Nr. 157. Abonnements- Bedingungen: B Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in der Post- Beitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn z Mart, für das übrige Auslan 2 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrs. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder beren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Kreuz und Schwert. Die Feierlichkeiten, die am Dienstag in Köln zu Ehren des neuen Kardinal- Erzbischofes Dr. Fischer stattfanden, geben wiederholt Zeugnis von der wohlberechneten Geschicklichkeit, die der katholische Klerus zur Gewinnung und Einſpinnung des Kaisers aufwendet. Erzbischof Fischer hielt den ersten Toast beim prunkreichen Festmahl; er toastete auf die beiden Herrscher" Kaiser und Papst und sagte u. a.: g Donnerstag, den 9. Juli 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Das Kirchentum mit der weltlichen Herrschaft findet seinen System, den Militarismus. Und mag der Fall Hüffener für Ein tennzeichnenden Ausdruck in dem Ausspruch des Dompropstes, daß sichtige auch nur ein Symptom sein, für die indifferente, uns fernder Dom zu Köln das Symbol sei der mit dem Schwerte erkämpften stehende Maffe, die bloß auf Keulenschläge reagiert, ist er eine deutschen Einheit! Indem das Christentum der Menschenliebe Lektion, die auch dem stumpfesten Geist unfren Kampfruf einpaukt: sich zum Hort gegen den„ inneren Feind" und zum Segensspruch Nieder mit dem Militarismus! des blutig mordenden Krieges fortbildete, wurde es willkommener Verbündeter der weltlichen Gewalt. Politische Ueberlicht. Dem B. B. C." wird aus Riel gemeldet:„ Am Sonntag morgen erhielt der Kaiser an Bord der Hohenzollern" die Nachricht ,, Wie schön, wie erhebend ist das einträchtige Zusammenwirken von der Erkrankung des Papstes. Bei dem vormittags stattfindenden zwischen Bapst und Kaiser! Wie schön war das Zusammentreffen Schiffsgottesdienst sprach hierauf der Kaiser ein Gebet für den Papst. Bieser beiden Herrscher vor wenigen Wochen! Es war ein Der Kaiser sagte: Depeschen aus Rom enthalten schlechte Nachweltgeschichtlicher Moment! Wenn Papst und Kaiser richten. Der Papst, den ich kenne, liebe und verehre, ist in Gefahr. auch in mancher Beziehung verschieden sind, so müssen wir bei Beten wir für ihn." Der Kaiser sprach sodann einfach und eindrucksihnen doch die Kongenialität anerkennen; sie gleichen voll ein Gebet für Leo XIII. Der Schlußsaß des frei gesprochenen einander in ihrer Charakterstärte, in ihrem Schaffens Gebets, das auf die Anwesenden tiefe Wirkung ausübte, lautete:„ Die eifer auf auf allen Gebieten, auf die sich ihre Welt braucht große, gute Männer, möge der allmächtige Gott dem Herrscherthätigkeit erstreckt. Dieses Zusammenwirken der heiligen Vater noch viele Vater noch viele Jahre schenken." beiden größten Herrscher der Gegenwart auf den Gebieten des Geistes und der Macht ist umso wichtiger, als der Geist der Verwirrung, der Berstörung und des Um sturzes leider auch in unserm Vaterlande weite Berbreitung gefunden hat. Da thut es not, daß alle staaterhaltenden Sträfte sich zusammenschließen und daß diejenigen, die berufen sind, an der Spizze zu stehen, die Geister zu leiten und das Schwert zu führen, zusammenarbeiten zum Wohle des Volkes und zum Schutze der Gerechtigkeit, da ist es nötig, daß die beiden erhabensten Gewalten ein ander begegnen, wie wir es jüngst gesehen bei der Zusammenkunft des Papstes und des Kaisers... Derselbe Gedanke des innigen Bündnisses zwischen der Macht, die die Geister leitet", und der Macht, die das Schwert führt", zwischen fleritaler Kirchengewalt und weltlich- monarchischer Herrschaft, fam nochmals zum Ausdruck in einer Rede, die Erzbischof Fischer in der dem Festmahl folgenden Festversammlung im Bruntsaale des Gürzenich hielt. Er erzählte von seinem letzten Besuche beim Papst in Rom: " " Berlin, den 8. Juli. Der Fall Hüffener und die öffentliche Meinung. Aus Kiel, 7. Juli, wird uns geschrieben: Das Urteil des Ober- Kriegsgerichts im Falle Hüffener hat, als es im Laufe des heutigen Vormittags durch die Plakate der Lokalblätter weiteren Kreisen bekannt wurde, im Publikum geradezu fenfationell gewirkt. Man steht eben hier, wo die jungen Herren mit ihren Dolchen, die vom Ober- Kriegsgericht selbst als„ höchst gefährliche Waffe" bezeichnet worden sind, in Scharen die Straßen und öffentlichen Lokale bevölkern, der Angelegenheit nicht mit der interesselosen Objektivität gegenüber, mit der man sie anderswo berfolgen mag. Schon der milde Spruch der ersten Instanz mit seinen vier Jahren Gefängnis für eine That, die das„ gemeine" Rechtsbewußtsein nach wie bor als Mord auffaßt, auffaßt, hatte Der heilige Vater nahm immer wieder Anlaß, von Köln zu sprechen und Köln zu rühmen und den Glauben der rheinischen hier allgemein überrascht. Die zwei Jahre Festungshaft des gestrigen Katholiken. Er nahm überhaupt gern Anlaß, von Deutschland zu Urteils aber werden, nachdem der Ankläger sechs Jahre Zuchthaus sprechen, den gläubigen Sinn des katholischen Deutschlands zu beantragt, der Verteidiger aber den Gerichtshof direkt zur„ Nichtrühmen und seiner herzlichen Sympathie Ausdruck zu geben für achtung"( wörtlich) der Volksmeinung und der Preßkritik aufgefordert, unser Land und namentlich das hat mich gefreut und wird Sie von der Civilbevölkerung geradezu als Ignorierung man braucht freuen seiner Sympathie, Liebe und Verehrung hier andere Wendungen des öffentlichen Rechtsgefühls aufgefaßt gegen unsern erhabenen Herrscher, unsern und von ihrer Wirkung auf die beteiligten Kreise eine schwere GeKaiser und König. Der heilige Vater sprach mit Bewunderung von den deutschen Katholiken; er fam immer und fährdung der öffentlichen Sicherheit, die hier in Kiel durch die immer wieder darauf zu sprechen und sagte mir, er habe Seiner Marine ohnehin schon genügend bedroht ist, gefürchtet. Majestät dem Kaiser namentlich bemerkt, wie die rheinischen Katholiken, wie die Katholiken in Köln und in unsrer Erzdiözese als brave Katholiken treue Unterthanen seien, ergeben dem Reich, dem Kaiser und dem kaiserlichen Haus.. Ebenso sehr wie das Strafmaß, hat die Straf art verblüfft. Die Festungshaft wird nach allem, was darüber im Bublifum nachgerade bekannt geworden, von diesem als eine Art Ferienaufenthalt betrachtet, der mit seinen weitgehenden Vergünstigungen für den Betroffenen höchstens ein fideles Abenteuer bedeutet und für's ganze spätere Leben Stoff zum Nenommieren liefert. Die reaktionäre * * Rheinisch- Westfälische Zeitung", bie der Essener Stimmung Rechnung tragen muß, bläst ganz gewaltig ins Horn: Es fällt auf, wie wenig man auf das subjektive Moment Wert gelegt hat, wie wenig man sich bemüht hat, Hüffeners That zu verstehen aus dem Zusammenhange seines Charakterbildes, feines Vorlebens. Die Vorgänge im Essener Hof vor Jahresfrist sind viel zu wenig beachtet. Wir kommen deshalb noch einmal darauf zurück. Der Fall lag ganz parallel. Als Hüssener von dem Leiter des Kruppschen Hotels wegen ungebührlichen Benehmens zurechts gewiesen war, ging er hinaus und schnallte seine Dolchkoppel um. Er betrat wieder das Zimmer, sich an den Hotelier wendend mit den dreisten Worten: Bremer, tommen Sie einmal her." Hätte nicht der genannte Herr feine Ruhe vollkommen gewahrt, wer weiß, ob nicht damals schon der Dolch bon jäher hand geführt wäre, ob nicht jenem Herrn das Schicksal Hartmanns zu teil wurde. Die darauf folgenden Vorgänge in Hüffeners Wohnung beweisen genug. Man hat sich also unsres Erachtens in der zweiten Verhandlung um Hüffeners Persönlichkeit zu wenig bekümmert. Es fällt aber ferner auf: Die Aussagen der Vorgesezten lauten diesmal wesentlich günstiger für Hüssener. Kapitänlieutenant Rüfel sowohl, wie Oberlieutenant Dziobet erklären sich ausdrücklich mit dem ungünstigen Bordzeugnis Hüffeners nicht einverstanden. Woher jezt diese Wendung?" Das militärfromme Blatt Tegt in seinem Zorn gegen das Schneidigkeits- Princip des Militarismus los: Darin liegt ja gerade der schwere Fehler, daß den jungen unreifen Leuten nicht mit aller Bestimmtheit gesagt wurde, in den und den Fällen habt ihr euch so und so zu verhalten, daß man ihnen an der Hand von drastischen Beispielen, wie sie in den Instruktionsbüchern der gewöhnlichen Leute verzeichnet sind, nicht Klipp und Klar sagt, wie sie sich zu verhalten haben. Gerade die als Entschuldigungsgrund angeführte Jugend und Unreife des Fähnrichs, die Gefährlichkeit der Waffe hätte den Vorgesetzten in erhöhtem Maße die Pflicht auferlegt, hier nicht durch die bekannte ,, militärische Blume", sondern deutlich und allgemein verständlich zu sprechen. Wenn sich jetzt aus der Revisionsverhandlung ergiebt, daß Hüffener nicht einmal wegen Ungehorsams gegen einen Dienstbefehl zu bestrafen war, daß er in weitgehendem Maße durch zum großen Teil mißverstandene militärische Instruktionen gedeckt war, dann trifft die Marine erneut ein schwerer Vorwurf, dann ergiebt sich, daß die Instruktion schwer mitfchuldig ist an der blutigen That. Eine durchgreifende Aenderung der militärischen Instruktionen über den Waffengebrauch ist daher unbedingt und schnell erforderlich." für Scharfschießen. Aber der getötete Hartmann stammte aus einer Bei sogenannten„ Arbeiterunruhen" ist das Blatt allerdings angesehenen Bürgerfamilie Effens. Schließlich erinnert die Rh.-W. 8tg." noch an die Aeußerung des Staatssekretärs v. Tirpig, der im Reichstag am 24. April- dem Urteil des Gerichts in allerdings unzuläffiger Weise vorgreifend Es ist eine schlimme Zeit. Der Geift der Empörung, der Auflehnung, des Widerspruchs gegen die von Gott gefeste Drdnung, der Geist der Berneinung, der zerstörende Geist greift immer mehr um sich und sucht immer weiter zu bringen in Ber ganzen Welt, auch bei uns in Deutschland. Da ist es nötig, daß diejenigen, welche an Christum den Erlöser glauben, sich absolute Verständnislosigkeit. Man steht einer solchen Auffassung, von einer so ungeheuerlichen That" gesprochen hatte! zusammenscharen unter dem Banner des heiligen Kreuzes. Wenn ich wo es sich doch um ein frivol geopfertes Menschenleben handelt, In der Urteilsbegründung trifft in erster Linie der Passus, der den Fall als minder schwer charakterisiert, auf aufgefordert habe, treu zum katholischen Glauben zu stehen, so einfach starr gegenüber. Ebensowenig begreift man, wie das Zum Vergleich! Wegen nächtlichen Ueberfalls auf einen heißt das nicht, fich denen gegenüberzustellen, die im Glauben Urteil der Aussage Hüffeners, er sei von Hartmann thätlich an Unteroffizier, den er mißhandelte, wurde vom Nürnberger von uns getrennt find. Nein, wir müssen sie lieben und mit gegriffen worden, Glauben schenken konnte, obwohl sämtliche Kriegsgericht der Soldat Wieland zu 5 Jahren 3 Monaten Zuchtihnen gemeinsam streiten und kämpfen gegen die Mächte Augenzeugen einmütig und nachdrücklichst unter Eid das haus verurteilt. der Empörung, gegen die finsteren Mächte der Zerstörung und des Unglaubens, die die Fundamente der menschlichen Gesellschaft Gegenteil bekundet haben. Auch darin wurde unter ausangreifen." Auch der Dompropst Dr. Berlage erwies sich gewachsen den Ansprüchen dieses Zeitalters Klerikal- monarchistischer Verherrlichungen. Er führte aus: drücklicher Erwähnung der entgegengesetzten Zeugenaussagen dem Hüffener geglaubt, daß er nicht mit geschwungenem Dolche hinter Hartmann Hergelaufen sei. Die Motivierung vollends, weshalb nicht auf Gefängnis erkannt worden seiweil nämlich dann auch die Was fest und unerschütterlich an den Ufern des Rheins Degradation hätte ausgesprochen werden müssen- fann nicht anders steht, ist das Hohenzollernhaus. König Friedrich denn als lapsus linguae, als momentanes Versprechen des VorWilhelm IV., Kaiser Wilhelm I. und unser allergnädigster Kaiser sigenden, begriffen werden, hier kann der civile Menschenverstand Wilhelm II. find treu besorgt gewesen um unser hehres Gottes- einfach nicht mehr mit. haus. Was sie diesem Gotteshause erwiesen haben, unsre Hohen- Die Urteile des Publikums über dieses militärische Urteil auch zollernfürsten, das haben sie auch uns erwiesen. Das Rhein- nur andeutungsweise wiederzugeben, müssen wir uns versagen, wollen land hat dem Hohenzollernhause überhaupt unendlich viel wir nicht den verantwortlichen Redakteur dieses Blattes ganz andren zu danken: seine ganze Blüte, seine ganze jezige Kraft. Es wäre undankbar von uns, wenn wir, die wir schwarz sind, nicht Unannehmlichkeiten, als sie den Totschläger selbst erwarten, aussetzen. auch schwarz- weiß wären und nicht zur schwarz- weißen Fahne Wir hörten einen Spießbürger, dem die Ordnungsliebe nur so aus ständen: treu bem Hohenzollernhause und dem hohen jezigen Ver- allen Boren schwigte, als das Urteil verkündet wurde, die Aeußerung treter dieses Hauses. Die Treue, die im Glauben ruht, bringen thun:„ ein Glück, daß diese Verhandlung nicht schon vor vier Wochen wir auch dem Kaiserhause entgegen. Wir, der Klerus, legen Gewicht passiert ist! Das Urteil hätte den Socialdemokraten hunderttausend darauf, Euer Eminenz auch die Treue zu Kaiser und Vaterland aus- Stimmen mehr verschafft und Effen hätten sie sicher erobert". Aehnzudrücken, damit, wenn Sie zu Seiner kaiserlichen Majestät kommen, lich flingen alle Aeußerungen zu dem Urteil aus. Die patriotische Sie ihm fagen tönnen: Ich habe einen treuen Klerus Begeisterung, die eben noch trotz des socialdemokratischen Wahlsieges und mit ihm auch ein treues VoIt. Niemals wollen und mit ihm auch ein treues Volt. Niemals wollen wir uns nehmen laffen, daß wir, als Bürger des Königs und bei der Anwesenheit wilhelm II. die bürgerliche Breffe Preußens, feft zum Kaiser und König stehen und hochhalten die entdeckte, hat sich infolge des Urteils bis auf den legten Nest ver schwarz- weiße Fahne, die unser Ruhm und unsre Ehre ist!" Der flüchtigt. Redner kam dann auf den Dom zurück als das Sinnbild der deutschen Einigkeit und sagte u. a.:„ Alle deutschen Stämme haben beigetragen, um dieses hehre Gebäude zu dem zu machen, was es ist, zum Symbol der mit dem Schwert erkämpften deutschen Einheit und Einigkeit." Die Hofbank der Kaiserin". Das„ Kleine Journal" erwidert auf die von uns bere öffentlichten Ergänzungen zum Prozeßbericht der Pommernbank das Folgende: In eigner Sache. Ein hiesiges Blatt veröffentlichte gestern früh einen Artikel, ivelcher sich mit den Beziehungen des„ Kleinen Journals" G. m. b. H. zur Pommernbant beschäftigte. Da dieser Artikel in wesentlichen Punkten unrichtige Angaben enthält, so erflären wir hiermit folgendes: Der von dem Blatte mitgeteilte Brief des verstorbenen Generalkonsuls Georg Goldberger war uns bis vor wenigen Tagen völlig fremd. Er ist uns seiner Existenz nach erst durch den Bericht über die gerichtliche Verhandlung vom 3. d. M., feinem Inhalte nach erst durch die gestrige Publikation des betreffenden Blattes bekannt geworden. Die Zusage der Leiter der Pommernbant, 50 Anteile des Kleinen Journals" G. m. b. H. zu übernehmen, ist zur Glanzzeit des Instituts, nämlich wenige Tage nachdem es zur Hofbaut der Kaiserin ernannt war, erfolgt. Wie wenig übrigens diese Transaktion eine Schädigung der Pommernbank bedeutete, erhellt aus einem Gutachten des gerichtlichen Bücherrevisors Julius Doerd vom 3. Juli 1903, in dem es wörtlich heißt: " Es ist anzunehmen, daß das Geschäftsjahr 1908 bes Das Kleine Journal" mit einem lleberschuß abschließen und pro 1903 mit größter Wahrscheinlichkeit bereits eine Dividende zur Verteilung gelangen dürfte. Wenn sich sonach der Geschäftsbetrieb in derselben Weise in steigender Tendenz weiter entwidelt, dann ist das„ Kleine Journal" für die Folge meines Erachtens als ein gesundes gewinnbringendes Unternehmen anzusehen." Bom parteipolitischen Standpunkt fönnen wir jedenfalls mit dem Spruch des Dber Kriegsgerichts zufrieden sein. Er agitiert, wie man sieht, eindringlicher gegen den Militarismus, als tausend focialdemokratische Reden und Zeitungsartikel es vermögen. Und noch eins ist nicht zu übersehen: die mildernden Umstände hat der Hüssener in Dieses Gutachten, das alle aus Anlaß einer rein geschäftDie weltliche Reichsgewalt und die katholische Kirchengewalt der That verdient! Der Wortlaut der Instruktion, die den lichen Transaktion gegen uns geschleuderten Vorwürfe entfräftigen einigen sich in Deutschland zu stets engerem Bunde. Kaiser und jungen Herren, wenn sie auf Urlaub losgelassen werden, über den dürfte, haben wir zu den Prozeßatten einreichen lassen. Bapst überschütten sich gegenseitig mit Sympathiebezeugungen. Die Gebrauch ihrer Waffe und die Behandlung Untergebener erteilt wird, Ob die Pommernbank davon Nachteil gehabt hat, daß sie fatholischen Kirchenfürsten, die Kopp und Fischer, ergehen sich in über- ist uns auch durch die Verhandlung nicht bekannt geworden, das nachdem der Generalkonsul Goldberger den vom Herausgeber des schwänglichem Preis des Monarchen, dessen Hause ganze Provinzen aber steht fest: Hüssener, der nach dem Urteil seiner Vorgesetzten Kleinen Journals" unbekannter Weise" geladenen Revolver borihre ganze Blüte, ihre ganze Kraft verdanken sollen, und der neben und Bekannten zwar ein aufgeblasener Bursche, aber geistig jeden gehalten sich mit 50 000 M. an dem Blatt beteiligte, interessiert dem Papst als der größte Herrscher der Gegenwart" gefeiert wird. falls nicht unzurechnungsfähig ist und sich des Durchschnittsintellekts uns nicht. Thatsache ist, daß vor Gericht festgestellt wurde, daß die Und derselbe Klerus bietet sich an als eifervoller Bekämpfer des ver- eines Fähnrichs erfreuen mag- Hüffener hat allem Anschein nach Anteilscheine keinen Wert haben, weil das Unternehmen des Dr. Leipziger haßten Geistes der Empörung", der finsteren Mächte der Zerstörung". die Instruktion wirklich so aufgefaßt, daß sie ihn zu dem Totschlag bisher keinen Gewinn abgeworfen hat und voraussichtlich nicht abe In diesem Zeichen reichen der flerifalisierte Staat und die ver- berechtige. So gestalten sich die mildernden Umstände für Hüffener werfen werde. Wenn sich demgegenüber jest( am 3. Juli!!) weltlichte Kirche einander fromm die Hände. zu erschwerenden, ja geradezu vernichtenden Umständen für das Herr Leipziger von einem optimistischen Bücherrevisor ein mit Wenn und Aber gemaltes rosiges Zukunftsbild bestellt hat, so wird der) Pommernbant mit diesen im Monde liegenden Schlössern nicht geholfen. " D König und Wahlrecht. Aus Dresden wird gemeldet: sierung, wie feit in Oestreich- Ungarn trok der Censur die Pres Hier verlautet, König Georg sei persönlicher Gegner freiheit geht, seien einige Sätze aus diesem Flugblatt angeführt. einer Aenderung des Landtags Wahlrechts. Es heißt dort:„ Die Meuchelmörder der Freiheit haben in Hedervary Interessant ist die notgedrungene, nichts widerlegende Erklärung Auch im