Nr. 154. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- BeitungsBreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn z Mart, für das übrige Auslans& Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Aunt IV, Nr. 1983. Innerpolitische Fragen. Agrarborlage. Chamberlains Bläne. Sonntag, den 5. Juli 1903. Politische Ueberlicht. gründung. Berlin, den 4. Juli. ( Zur Aufflärung für die Mitglieder.) Meine Abrechnung. einer CentrumsExpedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Schmid führt diese Dinge an, um seine geschäftliche Tüchtigkeit zu beweisen. Ihm fehlt anscheinend das Gefühl dafür, wie sehr er sich und seine ultramontanen Freunde damit bloßstellt. Denn es muß doch als eine Leichtfertigkeit ohne gleichen bezeichnet werden, weni eine so schlecht und unsicher fundierte Organisation von ihrer Leitung in Millionenunternehmungen hineingejagt wird. Allein die ultramontanen Macher waren damals anscheinend jeder Ueberlegung bar, sie waren nur geleitet von dem Gedanken, den Socialdemokraten einmal zu zeigen, wie man Organisationen schafft. Und in der ultramontanen Presse konnte man damals fast täglich Jubelhymnen finden über die erfolgreiche Thätigkeit dieser christlichen Musterorganisation. Jetzt freilich sind die Loblieder verstummt und die Centrumsblätter schweigen sich gründlich aus über die Blamage, die sich die christlichen Maulhelden geholt haben. Das in dem Flugblatt niedergelegte Material wollte Morih Schmid anfänglich als Inserat im Eisenbahner" erscheinen lassen. Die neue Verbandsleitung verhinderte jedoch die Aufnahme und eines Tages erschienen zwei der Herren in Schmids Wohnung und baten ihn weinend, von der Veröffentlichung Abstand zu nehmen. In einer kurz darauf stattfindenden Ausschußsizung sollte noch einmal versucht werden, ob sich nicht eine Einigung erzielen laffe. Doch tam es bei dieser Gelegenheit wieder zu äußerst heftigen Auseinanders fegungen und als Schmid ging, rief ihm der neue Sekretär Sedlmayer, nach dem Zeugnis der ultramontanen Presse ein waschechter Centrumsmann, diesen christlichen Abschiedsgruß nach: Wenn so einen der Teufel holt, bezahle ich noch den Fuhrlohn." Deutfches Reich. Wahl- Begrüßungen. Aufmerksamkeit. Die im vorigen Jahre angenommene Schul- Vorstandschaft, die einmal Blut geledt hatten, noch zu niedrig borlage gewährt bekanntlich den Schulen der anglifani- gewesen. Eigne Mittel dagegen habe die Baugenossenschaft immer verVerschen Staatskirche( Hochkirche) staatliche und kommunale Geldweigerung der Schulsteuern. mittel. Bis zur Annahme der letzten Schulvorlage wurden diese flucht wenig gehabt. Als z. B. ein Bauplab für 240000 m. London, 1. Juli.( Eig. Ver.) Schulen durch freiwillige Spenden erhalten. Die Nonkonformisten, gekauft wurde, seien von den Mitgliedern insgesamt eingezahlt geDie innere Politik Englands wird gegenwärtig von folgenden d. h. die von der Staatskirche losgelösten protestantischen Setten, wesen: 24 Mart und 50 Pfennige! Man habe sich 6000 M. drei Fragen mehr oder weniger beherrscht: von der irischen Agrar- waren im großen ganzen gegen die Schulvorlage, da sie es mit pumpen müssen, um die Verbriefungskosten zahlen zu können. An dem borlage, der neuen Zollpolitik und der Verweigerung der Schul- ihrem Gewissen nicht vereinbaren können, die Lehren der Hochkirche Tage, an dem man mit dem Baumeister den Vertrag über die Ersteuern durch eine Anzahl von religiösen Sekten( Nonkonformisten). zu unterstützen. Nachdem die Vorlage zum Gefeße erhoben worden bauung von 51 Häusern machte( Soften fast awei Millionen), Seit Mitte des vorigen Monats befindet sich die irische war, beschlossen die Setten, passiven Widerstand" zu leisten und die seien in der Kaffe 173 M. Vermögen gewesen. Agrarborlage in der Kommissionsberatung. Das Unterhaus Schulsteuer zu verweigern. In den letzten vier Wochen begann die ist in eine Kommission verwandelt, die die Vorlage berät, verbessert Ausführung dieses Beschlusses. Der erste Steuerverweigerer war ein und sie zum guten Teile den Wünschen der irischen Pächter anpaßt. Bauer aus Derbyshire, ihm folgten eine Anzahl von NontonNach den in den legten acht Tagen vorgenommenen Verbesserungen formisten in Glocester, Hastings und West Ham. Sie wurden vor ist alle Aussicht vorhanden, daß die Vorlage schon in Gericht geladen und zur Zahlung der Steuern verurteilt. Dem den nächsten Monaten Gesegestraft erlangen wird. Die Jren Urteil folgte die Zwangspfändung, die jedoch resultatlos verlief, da berwandeln sich zusehends in eine Stüße der konservativen Regierung, die Vollstrecker von der Bevölkerung feindlich empfangen wurden. und zum Zeichen der Aussöhnung zwischen Engländern und Fren In Hastings tam es diese Woche sogar zu thätlichen Angriffen. Was wird der König demnächst Jrland besuchen. Die achtzig parlamen- die Regierung dieser neuen Sachlage gegenüber zu thun gedenkt, ist tarischen Vertreter der irischen Bächter hatten vornehmlich zwei Aus- noch nicht bekannt. setzungen an der Vorlage zu machen. Erstens waren sie gegen die Festsetzung eines Mindestpreises; dann sträubten sie sich gegen die ewige Rente der Pächter an den Staat. In beiden Punkten erhielten sie Konzeffionen von der Regierung. Wie in unfren früheren Berichten mitgeteilt wurde, schwankte der Kaufpreis zwischen dem Die Memoiren eines ultramontanen Arbeiterführers. Zwanzigfachen und dem Zweiunddreißigfachen der Bachtsumme. Das heißt: betrug zum Beispiel die jährliche Pachtſumme 100 M., so war München, 2. Juli.( Eig. Ber.) Ein sehr lehrreiches und der Mindestpreis 100 X 20-2000 m., der Höchstpreis 100X32= 3200 2. amüsantes Aftenstück ist unfrem Münchener Parteiblatt auf den Tisch Daraufhin erklärten die irischen Pächter, daß der Mindestpreis zu geflogen, nämlich die Rechtfertigungs- und Anklageschrift eines davon hoch sei, ferner daß eine Festsegung gegen den Geist der Vorlage gejagten ultramontanen Arbeiterführers in München. Im November verstoße, da die Vorlage auf Freiwilligkeit beruhe. Das Verlangen vorigen Jahres wurde plößlich der Gründer, Sekretär und Redakteur der Jren ging dahin, die Festsetzung des Kaufpreises den Unter- Moritz Sch mid des ultramontanen Bayerischen Eisenbahner- Verhandlungen zwischen Bächter und Grundherrn zu überlassen. Am bandes von seinem Posten entfernt. Das Verbandsorgan" Der 16. Juni wurde ein in diesem Sinne eingebrachter Abänderungs- Eisenbahner", das bis dahin sein Privateigentum war, mußte borschlag abgelehnt, worauf die Jren den Entschluß faßten, die Vor- er bei diefer Gelegenheit um den Preis von 6000 M. an den VerLage zu Falle zu bringen. Dies mußte die Regierung verhindern, band abtreten, obwohl es nach seiner Meinung einen reellen Wert denn die Ablehnung der Vorlage hätte den Sturz Sturz des von 18 000 2 hatte. Die Abfägung erfolgte durch den VerbandsKabinetts zur Folge gehabt und damit auch die vorläufige borstand und Schmid ist der Meinung, dieser hätte ohne die GeBeseitigung der Zollvereinspläne. Um diesen Möglichkeiten nehmigung der Generalversammlung kein Recht zu seinem Vorgehen borzubeugen, ließ sich die Regierung herbei, am 23. Juni gehabt. Um nun die Mitglieder über die Vorgänge aufzuklären, ließ ein Amendement anzunehmen, das den Wünschen der Iren Schmid eine Flugschrift herstellen, die den Titel trägt: einigermaßen Rechnung trägt; in einer ganzen Reihe von Intimes aus dem Bayer. Eisenbahner- Verband Fällen wurde die Festsetzung des Kaufpreises ganz den freiwilligen Unterhandlungen zwischen Bächter und Grundherrn überlassen. Die Annahme dieses Antrags durch Mr. Wyndham, den Staatssekretär für Jrland, wurde von den Jren mit stürmischen Beifallsausbrüchen Die Münchener Post" druckt heute den ersten Teil dieser Schrift begrüßt. Seitdem verlaufen die Kommissionsberatungen in glatter ab, der sich hauptsächlich mit den äußerst schlechten finanziellen VerWeise. Von den 89 Abschnitten der Vorlage wurden bereits über hältnissen des Verbandes befaßt. Von Interesse auch für weitere zwanzig durch beraten und angenommen. Ebenso scheint die Ne- Kreise ist der zweite Teil, dessen Veröffentlichung morgen erfolgt. gierung bereit zu sein, die ewige Rente fallen zu lassen. Bekanntlich Denn hier erhält man einmal authentische Belege, wie in den christsollten sieben Achtel des Kaufpreises ratenweise innerhalb eines lichen Organisationen getirtschaftet wird. Es muß noch ausdrücklich Beitabschnittes von 68% Jahren abgetragen und das letzte Achtel bemerkt werden, daß die gegenwärtigen Führer des Eisenbahner als eine ewige Rente vom Bächter an den Staat gezahlt werden. Verbandes nach dem Zeugnis der ultramontanen Presse durch aus Gegen dieses legte Achtel wandten sich die irischen Bächter, mit waschechte Centrumsleute sind. Schmid behauptet zuAusnahme von Michael Davitt und andren socialistischen Boden- nächst, das Geld zum gewaltsamen" Ankauf" des„ Eisen= reformern, die in der ewigen Rente einen Hebel zur Nationalisierung bahner" sei aus der Unterstützungskasse des Verbandes entlichen des Grund und Bodens erblickten. Da aber die Opposition gegen worden, obwohl deren Statut eine Verwendung der Gelder für solche diese Maßregel zu heftig ist, so erklärt die Regierung, die ewige Zwecke nicht erlaube, insbesondere nicht die Abschließung derartiger Rente modificieren oder beseitigen zu wollen. So steht der Annahme Geschäfte ohne Generalversammlungsbeschluß. Das Vermögen der der irischen Agrarvorlage nichts im Wege. Die neue Agrarreform wird Stasse müsse nach den Statuten mündelsicher angelegt werden. Irland für den Kornzoll und für die Politik Mr. Chamberlains Ob aber eine Beitung, deren Auflage zur üdgeht, eine mündek gewinnen. fichere Kapitalsanlage darstellt, wird sicher angezweifelt werden, auch Nichts hat in den letzten Jahren die öffentliche Meinung Eng- von der staatlichen Aufsichtsbehörde." Der Verband habe zum Be Yands so tief aufgerüttelt wie die Birminghamer Rede Chamberlains trieb der Zeitung kein Stapital und bei dem gegenwärtigen Stand der vom 15. Mai 1903. Die Tagespreise und die Monatsschriften Kasse sei er nicht im stande, auch nur das Porto für den Versandt wimmeln von Artikeln, Korrespondenzen und Diskussionen für und auf 4 Wochen vorzustrecken. Ferner senden die Genossen von der socialdemokratischen wider den 8ollverein. Die Fortnightly" hat bier Artikel, die, In einem besonderen Kapitel: Politisches erhalten wir Federation in Blackburn( England) den deutschen Genossen " New Liberal" hat nicht weniger als acht Artikel über den Zoll- bemerkenswerte Aufschlüsse über die herzliche Zuneigung zu ihrem großartigen Sieg bei den Wahlen ihre herzlichsten Die politischen Versammlungen sind ausschließlich der Eisenbahner zum Centrum. Ein Ausschußmitglied Glückwünsche. diesem Gegenstande gewidmet, sogar das gemächliche und Namens Binner sei als Agent der Jungliberalen Leidenschaftslose Haus der Lords ist fast ununterbrochen thätig, denen er den Verband ausliefern wolle." Ich stemmte mich mit Zolldebatten beschäftigt. Am meisten beachtet wird der natürlich mit aller Straft gegen die Auslieferung des Verbandes an Artikel von Sir Robert Giffen in der heute ausgegebenen die Jungliberalen, merkte aber bald, daß hinterrücks sehr fleißig und " Nineteenth Century". Giffen ist als einer der bedeutendsten mit sehr schmutzigen Mitteln gearbeitet wurde." Statistiker der Gegenwart bekannt. Er ist auch Freihändler und Als Sch. aus seinem Sommerurlaub zurückkehrte, wurde ihm erwartet nichts Gutes von einer einschneidenden Aenderung der in der letzten Verbandssitung, der er beiwohnte, erklärt, daß er gut britischen Zollpolitik. Jedoch meint er, irgend ein System von ge- thun würde, seine Stelle als Verbandssekretär niederzulegen. Es ringen Vorzugstarifen sei nötig, um das Reich zusammenhalten zu tam zu einer langen Debatte, deren kurzer Sinn gewesen sei: Wir sind mit der Thätigkeit des Gentrums im heurigen tönnen. Die neue Zollpolitik habe nicht ökonomische, sondern politische Motive. Es fomme bor allem auf die Frage Landtag unzufrieden. Um dies der Centrumspartei zu zeigen, об ein Zusammenschluß des Reiches nötig sei oder werfen wir unsren Verbandssekretär hinaus, weil er ein Cennicht. Der deutsch- kanadische Zollkrieg zeige, daß die jetzige trumsmann ist." imperiale Lage unthaltbar sei. Das Ausland dürfe nicht mehr die Nachdem Sch. thatsächlich entfernt war, habe Binner verbritischen Kolonien als vom Mutterlande getrennt betrachten. fucht, den Verband ins liberale Fahrwasser zu lenten, wobei ihn der Gelange man zu einem derartigen Schlusse, so müsse man auch als neue Redakteur Dauer, den die ultramontane Presse seiner Zeit Freihändler die ökonomischen Rücksichten den politischen einigermaßen als zuverlässigen" Centrumsmann bezeichnete, unterstützte. Doch unterordnen. Das Problem laute, wie sei ein System von Vorzugs- sei dies Vorhaben an dem Widerstande des neuen Verbandssekretärs tarifen im britischen Reiche zu entwerfen, das zu feinem eigentlichen Sedlmayer, der auch an dem Sturze Schmids mitarbeitete, Schutzzoll, wohl aber zu einem Reichsverband führen könnte. gescheitert. verein. an, Es ist zu berichtigen: Das kürzlich von uns mitgeteilte Telegramm aus Leipzig, in dem armenische Studenten uns Glückwünsche sandten, ging nicht aus von dem Vorstand des Armenisch- Akademischen Vereins zu Leipzig. Wie der Vorsitzende und Schriftführer des Vereins uns schreiben, hatten fie und ihr Verein keinerlei Kenntnis von der Absendung des Telegramms. Aus Alost in Flandern wird uns geschrieben: * Es gereicht uns zu besonderer Freude, mitteilen zu können, daß die hiesigen Socialisten zu Ehren des großen deutschen Sieges einen schönen Umzug mit Mufit und Fackelbegleitung veranstaltet haben. Auf einem erleuchteten Transparent war zu lesen: Hoch das Deutschland der Socialdemokratie und der 81 socialistischen Abgeordneten! Das Exekutivkomitee der Gesellschaft der Fabianer in 2ondon schreibt uns: Wir fenden der socialdemokratischen Partei Deutschlands von Herzen unfre Glückwünsche zu den glänzenden und weithin wirkenden Ergebnissen der Reichstagswahlen. Deutschland geht der Welt voran in mancherlei Hinsicht, doch in feiner Hinsicht hervorragender als in der Größe und Einheitlichkeit seiner socialistischen Partei. Die deutschen Regierenden müssen stolz sein, daß sie an der Spige eines so fortgeschrittenen und erleuchteten Bolles stehen dürfen!" Die gleichen Glückwünsche sendet Laura Lafargue aus Draveil( Frankreich), die einzige noch lebende Tochter von earl Marr, die lebhaft bedauert, daß ihr Vater und Friedrich Engels diesen großen Tag des Triumphes der deutschen Socialdemokratie nicht mehr erlebten. Der Schuldige. Wer ist schuld an dem gewaltigen Aufstieg der Socialdemokratie? Ueber diese Frage wird in den gegnerischen Reihen mit andauerndem Eifer fortgeredet und es ist köstlich zu beobachten, wie niemand es gewesen sein will und einer dem andren die schwere Schuld zuschiebt. Die Reichsregierung ist der Sündenbock so hallte es seit dem Wahltag besonders in den konservativen Zeitungen; der Bülow hat keine kräftige Parole ausgegeben, hat vielmehr mit der Wahlsicherung Verwirrung angeſtiftet und so fort. Jezt übt das Organ der Reichsregierung Vergeltung. Die„ Nordd. Allg. 8tg." erwidert auf jene Vorwürfe in ihrem Sonntagsrückblick: Der Säumigkeit der Wähler der bürgerlichen Parteien und der Uneinigkeit dieser Parteien verdankt die Socialdemokratie allein mindestens 24 Stichwahlsiege. Ein weiteres Dußend Mandate ist ihr auf dem gleichen Wege im ersten Wahlgange zugefallen. Angesichts dieser Thatsachen braucht die bürgerliche Presse, welche das Anwachsen der Socialdemokratie im Reichstage bedauert, nach den wahren Ursachen dieser Erscheinung nicht lange zu suchen." In Wahrheit liegen die Ursachen unsres Sieges weit tiefer, als In Arbeiterkreisen stößt Mr. Chamberlains Plan auf heftige Ein weiteres Kapitel behandelt die elend verkrachte BauOpposition. Es sprachen sich in oppofitionellem Sinne aus: genossenschaft München 2aim des Eisenbahner Verbandes, G. N. Barnes, Sekretär der Metallarbeiter; die Arbeiterabgeordneten beren Geheimnisse Sch. in einer eignen, bereits vorbereiteten Keir Hardie, Broadhurst, Bell, Will. Crooks und Shackleton; dann Broschüre enthüllen will. Vorläufig erfahren wir nur, daß die Ge- die trostbedürftige Oberflächlichkeit der Gegner erfennen mag, und das Parlamentarische Komitee des Gewerkschaftskongresses, die nossenschaft sich auf dem Wege der Grundspekulation den Betrag von biefes Unvermögen, die Ursachen richtig zu erkennen, ist wiederum Kongresse der Genossenschaften und der Bergleute. 75 000 m. verdiente, indem sie billig erworbene und günstig gelegene eine neue besondere Quelle socialdemokratischer Erfolge. Denn inden Neben diesen Fragen verdient noch die Verweigerung Terrains nicht für sich verwendete, sondern weiter verkaufte. Der der eine den andern der Fehler bezichtigt, übersicht jeder die eignen der Schulsteuern durch eine Anzahl von Nonkonformisten unfre erzielte Gewinn von 75 000 m. sei jedoch den übrigen Herren der Fehler, die uns zu gute kommen. Uebrigens meint die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung", daß in Ein Staatsanwalt in Hinterpommern. der Zusammensetzung des neuen Reichstags an sich keine Ge fahr zu erbliden sei. Sie erwartet, daß troß des socialdemokrati- Dr. Barths, furz vor der Hauptwahl ein konservatives Flugblatt Wie schon erwähnt, war in Kolberg- Köslin, dem Wahlkreise schen Wachstums der neue Reichstag genügende Sicherheit biete, um geheim verbreitet worden, in dem„ aus absolut sicherer Quelle" dem eine beffere, volkstümliche und freiheitliche Reichspolitik zu verhüten. Dr. Barth u. a. nachgefagt war, daß die Freifinnige Vereinigung Wir werden alles thun, um das Regierungsorgan zu überzeugen, für die Stichwahl die socialdemokratischen Stimmen um einen daß die Gefahr" denn doch nicht so fern ist, wie sie hofft.größeren Betrag gekauft habe. Umsturzpläne. Jüngst wurde bekannt, daß in Radebeul, einem Villenvorort bei Dresden, von wo seit langem pensionierte Offiziere Scharfmacherei betreiben, eine besondere Vereinigung begründet sei, die Vor bereitungen zur Beseitigung des Reichstagswahlrechts betreibt. Das Organ der sächsischen Konservativen, das Vaterland" leugnete die Sache ab; vor den Wahlen war die Aufdeckung des Verschwirernestes unangenehm. Jest berichtigt sich das Blatt selbst und will nur die Sache von seiner Partei abwenden. Es teilt mit: " „ Sie( die Redaktion des„ Vaterland") habe im RedaktionsDas Blatt fiel vorzeitig in die Hände des liberalen Wahlbureaus, und am 24. Juni morgens telegraphierte Barth von Berlin aus an den Ersten Staatsanwalt Rhode in Köslin und beantragte ein strafrechtliches Einschreiten gegen die Flugblatt- Verleumder. Inzwischen so schildert Barth selbst den Fall in der„ Nation" wurde bekannt, daß dieses verleumderische Flugblatt vom Landratsamt in Köslin aus zur Versendung gelangt war. An der Spike des konservativen Wahlkomitees stand andrerseits derselbe Erste Staatsanwalt Rhode, den Dr. Barth telegraphisch um Einschreiten gegen das verleumderische Flugblatt ersucht hatte. ein umfassendes Feuilleton über die Ausstellung gebracht, das von einem ihrer Dresdener Mitarbeiter, Herrn Dr. Johannes Kleins paul, verfaßt und unterzeichnet ist. Die Unterstellung, die„ Voff. 3tg." nehme Berichte oder Besprechungen gegen Bezahlung auf, ist so abgeschmackt, daß sie nicht uns, sondern nur ihre Urheber belastet Wir haben mit dem Dr. Kämpf Ch. Roth, dem Institut für Reklame und Propaganda" nichts zu schaffen, und geben denjenigen Ausstellern, bei denen der Humbug versucht worden sein sollte, anheim, sich an die Staatsanwaltschaft zu wenden." " Daß die Redaktion der Vossischen Zeitung" sich die von ihr gebrachten Berichte bezahlen läßt, hat niemand behauptet und niemand auch nur angenommen. Dagegen bestand die Möglichkeit, daß sie das Opfer eines unsauberen Handels geworden sei. Das Redakteuren. Wir erinnern daran, daß der Prof. Meyer früher Blatt hat ja schon manchmal Unglück gehabt fogar mit seinen vergessen. Handelsredakteur des Blattes war, und auch der Fall Duns ist nicht Wir nehmen an, daß die„ Bossische Zeitung" nicht nur den Ausstellern die Klarstellung der Angelegenheit überläßt. Sie selbst sollte sich wegen des Mißbrauchs ihres Namens mit dem Reklamebureau auseinandersetzen. In der zweiten holländischen Kammer fand am 30. Juni und Es entstand mumehr die interessante Situation, daß ein Mitbureau des„ Radebeuler Tageblattes" das Beweismaterial dafür glied des preußischen Abgeordnetenhauses, das von konservativen eingesehen, daß Geldſammlungen zur Agitation für eine Aenderung Gegnern in der schamloſeſten Weiſe verleumdet war, sich an einen Ausland. des Reichstags- Wahlrechts eingeleitet seien, und stehe nun Ersten Staatsanwalt zwecks strafrechtlicher Verfolgung der Vermehr nicht an zuzugeben, daß eine Agitations- leumder wenden mußte, der zugleich der Vorsitzende des konservativen Nachtlänge vom holländischen Generalstreik. korrespondenz zu diesem Zwecke in der That existiere. Diese Wahlfomitees war, unter dessen Geschäftsführung die verleumderische Korrespondenz werde aber nicht von den Führern der konservativen Aftion sich ereignet hatte und das anscheinend auch nicht das mindeste 1. Juli nochmals eine längere Debatte über die militärischen MaßPartei vertrieben, sondern von einem Dr. A. G. in Wiesbaden. Es gethan hat, um das Flugblatt zurückzuhalten, nachdem Dr. Barth nahmen statt, die die Regierung aus Anlaß des Generalstreiks für feien ihr auch die Namen einiger Herren genannt worden, die Beiträge telegraphisch das Einschreiten der Staatsanwaltschaft erbeten hatte. notwendig