Nr. 159. Abonnements- Bedingungen: S Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 art, für das übrige Ausland& Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Quittung. Sonnabend, den 11. Juli 1903. " 1. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernivrecher: Amt IV. Nr. 1984. In den wüsten Tagen, die nun schon ein Jahrzehnt hinter uns liegen, haben wir den Segen eines angestammten Herrscherhauses kennen gelernt. 6,50. H. Grünthaler durch A. A. 2,-. A. Du. B. 51, 2 Staten 6,-. Dieser„ ritterliche" Prinz mit Gänsefüßchen wurde später ein B. 2. 3, Buchbinderei- Personal von G. Klemm 15,-. Dtto und Heldengreis ohne Gänsefüßchen. Die Krone der Hohenzollern rollte Schw. Karl v. Brunnen 5,-. Gesangverein„ Rote Relfe II" 20,- nicht dem Abgrunde zu, sondern wurde zur Kaiserkrone, und später Im Monat Juni gingen bei dem Unterzeichneten folgende Statflub Gute Hoffnung", Laufigerstr. 48 12,-. Mitgl. d. 1.-Dr. hieß der„ ritterliche" Prinz, dessen schmähliche Flucht vor der ReParteibeiträge ein: 7,15. E. J., Hausdiener 5,-, Statklub Grand Schwarz", Wiesen- volution Ansbach), von einem„ Glenden" 20,- Amsterdam, ein Hannoves ftraße 56 10,-. Lustige Statbrüder vom Wedding 8,-. 2. 1, bolution man verspottet hatte, in der Kölnischen Zeitung" sogar raner 6,- Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Kreis 600,- Buchdruckerei unstein, Accidenz- Abteilung, 2 Staten 17,60. Bubiter Wilhelm, der Große"! ( darunter Büffettfabrit Elisabeth- llfer 5/6 10,-, statt eines Stimmzettels nahe d. Studentenbad 2,-. Organisierte Buchbinder 100,-. SechserAber noch rascher vollzog sich die Umwertung aller Werte, soweit von Lemberg 10,-, bon Dr. H. D. z. Wahlfonds 1,80, von d. Hausdienern fasse der Druckerei Schulz u. Müller durch Tischer 12,50. Kassan sie die" feligen Tage, jene des März" betraf. Denn schon am Jandorfs, Hallesches Ufer, durch G. 5,50, Ulstein u. Co.( Berl. 8tg,", 3,-. J. M.2,-. Bleisteg 1,-. Notes Mädchen 3, Tischlerei 29. Januar 1859 hieß es von ihnen: Morgenpost", Maschinensegerei u. Rotationsmaschinenmeister), 2. Rate von Rödel, Oranienstr. 187, 6,-. Bau Lange durch Teschke 3,60. 83,65, Tischlerei v. F. Wolf, Waldemarstr. 27, 30,-, Siegesfeier der Gesellenfeier M. 2. 1,30. Laubenkolonie„ Vergnügte Armut" 16,05. 5. Abt., Auktion einer Cigarre 15,30). 3. Streis 500,-( darunter Setzer- Abt. der Buchdruckerei Rosen, Beuthstr. 2, 10,-. Von einem Verlobung Wiclefstr. d. S. 1,65, Tischler- Verein zu Berlin 100,-, Solinger-95. Vom Centralverb. der Zimmerer Hermsdorf 25,-. Landsmannschaft der Schlesw.- Holft. 10,-). 4. Streis Dit 2500,-Geburtstagsfeier b. Haasenstein u. Vogler 5,-. Aber, nanu! 60,-. ( darunter von den Arbeitern der Tischlerei Fischer, Weidenweg 64 F. 2,-. Schneiderwerkstatt v. Bothmer u. Dünger 20,-. P. Lauen 38,30, Stattlub Glück auf Osten" 5,70, Möbelfabrik v. Groschtus, stein 2,50. Gef. v. d. männlichen Personal der C. P. F. zum WahlSaal 7 37,-, Möbelfabrik von Groschtus 20,-, Möbelpolierer fonds 3,10. Herrenschneider bei Gerson( Maßbranche) 20, von Hülsenbeck u. Kroll 8,75, Möbelfabrik von Klug, Warschauer- H. K. 10,-. Ungenannt 2,-. K. Sch., Sanatorium Beelitz 1,15. straße 13 58,40, E. S., 176. Stadtbezirk 3,-, Genossen des Von Kellerarbeitern der Firma Schuster und Baer 4,15. Bier160. Stadtbezirts 5,60, vom Genossen F. P., Möglinerstraße 5,-, prozente der Geschäftsbücherfabr. A. Zumpe 2. Rate 6,-. Gutendamit es besser werde 14,80, Bierprozente v. d. Maurern des Baues berg 80,-. Pußerkolonne Ahl, Bau Königin Augustastr. 5,-. AbPotsdamerstr. 10/11 50,-, b. d. Tischlern Ostend 33,-, von den rechnung v. Frühkonzert am 2. Pfingstfeiertag bei Joel, Treptow Badern Ritterstr. 48 12,-, durch Vertreter Ullrich 200,-). 4. Streis 25,--. E. Billig, Buchdruckerei 11,50. C. D., Guhrau 1,- BierSüdost 6000,-.( Darunter 3 elende Schafkopfspieler 1,-, Sparverein prozente, Bau Elisabeth- Ufer 53 10,-. Von den Buchdruckern der Blühe" 30,-, vom ersten Teil des 106. Stadtbezirkes 50,-, Bußer- Firma Sittenfeld 20,90. Bleistegs Bierkasse 4,-. Cohn 1,-. tolomne Scholz 9,85, Wahlmunition vom fahrenden Statklub„ Radau" M. M., zur Erlangung des letzten Berliner Kreises 3,50. Breslau, Beelitz- Charlottenburg 20,50, zum Wahlfonds von den Lithographen socialdemokratischer Verein 100,-. Bukarest, von J. S. u. einigen 2. u. B. 12,35,.. 5,-, zum Wahlfonds von Sauer- Gefimmungsgenoffen 104,-. F. G. Bern 50,-. Bremen, von Partei" " " " Hier gab wirklich das Gebackene vom Leichenschmaus noch kalte Schüsseln zum Hochzeitsmahle. Es kam die Zeit für Schleswig- Holstein, meerumschlungen". Noch am 12. Januar 1864 war die Stimmung hierfür flau. Da hieß es: " Die Teilung Schleswigs nach den Nationalitäten haben wir unausgesetzt als die allein mögliche vernünftige Lösung verteidigt. Aber genau dreihundertundsechsundfünfzig Tage später war es wieder einmal ganz anders gekommen, als man kalkuliert hatte. Jezt schrieb die Kölnerin wieder gegen sich selbst: Die feindlichen Kräfte, welche dem allein vernünftigen Ziele, dem Anschluß Schleswig- Holsteins an die norddeutsche Vormacht entgegenstehen, sind durch den seitherigen Verlauf, durch wiederholte moralische Niederlagen im Laufe des Jahres 1864 bereits erheblich geschwächt. " Vor dem Kriege von 1866 drohte die Kölnische Zeitung", die im Geiste die Destreicher schon in Berlin einziehen sah, mit der zürnenden Gottheit", die jede menschliche Ueberhebung" bestrafe. Am 6. August 1866 aber Tag fie auch schon dem umgebildeten preußischen Heer", dessen Umbildung fie einst bekämpfte, das sich aber jest so herrlich bewährt" hatte, wimmernd zu Füßen. Der ganze liberale Klüngel der Erfolganbeter hat damals angesichts des fiegreichen Säbels den Sprung aus der Konfliktsstimmung zur volltommenen Militärfrommheit mitgemacht. bandeln batte. Noch am 6. April 1866 hatte die Kölnische Zeitung" Bismard wußte allerdings, wie er seine Sauhirten" zu behandeln hatte. Noch am 6. April 1866 hatte die„ Kölnische Zeitung" über ihn geschrieben: Es ist eine bekannte Thatsache, daß zu keiner Zeit Preußen in Deutschland so sehr alle Gemüter und zwar der Regierungen und der Völker gleichmäßig sich entfremdet hat als unter dem Ministerium Bismard. Und am 17. Mai 1866 hatte sie erklärt: Das ganze deutsche Volt wie ein Mann empfindet die tiefste Abneigung gegen das Ministerium Bismard. Bei diesem Urteile wäre es auch geblieben, wenn die Destreicher gezogen wären. Es kam aber umgekehrt. Und am 30. September 1866 hatte die Kölnerin ihre Abneigung gegen Bismarck so weit überwunden, das sie schon mit ihrem Preiscourant an ihn herantrat: fohl" 6,-, zum Wahlfonds, Uebersch. einer Kranzspende der genossen 300,-. Burtehude, v. d. Alten durch Weber 3,-. Brüssel, Pianofabr. von Otto 4,60, Tischler A. B. 23, Görlizer v. d. belgischen Bruderpartei, 2. Rate 600,-. Bremen, MaschinenUfer 30,-, Bierprozente der Tischlerei v. Neumann u. Bunar 50,-, personal der Bremer Bürgerzeitung" 12,- Curityba( Brasilien), K. 2. V. Brüderschaft, Ratiborstr. 18 10,-, Tischlerei v. Pribenow, burch die Redaktion des" Beobachter" 112,09. Charlottenburg, T. Görliger Ufer 23 4,-, gesammelt bei der Geburtstagsf. eines St. S. 5,-. Chemnitz, 16. fächs. Reichstags- Wahlkreis 1000, Arbeitslosen 3,-, Kranzübersch. durch Gaudes 2,20, vom 102. Stadt- Calbe a. S., von den Parteigenossen d. d. Vertrauensmann 50, bezirk 10,-, Bierprozente, Möbelfabr. v. Dunsky, Schlesischestr. 20 Charlottenburg, W. 2. für Stichwahlagitation 5,-. Charlottenburg, 20,-, für das Proletariat, Nr. 67 durch G. S. 5,-, zuni Wahl- W.- 90. Essen a. N., socialdemokr. Verein 3. Quartal 50, fonds, ges. bei Krause 1,-). 5. Kreis. Wahlverein 500,-( darunter Falkenberg( Oberschl.) 5,-. Frankfurt a. M., A. M. 500,-. Frank R. R. 50,-, Märztrang, Weiß u. Co. 4,75, Centralverband der furt a. M., E. F. 8, Gotha, durch den Vertrauensmann 30, 3. Bimmerer 12. Bez. d. Golze 14,-, Rauchklub Weilchenblau 6,- Glasgow, W. 1,-. Hamburg, Bezirk 80, 2. Wahlkreis 50,-. Hamburg Freundschaftsklub Klette 15, Freie Liedertafel 15,-, Buzerkolonne Socius Lauenburgenfis 30,-. Hochlarmark i. W., ein Genosse 10, burch Dimle 6,-, Rauchklub„ Ohne Zivang" 30,-, Dr. St. 10,- Hamburg, in der Expedition des Hamburger Echo" im Monat Juni Verein Anker" durch B. 20,-, Monopol- Fahrradwerke, Biermarken eingegangen 264,21. Häslicht, ges. auf einer roten Hochzeit zum 5,-). 6. Streis 6500,-( darunter: Für den Wahlkampf, W. Gieshoit Wahlfonds 2,40. Hamburg, rote Geburtstagsf., gef. von Schall 100,-, Renaissance, S. 10,-, für den Wahlkampf vom Verband der 3,-. Jena, 3. weimarscher Wahlkr. 2. Quartal 1903 50,-. KopenBau-, Erd- und gewerbl. Hilfsarbeiter, Bahlstelle Berlin III 50,-, hagen, Bosse 20,- Kopenhagen, gef. i. deutschen Arbeiterverein desgl. Bierprozente Gebr. Arndt 50,-, desgl. Rauchklub Blauer Vorwärts" zum Wahlfonds der socialdemokr. Partei Deutschlands Dampf" 3,-, desgl. B. K. 60,- zur Landtagswahl von Arbeitern 75,-. Leipzig, einige Leipziger Xylographen, 3. Rate 24,80. Leipzigder Firma Flohr 8,25, amerikanische Auktion bei den Hafen- Plagwiß, für polnische Flugblätter 21, Luckenwalde, Rufus arbeitern im Voltshaus 3,95, Lotterieberein Glück" 2,70, Puberkolonne 5, London, Kommunistischer Arbeiter- Bildungsverein, zweite Madrid 99,30. Bau Virchowstraße 10,-, alter Parteigenosse Schönhauser Allee 5,-, State 253,85. Mülhausen i. E., Einzelmitgl. Bezirk 514 6,-, A. B. Mister 1,-,.. 2,-, D. G. 10,- d. socialdemokratischen Partei Deutscht. 10,-. München, Gau SüdD. R.-, 50, Kaiserscher Männerchor 23 ,, b. d. Gezern der Buch- bayern, 1. Quart. 1908 69,-. Milford( Mass.) Amerika, J. W. druckerei Moffe, Abt. Reichs- Adreßbuch 7,15, Buchdruckerei D. Drewiz 20,- Mitteau, Perigneug 16,12. München, Waldläufer 5,-. mit Hinterladern und die Preußen mit Vorderladern in den Krieg 3,65, K.- Buditer A. Voigt 3,-, Klubhaus Kopenhagenerstr. 74 5,30, Nürnberg, H. u. M. 4, New York, von der amerikan. Bruderdurch Wernte 560. Bez, E. Böhl, Voltastr. 100,-, Bierprozente partei 2. Rate 244,44. Offenbach a. M., Großherzogtum Heffen v. d. Arb. d. Firma Schubert u. Werth 24,80, von Werner im 500,-. Partica 29,24. Belotas, G. S. und einige GesinnungsBötzow- Ausschant Badstr. 27 10,-, vom Männergesangverein genossen 150,-. Paris, Schreyer 8,50. Rotterdam, von den Mitgl. „ Edelweiß" 5,-, für berloren gegangenen Ring 3,-, Kranz- bes C.-V. d. B. 20,-. Russische Socialisten 500,-. Rummelsburg überschuß der Metallgießerei der A. E.-G. 11,-, ein alter bei Berlin, 2. V. N. durch K. W. 14,-. Rahnsdorf, E. P. 3,-. Achtundvierziger zum Wahlfonds 2,-, Dr. R., Moabit 10,-, Reichenbach i. Schl., socialdemokrat. Wahlverein 5,-. Nigdorf, Gesangverein„ Nord", Matinee- Uebersch. 17,10, Tischlerei F. H. Lüdtle, Gesangverein Schneeglöckchen" für den Wahlfonds 10,-. Richzenhain, Chausseestr. 52, 3. Wahlfonds 15,-, Buzerkolonne Emil d. G. 10,-, A.- B.-. 3,-. Rom, Th. v. Wächter, Pulver 3. Wahlkampf 20,-. Stralau, Hamburger Besuch 0,45). Berlin, diverse Beiträge: Genoffe D. W., B. Sch., 2,15. Straßburg i. E., Altvater 5,-. Stuttgart, G. 1. 10, Man ward einig. Bismarck wurde der geschätzte Mitarbeiter" Bezirk 155 5,-. J. 28. 10,-. Machetes" für Mai u. Juni 10,- Sydney( Austr.), internationaler Socialistenklub durch den Kassierer der Kölnischen Zeitung" und wurde in orgiastischen Jubeltönen Uebersch. v. Kranzbier, Bau Lichtenberg 1,20. Dr. G. 500,-. G..500,-. 23. 469,20. St. Gallen, v. Stammtisch der Glaser f. b. Reichstags- gefeiert. Als sein Stern sant, nahm sich der neue Kurs die Sieben städtische Schwaben 1,50. Schneiderwerfft. Gribowski, Ryfestr. 43 wahlfonds 10,-. Socialdemokratische Frauen u. Mädchen Deutsch Kölnische Zeitung", während Bismard zu den„ Hamburger Nach3,-. Mitgl. d. Vergnügungskomitees d. Sattler 3,-. Centralverb. lands durch Gen. Baader 200,-. Trebis, von H. Finke, jucky richten" seine Zuflucht nahm. Jetzt aber war es die„ Kölnische d. Brauerei- Arb. Deutschl., Sektion der Brauer 100,-. Bon einigen Haus-( Brafilien) 20,-. Wiegleb 10,-. Zwickau, Delegierte der Bergdienern b. Wertheim, Leipzigerstraße 12,-. Die Roll. a. d. Tischlerei arbeiter aus dem weißen Hirsch 3,50. Zeiß, von der alten Bant- Beitung", die den eisernen Kanzler", der zudem ihr geschätzter b. Frenzel, Petersburgerstr. 3 3,65. Centralverb. d. Handels-, Verkehrs- Richtern 5,-. Beiß, von den Parteigenossen 600, Mitarbeiter" gewesen war, höhnte, daß er, 11. Transportarbeiter 500,-. 2. Krause 10,-. Tischler der Möbel- In der Quittung in Nr. 181 des Vorwärts" vom 9. Juni d. J. fabrit v. R. Friedrich 15,-. R. R. C6. 3, Seckelsohn 50,- muß es unter den Berliner diversen Beiträgen nicht heißen Verein N. W. 96 3,- Hutmacher- Gesangb.„ Einigkeit" 20,05. Franziska der Bohrer v. Berlin u. Umg. 10,-, sondern Verein der Rohrer. 20,- Generalvers. der Töpfer u. Berufsgenossen Deutschlands zum Berlin, den 9. Juli 1903. Wahlfonds 1000,-. Tischlerei Siebert u. Aschenbach, Hornstr. 30,05. Parkettbodenleger der Firma Roh 12,-. Männerchor Georgina 1877" Gef. b. b. Silberhochz. b. Gaftw. S., Urbanstr. 68 4,10. H. D., Prinzenstr. 20,-. Personal der Plastik- Galvano 15, Rohrleger, Helfer u. Klempner der Firma Burella u. Rutsche 11,-. Rauchklub Gemütlichkeit I" 3,-. Von H. durch H. 1200,-. A. D.- e 200,-. Bon Reimann Schifowsli i.. Hansen 8,50. G. G. 44 100,-. Glüdauf 50,-. E. No. 200,-. M. W., Central-" Se. Majestät ernannte am 23. Oftober 1857 allerhöchst ihren Markthalle 10,- Vom Schwimmflub Welle" 3. Wahlfonds 5, ältesten Bruder, den allverehrten Prinzen von Preußen, auf drei A. K., Hilfe zur Stichwahl 10,-. Gen. F. C. aus E. 10, Dr. Monate zum königlichen Stellvertreter." So erzählte, vor Vergnügen 2. A. 100,-.. 2. Du. 20,-. Baudach 5,-. Amerk. Auktion A. B. 50,- glänzend, die„ Kölnische Zeitung" am 5. Januar 1858 ihren er5. S. 2,47. Raucht." Frohsinns Heimat" 2,-. P. S. 50,-. R. W., für Fahrräder 2,-. Verband der Möbel- freuten Lesern.- Der„ allverehrte Bring" hatte es aber nicht immer polierer 100,-. 2. d. Klempner der Firma E. Vogler 5,-. Ges. so gut gehabt! b. 4 Zabalarb., Cigarrenfabr. Schliemannstraße 3,85.... L. " " Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30. Die Dame vom Rhein. II. Am 17. Mai 1848, als fie noch in ihren Jdealen schwelgte, 2. 10,-. Jule II, titterstr. 6,70. Munition zum Kampf f. Wahr- hatte nämlich die„ Kölnische Zeitung" geschrieben heit und Necht 4,-. Steinmetzen v. Butlig- Bahnhof 13,-. Gesangver. lnberbroffen" 10,-. Mustertonfektionsschneider v. Gribowli, Rykeftr. 3,-. Cigarrenfabr. R. Schulze Friedrichsfelderstr. 5,-. Schuster 4,-. Die Rontobucharbeiter v. Wedding 5,- Arbeiter der Nenen Berliner Genossenschaftsbäckerei 26,-. Am 1. Mai gef. b. d. Möbelpolierern für Contretanz 2,80. V. d. Buchdruckern der Firma Sittenfeld zum Wahlfonds 43,10. B. V. B. 10, W. W., zur Stichwahl 10,-. Arme französische Artisten in Berlin, mit Glückwunsch zum Siege 4,30. E. N. u. H. F. 10,-. In tyrannos" 100,-. Socialdemokr. Wahlv. d. Frauen v. Berlin u. Umg. 100,-. Personal v. H. S. Her mann( ertl. Steindruckerei) 47,35. S. Pf., zur Wahl von 1908 20, A. S., f. günstigen Ausgang einer Unfallfache aus Oggersheim 2Jule, Ritterstr. 85, 2. Quartal 19,80. Binsen, Niederschönhausen 6,-. Dr. E. N., Zinsen 150,-. Dr. A. F., Zinsen 20,-. Dr. C. F., Binsen 20, Arbeiter und Arbeiterinnen der Buchbinderei Abt. der Buchdruckerei Vorwärts" 15,- Binfen aus dem 1. Wahlkreis( J. G. und M. G.) 20,- Buchhandlung Vorwärts 7000,-. Sparverein„ Rottbuser Kiez", Adalbertstr. 4 10,-. Sparverein„ Einigkeit", Bankstraße Die Zurückberufung des Prinzen von Preußen erklärten wir für einen Fehler, für eine einstweilen sehr unzeitige Maßregel. Eine preußische innere Reaktion, wie man sie vom Prinzen von Breußen begünstigt sich denkt, gehört für Einsichtigere in das Reich der falschen Träume. Nicht so sehr die konstitutionelle Gefinnung des Prinzen giebt dagegen eine Bürgschaft als vielmehr die allgemeine Lage Europas und der demokratische Geist der Zeit. Am 19. Mai spottete die Kölnische Zeitung" sogar über„ Seine Majestät“, die erklärt hatte, daß sich nie ein beschriebenes Blatt Papier zwischen ihn und sein Volk drängen folle: Es war der mächtigste der deutschen Fürsten, der so sprach, es war ein Fürst, der heute konftitutionell regiert, es war ein Bruder jenes, ritterlichen" Brinzen, der vor kurzem auf einem sonst nicht gewöhnlichen Wege und in so befremdender Weise eine fogenannte Mission nach England antrat und nun dort und auf der belgischen Eisenbahn die freien Institutionen des Westens studiert. Die Presse, das Organ der öffentlichen Meinung, hat keine schönere Aufgabe, als unbestechliches Lob und Tadel mit gerechter Hand zu verteilen, und, wie sie das Kleine und Nichtige bekämpft, so das wahrhaft große Verdienst mit Bereitwilligkeit und Bewunderung anerkennt. ,, der Altreichskanzler nörgelnd und polternd hinter dem Reichswagen herlaufe". Bismarck hat so mit andern markanten Persönlichkeiten des neunzehnten Jahrhunderts das Schicksal geteilt, das alle zahlungsunfähig gewordenen Liebhaber der Kölnerin getroffen hat. Ueber Napoleon III. schrieb die„ Kölnische Zeitung" am 16. Januar 1858 nach dem verunglüdten Orsini- Attentat: Im übrigen aber halten wir ihn, um es kurz zu sagen, für einen rechtschaffenen Mann, für ebenso rechtschaffen z. B. als wir selbst. Das schlechte Deutsch, in dem hier ein Spizbube dem andern seine Ehrenhaftigkeit bestätigt, läßt auf eine schleuderhafte Ueberfegung aus dem Französischen schließen. Am 8. August 1866: Napoleon III. hat sich weise, mäßig und hochherzig gezeigt. Er hat die abnehmende Zahl seiner Feinde in Deutschland tief beschämt, er hat die wachsende Schar seiner Verehrer in Deutschland Hocherfreut durch die von ihm bewiesene völlige Uneigennütigkeit. Sechseinhalb Jahre darauf: Am 9. Januar vormittags um 10 Uhr 45 Minuten starb auf dem bescheidenen englischen Landsize zu Chislehurst in der Verbannung Louis Napoleon Bonaparte, der Neffe des Oheims, der Abenteurer von Straßburg und Boulogne, der Gefangene von Ham, der Mann des Staatsstreiches, der Erwählte von acht Millionen, der Kaiser der Franzosen Napoleon III., der Gefangene von Sedan! Thränen werden nicht viel Cn seinem Sarge fließen. Louis Napoleon Bonaparte war kein reiner Charakter, kein großer Mensch im edelsten Sinne des Wortes, tein genialer Agitator und Staatsmann. Und von Pius IX., der zur Zeit seiner Macht als ,, der edelste und erhabenste aller Fürsten" besungen worden war, hieß es nach seinem Tode: Ein Charakter war dieser Papst nicht, auch kein großer Mann, ja nicht einmal eine männliche Natur. * " Man hält den Beruf eines Kloakenräumers für schmutzig und erbärmlich. Aber der Stoff, in dem er arbeitet, ist doch reines Gold gegen den namenlosen Unflat, aus dem die öffentlichen Meinungsstlaben sich ihr Brot holen. Und die Leute, die auf Befehl Leichenschändung verüben mußten, wo man sie zuvor in Anbetung Inien ließ, betamen feine Honorare für besondere Arbeiten", vielleicht nicht einmal ein„ Austernfrühstück". Sie waren und sind die bezahlten Lohnarbeiter des Kapitals, und wenn einmal einer ihrer Kollegen auf eigne Rechnung in die Wälder geht, müssen sie schreiben, daß das ein Ausnahmefall sei. Gewiß doch! Denn der Normalfall der kapitalistischen Preßkorruption ist der Fall der„ Kölnischen Zeitung". Schreiben, daß man gekauft wird! Schreiben, daß man Inserate bekommt! Schreiben, daß man Informationen erhält! Denn wenn man Informationen hat, wird man gekauft, wenn man gekauft wird, bekommt man Inserate! Mit Moral baut man keine Eisenbahnen, und mit Moral wird kein Zeitungsverleger Millionär. Die Moral der Kölnischen Zeitung" aber ist mit wenigen Ausnahmen die Moral der bürgerlichen Presse. Wo Interessen des Gelderwerbs vorwalten, muß die Wahrheit zu kurz kommen. ,, Geldmacht und Staatsgewalt", um mit Buttte zu sprechen, haben den Geist in ihr Joch gespannt. Wer schreibt, was er denkt, wird von diesen eingesperrt, von jenen boykottiert: ein Vertrag aber, der den einen wirtschaftlich schwächeren Teil zur berufsmäßigen und bewußten Lügenhaftigkeit verpflichtet, verstößt nach kapitalistischen Rechtsbegriffen keineswegs gegen die guten Sitten. Die journalistische Arbeit im Dienste des Kapitals ist die schlimmste aller Lohnarbeiten. Mit berechtigtem Stolz, aber nicht ohne menschliches Mitgefühl mag der Handarbeiter auf sie herabsehen. Denn er verkauft dem Ausbeuter zwar seine Knochen, aber seine Ehre nicht! Politische Ueberlicht. Berlin, den 10. Juli. Die Pommernbank für alles. Wir deuteten neulich an, daß der goldene Fahrstuhl der Pommernbank nicht nur zur bürgerlichen Presse führe, sondern auch zu ganz andren Gesellschaftskreisen. Die Pommernbank scheint in der That die unerschöpfliche Quelle für alle Geldbedürftigen gewesen zu sein. Eine dieser andren" Beziehungen wird in zwei Briefen bloßgelegt, die von einem Berliner Korrespondenten freisinniger Provinzial blätter veröffentlicht werden. Diese Briefe sollen auch an Gerichtsstelle im Pommernbank- Prozeß vorgelegt worden sein, sind aber bisher nicht beachtet worden. Das große Warenhaus für deutsche Beamte" ist ein Warenhaus und Versandtgeschäft größten Stils, das die höchst konserbativen Beamten und Mittelstandsretter vollständig von dem kaufmännischen Mittelstand emancipiert. Das Warenhaus ist eine Aftiengesellschaft und hat als Tochtergesellschaft ein weiteres Aftienunternehmen gegründet, das die Firma„ Vermögen- Verwaltungsstelle für Offiziere und Beamte" führt. " Zwischen dieser hochkonservativen Vermögen- Verivaltungsstelle" und der Pommernbank ist nun folgender erbaulicher Briefwechsel geführt worden: ,, Berlin NW. 7, den 20. März 1899. An die Pommersche Hypotheken- Attienbank Berlin. Ein Teil unsrer Aktionäre wünscht seinen Aktienbesiz, circa 200 000 M., zu verkaufen. Sie verpflichten sich, von uns auf unsren Wunsch diejenigen Hypotheken, welche bei uns als Pfandbriefunterlage dienen, gegen cine Abschlußprovision von/ Proz. zu erwerben, soweit diese Hypotheken Ihren Vorschriften hinsichtlich unterlagsfähiger Hypotheken entsprechen, dagegen verpflichten wir uns, für den vollen Erlös aus diesen Hypotheken von Ihnen diejenigen Ihrer Pfandbriefe zu kaufen, mit deren Verkauf Sie sich derzeitig be= schäftigen. Sie berechnen uns den Börsenkurs und vergüten uns darauf diejenige Verkaufsprovision, die wir wie vorn stipuliert haben. In denjenigen Fällen, wo wir zweistellige Bardarlehne im Anschluß an Ihre erststellige Hypotheken gewährt oder vermittelt haben, find Sie auf schriftliches Ersuchen verpflichtet, im Falle einer Subhastation uns, unsren Kunden oder unsren Besitznachfolgern im Falle des Erstehens Ihre erststelligen Kapitalien zu den eingetragenen Bedingungen zu überlassen. Diese Vereinbarung tritt in Kraft, sobald eine im Laufe des Monats April abzuhaltende außerordentliche Generalbersammlung unsrer Gesellschaft sich mit dem Austritt unsres Herrn Direktors Wilscheck einver standen erklärt hat. Wir ersuchen Sie, uns unsre vorstehende Offerte umgehend zu bestätigen und Ihr Einverständnis mit derselben auszudrücken. Dieses Abkommen soll streng geheim gehalten werden. Hochachtungsvoll Vermögens- Verwaltungsstelle für Offiziere und Beamte, Komm.