Ministerium habe sie nur der frühere Justizminister, den würdigen Chef der Bande gefunden und wollen, aus ihren des der Revolverei überführten Blattes lediglich wegen einer sehr jezige Finanzminister Rüger, befürwortet." Schlupfwinkeln hervorkriechend, der Gedankenfreiheit die Schlinge König Georg ist 1896 als Mitglied der Ersten sächsischen Stände- um den Hals legen. Wollt Ihr auch weiter die schurkischen Attentate merkwürdig versteckten Drohung. Warum erinnert Herr Leipziger tammer für die Einführung des Wahlsystems der Geldherrschaft des durch den Gerichtshof zum gemeinen Betrüger stygmatisierten plötzlich daran, daß der Leiter der Pommernbank in der Glanzzeit eingetreten. Wenn er jetzt auf dem Standpunkte beharrt, so muß Hedervary dulden?" Die Versammlung hat nun stattgefunden und des Instituts", will sagen: in der Glanzzeit des Schwindels, man gestehen, daß er sich durch die Meinung der übergroßen Mehr- trotz aller Polizeichikanen einen glänzenden Verlauf genommen; ,, wenige Tage, nachdem es zur Hofbank der Kaiserin er- heit des sächsischen Volkes, wie sie in den Reichstagswahlen zum es nahmen ungefähr 15 000 Personen daran teil. Alle Redner nannt war, ihm die 50 000 m. gegeben habe? Diese zeitgemäße Ausdruck kam, nicht beeinflussen läßt. Diese Konsequenz in der griffen das Regime Khuen- Hedervarys aufs heftigste an und erErinnerung ist nur so zu verstehen, daß Herr Leon Leipziger damit Reaktion ist um so bemerkenswerter, als dem König nicht ver- klärten, daß sie die Gegner dieses Regimes nicht nur mit Worten, gebeten haben will, man solle ihn gefälligst in Ruhe lassen, sonst schwiegen geblieben sein kann, daß gerade seine Haltung zum Wahl- sondern auch mit Thaten unterstützen werden. An die Versammlung würde er auspacken. Offenbar will Herr Leipziger Anspruch darauf recht des Boltes die vielberufenen monarchischen Gefühle" in schlossen sich Demonstrationszüge durch die Straßen an. erheben, daß es sein Verdienst ist, der Bank den Titel einer Sachsen erheblich gesenkt hat. Der Wahlrechtskampf des sächsischen Volkes kann natürlich durch Hofbant verschafft zu haben. Der Revolverbrief des Herrn die Haltung des Königs nicht beeinflußt werden. Goldberger mag nicht den Widerstand der PommernbankDirettoren gegen die Hergabe von 50 000 M. völlig besiegt haben und so entschloß sich Herr Leipziger noch zu einer positiven Leistung, der Vermittelung des Hofbanttitels. Da zu jener Zeit der bekannte Kammerherr der Kaiserin, Freiherr v. Mirba ch, der Kirchenbauer und höfliche Briefsteller, der die Socialdemokraten für Rhinoceroffe erklärte, insofern ein eifriger Mitarbeiter des„ Kl. Journals" war, als seine frommen Betrachtungen über Welt und Menschen zuerst in dem sonst so gottlosen Blatte erschienen, so mag es dem Herausgeber leicht geworden sein, der Schwindel- Bank den kreditsteigernden Titel zu verschaffen. Nach dem Erfolg erhielt er dann die 50 000 Mark. Das Gericht sollte wahrhaftig Herrn Leon Leipziger über seine Beziehungen zur Pommernbank befragen! * * Auch Herr Wittenberg, der 12 000 Mart- Stipendiat der Bommern bant, befördert sich jetzt höchstselbst zum Ehrenmann. Er ist zur Zeit Leiter der„ Hamburger Börsenhalle", eines im Verlage des„ Hamb. Korrespondenten" erscheinenden Blattes. Dieser Harmlose sendet der Bresse folgende Erklärung zu: mitteilung des Herrn Präsidenten an den Sünder heißt, wurde in Kriegervereinliches. Wegen socialer Umtriebe", wie es in der Heumar bei Köln ein Mitglied aus dem Kriegerverein ausgeschlossen. Hat der Kriegerverein so genau die geheime" Abstimmung kontrolliert? Ausland. Belgien. Brüssel, 8. Juli.( W. T. B.) In der Zuckerkonferenz nahmen die Vertreter der Zuckerindustrie Deutschlands, Destreichs, Rußanträge lands, Frankreichs, Belgiens und Hollands mehrere Beschlußant. Um eine des Ueberschwemmung englischen Marktes zu verhindern, sollen die Ausfuhren auf den Durch schnitt der letzten Jahre beschränkt werden. Von jedem der beteiligten Länder soll ein Kontingent aufgestellt werden. Die Dauer der Konvention soll dieselbe sein wie die der Brüsseler Internationalen Konvention. Durch dieses Kartell, welches der Zustimmung der interessierten Mächte bedarf, hoffen die Zuckerfabrikanten, den gegenwärtigen Preis in Europa aufrechtzuerhalten und den Preis in England um i oder 2 Fr. zu steigern. England. Schluß der Parlamentssession in Frankreich. Paris, 6. Juli. Das Parlament ist in die Sommerferien geWaldeck= Stouffe aus sensationelle Oppositionsrede hat also wenigstens gangen, das Kabinett Combes ist geblieben. feine unmittelbaren ministerstürzenden Folgen gezeitigt. Die ab- Passiver Widerstand. London, 6. Juli. Die Zahl der gefallenen und die abfallslustigen Mitglieder des„ Blocs" müssen nontonformistischen Steuerverweigerer ist im Wachsen befich bis zur Herbstsession gedulden. Doch kennzeichnet es die griffen. Prozesse und Zwangspfändungen werden gemeldet aus Situation der letzten Woche, daß man im Regierungslager bis zur Canterbury, Wirksworth und Stroud. Aufsehen erregt der Entschluß des Oberbürgermeisters von Sheffield Mr. Wycliffe Wilson, die SchulVerlesung der Schlußdekrete in Angst und Pein schwebte. Hüben und drüben wartete man auf ein Kampffignal des gegnerischen Eine direkte Auslösung hat die Spannung nicht gefunden. steuer zu verweigern. Griechenland. Demission des Ministeriums Theotokis. Athen, 8. Juli. Lagers. Das Signal blieb aus, weil man auf beiden Seiten des Ausganges unsicher war. Indirekt aber hat die Ne- Deputiertenkammer. Theotokis teilt mit, daß das gierung doch hart vor Thoresschluß ein kräftigendes Senats- Stabinett feine Demission eingereicht habe und daß diese Eben erst, nach der Rückkehr von einer Seereise, vernehme ich, Botum erlangt, welches einer Ablehnung der Waldeck- Rousseauschen vom Könige angenommen worden sei. Die Regierung daß ich im Verlauf der Verhandlungen des Pommerbank- Prozesses ordensfreundlichen Interpretation des Gesetzes von 1901 gleich habe einem Aufstand der ganzen Bevölkerung gegenüberauch mein Name genannt wurde und daß der Zusammenhang, in tommt. Der Senat hat nämlich mit 158 gegen 98 Stimmen das gestanden, die, durch ihre Illusionen verführt, Unmögliches verdem das geschah, zu Mißdeutungen Anlaß ges Genehmigungsgesuch des„ wohlthätigen" Drdensder, Salésiens langte. Um die Ordnung aufrecht zu erhalten, hätte die geben hat. Ich erkläre daher, daß die erwähnte Wirt- de Dom Bosco" verworfen. Dieser Orden ist freilich ein Regierung Maßregeln ergreifen müssen, deren Folgen hätten famkeit einen rein wissenschaftlichen Charakter trug und sich männliches Gegenstück zum berüchtigten Frauenorden der„ Guten ernst werden können. Daher habe das Kabinett vorgezogen, auf Gutachten und Gesezesinterpretationen juristischer und Hirten", deffen grausame ausbeuterische Praktiken neulich in mehreren zu demissionieren. Theotokis greift sodann die Opposition nationalökonomischer Art bezog, wie sie anläßlich der Um- Gerichtsprozessen enthüllt wurden. Die wohlthätigen" Werkstätten heftig an, die er beschuldigt, die Irrtümer in der Bevölkerung gestaltung der Reichsgesetzgebung am 1. Januar 1900 er der Salefier beuten die Arbeitskraft von Kindern und Minder- genährt und durch ihre Haltung den gegenwärtigen Aufruhr ver forderlich wurden sowie auf statistische Enqueten, und zwar unter jährigen so gründlich aus, daß sie in der Lage sind, den profanen anlaßt zu haben. Der Präsident der Kammer hebt alsbald die Die ganze Hinzuziehung andrer, von mir honorierter Kräfte. Diese Wirk- Werkstätten eine Schußkonkurrenz zu machen. Daneben betreibt Sigung auf, worauf sich ein heftiger Tumult erhebt. famkeit stand außer jeglichem Zusammenhang mit den laufenden der Orden das Handelskommissionsgeschäft. Sein Vermögen be- Opposition protestiert, schreit und schlägt auf die Bultdeckel. Einige Geschäften einer Bank oder deren Beurteilung, auf die einzugehen ziffert sich auf drei Millionen 691 000 Frank. Bei der Liquidation Deputierte werden handgemein. Auf den Tribünen wird geschrien mir niemals zugemutet wurde, vor allem aber auch außer jedem des mur aufzulösenden Ordens wird also, wie Combes erklärt hat, und gepfiffen. Der Präsident will die Sigung wieder aufnehmen, Zusammenhang mit meiner journalistischen Thätigkeit. Während für die anderweitige Unterbringung der rund 1000 Ordenszöglinge aber es sind nur 87 Deputierte anwesend. Die Sigung wird unter ich mit diesen wissenschaftlichen Arbeiten, welche niemals ein leicht gesorgt werden können. lebhafter Bewegung von neuem aufgehoben. einzelnes Institut betrafen, beschäftigt war, habe ich jede journa listische Stellung sogar abgelehnt und, da ein Anlaß nicht vorlag, auch nicht eine Beile über die Pommernbank veröffentlicht; ein Einfluß ist in dieser Beziehung von keiner Seite auf mich ausgeübt worden. Waldeck Rousseau aber hat wider Erwarten in die SalefierDebatte nicht eingegriffen. Noch mehr, er hat mit der Regierungsmehrheit gestimmt! Das zieht ihm von neuem grobe Beschimpfungen seitens der fleritalen Bresse zu, nachdem er eine Woche lang unter dem Kreuzfener Klerikaler Lobeshymnen und antiklerikalen Tadels gestanden hat. Beim Verlassen der Kammer wurden Delyannis und die Angehörigen seiner Partei mit Hochrufen empfangen. Delyannis wurde von der Menge bis zu seinem Hause begleitet. Er hielt eine Ansprache, in der er ausführte, das Ministerium Theotokis habe vor einem Aufruhr, den es durch seine Thaten und seine Unbeliebtheit beim Volt erregt habe, die Flucht ergriffen. Streifzüge durch das Wahlfeld. in Klammern Nationalliberale 1 290000 Es sei noch hervorgehoben, daß ich, was allgemein bekannt sein dürfte, eine wissenschaftliche Wirksamkeit, wie sie oben ge= Auf der andren Seite hat die Regierung vorsichtig den von der fennzeichnet ist, abgesehen von akademischen Arbeiten, in ganz Kammer mit knapper Not votierten Entwurf über die säkularigleicher Weise für andre wirtschaftliche Körperschaften, wie Handels- fierten" Kongreganisten, bertagen" müssen. Der Entkammern, und auch Regierungen zu entfalten Veranlassung hatte, iurf war nämlich auf den Widerstand der Senatstommission geStatistik der Stimmenzahlen. Unmittelbar nach den Wahlen hat ebenfalls unbeschadet aller journalistischen Thätig- stoßen, deren Vorsitzender Clemenceau ist. Er hörte nun mit einem der Verlag von Freytag u. Berndt in Leipzig eine Reichstagswahl. teit, mit der eine Kollision vollständig ausgeschlossen war. Male auf, dringlich" zu sein. Es galt eben, angesichts der Schild- Karte erscheinen lassen. Die Karte giebt außer verschiedenen andren Ich habe an zuständiger Stelle eine weitere Verfolgung der erhebung Waldeck- Rousseaus eine Schlappe oder gar eine Niederlage statistisch- anschaulichen Vergleichen auch die Stimmenzahlen an. Die Angelegenheit beantragt. im Senat zu vermeiden. Bahl der abgegebenen Stimmen wird auf 9 237 000 berechnet, davon Hamburg, den 6. Juli 1903. Dafür tamen in den letzten Sessionstagen zwei weitere Kleine hat die Socialdemokratie genau ein Drittel erhalten, nämlich 3087 000 Dr. Mar Wittenberg. Gesetze zu stande, die mit der Kongregationsfrage eng verknüpft sind.( 1898: 2107 100). Jn weitem Abstand folgt das Centrum mit Des Braven Thätigkeit bestand besonders darin, den schon Das eine ergänzt das Gesetz von 1901 dahin, daß in Sachen der 1790 000 Stimmen( 1898: 1455 100). Dann kommen damals von Grund aus faulen Hypothekenbanken die Mündel- Liquidation der Güter der aufgelösten Orden fügen wir die Zahlen von 1898 hinzu sicherheit ihrer Papiere" wissenschaftlich" zu verschaffen. Es ernannt hat. Bisher waren für ein und denselben Orden ebenso- Konservative 920 000( 859 200; 1893: 1 038 300); Freiſinnige Bolkseinzig dasjenige Gericht zuständig sein soll, welches den Liquidator( 971 300;- dagegen 1877 schon 1604 300 und 1887: 1678 000); war das Verdienst des früh verstorbenen, der Socialdemokratie viele Gerichte zuständig, als er Ortsniederlassungen besaß. Das partei 540 000( 558 300; 1893 einschließlich Vereinigung nahe stehenden Nationalökonomen Dr. Vogt 924900; 1890: 1159 900); Deutsche Reichspartei 290 000 der auch Mitarbeiter führte zu widersprechenden Entscheiden und erleichterte namentlich 1893: 438 400); Antisemiten 277 000( 284 300); des Vorwärts" war, zuerst auf den Schwindel der Hypotheken- die von den Orden ganz allgemein praktizierte betrügerische banken hingewiesen und mit aller Energie gegen die Mündel Verheimlichung ihres Vermögens durch Vorschiebung( 244 100); Bund der Landwirte 110 000( 110 400); Bayrischer Freifinnige Vereinigung 200 000( 195 700); Bolen 185 000 sicherheit dieser Werte gekämpft zu haben. Gegen diese von Strohmännern als privaten Eigentümern der Ordens- Bauernbund 110 000( 140 300); Elsässer 110 000 wissenschaftlichen Nachweise bedurften die Banken nun auch einen güter. Wohlgemerkt, es handelt sich bloß um die Liegenschaften, wissenschaftlichen" Helfer und sie fanden ihn in- Dr. Wittenberg. Denn alles bewegliche Vermögen wird, wie der Justizminister erklärt Süddeutsche Voltspartei 92 000( 108 500); Welfen 62 000( 105 200); Endlich: Unbestimmt und Dieser offenbar in seinen Moralbegriffen völlig verwirrte Herr hält hat, schon vor der Liquidation von den Kongreganisten beiseite geschafft Nationalsociale 32 000; Dänen 6000. Das zweite Gesez bezweckt die Beschleunigung neuer Bersplittert. es nach obiger Erklärung für zulässig, unter dem Scheine lauterer Schulbauten, die infolge der Schließung der Ordensschulen und Diese Zahlen sind zwar sehr rasch gegeben worden, sie sind aber Wissenschaft Arbeiten zu veröffentlichen, die von den Interessenten der seit Combes beschleunigten Verweltlichung der öffentlichen nur private Schäßungen, deren Quellen wir nicht kennen. Die amt bezahlt find. Solche Prostitution der Wissenschaft" ist sicher noch tommunalen Ordensschulen( Gesetz von 1886!) notwendig werden. lichen Mitteilungen über die Wahlergebnisse waren so lüdenhaft schlimmer als die Korruption der bürgerlichen Presse, die an mora- Angesichts des Widerstandes mancher klerikalen Gemeinderäte sind von den socialdemokratischen Stimmen fehlten allein 59 Streife lischem Kredit ohnehin nicht mehr viel einzubüßen hat. die behördlichen Befugnisse in Bezug auf neue Schulbauten erweitert daß damit keine genauen Gesamtziffern berechnet werden konnten. Die obigen Zahlen sind zum teil sicher falsch. So sind die polnischen Dieser Schande gegenüber ist es ziemlich nebensächlich, ob Herr und gewisse verschleppende Formalitäten vereinfacht worden. Wittenberg auch noch die Presse er selbst gab eine Zeitlang ein In der letzten Seffionsstunde haben die Schutzöllner noch die Stimmen viel zu niedrig angegeben; statt des Rüdganges, den diese bereits besprochene Viehzoll- Erhöhung perfeft gemacht. Der Bählung verzeichnet, ist in Wirklichkeit eine starte Zunahme zu Montagsblatt heraus- zu Gunsten der Schwindelbanken be- sonst so langsame Senat hat die Vorlage brühwarm votiert- an- fonstatieren. Man wird auf die Veröffentlichung des reichsstatistischen fänglich unter Herabfezung des von der Kammer votierten Rindvich- Amts warten müssen, um die genauen Zahlen kennen zu lernen. zolles( im Minimaltarif) von 20 auf 15 Fr. Aber die Kammer blieb Der bisherige amtliche Nachrichtendienst über die Wahlergebnisse Heillose Angst ergreift die Kreuz- Zeitung" bei dem Gedanken, fest und der Senat gab rasch nach. So sind denn denn sämtliche sieht Krähwinkel ähnlicher als einem großen Reich. daß Centrum und Nationalliberale sich dazu verstehen könnten, zur Vieh- und Fleischzölle in der von der Kammer festgesetzten Höhe Ein dunkler Winkel. Aus Heiligenstadt Worbis Wahl eines Vertreters der größten deutschen Partei in das Gesez geworden. Nur soll auf eine senatorische Anregung hin Reichstags- Präsidium beizutragen. Eine Zuschrift, welche der bisherige Rindviehzoll( 10 Fr.) für die Dauer der Sommerferien wird uns geschrieben: Die Duldsamkeit des Centrums lernten unfre Genossen bei der verflossenen Reichstagswahl wieder einmal kennen. die Kreuz- Zeitung" veröffentlicht, sucht die Nationalliberalen bon provisorisch beibehalten werden. dem gräßlichen Beginnen durch die Drohung fernzuhalten, daß es Ein Blick auf die ganze fünfmonatliche Session zeigt, daß fie, als unsre Genossen am 14. v. Mts. in Worbis Flugblätter bers dann den konservativen Parteileitungen noch schwerer als bisher abgesehen von der verspäteten Beratung des Budgets für 1903, von breiteten, sollten sie von einem Gendarm und einem Polizisten Beide Beamten mußten sich aber von unsren schon sein werde, ihre Anhänger für die Unterstützung national- der Kongregationen- Frage beherrscht war. Nur auf diesem Gebiete verhaftet werden. liberaler Kandidaten in Stichwahlen zu bestimmen. Und weiter sagt sind ein paar endgültige gesetzgeberische Leistungen zu verzeichnen Genossen über die Gesetzesbestimmungen aufflären lassen und die Zuschrift: vor allem die Verwerfung der Genehmigungsgesuche von 55 Männer- nahmen dann Abstand von der Verhaftung. Da am Tage gerade .. Aber eine andre, größere Gefahr würde entstehen, daß orden und von 81 Frauenorden. Sonst hat der Senat die Vor eine Wallfahrt stattfand, hatte sich eine große Menschenmasse ans nämlich die Bestellung eines Socialdemokraten zum Vice- lage über die zweijährige Dienstzeit zu Ende beraten, die gesammelt, die unsre Genoffen in jeder Weise beschimpfte. präsidenten des Reichstags auf die königstreue Mehrheit unsres aber noch in der Kammer nicht einmal tommissarisch in Angriff ge- waren froh, daß es ohne Schläge abging. Unfre Genossen hätten Volkes den denkbar schlimmsten Eindruck machen würde, denn sie nommen wurde. Und ebenso ist auf halbem Wege stehen geblieben die Verteilung an diesem Tage sicher nicht vorgenommen, wenn sie würde in deren Augen die Anerkennung der Social die neulich von der Kammer votierte Vorlage über die Alters- Kenntnis von der Wallfahrt gehabt hätten. demokratie als einer den übrigen gleichberechtigten und Invalidenversorgung, die noch den Senat zu passieren Partei bedeuten und deshalb geeignet sein, die monarchischen hat. Ueber diese Vorlage, die nicht die Versicherung, sondern die Gefühle in geradezu gefährlicher Weise zu verwirren." Unterſtügung zur Grundlage hat, nächstens ausführlicher. Oestreich- Ungarn. arbeitet hat! Es ist eine eigenartige Auffassung vom Wesen der„ monarchischen Gefühle", daß fie in Verwirrung geraten müssen, wenn die Gleichberechtigung zur Anerkennung gelangt. Die„ Kreuz- 3tg." erklärt ihre Monarchie für unverträglich mit den elementaren Grundforde- Die Socialdemokraten und der neue Ministerpräsident von Ungarn. rungen modernen Staatslebens und bildet sich noch ein, die monarchische Gesinnung im Volke durch solche Herabwürdigung der Monarchie zu befestigen! Sie Die Agitation für