einer jüdischen Kreuz- Zeitung". Es war sehr beliebt bei Hofe, Judendlichen und der Kinder nicht vorwärts. Obwohl schwelgte in wildestem Byzantinismus und fraß Socialdemokraten. sich die Beschäftigung jugendlicher Arbeitskräfte in den Fabriken von Heute hat es solchen Ehrgeiz allerdings nicht mehr. 1888 bis 1901 sehr vermehrt hat- bon 169 000 auf 214 000, wagt die Reichs Socialpolitik es noch nicht einmal, wenigstens für die Jugendlichen den Achtstundentag einzuführen. Es ist bisher bei der zehnstündigen Arbeitszeit geblieben und auch als kurz vor den Wahlen der Wettlauf um die Gunst der Arbeiter begann, erklärten sich Centrum und Nationalliberale nur für die Herauffezung des Schutzalters der Jugendlichen auf 18 Jahre, nicht aber für die Verfürzung der Arbeitszeit. " Herr W. Christians, Herausgeber des Deutschen Dekonomist", Wochenschrift für finanzielle und volkswirtschaftliche Angelegenheiten, Specialorgan für Realkredit und Hypothetenbankwesen" wünscht von uns eine Ehrenerklärung, sonst würde er uns verklagen. Wir hatten ihn einen getreuen Mitesser bei den aufsichtsrätlichen Austernfoupers genannt. Der Herr beteuert, er habe teine Bestechungen erhalten und schreibt: " Hat also die ehrsame Geistlichkeit ihre Standeswürde vor Angriffen seitens der gläubigen Schäflein sicher zu stellen gewußt, so müßte sie sich auch konsequentermaßen größter Zurückgezogenheit in weltlichen Dingen befleißigen. So sollen auch die Geistlichen, wie Der vom Reichstag letthin geschaffene Kinderschutz ist derart Meine Beziehungen zu den ehemaligen Direktoren der die Vorschriften lauten, weltliche Geschäfte" vermeiden, namentlich schwächlich gehalten, daß das Wertvolle dieser Gesetzgebung mehr im Bommernbant haben sich auf diejenigen streng beschränkt, welche sollen sie nach Dasbachs leuchtendem Vorbild nicht Handel und Ge Princip des Gesetzes als in seinen einzelnen Paragraphen liegt. für mich als Mitglied des Aufsichtsrates gegeben waren, und werbe treiben. Im Hinblick auf die Bethätigung in der Politik Der Arbeiterschutz ist mit diesem Geseze auch in die Familie ein- Tönnen jederzeit die strengste Untersuchung vertragen." ist man aber schon auf dem Papiere weniger strupellos. So gedrungen, die bis dahin„ als unantastbar" galt. Daß aber die Diese strenge Beschränkung der Beziehungen bestand in der heißt es in Verings bekanntem Kirchenrecht: Was die BeGesetzgebung es nicht wagte, das schulpflichtige Kind der kapita- Entgegennahme der Aufsichtsrats- Tantiemen und in der Teilnahme teiligung des Klerus an politischen Fragen, die Teilnahme listischen Ausbeutung überhaupt zu entziehen, daß sie einen an fostenfreien Austernessen. Dagegen erweiterte Herr Christians diese desselben an der Gemeinde- und Volksvertretung, sowie Unterschied machte in den zu schützenden Kindern und damit Beziehungen nicht auf eine Prüfung der Bankverhältnisse; er be- die Thätigkeit als Redakteure und Mitarbeiter von Zeitungen betrifft, ihren Kinderschutz selbst durchlöcherte, daß sie endlich dem Junker- schränkte sich vielmehr streng darauf, nichts zu sehen und nichts zu so wird dieselbe gewiß auch nicht als regelmäßige Beschäftigung und tum die Kinder ohne jeglichen Schuß weiter zur Ausbeutung über- hören. namentlich nicht als die Hauptbeschäftigung des Seelsorgeflerus anließ, das alles machte den Kinderschutz, nachdem die Arbeiterklasse Im übrigen können wir Herrn Christians schon deshalb kein gesehen werden können. Aber auch der Klerus soll sich seiner staatsJahrzehnte um ihn gekämpft, zu einer halben und unbefriedigenden Ehrenzeugnis ausstellen, weil seine Situation viel schlimmer ist als bürgerlichen Rechte innerhalb der gefeßlichen Schranken zum Wohl Maßregel. die der Wittenberg und Prof. Meyer. Als Herausgeber eines Fach- der Kirche und des Staates bedienen und sich daher nicht Der gefeßliche Schuh einzelner besonders blatts für Hypothekenbanken hat er sich nicht gescheut, sich durch leber- principiell bon jeder Teilnahme am öffentlichen Leben schußbedürftiger Arbeiterkategorien( ausnahme eines Hochbezahlten Aufsichtsratspostens einer faulen Hypotheken- ausschließen; ja, es kann Verhältnisse geben, wie sie naments industrie und Konfettion, Bau, Berg und bank unschädlich machen zu lassen. Das ist schon das ärgste an lich die Gegenwart bietet, wvo die religiösen und firchBiegelei Arbeiterschuh) steckt noch gänzlich in den An- journalistischer Korruption! lichen Fragen so sehr in den Vordergrund treten, daß es da fängen. Sorgfältig wachen die Unternehmerparteien des Reichstags durch dem Klerus um so mehr geboten wird, auch in politischer Hin ficht thätig zu sein, soweit seine besondere geistliche Amtsstellung und einige Worte zur Aufklärung der Situation an die Italiener richten| auf 15 bezwv. 25 Fr. In ähnlichem Verhältnis wurde der Fleif die besonderen Pflichten seines geistlichen Amtes ihm noch irgend dürfe. Dies Ersuchen wurde schroff zurückgewiesen und dem, welcher 30II hinaufgeschraubt: Minimalſatz für frisch geschlachtete Zeit dazu übrig laffen. Ja, unter solchen Umständen erscheint auch es gestellt hatte, mit Verhaftung gedroht. Gleichzeitig forderten Schafe 35 Fr., für frisch geschlachtete Schweine 25 Fr., für Rind ein Geistlicher, welcher eine besondere Befähigung zur Redaktion die Polizeibeamten die Menge auf, auseinanderzugehen, und nun und andres Fleisch 35 Fr., für gesalzenes Fleisch verschiedener Art eines öffentlichen Blattes zu haben glaubt, im Interesse der höchsten wurden aus der Menge der Neugierigen Steine gegen die Polizisten und für Speck 30 Fr. geworfen. Das war das Signal zu einer Säbelattade, welche Der Zolltarif rührt von der allmächtigen Zollkommission her, Güter der Religion und Sittlichkeit berechtigt wie berufen... fogar die Polizeibeamten gegen die Menschenmenge vornahm. Mehrere Per- nicht von der Regierung. Der linksradikale Landwirtschaftsminister seine Hauptthätigkeit dauernd der Redaktion eines öffentlichen Blattes fonen wurden verwundet, neun verhaftet, und diese standen jetzt unter der Mougeot, selbst natürlich ein Schutzöllner, erklärte jedoch, die zuzuwenden." Anklage, Landfriedensbruch verübt zu haben. Ueber den Initiative zur Zollerhöhung nicht übernommen zu haben, weil die Man muß es der klerikalen Pfaffheit lassen, daß sie von dieser Prozeß liegt uns noch fein eigner Bericht vor. Wie W. T. B." Viehmarktpreise eine solche nicht rechtfertigten. Die Viehzucht, sagte Freiheit, sich politisch zu bethätigen, den ausgiebigsten Gebrauch ge- meldet, wurden drei Angeklagte wegen schweren, fünf wegen ein- er, habe auch unter den bisherigen Zollfägen große Fortschritte gemacht hat. Von ihr hauptsächlich wird in katholischen Landesteilen fachen Landfriedensbruchs verurteilt und zwar einer zu zwei Jahren macht. Seit 1895 ist der„ nationale" Viehbestand von 13 Millionen jene Winkel- und Verleumderpresse geleitet und gespeist, die sich Zuchthaus, einer zu zwei Jahren Gefängnis, je einer zu 1, 1 Jahr, 364 000 auf rund 15 Millionen Stück angewachsen von einem Wert Was die durch die Roheit des Tones, durch gewohnheitsmäßige Verdrehungen, 9 und 4 Monaten, die andern zu je 6 Monaten Gefängnis, einer von mindestens 3 Milliarden 125 Millionen Frank. wurde freigesprochen. Fleischpreise betrifft, so herrscht auch so eine Fleisch. Entstellungen und Verleumdungen, durch Gehässigkeit und Persönlichkeit der Polemik auszeichnet wie kaum eine andre. Und diese Biedermeier, für Bericht vorliegt! Wir werden uns über den Prozeß äußern, wenn der eingehende teuerung. Auf dem Pariser Markt notierte man vom 15. bis 19. Juni 1. J. 1,35 Fr. pro Kilogramm Rindfleisch anstatt 1,30 Fr. die es sonst keine Rücksichten der Person, des Standes und der Moral im Kampfe um ihre Interessen giebt, die am wenigsten die Ehre Frese zum Senator gewählt worden. Troft. In Bremen ist der frühere Reichstags- Abgeordnete im Jahre 1902 und 1,27 Fr. im Jahre 1901, Schafsfleisch ist in den Das Wahlrecht zum legten fünf Jahren bon gar 1,74 Fr. auf 1,98 Fr. Andersdenkender zu schonen gewohnt sind, fühlen sich tödlich Senat iſt dem Manne des Bremischen Patriciats günstiger als das im Juni laufenden Jahres hinaufgeschnellt. Zu alledem iſt verletzt, wenn ihnen mit einer ähnlichen Münze heimgezahlt wird, böse Reichstags- Wahlrecht, das den Socialdemokraten zum Siege Beispiel bloß 329 Ochsen und 972 Kühe eingeführt- trotzdem die Vieheinfuhr geringfügig. Im letzten Jahre wurden zum fie empfinden es als einen an ihrer Heiligkeit" begangenen, Gottes- führte. raub", wenn man ihnen den Deckel in ihrer eignen Manier vom !... Uno frok die Verdoppelung des bezüglichen Minimalfates! Topfe thut. Mögen die Ziele des Centrums noch so schmachvoll, bloß 156 Stimmen! alledem das Votum des überagrarischen Entwurfes mit 408 gegen mag ihre Verquidung mit der Religion eine Blasphemie der schlimmsten Art sein, alles das hält offenbar jene persönliche Heilig keit der Hezkapläne nicht auf, die für sich die Freiheit in den verwerflichsten Mitteln bis zur offenen Gewalt und zwar nach Recht und Gewissen in Anspruch nehmen, den Gegner aber mit Censur und Bann, Interdikt und Hölle friedvoll bedenken darf. * * Deutfches Reich. Bismarck und die socialdemokratische Präsidentenstelle. Fürsten Bismard: Die Hamburger Nachrichten" schrieben im Jahre 1895 im Auftrage des Wir halten es für einen tattischen Fehler der übrigen Fraktionen, nicht darauf best an den zu haben, daß die SocialDemokratie als nächſtſtärkste Partei neben dem Centrum eine Präsidentenstelle zu übernehmen habe." Ber.) Die„ Rheinische Zeitung", unser Kölner Parteiorgan, nagelte Das Centrum und das Wahlrecht. München, 2. Juli.