- Ges. a. Aktien.' * Berlin, 20. März 1899. teiligt, und man möchte glauben, daß dieses gleiche Wahlrecht fich nur in Schöppenstedt am Leben erhalten könnte. Daher giebt es auch viele Weise", welche es verschmähen, bei der Wahl bem Thoren gleichgeschätzt zu werden; sie opfern ihm gleichsam ihre Stimme, ohne zu bedenken, daß sie dadurch den Wert der Stimme des Thoren noch erhöhen. Vielleicht eignet sich der letztere noch betrügerischerweise ihre Stimme an, indem er für sie wählt und seine Stimme mit der des Weisen verdoppelt! Aber eine Aenderung ist ohne Konvulsion nicht mehr an erreichen. Die socialdemokratische Partei wird schon jetzt zur ultima ratio des Generalstreiks greifen, um ein Gesez zu ver hindern, das ihr die Art an die Wurzel legt. Wenn nicht alle Zeichen trügen, werden wir daher bald wieder einen Reichstag zu wählen haben. Ohnehin werden die Socialdemokraten nicht müßig sein, wenn es möglich ist, gegnerische Wahlen der letzten Periode zu beanstanden. Demnach ist die Ahnung wohl nicht unbegründet, daß jetzt noch ,, keine Schlafenszeit" ist!" Wahrlich, der Durchschnitts- Deutsche" ist ein bösartiges Individuum. Er will die einfache und selbstverständliche Thatsache nicht anerkennen, daß das geheime und gleiche Wahlrecht nichts taugt, obschon dieses dumme Wahlrecht einen Ueberdeutschen von der Weisheit des Wenckstern zu kläglicher Niederlage verurteilt. Dieser traurige Durchschnitts- Deutsche ist nicht einmal bereit, den„ Weisen" der konservativen Partei und die Konservativen sind eben die Weisen, die Nicht- Konservativen sind die Thoren das ihnen ge bührende zehnfache Wahlrecht zuzugestehen. " Wenckstern in den Reichstag zu bringen! Vor den Wahlen freilich bramarbasierte der Herr Professor, er wolle durch das gleiche Wahlrecht Sieger werden über die SocialAn die Vermögens Verwaltungsstelle für demokratie. Jetzt sieht er ein, daß er ohne Konvulsion" das hohe Offiziere und Beamte. Berlin. Ziel nicht erreichen könne. Wir hegen mir gelinde Zweifel, ob die Falls Ihr Herr Paul Wils check bis Ende März aus Durchschnittsmenschen politische Konvulsionen zu erleiden wünschen, Ihrem Vorstande ausscheidet, sind wir bereit, falls an dessen Stelle um ein uns konvenierender Herr tritt, demselben denjenigen Betrag zur Verfügung zu stellen, welcher erforderlich ist, damit derselbe die Aktien des Herrn Wilscheck von Ihrer Gesellschaft im Betrag bon 90 000 zu pari plus 4 Proz. Stüczinsen erwerben kann. Diese Aftien werden uns verpfändet, soweit Ihrem Institute nicht nach gesetzlichen Bestimmungen das Vorrecht zusteht. Ist letzteres der Fall, geht Ihr Institut mit seinem Faustpfandrecht vor. Die Attien sind mit den von uns oder einem Konsortium zu übernehmenden Aktien nicht identisch. feiten laden. bes Die Frage einer socialdemokratischen Präsidentenstelle im Reichstage wird von einigen Blättern noch fortgesponnen. Besonders in süddeutschen nationalliberalen Blättern fommt, im Gegensatz zu den norddeutschen Scharfmacherorganen, die Anficht zum Ausdrud, daß der Anspruch der Socialdemokratie als berechtigt anerkannt werden müßte. In einem Artikel des„ Schwäbischen Merkur", der von einem herrühren soll, wird diese Ansicht damit begründet, daß die bürger hochangesehenen Mitgliede der nationalliberalen Reichstagsfraktion" Wir verpflichten uns, Ihnen ferner als Abfindung an Herrn lichen Parteien nicht durch Verweigerung eines berechtigten AnWilscheck für die Aufgabe seiner Stellung bis 50 000 M. zu zahlen. Spruchs der Socialdemokratie Agitationsmittel bieten sollten, und daß Diese Summe wird dadurch getilgt, daß wir Ihnen zur Tilgung es sehr gut fei, die Socialdemokratie mit den Unannehmlichfür den Verkauf unsrer Aktien weitere 2 Proz. Provision vergüten, und Schwierigkeiten einer solchen Stellung zu will Der Schwäbische Merkur" dabei aus den und zwar so lange, bis die 50 000 M. getilgt sind; demnächst Meinungsäußerungen, die in unsrer Parteipreffe zu zu dieser fließen die 2 Proz. Ihrer Gesellschaft zu. Sollten auf diese Weise die 50 000 M. noch nicht getilgt sein, Frage laut geworden sind, den Schluß ziehen, daß es uns ob so viel Ehre und so viel Verantwortung wenn wir oder unser Konsortium Aktien nicht mehr verkaufen, so fast bange find wir berechtigt, die Hälfte der Ihrem Institute zugebilligten zu werden scheint". Das ist nur die umgekehrte Thorheit der konser Pfandbrief- Bonifikation zur Tilgung des Restes jener 50 000 mbativen Scharfmacher. Die Scharfmacher sehen in einer social demokratischen Präsidentenstelle ein schreckensvolles Ereignis, eine Sollten die 50 000 M. in vorstehender Weise nicht getilgt Ende des Monarchismus. Dieser Unsinn ist nicht größer als der Verwirrung aller staatserhaltenden Gemüter, den Anfang gar vom werden, dann kann wegen des verbleibenden Restes die Vermögens liberale Unfinn, der uns unterstellt, als scheuten wir vor irgend Verwaltungsstelle nicht in Anspruch genommen werden, dieselbe ist indessen verpflichtet, auch nach Aufhebung des anderweit heute welchen Verantwortlichkeiten zurück. Die ganze Angelegenheit ist nur mit Ihnen getroffenen Abkommens bis zur Tilgung der Summe eine Frage des parlamentarischen Rechtes; verweigert man uns mit dem Verkauf unsrer Pfandbriefe gemäß Abs. 3 des erwähnten durch Aufstellung ungehöriger Bedingungen, dieses Recht, ſei es durch einfache Ablehnung, sei es so werden wir Abkommens fortzufahren. Dieses Abkommen tritt nur in Kraft, wenn die anderweitigen kraft schöpfen. Erfüllen die bürgerlichen Parteien den Rechtsanspruch, allerdings auch aus dieser Vergewaltigung neue Agitationsheutigen Abmachungen zwischen unfren beiden Instituten in Kraft so werden wir die Ehre und Verantwortlichkeit der Präsidentenstelle Hochachtungsvoll zu verwenden. treten. Bommersche Hypotheken- Attien- Bant." zu würdigen und zu tragen wissen. Wir knüpfen an das Eintreten in die Vicepräsidentenstelle teine Bedingungen; die Bangig eit", welche der„ Schwäbische Merkur" beruft, ist sicherlich nicht bei uns! Ein sauberes Compagniegeschäft zwischen der Schwindelbant Da unsre Aktien an der Börse nicht gehandelt werden, sind und der vornehmen" Vermögensverwaltungsstelle. Die PommernUeber die Bewegung der Fideifommiffe in Preußen im Jahre 1901 Käufer naturgemäß nicht jederzeit zu finden. bank nimmt der„ Vermögensverwaltungsstelle" 200 000 M. Aktiven veröffentlicht das statistische Bureau eine interessante llebersicht. Es Falls num Sie oder auf Ihre Veranlassung ein Konsortium ab und giebt als Spesen zugleich 50 000 m. her, um den unbequemen ergiebt sich daraus, daß in Preußen am Schlusse des Jahres 1901 diese Attien pari mit 4 Proz. Zinsen vom 1. Januar ab kauft, wozu Direktor der„ Vermögensverwaltungsstelle" abzufinden. Dafür er eine Fideikommißfläche von 2 192 445 Heftar, das ist 6,29 Proz. des Sie die ausdrückliche Verpflichtung übernehmen, erklären wir uns bereit, bietet sich die„ Vermögensverwaltungsstelle", ihren Kunden zur Gesamtumfanges des Staates, vorhanden war, die sich auf 1007 Be bei Empfehlung von Anlagewerten gegenüber unsern Kunden Ihren Attien und Pfandbriefen vor allen andern gleichwertigen Papieren Anlage in erster Linie die Aktien und Pfandbriefe der Pommernbank fizer verteilt. Von den 1133 Fideikommissen gehören 24 mit einer den Vorzug zu geben und zwar so lange, als Ihre Aftien zu empfehlen; selbst zu zweifelhaften zweitstelligen Hypotheken will Fläche von 216 287 Hektar regierenden Häusern, 38 mit 286 005 mindestens 5 Proz. Dividenden bringen oder der Aktienkurs nicht die Vermögensverwaltungsstelle" ihr Publikum überreden. In den Hektar deutschen Standesherren, 25 mit 237 694 Hettar sonstigen fürstlichen Häusern, 246 mit 779 994 Hektaren Grafen, 571 mit unter pari fällt; die Werte andrer Hypothekenbanken werden wir Generalversammlungen tritt dann einer für den andern ein. 630 060 Hektar dem sonstigen Adel, 103 mit 42 404 Hektar bürger nicht besonders empfehlen, sondern den Ankauf derselben nur auf Das„ Warenhaus für Beamte", dessen Gründung die Ver- lichen Familien. Während die Fideikommisse an Flächeninhalt 6,29 Proz. besonderen Wunsch der Kundschaft vornehmen. Der Verkauf dieser 200 000 M. Aftien an Sie kann nach mögensverwaltungsstelle ist, ist ausschließlich von hochfeudalem Mittel- des Gesamtumfanges des Staates ausmachen, belief sich ihr Grundm. stand verwaltet. steuer- Reinertrag nur auf 6,01 Proz. desjenigen der gesamten StaatsDen Ausschuß bilden: fläche. Neu errichtet wurden im Jahre 1901 12 Fideikommiſſe, Mießner, Geheimer Regierungsrat und Korrespondenz- davon je 2 in Brandenburg, Pommern und Schlesien, und je 1 in Sekretär des Kaisers und Königs. Schwabe, Geh. Regierungs- Ost- und Westpreußen, Sachsen, Schleswig- Holstein, Hannover Hessen- Nassau. Am rat a. D. Dr. Forch, Wirfl. Geh. Ober- Regierungsrat a. D. und ausgedehntesten war durch Krüger, Geh. Hofrat im Auswärtigen Amt. Bormann, Neubegründung von Fideikommissen gebundene Fläche in Geh. Ober- Regierungsrat z. D. v. Rohr, Rittmeister der Brandenburg und Pommern. An der Gesamtfläche der Fideis Reserve des Regiments der Gardes du Corps, Ritterguts- tommiſſe am Schlusse des Berichtsjahres haben die beiden befizer und Amitsvorsteher Dannenwalde( Brigniß). v. Bredow, größten Provinzen Schlesien mit 588 284 Heftar und Brandenburg Mitglied des Hauses der Abgeordneten, Rittergutsbefizer auf mit 315 178 hektar den höchsten Anteil. Schlesien allein enthält Senzte bei Paulinenaue. Graf Borde Stargordt, Schloß ein starkes Viertel und zusammen mit den Provinzen Brandenburg hauptmann. v. R a be, Generalmajor 3. D. R. Eisenschmidt, und Pommern schon mehr als die Hälfte der Fideikommißfläche. Hauptmann der Reserve a. D. und Verlagsbuchhändler. Graf Die Verteilung der Fideikommisse über über das Staatsgebiet b. Tschirschty- Renard, Majoratsbefizer. ist sehr ungleichmäßig. In Schlesien und Hohenzollern ist die des Fideikommißbefizes mehr als doppelt so unsrer Wahl auf einmal oder successive erfolgen. Sollten wir im Laufe dieses Jahres eine Million Ihrer Aktien unterbringen, so sind Sie, respektive das Konsortium verpflichtet, unsre vorgedachten 200 000 m. Aktien so lange zu behalten resp. nicht zu verkaufen, als sich eine Million Ihrer Aftien im Befiz unsrer Kunden befindet; kommen von Ihren Aktien nach dem 1. Januar 1900 Stücke zurück, sind Sie berechtigt, im Verhältnis von 1 zu 5 von unsern Aftien zu verkaufen. Die Käufer der Aktien müssen ihrer socialen Stellung nach geeignet sein, Aktionäre unsrer Gesellschaft zu werden. Liegt diese Voraussetzung vor, so kann die Genehmigung zum Eigentumsübergang nur verweigert werden, wenn wir andre Käufer zur Stelle haben. Bringen wir von Ihren Aktien mehr als eine Million bei unsren Kunden unter, so sind Sie verpflichtet, auf unser Verlangen immer den fünften Teil der Nominalbeträge in unsren Aktien pari plus 4 Proz. laufende Zinsen selbst oder durch ein Konsortium zu kaufen. Wegen Ankaufs dieser Aktien gelten dieselben Bestimmungen, wie bei den ersten 200 000 M. Attien. Mit dem Augenblicke, wo Sie oder das Konsortium 500 000 m. unfrer Aktien erworben haben, hört Ihre Verpflichtung zum Weitererwerb auf. Falls Sie über 500 000 m. unsrer Aktien erworben haben, so fällt die unsren Aufsichtsrat einschränkende Bestimmung betr. Genehmigung des Eigentumsüberganges fort. V Es ist nicht anzunehmen, daß der Prozeß diesen Rattenkönig fapitalistischer Storruption irgendwie entwirren wird. Die Beziehungen find allzu weit gesponnen, und wenn alle Motive rücksichtslos entblößt würden, so würde der Strudel die vornehmste Gesellschaft verschlingen! " " die Verwaltungsrat. Vorsitzender: Mießner, Geh. Regierungsrat Ausdehnung und Korrespondenz- Sekretär des Kaisers und Königs. Graf groß wie im Staate; auch die Provinzen Brandenburg, Borde Stargordt, Schloßhauptmann. Sch to a be, Geheimer Westfalen, Schleswig- Holstein, Pommern und Posen überragen den Regierungsrat a. D. Staatsdurchschnitt, während von Hannover erst gerade 2 und vom Rheinlande noch nicht 3 Hundertteile fideikommissarisch gebunden tommiſſe auf, es folgen Sachsen, Hannover und Brandenburg; find. Der Zahl nach weist Schlesien die meisten Fideiant letter Stelle stehen Posen, Rheinland, Westpreußen und Hohenzollern. Die Fideikommiffe von 500 bis 1000 und demnächst die bon 1000 bis 2000 Hektar sind der Zahl nach, die von 10 000 und mehr Hektar der Fläche nach im Gesamtstaate am stärksten Herr Wittenberg, der 12 000 M.- Gelehrte der Bommern- vertreten. Mehr als die Hälfte aller bestehenden Fideibank, kündigt an, daß er den Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft Neue fommiffe mit über zwei Fünfteľn der gesamten FideiNeben der Kaufverpflichtung Ihrerseits besteht für Sie noch Börsen- Halle" gebeten habe, ihn auf einige Zeit zu beurlauben", fommißfläche ist erst nach dem Jahre 1850 gestiftet worden. Nach die Verpflichtung, einen gleich hohen Nominalbetrag unsrer Aktien, wie Sie oder das Stonsortium solche derzeit eigentümlich im um feine Affaire tveiter persönlich betreiben zu können". Na, der 1890 hat die fideikommissarische Bindung freien GrundAnstands befizes in weit größerem Umfange stattgefunden als in den Urlaub" wird ihm ja wohl bewilligt werden Besitz haben, auf Wunsch gegen Hinterlegung bis zu 90 Proz., voraufgegangenen Jahrzehnten, es muß deshalb auf eine zum Lombard- Zinssah der Reichsbank zu beleihen, so lange wir halber! wachsende Neigung zur Fideikommißbildung gefür die abgelaufenen Geschäftsjahre mindestens 4 Proz. p. a. als Dividende verteilt haben oder uns nicht derartige Verluste Der Durchschnitts- Deutsche. Auch Herr Adolf v. Wend stern schlossen werden. Trotzdem beabsichtigt die Regierung, auf dem getroffen haben, die einen Pari- Kurs nicht mehr rechtfertigen. hat sich von seinem Wahlerfolg[ wieder soweit erfrischt, daß er die Wege der Gesetzgebung durch künstliche Mittel die FideikommißFür die Bertretungen in den Generalversammlungen haben Kreuz- Zeitung" mit Eingesandts bereichern kann. Profeffor bildung noch mehr zu erleichtern und so die Zahl der Schwachen zu Sie uns Blanco- Vollmachten für unsre Aktien, wir Ihnen solche v. Wendstern setzt die geistigen Großthaten, mit denen er den zweiten Gunsten einzelner Starken noch zu vermehren. nach Möglichkeit für Ihre Aktien zu verschaffen. Soweit uns Berliner Wahlkreis zu erobern ausgezogen war, durch die Entdeckung Centrum gegen Centrum. Wie stets, wenn eine neue Militärletzteres nicht möglich ist, geben Sie uns Blanco- Vollmacht zur des Schuldigen am schlimmen Wahlausgange fort. Der Schuldige und Marinevorlage in Sicht ist, versichert auch jetzt, wo aller VorVertretung in unsrer nächsten Generalversammlung im Ver- ist der Durchschnitts- Deutsche", von dem Herr v. Wenckstern also aussicht nach große Mehrforderungen für Rücklaufgeschütze, Kavallerie hältnis von 1 zu 5 der Ihnen beschafften Vollmachten. plaudert: und Infanterie vorgesehen werden, die Centrumspresse, daß das " Der Durchschnitts- Deutsche hat eine unüberwindliche Scheu Centrum diese Forderungen unbedingt ablehnen werde. Selbstbor, Reaktion" als ob diese nicht überall ein Zeichen verständlich wird das Centrum nachher im Reichstag jeden Mann eines gefunden Organismus wäre; er haßt den er haßt den„ Scharf- und jeden Groschen bewilligen, höchstens unter gewaltigem Phrasenmacher"- als ob stumpfe Werkzeuge brauchbarer gedreich einige kleine Abstriche machen. Die„ Köln. Volksztg." stellt wären; er verabscheut eine Aenderung des Wahlrechtes, als ob sich auch so, als ob die Annahme einer neuen Militärborlage mit Hilfe des es nicht klar am Tage läge, daß wir mit unserm Wahlrecht auf Centrums unmöglich fei. Eine solche Verstärkung des Heeres erden Holzweg geraten find! Fürst Bismard hat bekanntlich nicht fordere eine Ausgabe von vielen Millionen. Woher solle man das die geheime Wahl gewollt; sie ist ihm aufgenötigt worden, Geld nehmen? Wolle man eine gewissenlose Vermehrung der und die Folge- in der wir jetzt stehen hat ihm wieder ein Reichsschulden durch neue Anleihen fortsezen oder sollen die mal Recht gegeben. Die geheime Wahl vergiftet die Bolts- Beiträge der Einzelstaaten weiter erhöht werden? Beides sei unfeele, fie erzieht Heuchler und Verräter gegen diese Er möglich, deshalb müsse man neue Steuern ausschreiben; wahrscheinung können doch andre,„ praktische" Gründe nicht ins Gewicht scheinlich müsse man dann zur Bier- und Tabaksteuer seine Zuflucht fallen! nehmen. Für den Vertrieb Ihrer Aktien vergüten Sie uns bei JahresSperre 2 Proz., dagegen für Ihre Pfandbriefe diejenige Provision, welche Sie den meistbegünstigten Bankhäusern vergüten, mindestens aber 1 Proz. Im übrigen gelten auch für uns Ihre gedruckten Verkaufsbedingungen resp. die sonst mit Ihrer Kundschaft vereinbarten allgemeinen Bedingungen. Wir werden unsre hiesigen baren disponiblen Gelder ( Kaffenverein und Reichsbank ausgenommen), die wir überhaupt zu hinterlegen beabsichtigen, nur bei Ihnen und nicht bei einem andren hiesigen Bankhause hinterlegen, und haben Sie uns dafür diejenigen Zinsen zu vergüten, die dem jedesmal üblichen Zinssatz bei den hiesigen größten Kreditinstituten entsprechen. Als Aequivalent dafür räumen Sie uns einen vorübergehenden Blanco- Kredit von 400 000 m. ein. Sie sind berechtigt, uns an Stelle dieses Kredits auch entsprechende erstklassige Effekten zur Lombardierung vorübergehend zu leihen. Für derartige Kredite bergüten wir Ihnen den Zinssatz für tägliches Geld; falls wir das Geld per Ultimo nehmen, den jeweiligen Zinssatz für Ultimogeld. Von der gleichen" Wahl welche nicht einmal dem Wort- Ein solcher Versuch würde einen Sturm der Entrüstung laut der Verfassung entspricht möchte ich gar nicht reden. hervorrufen und der Reichstag werde solche Steuern glatt ablehnen. Bekanntlich kann ein Thor mehr fragen, als zehn Weise beantworten Die Regierung wird den Reichstag auflösen und unter der Parole fönnen; wenn nun aber trotzdem der einzelne Weise nur der Bier- und Tabaksteuer werde ein neuer Reichstag zu stande die gleiche Wahlstimme wie der eine Thor befigt, so tommen, in welchem die Socialdemokratie und der militärfeindliche wird die Weisheit mehr als zehnfach benach Freifinn viel stärker sein würden. Zu diesen Auslastungen schreibt ein waschechtes Centrun, sblatt, die �Rheinisch- Volksstinime", das Organ der rheinischen Centrums- dauern, folgendes: „Es ist wirklich tief zu bedauern, dast unsre leitende Centrums- presse nicht endlich dieses System öder Schaumschlägerei und Rabulisterei aufgeben will. Kein Mensch, der auch nur ein wenig das Getriebe unsrer Parteipolitik kennen gelernt hat, wird ein Wort von diesen Drohungen der„Köln. Bolkszeitung" glauben. Einer„ausschlaggebenden Partei", ohne deren Willen angeblich Reichstag und Regierung nichts durchführen können, steht es wirklich nicht gut an, bei jeder neuen politischen Frage und jeder neuen Geldforderung der Regierung anfangs unter laut tönenden Drohungen ein bedingungsloses „Nein" hinauszurufe», während man doch ganz genau weiß, daß man fich schließlich„in das Unvermeidliche schicken wird". Dadurch erreicht man doch nur, dast einerseits die Negierung die„ausschlag- gebende Partei" überhaupt nicht mehr ernst nimmt, und daß andrerseits dieses System der inneren Unaufrichtigkeit unser ganzes Parteileben vergiftet." Das agrarische Centrumsblatt, das so treffend die Centrums- Politik charakterisiert, versteht doch genug vom Kuhhandel, um die Motive dieser widerlichen Posse zu würdigen. Es ist die Sprödig- keit, die hoch bezahlt werden will l— Kein Gebet für den Papst. An der Spitze ihrer heutigen Aus- gäbe bringt die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" diese auffällige Berichtigung: „Ein Berliner Börsenblatt hat am 7. d. M. berichtet. Seine Majestät der Kaiser habe am letzten Sonntage beim Schiffs- Gottesdienste an Bord der„Hohenzollern" ein Gebet für den erkrankten Papst gesprochen; andre Blätter wußten zu melden, daß der Antritt der Nordlandsreise sich deshalb verzögert habe, weil Seine Majestät sich im Falle des Todes des Papstes zu den Beisetzungsfeierlichkeiten nach Italien begeben wolle. Wir sind ermächtigt, alle diese Meldungen als erfunden zu be- zeichnen. Die NordlandSreise wird voraussichtlich morgen an- getreten werden." Es klingt fast wie Entrüstung aus dem offiziösen Organ des Reichskanzlers, daß der Kaiser sich so innig um das Seelenheil des andren der beiden„größten Herrscher der Jetztzeit", wie Erzbischof Fischer sagte, gesorgt habe I Ist die Meldung„erfunden", so ist sie doch sicherlich psychologisch richtig erfunden.