erachtet hatte. Dabei kam es zu scharfen Auseinanderzur Unterstützung der Korrespondenz gezeichnet haben sollten; auch vielmehr berichtet die„ Kösliner Zeitung", daß an dem Wahltage a an einerseits und dem Ministerpräsidenten Dr. Kuyper und setzungen zwischen unsren Parteigenossen Troelstra und Ter diese Herren seien der Redaktion mit einer Ausnahme unbekannt. selbst, nachdem Dr. Barths Strafantrag in Köslin bereits bekannt war, Kriegsminister Mitglied des konservativen Landesvereins sei keiner. Der ihr eine Anzahl Männer an langen Stangen Plakate durch die Straßen in längerer Rede nach, Kriegsminister Bergansius andrerseits. Troelstra wies bekannte Herr sei ein hervorragendes Mitglied ciner getragen haben, in denen wie die Regierung durch ihren liberalen Partei." die Beschuldigungen, welche den Gefeßentwurf gegen das Streifrecht der Arbeiter, und dann Gegenstand des Strafantrags bildeten, erneut erhoben waren. Der durch die militärischen Maßnahmen geradezu die Arbeiter in den Erste Staatsanwalt( gez. in Vertretung Lenke) lehnte unter Streit getrieben hat, wie darum auch die Regierung und ihre Presse dem 27. Juni den Strafantrag einfach ab und zwar mit folgender die Hauptschuld trägt an dem Elend, das der Generalstreit für Begründung: Taufende zur Folge hatte. Dr. Kuyper hielt es nicht für nötig, " Selbst wenn man annehmen wollte, daß in den inkriminierten auf die Gründe Troelstras einzugehen, griff dagegen Troelstra perFragen der Thatbestand der Beleidigung enthalten ist, so würde sönlich an und brauchte dabei die Worte: Sein jetziges Auftreten zeugt von einem Herzen, worin noch edle Gefühle anwesend sind, eine Strafverfolgung im Hinblick auf den§ 193 Strafgesetzbuchs aber er wird sich nicht reinigen lönnen von der größten Schuld, die aussichtslos sein, da aus der Form der Aeußerungen und aus vielleicht je ein politischer Mann auf sich geladen hat." den Umständen, unter welchen sie geschehen, die Absicht zu Troelstra:„ Was für eine Heuchelei!" beleidigen nicht erkennbar ist." Der Reichsbote" spielt unter den konservativen Blättern öfters die Rolle des Schreckenstindes. Zwar bekunden auch„ Kreuz Beitung" und andre tonservative Blätter ihre Abneigung gegen das Reichstags- Wahlrecht, aber der„ Reichsbote" sagt das, was ist, mit einer Deutlichkeit, für die wir ihm dankbar sind. Es ist nötig, diese Zeugnisse des Ingrimms gegen das gleiche Wahlrecht festzuhalten. Der Reichsbote" schreibt:" Also endlich entdeckt einmal ein Staatsanwalt den§ 193, der * Der Vorsigende ruft Troelstra zur Ordnung. Troelstra:„ Es ist doch gesagt!" " Heemstert( antirevolutionär):„ Die Wahrheit!" Die Socialdemokraten:„ Heuchelei!" Kuyper sah sich schließlich genötigt, die Angriffe auf den Charakter unsres Parteigenossen zurückzunehmen, er that es jedoch in einer Weise, daß Troelstra sich veranlagt jah zu erklären, er seinerseits könne unter diesen Umständen zu seinem Leidwesen den zwischen. ruf gegen Kuyper nicht zurücknehmen. Kennzeichnend für die Zwecke, die die socialdemokratische Fraktion bei dieser Debatte verfolgte, war es, daß Troelstra am Schlusse der Berhandlungen rief:" Laßt uns nicht mehr streiten darüber, wer schuld an den Opfern ist. Möge die Regierung uns lieber sagen, was sie für die Opfer zu thun gedenkt 1"- Darauf blieb die Regierung die Antwort schuldig. Frankreich. „ Das Reichstags Wahlsystem hat außer den Demokraten, denen es auf den Leib zugeschnitten ist, wenig Freunde. Unter vier Augen räfonniert alles über das unsinnige Wahlsystem, welches dem Höchstgebildeten das gleiche Wahlrecht giebt, sonst in Preßprozessen aus der Spruchpraris der Gerichte vollständig wie dem stupidesten Tagelöhuer und dem Manne, welcher tausend Arbeitern Arbeit und Brot giebt, verschwunden ist. Kaum jemals wird einem Blatte noch zugebilligt, nicht mehr Recht gewährt, als dem letzten daß es berechtigte Interessen vertritt und nicht die Absicht zu befeiner Arbeiter, so daß dem Unternehmer 1000 Stimmen leidigen hat. Zudem befand sich der milde Staatsanwalt in einem seiner Arbeiter gegenüberstehen. So wird die Masse sur juristischen Irrtum. Es handelt sich offenbar hier um eine VerHerrschaft berufen, die Masse, welche sich kneten läßt wie Teig leumdung, um eine Behauptung wider besseres Wissen, und in dem von den Agitatoren, die es verstehen, ihre unzufrieden Falle kommt der§ 193 überhaupt nicht in Betracht. heit zu erregen und ihnen dann alles Mögliche und Numögliche zu versprechen. Und diese Masse wird immer größer, weil Barth hat Beschwerde gegen die Abweisung des Staatsanwalts alle die ehemals selbständigen Handwerker, Kaufleute und fleinen eingereicht. Man darf auf den Ausgang des Handels gespannt Bauern, die vom tapitalistischen Großbetrieb zur Aufgabe ihres sein oder auch nicht. Wir zweifeln nicht, daß dem Staatsanwalt Geschäfts getrieben werden, zu der Socialdemokratie gehen, weil sie recht gegeben wird, zumal im preußischen Landtag die Socialdemoja nun nichts Eignes mehr zu verteidigen haben, nachdem sie von fratie noch nicht vertreten ist. dem kapitalistischen Kollettivismus enteignet sind. Jedermann sieht ein, daß das zum Verderben gereicht und daß das allDie Freifinnige Zeitung" hatte behauptet, um die freisinnige gemeine gleiche Wahlrecht der socialistischen Demokratie die Waffen Auslieferung von 27 Wahlkreisen an die Agrarier zu beschönigen, zum Siege und zur Vergewaltigung des Staates darreichte aber man wagt es nicht, das öffentlich auszusprechen, weil man in Kolberg- Köslin sei die Niederlage Barths dadurch verschuldet, fich fürchtet, als Reaktionär verschrien und nicht mehr als Mann daß nicht alle Socialdemokraten für den Freifinn eingetreten seien. des Fortschritts und der Freiheit, wenn sie auch thatsächlich von In der That hat Barth in der Stichwahl rund 300 Stimmen der Socialdemokratie tyrannisiert und kommandiert wird, an- weniger erhalten, als in der Hauptwahl Freisinnige und Socialgesehen zu werden. Dbgleich man einsieht, daß das allgemeine demokraten zusammen erzielten. Die„ Pommersche Reichspost" Die Salesianer find Kosmopoliten und ihre Thätigkeit gilt weniger gleiche Wahlrecht die Waffe ist, mit welcher die Socialdemokratie erklärt diese Rechnung für falsch. Barth sei unterlegen, weil das Staat und Gesellschaft sich unterwerfen und umstürzen wird, so and bei der Stichwahl erheblich mehr Stimmen für den ist der abergläubige Respekt vor dem demokratischen Phantom jo tonservativen Kandidaten aufbrachte und in einer Reihe von groß, daß man es nicht wagt, seine Meinung auszusprechen.. Aber die Zukunft in Staat und Kirche gehört doch nicht den Orten die Stimmen für Dr. Barth gegen die Hauptwahl zurückdemokratischen und subjektivistischen Windbeuteln, sondern den gingen. Konservativen, wlche die Bausteine der Wahrheit Während also die Socialdemokraten für Barth eintraten, ließen mitbringen. Vorerst freilich wird alles in den Wind geredet sein; fich offenbar freisinnige Wähler der Hauptwahl für die Stichwahl aber wir erachten es für unsre Mannespflicht, all diesem Blend- konservativ umstimmen. werk gegenüber ehrlich und offen die Wahrheit zu sagen, und diese Ordensdebatte im Senat. Paris, 3. Juli. Zur Beratung stand am Freitagabend im Sentat das Gesuch des Salesianer- Ordens von Dom Bosco um Genehmigung. Senator Bérenger tritt für den Orden ein, der weder Politik treibe, noch eine geschäftliche Thätigkeit ausübe, sondern sich lediglich mit der Erziehung der Kinder des Volkes befasse. Ministerpräsident Combes tritt diesen Ausführungen entgegen und sagt: den Waisenkindern als dem Nußen des Ordens. Wir leben nicht mehr in der Zeit, wo das bloße Gewand der Menge als Emblem der Tugend Ehrfurcht einflößte. Unser skeptisches Zeitalter glaubt nicht mehr an spontane religiöse Berufungen. Senator Halgan ruft, den Redner unterbrechend:„ Auch nicht an dauernde Berufungen; Sie sind ein Beispiel dafür." Combes( fortfahrend): Der Staat darf Brivatunternehmungen nicht die Ausübung seiner Humanitätspflichten überlassen. Ich lasse der von der Religiofität eingegebenen Hingebung alle Gerechtigkeit alle Gerechtigkeit widerfahren, aber das Wort ist: daß das allgemeine, gleiche Wahlrecht das Unglück Deutsch- Der nationalliberal- flerikale Stichwahl- Kuhhandel, unter Leitung Nächstenliebe" eignet sich nicht zur Bezeichnung einer Pflicht der bürgerlichen Gesellschaft.( Beifall.) Die Drden sind ein lands ist und daß die Nation noch vor das Entweder, Oder ge- des Grafen Posadowsky, wird nunmehr von dem rheinischen Anachronismus, und der Glaube bildet teine Rechtfertigung stellt wird: Entweder Reich und Staat und Gesellschaft oder Centrumsblatt, der, Kölnischen Volkszeitung", gegen= das allgemeine, gleiche Wahlrecht, die Revolution und Umsturz. über den ungeschickten Ableugnungsversuchen der„ Germania" be- mehr für sie. Die Triebfeder religiösen Berufes ist oft das persönliche Interesse.( Protestrufe rechts.) Wir müssen den OrdensWir wollen deshalb auch einem Manne, des Herz von Patriotismus ftätigt. Das Blatt giebt folgenden Handelsbericht: erglüht, das Wort geben, der in einer kleinen Broschüre den Vorschlag Anstalten, die den Charakter industrieller und kommerzieller Betriebe Soweit wir unterrichtet sind und wir glauben hier gut haben, die Genehmigung versagen.( Lebhafter Beifall.) Die Debatte unterrichtet zu sein macht, das Reichstags- Wahlrecht ganz zu tassieren und den Reichstag haben in Berlin zuerst Verhandlungen wird hierauf auf Sonnabend vertagt und die Sigung um Mitterdurch die Landtage wählen zu lassen, um auf diese Weise auch die Konzwischen dem Abgeordneten Bachem und dem nationalliberalen nacht geschlossen. gruenz zwischen dem Reich und den Einzelstaaten- Reichstage und Abgeordneten Paasche stattgefunden über die Frage einer gegenLandtage herzustellen, wie das auf der Regierungsseite auch im seitigen Unterstüßung des Centrums und der nationalliberalen Paris, 3. Juli. Dem Gaulois" zufolge bestätigt es sich, daß Bundesrat geschehen ist. In einer andren längeren Zuschrift, die Partei bei den Stichwahlen, wobei wir dahin gestellt sein lassen, demnächst ein Staatsgerichtshof einberufen werde und zwar nicht uns zugegangen ist, wird das Proportionalvon welcher Seite der Anstoß zu diesen Verhandlungen gegeben wegen royalistischer oder bonapartistischer Umtriebe, sondern wegen Plural- Wahlsystem vorgeschlagen, welches... darauf hinausworden ist. Ein allgemeines Kompromiß wurde dabei vom Ab- eines religiösen Komplotts. Es soll sich dabei um sechs Prälaten, läuft, jedem einfachen Mann 1 Wahlstimme, dem, welcher ein Ein- geordneten Bachem abgelehnt, weil in gewissen Einzelfällen eine welche durch ihre aggressive Haltung bekannt sind, handeln, ebenso kommen von einer bestimmten Höhe versteuert, 2 Stimmen giebt, Unterstützung der Nationalliberalen durch das Centrum bei den sollen Rochefort und Drumont, sowie der Präsident der„ liberalen wozu dann noch eine Das Blatt weitere Stimme fommt, wenn Stichwahlen völlig ausgeschlossen sei wegen der kulturkämpferischen Volkspartei", Piour, an dem Komplott beteiligt sein. der Mann eine Familie Die begründet hat, und noch eine, Haltung der betreffenden nationalliberalen Kandidaten vor den versichert, diese Information aus bester Quelle zu haben. wenn er eine höhere Schulbildung besitzt, und vielleicht Hauptwahlen. Dagegen wurde eine Reihe partikularer Abgg. Briand, Meunier, Rahier und Manjan brachten gestern in eine weitere Stimme vom 40. Lebensjahre an. Diese Vor- Kompromisse auf dem Boden der Gegenseitigkeit ins der Kammer eine mit 95 160 Unterschriften versehene Petition zu schläge sind gut gemeint, aber so lange die abergläubische Auge gefaßt. Doch konnte Abgeordneter Bachem keine Zusage Gunsten der Trennung von Kirche und Staat ein. Furcht vor der Demokratie und ihren Phantomen herrscht, werden machen, weil vom Vorstand der Centrumsfraktion die Aballe solche Vorschläge so gut wie der unsre, das aktive Wahlrecht georgneten Schädler, Spahn und Bachem gemeinschaftlich beaufbom 25. auf das 30. Lebensjahr zu verschieben und die Wahl- tragt worden waren, bei allen Fragen in Sachen der Stichpflicht einzuführen, pro nihilo fein. Wer jetzt nur laut von dem wahlen an Stelle des Vorstandes eine Entscheidung zu geben. Unfinn, der Ungerechtigkeit und revolutionären Verderblichkeit des Zu diesem Zwecke nun reiste Abg. Bachem nach Leipzig. Reichstags Wahlrechtes redet, obgleich es fast alle denken, der ist verfemt. Wir fürchten uns nicht vor diesem Urteil, weil wir wissen, daß das, was wir sagen, die Wahrheit ist und aus einem Herzen voll Patriotismus und Freiheitsliebe tommt." und " Italien. Rom, 4. Juli. Nach hier aus Petersburg eingetroffenen vers läßlichen Meldungen ist der Besuch des 3aren in Rom auf April nächsten Jahres verschoben worden, weil die Aerzte dem Baren mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand einen längeren Aufenthalt in Livadia angeraten haben. In Wahrheit dürfte in dem heftigen Protest der Socialisten in der Kammer die Ursache der Verschiebung" zu suchen sein. " Dänemark. Dänemarks Anschluß an die Berner Konvention. Entsprechend dem Beschluß der letzten Reichstagsfeffion ist Dänemark mit dem 1. Juli in die Reihe derjenigen Staaten getreten, die ihren Schriftstellern einen Schutz gegen die rücksichtslose internationale Ausbeutung ihrer Werte gewähren. Hinsichtlich Deutschlands ist diese Neuerung von besonders großem Interesse, da hier die Ausbeutung der dänischen Litteratur stärker als in allen andern Ländern betrieben wurde, nicht allein zum ökonomischen Schaden der dänischen Versie ihre Werke durch schlechte Uebersetzungen verstümmelt sehen mußten. Die Stelle, die den Anstoß gab, ist natürlich Graf Bosadowsky. Die Kölnische Volkszeitung" giebt in schelmischer Neckerei selbst die Möglichkeit zu, daß in der fraglichen Zeit auch eine Zusammenfunft zwischen dem Grafen Posadowsky und dem Abg. Bachem stattgefunden habe". Es wäre Zeitvergeudung, über den Unsinn" der Rechtsgleichheit Graf Posadowsky im Büßerhemde vor dem gewaltigen Bachem, und den Sinn der Rechtsabstufung je nach Geburt und Besitz weit vor dem der heilige Paasche niet, nach Canossa brauchen wir läufig mit dem Reichsboten" zu sprechen. Wir überlassen dem wirklich nicht mehr zu gehen! „ Reichsboten" die konservativen Bausteine der Wahrheit", die in Tolstoj wiederum konfisziert! Aus Leipzig wird gemeldet, daß Ausnahme und Zuchthausgesehen, in Brotwucher und Verlästerung die russische Ausgabe von Tolstojs Broschüre" Du sollst nicht töten", aller Aufwärtsbewegungen des arbeitenden Volkes bestehen. die im Verlage von Diederichs erschienen, wegen angeblicher BeUns fann die einfache Feststellung genügen, daß nach dem leidigung des Kaisers beschlagnahmt worden ist. Zeugnis des„ Reichsboten" die Konservativen ihre Wahr- Die Leipziger Staatsanwaltschaft scheint eine ganz besondere haftigkeit und ihren Mut zeigen, indem sie alle über das Abneigung gegen Tolstoj zu haben. Kürzlich versuchte sie ihm fasser, sondern ihnen oft auch bitteren Verdruß bereitend, wenn unsinnige Wahlsystem raisonnieren", aber nicht wagen, sich vergeblich fich vergeblichwegen Gotteslästerung den Prozeß zu machen. Das zu ihren Anschauungen offen zu bekennen; auch ein Bekenntnis Ausland wird kein schmeichelhaftes Urteil über deutsche Zustände fonservativer Wahrheitsliebe. Thatsächlich haben die konservativen fällen, wenn es hört, daß man bei uns selbst einen Dichter konReichstags Kandidaten vor der Wahl jegliche Feindschaft fisziert, den viele als den größten Geist unsrer Zeit verehren. Ein gegen das bestehende Wahlrecht feierlich abgeschworen. Urteil Tolstojs über Wilhelm II. sollte unter allen Umständen Nur eine Bemerkung aus dem tollen Erguß ist etwa zu be- respektiert werden und müßte gerade dem Beurteilten besonders achten. Der Reichsbote" spricht nicht nur von dem Gegensatz wertvoll sein! Wahlschwindeleien. Daß die Nationalliberalen im Ruhrrevier zwischen dem einzelnen Unternehmer und den 1000 Arbeitern, sondern er troß der Klosettwahl" ihr altes Handwerk der Wahlkorrektur nicht erkennt auch, daß der Kapitalismus fort und fort die kleinen Selbständigen Presse- Pranger. Wir entnahmen gestern der Zukunft" ein Cir- lassen konnten, ist schon berichtet worden. Massenkündigungen expropriiert und in Proletarier verwandelt. Der„ Reichsbote" scheint fular eines Reklamebureaus, das sich darauf berief, daß die„ Bossische wurden angedroht und in zahlreichen Fällen rissen Werksbeamten sogar diesen furchtbaren Prozeß zu bedauern. Und doch will er Zeitung" ausschließlich ihre von den Firmen bezahlten Berichte den Wählern die socialistischen Stimmzettel aus den Händen. denen, die durch diese kapitalistische Entwickelung ins Elend gestoßen über die Dresdener Ausstellung bringen werde! Die Voss. 8tg." Dortmund genießt schon den Ruhm, zweimal einen Nationals werden, auch noch das legte Recht rauben, vermittelst erklärt nun: liberalen, den jezigen Minister Möller, durch Manipula in „ Redaktion, Expedition und Verlag kennen weder einen tionen dessen fie die Wirkungen des kapitalistischen Enteignungssystems haben, den Reichstag gebracht zu die die mildern und höhere Formen der gesellschaftlichen Produktion herbeiDr. Kämpf noch einen Ch. Noth noch ihr Institut", geschweige, Staffierung der Wahl nach sich zogen. Die jetzt schon festgestellten führen können! Und doch will er denen, die diese unselige Entdaß sie ihnen irgend welche Zusagen über Besprechungen der Dresdener Wahlbeeinflussungen und sonstige von Nationalliberalen ausgeübte widlung fördern und schärfen, das vielfache Wahlrecht geben, so daß Ausstellung gemacht oder ihnen die Aufnahme irgend welcher Berichte ungefeglichkeiten würden auch wieder genügen, die ungültigkeitsdieselben in noch höherem und beschleunigterem Maße durch die zugesagt hätten. Die" Boff. 3tg." hat zur Eröffnung der Dresdener erklärungen der Wahlen in Bochum und Dortmund herbeizuführen, Gefeßgebung die Bereicherung der Reichen und die Verelendung der Ausstellung einen ihrer ständigen Mitarbeiter entsandt und einen aus- wenn die Kandidaten der Wahlforrekturpartei gesiegt hätten. Elenden betreiben können! führlichen Bericht aus dessen Feder veröffentlicht; sie hat an dem selben 13. Juni, an dem ienes Cirkular" verschickt worden ist, " Streifzüge durch das Wahlfeld. Die Gesellschaft scheint thatsächlich an den bisherigen„ Siegen" noch nicht genug zu haben. Es werden jetzt nämlich sehr Partei- Nachrichten. wunderbare Geschichten gemeldet, Jm Ruhrrebier sollen biele Aus diesen Zahlen geht zunächst hervor, daß ein großartiger| aber nicht angebissen! Schon der Umstand giebt zu denken, daß in Ausländer in die Wählerlisten eingetragen worden sein und Erfolg von unsren Genossen, die im Jahre 1898 erst 10 000 Stimmen Bayreuth ein Bataillon marschbereit nach Hof stand. auf deren Namen ist angeblich auch gewählt worden. Möglich ist auf ihren Kandidaten vereinigten, in 5 Jahren also in Düsseldorf Der Uebereifer der Polizei hätte, wenn die Massen nicht vers die Geschichte schon, wurden doch an mehreren Orten Personen gestellt, die doppelte Stimmenzahl, errungen worden ist. nünftig gewesen wären, leicht folgen" nach sich ziehen können. Die die für andre das Wahlrecht auszuüben versuchten und wurde doch Aber die obigen Zahlen sind noch von andrer Seite interessant. Polizeisäbel haben freilich auch wieder zu unseren Gunsten auf konstatiert, daß ihre Meister sie zu den Mogelversuch veranlaßt Die Mittelparteien liegen nahezu am Boden und das Centrum flärend gewirkt, namentlich auf die Frauen. hatten!!! Nun aber das schönste bei der Sache! Sobald trat in Düsseldorf mit 3 Kandidaten und mit einem die Stichwahl vollzogen war, wußten die nationalliberalen Polen auf den Plan, der Centrums- Demokrat Hildebrand( kathol. Blätter mitzuteilen, es hätten viele Ausländer gewählt. Merkwürdig Arbeiter- Richtung) brachte es auf die zivar geringe, aber doch beist, daß davon außer den Nationalliberalen kein Mensch achtenswerte Zahl von 823 Stimmen. Zur Stichwahl freilich ging etwas wußte und daß die Nationallilleralen ihre Kenntnis zum diese gesamte Ordnungsgesellschaft, mit wenigen Ausnahmen der besten gaben, als sie die Partie verloren hatten denn, sehr sonder Mittelparteien, vereint gegen die Socialdemokratie vor. bar, wirklich sehr sonderbar, nur aus solchen Kreisen wo die SocialEs erzielte in der Stichwahl Grimpe( Soc.) 23 762, demokratie siegte, weiß man von der Ausübung des Wahlrechts Kirsch( Centrum) 27 084 Stimmen. Gewählt" ist somit der durch Ausländer zu berichten. Sollten die Meldungen, die Centrumsmann. Aber selbst das„ Düsseldorfer Volksblatt" und die mit Ankündigung eines Wahlprotestes verknüpft wurden, sich„ Rhein. Volksstimme" gestehen ein, daß zur nächsten Wahl der bewahrheiten, dann sind folgende Fragen zu prüfen: Wer hat Socialdemokrat voraussichtlich glatt gewählt werden würde. die Eintragung der Ausländer veranlaßt. Zufall kann es nicht In der Stadt Düsseldorf sind wir dem Centrum schon jetzt jein woher kommt es, daß man sofort nach der Stichwahl überlegen. Aber auch auf dem platten Lande machen wir glänzende Kenntnis der Thatsachen hatte und wie kommt es, daß solche Ver- Fortschritte. stöße nur aus den beiden Kreisen bekannt werden, wo die Socialdemokratie siegte? Hat man etwa in Vorahnung des Wahlausfalles für einen Wahlprotest gesorgt? Nach den gemachten Erfahrungen fann man ruhig fagen: Bei der Wahlkorrekturpartei ist kein Ding- wenn es unanständig ist unmöglich. * Der Wahlkampf in Düsseldorf. Man schreibt uns: In der Sauptstadt des volfreichsten Regierungsbezirks der preußischen Monarchie, in der Kunst- und Gartenstadt am Rheine, mit ihrer in den letzten Decennien gewaltig emporgewachsenen Stahl- und EisenIndustrie hat sich der Wahlkampf in einer Schärfe abgewickelt, daß selbst das katholische Düsseldorfer Voltsblatt" noch in seiner letten Dienstagsnummer schreibt, der diesmalige Kampf sei der heißeste gewesen, den das Centrum seit dreißig Jahren in Düsseldorf erlebt habe. In Düsseldorf, einer der stärksten Centrums- Domänen des Reichs, sette der eigentliche Wahlkampf bereits 1 Jahr vor der Wahl ein. Das Centrum und auch unsre Genossen organisierten, außer den zahlreichen Wählerversammlungen, den Kleinkampf. Hierbei zeigte sich sofort der geheime wohlorganisierte Kampf der städtischen Behörden im Verein mit den bürgerlichen Parteien gegen die Socialdemokratie. Während die Stadtverwaltung jämtlichen andren Parteien die geräumigen Säle der städtischen Tonhalle zu Wähler- Versammlungen anstandslos überläßt, verstattet sie den Deficit dieses Instituts rund 50 000 M. decken zu helfen, aber die Säle giebt sie unserer Partei nicht, läßt sogar die andren Parteien, die dort tagen, einen Revers unterschreiben, 50 Mark Konventionalstrafe für jeden Fall zu zahlen, wo in der Tonhalle ein Socialdemokrat zur Diskussion das Wort ergreifen werde. Und " " Das Centrum hatte: 12 264 Stimmen 11 286 15214 17 874 21 175 1874. 