( Eig. im Mai d. J. fest, daß die„ Landshuter Zeitung"," ein waschechtes Centrumsorgan", für eine Aenderung des Reichstags- Wahlrechts im reaktionären Sinne eingetreten sei. Die„ Kölnische Volkszeitung". der diese Geschichte offenbar sehr unangenehm war, erwiderte darauf, die Landshuter Zeitung" sei kein Blatt, welches in der Lage sei, irgendwie bestimmend auf die Haltung der Centrumspartei in der Wahlrechtsfrage einzuwirken." " etwa " den ihren. " " Der schutzöllnerische Minister konnte bei seinen Freunden von der Kommission und dann bei der Kammer nicht einmal die vorherige Anhörung des Ministers des Auswärtigen durchsetzen, der mit Rücksicht auf schwebende Unterhandlungen mit England und Belgien den überagrarischen Eifer hatte dämpfen wollen. Vor der Gesamtabstimmung hat Genosse Vaillant eine Ers flärung gegen die Vorlage abgegeben im Interesse der Konsumenten Dem niederbayrischen Centrumsblatt kommt erst jest, na chund besonders der Arbeiter. dem die Wahlbewegung glücklich beendigt ist, diese Für französische Verhältnisse ist noch bezeichnend die erstaunliche Aeußerung ihres großen Kölner Parteiblattes zu Gesicht. Es ver- Gleichgültigkeit der großen Deffentlichkeit gegenüber den Zollwahrt sich mit großer Entschiedenheit gegen die Annahme, daß es erhöhungen. Die matte Diskussion spielte sich in der hochmütige Bemerkung der„ Kölnischen Volkszeitung", daß die Ausganges der Debatte von vornherein sicher, füllte die Wandelfein waschechtes Centrumisblatt sei und jagt: „ Die Kammer vor leeren Bänken ab. Die Masse der Deputierten, des Landshuter Zeitung" kein Blatt ist, das bestimmend auf die hallen, um dort gruppenweise die politische Sensation des Tages, Haltung der Centrumspartei einzuwirken im stande sei, macht uns Walded- Rousseaus Schilderhebung gegen Combes, zu besprechen und bloß lachen. Wir kennen unsren Einfluß, die„ Köln. Volkszeitung" ministerstürzende Komplottchen zu schmieden. Die Pressemit Ausunhme des„ Temps" widmete der Zolldebatte einige knappe Darin hat die„ Landsh. Ztg." vollständig recht und auch die Zeilen Bismarck begründete diese Ansicht natürlich nicht durch Gründe im Parlamentsbericht. Selbst in den linksstehenZeitungen sucht man der Gerechtigkeit, sondern durch die Meinung, daß die Einräumung Gegner müssen ihr zugestehen, daß sie im bayrischen Centrum einen ben vergebens einer nach redatKritik der eines Präsidentensites ein Mittel sei, die Socialdemokratie zur nicht unbedeutenden Einfluß besitzt. Unter solchen Umständen ist es tionellen fleischverteuernden Vorlage. Eine solche Darlegung ihres Zukunftsprogramms und ihrer Regierungsabsichten aber wichtig und beachtenswert, was sie über das Wahlrecht denkt findet man im freihändlerischen Temps", der aber von Arzu nötigen" und sie so zu diskreditieren. darin ist sie ehrlicher als manche ihrer Kolleginnen von beitern nicht gelesen wird. Doch das gehört in ein andres Es ist nur merkwürdig, daß die Parteien, die Bismards Re- der schwarzen Couleur- auch ausspricht. Die" Landsh. 3tg." erklärt Kapitel, in das allseitig große Schuldkapitel der billigen französischen gierungsweisheit stets über alles stellen, von seinem Ratschlag da- nämlich bei dieser Gelegenheit wiederholt, daß das geltende Wahl- Presse. mals feinen Gebrauch machten und sich auch jetzt noch weigern, ihm recht nichts weniger als in den von der" Rhein. 3tg.betonten Paris, 3. Juli. Die Deputiertenkammer nahm mit 485 gegen zu folgen. Sie ahnen offenbar, daß die erwartete Selbstschädigung Ansicht stehen wir durchaus nicht allein, sondern wir teilen sie mit 45 Stimmen die Vorlage betreffend die direkten Steuern an. Welche Experimente auch immer in der Bekämpfung der Social- vielen ruhig denkenden Leuten, die auch heute noch in einem denrokratie versucht werden, ob man uns durch Gewalt nieder- Wähler von 25 Jahren in nur zu vielen Fällen keinen reifen Politiker schlagen will, ob man uns durch Antragung von parlamentarischen sehen und die ebenfalls glauben, daß ein Mann, der das schwerwiegende Aemtern zähmen will- wir wachsen gedeihlich weiter! Wahlrecht ausübt, doch auch dem Staate gegenüber Verpflichtungen haben sollte, die sich nicht bloß auf das das Soldativerden Tausende werden es bekanntlich gar nicht. beschränken sollen." Die Rheinische Zeitung" hat also vollständig recht gehabt mit ihrer Behauptung, daß ein waschechtes Centrumsorgan eintritt für die Hinaufschiebung der Altersgrenze und für die Einführung des Wahlcensus. der Socialdemokratie ausbleiben dürfte. " Wahlfälscher. Das offizielle Organ der konservativen Partei, die Konf. Korresp." leistet diese ansehnliche Unverschämtheit, die von der " Post" sogleich übernommen wird: " und Mit dieser Italien. Rom, 3. Juli. Wegen der großen Mißstimmung, welche die französische Zollpolitik in ganz Italien hervorgerufen hat, unter bleibt die geplante Massenfahrt italienischer Parlamentarier nach Paris. Es ist auch wieder fraglich geworden, ob Zanardelli den König auf seiner Pariser Reise begleiten wird. Die Presse protestiert lebhaft gegen den trotz der Julihite unternomunenen Uebungsmarsch des 2. Jufanterie- Regiments, bei dem 42 Mann an Sonnenstich erkrankten. England. „ Als Mittel zur Verhütung der Wahlschwindeleien ist die Nicht ganz begreiflich ist uns übrigens der Wunsch der„ Landsh. Einführung amtlicher Wählerkarten vorgeschlagen worden, die Zeitung", daß nur reife Politiker" das Wahlrecht haben sollen. jedem Wahlberechtigten zugestellt werden und als Legitimation dienen In diesem Falle würde das Centrum wohl verflucht schlechte Geschäfte Onslow hielt in Peterborough eine Rebe, in welcher er auf ChamChamberlains Zollpläne. Der Landwirtschaftsminister Lord sollen. Dieser Vorschlag verdient jedenfalls Beachtung, er könnte viel machen. leicht auch dahin modifiziert werden, daß die amtlichen Wahlcouverts Der Minister sagte, Es ist erstaunlich, daß in einem Staate, in dem ein 18jähriger berlains Finanzpläne zu sprechen tam. den Wählern gegen Empfangsbescheinigung vorher eingehändigt Mensch bereits Kaiser sein kann, und ein ebenso alter Offizier England stehe einer schweren nationalen Gefahr gegenüber, würden. Um aber jedem Mißbrauch auch dieser Legitimation über Leben und Tod eines Untergebenen ohne jedes Gerichts- gegen welche es keine Waffen habe. Es sei notwendig zu vorzubeugen, wären strenge Strafvorschriften erforderlich, die verfahren entscheiden kann, 25jährige Arbeiter, die ebenso viel an wissen, ob die bestehenden Zustände eine fefte Grundlage für sowohl den berechtigten Inhaber der Karte oder Lord Onslow verwahrte die des indirekten Steuern zahlen, wie ein Millionär, kein Wahlrecht haben die Macht des Reiches geben. Couberts als auch den Mißbraucher derselben derselben treffen soll. Diese, auch von der" Post" unablässig empfohlene Herauffegung Regierung gegen die Annahme, daß sie tie Schutzzollpolitik wieder müßten. Ferner würde es sich empfehlen, bei dieser des Wahlalters ist nichts wie eine schamlose Verhöhnung der aufzunehmen beabsichtige. Der Minister fährt fort, er glaube nicht, Gelegenheit die Wahlpflicht einzuführen. Damit wäre am erschütterndsten socialen Thatsache, daß das Proletariat auch seine daß Deutschland es wagen werde, Zuschlagszölle auf Waren eines beften den, wie nunmehr nicht bezweifelt werden kann, plan entsetzliche Lebensverkürzung dem Kapitalismus„ verdankt". Diese Landes zu legen, das in der Lage sei, einen gegen deutsche Waren mäßigen Fälschungen von Wählerstimmen ein furchtbare Erscheinung wollen die Wahlrechtsänderer obendrein politisch Länder daran zu hindern, ihre Waren ihrem eignen Volfe zu ſehr gerichteten Zolltarif aufzustellen. England habe teine Mittel, fremde Ende zu machen. Daß die Fälschungen zu Gunsten der social- ausbeuten. demokratischen Partei vorgenommen worden sind, ist gar nicht mehr hohen Preisen zu verkaufen, sie aber auf den englischen Markt, was zu bestreiten. Schon die Abkommandierung ganzer fie gar nicht notwendig hätten, zu Preisen zu werfen, welche thatScharen von Arbeitern aus sicheren socialdemokratischen Halle, 2. Juli. Den Ausweisungsbefehl erhielt heute abend sächlich niedriger sind, als die Herstellungskosten für die Waren im Wahlkreisen in Bezirke, die für die Socialdemokratie unsicher find, ganz unerwartet der Schneidermeister Jaklenec, der seit Jahren eigenen Lande betragen. Im Kolonialamt habe er Gelegenheit gesind vollgültige Beweise dafür. Ohne Zweifel ist von in Halle weilt. J., ein ruhiger und besonnener Mensch, rechnete sich die Eisenbahnen in Transvaal zu erhalten seien. Er habe in jedem habt, sich darüber zu unterrichten, zu welchem Preise Schienen für socialdemokratischer Seite seit Jahren eine systematische kolossale vor Jahren, als hier die Bewegung der sogenannten Unabhängigen Fälschung von Wählerstimmen verübt worden, und wenn jüdische, auftauchte, eine Zeitlang zur anarchistischen Partei. Neuerdings ist alle gefunden, daß die von Deutschland zu erhaltenden Preise der Berliner Stadtverwaltung nahestehende Preßorgane dies leugnen, er aber politisch niedriger waren, als irgendwo in dem Vereinigten Königreiche. in den Vordergrund ge= so ist das nur noch belastender. Es wäre diefem fingierten Be- treten. Innerhalb drei Tagen solle Sollte man da sagen, daß wir nicht Umschau halten sollten, um nun Halle legen von Schlafstellen gegenüber geraten, das Wahlrecht von einem verlassen. Ausweisungsgründe wurden dem nunmehr ruinierten uns zu vergewissern, ob nichts gethan werden könnte, um einem Vorununterbrochenen Wohnsitz des Wahlberechtigten im Wahlkreise für unglücklichen Mann, der fleißig seiner Arbeit nachging, auch, gehen Einhalt zu thun, das unbillig ist gegenüber den englischen die Dauer von mindestens einem Monat abhängig zu wie man uns versichert, bei seiner Vorstellung vor dem Fabrikanten und Produzenten. machen. Die socialdemokratischen Wahlschwinde Bürgermeister nicht mitgeteilt. Man steht vor einem Rätsel und Ieien rechtfertigen nicht nur, sondern erfordern derartige