— Zur Landtagswahl im Kreise Teltow-Charlottenburg schreibt die „Frcis. Ztg.":„Diesmal wird die Zahl der Wahlmänner weit über 2000 hinausreichen. Im Jahre 1893 waren die Freisinnigen und Nationalliberalen verbunden in diesem Kreise. Jede Partei stellte einen Kandidaten für das Abgeordnetenhaus. Bei besserer Wahl- Vorbereitung gegen früher erlangten die Liberalen 795 Wahl- männer gegenüber 1049 Konservativen. Seitdem hat sich für die Liberalen durch das Anwachsen der Bevölkerung gerade in liberalen Bezirken die Aussicht noch verbessert. Es erscheint jetzt möglich, eine sichere liberale Mehrheit zu erlangen, wenn Freisinnige Volkspartei und Nationalliberale sich rechtzeitig für den Wahlkampf zu einigen verstehen. In jedem Falle kommt es auch angesichts der voraus- sichtlichen Beteiligung der Socialdemokratie vor allem darauf an, bei den Hauptwahlen möglichst viel liberale Wahlmänner durch- zubringen."—_ Die Polizei im Dienste des Unternehmertums. Aus Mainz wird uns geschrieben: Hessen erstellte sich im Gegensatz zu den nicisten andren unsrer deutschen Vaterländer nicht nur einer steieren Handhabung des Vereins- und Versammlungs- rechtes, sondern in Hessen nahm auch die Polizei bei Lohnkämpfen meist eine recht verniinftige Haltung ei». Das scheint anders werden zu sollen. In Mainz sind gegenwärtig etwa 700 Maurer und 100 Zimmerer von den Unternehmern ausgesperrt. Die Unternehmer zogen Italiener als Arbeitswillige heran, nin die Ausgesperrten zu ersetzen. Angeblich zum Schutze dieser Italiener wurde ein starkes Polizci-Aufgebot entfaltet. In dem Bestreben, den Bauunternehmern dienstbar zu sein, ließen sich die Polizeibeamten grobe Gesetzesverletzungen zu schulden konnncn. So wurden beispielSiveise seitens der Ausgesperrten den an einein Bau arbeitenden Italienern eingeschriebene Briefe geschickt, die Polizisten aber hinderte», de» Bricfboten daran, seine Pflicht zu thirn und den Arbeitswilligen die Briefe zu geben. Der Kommissar erklärte, er habe die strengste Weisung, zu verhindern, daß den Arbeitswilligen irgend et w a s gegeben würde oder jemand mit ihnen spräche. Wenn die arbeits- willigen Italiener von ihrem Quartier morgens ans die Baustelle und abends zurück transportiert werden, sind sie von vielen Schutzleuten umgeben, drei oder vier Schutzleute gehen dem Trupp voran und treiben alles vor sich her. Keiner der Anwohner der Straßen, welche der Zug' passiert, darf sich auf der Straße blicken lassen, selbst Frauen werden mit Ver- Haftung bedroht. Die Bauten, an denen die Italiener arbeiten, sind den ganzen Tag von zahlreich?» Schutzleuten unter Führung von Kommissaren und Wachtmeistern umgeben. Gegen die Ausgesperrten und das Publikum gehen die Polizeibeamten in schroffster Weise vor. Diese polizeilichen Uebergriffc der letzten Tage waren Veran- lassung zu einer Interpellation unsrer Genossen im Mainzer Stadtverordneten- Kollegium. Ober- Bürgermeister Dr. G a ß n e r sagte Untersuchung und strenge Bestrafung der Polizeibeamten zu. Das überaus starke Polizeiaufgebot aber sei nicht von der Bürgermeisterei, sondern vom Krcisamt auf Wunsch der Unternehmer veranlaßt worden. Landtags-Abgeordneter Genosse Dr. David hat daraufhin an die hessische Regierung folgende Interpellation gerichtet: „Sind der Großh. Regierung die polizeilichen Maßnahmen bekannt, welche unter grober Verletzung der persönliche»»nd der Berkehrsfreihcit vom Kreisamt Mainz zu Gunsten der Bauunter- nehmer im Kampfe gegen die ausgesperrte» Maurer getroffen worden sind? Was gedenkt die Großh. Regierung zu thun, um ein derartiges parteiisches Eingreifen der Polizei-Organe i» Lohn- kämpfe unter Richtigmachung der vcrfaffungsmäßigcn Rechte der Staatsbürger für die Zukunft unmöglich zu machen?" Zwar wird eine Besprechung, da der Landtag vorerst nicht zu- sannnentritt, für die nächste Zeit nicht erfolgen, aber es ist ivohl anzunehmen, daß die Regierung diese Besprechung nicht abwartet, sondern sofort Schritte unternimmt, um hier Wandel zu schaffen. „Jungliberales." München, v. Juli. fEig. Ber.) Einer besonders heiteren Sorte von Liberalismus erfreut sich die bayerische Hauptstadt. Die liberale Partei leistete sich hier bei der Reichstagswahl das Stückchen, für München l einen Zollgegner und für München II einen Schutz- zöllner als Kandidaten aufzustellen. Zu gleicher Zeit betonte die liberale Presse bei jeder Gelegenheit, in Zukunft werde ihre Partei mit größerer Enffchiedenhert eine wirklich liberale Politik treiben, um die in dieser Beziehung bisher begangenen Sünden wieder gut zu machen. Aus diesen Versicherungen zog der jungliberale Rechts- anwalt Kehl die Konscguenzen und verlangte am 13. Juni in einer liberalen Wählerversammlung, die Partei dürfe, wenn sie sich ihres Namens nicht ganz unwürdig machen wolle, in Zukunft solche Rechts- brüchc nicht mehr mitmachen, wie es bei dem Antrag Kardorff geschah. Dieses Verlangen des Herrn Kehl hat nun eine furchtbare Sühne gefunden. Wie er heute den Zeitungen mitteilt, wurde er vom Ausschuß des Jungliberalen Vereins aufgefordert, er solle seine Rede als eine„Entgleisung" bezeichnen und eingestehen, daß er sie «nn unrichtigen Ort und zur unrichtigen Zeit gehalten hätte. Natür- lich gab er eine solche Erklärung nicht ab, sondern teilte seinen Parteigenossen noch mit, daß er bei der Wahl sogar für Gcnoffen v. Bollmar gestimmt habe. Daraufhin ist»»» der Ausschluß des Herr Kehl aus dem Junglibcralcn Verein erfolgt l Die liberale Presse hat wiederholt versichert, daß nun der Liberalismus wieder zu neuem Leben erwacht sei. Daran kann man nach den oben geschilderten Vorgängen in der That keinen Augenblick mehr zweifeln. Das ist wirklich der deutsche „Liberalismus", dessen' ganze Fähigkeit darin besteht, daß er jeden wirklich liberalen Gedanken sofort totschlägt oder mindestens als eilte„Entgleisung� bezeichnet. Und solche Diitge passieren bei den „Jungliberalen", die den Alten noch viel zu radikal sind! Herr Kehl hat übrigens seine früheren politischen Freunde recht hübsch charakterisiert, indem er bemerkte, wenn er die verlangte Erklärung abgegeben hätte, so hätte man ihn wegen»unehrenhafter Gesinnung" ausschließen müssen.— Für den Milchzoll. In einer Versammlung des rheinischen Bauernvereins in Cleve wurde lebhaft die Ablehnung deS Milch- zolles beklagt. Sobald die holländische Grenze geöffnet werde, lind das sei nur eine Frage der Zeit, würde der Niederrhein und das Ruhrrevier mit billiger holländischer Milch im wahren Sinne des Wortes überschwemmt, und dies sei der Ruin der nieder- rheinischen Landwirtschaft. Es wurde beschlossen, folgende Reso- lution an sämtliche Abgeordnete der konservativen und der Centrums- Partei zu senden'„In der Erkennwis, daß bei Aufhebung der Grenzsperre die niederrheinische Landwirtschaft ihrem Untergange geweiht ist, beklagt die heutige zahlreich besuchte Kreisversammlung des rheinischen Bauernvereins, daß bei den Verhandlungen des t olltarifs der Milchsoll gefallen ist, und ersucht deshalb Euer ochwohlgeboren, keinem Handelsvertrage Ihre Zustimmung zu geben, durch welchen nicht der heimischen Milchwirtschast der volle Schutz gewährt wird." /Zuslanck. Oestreich-Ungarn. Die Ausschußwahlen bei der Bctriebs-Kraukeukasse der öst- reichischcn Nordbahn enderon mit einem Siege der socialdemokratischen Kandidaten. Sie erhielten von 15 759 Stimmen 9526 bis 9607 Stimmen, während auf die Direktionskandidaten, die zugleich die der Christlichsocialen waren, nur 6029 bis 6097 Stinunen entfielen. Seit den letzten Wahlen im Jahre 1900 hatten die socialdemokratischen Stimmen einen Zuwachs von 3000 Stiimncn zu verzeichnen.— Frankreich. Klerikale Mordprcdigt. Das Pariser Blatt„La Delivrauce" („Die Befreiung"), das von dem Protestantenfresser Ernst Renauld geleitet lvird, entfaltet plötzlich eine überaus rege Bethätigung. Es wird in unzähligen Exemplaren gratis auf den Boulevards verteilt und kündigt an, daß es jetzt im Besitze der Mittel ist, diese Propaganda lveiter fortzusetzen. Mit er- quickender Offenheit wird in der Dienstagnummer klargelegt, ivorauf man hinzielt.„Ein Oppositionsblatt muß nicht nur die schändlichen Verbrechen des gegenwärtigen Regimes aufdecken und schnelle Mitteilimge» veröffentlichen, es muß vor allem ein Centrum werden, um den R ä ch e r h a tz zu schüren in der Hoffnung, daß sich ei» Hirn finden wird,»m ihn aufzunehmen, und ei» Arm, um ihn zu kühlen, indem er die Hallunken verjagt, die die Regierung des Landes entehren. Wir erklären rundheraus: Alle Mittel sind gut, um unser Land zu retten, und wir würden mit ruhigem Gewissen vor Gott erscheinen, wenn Frankreich dank dem heiligen Hasse, den wir hier im Garten unsrer patriotischen Hoffnungen zu pflegen und großzuziehen gedenken, eines schönen Tages die Verhaftung der Schurken der Revolution und des „Block", und selbst ihre Abreise in eine bessere Welt erftihre. Was kommt eS aus die Beseitigung einiger Existenzen an, wenn es sich um die Rettung des ganzen socialen Körpers handelt l Ob man nun wolle oder nicht. nur durch einen Gewalt- st reich und nicht durch Stimmzettel kann uns die Rettung kommen. Ein Gewaltstreich setzt Opfer voraus. Um so schlimmer stir die, die für die gute oder für die böse Sache fallen; an jenem Tage wird Gott die Seinen erkennen. Vor allem muß Frankreich leben. Es siecht jetzt aber hin, unser teures Vaterland; es stirbt an dem revolutionären Liberalismus, an den f a l s ch e n D o g m e n von 1789, die aus dem Protestantismus geschöpft sind, der die bewunderungs- würdige religiöse und politische Einheit zerstört hat, dank welcher wir in der Welt eine so große Rolle spielen konnten... Wir wollen mit allen Mitteln, selbst dc» gesetzwidrige», nnsrem Glauben und unsren Uebcrlieferungcn zum Siege verhelfen.... Nieder mit den Hugenottensektierern 1 Nieder mit den Inden, den Freimaurern! Es lebe das katholische, das traditionelle Frankreich!" (Griechenland. Athen, 9. Juli. R a l l i erklärte in einer Vereinigung dclyannisti- scher Abgeordneter, die Bildung eines Kabinetts sei schwierig wegen der Unmöglichkeit, das Fmanzprogramm Delyannis beizu- behalten, da die Majorität der Kammer dagegen sei. Er sagte ferner, die parlamentarische Erledigung des Korinthenmonopols sei unmöglich, bevor die Verhandlungen mit den beteiligten Mächten beendigt seien. Delyannis erklärte in einem Interview, die K a m m e r m n s s e a u f g e l ö st lv e r d e n, da das Kabinett sich nicht einer feindlichen Majorität vorstellen könne. Wenn die Meinungsverschiedenheiten zwischen Delyannis und Ralli an- dauern sollten, würden sie das Scheitern der Kabinettsbildung oder eine völlige Trennung zwischen Ralli und Delyannis herbeiführen können.— Asien. Bahnbau im Jangtsc-Gebiet. Aus Shanghai wird den„Times" unter dem 9. Juli gemeldet: Heute wurde hier der endgültige Ver- trag für den Bau der Shanghai— Sutscha—Nanking-Eisenbahn durch Scheng und die Vertreter der englischen und chinesischen Gesellschaft unterzeichnet. Die Arbeiten müssen innerhalb eines Jahres be- ginnen und in 5 Jahren vollendet sein. Es sei sicher, daß dieses Unternehmen zur Entwicklung des Handels am unteren Jangtse viel beitragen werde.— Afrika. Aus Tanger melden die„Times": Eine Gesellschaft angesehener Marokkaner aus Tanger wurde von dem Beni-Jgdir-Stamme ge- fangen genommen, unter ihnen der Bruder des eingeborenen Sekretärs der englischen Gesandtschaft und ein eingeborener Artillerie-Osfizier. Zwei Mauren sollen bei dem Zusammenstoß getötet sein. Die Gesellschaft befand sich aus einer Wallfahrt nach einer berühmten, zwei Tagereisen von Tanger entfernten Grabstätte. Die Fähigkeit der Regierung, die Ordnung aufrechtzuerhalten, wird täglich geringer.—_ Streifzüge durch das Wahlfeld. Wie Herbert Bismarck gewählt wurde! Unser Magdeburger Parteiblatt stellt eine große Anzahl von Ungesetzlichkeiten fest, die im Wahlkreise Jerichow I und II vorgekommen sind. In zahlreichen Orten wurden die kontrollierenden Genossen aus dem Wahllokal ge- wiesen. Die Wahlurne bestand in G r ü tz ans einer Suppenterrine. In B ü tz e r haben die Wähler gewählt, ohne den Jsolierraum zu be- treten. Ein Wähler erhielt einen Stimmzettel im Wahllokal. In Neuermark befanden sich verschiedentlich mehrere Wähler zu gleicher Zeit im Jsolierraum. Aus Böhne wird folgendes Wahlbild gezeichnet: Das Wahl- lokal befand sich auf dem Gute des gleichzeitig als Wahlvorsteher fungierenden Rittmeisters a. D. Briefen. Als Wahlraum diente ein kleines Zimmer in einem Hintergebäude. Auf dem Hausflur stand in einer Ecke ein Tischchen, auf dem konservative Stimmzettel lagen. Durch die stets offene Thür des Wahlzimmcrs konnten Mitglieder des Wahlvorstandes ohne viel Mühe beobachten, welche Wähler von dem Tischchen Zettel nahmen. Ob auch diese geringe Mühe den Wahlvorstand noch verdroß? Das Tischchen mit den Zetteln befand sich mit einem Male vis-a-vis der offenen Thür des Wahlzimmers. Die Wahlzelle war durch eine spanische Wand hergestellt und so un- zweckmäßig aufgestellt, daß etwaige neu eintretende Wähler den in der Wahlzelle hantierenden Wähler von hinten beobachten konnten. Speciell schien sich der Herr Inspektor ftir die Vorgänge in der Wahl- zelle zu interessieren, als Gutsarbeiter ihr Wahlrecht ausübten; er stellte sich, die Wahlcouverts verabfolgend, so auf, daß er in die Wahl- zelle blicken konnte. Daß der Gemeindevorsteher einem Wähler im Wahllokal(II) in diensteifriger Weise einen Stimmzettel verabreichte, sei hier auch gleich erwähnt. Die Wahlurne, eine Cigarren- kiste größeren Formats, war in ihrer Art ein Meisterstück. Mt bewundernswertem Raffinement war sie so eingerichtet, daß in ihr stets die peinlichste Ordnung herrschte; ein Couvert fiel immer fein säuberlich auf das andre. Damit ja nicht etwa ein Couvert auS Reih' und Glied kam. war der innere Raum der Kiste durch eine geschickt angebrachte Scheidewand auf zwei Drittel seiner Größe ver» ringert. Nach Schluß der Wahlhandlung wurden die aufeinander liegenden Couverts vorsichtig herausgenommen und gezählt. Mit einigem Gedächtnis war es auf die Art möglich zu erraten, wie einzelne Wähler gewählt hatten. Die Unflätigkeiten, die gegenüber unsren Kontrolleuren von den wildgewordenen Bismarck-Wählern verübt wurden, sind zahllos. AuS dem Wahlkreise Höchst-Nfingen-Homburg wird uns ge- schrieben: Auch in'unserm Wahlkreise war keine Verleumdung zu gemein und kein Gewaltakt zu roh, als daß sie Aicht gegen die „Partei des Umsturzes" verübt worden wären. Besonders das Centrum war es, das in niederträchtigster Art und Weise den Wahl- kämpf führte. Der Centrumskandidat, Landrichter I t s ch e r t. ein Busenfreund des Reichstags-Abgeordneten Wellstein, der ihm in Versammlungen zu Hilfe eilen mußte, damit er nicht entgleiste. war anfänglich schüchtern. Jedoch hatte auch er bald erlernt, die „rote Rotte" zu bekämpfen. Die Nationalliberalen, vereint mit den paar Freisinnigen, hatten den Landtags-Abgeordneten L o t r ch i u s aus Sankt-Goarshausen auf den Schild erhoben, konnten jedoch keinen wesentlichen Erfolg mit ihrem langgesuchten gemäßigten liberalen Kandidaten erringen. Auch der Bund der Landwirte— zum Aerger der Nationalliberalen— stellte einen Kandidaten, einen Generalmajor a. D. von Kloeden-Wiesbaden, auf. Dieser„Bauern- retter" erhielt aber nur ganze 1680 Stimmen. Ausgerüstet mit der Macht des Wissens und der Wahrheit zog die Socialdemokratie in den Klassenkampf— denn das war die Wahl« bewegung in unserm Kreise. Vielfach wurde unsre Agitation er- schwert durch Abtreibung der Säle, Einschüchterung der Wirte und dergleichen, wobei sich vor allem die Kriegcrvcreine, Kommunal- und Kreisbeamten und die Kreaturen der Fabrikanten, verdient machten. Alles dies konnte nicht verhindern, daß auch im ersten Nassauischen Wahlkreise die Socialdemokratie eine Macht geworden ist, mit der für die Zukunft alle bürgerlichen Parteien zu rechnen haben. Bei der Hauptwahl wurden von 42 736 Wahlberechtigten 39 585 Stimmen abgegeben. Davon erhielten, unter Abzug der ungültigen Stimmen, Brühne(Soc.) 14 239, Jtschert(C.)Z 9496, Lotichius(Natl.) 7120 und v. K l o e d e n(Bündler)! 1680. Es fand somit Stichwahl zwischen dem Kandidaten des CentrumS und dem der Socialdemokratie statt. Jetzt galt es. ver- eint den Kampf gegen den Umsturz zu führen. Flugblatt auf Flugblatt erschien, in denen die wahren(I) Ziele der Socialdcmo- kratie enthüllt wurden: Vernichtung der Verfassung des Deutschen Reiches, gewaltsame Revolution usw. Das wurde besonders der Landbevölkerung in den Aemtern Usingen, Idstein und K ö n i g st e i n erzählt. Die evangelischen Geistlichen und die Landbürgermeister thaten ihr möglichstes, um den Sieg der Umsturz- Partei zu vereiteln. Die Nationalliberalen folgten getreu der Parole ihres Partcivorstandes und traten für den Centrumsmann ein. Der elende Freisinn hatte nicht den Mut, offen zur Stimmabgabe für den linksstehenden Kandidaten aufzufordern, sondern überließ es seinen Getreuen, zu thun was ihnen beliebt und— sie gingen hin und stimmten, mit nur wenigen Ausnahmen, für den Centrmns- kandidaten Jtschert. Trotz der Verleumdungen in der Centrumspresse, in den Auf- rufen und Flugblättern, trotz der Verächtlichmachung unsrer Agitatoren konnten die vereinigten Ordnungsparteien wesentliche materielle Erfolge nicht erzielen. Es fielen in der Stichwahl von 32 735 abgegebenen Stimmen, abzüglich 268 ungültigen, darunter eine Anzahl weißer Zettel, auf Jtschert(C.) 16 477 und auf unsren Genossen Brühne 16 040 Stimmen. Das Mehr von 1437 Stimmen wurde durch die unerhörtesten- ungesetzlichen Wahl- becinflussungen ergaunert, abgesehen von dem Einfluß, welcher in den Fabriken, besonders in den„Höchster Farbwerken", von Be- amten, Aufsehern usw. auf die Arbeiter ausgeübt wurde. In einzelnen Orten im Taunus wurden durch Polizeidiener und Briefträger Flugblätter für die bürgerlichen Parteien ver- teilt; Suppenschüsseln wurden zu Wahlurnen verwandt und katholische Geistliche hielten sich wiederholt in Wahllokalen auf, um Wähler zu beeinflussen. In den Orten Lenzhahn, Dasbach und Ober-Seclbach wurde der Wahlakt schon mittags um 2 Uhr geschloffen, obwohl in den zwei letztgenannten Orten noch 1 und 13 Wähler zu wählen hatten. Weitere Ungesetzlichkeiten find noch genauer festzustellen, um den socialdemokratischen Wahlprotcst zu begründen. Infolge der unlauteren Machinationen gelang es uns diesmal nicht, den Kreis zurückzuerobern. An eifriger Arbeit ließen es unsre in der Agitation thätigen Genossen, besonders aber auch unser Kandidat, Genosse Brühne, welcher rastlos die Orte im hohen Taunus besuchte und bearbeitete, nicht fehlen. Partei-I�admebteu. Arbeitersekrctariate. Nachstehend veröffentlichen wir die Adressen der zur Zeit in Deutschland errichteten Arbeitersekretariate. Die Veröffentlichung soll periodisch erfolgen, jedesmal bei Beginn eines neuen Quartals. Wir ersuchen die Interessenten, uns in der Vervollständigung des Verzeichnisses zu unterstützen und von einer Adressenänderung uns rechtzeitig Kenntnis geben zu wollen. Arbeitersekretariate bestehen in: Altenburg(S.-A.>, Unterm Schlöffe 1. Altona, Große Bergstr. 204 I. Berlin 80., Engel-llfer 15. Bochum, Johanniterstr. 22. Bremen, Osterthorstr. 26 1. Breslau, Mcssergasse 18/19 I. Brombcrg, Berlinerstr. 32. Cassel, Wildemannsgasse 20 IL Darmstadt, Elisabethstr. 31. Dortmund, 1. Kampstt. 73 I. Frankfurt a. M., Am Schwimmbad 8/10. Gera, Hospitalstr. 21 I. Gelsenkirchen, Hochstr. 53. Gotha, Erfurtcrstraße(altes Gerichtsgebäude). Salle a. S., Geiststr. 21. amburg, Gänsemarkt 35 IL annovrr, Artillcriestr. 13. arburg a. Elbe, Erste Bergstr. 72. scrlohn, Karrenstt. 2. Jena, Saalbahnstr. 3. Kattowitz, Rathausstr. 6. Kiel, Gasstr. 24 parterre. Köln a. Rh., Poststt. 50. Kronach, Kirchenplatz 74. LandeShut i. Schl.,„Gasthof zur Sonne", L Lübeck, Johannisftr. 46, part. Mannheim, 8. 3, 10. Mühlheim a. Mam, Wiesenftr. 8. . München, Baadersw. 1 I. Neu-Ruppin, Karlstr. 13. Nürnberg, Egydienplatz 22. Posen, Breitenstt. 21. � Remscheid, Kölnerstr. 18. Striegau, Ziganstraße. Stuttgart, Etzlingerstr. 17/19. Tuttlingen, Schaffhäuserstr. 24. Waldcnburg-Altwasser. "Wolgast, Kronwiekstr. 4, part. links. Wnrzburg, Blumcnstr. 12. Berlin, den 3. Juli 1903. Der Parteivorstand. Kreuzbergstr. 