den Centrumskandidaten Strombeck wurde hauptsächlich von der Kanzel aus besorgt, aber auch in den Versammlungen fehlte es nicht an dem nötigen Verleumdungsrummet gegen die andren Parteien, hauptsächlich gegen die Socialdemokratie. In Hohengandern( Eichsfeld) wurde bei der Stimmen auszählung niemand zugelassen, worüber sogar ein Pfarrer folgende Bemerkung machte:" Wenn das bei uns in Heiligenstadt passierte, schlüge man die Thür ein." Mit der Wahlurne gingen der Wahlvorsteher und die Beisitzer in ein andres Zimmer und flappten die Thür hinter sich zu. Die erste That des ehemaligen Thrannen von Kroatien, der zum Ministerpräsidenten von Ungarn ernannt ist, richtet sich gegen die Socialdemokraten von Budapest. Diese hatten für letten Sonntag ein Massenmeeting einberufen, um gegen die Ernennung des In Geisleden war das Wahllokal in eine Bierwirtschaft Militärdienft? Gänzlich überflüssige Thätigkeiten werden Shuen- Hederbarh, dem ehemaligen Banus von Kroatien, dem verwandelt. Der edle Gerstensaft wurde unbehindert kredenzt. in unserm heutigen Militärwesen häufig den Soldaten zugemutet. Henker der Freiheiten, dem geschworenen Feinde aller Rechte", wie Einem Genossen verbot jedoch der Wirt das Lokal. Er mußte sich So wird uns z. B. aus Frankfurt a. D. mitgeteilt, daß daselbst es in ihrem Aufruf hieß, Stellung zu nehmen. Ein Herr Emmerling, aber sagen lassen, daß er als Wirt während der Wahl gar nichts am legten Sonntage die gesamte Garnison in den Kasernen der das Monopol auf das Plakatierungswesen Budapests innehat, zu sagen habe, und unser Genosse blieb. In diesem Orte hatten gehalten wurde. Einige Compagnien wurden mit scharfen Patronen spielte fich als Censor auf und teilte dem Parteisekretariat mit, wir 1898 52 Stimmen und da man jeden einzelnen, der socialausgerüstet, desgleichen die dreifach verstärkten Wachen. Was war daß er die Anheftung des Plakats verweigere. Die Parteileitung be- demokratisch gewählt hatte, kannte, fertigte man ein Blakat an, geschehen? Die Socialdemokratie hatte eine Festlichkeit half sich damit, daß sie die Plakate des Nachts durch Genossen an auf dem jeder Name verzeichnet war, und hinter jedem Namen veranstaltet, um ihren Wahlfieg zu feiern. Es ist ganz unverständ- Häusern und Mauern anbringen ließ. Bei dieser Arbeit wurden prangte ein Spitzname. Diesmal erhielten wir nur 6 Stimmen. lich, wie eine Militärbehörde aus solchen Gründen den Soldaten den sechs Genossen von Polizisten verhaftet und gefesselt zur Auch der Herr Pfarrer war im Wahllokal anwesend, ohne gegen Sonntag nehmen fann. Auch zahlreiche Landwehrleute aus Berlin, die in Ober- Stadthauptmannschaft gebracht, andren wurden die Plakate den flotten Bierausschant Einspruch zu erheben. Trotz der ge= Frankfurt eine Uebung von 14 Tagen zu leisten hatten, wurden von konfisziert. Die bereits angeklebten Platate fuchten die Polizisten meinen Hebe gegen die Socialdemokratie erhielten wir in HeiligenSer unnötigen Maßregel mit betroffen; Landwehrleuten, die bereits mit Messern abzukrazen. Auf die Interpellation des Abgeordneten stadt 184 Stimmen, Dingelstädt 28, Uder 18, Werleshausen 16 Urlaub erhalten hatten, wurde der Urlaub wieder entzogen. Olay beteuerte der Graf Hedervary, von dem Verbot des Plakats und in Worbis nur 2. Im ganzen erhielt unser Genosse Meister Solche Fälle find übrigens sehr häufig. Die oberen Militär- und den Polizeimaßnahmen nichts zu wissen, ebenso wollte der Ober- 359 Stimmen. behörden sollten die Abstellung dieses überflüssigen Dienstes bewirken, Stadthauptmann Rudnay von der Sache nichts wissen. Die Budawenn sie nicht wollen, daß der Verdruß am Militärdienst weiter pester Socialdemokraten verbreiteten hierauf ein Flugblatt, in gesteigert wird. welchem zu der Versammlung eingeladen wurde. Zur Charakteri Es ist dies gegen die Wahl von 1898 ein Mehr von über 60 Stimmen. Man ersieht auch daraus, daß trotz der vielen Predigten die Socialdemokratie nicht totgepredigt werden konnte. partci-J�acbnchtem Strafkonto. An Strafen wurden gegen Genossen erkannt in den beiden Monaten Mai und Juni 6 Jahre 3 Wochen und 5 Tage Gefängnis und 2316 M. Geldstrafe. Parteiprrsse. Die„Märkische Volksstimme", unser Forst er Parteiblatt, hat seit dem 1. Juli 960 neue Abonnenten gewonnen. Das Blatt hat jetzt eine Auflage von 8000, für eine Stadt wie Forst sicher ein außerordentlich günstiges Resultat. Der Schwindler Wiedemann versuchte am Sonnabend unsren Vertrauensmann in Minden zu brandschatzen. Als dem sauberen Patron die Bedenken unsres Genossen bemerkbar wurden, zog er es vor zu verschwinden. Der angebliche Wiedemann log bei dieser Gelegenheit unsrem Genossen vor, daß er auch schon in der Redaktion unsres Dortmunder Parteiblattes thätig gewesen sei. Genosse Richard Wiedemann, Bezirksführer im ftinsten Berliner Wahlkreise und Greifswalderstr. 20 wohnhaft, ersucht uns mitzuteilen, daß er mit dem sich Wiedemann nennenden Schwindler nicht identisch sei._ Der Socialismus in Spanien. Die neueste 9kummer des„Mouvement Socialiste" enthält einen umfangreichen Artikel von Mario Antonio über den Socialismu-Z in Spanien. Der erste Teil enthält interessante geschichtliche Rück- blicke auf die Anfänge der socialistischen Bewegung; wir entnehmen diesem Teil folgende Einzelheiten: Die socialistische Propaganda begann in Spanien erst nach der Revolution von 1840, und zwar waren es Anhänger der Disciplinen von Fourier, vor allem Sagrario de Veloy, welche öffentlich für den Socialismus warben. Der letztgenannte sammelte sogar S Millionen Pesetas zur Errichtung einer Phalanstore; der Minister- Präsident Esp ortaro jedoch verweigerte das hierzu nötige Terrain, wie er überhaupt jede socialistische Propaganda untersagte. Von dem Austreten klassenbewußter Socialisten kann überhaupt erst von 1868 ab die Rede sein. Es war nach der Septeniber-Revolution, als der Generalrat der„Internationale" zu Genf die spanischen Arbeiter zum Anschluß an die Internationale aufforderte. Unter Bakunins Leitung wurde namentlich durch den italienischen Deputierten F a r e l l i der Socialismus in Spanien bekannt gemacht. F a r e l I i war sogenannter anarchistischer Kollektivist und predigte als solcher die politische Enthaltsamkeit; mit den Theorien des Socialismus, dem kommunistischen Manifest und selbst der Jnaugural-Adresse machte er seine Hörer nicht bekannt. Es kam bald zu Spaltungen ,iind so wurde der Madrider Verein gegründet, der vom Haager Kongreß der Internationalen, wo er durch Lafargne vertreten war, anerkannt wurde. Es begann nun der Kampf der neuen eigentlichen socialistischen Vereinigung gegen Bakunin. Diese Madrider Sektion blieb bestehen auch nach Auflösung der Jnter- nationalen und beschloß im Jahre 1873 im Princip die Ver- einigung der socialistischen Arbeiterpartei Spaniens, die aber «rst am 2. April 1879 perfekt wurde. Die Gründung mußte zunächst geheim gehalten werden und konnte erst von 1881 an öffent- lich agitieren. Ihren ersten Sieg gegenüber den Bakuninschen Anarchisten errangen sie auf dem Nationalkongreß, der 1882 in Barcelona stattfand und von 123 Delegierten, die 182 Arbeiter- vereine vertraten, besucht war. Trotz des Enthusiasmus ging die Bewegung doch sehr langsam vor sich und im Jahre 1888 waren erst vier Gruppen vorhanden. Es fehlte vor allen, an einer Zeitung, die schließlich(der jetzt existierende„El Socialiste) am 12. März 1886 gegründet wurde. Jetzt beginnt eine neue Aera; 1886 war die Partei bereits auf 16 Gruppen angewachsen und 1888 fand der erste Parteikongreß in Barcelona statt. Von hier an datiert die neuere Geschichte der Partei. pollzeUlcbes» Gericbtlichea ulw. — Genosse Radios, der als Redakteur der.Breslauer Volks- wacht" gegenwärtig eine Gefängnisstrafe verbüßt, ivurde am Diens- 4ag der Strafkammer vorgeführt, um sich abermals, diesmal lvegen Beleidigung von Bromberger Gefangenen-Auffehern, zu verantworten. iDer Staatsanwalt beantragte einen Monat Gefängnis; das Gericht Erkannte auf Ivo M. Geldstrafe. DaS Urteil im Treber-Prozeß. Nach dreizehntägiger Verhandlung hat der Prozeß gegen den j,Treber-Schmidt" am Dienstag in Kassel sein Ende erreicht. Die Ausdehnung der specialisierten Verhandlung, die Kompliziertheit der einzelnen Delikte, die Verworrenheit und das wüste Ineinander- greifen dieser Betrügereien hatten im Laufe der Zeit das Interesse gedämpft und von einer fortgesetzten Berichterstattung im einzelnen konnte billigerweise abgesehen werden, zumal Terlinden und Ge- nassen und der Pomniernbank-Prozeß an Einzelheiten allgemeineren Interesses weit mehr Material ans Licht brachten. Ueberdies waren die Betrügereien Schmidts bereits bei den, Zusammenbruch der Trebergesellschaft und der Leipziger Bank haarklein dargestellt worden. i Die Beweisauffnahme hatte nach den Anträgen des Staatsanwalts und der Verteidiger dann dielfolgenden Schuld- fra-gen gezeitigt: „1. Ist der Angeklagte schuldig, im Jnlande im Frühjahr 1900 als ein Schuldner, der seine Zahlungen eingestellt hat und iiber dessen Vermögen der Konkurs eröffnet worden ist, in der Absicht, seine Gläubiger zu benachteiligen, dadurch Verinögensstücke beseitigt zu haben, daß er auf den, von ihm besessenen Grundstück in Ham- purg eine-Hypothek von 240 000 M. zu Gunsten seiner Tochter Erna Schmidt bestellte? 2. Im Falle der Bejahung der Frage 1, sind mildernde Ilm-- stände vorhanden? 3. Ist der Angeklagte schuldig, im Jnlande in den Jahren 1898 bis 1901 durch ein und dieselbe Handlung in der Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, dritte Personen da- durch in ihrem Vermögen geschädigt zu haben, daß er durch Vor- spiegelung falscher Thaffachen bei folgenden Personen einen Irrtum erregte und unterhielt? 4. Im Falle der Bejahung, sind mildernde Umstände vorhanden?" Die Geschworenen bejahten nach 2Vzstündiger Beratung die Schuldfrage wegen betrügerischen Bankrotts und wegen Betruges unter Ausschluß mildernder Umstände. Der Staatsanwalt beantragte hierauf 4'/z Jahre uchthaus, 8 Jahre Ehrverlust und 3000 Mark Geld- uße. Der Gerichtshof erkannte auf 2 Jahre 8 Monate Zuchthaus, von welchen 8 Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet werde», und auf 3000; Mark Geldbuße. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden dem Angeklagten belassen. In der Begründung des Urteils, so weit sie bis jetzt telegraphisch übermittelt wurde, wird gesagt, es sei die geringste zu- lässige Strafe auf betriigerischen Bankrott unter Ausschluß mildernder Umstände angenommen lvorden, lveil einerseits ein ver- hältnismäßig geringfügiges_ Objekt bei dem Betrug und den systematischen, fortgesetzten Fälschungen vorliege und andrerseits die Thatsache, daß der Auffichtsrat seine Pflicht mcht erfüllte, sowie die seitherige Unbescholtenheit des Angeklagten erwogen wurden. Des- halb wurden dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte belassen. Das Urteil und die Begründung werden kaum irgendwo Billi- gung finden; so sehr man an milde Urteile gegen große Schwindler bei uns seit langem gewöhnt ist, dies Urteil setzt doch über alle Maßen in Erstaunen. Aber es liegt uns durchaus fern, über diese Milde ein großes Geschrei zu erheben, das überlassen wir gern und getrost der bürgerlichen Presse, die ihren guten Grund dafür hat, daß sie es erhebt, die über einen solchen offensichtlichen Fall um so mehr schreit, je mehr sie durch dies Geschrei die iveniger offenen Fälle überhaupt verschlvinden lassen möchte. Es ist aber auch sonst sehr übel bei der bürgerlichen Presse angebracht, über den biederen Schmidt das moralische Todesurteil zu fällen; der Ver- leidiger Schmidts deutete Westend an, wie ganz anders Schmidts Verfahren beurteilt worden wäre, wenn sein Erfolg ein andrer gewesen wäre. In der That giebt es für dew Kapitalismus nur einen Maßstab, den Erfolg, und wenn die größten Bewügereien schließlich den zuerst Betrogenen doch noch Gewinne bringen, so werden auch solche Betrügereien meist ohne irgendwelche Bedenken auf das Conto der„Genialität könig- licher Kaufleute" gesetzt, ohne die die Welt nicht existieren könne. Aber an das bekannte Sprichwort von den großen und kleinen Dieben nröchten doch auch wir bei diesem milden Urteil erinnern, das einem Menschen wie Schmidt sagar die bürg er- lichen Ehrenrechte läßt. Würde dieser Begriff über seine strafpolizeilichen Grenzen hinaus aufgefaßt werden sollen, es würde nicht wenige Leute geben, die freiwillig darauf verzichten würden, diese„bürgerlichen Ehrenrechte" noch weiter init einem Manne wie Schmidt zu teilen. Wie viele armen Teufel aber, die im Unverstand, die, beladen mit dem Fluch der Armut, der schlechten Erziehung, eines ganzen langen elenden Lebens mit den Strafgesetzen in Konflikt zu komnien förmlich gezwungen wurden,— wie vielen solchen armen Teufeln aber sind die Ehren- rechte ohne viel Federlesens aberkannt worden I Aber auch darüber regen wir uns schon längst nicht mehr auf. Um indes das Urteil auch nur in seinen bürgerlichen Grenzen bewerten zu können, genügt es, einzelnes wenige aus der historischen Entwicklung der Treber-Gesellschaft, mit der Schmidt sich stets solidarisch, ja identisch fühlte, wieder in Erinnerung zu rufen. Im Jahre 1898 trat bekanntlich ein W e n d e p u n k t bei der Trebertrocknung ein, der durch das B e r g m a nn-Patent und durch Bergmann selbst herbeigeführt wurde. Die Treber- g e s e l l s ch a f t erwarb dieses Patent zur Holzverkohlung. Bis 1898 war die Holzkohle in offenen Meileröfen hergestellt worden, es war nur Scheitholz, in erster Linie Trockenholz benutzt worden. Nun kam Bergmann und behauptete, nach seinem Verfahren eigne sich nicht nur Scheitholz zur Verkohlung, sondern alle möglichen Holzarten, namentlich Abfälle aus Sägewerken, das Sägemehl. Wenn das zu- traf, so«rußten danrit hohe Gewinne erzielt werden, denn es hieß mit andren Worten: Ich mache aus diesem Sägemehl, aus diesem Dreck Gold. Als die Trebertrocknung mit Bergmann in Verbindung trat, geschah es zunächst zu dem Zwecke, Absatz für ihre Trocken- apparate zu bekommen. Zu gleicher Zeit ging die Gesellschaft auch an die Gründung von T o ch t e r s a b r i k e n und zwar unter Zuhilfenahme der Leipziger Bank in aller Herren Länder. In allen diesen Fällen mutzten die neuen Werke eine sogenannte Licenz für Benutzung des Patentes bezahlen, und andrerseits waren die Werke verpflichtet, ihre Produkte der Trebertrockunng zu einem bestimmten Preise zu überlassen. Der Angeklagte verfolgte damit den Zweck, den Markt für Holzkohlen und die damit verwandten chemischen Produkte bezüglich Absatzes und Preisbildung zu beherrschen. Es waren im ganzen 25—30 Fabriken, die gegriindet wurden. Hierzu gehörte natürlich Geld, Geld und abermals Geld. Da das bis- herige Aktienkapital nicht ausreichte, wurde das Kapital wieder- holt erhöht. So wurde das ursprüngliche Aktienkapital von 330 000 M. auf 1 800 000 M. erhöht, dann auf 3 000 000, wenige Monate später wieder diese 3 Millionen auf 6 Millionen Mark ver- doppelt, um dann nach kurzer Pause, am 8. Juni 1893 wieder um das Doppelte, auf 12 Millionen Mark erhöht zu werden. Eine weitere Kapitalerhöhung wurde sodann anläßlich der Fusion in der Generalversammlung am 28. Februar 1901 beschlossen. Die ersten Aktien wurden zu Pari<100 Proz.) abgegeben, hernach aber wurden die jungen Aktien nur mit ganz erheblichem Agio(178 bezw. 200 und 228 Proz.) den alten Aktionären überlassen. Auf diese Weise hat die Trebertrocknung für nominal 12 Millionen Mark Kapital im ganzen thatsächlich 23 730 000 M. bare Mittel ein- genommen. Infolge dieser Kapitalserhöhungen und der glänzenden Schilderung über die angeblichen Ergebnisse des Betriebes in den Geschäftsberichten nahm das große Publikum alsbald ein größeres JnteresseDan der Gesellschaft, um so mehr, als nach einer anfänglichen Dividende von 10 Proz. ganz bedeutende Gewinne ausgeschüttet wurden. Ferner hieß es in dein Jahresbericht auch unwahrcrwcise, die Tochterfabrilen hätten ebenfalls bereits gute Geschäfte gemacht, die ungarische und bosnische Gesell- schaft sogar 10 bezw. 11 Proz. Dividende gezahlt. Alle diese enormen Gewinne sollten angeblich aus dem Bergmannschen Verfahren ge- Wonnen werden. Infolge dieser angeblich hohen Gewinne stieg der Preis der Aktien in das ungemessene. Bekanntlich war nur die Hälfte des Aktienkapitals(6 Millionen) an der Börse in Berlin eingeführt, die jungen Aktien wurden ja trotz aller Bemühungen bekanntlich nicht zugelassen. Der Kurs, welcher 1894— 1898 noch 144 Proz. betrug, stieg bis Dezember 1898 schnell auf 370 Proz., kletterte dann fortwährend weiter und erreichte 1896 den höchsten Stand mit 898 Proz. Am 26. Juni 1901 trat der Z u s a m m e n b r u ch der Leipziger Bank, wenige Tage später auch der Krach der Trebertrocknung ein und in der Nacht vom 3. zum 4. Juli 1901 rückte Schmidt aus. Am andern Morgen meldete der Konkurs- Verwalter der Leipziger Bank, welche allein 89 Millionen Mark zu fordern hatte, beim Amtsgericht zu Kassel den Konkurs an. Noch an demselben Tage wurden telegraphisch angeordnete Haus- suchungen bei den sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats in Kassel, Dortmund und Greifswald vorgenommen und dabei schwer be- lastende Papiere vorgefunden. Die Aktionäre waren in der gröbsten Weise getäuscht und die Gläubiger der Gesellschaft um Millionen ge- schädigt worden. Die sämtlichen Geschädigten haben versichert, daß sie durch die falschen Angaben über die Dividenden und Ergebnisse, die hohen Reserven, die großen Bankguthaben von vielen Millionen zum Ankauf von Aktien veranlaßt worden sind und daß sie sich selbstverständlich hiervor ivohl gehütet, wenn sie eine Ahnung von der schlechten Lage der Gesellschaft gehabt hätten. Die hohen Dividenden waren einfach das Geld der neuen Aktien; den Tochter- gefellschaften wurde das Geld geschickt, um nachher als eigner Gewinn, als Dividende wiederzukommen. Daß Schmidt sein Privatvermögen bei dem Zusammen- bruche der Aktiengesellschaft verlieren mußte, war nach der völligen Verquickung seiner Privatgeschäfte mit denjenigen der Gesellschaft, war nach dein ganzen Verhältnis erklärlich. Und wie groß die Ver- schuldung in: Privatkonkurs war, ist ziffernmäßig festgestellt; die Passiven betrugen 43 Millionen, die Aktiven 300 000 M. Der ganze Rattenkönig von Betrug und Schwindel war eine fortgesetzte bewußte Handlung; Bilanzen wurden gefälscht, Posten verschleiert und erfunden usw. usw. Dies alles seit Monaten, Jahren, so daß Schmidt erwiesenerniaßen schon seit Jahren mit dem Zusammenbruch der Gesellschaft rechnete. Sein Cynismus aber ging so weit, daß am Eingang des Trebertrockimngs- gebäudeS bekanntlich dieser Spruch stand: „Im Kopf die Klarheit. Im Mund die Wahrheit, Im Herzen die Treue Und nimmermehr Reue." Und nun vergleiche