kommt zu allerlei Kombinationen. Wirft vielleicht der im September Kautelen, die das geltende Wahlrecht für den Reichstag absolut erwartete Kaiserbesuch schon seine Schatten voraus? unberührt lassen." Wir begreifen, daß der neue gewaltige Aufstieg der Socialdemokratie die Konservativen in die tiefste Verzweiflung gestürzt hat. olt Ausweisung. Ausland. Deftreich- Ungarn. Dänemark. Kriegsminister und Wahlrecht. Fyns Socialdemokrat teilte dieser Tage folgendes Vorkommnis aus der Wahlbewegung mit, das zum Beweis dafür dienen kann, daß in Dänemark die politischen Rechte des Staatsbürgers selbst dann, wenn er den Waffenrock trägt, mehr respektiert werden als in Deutschland. Unser Parteigenosse Folkethingsmann Sabroe hielt sich am Tage vor der Wahl in Friedericia auf, und hier beklagten sich ihm gegenüber mehrere Unteroffiziere, weil für den Wahltag Uebungen anbefohlen waren. Sabroe sandte sofort ein Telegramm an den Kriegsminister und ersuchte ihn zu erwägen, ob den Soldaten zur Folkethingswahl Es entspricht auch durchaus konservativer Geistes- und Charaktergröße, den Zusammenbruch der konservativen Politik durch die allerdümmsten Beschuldigungen zu verschleiern. Immerhin ist die Die östreichische Ministerkrisis. Das Fremdenblatt" bestätigt, Leistung der Kons. Korresp." etwas start. Zu Gunsten der Social- daß sich der Kaiser die Entscheidung über das Demissionsgesuch des demokratie sei planmäßig gefälscht; ganze Scharen von Arbeitern Kabinetts vorbehalten habe. seien in unsichere Kreise abkommandiert; abkommandiert; eine systematische Wie die„ Neue Freie Presse" meldet, ist im Himblick auf die folossale Fälschung von Wählerstimmen sei betrieben worden; Verschiebung der Entscheidung in der östreichischen Krise auch eine nicht ein freier Tag gewährt werden könnte. Der Kriegsminister für das alles seien vollgültige Beweise" vorhanden Verschiebung der Kaiserreise nach Ischl erfolgt. Der Kaiser wird in erließ daraufhin an die Kommandanten in Aarhus, Friedericia und So sucht man die ländlichen Getreuen, für welche die„ Kons. Ischl nicht vor dem 8. Juli erwartet. Die Schwierigkeiten in der mehreren andren Städten den Befehl, die lebungen einzustellen. Storrefp." ihre Produkte erzeugt, über den socialdemokratischen Wahlentschluß b. stoerbers die erteilten und die in Zukunft zu besorgenden Wahltag in Zukunft überall ein freier Tag für die Soldaten werden Lösung werden darauf zurückgeführt, daß auf den Demissions- Wir nehmen an," schreibt unser fünisches Bruderorgan, daß der werden darauf zurückgeführt, daß auf den Demissionssieg wundersam zu trösten! Thatsächlich ist natürlich in keinem einzigen Falle irgend etwas onzeffionen an die Kossuthpartei hinsichtlich der Armee eingewirkt wird". von den Behauptungen der konservativen Lügenpartei erwiesen. haben sollen.--" " Frankreich. Schutzöllnerei. neben den Socia Balkan- Staaten. Türkisch- bulgarischer Zwift. Konstantinopel, 2. Juli. Eine Mitteilung der Pforte an die östreichisch- ungarische und die russische Botschaft bezüglich des letzten Dynamitattentates auf die Eisenbahn bei Demirbeyli bezeichnet das selbe als eine anarchistische That und sagt, die Haltung Bulgariens gegenüber den Banden- Uebertritten und dem Treiben der Komitees sei schuld an der Fortdauer der Attentate, durch welche Einheimische und Fremde gefährdet werden. Die Herrschaften sind überaus voreilig und unvorsichtig; warum Budapest, 3. Juli. Das Amtsblatt veröffentlicht die Ernennung warten sie nicht ab, was die amtlichen Untersuchungen und des Grafen Theodor Pejacsevics zum Banus von Kroatien. die Arbeit der Wahlprüfungs- Kommission des Reichstags er= Budapest, 3. Juli. Vier Mitglieder der Kossuthpartei geben werden? Wenn die Konservativen vor der Wahlprüfungs- haben ihren Austritt angemeldet, da sie die Obstruktion fortsetzen fommission so gut bestehen werden wie die Socialdemokratie, so ver- wollen; es dürften noch einige Mitglieder folgen. pflichten wir uns gern, unsre Ueberzeugung vom konservativen Wahlschwindel zu ändern. Bisher waren es stets in besonderem Maße konservative Wahlen, bei denen die schmählichsten Fälschungen und Schwindeleien aufgewiesen worden sind. Paris, 2. Juli.( Eig. Ber.) In der Flucht der Erscheinungen Und dieses Wölkchen beschimpft frech andre Parteien, deren Wahl- der französischen Politik bildet die Schutzöllnerei den ruhenden Pol. schild rein ist. Sofia, 3. Juli. Die„ Agence Télégraphique Bulgare" meldet: Unter Meline wie unter Combes ist jede noch so extravagante Zoll- Entgegen den Dementis der Pforte dauert die Zusammenziehung Die Kons. Korrefp." benutzt natürlich ihre Lügen zugleich zur erhöhung einer erdrückenden Mehrheit sicher, einer Mehrheit, die von starter aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie bestehender AbForderung reaktionärer Wahlrechts- Verschlechterungen. Wahlpflicht der äußersten Rechten bis zur bürgerlichen äußersten Linken geht. teilungen an der bulgarischen Grenze fort. Die Bemühungen der und die Bindung des Wahlrechts an den Nachweis längeren Auf- Die fleine zollfeindliche Minderheit ist ihrerseits ebenfalls Türkei, diese erwiesenen Thatsachen in Abrede zu stellen, gleichzeitig enthalts am Drte der Wahl das sind ja einige der kleineren ein parteipolitisch unterschiedsloser Haufen: Mittel", welche die Konservativen fordern, so lange die großen listen( beziehungsweise ihrer großen Mehrheit) umfaßt sie frei- Stonzentrierung durch die Notwendigkeit der Bekämpfung der Banden aber neue und starke Abteilungen an der Grenze aufzustellen, deren Mittel" keine Aussichten haben! händlerische industrielle Vertreter und namentlich die Deputierten in feiner Weise zu erklären ist, sprechen vielmehr dafür, daß die der städtischen Wahlkreise. In ihrer blöden Angst vor der bäuerEin Landfriedensbruch- Prozeß wurde am 1. und 2. Juli vor dem lichen Wählerschaft haben die bürgerlichen Linksparteien die er- Türkei beabsichtigt, den wahren Zweck dieser militärischen Maßnahmen zu verbergen und die öffentliche Meinung Europas durch Verbreitung Schwurgericht in Bromberg verhandelt. Dem Prozeß lagen die fahrungsmäßige Thatsache noch immer nicht begriffen, daß die falscher Nachrichten über angebliche Abfichten der bulgarischen ReVorgänge zu Grunde, welche sich während des Streits im Bau- Schutzöllnerei so gut wie ausschließlich zur Bereicherung des gierung irrezuführen. gewerbe bei Gelegenheit eines Streitbrecher- Transports am 1. April flerifal- monarchistischen Großgrundbesizes dient. Man nennt das Afien. abspielten. An diesem Tage trafen in Bromberg fieben als Streit freilich die Wahrnehmung der Interessen der ländlichen DemoSocialismus in China. brecher angeworbene Italiener ein. Der Bahnhof war deshalb durch tratie" im Interesse der Republik. Militär abgesperrt, und 40 Polizisten mit blanken Säbeln in Die jüngste ländlich- demokratische That ist die exorbitante& r= Die letzte Nummer des International Socialist Review" den Händen geleiteten die sieben Streitbrecher. Dieser Auf- höhung der Viehzölle durch die Deputiertenkammer. Der( Chicago) enthält einen Artikel, der unter der obigen Spizmarte die fehen erregende Transport hatte natürlich zur Folge, daß sich eine bisherige einheitliche Nindzoll von 10 Fr. pro 100 Kilo Aussichten des Socialismus in China behandelt. Ein chinesischer große Menge Neugieriger ansammelten und den Zug begleiteten. Lebendgewicht wurde im Minimaltarif verdoppelt, im Marimal- Gelehrter, Lenng- Kai- Kiu, gab in einem Interview, das er mit einem Ein Bromberger Maurer, der italienisch sprechen kann, ersuchte den tarif verdreifacht. Der Schafszolt wurde von 15 Fr. Redakteur des oben genannten Blattes hatte, darüber etwa folgendes den Transport leitenden Polizei- Inspektor, ihm zu gestatten, daß er auf 25 bezt. 40 Fr. erhöht, der Schweine zoll von 8 Fr. I an: Der Socialismus sei in China durchaus nicht unbekannt. Berichte über 2 die socialistische Bewegung in Europa und Australien würden in noch rasch das das Menschenmögliche. Damaschte gab seinen abdrücke genau( event!. mit dem Vergrößerungsglas) betrachtet, fo China regelmäßig empfangen und gelesen. Er, Lenng selbst, habe Segen zu der Fahnenflucht; er äußerte gelegentlich ein Social findet man gewisse Grundformen, wie: Schleifen nach rechts, in seiner Zeitung, die in einer Auflage von 30 000 erscheine, demokrat wäre der legte, für den er in der Stich- Schleifen nach links, Bogen, Kreise und Spiralen, die in ihrer Anund in allen Teilen des Landes Leser habe, schon verschiedene furze to a hI eintreten würde. ordnung bei zwei Menschen niemals ganz gleich sind und daher zur Abhandlungen aus Mary' Schriften veröffentlicht. Mary' Werk Am Tage vor der Stichwahl spielte das demokratische Jenaer Feststellung der Persönlichkeit ausgezeichnete Dienste leisten. In Das Kapital" fei in der Uebersetzung begriffen und werde noch in Volksblatt" noch einen Trumpf zu Gunsten Leuterts aus. In auf den Fingerabdrücken treten übrigens Narben und sonst oft längst diesem Jahre in chinesischer Sprache erscheinen. Lenng hat schon fälliger Weise brachte es unter der Ueberschrift„ Eine Liebe ist die verheilte Verletzungen sehr deutlich hervor und tragen ebenfalls zur mehrere Bücher über den Socialismus herausgegeben, das andre wert!" die Notiz aus dem Vorwärts", worin die Genossen Identifizierung bei. eine führt den Titel„ Der Socialismus unter den Chinesen im Wahlkreis Marburg aufgefordert wurden, für den national- Beim Meßdienst werden diejenigen Maße festgelegt, die erfahrungsund andren asiatischen Rassen" und ist eine vergleichende socialen Kandidaten v. Gerlach zu stimmen, der mit dem Brot- gemäß keiner Veränderung unterworfen sind, und wollen wir von Abhandlung über die Lehren die Lehren von Marr mit denen von wucherer v. Pappenheim in der Stichwahl