30. Vom Papst. Die socialistische Partei Spaniens. in Höhe von nahezu 2 Millionen Frank schuldig zu sein, und daß genommenen Augenschein hat das Rekursgericht eine wesentliche Das Wachstum der spanischen Socialdemokratie wird in einem deshalb Costinescu insgeheim die Verhandlungen der Deutschen Bank Besserung in dem Zustand des Klägers als dargethan erachtet; und Artikel des Mario Antonin im Mouvement Socialiste" wie folgt ge- begünstigt habe. zwar ist dies darin zu erblicken, daß die Stredfähigkeit des verlegten Armes nicht mehr behindert ist, die schildert: Auf dem ersten Kongreß, der 1888 in Barcelona stattfand, waren Leipziger Bank in Konkurs. Nachdem die im November v. J. nur erst 18 Sektionen vertreten, während auf dem zweiten Kongreß zur Erhebung der Regreßansprüche gegen die frühere Verwaltung der die Muskulatur des rechten Armes etwas stärker geworden ist, Beugungsfähigkeit um ein geringes zugenommen hat und bereits 23, auf dem dritten 32, auf dem vierten 34 vertreten waren. Leipziger Bank eingesetzten Kommissionen im Mai ihre fruchtlos ges fowie ferner darin, daß mit Rücksicht auf die seit dem Unfall ver An dem letzten Kongreß, der im Vorjahre in Gijon tagte, nahmen bliebene Thätigkeit aufgegeben und den Aktionären ein Einzel floffene Zeit, sowie die Beschaffenheit der rechten Hand des Klägers die Vertreter von 73 Gruppen teil. Zur Zeit ist die Zahl der vorgehen anheimgestellt hatten, hat, wie die Frankfurter Zeitung" angenommen werden muß, daß eine gewisse Gewöhnung an den Gruppen aber bereits auf beinahe 100 gestiegen und die erfährt, eine Anzahl Aktionäre neuerdings in einem außer Zahl der Mitglieder, die Hat 9000 überstiegen. Selbstverständlich ist die Bahl der rates eine Entschädigung von rund 400 000. erlangt. Die begründung eigen, die abschweift von allen ärztlichen Bekundungen; regelmäßig Beiträge entrichten, gerichtlichen Vergleich von den Mitgliedern des früheren Aufsichts- Gebrauch des verletzten Armes zur Arbeit eingetreten ist." Das Reichs- Versicherungsamt macht sich hier eine Rechts. M. jenigen Personen, die sich zu den Ideen des Socialismus Quoten auf die beteiligten Aftien variieren zwischen 41 und 25 Proz. selbst Dr. Blasius findet nicht, daß die Streckfähigkeit bekennen, weit größer, denn die Zahl der socialistischen Stimmen, des Nominalwertes, je nach den Zeitabschnitten, in denen die des verlegten Armes unbehindert ist. Erscheint aber diese Wahrdie im Jahre 1891 erft 5000 betrug, stieg bei den letzten Attien infolge der irreführenden Geschäftsberichte erworben wurden. Wahlen( 1903) auf 29 000 Stimmen. Aber auch diese Ziffer giebt So wurden für vor dem 15. Februar 1899 gekaufte Attien fo darf man wohl berechtigte Zweifel hegen, daß Laien, wie es die nehmung durch die Inaugenscheinnahme des Verletzten begründet, die Machtverhältnisse der Socialdemokratie in Spanien nicht einmal 44 Proz., für zwischen dem 15. Februar 1899 und 15. Februar 1900 annähernd richtig wieder, da in Spanien die frechsten Wahl- erworbene Aftien 10 Proz., für solche vom 15. Februar 1900 bis ichter im Reichs- Versicherungsamt doch sind, in einer solchen Sache fälschungen in ganz ungenierter Weise betrieben werden. In 15. Februar 1901 20 Proz. und für Aftien vom 15. Februar 1901 entgegen dem ärztlichen Gutachten ein sicheres Urteil fällen können. mehreren großen Städten, wo man sicher wußte, daß sich die Social- bis zum Konkurs 25 Proz. gewährt. Infolge dieses Erfolges wird Solche Urteile, die darauf hinauslaufen, den von den Aerzten demokraten an den Wahlen beteiligt hatten, ging auch nicht eine gegenwärtig unter der Hand die Zusammenrufung einer neuen führen die Rechtsprechung auf eine recht unsichere und schwankende ermittelten objektiven Befund im Zustand des Verletzten zu korrigieren, socialistische Stimme aus der Urne hervor. Der Stimmentauf ist in Aftionärgruppe zu einem gemeinsamen Vorgehen geplant. Damit Grundlage. so ausgedehnter Weise im Schwange, daß z. B. die bürgerlichen Kandidaten im Zusammenhange steht ein starker Auftauf von Attien der in Bilbao bei den letzten Wahlen etwa 1/2 Mill. Pejetas ausgaben, um Leipziger Bank seitens des Aufsichtsrats. Es sollen jedoch nur noch den socialistischen Kandidaten zu schlagen. Die Stimme wurde im etwa 5 000 000 m. Aftien der Bank in Händen des Publikums sein. Durchschnitt mit 15 Pesetas bezahlt. Die Gegner gingen in so unverfrorener Weise vor, daß die Socialisten, nachdem sie vergebens Das beabsichtigte kontinentale Bufferkartell bildete am Donners- Rom, 10. Juli. Der heute vormittag 10%, Uhr über das Bedas Einschreiten der Behörden verlangt hatten, in ihrem Aerger in tag im englischen Unterhause den Gegenstand einer An- finden des Papstes ausgegebene Bericht lautet: 14 Wahllokalen die Urnen zerbrachen. Die Partei hat noch keine frage an die Regierung. Wolffs Telegraphen- Bureau" Der Kranke verbrachte die erste Hälfte der Nacht ziemlich ruhig. Tageszeitung, befigt aber eine ansehnliche Zahl von Wochenblättern, meldet darüber: Der konservative Abgeordnete Gibson Bowles Später erhöhte sich die Atmungsschwierigkeit unter dem Gefühl von die insgesamt in einer Auflage von 35 000 Exemplaren verbreitet lenkte die Aufmerksamkeit der Regierung auf die Meldung über ein Unbehagen und vermehrter Beklommenheit. Puls flein und schwach, werden. Solche Blätter erscheinen in Madrid, Bilbao, Barcelona, Kartell der Zuckerproduzenten des Festlandes zur Beschränkung der 92 Schläge in der Minute. Völlige Fieberlosigkeit und wenig HarnSantander, St. Sebastian, Vigo, Ferrol, Valencia, Alicante und Ausfuhr nach dem englischen Markt und fragt an, welche Schritte absonderung. Da eine neue Ansammlung pleuritischen Ersudats Oviedo; außerdem erscheint in Madrid La Revista Socialista", eine die Regierung gegenüber der so geschaffenen Lage zu unternehmen festgestellt wurde, wurde fofort zum Brusthöhlenstich geschritten, der wissenschaftliche Revue. Ist es auch noch nicht gelungen, in beabsichtige. Premierminister Balfour erwiderte, die Regierung von Mazzoni vollzogen wurde. Es wurden etwa 1000 Gramm das Parlament einen Socialdemokraten zu bringen, so sind doch habe keine Nachricht erhalten; aber er glaube nicht, daß irgendwelche blutige Serumflüssigkeit entfernt. Der Papst ertrug auch diese bereits in Gemeinden socialistische Abgeordnete vertreten. Sehr viel Nachricht, die die Regierung möglicherweise erhalten würde, ihre zweite Operation sehr gut, nach welcher sich sofort die Atmung und Anhänger hat die Partei unter den Bergleuten und auch unter den Politik zu ändern vermöchte. Herzthätigkeit befferten. Rossoni. Lapponi. Mazzoni. Landarbeitern; drei Gruppen von Landarbeitern haben sich bereits Zur wirtschaftlichen Lage der Vereinigten Staaten erflärte Brä- Professor Rossoni bestätigte dem" Giornale d'Italia", daß keine der Partei offiziell angeschlossen. Im ganzen refrutieren sich die fident Lust von der Deutsch- Amerikanischen Nationalbant in St. Paul unmittelbare Gefahr bestehe, der Zustand des Papstes sei aber sehr Mitglieder der Partei meist aus der Klasse der Arbeiter; vor allem( Minnesota) nach der" Frankfurter Zeitung" bei einer Zusammenkunft ernst. Der Papst weiß noch immer nichts vom Tode des Migr. sind es die Buchdrucker, welche durch ihre Aktivität, ihr Talent und der Bantiers des Staates, daß nach seiner Auffassung gegenwärtig Volpini. Dessen Leiche wurde heute morgen ohne besondere Feier ihre Aufopferung an der Spiße der Bewegung marschieren. große Vorsicht geboten sei. Die Barbestände in Chicago seien lichkeiten und ohne Glockengeläut nach der Peterskirche übergeführt. Köln, 10. Juli.( W. T. B.) Die Kölnische Voltszeitung" ver 10 Millionen Dollar unter dem regelmäßigen Stand. Mehrere der öffentlicht durch Extrablatt folgende Nachricht aus Rom von 8 Uhr kleineren Institute seien dadurch in bedrängte Lage gebracht. 20 Minuten abends: Jm Brustfell des Papstes hat sich neue Flüssig feit angesammelt. Man befürchtet, der pleuritische Erguß werde sich immer mehr ausbreiten. Vier Kardinäle, die soeben im Krankenzimmer des Papstes waren, berichten, die Auflösung stehe nahe bevor. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. - Ueber allerlei Ateliergeheimnisse hatte die„ Boltsstimme" in Magdeburg seiner Zeit einen Artikel gebracht und dabei das fittliche Treiben der Lehrlinge und Modiftinnen in dem Modesalon Der Witwe Stappenbed beleuchtet. Das Schöffengericht hatte den verantwortlichen Redakteur der„ Voltsstimme", Gen. Natusch, zu 50 M. Geldstrafe veurteilt; vor der Straffammer- zog die Privat Ilägerin ihren Strafantrag zurück. Von der Lage des Amerikanischen Schiffahrtstrusts meldet das Bureau Laffan" aus New York vom 8. Juli: Der Reingewinn des Schiffahrtstruſts in dem am 30. Juni beendigten Halbjahr überstieg, wie gemeldet wird, die Verpflichtungen für den Tilgungsfonds um 750 000 Dollar, wodurch eine dreiprozentige Dividende für die Vorzugsaktien gesichert ist. Trotzdem notierten diese Aktien heute 20,75 gegen 23,50 am Dienstag. Sociale Rechtspflege. Aerztliche Gutachten. " Intriguen am Sterbebett. legten Einen Einblick in die vatikanische Wirklichkeit, die freilich von den offiziösen, vor Frömmigkeit triefenden Meldungen sehr -Wegen Verbreitung des Schlesischen Voltskalenders" hatten abweicht, giebt der französische Journalist Jean Bonnefon aus fich am Mittwoch vor der Breslauer Straffammer mehrere Genossen Kalisyndikat. Entgegen verschiedenen, in den letzten Tagen auf Rom im Eclair". Bonnefon ist wohl der einzige römische zu verantworten. Sie waren am 26. Oftober nach Krietsch, Kreis Neumarkt, geradelt und hatten dort nach der Kirchzeit eine„ in getretenen Gerüchten wird seitens des Verkaufssyndikats der Kali- Korrespondent der Pariser Presse, der sich stets in vatiganzen Bateten" mitgenommene socialdemokratische Agitationsschrift, werke zu Leopoldshall- Staßfurt festgestellt, daß Verhandlungen kanischen Angelegenheiten ausgezeichnet informiert gezeigt hat. den Schlesischen Voltskalender für 1908", verteilt. Als sie hierauf mit den einzelnen Syndikatswerken wegen der Absatzbeteiligungen Bonnefon versichert, daß der Papst sich seit dem nach Radschütz weiter geradelt waren, wurden sie dort vom Gendarm im neu zu begründenden Syndikat bisher nicht stattgefunden Sonfiftorium in einem schlaffüchtigen Zustand befindet. Aristonach Radschütz weiter geradelt waren, wurden fie dort vom Gendarm haben. Die vorbereitende Kommission hat ihre Arbeit vielmehr erst tratie und Prälatur schienen die Länge dieſes letzten getroffen, der sie notierte und anzeigte. Sie wurden wegen Hebertretung der Polizeiverordnung über die äußere Seiligim Juli aufnehmen können, nachdem die andre Kommission, die den Altes unliebsam zu empfinden. Denn Leo XIII. war zwar ge Kein Mensch hatte wirklich ein neuen Vertragsentwurf vorzubereiten hatte, ihre Arbeit be- achtet, aber nicht geliebt. haltung der Sonn- und Feiertage, die unter inneres freundschaftliches Verhältnis zu ihm. Bonnefon erzählt anderm für die Sonn- und Feiertage alle öffentlich bemerkbaren endet hat. weiter, daß die Bande Rampolla" um den sterbenden Arbeiten verbietet, und zugleich wegen Uebertretung einer noch Papst eine solche Absperrung verhänge, daß niemand gültigen Bestimmung des alten preußischen Preßgesezes, welche die a t den Papst herankann. Keine der Bullen des öffentliche Verteilung von Bekanntmachungen ohne polizeiliche GeKonsistoriums fei vont Leo selbst gezeichnet worden. Die nehmigung untersagt, unter Anklage gestellt. Das Schöffengericht in Neumarkt verurteilte die Angeklagten wegen Uebertretung der ge= Ernennungen von Prälaten und Kardinälen, die in der allerletzten Zeit erfolgt sind, feien falsch. Das sei sehr schwer. nannten Polizeiverordnung zu fünf Mark Geldstrafe, während es In einer Unfallsache, die vor dem Reichs- Versicherungsamt am wiegend für das Conclave, wo diese Kardinäle mits eine Uebertretung des alten Breßgefezes für nicht erwiesen erachtete. 5. Juni unter dem Vorsiz des Direktors im Reichs- Versicherungsamt abstimmen werden. Auch die Ernennung Volpinis zum Sowohl die Staatsanwaltschaft wie die Angeklagten legten Berufung Pfarrius anstand, handelte es sich um die Herabjegung einer Ronsistorialsekretär an Stelle des zum Kardinal beförderten Nocella ein, und die dritte Straftammer in Breslau als Berufungsgericht vom Steinträger S. bisher bezogenen Rente von 25 auf 10 Proz. Konsistorialsekretär an Stelle des zum Kardinal beförderten Nocella fei nicht vom Bapst erfolgt. Die Aerzte hätten auf Befehl fei nicht vom Papst erfolgt. änderte die Vorentscheidung ab, indem sie die Angeklagten von Der Fall bot insofern ein besonderes Interesse, als wieder einmal Rampollas den zusammengefunkenen Papst gewissermaßen überhigt, der Anschuldigung einer Verlegung der Sonntags ein ärztliches Gutachten des bekannten Sanitätsrats Dr. Blasius, Rampollas den zusammengefunkenen Papst gewissermaßen überhigt, rube freisprach, wegen Uebertretung der angeführten Be Vertrauensarzt der Nordöstlichen Baugewerks- Berufsgenossenschaft, um den Körper noch ein bißchen zu galvanisieren und die Zeit zu stimmung des alten Preßgesezes dagegen zu je 10 m. Geld- sich in strikten Gegensatz zu allen übrigen Gutachten stellte, und dies gewinnen, die Ernennungen vorzubereiten, die für die eigne Partei notwendig waren. Seit drei Tagen hätte der Papst tein Bes strafe verurteilte. Im Gegensatz zum ersten Richter habe das Land- nicht in der rein subjektiven Würdigung der Beschwerde des Verwußtsein mehr. Er werde einfach chemisch aufrecht erhalten. gericht nicht festzustellen vermocht, daß es sich bei der Kalender legten, sondern in der Konstatierung des objektiven Befundes. der legten Delung habe man feinen Kardinal verteilung um eine öffentlich bemerkbare„ Arbeit" im Sinne der Ein Gutachten des Professors Dr. Zabludovski vom 28. Januar 1903 ans Bett des Papstes heranlassen wollen. Matthieu fei Polizeiverordnung gehandelt habe. Wohl aber liege eine nicht stellte folgendes über den Zustand des Verlegten fest:„ Ich kann polizeilich genehmigte öffentliche Verteilung von Bekanntheit der Untersuchung vom 10. April 1902 feine wesentliche Ver- aber energisch vorgegangen und sechs andre seien ihm dann gefolgt. Sie hätten die Hand des Papstes gefüßt, die wie machungen vor, denn der Kalender enthalte gleich vorn einen änderung in dem Zustand des S. finden. Eine Erhöhung seiner ein leerer Handschuh herabgehangen habe. Hinweis auf die auf der Rückseite verzeichneten Breßorgane, und es Arbeitsfähigkeit ist keineswegs anzunehmen. Der rechte Ober- und Monsignore Pericoli, der Doyen der Protonotare, habe dem werde ferner in dem Kalender gesagt, daß es Pflicht jedes Arbeiters Unterarm ist um circa einen Centimeter magerer als der linke. Dazu Kardinal Rampolla eine öffentliche Scene gemacht und sei, auf eines dieser Blätter zu abonnieren. Das sei eine Beist die Stredung im Ellenbogengelenk keine vollkommene. Eine solche ihn beschuldigt, seine, Pericolis, Ernennung zum Kardinal fanntmachung, und da auch eine Verteilung derselben durch Abmagerung bei gleichzeitiger Behinderung der Streckfähigkeit im die Angeklagten in gemeinschaftlichem, vorher verabredetem Bu- Ellbogen erklärt vollkommen die Klagen des S. über die Unmöglich bei dem letzten Konsistorium verhindert zu haben, weil er Unmöglich- feine Stimme fürchte. Die letzten Kardinäle seien sammenivirken erwiesen sei, habe die Verurteilung der Angeklagten feit, irgendwie schwere Arbeit zu verrichten." auf Grund des Breßgefezes erfolgen müssen. nicht vom Papst, sondern von Rampolla ernannt. Erst habe Demgegenüber lautet das Gutachten des Dr. Blasius vom man das Conclave auf den Herbst verschieben wollen. Aber jede Verschiebung sei dann aufgehoben und das Conclave bereits seit Sonnabend vorbereitet worden, wie wenn der silberne Hammer bereits die Stirn des toten Bapstes berührt hätte. Aus Induftrie und Handel. 8. März 1903: der Züricher Handelskammer für 1902 aus. Im Anschluß nahezu gleichgültig, weil so weite Beugungen, wie fie hier nicht aus Letzte Nachrichten und Depeschen. Wetternachrichten. " Ich kann dem Gutachten Zabludowskis nicht zustimmen. An der Stredfähigkeit im Ellenbogengelent fehlt so wenig, daß ich den Mangel zu jeder Arbeit für unerheblich halte. Auch als Steinträger Ueber Krisen und ihre Einschränkungen läßt sich in recht ver- wird S. durch denselben nicht behindert werden. Etwas mehr ist die ständiger und beachtenswerter Weise der jüngst erschienene Bericht Beugefähigkeit beschränkt, jedoch ist auch diese Behinderung an eine Beurteilung der Krisis in der schweizer Seidenstoffindustrie führbar sind, für einen Arbeiter faum in Frage kommen. Endlich wird nämlich ausgeführt: In einer solchen Zeit der Krisis zeigt es ist die Muskulatur nicht um 1,0 Centimeter Wien, 10. Juli, abends( W. T. B.) Seit zwei Tagen regnet sich deutlich, daß der Handstuhl dem mechanischen Stuhle immer dinner, sie ist im Gegenteil der des linken über es ununterbrochen; aus vielen Teilen des Reiches wird drohende mehr weichen muß. In vielen Fabriken wurde, besonders über den wiegend, namentlich auch in der Kraft." Winter, die tägliche Arbeitszeit verkürzt. Aber leider hatte diese Der Kläger hatte hierauf unterm 11. April 1908 noch ein Gut- Hochwaffergefahr gemeldet. Mehrfache Verkehrsstörungen sind einstille, bescheidene Arbeitsverkürzung keinen Einfluß auf das Grund- achten des Dr. Salingré beigebracht, der über den objektiven bedroht.' Aus Krakau wird bedeutendes Steigen der Weichsel gegetreten; insbesondere sind in Schlesien mehrere Ortschaften arg übel der Situation, die offenkundige Ueberproduktion. Befund folgendes bekundet: Um einer solchen abzuhelfen und einerseits den Käufern, andrerseits„ Die Thätigkeit des p. S. befteht darin, Steine zu tragen oder meldet, mehrere Dörfer sind überschwemmt. den in den Preisen immer vorwärts drängenden Rohseiden- mit der Karre fortzufchaffen. Bei allen diesen Hantierungen ist eine Wien, 10. Juli.( W. T. B.) Infolge des andauernden Regens Lieferanten gegenüber Eindruck zu machen, bedürfte es eines viel unbehinderte, schmerzfreie Streckung des rechten Armes erforderlich. find alle Wasserläufe innerhalb des Stadtgebietes schnell gestiegen. energischeren Vorgehens im Sinne der Arbeitseinschränkung. Ein Diese findet aber bei S. nicht statt und ist vorläufig auch nicht zu Der Stand des Wienflusses ist teilweise 3 Meter über der gewöhn bis zwei Tage in der Woche die Arbeit einzustellen und zwar in erwarten, daher ist dieser Mangel entgegen dem Gutachten lichen Höhe. Vorläufig ist jedoch keine Gefahr vorhanden. allen Fabriken, die Arbeiter gleichmäßig und an Blasius nicht unerheblich, sondern im Gegenteil wird hier- Linz, 10. Juli.( 2. T. B.) Aus den Gebieten der Traun, Ischl, gemessen für den Ausfall zu entschädigen, das durch die Thätigkeit des S. wesentlich beeinträchtigt. Auch ist die Ems und Steyer wird steigendes Hochwasser bei andauerndem wäre die einzig richtige Remebur in einer solchen Zeit. Muskulatur des rechten Armes nicht der des linken überwiegend, Regen gemeldet. Vorläufig besteht feine Gefahr, doch sind Das fezt aber eine Kollegialität und ein gegenseitiges Butrauen sondern im Gegenteil, wie der Augenschein lehrt, die Reichsstraßen stellenweise unter Wasser gesezt und der Bahnunter den Fabrikanten voraus, auf die man noch lange warten dünner und schlaffer als lints. Es fällt jogar bei verkehr teilweise eingestellt. Die tiefer gelegenen Plätze Jicht, Ebendürfte." In der That dürfte man auf solche Maßregeln in den einem Arbeiter, der circa zwanzig Jahre Steine getragen fee, Gmunden sind überschwemmt. Heute abend hörte der Regenguß tapitalistischen Zeitläuften noch lange warten; das hat sich übrigens hat, die schlaffe Muskulatur des rechten Armes besonders auf." auf und das Steigen der Wasserstände ließ nach. auch in diesem speciellen Falle gezeigt. Die Einigung unter den Ein weiteres Gutachten des Professors Dr. Hoffa, von der Frankfurt a. M., 10. Juli.( B. H.) Der„ Frankf. 8tg." Fabrikanten über die Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit ist wohl Berufsgenossenschaft herbeigebracht, datiert vom 12. März 1903, wird aus New York telegraphiert: Die Hike hat hier 100 Grad schließlich zu stande gekommen, aber von einer angemessenen Ent- besagt folgendes: schädigung" der Arbeiter hat man nichts gehört. Die fubjettiven Angaben des Patienten find folgende: Er Fahrenheit( 38 Grad Celsius) erreicht, 20 Personen sind bereits Eran Hizschlag gestorben, 60 erkrankt. Deutsche Bank und Discontogesellschaft in Rumänien. Das könne den Arm nicht genug beugen, der Arm ermüde sehr leicht und Monopol der Disconto- Gesellschaft auf die finanzielle Ausbeutung außerdem litte er bei jeder Anstrengung Schmerzen im Arm. Rumäniens scheint jetzt von der Deutschen Bank mit Erfolg be= Nach diesem Befund hat es sich bei beiden Unfällen des S. um tämpft zu werden. Wir erhalten darüber aus Bukarest, den Einrisse der Gelenkkapfel des Ellenbogens gehandelt, die mit 6. Juli, zunächst folgende Mitteilung: Die rumänische Petroleum- Schrumpfung der Kapfel geheilt sind. Aus dieser Schrumpfung im Mansion House den Offizieren des in Portsmouth liegenden unternehmung Steaua Romana ist zu allgemeiner Ueberraschung resultiert die Bewegungsbeschränkung. Die bestehende Muskelatrophie amerikanischen Geschwaders ein Festmahl und sagte in einem Toast, nicht an die Berliner Disconto Gesellschaft, sondern ist eine Folge der langen Schonung des Armes." den er auf den Präsidenten Roosevelt ausbrachte, die Engländer an ein von der Deutschen Bant präsentiertes Syndikat über- Man vergleiche nun damit das Gutachten des Dr. Blasius, würden sich von Herzen freuen, den Präsidenten einmal in Enggegangen. Die Verhandlungen mit der Disconto- Gesellschaft, schon der einfach eine von allen übrigen Aerzten befundete Thatsache be- land zu sehen. Admiral Cotton erwiderte, feine Schiffe feien auf nahe dem Abschlusse, wurden durch plötzliche Verhandlungen streitet und behauptet, die Muskulatur des verlegten franten Armes ausdrücklichen Befehl des Präsidenten Roosevelt nach Englands mit der Deutschen Bank durchkreuzt. Es sollen dabei ist stärker als die des gefunden linken. Der Referent des Senate, Küsten als Boten des Friedens, der Freundschaft und der Zuneigung Häkeleien zwischen der Disconto Gesellschaft und der rumä- vor dem die Sache im Reichs- Versicherungsamt zur Verhandlung tam, gefommen. König Eduard sowie die Offiziere und Mannschaften der nischen Regierung, die wegen der falschen Renterauslofungen schied das Gutachten des Dr. Blasius gleich aus, weil es wegen herrlichen englischen Flotte hätten ihnen, den Amerikanern, einen aufs neue entstanden waren, eine Rolle gespielt haben. Auch wird eines offenbaren Irrtums nicht in Betracht kommen könne. überaus glänzenden Empfang bereitet, der bei ihnen eine bleibende erzählt, daß der Finanzminister Costinescu, bis zu seinem Eintritt Dennoch entschied der Senat, daß die Rente von 25 auf 15 Proz. Erinnerung hinterlassen werde. in das Kabinett Generaldirektor der von der Discontogesellschaft herabgesetzt wird und begründet dies u. a. wie folgt: Auf Grund des Gutachtens des Geh. Medizinalrats Professors gegründeten Banca generala Romana, von der Discontogesellschaft Tiflis, 9. Juli.( W. T. B.) Hier hat ein leichtes Erdbeben beschuldigt wird, an der jüngsten Unterbilanz der Banca generala Dr. Hoffa in Verbindung mit dem in der mündlichen Verhandlung stattgefunden. Hierzu 2 Beilagen. Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Amerika und England. London, 10. Juli.( W. T. B.) Der Lord- Mahor gab heute stat noun 90 dal mon 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. jsda@ Nr. 159. 20. 