man noch einmal das Urteil. Terlinden nnd Genossen vor dem Schmnrgericht. Der Staatsanwalt Kühne nimmt feine abgebrochenen Ausführungen wieder auf und beleuchtet die Vorgänge bei der Gründung, die Ausstellung der Bilanzen und die Buchführung. Bei der Eröffnungsbilanz sei eine Schuldenlast von 13160 000 M. vor- handen gewesen. Die Lagerbestände seien zur Hälfte gefälscht. Bezüglich der Aufstellung falscher Taxen, der Anfertigung von Doppel- aktien und der Herstellung eines gefälschten Reichsstempels sei die Schuldfrage ganz klar. Hierauf geht der Staatsanwalt ausführlich auf die Bankverbindungen ein und bezeichnet Terlinden und Kosbadt als gleichschuldig. Daß Terlinden allein den Nutzen hatte, stehe der Mitthäterschaft Kösbadts nicht entgegen. Namentlich sei die Frage nach der Mitthäterschaft Kosbadts wegen der Aktienstempel unbediiigt zu bejahen. Mildernde Umstände seien nirgends herzuleiten. Vielleicht verdiene Kosbadt einige Milde, weil er unter dein Banne Terlindens stand; für letzteren sei eine strenge Strafe am Platze. Nach dem Staatsanwalffchaftsrat Kühne ergreift StckatSantSaW Schröder das Wort. Er führt aus, es stehe fest, daß Terlinden Ver«! mögensstücke beseitigte; es seien ferner falsche Aktien angefertigt. Handelsbücher vernichtet und Bilanzen gefälscht worden. Bei alledem sei Terlinden Spiritus rector gewesen. Frau Terlinden habe un- zweifelhaft dabei geholfen; Kosbadt sei bei allen strafbaren Hand» lungen beteiligt gewesen und sei im gleichen Maße schuldig wie Ter« linden. Auch Frau Kosbadt habe sich schuldig gemacht. Bei Terlinden. Kosbadt und den beiden Frauen seien alle Schuldfragen zu bejahen. Mildernde Umstände könnten nur den beiden Frauen zugebilligt werden. Hierauf erhalten die Verteidiger das Wort. Die Verhandlung wird dann auf morgen V-9 Uhr vertagt. Der morgige Tag wird voraussichtlich mit der Rechtsbclehrung und der Beratung der Ge- schworenen vollständig ausgefüllt, so daß das Urteil erst am Frestag gesprochen werden dürfte._ Hus Induftne und FtondeU Die Krisis in der Textilindustrie, die in Amerika hauptsächlich infolge der wüsten Spekulationsmanöver am Baumwollmarkte in so furchtbarer Weise für die Arbeiter um sich gegriffen hat, wie wir schon berichteten, macht sich nun auch mit gleichen Folgen bereits in England bemerkbar. Aus London, den 6. Juli, wird uns nämlich berichtet: Infolge schlechten Geschäftsganges und hoher Baumwoll- preise haben die Vertreter der Textilindustrie in Lancashire .beschlossen, nur vier Tage die Woche arbeiten zu lassen. Die Ruhe- tage sind Montag und Sonnabend. Inzwischen aber ist das gewaltige Hausse-Shndikat, an dessen Spitze der Baumwoll-Grotzhändler Brown stand, zusammen- gebrochen, und der Krach mit allen gewohnten Folgen hat in die New Dorker Baumwollbörse am Dienstag seinen verheerenden Einzug gehalten. Die„Voss. Ztg." erhält darüber folgenden Kabel- bericht: An der Baunrwollbörse kam es heute(Dienstag) zu einem völligen Zusammenbruch der Hausse-Spekulation. Die Preise fielen um 60 bis 70 Points. Juli- und August-Baum- wolle wurde um 10 Dollar für den Ballen billiger angeboten' als vor einer Woche. Der Baumwollmarkt befindet sich i«' einer völligen Deromte. Die Verkäufe am heutigen Tage werden auf über eine Million Ballen geschätzt. H u n d e r t e kleiner Spekulanten sind zu G-r unde gerichtet. Viele von ihnen verloren den ganzen Verdienst der letzten sechs Monate. Von allen Seiten her werden ständig Tausende Ballen Baumwolle an den Markt geworfen. Die Hauptursachen des Zusammenbrnchs-des Hauffe-Shndikats dürsten darin zu suchen sein, daß einerseits die-Er n t-em-u s fi ch t e n nach dem letzten Washingtoner Monatsbericht sich gebessert haben und andrerseits der Konsum sich nach Möglichkeit ein- zuschränken suchte. Der Zusammenbruch des Corners scheint' überdies durch Zwistigkeiten innerhalb der Brownschen Clique selbst beschleunigt worden zu sein.— Der New Dorker Locopreis ist durch seinen Rückgang am Dienstag auf 11,60 Cts., d. i. genau auf; den Stand zurückgegangen, den die Locoware Mitte Mai d. I., al» Browns Preistreiberei einsetzte, inne hatte. Juliware notierte Diens- tag noch 11,40 Cts., gegen 10,97 Cts. Mitte Mai, dementsprechend, höher stehen auch noch die September- und November-Termine. Die; höchsten Notierungen hatten in New Dork am 26. Juni d. I. 6e-( standen, an welchem Tage Locoware sich bis auf 1#% Cts. erhöht i hatte. Etwa gleichzeitig war auch in Liverpool der höchste Pro»�- stand zu registrieren, nämlich von Locoware mit 6,79 d. gegen lh'M- am vorgestrigen Tage. In B reinen war ein Höchststand von 67� am 28. v. M. zu verzeichnen, während gestern(Mittwoch) eine Bve-.ner Notierung von 623/4 vorlag. Schneklfahrversuchc einer amerikanischen elektrischeuBahu. Die Aurora, Elgin und Chicago Railway, eine elektrische Bahn in den'Ver» einigten Staaten von Amerika, läßt sich nach einer, Meldung des in New Dork erscheinenden Fachblattes„The FcanAge"' in Elizabethport(New Jersey) einen elektrischen Wagen bauen, mit« welchem sie Schnellfahrversuche anzustellen und eine Ge« schwindigkeit von 180 engl. Meilen pro Stunde zu erreichen. gedenkt� Der Unterbau der Bahn soll angeblich geeignet sein, die bei einer derartigen Geschwindigkeit entstehenden Erschütterungen auszuhalten. Die amerikanische Quelle bezweifelt das Gelingen der Versuche und nimmt an, daß eine Geschwindigkeit von mehr als 100 engl. Meilen pro Stunde nur auf Bahnen zu erreichen wäre, welche einen absolut ebenen und unverrückbar festen Schienenweg darböten. Sociales. Die BundcSrats-Bcrordnnng zum Schutze der Gastwirtsgehilsen hat mit andren Verordnungen das Schicksal gemein gehabt, daß Verwaltungsbehörden und Gerichte ihr die allerverfchiedenste Aus- legung gegeben haben. Wir erinnern in dieser Beziehung nur an die Entscheide der schlesischen Gerichtshöfe, auch des Ober-Landes» gerichts Breslau, durch welche dem Worte„gewähren" ein Sinn untergelegt wurde, der, wenn er allgemeine Geltung erlangte, einfach die„Errungenschaften" unsrer ganzen Socialreform in Frage stellen würde. Nach der Anschauung des Breslauer Ober- Landesgerichts hätte nämlich der Satz„ ist zu gewähren" nur die Bedeutung, daß der Prinzipal die Ruhezeiten zu„ g e» währen" hat, daß der Angestellte aber„freiwillig" darauf verzichten kann. Wir brauchen an dieser Stelle nicht westläufig auseinanderzusetzen, daß dieser„ fr ei w i ll i g e"-Verzicht für die große Masse der gastwirtschastlichen Angestellten nichts andres bedeuten würde, als ein eisernes Muß. Der„Verband deutscher Gast Wirtsgehilfen" hatte sich deshalb im Januar d. I. in einer Eingabe an den Bundesrat gewandt, in welcher er diesen ersuchte, der Verordnung eine klare, präcise Fassung zu geben, die jede Mißdeutung ausschließt. Der Bmidesrat hat nun, wie dem oben genannten Ver- band jetzt mitgeteilt wird, beschlossen, der Eingabe keine Folge z» geben! In den neuerdings ergangenen Gerichtsentscheidungen hin- sichtlich der Auslegung des Wortes„gewähren" sei übrnzens— s« heiß: es in dem bezüglichen Schreiben des Reichskanzlers, das der „Gastwirtsgehilfe" veröffentlicht— nicht mehr der von d-em Ober- Landesgericht Breslau verstetene Standpunkt eingenommen worden.— Das letztere ist richstg. Die von socialfftischer Seite provocierte Aeutzerung des Herrn v. Posadowsky im Reichstage scheint wenigstens die gute Wirkung gehabt zu haben, daß auch die Herren Juristen zu der Einsicht gekommen sind, daß die früheren Auslegungen den Intentionen des Gesetzgebers direkt entgegen liefen. Immerhin ist damit die Unsicherheit nicht ganz beseittgt; für Schlesien! besteht vorläufig der Entscheid des Breslauer Gerichtshofes noch zw Recht und es ist gar keine Gewähr geboten, daß nicht auch andre Gerichte es wieder einmal fertig bekommen, die matten Versuche einer socialen Reform durch juristische Auslegungskünste ganz zu beseittgen. Ein rheinischer OrtS-Krankenkassentag, der am Sonntag in Köln stattfand und von 191 Delegierten besucht Ivar, die 101 Kranken- lassen mit 243 634 Mitgliedern vertraten, beschloß einstimmig die Gründung einer„Freien Vereinigung von Orts- Krankenkassen im Bereiche der Landes-Versicherungsanstalt Rheinprovinz". Wie§ 1 der Satzungen sagt, hat die Vereinigung den Zweck,„einen Mittelpunkt für den Meinungsaustausch der Orts- Krankenkassen, sowie den persönlichen Verkehr der Vorstandsmitglieder und Angestellten derselben zu bilden, die gemeinsamen Angelegen- heiten der Kassen auf den ihnen gesetzlich zugewiesenen und noch ferner zuzuweisenden Gebieten zu fördern, insbesondere jedoch die Ausführung der den Orts-Krankenkassen zustehenden Obliegenheiten vorzubereiten".— Den Verhandlungen wohnten außer einem Bei- Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Gerichts- Zeitung. geordneten der Stadt Soin je ein Vertreter der Megierungspräsidenten fonkurrenz eine Steigerung des Preises für Schuhwerk unmöglich| Stimmen wurde eine Resolution angenommen, wodurch die NGzu Düsseldorf, Köln und Trier bei. Ste beteiligten sich wiederholt sei. Auch die Arbeitgeber wollten sehr gern den Frieden, doch folle teilungen des Verbandes beauftragt werden, Generalversammlungen an den Beratungen. es nicht heißen, fie wären die Besiegten, und das würde zweifellos abzuhalten, um zu beschließen, daß die Mitglieder ihre der Fall sein, wenn sie jetzt Lohnerhöhungen bewilligen würden. Er Stellungen zum 1. September d. 3. kündigen rate den Arbeitern, zunächst die Forderungen zurüd sollen. Socialdemokraten" spricht die Erwartung aus, daß zurück- follen. zuziehen, dann könnte eine gemeinschaftliche die kommunalen Arbeiter den parlamentarischen Weg zur Kommission gebildet werden, welche über Lohn Durchsehung ihrer Forderungen wählen werden. Da der ablehnende Die Holz- und Bretterträger sowie Brettschneider haben am erhöhungen beraten tönne, die dann aber nicht Beschluß der Stadtverordneten- Versammlung nur mit 20 gegen 7. Juli in einer öffentlichen Versammlung mit 126 gegen 33 Stimmen plöglich, sondern mit dem nächsten Jahre in Kraft 18 Stimmen gefaßt wurde, erscheint es leicht möglich, daß bei der beschlossen: Falls am 8. Juli früh 8 Uhr der im Frühtreten könnten. Kommunalwahlen im nächsten Frühjahr eine den Forderungen jahr eingereichte Tarif nicht bewilligt wird, in günstige Majorität zu stande kommt. den Streit zu treten. Der Lohntarif fordert eine geregelte Arbeitszeit von täglich 9 Stunden und einen Stundenlohn von 50 Pf. Für Ueberstunden sollen 20 Pf. Zuschlag bezahlt werden, find jedoch nach Möglichkeit zu vermeiden. Außerdem wird gewünscht, daß auf jedem Platz eine heizbare und verschließbare Bude zum Ginnehmen der Mahlzeiten und Aufbewahrung der Kleidungsstücke vorhanden ist, und daß auf jedem Plake Aborte in genügender Anzahl hergestellt werden. Ferner ist im Lohntarif die Accordarbeit geregelt und zwar beim Laden von Balken und Dachholz, für befäumte und unbefäumte Bretter, für Stapeln und Ausholzen, für Hart- und Laubholz. Außerdem ein spezialisierter Lohntarif für die Holzschneider, welcher sich wiederum für Hart- und Laubhölzer unterscheidet. Die Konjunktur ist für die Monate Juli- August eine für die Bewegung günstige und berechtigt daher zu der Annahme, daß die Mehrzahl der maßgebenden Firmen die bescheidenen Forderungen der Arbeiter bewilligen werden. Das Streitlokal, wohin alle auf die Lohnbewegung bezüglichen Meldungen und Anfragen zu richten sind, befindet sich bei August Erdmann, Reichenbergerstr. 16. TelephonAmt IV, 2193. An die Zimmerer, Tischler usw. richten wir die bringende Bitte, uns in unfrem Kampfe moralisch zu unterstüßen. Die während unsrer Bewegung arbeitenden Kollegen müssen in dem Besitz einer roten Arbeitsberechtigungs- Karte sein. Dieser eigenartige Friedensvorschlag des Obermeisters rief die größte Verwunderung der Ausständigen hervor, welche sich in großer Heiterkeit und vielfachen Zwischenrufen auslöfte. Leider ließ sich gleich darauf ein Arbeiter, welcher weder zu den Ausständigen noch zur Orga nisation gehört, zu einem Zwischenruf hinreißen, der von dem Obermeister als eine persönliche Beleidigung aufgefaßt wurde und VerDas Meffer spielte wieder eine traurige Rolle in der Ver. anlassung dazu gab, daß die Arbeitgeber in demonstrativer Weise handlung wegen Körperverlegung mit tödlichem Ausgeschlossen den Saal verließen. Dieser Zwischenfall war um so be- gange, welche gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I bauerlicher, da er den ausständigen Arbeitern die Möglichkeit nahm, gegen den Monteur Albert Engler stattfand. Der Angeklagte ihre Meinung gegenüber den Arbeitgebern zum Ausdruck zu bringen. Der Nacht gegen 21 Uhr zurückkehrte. Er befand sich in etwas hatte am 22. März eine Radfahrt unternommen, von der er erst in Die ganze Aktion scheint von den Arbeitgebern lediglich nur zu dem 3wed unternommen zu sein, um zu versuchen, ob es nicht angetrunkenem Zustande. Als er sich vor dem Hause in der Ackermöglich wäre, die Streifenden nach dem wochenlangen Stampfe ftraße, in welchem er wohnte, befand, sprang er vom Rade und führte es über den Bürgersteig bis zur Hausthür. tanfelmütig zu machen, vielleicht der letzte verzweifelte Versuch, dem aus allen Fugen gehenden Arbeitgeberring einen Erfolg zu sichern. Der Zufall wollte es, daß zwei Gruppen von Personen, von entRun, die Herren werden fich davon überzeugt haben, daß der gegengesetzten Richtungen kommend, vor dem betreffenden Hause zu Kampfesmut der Ausständigen noch ungebrochen ist. Andrerseits fammentrafen. Der Angeklagte führte sein Rad rücksichtslos durch find dieselben aber auch davon überzeugt, daß die Situation der die enge Gasse hindurch, die von den beiden Gruppen gebildet wurde. Arbeitgeber eine äußerst kritische ist und durch Nachgeben derselben über den Fuß. Dieser machte hierüber eine abfällige Bemerkung, Er fuhr dabei einer dieser Personen, dem Tapezierer Franz Wagner, jeden Tag das Ende des Ausstandes zu erwarten ist. Die Maßschuhmacher verharren wahrlich nicht aus Frivolität und lebermut im ging aber mit seinen beiden Begleitern, den Gebrüdern Krause, weiter. Der Angeklagte stellte sein Rad gegen die Thür und wochenlangen Stampfe, welcher ihnen große Entbehrungen und moralische Opfer auferlegt. Schon mehrfach ist von diesen die Hand zur Ver- ging den drei Personen, die bereits zwei Häuser weit ent fernt waren, nach. Diese blieben auch stehen. Engler fragte sie, ständigung geboten, wir erinnern hier nur an die Anrufung des was sie von ihm wollten. Er griff in die Tasche, holte sein Messer Einigungsamtes. Aber alle Versuche, eine für beide Teile ehrenDie Lohnkommission der Bretterträger und Brettschneider. volle Verständigung zu erzielen, sind von den Herren Arbeitgebern Herbor, ging auf den ihm zunächst stehenden Tapezierer Wagner zu, faßte ihn mit dem linken Arm um den Hals und stach ihm gleichzurückgewiesen worden. Sie wollten nur das eine: willenlose Maurer haben gegenwärtig wieder einen Konflikt mit den bau- einfachen Kampf wegen Lohnaufbesserungen ein Kampf um die Macht. Hielten den Angreifer fest und riefen nach einem Schußmann. Als ein solcher Die am Bau der städtischen Frrenanstalt in Buch beschäftigten Unterwerfung der Arbeiter. Durch ihre Schuld wurde aus dem zeitig mit der Rechten in den Unterleib. Wagner sprang zurück mit den Worten:„ Ich bin gestochen worden! Die beiden Begleiter des Verletzten ausführenden Unternehmern D. Lindner- Berlin und Schreiber- Buch- Die Ausständigen haben das verstanden, und sie werden weiter erschien, mußte der Verlegte, der sich bis dahin auf den Beinen gehalten holz. Auf dem genannten Bau arbeiten meistens solche Maurer, die kämpfen. Die Lohnkommission. in Berlin und den Vororten wohnen. Bekanntlich gab es auf dem hatte, nach dem Krankenhause gebracht werden, wo er einige Tage Bau der Jrrenanstalt früher oft Konflikte wegen der Regelung der darauf verstorben ist. Der Beschuldigte bestritt im Termin, etwas Löhne und der Arbeitszeit. Endlich gelang es unter Mitwirkung des haben am Sonnabend, den 4. d. M., sämtliche Weißgerber gewesen sein. Jedenfalls müsse er schwer mißhandelt worden sein, Achtung! Lederarbeiter. In Frankenhausen a. Kyffh. von dem Gebrauch des Messers zu wissen, er müsse sinnlos betrunken Berliner Arbeitgeber- Bundes für das Baugewerbe einen Vertrag zivischen dem Central Verband der Maurer Arbeit niedergelegt. Denn er habe noch Wunden im Gesicht und am Halse gehabt, als er Hilfsarbeiter die genannten Baufirmen zu schließen, wonach eine neunstündige Forderung ist: Verkürzung der Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden zwei Tage später verhaftet wurde. Diese Behauptung wurde durch Arbeitszeit und 60 Pf. Stundenlohn festgelegt wurden. Dieser Ver- und 31 Pf. Stundenlohn. Die Weißgerberorte werden aufgefordert, bie Beugenvernehmung bestätigt, im übrigen ließ die Beweisaufnahme trag hat sich auch bisher für beide Teile sehr gut bewährt. In feine Borkfelle aus Frankenhausen zu verarbeiten. Desgleichen ist aber keinen Zweifel an der Schuld des Angeklagten. Berlin sind die vertragsmäßigen Stundenlöhne zur selben Zeit um jeglicher Zuzug nach dort zu inhibieren. 5 Bf. höher gewesen. Als nun in diesem Frühjahr der Berliner Vertrag auf zwei Jahre verlängert und eine Lohnerhöhung von 2½ Pf. pro Stunde für das laufende Jahr festgesetzt wurde, glaubten die in Buch beschäftigten Maurer, daß diefelbe Steigerung auch dort Plaz greifen würde, zumal fie ja erheblich größere Ausgaben durch Fahrgeld usw. Der Klempnerstreit in Königsberg i. Pr. ist zu Gunsten der haben als dies der Fall ist, wenn sie direkt in Berlin arbeiten. Die Wünsche der Maurer wurden den Meistern rechtzeitig übermittelt, Arbeiter beendet. Es ist ein Lohntarif auf zwei Jahre abdiese lehnten jedoch jede Lohnerhöhung ab. Der alte geschlossen worden, welcher in der Hauptsache die 10stündige ArbeitsBertrag lief am 1. April ab und ein paar Tage darauf wurden zeit festsetzt, sowie einen Stundenlohn von 37 Pf., der sich vom auch schon zwei Kollegen, die als Baudeputierte sich für das Zustande- 1. Juli 1904 ab auf 40 Pf. erhöht. Ueberstunden werden mit 10 Pf. fammen eines neuen Vertrages bemüht hatten, entlassen. In Aufschlag bezahlt. dieser Weise ging es das ganze Frühjahr hindurch. Maßregelungen waren an der Tagesordnung. und den und Deutfches Reich. Der Centralvorstand. Zur Lohnbewegung im Hamburger Baugewerbe. Der gestern mitgeteilte Beschluß der Unternehmer, wonach die Forderungen der Arbeiter vom 16. März 1904 ab bewilligt werden sollen, ist den beteiligten Organisationen jezt zugestellt worden. Dieselben werden in den nächsten Tagen Stellung dazu nehmen. zu Staatsanwalt Coler bat die Geschworenen, die Schuldfrage unter Versagung von mildernden Umständen zu bejahen, denn durch die Handlungsweise des Angeklagten sei ein Menschenleben bernichtet, ein Familienvater und Ernährer den Seinen entrissen worden. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Bahn, führte aus, daß der Angeflagte fich im Zustande der finnlosen Trunkenheit und der Notwehr befunden habe, in jedem Falle aber die Zubilligung von mildernden Umständen verdiene. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten unter Zubilligung von mildernden Umständen schuldig. Das Urteil lautete auf a wei Jahre Gefängnis. Vom Papft. Wegen Beleidigung des verflossenen Amtsvorstehers Major a. D. Die Lohnbewegung der Klempner in Breslau hat eine nicht er- Dent in Mariendorf hatte sich heute, Mittwoch, den 8. Juli, bor Die Lohnbewegung der Klempner in Breslau hat eine nicht er- dem königlichen Amtsgericht II der Reichstags- Abgeordnete Fris wartete Wendung genommen. Die Innungsversammlung hat den Zubeil zu verantworten. Die inkriminierte Aeußerung lag bier Im Laufe der vergangenen Woche beschlossen die Maurer, noch zwischen ihrer Kommission und den Vertretern der Gesellen verein- Jahre zurück. Am 5. März 1899 fand in Mariendorf bei Preuß mals die Maurermeister Lindner und Schreiber aufzufordern, ihnen barten Lohntarif abgelehnt. Am kommenden Sonntag werden die Chausseestraße, eine öffentliche Gewerkschaftsversammlung statt. 21 B. zuzulegen und gleichzeitig sollten die Lohn- und Arbeits- Arbeitnehmer beschließen, ob nun der Streit erklärt werden soll. dieser Versammlung soll der Angeklagte dem Amtsvorsteher Mißbedingungen wieder durch Vertrag festgelegt werden. Die Arbeiter Gegen den geschäftsführenden Vorsitzenden des Gemeinde- brauch der Amtsgewalt vorgeworfen haben, da er denjenigen Wirten, der Firana Lindner find in mehreren Baubunden untergebracht, die arbeiter- Verbandes, Genossen Poersch, wurde im März ein die ihre Säle den Socialdemokraten zur Verfügung stellen, gedroht etwa 300 Meter von einander entfernt liegen. Als mun am Sonn- Ermittelungsverfahren wegen Meineides seitens der Kasseler habe, sie auf die Polizeiſtunde zu seßen und ihnen die Erabend in der Mittagspause drei Maurer des einen Baues ihre Staatsanwaltschaft eingeleitet. Poersch sollte den Meineid in einem laubnis zum öffentlichen Tanz zu beschränken. Der An Kollegen des andren Baues aufsuchten, um über die zu stellende Brozeß geleistet haben, der im Januar dieses Jahres gegen den geklagte, der sich der sich selbst verteidigte, bestritt nicht, ähne Forderung nochmals Rücksprache zu nehmen, wurden dieselben vom Genossen Haberland in Raffel wegen Vergehens gegen das preußische liche Ausführungen gemacht zu haben und und zeigte an der Bolier unter Drohung mit dem Staatsanwalt aus der Baubude Vereinsgefeß geführt wurde. Man beschuldigte H., Vorsitzender einer Hand von Thatsachen, daß ähnliche Einwirkungen überall gewiesen und am Abend entlassen. Staffeler Filiale des Gemeindearbeiter- Verbandes zu sein, die stattfinden. Der Herr Major und Amtsvorsteher a. D. bestritt, sich Am Montag erschienen auf dem Bau auf Wunsch der dort be polizeilich nicht angemeldet wäre. Boersch wurde als Zeuge während seiner Amtsführung derartiger Einwirkungen bedient schäftigten Maurer die Kollegen Lehmann und Mezke, ersterer als dem fraglichen Termin geladen und in diesem be- zu haben. Die beiden mit als Zeugen geladenen Gendarmen, Vertreter des Centralverbandes, letterer als Vertreter der lokalen schwor er, daß seines Wissens nach Haberland nur nur Ver- welche die fragliche Versammlung überwachten und auch die Anzeige Organisation, um wegen Wiedereinstellung der Gemaßregelten und trauensmann der Kasseler Einzelmitgliedschaft sei und die erstatteten, konnten sich der inkriminierten Worte nicht mehr genau wenn möglich auch wegen Regelung der Lohnverhältnisse Verhand- Konstituierung einer Filiale nie stattgefunden hätte. H. wurde darauf erinnern und gerieten in Widerspruch. Unter diesen Umständen belungen anzubahnen. Die Vertreter der Organisationen wurden freigesprochen, gegen P. aber auf Antrag des Staffeler Bolizei- antragte der Staatsanwalt selbst die Freisprechung, dem sich der Gejedoch von den Polieren in der denkbar unhöflichsten und präsidiums ein Ermittelungsverfahren wegen Meineids eingeleitet. richtshof nach furzer Beratung anschloß. Mit den Kosten wurde die fchroffsten Form zurückgewiesen. Auch der Baubureau Auf dem Centralbureau des Gemeindearbeiter- Verbandes haussuchte Staatskasse belastet. antvesende Bertreter Lindners, den die Beauftragten der Arbeiter man einen ganzen Tag und beschlagnahmte diverse Schriftstücke. zu sprechen wünschten, ließ sagen: Wegen solchem Quatsch komme Jetzt hat man dem Angeschuldigten, nachdem er mehrmals verer nicht heraus. Nachdem dieser Herr mit den Polieren gesprochen nommen worden war, die beschlagnahmten Schriftstücke wieder aushatte, fragten Metzle und Lehmann die letteren nach dem Ergebnis gehändigt, womit das Ermittelungsverfahren wohl sein Ende erreicht Dieser Rüdsprache. Die Antwort lautete: Von einer Lohnerhöhung fönne haben dürfte. Rom, 8. Juli. Um 9, Uhr vormittags ist folgender Krankheitsteine Rede sein. In Zukunft werde jeder aus der Bude geworfen, der es Charakteristisch bei der Angelegenheit ist, daß das Verfahren bericht ausgegeben worden: Die Nacht verging ziemlich ruhig, obwage, während der Pausen zu debattieren oder gar zu agitieren. hauptsächlich auf Veranlassung eines Staffeler Schußmanns eingeleitet schon der Bapst keinen erquickenden Schlaf hatte. Der Puls ist rasch, Auch den Vertretern der Organisation so wurde auf eine Ein- wurde, der erfahren haben wollte, daß geheime" Versammaber regelmäßig; die Atmung ist nicht so frei wie gestern abend. wendung Lehmanns gesagt werde in Zukunft ähnliches paffieren. Iungen(!) in Staffel stattgefunden hätten, in welchen man die Kon- Der Zustand des Bapstes gestattet teine lange Untersuchung, doch Während dieser Unterredung kam der städtische Bauführer ftituierung der Filiale vorgenommen habe. in Begleitung zweier Gendarmen auf Lehmami zu, faßte denselben am Rodzipfel, zerrte an demselben herum und forderte 2, zitternd vor Aufregung, auf, sofort die Bauſtätte zu berlassen. Auch Metzke wurde unter Berufung auf die Gendarmen London, 6. Juli,( Eig. Ver.) Die neuen Verhältnisse, die fortgewiesen. Als die Maurer sahen, wie die Vertreter der Organi- durch die Einführung der Segmaschine entstanden sind, wurden in fation behandelt wurden, padten sie ihre Sachen zu- London im Jahre 1896 zwischen der Master Printers' Association sammen und verließen die Baustätte. ( Unternehmer- Bereinigung) und der Society of Compositors( SegerDer Bauführer hatte es ja mun fertig gebracht, daß eine Ver- Gewerkschaft) geregelt. Da aber die Verhältnisse im fortwährenden handlung nicht stattfinden konnte, damit ist aber noch lange nicht die Wechsel begriffen sind, machte sich in letzter Zeit das Bedürfnis beLohnforderung der Maurer erledigt. Unbegreiflich ist es nur, wie merkbar, eine Konferenz einzuberufen, um die mittlerweile entder Bauführer dazu kommt, sich in die zwischen Meister und Gesellen standenen neuen Differenzpunkte zu beseitigen. Am 9. Juni dieses schwebenden Streitfragen zu mischen. Als Angestellter der Stadt Jahres traten die Vertreter beider Organisationen zuBerlin hat er wohl die Pflicht, danach zu sehen, daß alle sammen und hielten bis jetzt sechzehn Sizungen Letzte Nachrichten und Depefchen Arbeiten ordnungsgemäß ausgeführt werden, aber in die Lohnver- in denen die große Mehrzahl der Differenzpunkte geregelt hältnisse hat er sich nicht einzumischen. wurden. Nur drei Fragen harren noch der Lösung, von Dieser Vorgang wie die fortwährenden Konflikte auf dem Bau denen vielfach angenommen wird, daß sie zu einem langwierigen der Frrenanstalt in Buch zeigen wieder, daß die Forderung der Bau- Konflikt den Anlaß geben könnten. Die Punkte find: 1. Die arbeiterschaft auf Einführung der Lohntlausel in die Bau- Drudereibefizer verlangen, daß die Handsetzer auch auf der Maschine berträge für öffentliche Bauten unbedingt nötig ist. Selbstverständ- arbeiten sollen, d. h. falls zuweilen keine Handarbeit, wohl aber lich soll nicht allein der Lohn durch diese Klausel geschützt werden, Maschinenarbeit vorhanden ist, soll der Handsezer verpflichtet sein, sondern sie soll sich auch auf die Arbeitszeit beziehen, auf alle mit fich der Maschine zu bedienen. Nach den Regeln der London dem Bauarbeiterschutz zusammenhängenden Forderungen und nicht Society of Compositors ist dies aber untersagt. Die Besizer zum wenigsten auf eine anständige, menschenwürdige Behandlung. da Maschinensetzer nach den Behörden und Baudeputationen die Pflicht haben, den Privatunternehmern timmungen der Gewerkschaft das Handfeßen erlernt haben muß. mit gutem Beispiel voranzugehen. Auch ist darauf zu verweisen, 2. Die Unternehmer verlangen, anstatt des Stücklohns den WochenDas Resultat ber Kongo- Interpellation. daß durch Einführung der Lohnklausel Streiks verhütet werden. Tohn einzuführen. Sie sind bereit, den Segern einen Wochenlohn Bautontratte mit solchen Klauseln sind die sicherste Gewähr für un- von 67 Schilling( 1 Schillingi Mart) für die 42stündige heute mit 91 gegen 35 Stimmen bei 7 Stimmenthaltungen die von Brüssel, 8. Juli.( W. T. B.) Die Deputiertenkammer nahn: unterbrochene Förderung der Arbeiten. Nachtarbeit und 57% Schilling für die 42 stündige Tagarbeit zu Minister Woeste zur Kongo- Interpellation eingebrachte TagesHoffentlich derart rigoroses, die Stadt und die am Bau beschäftigten Arbeiter zahlen. 3. Dieser Punkt betrifft eine technische Frage: des Sehens ordmung an, welche lautet: Die Kammer, in Uebereinstimmung mit fchädigendes Vorgehen seitens städtischer Baubeamten in Zukunft zu berhindern. Husland. Konflikt im Londoner Buchdrucker- Gewerbe. fann man feststellen, daß der Prozeß in der Lunge die Neigung hat, sich zu lösen und daß bis jetzt die Flüssigkeit im Bruftfell sich nicht zu erneuern scheint. Der Zustand kann uns indessen nicht beruhigen, schärfer bemerkbar macht. angesichts des Depressionszustandes, der sich von Zeit zu Zeit Lapponi. Mazzoni. Rom, 8. Juli.( W. T. B.) Um 8% ihr abends wurde folgendes Bulletin über das Befinden des Papstes ausgegeben: Der Tag berging ruhig ohne Schwäche- Anfälle. Der Puls ist nicht rasch und ein wenig stetiger. Atmung ruhig. Allgemein zustand mehr erleichtert. Lapponi. Mazzoni Lohnbewegung ungarischer Landarbeiter. Budapest, 8. Juli.( W. T. B.) Unter den landwirtschaftlichen Arbeitern des Torontaler Somitates ist eine Lohnbewegung im Gange. In den Ortschaften Modos, Banlat, Esene, Antalfalva, Bardany und sombolya verweigerten die Schnitter die Fortsetzung der Arbeit. Man hofft, die Bewegung durch Lohnerhöhung zu beheben. Im ganzen Lande sind orfanartige Stürme mit Hagel und überstarken Niederschlägen niedergegangen, welche an den Saaten Schaden Blitzschlag getötet worden. Es muß immer wieder darauf hingewiesen werden, daß die Bez berlangen, daß der Uebergang von Hand zur Maschine anrichteten. In Bekskerek sind zwei, in Obecse eine Person durch Zur Lohnbewegung der Maßschuhmacher. Nach zehnwöchentlicher Dauer des Kampfes haben sich endlich die vereinigten Schuhmachermeister bereit erklärt, eine persönliche Aussprache mit den Ausständigen herbeizuführen und deshalb an einer Bersammlung der Ausständigen teilzunehmen, welche am Dienstag stattfand. bon Titeln und Ueberschriften. In diesen drei Punkten wollen die Seher nicht nachgeben. Die der Regierung und im Vertrauen auf die moralische und stetige Entwicklung des Kongostaates unter der Aegide des Königs Leopold, Konferenz ging vorläufig auseinander, und nach den Aufrufen zu geht zur Tagesordnung über. urteilen, die die Master Printers heute in der Presse erlassen Ein Antrag auf Streichung der man spricht von Trade Union Tyranny" fcheint ein Konflittorte in Uebereinstimmung mit der Regierung" war zuvor abbevorzustehen. Die Londoner Organisation der Sezer zählt gelehnt worden. 11 000 Mitglieder; ihr Sekretär Mr. Bowerman erklärte, nicht nachgeben zu können. Zuckerkommission. Brüssel, 8. Juli.( W. T. B.) Die ständige Buderkommiffion beschloß in der heutigen Nachmittagssigung, entgegen dem vorher gefaßten Beschlusse betreffend den auf russischen Zucker zu legenden besonderen Zoll, daß sie es nicht für angezeigt halte, sich in diesem Augenblick endgültig über den Betrag dieses Bolles auszusprechen. Die Kommiffion vertagte sich darauf bis zum 15. Oktober. Die Lohnforderungen der städtischen Arbeiter Kopenhagens. Nachdem die Forderungen der Arbeiter von der Streifleitung Nachdem die Stadtverordneten- Versammlung die Forderungen der eingehend begründet waren, ergriff der Obermeister Herr Bierbach städtischen Arbeiter abgelehnt hatte, hielt der Kommunale Arbeiter das Wort, um zunächst wieder zu betonen, daß die Forderungen un verband eine gemeinsame Versammlung aller Branchen ab, um über erfüllbar seien, da mit Rücksicht auf die mechanische Schuhwaren die weiteren Maßnahmen zu beraten. Mit allen gegen zivei Berantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. notilbud p Nr. 157. 20. Jahrgang. * 1000d gr indomu spilingrodds dod do madro 30s ist Gods dancerulis Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Prozeß gegen die Pommernbank. Baumeister Sowade berichtet über die Beleihung eines Hauses in der Gothenstraße 23, welches für 900 Mart für die Quadratrute an einen gewissen Harder verkauft, von diesem für 1800 Mark pro Quadratrute weiter verkauft und bei der Beleihung auf 1700 Mart pro Quadratrute abgeschätzt worden ist. Beuge Meyer von der Rheinischen Hypothekenbant bekundet über ein Grundstück, welches bei der Beleihung mit 1850 M. pro Duadratrute geschäßt ist, d. h. über noch einmal so hoch, als es bie Strelitbank verkauft hat. mod Direttor Hirte von der Deutschen Hypothekenbant berichtet über beliehene Baustellen in der Straßmannstraße, Koch Hannstraße, Wilhelm Stolze- Straße, die au 1410 m. beziv. 1610 m. und 2200 m. pro Quadratrute geschätzt sind, während die Strelitzbant diese Baustellen mit 900 m. an die Baugesellschaft Nordost vertauft hat. " Aehnlich ist die Bekundung des Architekten v. Badinski, der für Beleihungszwecke für die Germania" in Stettin Grundftücke in der Wilhelmstraße mit 1500 M. pro Quadratrute geschätzt hat, während sie von der Strelitzbank an die Baugesellschaft Nordost an die Baugeſellſchaft Nordoft für 900 m. verkauft find. Hierauf wird die nächste Sigung auf Sonnabend 9 Uhr anberaumt. Sed Donnerstag, 9. Juli 1903. in der Mühlenstraße, wo die Obdachlosen untergebracht werden, bin Wohnung, Heizung, Beleuchtung. Langjährige Stellung. Offerten ich mit meinen Kindern gewandert. Aber der Hauswart rief uns unter U. M. 974 in der Haupterpedition des Blattes." Auf dieses durchs Fenster zu, daß er uns nicht aufnehmen könne, da alles verlockende Angebot meldeten sich natürlich viele Bewerber, darunter überfüllt sei." 119 auch kautionsfähige. Einer hatte hatte gleich seine Papiere deren „ unNamen fein " Die 42. Sizung am Mittwoch wurde mit der Vernehmung einiger Zeugen, die zu den Beweisanträgen der Verteidigung ge So weit die Frau. Als bei Tagesanbruch die Arbeiter nach mitgeschickt. Einen bemittelten Bewerber, der Sparkassen nannt waren, ausgefüllt. Unter anderm hatte sich der Angeklagte ihren Arbeitsstätten zu marschieren begannen, wurde ihr von bücher über insgesamt 4000 Mart besaß, bestellte er sich Romeid auf den Direktor Sobernheim dafür berufen, daß auch mehreren Seiten Obdach angeboten, aber das Anerbieten im Hinblick nach einem Wirtshause. Bevor er weiteres mit ihm abmachte, andre Banken für Unterbringung eigner Aftien ebenso Bonifikation auf das masernkrante Kind von den gleichfalls mit Kinderreichtum wollte er den Direktor der Deutschen Bant befragen und nahm denr zahlen, wie es den Angeklagten zum Vorwurfe gemacht werde. gefegneten Familienvätern zurüdgezogen. Schließlich nahm ein anzustellenden Mann dorthin mit. Die Spartassenbitcher ſtedte er Uebrigens sei diese Bonifikation gar nicht von der Pommernbant Restaurateur die fünf obdachlosen Menschen mit in seine Wohnung, natürlich zu sich. Auf der Bank trat er sehr sicher auf, sprach mit gezahlt worden, sondern von dem Konsortium. Durch die Vernehmung wo sie mit Frühstück von seiner Frau versorgt wurden. mehreren Beamten und entwischte schließlich durch einen Seitentdes Zeugen wurde festgestellt, daß solche Bonifikationen auch von der Am nächsten Tage gelang es der Frau mit Hilfe der Armen- ausgang. Der Begleiter wartete noch eine Weile, um dann zu erBreslauer Distontobant und der Mitteldeutschen direktion, in der Sedanstraße eine Wohnung zu mieten. Die Ehe- fahren, daß er getäuscht wurde. Stinzel hatte sich sofort zu Kreditbank gezahlt worden feien. Teute unterzeichneten den ihnen von dem bevollmächtigten Verwalter einem Goldarbeiter begeben nach der Jerusalemerstraße, um Weiter drehte sich die Beweisaufnahme um die Behauptung des unterbreiteten Kontrakt, zahlten die Miete von 33,34 für Juli und größere Einkäufe zu Geschenken zu machen. Da er aber Angeklagten Schulz, daß die Streligbank unter ihrer ließen die Möbel vom Rathause in die neue Wohnung schaffen. tein bares Geld besaß, sondern nur die Sparkassenbücher ,. neuen Direktoren eine Reihe von Grundstücken weit unter dem Doch keine 24 Stunden bergingen, da wurde von dem neuen in so hinterlegte er diese, da er diese, da der Einkauf keinen Aufschub wahren Werte verkauft und daß die Käufer diese Grundstücke nicht einem Vorort wohnenden Hauswirt der Frau die Miete zurück- mehr zulaffe. Mit den erstandenen Geldsachen begab lange darauf mit großem Vorteil weiter verkauft haben. Es werden geschickt mit dem ausdrücklichen Befehl, die Wohnung fofort zu er sich sofort zu einem Pfandleiher, wo er sie auf die Ausweispapiere nach dieser Richtung hin mehrere Leiter von Hypothekenbanken ver- räumen! hin, die ihm der eine Stellenbewerber mitgeschickt hatte, zu Geld nommen, die die betreffenden Grundstücke beliehen und durch ihre Was aus den Wermsten noch werden wird? 18 zu machen suchte. In derselben Weise verfuhr er auch noch in einem Sachverständigen weit höhere Werte, als die Verkaufspreise der andren Falle. Inzwischen hatte aber die Polizei Anzeige erhalten Streligerbant sie ausbrüdten, festgestellt und demgemäß hohe Be- Für Idioten muß die Germania" ihre Leser halten, und alle Beamten fahndeten auf den ihnen beschriebenen Betrüger. " leihungen bewilligt hatten. wenn sie ihnen folgende läppische Räubergeschichte aufzutischen wagt: Dieser glaubte sich indes noch sicher und hatte am Dienstagabend Präsident Klingemann von der Preußischen Central-" Wenn man den socialdemokratischen Blättern Glauben schenken soeben ein andres Goldwaren- Geschäft verlassen, als er auf der onder Bodenkreditbank bekundet über die Beleihung von Grundstücken wollte, so sind es einzig und allein die sogenannten Ordnungs- Straße von einem Schußmanne des 38. Polizeireviers erkannt und in der Wilhelm Stolze- Straße. Danach hat die Beleihung in parteien, welche sich der ungeheuerlichsten Wahlbeeinflussungen einer Höhe stattgefunden, die der von Bohl und Hanel abgegebenen schuldig machen. Täglich reiht der„ Vorwärts" einige Schauer- festgenommen wurde. Kingel mußte ein Geständnis ablegen und Tage gleich fam, während sie die Streligbank viel billiger ver- mären aneinander, um zu beweisen, in welch ellatanter Weise das wurde in Untersuchungshaft abgeführt. tauft hatte. dan Wahlgeheimnis illusorisch gemacht wurde. Den Socialdemokraten Mit zwei Kopfwunden erschien am Dienstagnachmittag um 4 Uhr aber ist eine derartige Kontrolle Andersdenkender gänzlich under 28 Jahre alte Arbeiter Augustin F. auf der Rettungswache bekannt", für fie ist das Geheimnis der Wahl ein unantaft Görlizer Bahnhof unter der Angabe, daß er in einem Wirtshause bares Heiligtum, natürlich nur so weit es zuwider läuft. Da wo die Genoffen in her tereffen nicht der 28ienerstraße von einer zarten Sand um 120 Mart bestohlen Uebermacht und worden sei und bei der Erörterung dieses Falles von der Kellnerin Andersdenkende wirtschaftlich von ihnen abhängig sind, wird diese und der Wirtin Schläge mit Trintgläsern auf den Kopf erhalten Kontrolle in der schärfsten Weise gehandhabt. In einem Haupt- habe. Eine gleichlautende Anzeige machte F, der aus Königssächlich von Arbeitern bewohnten Bezirk des sechsten Ber- Wusterhausen nach der Bergstr. 