stand. diesen nur erwähnen: Kopflänge, Kopfbreite, Jochbreite, Länge des Confucius, Mencius und andren chinesischen Gelehrten. Weitere Daß aber der Appell seine Wirkung verfehlte, dafür hatte un- rechten Ohrs und Länge des Fußes, sowie einiger Finger. Diese Anregungen fämen von Japan, wo der Socialismus der Socialismus schon freiwilligerweise die Frankfurter Zeitung" gesorgt, die aus Marburg Maße in Verbindung mit der Farbe der Augen, der Feststellung bes mehr Fortschritte gemacht habe, nach China, namentlich nach den die Nachricht brachte, die Socialdemokraten hätten mit Dreiviertel- fonderer Erkennungszeichen: Tätowierungen, Verlegungen 2c., unter Hafenplägen. Die Bewegung der chinesischen Reformer habe den Majorität beschlossen, sich der Stimme zu enthalten. Mit den nötigen Berücksichtigung der Fingerabdrücke und der Heranziehung der Bwed, den gegenwärtiger Despotismus zu beseitigen und ein demo- Randbemerkungen versehen, gaben die Lehmänner diese Notiz sofort Photographie ermöglichen eine derartig genaue Kennzeichnung der fratisches Regiment mit Parlamentarismus aufzurichten. Erst dann in Plakatform heraus. Irgendwelche Schritte gegen diese Machination Person, daß die spätere Feststellung der Identität ohne Schwierigfönne an eine energische Agitation für den Socialismus gedacht unternahm die nationalsociale Parteileitung nicht. feiten leicht und schnell von statten geht. werden, er selbst würde, sobald eine konstitutionelle Regierung ge- Die Stichwahl brachte dann mit einer Majorität von nur Das Heraussuchen der Meßkarten wird durch eine zweckmäßige schaffen, an die Organisation einer socialistischen Partei in China 378 Stimmen den Sieg Lehmanns, der 11 749 Stimmen Einrichtung wesentlich erleichtert. Zu diesem Zweck wird eine Einherantreten. erhielt, während Genosse Leutert mit 11 371 Stimmen in der teilung nach Kopflänge und Kopfbreite 2c. borgenommen. Hat man Minderheit blieb. Aus der Vergleichung mit den Ziffern der Haupt- nun bei einem Verbrecher die erforderlichen Maße genommen, wahl ergiebt sich, daß die Nationalsocialen zum weitaus größten dann weiß man sofort, in welchem Spinde und hier wieder Teile für Lehmann gestimmt haben. So haben die National- in welcher Abteilung und in welchem Fach die Meßkarte zu suchen socialen auch im dritten weimarischen Wahlkreise abgewirtschaftet. ist, wenn der Eingelieferte schon einmal bestraft ist. Soweit rückOb Lehmann das Mandat behalten wird, ist sehr fraglich, denn fällige Verbrecher gleich den richtigen Namen angeben, ist natürlich ein Wahl protest befindet sich bereits in Vorbereitung. In den durch eine alphabetische Registrierung dafür gesorgt, daß die in ländlichen Ortschaften, deren der Wahlkreis beinahe 300 zählt, find Frage kommende Meßkarte, die dann nur mit den ergänzenden Bein vielen Fällen starke Wahlbeeinflussungen ausgeübt worden. merkungen zu versehen werden braucht, schnell gefunden wird. Im Erkennungsdienste werden gemessen: alle gewerbsmäßigen Brotest gegen die Reichstagswahl in Altena- Iserlohn führung der Strafthat zeigen, daß sie gewerbsmäßige Verbrecher Iserlohn, 2. Juli. Die Centrum spartei hat bereits einen Verbrecher, alle zum erstenmal Abgefaßten, deren Vorleben und Auserhoben. Der Protest stüßt sich auf eine Reihe meist amtlicher werden( z. B. Diebe, die mit kunstvollen Einbruchswerkzeugen abUnregelmäßigkeiten. Auch seitens der socialdemokratischen gefaßt werden), Menschen, die sich einen falschen Namen zulegen, Partei wird Protest gegen die Wahl erhoben werden. Afrika. Wirtschaftslage in Transvaal. Johannesburg, 2. Juli. Die intertoloniale Beratung wurde heute eröffnet. Lord MiIner hielt die Eröffnungsrede, in der er mit Befriedigung auf die Einnahmen Transvaals hinwies, deren Zunahme durch den neuen Tarif und die Herabsetzung der Eisenbahn- Frachtsätze bewirkt worden sei. Es sei von beträchtlicher allgemeiner Bedeutung, daß die finanzielle Stärke Transvaals Wirklichkeit werde. Die gegenwärtige gedrüdte Lage der Minenindustrie, so erklärte Milner, würde nicht länger als ein Jahr dauern. Boeren- Protest. Das„ Reutersche Bureau" meldet aus Heidelberg: Am 2. Juli fand hier eine von Botha einberufene Versammlung der Burghers statt behufs Erörterung wichtiger öffentlicher Angelegenheiten. Botha hielt eine Rede und sagte, die Holländer wollten sich nicht der Regierung widersetzen, sondern fie in wichtigen öffentlichen Fragen unterstützen. Es wurden Refolutionen gefaßt, worin das Bedauern über die vorgeschlagene Einführung von Asiaten ausgesprochen wird, da die Regierung das Land für Einwanderung von Weißen sperre; worin ferner die Regierung ersucht wird, dem Lande nicht 65 Millionen der Kriegsschuld aufzuerlegen, bevor eine Volksvertretung geschaffen sei, und worin schließlich gegen das von den Engländern eingeführte Jugend Erziehungssystem Einspruch erhoben wird. Streifzüge durch das Wahlfeld. * Partei- Nachrichten. # Großherzogtum Sachsen Weimar. Die drei weimarischen Agitationsverband ausgeschieden und bilden einen besonderen VerReichstagswahltreise sind mit dem 1. Juli aus dem Thüringer band für das Großherzogtum. Die Leitung liegt in den Händen des Landesausschusses, bestehend aus den Genossen Baudert, Reutert die Landtagswahlen statt, zu welchen die Parteileitung bereits und Petermann in Apolda. Im Herbst finden im Großherzogtum Stellung genommen hat.- Der Thüringer Parteitag wird am 1. und 2. August in Weimar abgehalten. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. bestrafte Ausländer, ferner Landstreicher, gewerbsmäßige Bettler 2c. Von Wichtigkeit ist noch, daß politische Verbrecher nicht im Erkennungsdienste gemessen werden. Die zur Ergänzung der Meßkarten verwendeten Photographien werden in einem zweckmäßig eingerichteten Atelier des Polizeipräsidiums so hergestellt, daß ein ganz bestimmtes Größenverhältnis ebenfalls ein Fortschritt erzielt worden ist. eingehalten wird, wodurch im internationalen Erkennungsdienste Das letzte, dem Erkennungsdienste gewidmete Zimmer des Polizeipräsidiums enthält das Verbrecheralbum; dieses ist eine Sammlung find. Damit das Heraussuchen recht schnell vor sich gehen kann, bon 23 Bänden, in denen zur Zeit etwa 21 000 Personen verewigt! enthalten die verschiedenen Bände besondere Verbrecherkategorien: Mörder, Einbrecher, Suppler 2c. Da man natürlich die männlichen von den weiblichen Photographien trennt, und man die Klasse der Das Wahlresultat in Magdeburg tonfisciert! In höchst ein Eigentumsverbrecher in viele Unterabteilungen: Einbrecher, Schlaffacher, genialer Art und Weise hat die Polizei in Magdeburg das stellendiebe, Taschendiebe 2c. geteilt hat, so ist das Heraussuchen einer Aus dem Wahlkreise Jena wird uns geschrieben: Stichwahl- Resultat dortselbst aus der Welt geschafft: sie hat es bestimmten Person aus einem der 23 Bände des Verbrecher- ,, Albums" Der dritte weimarische Wahlkreis Jena- Neustadt- Blankenhain einfach tonfisciert! Die Redaktion der Voltsstimme" wollte eine verhältnismäßig leichte Sache. Den Photographien find die verdient es gleichfalls, bei den Wahlbetrachtungen nicht übergangen das amtliche Stichwahl- Resultat den Magdeburgern dadurch schnell Namen der betreffenden Personen im Verbrecher- Album nicht beizu werden, war doch die Socialdemokratie drauf und dran, ihn der zugänglich machen, daß fie einen Abzug der Notiz, die darüber am gefügt, sondern bei jedem Bilde befindet sich eine Nummer, die auf Reaktion zu entreißen und auf den Trümmern der nationalliberalen Abend im Blatte stehen sollte, schon vorher im Schaufenster des Geschäfts eine Karte in einem besonderen Registrierschrank hinweist, wo dann Hochburg die rote Fahne siegreich aufzupflanzen. Wenn es trot anklebte. Da erschien im Auftrage des Herrn Polizeipräsidenten die näheren Personalangaben zu finden sind. größter Anstrengungen anders tam, so nur durch die Schuld der ein Kriminalinspektor, der erklärte, er müsse das Stück„ VoltsIn Berlin werden täglich nach dem Bertillonschen Verfahren Nationalsocialen, die sich im letzten Augenblick wieder mit der stimme" beschlagnahmen, weil, wie der Polizeipräsident persönlich etwa 15 Personen gemessen, wobei für die jugendlichen Verbrecher, Reaktion verbrüderten. gesehen habe kein Druder und Verleger unter dem deren Maße durch das Wachstum gewissen Veränderungen unterBis zum Ablauf der letzten Legislaturperiode war der Wahlkreis Abzug vorhanden sei!