638 gog istoriodag med steunig Gewerkschaftliches. droite wid Der Beachtung des Berliner Polizeipräsidenten Sonnabend, Sonnabend, 11. Juli 1903. u. Lehmann gar in drei Wochen Stuffateure ausbilden. Den„ Die Aktiengesellschaft für Glasindustrie, borm. Friedr. Siemens, Dreiwochen- Lehrlingen wird sogar ein kleiner Verdienst während Wirges, sucht noch eine Anzahl junge Burschen und Mädchen im der Lehrzeit zugesagt und für später weitere Beschäftigung in Aussicht Alter von 14-18 Jahren, auch werden einige kräftige Arbeiter an gestellt. Die jungen Leute erhalten nämlich für einen Guß 5 Pf., genommen. Näheres durch die Kreis- Gendarmerie." ibleine Arbeit, die sonst mit 10-20 Pf. bezahlt wird. Bedenkt man, Schußleute und Gendarmen werden ja mit mancherlei Ver fotvie aller Polizeibeamten, welche dienstlich auf Streifposten zu daß die Firma fich ihrer Dreiwochen- Lehrlinge bei schlechtem richtungen betraut, die zu den Aufgaben der Polizei in keinen Bes achten haben, empfehlen wir das nachstehende Urteil des Geschäftsgang jederzeit entledigen kann, was bei einem ordnungsziehungen stehen. Die Kreis- Gendarmerie als Arbeitsvermittlerin Kammergerichts. suis p but mäßigen Lehrverhältnis natürlich nicht der Fall ist, so erhellt, daß dürfte jedoch eine ganz neue sociale Erscheinung sein. Daß es es sich hier um ein gutes Geschäft für die Firma handelt, wobei gerade die Glasfirma Siemens ist, die sich junge Burschen und Dummen sind. die jungen Leute, welche eine solche Lehre eingehen, die Mädchen durch die Gendarmerie vermitteln läßt, soll wohl eine symbolische Andeutung des Regiments sein, welches in den Betrieben der genannten Firma Herrscht. 1318 In einer Tischlerei in der Kastanien- Allee zu Berlin streitten im Oftober 1902 die Tischler. Einer der Streikenden, der Tischler Dannenberg, ging in früher Morgenstunde vor dem fraglichen Grundstück auf und ab, um zu sehen, ob sich Arbeitswillige ein- Der Streit der Berliner Metallschläger ist erfolgreich beendet. Husland. G finden würden. Ein Schuhmann forderte ihn auf, sich zu ent- Mit der Firma Halant, Berlin- Friedrichsberg, wurde am 26. Juni fernen. Kein Streit der städtischen Arbeiter Kopenhagens. Der Haupte D.ging in ein nahegelegenes Cigarrengeschäft und nachstehender Tarif vereinbart: 1. Die Arbeitszeit beträgt täglich neun Stunden, Ueberstunden vorstand des Kommunalen Arbeiterverbandes hat beschlossen, den dann nach einiger Zeit wieder an dem Schutzmann vorüber, werden nicht gemacht. 2. Die Stüdlöhne werden nach Schlag( pro einzelnen Abteilungen zu empfehlen, die Stellungen der Mitglieder diesmal auf dem Straßendamm, hart an der Bordschwelle. Nun 100 Blatt) berechnet. Es wird gezahlt für Nr. 2 16 Pf., Nr. 2 nicht auf den 1. September zu fündigen. Es soll in Zukunft eine mehr sistierte ihn der Schuhmann und D. erhielt eine Anklage wegen 171 f., Nr. 3 191 Pf., Nr. 4 221 Pf., Nr. 7 262 Pf. Buch- starte Agitation zur Stärkung der Organisation entfaltet und außerdem Vergehens gegen§ 132 der Berliner Straßenpolizei- Verordnung, metall und doppelt ausgesuchtes pro Schlag 1 Pf. mehr. Für An- durch öffentliche Versammlungen das Publikum über die schlechte wonach jeder den zur Aufrechterhaltung der Ordnung, Sicherheit und bringen neuer Formen das erste Mal schlagen 4 M., das zweite Lage der städtischen Arbeiter aufgeklärt werden. Ferner beschloß der Leichtigkeit des Verkehrs auf öffentlicher Straße ergehenden Auf- Mal 2 M. Die Formen sind 1250 Blatt stark zu halten, sotveit der Hauptvorstand, einen neuen Antrag an den Magistrat einzureichen forderungen der Polizeibeamten Folge zu leisten hat. Der Schutz- Gehilfe nichts andres wünscht. Ausgenommen find neue Formen, und den Magistrat zu ersuchen, mit dem Verbande über die Lohn mann gab unter anderm an, er habe die Aufforderung an Formen werden so weit gepreßt, daß den betreffenden Gehilfen kein sammlung spätestens mit dem Budget für das nächste Jahr dahin welche beim Einkauf diese Blattzahl nicht halten. Die ausgebesserten forderungen zu verhandeln und danach der Stadtverordneten- Verden Angeklagten ergehen lassen, weil er befürchtet habe, es Lohnausfall entsteht. Muß der Gehilfe die Form felbst pressen, gehende Borschläge zu machen. Die Organisation der Beleuchtungses hätten sich andre Streifende zu ihm gesellen können, wodurch dann erhält derselbe hierfür pro Form 1 M. Desgleichen für das arbeiter hat bereits am Mittwoch auf ihrer Generalversammlung dann die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gestört worden Bressen solcher Formen, die ohne Verschulden der Gehilfen feucht einen den Absichten des Hauptvorstandes entsprechenden Beschluß wäre. Schöffengericht und Landgericht sprachen geworden sind. Die mit neuen Häutchen ausgebesserten Formen gefaßt. den Angeklagten frei. Das Landgericht führte aus: An werden mit 11 Schlag berechnet. An den Tagen vor den Feierfich hätte Angeklagter das Recht gehabt, wie jeder andre Baffant fich auf der Straße zu bewegen. Die Anordnung, sich zu entfernen, hätte nur dann ergehen dürfen, wenn die Sicherheit und Bequemlich keit der Fußgänger wirklich gefährdet gewesen wäre. Das sei aber hier nicht der Fall gewesen. Irgendwelche Umstände, die befürchten ließen, daß D. mit Arbeitswilligen in Streit geraten könnte, hätten bak D. damals nicht vorgelegen. Somit sei die Anordnung des Schutzmanns nicht zu Recht ergangen und Angeklagter müsse freigesprochen werden. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein und machte geltend, für die Anwendung der angezogenen Bestimmung der Straßen- Polizeiverordnungen sei es unerheblich, ob die thatsächlichen Voraussetzungen für die Anordnung des Polizeibeamten objektiv gegeben seien; es fomme nur darauf an, daß im konkreten Falle die Unordnung den Zweck verfolge, Ruhe, Ordnung, Sicherheit und Leichtigkeit des Berkehrs zu erhalten. borlägen. Die des berwerfen. dad Sociales. tagen wird wie an jedem Sonnabend gearbeitet. Für Zurichten, Einfüllen, Auslegen und Schlagen ohne Glühen einer 500blättrigen Quetsche wird 32 Pf. gezahlt. Muß der Gehilfe selbst glühen, wird pro Duetsche 2% Pf. vergütet. Für Trockenschlagen wird pro Statistisches Jahrbuch für das Königreich Preußen. Form 25 Bf. bezahlt. Das Auslegen wird nach Schlag( pro 100 Blatt) Nachdem das Königliche Statistische Bureau im März des Jahres berechnet. Pro Schlag werden 34 Bf. bezahlt. Für Einfüllen den IV. Band des Statistischen Handbuchs für den preußischen einer Quetsche erhält die Arbeiterin 7 Bf., desgleichen für Auslegen Staat" herausgegeben hatte, ist es, wie wir dem„ Reichs- Anzeiger" einer Duetsche. Kündigung ist gegenseitig ausgeschlossen. Maß- entnehmen, der Frage näher getreten, wie den vielfach laut geregelung wegen Durchführung des Lohntarifs darf nicht vor- wordenen Wünschen nach öfterem Erscheinen eines ähnlichen, die genommen werden. Der Tarif läuft erstmalig bis 1. Oftober 1904. neuesten Hauptzahlen der Statistik enthaltenden Werkes am besten Die Volksvertretung wie die Der Tarif muß sechs Wochen vor Ablauf desselben gekündigt werden, Rechnung getragen werden könnte. andernfalls läuft derselbe ohne weiteres um ein Jahr weiter." Verwaltung verlangte ein Buch, welches in handlichster Form in Mit der zweiten hier am Drte in Betracht kommenden Firma jedem Jahre die für den Polititer notwendigsten Grundzahlen des . Urlau wurde am 10. Juli ebenfalls ein Tarif, der im Wortlaut Staats- und Wirtschaftslebens für Preußen zur Verfügung stellte. Die etwas anders, in der Wirkung der gleiche ist, vereinbart. bisher innegehaltene und f. 3. festgesetzte Erscheinungsfolge von 5 Jahren In Betten streiten seit Donnerstag die sämtlichen Hilfsarbeiter ließ die Zahlen zu leicht veralten und schuf Lücken, welche alle under Schneidemühle von Julius Thiele. Sie verlangen einen Stunden- angenehm empfanden, welche sich mit den betreffenden Angaben zu Lohn von 35 Pf. Bis jetzt wurden 29-30 Pf. die Stunde gezahlt. beschäftigen in der Lage waren. Die zur Beratung berartiger Fragen Es wird ersucht, den Zuzug fernzuhalten. zuständige preußische statistische Centralkommission hat nunmehr Tind din ihrer unter dem Vorsize ihres Präsidenten, des Unterstaats 192 sekretärs v. Bischoffshausen, am 8. Juli d. J. abgehaltenen Sigung die Herausgabe eines Statistischen Jahrbuches für bas Königreich Preußen" beschlossen und dessen Grundzüge, wie folgt, festgestellt: Das Jahrbuch erscheint gegen Weihas Königreich Preußen" beschlossen und dessen Grundcod stopala Deutsches Reich. 110 Der Oberstaatsanwalt am Kammergericht schloß fich dem an und meinte, es sei nicht Aufgabe des Richters, zu prüfen, ob die Aufforderung des Schuhmanns zweckmäßig und erforderlich war. asb eul Rechtsanwalt Dr. Heinemann als Bertreter des Angeklagten Zur Lohnbewegung im Hamburger Baugewerbe. Das Angebot trat dem entgegen und betonte, daß der Richter nachprüfen dürfe, der Unternehmer, die Forderungen der Arbeiter vom 16. März 1904 ab zu bewilligen, haben die an der Bewegung beteiligten Arbeiter eb die Voraussetzungen des§ 182 der Straßenpolizei- Verordnung verbände dahin beantwortet, daß sie wohl in der Lage wären, die nachten jedes Jahres im Umfange von 10 bis 15 Druckbogen handSperren aufzuheben, wenn die Innung eine befriedigende Antworten formats. Sm festen Rahmen des aus den bisher erſchienenen nicht maßgebend sein. Die Feststellungen des Landgerichts recht auf folgende Fragen geben würde: Wie soll es mit dem Arbeits-" Statistischen Handbuche" übernommenen Schemas bringt es die neuesten Ergebnisse der das Königreich Preußen betreffenden fertigten die Freisprechung. nachweis gehalten werden? Soll die Maßregelung der an statistischen Erhebungen, daneben aber auch die für die Beurteilung Der Straffenat des Kammergerichts unter dem Vorsitz des den borjährigen und diesjährigen Sperren beteiligten Geder wirtschaftlichen 2c. Verhältnisse unbedingt notwendigen GrundHerrn Lindenberg verwarf am 9. Juli die Revision der Staats- fellen und Arbeiter fortbestehen oder ist die Inmung gewillt, die zahlen. Grundsätzlich beschränken sich seine Nachrichten auf das anwaltschaft mit folgender Begründung: Zweifellos habe ein von ihr im vorigen Jahre aufgestellten und bisher fortgeführten Königreich Preußen dahin, daß alle im Statistischen Jahrbuch für Passant, der zum Weggehen, zum Weitergehen aufgefordert werde, schwarzen Listen zu beseitigen und von jeder ferneren Maßregelung das Deutsche Reich enthaltenen Zahlen nur insoweit Aufnahme nicht ein Recht, erst selber die Nechtmäßigkeit der Anordnung des Abstand zu nehmen? Soll das Angebot für das Gebiet des Vier- finden, als sie zur notwendigen Vervollständigung des Gesamtbildes Bolizeibeamten nachzuprüfen. Ebenso richtig aber fet es, daß der Städte- Bundes oder nur für das Hamburger Stadtgebiet gelten? dienen und durch die preußische Statistit selbständig bearbeitet und sei Wie ist es mit einer Lohnerhöhung für die Bau- Hilfsarbeiter? Richter ein Recht habe, nachzuprüfen, ob die Voraussetzungen für die Schließlich wird der Ansicht Ausdruck gegeben, daß eine Aussprache sind. Da der Umfang des von der statistischen Centralstelle des so dem Statistischen Amt des Deutschen Reichs übergeben worden Aufforderung des Beamten auch wirklich vorlagen. Und komme der der beiderseitigen Bertreter über die vorstehenden Fragen zweckmäßig Deutschen Reichs selbständig aufbereiteten statistischen Materials, Richter zu der Auffaffung, daß der Schußmann mit seiner Aufforde- wäre. Demnach ist in der Lohnbewegung bis jetzt noch keine abgesehen vom auswärtigen Handel und dem Versicherungsrung den angegebenen Zweck, die Sicherheit, Ordnung und Leichtig- Aenderung eingetreten. wesen sowie der socialen Gefeßgebung, ein verhältnismäßig keit des Verkehrs zu sichern, objektiv nicht verfolgen konnte, dann nudesti Bauhandwerker- Aussperrung in Kaffel. legeringer ist, wird es sich so ermöglichen, in dem neu zu schaffenden fönne man sagen, es liege eine Uebertretung der Polizeiverordnung sidomos nicht vor. Da sei hier der Fall, die Revision sei darum zu befallen hat, soll nächstens auch in Staffel ausbrechen. Die dortigen find. Schon die großen Gebiete der Staatssteuern und Finanzen, Das Aussperrungsfieber, welches die Unternehmer aller Drte berücksichtigen, welche Sache der einzelnen Bundesstaaten geblieben Werte für Preußen alle diejenigen Seiten des Staatslebens zu Tischler befinden sich seit 14 Wochen im Streit, um die neunstündige ber Gemeindestatistik, der Landtags- und Gemeindewahlen, des In den meisten, vielleicht in allen Fällen, wo in letzter Beit, Arbeitszeit, 18 M. Mindestlohn und 10 Proz. Lohnaufschlag durch unterrichtswesens, der Brände, der Sparkassen und andres mehr, besonders in der Sophienstraße, Streifpoften weggewiesen, ja fogar zufeßen. Die Tischlermeister haben kein Mittel unversucht gelassen, welche in der Statistik des Deutschen Reichs gar nicht oder nur in verhaftet wurden, lagen die Verhältnisse genau so, wie in dem oben um die Niederlage der Gefellen herbeizuführen, aber vergeblich. Bis ihren Umrissen enthalten sind, werden einen selbständigen Stamm welche in der Statistik des Deutschen Reichs gar nicht oder nur in angeführten Falle. Sehr oft find Polizeibeamte gegen Streitposten heute ist es den Meistern nicht gelungen, Arbeitswillige in nennens bilden, welchem sich die weiteren, dem Einzelstaate vorbehaltenen vorgegangen, fie haben ihnen den Aufenthalt auf der Straße, ja in werter Anzahl heranzuziehen. Jest springen die Arbeitgeber des Zweige der Statistit anschließen können. So werden Doppelganzen Straßenzügen verboten, obgleich die Sicherheit und Bequem- Baugewerbes den bedrängten Tischlermeiſtern bei. Am Donnerstag veröffentlichungen fich nur auf die allernotwendigsten Grundzahlen fichkeit der Fußgänger durchaus nicht gefährdet war. Soweit solche Fälle ging den Streikenden ein Schriftstück zu, worin erklärt wird, wenn derjenigen Erhebungen beschränken, welche die Grundmauern des die Tischler bis zum 20. Juli die Arbeit nicht auf statistischen Gebäudes bilden. zur gerichtlichen Entscheidung kommen, wird auch hier Freisprechung ernehmen, werden sämtliche Maurer, Bauarbeiter, 1 M. angenommen worden. folgen müssen. Soll man nicht zu der Auffassung kommen, daß die Da ch beder, Bimmerer und Klempner ausgesperrti Polizei, ohne sich um Urteile höchster richterlicher Instanzen zu Zuzug dieser Branchen ist darum von Kassel fernzuhalten. fümmern, rein nach Willkür über die persönliche Freiheit und über die Ausübung des Koalitionsrechts der Arbeiter verfügt, so ist es Zur Lohnbewegung der Steinfeger. Der Streit in Sorau dringend notwendig, daß der Polizeipräsident von Berlin die ihm( Nieder- Laufig) dauert bereits sieben Wochen und wird auf beiden Dritter Wahlkreis. Sonntag, den 12. Juli, Ausflug des untergeordneten Beamten anweist, sich Streifenden gegenüber in Seiten mit Hartnädigkeit geführt. Von den Streitenden ist noch 23 ahlvereins mit Familie nach Grünau( Wendenschloß). denjenigen Grenzen zu halten, die durch das vorstehende vom feiner abtrinnig geworden, nur drei auswärtige Arbeitswillige haben Donnerstag, den 16. Juli, Zahlabend in den bekannten Lokalen. Der Vorstand. Rammergericht bestätigte Urteil des Landgerichts gezogen sind. Ganz fich gefunden, denen fünf Pfennig Lohn mehr pro Stunde gezahlt besonders ist eine solche Anweisung an das 13. Polizeirebier nötig. Der Oberbürgermeister von Sorau selbst hat die Forderung der in Treptow bei Joël und Ludwig ein Sommerfest wird, als die Ausständigen vor Eintritt in den Streit verlangten. Bierter Wahlkreis( Süd- Ost). Am Sonntag, den 12. Juli, findet Ausständigen für vollauf berechtigt anerkannt und ge- statt. Die Parteigenossen werden ersucht, sehr zahlreich daran teillo Berlin und Umgegend. audroht, dem betreffenden Unternehmer die städtischen Arbeiten zunehmen. Die Vertrauensleute. Zur Lohnbewegung der Holz- und Bretterträger und Brettschneider zu entziehen, falls er sich mit den Ausständigen nicht wird uns mitgeteilt: Die Firma„ Berliner Holz- Comptoir", Rüstriner einigt. Nach Wahlen erhielten Treptow- Baumschulenweg. Die Feier des Wahlfieges begehen die die Streifenden Play 9, fucht durch Inserate in der„ Morgenpost" und der Bolts- Mitteilung, daß die Unternehmer jede Verhandlung ablehnen. Trozz- die Parteigenossen morgen Sonntag, den 12., nachmittags durch ein Waldfest in der Königsheide, Eingang von der BaumBeitung" tüchtige Holzarbeiter( als Streifbrecher), denen ein Accord- dem sind die Aussichten der Ausständigen die denkbar besten. Um zahlreiches Erscheinen der Parteigenossen wird verdienst von 36-44 m. pro Woche in Aussicht gestellt wird._ In Strasburg( Udermark) wurde am Montag der Vorschulenstraße. Wenn die Firma ihre bisherigen Accordlöhne nicht bedeutend erhöht, figende der Steinfeger- Gewerkschaft entlassen, weil er sich durch seine gebeten. dann ist es nicht möglich, daß der angegebene Verdienst erzielt werden Agitation file die Gewerkschaft und seine Thätigkeit bei der Reichstagsfann. Die bisher bei der Firma beschäftigt gewesenen Arbeiter er- wahl mißliebig gemacht haben soll. Angeblich ist die Entlassung zielten bei angestrengter zehnstündiger Arbeitszeit nur einen Wochen auf Verlangen der Direktion der Zuckerfabrik und mehrerer ländlicher berdienst von 27-30 M. An eine Erhöhung der Accordlöhne denkt Besizer erfolgt. Der Entlassene hat lange Jahre zur vollen Zudie Firma aber sicher nicht, denn sonst wäre ja teine Arbeitsnieder- friedenheit bei seinem Meister gearbeitet. Seine übrigen sechs legung erfolgt. Es sei bei dieser Gelegenheit nochmals darum er Stollegen haben sich mit ihm solidarisch erklärt und die Arbeit nieder- die sicher allgemeines Intereffe beanspruchen dürfte, erregt gegenwärtig in Charlottenburg berechtigtes Aufsehen. Es handelt fucht, daß fein Bimmerer die Arbeiten der streitenden gelegt. Solz und Bretterträger berrichten möge. An einigen In den fächsischen Städten 8 wid au, Glauchau, Meerane, sich um die unerhörte Mißhandlung eines Arbeiters Blägen soll das bereits geschehen sein. Die Streifenden ersuchen des Krimmitschau und Werbau stehen die Steinsetzer in der durch Polizeibeamte. Nur zu häufig gehen uns Beschwerden halb um solidarische Unterstützung ihres Kampfes. Bewegung zur Einführung der zehnstündigen Arbeitszeit und haben sistierter oder verhaftet gewesener Personen zu, in denen sie sich Eine Stuffateur- Akademie. Man wird sich der Thatsache er- dieselbe auch in Krimmitschau, desgleichen in Meerane bei einer darüber beklagen, daß fie auf Polizeitvachen von Beamten Leider mußten wir meistens von Stolzen Titel Krawatten- Akademie" errichteten, dessen Hauptzived Ichehen sollte, wurden die daselbst beschäftigten Steinfeger furzerhand der Veröffentlichung solcher Mitteilungen Abstand nehmen, weil 1 den Ms Preis des neuen Werkes ist Berliner Partei- Angelegenbeiten. Lokales. Eine polizeiliche Bravourleistung", der war, Leute auszubilden", deren Arbeit und Lehrgeld eine recht ausgesperrt. Buzug nach genannten Orten ist fernzuhalten. es gewöhnlich an unbeteiligten Zeugen derartiger Vorfälle erträgliche Einnahmequelle für den spekulativen Geschäftsmann bilbete. An diese Krawatten- Akademien" werden wir lebhaft er- Fünf Monate Gefängnis wegen Bedrohung eines mangelt, den Mißhandelten aber an zuständiger Stelle nur innert durch einen eigenartigen Modus der Lehrlingsausbildung". Streitbrechers verhängte das Dresdener Landgericht über einen wenig oder gar nicht geglaubt wird und die Schußleute meistens der in dem Stud geschäft von Witte u. Lehmann, Luther Bimmerer. Die Bedrohung bestand darin, daß der Berurteilte einen nichts gehört oder gesehen" haben oder mindestens sich„ nicht mehr straße 30, herrscht. Die genannte Firma sucht durch Beitungsinserate Streitbrecher, der nach Feierabend vom Bau lam, am Arm erfaßte zu erinnern" vermögen. So wächst denn einfach Gras darüber. junge Leute, die fie innerhalb drei Wochen gegen ein Lehr- und ihn zu veranlassen suchte, nach dem Streifbureau mitzukommen, Die Mißhandelten müssen mit den empfangenen Brügeln zufrieden gelb von 15 M. als Stuttateure ausbilden will. Was wo ihm Geld zur Abreise gegeben werde, wogegen sich der sein, wenn sie sich nicht obendrein noch eine Anklage und Verhier versprochen wird, das kann nach der Ansicht von Fachleuten gar Arbeitswillige aber sträubte. Wir haben es hier mit einem jener urteilung wegen Beamtenbeleidigung oder gar wissentlich falscher nicht gehalten werden, denn in drei Wochen einem jungen Mann alle unerhört harten Urteile zu thun, die nur aus dem herrschenden Anschuldigung zuziehen wollen. Um so bedeutsamer ist unter diesen Kenntnisse und Fähigkeiten beizubringen, die er haben muß, um als Slaffengegensatz erklärt werden können. Umständen der vorliegende Fall, der durch die glaubwürdigen Ausfagen einwandsfreier Beugen erhärtet wird. Stuffateur sein Brot zu verdienen, ist einfach unmöglich. Haben Der Berbandstag der Tapezierer hat in seiner Sigung am doch die Unternehmer im Studgewerbe es dahin gebracht, daß greitag die Arbeitslosen Unterstützung mit 27 gegen 4 Stimmen die Lehrzeit, die früher drei Jahre betrug, auf 3-4 Jahre angenommen. ausgedehnt wurde, mit der Begründung, daß das Stuffateurgewerbe heute höhere Anforderungen an die Intelligenz der Der Gendarm als Arbeitsvermittler. Das„ Amtliche Kreisblatt Gehilfen stelle wie früher. Und nun will die Firma Witte für den Unterlahnkreis" bringt folgende Anzeige: Am vergangenen Sonnabendabend unterhielten sich mehrere Arbeiter in der Sellinschen Schantwirtschaft in Charlottenburg, Krummeftr. 43, beim gemütlichen Stat, während ihre Frauen in der angenehmen Abendluft plaudernd vor der Thür des Lotals saßen. Kurz nach 11 Uhr bemerkten die Frauen, wie ein Schutzmann mit einem Betrunkenen aus der Pestalozzistratze kommend, in die Krumme« straße einbog, offenbar um seinen Arrestanten auf der nahen Polizei« wache in der Kantstraße einznliefern. Dabei hatte der Schutzmann blank gezogen und schlug auf den anscheinend renitenten Arrestanten mit der Klinge ein. Die Frauen machten nun ihre im Lokale sitzenden Männer auf den peinlichen Straßenvorgang aufmerksam, worauf diese auch herauskamen. Als sie sahen, wie der Betrunkene sich gegen den Schutzmann zur Wehr setzte und dieser wieder auf jenen mit der Waffe einschlug, ging der Arbeiter Dopieralski, ebenfalls Krummestr. 