51 zu Nirdorf ziehen wollte, unterliner Wahlkreises wurden neben den in überwältigender wegs aber in die Wirtschaft eingekehrt war, später bei der Polizei. Mehrheit für Ledebour abgegebenen Stimmzetteln auch einige auf Von der gegenteiligen Seite wird behauptet, F. habe sich ohne Be Ultrich lautende abgegeben. Noch ehe es überhaupt zahlung entfernen wollen, nachdem er eine Beche von 3,10 M. zur Auszählung tam, wußten die Genossen gemacht hatte. Dann will ihn Else" in das Lokal mit Gewalt schon, wie viele Stimmzettel fich für Ullrich zurückgebracht und auf seinen thatlichen Angriff hin mit Hilfe der anfinden würden, und das Ergebnis der Aus- Wirtin durchgeprügelt haben, da er überhaupt fein Geld bei sich zählung stimmte mit ihren Angaben bis auf gehabt habe. Den Nachweis, daß F. 120 M. im Besitz hatte, hat er eine kleine Differenz thatsächlich überein. Unter bisher nicht erbracht. Der weiteren Untersuchung muß die Ermittelung den Wählern, welche für unlrich gestimmt hatten, be- des wirklichen Thatbestandes vorbehalten bleiben. fanden sich auch einige Kleingewerbetreibende Handwerksmeister, und Sechs Personen vermißt! Am Montagnachmittag wurde fäuberlich notiert wurden, und der Schluß war natür- von vier jungen Leuten am Tegeler See ein Boot gemietet. Längere lich ein allgemeiner Boykott. Keine Arbeiterfrau darf Boote trieben, beobachten. Auf der Liebesinsel sollen die Vermißten Zeit lang tomte man die jungen Leute, die allerlei Allotria im bei diesem Verfehmten noch faufen, wenn sie nicht selber als ver- fich dann längere Zeit aufgehalten und gebabet haben. Seitdem fehmt gelten will. In einem ausschließlich von Arbeitern be- find alle vier verschollen; das Boot wurde später auf dem See wohnten Bezirk ist dieses aber gleichbedeutend mit dem wirtschaft- treibend beobachtet und abends von andren Nuderern im Schilf ver. lichen Ruin. Einer der am stärksten von dem Boykott Betroffenen stedt gefunden. Da gegen Abend beträchtlicher Wellengang war, fo begab sich zu einigen der socialdemokratischen Häuptern" des Bezirks, ift anzunehmen, daß die jungen Leute bei der Heimfahrt verunglückt um die Ursache seiner Maßregelung zu erfahren; dort wurde ihm find. Näheres wird sich erst ergeben, wenn die Leute vermißt werden. dann die Mitteilung, er habe fonjervativ gewählt, nun könne er Bermutlich waren es Berliner Ausflügler. Am Dienstagnach sich die Sache fünf Jahre lang überlegen, Arbeiterfrauen werden mittag fenterte ebenfalls auf dem Tegeler See ein Boot mit zwei in dieser Zeit aber nicht bei ihm kaufen. Und das nennt man Bersonen. Die Leichen der Unbekannten wurden noch nicht geborgen. " geheime Wahl". Und das Hauptorgan dieser mit allen Mitteln einer geradezu Durch einen Milchwagen getötet wurde heute morgen um fchamlosen Agitation arbeitenden Partei entrüstet sich über die 5 Uhr der 15 Jahre alte Lehrling Krause aus der Wilhelmsfleinsten Kleinigkeiten, die bei uns passieren." havenerstr. 6. Er wollte auf einem Zweirad nach seiner Arbeitsstelle Es ist unglaublich, daß ein Redakteur des führenden Centrums- in der Königgräßerftr. 33 fahren. Vor Nr. 62 in der Straße geriet Die Siegesfeier des Kreises ist am Sonntag, den 19. Juli, Drgans solchen Blödsinn aufnehmen darf, ohne einer Kaltwasser- er in eine Schiene der Straßenbahn und kam turz vor einem Milchin Mentes Boltsgarten, Landsberger Allee. Eintritt 20 Pf. Anstalt überwiesen zu werden. Die Socialdemokraten des be wagen zu Fall. Der Kutscher Karl Sauerhof, der ihn fuhr, konnte Billets bei den Abteilungs- und Bezirksführern, beim Staffierer, auf treffenden Bezirks sollen das Wahlgeheimnis verlegt( 1) nicht so plöglich anhalten und überfuhr den gestürzten Radden Zahlstellen und in den mit Plakaten belegten Stellen. Für haben, weil es ihnen die ganze Geschichte einmal ernst ge- fahrer. Dieser erlitt so schwere innere und äußerliche Verlegungen, Massenbefuch ist au agitieren. Der Vorstand, nommen vermutlich auf Grund der aus der Wählerliste fest- daß er alsbald auf der Unfallstation I in der Wilhelmstraße starb. Treptow- Baumschulenweg. Heute abend 81%, Uhr hält der 2 a h 1- zustellenden Berufsangehörigkeit der Wähler möglich war, un- Selbstmord oder Unglücksfall? Von den Wellen der Dampfer berein für den Bezirk Treptow im Restaurant Bod, saltulation ist so einfach, daß wir sie selbst einem„ Germania"- ans Land gespült wurde gestern nachmittag gegen 3 Uhr zwischen Stiefholzstr. 6, feinen regelmäßigen Zahlabend ab. Redakteur zutrauen. Was ein solches Rechenerempel mit dem Friedrichshagen und Hirschgarten die Leiche eines etwa 16- bis Was ein solches Rechenerempel mit dem 17jährigen jungen Mädchens. Die Leiche ist noch ganz frisch und Wahlgeheimnis und Wahlmogelei zu thun haben soll, ist einstweilen scheint erst seit letzter Nacht in der Spree gelegen zu haben. Belleidet logo das unergründliche Geheimnis der„ Germania". ist die Tote mit einem schwarzgerippten Kleide, schwarzen Strümpfen Daß sich das Blatt die Boytottgeschichte bollend und gut erhaltenen Gummizugstiefeln; fie trägt fleine runde goldene aus den geweihten Fingern gesogen hat, versteht Dhrringe mit schwarzen Steinen und Ringe an den Fingern. Die Ein Bild ergreifenden Großstadtelends, wie man es an der sich wohl für jeden normalen Menschen von selbst. Grenze des vornehmen Berlin W. faum für möglich halten sollte, Leiche ist am Waldrand hingelegt und mit Schilfrohr zugedeckt. zeigte sich in der Nacht zum 2. Juli gegen drei Uhr den Passanten Tegel. Bei Tegelort ist am Zusammenfluß des Tegeler Sees der Hauptstraße in Schöneberg und dürfte wohl bei manchen, die berläffiger Quelle verlautet, demnächst abgerissen werden, um einem mit der Havel der dem Schiffsreeder Holz gehörige Dampfer dem sogenannten„ Lumpensammler" entstiegen, den Glauben an die modernen Ansprüchen genügenden monumentalen Neubau Platz zu bielgepriesene göttliche Weltordnung" erschüttert haben. An der machen. General- Intendant v. Hülsen hat die Zustimmung des Kaisers" Schwan" gesunken, nachdem er mit dem Hinterteil des Schiffes auf ein Fischwehr aufgelaufen und hierbei led geworden war. Auf dem Bordschwelle des Trottoirs stand ratlos ein weinendes, faft zum schon erlangt. Der Neubau, der geplant ist, soll bedeutend größer Schiffe befanden sich meist Berliner Ausflügler, die von Jörsfelde Skelett abgehärmtes Weib inmitten ihrer vier, für die Nacht nur notdürftig, werden, aber auf dem jezigen Blaze unter Hinzunahme eines Teiles tamen. In letzter Minute nahm der Dampfer„ Ländler" die in aber sauber gekleideten Kinder, von denen das jüngste, ein zwei der öftlichen Zufahrtsstraße errichtet werden. Der Platz vor der größter Lebensgefahr schwebenden Passagiere auf. Heute wird jähriger, maferuiranter Knabe, in einem Kinderwagen Bibliothet soll unverändert bleiben, dagegen soll der Festungsgraben mit den Bergungsarbeiten begonnen. gebettet war. Die Schußleute waren menschenfreundlich genug und als Bauplatz und später als Straße dienen. Das jetzige Opernhaus, Reinickendorf West. Erschossen aufgefunden wurde auf zerstreuten" nicht, wie üblich, die sich Ansammelnden. Infolge der das 1895 renoviert wurde, genügt besonders in technischer Beziehung schlichten Erzählung des armen Weibes wurde manches Auge feucht den heutigen Anforderungen schon seit Jahren nicht mehr. In den Schießplaß Tegel der Spielmann Großmann vom Maikäfer- Regiment. und alles griff in die Tasche. Die Frau nahm zwar das Geld Jahren 1741-43 von Knobelsdorf nach dem Vorbilde des Pantheon G. hatte sich aus Liebesgram durch einen Revolverschuß in den dankend an, aber es war ihr sichtlich mehr um Obdach für ihre zu Athen aufgeführt, wurde es 1843 nach dem großen Brande von Mund entleibt. Kinder zu thun. Doch laffen wir die Thatsachen und die Frau. F. Langhans wieder aufgebaut, nachdem 1787 der Zuschauerraum felber sprechen. In ihrer Hand hielt sie ein Schriftstück, dessen Sätze von C. G. Langhans neuerrichtet worden war. Dieser Staum faßt wir hier folgen lassen. 2000 Personen. Bemerkenswert ist der Konzertsaal, der abends als " Der Maurer... ist heute vormittag 11%, Uhr aus Foher dient. Im Giebelfelde des Hauses befindet sich eine aus dem Hause Belzigerstraße mit seiner Familie( 4 Kindern) gezeichnete Darstellung in Zinkguß vom Meister Nietschel entworfen: bildete wieder einmal den Mittelpunkt einer umfangreichen Verhandermittiert. Das 2 Jahre alte Kind ist maserntrant und In der Mitte die Muse der Wufit, rechts die tragische und die lung, die gestern die erste Straffammer des Landgerichts I beLeibet an Nachfrankheit. Ich bitte dringend, der tomische Muse mit dem nedischen Satyr, der dramatische Dichter mit schäftigte. Wegen Beleidigung des Lehrers Weichel, dessen Che= den Künsten der Malerei und Bildhauerei, links eine tanzende Gruppe frau bezw. auch der Richter und Subalternbeamten des Konizer hilflosen Familie Obdach zu verschaffen. Dr. R. Richter. mit den drei Grazien. Während des Neubaues soll im Neuen Opern- Gerichts hatten sich der Rechercheur und Schriftsteller Gustav In der Armenkommiffions- Sigung ist die Sache um 8 Uhr hause bei Stroll gespielt werden. George, der Redakteur Gottlob Mayer und der Buchdruckereis abends gemeldet worden. Berliner Partei- Angelegenbeiten. Das Mitglied der Agitationstommission für Brandenburg Genosse M. Kiesel bittet uns, mitzuteilen, daß sich seine Wohnung nicht mehr Streligerstr. 10, sondern Togostr. 78, Querstraße der Seestraße, befindet. Fünfter Wahlkreis. Heute abend 8 Uhr findet bei Lehdecker, Sophienstr. 34, eine Versammlung des Wahlvereins statt, in welcher Robert Schmidt spricht. Zahlreicher Besuch wird erwartet. made Lokales. Schöneberg, 1. Juli 1908. Herrn Bureauvorsteher Daute, Hauptstr. 124 im Hause des Herrn Otto Behrend. Wir zahlen für einen Monat die Miete. Schöneberg, 1. Juli 1903. adva D. D. Die Armen Direktion. J. A.: Daute, Bureauvorsteher. Eine folche Das königliche Opernhaus Unter den Linden soll, wie aus zu" Gerichts- Zeitung. Der Koniker Mord fans sice Die Neuregelung des Verkehrs in überlasteten Straßenzügen, befizer Georg König zu verantworten. Den Vorsitz führte Landdie bekanntlich dadurch bewirkt wird, daß von 11 Uhr vormittags gerichtsdirektor Tadmann, die Anklage vertrat Staatsanwalt bis 7 1hr abends Hauptverkehrsstraßen als Durchfahrtsstraßen für Dr. Ehrede, dem Angeklagten Mayer stand Rechtsanwalt Dr. Last- und Geschäftsfuhrwerte nicht benutzt werden dürfen, hat sich biele als Verteidiger zur Seite, als Nebentläger war Lehrer bisher ganz vorzüglich bewährt. Die Verkehrs- Schwierigkeiten, die Berthold Weichel unter Beistand des Rechtsanwalts Dr. Hahnbeispielsweise in der Leipzigerstraße durch die Anhäufung der Ge- Charlottenburg zugelassen worden. Es handelt sich um einen in fchäftsfuhrwerke oft zu Stodungen führte und besonders an Straßen- der Berliner Morgenpost" erschienenen Artitel„ Das Rätfel au auf der Spur des Mörders", der der Hauptfreuzungen wie Friedrich- und Wilhelmstraße sich unangenehm fühl- onit Bur Erklärung fügte die Frau hinzu:„ Mein Mann war in bar machten, find gänzlich gehoben. Die Kutscher folgen den An- fache nach von dem Angeklagten George verfaßt war, ferner um Letzter Zeit oft arbeitslos; ich selbst bin nervenleidend und erst ordnungen der Aufsichtsbeamten zum Abbiegen in die Nebenstraßen eine bon George verfaßte und vom Angeklagten König gedruckte fürzlich im Krankenhaus operiert, so daß ich auf ärztlichen Rat bereitwillig und haben sich, obwohl die Verordnung erst wenige Tage Broschüre Enthüllungen zur Koniger Mordaffaire". meine Aufwartestellen aufgeben mußte. Die Arbeitslosigkeit, die besteht, vielfach bereits daran gewöhnt, die Seitenstraßen zu benußen, Der Angeklagte George, der früher Arbeiter gewesen ist Krankheiten und die Not haben meinem Mann, der von Natur gut in denen sie bedeutend schneller vorivärts tommen als in den Haupt- und das Bäckereigewerbe erlernt hat, hat sich selbst herausund fleißig ist, allen Lebensnuut genommen, so daß er zur Flasche Straßen. gebildet und ist bald als Rechercheur, bald schriftstellerisch griff, um das Elend zeitweilig zu bergeffen. Unfre ſechstöpfige Aus Neigung zu einem Wanderleben verschwunden ist der achtthätig gewesen. Er befindet sich zur Zeit wegen Urkundenfälschung Familie bewohnte in einer naffen Kellerwohnung eine Stube und und Küche für 17,75 M. monatliche Miete. Als wir am 12. Juni die zehn Jahre alte Droguistenlehrling Edwin Seidel aus der Brummen Unterschlagung, auch wiederholt wegen Diebstahls, zuletzt zu einer 15, der Friedenau in der Lehre befand, aber zu ſah, ſeine Familie zu ernähren, faufte er sich einen sechsläufigen Hauſe ſchlief. Unter einer Ausrede blieb er der elterlichen Wohnung diese Strafe nicht ganz verbüßt, sondern ist nach Verbüßung ber Revolver. Zum Glüd, mertte ich seine Absicht, brachte die Kinder fern, um in derselben Nacht das Weite zu suchen. Er hatte im Ge Dreiviertel- Beit entlassen worden. Der Angeklagte Mayer, ber in Sicherheit und lief aufs Polizeibureau in der Wartburgstraße. erhoben und ist damit abgereift. Vorher gab er an zwei Freunde jest in Frankfurt a. M. wohnt, war früher Redakteur der„ Berliner fchäft gerade sein Kostgeld für einen Monat in Höhe von 40 Mart Den herbeieilenden Schußleuten gelang es, meinem Mann den Briefe auf, ohne das Ziel seiner Reise zu nennen oder einen Grund Morgenpost". Der Prozeß wegen des Artikels der letzteren hat Revolver wegzunehmen. Am 15. Juni kündigte der Hauswirt, wollte uns aber noch wohnen lassen, wenn wir am 20. zahlen für seine Entfernung mitzuteilen. Die Eltern meinen, daß er einer fchon eine lange Vorgeschichte. In dem Artikel wurde der schwere Akrobaten- Gesellschaft nachgereist sei.ne Verdacht ausgesprochen, daß der Lehrer Weichel der Mörder des würden. Mein Mann fonnte aber nur 10 M. zahlen und bot den Gymnasiasten Winter sei, und zur Begründung dieses Verdachts Rest von 7,75 M. und eine Vorauszahlung für Juli dem Hauswirt Als ein Rautionsschwindler im großen wurde der 35 Jahre alte wurden über die Persönlichkeit des Lehrers Weichel verschiedene be am 27. Juni an, wenn er uns wohnen ließe, was aber verweigert Kaufmann Albert Kinkel entlarbt, der in dem Vorort Groß- Lichter- leidigende Behauptungen aufgestellt. Es wurde mitgeteilt, daß Weichel wurde. Mein Mann und ich fuchten den ganzen Tag vergebens felde als Vater von drei Kindern wohnt, in guten Verhältnissen ein verschuldeter und jähzorniger Mann sei, der in der Nähe des Thatortes Wohnung. Wo mein Mann jetzt ist, weiß ich nicht. Wir haben lebt und als ein ehrentverter Mann gilt. Seit längerer Zeit erließ gewohnt habe und auch den Gang zu gehen pflege, wo die Kleider alles versucht, Obdach zu finden. Auch bei der Heilsarmee, er in einem hiesigen Lokalblatt ein Gesuch folgenden Wortlautes: gefunden wurden. Der Verdacht gegen ihn sei in Konig immer in her die ist nicht mehr in der Bahnstraße. Auch nach den Baracken Kaffenbote von großem Bankinftitut gesucht. Hohes Gehalt, freie weitere Kreise gedrungen, er sei auch schon im stillen bewacht Eingegangene Druckfchriften. Bom„ Süddeutschen Postillon"( Verlag von M. Ernst in München) " worden, aber er habe eine vorzeitige Warnung durch eine un- eventuell 30 Tage Gefängnis, gegen König 500 M. Geldstrafes bedachte Zeitungsnotiz erhalten und sei sehr vorsichtig geworden. eventuell 30 Tage Gefängnis, Publitationsbefugnis 2c. 2c. Daran wurde die Kombination geknüpft, daß der Lehrer Weichel, Nach den Neden der Verteidiger bemerkt noch der Staatsanwalt, erschien die Nummer 14. Sie trägt der neuen Situation voll Rechnung. der schon einmal feine Ehefrau mit dem Morde bedroht habe, daß er den Ausdruck„ elende Kneiferei" nicht auf die" Morgenpost"" Kindermann, von morgen an lasse ich die Socialdemokratie polizeilich vervielleicht den Ernst Winter bei seiner Frau überrascht, ihn im Jah- im allgemeinen angewendet wissen wollte. Hierauf zog sich der bieten", ruft der entrüstete Serenissimus in dem zum Auflachen föstlich ge zorn erwürgt und den Leichnam zerstückelt habe, wozu er sehr be- Gerichtshof zur Beratung zurück. Das Urteil lautete: Alle drei zeichneten Titelbilde. Eine nicht minder köstlich gezeichnete Satire ist das fähigt sei, da er früher Sanitäts- Unteroffizier gewesen und sich für Angeklagten feien verurteilt worden. Der Angeklagte George habe Schlußbild: Die Reliquie. Der Inhalt der ganzen Nummer ist reich und gut - jekt" Obduktionen sehr intereffiert habe. Auf Grund dieses Artikels hatte nicht in Wahrnehmung berechtigter Interessen, sondern ausgewählt, von dem wir besonders das Leitgedicht„ Einst und „ Wie es gemacht wird" hervorheben. Die Nummer Er habe Biedermeiers Klage" der Lehrer Weichel feiner Beit die Beleidigungsklage gegen Gewinnsucht und niedrigen Motiven gehandelt. schwer es nur mög- ist bei allen Zeitungsträgern für 10 Pf. zu haben. den Dr. May Pollaczek, der Lehrer Weichel beleidigt, so für die Morgenpost" den Der Artikel in der" Morgenpost" sei mit verantwortlich zeichnete, angestrengt. Das Verfahren endete lich war. mit der Freisprechung des Dr. Pollaczek, da dieser den 6 Monaten, die Broschüre mit 9 Monaten Gefängnis geahndet Nachweis lieferte, daß er zur Zeit des Erscheinens des worden und diese beiden Strafen feien zu einem Jahre Artikels Der Angeklagte gar nicht in Berlin, sandern zu dem Begräbnis Gefängnis zusammengezogen worden. eines Familiengliedes auswärts sich aufhielt und den Artikel vor Mayer wurde zu 500, der Angeklagte König zu 300 M. Geldstrafe Stationen feiner Veröffentlichung nicht gelesen hatte. Rechtsanwalt Dr. Hahn verurteilt. Den Beleidigten wurde die Publikationsbefugnis in der hatte sodann im Auftrage des Ehepaares Weichel die Beleidigungs- Morgenpost", dem„ Berl. Tagebl.", der Staatsbürger Zeitung" und flage gegen George und Mayer angestrengt; es haben in dem Privat- dem Konizer Tageblatt" zugesprochen. flage- Verfahren bereits Vernehmungen mehrerer in Konig wohnender " 21 " Personen stattgefunden, dann ist der Staatsanwalt der Sache näher Aus der Frauenbewegung. Witterungsübersicht vom 8. Juli 1903, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Better Temp. n. C. 5° C.