- Es blieb nichts weiter übrig, als worfen sind, ein besonderer Schrank mit Meßkarten reserviert ist. durch Bassermann, den Führer der nationalliberalen Partei den Abzug zu entfernen. Aber wie? Genosse Pistorius nahm, da Bei uns wird die erwähnte Auswahl der zu Messenden vorgenommen, feligen Angedenkens vertreten. Bassermann ließ den Wahlkreis im Stich, der Herr Inspektor auf der anfangs nicht ernst genommenen Beschlag- so daß wir bisher nur ca. 40 000 Meßkarten haben. In Paris halb freiwillig, halb gezwungen. Erstens schien ihm der Boden nahme bestand, ein Lineal und schabte den Abzug von der Fenster- werden dagegen alle eingelieferten Personen gemessen, so daß die scheibe ab, wobei natürlich der ganze Abzug in Fezen ging. Registrierstation der französischen Hauptstadt allein 400 000 Jdentiunter den Füßen zu wanken, dann aber ist er seinen Wählern zu liberal geworden! Daß er es nicht über sich gewann, sich Blasses Entsetzen bei dem Herrn Polizei- Inspektor. Schnell ent- fizierungen aufweist, während die der Provinz sogar 1 200 000 Meßfarten besigt. zum Anwalt der Zuchthausvorlage aufzuwerfen, entzog ihm die schlossen sammelte der Herr sorgfältig die Fezen, um sie nach dem Sympathien der zu einem großen Teil agrarisch gesinnten Wähler- fönigl. Polizeipräsidium zu schaffen. Was um weiter geschieht, wird schaft. Auch seine Zustimmung zu dem Antrag Kardorff vermochte die Folgezeit lehren. ihm das verlorene Ansehen nicht wiederzugewinnen. Er ging lage. An Bassermanns Stelle mußte also ein Mann treten, der dem Verdacht, allzu liberalen Anschauungen zu huldigen, nicht aus• Aus Industrie und Handel. nach Karlsruhe und holte fich dort die verdiente Nieder- Der Erkennungsdienst bei der Berliner Kriminalpolizei. Schuk ,, nationaler" Arbeit. Einen pikanten neuen Beitrag zur Die Einrichtungen des Erkennungsdienstes sowie die des dazu veröffentlicht der„ Handelsvertragsverein" auf Grund von Beschwerden, Frage des Zusammenhanges zwischen Kartell und Handelspolitik gesetzt war. Diefen fanden die Nationalliberalen, die Vertrauens- gehörigen Bertillonschen Meßverfahrens wurden gestern von den die ihm aus seinen Mitgliederkreisen zugegangen sind und zwar männer des Bundes der Landwirte und der Konservativen nach langem Mitgliedern des Vereins Berliner Journalisten mit Genehmigung handelt es sich um schmiedeeiserne Röhren und gußSuchen endlich in der Person des im Wahlkreis eingesessenen Ritter- des Polizeipräsidenten in Augenschein genommen. Die von Herrn gutspächters Paul Lehmann aus Waltersdorf. Der Herr war früher Kriminalinspektor Klatt geleitete Besichtigung der in mehreren schied des Verkaufspreises in eiserne Heizkörper. Für diese Artikel ist der Unterfreifinnig; seine politische Wandlungsfähigkeit brachte ihn aber schließlich Zimmern des Polizeipalastes am Alexanderplatz untergebrachten und des Schleuderpreises nach schied des Verkaufspreises erfreute! dem zollgeschützten Inlande dem Auslande ein fo bis in das Lager des Bundes der Landwirte. Seine Qualifikation Einrichtungen begann mit dem Besuch einer hochinteressanten in dem Grenzgebiete eines Nachbarzum Reichstags- Abgeordneten brachte er schon in der ersten Wahlrede: Sammlung von Mordwerkzeugen, Verbrecher- Hilfsmitteln bon Mordwerkzeugen, Verbrecher- Hilfsmitteln und großer, daß sich in der Socialpolitik müsse Halt geblasen werden. Weniger Dampf, Sicherheitseinrichtungen. Ein eigentümliches Gefühl beschleicht den staates ein förmlicher Geschäftszweig für ausländische Firmen daraus Herr Minister!" Die Arbeitslosen seien Bummler, einem neuen Beschauer, wenn er die Revolver, Hämmer, Dolche, Messer, Beile 2c., die entwickelt hat, folche Artifel zum billigen Exportpreise aus Deutsch Zuchthausgesetz würde er freudig zustimmen usw. So sah gleich am teils sauber gereinigt, meist aber noch mit Blut befudelt find, betrachtet land wiederum einzuführen, wobei trotz des bei der Einfuhr nach land zu beziehen und alsdann als ausländische Ware nach Deutschersten Abend der Kandidat der geistigen Metropole Thüringens" und sich vergegenwärtigt, daß sie durchweg dazu gedient haben, der rohesten Deutschland zu zahlenden Zolles noch ein gutes Geschäft gemacht aus, der sich der Protektion fast der gesamten Universitätskreise und entsetzlichsten Form des„ Kampfes ums Dasein" Ausdruck zu ver- wird. Beispielsweise werden schwarze Rohre nach dem Inlande mit leihen. Einige Gehirnschalen und Totenschädel zeigten die Wirkungen Außer unserm Genossen Leutert und dem freisinnigen Kandi- jener Mordwerkzeuge, während die Totenmaste jenes armen, von 70,5-71 Proz, nach dem Auslande mit 10 Proz. Mehrrabatt verdaten Rechtsanwalt Dr. Harmening rang nur noch der Sobbe vor etwa 20 Jahren mit einem Hammer ermordeten Geld- kauft, galvanisierte Rohre nach dem Inlande mit 66-67 Proz., nach dem Auslande mit 73-74 Proz. Dies ergiebt für Kandidat der Nationalsocialen, Schriftsteller Adolf Damaschte briefträgers einen geradezu entseglichen Anblick bot. Neben Eineine Ladung bon zehn Tonnen einen Preis unter aus Berlin, um die Balme des Sieges. Während die brechern abgenommenen Diebeswerkzeugen wurden die Hilfsmittel Freifinnigen sich mit dem Erlaß eines Aufrufes an die der Metall- und Papiergeld- Fälschungen sowie der Briefmarken- chied von 700 beziehungsweise 1000 m. 3 u Ungunsten liberalen Wähler begnügten, setzten die Nationalsocialen nachahmungen gezeigt. Besonderes Interesse erregte beim Schreiber es deutschen Fabrianten. Der letztere ist danach in der einen großen Agitationsapparat in Bewegung. Fast ein dieser Zeilen die hier aufbewahrie Höllenmaschine, mit der jener Lage, durch Verkauf von Exportierten Artikeln seinen Bedarf an halbes Jahr vor der Hauptwahl zog der Parteisekretär Haupt aus Attentatsversuch auf den Polizei- Obersten Krause gemacht wurde. deutschem Material auf dem Umwege in das Ausland mit einem Berlin im Wahlkreis von Ort zu Ort, verbreitete Flugblätter und Bekanntlich hat man den eigentlichen Urheber dieses Attentats nicht günstig genug liegen, dieses Geschäft bewerkstelligen zu können! Vorteil von 160 bezt. 250 M. zu decken, soweit Frachtverhältnisse 2c. hielt Versammlungen ab. Einige Wochen vor der Wahl verlegte entdeckt, wohl aber brachten es die Geschworenen vor etwa fieben Aehnliche Verhältnisse bestehen auch für Träger, Fein- und Damaschte seinen Wohnsitz nach Jena und warf sich eben Jahren fertig, auf einen äußerst vagen Indicienbeweis hin den jungen Grobbleche und andre Materialien in der Metallbranche. Aehnliche Verhältnisse bestehen auch für Träger, Fein und falls mit voller Bucht auf die Agitation. Auch andre rednerische Anarchisten Koschemann auf zehn Jahre wegen" Beihilfe“ ins Es liegt auf der Hand, in welch' eminentem Maße die Kräfte wurden herangezogen. In der wöchentlich einmal erscheinenden Zuchthaus zu schicken. Eine Sammlung von Schließketten, wie ausländische weiterverarbeitende Industrie durch solche Schleuder " Thüringer Rundschau" schuf sich Damaschte ein Organ, in welchem diese bei den verschiedenen Polizeibehörden für den Transport von ausländische weiterverarbeitende Industrie durch solche Schleuderin Broschürenform gedruckt und gratis verteilt wurden. In 15 000 verschiedenen Großstädten anzutreffenden Kopfbedeckungen der Polizei- Der Gewährsmann des Handelsvertragsvereins schreibt von seinem er feine„ nationalsocialen Grundgedanken" veröffentlichte, die dann Verbrechern gebräuchlich sind und eine kleine Zusammenstellung der in preise bei Hochhaltung der deutschen Inlandspreise der deutschen weiterverarbeitenden Industrie gegenüber künstlich begünstigt wird. Gremplaren gelangte ferner die Thüringer Rundschau" im ganzen beamten bilden eine gute Ergänzung der interessanten Sammlung ziemlich nahe an der Grenze gelegenen Bezirk:" Die hiesige InWahlkreis mehrfach zur Gratisverteilung. Weder Kosten noch dieses Raumes. Mühen wurden gescheut, um mit dem Socialdemokraten Im nächsten Zimmer erklärte Herr Juspektor Klatt in ein- duſtrie leidet durch diese Umstände so sehr, daß sie bei weiterem in die Stichwahl zut tommen, denn dann wähnten gehendster Weise die im Jahre 1896 mit 1543 Meßkarten in Angriff Fortschreiten der Konkurrenz vom Auslande her auf diesem Gebietsdie Nationalsocialen den Wahlkreis in ihrem Besiz. In dieser Ergenommene Kartensammlung des Erkennungsdienstes nach dem teile vollständig verdrängt wird", ein Angstschrei, dem man wägung nahm Herr Damaschte den Wahlkampf gegen die Realtion Bertillonschen Verfahren. Es ist natürlich für die Behörde von eine Berechtigung nicht wird abstreiten können. tapfer auf, wobei ihm besonders der Zolltarif und die Gewaltthaten größter Wichtigkeit, die Identität eines Verbrechers in durchaus Die nächste Berufs- und Gewerbezählung soll nun erfreulicher im Reichstag als Demonstrationsobjekt dienten. Doch Herr Damaschke zweifelsfreier Weise feststellen zu können, da z. B. nur zu weise doch, wie mehrere Blätter melden, bestimmt für das war nicht einseitig; auch die Socialdemokratie wollte er ablösen oft rücfällige Verbrecher falsche Namen angeben, um dann Jahr 1905 festgesetzt sein. Damit kann dann endlich ein zehneine Aufgabe, die ihm jedoch in diversen Versammlungen arg ver- als bisher nicht vorbestrafte Menschen verhältnismäßig milde jähriger Zwischenraum geschaffen werden, da die letzte bekanntlich leidet wurde. Um die eignen Chancen zu erhöhen, wollten nun die bei der Aburteilung davon zu fommen. Die geftrige 1895 stattfand. Vor 1895 lag ein dreizehnjähriger, von 1882 an. Nationalsocialen die Freifinnigen bewegen, auf eine eigne Kandidatur Besichtigung zeigte gerade einen solchen Fall, da ein eingelieferter Die Vorbereitungen zu der neuen Zählung werden alsbald vom zu verzichten und für Damaschke einzutreten. Zur Verwirklichung zuhälter unter dem„ seltenen" Namen Meier als unbestraftes reichsstatistischen Amt in Angriff genommen werden. Mit Recht wird des Projekts stedten sie sich hinter die Berliner„ Volts- 8tg." Individuum auftreten wollte. In etwa zwei Minuten waren die daran erinnert, daß sie erfolgreich dadurch unterstützt werden können, die mit einer Zuſchrift bedacht wurde. Rechtsanwalt Dr. Harmening erforderlichen Messungen vollendet und der Mann wurde hinaus- daß dem genannten Amte praktische Vorschläge zur Vereinfachung zerstörte jedoch in einer geharnischten Erklärung den schönen Traum geführt. Hochinteressant war es nun, wie aus den jetzt vorhandenen und dabei zur Vervollkommnung dieser wichtigen Statistit aus allen und so sahen denn die betrübten Lohgerber ihre Felle fort- ca. 40 000 Meßkarten nachgesucht wurde, ob der Mann in der That Berufs- und Gewerbekreisen unterbreitet werden. schwimmen; die Freifinnigen erklärten rund heraus, daß es ihnen noch unbestraft oder ob er nicht doch schon mit den Gesetzen in nicht in den Sinn fäme, mit den Nationalsocialen gemeinsame Sache Konflikt gekommen war. In überraschend kurzer Zeit( noch nicht eine machung über die Eintragung dieser Gesellschaft in das HandelsFriedrich Krupp, Aktiengesellschaft in Essen. Aus der Bekannt Minute!) war eine Meßkarte herausgesucht, die den wahren Namen Der Erfolg war: Stichwahl zwischen dem Mischmasch- des angeblichen Meiers nebst seinen Vorstrafen