43 wohnhaft, auf beide zu imd suchte durch gütliches Zureden einerseits den Arrestanten zuin ruhigen Mitgehen zu belvegen, andrerseits aber auch den Beamten zu veranlassen, seine Waffe nicht so zu gebrauchen, um so weniger, als der große breitschultrige Schutzmann dem kleinen schmächtigen Arrestanten an Körperkrästcn zweifellos weit überlegen war. Es schien auch, als wenn die Worte des D. etwas gewirkt hätten. Der Schutzmann steckte seinen Säbel ein und der Betrunkene erklärte sich zum willigen Mitgehen bereit. Inzwischen hatte sich noch eine Anzahl Passanten eingefunden. Ob nun deren Zahl oder irgend eine Bemerkung aus deren Reihen dem Schutzmann bedenklich erschien, mag dahingestellt bleiben. Er zog plötzlich seine Notpfeife; auf dem Balkon eines gegenüber liegenden Hauses wurde der Pfiff erwidert und nach kurzer Zeit erschien ein Keiminalbeamter. Dieser versetzte ohne weiteres dem Arbeiter Dopieralski mehrere heftige Stöße und Fußtritte und rief dann dem Schutzmann zu, er solle blank ziehen. Der ohne jede Ursache mit Fußtritten traktierte D. ersuchte nunmehr den Schutzmann, die Perso- nalien des in der Civilkleidung unerkennbaren Beamten festzustellen, was jener jedoch unbeachtet ließ. Beide Beamte begaben sich hierauf mit dem Arrestanten zur Wache und D. ging kurze Zeit darauf eben- falls dahin, wo ihm auf seine Anfrage mitgeteilt wurde, daß der erwähnte Polizist in Civilkleidern der Wachtmeister Balz er sack sei. Als D. das Wachtlokal schon wieder verlassen hatte und im Begriff war, mit seinen Bekannten nach Hause zu gehen, kam plötzlich dieser Wachtmeister mit mehreren Schutzleuten aus den: Wachtlokal heraus, faßte D. bei der Brust und rief:„Diesen will ich haben." Darauf packten auch die andren Beamten zu und zerrten D. mit Gewalt wieder hinein. Da tvir nur über diejenigen Vorgänge berichten, die uns durch eine Reihe unbeteiligter Zeugen bestätigt Ivorden sind, und da bei der in der Polizeiwache sich abspielenden Scene außer dem Be- teiligten Dopieralski nur ein Fräulein zugegen loar, verzichten ivir auf eine Schilderung derselben. Der spätere Znstand des Dopieralski, der auch durch ärztliches Attest festgestellt wurde, niag für sich selbst sprechen. Inzwischen war D.'s Bruder und dessen Freund Sch. draußen ungeduldig gelvorden. Nichts Gutes ahnend gingen sie jetzt auch zur Wache, um sich nach dem Verbleib des ersteren zu erkun- digen. Als sie die Thür aufmachten, sahen sie noch gerade, wie der Wachtmeister den stark blutenden D. an der Brust gepackt hielt, während die andren Schutzleute wie ans Kommando von ihn, abließen und sich anderweitiger Beschäftigung zuwandten. Nun wollte Sch. dem Wachtmeister klar machen, daß dem D. ein offenbares Unrecht zugefügt worden sei, doch der Wachtmeister loies ihn hinaus mit dem Bemerken, eine eventuelle Beschwerde an, nächsten Tage anzubringen. D.'s Bruder jedoch ließ sich nicht abweisen. Als er sah, wie sein Bruder blutend, mit verschwollenem Gesicht und zer- rissenen Kleidern über die im Zimmer befindliche Pritsche gebeugt stand, rief er laut um Hilfe, worauf der Lieutenant des Reviers aus seinen, Dienstraum herbeikam. Diesen ersuchte nun der Miß- handelte um Aufnahme eines Protokolls, der Lieutenant aber gab ihm anheim, eine Beschwerde am andern Tage zu Protokoll zu geben. Hierauf begab sich D. zu einem Arzt, der eine Anzahl Wülste, Schwellungen und Blutungen, von Schlägen, Stößen und Tritten herrührend, konstatterte. Als am andern Tage, an, Sonntage. D. in Begleittmg seines Bruders, der Aufforderung des Lieutenants ent- sprechend, Beschwerde über das Vorgefallene erheben wollte, wurde ihnen von dem Wachtmeister in wenig höflicher Weise bedeutet, daß sie den Lieutenant nicht persönlich sprechen könnten, und ein Schutzmann sagte ihnen, sie möchten mir machen, daß sie rauSkämen, sonst könnten sie noch.rausgeschmissen" werden.— Gegenwärtig finden eine Reihe polizeilicher Vernehmungen wegen jenes Vorfalles statt. Der mißhandelte Dopieralski aber hat Strafantrag gestellt. Wir sind nun zwar weit entfernt, den häufig sehr schweren und unangenehmen Dienst der Polizeibeamten zu verkennen. Gewiß be- kommen eS die Schutzleute bislveilen mit Elementen zu thun, denen gegenüber sich ein energisches Einschreiten kaum umgehen und auch sehr wohl rechtfertigen läßt. Niemals aber darf die Energie der Sicherheitsbeamten in eine russische Prügclmanie ausarten, der ohne W a h l d e r erste beste z u», O p f e r fällt. Es ist demnach dringend notwendig, daß die Schutzleute von den höheren Beamten betteffs des Umganges mit den, Publikum endlich an eine den heutigen Kulturzuftänden entsprechende Behandlung energisch ge- wöhnt werden, weim andernfalls die Polizei selbst e-Z nicht wünscht, daß sie als Ganzes für die Ausschreitungen ungeeigneter Elemente verantwortlich gemacht wird l_ Ein reingefallener AnonymnS. Wenn Denunzianten feige sind, greifen sie zu dem Mittel des anonymen Briefes. Sie wissen zwar, daß ein solches Schriftstück in dem Empfänger leicht den Wunsch rege macht, es nnt der Zange anzufassen, doch das ficht sie nicht an. Die Absender dürfen sich damit trösten, daß auch anonymen Denunziationen meist Folge gegeben wird, und darum ist es ihnen ja nur zu thun. Der Giftpfeil verfehlt aber manchmal doch sein Ziel. Der denunzierende Anonymus sieht sich dann um seine gierig erwartete Freude gebracht, aber anständige Leute erfüllt sein Reinfall mit Befriedigung. Einem dieser das Licht der Oeffentlichkeit scheuenden Denunzianten hat kürzlich das Bezirkskommando Berlin II einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein Bauarbeiter P. sollte zu einer militärische„Uebung eingezogen werden, hatte aber durch schriftliche Eingabe gebeten, ihn diesmal davon zu befreien. Zur Begründung seines Gesuches hatte er angeführt, er habe längere Zeit keine Arbeit gehabt und sei dadurch in Schulden geraten. Um diese Angaben zu prüfen, wurde von zuständiger Seite in den, Hause, das P. bewohnt, recherchiert. Nachdem die Recherche aus- geführt war, lief beim Bezirkskommando ein anonymes Schreiben ein, in dem versichert wurde, die Angaben P.'s seien vollständig unwahr, er habe stets guten Verdienst, nur im Winter habe er bei der größten Kälte aussetzen müssen. Hinzugefügt wurde, P. habe kürzlich auch wegen eines Streiks ein paar Tage aussetzen müssen, er habe aber auch da für sich und seine Kinder reichlich Unterstützung erhalten, denn er sei strenger Socialdemokrat. Die Bemerkungen waren dem Briefe angehängt, wie wenn der anoyme Ver- fasser sie als etwas Nebensächliches betrachtete und sie nur der Vollständigkeit halber hinzugefügt hätte. In Wirklichkeit dürste es aber dem denunzierenden Anonymus gerade darum zu thun gewesen sein, daß die zuständige Militärbehörde durch diese Zusätze Kenntnis davon erhielt, waS für ein schlechter Kerl dieser an Streiks teilnehmende, zur Socialdemokratte haltende P. sei und wie wenig er die erbetene Berücksichtigung verdiene. Das Bezirkskommando hat anders gedacht und gehandelt, als der Denunziant es erwartete. Wenige Tage nach Eingang des anonymen Briefes erhielt P. vom Bezirkskommando die Zuschrift, daß er von der Uebung ausnah nrsweise befreit worden sei. Der anonyme Brief war zur Kenntnisnahme beigeftigt worden. Außerdem hatte ein Hauptmann(dessen Unterschrift sich nicht mit Sicherheit entziffern läßt) der Zuschrift des Bezirks- kommandos die Bemerkung angehängt, daß„derartige, thörichte anonyme Anklagebriefe ganz ihren Zweck ver- fehlen." Diese Bemerkung wird aus zweifachem Grunde den Beifall unsrer Leser finden— nicht nur deshalb, weil dem sich in das Dunkel der Anonymität flüchtenden Anonymus seine häßliche Freude verdorben worden ist, sondern auch deshalb, weil das Verfahren des Hauptmanns wohlthuend absticht von dem, was man sonst manchmal über die Behandlung von Socialdemokraten in der Armee zu hören bekommt. Der Bau dcS zweiten Rathauses ist nunmehr von allen vier freigelegten Seiten in Angriff genommen und wird rasch gefördert Die Falsadenmauern, aus grauem Sandstein hergestellt, sind bereits über das Partcrrcgcschoß hinaus gediehen; nur der Mittelbau, der für eine bequeme An- und Abfahrt fteigehalten wird, ist noch nicht in Angriff genommen. Ein Jrrciipflcgcr überfallen— ein Geisteskranker entflohen. In der städtischen Irrenanstalt Herzberge, und zwar auf jenem Flügel, Ivo die geisteskranken Verbrecher und andre gefährliche Geistes- kranke untergebracht sind, ist in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag wieder ein Pfleger dnrch einen Irren überfallen und schwer verletzt worden. Nachts zwischen 2Vg und 3 Uhr machte der Pfleger Gensch den vorgeschriebenen Kontrollgang dnrch die Räume des ersten Stockwerks. Dem Pfleger Janke, der mit einigen andren Pflegern im Erdgeschoß desselben Gebäudes Wache hatte, fiel es auf, daß Gensch ungewöhnlich lange in den oberen Räumen ver- weilte. Es fiel dem Pfleger Janke auf. daß im Klosett des oberen Geschosses Licht brannte, auch glaubte er dort ein Röcheln zu vernehmen. Janke eilte hinauf und fand seinen Kollegen Gensch bewußtlos, anscheinend gewürgt, am Fußboden des Klosetts liegen. Man rief einen Anstaltsarzt, aber es gelang nicht, den Besinnungslosen zum Bewußtsein zurückzurufen. Gensch liegt schwer krank danieder. Die angestellten Ermittelungen ergaben, daß einer der geisteskranken Verbrecher mit Namen Manulesco, der seiner Zeit unter dem Namen„Fürst Lahoway" aufsehenerregende Hoch- stapeleicn verübte, aus der Anstalt entflohen ist. Man nimmt an, daß Manulesco auf sein Verlangen von dem Pfleger Gensch aus dem verschlossenen Schlafsaal nach dem Klosett geleitet wurde, und daß Manulesco hierbei eine günstige Gelegenheit erspähte, um den Pfleger von hinten anzufallen und ihn mit einem Halstuch, welches neben dem Bewußtlosen gefunden wurde, zu würgen. Dann hat Manulesco dem Pfleger die Schlüssel abgenommen, mit denselben die Hausthür, welche er unbemerkt erreichen konnte, geöffnet, und dann hat er das Weite gesucht. Der Ueberfall auf den Pfleger sowie die gelungene Flucht des Irren— oder vielleicht„wilden Mannes"— Manulesco konnte nur ausgeführt werden unter so mangelhaften Einrichtungen, wie sie auf der sogenannten„schweren Statton" der Anstalt Herzberge bestehen. Als eine mangelhaste Einrichtung muß es bezeichnet werden, daß bei so schweren und für ihre Mitmenschen höchst gefährlichen Kranken. wie sie in jenem Gebäude untergebracht sind, einem Wärter zu- gemutet wird, daß er ganz allein den nächtlichen Rundgang durch das Obergeschoß macht. Hätte Gensch noch einen Begleiter gehabt, dann wäre der Ueberfall und die Flucht nicht gelungen. Gensch ist ein Opfer des mangelhaft eingerichteten nächtlichen Wacht- dienstes geworden. Um der Wiederholung solcher Vorkommnisse vor» zubeugen, muß die Verwaltung der Anstalt Herzberge dafür sorgen, daß die nächtlichen Wachtgänge mindestens durch zwei Wächter gleichzeitig ausgeführt werden. Das Polizeipräsidium macht zu dem Vorfall bekannt: Aus der Irrenanstalt Herzberge ist heute der berüchttgte inter- nattonale Hochstapler und Hoteldicb, der gemeingefährlich geisteS- kranke Georg Manulesco, 19. Mai 1871 zu Plocsci ni Rumänien geboren, entsprungen. Er ist 1,74 Centimeter groß, kräftiger Statur, trägt starken dunkelblonden Schnurrbart und hat dichtes dunkel- blondes Haar. Sein Auftreten ist ein sehr sicheres und gewandtes. Er macht den Eindruck eines vollendeten Gentlemans, zumal er fertig deutsch, ftanzösisch, englisch, italienisch und rumänisch spricht. Es ist anzunehmen, daß er m sehr guten Hotels und Restaurants unter hochttabenden Titelil verkehren wird, da er vor seiner Fest- nähme gleichfalls unter dein Titel eines Fürsten Lahoway und ahn- lichen Titeln aufgetreten ist. Beim Ladendiebstahl abgefaßt wurden zwei Damen, Frauen wohlhabender Kaufleute, welch letztere sich des besten Ansehens und Rufes erfteucn. Die beiden Frauen besuchten häufiger ein Waren- Haus in der Leipzigerstraße und wurden beobachtet, als die eine der Kundinnen ein Stück Spitze verschwinden ließ, während die zweite den Diebstahl zu decken suchte. Da die Firma glaubte, es mit gewerbsmäßigen Diebinnen zu thun zu haben, übergab sie die Freundinnen der Polizei. Eine sofort vorgenommene Haussuchung Ivar erfolglos und scheint die Behauptung der Festgenommenen, die übrigens nach Feststellung des Thatbestande? wieder entlassen wurden, daß sie einem unwiderstehlichen Drange folgend— die berühmte Kleptomanie, die aber nur bei Besitzenden vorkommt—, zum erstenmal einen derarttgen Diebstahl begangen habe», zu bestätigen. Verhängnisvolle Folge» hatte ein Zusammenstoß dcS Zeitungs- TransportwageuS der Firma August Gcrbing, Prenzlauer Allee 194, mit einem Straßenbahnwagen. Vor dem Hause Große Frankfurter- straße 78 wollte der Führer des Transportwagens einem andern Gefährt ausbiegen und näherte sich dein Stratzenbahngeleis, auf welchem der Motorwagen 1483 der Straßenbahnlinie 68 herangesaust kam. Die Borderplattforin des letzteren erfaßte das vor ihm befind- lichc Gefährt und schleuderte es zur Seite. Hierbei wurde der sieb- zehnjährige Begleiter Gustav Kübel, Gollnowstraße 34, der auf dein angefahrenen Wagen stand, heruntcrgeschleudert und geriet mit dem linken Bein unter den Motorwagen, dessen rechtes Vorder- und Hinterrad über den Unterschenkel, der Länge nach, hinwegging. Dem Unglücklichen wurde der Unterscheirkelknochen wie auch derjenige des Oberschenkels am Knie zermalmt. K. wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht, wo ihm das Bein sofort abgenommen werden mußte. Beim Aufspringen auf einen fahrenden Straßenbahnwagen ver- unglückte gestern abend gegen 10 Uhr der Jägerstr. 47 in Rixdorf wohnende Kutscher Otto Bruhn. B.. der in Britz gewesen und nach Hause fahren wollte, versuchte auf die Hinterplattform des Motor- Wagens 1543 der Linie 29 zu springen, stürzte henmter und geriet unter die Vorderplattforin des Anhängewagens. Er erlitt schwere Quetschungen an Armen und Beinen sowie einen rechtsseitigen Knöchelbruch und mußte nach dem Kreis-Krankenhause in Britz ge- schafft werden. Ein anscheinend dummer Witz hat unter den Anlvohnern am Tegeler See lebhafte Beunruhigung hervorgerufen. Bor einigen Tagen fuhren drei junge Leute auf dem genannten Gewässer, welches bei starkem Winde ziemlich bewegt war, umher. Bald darauf ver- nahm man laute Hilferufe und später wurde das Boot ans Ufer getrieben. Man nah», an, daß die Insassen verunglückt und ertrunken sie», obwohl das Fahrzeug nicht gekentert war. Die Nachforschungen haben jedoch die UnWahrscheinlichkeit eines solchen Unfalles ergeben, da weder Bekleidungsstücke irgendwelcher Art, noch Stöcke oder sonstige Gegenstände, die sich auf Wasser halten, gefunden worden find. Es würden auch, wenn wirklich ein Unfall vorlag. Nach- Forschungen von Angehörigen angestellt worden sein, um so mehr, als die betreffenden jungen Leute sich in Gesellschaft andrer Personen befanden, die am Ufer zurückgeblieben waren. Mit Sublimat vergiftet hat sich wegen verschmähter Liebe die 32 Jahre alte Krankenwärterin Marie Tusecker, die einer größeren Anstalt angehörte. Sie unterhielt ein Liebesverhältnis mit dem Diener eines wissenschaftlichen Laboratoriums, hatte aber kürzlich erfahren, daß ihr Bräutigam außer ihr noch eine Braut besitze und daß dieses Verhältnis schon Folgen gehabt habe. Da sie hiernach keine Aussicht zu haben glaubte, von ihm geheiratet zu werden, zog sie den Tod der liebeleeren Vereinsamung vor. Ein Mord uud Selbstmord wird vermutet bei dem 42 Jahre alten Arbeiter Wilhelm Kluge, der mit seinem fünfjährigen Sohn gleichen Namens aus der Wohnung Knobelsdorfstt. 2 zu Charlotten- bürg seit 10 Tagen verschwunden und noch nirgends wieder zum Vorschein gekommen ist. Am 30. v. M. war er etwas angetrunken und wollte in der Wohnung seine zehnjährige Tochter züchttgen. Da das Kind nach dem Dafürhalten der Mutter keine Schläge verdient hatte, so trat diese zwischen Vater und Tochter. Der angettunkene Mann wandte sich nun gegen seine Frau und wurde bei dem Wort- Wechsel so in Hitze gebracht, daß er ein Taschenmesser zog und der Frau einen Sttch in den rechten Ober- schenkel beibrachte. Die verwundete Frau mutzte ärztliche Hilfe suchen und ist noch nicht wieder völlig genesen. Der Vorfall ftihrte zu der Festnahme Kluges, der aber am 1. d. M. loieder auf freien Fuß gesetzt wurde, weil er eine feste Wohnung hat und ein Fluchtverdacht nicht vorlag. Kluge wußte aber, daß er seiner Bestraftmg wegen der schweren Körperverletzung entgegen- sieht, und äußerte zu einein Nachbar, daß er lieber sich das Leben nehmen würde, als daß er ins Gefängnis gehe. Er holte aus seiner Wohnung, wo die Frau im Bett lag, den Sohn heraus und ging mit ihm davon. Das Mädchen war in der Schule. K. hat rot« blondes Haar und einen solchen Spitzbart und hat eine Narbe auf der Nase. Er trug eine graue Mütze, ein graues Jackett und eine braune Hose. Das Kind war ohne Kopfbedeckung und trug eine Sammtjacke und Pumphosen. Gestohlen wurde am Donnerstagmittag einem Hausdiener im Keller des Gewerkschaftshauses sein Zweirad. Das dunkelgrün gestrichene Rad trug die Nummer 20 630. Die Glocke des Rades begann zu klingeln,'lobald sich jemand darauf setzte. Der Verlierer bittet etwaige Mitteilungen an das Bureau des Centtalvcrband»- der Handels- und Transportarbeiter, Gewerkschastshaus, Zimmer 16, richten zu wollen. Kinderspiele. Morgen Sonntagvormittag von 9—12 Uhr Fort« sctzung der vom Turnverein„Fichte" arrangierten und ge- leiteten Kinderspiele. Versammlungsort für den Nordost- Bezirk: Landsberger Platz am Krieger-Denkmal; Spielplatz: Sport- platz Friedrichshain.— Versammlungsort für den Slldost-Bezirk: Ober-Freiarchenbrücke am Schlesischen Busch; Spielplatz: Treptower Park.— Versammlungsort für den Nord-Bezirk: Bahnhof Beusiel« straße; Spielplatz: Jungfernheide.— Versammlungsort für Schön- Häuser Vorstadt am Ringbahnhof Schönhauser Allee. Versammlungs« ort für Rosenthalcr Vorstadt und Wedding: Bahnhof Gesund- brunnen, Eingang Fernbahnhof. Spielplatz für letztere beiden Ver» sammlungsorte: Sportplatz Norden, Behmstraße. Abmarsch von allen Plätzen: pünktlich 8'/« Uhr. Klus clen Nackbarorten. Neu- Weißensce. Den Herren Hausagrariern, welche im Haus- besitzer-Verein organisiert sind, schwillt wieder einmal gar gewaltig der Kamm. Nicht nur. daß sie beim Ouartalswechsel die Mieten wieder in die Höhe schraubten, sie werden mit einem Teil des er- rnngenen Erlöses eine„Darlehnskasse gegen Mietsausfälle" gründen. Dieses Institut wird dann dem Zweck dienen, recht rigoros auch gegen solche Mieter vorzugehen, welche durch unvorhergesehene Fälle am Zahlen der Miele zur rechten Zeit gehindert sind. Oder soll die Kasse aus dem Grunde gegründet werden, um sich bei einem Falle der Bebauung freiliegender Terrains hervorgerufenen Mieter- schwund schadlos zu halten? Letzteres kann man nicht annehmen, da ihre Vertreter in der Gemeindevertretung sich gegen die Bebauung und Parzellierung von Terrains ausgesprochen haben. Lichtenberg. Heute gegen 1 Uhr mittags wurde der dreijährige Sohn des Buchdruckers Gramens, Kronprinzenstr. 47 wohnhaft, von einem Wagen des Bürgerlichen Brauhauses durch Ueberfahren ge- tötet. Die Schuld soll den Fahrer nicht treffen, da das Kind ohne Aufsicht den Fahrdamm zu überschreiten suchte und unter das rechts Vorderrad des Wagens lief, welches dem Kinde den Kopf vom Rumpf trennte._ 6cncht9-Zeitung. Eine sonderbare Geschichte. Die romantische Geschichte, welche am 26. April vorigen Jahres in einem Artikel des„Kleinen Journals" wiedergegeben wurde, be- schäftigte gestern die ganze Sitzung der 133. Abteilung des Schöffen- gcrichts. In einer ft'ühcr erschienenen Notiz in demselben Blatt war mitgeteilt ivorden, daß ein achtjähriger Knabe den Kaiser auf einein Morgcnspaziergange abgewartet und ihin mit den laut gesprochenen Worten:„Guten Morgen, Herr Kaiser I" eine Bittschrift entgegen- gehalten habe. Der begleitende Adjutant des Kaisers habe das Schriftstück in Empfang nehmen müssen. Die Vittschrift sei äugen- scheinlich von dem Knaben selbst verfaßt worden. Dieser bat den Kaiser um Schutz. Seine Groß, nutter. eine Frau de Getow in Schöneberg, habe Schlechtes mit ihm vor und trachte danaib, ihn mit Hilfe der Polizei in ihre Macht zu bringen. ob- gleich er sehr gern bei seinem Beschützer, dem Architekten Knabe, bleiben wolle.— In einem Schlußsätze der Notiz wurde mitgeteilt, daß infolge dieser Bittschrift bereits polizeiliche Er- Mittelungen stattgeftlnden hätten. Als Ergänzung dieser Notiz folgte etwa eine Woche später ein zweiter längerer Artikel, als dessen Ver- msscr der Architekt Paul Knabe zu Charlottenburg sich insoweit zu erkennen gab, als er dem Redakteur Rudolf Schröter zu Char- lottenburg das Material zu dem Artikel übergeben hatte mit dein Ailfttage, es für die Zeitung druckreif herzustellen. In dem Artikel wurden gegen Frau de Getow Beschuldigungen der ungeheuerlichsten Art erhoben und ihr die schwersten Verbrechen vorgeloorfen. Der erste Mann der Frau de Getow, der Großvater des kleinen Bittstellers, sei am I.Januar 1890 urplötzlich unter Umständen verstorben, die den Verdacht erregt hätten, daß er vergiftet worden sei. Schon während seiner letzten Lebensjahre habe er nur Speise» zu sich genommen, von denen seine Eheftau vorher genossen, weil er fürchtete, daß diese ihm nach dem Leben trachtete. «seine Witwe habe bald darauf den Agenten de G. geheiratet. Aus erster Ehe habe sie 12 Söhne gehabt, von diesen seien noch drei am Leben gelvesen, als sie Witwe wurde. Frau de G. sei unberechttgt als Miterbin ihres ersten Mannes aufgetreten und um die ganze Erbschaft für sich allein in Anspruch zu nehmen, habe sie die niederträchtigsten Ränke zur Anwendung gebracht und sei nicht vor den schwersten Verbrechen zurückgeschreckt. Sie habe es indirekt verschuldet, daß ihre beiden ältesten Söhne sich innerhalb kurzer Zeit das Leben nahmen, der erste erhängte, der zweite erschoß sich. Auch der dritte Sohn, ein Weinhändler, sei am 17. März 1897 ge- torben, und sofort habe sich das Gerücht verbreitet, daß auch hier eine verbrecherische Hand ihr Spiel getrieben. Nun habe Frau de G. Anstrengungen gemacht, auch den einzigen Sprößling ihres zuerst verstorbenen Sohnes, den kleinen Bittsteller, in ihre Gewalt zu be- kommen. Hiergegen hätten sich aber der Vormund des Knaben olvie der Architekt Knabe, welcher sich die Entlarvung der Frau de G. und die Inschutznahme des Knaben zur Lebensaufgabe ge- macht, mit allen Mitteln gewahrt. Alle Eingaben und Vorstellungen bei den Behörden seien vergeblich gewesen, so daß Knabe schließlich die Oeffentlichkeit habe anrufen müssen. Knabe hat auch unter dem Titel„Die Rabenmutter von Berlin" eine Broschüre geschrieben und verbreiten lassen, welche in erweiterter Fori» sich mtt demselben Thema befaßt und außerdem schwere Angriffe gegen Behörden und Anwälte enthält. Sowohl wegen der Broschüre ivie wegen des # " Artikels wurde gegen Knabe Anklage erhoben, sowie gegen den entgegen dem Ziele des Bölferglüds und Völkerfriedens.