= 4° R. Stationen Barometerstand mun 15 Haparanda 765 N Wind. richtung Windstärke Swinemde. 757 GGD 2moltig Hamburg 757 NNW 2 Regen 13 Petersburg 739 DSD Berlin 3bededt 14 Cort 100771 G 12 München 763 23 6 Regen 8 Paris Bien 760 3Regen 11 Franja.. 761 284bebedt 13 Aberdeen 769 N T Wetter Temp. n. C. 16 2wolfen! 14 1Regen 1 bedeckt 16 4wollen! 14 Etwas wärmer, vielfach heiter bei schwachen südwestlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. getreten und hat die öffentliche Klage erhoben. Die Angeklagten erklärten sich für nichtschuldig und George betonte, daß nach seiner Rigdorf. Der Verein gewerblich thätiger Frauen und Mädchen Ueberzeugung Weichel, wenn er nicht selbst der Mörder sei, entschieden die Persönlichkeit des Mörders kennen müsse. Auf Befragen hielt am Dienstag eine außerordentliche Generalversammlung im Wetter- Prognose für Donnerstag, den 9. Juli 1903. des Vorfizenden erklärte der Angeklagte George, daß er in der Straf- Lokale des Herrn Thiel, Bergstraße 151/152, ab. Es wurde eine anstalt in der letzten Zeit die Vergünstigung gehabt habe, Zeitungen Neuwahl mehrerer Vorstandsmitglieder vorgenommen, bei welcher als nals zu lesen und daß er daraus die Konizer Mordaffaire lennen Frau Birtel als Vorsigende, Frau Lehmann als Kaffiererin, gelernt und sich dafür interessiert habe. Nach Entlassung aus der Frau Schliebig als Beisigerin, und die Frauen Raschte, Strafanstalt habe er sich zu Profeffor Delbrück begeben, für dessen Voigt und Klimte zur Vornahme der Revision gewählt wurden. Preußische Jahrbücher" er einen Artikel über Strafanstaltsfragen In der Versammlung wurden 16 Mitglieder aufgenommen. zu schreiben Gelegenheit gehabt, und dieser habe sich dazu verstanden, ihm zu seinem weiteren Fortkommen ein Empfehlungsschreiben mit Sitzung haben Donnerstag: zugeben. Er habe sich schon früher mit der Frage der Beteiligung Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zur unentgeltlichen Be von Juden an Verbrechen beschäftigt und beabsichtigt, nach Koniz zu nuhung für jedermann, Alexandrinenstr. 26, Gartenhaus. Geöffnet werkgehen und als Rechercheur zu versuchen, an Ort und Stelle Licht in täglich von 5, bis 10 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen von 9 bis 1 die dunkle Angelegenheit zu bringen. Er sei mit dem Empfehlungs- und 3 bis 6 Uhr. Reichhaltige Bibliothek und 430 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung. fchreiben zu dem Scherlichen Verlag gegangen und habe dort die Lese und Diskutierklubs. Lese- und Diskutierklub Nordwest", Zusicherung erhalten, daß, wenn er in Konig mit seinen eignen Grunwald, Mt- Moabit 46. Mitteln nicht ausreichen sollte, man ihm mit Mitteln beispringen Arbeiter: Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster Borwürde. Er habe nur die Aufgabe gehabt, die zu jener Zeit in Koniz fizender: Julius Meyer, Fichteftr. 27. Erster Kassierer: Seifrit, Fidicinftr. 16. tagtäglich auftauchenden Tartarennachrichten zu prüfen und auf ihren Alle Aenderungen im Bereinskalender find zu richten an Gustav Schönthal, Männerchor wahren Wert zurückzuführen. Der Scherlsche Verlag habe aber Be- Mariannenplatz 18. Uebungsstunde abends 9-11 Uhr. St. Urban", Lindemann, Annenstraße 9.00- Gesangverein Berliner richte von ihm nicht veröffentlicht.- Präs.: Den Thatsachen, denen Kürschner", Feind, Weinstraße 11." Einigkeit I", Groß- Lichterman überhaupt nachgehen kann, ist man, wie Sie wissen, schon felde, Richter, Chausseestr. 104. Morgenrot IV", Köpenid, Stippekohl, bernommenen Schönerlinderstr. 5. in dem Privatflageverfahren nachgegangen, " Fröhlich", Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7. Zeugen haben aber alle Ihnen ungünstige Aussagen ge- Bach auf II"( Mt- Bleffin bei Flemming) übt bei Hilgenfeld, Bergstr. 60. macht. Angefl. George: Das muß ich bestreiten. Beispiels- Deutsche Eiche II", Brandenburg a. H., Winkels Salon, Hauptstraße. weise ist doch der Lehrer Weichel wirklich wegen Bedrohung seiner Freiheit IV", Bernau, Elysium, Hussitenstraße. Loreley", Leonhardt, Kornblume", Stirnik, Große Frankfurterstr. 133. Ehefrau bestraft worden. Präj.: Jawohl, aber nur zu 20 M. Stoloniestr. 147. Geldstrafe. Der Angeklagte beantragt nicht nur die Vor- Morgengrauen"( Bäcker), Hempel, Rosenthalerstr. 11/12( nachmittags 4 bis Oranienburger Möbelpolierer", Freischüß, Fruchtstr. 36 a. legung der Aften der Staatsanwaltschaft zu Konig, sondern auch die Vorstadt", Frik Liekke, Brunnenſtr. 41. Steinnelle", Hucht, Seeftr. 68 a. Vorladung von 14 Personen, darunter des Bürgermeisters Deditius Hoffnung III", Friedrichsberg, Böker, Friedrich Karlstraße 34. zu Konitz, des Dr. Arthur Müller daselbst, der Kriminalbeamten Felsenburg", Schulz, Blumenstr. 38." Freiheit Beft", Goßmann, KreuzBraun, Wehm, v. Baeckmann, v. Kracht, des Redakteurs A. Zimmer- bergstr. 48. Sangesluft I", Mönch, Wiesenstr. 36. Berein Wilhelmsmann und des Rechercheurs Wienecke, Inhabers des Detektiv- berg- Hohen- Schönhausen", Hohen- Schönhausen, Kraufe, Berlinerstr. 12. Inftituts Fides", zum Beweise dafür, daß sowohl von amtlicher Maurer- Gesangverein", Wilmersdorf, Witte, Berlinerstr. 70. Bartsch, Seesenheimerstraße 11. " " 6 Uhr). " wie von privater Seite ein Verdacht gegen Weichel geltend gemacht Chor Süd- Ost I", Stephan, Wienerstr. 31. „ Liederkranz", Brandenburg a. H., " " Freie Sänger", Verband der Sattler. der Sattler, penben anläßlich der Beerdigung Ortsverwaltung Berlin. Am Montag, den 6. Juli cr., verstarb plößlich unser langjähriges Mitglied Paul Zieche. ( Werkstatt Offer u. Co.) Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 10. Juli cr., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle der Charité aus nach dem CharitéKirchhof statt. 157/16 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse der Sattler und verwandten Gewerbe zu Berlin. Am 6. Juli verstarb unser Mitglied, der Sattler Paul Ziche. ( Berkstatt Offer& Co.) Die Beerdigung findet Freitag, den 10. Juli, nachmittags um 5 Uhr, von der Charité nach dem Charité- Kirchhofe statt. Um rege Teilnahme ersucht 274/17 Der Vorstand. Maler! Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme und zahlreichen Kranz meiner lieben Frau, unsrer guten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter sagen wir allen Teilnehmern 24557 unsern herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: F. Nagel, nebst Kindern, Brizerstr. 42. = Bekanntmachung der Orts Krankenkaffe für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker. Die von der Generalversammlung am 20. März d. I. beschlossene erste Abänderung zum Statut unfrer Kasse ist unter dem 17. Juni 1903 vom Bezirks- Ausschuß genehmigt worden. Danach richten sich die Gehaltsverhältnisse der Beamten nach der in einem Regulativ, welches von der Generalversammlung zu genehmigen ist, festgelegten Stala. Außer dem ist im Statut fünftig statt„ Ren dant" zu fezen„ Geschäftsführer". Die von der Generalversammlung am 28. April d. J. beschlossene zweite Abänderung zum Statut unsrer Staffe ist gleichfalls unter dem 17. Juni b. J. vom Bezirks- Mus schuß genehmigt worden und wird damit im§ 13 des Statuts ein gefügt: 2a. die durch den vom Kassenvorstande bewilligten Aufenthalt in einer Erholungsstätte entstehenden Koften." Die Abänderungen werden auf Verlangen im Kaffenlokal ausge händigt. 274/16 Der Vorstand. R. Nürnberg, Borsigender. Hugo Philipsohn, Schriftführer. MännerLyra", Charlottenburg, worden fei. Borsigender: Die Aften ergeben, daß in Mengerts Boltsgarten, Bergstraße." Butunft" in Belten, Grunow, der That Verdachtsmomente gegen den Lehrer Weichel erörtert Wilhelmstraße 19." Liederzweig", Hermsdorf, Schulze, Berlinerstr. 21. " Freie Liedertafel", Königsworden sind. Der Staatsanwalt hat sie alle geprüft und ist nicht Frohe Stunde", Klein, Laufizer Plaz 8. Süd" Alpenrose", Kunze, Forsterstr. 36. in die Lage gekommen, daraufhin etwas zu veranlassen. Der fäle, Neue Königstr. 26. " Einigkeit III", Wannsee, Krüger, Vorfigende bringt die kommissarischen Vernehmungen einiger der im Ost II", Link, Wrangelstraße 86. Arion II", Rummelsburg, Rode, Prinz Albertstr.( 6-8 Uhr).. Privattlage- Verfahren vernommenen Personen zur Verlesung. U. a. Fürstenhof. Bummelsdorf", Luckenwalde, Gerhard Haag. Männerchor der hat Bürgermeister Deditius ausgesagt, daß bei der Polizei ein Melodia II", Kranz, Schneider Berlins", Markgrafenstraße 83. Verdacht gegen den Lehrer Weichel nie entstanden sei, aber bei dem Dunderstr. 8. „ Waldkapelle", Unverzagt", Bachstein, Salzwedlerstr. 16. Publikum sei dieser vielfach verdächtigt worden, wie sich aus einer Radewig, Kommandantenstr. 65. Maiglöckchen II", Köpenid, MüggelReihe anonymer Denunziationen ergab. Eine besondere Haussuchung Heimerstr. 22. Treu und feft", Schedler, Warschauerstr. 17.„ Sängersspecielt bei Weichel habe nicht stattgefunden, sondern nur als luft", Werder, Schwarzer Adler, Fischerstraße." Freie Sänger", Trebbin, Central- Kranken- und Sterbekasse Berlin, den 8. Juli 1903. eine allgemeine Durchsuchung eines ganzen Diftrifts anger Liebesfreiheit II", Straußberg, Schulz, Briezenerit, hat alte Bebel, Freitag, 10. Juli, abends 9 ur: angeordnet " Baget nicht", Steglig, Kramer, Marksteinstr. 1. der Maler.( Filiale I. N.) war, jei fie auch bei Weichel vorgenommen worden. Letzterer habe 10. " Sängerschaft Fichte", bei seinen Vernehmungen einen ganz schlüssigen Wahrheitsbeweis Rigdorf, Vogelreuter, Hermannstr. 197. Wrangelstr. 136." Froh Hoffnung", Schilling, Kyffhäuserstr. 16.„ Hand geführt. Die Ehefrau Weichel hat bekundet, daß sie sich nie über zu Berlin. schlechte Behandlung seitens ihres Ehemannes zu beklagen gehabt Grünauerstr. 29." Glasarbeiter", Köpenid, Müggelheimerstr. 29.„ EinEingetragene Genossenschaft mit be habe. Einmal allerdings habe er ihr mit Erichießen tracht", Pantow, Florastraße 84. im affenlota I, Ruppinerstr. 42 schränkter Haftpflicht in Liquidation. gedroht und sie habe sich durch dritte Personen aufhezen lassen, einen Bilanz am 31. März 1903. Arbeiter- Naucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen bei Rosin. Activa. 127/08 Strafantrag zu stellen. Tagesordnung: Kreis- Schulinspektor Rhode in Konig im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Putbuserstr. 44, IV. " Kamerun", Lange, 1. Bierteljährlicher Kaffenbericht. 1. Ein Sparkassenbuch 1050,- 992 hat ausgesagt, daß er mehrere Male dem Lehrer Weichel Rügen Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straßburgstr. 56. Glühlicht I", Neu- Weißensee, Streustr. 3. Langenbedstr. 4. Feste wegen seiner Unpünktlichkeit erteilen mußte, daß dies aber nicht Brüder", Rigdorf, Riethenstr. 29. 2. Kassenbestand 2. Wahl der Delegierten zur außerAlter Husfit", Matthea, Bernauerftr. 120. 3. Berluft. ordentlichen General- Bersammlung häufiger vorgekommen sei, als bei andren Lehrern. Gerade die an" Du ahnit es nicht", Schmidt, Tilsiterstr. 32.." Mailuft", Stegemann, in Berlin. 274/15 dauernde Aufregung über die Verdächtigungen seiner Person dürften Langhansstraße. Colorado", Klinge, Reinidendorferstr. 56. Ginig- 3. Kaffen- Angelegenheiten. der Grund zu den Unpünktlichkeiten gewesen sein. feit II", Wähner, Gubenerstr. 57.„ Ringelwolfe", Bredowstr. 11. " Rote Nelte", Neu- Weißensee, Die örtliche Verwaltung. Storea", Kellas, Frankfurter Allee 107. Jägerstr. Neu- Lichtenberg", Lichtenberg, Margaretenstraße 20. Es wird sodann die Broschüre verlesen, zu deren Verfasserschaft fich der Angeklagte George bekennt. bernommen. er in Hand", Friedrichsberg, Obis, Frankfurter Allee 181. Jris", Balzer, General- Versammlung " Mieter- u. Bauverein„ Selbsthilfe, Passiva. 1. Geschäftsguthaben 110,09 14,20 1174,29 92. der Mitglieder. 1174,29. Die Genossenschaft ist durch Beschluß Auch in dieser Broschüre Asmus, Sedanstr. 35 d. Grüne Duafte", Donner, Rigdorf, Freund Invaliden- Unterstützungs- der Generalversammlung vom 31. März 9 – " Alter Berliner", Frebe, Zu der am Montag, den 13. d. M., Näsenwärmer", Eyfer, Dunder- abends 8 Uhr, Admiralstraße 18c " Bufriedenheit",( Märkischer Hof) stattfindenden außerordentlichen " zu General- Versammlung werden die Mitglieder obiger Staffe hiermit ergebenst eingeladen. Tages- Ordnung: 1. Statutenänderung. 2. Verschiedenes. Berlin, den 9. Juli 1903. 2471b Der Vorstand. G. Kneiff, Borsitzender. Berliner 1903 aufgelöft. Die Gläubiger werden aufgefordert, sich bei der Genossenschaft zu melden. Die Liquidatoren. Rich. Rehbein. Wilh. Röder. With. Brand. sydo Vorwärts- Buchhandlung SW., Lindenstrasse 69. Für Radfahrer! Radfahrerpläne von Berlin mit Angabe der Art des Straßenpflasters, der für Radfahrer per botenen Straßen 2c. 50 Pf. von Verlin und weiterer Umgebung( von Joachimsthal bis Jüterbog, von Genthin bis Frankfurt a. D.) auf Leinwand aufgezogen, in Karton 1,75 M. Nadfahrerkarten von Deutschland wird die Frage, wer der Mörder sei, eingehend erörtert, die gegenschaft", Gustav Adolfstraße 155. Levy und Hoffmann vorliegenden Verdachtsmomente betrachtet und 183." Freiheit", Maaße, Rigaerstraße, Ede Bellestraße. fritifiert und bargelegt, daß gegen den Lehrer Weichel schwerwiegende Sumatra", Deyer, cübbenerſtr. 11.„ Zustige Stehberge", Hennigsborter Kasse der Gürtler. Verdachtsmomente sprechen, so daß man sagen könne, er müſſe ftraße 24. Weichselblatt", Beidler, Frankfurter Allee 176. Berstoppte wirbestens mit dem Storde in irgend welchem zusammenhange the Sieglin ,, Marlenburgerfir. 31. stehen. die Thätigkeit, die Staatsantvalt, straße 88. Morgenrot", Ullrich, Lichtenbergerstr. 10. Gleichzeitig wird die Thätigkeit, richterliche Beamte und Polizeibeamte in dieser Mordaffaire ent- Rigdorf, Methner, Biethenstr. 33. Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Sparverein Einigkeit", widelt haben, als völlig unzureichend höchft abfällig fritisiert. Weißenseer Fußballklub, Donnerstag nach dem 1. und 15., Luisen- Ufer 32. Auf weiteres Befragen erklärt der Angeklagte, daß er die Broschüre Stattlub Namenlos", Strad, Adalbertstr. 95. Parkstr. 10. Berliner infolge des Prozesses Bruhn geschrieben. In jenem Prozeß habe Dilettanten- Bühne Rheingold II", Ackerstr. 144. Mufit- Dilettanten es sich immer nur darum gehandelt, ob Hoffmann oder Levy als Verein Berlin- Moabit", Restaurant Sadewater, Arminiusplatz. Statklub Bitherklub Menzenhauer", AndreasThäter in Frage kommen. Er habe dies für eine Fälschung der Herzblatt", Bajfete, Linienstr. 3a. Arbeiter Bitherflub Alpengrüße", Bartschis, Ravenéstr. 1. öffentlichen Meinung gehalten und sich verpflichtet gefühlt, dar- traße 3.Musikverein Harmonie", Manzeh, zulegen, daß ebenso schwere Verdachtsmomente gegen Weichel vor- Rauchklub Freiheit", Liebigstr. 14. Statflub Maiglödchen, Stenzel, Schwedterstr. 32. Der Brizerstr. 19. lägen. Die Absicht der Beleidigung habe ihm fern gelegen. Berliner Ruderverein„ Vorwärts. Sigung 9 Uhr abends im Angeklagte König bestritt, daß er bei der Drucklegung den Inhalt der Broschüre gekannt habe.- Alsdann wird der Lehrer Weichel Msdann wird der Lehrer Weichel Bootshause, Stralau, Tunnelſtr. 17. Arbeiter Bildungsverein„ Eintracht", Zürich, Neumarkt Nr. 5, Präs.: Wissen Sie, wer der Mörder ist? Vereinssigung alle 14 Tage je Donnerstagabend 8, Uhr. 3euge: Nein! Präf.: Sind Sie in irgend einer Weise an der Arbeiter- Radfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Provinz BrandenMordthat beteiligt? 8euge: Nein. Auf weitere Fragen burg). Alle Zuſchriften und Anfragen, den Bund betreffend, fin Einkaufs- Genossenschaft. abfahrerfarten des Vorsitzenden und des Angeklagten George erklärt Lehrer richten an den Gau Vorsigenden Karl Fischer. Berlin NW., Waldstraße 8. Weichel, daß als George in Konig auf der Bildfläche erschien, Arbeiter- Radfahrer Verein Berlin", nach dem 1. und 15. Andreasstr. 26, Donnerstag, den 9. Juli 1903, abends 9 Uhr: Stern II", nach dem 1. und 15. Swineund Raabe, Kolbergerstr. 23. bekannt mit ihm und nachher geworden mit ihm münderstr. 56.-Fahr wohl I", Gerichtstr. 22. Frei Beg", Schöneberg, Ausserordentl.Generalversammlung um nach und nach aus mehrfach zusammengekommen fei, Afazienstr. 21. Komet", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. Rigdorf, ihm herauszubekommen, was er eigentlich in Konig treibe und für Steinmeßstraße 103." Biel", jeden 2. und 4. Donnerstag, Adlershof, im Restaurant Gieske, LandsbergerBorwärts", jeden 1. und 3. Donnerstag, Adlershof, Straße 89. Präs.: Nun, zu welcher Erkenntnis sind Sie Hadenbergstr. 1. wen er thätig sei. Arbeiter- Radfahrverein", Johannisthal bei Senftleben. Tages Ordnung: denn gekommen? Wirfte er mehr für die Antisemiten oder für die Oppenstr. 56. Spurt", Weißensee, König- 1. Berichterstattung von der Inventur. Philosemiten? Zeuge: Er wirkte wohl mehr für die Juden. Vorwärts", Rigdorf, Biethenstr. 58. 2. Stellungnahme dazu. Er habe ihm auf den Zahn gefühlt und auch von ihm gehört, daß Chauffee 55. 127/70 Central Raucherbund. Buschriften find an Kleist, Rigdorf, Julius- 3. Verschiedenes. er ein Zuchthäusler sei. Richtig sei es, daß er mit ihm eines Nachts straße 26, zu richten. Blaue Bolke", Rixdorf, Jägerstr. 4.„ Weichsel- In Anbetracht der wichtigen Tagesgemeinschaftlich nach der abgelegenen Spüle gegangen fei, um dort blatt", Rirdorf, Kopfstr. 41.-Alte Linde", Berlin, Gräfeftr. 34.„ Edel- ordnung ist das Erscheinen sämtlicher Nachtwache zu halten und nach dem Mörder zu spähen. Er bestreite weiß", Steglig, Düppelstr. 7. Brennende Liebe", Rigdorf, Berlinerstr. 100. Mitglieder notwendig. Der Vorstand. aber die in der Broschüre über diesen Vorgang gegebene Darstellung, Süße Liebe", Rigdorf, Rönnebergstr. 8. Arbeiter- Statbund Berlins und Umgegend. Buschriften sind zu namentlich wisse er nicht, daß er bei dieser Gelegenheit auf die Meinung, „ daß die Mörder die Kleidungsstücke längst verbrannt haben würden", richten an E. Quentert, Markusstr. 