1884 1893. 1898. 1903. • " Die Socialdemokratie hatte: feine Stimme 268 Stimmen 1870.. 1874. 604 486 305 1'048 " 1877. " " 1878. " " 1881. " 1884 " 1887 2 933 " 1890 7573 1893 9 367 • " 1898 10 712 " 1903 20 417 " " 1903( Sticht.) 23 730 " Aus der Parteipresse. Genosse Hans Blod ist nicht, wie wir irrtümlich meldeten, neu in die Redaktion der Sächsischen Arbeiterzeitung" eingetreten, sondern gehört derselben bereits seit 1899 an. Nur hat sein Verhältnis in der Redaktion sich insofern geändert, als er jetzt an Stelle des Genossen Dr. Sü defum die Leitung des Blattes übernommen hat. An Stelle des verhafteten Genossen Radlof ist in die Redaktion der Breslauer Volkswacht" mit dem 1. Juli Genosse Frizz Mehrlein aus Hamburg eingetreten. Am selben Tage trat Genosse Bruhns aus, um in einigen Tagen die gegen ihn erkannte Strafe von zwei Monaten( wegen Beleidigung oberschlesischer Behörden) und zehn Tagen Gefängnis( Beschimpfung firchlicher Einrichtungen) abzubüßen. Die Redaktion der Volkswacht" wird in nächster Zeit durch Wiedereintritt des Genossen Franz Klühs auf ihre bisherige Stärke gebracht. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Drahtspinner, Aufbinder und Lackierer haben durch ihren hartnäckig geführten Streit in der Drahtmöbelfabrik von K. SchulzHafenheide bis jetzt erreicht, daß die Firma die Hauptforderung der Ausständigen, den Neunstundentag, für den ganzen Betrieb eingeführt hat. Alle Anstrengungen der Meister, als Ersatz für die Streifenden Da ist wahrlich die Hoffnung berechtigt, daß wir das nächste billige und brauchbare Arbeitskräfte heranzuziehen, sind in der Mal siegen werden! * Hauptsache mißglückt. In Wirklichkeit verpfuschen die paar ArbeitsAus dem Wahlkreise Hof in Bayern wird uns geschrieben: willigen mehr, wie sie verdienen; einige von ihnen konnten es in den letzten Wochen nur zu einem Tagesverdienst von etwa 80 Pf. herige Vertreter Münch- Ferber mit 310 Stimmen Mehrheit in den Wochenlöhnen von 12 und 10 M. vorlieb nehmen, weil sie jetzt lange Nach dem amtlichen Wahlresultat der Stichwahl zieht der seit- bringen. Doch auch die alten geübten Arbeiter müssen häufig mit reits fertig. Die Wahlbeeinflussungen seitens einzelner Arbeitgeber, früher stets zu rechter Zeit geliefert wurden. Von den 71 in den Reichstag vorläufig ein. Der Protest gegen die Wahl ist be auf Arbeiten warten müssen, die von streikenden Spinnern usw. besonders bei der Stichwahl, sind unerhört; sie werden lediglich über Streik getretenen Arbeitern haben etwa 40 vorläufig anderweitige troffen durch die amtlichen. Für nicht weniger als 16 Orte wird Beschäftigung angenommen, darunter befinden sich Leute, die 10 bis durch Zeugen nachgewiesen, daß Bürgermeister, Gemeindediener, 25 Jahre bei der Firma Schulz thätig waren. Der Geist unter den Lehrer, Pfarrer usw. Stimmzettel für Münch- Ferber verteilten. In Streitenden ist nach wie vor ein guter, sie haben sich sämtlich verpflichtet, uenden von Orten wurden unsere Leute aus dem Wahllokal ver- nicht eher die Arbeit wieder aufzunehmen, bis die Firma sich auch lagen Bettel für M.-F. auf. In mehreren Wahlbezirken waren handlungswege mit ihnen verständigt. Bis dahin bleibt der Betrieb wiesen, zum Teil mißhandelt. In einigen ländlichen Wahllokalen über die noch schwebenden Differenzen auf dem regulären Ver die Isolierräume so beschaffen, daß man die Wähler beobachten für Lackierer und sämtliche Metallarbeiter weiter gesperrt. fonnte. Und nun gar die Wahlurnen"! Da gab es Raritäten! Schüffeln, Töpfe, Pfannen, Eimer und dergleichen spielten Wahlurne. Achtung! Kleber! Bei der Firma Hunger, MerseburgerDaher wußten denn auch nach der Hauptwahl in verschiedenen Orten straße 1, haben sämtliche Kollegen die Arbeit niedergelegt. die„ Größen", wer rot gewählt hatte. Das war auch sehr leicht zu weil ihnen auf dem Bau Uhlandstr. 133/184 zugemutet wurde, in kontrollieren; die Herren Wahlvorsteher auf dem Lande hatten die den Hinterräumen die Rolle um 3 Pf. billiger zu kleben, wie auf löbliche Gepflogenheit, immer ein Couvert hübsch auf das andere zu der bereits fertiggestellten Hälfte des Doppelbaues. Alle Verhandlegen und sie bei der Auszählung auch wieder von oben nach unten lungen waren resultatlos. Wem es nicht paßt, der könne gehen, war herauszunehmen. So kam es denn, daß die Oeffnung der Wahl- die Losung des Herrn Hunger. Die Kollegen hörten deshalb auf, couverte genau in der Reihenfolge vor sich ging, wie die Wähler hinter- weil sie die ausgemachten Preise nicht herabdrücken lassen wollten. einander gewählt hatten. Daher kam es auch, daß bei der Stich- Auch die auf Privatarbeit beschäftigten Kollegen, denen Herr Hunger wahl verschiedene ländliche Wahlbezirke weniger Stimmen für uns zumutete, die Arbeit auf dem Bau fertigzustellen, legten die Arbeit aufbrachten, als bei der Hauptwahl. nieder. Alle beteiligten Kollegen sind organisiert. Zuzug ist streng fernzuhalten. Verein der Kleber. Ferber 11 112 Stimmen. = vorigen Nummer des Gewerkverein" dem Metallarbeiter- Verband Bei dieser Gelegenheit sei daran erinnert, daß Gleichauf in der Terrorismus vorgeworfen hat. Auf diesen Vorwurf, den auch wir seiner Zeit kennzeichneten, antwortet Cohen in der„ Metallarbeiter- Zeitung": ſchamlos, wie unsre Gegner sind, unterschrieben sie alle dieſen skandalöfen Revers; die frommen Stadtverordneten des heiligen Centrums sahen jahrelang zu, daß in eben dieſer Tonhalle die berüchtigten Fastnachtsbälle abgehalten wurden, auf welchen es ſo skandalös zuging, daß sich die Verwaltung schließlich gezwungen sah, wenigstens eine dieſer Redouten wegen der gefährdeten guten Sitten polizeilich zu verbieten. Aber mit noch weit erbärmlicheren Mitteln bekämpften die frommen Ordnungshelden die Socialdemokratie, und zwar nicht nur mit den üblichen Lügen und Verleumdungen. Das Düsseldorfer Centrum hatte einen regelrechten Knüttelkampf gegen die Socialdemokraten organisiert, und wo sich unsre Genossen, namentlich auf dem Lande, mit Flugblättern sehen ließen, da liefen fie in sehr vielen Fällen Gefahr, mit Dreschflegeln und Mistgabeln bearbeitet zu werden. Man glaube nicht, daß dies nur in vereinzelten Fällen und bei vielleicht fanatisch veranlagten Bauern geschehen sei; nein, die Centrumsleitung, die in der Mehrheit aus katholischen Geistlichen besteht, hatte diesen Dreschflegelkampf wohlorganisiert und das ultramontane Düsseldorfer Volksblatt" jubelte in seinen Spalten darüber ganz offen heraus. Es dürfte sehr am Blaze sein, einen Artikel aus dem „ Düsseldorfer Volksblatt" vom 12. Mai 1903 anzuführen: Die Socialdemokraten in Stürzelberg. Der Ort Stürzelberg, idyllisch am Rhein gelegen, gehört zu den Domänen der Centrumspartei, und diesen Ort wollten die Socialdemokraten am vergangenen Sonntag mit ihren Flugblättern beglücken". Die Bewohner verhielten sich ablehnend; einer von ihnen aber ( Der Dorfpolizist. Anmerkung des Verf.) setzte sich aufs Rad, fuhr in den Ort hinein und erzählte den Nachbarn, daß die Social demokraten da seien. Wie auf Kommando versammelten sich auf diese Kunde hin die Männer und Frauen von Stürzelberg vor den Thüren ihrer Häuser; in den Händen trugen sie allerlei landwirtschaftliche Geräte, als da sind: Schippen, Zaunyfähle, Bohnen: stangen, Knüppel und dergleichen handfeste Gegenstände mehr und die Frauen hatten den treuen Hofhund, den Spitz, losgemacht und hielten ihn an der Kette. Als nun die roten Brüder in den Ort einrückten, und ihr Flugblatt anbieten wollten, da rief man ihnen von der Hausthüre aus entgegen:" Mer find katholisch!" und dieser Ruf wurde begleitet von einem so deutlichen und gar nicht mißzuverstehenden Wink mit dem Zaunpfahl, daß die Socialdemokraten es nicht wagten, den Stürzelbergern die Weisheit ihres Flugblattes aufzudrängen Die Vereinigung der Schuhmachermeister Berlins sendet uns eine So mußten die Socialdemokraten von dannen ziehen." Hier haben wir die ganze Brutalität der frommen Centrums- Münch- Ferber fand, während dieser und seine Presse wiederum Berichtigung. Dieselbe bezieht sich auf eine die Lohnbewegung den Freisinn mit allen möglichen Titulaturen bedachte, stürzte sofort, der Maßschuhmacher betreffende Veröffentlichung, welche die Helden. Es liegt System und Methode in dieser Art Kampf gegen nach dem 16. Juni, als die Stimmenzunahme des Sozialdemokraten Organisation der Schuhmacher in Nr. 144 des Vorwärts" vom Und die geistigen" Waffen? In einem geheimen Flug= des Freisinns leisteten vor der Stichwahl und am Stichwahltage nach Berlin nur dadurch veranlaßt werden konnten, daß man ihnen bekannt wurde, in die Arme des Brotwucherers. Ja, die Männer 24. Juni brachte. In dieſer Veröffentlichung wird gefagt, daß seitens der Arbeitgeber vier arbeitswillige Schuhmacher aus Wien zur Reise blatt, welches die Kaplanokratie und ihre frommen Handlanger selbst der Neaktion Handlangerdienste als Wahlschlepper. Das in den Stirchensprengeln und an der Hand der Kirchenliſten nur an nächste Mal aber werden wir den Wahlkreis auf den ersten Anhieb erklärte, der Streik in Berlin sei bereits erledigt. die Katholiken verbreitete, hieß es: holen. Während unsererseits anständig und sachlich gekämpft wurde, Die Berichtigung lautet: Diese Angaben entsprechen nicht der " Wenn einst die von langer Hand erstrebte Revolution aus wurden seitens der Gegner zwischen der Haupt- und Stichwahl in Wahrheit. Vielmehr ist den Wiener Schuhmachern bei deren Angebrochen ist, wenn auch Du mit zerschossener Brust auf den der gemeinsten und niederträchtigsten Weise die Ziele und Bestrebungen nahme ausdrücklich erklärt worden, daß in Berlin seitens der MaßBarrikaden liegst, wenn Blut- und Leichendunft die Luft erfüllt, der Sozialdemokratie verunglimpft. Wir wurden in Zeitungsartikeln schuhmacher gestreift werde und sind die Wiener Schuhmacher daher wenn kein Priester Dir beiſtehen kann, dann saumfeliger Katholik! und Flugblättern als der Ausbund aller Schlechtigkeit und Scheußlich in voller Kenntnis dieser Thatsachen nach Berlin gefahren. entschuldige Dich nicht, dann mußt Du voll Reue gestehen: Ich bin keit hingestellt, wurden mit Verrätern, Dieben, Räubern und Mördern Brauereiarbeiter- Ausstand in Eberswalde. In den Brauereien es selbst schuld! Meine Gleichgültigkeit hat diese Revolution be- auf eine Stufe gestellt. Hauptsächlich waren die Frauen gegen uns e o Schiele und Jagdschlößchen ist es zum Streik bezw. schleunigt!" aufgehetzt, indem man uns vorwarf, wir wollten die Ehe vernichten, zur Aussperrung sämtlicher Arbeiter gekommen Eine VolksversammDazu erfrechte sich die Centrumsschar der unerhörtesten die Religion abschaffen usw. Unsere Aufgabe wird es jetzt, mehr denn lung hat sich mit den Streikenden resp. Ausgesperrten solidarisch erWahlbeeinflussungen. In den Wahllokalen hingen je, sein, in die dunkeln Ecken unseres Kreises das Licht der Auf- klärt. Die Berliner Arbeiter werden ersucht, dies zu berücksichtigen. Agitations- Platate für den Centrums- Kandidaten; die meisten der flärung leuchten zu lassen. Das Gute hatte die unerhörte Heze gegen Wahlvorsteher mußten von unfren Genossen durch den herangerufenen uns, unser Parteiorgan, die Oberfr. Volkszeitung", hat seit dem Wahl- Beigeordneten der Stadt oder durch Polizei- Kommissare ge- 1. Juli über 700 neue Abonnenten aufzuweisen. zwungen werden, diese Plakate wegzunehmen, wobei es dann natürlich zu oft bedenklichen Zusammenstößen tam. Im Schlepperdienst wurde vom Centrum das Erdenklichste geleistet. Greise von mehr als 90 Jahren, Lahme, Blinde, Krüppel, die getragen werden mußten, schleppte ein Troß von Centrumsschleppern herbei, Geistliche, Privatbeamte, Lehrer, Maler, Aerzte, Hunderte von Personen und ein ganzer Park von Fuhrwerken aller Art. Und nun das Resultat? Trotz alledem können wir mit dem Resultat mehr denn zu= frieden sein; noch bei keiner Wahl hatten wir solche Fortschritte zu verzeichnen wie gerade diesmal; wir erhielten 1893 bei der Haupt- Hirsch- Dunckersche Generalratsmitglied, hat eine Beleidigungsklage Der Generalrat als Kläger. Herr Gleich auf, das bekannte wahl 4934 Stimmen, Münch- Ferber 8133 und der damalige Frei- gegen Wiesenthal, den Bevollmächtigten des Metallarbeitersinnige Raithel 4113 Stimmen, bei der Stichwahl erhielt dann unser Verbandes, eingereicht, weil Wiesenthal die bekannte Handlungsweise Standidat 7223 Stimmen, Münch- Ferber 10 833 Stimmen. Bei der Gleichaufs beim Mehlichschen Streit als unehrlich bezeichnet hat. Hauptwahl 1898 erhielt unser Kandidat Genosse Stücklen 6580, Durch das Urteil der Arbeiter, die es mit der Vertretung ihrer Münch- Ferber 8244 und der Freisinnige Dr. Kaißer 3462 Stimmen; Interessen ernst nehmen, ist Herr Gleichauf gerichtet. bei der Stichwahl bekam Genosse Stücklen 9095 Stimmen, Münch- mäßige Begünstigung des Streitbruchs, die offene Billigung eines Die plans Stücklen 10 678, Münch Ferber 7573 Stimmen, der freisinnige Metallarbeiter sind Handlungen, die Herrn Gleichauf für immer kennAm 16. Juni 1903 erhielt Genosse rechtswidrigen Eingriffs der Polizei in das Versammlungsrecht der Dr. Goller 4162 und der Centrumszähltandidat Schirmer 245 zeichnen. Seine Sünden gegen die Arbeiterbewegung kann kein geStimmen. Es fehlten also unserem Genossen Stücklen bei der Haupt- richtliches Urteil abwaschen. mahl 655 Stimmen zur Majorität. Der Freifinn zeigte auch bei dieser Wahl seine ganze Erbärmlichkeit. Es erhielt bei der Stichwahl Genoffe Stücklen 12 295 und Münch- Ferber 12 605 Stimmen. Der Freisinn stimmte für den nationalliberalen Agrarier. Ursache dazu haben, zeigen nachstehende Zahlen: während wir von Die Gegner jubeln ob ihres Sieges". Wie wenig sie aber 1890 auf 1893 1399 Stimmen zunahmen und von 1893 auf 1898 vereins als die armen verfolgten, unschuldigen Lämmer, die von den „ Gleichauf schildert in seinem Artikel die Mitglieder des Gewerk1646 Stimmen, betrug unser Stimmenzuwachs von 1898 auf 1903 bösen, gehässigen und unduldsamen Verbändlern verfolgt, drang4098 Stimmen. Der Freisinn ist während dieser 10 Jahre stabil faliert und gequält werden. Es ist einfach schrecklich! Nur schade, geblieben, er erhielt 1893: 4113, 1898: 3462 und 1903: 4162 Herr Gleichauf, daß die ganze Schauermär erfunden ist. Ebenso die Stimmen. Die Nationalliberalen, die das Mandat inne hatten, er- schreckliche Begebenheit in Tempelhof. Wenn irgend ein Stümper, hielten 1893: 8133, 1898: 8244 und 1903: 7573 Stimmen; sie der Mitglied des Gewerkvereins ist, in der gegenwärtigen Zeit ent hatten also gegen 1898 einen Stimmenverlust von 671 Stimmen. lassen wird, dann läuft er zum Generalrat und erzählt, er sei durch und wäre auf die Arbeiter in den rückständigen Bezirken nicht solch ein kommen die Herren, ohne eine Untersuchung vorzunehmen, ohne sich Hätte der behördliche Apparat nicht so vorzüglich funktioniert die Unduldsamkeit der Verbändler hinausgedrängt worden. Druck ausgeübt worden, und hätte vor allem der edle Freifinn nicht auch nur im geringsten davon zu überzeugen, ob das Berichtete die traurige Verräterrolle gespielt- dem Wahlkreise Hof wäre die auch wahrheitsgemäß ist und schreien in die Welt hinaus:" Wir Schmach, nochmal? von einem„ Hörigen des Bundes" vertreten zu werden terrorisiert". sein, erspart geblieben. Derselbe Freisinn, der vor der Hauptwahl in Wort und Schrift so kräftige Worte gegen den erzreaktionären Yug -Izwei dasselbe thun. Deutfches Reich. " Dann Der Maurerstreik in Plauen i. V. hat eine große Ausdehnung In verschiedenen Zeitungen war über Wahlunruhen in Hof zu Arbeit niedergelegt, infolgedessen haben auch Zimmerer und Bauangenommen. Die Maurer haben bis auf den letzten Mann die lesen. Wie die Sache sich abgespielt hat, sei hier kurz geschildert. Die arbeiter auf verschiedenen Bauten Feierabend bekommen. Wie gesocialdemokratische Partei hatte für den Stichwahltag zwei Lokale wöhnlich, so stellt sich auch bei diesem Streit die Polizei auf die gemietet. Nicht der geringste Mißton kam vor, auch dann nicht, als Seite der Unternehmer. Während den Ausständigen der Aufenthalt es zur Gewißheit wurde, daß der Brotwucherer wahrscheinlich mit einer auf dem Bahnhofe untersagt wird, können die Streikposten der fleinen Mehrheit gewählt sei. Langsam und ruhig entleerten sich Unternehmer, die sich in der Zahl von sechs Mann am Bahnhofe die Säle und die Massen gingen nach Hause. Unterdessen gröhlten aufhalten, dort ungehindert ihr Wesen treiben. Man sieht hier wieder, und johlten die Sieger" in ihrem Lokal. Das Freibier und der Die Socialdemokratie kann mit Stolz auf den letzten Wahl- Wein that seine Wirkung. Eine Anzahl junger Leute zwischen 16 und daß es in den Augen der Behörde durchaus nicht dasselbe iſt, wenn fampf zurückblicken. Die städtische Behörde hatte dem Centrum und 20 Jahren machten sich nun das Vergnügen, auf die Hochs und den Nationalliberalen die Abschrift der Wählerlisten durch Rathaus- Hurra der Sieger von der Straße aus Pfui! zu rufen. Feuer- Maureraussperrung in Eisenach. Die Mitglieder der Maurers personal vorher besorgen lassen, den Socialdemokraten nicht. wehr und Polizei wollten nun den Blaz mit Gewalt säubern, Inmung in Eisenach haben sämtliche Mitglieder des Verbandes der Unfre Genossen aber setzten sich daran und ihrer dreißig schrieben indem sie ihn durch Seile absperrten. Infolgedessen stauten sich die Maurer ausgesperrt, weil die Verbandsleitung die Sperre über einen in 3 Tagen die Wählerlisten selbst ab! Massen immer mehr an, da dort die Hauptverkehrsader von Hof ist. Maurermeister verhängt hat. Der von den Unternehmern verübte Plöglich ertönte das Kommando" blank" ziehen. Sofort blizten Terrorismus macht überall Fortschritte. Dußende von Säbeln in der Luft, die Massen, die nicht den geringsten Die Hamburger Ewerführer haben durch ihre Lohnkommission Widerstand leisteten, wurden nach der Fabrikvorstadt getrieben. Tarifverhandlungen mit den Unternehmern gepflogen, wobei ein Hauptsächlich waren es die Gendarmen, die„ was zu thun" lebereinkommen erzielt wurde, von dem die Versammlung der Eiverhaben wollten. Harmlose Passanten, die nicht in den Wahllokalen führer im allgemeinen nicht befriedigt war, weil der neue Tarif waren, wurden nach Hause getrieben. Eheleute wurden ge- teine Verbesserung, in manchen Punkten sogar eine Verschlechterung stoßen, Frauen wurden die Röcke zerstochen usw. Angesichts dieses provokatorischen Auftretens ist es fast ein Wunder, daß die Sache so abging. Wollte man ein Erempel statuieren? Die Kanaille" hat Das amtliche Resultat bei der Hauptwahl lautete: Stadtbezit Landbezirk Grimpe( Soc.) 15018 Kirsch( Ctr.) 13 110 Kehren( Mittelp.) 5 537 5357 8518 2329 Summa 20 375 21 628 7.866 Hildebrand( C.- Demokr.) 549 274 Bole 156 31 823 187 183 184 9 35 Böninger( C.- Agrarier) Rersplittert 185 26 der bisherigen Arbeitsverhältnisse bedeute. Mit Rücksicht auf die gegenwärtig nicht günstige Geschäftslage nahm die Versammlung den Tarif schließlich gegen eine starke Minderheit an. anerkennen. Husland. " Die Braner und Böttcher in Braunschweig unterbreiteten den Betriebskosten von den Einnahmen abgezogen; dagegen wurde der darum ersucht und ihn dahingehend informiert. Der Angeklagte dortigen Brauereien Forderungen, welche eine geringe Berbefferung Mietwert der dem Gewerbetreibenden selbst gehörigen Geschäfts- habe also auch durchaus im guten Glauben gehandelt, die Form der des Arbeitsverhältnisses herbeiführen sollten. Nur zwei Brauereien räume bei der Gewerbesteuer- Veranlagung außer acht gelassen. Die inkriminierten Notiz lasse auch nicht etwa auf eine beleidigende Abe Vereinsbrauerei und Brauerei Krüger bewilligten die Forde- Unbilligkeit, die daraus entstand, leuchtet ohne weiteres ein. Jetzt sicht schließen. Das Urteil lautete auf 50 Mark event. 