ergab. Dieses register ist hervorzuheben, daß das Aktienkapital 160 Millionen Mark fandidaten Lehmann und unserm Genossen Leutert. Beispiel zeigte in bester Weise, daß in der That mit beträgt und daß die Gründerin Fräulein Bertha Antoinette Krupp Damaschte teilte das Schicksal mit Naumann, der bereits 1898 diesem für das Einbringen der sämtlichen gewerblichen Unternehmungen Meßverfahren die Feststellung der der Identität eine durchgefallen war. Darob große Enttäuschung bei den Nationalsocialen. durchaus sichere Sache ist. Es interessierte die Besucher nun natür- der früheren Firma Fried. Strupp 159 996 für vollbezahlt geltende Aktien erhalten hat. Damit ist diese Aktiengesellschaft Krupp die Trozdem wuchs ihre Position, denn sie bildeten nun das Bünglein lich, ob der Eingelieferte minmehr auch zugeben würde, daß er sich größte Deutschlands, sie unterscheidet sich aber von den meisten an der Wage. Leutert erhielt 9364( mehr 3277 gegenüber 1898), einen falschen Namen beigelegt hatte, was denn auch sofort von andern dadurch, daß ihre Aftien nicht gehandelt werden können, da größte Deutschlands, fie unterscheidet sich aber von den meisten Lehmann 7849( mehr 565), Damaschte 5304( mehr 1086), demselben eingestanden wurde. Harmening 442( weniger 403) Stimmen. Das Bertillonsche Meßverfahren besteht in der Feststellung einer sie vollzählig in unveräußerlichem Familienbesig bleiben. Die auf den eingebrachten Vermögenswerten lastenden Verbindlichkeiten beWährend sich nun im Stichwahlkampf die Anhänger Harmenings großen Anzahl Maße und der Fingerabdrücke. Mittels Drucker- tragen 113 049 419 W., so daß sich unter Hinzurechnung der Aktien ohne Baudern und ohne Vorbehalt auf seite des Social- schwärze werden vom Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und Ring- das gesamte, für die Sacheinlage gezahlte Entgelt auf 273 045 419 W. demokraten stellten, gab die nationalsociale Parteileitung in Jena finger der rechten Hand Abdrücke auf die Meßkarte gebracht und diese feine Stichwahlparole aus. Wenige Tage vor der Stichwahl flärte sind für jedes Individuum so charakteristisch, daß selbst der Laie die 116 022 707 m., auf Geräte, Einrichtungsgegenstände usw. 83 642872 M. berechnet. Davon entfallen auf die eingebrachten Liegenschaften sich die Situation: die Ortsgruppen des nationalsocialen Identität durch Vergleichung von solchen Abdrücken der vier Finger und auf Forderungsrechte 73 380 339 W. Vereins in Weida, Auma, Münchenbernsdorf, Neustadt usw. leicht herausfindet. Natürlich geht man in dieser Hinsicht mit traten offen für den reaktionären Kandidaten Lehmann äußerster Vorsicht vor und benußt außer den Fingerabdrücken noch ein und leisteten in der Verdächtigung der Socialdemokratie sämtliche genommenen Maße zur Kontrolle. Wenn man die Fingerzu machen. Kalisyndikat. Von dem Syndikat nahestehender Seite wird neuerdings versichert, daß eine Verstimmung zwischen den älteren Werken bezüglich der Forderung erhöhter Beteiligungsquoten nicht| blieben zurück, welche enttäuscht über ihre Hoffnungen sehnsuchtsvoll| verlumpten Kreaturen eigen sind, auch nicht andeutungsweife bestehe. Wie die Voff. 3tg." im Gegensatz hierzu vernimmt, werden den nach Hause gehenden nachblickten. Vielleicht sind die christlichen wiedergeben. Gerade kam ihr Vater dazu, als sich die schwarze nicht allein von einer bestimmten Gruppe höhere Beteiligungsfäße Herren nunmehr zu der Einsicht gekommen, daß unter den Handels- Horde bereits einen Photographen geholt hatte, welcher wider den gefordert, sondern auch ein Wert, dessen Eintritt in das Syndikat hilfsarbeitern fein Boden für ihre die Arbeiterbewegung störenden Willen der Beteiligten eine Aufnahme machte. Die Centrumsſtüßen nur nach langen, hartnäckigen Kämpfen erfolgt ist, nämlich Bestrebungen ist. erklärten, das Bild werde öffentlich ausgestellt und solle billig in Kaiseroda, macht Anspruch auf eine höhere Beteiligungsquote. Es ist allerdings verständlich, wenn das Syndikat gegenüber den in Brandenburg ist beendet. Herr Lehmann ist zu der Einsicht noch an Gerichtsstelle zu verantworten haben. Das ist die Toleranz Die Aussperrung in der Blechwaren- Fabrik von E. P. Lehmann nichten. Der Photograph wird sich ja für diese Handlungsweise den Handel gebracht werden, um das Fräulein B. moralisch zu ver Hohen Forderungen der noch außenstehenden Werke wenigstens den Schein einer allgemeinen Einmütigkeit zu wahren sucht. gekommen, daß er durch das von ihm angewandte Gewaltmittel doch und Duldsamkeit der schwarzen Rotte. nicht erfahren kann, wer das„ Eingesandt" der„ Brandenburger wackeren Proletarierinnen, die sich durch solche Anfechtungen nicht Zeitung" übermittelt, beziehungsweise verfaßt hat. Die Abstellung abhalten ließen, mutig und treu ihre selbstauferlegte Pflicht zu der in dem„ Eingesandt" gerügten Mißstände ist zugesagt, es hat also seinen Zweck erfüllt. erfüllen! Die ständige Zuckerkommission ist auf den 7. d. M. wieder nach Brüssel einberufen worden. Gegenstand ihrer Beratungen soll hauptsächlich die Revision der früheren Ausarbeitungen betreffend die Berechnung der auf Zucker russischer Herkunft zu legenden Ausgleichszölle bilden. Der amerikanische Schiffahrtstruft hat, dem„ Daily Expreß" zu folge, tros der von seinen Beamten am 30. Juni gegebenen Versicherung die Auszahlung der am 1. Juli fälligen Zinsen noch nicht angekündigt. Herr Morgan aber behauptet trotzdem noch in diesen Tagen, daß wenigstens beim Schiffahrts trust teine Schwierigkeiten vorlägen! Deutfches Reich. Husland. " Ein Bravo aber den Sociale Rechtspflege. Zum Maurerstreit in Plauen i. V. ist mitzuteilen, daß die Unternehmer sich hartnäckig weigern, die Forderungen der Streikenden anzuerkennen. Sie wollen die elfstündige Arbeitszeit beibehalten eine Quetschung der linken Hüfte und wurde hierfür mit einer Rente Die Gier nach Rente. Der Schlosser Sch. erlitt im Jahre 1898 und höchstens 40 Pf. Stundenlohn zahlen. So beschloß eine von von 15 Proz. der Vollrente seit dem 21. Oktober 1899 entschädigt. 107 Baugeschäfts- Inhabern besuchte Bersammlung, auf der Ablehnung der Forderungen der Streifenden zu verharren, und wurde im Dtober 1902 ſtellte Sch. unter Ueberreichung eines von ihm definitiv eine Konventionalstrafe von 100 m. für denjenigen fest- beigebrachten ärztlichen Gutachtens von Dr. B. den Antrag auf Ergesetzt, der die Forderungen der Ausständigen bewilligt. Auch begab höhung der Rente. Die Berufsgenossenschaft der Feinmechanik ſetzte fich eine Deputation der Baugeschäfts- Juhaber in später Abend- dagegen auf Grund eines Gutachtens von ihrem Vertrauensarzt Terlinden und Genossen vor dem Schwurgericht. stunde zum Oberbürgermeister, um dessen Schutz gegenüber den wurde damit motiviert, daß die Fistel am Becken nicht mehr druckDr. Hadra die Rente auf 10 Proz. herab. Die Herabsetzung Streitenden anzurufen, der ihnen selbstverständlicherweise auch in empfindlich sei". Die hiergegen seitens des Verletzten eingelegte Be Duisburg, 3. Juli. In der heutigen Verhandlung wurde fest- vollstem Maße zugesichert wurde. gestellt, daß Terlinden von der Aktiengesellschaft Terlinden Patente rufung beim Schiedsgericht hatte Erfolg. Das Schiedsgericht hörte für 10 000 Mart getauft und sie an Surmondt für 1½ Millionen Dauer von zwei Tagen erfolgreich beendet worden. Ursache des Narbe in der linken Weiche durch ihre Verwachung mit der Unterlage Der Streit der Leitergerüstbauer in Hamburg ist nach einer den Dr. Köhler. Dieser stellt in seinem Gutachten fest, daß die verkauft hatte, trotzdem er zu dieser Transaktion nicht berechtigt war. Ausstandes war die Durchbrechung des im vorigen Jahre verein- beim Bücken und Beugen ein starkes Spannungsgefühl hervorruft Ueber die in der Bilanz vom 31. Dezember 1900 aufgeführten barten Tarifs seitens einer Firma, welche 65 Arbeiter beschäftigt. und auch bei Witterungswechsel Schmerzen verursacht und die Er638 755 Mart 312 prozentiger preußischer Konsols befragt, erwiderte Terlinden, er habe diese Wertpapiere besessen. Die„ Norddeutsche Infolge des Streiks ist mun der Tarif voll anerkannt, und der durch werbsfähigkeit durch Gewährung einer Rente von 15 Proz. als aus Bank", von der die Konsols stammen sollen, hat dagegen erklärt, die Nichtinnehaltung des Tarifs ausgefallene Lohn wird den Arbeitern geglichen angesehen werden tonne". Das Schiedsgericht entschied niemals Papiere an Terlinden geliefert zu haben. Alsdann werden nachgezahlt. demgemäß und verurteilte die Berufsgenossenschaft, dem Verlegten die Verbindungen Terlindens mit 17 von ihm geschädigten Banken Die Arbeitnehmer in der Nürnberger Lebkuchen- Industrie streben die Rente von 15 Broz. weiter zu zahlen. Die Berufsgenossenschaft besprochen. den Abschluß einer Tarifgemeinschaft an. Die Nürnberger Mitglied der Feinmechanik" legte hiergegen Refurs ein und brachte noch ein Terlinden muß für verschiedene Fälle zugeben, daß er über schaft des Centralvereins der Konditoren, Lebküchler und Berufs- weiteres Gutachten ihres Vertrauensarztes bei. Dr. Hadra erklärt: Reitwechsel falsche Angaben gemacht habe. In seinen weiteren genossen hat den Fabrikanten einen Tarifentwurf eingereicht, dessen Im Gegensatz zu Dr. K. halte ich die früher secernierende Fistet Aeußerungen versucht er fortwährend, Kosbadt als seinen bösen hauptsächlichste Punkte folgende find: Die Arbeitszeit in der Woche doch für eine sehr wesentliche Besserung, da Sch. jetzt unverbunden Geist hinzustellen. Rosbadt erklärt, daß er über einzelne darf nicht mehr als 54 Stunden betragen, sie ist bei Geschäfts- gehen kann. Die Narbe ist zwar knochenverwachsen, wird aber bei Bankverbindungen den Banken gegenüber nicht habe sprechen dürfen, stockungen zu verkürzen, um Entlassungen zu vermeiden. Der Bewegung nicht gezerrt. 