( Großer Die Anwesenden wurden gewarnt, fich derartigen Vorschriften zu Redakteur Rudolf Schröter wegen Beihilfe und gegen den Redakteur Beifall.) Diskutiert wurde nicht. Genosse Liepmann forderte unterwerfen, jeder solle bestrebt sein, für den zehnstündigen Maximal Ritter wegen Veröffentlichung 3 des Artikels. Anabe wurde von zu neuer Arbeit auf; der allgemeinen Flugblattverbreitung am arbeitstag einzutreten. Eine Schande sei es, daß der Deutsche Rechrau v. Getow war als Nebenklägerin zugelassen worden, Leistungen der Genossen im fünften Kreise an und sprach zugleich Juni d. I. abgehaltenen Verbandstag einstimmig beschlossen habe, Dr. Davidsohn, Ritter von Rechtsanwalt Morris ver- 19. Juli. Als Vertrauensmann erkannte er dann die tüchtigen Fleischer( Meister) Verband" auf dem in Potsdam Ende teidigt. des Vingeflogen stöber die Beiftand zur Seite. Die Ber- ben etwa 600 Genoſſen des ſechsten Streiſes und den Frauen, die ant gegen die Giftung dag wird der nehmung des Angeklagten Knabe nahm mehrere Stunden in Anspruch. Er Wahltage halfen, seinen besten Dank aus. Der Vorsitzende Zucht sein. Auf einstimmigen Beschluß wird der Hauptvorstand beauftragt, blieb dabei, daß er noch jetzt felſenſeſt von der Wahrheit der von dankte gen organisierten Genoſſen des fünften Kreiſes für ihre rührige Fragebogen betreffend Arbeits- und Lohnverhältnisse im Reiche ausihm aufgestellten Behauptungen überzeugt sei, wenn er auch bisher Wirksamkeit im Wahlkampfe und schloß die Versammlung mit einer zugeben, um feststellen zu können, inwieweit Beeinflussungen des den er auf alle feine Anzeigen, Anträge und Beschwerden an die Behörden Ermunterung zu neuen Stämpfen. Mit Hochs auf Robert Schmidt Arbeitgebers den Arbeitnehmern gegenüber bei der Ausfüllung der nur Abweisung erfahren habe. Es sei ihm unbegreiflich, warum man trennten sich die nach dem harten Kampfe zum erstenmal wieder ver- reichsstatistischen Fragebogen gemacht worden sind. Die nächste öffentliche nicht energisch gegen Frau de G. vorgehe. Bergebens hielt der Vor- sammelten Genossen. Versammlung findet am 29. Juli in Feuersteins Festsälen statt mit fizende dem Angeklagten entgegen, daß die Sache schon große Bündel der Tagesordnung:" Werden die Schlächtergesellen von dem neuen Reichstag mehr Berücksichtigung ihrer Interessen zu erwarten haben Aften hervorgebracht habe und die umfassendsten Ermittelungen nichts Belastendes gegen Frau de G. ergeben hätten der Angeklagte beals bisher?" harrte auf seinem Standpunkt. Schließlich beschloß der Gerichtshof, den Angeklagten Knabe durch Geh. Med. Rat Dr. Leppmann, suchen zu lassen. Die Straßenhändler, Haufierer und Marktfahrer hielten am Donnerstag im Gewerkschaftshause eine öffentliche Versammlung ab, in der Pagels über die neuesten Angriffe gegen den Straßenhandel" sprach. Nach eingehender Würdigung der den Straßenteil gewordenen Friedrichshagen. Am 4. d. M. sprach Genosse Beus im Eisteller welcher der Verhandlung beiwohnte, auf seinen Geisteszustand unter Aufmerksamkeiten" der Polizeibehörden übte der Redner eine herbe Der Referent wies auf die Wahlen im Königreich Sachsen hin mit Der Termin wurde vertagt. Für Kreistagswahlen ist durch Jnstruktion des Ministers des Innern vorgeschrieben worden, daß der Wahlvorstand durch Handschlag vor der Wahl verpflichtet werde. Diese Vorschrift war bei den Streistagswahlen in Gronau nicht befolgt worden. Der Kreistag des Kreiſes Arhaus erklärte deshalb die in Gronau vorgenommenen Wahlen für ungültig, weil die Vorschrift des Ministers für die Wahl eine so wesentliche sei, daß ihre Nichtbeachtung die Ungültig keit der Wahl ohne weiteres nach sich ziehe. Zwei der Gewählten erhoben hiergegen Klage im Verwaltungsstreit- Verfahren. Nachdem der Bezirksausschuß zu ihren Ungunsten erkannt hatte, erklärte das Ober- Verwaltungsgericht ihre Wahlen für gültig und führte aus, es mache die Kreistagswahl nicht ungültig, wenn die Verpflichtung des Wahlvorstandes vor der Wahl unterlassen werde. verde.10 Verfammlungen. D onis dis jo " Vermischtes.mburg im Ein frecher Raub ist gestern nachmittag in Hamburg im Kritik an der jüngsten Attion des Centralverbandes selbständiger Ge- dem Bemerken, daß eine gute Konsumenten- Organisation auch neben werbetreibender, dessen Bestrebungen auf die gänzliche Beseitigung des Politik und Gewerkschaftsbewegung vortreffliche Resultate erzielen Straßenhandels hinzielen. Eine von diesem Verband nach der Victoria fann, ja daß diese drei Bewegungen vollständig separiert sind und Brauerei einberufene, von Delegierten aus 58 Vereinen der Kaufleute, doch sich ergänzend zu einem Ziele führen, nämlich zur VergesellMarkthallen Standinhaber, Hausbesitzer und Innungen beschickte schaftlichung der Produktionsmittel und des Warenaustausches. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 12. Juli, vormittags 8%, Uhr, Konferenz hat fürzlich einen Ausschuß gewählt, dem folgende AufUm 10 Uhr vormittags ebendaselbst: Vorgaben zufallen: 1. Eine Audienz beim Polizeipräsidenten nachzu- in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: Bersammlung. Freireligiöse Vorlesung". suchen und denselben zu bitten, die geplante Verordnung zur Betrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Babel, Bibel und die Offenbarungsschränkung des Straßenhandels nach Verständigung mit dem Ober- frage." Gäfte, Damen und Herren, sehr willkommen. Verband deutscher Mühlenarbeiter. Zahlstelle Berlin. Versamm präsidenten( aber über die Köpfe der Berliner Stadtverwaltung hiniveg) bald in Kraft zu setzen; 2. eine Denkschrift auszuarbeiten, lung Sonntag, den 12. d. M., nachmittags 3, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Vortrag hält Genosse Link. in der die Schäden des Straßenhandels dargestellt werden und diese Engel- Ufer 15, Gaal 7. Verein der Buchdrucker und Schriftgießer für Rigdorf- Brik. zur Stenntnis der beteiligten Behörden zu bringen; 3. eine Flugschrift zur Agitation gegen den Straßenhandel anzufertigen, und 4. eine Sonntag, den 12. Juli, nachmittags 2 Uhr, Bereinsversammlung in der Vereinsbrauerei. Maffenpetition in Umlauf zu fezen, um die Beseitigung des Straßenhandels in die Wege zu leiten. Ginest Deputation des Bundes der Handels- und Gewerbetreibenden unter Führung des Kommerzienrats Lissauer ist denn auch bereits vom Polizeipräsidenten empfangen worden. Die Herren haben ihre Der focialdemokratische Berein im fünften Berliner Reichstags- Beschwerden gegen den Straßenhandel vorgebracht und gebeten, die Gebäude der Deutschen Bank auf dem Adolphsplay, Ecke Alterwall, Wahlfreife hielt am 9. Juli bei Leydecker, Sophienstraße, eine gut bekannte, vom Magistrat abgelehnte Polizeiverordnung aus ver- der Bank 2700 M. einzahlen und zählte diese Summe in Hundert besuchte Versammlung ab. Zunächst wurden 225 neue Mitglieder, fehrspolizeilichen Gründen durchführen zu wollen. Der Polizei- marticheinen vor dem Schalter auf. Plöglich griff ein Mann mit die sich während der letzten zwei Monate gemeldet hatten, definitiv präsident erwiderte, daß die Verkehrsordnung dem Magistrat von der Hand über die Schulter des Boten nach dem Patet von Hundertin den Verein aufgenommen. Reichstags- Abgeordneter Robert neuem zugestellt und schließlich auch von ihm durchgeführt werde, markscheinen. Der Bote sah sich verwundert um, hatte aber keine Schmidt, bon den Anwesenden als Der neue Vertreter zumal im größeren Teil der Vororte, wie Nirdorf, des Kreises im Parlament aufs lebhafteste begrüßt, Schöneberg, Charlottenburg der der de Geficht geworfen wurde, jo daß ſeine Augen für geraume Straßenhandel eingeschränkt Zeit, den Räuber zu erkennen, da ihm von diesem eine Handvoll referierte dann über: Was lehrt uns die legte Reichstags- worden fei und zweifellos auch für Berlin das gleiche Zeit geblendet waren und er unfähig war, den frechen Räuber an wahl?" Er hob hervor, daß mit dem Ergebnis der Wahl keine Bedürfnis vorliege. Redner ermahnte schließlich die Anwesenden, Es stehe in Aussicht, daß sämtliche 122 Kreiſe, wo wir in Stichwahl für engſten zuſammenſchluß aller Straßenhändler au wirken, den Hundertmartscheine rasch ergriffen und sich eilig aus dem Banklokal als die Socialdemokratie. zu der Ausführung seiner That zu hindern. Der Verbrecher hatte die waren, über kurz oder lang, mögen nim 5, 10 oder 15 Jahre ver- Centralverband der selbständigen Gewerbetreibenden ebenbürtigen entfernt. Der ganze Vorgang spielte sich so schnell ab, daß niemand im Bankgebäude anwesenden Personen etwas davon bemerkten, gehen, der Socialdemokratie zufielen. Dann fehlten uns nur noch Organisation könne der gegen die Straßenhändler beabsichtigte bevor der Räuber mit feiner Beute entflohen war. Eine ſofortige 25 an der absoluten Majorität. Selbst wenn man mit gewissen Borstoß wirksamt pariert werden. Bei der gegenwärtigen InteresseVerschiebungen rechne, tömte man doch schon feststellen, daß wir in losigkeit und Uneinigkeit unter den circa 22 000 Berliner Straßen- Berfolgung des Räubers blieb leider erfolglos; es fehlt sogar eine absehbarer Zeit unsern Wünschen ein gut Stück näher fämten. Redner händlern sei es deren Gegnern nur zu leicht gemacht, auf die Personalbeschreibung des frechen Patrons. Eine große Standalaffaire wird vom„ Matin" angekündigt. Vor beleuchtet dann, oft in recht launiger Weise, die bei der letzten Wahl gänzliche Vernichtung des Straßenhandels und damit auf den gefaminelten Erfahrungen, unter Berücksichtigung der verschiedenen Ruin In der einiger Zeit verhaftete die Polizei in Paris einen jungen Burschen einer Masse von Existenzen hinzuwirken. Parteien und des von höchster Stelle gegen die Socialdemokratie sehr lebhaften Diskussion wurde dem Referenten allseitig wegen eines Vergehens gegen gewisse staatliche und Naturgejezze. geführten Kampfes. Was mum die Thätigkeit der Partei im neuen beigepflichtet und ebenfalls die stumpfe Gleichgültigkeit der Händler Das Individuum denunzierte daraufhin einen alten Grafen W. und Reichstag anbelange, so werde sie an sich bei 81 Abgeordneten keine bedauert, die sonst wohl allgemein nicht auf den Mund gefallen mehrere seiner Freunde, darunter auch Baron Ardonzet, die täglich andre ſein wie bei 58. Maßgebend jei das Programm. In der feien, aber für eine fachgemäße Vertretung ihrer vitalsten Lebens- vor Pariser Knabenschulen Schüler erwarteten und sie in Automobilen bürgerlichen Preise werde erörtert, ob sich die socialdemokratische interessen bis jetzt nur wenig Verständnis gezeigt haben. Bon den nach der Wohnung Ardonzets und des Grafen brachten. Die Polizei Fraktion nicht durch ihre Stärke verleiten lassen würde, durch Ob- Anwesenden wurde schließlich eine gegen die Beschränkung des organisierte auf diese Anzeige hin eine Ueberwachung von Söhnen struktion die parlamentarische Thätigkeit unmöglich zu machen. Straßenhandels protestierende Resolution angenommen; ein Antrag, wohlhabender Familien, welche die Schulen besuchten, und stellte die Solche Annahme wäre nun total verfehlt. Man beziehe fich immer es ebenfalls mit der Entsendung einer Deputation zum Polizei- Richtigkeit jener Angaben fest. Der Graf und seine Freunde entauf die Verhandlungen über den Zolltarif. Da müsse denn doch präsidenten zu versuchen, wurde jedoch abgelehnt. führten die Knaben, unter ihnen drei Söhne eines Ingenieurs, deren ältester 13 Jahre alt war, nach den Avenuen Mac Mahon und festgestellt werden, daß die Socialdemokratie auch dabei an Obstruttion gar nicht dachte, daß sie nur eine eingehende Beratung wollte. Der Centralverband der Fleischer und Berufsgenossen( Orts- Friedland. Arbonzet, der mit einem jungen Mädchen aus der Pariser Nur im äußersten Falle der Not dürfte mal an eine Obstruktion ge- verwaltung Berlin) hielt am 9. Juli feine Mitgliederversammlung Aristokratie verlobt ist, wurde verhaftet; Graf W. ist entflohen. dacht werden. Die Socialdemokratie habe am allerwenigsten ein Inter ab. Den Kaffenbericht vom zweiten Quartal gab Hensel. Kassen- Die Durchsuchung der Wohnungen förderte allerlei kompromittierendes effe daran, den Barlamentarismus durch Obstruktion totauschlagen; bestand vom 1. Quartal war 87,21 M., die Einnahme betrug 209,05 Material zu Tage. im Gegenteil fei sie interessiert an einer Kräftigung seiner Grundlagen. Mark. An die Hauptkaffe wurden abgeliefert 87,21 M., die sonstigen In andrer Hinsicht seien aber unfre 81 Stimmen nicht zu verachten. Ausgaben beliefen fich auf 121,72 m., der jezige Kassenbestand ist So manches Gesetz sei schon zur Annahme gelangt bei Anwesenheit 87,33 M. Dem Kassierer wurde Decharge erteilt und hierauf die einer nur verhältnismäßig fleinen Zahl von Reichstagsmitgliedern. Kassengeschäfte dem neugewählten Kassierer Joseph Malh überDa fielen die 81 focialdemokratischen Stimmen ganz erheblich ins geben. Die in den verschiedenen Schlächtereien eingeführten Gewicht; es müßten unsre Abgeordneten bei jeder nennenswerten Arbeitsordnungen wurden ganz besonderer Kritik unterzogen. Abstimmung ohue Ausnahme unbedingt auf dem Poften sein. Dieselben gleichen oft einer Zuchthausordnung. 8. B. enthalte die Natürlich würden wir Anspruch auf einen Siz im Präsidium er- Arbeitsordnung der Wurstfabrit von Lüders in Oschersleben u. a. heben, und in gewissen Kommissionen werde uns der Borsiz folgende Vorschriften:" Anfangs- und Endezeit der Arbeit sowie die gewährt werden müssen. Was den so viel erwähnten Gang Arbeistage bestimmt der Meister oder sein Bevollmächtigter und richtet zum Kaiser anlange, so werde wohl dem Kaiser ebensowenig sich die Arbeitszeit nach dem eigentümlichen Betriebe der Wurst daran liegen wie uns. Redner faßte schließlich seine Ausführungen fabrit. Anfang der Arbeit nicht vor 4 Uhr morgens, Ende nicht dahin zusammen, daß die glänzenden Erfolge bei der Wahl uns zu nach 10 Uhr abends. Ueberstunden müssen nach Erfordern geleistet den schönsten Hoffnungen für die Zukunft berechtigten, wie uns auch werden. Jeder Arbeiter hat sich allen ihm übertragenen Beschäf schon jet burch das Gewicht der drei Millionen Stimmen ein tigungen zu unterziehen. Verboten iſt, ohne Genehmigung des größerer politischer Einfluß gesichert fei. Jeßt nach den Wahlen Arbeitgebers, des Meisters, Geldſammlungen zu veranstalten oder zu müsse ebenfalls jeder seine Schuldigkeit thun. Unfre Grundsäge solchen beizusteuern. Die Arbeiter sind verpflichtet, nach Schluß des feien zu befestigen und zu vertiefen, wo sie noch lose fäßen, Hauses, welches an den Wochentagen abends 10 Uhr, an Sonn- und und jeder habe für ihre weitere Ausbreitung Sorge zu tragen. esitagen abends 111, Uhr geschieht, ohne vorherige Erlaubnis nicht Es gebe keinen Stillstand für uns, sondern nur einen Fortschritt, aus dem Hause zu bleiben". Inserate Nachruf! Am 10. Juli 1903 verstarb der Raffenbeamte 25146 Herm. Schadewald im 30. Lebensjahre. Wolg Wir verlieren in ihm einen guten Kollegen und tüchtigen Mitarbeiter, dessen Angedenfen wir stets in Ehren halten werden. Die Beamten der Orts Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker. Eingegangene Druckschriften. Fischer, Dr. Hans: Homosexualität, eine phyfiologische Erscheinung? Preis 50 Pf. Berlin, Verlag J. Gnadenfeld u. Co. Nost, Otto: Vorschläge zu neuen Bestimmungen für eine Baupolizei Ordnung resp. zu einem deutschen Baugeset. 80 Seiten. Berlin W. 57. Rich. Edstein Nachf.( H. Krüger.) Verband deutscher Gewerbegerichte. Die Thätigkeit des Verbandes in dem ersten Sahrzehnt seines Bestehens. 1893-1903. 28 Seiten. Berlin 1903. Georg Reimer. Weltall und Menschheit. Lieferung 35 und 36 a 60 Pf. Berlin 1903. Deutsches Verlagshaus Bong u. Ko. Benz, G. Zur Reform unserer Armenpflege. Preis 50 Pf. Basel 1903. Friedrich Reinhardt. Schlatter, H.: Kapitalismus und Christentum. Preis 50 Bf. Neue Bahnen der Polenpolitit. Stizze einer zu schaffenden PolenBajel 1903. Friedrich Reinhardt. Gesezgebung von Dr. jur. E. Herr, Regierungsaffessor. Berlin 1903. Berlag von Otto Liebmann. Preis 1,50 M. Hermann Freiberg, Anti- Loofs I. Eine deutliche Antwort auf den anti- hädel des Hallischen Professors der Gottesgelahrtheit Dr. Friedrich Loofs. Preis 2,60 M. Net Dölau bei Halle 1903. Neudeutscher Verlag. = für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Central- Kranken- u.Sterbekasse d. Tischler u. and. gew. Arbeiter ( E. H. 3 Hamburg). Verwaltung Berlin H. Am 8. Juli verstarb nach schweren Leiden im Alter von 47 Jahren unser Mitglied am Gustav Wünsch. Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus ftatt. 184/10 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Allen Teilnehmern an der Beerdigung Turnverein ,, Fichte" meiner lieben Frau, unsrer lieben Am 9. Juli verstarb nach langem, schweren Leiden unser treuer Freund und Turngenosse, das Mitglied der zweiten MännerAbteilung 288/2 Emil Maeter. Wir verlieren in ihm ein eifriges Tochter und Schwester, sowie für die vielen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege unsren herzlichsten Dant, insbesondere ihren Kolleginnen, dem Männer- Gesangverein Treue" und dem Berband der Schneider und 25136 Schuciderinnen. Die Hinterbliebenen. Hermann Gurth. Mitglied unfres Bereins. Herren- Kragen, Gyre ſeinem Audenken Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. Juli, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle bes alten Thomas- Kirchhofes aus statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Dr. Simmel, Str. 41. [ 8/17 Specialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4. VGZA Socialdemokratischer Wahlverein Rixdorf. Den Mitgliedern zur Nachricht, 232/16 daß unser Mitglied August Hagen am 8. d. Mts. verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rigdorfer Kirchhofes, Mariendorfer Beg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Centralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Am Mittwoch, den 8. Juli cr., verstarb unser Mitglied 68/7 August Hagen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rigdorfer Kirchhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung Berlin 1. Weissensee. Socialdemokratifcher Wahlverein. General- Versammlung Dienstag, den 14. Juli, im Prälaten", Lehderstraße 118. Die Tages- Ordnung ist äußerst wichtig und das Erscheinen aller Mitglieder unbedingt notwendig. Die tägliche Zahlstelle des Vereins befindet be 25055 fich bei Schmutz, König- Chaussee 38. Der Vorstand. Verband der Möbelpolierer. Montag, den 13. Juni, abends 8½, 1hr, Huffitenstr. 40: ORIGINAL SINGER NAHMASCHIN Die Expedition. Singer Nähmaschinen. Ginfache Handhabung! Bohe Arbeitsleistung! Große Haltbarkeit! 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Geschlossene Kragen per Dutzend 3 Mk. und 3 Mk. 50 Plg. Manschetten, Prima, garant. 4fach 1/2 Dutzend 1.80 Mk., Oberhemden, Serviteurs, Krawatten, in größter Auswahl, Trikotagen, Detailverkauf zu Engrospreisen. straße 117. statt. Ernst Marcuse, Münzftr. 23. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Nitschke über Genossenschaftsbewegung und Billets sur Dampferpartie am 26. Juli nach Zwiebusch. Socialdemokratie". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Ausgabe der Sonntag, den 12. Juli, vormittags 10 Uhr, bei Wetzel, el Wrangelstraße 136: 118/116 Morgensprache der Schraubendreher. Strümpfe, Hosenträger, Handschuhe. Die Generalversammlung findet am 20. Juft Große Frankfurter Morgensprache Der Vorstand. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Renta dy shillp rallo Sed abi Urania. Bernhard Rose- Theater Publikum gegenüber keinerlei das Taubenstrasse 48/49. Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 11. Jult. 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Es scheiden aus: Der Rendant Herr Englich, der Schriftführer Herr Dittmann und der stellvertretende Vorsigende Herr Wächtler. 5. Wahl von zwei Beifigern. 6. Berschiedenes. 25066 Der Eintritt ist nur gegen Borzeigung des Duittungsbuches geſtattet. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 3. A.: C. Wächtler, stellv. Borfikend., Reinickendorferstr. 18 I. Wirtshaus zum Strauss Pappel- Allee 25. Snb.: Otto Strauss. Saal bis zu 250 Personen. Große und feine Bereinszimmer mit Pianino, Kegelbahn noch auf einige Tage zu vergeben. 1816 33090 Köpenick. Paul Bärsch, Lindenstraße 6,+ zu Berlin. Eingetragene Genossenschaft mit be schränkter Haftpflicht in Liquidation. Die Genossenschaft ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 31. März 1903 aufgelöst. Die Gläubiger werden aufgefordert, sich bei der Genossenschaft zu melden. dutegia 127/ 19* Die Liquidatoren: Richard Rehbein, Wilhelm Röder, Wilhelm Brand. Partei- und Verkehrslokal für Beelitz u. Umgegend Bet Ww. 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Nedakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Ddu. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 159. 20. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Socialistische Presse Deutschlands. III. Quartal 1903. Central- Organ. ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, SW. 68, Lindenstraße 69. Täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. Die Neue Zeit", Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Nürnberg Fränkische Tagespost" Luitpoldstr. 9. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25, Rostock Mecklenburgische Volkszeitung" Doberanerstr. 6. Saalfeld„ Saalfelder Volksblatt" Rosmaringasse 15. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Hohegasse 7. Stettin Bolts- Bote" Schillerstr. 11. " Straßburg i. E. Freie Presse für Elsaß- Lothringen" Finkmattstaden 2. Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. Zwickau i. S." Sächsisches Voltsblatt" Richardstr. 15. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Aachen„ Aachener Volksblatt" Auguſtinerbach 12. Augsburg Augsburger Volkszeitung" Maximilianstraße B 31. " Bant Die Nordwacht" Neue Wilhelmshavenerstr. 38. Breslau Schlesische Volkswacht" Neue Graupenstr. 5/6. " Bosener Volkszeitung" Neue Graupenstr. 5/6. " Volkszeitung" für die Kreise Landeshut, Bolfenhain, Jauer. Täglich erscheinende Zeitungen. Altenburg Altenburger Volkszeitung" Kunstgasse 12. Bant Norddeutsches Volksblatt" Neue Wilhelmshavener- Crefeld straße 82. Bielefeld Volkswacht" Schulstr. 20. Bochum„ Voltsblatt" Maarbrückerstr. 17. Brandenburg Brandenburger Zeitung, Märkisches Boltsblatt" Kurstr. 73. Braunschweig Braunschweiger Boltsfreund" Höhe 4. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenstr. 21-22. Bremerhaven Norddeutsche Volksstimme" Am Hafen 49. Breslau„ Volkswacht" Neue Graupenstr. 6. Caffel Volksblatt für Hessen und Walded" Töpfermarkt 6. Chemnitz Volksstimme" Uferstr. 14. Deffau Volksblatt für Anhalt" Ballenstedterstr. 5. Dortmund Arbeiter- Zeitung" Kielstr. 5. Dresden„ Sächsische Arbeiter- Zeitung" Zwingerstr. 22. „ Sächsischer Volksfreund" Zwingerstr. 22. Düsseldorf„ Bolts- Beitung" Münsterstr. 67, part. Elberfeld- Barmen Freie Presse" Friedrichstr. 37. Erfurt„ Tribüne" Futterstr. 7, part. Forst i. 2. Märkische Boltsstimme" Frankfurterstr. 11. Frankfurt a. M." Volksstimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Königstr. 95. Gera Reußische Tribüne" Alte Schloßgasse 11. Görlik Görlizer Boltszeitung" Teichstr. 6. Greiz„ Reußische Volkszeitung" Hohegasse. Halle a. S." Boltsblatt für Halle" Geiststr. 21. Hamburg Hamburger Echo" Fehlandstr. 11. Harburg Boltsblatt" Großer Schippsee 4, part. Hannover Volkswille" Burgstr. 9. Hof„ Oberfränkische Volkszeitung" Karolinenstr. 39. Karlsruhe„ Boltsfreund" Werderstr. 31. Niederrheinische Boltstribüne" Breitestr. 44. Gotha Bolksblatt für die Herzogtümer Coburg und Gotha" Mohrenberg 7. Waldenburg Wahrheit" Friedländerstr. 18. Gewerkschaftspresse Deutschlands. III. Quartal 1903. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig Correspondent für Deutschlands Buchdruder und Schriftgießer", Salomonstr. 8. Wöchentlich erscheinend. Altenburg Correspondent für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Hut- und Filzwaren Industrie", Wilhelmstr. 2, parterre. = Berlin Bildhauer- Zeitung", Solmsstr. 33. " Correspondenzblatt der Generalfommission der Gewert schaften Deutschlands", Engel- Ufer 15. „ Die Einigkeit", Organ der Bertrauensmänner- Centrali sationen Deutschlands, Adalbertstr. 19, II. " Aug. Fahr- Zeitung", Schüßenstr. 58. " Der Gastwirtsgehilfe", Dirksenstr. 39 I. " Fachzeitung für Schneider", Köpnickerstr. 32. " Der Töpfer", Engel- Ufer 15. Bochum„ Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung", Johanniterstr. 12. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Delmenhorst„ Delmenhorster Volksblatt" Schulstr. 8. Bremen Deutsche Böttcher- Beitung", Hankenstr. 21/22. Langenbielau Der Proletarier aus dem Eulengebirge" Charlottenburg" Die Ameise", Organ des PorzellanOber- Langenbielau, 2. Bezirk. arbeiter- Verbandes, Rosinenstr. 3. Saalfeld" Thüringer Volksfreund"( Schwarzburger Volks- Chemnik„ Der Textilarbeiter", Uferstr. 14. freund) Rosmaringasse 7. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Braunschweig„ Der Landbote" Höhe 4. Caffel„ Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. Dresden„ Der arme Teufel" Falkenstr. 10. Gießen Mitteldeutsche Sonntags- Zeitung" Kirchenplatz 11. Köln Rheinische Zeitung"( Wochenausgabe) Ursulaplak 6. Stuttgart Schwäbischer Volksfreund" Furthbachstr. 12. Alle 14 Tage erscheinend. Stuttgart Die Gleichheit" Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. Monatlich zweimal erscheinend. Gotha„ Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg„ Deutsche Bäcker- Zeitung", Organ des BäckerVerbandes, Hamburg 23, Marstr. 27. " Der Arbeiter"( für Bau- und Hilfsarbeiter) Bremerreihe 15, part. Sonnabend, 11. Juli 1903. Aller 14 Tage erscheinend. Altona- Ottensen„ Die Biene", Drgan des Central verbandes der Konditorgehilfen 2c. Eulenstr. 61, III. Berlin„ Der Courier", Centralorgan für die Interessen der im Handels-, Transport- und Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbeiter Deutschlands, SO., Engel- Ufer 15. Correspondenzblatt des Verbandes der Bergolder Deutschlands", NW. Wilsnackerstr. 39. " " Deutscher Masthinist und Heizer", Organ der Ma schinisten und Berufsgenossen Deutschlands, SO., Pücklerstr. 55. „ Die Gewerkschaft", Organ für die Interessen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Betrieben, Berlin W. 27, Bülowftr. 21. „ Lederarbeiter- Zeitung", SO. 16, Engel- Ufer 15, IV. " Sattler- Zeitung", SO., Engel- Ufer 15. " Allg. Steinfeger- Beitung", NW., Waldenserstr. 18. " Solidarität", Organ aller im graphischen Berufe be schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 18, Elbingerstr. 27, b. IV. " Solidarität" Bublikationsorgan der deutschen Metallarbeiter- Gewerkschaft, S., Urbanſtr. 83. Frankfurt a. M." Neue Deutsche Dachdecker- Zeitung", Brückenstr. 31. Hamburg" Correspondenzblatt der Tapezierer", Steindamm 99. Friseurgehilfen- Zeitung", Karolinenstr. 24. " Der Hafenarbeiter", Gänsemarkt 35, II. " Handlungsgehilfen- Blatt", Valentinskamp 92. " Der Schiffszimmerer", Eilbeck, Konventstr. 5. " Gärtner- Zeitung", Organ für die Interessen der Gärtner und ihrer freien Bereinigungen, Margarethenstraße 50, I. " Der Kupferschmied", Eilbeck, Marstr. 6, I. " Der Seemann", St. Pauli, Hafenstr. 116. „ Weckruf der Eisenbahner", Marktstr. 15. " Der Grundstein",( für Maurer), St. Georg, Brenner- Hannover„ Der Proletarier"( für Fabrt 2c. Arbeiter straße 11, I. und Arbeiterinnen) Schillerstr. 5, II. Holzarbeiter- Zeitung", Hamburg 19, Frucht- Allee 79/81. Offenbach Portefeuiller- Zeitung", Große Marktstr. 26, I. " Bruder Schmied", Uhlenhorst, Herderstr. 21, Haus 8, II. „ Der Stuffateur", Barmbeck, Vogelweide 16. " Bereins- Anzeiger für Maler 2c.", Barmbeck, Schmalen beckerstraße 17. 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München Münchener Post" Wittelsbacherplatz 2. Leipzig- Schkeudik„ Graphische Presse", Schkeudik. Hanau„ Der Bauernfreund" Philipp Ludwigs- Anlage 9. Linden- Hannover„ Brauer- Zeitung", Burgstr. 9. Löbtau- Dresden„ Der Fachgenosse"( für Glass, Porzellanund Thonwaren- Arbeiter), Reisewigerstr. 34. Stuttgart Buchbinder- Zeitung", Sophienstr. 10. " Der Handschuhmacher", Schreiberstr. 26, I. " Metallarbeiter Zeitung", Druckerei des Metallarbeiter- Verbandes, Rötestr. 16b. Wikblätter( Erscheinen aller 14 Tage). München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Stuttgart„ Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Illustrierte Unterhaltungsblätter. deutschen " Der Schläger", Druckerei des deutschen MetallarbeiterVerbandes. Monatlich dreimal erscheinend. " Monatlich einmal erscheinend. Berlin„ Der Bäder", Organ für die Intereffen der Bäckergesellen Berlins und Umgegend, C., Klosterstraße 101. „ Der Bureau- Angestellte", NW., Emdenerstr. 4. " Der Elektromonteur", O. 17, Bödikerstr. 6. " Der Fleischer", C. 22, Dragonerstr. 15. " Gewerkschaft", Drgan der Maler- Bertrauensmänner Centralisation, NW. 52, Alt- Moabit 132. " Der Wäsche- Bote", Drgan für alle in der Wäsche- und Krawattenbranche, Dampfwäschereien und Blättereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, Neu- Weißensee, Lehderstr. 116. Bremerhaven„ Der Werftarbeiter". " Hamburg Die Sanitätswarte", Hammerdeich 86. " Fachzeitung für Civilmusiker", Hamburg- Eimsbüttel, Hellkamp 33, III. Etage. Leipzig Monats- Blätter" des Lagerhalter- Verbandes, Connewitz, Marienstr. 5. * Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn jedes Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Berlin Jn freien Stunden" SW. 68, Lindenstr. 69. Er- Altenburg Müller- Zeitung", Publikationsorgan des Adreß- oder sonstige Veränderungen bitten wir uns zur scheint in Wochenheften. Verbandes deutscher Mühlenarbeiter, Zwidauerstr. 12. Bormerkung mitteilen zu wollen. Hamburg Die Neue Welt" Fehlandstr. 11. Erscheint Berlin Zeitschrift für Graveure und Tiseleure", SO., Berlin, den 8. Juli 1903. wöchentlich einmal. Mariannenplay 5, Hof I. Der Parteivorstand. Dritte internationale Konferenz der gewerkschaftlichen den Kampf und über die Beitragsleistung der einzelnen Länder ein-| nach dem 1. und 15., Eliſabethgarten, Elisabethstr. 30. Landescentralen. Die Kosten des internationalen Sekretariats follen durch Beiträge sämtlicher angeschlossenen Länder aufgebracht werden und zwar in der Weise, daß die gewerkschaftliche Landescentrale pro Jahr und 1000 Mitglieder 50 Pf. zahlt. Geselliger Klub Prival zusenden. Diese Angaben sind in den Bericht, welcher der inter- Moabiter Kunstfreunde", Restaurant Bieffe, Rathenowerstr. 3. nationalen Konferenz der Landessekretäre vorzulegen ist, mit auf- Theater- Gesellschaft Apollo", Schulze, Weberstr. 41a. Deutscher Arbeiterverein Brüffel. Verkehrs- und Vereinslokal zunehmen." Maison du peuple. Arbeiter Nadfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Prov. Branden burg). Alle Buschristen und Anfragen, den Bund betreffend, sind zu richten an den Gauvorfißenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstr. 8. Waldesgrün", jeden Sonnabend vor dem 1. u. 15. Brunnenstr. 107.„ Arbeiter- Radfahr berein", Forst i. 2., nach dem 1. und 15. im Gasthof zum Deutschen Reich. Freie Radler", Forst i. 2., nach dem 1. und 15., Gubenerstr. 34. " Borwärts", Keßin a.., jeden Sonnabend nach dem 15., Königstr. 16. Borwärts", Nauen, jeden Sonnabend nach dem 1., Schüßenhaus. Frei Weg", Saarmund, jeden Sonnabend nach dem 15., bei C. Behrend. Wanderer", Trebbin, jeden Sonnabend nach dem 15. in Löwendorf. Arbeiter- Radfahrverein", Marienfelde und Umgegend, nach dem 1. und 15., Berlinerstr. 48. Greif", Prenzlau, nach dem 15., Schnelle 67. Arbeiter- Skatbund Berlins und Umgebung. Zuschriften find an an E. Quentert, Markusstr. 43, zu richten. Scherbel", Löbe, Stralsunderstraße 51. Dublin, Juli.( Eig. Ber.) An diese Konferenz, die am 7. d. M. in der irischen Hauptstadt abgehalten wurde, wird sich der 5. Kongreß der General Federation of Trade Unions anschließen. Die Konferenz war befchickt aus Deutschland( Legien und Sassen- Bei der Wahl des Sizes des internationalen Sekretärs wurde bach), Destreich( Hueber), England( Curran, Steadman, Mitchell, von England der Vorschlag gemacht, den Siz jährlich zu wechseln. Barnes, O'Grady und andre Mitglieder des Generalfomitee), Italien Legien wies auf die Unzweckmäßigkeit dieses Vorschlages hin; die ( Cabrini), Frankreich( vetet und Griffuelles), Dänemark( Olsen), fortwährende Verlegung des Sekretariats von einem Lande zum Norwegen( Pedersen) und Holland( Ammerlaan und van Erkel). andren würde ein gedeihliches Arbeiten unmöglich machen. Diese Den Vorsitz führte Curran. Ein Antrag der Franzosen, der Ansicht wurde von den andern Ländern unterstüßt und beschlossen, dahin ging, alle Länder zur Teilnahme an den nächsten Konferenzen bis zur nächsten internationalen Konferenz das Sekretariat in Deutscheinzuladen, auch dann, wenn kein nationaler gewerkschaftlicher Zu- land zu belassen. Als internationaler Sekretär wurde Legien sammenschluß vorhanden ist, wurde abgelehnt. Es wurde aus gewählt. drücklich betont, daß nur die gewerkschaftlichen Landescentralen berechtigt sind, Vertreter zu entsenden und zwar nur folche Vertreter, die im eignen Lande wohnen. Der Konferenz Tagen Anträge aus Deutschland, England, Schweden und der Schweiz vor. Diese Anträge waren bereits vor längerer Zeit den gewerkschaftlichen Centralstellen in den offiziellen Kongreßsprachen( deutsch, französisch und englisch) übermittelt worden. Nachstehender von England gestellter Antrag wurde angenommen, nachdem auf Antrag von Schweden, die Worte jährlich zweimal" durch jährlich einmal" ersetzt worden waren: " Deutschland beantragte, die internationalen Konferenzen nicht wie bisher jährlich, sondern nur alle drei Jahre abzuhalten; von den andern Ländern wurde vorgeschlagen, alle zwei Jahre zusammen zukommen und wurde dementsprechend beschlossen. Die nächste internationale Konferenz soll in Holland abgehalten werden. Bemerkt sei noch, daß die Konferenz in einem Sigungssaale des Dubliner Rathauses abgehalten wurde und daß den Delegierten während ihres Aufenthaltes in Dublin freie Fahrt auf den städtischen Eisenbahnen zustand. Sigung haben Sonnabend: " " Briefkaften der Redaktion. Juristischer Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½ 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. 5. Streitende und andre. Wann ist eine gekündigte Wohnung zur Besichtigung freizustellen? In erster Linie entscheidet hierüber eine im Vertrag oder mündlich getroffene Vereinbarung. Fehlt es an einer solchen, so ist die Besichtigung der Wohnung zu an gemessener Zeit" zwecks Vermietung zu gestatten. Kommt eine Ueber" In Anerkennung dessen, daß ein festeres Einheitsband zwischen einkunft darüber, was als angemessene Zeit zu erachten ist, nicht zu stande, den nationalen Gewerkschaftsorganisationen der verschiedenen Länder so entscheidet auf Anrufen das Gericht. Der Mieter, der es abgelehnt hat, zu nötig ist und daß ein solches durch eine genaue Kenntnis der Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster Bor- einer vom Gericht für angemessen erachteten Zeit die Wohnung besichtigen zu sigender Julius Meyer, Fichtestr. 27. Erster Kassierer Seifrit, Fidicin- laffen, ist schadensersatpflichtig. Als angemessen erachtet das Gericht in Fortschritte der Bewegung in den einzelnen Ländern am besten traße 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Berlin in der Regel die Zeit von 9 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags. Der gefeftigt werden kann, kommen die auf dieser Konferenz vertretenen Gustav Schönthal, Mariannenplak 18. Abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Mieter muß eventuell den Schlüssel dem Wirt oder dessen Vertreter übergeben. Organisationen dahin überein, jährlich einmal dem Sekretariat der Aufnahme neuer Mitglieder:" Immergrün", Tegel, Kittte, Berlinerstr. 15. Mietslustigen muß er auch ohne Begleitung des Berwalters Zutritt gestatten. Konferenz einen Bericht über die Bewegung in ihren Ländern ein- Eintracht I", Teltow, Derb, Zehlendorferstr. 6. Sängerlust", LucenR. 51. Unterschlagung oder sonst eine strafbare Handlung scheint nicht zusenden; diese Berichte haben sich auf die Angaben von Thatsachen walde, Schulze, Beeligerstr. 34. Echo II", Markgrafpieste bei Fürstenwalde, vorzuliegen. Sie können, falls gütliche Einigung unmöglich ist, bei dem zu beschränken. Das Sekretariat der Konferenz hat diese Berichte Grasnid. Gemischter Chor", Luckenwalde, Gerhart, Haag 5. Glück Nachlaßgericht Erbteilung beantragen, eventuell auf Inventarlegung und drucken zu lassen und versendet zwei Abzüge davon an jede Federation." zu", Lörig, Bankſtr. 32d. Freie Sänger", Dranienburg- Sandhausen, Herausgabe des Ihnen zukommenden Teils Klagen. Wegen der erheblichen Dietrichs, Mühlenstr. 15." Langesche Quartett- Sänger", Restaurant Sefzit, often ist zu einer gütlichen Einigung zu raten. G. N. 1001. 1. Wenn Hierzu wurde folgender Zusazantrag der Schweiz angenominen: Laufiberstr. 52. ausgesetzt wird, ist das Lehrlings- Kostgeld dennoch zu zahlen. 2. 10 Mart. Bei Streits und Aussperrungen, welche von den andren Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen 100 Spandau. Nach Ihrer Darstellung steht Ihrer Frau ein Anspruch Ländern unterstützt werden, ist den Landessekretären wöchentlich im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Putbuser- auf Rente nicht zu, weil sie ihre Ansprüche hat verfähren laffen. Sie hätte, Bericht über die Lage einzusenden." straße 44, IV., Glüd auf", Rüdersdorf- Kaltberge, Greve, Heinigstr. 19. um ihre Ansprüche aufrecht zu erhalten, selbst fleben müssen. Nach dem Ruba", Spichalle, Bredowstr. 2. Pappel", Berndt, Buchholzerstr. 1. Gesez, das bis zum 1. Januar 1900 galt, verjährte der Anspruch, wenn Blauer Dampf", Dohe, nicht in vier Jahren geflebt war. Havana I", Rigdorf, Pflug, Juliusstr. 59. Nach dem neuen Gesetz verliert ein Kommune", Ruthenberg, Schulstr. 66. Müllerstr. 32a. Einig Klebepflichtiger sein Recht, wenn nicht innerhalb zwei Jahren wenigstens Hoher Steinweg 32. Guter Tabat", Kupsch, Teltow, 40 Marten feit III", Henze, Herzfelde, Hauptstr. 46. von ihm selbst oder für ihn geklebt werden. Das Gemütlichkeit V", Mier, Henickendorf, Kirchplatz. ist von Ihrer Frau leider unterlassen. Th. R. 1. u. 2. Nein. Klub 1900", Ruppert, Dolzigerstr. 47. Angler I", Buleger, Zimmer- E. Schubert Zittan. Eine Beschwerde ist in Ihrer Angelegenheit straße 60." Pfälzer", Bennig, Putbuserstr. 25. Weichseldust I", völlig ausgeschlossen. Beschwerden über vermeintliche Berstöße in CivilRodenburg, Stargarderstr. 18." Fortuna", Rüdersdorf, Stolpbrüd rechts- Sachen giebt es überhaupt nicht. Berufung ist in Gewergerichts. Berolina", Teltow, Hoher Steinweg 41( alle 14 Tage).„ Grüne Rose", Sachen nur zulässig, wenn der Streitgegenstand 100 M. übersteigt. Das, Friedenstr. 91. Henteltöppten", Zimmer, Lorkingstr. 32. Wilde Rose", was Sie als Verstoß gegen die Vorschriften der Prozeßordnung erachten, " Freie Alliance", Bärsch, Dront- ist überdies fein Verstoß. Eine Beschlußfassung über Beweisanträge ist in Neu- Weißensee, Lichtenbergerstraße 15. heimerstr. 1 c." Habana", Nowawes- Neuendorf, Leonhardt, Priesterstr. 31. Civilsachen nicht erforderlich, es kann auch ohne Beweisaufnahme ein Urteil " Kräftige Lunge", Kleiber, Ebelingstr. 9. Alter Stamm I", Freland, gefällt werden.- R. Sch. 554. 1. Ja. 2. Nein. E. F. 16. Nein. Nowawes, Karlstraße." Kairo", Tunelsky, Stöslinerstr. 16. Central- Raucherbund. Zuschriften find an lei st, Rigdorf, Julius. straße 26, zu richten.„ Lange Pfeife", Rigdorf, Knesebecstraße 20. " Glüd auf", Rirdorf, Ringbahnstr. 24." Frohsinn", Knesebecstraße, bei Sparenberg. Kurze Pfeife", Rigdorf, Mainzerstr. 4. Ohne Zwang", Rigdorf, Knesebecstr. 118. Arbeiter- Turnerbund. Turnv." Fichte", Berlin, abbs. 8-10 Uhr: 1. Männer- Abt. Friedenstr. 37. 3. Männer- Abt. Boechstr. 17/20. 7. Männer- At. Reichenbergerstr. 131-132. 8. Männer- Abt. Höchstetraße 36/37. 2. Lehrlings- Abt. Stalizerstr. 55-56. 4. Lehrlings- Ab+. 17 Haparanda 761 OND Siemensstr. 20( Moabit). 5. Lehrlings- Abt. Aderstr. 67. Freie Turner- Swinemde. 765 NNM 4 heiter 3wollig schaft Johannisthal" abds. 9-10 Uhr Senftleben. 14 Petersburg 758 WNW 2 bedeckt 17 Turnerschaft d. B. Hamburg 768 Berlin 765 NW 4 wolfig 16 Cort 771 Still wollig 15 Nereus"( gegründet 1882), 1. Lehrlings- Abt. 8-10 Uhr abds. Manteuffel4 bedeckt 16 Aberdeen straße 7. Schüler- Abteilung; 8-10 Uhr Männer- und Lehrlings- Abteilung; Adlershof, münchen Turn- Abteilung des Arbeitervereins Vorwärts": 6-8 Uhr rantf.a.M. 768 N 769 28 5 bedeckt 10 Baris 771 ND 1 wolten! 16 760 N 6Regen 12 Wollsteins Lustgarten. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sportverein Herkules", Wetter- Prognose für Sonnabend, den 11. Juli 1903. Wattstr. 3. Verein Privat- Theater- Gesellschaft Tell", Borndorferstr. 57. Teilweise heiter, ein wenig wärmer bei mäßigen nordwestlichen Winden; Halbe Lunge"( ehemalige Beeliger Pfleglinge von B. 1) jeden Sonnabend keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Nachstehender Antrag Deutschlands wurde ebenfalls an genommen, nachdem die Engländer ihren Zusazantrag, daß beim Nachsuchen um Unterstüßung genaue Angaben über die Höhe der von den Mitgliedern der in Betracht kommenden Organisation gezahlten Beiträge gemacht werden müssen" zurückgezogen hatten: " Die internationale Konferenz der gewerkschaftlichen Landessekretäre ernennt einen Internationalen Sekretär der gewerkschaftlichen Landscentralen", welcher die Verbindung zwischen den Landescentralen aufrecht zu erhalten, die jährlichen Berichte der Landessekretäre zu bearbeiten und den einzelnen Landescentralen in den offiziellen Sprachen( englisch, französisch, deutsch) zugänglich zu machen hat. Auf Erfordern einer Landescentrale hat der internationale Sekretär ein Gesuch um Unterstützung bei größeren Kämpfen den sämtlichen Landescentralen zuzustellen. Die Landescentrale, welche ein solches Gesuch um Unterstüßung einreicht, hat diesem einen Bericht beizufügen, in welchem angegeben sein muß: 1. mieviel Streifende vorhanden und wieviel Arbeiter im Beruf beschäftigt sind; 2. wieviel Arbeiter des betreffenden Berufes organisiert sind; 3. welche Unterstützungsmittel im eignen Lande aufgebracht werden. Ueber die Gewährung von Unterstützung entscheiden die einzelnen Landescentralen. Die Unterstüßungsbeträge sind direkt an die um Unterstützung nachsuchende Landescentrale zu senden, doch ist diese verpflichtet, dem interrationalen Sekretär einen Bericht über die Gesamtausgaben für Witterungsübersicht vom 10. Juli 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Wien Barometerstand mm richtung Wind Windstärke Wetter Temp. n. T. Hot Do Stationen Barometer. Windſtand mm richtung Windstärke Wetter 4 bedeckt Temp. n. T. 16o Do 8 Vorwärts- Buchhandlung BRENNABOR SW., Lindenstrasse 69. Für Radfahrer! 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