10 Tage rungen, während sich alle übrigen Betriebe ablehnend verhielten. haben die beiden Minister sich entschlossen, den Gemeinden zu Gefängnis! Die Arbeiter beschlossen, den Konsumenten des Bieres die Berück- empfehlen, dem Mißstande durch eine entsprechende Vorschrift in der fichtigung derjenigen Brauereien zu empfehlen, welche die Forderungen Steuerordnung abzuhelfen. Man kann nur wünschen, daß die in soll sich des Hausfriedensbruchs und der Beleidigung schuldig gemacht Wenn man zu lebhaft träumt. Frau Schneidermeister Müller Betracht kommenden Gemeindebehörden alsbald das ihrige dazu haben; sie steht deshalb vor dem Schöffengericht. Vorsitzender: beitragen werden, daß wie die Miete für gemietete geschäftliche Angeklagte, erzählen Sie uns mal möglichst kurz und wahrheitsRäume, so auch der Mietwert der dem Gewerbetreibenden selbst gehörenden Geschäftsräume bei der Steuerveranlagung von den Betriebs- gemäß die Vorgänge, wegen deren Sie unter Anklage stehen." Angeklagte:„ Det is nicht mit een paar Worte abjemacht, Herr einnahmen abgezogen wird. Präsident. Ich muß Sie wenijstens in furze Züche meine sieben Eine Konvention deutscher Rohpappen- Fabrikanten ist nach dem Jahre lange Leidensjeschichte erzählen so lange bin id nämlich Berliner Tageblatt" in Hannover beschlossen worden. Das erste, verheiratet da werden Sie mich milderne Umstände nich versachen was es natürlich für diese neue Konvention, die als eine Vereinigung fönnen. Als ich Aujusten seinerzeit heiratete, hatte ich nadürlich keene sehung der Preise. in loser Form dargestellt wird, zu thun gab, war eine Heraufblasse Idee, wat vor een ausjekochter Dongschuan er is. Erst in die Ehe entpuppte er sich richtij, indem er jede Schürze nachtiefte und nachlief und mir, da ick ohnedies' n Bisten eiserflidij veranlagt bin, Thränen habe ic deswejen schon verjossen, aber jebessert hat es ihm nich aus die Uffrejung rauskommen ließ. Janze Hektoliter von bis uff dem heutijen Dage nich. Dienstmächens habe id bis jest etiva zweehundert Stüd jehabt. Kaum is eene warm jewor'n, da muß " Die Massenaussperrung in Schweden, die am Dienstag, den 6. Juli vorgenommen werden soll, wird sich auf 15 000 bis 20 000 Arbeiter erstrecken, wobei 8000 bis 10 000 Mitglieder des Eisen- und Metallarbeiter Verbandes, dann der GießereiarbeiterVerband, ferner ca. 1000 Mitglieder des Holzarbeiter- Verbandes in Betracht kommen und außerdem noch verschiedene andre Gewerk schaften in Mitleidenschaft gezogen werden. Arbeiter stehen vor einem so großen Konflikt, wie sie bisher noch Die schwedischen nicht durchzufämpfen hatten. Ihre Organisationen, auf deren Vernichtung es die Unternehmer abgesehen haben, sind auf einen schweren Die Wiedereinberufung der Zuckerkommission wird, nach der Rampf vorbereitet und die Mitglieder zeigen sich willig, auch die Wiener Zeit", von der belgischen Regierung als ein Akt der Höfgrößten Opfer zu bringen. lichkeit angesehen, um eine Herabsetzung der Prohibitiv- Strafzölle auf russischen Zucker zu gewähren und dadurch den Anschluß Rußlands an die Zuckerkonvention herbeizuführen. Wie unterm 2. Juli aus Stockholm gemeldet wird, hat die große Telephonfirma Aktiengesellschaft 2. M. Ericsson u. Co., Die 835 Arbeiter beschäftigt, beschlossen, nicht an der Aussperrung teilzunehmen und deswegen ihren Austritt aus der Werkstattvereinigung" erklärt. Die Firma wird für diesen Schritt eine Konventionalstrafe von 83 000 kronen zahlen müssen. Terlinden und Genossen vor dem Schwurgericht. = 7 ick ihr schon wieder entlassen, weil der Olle hinter sie her is. In Neues östreichisches Zuckerkartell. Die östreichischen Zucker- die letzte Zeit hab' ick mich dadurch jeholfen, det id nur Mächens fabriken haben, wie die„ Deutsche Zuckerindustrie" meldet, den angaschierte, die über 35 Jahre alt sind und dann ooch noch floß Raffinerien einen Vorschlag unterbreitet, auf Grund dessen die solche, die entweder ausnahmsweise häßlich oder mit een körperlichet ersteren sich einem Kartell der Raffinerien anschließen würden. Die Jebrechen behaftet sind. Ick könnte noch hundert Beispiele anführen, Bertreter der Rohzucker Fabriken schlagen eine Vereinbarung auf wenn ich mir nich furz fassen müßte. So habe ic, wenn er fejeln Grund des gesetzlichen Konsumkontingents vor, wobei vorausgesetzt jewesen is, an andren Morjen wiederholt wildfremde weibliche Haare wird, daß alle Rohzucker- Fabriken auf ihr Versteuerungsrecht gegen von seinem Rock abjelesen. Am jefährlichsten is er, wenn er zu mich Entschädigung seitens der Raffinerien verzichten. anfängt, zärtlich zu werden, denn dann hat er etwas schlechtet vor. In der Verhandlung am gestrigen Sonnabend bekundet Bücher- Der Export nach den Vereinigten Staaten aus dem Konjular- Sturz und jut, wenn ich noch mit jedet Hienerooge sehen könnte, wie revisor Heß- Stettin, Terlinden und Kos badt seien der Buch- bezirk Berlin inkl. der Konsularagentur Sorau, welche unter een Falke, ick könnte ooch noch nich jenuch uff dem ollen Sinder vffpassen. Vors. Nun kommen Sie aber endlich zur Sache." führung nicht kundig gewesen; die Fälschungen seien ungeschickt dem Berliner Generalfonsulat steht, betrug im zweiten Quartal 1903 gemacht. Ein Gewinn- und Verluſtconto ſei überhaupt nicht vor- 9821 053 7. In abgeſchloſſenen States in Borjahre. Angell.: Ik bin schon mitten mang. Genet Dages kommt mein betrug der Erport Aujust in eenen Zustand zu Hause, det ich ihm schleunigst im Bette handen und in der Bilanz nicht aufgeführt gewesen; für unrichtige 39 601 951 M., mithin 4918 593 m. Darstellung der Vermögenslage feien ganz raffinierte An- Wie die„ Bois. 8tg." ferner aus Frankfurt a. M. meldet, betrug pacte und kalte Stomptessen uff' m Stoppe leje. Er schläft dabei in, strengungen gemacht worden. Wenn aber die Bankdirektoren Bilister der Export des dortigen Generalkonsular- Bezirkes im zweiten Quartal und wie ich mir wieder um ihm zu schaffen mache, nennt er mir seine und Trostorff nur einmal das Hauptbuch nachgesehen hätten, würden 1903 12 158 046 Dollar oder 405 512 Dollar mehr und im ganzen eiskalt, ick wußte, wat det zu bedeuten hatte. Jleichzeitij aber fam fieße Clara, objleich mein Toofnahme Martha is! Mich überlief et ihnen die groben Unrichtigkeiten aufgefallen sein. Die Banten Fiskaljahre 52 543 339 Dollar oder 11 200 890 Dollar mehr als im mich een schlauer Jedanke. Ich spielte die sieße Clara und et ents hätten nicht das geringste gethan, um sich über Vorjahre. Der Erport aus dem Konsular- Bezirke Köln betrug die Geschäftslage zu informieren. Es sei ununter- im zweiten Quartal 1 340 706 Dollar gegen 869 076 Dollar im Vor- spann sich zwischen meine besoffene Ehehälfte und mich foljende UnterQuatsch nich von brochen mit Verlust gearbeitet worden. Die Sorglosigkeit des Aufjahre oder 471 630 Dollar mehr.. Die Ausfuhr aus dem General- haltung: Wat macht denn Deine Olle, Aujuſt? den ollen Drachen, jieb mich lieber eenen Kuß. Wann kommste sichtsrats bei den Revisionen habe das Treiben der Angeklagten konsulat München( ausgenommen Augsburg) betrug im Rechnungs- wieder zu mich? Morjen besuch ick Dir. Weeßte ooch noch ungemein erleichtert. jahre 1902/03 735 757 Dollar oder 56 402 Dollar mehr als im meine Adresse? Selbstverständlich. Sag' se mal. Brunnen Bücherrevisor Heß faßt am Schluß sein Gutachten dahin zu Vorjahre. Für das Fiskaljahr 1902/03 läßt sich danach nunmehr Weiter kam er nich, denn ich schluch straße 98, int Querjebäude. fammen: Die Bilanzen seien sämtlich unrichtig aufgestellt; das aus den maßgebenden Konsularbezirken eine Zunahme von ihm die kalte Komptesse, die ick in die Hände hatte, zwanzijmal um Entstehen der Unterbilanz sei auf eine bodenlos schlechte Wirt- 11 200 88 9,70 Dollar feststellen. die Ohren. An andren Dage fuhr ick nach de Brunnenstraße und schaft zurückzuführen. Bei den Wechsel Transaktionen habe möbelte der süßen Clara jehörig uff." Bors.: Sie sollen häßliche Terlinden große Verluste gehabt, weil die Duerschreiber nicht Schimpfnamen gebraucht und die Aufforderung, die Wohnung zu bers umsonst ihre Unterschriften gegeben hätten. Es seien in ganz lassen, nicht befolgt haben?" Angell.: Det is schon möjlich." furzer Zeit 11 000 Mart für Wechselstempelmarken bezahlt worden. Das Urteil lautete auf 50 Mart Geldstrafe." Sehste," ruft Terlinden habe sich um sonst nichts gefümmert, als darum, sich über Wasser zu halten. Dabei hätten ihm alle Angestellten geholfen, Frau Müller ihrem Manne zu, det jeschieht Dich janz recht!" teiner habe seine Pflicht gethan. Es sei mit Nachlässigkeit G. Klemm in Neersen war vom Schöffengericht in Viersen wegen Der Angeredete senkt schuldbewußt das Haupt und verläßt dann und Leichtfertigkeit gearbeitet, Millionen feien verpulbert Vergehen gegen§ 134 der Gewerbe- Ordnung zu 100 M. Geldstrafe geknickt mit seinem Ehegespons den Saal. worden. Terlinden habe den Angestellten selbst ein schlechtes Bei- verurteilt worden. Klemm, welcher früher alle Strafgelder, g. Halle, 3. Juli. Wegen Unterschlagung im Amte und Diebspiel gegeben. Es sei mit Sicherheit anzunehmen, daß die von welche den Arbeitern wegen Zuspätkommen abgezogen wurden, ftahls wurde in der heutigen Straflammerfihung der Packmeister Zerlinden mitgenommenen 100 000 Mart, abzüglich der der Frau gemäß den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung der Fabrik- Adolf Fiege von hier zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Der überwies, Terlinden gehörigen 40 000 Mark der Konkursmaffe entzogen Strankenkasse hatte seiner seiner Arbeitsordnung einen Mann hatte als Bahnbeamter er fuhr auch zuweilen als stellver= worden seien. Es sei auch unwahrscheinlich, daß Kosbadt Nachtrag zugefügt, den Baffus enthielt, daß er tretender Zugführer Kollis geplündert und daraus Fleischwaren bei der Gründung der Aktiengesellschaft von den beteiligten berechtigt sei, die Strafgelder als Schadensersatz zu be- und Butter entwendet. Der Anfläger wies darauf hin, daß durch des Banken für seine Arbeiten 7000 Mark bekommen habe. Auch die zeichnen und die Beträge seiner Stasse einzuverleiben. Der Angeklagten Vergehen untere Beamte und Bahnarbeiter in Verdacht von Kosbadt mitgenommenen 9000 m. seien unreell erworben und Gewerbe- Inspektor Theobald gab sein Gutachten dahin ab, daß geraten wären und der Verdacht gewöhnlich bei den der Masse entzogen worden. Beide hätten ganz genau gewußt, daß es sich hier nicht um Schadensersatz handle, sondern um Ordnungs- unteren Beamten hängen bleibe. Niemand habe daran alles verloren war, Kosbadt hätte auch gewußt, daß Terlinden nach strafe, und müßten die Beträge nach wie vor der Kranken- gedacht, daß der Packmeister so etwas thun würde. Beantragt war Amerika wollte. Aus dem Konkurse seien etwa 122 Prozent zu fasse überwiesen werden, Klemm dürfe das Geld nicht für 1 Jahr Gefängnis. Die Verhandlung dauerte von früh 9 bis abends erwarten. Alsdann wird mit der Vernehmung der Zeugen be- fich verwenden. Das Schöffengericht folgte in seinem Urteil 6 Uhr. den Ausführungen des Gewerbe Inspektors und fam zu der oben bemerkten Strafe. Gegen dieses Urteil Iegte Klemm Berufung ein und sprach ihn die Straffammer in Krefeld thatsächlich frei. In dem Urteil wurde darauf hingewiesen, daß kein Verstoß gegen§ 134 der Gewerbe- Ordnung vorliege, dem Untergonnen. Aus Induftrie und Handel. Sociale Rechtspflege. Schadenserfah oder Strafgelder? Der Velvetfabrikant Verfammlungen. Die Verhandlungen über die Neubildung des Rhein.- Weftf. Kohlen- nehmer stehe es frei, derartige Berträge mit seinen Arbeitern ab- Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer hielt am fyndikats beginnen am morgigen Montag in Dortmund und werden, zuschließen und für Zuspättommen teine Ordnungsstrafen zu 28. Juni eine Mitgliederversammlung ab, wo Metzke über„ Mißstände wie nur zu natürlich, allseitig mit gespanntem Interesse erwartet. verhängen sondern Schadensersatz zu beanspruchen. Hoffentlich auf Bauten und wie sind diefelben zu beseitigen?" referierte. An der Hand Die innere Einigkeit, die das Syndikat so lange nach wird eine höhere Instanz dieses Urteil einer Revision unterziehen. von Material, welches der Vorstand bei Unterfuchungen und von außen hin zu demonstrieren bemüht war, ist längst als Schein und reines Spekulationsmittel erwiesen. Und wenn die Verhandlungen in der berühmten Enquetekommission bez. des Syndikats auch weiter nicht viel Neues ans Licht gebracht haben, die inneren natürlichen Gegensäglichkeiten waren vorher noch nie so klar zu er ber Berhandlungen ein Antrag auf Erhöhung des Attien Gerichts- Zeitung. l Kollegen erhalten hat, wies er nach, daß viele Mißstände betreffs des des unmenschlichen Arbeitens der Baubuden Martenunwesens usw. eingeriffen sind. Er forderte die Kollegen auf, dieses in den Zahlstellen noch weiter zu diskutieren und für Abschaffung der Mißstände auf den Bauten einzutreten. An der Diskussion beteiligten sich mehrere Kollegen. Die Mitglieder Langnic, Holzendorf, Wilh. Maier und Paul Weiß wurden aus dem Verein Eine Anfrage des Ausschusses, wie oft er berechtigt ist, Untermann Widerspruch ein und beantragte richterliche Entscheidung. Ber: Letzte Nachrichten und Depefchen. Französische Deputiertenkammer. Paris, 4. Juli.( W. T. B.) Die vom Senat an der Vorlage betreffend das Verfahren bei der Liquidation des Vermögens der Kongregationen vorgenommenen Abänderungen werden mit 328 gegen 178 Stimmen genehmigt. Das Haus tritt dann in die Beratung des Antrages Debussh betreffend Erhöhung der Einfuhrzölle auf Bieh und Fleisch ein, der von Senat dahin abgeändert ist, daß der Zoll auf Ochsen, Kühe und Stiere im Minimaltarif von 20 auf 15 Frant herabgesetzt wird. Debussy besteht auf dem Zoll von 20 Frant. Aderbauminister Mouegot tritt für den Zoll von 15 Frant ein. Debussys Antrag, den Zoll auf 20 Frant festzusetzen, wird mit 356 gegen 217 Stimmen ange= nommen; darauf wird die Vorlage im ganzen mit 394 gegen 168 Stimmen angenommen. fennen gewesen. Bei der jetzigen Neubildung des Syndikats nun Ein Nachspiel zur Maifeier. Am 1.Mai begaben sich eine größere find sie eher noch gewachsen, so daß von der syndikatsfreundlichen Anzahl Tischler in die„ Neue Welt", um dort ihre Maifeier abzuhalten. Presse sogar, um diese Gegensäge und die Opposition zu ersticken, Als die Arbeiter in der Schönhauser Allee waren, wurden sie auf Bewegen Accordarbeit ausgeschlossen. die große Einschüchterungstrommel gerührt wird, daß eine fehl eines Polizeileutnants, der eine geschlossen marschierende Ab- stützungen hintereinander zu bewilligen, wurde, da noch kein Anzahl der größten Zechenbesitzer lieber das Syndikat teilung in dem Trupp sah, auseinandergetrieben. Die Arbeiter ger springen lassen wollen, als zu ertravagante Forderungen" streuten sich in die Nebenstraßen. Nach Ansicht der Schußleute sollten Versammlungsbeschlußz besteht, dem Vorſtande überwiesen und der kleineren Zechen bewilligen. Leider weiß man im voraus, daß sich darauf aber eine Anzahl von 8 bis 10 Personen wieder zu einer soll derfelbe der nächsten Versammlung einen Antrag unterbreiten. die großen Rechenbefizer die kleinen schon so in der Tasche haben, gefchloffenen Abteilung zusammengefunden haben. Zu dieser sollte hierauf machte der Vorsitzende auf das am 11. Juli in der daß durch die Opposition der Kleinen Bechen das Syndikat that- auch der Tischler Büch 8 1 er gehört haben. Büchsler erhielt einen Brauerei Friedrichshain stattfindende Stiftungsfest aufmerksam. Das sächlich nicht mehr gefährdet ist. In Wirklichkeit ist denn auch die Strafbefehl, der ihm zur Last legte, an einer geschlossen marschierenden Bureau bleibt am 11. Juli nachmittags geschlossen, auch fällt das größte Sorge, wie man bei der Neubildung die Konkurrenz außer Abteilung von Personen, welche bereits durch Aufsichtsbeamte auf- Raffieren an diesem Sonnabend in den Zahlstellen aus. halb des Synditats gänzlich ersticken kann. Neben der Neu- gefordert waren, auseinander zu gehen, fich beteiligt zu haben. Gegen bildung des Syndikats steht deshalb auf der Tagesordnung diesen Strafbefehl legte Büchsler durch den Rechtsanwalt Dr. Heine fapitals zweds Erwerbung von unberrizten Grubenfeldern. nommen wurde nur der Belastungszeuge, ein Schußmann, der aber Bon letteren befinden sich ungefähr 280 Stüd im Besitz der Inter- nicht anzugeben vermochte, daß Büchsler zu dem Trupp, der sich auf nationalen Bohrgesellschaft, von der in den letzten Tagen viel die Veranlassung des Polizeileutnants zerstreute, gehört habe. Auch Rede gewesen ist. Der Wert eines solchen Feldes wird in Westfalen konnte er nicht angeben, daß Büchsler nachher wieder sich einem Trupp auf etiva 125 000 M. angenommen, und demgemäß würde es sich angeschlossen habe; vielmehr fei nur zu befürchten gewesen, daß sich bei der Internationalen Bohrgesellschaft um Wertobjekte von wieder eine geschlossen marschierende Abteilung bilden würde. Um etwa 35 000 000 M. Handeln. Daß das Rheinisch- westfälische dies zu verhindern, sei man eingeschritten. Ueber die Beteiligung Kohlensyndikat eine solche Summe im Wege der Erhöhung Büchslers lauteten die Aussagen so unbestimmt, daß der Vorsitzende des eignen Attienkapitals aufbringen werde, ist aus- wiederholt den Schußmann darauf hinwies, daß es doch nicht angeschlossen. Es wird sich, wenn das Syndikat thatsächlich an ben Erwerb von Grubenfeldern herangeht, um wesentlich kleinere gängig sei, daraufhin den Büchsler auf die Anklagebank zu bringen. Büchsler wurde deshalb freigesprochen, da nicht feststand, daß Summen handeln, die eventuell auch im Wege der Umlage auf er dem Trupp angehört habe; im zweiten Falle fich fogar überhaupt gebracht werden könnten. Einstweilen beabsichtigt das Syndikat auch noch keine geschlossen marschierende Abteilung gebildet habe, sich viel nur, wie der syndikatsoffiziöse Berliner Börsen- Courier" mitteilen kann, sich die Möglichkeit zu schaffen, Bergwerke und Grubenfelder mehr nach Ansicht der Beamten erst habe bilden wollen. Genau so erging es dem wegen derselben Handlung angeklagten Tischler Jäger. selbst zu erwerben und zu betreiben. Gine ähnliche Befugnis hat auch das Kalisyndikat. Es wird daher, nach dem genannten Blatte, Er wurde aus denselben Gründen freigesprochen. beantragt werden, die Zwecke des Kohlensyndikats durch eine entsprechende Wegen Beleidigung durch die Presse stand unser Genoffe Nieger Statutenänderung zu erweitern. Damit würde dann das Syndikat aus vor dem Spandauer Schöffengericht. In Nr. 8 der Laterne". einer Verkaufsvereinigung in der That zu einer Produktionsvereinigung Spandauer Wochenblatt, veröffentlichte Rieger eine Notiz, worin werden, und es ist für den Wert der Verhandlungen in der Enquete- mitgeteilt wurde, daß der Ortsgendorm in Staaten einem tommission sehr charakteristisch, daß die Leiter des Syndikats dort Schuhmachermeister Lübke daselbst verboten haben sollte, dem socialeine solche Absicht weit von sich wiesen. Diese Absicht des Syndikats, demokratischen Vertrauensmann Wegener noch ferner irgend welche Rom, 4. Juli.( Meldung der" Agenzia Stefani".) Der Bapft zur Erstickung der Möglichkeit einer Konkurrenz eine so einschneidende Maßnahme, wie sie der Beschluß eigner Produktion dar- Schuhmacherarbeiten zu verrichten. Durch diese Behauptung fühlte hatte während der Nacht einen Ohnmachtsanfall. Heute scheint es stellen würde, vorzunehmen, ist zweifellos gerade für die Kohlen sich der Gendarm Bauer beleidigt und stellte gegen Rieger, als ihm besser zu gehen, doch muß er das Bett hüten. Rom, 4. Juli.( Meldung der„ Agenzia Stefani".) Der Papst war konsumenten das Wichtigste bei den beginnenden neuen Ver- Redakteur der„ Laterne", Strafantrag. Die Beweisaufnahme ergab handlungen, und es bleibt gerade deswegen auch um so bedauerlicher, nun allerdings, daß Lüdke der Tochter des Wegner ein paar Schuhe seit dem ersten Eintreten der großen Size unpäßlich. Dr. Lapponi unfertig mit dem Bedeuten zurückgegeben habe, der Vater solle nahm an, daß durch einen Wechsel in seiner Behandlungsweise daß für eine halbwegs objektive und zuverlässige, ungefärbte Bericht sich die Schuhe nur in einer Spandauer Besohlanstalt machen lassen, eine Befferung bewirkt werden würde und riet zu Spazier erstattung über die Berhandlungen keinerlei Gewähr gegeben ist. ihm sei es verboten, noch irgend welche Arbeiten für ihn zu verrichten. gängen im Garten des Vatikans. Trotz dieser Spaziergänge nahmen Zur Besteuerung des Gewerbebetriebes. Der Finanzminister und Lüdle wies diese Arbeit jedoch nicht auf eine Weisung des Gendarmen die Kräfte nicht zu. Nach dem gestrigen Empfang der ungarischen der Minister des Innern haben sich endlich entschlossen, einem Zu zurück, sondern weil er selbst sich von den Staatener Arbeitern Bilger traten Anzeichen von Schwäche mit Atmungsbeschwerden auf. stande ein Ende zu machen, der seit mehreren Jahren in Bezug auf boykottiert glaubte. Der Gendarm hatte keine dahinzielende 3n der letzten Nacht hatte der Bapst keinen Schlaf und war unruhig. die Gemeindebesteuerung des Gewerbebetriebes Aeußerung gethan. Der Amtsanwalt beantragte gegen den An- Heute Abend 8 1hr besuchte Dr. Lapponi den Papst und stellte fest, unverkennbare Härten hervorgerufen und zu lebhaften Klagen Anlaß geklagten zivei Wochen Gefängnis. Der Verteidiger Rechtsanwalt daß die Besserung andauert. Morgen früh findet eine Besprechung mit gegeben hat. Bisher wurden nämlich im Einklange mit der Recht- Dr. Liebknecht trat für kostenlose Freisprechung ein. Rieger habe in Dr. Mazzoni statt. Die Nachricht des Osservatore Romano" läßt versprechung des Ober- Verwaltungsgerichts bei der Gewerbesteuer- Ver- Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt, als Redakteur einer muten, daß der Zustand des Bapstes schlimmer sei, als man zu anlagung die Mietsbeträge, die ein Gewerbetreibender zu zahlen socialdemokratischen Zeitung mußte er jene Notiz veröffentlichen, geben wolle. Dr. Lapponi erklärte aber, daß teine unmittelbare hatte, um in fremden Häusern seinen Betrieb auszuüben, als um eine Abhilfe zu erzielen. Ueberdies habe ihn Wegener selbst Gefahr bestehe. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlaasanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Das Haus nimmt dann noch den vom Senat genehmigten Tert der Vorlage betreffend den Bau von Schulen an und vertagt sich bis heute abend 9 Uhr. Der Papft. Nr. 154. 20. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. beständig barfüßige Naturforscher mit Schmetterlingsnetzen der winzigen Berliner Partei- Angelegenheiten. Rebewelt des fagenumivobenen Wüſtengewäſſers nachſtellen. Barteigenossen von Berlin, Teltow- Beeskow, Niederbarnim und Potsdam- Osthavelland. fie = Sonntag, 5. Juli 1903. Mit 38,9 Grad Celsius erreichte die diesmalige Higperiode am borgestrigen Tage ihren Höhepunkt und unter dem Druck der hohen Steppe und Wüste num präsentieren sich nach der Jahreszeit in Temperatur hatten Menschen und Tiere schwer zu leiden. Ganz mannigfaltig- wechselndem Gewand. Namentlich die Steppe. Im besonders wurden davon die Pferde betroffen und in nicht weniger Winter dehnt sie sich als endlos weite, weiße Tundra, auf die man als 68 Fällen wurden solche Zugtiere vom Hitschlag befallen. Drei Pferde, welche der Hize erlagen, mußten der Abdeckerei überwiesen Am Sonntag, den 19. Juli 1903, erscheint die nächste Lokal- Lifte. sich als besonnener Mensch ohne Hundeschlitten und Schnee- werden. Das Asphaltpflaster wurde durch die Temperatur start in Wir ersuchen daher die Mitglieder der Lokalkommission brille nicht hinauswagt. Zur Zeit der Schneeschmelze gleicht Mitleidenschaft gezogen und die schweren Lastwagen zogen in die bon obigen Kreisen, die Neu- Aufnahmen und die genauen dem Nil Thal während der Ueberschwemmung, ein Asphaltdede tiefe Rinnen. An der Schloßfreiheit versant das linke Aenderungen bis spätestens Freitag, den 10. Juli 1903, einsenden Bild, das auch jeder starte Gewitterguß hervorzaubert. Im Hinterrad eines Speditionswagens förmlich in der weichen Masse, Mai hat zu wollen und zwar für: fie sich in einen unabsehbaren, saftgrünen so daß der Wagen buchstäblich steden blieb und erst nach längerem Wiesenanger verwandelt. Im Hochsommer, wo die Samenrispen der Bemühen wieder flott gemacht werden konnte. Von 6 bis 10 1hr Gräser emporgeschossen, schimmert die Fläche in rotbraunen und abends ging das Thermometer langsam bis auf 35 Grad zurüd, bioletten Tinten, nicht unähnlich der blühenden Heide. Im Sep- 5 Grad. Während des Gewitters erfuhr dann die Lufttemperatur fiel dann aber im Zeitraum von kaum einer Stunde um weitere tember weicht dieser Farbenton einem melancholischen Staubgrau, eine weitere Abkühlung um 4 Grad und heute morgen um 6 Uhr aus dem uns die Wehmut des Sterbens auschauert. Durchwanderst erreichte das registrierende Thermometer mit noch immer 18,5 Grad du in den Tagen des scheidenden Sommers die einförmige Steppe, die niedrigste Temperatur. Teltow- Beeskow an den Genossen Hermann Schliebis in Bris, Jahnstraße 2; Nieder- Barnim an den Genossen Otto Riebe in Friedrichsfelde, Victoriastraße 4; Botsdam- Ofthavelland an den Genossen Albert Neue in Spandau, Jagowstraße 9; Vielfach tommt es vor, daß Buschriften in ,, Lokalangelegenheiten" an die Redaktion oder Expedition des Vorwärts" gesandt werden; zur schnellen Erledigung derselben ersuchen wir die Genossen, alle Anfragen und Zusendungen nur an den Genossen Wilhelm Hinz, Berlin S. 14, Prinzenstr. 66, zu richten und nicht an den Borwärts". Diverse Orte an den Genossen Gustav Fellwock in Eberswalde, so siehst du in der Ferne oft gleich dir einsame Gestalten gesenkten Der Markenerlös der Landes- Versicherungsanstalt Berlin Betrug Eisenbahnstraße 67; Hauptes vorüberwandeln. Du hältst sie für weltflüchtige Philosophen, im April dieses Jahres 640 002 m. oder 8188 M. weniger als im Berlin an den Genossen Wilhelm Hinz, S. 14, Prinzenstraße 66. die gleich dir schmerzlich über die Vergänglichkeit alles Jrdischen April vorigen Jahres. Im Mai d. J. wurden 1563 M. mehr verDie Lokalkommissions Mitglieder wollen die finnen. Kreuzest du aber einmal den Pfad eines dieser Einsamen, einnahmt, nämlich 616 235 M. Diese Einnahmen sind unbefriedigend, enderungen und Neu- Aufnahmen für obige Liste so wirst du in seiner Linken ein graues Leinwandbeutelchen ge- denn im März d. J. wurden noch 75 478 M., im Februar d. J. umgehend mitteilen, da spätere Einsendungen teine Berücksichtigung wahren, das winzige schimmelfarbene Gewächse birgt. Der ber 39 166 M. und im Januar 66 642 m. mehr bereinnahmt als in den mehr finden können. meintliche Philosoph entpuppt sich dir als simpler Champignonsucher, betreffenden Monaten des Vorjahres. Für das Heilverfahren der halbe Tage lang die Steppe absucht, um ein Dußend Miniatur- wurden im Mai d. J. nicht weniger als 125 012 berausgabt, ferner für Angehörigen- Unterstützungen 17 857 M. exemplare des geschätzten Pilzes einzuheimſen. Aber vielleicht war Der Erkennungsdienst der Berliner Polizei hat eine wesentliche es das stolze Roß eines Generals oder eines noch Höheren, dessen Erweiterung erfahren durch die Aufnahme einer Abteilung für uns Dung diesen Aristokraten unter den Pilzen emporschießen ließ! Nicht immer freilich durchwanderst Du ungehindert und un- bekannte Tote. Eine große Anzahl Leichen von Selbstmördern, die gestraft die Einöde vor den Thoren Berlins. Wenn die berühmte jährlich beerdigt, ohne daß die Personal- Feststellung erfolgte, und im Wasser, Parkanlagen usw. aufgefunden wurden, wurden allKaiserparade stattfindet ein herzlich langweiliges Schauspiel so mancher unaufgeklärte Fall des spurlosen Verschwindens von übrigens, das aber unbegreiflicherweise Tausende von Gaffern an- Personen dürfte darauf zurückzuführen sein, daß eine nachträgliche lodt, so darf der Fuß eines gewöhnlichen Sterblichen das Feld Retognoszierung nur schwer zu ermöglichen war. Nunmehr ist in nicht betreten. Auch wenn zum Kopfschütteln der absperrenden der Kriminalabteilung des Polizeipräsidiums die Einrichtung geGendarmen, dieser Strategen von ehegestern, die„ Boerentaktit" troffen, daß unbekannte Tote vor der Beerdigung photographiert und geübt wird, ist es niemand zu raten, die Chaussee des Gesetzes zu die Photographien in einem besonderen Album in einer Abteilung verlassen. Riskiert der Waghalsige doch zum mindesten einen des Erkennungsdienstes zum Zwecke einer nachträglichen Rekognosgrimmen Anschnauzer, two nicht gar ein Strafmandat. Die Drohung des Polizeipräsidiums werden außerdem photographische Abzüge von zierung aufbewahrt werden. Auf einer Tafel auf einem Korridor Verder zahlreichen Warnungstafeln, die jedes unbefugte Betreten des solchen Aufnahmen zum Aushang gebracht. Zu jeder Photographie Feldes verbieten, nimmt auf einmal schreckliche Wirklichkeit an. Ja wird auch ein Attenregister geführt, in welchem die Kleidung des es ist sogar schon mehr als einmal vorgekommen, daß an Sonntagen, Verstorbenen und sonstige bei ihm gefundene Gegenstände beschrieben wo Tausende von Spaziergängern das Feld belebten, plöglich sind, so daß auch noch nach Jahren die sichere Rekognoszierung eines die unerbittliche Hand des Gesetzes einen Unglüdsmenschen heraus- Toten zu ermöglichen ist. In Berlin und Umgebung werden allgriff, um ihm durch ein Strafmandat von 3 M. Klar zu machen, jährlich 20 bis 30 unbekannte Leichen beerdigt. daß behördliche Erlasse nicht nur als Buchstabierübungen für wissens durstige A- B- C- Schützen anzusehen sind. Die Parteiblätter der oben genannten Kreise werden um Abbrud ersucht. Die Lotaltommission. Zur Lokal- Lifte! Den Parteigenoffen, Vereinen 2c. von Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde, Berlin diene zur Kenntnis, daß das Lokal von R. Abel, Germaniaftr. 20, in Tempelhof( früher Arbeiter Verkehrslokal) der Arbeiterschaft sammlungen nicht mehr zur Verfügung steht. Wernsdorf( Oder- Spree- Kanal) das Restaurant Wilhelm Erkner, An der Schleuse; Neu- Zittau Restaurant Kurtshals, Gosenerstraße; Rübersdorf- Kalfberge, Grewe Gasthof zur Linde", Heinigerstr. 49, stellen ihre Säle der Arbeiterschaft zu Versammlungen zc. zur Verfügung. Tempelhof. Arbeiter Verkehrslokal ist jetzt: Restaurant Dreibrobt, Ringbahnstr. 12. Die Lokal- Kommission. im Lokal von Höflich stattfindenden öffentlichen Wählerversammlung Bor Hunger zufammengebrochen. In der Zimmerstraße vor dem Lokal- Anzeiger" brach gestern abend ein Mann in mittleren Jahren bewußtlos zusammen. Nachdem ihn mitleidige Passanten mit Wasser besprißt und er wieder zu sich gefommen war, erzählte er, daß er auf der Suche nach Arbeit sei und seit zwei Tagen nichts genossen habe, er zeigte auch seine vollgeklebte Invalidenkarte. Man reichte ihm belegte Butterbrote, die der Mermiste mit wahrer Gier verzehrte, ein Kind aus der Nachbarschaft brachte ihm eine Wurst. Ein hinzugekommener Schußmann geleitete ihn, nachdem er sich erholt hatte, zum Polizeibureau. Am Sonntag bietet die Riesenfläche den Anblick eines un geheuren Sportplages. Gewaltige schwarze Menschenfarrées tinden Lichtenberg. Achtung, Gemeindewähler! Die Wähler der dritten schon von weitem den Austrag eines bedeutsamen Fußballmatches Abteilung des Kommunal- Wahlbezirks 4, umfassend die Frankfurter an. Dazwischen wimmelt es von hellen Mädchenkleidern. Aber auch Allee von der Blumenthalstraße bis zur westlichen Weichbildgrenze, in der Woche erfreut sich das Luft- und Sonnenbad starker Frequenz. die Blumenthalstraße, Friedrich- Karlstraße, Mainzerstraße, Kreuziger Arbeiterfrauen mit ihren Kindern und Ehestandslokomobilen siedeln straße, die zwischen Blumenthal- und Kreuzigerstraße liegenden Teile sich zu Hunderten in dem der Stadtgrenze benachbarten Teile an. der Scharnweberstraße, Weserstraße und Boghagenerstraße sollen am Abends, wenn ein fühlender Wind die Gräfer beugt, vervollständigen Dienstag, den 7. Juli, einen Gemeindeberordneten aus bann anch die Ehemänner das Jdyll. Versprengte Vorposten lagern allent Durch einen Mord und einen Selbstmord hat anscheinend eine dem Stande der Hausbesitzer wählen. Der am Montag, den 6. Juli, halben weit draußen auf dem Riesenteppich. Liebespärchen Liebesgeschichte ihren Abschluß gefunden. Am gestrigen Sonnabends wird das socialdemokratische Wahlkomitee einen Kandidaten vor- durchwandeln aneinandergeschmiegt die abendliche Flur. Dazwischen morgen um 3 Uhr hörten in dem unbebauten Teil der Windscheid. schlagen. Pflicht aller Wähler wird es nun sein, am Dienstag tummeln sich Phylag und Ammi maulforblos in der hundefängerfreien Straße unweit der Sophie Charlottestraße zu Charlottenburg das Wahlrecht auszuüben. Kanalisationswächter, bie zur Aufsicht der Erdarbeiten angestellt Die Wahl findet im Lokale des Natur. Herrn Höflich, Frankfurter Chauffee 120, statt. Der WahlAlles atmet friedliche Daseinsfreude und wohliges Behagen, find, drei Schüsse fallen. Die ersten beiden entluden sich kurz hinteratt beginnt um 12 Uhr mittags. Wer bis 8 Uhr abends bis sich auf einmal in diesen Juli- Abenden, wenn die ersten Abend- einander, der dritte folgte eine furze Spanne Zeit nachher. im Wahllokale ist, fann fein Stimmrecht ausüben. Zur Abgabe der schatten sich mit dem verglimmenden Sonnengold mischen, eine seltsame Wächter begaben sich dorthin, woher der Knall gedrungen war und Stimme berechtigt ist jeder, der in der im Januar d. J. ausgelegten Erregung all der friedlichen Gruppen bemächtigt. Hunderte von fanden zwei Leichen, die eines etwa 20jährigen Mädchens und die Gemeindewählerliste, die der im März stattgehabten Ersazwahl zu Das Mädchen Grunde gelegen hat, eingetragen ist. Also im besonderen auch die Taschentüchern und Hüten werden geschwenkt, Hunderte von Armen eines un vielleicht zwei Jahre älteren Mannes. Wähler, die nach der Hauptwahl aus dem Bezirt fechten in der Luft herum, Schreien, Lärmen, Lachen erfüllt die Luft. hatte zwei Schüsse in den Kopf erhalten und lag mit gefalteten berzogen find! Kein Wahlberechtigter darf durch Nachlässigkeit Alles begimut zu rennen und zu flüchten, nur die Tapfersten Halten Händen tot auf dem Rücken; der junge Mann hatte eine Schußdas Wahlresultat in Frage stellen. Jedem ist von 12-8 Uhr die dem Feinde stand. Jetzt beginnt's auch um dich unheimlich zu wunde am Kopf und lag quer über dem Mädchen. Hiernach steht Möglichkeit zur Stimmenabgabe gegeben. Sache der Wähler ist es, schwirren und zu surren. Fünfzig Käfer scheinen es partout auf fest, daß der Mann zuerst das Mädchen, dann sich selbst erschossen zu zeigen, daß die Lichtenberger Gemeindewähler nicht wahlmide" Deine Augen, Deine Nase, Deinen Nacken abgesehen zu haben. hat. Wer die Personen sind, hat sich noch nicht feststellen lassen. Der werden und die Bürgervereinler ihren Zweck, in die dritte Wähler- Myriaden von Junikäfern sind's, die sich urplöglich mit Vehemenz junge Mann ist vielleicht der Friseur Friedrich Wichterich aus Klasse einzubringen, nicht erreichen. auf die arglosen Menschen gestürzt haben. Verzweifelt wehrst du Rottbus. Er hatte einen Pfandschein auf diesen Namen bei sich, auf dich. Aber ermattet, in Schweiß gebadet streckst du die Waffen vor ben summenden Duälgeistern und fliehst mit Grausen die Stätte dieser Junischlacht. Die Auf zur Wahl am Dienstag, den 7. Juli, von 12-8 Uhr! den er in einer Berliner Pfandleihe am 1. Juli eine Uhr für 40 m. Weißensee. Die Weißenfeer Parteigenossen veranstalten am bersetzt hat. Er ist 1,70 Meter groß, hat ein volles Geficht und Sonnabend, bent 25. Juli eine Siegesfeier des roten Wahleinen kleinen blonden Schnurrbart. Er trug einen graudurchwirkten jahres. Im Schloß Weißensee findet an diesem Tage ein Voltsfest statt, bestehend in Doppelfonzert, Specialitäten- Vorstellung, Da schelte noch einer auf die der Naturpoesie bare Großstadt! Anzug mit einer hellgrauen Weste, einen schwarzen Spazierstock mit einer Hornkrücke und einen Hut aus Segeltuch. Bei dem Sommernachtsball. Beim Eintritt der Dunkelheit großer KinderFackelzug, jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Die Kaffee- Arbeiter- Radfahrer. Der Wahlkampf ist vorüber, die Schlacht Mädchen wurden keine Papiere gefunden. Es ist 1,60 Meter groß, füche ist von 2 Uhr an geöffnet. Das Komitee hat alles gethan um ist geschlagen, der Sieg gehört der Socialdemokratie. Jeder ziel schlank und blond und hat ein schmales Gesicht. Der Anzug bestand den Teilnehmern einen genußreichen Abend zu verschaffen. Es wird bewußte Parteigenosse hat in diesem Kampfe feinen Mann gestanden. aus einem Hellgrauen Reformkleid mit rosa Ginfaz und einem hellerwartet, daß alle Freunde unsrer Sache nach Wochen hartet Arbeit Auch die Arbeiter- Radfahrer haben ihre Schuldigkeit gethan; tie grauen Basthut mit Blumen. Die Nachfragen der Charlottenburger gern dazu beitragen werden, durch zahlreichen Besuch dieses Fest vor den Wahlen bei der Flugblattverbreitung, sowie auch am Haupt- Striminalpolizei haben ergeben, daß das Liebespaar nicht lange vor gern dazu beitragen werden, durch zahlreichen Besuch dieses Feſt und Stichwahltage. Weit hinaus, in den abgelegenſten Orten, welche der That durch die Berlinerstraße gekommen und dann nach der zu einer wahren Siegesfeier zu machen. legitimiert. Der Vorstand. Johannisthal. Die Mitgliederversammlung des socialdemokrati schen Wahlvereins findet am Dienstag, den 7. B. M., abends 81 Uhr, im Lokal von Mertins, Roonstraße 2, statt. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Lokales. wegen schlechter Bahnverbindung von den Fußmannschaften schwer Zwei Selbstmordversuche hinter einander unternahm am Freitag abend in einem Wirtshaus der Friedrichstadt der 25 Jahre alte Student des Baufaches Heinrich Eichmann aus der Kleinen Hamburgerstr. 18. An einem entlegenen Ort erhängte er sich zuerst, wurde aber unmittelbar darauf von einem hinzutommenden Hausbiener losgeschnitten. Dann griff, er plöglich zu ſeinem Taschenmesser, um sich die Pulsader am linken Handgelenk zu öffnen. Bon der Unfallstation XIII in der Kronenstraße brachte ihn ein Koppscher Rettungswagen nach der Charité. Als Beweggrund zur That ist ein Krankheitsfall anzusehen. Wilmersdorf. Am Mittwoch, den 8. d. M., abends 9 Uhr, findet zu erreichen sind, haben die Radfahrer,„ die rote Kavallerie", den Stelle abgebogen ist, wo die Leichen gefunden wurden. Die beiden in Wittes Boltsgarten die regelmäßige Vereinsversamm bung Aufklärungsdienst" übernommen. Und wenn die Radfahrer an den jungen Leute scheinen ihre Heimat schon im Anfang dieser Woche des socialdemokratischen Wahlvereins statt, in welcher schönen Sonntagen in irgend einem dieser entlegenen Drte verlaffen zu haben. In Berlin haben sie gelebt, so lange die Mittel Genosse Dr. Alberty über: Folgen der Reichstagswahl" sprechen auf der Bildfläche erschienen, von ihren Rädern abstiegen, die reichten, und dann den verhängnisvollen Schritt gethan. Vorläufig wird. Zahlreicher Besuch ist dringend erwünscht. Gäste, auch Frauen, Flugschriften von Haus zu Haus trugen und manches auf hat die Behörde versucht, durch eine Drahtung nach Kottbus den haben Zutritt. flärende Wort an die armen Landproletarier richteten, dann waren sie Sachverhalt aufzuklären. 81 die Mariendorf und Umgegend. Am Dienstag, den 7. Juli, abends in den Arbeiterhäusern, wo ihnen manchmal das nadte Glend ent 8 Uhr, findet die Generalversammlung des Wahl gegen starrte, gern gesehene Gäste. Ganz anders lag natürlich die bereins im Lotale von Witwe Welt( H. Reichardt), Mariendorf, Sache bei den„ Gutsherren" und sonstigen Ordnungsstügen. Diese Feldstraße, Ede Ring- Chauffee, statt. Tagesordnung: 1. Bericht des schäumten vor Wut darüber, daß auch nun ihr schwärzeſter Winkel Borstandes. 2. Bericht der Revisoren. 8. Vereinsangelegenheiten. vom Licht, von den Lehren des Socialismus durchleuchtet wird. 4. Anträge. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Mitgliedsbuch Saben es doch einige dieser Ordnungshelden fertig gebracht, in ihrer ohnmächtigen Wut fich nicht nur an den Parteigenossen zu vergreifen, sondern auch ihr Eigentum, die Fahrräder, zu beschädigen und zu zerstören. Aber deshalb werden sich die Arbeiter- Radfahrer nicht beirren Tassen, sie werden bei den kommenden Wahlkämpfen sowie bei jeder sonstigen Agitationsarbeit wieder vollzählig ihren Mann stehen. Aber auch die Freude und Fröhlichkeit sollen nach gethaner Zu dem Eisenbahnunglück in Drebkau, dessen Urheber gestern Arbeit zu ihrem Rechte kommen. Am Sonntag, den 12. Juli, ver- geständig geworden war, wird weiter gemeldet, daß die That im anstaltet der Gau 9( Provinz Brandenburg) des Arbeiter Rausch geschehen sein soll. Jagel hatte mit fünf gimmerleuten einem Radfahrer Bundes Solidarität in dem Etablissement Richtfest beigewohnt und befand sich abends auf dem Rückwege nach Seeterrasse" in Lichtenberg, Röderstraße 6, ein großes seinem Wohnort Nadow bei Drebfau. Unterwegs trennte er sich von Gau Sportfest. Da wird es sich zeigen, daß die Arbeiter- den Begleitern und benutzte einen Feldweg an der Unglücksstelle Was den Bewohnern der feudalen westlichen Vororte der Radfahrer der Provinz Brandenburg im stande sind, auch auf radGrunewald, das ist für die mehr oder minder proletarischen Quar- sportlichem Gebiete ganz Bedeutendes zu leisten. Alles Nähere, das tiere Südwest- Berlins, namentlich der Tempelhofer Vorstadt, das Fest Betreffende ist aus dem heutigen Inserat zu ersehen; es wird Tempelhofer Feld. Wer nur gelegentlich einmal mit der Elektrischen alles aufgeboten werden, um das Fest zu einem wirklichen Volksfest das Feld durchquert, der ahnt freilich nicht, welche Reize diesem wohl 3 gestalten. Gleichzeitig sei bei dieser Gelegenheit auf das Bestehen des 600 Heftar großen kahlen Truppenübungsplaße innewohnen und Arbeiter Radfahrer Bundes Solidarität" hingewiesen. Tausende welche Anziehungskraft er auf die Bewohner der benachbarten Stadt und Abertausende von Sportsgenossen stehen dem Bunde noch fern. teile ausübt. Wer dagegen einmal eine Fußwanderung über das Wenn man in Betracht zieht, welche Vorteile der Bund für einen Feld unternimmt, etwa von Schöneberg aus bis Rigdorf, dem wird, billigen Beitrag( monatlich 20 Bf.) feinen Mitgliedern bietet, so wenn er nicht eine, allzu prosaische Natur, die Poesie dieser an sollte man annehmen, daß, i längst alle Sportsgenossen im garten nahe am großen Stern der 43jährige Kaufmann Robert scheinend so troftlos kahlen Fläche aufgehen. In der ersten halben über ganz Deutschland und ist in, 22 Gaue eingeteilt. Die Mit- Baſtian, der aus Mittweida, Ziehrerſtr. 5, erst zugereiſt war. Nähere Arbeiter- Radfahrerbund vereinigt hätten. Der Bund erstreckt sich Stunde wird er sich in eine große asiatische oder amerikanische gliederzahl beträgt ca. 15 000. Grassteppe verfest glauben, um alsdann, beim Durchwaten des Brandenburg, und zählt gegen 2000 Mitglieder. Auskunft wird er- find hier nicht bekannt. Ter Gau 9 umfaßt die Provinz Einzelheiten über seine Verhältnisse und den Anlaß zum Selbstmord Inöcheltiefen Sandes des Kavallerie- Uebungsplages, die überzeugende teilt von dem Gau- Vorsitzenden Karl Fischer, Berlin NW. 87, Wald- Beim Abspringen von einem in voller Fahrt befindlichen StraßenJllusion der Sahara zu erhalten. Und inmitten dieser Sandwüste ein straße 8. Auf, Sportsgenossen! Tretet ein in die Reihen der bahnwagen verunglückte gestern an der Ede der Staftanien- Allee und fleiner See, der Schlangen- oder Franzosenpfubl, an dessen Ufern fast Arbeiter- Radfahrer, schließt Euch dem Kunde an! Dderbergerstraße der Kaufmann Paul Röh, in Charlottenburg, Ein Luft- und Sonnenbad. M " vorbei. Obgleich er min zur Zeit des Unglücks an der Stelle gesehen wurde, wollte er von dem Vorgang nichts ahnen. In einem Kleefeld fand nun die Polizei die Spuren eines Mannes, der einmal langsam gegangen, dann aber gelaufen war. Jagel lief nach dem folgenschweren Streich nach Hause und legte sich zu Bett, fand aber teine Ruhe. Sein Gewissen trieb ihn, sich wieder anzufleiden und morgens um 3 Uhr noch im Drt umherzulaufen. Angesichts dieser Beweise fonnte 3. nicht mehr leugnen; er will geglaubt haben, daß die Maschine des Zuges die Schwvelle zurückstoßen würde. Mit Schwefelsäure vergiftet hat sich auf einer Bank im Tier Botsdamerstraße 29 wohnhaft. Beim Verlassen des Vorderperrons Nixdorf. Beim städtischen Arbeitsnachweis wurden| Patriot und stramm konservativer Wähler, auf der Straßenbahn. des von ihm benußten Wagens der Linie Charlottenburg- Pappel- im Juni von 159 Arbeitgebern zur Beschäftigung insgesamt 265 Er starb und wurde am 25. Juni, dem Tage der Stichwahl, be Allee fiel er so unglücklich, daß er mit schweren Kopfwunden nach Personen verlangt, darunter 45 weibliche. Verlangt wurden erdigt. Trotzdem hat" er" aber noch in der Stichwahl" gewählt"! der Charité geschafft werden mußte. 