10 Proz. ist als genügende Entschädigung daß die Bankdirektoren, welche Auskunft einholen sollten, Sonntags Mindestlohn beträgt für Lebtüchler und Konditoren 20,40 m., für zu erachten. In der mündlichen Verhandlung vor dem Reichs- Veroder abends bestellt worden seien, damit Terlinden ihnen die Bäcker 17,40 m., für Arbeiterinnen 8,40 M. Für Ueberarbeit, die sicherungsamt meinte der Vertreter der Berufsgenossenschaft, nicht Bücher nicht vorzuzeigen brauchte. Terlinden begründet dies damit, nur bei größtem Geschäftsandrang stattfinden darf, werden ent- die wirkliche Erwerbsunfähigkeit, sondern die Gier nach Rente daß dem Personal nichts von der Anwesenheit der Bankbeamten sprechende Zuschläge gefordert, ferner wird die Anerkennung der habe den Verletzten bewogen, den Aerzten etwas vorzutäuschen, um bekannt werden sollte. Die Vernehmung der beiden Hauptangeklagten Organisation zur Bedingung gemacht. sich in den Genuß der Rente zu setzen. Die Rente von 10 Proz. sei eine Terlinden und Kosbadt ist damit beendet. so wohlwollende" und als angemessener Ausgleich genügend. Der Bücherrevisor Heß, über die Einstandsbilanz, welche bei Gründung der Gesellschaft aufVertreter des Verletzten beantragte Zurückweisung des Rekurses. Das Die Lage im Hafen von Genua- so wird uns aus Rom, den Reichs- Versicherungsamt wies den Rekurs der Berufsgenossenschaft gestellt wurde, vernommen, erklärt, die Bilanz sei falsch gewesen, 1. Juli geschrieben gestaltet sich zusehends ernster. Wie tele- unter folgender Begründung zurück:„ Wenngleich eine Besserung in die Aktiengesellschaft sei mit einer Schuldenlast von etwa 24 000 m. graphisch gemeldet wurde, haben die Kohlenhändler beschlossen, die dem Zustande des Verlegten insofern eingetreten ist, als die auf der gegründet worden. Die Weiterverhandlung wird auf morgen vor- Löscharbeiten im Kohlenhafen ganz einzustellen. Es find Mitte der Narbe befindliche Fistel jetzt vollständig geheilt ist, so hat mittag 8 Uhr festgesetzt. somit ſeit heute früh 3000 organisierte Arbeiter das Rekursgericht unter Berücksichtigung des Gutachtens des arbeitslos. Die Händler und Verfrachter, deren Lieferungs- Dr. Köhler in Uebereinstimmung mit dem Schiedsgericht, welches verträge im Falle von Streiks und Lockouts unverbindlich sind, den Kläger gesehen hat, doch nicht angenommen, daß die Besserung scheinen die Absicht zu haben, diesen Zustand auf Wochen und eine so wesentliche ist, daß sich die Herabsetzung der dem Kläger Monate auszudehnen. bisher gewährten Rente von 15 Proz. rechtfertigen ließe. Die Arbeiter und Kutscher der Vereinigten Berliner Mörtelwerke Die Händler hatten bis zum 1. Juli einen Arbeitsvertrag, mit Denn die Narbe in der linken Weiche ruft durch ihre in Charlottenburg sind vor einigen Tagen dem Centralverband der dem sie nach eignen Aussprüchen ganz zufrieden waren. Sie wollten Verwachsung mit mit der Unterlage beim Bücken und Beugen Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter beigetreten. Das gefiel ihn trotzdem nicht verlängern, weil sie Herr im eignen Hauſe ſein ein startes Spannungsgefühl hervor und verursacht insbesondere dem Inspektor Bojanowsky nicht. Er glaubte in dem Kutscher Hagen wollen", d. h. den einzelnen Arbeiter in persönlicher Abhängigkeit beim Witterungswechsel noch erhebliche Schmerzen und Beschwerden. den Schuldigen" entdeckt zu haben, der seine Kollegen organisiert vom Händler wissen wollen, während sie bisher die Arbeiter So lange aber diese Behinderungen, vornehmlich die Narbenin der Reihenfolge einstellten, der fie die hatte, und deshalb wurde Hagen sofort entlassen. Ein Vertreter des Gewerk spannung, in so erheblichem Maße noch fortbestehen, kann füglich anbot. Am 1. Juli sollten nach ihrer Verbandes, der wegen der Entlassung mit dem Direktor der Mörtel- schaft Ansicht eine Herabsetzung der Rente nicht eintreten. Eigenartig muß das werke verhandeln wollte, erhielt die Antwort:„ Das geht mich die Kohlenarbeiter streiken, um dadurch die Erneuerung des Gebahren des Genossenschaftsvertreters berühren. Wenn der Verlegte nichts an, das ist Sache des Inspektors, und wenn der alle Vertrages zu erzwingen. Das hätte den Händlern vorzüglich gepaßt. seine Rechte wahrt, dann ist es natürlich nur die Gier, Rente 200 Leute rausschmeißt, so bekomme ich genug andre Sie hatten einige Hundert Streitbrecher angeworben, armes, un- haben zu wollen. Wir wollten einmal sehen, was der Herr wissendes Back aus dem Gebirge, sie hatten in England bekannt Genossenschaftsvertreter sagen würde, wenn einer der Verlegten Daß die Verhältnisse im Betrieb der Vereinigten Berliner gemacht, für Juli und August ſeien keine Kohlen nach Genua zu behaupten würde, die Berufsgenossenschaft setzt nicht die Rente den sie hatten Kohlenborrat in Mörtelwerke nicht die besten sind, geht aus folgendem hervor: Die verfrachten, und herab, weil eine wirkliche Besserung eingetreten ist, sondern weil fonnten also Alles Klappte auf Hausse spekulieren. Arbeitszeit beginnt morgens um 5 und 6 Uhr und so die Sucht der Rentenquetschung wie die armen Opfer der Streik kam nicht. Die Arbeiter erklärten, es nennen besteht! sondern einstweilen streiten, einstweilen zu den 1 Stunde, Mittag 2 Stunde, Vesper giebt es nicht, den Be Das paßte den Sonntagsarbeit von morgens 7-10 vormittags ohne jegliches dingungen vor dem Vertrag weiterzuarbeiten. Entgelt, auch zuweilen von 4-10 Uhr, dann erhält der Unternehmern nicht. Sie brachen also alle durch den Polizeidirektor Arbeiter 1 M. hierfür und für diese lange Arbeitszeit einen bermittelten Verhandlungen ab und erklärten: arbeiten kann im Wegen Urkundenunterdrückung hatte sich gestern der Tischler Kart Wochenlohn von 25 M. Da nun die Arbeiter eingesehen haben, so Kohlenhafen nur, wer sich in die Register des Verbandes der Kohlenfann es nicht mehr weitergehen, haben sie sich organisiert, um mit händler( Händler und Vermittler, confidenti) eintrüge. Dies ließen sie am Leuchte vor der dritten Straffammer des Landgerichts I zu ver Hilfe der Organisation bessere Znstände zu schaffen. Dies paßt Abend des 29. bekanntgeben. Die Arbeiter merkten die Absicht der Händler, antworten. Bei dem Tischlermeister Lade war am 16. Februar ein natürlich nicht in den Kram der Herren Unternehmer und man schmeißt die sich den Schein der Rechtlichkeit und Versöhnlichkeit wahren wollten, und Streit ausgebrochen. Als furz vor dem Termin der Tischler Winkler einfach diese„ Aufwiegler" und" Hetzer" raus. Wir richten an alle beschlossen auf den Rat ihres Exekutivkomitees sich alle, 3000 Mann, mit einer der vom Arbeitsnachweis der Innung ausgestellten Karten, Bauarbeiter die Bitte, die Mörtelarbeiter des obengenannten Be- in den Registern einzutragen. Kaum erfuhren das die Händler, so die in gewissem Sinne als eine Empfehlung des Ueberbringers dienen triebes in ihrer Sache mit zu unterstützen. schloffen sie die Listen und machten bekannt, daß sie alle und von dem Arbeitgeber ausgefüllt an die Innung wieder zurück Arbeiten im Kohlenhafen einstellten und die geschickt werden müssen, in der Ladeschen Werkstatt erschien, um Arbeiter aussperrten. eventuell Arbeit zu erhalten, hat ihm der Angeklagte die Karte ab " Arbeiter." Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. endet in manchmal erst in der sinkenden Nacht. Frühstückspause schön, mur z u Depots Gerichts- Zeitung. Centralverband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter. Achtung, Fabrikschuhmacher! Die Sperre über die Filz- Die Lage wird noch verwickelter durch den Umstand, daß mit genommen, um sie angeblich dem Wertmeister zu übergeben. Er hat schuhfabrik von Druse, Wollinerstr. 6, ist aufgehoben. dem heutigen Tage das Gesetz über die Autonomie des Hafens von fie aber zusammengefnittert in einen Werfkasten geworfen. Der Herr Druse hat dem Vertreter des Vereins deutscher Schuhmacher Genua in Kraft tritt. Der ganze Hafen wird von heute an als Gerichtshof sah diesen Thatbestand auf Grund des Zeugnisses des gegenüber erflärt, daß er die Annahme und Entlassungen von autonome Körperschaft von einem Konsortium verwaltet, in dem die Winkler, dem zwei andre Zeugnisse gegenüberArbeitern nicht von deren Zugehörigkeit zur Gewerkschaftsorganisation Hauptintereffenten vertreten sind, und sogar ein lebendiger Arbeiter standen, als erwiesen an und hielt die Karte auch für eine abhängig mache. Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. Siz und Stimme hat. Dieses Konsortium soll auch die Urkunde. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu einem Mißglückter Arbeiterfang. Die Gruppe 12 des Christlichsocialen Arbeitsverhältnisse regeln und soweit dies möglich ist, die monat Gefängnis, wobei er als strafschärfend in Betracht zog, Die Arbeiter daß hier wieder ein Fall gewaltsamen und terroristischen Vorgehens Gewerkschaftsverbandes versucht in neuerer Zeit in Berlin Propaganda Arbeitsgenossenschaft( Sooperativen) begünstigen. unter den nicht gewerblichen Arbeitern und Arbeiterinnen zu be- hoffen nun, daß dieses Konsortium ihre Angelegenheit regelt. gegen Arbeitswillige vorliege und die letzteren geschützt werden müßten. treiben. Besonders haben die Leute ihr Thätigkeitsfeld auf die Ginstweilen, um nach Möglichkeit zu Konflikten Anlaß zu bieten, iſt Berufe der Handels, Transport- und Verkehrsarbeiter verlegt. Bis der Hafen mit Polizisten überschwemmt. Der Präsident des Nonein Schwiegerfohn jetzt haben sie aber wenig Gegenliebe unter diesen Arbeitern fortiums, General Stefano Canzio, Aus der Frauenbewegung. gefunden, so daß alle ihre Unternehmungen auf diesem Ge- Garibaldis ſucht vergebens eine Einigung herbeigufführen. Die Letzte Nachrichten und Depeschen. scheiterten. Nachdem der erste Ansturm auf die Unternehmer streifen, um ihre mittelalterlichen Herrenrechte wieder Die Kongo- Interpellation in der belgischen Kammer. Straßenbahner, auf welche die Herren ganz besonders große zu erlangen. Brüssel, 3. Juli.