43, III. Glück auf". Rigdorf, Rogge, Lessingstr. 17.„ Null", Lier, Alte Jakobstr. 119.0 gefagt habe: Ach Unfinn, die sind ja alle noch da!" Bra f.: Sind Ihnen infolge des Artikels und der Broschüre Unan- m nehmlichkeiten bei Ihrer vorgefeßten Behörde entstanden? Zeuge: quad Briefkaften der Redaktion. Direkt nicht. Ich habe mehrfach die Behörde angerufen, ob fie mich 8203. 1. 8ählte 1890 2186 Einwohner. 2. Ein Fleden. nicht gegen solche Angriffe schützen wolle, die Behörde wollte aber 1. 824 580. 2. Leider für absehbare Zeit keine Aussicht. H. N. 2. nicht recht einschreiten und ich habe mich schließlich aufgemacht und Deutsche Briefmarken fauft E. Krajad, Marfiliusstr. 22. bin nach Berlin gefahren, um hier bei den oberen Instanzen Schutz 1. und 2. Nein. 3. Grund liegt wohl mit an der Staatszugehörigkeit des R. 2. 100. 1. Gesundheitsattest vom Vertrauensarzt der beslekten Versuch. Dose M. 1 frc. zu suchen. Rechtsanwalt Dr. Hahn: Ist Ihnen bekannt, daß in ſelben. Berlin die Broschüre durch Dienstmänner mit großen Plakaten auf den treffenden Verwaltung. 2. An die Oberpostdirektion. 3. Zwischen 72 und 104 M. E. N. Wenden Sie sich an die Centralkommission der KrankenStraßen angekündigt wurde?- Zeuge: Ja wohl! Ich habe den Justiz faffen, Engel- Ufer 15. Ein Winbegieriger. Der Termin wird von minister und den Kultusminister um Schutz gebeten und solchen schließlich dem betreffenden Wahlkommissar festgefeßt. Zwei Elende. Das Vereins: beim Oberstaatsanwalt gefunden. Staatsanw. Dr. Ehrede be- gefek nimmt nur Bezug auf Frauenspersonen, Schüler und Lehrlinge. 2. Kün..B. Sind im Vorwärts" Leute beschäftigt, die nicht -$. S. 8. D. 26. Reichels weltberühmter Hühneraugen- Tod beseitigt vollständig schmerzlos jedes Hühnerauge, selbst veraltete, u. jedwede Hautverhärtung Nachdem Sie alles Mögliche angewandt, machen Sie diesen nur bei Otto Reichel, Berlin 310, Eisenbahnstr. 4. Biele Anerkennungen Erfolg garantiert und angrenzenden Ländern, mit Angabe der Beschaffenheit der Bege, Entfernungen der eins zelnen Orte unter sich, Höhe über dem Meere, Steigungen 2c., fleinem Führer, aufgezogen, in Karton, jede Sektion 1,50 M. Alle Wanzen werden nebst Brut durch mein Mittel vollständig vertilgt. Fl. 50 Pf. und 1.90. Ebenso Schwaben, Russen, Schachtel Franzosen, Blattläufe 2c. 30, 60 ẞf. u. 1 M. Zahlreiche Anerfennungen. 19592* 1000 Mark Belohnung zahle demjenigen, der mir einen NichtNur allein echt erfolg nachweist. bei Hugo Barth, Droguerie, jest Brunnenstr. 14, früher Nr. 18. Geldschrank- und Tresorbau. dem Artikel um ſchwere Angriffe gegen Weichel, die durch nichts politiſch organifiert find? Das wiſſen wir nicht, weil die Geſchäftsleihung Geldschrankals berechtigt erwiesen seien, in der Broschüre aber um ganz maß- bie Stellung einer solchen Forderung an das in der„ Vorwärts"-Druckerei lofe Beleidigungen nicht mir gegen das Ehepaar Weichel, sondern beschäftigte Personal für ebenso unberechtigt hält, als wenn ein andrer auch gegen staatsanwaltliche, richterliche und Polizeibeamte. Er be- Unternehmer feinem" Personal einen solchen Beitritt berbietet oder gar vollständig vertrauten, energischen und zuverlässigen einen solchen zu einer andern politischen Organisation fordert. Bir dürfen antrage gegen George 1 Jahr Gefängnis, gegen Mayer da wohl zu unsrer guten Sache etwas Bertrauen haben. Die Geschäftsmit Rücksicht darauf, daß die Redakteure der Morgenpost" bezüglich leitung begnügt sich mit der Forderung, daß Bewerber gewerkschaftdes Artikels eine elende Kneiferet betrieben 300 m. Geldstrafe lich organisiert sein müssen. A. B. Ja. R. 1. R. Nein. 9/ 16* Wir suchen einen mit den neuesten Konstruktionen unsrer Branche Fachmann als Meister. Offerten mit Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen an Sommermeyer& Co., Magdeburg. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 9. Juli. Anfang 72 Uhr: Neues Operntheater. Weften. Alt- Heidelberg. Central. Pick und Pocket. Anfang 8 Uhr: Boccaccio. Berliner. Der Troubadour. Thalia. Das Alter. Kleines. Nachtasyl. gae Belle- Alliance. Die Böhmin, oder: Jtta. Carl Weik. Das Geheimnis des roten Hauses. Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Wintergarten. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Reichshallen. Stettiner Sänger. Passage- Theater. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Von der Zugspitze zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Z OOLOGISCHER CARTEN Heute u. folgende Tage ab 5 Uhr nachm. Doppel- Konzert. Entree 1 Mk., ab 6 Uhr abends 50 Pf, Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Bon der Zugspitze zum Wa Castans Panoptikum mann. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Bum 51. Male: Das Geheimnis des roten Hauses. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonntagnachm. 3 Uhr, Parkett 60 Pf.: Othello, der Mohr von Venedig. Im Garten: Konzert, Theater und neues Specialitäten- Brogramm. 5 Uhr. Apollo- Theater. Täglich: Die Liebes- Insel. Der Neue Bilder- Serie. Kosmograph: George Osranis Burleske- Pantomime ( Der arme Onkel u. Yvette). Metropol- Theater. Der grösste Erfolg dieser Saison! Zum 179. Male: Neuestes! Allerneuestes! Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzendes Ballett. 300 Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. WINDED BARTEN 6 Neues Programm: Die zwei Paulis, Drahtseilkünstler. Lorraines lebende Bilder. PeschFriedrichstr. 165. König von Serbien Neu! Peter I. Neu! König Alexander. Königin Draga. Spruntzelli, das anatom. Rätsel, kürzlich unters. von Prof. R. Virchow. Promenaden- Konzert. Passage- Theater. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Ende 11 Uhr. Carla Lingen in ihrem Repertoire. Oskar Saldow, Humorist. Erna Koschel. Josefine Delcliseur. Ganz Berlin zerbricht sich schon den fünften Monat den Kopf über AGA! die schwebende Jungfrau! 14 erstklassige Nummern. Reichshallen. Stettiner Sänger leberwältig. Erfolg: In der Klemme! Humoreske von Mehsel. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. 8% Uhr: Etablissement Achtung! Achtung! Buggenhagen Holz- und Bretterträger, sowie Brettschneider Berlins und Umgegend. am Jeden Tag: Konzert des berühmten Orchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Am Donnerstag, den 9. Juli 1903, abends 7 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c: Oeffentliche Versammlung. 3. Anträge und Verschiedenes. Tages- Ordnung: 19/8 1. Situationsbericht über den Stand der Lohnbewegung. 2. Regelung der Streifunterstützung. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Freie Volksbühne. Eine neue Abteilung wird eröffnet. 905 Anträge auf Aufnahme von Mitgliedern werden in allen Zahlstellen entgegengenommen. Bei der Anmeldung ist gegen vorläufige Quittung das Einschreibegeld( 80 Pf.) und die September- Beitragsrate( 80 Pf.) in der Zahlstelle zu hinterlegen. Die alten Mitgliedskarten müssen in den Zahlstellen abgegeben und gegen neue umgetauscht werden. Der August- Beitrag beträgt 65 Pf. 08 200 108 ELJ 881 201 Etwaige Umschreibungen in andre Zahlstellen sind im Juli zu bewirken. Achtung! Zahlstelle No. 32( Rixdorf) befindet sich von jetzt ab bei R. Pressler, Restaurant, Ziethenstr. 69. Die Mitglieder dieser Zahlstelle werden gebeten, dort ihre alten Mitgliedskarten abzugeben. 229/8 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 13-15. 10013 Artistische Leitung: Paul Milbitz. 17182* Täglich: Die Lohnkommission. J. A.: Ernst Hinze. Kranken- Unterfügungsbund d. Schneider. Sonnabend, den 11. Juli, abends 8%, Uhr, in den Arminhallen, Rommandantenstraße 20: Versammlung. 8004 Zages Ordnung: 1. Stichwahl zwischen acht Standidaten zu der am 27. Juli in Nürnberg stattfindenden Generalversammlung. 2. Beratung der gestellten Anträge. 3. Kassenangelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. 24666* Die Ortsverwaltung. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Sonnabend, den 18. Juli 1903, in den Gesamträumen und Garten der Brauerei„ Königstadt", Schönhauser Allee( am Schönhauser Thor): Stiftungs- Fest bestehend in Konzert und grossem Sommernachts- Ball, sowie die Feier des 50 jährigen Gefellen- Jubiläums unsrer beiden Mitglieder Albert Elsholz und Gottfried Heiligenstädt, wozu wir die Mitglieder, Freunde und Gönner unsres Vereins einladen, recht zahlreich mit ihren Familien zu erscheinen. Um 10 Uhr: Einführung der Jubilare. Um 1 Uhr: Kaffee- Pause. Nach derselben: Grosse Rosen- Polonaise. Eintrittskarten, für Damen a 25 Pf., für Herren a 50 Pf., find vorher bei den unterzeichneten Komiteemitgliedern zu haben: Klebb, Boffener straße 22; Posteur, Schulftr. 102, 5. Aufg. 2 Treppen; Gierke, Waldemars straße 49, part.; Jahn, Usedomftr. 10, I. Seitenfl. 2 Sr.; Hagenstein, Solmsstraße 21, Seitenfl. 3 Tr.; Sayonz, Eberswalderstr. 16, r. Seitenfl. 2 Tr.; Imm, Schreinerftr. 50, 2. Aufg. 3 Tr. Außerdem bei den Mitgliedern Herren Bandelow, Langestr. 13 im Restaur., it. Brunzel, Wilsnackerstr. 61, Seitenfl. 3 Tr. Abendkaffe findet nicht statt. Anfang 8%, Uhr. 288/ 1* Das Komitee. J. A.: August Klebb, 3offenerstr. 22. Prater- Cheater Kastanien- Allee 7-9. Direttion: M. Kalbo. Grosses Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung.aglid: Das Bild der Mutter. Jeden Montag: Sommerfest. Kinderfeste. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. Schloss Weissensee. Inh. C. Koch. : Zum Sternecker. Donnerstag, den 9. Juli 1903: Erstes großes Inh. C. Koch. historisches Kriegs-, Land-, Wasser- und FrontenFeuerwerk, darstellend die! 20592* Zerstörung von Magdeburg durch Cilly am 10. Mai 1632, verbunden mit Schlachtmusik( berstärktes Trommlers, Hornisten- und Pfeifer- Corps). Doppelkonzert. Theater. Specialitäten- Vorstellung. Schloss Weissensee. ,, Zum Sternecker", Inhaber: C. Koch. Täglich: Grosse Theater- Specialitäten- Vorstellung. Titus Feuerfuchs Riefenprogramm, 40 Nummern. Im Bal champêtre: Grosser BALL. der Mann mit den 4 Köpfen. Anfang des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung Uhr. Bei schlechtem Wetter: Vorstellung koffs russische Tanztruppe. Miss im Saale. Wotana, Schulreiterin. Baron, Illumination der Fontaine lumineuse. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfreudenfest mit Gratis- Verlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Monstre- Elite- Feuerwerk u. Doppelkonzert. Jeden Sonntag: Grosses DOPPEL- KONZERT. Kaffeeküche. Volksbelustigungen aller Art. Boltsstück mit Gesang und Tanz in 3 Aften von A. Seelen u. D. Richter. Konzert und Ball. Außerdem das neue Juli- Attraktions- Programm. 11. a.: Georgette Langée, ExcentricChansonnette. Resieps, fom. Jongleur. Relampagos, trobaten. Schröder u. Denter???? Affenstreiche, große Pantomimie der Gelin- Truppe. Anf. 4 Uhr. Eintr. 30 Pf., num. Pl. 50 Pf. Diez teppdecken Stepp Gelegenheitskauf! Cretonne, doppelseitig 2,65 Specialitäten- Theater Tricot, Landsberger Allee 76-77 ( Ringbahn- Station). Ob schön! Ob Regen! Täglich das unerreichte Riesen- Juli- Programm! a Gebr. Bellong. Senard& Berend. Mstr. Tertois. Elsa& Paul. Jescheck. Duskes Bioskop 2c. 2c. Sonnabend, Sonntag u. Montag: Tanz. N Anf. Wochent. 5 Uhr, Sonnt. 4 Uhr. H In Ltr..- Fl. empfehle: Cognac 1,25-10,35, Rum 1,00-5,60. Nordhäuser 0,45-1,35, Liqueure, Eiercognac, Citronen2.50 Purpur, doppelseitig Tricot, doppelseitig 3,50 Wollatlas, Similiseide, 5,25 Normalalle Farben alle Farben Schlafdecken 2,00, 3,00 4,85 Mk. Special- Emil Lefèvre Haus Berlin Oranienstrasse 158. S., und Himbeersaft, Berliner Ik- Trio. Port- u. Ungarweine gut u.billigst. Carl Schindler, Chausseestr. 55. Liqueurfabrik. Felix Scheuer U Stralsunderstr. 1. Compare Prices in Charles Her Fröbels Allerlei Theater Neue Welt Schweizer- Garten Industrie- Festsäle komische Dressur. Jongleur. Miss Diana, amerikan. Die Scandias, Spiegeltänzerin. Trapezkünstler. Elimanns Tyroler Mile. Derminy, Pariser Truppe. Sängerin. O'Neil u. Thorp, Excentries. De Toma, Akrobaten. Eleanor Kent, amerik.Sängerin. Der Biograph. Schluss der Saison 15. Juli. Sanssouci. Täglich im Garten: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anfang: Sonntags Konz. 5 Uhr, Borstell. 7 Uhr. Wochentags: Konz. 6 Uhr, Borstell. 8 Uhr. Sonnt., Mont. u. Donnerst. nach der Soiree: Tanz. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ede Alexanderstr. Tägl. Jm herrl. Garten: Tägl. Grossart. Programm. Elly Deliasey, Eugen Milardo, Mac Harry Trio, Miss Bella Field, Lola u. Paulo Deiboe, Rud. Schaup. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Anfang 8 Uhr, Sonntags 5 Uhr. früher Puhlmann. Schönhanser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Heute, somie täglich: Grosser Familien- Spielabend des völlig neuen Riesen- Juli- Spielplans. Hugo Schulz X Fredoff The Firms X Sübele- Truppe Roffée X Leocardis. Um 8 Uhr: Das bis jetzt unerreicht daftehende Gesangs- Volksstüd Licht und Schatten mit Arthur Winkler vom ThaliaTheater als Gast. Im Saale: Grosser Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Täglich: Hasenheide 108/114. Arnold Scholz. Donnerstag, den 9. Juli 1903: Gr. Militär- Konzert Gala- Specialitäten- Vorstellung. Anfang 5 Uhr. Entree 25 Pf. Kaffeeküche. Drei Kegelbahnen. Sennhütte. Alpen- Rutschbahn. Sonntag, den 12. Juli: Looping the Loop. Donnerstag, den 16. Juli: Monstre- Feuerwerk. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferst. 71. Hermann Imbs. 618 Täglich: am Königsthor, am Friedrichshain. Täglich: Theater und Artisten- Vorstellung, Ball und Boltsbeluftigungen. Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Zum erstenmal in Berlin: Die lebende Mühle. Sensationsgymnastik der Familie Szemanovicz. Abends Die neue Firma. Ausstattungsposse m. Ges. in 2 Bildern. ( früher Cohn). Beuthstrasse 19/20 Telephon: Amt I 1722. Nach vollständiger Renovierung Eröffnung Anfang August. Säle, 150, 250 bis 1000 Personen fassend, mit und ohne Theaterbühne, stehen den geehrten Vereinen und Gesellschaften zur Abhaltung von Hochzeiten, Vereinsfestlichkeiten, Versammlungen etc. zur Verfügung. Durch allerbeste Bewirtung und Bedienung, sowie grösstmöglichste Coulanz hoffe ich bald die Zufriedenheit der mich Beehrenden zu erlangen und bitte daher um 1877L* geneigten Zuspruch. Bestellungen für die bevorstehende Saison werden jederzeit entgegengenommen. Ergebenst Max Wendt, früher langjähriger Geschäftsführer m, Segler- Schloss", Hankels Ablage. Erklärung. Um Irrtümern und eventuell falschen Folgerungen vorzubeugen, erkläre ich hiermit, daß die Brauerei Weißensee Gustav Enders und das Restaurant Schloß Grosses Konzert, Gr. Konzert, Theater Weißensee„ Zum Sternecker" zwei vollständig getrennte Unternehmungen und Befihe Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Lezte Woche: , Berlin auf Stelzen". 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Getreideproduft. ff. Liqueure.[ 19692* Martin Berndt, Ritter- u. Prinzenst.- Ecke. Bilanz- Fertigstellung zweckmäßige Einrichtung, zeite weise Fortführung der Geschäfts- Bücher, BücherRevisionen durch Wilhelm Münch in Naumburg a. S ,, beeidigter Bücherrevisor. 2. Biehung 1. Klasse 209. Kgl. Preuß. Lotterie.| 114022[ 100] 98 158 62 325 456 694 734 54[ 400] Biehung vom 8. Juli 1903, nachmittags. Nur die Gewinne über 50 wt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. 20[ 100] 21 360 570 75 659 84 749 881[ 100] 922 33 1008 211 388 2038 156 206 307 40 760 88 853 60 3352 608 65 748 856[ 100] 4016 78 147 277 365 475 682 805 61 936 44 5214 783 6136 62[ 100] 298[ 100] 353 479 547 607 60 770[ 200] 909 7046 101 343 735 41 50 991 8102 202 307 581 662 723 93 819 914 97[ 1000] 9305 46 443 75 760 92[ 100] 827 67 10092 292 462 550 11073 141 93 309 555 667 718 826 920 12071 357 682 734 95 13111 92 208 533 44 45[ 100] 95 607[ 100] 773[ 100] 883 938 57 14008 36 175 360 627 703 15174 79[ 100] 82[ 200] 647 92 16070 101 414 24 69 624 831 41 17521 791 18361 89 404 661 723 34 81 904 19090 116 43[ 200] 86 283 528 605[ 100] 806 42 20201 366 477 500 22 954 21024 191 335 533 44 626 45 800 943 71 22624 30 723 978 23166 299 438 75 551 24146 203 712 877 81 964 25531[ 300] 73 626 71001 735 11001 245 75 818 71 350 54 26070 164 293 363 27016 175 282 332 540 45 752 953 28183 269 358 78 725[ 100] 74 99 862 29021 26 29 274 386 570 030122 325 403 604 50 715 50 884 921 31038 187 388 447 78 699 879 974[ 100] 98[ 100] 32212 45 368 434 51 643 93 774 850 970 33051 63[ 200] 515[ 300] 5660 702 54 881 34129 30 67 447 82[ 500] 512 829 923 35043 95[ 100] 548 717 51 917 71 36006 32 221 46 367 569 609[ 500] 838 37224 522 708 924 60 63 38083 39128 50 373 413 74 726 90 875 40174 225 307 51 601 814 968 41100 33 42 53[ 200] 224 315 33 405 583 603 856 42191 238 734 905 43066 476[ 200] 552 652 710 44627 783 45078 91 209 90 690 839 926 46035 156 225 342 719 47059 201 16 321 465 789 971 48029 96 379 406 56 87 721 42 938 49262 321 423 815[ 300] 50398 525 612 16 99 758 51183 234 459 608 98 737 833 42 52022 96 129 62 990 53037 100 270 425 97 649 735 82 845 54 54040 43 66 126 217 34 61 319 407 500 39[ 100] 62 686 804 55296 308 76 541 56164 443 634 758 93 57196 223 31 346 400 27 57 558 76 95 712 940 52 58008 163 306 515 36 41 853[ 100] 927 59 83[ 2001 59079 102 8 489 790 863 984 974 986 60080 93 200 301 76[ 100] 543 61162 264 71 846 62019 131 233 339 485[ 100] 615 58 786 831 54 63331 56 458 524 625 64134 276 322 79 730 857 65104 510 28 39 83 677 741 55 89 810 66029 59 117 213 351 545 615 838 989 67011 98 261 442 94 534 679 967[ 300] 87 68024 316 458 611 763 69086 171 594 896 80 70051 187 236 41 355 487 71015 111 51 82 88 279 357 434 60 799 72148 98 329 496 556 707 73181 224 443 593 750 74 860 74127 58 213 33[ 200] 908 75165 323 580 703[ 100] 829 76358 82 730 991[ 100] 78104 94 117 720 0003 71 895 929 79090 283 369 686[ 100] 80097 114 205 771 81051 245 481 799 82144 54 370 633[ 300] 83119 252 300 10 509 80 84357 98 435 514 76 681 799 903 85072 75[ 200] 79 240[ 300] 52 487 588[ 100] 666 782 906 11 86063 82 169 236 70 401 82 615 87041 143 452 55 715 45 806 88242 82 [ 200] 94 537[ 100] 780 89113 510 667 814[ 100] 90033[ 200] 155 73 415 892 91205 490 627 952 92052 241 545 607 933 74 93131 229 958 71 94049 194 441 628 945 95085 116 87 566 748 936 96015 22 156 404 548 85 638 44 764 837 97004 100 207 461 69 531 666 741 62 98295 334 459 627 727 99141 44 245 334 414 590 815 68 921 26 100176 502 64 688 720 856 101101 53 76 244 311 410 68 576 719 68 851 981 102262 547[ 100] 88 103019 74 140 233[ 100] 458 559 83 743[ 100] 973 104148 345 694 947 105029 176 492 547 787 810 [ 100] 106010 166 262 324 466 726 107211 41 307 526[ 100] 624 43 67 108098 160 664 834[ 200] 56 109108 249 66 388 452 96 563 93 643 867 995 110545 752 880 902 6 111242 955 96 112020 240 65 413 68 81[ 100] 599 632 978 113068 335 538 924 Kleine Anzeigen. 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