23 Handwerker, 21 Fabritarbeiter, 157 Arbeiter für die verschiedensten Einige Tage vorher wurde ein Staatsarbeiter ungewollt Zeuge rinnen für die verschiedensten Dienste, 1 Lehrling, 8 jugendDienste, 13 Dienstmädchen, 15 Fabrikarbeiterinnen, 17 Arbeite- folgenden Gesprächs zwischen zwei Ordnungsmännern: liche Fabritarbeiter und unter 16 Jahren. 10 weitere jugendliche Arbeiter Den verlangten 265 Personen standen Handwerker, Beim Angeln ertrunken ist Freitagmittag um 1 Uhr der 9 Jahre alte Schüler Otto Ruff aus der Insterburgerstr. 11. Sein Vater ist Schuhmacher und arbeitet in der Köpenickerstraße. Dorthin hatte ihm der Sohn das Mittagessen gebracht und war mit einem Altersgenossen auf einem Steinplatz der Michaelkirchstraße, der an die Spree stößt, angeln gegangen. Dabei glitt R. ins Wasser. Als sein Freund Ernst Kuli Hilfe geholt hatte, war die Leiche schon von einem Schiffer aufgefischt. Das Prozeßverfahren um das Haus Holsteiner Ufer 10, welches wegen drohender Einsturzgefahr vor etwa einem Jahre polizeilich gesperrt wurde, weil infolge von Rammarbeiten auf dem Nachbar grundstück das Haus sich gesenkt hatte, ist noch immer nicht beendet. Der Klägerin ist von den Gerichten nur ein Teil des geforderten Schadensersatzes zugestanden worden. Nachdem bereits zwei Jn stanzen sich mit der Klage beschäftigt haben, hat die Klägerin gegen das lettrichterliche Urteil wiederum Berufung eingelegt. Auch die Mieter, welche genötigt waren, die Wohnung plötzlich zu räumen, sind mit zum Teil nicht unerheblichen Schadensersatz- Ansprüchen hervorgetreten. Der gestrige Tag mit seinen 25 Grad Réaumur im Jahren. Sie wurde gestern nicht weniger als 36 mal alarmiert. Es ist dies ein Rekord, der so leicht nicht wieder erreicht werden dürfte. Die Mannschaften waren abends so erschöpft, daß die Leute fast umfielen. Die Offiziere waren denn auch über das Standhalten ihrer Leute, von denen sich keiner schlapp zeigte, des Lobes und der Anerkennung voll. 47 „ Na, ich denke, Sie sind schon weg aus Spandau". Antwort: Nein, ich reise erst am Freitag, denn ich muß doch noch für den alten Schobel stimmen!" 44 weib- Dieser Fall der konservativen Wahlfälschungen bildet nur einen gegenüber 475 arbeitsuchende Personen, darunter liche. Es waren 85 216 unqualifizierte Arbeiter aller Art, 6 Dienstmädchen, 17 Fabrik die Wahl Ehren- Paulis vorbringen werden! Pauli ist unter UmFabritarbeiter, Kleinen Bestandteil von der Fülle von Protestgründen, die wir gegen arbeiterinnen, 21 andre Arbeiterinnen, 1 Lehrling und 65 unquali- ständen in den Reichstag„ gewählt" worden, die einer Wahl in fizierte jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren. Arbeit nachgewiesen Buttkamerun in nichts etwas nachgiebt. wurde insgesamt 236 Bersonen, und zwar 18 Handwerkern, Feuerbericht für unsre Feuerwehr einer der heißesten seit wurde die Leiche der bejahrten Arbeiterin Marie Hübner. Die H. waltungsgericht anhängig. " Der Sportpart Friedenau hat für das große internationale Hauptfahren, welches am Sonntagnachmittag stattfindet, alle gemeldeten Flieger zunächst auf acht Borläufe verteilt, von denen i die ersten Zwei in vier Zwischenläufe und aus diesen wieder jeder Erſte in den Endlauf fommen, zu dem auch noch der Sieger des Hoffnungslaufes( für die Zweiten der Zwischenläufe offen) Startberechtigung erhält; vierzehn Läufe find also dazu erforderlich. Da es im Hauptfahren nur drei Preise giebt, so nehmen der Vierte und Fünfte am Trost fahren teil, in welchem alle unplacierten Fahrer konkurrieren können; aus vier Vorläufen wird immer der Erste zum Endlauf zugelassen. Für die Fahrer, die auch im Trost fahren nichts gewinnen konnten, ist wieder ein EntschädigungsBrämienfahren vorgesehen. Für alle Fahrer ist dann das Vorgabe fahren offen, in dessen drei Vorläufen Ellegaard, Schilling und Arend Malleute sind. Mit zwei äußerst scharfen Tandem-( Hauptund Prämien-) Rennen soll der intereffante Renntag beschlossen werden; in diesen treffen Ellegaard- Arend, Eros- Birio, Huber- Seidl und wahrscheinlich Mayer- Broka, Althoff- Conrad, Schilling- Kudela, Käfer- Peter zusammen. zur wurde " 21 Fabritarbeitern, 151 andren Arbeitern, 4 Dienstmädchen, Spandau. Wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz hatten sich 10 Fabrikarbeiterinnen, 16 Arbeiterinnen verschiedener Berufe, Liebknecht, Alb. Koniger und Franz Rieger zu verantworten. Der vor dem Spandauer Schöffengericht unsre Parteigenossen Dr. Karl 1 Lehrling und 15 jugendlichen Arbeitern unter 16 Jahren. Monat 63 Wohnungsanmeldungen zu verzeichnen, wovon 56 kleinere darmen es der Socialdemokratie unmöglich zu machen suchten, auf Der städtische unentgeltliche Wohnungsnachweis hatte im selben Anklage lag folgender Sachverhalt zu Grunde: Als in der verflossenen Wahlcampagne Amtsvorsteher und Gen Wohnungen bis zwei Zimmer mit Zubehör betrafen. Durch den darmen es der Socialdemokratie unmöglich zu machen suchten, auf dem platten Lande Säle für politische Versammlungen zu Nachweis vermietet wurden 16 Wohnungen. bekommen, da pachteten unsre Genossen einfach in verschiedenen Rigdorf. gestern nachmittag der Buyer Gustav Scheidner plötzlich um und unter freiem Himmel ein. Diese Versammlungen wurden jedoch in Auf einem Neubau in der Wildenbruchstraße fiel Dörfern je eine Landparzelle und beriefen auf diese Versammlungen war tot. Ein hinzugerufener Arzt konstatierte, daß der Bedauerns Falkenhagen und in Staten rundweg verboten; zur Zeit werte einem higschlag erlegen sei. Polizeilich beschlagnahmt ist die Angelegenheit des Verbots bei dem Ober- VerDr. Liebknecht war nun an follte aus ihrer Berlinerstr. 14 belegenen Wohnung mittels Kranken- geklagt, in einer dieser verbotenen Versammlungen als Redner wagens nach dem Rigdorfer Siechenhaus gebracht werden, starb aber aufgetreten zu sein. Rieger war angeklagt, weil er die beiden auf dem Wege dorthin im Krantenwagen. Da der hinzugezogene Versammlungen als Redakteur der„ Laterne" in dieser bekannt ge Arzt die Todesursache mit Sicherheit nicht feststellen konnte, wurde geben und zum Besuch aufgefordert hat, bevor die amtsvorsteherliche die Leiche polizeilich beschlagnahmt. Genehmigung zum Abhalten, der Versammlungen erteilt war, und Konizer hatte sich zu verantworten, weil er als Einberufer der Kinderspiele. Morgen Sonntagvormittag von 9-12 Uhr Fort- wurde der neugewählte Direktor Haberland eingeführt. Somit ist Auftrag zur Publikation gegeben! Zur Berteidigung Riegers und Wilmersdorf. In der letzten Sigung der Gemeindevertretung Faltenhagener Versammlung dem Mitangeklagten Rieger einen setzung der vom Turnverein Fichte" arrangierten und ge- die Zahl von 24 Vertretern erreicht. Für die Gründung einer Ober- Konizers führte Dr. Liebknecht aus, daß die bezügliche Bestimmung leiteten Kinderspiele. Versammlungsort für den Nordost- lehrerstelle am Bismarc- Gymnasium zum 1. April 1904 wurden die des Vereinsgesetzes nicht einmal jedem Juristen bekannt sei, wonach Bezirk: Landsberger Plag am Krieger- Denkmal; Spielplay: Sport- Mittel bewilligt. Zur Regulierung einzelner Straßenzüge wurden eine Versammlung unter freiem Himmel erst dann publiziert werden platz Friedrichshain. Versammlungsort für den Südost- Bezirk: 51 000 m. bewilligt. Desgleichen wird die Brandenburgische dürfe, wenn dieselbe vorher polizeilich genehmigt sei. Zu seiner Ober- Freiarchenbrücke am Schlesischen Busch; Spielplay: Treptower Straße, vom Fehrbelliner Plaz bis Cantenerstraße mit Vor- eignen Verteidigung führte 2. aus, daß er in der Falkenhagener Part. Versammlungsort für den Nord- Bezirk: Bahnhof Beuffel- gärten und Mittelpromenade angelegt. straße; Spielplag: Jungfernheide. Versammlungsort für Schön- wird in einen Schmuckplatz umgewandelt, sowie der angrenzende von dem Verbot und seinen Gründen in Kenntnis feßen wollte. Der Prager Platz Bersammlung" keine„ Rede" gehalten, sondern die Erschienenen mur Hauser Vorstadt am Ringbahnhof Schönhauser Allee. Versammlungs- Teil der Mozstraße provisorisch reguliert. Zur Besichtigung der Der Zeuge, Ober- Wachtmeister Thinius, mußte die Richtigkeit ort für Rosenthaler Vorstadt und Wedding: Bahnhof Gesund Städte- Ausstellung Dresden wurden 600 m. bewilligt. Genosse dieser Angabe zugeben. Das Urteil lautete für Liebknecht auf Freibrunnen, Eingang Fernbahnhof. Spielplatz für lettere beiden Ver- Silpert wurde in die Verkehrsdeputation und Genoffe Natusch sprechung, Konizer soll 30 M. und Rieger 60 M. zahlen! Der fammlungsorte: Sportplatz Norden, Behmstraße. Abmarsch von in die der Kochküche gewählt. Alsdann gab die Kommission Amtsanwalt hatte je 60 m. beztv. 150 M. beantragt! allen Plätzen: pünktlich 8 Uhr. Stadtwerdung einen Bericht über den Verlauf 25 Pfennig Sonntag im Zoologischen Garten! Der heutige der Sache. Das Erposé an den Minister des Innern, Spandau. Die Arbeiter Radfahrer, welche das heutige Sonntag, der erste im neu begonnenen Monat Juli, bringt die stets worin die Stadtwerdung dringend empfohlen, kam zur Verlesung. Radfahrer- Bezirksfest in Teßnows Boltsgarten besuchen, werden gevon den Massen der Weltstadtbevölkerung freudig begrüßte Ermäßi- Es wurde zum viertenmale die Erlangung des Städterechts beten, ihren Weg möglichst über den Spandauer Bod zu wählen gung des Eintrittspreises zu unserm prächtigen, einzig in seiner Art sowie Ausscheidung aus dem Kreisverbande beschlossen. Die an- und fich bis 2 Uhr nachmittags neben dem Lokal" Fräbes Neue dastehenden Garten, eine Gelegenheit, von welcher sicherlich auch geführten Gründe sind so bedeutsam, daß dem 42 634 Einwohner Welt"( furz vor Spandau) einfinden zu wollen, woselbst das Empfangstomitee anwesend sein wird. heute Tausende und Abertausende profitieren werden, um den herr- zählenden Drte wohl nichts mehr im Wege stehen kann. lichen Tierpark und seine zoologischen Schäße eingehend in Augen Gegen die am 28. Mai vollzogene Ergänzungswahl des In der Wohnung der Mutter erschossen hat sich in der Trunkenschein zu nehmen. Am Nachmittag findet ab 4 Uhr großes, von drei Kuratoriums für höhere Schulen protestiert, da heit der 28 Jahre alte Arbeiter Paul Witt aus der Florastr. 20 zu Militärkapellen ausgeführtes Promenaden- Konzert statt. Die viel eine Neuwahl vorzunehmen wäre. Es wurde bedeutet, daß es nicht Bankow. Er wollte seine Mutter in der Köslinerstr. 2 besuchen. Er besprochene Elefantenmutter mit ihrem saugenden, drei Monate alten Sache der Gemeindevertretung sei, gefaßte Beschlüsse aufzuheben, fand dort nur eine Frau vor, die bei der Mutter wohnt und schickte Sprößling wird heute zum letztenmal in der Arena beim Elefanten- wenn eine Minorität sich dadurch beeinträchtigt glaube. Vom fie nach Bier. Als sie auf dem Hof war, hörte sie einen Schuß hause zu sehen sein. Genoffen Natusch wurde erklärt, daß es uns, da wir auf einen fallen und fand W. bei der Rückkehr tot auf. Er hatte sich in die derartigen Siz keinen Anspruch erheben, gleichgültig sei, wer gewählt rechte Schläfe geschossen. Einen Grund weiß man nicht. Sein würde, es handle sich um eine reine Principienfrage. Stiefvater befindet sich in Dalldorf in der Frrenanstalt. Der Gemeindevorstand wurde ermächtigt, gegen die ungültigkeitserklärung der Gemeindewahlen vom Bezirksausschuß Revision einzu- Ein abscheuliches Sittlichkeitsverbrechen ist am Donnerstag bei legen, jedoch entscheidet über den weiteren Verlauf die nächste Potsdam auf der Saarmunder Chauſſee an der sechsjährigen Tochter Gemeindevertreter- Sigung. Genoffe Hilpert forderte, endlich Agnes des Abdeckereigehilfen Oberstädt verübt worden. Das Kind bie staffelförmige Erhöhung der Löhne der Gemeinde- Arbeiter herbei- befand sich auf dem Heimweg von der Schule und war bis hinter zuführen. Die Löhne hielten nicht Schritt mit den heutigen Bedürf- der Provinzial- Anstalt für Epileptische gelangt, als sich ein junger nissen, die Gemeinde sei verpflichtet, die Arbeiter demgemäß zu be- Mann zu ihm geſellte, welcher es unter dem Versprechen eines folden. Erwidert wurde, die Antworten der Nachbargemeinden ständen Stückchens Wurst in den Wald zu locken suchte. Die Kleine erklärte noch aus, im übrigen wäre es unrecht, eine Kategorie heraus- aber, fie müsse nach Hause und erzählte, daß sie auf der abseits von zugreifen, es feien 3z. B. auch die Volksschullehrer zu berücksichtigen. der Chauffee belegenen Abdeckerei wohne. Als nun in der weiteren Die nächste Sigung werde sich noch einmal mit der Sache beschäftigen. Umgebung kein Mensch zu sehen war, pacte der Unhold plötzlich das Gen. Natusch bemängelt, daß seit 2 Monaten vom Gewerbegericht Kind, schleppte es in ein nahes Roggenfeld, hielt ihm den Mund zu ein Urteil gefällt, dessen schriftliches Erkenntnis bis jetzt nicht in den und vergewaltigte es in abscheulicher Weise, um dann in dem nahen Händen des Klägers wäre. Demigegenüber wurde erklärt, daß die Wald zu verschwinden. Blutend traf die Kleine später daheim ein Sache nicht in die Gemeindevertretung, sondern vor die Aufsichts- und erzählte weinend, was ihr passiert war, wobei sie eine ziemlich behörde der Gewerbegerichte gehöre. genaue Personalbeschreibung von dem Thäter geben konnte. Der felbe trug einen granen mit weißen Tupfen durchwebten Anzug, Nowawes. In der am 1. d. M. abgehaltenen Sizung der dazu eine weiße Müge mit schwarzem Schirm. Der Mann ist fast Unfrer heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Buchhandlung dem Landtags- Abgeordneten Felisch, welcher die von der Gemeinde- an, daß der Thäter ein erst vor kurzer Zeit aus dem Branden Unfrer heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Buchhandlung Gemeindevertretung teilte der Amtsvorsteher mit, daß der Minister bartlos und macht noch einen jugendlichen Eindrud. Man nimmt Vorwärts bei über die illustrierte Wochenschrift„ In Freien Stunden" vertretung abgesandte Petition bezüglich höherlegung des Bahnkörpers burger Zuchthaus entlassener Arbeiter, welcher als Wilddieb bekannt auf den wir unsre Leser besonders aufmerksam machen. Die Zeit- in Nowawes- Neuendorf der zuständigen Stelle übermittelt hatte, dahin- wurde, ist. Die kleine Oberstädt will ihn in den Finger gebissen schrift ist bestrebt, die Schundromane aus den Arbeiterfamilien zu verdrängen, indem sie für den möglichst geringen Preis gute Romane gehend geantwortet habe, daß er die Berechtigung der Wünsche haben. Sie ist infolge des Verbrechens erkrankt. Die Recherchen nach der Betenten vorläufig nicht anerkennen fönne; es sollen dem Thäter verliefen bisher resultatlos. zur Unterhaltung und für die Belehrung bringt. In keiner Arbeiterfamilie sollte deshalb diese Zeitschrift fehlen. Wöchentlich erscheint jedoch noch einmal durch eine Kommission des Ministeriums die hiesigen Verkehrsverhältnisse geprüft werden. Von der Stadt ein Heft für 10 Pfennig. Potsdam war der Gemeinde Notates vor längerer Zeit ein Angebot auf Abgabe von elektrischem Strom für Licht und Kraft vom Potsdamer Elektricitätswerk gemacht worden. Da die GemeindePankow. In einer außerordentlich schwach besuchten Sizung vertretung dieses Angebot nur dann acceptieren wollte, wenn Sigung jeden Montag nach dem 1. und 15. des Monats bei Labert, die Potsdamer elektrische Straßenbahn bis Nowawes durch Markusstr. 14." Lese- und Diskutierverein Charlottenburg", von 8 Uhr der Gemeindevertretung( anwesend waren 15 Verordnete) wurde über den für die Interessen der Gemeinde tief einschneidenden geführt würde, Potsdam aber nicht darauf einging, wurden ab Boltshaus, Rosinenstraße. die Verhandlungen abgebrochen. Vor furzem hat fich Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster VorVerkauf des Gemeindegrundstücks Breitestraße 5/6 verhandelt. Das Potsdam wieder an den Gemeindevorstand gewandt mit der sigender: Julius Meier, Fichtestr. 27. Erster Kassierer: Seikrit, Fidicin Grundstück, welches im Etat mit 120 000 M. bewertet war, ſteht Erklärung, daß man geneigt ist, bei Abnahme von Strom die straße 16. Alle Renderungen im Vereinskalender find zu richten an Taut Gemeindebeschluß zum Verkauf. Es sind dafür auch elektrische Bahn bis hierher zu verlängern. Der Amtsvorsteher, welcher Gustav Schönthal, Mariannenplay 18. Abends 9-11 Uhr Uebungsstunde und schon Angebote gemacht worden, welche seiner Zeit abgelehnt wurden. Eine Offerte der Firma Jäger u. Blanken- der Vertretung dies zur Kenntnis brachte, bemerkt hierzu, daß die Berliner Damenchor Harmonie", Rosin, Schönholzerstr. 11.„ Männerchor " Freya I"( gemischter Chor), Rosenthalerbietet nunmehr für das 290% Quadratruten große Offerte der Bauverwaltung des Teltow- Kanals, welche eben- Diten", Blöger, Niggerſtr. 127. falls eine elektrische Centrale errichte, für die Stromstraße 57." Frisch auf I", Friedrichsberg, Grodauer. Frankfurter Unter Hinzuziehung sämtlicher UnGrundstück 105 000. " Solidarität", Augustin, Lindenstr. 69.„ Einigkeit III", tosten für Regulierung, Pflasterkosten, Steuern usw. würde die abnehmer allerdings etwas günstiger sei, im Interesse der Allgemein- Chaussee 135. Bimmerer" Quadratrute 422 M. fosten. Unfre Genossen, welch wiederholt in die heit sei aber unbedingt das Potsdamer Angebot vorzuziehen. Leider Rummelsburg, Valentin, Neue Prinz Albertſtr. 44. Maibund", Dalldorf, Stoll, mit aller Schärfe geführte Debatte eingriffen, stellten sich auf den konnte der Vertreter Potsdams teine Auskunft darüber geben, bis Friedrichsberg, Bipter, Frankfurter Allee 181. Reinickendorferstraße. Sängerschaft Fichte", Müller, Straußbergerstr. 6. Standpunkt, daß Gemeindebesitz der Gemeinde erhalten bleiben muß zu welcher Zeit der Bahnbau vollendet sein würde; da der Kaiser Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen und nicht in Privatbesitz übergehen darf. Die Grundstücke, auf wünscht, daß die Bahn nicht über die Potsdamer Lange Brücke geführt im Vereinstalender sind zu richten an Albert Ziebetrau, Berlin, wird, so muß erst ein neues Brückenprojekt ausgearbeitet werden. Die Butbuferstr. 44, 4 Treppen. Abends von 9-11 Uhr: Klub- Abend und welchen das jezige Rathaus steht, haben pro Rute 750 M. ge Vertretung erklärt sich damit einverstanden, daß die Verhandlungen so Aufnahme neuer Mitglieder: Blaue Schleife", Dembietti, Görlitzerstr. 52. toftet, das Eckgrundstück neben dem Rathause, welches lange ruhen sollen, bis der Vertreter Potsdams den Zeitpunkt" Gemütlichkeit IV", Frankfurter Allee 198. vor einiger Zeit gekauft ist, kostet per Rute 900 M. Das an zwei bestimmen kann, wann die Bahnverbindung mit Nowawes fertig- Borscheng, Frankfurter Allee 50. " Fliederduft II", August Merikaner", Müller, Landsberger Straßen liegende zum Verkauf stehende Grundstück, welches ebenso Recht merkwürdige Resultate hat die Allee 36. " Wasserturm", Wartenberg, Straßburgerstr. 40." Fidelitas", günstig liegt wie die beiden genannten Grundstücke, wird uns in gestellt sein soll. " Freie Männer", Stegliz, Markſteinſtr. 2.„ Eintracht", einigen Jahren sehr von Nuzen sein; im übrigen werden wir beim Submission über die Vergebung der Pflasterung der Luisen- Bankſtr. 52 a. Ebelingstr. 4." Abguß", Höchsteſtr. 30, Regalia", Drontheimerstr. 1 a. straße gezeitigt. Eingegangen find zwölf Offerten. Die höchste Landrat und Kreisausschuß sämtliche Hebel in Bewegung setzen, um Forderung, abgegeben von Schuffelhauer- Lichterfelde, lautete auf Schöneberg, Hauptstr. 97. 1902", Neu- Weißensee, Sedanstraße 35. Neues Leben", Hauser, den Verkauf zu hintertreiben. Genosse Eichler wies nach, daß man 7268,58 W., während die niedrigste, eingereicht von Markgraf- Spandau, straße 33. " Aroma", Händel, Reinickendorf, Gesellschaft " Freie Brüder", Blumenstr. 20.„ Lebensblüte", Nicft, bei dem Ankauf des Grundstücks, wo die Rute 900 M. toftet, pro nur 3131,85m. betrug. Schöffe Gorgas erklärt, daß der Baumeister bei Koppenstr. 17.„ Rote Rose", Lufatis", Reichenbergerstr. 133.. Frohes Jahr 2000-3000 m. zusetze, und dort, wo das zum Verkauf stehende der Ausschreibung seiner Ansicht nach einen Fehler gemacht haben muß und Leben", Laue, Bismarckstr. 10. Alter Stamm", Quäschning, Kottbuser Grundstück für uns kosten- und steuerfrei liege, folle es für stellt den Antrag, die Sache an die Wegekommission zurückzuverweisen Damm 18/19." Kolumbus", Conrad, Urbanſtr. 87. 403 m. verschleudert werden! Von den bürgerlichen Vertretern und erst in der nächsten Sigung die Arbeiten zu vergeben. Nachdem Central- Raucherbund. Zuschriften sind an Kleist, Rigdorf, Juliuswaren gegen den Verkauf die Herren Kretschmann und Pradel. Genosse Gruhl um Beschleunigung der Sache crsucht hat, wird der Straße 26, zu richten." Maiglödchen", Schöneberg, Gleditschstr. 19. Letzterer sprach sich ebenfalls energisch gegen den Verkauf aus. Geder guten Hoffnung", Salzwedelerstr. 15. Heiterkeit", Schöneberg, meindevertreter Steeger nannte unfern Genoffen Eichler einen Antrag angenommen und ist hiermit der öffentliche Teil der Sigung Akazienſtr. 14. Alpenrose", Schöneberg, Golzstr. 12. Arbeiter: Schwimmerbund. Buschriften find zu richten Lügner, da dessen Berechnungen unwahr seien. Auf Einspruch des erledigt. Vorfizenden nahm Steeger das Wort Lügner zurüd, während Eichler Spandau. Nach dem Muster berufsmäßiger Spizbuben, die das. Menschel, Neu- Weißensee, Langhansstr. 