( W. T. B.) Die Devutiertenkammer Hoffnungen gesetzt hatten, vollständig mißglückte, versuchen sie nunsetzt die Beratung der Kongo- Interpellation fort. Loraud er mehr unter den Fahrstuhlführern Berlins die Werbetrommel zu widert ausführlich auf die gestrigen Regierungs- Erklärungen; er hält rühren. Mit großem Tamtam war zum Mittwoch, den 1. Juli, eine alle an dem Kongostaat geübte Kritik aufrecht und besteht auf der öffentliche Versammlung der Fahrstuhlführer nach dem Lokal zum Die Arbeit unsrer Frauen und Mädchen während der Wahl ist Einleitung einer Untersuchung, die der Kongostaat selbst in die Hand Alexandriner" in der Alexandrinenstraße einberufen worden. Trotz- nicht immer die angenehmste gewesen, sie haben viel unter dem nehmen sollte. Ministerpräsident de Smet de Naher erklärt, er bem jeder Fahrstuhlführer eigens durch einen Handzettel eingeladen Fanatismus der Gegner leiden müssen. Besonders war dies in den halte es für unnötig, Lorand, der stets überzeugter Kolonialgegner war, waren doch nur 50 Mann, alle Mitglieder des Central- schwarzen Gegenden der Fall. So berichtet unser Dortmunder gewesen sei, zu widerlegen; der gesunde Sinn des Landes werde verbandes der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter, erschienen. Parteiblatt aus Essen: Bei Möller in der Schüßenbahn mußte eine 31: urteilen wissen. Janson führt aus, eine Untersuchung würde Als Referent fungierte ein Herr Dr. Baum. Derselbe versuchte, den unsrer Werdener Genossinnen sich die größten Niederträchtigkeiten von ergeben, daß im Kongostaat nicht mehr Mißbräuche vortämen, als Anwesenden die Ueberzeugung beizubringen, daß die christlichen einem gewissen Hümmeler sagen lassen. Dieser Hümmeler ist ein in andren Kolonien auch. Weder könne er es billigen, daß gegen Gewerkschaften einzig und allein berufen seien, die wirtschaftlichen Angehöriger der besseren Stände, er trieb seine Lümmeleien so den Kongostaat ein besondrer Verdacht erhoben werde, noch sich einer Intereffen der Arbeiter zu fördern, und zwar deshalb, weil lange, bis ihm unser Kontrolleur scharf auf den Pelz rückte. Im Campagne anschließen, deren Ziel sei: O tez- vous de la que je m'y fie teine Politik betreiben. Die sogenannten" freien Gewerk- Wahllokale Bosser, Segerothstraße, war es einer unsrer Essener mette! Der Grundsaß der Inbefignahme herrenlosen Landes sei völfer schaften seien viel zu socialdemokratisch auch führen sie Genofsinnen vergönnt, die ganze Wut mehrerer Centrumsstüßen rechtlich anerkannt. Die Berliner Afte halte er nicht für verletzt. ihre Kämpfe gegen die Unternehmer mit viel zu scharfen über sich ergehen zu lassen, ein Centrums- Graubart war es be- Er lege Verwahrung ein gegen den herrschenden Geist der GewinnWaffen. Die christlichen Gewerkschaften seien daher im Gegensaz zu fonders, der wie ein angeschossener Eber immer wieder auf unsre fucht; anscheinend habe der König den edlen Gedanken, der den socialdemokratischen geschaffen worden, um die Lohntämpfe in Genossin losfuhr. Der Schußmann, welcher hier postiert war, am Beginn der Entwicklung vorgewaltet habe, aus dem Sinne einer milderen Form zu führen, in freundschaftlicher Weise Hand in schien seiner Aufgabe, die Ordnung aufrecht zu erhalten, nicht ge- verloren und sei ein handeltreibender König geworden.( Rufe: Zur Hand mit den Unternehmern. Auch das eine was noch vom llebel wachsen zu sein. Statt die Ruheftörer zu entfernen, wollte er Ordnung!) Die Kammer beschließt sodann, daß am nächsten Mittin den socialdemokratischen Verbänden sei, wäre deren Lektüre, durch unsre Genoffin, welche sich bei allen Insulten vollkommen ruhig woch über die Tagesordnungen zu dieser Frage abgestimmt werden dieselbe würden die Mitglieder zum Atheismus erzogen. Das verhielt, von ihrem Posten verdrängen. Als er mit diesem Vor- soll, worauf die Sigung geschlossen wird. Christentum fei aber ein Kulturfaktor, welchem die Menschheit haben auf den energischen Widerstand eines gerade anwesenden Mitseine heutige Entwicklung verdanke und deshalb müsse in gliedes des Wahlkomitees stieß, ging er in das Wahlbureau und Lübeck, 3. Juli.( W. T. B.) In dem Dorfe Dakendorf, unweit den Gewerkschaften auch das Christentum hoch gehalten werden. erfundigte sich, ob es gestattet sei, daß eine Frau Stimmzettel ver- Lübeck, brach heute vormittag Feuer aus, das, wie die„ Lübeckischen Die anwesenden Vertreter des Centralverbandes der Handels-, teile. Die Antwort, welche dem Schußmain dort wurde, muß ihn Transport- und Verkehrsarbeiter Werner und Uttrez vertraten unter wohl überzeugt haben, daß er mit seiner Auffassung im Irrtum Anzeigen" melden, im Laufe des Tages große Ausdehnung annahm und fast das ganze Dorf einäscherte. großem Beifall der Anwesenden den Standpunkt der modernen war, denn von da an machte er keine Versuche mehr, die Frau zu Gewerkschaften. Ganz besonders wurde von diesen hervorgehoben, beseitigen, er ging von da an gegen die Nuheftörer energischer vor. Athen, 3. Juli.( W. T. B.) Die Umgebung des Kammer Bei daß vielfach bei Lohnbewegungen gerade die Vertreter der christlichen Schenk an vir der Burgfeldstraße mußten eine gebäudes ist militärisch bewacht, doch herrscht in der Stadt Ruhe. Gewerkschaften im Bunde mit der Geistlichkeit den Arbeitern Bettelverteilerin schon nach kurzer Zeit wieder ablösen laffen Bei Beginn der Sigung der Kammer beantragte ein ministerieller hindernd in den Weg getreten feien. Nachdem auch ver- und nach einem andren Lokal dirigieren, wo sie wege den Deputierter nicht heute abend zu verhandeln, sondern die nächste Dieser Antrag schiedene Fahrstuhlführer dem Herrn flipp und flar erklärt gröblichen Insulten gewisser Centrumsflegel ausgesetzt war. In Sigung auf morgen früh 8 ihr anzusetzen. hatten, daß hier in Berlin in Berlin nicht der Ort fei, unter Essen- West fand sich ein Centrumslümmel, welcher einem dort wird mit 127 gegen 73 Stimmen angenommen und die Sigung sodann den Arbeitern auf den Gimpelfang gehen zu können, ver- stehenden jungen Mädchen, der Tochter eines unsrer dortigen Be- aufgehoben. Es sind Maßnahmen getroffen worden, um heute abend suchte der Vorsitzende durch allerlei Handlungen sich ein- zirtsführer, in das Gesicht spuckte. Die Rüpeleien und Gemein- jede Kundgebung zu vereiteln. Es verlautet, daß aus Anlaß des fach über die parlamentarischen Formen hinwegzusetzen. heiten, welche dem Fräulein B. hier gesagt wurden, sind einfach Fallenlassens des Storinthen- Monopols in Pyrgos eine stürmische Die Anwesenden verließen hierauf das Lokal. Ganze fieben Mann haarsträubend. Wir können diese Ausdrücke, wie sie nur moralisch Volksversammlung stattgefunden habe. Einzelheiten fehlen. Verantwortl. Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berfin. Drud Berlag: Vorwärts Buchdruckerei and Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage. Nr. 153. 20. IchrMg. Stilojt des Jonuärte" Knlim Bollislilutt. Sonmbtnd, 4. Ml 1903. Prozeß gegen die Pommernbank. In der gestrigm 40. Sitzung wurde zunächst mitgeteilt, daß der neuerdings vorgeludene Sachverständige Profestor Dietrich am Dienstag erst erscheinen könne. Alsdann wurden mehrere Zeugen vernommen, welcke Grundstücke von der Immobilien- Verkehrsbank gekaust und mit Nutzen wieder verkauft haben. Ein Zeuge bekundete: Er hätte in der Subhastation 60 Grundstücke kaufen können, habe aber mit Ach und Krach nur zwei gekaust. Die Grundstücke der Immobilien- Veckehrsbank seien seiner Zeit ausgeboten worden wie sauer Bier. Es nehme sie ja kein Mensch. Auf den Pankower Grundstücken wohne das niedrigste Proletariat Berlins,„da kriegt man Ungeziefer, wenn man hineingehi", das seien «meist Mistbuden". sEs ist seh: schade, daß der Berichterstatter diesen biederen Zeugen nicht mit Namen nennt.)— Im übrigen wurde dann die gestrige Sitzung mit der weiteren Erledigung der Anträge der Verteidigung ausgefült. lieber einen besonderen Punkt wurde auch der Sachverständige Gcheimrat Hecht gutachtlich vemommen. Die Angeklagten haben nämlich in ihrem Geschäftsbericht über die Pommernbank für 1000 eine Uebersicht über die Höhe der von der Pommernbank gewährten und dem Treuhänder überwiesenen Hypotheken gegeben. Eine solche Uebersicht hat, wie die Anklage hervorhebt, deshalb Bedeutung, weil die Lage einer Hypothekenhmk ganz allgemein um so ungünstiger beurteilt werde, je mehr hohe Hypotheken auf einzelne Grundstücke gegeben seien. Sie habe daser nur einen Sinn, wenn nicht etwa die Höhe der einzelnen auf demselben Grundstück lastenden Hypotheken, sondern ihre Ges amthöhe angegeben werde. Lasten z. B auf demselben Grundstücke drei Hypotheken von je 100 000 M., so handle der Direktor einer Hypothekenbank arglistig, wenn er diese drei Hypotheken in einer solchen Uebersicht einzeln und nicht in ihrer Gesamthöhe von 300 000 Wl. aufführen wollte. Die Angeklagten seien aber so verfahren, uist eine solche Aufstellung, die völlig wert- los sei, könne nur auf Täuschung des Publikums berechnet sein. Geh. Rat Hecht begatachtele, daß es dem Sinne des§ 28 des Hypothekenbank-Gesetzes mtspreche, ivenn mehrere Hypotheken auf einem Objekt ruhen, die Gesamtbelastung anzugeben. Angekl. Schultz weist darauf hin, daß' es andre Hypo- theken- Banken ebenso gemacht haben wie die Pommern- bank, und diese ganz vereinzelt dagestanden hätte, wenn sie einen andren Modus hätte walten lassen.— Nächste Sitzung: Montag. Berliner partel-Hngelecfenbeiten. Lichtenberg. Zm Verbreitung eine? Flugblattes sind alle Partei- fienoffen dringend ersucht, sich am Sonntag früh 8 Uhr den Bezirks- ührern in den bekannten Bezirkslokalen zur Hilfeleistung zur Ver- fügnng zu stellen.— Am Montag, den 6. Juli, abends S'/n Uhr: Oeffcntliche Bersairmlung im Schwarzen Adler