113.„ Vorwärts", abends 8 Uhr, Bolts- Badeanstalt an der Schillingsbrüde. den Beweis für seine Behauptungen führen zu wollen erklärte. Nach auf ihren Fersen befindliche Publikum irreführen, indem sie selbst Arbeiter- Radfahrerbund" Solidarität". Gau 9( Prov. Branden einer längeren Geschäftsordnungsdebatte, in welcher Genoffe Frei- Haltet den Dieb!" rufen, fabeln die konservativen und sonstigen burg). Alle Buschriften und Anfragen, den Bund betreffend, sind zu richten waldt auf den haltlosen Zustand hinweist, daß eine Vertretung von staatserhaltenden" Blätter zur Zeit von socialdemokraan den Gauvorsißenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Sonntag: 24 000 Einwohnern ohne feststehende Geschäftsordnung arbeitet, tischen" Wahlfälschungen, nur um damit die öffentliche Auf- Borwärts" in Eberswalde jeden ersten Sonntag, nachmittags 3 Uhr, Bliz" in Zehdenid jeden ersten Sonntam es zur namentlichen Abstimmung. Der Antrag unsres Ge merksamkeit von sich selbst abzulenten! Der„ Vorwärts" hat ja Restaurant Zur Kornblume". " Frisch auf" in Groß- Besten jeden noffen, das Grundstück principiell nicht zu verkaufen, wird jenem Schwindelgelichter bereits gedient; mer in Wirklichkeit schamloſe tag, vormittags 9 Uhr bei Schlegel. gegen fünf Stimmen abgelehnt, dagegen find außer unfren Wahlfälschungen verübt, davon hier ein auffälliges Beiſpiel von Abteilung der Berliner Einkaufs- Genossenschaft jeden Montag nach dem 15. Montag: Radfahrers Sonntag vor dem 1. bei Witme Rodominsti. Genossen die Herren Kretschmann und Pradel. Ein Antrag, zahlreichen andern: Berlin, Alexanderstr. 27. Frisch auf" in Spandau, jeden Montag nach dem das Grundstück nicht unter 110 000 m. zu verkaufen, wird mit neun Die Spandauer Wählerliste ist bekanntlich wohl beispiellos 15. Frobenstr. 12.- Kette" in Tegel jeden ersten und dritten Montag bei gegen sieben Stimmen angenommen. Damit ist der Verkauf für mangelhaft aufgestellt worden. Leute, die seit Jahren tot, oder P. Krauſe. 105 000 m. abgelehnt und bleibt der Verkauf der erneuten Be- bon Spandau verzogen sind, verzeihnet die amtliche Liste noch Gefang und gesellige Vereine. Sonntag: Vergnügungsklub schlußfassung der Gemeindevertretung vorbe- als Wähler. Viele find doppelt eingetragen und in einer ganzen Slub Neptun", abends 6 Uhr, Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Arion", abends 6 Uhr, Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Geselliger halten. Wie wir hören, sind bereits einen Tag nach der Sigung Anzahl solcher Fälle ist auch auch zu Unrecht gewählt worden. Montag: Sängerloge", Große Frankfurterstr. 146." Verein der von der betreffenden Firma 110 000 m. geboten worden. Ein Beweis, Desgleichen figurierten eine Anzahl Ausländer und Minder- Aquarienfreunde", Büdler- und Mustauerstraßen- Ede. Gesangs und daß das Grundstück einen höheren Wert hat und der Verkauf für jährige 2c. als Wähler und auch von diesen ist zum guten Teil gef. Verein zur Unterhaltung und Belehrung„ Empor",%, 10 Uhr, Büdlerden angebotenen Preis von 105 000 M. eine direkte Schädigung der gewählt" worden! Nun verunglückte etwa am 16. oder ftraße 43. Theater- und Vergnügungs- Verein Schiller", Paul Lerche, Gemeinde um vorläufig 5000 m. bedeutet hätte. 17. Juni der Arbeiter Star Shobel, bei Lebzeiten ein treuer Gleimstr. 63.- Statklub der„ Elenden", Wernau, Schwedterstr. 23/24. horn Hus den Nachbarorten. " Sigung haben Montag: Leje: und Diskutierklub ,, Moabit",( Außer an der Zahlabenden des Wahlvereins), Bachstein, Salzwedelerstr. 16.„ Leopold Jacoby", Aufnahme neuer Mitglieder." Tonblüte", Hentschel, Lübbenerstr. 18. " 5 " Rap an Verein für Gesundheitspflege des Volkes, Moabit. Jeden zweiten Montag bei Karl Fischer, Waldstr. 8. Juristischer Teil. A. N. 44. Schadensersatz verjährt in Ihrem Falle in 3 Jahren. Den Weg zur Erlangung des Armenrechts nebst Beispielen finden Sie in dem in den öffentlichen Bibliotheken ausliegendem" Arbeiterrecht" S. 348 und 429. G. G. 20. Eine Klage wäre aussichtslos, wenn nicht etwa im Vertrag der Wirt ausdrücklich eine Verpflichtung der gedachten Art übernommen hat. Bruno B. Das Verfahren kann innerhalb 5 Jahren wieder aufgenommen werden. Ihre Strafe ist erst dann verjährt. 2. 2. 129. lagen Sie auf Berichtigung des von Ihnen verauslagten Honorars bei der Aufsichtsbehörde: daß eine Notlage vorlag, müssen Sie beweisen.- P. B., Putbuserstraße. Es muß der volle Wert der gemalten Scheibe ersetzt werden. Samariter W. 87. Das Gesez zum Schutz des Genfer Neutralitätszeichens vom 22. März 1902 ist seit dem 1. Juli dieses Jahres in Kraft. Danach ist es verboten und eventuell mit Geldstrafe bis 150 Mark oder mit Haft bedroht, das in der Genfer Konvention zum Neutralitätszeichen erklärte„ Rote Kreuz" oder ähnliche die Gefahr einer Verwechselung begründende Zeichen zu geschäftlichen Zwecken oder zur Bezeichnung von Vereinen oder Gesellschaften oder zur Kennzeichnung ihrer Thätigkeit ohne Erlaubnis zu gebrauchen. Den Landes- Centralbehörden erteilt und darf Vereinen oder Gesellschaften nicht versagt werden, welche sich im Deutschen Reich der Krantenpflege widmen und für den Kriegsfall zur Unterstützung des militärischen Sanitätsdienstes zugelassen sind. Briefkaften der Redaktion. Konsumgenossenschaften Berlins und der Umgegend. Konsum- Charlottenburg, Englischestraße. 1. Eristiert. Fragen Sie bei berein Berlin Rigdorf( E. G. m. b. H.). Verkaufsstellen: 1. Rigdorf, cinem Buchhändler. 2. Una unbekannt. 3. Wenden Sie sich an den Ziethenstr. 31; 2. Büdlerstr. 38; 3. Faldensteinstr. 6; 4. Rigdorf, Hobrecht Musikalien- Verlag Günther in Dresden. straße 82: 5. Briz, Werderstr. 33; 6. Ober- Schöueweide, Edisonstr. 4: Angestellte der A. E. G. Anonyme Einsendungen können wir 7. Rigdorf, Rosenstr. 4, 8. Berlin, Stralauer Allee 20a; 9. Stegliz, Schloß- nicht verwenden. Ihnen kann aber geholfen werden, wenn Sie sich verstraße 87a; 10. Johannisthal bei Senftleben; 11. Treptow, Baumschulenweg 36. trauensvoll an den Vorsitzenden des Centralverbandes der Handlungs12. Groß- Lichterfelde, Dürerstr. 37; 13. Münchebergerstr. 32. Konsumgehilfen, Herrn W. Friedländer, Elsasserstr. 25, wenden. genossenschaft Berlin und Umgegend.( E. G. m. b. 5.): re 1. Swinemünderstr. 44; 2. Chorinerstr. 46; 3. Buttmannstr. 19; 4. Willdenowstraße 30; 5. Gartenstr. 3; 6. Moabit, Wiclefstr. 31; 7. Ebelingstr. 14; 8. Arndt- J. K. 35. 1. Ja. 2. Falls keine Vereinbarung über die Besichtigungsstraße 5; 9. Gräfeftr. 40; 10. Streuzbergstr. 36/38; 11. Tempelhof: Berlinerzeit zu stande kommt, so wird als angemessene Zeit vom hiesigen Gericht ftraße 76; 12. Schöneberg: Apostel Paulusstr. 27; 13. Gothenstr. 1; in der Regel 9 Uhr morgens bis 5 oder 6 Uhr nachmittags erachtet. 14. Weißensee: Friedrichstr. 12; 15. Langhansstr. 60. H. B. 2, S. D. Sachse, J. V., Templinerstr. 1. Nein. Konsum= berein Charlottenburg( E. G. m. b. H.): 1. Wilmers. Ja. Werkmeister. 1, 2, 3. Ja. 4. Sie könnten auf Rückgabe des dorferstraße 27; 2. Tauroggenerstraße 10; 3. Garde du CorpsSchuldscheines klagen: aber der Prozeß, Vergleich usw. giebt Ihnen hinftraße 15. Konsumgenossenschaft von Friedrichshagen längliche Sicherheit gegen etwaigen Mißbrauch des Schuldscheines. 5. Der und Umgegend( E. G. m. b. H.): 1. Friedrichstr. 98. – Konsum- Gerichtsvollzieher handelte dem Gesetz und seiner Verpflichtung entsprechend. Genossenschaft Adlershof( E. G. m. b. H.): 1. Hackenbergstr. 29. Am ehesten sparen Sie fernere nuklose Kosten, wenn Sie im Bureau des E. K. Gerichtsvollziehers zahlen. Berliner Konsumberein Verkaufsstellen: Michaelfirchplak 4, 1. Sie können durch Anfrage beim Krautstr. 7, Liebigstr. 7, Borndorferstr. 59, Emdenerstr. 45, Havelbergerstr. 6, Gericht erfahren, ob bei diesem Gericht ein Testament hinterlegt ist. Rostockerstr. 21; Rummelsburg: Türrschmidtstr. 6; Stralau: Stralauer Berstorbene kann aber ein Testament ohne Hinterlegung errichtet haben. Allee 17f; Lichtenberg: Frankfurter Chaussee 48/49, Mainzerstr. 4. Auf- 2. Bor Eröffnung des Testaments kann und darf Abschrift nicht erteilt nahmen werden in oben genannten Verkaufsstellen jederzeit vollzogen außer 2. Ja. Ohne mündliche Darlegung des Sonntags. Auskunft in Genossenschafts- Angelegenheiten erteilen die Vor- alles ist nähere Auskunft unmöglich. Der Wechsel verjährt vom Verfallstände der betreffenden Vereine. fage, nicht vom Ausstellungstage ab. Ihre Forderung ist nicht verjährt wenn fie in den letzten zwei Jahren anerkannt ist. 1 000 000. Nein 5. 10. Sie müssen eine schriftliche Eingabe an die Gefängnisdirektion Stationen H. 87. Wegen Steuerrüdstände, soweit dieselben sich auf keine richten. längere Zeit als drei Monate nach ihrer Fälligkeit beziehen, ist Lohnbeschlagnahme zulässig. Es muß aber bei Pfändungen auch in solchem Falle die für den Schuldner, seine Familie und sein Gesinde auf vier Wochen erforderlichen Nahrungs-, Feuerungs- und Beleuchtungsmittel oder, so weit solche Borräte auf zwei Wochen nicht vorhanden und ihre Beschaffung für diesen Zeitraum auf andrem Wege nicht gesichert ist, der zur Beschaffung erGegen diese Vorschrift scheint geforderliche Geldbetrag gelassen werden. fehlt zu sein. Legen Sie Beschwerde bei der Steuerdeputation ein. P. D. 34. Teilen Sie dem Die Kündigung ist nicht rechtmäßig. jebigen Administrator mit, daß Sie die nach dem Tode des früheren aglan- 1612-2gnilga bministrators unter dessen Namen Ihnen zugesendete Kündigung als rechtmäßig nicht anerkennen. A. 2. 28. Ein Klageanspruch auf Arbeiter- Skatbund Berlins und Umgegend. Buschriften sind zu richten an C. Duenkert, Marsiliusstr. 15 II. Ich passe", Vogel, Wrangelstr. 78. Central- Kranken- und Begräbniskasse für Frauen und Mädchen Deutschlands( E. H. 26.) Offenbach a. M. Verwaltungsstelle Berlin I. Montag, den 6. Juli, abends 82 Uhr: Hauptversammlung im Gewert schaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 7. Tagesordnung: 1. Wahl des Vertrauens arztes. 2. Wahl des Gesamt- Vorstandes. 3. Bericht über den Apotheken boykott. 4. Besprechung über die im Auguſt d. J. stattfindende außer ordentliche Generalversammlung in Dresden. 5. Verschiedene Kaffenangelegenheiteu. Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge werden in der Versammlung entgegengenommen. Inserate werden. H. B. 1. Nein. Der Die Erlaubnis wird von Witterungsübersicht vom 4. Juli 1903, morgens 8 1hr. Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C.= 4º R. Stationen Barometerftand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 16 of Do 405 14 1 halb bd. 19 1 bedeckt 15 2 heiter 4 heiter 2wolfig 17 Haparanda 755 S 17 Petersburg 760 S 4 heiter 18 Cort 3 wolfig 18 Aberdeen -bedeckt 16 Baris 766 S 769 S 1 heiter tvoltig 19 14 Swinemde. 763 23 Hamburg 763 23 Berlin 764 W NW Franks.a.M. 765 S München 768 Still Wien 763 Still Wetter- Prognose für Sonntag, den 5. Juli 1903. Ziemlich warm, vielfach heiter, aber veränderlich bei mäßigen westlichen Winden, etwas Regen und Gewitterneigung. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Wir weisen nochmals darauf hin, dass unser Die Expedition. Saison- Räumungs- Ausverkauf zu ganz aussergewöhnlich billigen Extra- Preisen nur bis Sonnabend, den 11. Juli, dauert. Lachmann& Scholz Turmstr. 76. Warenhaus Moabit. Ottostr. 1. Neue Welt Pankow, Roh- Tabak Hasenheide 108/114. Arnold Scholz. Sonntag, den 5. Juli: Gala- Specialitäten- Vorstellung. 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Berlag: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. bru Nr. 154. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ein Beitrag zun behördlichen Angriffen auf die Selbstverwaltung der Krankenkassen. Arbeitgeber und Arbeiter " Sonntag, 5. Juli 1903. Die Art und Weise, wie Herr Kauffmann seine persönlichen Am 9. März beurlaubte die Aufsichtsbehörde Herrn Kauffmann, Interessen durch Verträge wahrnahm, deren Rechtsgültigkeit hier da- enthob ihn seiner kommissarischen Stellung und setzte den Vorstand hingestellt bleiben mag, erregte längst den Unwillen vieler Mitglieder, wieder ein. Wie es in Vorstandssigungen herging, erweist der kürz der sich auch in erregten Versammlungen kundgab. In welchem Miß- lich von uns mitgeteilte Prozeß, in dem festgestellt wurde, daß verhältnis das Gehalt zu dem Kassenvermögen steht, ergiebt z. B. auf des Rendanten Kosten Bier, Schnaps, Cigarren Die Krankenversicherungs- Novelle enthielt erhebliche Angriffe auf der Etat für das Jahr 1897: einem Gesamt- Etat von 68 445 M. und Cigaretten Vorstandsmitgliedern offeriert die Selbstverwaltung der Krankenkassen. Dem Vorgehen der social- standen persönliche Verwaltungsausgaben der Kasse in Höhe wurden. demokratischen Fraktion gelang es, der Novelle die Hauptgiftzähne von 10 294 m.( darunter das Gehalt mit 5000 M.) und nur Versuche des Herrn Kauffmann, auch seinen Nachfolger durch auszubrechen und darüber hinaus einen Schuß gegen Uebergriffe 4999 m. 60 Bf. für ärztliche Behandlung gegenüber. die Aufsichtsbehörde" einsetzen zu lassen, mißlangen. Wohl aber von Aufsichtsbehörden durch Einführung des Verwaltungs- Von Kassenmitgliedern wurde außerdem über schlechte Be- gelang es feinen Bemühungen, der Generalversammlung streit Verfahrens gegen Anordnungen der Aufhandlung und vieles andre geklagt. die Absezung der Vorstandsmitglieder zu unters fichtsbehörden zu schaffen. Wie dringend notwendig solcher Die Misstimmung gegen Herrn Kauffmann wuchs von Tag zu fagen, die seinem Wunsche entsprechend Vorstandssitzungen durch Schuß ist, zeigt der Fall Kauffmann aus der Lichtenberger Tag: ein Teil der Mitglieder meinte, ihr Fernbleiben vereitelt hatten. Nach lebhaften Kämpfen beschloß Drts Krankenkasse. Dieser Fall ist typisch für Mißstände, es nüße ein Vorgehen gegen Herrn Kauffmann ja doch die Generalversammlung und der Vorstand, die Pensionierung nicht die durch Nichtwahrnehmung der den Kaffenmitgliedern zustehenden nichts, die Kasse werde ihre beschämend niedrigen Leistungen anzuerkennen, Herrn Stauffmann aber wegen der in seinem gesamten Rechte und durch Besetzung des Postens eines Rendanten mit und die hohen Verwaltungskosten wohl beibehalten, weil Verhalten liegenden groben Pflichtwidrigkeiten seines Amtes zu ehemaligen Beamten entstehen können. Eine etwas eingehendere Herr Kauffmann es verstanden habe, durch alte Freundschaften entlassen und ihm weder Gehalt noch Pension zu zahlen. Auf Anrufen Schildering des Sachverhältnisses erscheint deshalb zweckmäßig. mit einflußreichen Persönlichkeiten und durch Anstellung eines aus des Herrn Kauffmann schritt daraufhin die„ Aufsichtsbehörde" mit einer Kauffmann war Umtsvorsteher und Oberförster des Grafen dem Staatsdienst entlassenen Schwagers, des einflußreichen Ge- Anordnung ein, dem Generalversammlungsbeschluß keine Folge zu von Rebern zu Lanke. Vom Grafen von Redern wurde er entlassen, meindebureau- Vorstehers Meier, sich nach oben so zu stellen, daß geben und an Kauffmann allmonatlich die Pension erftritt aber gegen diesen eine ihm noch heute zustehende Pension ihm stets recht gegeben würde. Ein andrer Teil der Mitglieder zu zahlen. Für Nichtbefolgung dieser Anordnung drohte von 3000 Mark jährlich. Außerdem steht ihm eine Jahres- Unfall- war der Ansicht, daß es Recht und Pflicht der Mitglieder und des fie Geldstrafen, eventuell Haftstrafen den Vorrente von 1300 Markt jährlich zu. Dieser Mann wurde durch den Vorstandes sei, Schädigungen der Staffe entgegenzutreten. Diefer it and smitgliedern an. Die Vorstandsmitglieder lehnten Einfluß seiner konservativen Freunde im Jahre 1890 als Rendant Teil der Mitglieder war der überwiegend größere. selbstverständlich eine Befolgung dieser behördlichen Einmischung in der Lichtenberger Orts- Krankenkasse angestellt. Der Vertrag Als Herr Kauffmann sah, daß sein Einfluß nicht mehr aus- civilrechtliche Verhältnisse zwischen der Kasse und ihrem früheren fette für ihn als Gehalt bei achtstündiger reiche, um ihm mißliebige Wahlen eine solche war für ihn die Rendanten ab. Zweifellos steht der Aufsichtsbehörde nur die UeberArbeitszeit 7% Proz. der Brutto- Einnahme fest. des Arbeitgebers Herrn Koch zum stellvertretenden Vorsitzenden- wachung der Wahrnehmung der öffentlichen Interessen Im Jahre 1894 wurde der Vertrag dahin geändert, daß Herr zu verhindern, wurden eine Anzahl Mitglieder des der Kasse zu, und steht ihr, abgesehen von dem im§ 58 Stauffmann berechtigt sein solle, den Vorstand zu ver- Vorstandes veranlaßt, den Vorstand beschluß des Krankentassengefeßes geregelten Fall, niemals ein Recht auf treten, daß er auf Lebenszeit mit Pensions- unfähig zu machen, um die Wahl des Herrn Koch Erzwingung vermeintlicher Verpflichtungen der Kaffe gegenüber berechtigung und Nelittenversorgung angestellt zu hintertreiben. einem außer oder es sich werde. Im Jahre 1895 wurde beschlossen, das Ge= Dieſer Blau gelang Leiber. Nunmehr veranlaßte in Pentanten anbelt, ber in liebenswürdigſter Weiſe Vier halt auf 6 Prozent der Brutto- Einnahme festzusetzen, err Stauffmann bei der Aufsichtsbehörde, den Schnaps, Cigarren und Cigaretten den Vorstandsmitgliedern dem Kauffmann aber als Minimalgehalt 3600 Mark zu gesamten Vorstand zu entsetzen und ihn zum tommissari- freiſtellt. Der Regierungspräsident hat trotzdem gegen garantieren. Am 30. April 1901 ließ sich Herr Kauffmann zum fchen Verwalter zu ernennen. zu Er wurde am 28. Mai 1902 Vorstandsmitglieder entscheiden müssen geglaubt. Generalvertreter mit der Befugnis bestellen, jede Rechts- zum Kommissar auf Grund des§ 45 K.-V.-G., letzter Absatz, er- weitere Beschwerde wird ja bei dem flaren Wortlaut handlung, welche der Kassenvorstand oder dessen Vorsitzender nannt. Zu seiner Vertretung wurde zu wiederholten Malen Herr des Gesetzes Erfolg haben. Erwarten vornehmen könnte, an deffen Stelle wahrzunehmen. Unter dem Gemeindebureau- Vorsteher Meier auf Kosten der Kasse bestellt. nicht der Fall sein, so bietet ja vom 1. Januar 1904 ab endlich das 30. April ließ sich ferner Herr Kauffmann einen alljährlichen Jahres- Während dieser Kommissariatszeit reichte Herr Kauffmann bei Verwaltungsstreitverfahren die Möglichkeit, gegen derartige behörd urlaub von vier Wochen zubilligen. Unter dem 1. September 1901 der Aufsichtsbehörde den Antrag ein, ihn zu pensionieren. liche Eingriffe in das Selbstverwaltungsrecht der Kaffen Schutz zu wurde an Stelle des nach dem Bruttogewinn festgesezten Gehalts Die Aufsichtsbehörde nahm an, der p. Kauffmann fei„ infolge Nerven- bieten. Der Kaffe ist im Interesse der allgemeinen Entwicklung der das Gehalt auf 5000 bis 6500 m. jährlich, Pension von 2000 bis schwäche 2c. für die Stelle als Rendant nicht mehr dienstfähig" und Stassenverhältnisse zu wünschen, daß ihre Mitglieder endlich durch 2500 M. nebst Witwenpension von 1250 M. festgesezt. Im Oktober verfügte unter dem 2. Februar in Wahrnehmung der Ge- alle Instanzen energisch ihre Rechte wahrnehmen und die Kasse nicht 1901 ließ Herr Kauffmann sich das Recht einräumen, sich selbst auf schäfte des Kassenvorstandes" seine Pensionierung zu einem Versicherungsinstitut für ehemalige Amtsvorsteher degradieren drei Tage zu beurlauben und sich vertreten lassen zu können. zum 1. April 1903, beließ ihn aber als Kommissar. lassen. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 5. Juli. Anfang 7%, Uhr: Neues Operntheater. Boccaccio. Montag: Die Puppe. Westen. Alt- Heidelberg. Montag: Hunderttausend Thaler. Central. Pick und Pocket. Montag: Dieselbe Borstellung. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Im weißen Rößl. Montag: Gefchloffen. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.) Der Raub der Sabinerinnen. Montag. Dieselbe Borstellung. Berliner. Traviata.( Gast Prevosti.) 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Wochent. 5 Uhr, Sommt. 4 11hr. l WINTEL BARTEN 8 765 Neues Programm: Die zwei Paulis, Drahtseilkünstler. Lorraines lebende Bilder. Peschkoffs russische Tanztruppe. Miss Votana, Schulreiterin. Charl. Baron, komische Dressur. Charles Hera, Jongleur. Miss Diana, amerikan. Spiegeltänzerin. Die Scandias, Trapezkünstler. Elimanns Tyroler Truppe. Mile. Derminy, Pariser Sängerin. O'Neil u. Thorp, Excentrics. De Toma, Akrobaten. Eleanor Kent, amerik.Sängerin. Der Biograph. Schluss der Saison 15. Juli. 馆 und Ball. Montags: Hamburger Sänger. Freitags: Norddeutsche Sänger. Bei ungünstiger Witterung im Saale. Nachher: Kränzchen.[ 23915 Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Orchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theater und SpecialitätenVorstellung. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ede Alexanderstr. Tägl. Jm herrl. Garten: Tägl. Grossart. Programm. Elly Deliasey, Eugen Milardo, Mac Harry Trio, Miss Bella Field, Lola u. Paulo Delboe, Rud. Schaup. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Anfang 8 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Sollte das wider Sanssouci. die Die Täglich im Garten: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anfang: Sonntags Konz. 5 Uhr, Borstell. 7 Uhr. Wochentags: Konz. 6 Uhr, Vorstell. 8 Uhr. Sonnt., Mont. u. Donnerst. nach der Soiree: Tanz. Urania. Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest lichkeiten und Versammlungen. 19992* C. F. Walter. Schloss Weissensee. ,, Zum Sternecker", Inhaber: C. Koch. Täglich: Grosse Theater- Specialitäten- Vorstellung. Riesenprogramm, 40 Nummern. 3m Bal champêtre: Grosser BALL. Illumination der Fontaine lumineuse. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfrendenfest mit Gratis- Verlosung. Jeden Donnerstag: Grasses Monstre- Elite- Feuerwerk u. Doppelkonzert. Jeden Sonntag: Grosses DOPPEL- KONZERT. Kaffeeküche.- Volksbelustigungen aller Art. 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Anfang 4 Uhr. Mittwoch, den 8. Juli a. c.: Kinderfest, Konzert und Ball. 2383b H. Stein. Liebes- Insel, Stralau. Romantisch, historisches Restaurant an der Spree und dem Rummelsburger See gelegen. Gesunder Aufenthalt. Vorzügliche Küche, Biere und Weine. Eine Minute von der Untergrundbahn entfernt. Freie Ueberfahrt von Rummelsburg und Stralau 18932* 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Süd- Ost. Sonntag, den 12. Juli 1903: Grosses Sommer- Fest arrangiert von den Parteigenossen des Kreises. Treptow Treptow bei Herrn Karl Joel, Victoria- Garten, bei Herrn Karl Ludwig, Park- Restaurant, Köpuider Landstr. 21-22. Köpnicker Landstr. 25-26. In beiden Lokalen: Grosses Konzert. Kinderspiele, Kasperle- Theater und Fackelzug. Jedes Kind erhält am Eingange des Lokals eine Stocklaterne gratis. In beiden Sälen: Grosser Ball. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. In beiden Lokalen: Großes Kegelschieben. Den geehrten Damen ist die Kaffeeküche frühzeitig geöffnet. Staffeekochen 1 Liter 60 Pf. 1/2 Liter 35 Pf. Eröffnung nachmittags 2 Uhr.- Anfang nachmittags 3 Uhr. Eintrittspreis 20 Pf. Zahlreiche Beteiligung erbittet Das Komitee. Zur Reichstags- Wahl 1903. Grosses Sieges- Fest 222/19 heute Sonntag, den 5. Juli, in der Seeterrasse Lichtenberg, Röderstr. 6, arrangiert von den Parteigenoffen Lichtenbergs. Grosses Instrumental- Konzert. Theater- Vorstellung. Vorführung des Kinematographen. Fackelpolonaise, wozu jedes sind eine Stoďlaterne Grosses Pracht- Feuerwerk. Raffeneröffnung 2 Uhr. Anfang 3 Uhr. gratis erhält. Grosser BALL. Entree 20 Pf. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Sonntag, den 12. Juli 1903: Das Komitee. Umg. Provinzial- Sängerfest in Nanen ( Schüßenhaus). Maffen- Gefang und feftzug. Die Vereine werden ersucht, sich zahlreich daran zu beteiligen. Festgesang" von Uthmann, Riederluft"," Empor zum Licht"," Bruderlied". NB. Abfahrt Lehrter Bahnhof Sonntag früh 6.52, 7.30, 9.45. Volkshaus Charlottenburg Rosinenstrasse 3 Sonntag, den 5. Juli 1903 Gesungen werden folgende Lieder: Das Komitee. 16/10 Alhambra Wallnertheater- Str. 15. Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra Ball bei doppelt besetztem großen Orchester. Anfang 5 Uhr. Entree intl. Tanz Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Sieges- Feier E veranstaltet vom Socialdemokratischen Wahlverein in den Gesamträumen des Volkshauses. 250/ 13* Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung namhafter Künstler und der gesamten ArbeiterGesangvereine Charlottenburgs. Prolog gesprochen vom Genossen Dr. Alberty. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil. Nachmittags 4 Uhr: Gartenkonzert. Raffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Eintritt 25 Pf. Kinder frei. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Industrie- Festsäleg Beuthstrasse 19/20( früher Cohn). Nach vollständiger Renovierung Eröffnung Anfang August. Säle, 150, 250 bis 1000 Personen fassend, mit und ohne Theaterbühne, stehen den geehrten Vereinen und Gesellschaften zur Abhaltung von Hochzeiten, Vereinsfestlichkeiten, Versammlungen etc. zur Verfügung. Durch allerbeste Bewirtung und Bedienung, sowie grösstmöglichste Coulanz hoffe ich bald die Zufriedenheit der mich Beehrenden zu erlangen und bitte daher um geneigten Zuspruch. 1877L* Bestellungen für die bevorstehende Saison werden jederzeit entgegengenommen. Ergebenst Max Wendt, früher langjähriger Geschäftsführer Segler- Schloss", Hankels Ablage. Amt IV. 1278. Treptow. Bade's Volksgarten Parkstraße. Haltestelle d. elektrischen Strassenbahn( Siemens). Seben Sonntag: Specialitäten- Vorstellung. Entree fre Kaffeeküche. Im vergrößerten Parkett- Spiegeljaal: Ball. Vereinen zu Sommerfesten bestens empfohlen. 10532* Mente's Volksgarten Eingang auch Sichtenberg, Roederstr. 35/36( andsberger Chauffee 25 000 Personen fassend. 8900 Sigpläge. Sehenswertes Etablissement u. Promenadenpark. Jeden Sonntag grosses Konzert und Hamburger Sänger. Im Riesensaale: Ball, Direktion: Steidl- Wolf, Tanzmeister W. Bauer. Sonntag, den 28. Juni und 5. Juli 1903: Bombardement von Sebastopol u. Sprengung des Malakofturmes. Grosses pyrotechnisches Schauspiel, ausgeführt vom Kunstfeuerwerker Herrn Ofto Massuthe. 2123b* Kaffee- Küche.* Drei Kegelbahnen beleuchtet). Anfang 4 Uhr. Eintritt 10 Pf. Kinder frei. 19982* A. Zameitat. Johannisthal. Raus Park- Restaurant. Arbeiter- Skatbund Berlins und Umgegend. Heute, Sonntag, den 5. Juli: Sommer- Fest in den gesamten Räumen des Etablissements Buggenhagen, am Moritz- Platz. Grosses Garten- Konzert unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Liberté",( M. d. A.-S.-B.) Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im grossen Saale statt. Grosser Ball. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets a 25 Pf. sind an der Kasse zu haben. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Delegierten- Sitzungen finden stets am Freitag nach dem 1. jeden Monats bei Lier, Alte Jakobstrasse Nr. 119, statt. Klubs, welche dem Bunde beitreten wollen, werden ersucht, Delegierte zu [ 2374b] Der Vorstand. entsenden. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins u. Umgeg. Sonnabend, den 11. Juli 1903: 21. Stiftungs- Fest in den Gesamträumen des Etablissements friedrichshain, Am Friedrichshain 22-29, = berbunden mit Konzert, Specialitäten Vorstellung, Kinder- Fackelpolonaise und Festrede, gehalten vom Kollegen Heinrich Metzke. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. Damen- Billet 30 Pf. Tanz. 129/16 Artistische Leitung: Berliner Ult- Trio. Herren- Billet 50 Pf. NB. Beim Eintritt erhält jedes Kind einen Bon für eine Stoclaterne und Müße. Dieselben werden in den Bausen ausgegeben. Die Kaffeeküche steht von 3 Uhr ab zur Verfügung. Bei schlechter Witterung findet die Borstellung im Saale statt. Billets find in allen Zahlstellen des Vereins sowie im Bureau, Stralauerstr. 48, zu haben. Das Komitee. Gau 9. Provinz Brandenburg. Arbeiter- RadfahrerBund Solidarität. Sonntag, den 12. Juli, im Etablissement Seeterrasse, Lichtenberg, Röderstr. 6: Grosses Gau- Sportsfest= Gesangs- Aufführungen. bestehend in Grossem Doppel- Konzert. Specialitäten- und Theater- Vorstellungen. ( Reigenfahren 2c.) der Bundes- Vereine. Großes Land- und Wasser- Feuerwerk. Kinder- Fackelzug. In beiden Sälen: Grosser Ball. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Sportliche Aufführungen Jedes Kind erhält eine Stodlaterne gratis. Anfang des Konzerts früh 8 Uhr. Entree 20 Pf. 12/17 Das Komitee. Central- Verband der Handels-, Transportund Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin I. Engel- Ufer 15 II, 3immer 16. Telephon: Amt VII, Nr. 3348. Sonntag, den 12. Juli 1903: Gr. Volks- Sommerfest in H. Mentes Volksgarten, Lichtenberg, Röderstr. 35-36 ( zwischen Hohenzollern- und See- Terrasse( 25 000 Personen fassend), zweiter Eingang Landsberger Chauffee). Großes Konzert, Vorstellung der Hamburger Sänger, Ball, Preis- Kegelschieben, Puppenund Kasperle- Theater, großes Reigenfahren, ausgeführt vom Arbeiter- Radfahr- Verein„ Vorwärts", Fackel- Polonaise, wozu jedes Kind am Eingang eine Stoclaterne gratis erhält. Großes Brillant- Feuerwerk.- Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2 Uhr ab zur Verfügung. Zum Schluß: Kassen- Eröffnung 2 Uhr.- Anfang des Konzerts 4 Uhr. bei sämtlichen Betriebs- Vertrauensleuten zu haben. Billets an der Kaffe a 25 Pf. Freunde und Gönner sind hierzu freundlichst eingeladen und als Gäste sehr willkommen. Einen recht zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung Berlin I. Kaffeeküche.- Kegelbahn. Aus Billets a 20 Pf. find in Bureau Engel- Ufer 15, Zimmer 16, sowie in allen Zahlstellen, bei den Bezirksführern Jeden Sonntag: Grosser Ball. spannung. 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Städtische Arbeiter Lederarbeiter Maler Eingeschriebene Von Arbeitgebern In Arbeit 102 98 arbeitsuchende Personen 3770 berlangte Arbeitskräfte 2027 gebrachte Personen 1851 222 61 23 aliad 22 1051 660 532 357 201 172 Klempner 130 48 1942 Tapezierer 163 72 70 Buchbinder 375 301 Weibliche Personen 366 421 245 Insgesamt: 5995 3855 3243 Schloffer Socialdemokratischer Verein 211 im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreise. Donnerstag, den 9. Juli 1903, abends 81, Uhr, bei Leydecker, Sophien- Straße Nr. 34: Versammlung Tagesordnung: 1. Was lehrt uns die lekte Reichstagswahl? Referent: Reichstags- Abgeordneter Genoffe Rob. Schmidt. 2. Diskussion. 3. Partei und Vereins- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen ist Pflicht der Genossen. Siegesfeier des V. Kreises 245/9 am Sonntag, 19. Juli cr., in Mentes Volksgarten, Frankfurter Chauffee. bei den Abteilungs- und Plakaten belegten Stellen. Vorwärts". Für MassenDer Vorstand. Billets a 20 Pf. auf allen Zahlstellen, Bezirtsführern, beim Staffierer und auf den mit Eingehendes Programm noch vorher durch den besuch ist zu agitieren. Aufruf Bom Oktober 1903 an foll in einer größeren Stadt des deutschen Ostens eine politische, speciell antiagrarische Zeitschrift erscheinen, die für den gesamten Osten Deutschlands bestimmt ist und den Hauptzweck hat, zur Weckung und Hebung des Ostens nach Möglichkeit beizutragen. 24005 Wer geneigt ist, als Mitarbeiter oder finanziell sich an der felben zu beteiligen, wird gebeten, zweds näherer Mitteilung und unter Darlegung der Bedingungen feiner Beteiligung ein Schreiben an die Geschäftsstelle dieses Blattes unter der Chiffre„ Ostelbien" zu richten. Konfektions- Arbeiter und Arbeiterinnen des Nordens! Die in der Nr. 27 des Anzeigenblattes für Schneider 2c." zu Montag, ben 6. Juli, im" Swinemünder Gesellschaftshaus", Swinemünderstraße 42, angekündigte öffentliche Versammlung findet nicht an diesem Tage, sondern Dienstag, den 7. Juli, statt. 163/1 Der Einberufer. Musikinstrumenten- ArbeiterFachverein. Montag, den 6. Jult, abends 8%, Uhr, bei Graumann, Raunhnstr. 27: Werkstatt- Delegierten- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag über: Welche Wege schlagen wir in Zukunft bei unsrer gitation ein". 2. Diskussion, 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 141/20 Aus der Frauenbewegung. Sonntag, 5. Juli 1903. bei den Wahlen die Kastanien aus dem Feuer zu holen und schwenkten dann nach den Wahlen geschlossen wieder hinter ihre Kochtöpfe ein? Wirklich nüßen können einer Partei nur die Frauen, Nationalliberale Begeisterung für die Frauenemancipation. Das verständlich der Wunsch auf, da sie den Männern ebenbürtig welche politisch denken gelernt haben und in diesen steigt ganz selbstthatkräftige Eingreifen unsrer Genoffinnen in den verflossenen Wahl- sind, auch als ebenbürtig behandelt zu werden; sie werden das tampf hat nicht nur den Neid unsrer Gegner erweckt, sondern ihnen Wahlrecht auch für sich in Anspruch nehmen wollen. Sind die auch die Augen darüber geöffnet, wieviel politische Energie sie durch bürgerlichen Parteien nicht geneigt, den Frauen in dieser Beziehung fortgesetzte Bernachlässigung der Frauenbewegung in ihren Reihen entgegenzukommen, so werden sie auch bei der nächsten Wahl mit haben brachliegen laffen. In einem Artikel über die social- Neid die bis dahin noch verstärkten Amazonen- Bataillone der demokratische Frauenbewegung schreibt die„ Magdeb. Ztg.": Socialdemokratie aufmarschieren sehen. unter den Rekruten der " Je mehr voraussichtlich die socialdemokratische Frauen- felben vielleicht gar die besten der bürgerlichen Frauen, die sich zur agitation zunehmen und je größere Erfolge sie demgemäß er- Socialdemokratie flüchteten, um mit deren Hilfe die Gleichberechtigung zielen wird, umso ernsthafter sehen sich die bürgerlichen mit der Männerwelt zu erringen, welche ihre Klaffengenossen ihnen Parteien vor die Frage gestellt, ob sie nicht ihrerseits der vorenthielten. socialdemokratischen Frauenagitation durch entsprechende Organisollen. sation der bürgerlichen geeigneten weiblichen Kräfte begegnen Johannisthal. Der Verein für Frauen und Mädchen hält am Montag, den 6. Juli, abends 81/2 Uhr, seine Mitgliederversammlung Sehr schön! Dann müßten aber auch die bürgerlichen Parteien im Lokal von Franz, Nieder- Schönewveide, Grünauerstr. 5, ab. Auf den Frauen etwas bieten. Oder glaubt man, die Frauen, welche der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genossen Gerber über: von den Männern zur politischen Bethätigung herangeholt werden, Frauenorganisation". Außerdem Vereinsangelegenheiten. begnügten sich damit, für die nationalliberalen Herren der Schöpfung " Deutscher Metallarbeiter- Verband. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Verwaltungsstelle Berlin. Montag, den 6. Juli 1903, abends 8% Uhr: Fernsprecher Amt VII, 353. Konferenz der gesamten Vertrauensleute Berlins im Gewerkschaftshause, großer Saal. Tagesordnung: Die Beschlüffe des Verbandstages. Ohne Mitgliedsbuch und Karte tein Zutritt. Mittwoch, den 8. Juli 1903, abends 8½ Uhr, in den Germania- Festfälen, Chauffeeftr. 103: Generalversammlung der Verwaltungsstelle Berlin. Tagesordnung: 1. Bericht vom Verbandstag. 2. Die infolge der Verbandstagsbeschlüsse notwendigen Aenderungen des Drtsstatuts. 3. Er gänzungswahlen zur Ortsverwaltung. 4. Wahl der Gauleitung für den dritten Bezirk.- Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Central- Verband der Maurer etc. Sektion Putzer. Mittwoch, den 8. Juli, abends präcise 7 Uhr: Mitglieder- Versammlung in den Arminhallen", Kommandanten- Straße Nr. 20. " Tages Ordnung: 2. Unfre jebigen Arbeitsverhältnisse gegenüber andren Berufsgruppen. 3. Verbandsangelegenheiten. 1. Stellungnahme zu dem Antrag Winzler bez. Auflösung des bisherigen Bureaus. In Anbetracht der wichtigen, die Lebensinteressen unsrer Organisation berührenden Tagesordnung erwartet pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Mitglieder 133/19 Die örtliche Verwaltung. J. A.: H. Neumann. Achtung! Maurer! Mittwoch, den 8. Juli cr., abends 9 Uhr, in den„ Arminballen", Kommandantenstraße Nr. 20: Baudeputierten- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wie sind die Mißstände auf den Bauten zu beseitigen? 2. Organisation und Agitation. 143/ 2* Wir erwarten, daß jeder Bau durch einen Deputierten vertreten ist. Die Verbandsleitung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Socialdemokratischer Wahlverein Zahlstelle Berlin. Zur Beachtung: melegter vertreten fein, Bureau: Engel- Ufer 15( Gewerkschaftshaus). Fernsprecher: Amt VII, 3258. Wo ein nicht gewählt ist, hat ein Mitglied die Pflicht, die Vertretung zu übernehmen. Die Mitglieder des Vorstandes und der Agitationstommiffion müffen vollzählig erscheinen. Der Vorstand. Achtung! Kürschner! Mittwoch, den 8. Juli 1903, abends 8, 1hr, im Alten Schützenhause", Linienftr. 5: Oeffentliche Verfammlung des Verbandes der Kürschner Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Der Kampf um die Anerkennung der Organisation. Referent: Bentoffe Kleinlein. 2. Diskussion und Stellungnahme zu den Werkstätten Herpich Söhne, Leipzigerstr. 11, Naumann, Jerusalemerstr. 26 und D. Lewin jun., Neue Friedrichstr. 59. 3. Verschiedenes. Die Kolleginnen und Kollegen der obenbezeichneten Werkstätten find sämtlich zu dieser Versammlung eingeladen. 102/12 Der Vorstand. Konfektionsarbeiter und Arbeiterinnen des Ostens und Nordens! Zwei öffentliche Versammlungen. Für den Osten: Montag, den 6. Juli, abends 8%, Uhr, ,, Andreas- Festsäle", Andreasstr. 21, Für den Norden: Dienstag, den 7. Juli, abends 8, Uhr, Swinemünder Gesellschaftshaus", Swinemünder ftraße 42. Tages Ordnung: 1. Die am 1. April d. J. eingeführten Lohnbücher in der Konfektion, die Stellungnahme der Zwischenmeister gegen dieselben und unfre Antwort hierauf. Referenten: Kollegen Stühmer und Käming. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. pünktlich zu erscheinen. 162/20 Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, zahlreich und Der Einberufer. Verband aller in der Stickereibranche beschäft. Personen. Mittwoch, den 8. Juli, abends 8 Uhr: General- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Entgültige Beschlußfassung über den Tarif. 4. Staffenbericht und Bericht über den Arbeitsnachweis. 5. Verschiedenes. Zur Beachtung! Sonnabend, den 25. Juli, abends 8, Uhr: DampferPromenaden- Fahrt mit Musik nach Wilhelminenhof. Aband in randenburger User( Dampferstation Kyffhäuser). Billets a 60 Bf find der Versammlung, sowie im Arbeitsnachweis, Wallstr. 32-33 bei R. Rohde zu haben. 87/19 Der Vorstand. 84/7 Achtung, Parkettleger! Dienstag, den 7. Juli, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Kommissionsfikung mit Vertrauensleuten. Es ist Pflicht, daß jede firma einen Vertrauensmann entsendet. Die Kommission. Deutscher Kürichner- Verband. Zahlstelle Berlin. Montag, den 6. Juli, abends 8, Uhr, Landsbergerstraße 39: Außerordentl. Mitglieder- Versammlung. Zages Drbnung: 1. Situationsbericht. 2. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Erscheinen ist Pflicht! 23856 Achtung, Lackierer! Dienstag, den 7. Juli 1903: 107/9 General- Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal III). Zages Drdnung: Abrechnung vom II. Quartal. Wahl eines Vorsitzenden. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Köpenick, Migyelheimerstr. 29. ,, Grüne Trift, Wilh. Zeidler, Tetes Lofal am Waldweg nach Müggelschloß, Teufelssee und Wendenschloß. Speisen und Getränke in bekannter Güte zu ſoliden Breisen. Bu Landparthien 2c. empfehle mein Lokal zum geneigten Besuch. Stralau. 17242* Alte Taverne. Inhaber: Christian Schröder. Jeden Sonntag: Großes Gartenkonzert u. Ball. Jeden Dienstag: Grosses Kinderfest und Ball. Empfehle meinen großen Saal und Garten für Vereine zur Abhaltung von Festlichkeiten. D für Schöneberg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Klempner 15/10 Reinhold Gärtig im 52. Lebensjahre verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 5. Juli, nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Schöneberger Kirchhofs, Marstraße aus, statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Todes Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß am Freitag Der Kollege 24046 Julius Brünn verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes Friedrichsfelde aus statt. Die Kollegen der Firma Hanke& Kaeber. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Gesangberein Sängerfranz" und seinem sowie den Kollegen der Firma Herrn Dirigenten, den Herren Chefs, 17542* Mörs u. Co., Pianoforte- Fabrik, für die zahlreichen und herrlichen Kranzherzensguten lieben unvergeßlichen Mannes, des Klavierarbeiters Otto Tockan meinen herzlichsten Dant. Emilie Tockan, geb. Zubeil. Karisgarten. Hahns Volksgarten penben bei der Beerdigung meines Inh.: Otto Heickaus. Rigdorf, Karlsgartenstraße 6/10. Im herrlichen Waldpark: Grosses Konzert. Im großen Saal: Familienball. Außerdem Boltsbelustigungen für Die Staffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Jung und Alt. 20492 Sonntag, den 5. b. M., findet die Eröffnung meines neu ein gerichteten Gartenlotals mit Kegelbahn und Staffeeküche statt.. Um geneigten Zuspruch bittet Otto Behrendt, KirschgartenBernau. 20 Minuten vom Bahnhof. Tour: Bernau Liepnitz. am See, Rummelsbury, Hauptstr. 14 ( altes Gefängnis). 19822* Schönster Familien- Aufenthalt, Stonzert, und viele Boltsbeluftigungen. Kaffeeküche. Weißbier 20, Seidel 10 Pf. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater: u. Specialitäten: Borstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Gesellschaften, Vereine 20372 Otto Heinze Die Ortsverwaltung. 118/11 Socialdemokrat. Wahlverein 1. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ( Süd- Osten.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Tischler August Spiess Laufigerstr. 14, Stadtbez. 98, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 5. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Rigdorf- Britz( Hermann- Straße Nr. 129-137) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 243/9 Der Vorstand. Fachverein der Musikinstrumentenarbeiter. Todes- Anzeige. Am 2. d. M. verstarb plöglich nach kurzem schwerem Leiden unser Mitglied und Mitbegründer des Vereins August Spiess im 62. Lebensjahre. Wir verlieren in ihm einen Veteranen uufrer Organi fation und unfrer Bewegung, der seit dem mehr als zwanzigjährigen Bestehen der felben stets treu zur Fahne gehalten hat. Sein ehrlicher Charakter, feine Pflichttrene und sein kollegialisches Ver halten sichern ihm ein dauern des Andenken. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. Juli, nach mittags 5 Uhr, von der Leichen halle des Emmaus- Kirchhofs aus Statt. Rege Beteiligung erwartet 141/19 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schleifer Louis Ceech am 4. d. M. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 7. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Leichen halle des St. Pauls- Kirchhofes, Seestraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 118/12 Die Ortsverwaltung. 3 lumen- und 19630 Kranzbinderei Richard Engelke, Reichenberger- Strasse 164, Ecke Mariannenstr. SO., Brückenstr. 6 Specialität: Vereinskränze. Bill. Einkaufsstelle für A. Kubens, Fahrräder u. Teile. Bessel- u. Charlottenstrassen- Ecke ( schrägüber vom Berliner Theater). * Kaffee. Bier. Speisen. Reparaturwerkstatt. Den Mitgliedern coulant zu vergeben. Noch einige Alleinvertr. D. Panther- Räder. bune berrien Sonnabende frei. Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Neftauration, gutes Geschäft, preiswert zu verkaufen. 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